widerst at nd MUND: Montag 05.11.2007
MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
analle at no-racism.net
Mo Nov 5 10:39:31 CET 2007
widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
www.no-racism.net/mund
MedieninhaberInnen seid Ihr!
Samstag, 05.11.2007
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in eigener sache:
wie wir bereits angekündigt haben, arbeiten wir an einem
relaunch - siehe text im editorial
lg, red
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A) INHALT
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DISKUTIEREN/ORGANISIEREN/AUFSTEHEN!
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00 Kleine Schritte, wohin?
Überlegungen zum politischen Agieren von NGOs
anlässlich das "Tages der Chancengleichheit für
Alle"
von Andreas Görg andreas at no-racism.net
samt
Position von ENARA - European Network Against Racism Austria
zum Tag der Chancengleichheit für Alle am 5. November 2007
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AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN
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01 Feministische Ausstellung "Hellwach" - nicht"ministrabel"?
von LesbenFrauenNachrichten at gmx.at
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02 Ministerielle Zensur eines Kunstprojektes?
von AUF <auf at auf-einefrauenzeitschrift.at>
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03 unkenruf: Frauenhetzprogramm 08.-11.11.07
von frauenhetz <office at frauenhetz.at>
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04 AUF-reihe 2007: Veranstaltung mit Ceija Stoika am 8.November 2007
von AUF <auf at auf-einefrauenzeitschrift.at>
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05 [gajwien] gedenkkundgebungen -
novemberprogrom, seminar zu "gewalt gegen frauen"
von GAJ Wien <newsletter at gajwien.at>
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06 das que[e]r im november
von Rosa Antifa Wien <raw at raw.at>
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07 GA: Film um 6: Katzenball, Linke Emanzen?
Grün? Andersrum? Wie und wo und überhaupt: warum?
von Andersrum Wien <andersrum.wien at gruene.at>
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08 Wien: 9. Nov.-Kundg. am 8. Nov./Buchpräs. Fetisch & Freiheit am 13. Nov.
von Cafe Critique <cafe.critique at gmx.net>
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09 Venezolanischer Musikabend
von Isabelle Ourny <Isabelle.Ourny at oegb.at>
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10 15.11. Buchpräsentation: Tobinsteuer - “Sand
ins Getriebe" der Finanzmärkte und Einnahmen für
Entwicklung
von Attac Österreich Presse presse at attac.at
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INTERNATIONALES/SOLIDARITÄT
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11 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm -- Genua --Bukarest
von Öffentlicher Verteiler der
Gipfelsoli-Infogruppe
<gipfelsoli-l at lists.nadir.org>
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12 Menschenrechtsanwalt aus West-Papua verhaftet
von westpapua at gmx.net <westpapua at gmx.net>
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B) TEXTE
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DISKUTIEREN/ORGANISIEREN/AUFSTEHEN!
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00 Kleine Schritte, wohin?
Überlegungen zum politischen Agieren von NGOs
anlässlich das "Tages der Chancengleichheit für
Alle"
von Andreas Görg andreas at no-racism.net
samt
Position von ENARA - European Network Against Racism Austria
zum Tag der Chancengleichheit für Alle am 5. November 2007
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Kleine Schritte, wohin?
Überlegungen zum politischen Agieren von NGOs
anlässlich das "Tages der Chancengleichheit für
Alle"
Heute, am 5. November 2007, findet im
Museumsquartier eine seltsame Veranstaltung
statt. Seltsam deshalb, weil ihre Bezeichnung
schwierig ist. Offiziell nichtssagend handelt es
sich um ein Event zum Abschluss des Europäischen
Jahres der Chancengleichheit für Alle 2007. Böse
Zungen meckern: Signifikanterweise gab es kein
entsprechendes Auftakt-Event zu Jahresbeginn.
Signifikanterweise wird das Ende des
Chancengleichheitsjahres schon Anfang November
gefeiert. Das Event ist aber nicht nur eine
Legitimationsshow für unser heute kurz voll auf
Chancengleichheit frisiertes Gesellschaftssystem.
Es machen auch NGOs mit, die sich seit Jahren
tatsächlich um Gleichstellung bemühen. Am
Nachmittag bieten sie workshops an und Abends
werden sie die Ergebnisse referieren. Es wäre
falsch, die Leute aus den NGOs einfach als
nützliche IdiotInnen zu betrachten, die sich als
Aufputz für die Legitimationsveranstaltung
missbrauchen und mit Subventionsversprechen
kaufen lassen. Anstatt in den Mühen der Ebene von
der politischen Revolution zu träumen, haben sie
den gleichfalls mühsamen Weg der kleinen Schritte
gewählt, um politischen Anliegen zum Durchbruch
zu verhelfen. Aber worin besteht die Strategie
der kleinen Schritte überhaupt? Ist sie
angesichts der vielen Rückschritte punkto
Gleichheit in der Gesellschaft nicht ein
Rückzugsgefecht? Ist sie eine Lebenslüge der
NGOs? Anstatt an dieser Stelle Vor- und
Rückschritte im Detail gegeneinander aufzuwiegen,
stellt sich die Frage, wie die Existenz und das
Tun von NGOs in einem größeren politischen
Kontext zu bewerten sind.
NGOs sind eine historisch rezente Erscheinung.
NGOs werden in jenen Politikbereichen gegründet,
in denen es keine ausreichende
institutionalisierte Interessensvertretung gibt.
Insbesondere neue Themen werden durch
zivilgesellschaftliche Organisationen besetzt,
weil die traditionellen Interessenvertretungen
diese Bereiche ausschließen oder nur am Rande
behandeln. NGOs sind Knotenpunkte in neuen
politischen Netzwerken. Sie können aufgrund ihrer
Organisationsfähigkeit soziale Bewegungen
kanalisieren, dämpfen oder verstärken. Sie können
ausgelagerte staatliche Aufgaben insbesondere im
Sozialwesen übernehmen und/oder mittels
Öffentlichkeitsarbeit politische Trendwenden
vorbereiten, weil sie von Wahlen und
wohlmeinenden Mehrheiten weniger abhängig sind.
Ihre Finanzierung - soferne sie überhaupt Geld
brauchen, weil sie nicht ohnehin auf unbezahltem
Engagement aufbauen - stammt hauptsächlich
entweder von Interessengruppen in der Verwaltung,
die bestimmte Themen nicht selbst forcieren
können, von Parteien, die sich Flügel wachsen
lassen, oder von SpenderInnen, die sich damit ein
bisschen Aktivismus kaufen. Allen NGOs - so breit
und unscharf diese Bezeichnung auch sein mag -
ist es, ihr politisches Anliegen hegemonial zu
setzen, dh. als allgemeingültig zu verankern,
obwohl oder gerade weil ihr Anliegen von den
politisch hegemonialen Kräften nicht in den
institutionellen politischen Rahmen integriert
wurde. Ihre politischen Hebel und ihr Gewicht
bekommen die NGOs vorwiegend aufgrund jener
Werte, die das System vorgibt, selbst jedoch
nicht einhält. NGOs sind pressure groups ohne
Massenbasis, die über Medien allerdings eine
breite Öffentlichkeit ansprechen und Meinung
machen. In Zeiten, wo traditionelle
Massenorganisationen wie Gewerkschaften und
Parteien ihre Basis verlieren, schaffen es die
NGOs auch nicht, massenhaft Basis zu gewinnen,
abgesehen davon, dass sie nicht als Sammelbecken
mit mehreren Themen konzipiert sind, sondern sich
auf Einzelthemen konzentrieren.
Um die Bedeutung von NGOs einschätzen zu können,
müssen sie im Kontext des politischen Systems
betrachtet werden. Und genau hier ist die
Entwicklung in den letzten Jahren rasant.
Hegemonie funktioniert als Arrangement der
mächtigen Interessenfraktionen, die bestimmte
einzelne für sie vorteilhafte Strukturmerkmale
außer Streit stellen, sich aber ansonsten
wechselseitig pragmatisch bekämpfen und
ausmanövrieren. Hegemonie bewegt sich ständig um
den außer Streit gestellten Kern herum, mal mehr
mal weniger. Dieser Tage können wir schnellere
Bewegung in der hegemonialen Ordnung erkennen.
Die technischen Entwicklungen und der Übergang
zur Wissensgesellschaft rütteln sogar am
zentralen Grundpfeiler der bürgerlichen
Gesellschaft: Die Eigentumsordnung wird durch die
Verbreitungsmöglichkeiten des Internet und den
Umstand, dass Wissen als Ware nicht verbraucht
sondern vervielfältigt wird, in Frage gestellt.
Während große Unternehmen der Kulturindustrie
noch um den Erhalt der alten Eigentumsordnung
ringen und mittels einzelner absurder
Schauprozesse Massen von UserInnen
einzuschüchtern versuchen, wird der Nationalstaat
bereits nur mehr wie ein Oldtimer aus
Sentimentalität gepflegt und gerade noch
fahrtüchtig gehalten. Die nationalstaatlichen
Gebilde lösen sich nach oben hin in Richtung
supranationaler Gebilde auf, die wiederum an
politischer Potenz schon heute von
Gipfelkonferenzen der reichsten und mächtigsten
Staaten überholt werden. Die Globalisierung von
Ökonomie und Technik zieht unweigerlich eine
Globalisierung der Politik nach sich, auch wenn
die entsprechenden Institutionen und Gremien noch
nicht ausgebaut sind und sich die Macht
einstweilen informelle Kanäle sucht.
Zwischenstaatlliche Abkommen sind jener zur
Rechtsgestaltung freie und der demokratischen
Kontrolle am weitesten entrückte Raum, der von
den Mächtigen genutzt wird, um die
Nationalstaaten in ihren Entscheidungen zu
binden. Der Nationalstaat mutiert zu einer
Bezirksverwaltung im Weltsystem. Die
Gewaltenteilung zwischen Legislative, Judikative
und Exekutive funktioniert immer weniger, weil
die Exekutive die Legislative zunehmend
übernimmt, im Arrangement der neuen
überstaatlichen Mächte am Effektivsten mitspielen
kann und die Judikative ausmanövriert. Die
gerichtlichen Instanzenzüge dauern immer länger.
In den Verfassungen festgeschriebene Rechte wie
z.B. die Europäische Menschenrechtskonvention
werden oft schon von den Gesetzgebenden und noch
öfter von der Verwaltung frech missachtet und
gelten mit Verzögerung nur für jene Einzelnen,
die sich lange Prozesse leisten können.
Zivilgesellschaftliche Vertretungsinstanzen, die
eine Massenbasis hatten, wie z.B. Gewerkschaften
und Parteien, verlieren zunehmend an politischer
Bedeutung, weil sie auf den Nationalstaat als Ort
der Auseinandersetzung fixiert sind und in den
darüberliegenden Arrangements keine Rolle
spielen. Auf ihre Rolle als OrganisatorInnen von
massenhafter Zustimmung ist das System nicht mehr
angewiesen. Diese Aufgabe übernehmen
Medienkonzerne wesentlich effektiver. Die
obersten politischen Entscheidungsinstanzen sind
nicht demokratisch legitimiert. Was die Welt vor
einem Abgleiten in die Despotie bewahrt, ist der
Umstand, dass auch auf den obersten Ebenen
Arrangements getroffen werden müssen und sich die
Interessen der Beteiligten gegenseitig in Schach
halten. Es gibt keine imperiale Hoheit, die sich
über den Machtadel aus Politik, Wirtschaft und
Wissenschaft erhebt.
Je illegitimer das politische System wird, desto
eher besteht die Tendenz, das Recht in die eigene
Hand zu nehmen, sich den entrückten
Entscheidungsprozessen nicht zu beugen, sondern
eigene Entscheidungen zu fällen und auch
durchzusetzen. Widerstand funktioniert heute in
zahlenmäßig relevanter Form mehr denn je nach dem
Guerilla-Prinzip: Lokal vernetzte Gemeinschaften
schützen Einzelne vor dem externen Machtzugriff
und der durchsetzenden und strafenden Gewalt.
Dieser Widerstand funktioniert daher klandestin,
in Freundes- und Familiennetzwerken, die im
Grunde genommen mit Widerstand nichts am Hut
haben, sondern der Systemlogik entsprechend genau
wie alle anderen nur ihre partikularen Interessen
durchsetzen wollen. Nur selten wird dieser
Widerstand so medienwirksam in Szene gesetzt wie
im Fall von Arigona Zogaj. Ergebnis ist aber
nicht eine Änderung der unmenschlichen und
verfassungswidrigen Gesetze, sondern eine
Gnadenlösung für den Einzelfall. Widerstand kann
sich für die Einzelnen also bezahlt machen, wenn
sie nicht entdeckt werden oder Protektion von
Medien, Opposition und zivilgesellschaftlichen
Gruppen erhalten. Dadurch wird das System
insgesamt korrupter, regelloser. Die unmittelbare
Folge der Aushöhlung der Rechtsstaatlichkeit von
oben ist die Aushöhlung der Rechtsstaatlichkeit
von unten. Der Widerstand nach dem
Guerilla-Prinzip beruft sich nicht auf höhere
Werte. Er ist nicht nur formell illegalisiert
sondern im Prinzip genauso illegitim wie das
zunehmend undemokratische System. Der faktische
Widerstand ist nur ein Spiegelbild der von Tag zu
Tag illegitimer werdenden politischen
(Un)Ordnung, die keine höheren Werte mehr kennt,
sondern nur mächtigere Interessenfraktionen. Die
einzige Legitimität in dieser Auseinandersetzung
der Interessen vermittelt das Prinzip, im
Ernstfall auf der Seite der Schwächeren zu stehen.
Die Rolle der NGOs, Werte einzufordern, wirkt
etwas schwächlich angesichts der Gewalt, mit der
sich die faktischen Umwälzungen durchsetzen. Sie
sind verbandelt mit den politischen Institutionen
aber auch verbandelt mit den Gruppen, die bewusst
oder unbewusst Widerstand leisten. Sie erfüllen
Transmitterfunktionen zwischen den
auseinanderdriftenden Teilen der Gesellschaft.
Der Spagat, den sie aushalten müssen, wird immer
unerträglicher. Es ist ein gleichsam
priesterliches Tun in einer Zeit des Unglaubens,
in der die Werte abseits der Ökonomischen, die
zwar auch nur Fetische sind, den Menschen aber
als einzige echte Sicherheit erscheinen, immer
weiter ins Hintertreffen geraten. Um dem
entgegenzuwirken, sind Predigtdienste von NGOs
wichtig. Es sind Seminare und workshops, in denen
kleine Gruppen Anker entwickeln können gegen den
Druck eines Gesellschaftssystems, das uns mit
seiner rasanten Strömung immer mehr soziale
Sicherheiten wegzureissen droht. Aber damit
tragen die NGOs auch zur Legitimation der
bestehenden Ordnung bei, so als könnte diese
besser gemacht werden. Die NGOs könnten mehr
Input aus der politischen Szene brauchen, mehr
Reflexionen zum eigenen Tun, mehr Bewusstsein um
die eigene Macht als Ideologie-ArbeiterInnen.
Manchmal erscheinen die MitarbeiterInnen von NGOs
wie Eichhörnchen, denen ihre harten Nüsse die
Welt bedeuten und die zuweilen sogar die Hand
beissen, die sie füttert. Sie wirken
politisierend und gleichzeitig naiv, weil ihre
Werte-Propagierungen selten auf einer profunden
Gesellschaftsanalyse basieren. Aber je mehr die
Gesellschaft zerfällt und je brüchiger der nie
abgeschlossene Gesellschaftsvertrag wird, zu dem
Zustimmung immer schwieriger zu organisieren ist,
desto eher braucht es das Netz von politischen
AkteurInnen in einer Zivilgesellschaft, die den
unfähig gewordenen politischen Institutionen die
Gestaltung der Zukunft aus der Hand nimmt. So
weit sind wir leider noch nicht, aber wir
arbeiten daran. Insofern ist dieser Artikel auch
nur ein Fragment. Wer mit mir weiter überlegen
will, ist herzlich eingeladen.
cheers
Andreas Görg (NGO-Aktivist)
P.S.: Mit diesem theoretischen Vorbau wird
vielleicht auch verständlicher, was sich im Jahr
der Chancengleichheit wie entwickelt hat und wie
es seitens einer NGO verstanden wird; dazu der
folgende Text:
Position von ENARA - European Network Against Racism Austria
zum Tag der Chancengleichheit für Alle am 5. November 2007
Heute begehen wir den formellen Höhepunkt des
Europäischen Jahres der Chancengleichheit für
Alle in Österreich. Mehrere
Mitgliedsorganisationen von ENARA haben die
Arbeiten zum Jahr der Chancengleichheit im BMWA
seit Dezember 2006 begleitet. Die Gründung eines
Beirates mit VertreterInnen von anderen
Ministerien, Landesbehörden und NGOs wurde von
uns angeregt. Wir haben unsere Expertise
eingebracht und solchermaßen versucht, auf die
Gestaltung der Werbekampagne Einfluss zu nehmen.
Und als der Fernseh-Werbespot eine gar zu
europäisch weisse Gleichheit zu repräsentieren
drohte, haben wir erfolgreich ein afrikanisch
schwarzes Gesicht hineinreklamiert. Wir waren
dabei und haben die Ergebnisse der Arbeiten zum
Europäischen Jahr der Chancengleichheit daher
auch zum Teil mit zu verantworten. Heute ist im
Sinne unserer Mitverantwortung der Zeitpunkt für
ein (selbst)kritisches Resümee gekommen.
Die Arbeiten zum Jahr der Chancengleichheit haben
durch die breite ministerien-, länder- und
NGO-übergreifende Zusammenarbeit im Beirat zwar
verspätet aber doch in einer Weise begonnen, die
nur als good practice bezeichnet werden kann.
Allerdings hat es der Beirat verabsäumt, die
letztlichen EntscheidungsträgerInnen im BMWA in
die vorbereitenden Überlegungen einzubeziehen.
Stattdessen wurde die Vermittlung zwischen Beirat
und politisch Letztverantwortlichen den
organisierenden BeamtInnen im BMWA überlassen,
die dadurch immer zwischen den Stühlen saßen und
letztlich den Weisungen ihrer Vorgesetzten folgen
mussten. Auf der Ebene der
EntscheidungsträgerInnen haben unsere
Lobbyingaktivitäten zu spät eingesetzt. Ergebnis
dessen war eine Störung der anfangs sehr
konstruktiven Kooperationsbeziehungen ab
Bekanntgabe der Auswahl der für die Umsetzung der
Kampagne verantwortlichen Werbeagentur.
Wir können mit den Ergebnissen der Arbeiten zum
Jahr der Chancengleichheit nicht zufrieden sein.
Der Werbespot als zentrales Medium der Kampagne
hat kein nennenswertes mediales Echo gefunden und
keine größeren Diskussionen zum Thema
Chancengleichheit ausgelöst. Dies haben wir schon
bei der Auswahl der Werbeagentur und des
präsentierten Kampagnenkonzepts vorausgesehen.
Die Werbelinie ist den Empfehlungen der
vorbereitenden Arbeitsgruppe nicht gefolgt. Daher
müssen wir uns die Kritik gefallen lassen, dass
wir es geduldet haben, dass diejenige
Werbeagentur ausgewählt wurde, die seitens der
NGOs für ihr Konzept die schlechteste Bewertung
erhalten hat. Wir müssen uns die Kritik gefallen
lassen, dass wir die aus unserer Sicht gegebene
Intransparenz bei der letztendlichen
Auswahlentscheidung geduldet haben, dass wir auf
eine Anfechtung der Auswahl der umsetzenden
Werbeagentur bei den zuständigen EU-Gremien
verzichtet haben, dass wir die stillschweigende
Abschaffung des Beirats hingenommen haben, dass
wir nicht einmal die vorgesehenen Konsultationen
von NGOs im Rahmen der Erarbeitung der
Werbekampagne und deren vereinbarte Bezahlung
eingefordert haben. Wir hatten die Wahl, den
Prozess im Frühjahr zu stoppen oder zumindest
empfindlich zu verzögern, als klar wurde, in
welche Richtung die Kampagne gehen würde.
Stattdessen haben wir uns weitgehend
zurückgezogen, mit Ausnahme der einen für den
Antirassismusbereich wesentlichen Intervention
rund um die Repräsentation einer Schwarzen Frau
im Fernsehspot. Wir haben davon abgesehen, in
einen Machtkampf einzusteigen, der absehbar bloß
auf eine Diskreditierung jeglicher Aktivitäten
zum Jahr der Chancengleichheit hinausgelaufen
wäre. Nun haben wir geerntet, was wir durch
unsere Duldung mitgesät haben. Es ist nicht zu
leugnen, dass die Kampagne so gut wie keine
weiterführenden diskursiven Effekte auslöst und
es ist nicht zu leugnen, dass die NGOs - und zwar
nicht nur aus dem Bereich Antirassismus - sich
kaum in eine gemeinsame Kampagne zur Förderung
der Chancengleichheit eingeklinkt haben. Wir
haben damit eine Chance vertan, Gleichheit in
diesem Land gemeinsam voranzutreiben.
Angesichts des mangelnden politischen Drucks und
der Entscheidung für eine kantenfreie Werbelinie
ist es auch nicht verwunderlich, dass sich die in
den Strukturen des Nationalstaates angelegten
Tendenzen Bahn gebrochen haben und wir heute vor
dem Ergebnis stehen, dass das Europäische Jahr
der Chancengleichheit für Alle eine harmlose
Legitimationsveranstaltung geworden ist.
Weiterhin wird Chancengleichheit für Alle
insbesondere durch nationalstaatliche
Ausschlussmechanismen verhindert. Als ENARA ist
es unsere Pflicht, das Jahr der Chancengleichheit
für Alle als Farce zu denunzieren, wenn
gleichzeitig Familien illegalisiert und
abgeschoben werden und Kinder in den Untergrund
gehen müssen. Gleichheit ist unteilbar. Entweder
sie gilt für Alle, oder sie gilt nicht. Insofern
ist der heutige Tag auch ein Tag der Schande für
das politische System, in dem wir leben.
Für das Europäische Jahr des interkulturellen
Dialogs 2008 wird uns all das eine Lehre sein.
Als ENARA nehmen wir einen neuen Anlauf, um -
auch themenbedingt - im kommenden Jahr eine noch
wichtigere Rolle zu spielen. Bleibt zu hoffen,
dass der interkulturelle Dialog mehr dazu
beiträgt, die Anachronismen und
Unmenschlichkeiten der (supra)nationalstaatlichen
Strukturen sichtbar und veränderbar zu machen,
als es im Jahr der offensichtlich ungleichen
Chancen für Alle gelungen ist.
ENARA - European Network Against Racism Austria
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AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN
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01 Feministische Ausstellung "Hellwach" - nicht"ministrabel"?
von LesbenFrauenNachrichten at gmx.at
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Die Ausstellung von "hellwach gegen Gewalt" im
Rahmen der internationalen Tagung "10 Jahre
österreichisches Gewaltschutzgesetz" wurde nach
Fertigstellung vom Innenministerium und
Frauenministerium aufgrund von Antirassismus und
aktiven/sichtbaren Frauenwiderstand gegen
Sexismus zensuriert !!!!(
siehe folgenden Text von hellwach gegen Gewalt
und Brief an Unterstützerinnen im Anhang.
Leitet die Nachricht weiter und protestiert !!!
feministische Grüße
hellwach - nicht “ministrabel"?
Das kunstpolitische Projekt “hellwach - bei
Gewalt an Frauen" wurde eingeladen, eine
Ausstellung zur internationalen Tagung “10 Jahre
österreichische Gewaltschutzgesetze" im Palais
Auersperg vom 5.-7. November zu gestalten.
Der 3-tägige Kongress wird von der
Frauenministerin Doris Bures gemeinsam mit
Innenminister Günther Platter veranstaltet.
Geplant und durchgeführt wird er von der
Interventionsstelle Wien und dem
Gewaltschutzzentrum NÖ, die uns eingeladen hatten.
Zwei Werktage vor Kongress-Beginn wurde unsere
Ausstellung/ Installation in vollem Umfang vom
Büro der Frauenministerin Bures abgelehnt.
Zwei Arbeiten (Bild und Text) wurden als “nicht
ministrabel" eingestuft. Nach dieser Ablehnung
forderte das Ministerbüro Bures unsere
Glückskeks-Texte an. Auch sie wurden zur Gänze
abgelehnt, ebenso unsere Bitte um eine
schriftliche Absage.
Wir finden es äußerst bedenklich, wenn es nicht
mehr möglich ist, künstlerische Statements zum
öffentlichen Diskurs anzubieten. Wenn
Ausstellungen, die brisante Themen aufgreifen
(bereits im Vorfeld) als “nicht ministrabel"
eingestuft werden und einfach unkommentiert von
der Bildfläche “verschwinden" sollen.
Gerade für uns als kunstpolitisches Projekt ist
das Benennen, Darstellen und Sichtbarmachen von
brisanten Themen (z.B. Vergewaltigung in der
Familie, die Abhängigkeit der Migrantinnen von
ihrem Ehemann), Fokus unserer Arbeit. Es sind
Inhalte, die am Kongress Thema sein werden. Alle
Gewaltschutzeinrichtungen finden die derzeitige
Gesetzeslage sehr problematisch.
Es stellt sich die Frage, ob Kunst noch politisch
und feministisch sein darf und - wenn die Kunst
die Tochter der Freiheit ist (nach Schiller) -
wie frei KünstlerInnen arbeiten können.
Die “nicht ministrable Ausstellung" wird nicht
unkommentiert von der Bildfläche verschwinden,
sondern ab Di, 6. November ab 19 Uhr im
Frauencafé, Langegasse 11 im 8. Bezirk gezeigt.
Da die Bilder für die große Räumlichkeit im
Palais Auersperg anfertigt sind, werden die
Arbeiten mittels Beamer projiziert. Zum Versüßen
des Abends gibt es die “heisse Ware" - die
Glückskekse mit Inhalt.
Der Stein des Anstoßes
Auf dem einen Bild ist vor einem österreichischen
Dorf eine selbstbewusste muslimische Frau
abgebildet. Der Text dazu lautet: “Wir fordern
einen autonomen Aufenthaltsstatus für
Migrantinnen! Sie sind sonst rechtlos der Gewalt
durch den Ehemann ausgesetzt." In der zweiten
Arbeit ist eine abstrahierte Frauenfigur zu
sehen, die in einer Hand ein Messer und in der
anderen Hand ein Schild (Auge) trägt - ein Symbol
der Wehrhaftigkeit der Frau. Der Text dazu
lautet: “Viele Frauen und Mädchen sitzen zu Hause
in der Falle. Vergewaltiger wir kriegen dich!"
Das Konzept zur geplante Ausstellung/ Installation:
Sechs großformatige Bilder mit Texten zum Thema
Gewalt an Frauen, werden im Stiegenbereich des
Palais Auersperg an den 6 kaiserlichen Büsten
angebracht. Der andere Teil der Installation
konzentriert sich auf die Gestaltung des barocken
Brunnens, über dessen Löwen die zwei Meter großen
“hellwach-Augen" montiert sind. Davon abgespannt,
in einer Folie, sind Glückskekse mit speziellen
Botschaften zum Thema Gewalt an Frauen zur freien
Entnahme. Die Statements in den Keksen sind
zweisprachig (deutsch/türkisch und deutsch/
serbo-kroatisch). Eine Toninstallation lenkt
zusätzlich die Aufmerksamkeit auf den Brunnen.
Was ist hellwach?
hellwach ist eine kunstpolitische Intervention im
öffentlichen Raum zum Thema “Gewalt an Frauen".
Es verortet sich an der Schnittstelle zwischen
Kunst, Soziales und Politik. Wir nutzen den
öffentlichen Raum als Aktions-, Ausstellungs- und
Präsentations-Ort.
Im Projektjahr 2006 verteilten wir 16.000
Glückskekse in ganz Tirol und Wien und unsere
Leuchtinstallation strahlte zwei Monate lang die
Botschaft: “hellwach - bei Gewalt an Frauen" vom
Tiroler Landesmuseum in Innsbruck. Zusätzlich
organisierten wir eine große Solidaritäts- und
Spendenaktion für das bedrohte Autonome Tiroler
Frauenhaus. Unsere kunstpolitische Intervention
trug u.a. dazu bei, dass das Frauenhaus sein
25-jähriges Bestehen überleben konnte und heute
abgesichert ist.
Im Dezember 2006 waren wir vom AÖF und Mag.a
Barbara Prammer ins österreichische Parlament
eingeladen, um als Kunstprojekt den Auftakt für
die Europarats-Kampagne 2007 gegen häusliche
Gewalt an Frauen mitzugestalten.
Derzeit ist hellwach im 16. Bezirk in Wien mit
einer breit angelegten Öffentlichkeits- und
Präventionskampagne vertreten.
Projektleiterinnen:
Carla Knapp & Angela Zwettler
www.hellwach.info
office at hellwach.info
Liebe Frauen!
Wir wollen Euch auf den aktuellen Stand unserer Aktivitäten bringen:
- das Frauencafé wird am wird am Di, 6. 11. ab 18
Uhr außertourlich öffnen und die “nicht
ministrable Ausstellung" dort mittels Beamer
zeigen (Langeggasse 11; 1080 Wien)
Die Einladung dazu wird über verschiedene Kunst- und Frauenverteiler beworben.
- unsere Erklärung zu den Hintergründen rund um
die Ablehnung unserer Installation im Palais
Auersperg durch das Büro der Frauenministerin
Doris Bures haben wir an mehrere Stellen im
Kunst- und Frauenzusammenhang geschickt.
Im Kunstbereich haben wir mit dem
Österreichischen Kulturrat, der IG Bildenden
Kunst und der IG Kultur Kontakt aufgenommen und
um Unterstützung gebeten.
- Im feministischen Zusammenhang haben wir uns an
verschiedene Vernetzerinnen gewandt, um möglichst
breit über die zensurierte Ausstellung von Seiten
“unserer" Frauenministerin zu informieren.
Uns ist es wichtig, zum einen als
kunstpolitisches Projekt öffentlich auf die
Tatsache hinzuweisen, dass ein Ministerium im
Vorfeld die Ausstellung undiskutiert und in
“letzter Sekunde" als “nicht ministrabel"
ablehnen kann.
Dass eine “Funktion der Kunst", nämlich politisch
brisante Themen aufzugreifen und sichtbar zu
machen und sie damit auch in den öffentlichen
Diskurs zu bringen, von einer
sozialdemokratischen Ministerin offenbar nicht
gewünscht wird.
Gerade im Bereich des Gewaltschutzes für Frauen,
den Feministinnen jahrzehntelang mit
unglaublichem Engagement aufgebaut und getragen
haben, ist es ungeheuerlich, dass eine kurz
amtierende Frauenministerin unargumentiert eine
Ausstellung ablehnt, die sich inhaltlich mit
verschiedenen Bereichen der Gewalt an Frauen
auseinandersetzt.
Wir danken Euch allen für die breite Welle an
Solidarität, Unterstützung, guten Ideen und
Aktivitäten im Zusammenhang mit “hellwach - nicht
ministrabel"!
Wir werden die nächsten Tage die Ausstellung für
die Projektion im Frauencafé aufbereiten.
Zusätzlich sind wir derzeit auch mit hellwach in
Ottakring vertreten und sind Mitte nächster Woche
in Bozen, um unser Konzept zu hellwach in
Südtirol 2008 zu besprechen.
Da wir nur zu zweit sind, sind wir mit unseren
Ressourcen derzeit ziemlich am Limit.
Unser Anliegen ist es, die Vorkommnisse rund um
die abgelehnte Ausstellung an die Öffentlichkeit
zu bringen.
Wann und wo die Ausstellung weiters zu sehen sein
wird, ist noch unklar. Auch der Diskussion, die
uns sehr am Herzen liegt, nämlich die “Funktion"
und die “Freiheit der Kunst", können wir derzeit
aus Ressourcenmangel nicht nachkommen, freuen uns
aber natürlich sehr, wenn sie stattfindet!
Noch einmal herzlichen Dank Euch allen!
liebe Grüße
Carla Knapp und Angela Zwettler
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02 Ministerielle Zensur eines Kunstprojektes?
von AUF <auf at auf-einefrauenzeitschrift.at>
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Datum: Sun, 04 Nov 2007 21:08:09 +0100
Von: AUF <auf at auf-einefrauenzeitschrift.at>
An: doris.bures at bka.gv.at
CC: barbara.prammer at parlament.gv.at,
terezija.stoisits at volksanwaltschaft.gv.at
An
Bundesministerin Frau Doris Bures
Bundeskanzleramt: Frauen
Minoritenplatz 3
1014 Wien
Wien, den 4. November 2007
Sehr geehrte Frau Ministerin Bures!
Wir haben erfahren, dass ein geplantes
kunstpolitisches Projekt der Künstlerinnen Carla
Knapp und
Angela Zwettler “hellwach - bei Gewalt an Frauen"
im Rahmen der internationalen Tagung “10 Jahre
österreichische Gewaltschutzgesetze" kurz vor
Beginn der Tagung von Ihrem Ressort untersagt
wurde.
Zitat der Künstlerinnen: “Zwei Arbeiten (Bild und
Text) wurden als ,nicht ministrabel' eingestuft.
Nach dieser Ablehnung forderte das Ministerbüro
Bures unsere Glückskeks-Texte an. Auch sie wurden
zur Gänze abgelehnt."
Eine schriftliche Absage liegt nicht vor.
Wir ersuchen um Mitteilung, wieso eine
künstlerische Installation, die eine abstrakt
dargestellte wehrhafte
Frau zeigt, sowie der dazugehörende Text: “Viele
Frauen und Mädchen sitzen zu Hause in der
Falle. Vergewaltiger wir kriegen dich!" verboten wird?
Welche Zeichen für Frauen sollen damit gesetzt
werden? Sind daraus Rückschlüsse auf die
Frauenpolitik
der Regierung zu ziehen?
Ebenso fragen wir, wieso das Bundesministerium
für Frauen die künstlerische Darstellung einer
kräftigen
muslimischen Frau vor dem Hintergrund einer
österreichischen Kleinstadt sowie den Text: “Wir
fordern einen autonomen Aufenthaltsstatus für
Migrantinnen! Sie sind sonst rechtlos der Gewalt
durch den Ehemann ausgesetzt." untersagt?
Zehn Jahre Gewaltschutzgesetz sind ein Grund zu
feiern. Künstlerische Auseinandersetzungen zur
Thematik Gewalt an Frauen sind ein wichtiges
Mittel, gesellschaftliche Veränderungen, mit denen
Frauen nicht mehr auf Objekt- und Opferrolle
festlegt werden, zu transportieren. Wie sind in
diesem
Kontext die Zensurmaßnahmen zu verstehen?
“Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit"
Wir befinden uns weltweit in wesentlichen
gesellschaftlichen Veränderungs- und
Umstrukturierungsprozessen,
die auch demokratiepolitische Herausforderungen
darstellen. Wurde abgewogen, welche
demokratiepolitischen Zeichen diese Zensurmaßnahmen setzen?
Mit besorgten Grüßen
Die Frauen der AUF-Redaktion
Dieser Anfrage schließt sich Anneliese Erdemgil-Brandstätter an
cc an
Nationalratspräsidentin Frau Mag.a Barbara Prammer
Volksanwältin Mag.a Terezija Stoisits
News- und Presseverteiler der AUF
___________________
Diese Anfrage an Bundesministerin Doris Bures
wurde ihr heute per mail zugeschickt.
Die Exponate werden statt in der Ausstellung nun
trotzdem per Beamer der Öffentlichkeit zugänglich
gemacht: am Di. 6. 11. von 18 bis 24 Uhr bei
Anwesenheit der Künstlerinnen und am 8. 11. ab 19
Uhr, beides im Frauencafe, Lange Gasse 11, 1080
Wien
AUF EINE FRAUENZEITSCHRIFT & AUF INFO
AUF Edition
AUF Kultur
Kleeblattgasse 7, A-1010 Wien; T. 01/5339164, F. 0720/554161
AUF at auf-einefrauenzeitschrift.at, www.auf-einefrauenzeitschrift.at
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03 unkenruf: Frauenhetzprogramm 08.-11.11.07
von frauenhetz <office at frauenhetz.at>
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Liebe Frauen,
gerne möchten wir Sie/Euch auf das Programm der kommenden Woche aufmerksam
machen:
5. November 2007, 19.00 Uhr
FEST:
Im Spiegel vieler Seiten
30 Jahre Frauenzimmer
ega, Windmühlgasse 26, 1060 Wien
Eintritt/Spende: EUR 10,-
____________________________
wie gewohnt, für Frauen, in der Unteren Weissgerberstr.41, 1030 Wien...
Donnerstag, 8.November, 19.00
Podiumsdiskussion:
No money makes the world
go round - Bargeldlose
Tauschprinzipen in der Praxis
Wie funktionieren bestehende Modelle in
der Praxis, was motivierte ihre Gründungen? Verschieben sich die Bewertungen
von
Gütern und Dienstleistungen, wenn kein
Geld im Spiel ist?
Steht die Nachbarschaftshilfe im Zentrum, oder wird ein politischer Anspruch
im Sinne einer Neuverteilung verfolgt?
Informations- und Diskussionsabend mit
Renate Schnee vom Gratis Bazar Bassena Schöpfwerk, Christa Weinzettl vom
Talente Tausch Kreis Wien und Steffi Grohmann vom ersten Wiener
KostnixLaden.
Moderation: Andrea Strutzmann
Freitag, 9. November 20.00
Vernissage: the female secret
Maria Magdalena, die für ihr langes Haar Berühmte, trägt in den Händen die
Teppichklopfer für die nachdrückliche Bekehrung, die in der Demonstration
der Knoten besteht, zu welchen nicht nur Haar und Peddigrohr, sondern auch
der Faden des weiblichen Gedächtnisses labyrinthisch gewunden sind. Der
Auftritt Maria Magdalenas mit diesen nicht-öffentlichen Insignien in der
Öffentlichkeit markiert das Ende einer Ära, der der weibliche Signifikant
abhanden gekommen war.
Elisabeth von Samsonow, Videoinstallation,
Bestickte Tangkas, Fotodokumentation,
Skulpturen (Holz und Tempera)
Freitag, 9. November, 17.30
Vortrag:
Zusammenhänge zwischen Wirtschaftspolitik
und Geschlechterpolitik - entfällt!
Helga Hieden -Sommer kann krankheitsbedingt nicht kommen. Wir bedauern das
sehr.
Neues Angebot: Gesprächskreis zu 'Ökonomien der Geschlechterpolitik: homo
oeconomcus und femina privata'. Input von Birge Krondorfer
mit anschließender Diskussion
Samstag, 10. November, 15.00-18.00
Tausch-Schenk-Picknick
Und wieder (wie schon einmal) tauschen und schenken wir im Sinne der
direkten Umver-teilung in der Frauenhetz, wo ihr Sachen und Tätigkeiten
“unter die Frauen bringen könnt". Am Nachmittag mit Kaffee und Kuchen wird
miteinander gekramt, getauscht, geschenkt, geredetŠ
Ein gemeinsamer “Markt" also, bei dem es neben den stofflichen Dingen aller
Art auch eine Wand geben wird, auf der ihr Tätigkeiten, die ihr bietet/haben
möchtet, veröffentlichen könnt. Also räumt eure Schränke aus, bringt Sachen
(Bücher, Kleidung, Geschirr, Spielzeug, was auch immer...) vorbei und nehmt
mit, was ihr haben möchtet.
Kinder mitbringen!
Samstag, 10. November, 19.00
Die Frau, die Kunst, die Arbeit, das Geld
Dokumentarfilm von SI.SI Klocker
Österreich 2007, 80 Min, DVD, Farbe, DF
In Zeiten, in denen auch im Kulturbereich
die öffentlichen Gelder immer wieder
dramatisch gekürzt werden, untersucht SI.SI Klocker in ihrem neuen
Dokumentarfilm die aktuelle Situation von Künstlerinnen in unserer
Gesellschaft. Wie überleben sie? Welche Beziehung haben sie zu Geld, ihrer
Arbeit und ihrer Kunst?
Der Film portraitiert Frauen in kreativen, künstlerischen Berufen wie Annie
Sprinkle, Beth Stephens, Gabriele Szekatsch, Mara Mattuschka, Sterica
Rein...
“Sie alle geben Einblick in den Underground-Kampf von kreativ schaffenden
Frauen, ihre Guerilla-Taktiken und ihre Sehnsüchte und Wünsche." (SI.SI
Klocker)
Die Regisseurin und einige Protagonistinnen aus dem Film sind anwesend
Sonntag, 11. Nomber, 10.30
Podiumsdiskussion und Frühschoppen
Grundeinkommen: Paradies oder Falle?
Es wird um begriffliche Klärungen und Differenzierungen ebenso gehen wie um
die Frage, ob das Grundeinkommen eine wirkliche ökonomische Alternative für
Frauen darstellt. Was bedeuten Existenzsicherung, Allgemeingültigkeit,
Arbeitsunabhängigkeit, Personenbezogenheit und Demokratietauglichkeit in
einer Gesellschaft, in der die Schere zwischen arm und reich immer weiter
aufklafft. Wieso werden jetzt auch staatlicherseits ähnliche Überlegungen
erwogen? Warum sind gerade Feministinnen skeptisch gegenüber diesem Modell?
Heidi Ambrosch, Politikerin
Margit Appel, Politologin; B.I.E.N Austria
Alexandra Weiss , Politologin
Christa Schlager, Ökonomin, BEIGEWUM
Moderation: Birge Krondorfer
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04 AUF-reihe 2007: Veranstaltung mit Ceija Stoika am 8.November 2007
von AUF <auf at auf-einefrauenzeitschrift.at>
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Liebe Frauen,
Hiermit laden wir Euch ein zur zweiten Veranstaltung der
AUFreihe 2007 - Erinnerung 2
“Träume ich, dass ich lebe
KZ und das Leben danach"
Erinnerungen
Ceija Stoika
"Eigentlich können die Gadje von uns lernen, nicht wir von ihnen.
Von den Indianern könnten sie auch lernen. Menschlich sein, herzlich sein,
ein bisschen mehr lachen. Und keine Kriege führen. Das kann jeder."
8. November 2007 19:00
VHS Ottakring, 1160 Wien, Ludo-Hartmann-Platz 7
AUFkultur mit VHS Ottakring | für Frauen | UKB 5,-/erm. 3,-
AUF EINE FRAUENZEITSCHRIFT & AUF INFO
AUF Edition
AUF Kultur
Kleeblattgasse 7, A-1010 Wien; T. 01/5339164, F. 0720/554161
auf at auf-einefrauenzeitschrift.at, www.auf-einefrauenzeitschrift.at
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05 [gajwien] gedenkkundgebungen -
novemberprogrom, seminar zu "gewalt gegen frauen"
von GAJ Wien <newsletter at gajwien.at>
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voller oktober, noch vollerer november, deshalb
newsletter nummer eins in diesem monat. wir
möchten euch auf folgende veranstaltungen
aufmerksam machen.
übersicht:
08. november, gedenkkundgebung zirkusgasse
09. november, gedenkveranstaltung beim ehemaligen aspangbahnhof
10. november, antifaschistischer rundgang
17. - 18. november: plattform gaj seminar zu "gewalt gegen frauen"
im detail:
gedenkkundgebung zum novemberpogrom
8. november, 17:00 uhr, ecke zirkusgasse/schmelzgasse/1020 wien
den aufruftext findet ihr hier: http://www.xs43.net/bagrupowi/texte/9nov07.htm
gedenkkundgebung zum novemberpogrom
9. november, 16:30 uhr, aspangstraße 2, 1030 wien/platz der deportierten
gedenkkundgebung am antifaschistischen
gedenkstein vor dem ehemaligem aspangbahnhof. den
aufruftext findet ihr hier:
http://www.gajwien.at/aktuell/2007/november/aspangbahnhof.htm
antifaschistischer rundgang - niemals vergessen!
10. november, 14:00 uhr, kleine sperlgasse 2a, 1020 wien
weg: kleine sperlgasse - malzgasse -
foerstergasse - schiffamtsgasse - grosse
schiffgasse - kleine sperlgasse. aufruftext der
rosa antifa wien:
http://raw.at/texte/sonstiges/pdf/niemalsvergessen07.pdf
gewalt gegen frauen, seminar
17. - 18. november, salzburg
die plattform-gaj veranstaltet ein seminar zu
"gewalt gegen frauen". es beschäftigt sich damit,
dass im patriarchalen system, in dem wir leben,
frauen immer wieder opfer von gewalt werden.
gewalt in der familie und in beziehungen betrifft
jede fünfte frau. referentinnen vom verein
autonomer frauenhäuser werden bei diesem workshop
inputs liefern, mit uns diskutieren und auch
erfahrungen aus ihrer täglichen arbeit
vermitteln. es sollen strategien und
möglichkeiten für die persönliche und politische
arbeit gegen gewalt gegen frauen erarbeitet
werden.
sich mit dem thema "gewalt gegen frauen"
auseinanderzusetzen kann nicht thema allein für
frauen sein, darum ist das seminar für alle
geschlechter offen.
beginn: samstag, 17.nov., mittag - ende: sonntag,
18.nov., nachmittag - ort: jugendherberge salzburg
anmelden auf gaj at gaj.at - kosten (auch
fahrtkosten/unterkunft verpflegung) übernimmt die
plattform gaj.
vorausschau: das nächste plattform gaj seminar
findet am 8./9. dezember statt - thema:
anarchismus
liebe grüße,
die grünalternative jugend wien.
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06 das que[e]r im november
von Rosa Antifa Wien <raw at raw.at>
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Hallo liebe Leute!
Neben dem neuen Monatsprogramm dieses mal auch noch zwei Extra-Hinweise,
beide für den 10. November: Da waere einmal am Nachmittag ein Rundgang
anlaesslich des Jahrstags des Novemberpogroms
(http://raw.at/texte/sonstiges/niemalsvergessen07.htm) und am abend dann
ein Vortrag einer Mitarbeiterin des Moskauer SOVA Centers ueber die
Situation von AntifaschistInnen in Russland
(http://raw.at/texte/sonstiges/russlandveranstaltung.htm). Vorbei
schauen, mitmachen und natuerlich auch immer Mittwochs ins que[e]r
kommen! ;)
Viel Spass und bis bald
eure que[e]rlis
+++
Gilt fuer alle Veranstaltungen:
Ort: que[e]r. Wipplingerstrasse 23, 1010 Wien (vor dem Haus die Treppe
hinunter)
Veranstaltungsbeginn: 20 Uhr, geoeffnet von 18:30-24:00 Uhr
Der Eintritt ist immer kostenlos!!!
+++
Mittwoch 07. November:
Das Jugendkonzentrationslager "Uckermark"
Als Disziplinierungs- und Toetungsinstrument fuer unangepasste
Jugendliche sind die so genannten "Jugendschutzlager" des
Nationalsozialismus heute beinahe unbekannt. Das
Jugendkonzentrationslager "Uckermark" wurde 1942 als KZ fuer Maedchen
errichtet, die sich dem nationalsozialistischen Regime widersetzt oder
entzogen hatten. Hier wurden ueber 1000 junge Frauen und Maedchen
eingepfercht und haeufig auf Grund unterstellter "sexueller
Abweichungen" als "Asoziale" kriminalisiert. Ab Fruehjahr 1942 wurden
auch junge Kaerntner Partisaninnen in das Lager deportiert.
Es wird der Film "Das Maedchenkonzentrationslager Uckermark" gezeigt.
Irma Trksak, Ueberlebende des Konzentrationslager, wird als Zeitzeugin
sprechen. Ausserdem sollen Informationen ueber die internationalen
FrauenLesben Workcamps auf dem Gelaende des ehemaligen KZs weitergegeben
werden.
+++
Mittwoch 14. November:
Bedingungsloses Grundeinkommen statt AMS!
Mit grossem Trara werden soeben Aenderungen im Arbeitslosengesetz
beschlossen: Auch UnternehmerInnen und allerlei prekaer Beschaeftigte
sollen sich irgendwie arbeitslos versichert koennen. Still daneben
stehen in der selben Gesetzesvorlage geballte Verschaerfungen fuer
arbeitslos Gemeldete: Illegale Taetigkeiten des AMS der letzten Jahre
sollen legal werden; Arbeitsvermittlung und Sanktionsmoeglichkeiten (zb.
Sperren) werden privatisiert; Transitarbeitsplaetze gelten als
vermittelte Arbeit; die Daten der Arbeitslosen werden sozusagen
versteigert. Das meiste davon droht bereits ab 1. Jaenner.
+++
Mittwoch 21. November:
Ist die RAF Geschichte?
Die Erledigung, Entledigung und Romantisierung der RAF ist soweit
fortgeschritten, dass praktisch nur noch einschlaegige Jubilaeen Anlass
zur unmittelbaren Beschaeftigung mit der Geschichte der RAF bieten.
Gleichzeitig ist die Historisierung der RAF weit fortgeschritten: Die
letzten Schritte der Auseinandersetzungen um die Herstellung eines
einheitlichen Bildes von Bedeutung und Darstellung lassen sich nicht
zuletzt an der aktuellen Praesenz in Rundfunk und Fernsehen ablesen.
Durchbrochen nur von einzelnen Ablegern zu Strafverfolgung/
Haftbedingungen und der offiziell-anlassbezogenen Entwicklung von
Anti-Terror-Gesetzen verschwinden Bezuege zu einer sozialrevolutionaeren
Praxis.
An diesem Abend werden unterschiedliche Aspekte aktueller Texte zur
Geschichte des bewaffneten Kampfes in der BRD vorgestellt und
diskutiert.
Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Archiv fuer soziale Bewegungen.
+++
Mittwoch 28. November:
Nein, Kopfschuetteln, Schweigen
oder
Was ist eigentlich Definitionsmacht?
Am 25.11. ist der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen - nicht nur
deswegen nehmen wir das zum Anlass, um anhand der feministischen
Gewaltdefinition insbesondere ueber sexualisierte Uebergriffe gegen
Frauen zu sprechen. Sexismus - als eine der vielen
Unterdrueckungsmechanismen dieser Welt - geben wir alle zumindest vor,
zu bekaempfen. Die Realitaet schaut leider anders aus. Wenn ploetzlich
innerhalb des eigenen linken Sumpfs bekannt wird, dass ein Uebergriff
'passiert' ist, wird das von der Betroffenen Geschilderte in Frage
gestellt, Details zerpfueckt oder gar der Frau Machtmissbrauch
vorgeworfen, weil sie den Ausschluss des Taeters fordert. Was
Definitionsmacht genau heisst, warum sie so wichtig ist und was das
alles mit Grenzen setzen, konsensualem Handeln oder praktischem
Antisexismus zu tun hat und wie Betroffenenunterstuetzung ausschauen
koennte, darueber wollen wir referieren und diskutieren!
Fuer die Definitionsmacht streiten!
--
############ RAW #############
Rosa Antifa Wien
c/o Rosa Lila Tip
Linke Wienzeile 102
A-1060 Wien
AUSTRIA
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07 GA: Film um 6: Katzenball, Linke Emanzen?
Grün? Andersrum? Wie und wo und überhaupt: warum?
von Andersrum Wien <andersrum.wien at gruene.at>
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Liebe FreundInnen,
nächste Woche gibt's am Mittwoch die Möglichkeit die Linke Emanzen Crew kennen
zu lernen und am Samstag laden wir euch ins Kino ein, also schönes langes
Wochenende und bis bald.
Linke Emanzen? Grün? Andersrum? Wie und wo und überhaupt: warum?
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Am 7.11. kannst du die Linken Emanzen Crew der Grünen Andersrum kennen lernen.
Komm hin!
http://www.gruene-andersrum.at/linke_emanze/artikel/lesen/22947/
Film um 6: Katzenball
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Am 10.11. zeigen wir "Katzenball" im Cinemagic. Komm hin!
http://www.gruene-andersrum.at/kultur_medien/artikel/lesen/4496/
und nicht vergessen: Am 30.11. steigt unser Benfizfest für Czernowitz "Dancing
Ukraina" zum Weltaidstag im Ost Klub.
Liebe Grüße!
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http://www.gruene-andersrum.at/
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08 Wien: 9. Nov.-Kundg. am 8. Nov./Buchpräs. Fetisch & Freiheit am 13. Nov.
von Cafe Critique <cafe.critique at gmx.net>
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I. 9. November-Kundgebung am 8. November, Zirkusgasse
II. Buchpräsentation Fetisch & Freiheit in Wien, 13. 11., Uni
III. Agnoli-Film in Wien
IV. Café Critique zu Gast bei Queerograd in Graz
V. Neu im ça ira-Verlag: Rote Armee Fiktion
Café Critique
Verein für Gesellschafts- und Kulturkritik
Wickenburggasse 16/5
A-1080 Wien
Tel.: 0043 699 107 87 421
Fax: 0043 1 406 81 54 19
Email: cafe.critique at gmx.net
Web: http://www.cafecritique.priv.at
Blog: http://blog.cafecritique.priv.at
Konto: Dr. Renate Göllner, Erste Bank, Nr. 28660228600, BLZ 20111
BIC: GIBAATWW, IBAN: AT512011128660228600
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09 Venezolanischer Musikabend
von Isabelle Ourny <Isabelle.Ourny at oegb.at>
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Venezolanischer Musikabend
mit dem Ensemble Quintribillo
Der Verband Österreichischer Gewerkschaftlicher Bildung (VÖGB) und die
Botschaft der bolivarianischen Republik Venezuela laden zu einem:
Musikalischen Abend mit dem Ensemble Quintribillo
Donnerstag 8. November 2007, 19.00 Uhr
“Europasaal" Lateinamerika Institut
Schlickgasse 1
1090 Wien
Eintritt frei
Quintribillo ist ein Kammerensemble aus Venezuela, das zum zweiten Mal
durch Österreich tourt. Die Formation wurde 2003 gegründet und spielt
Folklore aus den verschiedenen Regionen Venezuelas mit einem modernen Touch
von Latin Jazz. Die Musiker haben ihre Ausbildung im berühmten
Orchestersystem für Jugendliche und Kinder absolviert, das Venezuela für
Menschen aus sozial schwachen Milieus eingeführt hat.
Federico Castillo Molina (Flöte)
Héctor Mendoza Méndez (Schlagzeuginstrumente)
Eduardo Alberto Franco (Violoncello)
Carlos Luís Laguna Pérez (Cuatro - Venezolanische Gitarre)
Adrián Jesús Ascanio (Kontrabass)
Im Anschluss lädt die Botschaft der bolivarianischen Republik Venezuela zu
einem kleinen
Aperitif und Buffet.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Rückfragehinweis:
Isabelle Ourny
VÖGB
Laurenzerberg 2
1010 Wien
(01) 534 44 - 201
kultur at oegb.at
http://http://www.voegb.at
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10 15.11. Buchpräsentation: Tobinsteuer - “Sand
ins Getriebe" der Finanzmärkte und Einnahmen für
Entwicklung
von Attac Österreich Presse presse at attac.at
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Arbeiterkammer Wien, Attac und die ÖGB-Verlag Fachbuchhandlung laden ein:
Präsentation des Buches:
Tobinsteuer - “Sand ins Getriebe" der
Finanzmärkte und Einnahmen für Entwicklung
Ort: ÖGB-Verlag Fachbuchhandlung, Rathausstraße 21, 1010 Wien
Datum: 15. November 2007, 19.00 Uhr
Diskussion mit:
Cornelia Staritz, Autorin, Attac
Margit Schratzenstaller, WIFO
Klemens Riegler, Ökosoziales Forum und GMP
Andreas Schieder, Internationaler Sekretär der SPÖ
Bruno Rossmann, Budget- und Finanzsprecher der Grünen
Moderation: Ani Degirmencioglu,
Die Finanzkrisen der 90er und 2000er Jahre
stürzten viele Millionen Menschen in
Arbeitslosigkeit und Armut. Sie lenkten über die
Fachwelt hinaus die Aufmerksamkeit auf das
internationale Finanzsystem. NGOs wie Attac
beschäftigen sich seither verstärkt mit
Entwicklungen, Problemen und möglichen
politischen Regulierungen der internationalen
Finanzmärkte. Eine Forderung, die weltweit von
einer wachsenden Zahl von zivilgesellschaftlichen
Gruppen, ÖkonomInnen und nationalen Parlamenten
erhoben wird, ist die Tobinsteuer. Mit ihr sind
zwei wesentliche Ziele verbunden: die
Stabilisierung der internationalen Finanzmärkte
und die Finanzierung von Entwicklung.
Was ist die Tobinsteuer? Wozu brauchen wir eine
Tobinsteuer? Ist sie ökonomisch sinnvoll? Wo
liegen ihre Grenzen? Ist sie technisch,
institutionell und politisch umsetzbar? Was ist
die Rolle österreichischer PolitikerInnen in
Hinblick auf den 2006 verabschiedeten
Nationalratsbeschluss, in dem sich alle vier
Parteien für die Einführung der Tobinsteuer auf
europäischer Ebene aussprechen? Das sind Fragen,
die in diesem Buch und bei der Buchpräsentation
diskutiert werden.
Rückfragen:
David Walch
Pressesprecher Attac Österreich
-----------------------------
Tel: +43 (0) 1 544 00 10
Mobil: +43 (0) 650 544 00 10
Fax: +43 (0) 1 544 00 59
Margaretenstraße 166/3/25, A-1050 Wien
presse at attac.at, www.attac.at
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INTERNATIONALES/SOLIDARITÄT
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11 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm -- Genua --Bukarest
von Öffentlicher Verteiler der
Gipfelsoli-Infogruppe
<gipfelsoli-l at lists.nadir.org>
==============================================
12 Menschenrechtsanwalt aus West-Papua verhaftet
von westpapua at gmx.net <westpapua at gmx.net>
==============================================Gipfelinfo
- Meldungen über globalisierte Solidarität
und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung
------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org --
- taz: Vermummung mit der Regenhose
- G8: Repression und kein Ende - Neue Broschüre der Roten Hilfe
- BKA: Errichtungsanordnung "Auswertedatei G 8"
- Aufruf: UNSERE SOLIDARITÄT GEGEN IHRE REPRESSION
- Aufruf: OUT OF CONTROL
- HH: Rote Flora zum Großen Lauschangriff
- Mittenwald-Nachbereitungstreffen: Nicht ducken!
- Thomas Seibert: Den Absprung wagen
- Kollektiver Aufruf 'Wir, die von der Via Tolemaide'
- G8. MASTELLA: PROGRAMME ENVISAGES PANEL? NOT THAT I KNOW OF
- Are we ready for the NATO Summit?
- Anti - Nato Week Bucharest 2008
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11 Menschenrechtsanwalt aus West-Papua verhaftet
von westpapua at gmx.net <westpapua at gmx.net>
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Menschenrechtsanwalt aus West-Papua verhaftet
Am 18. Oktober wurde der Rechtsanwalt Sabar
Iwanggin Olif in der Hauptstadt der indonesisch
besetzten Provinz West-Papua, Jayapura auf
offener Straße von Angehörigen Anti Terror
Spezial Polizei "Detachment 88" verhaftet und am
25. Oktober 2007 in ein Gefängnis in die
indonesische Hauptstadt Jakarta überführt. Das
Menschenrechtsbüro der evangelischen Kirche (GKI)
erklärt dazu folgendes:
"Der Anwalt und Menschenrechtsaktivist wurde
verhaftet, ohne dass ein offizieller Haftbefehl
vorlag, der den Grund der Verhaftung angab.
Man beschuldigt ihn, der Sender dieser SMS zu
sein: “Seid wachsam, SBY hat Befehl gegeben, die
Papua auszurotten und ihr Land und seine
Bodenschätze in Besitz zu nehmen. Dazu sollen
Maßnahmen wie Vergiftung der Nahrung, Bezahlung
von Ärzten, von Lebensmittelläden,
Motorrad-Taxifahrern und Militär ergriffen
werden...
Die Verhaftung von Sabar und seine Überführung
nach Jakarta wurden von dem sog. Detachment 88 -
einer Anti-Terroreinheit der indonesischen
Polizei - vorgenommen. Bei der Verhaftung hatten
sich Kommissar Rafli und seine Leute als
Angehörige dieser Einheit vorgestellt. Danach
soll die Polizei jedoch in einer Erklärung
bestritten haben, dass es sich um Angehörige
dieser Anti-Terroreinheit gehandelt hat.
Sabar Iwanggin Olif gehörte zu dem Anwaltsteam,
welches im vorigen Jahr die Studenten verteidigt
hat, die wegen der Demonstrationen in Abepura im
März 2006 vor Gericht gestellt und zu vier bis
sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden waren."
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C) EDITORIAL
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Für den Inhalt verantwortlich: Ihr.
E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt.
web: widerst at nd MUND
http://www.no-racism.net/MUND
REDAKTIONELLES:
Liebe Les at s!
Liebe HerausgeberInnen!
Liebe EinsenderInnen!
Eure Redaktion hat am Freitag, 05.10.2007 nach
mehr als 6,5 Jahren Betrieb beschlossen, dass es
mit dem MUND so nicht weitergehen kann.
Ursprünglich waren wir der Nachrichtendienst des
Widerstandes gegen Schwarzblau. Dann gab es
Diskussionen zu Antirassismus und Antisemitismus,
die für die gesamte Szene unserer Meinung nach
sehr wesentlich waren. Die Spendenkampagne für
die inhaftierten KollegInnen von der
Volxtheaterkarawane wurde über den MUND
angezogen. Und so weiter. Nun ist es schon seit
längerer Zeit so, dass wir den Eindruck haben,
alle Einsendungen, die der MUND bekommt, rennen
als Einzelmails ohnehin auch über diverse andere
mailinglisten. Der analle-Verteiler ist nicht
mehr das Rückgrad des Informationsflusses sondern
nur mehr eine unter vielen mailinglisten.
Außerdem haben sich die verschiedenen Gruppen in
ihre Ecken zurückgezogen. Es finden keine
Diskussionen mehr statt. Die Positionen sind
bekannt. Aus allen diesen Gründen erscheint es
uns nicht länger als sinnvoll, weiterhin einen
Nachrichtendienst zu betreiben, bei dem alle
Einsendungen alle 1-2 Tage zusammengestellt
werden.
Nichtsdestotrotz wollen wir den Betrieb noch
nicht völlig einstellen. Politische
Öffentlichkeitsarbeit ist genauso notwendig wie
eh und je. Massive Veränderungen unter Rotschwarz
haben wir eh nicht erwartet. In einer
Übergangsphase planen wir ein ca. wöchentliches
Erscheinen, in dem nur jene Einsendungen
aufgenommen werden, die dem oder der Tagesred am
Interessantesten erscheinen.
In weiterer Folge ist ein relaunch geplant, der
allerdings nur dann zustandekommen wird, wenn es
die Redaktion schafft, insgesamt mindestens 20
AutorInnen, die über die meisten Gruppengrenzen
hinweg gelesen werden, persönlich anzusprechen
und für das Schreiben eines Leitartikels pro
Monat zu gewinnen, der ausschließlich bzw.
zuallererst im MUND erscheint. Zum täglichen
Leitartikel dazu wollen wir weiterhin Aktionen
ankündigen und ansonsten noch interessante
Diskussionen (insbesondere zu den Leitartikeln)
verbreiten, aber das wars dann auch. Kurz: Wir
wollen den MUND selber wieder gerne lesen und
dafür muss er wieder spannend werden und einen
eigenen Newswert bekommen. Ob uns das gelingt,
steht noch in den Sternen. Anregungen, Kritik und
Diskussionsbeiträge zum relaunch werden unter
widerstand at no-racism.net gerne angenommen aber
nicht unbedingt beantwortet, weil wir derzeit
auch von unserem Recht auf Faulheit Gebrauch
machen wollen.
mit widerständigen Grüßen
Eure MUND-Redaktion
Ziel von MUND (medienunabhängiger
Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und
möglichst rasche Information über
gesellschaftspolitisch relevante Termine.
Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand
und Antirassismus sowie verwandte Themen sollen
einen Titel, Namen und Emailadresse der/des
AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant
gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere
Informationen eingeholt werden können.
Bitte keine Attachments!
Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt
bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die
uns die Beiträge schicken.
Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt.
Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir,
nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an
widerstand at no-racism.net zu senden.
Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht.
Beiträge mit rassistischen oder sexistischen
Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr
persönliche Meldungen werden wir an den
betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht
im MUND veröffentlichen.
Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert.
Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage:
* Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr *
* Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" *
* Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf *
* Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie.
Aber kurz und prägnant.*
================================================
D) VERTEILERLISTE
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Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter
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mit folgendem Text:
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Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden!
Zur Austragung aus dieser Liste bitte an <admin at no-racism.net
ein mail mit dem Text
unsubscribe no-racism
Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden!
Diese Ausgabe hat H.Presch - presch.hedwig at gmx.net - aus Einsendungen an
<widerstand at no-racism.net> zusammengestellt.
Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen)
III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III
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