mund: montag, 24. september 2007
MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
analle at no-racism.net
Mo Sep 24 08:58:12 CEST 2007
widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
www.no-racism.net/mund
MedieninhaberInnen seid Ihr!
Montag, 24. september 2007
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A) INHALT
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AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN
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01 - Wiener Mischung
cafe.critique at gmx.net
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02 - DÖW: Neonazis gegen "Judendemo" in Wien
cafe.critique at gmx.net
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03 - Solifest für P., 06.10.2007
fz-bar at wolfsmutter.com
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04 - Einladung zum internationalen Tag der Gwewaltfreiheit - zur
Menschenkette am 02.10.07 um 18.00 uhr
rupkroesen at gmx.at
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MELDUNGEN UND KOMMENTARE
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05 - Prokop-Prozeß
office at asyl-in-not.org
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06 - Aufruf: Keine Abschiebung in den Irak
wadi.wien at gmx.at
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B) TEXTE
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AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN
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01 - Wiener Mischung
cafe.critique at gmx.net
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Neu auf Instant Coffee, der Blog von Café Critique.
Wiener Mischung (2)
by Florian Markl
September 22nd, 2007
Vor einigen Tagen habe ich an dieser Stelle auf die absurde Situation
hingewiesen, die sich in Wien zugetragen hat, als linke Antisemiten
gegen Nazis demonstrierten. Man konnte den Eindruck nicht los werden,
dass es sich hier um ein Mißverständnis handelte und die beiden
verfeindeten Gruppen in Wahrheit viel mehr gemein haben, als sie
trennt. Diese Vermutung ist mittlerweile bestätigt worden: Das
Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes berichtet auf
seiner Homepage unter der Rubrik "Neues von ganz rechts", dass in
einem Onlineforum aus dem Umfeld des rechtsextremen Bundes freier
Jugend (BFJ) angeregt über die von Café Critique und der
Israelitischen Kultusgemeinde in Wien organisierte Kundgebung "Keine
Geschäfte mit den iranischen Mullahs!" am 30. September diskutiert wird.
Der Hintergrund: Die antiimperialistische Gruppe
ArbeiterInnenstandpunkt (Ast) hat mittlerweile zu einer
Gegenkundgebung unter dem Motto "Stoppt die Anti-Islam-Hetze! Kein
Krieg gegen den Iran! Hände weg von Gaza - Freiheit für Palästina!"
aufgerufen - jene Gruppe also, die an dem gewalttätigen Überfall auf
eine Veranstaltung von Café Critique beteiligt war und deren Chef
infolgedessen wegen Körperverletzung verurteilt wurde (wir haben dazu
hier und hier Stellung genommen).
Wo die Antiimps vom Ast sicherlich verschämt irgendwas vom "Protest
gegen hetzerische Zionisten" faseln, kommen die Nazis vom BFJ direkt
auf den Punkt: Die "Judendemo in Wien" ist ihnen ein Dorn im Auge.
Daher fragt ein Forum-User mit dem vielsagenden Namen "Brandsatz", ob
man da nicht etwas unternehmen sollte. Ein anderer User schlägt
daraufhin vor, "die Palitücher aus(zu)packen und die Antiimps (zu)
unterstützen".
Selbstverständlich werden Ast und Konsorten diese Solidarität schroff
zurückweisen, ein weiteres Mal werden sie einen rhetorischen Eiertanz
unternehmen, um zu bestreiten, was längst offensichtlich ist: dass
die Nazis und die "Kameraden mit der anderen Feldpostnummer" (Neonazi
Michael Kühnen über linke Gegner) über weite Strecken am gleichen
Strang ziehen.
__________________________
29./30. 9. 2007
Wien
Die Islamische Republik Iran - Analyse einer Diktatur
Symposium mit Andreas Benl, Stephan Grigat, Alex Gruber, Simone Dinah
Hartmann, Matthias Küntzel, Kazem Moussavi, Fathiyeh Naghibzadeh,
Gerhard Scheit und Wahied Wahdat-Hagh
Campus der Universität Wien, Hörsaal D und C1
veranstaltet von Café Critique und Scholars for Peace in the Middle
East - Austria
30. 9. 2007
Wien, 18:00
Stephansplatz
Keine Geschäfte mit den iranischen Mullahs!
Gegen das Atomprogramm des Iran und seine österreichischen und
europäischen Förderer!
veranstaltet von Café Critique und der Israelitischen Kultusgemeinde
Infos: www.stopthebomb.net
_____________
Neu:
Stephan Grigat:
Fetisch und Freiheit
Über die Rezeption der Marxschen Fetischkritik, die Emanzipation von
Staat und Kapital und die Kritik des Antisemitismus
ça ira, Freiburg 2007, ISBN: 3-924627-89-4
400 Seiten, 22.00 ¤
Erhältlich im Buchhandel oder direkt beim Verlag:
ça ira Verlag
79098 Freiburg, Wilhelmstr. 15
Telefon: 0761.37 939, Fax: 0761.37 949
EMail: info at ca-ira.net, http://www.ca-ira.net
_______________
Café Critique
Verein für Gesellschafts- und Kulturkritik
Wickenburggasse 16/5
A-1080 Wien
Tel.: 0043 699 107 87 421
Fax: 0043 1 406 81 54 19
Email: cafe.critique at gmx.net
Web: http://www.cafecritique.priv.at
Blog: http://blog.cafecritique.priv.at
Konto: Dr. Renate Göllner, Erste Bank
Nr. 28660228600, BLZ 20111
BIC: GIBAATWW, IBAN: AT512011128660228600
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02 - DÖW: Neonazis gegen "Judendemo" in Wien
cafe.critique at gmx.net
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Von der Homepage des DÖW:
Neues von ganz rechts - September 2007
Neonazis gegen "Judendemo in Wien"
Eine für 30. September geplante Kundgebung anlässlich der drohenden
iranischen Atombewaffnung und der Geschäfte österreichischer Firmen
mit dem Mullah-Regime erregt den Zorn von Neonazis: Im Heimatschutz-
Forum aus dem Umfeld des Bundes Freier Jugend (BFJ) weist ein
"Heimdall" unter dem Titel "Judendemo in Wien" auf die Kundgebung
hin. Ein User mit dem bezeichnenden Nickname "Brandsatz" fragt dann,
ob man "Gegenaktivitäten" setzen solle. Daraufhin schlägt "Heimdall"
vor, die "Palitücher aus[zu]packen und Antiimps [zu] unterstützen".
Die Neonazis planen offenbar, an der Gegenkundgebung des
antiimperialistischen und pro-islamistischen
ArbeiterInnenstandpunktes teilzunehmen. "Brandsatz" regt darüber
hinaus an, den Kundgebungsort und die Umgebung mit den Nazi-
Aufklebern "Finger weg vom Iran!" zuzupflastern.
_________________
29./30. 9. 2007
Wien
Die Islamische Republik Iran - Analyse einer Diktatur
Symposium mit Andreas Benl, Stephan Grigat, Alex Gruber, Simone Dinah
Hartmann, Matthias Küntzel, Kazem Moussavi, Fathiyeh Naghibzadeh,
Gerhard Scheit und Wahied Wahdat-Hagh
Campus der Universität Wien, Hörsaal D und C1
veranstaltet von Café Critique und Scholars for Peace in the Middle
East - Austria
30. 9. 2007
Wien, 18:00
Stephansplatz
Keine Geschäfte mit den iranischen Mullahs!
Gegen das Atomprogramm des Iran und seine österreichischen und
europäischen Förderer!
veranstaltet von Café Critique und der Israelitischen Kultusgemeinde
Infos: www.stopthebomb.net
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Neu:
Stephan Grigat:
Fetisch und Freiheit
Über die Rezeption der Marxschen Fetischkritik, die Emanzipation von
Staat und Kapital und die Kritik des Antisemitismus
ça ira, Freiburg 2007, ISBN: 3-924627-89-4
400 Seiten, 22.00 ¤
Erhältlich im Buchhandel oder direkt beim Verlag:
ça ira Verlag
79098 Freiburg, Wilhelmstr. 15
Telefon: 0761.37 939, Fax: 0761.37 949
EMail: info at ca-ira.net, http://www.ca-ira.net
_______________
Café Critique
Verein für Gesellschafts- und Kulturkritik
Wickenburggasse 16/5
A-1080 Wien
Tel.: 0043 699 107 87 421
Fax: 0043 1 406 81 54 19
Email: cafe.critique at gmx.net
Web: http://www.cafecritique.priv.at
Blog: http://blog.cafecritique.priv.at
Konto: Dr. Renate Göllner, Erste Bank
Nr. 28660228600, BLZ 20111
BIC: GIBAATWW, IBAN: AT512011128660228600
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03 - Solifest für P., 06.10.2007
fz-bar at wolfsmutter.com
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Konzerte für Migrantinnen in Not
Solifest für P.
Samstag, 06.10.2007
P. wurde von ihrem gewalttätigen Ehemann geschlagen, auch die Kinder
bekamen Gewalt zu spüren. Der Ehemann reichte eine
Ehenichtigkeitsklage ein und plädierte auf Scheinehe. Das
Behördenverfahren um Aus-weisung oder nicht zieht sich seit Jahren
hin. P. und ihre Kinder leiden auch unter gesundheitlichen Problemen
durch die Schimmelbildung in ihrer Wohnung.
+ + + + + + + + + + + + + + + + + +
Mika Vember (indie: vox, guitar) feat. Martina Winkler (on accordion)
Homepage: www.myspace.com/mikavember
?Mika Vember Now or Now ?Just for once tell me, what I want to
hear..." Dieser Aufforderung kommt Mika Vem-ber, 28, Singer
Songwriterin sowie Percussionistin bei Labelkollegin Clara Luzia,
selbst nicht unbedingt nach. Schon gar nicht wenn es um die Lieder auf
ihrem erstaunlich ausgereiften Solo-Debut Now or Now (Asinella
Records) geht. Da werden schon einmal unangenehme Fragen gestellt, es
wird in ganz persönliche seelische sowie gesellschaftliche Abgründe
geblickt. Stalker werden bloßgestellt (Lovers), eine Frau versucht die
einge-impften Pseudowahrheiten ihrer Kindheit hinter sich zu lassen
(Dancing Queen). Die Dilemma-Dimension der Zwischenmenschlichkeiten
ist allgegenwärtig ( ?This is a love with a catch-22"). Durch diese
Nebel und Schat-ten zieht sich die Suche nach der Schönheit wie ein
roter Faden. Und Schönheit findet sich, so hat die sensible
Songschreiberin erkannt, immer da wo man sie am wenigsten vermutet
hätte (?Beauty in unexpected places"). Die Arrangements sind selten
dienlich, sondern fordern die Sängerin und Gitarristin heraus, treiben
sie in an, noch weiter zu gehen. Und doch weiß sie sich immer in
Geborgenheit ? Song für Song ist die Homogenität der musikalischen
Seilschaft der Künstlerin zu spüren. Und sie geht, nein, sie drängt
vielmehr weiter. Mikas ein-dringliche Stimme erkundet neugierig und
forsch die verschiedensten Soundlandschaften: Mal taucht sie in
Unterwasserwelten aus Piano und Gitarre (Sub Aqua), mal klettert sie
auf rotzig arrangierte Percussionberge, an denen E-Gitarrenfetzen
vorbeiziehen. Und just in dem Moment, als man das rettende Akkordeon,
oder gar eine Mundharmonika vernimmt und sich bereit macht Mika Vember
den Folk-Latz umzubinden ? just in dem Moment packt sie ihr
selbstgezimmertes Mund-Trompeten-Ensemble aus und schickt die HörerIn
über einen Trauermarsch ins Alte Testament (Cain/Brother's Keeper).
Doch keine Angst - am Ende wird alles gut: Mika Vember lässt ihre
Stimme - eben noch von rumpelnden Beats gerüttelt und von Kontrabässen
durchtönt - um-garnt von e-bow-Gitarren auf vertrautem Gelände zur
Ruhe kommen (I do). Hier wird Abwechslung geboten. Wie im richtigen
Leben. Und das passiert immer jetzt. Oder Jetzt? Ladies and Gentlemen:
Mika Vember.?
+ + + + + + + + + + + + + + + + + +
2suns, singer-songwriterinnen
?Kennen gelernt haben wir uns in der Straßenbahn. Beide waren wir am
Weg in die Arbeit. Claudia ist mir ihrer Gitarre umgehängt
eingestiegen und ich habe sie dann angesprochen und gefragt, was sie
denn für Musik macht und ob sie Lust hat, mit mir gemeinsam an eigenen
Liedern zu basteln.
Seit dem ersten Treffen arbeiten wir gemeinsam an deutschen und
englischen Liedern.... verwirklicht durch zwei Gitarren und zwei
Stimmen....?
+ + + + + + + + + + + + + + + + + +
Rambasamba, Trommlerinnen
Homepage: www.rambasamba.at.tf
?Rambasamba ist eine - 1999 in Wien gegründete - Frauensamba-Bateria,
welche seit dem Vorjahr starken Zuwachs verzeichnete. Ihr Debüt hatten
sie am 08.03.1999 anlässlich des Internationen Frauentags.
Seither proben sie wöchentlich und trommeln lautstark bei Demos,
Regenbogenparaden, Geburtstags- und Frauenfesten und auch ganz privat.
Spass machts, wenns groovt, wenn die Surdos pulsieren wie der
Herzschlag, die Caixas rhythmisch treiben, die Tamborims knallen, die
Glocken klingen und die Repinique akzentuiert.
Samba, Reggae und Funk laden zum Mittanzen ein.
Rambasamba sieht sich als Teil des politischen Aktivismus in der
autonomen FrauenLesbenSzene. Feministi-sche Musik, gegen Sklaverei,
für die politische Widerstandsbewegung. Musik und politische Haltung
ver-schmelzen sich. Es ist ihnen ein großes Bedürfnis, mit ihrem
Auftritten Frauen in Not helfen zu können.?
+ + + + + + + + + + + + + + + + + +
und DJane AROMA:M, 80er Jahre, soul&funk, pop&house
Einlass ab 19 Uhr, Beginn ca. 21 Uhr. Nur für Frauen.
FZ-Bar Wien
Währinger Straße 59/6 (Eingang Prechtlgasse)
1090 Wien
e-Mail: fz-bar at wolfsmutter.com
Homepage: http://fz-bar.wolfsmutter.com
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04 - Einladung zum internationalen Tag der Gwewaltfreiheit - zur
Menschenkette am 02.10.07 um 18.00 uhr
rupkroesen at gmx.at
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Liebe Freunde und Freundinnen des Friedens und der Gewaltfreiheit !
Wir möchten Euch gerne zu den Feierlichkeiten am 2. Oktober 2007 hier in
Wien einladen, zum Internationalen Tag der Gewaltfreiheit und Geburtstag
von Gandhi, ausgerufen von der UNO.
Wir treffen uns am
2.Oktober, 18.00 Uhr am Sigmund Freud Platz vor der Votivkirche,
Wir möchten mit so vielen Menschen wie möglich eine Kette in Form eines
Peace-Zeichens bilden. Bringt Fackeln und Kerzen mit.
Wir würden uns sehr über Eure Beteiligung am 2.Oktober 2007 freuen.
Bitte unbedingt Bescheid geben, ob ihr kommt bzw. wie viele Personen
kommen.
Wenn Ihr wollt, könnt Ihr unsere internationale Kampagne Europe for
Peace unterstützen unter www.europeforpeace.eu.
Herzliche Grüsse
Sabine und Rupert Kroesen
Europe for Peace Austria
«Europe for Peace» Austria - Sabine und Rupert Kroesen, 1140 Wien,
Rosental B 102
Tel.: 01 419 76 95 (AB)
Email: rupkroesen at gmx.at, sabinekroesen at gmx.at
Webadresse: http://www.europeforpeace.eu/, www.humanisten.at,
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MELDUNGEN UND KOMMENTARE
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05 - Prokop-Prozeß
office at asyl-in-not.org
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Es ist psychische Folter!
Sensationelle Urteilsbegründung im Prokop-Prozeß
Lucie Heindl-Koenig, eine junge, engagierte Richterin, hat mich, wie
berichtet, wegen “übler Nachrede" gegen Liese Prokop zu einer
Geldstrafe verurteilt. Dagegen werden wir Rechtsmittel ergreifen.
Dabei darf man aber eines nicht übersehen: Die Urteilsbegründung ist
eine Sensation und für unseren weiteren Kampf gegen das herrschende
Asyl-Unrecht von unschätzbarem Wert.
Wie erinnerlich, hatten wir den Wahrheitsbeweis angeboten. Wir hatten
zahlreiche Zeugen genannt, die aus eigenem Erleben berichten konnten,
welches Leid den traumatisierten Flüchtlingen durch die Schubhaft
zugefügt wird; dass es sich dabei um psychische Folter handelt. Damit
wollten wir beweisen, dass der Ausdruck “Folterministerin" für Liese
Prokop gerechtfertigt ist.
Lucie Heindl-Koenig hat unsere Zeugen alle abgelehnt. Aber begründet
hat sie diese Entscheidung, indem sie uns in der Sache recht gab: Was
die Zeugen berichten könnten, sei dem Gericht ohnedies notorisch
bekannt. “Natürlich gibt es psychische Folter für in Schubhaft
Genommene", so die Richterin. Klar sei auch, dass Schubhäftlinge
misshandelt, gedemütigt und von ihren Familien getrennt würden.
Und weil das alles ohnedies klar ist, braucht es von uns nicht
bewiesen zu werden.
Trotzdem, meinte sie, dürfe ich Frau Prokop - die als zuständige
Ministerin und Gesetzesgeberin für all das die Verantwortung trägt -
nicht als “Ministerin für Folter" bezeichnen.
Und auch nicht als “Ministerin für Deportation", obwohl Bundeskanzler
Schüssel im Fernsehen geprahlt hatte, dank Prokops Gesetz könne man
6000 Fremde im Jahr “zwangsdeportieren".
“Ministerin für Folter und Deportation" sei ein “Wertungsexzess",
durch den Frau Prokop ins “nationalsozialistische Eck" gestellt
werde. “Das ist mir zu weit gegangen".
Trotzdem, so die Richterin, sei es weiterhin meine Aufgabe, als
Obmann von Asyl in Not Gesetze anzuprangern. “Er darf es nicht nur,
er soll es auch." Das sei “nicht nur wichtig, sondern auch richtig."
Über diese Nuance, ob eine Ministerin, die psychische Folter zu
verantworten hat, als Ministerin für Folter bezeichnet werden darf,
werden nun andere Instanzen (Oberlandesgericht, Europäischer
Gerichtshof für Menschenrechte) zu entscheiden haben.
Aber eigentlich ist es gar nicht mehr so wichtig. Für mich ist
entscheidend, dass die Richterin selbst den Begriff “psychische
Folter" verwendet für das, was mit Flüchtlingen Tag für Tag in der
Schubhaft geschieht.
Es ist Folter. Das ist nun vom Gericht festgestellt. Und das muß
Folgen haben.
Das Prokop'sche Gesetzesmachwerk, das Folter möglich macht, muß weg.
Die Beamten, die die Folter vollziehen, müssen zur Rechenschaft
gezogen werden. Und das schnell.
In diesem Sinn ist das Urteil vom 19. September ein großer Erfolg.
Diesen Erfolg hat Asyl in Not für alle NGOs erfochten. Und dafür hat
sich manche Mühe gelohnt.
Michael Genner
Obmann von Asyl in Not
Währingerstraße 59
1090 Wien
Tel. 408 42 10-15; 0676 - 63 64 371
office at asyl-in-not.org
www.asyl-in-not.org
ZVR: 723727354
Spendenkonto:
Raiffeisen (Bankleitzahl 32000)
Kontonummer 5.943.139 (Asyl in Not)
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06 - Aufruf: Keine Abschiebung in den Irak
wadi.wien at gmx.at
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Regensburg, 21. September 2007
Regensburger Aufruf "Keine Abschiebung in den Irak"
Wir begrüßen die Entscheidung der Fluggesellschaften ZAGROS AIR und
ZOZIK AIR, keine Abschiebungen in den Nordirak zu akzeptieren.
Andere Fluggesellschaften haben ihre Flüge in den Nordirak vorerst
aus Sicherheitsgründen eingestellt. Wir fordern und erwarten von
allen Fluggesellschaften, keine Abschiebungen in den Nordirak
durchzuführen!
Menschenrechtsorganisationen wie amnesty international, UNHCR,
Human Rights Watch, WADI, Pro Asyl, Schweizer Flüchtlingshilfe und
andere haben ihre Bedenken und Warnungen gegen Abschiebungen in den
Nordirak veröffentlicht.
Danach ist die Lage in den kurdischen Provinzen des Nordiraks zwar
besser als im restlichen Irak. Aber auch im Nordirak ist die Lage
völlig unsicher und sehr gefährlich. Bombenanschläge sind Alltag, das
Attentat von Sindschar Mitte August mit mehr als 500 Toten war das
schrecklichste. Dörfer wurden von türkischem und iranischem Militär
bombardiert. Die politische Situation ist sehr schwierig. Es
herrschen große soziale Spannungen und sozio-ökonomische Probleme,
zuletzt ist die Cholera ausgebrochen, für Personen ohne familiäres
soziales Netz gibt es überhaupt keine Aufnahmekapazität...
Angesichts dieser Situation fordern wir das Bayerische
Innenministerium auf, die bisherigen Bemühungen für Abschiebungen in
den Nordirak einzustellen und mit sofortiger Wirkung einen
entsprechenden Abschiebestopp zu veranlassen. Keine Abschiebung in
den Irak!
Aufrufende Regensburger Gruppen:
amnesty international - AK Asyl; [anita_f.] Antifaschistische
Gruppe; Attac; Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband und
Stadtratsfraktion; Bürgerinitiative Asyl; Die Linke
Kreisverband; Evang. Gemeinde St. Lukas; GEW Kreisverband; IKS
Internationaler Kultur- und Solidaritätsverein; SDS Sozialistisch-
demokratische StudentInnen; SJD - Die Falken Kreisverband;
ueTheater; VVN/BdA Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund
der Antifaschisten;
Aufrufende Regensburger Einzelpersonen:
Baumgärtner Herbert (Verdi-Mitglied, Personalrat Theater
Regensburg) ; Beck Birgit; Bösl Konstantin (SPD-Bezirksvorstand
Oberpfalz); Fabritius Christine; Dr. Fembacher Werner
(Gesamtbetriebsrat Siemens AG) Geiger Alexandra; Geiger Ruth
(Gärtnerin) ; Gilsbach Anna; Hubert Ingeborg (Bezirksrätin);
Kunc Margit (Stadträtin); Martin, Susann (Dipl.Sozialpädagogin)
Paul Florian (DIE LINKE. Landesvorstand Bayern); Dr. Petzi Erwin
(Schriftführer bund für geistesfreiheit) Pritscher Jakob
(Betriebsrat Areva); Rubchev Rosina (Schülerin); Salger Christine
(Lehrerin); Scharfenberg Maria (Landtagsabgeordnete); Schlaffer
Olga; Schmutzler Johannes; Schreiber David; Schweigart-Schumann
Marianne;
Thieme Marian; von Boeselager Friedrich; Wagner Hannes; Weber Dieter
(Leiter Evang. Bildungswerk Regensburg e. V.)
v.i.s.d.P.: Gotthold Streitberger, Am Hochbehälter 11, 93059 Regensburg
--
WADI Österreich
Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit
e-mail: wadi.wien at gmx.at
website: www.wadinet.at
Tel.: 0699-11365509
Postfach 105
A-1181 Wien
SPENDENKONTO - jeder Euro hilft!
Knt. Nr.: 6.955.355
BLZ: 32.000 Raiffeisen Landesbank NÖ
IBAN AT4432 0000 0006 955355
BIC (SWIFT) RLNWATWW
FOCUS IRAK - WADI Österreich on Air:
Zum Hören: http://www.wadinet.at/Media/audio.php
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C) EDITORIAL
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Für den Inhalt verantwortlich: Ihr.
E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt.
widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web:
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Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die
unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts-
politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu
Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen.
sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn
enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit
Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können.
Bitte keine Attachments!
Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem
jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken.
Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt.
Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte
Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden.
Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht.
Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht
veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den
betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND
veröffentlichen.
Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND
archiviert.
Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage:
* Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr *
* Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" *
* Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf *
* Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie.
Aber kurz und prägnant.*
Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine
Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und
rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch
stillschweigend Zensur zu üben.
Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge
hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die
Nichtaufnahme geliefert.
(Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind
z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten
Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.)
Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert.
Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne
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REDAKTIONELLES:
Diese Ausgabe hat nicole fally aus Einsendungen an
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Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 20:40 Uhr
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