From analle at no-racism.net Tue May 1 04:42:49 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Mon, 30 Apr 2007 22:42:49 -0400 Subject: widerst@and mund - Dienstag, 1. Mai 2007 Message-ID: <872449159.20070430224249@nessizius.com> MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Dienstag, 1. Mai 2007 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 1. Mai, Grundeinkommen Von: Markus Schallhas ================================================ Friedensbewegung zum 1. Mai Von: Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering ================================================ GLB/1. Mai/Schwerpunkte/Umverteilung Von: Gewerkschaftlicher Linksblock ================================================ Uniproteste und ÖH/1. Mai Von: agm ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ Offener Brief an den Bundeskanzler Von: odbor KSSSD ================================================ ACUS zum Tode von Weizsaecker: Kaempfer fuer eine atomwaffenfreie, friedlichere und gerechtere Welt Von: Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering ================================================ KPÖ/Privatstiftungen/Androsch/Reichtum/Steuerpolitik Von: KPÖ-Information ================================================ Verlängerung der Legislaturperiode Von: Dietmar Köhler ================================================ Unterrichtsministerin Claudia Schmied empfängt HOSI-Wien-VertreterInnen Von: Homosexuelle Initiative Wien ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ [kinoki-mikrokino] 1.5., 20:00(!), depot: Peter Watkins und die Medien Von: Peter Grabher ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ Darfur: Ohrenbetäubender Protest in Berlin gegen Völkermord Von: GFBV Hans Bogenreiter ================================================ Homophobe und transphobe Ü bergriffe in Kroatien Von: Kurt Krickler ================================================ Feridun Zaimoglu kritisiert die Zusammensetzung der Islam-Konferenz / Berliner Zeitung Von: Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen ================================================ Demonstration in Wien gegen Verbot der Gay-Pride-Parade in Moldawien Von: Kurt Krickler ================================================ [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm Von: Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 1. Mai, Grundeinkommen Von: Markus Schallhas ================================================ 1.MAI 2007 AUFRUF ZUR GRUNDEINKOMMENS-KUNDGEBUNG 14.00 Uhr Viktor-Adler-Markt (1100 Wien, U1 Keplerplatz), Parade Mit Slogans wie "Grundeinkommen statt Antidepressiva" "Grundeinkommen statt Millionen-SHOW" werden heuer erstmals BefürworterInnen eines bedingungslosen Grundeinkommens auch am 1. Mai "Fahne" zeigen und sich im Rahmen der EURO-MAYDAY-Parade mit Transparenten einbringen. Außerdem wird eine Befragung zum Grundeinkommen durchgeführt. Prekarisierung ist kein Naturgesetz! Ein Grundeinkommen ermöglicht Freiheit und Sicherheit für alle. Infos zum Thema: www.grundeinkommen.at Als "Netzwerk Grundeinkommen und sozialer Zusammenhalt" laden wir dazu herzlich ein! Initiiert von der "Aktionengruppe Grundeinkommen". PS: Wir haben einige Transparente gemalt und freuen uns auch über Hilfe beim Tragen. Bitte um Rückmeldung in diesem Fall. Bitte Aufruf weiterleiten. Die aufrufende Organisation kann in der Einladung gerne verändert werden. ================================================ Friedensbewegung zum 1. Mai Von: Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering ================================================ Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde! Die Wiener Friedensbewegung verteilt bei allen Mai-Demonstrationen ihr Flugblatt zum Thema: Eine Welt ohne Atomwaffen und ohne Krieg ist möglich! Wir laden auch herzlich zur Veranstaltung über ATOMWAFFEN am 2. MAI im Wiener Amerlinghaus ein. Mit den besten Wünschen für einen schönen 1. Mai und mit solidarischen Friedensgrüßen! Andreas Pecha & Alois Reisenbichler Eine Welt ohne Atomwaffen und ohne Krieg ist möglich! In Wien tagt derzeit eine Konferenz zum Nichtweiterverbreitungsvertrag (NPT) von Atomwaffen. Vor 25 Jahren - 15. Mai 1982 - demonstrierten über 70.000 Menschen am Wiener Rathausplatz für eine atomwaffenfreie Welt. Leider ist die atomare Bedrohung noch immer aktuell. Nein zum Atomkrieg - für die Vernichtung aller Atomwaffen, beginnend mit den Arsenalen der fünf Atommächte. Kein Krieg gegen den Iran. Immerwährende Neutralität Österreichs bedeutet: NEIN zum Krieg! NEIN zu Militärblöcken! JA zu einer aktiven Friedenspolitik! Neutralität hat Zukunft: * damit aus der Europäischen Union keine atomar bewaffnete Supermacht wird und Österreich in den EU-Battlegroups nicht mitmacht; * damit Milliarden Euros, die für Soziales, Bildung und Umwelt dringend gebraucht werden, nicht für die Aufrüstung der Europäischen Union verschwendet werden; * Keine Abfangjäger, egal welcher Type. Renaissance der nuklearen Rüstung? Der nukleare Nichtweiterverbreitungsvertrag, seine Schwächen und Alternativen. Regina Hagen, Friedensforscherin am Mittwoch, 2. Mai 2007 um 19.00 Uhr im Amerlinghaus, 1070 Wien, Stiftgasse 8, Straßenbahn 49 Stiftgasse ================================================ GLB/1. Mai/Schwerpunkte/Umverteilung Von: Gewerkschaftlicher Linksblock ================================================ Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110 Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 - Mail office at glb.at – Web www.glb.at – Ausgabe vom 30. April 2007 GLB für internationales Handeln gegen neoliberalen Kapitalismus Umverteilung als Schwerpunkt am 1. Mai Eine offensive Lohnpolitik, einen gesetzlichen Mindestlohn, eine radikale Arbeitszeitverkürzung und eine Umkehr der Steuerpolitik nennt die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) als Hauptforderungen zum diesjährigen 1. Mai: „Der 1. Mai ist seit seiner Entstehung am Ende des 19. Jahrhunderts mit dem Kampf für kürzere Arbeitszeiten und menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen verbunden, an dieser Zielsetzung hat sich bis heute nichts geändert“, so GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger. Während die Gewinne der Konzerne immer neue Rekordwerte erreichen, steigen die Zahl der Arbeitslosen und der Druck auf Löhne und soziale Standards. Der Hintergrund ist eine schieflastige Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums, vor allem weil Kapital und Vermögen immer weniger zur Steuerleistung beitragen. Vollwertige Arbeitsplätze werden zunehmend durch geringfügige und atypische Arbeitsverhältnisse ersetzt, die Prekarisierung in der Arbeitswelt und der ganzen Gesellschaft wächst, Hauptbetroffene dabei sind die Frauen. Antlanger weist auch auf den globalen Charakter des Kapitalismus als Ausbeutungs- und Unrechtssystem hin. Die von Marx und Engels bereits 1847 im „Kommunistischen Manifest“ vorhergesagte Globalisierung hat heute ein damals kaum vorstellbares Ausmaß erreicht. Während das Kapital längst international agiert, bewegen sich die Gewerkschaften durchwegs immer noch auf nationaler Ebene und unterwerfen sich der vom Kapital vorgegebenen Standortlogik. „Die Antwort darauf kann nur gemeinsames Handeln über die Grenzen hinweg und internationale Solidarität sein“, so Antlanger. Die internationale Kooperation von Gewerkschaften, Sozialbewegungen und Linksparteien wird daher für die Entwicklung einer breiten Bewegung gegen den neoliberalen Kapitalismus immer dringlicher. Der GLB tritt daher auch für eine Änderung der Politik des ÖGB ein: „Anstatt die Sozialpartnerschaft künstlich am Leben zu erhalten und der Regierung die Mauer zu machen, müssen sich die Gewerkschaften auf die Interessen der Lohnabhängigen, Erwerbslosen und Prekarisierten besinnen“, verlangt Antlanger. Der 1. Mai steht traditionell im Zeichen der internationalen Solidarität. Diese gilt aus gewerkschaftlicher Sicht den Lohnabhängigen in aller Welt, den sozialen Bewegungen. Die Forderung nach Einhaltung und Realisierung grundlegender Menschenrechte und Gewerkschaftsfreiheiten in allen Ländern hat daher gerade an diesem Tag größte Aktualität. Die Kehrseite von Lohndruck, Sozialabbau und Privatisierung ist die Hochrüstung. Daher tritt der GLB am 1. Mai auch gegen Rüstung und Krieg, gegen Intervention und Besatzung, gegen Terrorismus und Despotie aller Art ein. Dazu gehören auch das Bekenntnis zur österreichischen Neutralität und die Ablehnung jeder Beteiligung Österreichs an der Militarisierung der EU. Mit Verweis auf das Bekenntnis des ÖGB zum Antifaschismus in seiner Gründungserklärung tritt der GLB am 1. Mai auch entschlossen gegen Rechtsextremismus und Neofaschismus, gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus sowie gegen Antisemitismus jeder Art ein: „Alle Menschen, die hier leben, arbeiten, Steuern und Abgaben zahlen, müssen auch die gleichen Rechte haben, MigrantInnen sind Teil der ArbeiterInnenklasse in unserem Land“, so Antlanger. Der GLB beteiligt sich an linken Maiveranstaltungen in den Landeshauptstädten: - Wien: 10 Uhr Treffpunkt Albertina, 11.30 Uhr Abschlusskundgebung Parlament, 13 Uhr Maifest mit Live-Musik Siebenstern - Graz: 10 Uhr Treffpunkt Südtirolerplatz, 11 Uhr Demonstration mit Abschlusskundgebung Eisernes Tor, 14 Uhr Maifest Volkshaus Lagergasse 98a mit 9dlinger und die geringfügig Beschäftigten und the perfect styrian Sound ramblerz - Linz: 10.30 Uhr Treffpunkt Blumauerplatz, 11 Uhr Demo Landstraße mit Blue Danube Brass Band, 11.30 Uhr Kundgebung Hauptplatz, 14 Uhr Maifest Melicharstraße 8 mit merker.tv und kurdischer Folkloregruppe - Salzburg: 11 Uhr Treffpunkt Bahnhofsvorplatz, 14 Uhr Maifest Volksheim Elisabethstraße 11 - Innsbruck: 11.30 Treffpunkt Rapoldipark, 12 Uhr Demonstration, 14 Uhr Abschlusskundgebung Landhausplatz, anschließend Maifest mit Kulturprogramm ================================================ Uniproteste und ÖH/1. Mai Von: agm ================================================ Neue Broschürevon Arbeitsgruppe Marxismus (AGM) und AL-Antifaschistische Linke: U n i p r o t e s t e u n d Ö H Bilanz und Perspektiven studentischer Proteste in Österreich Marxismus-Sondernummer 24, Mai 2007 44 Seiten A5, Euro 2 Zu bestellen über agm at agmarxismus.net Inhalt Johannes Wolf: Editorial Barbara Legerer / Teresa Lukas / Johannes Wolf: Den Unisumpftrocken legen! Über Bildungspolitik unter Schwarz/Blau/Orange und denbürgerlichen Wissenschaftsbetrieb (Oktober 2006) Barbara Legerer / Teresa Lukas / Johannes Wolf: Die ÖH - Instrument desKampfes? (Oktober 2006) AGM: Uni-Proteste 1996 – Bilanz der Streikbewegung (April 1996) Eric Wegner: Potenziale und Grenzen studentischerProteste (März 2000) Christina Stojanovic: Chronologie einerDemobilisierung (März 2000) AL/AGM: Streik gegen Studiengebühren! Studierende, Schüler/innen undLohnabhängige: gemeinsamer Kampf! (Oktober 2000) Maria Pachinger: Boykott der Studiengebühren oderVerweigerung der Realität (Oktober 2001) Stefan Neumayer: Student/inn/ensowjetoder Salzamt – Zum Charakter der ÖH (Oktober2001) Teresa Lukas / Johannes Wolf: Die Proteste der letzten Jahre (April 2007) Interview mit Stefanos Ioannidis: Wieder Sieg für diegriechischen Student/inn/en! (Februar 2007) Editorial: Liebe Leserinnen und Leser! Liebe Studienkolleginnen und -kollegen! Mit der Einführung der Studiengebühren unter der ÖVP/FPÖ-Regierung erfuhren dieneoliberalen Angriffe auf das Bildungssystem und die Universitäten einen neuenHöhepunkt. Seitdem geht es Schlag auf Schlag weiter. Für uns, sowohl als MarxistInnen als auch als StudentInnen,stellt sich die zentrale Frage nach den Möglichkeiten und dem Charakter desKampfes gegen die Angriffe der Herrschenden. Mit dieser Broschüre wollen wir einen Beitrag zur Diskussion um Bilanz undPerspektiven des studentischen Widerstands leisten und unsere grundsätzlicheHerangehensweise und Position erläutern. Dazu haben wir Texte von unszusammengestellt, die sich sowohl mit konkreten StudentInnenprotestenwie auch mit dem allgemeinen Charakter der Uni und der ÖH auseinandersetzen.Einige dieser Texte sind bereits während bzw. im Anschluss an die jeweiligenKämpfe geschrieben worden. Sie stellen keine „gelehrten“ Analysenim Nachhinein dar, sondern wurden von uns in der unmittelbaren Situationvertreten. Manche Details sind sicherlich Spezifika derdamaligen Situationen, aber die grundlegende politische Stoßrichtung der Textehat volle Gültigkeit. Aus den Erfahrungen der beiden größeren Bewegungen 1996und 2000 sowie den kleineren späteren Protesten können wichtige Lehren für dieZukunft gezogen werden. Wir wollen uns hiermit auch von Vorstellungen und Konzepten anderer linkerKräfte abgrenzen und den Aufbau einer kämpferischen und erfolgreichen StudentInnenbewegung vorantreiben. Zentral bleibt dabei füruns, dass die Betroffenen ihren Widerstand selbst organisieren müssen und nichtauf die Vertretungspolitik der ÖH oder sonstiger Institutionen zählen dürfen.Dazu bedarf es der Organisierung der StudentInnen aufBasis einer kämpferischen, radikalen und anti-kapitalistischen Ausrichtung. 1. Mai in Wien Treffpunkte von AL und AGM In Wien treffen sich AL und AGM ab 9h vor dem Parlament, wo auchden ganzen Vormittag über ein Infotisch stehen wird. AktivistInnenwerden dann an den verschiedenen Aufmärschen teilnehmen. Ab 14h wird einInfotisch bei der Auftaktkundgebung der Euromayday-Paradeam Viktor-Adler-Markt (U1 Keplerplatz) stehen sowie den ganzen Nachmittag überein weiterer bei der Rock-gegen-Rechts-Bühne amMaifest im Prater. Wir freuen uns, Euch zu sehen! www.agmarxismus.net ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ Offener Brief an den Bundeskanzler Von: odbor KSSSD ================================================ Herrn/Gospod Bundeskanzler/zvezni kancler Dr. Alfred Gusenbauer Ballhausplatz 2 1014 Wien/Dunaj Wien - Graz - Klagenfurt/Dunaj - Gradec - Celovec, April 2007 anlässlich des 65. Jahrestages der Deportation/ob 65letnici izselitve Recht - Rechtsstaatlichkeit - Gerechtigkeit: Offener Brief an den Bundeskanzler Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Dr. Gusenbauer! Spo?tovani gospod Zvezni kancler dr. Gusenbauer! Der Staatsvertrag von Wien zur Wiederherstellung eines unabhängigen und demokratischen Österreich mitsamt des Artikels 7, welchen wir als unsere „Magna-Charta“ ansehen, wurde im Jahr 1955 unterzeichnet. In Ihrem Regierungsprogramm haben Sie verankert, bis zum Sommer 2007 eine Neuregelung in der „Ortstafelcausa“ herbeiführen zu wollen. Nach 52 Jahren besteht so zumindest die vage Hoffnung, dass auch in diesem sensiblen Rechtsbereich endlich ein verfassungskonformer Zustand hergestellt wird. Doch die aktuellen Bestrebungen einen faulen politischen Kompromiss in dieser Frage herbeizuführen belehren uns - wieder einmal - eines besseren. Angesichts der bedrohlichen Fehlentwicklung haben wir eine gemeinsame Erklärung aller slowenischen Jugendorganisationen verfasst, welche der Öffentlichkeit auf einer Pressekonferenz in Wien/Dunaj am 29. 03. 2007 präsentiert wurde. Mit dem vorliegenden Brief wenden wir uns nun an Sie, um auch dem offiziellen Österreich unseren Standpunkt zumindest schriftlich zur Kenntnis zu bringen. Unsere gemeinsame Erklärung, welche wir Ihnen auch als Beilage übersenden, weicht in entscheidenden Punkten von den Vorschlägen aller anderen Organisationen ab. Darin kommt zum Ausdruck, wie wir uns eine zukunftsweisende Erfüllung der völkerrechtlichen Verpflichtungen vorstellen. Bezeichnungen und Aufschriften topografischer Natur, womit selbstverständlich nicht nur Ortstafeln gemeint sind, haben einen hohen symbolischen Wert. Durch sie kommt zum Ausdruck, dass in diesem Gebiet auch Angehörige einer Volksgruppe leben, zu denen sich der Staat öffentlich und für alle wahrnehmbar bekennt. Es geht folglich um die grundsätzliche Gleichrangigkeit und Gleichberechtigung der slowenischen Sprache in der Öffentlichkeit. Auch das Argument einer „Öffnungsklausel“ oder des „demokratischen Antragsrechtes“ wie es neuerdings heißt, vermag uns nicht zu überzeugen. Jetzt können wir noch auf verfassungsrechtlich gewährleistete Rechte pochen, während wir in Zukunft gedemütigt als Bittsteller auftreten müssten. Unserer Ansicht nach, ist dies nur eine zwischenzeitliche Lösung, welche die Verantwortung auf zukünftige Generationen überwälzt. Ein neues Verfassungsgesetz in dieser Frage ist für uns ein Horrorszenario. Da bereits der Artikel 7 des Österreichischen Staatsvertrages im Verfassungsrang steht, können wir die Notwendigkeit eines Verfassungsgesetzes nicht erkennen. Dies ist der Versuch Unrecht einzuzementieren und das neue Gesetz der Kontrolle des Verfassungsgerichtshofes zu entziehen. Historische Tatsache ist, dass das zweisprachige Gebiet in Kärnten/Koro?ka zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Staatsvertrages im Jahre 1955 durch die Verordnung zum zweisprachigen Schulwesen aus dem Jahr 1945 eindeutig definiert war. Deshalb fordern wir die lückenlose und gleichrangige Zweisprachigkeit nach dem Territorialprinzip, da auch im Staatsvertrag keine Prozentklauseln zu finden sind. In Europa gilt im Minderheitenschutz das Grundprinzip, dass gewährte Rechte nicht widerrufen werden dürfen. Und in Österreich? 1971 wurde von der Regierung Kreisky die Aufstellung von zweisprachigen topografischen Aufschriften in 205 Ortschaften verordnet, welche bei Aufstellung im Jahr 1972 durch den Ortstafelsturm niedergerissen wurden: Der Rechtsstaat wich dem Terror der Straße. 1976 wurde schließlich die restriktive und verfassungswidrige 25% Klausel verordnet. Und auch 2007 sind bedeutend weniger als 205 topografische Aufschriften im Gespräch, um nicht von 800 Ortschaften zu sprechen, die bei Unterzeichnung des Staatsvertrages im Jahre 1955 zweisprachige topografische Aufschriften bekommen hätten müssen. Abschließend bitten wir höflich um einen Gesprächstermin, um Ihnen unseren in Eckpunkten dargelegten Standpunkt in einem persönlichen Gespräch näher bringen zu können. Da dem Vernehmen nach auch schon Gespräche mit Vertretern sog. Heimatverbände stattgefunden haben, welche sich öffentlich rühmen eine »Ortstafelflut« verhindert zu haben, erachten wir unsere Bitte als legitim. Hochachtungsvoll/s spo?tovanjem Für die slow. Jugendorganisationen/za slov. mladinske organizacije Dejan Zwitter (Stv. Obmann/podpredsednik KS??K) Klub slovenskih studentk in studentov na Dunaju Klub slowenischer StudentInnen in Wien Mondscheingasse 11 1070 Wien/Dunaj +43 (0)1 5264667 ksssd at gmx.net www.ksssd.org ****************************************** ================================================ ACUS zum Tode von Weizsaecker: Kaempfer fuer eine atomwaffenfreie, friedlichere und gerechtere Welt Von: Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering ================================================ ACUS trauert um Carl Friedrich von Weizsäcker: Vom Physiker zum Kämpfer für eine atomwaffenfreie, friedlichere und gerechtere Welt Die Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) trauert um den Physiker, Friedensforscher und Friedensaktivisten Carl Friedrich von Weizsäcker: "Der Friede ist heute Bedingung des Überlebens der Menschheit. Er ist nicht gesichert", schrieb Carl Friedrich von Weizsäcker in seinem Aufruf an die "Kirchen der Welt, ein Konzil des Friedens zu berufen", der beim Evangelischen Kirchentag in Düsseldorf 1985 veröffentlicht wurde und ein wesentlicher Anstoß zum weltweiten konziliaren Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung wurde. "Der Physiker Weizsäcker wurde zum engagierten Kämpfer für eine atomwaffenfreie Welt", sagt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) Richard Schadauer: "Als Christ hat er die Verantwortung aller religiösen Menschen für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung betont." "Die in Wien beginnende Konferenz zum Nichtweiterverbreitungsvertrag (von Atomwaffen) ist eine gute Gelegenheit, dass die politisch Verantwortlichen der Europäischen Union und auch Österreichs das Vermächtnis dieses großen europäischen Denkers ernst nehmen und sich für Fortschritte bei der atomaren Abrüstung einsetzen", schloss der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) Richard Schadauer. Informationen: Richard Schadauer, Tel. 01 789 24 58 Alois Reisenbichler, Tel. 0664 39 51 809 ================================================ ================================================ KPÖ/Privatstiftungen/Androsch/Reichtum/Steuerpolitik Von: KPÖ-Information ================================================ KPÖ-Pressedienst – Drechslergasse 42, 1140 Wien – Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 – Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail info at kpoe.at – Web www.kpoe.at - Ausgabe vom 30. April 2007 Für Androsch sind 180 Millionen Euro nur eine „Bagatellsteuer“ KPÖ bekräftigt Dringlichkeit einer radikalen Umverteilung des gesellschaftlichen Vermögens Kein „missverstandener marxistischer Schlachtruf“, sondern höchst dringlich und voll berechtigt ist die Forderung nach stärkerer Besteuerung der Vermögen im Allgemeinen und der Privatstiftungen im Besonderen. Dies antwortet die KPÖ dem SPÖ-Industriellen und Ex-Finanzminister Hannes Androsch und über seine Beteiligung an der FACC einer der großen Profiteure der Eurofighter-Gegengeschäfte, der sich einmal mehr als Sprachrohr für die Steuerprivilegien der MillionärInnen macht. „Es spricht für die Geisteswelt Androsch, wenn er die Erbschafts- und Schenkungssteuer als Bagatellsteuer bezeichnet“, meint KPÖ-Bundessprecherin Melina Klaus. Für die über eine Millionen Armutsgefährdeten in Österreich ist es eine ausgesprochene Provokation, wenn der Sozialdemokrat Androsch meint „Man sollte wegen 180 Millionen Einnahmen nicht so ein Affentheater machen“. In solchen Aussagen wird der Zynismus des neoliberalen Kapitalismus in voller Brutalität deutlich. Die steuerschonenden Privatstiftungen wurden 1993 vom damaligen SPÖ-Finanzminister Ferdinand Lacina eingeführt, ihre Zahl ist von 12 (1993) auf 2.889 (Jänner 2007) mit einem Volumen von schätzungsweise 55 Milliarden Euro gestiegen. 79 der hundert größten Unternehmen Österreichs stehen mittlerweile ganz oder teilweise im Eigentum von solchen Privatstiftungen. Laut dem Wirtschaftsanwalt Rudolf Fries ist die Stiftung „bereits der Prototyp des österreichischen Kernaktionärs“ geworden. Die von Fries vertretene Finanzgruppe kaufte sich 2003 mit 130 Millionen Euro im Zuge der Vollprivatisierung bei Böhler-Uddeholm ein und kassiert beim Verkauf 737 Millionen Euro, casht also satte 607 Millionen Euro Zugewinn ab. Durch geschickte Veranlagung über Stiftungen zahlen diese MillionärInnen faktisch keine Steuern. Alle namhaften österreichischen MilliardärInnen wie Androsch (SPÖ), Prinzhorn (FPÖ), Bartenstein (ÖVP), Haselsteiner (LIF), Wlaschek, Stronach, Meinl, Palmers, Dichand, Lugner, Swarovski, Esterhazy, Piech usw. haben ihr Vermögen steuerschonend in Privatstiftungen angelegt und sind damit vor der Steuerleistung „stiften“ gegangen. Laut Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser sind die Privatstiftungen zur „absoluten Erfolgsstory der letzten Jahre geworden“: „Deutlicher könnte die Kontinuität österreichischer Umverteilungspolitik auf Kosten der Lohnabhängigen und damit die Austauschbarkeit der Parlamentsparteien nicht demonstriert werden“, kritisiert Melina Klaus. Die KPÖ bekräftigt daher einmal mehr ihren Standpunkt, nach einer radikalen Umverteilung durch kräftige Besteuerung von Kapital und Vermögen: „Es kann nicht akzeptiert werden, dass bereits zwölf Prozent der ÖsterreicherInnen armutsgefährdet sind, während weniger als ein Prozent der Bevölkerung ein Drittel des gesamten Vermögens besitzt und dafür zunehmend keine Steuern mehr zahlt“, so Klaus abschließend. ================================================ ================================================ Verlängerung der Legislaturperiode Von: Dietmar Köhler ================================================ Die Verfassungsänderung zur Ausdehnung der Gesetzgebungsperiode auf fünf Jahre ist bereits in Begutachtung und soll ohne Volksabstimmung rasch Gesetz werden. Die Möglichkeit, durch Wahlen auf die Gestaltung des politischen und gesellschaftlichen Lebens Einfluss zu nehmen, ist das unverzichtbare Minimum der parlamentarischen repräsentativen Demokratie. Wir sind nicht bereit auf unser verfassungsmässig garantiertes Recht zu verzichten, alle 4 Jahre unsere VolksvertreterInnen zu wählen. Bei den zuletzt abgehaltenen Wahlen stand die geplante Verfassungsänderung in keinem Wahlprogramm, sie stand damit auch nicht zur Wahl und die gewählten VolksvertreterInnen haben daher für diese Massnahme von den WählerInnen keine demokratische Legitimation erhalten. Eine Verlängerung der Legislaturperiode kann nur durch eine breite Diskussion und Zustimmung des Souveräns demokratisch legitimiert werden - nicht ohne Volksabstimmung! Das Wahlrecht ist UNSER Recht! Es ist unser Ziel eine Petition an das Parlament zu richten und die Abgeordneten aufzufordern, dem Souverän zu seinen demokratischen Rechten zu verhelfen. Petition und Unterschriftenliste auf: www.4jahresindgenug.at ACHTUNG: Unterschriften bitte im Original per Post an die angegebene Adresse. Initiative Demokratie initiative.demokratie at gmail.com Mehr Demokratie www.mehr-demokratie.at ml-4jahresindgenug-at at 4jahresindgenug.at agendaX www.agendax.at Voice of another Europe www.joyfuleurope.net ================================================ ================================================ Unterrichtsministerin Claudia Schmied empfängt HOSI-Wien-VertreterInnen Von: Homosexuelle Initiative Wien ================================================ Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 1. Mai 2007 Unterrichtsministerin Claudia Schmied empfängt HOSI-Wien-VertreterInnen Gestern Nachmittag, 30. 4., traf Claudia Schmied, SPÖ-Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur, mit VertreterInnen der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien zusammen. Sie zeigte sich sehr interessiert an den Aktivitäten des Vereins und ließ sich über die Anliegen von Lesben und Schwulen speziell im schulischen Bereich informieren. "Wir berichteten der Ministerin über unsere eigene Untersuchung, wonach in Österreich im internationalen Vergleich eine krasse Unterversorgung mit Lehrmaterialien und pädagogischer Theorieproduktion zu schwul/lesbischen Themen vorherrscht", berichtet Helga Pankratz. "Das erschwert natürlich die Thematisierung von Homosexualität in den Schulen selbst durch engagierte Lehrkräfte." "Wir betonten, dass die verpflichtende vorurteilsfreie Aufklärung über das Phänomen Homosexualität flächendeckend in allen Schulen eine wichtige Voraussetzung wäre, um das Klima für homosexuelle Menschen in Österreich grundlegend positiv zu ändern. Denn gerade bei den ganz jungen Menschen muss angesetzt werden, um nachhaltig Haltungsänderungen zu bewirken", erklärt HOSI-Wien-Obmann Christian Högl. "Wir würden uns hier nicht nur bessere Lehrbücher wünschen, sondern auch eine entsprechende Änderung der Lehrpläne." "Die HOSI Wien bietet ja auch Information und Aufklärung für Schulklassen an. Auf Einladung gehen so genannte 'Peers' in Schulklassen, um mit den SchülerInnen über das Thema zu diskutieren. Peers sind MitarbeiterInnen unseres Vereins, die ungefähr gleichaltrig wie die SchülerInnen sind und deshalb einen direkteren Zugang zu ihnen haben als ältere Erwachsene. Dieses Projekt und unsere Erfahrungen damit haben wir der Ministerin auch vorgestellt", berichtet HOSI-Wien-Aktivistin Daniela Turic. "Wir haben gegenüber der Ministerin auch bedauert", so Högl weiter, "dass der Lehrberuf nach wie vor zu jenen Berufen zählt, in denen Lesben und Schwule sich am stärksten verstecken. LehrerInnen, die geoutet sind, stellen immer noch eine verschwindende Minderheit dar, was insofern sehr schade ist, als gerade offen homosexuelle LehrerInnen durchaus Rollenvorbilder für junge Lesben und Schwule wären. An dieser Situation hat sich leider auch durch das neue Gleichbehandlungsrecht nichts geändert, das seit 2004 jegliche Diskriminierung auch von LehrerInnen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung verbietet. Wir haben daher angeregt, dass das Ministerium hier deutlich klarstellt, dass LehrerInnen keinerlei beruflichen Nachteile im Falle eines Coming-out zu befürchten haben." "Das Gespräch lief in äußerst freundlicher und freundschaftlicher Atmosphäre ab, und Frau Ministerin Schmied zeigte sich unseren Anliegen gegenüber sehr aufgeschlossen", so Högl abschließend. Rückfragehinweis: Christian Högl, Obmann: Tel. 0699-11811038 Daniela Turic: Tel. 0650-8086300 Helga Pankratz: Tel. (01) 893 75 70 office at hosiwien.at, www.hosiwien.at ZVR-Nr.: 524 534 408 ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ [kinoki-mikrokino] 1.5., 20:00(!), depot: Peter Watkins und die Medien Von: Peter Grabher

================================================ Achtung: Beginnzeit der Diskussion 20:00 (nicht 19:00, wie teilweise angekuendigt). Hinweis: 1. Mai, 14:00, Mayday Parade (http://www.euromayday.at, Info siehe unten). herzlich kinok p KINOKIS MIKROKINO Politische Filmabende, 1x monatlich im depot bei freiem Eintritt. depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien, http://www.depot.or.at kinoki. Verein für audio-visuelle Selbstbestimmung mikrokino at kinoki.at | http://www.kinoki.at Newsletter subskribieren bzw. abbestellen unter: https://kooperative.at/mailman/listinfo/kinoki-mikrokino Förderpreis Politische Kulturarbeit 2004 der IG Kultur Österreich. kinoki special Dienstag 1.5.2007, 20.00 Uhr Media Crisis. Peter Watkins und die Medien Diskussion mit Filmausschnitten Depot, 7. Breite Gasse 3 http://www.depot.or.at Seit den frühen 60er Jahren formuliert Peter Watkins in seinen Filmen vehemente Kritik an den Medien. Regelmäßig bezieht er den Blick der Medien in die Inszenierung mit ein. Watkins' Filme bilden eine Reihe von Modellen, die einen grundsätzlich anderen Gebrauch von Bildern und Tönen vorschlagen als die manipulativen und destruktiven Strategien der medialen "Monoform". Im Gespräch mit AktivistInnen des "Rebond pour La Commune" (Paris), einer Assoziation von MitarbeiterInnen an Watkins' Film über die Pariser Commune, wird anhand einiger Filmausschnitte dessen Diagnose von einer tiefgreifenden "media crisis" zur Diskussion gestellt. Patrick Watkins (Casting Director, Stagemanager und Schnittassistent, "La Commune (Paris 1871)") Jean-Pierre Lenestour (Schauspieler, "La Commune (Paris 1871)") Maya Olaso: (Schauspielerin, "La Commune (Paris 1871)") Pierre Vergnaud (Schauspielerin, "La Commune (Paris 1871)") Michael Loebenstein (Wissenschaftliche Kooperationen und Vermittlung/Oesterreichisches Filmmuseum) Moderation: Alexander Horvath (Direktor des Österreichischen Filmmuseums) Peter Grabher (kinoki) (in englischer Sprache) Eine Veranstaltung des Österreichischen Filmmuseum in Kooperation mit kinoki im Rahmen der Peter Watkins-Retrospektive im Filmmuseum. Link: Peter Watkins: Media Statement http://www.mnsi.net/~pwatkins/part1_home.htm Peter Watkins Mi 25. April bis Fr 4. Mai 2007 Österreichisches Filmmuseum - The Austrian Film Museum Augustinerstrasse 1, A-1010 Wien T +43/1/533 70 54-18 F +43/1/533 70 54-25 Programm: http://www.filmmuseum.at Hinweis: + +++ MAYDAY-PARADE 007 1. Mai 2006, 14 Uhr Treffpunkt: Viktor Adler Markt, 1100 Wien http://www.euromayday.at +++ + + +++ Prekär arbeiten, prekär leben - zusammen kämpfen! Wir rufen euch alle auf, gemeinsam die dritte MayDay-Parade in Wien zu gestalten! Seid dabei! +++ + + +++ AUFRUF ZUR EUROMAYDAY-PARADE 007 IN WIEN +++ + Prekär arbeiten, prekär leben - zusammen kämpfen! Zum dritten Mal findet am 1. Mai die MayDay-Parade in Wien statt, mit der auf die fortschreitende Prekarisierung der Lebens- und Arbeitsverhältnisse aufmerksam gemacht werden soll. Sinn der Parade ist nicht nur, durch lustvolle Selbstorganisation auf diesen bedrohlichen Prozess hinzuweisen - der Mayday ist auch eine Einladung, nicht fragmentiert, für sich alleine, sondern vernetzt mit anderen zu kämpfen! Wo sind denn die Prekären? Eigentlich fast überall. Illegalisierte, saisonal und befristet Beschäftigte, Schein- und so genannte "Neue Selbstständige", NiedriglohnjobberInnen, Erwerbsarbeitslose und FreiberuflerInnen, Projekt-, Reproduktions-, Pflege- und Hausarbeit, Teilzeit- oder LeiharbeiterInnen sowie ihre Zwischen- und Mischformen haben eines gemeinsam - sie alle leben und arbeiten mehr oder weniger prekär. Während Supermarktangestellte zu Niedrigstlöhnen schuften und StudentInnen sich durch geringfügige Jobs und unbezahlte Praktika wursteln, werken KulturarbeiterInnen und Putzleute zumeist sozialversicherungslos. Macht die Prekarisierung antisolidarisch? Prekarisierung erzeugt Unsicherheit und Angst - das ist unbestritten. Einerseits liegt darin ein Potential, denn Angst und Zorn können zum Zusammenschluss und zur Organisierung führen - andererseits aber auch zum Gegenteil. Und das scheint uns öfter der Fall zu sein: Nicht nur, dass gewerkschaftliche Organisierung heute kaum mehr das bedeutet, was sie einst intendierte; mit fortschreitender Prekarisierung sind auch neue Formen von Rassismen und Sexismen sowie deren politische Instrumentalisierung beobachtbar. Diesen Entwicklungen wollen wir gemeinsam entgegensteuern! Was können wir tun? Der Mayday soll wie eine Initialzündung funktionieren: ein Aufruf zum vernetzten Agieren, zu einem gemeinsamen Kampf gegen die kapitalistische Ausbeutung, die von den AusbeuterInnen mit steigendem Konkurrenzdruck in der globalisierten Wirtschaftswelt legitimiert wird: Mit Totschlagargumenten wie "notwendigen" Einsparungen und Flexibilisierung werden prekäre Beschäftigungsformen zum "Normalarbeitsverhältnis" erklärt. Aber das muss nicht so sein: Wir wollen unser Leben autonom gestalten! Der MayDay ist ein Aufruf, sich kreativ mit Gegenmodellen und Utopien zu beschäftigen und soll eine offene, prozesshafte Plattform für alle Prekarisierten, Illegalisierten, Kriminalisierten, Flexibilisierten usw. sein. Für alle, die selbstorganisiert kämpfen und alles wollen, unabhängig von Beschäftigungs- und Aufenthaltsstatus!!! Deshalb werden auch heuer wieder in vielen Städten hunderttausende Menschen am Nachmittag des 1. Mai auf die Straße gehen. Und auch wir rufen Euch alle dazu auf, gemeinsam die dritte MayDay-Parade in Wien zu gestalten! + +++ EUROMAYDAY-PARADE 007 Dienstag, 1. Mai 2006, 14 Uhr Treffpunkt: Viktor Adler Markt, 1100 Wien +++ + + +++ EUROMAYDAY 007 Texte und Infos http://www.euromayday.at +++ + revolution will not be televised ************************************************* mikrokino at kinoki.at http://www.kinoki.at ------------------------------------------------------------------------ Data retention is no solution! http://www.dataretentionisnosolution.com/ Use free software & encrypt your mail! ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ Darfur: Ohrenbetäubender Protest in Berlin gegen Völkermord Von: GFBV Hans Bogenreiter ================================================ > GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER > PRESSEMITTEILUNG Berlin, den 29. April 2007 > > Internationaler Aktionstag für Frieden im Westsudan (29.04.) > Ohrenbetäubender Protest in Berlin gegen Völkermord in Darfur > > Mit ohrenbetäubendem Kochtopfgeklapper und Weckerrasseln haben die > Göttinger Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und die Berliner Darfur- > Gruppe am Sonntag in Berlin gegen das von der westlichen Welt > weitgehend unbeachtete Massensterben im westsudanesischen Darfur > protestiert. "Es ist fünf vor zwölf - wir schlagen Alarm!" hieß es auf > Transparenten, die die rund 200 Demonstrationsteilnehmer mit sich trugen. > Auf Flugblättern forderte die GfbV die EU auf, sofort wirksame > Maßnahmen gegen den Völkermord an der schwarzafrikanischen > Bevölkerung zu ergreifen. "Sanktionen gegen das Regime in Khartum und > ein Flugverbot für die sudanesische Luftwaffe über Darfur sind längst > überfällig", erklärte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius. > > "Es ist eine Frage der Menschlichkeit, dieses Morden nicht länger > hinzunehmen", hieß es in einem von zahlreichen Prominenten aus Musik, > TV, Sport und Showbusiness unterzeichneten Appell der > Menschenrechtsorganisation, der an die Bundeskanzlerin und die EU- > Ratspräsidentin Angela Merkel adressiert war. Zu den Unterzeichnern > gehören Anne Will, Fritz Pleitgen, Hape Kerkeling, Franziska van Almsick > und die Söhne Mannheims. > > Der Protest der GfbV in Berlin gehörte zu den Aktionen, Kundgebungen > und Mahnwachen, mit denen an diesem Wochenende weltweit in mehr als > 300 Städten Politiker zum Handeln für Darfur aufgefordert wurden. In > Deutschland war es die einzige Aktion im Rahmen des "Global Day for > Darfur". > > "Seit vier Jahren dauert der Völkermord an, ohne dass bisher ernsthafte > und wirksame Maßnahmen gegen die Gräueltaten ergriffen wurden", > kritisierte der GfbV-Afrikaexperte Ulrich Delius. Dem Beschluss des > Bundestages vom Freitag, dem sudanesischen Regime Sanktionen > anzudrohen, müssten nun schleunigst Taten folgen: "Die Zeit der > Sonntagsreden muss vorbei sein. Die Menschen in Darfur warten auf Ihre > Hilfe - jetzt!" Bisher seien rund 400.000 Menschen von arabischen > Reitermilizen, die von der sudanesischen Armee und Luftwaffe unterstützt > werden, ermordet worden oder sie seien auf der Flucht umgekommen. > Rund 2,7 Millionen seien vertrieben worden. Das Überleben von > mindestens drei Millionen hinge derzeit von Hilfslieferungen ab, die immer > wieder aufgrund der katastrophalen Sicherheitslage abgebrochen werden > müssten. > > Ulrich Delius ist in Berlin erreichbar unter Tel. 0160 95 67 14 03. > ====================================================== > Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) > Inse Geismar, Pressereferentin > Postfach 2024, D-37010 Goettingen > Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 > E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de > ====================================================== ================================================ ================================================ Homophobe und transphobe Ü bergriffe in Kroatien Von: Kurt Krickler ================================================ Action alert: Condemn homophobic and transphobic hate crime in Croatia! The Organizational Committee of Zagreb Pride 2007 Zagreb, 25th of May 2007. In the very early morning hours of Wednesday, the 25th of May, not very far from Zagreb club Gjuro II, a severe homophobic and transphobic attack happened, the victims of which were Angela A, an Austrian artist, two female members of a music band Menstruation Monsters from Vienna, and Ida Prester from Zagreb, the organizer of "Blitz Kidz", an urban club nights event that takes place in the Gjuro club as well as a singer and a TV star. The event and the artists that where performing did not have an exclusive queer or LGBT character, they where promoting an urban, alternative club scene, therefore, diversity and understanding. The singer and performer under the artistic name Angel A. preformed on the stage as a transvestite. That act was enough for violent and destructive bullies to call the singer 'pederèina'(offensive word for gay people – a clear use of hate speech), and hit him with a glass bottle. Ida, the organizer of the club nights, who is from Zagreb, was also physically attacked, as well as the members of Menstruation Monsters. Because of very severe and serious injuries from the attack, Angel was kept in the hospital. He had a severe cut above his left eye and his head was examined with x-ray and other medical instruments The Austrian singers where pleased with a chance to perform in Zagreb, and they were welcomed warmly and felt that the city is a very open and accepting place. However, after the attack they immediately left for Vienna, saying that after this attack it is going to be very hard for them to come to Croatia again. Ida Prester filed a notification with the police stating that they were physically and verbally attacked by unknown male persons based on "sexual hate and discrimination". After they had left the club, around 02:00 o'clock in the morning, some 10 meters away from the club entrance two unidentified men ran upon them and started to insult them using violent behavior. Angel was wearing make up and he was dressed in "women's" clothes. To him they said "Pederu jedan, jebem ti mater!"(Gay man (offensive), I will fuck your mother). After, they hit his head with a hard glass bottle which resulted in the cut on his eyebrow. When the victims started to call for help, one of the attackers kicked a member of the band in the neck, hand and hip and Ida was punched in the leg. At this moment, the victims ran away, but the attackers followed them to their car where they continued the assault by kicking and striking the car. Ida is the singer, producer and manager of a Croatian band Lollobrigida, a TV operation manager and an artist. She is known to LGBTIQ Croatian culture by her gay-friendly music video (first ever to be recorded) 'Moj decko je gej' ("My boyfriend is gay"). She is well known as a person that supports diversities and identities as well as different live styles. We also consider her a strong support for Croatian's LGBTIQ movement and visibility in our society; she is one of the few public people that always takes part, either as a citizen or as a performer, in the Zagreb Pride march, that takes place in Zagreb every year since 2002. This year as well, Ida supports Zagreb Pride and the pride's Organizational committee. The Zagreb Pride Organizational Committee is with this letter announcing full support and solidarity to the victims of the attack: Angel A. who suffered severe physical harm, members of Menstruation Monsters and Ida Prester. The Zagreb Pride Organizational Committee is reacting strongly to this inhuman and brutal attack which is just one of the homophobic and fascist breakdowns that happened in Zagreb recently, as a result of hate and intolerance to people that are viewed as allied to the LGBTIQ movement, as well as towards those that are not hiding their personal sexual and gender identity. Zagreb Pride is addressing a public note to the Croatian police, law and other institutions, to carry out all the necessary enquiries, and to solve the case and find the perpetrators of this criminal offence, and to bring them to court and justice. In agreement with the victims of this attack we are appealing to the media to publish the news of this brutal attack and to publicly condemn such attacks, so this cause would be emergently solved. The club "Gjuro II" is well known as one of the centers of urban culture in Zagreb, as well as a club which supports differences. Last night's attack is proof that every single expression of gender or sexual differences, even expressed trough a club event that was not in any single moment politically colored, is a potential threat to personal security and physical integrity of every single person that chooses to express themselves openly, without any intention of provocation. Therefore, this incident is a clear indication of the risk to the personal safety of LGBTIQ people on the streets of Zagreb, the capital of Croatia. The attacks towards these people are also creating a general feeling of fear and insecurity throughout Croatia. As a result, we are calling for the city of Zagreb, and national and international institutions to do what is necessary: 1. to condemn this hate crime 2. to require Croatian institutions to respond (especially the Government) in a way that decidedly condemns this homophobic and transphobic attack, so that this kind of harassment would not happed again. For Organizational bard of Zagreb Pride 2007: Gabrijela Ivanov, Dalija Pintariæ, Ana Piponska, Stjepan Pavlek, Marko Jurèiæ, Franko Dota Contact: Marko Jurcic: marko at zagreb-pride.net Franko Dota: fdota at ffzg.hr info at zagreb-pride.net Please write to and let us know: Croatian Embassy in Your country http://www.mvpei.hr/MVP.asp?pcpid=1613 President of Croatia - m.r. Stjepan Mesic Pantovèak 241, 10 000 Zagreb, Croatia ++ 385 1 4565 191 ++ 385 1 4565 299 ured at predsjednik.hr Croatian Parliament, Sabor Speaker m.r. Vladimir ?eks Trg sv. Marka 6-7, 10 000 Zagreb, Croatia ++ 385 1 456 94 44, +385 1 63 03 544 ++ 385 1 63 03 010 predsjednik at sabor.hr Gender Equality Council m.s. Gordana Sobol Trg sv. Marka 6-7, 10 000 Zagreb, Croatia ++ 385 1 63 03 557 ++ 385 1 45 69 517 msolak at sabor.hr Council of Family, Youth and Sport m.r. Davorko Vidovic Trg sv. Marka 6-7, 10 000, Zagreb, Croatia ++ 385 1 45 69 432 ++ 385 1 45 69 323 odboms at sabor.hr Council of Justice m.r. Emil Tomljanovic ++ 385 1 45 69 429 ++ 385 1 45 69 321 odbprav at sabor.hr Government of Croatia Prime minister, m.r. Ivo Sanader Trg Sv. Marka 2, 10 000 Zagreb, Croatia ++ 385 1 4569 222 ++ 385 1 6303 023 predsjednik at vlada.hr Ministry of Family, Veterans' Affairs and Intergenerational Solidarity m.s. Jadranka Kososr Park Tresnjevka 4, 10 000 Zagreb, Croatia ++ 385 1 3657 800, ++ 385 1 3657 906 ++ 385 1 3657 852 ministrica at mobms.hr Ministry of Justice m.s. Ana Lovrin Dezmanova 10, 10 000 Zagreb, Croatia ++ 385 1 37 10 666 ++ 385 1 37 10 602, ++385 1 37 10 612 nhmelina at pravosudje.hr ministrica at pravosudje.hr vdovranic at pravosudje.hr Ministry of Foreign Affairs and European Integration m.s. Kolinda Grabar-Kitanovic Trg N.S. Zrinskog, 10 000 Zagreb, Croatia ++ 385 1 4569 964 ++ 385 1 4551 795, ++385 1 4920 149 cabinet.minister at mvpei.hr Ministry of the Interior m.r. Ivica Kirin Vukovarska 33, 10 000 Zagreb, Croatia ++ 385 1 6122 129, ++385 1 6122 405 ++ 385 1 6122 452 pitanja at mup.hr javnost at mup.hr ================================================ ================================================ Feridun Zaimoglu kritisiert die Zusammensetzung der Islam-Konferenz / Berliner Zeitung Von: Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen ================================================ http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/feuilleton/648225.html INTERVIEW Wo sind die jungen Schamtuchträgerinnen? Der Schriftsteller Feridun Zaimoglu kritisiert die Zusammensetzung der Islam-Konferenz Am 2. Mai findet auf Einladung von Bundesinnenminister Schäuble in Berlin die zweite Islam-Konferenz statt. Die Konferenz soll ein Forum zur Verständigung zwischen dem Staat und Vertretern deutscher Muslime sein - nicht nur jener, die in Verbänden organisiert sind. Die Leitfrage ist, wie der Islam als Religionsgemeinschaft in die deutsche Verfassungsordnung zu integrieren ist. Herr Zaimoglu, Sie haben die Zusammensetzung der Islam-Konferenz kritisiert. Was ist das Problem? Zunächst einmal halte ich die Islam-Konferenz für einen historisch bedeutsamen Schritt, es geht in die richtige Richtung. Bei der ersten Islam-Konferenz im September war es allerdings schon eine etwas absurde Situation: Auf der einen Seite der großen Tafel saßen die deutschen Politiker und auf der anderen Seite saßen "wir". Es ging zu wie beim Besuch einer ausländischen Delegation. Aber darüber kann ich lächeln. Das Problem ist, dass an diesem Tisch so- genannte fromme Männer und sogenannte, in der medialen Inszenierung als Islamkritikerinnen gehypte Frauen zusammenkamen, säkulare Musliminnen, die sich bei diesem ersten Treffen der Islamkonferenz über die Neo-Musliminnen der zweiten und dritten Generation ausließen. Aber diese Neo-Musliminnen, um die es da ging, die fehlten, sie konnten sich nicht wehren und nicht selbst Stellung beziehen. Und warum fehlten die? Ich habe auch angefangen mich zu fragen: Warum blendet man sie aus? Der Schluss liegt nahe, dass man sie nicht dabei haben möchte, weil sie nicht ins Bild passen. Diese Zusammensetzung - auf der einen Seite die orthodoxen Männer und auf der anderen die säkularisierten Frauen - das ergibt zusammen genommen ein sehr primitives Bild vom Islam. Es ist genau das richtige für diejenigen, die die Welt gern in gut und böse einteilen. Das heißt, die Zusammensetzung der Islam-Konferenz reproduziert gängige Klischees vom Islam? Genau. Als Herr Schäuble sagte, der Islam ist ein Teil der deutschen Gesellschaft, habe ich mich sehr darüber gefreut. Lange wurde ja nur in Kategorien von "wir" und "ihr" gedacht und gesprochen, und das wird mit so einem Satz zunächst einmal aufgelöst. Aber wenn dem so sein soll, verstehe ich nicht, warum man immerhin ein paar tausend junge selbstbewusste Frauen, die keinesfalls entmündigt oder Vollzugsorgane von männlichen Anordnungen sind, vorführt und diffamiert und ihnen jegliche Beteiligung versagt. Als Privatmeinung bleibt es jedem unbenommen, den islamischen Mann für alle Übel dieser Welt zur Verantwortung zu ziehen. Aber die Entgleisungen und Diffamierungen der so genannten Islamkritikerinnen halte ich für bedenklich. Sie greifen diese jungen gläubigen Frauen ständig, unermüdlich an. Frauen wie die Soziologin Necla Kelek oder die Rechtsanwältin Seyran Ates, die beide der Islam-Konferenz angehören, üben an vielen Stellen wichtige Kritik. Andererseits behaupten sie, man könne den Koran nicht anders als fundamentalistisch auslegen, und lassen die bestehenden Reform-Ansätze nicht gelten. Ist das das Problem? Das größte Bollwerk gegen den Fundamentalismus sind die Volksfrommen in den Moscheeverbänden. Wenn man diese Menschen wegen ihrer Frömmigkeit und ihres Glaubens angreift, und wenn man sich nicht entblödet, sie immer und immer wieder aufzurufen, sich zu den Reformkräften zu schlagen, dann will man gar nicht sachlich argumentieren; man will Krawall schlagen. Es ist ja so, dass sich Feminismus und eine rechte Gesinnung nicht ausschließen, und es kann doch nicht sein, dass sich gewendete 68er, konservative Rechtspopulisten und rechte Feministinnen Hand in Hand zu Verteidigern, zu Fußsoldaten der abendländischen Zivilisation stilisieren. Man stellt die Legitimation der konservativen Verbände in Frage, weil sie für zu wenige Leute sprechen würden. Aber wieso kommt in der Presse keiner auf die Idee, sich diese Frage mal bei den so genannten Aufklärern zu stellen? Wen oder was repräsentieren die denn? Es wird ungerecht und unsauber argumentiert, es fehlt in der Auseinandersetzung an Sachlichkeit. Haben Sie Vorschläge, welche Frauen man in die Islam-Konferenz berufen sollte? Nein. Es geht nicht um mich oder um meinen Willen, es geht darum, dass die Islam-Konferenz, wenn sie ein demokratisches Forum sein will, nicht jene jungen gläubigen Frauen ausblenden kann, die sich selbstbewusst für das Schamtuch entschieden haben und sich explizit als deutsche Musliminnen begreifen. In dieser Szene gärt und brodelt es, man stößt da im Zusammenhang mit der Islam-Konferenz und den Auslassungen der so genannten Islamkritikerinnen auf großen Zorn. Von Frauen wie Necla Kelek wird der demokratische Wille dieser Neo-Musliminnen in Frage gestellt. Die Politik scheint dieser Ansicht zu folgen. Diese jungen Neo-Musliminnen sind doch längst viel weiter. Sie haben das Identitätsproblem hinter sich gebracht, daher rührt auch ihr Selbstbewusstsein. Die haben nichts zu tun mit so einem Blödsinn wie Grenzgängerei oder bin ich deutsch oder türkisch. Hinter den Umschreibungen der Islam-Kritikerinnen verbirgt sich eine ungeheuere Anmaßung und Arroganz. In den 740 Lesungen, die ich in den letzten zwölf Jahren gemacht habe, bin ich auf sehr viele dieser Frauen gestoßen: junge engagierte Neo-Musliminnen, die an der Basis arbeiten, in Frauenhäusern etwa, und die den Frauen der ersten Generation zur Seite stehen. Das sind Heldinnen des Alltags, die kennen sich wirklich mit den Problemen von Musliminnen in Deutschland aus. Aber sie passen nicht ins Bild, weil sie sich - vielleicht ja völlig zu recht - dagegen sperren, sich ins Feld irgendeines europäischen Feminismus zu begeben. Sie brauchen diesen Altfeminismus nicht, über den debattiert man ja auch im deutschen Feuilleton, gegen den wenden sich doch jüngere Frauen schon lange. Aber bei den jungen Neo-Musliminnen, die sich zu weit entfernen und sich mit enormem Selbstbewusstsein noch einmal ganz anders positionieren, tut man lieber so, als wären sie gar nicht existent. Oder man denunziert sie, wie die Islamkritikerinnen es tun, als blöde Frauen, die nur dem Manne gehorchen. Tatsächlich aber handelt es sich um eine breite, selbstbewusste Strömung, und diese Neo-Musliminnen säßen mit sehr viel mehr Berechtigung in der Islam-Konferenz als ich es tue. Das Gespräch führte Michaela Schlagenwerth. Berliner Zeitung, 25.04.2007 ***************************************************** ================================================ ================================================ Demonstration in Wien gegen Verbot der Gay-Pride-Parade in Moldawien Von: Kurt Krickler ================================================ Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 27. April 2007 Demonstration in Wien gegen Verbot der Gay-Pride-Parade in Moldawien Heute nachmittag protestierte rund ein Dutzend DemonstrantInnen, darunter die grüne Nationalratsabgeordnete Ulrike Lunacek, vor der Botschaft der Republik Moldau im 3. Wiener Gemeindebezirk. "Die Kundgebung, zu der die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien und Grüne andersrum aufgerufen hatten, fand zur Unterstützung und in Solidarität mit der moldawischen Lesben- und Schwulenorganisation GenderDoc-M statt, die zeitgleich ihre für heute nachmittag geplante, aber nicht genehmigte Gay-Pride-Parade in der moldawischen Hauptstadt Chisinau abhalten wollte", berichtet Kurt Krickler, HOSI-Wien-Generalsekretär und Menschenrechtskoordinator im Vorstand des europäischen Verbands von Pride-Veranstaltern, EPOA (European Pride Organisers Association). "Obwohl der Oberste Gerichtshof der Republik Moldau der Klage von GenderDoc-M gegen das von der Stadtverwaltung im Vorjahr ausgesprochene Verbot der Parade im Februar 2007 stattgab, erteilten die Behörden in Chisinau auch dieses Jahr keine Genehmigung für die Parade", so Krickler weiter. "Das wollten sich die AktivistInnen von GenderDoc-M nicht gefallen lassen, weshalb sie trotz Untersagung heute auf die Straße gehen wollten." Die Parade sollte Teil des bereits in der 6. Auflage stattfindenden Festivals "Curcubeul peste Nistru" (Der Regenbogen über dem Dnister) sein, das heuer vom 27. bis 29. April durchgeführt wird. Weitere Infos unter: www.gay.md/eng/ Fotos der Demo in Wien und weitere Informationen auf: www.hosiwien.at/?p=679 Rückfragehinweis: Kurt Krickler, Generalsekretär: Tel. (01) 5451310 oder 0664-5767466 office at hosiwien.at, www.hosiwien.at ZVR-Nr.: 524 534 408 ================================================ ================================================ [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm Von: Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - Einladung zum 10. Treffen des G 8-Koordinierungskreises am 02.05. - Größtes G8-Camp droht zu platzen - "Der Bundestag ist gescheitert" - G8 Gipfel: 3. Protest- Fahrradkarawane startet heute in Gent/Belgien - Geldof to guest-edit German newspaper - Prügelvorwürfe gegen Polizei - Demo gegen G8 Gipfel anläßlich des Tschernobyltages: 300 DemonstrantInnen in Heiligendamm - Sitzblockade vor AKW Biblis - Neue Energiepolitik der G8 gefordert - Anwohner Infos ------------------------------------------------------------------------------- Einladung zum 10. Treffen des G 8-Koordinierungskreises am 02.05.07 von 11:00 bis 17:00 im Pavillon am Raschplatz, Lister Meile 4, Hannover Liebe Freundinnen und Freunde, zur Erinnerung an unser nächstes Treffen schicke ich Euch die Einladung mit einem (aus Zeitmangel nur rudimentär abgesprochenen) Tagesordnungsvorschlag. Änderungen und Erweiterungen sind selbstverständlich immer möglich! Bis nächste Woche in Hannover! Schöne Grüße, Mona Bricke Tagesordnungsvorschlag Begrüßung, TO, nächster Termin (10 Min.) Rückschau Rostock III (10 Min.) Überblick Module (60 Min.) Gemeinsame Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (60 Min.) MITTAG (60 Min.) Projekt gemeinsame Publikation (40 Min.) Gemeinsame Finanzierung von Modulen/Aktionen (40 Min.) PAUSE (10 Min.) Nachbereitung des Gipfels (40 Min.) Sonstiges (20 Min.) ------------------------------------------------------------------------------- Größtes G8-Camp droht zu platzen Bützows Bürgermeister blockiert die Flächen Das größte und bisher einzig genehmigte Camp für die Kritiker des G8-Gipfels im Land steht auf der Kippe. Ob bis zu 15 000 Menschen im Juni im Gewerbegebiet von Bützow übernachten können, ist offen. Bützows Bürgermeister verweigert eine Genehmigung. "Mehrere tausend" Anmeldungen habe das vom 1. bis 10. Juni in Bützow geplante Camp, darunter 500 über den DGB, sagt Organisator André Harder. Er schlug gestern Alarm: Er werde am 30. April "die Reißleine ziehen müssen", weil der Bützower Bürgermeister das Camp blockiere. Auslöser für Harders Aufschrei ist ein Schreiben von Bürgermeister Lothar Stroppe. Der teilte ihm gestern per E-Mail mit, er werde einer Unterverpachtung von Flächen der Stadt nicht zustimmen, solange nicht klar ist, wer für Schäden aufkommt. Die strittigen Flächen - 20 Hektar Land - hat ein Landwirt von der Stadt gepachtet, für die Unterverpachtung die Zustimmung eingeholt. Dazu fassten die Stadtvertreter Ende 2006 einen Beschluss. Der Bürgermeister ließ jedoch eine Zusatzvereinbarung erarbeiten: Der Landwirt solle zusichern, dass er für etwaige Schäden auf den Flächen haftet. "Mögliche Folgekosten dürfen nicht bei der Stadt bleiben", so Stroppe. Harder hält dagegen: Dies sei im Vertrag geregelt. Ein Stadtvertreter war gestern über "den Alleingang des Bürgermeisters" empört. André Harder verweist auf den Stadtvertreter-Beschluss, seinen Vertrag mit dem Landwirt und eine ordnungsrechtliche Genehmigung der Stadt. Für ihn sei der Vorgang "Schikane"; er unterstellt dem Bürgermeister, das Camp zu torpedieren, weil dieser es politisch nicht verhindern konnte. Stroppe war aus "Sicherheitsgründen" für die 8000-Einwohner-Stadt von Beginn gegen das Camp. Das Büro "VIP" erwägt juristische Schritte. Der Bürgermeister sagt: Sein Vertragspartner sei nur der Landwirt. Auch die Familie um Landwirt Poppe Gerken will klar geregelt haben, wer Schäden beseitigt. Bis 3. Mai soll sie die Vereinbarung mit der Stadt unterzeichnen. Misstrauen überall: Die Camp-Organisatoren haben erst die Häfte der vereinbarten Pacht gezahlt. Auch von seiner Zusage, nur Tickets über zehn Tage - um mögliche Spontanrandalierer zu vermeiden - weicht Harder ab. Ihn dränge die Zeit: Aufträge über "einen sechsstelligen Betrag" seien zu stornieren, der kommende Montag dafür der letzte Tag. [http://www.svz.de/newsmv/MVVermischtes/28.04.07/23-16947734/23-16947734.html] ------------------------------------------------------------------------------- "Der Bundestag ist gescheitert" *Systemkritische Aktion im und um den Bundestag* Aktivisten sprangen heute in den Plenarsaal und hängten über dem Schriftzug dem deutschen Volke ein Banner mit der Aufschrift: "Der deutschen Wirtschaft". Damit symbolisierten sie die Wirtschaftshörigkeit dieser scheindemokratischen Institution und zetzten ein Zeichen für eine freie und solidarische Gesellschaft. Presseerklärung vom 27.April 2007 "Der Bundestag ist gescheitert" Systemkritische Aktion im Plenarsaal Berlin, 27.April: Im Bundestag setzen junge Menschen in diesem Moment ein Zeichen. Die Betitelung der Aktivisten als "Humankapital", das Verstreuen von Geld und das Entrollen von Bannern mit Sprüchen wie "Die Wünsche der Wirtschaft sind unantastbar" sollen verdeutlichen, dass der Bundestag lediglich das Ausführungsorgan der großen Unternehmen ist und daher keine freiheitliche, demokratische Institution darstellt. Dieses Bild wird dadurch verstärkt, dass auf dem Dach des Reichstags der Schriftzug "Dem deutschen Volke" durch das Banner "Der deutschen Wirtschaft" ersetzt wird. Ziel dieser Aktion ist es, einen Diskurs anzustoßen, der die Scheindemokratie kritisch hinterfragt und mit Vehemenz gesellschaftspolitische Veränderungen durchsetzt. Wir üben harte und tief greifende Kritik am bestehenden politischen System. Entscheidenden Problemen, wie z.B. Armut, Klimawandel und Perspektivlosigkeit, begegnet diese Demokratie mit staunender Unfähigkeit. Der eingeschlagene Weg der kleinen Reformen bewirkt, wenn überhaupt, negative Entwicklungen. Die Entmündigung aller durch ihre so genannten Vertreter muss zugunsten einer politischen Einflussnahme der gesamten Bevölkerung abgeschafft werden. Statt der Entwicklung politischer Visionen zur Verbesserung der allgemeinen menschlichen Lebensumstände beherrscht ein unkritischer Wirtschaftsglaube das politische Handeln. Das heutige politische System hat das nationale Wirtschaftwachstum zum einzigen Maßstab politischen Erfolgs erkoren. Konsum gilt als Ausdruck individueller Selbstverwirklichung. Es handelt sich hierbei um ein System, das, in seiner einzig logischen Konsequenz, die Umwelt zerstören, soziale Ungleichheit verschärfen und das menschliche Leben normieren muss. Eine kostenlose Grundversorgung, sprich Lebensmittel, Trinkwasser, Wohnraum, Bildung, Gesundheit und Kultur, ist notwendig, um den Menschen ein freies und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Einzelne ausbeuterische, rein auf Verwertbarkeits-denken orientierte Unternehmen erlangen eine so weit reichende Macht im politischen und öffentlichen Raum, dass für eine gerechte und emanzipierte Gesellschaft eine Zerteilung und Vergesellschaftung der Konzerne Voraussetzung ist. Die immer stärkere Einflussnahme der Wirtschaft auf Bildungseinrichtungen, sowie die Orientierung vorgefertigter Lehrinhalte an ihrer wirtschaftlichen Nutzbarkeit sind maßgeblich verantwortlich für eine geistige Verkümmerung und Normierung der Gesellschaft. Konkurrenz und Leistungsdruck statt Entwicklung der individuellen Persönlichkeit und freien Meinungsbildung bestimmen den Ausbildungsalltag. Wir verlangen die notwendigen Freiräume, um Utopien entwerfen und leben zu können. Wir treten für eine menschliche, ökologische und soziale Wirtschaft und eine solidarische, freie Gesellschaft ein. Wir rufen zu einem öffentlichen Diskurs und zu einer neuen, freien Bewegung auf. Mit dieser Aktion setzen wir ein Zeichen gegen das derzeitige System und wenden uns an alle, die mit dem Bestehenden unzufrieden sind und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht aufgegeben haben. Weitere Informationen unter: http://geldoderleben.blogsport.de/ Links: www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,479931,00.html [http://de.indymedia.org/2007/04/174062.shtml] ------------------------------------------------------------------------------- G8 Gipfel: 3. Protest- Fahrradkarawane startet heute in Gent/Belgien Presseerklärung des Fahrradkarawanen Infobüros in Rostock Unter dem Motto "wheels for change- ensure capitalism becomes history" startete heute mit der Westkarawane die dritte von 5 Fahhradkarawanen gegen den G8 Gipfel in Heiluigendanmm ihre Aktionen mit einer critical mass [http://en.wikipedia.org/wiki/Critical_Mass] durch die Innenstadt von Gent/Belgien Es wird anfangs mit etwa 20 Leuten gerechnet "Wir erwarten unterwegs rasanten Zulauf und alle, die unsere Ideen teilen, sind willkommen" so Sida Singer vom Vorbereitungsteam "Zusammen wollen wir ein Zeichen gegen den globalen Kapitalismus, Rassismus, Ausbeutung und Umweltzerstoerung setzen. Wir wollen die Leute aufruetteln und zum Traumen ueber eine lebenswerte Zukunft fuer alle Menschen dieser Welt bringen!" Stolz zeigt sie ihr Banner mit der Aufschrift "Zukunftswerkstatt". Es geht nicht nur darum, mit bunten Aktionen Aufsehen zu erregen, sondern auch darum, die Menschen direkt zu erreichen und "auf der Strasse" mit ihnen zu diskutieren. Waehrend ihrer sportlichen Tour von ueber 1300 Kilometern werden die AktivistInnen aus fuenf Laendern an Fahrrad-Demonstrationen "critical Mass" und unterschiedlichen politischen Aktionen teilnehmen. Auf dem Weg durch Staedte wie Antwerpen, Njimegen, Gronau/Ahaus, Muenster, Hamburg and Gorleben werden kritisch die Themen der grossen Acht wie Migration und die festung Europa, Energiepolitik, Gentechnik und Sicherheit aufgegriffen. Die Veranstaltungen und Aktionen werden von UnterstuetzerInnen an den jeweiligen Stationen der Reise vorbereitet. Dort wird auch fuer Schlafplaetze und fuer das leibliche Wohl der engagierten RadlerInnen gesorgt. "Wir wollen die Zeit fuer einen Austausch untereinander nutzen und Netzwerke zwischen den verschiedenen lokalen Gruppen und Initiativen aufbauen." erklaert Paula Farin. Sie betrachten die Karavane als einen Ort fuer Experimente, an dem sie ihre Ideen und Ideale ausprobieren koennen. Ziel ist es, einen nicht hierarchischen und gleichberechtigten Umgang miteinander zu pflegen, voneinander zu lernen und selbstorganisiert zu handeln. Unabhaengig von Geld, Fahrrad, koerperlicher Kondition oder Papieren will die Karavane es allen Menschen ermoeglichen, sich zu beteiligen. Lokaler Kontakt karavaan07 at yahoo.co.uk Fahrrad-Karawanen-Info-Büro Rostock, Knut Rassmussenstr. 8, 18106 Rostock, Tel: 0049-179-6268785 ------------------------------------------------------------------------------- Geldof to guest-edit German newspaper Campaigning rocker Bob Geldof is to overtake the editor-in-chief's job at German newspaper Bild - for one day. The musician and Live 8 organiser, who is an avid campaigner against poverty in Africa, will create a special G8 summit issue of the tabloid at the end of May. Geldof and the publication hope the project to raise awareness of the problems in the developing world ahead of the G8 summit at Heiligendamm, Germany, in June. [http://www.examiner.ie/breaking/story.asp?j=115298964&p=yy5z99338&n=115299435&=] ------------------------------------------------------------------------------- G8-Demonstration Prügelvorwürfe gegen Polizei Die Berliner Polizei hat Berichte zurückgewiesen, wonach Beamte bei einer Demonstration am Freitag im Bezirk Mitte ohne Vorwarnung auf Teilnehmer eingeprügelt hätten. Berlin - "Die Teilnehmer haben eigenmächtig ihre Route geändert und dagegen sind wir eingeschritten", sagte ein Polizeisprecher. Die Veranstalter der G8-Protestaktion unter dem Titel "Sportlicher Parcours" vom Pariser Platz zur Dorotheenstraße hatten zuvor erklärt, Beamte hätten auf Demonstranten eingeprügelt und die Technik eines Lautsprecherwagens vorsätzlich beschädigt. Insgesamt seien zehn Demonstranten leicht verletzt worden. Nach Angaben des Polizeisprechers waren die Demonstranten "wissentlich" von ihrer genehmigten Wegstrecke abgewichen. Dazu sei auch aus dem Lautsprecherwagen aufgerufen worden. Die Beamten seien dagegen vorgegangen, dabei sei auch der Einsatzleiter tätlich angegriffen worden. Weil aus dem Wagen zum Abweichen von der Route aufgerufen wurde, hätten Beamte das Mikrofon "nicht sachgerecht" von der Lautsprecheranlage getrennt, räumte der Sprecher ein. Insgesamt nahm die Polizei vier Teilnehmer der Demonstration fest. Ihnen wurde unter anderem Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie Verstoß gegen das Versammlungsgesetz vorgeworfen. [http://www.tagesspiegel.de/berlin/nachrichten/100975.asp] ------------------------------------------------------------------------------- Demo gegen G8 Gipfel anläßlich des Tschernobyltages: 300 DemonstrantInnen in Heiligendamm Pressemitteilung des Koordinierungskreises - Demo am G8-Zaun am 29.4 Anläßlich des 21. Jahrestages der Katastrophe von Tschernobyl fand im Rahmen der Vorfeldaktionen gegen den G8-Gipfel heute eine Demonstration der Anti AKW Bewegung in Heiligendamm statt. Knapp 300 DemonstratInnen trafen sich an der Hauptschleuse des G8 Sicherheitszaunes in Bad Doberan, um von dort zum Tagungshotel der G8 in Heiligendamm zu gehen. In Wortbeiträgen machten die VeranstalterInnen den Zusamenhang zwischen G8, Energiepolitik, neuer Weltordnung und Krieg deutlich und wiesen darauf hin, daß die Anti AKW Bewegung sich als Teil der Widerstandsbewegung gegen den G8 versteht. Die Anti AKW Bewegung hat bewußt den Zaun als Symbol für Ausgrenzung und Herrschaft für die Auftakt- und Zwischenkundgebung gewählt. Die starke Polizeipräsenz läßt erahnen, was während des Gipfels an Repression zu erwarten ist. "Wir lassen uns davon nicht entmutigen, wir werden viele sein, wir werden stark sein und uns gemeinsam dem Gipfel entgegenstellen", so Claudia Morgenroth aus dem Koordinierungskreis der Demonstration. ------------------------------------------------------------------------------- Sitzblockade vor AKW Biblis - Neue Energiepolitik der G8 gefordert Biblis (ddp). Im Rahmen der G8-Proteste haben am Samstag rund 300 Atomkraftgegner vor dem südhessischen Atomkraftwerk Biblis mit einer Sitzblockade gegen die Energiepolitik der führenden Industrienationen protestiert. Dabei warfen Redner von Umweltgruppen den G8-Staaten vor, mit ihrer Unterstützung für Atomstrom nur die großen Energiekonzerne zu fördern, statt auf den Ausbau regenerativer Energiequellen zu setzen. Zudem forderten die Demonstranten die sofortige Stilllegung des "Pannenreaktors". Wegen Tausender falsch montierter Spezialdübel stehen beide Blöcke des Kernkraftwerkes seit Mitte Oktober 2006 vorübergehend still. Der Block A wurde 1974 in Betrieb genommen und ist damit der älteste deutsche Reaktor, der noch am Netz ist. Block B speiste erstmals am 1976 Strom ins Netz. Die Proteste in Biblis sind Teil einer Kampagne gegen den Weltwirtschaftsgipfel, der vom 6. bis 8. Juni in Heiligendamm an der Ostsee stattfindet. Mit dem "Widerstandsfest" vor den Toren des AKW wollten die Initiatoren ihre Forderung nach einem Umbau der Energieversorgung unterstreichen. Die Veranstaltung verlief Polizeiangaben zufolge friedlich. [http://news.abacho.de/aktuelles/artikel_anzeigen/index.html?news_id=60196] ------------------------------------------------------------------------------- Anwohner Infos Liebe Anwohnerinnen und Anwohner, wir wissen, dass der G8-Gipfel für sie keine leichte Zeit wird. Tausende Polizisten und noch viel mehr Demonstranten aus ganz Europa werden die sonst eher ruhige Region um Bad Doberan besiedeln, während sich das Medieninteresse der ganzen Welt vor ihrer Haustüre bündelt. Wir als Camp-Organisation möchten offen auf Sie zugehen, Ihnen Ängste nehmen und eine kooperative und verständnisvolle Nachbarschaft mit Ihnen in dieser Juniwoche. Das ist uns ein wichtiges Anliegen. Der Protest der Demonstranten und Demonstrantinnen richtet sich selbstverständlich nicht gegen Sie, sondern gegen den G8-Gipfel, der symbolisch für die Ungerechtigkeit in der Welt steht. Sollten Sie während des Gipfels irgendwelche Beschwerden bezüglich des Camps haben, zögern Sie nicht die Camp-Organisation auf den Camps zu kontaktieren. Ein zwischenmenschliches Gespräch kann eventuell auftretende Probleme oftmals besser beheben als das Einschalten der Polizei. Wir freuen uns natürlich viel mehr, wenn Sie einfach mal so auf den Camps vorbeischaue um zu sehen welch bunte Vielfalt von Menschen aus allen möglichen Ländern sich hier trifft. Wir freuen uns über einen Austausch und anregende Gespräche mit Ihnen. Bei Fragen kontaktieren sie uns einfach telefonisch unter der 030 29784801. [http://www.camping-07.de/content/view/63/71/lang,de/] -------------------------------------------------------------------------- Ausführlicher Pressespiegel rund um den G8 unter http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-l -------------------------------------------------------------------------- ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich und somit MedieninhaberInnen: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Themen. Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2007, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Di 5:00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Fri May 4 06:44:07 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Fri, 4 May 2007 06:44:07 +0200 Subject: widerstand mund - Freitag, 04. Mai 2007 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Freitag, 4.April 2007 Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN ================================================ 01 Diskussionsveranstaltung 8.Mai 2007 von "gegenargumente" ============================================== 02 MONTAGSFILMreihe der Grünen Bildungswerkstatt Minderheiten und Terezija Stoisits von Initiative Minderheiten Newsletter ============================================== 03 Frauen im Irak, Vortrag - Film - Diskussion, in Wels am 14. Mai 2007, 19:00 von WADI Austria ============================================== 04 Beatrix Neundlinger / Neue CD + Konzert von GAMUEKL ============================================== 05 Veranstaltung: Verfolgung und Diskriminierung von Roma und Sinti / Pregon in zapostavljanje Romov in Sintov von Initiative Minderheiten Newsletter ============================================= 06 [Depot-news] Programm von 8. bis 10. Mai von depot-news at mailman.sil.at ============================================== 07 AUFopenhouse Samstag, den 5. Mai 2007 ab 14 Uhr von AUF ============================================== 08 Pressekonferenz: Anne Frank WebGuide Launch von "Matthias Kopp" ============================================== 09 Newsletter Mai 07 von "Kulturverein Kanafani" ============================================= 10 Veranstaltung BildungsarbeiterInnen von minimol at silverserver.at ============================================== ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ 11 Abschied von Julius Mende von promedia at mediashop.at ============================================== 12 [SOSMM - Info] Platter, Noment#7, Schubhaft-Kunst von "Philipp Sonderegger" ============================================== 13 Warmherziger Blick auf die Not von Dietmar Köhler ============================================== 14 Homosexuelle: VP-Fuhrmann für Standesamt von "Rechtskomitee LAMBDA (RKL)" ============================================== 15 aktivierungsmail onlinepetition www.dahamisdaham.at von Nikolaus kunrath ============================================== 16 HOSI Wien führt Gespräche mit Staatssekretärin Christine Marek und im Frauenministerium von Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien ============================================== 17 Zwischen Teheran und Washington von WADI Austria ============================================== 18 KPÖ/ATX-Unternehmen/Übernahme/Privatisierung von KPÖ-Information info at kpoe.at ============================================== ============================================== GIPFELSOLI ============================================== 20 Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ============================================== 21 Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ============================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN ================================================ ============================================== 01 Diskussionsveranstaltung 8.Mai 2007 von "gegenargumente" ============================================== öffentliche Diskussionsveranstaltung der GEGENARGUMENTE am 8.Mai 2007, 19:30 Uhr im Cafe 7stern, Siebensterngasse 31, 1070 Wien Was man von Marx über Arbeit und Reichtum im Kapitalismus lernen kann! In dieser Gesellschaft wächst der Reichtum und zugleich wächst die Armut - der Ausschluss vieler Menschen vom vorhandenen Reichtum. In dieser Gesellschaft gibt es ein Bedürfnis nach Arbeit - nicht nach den Früchten der Arbeit, sondern nach der Arbeit selbst. Diese Wirtschaft muss immerzu wachsen. Auf Gedeih und Verderb hängt ihr Bestand davon ab, dass sie nicht einfach das produziert, was gebraucht wird, sondern heuer mehr als im Jahr zuvor und nächstes Jahr wieder mehr als heuer. Diese Gesellschaft kennt das absurde Problem, ständig neue, verkaufsfähige Produkte finden zu müssen. Diese menschenfeindliche und absurde Rationalität der kapitalistischen Wirtschaft hat Marx in seinem Hauptwerk “Das Kapital” aufs Korn genommen. Was schon die elementarsten Kategorien von Marx für die Erklärung dieser Absurditäten hergeben, ist das Thema der Diskussionsveranstaltung. Nähere Informationen unter www.gegenargumente.at ============================================== 02 MONTAGSFILMreihe der Grünen Bildungswerkstatt Minderheiten und Terezija Stoisits von Initiative Minderheiten Newsletter ============================================== TEREZIJA STOISITS & DIE GRÜNE BILDUNGSWERKSTATT MINDERHEITEN laden sehr herzlich ein zur >>>MONTAGSFILMreihe der DIE GRÜNE BILDUNGSWERKSTATT MINDERHEITEN Kino De France 1010 Wien, Schottenring 5 / Hessgasse Montag, 07. Mai 2007, 19:00 Uhr "Romane Aspa - Zigeunertränen" Ein Film von Zuzana Brejcha Vier Jahreszeiten lang begleitet der Film drei Generationen einer Roma Familie in einem Ostslowakischen Ghetto, kurz vor dem Beitritt der Slowakei zur EU. Das Leben der matriarchalisch definierten Familie wird nicht nur durch Armut bestimmt, sondern auch durch polizeiliche Willkür, Feste, Traditionen und Satellitenfernsehen, das als Fenster zu Europa dient. Ihre finanzielle Situation verschlechtert sich dramatisch und nachdem ein Mitglied der Familie aufgrund falscher Anschuldigungen verhaftet wird, entscheidet sich das Filmteam einzugreifen. Im Anschluss an die Filmpräsentation Gespräch mit der Filmemacherin Zuzana Brejcha und Abg.z.NR Maga. Terezija Stoisits Montag, 21. Mai 2007, 19:00 Uhr KETANI HEIßT MITEINANDER Ein Film von Ludwig Laher Der Eintritt zur MONTAGSFILMreihe ist kostenlos. Kartenreservierung unter Tel: 40110-6564 bzw. nuriye.bozkaya at gruene.at ============================================== 03 Frauen im Irak, Vortrag - Film - Diskussion, in Wels am 14. Mai 2007, 19:00 von WADI Austria ============================================== FRAUEN IM IRAK Vortrag - Film - Diskussion - Die Situation in Irakisch-Kurdistan - Die Frauen- und Mädchenarbeit von WADI - Der Kampf gegen Weibliche Genitalverstümmelung/FGM mit Soma Ahmad und Mary Kreutzer von WADI SOMA AHMAD, geb. 1984 in Kirkuk (Irakisch-Kurdistan), musste 1991 nach Österreich fliehen. Sie studiert Politikwissenschaft in Wien und ist bei WADI und der "stop FGM"-Kampagne aktiv. MARY KREUTZER, geb. 1970 in Wels, aufgewachsen in Guatemala. Redakteurin der Menschrechtszeitschrift liga, Mitarbeiterin von WADI. Zahlreiche Veröffentlichungen in Zeitschriften und Büchern. Zur Zeit Koordinatorin der eca-watch-Kampagne (www.eca-watch.at) Montag, 14. Mai 2007, 19 Uhr im Galerie-Cafe, Schubertstr. 9, Wels (ca. 100 m vom Bahnhof) veranstaltet von der Infoladen-Frauengruppe und WADI Oberösterreich -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit WADI-Austria e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Neues Spendenkonto in Österreich: Knt. Nr.: 6.955.355 BLZ: 32.000 Raiffeisen Landesbank NÖ IBAN AT4432 0000 0006 955355 BIC (SWIFT) RLNWATWW Im Februar 2007 erschien die dritte Print-Ausgabe von: WADI-News, Schwerpunkt: Weibliche Genitalverstümmelung Wird kostenlos per Post zugeschickt, schicken Sie uns Ihre Adresse! Online zu lesen unter: http://www.wadinet.at/Media/wadinews.php ============================================== 04 Beatrix Neundlinger / Neue CD + Konzert von GAMUEKL ============================================== 9dlinger & die geringfügig Beschäftigten: http://www.9dlinger.at „REFLEXIONEN“- die brandneue CD KONZERT & CD-PRÄSENTATION: 1.Juni 2007 (Beginn: 20.00 Uhr) in der KULISSE http://www.kulisse.at A-1170 Wien; Rosensteingasse 39 Eintritt: * 16,-- Kartenvorverkauf unter 01 / 485 38 70 bzw. unter office at kulisse.at REFLEXIONEN nennt sich die erste CD von „9dlinger und die geringfügig Beschäftigten“. Die Gruppe rund um die Sängerin Beatrix Neundlinger ist vor 4 Jahren als spontaner Reflex auf die innenpolitische Situation in Österreich entstanden. Das Anliegen war, politische Songs zur aktuellen Lage fern des Arbeiterliederklischees zu machen. Alle Inhalte der Lieder blieben auch nach der Wahl 2006 weiterhin aktuell. So entschloss sich die Gruppe zur Produktion der CD. Moderner Sound mit akustischen Instrumenten, sowie pointierte Texte aus der Feder von Heinz R. Unger schaffen eine dichte, kritische Atmosphäre ohne belehrend oder nostalgisch zu sein. Die Themen sind mannigfaltig: Arbeitsmarkt, digitale Welt, soziales Klima, individuelle Ignoranz bis hin zu persönlichen Reflexionen über Liebe und Leben. Die Kompositionen von Peter Marnul bewegen sich zwischen Weltmusik und Chanson. Die CD „REFLEXIONEN“ erscheint bei „Extraplatte“ (EX 693-2, ISBN 978-3-221-16932-9) und wird im Rahmen eines Konzerts am 1. Juni 2007 in der Kulisse in Wien präsentiert 9dlinger und die geringfügig Beschäftigten sind: Beatrix NEUNDLINGER / Stimme, Saxophon, Querflöte Heinz R. UNGER / Texte Peter MARNUL / Komposition, Stimme, Mandola, Geige, Akkordeon Adula IBN QUADR / Geige, Bratsche, Glockenspiel, Stimme Peter ROSMANITH / Perkussion Alfred STÜTZ / Bässe, Stimme • BEATRIX NEUNDLINGER – Leadvocal, Saxophon, Querflöte Frontfrau Beatrix Neundlinger begann nach der Matura das Studium der Rechentechnik, entschloss sich aber bald der technischen Hochschule den Rücken zu kehren und sich vollkommen der Musik zu widmen. Es folgte die Gründung der Gruppe „Milestones“ und ein 5. Platz beim Songcontest 1975 mit „Falter im Wind“. Kurz darauf wurde Neundlinger Mitglied der mittlerweile legendären „Schmetterlinge“ und der Rest ist, wie es so schön heißt, Geschichte. Gemeinsame Produktionen wie „Proletenpassion“,, „Herbstreise“, „Verdrängte Jahre“ oder „Die letzte Welt“ sind heute noch deutschsprachige Meilensteine zum Thema politisches Lied. Seit 1985 widmet sich die Sängerin dem Kindertheater und wirkte in allen Produktionen des Schmetterlinge-Kindertheater mit oder spielte auch unter der Regie von Erhard Pauer fürs Theater der Jugend. 2002 war das Jahr der Umgestaltung im Leben von Beatrix Neundlinger mit dem Bedürfnis aus ihrer Vergangenheit zu treten. Der satirisch humorige Lese- und Liederabend „Bitte wenden!“ mit Erwin Steinhauer erweckte die Neugier auf Neues. Die Gründung von „9dlinger und die geringfügig Beschäftigen“ war nur mehr ein Steinwurf entfernt und erste Proben begannen im Frühjahr 2004. Gleichzeitig begann die Powerfrau sich in der Erwachsenenbildung zu engagieren und gestaltet als Coach Kreativtrainings für: Langzeitarbeitslose, Jugendliche, Erwachsene mit besonderen Bedürfnissen sowie für Kommunalpolitiker. Neundlinger ist Coach und Supervisorin der EAS und derzeit in Qualifikation zur Lehrsupervisorin EAS. • HEINZ R. UNGER – Texte Der gebürtige Wiener arbeitete schon immer in Berufen, die mit Schrift und Schreiben zu tun haben: Schriftsetzer, Werbetexter und Redakteur. Ab 1969 begann er als freischaffender Schriftsteller Theaterstücke, Romane, Hörspiele, Drehbücher, Lyrik, Liedtexte und vieles mehr zu verfassen. Zu seinen wichtigsten Werken zählen: 2004 – Löwenslauf (Roman), 1999 – Karneval der Götter (Roman), 1985 – Zwölfelläuten ( Schauspiel) Für die Gruppe „Schmetterlinge“ verfasste er folgende Texte: 1976 – Die Proletenpassion, 1975 – Herbstreise • PETER MARNUL – Komposition, Vocal, Mandola, Geige, Akkordeon Der gebürtige Grazer tröpfelte Anfang der 80er über die irische Volksmusik in die Szene und spielte in erster Linie als Multiinstrumentalist bei den „Liederlich Spielleut“. Nach einer 10 jährigen „Babypause“ kehrte er 1994 zu den „Spielleut“ zurück, blieb aber primär als Unternehmer in der Werbegrafik (http://www.youngstaers.at) tätig. Ab Beginn 2005 wird aus der Nebensache durch den Aufwind der „Geringfügig Beschäftigten“ wieder die Hauptbeschäftigung. Aus Marnuls Feder stammen auch fast alle Kompositionen dieser Formation. ============================================== 05 Veranstaltung: Verfolgung und Diskriminierung von Roma und Sinti / Pregon in zapostavljanje Romov in Sintov von Initiative Minderheiten Newsletter ============================================= SPD Zvezda Hodiše/Keutschach laden in Zusammenarbeit mit dem Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung der Universität Klagenfurt/Inštitut za pedagogiko na Univerzi v Celovcu, der Initiative Minderheiten und der Grünen Bildungswerkstatt Kärnten/Koroška sehr herzlich ein zur Veranstaltung: >>>Verfolgung und Diskriminierung von Roma und >>>Sinti / Pregon in zapostavljanje Romov in >>>Sintov Schlossstadel Keutschach/grajska štala Hodiše (Kärnten/Koroška) Montag/v sredo, 9. Mai/9. maja 2007, 19:30 Uhr/ob 19:30 uri Ein Abend mit Stefan Horvath, Buchautor und Vater eines Opfers des Attentates vom 4. Februar 1995 Veèer s Štefanom Horvathom, avtor in oèe žrtve atentata 4. februarja 1995 Einleitende Worte und Moderation: Uvodne besede in moderacija: Univ.-Prof. Dr. Peter Gstettner und Univ. Prof. Dr. Vladimir Wakounig ============================================== 06 [Depot-news] Programm von 8. bis 10. Mai von depot-news at mailman.sil.at ============================================== Dienstag, 8. Mai, 19.00 Queer Hell: Religion, Sexuality, and the Politics of Hate Vortrag in englischer Sprache Jedes Jahr vor Halloween errichten evangelikale Kirchen in den USA sogenannte Hell Houses, die christliche Antwort auf die säkulare Tradition der Spukhäuser. In den Hell Houses führen „Dämonen“ durch blutige Inszenierungen von „Sünden“ wie Homosexualität, Abtreibung, Selbstmord, die Ablehnung der christlichen Heilslehre. Kritisiert werden die Darstellungen von Homosexualität in diesem Kontext von schwulen und lesbischen Gruppen, aber auch von einigen moderaten christlichen Organisationen. Die Hell Houses und deren Rezeption können als Modell für breitere Probleme verstanden werden, die die Grenzen der Toleranz und die Bedingungen der „Politik des Hasses“ in der US Gesellschaft aufzeigen. Ann Pellegrini, Prof. of Performance Studies and Religious Studies, New York University In Kooperation mit der Reihe Queere Interventionen. Gespräche zu Kulturwissenschaft und Kunst (kuratiert von Susanne Hochreiter, Institut für Germanistik, Uni Wien, und Andrea B. Braidt, Institut für TFM, Uni Wien) Mittwoch, 9. Mai, 19. 00 Das N-Wort ZARA:TALK Wie verlief die Entwicklung vom lateinischen "niger" für "schwarz" zum rassistischen Schimpfwort. Ist das N-Wort nur politisch-korrekter Sprachkodex und sollen nur noch Euphemismen erlaubt sein? Wie wollen Schwarze Menschen überhaupt genannt werden: „Schwarze“? „AfrikanerInnen? „Farbige“? Was ist mit Schwarzen Menschen die sich selbst gegenseitig mit dem N-Wort ansprechen? Ist das N-Wort nur für Weiße tabu? Wie geht die österreichische Öffentlichkeit mit dem N-Wort um? Während in anderen Ländern die Benutzung des N-Wortes politische und andere Karrieren beendet, können in Österreich PolitikerInnen ungeniert und öffentlich die Benutzung propagieren. Araba Evelyn Johnston-Arthur, Sozial- und Kulturwissenschafterin, PAMOJA Hikmet Kayahan, Leiter der Beratungsstelle für Opfer und ZeugInnen von Rassismus ZARA ZARA:TALK ist eine Veranstaltungsreihe von ZARA Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit in Kooperation mit dem Depot. www.zara.or.at Donnerstag, 10. Mai, 19.00 Die Größte aller Zeiten Medienkritik Vor genau einem Monat startete die „größte ORF- Reform aller Zeiten“. Und vor genau einem Jahr begann die Bürgerinitiative SOS ORF im Internet Unterschriften zu sammeln: Für ein höheres Niveau des Programms, die Neustrukturierung der Redaktionen im Bereich der Fernsehinformation und das Ende der politischen Einflussnahme. Die Einschaltquoten waren zwar Thema der Initiative, dafür sind sie umso mehr Zielscheibe der ORF-Reform Kritik. Denn seit dem Reform- Start sinken sie. Ist dafür das Programmniveau gestiegen, die politische Einflussnahme beendet? Harald Fidler, Medienkritiker, der Standard Anneliese Rohrer, Journalistin, Kurier Depot Breitegasse 3 A-1070 Wien Tel: +43 1 522 76 13 www.depot.or.at ============================================== 07 AUFopenhouse Samstag, den 5. Mai 2007 ab 14 Uhr von AUF ============================================== Liebe Frauen! wir laden Euch ein zum Openhouse in der AUF, Kleeblattgasse 7, 1010 Wien am Samstag den 5. Mai 2007 von 14:00 bis 19:00 Uhr · von 17:30 bis 18:30 Lesung Anna Guentcheva und vorher · Reden, diskutieren, debattieren bei Kaffehausatmosphäre · Alle AUF-Hefte sowie feministische Zeitschriften quer durch Europa kennenlernen und darin schmökern · Flohmarkt mit Büchern, Pflanzen, Sonstigem. · Verkauf von AUF-Büchern & Büchern und CD's befreundeter Kleinverlage bzw Autorinnen Anna Guentcheva, aufgewachsen in Sofia, Bulgarien. Studium der Romanistik und Slawistik an der Universität Wien. Autorin - Lyrik (deutsch/bulgarisch), Prosa; Mitglied der IG AutorInnen, Wien. Zahlreiche Publikationen in Anthologien. Artikel für AUF-Eine Frauenzeitschrift (s. Nr. 134 + 135). Mit Flügeln aus Sand. Lyrik. Dt./Bulg. Sisyphus, März 2007 Nächstes Openhouse Samstag den 2. Juni mit Lesung: Judith Gruber-Rizy Openhouse jeden ersten Samstag im Monat von 14:00 bis 19:00 Uhr "Eleganz und Stil sind der Revolution nicht abträglich" (Marietta Schneider) AUF EINE FRAUENZEITSCHRIFT & AUF INFO AUF Edition AUF Kultur Mit einem ABO (Österreich 19 Euro, EU 23 Euro) und/oder EINER Spende kann der AUF das Weiterbestehen ganz erheblich erleichtert werden: Konto AUF-Eine Frauenzeitschrift, Nr.10010 670 522, BLZ 14000 BAWAG, aus dem EU-Ausland: BIC BAWAATWW und IBAN AT69 14000 10010670522. Kontakt: Kleeblattgasse 7, A-1010 Wien; T. 01/5339164, F. 0720/554161 auf at auf-einefrauenzeitschrift.at, www.auf-einefrauenzeitschrift.at ============================================== 08 Pressekonferenz: Anne Frank WebGuide Launch von "Matthias Kopp" ============================================== Einladung zur Pressekonferenz Launch des Anne Frank WebGuide im Beisein von Willi Resetarits: Das Anne Frank Haus hat für sieben europäische Länder den Anne Frank WebGuide entwickelt. SchülerInnen können mit diesem WebGuide selbstständig ein Referat, einen Vortrag, eine Fotogeschichte, eine PowerPoint-Präsentation oder eine Website über Anne Frank und den Zweiten Weltkrieg erstellen. Der Anne Frank WebGuide richtet sich an SchülerInnen der 4. Klassen in Hauptschulen und Gymnasien. Den SchülerInnen steht damit eine einzigartige Quellendatenbank mit Hintergrundtexten, Fotos und audiovisuellem Material über Anne Frank und den Zweiten Weltkrieg zur Verfügung. Die österreichische Version wird am 8. Mai 2007, dem Jahrestag der Kapitulation des Hitlerregimes im Rahmen einer Pressekonferenz mit Willi Resetarits am Ella Lingens Gymnasium in Wien, Floridsdorf offiziell online gehen. Schüler und Schülerinnen werden die Arbeit mit dem WebGuide vorführen. Im Anschluss (ca. 18:00 Uhr) findet eine Podiumsdiskussion zum Thema Gewalt in der Schule statt. Ort: Ella Lingens Gymnasium Gerasdorfer Straße 103, 1210 Wien Datum: 8. Mai 2007, 16:00 Weitere Informationen: Schule: http://www.gerasdorferstrasse.at Anne Frank Haus: http://www.annefrank.at WebGuide: http://www.annefrankguide.net Kontakt: Matthias Kopp, 0699-10430779, m.kopp at annefrank.nl ============================================== 09 Newsletter Mai 07 von "Kulturverein Kanafani" ============================================= Kanafani – Newsletter Mai 2007 Die Türkei steckt (angeblich?) in einer veritablen Staatskrise und die Studierenden wählen in Kürze eine neue Vertretung. Dementsprechend ist unser Mai-Programm ausgefallen. Es freut uns, dass wir überaus kompetente ReferentInnen gewinnen konnten und hoffen auf anregende und lebhafte Diskussionen und darauf, dass ihr trotz Prüfungsstress, Arbeits- überlastung und Schönwetters den Weg zu unseren Veranstaltungen findet. Alles Liebe, eure Kanafanis ---------- 1) MO 14.5.: Diskussion: Das Kopftuch der Frau Gül 2) FR 18.5.: Die "ausländischen" Studierenden & die ÖH 3) SA 19.5.: Kanafani-Frauentanzfest 4) MO 21.5.: Film: Road to Guantanamo 5) MO 28.5.: Film: Grbavica 6) Sense: Bibliothekszeiten ---------- 1) Anlässlich der Krise um die Wahl des türk. Präsidenten DAS KOPFTUCH DER FRAU GÜL Die Türkei zwischen Kemalismus und Islamismus, Nationalismus und Separatismus? Kurzreferate und Diskussion Montag 14. Mai 2007, Einlass 18:00, Beginn 19:15 Die Sense. Das Lokal zum Verein. Sensengasse 5/3, 1090 Wien Es sprechen... CENGIZ GÜNAY (Mitarbeiter des Österreichischen Instituts für Internationale Politik, Korrespondent für den Nachrichtensender CNNTürk) GÜRSEL DÖNMEZ (Vorstand von European Union of Turkish Democrats, Herausgeber der sozialwissenschaftlichen Bilingualen Periodika Euro-Agenda / Avrupa Günlügü) ILKER ATAC (Politikwissenschaftler, Universität Wien) YETKIN BÜLBÜL (Herausgeber der islamischen türkischsprachigen Zeitung Yeni Hareket aus Wien) ... und das Publikum. Moderation: Yunus Mert (Kulturverein Kanafani) Eintritt frei. 2) Anlässlich der ÖH-Wahlen vom 22. bis 24. Mai DIE "AUSLÄNDISCHEN" STUDIERENDEN UND DIE ÖH Kurzreferate und Diskussion Freitag 18. Mai 2007, Einlass 18:00, Beginn 19:15 Die Sense. Das Lokal zum Verein. Sensengasse 5/3, 1090 Wien. Warum brauchen wir die ÖH? Was wird getan, was soll in Zukunft geschehen gegen Rassismus, doppelte Studiengebühren, Arbeitsverbot, fehlendem Zugang zu Stipendien etc? Wie sieht die Gesetzeslage aus, was für Möglichkeiten gibt es? Werden sich die Studienbedingungen in absehbarer Zeit ändern? ... Die Wahlfraktionen der Österreichischen Hochschüler- Innenschaft stellen sich der Diskussion mit migrantischen und autochthonen Studierenden und anderen Interessierten. Es sprechen ... Fanny Rasul - GRAS (Spitzenkandidatin für Grüne & Alternative StudentInnen) Samir Al-Mobayyed - AG (Spitzenkandidat für Aktionsgemeinschaft) Alev Cakir - KSV / KJÖ-S Kandidatin für Kommunistischer StudentInnenverband) sowie VertreterInnen von Verband Sozialistischer StudentInnen Österreich - VSSTOE Liberales StudentInnen Forum - LSF Basisgruppen Eintritt frei. weitere Infos zur Wahl: http://www.oeh.ac.at/wahl07 3) KANAFANI - FRAUENTANZFEST Samstag 19. Mai 2007 von 19:00 bis 24:00 im Barada Robert Hammerling Gasse 1, 1150 Wien (unmittelbar am Westbahnhof) ZUM LETZTEN MAL VOR DER SOMMERPAUSE! Hafla nur für Frauen! Wie immer gibt es traditionelle und moderne Musik aus dem Süden, einen großen Tanzsaal, rauchfreie Zonen, Brettspiele, kostenlose Getränke (kein Alkohol), ein Gratisbuffet und jede Menge Spass. Wer Lust am Mitgestalten hat, oder sonstige Fragen kann uns auch telefonisch erreichen unter 0699/81481699 oder unter frauen at kanafani.at Unkostenbeitrag: 4,- Euro. Sozial benachteiligte Frauen kommen gratis rein. Auf Musikwünsche wird eingegangen. könnt also auch eure eigene Musik mitnehmen. weitere Infos: www.kanafani.at Diesmal mit GRATIS-HIPHOP-WORKSHOP vor dem Fest! Kursleiterin: Beatrix Steiner. 17:00 bis 19:00 im Barada. Anmeldungen unter frauen at kanafani.at. Max. 15 Teilnehmer- innen möglich. Mädchen ab 14 Jahren. Nähere Infos auf Anfrage. Aus organisatorischen Gründen können wir leider keine Kinderbetreuung anbieten. Wir freuen uns auf Euch, eure Kanafani - Frauengruppe Mit freundlicher Unterstützung des Frauenreferates der HochschülerInnenschaft der Universität Wien. 4) Filmabend "ROAD TO GUANTANAMO" UK, 2006, R: Michael Winterbottom, Mat Whitecross Montag 21. Mai 2007, Einlass 18:00, Beginn 19:45 Die Sense. Das Lokal zum Verein. Sensengasse 5/3, 1090 Wien. Das Dokudrama erzählt die Geschichte von den sogenannten „Tipton Drei“; drei jungen Briten, die 2001 von Milizen der Nordallianz in Afghanistan festgenommen wurden und fast drei Jahre in Guantánamo Bay inhaftiert waren, ohne Anklage oder juristische Vertretung... 2004 wurden die „Tipton Drei“ ohne Anklage zu erheben freigelassen. Im Anschluss bietet sich die Gelegenheit zu einer Diskussion. Es gibt wie immer Softdrinks, Tee, Kaffee, Toasts, Kuchen ... Eintritt frei. 5) Filmabend "GRBAVICA - ESMAS GEHEIMNIS" 2006, B/Ö/D, R: Jasmila Zbanic Montag 28. Mai 2007, Einlass 18:00, Beginn 19:45 Die Sense. Das Lokal zum Verein. Sensengasse 5/3, 1090 Wien. Esma lebt mit ihrer 12-jährigen Tochter Sara im Stadtteil Grbavica in Sarajevo. Saras Vater ist im Bosnienkrieg gefallen. Esma arbeitet deshalb als Kellnerin in einem Nachtclub, weil die Unterstützung durch den Staat nicht ausreicht. Um an Saras bevorstehenden Klassenfahrt nicht den vollen Preis bezahlen zu müssen, muss nachgewiesen werden, dass ihr Vater ein Kriegsheld war. Doch Esma kann den Nachweis nicht auftreiben und scheint etwas vor ihrer Tochter zu verbergen... Im Anschluss bietet sich die Gelegenheit zu einer Diskussion. Es gibt wie immer Softdrinks, Tee, Kaffee, Toasts, Kuchen ... Eintritt frei. 6) NEUE BIBLIOTHEKSZEITEN: Jeden Donnerstag in der Zeit von 10:00 bis 13:00 ist die umfangreiche Bibliothek geöffnet. Bücher, Zeitschriften und Filme können ab nun auch entliehen werden. Weitere Infos sowie die Liste aller Titel in Kürze auf unserer Homepage www.kanafani.at Sensengasse 5/3, 1090 Wien ============================================== 10 Veranstaltung BildungsarbeiterInnen von minimol at silverserver.at ============================================== 16. Mai 2007, 20.00 Uhr EKH – subversive Kantine BildungsarbeiterInnen Unter unterschiedlichsten Bedingungen – Werkverträge, freie DienstnehmerInnen, befristete/unbefristete Beschäftigungsverhältnisse, pragmatisiert, für Stundenlöhne zwischen zwischen 9 und 50 €, sozialversichert, selbstversichert, nicht versichert – verkaufen wir unsere Arbeitskraft als BildungsarbeiterInnen. Dabei werden uns unterschiedlichste Qualifikationen abverlangt – PäDaK, Studium, (selbstbezahlte) Qualifizierungskurse, Wartelisten beim Stadtschulrat … Wir unterrichten, koordinieren und disziplinieren dabei unterschiedliche KursteilnehmerInnen bzw. SchülerInnen: Kinder, Jugendliche, Erwachsene, MigrantInnen, BeamtInnen … Was zahlt uns der Arbeitgeber, was müssen wir selbst zahlen? (Unterrichtsmaterialien, ordentliche/außerordentliche, Fortbildungen, Kopien…) Wieviel unbezahlte Arbeit? Supplierstunden? Wartezeiten zwischen Unterrichtseinheiten? Hin und her rennen von einem Ort zum anderen? Wie viel bezahlter Urlaub? Bei der Veranstaltung vergleichen wir die unterschiedlichen Arbeitsbedingungen und stellen sie in ein Verhältnis zu den von uns Unterrichteten und zu den Arbeitskämpfen/Widerständen der letzten Jahre. Die LehrerInnen haben in den letzten Jahren für die meisten der wenigen Streiksekunden gesorgt. Warum? Ist die Bezahlung davon abhängig, wie reich oder arm die KursteilnehmerInnen sind? Sind die TrainerInnen-Jobs das Vorbild dafür, welche Arbeitsbedingungen im Unterrichtssystem durchgesetzt werden sollen? ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ============================================== 11 Abschied von Julius Mende von promedia at mediashop.at ============================================== Der Promedia Verlag trauert um Julius Mende (1944 - 2007). Er hat seinem Leben am 17. April ein Ende gesetzt. Am Donnerstag, den 3. Mai um 15 Uhr findet in der Feuerhalle am Wiener Zentralfriedhof seine Einäscherung statt. Im Frühjahr dieses Jahres ist sein letztes Buch "Die sexuelle Welle. Zwischen Sinnlichkeit und Vermarktung" im Promedia Verlag erschienen. In Form von Texten und Bildern wollte und sollte er eine persönlich gehaltene Kulturgeschichte der vergangenen 40 Jahre seit 1968 schreiben und malen. Geworden ist daraus nun auch ein Vermächtnis. Während der Buchpräsentationen in Leipzig und Wien hat Julius Mende gesundheitlich bereits stark gelitten, die ZuhörerInnen und ZuseherInnen dies jedoch nicht spüren lassen. Seine Konsequenz und Radikalität wird uns fehlen. Er wird uns fehlen. Im Gedanken sind wir bei seiner Familie, seinen Freunden und politischen Mitstreitern. Hannes Hofbauer, für den Verlag ============================================== 12 [SOSMM - Info] Platter, Noment#7, Schubhaft-Kunst von "Philipp Sonderegger" ============================================== *** Fremdenrecht JETZT ändern! *** Noment#7 *** Schubhaft Kunstkarten *** Dienstleistungs-Kampagne ÖGB *** FREMDENRECHT jetzt ÄNDERN! Für Innenminister Günther Platter hat sich das Fremdenrecht bewährt. Die Härtefälle, über die wir täglich in den Zeitungen lesen, will er durch Abschiebungen lösen. Wir wollen dem eine verantwortungsvolle und vernünftige Vorgehensweise entgegen setzen. Mit einem Inserat in einer österreichischen Tageszeitung werden wir an die Bundesregierung appellieren, das Fremdenrechtsgesetz JETZT zu ändern. >> http://www.sosmitmensch.at/stories/1500/ *** NOMENT #7 Ausgrenzende Arbeitsgesetze, Diskriminierung im Bildungsbereich, Islamophobie, Schubhaft für Flüchtlinge, usw. Anlass für uns, in der 7ten Ausgabe unserer Menschenrechtgazette Noment zu fragen, auf welche Weise gesellschaftlichen und nationalstaatlichen Ausschlüssen von MigrantInnen denn überhaupt etwas entgegengesetzt wird. Wo findet Antirassismus in diesem Land statt? >> http://www.sosmitmensch.at/stories/1501/ *** FÜNF KUNSTKARTEN GEGEN SCHUBHAFT Fünf KünstlerInnen(Paare) haben sich auf Einladung von Kurator Walter Seidl für SOS Mitmensch mit Schubhaft auseinandergesetzt. Mit dabei: Helmut & Johanna Kandl, Tanja Ostojiæ& David Rych, Kamen Stoyanov, Oliver Ressler und Petra Gerschner. Das Ergebnis ist eine Reihe von 5 Kunstkarten, die am Sonntag, den 13. Mai 2007 ab 20 Uhr im Wiener Fluc präsentiert wird. Am 14. Mai liegen die Kunstkarten dann dem Nachrichtenmagazin profil bei. >> http://www.keinegitterfuerfluechtlinge.at *** ÖFFENTLICHE DIENSTLEISTUNGEN Einen Schutz sozialer Dienstleistungen soll die EU-Kommission auf den Weg bringen. Das will die europaweite Petition "Hochwertige Öffentliche Dienstleistungen für alle", die in Österreich vom ÖGB getragen wird. Die Erhaltung von Arbeitsplätzen und der erschwingliche Zugang zu Dienstleistungen - wie zum Beispiel zur Wasserversorgung, zu Gesundheits- und sozialen Dienstleistungen - für alle BürgerInnen müssten Vorrang vor reinen Profitinteressen haben, heißt es. >> http://www.oegb.at ============================================== 13 Warmherziger Blick auf die Not von Dietmar Köhler ============================================== Mit seinem unausgegorenen Sager ("Die Armen sind in einem hohen Maße selber schuld an ihrer Lage") tritt Conrad Seidl (DER STANDARD v. 2.5.07) nibelungentreu in die Fußstapfen - oder sind es Fettnäpchen? - von Innenminister Günther Platter, der den Asylwerber/innen die Schuld an den langen Asylverfahren zuschob. Und natürlich bleibt bei der intensiven Suche nach Sündenböcken ("..Fehlentscheidungen ihrer Eltern..") jegliche Reflexion auf die Menschenrechtskonventionen dem Blick des rechtskonservativen Predigers ("..Zugewanderte..und minder Qualifizierte für den Arbeitsmarkt fit machen - ..") verborgen. Garniert wird das ganze mit einem Schuss an paternalistischer Arroganz ("..diesen als schwierig geltenden Gruppen eine zweite Chance gegeben wird."). Altbekanntes ("..Armut ist erblich..") und falsche Informationen ("Ein Weg ist mit der sozialen Mindestsicherung schon vorgegeben.") erinnern an den alten Spruch: "Schuster bleib bei deinem Leisten." Auf Conrad Seidl bezogen: Bleiben Sie in der Brauerei-Branche! Da kennen Sie sich hervorragend aus. Entsetzt Dietmar KÖHLER Initiativgruppe ARBEITSLOSIGKEIT ============================================== 14 Homosexuelle: VP-Fuhrmann für Standesamt von "Rechtskomitee LAMBDA (RKL)" ============================================== Gleichgeschlechtliche Partnerschaften VP-Fuhrmann für Standesamt Rechtskomitee LAMBDA: 'Erfreuliche Bewegung' Die Obfrau der Jungen ÖVP und VP-Nationalratsabgeordnete, Silvia Fuhrmann, sprach sich vergangenen Montag im Gespräch mit einer Delegation des Rechtskomitees LAMBDA (RKL) dafür aus, dass gleichgeschlechtliche Paare ihre Partnerschaft am Standesamt eintragen können, mit gleichen Rechten und Pflichten wie Ehepaare. Die vom Minister zu einem ausführlichen persönlichen Gespräch empfangenen VertreterInnen des RKL unterstrichen die Forderung nach Öffnung der Zivilehe und betonten, dass - wenn schon das Eheverbot vorläufig noch nicht aufgehoben wird - gleichgeschlechtliche Paare mit einer eingetragenen Partnerschaft zumindest Zugang zu allen Rechten und Pflichten der Ehe haben müssen. Grundvoraussetzung sei jedenfalls, dass gleichgeschlechtliche Partnerschaften am selben Ort geschlossen werden wie verschiedengeschlechtliche, also am Standesamt. Fuhrmann zeigte sich erfrischend offen und aufgeschlossen. Sie erklärte, dass sie für die Forderung nach Aufhebung des Eheverbots und völliger rechtlicher Gleichstellung Verständnis habe und diese Forderung akzeptieren könne. Deren Umsetzung sei aber derzeit noch nicht realistisch, weshalb sie sich für eine eingetragene Partnerschaft einsetzt. Sie trete dabei dafür ein, dass die Partnerschaften am Standesamt geschlossen werden und mit den gleichen Rechten und Pflichten ausgestattet sind wie die Ehe. Dafür setze sie sich auch innerhalb der ÖVP ein. Lediglich in einem Punkt soll sich nach Ansicht Fuhrmanns das homosexuelle Spiegelbild zur heterosexuellen Ehe unterscheiden: eine Fremdkindadoption könne sie sich nicht vorstellen. Die Adoption von Kindern, die bereits in Regenbogenfamilien leben und aufwachsen (Stiefkindadoption) solle jedoch ermöglicht werden. 'Wir sind von der Offenheit der Abgeordneten Fuhrmann sehr angetan und äusserst erfreut darüber, dass sie für das Standesamt und gleiche Rechte und Pflichten eintritt', sagt der Wiener Rechtsanwalt und Präsident des RKL, Dr. Helmut Graupner, 'Wir hoffen, dass damit eine Entwicklung angestossen wird, an deren Ende eine ÖVP steht, die wirklich Volkspartei ist, auch die Grund- und Menschenrechte gleichgeschlechtlich l(i)ebender Frauen und Männer achtet und für diese wieder wählbar wird'. Das 1991 gegründete Rechtskomitee LAMBDA (RKL) arbeitet überparteilich und überkonfessionell für die umfassende Verwirklichung der Menschen- und Bürgerrechte gleichgeschlechtlich l(i)ebender Frauen und Männer. In seinem Kuratorium vereinigt es so prominente Mitglieder wie Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer, NRPräs. Mag. Barbara Prammer, die vormalige Justizministerin Mag. Karin Gastinger, Präs. NRAbg.a.D. Peter Schieder, NRAbg. Mag. Terezija Stoisits, den Generaldirektor für öffentliche Sicherheit Dr. Erik Buxbaum, die Präsidentin der Vereinigung der österreichischen Richterinnen und Richter Dr. Barbara Helige, die Vizepräsidentin der Rechtsanwaltskammer Wien Dr. Elisabeth Rech, den Vorstandsvorsitzenden der D.A.S.-Rechtsschutzversicherung Dr. Franz Kronsteiner, den Präsidenten des Weissen Rings Dr. Udo Jesionek, den Generalsekretär von Amnesty International Österreich Mag. Heinz Patzelt und die bekannten Menschenrechtsexperten Dr. Lilian Hofmeister und Univ.-Prof. Dr. Manfr ed Nowak, die Verfassungsexperten Univ.-Prof. Dr. Christian Brünner, Univ-Prof. Dr. Bernd-Christian Funk, Univ.-Prof. Dr. Heinz Mayer und Univ.-Prof. Dr. Ewald Wiederin, den renommierten Kinder- und Jugendpsychiater Univ.-Prof. Dr. Max Friedrich und die Kinder- und JugendanwältInnen von Wien DSA Monika Pinterits und Dr. Anton Schmid, die Sexualwissenschafter Univ.-Prof. Dr. Josef Christian Aigner, Prof. Dr. Rotraud Perner und Mag. Johannes Wahala, den Theologen Univ.-Prof. Dr. Kurt Lüthi, Life-Ball-Organisator Gery Keszler, Entertainer Günter Tolar u.v.a.m. Das 15jährige Bestehen des Rechtskomitees LAMBDA (RKL) wurde am 2. Oktober 2006 mit einem historischen Festakt im Nationalratssitzungssaal des Parlaments in Wien gefeiert. Dieser weltweit ersten Ehrung einer homosexuellen Bürgerrechtsorganisation in einem nationalen Parlament wohnten unter den über 500 TeilnehmerInnen auch höchste RepräsentantInnen aus Justiz, Verwaltung und Politik bei. Rückfragehinweis: 0676/3094737; 01/8766112, office at RKLambda.at, www.RKLambda.at ============================================== 15 aktivierungsmail onlinepetition www.dahamisdaham.at von Nikolaus kunrath ============================================== Österreich braucht ein menschenwürdiges Bleiberecht. Die unmenschliche Praxis des Fremdenrechts muss ein Ende haben! Ich bitte Sie daher um Ihre Unterstützung der parlamentarischen Initiative der Grünen für das Bleiberecht.“/ Univ.-Prof. Dr. Alexander Van der Bellen *Bleiberecht jetzt!* Menschen leben und arbeiten in Österreich, Kinder wachsen hier auf, besuchen die Schule. Sie sind NachbarInnen, ArbeitskollegInnen, Freunde. Und dennoch: Ihre Familien werden auseinander gerissen, Kinder und Jugendliche werden rücksichtslos abgeschoben. Menschen, die schon jahrelang vollständig integriert in Österreich leben, sind mit einem Mal von Abschiebung bedroht! Sei es durch Versäumnis einer gesetzlichen Frist, Ungerechtigkeiten im Gesetz oder durch überlange und zermürbende Asylverfahren, die teils bereits über 15 Jahre andauern. Diese Situation ist untragbar! Unterstützen Sie die parlamentarische Initiative der Grünen für ein Bleiberecht. Weg mit der unmenschlichen Praxis des vorhandenen Fremdenrechtspakets! Menschen, die bereits seit mindestens fünf Jahren in Österreich leben und integriert sind, sollen auch eine Chance erhalten, in Österreich zu bleiben. *Wie Sie die Initiative der Grünen für ein Bleiberecht unterstützen können:* * Unterschreiben Sie online auf der Website: www.dahamisdaham.at * Schicken Sie diese E-Mail an Ihre FreundInnen, Bekannte, Verteilerlisten und ersuchen Sie um Unterstützung. * Drucken Sie die Unterschriftenliste auf www.dahamisdaham.at aus und sammeln Sie Unterschriften in Ihrem persönlichen Umfeld. (Oder fordern Sie ausgedruckte Unterschriftenlisten im Bundesbüro der Grünen an). Schicken Sie die Unterschriften an die folgende Adresse: DIE GRÜNEN, Bundesbüro, Lindengasse 40, 1071 Wien (oder per Fax: 01-526 91 10) * Verlinken Sie die Seite www.dahamisdaham.at mit Ihrer Website. Ein Banner steht unter www.gruene.at/dahamisdaham/downloads/ zum Download bereit: Dr. Alexander Van der Bellen und DIE GRÜNEN bedanken sich für Ihre Mithilfe, das vorhandene Fremdenrechtspaket menschlicher zu gestalten. - nikolaus kunrath Grüner Klub im Rathaus A 1082 Wien Tel: +43 1 4000 81 800 Fax: +43 1 4000 99 81 811 mobil: +43 664 5000 799 ============================================== 16 HOSI Wien führt Gespräche mit Staatssekretärin Christine Marek und im Frauenministerium von Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien ============================================== Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 2. Mai 2007 HOSI Wien führt Gespräche mit Staatssekretärin Christine Marek und im Frauenministerium Die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien hat heute ihre seit der Angelobung der neuen Regierung im Jänner intensiv forcierte PolitikerInnen-Besuchstour mit gleich zwei Gesprächsterminen fortgesetzt. "Am Vormittag trafen wir mit einer Mitarbeiterin von Frauenministerin Doris Bures zusammen, am Nachmittag mit Christine Marek, Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit und zugleich Leiterin des Arbeitskreises 'Frauen' der ÖVP-internen Perspektivengruppe", berichtet HOSI-Wien-Obmann Christian Högl. ÖVP-interne Diskussion wird ernsthaft geführt "Beim Gespräch mit Staatssekretärin Marek ging es in erster Linie um die Eingetragene PartnerInnenschaft für gleichgeschlechtliche Paare, wobei wir unsere diesbezüglichen Forderungen und Vorstellungen präsentierten und noch einmal unsere kategorische Ablehnung der Notariatslösung deponierten, die einige ÖVP-PolitikerInnen vorgeschlagen haben", berichtet HOSI-Wien-Schriftführerin Bettina Nemeth. "Marek steht unseren Forderungen zwar äußerst aufgeschlossen gegenüber und unterstützt diese auch persönlich, betonte aber, dass der Diskussionsprozess innerhalb der ÖVP noch voll im Gang sei und daher noch keine konkreten Ergebnisse vorlägen. Diese seien erst im Herbst zu erwarten. Auf unsere angesichts der vielen negativen bzw. gegensätzlichen Wortmeldungen aus der ÖVP geäußerte Befürchtung, es handle sich um eine Scheindiskussion, versicherte uns Marek, dass die Partei die Sache ernsthaft diskutieren würde – in dieser Hinsicht könnten wir unbesorgt sein. " Gleicher Schutz vor Diskriminierung "Ein Anliegen, das sowohl in die Ressorts von Bures und Marek fällt, ist das Gleichbehandlungsrecht", ergänzt Christian Högl. "Hier drängen wir auf weitere Verbesserungen, denn ein Schutz vor Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung besteht heute nur in der Arbeitswelt, nicht aber in anderen Bereichen wie etwa beim Zugang zu Waren und Dienstleistungen, wo ein gesetzlicher Diskriminierungsschutz nur aufgrund der ethnischen Zugehörigkeit oder einer Behinderung besteht. Da bis zum 21. Dezember 2007 die EU-Richtlinie 2004/113/EG 'zur Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichbehandlung von Männern und Frauen beim Zugang zu und bei der Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen' in nationales Recht umgesetzt werden muss, böte sich heuer die Gelegenheit, diese Hierarchie und Diskriminierung beim Schutz vor Diskriminierung zu beseitigen." Lächerlich niedrige Publizistikförderung "Gegenüber der Mitarbeiter von Ministerin Bures, die auch für Medien zuständig ist, kritisierten wir auch die geringe Höhe der Publizistikförderung", berichtet Gudrun Hauer, Chefredakteurin der HOSI-Wien-Zeitschrift "LAMBDA-Nachrichten", die seit 1986 diese Förderung bekommt. "Allerdings hat sich die zuerkannte Höhe der Förderung in den letzten Jahren mehr als halbiert und liegt bei beschämenden * 3.300,–, was wir wirklich als reinen Hohn empfinden. Wir fordern daher eine deutliche Erhöhung der Förderung sowie auch Änderungen bei der Vergabepraxis." HINWEIS: Hintergrunddokumente zum Download auf: www.hosiwien.at/?p=692. Rückfragehinweis: Christian Högl, Obmann: Tel. 0699-11811038 Bettina Nemeth, Schriftführerin: Tel. 0699-11965265 Kurt Krickler, Generalsekretär: Tel. (01) 5451310 oder 0664-5767466 office at hosiwien.at, www.hosiwien.at ZVR-Nr.: 524 534 408 ============================================== 17 Zwischen Teheran und Washington von WADI Austria ============================================== Quelle: Wiener Zeitung, Mittwoch, 02. Mai 2007 http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=4445&Alias=wzo&cob=282224 Gastkommentar von Thomas Schmidinger Zwischen Teheran und Washington Dass Geschäft nichts mit Moral zu tun hat, sondern eben nach den Regeln des Marktes funktioniert, ist kein Spezifikum der OMV. So funktioniert eben der Kapitalismus. Wer das nicht will, sollte gegen dieses Wirtschaftssystem sein. Da sich hierzulande jedoch die Antikapitalisten an einer Hand abzählen lassen, funktionieren eben auch österreichische Unternehmen nach den Regeln des Marktes. Die OMV hat schon unmoralischere Geschäftsbeziehungen unterhalten als das jüngste Iran-Geschäft. Schließlich werden dadurch keine Menschen vertrieben oder massakriert, wie dies vor einigen Jahren im Sudan der Fall war, als sich die OMV erst nach massivem Druck einer kritischen Öffentlichkeit aus dem Sudan-Geschäft zurückgezogen hatte. Sollte die OMV den Vorschlag Ulrike Lunaceks aufgreifen und auch noch Inserate in regierungskritischen Zeitungen schalten – die es im Iran sehr wohl gibt – könnte man dem Iran-Geschäft der OMV sogar fast etwas Gutes abgewinnen. Der Iran ist keine monolithische Gesellschaft, sondern verfügt trotz aller Repression gegen Oppositionelle über eine gebildete Bevölkerung, die in ihrer großen Mehrheit an einer Öffnung des Landes interessiert ist. Wenn Sanktionen gegen das Regime nicht genauso sinnlos und letztlich destruktiv wirken sollen, wie wir es von den Sanktionen gegen Kuba oder den Irak kennen, dann sollte sich Europa und die USA ein Sanktionsregime überlegen, das die iranische Gesellschaft nicht isoliert, sondern im Gegenteil eine Öffnung des Landes für jene Kräfte ermöglicht, die für eine Demokratisierung eintreten. Es gibt an iranischen Universitäten tausende Studierende, die an Austauschprogrammen mit europäischen Universitäten interessiert sind. In Teheran, Isfahan, Shiraz oder Mahabad findet sich ein kulturell interessiertes Publikum, das an europäischer Kultur interessiert ist. Es gibt iranische Kulturschaffende, die nur auf einen verstärkten Austausch mit dem Ausland warten. Wer einmal im Iran mit Jugendlichen gesprochen hat – und der Iran ist ein junges Land, in dem mehr als die Hälfte der Bevölkerung die islamische Revolution nur noch vom Hörensagen kennt –, entdeckt einen Hunger nach Austausch mit demokratischen Gesellschaften. Diesen zu unterstützen, ohne dabei das Regime zu verharmlosen, wäre das Kunststück, das eine sinnvolle und realistische Iran-Politik betreiben müsste. Bedenken der US-Regierung sollten dabei berücksichtigt werden, sich durch den "Iran Sanctions Act" erpressen zu lassen, wäre aber genauso fatal wie das jüngste Schließen von Konten kubanischer Staatsbürger durch die Bawag. Denn wer ganze Bevölkerungen für ihre Regierungen in Geiselhaft nimmt, braucht sich nicht zu wundern, wenn er diese in die Arme ihrer Regierungen treibt, statt demokratische Veränderungen zu unterstützen. Thomas Schmidinger ist Lehrbeauftragter am Institut für Politikwissenschaft der Uni Wien und Vorstandsmitglied des österreichisch-irakischen Freundschaftsvereins Iraquna. ------------------- Wein doch nicht http://www.jungle-world.com/seiten/2007/18/9858.php Mit einer neuen Repressionswelle versucht das Regime im Iran, die strengen Kleidungsvorschriften für Frauen durchzusetzen, doch auch die sozialen Probleme des Landes sorgen zunehmend für Unruhe. von thomas schmidinger (text und fotos) Heute müssen wir Picknick machen. Auch wenn es regnet oder schneit«, meint Ali mit einem Lächeln auf den Lippen. Am Ende der Ferien zum persischen Neujahrsfest Noruz sind zahlreiche Iraner auf den Beinen, um im Wald, auf begrünten Streifen zwischen Autobahnen oder in Parkanlagen ein Picknick zu veranstalten. Dabei treffen sich Großfamilien, Freundinnen und Kollegen zum Essen, Plaudern, Fußballspielen oder auch Trinken. Das ist zwar für Muslime verboten, erhältlich sind Alkoholika aller Art trotzdem im ganzen Land. Bereits der portugiesische Reisende António Teneiro, der von 1523 bis 1529 in den ersten Jahren der Herrschaft der Safawiden den Iran bereist hatte, berichtete, dass die Armenier »den Wein unter der Hand an die Mauren verkaufen«. Auch heute noch spielt die größte christliche Minderheit des Landes in diesem Gewerbe eine wichtige Rolle. Da sie als Christen legal zum Eigenverbrauch Wein erzeugen und mit ihm handeln dürfen, fällt es weniger auf, wenn auch einmal an Muslime verkauft wird. Andere Alkoholika kommen mit kurdischen Schmugglern aus dem Nordirak und der Türkei ins Land. Werden die Pasdaran, die Revolutionswächter, ausreichend bestochen, können so dann und wann im privaten Rahmen auch schon mal berauschende Feste gefeiert werden. 28 Jahre nach der so genannten islamischen Revolution haben viele Iraner einen Modus vivendi mit den Moralvorstellungen des Regimes gefunden, der allerdings immer neu ausgelotet werden muss. Shirin, Leila und Ashti sind diese Versteckspiele trotzdem langsam leid: »Klar feiern wir Partys und haben auch unsere boyfriends, aber das ist mit ständigem Stress verbunden«, beklagen sich die drei Studentinnen, die an der Universität in Isfahan studieren. Ihr Traum wäre es, nach Europa oder in die USA zu reisen. »Dort gibt es Freiheit«, sagen sie. Aus unterschiedlichen Teilen des Landes kommend, wohnen sie zu dritt in einer WG. Nur in den Ferien fährt Leila zu ihrer Familie nach Ahvaz, Ashti in die kurdischen Gebiete des Iran und Shirin nach Shiraz. Während Leila mit ihrer Familie zu Hause Arabisch redet und Ashtis Muttersprache Kurdisch ist, spricht Shirin mit ihrer Familie, die den Qasqai-Nomaden angehört, einen türkischen Dialekt. In der WG ist jedoch Persisch die gemeinsame Sprache. Die persische Sprache und Kultur wird im Iran ganz selbstverständlich auch von den Minderheiten benutzt und geachtet, ohne dies als Widerspruch zur eigenen Regionalsprache und Kultur zu verstehen. Während nur etwa die Hälfte der Iraner Persisch als Erstsprache sprechen, wird sie als Amts- und Kultursprache auch von Aseris, Kurden, Balutschen, Lori, Qashqai, Talysh, Gilani und Mazandarani-sprachigen Iranern benutzt. Regionalistisch und ethnisch definierte Oppositionsgruppen forderten deshalb auch bislang nie die Sezession, sondern konzentrieren sich auf Forderungen nach demokratischen Rechten und einer gewissen Autonomie. Zu den Gräbern der klassischen persischen Dichter Hafes und Saadi in Shiraz pilgern auch jene, die eine andere Muttersprache sprechen, sich aber als der iranischen Kultur zugehörig verstehen. Auf dem viel besuchten Sarkophag von Hafes ist eines seiner schönsten Gedichte zu lesen: Wenn du zu meinem Grabe Deine Schritte lenkst Bring Wein und Laute mit Damit ich zu deiner Spielmannsweise Tanzend mich erhebe Dieser Wunsch des Dichters kann heute nicht mehr so leicht erfüllt werden. In der Öffentlichkeit würde es hier niemand wagen, Wein zu trinken. Und öffentliches Musizieren ist nur Männern gestattet. Weibliche Sängerinnen dürfen, seit die Mullahs die Macht ergriffen haben, nur noch vor Frauen auftreten. So stammt denn auch ein großer Teil der Musik, die im Iran gehört wird, aus dem Exil. Los Angeles mit seinen exiliranischen Fernsehkanälen ist der Ort, wo heute weltweit die meiste iranische Musik produziert wird. Die Lieder aus dem Exil kommen nicht nur über die Satellitenprogramme, sondern auch als Cassetten und CDs sowie über das Internet ins Land. Hussein, ein junger Techniker aus Shiraz, zählt zu den regelmäßigen Konsumenten der iranischen L.A.-Kulturindustrie: »Die Musik von dort ist einfach besser. Wir alle hier hören sie.« Werden die Satellitenanlagen, mit denen die Exilsender empfangen werden können, beschlagnahmt, sind sie schnell durch neue ersetzt: »So schnell kommt die Regierung gar nicht nach.« Auch Hussein träumt vom Westen: »Ich würde schon lieber in den USA oder in Europa leben. Hier ist es schwierig, einen Arbeitsplatz zu bekommen.« Für viele junge Iraner sind die ökonomischen Probleme des Landes und die damit verbundenen Schwierigkeiten bei der Jobsuche das größere Problem als die immer strenger überwachten Kleidungsvorschriften oder das Alkoholverbot des Regimes. Das rapide Bevölkerungswachstum zehrt das ökonomische Wachstum regelmäßig auf. Dagegen hilft auch nicht das relativ hohe Bildungsniveau. Die gut ausgebildeten Akademikerinnen und Akademiker finden oft nur als Taxifahrer oder Hotelbedienstete e! ine Anstellung. So etwa auch Fatime und Mahube, die an der Rezeption eines Hotels in Khoramabad, der Hauptstadt der Provinz Luristan, arbeiten. Fatime hat ein Studium der Agrarwissenschaften abgeschlossen und auch Mahube ist eine überdurchschnittlich gebildete Frau mit Fremdsprachenkenntnissen. Die Versuche der beiden, mir einige Wörter Lori oder Laki, der beiden Regionalsprachen der Gegend, beizubringen, scheitern kläglich. Fatime kann jedoch genau über lokale Pflanzen und Anbaumethoden Auskunft geben. Statt als Agrarwissenschaftlerin zu arbeiten, nimmt sie jedoch nun die Zahlungen der Hotelgäste entgegen. Dass die beiden überhaupt eine feste Anstellung haben, ist fast schon ein Privileg. Auch Dariush kann von Glück reden, dass er noch arbeiten kann. Der ehemalige Offizier der iranischen Armee, der bereits unter dem Schah gedient hat und bis heute ein eingefleischter Monarchist geblieben ist, muss zur Aufbesserung seiner Pension Taxi fahren. Seine Rente von umgerechnet 250 Euro überweist er direkt an seine Tochter, die an der Universität studiert. Die Regierung hasst er: »Die Mullahs haben uns nur terrorisiert!« Mit dem Verweis auf die angeblich »arabische Abstammung« der Mullahs mit dem schwarzen Turban will er erklären, dass die »echten Perser« ganz anders seien. Die Perser, sagt er, seien wie die Deutschen »Arier« und keine »Semiten« wie »diese Araber«. Sollten die USA jedoch den Iran angreifen, würde er trotzdem erneut sein Land verteidigen: »Dann stehen wir alle zusammen, auch wenn wir die Regierung hassen.« Im Gegensatz zum Westen spielt das iranische Atomprogramm hier kaum eine Rolle in den Gesprächen der Iraner. Zwar wird weit offener über Politik diskutiert als etwa in Syrien oder Ägypten, doch dass die USA die »friedliche Nutzung der Kernenergie« verhindern wollen, kritisieren selbst die Oppositionellen der kommunistischen Tudeh-Partei. Auch die Tudeh spricht vom »Recht auf die friedliche Nutzung der Kernenergie« und wendet sich gegen Sanktionen gegen den Iran. In den politischen Gesprächen auf der Straße oder in den Teehäusern klingt zwar manchmal die angstvolle Frage nach einem Krieg an, das Hauptthema stellen jedoch eher die sozialen und ökonomischen Probleme des Landes dar. In der kurdisch geprägten Stadt Mahabad warten die Tagelöhner direkt im Stadtzentrum auf Arbeit. In vielen Städten müssen alleinstehende Frauen, die über keine familiäre Unterstützung verfügen, betteln gehen. Im Südosten des Landes leben ganze Clans vom Schmuggel, nicht zuletzt von Heroin aus Afghanistan. Das meiste davon landet irgendwann auf dem europäischen Markt. Immer mehr wird jedoch auch von iranischen Jugendlichen konsumiert. Öffentlich als Problem geleugnet, wurde der Konsum lange polizeilich bekämpft; Anfang April wurde erstmals ein großes Rehabilitationsprogramm für Süchtige angekündigt. So sind es angesichts der sozialen Probleme des Landes denn auch die sozialen Unruhen, die zum größten Problem für die iranische Regierung werden könnten. Dieselben Bevölkerungsschichten aus den Arbeiterbezirken Südteherans, die 1979 die Träger der islamischen Revolution waren und die die Wahl Mahmoud Ahmadinejads 2005 zum Präsidenten ermöglichten, sind heute sehr unzufrieden mit der Regierung. In einem Cayhane, einem Teehaus in Rey, einem Stadtteil, der als einer der konservativsten Teherans bekannt ist, treffe ich einen ehemaligen Wähler Ahmadinejads. »Ja, ich habe ihn gewählt«, erklärt mir der junge Mann, »aber er hat meine Erwartungen überhaupt nicht erfüllt. Er ist wie alle und braucht uns Arme nur, bis er gewählt ist.« Tatsächlich hatten die Anhänger Ahmadinejads bei den letzten Kommunalwahlen im Dezember 2006 eine deutliche Abfuhr erhalten. Umso nervöser reagiert die Regierung auf soziale Proteste und gewerkschaftliche Organisierung. Als nach der Verhaftung des Gewerkschaftsführers Mansour Ossanlu die Busfahrer von Teheran in den Streik traten, wurden Ende Januar über 500 Arbeitnehmer festgenommen. Am 14. März inhaftierte die Polizei bei Protesten für Lohnerhöhungen über 1 000 Lehrerinnen und Lehrer. Am 12. April wurde ein Arbeiter beim Autohersteller »Iran Khodro« verhaftet, weil er öffentlich die Forderungen der Zeitarbeiter im Werk unterstützte. Die islamischen Kleidungsvorschriften, die derzeit mit einer scharfen Repressionswelle durchgesetzt werden sollen, bei der in der vorigen Woche tausende Frauen von Sittenwächterinnen vorübergehend festgenommen und verwarnt wurden, führen im Iran zunehmend zu Protesten. Dennoch sind sie nur eines von vielen Feldern der politischen Auseinandersetzung. Die auf den ersten Blick weniger sichtbaren sozialen Probleme könnten dem Regime langfristig gefährlicher werden. »Die Revolution ist 1979 von den Armen getragen worden«, erklärt Ali, während er mir etwas vom frisch gegrillten Kebab anbietet. »Auch jetzt wird eine wirkliche politische Veränderung nicht von den Oberschichten kommen, sondern von jenen, denen es immer noch schlecht geht.« Lediglich beim Picknicken sind sich Arme und Reiche einig. Quelle: Jungle World Nr. 18, 2. Mai 2007 -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit WADI-Austria e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Neues Spendenkonto in Österreich: Knt. Nr.: 6.955.355 BLZ: 32.000 Raiffeisen Landesbank NÖ IBAN AT4432 0000 0006 955355 BIC (SWIFT) RLNWATWW Im Februar 2007 erschien die dritte Print-Ausgabe von: WADI-News, Schwerpunkt: Weibliche Genitalverstümmelung Wird kostenlos per Post zugeschickt, schicken Sie uns Ihre Adresse! Online zu lesen unter: http://www.wadinet.at/Media/wadinews.php ============================================== 18 KPÖ/ATX-Unternehmen/Übernahme/Privatisierung von KPÖ-Information info at kpoe.at ============================================== KPÖ-Pressedienst – Drechslergasse 42, 1140 Wien – Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 – Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail info at kpoe.at – Web www.kpoe.at - Ausgabe vom 3. Mai 2007 Namhafte ATX-Unternehmen auf dem Speisezettel internationaler Hedge-Fonds Immer raschere Abfolge von Kauf und Verkauf auf Kosten von Beschäftigten und Volkswirtschaft „Die Kassandrarufe vor einem drohenden Ausverkauf namhafter Unternehmen an ausländische Investoren sind vor dem Hintergrund einer hemmungslosen Privatisierungspolitik in den letzten zwanzig Jahren zu sehen“, meint KPÖ-Wirtschaftssprecher Michael Graber. Die KPÖ bekräftigt in diesem Zusammenhang neuerlich die strikte Ablehnung einer Privatisierung der E-Wirtschaft, der ÖBB sowie der kommunalen Grundversorgung. Laut Aussagen von Finanzexperten von UniCredit CA-IB und RCB stehen an der Wiener Börse notierte Unternehmen wie Wienerberger, RHI, Telekom Austria, Zumtobel, Erste Bank, SykEurope, Andritz, Poltex und Bwin auf dem Speisezettel dieverser Hedgefonds. Nach diesen Finanzexperten müssen alle Unternehmen, deren Streubesitz größer als 50 Prozent ist, jederzeit damit rechnen im Handstreich von einem großen Investmentfonds übernommen zu werden. Jeder dieser Fonds kann die Übernahme österreichischer Firmen aus der Portokasse finanzieren, schließlich verwalten internationalen Beteiligungsgesellschaften satte 2.100 Milliarden Dollar. Die in den letzten Jahren erfolgte Expansion der ATX-Unternehmen in Osteuropa – deren Nutznießer nicht die Beschäftigten und die Allgemeinheit, sondern nur die AktionärInnen waren – kann sich somit recht schnell als Bumerang erweisen, indem diese selbst geschluckt werden. „Damit zeigt sich einmal mehr, dass nur öffentliches Eigentum verbunden mit einer entsprechenden Politik ein Schutz dagegen ist, dass Unternehmen in immer rascherer Abfolge ge- und verkauft werden“, meint Graber und verweist auf die Entwicklungen bei VA Tech oder Böhler-Uddeholm. Die Kritik der KPÖ an der Privatisierung von heute börsennotierten Unternehmen wie Wienerberger (früher im Eigentum der staatlichen Creditanstalt), Telekom (früher gemeinsam mit der Post in Staatseigentum), Erste Bank (früher Teil des gemeinwirtschaftlichen Sparkassensektors) mit allen negativen Auswirkungen wird damit eindrucksvoll bestätigt. Entgegen allen Propagandameldungen sind die Nutznießer solcher Transaktionen nicht die Beschäftigten und auch nicht die Volkswirtschaft, sondern stets nur eine eine kleine Gruppe von AktionärInnen: „Hohe Dividenden und satte Kursgewinne durch Börsenspekulationen gehen letztlich auch immer auf Kosten der Realwirtschaft, zu spüren bekommen dies die Beschäftigten durch verstärkten Leistungsdruck sowie Lohn- und Sozialdumping“ stellt Graber fest. Im Zusammenhang mit der drohenden Übernahmewelle steht auch die politische Verantwortung der verschiedenen Regierungen auf dem Prüfstand: „Unabhängig ob rotschwarz oder schwarzblau/orange regiert wurde, war es stets Konsens der jeweiligen Parteien den öffentlichen Sektor zu zerschlagen und damit für das Privatkapital zu öffnen“, kritisiert Graber. Der frühere Verstaatlichtenminister Rudolf Streicher brachte diese Politik mit dem Ausspruch „Unser Katechismus ist das Aktienrecht“ auf den Punkt, der heutige Bundeskanzler Alfred Gusenbauer stellte schon 2002 klar „Es wird keine Privatisierung rückgängig gemacht ============================================== 19 [kanalb.at] kanalB.at video: ZARA Rassismus-Report 2006 von webmaster at kanalB.org ============================================== titel des videoclips: ZARA Rassismus-Report 2006 --: - beschreibung: ZARA (Zivilcourage und Anti-Rassismus Arbeit) stellte ihren neuen Jahresbericht der Scheusslichkeiten vor. Durch neue gesetzliche Rahmenbedingungen haben Opfer von Rassismus nun theoretisch mehr Möglichkeiten, sich zu wehren. Das dies allerdings teilweise ein Trugschluß sein kann, wurde im Interview mit den MitarbeiterInnen der Beratungsstelle für Opfer von Rassismus schnell klar. Noch immer ist akuter handlungsbedarf, wie ZARA deutlich macht... ---: - kategorie: kurzdoku ----: - clipinfo: http://austria.kanalb.org/clip.php?clipId=1636 --------------: - laenge: 6:30 min team: Miss Mos, Flo, Craz team_homebase: http://unitedaliens.tv erstellt: 2007-05-03 format: rm datenmenge: 19 MB -------------: - weitere informationen: http://www.zara.or.at/ ---------: - weitere clips zum thema rassismus toetet!: http://austria.kanalb.org/topic.php?clipId=67 ----------------: - video-player download: http://austria.kanalb.org/videoplayer.php -----------------: - kanalB ersetzt herkoemmliches fernsehen: http://austria.kanalb.org ============================================== GIPFELSOLI ============================================== ============================================== 20 Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ============================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - Anti-G8-Broschüre "protest. widerstand. perspektive" - Die G8-Woche am OSI an der FU im Mai 2007 - Der Zaun zieht an - Kopenhagen: Still feel like Rioting - GSG 9 bereitet sich auf G8-Gipfel vor - Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau am 3. Mai in Rostock - 1. Mai: Polizei tritt mit Spezialeinheit an ------------------------------------------------------------------------------ Anti-G8-Broschüre "protest. widerstand. perspektive" Hallo liebe FreundInnen und GenossInnen, Zum 1. Mai erscheint die Broschüre "Protest. Widerstand. Perspektiv", welche Texte zur Anti-G8-Mobilisierung enthält. Die Broschüre ist das Ergebnis eines Diskussionsprozesses von Organisationszusammenhängen aus dem süd- und ostdeutschen sowie dem Berliner Raum. Es werden verschiedene Themengebiete behandelt, ihr findet darin: Eine Einschätzung zur Bedeutung der G8-Gipfeltreffen, sowie eine Auswertung der Aktivitäten der Widerstandsbewegungen gegen die verschiedenen Gipfeltreffen der letzten Jahre. Dazu den Versuch die aktuellen Verhältnisse zu analysieren und die Grundtendenzen ihrer Entwicklung zu beschreiben. Außerdem eine Kritik an den Positionen, die die Bedeutung des Klassenwiderspruches als Antagonismus der kapitalistischen Verhältnisse und damit als die Möglichkeit ihrer Überwindung, negieren. Weiter einen Diskussionsbeitrag zur Notwendigkeit der Organisierung der revolutionären Linken. Als Anhang schließlich ein Interview zu militanter Praxis, nicht nur bei den Gipfelprotesten und eine Chronologie militanter Aktionen mit Bezug zum G8-Gipfel 2007. Mit der Broschüre geht es uns darum die Anti-G8-Mobilisierung zu nutzen, um weitergehende Debatten zu führen und anzustoßen. Wir würden uns sehr über Rückmeldungen - positive wie kritische - eurerseits freuen. Geplant ist, Diskussionsbeiträge auf der Homepage zu veröffentlichen und damit eine Debatte auch über den G8-Gipfel hinaus zu gewährleisten (Kontakt siehe weiter unten). Der vorgeschlagene Verkaufs-Preis für die Broschüren beträgt 1,50 Euro. WiederverkäuferInnen berechnen wir pro Exemplar 1,00 Euro. Eine Kontaktmöglichkeit für Bestellungen sowie für jegliches Feedback und eure Diskussionsbeiträge findet Ihr auf der Homepage: www.g8-broschuere.tk Es sollte mittlerweile zum Standard für die revolutionäre Linke gehören, verschlüsselt zu kommunizieren - nicht in dem Glauben, sich damit ohne weiteres vollständig absichern zu können, aber als grundsätzliches Bestreben es den Repressionsorganen so schwer wie möglich zu machen und zu versuchen sich ihnen möglichst weit zu entziehen. Daher möchten wir ausdrücklich darum bitten, uns nur verschlüsselte Mails zu schicken. Alles weitere dazu findet ihr auf der Homepage. Solidarische Grüße Ein paar revolutionäre und kommunistische Linke Inhaltsverzeichnis: Die Gruppe der Acht und ihre Gipfeltreffen Grundsätzlich liegt die Funktion der G8 sowohl in der Durchsetzung gemeinsamer Interessen als auch in der Koordinierung der inneren Widersprüche der führenden kapitalistischen Staaten. Zum besseren Verständnis der Rolle der G8 muss die allgemeine Situation des Kapitalismus sowie die Geschichte der G8 seit ihrer Gründung untersucht werden. Geschichte und Perspektiven des Widerstands Die Entwicklung der Protestbewegung gegen die Gipfeltreffen, ihre Stärken und Schwächen, und die Wichtigkeit des Aufbaus langfristiger Strukturen. Zu den aktuellen Verhältnissen im globalen Kapitalismus In der folgenden Analyse der momentanen Situation des weltweiten Kapitalismus werden unter anderem die Krise, die neoliberale Umstrukturierung, die Finanzmärkte und die innerimperialistische Rivalität und Kooperation thematisiert. Ohne Klassenanalyse geht es nicht Nach der Niederlage in den Kämpfen des 20. Jahrhunderts wurde von Teilen der Linken der Klassenwiderspruch verdrängt und die Suche nach einem neuen revolutionären Subjekt begonnen, die sich in der Multitude verliert. Die Notwendigkeit der Organisierung Eine gemeinsame Organisierung ist die notwendige Voraussetzung dafür, dem politischen Kampf Kontinuität und Kraft zu verleihen, einen revolutionären Prozess voranzubringen und eine revolutionäre Perspektive entwickeln zu können. Politische Militanz gestern und heute Interview zu Perspektiven militanter politischer Praxis und ihrem Verhältnis zur revolutionären Organisierung. Keine Gewalt ist auch keine Lösung In der folgenden Chronologie führen wir die uns bekannten militanten Aktionen mit Bezug zum anstehenden G8-Gipfel in Heiligendamm auf. [www.g8-broschuere.tk] ------------------------------------------------------------------------------ Die G8-Woche am OSI an der FU im Mai 2007 Vom 06. bis 08. Juni 2007 findet in Heiligendamm bei Rostock unter dem Titel "Wachstum und Verantwortung" der diesjährige G8-Gipfel statt. Der Gipfel rückt kritische sowie befürwortende Stimmen stärker in die öffentliche Wahrnehmung und bietet Anlass zu kontroversen Debatten. Mit Blick auf dieses Ereignis wird in der Woche vom 07.05. - 11.05.2007 der Lehrbetrieb am Otto-Suhr-Institut in veränderter Form stattfinden, um auf diesem Weg abseits des universitären Alltags einen Raum für Fragen zu schaffen, die sich im Zusammenhang mit diesem Ereignis ergeben - und auch einen Raum für vielfältige Antworten. Eine von Studierenden, mit Unterstützung von Dozierenden und Mitarbeiter/innen aller Lehrstühle und Arbeitsbereiche gestaltete Themenwoche wird eine wissenschaftliche und politische Auseinandersetzung ermöglichen - sowohl mit dem G8-Gipfel als auch mit den globalen Herausforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten, die mit diesem in Verbindung gebracht werden können. Das Weltwirtschaftssystem, Freihandel, globale Umweltprobleme, Demokratiedefizite im internationalen System, Möglichkeiten im Bereich global governance, neue Kriege, Energieengpässe, Migration, Armut und Entwicklung im globalen Kapitalismus sowie eine generelle Beschäftigung mit der Frage, wie eine ideale Weltordnung aussehen könnte, sind nur einige Aspekte der breiten Themenpalette, die in diesem Rahmen bearbeitet werden können. Die Themenwoche soll das Thema G8 auf vielfältige Weise in den Mittelpunkt des Bewusstseins von Studierenden und Dozierenden stellen, ein Forum für kontroverse Auseinandersetzungen bieten und so Grundlagen für einen offenen Meinungsbildungsprozess schaffen. Das Veranstaltungsprogramm wird auch von vielen in außeruniversitären Kontexten tätigen Menschen geprägt sein und dadurch unterschiedliche Blickwinkel auf das Thema ermöglichen. Es steht allen Interessierten offen und soll jenseits der typischen Seminarform Anregungen beispielsweise in Workshops und Podiumsdiskussionen bieten. [http://www.g8amosi.de.vu/] ------------------------------------------------------------------------------ Der Zaun zieht an 13 Kilometer lang, zwölf Millionen Euro teuer: Die Absperrung um Heiligendamm erhitzt die Gemüter und zieht zugleich die Massen an - Demonstranten, Polizisten und Touristen. Nur die Tiere hauen ab. Heiligendamm (OZ) "Hinterm Zaun liegt der Strand." Und neben dem Aufruf im Internet ein Bolzenschneider. Eine blumige, aber eindeutige Aufforderung, die da unter www.gipfelsoli zu lesen ist. Eindeutig auch ein Aufruf mehrerer Anti-Atom-Initiativen zur Demo gestern in Heiligendamm. Das Bündnis will "demonstrieren und den Zaun in Augenschein nehmen". Das hat Witz. Das hat Provokation. Der Zaun von Heiligendamm - zwölf Kilometer, 12,5 Millionen Euro - er soll trennen. Die Mächtigen vom Volk. Und schützen. Die Mächtigen vorm Volk. Er polarisiert und zieht an. Wie ein Magnet. Seit Wochen hat die Polizei 30 Platzverweise am Zaun ausgesprochen, verrät Knut Abramowski, Leiter des Planungsstabs für G8 "Kavala". Jetzt habe man aufgehört zu zählen. Jetzt gehe man damit gelassener um. Gipfelgegner hätten aber Straftaten am Zaun angekündigt, heißt es. Wochen vor dem Ereignis tobt - verborgen und leise - am langen Zaun von Heiligendamm ein skurriler Kampf zwischen Polizisten, G8-Gegnern, Touristen, Anwohnern, Künstlern, Spaziergängern und wilden Tieren. "Irgendwelche Leute sehen jetzt auf einem Bildschirm, dass wir hier stehen", sagt Hans-Jürgen Winetzka (59) aus Rabenhorst bei Bad Doberan. Wie das denn? "Ich habe mir sagen lassen, die können das per Satellit." Mit Verwandten hat Winetzka einen Ausflug gemacht. Familientreffen am Zaun. Nach dem Essen, vor dem Kaffee. "Darf man doch." Das mit dem Satelliten dementiert Kavala-Sprecher Ulf Erler: "Das ist futuristisch." Trotzdem herrscht am Zaun eine große Portion Big Brother. Videokameras werden die "technische Sperre" überwachen. Überall stehen Einsatzwagen. Ständig wird der Zaun "bestreift". Der Rekord: Zugriff unter drei Minuten. Als ein Fotograf an der Sperre neben der Rennbahn von Bad Doberan für das bessere Motiv eine Leiter aus dem Auto holt, stehen zwei Polizisten neben ihm. "Oberkommissar Weißberg, Personenkontrolle. Ihre Papiere bitte." Die Leiter muss weg. Die Ausweise werden im Computer gecheckt, und wer einschlägig aufgefallen oder vorbestraft ist, darf mit Platzverweis rechnen. Winetzka ist weder einschlägig noch vorbestraft. Er darf den Spaziergang am Zaun in Familie fortsetzen. "Ich war beim Bau der Mauer dabei. Das erinnert mich an damals", sagt er. Das könne man wohl kaum vergleichen, meint der Beamte. Und Winetzka später: "Was ich vergleiche, das kann der schon schön mir überlassen." Im Wald zwischen der Rennbahn und dem Conventer See steht ein Polizeiwagen am Zaun. Drei Polizisten hocken auf Baumstämmen. Einer isst einen Apfel, einer spielt mit einem Taschenmesser. Auf dem Armaturenbrett im Auto liegt "Sakrileg" von Dan Brown. Thriller gegen Langeweile im Wald. Ab und zu kommen Spaziergänger, Radfahrer, Fotografen, Journalisten vorbei. Alle wollen Infos zum Zaun. Fast alle wollen Fotos vom Zaun. Er hat schon viele Titel: "Dokument der Zeitgeschichte", "monumentales Bauwerk", "technisches Denkmal" oder "schlicht absurd". Eine Touristin aus Frankfurt sagt: "Unglaublich so was. Da steht kilometerlang einfach so ein riesiger Zaun in der Gegend rum." Das müsse man sich mal vorstellen. Für Michael Bennett (33) ist der Zaun Schlüssel zu akademischen Meriten. Der Offenbacher Fotografie-Student arbeitet an seiner Diplom-Arbeit. Über den Zaun von Heiligendamm. Eine soziologische Betrachtung zum Leben mit dem Zaun in Bildern. Seit Wochen ist Bennett bei Bad Doberan unterwegs und macht Großformatfotos. Die Polizisten kennen ihn. Als er an einer Bushaltestelle bei Vorder Bollhagen mit drei Abiturientinnen ein Foto machen will, wird er erneut kontrolliert. "Schönen guten Tag. Polizeihauptmeister Otto, Sie wissen, welche Sicherheitsbestimmungen hier gelten?" Personalausweis bitte! Die Mädchen aus Bad Doberan regt der Zaun auf: "Hässlich! Das Ding ist einfach nur hässlich", sagt Paula Riedel (18). Jenny Krauleidis (18) will demonstrieren. Wogegen? "Unsere Eltern finanzieren diesen grässlichen Zaun und keiner hat uns gefragt. Die sollen sich auf einer einsamen Insel treffen." Bennett lässt sich nicht stören. Er gibt seinen Pass ab, baut Lampen, Kameras, Stative auf, während der Herr Polizeihauptmeister Otto seine Daten kontrolliert: "Mein Rekord liegt bei fünf Kontrollen pro Stunde", sagt Bennett. Monty Schädel, Geschäftsführer der Friedensgesellschaft in Rostock, sieht den Zaun nicht als Ziel von Protesten: "Mit einem Bolzenschneider braucht man gar nicht anzukommen. Eher 32er-Schlüssel." Aber die Schrauben seien ja verschweißt. Der Zaun ist natürlich ein Symbol für das Aussperren demokratischer Gesellschaft und das Einsperren fester Machtstrukturen. "Und damit genauso illegal wie der Gipfel" meint Schädel. Frauke Distelrath vom globalisierungskritischen Netzwerk Attac dementiert, dass es Aufrufe zur Gewalt gegen den Zaun von Attac gebe: "Unser Ziel ist es nicht, an den Zaun zu kommen oder uns mit Polizisten anzulegen. Unser Ziel ist Protest. Aber wir betrachten den Zaun als Form von Gewalt und als undemokratisches Objekt der Unterdrückung." Andreas Rotzoll (46), Fernfahrer aus Vorder Bollhagen, wohnt 300 Meter hinter dem Zaun. Auf der anderen Seite liegt das Gewerbegebiet Reddelich, wo ein Camp für G8-Gegner eingerichtet wird. Er hat keine Angst, dass Demonstranten ihm die Rabatten platt latschen. "Den Zaun empfinde ich als normale Baustelle. Nix Besonderes. Der kommt ja wieder weg." Die Polizei habe gesagt, "wenn wir wollen, kommen auf jeden Anwohner drei Polizisten." Das muss reichen. Wegfahren will er zum Gipfel nicht. "Wenn wir untergehen, dann mit Mann und Maus." Kleine Tiere können sich ja unter dem Zaun durchgraben, um in die Freiheit zu kommen. Oder wieder rein ins umzäunte Gefängnis der Macht. Für die Großen hat sich Harald Runze (57) eingesetzt. Forstamtsleiter in Bad Doberan. Runze hat dafür gesorgt, dass "Querungslücken in der Übergangsphase lange offen bleiben." Damit Ricken nicht vom Kitz getrennt werden. Jetzt aber hätten sich die wilden Tiere dran gewöhnt. Dort, wo sich Fuchs, Reh und Wildsau sonst so gute Nacht sagen, sei kein Wild mehr anzutreffen. "Tiere merken, wenn sie unerwünscht sind", sagt Runze. "Und verdrücken sich." Schlau, die Tiere. [http://www.ostsee-zeitung.de/ar/mantel_m-v_32363736353037.phtml] ------------------------------------------------------------------------------ Kopenhagen: Still feel like Rioting Gestern, den 29.April kam es in Kopenhagen auf einer Demonstration erneut zu heftigen Riots. Die Demo startete mit etwa 300 TeilnehmerInnen auf dem Rathausplatz Frederiksberg, auf Hoehe des "Ground 69"(dem frueheren Standort des Ungdomshuset) begannen die Aktvistinnen mit dem ersten Barrikadenbau, der sich die gesamte Jagtvej hinunterzog. Brennende Barrikaden huellten die, von Graffiti verzierten, Haeuserblocks in romantisches Licht; Banken, Supermaerkten und Immobilienbueros wurden entglast; Geldautomaten wurden zerstoert... Die Polizei hielt sich sehr defensiv und hatte nicht genug Kraefte um die Situation auch nur Ansatzweise unter Kotrolle zu bringen. Denoch wurden mindestens 15 Personen verhaftet, unter ihnen sogar Black-Cross-Medics, jedoch alle wieder bis spaetestens 7uhr morgens des Folgetages wieder frei gelassen Gestern, den 29.April kam es in Kopenhagen im Laufe einer Demonstration erneut zu heftigen Riots in den Stadtteilen Norrebro und Frederiksberg. Um 20 Uhr startete die "I still feel like Rioting" Demo mit etwa 300 TeilnehmerInnen auf dem Rathausplatz Frederiksberg, ein LauTi sorgte mit harter Musik und Parolen fuer beste Einstimmung auf die folgenden Ereignisse, auf dem Weg der Demo verschoenerten AktivistInnen kahle Haeuserfassaden mit 69-Graffities, Aufforderungen zur Freilassung der Gefangenen (Die daenischen AktivistInnen, die bei der Raeumung verhaftet wurden, wurden letzten Mittwoch erneut zu weiteren vier Wochen U-Haft verurteilt) und Solibotschaften fuer die bedrohte Köpi in Berlin. Auf der Hoehe des "Ground 69"(dem ehemaligen Standort des Ungdomshuset) begannen AktivistInnen mit dem ersten Barrikandenbau, der sich die gesamte Jagtvej hinunterziehen sollte. Brennende Barrikaden huellten naechtliche, von Graffities verschoenerten, Haeuserfassaden in romantisches Licht. Banken, Supermaerkte und Immobilienbueros wurden entglast. Geldautomaten und Ueberwachungskameras wurden zerstoert. Auf der Strasse Jagtvej und der sich anschliessenden Falkoner Alle (Strecke ca 1.8km) wurden mindestens 6 Barrikaden(die meisten brennend) errichtet. Die Polizei wirkte wiedermal sehr ueberrascht von der Vorgehensweise der AktivistInnen und hatte nicht genug Kraefte im Areal um die Situation auch nur ansatzweise unter Kontrolle zu bringen. Ihre Fuehrung hatte wohl mehr schiss davor, dass die Schule in der Stevnsgade erneut besezt wird und focusierte einen Grossteil ihrer Kraefte auf dieses Gebiet. Denoch wurden mindestens 15 Personen, unter ihnen sogar Black-Cross Demo-Medics, verhaftet, aber alle bis spaetestens um 7uhr morgens des Folgetages frei gelassen. Dieser nette Abend zeigte wiedermal, dass der Kampf um ein neues Ungdomshuset noch lange nicht vorbei ist und nichts an seiner Intensitaet verliert! Es werden damit auch alle bedrohten Squats in Europa gegruesst: Die Köpi in Berlin, Das Les Tanneries in Dijon, Das Blitz in Oslo und das Yfanet in Tessanoliki Kopenhagen ist und bleibt eine Reise wert! Fuck the Law! Squat the World! [http://de.indymedia.org/2007/04/174288.shtml] ------------------------------------------------------------------------------ GSG 9 bereitet sich auf G8-Gipfel vor Für alle Fälle gewappnet Sankt Augustin (ddp). Die deutschen Sicherheitsbehörden wollen für alle möglichen Gefahrenfälle beim G8-Treffen im Juni in Heiligendamm gewappnet sein. Deswegen bereitet sich auch die Anti-Terror-Einheit GSG 9 intensiv auf dieses Großereignis vor. Mit einer Übung demonstrierten die Männer der berühmten Spezialeinheit in Anwesenheit des Staatssekretärs im Bundesinnenministerium, August Hanning, am Freitag auf ihrem Stationierungsort in Sankt Augustin bei Bonn ihre Einsatzbereitschaft. Der Gast aus Berlin ließ wissen, dass die Terrorgefahren in den letzten Wochen noch gewachsen seien. "Das ist nicht nur ein Gefühl", sagte Hanning. Im Ostseebad Heiligendamm bei Rostock treffen sich vom 6. bis 8. Juni die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen und Russlands. Seit über 20 Jahren sind G8-Gipfel immer wieder "Angriffsziele" vor allem von Globalisierungsgegnern. Die Geheimdienste befürchten aber auch Anschläge von islamistischen Terroristen. In Heiligendamm wird es mit 12 000 Polizisten das größte Polizeiaufgebot in der Geschichte der Bundesrepublik geben. Es werden an die 100 000 Demonstranten aus dem In- und Ausland erwartet. Die GSG 9 der Bundespolizei ist spezialisiert auf die Bekämpfung terroristischer Attentate und schwerster Kriminalität. Ihr Chef, der leitende Polizeidirektor Olaf Lindner, erklärte in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur ddp, seine Einheit werde das Bundeskriminalamt (BKA) und die Landespolizei von Mecklenburg-Vorpommern, die dort die Verantwortung trägt, unterstützen. "Aber in welchem Spektrum und mit welchen Aufträgen und Aufgaben das geschehen wird, dazu möchte ich keine Stellung nehmen", erläuterte Lindner. "Wir werden während des Gipfels die ganze Zeit anwesend sein", unterstrich er. "Wir werden uns dort im räumlichen Nahbereich aufhalten", sagte Lindner. In Sankt Augustin waren auch Vertreter von europäischen Spezialeinheiten zu Beratungen im Rahmen des "ATLAS"-Gremiums zu Gast. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von 32 polizeilichen Spezialeinheiten aus den 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Die speziell ausgebildeten Polizisten aus Dänemark, Belgien, Österreich und Tschechien beobachteten zusammen mit Hanning, wie sich die vermummten GSG 9 - Männer in Sekundenschnelle von einem Hubschrauber abseilten, um eine Geisel in einem Haus zu befreien. Vorher waren schon andere Männer der GSG 9 mit Fallschirmen lautlos auf dem Gebäude gelandet. Über das professionelle Vorgehen zeigte sich der Präsident der europäischen "ATLAS-Gruppe", der belgische Polizeioberst Eric Lievin, beeindruckt. Er wies darauf hin, dass die europäischen Anti-Terror-Spezialisten bei ihrer engen Kooperation jeweils in einem anderen Land üben, um sich für einen Ernstfall aufeinander einzustellen. Weltbekannt wurde die GSG 9, als sie am 18. Oktober 1977 im somalischen Mogadischu 86 Geiseln aus der von arabischen Terroristen gekaperten Lufthansa-Maschine "Landshut" befreite. Schon im Vorfeld der Konferenz in Heiligendamm, das mit einer hohen Mauer hermetisch abgesichert wird, hat es in einigen Bundesländern eine Anzahl von Straftaten von Globalisierungsgegnern gegeben. Sie richteten sich gegen Politiker, Firmen und Konzernbosse. Die Protestwelle der gewaltbereiten Demonstranten hatte beim G8-Treffen der Politiker vor Jahren im italienischen Genua einen traurigen Höhepunkt erreicht. Die Delegationen mussten aus Sicherheitsgründen auf Schiffen untergebracht werden. Bei den Straßenschlachten kam einer der Protestler ums Leben. Von ddp-Korrespondent Friedrich Kuhn [http://www.fr-online.de/in_und_ausland/hintergrund/?em_cnt=1126057] ------------------------------------------------------------------------------ Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau am 3. Mai in Rostock 30.04.2007: Rostock/MVregio Am kommenden Donnerstag wird die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Petra Pau (Foto), die Hansestadt besuchen. Dabei werden insbesondere die Themen Bürgerrechte, innere Sicherheit und der bevorstehende G8-Gipfel im Mittelpunkt stehen. Ab 11 Uhr besucht sie gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Regine Lück das Käthe-Kollwitz-Gymnasium. Frau Pau wird dann um 14 Uhr an der Maßmannstraße, Ecke Waldemarstraße eine Plakatkampagne der Linkspartei.PDS zum G8-Gipfel offiziell eröffnen und eine Litfasssäule bekleben. Im Anschluss daran findet in den Räumen des Waldemarhof e.V. ein Pressegespräch statt. Ab 16:30 Uhr besucht Petra Pau dann die ehemalige Ehm-Welk-Schule, in der sich ein Zentrum der Gipfelgegner etabliert hat und die vielfältigen Aktionen vorbereitet werden. [http://www.mvregio.de/show/34727.html] ------------------------------------------------------------------------------ 1. Mai: Polizei tritt mit Spezialeinheit an Rund 100 Zivilbeamte im Einsatz / Autonome rufen zu Gewalt gegen Kreuzberger Geschäftsleute auf Berlin - Die Berliner Polizei schickt eine neue Spezialeinheit in den diesjährigen 1. Mai. Sie besteht aus knapp hundert Zivilbeamten und nennt sich "Aufklärung + Intervention" (A+I). Dies sagte ein Polizeiführer dem Tagesspiegel. Hervorgegangen ist die Einheit aus der zur Fußball-WM 2006 aufgestellten Sonderkommission gegen Hooligans. Diese hat Polizeipräsident Dieter Glietsch nach der WM nicht aufgelöst, sondern unter großer Geheimhaltung umgebaut, um sie auch bei Demonstrationen einsetzen zu können. "A+I" besteht aus szenekundigen Beamten und soll künftig bei allen Großlagen, bei denen Gewalttaten befürchtet werden, eingesetzt werden. Geleitet wird sie von einem Polizeirat, der zur Unterstützung des LKA abkommandiert wurde. Die Beamten sollen Gewalttaten im Vorfeld erkennen (Aufklärung) und dann sofort eingreifen und Rädelsführer festnehmen (Intervention). Die Beamten können in Zivil oder in den zur WM angeschafften blauen "Polizei"-Westen auftreten. Das seit Jahren erfolgreiche Konzept der "ausgestreckten Hand" wird nach Angaben von Glietsch auch in diesem Jahr beibehalten. Dazu gehört auch, Straftäter sofort festzunehmen. In den Vorjahren war es speziellen Festnahmetrupps immer besser gelungen, Randalierer zu filmen und deren Straftaten damit gerichtsfest zu machen. Dadurch war die Zahl der anschließend verhängten Haftbefehle stark gestiegen. 2006, als es so gut wie keine Ausschreitungen gab, wurden 36 Haftbefehle ausgestellt. Und genau davor habe die militante Linke Respekt, hieß es bei der Polizei. In der linken Szene kursiere der Spruch, "wer am 1. Mai festgenommen wird, ist in Rostock nicht dabei". Der G-8-Gipfel in Heiligendamm im Juli gilt als Demo-Höhepunkt dieses Jahres. Ob und wie stark das Thema G 8 die Gewalt am 1. Mai anheizen werde, sei nicht vorherzusagen, hieß es. Besorgt zeigte sich das Landeskriminalamt über die hohe Zahl angezündeter Fahrzeuge in den vergangenen Tagen. Auch in der Nacht zu Sonntag wurde in Mitte ein Mercedes angezündet. In Kreuzberg wurden Plakate geklebt, auf denen zu Gewalt gegen die Polizei aufgerufen wird. Schon in den vergangenen Tagen wurden Namen und Fotos von Kreuzberger Geschäftsleuten auf Flugblättern veröffentlicht, verbunden mit dem Aufruf, sie mit "Farbe, Steinen, Böllern und Buttersäure" aus dem Kiez zu vertreiben. Auch missliebige Journalisten wurden mit Foto und Namensnennung im Internet angeprangert. Wie berichtet, hat die linke Szene zudem angekündigt, Zivilpolizisten zu enttarnen. Sie sollen fotografiert werden und die Ausdrucke verteilt werden. [http://www.tagesspiegel.de/politik/archiv/30.04.2007/3234158.asp] -------------------------------------------------------------------------- Ausführlicher Pressespiegel rund um den G8 unter http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org ============================================== 21 Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ============================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - gr8 chaos piratInnen entern sozialdemokratische kundgebung - "Sie wollen eine Entsolidarisierung, eine Schere im Kopf" - WIDERSTAND IST FRUCHTBAR - summit -- non-aligned Initiatives in education culture - Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer von McPlanet.com 2007! - Vernissage von "Mail-Art am Zaun" - Unterkommen bei Heiligendamm ----------------------------------------------------------------------- gr8 chaos piratInnen entern sozialdemokratische kundgebung 1. Mai 2007 Heute beteiligte sich die Gr8chaoskaravaan, Fahrradkarawane gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm, an einer Aktion während des jährlichen Aufmarschs und Kundgebung der sozialdemokratischen "Sozialistischen Partei" in Gent. Die Aktion sollte die Demonstrierenden an die revolutionären Ursprünge des 1. Mai erinnern. Drei Karawane-PiratInnen stürmten die Bühne der sozialistischen Partei, und nutzten die Aufmerksamkeit um eine leidenschaftliche anarchistische Rede an die hunderten Zuschauer unter ihnen zu richten. Mit der Unterstützung von über 50 anarchistischen DemonstrantInnen vor der Bühne, die sich mit schwarzen Fahnen und Transparenten versammelt hatten, sprachen die PiratInnen von den Ursprüngen des 1. Mais und der Notwendigkeit, mit den aktuellen Kämpfen lokal und global solidarisch zu sein. Zu Beginn des Tages hatten Mitglieder der Karawane und FreundInnen während der jährlichen Parade der Sozialistischen Partei einen schwarzen Block gebildet. Um ihre Anwesenheit bekannt zu machen, trommelten die Mitglieder des Blocks, warfen laute Feuerwerkskörper und schwangen schwarze Fahnen. Nami, ein Mitglied der Karawane, berichtete, wie die Aktion aufgenommen wurde: "Die Reaktion der Zuschauer war einigermaßen überraschend ... Einige der älteren unter ihnen haben uns tatsächlich angefeuert." Mitglieder von Gents anarchistischem Zentrum demonstrierten heute ebenfalls neben dem schwarzen Block indem sie rückwärts liefen, um die rückwärtsgewandte Ideologie der sozialistischen Partei zu illustrieren. Als sie das Zentrum der Festlichkeiten erreichten, gingen die anarchistischen DemonstrantInnen und Karawanemitglieder zur Bühne, wo sie "Viva Anarchy!" riefend und die PiratInnenrede bejubelten. Die Gr8chaoskaravaan ist eine von bisher sechs Fahrradkarawanen gegen den bevorstehenden G8-Gipfel, die mit Aktionen und Veranstaltungen entlang der Strecken auf die Gipfelproteste und lokale wie globale Kämpfe aufmerksam machen wollen. Mit der Gr8chaoskaravaan startete nun die dritte Karawane; der ShakeG8-bikeride radelt seit dem 1. April durch Ungarn und die Tschechische Republik und befindet sich derzeit in Polen, die skanidnavische Karawane hat Stockholm am 25. April verlassen. Drei weitere Karawanen werden sich Ende Mai aus Berlin, Dresden und Kassel auf den Weg machen. Seit dem 23. April waren Mitglieder der Gr8chaoskaravaan in Gent zusammengekommen um letzte Vorbereitungen zu treffen und sich kennenzulernen. Eine erste Aktion mit lokalen AktivistInnen hatte am 27. April in Form einer Critical Mass Fahrraddemonstration durch Gent stattgefunden. Die Karawane wird morgen früh Richtung Antwerpen aufbrechen, von wo aus sie durch die Niederlande über Breda, Utrecht und Nijmwegen weiterfahren und die Grenze nach Deutschland am 8. Mai zu überqueren. Fotos der Aktion unter http://de.indymedia.org/2007/05/174592.shtml Weitere Informationen über die Fahrradkarawanen gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm: http://www.g8-bikerides.net Interactive Karte der Fahrradkarawanen: http://www.gr8chaoskaravaan07.net/map.html ----------------------------------------------------------------------- "Sie wollen eine Entsolidarisierung, eine Schere im Kopf" Razzien gegen linke Infrastruktur in München Insgesamt mindestens elf Geschäftsräume und Privatwohnungen wurden in München am 17. Januar 2007 von Polizei und Staatsanwaltschaft durchsucht. Die Rote Hilfe Zeitung sprach mit Annette Müller und Münir Derventli vom betroffenen Druckerei-Kollektiv "Druckwerk" über die Hintergründe der Aktion. RHZ: Wie wurde die Durchsuchung begründet? Was wird euch vorgeworfen? Es ging um angeblich strafbare Inhalte der Broschüre "In Bewegung bleiben", um das Flugblatt "Siko und G8 angreifen" und einen Beitrag auf dem Internet-Portal "Indynews". Hintergrund ist der schon beinahe traditionelle Stress im Vorfeld der Sicherheitskonferenz, die jeden Februar hier in München stattfindet und bei der sich 2007 vom 9. bis 11. Februar Nato- und Kriegsherren sowie Rüstungslobbyisten getroffen haben. Jedes Jahr organisieren zahlreiche Menschen in München die Gegenwehr. Insofern kam die Aktion für uns nicht überraschend. Neu war aber doch das Ausmaß. Wie lief es denn ab und was wurde alles beschlagnahmt? Ja, es hat heuer eine neue Qualität erreicht. Betroffen waren insgesamt elf Geschäftsräume und Wohnungen, unser Druckwerk wurde acht Stunden lang von einem Staatsanwalt, acht bis zehn Zivilbeamten und insgesamt bis zu 40 Polizisten als Verstärkung durchsucht. Insgesamt wurden neun Personen aus verschiedenen Zusammenhängen ED-behandelt. Besonders krass war für uns, dass alle drei Geschäftsführer des Druckwerks zugleich mitgenommen wurden und die Polizisten unseren ganzen Betrieb ohne Zeugen durchwühlt haben. Ein Anwalt wurde abgewiesen. Außerdem wurde im Nachhinein behauptet, wir hätten selbst auf einen Zeugen verzichtet. Das ist reine Erfindung. Hier hat sich wieder mal gezeigt, wie vorsichtig man sein muss und dass man auf gar keine Fall bei der Polizei etwas unterschreiben darf! Mitgenommen haben sie bei der Aktion insgesamt elf Computer, Druckvorlagen, Ordner, Buchhaltung und zahlreiche Unterlagen. Überall wurde das inkriminierte Flugblatt eingesammelt und aus der Broschüre die kritische Seite 22 herausgerissen. Warum das? Was genau ist der Vorwurf gegen die linken Materialien? Es heißt, sie würden "eine Mobilmachung" der linken Szene betreiben, eine merkwürdig militärische Ausdrucksweise. Und vor allem behauptet die Staatsanwaltschaft: "Ziel ist es, eine Vielzahl von Personen dazu zu bewegen, dass der Flughafen Rostock Lage am 5. Juni 2007 gestürmt wird. An diesem Tag sollen die Regierungschefs der Teilnehmerstaaten des G8-Gipfels mit dem Flugzeug dort ankommen. Durch die Erstürmung des Flughafens soll die Ankunft zumindest verzögert werden. Das Eindringen auf das Flughafengelände stellt einen Hausfriedensbruch dar. Dadurch, dass sich Personen auf die- Landebahnen begeben, wären die ankommenden Flugzeuge gehindert, zu landen. Dadurch wäre der Tatbestand der Nötigung erfüllt". Die Staatsanwaltschaft betätigt sich hellseherisch und sieht hier Dinge voraus, die überhaupt nicht in den Texten stehen. Thema war immer eine Flughafen-Blockade, nie aber eine "Erstürmung" von Gebäuden oder gar Landebahnen. Stürmen und blockieren sind doch grundverschiedene Dinge. Ihr seid nicht presserechtlich verantwortlich für diese Texte, fungiert weder als Autoren noch Organisatoren. Was wird euch konkret vorgeworfen? Es geht um "öffentliches Auffordern zu Straftaten" nach § 111 StGB. Durch Drucken, in unserem Fall, Verbreiten und Auslegen im Fall der Buchhandlung "Basis", des Kulturladens Westend und des Cafe Marat sollen wir nun angeblich zur Erstürmung des Flughafens auffordern. Auch ein Transportunternehmen und ein Buchbinder haben polizeilichen Besuch bekommen, obwohl sie die Materialien gar nicht in den Händen hatten. Betroffen sind also hier Menschen aus linken Infrastrukturen, keine Anmelder oder direkten Teilnehmer an Aktionen. Wie bewertet ihr dieses Vorgehen politisch? Kurz vor den anstehenden Protesten gegen die "Sicherheitskonferenz" wurde mal wieder die Keule ausgepackt und ein Anlass gesucht, Linke zu nerven und zu verfolgen: Dabei ist es diesmal ganz klar ein Angriff auf unsere Infrastrukturen, weil nicht nur die "direkte Szene", sondern auch diverse Lieferanten betroffen waren. Wir sehen es als Versuch, Menschen zu kriminalisieren, die für Linke arbeiten oder überhaupt irgendwie mit uns zu tun haben. Durch Repression sollen sie zur Zensur-Behörde gemacht werden und sich schon im Vorhinein immer fragen: Darf ich das drucken, auslegen oder verkaufen? Könnte das strafbar sein? Soll ich diese Linken überhaupt in meinen Laden" lassen? Sie wollen also eine Entsolidarisierung, eine Schere im Kopf. Dagegen müssen wir uns alle gemeinsam wehren. Interessant ist, dass der Durchsuchungsbeschluss, mit dem ihr konfrontiert wart, gar nicht auf das Druckwerk ausgestellt war, sondern auf das Netzwerk München e.V. Das ist doch eine ganz andere Organisation? Allerdings! Im Netzwerk sind selbstverwaltete Betriebe aus München zusammengeschlossen, um sich gegenseitig zu unterstützen und zu kooperieren. Das Druckwerk ist Mitglied, mehr nicht. Und natürlich haben nicht alle diese Betriebe etwas mit den Siko- und G8-Materialien zu tun. Als wir darauf hinwiesen, sagte der Staatsanwalt nur: "Ist mir doch egal, was Sie für Konstrukte haben. Wir gehen bei Ihnen sowieso rein". Presse rechtlich interessant fanden wir auch, dass eine Anzeige des Netzwerks in der Broschüre "In Bewegung bleiben" als Beweis für die inhaltliche Verantwortung gewertet wurde. Hier wurde eine klar gekennzeichnete Anzeige sozusagen zum Impressum gemacht. Auch dieses Vorgehen weist auf eine neue Qualität der Repression hin. Wie sieht euer weiteres Vorgehen aus? Wir halten die Maßnahmen für rechtswidrig, ebenso wie die Begründung haltlos ist, und haben Beschwerde eingelegt. [Rote Hilfe 1.2007] ----------------------------------------------------------------------- WIDERSTAND IST FRUCHTBAR Aktionstag Globale Landwirtschaft am 3. Juni in Rostock Jedes Jahr sterben weltweit 30 Millionen Menschen an den Folgen von Hunger und Unterernährung. Unterschiedliche Prozesse wie erzwungene Marktöffnungen, Preisdiktate durch Supermarktketten oder die Subventionierung der Lebensmittelproduktion für den Export zerstören systematisch die Existenzgrundlagen unzähliger Kleinbauern und -bäuerinnen insbesondere in den ärmeren Ländern. Monokulturen und Massentierhaltung haben katastrophale Auswirkungen auf natürliche Ressourcen wie Böden, Wasser oder biologische Vielfalt. Und auch die Qualität von Nahrungsmitteln wird hierdurch stark in Mitleidenschaft gezogen. Global agierende Konzerne des Nordens wie Monsanto oder Bayer eignen sich genetische Ressourcen des Südens mit Hilfe so genannter "geistiger Eigentumsrechte" an und versuchen so, die Kontrolle über die Produktion von Nahrungsmitteln zu gewinnen. Aber auch in den industrialisierten Ländern herrschen ruinöser Preisdruck und massive Konzentrationsprozesse in der Landwirtschaft. Entgegen der Rhetorik der Hunger- und Armutsbekämpfung, die jeden G8-Gipfel begleitet, verfolgen die reichsten Industrieländer eine zerstörerische, neoliberal zugespitzte Agrar- und Fischereipolitik, die zu mehr Vertreibung, Hunger und rasant wachsender Ungleichheit führt. Hiervon profitieren weltweit vor allem transnationale Konzerne und Großagrarier. Dagegen organisieren sich rund um den Globus Kleinbauern und -bäuerinnen, LandarbeiterInnen und Landlose, um ihre Interessen gegen Großgrundbesitzer, Großkonzerne, Regierungen und internationale Institutionen durchzusetzen. Sie besetzen Land, kämpfen gegen die Privatisierung von Wasser, brennen Genfelder ab, gründen Kooperativen sowie Erhaltungsprojekte für ihr traditionelles Saatgut. Sie kämpfen für Ernährungssouveränität, d.h. für das Recht, ihre Landwirtschaft und ihre Ernährung selbst zu bestimmen. In Solidarität mit diesem weltweiten Widerstand und weil Nahrungsmittel und Landwirtschaft Lebensgrundlage für alle sind, tragen wir den Protest zum G8-Gipfel nach Heiligendamm. Der Aktionstag am 3. Juni lädt mit vielfältigen Aktionsformen möglichst viele Menschen zum Mitmachen ein. Er beginnt mit einer Demonstration mit Traktoren und Großpuppen durch die Rostocker Innenstadt und endet mit einer Veranstaltung beim Agro-Bio-Technikum mit den Gen-Versuchsfeldern in Groß Lüsewitz 15 km östlich von Rostock. Dazwischen findet für Aktive und Mobile eine Rallye über verschiedene Info- und Aktionspunkte statt. Mit dabei sind VertreterInnen von Kleinbauernverbänden, Landarbeiterorganisationen und genkritischen Netzwerken aus Nord und Süd (Via Campesina, Conféderation Paysanne und andere). Demonstration von der Uni Rostock zum Neuen Markt 10.00 Uhr Vorprogramm (Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät der Uni Rostock) 10.30 Uhr Auftakt (Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät der Uni Rostock) 11.30 Uhr Demo-Beginn 12.30 Uhr Abschlusskundgebung (Neuer Markt) Rallye von Rostock nach Groß Lüsewitz 13.30 Uhr Start der Rallye am Ort der Abschlusskundgebung vorbei an verschiednen Stationen mit Infos und kreativen Aktionen zum Zusammenhang von G8 und Globaler Landwirtschaft: Getreidesilos im Rostocker Hafen, Erdbeerplantage mit prekären Beschäftigungsverhältnissen, Großmastanlage, Fastfood-Restaurant, Tierversuchsinstitut, Lebensmitteldiscounter,. Der eigenen Fantasie bei den Aktionen sind dabei ebenso wenig Grenzen gesetzt wie der Bewegungsenergie bei der Teilnahme an der Rallye: zu Fuß, mit Skatern, Fahrrädern, Traktoren, Autos, Bussen. Es fährt allerdings auch stündlich ein Regionalzug nach Groß Lüsewitz. Kundgebung und Dorffest in Groß Lüsewitz ab 13.00 Uhr Bunter Protest gegen das hier ansässige Agro-Bio-Technikum und dessen umstrittene Genforschung und Freilandversuche. Kundgebung, Bühnenprogramm, Info-, Aktions- und Essstände, Straßentheater, Spiele, Musik u.v.m. Infos und Kontakt: Aktionsnetzwerk ----------------------------------------------------------------------- summit -- non-aligned Initiatives in education culture 24.-28. Mai 2007 Zwei Wochen vor dem G-8 Treffen versammeln sich Projekte, Initiativen und Protagonisten aus Kunst, Kultur und politischem Aktivismus an Pfingsten in Berlin zu einem außergewöhnlichen Event: summit wird einige grundlegende Annahmen der aktuellen Debatte um Bildung, Wissensproduktion und Informationsgesellschaft in Frage stellen und versuchen, sie neu zu formulieren. Der summit ist ein Forum für "non-aligend" und unabhängige Initiativen. Ziel ist, einen Prozess anzustoßen, in dem Bildungsbegriffs entwickelt wird, der inhaltlich neoliberalen Konzepten wie "Lifelong learning" etwas entgegensetzen kann. Alle interessierten Gruppen, Organisationen, Initiativen und Personen sind aufgerufen, sich aus praktischer, konzeptueller oder theoretischer Sicht daran zu beteiligen. Jenseits der weit verbreiteten Klage über einen angeblichen Bildungsnotstand existiert eine Vielzahl an Strategien und Taktiken der Selbstorganisierung von Bildung und Wissensproduktion: Von freien Akademien über Ausstellungen als Bildungsprojekte bis hin zu Ad-hoc Initiativen innerhalb der unterschiedlichsten sozialen, politischen und kulturellen Kontexte. Unabhängig davon haben sich zahlreiche, immer unkonventionellere Ansätze innerhalb oder an den Rändern bestehender Institute und Institutionen entwickelt, die die gängigen Ausbildungsmuster und Routinen gegen den Strich bürsten und bildungspolitische Zielvorgaben systematisch ausweiten anstatt diese bloß zu verteidigen. Der summit bringt aus den verschiedensten Genres Ansätze zusammen, die sich sowohl der Tendenz zur Bürokratisierung wie zur Privatisierung von Bildung und Wissen zu entziehen versuchen. Die viertägige Veranstaltung operiert bislang auf vier thematischen Feldern: "Knowledge and Migrancy", "Self-authorization, -organization, -valorization", "Creative Practices" und "Education unrealized and ongoing". Es besteht die Möglichkeit weitere inhaltliche Schwerpunkte in unterschiedlichster Art und Weise zu ergänzen. Die viertägige Veranstaltung besteht aus einem Abendprogramm mit Vorträgen, kuratierten Dialogen und Performances, Workshops sowie Workinggroups. Eventsprache des summit ist Englisch. Wer Ideen hat, weitere Informationen braucht oder sich beteiligen will, hat am 03. Mai 2007, 20.00 Uhr die Möglichkeit zum Vorbereitungstreffen in die Räumlichkeiten des unitednationsplaza nach Berlin zu kommen. Die OrganisatorInnen werden dort Konzept, Ziel und Stand der Dinge des summit vorstellen. Kontakt: http://summit.kein.org/ office at summit.kein.org Termine: Vorbereitungstreffen 03.Mai 2007, 20.00 Uhr unitednationsplaza Platz der Vereinten Nationen 14a 10249 Berlin http://www.unitednationsplaza.org/ summit - non-aligned initiatives in education culture 24.- 28. Mai 2007 Hebbel am Ufer (HAU 1, HAU 3) Wirtshaus am Ufer (WAU) unitednationsplaza bootlab e.v. http://summit.kein.org/ ----------------------------------------------------------------------- Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer von McPlanet.com 2007! Nur noch drei Tage bis zum Kongress: McPlanet.com 2007 bricht alle Besucherrekorde - inzwischen haben sich bereits über 1400 TeilnehmerInnen angemeldet! Ein Grund, um rechtzeitig noch ein paar Informationen herumzuschicken, die euch einen möglichst angenehmen Ablauf des Kongresses unterstützen sollen. Am Freitagabend öffnet die Anmeldung ab 17:00. Die Anmeldung wird nach den Anfangsbuchstabe des Nachnamens sortiert sein. Einfach auf die Schilder (A-K, L-M etc. ) achten. Vor allem ab 19:00 Uhr rechnen wir mit einem Riesenansturm an den Anmeldeschaltern, da davon auszugehen ist, dass noch viele TeilnehmerInnen spontan zum Kongress kommen werden. Wir möchten daher alle, denen es möglich ist, bitten, bereits etwas früher zu kommen. Bereits ab 18:00 Uhr wird es am Freitag in der TU warmes leckeres, biologisches-veganes Abendessen zum Preis von nur 3€ geben. Essensmarken hierzu gibt es an dem Infostand vor dem Audimax. Um 20:00 Uhr beginnt die Auftaktveranstaltung von McPlanet.com 2007 mit Molly O'Meara Sheehan, Michel Takam, Meena Raman und Carlo Jaeger. Das Programm am Samstag und Sonntag ist ebenfalls ungeheuer vielfältig und spannend geworden: Seit gestern ist das komplette Programmheft endlich fertig und online zum Schmökern unter http://www.mcplanet.com/pages/programm.php zu finden. Alle TeilnehmerInnen erhalten bei der Anmeldung ein frisch gedrucktes Programmheft. Anreise: Für die Anreise empfehlen wir das günstige McPlanet.com Ticket mit dem man aus ganz Deutschland und halb Europa ab 34€ hin und zurück mit der Bahn zu dem Kongress fahren kann, weitere Infos und Buchungsadresse unter: http://www.mcplanet.com/media/BN-Reiseangebot_neu.pdf Schlafplätze: Die Sammelunterkunft ist bereits voll, wir bitten alle, die an günstigen Schlafplätzen interessiert sind, sich in der Bettenbörse einzutragen oder den Zeltplatz mitten in der Stadt zu nutzen. Mehr Infos gibt es unter: http://www.mcplanet.com/pages/allgemeine-infos/schlafen.php McPlanet.com 2007 ist ein gemeinsamer Kongress: Dringend benötigen wir weitere helfende Hände während des Kongresses (helfen at mcplanet.com) und bedanken uns bei allen, die bisher schon so engagiert Werbung gemacht haben und sich zum helfen bereit erklärt haben! Eine Bitte zum Schluss: Wir haben zwar gewusst, dass McPlanet.com ein beliebter Kongress ist, aber die gegenwärtigen Anmeldezahlen übertreffen alle unsere Erwartungen. Es kann daher an einigen Stellen auch mal länger dauern und wir bitten in solchen Fällen schon jetzt um euer/ Ihres Verständnis. Vielen Dank! Wir freuen uns jetzt schon, Sie/Euch auf McPlanet.com 2007 begrüßen zu dürfen! Das McPlanet.com 2007 Team ----------------------------------------------------------------------- Erste Vernissage von "Mail-Art am Zaun" Am Sonntag, dem 29.04.07, wurde im Mindener BÜZ die Ausstellung "MailArt am Zaun - Für weltweite soziale Gerechtigkeit" eröffnet. Dafür hat die Attac-Gruppe Minden in den vergangenen zwei Monaten aus 20 Ländern der ganzen Welt Kunstwerke zugeschickt bekommen. Insgesamt sind 100 Arbeiten mit großartigen Ideen zusammen gekommen. 25 davon wurden in das Format DIN A0 groß kopiert und mit passendem Rahmenprogramm einem begeisterten Publikum präsentiert. Sie sind noch bis zum 5. Mai zu bestaunen. Anschließend sollen die Werke am 1. Juni von 13-16 Uhr am Sicherheitszaun (Passierstelle Rennbahn in Bad Doberan) befestigt werden - damit dieses "martialische Bauwerk", das die Gipfelteilnehmer abschirmen soll, "ein bisschen menschlicher aussieht", so Bernd Mehrhoff von Attac Minden. Wir freuen uns über jedeN AusstellungsbesucherIn! [attac-Newsletter #3 vom 2.05.07] ----------------------------------------------------------------------- Unterkommen bei Heiligendamm Die Infrastruktur in Rostock und Landkreis Bad Doberan ist per se nicht dafür angelegt, 100.000 Demonstrierende, JournalistInnen, PolizistInnen etc. unterzubringen. Wir hätten für die G8 ja einen ganz anderen Platz im Hinterkopf ... Aber: *Es wird genügend Unterkünfte und Schlafplätze geben!* Auf unserer Internetseite zur Unterbringung findet sich ein Überblick über diverse Schlaf- und Unterkunftsmöglichkeiten. An vorderster Stelle stehen natürlich die Aktions-Camps, auf denen frei und selbstorganisiert gezeltet werden kann. Am Wochenende der Großdemo werden aber auch Turnhallen zur Übernachtung geöffnet. Weitere Vorschläge siehe www.attac.de/heiligendamm07/pages/gipfelproteste-2007/unterbringung.php [attac-Newsletter #3 vom 2.05.07] -------------------------------------------------------------------------- Ausführlicher Pressespiegel rund um den G8 unter http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Themen. Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht berücksichtigt) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Do 22.00 Uhr Nicht enthalten: 2 nicht W/R, 1 wg. I/Pal. III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Fri May 4 23:23:59 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Fri, 4 May 2007 23:23:59 +0200 Subject: widerst@nd! - MUND: Samstag, 4.5.2007 Message-ID: <20070504212359.GA8950@brandl.telekabel.at> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! Samstag, 04.05.2007 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 DÖW-Newsletter 3/07 aktion at gegendenantisemitismus.at ================================================== 02 Veranstaltungshinweise "venezuela-info.net" ================================================== 03 15.5.: Kino-Sondervorstellung "An Inconventient Truth - Eine unbequeme Wahrheit" "Andersrum Wien" ================================================== 04 16.5.: Diskussion: Kurdistan unter Wasser! WADI Austria ================================================== 05 22. + 23.5. / Justiz-Thriller im Rabenhof "PRESSE RABENHOF" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 06 Über den Wolken muþ die Verwirrung wohl grenzenlos sein q/depesche" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 07 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================== 08 Frankreich: Erklärungen von Sarkozy sind unverzeihlich "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================== 09 Hillary's Mother-F'ING Tour Business Greg Palast ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 10 neue Telefonnummern Initiative Minderheiten Newsletter ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 DÖW-Newsletter 3/07 aktion at gegendenantisemitismus.at ================================================== Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Freundinnen und Freunde! Der Kurier fragte am Vorabend des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus FPÖ-Nationalratsabgeordnete nach ihrer Sicht auf dieses Datum. Die Antworten fielen erwartungsgemäß aus: "Ich weiß nicht, ob es richtig ist, jedes Jahr Gedenkfeiern abzuhalten. Bald feiern wir jedes halbe Jahr", ätzt Alois Gradauer. Der Oberösterreichische Abgeordnete verlangt einmal mehr einen "Schlussstrich". FPÖ-Landesobmann Lutz Weinzinger versucht einmal mehr die Opfer des NS-Terrorregimes gegen die "deutschen" Kriegsopfer aufzurechnen und verlangt eine einschlägige Revision der Geschichtsschreibung, um nicht mehr nur die Nazis als Verbrecher erscheinen zu lassen. Auch Parteichef Heinz Christian Strache verlangt ein Gedenken an "alle Opfer aller Kriege", womit auch er die Besonderheit des Nationalsozialismus und seiner Verbrechen einebnet. Der Steirische FPÖ-Chef Gerhard Kurzmann geht noch einen Schritt weiter und gesteht offen ein, dass ihm das Leid der KZ-Opfer weniger nahe geht als das derjenigen, die vor den "Tito- Partisanen" fliehen mussten. (Kurier, 4. 5. 2007) Wer demgegenüber der NS-Opfer gedenken und an einer der zahlreichen Befreiungsfeiern teilnehmen will, findet hier die entsprechenden Informationen: http://www.mauthausen-memorial.at http://www.mkoe.at Anlässlich des heurigen Gedenktages findet am 6. Mai, 16 Uhr, im Wiener Filmcasino eine Sondervorführung des Dokumentarfilmes Vienna's Lost Daughters von Mirjam Unger und im Anschluss daran eine Podiumsdiskussion statt: http://www.doew.at/aktuell/filmcasino.html Und am 11. Mai, 14:30, wird in Leonding bei Linz ein Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus der Öffentlichkeit übergeben: http://www.doew.at/aktuell/nachklang.html Die Aktion unterstützt eine Veranstaltung von Scholars for Peace in the Middle East mit Matthias Küntzel am 9. Mai, 18:30, im Jüdischen Museum Wien: http://www.doew.at/aktuell/kuentzel.html Mit freundlichen Grüßen Andreas Peham Sekretariat http://www.doew.at/aktuell/aktion/aktion.html ================================================== 02 Veranstaltungshinweise "venezuela-info.net" ================================================== Veranstaltungshinweise ----------------------------------------------------------- VERANSTALTUNGEN ----------------------------------------------------------- Aktionswoche Enlazando Alternativas 2 Von 5. - 12. Mai 2007 http://www.alternativas.at/aktionswoche.htm ----------------------------------------------------------- Der ALBA - oder die neoliberal- kapitalistische Neue-Welt-Ordnung Am 08-05-07, 19h im CentrOnce, 1110 Wien http://www.venezuela-info.net/article.php?id786&rid=0 ----------------------------------------------------------- Venezuelas Bolivarische Revolution auf dem Weg zum Sozialismus des 21. Jahrhunderts Am 12-05-07, 17h im WUK, 1090 Wien http://www.venezuela-info.net/article.php?id787&rid=0 ----------------------------------------------------------- Die Frauen in der bolivarischen Revolution Am 26-05-07, 19h im FrauenZentrum Wien, 1090 Währingerstraße, Ecke Prechtelgasse Von Frauen, für Frauen! http://www.venezuela-info.net/article.php?id784&rid=0 ----------------------------------------------------------- Südwind Straßenfest 2007 Am 02-06-07, ab 14h im Alten AKH, 1090 Wien http://www.venezuela-info.net/article.php?id785&rid=0 ----------------------------------------------------------- ================================================== 03 15.5.: Kino-Sondervorstellung "An Inconventient Truth - Eine unbequeme Wahrheit" "Andersrum Wien" ================================================== Liebe FreundInnen, die Grüne Klubobfrau Maria Vassilakou, Gemeinderat Marco Schreuder und die Grünen Andersrum laden Euch herzlich zu einer Kino-Sondervorstellung anlässlich der Grünen Energiesparwochen ein. Am Dienstag, den 15.5.07 um 19:30 Uhr zeigen wir den preisgekrönten Film "An Inconvenient Truth - Eine unbequeme Wahrheit" des ehemaligen amerikanischen Vizepräsidenten Al Gore. Geschlossene Vorstellung, Eintritt frei! An Inconventient Truth - Eine unbequeme Wahrheit (OmU) Die Menschheit sitzt auf einer Zeitbombe. Wenn die große Mehrheit der internationalen WissenschafterInnen recht hat, bleiben uns nur noch zehn Jahre, um eine große Katastrophe abzuwenden, die das Klima unseres Planeten zerstören wird. Die Folge werden extreme Wetterveränderungen sein, Fluten, Dürren, Epidemien und tödliche Hitzewellen von ungekanntem Ausmaß - eine Katastrophe, die wir selbst verschulden. Das klingt wie nach einem Rezept für schwermütigen Trübsinn und pessimistische Kassandra-Rufe? Warten Sie's ab! Auf den Filmfestivals von Sundance und Cannes sorgte "An Inconvenient Truth - Eine unbequeme Wahrheit" für Furore. Darsteller: Al Gore USA 2006, ca 100 Minuten Regie: Davis Guggenheim Dienstag 15.5.07, 19:30 Uhr "An Inconvenient Truth - Eine unbequeme Wahrheit" Cinemagic, ehemaliges Opernkino Friedrichstraße 4, 1010 Wien Aus urheberrechtlichen Gründen dürfen wir für diesen Film keine Online-Werbung machen, sondern nur persönliche Einladungen verschicken. Ihr könnt diese Einladung aber gerne weiterleiten. ============================ http://www.gruene-andersrum.at/ ============================ -- Die Grünen Andersrum Wien c/o Grüner Klub im Rathaus AT-1082 Wien Tel.+43-(0)1-4000 DW 81813 Fax +43-(0)1-4000 DW 99 81811 http://www.gruene-andersrum.at ================================================== 04 16.5.: Diskussion: Kurdistan unter Wasser! WADI Austria ================================================== Plakat: http://www.feykom.at/ilisu-yxk.pdf Kurdistan unter Wasser! Wann: Mittwoch, 16. Mai 2007 @ 20:00 - 22:00 Wo: Uni-Wien, NIG Hs. 2. Universitätsstr. 7, 1010 Wien Warum soll der Bau des Ilisu-Staumdamms gestoppt werden? Es diskutieren: Didar Can (Kurdische StudentInnen) Ulrich Eichelmann (WWF-Österreich, Eca Watch) Mary Kreutzer (Eca Watch) Eine Veranstaltung von KSV-Linke Liste, KPÖ und YXK (Verein für StudentInnen aus Kurdistan) -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit WADI-Austria e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Neues Spendenkonto in Österreich: Knt. Nr.: 6.955.355 BLZ: 32.000 Raiffeisen Landesbank NÖ IBAN AT4432 0000 0006 955355 BIC (SWIFT) RLNWATWW ================================================== 05 22. + 23.5. / Justiz-Thriller im Rabenhof "PRESSE RABENHOF" ================================================== Auch heuer gastiert die Oberösterreichische Theatergruppe DAS TRIBUNAL - bestehend Richtern und Staatsanwälten - wieder mit einer neuen Produktion im Rabenhof Theater / Wien: "DIESER VERFLUCHTE MONETSQUIEU" Justizpolitthriller von Wolfgang AISTLEITNER 22. (Premiere) + 23. Juni 2007 (Beginn: 20.00 Uhr) RABENHOF THEATER A-1030 Wien; Rabengasse 3 Kartenreservierungs-Hotline: Tel. 01/712 82 82 Infos + Online-Kartenkauf unter: http://www.rabenhof.at Karten: 16,-- / 9,-- Ein Pharmakonzern finanziert eine Regierungspartei - die Gegenleistung: ein gefährliches aber gewinnträchtiges Medikament wird genehmigt und überschwemmt den Markt. Der österreichische Korruptionssumpf wird vertuscht. Die strafgerichtliche Untersuchung soll unterdrückt werden. Wie unabhängig sind die Gerichte in einer solchen Situation wirklich? Wie loyal sind die weisungsgebundenen Staatsanwälte gegenüber ihrem Chef, dem Justizminister, und wie effizient ist eine investigative Journalistin, die in diesem Dickicht die Vierte Gewalt repräsentiert? Das Tribunal ist eine Theatergruppe bestehend aus oberösterreichischen Richter/innen und Staatsanwälten/innen. Seit 1999 aktiv, präsentieren sie mit "Dieser verfluchte Montesquieu" ihre vierte Produktion. Ausschließlich Themen über und gegen die Justiz werden bearbeitet. Die Reinerlöse werden regelmäßig an soziale Einrichtungen weitergegeben. -- RABENHOF PRESSE Gabriele Müller-Klomfar Tel. 0699-1-913 14 11 e-mail: office at gamuekl.org ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 06 Über den Wolken muþ die Verwirrung wohl grenzenlos sein q/depesche" ================================================== q/depesche 2007-05-04T12:19:20 Über den Wolken muß die Verwirrung wohl grenzenlos sein Maßlos sind nicht nur die Kontrolleingriffe auf Flughäfen, sondern auch - im wahrsten Sinne des Wortes - die Hinweistafel auf verbotene Gegenstände im Handgepäck: In Wien Schwechat informiert eine ca A4 große Tafel beim Checkin über die Gefährlichkeit von Schusswaffen, Handgranaten und radioaktiven Material. Darüber hängt eine ca 15m Breite und mehrere Meter hohe Tafel in Alarm-Gelb, vergleichbar mit einem Überkopfanzeiger auf der Autobahn. Sie warnt vor einem noch viel gefährlicherem Gut: Wasser, Zahnpasta und Haarshampoo. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Das hört sich verdächtig nach Hollywood Chemie an: Man nehme zwei unscheinbare geruchslose durchsichtige Flüssigkeiten aus billigen Plastikflaschen, mische Sie zusammen, zerlege einen Fotoblitz und bastle eine Bombe - MacGyver hätte es nicht besser können. Mit diesem Szenario - angezweifelt von Chemikern in mehreren europäischen Zeitungen - wurden restriktive Vorschriften zum Transport von Grundnahrungsmitteln und Kosmetikartikeln eingeführt. Langsam mehren sich die Zweifel am überschießenden Handeln. - Zweifel an Sinnhaftigkeit des Verbots Das EU-Parlament bezweifelt die Sinnhaftigkeit des Flüssigkeitenverbots auf Flugreisen und will die Mitnahme von Wasserflasche, Shampoo & Co. im Handgepäck wieder erlauben. Auch Fluglinien setzen sich für eine Lockerung der Handgepäcksregeln ein, die seit November zur Vorbeugung von Terroranschlägen gelten. Ausgesprochen kritisch sieht das EU-Parlament zudem den Einsatz der bewaffneten "Sky-Marshals". Siehe: http://orf.at/070426-11699/index.html - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Post/scrypt: Mehr vertrauen in Flugtechnik und Mitreisende als in Airport Security? - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- relayed by Mac Gyver - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Online Version: http://quintessenz.at/d/000100003855 quintessenz is powered by http://www.onstage.at subscribe/unsubscribe/digest http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe comments to depesche at quintessenz.org ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 07 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - Zielgerichte Präventionsarbeit zur Verhinderung von Gewalttaten - FU Berlin Präsidium behindert G8-Themenwoche - Treffen im Juni: 39 Prozent gegen G-8-Gipfel - Das Infomobil der Polizei on Tour - Attac lädt ein: Was wollen die Globalisierungskritiker? - Grünes Licht für G8-Camp - Österreichisches Bündnis ruft zu Protesten auf. -------------------------------------------------------------------------- Zielgerichte Präventionsarbeit zur Verhinderung von Gewalttaten G8-Gipfel Heiligendamm Pressemitteilung Nr.040 Einladung zur Pressekonferenz Die Beamten der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der BAO Kavala laden Sie herzlich zu einer Pressekonferenz am Dienstag, 08.Mai 2007, 16:00 Uhr in die Industrie- und Handelskammer zu Rostock Ernst-Barlach-Straße 1-3 18055 Rostock zum Thema: "G8 2007 - Die Welt zu Gast in Mecklenburg-Vorpommern - Zielgerichte Präventionsarbeit zur Verhinderung von Gewalttaten in Form von Radio- und Zeitungsspots" ein. Der Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern Herr Lorenz Caffier nimmt die Gelegenheit wahr und begleitet diese Pressekonferenz persönlich. Wir würden uns sehr freuen, Sie am Dienstag in der IHK zu Rostock begrüßen zu dürfen. -------------------------------------------------------------------------- FU Berlin Präsidium behindert G8-Themenwoche Die offizielle Pressemitteilung der studentischen Vorbereitungsgruppe (82K) Vom 07. bis 11. Mai 2007 findet am politikwissenschaftlichen Institut der FU in Berlin eine von Studierenden organisierte Themenwoche zum G8-Gipfel und Globalisierung statt. Nun versucht das Präsidium der "Freien" Universität die Durchführung der Woche zu behindern. In fünf Tagen sind über 60 Workshops, Seminare, Podien etc geplant. Für mehrere dieser Veranstaltungen hat das Präsidium kurzfristig die Räume verweigert. Mit der Themenwoche wollen die Studierenden einen Raum für offene und durchaus auch kritische Auseinandersetzungen mit globalisierungsrelevanten Problematiken bieten. Ein breites Spektrum von ReferentInnen mit verschiedenen politischen Hintergründen haben zugesagt und so können sich Studierende aller Universitäten, Schüler und die Berliner Öffentlichkeit auf eine kontroverse Woche freuen. Die Themenwoche wird außerdem vom Institut unterstützt. Am Mittwoch dem 2. Mai - zwei Werktage vor Beginn der Woche - hat das Präsidium der FU aus nicht nachvollziehbaren Gründen die Zusage für Räumlichkeiten verweigert. Die Organisationsgruppe bemüht sich nun in Kooperation mit dem Institut, in der knappen Zeit alternative Räume ausfindig zu machen. Der emeritierte Professor Elmar Altvater kommentiert die Aktion des Präsidiums wie folgt: "Das Präsidium der FU sollte dankbar sein, wenn Studierende ein Großereignis wie den G8- Gipfel im Juni in Heiligendamm zum Anlass für eine Themenwoche zur politischen und wissenschaftlichen Reflexion nehmen. Es sollte diese Initiative unterstützen und nicht durch den kurzfristigen Rückzug der Raumvergabe behindern. Das Präsidium der FU sollte auch bereit sein, offen gegenüber der Universitätsöffentlichkeit zu begründen, welche politischen Beweggründe es sind, die es zu diesem Schritt veranlasst haben. Die formalen Argumente jedenfalls überzeugen nicht." Es liegt nahe, dass die Leitung der FU gesellschaftliches Engagement und politische Arbeit nicht nur nicht zu schätzen weiß, sondern auch versucht dies aus der Uni zu verdrängen. Im Anhang findet ihr die offizielle Pressemitteilung der studentischen Vorbereitungsgruppe... Auf http://www.g8amosi.de.vu findet ihr alle relevanten aktuellen Infos und das Veranstaltungsverzeichnis... http://www.g8amosi.de.vu/ [http://de.indymedia.org/2007/05/175090.shtml] -------------------------------------------------------------------------- Treffen im Juni: 39 Prozent gegen G-8-Gipfel BERLIN - Eine großer Teil der Bürger steht dem G-8- Gipfel Anfang Juni in Heiligendamm ablehnend gegenüber. 39 Prozent stufen das Treffen der Staats- und Regierungschefs als "überflüssiges Spektakel" ein, wie eine Forsa-Umfrage für den "Stern" ergab. Aber die Mehrheit (52 Prozent) hält ihn für "sinnvoll". [http://www.abendblatt.de/daten/2007/05/03/734320.html] -------------------------------------------------------------------------- Das Infomobil der Polizei on Tour Die Polizei hat sich zum Ziel gesetzt, die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig, aktuell und so umfangreich wie möglich über die sicherheitsrelevanten Maßnahmen zu informieren, die im Zusammenhang mit dem G8-Gipfel 2007 stehen. Bürger, Gewerbetreibende und Verbände werden zu polizeilichen Sicherheitsmaßnahmen und Einschränkungen zum G8-Gipfel 2007 vor Ort informiert. Der Planungsstab Kavala setzt dazu unter anderem das Infomobil der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern ein. Die Termine für die 19. Kalenderwoche sind nachfolgend tabellarisch aufgeführt: Montag, den 07.05.07 10:00 Uhr-16:00 Uhr Laage, Rathaus, Am Markt Dienstag, den 08.05.07 10:00 Uhr-18:00 Uhr Laage, Rathaus, Am Markt Mittwoch, den 09.05.07 10:00 Uhr-16:00 Uhr Rostock, Universitätsplatz, Kröpeliner Straße Donnerstag, den 10.05.07 10:00 Uhr-18:00 Uhr Schwaan, Pferdemarkt Freitag, den 11.05.07 10:00 Uhr-16:00 Uhr Rostock, Universitätsplatz, Kröpeliner Straße Samstag, den 12.05.07 10:00 Uhr-16:00 Uhr Güstrow, Rathaus, Marktplatz [BAO Kavala] -------------------------------------------------------------------------- Attac lädt ein: Was wollen die Globalisierungskritiker? Infoveranstaltungen zum G8-Gipfel und den geplanten Protesten Was wollen die Globalisierungskritiker? Warum kommen sie Anfang Juni zu Zehntausenden an die Ostseeküste, um gegen den G8-Gipfel zu protestieren? Und was haben sie vor? Atworten auf diese und weitere Fragen rund um den G8-Gipfel liefert das globalisierungskritische Netzwerk Attac bei einer Informationstour in Rostock und Umgebung. Wenige Wochen vor dem Großereignis erläutern Vertreterinnen und Vertreter von Attac bei insgesamt neun Abendveranstaltungen ihre Kritik an der G8, stellen ihre Alternativen vor und stehen den Menschen vor Ort Rede und Antwort. "Die Besucher sind eingeladen, ihre Fragen und Bedenken rund um die G8-Proteste zu äußern oder auch einfach nur vorbeizuschauen, um zu sehen, was diese Gipfelkritiker eigentlich für Menschen sind", sagte Attac-Geschäftsführerin Sabine Leidig. "Und natürlich freuen wir uns über alle, die sich einmischen und mitwirken wollen." Die Referenten: - Sabine Leidig, Geschäftsführerin Attac Deutschland - Werner Rätz, Koordinierungskreis Attac Deutschland - Chris Methmann, Koordinierungskreis Attac Deutschland - Detlef von Larcher, Koordinierungskreis Attac Deutschland, SPD (ehem. MdB) - Philipp Hersel, bundesweite Attac-AG "Internationales", Blue21 - Adolf Riekenberg, Koordinierungskreis Attac Deutschland, Camp- AG Die Stationen der Infotour: Kühlungsborn, 8. Mai, 20 Uhr Hotel Morada Resort, Hafenstraße 2 Werner Rätz Neubukow 8. Mai, 20 Uhr Dr.-Gronau-Schule, Wollenweberstraße 9 Detlef v. Larcher , Philipp Hersel Wismar 11. Mai, 20 Uhr Tikozigalpa, Dr.-Leber-Straße. 38 Detlef v. Larcher Kröpelin 14. Mai, 19.30 Uhr Zum Raben, Bützower Straße 98 Chris Methmann Reddelich 15. Mai, 20.00 Uhr Partyhaus Hackendahl Kröpeliner Straße 26 Chris Methmann, Adolf Riekenberg Rostock 21. Mai,19.30 Uhr Charisma e.V. St.-Petersburger Straße 18 B Sabine Leidig, Philipp Hersel, Bad Doberan 22. Mai, 20 Uhr Festsaal (Kreisverwaltung), August-Bebel-Str 3 Philipp Hersel, Sabine Leidig Rostock 24. Mai, 20 Uhr MAU, Warnowufer 56 Sabine Leidig, Chris Methmann Rostock 30. Mai, 20 Uhr Uni-Rostock, Ulmenstraße. 69 Chris Methmann (Termin unter Vorbehalt!) Pressemitteilung Attac Deutschland Rostock / Frankfurt am Main, 3. Mai 2007 [www.attac.de] -------------------------------------------------------------------------- Grünes Licht für G8-Camp Streit um Haftung geht weiter / Pächter will Fläche kündigen Bützow (croe) - Bützows Bürgermeister Lothar Stroppe gab gestern nun doch grünes Licht für das geplante G8-Camp in Bützow. Streit gibt es aber nach wie vor, wer für eventuelle Schäden auf den städtischen Flächen aufkommt. Noch vor einer Woche drohte das größte G8-Camp im Land zu platzen. Lothar Stroppe verweigerte eine Genehmigung (SVZ berichtete). Grund: Die Stadt hat das Land, auf dem das Camp stattfinden soll, an einen Landwirt verpachtet, der wiederum schloss einen Unterpachtvertrag mit Camp-Organisator André Harder vom Büro "VIP". Bützows Stadtvertreter stimmten der Unterverpachtung zu. Landwirt Poppe Gerken weigerte sich jedoch, eine vom Bürgermeister zusätzlich erarbeitete Vereinbarung zu unterzeichnen, wonach Gerken für Schäden durch das Camp auf der 20 Hektar großen Fläche haftet. "Das kann ich nicht", sagte Poppe Gerken gestern. Dafür sei er nicht versichert. "Es handelt sich schließlich um ein Weltereignis", so Gerken. Er sehe das Land in der Pflicht. Aus dem Schweriner Innenministerium heißt es dazu: "Private Pachtverhältnisse berühren uns nicht. Wir haben der Stadt Bützow aber zugesichert, sie mit etwaigen Schäden durch das G8-Camp nicht alleine zu lassen", erklärte Ministeriumssprecher Gerald Holsten gestern. Bützows Bürgermeister Lothar Stroppe verlasse sich nicht auf mündliche Zusagen. Schriftlich habe man ihm dies nicht zusichern wollen. Für ihn sei aber inzwischen klar, dass Poppe Gerken als Pächter für Schäden haftet. "Das ist im BGB klar geregelt", sagt Lothar Stroppe, der deshalb gestern auch grünes Licht für das Camp gab. Poppe Gerken denkt dagegen über eine außerordentliche Kündigung seines Pachtvertrages mit der Stadt nach. Er fühle sich allein gelassen. Einer außerordentlichen Kündigung mit einer eventuellen Übernahme des Unterpachtvertrages müssten allerdings Bützows Stadtvertreter zustimmen. Aus dem Unterpachtvertrag mit Camp-Organisator André Harder wird Gerken ansonsten kaum herauskommen. Harder habe bereits mehrere tausend Anmeldungen und Ausgaben für das vom 1. bis 10. Juni geplante Camp. [http://www.svz.de/newsmv/lr/bue/04.05.07/23-17009449/23-17009449.html] -------------------------------------------------------------------------- Österreichisches Bündnis ruft zu Protesten auf. "Keine Macht für G8!" Unter diesem Motto ruft in Österreich ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis* zu Protesten gegen den Gipfel der acht mächtigsten Industrienationen (G8) von 6. - 8. Juni in Heiligendamm, Deutschland auf. Die mächtigsten acht Industrieländer (G8) treiben eine Globalisierung voran, die nur einer Elite von Reichen nützt. Sie treffen ohne jegliche demokratische Legitimation Entscheidungen, die Milliarden von Menschen betreffen. Sie stehen für neoliberale Dominanz in der Weltwirtschaft und fördern die strukturelle Ungleichheit zwischen Nord und Süd. Die G8 sichern dem Westen - auch mit militärischen Mitteln - den Zugang zu Ressourcen und Märkten und tragen maßgeblich zur systematischen Zerstörung der Umwelt bei. Die G8 machen eine Politik im Interesse der Konzerne, die weltweit die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen verschlechtert. So wachsen auch in Europa trotz zunehmenden gesellschaftlichen Reichtums Armut, Arbeitslosigkeit und die Zahl der Menschen, die trotz Erwerbstätigkeit keinen existenzsichernden Lebensunterhalt verdienen. Sonderzug zu Großdemonstration Vom 2. - 8. Juni findet in Rostock, 22 km von Heiligendamm entfernt, eine internationale G8-Protestwoche statt. Höhepunkt ist die Großdemonstration am 2. Juni, zu der österreichische TeilnehmerInnen mit einem Sonderzug anreisen werden. Es werden die größten internationalen Proteste der letzten Jahre erwartet. Alternativgipfel mit Kulturprogramm Weiters findet in Rostock vom 5. - 7. Juni ein Alternativgipfel sowie ein umfangreiches Kulturprogramm (u.a. Konzert mit Herbert Grönemeyer) statt. Den Aufruftext sowie weitere Informationen zum Thema G8 und zum Sonderzug gibt es unter www.attac.at/g8 * Bisherige UnterzeichnerInnen: AGEZ, Attac, Enchada, GPA-Jugend, Greenpeace, Katholische Aktion Österreich, ÖBV-Via Campesina Austria, Österreichische Hochschülerschaft, Verein Südwind Entwicklungspolitik, VIDA. [http://www.eisenbahner.at/servlet/ContentServer?pagename=S03/Page/Index&n=S03_0.a&cid=1178197967566] -------------------------------------------------------------------------- Ausführlicher Pressespiegel rund um den G8 unter http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-l ================================================== 08 Frankreich: Erklärungen von Sarkozy sind unverzeihlich "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================== GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEMITTEILUNG Göttingen, 04.05.2007 Frankreichs Präsidentschaftskandidat Sarkozy: Unerträgliche, unverzeihliche, inhumane Erklärungen "Wir bedauern, dass Frankreichs Präsidentschaftskandidat Nicolas Sarkozy den Holocaust missbraucht, um sein eigenes Land von anderen Verbrechen frei zu sprechen und gleichzeitig immer wieder die Sprache der Rechtsradikalen benutzt, um gegen Schwächere vorzugehen", erklärt der Generalsekretär der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), Tilman Zülch. "Unerträglich ist seine Erklärung in diesen Tagen, "Selbstmörder haben eine genetische Schwäche". Unverzeihlich und rechtsradikal ist ebenfalls die Ausgrenzung der "farbigen" und nordafrikanischen Einwandererjugend. So hatte Sarkozy im November 2005 gesagt: "Ich werde die Vorstädte reinigen vom Abschaum, vom Gesindel, von den Gammlern und dem Krebsgeschwür." Ohne Anerkennung vergangener Verbrechen können die europäischen Herausforderungen der Gegenwart nicht bewältigt werden. Auch deshalb hatte sich Frankreichs amtierender Präsident Jacques Chirac im Namen Frankreichs für die Mitwirkung der französischen Administration an der Deportation der französischen Juden entschuldigt. Kein Deutscher darf die Verantwortung Deutschlands für den Holocaust oder die Verbrechen an den Sinti, den Behinderten, den Homosexuellen oder an Osteuropäern leugnen, keiner darf sich der Kritik an diesem Teil der deutschen Geschichte entziehen. Zur Erklärung von Sarkozy, Frankreich hätte keine Massaker begangen, erinnern wir an eine Reihe von Kriegs- und Nachkriegsverbrechen, die Frankreich, wie jedes andere europäische Land, für die Zukunft zu humaner Politik ermuntern sollten: - Am 8. Mai 1945, als in Europa das Ende des Krieges gefeiert wurde, schwenkten feiernde algerische Soldaten der französischen Armee auch algerische Flaggen. Unabhängigkeitsforderungen von der französischen Kolonialmacht wurden laut. Nach Aufforderungen diese zu unterbinden, schossen Kolonialbeamte in die Menge. In Sétif und Guelma kam es zu Massakern, bei denen Schätzungen zufolge zwischen 15.000 und 45.000 Algerier getötet wurden. - Der Versuch die algerische Unabhängigkeit zu verhindern kostete von 1954 bis 1962 zwischen 700.000 und einer Million Algerier und circa 24.000 Franzosen das Leben. - Schon vor dem Einmarsch der Nazis im Zweiten Weltkrieg unterhielt Frankreich Internierungslager im eigenen Land. Die berüchtigtsten Lager wurden für spanische Bürgerkriegsflüchtlinge eingerichtet. Unter den Häftlingen befanden sich auch 4.000 deutsche, jüdische Flüchtlinge, gemeinsam mit linksorientierten französischen Politikern. Die Häftlinge wurden 1940 den deutschen Nazis übergeben, von denen sie in deutsche Konzentrationslager deportiert wurden. Nur wenige von ihnen überlebten. - Die Kollaboration des französischen "Vichy"-Regime mit den Nazis ist bekannt: Zwischen 1941 und 1944 sind in Frankreich mit Hilfe französischer Beamter rund 75.000 Juden, davon etwa 12.000 Kinder, in Vernichtungslager deportiert worden - unter anderem nach Auschwitz- Birkenau, Majdanek und Sobibor. Vom Lager Drancy bei Paris wurden etwa 65.000 meist französische Juden in deutsche Konzentrationslager deportiert, 63.000 von ihnen - darunter etwa 6.000 Kinder - wurden entweder ermordet oder starben auf Grund der katastrophalen Transport- und Lebensbedingungen. - Nach Kriegsende wurden in Frankreich mehr als 10.000 Menschen wegen erwiesener oder vermuteter Kollaboration in außergerichtlichen "Säuberungen" (Epuration) nach der Befreiung Frankreichs ermordet. - Als "Siegermacht" des Zweiten Weltkriegs wandte sich Frankreich 1945 gegen die Unabhängigkeitsbewegung von Vietnam, nachdem dieses Land zunächst unter japanischen und später britischen Einfluss geraten war. Mit einem französischen Angriff auf die Hafenstadt Haiphong, bei dem rund 6.000 Zivilisten getötet wurden, begann 1946 der erste Indochinakrieg. Frankreich unterlag 1954 dennoch dem Viet Minh. Der Krieg forderte auf französischer Seite knapp 95.000, auf vietnamesischer Seite mehr als 300.000 Todesopfer. - In Madagaskar, französische Kolonie von 1898 bis 1960, schlugen französische Streitkräfte im Jahr 1947 einen blutigen Aufstand mit größter Inhumanität nieder. Menschen wurden erschossen oder von Militärflugzeugen aus ins Meer geworfen. Schätzungen zufolge kamen bei der Rebellion bis zu 100.000 Menschen ums Leben." Tilman Zülch Generalsekretär (auch erreichbar unter Tel. 0151 153 09 888) ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ================================================== 09 Hillary's Mother-F'ING Tour Business Greg Palast ================================================== HILLARY'S MOTHER-F'ING TOUR BUSINESS by Greg Palast Palast is the author of Armed Madhouse, released last week in a new, expanded edition, in paperback - the newest addition to the New York Times list of non-fiction bestsellers. Before his untimely death in a plane crash, Commerce Secretary Ron Brown said, "I'm not Hillary's mother-f****** tour guide!" That wasn't a nice thing for a member of the President's cabinet to say about the First Lady, now my Senator, Hillary Clinton. And it's probably not polite for me to bring it up now.  But if I don't, surely the Karl Rovarians will - if Senator Mrs. Clinton nails the Presidential nomination. Bill Clinton used to say that, once he became president, he finally earned more money than his wife.  That was a carefully crafted bit of modesty to show Bill as an aw-shucks regular guy versus Richie Rich-kid George Bush. But Bill's cute remark raised a question in my mind:  How did Hillary get that big ol' salary?  And another question arises:  how has she stayed out of prison? The story's a little complicated, involving a New Orleans power company, Indonesian billionaires, a New York nuclear plant and plain old influence peddling.  But if we follow the money, we'll get the picture.  And it ain't pretty. But first, let's stop at Wal-Mart.  Read an official biography of the Senator and you'll find her six-month stint on a child- protection task force.  Yet you won't find her SIX YEARS on the board of directors of Wal-Mart Corporation.   She may have earned a Grammy for "It Takes a Village to Raise a Child."   But it takes a Governor's wife to provide cover for Wal-Mart's profiteering off systematic wage-enslavement of children in its factories in South America. Sam Walton called Hillary, "My little lady."  Sam paid her an eyebrow raising sum for a director - equal to 60% of her entire not-insubstantial salary as a lawyer.  By contrast, Wendy Diaz (her real name), a 13-year-old in Honduras, was paid 25 cents an hour to make shirts for the "little lady's" label. Hillary's rake-in was made possible by Wal-Mart's 100% union-free operation and out-sourcing of 100% of its manufacturing, some to prison factories in China.  Now, you could say that Hillary couldn't hear the screams of the kiddies in Kamp Wal-Mart in Honduras.  After all, she relied on the intelligence provided her by the President (of Wal-Mart). Fast forward to 1994 and the Brown 'mother-f'ing tour guide' business. According to Nolanda Hill, the Commerce Secretary's long-time business partner and love interest, Brown, who died in 1996, endorsed a Hillary cash-for-access scheme ($10,000 for coffee with the President, $100,000 for a night in the Lincoln bedroom).  However, Brown resented the discount rate the First Lady put on US executives joining Brown's lucrative trade missions. 'I'm worth more than $50,000 a pop!' he said. One company more than happy to pony up for a cash joy-ride with Brown was Entergy International.  This electric company, based in Little Rock, became one of the world's biggest power system operators on the planet under the Clinton regime.   Interestingly, Bill Clinton began his political climb by running for Arkansas Attorney General campaigning on a pledge to fight Entergy's electric price hikes.  His pro-consumer plan was defeated in court by Entergy's law firm - which included one Hillary Rodham. There were more favors for Entergy.  In 1998, I discovered, while working under cover for the Guardian and Observer, that Tony Blair was personally fixing the system to let Entergy to violate British policy on coal plants.  Why?  I picked up in my secret recordings of Blair's cronies that calls to take care of Entergy, rules be damned, had come in from the office of 'the Flotus' - the First Lady of the United States. It gets creepier.  In June of 1994, Entergy's partner in Asia, the Riady family of Indonesia paid recently-resigned Associate Attorney General Webster Hubbell a $100,000 consulting fee.  Odd that:  Hubbell was on his way to prison for the felony crime of inflating his legal bills.  Why would Asians pay a lawyer for advice on Asia who was on his way to the pokey? Maybe it had to do with his partner in crime.  I've conducted investigations of lawyer over-billing.  It is nearly impossible for a senior lawyer to pad billing records unless the junior partner also fraudulently monkeys with time logs to make sure the records don't give away the game.  Who was Hubbell's "little lady" junior partner?  Today we call her Madame Senator. Hillary's logs were worth close inspection by authorities, no?  But the funny thing about Hillary's billing records: when requested for disclosure in another suit, they disappeared. First, her law firm's computers went ka-blooey. Then the paper printouts vanished, but not before, during the 1992 Presidential campaign, they were secretly combed over, line by line, by …  Web Hubbell. Hubbell knew his own logs were phonied, and he understood the consequences of exposure. Ultimately, bloated hours on those records caused him to lose his law license, his Associate Attorney General post and his freedom.  He got 21 months in the slammer. What did Hubbell see and know about Hillary's logs? Hubbell won't say, except for a cryptic remark, after seeing her bills, that 'every lawyer' fabricates records. Hubbell pleaded guilty, but refused to answer investigators' questions, a requirement in any plea bargain - so the judge had to sentence him to prison. Why would Hubbell choose to do time on the chain gang over testifying about the First Lady? His prosecutors did not know at the time of the $100,000 Riady payment, the first of over half a million dollars Hubbell would receive from Clinton friends in the weeks up to his entering jail. And those Hillary billing records?  Hubbell lost them - how convenient.  Then they reappeared two years later, just outside Hillary's office, right after Hubbell announced he would refuse to testify against her. Maybe the Clintons knew nothing about the big money flowing to prison-bound Hubbell. Knowledge of the payments would suggest they were buying Hubbell's silence. In 1996, when the LA Times uncovered the payments, Mrs. Clinton's First Man Bill stone-cold denied he knew anything about it. Then, in 2000, in a deposition by the Justice Department, the President changed his tune. Investigators confronted the President with this: on June 20, 1994, Hubbell met with Hillary. Two days later, James Riady, the Asian billionaire Entergy partner, met with Hubbell for breakfast.   Just a few hours later, Riady returned to the White House, then met again with Hubbell, then made two more treks to the White House. Two days later, a videotape shows the beginning of another meeting in the Oval Office between Clinton and Riady -- but oddly, before they talk, the tape goes blank. Two days after that, Hubbell gets his $100,000 through a Riady bank. Lying to journalists is a venal sin, but lying to the Feds is perjury. In his deposition, the President's denial transformed into amnesia. He couldn't remember if Riady mentioned the payment. Then, the President slyly opened the door to the truth. "I wouldn't be surprised if James told me," Clinton said. Neither would I. What did Riady get? The Flotus herself, says Nolanda Hill, forced Brown to accept the appointment of Riady's bag man, John Huang, as a Commerce Department deputy.  According to records of calls the Guardian obtained via the Freedom of Information Act, Huang's first order of business was to wheedle his way into confidential CIA briefings on Indonesia and China, then call Riady and his Entergy partners. The same day Riady met the President, documents show he called on a Clinton crony at the top of the department's Export-Import Bank. "We just came over from the Oval Office," is a nice way to provide assurance of the 'political connection' required for help. These and other Riady team meetings at Commerce are marked 'social'. Yet, shortly thereafter, the department agreed to promote and fund the Riady-Entergy China venture. Influence is not a victimless crime. Riady and his minions' visits to the White House (94 times!) included successful requests for the President to meet Indonesian dictator Suharto and to kill negative reports on East Timor and working conditions in Indonesia. Timorese and Indonesians paid for these policy flips with blood. Has Entergy's investment in Hillary's jail-bird partner continued to pay dividends? Code Pink and New York environmentalists have been pulling out their hair over Senator Clinton's backing of the operation of the creaky old Indian Point nuclear plant just above - and within irradiating distance of - New York City.  The owner of the Indian Point nuke?  Hillary's old buck buddies, Entergy. Am I saying Hillary would arrange for a payoff to keep witnesses silent, to poison US foreign policy for the profit of corporate cronies, to vote in Washington loaded down with conflicts of interest?  I would never say so.  Even if the evidence will. Greg Palast is the author of the New York Times bestseller, ARMED MADHOUSE:  From Baghdad to New Orleans -- Sordid Secrets and Strange Tales of a White House Gone Wild.  "A masterpiece" (Robert F. Kennedy Jr.).  "America's top investigative reporter and the funniest" (Randi Rhodes).  "Palast's stories bite - so relevant they threaten to alter history" (Chicago Tribune).  "Palast ... is twisted and maniacal" (Katherine Harris). www.GregPalast.com ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 10 neue Telefonnummern Initiative Minderheiten Newsletter ================================================== Die Initiative Minderheiten ist ab heute unter den folgenden neuen Telefonnummern zu erreichen: 01/966 9001 (Helga Kovrigar, Sabine Schwaighofer) 01/966 9003 (Hakan Gürses, Cornelia Kogoj) mfg, cornelia kogoj -- Dr. Cornelia Kogoj Initiative Minderheiten Gumpendorfer Straße 15/13 A-1060 Wien Tel. +43 1 966 9003 Fax +43 1 586 82 17 www.initiative.minderheiten.at www.gastarbajteri.at ***** Newsletter der Initiative Minderheiten Gumpendorfer Straße 15/13 A-1060 Wien Tel. 586 12 49-18 Fax 586 82 17 http://www.initiative.minderheiten.at http://www.gastarbajteri.at ***** ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ D) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: Ein Beitrag mit Bezug auf den IL/Pal-Konflikt. Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 22:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Mon May 7 07:14:53 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Mon, 7 May 2007 07:14:53 +0200 Subject: mund: 7. mai 2007 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! Montag, 7. Mai 2007 ================================================ A) INHALT ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 - Reminder: 8. Mai Befreiungsfest Schwarzenbergplatz cafe.critique at gmx.net ================================================ 02 - Pressekonferenz OMV-Iran cafe.critique at gmx.net ================================================ 03 - Neue Zeitung des ArbeiterInnenstandpunkt erschienen ast-lfi at gmx.net ================================================ 04 - hallo weltrevolution margit-florian at tele2.at ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 05 - Zum neuen "Siegfriedskopf" an der Wiener Uni cafe.critique at gmx.net ================================================ 06 - ASt - Erfolgreiche 1.Mai-Demonstration + Reden von ASt und REVOLUTION ast-lfi at gmx.net ================================================ 07 - Kampfblogger zu «schleichende Islamisierung Europas» dieinitiative at gmx.at ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< VERANSTALTUNGEN <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 08 - *21 - 22. 05* in Thueringen: The CARAVAN TOUR 2007 in Jena and Freienbessingen Refugee Lager Camp thevoiceforum at emdash.org ================================================ 09 - Veranstaltungshinweis info at infoladen-wels.at ================================================ 10 - kinoki-mikrokino Nr.143 Ravensbrückerinnen augustine.leisch at gmx.at ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 11 - [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm 1 gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ 12 - [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm 2 gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 - Reminder: 8. Mai Befreiungsfest Schwarzenbergplatz cafe.critique at gmx.net ================================================ Denkmal der Roten Armee am Schwarzenbergplatz, 18 Uhr Unterstützer: Anthropoid/Innsbruck, antifa-on, Archiv der sozialen Bewegungen/Wien, Bund sozialdemokratischer Juden - Avoda, Café Critique, Context XXI, Fakultätsvertretung Sozialwissenschaften, Grünalternative Jugend Wien, Israelitische Kultusgemeinde, Kommunistischer StudentInnenverband (KSV - LiLi), Scholars for Peace in the Middle East/Austria, Studienvertretung Judaistik, Studienvertretung Politikwissenschaft, www.juedische.at, Zionistische Föderation in Österreich, ZPCL - der B'nai B'rith Es sprechen: - Raimund Fastenbauer, Generalsekretär der Israelitischen Kultusgemeinde - Ceija Stojka, Zeitzeugin und langjähriges Vorstandsmitglied von Romano Centro - Marijan Sturm, Zentralverband slowenischer Organisationen (angefragt) - Ruth Contreras, Vorsitzende Scholars for Peace in the Middle East Austria - Matthias Küntzel (Politikwissenschaftler aus Hamburg) - Café Critique Catering: Maschu Maschu Anschließend: "RussInnendisko" _________ 9. Mai 2007 Wien, 18:30 Islamischer Antisemitismus und der Nahostkonflikt Vortrag von Matthias Küntzel Jüdisches Museum, Dorotheergasse 11, 1010 Wien Eine Veranstaltung von Scholars for Peace in the Middle East (Austria) mit Unterstützung von Café Critique u. a. ________ Café Critique Verein für Gesellschafts- und Kulturkritik Wickenburggasse 16/5 A-1080 Wien Tel.: 0043 699 107 87 421 Fax: 0043 1 406 81 54 19 Email: cafe.critique at gmx.net Web: http://www.cafecritique.priv.at Konto: Dr. Renate Göllner, Erste Bank Nr. 28660228600, BLZ 20111 BIC: GIBAATWW, IBAN: AT512011128660228600 ================================================ 02 - Pressekonferenz OMV-Iran cafe.critique at gmx.net ================================================ Who's Fueling Who? The OMV Connection: Austrian Investment Energizes Iran's Extremist Regime Wednesday, 9th of May 2007, 11.00 am Press Club Concordia, Bankgasse 8, 1010 Vienna (refreshments will be served) Presented by Dr. Matthias Küntzel and Ghazal Omid Matthias Küntzel, Ph.D., is an expert on Islamic Fundamentalism and Iran. Dr. Küntzel has been an outspoken critic of current European- Iranian business ties. A noted author and political scientist from Hamburg, Germany, his recent work on Iranian President Ahmadinejad, the Bassiji movement, and Germany's policy towards Iran was published in Internationale Politik, and in The New Republic, among others. Küntzel is a member of Scholars for Peace in the Middle East. Ghazal Omid is one of Iranians boldest political authors and human rights activists today. Born on the Iranian-Iraqi border in 1970, she was abducted and threatened for taking innocuous pictures of university classmates in Isfahan. She was publicly condemned as an "American Patriot" in national Friday prayers by Iran's leader Ayatollah Khamenei. Sympathetic university and embassy contacts arranged a visitor's visa to Europe and she subsequently moved to Canada. Ms. Omid is the author of Living in Hell. ================================================ 03 - Neue Zeitung des ArbeiterInnenstandpunkt erschienen ast-lfi at gmx.net ================================================ Neue Zeitung des ArbeiterInnenstandpunkt erschienen! * Neoliberale Politik der SPÖ Wien * Ausschlüsse in der SJ - ein Bericht * Was steckt hinter dem Eurofighter-Skandal * KPÖ-Kommunalpolitik: Das Prinzip der Prinzipienlosigkeit * Friedensunterricht in Afghanistan - ein Kommentar * Vorbereitung der Proteste gegen den G8-Gipfel * Resolution zu drohenden Krieg gegen den Iran * Massenproteste in Pakistan * Die Linke und die Wahlen in Frankreich * Klimawandel und Kapitalismus * 90 Jahre Russische Revolution Die Zeitung kostet 1,50,- und kann über unsere Kontaktadresse bestellt werden Kontaktadressen ArbeiterInnenstandpunkt: Stiftgasse 8, 1070 Wien E-Mail: info at arbeiterinnenstandpunkt.net Tel.: 0650/406 83 14 http://www.arbeiterinnenstandpunkt.net ================================================ 04 - hallo weltrevolution margit-florian at tele2.at ================================================ Hallo!!! Am 7.7.2007 ist bekanntlich WELTREVOLUTION und da dieser wunderbare Tag nun ausgerechnet auf einen Samstag fällt und die Weltrevolution bekanntlich auch überall stattfindet könnte man nun ja für den 7.7.2007 in jeder Stadt/Region ein Punkertreffen organisieren. Wir organisieren es z.B. in St.Veit an der Glan! Darum laden wir euch ein zu dem diesjährigen Welt Revolutions Tag nach St.Veit an der Glan ein zu einem Gemütlichen Skins und Punker treffen! Wer kommen will soll kommen! Mann sieht sich! PS: Wir wollen friedlich miteinander Feiern und kein stress mit der Polizei haben, darum bitten wir alle kein stress mit den Polizisten zu machen, weil wir wollen ja schließlich den Ganzen Tag Feiern und nicht schon nach ein Paar stunden im Bau Sitzen! Danke schon mal an alle! Ps. an die Polizei: Wir bitten sie hiermit darum, dass sie uns Jugendlichen diesen Tag in der Stadt gewähren und diesen schönen Tag nicht durch Platzverweise oder Verhaftungen zerstören. Wir wollen nur unsern Spaß. Also nochmals es ist keine Aufruf zur Gewalt oder ähnlichem. Treffpunkt: Am: 7.7.2007 Wann: Um13:30 Uhr bis (solange ihr wollt) Wo: Hauptbahnhof St.Veit/Glan <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 05 - Zum neuen "Siegfriedskopf" an der Wiener Uni cafe.critique at gmx.net ================================================ Siegfrieds Nase Über die Neuaufstellung des “Siegfriedskopfs" im Arkadenhof der Wiener Universität von Gerhard Scheit (Statement anläßlich einer Podiumsdiskussion mit Bele Marx & Gilles Mussard, Rainer Fuchs, Herbert Posch, Gerhard Scheit, Katharina Wegan; Moderation: Florian Ruttner; 18. 10. 2006 im Hörsaal 33 der Universität Wien) "Die sich über mehrere Dekaden hinziehende Kontroverse um das Gefallenendenkmal waren Anlass, den 'Siegfriedskopf' durch ein Kunstprojekt in einen neuen Kontext zu stellen. (Š) In der Neu- Disposition und der parallel dazu verlaufenden künstlerischen Auseinandersetzung mit dem 'Siegfriedskopf' wurde die Grundstimmung der Zwischenkriegszeit an der Universität Wien und der Diskurs um das Denkmal, vorwiegend in den letzten Dekaden des vorigen Jahrhunderts, nachgezeichnet. Im Zusammenhang mit der architektonischen Neugestaltung wurde entschieden den “Siegfriedskopf" von seinem ursprünglichen Standort in der Hauptachse der Aula des Gesamtgebäudes der Universität zu entfernen und ihn im westlichen Teil des Arkadenhofes in einer neuen Weise zu positionieren. Die vom Bundesdenkmalamt geforderte Witterungshülle aus Glas unterstützte die Idee, die Hülle gleichzeitig als Träger von Textbeiträgen und Fotografien aus Tageszeitungen von 1923 (dem Jahr, in dem der Siegfriedskopf aufgestellt wurde) bis heute einzusetzen. Aufbauend auf diesen Vorgaben der Architekten begann die künstlerische Intervention. Das Objekt besteht nunmehr aus mehreren Glasebenen und Einheiten. Der äußere Kubus ist Träger eines zeitgeschichtlichen Textes von Minna Lachs, sie beschreibt darin exemplarisch eine Situation antisemitischer Übergriffe in den 20er Jahren. Im inneren Teil des Glaskubus befinden sich weitere Glasflächen mit Texten und Fotografien aus Publikationen. Über eine neben der Skulptur stehende Informationsstation werden ergänzend, am Beispiel von vier Zeitschichten - 1914-1923, 1938-1945, 1965-1968, 1990 bis zur Gegenwart - unterschiedliche Reaktionen sichtbar gemacht, für die das Denkmal stand und steht. Die Texte wurden unter wissenschaftlicher universitärer Beratung von uns ausgewählt und liefern einen Beitrag zu den historischen Hintergründen und den vielschichtigen Vorgängen um das Denkmal. (Š) Die ausgewählten Texte wurden gescannt, aufbereitet, auf einem transparenten Film, gleich einem Diapositiv, ausbelichtet und zwischen Glasschichten eingebettet. Naturlicht, Wetterverhältnisse und mögliche gewaltsame Eingriffe von Außen sind wesentlicher Bestandteil der Schriftskulptur. Durch Sonnenlicht wird gleichsam ein Schatten der Schrift auf das Objekt projiziert, der die unterschiedliche Lesbarkeit des Gesamtobjekts hervorruft. Der Lauf der Sonne ist Teil des Konzepts. Er versetzt die Skulptur in einen permanenten Wandel von Licht und Schatten und die Textpassagen in einen abwechselnd aktiven und passiven Zustand. Über die drei Glas-Bügel legt sich - einer Matrize gleich - eine zweite Glasschicht. Die Oberfläche gibt, wie erwähnt, die autobiografische Erinnerung der Zeitzeugin Minna Lachs wieder, wobei Zeile für Zeile wie eine Zikkurat um den Glaskörper läuft, den man umgehen muss, um den Text vollständig lesen zu können. Auch die äußere “Glasschicht" arbeitet mit Naturlicht, den Wetterverhältnissen und allen möglichen äußeren Umständen und Eingriffen. Im Laufe der Zeit wird die Schrift durch die Verwitterung noch deutlicher und dominanter werden. Je nach Wetterlage ist sie unterschiedlich sichtbar, wobei sich die sandgestrahlte Schrift beispielsweise bei Regen mit Wasser füllt, sodass sie auf der Gesamtoberfläche des Glasobjektes beinahe verschwindet, bei Sonneneinstrahlung hingegen entstehen Schattenbilder bzw. Projektionen, die zusätzliche Ebenen erzeugen. (Š) Da die Skulptur sich laufend mit den gegebenen Wetterverhältnissen verändert, ist sie in einem passiven Stillstand, besitzt aber gleichzeitig die Stärke 'aktiv' zu reagieren. Je stärker eine mögliche Einwirkung von außen stattfindet, desto deutlicher tritt die Erzählung der obersten Glasschicht in den Vordergrund und wird umso sichtbarer. (Š) Die Neupositionierung war architektonisch notwendig, und es war politisch sinnvoll den Senatsbeschluss aus den 90er Jahren, den Siegfriedskopf zu verlegen, endlich zu realisieren. So wurde aus der Universitätsaula ein Objekt entfernt, das seit Jahrzehnten für Diskurs und Auseinandersetzung sorgte. Ursprünglich als Kriegerdenkmal geplant, wurde der Siegfriedskopf 1923 in der Aula der Universität aufgestellt und bald zur Ikone der deutsch-nationalen Studenten Verbindungen und so zum Symbol für politischen Extremismus, Faschismus und Antisemitismus. Er war kein Symbol für eine freie, offene und moderne Universität. Der Siegfriedskopf wurde von seinem Sockel gestürzt, und mit Schrift ummantelt. Das so entstandene Kunstwerk ist als Metapher zu verstehen und soll daran mahnen, dass Extreme (Diktaturen) als erstes die Schrift und das freie Wort unterbinden (Autodafé). In subtiler Weise 'antwortet' und 'verteidigt sich' unsere Schrift-Skulptur, wenn notwendig, auf mögliche Eingriffe und lässt die Erzählung akkurat und von Mal zu Mal stärker hervortreten. Sie ist zum Zeichen einer so autonomen wie neutralen, nicht aber gleichgültigen Zeit geworden, in der die Geschichte nicht verdrängt und geleugnet wird, die Gegenwart aber als Brücke verstanden werden soll, die in die Zukunft weist." Pressetext von Bele Marx & Gilles Mussard (Büro Photoglas) http://www.photoglas.com/upload/bildordnersiegfried/presse.pdf Der Faschismus, sagt Walter Benjamin, betreibt die Ästhetisierung der Politik. Der Postfaschismus aber, demonstriert Österreich, ästhetisiert auch noch die Erinnerung an ihn. So lagert sich auf dem antimodernen Kitsch der Nazis eine neue Schicht von postmodernem ab, den der Nachfolgestaat des Nationalsozialismus sein eigen nennen kann. Diese Tektonik läßt sich bis ins bauliche Detail an der Neuaufstellung des “Siegfriedskopfs" im Arkadenhof der Wiener Universität im Jahr 2006 studieren: Archäologie einer postnazistischen Struktur. Von Gedenkjahr zu Gedenkjahr schreitet die Ästhetisierung der Erinnerung fort. Wo allein das Bilderverbot gemäß wäre, die Erinnerung an die größten politischen Verbrechen der Menschheit zu leiten, damit sie als absolut Sinnloses, annihilation for the sake of annihilation, umso entschiedener ins öffentliche Bewußtsein gerückt werden können, setzen sich Events und Kunsthandwerk fest und produzieren unaufhörlich tiefgründigen Kitsch und feierliche Phrasen, um den Verbrechen selber nachträglich wieder Sinn zu geben, dessen der Nachfolgestaat bedarf. Die sekundäre Volksgemeinschaft begreift sich endlich als ihr eigenes Gesamtkunstwerk, an deren Ausgestaltung sie die verschiedenen Kunstgewerbler und Eventmanager teilhaben läßt. Neu ist diese Gemeinschaft darin, daß sie sich bewußt der NS-Vergangenheit stellt, die man früher, wie es so schön heißt, “verdrängt" habe, in Wahrheit aber nur verschwiegen hat; daß sie “Zeichen" setzt, um sich ihrer “so autonomen wie neutralen, nicht aber gleichgültigen Zeit" zu versichern, “in der die Geschichte nicht verdrängt und geleugnet wird, die Gegenwart aber als Brücke verstanden werden soll, die in die Zukunft weist". Die sich erneuernde Volksgemeinschaft stellt sich ihrer Vergangenheit, indem etwa Lehrer die Schüler dazu anhalten, Briefe an jüdische Naziopfer zu schreiben, um sie im Rahmen einer Massenveranstaltung per Gasluftballons vom Heldenplatz aus in die Luft steigen zu lassen: “A Letter To The Stars": “’Ich hab Dich richtig lieb gewonnen, ich werde Deinen Namen immer mit mir tragen, durch Dich und mit Dir habe ich die Vergangenheit erlebt', schreiben die SchülerInnen an die von ihnen ausgewählten Opfer" - nachzulesen in dem Buch übers Event vom Mai 2003 A Letter To The Stars. Briefe in den Himmel (Wien 2003). Die Opfer haben sich in Sterne verwandelt, die am Firmament der “so autonomen wie neutralen" Zeit aufglänzen: Lichtjahre entfernt und doch kann man mit ihnen korrespondieren, sogar auf Du und Du, weil nämlich die eigenen Großeltern sie einst umgebracht haben, nachdem sie schon damals ausgewählt worden waren. Wenn das kein erhabenes Gefühl ergibt. In der Wissenschaft hat man Begriffe wie Diskurs, Kontext und Narrativ erfunden, um die Voraussetzungen solcher Erhabenheit bereitzustellen und auch noch die scheinbar Unversöhnlichen zu integrieren ins falsche Ganze. Jeder bekommt sein Narrativ zugewiesen in der sekundären Kontextgemeinschaft: der deutschnationale Burschenschaftler, der die SS-Großväter ehrt und vor dem Siegfriedskopf Gänsehaut bekommt, und der kritische Zeitgeschichte- Student, der seinen Wehrmachts-Vater zur Rede gestellt und die Geschichte des Siegfriedskopfes aufgearbeitet hat. Ästhetik aber ist gefordert, wo die verschiedenen Narrative aufeinanderstoßen, am Schädel des deutschen Heroen selber: hier soll sich dann das Gefühl der Erhabenheit für alle einstellen, welchem Diskurs im Kontext sie auch sich verschrieben haben mögen. Und siehe da: die verschiedenen Narrative haben doch einen gemeinsamen Nenner - aus ihm ergibt sich, warum der Siegfriedskopf nicht einfach vollständig entsorgt zu werden vermag: Identifikation mit dem Opfer. Die “umstrittene" Skulptur des Josef Müllner präsentiert den Kopf des “umstrittenen" Siegfried, der die Gefallenen des Ersten Weltkriegs verkörpert. Erstochen wurde Siegfried bekanntlich von hinten. Der von Müllner gestaltete, überdimensionale Schädel des toten germanischen Helden ist die steingewordene Dolchstoßlegende, die den Juden die Schuld am Ausgang des Krieges, am Niedergang Deutschlands und am Tod der deutschen Soldaten zuschrieb. Der Text von Minna Lachs - den man jetzt, wenn auch nur bei Schönwetter, auf dem neuen Glassturz lesen kann - macht deutlich, wie die Skulptur politisch funktionierte, welche antisemitischen Aktionen sie anregen konnte. Der Siegfriedskopf ist aber durch die Neuaufstellung zum Kopf der sekundären Volksgemeinschaft geworden, die um Kontinuität und Identität auszubilden, gar nicht anders kann, als sich immer nur als Opfer zu begreifen: Opfer Hitlers, Opfer der Allierten, der Russen, der Amerikaner, der Juden. In der postnazistischen Demokratie der vielen Diskurse und Narrative, die von der einen Wahrheit nichts mehr wissen will, weil sie an ihre eigene Herkunft rührt, kann sich nun jeder aussuchen, wessen Opfer er ist und mit welchem er sich identifizieren möchte. So ist Siegfrieds neue Position ein Kleinod dieser Demokratie. Dazu mußte der Nazikitsch zunächst den Naziverehrern entrückt werden, sie sollten ihren Alleinvertretungsanspruch darauf verlieren: er wurde von der Aula, wo die deutschnationalen Burschenschaftler ihre Rituale veranstalteten, in den Arkadenhof verlegt, der die Studenten und Professoren zum Kommunizieren anregen soll. Fortan ist er dort aber zu schützen: vor den Einwirkungen des Wetters wie vor den Eingriffen des antifaschistischen Narrativs, das sich schon einmal an ihm vergriffen hatte. Er wurde also “von seinem Sockel gestürzt, und mit Schrift ummantelt". Diese “Neu-Disposition" mit Glassturz aus besonderem “Photoglas" fungiert als eine Käseglocke, beschriftet mit den verschiedenen Diskursen, die postnazistische Aufarbeitung der Vergangenheit mittlerweile zu bieten hat. Darunter ruht er nun, der Kopf des Siegfried, und wartet wohl auf bessere Zeiten. Er kann, darüber läßt dieses kunstgewerbliche Produkt keinen Zweifel, jederzeit wieder zusammengesetzt werden. Inzwischen wechseln Tag und Nacht und je nach Stand der Sonne und Wettersituation werden verschiedene Narrative beleuchtet oder “beinahe" zum Verschwinden gebracht. Damit erscheint Siegfrieds Kopf wieder lebendig: ein zum Leben erwecktes, permanentes Opfer des Lebens. “Da die Skulptur sich laufend mit den gegebenen Wetterverhältnissen verändert, ist sie in einem passiven Stillstand (Š)." Es handelt sich um die Rückführung der Geschichte, die noch einen Wahrheitsbegriff kennt und mit ihm die Möglichkeit einer anderen Gesellschaft einschließt, in Naturgeschichte, die nur noch das Immergleiche darstellt, den ewigen Wechsel der Wahrheiten, Aufgang und Untergang. Sollten die deutschnationalen Burschenschaftler jedoch aktiv werden und das naturgegebene Gleichgewicht der Diskurse, das den Leichnam am Leben hält, stören, weil sie Nazikitsch zum Anfassen brauchen, ihren Siegfriedskopf wieder streicheln wollen und nicht mehr durch die Glasscheibe der Demokratie bloß anschauen; hauen sie also ein auf die Käseglocke, um ihren Siegfried zu befreien, dann sorgt die technologische Eigenschaft dieses besonderen Glases dafür, daß sie das Nachsehen haben: “Je stärker eine mögliche Einwirkung von außen stattfindet, desto deutlicher tritt die Erzählung der obersten Glasschicht in den Vordergrund und wird umso sichtbarer." So funktioniert die postnazistische Demokratie: Die Erfahrungen der Naziopfer dienen ihr immer nur als Mittel, die Nazis, die sie neu hervorbringt, in Schach zu halten. Vorschlag zur Ungüte Ein modernes Kunstwerk vielleicht, zumindest aber ein Artefakt, das sich dieser postmodernen Naturgeschichte des Opfers entgegensetzt, wäre möglich gewesen, wenn die Künstler, von den Dadaisten oder Surrealisten inspiriert, den Siegfriedskopf einfach zertrümmert und zermahlen hätten, um etwa nur die Nase übrigzulassen (wie Bele Marx auf dem Podium andeutete, war ihnen selbst auch einmal diese Idee in den Sinn gekommen): Siegfrieds Nase - so könnte dann die Neuaufstellung des Titels lauten, ex negativo eine Anspielung auf die Darstellung der Nase bei den zahllosen Juden-Karikaturen. Der Siegfriedskopf des Josef Müllner, ein antisemitisches Mahnmal von Anbeginn und Vorstudie zur Hitlerbüste, die der Künstler einige Jahre später verfertigt hat, wäre auf diese Weise nicht nur wirklich zermahlen und beseitigt worden, mit ihm hätte endlich künstlerische Produktion sich annähernd eingelassen wie einstmals Mahlers Scherzi mit Wagners Siegfried: das musikalische Material zerstückelnd, die Stücke verzerrend bis zum apoplektischen Japsen, entlarven jene Mahlerschen Sätze, so Adorno, “die unfreiwillige Komik der Ursymbole" im Germanenkult, den Wagner mit seinen Gesamtkunstwerken betrieb. Warum dabei der Konfrontation mit Wagner noch eine große Form, ja eigentlich die musikalische Moderne im engeren Sinn, entspringen konnte, während in der Zersetzung der Nazibüste vermutlich nur eine einsame Nase herausgesprungen wäre, versteht sich von selbst: Müllner hat im Unterschied zu Wagner eben einfach nur Kitsch produziert, mörderischen Kitsch. Siegfrieds Nase könnte man dann aber auch durchaus unter eine Käseglocke legen, dazu müßte allerdings eine Tafel gestellt werden, auf der - unabhängig von der Wettersituation - neben dem Text von Minna Lachs deutlich zu lesen steht, daß es also die Nase eines Ungeheuers, eines von Menschen gemachten Ungeheuers, ist, das Millionen Menschen in eigens dafür eingerichteten Lagern ermordet hat, und wer das zum bloßen Narrativ erkläre, der demonstriere nur, daß der Nationalsozialismus in dieser Gesellschaft demokratisch fortwese. Aber ich weiß, ich weiß: ein solches Artefakt hätte das Bundesdenkmalamt zu verhindern gewußt, und dieses Amt scheint in Österreich die oberste, die alleroberste Behörde zu sein, noch über dem Verfassungsgerichtshof angesiedelt. Denn der Staat, der sich in der Neuaufstellung des Siegfriedskopfs ein Denkmal gesetzt hat, beruht, das wissen seine Künstler, einerseits auf dem Nationalsozialismus - eines der “Extreme, die Schrift und das freie Wort unterbinden (Autodafé)"; andererseits auf dem Fremdenverkehr - die “Brücke", die in jene “Zukunft weist", in der man das freie Wort immer nur zum Diskurs stempelt. ___________ 8. Mai - Ein Fest der Befreiung Denkmal der Roten Armee am Schwarzenbergplatz, 18 Uhr Unterstützer: Anthropoid/Innsbruck, antifa-on, Archiv der sozialen Bewegungen/Wien, Bund sozialdemokratischer Juden - Avoda, Café Critique, Context XXI, Fakultätsvertretung Sozialwissenschaften, Grünalternative Jugend Wien, Israelitische Kultusgemeinde, Kommunistischer StudentInnenverband (KSV - LiLi), Scholars for Peace in the Middle East/Austria, Studienvertretung Judaistik, Studienvertretung Politikwissenschaft, www.juedische.at, Zionistische Föderation in Österreich, ZPCL - der B'nai B'rith Es sprechen: - Raimund Fastenbauer, Generalsekretär der Israelitischen Kultusgemeinde - Ceija Stojka, Zeitzeugin und langjähriges Vorstandsmitglied von Romano Centro - Marijan Sturm, Zentralverband slowenischer Organisationen (angefragt) - Ruth Contreras, Vorsitzende Scholars for Peace in the Middle East Austria - Matthias Küntzel (Politikwissenschaftler aus Hamburg) - Café Critique Catering: Maschu Maschu Anschließend: "RussInnendisko" _________ 9. Mai 2007 Wien, 18:30 Islamischer Antisemitismus und der Nahostkonflikt Vortrag von Matthias Küntzel Jüdisches Museum, Dorotheergasse 11, 1010 Wien Eine Veranstaltung von Scholars for Peace in the Middle East (Austria) mit Unterstützung von Café Critique u. a. ________ Café Critique Verein für Gesellschafts- und Kulturkritik Wickenburggasse 16/5 A-1080 Wien Tel.: 0043 699 107 87 421 Fax: 0043 1 406 81 54 19 Email: cafe.critique at gmx.net Web: http://www.cafecritique.priv.at Konto: Dr. Renate Göllner, Erste Bank Nr. 28660228600, BLZ 20111 BIC: GIBAATWW, IBAN: AT512011128660228600 ================================================ 06 - ASt - Erfolgreiche 1.Mai-Demonstration + Reden von ASt und REVOLUTION ast-lfi at gmx.net ================================================ Erfolgreiche internationalistische 1. Mai-Demonstration! (aus: Red Newsletter 267, Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 4. Mai 2007) Die internationalistische 1. Mai-Demonstration in Wien war auch heuer ein voller Erfolg. Unter dem Motto “WIDERSTAND für SOLIDARITÄT! SOLIDARITÄT mit dem WIDERSTAND!" demonstrierten knapp 2.000 Menschen am Ring. Die Demonstration zeichnete sich durch ihren kämpferischen und internationalistischen Charakter aus. Dies kam nicht nur durch das Bekenntnis zur internationalen Solidarität im gemeinsamen Aufruf zum Ausdruck, sondern auch durch den multi-nationalen Charakter der aufrufenden Organisationen. Neben ArbeiterInnenstandpunkt und REVOLUTION waren dies ADHF, ADGH, Anatolische Föderation, AIK, APC, ATIGF, Atilim, HÖC, KSSSD, KI, KJÖ, KSV und YDG. Diese repräsentieren AktivistInnen der sozialen Bewegungen, KommunistInnen und RevolutionärInnen sowohl türkischer, kurdischer, arabischer, slowenischer als auch österreichischer Herkunft und spiegeln somit die zunehmend multi-nationale Zusammensetzung der Lohnabhängigen und Jugendlichen hierzulande wider. Im Anschluß daran fand im Sigmund-Freud-Park ein “internationalistisches Fest der Völker" statt. Unter der Moderation von Hermann Dworczak gab es neben einem umfangreichen Kulturprogramm - türkische Tanzgruppen und Musiker, Stonepark FHS, Malido und serbische Musiker - Reden von Nina Guniç (ArbeiterInnenstandpunkt), Leo Gabriel (Österreichisches Sozialforum), Otto Bruckner (KI), Sandra Bakutz (HÖC), Nadir Ayikut (ATIGF) und David Stockinger (Österreichisch-Kubanische Gesellschaft und SJ Stamokap). ArbeiterInnenstandpunkt und REVOLUTION nahmen mit einem lautstarken und kämpferischen Block an der Demonstration teil. (siehe Photos unter www.arbeiterInnenstandpunkt.net) In unseren Sprechchören stellten wir besonders unseren Widerstand gegen den drohenden imperialistischen Angriff auf den Iran in den Vordergrund. Neben der Rede von Nina Guniç für den ArbeiterInnenstandpunkt (die Rede kann auf unserer Homepage als audiofile angehört werden) sprachen auch Mercan Sümbültepe und Tuna Akbiyik für REVOLUTION (siehe www.revolution-austria.at). Das Spaltertum der KPÖ, die sich auch diese Jahr weigerte, gemeinsam mit anderen linken Organisationen zu demonstrieren, macht sich wieder nicht bezahlt. Ihr Aufmarsch konnte gerade einmal 1Ž4 der TeilnehmerInnenzahl unserer Demonstration mobilisieren. ============================================================ Rede des ArbeiterInnenstandpunkt bei der internationalistischen 1. Mai-Demonstration in Wien Die Rede von Nina Guniç für den ArbeiterInnenstandpunkt bei der internationalistischen 1. Mai-Demonstration in Wien kann auf unserer Homepage als audiofile unter folgenden link angehört werden: http://arbeiterinnenstandpunkt.net/phpwcms/index.php?id=21,238,0,0,1,0 ============================================================ Rede von REVOLUTION bei der internationalistischen 1. Mai- Demonstration in Wien Liebe FreundInnen und Freunde, liebe AktivistInnen! Wir sind Mercan und Tuna von REVOLUTION. Unterdrückung und Ausbeutung von Arbeitern und Arbeiterinnen, und von uns Jugendlichen gehört zum Alltag im kapitalistischen System. Löhne werden immer niedriger obwohl die Preise steigen. Stress und Angst davor rausgeschmissen zu werden ist für die meisten ArbeiterInnen inzwischen Teil des Jobs. Immer mehr Stress findet sich auch in der Schule. Der Druck steigt - es gibt immer weniger Freizeit. An unserer Bildung wird an allen Ecken gespart, und wir müssen das ausbaden. Für uns MigrantInnen ist dies besonders schlimm. Nicht nur, daß wir mit wachsendem Rassismus bei Mitschülern und Lehrern zu kämpfen haben - auch die Belastung ist besonders hoch für alle, deren Eltern zu arm sind um für Nachhilfe aufzukommen. Nur die wenigsten haben Eltern, die ihnen bei Hausübungen oder beim Lernen helfen können! Es gibt somit mehr Stress in der Schule, es gibt mehr Stress am Arbeitsplatz. Wird man diesen Anforderungen nicht gerecht, kann man seine Arbeit verlieren oder seinen Ausbildungsplatz. Die Arbeitslosigkeit ist inzwischen nicht nur unter Erwachsenen hoch - es gibt nun auch immer mehr Jugendliche die ohne Job und ohne Ausbildung dastehen! Lieber wird das Geld in Eurofighter gesteckt! Doch nicht nur in Österreich wird das Geld lieber fürs Militär ausgegeben als für ein ausreichendes, gerechtes Bildungs- und Sozialsystem! Überall auf der Welt rüsten imperialistische Kräfte auf für einen Angriff auf den Iran. Dies bedeutet, daß die iranischen Jugendlichen, die ArbeiterInnen niedergebombt werden sollen - und das vielleicht sogar mit Atomwaffen! Als wären 70.000 Tote im Irak nicht genug! Und während wir immer ärmer werden, während unsere Brüder und Schwestern im Iran um ihr Leben fürchten müssen, werden die Unternehmer und Politiker immer reicher. Das kommt nicht von ungefähr! Kapitalismus basiert darauf, daß ein kleiner Teil von Menschen im Übermaß lebt, während der Großteil ums nackte Überleben kämpft. Und genau hierin liegt auch die Geschichte des heutigen Tages, die Geschichte des 1.Mai! Schon vor 150 Jahren war der erste Mai ein wichtiger Tag. Ein Tag des internationalen Widerstandes der ArbeiterInnen und Jugendlichen gegen Kapitalismus! Doch der 1.Mai ist nicht nur ein Tag vergangener Kämpfe. Es ist für uns nicht nur ein Tag an dem wir erinnert werden, daß wir für unsere Befreiung kämpfen müssen. Es ist nicht nur ein Tag an dem wir der Geschichte nachhängen und die Tradition des Widerstandes auf der Straße feiern. Es ist auch heute ein Tag des Kampfes gegen dieses System! Es ist auch heute ein Tag des Widerstandes! Wir lernen aus der VergangenheitŠ Šdamit wir heute, in der Gegenwart, den Kampf für die Revolution besser führen können. Wir ziehen die Lehren aus der Vergangenheit um heute besser, stärker, vereinter und somit erfolgreicher gegen Kapitalismus und für eine neue, sozialistische Welt zu kämpfen! Eine Welt die den Arbeitern und Arbeiterinnen, eine Welt die den Jugendlichen, die UNS gehört! Darum sind wir heute lauter denn je - gegen Bildungsabbau, gegen Sozialabbau, gegen Krieg - kurz gegen Kapitalismus auf der Straße! Und heute gilt auch mehr denn je, ONE SOLUTION - REVOLUTION! ONE SOLUTION - REVOLUTION! ONE SOLUTION - REVOLUTION! ================================================ 07 - Kampfblogger zu «schleichende Islamisierung Europas» dieinitiative at gmx.at ================================================ Lesenswertes aus "Neue Zürcher Zeitung" 4. Mai 2007, Neue Zürcher Zeitung http://www.nzz.ch/2007/05/04/em/articleF4V6O.html Die Kampf-Blogger Internet-Tagebücher gegen die «schleichende Islamisierung Europas» Im Internet haben einige Blogger dem Islam den Krieg erklärt. Seit den Anschlägen des 11. Septembers 2001 und mit noch grösserer Konsequenz seit dem Streit um die Mohammed-Karikaturen wehren sich die Blogger gegen eine «schleichende Islamisierung Europas». Sie versorgen die Leser mit einer täglichen Informationsmischung aus Gruseligem und Lächerlichem, mit alarmistischen Aufrufen zum Widerstand gegen die neuen Invasoren und mit Mahnungen, sich wieder auf die eigenen Werte zu besinnen. Eine Revue der Schlagzeilen dieser Internet-Publizisten zeigt Ton und Bandbreite der Berichterstattung: «Berlin: Türkischstämmiger Schüler greift Lehrer mit Kopfstoss an», «Vereinigte Staaten: Schüler wegen Schinkensandwichs von der Schule verwiesen», «Kanada: Muslime schlagen und bedrohen Islam- kritischen Journalisten», «Australien: Schwerverbrecher konvertieren zum Islam», «US-Soldaten in Bagdad: Zivilisiert im Haus des Hasses», «Islam macht's möglich: Porentief sauber mit Staub». Publizistisch Unbekannte Die ganze Welt erscheint hier, im weltweiten Netz, als Schauplatz einer säkularen Auseinandersetzung. Überall finden «Akte Islam», «Politically Incorrect», «Fakten & Fiktionen», «Jihad Watch», «Daniel Pipes», «Gudrun Eussner», «Roncevalles», «Dhimideutsch» und ihre Kampfgenossen Belege für ihren Verdacht, dass «der» Islam und «die» Muslime offen und verdeckt an der Machtübernahme arbeiten. Während in den USA bekannte Publizisten wie Robert Spencer (Jihad Watch) und Daniel Pipes die Blogs betreiben, sind es in Deutschland und der Schweiz bis auf ganz wenige Ausnahmen publizistisch Unbekannte. Der Angriff, den es abzuwehren gilt, erfolgt nach Ansicht dieser Blogger auf allen Ebenen: Er betrifft den kleinen Alltag ebenso wie Grundfragen der Verfassung und der gesellschaftlichen Ordnung. Die Durchsetzung islamischer Speisegesetze in Schulen, in denen Muslime nur eine Minderheit sind, unterwirft die Mehrheit fremden Regeln. Muslimische Taxifahrer, die am Minneapolis-St. Paul International Airport sich weigern, Passagiere in Begleitung «unreiner Blindenhunde» oder mit Alkohol im Gepäck zu befördern, machen banale Dienstleistungen zum ethno-religiösen Konfliktfeld. Skurriles Skurriles wird zum Thema, wenn die Kampf- Blogger glauben, dass Unternehmen und öffentliche Verwaltung aus kommerziell motivierter Feigheit und aus multikultureller Korrektheit sich unterwerfen. So geriet jüngst eine Baumarktkette ins Visier, als sie in Reaktion auf erwartete oder tatsächliche Proteste von Muslimen Aufkleber vom Boden ihrer Verkaufslokale entfernte, auf denen der Taj Mahal mit Zitaten aus heiligen Schriften des Islam abgebildet war, welche nicht durch die Füsse der Kunden geschändet werden sollten. Ähnliche Empörung löste die (rasch korrigierte) Entscheidung der Offenbacher Kreisverwaltung aus, bei den im Amtshaus ausgehängten Aktbildern die Geschlechtsorgane der Frauen mit Rücksicht auf muslimische Besucher zu überkleben. In jüngster Zeit sind es vor allem die Attacken auf Schwule und Juden, die von den bloggenden Islamgegnern angeprangert werden. In diesem Islam-Bild gibt es keine Zwischentöne und auch keine Unterscheidungen. In rabiater Übernahme eines Denunziationsmusters der «antifaschistischen» Aktivisten gilt hier auch, dass nicht der verrückte Rand eines Milieus das Problem ist, sondern das gesamte Milieu. Nicht die Islamisten und die sich mit Versatzstücken des Islam kostümierenden Terroristen sind die eigentliche Gefahr, sondern die ganze Umma. Jeder Muslim wird so auf eine Identität reduziert, die ihn zur Bedrohung werden lässt. Entsprechend schrill ist der Ton. Da werden bei «Politically Incorrect» (PI) die Muslime zu «Anhängern eines pädophilen Massenmörders» erklärt oder als «Handabhacker und Steiniger» bezeichnet. Die Leserkommentare nehmen den Stil dieses Blogs gern auf. Eine Zeitlang wurden sogar offene Mordwünsche publiziert: Dies scheint jetzt eingestellt zu sein. Unter den politischen Blogs rangiert «PI» ganz oben in der Popularität. «Akte Islam» gibt sich moderater und journalistischer, ohne jedoch das Prinzip des pauschalen und globalen Alarmismus aufzugeben. Es ist das Organ des ehemaligen «FAZ»-Redaktors Udo Ulfkotte, der für den kommenden Juni die Gründung einer Partei angekündigt hat, die der multikulturellen Verirrung der Deutschen politisch entgegentreten soll. Tunnelblick Zweifellos ist vieles, was diese Blogger publizieren, unappetitlich, ressentimentgeladen und kein Argument für ihren Anspruch, hier dem «Schweigekartell der Mainstream-Medien» die Wahrheit entgegenzusetzen. Denn eigene Recherchen bieten sie nicht. Mit dem Tunnelblick des islamfeindlichen Zeloten durchforsten diese Kulturkrieger die Websites der internationalen Presse, wobei sie auch die Lokalteile beachten. So kommt eine extrem einseitige Auswahl zustande, die massiert angeboten wird und keine Unterscheidung erlaubt. Ihre Arbeit zielt gerade darauf, jene Grenzen zu sprengen, mit denen zum Beispiel Tageszeitungen weniger Wichtiges von Wichtigem unterscheiden. Diese Blogger machen eine nur im Lokalteil einer bayrischen Provinzzeitung gemeldete Pöbelei türkischer Jugendlicher gegen eine katholische Prozession zu einem Ereignis, das weltweit wahrgenommen werden kann. Wer sich differenzierter über aktuelle Entwicklungen im Islam und in den islamischen Ländern informieren will, findet bei «qantara.de» Verlässlicheres. Diese Website wird von der deutschen Bundeszentrale für politische Bildung, von der Deutschen Welle, vom Goethe-Institut und vom Institut für Auslandsbeziehungen gemeinsam betrieben und macht die innerislamische Diskussion auf Deutsch, Englisch, Türkisch und Arabisch verfügbar. Nicht bloss abwehren Einfach bloss abwehren sollte man die Provokation der bösen Blogs dennoch nicht. Denn sie spiegeln offenbar einen durchaus populären Widerstand gegen jene Form der Vermischung von Information und Pädagogik, die jüngst ein unverdächtiger Zeuge, der ehemalige Leiter des Adolf- Grimme-Instituts, Bernd Gäbler, kritisierte. Das Ausblenden unerfreulicher Aspekte des multikulturellen Zusammenlebens, das generelle Verschweigen der ethno-religiösen Zugehörigkeit von Straftätern und die manchmal allzu aufdringliche Propaganda der guten und schönen Seiten fremder Sitten und Kulturen schüren bei einem nennenswerten Teil des Publikums erst den Verdacht, den die hier beschriebenen Blogger lautstark bestätigen. Heribert Seifert *************** E N D E **************** -- Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen www.islaminitiative.at e-mail:dieinitiative at gmx.at für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte: Omar Al Rawi +43-650-3831942 al-rawi at gmx.at Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449 baghajati at aon.at Mouddar Khouja +43-6991-9685096 referent at derislam.at Andrea Saleh +43-664-4147620 frauen at derislam.at Liebe Brüder und Schwestern, liebe Interessierte! Wir hoffen, dass die so an Euch zugehenden Informationen auf Euer Interesse stoßen. Wir versenden über den Verteiler nicht nur Neuigkeiten, die die eigenen Aktivitäten betreffen, sondern auch Zeitungsartikel, die im weitesten Sinn mit dem Islam und Integration zu tun haben oder ähnliches. Diese spiegeln natürlich nicht unbedingt unsere eigene Meinung wieder, sind aber gut, um das Meinungsspektrum zu sichten. Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Selbstverständlich kann auch alles an Freunde,Bekannte usw.weitergemailt werden. Für die Publikation in eigenen Homepages bitten wir jedoch um vorherige Rücksprache. Bitte achten Sie bei Zeitungsartikeln auf das Copyright. Alle Inhalte dienen der persoenlichen Information. Eine Weiterverwendung und Reproduktion ueber den persoenlichen Gebrauch hinaus ist nicht gestattet. <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< VERANSTALTUNGEN <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 08 - *21 - 22. 05* in Thueringen: The CARAVAN TOUR 2007 in Jena and Freienbessingen Refugee Lager Camp thevoiceforum at emdash.org ================================================ Eng & Deut) *21 - 22. 05* in Thueringen: The CARAVAN TOUR 2007 in Jena and Freienbessingen Refugee Lager Camp The Central Call of the Caravan tour 2007: we are here, because you destroy our countries solidarity against deportation for a world without exploitation, oppression and war English: pdf: call for the CARAVAN tour from mai 19 to june 4, 2007 http://thecaravan.org/files/caravan/Call_Tour_07_en.pdf Deutsch: Aufruf für die KARAWANE-TOUR vom 19.Mai bis zum 4. Juni 2007 pdf: http://thecaravan.org/files/caravan/Aufruf_Tour_07_de.pdf http://thecaravan.org Thueringen: CARAVAN 2007 TOUR - In Solidarity against Deportation *21 - 22. 05* in Jena and Freienbessingen Refugee Camp English & Deutsch; Programme: http://thevoiceforum.org/node/494 Nine years after the first caravan tour we call everyone for the third time to unite, stand up in solidarity with us against the system of exclusion, oppression and deportation in Germany. This time the Caravan tour takes place shortly before the meeting of the G8 - WAR Lord and the leaders in Heiligendamm -Germany with France, UK, USA, Russia, Canada, Italy and When most of us: migrants; including refugees and migrants left our destroyed countries, we did not leave as free women and men. We were forced to leave by the unbearable and inhuman conditions that have been imposed on us there. Some people have acknowledged these conditions in various forms as hunger, wars, poverty, dictatorship and so on which has its root in the systems of exploitation, injustice and perpetual subjugation and eternal dehumanisation that have become the hallmarks of the world order that the imperialists G8 (the leading capital monopolists backed up by their states or governments) are imposing on us. We are justified to say that the precursors of deportation are imperialism and capitalism. Deportation is an abuse of human right, an injustice perpetrated by the sadistic exploiters against the exploited who are hunted and slammed into the "Lager system" to face the deportation machinery with its weapons of manipulation, mind-bending, sexual abuses, exploitation, family separations and what have you. >>> http://thevoiceforum.org/node/492 Manifestation - Conference, Exhibition and Music *** Programme: *21 - 22. 05* in Jena and Freienbessingen Refugee Camp CARAVAN 2007 TOUR - In Solidarity against Deportation *21 - 22. 05* in Jena and Freienbessingen - Thueringen: More info: http://thevoiceforum.org Also in Thüringen We Demand the Closure of All the Refugee Camps - Special the Freienbessingen Refugee Camp! In Solidarity against Deportation for Deportation Stop! We reject the forceful isolation and exclusion of refugees for deportation! That we continue to campaign and protest, to struggle and to fight with every means possible against deportation! We demand the closure of all the refugee lager - camps and deportation prisons for deportation stop and for full residence for all! * * * * Program - Thueringen: CARAVAN TOUR 2007 *21 - 22. 05* in Jena and Freienbessingen Lager Camp >>>more Saturday, May, 19th to June, 1st 2007 in Jena: Exhibitions of Photography and Paintings by Activists from Thueringen and Berlin Juliane Wedell: Here I am ! A Call from Outside Europe - Beyond the Spanish border in Morocco (Exhibition - Photo Project, see also:Info in Deutsch: http://thevoiceforum.org/node/443 Marco del Pra': Oury Jalloh protest Campaign (Photos) African Arts and Symbols - The Works of the Togolese Painter Attikpasso Lawson from Erfurt Saturday, May 19th 2007 at 19.00h: Official Opening by Osaren Igbinoba, Place: In Green House Library at Schillergäschen 5, Jena May, 21st 2007 8.00 h: Welcome at Schillergässchen 5 in Jena 20.00 h: Conference: "No Compromise with Deportation! Racism Kills!" Podium discussion with the Caravan activists on mass deportation and the stay right propaganda of the IMK- Internal Ministers' Conference in Germany Place:: Friedrich-Schiller-Universität, Ernst-Abbe-Platz/Carl-Zeiss- Str. 3 21.00h: Cultural Night - Live Band Music and DJs Place: CALEIDOSPHERES Jena - Westbahnhof Gleis2/Ladestrasse 3 22nd 05. 9:00h: - 11.00h: Continuation of the discussion in Schillergässchen 5, Jena. 12.00h: Manifestation Holzmarkt in Jena 15.00h: Departure from Jena to Freienbessingen - Sonderhausen 16:00h: Freienbessingen: Manifestation with speaker's corner and live concert Contact.: The VOICE Refugee Forum Jena Schillergässchen 5, 07745 Jena, Tel.: ++49 (0) 3641 - 6652 14 Mobile/Handy: ++49 (0) 176 24568988; Fax: ++49 (0) 3641 - 420 270 http://thevoiceforum.org, http://www.thecaravan.org Call for the CARAVAN tour from Mai 19th to June 4th 2007: "We are here, because you destroy our countries! Solidarity against deportation! For a world without exploitation, oppression and wars!" http://thecaravan.org Donation: The Voice e. V., Göttingen, KtoNR: 127 829, BLZ: 260 500 01, IBAN: DE97 2605 0001 000 1278 29; BIC: NOLADE21GOE, Bankinstitut: Sparkasse Göttingen. Stichwort: Karawanetour :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: ::::::::::::::::::::::::: Deutsch: *21 - 22. 05* in Thueringen: The CARAVAN TOUR 2007 in Jena und Freienbessingen Refugee Lager Camp Aufruf für die KARAWANE-TOUR vom 19.Mai bis zum 4. Juni 2007 wir sind hier, weil ihr unsere länder zerstört solidarität gegen abschiebung für eine welt ohne ausbeutung, unterdrückung und kriege Deutsch: pdf: http://thecaravan.org/files/caravan/Aufruf_Tour_07_de.pdf English: pdf: http://thecaravan.org/files/caravan/Call_Tour_07_en.pdf Die Karawane Kommt! 21- 22. 05 in Jena und Freienbessingen Flüchtlingslager - Thueringen Die KARAWANE-TOUR - In Solidarität gegen Abschiebung 21- 22. 05 in Jena und Freienbessingen Flüchtlingslager - Thueringen English & Deutsch; Programme: http://thevoiceforum.org/node/494 Neun Jahre nach der ersten Karawane für die Rechte der Flüchtlinge rufen wir nun zum dritten Mal auf, zusammen und in Solidarität gegen das deutsche System der Ausgrenzung, Unterdrückung und Abschiebung aufzustehen. Die Karawane-Tour 2007 findet unmittelbar vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm statt. Als die meisten von uns - MigrantInnen und Flüchtlinge - unsere zerstörten Heimatländer verlassen haben, taten wir dies nicht als freie Menschen. Wir waren gezwungen zu fliehen. Gezwungen durch die unmenschlichen Lebensbedingungen, denen wir dort unterworfen wurden. Diese Bedingungen manifestieren sich in unterschiedlicher Weise: In Hunger, Krieg, Armut, Diktaturen und in vielen anderen Formen. Sie allen wurzeln in einem System der Ausbeutung, Ungerechtigkeit und Unterdrückung. Diese Entmenschlichung kennzeichnet die Weltordnung, die der Imperialismus der G8, ihrer mächtigen Kapitalfraktionen und Regierungen, uns aufzwingen. Abschiebung dient den Interessen des Kapitals und des Imperialismus. Abschiebung ist eine Missachtung der Menschenrechte. Sie ist ein sadistisches Unterdrückungsverhältnis zwischen Mächtigen und Verfolgten. Sie ist die Ursache des der Maschinerie des Lagersystems, mit all ihrer seelischen Misshandlung, des sexuellen Missbrauchs, der Ausbeutung, der Trennung von Familien und vielen anderen Formen der Entrechtung. >>>> mehr http://thevoiceforum.org/node/491 *** Kundgebung, Konferenz, Ausstellung und Musik Die KARAWANE 2007 TOUR - In Solidarität gegen Abschiebung Auch in Thüringen verlangen wir die Schließung aller Flüchtlingslager - allen voran das Lager in Freienbessingen! In Solidarität gegen Abschiebung - für einen Abschiebestopp! Wir verurteilen die gewaltsame Isolation und Ausgrenzung von >Flüchtlingen mit dem Ziel der Abschiebung! Lasst uns weiter mit allen möglichen Mitteln gegen Abschiebungen protestieren, kämpfen und Kampagnen führen! Wir verlangen die Schließung aller Flüchtlingslager und Abschiebegefängnisse, einen Abschiebestopp und ein volles Aufenthaltsrecht für alle! The Central Call of the Caravan tour 2007: we are here, because you destroy our countries solidarity against deportation for a world without exploitation, oppression and war English: pdf: call for the CARAVAN tour from mai 19 to june 4, 2007 ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 11 - [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm 1 gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - G8-karavane in Utrecht verhaftet - dies ist ein wirklich ernstzunehmender hilferuf aus rostock! - Bericht aus der Kreistagssitzung: Landrat Thomas Leuchert zum bevorstehenden G8-Gipfel in Heiligendamm - MOVE-AGAINST-G8 - G8: Händler sollen ihre Läden sichern - Anti-G8 Camps - Gr8chaoskaravaan gegen Genfelder in NL - Nutzung des Airports zurzeit dementiert - Geplanter Streik bei der Telekom soll Geschäftskunden und den G-8- Gipfel treffen ------------------------------------------------------------------------ ------ Eine ganze fahrraddemo in Utrecht, NL, wird gerade verhaftet, zusammen mit die fahradkaravanne richting Heiligendamm (sorry for not so good sjerman) Ungefaehr 100 leute auf fahrraeder die heute eine demo gegen die G8 machten in utrecht, zusammen mit 15 leute die die fahrradkaravanne formen, werden gerade verhaftet und in busse richung polizeikwartier transportiert. Alle fahrraeder werden in beslag genommen. Angeblich hatte die demo geweigert nur auf die fahrradwege zo fietsen un so die heiligen auto's den weg blokkiert. Hier kann mensch mehr lesen, aber in Hollandisch: http://www.indymedia.nl/nl/ 2007/05/44231.shtml 14:04 Die G8-Radlkarawane, angekommen in Utrecht, wird durch die Polizei eingekesselt beim IND-Büro auf der Oudenoord. Weil die mehr als 100 radelnden AktivistInnen nicht auf dem Radweg radeln wollten, wurden sie jetzt durch die ME eingeschlossen. Es ist jetzt eine Person verhaftet, es scheint, daß sie die ganze Gruppe verhaften wollen. Es ist nur wenige Minuten nach dem Einschreiten ein Knastbus angekommen. Weitere Nachrichten folgen. 14:16 JedeR wird in diesem Moment verhaftet. Es ist ein Knastbus angekommen, um die Häftlinge abzutransportieren. 14:33 alle sind eingekesselt, 6 Busse ME [Polizeieinheit], und ein paar Knastbusse, die auffallend schnell zur Stelle waren. Alle werden verhaftet. Zivigruppen (AE, vermutlich) sind dabei, ziemlich grob Leute herauszupicken. Als erste natürlich die Menschen mit Kamera... Die Leute haben ihre Fahrräder am Straßenrand angeschlossen. Angeblich geht es um Nichtbenützung des Radweges... 14:41 Weiß jemand, wie es jetzt im Moment mit den Verhafteten weitergeht und wohin sie gebracht werden? Vor einer halben Stunde wurde ich von einem der Radler angerufen, da war von konkreten Verhaftungen noch keine Rede... zweiter Bus angekommen 14:54 Es ist ein 2. Bus angekommen. Wo der erste hin ist, ist unbekannt. Es wurde eine Abmachung getroffen über den Abtransport von vier Bakfietsen [keine Ahnung, was das ist, irgendwas mit Rädern dran halt - Üs], die noch in der Demo standen. 15:11 Die Polizei macht langsam. Die Menschen, die bakfietsen [?] holen gingen, können das jetzt alleine tun, weil die Cops die Schlüssel haben... und sie haben die Menschen, die in einem Knastbus festsitzen, und die wollen auch nicht mal fragen... tja 15:36 3. Bus angekommen. Es sind wurden Menschen isoliert, die zurückschlugen, als die Polizei gewalttätig wurde. Noch ist unbekannt, wohin die Busse fahren sollen. [...] 15:59 Um 17.00 Uhr [hä?] fuhren zwei Knastbusse mit Häftlingen weg, etwas später folgte Nr. 3. Um Viertel nach 5 fahren sie auf dem auf dem hoofdbureau Paardeveld über die Catharijnebaan Richtung Utrecht Ost/Süd. Verhaftungseinheiten und ME fuhren wohl zum hb. 16:13 Alle Fahrräder und [bakfietsen] wurden von der Collewijn BV abtransportiert: COLLEWIJN & Zn. BV Utrecht - Kon. Wilhelminaweg 449 - 3737 BE Groenekan Tel: 0346-211441 Fax: 0346-211250 e-mail: info at collewijn-berging.nl ... www.collewijn-berging.nl/ - 2k Nicht gerade feinfühlig, Fahrradschlösser aufgezwickt und so. 16:26 Die Fahrräder wurden an die Vlampijpstraat gebracht. 16:29 Einer der GVU-Busse mit Verhafteten wurde vor dem Gerichtsgebäude gesehen. Der erste Aktivist ist freigelassen. 16:52 Der erste (blinde) Aktivist ist frei. Sie konnten ihn nicht festhalten, weil er nichts getan haben kann, weswegen er verhaftet worden war. Fahrräder und 93 verhaftete 17:08 Die Fahrräder, 3 [Bakfietsen] stehen draußen beim Polizeidepot an der Schraverij straat. 1 bakfiets wurde gerettet. Das Depot ist morgen geschlossen, Montag ab 8.00 wieder offen. Es sind rund 50 (ein Bus voll) Leute, die ihre Identität angeben wollen, zum Gericht gebracht worden. Wo die Namenlosen sitzen, ist noch unbekannt. Die Polizei wirft den 93 Verhafteten vor, den Verkehr behindert und Anweisungen nicht befolgt zu haben. [http://de.indymedia.org/2007/05/175412.shtml] ------------------------------------------------------------------------ ------ liebe gipfelstürmerinnen und zaunkönige, dies ist ein wirklich ernstzunehmender hilferuf aus rostock! etwa ab dem 18.5. und spätestens ab dem 25.5. werden hierher viele leute anreisen um mit dem aufbau der 3 bis 5 camps in und um rostock zu beginnen. benötigt werden dazu viele hundert leute. außerdem beginnt am 25.5. im convergence center die 'heiße phase', auch hier werden mehrere hundert menschen erwartet. als bewohnerinnen der schule in evershagen und als cc-crew fühlen wir uns natürlich auch dafür zuständig, all diese menschen täglich mit leckerem essen zu versorgen. bis jetzt gibt es keine 'professionelle' vokü-gruppe, die uns dabei unterstützen kann, alleine fühlen wir uns leicht überfordert damit (weil alles andere irgendwie auch laufen muss und wir natürlich nicht außreichend leute sind...). und selbst wenn wir es zur not alleine versuchen würden, fehlt uns dafür noch die ausrüstung. wir brauchen noch: - große töpfe (ab 70 cm durchmesser) - passende feuerringe dafür - riesige pfannen, schüsseln, rühr- und wendezeugs - geschirr, besteck was wir haben: eine ansonsten super eingerichtete großküche, 16 l kaffemaschine, sechs 20 bis 30 liter töpfe, geschirr und besteck für vielleicht 200 leute, viele helfende hände! außerdem besorgen wir bio/fair trade grundnahrungsmittel und haben möglichkeiten, täglich obst und gemüse zu besorgen! leitet diese mail bitte an viele vokü's, hobbyköchinnen, topfschweißerinnen weiter! kochen für den wiederstand - revolution am ostseestrand! bis bald, die cc-crew ps: brandheiße infos zum cc-rostock gibts unter: http://dissentnetzwerk.org/wiki/ConvergenceCenterRostock ------------------------------------------------------------------------ ------ Bericht aus der Kreistagssitzung: Landrat Thomas Leuchert zum bevorstehenden G8-Gipfel in Heiligendamm "Hoffnung auf sprichwörtliche Gelassenheit der Bürger..." Bad Doberan/stams. Trotz aller Befürchtungen konnte der Kreis Bad Doberan im Vorjahr im Verwaltungshaushalt einen Überschuss von 1,5 Millionen Euro erwirtschaften, teilte Landrat Thomas Leuchert dem Kreistag in seinem Bericht vorab mit. Die Jahresrechnung wird dem Rechnungsprüfungsamt nunmehr mit allen erforderlichen Tabellen, Übersichten und Unterlagen übergeben. Die komplette Allgemeine Rücklage musste nicht - wie vorgesehen - zum Ausgleich des Verwaltungshaushaltes eingesetzt werden. Konsequente Ausschöpfung aller Einnahmemöglichkeiten, Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit bei den erforderliche Ausgaben ermöglichten den Überschuss, betonte der Landrat. Ein geplanter Kredit von 2,6 Millionen Euro konnte durch Einsatz der Rücklage um eine Million reduziert werden. Damit belief sich der Schuldenabbau nur auf 1,6 Millionen Euro. So wurde eine höhere Verschuldung vermieden. In der Allgemeinen Rücklage verblieben 400000 Euro. Zum G8 ist der Landkreis für nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr zuständig, das heißt für Brandschutz- und Rettungskräfte. Beide signalisierten mögliche Bereitschaft - auch im Sperrbereich um Heiligendamm. Man sei sich bewusst, dass Anfang Juni auf unseren Straßen eine extrem angespannte Situation herrschen werde, erklärte der Landrat. Allein die Bewegung der Gipfelteilnehmer, ihrer Delegationen und der Journalisten sowie der Kritiker beeinflussen den Straßenverkehr erheblich. Es sei "hinreichend bekannt, dass diverse Aktionen geradezu darauf zielen, den Verkehr vollständig zum Erliegen zu bringen". Um wenigstens soweit wie möglich Einfluss zu nehmen, sei mit KAVALA und Land ein Verkehrskonzept erarbeitet worden. Nähere Angaben machte Leuchert nicht, warb jedoch für Verständnis bei Beeinträchtigungen, die "unweigerlich auf uns alle zukommen". Er habe das Gefühl, dass der Großteil der Menschen diesen Gedanken auch "mit der sprichwörtlichen mecklenburgischen Gelassenheit" hinnimmt. Auf eine Anfrage der Abgeordneten Birgit Schwebs (Linke) bestätigte der Landrat Vorstellungen, an den G8-Tagen den Bahnverkehr zwischen Rostock und Wismar überhaupt einzustellen. Es sei jedoch kein Beschluss gefasst worden. Die Entscheidung habe die Bahn selbst zu treffen. Sollte der Fall eintreten, werde ein Ersatzverkehr mit "Küstenbus" eingerichtet, versprach er. Angesichts noch vieler Fragen teilte Leuchert mit, dass Gebietskörperschaften und Polizei ab 21. Mai ein gemeinsames Bürgertelefon einrichten. Der Bürger brauche sich nur eine Nummer - die er jedoch noch nicht mitteilte - zu merken und müsse wegen unterschiedlicher Zuständigkeiten nicht hin und her verwiesen werden. Die Partner können Fragen direkt weiterleiten, um möglichst alle schnell umfassend und qualifiziert zu beantworten. Voraussichtlich ab 29. Mai werde das Bürgertelefon rund um die Uhr besetzt. Thomas Leuchert bat um Verständnis, dass aus Sicherheitsgründen nicht alle Einzelheiten offen gelegt werden können. Er wünsche sich, dass "unsere Kräfte so selten wie möglich zum Einsatz kommen müssen", und einen Gipfelverlauf, der in erster Linie von Demokratie und Toleranz geprägt ist, "damit auch nach dem 8. Juni ein gastfreundliches Bild aus dem Landkreis Bad Doberan in die Welt hinausgetragen wird". [http://www.doberan-web.de/aktuell2007/040507_leuchtert_g8_gipfel.html] ------------------------------------------------------------------------ ------ MOVE-AGAINST-G8 Pressekonferenz der G8-KulturAG zur Veröffentlichung des G8- Solisamplers und zur Bekanntgabe des Lineups für Rostock +++ Move-against-G8 Mobilisierungsclip still in rotation Seit über einem Jahr läuft nun bereits die kulturelle Mobilisierung gegen den Anfang Juni, in Heiligendamm stattfindenden G8-Gipfel. AktivistInnen aus der globalisierungskritischen und radikalen Linken, ebenso wie Personen aus NROs und der linken Kulturszene haben sich zusammengefunden mit dem Anspruch, den Protesten auch einen lebensfrohen und tanzbaren Ausdruck zu verleihen und gleichzeitig ein weiteres "Gleneagles" zu verhindern. Der dort im Jahre 2005 stattfindende G8-Gipfel stand ganz im Zeichen der sogenannten "Live-8"-Konzerten, die von den selbst ernannten Gutmenschen und Afrika-Rettern Bono Fox von U2 und Bob Geldorf organisiert wurden. Durch den - nach eigenen Angaben, weltgrößten Medienevent mit bis zu 2 Milliarden Fernsehzuschauern - war die Kritik der globalisierungskritischen Bewegung nicht mehr zu vernehmen. Protest gegen die G8-Gipfel war bei der Charity-Elite angekommen und wurde dort mit butterweichen Inhalten und millionenschwerer Unterstützung von Unterhaltungskonzernen und PR-Unternehmen massenwirksam umgesetzt. Was spätestens mit Genua 2001 seinen Ausgang genommen hatte, war nun zwar für jede/n wahrnehmbar, doch mit verkehrten Vorzeichen: aus ein lauten Aufschrei gegen die neoliberale Globalisierung und ihre Exekutoren, war ein an diese gerichtetes Betteln um etwas mehr Entwicklungshilfe für Afrika geworden - leicht verdaulich konsumierbar vom Fernsehsessel aus. Das ganze gipfelte in einer medialen Inszenierung eines "historischen Durchbruchs" in der Schuldenfrage, zum dem Bono und Geldorf den Weltenlenkern Schröder, Blair, Bush, Putin usw. mit Handshake dankten. Selbst die damals von den G8 gemachten Versprechungen sind bis heute nicht eingehalten worden, so dass auch die Live-8 Initiatoren Bono Fox und Bob Geldorf ihr damaliges Vorgehen heute nicht mehr ausnahmslos verteidigen. Das hat jedoch nur einige Bekundungen in Richtungen NGO bewirkt und eine leicht veränderte Rhetorik bewirkt. Die auf Nähe zu den Mächtigen basierende, blauäugige Lobbypolitik bleibt die alte:http://www.stern.de/politik/deutschland/:Afrikagipfel-Bono- Merkel/587179.html Auch wenn Geldorf und Bono bereits seit Monaten wieder aktiv sind - sich mit Kanzlerin Merkel und Bundespräsident Köhler treffen oder mit der BILD-Zeitung eine eintägige Übernahme der Chefredaktion vereinbaren (http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2007/04/27/geldof-g-8-BILD/ chefradakteur-armut-afrika.html) - ein Konzert werden die beiden nicht geben. Das wird dieses Jahr Herbert Grönemeyer übernehmen. Doch auch wenn dort mindestens Bono auftreten wird, bleibt doch zu hoffen, dass sich ein Szenario a lá Gleneagles nicht wiederholt: Grönemeyer, einst selbst Teilnehmer beim Live8 Konzert in Berlin gab auf einer Pressekonferenz unmittelbar nach dem gemeinsamen Presseauftritt von Bono & Geldorf und den G8-Staatspräsidenten seine tiefsten Unmut über deren Anbiederung bekannt. Auch andere Äußerungen gegenüber der deutschen Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/ 2006/0711/politik/0012/index.html) lassen Hoffnung aufkommen, dass hier jemand am Werk ist, der wenn er auch keine radikale Kritik an den Verhältnissen äußert, so trotzdem nicht eine weiteres Legitimierungsschauspiel nach englischen Muster plant. Doch naiv wäre, wer sich auf das Handeln von Prominenten, die nur aus aufgrund - meistens sogar ehrlich gemeinter - moralischer Entrüstung über die Schlechtigkeit der Welt agieren, vertrauen würde. Deshalb hat die G8- Kultur AG des Rostock-Bündnisses einige eigene Aktivitäten geplant. Auf der gestrigen Pressekonferenz wurde nun das vollständige Lineup bekannt gegeben: Den Auftakt macht das Programm rund um die internationale Großdemonstration am 2. Juni in Rostock/Stadthafengelände. Dort werden: Wir sind Helden, Juli (unplugged), Tom Morello (Ex-Rage against the Machine), Madsen, Amparo Sanchez (Amparanoia), Irie Révoltés und weitere auftreten. Am Sonntag folgt im Stadthafengelände Programm mit, Dendeman, Seyni + Yeliba, Chumbawamba, Obrint Pas. Den Abschluss werden Jan Delay und Disko No. 1 bestreiten. Dazu wird es Redebeiträge, Kabarett und Aktionen geben: Kampagne Block G8, Klimapolitik+G8, Landwirtschaft+Patentrecht, Alma Hoppe (Kabarett), Batang (Samba/Percussion) Bei dem Camp in Reddelich wird es Konzerte mit folgenden Bands geben: Kettcar, Mediengruppe Telekommander, Mono und Nikitamann, Patchanka, Brigada Flores Magon, Asthmatic Lion Soundsystem aka. Fermin Muguruza, Rainer von Vielen, Scherben Family und viele mehr. Außerdem ist heute (04.05.07) der Sampler MOVE AGAINST G8 erschienen. Er ist im Plattenhandel und auf der Hompagewww.move-against-g8.de erhältlich und dient der Finanzierung der Protestaktivitäten. Die teilweise exklusiv produzierten Tracks stammen von: Kettcar, Nosliw, Bernadette la Hengst, Sillywalks Movement feat.Taffari+Turbulence, Blumfeld, Tomte, Madsen, Afrob feat. Lisi, Irie Révoltés, Jan Delay, Fermin Muguruza, Rainer von Vielen, Die Toten Hosen, La Phaze, Gentleman, Tocotronic, Mad Maxamom, Finkenauer und Wir sind Helden. Der Mitte April veröffentliche Mobilisierungsclip läuft immer noch auf heavy rotation und würde bereits über 1.500-mal gedownloadet und allein auf Youtube knapp 35.000-mal angewählt. Fast 400 Personen haben für den Clip gevotet, so dass er zu einem der meistgesehenen, -diskutierten, -geaddeten und eben -gevoteten Beiträgen des letzten Monats gehört. Für alle die den Clip noch nicht gesehen haben: http://youtube.com/watch?v=rsKryWZ69bM - hier findet ihr die short- version auf YouTube http://www.move-against-g8.de/mobilisierungsclip - hier bekommt ihr den Film in verschiedenen Größen und zusätzliche Informationen zu seinen MacherInnen und ProtagonistInnen Mittelsfolgendem Codeschnipsel könnt ihr den Clip auf eurer Seite integrieren: Wie alle anderen Module der G8-Mobilisierung benötigt auch die Kultur- AG noch finanzielle Mittel um die Tag in Rostock/Reddelich/Heiligendamm nicht nur zu politisch ausdrucksstarken sondern auch lebensfrohen und tanzbaren zu machen. Wenn ihr die Arbeit der AG mit einer Spende unterstützen wollt, könnte ihr das hier online tun: https://www.move-against-g8.de/mobilisierungsclip/pages/spenden.php We will see each other in Rostock, dancing on the barricades or moving towards Heiligendamm - moving against G8! [http://www.move-against-g8.de] ------------------------------------------------------------------------ ------ G8: Händler sollen ihre Läden sichern Die Polizei erwartet während der großen Gegendemonstration in Rostock vor dem G8-Gipfel Krawalle. Sie warnt auf Flugblättern vor Übergriffen. Rostock (OZ) Einen Monat vor Beginn des G8-Gipfels in Heiligendamm bereitet die Polizei die Öffentlichkeit auf mögliche Gewaltakte und Einschränkungen vor. Besondere Sorge bereitet ihr offenbar die große Gegendemonstration am 2. Juni in Rostock. Gestern verteilten Polizisten Flugblätter an Geschäftsleute in der Innenstadt. Inhalt: "Sichern Sie Ihre Warenauslagen, Werbetafeln, Möbel und Müllcontainer! Verzichten Sie auf die Präsentation hochwertiger Ware im Schaufenster!" Aufregung bei den Händlern. "Mit eingeworfenen Schaufenstern und umgekippten Mülleimern ist dann wohl zu rechnen", überlegt Wolff-Rüdiger Arppe, Inhaber eines Fotogeschäfts in der City. "Wir müssen alles einkalkulieren", sagt die Besitzerin eines Juweliergeschäfts. Eine eiserne Rolltür sichert den Laden. "Notfalls wird sofort dichtgemacht." Demo-Planer Monty Schädel vom Rostocker Anti-G8-Bündnis bezeichnete die Warnung der Polizei als Zumutung. "Den Rostockern wird suggeriert, es kämen Kriminelle in die Stadt, die darauf aus sind, zu plündern und Chaos zu verbreiten." Polizei-Sprecher Ingolf Dinse sieht das anders. "Es ist mit gewalttätigen Auseinandersetzungen zu rechnen." Einige Gipfelgegner hätten angekündigt, dass sie das öffentliche Leben lahmlegen wollen. "Wie sie das versuchen werden, ist unklar." Im Internet kündigen einzelne Gruppen an, was sie unter "sozialem Widerstand" verstehen: "Es wäre unrealistisch, nicht davon auszugehen, dass es während des Gipfels zu brennenden Materialblockaden, Attacken auf den Sicherheitszaun oder Farbverschönerungen kommt" - so eine Erklärung des NoLagers Bremen, das sich für Migranten einsetzt. Auch der Einsatz von Farbbeuteln und Pflastersteinen wird diskutiert. "Drei bis fünf Prozent der Demonstrationsteilnehmer sind meist gewaltbereit", schätzt Ingolf Dinse ein. Das betrifft nicht nur linksextreme Gruppen. Rechtsradikale wollen angeblich die Demo in Rostock unterwandern. Mit Personen- und Fahrzeugkontrollen wird die Polizei versuchen, "gewaltbereite Störer" schon vor der Stadt herauszufiltern. Der Andrang, das steht schon jetzt fest, wird sehr groß sein - erste Schätzungen gehen aktuell von rund 5000 reisebereiten Demonstranten aus. Sie kommen mit drei Sonderzügen und mit mindestens 50 Bussen aus ganz Deutschland. Geparkt wird an der B 105. "Die wird am 2. Juni in Rostock voraussichtlich komplett gesperrt sein", so Schädel. [http://www.ostsee-zeitung.de/archiv/index.phtml?Param=DB- Artikel&ID=2682351 Share This ] ------------------------------------------------------------------------ ------ Anti-G8 Camps Anfang Juni 2007 treffen sich die Regierungen der sieben wichtigsten Industrieländer und Russlands zum "G8-Gipfel" im Ostseebad Heiligendamm. Die "Gruppe der 8" (G8) ist eine Institution ohne Legitimation. Dennoch trifft sie als selbsternannte informelle Weltregierung Entscheidungen, die die gesamte Menschheit betreffen. Die Politik der G8 steht für eine neoliberale Globalisierung und Deregulierung. Die von der Dominanz der G8 geprägte Welt ist eine Welt der Kriege, des Hungers, der sozialen Spaltung, der Umweltzerstörung und der Mauern gegen MigrantInnen und Flüchtlinge. Dagegen werden wir mit Demonstrationen, Blockaden und einem Alternativgipfel kreativ und vielfältig protestieren und die Alternativen aufzeigen. Gemeinsam mit Millionen Menschen in aller Welt sagen wir: Eine andere Welt ist möglich! Anfang Juni 2007 treffen sich die Regierungen der sieben wichtigsten Industrieländer und Russlands zum "G8-Gipfel" im Ostseebad Heiligendamm. Die "Gruppe der 8" (G8) ist eine Institution ohne Legitimation. Dennoch trifft sie als selbsternannte informelle Weltregierung Entscheidungen, die die gesamte Menschheit betreffen. Die Politik der G8 steht für eine neoliberale Globalisierung und Deregulierung. Die von der Dominanz der G8 geprägte Welt ist eine Welt der Kriege, des Hungers, der sozialen Spaltung, der Umweltzerstörung und der Mauern gegen MigrantInnen und Flüchtlinge. Dagegen werden wir mit Demonstrationen, Blockaden und einem Alternativgipfel kreativ und vielfältig protestieren und die Alternativen aufzeigen. Gemeinsam mit Millionen Menschen in aller Welt sagen wir: Eine andere Welt ist möglich! Aus diesem Grund werden ab Ende Mai zehntausende Menschen in die Region um Rostock und Heiligendamm reisen. Wir erwarten, dass diese Menschen genauso wie die G8-Delegierten in Mecklenburg-Vorpommern willkommen geheißen werden. Dazu ist es notwendig Infrastruktur (Wasser, Strom, Sanitär) zu schaffen um so die Möglichkeit zu geben an den Veranstaltungen und Aktionen ausgeruht teilzunehmen. Dies wird wie es auf allen Treffen dieser Art üblich ist, durch die Organisierung von Campingbereichen, geschehen. Wir wünschen uns diese Plätze in Sichtweite der Mächtigen, um diese mit unseren Alternativen vor den Augen der Weltöffentlichkeit zu konfrontieren.Ort und Infrastruktur der Camps sind darauf ausgerichtet unseren Protest im Blickfeld der Herrschenden auszutragen und unsere Positionen über das unmittelbare Protestgeschehen hinaus zu verdeutlichen. Die Camps werden einen Schutzraum für Kinder, MigrantInnen und all diejenigen bieten, die zusammen mit uns diesen Tagen ein Gesicht geben werden. Jede/jeder trägt durch selbstverantwortliches Handeln dazu bei diesen Schutzraum zu gestalten und die Sicherheit aller TeilnehmerInnen zu gewährleisten. Dies möchten wir gemeinsam und im gegenseitigen Respekt umsetzen. Denn die friedliche Alternative zu Krieg, Hunger und Umweltzerstörung entsteht nicht auf exklusiven und abgeschotteten Gipfeltreffen hinter Zäunen, sondern von unten aus der globalen Bewegung von Menschen und Initiativen, die sich für eine andere, bessere und gewaltfreie Welt einsetzen. Wir wenden uns heute mit einem dringenden Appell an alle, die in den Tagen des G8 zusammen mit uns auf den Straßen und Plätzen rund um Heiligendamm präsent sein wollen. Seit vielen Monaten bereiten wir mehrere Camps vor und was die Plätze angeht, haben wir noch nicht ganz alle Trümpfe aus dem Ärmel gezaubert. Fakt ist, wir werden für 15.000 - 20.000 Menschen Platz organisieren. Jetzt kommt aber das, wofür wir eure Unterstützung brauchen: uns fehlt Geld um die Camps vorzufinanzieren. Mit Unterstützung von Spenden werden sich die Camps an sich selbst tragen, aber vieles wie Versicherungen, Kautionen oder die Rechnungen für Wasser- und Stromanschlüsse müssen im Vorfeld bezahlt werden - und dafür brauchen wir 80.000 Euro. Um uns nun konkret zu unterstützen gibt es zwei Möglichkeiten. Fragt bei euch bekannten Gruppen, Initiativen und Verbänden nach, ob sie Geld zur Verfügung stellen können (natürlich auch beim reichen Onkel, den Eltern oder beim eigenen Sparbuch). Auf Darlehensbasis bis zum Ende des Camps, aber natürlich auch gerne als Spende. Eine zweite wichtige Möglichkeit ist den Campbeitrag schon jetzt zu überweisen. Machen das z.B. 4000 Personen (die alle natürlich von Di. bis Fr. erfolgreich den Gipfel blockieren), kommt bei einem Richtwert von 5 Euro am Tag schon was zusammen. Klingt ja bis hierher noch ganz lustig, aber.... Wir haben uns die Deadline 18.5.07 gesetzt. Sollte bis dahin das Geld nicht zusammen sein, müssen wir als Camp-AG Konsequenzen ziehen. Also, rafft euch auf und lasst euch was einfallen. Wir wollen gleich nochmal erzählen, wie ihr uns sonst noch unterstützen könnt. Ab dem 19.5 werden wir mit dem Aufbau der Camps beginnen. Ab dann wird es in der Schule in Evershagen immer jemanden geben, der euch Arbeit zuweisen kann (Anfahrtsbeschreibung zur Schule siehe Convergence Centrum Rostock). Die Handwerkers werden ab dieser Zeit immer vor Ort sein und wenn ihr schon immer mal was Handfestes für den Widerstand gegen die G8-Masken tun wolltet, dort habt ihr die Möglichkeit. Andere wichtige Punkte uns zu unterstützen sind Schichten beim Getränkeverkauf und in unseren Infozelten zu übernehmen. Wir beanspruchen auf den Camps das Getränkemonopol, heißt: Gruppen die Getränke in ihrem Barrio verkaufen wollen, nur nach Absprache mit uns und nur, wenn diese von uns gekauft sind. (Es wird auf den Camps keinen kommerziellen Verkauf geben). Wir werden die Preise so moderat halten, dass dies für alle möglich ist. Wir möchten aber nicht, dass Gruppen damit Geld machen. Lediglich die eigenen entstandenen Unkosten sollen ersetzt werden können. Für unsere zentralen Getränkestellen suchen wir noch ganz viele Gruppen, die sich daran beteiligen. Zu den Aufgaben im Infozelt werden wir noch was in den nächsten Tagen schreiben. Zum Schluß noch einmal. Spendet, sammelt, zahlt eure Campbeiträge (im Vorfeld, aber natürlich auch auf dem Camp) und werdet aktiv, nur so kann unser Vorhaben gelingen. Eure Camp-AG Spenden an:Verein Kuckuk Postbank Berlin BLZ: 10010010 Kontonr. 454880103 BIC: PBN KDE FF IBAN: DE 49100100100454880103 Infos unter www.camping-07.org [http://de.indymedia.org/2007/05/175393.shtml] ------------------------------------------------------------------------ ------ Gr8chaoskaravaan gegen Genfelder in NL Am Freitag, den 4. Mai hat die Gr8chaoskaravaan - eine von insgesamt sechs Fahrradkarawanen gegen den G8 Gipfel in Heiligendamm - im niederländischen Werkendam zusammen mit A SEED eine Protestaktion gegen ein geplantes Testfeld der Firma Pioneer für gentechnisch veränderten Mais durchgeführt. Die Karawane betrachtet es als skandalös, daß die Gemeinde über das Testfeld nicht rechtzeitig und umfassend informiert wurde. Sie hielt in verschiedenen Dörfern des Bezirks, um mittels Straßentheater und Flugblättern über die Problematik des Testfeldes und gentechnisch veränderter Landwirtschaft im Allgemeinen zu informieren. Eine Delegation von fünzehn TeilnehmerInnen der Karawane bildeten mit Warnschildern und Absperrband ein symbolisches Maisfeld. Einige AktivistInnen verkleideten sich mit weißen Anzügen als Mitarbeiter von Konzernen wie Monsanto, Pioneer und BASF und veranschaulichten die Verbreitung der Pollen von genmanipuliertem Mais mit Seifenblasen. Andere versuchten gemeinsam mit PassantInnen, diese "Pollen" mit Fischnetzen zu fangen. Es wurden Flugblätter verteilt, in denen erläutert wurde, weshalb die Testfelder in Werkendam und genmanipulierter Anbau generell zu kritisieren sind. Obwohl die Aktion relativ klein und schlicht war, zog sie doch viel Aufmerksamkeit lokaler und regionaler Medien auf sich. Ein Journalist führte eine Untersuchung in sämtlichen Geschäften durch; kein Ladenbesitzer wußte von den Plänen für das nahegelegene Testfeld, alle schienen überrascht und unzufrieden mit der mangelnden Informationspolitik der Behörden. Mit der Aktion wollten die Mitglieder der Karawane auf den wachsenden Druck von Konzernen auf die Öffentlichkeit zur Kultivierung genetisch veränderten Saatgutes hinweisen. Fernab jeglicher öffentlicher Auseinandersetzung befürwortet die niederländische Regierung den Einsatz biotechnischer Mittel in der Landwirtschaft. Pieter, einer der beteiligten Aktivisten, erklärte: "Es ist undemokratisch, daß ein internationaler Konzern und nationale Regierungen festlegen, wo solche Versuche stattfinden. Statdessen sollten die direkt betroffenen Kommunen das Recht haben, solchen gentechnisch veränderten Anbau auszuschließen". "Wir sind aber gegen jede Form von Gentechnik in der Landwirtschaft", sagt Antje, eine Teilnehmerin der Fahrradkarawane, "Freilandversuche mit vollkommen unabsehbaren Konsequenzen für die Umwelt sind nicht zu verantworten!". Wie Sven, ein weiterer Teilnehmer erklärt, ist der Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut nicht notwendig: "Den Konsumenten bringt diese Technologie nichts und auch für die Bauern sind die langfristigen Folgen meist negativ". Es seien vor allem große Konzerne wie Monsanto und Pioneer, die von Gentechnik profitieren. "Sie festigen ihren ungerechtfertigten Einfluß auf die Landwirtschaft, indem sie die Bauern glauben machen, ihre Produkte seien die einzige Lösung und indem sie die Märkte dominieren" sagt Sven. Von Werkendam wird die G8-Fahrradkarawane nach Utrecht weiterfahren, und von dort über Nimwegen nach Deutschland, wo Anfang Juni der nächste G8 Gipfel im Ostseebad Heiligendamm stattfinden soll. Das Thema Gentechnik wird bei den Protesten gegen den G8 eine große Rolle spielen. -- Kontakte & Informationen: Weitere Informationen über die Gr8chaoskaravaan (Westeuropa-Fahrradkarawane gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm) und ihre bisherigen Aktionen: Web: http://dissentnetzwerk.org/wiki/Bicycle-Caravan_%22West%22 Mailkontakt: karavaan07 at yahoo.co.uk Informationen über alle Fahrradkarawanen gegen den G8-Gipfel: http://www.g8-bikerides.net Fahrrad-Karawanen-Info-Büro Rostock Knut Rassmussenstr. 8 18106 Rostock Tel: 0049-179-6268785 -- Informationen über Gentechnik-Kritik: Der Informationsdienst Gentechnik ist ein Gemeinschaftswerk von Verbänden und Organisation der Landwirtschaft, des Umweltschutzes und der Verbraucherinnen und Verbraucher. http://www.keine-gentechnik.de/ Das gen-ethische Netzwerk ist ein Zusammenschluss vieler Initiativen und Organisationen gegen Gentechnik. Monatlich gibt es den Gen-ethischen Informationsdienst heraus. http://www.gen-ethisches-netzwerk.de/ Informationen über Initiativen, Aktionen und Feldbefreiungen gegen Gentechnik: http://www.gendreck-weg.de/ WICHTIG: Personen, deren Gesichter auf den Bildern nicht unkenntlich gemacht wurden, haben der Veröffentlichung zugestimmt SPAMNIX.karavaan07 [at] yahoo.co.uk http://dissentnetzwerk.org/wiki/Bicycle-Caravan_%22West%22 [http://de.indymedia.org/2007/05/175387.shtml] ------------------------------------------------------------------------ ------ Nutzung des Airports zurzeit dementiert Parchim (baab) * Der G8-Gipfel wirft seine Schatten voraus: Kameraden der freiwilligen Feuerwehren in der Region bereiten sich auf mögliche Einsätze vor. Landrat Klaus-Jürgen Iredi bestätigte Schulungen und die Absicht, Helfer im Großraum Rostock zur Verfügung zu stellen. Der Kreisfeuerwehrverband steht dem Ansinnen wenig aufgeschlossen gegenüber: Zum einen handele es sich um ehrenamtlich tätige Kameraden, zum anderen müsse die Sicherheit in der Region gewährleistet sein, hieß es im Gespräch mit unserer Zeitung. Sowohl polizeiliche Führungskräfte als auch Vertreter des Innenministeriums gehen zurzeit davon aus, dass der Parchimer Regionalflughafen keine Rolle für den G8-Gipfel spielt. Demnach wäre zum gegenwärtigen Zeitpunkt auch nicht mit (Verkehrs-) Einschränkungen für Bewohner angrenzender Gemeinden zu rechnen. Nach SVZ vorliegenden Informationen gab es in den vergangenen Tagen jedoch verschiedene Sondierungsaktionen ausländischer Sicherheitskräfte sowie Übungseinsätze auf dem Airport. [http://www.svz.de/newsmv/lr/lbz/05.05.07/23-17025559/23-17025559.html] ------------------------------------------------------------------------ ------ Geplanter Streik bei der Telekom soll Geschäftskunden und den G-8- Gipfel treffen Bonn (pr-sozial) - Ab der kommenden Woche müssen Versicherungen, Banken und Industriebetriebe mit eingeschränkten Kommunikationsmöglichkeiten rechnen. Auch könnte der bevorstehende G-8-Gipfel Anfang Juni in Heiligendamm bestreikt werden. Gegenüber dem "Spiegel" machte der Leiter der Abteilungsarbeitskampf der Gewerkschaft ver.di deutlich, dass Großkunden mit eingeschränkter Kommunikation rechnen müssten, man aber Privatkunden ausklammern wollte, um deren Solidarität für einen Streik nicht "aufs Spiel zu setzen". Wilhelm wollte auch nicht ausschließen, dass die Kommunikationsinfrastruktur des G-8-Gipfels Anfang Juni in Heiligendamm durch den Streik behindert wird. Der Konzern würde sich um sein internationales Ansehen fürchten, jedoch sei dass nicht das Problem von ver.di. Demgegenüber hat ein Sprecher der Telekom angekündigt, dass man auf den Streik mit juristischen Schritten reagieren wird und von ver.di Schadensersatz fordern will. Ab kommenden Montag ruft die Gewerkschaft die von der Auslagerung betroffenen Mitarbeiter der Telekom zur Urabstimmung über einen Streik auf. Diese muss einem Streik vorangehen. Das Ergebnis soll am Donnerstag bekannt gegeben werden. An diesem Tag will auch der Konzern seine Zahlen für das erste Quartal bekannt geben [http://www.elo-forum.net/arbeit-beruf/051-05052007-389.html] ------------------------------------------------------------------------ -- Ausführlicher Pressespiegel rund um den G8 unter http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp ------------------------------------------------------------------------ -- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-l ------------------------------------------------------------------------ -- ================================================ 12 - [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm 2 gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - 4 Personen weiterhin in Haft nach Festnahme von 100 FahrraddemonstrantInnen in Utrecht - The Central Call of the Caravan tour 2007 - Programm der KARWANE TOUR 2007 in Thüringen - Jingle der Berliner Gruppe six hills zum Mayday 2007 in Berlin - Göttingen ist nicht Heiligendamm, uns doch egal! - G8 Gipfel - Wird Bad Doberan doch abgeriegelt? - Kreative Aktionswerkstatt für den G8-Protest - Six Days of Action against the Occupation of Palestine - June 6-12 2007 ------------------------------------------------------------------------ ------ G8-Gipfel: 4 Personen weiterhin in Haft nach Festnahme von 100 FahrraddemonstrantInnen in Utrecht/ NL Offensichtlich im Vorfeld geplante Aktion der Polizei Presseerklärung des Fahrradkarawanen Infobüros in Rostock Weitere Informationen: Info-Büro der Fahrradkarawanen in Rostock, Andree Narres: +49 - 160 - 953 14 023 100 TeilnehmerInnen einer friedlichen Fahrraddemonstration im Rahmen der Fahrradkarawanen gegen den G8-Gipfel wurden gestern in Utrecht in einer geplanten und gewaltsamen Polizeiaktion festgenommen, weil sie nicht auf dem Fahrradweg gefahren seien. Bis tief in die Nacht wurden sie unter widrigen Bedingungen - überbelegte Zellen, keine Verpflegung - festgehalten, ihre Fahrräder beschlagnahmt. Bis heute sitzen weiterhin vier Personen in Haft, davon wird eine mit Abschiebung bedroht und eine soll weitere zwei Wochen festgehalten werden. Das Karawane-Infobüro protestiert gegen diese Kriminalisierung von Protestaktionen im Vorfeld des G8 Gipfels in Heiligendamm und ruft zu Solidaritätsaktionen auf "bis alle draussen sind". Eine Person befindet sich in sogenannter Ausländerhaft und wird mit Abschiebung bedroht, eine weitere wollen die Behörden wegen einer unbezahlten Geldstrafe zwei Wochen in Haft behalten. Bisher hatten die vier verbliebenen Festgenommenen keinen Anwaltkontakt und ihr Aufenthaltsort ist nicht bekannt. Ein weiterer Karawaneteilnehmer wurde freigelassen, erhielt aber seinen Ausweis nicht zurück, der von der Ausländerpolizei beschlagnahmt wurde. Zur Zeit finden Vorbereitungen für Solidaritätsaktivitäten statt. HINTERGRUND: Nach der Festnahme einer kompletten Fahrraddemonstration gegen den bevorstehenden G8 Gipfel mit rund 100 TeilnehmerInnen in Utrecht befinden sich vier Personen weiterhin in Haft, darunter mindestens zwei Mitglieder der Fahrradkarawane "Gr8chaoskaravaan". Die Karawane und einige UnterstützerInnen befanden sich am frühen Samstag Nachmittag auf dem Weg aus der Stadt als die Polizei sie mit gezogenen Schlagstöcken einkesselte und unter dem Vorwand, sie seien nicht auf dem Fahrradweg gefahren und würden den Straßenverkehr behindern, festnahm. Der Polizeiübergriff ereignete sich ohne Vorankündigung und sehr schnell, wobei u.a. ein mobiles Sonderkommando zum Einsatz kam . Die Karawane geht aufgrund der guten Vorbereitung und der Anzahl der anwesenden Polizeikräfte von einer eindeutig im Vorfeld geplanten Aktion aus. "Dieser Einsatz und auch die Gewalttätigkeit, mit der die Polizei gegen die friedliche Fahrraddemonstration vorging, sind für niederländische Verhältnisse vollkommen untypisch" erklärt Antje, eine Teilnehmerin der Karawane. "Wir finden keine andere plausible Erklärung dafür, als daß auf diese Weise versucht werden soll, den Protest gegen den G8-Gipfel schon im Vorfeld zu kriminalisieren und einzuschüchtern." Die DemonstrantInnen waren bis spät in die Nacht in überbelegten Zellen bei geringer Sauerstoffzufuhr und ohne Essen festgehalten worden. Ihre Fahrräder waren beschlagnahmt und abtransportiert, die Schlösser aufgebrochen und die Räder selbst zum Teil beschädigt worden, ein Großteil konnte aber heute wieder abgeholt werden. Die Festgenommen erhielten ANzeige wegen "Schweren Eingriffs in den Straßenverkehr" und wurden während der Haft schlecht behandelt, mehrere Personen berichteten, wie Poliezeibeamte ihnen gedroht hätten "das heute war noch tolerant, aber wenn ihr morgen an der Aktion teilnehmt, werdet ihr uns richtig kennenlernen." Gemeint war eine antirassitische Besichtigung des Abschiebelagers in Zeist, an der die Karawane heute teilnehmen sollte. Die AktivistInnen haben sich jedoch nicht einschüchtern lassen - obgleich viele nach der Nacht im Gefängnis zu erschöpft waren, hat sich eine kleine Abordnung zum Abschiebelager begeben. Derweil finden in Utrecht und anderen Städten Vorbereitungen für Solidaritätsaktionen statt. AktivistInnen hatten bereits gestern zu internationlen Solidaritätsaktionen aufgerufen. "Die Grenze für Festnahmen wird immer fadenscheiniger, der ganze Vorgang zeigt, daß jeglicher Protest gegen den G8 Gipfel unerwünscht ist und bereits im Vorfeld kriminalisiert werden soll. Das ist ein massiver Grundrechtseingriff, den wir nicht hinnehmen werden. Wir haben zu Solidaritätsaktionen aufgerufen, bis alle Gefangenen frei sind und ihre Fahrräder zurückgegeben wurden" sagt Andree Narres vom Infobüro der Fahrradkarawanen. Die Fahrradkarawane wollte später eigentlich in Nimwegen eintreffen, wo heute der Auftakt der lokalen Aktionstage gegen den G8-Gipfel stattfindet. Nun wird wohl zumindest ein Teil der Karawane in Utrecht bleiben, bis sich die Situation der inhaftierten Karawanemitglieder klärt. Andree Narres: "Die Behörden lassen anscheinend nichts unversucht, um den Zeitplan der Karawane zu stören. Es gibt außerdem die Befürchtung, daß der Karawane durch diese Kriminalisierung die Einreise nach Deutschland erschwert werden soll. Ein absurdes Szenario: Einreiseverbot wegen Radfahren abseits der Fahrradwege!" meint Andree Narres. Deutschland will im Vorfeld des G8 Gipfels das Schengener Abkommen vorübergehend außer Kraft setzen um die Einreise von DemonstrantInnen zu be- und verhindern. Insgesamt finden sechs Fahrradkarawanen statt, um im Vorfeld des G8- Gipfels durch Aktionen und Veranstaltungen in verschiedenen europäischen und deutschen Städten auf den Protest zum bevorstehenden G8 Gipfel aufmerksam zu machen und Protestthemen wie Migration, Biotechnologie, Umwelt, Landwirtschaft, soziale Gerechtigkeit und Bürgerrechte sowie bestehende Kämpfe in diesen Bereichen an die Öffentlichkeit zu bringen. Informationen über die Gr8chaoskaravaan - westeuropäische Fahrradkarawane gegen den G8-Gipfel: http://dissentnetzwerk.org/wiki/Bicycle-Caravan_%22West%22 Weitere Berichte über den Verlauf des gestrigen Tages: http://de.indymedia.org/2007/05/175412.shtml Informationen über alle Fahrradkarawanen: http://dissentnetzwerk.org/wiki/Fahrradkarawanen_/_bicycle_caravans --- Informationsbüro für alle Karawanen Karawanen-info-büro G8-Protestzentrum Ehm-Welk-Schule Knut Rassmussenstr. 108 18106 Rostock ------------------------------------------------------------------------ ------ The Central Call of the Caravan tour 2007: Neun Jahre nach der ersten Karawane für die Rechte der Flüchtlinge rufen wir nun zum dritten Mal auf, zusammen und in Solidarität gegen das deutsche System der Ausgrenzung, Unterdrückung und Abschiebung aufzustehen. Die Karawane- Tour 2007 findet unmittelbar vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm statt. Als die meisten von uns - MigrantInnen und Flüchtlinge - unsere zerstörten Heimatländer verlassen haben, taten wir dies nicht als freie Menschen. Wir waren gezwungen zu fliehen. Gezwungen durch die unmenschlichen Lebensbedingungen, denen wir dort unterworfen wurden. Diese Bedingungen manifestieren sich in unterschiedlicher Weise: In Hunger, Krieg, Armut, Diktaturen und in vielen anderen Formen. Sie allen wurzeln in einem System der Ausbeutung, Ungerechtigkeit und Unterdrückung. Diese Entmenschlichung kennzeichnet die Weltordnung, die der Imperialismus der G8, ihrer mächtigen Kapitalfraktionen und Regierungen, uns aufzwingen. Abschiebung dient den Interessen des Kapitals und des Imperialismus. Abschiebung ist eine Missachtung der Menschenrechte. Sie ist ein sadistisches Unterdrückungsverhältnis zwischen Mächtigen und Verfolgten. Sie ist die Ursache des der Maschinerie des Lagersystems, mit all ihrer seelischen Misshandlung, des sexuellen Missbrauchs, der Ausbeutung, der Trennung von Familien und vielen anderen Formen der Entrechtung. >>>> mehr http://thevoiceforum.org/ node/491 Kundgebung, Konferenz, Ausstellung und Musik Die KARAWANE 2007 TOUR - In Solidarität gegen Abschiebung Auch in Thüringen verlangen wir die Schließung aller Flüchtlingslager - allen voran das Lager in Freienbessingen! In Solidarität gegen Abschiebung - für einen Abschiebestopp! Wir verurteilen die gewaltsame Isolation und Ausgrenzung von Flüchtlingen mit dem Ziel der Abschiebung! Lasst uns weiter mit allen möglichen Mitteln gegen Abschiebungen protestieren, kämpfen und Kampagnen führen! Wir verlangen die Schließung aller Flüchtlingslager und Abschiebegefängnisse, einen Abschiebestopp und ein volles Aufenthaltsrecht für alle! ------------------------------------------------------------------------ ------ Programm der KARWANE TOUR 2007 in Thüringen: *21 - 22. 05* in Jena und Freienbessingen Flüchtlingslager: Samstag, 19. Mai bis 1. Juni 2007 in Jena Ausstellungen von Fotografien und Gemälden von AktivistInnen aus Thüringen und Berlin Juliane Wedell: Here I am! A Call from Outside Europe - Beyond the Spanish border in Morocco (Ausstellung - Fotoprojekt, siehe auch: http://thevoiceforum.org/node/443) Marco del Pra': Oury Jalloh protest Campaign (Fotos) Afrikanische Kunst und Symbole - Werke des Togoischen Malers Attikpasso Lawson aus Erfurt Offizielle Eröffnung durch Osaren Igbinoba: Samstag, 19.05. 2007, 19.00Uhr Ort: Umweltbibliothek im Grünen Haus, Schillergässchen 5, 07745 Jena Montag, 21.05. 2007 18.00Uhr: Empfang der Karawane im Schillergässchen 5 in Jena 20.00 Uhr: Konferenz: "Kein Kompromiss mit Abschiebungen! Rassismus tötet!" Podiumsdiskussion mit AktivistInnen der Karawane über Massenabschiebungen und die Bleiberechtspropaganda der deutschen Innenministerkonferenz (IMK) Veranstaltungsort: Friedrich-Schiller-Universität. Ernst-Abbe-Platz/Carl-Zeiss-Str. 3 21.00Uhr: Kulturnacht - Musik von Live-Bands und DJs Ort: CALEIDOSPHERES Jena - Westbahnhof Gleis2/Ladestrasse 3 Dienstag, 22. 05. 2007 9:00Uhr - 11.00Uhr: Fortsetzung der Diskussion im Schillergässchen 5, Jena 12.00Uhr: Kundgebung am Holzmarkt in Jena 15.00Uhr: Abfahrt von Jena nach Freienbessingen - Sonderhausen 16.00Uhr: Freienbessingen - Kundgebung mit Speaker's Corner und Live- Konzert Kontakt: The VOICE Refugee Forum Jena Schillergässchen 5, 07745 Jena, Tel.: ++49 (0) 3641 - 6652 14; Tel. Mobil/Handy: + + 49 (0) 176 24568988; Fax: ++49 (0) 3641 - 420 270 Information @ http://thevoiceforum.org Aufruf für die KARAWANE-TOUR vom 19.Mai bis zum 4. Juni 2007 wir sind hier, weil ihr unsere länder zerstört solidarität gegen abschiebung für eine welt ohne ausbeutung, unterdrückung und kriege Deutsch: Aufruf für die KARAWANE-TOUR vom 19.Mai bis zum 4. Juni 2007 pdf: http://thecaravan.org/files/caravan/Aufruf_Tour_07_de.pdf English: pdf: call for the CARAVAN tour from mai 19 to june 4, 2007 http://thecaravan.org/files/caravan/Call_Tour_07_en.pdf Thueringen: CARAVAN 2007 TOUR - In Solidarity against Deportation *21 - 22. 05* in Jena and Freienbessingen Refugee Camp English & Deutsch; Programme: http://thevoiceforum.org/node/494 Spenden: Bitte spendet an: Foerderverein The Voice e. V., Göttingen, KtoNR: 127 829, BLZ: 260 500 01, IBAN: DE97 2605 0001 000 1278 29; BIC: NOLADE21GOE, Bankinstitut: Sparkasse Göttingen. "Stichwort: Karawanetour" ------------------------------------------------------------------------ ------ Jingle der Berliner Gruppe six hills zum Mayday 2007 in Berlin Download mp3: http://gipfelsoli.org/rcms_repos/Texte/ six_hills_jingle_070501.mp3 Was vor 2 Jahren begonnen wurde, ist gelungen. Wir können bereits jetzt auf einen erfolgreichen Mobilisierungsprozess zurückblicken. Wir wollen hier und heute einmal klar und deutlich aussprechen und Festhalten, dass es in den letzten 2 Jahren einiges an Erfolgen aufzuweisen gibt. Wir haben eine breite linke Mobilisierung auf die Beine gestellt, deren Gemeinsamkeit ist, dass sie den globalen Kapitalismus in all seinen Ausprägungen ablehnt, bekämpft und nach Alternativen sucht. Die Spannbreite reicht von der Ablehnung von Lohnarbeit bis zur Forderung nach einem weltweiten Grundeinkommen. Wir haben das Megascheißereignis G8-Gipfel in Heiligendamm zum Anlass genommen, unsere Inhalte und Aktionen zur vertiefen und abzusprechen. Es ist gelungen eine breiten Bogen zu schlagen: von Tagespolitischen Forderungen hin zur Analyse und Aufklärung über das System der Verelendung. Von der Forderung nach Ernährungssouveränität zu migrationspolitischen Kämpfen. Hey, Na klar : Ums Ganze und um viele tagespolitische Kämpfe: es ging und geht uns um die grundlegende Kritik an Kapital und Staat, Wir wollen eine radikale Kritik am System der Zweigeschlechtlichkeit und patriarchaler Verhältnisse, Analyse und Aufklärung über das System der Verelendung mit 30 Millionen Armutstoten jährlich, wir setzen Antimilitarismus auf die Tagesordnung und wir denken: selbst eine noch so kleine Blockade des Militärflughafens Laage wird ein deutliches linksradikales Ausrufezeichen sein. Es ist nicht zu der vorhergesagten Spaltung innerhalb der Mobilisierung gekommen. Auch eine inszenierte sogenannte Gewaltdebatte hat dies nicht geschafft Die Anerkennung der jeweils unterschiedlichen Aktionsformen ist geblieben. Wir werden mit einem breiten linken Bündnis in Heiligendamm und Umgebung auftauchen. Wir haben es geschafft, dass sich die Regierungschefs hinter einem Zaun und dem größten Polizeiaufgebot verstecken müssen, dass dieses Land je gesehen hat. Widerstand ist gerechtfertigt und verdammt notwendig, auch wenn aktuell politischen Gefangenen gesagt wird, dass sie im Knast schmoren dürfen, wenn sie dieses System weiter ablehnen. Daher sind die monatelangen gemeinsamen Diskussionen, Begegnungen, Aktionsvorbereitungen, Streits und solidarischen Aktionen so wichtig Wir werden über Heiligendamm hinaus an unserer gemeinsamen Perspektive und unserer Kooperation arbeiten müssen, denn wir haben mehr als einen Zaun und eine rote Zone zu überwinden. Die weltweiten Verhältnisse nachhaltig zum Tanzen bringen! Kapitalismus abschaffen G8 blockieren Herrschaft weltweit beenden [six hills berlin] ------------------------------------------------------------------------ ------ Göttingen ist nicht Heiligendamm, uns doch egal! Am 19. Mai wollen wir mit euch gemeinsam in Göttingen gegen den Kapitalismus und all die damit verbundenen Schweinereien demonstrieren. Die zeitliche Nähe zum G8-Gipfel in Heiligendamm ist dabei kein Zufall, aber auch nicht alleiniger Grund. Das wir kurze Zeit vor dem Gipfel zum demonstrieren aufrufen soll dabei verdeutlichen, dass es wichtig und richtig ist Protest zu artikulieren, aber dieser nicht auf den Gipfel beschränkt sein und keineswegs dort aufhören darf. Forderungen nach realen Lebensverbesserungen können wir natürlich etwas abgewinnen. Allerdings sind wir der Meinung dass diese häufig nicht das grundsätzliche Problem und damit auch die Ursache des Elends, den vermaledeiten Kapitalismus, im Auge behalten. Bei diesem handelt es sich um ein gesamtgesellschaftliches Verhältnis, dem alle überall unterworfen sind. Gerade deshalb ist es nötig unsere Kritik nicht nur in Heiligendamm zu formulieren. Wir sind davon überzeugt, dass sich dieses System nicht zum Guten wenden lässt. Von daher geht es uns ums Ganze, was nichts geringeres als die Abschaffung des falschen Ganzen bedeutet. Nur so lässt sich die Ausbeutung, Entfremdung und Verdinglichung der menschlichen Existenz aufheben um stattdessen ein schönes und selbstbestimmtes Leben für alle Menschen zu ermöglichen. Alle reden von Heiligendamm, wir auch Vom 2. bis zum 8. Juni findet im Luxushotel Kempinski in Heiligendamm das Treffen der G8 statt. Vertreter und Vertreterinnen der sieben größten Industrienationen und Russlands kommen zusammen, um was eigentlich genau zu tun? Wenn es nur um gutes Essen und Eliteattitüde ginge, müsste sicherlich kein Zaun gebaut werden, von dem keineR weiß, ob er der Kracher in der nächsten "Ostalgieshow" auf Sat. 1 wäre oder nur die heimlichen Phantasien von Wolfgang Schäuble befriedigen soll. Wenn sowohl die Herrschenden, als auch die Protestler einen solchen Wind machen, muss richtig was im Busch sein. Zwar ist das Thema G8-Treffen im Moment sehr häufig in den Medien, jedoch trifft das größtenteils nicht auf das eigentliche Programm oder die genaue Funktion solcher Treffen zu. "Die reden über Afrika und den Klimaschutz." ist vermutlich die Antwort, die interessierte ZeitungsleserInnen am ehesten geben würden. Ein Blick auf die Homepage der Bundes-regierung hilft auch nur begrenzt weiter. In der dort vorgestellten Agenda gibt es Formulierungen wie "Neue Impulse beim Austausch über Strategien zum Abbau der globalen Ungleichgewichte", "Austausch über Maßnahmen zur Verbesserung der systemischen Stabilität und Transparenz der Finanz- und Kapitalmärkte" oder "Bekenntnis der G8 zur Investitionsfreiheit in Industrie- und Schwellenländern". Jetzt wissen wir natürlich genau was in Heiligendamm passieren wird, oder doch nicht? Aus diesen bedeutungsschwanger klingenden Zitaten ist vor allem eins herauszulesen: Das G8-Treffen ist kein Ort, an dem hauptsächlich konkrete Entscheidungen über zukünftige Entwicklungen im Kapitalismus getroffen werden und die nächste Sanierung der Fabrikkantine gestrichen wird. Vielmehr handelt es sich um eine informelle Plattform, beziehungsweise ein Koordinierungstreffen zum Austausch über Themen, die von den teilnehmenden Staaten als besonders wichtig erachtet werden. Das Treffen der G8 ist also für die teilnehmenden Staaten ungefähr das, was für Linke ihr WG-Talk ist, nur das es sich nicht um ein Treffen von harmlose MitbewohnerInnen handelt, sondern um das Treffen der einflussreichsten Industrienationen. Diese verfügen als Träger bürgerlicher Herrschaft über ziemlich umfangreiche Gewaltapparate, um ihre jeweiligen nationalen (Kapital-)Interessen nach Außen gegen mögliche Widerstände anderer Staaten und Akteure durchzusetzen. Beliebte Mittel sind beispielsweise Strafzölle auf bestimmte Waren, wie Bananen, aus anderen Ländern oder Einflussnahme durch wirtschaftliche Regularien und politische Ausschlusskriterien, durch die Koppelung von Vergünstigungen an Forderungen. Solche Beziehungen sind immer Machtbeziehungen. Zwischenstaatliche Verhältnisse sind daher immer auch von gewalttätiger Natur, trotz noch so vieler internationalen Verträge. It's all about the game Mitnichten handelt es sich beim Treffen der Gruppe der Acht also um eine Schaltstelle des globalen Kapitalismus. Die Vorstellung einer solchen Institution ist falsch. Auch wenn beispielsweise die Strukturprogramme der Weltbank IWF deutlich mehr Einfluss haben, als die Koordinierung der G8, so ist trotzdem nicht von einem Regierungsorgan zu sprechen. Vielmehr werden hier Regulierungsfunktionen wahrgenommen. Der Kapitalismus, als Ganzes, besitzt keine Planungsinstanz, sondern funktioniert über nichtpersonale Herrschaft und die Gesetze des Marktes, als stummer Zwang der Verhältnisse. Zwar gibt es Personen, beispielsweise Unternehmer für Sahnetorten, die mehr Macht als andere haben, allerdings besitzen sie diese Macht nur, wenn sie als Charaktermasken des Kapitals dessen Akkumulation vorantreiben. Das geschieht durch die "Anwendung" von vorher angeworbenen Arbeitskräften zur Mehrwertproduktion und damit zur Profitmaximierung. So kauft unser Unternehmer für Sahnetorten Arbeitskräfte, denen er die notwendigen Utensilien zur Herstellung von Sahnetorten zur Verfügung stellt. Die ArbeiterInnen produzieren einen Wert, der über dem ihrer eigenen Arbeitskraft liegt, den Mehrwert. Die hergestellten Sahnetorten werden als Waren verkauft um so den produzierten Mehrwert zu realisieren. Die meisten Menschen müssen ihre Arbeitskraft genau zu jenem Zwecke der Mehrwertproduktion verkaufen, um sich gesellschaftlich reproduzieren zu können. Das eigene Überleben ist an die Unterwerfung unter die kapitalistischen Verkehrsformen, wie Lohnarbeit, Warentausch und bürgerliche Staatlichkeit- mehr in Westeuropa und den USA und weniger in Teilen des Trikont- geknüpft. Das gilt beide Seiten des Kapitals, also die Kapitalisten, als auch die ArbeiterInnen. Sowohl die ArbeiterInnen, als auch die Kapitalisten üben also gesellschaftliche Funktionen des Kapitals- das als automatisches Subjekt funktioniert- aus und folgen nicht primär ihrem eigenen Willen, sondern gesellschaftlichen Strukturen, auch wenn es verlockender scheint, Kapitalist anstatt Arbeiter zu sein. Zudem werden die gesellschaftlichen Machtpositionen ideologisch noch überhöht und als eigentliche Orte der Reichtumsproduktion verklärt. Deshalb habe die Gesellschaft den Bedürfnissen des Kapitals stets nachzukommen. Eine Einschränkung der Bedürfnisse des Kapitals erscheint vom kapitalistischen Standpunkt aus als genauso unmoralisch und verwerflich, wie es dem reaktionären Kardinal Mixa erscheinen muss, wenn Frauen arbeiten oder- Gott bewahre- Homosexuelle einander sogar heiraten können. Der Gedanke etwas nicht zu riskieren ängstigt mich zu Tode Wenn also der Kapitalismus ein gesellschaftliches Verhältnis nichtpersonal vermittelterer Herrschaft ist, dann kann es auch nicht den richtigen oder den falschen Ort geben um seine Aufhebung zu propagieren. Theoretisch ist der eine Ort so gut wie der andere und genauso der Termin. Der G8-Gipfel ist allerdings ein gesellschaftliches Event, in dessen Vorfeld auch immer über den Protest dagegen gesprochen wird. Außerdem ist davon auszugehen, dass rund um G8 das Interesse an radikaler Kapitalismuskritik größer als im sonstigen Alltag ist. Angesicht des alltäglichen, weltweiten Elends regte sich seit Ende der 1990er Jahren zunehmend Protest, der seit dem vornehmlich bei internationalen Großevents wie etwa den G8-Gipfeln anzutreffen ist. Begleitet wurden die Mobilisierungen auch immer von Debatten um den Kapitalismus. Auch wenn sich die Kritik der No-Globals meistens auf Neoliberalismus oder angeblich falsche Politik bezieht und Sozialstaatsromantik betrieben wird, so zeichnete sich erstmals seit dem Ende des Kalten Krieges wieder eine größere Aufmerksamkeit für grundsätzliche Kapitalismuskritik ab. Diese Entwicklung stellt eine Selbstreflexion der bürgerlichen Gesellschaft dar und konfrontiert im wesentlichen das bestehende Elend mit den bürgerlichen Moralvorstellungen. Dabei schwingt leider auch einiges an reaktionären Positionen und Ressentiments mit. So existiert zum Beispiel in der Antiglobalisierungsbewegung eine populäre Form angeblicher "Kapitalismuskritik", die "raffgierige Kapitalisten" oder Manager als "Blutsauger" den "ehrlichen und produktiven Arbeitern" gegenüberstellt, wobei letztere ausgesaugt werden würden. Eine solche Aufspaltung in gutes und böses Kapital forciert antisemitische Vorstellungen, weil sie sich Stereotype bedient wird, die historisch als eindeutig "jüdisch" halluziniert werden. Ein anderes häufig auftretendes Phänomen ist der Antiamerikanismus. Die Warnung vor "heuschreckigen Finanzunternehmen" und Hedgefonds, wie es zum Beispiel Franz Müntefering betrieben hat oder die Warnung vor der angeblichen allegemeinen Skrupellosigkeit amerikanischer Konzerne schürt das Ressentiment gegen Amerika. Beliebt ist auch die Idealisierung von kleinen Betrieben, als "nicht so kapitalistisch" gegenüber "hochkapitalistischen", meist als amerikanisch ausgemachten, Großkonzernen. Häufig wird die Frontstellung eines "raubtierkapitalistischen Amerikas" gegen ein "soziales und friedliches Europa" beschworen, um letzteres schließlich als den besseren Kapitalismus dazustellen. Dabei ist es auch relativ egal, wie die Realität in Europa aussieht, wichtig ist nur das positive Identifikationsangebot. Dies dient der Konstruktion einer deutsch-europäischen Identität. Die mediale Aufmerksamkeit bei Anlässen, wie G8-Gipfel in Heiligendamm stellt aber trotzdem auch eine bessere Ausgangssituation für linksradikale Kapitalismuskritiker dar. Auch wenn diese Aufmerksamkeit nicht überschätzt werden sollte, gilt es diese Chance nicht ungenutzt zu lassen- gerade aus der marginalisierten Position der radikalen Linken heraus. Wäre die radikale Linke mehr in einer Position der gesellschaftlichen Stärke, wären wir nicht auf den Medienrummel rund um Events wie G8-Treffen angewiesen, sondern könnten Ort und Zeit der politischen Auseinandersetzung häufiger selbst bestimmen. Wenn es aber an sich keinen richtigen und keinen falschen Ort gibt, dann wäre es fatal sich nur auf den Gipfel Anfang Juni oder allenfalls die dazugehörigen Ministertreffen, wie zum Beispiel in Potsdam, zu beschränken. Das hieße den G8-Gipfel oder ähnliche Veranstaltungen zu überhöhen und tatsächlich zu einer Schaltstelle des globalen Kapitalismus, beziehungsweise zum Urheber aller negativen Folgen des Kapitalismus, zu verklären. Marketing für den Kommunismus und vor allem praktischer Widerstand gegen die alltäglichen Zumutungen im Kapitalismus muss immer und überall geleistet werden und kann sich auch nicht auf Rumjammern per Web 2.0 beschränken. Aus diesem Grund wollen wir bereits im Vorfeld zu Heiligendamm in Göttingen demonstrieren um der Totalität des Kapitalismus praktisch Rechnung zu tragen und zu zeigen, dass sich linke Aktivitäten in Göttingen zu G8 nicht auf den tatsächlichen Gipfel beschränken: Göttingen ist nicht Heilligendamm, uns doch egal! Der Staat... Als Souverän wird der alleinige Inhaber der gesellschaftlich anerkannten und damit legitimen Herrschaft bezeichnet. In den heutigen bürgerlich-demokratischen Gesellschaften wird die Gesamtheit der Bevölkerung eines Staates- im deutschen als "Volk" bezeichnet- als Inhaber der Souveränität angenommen. Entsprechend lautet die rechtstheoretische, deutsche Formel: "Alle Staatsgewalt geht vom Volk aus". Allerdings werde die Souveränität nicht direkt, sondern mittels parlamentarischer Repräsentation ausgeübt. Wenn von Souverän gesprochen wird, ist damit die anerkannte Institution der "Volksvertretung", die Regierung, gemeint, die die Staatsgewalt inne hat. Auf der gesellschaftlichen Ebene ist es die Aufgabe des staatlichen Souveräns die Konkurrenz unter den Warenbesitzern, als dominante Form gesellschaftlicher Vermittlung, in gesetzliche Bahnen zu lenken. So wie der Schiedsrichter beim Eishockey dafür zu sorgen hat, dass die ganze Veranstaltung nicht komplett aus dem Ruder läuft. Als wesentlichen Funktionen des Staates werden dementsprechend häufig die Garantierung von "Ruhe und Ordnung und die Stiftung von Gemeinschaftlichkeit genannt. Seine Aufgaben erfüllt der bürgerliche Staat mit Hilfe seines Gewaltmonopols und seiner ideologischen Legitimierung, indem er dafür Sorge trägt, dass die bürgerliche Eigentumsordnung, die Akkumulation von Kapital und der freie Warentausch ohne Störungen vonstatten gehen können. Deshalb geht er potentiell gegen alle vor, die den reibungslosen Ablauf der Verwertung des Werts, der Mehrwertproduktion, behindern oder behindern könnten. Weil der Staat den Frieden bewahren würde, wurde und wird seine Rolle in der Vergangenheit und Gegenwart immer wieder als nötig und positiv aufgefasst. Analogien des Souveräns mit einem Familienvater, als einer vermeintlich "natürlichen Autorität", waren früher besonders gut dazu geeignet, den positiven Bezug der Untertanen mit ihrem Fürsten zu begründen. Heute soll der Souverän nicht mehr als Vater, sondern als Repräsentant aller Staatsbürger und deren Vertreter gelten. Nicht Unterwerfung unter eine fremde Macht, sondern Identifikation mit dem Souverän lautet nun die Devise. International auf der Staatenebene kann keine vergleichbare Institution, wie eine supranationale Regierung, existieren. Hier leben nämlich nicht Menschen in einem gesellschaftlichen Kontext miteinander, die und auch ein Interesse am gesellschaftlichen Zusammenschluss haben. Stattdessen treffen Nationalstaaten aufeinander, deren wesentliche Funktionsbestimmung als ideelle Gesamtkapitalisten, die Durchsetzungen ihrer nationalen Interessen, ist. Nichtkapitalistische Momente und Strukturen, wie zum Beispiel Familien oder soziale Milieus, egal ob tendenziell emanzipatorisch oder reaktionär, die für den gesellschaftlichen Zusammenhalt unabdingbar sind, sind auf der Ebene der Staaten so nicht vorhanden. Dementsprechend kann auch das Verhältnis von Staaten zueinander nicht mit dem von bürgerlichen Individuen zueinander gleichgesetzt werden. Von ähnlichen Vorstellungen gehen zum Beispiel Leute auf, die eine solidarische Gesellschaft, einen fairen Wettbewerb oder einen gerechten Umgang unter Staaten einfordern, ohne ein Wort über die grundsätzliche Logik des Kapitalismus und bürgerlicher Staaten zu verlieren. Die am G8-Gipfel teilnehmenden Staaten sind aufgrund ihrer ökonomischen und welt-politischen Machtspositionen besonders gut dazu in der Lage ihre jeweiligen Interessen und bevorzugten Konzepte, zum Beispiel im Hinblick auf die Entwicklung in Afrika, durchzusetzen. Am besten geht das, wenn sie untereinander ihre Interessen auf mögliche Übereinstimmungen abstimmen und mögliche Konflikte und Krisen unterbinden können. Die Folgen der internationalen kapitalistischen Konkurrenz wie Kriege, Ausbeutung, Umweltzerstörung, etc. sind dabei nicht mehr zu ignorieren, obwohl der ideologische Anspruch der bürgerlichen Gesellschaft kapitalistische Glückseligkeit und allgemeinen Wohlstand durch die kapitalistische Wirtschaftsform verkündet. Deshalb wird bei Treffen wie dem G8 neuerdings verstärkt auch die Situation der sogenannten Entwicklungsländern diskutiert. Das Sein verstimmt das Bewusstsein Eigentlich kommt dies einem Dementi des bürgerlichen Glücksversprechens des Kapitalismus und damit einer strukturellen Selbstkritik desselben nahe. Allerdings wird diese Entwicklung zu einer noch effektiveren marktwirtschaftlichen Durchdringung der betreffenden Länder umgemünzt. Ein Mangel an kapitalistischer Ausbeutung wird dann zur Ursache der bestehenden Missstände erklärt. So als seien ausschließlich die Taliban und Al Qaida oder allenfalls noch ein paar egoistische Konzernmanager dafür verantwortlich, dass sich nicht alle Menschen in Afghanistan den neuesten Mercedes oder wenigstens einen Smart leisten können. Gleiches gilt für den Anspruch, dass Kapitalismus dauerhaften Frieden bringen würde. [Einfügung: villeicht] Auf der Ebene des unmittelbaren Bewusstseins ist eine solche Vorstellung durchaus nachvollziehbar, weil hier der Kapitalfetischismus herrscht. Das Verhältnis des Kapitalfetischismus als Gedankenform zum Kapital selber, entspricht in etwa dem eines Schuhfetischisten zu einem paar hochhackigen Pömps. Dem Kapital, als Ding, scheint notwendigerweise die Macht zuzukommen, gesellschaftlichen Reichtum aus dem Nichts zu erschaffen- nur dass die Begeisterung hier nicht sexueller Natur ist. Das zugrunde liegende gesellschaftliche Verhältnis erscheint jedenfalls nicht mehr als ein von Menschen gemachtes. Das unmittelbare Bewusstsein ist notwendig falsch und in die bürgerliche Ideologie genauso tief verstrickt, wie eine Fliege in ein Spinnennetz, nur ohne Spinne. Wenn die bestehenden Verhältnisse nicht grundsätzlich in Frage gestellt werden, bleiben auch die Lösungsvorschläge immanent und verkürzt. Außerdem gibt es innerhalb des Kapitalismus nur eine Sache die schlimmer ist als ausgebeutet zu werden, nämlich nicht ausgebeutet zu werden. Zumindest gilt das, wenn Lohnarbeit die einzige Möglichkeit ist, sich in den bestehenden Verhältnissen zu reproduzieren, was für die große Mehrheit zutrifft. Das ist der rationale Kern, der geistigen Reaktionen auf, ein an sich irrationales System. Die weltweite Etablierung kapitalistischer Wirtschaftsorganisation erscheint daher als sinnvolle Voraussetzung für Abschaffung von Not und Elend. Jedoch zeigt ein kurzer Blick in die Logik des Kapitalismus, wie bereits dargelegt, dass sich der bestehende kapitalistische Reichtum nur durch die Ausbeutung von Arbeitskraft und den Raubbau an den natürlichen Ressourcen geschaffen werden kann. Diese kapitalistische Form der Reichtumsproduktion trennt diejenigen, die Arbeit leisten, notwendiger Weise von den Produkten ihrer Arbeit und damit die Mehrheit im Kapitalismus von der Möglichkeit den gesellschaftlich produzierten Reichtum für sich zu realisieren. Materielle, gesellschaftliche, politische Ungleichheit und Armut drücken also kein Versagen des Kapitalismus, sondern sein effektives Funktionieren aus. Das Glücksversprechen des Kapitalismus ist an die Warenform und Lohnarbeit gekettet und das "Glück" damit notwendigerweise verkümmert. Allerdings besteht nicht einmal innerhalb der führenden Industrienationen, die Möglichkeit, für die Mehrheit der Bevölkerung, das kapitalistische kulturindustriell strukturierte "Glück" dauerhaft zu haben. Only one solution: revolution Auch auf Staatenebene führt die kapitalistische Konkurrenz zu unterschiedlichen Machtverhältnissen. Historisch war beispielsweise die Ungleichheit zwischen den westlichen Industrienationen und den Ländern der sogenannten Dritten Welt- die ihre Wurzeln im Kolonialismus hat- nach dem 2. Weltkrieg ein wichtiger Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg der Industrienationen. Setzte doch die "goldene Ära" der Nachkriegszeit in den 1950er und 60er Jahren den Zugang zu möglichst billigen Rohstoffen voraus. Ungleicher internationaler Tausch war und ist eine Realität. Allerdings ist es falsch, die Kritik auf die Ungleichheit oder die mächtigen Staaten zu reduzieren. Denn trotz aller gegenteiliger Behauptungen entspricht es der Logik von Nationalstaaten, jegliche Vorteile in der Staatenkonkurrenz auszunutzen, auch wenn diese durch internationale Verträge, Abmachungen und Institutionen begrenzt wird. Sowohl die mächtigeren Staaten, als auch die weniger mächtigen Staaten, sind also der Logik der internationalen kapitalistischen Konkurrenz unterworfen, die im Prinzip unabhängig von ihren einzelnen Willen funktioniert; unabhängig im Prinzip, weil die Gestaltung der Rahmenbedingungen der Konkurrenz letztlich von dem Handeln der Gesamtheit der Staaten abhängt. Antikapitalistische Kritik und Praxis darf bei aller Notwendigkeit, das alltägliche Elend zu bekämpfen, nicht die Kritik der herrschenden Unvernunft des falschen Ganze, mit dem Namen Kapitalismus außer Acht lassen. Vor allem muss sie die systematische Logik des Kapitals ins Visier nehmen. Ebenso wenig darf auf die Kritik an reaktionären Ideologien wie Rassismus, Sexismus, Antisemitismus oder Nationalismus u.ä. verzichtet werden. Denn erst die Verbindung von alltäglichen Kämpfen mit radikaler Kritik kann die Möglichkeit einer Emanzipation von Staat, Nation und Kapital eröffnen. Aus diesem Grund beteiligen wir, die redical [M]- antifaschistische Gruppe Göttingen, uns an dem bundesweiten Ums-Ganze-Bündnis linksradikaler Gruppen. Dieser Zusammenschluss ist der Auffassung, dass es nicht reicht verschiedene einzelne Verbesserungsforderungen oder -vorschläge aufzustellen, so dringend notwendig und berechtigt sie auch sind. Ohne dabei das unmittelbare Elend aus Blick und den Bezug zu den alltäglichen Kämpfen zu verlieren, ist es aber auch notwendig, die Skandalisierung des Kapitalismus als unvernünftigen und falschen Ganzen zu betreiben. Dafür gilt es tagtäglich einzutreten und auch auf die Straße zu gehen, wie bereits in Berlin am 30. April, in Göttingen am 19. Mai, in Rostock am 2. Juni und bei jeder sich bietenden Gelegenheit. In diesem Sinne Fight the G8-summit, Smash capitalism, Everywhere, Every time Für den Kommunismus Redical [M] Mai 2007 [http://www.puk.de/redicalm/stuff2/aufrufgoettingen1905.htm] ------------------------------------------------------------------------ ------ G8 Gipfel - Wird Bad Doberan doch abgeriegelt? Die Anzeichen, dass die Kreisstadt Bad Doberan für die Dauer des G8- Gipfels doch mit massiven Absperrungen zu rechnen hat, verstärken sich immer mehr. So hat ein Polizeisprecher am Freitag auf einem Infostand der Polizei Mecklenburg-Vorpommern auf dem Doberaner Marktplatz zum ersten Mal davon gesprochen, dass alle Bürger mit Zweitwohnsitzen in Bad Doberan unbedingt ihren Meldeschein des Einwohnermeldeamt mit sich führen sollten, da Zweitwohnsitze nicht in den Personalausweis mehr eingetragen sind. Hinzu kommt, dass alle die in Bad Doberan arbeiten, aber außerhalb wohnen, eine Bescheinigung des Arbeitgeber mit sich führten sollten, mit welcher bestätigt wird, dass und wo man in Bad Doberan arbeitet. Seit einigen Tagen dementieren Polizeisprecher eine mögliche Absperrung von Doberan nicht mehr so deutlich wie noch vor Wochen. Der jetzt gängige Sprachgebrauch lautet, es sei mit massiven Einschränkungen der Einwohner von Bad Doberan zu rechnen. Ursprünglich wurde lediglich von temporären Einschränkungen gesprochen. Sicherheitsexperten hatten immer wieder erklärt, dass ein schlüssiges Sicherheitskonzept für den G8 Gipfel ohne die Absperrung von Doberan eigentlich undenkbar sei. Allerdings würde eine vorher angekündigte Absperrung von der Kreisstadt politisch schwer durchzusetzen sein, daher ist davon auszugehen, dass man erst wenige Tage vor dem G8 Gipfel eine Absperrung der Kreisstadt verkünden wird. Als Begründung könnten die Polizeibehörden eine besondere Lage angeben,hieß es. Auch gegenüber dem NDR Rostock bestätigte ein Polizeisprecher die Tatsache, dass Bürger mit Zweitwohnsitzen in Bad Doberan unbedingt die Meldebescheinigung mit sich führen sollten. Wer einen Besuch Doberans für die Dauer des G8-Gipfel plant, sollte diesen lieber auf einen späteren Zeitpunkt verschieben, hieß aus Polizeikreisen. [http://www.mvregio.de/mvr/35337.html] ------------------------------------------------------------------------ ------ Kreative Aktionswerkstatt für den G8-Protest *go.stop.act* *Politisches Aktionstheater, Großpuppentheater und mehr* 16. - 20. Mai 2007 (Himmelfahrt) in Verden mit den Theatermachern und Aktionstrainern Till Baumann, Harald Hahn und Marc Amann Die Aktionswerkstatt go.stop.act dient der Vorbereitung auf kreative Proteste gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm im Juni 2007. Während fünf Tagen im Mai 2007 dreht sich alles um die Entwicklung und Durchführung kreativer öffentlicher Aktionen mit Theater- und Performance-Elementen. Ziel ist dabei, AktivistInnen in der Entwicklung und Durchführung kreativer Aktionen zu unterstützen sowie mit den Anwesenden eine oder mehrere konkrete Aktionen für den Protest gegen den G8-Gipfel zu entwickeln. *Bausteine der Aktionswerkstatt:* " Großpuppentheater und -paraden (Schwerpunkt 1) " Politisches Aktionstheater (Schwerpunkt 2) - Bildertheater - Maschinenbau - Zeitungstheater - Stop & Go - Rhythmus - Spektakel/Prozessionen und Skulpturenparks Außerdem werden andere kreative Aktionsformen kurz vorgestellt bzw. ausprobiert, z.B. - Radical Cheerleading und Aktions-akrobatik - Rhythmus mit vielen Leuten - Flash Mobs - Stelzenlauf ....sowie inhaltliche Einführungen und Diskussionen zu G8 und Gipfelprotesten, zu kreativen Aktionsformen sowie praktische Tipps und Erfahrungen zu Edelsteinen und Stolpersteinen für kreative Aktionen im öffentlichen Raum. *Zeit und Ort:* über Himmelfahrt 2007 (16. - 20. Mai, ca. 3 Wochen vor G8) in Verden *Trainer:* Marc Amann ist Herausgeber und Autor, Harald Hahn und Till Baumann sind Mitautoren des Buches go.stop.act! Die Kunst des kreativen Straßenprotests, Trotzdem Verlagsgenossenschaft, Frankfurt/M. 2005. www.go-stop-act.de - www.trojaspuppenkiste.de - www.harald-hahn.de - www.tillbaumann.de Veranstalter: Bewegungsakademie e.V. in Kooperation mit Attac Deutschland *Mehr Infos und Anmeldung:* www.bewegungsakademie.de Dipl. Pol. Rasmus Grobe Bewegungsakademie e.V. -Lernen in Sozialen Bewegungen- Artilleriestr. 6 27283 Verden Tel.. 04231-957.516 Fax: 04231-957.400E-Mail: grobe at bewegungsakademie.de Web: www.bewegungsakademie.de ------------------------------------------------------------------------ ------ 40 Years is Enough! Six Days of Action against the Occupation of Palestine - June 6-12 2007 Global Day of Action - June 9 2007 Kibush 40 coalition - http://www.kibush40.org The second week of June will mark forty years since the occupation of the West Bank and Gaza in the 1967 Six Day war. This is now the longest enduring military occupation in the world. While the Israeli government evades negotiations that would end the occupation and lead to a just peace, the lives of Palestinians continue to be crushed daily by closures and economic strangulation, their land confiscated for settlements and their communities made into prisons by the Segregation Wall. At the same time, violence in the region continues to supply ideological fuel for the G8 governments in their 'War on Terror', explicitly declared as a never-ending, pre-emptive global war which justifies erasing civil liberties, supporting oppressive regimes, and attacking refugees and migrants. We are all victims of this war: in Palestine and Israel , in Iraq and in Colombia , in Germany and in the U.S.A. With the occupation at forty it should be clear to all that its forceful hegemony cannot be resisted by established political means alone. This is both morally insufficient and doomed to practical failure. As a strategic and practical alternative, the "Occupation 40" coalition is calling for six days of actions to mark forty years of occupation, on June 6 to 12 2007. A Global Day of Action has also been called on June 9. The coalition is a democratic and non-hierarchical action platform of grassroots Israeli groups and organizations. Peace organizations, artists, students' groups, internal refugees, anarchists, animal rights activists, communists and individuals participate in this initiative. The six-day convergence in Israel will include demonstrations, direct actions, discussions and cultural events. This is a call-out for international direct actions against the occupation on June 6-12. We call in particular for actions against corporations profiting directly from the occupation that publicly shame them and/or cause them economic damage. Information on corporations involved with the occupation is available from http://www.boycottisrael.co.uk and many other sources, including a recent report by War on Want available at http://www.waronwant.org/download.php?id=443. We hope that actions will be organized to be decentralized and trust them to the initiative and self-organization of affinity groups around the world.These days of action fit well into this summer's international action calendar: * June 5 - An international day of action against militarization, wars and occupations, in the run-up to the G8 summit in Germany . * June 6-8 - Protests against the G8, with the participation of Palestinian and Israeli activists and Palestine Solidarity groups from around Europe . * June 6-12 - 6 days of action against the Occupation, in Palestine/ Israel and Internationally * June 9 - Rally in London , Global Day of Action Against the Occupation * June 10-11 - Protest, teach-in and lobby in Washington DC Please distribute this call widely, and please organise for action with your groups and networks. We can use this symbolic moment to hit out at those who benefit and profit from the pain and despair in Palestine , and to send the Israeli and G8 governments a message they cannot ignore. Kibush 40 Coalition: Anarchists Against the Wall - http://awalls.org Coalition of Women for Peace - http://coalitionofwomen.org Gush Shalom - http://gush-shalom.org Hadash - http://hadash.org.il/ Indymedia Israel - http://israel.indymedia.org Israeli Committee Against House Demolitions - http://icahd.org/ Machsom Watch - http://machsomwatch.org Ta'ayush - http://taayush.org Zochrot - http://nakbainhebrew.org International links: Campaign to End the Israeli Occupation (USA) - http:// endtheoccupation.org Campaign Against Israeli Apartheid ( Canada ) - http://caiaweb.org Enough Coalition ( UK ) - http://www.enoughoccupation.org ------------------------------------------------------------------------ -- Ausführlicher Pressespiegel rund um den G8 unter http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp ------------------------------------------------------------------------ -- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-l ------------------------------------------------------------------------ -- ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ D) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: nix Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 20:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ _______________________________________________ From analle at no-racism.net Tue May 8 06:22:09 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Tue, 8 May 2007 00:22:09 -0400 Subject: widerst@and mund - Dienstag, 8. Mai 2007 Message-ID: <1039850422.20070508002209@nessizius.com> MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Dienstag, 8. Mai 2007 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ Reportage aus Kurdistan: Sehnsucht nach der Freiheit Von: WADI Austria ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ que[e]r am 09.05.: Widerhall der Vergangenheit!? Nationalsozialismus in unserer sprachlichen Gegenwart Von: Rosa Antifa Wien ================================================ 8.5.2007, 19 Uhr: Vernissage ONDREJ KOHOUT "Schwimmmenschen" Von: Media Austria Kultur Digest ================================================ Reader-Präsentat/ Diskuss/ ion 15.05.07 Von: ..Andreas Goerg ================================================ Initiative THARA Haus 9. Newsletter vom 7. Mai 2007 Von: lydia.anstiss at thara.at ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ Venezuela Von: agm ================================================ [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm Von: gipfelsoli ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ Reportage aus Kurdistan: Sehnsucht nach der Freiheit Von: WADI Austria ================================================ Quelle: antidot 04/05/07 - www.antidot.ch Reportage aus Kurdistan Sehnsucht nach der Freiheit Text und Fotos: Mary Kreutzer/ Thomas Schmidinger Irakisch-Kurdistan gilt den türkischen und iranischen KurdInnen alsVorbild. Trotz aller Hindernisse intensivieren sich die innerkurdischenBeziehungen. Der unwirsch auftretende Angehörige der „Jandarma“, der berüchtigtentürkischen Gendarmerie, will es genau wissen: „Wie ist der Name desVaters? Was unterrichten Sie genau?“ Schon zum dritten Mal werden wiraus dem Kleinbus geholt, der uns von Yüksekova nach Hakkari bringensoll. Auf der einstündigen Fahrtstrecke sind überall Checkpointserrichtet. An den Berghängen sind Bewaffnete zu sehen. Auch ohne dasswir die aktuellen Agenturmeldungen gelesen haben, ist offensichtlich,dass hier mehr als die übliche Routine vor sich geht. Die Grenzregion zu Irak und Iran zählte zwar immer zu den am stärkstenmilitarisierten Gebieten Türkisch-Kurdistans. Zurzeit schlägt sich dortaber nicht nur die erwartete alljährliche Frühjahrsoffensive dertürkischen Armee nieder, sondern auch die Drohung des türkischenGeneralstabschefs, massiv im Nordirak militärisch zu intervenieren.Während die bereits an der Grenze stationierten 200.000 türkischenSoldaten noch verstärkt werden sollen, drangen Mitte AprilSpezialeinheiten über 20 Kilometer in irakisches Territorium ein. Siesollten eine Militäroperation gegen die auf irakischer Seiteverschanzten PKK-Einheiten vorbereiten und mögliche Fluchtwegeabschneiden. In Erwartung einer länger andauernden Militäroperation wurden bereitsalle Urlaube der in der Grenzregion eingesetzten türkischen Soldatenfür die kommenden drei Monate gestrichen. Lediglich die deutlicheWarnung von Seiten der USA und das demonstrative Positionieren einigerGIs an der Grenze dürften bislang dem geplanten Überfall auf dasderzeit mit anderen militärischen Problemen beschäftigte NachbarlandIrak noch im Wege stehen. Azadi Kurdistan Dass europäische BeobachterInnen bei den Vorbereitungen für diesenMilitärschlag nicht erwünscht sind, zeigt sich in Hakkari schnell. Kaumhaben wir das Hotel verlassen, werden wir bereits von zwei Autos mittürkischen Zivilpolizisten aufgehalten und erneut befragt. Eines derFahrzeuge folgt uns daraufhin auf Schritt und Tritt. Trotzdem wirdschnell deutlich, auf wessen Seite die Sympathien der Bevölkerungliegen. Fast jeder fragt, ob wir kurdisch sprechen können. Selbst kurzebeiläufige Gespräche lassen immer wieder ein Bekenntnis zur „KurdischenSache“ erkennen. Dabei liegen die Sympathien jedoch nicht nur bei denGuerilleros in den Bergen, sondern auch bei „Azadi Kurdistan“, beim„Freien Kurdistan“ südlich der Grenze im Irak. Auf einem Handybildschirm zeigt uns ein junger Mann stolz ein Bild vonMasud Barzani, „der kurdische Präsident“, wie er versichert. Spätestensseit Barzani der Türkei bei einer Einmischung in die Kirkuk-Frage mitder Einmischung in die kurdischen Gebiete der Türkei gedroht hatte, ister hier neben Ex-PKK-Chef Öcalan der zweite Held der kurdischenNationalbewegung geworden. Irakisch-Kurdistan ist auch in Diyarbakir, der heimlichen HauptstadtTürkisch-Kurdistans, zunehmend zu einem Anziehungspunkt für die eigenenSehnsüchte geworden. Im Vergleich zur eigenen alltäglichen Repressionscheint das kurdische Autonomiegebiet geradezu als Hort der Freiheit.Abdullah, ein älterer kurdischer Geschäftsmann, der in seiner Jugendnach dem Militärputsch von 1980 jahrelang im berüchtigtenFoltergefängnis Nr. 5 in Diyarbakir inhaftiert war, reist heuteregelmäßig in die irakisch-kurdische Hauptstadt Arbil/ Hawler.Irakisch-Kurdistan ist für türkische Kurden nicht nur politisch,sondern mittlerweile auch ökonomisch interessant geworden. Benzin gegen Schnaps „Hier siehst du fast ausschließlich türkische und iranische Produkte,im Irak wird so gut wie nichts produziert“, ärgert sich Falah,Mitarbeiter einer internationalen Hilfsorganisation. Er zeigt auf dieRegale in einem der aus dem Boden spriessenden Supermärkte in Arbil/Hawler. Jedoch profitieren nicht nur die Händler aus denNachbarregionen von der Existenz Irakisch-Kurdistans, sondern auchpolitische Flüchtlinge aus der Türkei und dem Iran. Während IrakerInnenaus dem Zentralirak in die Nachbarländer flüchten, kommen KurdInnen ausdem Iran und der Türkei in das kurdische Autonomiegebiet. Der wirtschaftliche Austausch mit Iranisch-Kurdistan besteht nebeniranischer Elektronik vor allem im Alkohol- und Benzinschmuggel. InMahabad, der Hochburg der kurdischen Partei KDP-Iran, ist in denletzten Jahren ein ganzes Stadtviertel entstanden, das ausschließlichdavon lebt, Benzin in den Irak zu transportieren und vollgeladen mitAlkohol in den Iran zurück zu kehren. „Hier in Mahabad trinken alleAlkohol“, erklärt Nareman, der Inhaber einer Fleischerei im Bazar, miteinem Schmunzeln auf den Lippen: „Die Polizei wagt es nicht, uns das zuverbieten.“ Nach der Spaltung der KDP-Iran in mittlerweile drei Splittergruppen istdie Basis in Mahabad von der Parteiführung enttäuscht. Shiman, einejunge Frau, die wir in einer Konditorei im Zentrum kennen lernten,sieht darin aber nicht nur negative Seiten: „Davon profitierenletztendlich die linken kurdischen Parteien.“ Tatsächlich hat im SüdenIranisch-Kurdistans die Komala in der letzten Zeit ihre Aktivitätenverstärkt. Im Norden Iranisch-Kurdistans konnte sich hingegen die 2005gegründete „Partei für Freies Leben in Kurdistan“, die PJAK, alsSchwesterpartei der PKK etablieren und eine Reihe militärischer Erfolgefeiern. Offenes Klima Zurück in Hakkari und in der Annahme, die (un-)auffälligenZivilpolizisten abgehängt zu haben, flüchten wir uns in ein Jugendcafe.Dort beobachten wir die vergnügt tanzenden Frauen, die selbstbewusstMänner zum Shake auffordern und die Live-Band mit Musikwünschenbestürmen. Das ist ein weiterer Unterschied zu allen anderen GebietenKurdistans. Das gesellschaftliche Klima, vor allem hinsichtlich derGeschlechterverhältnisse, ist in Türkisch-Kurdistan eindeutig offenerund fortschrittlicher. Kurdische Regionalregierung und Azadi Kurdistan hin oder her: ein Kino,ein Theater, gar eine Disko mit Livemusik und tanzenden Frauen, daswird wohl in Irakisch-Kurdistan noch lange auf sich warten lassen. ---- Mary Kreutzer und Thomas Schmidinger gründeten dieHilfsorganisation WADI-Österreich und gaben den Sammelband "Irak. Vonder Republik der Angst zur parlamentarischen Demokratie?" heraus. -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit WADI-Austria e-mail: wadi.wien at gmx.atwebsite: www.wadinet.atTel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Neues Spendenkonto in Österreich: Knt. Nr.: 6.955.355 BLZ: 32.000 Raiffeisen Landesbank NÖ IBAN AT4432 0000 0006 955355 BIC (SWIFT) RLNWATWW Im Februar 2007 erschien die dritte Print-Ausgabe von: WADI-News, Schwerpunkt: Weibliche Genitalverstümmelung Wird kostenlos per Post zugeschickt, schicken Sie uns Ihre Adresse! Online zu lesen unter: http://www.wadinet.at/Media/wadinews.php ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ que[e]r am 09.05.: Widerhall der Vergangenheit!? Nationalsozialismus in unserer sprachlichen Gegenwart Von: Rosa Antifa Wien ================================================ Mittwoch 09. Mai: Widerhall der Vergangenheit!? Nationalsozialismus in unserer sprachlichen Gegenwart "Durch den Rost fallen", "Sonderbehandlung", "Ueberfremdung" und "Umvolkung" - das sind einige der Ausdruecke, denen die nationalsozialistische Toenung noch recht klar anhaftet. Daneben gibt es sprachliche Relikte aus der Zeit des Nationalsozialismus, denen ihr nazistischer Hintergrund nicht sogleich oder eindeutig anzumerken ist. Beide - also transparente und implizite - Formen von historischer Kontinuitaet des Nationalsozialismus in der oesterreichischen Gegenwartssprache (zu den mittelbaren Formen zaehlt etwa auch der verhohlene, kodierte Antisemitismus, der in der Zweiten Republik immer wieder virulent wurde und wird) sind Thema des Vortrags. Um historische Kontinuitaeten und Brueche besser nachvollziehbar zu machen, werden markante Merkmale der kommunikativen Verhaeltnisse in der Zeit des Nationalsozialismus nachgezeichnet. Der auf sprachliche Sensibilisierung abzielenden historischen Rekonstruktion liegt die These zugrunde, dass es eine eigenstaendige "Sprache des Nationalsozialismus" per se nicht gab. Vortrag von und Diskussion mit Martin Reisigl ############### Ort: que[e]r. Wipplingerstrasse 23 / 1010 Wien (die Stiegen hinunter) Veranstaltungsbeginn: 20:00 (geoeffnet von 18:30-24:00) ############### Naechste Woche: Kein Programm weil Ladyfest Wien! Weitere Infos siehe: http://raw.at/queer/ -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- ================================================ 8.5.2007, 19 Uhr: Vernissage ONDREJ KOHOUT "Schwimmmenschen" Von: Media Austria Kultur Digest ================================================ SCHWIMMMENSCHEN – Was Schwimmer bewegen mag Presseinformation zur Ausstellung Ondrej Kohout „Schwimmmenschen“ 9.5.2007 – 1.6.2007, Montag – Freitag 13:00 – 19:00 gallery CORINNA STEINER, Piaristengasse 56 – 58, A-1080 Wien http://www.gallery-csteiner.com Vernissage: Dienstag, 8.5.2007, 19:00 After Hour ab 22:00 im Pulitzer, Kaiserstrasse 111, 1070 Wien Der Künstler steht nach Vereinbarung für individuelle Presseführungen vor Ausstellungsbeginn zur Verfügung! Fotos von Schwimmern beim Start ins Wasser inspirierten den in Wien lebenden tschechischen Maler Ondrej Kohout zu seiner neuesten Ausstellung „Schwimmmenschen“: weit aufgerissener Mund und offene Augen, die Arme empor schnellend. Und immer wieder war Manfred Rogan auf den Fotos: „Das ist eine Bewegung die direkt gefällt. Typisch für Rückenschwimmer“ legt Kohout seine Motivation dar. „Was bedeutet das? Verzweiflung, Übermut, Macht, Ohnmacht, ? Es geht mir nicht so sehr um den Sport als Leistung sondern um die Situation in Verbindung mit anderen menschlichen Tätigkeiten. Man muss es mit Ironie betrachten. Und auch die Erotik kommt da nicht zu kurz.“ Ondrej Kohout bedient sich in seiner figurativen Malerei einprägsamer Formen und einer leuchtenden, kontrastreichen Farbigkeit, die Sehgewohnheiten auf ironische Weise aufbrechen. Die markanten Ausdrucksstudien werden unter verschiedenen Perspektiven auf die Fläche projiziert. Bildebenen und Farbfelder scheinen auf raffinierte Weise zu verschmelzen. Die Ironie findet sowie auf ästhetischer als auch semiotischer Ebene statt aber auch auf textlicher Ebene statt: Als Springer getarnter Rückenschwimmer, als Rückenschwimmer getarnter, Volleyballspieler, gedrosselte, gefangene, verbissene, ausgesprochene, befreundete Rückenschwimmer und manch andere Schwimmmenschen bevölkern das bunte Sportiversum von Ondrej Kohout und laden zum frischfröhlichen Perspektivenwechsel ein. Ondrej Kohout wurde am 20. Mai 1953 als Sohn von Pavel Kohout in Prag geboren. Er studierte an der Akademie der musischen Künste das Fach Bühnenbild und schloss es 1980 ab. Das Studium war mit Schwierigkeiten verbunden, nachdem Ondrej Kohout 1978 die Charta 77 unterschrieben hatte. Ondrej Kohout wanderte 1981 nach Österreich aus. Seitdem arbeitet er als freier Bühnenbildner und Maler. Er hat Bühnenbilder für Theater in Wien, Antwerpen, Hamburg, Prag entworfen und in vielen Städten Europas wie Wien, Zürich, Prag, Vicenza, Köln, Hamburg, Antwerpen, Brüssel ausgestellt. Pressefotos unter http://www.mediaaustria.at/presse/gallerysteiner/ Weitere Fotos in etwas geringerer Auflösung: http://www.flickr.com/photos/corinnasteiner Kontakt & Information: Mag. Corinna Steiner +43 664 3811804 http://www.gallery-csteiner.com office at gallery-csteiner.com Ondrej Kohout +43 699 8879560 o.kohout at gmx.at http://www.ondrej-kohout.at Der Künstler steht nach Vereinbarung für individuelle Presseführungen vor Ausstellungsbeginn zur Verfügung PR: Martin Mair (Media Austria) +43 676 3548310 martin.mair at mediaaustria.at ================================================ Reader-Präsentat/ Diskuss/ ion 15.05.07 Von: ..Andreas Goerg ================================================ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ Präsentat/ Diskuss/ ion : 18.30h, Amerlinghaus, Galerie, 1. Stock (Stiftgasse 8, 1070 Wien) _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ MitarbeiterInnen der Schwarzen Frauen Community, von Peregrina und Initiative Minderheiten haben sich im Reader COMMUNICATING EQUALITY dem Thema Gleichheit mit unterschiedlichen Schwerpunkten angenähert. Rassistischer Sprachgebrauch, Sinn und Unsinn des Chancengleichheitsjahres, Unsichtbarmachung der Beiträge von Schwarzen Menschen zum gesellschaftlichen Fortschritt, antidiskriminatorische Organisationsentwicklung und Mobbing aus linguistischer und antidiskriminatorischer Sicht bilden diese Schwerpunkte. Die Arbeit fand im Rahmen der EQUAL-Module "equality mentoring für Schwarze Frauen" und "MobSTOP" statt. maiz widmete sich im EQUAL-Modul "Empica" dem Bereich der Bildungsberatung für Migrantinnen. Beabsichtigt wurde eine Bereicherung klassischer Bildungsberatungskonzepte in Theorie und Praxis durch die Perspektive des politischen Antirassismus und der feministischen Bildungsarbeit. Ergebnis dieser Arbeit ist eine Publikation unter dem Titel HANDBUCH ZUM CURRICULUM FÜR ANTIRASSISTISCHE BILDUNGSBERATUNG. _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ Einstiegsstatements zu den Diskussionen erfolgen von Andreas Görg, Ariane Sadjed, Beatrice Achaleke, Philomina Asase, Rubia Salgado und Vlatka Frketic. Moderation: oou Für ein kaltes Buffet wird gesorgt, Getränke gibt?s an der Bar. Weitergehende Infos und downloads der Publikationen sind zu finden auf http://work-in-process.at/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ Die Präsentation wird veranstaltet von der Scharzen Frauen Community, maiz, der Initiative Minderheiten und Peregrina - Bildungs-, Beratungs- und Therapiezentrum für Immigrantinnen im Rahmen der Entwicklungspartnerschaft "work in process", die von der IG Kultur Österreich finanzverantwortlich und von maiz - Autonomes Integrationszentrum von & für Migrantinnnen inhaltlich koordiniert und von BMWA und ESF im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative EQUAL gefördert wird. Dementsprechend liegen die Publikationen zur freien Entnahme auf. ================================================ ================================================ Initiative THARA Haus 9. Newsletter vom 7. Mai 2007 Von: lydia.anstiss at thara.at ================================================ Initiative THARA Haus EQUAL nEwC_baselines +++Newsletter ++++++++ Newsletter ++++++++ Newsletter ++++++++ Newsletter+++ NEWS: Initiative THARA Haus ist mit 30. Juni 2007 beendet – Abschlussfest am 15.6.2007 Wie alle Equal Projekte geht nun auch die Initiative THARA Haus -Equal nEwC_baselines mit 30. Juni 2007 zu Ende. Wir möchten uns bei allen FreundInnen des Projekts bedanken und laden euch daher noch einmal zu unserem Abschlussfest ein, welches am 15.6.2007 ab 15:00 Uhr im Rahmen der Bezirksfestwochen Margareten stattfindet. Neben einer Modenschau in der die TeilnehmerInnen des 2. Modeworkshops ihre Kreationen vorführen, und einer heißen „Rap-Jam Session“ in der die TeilnehmerInnen des Soundworkshops auftreten werden, planen wir auch ein „Forum“. Im Forum werden InteressentInnen die Möglichkeit haben, junge Roma und ihre Lebensgeschichten kennen zu lernen. Im Rahmen des Forums werden sie dem Publikum Einblick in ihre Lebenssituationen, Wünsche und Probleme gewähren. Das Forum stellt erstmalig die Gelegenheit dar, die Situation junger Roma in Wien aus deren Perspektive und völlig unverfälscht kennen zu lernen. Mehr darüber: http://www.thara.at/1003,,,2.html THARA in der ORF Sendung „Heimat, fremde Heimat“ Wie wichtig es gerade für jugendliche Roma mit migrantischem Hintergrund ist, Ansprechpersonen und Vorbilder aus der eigenen Volksgruppe zu haben, wurde durch den Beitrag über THARA in der Sendung „Heimat, fremde Heimat“ am 15.4.2007 deutlich. Thema war die Situation des jungen Pavel, der dank der Intervention des THARA Hauses jetzt im polycollege Stöbergasse seinen Hauptschulabschluss nachholt. Brief aus dem Kosovo von Mirjam Karoly Liebe FreundInnen der Initiative Thara Haus! Drago mure pharalen thaj phejalen! Schweren Herzens habe ich das THARA-Haus frühzeitig verlassen um eine neue Herausforderung im Kosovo anzunehmen. Allerdings bleibe ich dem Thema sehr verbunden, denn, im Rahmen meiner Tätigkeit für die OSCE Mission im Kosovo arbeite ich unter anderem an der Strategieentwicklung zur Integration der Roma, Ashkalije und Ägypter im Kosovo. Ich wünsche dem ebenso engagierten wie couragierten "Thara Haus Team" weiterhin noch viel Erfolg und bin überzeugt, dass es die Initiative THARA Haus zu einem erfolgreichen Projektende führen wird. Ich freue mich schon sehr auf ein Wiedersehen beim Thara Haus Fest am 15 Juni, dass ich mir nicht entgehen lassen werde! But Baxt! Mirjam Neuer Projektkoordinator im THARA Haus Andreas Urbanek, VHÖ Mitarbeiter und vormals THARA Projektaufsicht, konnte als neuer Projektkoordinator gewonnen werden. Seine Erfahrung mit Equal Projekten und seine Kenntnisse über das Projekt garantieren eine lückenlose und kompetente Übernahme der Agenden. Neues THARA Produkt: Das Wörterbuch: Amtsdeutsch - Romanes Selbst für Einheimische ist es oft nicht leicht zu verstehen was „das Amt“ ihm sagen will. Obsorgeübertragung, Insolvenz, Stundung und Co. machen aber vor allem MigrantInnen das Leben schwer. Daher veröffentlicht THARA in Kürze das „1. Amtswörterbuch“ mit Übersetzungen auf Romanes. Themen wie Arbeitswelt, Bildung, Schul- und Gesundheitswesen sowie Rechtsbegriffe werden hier aufgelistet und dann vereinfacht in Deutsch und Romanes erklärt. Das Wörterbuch soll einen Überblick über die wichtigsten Anlaufstellen und Kompetenzbereiche geben. Zudem werden wertvolle Tipps und Hinweise mitgeliefert. Entstanden ist das Wörterbuch aus den Erfahrungen der THARA Sozialberatung. Erhältlich am 15. Juni 2007 im THARA Haus oder online auf www.thara.at ab 1.Juni 2007. EIN FALSCHER KNOPFDRUCK.... LEIDER HABEN EINIGE VON IHNEN DEN VORLÄUFIGEN ENTWURF DES 9. NEWSLETTTERS IRRTÜMLICH ERHALTEN. WIR BEDAUERN DIES UND BITTEN UM ENTSCHULDIGUNG. Impressum: Volkshilfe Österreich EQUAL gem. GmbH Geschäftsführung: Erich Fenninger / Auerspergstraße 4, 1010 Wien Redaktion und Absender: Initiative THARA Haus EQUAL nEwC_baselines Lydia Anstiss / Öffentlichkeitsarbeit/Presse Volkshilfe Österreich Equal gem. GmbH Reinprechtsdorferstraße 31 – im Hof - / 1050 Wien Tel.: +43-(0) 676-83 402 233 // E-Mail: lydia.anstiss at thara.at Initiative THARA Haus – EQUAL nEwC_baselines - wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und aus Mitteln des Österreichischen Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit gefördert. ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ Venezuela Von: agm ================================================ V e n e z u e l a Der Charakter der Regierung Chavez und dieEntwicklungen des letzten Jahres Der venezolanische Präsident spricht immer offensiver vom Aufbau eines„Sozialismus des 21. Jahrhunderts“. Die Verstaatlichungen wurdenausgeweitet, der Austritt aus IWF und Weltbank angekündigt. In einem launigenMoment rief Chavez sogar die Bevölkerungen dazu auf,das Übergangsprogramm von Leo Trotzki zu lesen. Die Entwicklung in Venezuelawird von der internationalen Linken zurecht aufmerksamverfolgt. Anlässlich des EU-Lateinamerika-Gipfels im Mai 2006 in Wien hatten wireine ausführliche Analyse des Chavismus vorgelegt(siehe http://www.agmarxismus.net/aktartikel/broschuere_venezuela.htm).Im folgenden Text wollen nach einer kurzen Zusammenfassung unserer grundlegendenEinschätzung vor allem auf die Entwicklungen des letzten Jahres eingehen, dabeihinter die radikale Fassade des „bolivarischenSozialismus“ blicken und insbesondere die Klassenkonflikte in Venezuelauntersuchen. Lateinamerika war in den letzten Jahren der Teil der Welt, in dem derProtest gegen die Zumutungen des kapitalistischen Systems am stärksten in einelinke Richtung ging. Das begann mit den Revolten in Argentinien 2000/01, diemittlerweile von der Regierung Kirchner einigermaßen stabilisiert wurden. Esfolgte die Wahl der Regierung Lula in Brasilien, dieseitdem die meisten der in sie gesetzten Hoffnungen enttäuscht hat. In Ecuadorund Bolivien gab es eine Reihe von Rebellionen, die mit der zeitweiligenArbeiter/innen/macht in El Alto 2003 ihren Höhepunkterreichten. In Mexiko kulminierte der Widerstand gegen die neoliberaleRegierung in einer Bewegung gegen den Wahlbetrug und in der Kommune von Oaxaca. Der Brennpunkt der Entwicklung ist aber sicherlich Venezuela, wo dieRegierung Chavez aufgrund des Ölreichtums des Landesam meisten Spielraum hat – sowohl für den sozialen Ausgleich im Land alsauch in der Außenpolitik. Für Teile der europäischen Linken ist Chavez mit seinen Sozialprogrammen und seinen markigenSprüchen gegen die neoliberale Weltordnung zum großen Hoffnungsträger geworden.Teilweise gibt es fast schon eine Wiederbelebung der Lateinamerika-Solidaritätder 80er Jahre. Der Aufstieg des Chavismo Venezuela ist 2,5 mal so groß wie Deutschlandund hat 25 Mio. Einwohner/innen, davon 6 Mio. in der Hauptstadt Caracas; 93%leben in Städten. Das Land ist reich an Bodenschätzen, vor allem Erdöl, aberauch Erdgas, Eisen und Bauxit. Durch den Befreiungskrieg (Simon Bolivar) wurde Venezuela 1830 unabhängig. Die Anfang des20. Jahrhunderts entdeckten Erdölvorkommen wurden von US-Konzernen ausgebeutet.Der kleinen venezolanischen Oberschicht stand Massenarmut, aber auch einIndustrieproletariat (Erdöl- und Stahlindustrie) gegenüber. 1958 teilten sich mit dem Pakt von PuntoFijo die beiden Parteien des Establishments (COPEI und AD)die Privilegien und Posten im Land auf. Es gab keine starke Linke, dieGewerkschaft CTV war zutiefst korrupt, die Erölförderung zwar verstaatlicht,aber die Profite hatten sich dennoch die Multis gesichert. 1989 war das Systeman seine Grenzen gestoßen. Eine Hungerrevolte der Armen konnte nur noch Armeeund Polizei niedergeschlagen werden; es gab 3-4000 Tote und es blieb ein Hassder Massen auf die etablierten Parteien zurück. 1992 revoltierte eine Gruppe von linken Offizieren um Hugo ChavezFrias. Die Aktionscheiterte, aber der nun inhaftierte Chavez wurde zurSymbolfigur des Widerstandes. 1998 wurde Chavez alsFührer der Bewegung für die 5. Republik (MVR) zum Präsidenten gewählt. Ersetzte anfangs noch neoliberale Maßnahmen (Marktliberalisierung im Telekom-Bereich)und kürzte die öffentlichen Ausgaben. Mit der neuen, progressiv bürgerlichenVerfassung wurde dann die Privatisierung von nationalen Ressourcen undSozialsystemen verboten, gleichzeitig aber auch das Privateigentum garantiert. Im Frühjahr 2002 versuchten die rechten Kräfte, unterstützt von derspanischen und US-Regierung, gegen die aus der MVR und anderen linken Parteienbestehende Regierung zu putschen. Chavez wurdevorübergehend inhaftiert, nach Massenmobilisierungen der Armen brach der Putschaber zusammen, die Mehrheit der Armee unterstützte schließlich Chavez. Von Ende 2002 bis Anfang 2003 versuchte es dieherrschende Klasse erneut, diesmal mit der Sabotage der PDVSA, derverstaatlichten Erdölindustrie, durch die Führungskräfte. Die Arbeiter/innenkonnten die Förderung aber wieder in Gang bringen. Das Scheitern derErdölsabotage (gefolgt von der Entlassung der rechten Führungskräfte) brachteschließlich die Kontrolle der Regierung über die PDVSA und damit über dieErdöleinnahmen. Damit wurde auch die finanzielle Grundlage für die beginnendenSozialreformen gelegt. Errungenschaften und Grenzen des Chavismus Die Regierung Chavez steht in gewisser Weise zwischenden Klassen. Sie schwankt zwischen dem Druck der Arbeiter/innen/klasseeinerseits und dem der Kapitalist/inn/en und desImperialismus andererseits. Positiv ist sicherlich die Übernahme der Kontrolleüber die PDVSA und die höhere Besteuerung der Erdölprofite, das kostenloseGesundheits- und Bildungssystem für die ärmeren Bevölkerungsteile. Dazu kommtdas relativ demokratische Klima im Land (das allerdings auch nicht idealisiertwerden sollte, immerhin ist etwa Abtreibung weiterhin verboten). Und auch derBruch der imperialistischen Wirtschaftsblockade gegen Kuba ist der Chavez-Regierung anzurechnen. Gleichzeitig hat sich aber an der Armut der großen Mehrheit derBevölkerung nichts substanziell geändert. Die Löhne bleiben sehr niedrigwährend die Profite steigen. Der Großgrundbesitz ist im wesentlichenunangetastet, die Schulden bei den imperialistischen Banken werden bravbedient. Europäische und US-Ölkonzerne sind in Venezuela ebenso weiter groß imGeschäft wie spanische Banken und Telekom-Firmen. Am kapitalistischen Charakterder venezolanischen Wirtschaft hat sich nichts geändert. Die Arbeiter/innen/selbstverwaltung ist sehr beschränkt und insbesondere diePDVSA (als das wichtigste Unternehmen im Land, das mit den hohen Öleinnahmenden wirtschaftlichen Spielraum für die Regierung schafft) ausgenommen. DerStaatsapparat ist weiterhin ein abgehobener bürgerlicher, der nicht von denLohnabhängigen kontrolliert wird. Der Chavismus hat außerdem eine Orientierungauf eine Zusammenarbeit mit neoliberalen Regierungen wie Lulaoder Kirchner und setzt auf einen Kompromiss mit Teilen des Kapitals. So sind,trotz aller Erdöleinnahmen, substanzielle Änderungen der Gesellschaft nichtmöglich, weil jede ernsthafte Infragestellung der Klassenverhältnisse denangestrebten Ausgleich mit dem Kapital gefährden würde. Es handelt sich beim„bolivarischen Prozess“ um einbürgerliches Reform- und nationales Entwicklungsprojekt, das größereUnabhängigkeit vom US-Imperialismus anstrebt und dessen Sozialprogramme vomhohen Erdölpreis abhängig sind. Der „Sozialismus des 21.Jahrhunderts“, von dem Chavez spricht, hatnichts mit tatsächlichem Sozialismus, mit einer Zerstörung des bürgerlichenStaatsapparates und einer Überwindung der kapitalistischenProduktionsverhältnisse zu tun, sondern viel mehr mit einem gelenkten Kapitalismus. Aufgrund der hohen Erdöleinnahmen und weil der US-Imperialismusmilitärisch zurzeit stark im Mittleren Osten gebunden ist, gibt es durchaus dieMöglichkeit, dass sich das halbherzige Reformprojekt der Regierung Chavez noch eine Zeit lang halten kann. Längerfristig istes aber durchaus wahrscheinlich, dass der Chavismuszwischen dem Druck der herrschenden Klasse, die die Reformen begrenzen undzurückdrängen will, und den enttäuschten Hoffnungen der Massen zerrieben wird.Letztlich wird sich entscheiden müssen, ob der „revolutionäreProzess“ stecken bleibt und letztlich zurückweicht oder ob er in dieOffensive gelangt, den Staat zerschlägt und den Kapitalismus beseitigt. Ob diedem Kompromiss mit dem Kapital verpflichteten „bolivarischenKräfte“ zu zweiterem in der Lage sind, mussbezweifelt werden. Deshalb kommt der politischen und organisatorischen Unabhängigkeitder Arbeiter/inn/enklasseentscheidende Bedeutung zu. Arbeiter/innen/organisationen in Venezuela Die Bürokratie der korrupten Gewerkschaft CTV beteiligte sich 2002/03an der konterrevolutionären Erdölsabotage. Die Mehrheit der Beschäftigtenhingegen brachte die Produktion wieder ins Laufen. Diese Phase derArbeiter/innen/kontrolle in PDVSA und einigen anderenIndustrien war eine wesentliche Erfahrung, die deutlich machte, dass es auchohne Chefs geht. Erstmals traten die Lohnabhängigen als eigenständige Klasseauf. In der Folge wurde im März 2003 auch eine neue Gewerkschaft gegründet,die UNT, in der sich Gewerkschafter/innen der chavistischenOrganisationen FBT und MVR, der stalinistischen PCV, der trotzkistischen OIR,verschiedene Arbeiter/innen/kollektive und Teilgewerkschaften zusammen taten.Die UNT wurde als „bürokratisches Übereinkommen“ gegründet (wie dertrotzkistische Arbeiter/innen/gewerkschafter und UNT-Co-Vorsitzende Stalin Perez Borges ausführte). Esbestanden von Anfang an drei Flügel in der UNT: ein bürokratischer Flügel ausübergelaufenen CTV-Funktionär/inn/en,ein chavistischer Flügel um die FBT und einklassenkämpferischer Flügel (die Clasistas). Die UNTkonnte die CTV in Bezug auf Mitglieder und vor allem Mobilisierungskraft raschüberflügeln. Im Juli 2005 kam es schließlich zur Gründung der PRS, der PartidoRevolucion y Socialismo, aus der OIR, einem großen Teil der Clasistas, verschiedenen Arbeiter/innen/kollektiven undStudent/innen/gruppen. Die zentralen Kader der PRSsind zu einem guten Teil identisch mit denen der Clasistas.Die neue Partei positionierte sich für eine führende Rolle derArbeiter/innen/klasse in der Revolution, für Arbeiter/innen/kontrolleüber die Produktion, für die Enteignung der Bourgeoisie und eine sozialistischePerspektive. Da die Kapitalist/inn/en manche Betriebenicht weiter geführt hatten, wurde einzelne von den Belegschaften übernommen:die Papierfabrik Venepal und das Ventilwerk CNV. Inbeiden Fällen wurden vom Staat an die ehemaligen Besitzer Entschädigungenbezahlt, in beiden wurden die Gewerkschaften aufgelöst (weil ja jetztArbeiter/innen/kontrolle bestehe). Experimente mitbetrieblicher Mitbestimmung der Beschäftigten gibt es beim staatlichenStromversorger CADAFE und in der Aluminiumfabrik ALCASA. Diese Betriebe machenfreilich nur einen Bruchteil der venezolanischen Ökonomie aus. Die Regierungagiert insgesamt ausgesprochen legalistisch und übernimmt Betriebe nur inKooperation mit den Chefs. Und der zentrale Bereich der venezolanischenWirtschaft, die PDVSA, wurde explizit von allen Experimenten ausgenommen. Repressalien und Bürokratismus Unter der Regierung Chavez gab es für dieLohnabhängigen gewisse Errungenschaften beim Kündigungsschutz und derOrganisationsfreiheit. Es gibt es im Vergleich zu anderen lateinamerikanischenLänder ein demokratisches Klima. Auch die Repression gegen die Arbeiter/innen/bewegung ist bisher ziemlich gering. Dennoch bleiben Staatund Regierung bürgerlich, d.h. dem Funktionieren der kapitalistischenProduktionsverhältnisse verpflichtet. Dementsprechend gibt es immer wieder einemörderische Kooperation zwischen Nationalgardisten und Großgrundbesitzern gegenAktivist/inn/en der linken Bauern/Bäuerinnen-BewegungFNCEZ. Und der chavistische Staat richtet sich auchimmer wieder gegen kämpferische Arbeiter/innen, die über denregierungsamtlichen Rahmen hinausgehen. 2005 sah die Polizei Übergriffen vonbewaffneten Schlägern der Firma Bridgestone/Firestonegegen die Belegschaft tatenlos zu. Bei der pharmazeutischen Firma RACE wurdendrei Aktivisten entlassen, weil sie eine Betriebsgruppe gründen wollten, ohnedass von den Behörden dagegen etwas getan wurde. Im Mai 2006 wurden imBundesstaat Barimas über 40 Anhänger/innen der FNCEZ(darunter neun Kinder und sieben Frauen) von der Polizei verhaftet, misshandeltund gedemütigt, weil sie als Landbesetzer/innen verdächtigt wurden. Nachdem es bereits im April 2006 Angriffe der FBT gegen die Clasistas gegeben hatte und die chavistischenTeile der UNT wiederholt die Abhaltung eines Kongresses und demokratischerWahlen hinausgezögert hatten, kam es im Mai 2006 schließlich zur Spaltung derUNT. Die Führung der Clasistas, die sich nun C-CURAnannten, hatte auf dem Kongress noch einen Kompromiss mit dem FBT-Führer und heutigen Arbeitsminister Jose Ramon Rivero gesucht. Der Druck der Basis, die Führung endlichdemokratisch zu wählen, war aber überwältigend. Trotz der Spaltungsdrohungseitens der FBT und obwohl die chavistische Fraktionmit ihrer Finanzüberlegenheit die Teilnahme von C-CURA-nahenDelegierten sabotiert hatte, gab es eine 2/3-Mehrheit für die C-CURA um OrlandoChirino und Stalin Perez Borges. Diese demokratische Entscheidung wurde von den Chavist/inn/en nicht anerkannt. Die FBT und ihr Verbündeten (diealten Bürokraten um Franklin Rondon und die Gruppe um MarcelaMaspero) spalteten die UNT. Sie kontrollieren in derFolge den Apparat (den sie nicht aus der Hand gaben) und die Gewerkschaft desöffentlichen Dienstes, während sämtliche Arbeiter/innen/gewerkschaftendie UNT-Mehrheit um die C-CURA unterstützen. (DieIMT, in Österreich und Deutschland der „Funke“, die ihre Politikstark auf Venezuela ausrichtet und in Venezuela eine kleine Sektion, die CMR,hat, nahm in der Spaltung eine neutrale Position ein. Sie richtete aufgrundihrer Anbiederungspolitik an den Chavismus ihreKritik sogar vornehmlich gegen die C-CURA. Die CMR bezahlte diese Kapitulationvor den bürokratischen Manövern der chavistischenGewerkschafter/innen schließlich mit der Abspaltung fast aller ihrerproletarischen Mitglieder, die mit der C-CURA solidarisch waren, und istseitdem weitgehend auf eine kleine Studierendengruppe reduziert.) Staat gegen Arbeiter/innen/bewegung Im Juni 2006 löste die Polizei eine Straßenblockade von protestierendenArbeiter/innen unter Einsatz von Tränengas, Gummigeschossen und Schlagstöckenauf; zwölf Arbeiter/innen wurden verhaftet, der chavistischeStaatsanwalt forderte 4-8 Jahre Haft wegen „Blockade einer öffentlichenStraße“. Im Juli 2006 wurde eine Demonstration der UNT-Mehrheitund der FNCEZ in Caracas vom chavistischenInnenministerium verboten (trotzdem nahmen über 6.000 Menschen daran teil). Im August 2006 wurden die Gewerkschaftsvertretungen bei PDVSA neugewählt. Dabei kam es in der Förderregion Puerta laCruz in Ostvenezuela zu einer wesentlichen Änderung. Die Erdölgewerkschaft Fedepetrol war hier weiter von der reaktionären CTVkontrolliert gewesen. Die C-CURA kandidierte unter der Führung von Jose Boda.Gegen die Prekärisierung forderte sie die rechtlicheGleichstellung aller Arbeiter/innen. Außerdem verlangte sie, dass keinGewerkschaftsfunktionär ohne die Zustimmung einer Belegschaftsversammlungirgendetwas unterschreiben darf. Aus Ablehnung gegen die kämpferischenErdölarbeiter/innen unterstützte der chavistischeWahlrat CNE die korrupte und reaktionäre CTV! Über 2000 CTV-Sympathisant/inn/en, die gar nicht Gewerkschaftsmitglieder sind, wurdenvom Wahlrat anerkannt. Trotzdem schaffte die Liste von Jose Boda die Mehrheitund damit einen bedeutenden Sieg für die C-CURA. SIDOR ist das größte Stahlwerk Venezuela, in dem nach derPrivatisierung 1998 etwa 15.000 Arbeiter/innen beschäftigt sind, davon Tausendeüber private Leiharbeitsfirmen. Löhne werden oft lange nicht bezahlt,Sozialleistungen immer wieder gar nicht; die Arbeitssicherheit ist schlecht.Die Leiharbeiter/innen haben noch dazu niedrigere Löhne und weniger Rechte. ImJuni 2006 konnte durch eine Blockade der Werkstore durchgesetzt werden, dassbei einer Subfirma die Löhne erhöht werden. Im Spätsommer 2006 wurden nun fünfArbeiter von der Nationalgarde unter dem Vorwurf der „übertriebenenAneignung von Fabrikmaschinen“ inhaftiert. Darauf brachte die Stahlarbeiter/innen/gewerkschaft SUTISS, die der UNT-Mehrheitangeschlossen ist, die Produktion weitgehend zum Stehen und die Stadt Puerto Ordaz zum kompletten Stillstand. Durch eineMassendemonstration vor dem Justizpalast wurde die Freilassung der fünfArbeiter erzwungen. Der chavistische Gouverneur derBundesstaates Bolivar, Francisco RangelGomez, verurteilte die Proteste und nannte die fortgesetzte Militanz derGewerkschaften wörtlich „Gewerkschaftsterrorismus“. All diese Beispiele zeigen, dass die Regierung Chavezkeine Regierung der Arbeiter/innen/klasse ist und schon gar keineantikapitalistische Regierung. Die staatlichen geförderten Kooperativen senkenzwar die Arbeitslosigkeit, fördern aber durch extrem niedrige Löhne, (Selbst-)Ausbeutung und fehlende Gewerkschaften zugleich die Prekarisierung.Die Arbeitsbedingungen bei den staatlichen Lebensmittelgeschäften der Mission Mercal sind miserabel. Insgesamt sind die Reallöhnegesunken. An einer eigenständigen und klassenkämpferischen Arbeiter/innen/bewegung ist der Chavismus nichtinteressiert. Verstaatlichungen Im Herbst 2006 setzte die Regierung auf ein relativ demokratischesAuftreten und stellte den Konflikt mit der kämpferischen Arbeiter/innen/bewegung zurück. Schließlich galt es im DezemberPräsidentschaftswahlen zu schlagen und sich dafür die Unterstützung desProletariats zu sichern. In dieser Phase wurde beispielsweise im November 2006im Bundesstaat Aragua von den etwa 800 Beschäftigtendie Fabrik SanatariosMaracay,die Sanitärkeramik herstellt, besetzt. Die führende Rolle im Betrieb spielt dieUNT/C-CURA und das PRS-Mitglied Jose Villegas. Die Produktion konnte aber nur zu etwa 30%fortgesetzt werden, da es an den nötigen Rohstoffen mangelte und der chavistische Gouverneur entsprechende Zusagen nichteinhielt. Aus den Wahlen im Dezember ging der Chavismus,obwohl das Ergebnis nicht so berauschend wie angestrebt und die Wahlenthaltungsehr hoch war, gestärkt hervor. Es folgten verbale Bekenntnisse des Präsidentenzum „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ und radikale Sprüche bis hinzu einem Kokettieren mit dem Trotzkismus. Am 1. Mai 2007 kündigte Chavez den Austritt aus IWF und Weltbank an, da diese„Instrumente des amerikanischen Imperialismus“ seien. DieVerstaatlichungspolitik wurde fortgesetzt, allerdings mit einerKonsensorientierung gegenüber den Besitzer/innen. So wurde dieTelefongesellschaft CANTV vom Staat um 1,6 Mrd. $ und EDC (Electricidadde Caracas) sogar über dem Aktienwert gekauft. Bedeutender ist die Fortsetzung der Verstaatlichungen derErdölindustrie. Bereits seit 2006 wurde der Großteil der Erdölfelder von JointVentures ausgebeutet, in denen die westlichen Konzerne Minderheitspartner sindund die von PDVSA kontrolliert werden. Mit einem Erlass von Februar 2007 wurdedas nun auch auf das Orinoco-Gebiet (Westvenezuela)ausgedehnt. Da das dortige Schweröl mittlerweile raffiniert werden kann, werdenin diesem Gebiet die größten Erdölreserven der Welt vermutet; die Regierunghält bis zu 1370 Mrd. Barrel für möglich (derzeit hat Venezuela bestätigteReserven von 80 Mrd. Barrel). Im Orinoco-Gebiet fördern derzeit die vierJoint Ventures Ameriven, Cerro Negro, Petrozuataund Sincor,an denen zwar jeweils PDVSA beteiligt ist, die aber mehrheitlich im Eigentumvon BP, Exxon/Mobil, Chevron, ConocoPhillips, Totalund Statoil sind. Nach dem Chavez-Erlassmuss PDVSA zukünftig jeweils mindestens 60% kontrollieren und die westlichen Konzerne müssen sich bis Ende Junientscheiden, ob sie darauf einsteigen oder das Land verlassen. AußerExxon/Mobil und Chevron suchen bereits alle intensiv nach einem Deal. Für dieÜbernahme der Unternehmensanteile sucht die Regierung das Einvernehmen mit denKonzernen, wobei sowohl Auskaufen (10 Mrd. $, die Venezuela nicht hat) als auchAuszahlen in Öl im Gespräch sind. Gegenüber den Beschäftigten ist PDVSA weniger großzügig. Die JointVentures, also PDVSA und die Multis, haben ohnehin schon Schulden bei denBelegschaften. Nun haben sie auch die Kollektivvertragsverhandlungen aufgekündigt.Dadurch laufen einfach die alten Kollektivverträge weiter, was bei einerInflation von 18% erhebliche Reallohnverluste bedeutet. Chavistische Einheitspartei PSUV Nach dem Wahlsieg im Dezember hatte Chavezauch angekündigt, dass all jene Kräfte, die den „bolivarischenProzess“ unterstützen, nun auch eine gemeinsame Partei gründen würden,die Partei der sozialistischen Einheit Venezuelas (PSUV). Seitdem wird an derFormierung der neuen Partei gearbeitet. Dabei ist völlig klar geworden, dassdie von Chavez abhängigen Staatsfunktionäre dominieren.An der Bildung der PSUV beteiligen sich auch Funktionäre der alten Linken,Teile der chavistischen „nationalenBourgeoisie“ und chavistischeBasisorganisationen. Die entscheidende Rolle spielt aber die Schicht vonGouverneur/inn/en, Parlamentarier/inne/n,Bürgermeister/inne/n, Armee- und Polizeioffizieren, die in der Chavez-Partei MVR konzentriert sind. Wie sich der Präsidentdie neue Partei offenbar vorstellt, zeigt die Kommission, die nach Libyengeschickt wurde, um die Strukturen der dortigen Gaddafi-Partei als Vorbild zustudieren. Vollkommen zurecht warnten Mitglieder vonPRS und C-CURA bereits im Januar, dass die PSUV von oben nach unten aufgebautwürde und dass kleine Zirkel und Apparate hinter verschlossenen Türen bereitsalles entschieden hätten. Aber auch die Bündnisparteien der MVR in der Regierung, sind vomProjekt der Einheitspartei PSUV keineswegs so begeistert. Seit März 2007 hatte Chavez den Führungen von PPT, Podemos und der PCVwiederholt vorgeworfen, die PSUV-Gründung zu boykottieren– und mehr oder weniger direkt die Basis zum Übertritt in die PSUVaufgefordert. Tatsächlich lehnen die aus stalinistischer Tradition kommende PCVund die beiden linken, reformistischen Parteien PPT und Podemos einen raschenZusammenschluss ab. Hinter diesem Konflikt stehen bürokratische Interessen. Diekleineren Regierungsparteien hatten bisher durch eine Art Proporzsystem einebestimmte Menge an Posten in Regierung, Parlament und Rathäusern garantiert. Chavez verlangt nun die Auflösung der Parteien in die PSUV;da es in dieser neuen Partei wohl kaum Fraktionsrechte oder ähnliches gebenwird, würden PPT, Podemos und PCV ihre eigenen Strukturen verlieren und sehenangesichts der MVR-Dominanz in der PSUV mittelfristigauch ihre Posten in Gefahr. Teile der drei Parteien sehen ihre Zukunftallerdings bereits jetzt in der PSUV und unterstützen offen Cavezgegen ihre eigenen Führungen. Ein Teil der orthodoxeren PCVler/innenlehnt, bei aller bisherigen unkritischen Unterstützung für den Chavismus und allem Eintreten für eine klassenübergreifende„Volksfront“ mit der „fortschrittlichen“ Bourgeoisie,eine Auflösung der eigenen Organisation ab. In der Folge wurde derGeneralsekretär der PCV, Oscar Figuera, von Chavez im Fernsehen als „de factoOppositioneller“ bezeichnet, womit er – im aktuellen Sprachgebrauchin Venezuela – in die Nähe der Konterrevolution gerückt wurde. Am 24. März fand eine PSUV-Großveranstaltungmit über 2000 ausgewählten Gästen statt. Die klassenkämpferischenGewerkschafter/innen der C-CURA wurden von Polizei/Securitynicht in den Saal gelassen. Von den Gewerkschaften durfte nur Oswaldo Vera von der FBT/MVR sprechen. Hauptredner warnatürlich Chavez selbst, der sich in seinerdreistündigen Ansprache nur 10 Minuten über die Gewerkschaften äußerte, dabeiaber deutlich wurde: Die neuen Gewerkschaften [also die UNT] seien „vombürgerlichen Gift der 4. Republik [also der vor-Chavez-Ära]getränkt“, weil sie die Unabhängigkeit der Gewerkschaften von Parteienund Regierung verteidigen. Mit einer eigenwilligen Berufung auf Lenin undLuxemburg erklärte Chavez, dass die Gewerkschaften nichtunabhängig von PSUV und Regierung sein könnten. Die Verantwortlichen für den Kurs der Gewerkschaften – hiermeinte der Präsident offensichtlich die Führung der C-CURA – seien„Dogmatiker“ und Dogmatiker/innen seien„Konterrevolutionäre“ (für Chavez gibt esin der „bolivarischen Bewegung“ zweikonterrevolutionäre Teile: die „Reformisten“ und die „Dogmatiker“).Die Gewerkschaftsführer/innen müssten sich einigen oder verschwinden. Da ja seineeigenen Leute die UNT gespalten hatten, ist hier wohl eine Einigung auf derdiktierten Linie des Präsidentschaftspalastes gemeint. Jedenfalls werde er, Chavez, keine Gewerkschaftsvertreter/innen mehr empfangen,solange sie zerstritten sind; eine glatte Unwahrheit, denn mit seinenGefolgsleuten der FBT berät sich „el Presidente“immer wieder. Worum es Chavez hier geht, isteindeutig eine Unterordnung der UNT unter Staat und Regierung, eineVerstaatlichung der Gewerkschaften. Situation der Arbeiter/innen/bewegung Seit dem Sommer 2006 ist der Einfluss der UNT-Mehrheitum die C-CURA weiter angewachsen. Sie dominiert die Industriegewerkschaften,besonders in der zentralen Industrieregion Carabobo/Aragua, seit Jose Bodas Wahlsieg spielt sie auch in denErdölfördergebieten eine immer wichtigere Rolle. In Carabobowurden auf einem Plenum mit 490 Delegierten Gewerkschaftswahlen eingeleitet,wodurch diese Region spätestens Ende Juli die einzige wirklich demokratischlegitimierte Gewerkschaftsführung des Landes haben wird. Gleichzeitig muss aber auch festgehalten werden, dass die C-CURA imletzten dreiviertel Jahr auch immer wieder dem chavistischenDruck nachgegeben hat. Die Erwartung, dass nach den Präsidentschaftswahlen imDezember der Druck auf und die Repression gegen die klassenkämpferischen Teileder Arbeiter/innen/bewegung steigen könnte, ist nichtsofort in vollem Ausmaß eingetreten. Das hat eine wesentliche Ursache darin,dass die C-CURA bis zum Frühjahr 2007 gegenüber der Regierung ohnehin sehrweich und zurückweichend agiert hat. So hat etwa die C-CURA (auf eigenmächtigeInitiative von Ruben Linares) zum Zuge derPräsidentschaftswahl eine gemeinsame Wahlliste mit der rechtschavistischenUPV, die sich vor allem auf Kleinunternehmer/innen und Kleinkriminelle inCaracas stützt, gebildet (die wie viele andere Chavezals Spitzenkandidat hatten). Teilweise hat die C-CURA versucht, sich als diebesseren Chavistas darzustellen. Teilweise sind siefür eine verfassungsgebende Versammlung eingetreten und haben (auf einer Liniemit CMR/IMT/Funke) die reformistische Illusion verbreitet, der Sozialismuskönne über das Parlament eingeführt werden. Dass die IMT gewählte Gewerkschaftsvertreter wie Jose Boda als bezahlteFunktionäre der PDVSA angreift, muss aber als unseriöse Denunzierung, die in einerfeindseligen Konkurrenzhaltung gegenüber der PRS wurzelt, zurückgewiesenwerden. Um eine grobe Falschmeldung handelt es sich auch, wenn IMT/Funke dieDemonstration von 6000 Arbeiter/innen, die Anfang Februar mit der Forderungnach Verstaatlichungen durch Caracas zogen, als erfolgreiche„Aktionseinheit zwischen den unterschiedlichen Sektoren der UNT“darstellten; auf der Basis des gemeinsamen Marsches von C-CURA und FBT könnedie Einheit der UNT wiederhergestellt werden. Tatsächlich handelte es sichAnfang Februar um eine C-CURA-Demonstration; zu den6000 Teilnehmer/innen waren gerade mal 50 FBT-Gewerkschafter/innengestoßen, die gemeinsam mit der FBT-nahenCANTV-Gewerkschaft einen Block bildeten. Eine wichtige Frage für die klassenkämpferischen Teile derArbeiter/innen/bewegung ist auch das Verhaltengegenüber der PSUV. In der C-CURA gibt es Tendenzen, sich als radikaler,gewerkschaftlicher Flügel an diesem linken Einheitsprojekt zu beteiligen unddamit den Bemühungen des Chavismus zur Kanalisierungvon radikaleren Kräften nachzugeben. Es wird für die venezolanischeArbeiter/innen/klasse entscheidend sein, ob die UNT-Mehrheitum die C-CURA zu einer Staatsgewerkschaft domestiziert wird oder ob sie ihreKlassenunabhängigkeit von einer reformistischen (und damit bürgerlichen und aufdem Boden des Kapitalismus stehenden) Partei wie der PSUV und von einerlinks-bürgerlichen Regierung bewahren kann. Anders als für eine Gewerkschaft, die ja eine Einheitsfrontorganisationdes Proletariats sein sollte, kann für eine revolutionäre Partei/Organisationdie Teilnahme an einer in Formierung befindlichen reformistischen Partei unterbestimmten Bedingungen (Zustrom von Basisaktivist/inn/en,anstehende Konflikte zwischen Führung und Basis, Möglichkeit der Propaganda fürrevolutionäre Positionen) zeitweilig möglich sein. Dabei darf es sich nicht umeinen illusionären Reformierungsversuch der PSUV handeln, sondern um eineTaktik, um einen Teil der PSUV-Basis für den Aufbaueiner revolutionären Partei zu gewinnen. Ob die Bedingungen für einen solchen Entrismus in der PSUV vorhanden sind oder ob derbürokratische Apparat um Chavez von Anfang an jedefreie Diskussion im Keim erstickt, müsste konkret eingeschätzt werden. Vor allem aber besteht derzeit in Venezuela kein geeignetes Instrumentfür eine solche Taktik. Die CMR/IMT ist eine linkschavistischeKleingruppe, die in der PSUV nur ein „marxistisches“ Feigenblattabgeben kann. Die PRS aber ist selbst aber noch im Parteibildungsprozessstecken geblieben, hat es in den bald zwei Jahren seit ihrer Gründungverabsäumt, funktionierende Basisstrukturen und eine politisch vereinheitlichteund handlungsfähige Kaderorganisation aufzubauen. Ohne diese Voraussetzungenwäre eine Entrismus-Taktik in die PSUVverantwortungslos und müsste im Chaos enden. Dass sie sich fast ausschließlichauf die C-CURA konzentriert und den Aufbau der PRS vernachlässigt haben, isteine wesentliche Kritik, die wir heute an den Genoss/inn/enmit revolutionärem/trotzkistischem Anspruch wie Orlando Chirinooder Stalin Perez Borges üben müssen – gerade deshalb, weil wir ihrenKampf mit Sympathie verfolgen. Die PRS-Führung hat jedenfalls im April 2007beschlossen, sich nicht an der PSUV zu beteiligen und als PRS eigenständig zubleiben. Das ist angesichts des Entwicklungsstandes der PRS wohl eine richtigeEntscheidung (taktische Bezugnahmen auf die PSUV, eine propagandistischeAusrichtung auf ihre Diskussionen, Einheitsfronten und sogar die lokale Mitarbeitin PSUV-Strukturen werden dadurch ja nichtausgeschlossen) und konnte auch als eine wieder stärkere politische Abgrenzungvon der Regierung positiv vermerkt werden. Auch die C-CURA reagierte auf die Rede von Chavezauf der PSUV-Versammlung Ende März erst mal mitWiderstand. Als Antwort auf die Angriffe von Chavezauf die UNT/C-CURA veröffentlichten alle führenden C-CURA-Kader(inklusive der sehr Chavismus-freundlichen) einenBrief, der zwar im Ton eher sanft formuliert war, der aber recht deutlich dieNotwendigkeit der Unabhängigkeit der Klassenorganisationen des Proletariats vonder Regierung verteidigte. Und in einem langen Interview mit APORREA, derwichtigsten linken Internet-Zeitung in Venezuela, argumentierte Chirino deutlich klarer und schärfer gegen Regierung und Chavez als zuletzt und stellte dabei auch in den Raum, dasssich die C-CURA nicht an der PSUV beteiligen könnte. Schließlich zeigte aber offenbar der Druck von Chavezauf die PRS und die C-CURA doch die erwünschte Wirkung. Die Entscheidung der PRS-Führung wurde von einem Teil von PRS beziehungsweiseC-CURA nicht akzeptiert. Die verbliebenen prochavistischenTeile der C-CURA um Vilma Vivas und Ruben Linares, der PRS-Führer StalinPerez Borges (und mit ihm wohl die Mehrheit der C-CURA in Carabobo)und der APORREA-Vertreter Gustavo Gomez kündigten an,dass sie sich an der PSUV beteiligen werden. Sie rufen die PRS-Mitgliederauf, ihnen nachzufolgen, um die PSUV, die sie als neue historische Etappe inVenezuela feiern, zu einer „sozialistischen, revolutionären und zutiefstdemokratischen Partei“ zu machen. Bei diesem Kurs kann wohl kaum mehr voneinem (angesichts fehlender Kaderorganisation falschen) Versuch revolutionärerTaktik gesprochen werden. Offensichtlich handelt es sich vielmehr um politischeAnpassung an und Auflösung in das Parteiprojekt der Regierung, um einemillusionären Ummodelungsversuch einer reformistischen und bürokratischen Parteiund damit um ein Abrücken von der Klassenunabhängigkeit des Proletariatshandelt. Die PRS-Mehrheit, die die Unabhängigkeit derPRS und der C-CURA verteidigt, besteht im wesentlichen aus der Gruppe umOrlando Chirino, aus der Erdölarbeiter/innen/gewerkschaft um Jose Boda und aus der C-CURA in Aragua. Dass in nächster Zeit vermehrt Konflikte zwischen dem chavistischen Regierungslager und der klassenkämpferischenArbeiter/innen/bewegung auftreten könnte, zeigt nichtnur die erwähnte Einschüchterungsrede des Präsidenten. Ende April wolltenArbeiter/innen von SanatariosMaracaynach Caracas fahren, um an einer Demonstration von FRETECO, desZusammenschlusses der Arbeiter/innen der besetzten Betriebe, teilzunehmen. IhreBusse wurden von der Polizei gestoppt; als sie daraufhin protestierten, wurdensie von Polizei und Nationalgarde mit Gummigeschossen und Tränengasangegriffen. 14 Arbeiter/innen wurden verletzt, 21 verhaftet, darunter derGewerkschaftsvorsitzende des Betriebes Jose Villegas.Auch wenn sie nach zwei Tagen wieder freigelassen wurden und auch wenn esstimmt, dass der Gouverneur von Aragua ein besonders kapitalist/inn/enfreundlicherChavist ist, derden Betriebsbesetzungen ablehnend gegenüber steht und der auch von Chavez schon kritisiert wurde, so trägt doch die Regierungeine Verantwortung für Gouverneur/innen ihrer Partei und auch für dieNationalgarde, die immerhin unter dem Kommando von Bundesbehörden steht. Venezuela ist weltweit eines der Länder, in denen antikapitalistischeEntwicklungen am weitesten fortgeschritten sind. Der „bolivarischeProzess“ ist mit Klassenkämpfen in verschiedensten Bereichen verbunden. DieSolidarität der internationalen Linken, die sich selbst als antikapitalistischoder revolutionär versteht, sollte dabei nicht den regierungsamtlichen„Revolutionär/inn/en“ um Chavez gelten, die den Kompromiss mit derlateinamerikanischen und europäischen Bourgeoisie suchen und die revolutionärenEntwicklungen bremsen, sondern der klassenkämpferischen Arbeiter/innen/bewegung, also der UNT/C-CURA und der PRS. Ein wesentlicherBestandteil der internationalen Solidarität besteht darin, ihre Kämpfe undPositionen international bekannt zu machen und die in der internationalenLinken verbreiteten Chavez-Mythen mit der Realität zukonfrontieren. Internationale Solidarität mit den Genoss/inn/ender PRS und der C-CURA bedeutet aber auch eine kritische Auseinandersetzung mitihren Positionen. Arbeitsgruppe Marxismus (AGM) und AL-Antifaschistische Linke Wien, 6. Mai 2007 (nach einem Entwurf von Eric Wegner) Venezuela-Broschüre von AGM/AL: Für einesozialistische Revolution in V e n e z u e l a Bilanz und Perspektivendes „bolivarischen Prozesses“ und dieChancen für die Arbeiter/innen/klasse Marxismus-Sondernummer 18, Mai 2006 96 Seiten A5, 3,50 Euro (plus Porto) zu bestellen über agm at agmarxismus.net Inhalt der Broschüre: 1. Die venezolanische Klassengesellschaft 2. Der Aufstieg des Chavismo 3. Proimperialistischer Putschversuch 4.Der Erdölsabotage und die Folgen 5. Errungenschaften und Grenzen des „bolivarischen Prozesses“ 6. Charakterisierung des Chavismo 7. Marxistische Revolutionskonzeption für imperialisierte Länder 8. Die Linke und Venezuela 9.Betriebe in Arbeiter/innen/hand!? 10. Perspektiven Thesen von AL/AGM zu M i t t e l - u n d S ü d am e r i k a Marxismus-Sondernummer 20 (Oktober 2006) 32 Seiten A5, 2 Euro (plus Porto) zu bestellen über agm at agmarxismus.net www.agmarxismus.net www.sozialismus.at ================================================ ================================================ [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm Von: Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - Eine Fahrrad-Aktivistin auch nach 48 Stunden noch in Haft - Einschüchterung durch Polizei - Antwort Kleine Anfrage: Einsatz der Bundeswehr beim G8-Gipfel in Heiligendamm - Antwort Kleine Anfrage: Kräfteplanung der Polizei zum Einsatz in Heiligendamm - G8: Radio-Jingle zu Gewaltprävention "Schauen Sie bei Gewalt nicht weg!" - 19. Mai: Karawane-Tour startet in Neuburg - G8-Seeblockade vor Verteidigungsministerium - Kompromiss in letzter Minute - Filme und Input zur osteuropäischen Mobilisierung gegen G8 -------------------------------------------------------------------------------- Eine Fahrrad-Aktivistin auch nach 48 Stunden noch in Haft - Einschüchterung durch Polizei Presseerklärung des Fahrradkarawanen Infobüros in Rostock Weitere Informationen: Info-Büro der Fahrradkarawanen in Rostock, Andree Narres: +49 - 160 - 953 14 023 --- 48 Stunden Haft wegen Radfahren abseits der Radwege - Anti-G8-Karawane protestiert aufs Schärfste gegen unverhältnismäßigen Polizeieinsatz und Mißhandlungen --- Juristisches Nachspiel für Festgenommene und Polizei Auch nach 48 Stunden Haft wurde die letzte der 100 Anti-G8 FahrradaktivistInnen, die am Samstag in Utrecht (Niederlande) festgenommen worden waren heute, noch immer nicht freigelassen. In einer offenbar im Voraus geplanten Polizeiaktion waren die TeilnehmerInnen der Fahrradkarawane und UnterstützerInnen am Samstag festgenommen worden als sie die Stadt verlassen wollten. Die FahrradfahrerInnen waren ohne Vorwarnung plötzlich von einer polizeilichen Spezialeinheit mit gezogenen Schlagstöcken sowie berittener Polizei eingekesselt worden. Unter dem Vorwand, die RadfahrerInnen wären nicht auf dem Fahrradweg gefahren, begann die Polizei dann alle festzunehmen. Die Fahrräder wurden beschlagnahmt und abtransportiert, wobei Schlösser aufgebrochen und zahlreiche Fahrräder beschädigt wurden. Nach ihrer Freilassung berichteten DemonstrantInnen von unverhältnismäßiger Polizeigewalt während der Festnahmen. Die Mißhandlungen setzten sich in den Zellen fort. Über Stunden wurden die GipfelgegnerInnen in überbelegten Zellen festgehalten - 25 Personen in einer 4x4m großen Zelle - wo sie wegen der fehlenden Belüftung unter Sauerstoffmangel litten und nicht mit Essen versorgt wurden. Als Nachts die ersten DemonstrantInnen freikamen, häuften sich Berichte über Einschüchterungsversuche der Polizei. "Sie sagten uns, was sie heute getan hätten sei tolerant gegenüber dem, was sie mit uns anstellen würden, wenn wir weitere Aktionen durchführen sollten" sagte Antje, eine Teilnehmerin der Karawane. Für die internationalen Mitglieder der Karawane kamen die Festnahmen und das gewalttätige Vorgehen der Polizei ebenso überraschend wie niederländische AktivistInnen. "Das war für niederländische Verhältnisse eine sehr ungewöhnliche Polizeiaktion" sagte Antje. "Ich mache seit Jahren Fahrradaktionen und kann mich nicht erinnern, daß soetwas schonmal passiert ist." Andree Narres vom Infobüro der Fahrradkarawanen ist empört: "Ich finde keine andere plausible Erklärung, als daß Politik und Polizei alle Hebel in Bewegung setzen, um jeglichen Protest schon im Vorfeld des G8-Gipfels zu verhindern, zu schikanieren und zu kriminalisieren." Es bestehe die Befürchtung, daß die Aktion durchgeführt worden sei, um der Fahrradkarawane die Einreise nach Deutschland zu erschweren. "Die Polizei hat viele festgenommene Personen schließlich nicht wegen der bloßen Ordnungswidrigkeit des Radfahrens auf der Straße angezeigt, sondern wegen angeblichen Widerstandes gegen die Staatsgewalt, ein Straftatbestand, der vor Gericht verhandelt wird." "Wir werden uns aber nicht einschüchtern lassen" sagt dazu Antje. Tatsächlich nahmen am Sonntag trotz der für die meisten bis tief in die Nacht andauernden belastenden Hafterfahrung auch freigelassene Mitglieder der Fahrradkarawane an den zuvor geplanten Aktionen teil; im nahegelegenen Zeist kam es zu einer antirassistischen Inspektion eines Abschiebelagers und in Utrecht versammelten sich 50 Personen zu einer lautstarken Demonstration vor der Polizeiwache. Ihren Zeitplan konnte die Karawane jedoch nicht einhalten - die politischen Gruppen in Nimwegen, die das Eintreffen der Karawane zum Auftakt der lokalen Anti-G8 Aktionstage nutzten wollten, mußten alleine beginnen. Ein juristisches Nachspiel soll der Vorfall aber nicht nur für die Fetsgenommenen haben. Die Rechtshilfe Utrecht will zusammen mit vielen Betroffenen die Polizei wegen des unverhältnismäßigen Polizeieinsatzes und der Haftbedingungen zur Rechenschaft ziehen. Außerdem wird die Polizei wegen der beschädigten Fahrräder und aufgebrochenen Schlösser wegen Sachbeschädigung angezeigt. Die Rechtshilfegruppe hofft, daß auch die letzte Festgenommene im Laufe des Abends freigelassen wird. Solange das nicht der Fall ist, hat die Karawane zu Soliaktionen aufgerufen - "bis alle draussen sind und sämtliche Fahrräder zurückgegeben wurden", sagt Andree Narres. Informationsbüro für alle Karawanen Karawanen-info-büro G8-Protestzentrum Ehm-Welk-Schule Knut Rassmussenstr. 108 18106 Rostock -------------------------------------------------------------------------------- Einsatz der Bundeswehr beim G8-Gipfel in Heiligendamm Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke, Monika Knoche, Dr. Dietmar Bartsch, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE. - Drucksache 16/4983 - Der G8-Gipfel in Heiligendamm findet unter höchster Sicherheitsstufe statt. Gegen das Treffen werden Proteste von mehreren Zehntausend Demonstrantinnen und Demonstranten erwartet, die sich gegen Krieg, Hunger und Ausbeutung wenden. Sämtliche acht Teilnehmerstaaten sind an Kriegen beteiligt, einige auch an völkerrechtswidrigen wie dem Irakkrieg. Tausende von Polizisten sollen das zur Festung ausgebaute Tagungshotel abschotten. Auch Bundeswehr und Bundespolizei wirken daran mit. Die Tätigkeiten der Bundeswehr konzentrieren sich nach Presseberichten nicht nur auf die Bereitstellung von Unterkünften für Polizeikräfte. Das Militär stellt auch Sanitätskräfte und -material zur Verfügung. Ein Vizeadmiral der Bundeswehr wird von der Presse mit den Worten zitiert: "Wenn ein Schadensfall eintritt und wir angefordert werden, wird die Bundeswehr mit jedem Soldaten, der zur Verfügung steht, helfen" (NDR, 12. März 2007). Darüber hinaus führt die Bundeswehr gemeinsam mit der örtlichen Polizei Sicherheitsübungen durch. "Dabei werde das Zusammenwirken von Sicherheits- und Hilfskräften etwa bei Demonstrationen mit militanten Globalisierungsgegnern trainiert", so laut NDR Oberst Manfred Pape, der Chef des Landeskommandos Mecklenburg- Vorpommern. Der "OSTSEE-ZEITUNG" vom 22. März 2007 zufolge wird im Bundesministerium der Verteidigung geprüft, "in welchen Bereichen die Truppe ihre Fähigkeiten einbringen könne" - über Sanitäts- und logistische Unterstützung hinaus. Gedacht sei an den Einsatz von Tauchern und anderen Spezialisten. 1. Wie viele Bundeswehrsoldaten werden nach bisherigem Planungsstand in Zusammenhang mit dem G8-Gipfel eingesetzt? a) Welche Kosten entstehen dadurch? b) Seit wann plant die Bundesregierung den Einsatz der Bundeswehr? Nach derzeitigem Planungsstand werden insgesamt ca. 1 100 Soldaten und zivile Mitarbeiter zu unterschiedlichen Zeiten im Rahmen direkter Unterstützungsleistungen der Bundeswehr für das G8-Gipfeltreffen verwendet. a) Nach derzeitigem Planungsstand belaufen sich die Kosten für die bislang beantragten Unterstützungsleistungen durch die Bundeswehr auf ca. 10 Mio. Euro nach Vollkosten und ca. 3 Mio. Euronach Amtshilfesatz. b) Nach Eingang des Unterstützungsantrages des Innenministeriums des Landes Mecklenburg-Vorpommern vom 21. März 2006 ist die Bundeswehr seit Mai 2006 mit Maßnahmen zur Unterstützung befasst. 2. Werden darüber hinaus Soldaten in Bereitschaft gehalten, und wenn ja, wie viele und zu welchem Zweck? Nein. 3. Wie viele dieser Bundeswehrangehörigen werden jeweils a) innerhalb des umzäunten Areals, b) außerhalb des Areals, c) im gesperrten Seebereich, d) außerhalb des gesperrten Seebereichs, e) auf dem Gelände des Flughafens Rostock-Laage bereitgehalten? Auf die Antwort zu Frage 2 wird verwiesen. 4. Wie viele dieser Soldaten sind bewaffnet, und um welche Bewaffnung handelt es sich dabei? a) Haben einige der eingesetzten Soldaten (ggf. welche) das Recht, Zwangsmittel anzuwenden, und wenn ja, auf welcher Rechtsgrundlage? b) In welchem Rahmen, wann und wo werden Feldjäger eingesetzt? Eine Bewaffnung der in der Antwort zu Frage 1 genannten Soldaten ist nicht geplant. Grundsätzlich können jedoch Soldaten lageabhängig zum Eigenschutz mit Handwaffen ausgestattet werden. a) Die in der Antwort zu Frage 1 genannten Soldaten haben keine Zwangsmittel zur Verfügung. Unbenommen davon bleiben das Recht der Abwehr von Straftaten gegen die Bundeswehr sowie das Recht auf Notwehr. b) Feldjägerkräfte sind darüber hinaus grundsätzlich mit der Unterstützung militärischer Bedarfsträger/Kasernenkommandanten durchWahrnehmung militärischer Ordnungs- und Sicherheitsaufgaben in den jeweiligen militärischen Liegenschaften beauftragt. Ergänzend sind Feldjägerkräfte darauf eingestellt, die zur technisch-logistischen Unterstützung eingesetzten Bundeswehrkräfte mit Maßnahmen des militärischen Verkehrsdienstes, militärischen Ordnungsdienstes und durch Wahrnehmung von Sicherheitsaufgaben zu unterstützen. Die Wahrnehmung des Auftrages erfolgt reaktiv, so dass zurzeit diesbezüglich keine konkrete Terminierung erfolgen kann. 5. Ist geplant oder wird erwogen, bestimmte Bereiche zu militärischen Sicherheitsbereichen zu erklären, und wenn ja, welche (bitte präzise beschreiben) und mit welcher Begründung? Es sind keine Militärischen Sicherheitsbereiche geplant. 6. Mit welchen Tätigkeiten werden die Soldaten während des Gipfels betraut (bitte nach Anzahl der Soldaten, deren Teilstreitkraft/Organisationsbereich, vorgesehen Einsatztagen, Einsatzort und Art der Tätigkeit differenzieren)? Umfang und Intensität der Unterstützungsleistungen durch die Bundeswehr werden erst zeitnah zum G8-Gipfeltreffen endgültig absehbar sein. Daher können abschließende Aussagen zu Umfang und Intensität der Unterstützungsleistungen derzeit nicht getroffen werden. 7. Plant die Bundesregierung, der Bundeswehr Aufgaben zu übertragen, die in den Zuständigkeitsbereich der Küstenschutzpolizei fallen, und wenn ja, welche Aufgaben und warum? Nein. 8. Welche weiteren Unterstützungsleistungen übernimmt die Bundeswehr, auf wessen Anforderung, und welche Kosten entstehen dadurch (bitte nach Art der Unterstützung, Einsatztagen und -ort differenzieren)? Auf die Antwort zu den Fragen 1 und 6 wird verwiesen. 9. Welche weiteren Unterstützungsleistungen werden von der Bundeswehr bereitgehalten bzw. können noch zusätzlich abgefordert werden? Es werden keine weiteren Unterstützungsleistungen bereitgehalten. Neue Unterstützungsanträge unterliegen einer Einzelfallprüfung und werden bei Vorliegen der rechtlichen Voraussetzungen im Rahmen freier Kapazitäten erfüllt. 10. Welche Unterstützungsanforderungen hat die Bundeswehr abgelehnt (bitte detailliert darlegen und begründen)? Keine 11. Übernehmen ausländische Streitkräfte Unterstützungsleistungen oder beteiligen sich daran (ggf. bitte erläutern)? Eine Einbindung ausländischer Streitkräfte in das nationale Sicherheitskonzept für den G8-Gipfel im Zusammenhang mit Unterstützungsleistungen ist nicht vorgesehen. Über die eventuelle Anforderung von NATO-AWACS Luftfahrzeugen zur Luftraumüberwachung ist noch zu entscheiden. 12. In welchen Kasernen werden Unterbringungsmöglichkeiten bereitgestellt und für wen und wie viele Personen? Insgesamt können ca. 6 500 Unterkunftsplätze in Liegenschaften der Bundeswehr für Einsatzkräfte der Bundespolizei und der Polizeien der Länder bereitgestellt werden. Die Nutzung verfügbarer Kapazitäten wird erst zeitnah zum G8-Gipfeltreffen endgültig absehbar sein. Für die Belegung liegt die Federführung überwiegend beim Land Mecklenburg-Vorpommern. 13. Ist beabsichtigt, die Bundeswehr an der Sicherung der Strecke zwischen dem Flughafen Rostock-Laage und dem Tagungshotel zu beteiligen, und wenn ja, in welcher Form und auf welcher Rechtsgrundlage? Nein. 14. Werden in Zusammenhang mit dem G8-Gipfel Reservisten eingesetzt oder in Bereitschaft gehalten, und wenn ja, in welchem Umfang und für welche Zwecke? Für die Ebene der Landkreise/Kreisfreien Städte hat die Bundeswehr im Rahmen ihrer neuen Strukturen der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit nichtaktive Verbindungskommandos aufgestellt. Die Mitglieder dieser Verbindungskommandos setzen sich ausschließlich aus Reservisten zusammen. Für den G8-Gipfel sind in folgenden administrativ-organisatorischen Verwaltungsstäben Reservisten mit ihrem Verbindungskommando eingesetzt: * Hansestadt Rostock, * Kreis Güstrow, * Kreis Parchim, * Stadt Bad Doberan und * Stadt Neubrandenburg. Insgesamt ist die Beteiligung von 27 Reservisten geplant. 15. Wie viele und welche Boote der Deutschen Marine sollen mit welchen Aufgaben zum Einsatz kommen? a) Wird der Einsatz von Marinetauchern erwogen oder fest eingeplant? b) Wenn ja, über welche Bewaffnung verfügen diese? c) Wird der Einsatz der Spezialisierten Einsatzkräfte der Marine erwogen? Im Rahmen der Unterstützungsleistung ist die Bereitstellung von neun Booten der Marine vorgesehen: * Sechs Verkehrsboote als Transportmittel. Zwei Minenjagdboote für das Absuchen des seeseitigen Sperrgebietes nach Fremdkörpern. * Ein Minenjagdboot als Plattform für Minentaucher. Die Bereitstellung eines Schiffs der Marine ist geplant: * Eine Fregatte als Unterstützung für die Luftwaffe zur Erstellung des Luftlagebildes im Rahmen der Sicherheit im Luftraum. a) Fest eingeplant. b) Keine c) Minentaucher sind Spezialisierte Einsatzkräfte der Marine. 16. Trifft die in der "OSTSEE-ZEITUNG" vom 10. Januar 2007 wiedergegebene Äußerung des Inspekteurs der Streitkräftebasis Wolfram Kühn zu, derzufolge keine Soldaten in Uniform auf den Straßen zu sehen sein werden? Die Bundeswehr leistet im Rahmen der Amtshilfe Unterstützungsleistungen, die dazu führen, dass auch Soldaten und Soldatinnen in Uniform in Erscheinung treten werden. Der Stellvertreter des Generalinspekteurs und Inspekteur der Streitkräftebasis hatte im Zuge der Erläuterung des Subsidiaritätsprinzips gegenüber der Ostsee-Zeitung am 9. Januar 2007 lediglich darauf hingewiesen, dass - analog zur FIFA-Fußball-WM 2006 - keine Unterstützungskräfte "in erster Reihe im Straßenbild" in Erscheinung treten. Insofern ist die Berichterstattung der Ostsee-Zeitung vom 10. Januar 2007, wonach "keine Soldaten in Uniform im Einsatz seien", nicht zutreffend. 17. Wie viele gemeinsame Übungen haben zwischen Bundeswehr und Polizeistellen in Zusammenhang mit dem G8-Gipfel stattgefunden, und wie viele Übungen sollen bis zum Gipfel noch stattfinden und wann? a) Was war bzw. ist Gegenstand dieser Übungen? b) Wie viele Soldaten und Polizisten waren/sind an diesen Übungen beteiligt, und welche Tätigkeiten wurden/werden dabei geübt (bitte detailliert darlegen)? c) Waren/sind weitere Organisationen oder Institutionen daran beteiligt, und wenn ja, welche? Keine. Es sind auch keine gemeinsamen Übungen von Bundeswehr und Polizeidienststellen im Zusammenhang mit dem G8-Gipfeltreffen geplant. 18. Welche Rolle soll die Bundeswehr im Zusammenwirken von Sicherheits und Hilfskräften bei Gewalttätigkeiten zwischen Polizei und Demonstrantinnen und Demonstranten spielen? a) Inwiefern ist nach Ansicht der Bundesregierung die Bewältigung nichtkriegerischer, gewalttätiger Zusammenstöße im Inland eine Aufgabe der Bundeswehr, und wie ist dies mit den einschlägigen grundgesetzlichen Regelungen zum Inlandseinsatz der Bundeswehr zu vereinbaren? b) Welche Dienststellen und Einheiten der Bundeswehr sind an Planungen und Szenarien in Zusammenhang mit möglichen Gewalttaten rund um den Gipfel beteiligt? c) Teilt die Bundesregierung die Ansicht der Fragesteller, die Beteiligung der Bundeswehr an gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Demonstrantinnen und Demonstranten sei etwas qualitativ Neues und ein Schritt auf dem Weg dahin, der Bundeswehr zusätzliche Machtbefugnisse im Inland zu übertragen, und wenn nein, warum nicht? Keine. Die Unterstützung der Bundeswehr beschränkt sich auf das Erbringen technisch-logistischer Amtshilfe nach Artikel 35 Abs. 1 GG. a) Die Bewältigung von nichtkriegerischen, gewalttätigen Zusammenstößen im Inland ist keine Aufgabe der Bundeswehr. b) Eine planerische Beteiligung der Bundeswehr in einsatztaktischen Aspekten der Polizei ist durch den verantwortlichen Polizeiführer nicht vorgesehen. c) Auf die Antwort zu 18a wird verwiesen. 19. Welche Szenarien liegen den verschiedenen Einsatzplanungen für den Bundeswehreinsatz zu Grunde? Die Unterstützungsleistungen der Bundeswehr sind nicht einsatzbezogen. Die Unterstützung der Bundeswehr beschränkt sich auf das Erbringen technischlogistischer Amtshilfe nach Artikel 35 Abs. 1 GG. 20. In welchen Sicherheits-, Koordinations- oder Analysestäben werden konkrete Einsätze der Bundeswehr geplant, in welchen Stäben ist die Bundeswehr selbst beteiligt, und wer ist in diesen Gremien außerdem vertreten (bitte Anzahl der eingesetzten Soldaten und die Rolle der Bundeswehr in diesen Gremien darlegen)? In folgende zivile Stäbe werden Verbindungskommandos der Bundeswehr entsandt: - Besondere Aufbauorganisation (BAO) Kavala (Eigenname): In den organisatorisch-administrativen Anteil des Stabes der Polizeiführung wird ein Verbindungskommando Wehrbereichskommando I "Küste" in Kiel und des Landeskommandos Mecklenburg-Vorpommern abgestellt. Es hat eine Stärke von fünf Soldaten. Aufgabe des Verbindungskommandos ist die Gewährleistung eines reibungslosen Informationsaustausches im Rahmen der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit. - BAO Kavala: Einsatzabschnitt 12 "Seesicherheit": Entsendung von zwei Verbindungsoffizieren der Marine zum gegenseitigen Informationsaustausch. - Zivile Katastrophenschutzstäbe: Entsendung von fünf Verbindungskommandos in regionale Katastrophenschutzstäbe. Auf Frage 14 wird verwiesen. - Interministerieller Krisenstab des Landes Mecklenburg-Vorpommern: Entsendung eines Verbindungskommandos durch das Landeskommando Mecklenburg-Vorpommern bei Aktivierung des Interministeriellen Stabes. - Gemeinsame Flugeinsatzzentrale von Bundeswehr und Polizei: 25 Soldaten als Beitrag zu Sicherheit im Luftraum. 21. In welchem Zusammenhang steht das Manöver "Baltops" mit dem G8-Gipfel? Sind am Manöver beteiligte Einheiten in der Lage, Sicherungsaufgaben für den G8-Gipfel wahrzunehmen, und wenn ja, welche? Das NATO-Manöver BALTOPS steht in keinem Zusammenhang mit dem G8-Gipfeltreffen. 22. Wie viele Bundespolizisten sollen in Zusammenhang mit dem G8-Gipfel zum Einsatz kommen, und welche Kosten entstehen dabei? Umfang und Intensität originärer Bundespolizeiaufgaben sowie der Unterstützung für das Bundeskriminalamt und das Land Mecklenburg-Vorpommern werden lageabhängig und daher erst zeitnah zum G8-Gipfeltreffen endgültig absehbar sein. Daher können abschließende Aussagen zum Einsatz von Bundespolizeibeamten sowie zu den entstehenden Kosten für die Bundespolizei derzeit nicht getroffen werden. 23. Welche Aufgaben sollen die Bundespolizisten übernehmen (bitte nach einzelnen Tagen, Aufgaben und Anzahl der eingesetzten Bundespolizisten aufgliedern)? Auf die Antwort zu Frage 22 wird verwiesen. 24. Werden weitere Bundespolizisten in Bereitschaft gehalten, und wenn ja, wie viele und für welche Aufgaben? Die Bundespolizei plant derzeit eine Reserve für die bundesweite Verstärkung eigener Aufgaben sowie die anlassbezogene Unterstützung Mecklenburg- Vorpommerns und des Bundeskriminalamtes bereit zu halten. Aus einsatztaktischen Gründen wird auf die Angabe der Größenordnung verzichtet. -------------------------------------------------------------------------------- Kleine Anfrage: Kräfteplanung der Polizei zum Einsatz in Heiligendamm Kleine Anfrage der Abgeordneten Birgit Schwebs, Fraktion der Linkspartei.PDS Planungsstab Kavala LT-Drs.: 5/401 vom 04.04.2007 Nach einer Pressemitteilung vom 3. April 2007 wurde der Planungsstab Kavala um 220 Mitarbeiter erweitert, 40 von ihnen wurden aus den Dienststellen der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommerns abgeordnet. Weitere Abordnungen sind angekündigt. Der Innenminister beantwortet die Kleine Anfrage für die Landesregierung wie folgt: Frage 1: Wie viele Polizeibeamte aus Mecklenburg-Vorpommern sind seit wann in der Region Bad Doberan zur Absicherung des Gipfels eingebunden? Antwort: Die Besondere Aufbauorganisation (BAO) "KAVALA" der Polizeidirektion Rostock ist seit dem 1. April 2007 zuständig für alle Einsatzmaßnahmen zum Schutz des Weltwirtschaftsgipfels G8 2007 in Heiligendamm. Die Anzahl der dabei eingesetzten Kräfte ist abhängig von der jeweils vorherrschenden Lage und wird dieser variabel angepasst. Frage 2: In welchen weiteren Etappen werden wie viele weitere Polizeibeamte aus Mecklenburg- Vorpommern zu Kavala abgeordnet? Antwort: Derzeit sind 200 Mitarbeiter der Landespolizei Mecklenburg Vorpommern gem. § 31 (1) Landesbeamtengesetz Mecklenburg-Vorpommern abgeordnet bzw. umgesetzt. Die Abordnung von weiteren ca. 156 Mitarbeitern ist für die Haupteinsatzphase vom 29. Mai bis 10. Juni 2007 vorgesehen. Frage 3: Seit wann steht die Kräfteplanung zum Einsatz in Heiligendamm bzw. zur Abordnung zu Kavala? Antwort: Dem Innenministerium Mecklenburg-Vorpommern wurde das Einsatzkonzept "Weltwirtschaftsgipfel G8 06.- 08. Juni 2007 in Heiligendamm" der Polizeidirektion Rostock, BAO "KAVALA" vorgelegt. Aufgrund der sich ständig ändernden Lage unterliegt die Einsatzkonzeption mit der darauf basierenden Kräfteplanung einer ständigen Fortschreibung und ist somit nicht abschließend. Frage 4: Wann werden die Polizeibeamten darüber informiert, ob und zu welchem Zeitpunkt sie ihren Dienst in Heiligendamm aufnehmen müssen? Antwort: Die Information der Mitarbeiter der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern über die Einsatzzeiten erfolgt, wenn die abschließenden Ergebnisse des Kräfteunterstützungsersuchens des Landes Mecklenburg-Vorpommern an den Bund und die Länder vorliegen und eine abschließende Planung zu den von der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern zum Einsatz zu bringenden Kräften möglich ist. Mit dieser Information ist in der 18./19. Kalenderwoche zu rechnen. Frage 5: Gibt es Regelungen für die Dienstzeiten für die einzelnen Beamten? Wenn ja, welche? Die Antwort bitte begründen. Antwort: Eine gesonderte Regelung zur Dienstzeit für einzelne Beamte ist nicht geschaffen worden. Frage 6: Wie wird während der Zeit der Abordnungen Sicherheit und Ordnung in den Kommunen gewährleistet? Antwort: Die Bereitstellung von Einsatzkräften der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern für Maßnahmen zum Schutz des Weltwirtschaftsgipfels G8 2007 erfolgt unter Berücksichtigung der Erfordernisse zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Land. Die Sicherung von Brandschutz und Rettungsdienst erfolgt nach wie vor durch die kommunalen Träger. Frage 7: Gibt es Pläne zur Bewältigung evtl. auftretender besondere Lagen in den Kommunen? Antwort: Ja. Die Polizei verfügt über kalendermäßig vorbereitete Einsatzunterlagen zur Bewältigung besonderer Einsatzlagen. Die Kommunen (Gemeinden und Ämter) halten für besondere Ereignisse u.a. Feuerwehreinsatzpläne vor. Die Landkreise und kreisfreien Städte haben Katastrophenschutzpläne vorbereitet und erprobt. Frage 8: Führt dies zu einer gleichzeitigen Belastung der nach Heiligendamm abgeordneten Beamten? Antwort: Eine gleichzeitige Belastung abgeordneter Beamter mit Aufgaben in der Alltagsorganisation findet nicht statt. -------------------------------------------------------------------------------- G8: Radio-Jingle zu Gewaltprävention "Schauen Sie bei Gewalt nicht weg!" Pressemitteilung Unter dem Titel "Gewalt ist keine Lösung!" hat die "Arbeitsgruppe Gewaltprävention" einen zweiminütigen Radio-Jingle produziert. Die Verfasser zitieren die Schriftsteller Bert Brecht und Ulrike Meinhof. Sie fordern Gewaltfreiheit dort, "wo die Gewalt ihren Ursprung nimmt: Bei den G8-Staaten und ihrem Polizei- und Militärapparat". "Wir bringen unser ‚Nein' zu den Gewalt-Verhältnissen, für die der G8-Gipfel steht, laut und unmißverständlich zu Gehör!", fährt die Arbeitsgruppe fort. Kritisiert wird die Polizeiorganisation "BAO Kavala" für die Ankündigung, Proteste und Blockaden in Heiligendamm gewaltsam zu räumen. "Schauen Sie bei dieser Gewalt nicht weg!", fordern die Gipfelgegner. "Der Jingle ist für Radiosender produziert, die sich für das Thema ‚Gewalt' interessieren", klärt Hanne Jobst, eine Produzentin, auf. "Die Hälfte der Menschheit lebt von weniger als 2 Dollar pro Tag, 50.000 Menschen werden jährlich aus Deutschland abgeschoben. Das ist strukturelle Gewalt, gegen die wir Widerstand leisten wollen", kritisiert Jobst. Der Beitrag richtet sich hauptsächlich an die Bevölkerung in Mecklenburg-Vorpommern. "Natürlich würden wir uns freuen, wenn er auch in anderen Bundesländern Verwendung fände". Auch das Netzwerk Freier Radios und andere Alternativmedien werden angesprochen. Download unter www.gipfelsoli.org/Texte. Quellen: * Der Jingle zum Download (mp3, 0:02:00): http://gipfelsoli.org/rcms_repos/Tools/AG_Gewalt.mp3 * Volltext des Beitrags: http://gipfelsoli.org/Texte/1428.html * Anti-Gewalt-Videoclip Genua 2001 (0:02:18, 2003): http://gipfelsoli.org/rcms_repos/Tools/all_togheter_low.avi [Arbeitsgruppe Gewaltprävention] -------------------------------------------------------------------------------- 19. Mai: Karawane-Tour startet in Neuburg Für die Abschaffung aller Flüchtlingslager - gegen Abschiebungen in die Krisengebiete der Welt! Aufruf zum Download in deutsch, english, kurdisch/Sorani und bald auch arabisch: www.carava.net 19. Mai bis 4. Juni: Anti-G8-Karawane von Neuburg nach Rostock: "Wir sind hier weil ihr unsere Länder zerstört" Tourstart in Neuburg, Aktionscamp auf der Brandlwiese, 19.-21.Mai Vom 19. Mai 2007 bis zum 4. Juni 2007 zieht die Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen von Bayern über Thüringen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Berlin bis nach Rostock in Mecklenburg-Vorpommern. Dort treffen sich im Ostseebad Heiligendamm vom 05. bis 07. Juni 2007 die Repräsentanten der reichsten und mächtigsten Staaten der Welt, der sogenannten G8. Die Karawane will den Zusammenhang zwischen der Zerstörung der Herkunftsländer der Flüchtlinge durch rücksichtslose Ausbeutung und Krieg durch die Politik der G8-Staaten und den weltweiten Flucht- und Migrationsbewegungen sichtbar machen. "Wir sind hier, weil Ihr unsere Länder zerstört" ist zentrales Motto der Karawane. Die bundesweite Karawane startet am 19. Mai 2007 in Neuburg an der Donau. Seit zwei Jahren wehren sich Flüchtlinge in Neuburg gegen menschenunwürdige Unterbringung im Lager, gegen Mangelversorgung mit Essenspaketen, Arbeitsverbote und Kriminalisierung und gegen die alltäglichen Schikanen von Sozialamt und Ausländerbehörde. Mit dem Start der Karawanetour in Neuburg wollen wir an diesen eindrucksvollen Flüchtlingsprotest anknüpfen. Aktionscamp in Neuburg 19.-21.Mai 2007 Brandlwiese an der Donau Samstag, 19. Mai: Auftaktdemo, 13 Uhr vor dem Flüchtlingslager Neuburg, Donauwörtherstraße B 82 15 Uhr öffentliches Hearing zur Situation der Neuburger Flüchtlinge auf dem Schrannenplatz Gemeinsame Zugfahrt aus München: Treffpunkt 10.30 Uhr, Große Anzeigentafel Hauptbahnhof München Sonntag, 20. Mai Aktionssonntag gegen die Entrechtung und Abschiebung Irakischer Flüchtlinge Ab 15 Uhr bis abends: Grillen, Musik, Fußball- und Volleyballspielen mit den BewohnerInnen und Kindern des Flüchtlingslagers Neuburg auf der Brandlwiese an der Donau. Montag, 21. Mai Kundgebung für Bleiberecht, ab 10.30 Uhr Kundgebung vor dem Landratsamt Forchheim, Am Streckerplatz 3 Flüchtlingslager abschaffen! Die Regierung von Oberbayern hält nach wie vor an der zwangsweisen Unterbringung von Flüchtlingen in Neuburger Lager fest. Es werden auch Menschen aus ihrem sozialen Umfeld gerissen und nach Neuburg geschickt, die durch Asylwiederrufsverfahren und Arbeitsverbote ihre Wohnung verloren haben. Neben Arbeitsverboten praktizieren die Neuburger Behörden den Entzug der 40 Euro Taschengeld als Druckmittel, um den Flüchtlingen das Leben so unangenehm wie möglich zu machen. Viele Familien in Neuburg klagen darüber, dass sie und insbesondere die Kinder hungern, da die Essenspaketen keine ausreichende Menge an Nahrungsmitteln enthalten. Trotzdem gibt es auch konkrete Erfolge des Flüchtlingsprotestes in Neuburg: So hat sich der Landkreis generell gegen die Unterbringung geduldeter Flüchtlinge in Lagern ausgesprochen. Auch wurde bei einem Gespräch zwischen dem Landrat und VertreterInnen der Flüchtlinge zugesagt, die Residenzpflicht lockerer zu handhaben. Diese Zusage ist gewiss weit weg von der Forderung nach Abschaffung des rassistischen Residenzpflichtgesetzes, dennoch wären auch solche kleinen Verbesserungen ohne die Flüchtlingsproteste nicht denkbar gewesen. Und es ist ein großer Erfolg, dass das Thema der Lebensbedingungen im Lager seit zwei Jahren immer wieder im Blickpunkt der Öffentlichkeit steht. Auch in Forchheim protestieren Flüchtlinge. Hier wird den langjährigen LagerbewohnerInnen ein Bleiberecht nach der Regelung der Innenministerkonferenz vom November 2006 systematisch verweigert. Neben den unwürdigen Lebensbedingungen steht für die Flüchtlinge vor allem das Thema der drohenden Abschiebung im Vordergrund. Seit drei Jahren versuchen die deutschen Behörden, ungeachtet des täglichen Sterbens durch Krieg, Besatzung und Terror, Abschiebungen in den Irak vorzubereiten. Anerkannten Flüchtlingen wurde der Flüchtlingsstatus entzogen; Aufenthaltserlaubnisse wurden zurückgenommen oder nicht verlängert. Von den 300 Flüchtlingen, die derzeit im Lager Neuburg leben, stammen ca. 60 aus dem Irak. Viele von ihnen wurden ins Lager geschickt, nachdem sie durch Entzug des Flüchtlingsstatus nur noch eine Duldung bekommen haben. Seit 17. 4. sind Flüchtlinge aus dem Nordirak nun zur Abschiebung freigegeben. Gegenüber der Öffentlichkeit soll das damit legitimiert werden, dass zunächst nur strafrechtlich verurteilte Personen abgeschoben werden sollen. Als "Straftäter" gilt, wer zu mehr als 50 Tagessätzen verurteilt wurde. Damit kann es ausreichen, zweimal ohne Erlaubnis nach Ingolstadt gefahren zu sein, um jetzt abgeschoben zu werden. Diese Abschiebepläne sind erst der Anfang; langfristig sind alle IrakerInnen, die keinen gesicherten Aufenthaltsstatus haben, bedroht! Auch gegen äthiopische Flüchtlinge versuchen die deutschen Behörden, in Zusammenarbeit mit den Behörden des diktatorischen und kriegstreiberischen Regimes, Abschiebungen durchzusetzen. Das äthiopische Regime führt für die USA einen blutigen Stellvertreterkrieg in Somalia, während gleichzeitig die äthiopische Bevölkerung an Armut und Hunger leidet und jegliche Opposition brutal unterdrückt wird. Seit dem 11. September 2001 pflegt auch Deutschland mit Äthiopien verstärkte politische Beziehungen. Äthiopien dient als Basis für militärische Interventionsmöglichkeiten in einem mehrheitlich islamischen Teil der Welt. In diesem Zusammenhang ist auch die Verharmlosung der Verbrechen des diktatorischen Regimes und die Auslieferung von Oppositionellen durch Abschiebungen zu sehen. Nigerianische Asylsuchende haben in Deutschland fast keine Chance auf Anerkennung. In dem großen Land könne jede und jeder irgendwo ein sicheres Plätzchen finden, so das Bundesamt. Ausgeblendet wird, dass in ganz Nigeria für die Mehrheit der Bevölkerung in den letzten 30 Jahren die Lebensbedingungen unerträglich geworden sind, während eine korrupte reiche Elite in Zusammenarbeit mit transnationalen Großkonzernen wie Siemens, Bilfinger-Berger, Shell und Agip das Land ausplündert, die Umwelt zerstört und Widerstand der Bevölkerung militärisch unterdrückt. Irak, Äthiopien und Nigeria sind drei akute Beispiele dafür, wie Deutschland Flüchtlinge mit Abschiebungen terrorisiert und gleichzeitig weltweit Kriege führt, Diktaturen gestützt und an Korruption und Armut verdient. Abschiebungen und Rechtlosigkeit betreffen genauso alle anderen Flüchtlinge, die auf der Suche nach Sicherheit und einem menschenwürdigen Leben nach Deutschland kommen. Darum wollen wir alle gemeinsam am 19. und 20. Mai in Neuburg und danach bei der Karawanetour und in Rostock und Heiligendamm der menschenverachtenden deutschen Flüchtlingspolitik und der ausbeuterischen Weltordnung der G8 unseren Protest und Widerstand entgegensetzen. In diesem Sinne fordern wir: Ein weltweites Recht auf menschenwürdige Existenz! Eine Welt ohne Ausbeutung, Unterdrückung und Kriege! -------------------------------------------------------------------------------- G8-Seeblockade vor Verteidigungsministerium (Berlin) Etwa 30 Aktivisten haben heute Nachmittag mit Schlauch- und Motorbooten das Verteidigungsministerium am Bendler-Block in Berlin auf dem Seeweg blockiert. An Land brachten Aktivistinnen ein Transparent mit der Aufschrift "G8 torpedieren!" am Sicherheitszaun des Ministeriums an. (Berlin) Etwa 30 Aktivisten haben heute Nachmittag mit Schlauch- und Motorbooten das Verteidigungsministerium am Bendler-Block in Berlin auf dem Seeweg blockiert. An Land brachten Aktivistinnen ein Transparent mit der Aufschrift "G8 torpedieren!" am Sicherheitszaun des Ministeriums an. Die Demonstranten kritisierten den Einsatz von etwa 1000 Bundeswehrsoldaten zum Schutz des G8-Gipfels. Dieser sei ein Einsatz der Bundeswehr im Innern mit dem ein Traum des Sicherheitsfanatikers und Verfassungsgegners Schäuble wahr werde, sagte einer der Aktivisten. Die Bundeswehr sei entgegen der öffentlichen Darstellung keine Armee des Friedens, sondern ein Instrument um strategische deutsche Interessen durchzusetzen. Nicht zuletzt werde die Hedonistische Internationale beim G8 in Heiligendamm die tanzende Lebensfreude dem militärischen Kult des Todes und der Unterwerfung entgegenstellen. Eine Aktivistin rief von einem Boot aus dazu auf, noch mehr mit kreativen, provokativen und auch regelverletzenden Aktionen im Vorfeld gegen den G8-Gipfel zu mobilisieren - um dann im Juni dem G8 auf vielfältige Weise nicht nur den Bass ins Gesicht blasen zu lassen. Die Hedonistische Internationale plant nicht nur mehrere Tanzmobile auf der Großdemo, sondern wird auch einen "Rave against the machine" veranstalten und sich mit eigenen Aktionen an Blockaden und ähnlichem beteiligen. Die Aktivistinnen riefen außerdem dazu auf sich an den offensiven, aber spaßorientierten Protestaktionen der Hedonisten zu beteiligen und eigene Sektionen zu gründen. Als die Polizei anrückte, zerstreute sich die Demo an Land, die Boote fuhren unter "Polizeischutz" auf dem Landwehrkanal nach Kreuzberg. Die alarmierte Wasserschutzpolizei traf allerdings zu spät ein. Links: http://www.hedonist-international.org Mobilisierungsvideos: http://www.youtube.com/watch?v=H_PwprtDyuE http://www.youtube.com/watch?v=bij4t_Qw3ds http://www.hedonist-international.org http://de.indymedia.org/2007/05/175599.shtml -------------------------------------------------------------------------------- Kompromiss in letzter Minute Die G8-Projektwoche an der Freien Universität richtet sich nicht nur an Studierende Noch am Freitagnachmittag stand die reibungslose Durchführung der G8-Projektwoche an der Freien Universität Berlin (FU) auf der Kippe. Dann kam in letzter Minute doch noch ein Kompromiss zwischen Universitätsleitung und studentischen Aktivisten zustande. Die Diskussionsveranstaltungen, zu denen auch Politiker wie Claudia Roth und Oskar Lafontaine eingeladen sind, können wie geplant in den Hörsälen des Hauptgebäudes der FU stattfinden. Noch am Mittwoch wollte die Unileitung keine Räume im Hauptgebäude für die Projektwoche zur Verfügung stellen. Sie sollten ausschließlich in den Räumen des Otto-Suhr-Instituts abgehalten werden. Das aber hätte die Veranstalter der Projektwoche vor große Probleme gestellt. "An unserem Institut sind die Räume nicht in ausreichender Zahl vorhanden und außerdem sind sie nicht groß genug", erklärte ein Mitorganisator der Projektwoche gegenüber ND. Der Kompromiss sei vor allem ein Erfolg des Presseechos, den die vorübergehende Raumverweigerung ausgelöst hatte. Auch Dozenten hatten das Verhalten der Unileitung kritisiert. So konstatierte der stellvertretende Leiter des Otto-Suhr-Instituts Hajo Funke in dem Umgang der Verwaltung "eine tiefe Ängstlichkeit mit den Studierenden und ihren Institut". Der nun gefundene Kompromiss sieht vor, dass für die Diskussionsveranstaltungen die Räume des Hauptgebäudes genutzt werden können. Kleine Arbeitsgruppen müssen allerdings weiterhin im Otto-Suhr-Institut tagen. "Da werden wir unkonventionelle Lösungen finden, meinte ein Student gegenüber dem ND. So soll vor dem Institut während der Projektwoche ein Zelt aufgestellt werden, das gleichzeitig der Anlaufpunkt für Interessierte sein soll. Die Veranstalter erhoffen sich auch Teilnehmer, die nicht studieren, aber sich Fragen zu den Folgen der G8-Treffen stellen. Die Themenpalette der Vorträge und Seminare reicht von der aktuellen Afrikapolitik der G8, über die Copyleft-Bewegung bis zu einer kritischen Betrachtung der aktuellen Klimadiskussion. Auch Menschen, die sich an den Protesten beteiligen wollen, sind bei der Projektwoche an der richtigen Adresse. In mehreren Arbeitsgruppen soll über unterschiedliche Aktionsformen während des Gipfels informiert werden. Es werden auch Workshops angeboten, auf denen bisher unorganisierten Menschen der Protesteinstieg möglich gemacht werden soll. Das vollständige Programm findet sich unter: http://www.g8amosi.de.vu/ [Neues Deutschland vom 7.5.07] -------------------------------------------------------------------------------- Die globalisierungskritische Bewegung in Osteuropa - Vor und nach dem G8-Gipfel in St. Petersburg Filme und Input zur osteuropäischen Mobilisierung gegen G8 Der G8 2006 war der erste russische Gipfel auf dem Weg zur Vollmitgliedschaft Russlands in den G8. Dadurch hat die osteuropäische Protestbewegung einen neuen Schub bekommen. In den unterschiedlichen Spektren sind neue Kontakte und Netzwerke entstanden. Kritisiert wurde damals, dass sich deutsche Gruppen zu sehr auf die Vorbereitung des Gipfels 2007 beschränken und die Mobilisierung nach St. Petersburg vernachlässigen. Die Repression in Russland war gewaltig, nahezu alle Demonstrationen waren verboten. Lediglich Nichtregierungsorganisationen war Kritik gestattet. Dennoch gelang es anarchistischen und anderen Gruppen, vereinzelte Proteste sichtbar werden zu lassen. Für den G8 2007 in Heiligendamm wird nun mit einer größeren Zahl von DemonstrantInnen aus osteuropäischen Ländern gerechnet. In der Veranstaltung wollen wir zusammentragen was sich seit dem G8 2006 getan hat und welche Spektren nach Deutschland mobilisieren. Der Focus liegt auf dem anarchistischen und antifaschistischen Spektrum. Die Veranstaltung ist eingebettet in die Filmreihe "GESCHICHTE UND GESCHICHTEN DER GIPFELPROTESTE", die von SupportoLegale Berlin und der Gipfelsoli Infogruppe veranstaltet wird. Nach einer kurzen Serie von Videoclips geben wir einen Einblick in die osteuropäische Mobilisierung nach Heiligendamm. *Mittwoch, 9. Mai, 20 Uhr im Kreutziger19* Kreutzigerstr. 19 - Berlin-Friedrichshain - U-Bhf. Samariterstrasse [SupportoLegale Berlin | Gipfelsoli Infogruppe] -------------------------------------------------------------------------- Ausführlicher Pressespiegel rund um den G8 unter http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-l -------------------------------------------------------------------------- ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich und somit MedieninhaberInnen: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Themen. Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2007, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Di 7:00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Thu May 10 07:23:34 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Thu, 10 May 2007 07:23:34 +0200 Subject: widerst@and mund - Donnerstag, 10. Mai 2007 Message-ID: MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Donnerstag, 10. Mai 2007 Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 00 Demonstration gegen den Angriff auf linke Strukturen heute 16.00h von akin-Pressedienst/ Rosa Antifa Wien ================================================ 01 Wie sozial ist der Sozialminister? von "Angela Traussnig" ================================================ 02 Herzloser Abschiebebescheid von ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 03 ab-ort.musik.at lÃdt ein von Robert Sommer ================================================ 04 Rumi-Poesie des Islam: UCI-Kinowelt/Millenium City von "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" ================================================ 05 10.Mai: Veranstaltung zu den Protesten gegen den G8-Gipfel von ASt-LFI ================================================ 06 Are You a Lady? > Radio Stimme - 10.Mai von Initiative Minderheiten Newsletter ================================================ 07 Termine ab Mittwoch, den 9.Mai 2007 von "akin" ================================================ 08 Online Petition: Für ein MigrantInnenwahlrecht bei Kommunalwahlen! von ================================================ 09 GA: "dahamisdaham", bleiberecht jetzt! von "Andersrum Wien" ================================================ 10 [kinoki-mikrokino] empfiehlt ALMfilm von augustine.leisch at gmx.at ================================================ 11 LET IT BE KNOWN! Mi, 16.05.2007, 19.00 Uhr von ================================================ 12 Konzert Danica / Die andere Hymne / Let it be known von ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN, MEINUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 13 KPÖ/Eurofighter/Ausstieg/SPÖ/Neutralität von KPÖ-Information ================================================ 14 OOe/Energie/Wirtschaft/Kommentar: Privatisierung in schwarzgruen von "akin" ================================================ 15 Wien/Demokratie/Kommentar: Das Grinsen bleibt von "akin" ================================================ 16 Bildung/Kommentar: Schule und Gesellschaft von "akin" ================================================ 17 Notizen: IPRED2, Oecalan, ICSID-Austritt, Letzte Worte von "akin" ================================================ 18 KPÖ/Glücksspiel/Monopol/Liberalisierung von KPÖ-Information ================================================ 19 OMV-Iran Deal von Café Critique ================================================ 20 KPÖ/EU-Verfassung/Neuanlauf/Grundlagen von KPÖ-Information ================================================ 21 GLB/Sozialversicherungsbeiträge/Rückstand/Sozialbetrug von "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================ 22 AKS: Studie zeig was SchülerInnen schon längst wissen von "Sophie Lojka" ================================================ 23 "Kurdistan ist sicher - trotz des Anschlages in Arbil" von "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 24 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================ 25 [CUADPUpdate] New Jersey to Consider Abolishing Death Penalty & This & That von "Abraham J. Bonowitz" ================================================ 26 Gipfelsoli Newsletter] Update: Welle von Repression gegen Anti-G8-Strukturen von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 00 Demonstration gegen den Angriff auf linke Strukturen heute 16.00h von akin-Pressedienst/ Rosa Antifa Wien ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. ********************************************************** Weiterleitung eines Originaltextes der Rosa Antifa Wien ********************************************************** > 10.5.: Demonstration gegen den Angriff auf linke Strukturen! Angesichts der staatlichen Repression gegen Anti-G8-Strukturen in Deutschland und der Zwangsversteigerung der Koepi in Berlin: ######################## Demonstration gegen den Angriff auf linke Strukturen Ort: Schwarzenbergplatz / 1010 Wien, beim Brunnen Zeit: Donnerstag 10.5. / 16:00 (PUENKTLICH!) ######################## Deutschland halt's Maul! Staat halt die Schnauze! Kurz vor dem bevorstehenden G8-Gipfel in Deutschland geht die deutsche Exekutive massiv gegen linke Projekte und Gruppen vor. So wurden am Morgen des 9. Mai in Deutschland mindesten 40 politische Projekte, Privatwohnungen und Arbeitsstellen von der Polizei durchsucht! Begruendet wurde dieses Vorgehen mit dem §129a des deutschen StGB, also der "Bildung einer terroristischen Vereinigung" im Zusammenhang mit den geplanten Protesten gegen den G8 Gipfel in Heiligendamm Anfang Juni diesen Jahres. Staatliche Repression gegen Linke hat Tradition Im Gegensatz zu diversen rechtsextremen Gruppen lebt es sich fuer linke AktivistInnen ungleich schwerer. Denn waehrend die LiebhaberInnen rechts-autoritaerer Systeme durchaus mal zufrieden mit neuen rassistischen Gesetzgebungen oder mit den gesellschaftlichen-Grundsteinen wie Fetisch Arbeit, Eigentum oder Familie uebereinstimmen - stellen emanzipatorische Linke gesellschaftliche Unterdrueckungsmechanismen prinzipiell in Frage - und somit auch den Staat an sich. Menschen die sich nicht einfach ohne Widerspruch den aufgestellten autoritaeren Regeln beugen - sondern vielleicht auch noch versuchen Abseits von Mainstream und Konsumzwang Projekte zu verwirklichen sind den StaatshueterInnen ein Dorn im Auge. Da ist es vollkommen egal ob mensch dies durch Aktionen, direkte Aktionen, Flugblaetter, Aufkleber, Demos, Freiraeume, Buchlaeden, Verlage, Videos oder Webauftritte macht - all das stoert die staatliche Eintracht. Deswegen wird mit Repression geantwortet. AktivistInnen und SympatisantInnen sollen eingeschuechtert und bestehende Strukturen geschwaecht werden. Die Mainstream Medien greifen die staatliche Propaganda nur zu gerne auf und so wird versucht die Inhalte, Utopien und Kritiken zu diskreditieren. Freiraeume werden angegriffen! Von der aktuellen Repressionswelle in Deutschland betroffen sind bisher unter anderem in Berlin die Antirassistische Initiative - Dokumentationsstelle im Bethanien, Verlag Assoziation A mit Buchladen Schwarze Risse, das Internet-Projekt so36.net, das Umbruch Bildarchiv, das Autofocus Videoarchiv und die Forschungsstelle Flucht und Migration sowie in Hamburg die Rote Flora, ein Buero im Schauspielhaus, Hausprojekte und WGs... Alleine diese Auflistung zeigt worum es bei diesem massiven Angriff gegen diese Projekte geht: Einschuechterung, Kriminalisierung, Zerstoerung! Aber das wird ihnen nicht gelingen! Wir lassen uns nicht einschuechtern! Finger weg von linken Strukturen! Fuer Freiraeume! Ueberall! [...] ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# ================================================ 01 Wie sozial ist der Sozialminister? von "Angela Traussnig" ================================================ Eine Presseinformation des Augustin Auch Erwin Buchinger kämpft gegen die Faulen Der Sozialminister begab sich im Augustin-Interview inhaltlich ganz in die Nähe der Anti-"Sozialschmarotzer"-Rhetorik Wenn eine Zeitung, die laut Definition eines Professors am Publizistik-Institut "das soziale Gewissen Wiens" ist, einen Minister zu Wort kommen lässt, der sich als das "soziale Gewissen Österreichs" vorstellt, wird diese Begegnung von Übereinstimmung geprägt sein. Sollte man meinen. Tatsächlich war die Kluft so tief, wie die Obdachlosenherberge "Gruft" unter den teuersten Penthäusern dieser Stadt liegt. In einem doppelseitigen Interview, das die morgen, Mittwoch erscheinende neue Ausgabe der Wiener Straßenzeitung Augustin enthält, sieht Sozialminister Erwin Buchinger die bestehende Sozialhilfe für "ausreichend" hoch, um die Betroffenen nicht zu einem Leben in Faulheit zu animieren. Buchinger im O-Ton: "Offensichtlich reicht's schon aus. Es muss einen Anreiz geben, dass jemand, der arbeitsfähig ist, auch diese Arbeitsfähigkeit aktualisiert, wenn er eine Leistung von der Gesellschaft haben will. Wenn er 's nicht will, kann's jeder halten, wie er will. Ich bekenne mich dazu, dass jene, die diese Leistung aufbringen - durch eigene Arbeit - auch diesen Anspruch stellen, dass sie auch von anderen verlangen, die von ihren Leistungen leben, dass sie auch bereit sind, zum Wohlstand der Gesellschaft durch Arbeit beizutragen (...) Sie und ich, alle die wir leben, konsumieren wir Produkte und Dienstleistungen, die muss wer produzieren. Dies ist das Unangenehme an Faulheit, dass sie nichts beiträgt zur Produktion von Waren und Dienstleistungen." Mit dieser Haltung hätte Buchinger harmonisch in die verflossene Schüssel-Regierung gepasst, kommentierte Angela Traußnig, Sprecherin des Augustin. "Von einem sozialdemokratischen Minister hätte man erstens erwarten können, den ,Sozialschmarotzer'-Diskurs der Konservativen zu hinterfragen statt zu imitieren; zweitens hätte man den Hinweis erwarten können, dass die Masse der Arbeitslosen sich nicht wegen Faulheit selbst aus der Produktion ausschließt, sondern dass sie ausgeschlossen wird." Dass Buchinger in Folge ausgerechnet die Billa-ArbeiterInnen als Opfer des "Unwesens der sozialen Hängematte" namentlich nenne, könne nur als Zynismus betrachtet werden, so Angela Traußnig. Ein kurzer Ausschnitt aus dem Gespräch zwischen Augustin (Kurto Wendt und Heide Hammer) und dem Sozialminister belege, so die Augustin-Sprecherin, wie abgehoben Buchinger von der Alltagssituation der Billa-Arbeiterinnen agiere: Stellen sie sich vor, es ist 4 Uhr morgens in Mürzzuschlag. Sie steigen in einen Bus, der nur mit Frauen besetzt ist, die zu ihrer Arbeit bei Billa und Merkur in Wien fahren. Wie erklären sie ihnen, warum sie als Frauen weniger verdienen, seltener Aufstiegschancen kriegen und warum Sie als Sozialminister so viel verdienen wie der halbe Autobus? Buchinger: Na ich glaube, da liegen sie mit ihrer Einschätzung, dass ich soviel verdiene wie der halbe Autobus, komplett falsch. Sie verdienen 15.300 Euro. Buchinger: 15.800 Euro brutto, aber sie dürfen brutto mit netto nicht verwechseln. Ich würd' auch gar nicht viel erklären .. Billa MitarbeiterInnen an der Kasse verdienen 1000-1100 Euro brutto. Buchinger: Ich weiß jetzt nicht, was exakt eine Billa-Verkäuferin verdient. Einigen wir uns darauf, dass es ein Vielfaches ist. Buchinger: Nein. Entscheidend ist ja, was netto rauskommt. Brutto interessiert weder die Dame bei Billa noch mich. ================================================ 02 Herzloser Abschiebebescheid von ================================================ Herzloser Bescheid aus Traiskirchen: Tschetschenin Maus soll abgeschoben werden Die 53jährige schwer kranke Tschetschenin Maus G., die bei ihrer Tochter in Graz lebt, soll abgeschoben werden. So will es das Bundesasylamt, Erst-„Aufnahme“stelle Ost. Maus ist aus Tschetschenien geflüchtet, als ihr Mann zu Tode gefoltert worden war. Über Polen, wo sie sich nicht sicher fühlte, weil sie dort einen Drohbrief erhielt, kam sie nach Österreich, wo ihre Tochter Madina und ihr Sohn Hizar seit drei Jahren als anerkannte Flüchtlinge leben. Maus ist dann wochenlang im Polizeigefängnis Rossauerlände gesessen. Ich brachte für sie eine Haftbeschwerde ein; selbst der Unabhängige Verwaltungssenat hatte ein Einsehen und entschied, daß sie bei ihrer Tochter besser als im Gefängnis aufgehoben sei. Sie wurde aus der Haft entlassen. Ein Zwischenerfolg. Seit 3 Monaten wohnt sie nun bei ihrer Tochter in Graz, der es auch nicht gut geht: Madina hat schwere Depressionen. Maus leidet laut Befund an Bluthochdruck, Albträumen, Schlaflosigkeit und einer posttraumatischen Belastungsstörung. Sie muß ständig Medikamente nehmen. Die beiden könnten einander nun ein bisschen Halt geben - wäre nicht das Bundesasylamt, das soeben einen „Dublin-Bescheid“ (Ausweisung nach Polen) erließ. Das Asylamt räumt großzügig ein, daß zwischen Mutter und Tochter ein Familienverhältnis besteht, ja sogar, daß Maus ein „wenn auch loses Anknüpfungsmoment“ zu ihren Enkelkindern in Graz habe, meint aber, die Tochter habe es die letzten drei Jahre trotz ihrer Depressionen auch ohne die Mutter ausgehalten. Die Mutter wiederum könne sich in Polen behandeln lassen, die Tochter könnte sie ja dort besuchen kommen. Daß die Abschiebung der Mutter deren Gesundheitszustand verschlechtern würde, erscheine „sicherlich aus medizinischer bzw psychotherapeutischer Sicht unerwünscht“, jedoch sei „diese Beeinträchtigung aus juristischer Sichtweise unbeachtlich“, sodaß Maus sie „erdulden“ müsse. Was es für eine ältere Frau, die nach drei Jahren kriegsbedingter Trennung ihre Kinder und Enkel endlich wieder findet und nun neuerlich mit Polizeigewalt von ihnen getrennt werden soll, bedeutet; ob ihr Blutdruck zu hoch steigen könnte, ihre Angstzustände zunähmen, ob der Schock zu einer Retraumatisierung führte - alles einerlei. Dieses Amt hat offenbar noch nichts von der Europäischen Menschenrechtskonvention gehört, die höher als Dublin steht, weil sie in Österreich Verfassungsrang genießt, und deren Artikel 3 das Verbot unmenschlicher Behandlung, Artikel 8 den Schutz des Privat- und Familienlebens festschreibt. Ich habe gegen diesen unsagbar herzlosen, unmenschlichen Bescheid Berufung erhoben und erwarte, daß der Unabhängige Bundesasylsenat ihn raschestens behebt. Aber das ist nicht genug. Das Prokop’sche Fremden-Unrecht, das seit Jänner 2006 in diesem Land herrscht, macht solche Bescheide möglich und wird von der Beamtenschaft als Freibrief ausgelegt. Wir fordern daher eine Generalreform des Asyl- und Fremdenrechts. Österreich muß wieder Asylland werden. Die Menschenrechte müssen wieder gelten in diesem Land. Michael Genner Obmann von Asyl in Not Währingerstraße 59 1090 Wien office at asyl-in-not.org www.asyl-in-not.org Spendenkonto: Asyl in Not, Raiffeisen, Bankleitzahl 32000 Kontonummer 5.943.139 Asyl in Not unterstützt den Aufruf von SOS Mitmensch: Fremdenrecht ändern JETZT! Wir fordern die Änderung des Fremdenrechtspaketes. Es ist menschenrechtswidrig, bürokratisch und inhuman. Familien werden auseinander gerissen, gut integrierte Menschen werden zu AbschiebekandidatInnen. Traumatisierte und Jugendliche sitzen in Schubhaft. Und die Asylverfahren dauern immer noch viel zu lange. Lesen Sie den ganzen Text auf der Homepage von SOS Mitmensch: www.sosmitmensch.at ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 03 ab-ort.musik.at lÃdt ein von Robert Sommer ================================================ ab-ort.musik.at lädt ein: 3x LEPSCHI im Mai Ein Straßenfest vor Les Artistes Sa 12. 5. 2007, 16:00-22:00 Uhr Ort: 1090, Alserbachstraße, hinter der Markthalle ab-ort-musik und Friedl Preisl (Akkordeonfestival) laden ein zum Fest für die „Freiheit für Straßenmusikâ*œ und gegen die Verhinderung von Wirtshausmusik aus "Lärmschutzgründen". Neben Stefan Sterzinger, Alp Bora, Selen Irez und vielen anderen Musikern stellt der in Wien lebende britische Dichter, Übersetzer, Drehbuchautor und Schauspieler Bob Hewis sein Repertoire von Liedern des rebellischen Singer-Songwriters Billy Bragg vor. Das Fest findet im verkehrsfreien Abschnitt der Alserbachstraße (vor dem Lokal Les Artistes, hinter der Markthalle). Wir ersuchen um Spenden. Mare.More.Vino - Dalmatien live Mo 14. 5. 2007, 20:00 Uhr Ort: 1040, Schlupfwinkel, Ecke Kleine Neugasse / Schäffergasse Die gemeinsame Liebe zu den traditionellen Liedern Dalmatiens führte die drei (wieder) zusammen: Slavko Ninic, den Chef der Wiener Tschuschenkapelle, Franz Fellner, Komponist und Mitglied der Ur-Formation der Tschuschenkapelle, und den in Wien lebenden und arbeitenden Tamborica-Musiker Damir Kinda. In den Songs geht es in erster Linie um Mare (= Maria, der in diesem regionalen Liedgut meistgenannte Name für das Objekt männlichen Begehrens), daneben auch um das Meer und den Wein. Eintritt: Spenden. Klezmer pur im Madiani Mi 30. 5. 2007, 19:30 Uhr Ort: 1020, Madiani, Karmelitermarkt 21-24 Mark Kovnatsky ist ein junger Geiger aus Hamburg. Er ist ein Vetreter einer Bewegung, die Klezmermusik als Auseinandersetzung mit jüdischer Kultur und dem eigenen Jüdischsein sehen. Seine Musik ist spritzig, spontan, improvisiert und jung. Begleitet wird er von Isaak Loberan der sich schon lange und sehr profund mit dieser Musik beschäftigt. Kommt und entdeckt Klezmer! Das Konzert findet am Mittwoch, 30. Mai im georgischen Restaurant Madiani direkt im Karmelitermarkt statt. Eintritt: Spenden. ================================================ 04 Rumi-Poesie des Islam: UCI-Kinowelt/Millenium City von "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" ================================================ Die Kinodokumentation "Rumi-Poesie des Islam" von Houchang und Dariusch Allahyari läuft ab dem 11. Mai in der UCI-Kinowelt/Millenium City. Der Film behandelt Leben und Werk des großen Poeten und Mystikers Djallaledin Rumi, der auch Maulana oder Mevlana genannt wird. Rumis wunderschöne Gedichte, seine Philosophie der Liebe, geschaffen im 13.Jahrhundert, beeinflussen bis heute Kunst und Kultur in der gesamten islamischen Welt und darüber hinaus. Der Film will eine Facette des Islam zeigen, die heute im "Westen" kaum wahrgenommen wird. In einer Zeit, in der ein sogenannter "Kampf der Kulturen" propagiert wird, ist es besonders wichtig, diesen toleranten, poetischen Gehalt der islamischen Kultur darzustellen - einer Kultur, in der die alten Dichter wie Rumi nach wie vor die großen Helden sind, mehr als alle Könige und Generäle. Im Film kommen Meister und Suchende zu Wort, Politiker und Geistliche, Gelehrte und einfache Menschen, unter anderen: Heinz Fischer, Shirin Ebadi, Mohammed Kathami, der Mufti von Damaskus, Sufigemeinschaften aus der Türkei und den U.S.A., Pilger aus Italien und Deutschland, Rumi-Verehrer aus Afghanistan und Iran. Erzähler: Karl Markovics Mehr Informationen zum Film: www.rumi-film.at *********************************** -- Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen www.islaminitiative.at e-mail:dieinitiative at gmx.at für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte: Omar Al Rawi +43-650-3831942 al-rawi at gmx.at Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449 baghajati at aon.at Mouddar Khouja +43-6991-9685096 referent at derislam.at Andrea Saleh +43-664-4147620 frauen at derislam.at Liebe Brüder und Schwestern, liebe Interessierte! Wir hoffen, dass die so an Euch zugehenden Informationen auf Euer Interesse stoßen. Wir versenden über den Verteiler nicht nur Neuigkeiten, die die eigenen Aktivitäten betreffen, sondern auch Zeitungsartikel, die im weitesten Sinn mit dem Islam und Integration zu tun haben oder ähnliches. Diese spiegeln natürlich nicht unbedingt unsere eigene Meinung wieder, sind aber gut, um das Meinungsspektrum zu sichten. Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Selbstverständlich kann auch alles an Freunde,Bekannte usw.weitergemailt werden. Für die Publikation in eigenen Homepages bitten wir jedoch um vorherige Rücksprache. Bitte achten Sie bei Zeitungsartikeln auf das Copyright. Alle Inhalte dienen der persoenlichen Information. Eine Weiterverwendung und Reproduktion ueber den persoenlichen Gebrauch hinaus ist nicht gestattet. "Feel free" - 10 GB Mailbox, 100 FreeSMS/Monat ... Jetzt GMX TopMail testen: http://www.gmx.net/de/go/topmail ================================================ 05 10.Mai: Veranstaltung zu den Protesten gegen den G8-Gipfel von ASt-LFI ================================================ 10.Mai: Veranstaltung zu den Protesten gegen den G8-Gipfel Do 10.5. 19.00 OKAZ, Gußhausstraße 14/3, 1040 Wien Eine Diskussionsveranstaltung der Plattform BUSH GO HOME. Der ArbeiterInnenstandpunkt ist mit einem Sprecher am Podium vertreten. ================================================ 06 Are You a Lady? > Radio Stimme - 10.Mai von Initiative Minderheiten Newsletter ================================================ RADIO STIMME - DIE SENDUNG DER INITIATIVE MINDERHEITEN Donnerstag, 10. Mai 2007 13.00 Uhr, Orange 94.0 / Wien Are You a Lady? Play gender! und Do it yourself! stehen im Mittelpunkt des dritten Ladyfests in Wien, das von 16.-20. Mai stattfinden wird. Als Teil der FrauenLesbenTransgender-Bewegung schafft das Ladyfest einen temporären Ort für feministische, antirassistische und politische Interventionen und Workshops und für Musik abseits einer Szene, die von weißen Männern dominiert wird. Im Rahmen eines Live-Studiogespräch diskutiert Radio Stimme mit zwei Mitorganisatorinnen des Ladyfests 2007 über den Begriff Lady, der aus der riot grrrl Bewegung der 90er Jahre entstanden ist, und über die Chancen und Gefahren eines unabhängigen FrauenLesbenTransgender-Raums. Weitere Sendungsthemen: - Normalität? Über präkare Arbeitsverhältnisse... Diese Sendung wird weiters ausgestrahlt auf: FREIRAD (Innsbruck) Do, 17. Mai, 12.00 Uhr Radio AGORA (Kärnten) Do, 17. Mai, 19.00 Uhr Radio HELSINKI (Graz) Sa, 19. Mai, 19.00 Uhr Radio FRO (Linz) So, 20. Mai, 11.00 Uhr ****** -> Sendung verpasst? Das Internet-Archiv. Diese und alle anderen Ausgaben von Radio Stimme sind in unserem digitalen Sendungsarchiv jederzeit als Download und Stream abrufbar: http://www.initiative.minderheiten.at/Radio ****** -> Sendung über's Internet hören. Die Sendungen sind über den Internet-Livestream der Radiosender zur jeweils angegebenen Sendezeit auch über das Internet zu hören. Orange 94.0: http://streamintern.orange.or.at/live3.m3u FREIRAD: http://www.freirad.at/live.m3u Radio AGORA: http://www.cartwall.at/agora_mp3.m3u Radio FRO: http://www.fro.at/livestream.php HELSINKI: http://www.helsinki.at/live-stream.php -- Radio Stimme - Die Sendung der Initiative Minderheiten Das politische Magazin zu den Themen Minderheiten - Mehrheiten - Machtverhältnisse on air: Wien - Do, 13.00 Uhr - Orange 94.0 - http://www.orange.or.at Innsbruck - Do, 12.00 Uhr - FREIRAD - http://www.freirad.at Kaernten - Do, 19.00 Uhr - Radio AGORA - http://www.agora.at Linz - So, 11.00 Uhr - Radio FRO - http://www.fro.at Graz - Mo, 08.00 Uhr - Radio Helsinki - http://www.helsinki.at on line: weltweit - jederzeit - http://www.initiative.minderheiten.at ***** Newsletter der Initiative Minderheiten Gumpendorfer Straße 15/13 A-1060 Wien Tel. 586 12 49-18 Fax 586 82 17 http://www.initiative.minderheiten.at http://www.gastarbajteri.at ================================================ 07 Termine ab Mittwoch, den 9.Mai 2007 von "akin" ================================================ akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 8. Mai 2007; 13:48 ********************************************************** >>>>>>>>>>>>> Termine ab Mittwoch, den 9.Mai 2007 Aenderungen bitte uns bekanntzugeben! Telefonnummern ohne Vorwahl sind Wiener Festnetz-Nummern. > Allgemeines Juedisches Museum, 1010 Dorotheerg.11, Tel. 535 04 31, So - Fr 10-18h, Do - 20h, bis 24.6.: Oskar Strnad - 1879 - 1935: Begruender der Wiener Schule der Architektur ebenda, 16.5. bis 18.11.07: Beste aller Frauen - weibliche Dimensionen im Judentum. Museum Judenplatz, 15.5. bis 19.8.: Hommage an Paul Goldmann - fotografische Arbeiten 1943 bis 1965. 1010 udenplatz 8, So - Do 10 - 18h, Fr 10-14h Gasometer, bis 31.5., Ausstellung im Foyer des Wr.Stadt- und Landesarchivs: Die juedische Familie Schey. Geoeffnet: Mo und Fr 9h - 15,30, Die, Mi, Do 9h bis 18,30. 1110 Wien, U 3 Station Gasometer WEGzehr und Kost-Nix-Kino jed. ersten Do im Mo im VEKKS 1050 Zentag.26, ab 14h wird gekocht, ab 20h filme und vokue I:DA, jed. Die laedt das anarchistisch-libertaere Kollektiv zu Film & Volxkueche ein, ab 20h offen. 1150 Zwoelferg.9, hinterm Westbahnhof Rechtshilfe-Fonds-Party von jetzt an jed. letzten Freitag im Monat im TUeWI 1190 Peter Jordan Str.76 19.5. bis 2.6.: Soho in Ottakring, Motto: Alles wird schoen. Details www.sohoinottakring.at 19. Mai bis 4. juni Antirassistische Karawane nach Heiligendamm / G 8 Gipfel! Von Neuburg, Nuernberg, Jena, Frankfurt, Duesseldorf, Dortmund, Bueren, Bramsche, Bremen, Oldenburg, Hamburg, Horst, Berlin, Rostock: Solidaritaet gegen Abschiebungen. Infos http://g8-migration.net..tf, Kontakt: g8-migration at no-log.org, sowie http://thecaravan.org/ Ehe ohne Grenzen, Innenministerium, jeden Mi, 17h, Herreng.7, 1010 Critical Mass (aka Radldemo, vormals RaF), j. 3.Fr. i. Monat, 16:30, 1050 Margaretenpl., http://criticalmass.at/ > Mittwoch, 9.5. Depot, 19h, ZARA Talk: Das N-Wort - wie verlief die Entwicklung vom lateinischen "niger" fuer "schwarz" zum rassistischen Schimpfwort. 1070 Breiteg.3 TUeWI-Baracke, 17h, Film und Disk: Koka ist nicht Kokain - die kulturelle Bedeutung der Kokapflanze im Andenraum. 1190 Peter Jordan Str.76 Einbaumoebel im Guertelbogen 97, 1090 Wien, 17h, fuenf Filme zum Thema Erdoelfoerderung in Ecuador: Was sind wir bereit fuer unseren Treibstoff zu zahlen? Amerlinghaus, 20h, Film: Das Gesetz des Dschungels. 1070 Stiftg.8 ekh, 20h, politdiskubeisl: Film und Diskussion: The Weather Underground. 1100 Wielandg.2-4 Fuenfhauser Stueberl, 19h, SLP-Veranst: Wie kommen wir zu kaempferischen und demokratischen Gewerkschaften. 1150 Loehrg.13 Amerlinghaus, 19h, Vortrag zur 50. Wiederkehr des Todestages von Wilhelm Reich. Gedenkstaette Karajangasse, 18,30, Todesmaersche 1944-1945. 1200 Karajang.14 BRG XX Guntramsdorf, Museum Walzengravieranst. Steinfeldg.4, 19,30, Attac-Veranst: Die Wiederentdeckung regionaler Maerkte: So billig wie moeglich - so regional wie moeglich? Mit Andrea Komlosy, Christian Felber u.a. Linz, Lentos, 14h, Vorlesung: Wem gehoeren die Medien? > Donnerstag, 10.5. Depot, 19h, Medienkritik: Die Groesste aller Zeiten - vor geneau einem Monat startete die "groesste ORF-Reform aller Zeiten" und vor einem Jahr begann die BI SOS ORF im Internet. VHS Favoriten, 18,30, Film ueber das US-Embargo, Vortrag und Disk: Cuba - un desafio permanente. 1100 Arthaberplatz 18 ekh, 21h, unzumutBar: Hardcore mit Christ on Parade + Afterbirth. 1100 Wielandg.2-4 Aktionswoche zum Jahrestag des Alternativgipfels EU-Lateinamerika/Karibik. Infos: office at alternativas.at Juedisches Museum, 18,30, Vortrag: Islamischer Antisemitismus und der Nahostkonflikt. 1010 Dorotheerg.11 Werkkreis Literatur der Arbeitswelt - Rueckeroberung der Stammtische, 19h: Der Bildhauer Gustv Boehm: Bauen mit Lehm - eine Chance fuer das Nordbahnhofgelaende. 1020 Vivariumstr.13 Rep.Club, 19h, Paradoxe Seitenwechsel? Mussolini, Horst Mahler .. die Geschichte ist voller prominenter Linker, die zu noch prominenteren Rechtsextremisten wurden. Mit Heribert Schiedel und Alexander Schuermann-Emanuely. 1010 Rockhg.1 Literaturhaus, 19h, Buchpraes: Chobot bleibt . 1070 Zieglerg.26a Frauensolidaritaet, Seminarraum im EG, 19h, Lesung: 1. Wr.Lesetheater und 2. Stegreiftheater - Frauen lesen Frauen. 1090 Bergg.7/1 Graz, ab 18h DEMO - Strache blocken! vor dem "Heizhaus" an der KF-Uni Universitaetsstr.2-4, gemeinsam den Auftritt Straches verhindern! Linz, Galerie M 8, 19,30, Finissage und Disk: Kunst im Dialog. Melicharstr.8 > Freitag, 11.5. Amerlinghaus, 19h, SLP-Veranst: ein US-Sozialist in Wien: Warum und wie wird Bush bekaempft. 1070 Stiftg.8 Cafe Prueckel, 10h, Pressegespraech: Bluetenpracht und Arbeitsqualen - der wahre Preis unserer Blumen. 1010 Stubenring 24 Werkstatt-Buero, 17h, Vorbereitungstreffen fuer Aktionen gegen Eurofighter/EU-Militarisierung. 1170 Rosensteing.69/6 Bezirksvorstehung 8.Bezirk, 18h, Infoveranst: Der politische Weg der indigenen Voelker Lateinamerikas. 1080 Schlesingerplatz 4 Arbeiterheim Favoriten, 19h, Disk: Venezuela, die Chavez-Politik, die Linke & die Gewerkschaftsbewegung, mit dem UNT-Vorstandsmitglied Stalin Perez Borges. 1100 Laxenburger Str.8-10 ekh, 19h Medienswerkstatt, Veranst zu Heiligendamm - zum aktuellen Stand der Mobilisierung, geplanten Aktionen und Rechtshilfe Literaturhaus, 19h, Lesung zum Tag der Freiheit des Wortes. 1070 Zieglerg.26a FZ-Bar, 19h, Frauenveranstaltungen bis 12.5. zu Anarcha-Feminismus: Einfuehrungsvortrag. 1090 Waehringer Str.59/6, Eingang prechtlgasse / Tuerglocke Leonding, Alter Kirchenplatz/Stadtplatz, 14,30, Enthuellung Denkmal: Nachklang -Widerhall (hoerbare Textskulptur zur Erinnerung an die Verfolgung, Vertreibung, Vernichtung und den Widerstand von Opfern des Nationalsozialismus) St.Veit/Glan, Stift St.Georgen/Laengssee, Bildungshaus, 19h, bis Sa 12.5. 18h, Tagung: Arbeit ohne Geld - Geld ohne Arbeit. Anm. bis 28.4., Tel. 0463/51 53 26-26, e-mail: bildungswerkstatt.kaernten at gruene.at > Samstag, 12.5. Am Graben 1010 Wien, ab 14h Strassenaktion gegen Euro-Fighter FZ ab 12h Frauenveranst. zu Anarcha-Arbeitsgruppen Feminismus, ab 14h Arbeitskreise, ab 20h FRAUENFEST. 1090 Waehringer Str.59, Eingang Prechtlgasse/Tuerglocke Jugendzentrum Margareten, 19,30, FEST 30. Jahre Schottengasse ARGE fuer Wehrdienstverweigerung. 1050 Gruenwaldg.4 WUK, im Rahmen der Aktionswoche Alternativas: ab 10h Arbeitstagung "Aktiv werden" - Politischer Dialog: in der aussen- und entwicklungspolitischen Wahrnehmung Oesterreichs ist Lateinamerika nur mehr eine Marginale. Menschenrechte: Die Arbeit des "Enlazando Alternativas" - Tribunals soll in ihrem Oesterreich-Bezug dargestellt werden. Ab 14h Arbeitsgruppen. Ab 17h Buffet und ab 20,30 Fiesta America Latina. 1090 Waehringer Str.59 IGS -Exkursion nach Lichtenwoerth - Maria Theresias Nadelburg - und nach Wr.Neustadt ins Industrieviertelmuseum. Treffpunkt: Bahnhofshalle Suedbahnhof beim Loewen um 8,45! Anm. bei Uli Makomaski Tel. 689 08 77, bzw. 0676/790 30 56 > Montag, 14.5. 7stern, 20h, Wilde Worte mit Michaela Ofperkuh, Franz Huetterer und Richard Weihs: Berg- und Tal-Preditgt mit Walter Baco. 1070 Siebensterng.31 iwk, 18,30, biografiA - neue Ergebnisse der Frauenbiografieforschung: Anitta Mueller-Cohen - eine feministische Wiener Zionistin. 1090 Bergg.17 Wels, Galerie Cafe, 19h, Vortrag, Film, Diskussion: Frauen im Irak. Schubertstr.9 Strobl/OOe, Workshop bis 16.5.: Erwachsenenbildung und Partizipation - Paulo Freires Paedagogik - Anlass sein 10. Todestag. Infos Tel. 06137-6621-0, www.bifeb.at Salzburg, Tagung Migration und Integration bis 15.5.: Perspektiven fuer eine europaeische Migrationspolitik. Bildungshaus St.Virgil Tel. 0662-65901, office at virgil.at > Dienstag, 15.5. Literaturhaus, 19,30, Festival-Erfoeffnung: IV.Festival lateinamerikanischer Poesie in Wien. 1070 Zieglerg.26a Rep.Club, 19h: Ausgeloeschte Aufklaerung. 1010 Rockhg.1 Aktionsradius Augarten, 19,30, podiumsdisk.: Eventuell auch parallel? Als Parallelgesellschaften werden grosse Netzwerke von Einwanderen bezeichnet. 1200 Gaussplatz 11 Donaucitykirche, 19h, Bericht vom diesjaehrigen Weltsozialforum. 1220 Donaucitystr.2 Hainfeld, VHS, 19h, Buchpraes: Christian Felber: 50 Vorschlaege fuer eine gerechtere Welt > Mittwoch, 16.5. ekh, 20h, subversive kantine: BildungsarbeiterInnen. 1100 Wielandg.2-4 Werkkreis Literatur der Arbeitswelt, 19h, Reinhard Liebe: Spontangeschichten. 1020 Vivariumstr.13 Ladyfest Wien bis 20.5., Infos: www.ladyfesteurope.org > Freitag, 18.5. ekh, 21h, Ladyfest > Samstag, 19.5. AK Wien, 10 bis 16h, 2. Alternative GewerkschafterInnenkonferenz der kaempferischen und demokratischen Gewerksch. (diesmal mit internationaler Beteiligung). 1040 Theresianumg.16-18 ekh, 21h, Ladyfest Neuburg/Bayern, Demo gegen die Entrechtung der irakischen Fluechtlinge/Eroeffnung der Karawane nach Rostock. > Montag, 21.5. IWK, 18,30, Frauen schreiben gegen Hindernisse: Zum 10. Todestag von Vera Ferra-Mikura. 1090 Bergg.17 > Dienstag, 22.5. Gruenes Haus, 19h, IGS-Wien/Verlag Litwien - Schoepferisch Altern - die Herausforderung annehmen. Prof.Dr.Rosenmayr praesentiert speziell fuer die IGS Wien sein neuestes Buch. 1070 Lindeng.40 ebenda, 17h, IGS-Jour fixe: Wiener Gebietsbetreuung - am Beispiel des 15. Bezirks Rep.Club, 19h, Disk. mit Hans Zeger, Hannes Tretter u. Alexander Zach: Freiheit versus Sicherheit? 1010 Rockhg.1 Mauthausen, KZ-Gedenkstaette, Besucherzentrum, 13h - 19,30, Studientag: Rechtsextremismus bei Jugendlichen - erkennen, informieren, handeln. > Mittwoch, 23.5. Gruenes Bezirkslokal, 19h, Disk: Armut - Reichtum verteilen. Wirtschaftliche Zusammenhaenge und Entlarvung von so genannten Sachzwaengen. 1030 Ungarg.45 ekh, 20h, politdiskubeisl: EKH Infoabend GPA, Raum 3 K 4, 18h, Infoabend zum Fremdenrecht. Die 2005 ueberfallsartig eingefuehrten Aufenthalts-Regelungen im Fremdenrechtspaket beschaeftigen mittlerweile auch den Verfassungsgerichtshof. 1030 Alfred Allinger Platz 1 VHS Meidling, 19h, Michel Foucaults Ueberlegungen zum modernen Ueberwachungsstaat. 1120 Laengenfeldg.13-15 > Donnerstag, 24.5. IWK, 18,30, Produktive Arbeit: - produktives Altern: Auf dem Weg zum Alterskraftunternehmer? 1090 Bergg.17 Juedisches Museum, 19h, Vortrag: Antifeminismus und Antisemitismus. Der Maennermythos vom arischen Gralsritter und seinem Kampf gegen die vertierte Frau. Apropos.. Beste aller Frauen. 1010 Dorotheerg.11 Werkkreis Literatur der Arbeitswelt - Werkstatt Wien, 19h, Chor des "Augustin"Stimmgewitter: Li9eder vom Stammtisch - Kitsch & Revo. 1020 Vivariumstr.13 > Samstag, 26.5. Amerlinghaus, RGUNG BIS Mo 28.5.: Die Aufgaben der Zivilgesellschaft im Zeitalter der wirtschaftlichen Globalisierung. Infos Clara Steinkellner - stonewaitress at hotmail.com > Dienstag, 29.5. Rathaus, Feststiege 1, 19h: 20 Jahre Wiener Vorlesungen - Erkundungen ueber Wissenschaft, Gesellschaft, Menschenbild und Weltbild 2007. 1010 Lichtenfelsg.2 KIV-Club, 19h, Social ATTAC - Treffen. 1020 Odeongasse/ Grosse Mohren Gasse > Mittwoch, 30.5. Juedisches Museum, 18,30, Buchpraes. des Inst. fuer Geschichte der Juden in Oesterreich und des Mandelbaum Verlags: Von Baronen und Branntweinern. Ein juedischer Friedhof erzaehlt: Der juedische Friedhof in Waehring. ekh, 20h, politdiskubeisl: Maerzrevolution im Ruhrgebiet 1920. 1100 Wielandg.2-4 > VORSCHAU: Politische Bildungsreise von Mi 6. Juni bis Mo 11.Juni: Das neue Ruhrgebiet, die groesste Stadt Deutschlands - eine Entdeckungsreise. Infos: bildungsreisen at gruene-akademie.at Frauensommerwoche der Gruenalternativen Jugend Oesterreich, Termin: 6. bis 10. Juni 2007, Anm bis 27.5. an: gaj at gaj.at *************************************************** Der akin-pd ist die elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen Wiener Wochenzeitung 'akin'. Texte im akin-pd muessen aber nicht wortidentisch mit den in der Papierausgabe veroeffentlichten sein. Nachdruck von Eigenbeitraegen mit Quellenangabe erbeten. Namentlich gezeichnete Beitraege stehen in der Verantwortung der VerfasserInnen. Ein Nachdruck von Texten mit anderem Copyright als dem unseren sagt nichts ueber eine anderweitige Verfuegungsberechtigung aus. Der akin-pd wird nur als Abonnement verschickt. 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Zu diesem Zweck gibt es jetzt die Möglichkeit diese Initiative ONLINE zu unterstützen, und zwar unter folgender Adresse: *********************************************************** http://mond.at/cgi-bin/petition.cgi?p=migrantinnenwahlrecht *********************************************************** - Bitte möglichst rasch selbst unterschreiben! - Bitte um Verbreitung in Euren Kreisen! Mit Widerständigen Grüßen Für die Initiative Transdanubien gegen SchwarzBlau Wolfgang Seymann ================================================ 09 GA: "dahamisdaham", bleiberecht jetzt! von "Andersrum Wien" ================================================ liebe freundInnen, die grünen haben eine parlamentarische initiative für ein bleiberecht und eine petitionskampagne gestartet. wir fordern eine novellierung der "fremdengesetze", die menschen illegalisieren und/oder der regularisierung ihres aufenthalts im wege stehen. weg vom derzeitigen gnadenakt des "fremdenrechtspakets", hin zu einem echten bleiberecht sollen menschen, die seit fünf oder mehr jahren in österreich leben, zu einem regulären und legalen aufenthalt kommen. mehr infos gibt es unter: http://www.gruene.at/dahamisdaham und unterschreiben kann man auch dort. in der hoffnung auf viele viele unterschriften und unterstützerInnen, denn: daham is daham! ============================ http://www.gruene-andersrum.at/ ============================ Diese E-Mail wurde dir geschickt, weil du den Newsletter andersrum.gruene.at abonniert hast. Newsletter abbestellen? E-Mail an: newsletter-andersrum-unsubscribe at listen.gruene.at Fragen? E-Mail an: newsletter-andersrum-request at gruene.at -- Die Grünen Andersrum Wien c/o Grüner Klub im Rathaus AT-1082 Wien Tel.+43-(0)1-4000 DW 81813 Fax +43-(0)1-4000 DW 99 81811 http://www.gruene-andersrum.at ================================================ 10 [kinoki-mikrokino] empfiehlt ALMfilm von augustine.leisch at gmx.at ================================================ Unterhaltsam, rührend, aufschlußreich, herzergreifend, spannend ist der ALMfilm. Wer einen Behindertenfilm als mühsam anzuschauenden Höflichkeitsbesuch in unbequemen gesellschaftlichen Gefilden erwartet, wird überrascht. Die Liebesgeschichten der Bewohnerinnen der ALM sind ergreifender als Spielfilmmelodramen, die Portraitierten feinfühliger, klüger, witziger als ORF-moderatorinnen und vor allem: man verliebt sich so sehr und so nachhaltig in die ProtagonistInnen, man will sie länger sehen, mehr von ihnen wissen, sie besser kennenlernen, daß es nur daran liegt, daß der Film noch nicht von sehr vielen Leuten gesehen wurde, daß Murat, Hans und Manuela ihre farblosen HollywoodkonkurrentInnen nicht längst von den Fanwebsites und aus den Star-charts vertrieben haben... Anschauen!!! ALMfilm von Gundula Daxecker im Stadtkino 4. - 10. Mai 2007, täglich 19.30 Uhr 11. - 24. Mai 2007, täglich 18.00 und 21.00 Uhr ================================================ 11 LET IT BE KNOWN! Mi, 16.05.2007, 19.00 Uhr von ================================================ LET IT BE KNOWN! Gegengeschichte/n der afrikanischen Diaspora in Österreich Ausstellung/Exhibition 17.05. - 31.08. 2007 Hauptbücherei am Gürtel, Foyer und 2. OG Urban-Loritz-Platz 2a, A-1070 Wien Eröffnung: Mi, 16. 05.2007, 19.00 Uhr Die Ausstellung stellt eine fragmentarische Spurensuche dar: Sie fragt aus einer gegenwärtigen widerständigen Schwarzen Perspektive nach bisher weitgehend unsichtbaren (Über)lebensrealitäten der afrikanischen Diaspora in Österreich vom 18. Jahrhundert bis heute. Als narrativer Ausgangspunkt dient der Song "LET IT BE KNOWN", der ebenso wie die Inhalte der Ausstellung von der Recherchegruppe zu Schwarzer österreichischer Geschichte und Gegenwart erarbeitet wurde. Die insgesamt 5 Strophen des von Topoke, Gloria, Rameez, Sentongo und Item 7 (coordinating MC) verfassten Songtextes geben die Leitlinien der Gegengeschichtserzählung vor. Der Song basiert gleichermaßen auf Recherche als künstlerische Strategie wie auf der Tradition der oral history. Dabei wird von Rap als Tool ermächtigender und widerständiger Erzählpraxis ausgegangen. Einen weiteren Schwerpunkt bilden historische und gegenwärtige Perspektiven auf Schwarze Frauengeschichte ausgehend von einem Video von Belinda Kazeem und Claudia Unterweger. Recherchegruppe zu Schwarzer österreichischer Geschichte und Gegenwart /Pamoja: Kafeela Adegbite, Nana-Gyan Ackwonu, Patrick Bongola, Esinam Davito Amie Doamekpor, Dominic Mariochukwu Gilbert, Beate Hammond, Gloria Ikonge, Njideka Stephanie Iroh, Jennifer Ndidi Iroh, Ben Johnston-Arthur, Araba Evelyn Johnston-Arthur, Patrick Onyemaechi Kainz, Belinda Kazeem, Gerty Aquea Lamptey, Aisha Lindsey, Natascha Liszt, Samira Machold, Abi-Sara Machold, Emanuel Munkhambwa, Olukayode Oshiga, Chima Rameez Okpalaugo Habib Roohi, Jude Sentongo, Patrick Bongola, Aroua Salhi, Abdallah Salisu, Claudia Unterweger Zum Thema der Ausstellung gibt es im College 3 einen Büchertisch mit deutscher und englisch sprachiger Literatur, und auf Kirango, dem Kinderplanet eine Auswahl von Kinder-und Jugendbüchern. Bürchereien Wien / Afrikanet.info / Schwarze Frauen Community/ Pamoja ------------------------------ Mi, 16. 05.2007, 19.00 Uhr Begrüßung: Dr. Alfred Pfoser, Leiter der Büchereien Wien Zur Ausstellung: Araba Evelyn Johnston-Arthur, Nora Sternfeld (Kuratorinnen) Zur Rechercherchegruppe zu Schwarzer österreichischer Geschichte und Gegenwart/Pamoja: Njideka Stephanie Iroh, Dominic Mariochokwu Gilbert (aka Item 7) Im Anschluß findet eine Führung durch die Ausstellung statt. Getränke & Musik ------------------------------------------------------------ Veranstaltung: Gegengeschichte einschreiben. Aufbrüche, Standpunkte, Strategien und Forderungen 12. 06.2007, 19.00 Uhr, Hauptbücherei (Veranstaltungssaal, 3.OG) Podiumsdiskussion im Rahmen der Ausstellung "Let it be known" mit Njideka Stephanie Iroh (Recherchegruppe zu Schwarzer österreichischer Geschichte und Gegenwart), Dominic Mariochokwu Gilbert (aka Item 7/Recherchegruppe), Alfred Pfoser (Leiter Büchereien Wien), Christina Lutter (BMWF - Abteilung Gesellschaftswissenschaften), Luisa Ziaja (Kuratorin remapping Mozart) Moderation: Claudia Unterweger (Recherchegruppe) ------------------------------------------------------------ Die Ausstellung wurde im Wesentlichen im Rahmen des Projekts "Verborgene Geschichte/n - remapping Mozart" des Wiener Mozartjahres 2006 entwickelt und als "Konfiguration 3" erstmals von 22. Juni bis 30. Juli 2006 in der Kuffner Sternwarte gezeigt. KuratorInnen des Projekts waren: Ljubomir Bratiç, Araba Evelyn Johnston-Arthur, Lisl Ponger, Nora Sternfeld, Luisa Ziaja LET IT BE KNOWN! Counter histories of the African diaspora in Austria 17.05. - 31.08. 2007 Hauptbücherei am Gürtel, Foyer und 2. OG Urban-Loritz-Platz 2a, A-1070 Wien Opening: 16th of May 2007, 7 pm The exhibition asks about the survival and life strategies of the African diaspora in Austria from the 18th century up to the present that up till now has been invisible. In the process it emerges that many answers are buried and that many of the questions asked must remain unanswered: the traces of black women, men and children with their long continuity stretching back into the past are, in the main, blurred if not entirely erased. Whatever remains to be found of history are traces of the ascriptions by others. It is in this sense that research for the project represents a quest for traces that will, of necessity, often remain fragmentary. The research group on Black Austrian history and presence has worked towards the possibility of telling Black history from an emancipatory perspective. The starting point for the narrative is the song "LET IT BE KNOWN" which was produced under the guidance of Mariochukwu aka Item 7 as the coordinating MC. This, as well as the contents of the exhibition, was generated by the research group. The song is based in equal parts on the idea of research as an artistic strategy and the tradition of oral historiography. In the process rap is seen as an empowering and oppositional narrative praxis. The total of 5 verses written by Topoke, Gloria, Rameez, Sentongo and Item 7 propose guidelines for a historical counter narration. Each verse corresponds to a section of the exhibition - the lyrics refer to information and documents concerning the past and present of the African diaspora. A further focal point is provided by the historical and contemporary perspectives on Black women's history starting from a video by Belinda Kazeem and Claudia Unterweger. Recherchegruppe zu Schwarzer österreichischer Geschichte und Gegenwart /Pamoja: Kafeela Adegbite, Nana-Gyan Ackwonu, Patrick Bongola, Esinam Davito Amie Doamekpor, Dominic Mariochukwu Gilbert, Beate Hammond, Gloria Ikonge, Njideka Stephanie Iroh, Jennifer Ndidi Iroh, Ben Johnston-Arthur, Araba Evelyn Johnston-Arthur, Patrick Onyemaechi Kainz, Belinda Kazeem, Gerty Aquea Lamptey, Aisha Lindsey, Samira Machold, Abi-Sara Machold, Emanuel Munkhambwa, Olukayode Oshiga, Chima Rameez Okpalaugo Habib Roohi, Jude Sentongo, Patrick Bongola, Aroua Salhi, Abdallah Salisu, Claudia Unterweger A selection of books on the topic will be provided by College 3 with books in German and English, furthermore a selection of Black children and youthbooks will be made available at Kirango, the "Kinderplanet". Bürchereien Wien / Afrikanet.info /. Schwarze Frauen Community/ Pamoja ------------------------------ 16th of May 2007, 7 pm Reception: Dr. Alfred Pfoser, head of the main libaries, Vienna On the exibition: Araba Evelyn Johnston-Arthur, Nora Sternfeld (curators) On the researchgroup on Black Austrian History and Presence/Pamoja: Njideka Stephanie Iroh, Dominic Mariochokwu Gilbert (aka Item 7) The programme will be followed by a guided tour through the exhibition. Drinks & music Inscribing counter history. Points of departure, standpoints, strategies and demands 12 June 2007, 7 p.m., Central Library (Veranstaltungssaal, 3rd floor) Panel discussion during the "LET IT BE KNOWN" exhibition with Njideka Stephanie Iroh Research group for Black Austrian history/Pamoja, Dominic Mariochokwu Gilbert (aka Item 7/ Research group /Pamoja), Alfred Pfoser (head of Vienna public libraries), Christina Lutter (BMWF - Dept. of Social Sciences), Luisa Ziaja (curator remapping Mozart) Presenter: Claudia Unterweger (Research group /Pamoja). ------------------------------------------------------------ Die Ausstellung wurde im Wesentlichen im Rahmen des Projekts "Verborgene Geschichte/n - remapping Mozart" des Wiener Mozartjahres 2006 entwickelt und als "Konfiguration 3" erstmals von 22. Juni bis 30. Juli 2006 in der Kuffner Sternwarte gezeigt. KuratorInnen des Projekts waren: Ljubomir Bratic, Araba Evelyn Johnston-Arthur, Lisl Ponger, Nora Sternfeld, Luisa Ziaja ================================================ 12 Konzert Danica / Die andere Hymne / Let it be known von ================================================ Das Kroatische Zentrum / Hrvatski centar lädt ein zu >>> "Musikalische Reise durch Bosnien" - Vecer bosanskih jacak i muzike cet/do. 10.05.2007 - 20:00 h Kroatiesches Zentrum / Hrvatski centar Schwindgasse 14, 1040 Wien/Bec Musikgruppe „DANICA“ Salzburg Die Musikgruppe „DANICA“ ist von Studenten, die an der Universität Salzburg studieren gegründet, die Volkslieder, Volkstänze und Volksstücke in der Tradition der Völker und Nationalitäten des südslawischen Kulturraums pflegen und interpretieren. Das Repertoire umfasst traditionelle Lieder der Balkanländer, Serenaden des Mittelmeeres, orientale Weisen, griechisches Rembetiko sowie der bosnischen Sevdalinka. Selbstverständlich sind auch Ausflüge nach Rußland, in die Klassik und in den "Zigeunerjazz". Im Jahr 2003 brachte „DANICA“ die bislang wenig vertretene Musik des südslawischen Kulturraumes auf einer CD heraus und trat anschließend mit ihrem Repertoire in zahlreichen Konzerten in Österreich vor einem begeisterten Publikum auf. Die Musik ist originell arrangiert, gut gespielt und mit Humor und Charme vorgetragen. Besetzung: Sinisa Matejic (Akkordeon, Vokal) Kristijan Knezevic (Gitarre, Vokal) Ivana Antic (Flöte) Benin Sabanovic (Bass) Zoran Sijakovic (Prim, Vokal) Hana Batinic (Vokal) -------------------------------------------------------------- >>> Die andere Hymne. Minderheitenstimmen aus Österreich (Hg. von Ursula Hemetek für die Initiative Minderheiten) Buch- und CD-Präsentation 11. Mai, 20.00 Uhr Café Platzl, Freihausplatz 2, Villach/Beljak von und mit Nada Zerzer und Helga Pankratz auf Einladung der Kulturinitiative Kärnöl. www.kaernoel.at Das Buch + CD (Verlag ÖDA 2006, Preis: Euro 24,90) Eine Medieninformation der Ö.D.A. Österreichische DialektautorInnen/Archive Institut für Regionale Sprachen u. Kulturen 1060 Wien Gumpendorferstraße 15/13 Tel. 01/586 12 49 11 (Di-Do, 11.00-14.00) E-Mail: office at oeda.at www.oeda.at ------------------------------------------------------------------- >>> LET IT BE KNOWN! Gegengeschichte/n der afrikanischen Diaspora in Österreich Ausstellung/Exhibition 17.05. - 31.08. 2007 Hauptbücherei am Gürtel, Foyer und 2. OG Urban-Loritz-Platz 2a, A-1070 Wien Eröffnung: Mi, 16. 05.2007, 19.00 Uhr Die Ausstellung stellt eine fragmentarische Spurensuche dar: Sie fragt aus einer gegenwärtigen widerständigen Schwarzen Perspektive nach bisher weitgehend unsichtbaren (Über)lebensrealitäten der afrikanischen Diaspora in Österreich vom 18. Jahrhundert bis heute. Als narrativer Ausgangspunkt dient der Song "LET IT BE KNOWN", der ebenso wie die Inhalte der Ausstellung von der Recherchegruppe zu Schwarzer österreichischer Geschichte und Gegenwart erarbeitet wurde. Die insgesamt 5 Strophen des von Topoke, Gloria, Rameez, Sentongo und Item 7 (coordinating MC) verfassten Songtextes geben die Leitlinien der Gegengeschichtserzählung vor. Der Song basiert gleichermaßen auf Recherche als künstlerische Strategie wie auf der Tradition der oral history. Dabei wird von Rap als Tool ermächtigender und widerständiger Erzählpraxis ausgegangen. Einen weiteren Schwerpunkt bilden historische und gegenwärtige Perspektiven auf Schwarze Frauengeschichte ausgehend von einem Video von Belinda Kazeem und Claudia Unterweger. Recherchegruppe zu Schwarzer österreichischer Geschichte und Gegenwart /Pamoja: Kafeela Adegbite, Nana-Gyan Ackwonu, Patrick Bongola, Esinam Davito Amie Doamekpor, Dominic Mariochukwu Gilbert, Beate Hammond, Gloria Ikonge, Njideka Stephanie Iroh, Jennifer Ndidi Iroh, Ben Johnston-Arthur, Araba Evelyn Johnston-Arthur, Patrick Onyemaechi Kainz, Belinda Kazeem, Gerty Aquea Lamptey, Aisha Lindsey, Natascha Liszt, Samira Machold, Abi-Sara Machold, Emanuel Munkhambwa, Olukayode Oshiga, Chima Rameez Okpalaugo Habib Roohi, Jude Sentongo, Patrick Bongola, Aroua Salhi, Abdallah Salisu, Claudia Unterweger Zum Thema der Ausstellung gibt es im College 3 einen Büchertisch mit deutscher und englisch sprachiger Literatur, und auf Kirango, dem Kinderplanet eine Auswahl von Kinder-und Jugendbüchern. Bürchereien Wien / Afrikanet.info / Schwarze Frauen Community/ Pamoja Mi, 16. 05.2007, 19.00 Uhr Begrüßung: Dr. Alfred Pfoser, Leiter der Büchereien Wien Zur Ausstellung: Araba Evelyn Johnston-Arthur, Nora Sternfeld (Kuratorinnen) Zur Rechercherchegruppe zu Schwarzer österreichischer Geschichte und Gegenwart/Pamoja: Njideka Stephanie Iroh, Dominic Mariochokwu Gilbert (aka Item 7) Im Anschluß findet eine Führung durch die Ausstellung statt. Getränke & Musik Veranstaltung: Gegengeschichte einschreiben. Aufbrüche, Standpunkte, Strategien und Forderungen 12. 06.2007, 19.00 Uhr, Hauptbücherei (Veranstaltungssaal, 3.OG) Podiumsdiskussion im Rahmen der Ausstellung "Let it be known" mit Njideka Stephanie Iroh (Recherchegruppe zu Schwarzer österreichischer Geschichte und Gegenwart), Dominic Mariochokwu Gilbert (aka Item 7/Recherchegruppe), Alfred Pfoser (Leiter Büchereien Wien), Christina Lutter (BMWF - Abteilung Gesellschaftswissenschaften), Luisa Ziaja (Kuratorin remapping Mozart) Moderation: Claudia Unterweger (Recherchegruppe) Die Ausstellung wurde im Wesentlichen im Rahmen des Projekts "Verborgene Geschichte/n - remapping Mozart" des Wiener Mozartjahres 2006 entwickelt und als "Konfiguration 3" erstmals von 22. Juni bis 30. Juli 2006 in der Kuffner Sternwarte gezeigt. KuratorInnen des Projekts waren: Ljubomir Brati , Araba Evelyn Johnston-Arthur, Lisl Ponger, Nora Sternfeld, Luisa Ziaja ***** Newsletter der Initiative Minderheiten Gumpendorfer Straße 15/13 A-1060 Wien Tel. 586 12 49-18 Fax 586 82 17 http://www.initiative.minderheiten.at http://www.gastarbajteri.a ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN, MEINUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 13 KPÖ/Eurofighter/Ausstieg/SPÖ/Neutralität von KPÖ-Information ================================================ KPÖ-Pressedienst - Drechslergasse 42, 1140 Wien - Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 - Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail info at kpoe.at - Web www.kpoe.at - Ausgabe vom 8. Mai 2007 Eurofighter: Stunde der Wahrheit für die SPÖ KPÖ für eine generelle Absage an Kampfflugzeuge und EU-Militarisierung „Für die SPÖ ist jetzt die Stunde der Wahrheit in der Causa Eurofighter gekommen“, meint KPÖ-Bundessprecher Mirko Messner und erinnert an einen diesbezüglichen Mehrheitsbeschluss im Parlament vom 30. Oktober 2006. Angesichts der im Ergebnis des Untersuchungsausschusses offensichtlich gewordenen Geldflüsse und Korruptionsfälle sind mehr als genug Gründe für einen Vollausstieg aus dem Eurofighter-Vertrag gegeben. Messner befürchtet aber, dass der Theaterdonner von Darabos, Gusenbauer & Co. offenbar auf einen mehr als faulen Kompromiss in Form einer Reduzierung der Stückzahl von 18 auf zwölf Kampfflugzeuge zielt um das Geschäft mit dem Rüstungskonzern EADS nicht völlig platzen zu lassen und die Koalition mit der ÖVP nicht zu gefährden. Damit wird aber offensichtlich, dass dieses zentrale Wahlversprechen der SPÖ im Wahlkampf 2006 nur ein billiges Mittel zum Stimmenfang war und nie ernst gemeint war. Es liegt auf der Hand, dass eine klare Mehrheit der Bevölkerung überhaupt gegen einen Ankauf solcher Kampfflugzeuge ist, die nur als Baustein für die Militarisierung der EU einen Sinn ergeben und daher mit der österreichischen Neutralität absolut unvereinbar sind: „Es ist politisch unverantwortlich, für eine solche Aufrüstung fünf Milliarden Euro zu verpulvern und gleichzeitig im Sozialbereich den Rotstift anzusetzen“, so Messner. Zum Kaufpreis von 2,9 Milliarden Euro für die geplanten 18 Kampfflugzeuge kommen nämlich laufende Betriebs- und Erhaltungskosten von 2,1 Milliarden Euro für den Betriebszeitraum von dreißig Jahren die damit doppelt so hoch sind wie jene von schwedischen Gripen-Flugzeugen. Eine aktive Neutralitätspolitik vorausgesetzt gibt es keine Notwendigkeit einer umfassenden Luftverteilung wie die Parlamentsparteien behaupten. Damit bekräftigt die KPÖ ihre grundsätzliche Ablehnung jeder Abfangjäger und wendet sich nicht nur gegen den von der schwarzblau/orangen Regierung eingeleiteten Ankauf der Eurofighter vom EU-Rüstungskonzern EADS. Weder aus dem Staatsvertrag noch aus dem Neutralitätsgesetz ist eine Verpflichtung zur militärischen Verteidigung, also auch nicht für Abfangjäger, herauszulesen. Zwiespältig ist die Haltung jener Politiker, die ihr Ja zu Abfangjägern mit der Wahrung eben jener Neutralität begründen, die sie durch ihre Politik seit Jahren systematisch unterminiert haben. Wie schon in den vergangenen fünf Jahrzehnten die Neutralität nicht militärisch, sondern politisch wahrgenommen wurde, gilt das noch viel mehr für die Zukunft und muss durch eine aktive Neutralitätspolitik - die damit zu einer Alternative zur Militarisierung der EU entwickelt werden könnte - wahrgenommen werden. Die KPÖ sieht ihre Ablehnung von Abfangjägern daher auch im Zusammenhang mit ihrer Forderung nach Auflösung des Bundesheeres als Ausdruck einer konsequent antimilitaristischen Politik. Die KPÖ erinnert auch daran, dass ÖVP, SPÖ, Grüne und BZÖ sowohl im Nationalrat als auch im Bundesrat übereinstimmend der - am späteren Nein in Frankreich und den Niederlanden gescheiterte - EU-Verfassung zugestimmt haben, welche eine ausdrückliche Aufrüstungsverpflichtung vorsieht: „Es geht also nicht bloß um die jetzt hitzig diskutierten Eurofighter, sondern grundsätzlich um Abfangjäger und alle anderen Formen der Beteiligung Österreichs an der Militarisierung der EU“, so Messner abschließend. ================================================ 14 OOe/Energie/Wirtschaft/Kommentar: Privatisierung in schwarzgruen von "akin" ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 8. Mai 2007; 13:49 ********************************************************** OOe/Energie/Wirtschaft/Kommentar: > Privatisierung in schwarzgruen Der Trend der Bundeslaender, langsam, aber sicher ihre Landesenergieversorger zu verprivatisieren und damit auch dem politischen Einfluss zu entziehen haelt an. Derzeit setzt die OeVP in Oberoesterreich alles daran, 40% der "Energie AG" an der Boerse zu verscherbeln. Damit verblieben dem Land noch 51%. 6,25 Prozent gehoeren der stadteigenen Linz AG, der Rest ist fuer eine Mitarbeiterbeteiligung reserviert. Die SPOe hat dagegen Widerstand angekuendigt -- vor allem weil dieser Konzern auch fuer einen Teil der Trinkwasserversorgung des Landes zustaendig ist. Nach oberoesterreichischer Landesverfassung koennen 8% der Wahlberechtigten eine Volksbefragung erzwingen. Die Sozialdemokratie will diese 81.000 Unterschriften sammeln gehen. Die Gruenen mussten in diesem Zusammenhang wieder einmal lernen, was es heisst, Koalitionspartner der OeVP zu sein -- entsprechend knieweich ist ihre Haltung. Man sei schon fuer einen Verkauf, aber man stelle Bedingungen. Man wolle u.a. dass mindestens 75% der Energie AG in oberoesterreichischen Besitz verbleiben. Einmal abgesehen davon, dass "oberoesterreichischer Besitz" nicht gleichbedeutend ist mit der politischen Kontrolle durch einen Landtag, sollte man den Gruenen vielleicht auch einmal mitteilen, dass man nach dem Verkauf einer Aktie keine Kontrolle mehr darueber hat, an wen diese weiterverkauft wird. Doch egal, wie die Regierungen zusammengesetzt sind und welche Koalitionen die Koerperschaften dominieren, der Ausverkauf der Energieversorger geht zuegig voran, wie die KPOe in einer Aussendung auflistet: "Mit der Privatisierung der EAG wuerde das Land dem schlechten Beispiel von Verbund (51 Prozent Republik Oesterreich, jeweils zehn Prozent EVN und Wienstrom, fuenf Prozent TIWAG, 24 Prozent Streubesitz, davon 30 Prozent Aktionaere aus Grossbritannien, 25 Prozent Schweiz, jeweils 15 Prozent Deutschland und Oesterreich, restliche 15 Prozent US-Investoren und Streuaktien in Skandinavien, Benelux, Italien, Frankreich und Spanien), EVN (Land NOe 51 Prozent, Energie Baden Wuerttemberg 35 Prozent, Streubesitz 14 Prozent), KELAG (51 Prozent Land Kaernten, 49 Prozent RWE) und Energie Steiermark (75 Prozent Land Steiermark, 25 Prozent EdF) folgen." Dass dabei mit Energie Baden Wuerttemberg, RWE und EdF drei (auch untereinander verbandelte) Atomstromkonzerne sehr prominent vertreten sind, laesst dabei nichts Gutes ahnen. *Bernhard Redl* ================================================ 15 Wien/Demokratie/Kommentar: Das Grinsen bleibt von "akin" ================================================ Wien/Demokratie/Kommentar: > Das Grinsen bleibt Die Staender bei der OeH-Wahl sind nicht wirklich das Problem Travnicek meinte einmal in einem Sketch uebers Waehlengehen in Bezug auf den damaligen Bundeskanzler: "Wenn der Klaus jetzt an einem Wahlplakat der KPOe vorbeigeht, denke ich mir: Wen wird er jetzt waehlen?" Diese Assoziation war die erste, als ich hoerte, dass die Gemeinde Wien Wahlplakatstaender entsorgt -- denn das Aufstellen von Plakaten an "oeffentlichen Verkehrsflaechen, in oeffentlichen Gruenanlagen und in anderen Bereichen, die fuer das Stadtbild von Bedeutung sind" ist nicht erlaubt, heisst es in der Verordnung zur "Freihaltung des Stadtbildes von stoerenden Werbestaendern" der Stadt Wien. Die Verordnung stammt aus dem Jahr 1980, jetzt wird sie aber offensichtlich erstmals exekutiert. Endlich mal was Vernuenftiges, die bloeden Gesichter auf den grossflaechigen Plakaten sind schon nervig genug, ein Verschwinden der Dreiecksstaender waere nun wirklich kein Verlust -- oder? Nein: Denn das bloede Grinsen von Gusenbauer, Strache, Van der Bellen und Co. wird auch weiterhin auf Wiens Strassen Fahrrad-Abstellplaetze kosten, denn fuer die Wahlen zum Nationalrat, aber auch fuer Bundespraesidentschafts-, EP-, Gemeinderats- und Bezirksvertretungswahlen gelten Ausnahmebestimmungen. D.h. fuer die allgemeinen Vertretungskoerper, deren kandidierende Parteien ja sowieso allgemein bekannt sind, duerfen die Stahlrohrkonstruktionen auch weiterhin die Stadt verschandeln. Was aber nicht sein darf, so die Gemeinde, ist die Aufstellerei zu den Wahlen fuer Standesvertretungen. Und natuerlich wird das jetzt ausgerechnet bei den anstehenden OeH-Wahlen erstmals exekutiert. Wenn aber diese Dinger ueberhaupt einen Sinn erfuellen, dann bei so kleinen Standesvertretungskoerpern, damit die Studierenden wissen, welche Listen ueberhaupt zur Wahl antreten -- speziell, wo diese Listen auch noch unterschiedlich je nach Universitaet heissen. Es ist ja recht loeblich, diese bunten Stadtmoebel ein wenig reduzieren zu wollen. Aber die Staender rund um die Unis sind nun wirklich nicht das Problem. Will man das Uebel wirklich ernsthaft zurueckdraengen, muesste man die Dinger bei den Wahlen fuer die allgemeinen Vertretungskoerper reduzieren, die ja die ganze Stadt von Huetteldorf bis Kagran ueberfluten. Aber dann waeren auch die Wiener Gemeinderatsfraktionen betroffen und die wollen das klarerweise nicht. Aber mit der OeH kann man es ja machen... *Bernhard Redl* ================================================ 16 Bildung/Kommentar: Schule und Gesellschaft von "akin" ================================================ Bildung/Kommentar > Schule und Gesellschaft [1] Die Gewalt hat ihre Wurzeln im Kapitalismus Heute lebt der Grossteil der Menschheit unter den Bedingungen der allgemeinen Krise des Kapitalismus und der sie begleitenden ideologischen Krise. Durch die Globalisierung hat sich das Elende und die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen verstaerkt. Dass der Kapitalismus entscheidende Lebensprobleme der Menschen nicht loesen kann, wird den Jugendlichen immer deutlicher bewusst und buergerliche Kaelte bewirkt Gleichgueltigkeit, Resignation und letztlich Gewalt. [2] Die krisenhaften Tendenzen, die auch in den Zentren der hochindustrialisierten Welt spuerbar werden, treffen gerade junge Menschen besonders hart, die noch keine Chance hatten, eine eigene Existenz aufzubauen. Zunehmende Gewaltbereitschaft ist die Folge. Fuer ein ganzes Heer von RegierungsvertreterInnen, BildungsexpertInnen, ErziehungswissenschafterInnen, PsychologInnen etc. ist die Frage der zunehmenden Jugendgewalt in Schule und Gesellschaft ein Phaenomen, dessen Erforschung entweder ohne Zuhilfenahme der Soziologie durchgefuehrt werden soll, oder die in den unerforschten Abgruenden des menschlichen Geistes anzusiedeln ist. Wir wollen diese Frage in grundsaetzlicher Weise aufwerfen. Aggression ist erlernbar. Wenn die Schule dem kapitalistischen System unkritisch gegenuebersteht und Jugendliche nur ausbildet, damit sie im Konkurrenzkampf oekonomisch ueberleben, duerfen wir uns nicht wundern wenn soziale Defizite immer mehr zunehmen und sich in Gewalt aeussern. Gerade in einer Situation des multikulturellen Zusammenlebens an oeffentlichen Pflichtschulen etwa entstehen soziale Raenge unmittelbar in der Schule. Sie wird zu einem Ort, wo Konkurrenz, Ellbogentechnik und der Kampf aller gegen alle fuer das kuenftige Leben in der Profitgesellschaft trainiert werden. Aber die Individuen sind nicht dafuer verantwortlich zu machen. IdeologInnen des Kapitals Die herrschende Ideologie (Paedagogik) hat ein auffallendes Desinteresse daran, die zunehmende Gewalt zu erklaeren. Das hiesse naemlich, das Scheitern der kapitalistischen Gesellschaft und ihres Bildungssystems eingestehen zu muessen. In Zeiten von Privatisierungen, Ich-AGs und des Vormarschs der Esoterik wird auch an Schulen alles unternommen, um die gesellschaftlichen Dimensionen von Gewalt auf den Individualbereich zu reduzieren. Die Herrschenden haben grosses Interesse daran, gesellschaftliche Antagonismen in das "Innere" des menschlichen Bewusstseins zu verlegen. Im Erziehungsbereich, wo die ideologischen Koordinaten junger Menschen nachhaltig gelegt werden, hat diese einseitige psychologisierende Methode desastroese Folgen. An einem Beispiel soll das gezeigt werden: Einer der bekanntesten Theoretiker seines Faches ist Hartmut von Hentig. In seiner paedagogischen Theorie bleibt die gesellschaftliche Realitaet weitgehend ausgeklammert. Die oekonomische und soziale Welt sei von der Schule weitgehend fern zu halten, denn die Schule sei "kein geeignetes Mittel, die Gesellschaft zu veraendern, wohl freilich das Gute in ihr zu foerdern." (Hartmut von Hentig, Die Schule neu denken. Muenchen, Wien, 1993)- Hentig gibt in seinem Buch "Minima Paedagogica" hoechst sonderbare Anweisungen zum Gluecklichsein, wie etwa diese: "Zuhoeren, mithoeren, traeumen / lernen, sich bewegen, sich in Szene setzen / ein Feuer machen und es hueten, Wasser stauen, ein tiefes Loch graben / miteinander kochen und das Gekochte gemeinsam essen / danach abwaschen" etc. etc. Diese Perlen der Paedagogik sollen zu erfolgreichen Sozialisierungsprozessen fuehren. Wie hilflos derzlei "Theorie" der gesellschaftlichen Realitaet gegenuebersteht, demonstriert Hentig selbst hoechst anschaulich, wenn er die Rolle und die Entstehung der Gewalt in der Geschichte thematisiert. "Barbarei hat in er Weltgeschichte verschiedene Anlaesse, aber immer nur einen Grund gehabt: Die Natur des Menschen, wenn sie ueberfordert ist. Das Sprichwort "Hunger und Not kennt kein Gebot" sagt das im einfachen Reim." (Hentig, a.a.o.) Das Beispiel Hentig soll fuer viele seiner Art stehen. Sie gehen von der Oberflaeche der Erscheinungen aus und fluechten in die deskriptive Analyse. Damit geben sie selbst, ohne dass dies explizit zugegeben wird, politische Praemissen vor. Der Schulalltag spiegelt die Barbarei der kapitalistischen Gesellschaft wider Lassen wir die Theorien und kommen wir zu den Tatsachen. Faktum ist, dass Verhaltensstoerungen und ein breit gefaechertes Spektrum zunehmender Gewaltanwendungen als allgemeine Tendenz an oeffentlichen Schulen zu beobachten sind. Tatsache ist weiters, dass wir im Zeitalter fallender Bildungsausgaben leben. Das geht im Pflichtschulbereich so weit, dass wir von einer tendenziellen Aushungerung sprechen koennen. Lehrkraefte muessen Faecher unterrichten, fuer die sie nicht ausgebildet sind. Tendenziell werden kuenstlerische Faecher vernachlaessigt und ausgeduennt. Fallweise wird gar kein Musikunterricht mehr abgehalten. Grund: "Es ist kein Geld da". Mehr Geld ist da fuer Faecher, die der Verwertbarkeit des Menschen fuer die Wirtschaft dienen. Die kulturelle Dimension, die Allgemeinbildung, verkuemmert. Dringend noetige Massnahmen zur Sozialisierung von Kindern, die aus proletarischen und sub-proletarischen Verhaeltnissen kommen oder deren Eltern aus Kriegsgebieten gefluechtet sind, entfallen. Grund: Sparmassnahmen. [3] Kommen die Lehrkraefte mit Kindern, die von der Gesellschaft im Vorschulalter nicht sozialisiert wurden, nicht zurecht, dann werden sie von der Ministeriumsbuerokratie grundsaetzlich allein-verantwortlich gemacht. Sie muessen daher "besser qualifiziert" werden und in ihrer Freizeit "Fortbildungskurse" absolvieren. Die buerokratischen Schikanen werden verstaerkt, ein sich verdichtendes System aus "Controlling" und "Feed back" fuehrt zu Mehraufwand und weiterer unbezahlter Arbeit. In der sich oeffnenden Schere aus buerokratischem Druck einerseits und Entsozialisierung und kulturellem Rueckwaertsgang andererseits bleiben Kinder und LehrerInnen auf der Strecke. "Burn out", Nervenzusammenbrueche und erhoehter Konkurrenzdruck innerhalb der Kollegenschaft sind die Folge. Neue Schulmodelle, psychologische Massnahmen, esoterischer Hokuspokus, "Bildungsstandards" etc. werden die dramatischen Defizite im oeffentlichen Schulbereich nicht eliminieren. Entsolidarisierung und Gewalt nehmen zu Die Jugendlichen erleben eine technisch hoch entwickelte Gesellschaft, die mit Wirtschaftswachstum glaenzt und den Waren-Output vervielfacht. Zugleich sehen sie, dass die Gesellschaft die notwendigsten Grundbeduerfnisse einer zunehmenden Zahl von Menschen zu befriedigen. Der Reichtum dieser Welt ist nur fuer Wenige, Lebensraeume und Lebensbedingungen der Anderen verschlechtern sich permanent. Arbeitslosigkeit und Ausgeschlossen-Sein aus der Gesellschaft drohen. In dieser Hoffnungslosigkeit verkommt die Schule zu einer Reparaturanstalt fuer jene Schaeden, die eine tendenziell sich brutalisierende Gesellschaft verursacht. Die kapitalistische Gesellschaft gibt ihre immanente Krise in vorm von "Sachzwaengen" (z.B. Budgetkuerzungen) an die Schulen weiter. Viele junge Menschen, die oft in subproletarischen Verhaeltnissen sozialisiert wurden, die oft in der Situation der "Halbsprachigkeit" aufgewachsen sind, sehen keine Alternative vor sich, als sich mit Gelegenheitsarbeiten durchs Leben zu schlagen. Das wissen sie schon in der Schule und resignieren. Zugleich brennen sich die neoliberalen Axiome tief in ihr Bewusstsein: schoen, reich, stark, erfolgreich, flexibel, marktorientiert, karrierebewusst ...., auch wenn dazu keine Chance besteht. Der weltgeschichtliche Abstieg verlaeuft vom Individuum zur Ich-AG. Die Schuld traegt ein System, das auf Profitmaximierung, Sozialabbau und militaerische Aufruestung setzt. Auch Oesterreich leistet seinen Beitrag zur Aufruestung der EU, dieses Jahr liegt das oesterreichische Militaerbudget um 33% ueber dem des Vorjahres. Das "Lissabon-Ziel" der EU, naemlich staerkste Wirtschaftsmacht der Welt zu werden, kostet gigantische Summen. Das Ergebnis ist, dass die EU alle Ausgaben rigoros kuerzt, die dem Weltmachtstreben im Weg stehen. Die Kosten tragen wir, vor allem aber eine junge Generation, der zunehmend die Hoffnung auf eine bessere Welt geraubt wird. Eine Gesellschaft, die Aufruestung, Massenarbeitslosigkeit, prekaere Beschaeftigungsverhaeltnisse und zunehmende Ausbeutung jener, die noch im Arbeitsprozess stehen, vorantreibt, ist alleinverantwortlich fuer die Ausbreitung von Jugendgewalt in allen ihren Formen. (Leider anonym/leicht gekuerzt) (1) Dieser Text wurde einem Akin-Leser auf der 1.Mai-Demo zur Veroeffentlichung uebergeben, leider ohne dass der Autor seinen Namen nannte. Wir stellen trotzdem dessen Ueberlegungen zur Diskussion, hoffen aber, dass sich der Autor noch namentlich meldet. (2) Anmerkung der Tipperin: Gleichgueltigkeit und Resignation sind das Gegenteil von Gewalt. Gewalttaetig werden Menschen m.E. aus Verzweiflung, aus Wut, aber nicht aus Gleichgueltigkeit. (3) Anmerkung der Tipperin: Die Herkunft aus dem Proletariat oder dem Subproletariat ist m.E. nicht der Grund fuer mangelnde Sozialisation. Vielmehr sind patriarchale, gewaltorientierte und "sprachlose" Verhaeltnisse - die zweifellos mit dem Kapitalismus zusammenhaengen, aber auch andere Ursachen haben - verantwortlich zu machen. Eine "proletarische Erziehung" im klassischen Sinn ist genau das nicht. ================================================ 17 Notizen: IPRED2, Oecalan, ICSID-Austritt, Letzte Worte von "akin" ================================================ Notizen: > EU: IPRED2 verabschiedet Am 25.April hat das Europaeische Parlament die IPRED2-Richtlinie verabschiedet -- unter heftigem Protest unter anderem der Europaeischen Gruenen. Dabei handelt es sich um jene EU-Richtlinie, wonach die Verletzung "geistigen Eigentums" neben zivilrechtlichen nun auch mit strafrechtlichen Mitteln bekaempft werden soll. Die Richtlinie ist dabei sehr vage formuliert, so dass diese nicht nur kommerzielle DVD-Kopiererer sondern auch beispielsweise Nutzer von Online-Tauschboersen (Stichwort: Musik-Download) dem Strafrichter zufuehren koennte (s. akin 10/07). Nun wird es darauf ankommen, bei der Implementierung dieser Richtlinie in das Strafrecht der Nationalstaaten -- und damit der detaillierten Ausformungen der Anwendungsbereiche -- das Schlimmste zu verhindern. (akin) Weitere Infos: http://www.eff.org/deeplinks/archives/005219.php http://www.copycrime.eu/ * > EP-Mitglieder fuer Oecalan-Untersuchung Seit 1999 sitzt Abdullah Oecalan als einziger Gefangener auf der tuerkischen Gefaengnisinsel Imrali. Am 1. Maerz 2007 haben die Anwaelte des PKK-Anfuehrers die Ergebnisse der Laboruntersuchung seiner Haare bekannt gegeben, wonach die Werte fuer Strontium und Chrom deutlich ueber den Normalwerten laegen. Das sachverstaendige Labor habe die Konzentration dieser Werte als Anzeichen einer chronischen Vergiftung bewertet. Die Oberstaatsanwaltschaft Bursa hatte daraufhin erklaert, dass das tuerkische Justizministerium aufgrund der Vorwuerfe ein Aerzteteam nach Imrali geschickt habe, aber in Urin-, Blut- und Haarproben Oecalans keine Giftstoffe feststellen haette koennen. Sieben Abgeordnete des Europaparlaments (der Gruenen, der Liberalen sowie der Vereinigten Europaeischen Linken/Nordische Gruene Linke) haben daher nun in einer Petition an den Europarat diesen aufgefordert, "dessen Anti-Folter Ausschuss (CPT) dazu zu bewegen, eine unabhaengige Aerztekommission nach Imrali zu schicken, die weitergehende Untersuchungen durchfuehrt, ob Oecalan tatsaechlich radioaktive und chemische Mittel verabreicht wurden, und um sich ueber seinen Gesundheitszustand zu vergewissern". (Cenî - Kurdisches Frauenbuero fuer Frieden/akin) * > ALBA-Staaten treten aus ICSID aus Wenige Tage nach der Bekanntgabe Venezuelas, aus Weltbank und Waehrungsfonds auszutreten, beschlossen die vier ALBA-Staaten Venezuela, Bolivien, Kuba und Nikaragua, aus dem Schiedsgericht der Weltbank, dem ICSID, auszutreten. Das ICSID verhandelt Streitfaelle zwischen Investoren (aus dem Norden) und (suedlichen) Gastlaendern, die sich aus bilateralen Investitionsschutzabkommen ergeben. In diesen sind fuer die Investoren in der Regel Rechte vorgesehen udn fuer die Gastlaender Pflichten. In den letzten Jahren kam es zu einer Klageflut europaeischer Konzerne gegen lateinamerikanische Staaten. (Attac) * > Letzte Worte: "Nur in der Sandkiste tut Umfallen nicht weh!" Transparent auf der 1.Mai-Kundgebung der SPOe ================================================ 18 KPÖ/Glücksspiel/Monopol/Liberalisierung von KPÖ-Information ================================================ KPÖ-Pressedienst - Drechslergasse 42, 1140 Wien - Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 - Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail info at kpoe.at - Web www.kpoe.at - Ausgabe vom 9. Mai 2007 KPÖ für ein striktes staatliches Glücksspielmonopol Kritik am fragwürdigen Monopol für teilprivatisierte Casinos AG Die KPÖ lehnt daher alle Bestrebungen zur Liberalisierung des zunehmend umkämpften Glücksspielmarktes ab und tritt für ein striktes staatliches Glücksspielmonopol ein. Eine solche Marktöffnung wird durch laufende Vorstöße der Casinos-Konkurrenz Novomatic und anderer Unternehmen. Derzeit werden zwölf Casino-Lizenzen und die Lotterien-Lizenz von den Casinos Austria wahrgenommen, eine Neuvergabe steht für 2012 an. Betrieben wird die Marktöffnung aber auch durch massive Bedenken der EU-Kommission gegen das österreichische Glücksspielgesetz unter Berufung auf die Dienstleistungsfreiheit als eine der vier Grundfreiheiten der EU. Der Europäische Gerichtshof hat in einem Urteil die Regelung als nationale Angelegenheit bewertet und damit großen Interpretationsspielraum offengelassen. Da jedoch die Casinos AG bereits teilprivatisiert ist - 34 Prozent sind Streubesitz, 33 Prozent im Besitz der staatlichen Münze Österreich AG, 33 Prozent im Besitz der zum Raiffeisen-Konzern gehörenden Medial Beteiligungs GmbH - tritt die KPÖ auch für eine volle Wiederverstaatlichung dieses Glücksspielunternehmens ein: „Es ist ein Widersinn, wenn ein teilprivatisiertes Unternehmen auf einem an sich nur dem Staat zustehendem Monopol gegen unerwünschte Konkurrenz beharrt und damit die Profite privater Eigentümer sichert“, meint KPÖ-Wirtschaftssprecher Michael Graber. Das Argument von Casinos-Chef Friedrich Stickler „Nur das Monopol kann den Spielerschutz optimal gewährleisten“ dürfte von der Casinos AG trotz angeführter 85.000 Sperren sehr freizügig ausgelegt werden, sonst wäre es nicht möglich gewesen, dass der von Politik und Medien jahrzehntelang gehätschelte gescheiterte Sturm-Graz-Präsident Hannes Kartnig vermutlich 2,9 Millionen Euro Vereinsgelder in den Spielcasinos verspielt hat, ohne längst vom Casino-Besuch gesperrt worden zu sein. Laut Studien von Bernhard Felderer (IHS) und Gerhard Hanappi (TU Wien) führen die Casinos AG und deren Lotterien-Tochtergesellschaft rund 80 Prozent ihrer Einnahmen als Steuern ab, 2005 waren dies 525 Millionen Euro, die sich bei einer Liberalisierung allerdings wesentlich reduzieren würden. Befürchtet werden weiters sinkende Mittel für Sport- und sonstiges Sponsoring. Der Glücksspielmarkt wird zunehmend von illegalen Anbietern unterminiert, so gibt es bereits „einige hundert“ Pokercasinos, darunter sechs große mit mehr als hundert Spieltischen. Auch sind schätzungsweise an die 8.000 Automaten illegal aufgestellt, vor allem in den Bundesländern Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Vorarlberg und Burgenland wo das „Kleine Glücksspiel“ verboten ist. Aber auch in den Bundesländern mit legalem „Kleinen Glücksspiel“ wird die Spielsucht immer mehr zum gesellschaftlichen Problem. Dies hat etwa den steirischen KPÖ-Landtagsklubobmann Ernest Kaltenegger mit Verweis auf die illegale „Freischaltung“ von Automaten zum Spielen mit unbegrenztem Risiko und bereits 1,5 Prozent Spielsüchtige in der Gesamtbevölkerung, darunter immer mehr Jugendliche, veranlasst eine Kampagne gegen die Spielsucht zu starten. Laut Aussagen des Rechtsexperten Heinz Mayer ist eine EU-rechtskonforme Beschränkung des Glücksspiels im Zusammenhang mit der EU-Dienstleistungsfreiheit nur unter Bezug auf schädliche Wirkungen wie Wirtschaftskriminalität, Geldwäsche und zum Schutz der SpielerInnen möglich, nicht aber unter Berufung auf einen Steuerausfall für den Staat. Ein striktes staatliches Monopol für den gesamten Glücksspielmarkt wäre daher nach Meinung der KPÖ die beste Regelung um dies zu gewährleisten. ================================================ 19 OMV-Iran Deal von Café Critique ================================================ Ein Beitrag der Zivilgesellschaft Die US-Regierung hat den österreichischen Ölmulti OMV wegen geplanter Geschäfte mit der nationalen iranischen Ölgesellschaft gerügt. In Österreich sind die Reihen hinter der OMV fest geschlossen. Von Stephan Grigat (Langfassung eines Beitrags, der gekürzt in der Jungle World vom 9. 5. 2007 erschienen ist.) „Es geht um einen Geschäftsvorgang, der mit dem Nuklearprogramm nichts zu tun hat.“ Mit diesen Worten versuchte die österreichische Außenministerin Ursula Plassnik von der konservativen Volkspartei der Öffentlichkeit weis zu machen, man könne über die geplanten Geschäfte des österreichischen Ölmultis OMV mit dem Regime in Teheran unabhängig von dessen Atomprogramm diskutieren. Ende April wurde bekannt gegeben, dass sich die OMV mit der nationalen iranischen Ölgesellschaft NIOC auf einen Vorvertrag für ein Gasprojekt im Gesamtvolumen von 22 Milliarden Euro verständigt hat. Die USA hatten sich besorgt über die geplante Zusammenarbeit geäußert. Sean McCormack, der Sprecher des US-Außenministeriums, hatte die Pläne kritisiert und verlautbaren lassen, dass Washington sich vorbehält, im Falle eines Geschäftsabschlusses, der für Ende 2007 erwartet wird, Sanktionen gegen die OMV zu verhängen. Dies entspräche dem Iran Sanctions Act, wonach die USA Strafmaßnahmen gegen Firmen ergreifen können, die mehr als zehn Millionen Dollar im Iran investieren. Die OMV, 1956 als Österreichische Mineralölverwaltung als eines der Herzstücke der verstaatlichten Industrie aus der Taufe gehoben, ist eines der führenden Erdöl- und Erdgasunternehmen Mitteleuropas. Der Konzern ist in 13 Ländern Zentral- und Osteuropas tätig. Im Iran ist die OMV bisher in einem Onshore-Erdölprojekt tätig. Der jetzt anvisierte Vertragsabschluss würde die iranische Theokratie nicht nur zu einem der Haupthandelspartner Österreichs, sondern zu einem wichtigen strategischen Partner Europas befördern. Jeder weiß, dass der Abschluss eines Geschäfts von diesem Ausmaß sowohl einen propagandistischen als auch einen politischen und ökonomischen Erfolg für die Apokalyptiker im Iran darstellen würde. Umso unverhohlener muss diese Tatsache geleugnet werden. Die OMV ist nicht nur das größte Unternehmen Österreichs, sondern auch ein international agierender Öl-Multi. Als solcher sollte er eigentlich zum bevorzugten Feindbild des postnazistischen Bewusstseins in Österreich gehören. Doch in der Verteidigung des ehemaligen Vorzeigebetriebs der verstaatlichten österreichischen Industrie hält man in der Alpenrepublik die Reihen fest geschlossen, so dass der „Standard“ entzückt titeln konnte „Breite Front gegen US-Einmischung“. Ursula Plassnik ruft zu „Nüchternheit und Sachlichkeit“ in der Debatte auf, was meint, dass die Kritiker nicht immer auf dem Charakter des iranischen Regimes und dessen Vernichtungsdrohung gegen Israel herumreiten sollen. Christoph Leitl, einflussreicher Präsident der Wirtschaftskammer, entdeckt angesichts eines 22 Milliarden-Euro-Geschäfts die friedenspolitischen Segnungen des internationalen Handels. Das OMV-Projekt im Iran könne dazu beitragen, nicht nur die Energiesicherheit Österreichs und Europas zu verbessern, sondern auch eine „deeskalierende Funktion“ haben: „Grundsätzlich haben funktionierende Handelsbeziehungen einen völkerverbindenden Charakter und können zu einer Beruhigung politischer Spannungen beitragen.“ Der SPÖ-Abgeordnete Caspar Einem, Aushängeschild des linken Flügels der Sozialdemokratie, ist ganz auf Linie des europäischen Appeasements gegenüber den Teheraner Mullahs: „Wir denken, dass eine Strategie, die das Gespräch aufrecht erhält, letztlich mehr Aussichten auf Erfolg hat als eine Sanktionspolitik. Insgesamt würden wir uns freuen, wenn es der OMV gelingt, dieses Geschäft zum Abschluss zu bringen.“ Eine Meisterleistung an kritischem Opportunismus boten die Grünen. Die Außenpolitikerin Ulrike Lunacek sieht ein Problem des Timings: „Es ist kein günstiger Zeitpunkt für das Iran-Geschäft der OMV.“ Anstatt eine konsequente Isolierung der iranischen Klerikalfaschisten zu fordern (was man von einer Politikerin, die nicht nur die außen- und entwicklungspolitische Sprecherin ihrer Partei, sondern auch „Sprecherin für die Gleichstellung von Lesben, Schwulen und Transgenders“ ist, angesichts der Verfolgung von Homosexuellen im Iran hätte erwarten können) war es Lunacek ein Anliegen klarzustellen, dass US-Gesetze wie der Iran Sanctions Act in Österreich keine Geltung haben. Im Übrigen solle die OMV die Chance wahrnehmen, auch einen „zivilgesellschaftlichen Beitrag“ zu leisten: „Eine Möglichkeit wäre, etwa Inserate in Oppositionszeitungen zu schalten“. Vielleicht gibt es demnächst ja mal wieder einen Radikalisierungsschub bei den Ökopaxen und die Grünen fordern dann auch noch, dass im Schriftverkehr zwischen der OMV und den iranischen Misogynikern immer schön geschlechtsneutral formuliert werden muss. Auch ÖVP-Klubchef Wolfgang Schüssel steht dem Deal positiv gegenüber. Die OMV verdiene absolute Unterstützung. Der ehemalige Bundeskanzler sieht zwar wegen des Atomprogramms „ein kurzfristiges Problem“ mit dem Iran, der OMV-Deal sei aber ein „sehr langfristiges Projekt.“. Na dann! Für die FPÖ verteidigte Nationalratsabgeordneter Reinhard Bösch den OMV-Deal. Herbert Scheibner, ehemaliger Verteidigungsminister, Mitbegründer der Österreichisch-Syrischen Gesellschaft und heute stellvertretender Klubobmann der FPÖ-Abspaltung BZÖ, betätigte sich als Lautsprecher der Volksmeinung: „Man braucht sich von keinem Land irgendwelche Vorschriften machen zu lassen.“ Der Wirtschaftsredakteur Michael Moravec schreibt sich im „Standard“ gegen die „kaum mehr zu übertreffende Arroganz“, die „selbstherrliche Einmischung“ und den „aktuellen rechtlichen Chauvinismus der USA“ in Rage. Und Thomas Schmidinger meint in einem Kommentar in der „Wiener Zeitung“, es wäre „fatal“, wenn Österreich sich durch den Iran Sanctions Act von den USA „erpressen lasse“. Einer der wenigen, die den nationalen Schulterschluss bei der Verteidigung der Grundfreiheit auf Geschäftsbeziehungen mit Massenmördern nicht mitmachen wollten, war der liberale Kolumnist Christian Ortner, der in einem Kommentar mit dem treffenden Titel „Gas vom Gaskammer-Leugner“ in der „Presse“ resigniert feststellte: „Im Zweifelsfall genießt eine Liaison zwischen Mullah-Diktatur und Mineralölmulti hierzulande mehr Ansehen als jene, denen wir die Befreiung von den Nazis offenkundig noch immer nicht verziehen haben.“ ________ Termine: 16. 5. 2007 Wien, 19:30 "Hoffen? Sie halten doch die Hoffnung für einen menschlichen Fehler, Mr. Spock?" (Dr. McCoy) - Vom utopischen Anspruch in der Science Fiction Vortrag von Karin Lederer HS III im NIG, Universitätsstraße 7 6. 6. 2007 Wien, 19:30 Kulturindustrie und Geschlechterverhältnis - Warum "Desperate Housewives" besser ist als Judith Butler und ich dennoch dabei einschlafe Vortrag von Renate Göllner HS III im NIG, Universitätsstraße 7 20. 6. 2007 Wien, 19:30 Hollywood zwischen Traummaschine und Feindbild Vortrag von Tobias Ebbrecht (Berlin) HS III im NIG, Universitätsstraße 7 ___________________ Café Critique Verein für Gesellschafts- und Kulturkritik Wickenburggasse 16/5 A-1080 Wien Tel.: 0043 699 107 87 421 Fax: 0043 1 406 81 54 19 Email: cafe.critique at gmx.net Web: http://www.cafecritique.priv.at Konto: Dr. Renate Göllner, Erste Bank Nr. 28660228600, BLZ 20111 BIC: GIBAATWW, IBAN: AT512011128660228600 ================================================ 20 KPÖ/EU-Verfassung/Neuanlauf/Grundlagen von KPÖ-Information ================================================ KPÖ-Pressedienst - Drechslergasse 42, 1140 Wien - Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 - Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail info at kpoe.at - Web www.kpoe.at - Ausgabe vom 9. Mai 2007 Kritik am Neuanlauf für gescheiterte EU-Verfassung Kernpunkte Militarisierung, Neoliberalismus und Hierarchisierung widersprechen Interessen der Menschen „Auf verstärkte Entdemokratisierung setzt der neue rechtskonservative französischen Präsident Nicolas Sarkozy bei seinem angekündigten Neuanlauf in der Krise um die EU-Verfassung“, kritisiert Waltraud Fritz-Klackl, europapolitische Sprecherin der KPÖ und verweist auf Sarkozys Orientierung ein „gefährliches“ neues EU-Referendum zu vermeiden, nachdem die Verfassung im Frühjahr 2005 bei den Volksabstimmungen in Frankreich und den Niederlanden gescheitert ist. Die Ankündigung „die Substanz des Verfassungsvertrages“ zu erhalten, auch wenn der Text dann gar nicht mehr „Verfassung“ genannt wird, zielt darauf, die drei Kernpunkte Militarisierung, Neoliberalismus und Hierarchisierung der EU um jeden Preis durchzuboxen um die EU zu einer mit den USA auf Augenhöhe agierenden Supermacht zu entwickeln. Dass dabei eine Befragung einer durch die neoliberale Politik des „Europas der Konzerne“ massiv verunsicherte Bevölkerung stört, liegt auf der Hand. Fakt ist auch, dass ungeachtet des Scheiterns der Verfassung deren Kernelemente wie etwa die Militarisierung sukzessive realisiert werden. In Abstimmung mit Sarkozy will die deutsche Kanzlerin und EU-Ratspräsidentin Angela Merkel bereits beim G8-Gipfel im Juni einen Kompromisstext vorlegen. Damit verbunden ist ein Kuhhandel der EU-Vormächte Deutschland und Frankreich bei Agrarsubventionen und EADS-Rüstungsprojekten. Die von den führenden Kräften der EU geplante „Stärkung der Institutionen“ zielt darauf, den Einfluss der großen Länder - vor allem Deutschlands und Frankreichs - auf Kosten der kleineren zu erhöhen, wobei auch ein Rückgriff auf ein Europa „verschiedener Geschwindigkeiten“ erfolgen soll. Auf der Strecke bleiben dabei zwangsläufig sowohl die vielzitierten BürgerInnenrechte als auch der Anspruch auf ein „soziales“ Europa. Laut einer zu Jahresanfang veröffentlichten Studie geben auch nach der Erweiterung auf die EU-27 die „drei Großen“ Deutschland, Frankreich und Großbritannien den Ton an, sogar Italien ist bereits ins politische Abseits geraten, auch Spanien und Polen haben wenig zum mitreden. Die EU ist laut dieser Studie ein „unwirtliches Territorium für kleine und mittlere Staaten“. Die österreichische Regierung spielt in diesem Konzert eine recht schmähliche Rolle. Anstatt Koalitionen mit anderen kleineren Ländern in wichtigen Fragen zu bilden agiert auch die Regierung Gusenbauer nur als Anhängsel Deutschlands. Bei ihren Vorstößen für einen Neuanlauf der Verfassungsdebatte wichen Bundeskanzler Alfred Gusenbauer, Außenministerin Ursula Plassnik oder Justizministerin Maria Berger den Kernfragen der 2005 gescheiterten EU-Verfassung aus wie Teufel dem Weihwasser. Berger redete mit ihrem Bekenntnis zur Aufhebung des derzeit geltenden Einstimmigkeitsprinzips dem Drüberfahren über die Interessen der kleineren EU-Länder und damit einer Entdemokratisierung sogar ausdrücklich das Wort. Bekanntlich haben in Österreich ÖVP, SPÖ, Grünen und BZÖ im Jahre 2005 sowohl im Nationalrat als auch im Bundesrat dem Verfassungsentwurf zugestimmt und eine Volksabstimmung darüber strikt abgelehnt. Mit dem Nein in Frankreich und den Niederlanden ist das politische Establishment Österreichs dabei aber trotzdem politisch kräftig auf die Nase gefallen. Die KPÖ lehnt alle Versuche des politischen Establishments, den gescheiterten Verfassungsentwurf im Interesse der Konzerne auch unter anderem Namen gegen die Interessen der Menschen durchzuboxen, grundsätzlich ab: „Die Menschen brauchen kein neoliberales Europa, das zu einer Supermacht hochrüstet und von den drei Großen diktiert wird, sondern ein demokratisches, soziales und friedensorientiertes Europa. Dazu braucht es aber völlig andere Grundlagen als sie die gescheiterte Verfassung aufweist“, so Fritz-Klackl abschließend. ================================================ 21 GLB/Sozialversicherungsbeiträge/Rückstand/Sozialbetrug von "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================ Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110 Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 - Mail office at glb.at - Web www.glb.at - Ausgabe vom 9. Mai 2007 Gesetzliche Maßnahmen gegen Sozialbetrug immer dringlicher Rückstand nicht abgeführter Sozialversicherungsbeiträge auf Rekordwert von 934 Millionen Euro Laut einer Umfragebeantwortung von Sozialminister Erwin Buchinger haben die Rückstände von Beiträgen zur Kranken-, Unfall-, Pensions- und Arbeitslosenversicherung der Unternehmer bei den Krankenkassen im Jahre 2006 mit 934 Millionen Euro einen neuen Rekordwert erreicht. Im Jahre 2002 betrugen diese Rückstände noch „nur“ 845 Millionen Euro. Die Hälfte dieser Außenstände sind Beiträge von DienstnehmerInnen, welche von den Unternehmen im Wege der Lohn- und Gehaltsverrechnung abgezogen, aber nicht an die Krankenkassen abgeführt wurden. „Wären die für 2006 als uneinbringlich eingestuften 134 Millionen Euro eingebracht worden, hätten die Krankenkassen nicht ein Defizit von 56, sondern einen Überschuss von 78 Millionen Euro verzeichnet“, meint Karin Antlanger, Bundesvorsitzendes der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB). Die Summe der als uneinbringlich geltenden Außenstände sind zwar 2006 etwas gesunken, sind aber immer noch fast dreimal so hoch wie 1998 mit 55 Millionen Euro. Während die Versicherten immer stärker mit Eigenleistungen und Selbstbehalten belastet werden, schaut die Regierung dem kriminellen Treiben allzu vieler Unternehmen jahrelang tatenlos zu und ermuntert sie durch diese Untätigkeit geradezu, Sozialversicherungsbeiträge nicht abzuführen. Der Löwenanteil der ausstehenden Beiträge wird als billiges Darlehen offensichtlich jahrelang gestundet oder wegen Nichteinbringlichkeit als indirekte Subvention gewährt. Aus der Sicht der Lohnabhängigen - denen Sozialversicherungsbeiträge und Steuern sofort im Wege der Lohn- und Gehaltsverrechnung abgezogen werden - ist eine solche Stundung und Bagatellisierung krimineller Praktiken durch Nichtabführung gesetzlicher Beiträge völlig uneinsichtig. Der GLB fordert daher entsprechende Befugnisse, um eine raschen Einhebung der Beiträge zu erwirken. Unternehmen die notorisch Sozialversicherungsbeiträge - insbesondere nur treuhändisch zu verwaltende Beiträge der DienstnehmerInnen - nicht abführen muss die Konzession oder Gewerbeberechtigung entzogen werden. ================================================ 22 AKS: Studie zeig was SchülerInnen schon längst wissen von "Sophie Lojka" ================================================ Pressemeldung der Aktion kritischer SchülerInnen Bildung/Schulen/AKS Mittwoch, 9. Mai 2007 AKS: Studie zeigt was SchülerInnen schon längst wissen Utl: Jugendliche müssen endlich ihren Alltag mitgestalten können ! Die von Unterrichtsministerin Schmied und Wissenschaftsminister Hahn am Dienstag präsentierte Studie zeigt was SchülerInnenvertreterInnen schon seit Jahren klar ist: Jugendliche sind kein Stück politikverdrossener oder demokratiefeindlicher als Erwachsene. Die Vorsitzende der Aktion kritischer SchülerInnen (AKS), Sophie Lojka zeigt sich erfreut über die geplante Demokratiekampagne der beiden Ministerien ist sich aber auch sicher dass "Demokratie nicht erst beim Gang zur Wahlurne gelernt werden kann. Was wir brauchen ist eine Mitbestimmung der Schülerinnen und Schüler im Unterricht und Schulalltag und keinen Stoß ins kalte Wasser der Politik“ ist sich die SchülerInnenvertreterin sicher. "Politische Bildung ab der 5. Schulstufe muss als eigens Fach verankert sein und SchülerInnen müssen endlich ihren Alltag mitgestalten können und von der Politik ernst genommen werden“, schließt Lojka. Rückfragehinweis: Sophie Lojka, AKS Bundesvorsitzende 0699/11408142 ================================================ 23 "Kurdistan ist sicher - trotz des Anschlages in Arbil" von "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================ GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER > PRESSEMITTEILUNG > > Arbil / Göttingen, den 09. Mai 2007 > > Trotz des Sprengstoffanschlags in Arbil: "Nordirakisches Bundesland > Kurdistan ist sicher" > > "Trotz des fürchterlichen Sprengstoffanschlages heute in unserer Stadt ist > Kurdistan das sicherste Gebiet im ganzen Land", erklärte der Sprecher der > Gesellschaft für bedrohte Völker Kurdistan/Irak, Yousif Dzayi aus Arbil am > Mittwoch nach der Explosion eines Lastwagens vor dem Innenministerium > des nordirakischen Bundeslandes. "Während es in Bagdad täglich > Dutzende von Toten gibt und die Einwohner jederzeit mit entsetzlichen > Attentaten rechnen müssen, hat es seit 2003 in unserer Hauptstadt nur vier > Bombenanschläge dieser Art gegeben." > > Bei dem heutigen Attentat in Arbil seien mindestens 13 Menschen in den > Tod gerissen und 40 zum Teil schwer verletzt worden, berichtete Dzayi. > Offenbar sei der Sprengsatz in dem Lastwagen unter einer Ladung > Haarwaschmittel versteckt gewesen. > > Seit Sommer 2006 ist die GfbV in Kurdistan/Irak vertreten. Das Büro der > internationalen Menschenrechtsorganisation befindet sich in Arbil. Dem > Beirat dieser GfbV-Sektion gehören 20 Persönlichkeiten aus allen > Volksgruppen des Nordirak an. Unter ihnen sind kurdische, assyro- > chaldäische, turkmenische und Yezidische Abgeordnete, der > stellvertretende Parlamentspräsident, ein christlicher Minister, Vertreter > der > Organisationen der kleineren Völker und religiösen Minderheiten, die > Vorsitzende der kurdischen Frauenunion, islamische , christliche und > yezidische Geistliche sowie Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Kultur.. > Die Opferverbände, Kurdistans, unter ihnen der Verein der ehemaligen > politischen Gefangenen, die zu Zehntausenden in den Lagern Saddam > Husseins leiden mussten, sind im Beirat ebenso repräsentiert wie die > Frauen aus dem Barzangebiet, die die Entführung und Erschießung von > 8.000 ihrer Söhne und Männer beklagen. > > > Für Rückfragen steht der GfbV-Nahostreferent Kamal Sido zur Verfügung > unter Tel. 0551 499 06-18. Er vermittelt auch gern Kontakt zu GfbV- > Mitarbeitern in Arbil. > ====================================================== > Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) > Inse Geismar, Pressereferentin > Postfach 2024, D-37010 Goettingen > Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 > E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 24 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - AntiG8-Fahrradkarawanen: Von Repression, Aktionen und Grenzübertritten - Dem Sternmarsch nach Heiligendamm droht polizeiliches Verbot - Kleine Chronologie des militanten G8-Widerstands - "Protest ja - Gewalt nein!" - G8: Polizei will Daten von Hotelgästen. - Wanderkundgebung: Beat Capitalism -------------------------------------------------------------------------------- AntiG8-Fahrradkarawanen: Von Repression, Aktionen und Grenzübertritten +++ letzte Nacht endlich die letzte der 100 festgenommenen FahrradkarawanistInnen in Utrecht freigelassen +++ Presse-Blackout +++ Juristisches Nachspiel für AktivistInnen und Polizei +++ Verschiedene Aktionen von ShakeG8-Bikeride und Gr8chaoskaravaan in den letzten Tagen +++ Unterstützung bei Grenzübertritten nach Deutschland nötig +++ Gestern Nacht war es endlich soweit: Die letzte Festgenommene Fahrradkarawanistin wurde nach mehr als 48-stündiger Haft in der vergangenen Nacht wieder freigelassen. Rund 100 Mitglieder der "Gr8chaoskaravaan" - Westeuropa-Fahrradkarawane gegen den G8-Gipfel - und UnterstützerInnen waren am Samstag unter dem Vorwand festgenommen worden, nicht auf dem Fahrradweg gefahren zu sein. Fahrräder wurden beschlagnahmt und beschädigt, die meisten Festgenommenen unter widrigen Bedingungen (überbelegte Zellen mit 25 Personen auf 4x4m, daher Sauerstoffmangel, keine Verpflegung) bis tief in die Nacht festgehalten und von Polizeibeamten bedroht, dass ihnen schlimmeres passieren werde, sollten sie weitere Aktionen druchführen. Schon bei der Festnahme war die Polizei nach Berichten vieler DmeonstrantInnen mit unverhältnismäßiger Agression vorgegangen, die Karawane wurde von einer Spezialeinheit der Polizei mit gezogenen Schlagstöcken zum Stehen gebracht, ein Fahrrad von einem Polizeibus, der mitten in die Menge fuhr, angefahren. FotografInnen wurden als erste festgenommen oder abgedrängt, Öffentlichkeit war bei diesem massiven Polizeiübergriff offensichtlich unerwünscht. Dazu passt, dass die Polizeiaktion trotz ihres skandalösen Charakters sowie der Pressearbeit der Karawanegruppe und FreundInnen in den deutschen Medien kaum Beachtung fand, in den Niederlanden war mit wenigen Ausnahmen die verharmlosende polizeiliche Darstellung vorherrschend. Inzwischen gibt es ein Video der Ereignisse davor und danach (siehe unten). Die Gr8chaoskaravaan wertet den Polizeiangriff als Beleg, dass jeglicher Protest gegen den G8 unerwünscht ist und durch Einschüchterung, Schikanen und Kriminalisierung verhindert werden soll. Die Vorfälle vom Samstag werden für die meisten AktivistInnen ein juristisches Nachspiel haben, da sie nun wegen "Mißachtung von Polizeianweisungen" im Juli vor Gericht erscheinen sollen. Aber auch die Polizei wird mit diesem Übergriff auf eine friedliche Radtour, die zu diesem Zeitpunkt die Stadt verlassen wollte, nicht unbehelligt davonkommen. Die Gefangenengruppe Utrecht will zusammen mit vielen Betroffenen gegen den unverhältnismäßigen Polizeieinsatz und die unangemessenen Haftbedingungen vorgehen, aufgrund der beschädigten Fahrräder und zerstörten Schlösser wird eine Schadensersatzklage eingereicht. Der Zeitplan der Fahrradkarawane konnte aufgrund der Festnahmen zwar nicht eingehalten werden, trotzdem fanden fast alle für das Wochenende geplanten Aktionen unter Beteiligung kleiner Karawane-Delegationen statt - eine antirassistische Abschiebelagerbegehung mi 60 Personen in Zeist, eine spontane Antirepressionskundgebung mit 50 Leuten vor der Polizeiwache in Utrecht, der Auftakt der Anti-G8-Aktionstage in Nijmwegen (in Abwesenheit der Karawane), und der gestrige kleine aber feine Fahrradaktionstag in Nijmwegen, bei dem es u.a. zu einer Blockade von McDonalds, einer Kurzbesetzung eines geplanten Golf-Parcours und einer Blockade der Ausländerpolizei kam. Auch die Osteuropakarawane "ShakeG8 bikeride" sorgte mit einer Fahrradaktion gegen die Privatisierung öffentlichen Raumes in einem deluxen Einkaufszentrum in Poznan/Polen für aufsehen. Beide Fahrradkarawanen werden in nächster Zeit die Grenze nach Deutschland überqueren. Gerade angesichts der Ereignisse des letzten Wochenendes, des vollkommen willkürlichen Polizeiübergriffs und des Presse-Blackouts ist es wichtg, daß der Grenzübertritt der Karawanen Unterstützung findet. Der ShakeG8-Bikeride ruft für den 16.5. zu einer "Dance down the borders" -Aktion ("Die Grenzen niedertanzen") bei ihrem Grenzübertritt in Schwedt auf. Die Gr8chaoskaravaan wird am Mi., den 9. Mai zwischen Zutphen (NL) und Gronau/Ahaus die Grenze überqueren. Nähere Infos über 0048 782 346 786 (Infotelefon ShakeG8-Bikeride) karavaan07 at yahoo.co.uk (Infomail Gr8chaoskaravaan) oder das Infobüro der Fahrradkarawanen in Rostock: caravan-info-office, G8-Protestzentrum, Ehm-Welk-Schule, Knut Rassmussenstr. 108, 18106 Rostock, 0176-28879588 Video zu den Festnahmen in Utrecht (englisch): http://www.youtube.com/watch?v=tTtITVn5in8&eurl=http%3A%2F%2Fwww%2Edissent%2Enl%2F Weitere Artikel über die Festnahmen in Utrecht: G8-Karavane in Utrecht verhaftet http://de.indymedia.org/2007/05/175412.shtml G8/NL: 4 Personen weiter in Haft - Soliaufruf http://de.indymedia.org/2007/05/175478.shtml Berichte, Fotos und Videos zu den Aktionen der vergangenen Tage: Poznan geshaked - nicht gerührt http://de.indymedia.org/2007/05/175783.shtml G8 Bike Caravan Action Nijmegen http://www.indymedia.org.uk/en/2007/05/369931.html (englisch) Weitere Berichte http://dissentnetzwerk.org/wiki/Bicycle-Caravan_%22West%22#Other_reports_.2F_Andere_Berichte Infos zu allen 6 Fahrradkarawanen gegen den G8-Gipfel: http://dissentnetzwerk.org/wiki/Fahrradkarawanen_/_bicycle_caravans -------------------------------------------------------------------------------- Dem Sternmarsch nach Heiligendamm droht polizeiliches Verbot Verzögerung durch Versammlungsbehörde "Kavala" Anwältin: "Rechtsmittelschutz nicht mehr gewahrt" Presseerklärung Wie die Behörden mitteilten, könne "die beabsichtigte Routenführung" für den Sternmarsch am Donnerstag den 7.6.2007 nach Heilgendamm "nicht bestätigt werden". Es sei "keine uneingeschränkte Ausübung des Versammlungsrechts möglich". Für den Sternmarsch, der einen gemeinsamen Höhepunkt aller Beteiligten zu den G8-Protesten bilden soll, sind 6 Routen von den vier Städten Nienhagen, Bad Doberan, Kröpelin und Kühlungsborn bis nach Heiligendamm angemeldet. Erst nach mehrmaligem Drängen des Anmelders und seiner Anwältin Ulrike Donat kommt es am Donnerstag den 10.05.2007 um 12.00 endlich zu einem ersten Kooperationsgespräch. Vorher hatte die zuständige Behörde zweimal vom Anmelder angebotene Termine abgesagt. "Diese Verzögerung verhindert, dass juristische Schritte gegen die sich abzeichnende Einschränkung des Versammlungsrechts nicht angemessen ausgeschöpft werden können. Damit ist der Rechtsmittelschutz nicht mehr gewahrt.", so Anwältin Ulrike Donat. "Mit dem Sternmarsch wollen wir unser gemeinsames 'Nein!' zur Politik der G8 bis zu den Konferenztischen hin hörbar machen", erklärt Susanne Spemberg vom dissent-Netzwerk und dem Vorbereitungsbündnis zum Sternmarsch, "und das genau wollen sie verhindern!" Der Sternmarsch wird getragen von einem breiten Bündnis der an der Mobilisierung zu den G8-Protesten Gruppen aus den unterschiedlichen globalisierungskritischen Spektren. Die Demonstrationszüge setzen sich aus verschiedenen Bewegungen wie beispielsweise FriedensaktivistInnen, Queer-Bewegung, antirassistischen Gruppen oder Gewerkschaften zusammen und sind nach übergreifenden Themen organisiert. Mit den verschiedenen Armen des Sternmarsches und der gemeinsamen Abschlusskundgebung soll nach den Tagen vielfältigster Aktionen und Protesten sowie nach dem Alternativgipfel die Vielfalt und Stärke der Bewegung der Bewegungen auch auf der Straße noch einmal deutlich werden. Die Themenzüge sollen zeigen, dass eine andere Welt nötig und möglich ist. [Sternmarschbündnis] Kontakt: sternmarsch2007 at gmx.net -------------------------------------------------------------------------------- Kleine Chronologie des militanten G8-Widerstands interim 654 Es folgt eine kleine, motivierende Zusammenstellung militanter Aktionen gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm - ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit ... 2005 * August 2005, Hollenstedt: Brandanschlag auf das Auto von Werner Mamette, Vorstandsvorsitzender der Norddeutschen Affinerie in Hamburg. * 17.10.2005, Berlin: Brandanschlag auf das sich noch im Bau befindende Gästehaus des Auswärtigen Amtes in Berlin-Tegel. [ autonome gruppen/militant people (mp)] 2006 * 20. bis 24.1. 2006, München: Farbangriff auf das Kriegerdenkmal (Thalkirchnerstr,) und Demontage! Unkenntlichmachung der Straßenschilder zweier Straßen im Kolonialviertel. * 27. 3. 2006, , Bad Oldeslohe, Schleswig-Holstein: Brandanschlag auf acht Fahrzeuge der Gleis- und Schienenbaufirma Thormählen Schweißtechnik AG in Bad Oldeslohe. [ Internationale Zellen] * 25.4. 2006, , Berlin: Im Rahmen der Proteste gegen die Innenministerkonferenz wird der Hauptsitz der 10 in Deutschland in Berlin-Mitte mit Farbeiern verziert. * 27.4. 2006, , Schleswig-Holstein: Brandanschlag auf das Auto des Direktors des Hamburgischen Welt -Wirtschafts-lnstituts (HWWI), Thomas Straubhaar in Reinbek und Farbe für sein Wohnhaus. Farbe und. Steine für das Reihenhaus des "Team Arbeit Hamburg' (ARGE) - Schnüfflers Sören Schülke. [ fight 4 revolution crews] * 30. 5. 2006, , Hamburg: Dreyer, als Chefbonze von HASP, Handelskammer und oberste Mitstreiter für so genannte lnnenstadt- Bettelverbote hat die Technokraten und Eliten des globalen Reichtums zu Gast bei' Weltbankforum. Steine und Farbe für mehrere Filialen der HASPA! * 20. 7. 2006, Berlin: Brandanschlag auf zwei Fahrzeuge auf dem Gelände eines Fiat-Autohauses, Gesamtschaden etwa 150.000 Euro, zudem Stein- und Farbflaschenwürfe auf ein von der Polizei genutztes Gebäude. [ anti G8 sportliga mitmacherlnnen] * 20.8. 2006, Weiße Krug: Lackfarbe und Steine auf das Haus des Ministerpräsidenten von Mecklenburg Vorpommern Harald Ringstorff. * 4. 9. 2006 Ivenack, MV: Gut 1000 Quadratmeter genveränderter Mais werden zerstört. * 10. 9. 2006, Brandenburg: Versuchter Brandanschlag auf vier Lkw der Firma Märkische Kraftfutter Gn (Märka) in Eberswalde, Brandsätze zünden leider nicht. [autonome Gruppen] * 28.9. 2006, Hamburg: Brandanschlag auf das Auto des Leiters der Hamburger Niederlassung der Eule Hermes Kreditversicherungs-AG, Stefan Schiebeler, sowie Farbbeutel auf Wohnhaus des Vorstandsvorsitzenden Gerd-Uwe Baden. [ Allianz Dammbruch] * 3. 10. 2006, Berlin: Wagensporttag - Brandanschläge auf Nobelkarossen, Siemens- und Vattenfall-Autos * 5. 10. 2006, Berlin: Antirassistische Farbflaschen auf den Landesverband Berlin der AWO. * 23.10.2006, Hamburg: Brandanschlag auf das Gebäude der Reederei Deutsche Afrika-Linien, ca. 120m" Büroraum brennen nahezu vollständig aus. * 26. 12. 2006, Hamburg: Brandanschlag auf das Auto des Staatssekretärs im Bundesfinanzministerium Thomas Mirow, Farbgläser auf sein Wohnhaus. [ gegen Kolonialismus und Krieg in der militanten Anti-G8-Kampag ne] * 2. 12. 2006, Berlin: Brandanschlag auf Justiz-Gebäude in Schöneberg. Feuer wurde frühzeitig gelöscht. * 29. 12. 2006, Heiligendamm: Rote und Sch Farbe für die Fassade von Kempinski. * 24. 12. 2006, Wuppertal: Farbe für das Privathaus des GESA- Geschäftsführers Ulrich Gensch und Baumstämme vor seiner Tür. Zum Jahresbeginn werden sieben LKW des Fuhrparks vom GESA Holzhof demoliert und bescheren den Ein-Euro-Jobberlnnen damit einen arbeitsfreien 2. Januar. 2007 * 2. 1. 2007, Rostock Farbeier auf die Jobagentur. * 3. 1. 2007, BerIin: Glasbruch bei Adidas in der Münzstraße in Berlin * 6. 1. 2007, Berlin: Brandanschlag auf McDonalds-Filiale in Marzahn, der Lagerraum brennt vollständig aus. * 15. 1. 2007, Brandenburg: Brandanschlag auf zwei Fahrzeuge der Bundespolizei in Oranienburg. [mg] * 18. 1. 2007, Berlin: Brandanschlag auf Vattenfall. * 26.1.2007, Hamburg: Brand- und Farbbeutelanschläge auf die Autos und Villen zweier Rüstungschefs von ThyssenKrupp Marine Systems. [ Anti-Militaristische Aktivistinnen Butter bei die Fische] * 7. 2. 2007, Berlin: G!asbruch beim Kundencenter von Vattenfal!. * 8. 2. 2007, Berlin: Antimilitaristische Farbe und Steine gegen den Katholischen Militärbischoff, SAP, Bertelsmann Stiftung und das Wohnhaus von Dr. Elmar Rauch. [ autonome Antimilitaristlnnen] * 13. 2. 2007, Berlin: Brandanschlag auf Dienststelle des Landeskriminalamtes in Berlin-Reinickendorf. * 23.2. 2007, Hamburg: Brandanschlag auf vier Fahrzeuge der Firma Dussmann. * 6. 3.2007, Berlin: Brandanschlag auf Gebäude der Firma Dussmann in Pankow. [autonome Gruppen] * 16. 3. 2007, Berlin: Brandanschlag auf Gebäude der Italienischen Handelskammer für Deutschland. [mg] * 24. 3. 2007, Berlin: Brandanschlag auf Europa-Info mobil anlässlich der EU-Jubiläumsfeierlichkeiten. * 1.4.2007, Berlin: Brandanschlag auf Siemensauto in Treptow. * 8. 4. 2007, nahe Heiligendamm: In Sichtweite des Kempinski-Hotels ist ein riesiges no g8 - Wandbild auf einem leer stehenden Ferienheims entstanden. [Ostermaler] * 15.4. 2007, Hamburg: Glasbruch, Farbe und Krähenfüße beim Hanse-Gate-Haus an der Elbe. [ http://dissentnetzwerk.org/node/2298] -------------------------------------------------------------------------------- "Protest ja - Gewalt nein!" BAO Kavala Pressemitteilung Nr. 043 Präventionspartnerschaft zur Verhinderung von Gewaltdelikten Die Polizei präsentierte am Dienstag, den 08. Mai 2007, im Rahmen einer Pressekonferenz das Präventionspartnerschaftskonzept zur Verhinderung von Gewaltdelikten während des G 8 Gipfels 2007 in Heiligendamm unter dem Motto "Protest ja - Gewalt nein!" Während des Gipfeltreffens vom 06.-08. Juni 2007 erwartet die Polizei auch eine Vielzahl von Globalisierungskritikern. Die Besondere Aufbauorganisation Kavala der Polizeidirektion Rostock, die unter Führung des Leitenden Polizeidirektors Knut Abramowski mit dem Schutz des Gipfeltreffens beauftragt ist, richtet die Maßnahmen natürlich auch darauf aus, Gewaltdelikte zu verhindern. " Ich gehe jedoch davon aus, dass aus Rostock am 02. Juni 2007 die Bilder einer bunten, fröhlichen Veranstaltung um die Welt gehen werden. Dazu werden die Veranstalter und wir alle notwendigen Maßnahmen zur Durchführung einer friedlichen Versammlung ergreifen", so Abramowski. In Zusammenarbeit mit den Medien aus Mecklenburg-Vorpommern wurde eine Präventionspartnerschaft gegründet, die eine Radiospotkampagne täglich ab dem 09. Mai 2007 beinhaltet. Gleichzeitig erscheint der gesprochene Text mit Bild des Sprechers als entsprechende Anzeige in den unterstützenden Tageszeitungen. Die Kampagne startet mit dem Schauspieler Sascha Gluth, dem Fußballer Stefan " Paule" Beinlich und der Landtagspräsidentin und Präsidentin des Landestourismusverbandes Silvia Brettscheider. Die Kampagne ist auf eine positive Verstärkung von bürgerlichem Engagement und Zivilcourage ausgelegt. Ziel ist eine friedliche Teilnahme an den Protesten zu erreichen. Für den Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern Lorenz Caffier ist "es ein gutes Zeichen der Geschlossenheit für die Demokratierechte und gegen Gewalt in unserem Land, dass sich Menschen aus den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen in dieser Aktion zusammengefunden haben." "Mein besonderer Dank gilt den Medien in Mecklenburg-Vorpommern, die als gemeinsame Partner diese Botschaft transportieren", hob Minister Caffier hervor. Die Botschaft "Protest ja - Gewalt nein" wird aber nicht nur in den regionalen Raum transportiert. Um die Verbreitung der Botschaft zu erhöhen, werden die Spots in den Internetauftritt der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern eingestellt und auch andere Internetplattformen, wie zum Beispiel "myvideo.de" und "youtoube.com", genutzt. Die anderen Länderpolizeien werden in ihren Internettauftritten ebenfalls Links einrichten. Polizeioberrat Gunnar Mächler, Leiter Öffentlichkeitsarbeit der BAO Kavala, bedankte sich bei den Kooperationspartner für die Unterstützung bei nachfolgenden Medien: * Antenne Mecklenburg-Vorpommern * Ostseewelle Hit-Radio * Norddeutscher Rundfunk * Ostsee-Zeitung * Schweriner Volkszeitung * Norddeutscher Neueste Nachrichten * Nordkurier -------------------------------------------------------------------------------- G8: Polizei will Daten von Hotelgästen. Die Daten von Hotelgästen, welche während der Protestwoche in Heiligendamm und Nähe gebucht haben, sollen im Vorfeld den Behörden ausgehändigt werden. Wie bekannt wurde, sind zur Zeit Polizeibeamte in Rostock und Umgebung unterwegs, um die Hotels, Pensionen und ähnliche "offizielle" Herbergen aufzusuchen. Ziel ist es, alle Daten von Menschen zu erfassen, welche für die Zeit der Protestwoche gegen den G8-Gipfel, in Heiligendamm und Umgebung Übernachtungen gebucht haben. Dabei setzen die Beamten die BetreiberInnen unter Druck und drohen mit Ärger, falls die Daten nicht rechtzeitig an die Polizei ausgeliefert werden. Es kann nicht angehen, daß bereits im Vorfeld des Gipfels Hotel und PensionsbetreiberInnen so unter Druck gesetzt werden. Vor allem, da bei vielen Buchungen noch nicht klar ist, wer denn die Zimmer belegt. Verschiedenste Organisationen haben für KünstlerInnen, ReferentInnen, Rednerinnen etc, bereits vor Monaten gebucht. Oft wurden nur Stückzahlen an Zimmern gebucht, ohne daß im Vorfeld Namen und Daten der zu erwartenden Gäste vorlagen. Auch durch kurzfristige Änderungen etc. ist es einfach nicht möglich diesem "Wunsch" der Polizei nachzukommen. Außerdem sollte sich grundsätzlich dagegen gewehrt werden. BetreiberInnen sollten auf keinen Fall einfach Daten hergeben. Es sollte ein Bechluß o.ä. vorliegen, die rechtliche Grundlage sollte von ÄnwältInnen geprüft werden etc. [ http://de.indymedia.org/2007/05/175872.shtml] -------------------------------------------------------------------------------- Wanderkundgebung: Beat Capitalism 30. Mai 2007 Start 15 Uhr Rathausmarkt Hamburg BEAT CAPITALISM Spoken Words and Music against the Empire Der G8 in Heiligendamm und der EU- plus Asien-Außenminister Gipfel in Hamburg stehen vor der Tür. Wie viele andere auch haben wir überlegt, diese Gipfel zu nutzen, um unseren politischen Widerspruch deutlich zu machen. Wir wollen die Totalität der kapitalistischen Ordnung in Frage stellen. Wir fordern dabei nicht weniger als alles und zwar sofort. Wir lehnen neoliberale Ideologien und autoritäre Sicherheitsvorstellungen ab. Wir wollen eine freiere Gesellschaft, die sich nicht über Normen, Zwänge und ökonomische Teilhabe definiert und darin beständig Ausgrenzung und Ungerechtigkeiten produziert. Wir beteiligen uns nicht am Spiel der Unterwerfungsgesten, sondern zelebrieren unsere hedonistische Widerspenstigkeit als kollektive Störung der öffentlichen Ordnung. Gemeinsam mit mehreren Bands und KünstlerInnen, organisieren wir eine Wanderkundgebung durch Hamburg, auf der Kultur und Politik zu einer eigenen Protestform fusionieren. Mit dabei sind Kettcar, Sport, Knarf Rellöm, Holger Burner, My Favourite Mixtape und die Kabarettisten Thomas Ebermann und Rainer Trampert. - "Beat Capitalism" ist mehr als ein Konzert. Nicht nur eine Kundgebung und anders als eine Demo. - "Beat Capitalism" ist ein Aktions- und Ereignissraum, der vor allem von dem lebt, was ihr daraus macht. Das Ausgangsmaterial sind fünf Bands, drei Orte, und zwei Reisen durch die Stadt. - "Beat Capitalism" ist nicht nur die Gelegenheit, Musik zu hören und ein Getränk zu sich zu nehmen, sondern echte Bewegung und Intervention im öffentlichen Raum. Wir möchten, dass ihr euch was überlegt und Gelegenheiten nutzt, die sich ergeben, wenn ihr euch, wie auch immer, von A nach B auf den Weg macht. Radio FSK wird diese Veranstaltung begleiten, nehmt also am besten Radios mit. - "Beat Capitalism" soll kein reiner Konsum sein, sondern eine Bühne der politischen und kulturellen Selbstinszenierung mit der ganzen Stadt als Interventionsraum. Eine Form des Protestes, die über verschiedene Formen und Ereignisse kommuniziert. Dies funktioniert natürlich nur, wenn ihr euch bewegt. Start ist pünktlich um 15 Uhr am Rathausmarkt. Seid dabei! Wir lassen uns überraschen und freuen uns auf die PartyDemoKonzertAktion und was auch immer dabei herauskommt. Kundgebungsorte und Programm // 15 h Rathausmarkt: Standortnationalismus / 17 h Landungsbrücken: Migration und Welthandel / 19 h Sternschanze: Repression und Umstrukturierung Mehr Infos: https://hamburg.dissentnetzwerk.org Download: https://hamburg.dissentnetzwerk.org/uploads/Hamburg/beat-capitalism.pdf -------------------------------------------------------------------------- Ausführlicher Pressespiegel rund um den G8 unter http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-l ================================================ 25 [CUADPUpdate] New Jersey to Consider Abolishing Death Penalty & This & That von "Abraham J. Bonowitz" ================================================ Greetings All, Well friends, this is it. If you are anywhere near Trenton, come this Thursday morning to be a part of history.... E-mail me for the details if you think you can make it, or see our blurb at www.NJADP.org A brief TV news item is here under the title "New Jersey to Consider Abolishing Death Penalty": http://wfmz.com/view/?id=94212 ************ Posted on Wed, Mar. 14, 2007 [] Death-penalty recommendations based on facts I am the chief of police of West Orange, N.J. I was one of 13 members of the New Jersey Death Penalty Study Commission which recommended replacing the death penalty with life in prison without possibility of parole. It was a recommendation based upon facts, careful study and much deliberation. So I read with interest the March 2 commentary about the study by Sharon Hazard-Johnson. I have great empathy for the writer, who lost her devoted parents to a horrific murder. She has every right to disagree with our recommendation. However, I feel compelled to reply to her assertions about how and why we arrived at our conclusion. The makeup of the commission was both balanced and fair. Sitting around me - a pro-death-penalty police chief - was a retired Supreme Court justice who had upheld capital punishment; two current county prosecutors, who had sought it; the father of a murder victim; a victims' advocate, and other dedicated citizens. This was nothing if not a transparent examination by a credible and unbiased panel. Pro-death-penalty advocates had every opportunity to express their views at several hearings, which were public and well-advertised. Ms. Hazard-Johnson herself was the only witness to testify more than once. We considered her position so fully that she was cited in the commission's report. I didn't go into the study thinking I would vote to end the death penalty, but with each hearing, it became clearer that New Jersey's death penalty isn't working and is actually doing far more harm than good. I have no sympathy for killers. My sympathy is with the families of murder victims. It was those very family members who helped change my mind during the course of the hearings. I had no idea how much families suffer, facing years of capital appeals and reversals. Even in states that carry out executions, the process takes years and reversals are many. And, in capital cases, there is more attention paid to the murderer and less to the victim. I don't oppose the death penalty in theory. But I have learned that a fair, accurate and effective system doesn't exist. It doesn't make sense to keep reaching for the impossible when the alternative of life in prison without parole both ensures public safety and puts victims' families first. I stand by not only the commission's recommendation, but the open and fair process we used to reach it. James P. Abbott Chief of Police West Orange Police Department West Orange, N.J. ************ Check out Spiderman III ! With thanks to Steve Dear for the heads up, it seems that Spiderman III incorporates themes of revenge versus forgiveness in the wake of two murders that weave throughout the storyline. At one point a woman whose husband was murdered says some things that could be right out of a talk by one of the speakers from MVFR, MVFHR, or the Journey of Hope. It's not often that a blockbuster seriously explores these issues. And this movie had the largest debut in movie history. Hundreds of millions of people worldwide are going to hear this message through this film. There's something to be done - point it out and talk about it with people you know who have seen the film.... *********** NEW BOOK! My friend Sunny Jacobs' book is out and available only in the UK at this point. The Guardian ran a piece on it last week.... It's long, but very moving.... Flower child on death row In 1976, Sunny Jacobs and her children got caught up in a shootout in which two state troopers were killed. She and her boyfriend were blamed and sentenced to the electric chair. Here she describes life in solitary and a 16-year battle to prove her innocence Read it here: http://www.guardian.co.uk/weekend/story/0,,2065977,00.html ***************** Yours in the Struggle, --abe ================================================ 26 Gipfelsoli Newsletter] Update: Welle von Repression gegen Anti-G8-Strukturen von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- *Welle von Repression gegen Anti-G8-Strukturen* *Objekte in Hamburg, Berlin und Bremen durchsucht* *Kommunikationsstruktur der Anti-G8-Bewegung soll gestört werden* Pressemitteilung Seit heute morgen 8.00 Uhr findet bundesweit eine Durchsuchungswelle gegen linke Strukturen statt. Betroffen sind Projekte und Privatpersonen, die sich gegen den G8-Gipfel engagieren - oder für solche gehalten werden. In Berlin sind mindestens 7 Wohnungen und Büro-Räume betroffen, darunter zwei Büros im Bethanien sowie der Fusion-Laden in der Skalitzer Straße. Dort organisiert sich die Antifaschistische Linke Berlin und das Netzwerk Interventionistische Linke. Ebenfalls heimgesucht wird ein Buchladen im Mehringhof und die Büros zahlreicher alternativer Medienprojekte in der Lausitzer Straße. Besonderes Augenmerk legt das BKA auf den alternativen Server SO36.net. Viele linke und alternative Projekte haben ihre Webseiten, Mailinglisten und Mailadressen dort abgelegt. Damit soll die Kommunikationsstruktur der Anti-G8-Bewegung empfindlich gestört werden. In Hamburg richtet sich die Repression gegen die Rote Flora und diverse Hausprojekte. Auch im Berliner Umland finden Durchsuchungen statt. Ebenso werden aus Bremen Durchsuchungen gemeldet. Der Durchsuchungsbeschluß ist ausgestellt wegen § 129a: "Bildung einer terroristischen Vereinigung zur Verhinderung des G8-Gipfels". Die grobe Auswahl aus linken Wohnprojekten und Infrastruktur macht deutlich, dass die Ermittlungen als Vorwand genommen werden um wahllos gegen die linke Mobilisierung vorzugehen. "Als Vorwand dienen womöglich Ermittlungen zu diversen Sachbeschädigungen, die mit Bezug zum G8 verübt wurden", vermutet die Campinski Pressegruppe. In diesem Zusammenhang wurde auch das Kempinski-Hotel in Heiligendamm mit Farbkugeln beworfen. Die Handlungsspielräume eines §129a- Verfahrens werden genutzt, um Daten zu sammeln und haben darüber hinaus den durchaus beabsichtigten Effekt der Einschüchterung. Lediglich 2% aller Verfahren nach §129a führen zu Verurteilungen. Trotzdem: "Wer sich den G8 Gipfel einlädt lädt sich auch den Protest ein", erklärt Hanne Jobst vom Berliner Bethanien-Büro. "Alle Kriminalisierungsversuchen werden nichts daran ändern, dass wir den G8 als Anlass nehmen werden ein Schlaglicht auf die Ungerechtigkeit dieser Welt zu werfen". Die Repression durch das Bundeskriminalamt kommt nicht überraschend. Der linke und linksradikale Widerstand gegen den G8 hat eine für die Polizei nicht mehr handhabbare Größe erreicht. "Bisher hat die Polizei nur in der Presse versucht, den Widerstand zu spalten und ein Heer von 'Chaoten' halluziniert. Nun wird versucht, die Anti-G8-Strukturen organisatorisch lahmzulegen", erklärt Jobst weiter. "Auffällig ist, dass sich die Durchsuchungen gegen alle Spektren desjenigen Widerstands richtet, der keine Forderungen an die G8 richten möchte, sondern die G8 als Institution rundherum ablehnt", erklärt eine Sprecherin der Gipfelsoli Infogruppe. [Gipfelsoli Infogruppe | Campinski Pressegruppe] -------------------------------------------------------------------------- Protest + Widerstand: http://de.indymedia.org/g8heiligendamm Pressespiegel zum G8 2007 unter http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-l ================================================ ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich und somit MedieninhaberInnen: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2007, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. 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(werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: MI, 21.00 Uhr nicht aufgenommen: Doubletten, 2 Beitraege I/PAL 1 Beiträg nicht WR unaktuelle Beiträge III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Fri May 11 06:54:16 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Fri, 11 May 2007 06:54:16 +0200 Subject: widerst@nd mund - Freitag, 11. Mai 2007 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Freitag, 11. Mai 2007 Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN ================================================ 01 12. Regenbogenparade am 30. Juni 2007 mit fulminantemShowprogramm von Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien ============================================== 02 [SLP-Pressemeldung] 11.5.,Veranstaltung: Antikriegs-Aktivist aus USA in Wien von Sozialistische LinksPartei ============================================== 03 GA: reminder: Drag King Buchpräsentation+Party, Kino-Sondervorstellung von Andersrum Wien ============================================== 04 SONNTAGS/HÖRBAR ABSTRAKT: TUNEFISCH (a) live von Kim-pop.org ============================================== 05 [Depot-news] Programm 14.-16.Mai von depot-news at mailman.sil.at ============================================== ============================================== WIDERSTAND GEGEN G 8 ============================================== ============================================== 06 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ============================================== 07 ASt - Spontandemos in Deutschland angesichts der Repression gegen G8 von ASt-LFI =============================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN ================================================ ============================================== 01 12. Regenbogenparade am 30. Juni 2007 mit fulminantemShowprogramm von Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien ============================================== Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 10. Mai 2007 12. Regenbogenparade am 30. Juni 2007 mit fulminantem Showprogramm "Die Abschlusskundgebung zur Regenbogenparade wird dieses Jahr nicht auf dem Heldenplatz, sondern auf dem Schwarzenbergplatz vor dem Hochstrahlbrunnen über die Bühne gehen. Die Höhepunkte der fünfstündigen 'Celebration' von 17 bis 22 Uhr stehen bereits fest", berichtete Christian Högl, Obmann der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien, die die Parade seit 2003 organisiert. Zwei Power-Frauen: Marla Glen und Marianne Mendt Musik, die Grenzen überschreitet und viele Menschen berührt - diesem selbst gewählten Anspruch wird Marla Glen ganz sicher gerecht, wenn der internationale Stargast den Schwarzenbergplatz zum Kochen bringen wird. Glens Musik ist am ehesten dem Soul, Jazz oder Funk zurechnen. Sich in eine Schublade pressen lässt sich die Sängerin mit der enormen Bühnenpräsenz, bei der Ausstrahlung und Gesang ineinander verschmelzen, jedoch nicht. Mit Marianne Mendt wird ein weiterer Star ersten Rangs und ein echtes österreichisches Urgestein auf der "Celebration"-Bühne stehen. Die Sängerin, die 1970 mit "A Glock'n, die 24 Stunden läut'" den Durchbruch schaffte, zu den BegründerInnen des Austro-Pop zählt und seither neben ihrer musikalischen Karriere, nicht zuletzt als Jazz-Interpretin, auch eine beispiellose Karriere als Schauspielerin gemacht hat, wird gemeinsam mit ihrer Band zehntausende Paraden-BesucherInnen begeistern. Saturday Night Fever Außerdem wird das Publikum dem Samstagnacht-Discofieber der guten alten 1970er Jahre erliegen, das die gleichnamige Musik- und Tanzshow "Saturday Night Fever - The Seventies Disco Music Show" auslösen wird. Natürlich mit legendären Bee Gees-Ohrwürmern wie "Staying Alive" und Kultklassikern von Boney M., Village People u. a. Choreografische Höchstleistungen gepaart mit gesanglichen Sternstunden werden für glänzende Augen beim Publikum sorgen. Starmania goes Regenbogen Falco, Johnny, Martin und Tom, vier erfolgreiche Teilnehmer der Endrunde des ORF-Quotenhits Starmania, werden ebenfalls auf der Celebration-Bühne stehen. Der neue programmatische Name ihrer Boygroup - jetzt anders! - passt perfekt zum Paraden-Abschlussevent, denn Anderssein ist an diesem Tag Programm. Mit Tanja Dickbauer wird sich eine weitere Starmania-Teilnehmerin die Ehre geben. Sie wird ihren neuen Song präsentieren, der Teil einer großangelegten Jugend-Präventionskampagne der AIDS-Hilfe Wien und der Österreichischen Gewerkschaftsjugend ist. "Pride Guide" erscheint morgen Vor der Parade steht Wiens lesbisch/schwule und Transgender-Community den ganzen Juni über unter dem Motto "Vienna Pride". Das vollständige Programm dieses Pride-Monats hat die HOSI Wien in einer 40-seitigen Broschüre zusammengefasst, die ab morgen gratis in der Wiener LSBT-Szene aufliegen wird bzw. als PDF zum Download auf dem Paraden-Website bereitsteht. Dort finden sich auch alle wichtigen Informationen rund um die Regenbogenparade: www.regenbogenparade.at Weitere Infos zu den Showacts finden sich auf: Marla Glenn: www.marlaglen.de Marianne Mendt: www.mariannemendt.at Jetzt anders!: www.jetztanders.at HINWEIS für die RedakteurInnen: Ab heuer wurde die Schreibweise der Regenbogenparade offiziell geändert: Der Bindestrich entfällt. Rückfragehinweis: Ute Stutzig, Presse: Tel. 0650-90 80 188 Barbara Süss, Presse: Tel. 0680-30 11 575 Christian Högl, Organisation: Tel. 0699-11 81 10 38 office at hosiwien.at, www.hosiwien.at ZVR-Nr.: 524 534 408 ============================================== 02 [SLP-Pressemeldung] 11.5.,Veranstaltung: Antikriegs-Aktivist aus USA in Wien von Sozialistische LinksPartei ============================================== Eine Pressemitteilung der Sozialistischen LinksPartei (SLP) 11.5., Veranstaltung: Antikriegs-Aktivist aus USA in Wien Internationale Solidarität statt Anti-Amerikanismus Die Sozialistische LinksPartei (SLP) lädt am 11. Mai zu einer Veranstaltung mit Jesse Lessenger, Antikriegs-Aktivist und Sozialist aus Boston, USA. Jesse wird von den Bewegungen gegen Krieg und Irak-Besatzung in den USA berichten. Dort macht "Socialist Alternative" durch verschiedene Kampagnen den Kriegstreibern aus Regierung und Wirtschaft das Leben schwer. Nicht "DIE USA" sind das Problem, sondern der Kapitalismus und die damit einhergehende Aufrüstung und Kriegsgefahr - ob in Amerika, Europa oder Asien. Freitag, 11. Mai, 19 Uhr, "Amerlinghaus", Wien 7., Stiftgasse 8 (nahe U3-Neubaugasse bzw. Linie 49) ============================================== 03 GA: reminder: Drag King Buchpräsentation+Party, Kino-Sondervorstellung von Andersrum Wien ============================================== Liebe FreundInnen, hier nochmal zwei Veranstaltungstipps: --------------------------------------- Drag King Buchpräsentation und Party --------------------------------------- Am 11.5. präsentieren die Linken Emanzen das Buch "Drag Kings. Mit Bartkleber gegen das Patriarchat". Anschließend Party im Fluc! mehr: http://www.gruene-andersrum.at/linke_emanze/artikel/lesen/15742/ --------------------------------------- Kino Sondervorstellung: An Inconvenient Truth --------------------------------------- Die Grüne Klubobfrau Maria Vassilakou, Gemeinderat Marco Schreuder und die Grünen Andersrum laden Euch herzlich zu einer Kino-Sondervorstellung anlässlich der Grünen Energiesparwochen ein. Am Dienstag, den 15.5.07 um 19:30 Uhr zeigen wir den preisgekrönten Film "An Inconvenient Truth - Eine unbequeme Wahrheit" des ehemaligen amerikanischen Vizepräsidenten Al Gore. Geschlossene Vorstellung, Eintritt frei! An Inconventient Truth - Eine unbequeme Wahrheit (OmU) Die Menschheit sitzt auf einer Zeitbombe. Wenn die große Mehrheit der internationalen WissenschafterInnen recht hat, bleiben uns nur noch zehn Jahre, um eine große Katastrophe abzuwenden, die das Klima unseres Planeten zerstören wird. Die Folge werden extreme Wetterveränderungen sein, Fluten, Dürren, Epidemien und tödliche Hitzewellen von ungekanntem Ausmaß - eine Katastrophe, die wir selbst verschulden. Das klingt wie nach einem Rezept für schwermütigen Trübsinn und pessimistische Kassandra-Rufe? Warten Sie's ab! Auf den Filmfestivals von Sundance und Cannes sorgte "An Inconvenient Truth - Eine unbequeme Wahrheit" für Furore. Darsteller: Al Gore USA 2006, ca 100 Minuten Regie: Davis Guggenheim Dienstag 15.5.07, 19:30 Uhr "An Inconvenient Truth - Eine unbequeme Wahrheit" Cinemagic, ehemaliges Opernkino Friedrichstraße 4, 1010 Wien Aus urheberrechtlichen Gründen dürfen wir für diesen Film keine Online-Werbung machen, sondern nur persönliche Einladungen verschicken. Ihr könnt diese Einladung aber gerne weiterleiten. http://www.gruene-andersrum.at/ ============================================== 04 SONNTAGS/HÖRBAR ABSTRAKT: TUNEFISCH (a) live von Kim-pop.org ============================================== SONNTAGS/HÖRBAR ABSTRAKT so 13.05.2007 SONNTAGS ABSTRAKT TUNEFISCH (a) 20:30 postgarage, dreihackengasse 42, 8020 graz eintritt frei!!! alle cocktails um 4 ?! fr 11.05.2007 HÖRBAR ABSTRAKT Der Gottvater und seine Kinder 20:30 - 22:30 auf der frequenz von radio helsinki - 92,6 MHz; wiederholungen der sendung am mittwoch, 00:00 - 02:00 uhr, ebenfalls auf radio helsinki _________________________________________________________ SONNTAGS ABSTRAKT: Tunefisch (a) Vom proberaum auf die show bühne von Sonntags Abstrakt. Mir haben die fische erzählt, dass sie 382 jahre im proberaum verbracht haben und jetzt das ergebnis ihrer lichtschwachen odyssee zu präsentieren bereit sind. Ganz glaube ich ihnen die 382 jahre ja nicht, aber zumindest verspricht so intensives untertauchen ein sehr eigenständiges ausgegorenes ergebnis. Oder fischsuppe. Die musik von Tunefisch ist frei improvisiert und weigert sich herkömmliche kompositionsschemata als gegeben hinzunehmen. Analoge und digitale elemente - und deren abwandlungen durch real-time mixing oder phrase looping - verschmelzen zu äusserst organischen, leicht autistischen klanggebilden. Dazu wird das auge durch live erzeugte visuals stimuliert, alle sinne werden in einer art unterwassermassage durchgeknetet. Irgendwie fühlt sich die musik von Tunefisch wirklich so an, als würde man durch ein meer von seltsamen, manchmal alt-bekannten und gerade deshalb ungewohnten, klängen tauchen. Alles auf eine hypnotische art so fern und unwirklich, obwohl es nur das wasser auf unserer haut ist. So etwas passiert nur unter wasser.... oder bei sehr grosser hitze.... oder diesen Sonntag in der Postgarage. HÖRBAR ABSTRAKT: Der Gottvater und seine Kinder Anlässlich der Entdeckung einer Neuerscheinung überschüttet Euch Lonestar mit Göttlichkeit. Das neue Album ist Super Ready / Fragmenté von den Young Gods. Weil uns Fragmente natürlich zu wenig sind machen wir einen ordentlichen Brocken daraus und schlagen The Young Gods play Kurt Weill drauf. Damit die Kinder nicht ganz unbeaufsichtigt spielen beteiligt sich der Godfather des Industrial Jim Foetus mit seinen Projekten Foetus. und Wiseblood.. Lonestar wünscht tiefe Kontemplation. Amen! ============================================== 05 [Depot-news] Programm 14.-16.Mai von depot-news at mailman.sil.at ============================================== Montag, 14. Mai, 19.00 ÖH-Wahlen Zwiegespräche der SpitzenkandidatInnen Von 22. bis 24. Mai ist es wieder so weit: Circa 220.000 Studierende sind aufgerufen, ihre Studien- und Universitätsvertretung zu wählen. Auch heuer kommt wieder die Frage nach der Legitimation dieser gesetzlichen Interessensvertretung auf, weil seit Jahren die Wahlbeteiligung nur bei etwa 30 Prozent liegt. Dabei gibt es in vielen Bereichen dringenden Diskussions- und Handlungsbedarf: von Studiengebühren und Sozialdienst über Zugangsbeschränkungen bis hin zur aktuellen Hochschulreform nach Bologna. Und wie viel Einfluss hat die ÖH überhaupt? In aufeinander folgenden Zweiergesprächen diskutieren die SpitzenkandidatInnen der Fraktionen der Bundesvertretung. Samir Al-Mobayyed, AG Hartwig Brandl, FLÖ Fanny Rasul, GRAS Lisa Schindler, VSStÖ Natascha Wanek, KSV-LiLi Philipp Weingartshofer, LSF Moderation: Anita Zielina, derStandard.at Dienstag, 15. Mai, 19.00 Ravensbrückerinnen kinokis mikrokino #143 "Irmas Zeit" begleitet Irma Trksak, die als Widerstandskämpferin 1941 ins Frauen KZ Ravensbrück deportiert wurde, auf einer Zeitzeuginnenreise durch Oberösterreich. Seit Jahrzehnten ist sie als Sekretärin der Lagergemeinschaft Ravensbrück tätig, um ihre politische Lebenserfahrung an die nächsten Generationen weiterzugeben. "In Erdberg steht ein Häuserl" dokumentiert einen Spaziergang mit Hermine Jursa, Widerstandskämpferin, Kommunistin, Ravensbrückerin durch den 3. Bezirk. Zu den Wohnungen, in denen sie gewohnt, gelebt, politisch gearbeitet hatte, verraten und verhaftet wurde. Irmas Zeit (A 2007), Regie: Alenka Maly und Roland Freinschlag, 33 Min. In Erdberg steht ein Häuserl (A 2000), Regie: Tina Leisch, 44 Min. Filmvorführungen in Anwesenheit von Irma Trksak, Alenka Maly und Tina Leisch Dieser Filmabend ist ein Beitrag anlässlich des 60jährigen Bestehens der Österreichischen Lagergemeinschaft Ravensbrück und Freundinnen, das am 1. Juni um 15.30 Uhr mit einem Festakt im Parlament gewürdigt wird. Mittwoch, 16. Mai, 19.00 Jüdisches Leben in Wien nach 1945 Resümee und Perspektiven Die prosperierende jüdische Gemeinde Wiens, vor dem "Anschluss" 1938 mit über 180.000 Mitgliedern eine der größten Europas, wurde gewissermaßen zweimal zerstört: Einmal durch die Vertreibung und Ermordung durch die Nationalsozialisten und ihre HelferInnen, ein zweites Mal durch die Republik Österreich, der nach 1945 weder ein Wort des Bedauerns noch eine Einladung zur Rückkehr zu entlocken war und die systematisch die Rückkehr von Vertriebenen sabotierte. Angesichts solcher Rahmenumstände stellt sich die Frage, wie sich eine Minorität überhaupt entwickeln kann, und welchen Veränderungen sie unterworfen ist. Raimund Fastenbauer, Generalsekretär der Israelitischen Kultusgemeinde Wien Moderation: Florian Wenninger, Gedenkdienst Eine Veranstaltungsreihe in Kooperation mit dem GEDENKDIENST. Depot Breitegasse 3 A-1070 Wien Tel: +43 1 522 76 13 www.depot.or.at ============================================== WIDERSTAND GEGEN G 8 ============================================== ============================================== 06 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ============================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - Anschnallen bitte! - Polizeiforum www.german-police.org gehackt - Widerstand gegen G8 - Aus den ersten 23 Jahren ---------------------------------------------------------------------------- -- Anschnallen bitte! Am 9. Mai hat das BKA dem hohen Fahndungsdruck entsprochen und bundesweit 40 Objekte durchsucht. 900 Polizeikräfte waren eingesetzt um Privatpersonen und linke Projekte einzuschüchtern. Ermittelt wird nach §129a: "Bildung einer terroristischen Vereinigung zur Verhinderung des G8-Gipfels". Hintergrund sind Aktionen militanter Gruppen, die Sachschäden gegen Einrichtungen der Bundesregierung und der Wirtschaft verüben. Der §129a wird als Vorwand zur Gewinnung von Informationen angewendet. Nicht mal 2% aller Ermittlungen führen zu Verurteilungen. Auf den Punkt bringt es die Bundesstaatsanwaltschaft selbst: "Die heutigen Untersuchungen sollten Aufschluss bringen über die Strukturen und die personelle Zusammensetzung von diesen Gruppierungen, und dienten nicht in erster Linie zur Verhinderung von konkreten Anschlägen. Dafür gab es keine Anhaltspunkte". Die Repression war zu erwarten, immerhin ist die Mobilisierung innerhalb der deutschen Linken beispiellos. Alle Teilbereiche linker Politik sind in den Bewegungen gegen den G8 repräsentiert. Die Vorbereitungen in anderen Ländern Europas sind in den letzten Wochen in eine neue Phase getreten. Wir haben zur Berichterstattung zur Repressionswelle einen eigenen Topic eingerichtet. Unter www.gipfelsoli.org/Repression/Anschnallen_bitte veröffentlichen wir Statements, Texte und Material. In Zukunft verzichten wir weitgehend auf das Versenden von Presseartikeln der Mainstream-Medien in unserem Newsletter. Wir wollen an dieser Stelle noch mal auf den sehr lesenswerten Pressespiegel der Gruppe Badespasz aus Halle hinweisen. Presseartikel zu allen Themen rund um den G8 finden sich unter www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp. Ausführliche Berichte zu Aktionen im Vorfeld, Demonstrationen oder auch Direct Action finden sich auf www.de.indymedia.org/g8heiligendamm (englisch: www.indymedia.org.uk/en/actions/2007/g8). Gewaltprävention Zur Diskussion zu Gewalt bei Gipfelprotesten empfehlen wir den Jingle zu Gewaltprävention: http://gipfelsoli.org/rcms_repos/Tools/AG_Gewalt.mp3. Der Jingle ist eine Antwort auf die Propaganda der Polizeiorganisation "Kavala". In Zeitungen und Radios Mecklenburg-Vorpommerns wird vor "gewaltbereiten Gipfelgegnern" gewarnt. Die Mobilisierung gegen den G8 ist breit und ambitioniert. Die Stärke der Bewegung liegt darin Spaltungsversuchen zu widerstehen, solidarische Debatten zu führen und gemeinsam den G8-Gipfel zu verhindern. Wir distanzieren uns von allen, die sich vom linksradikalen G8-Widerstand distanzieren! [Gipfelsoli Infogruppe] ---------------------------------------------------------------------------- -- Polizeiforum www.german-police.org gehackt Als Reaktion auf die massive Repression wurde heute anscheinend das Polizeiforum www.german-police.org gehackt. Es wurde augenscheinlich ein kompletter Dump der Datenbank mit allen Internas, inkl. versteckten Foren und private messages der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die HackerInnen hinterliessen folgendes Statement: Dieses Forum wurde präventiv vor dem G8-Gipfel beschlagnahmt. Es gibt ernstzunehmende Hinweise, das sich Teile der Polizeibeamtenschaft im Rahmen des G8-Gipfels staatsterroristisch (gemäß §129a) betätigen wollen, daher sahen wir uns im Namen der Bundesdatenantifa gezwungen umfassende Maßnahmen einzuleiten, um dieser Bedrohungssituation Herr zu werden. Wir setzen dabei auf die aktive Mithilfe aller Bürgerinnen und Bürger bei der Auswertung der beschlagnahmten elektronischen Daten um vergangene Straftaten aufzuklären und zukünftige Straftaten im Rahmen des G8-Gipfels zu verhindern. Insbesondere erhoffen wir uns Namen und Anschriften von bisher unbekannten Straftätern zu ermitteln, um diese an die Exekutivorgane der Antiglobalisierungsbewegung weiterzuleiten und eine umfassende präventive Überwachung zu gewährleisten. Neben dem aktiven Ermittlungshintergrund dieser Durchsuchungsmaßnahme sehen wir auch die Möglichkeit besseren Einblick in Polizeistrukturen zu erlangen und die organisierte kriminelle Polizeiszene besser zu analysieren. Einer unserer Ermittler Vorort sagte dazu: "Wir haben in den Busch geschossen, nun sehen wir weiter, was und wer sich dort bewegt" Vielen Dank geht an dieser stelle an Bundesinnenminister Schäuble, der die legislative Grundlage für die hier angewandte Form der Online-Durchsuchung maßgeblich mit geschaffen hat. Da die Auswertung der Daten aufgrund ihrer Masse noch mehrere Wochen in Anspruch nehmen wird, haben wir uns dazu entschlossen den Bürgerinnen und Bürgern eine vorab Version in Form von SQL-Daten zu Verfügung zu stellen. Als bequemere Alternative stellen wir Ihnen eine ältere Version der beschlagnahmten Daten im HTML-Format zum Download bereit. Generalbundesdatenantifaschist Hagbard Celine Daten-Datenbank: http://www.german-police.org/db.sql.bz2 Daten-In-HTML: http://www.german-police.org/html1.tar.bz2 [{http://de.indymedia.org/2007/05/176235.shtml] ---------------------------------------------------------------------------- -- Widerstand gegen G8 In der Nacht von Donnerstag auf Freiytag vergangener Woche ist die deutschge Botschaft in Managua/ Nicaragua verschoenert worden. Neben die Eingangsforte spruehte eine Gruppe den Schriftzug "Resistencia Internacional" und eine Schablone mit "NO-G8". Augenscheinlich sollte diese Aktion ein Beitrag zum internationalen Widerstand gegen das G8-Treffen in Heiligendamm sein [http://de.indymedia.org/2007/05/176151.shtml] ---------------------------------------------------------------------------- -- Assoziation A Aus den ersten 23 Jahren ISBN 3-935936-13-3 | 400 Seiten | Mit zahlreichen Abbildungen | erschienen Juni 2003 | 20.00 ? / 35.10 sF | lieferbar Zum Buch: Unveränderte Neuauflage, April 2007 Fünf Berliner Autonome beschreiben 20 Jahre autonomer Geschichte. Analysen, Berichte, Anekdoten und Schmonzetten zu folgenden Themen: Häuserkampf - Anti-Akw - IWF-Kampagne - Kübel - Revolutionäre Zellen - Mein erster Molli - Spaßguerilla - Nolympic - Krieg und Frieden - Punk - Rostock, Hoyerswerda - Internationalismus - die Zeit der Verwirrung - u.a. Das Buch ist eine Mixtur aus persönlichen Erlebnissen, Reflexionen, analytischer Aufarbeitung und politischer Einordnung der autonomen Bewegung, deren viel beschworenes Ende noch nicht erreicht ist. Inhaltsverzeichnis: Einleitung Teil 1 1. Die ganze Bäckerei! Die Bewegungszeit von 1980 bis 1984 2. Anti-Atom-Bewegung: "Der Bauplatz muss zur Wiese werden!" 3. Die Bewegung kehrt zurück in die Städte 4. Gegen Krieg! Für Frieden? 5. Autonome an der Startbahn West Teil 2 1. "Bildet Banden!" Autonome Gruppen 1984 bis 1987 2. Von Wackersdorf bis Kleve: Der Anti-AKW-Kampf geht weiter 3. Die internationale Solidarität! 4. Antiimperialisten, grundsätzlich und am Beispiel Air Base 5. RZ & Autonome - Geschichte einer Geschwisterrivalität 6. Mehr als nur kämpferische Haltung: Autonome Militanz Teil 3 1. Autonome Kampagnenpolitik 1987 bis 1990 2. Was man zum Patriarchat zu sagen hat 3. Streifzüge durch Ostberlin - So nah und doch so fern 4. Von Yuppies, Kiezkämpfen und dem 1. Mai 5. IWF-Kampagne - Verhindern wir diesen Kongress 6. Die Kampagne gegen Shell 7. Der Schlüssel zum Erfolg oder: Wie mache ich eine Kampagne? 8. Berlin Utopie 9. Mainzer lebt! Ost-Berlin nach dem Mauerfall Teil 4 1. Die 90er Jahre - Strömungen, Turbulenzen und Strudel 2. Wem gehört der Stadtteil? 3. Wie das AOK Olympia in Berlin verhinderte 4. Die Organisierungsdebatte 5. Antifaschismus - die Bewegung der 90er 6. Autonomer Antirassismus 7. Was machen eigentlich ...? Die militanten Gruppen 8. Autonomie-Kongress 1995 9. Der Castor kommt 10. Kommunikationsguerilla 11. Zeit der Verwirrung 12. Internationalismus - Globalisierungsbewegung 13. Krieg ist Frieden Teil 5 ..... und die nächsten 23 Jahre? Mach es wie die Sonnenuhr Perspektiven und Thesen Älter werden - neugierig bleiben Macht zersetzen Nicht zum Klerus der Revolution werden [http://www.assoziation-a.de/gesamt/Autonome_in_Bewegung.htm] -------------------------------------------------------------------------- Protest + Widerstand: http://de.indymedia.org/g8heiligendamm Pressespiegel zum G8 2007 unter http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-l =============================================== 07 ASt - Spontandemos in Deutschland angesichts der Repression gegen G8 von ASt-LFI =============================================== Spontandemos in Deutschland angesichts der Repression gegen G8-GegnerInnen "Wir sind alle 129a!" (aus: Red Newsletter 269, Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 10. Mai 2007) "Wir sind alle 129a!" skandierten die TeilnehmerInnen der Berliner Demonstration gegen die Repression der Anti-G8-Bewegung. Sie drückten damit ihre Solidarität mit den Betroffenen der Durchsuchung dutzender Wohnungen, von Festnahmen und Beschlagung von Computern im ganzen Bundesgebiet aus. Bundesanwaltschaft und BKA setzten am 9. Mai rund 1000 Beamte ein - auf der Suche nach "Beweisen" für die Gründung einer terroristischen Vereinigung nach §129. Dieser Anschlag auf die Bewegung gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm, die unverhohlene Einschränkung demokratischer Rechte gibt einen Vorgeschmack davon, zu welchen Repressionsmitteln der deutsche Staat bereit ist. Damit sollen AktivistInnen kriminalisiert und der Protest isoliert werden. Doch die Rechnung von Bundesanwaltschaft, Polizei und Regierung ging gestern nicht auf. Im ganzen Bundesgebiet gab es beeindruckende und kämpferische Protestdemonstrationen, die größten in Berlin und Hamburg mit 5.000 bzw. 4.000 TeilnehmerInnen. Indymedia berichtet von rund 20 Demonstrationen in der BRD. Auch in Amsterdam gab es eine Protestkundgebung vor dem deutschen Konsulat, in Wien ist heute, in London und Edinburgh sind für morgen Demos geplant. Diese Antwort und die vielen Solidaritätserklärungen sind sehr ermutigend. Durch die breite Gegenmobilisierung kann dem Kriminalisierungsversuch von AktivistInnen wirksam begegnet und der reaktionären Anschlag auf demokratische Rechte zu einer politischen Niederlage der Herrschenden werden . Die massive Repression am 9. Mai zeigt aber auch: Die herrschende Klasse und ihr Staatsapparat sind bereit, zu immer massiverer Repression zu greifen, um Protest und Widerstand im Keim zu ersticken, um eine Verbreiterung und Radikalisierung einer Bewegung zu verhindern, die sich nicht nur gegen die G8, sondern auch gegen das kapitalistische System richtet. Der Widerstand gegen dieses System ist legitim und notwendig. Daher gilt unsere uneingeschränkte Solidarität den Betroffenen der polizeilichen und staatlichen Repression und Willkür. - Sofortige Einstellung der Repression! Sofortige Freilassung aller Festgenommenen! Niederschlagung aller Verfahren! - Sofortige Herausgabe aller beschlagnahmten Materialien, Computer sowie Freischaltung der gesperrten Server! Solidarisiert Euch mit den Betroffenen! Beteiligt Euch an den Demonstrationen und Aktionen gegen die Repression! Geben wir den Herrschenden und ihrem Bullenstaat die gebührende Antwort vom 2.-8. Juni bei den Demonstrationen und Aktionen gegen den G8-Gipfel! Nieder mit den G8! Nieder mit Kapitalismus und Imperialismus! ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Themen. Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht berücksichtigt) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Do 22.00 Uhr Nicht enthalten: 1 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Fri May 11 23:31:21 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Fri, 11 May 2007 23:31:21 +0200 Subject: widerst@nd! - MUND: Samstag, 12.5.2007 Message-ID: <20070511213121.GA6964@brandl.telekabel.at> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! Samstag, 12.05.2007 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 GRA Newsletter #5 "gra" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 02 G8-Repression: Kriminalisierungsversuch von ARI und Libertad! "ARI_DOKUMENTATION_in_NewYorck59" ================================================== 03 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================== 04 Curtis McCarty Exonerated After 21 Years in Prison -- 16 on Death Row "Abraham J. Bonowitz" ================================================== 05 Amy Goodman & Greg Palast on C-SPAN; "I have Rove's emails" Greg Palast ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 06 ERA- online gegangen! Plattform GAJ ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 GRA Newsletter #5 "gra" ================================================== N e w s l e t t e r # 5 der Gruppe für revolutionär - marxistische ArbeiterInnenpolitik 1. Aufruf der Gruppe für revolutionär-marxistische ArbeiterInnenpolitik und der revolutionär-sozialistischen Jugendgruppe Barrikade Für die Freilassung von Mumia Abu-Jamal! 2. Solidaritätsveranstaltung mit Referat und Film "This is Mumia Abu-Jamal from death-row". 1. Kundgebung Am 17. Mai wird die US-amerikanische Justiz bei einer mündlichen Anhörung vor dem 3. Bundesbezirksgericht in Philadelphia über den « Fall » Mumia Abu-Jamal entscheiden. Seit 24 Jahren sieht sich dieser Aktivist der Sache der Schwarzen den Rachegelüsten des amerikanischen Staates gegenüber. Er ist im Gefängnis und kann jederzeit hingerichtet werden. Mumia Abu-Jamal wurde zum Tode verurteilt, weil er einen Polizisten getötet haben soll. Dabei handelt es sich um eine Inszenierung der Polizei von Philadelphia im Jahr 1982. Seit fünf Jahren weigern sich sämtliche Bundesgerichte in den USA die Zeugenaussagen von Arnold Beverly entgegenzunehmen. Dieser hat gestanden, gemeinsam mit einem anderen Mann von PolizistInnen im Bündnis mit der organisierten Unterwelt angeheuert worden zu sein, um den Polizisten Faulkner zu ermorden. Mumia Abu-Jamals Verbrechen ist es, Mitglied der Black Panther Party gewesen zu sein, die 1969 durch eine Mischung aus Unterwanderung, Provokation und Mord durch FBI und Polizei zerstört wurde, und später als Journalist weiterhin gegen die rassistische Unterdrückung angekämpft zu haben. Sollte es zu keinem neuen Prozess kommen, würde das Mumias Hinrichtung bedeuten. In jedem bürgerlichen Staat ist der Staatsapparat ein Instrument der organisierten Gewalt der kapitalistischen Klasse. Er verteidigt das Profitsystem gegen jene, welche die Reichtümer schaffen, d.h. die ArbeiterInnen, indem er sie unterdrückt, und besonders die RevolutionärInnen, die er bespitzelt, verleumdet, auf die schwarzen Listen der UnternehmerInnen setzt, vor Gericht zerrt, verurteilt, ermordet. Der sogenannte Krieg gegen den Terrorismus dient überall - in den Vereinigten Staaten anderswo - als Vorwand, Freiheiten einzuschränken und Polizeiapparate und Geheimdienste aufzurüsten. Wir haben daher keinerlei Illusionen darüber, dass ein neuerlicher Prozess fairer ablaufen würde als der erste. Mumia ist mittlerweile ein über die Grenzen der USA bekannter Kritiker des amerikanischen Imperialismus, seines Rassismus und seiner Kriegspolitik. Selbstverständlich gelten unsere Forderungen auch für alle anderen Klassenkriegsgefangenen in US-Gefängnissen - dass wir uns heute speziell auf die Person Mumia Abu-Jamals konzentrieren liegt an der besonderen Dringlichkeit seiner Situation. Freiheit für Mumia Abu-Jamal! Abschaffung der rassistischen Todesstrafe! Kommt alle zur Kundgebung am Mittwoch, 16. Mai 2007, 17.00 Uhr vor der US-Botschaft (Ecke Strudelhofgasse/Boltzmanngasse) 2. Solidaritätsveranstaltung Solidaritätsveranstaltung am Mittwoch, 16. Mai 2007, 19.00 Uhr mit einem Referat und dem Video "This is Mumia Abu-Jamal from death-row" im Amerlinghaus, Galerie (1. Stock). Unsere homepage: www.arbeiterinnenpolitik.net ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 02 G8-Repression: Kriminalisierungsversuch von ARI und Libertad! "ARI_DOKUMENTATION_in_NewYorck59" ================================================== Mitteilung der NewYorck im Bethanien > Raum emanzipatorischer Projekte << Gestern morgen um acht Uhr drangen Dutzende Polizeibeamte in die Räume der NewYorck im Bethanien am Mariannenplatz in Kreuzberg ein, nachdem sie die Haustür aufgebrochen hatten. Offizieller Grund sind bundesweite Ermittlungen des Bundeskriminalamtes im Rahmen des G8-Gipfels nach §129a StGB (Bildung terroristischer Vereinigungen). Das Gemeinschaftsbüro von Libertad! und der Dokumentationsstelle der Antirassistischen Initiative wurde mit Gewalt geöffnet und durchsucht. Thema von Libertad! ist der Kampf für die Freiheit aller politischen Gefangenen - weltweit. Libertad! schafft Öffentlichkeit zu den Themen Folter, Abschiebeknäste und exterritoriale Lager. Mit "Kein Mensch ist illegal" und anderen Gruppen organisierte Libertad! im Jahre 2001 die On-line-Demo gegen die Lufthansa AG. Libertad! ist heute Teil des Mobilisierungsnetzes gegen den G8-Gipfel und beteiligt sich schwerpunktmäßig am Antimilitarismustag. Die Antirassistischen Initiative dokumentiert und skandalisiert Todesfälle und Verletzungen von Flüchtlingen in der BRD. Die von der Arbeitsgruppe gerade heraus gegebene 14. Auflage der Dokumentation "Bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen (1993 - 2006)" ist bundesweit die umfangreichste und aktuellste Beweisführung für staatliche Willkür, Gesetzesbruch und Verletzung der Menschenrechte bei Flüchtlingen. Neben Todesfällen und Verletzungen bei Grenzüberquerungen, Selbsttötungen und Selbsttötungsversuchen, Todesfällen und Verletzungen während und nach Abschiebungen, werden auch Übergriffe und Mißhandlungen von Polizei- und Bewachungspersonal akribisch aufgeführt. Die Dokumentation belegt mit ihren fast 5000 Einzelgeschehnissen die Auswirkungen des staatlichen und gesellschaftlichen Rassis­mus auf die Betroffenen. Aus dem Büro wurden alle Computer und Drucker beschlagnahmt. Die Entwendung dieser Arbeitsgeräte ist ein massiver Angriff auf unsere Arbeit. Ebenfalls von den Polizeimassnahmen betroffen war das Büro der Initiative Zukunft Bethanien. Diese hat gerade ein erfolgreiches BürgerInnenbegehren mit 14.000 Unterschriften gegen die geplante Privatisierung des Bethanien durchgeführt und ist aktiv an der zukünftigen Nutzung des Bethanien-Hauptgebäudes als kulturelles, künstlerisches, politisches und soziales Zentrum beteiligt. Im Rahmen des Polizeieinsatzes wurde eine Person zur angeblichen Identitätsfeststellung festgenommen. Nur durch massive Präsenz der Anwesenden und Unterstützung durch Anwälte konnte die Polizei davon abgehalten werden, weitere Räume zu durchsuchen. Schnell sammelte sich eine grössere Gruppe von UnterstützerInnen vor dem Haus, die lautstark die PolizistInnen zum sofortigen Verschwinden aufforderte. Die gestrigen Durchsuchungen von 40 Projekten, Wohnungen und Arbeitsplätzen (bundesweit) haben ihr primäres Ziel der Verunsicherung oder gar Spaltung der Bewegung gegen den G8-Gipfel weit verfehlt: Allein in Berlin-Kreuzberg gab es gestern Abend spontan eine Protest-Demonstration von über 8000 Menschen. -------------------------------------------------------------------------------- Mariannenplatz 2 - 10997 Berlin - Haus Bethanien - Südflügel ari-berlin-dok at gmx.de - berlin at libertad.so36.net Fon 030 617 40 440 - Fax 030 627 05 905 ================================================== 03 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- Aktuelles zum Mobilisierungsschub 9. Mai: http://www.gipfelsoli.org/Repression/Anschnallen_bitte - Sternmarsch gegen das G8-Treffen soll verboten werden - G-8-Gegner sollen "Exekutionen" erwogen haben Landwirte um G8-Austragungsort sollten Flächen dokumentieren - "Hilfe, die G8-Proteste kommen" - Körting verteidigt Proteste gegen G8 - Gedenkveranstaltung zum 40. Jahrestag der israelischen Militärbesatzung Palästinas ------------------------------------------------------------------------------ Sternmarsch gegen das G8-Treffen soll verboten werden. Massive Einschränkung des Demonstrationsrechts. Eilverfahren beim Verwaltungsgericht wird vorbereitet Presseerklärung Im heutigen Kooperationsgespräch in Rostock teilten die Vertreter der zuständigen Behörde Kavala mit, dass der Sternmarsch verboten werden soll. Alle angemeldeten Routen würden für Zufahrts- und Rettungswege gebraucht. "Von Kooperation war in dem Gespräch nichts zu merken. Die Behördenvertreter haben nur immer wieder wiederholt, dass auf keiner der Straßen der Sternmarsch stattfinden könne", so ein Gesprächs-Teilnehmer aus dem Vorbereitungs-Bündnis. Sobald der Verbots-Bescheid vorliegt, wird Klage per Eilverfahren beim zuständigen Verwaltungsgericht eingereicht. "Eine Demonstration ist in Bewegung. Es ist organisatorisch möglich, einen Teil der Straßen für den Protest zur Verfügung zu stellen und dennoch Rettungswege offen zu halten.", so Peter Kromrey vom Vorbereitungs-Bündnis. Derzeit werden die Vorbereitungen für den Sternmarsch fortgeführt. Bisher hatte die Polizei stets dementiert, dass es Verbotszonen auch außerhalb des Zaunes um Heiligendamm geben soll. In dem Gespräch wurde nun deutlich, dass eine "protesfreie Zone" um Heiligendamm bis zu den Orten Kühlungsborn, Kröpelin, Bad Doberan und Nienhagen geplant ist. Genau von diesen Orten aus soll der Sternmarsch in Richtung Heiligendamm starten. Die Praxis ist aus den Anti-Atom-Protesten im Wendland als sog. Allgemeinverfügung bekannt. "Die Polizei hebelt das Demonstrationsrechtsrecht aus, indem sie den Protest 10 km vom Ort des Geschehens auf die grüne Wiese abdrängt. Auf diese Weise kann der Protest nicht mehr die Medienöffentlichkeit erreichen.", so Ulrike Donat, Anwältin des Anmelders zum Ausgang des Kooperationsgesprächs. Ulrike Donat ist Spezialistin für Allgemeinverfügungen. "Wir haben sie extra aufgrund ihrer Erfahrungen beim Anti-Castor-Protest gebeten, den Fall zu betreuen.", so Peter Kromrey. "Mit dem Verbot zeigt die Bundesregierung, was sie unter Demokratie versteht. Das Verbot ist nur ein weiterer Versuch, den Protest zu verhindern. Es reiht sich ein in die derzeitige Kriminalisierungswelle gegen den G8-Protest." so Susanne Spemberg vom Vorbereitungs-Bündnis mit Verweis auf die gestrigen Hausdurchsuchungen u.a. in Berlin, Hamburg und Bremen. Der Sternmarsch wird getragen von einem breiten Bündnis der an der Mobilisierung zu den G8-Protesten beteiligten Gruppen aus den unterschiedlichen globalisierungskritischen Spektren. Die Demonstrationszüge setzen sich aus verschiedenen Bewegungen wie beispielsweise FriedensaktivistInnen, Queer-Bewegung, antirassistischen Gruppen oder Gewerkschaften zusammen und sind nach übergreifenden Themen organisiert. Mit den verschiedenen Armen des Sternmarsches und der gemeinsamen Abschlusskundgebung soll nach den Tagen vielfältigster Aktionen und Protesten sowie nach dem Alternativgipfel die Vielfalt und Stärke der Bewegung der Bewegungen auch auf der Straße noch einmal deutlich werden. Die Themenzüge sollen zeigen, dass eine andere Welt nötig und möglich ist. [Sternmarschbündnis] ------------------------------------------------------------------------------ G-8-Gegner sollen "Exekutionen" erwogen haben Die Polizei warnt vor militanten Gegnern des G-8-Treffens im Juni. Mit den Razzien sollten die Pläne militanter Gruppierungen durchkreuzt werden. Doch nun wird befürchtet, dass sich die G-8-Gegner jetzt erst recht radikalisieren. Die Sicherheitsbehörden schätzen die Gefährlichkeit militanter Gegner des Anfang Juni im Ostseebad Heiligendamm stattfindenden G-8-Weltwirtschaftsgipfels hoch ein. Nach eigenen Angaben hat die Bundesanwaltschaft Hinweise, dass eine terroristische Vereinigung mit Brandanschlägen und anderen gewalttätigen Aktionen den Gipfel stören will. Unter den G-8-Gegnern gibt es auch "Gruppen mit Potenzial zum Terror", heißt es in der Polizei. Zwei Gruppen sollen ausgespäht werden. Zum einen gibt es den Verdacht, in Hamburg habe sich eine linke terroristische Zelle gebildet. Sie soll vor einigen Monaten das Auto von Thomas Mirow, Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, in Brand gesteckt haben. Die zweite Gruppe trägt den Namen Militante Gruppe (MG) und soll ihr Zentrum in Berlin haben. Nachdem im Januar zwei Polizeiwagen in Oranienburg angezündet wurden, hat es laut der Polizei ein Schreiben gegeben, in dem sich die MG zu einem "militanten Erstbeitrag" für die "im Entstehen begriffene militante Kampagne" gegen den G-8-Gipfel bekennt. Nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden ist die MG die aktivste und gefährlichste Gruppierung innerhalb des linksextremistischen Spektrums. Seit 2001 hat sie 25 Brandanschläge auf Gebäude und Kraftfahrzeuge verübt. Zu den Anschlagszielen zählen etwa das Oberlandesgericht Naumburg und das Landessozialgericht Berlin. Die jeweilige Schadenssumme liegt vielfach im sechsstelligen Bereich. Zudem hat die MG mehrfach "scharfe Patronen" verschickt, etwa an den FDP-Politiker Otto Graf Lambsdorff. Alle Verdächtigen sind auf freiem Fuß Die MG führt eine "Militanzdebatte", die einer Radikalisierung der autonomen Szene dienen soll. Dabei wird sogar mit Knieschüssen und "Exekutionen von Entscheidungsträgern" aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gedroht. "Einige wenige wie die Militante Gruppe neigen zu Gewalttaten", sagte Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) WELT ONLINE. Aber das sei keine Massenbewegung. "Wir stellen eine stärkere Politisierung fest, aber insgesamt keine stärkere Militanz." Nach der Großrazzia gegen militante Gipfelgegner sind alle 21 Terrorverdächtigen nach wie vor auf freiem Fuß. Weder sei es zu vorläufigen Festnahmen gekommen noch habe die Bundesanwaltschaft Haftbefehle beantragt, sagte ihr Sprecher Frank Wallenta in Karlsruhe. Die Sicherheitsbehörden hatten am Montag 40 Treffs und Wohnungen mutmaßlich militanter G-8-Gegner in sechs Bundesländern im Norden Deutschlands durchsucht. Am Mittwochabend war es bei einer Demonstration gegen Durchsuchungen in Hamburg zu Ausschreitungen im Schanzenviertel gekommen - nach einem Protestmarsch von rund 2000 Globalisierungsgegnern. Acht Personen wurden wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs vorläufig festgenommen. In Berlin hatten sich rund 3000 G-8-Gegner versammelt, vier wurden festgenommen. Kleinere Demonstrationen in Kiel, Rostock, Leipzig, Köln, Göttingen, Hannover, Marburg und Mannheim blieben weitgehend friedlich. Altlinke, junge Spaßguerilleros und der harte Kern Nach Einschätzung des Hamburger Innensenators Udo Nagel (parteilos) war die Durchsuchung des Szenetreffs Rote Flora am Mittwoch kein politisches Signal: "Das ist eine ganz normale Reaktion auf Straftaten." Man werde mit "Straftätern und Chaoten nicht lange diskutieren", sagte er WELT ONLINE. Für die Hamburger Verfassungsschützer stellt sich die Lage schwierig da - zu heterogen und unübersichtlich ist die linke Szene. Vor allem bei Großdemonstrationen wie vor der Roten Flora kommen sehr viele verschiedene Gruppierungen zusammen: Altlinke, junge Spaßguerilleros und der harte Kern aus der autonomen Szene verbinden sich eher spontan und unorganisiert. Dazu reisen Demonstranten extra aus anderen Bundesländern an, die die Rote Flora als Symbol sehen. Nach den Razzien befürchten die Aktivisten nun eine Radikalisierung des Protests. Mehr als 20 Organisationen haben sich unter dem Namen "Block G8" zusammengeschlossen. Sie wollen am ersten Gipfeltag mit einer Sitzblockade die Zufahrtsstraßen nach Heiligendamm versperren. Gewerkschaftsgruppen sind darunter, Ortsverbände der IG Metall, kirchliche Vereinigungen wie Pax Christi, globalisierungskritische Organisationen wie Attac oder linke Gruppierungen wie die Interventionistische Linke. Die Polizei unterscheidet zwischen einem harten Kern gewaltbereiter Extremisten und einem Sympathisantenkreis. "Die Polizei will sicherstellen, dass das Demonstrationsrecht beim G-8-Gipfel wahrgenommen werden kann. Aber was wir nicht dulden können, ist, dass dort Anschläge und Gewalttaten begangen werden", sagte Konrad Freiberg, der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), WELT ONLINE. Und Berlins Innensenator Körting warnt davor, den gesamten Protest gegen den G-8-Gipfel zu kriminalisieren: "Demonstrationen und auch Kampagnen für Demonstrationen sind ein Teil unserer Demokratie." Nach seiner Ansicht darf man nicht die vielen Menschen, die Fragen stellen, und die wenigen, die kriminell sind, in einen Topf werfen. Streit um die Rolle der RAF Auch SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz plädiert für eine Politik mit Augenmaß. "Man muss sich davor hüten, jetzt Benzin ins Feuer zu gießen." Er sieht keine wachsende linksextreme Bedrohung, hält die Razzien aber für notwendig. Auch Unionsfraktionsvizechef Wolfgang Bosbach (CDU) verteidigt die Aktion: "Es geht darum, dass wir 15.000 Gäste haben aus dem In- und Ausland. Und diese Gäste haben einen Anspruch darauf, dass Deutschland alles tut, um ihre Sicherheit zu gewährleisten." Grünen-Chefin Claudia Roth kritisiert dagegen, man könne nicht eine ganze Bewegung kriminalisieren und in eine terroristische Ecke stellen. GdP-Chef Freiberg hatte gesagt, dass die alte RAF- Garde zunehmend Einfluss nehmen könnte auf die linke Szene von heute. Die Auftritte der Ex-Terroristen Inge Viett und Ralf Reinders aus der RAF-nahen Bewegung des 2. Juni bei Kundgebungen zum 1. Mai in Berlin-Kreuzberg seien Anzeichen dafür. "Wir werden es noch erleben, dass Linksextremisten Anschläge verüben und sich dabei auf die RAF beziehen", so Freiberg. [http://www.welt.de/politik/article864740/Die_Angst_vor_den_Gipfel-Stuermern_waechst.html] ------------------------------------------------------------------------------ Landwirte um G8-Austragungsort sollten Flächen dokumentieren Der hiesige Landtagsabgeordnete Dr. Henning von Storch wies heute die Landwirte seines Wahlkreises darauf hin, dass etwaige Schäden auf ihren Flächen, die durch Demonstrationen gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm und mögliche Polizeieinsätze entstehen könnten, belegbar sein müssten. "In erster Linie betrifft das die landwirtschaftlichen Flächen um den Austragungsort Heiligendamm und um die vorgesehenen Camps der Gipfelgegner. Ich kann den Landwirten nur empfehlen, den derzeitigen Zustand fotografisch festzuhalten und zu dokumentieren, um nach dem Gipfel die möglichen Beeinträchtigungen und Schäden belegen zu können", so Henning von Storch. Auch wenn zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Vereinbarungen seitens des Landes zu Entschädigungen durch Gipfelproteste oder ähnlichem getroffen wurden, sei eine solche Maßnahme sinnvoll. "Um etwaige Entschädigungsansprüche geltend machen zu können, müssen anhand der Schäden und deren Ursachen auch Nachweise erbracht werden. ", so Dr. Henning von Storch abschließend. [http://www.henning-von-storch.de/presse/index.php?f=news&act=show&id=73] ------------------------------------------------------------------------------ "Hilfe, die G8-Proteste kommen" Berichterstattung über soziale Bewegungen und Protest Eine Informationsveranstaltung für Journalisten am 22. Mai 2007 im WZB Soziale Bewegungen und die von ihnen organisierten Proteste sind eine konstante Größe in der politischen Landschaft der Bundesrepublik. Sie sind aber - anders als Parteien, Regierungen und Verbände - nicht hierarchisch organisiert und sprechen nicht mit einer Stimme. Auch wenn sich in manchen sozialen Bewegungen ein professioneller Umgang mit Medien entwickelt hat, machen es diese Bedingungen für viele Journalisten schwer, korrekt und kundig über Proteste und die dahinter stehenden Gruppen zu berichten. Soziale Bewegungen sind ein wichtiger Akteur in demokratischen Gesellschaften wie Deutschland. Immer stärker findet politisches Engagement jenseits von Parteien und Parlamenten statt. Die Teilnahme an einer Demonstration oder an Aktionen zivilen Ungehorsams ist für viele Bürger ein selbstverständliches Mittel, um ihre Meinung zu vertreten. Ein Blick zurück zeigt, dass außerparlamentarische Bewegungen oft ein fundamentales gesellschaftliches Umdenken und sozialen Wandel ausgelöst haben; die Frauen- oder die Umweltbewegung sind offensichtliche Beispiele dafür. Jenseits der institutionellen Politik werden in Protestbewegungen Probleme benannt und Lösungen erarbeitet. Auch wenn viele Journalisten anlässlich der wiederkehrenden Protestwellen feststellen, dass soziale Bewegungen etwas zu sagen haben, fehlt ihnen häufig der Zugang oder auch Wissen zu dieser Partizipationsform. Hartnäckig halten sich Mythen und Klischees über Proteste und die Menschen, die sie tragen. Zum Beispiel: - "Die Deutschen protestieren weniger als die Franzosen." - "Demonstrationen sind in den letzten Jahren seltener geworden." - "Demonstranten sind immer dagegen und haben keine Alternativen anzubieten." Da soziale Bewegungen ressourcenschwach sind, bleiben sie stark von der Berichterstattung in Massenmedien abhängig. Sie können ihr Image nicht durch teure PR-Kampagnen aufbessern. Die Unterstützung durch neue Mitstreiter und Bündnispartner ist aber stark davon abhängig, wie soziale Bewegungen in der Öffentlichkeit dargestellt werden. Die Veranstaltung soll Journalisten verstehen helfen, nach welchen Logiken Protestbewegungen funktionieren und welche grundsätzlichen Fehler in der Berichterstattung vermieden werden können. Termin und Ort Mittwoch, 22. Mai 2007, 12-14 Uhr WZB, Reichpietschufer 50, 10785 Berlin, Raum B002/003 Programm 12.00 Begrüßung 12.05 Simon Teune (WZB) - Was sind und wie funktionieren Protestbewegungen? 12.15 Dieter Rucht (WZB) - Was tun, wenn's brennt? Mythen und Pannen in der Berichterstattung über Proteste 12.25 Gespräch mit und Fragen an Svenja Koch (Pressesprecherin Greenpeace), Felix Kolb (ehem. Pressesprecher von Attac), Christine Pöhlmann (Nachrichtenagentur AFP), Stefan Raue (Projektleiter G8 des ZDF), Margaret Heckel (Ressortleiterin Politik, Welt/Welt am Sonntag/Berliner Morgenpost) Moderation: Alfred Eichhorn (rbb) 14.00 Ende Weitere Informationen und Anmeldung: Claudia Roth (Referat Information und Kommunikation), Tel. 030/25491-510, roth at wzb.eu Inhaltliche Fragen beantwortet: Prof. Dieter Rucht, Tel. 030/25491-306, rucht at wzb.eu [http://www.wz-berlin.de/aktuell/pdf/rucht_akt_net.de.pdf] ------------------------------------------------------------------------------ Körting verteidigt Proteste gegen G8 Der Innensenator sieht die Großrazzia der Bundesanwaltschaft kritisch. Er hält es für falsch, den Widerstand gegen das Gipfeltreffen zu kriminalisieren. Körting befürchtet eine Solidarisierung der G-8-Gegner mit den wenigen Gewalttätern. Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) musste an sich halten. Nur seine Erfahrung als Jurist und die Würde seines Amtes als Vorsitzender der Innenministerkonferenz hinderten den Sozialdemokraten daran, die Großrazzia gegen Gegner des G8-Weltwirtschaftsgipfels offen zu kritisieren. Sehr deutlich machte Körting jedoch am Donnerstag, dass er es für falsch und riskant hält, den Protest gegen G8 zu kriminalisieren. Hinter vorgehaltener Hand nannten Berliner Sicherheitsexperten die Aktion "kontraproduktiv". Die Ermittlungen würden ausgehen "wie das Hornberger Schießen", also keine Hinweise auf geplante Anschläge bringen, dafür aber die Szene mobilisieren und zusammenschweißen. Im Berliner Abgeordnetenhaus sagte der Senator, auch "nachhaltige Demonstrationen und Kampagnen für Demonstrationen" seien Teil unserer Demokratie. Man dürfe nicht "die Vielen, die Fragen stellen, mit den Wenigen, die kriminell sind, in einen Topf werfen". Berliner Polizei nicht beteiligt Am Mittwoch hatten 900 Polizisten in sechs norddeutschen Bundesländern 40 Objekte durchsucht, um Hinweise auf terroristische Aktivitäten der Kampagnen-Organisatoren zu finden. Einen Schwerpunkt bildeten Buchläden, Medienarchive und ein Internet-Provider in Kreuzberg. Das Bundeskriminalamt hatte Berliner Polizisten nur mit Absperr- und Hilfsarbeiten beauftragt, ansonsten die Durchsuchungen aber in Eigenregie vorgenommen. Zwar gebe es unter den Gipfel-Gegnern eine Debatte über Gewalt, sagte Körting. Aber die wenigen Gewaltbereiten seien relativ isoliert: "Sie schwimmen mit, aber sie lenken die Bewegung nicht. So soll es bleiben", sagte Körting. Zu den Globalisierungs- kritikern gehören neben Gruppen aus dem anarchistischen, autonomen, antifaschistischen und linksextremen Spektrum auch kirchliche und gewerkschaftliche Organisationen, Teile der Grünen, Linkspartei und Nichtregierungsorganisationen. Die Proteste der Gipfel-Gegner gegen die Polizei-Aktion am Mittwochabend in Kreuzberg lobte Körting ausdrücklich. Er sprach den Organisatoren seinen "Respekt" aus, weil sie trotz "hoher Emotionalisierung eine politische Demonstration ohne Auswüchse" erreicht hatten. Mit 3000 Teilnehmern hatte die Demonstration mehr Menschen auf die Straße gebracht als die autonome Demo am 1. Mai. Am Rande des Umzugs wurden vier Personen wegen des Vorwurfes des schweren Landfriedensbruchs festgenommen. Zwei Beschuldigte wurden bis gestern Vormittag wieder auf freien Fuß gesetzt, sagte ein Polizeisprecher. Keiner der 570 eingesetzten Beamten wurde verletzt. Vier Festnahmen Körtings Einschätzung der Großrazzia unterscheidet sich fundamental von den Kommentaren führender Innenpolitiker der großen Koalition im Bund. Der SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz bezeichnete die Razzia als "sachgerechte Maßnahme" der Sicherheitsbehörden. Der innenpolitische Sprecher der CDU- Bundestagsfraktion, Wolfgang Bosbach, sagte im TV-Sender N24, es gelte, gegen gewaltbereiten Extremismus entschieden vorzugehen, egal ob von rechts oder von links. Beim G8-Gipfel seien 15000 Gäste aus dem In- und Ausland zugegen, unterstrich der CDU- Politiker. "Und diese Gäste haben einen Anspruch darauf, dass Deutschland alles tut, um ihre Sicherheit zu gewährleisten." Berlins CDU-Generalsekretär Frank Henkel sagte, die Bedrohung, die von der linksextremen Szene ausgehe, werde vom Rechtsstaat offenbar als sehr konkret eingeschätzt. "Es ist ein Unterschied, ob Mütter und Kinder auf die Straße gehen und für eine gerechte Welt demonstrieren, oder ob linke Extremisten Barrikaden errichten, randalieren und zündeln", sagte Henkel. Auch die Bundesanwaltschaft wies Vorwürfe zurück, die Globalisierungs- gegner generell zu kriminalisieren. Sprecher Frank Walenta sagte, der Einsatz "diente der Beschaffung von Beweismaterial, das die Aufklärung in zwei laufenden Ermittlungsverfahren voranbringen soll". Das sichergestellte Material müsse nun umfangreich untersucht werden. Es sei "eine Vielzahl von Computern und Laptops, Verbindungsdaten und Unterlagen beschlagnahmt" worden, so der Sprecher. Dass es trotz des schwer wiegenden Vorwurfs der Bildung einer terroristischen Vereinigung zu keiner Festnahme kam, sei keineswegs ein Widerspruch. Der entsprechende Paragraf 129a, Absatz 2, rechtfertige das Vorgehen der Bundesstaatsanwaltschaft. Gipfel-Gegner mobilisieren weiter Die Gipfel-Gegner kündigten an, ihre Aktivitäten gegen das Treffen der Staats- und Regierungschefs der acht wichtigsten Industriestaaten vom 6. bis 8. Juni im Ostseebad Heiligendamm unvermindert fortsetzen zu wollen. "Eine Spaltung in gute und schlechte Globalisierungskritiker wird es nicht geben, die Vorbereitungen laufen nach wie vor auf Hochtouren mit allen beteiligten Gruppen", so Tim Laumeyer von der Antifaschistischen Linken Berlin. Auch am Ort des Geschehens in Mecklenburg-Vorpommern fahren die Behörden jetzt einen härteren Kurs gegen die Gipfel-Gegner, nachdem zuletzt eher Kooperation und die gemeinsame Suche nach Demo-Routen und Übernachtungsplätzen im Vordergrund standen. Gestern verbot die Polizei einen Sternmarsch, der von den vier Nachbarorten Kühlungsborn, Kröpelin, Bad Doberan und Nienhagen bis zum Sicherheitszaun vor Heiligendamm führen sollte. Die Straßen würden als Zufahrts- und Rettungswege gebraucht, so die Begründung. Die Anmelder des Sternmarsches haben Klage gegen eine "Protest- freie Zone" rund um den Gipfel-Ort angekündigt. Offenbar gehe es darum, den Protest zehn Kilometer vom Ort des Geschehens auf die grüne Wiese abzudrängen und für die Medienöffentlichkeit nicht mehr erreichbar zu machen, sagte die Anwältin Ulrike Donat. [http://www.welt.de/berlin/article865080/Koerting_verteidigt_Proteste_gegen_G8.html] ------------------------------------------------------------------------------ Gedenkveranstaltung zum 40. Jahrestag der israelischen Militärbesatzung Palästinas Ort: Heiligendamm am Zaun/Bad Doberan Termin: 5. Juni 2007, 11:00 - 13:00 Uhr Am 5. Juni 2007 jährt sich zum 40. Mal der Beginn des Krieges, in dessen Verlauf Israel die Westbank einschließlich Ost-Jerusalem sowie den Gaza-Streifen besetzte. Aus diesem Anlass werden palästinensische, israelische und internationale MenschenrechtsaktivistInnen gemeinsam mit der Jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost (EJJP Deutschland) an dem Zaun, der Heiligendamm umschließt, eine Gedenkveranstaltung durchführen. In Heiligendamm werden am 7. und 8. Juni die Führer der acht mächtigsten Industrienationen zu einem Gipfel zusammenkommen, um ihre globale Politik von Krieg, Ausbeutung und Verarmung abzustimmen. Wir wollen an die Opfer der 40-jährigen Besatzung erinnern und ein Ende der bedingungslosen Unterstützung der kriegerischen Politik Israels durch die G-8-Staaten fordern. [Israelis gegen G8 c/o Jüdische Stimme - EJJP Deutschland] -------------------------------------------------------------------------- Protest + Widerstand: http://de.indymedia.org/g8heiligendamm Pressespiegel zum G8 2007 unter http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-l -------------------------------------------------------------------------- ================================================== 04 Curtis McCarty Exonerated After 21 Years in Prison -- 16 on Death Row "Abraham J. Bonowitz" ================================================== Hello All, To all you mothers out there, and especially to my mom and the mother of my son, Happy Mothers Day! I share this link: http://www.cnn.com/2007/WORLD/meast/05/10/commentary.noor/index.html Thanks also to those of you who wrote in response to my post about New Jersey - in a bi-partisan victory the bill was released to the floor of the NJ Senate by a vote of 8 to 2. And finally, Congrats once again to the Innocence Project, and welcome to freedom Mr. Curtis Edward McCarty. Have an excellent weekend. --abe ***************** News from the Innocence Project Press Release: May 11, 2007 Contact: Eric Ferrero; eferrero at innocenceproject.org; 212-364-5346 -------------------------------------------------------------------------------------------------- After 21 Years in Prison - including 16 on Death Row - Curtis McCarty is Exonerated Based on DNA Evidence Oklahoma City case is one of the worst cases of government misconduct in the history of the American criminal justice system, Innocence Project says (OKLAHOMA CITY, OK; May 11, 2007) - Curtis Edward McCarty, who was convicted twice and sentenced to death for the same murder in verdicts that were both thrown out based on evidence of his innocence and an extraordinary pattern of government misconduct, was released from prison this morning after a judge dismissed the indictment against him that would have led to a third trial. The prosecution said today that it will not appeal the decision - finally clearing McCarty after 21 years of wrongful incarceration, more than 16 of them on death row. In 1986, McCarty was convicted of a 1982 murder in Oklahoma City and sentenced to die. Citing misconduct by the prosecutor and a police lab analyst, the Court of Criminal Appeals overturned the conviction, and McCarty was retried in 1989. He was again convicted and sentenced to death. In 1995, the appeals court upheld his conviction but threw out his death sentence; in 1996, he was sentenced to death again. In 2005, the Court of Criminal Appeals again overturned his conviction, citing the continued pattern of government misconduct - and new DNA tests showing that semen recovered from the victim did not come from McCarty. "Every piece of evidence in this case, including evidence that was used improperly to secure convictions, now shows Curtis McCarty's innocence," said Colin Starger, the Innocence Project Staff Attorney on the case who argued the motion to dismiss the indictment in a three-hour hearing yesterday afternoon. "Semen recovered from the victim, material under the victim's fingernails and a bloody print the perpetrator left on the victim's body all come from someone other than Curtis McCarty." Robert H. Macy, who was the Oklahoma County District Attorney for 21 years, prosecuted McCarty in both of his trials. Macy sent 73 people to death row - more than any other prosecutor in the nation - and 20 of them have been executed. Macy has said publicly that he believes executing an innocent person is a sacrifice worth making in order to keep the death penalty in the United States. Macy committed misconduct in the manner that he prosecuted McCarty and presented the case to the jury. His misconduct was compounded when he relied on Joyce Gilchrist, a police lab analyst who falsified test results and hid or destroyed evidence in order to help secure McCarty's convictions. Gilchrist was the lead forensic analyst in 23 cases that ended in death sentences (11 of the defendants in those cases have been executed). "This is by far one of the worst cases of law enforcement misconduct in the history of the American criminal justice system," said Barry Scheck, Co-Director of the Innocence Project, which is affiliated with Cardozo School of Law. "Bob Macy has said that executing an innocent person is a risk worth taking - and he came very close to doing just that with Curtis McCarty." Macy's conduct in prosecuting McCarty was singled out in the Court of Criminal Appeals ruling that overturned McCarty's first conviction; that ruling noted that the case was "replete with error" and referred to Macy's conduct as "improper" and "unprofessional." In each of its rulings overturning McCarty's convictions, the appeals court noted that Gilchrist initially said hairs from the crime scene definitely did not match McCarty, then changed her records and testimony to say they definitely matched him (years later, Gilchrist either hid or destroyed those hairs when they were sought for DNA testing). The prosecution also claimed that semen on the victim's body came from McCarty, while DNA testing now shows that it did not. The prosecution maintained that McCarty acted alone in the crime, until evidence began to emerge that he was not the perpetrator; at that point, the prosecution began to say McCarty had an accomplice (though no evidence of multiple perpetrators was ever found or introduced). McCarty was charged in 1985 with stabbing and strangling 18-year-old Pamela Kaye Willis three years earlier in Oklahoma City. Willis, an acquaintance of McCarty's, was found dead in the kitchen of a friend's home on December 10, 1982. Hairs and other biological evidence were collected by police at the crime scene. Gilchrist, who testified in both of McCarty's trials, was fired in 2001 for fraud and misconduct in McCarty's case and others. DNA testing conducted on post-conviction appeal in 2002 showed that sperm recovered from the victim's body did not match McCarty and the Court of Criminal Appeals overturned the second conviction in 2005. The Innocence Project became involved in the case in 2003; attorneys Perry Hudson and Marna Franklin also represent McCarty. "For anyone who believes the death penalty is being carried out appropriately in this country, and anyone who believes that prosecutors and government witnesses can always be relied on to pursue the truth, this case is a wake-up call," said Peter Neufeld, Co-Director of the Innocence Project. "Three separate times, an innocent man was sentenced to die because of the actions of an unethical prosecutor and a fraudulent analyst." McCarty is the 201st person in the United States exonerated through DNA evidence - and the 15th of those 201 who has served time on death row. McCarty is the ninth person to be exonerated by DNA evidence in Oklahoma and the third to be exonerated from the state's death row. Robert Miller was exonerated based on DNA evidence in 1998 after serving more than 9 years on death row in Oklahoma for crimes he didn't commit. Macy prosecuted Miller, and Gilchrist provided forensic testimony leading to his wrongful conviction. ## To see legal papers filed earlier this year in McCarty's case, go to: http://www.innocenceproject.org/docs/McCarty_Motion.pdf and http://www.innocenceproject.org/docs/McCarty_Brief.pdf ************ SENT BY: --abe "Talk is cheap. It's the way we organize and use our lives every day that tells what we believe in." -- Cesar E. Chavez ================================================== 05 Amy Goodman & Greg Palast on C-SPAN; "I have Rove's emails" Greg Palast ================================================== Amy Goodman and Greg Palast Mom's Day broadcast This Sunday 7pm (EST) - on C-SPAN's Book TV Amy and Greg have a couple of neo-cons for lunch - recorded live at the LA Book Fest. Want a taste?  Read the Interview with Palast from the Dollars & Sense magazine spring issue about to hit the streets... "I have Karl Rove's emails.  No kidding." Dollars: In the new edition of your book, ARMED MADHOUSE, you report on the theft of the 2008 election. How do know what they're doing? Any way to stop them? Palast:  I know because I have Karl Rove's emails.  No kidding.  He and his team aren't the sharpest knives in the drawer.  They sent copies of their plans to GeorgeWBush.ORG instead of GeorgeWBush.COM addresses -- and, heh heh, they ended up in my in-box.  Who says this job ain't fun? Dollars: Bush fired eight prosecutors. You were behind the scenes on that story long before it broke in the US. What are they still withholding from us? Palast:  Look, it's all about VOTES.  You'll see that the prosecutor that Karl Rove insisted in putting in place is a slithery character named Tim Griffin.  He's the guy I busted as the spider-mind behind the "caging lists" which purged thousands of Black voters.  The prosecutors fired, as you'll see in Armed Madhouse, include those, like David Iglesias in New Mexico, who refused to bring phony cases of fraud against legitimate voters.  It's a matter of economics:  the Republican party is systematically knocking out lower-income voters; that makes their purges racially biased -- but my data show that's just the effect of hunting down and attacking the ballot power of working class and poor voters.  Disenfranchisement is class war by other means. Dollars: Why the hell hasn't the U.S. press covered the story of Bush's vultures, election's theft, Iraq's oil or any of the other stories you've put on the front pages in Europe? Palast:  Robert Kennedy Jr. just complained to the head of ABC News about the blackout on my stories.  (ABC has the right to take my stuff from BBC for free.)  I'm not holding my breath for an answer.  I call it, The Silence of the Media Lambs.  We've got loads of terrific investigative reporters in America, but gutless editors.  So the suck-ups to power get the choice posts in metropolitan dailies and on the networks. Think of the punishment inflicted for the crime of investigative reporting.  Seymour Hersh told me he was forced out of the New York Times and Bob Parry, the guy who busted open the Iran-Contra story, was pushed out of the Associated Press.  On the other hand, Bob Woodward, who had his journalistic tongue up George Bush's rectum, who went from writing 'All the President's Men' to being one of the President's men, is doing just fine. Dollars & Sense:  Many progressives are focused on privatization of the Iraqi economy, including its oil industry, as Bush's real goal for the invasion. But you write about two radically different plans within the administration, the neo-cons' versus Big Oil's­and Big Oil's plan was the one opposed to privatization. What's going on here?  Plus: any update on how privatization and the whole neo-liberal reshaping of the Iraqi economy are going? Palast:  A lot of intelligent folk believe Bush had a secret plan to grab the oil fields of Iraq before the tanks rolled.  That's wrong.  He had TWO plans.  In Armed Madhouse, I show you both -- the result of two years undercover for BBC.  The plans conflict.  There's the neo-con plan:  Privatize -- that is, sell off -- everything, "especially the oil" industry. That's a quote from the 101-page document which I learned was written by the neo-cons.  That didn't happen -- because a Jim Baker team -- he's the lawyer for both Exxon and Saudi Arabia -- secretly wrote a 323-page plan that called for CONTROLLING the oil flow, not owning it.  The purpose was to LIMIT the supply of oil from Iraq and keep prices high.  This would, "enhance [Iraq's] relationship with OPEC" -- the oil cartel.  That's a quote from the document you're not supposed to see. So here it is:  the invasion was about LIMITING the flow of oil from Iraq, keeping prices high, not grabbing the oil to bring prices down for your SUV.  The secret Baker plan is now the law in Iraq and prices are over $50 a barrel.  MISSION ACCOMPLISHED. Dollars: We've covered some of the less-told stories of Venezuela under Chavez­for example, how he's dramatically expanding the co- operative sector of the economy. Some progressives worry though: is he a populist demagogue, maybe in the Juan Peron mold, or is he really committed to worker autonomy, democracy, and all that good stuff?  You've talked with Hugo Chavez.  What's your take? Palast:  Chavez recommends that everyone read my book, so obviously I think he's the greatest statesman since Lincoln.   But seriously, folks, what makes the guy an astonishing threat to the Bush World Order is that he insists on keeping the cash from the sale of Venezuela's oil -- shock of shocks! --  in Venezuela!  With some lent to the rest of Latin America.  Up until now, Venezuela sold us oil then immediately shifted the funds back to the US Federal Reserve.  Chavez withdrew the funds from the Fed and, Heaven help us, spent it on building his own nation's economy.  Is he a "demogogue"?  The word means, spokesman for the people.  That he is. Fun trivia:  RFK Jr. reminded me that Chavez picked up the line, "Whiff of sulfur" in speaking of Bush from my last book which he had just read. Dollars You write about how, depending on the price of oil over time, Venezuela's oil could turn out to be a pivot point of huge geopolitical change.  Can you explain? Palast:  Internal US Department of Energy analysis (I got my hands on it for BBC; it's in the book) shows that Venezuela, not Saudi Arabia, has the largest reserve of crude.  That's a geo- political earthquake. Dollars & Sense:  Are you really convinced that a big devaluation of the Chinese currency would be meaningless in terms of saving U.S. manufacturing jobs by making Chinese exports more expensive?  Then why are U.S. policymakers across the political spectrum so obsessed with getting China to devalue its currency? Palast:  You're really asking, Why do politicians feed us bullshit?  That's a whole book right there.  Both parties are winking and nodding and giggling behind your back that the way to save jobs is to change the value of China's money.  It's a brilliant cover for the bi-partisan banging the American worker received with the one-two punch of NAFTA and 'Most Favored Nation' trade status for China.  There are 700 Wal-Mart plants in China -- zero in the USA.  Hillary Clinton was on the board of Wal-Mart when that shift went into full swing.  No wonder she's joining George Bush in talking about baloney like "exchange rates." Greg Palast is author of ARMED MADHOUSE:  From Baghdad to New Orleans -- Sordid Secrets and Strange Tales of a White House Gone Wild, by Greg Palast, newly released in an updated, expanded edition; now in paperback.  For more info go to www.GregPalast.com Catch Palast, Randi Rhodes and Robert F. Kennedy Jr. - live from New York at http://www.youtube.com/view_play_list?p=6C0F65AB2719BDF5 ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 06 ERA- online gegangen! Plattform GAJ ================================================== EUROPEAN RESISTANCE ARCHIVE online gegangen! Am 7 Mai, passend zum Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus ist die neue Internetplattform http://www.resistance-archive.org/ online gegangen. Diese Homepage ist der Beginn eines europaweiten Archives von Interviews mit Menschen die im Widerstand gegen den Nationalsozialismus gekämpft haben. Zur Zeit befinden sich über 20 Interviews von WiderstandskämpferInnen aus Italien, Slowenien, Österreich, Deutschland, Polen und Frankreich online. Dazu finden sich viele Informationen zu den WIderstandsbewegungen in den jeweiligen Ländern auf der Homepage. Nun sind wir auf der Suche, nach Menschen die das ERA Projekt gerne unterstützen wollen... ...indem sie die Homepage verlinken ...indem sie die Materialien für Unterricht, Veranstaltungen etc. verwenden ...indem sie einen Artikel über ERA in ihrer Zeitung, auf ihrer Homepage... veröffentlichen ...indem sie eigenes Interviewmaterial für ERA zur Verfügung stellen ...indem sie bei zuküftigen Interviews mitarbeiten. Wenn du ERA gerne unterstützen würdest, würden wir uns über ein mail an gaj at gaj.at sehr freuen! Liebe Grüße, das ERA - Team _ ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ D) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: Eine veraltete Terminankündigung Ein Beitrag in schwedischer Sprache Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 22:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Mon May 14 06:55:44 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Mon, 14 May 2007 06:55:44 +0200 Subject: mund: montag, 14.mai 2007 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! Montag, 14. mai 2007 ================================================ A) INHALT ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 - Rede von Matthias Küntzel am Befreiungsfest zum 8. Mai cafe.critique at gmx.net ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< VERANSTALTUNGEN <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 02 - Vorsitzende der erfolgreichen holländischen Tierrechtspartei PvdD Marianne Thieme Sonntag zu Vortrag in Wien! rc8007 at yahoo.de ================================================ 03 - Ein Event anmelden: 20 Jahre gojim, 25 Jahre IHF: "East and West - Fest für die Menschenrechte" CarolineKoczan at web.de ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 04 - Gipfelsoli Newsletter: Heiligendamm -- Japan -- Rußland gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 - Rede von Matthias Küntzel am Befreiungsfest zum 8. Mai cafe.critique at gmx.net ================================================ Redebeitrag auf dem Befreiungsfest am Schwarzenbergplatz zum 8. Mai 2007 in Wien, das von Café Critique, der STV Politikwissenschaft, der Israelitischen Kultusgemeinde und vielen anderen organisiert wurde Von Matthias Küntzel Heute ist das Gedenken an die Befreiung vom Nationalsozialismus mehr denn je mit der Verpflichtung verknüpft, einen neuen Holocaust, diesmal an Israel, zu verhindern. Dies gilt besonders für Österreich, dessen so sauberer und allseits beliebter Energiekonzern OMV im Iran groß einsteigen will, um als stiller Teilhaber des Terrorismus seine Ertragslage zu verbessern. Wie hat es der Vorstandsdirektor der OMV, Helmut Langanger, kürzlich formuliert: “Der Iran würde für uns der ideale Partner sein." Die große Koalition in Österreich - eine Riesenkoalition aller Parteien, die selbst noch in der Wiener Universität ihre Fürsprecher hat - hat dem OMV-Chef beigepflichtet: “Der Iran würde für Österreich der ideale Partner sein." Mehr als jede andere Regierung der westlichen Welt scheint Österreichs Regierung entschlossen, das iranische Regime für die demonstrative Missachtung des UN-Sicherheitrats zu belohnen. Nazideutschland hatte noch vor Beginn des Vernichtungskrieges die islamische Welt als potentiellen Bündnispartner entdeckt. Seit 1939 wurden täglich antisemitische Rundfunksendungen auf persisch, türkisch und arabisch ausgestrahlt - Rundfunksendungen, die es bald zu einer legendären Beliebtheit brachten. Einer der fleißigsten Hörer des antisemitischen Naziradios in persischer Sprache wurde 40 Jahre später weltbekannt: Ajatollah Khomeini. Während in Europa mit dem 8. Mai 1945 der Antisemitismus zumindest vorübergehend ausgespielt hatte, blieb er in der arabischen Welt und auch im Iran virulent: Seit Beginn der 60er Jahre hatte Khomeini mit antisemitischen Kampagnen Anhänger um sich geschart. Seit 1977 wurde das schlimmste antisemitische Machwerk - “Die Protokolle der Weisen von Zion" - erneut auf Farsi als Waffe gegen den Schah, Israel und die Juden verbreitet. An diesen Antisemitismus seines geheiligten Vorbilds knüpft Ahmadinejad mit seiner “2. Revolution" heute an. Sein eliminatorischer Antisemitismus ist eine Idee, die Konsequenzen hat. “Das zionistische Regime wird wegradiert", versprach er auf der Holocaust-Leugnerkonferenz in Teheran, “und die Menschheit befreit werden." Das iranische Regime ist das einzige auf der Welt, dass ein Mitgliedsland der Vereinten Nationen auslöschen will, das die Leugnung des Holocaust - diese größte antisemitische Lüge - in den Mittelpunkt seiner Außenpolitik stellt, das die Shoah für eine Erfindung, die Wiederkehr des 12. Imam hingegen für eine Realität hält, an der es seine Gesamtpolitik orientiert, und das die Selbstmordattentate erfunden hat und die Todessehnsucht zum obersten Kriterium für Gläubigkeit erklärt. Die spezifische Gefahr der iranischen Bombe erwächst aber gerade aus jenem einzigartigen ideologischen Gebräu, in dessen Kontext sie entsteht: jener Mischung aus Todessehnsucht und Waffenuran, aus Holocaust-Leugnung und High-Tec, aus Welteroberungsphantasie und Raketenforschung, aus schiitischem Messianismus und Plutonium. Hört euch an, was der Sprecher des obersten Revolutionsführers Ali Khamenei kürzlich erklärte: “Der Jude ist der hartnäckige Feind des Frommen. Und der Hauptkrieg wird über das Schicksal der Menschheit bestimmen. Das Wiedererscheinen des 12. Imam wird einen Krieg zwischen Israel und der Schia mit sich bringen." Natürlich gibt es auch andere Diktaturen in dieser Welt. Doch im Iran geht das Phantasma des Antisemitismus und der religiösen Auserwähltheit mit einem technologischen Größenwahn und einer Physik der Massenvernichtung einher. Wir haben es mit einer Gefahr zu tun, wie sie vor 70 Jahren schon einmal am Horizont erschien: Der Gefahr einer Art von “Adolf Hitler" mit Atomwaffen. Deshalb sind die Absichtserklärungen der ÖMV, ihr Kotau vor dem iranischen Regime, der vor wenigen Tagen bekannt wurde, so ungeheuerlich. Sie will mit einem Geschäftsvolumen von 30 Milliarden Dollar das größte Geschäft tätigen, dass je ein europäisches Unternehmen mit dem Iran abgeschlossen hat. Bisher galt als internationale Räson, dass das Mullah-Regime nicht hofiert werden darf, sondern isoliert werden muss, solange es sein illegales, bombenrelevantes Atomprogramm nicht stoppt. Deshalb hat seit mehreren Jahren keine einzige ausländische Firme einen Erdöl- oder Erdgasvertrag mit dem Iran abgeschlossen. Jetzt aber scheren die OMV und der Staat Österreich, der 30 Prozent der OMV-Anteile hält, aus diesem internationalen Konsens aus. Anstatt den Gegenwind, dem sich das Regime ausgesetzt sieht, zu verstärken, springt Wien in die Bresche. Anstatt ihre Zustimmung von den OMV- Projekten von einer Änderung der iranischen Atompolitik abhängig zu machen, will sich Österreichs Große Koalition als erste westliche Regierung mit der iranischen Bombe abfinden. Es ist verständlich, dass die Regierung Ahmadinejad diese Absichtserklärung feiert, publizistisch ausschlachtet und die Österreicher über alle Maßen lobt. Es ist gespenstisch, dass alle im Wiener Parlament vertretenen Parteien das Irangeschäft nahezu reflexhaft unterstützen und gegen Kritik von außen in Schutz nehmen. Und es ist zynisch oder strohdumm, wenn die österreichische Außenministerin Plassnik behauptet, es handele sich “lediglich um einen Geschäftsvorgang", der, da es sich um Erdgas handele, mit dem iranischen Atomprogramm nichts zu tun habe. Wenn in den Nachfolgestaaten des Dritten Reichs der Respekt vor den Überlebenden des Holocaust noch etwas zählt, sollten in Deutschland wie in Österreich alle Firmen und Finanzinstitute an den Pranger gestellt werden, die ihre Geschäfte mit dem Regime machen, das als einziges Land der Welt den Holocaust leugnet. Wenn Europa den Iran nicht unverzüglich und massiv unter Druck setzt und vor die Alternative stellt, entweder seinen Kurs zu ändern oder aber verheerende ökonomische Schäden zu erleiden, bleibt nur die Wahl zwischen einer schlechten Lösung - die militärische Option - oder einer schrecklichen, der iranischen Bombe. Wir müssen dafür sorgen, dass aus den Plänen der OMV nichts wird! ________ Termine: 16. 5. 2007 Wien, 19:30 "Hoffen? Sie halten doch die Hoffnung für einen menschlichen Fehler, Mr. Spock?" (Dr. McCoy) - Vom utopischen Anspruch in der Science Fiction Vortrag von Karin Lederer HS III im NIG, Universitätsstraße 7 6. 6. 2007 Wien, 19:30 Kulturindustrie und Geschlechterverhältnis - Warum "Desperate Housewives" besser ist als Judith Butler und ich dennoch dabei einschlafe Vortrag von Renate Göllner HS III im NIG, Universitätsstraße 7 20. 6. 2007 Wien, 19:30 Hollywood zwischen Traummaschine und Feindbild Vortrag von Tobias Ebbrecht HS III im NIG, Universitätsstraße 7 ___________________ Café Critique Verein für Gesellschafts- und Kulturkritik Wickenburggasse 16/5 A-1080 Wien Tel.: 0043 699 107 87 421 Fax: 0043 1 406 81 54 19 Email: cafe.critique at gmx.net Web: http://www.cafecritique.priv.at Konto: Dr. Renate Göllner, Erste Bank Nr. 28660228600, BLZ 20111 BIC: GIBAATWW, IBAN: AT512011128660228600 <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< VERANSTALTUNGEN <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 02 - Vorsitzende der erfolgreichen holländischen Tierrechtspartei PvdD Marianne Thieme Sonntag zu Vortrag in Wien! rc8007 at yahoo.de ================================================ Vorsitzende der erfolgreichen holländischen Tierrechtspartei Marianne Thieme am 13. Mai zu Vortrag in Wien! Die Vorsitzende der holländischen Tierrechtspartei, Marianne Thieme, Abgeordnete im holländischen Parlament, hält einen Impulsvortrag mit anschließender Diskussion, u.a. mit Mag. Brigid Weinzinger, der Tierschutzsprecherin der Grünen in Österreich. Eine einzigartige Gelegenheit für österreichische JournalistInnen, die erfolgreiche Jungpolitikerin kennenzulernen. Tierschutz ein politisches Thema? Oder doch Privatsache? Ein Kulturgut oder eine politische Befreiungsbewegung? Im November 2006 ging es wie eine Sensationsmeldung durch die europäischen Medien, Tierschutz und Tierrechte schienen plötzlich so etwas wie einen kleinen politischen Quantensprung innerhalb Europas vollzogen zu haben: die holländische Tierrechtspartei “PvdD" (“Partei für die Tiere") schaffte mit zwei Abgeordnetenmandaten den Einzug ins niederländische Parlament. "Wir wollen eine Verfassungsänderung, die den Tieren das Recht auf Freiheit von Schmerz, Angst und Stress garantiert, die von Menschen verursacht sind", bringt die 34jährige Vorsitzende der Partei Marianne Thieme eines der Hauptanliegen der PvdD - der “Partij voor de dieren" - auf den Punkt. Ihr vorrangiges Ziel ist die Verankerung von Tierrechten in der niederländischen Verfassung. In Österreich wird gerade ein historisch einzigartiger Prozess rund um einen Schimpansen im Wiener Tierschutzverein geführt, dem auf diese Weise ein Sachwalter ermöglicht werden soll. Nach geltendem Recht gilt Schimpanse “Hiasl", der mit uns Menschen 99,4 % der Gene teilt, als Sache, während der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN sowie eine Reihe von Wissenschaftlern und Juristen die Meinung vertreten, es handelt sich bei dem Menschenaffen um eine Person im juridischen Sinn, dem auch die entsprechenen Rechte nicht länger vorenthalten werden sollten. Die Vorsitzende der holländischen Tierrechtspartei, mittlerweile auch Abgeordnete im holländischen Parlament, kommt auf Einladung des VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN am 13. Mai nach Wien und hält einen hochinteressanten Impulsvortrag mit anschließender Diskussion, unter anderem mit Maga. Brigid Weinzinger, der Tierschutzsprecherin der Grünen in Österreich. Viele Menschen meinen, die etablierten Parteien würden sich des Themas zu wenig annehmen. Haben die vorhandenen Parteien der Tierschutzthematik genug Stellenwert eingeräumt? Oder bedarf es wirklich einer neuen politischen Kraft, die den gesellschaftlichen Paradigmenwechsel im Umgang mit Tieren herbeiführen hilft? Auch in Österreich wird gerade das Fundament für eine heimische Tierrechtspartei gelegt - die Satzung der “Österreichischen Tierrechtspartei // earth - human - animals - nature" ist erst vor kurzem in der Grazer Zeitschrift für Tierrechte “Anima" erschienen, die ersten grundlegenden Gründungsschritte sind damit bereits vollzogen. Die Gründerin und Vorsitzende der holländischen Tierschutzpartei Marianne Thieme steht Rede und Antwort zu ihren Ideen, ihren Konzepten, ihren Zukunftsplänen und der Rolle ihrer Partei im Parlament. Der Vortrag und die anschließende Podiums- und Publikumsdiskussion werden in Englisch gehalten. Vortrag und Diskussion Sonntag 13. Mai 2007, 18:00 Don-Bosco Haus, St. Veit-Gasse 25, 1130 Wien Rückfragen: Ralph Chaloupek, Tel. 0699 106 70 171 Mehr über die holländische “Partei für die Tiere" Website der holländischen Tierrechtspartei Mehr über den aufsehenerregenden Sachwalterschaftsprozess rund um den Menschenaffen Hiasl: Weltweit erstmalig: Sachwalterschaft für Schimpansen beantragt Ein Schimpanse als Person? - Richterin sieht Menschenaffen nun mit anderen Augen ================================================ 03 - Ein Event anmelden: 20 Jahre gojim, 25 Jahre IHF: "East and West - Fest für die Menschenrechte" CarolineKoczan at web.de ================================================ East and West - Fest für die Menschenrechte Benefizprojekt der Musikgruppe gojim und bildenden KünstlerInnen zugunsten der Menschenrechtsorganisation IHF 21. Mai, 19h Galerie Time Wollzeile 1-3, 1010 Wien Eintritt: freiwillige Spenden! Anna Politkowskaja: “Viele Menschen in meinem Land bezahlen mit dem Leben, weil sie laut sagen, was sie denken." 2007 feiert die International Helsinki Federation for Human Rights (IHF) ihr 25-jähriges Bestehen. Nach der Unterzeichnung der Helsinki Schlussakte - 1975 - wurden in einigen Ländern Osteuropas und in der Sowjetunion nationale Menschenrechtskomitees gegründet, um Menschenrechtsverletzungen in ihren jeweiligen Ländern aufzuzeigen und die Zivilgesellschaft zu unterstützen. Einige Jahre später, 1982, wurde die IHF gegründet, um ein internationales Kooperationsnetzwerk für diese Komitees zu schaffen und ihnen internationale Öffentlichkeit und Unterstützung zu sichern. Die IHF ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Wien und umfasst heute 46 Helsinki-Komitees und Kooperationspartner in Europa, Zentralasien und Nordamerika. Predrag Matvejevic: "Überlegen Sie, was getan werden könnte, damit es morgen nicht so sein wird, wie es heute ist und gestern war." 2007 feiert die Musikgruppe gojim ihren 20.Geburtstag. Das bedeutet 20 Jahre Konzertauftritte, Tourneen (Österreich, Deutschland, Italien, Schweiz, Ungarn, Kroatien, Baltikum, Russland, Israel, Š), CD-Produktionen, Produktionen für Film und Fernsehen. gojim haben sich mit ihren Programmen mit Musik und Liedern der Juden und Jüdinnen Osteuropas und Amerikas stets gegen Rassismus und Antisemitismus eingesetzt und dies auch durch Benefizkonzerte und zeithistorische, musikalische Arbeiten mit Jugendlichen an Schulen (“gedenken begehen", “Spuren Suche", u.v.a.) zum Ausdruck gebracht. Mit dem Projekt “East and West" möchten gojim auf Gewalt in Ost und West gegen demokratische Prinzipien und Menschen, die heute die Demokratie verteidigen wollen, aufmerksam machen. Wladimir Sorokin: “Das Schlimmste, was uns passieren kann, ist die Gleichgültigkeit des Westens, wenn ihn außer Öl und Gas nichts interessieren würde." East and West - Fest für die Menschenrechte Am 21. Mai 2007, ab 19h, veranstalten gojim und die IHF ein Fest in der Galerie TIME, Wollzeile 1-3. Neben dem Benefizkonzert von gojim, mit Klezmermusik und jiddischen Liedern aus ihrem Programm “East and West", werden noch weitere Programmpunkte erwartet. Sieben bildende KünstlerInnen präsentieren ihre Arbeiten zum Thema “East and West - Menschen. Recht?" und stellen diese der IHF zur Verfügung. Das Publikum kann die Werke ersteigern. Aaron Rhodes, Direktor der IHF, wird über Schwerpunkte seiner Arbeit berichten. Caroline Koczan wird aus dem Buch “Anna Politkowskaja, Chronik eines angekündigten Mordes" von Norbert Schreiber lesen. Außerdem werden PolitikerInnen, die sich mit Menschenrechtspolitik befassen, als FestrednerInnen eingeladen (bisher zugesagt: Bezirksrat Ronald Schmutzer, Die Grünen) Eintritt: freiwillige Spenden! Der Erlös aus der gesamten Veranstaltung kommt der IHF zugute, zur Unterstützung von verfolgten MenschenrechtsaktivistInnen. East and West - Fest für die Menschenrechte, 21. Mai 2007, 19h Galerie Time, Wollzeile 1-3. 1010 Wien, Eintritt: freiwillige Spenden! Über die Werke der KünstlerInnen: Sieben in Wien lebende KünstlerInnen setzen sich in ihren Werken mit Städten aus Ost und West auseinander. Sie gestalten “Hitchhike- Boards" mit Städtenamen, die an die Geschichte und die Kultur der jeweiligen Städte erinnern, Fernweh und Offenheit dem Fremden gegenüber signalisieren, aber ebenso an historische und an aktuelle Menschenrechtsverstöße erinnern können. Von 4. - 13. Juni 2007 werden die Werke von Anke Armandi, Peter Baric, Beate Baumgart, Maria Blazejovsky, Irmtraud Irsa, Malgozatra Kugler und Anita Maniscalco in einer Ausstellung in der Galerie am Park einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Diese Ausstellung findet im Rahmen der Wiener Bezirksfestwochen 2007 statt. Die AusstellungsbesucherInnen sind eingeladen, zu jedem Schild ihre eigenen Assoziationen und Gedanken zu den jeweiligen Orten niederzuschreiben. Die Werke der KünstlerInnen können über Internet oder bei der Schlussveranstaltung im Herbst, im Rahmen des “East and West - Konzert für die Menschenrechte" ersteigert werden. Der Erlös aus den Versteigerungen kommt der IHF zugute, zur Unterstützung von verfolgten MenschenrechtsaktivistInnen. Vernissage “East and West - Menschen. Recht?" 4. Juni 2007, 19h Galerie am Park, Liniengasse 2a, 1060 Wien mit Musik von gojim Ausstellungsdauer: 4. - 13. Juni 2007 Das Projekt “East and West - Fest für die Menschenrechte" wurde gefördert durch: Wien Kultur Innere Stadt und die Fa. Ströck <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 04 - Gipfelsoli Newsletter: Heiligendamm -- Japan -- Rußland gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- Aktuelles zum Mobilisierungsschub 9. Mai: http://www.gipfelsoli.org/Repression/Anschnallen_bitte - Solidarität (Stand: 12.5. 2007, unvollständig) - Demo gg. Repression vor Bundesanwaltschaft KA - Polizei fand Bomben-Zubehör bei G8-Gegnern - Hamburg: Udo Nagel will Demonstranten in Gewahrsam nehmen - Krawalle von links? Anschlag auf McDonald's-Filiale: G-8-Gegner im Verdacht - Peinliche Pannen bei Ermittlungen gegen G-8-Gegner - Platz für 3. Camp gefunden - Einladung zur Bürgerversammlung - Laudatio - 100 neue Mitglieder bei attac - Rostock zum G8-Gipfel: Flugverkehr weicht nach Neubrandenburg aus - Japan veröffentlicht Orte der G-8-Treffen im nächsten Jahr - The Summit "Russia-European Union" - repressions against Libertarian Forum. - Steinmeier wirbt um Verständnis für Notwendigkeit der G8-Gipfel ------------------------------------------------------------------------ --- Solidarität (Stand: 12.5. 2007, unvollständig) 12.05.2007: Freiburger Fahrraddemo gegen Repression 11.05.2007: HH: Großtranspi- Aktion gegen G8 11.05.2007: Leipzig: Der Protest ging und geht weiter 11.05.2007: Erneute Bullenprovokationen auf Demo in MD 11.05.2007: Anti-Repressionsdemo in Bielefeld 11.05.2007: Kleines Soli-Demonstratioenchen in Edinburgh 11.05.2007: Razzien: Aufbruch statt Einschüchterung! 11.05.2007: Protest gegen Hausdurchsuchungen in Potsdam 11.05.2007: Farbanschlag auf Commerzbank 11.05.2007: Solikundgebung in Paderborn 11.05.2007: Salzburg: dt. Konsulat jetzt noch schöner 10.05.2007: Duisburg: Spontandemo gegen G8 Repression 10.05.2007: Spontandemo gegen G8-Repression in Stuttgart 10.05.2007: Solidemo wg. Repressionswelle in Pforzheim 10.05.2007: Leipzig: Erneut Demo gegen Repression 10.05.2007: Wien: Demo gegen Repression - für Freiräume 10.05.2007: Spontandemo gegen Repression auch in Mannheim 10.05.2007: Spontandemo in Tuebingen 10.05.2007: Wien: Solidemo gegen G8 Repression 10.05.2007: Soli-Aktion: Deutsche Botschaft nun gelb 09.05.2007: Spontandemo in Mannheim 09.05.2007: Bericht: Soli-Demo in Gießen 09.05.2007: Spontane Soli-Demo in Leverkusen 09.05.2007: Köln - AntirepressionsSoliDemo 09.05.2007: Leipzig: Massive Polizeiübergriffe 09.05.2007: Spontandemo in Giessen 09.05.2007: "Wir sind alle Terroristen"-Spontandemo JENA 09.05.2007: Solidaritätsdemo in Bremen 09.05.2007: Nicaragua: Widerstand gegen G8 09.05.2007: Solidemo in Amsterdam wegen Repressionswelle | Video 09.05.2007: HH: Demo und Ausschreitungen 09.05.2007: Protest vorm deutschen Konsulat in Amsterdam 09.05.2007: Köln: 150 bei Solidemo 09.05.2007: Spontandemo Leipzig 09.05.2007: Solidemo in Hannover gegen die Hausdurchsuchung 09.05.2007: Bremen: Spontandemo gegen G8-Repression 09.05.2007: Spontandemo in Kiel 09.05.2007: rostock: knapp hundert linke auf spontandemo 09.05.2007: Gö: Solidemo gegen Repression 09.05.2007: Soli Demo in Duisburg gegen Polizei Repression 09.05.2007: Berlin: Viele Tausend auf Spontandemo gegen Repressionswelle 09.05.2007: Spontandemo in Siegen 09.05.2007: Bochum: Autonome regeln den Verkehr selbst 09.05.2007: Spontandemo in Marburg 09.05.2007: soliaktion frankfurt/m 09.05.2007: Anti-Repressions-Demo in Hamburg 09.05.2007: Protestdemo in Göttingen 09.05.2007: GÖ: Antirepression-Spontandemo am 9.5. 09.05.2007: Situation Hamburg-Heilerstr. 09.05.2007: Soli vom Convergence Center in Rostock 09.05.2007: Solidemo in Amsterdam wegen Repressionswelle [http://de.indymedia.org/2007/05/176032.shtml] ------------------------------------------------------------------------ --- Demo gg. Repression vor Bundesanwaltschaft KA Jetzt erst recht - Repression und Kriminalisierung des Protests entgegentreten Am 09. Mai veranlasste die Bundesanwaltschaft die Durchsuchung von mindestens 40 linken und alternativen Büros, Projekten und Wohnungen in Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Brandenburg. Dabei beschlagnahmten sie Unmengen an Computern, Akten und Unterlagen. Die Willkür dieser Maßnahme zeigte sich zum einen in der Wahl der durchsuchten Objekte. Die Razzien trafen zumeist öffentlich bekannte Räume wie die Rote Flora in Hamburg, das Bethanien oder den Buchladen Schwarze Risse in Berlin. Unter dem Vorwand des Verdachts auf "Bildung einer terroristischen Vereinigung (§129a)" wurde so versucht, die gesamte Protestbewegung gegen den G8- Gipfel und andere (system-)kritische Gruppen und Einzelpersonen zu durchleuchten und einzuschüchtern. Dies entlarvt das Zitat eines Ermittlers der Bundesanwaltschaft am selben Tag gegenüber Spiegel Online: "Wir haben in den Busch geschossen, nun sehen wir, was und wer sich dort bewegt." Die Durchsuchungen erreichten ein Ausmaß, wie es seit Jahren nicht mehr bekannt war. Trotzdem gab es bislang noch keine eindeutigen Beweise oder Festnahmen, die diesen Einsatz rechtfertigen würden. Auch hier bestätigt der Sprecher der Bundesanwaltschaft Andreas Christeleit den Verdacht, dass keine Straftaten oder gar Terroranschläge verhindert werden sollten, sondern es vielmehr darum ging, eine der größten Protestbewegungen mit gesellschaftlicher Relevanz der vergangenen Jahre zu kriminalisieren und zu spalten: "Die heutigen Untersuchungen sollten Aufschluss bringen über die Strukturen und die personelle Zusammensetzung von diesen Gruppierungen, und dienten nicht in erster Linie zur Verhinderung von konkreten Anschlägen. Dafür gab es keine Anhaltspunkte." Der G8-Gipfel in Heiligendamm bildet sicherlich den Höhepunkt der Repression wie die Wiedereinführung der innereuropäischen Grenzkontrollen oder die Verschärfung der Polizeigesetze in Hamburg oder Mecklenburg-Vorpommern zeigen. Sie reihen sich aber nur in eine Vielzahl von Maßnahmen ein, die momentan die innere Aufrüstung vorantreiben. Die Vorratsdatenspeicherung, die Anti-Terror- Datei, die Speicherung biometrischer Daten, die fortschreitende Überwachung der Kommunikationsmittel und die Verschärfung der Gesetze werden vom Großteil der Bevölkerung noch nicht oder nicht ausreichend als Bedrohung wahrgenommen. Wir wollen daher am Samstag, den 19. Mai nicht nur vor der Bundesanwaltschaft gegen die willkürliche und unverhältnismäßige Großrazzia am vergangenen Mittwoch protestieren, sondern auch gegen den Ausbau des staatlichen Sicherheitsapparats insgesamt. Gleichzeitig wollen wir mit einem starken "Jetzt erst recht" zeigen, dass Versuche, Widerstand in gut und böse zu spalten nicht funktionieren. Daher rufen wir alle kritischen Gruppen und Einzelpersonen dazu auf, am 19. Mai um 14 Uhr ans Kongresszentrum Karlsruhe zu kommen. Solidarität mit den Opfern der Repression! Wir lassen uns den Widerstand nicht verbieten! Jetzt erst recht! [http://de.indymedia.org/2007/05/176682.shtml] ------------------------------------------------------------------------ --- Polizei fand Bomben-Zubehör bei G8-Gegnern Bei der Großrazzia bei G8-Gegnern aus der linken Szene hat die Polizei am Mittwoch in Berlin angeblich Zubehör für Brandsätze mit Zeitzündern sichergestellt. Das berichtet das Magazin "Focus" am Samstag unter Berufung auf eine erste Analyse der Durchsuchungen. Danach seien Wecker, Drähte, Uhren und größere Feuerwerkskörper gefunden worden, hieß es. Auf einem Bauernhof in Brandenburg hätten Beamte zudem Anleitungen zum Bau von Spreng- und Brandvorrichtungen entdeckt. Bei einem Verdächtigen in Hamburg seien "ge- und verfälschte Personaldokumente" beschlagnahmt worden. Am Mittwoch waren bundesweit 40 Objekte durchsucht worden. Dabei wurden vor allem Computer und schriftliche Unterlagen sichergestellt. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen Gründung einer terroristischen Vereinigung, die sich gegen den G8-Gipfel im Juni im Ostseebad Heiligendamm richtet. Politiker von Grünen und Linkspartei kritisierten die Aktion als unverhältnismäßig. [http://www.rbb-online.de/_/nachrichten/politik/beitrag_jsp/ key=news5865109.html9 ------------------------------------------------------------------------ --- Hamburg: Udo Nagel will Demonstranten in Gewahrsam nehmen Hamburgs Innensenator Udo Nagel (parteilos) will Gewalttäter bei Demonstrationen gegen den G8-Gipfel notfalls in Gewahrsam nehmen lassen. "Wenn Randalierer nicht vorher zur Einsicht gelangen, dann müssen sie in Hamburg auch mit Unterbindungsgewahrsam rechnen", sagte Nagel am Freitag. Er rief friedliche Demonstranten auf, sich von Gewalttätern klar zu distanzieren. "Niemand hat etwas gegen friedliche Versammlungen, und niemand will G8-Kritiker stigmatisieren", sagte Nagel. "Straftaten werden wir aber nicht tolerieren, das ist sicherlich auch im Sinne der friedlichen Versammlungsteilnehmer." [http://www.hamburg1.de/hh1/citylife_article.html?citylife/ 2007/05/11/535100000] ------------------------------------------------------------------------ --- Krawalle von links? Anschlag auf McDonald's-Filiale: G-8-Gegner im Verdacht Bielefeld/Essen (RPO). Unbekannte haben im westfälischen Lübbeke einen Brandanschlag auf eine Filiale der US-Fastfood-Kette McDonald's verübt. Es gibt Hinweise darauf, dass es sich bei den Tätern um militante G-8-Gegner handelt. Am Tatort wurden die aufgesprühten Worte "No-G8-Elf" gefunden. Bei dem Anschlag am frühen Freitagmorgen entstand lediglich geringer Sachschaden, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Bielefeld mitteilten. Auf das Plaster eines angrenzenden Parkplatzes sprühten die unbekannten Täter demnach die Worte "No-G8- Elf". Ebenfalls mit Sprühmittel wurde eine Außenkamera außer Gefecht gesetzt. Die Täter hatten den Behörden zufolge an einem vergitterten Fenster der Hamburger-Kette zwei Brandsätze angebracht, von denen jedoch nur einer zündete. Einen weiteren Zwischenfall meldete die Polizei aus Essen. Im Stadtteil Kettwig besprühten demnach in der Nacht zum Freitag unbekannte Täter die Eingangstür einer Polizeiwache mit den Schriftzügen "Gute Nacht G8? und "Köpi bleibt". Da die Täter in beiden Fällen politische Motive im Zusammenhang mit dem bevorstehenden G-8-Gipfel in Heiligendamm haben könnten, übernahmen die örtlichen Staatsschutzabteilungen der Polizei die Ermittlungen. [http://www.rp-online.de/public/article/aktuelles/politik/deutschland/ 437659] ------------------------------------------------------------------------ --- Peinliche Pannen bei Ermittlungen gegen G-8-Gegner Nach Informationen des SPIEGEL sind den Sicherheitsbehörden derbe Schnitzer bei Ermittlungen gegen mutmaßliche militante Gegner des G-8-Gipfels unterlaufen. Beschuldigte erfuhren durch irrtümlich zugestellte Post und eine Telefonrechnung von Ermittlungen und Überwachung. Hamburg - Einem der Beschuldigten, gegen den die Bundesanwaltschaft wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung ermittelt, wurde zum Beispiel versehentlich ein Schreiben des Einwohnermeldeamtes zugestellt, mit dem der Betreffende schon vor Wochen über die Ermittlungen informiert wurde. Noch peinlicher ist der Fall eines zweiten Verdächtigen, des Berliners Jonas F.: Er erfuhr aus Versehen durch seine Monatsabrechnung der Handy-Firma O2 davon, dass sein Telefon abgehört wurde. Bei mehreren in der vergangenen Woche Beschuldigten geht die ermittelnde Bundesanwaltschaft zudem offenbar nicht davon aus, dass sie an Anschlägen im Rahmen einer militanten Kampagne gegen den G-8-Gipfel beteiligt waren: Die Betreffenden befinden sich bereits im Rentenalter. Auf Grund des "recht vorgerückten Lebensalters dieser Beschuldigten ist davon auszugehen, dass die Anschläge zur Umsetzung der Kampagne nicht von diesen Beschuldigten selbst" ausgeführt worden seien, heißt es deshalb im Durchsuchungsbeschluss des Bundesgerichtshofs. Der Älteste der insgesamt 21 Verdächtigen, der Hamburger Fritz S., ist bereits 68 Jahre alt. [http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,482519,00.html] ------------------------------------------------------------------------ --- G8-Gipfel: Platz für 3. Camp gefunden Wichmannsdorf an der Kühlung Pressemitteilung Camp AG Gruppe Wendland/Altmark Nach wochenlangen zähen Verhandlungen mit GrundstückseigentümerInnen und Behörden ist es der Camp AG (Gruppe Wendland/Altmark) jetzt gelungen, einen weiteren Platz zur Errichtung eines "Anti-G8-Camps" für die Unterkunft und Verpflegung der GipfelgegnerInnen zu pachten. Ein Landwirt aus Kröpelin hat sich bereit erklärt, eine geeignete Fläche, die nördlich von Wichmannsdorf am südlichen Rand der Kühlung liegt, zur Verfügung zu stellen. Erste Gespräche mit dem zuständigen Bürgermeister von Kröpelin fanden am vergangenen Mittwoch ebenfalls statt. Die OrganisatorInnen des Camps erhoffen sich von der Gemeinde Kröpelin ein ähnliches Entgegenkommen wie in der Nachbargemeinde Reddelich, die Gemeindevertretung hat sich dort nach intensiven Beratungen und Gesprächen mit den GipfelkritikerInnen letztendlich für ein Camp ausgesprochen, da dies der einzige Weg sei, die Abläufe während des G8-Gipfels in geregelte Bahnen zu lenken. "Dieser Weg sichert, dass eine Reihe von Auflagen betreffend die Ordnung und Hygiene im Camp von den OrganisatorInnen berücksichtigt werden," so Bürgermeister Erhard Ränger aus Reddelich. Die OrganisatorInnen des Camps betonen ausdrücklich, dass sich die Proteste nicht gegen die Menschen im Landkreis Bad Doberan richten, sondern gegen den Regierungs-Gipfel in Heiligendamm. Die Ãngste und Befürchtungen der Bevölkerung könne man nachvollziehen, schließlich kenne man in der organisierenden Gruppe aus eigener Erfahrung die massiven Beeinträchtigungen durch polizeiliche Großeinsätze während der alljährlich stattfindenden Castor- Transporte. Die GipfelkritikerInnen planen auf dem Hoppenberg nicht nur Schlaf- und Verpflegungsmöglichkeiten einzurichten, sondern auch Raum für Diskussion und Gedankenaustausch zu schaffen. Dazu laden die OrganisatorInnen auch alle AnwohnerInnen herzlich ein. Mit dem Aufbau des Camps soll kurz nach Pfingsten begonnen werden, vorgesehen ist die Errichtung einer "Volxküche", sanitärer Anlagen nach möglichst ökologischen Aspekten und einem großen Versammlungsbereich. Die Camp AG Gruppe Wendland/Altmark gibt zu bedenken, dass die Organisation auf 1.500 Menschen ausgerichtet sein wird und das Gelände ca. 6 ha hügeliges Wiesengelände umfasst und aufgrund seiner Infrastruktur max. 3.000 ProtestlerInnen aufnehmen kann. Es ist nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Dieser dritte Campplatz ist lediglich ein weiterer Mosaikstein im benötigten Unterbringungskonzept. Da für die mittlerweile ca. 20.000 erwarteten GipfelkritikerInnen somit insgesamt mit den Camps in Reddelich und Rostock nach wie vor nur ca. 12.000 Schlafplätze zur Verfügung stehen, ist leider weiterhin unklar, wo ein Großteil der erwarteten TeilnehmerInnen der Gipfelproteste Anfang Juni untergebracht werden soll. Für ein Entgegenkommen der zuständigen Verwaltungsbehörden wird es nun allerhöchste Zeit, wenn dem durch ungeklärte Versorgungsfragen drohenden Chaos noch Einhalt geboten werden soll. ------------------------------------------------------------------------ --- Einladung zur Bürgerversammlung Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger, die Landespolizei M-V hat sich zum Ziel gesetzt, Sie frühzeitig, so aktuell und umfangreich wie möglich über die im Zusammenhang mit dem G8 Gipfel 2007 stehenden sicherheitsrelevanten Maßnahmen zu informieren. Dazu gehören insbesondere Informationen über Einschränkungen, die vor allem Sie als Bürger betreffen werden. Die Polizei lädt Sie daher recht herzlich zu Bürgerversammlungen ein: am Mittwoch, den 16.05.2007, 18:00 Uhr und 20:00 Uhr in die Stadthalle nach Bad Doberan, Verbindungsweg 14, am Donnerstag, den 24.05.2007, 20:00 Uhr, ins Morada Resort Hotel nach Kühlungsborn, Hafenstraße 2 und am Mittwoch, den 30.05.2007, 19.00 Uhr, in die Aula nach Kröpelin, Schulstraße 1. Ihre Polizei ------------------------------------------------------------------------ --- Laudatio Montag, 14. Mai, 19.00 Uhr Heiligendamm: Der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Jürgen Seidel hält eine Laudatio anlässlich der Verleihung des SPA DIAMOND 2007 an das Kempinski Grand Hotel Heiligendamm, Kempinski Grand Hotel. ------------------------------------------------------------------------ --- 100 neue Mitglieder bei attac Welle der Sympathie erfasst globalisierungskritische Bewegung Frankfurt am Main (LiZ). Nach der Großrazzia, bei der am Mittwoch zahlreiche Büros linker Gruppierungen, Wohnprojekte, Buchläden und Kulturzentren in sechs Bundesländern durchsucht wurden, ist die globalisierungskritische Bewegung von einer Welle der Sympathie erfasst worden. Das zeigt sich unter anderem in einem gestiegenen Interesse an Attac. "In den vergangenen zwei Tagen haben wir 100 neue Mitglieder gewonnen - das sind so viele wie sonst in einem Monat", sagte Sven Giegold vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. Auch die Zahl der Spender und Interessenten habe sich deutlich erhöht. Zahlreiche Menschen hätten zudem den Aufruf zur internationalen Großdemonstration am 2. Juni unterzeichnet. "Das zeigt uns, dass sich die Menschen nicht von der Polizeiaktion abschrecken oder entmutigen lassen, sondern sich jetzt erst recht den G8-Protesten anschließen", betonte Sven Giegold. Unter dem Motto "Jetzt erst recht: G8-Proteste unterstützen!" hat Attac am Freitag gemeinsam mit dem Bundesausschuss Friedensratschlag, dem Netzwerk Friedenskooperative und Pax Christi einen Appell veröffentlicht, in dem die vier Organisationen zur friedlichen Teilnahme an den Aktivitäten gegen den G8-Gipfel Anfang Juni in Heiligendamm aufrufen. Weitere Informationen: www.attac.de/heiligendamm07/ [http://linkszeitung.de/content/view/111954/42/] ------------------------------------------------------------------------ --- Rostock zum G8-Gipfel: Flugverkehr weicht nach Neubrandenburg aus Während des G8-Gipfels in Heiligendamm werden die regulären Linien- und Charterflüge ab Rostock ins gut 100 Kilometer entfernte Neubrandenburg verlegt. Voraussichtlich vom 4. Juni abends bis einschließlich 8. Juni, während die Delegierten des G-8-Gipfels in Rostock ankommen und abfliegen, werden alle Flüge von OLT und Air Berlin nach Neubrandenburg ausweichen müssen. Der Flughafen Rostock hat dazu einen Busshuttle zwischen den Airports eingerichtet. Passagiere können über die Hotline 038454 / 32 13 90 einen Sitzplatz für den kostenlosen Bustransfer reservieren. [http://www.dermobilitaetsmanager.de/news/luftfahrt/8901/] ------------------------------------------------------------------------ --- Japan veröffentlicht Orte der G-8-Treffen im nächsten Jahr Tokio (AP) Ähnlich wie in diesem Jahr Deutschland hat auch Japan die Veranstaltungsorte für das 2008 stattfindende G-8-Treffen weit übers Land verstreut. Bereits bekannt war, dass der eigentliche Gipfel am Toya- See auf Japans nördlichster Insel Hokkaido stattfindet. Am Freitag veröffentlichte die Regierung in Tokio eine List mit weiteren Veranstaltungsorten für die Ministertreffen. Die Finanzminister treffen sich demzufolge im Westen des Landes in der Millionenmetropole Osaka. Das Treffen der Außenminister soll in Kyoto, das der Umweltminister in der Hafenstadt Kobe stattfinden, wie ein Kabinettssprecher erklärte. Etwas einfacher haben es die Verantwortlichen der Ressorts Justiz und Innenpolitik, die in der Hauptstadt Tokio tagen. Die Arbeitsminister hingegen müssen sich auf den Weg in die weiter nördlich gelegene Küstenstadt Niigata machen. Der Tokioter Vorort Chiba wird Gastgeber einer Reihe von Konferenzen zum Klimaschutz sein, während Yokohoma sich für Fachgespräche über die Entwicklung und den Aufbau Afrikas rüstet. An dem Gipfeltreffen nehmen die Staats- und Regierungschefs der klassischen G-7-Staaten USA, Großbritannien, Frankreich, Japan, Kanada, Italien und Deutschland teil. Regelmäßiger Gast ist seit einigen Jahren auch Russland. Obgleich Russland noch kein Vollmitglied der 1975 im französischen Rambouillet als G-6 (außer Kanada) gegründeten Staatengruppe ist, wird es unter der Bezeichnung G-8 bereits in den Kreis einbezogen. Offizielles Mitglied der Gruppierung ist dagegen die Europäische Union (EU). Japan hat bereits vier G-8-Treffen beherbergt, das letzte davon im Jahr 2000 in Okinawa. [http://de.news.yahoo.com/11052007/12/japan-veroeffentlicht-orte-g-8- treffen-naechsten-jahr.html] ------------------------------------------------------------------------ --- The Summit "Russia-European Union" - repressions against Libertarian Forum. The repressions against "Intergalactic Libertarian Forum" which should take place during the Summit "Russia - the European Union" on 16-18 of May have begun in Samara (Russia). Yesterday May, 10 the police organised a search in the public center. In this center the Coordinating Committee of the libertarian forum was based. Coordinators of the Forum planned to held discussions and working groups in different rooms on that center. Today, May 11, the building of the public center has been closed by the local authorities. Searches and the prohibition to enter the building blocked up the work of the public center and several human rights and ecological NGOs (i.e. ?ssosiation for the protection of the rights of the voters "VOICE", project "Maintenance of the freedom of speech and freedom of assembly', youth cinemaclub etc.), although the repressions were aimed at the Libertarian Forum but not these groups. More information: samaramay07 at rambler.ru http://samara-may.livejournal.com/ ------------------------------------------------------------------------ --- Steinmeier wirbt um Verständnis für Notwendigkeit der G8-Gipfel "Sie können mir glauben, dass die Politiker es lieber sähen, wenn solche Sicherungsmaßnahmen nicht nötig wären." [Außenminister Steinmeier] ------------------------------------------------------------------------ -- Protest + Widerstand: http://de.indymedia.org/g8heiligendamm Pressespiegel zum G8 2007 unter http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp ------------------------------------------------------------------------ -- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-l ------------------------------------------------------------------------ -- ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ D) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: nix Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 20:34 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Tue May 15 04:29:32 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Mon, 14 May 2007 22:29:32 -0400 Subject: widerst@and mund - Dienstag, 15. Mai 2007 Message-ID: <1634197038.20070514222932@nessizius.com> MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Dienstag, 15. Mai 2007 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ gemeinsam platz auf der strasse zurückgewinnen Von: CriticalMassVienna ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< EIGENLOB DER ERFÜLLUNGSGEHILFEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ Rückkehrberatung in Polizeianhaltezentren St. Pölten und Wr. Neustadt an "Verein Menschenrechte Österreich" übertragen Von: Günter Ecker, Verein Menschenrechte Österreich ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ unkenruf: zwei spannende Vortr ä ge 18. und 21. Mai Von: frauenhetz ================================================ Sonntag: Kalter Krieg im Kinderzimmer - Party Von: MALMOE ================================================ 15. Mai Von: Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering ================================================ [kinoki-mikrokino] #143 Ravensbrückerinnen Von: augustine.leisch at gmx.at ================================================ Kundgebung gegen Eurofighter, 16. Juni, Parlament Von: Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================ Akbild/Post Conceptual Art Practices, MAY 2007, program 21-28 Von: petja dimi ================================================ Volksgruppengespräche / Präsent. Communication Equalit / Stellenausschreibung ZARA Von: Initiative Minderheiten Newsletter ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ strache an der grazer uni Von: angela mores ================================================ KPÖ/Steuerschulden/Steuerpolitik Von: Furtlehner Leo ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm Von: Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================ China: Menschenrechtsdialog in Berlin - EU muss Konsequenzen ziehen! Von: GFBV Hans Bogenreiter ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ [criticalmass] gemeinsam platz auf der strasse zurückgewinnen Von: CriticalMassVienna ================================================ GEMEINSAM RADFAHREN - www.criticalmass.at - forum.criticalmass.at WANN : dieser Freitag 18.5.2007 um 16:30 WO : Am Margaretenplatz im 5.Bezirk Soundmobile, Musik, Tallbikes, Theaterkrams und vor allem Fahrradfahren ohne an den Rand gedrängt zu werden. Anschliessend: GRILLFEST IM TÜWI !! Grillzeugs selber mitnehmen !! mit LIVE-T-Shirt-Druck und Klangrad Live - experimentalmusikalische Darbietung. und Vorankündigung für Juni : NAKED BIKERIDE :) (s.u.) Es ist wieder soweit. Wir fahren gemeinsam durch die Stadt und nehmen uns den Platz der uns zusteht. Gemeinsam sind wir genug, um die unreflektierte Dominanz der Autos zumindest einmal im Monat zu brechen und aufzuzeigen. Und vor allem nutzen wir den eroberten Platz sinnvoll und mit viel Spass. Autos machen Lärm - wir machen Musik. Fahnen machen und mitnehmen, Pfeifen, Trommeln, Kostüme und vor allem ganz viele FreundInnen. Radfahren macht Sinn und Spass. Letztes Mal waren wir beinahe 300 RadfahrerInnen und es war echt lustig und vor allem waren wir eine echte kritische Masse. Und erfreulicherweise auch etliche Kinder in Anhängern, Sitzen und auf eigenen Rädern !! Wir haben die Reichsbrücke in beide Richtungen befahren, haben auf der höchsten Stelle gestoppt und Radfahren gefeiert. Und viel positives Feedback bekommen. Ein sehr gutes, erhebendes und bleibendes Gefühl :) Definitiv. Und diesen Freitag werden wir hoffentlich noch mehr werden !! Anschliessend sind wir zu Gast im Tüwi beim Türkenschanzpark. (19.Bezirk, Peter-Jordanstr. 79 - tuewi.action.at) JedeR nimmt das mit, was mensch gegrillt haben will und das Tüwi stellt und zwei Griller (vegetarisch und carnivor getrennt) zur Verfügung. Und wenn ein paar Leute an Ketchup und Senf denken, werden sich sicher ein paar andere freuen. Getränke gibts im Tüwi zu kaufen. Es gibt auch T-Shirt Live-Druck - entweder fairtrade-shirts bei uns kaufen oder die eigenen Shirts, Pullis oder Unterhosen mitnehmen und bedrucken lassen !! Es gibt die neuen coolen supertollen CriticalMass-Motive. Dazu gibts auch Kunst : KlangRad Live : das fahrrad als instrument - eine experimentalmusikalische darbietung. Wir sind freudig gespannt und haben KlangRad auch noch nie gehört. Am Abend wird im Tüwi selbst ein Capoeira-Fest stattfinden - mit vermutlich sehr cooles Live-Musik von Angola Zimba und Capoeira und Coctails und ... CriticalMass sind da nur Gäste und wir bedanken uns herzlich und verprechen ganz viel zu tanzen und Coctails zu trinken :) Wenns wahr ist, wirds am Margartenplatz auch ein bisschen Theaterkram und Schminksachen geben für alle die sich verkleiden wollen. VORANKÜNDIGUNG: IM JUNI WIRDS WIEDER EINEN NAKED BIKERIDE GEBEN : am 15.6.2007 : undress - bare as you dare !! angezogen oder nackig - soweit mensch sich traut - vom margaretenplatz bis auf die donauinsel ! und im anschluss gehen wir auf der Donauinsel baden!! und Picknick !!! Details, Photos, Ankündigungen, Diskussionen etc. wie immer auf der Homepage und im Forum unter www.criticalmass.at CRITICALMASS FÄHRT AUCH IN LINZ UND GRAZ : in Linz wird die Criticalmass ebenfalls am 18.5 um 16:30 am Hauptplatz starten und in Graz am 25.5 um 16:30 am Südtirolerplatz. Bis nexten Freitag : alle kommen, alle mitnehmen und viel Musik und Lärm machen. Wer Grillen will : grillzeugs, brot, salate nicht vergessen :) criticalmass wien ================================================ ================================================ RE: SOS "Menschenrechte"/Ecker ================================================ In der Redaktionsliste kursierte gestern folgender Vorschlag: »Vielleicht sollten wir aus Anschaulichkeitsgründen, welche Typen da so in Österreich als "NGO" im Flüchtlingsbereich werken, den tollen Beitrag von Ecker unter der Rubrik "Eigenlob der Erfüllungsgehilfen" veröffentlichen? Der Typ ist ja wirklich zum Kotzen. Allerdings hat der gute Chancen, auch im Burgenland seine "Beratungstätigkeit" auszubauen, wo die anderen NGOs für den Apparat zu unbequem sind, weil sie wirklich "Beratung" machen...« ================================================ Anmerkung der Tagesredaktion: Ein Vorschlag, der gefällt. ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< EIGENLOB DER ERFÜLLUNGSGEHILFEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ Rückkehrberatung in Polizeianhaltezentren St. Pölten und Wr. Neustadt an "Verein Menschenrechte Österreich" übertragen Von: Günter Ecker, Verein Menschenrechte Österreich ================================================ Niederösterreich/Fremde/Schubhaft Rückkehrberatung in Polizeianhaltezentren St.Pölten und Wr. Neustadt an „Verein Menschenrechte Österreich“übertragen Utl. Bis Ende des Jahres mehr als 20 Rückkehrer aus derSchubhaft in NÖ erwartet Aufgrund des großen Erfolgs des „Verein MenschenrechteÖsterreich“ in der Rückkehrberatung bei Schubhäftlingen in Wien,Oberösterreich und Tirol hat das BM.I den Verein nunmehr auch mit derRückkehrberatung in den Polizeianhaltezentren St. Pölten und Wr. Neustadtbetraut. Bis Ende des Jahres ist damit zu rechnen, dass etwa 30 Schubhäftlingesich für eine freiwillige Rückkehr in ihren Herkunftsstaat entscheiden und inmehr als 20 Fällen die freiwillige Rückkehr auch tatsächlich durchgeführtwerden kann. Schubhäftlinge, die sich für eine freiwillige Rückkehrentscheiden, werden vom „Verein Menschenrechte Österreich“ imRückkehrverfahren unterstützt. Die Dauer der Schubhaft kann so regelmäßigverkürzt, auf eine Flugbuchung als „deportee“ (Abzuschiebender) undeine Begleitung durch Polizisten kann verzichtet werden. Es werden möglichstrasch u. a. Reisedokumente bei den Botschaften eingeholt, Flüge gebucht und derTransfer auf den Flughafen durchgeführt. Geschäftsführer Günter Ecker verweist auf die bisherige Bilanzdes Vereins zur Rückkehrberatung in Schubhaft: „Jeder fünfteSchubhäftling entscheidet sich für eine freiwillige Rückkehr. Auf zweiAbschiebungen durch die Fremdenbehörden kommt bereits eine freiwillige Rückkehreines Schubhäftlings, die vom Verein Menschenrechte Österreich unterstütztwird!“ Im Jahr 2006 hat der „Verein MenschenrechteÖsterreich“ für 1.031 Schubhäftlinge ein Rückkehrverfahren begonnen. In752 Fällen konnte dieses Verfahren mit einer freiwilligen Ausreise beendetwerden (73 %). Von Jänner bis April 2007 haben 306 Schubhäftlinge einRückkehrverfahren begonnen. 256 Verfahren konnten in diesem Zeitraum bereitsmit einer freiwilligen Rückkehr abgeschlossen werden (84 %). Gegenüber demVergleichszeitraum 2006 (206 Rückkehrer aus der Schubhaft) konnte damit eineSteigerung von 24 % erzielt werden. Rückfragehinweis: GünterEcker Verein Menschenrechte Österreich Mitglied des Menschenrechtsbeirats beim BM fürInneres Alser Straße 20, A-1090 Wien Tel. +43 (664) 300 32 24 Fax +43 (1) 4090 480-2 eMail: ecker at verein-menschenrechte.at http://www.verein-menschenrechte.at ZVR-Zahl 460937540 ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ unkenruf: zwei spannende Vortr ä ge 18. und 21. Mai Von: frauenhetz ================================================ Liebe Frauen, wir möchten Sie/Euch auf zwei spannende Vorträge rund ums kommende Wochenende aufmerksam machen: Die Kröte - die Kröten Fr.18. Mai,18.30 Uhr, Vortrag und Diskussion mit Elisabeth von Samsonow (Bildhauerin und Philosophin, Wien) In einem chinesischen Glückssymbol ist die Identifikation deutlichst zu sehen: eine Kröte sitzt auf einem Haufen Geld. Sie scheint jener Sorte "Gezücht" anzugehören, das etwa den Nibelungenschatz bewachte. Die symbolische Ordnung, die hinter der Kröte als Repräsentantin der weiblichen "Zeugung" Gold ausmachte, ist aber offenkundig in jener Deutung ausgehebelt, die diese Kröte beschreibt, wie sie innen an der weibllichen Wirbelsäule hinaufklettert und dann aus weit geöffnetem Halse schreit. Hier ist die Ursache der Hysterie. Diese wiederum ist ein Efffekt jener Bewegung der Kröte, die nach Hilfe sucht. Der gefüllte Beutel und die Kröte, in der die Seele "überwintert", können nur dann zu damselben Produktionszusammenhang gehören, wenn die Kröte nicht mehr das üble Tier, sondern als das eigentlich andere Ende der "goldenen Kehle" wiedererkannt wird, als Ursache der Proliferation oder Weltursprung. Die Beschäftigung mit der Kröte lässt deutlich werden, dass die kapitalistischen Produktionsformen und -beschreibungen den generativen Pol zu Gunsten einer Idee von der "machenschaftlichen" Herstellung von Waren längst verdrängt haben. Geld, Macht und Potenz - ungeahnte Aspekte der Prostitution Mo. 21. Mai, 18.30 Uhr Vortrag und Diskussion mit Sabine Grenz (Genderwissenschaftlerin, Berlin) Anhand einer Studie narrativer Interviews mit männlichen heterosexuellen Freiern möchte ich in diesem Vortrag auf die Beziehung von Geld, Macht und Potenz in der Prostitution eingehen. Im Vordergrund steht dabei die Perspektive der Freier, also ihr Umgang mit Geld, ihre Erwartungen und Unsicherheiten. Diese Perspektive wird mit Arbeiten zur geschlechtlich codierten Kulturgeschichte des Geldes interpretiert und damit die Frage der Macht in der Prostitution neu gestellt. Unkostenbeitrag je ? 3,- Ort: Frauenhetz, Untere Weißgerberstr.41, 1030 Wien für Frauen! (die Frauenhetz ist Rolligerecht) Kinderbetreuungsbedarf bitte noch heute bekanntgeben! Der Veranstaltungen finden im Rahmen unseres aktuellen Semesterprogramms statt: "Geld und Geschlechterverhältnisse. Liebes Geld und schnöder Mammon" weitere Infos zum Programm unter www.frauenhetz.at ======================================== ================================================ Sonntag: Kalter Krieg im Kinderzimmer - Party Von: MALMOE ================================================ Malmoe zu Gast bei FM4 Millieu Kess Sonntag, 20.5. 21h Elektro Goenner (Mariahilferstr.101, 1060 Wien; www.elektro- g.at) "Kalter Krieg im Kinderzimmer" Kalter Krieg im Plattenkoffer: DJ Boris vs. DJ Beatnik Visual-Programm: Supermaechte auf der Jagd nach dem inneren Feind - Devianz im Zeichentrick Nu Pagadi vs. Snagglepuss Shadoks vs. Gibis Im Kalten Krieg war die innere Front ein mindestens ebenso zentrales Kampffeld wie der Ruestungswettlauf mit dem Aussenfeind. Abweichende Lebensentwuerfe standen tendenziell unter Verdacht. Auch im Kinderprogramm wird der Kampf gegen subversive Elemente thematisiert - allerdings nicht immer vollstaendig im Sinne der normalisierenden Maechte... Es treten an: * Nu Pagadi! ("Na warte!") (UdSSR) Ein Beatnik und Herumtreiber in Wolfsgestalt macht (seit 1969) im Stil der Roadrunner-Cartoons immer aufs Neue erfolglos Jagd auf einen braven Hasen - und dabei gleichzeitig bei Generationen faszinierter osteuropaeischer Kinder heimlich Werbung fuer ein Gammler-Leben. http://www.zeichentrickserien.de/hasewolf.htm * Snagglepuss (USA) Ein freundlicher rosa Bergloewe mit affektiert-dandyhaftem Gehabe, der von den Normalos permanent zum wilden Tier erklaert und gejagt wird, macht das ahnungslose Publikum der Yogi-Baer Serie ab 1960 mit einem gay lifestyle bekannt. http://members.aol.com/PaulEC2/Snagglepuss.html * Les Shadoks (Frankreich) Die tollpatschigen Shadoks und die begabten Gibis sind mit ihren schrottreifen Planeten unzufrieden und starten einen Raketenbau-Wettlauf, um auf die Erde zu gelangen. Doch die ist von dem manischen Allesfresser-Insekt Gégène besetzt ... Eine kultisch verehrte Allegorie auf den Klassenkampf, das Ringen der Supermaechte, konformistische Beschraenktheit und eine Reihe anderer gesellschaftlicher Zustände um 1969. http://de.wikipedia.org/wiki/Shadoks Ein Begleitprogramm zum Schwerpunkt "Kalter Krieg in Popkultur und Politik" in der aktuellen Malmoe Ausgabe, Heft 37 http://www.malmoe.org _______________________________________________ malmoe newsletter http://www.malmoe.org Abbestellen des newsletters auf http://goldfisch.at/mailman/listinfo/malmoe oder ein mail mit dem subject "unsubscribe" an malmoe-request at list.malmoe.at schicken. ================================================ ================================================ 15. Mai Von: Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering ================================================ Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde, erstens laden wir (nochmals) herzlich zur Veranstaltung der Friedensinitiaitve Donaustadt am Dienstag, 15. Mai 2007 um 19.00 Uhr zum Thema "Eine andere Welt ist möglich" in der Donaucitykirche, 1220 Wien, Donaucitystraße 2 (U1 Kaisermühlen - VIC). Die Friedensaktivistin Claudia Krieglsteiner berichtet über das im Jänner heurigen Jahres in Nairobi stattgefundene Weltsozialforum. Zweitens erinnern wir an den heute schon historischen 15. Mai 1982 - dem Tag der Demo der 70.000 gegen Atomwaffen. Mit solidarischen Friedensgrüßen! Andreas Pecha & Alois Reisenbichler Wiener Friedensbewegung erinnert an 15. Mai 1982: Eine atomwaffenfreie Welt ist überlebensnotwendig. Der 15. Mai ist heuer nicht nur der Internationale Tag der Wehrdienstverweigerung und in Österreich der Jahrestag der Unterzeichnung des Staatsvertrages. Vor 25. Jahren - am 15. Mai 1982 - demonstrierten 70.000 Menschen auf dem Wiener Rathausplatz für eine atomwaffenfreie Welt. "Die Forderung nach der Abschaffung aller Atomwaffen ist 25 Jahre später genauso aktuell", stellt Andreas Pecha, der Sekretär der Wiener Friedensbewegung fest. "Die am Freitag beendete Konferenz zum Nichtweiterverbreitungsvertrag von Atomwaffen in Wien hat eindrucksvoll die Vielfalt der weltweiten Aktivitäten von Friedensgruppen und anderen Nichtregierungsorganisationen für eine atomwaffenfreie Zeit gezeigt", berichtet Andreas Pecha. "Andererseits haben die RegierungsvertreterInnen in dieser Überlebensfrage der Menschheit keine Einigung erzielt. Es ist ein Skandal, wie der Willen der großen Mehrheit der Menschheit ignoriert wird." "Wir müssen uns entscheiden: entweder die Menschen schaffen die Atomwaffen ab oder die Atomwaffen schaffen die Menschen ab", schloss Andreas Pecha, Sekretär der Wiener Friedensbewegung. Informationen: Andreas Pecha, Tel. 0676 5992277 Alois Reisenbichler, Tel. 0664 39 51 809 ================================================ ================================================ [kinoki-mikrokino] #143 Ravensbrückerinnen Von: augustine.leisch at gmx.at ================================================ KINOKIS MIKROKINO Politische Filmabende, 1x monatlich im depot bei freiem Eintritt. depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien, http://www.depot.or.at kinoki. Verein für audio-visuelle Selbstbestimmung mikrokino at kinoki.at | http://www.kinoki.at Newsletter subskribieren bzw. abbestellen unter: https://kooperative.at/mailman/listinfo/kinoki-mikrokino Förderpreis Politische Kulturarbeit 2004 der IG Kultur Österreich. kinokis Mikrokino Nr.143 "Ravensbrückerinnen" Di. 15.5.2007, 19 Uhr Depot , Breite Gasse 3, 1070 Wien "Irmas Zeit", von Alenka Maly und Roland Freinschlag, Ö 2007, 33 min, Irma Trksak wurde 1917 in Wien geboren. Wegen Widerstandes in einer Gruppe Wiener TschechoslowakInnen wurde sie 1941 von der Gestapo verhaftet und ins Frauen KZ Ravensbrück deportiert . Seit Jahrzehnten ist sie als Sekretärin der Lagergemeinschaft Ravensbrück und als Zeitzeugin unterwegs, um ihre politische Lebenserfahrung an die nächsten Generationen weiterzugeben. Der Film "Irmas Zeit" von Alenka Maly und Roland Freinschlag begleitet sie auf einer Zeitzeuginnenreise durch Oberösterreich, dokumentiert die ständige, unermüdliche Wiedererinnerung quälender, eigentlich fast unsagbarer Schrecken im Dienste der Aufklärung. Zwischen ländlichen Klassen- und Hotelzimmern eröffnet Irma Trksak Türen zur Einsicht in die NS-Vergangenheit, führt die Zuhörerinnen ins Siemenslager und ins Vernichtungslager Uckermark. Es ist Irmas respektvoll ins Bild genommene Energie und Nachdrücklichkeit, die zum Inbegriff von lebenslangem politischem Widerstand wird. "In Erdberg steht ein Häuserl" von Tina Leisch, Ö 1998 Ein Spaziergang mit Hermine Jursa , Widerstandskämpferin, Kommunistin, Ravensbrückerin durch den 3.Bezirk. Zu den Wohnungen, in denen sie gewohnt, geliebt, geheiratet, politisch gearbeitet hatte. Wo sie verraten und verhaftet wurde. Politische Bezirksgeschichte und Portrait einer Nichtunterzukriegenden. In Anwesenheit von Irma Trksak, Alenka Maly und Tina Leisch Dieser Filmabend ist kinokis Beitrag zur Würdigung des 60jährigen Bestehens der "Österreichischen Lagergemeinschaft Ravensbrück und Freundinnen", das am 1.Juni um 15.30 Uhr mit einem Festakt im Parlament gefeiert wird. ------------------------------------------------------------------------ ------------------------------------------------------ kinokis Mikrokino Nr.144 "Newsfront. Die Medien und der Irakkrieg" 5.Juni 2007, 19 Uhr Depot , Breite Gasse 3, 1070 Wien Die Nachrichten aus dem Irak vermögen trotz ihrer Menge kaum Vorstellungen von Leben inmitten des Krieges oder gar Empathie mit den Menschen dort zu produzieren, von Einsicht in politische Zusammenhänge gar nicht zu reden. Der kinoki-Mikrokinoabend mit Irakexpertin und STANDARD-Redakteurin Gudrun Harrer versucht einen Blick hinter die Kriegsbilder zu werfen. "Control room" von Jehane Noujaim, 84 min, USA 2004, Englisch ohne Untertitel In Control Room zeigt die ägyptisch-amerikanische Filmemacherin Jehane Noujaim Journalisten von Al Jazeera, aber auch von NBC/ABC und auch Presseoffiziere des US-amerikanischen Militärs bei der Produktion der Berichterstattung über den Krieg im Irak. Ohne vorder- oder hintergründige Polemik erhellt der Film die Mechanismen der Nachrichtenproduktion, die aus Kriegsberichterstattung Propaganda werden lassen- oder auch nicht- , analysiert, welche weltanschaulichen Hintergründe die jeweiligen Berichterstattung bedient und welche Ausschlüsse, blinden Flecken und Wertungen das jeweils produziert. Jehane Noujaim: "Ich wuchs auf in Ägypten zu einen Zeit als die Nachrichten stark vom Staat kontrolliert wurden und man nicht viel Kritik an der Regierung zu hören bekam. Als 1996 Al Jazeera zu senden begann, wurde das Programm in jedem Kaffeehaus in Kairo gespielt. Sie schienen keinerlei Tabus zu kennen, wirklich investigativ zu arbeiten und sie hatten Diskussionssendungen über Dinge, über die niemand öffentlich sprach.(..) Wenn man dann hört, daß Al Jazeera "Taliban-TV" genannt wird, erwartet man, daß täglich Bin Ladens Tapes gesendet werden, aber die JournalistInnen dort sind wie überall: sie versuchen gute Arbeit zu machen.(...) Sie sehen sich als Medienpioniere in der arabischen Welt. Im Film erzählt Samir, daß er in 15 von 22 arabischen Ländern nicht einreisen darf, weil er für Al-Jazeera arbeitet. (..) Medien sind ein System, es ist ja nicht so, daß da ein paar Leute an der Spitze sitzen und alle Fäden in der Hand halten. Es geht viel um Wettbewerb und darum, dein Publikum anzusprechen. Ich hatte nicht mitbekommen, daß ein großer Teil des amerikanischen Publikums von CNN zu FOX-News übergegangen ist, und das war ein Teil der Ursache, warum CNN seine Programmierung dann auf eine patriotischere, mitreissendere Linie brachte." "Battleground. 21 days on the empire's edge" von Guerilla News Network, USA 2004, 82 min , Englisch ohne Untertitel Aufschlußreiche Dokumentation einer 3 wöchigen Reise unabhängiger US-Filmemacher in den Irak Ende 2003. Der Film begleitet einen Schiiten, der mit den Amerikanern gegen Saddam kämpfte, auf seiner Rückkehr zu seiner Familie. Er fokussiert vor allem auf die Aporien der taktischen Allianz der US-Politik mit den schiitischen Kräften, die zwar das Ende des Saddamregimes begrüßen, aber eigentlich eine religiöse Verfassung nach der Scharia wollen, und keinerlei weitere US-Einmischung. Außerdem beobachtet Guerilla News Network US-Soldaten, die kein Wort Arabisch sprechen, bei ihren eher hilflosen Einsätzen und bei der Proklamation ihrer äußerst naiven Vorstellungen von ihrer Mission. Ein Film, der Menschen im Irak und ihre unvereinbaren Vorstellungen lapidar portraitiert. "embedded reporting" ca 10 min. USA 2006, Die Anti-Irakkriegsbewegung in den USA bringt ständig neue Antikriegfilme heraus, die allerdings zum großen Teil kommentierte Neuzusammenschnitte medialen Mainstreammaterial sind. "embedded reporting" ist ein Kapitel aus dem Antikriegsfilm "breaking silence" von Tonje Hessen Schei und David Bee, das zeigt, daß unabhängige Medienleute kaum eine Möglichkeit haben, im Irak zu arbeiten, ohne von allen Seiten - wörtlich- unter Beschuß genommen zu werden. Zwischen den Filmen: Gespräch mit Gudrun Harrer (Arabistin, STANDARD-Außenpolitik-Ressortleiterin und Sondergesandte im Irak) über die politischen Kräftekonstellationen in der Region und die Geschichte der US-Politik dort. KINOKI empfiehlt: ALMFILM Unterhaltsam, rührend, aufschlußreich, herzergreifend, spannend ist der ALMfilm. Wer einen Behindertenfilm als mühsam anzuschauenden Höflichkeitsbesuch in unbequemen gesellschaftlichen Gefilden erwartet, wird überrascht. Die Liebesgeschichten der Bewohnerinnen der ALM sind ergreifender als Spielfilmmelodramen, die Portraitierten feinfühliger, klüger, witziger als ORF-moderatorinnen und vor allem: man verliebt sich so sehr und so nachhaltig in die ProtagonistInnen, man will sie länger sehen, mehr von ihnen wissen, sie besser kennenlernen, daß es nur daran liegt, daß der Film noch nicht von sehr vielen Leuten gesehen wurde, daß Murat, Hans und Manuela ihre farblosen HollywoodkonkurrentInnen nicht längst von den Fanwebsites und aus den Star-charts vertrieben haben... Anschauen!!! ALMfilm von Gundula Daxecker im Stadtkino 11. - 24. Mai 2007, täglich 18.00 und 21.00 Uhr revolution will not be televised ************************************************* kinoki mikrokino at kinoki.at http://www.kinoki.at ************************************************************************ ******** ================================================ ================================================ Kundgebung gegen Eurofighter, 16. Juni, Parlament Von: Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================ Werkstatt Frieden Solidarität Waltherstr. 15, 4020 Linz Tel. 0732/771094 Fax 0732/797391 Mail: office at werkstatt.or.at Web: www.werkstatt.or.at Wer diesen Rundbrief nicht mehr erhalten möchte, ersuchen wir um ein E-Mail unter folgendem Link: mailgen Eurofighter auf die Straße tragen! Kundgebung Eurofighter-Ausstieg sofort! Neutralität statt Aufrüstung! Samstag, 16. Juni 2007 14 Uhr, Vor dem Parlament (Wien) Beim einem Vorbereitungstreffen am 11. Mai in Wien, zu dem die Werkstatt Frieden Solidarität eingeladen hat, wurde beschlossen, am Samstag 16. Juni eine Kundgebung vor dem Parlament zu veranstalten. Motto "Eurofighter-Ausstieg sofort! Neutralität statt Aufrüstung!" Wir wollen nicht zu Zaungästen der medialen Auseinandersetzungen rund um den Eurofighter-Ankauf werden. Denn diese Geplänkel dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Beschaffungsvorgang unvermindert fortgesetzt wird und der Beschluss des Nationalrats vom 30. Oktober 2006, der den sofortigen Beschaffungsstopp und Vertragsausstieg fordert, nach wie vor von der Regierung ignoriert wird. Vollkommen ausgeblendet wird in der veröffentlichten Debatte, dass die Eurofighter vor allem eines sind: Kampfbomber für offensive Militäraktionen im Rahmen von EU-Missionen. Der Eurofighter-Ankauf verstößt gegen das Neutralitätsgesetz, das die Teilnahme an Kriegen und Militärbündnissen verbietet, und gegen den Staatsvertrag, der zum militärischem Kooperationsverbot gegenüber Deutschland verpflichtet. Der Eurofighter ist das derzeit größte und teuerste EU-Rüstungsprojekt, das Eurofighter-Unternehmen EADS ist das Flaggschiff beim Aufbau der EU-Militärmacht. Auch die neue SP/VP-Regierung hat sich in ihrem Koalitionsprogramm voll und ganz der Teilnahme am Aufbau dieser EU-Militärmacht verschrieben. Deshalb unternimmt die Regierung derzeit alles, um den Eurofighter-Vertrag doch noch zu retten, obwohl die mafiösen Vorgänge rund um den Vertrag für jede Regierung mit politischem Rückgrat einen sofortigen Ausstieg zum Gebot der Stunde machen müsste. Beim Vorbereitungstreffen wurden der Aufruf "Eurofighter-Ausstieg sofort! Neutralität statt Aufrüstung" (sh. unten) als Grundlage für die Kundgebung diskutiert und beschlossen. Organisationen und Initiativen, die diesen Aufruf unterstützen bzw. bei der Kundgebung mitmachen wollen, ersuchen wir um Rückmeldung an office at werkstatt.or.at bzw. Tel. 0732/771094. Setzen wir gemeinsam ein öffentliches Zeichen gegen das teuerste Rüstungsprojekt der 2. Republik, für Neutralität statt Aufrüstung! Gerade jetzt ist es wichtig, den Widerstand auf die Straße zu tragen. Das nächste Vorbereitungstreffen für die Kundgebung am 16. Juni findet am Donnerstag, 31. Mai 2007 im Büro der Werkstatt Frieden Solidarität in Wien (Rosensteingasse 69/6, 1070 Wien) statt. Beginn: 19 Uhr. Alle, die bei dieser Aktion mitmachen wollen, sind recht herzlich eingeladen! Aufruf für die Kundgebung am 16. Juni vor dem Parlament, 14 Uhr Eurofighter-Ausstieg sofort! Neutralität statt Aufrüstung! Die Eurofighter sind Kampfbomber für aggressive EU-Militäreinsätze "bis weit hinunter nach Afrika, Naher Osten und Kaukasus" (Streitkräftekommandant des Bundesheeres Günter Höfler, Kleine Zeitung, 13.12.2005). Die Eurofighter kosten viele Milliarden Euro, die im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitsbereich fehlen. Eine einzige Eurofighter-Flugstunde verschlingt fast das Dreifache einer durchschnittlichen Jahrespension einer Frau. Der geplante Ankauf der Eurofighter ist Bestandteil der Einbindung in die EU-Militarisierung, die auch von der neuen Regierung energisch vorangetrieben wird: - Teilnahme an der EU-Rüstungs/Verteidigungs-Agentur, die die Aufrüstung der EU-Staaten ankurbelt. - Mitmarschieren bei den EU-Schlachtgruppen ("battle-groups"), die für Kriegseinsätze im Umkreis von 6.000 Kilometer rund um die EU aufgebaut werden (erste Übungen mit österreichischer Beteiligung finden bereits statt) - Erreichen des sog. EU-Planziels 2010, mit dem die EU bis 2010 durch Aufrüstung am Boden, zur See, in der Luft und im Weltraum die Fähigkeit erlangen will, Kriege nach dem Muster der USA (Irak, Afghanistan) zu führen. Alleine im Jahr 2007 steigt das österreichische Militärbudget um über 30%. Diese Entwicklung steht im diametralen Gegensatz zur Neutralität, die zur Nichtteilnahme an Kriegen und Militärblöcken verpflichtet. Wir fordern daher: - Eurofighter-Ausstieg sofort, wie das der Nationalrat bereits am 30.10.2006 beschlosssen hat! Angesichts der immer offensichtlicher werdenden unsauberen Geschäftsmethoden des Eurofighter-Unternehmens EADS kann die einzige Konsequenz nur sein, dass die Republik für diesen Ausstieg keinen Cent zu zahlen hat. - Ausstieg aus der EU-Rüstungsagentur und den EU-Militärinstitutionen! Keine Teilnahme an den EU-Schlachtgruppen! - Aktive Friedens- und Neutralitätspolitik statt Aufrüstung und Sozialabbau! Unterstützungen für diesen Aufruf bitte mailen an office at werkstatt.or.at ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Es gibt eine überarbeitete Kampagnenzeitung der Werkstatt Frieden Solidarität, um für den 16. Juni zu mobiliseren. Aus dem Inhalt: Die Eurofighter-Mafia - "Expeditionskriegzüge von der Dimension des Golf-Kriegs" - EADS vor Gericht! - 6 Milliarden gegen die Neutralität - Wasser Energie: Privatisierung = Irrweg, uvm. Kosten der Kampagnenzeitung: 10 Cent/Expl., ab 300 Stück: 5 Cent pro Expl., zu bestellen bei Werkstatt Frieden Solidarität, Waltherstr. 15, 4020 Linz, office at werkstatt.or.at bzw. Tel. 0732/771094. Auf der Web-Page www.werkstatt.or.at kann auch die Online-Aktion "Eurofighter-Ausstieg SOFORT!" unterstützt werden! ================================================ ================================================ Akbild/Post Conceptual Art Practices, MAY 2007, program 21-28 Von: petja dimi ================================================ freu mich aufs kommen lg petja AKBILD/ POST-CONCEPTUAL ART PRACTICES Prof. Dr. Marina Grzinic http://m1.antville.org/ SEMPER DEPOT 1 FLOOR//M1/ PROGRAMME MAY 21-28, 2007 21.05.2007, Monday Monthly seminar at PCAPconceived and organized by Petja Dimitrova At 19.00h, M1 GUEST LECTURE: Vlatka Frketic Diskurse hin und zurück. Struktur und Organisation von Rassismus und Diskriminierung insemiotischen Systemen. Bei verletzenden, rassistischen und diskriminierenden Diskursen sindes nicht nur die Effekte der Worte, der Bilder bzw. der semiotischenSysteme, die verletzten, rassifizieren und diskriminieren, sondern wie Butlersagt, der Modus der Anrede/des Diskurses selbst. Effekte vondiskriminierenden Äußerungen bzw. Diskursen sind nicht immer sofort fassbar, da siesich in einer Zukunft ereignen, die jetzt nicht beschrieben werden kann undsich zugleich auch auf eine Vergangenheit beziehen. Der Kontext, in dem diskriminierende Diskurse geschehen, reicht also nicht aus, um die Effekte/Konsequenzen solcher Diskurse festzuschreiben. Was also braucht es, um genannte Diskurse zu beschreiben, sie zuverstehen, mit ihnen zu brechen und alternative Strategien zu entwickeln? Kurzbio: Vlatka Frketic, Aktivistin, Arbeiterin und Texterin ausPositionen der Kritischen Diskursanalyse und queeren Politiken. Vortrag und Diskussion in Deutsch (evnt. Englisch) Open to general public! ================================================ ================================================ Volksgruppengespräche / Präsent. Communication Equalit / Stellenausschreibung ZARA Von: Initiative Minderheiten Newsletter ================================================ wienervolksgruppengespräche fünf >>>"Recht auf Mehrsprachigkeit" 14. Mai, 19.30uhr ORF KulturCafe Eintritt Frei Anlässlichdes 135. Gründungstages des tschechischen "SchulvereinsKomenský" in Wien veranstaltet die VolksgruppenredaktionORF Radio 1476 das Fünfte Wiener Volksgruppengespräch zumThema "Recht auf Mehrsprachigkeit". Ing.Karl Hanzl, ORF-Publikumsrat und Obmann des "SchulvereinsKomenský", Dr. Petra Herczeg, Institut fürPublizistik- und Kommunikationswissenschaft der UniversitätWien, Prof. Dieter Kolonovits, Institut für Verfassungs- undVerwaltungsrecht der Universität Wien und Dr. Wolfgang Moservom Österreichischen Sprachen-Kompetenz-Zentrum (ÖSZ) fürdas Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kulturdiskutieren über die Umsetzung der Forderung nachMehrsprachigkeit als Recht. ImRahmen der Veranstaltung findet auch die Präsentation der erstenCD des Mitarbeiters von Radio 1476 Adrian Coriolan Gasparstatt. DieCD trägt den Titel seines Solokonzertes vor zwei Jahren im ORFRadioKulturhaus: "Fairytale at the Denube - Gipsy Dance andJazz". Als special guest trat an diesem Abend derAkkordeon-Meister Martin Lubenov auf. DieKünstler stellen ihr musikalisches Können auf dieser CD denKindern ihrer Volksgruppe der Roma zur Verfügung. Der Reinerlösdieser Produktion kommt dem SchülerInnen-Projekt "ROMAhelfen ROMA / ROMA pomoschinen ROMENGE" zugute. --------------------------------------------- Präsentat/Diskuss/ ion : >>>COMMUNICATING EQUALIT und HANDBUCHZUM CURRICULUM FÜR ANTIRASSISTISCHE BILDUNGSBERATUNG Dienstag,15. Mai 2007, 18.30h, Amerlinghaus,Galerie, 1. Stock (Stiftgasse 8, 1070 Wien) MitarbeiterInnender Schwarzen Frauen Community, von Peregrina und InitiativeMinderheiten haben sich im Reader COMMUNICATING EQUALITY dem ThemaGleichheit mit unterschiedlichen Schwerpunkten angenähert.Rassistischer Sprachgebrauch, Sinn und Unsinn desChancengleichheitsjahres, Unsichtbarmachung der Beiträge vonSchwarzen Menschen zum gesellschaftlichen Fortschritt,antidiskriminatorische Organisationsentwicklung und Mobbing auslinguistischer und antidiskriminatorischer Sicht bilden dieseSchwerpunkte. Die Arbeit fand im Rahmen der EQUAL-Module "equalitymentoring für Schwarze Frauen" und "MobSTOP"statt. maizwidmete sich im EQUAL-Modul "Empica" dem Bereich derBildungsberatung für Migrantinnen. Beabsichtigt wurde eineBereicherung klassischer Bildungsberatungskonzepte in Theorie undPraxis durch die Perspektive des politischen Antirassismus und derfeministischen Bildungsarbeit. Ergebnis dieser Arbeit ist einePublikation unter dem Titel HANDBUCH ZUM CURRICULUM FÜRANTIRASSISTISCHE BILDUNGSBERATUNG. Einstiegsstatementszu den Diskussionen erfolgen von Andreas Görg, Ariane Sadjed,Beatrice Achaleke, Philomina Asase, Rubia Salgado und Vlatka Frketic. Moderation:oou Fürein kaltes Buffet wird gesorgt, Getränke gibt?s an derBar. WeitergehendeInfos und downloads der Publikationen sind zu finden auf http://work-in-process.at/ DiePräsentation wird veranstaltet von der Scharzen FrauenCommunity, maiz, der Initiative Minderheiten und Peregrina -Bildungs-, Beratungs- und Therapiezentrum für Immigrantinnen imRahmen der Entwicklungspartnerschaft "work in process", dievon der IG Kultur Österreich finanzverantwortlich und von maiz -Autonomes Integrationszentrum von für Migrantinnneninhaltlich koordiniert und von BMWA und ESF im Rahmen derGemeinschaftsinitiative EQUAL gefördert wird. Dementsprechendliegen die Publikationen zur freien Entnahme auf. --------------------------------------------- >>>ZARA-Stellenausschreibung Wirsuchen eineN LeiterIn für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit(auf Teilzeitbasis) DieseFunktion soll genutzt werden, um die Position von ZARA alsAnti-Rassismus-Instanz und -ExpertInnenpool weiter auszubauen und zuverfestigen. Gefragt sind Erfahrung im Umgang mit Diversität,Stressresistenz und breitgefächerte kommunikative Fähigkeiten. undden Bereich Training (auf Teilzeitbasis) DieseFunktion soll genutzt werden, um den Bereich Training weiterauszubauen und neue Zielgruppen für ZARA zu erschließen.Gefragt sind Erfahrung im Umgang mit Diversität, im BereichKundInnenkontakt und im aktiven Aubau von KundInnenbeziehungen sowiePersonalmanagement. mehr:http://www.zara.or.at/ ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ strache an der grazer uni Von: angela mores ================================================ hallo leute! Wer den braunen pleampl mit der dreifingerhand an der uni graz reden hören will (nein, bezahlt wird nix dafür ;-), kann sich die ergüsse hier anhören: http://www.boykott.be/ vortrag strache uni graz/mai 2007 Videos von der Gegendemo vor der Tür und den netten Helmis mit denSchlagstöcken: videos: Arbeiter von Wien hat folgendes geschrieben: Einige Videos, offensichtlich von ein paar RFSlerInnen gemacht, zeigen aber ein paar heftigere Szenen. war eine tolle gegendemo von ca. 500 leuten vor der tür und die bullendeppert wie immer. http://www.youtube.com/watch?v=XVNUy60lp1g http://www.youtube.com/watch?v=4oMw2h9V3JA NR=1 http://www.youtube.com/watch?v=_GLnLNHO-9A NR=1 http://www.youtube.com/watch?v=aea2np0J1Nw NR=1 berichte auf www.raw.at/n3twork. beim nächsten Mal 5000! denn so einer miesen fascho-propaganda darf nirgendwo an einerösterreichischen uni platz gemacht werden! auf widerstand Angela ================================================ ================================================ KPÖ/Steuerschulden/Steuerpolitik Von: Furtlehner Leo ================================================ KPÖ-Pressedienst – Drechslergasse 42, 1140 Wien – Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 – Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail info at kpoe.at – Web www.kpoe.at - Ausgabe vom 14. Mai 2007 KPÖ kritisiert Nichtabführung von Umsatz- und Lohnsteuer als Steuerbetrug Unternehmen schulden 2,4 Milliarden Steuern und Abgaben Satte 233,7 Millionen Euro Steuern – um 46,3 Millionen mehr als 2005 – blieben Österreichs Unternehmen 2006 dem Staat schuldig, die Gesamtsumme der Steuerschulden inklusive früherer Jahre weist – trotz eines leichten Rückganges um 68,4 Millionen Euro gegenüber 2005 – die gigantische Summe von 1,45 Milliarden Euro aus. Das ist mehr als die gesamte 2006 eingenommene Kapitalertragssteuer von 1,38 Milliarden Euro. Seit dem Jahr 2000 stiegen die jährlichen Steuerschulden um 44,4 Prozent. Rechnet man zu den Steuerschulden noch die 934 Millionen Euro 2006 nicht abgeführten Beiträge von Unternehmen zur Kranken-, Unfall-, Pensions- und Arbeitslosenversicherung, so sind die Unternehmen insgesamt fast 2,4 Milliarden Euro an Steuern und Abgaben schuldig. Den Löwenanteil der Schulden machte mit über 122 Millionen die Umsatzsteuer aus. An Einkommensteuer schuldeten die Unternehmen zum Jahresende dem Finanzminister 70,5 Millionen, die Ausstände bei Körperschafts- und Lohnsteuer betrugen 19,5 bzw. 21,3 Millionen Euro. „Besonders empörend ist in diesem Zusammenhang die Nichtabführung der den KonsumentInnen verrechneten und bereits bezahlten Umsatzsteuer“, kritisiert KPÖ-Wirtschaftssprecher Michael Graber. Ebenso stellt die Nichtablieferung der den Lohnabhängigen im Wege der Lohn- und Gehaltsverrechnung abgezogenen Lohnsteuer an die Finanzämter einen direkten Steuerbetrug dar, der aber nicht geahndet wird. „Für die Unselbständigen ist es unerträglich, wenn der Staat bei ihnen kräftig abkassiert und eine dringliche fällige Lohnsteuerreform verweigert, gleichzeitig aber die Erbschaftssteuer abschafft und der Nichtabführung von Steuern und Abgaben durch die Unternehmen seelenruhig und untätig zuschaut und damit den Steuerbetrug quasi legalisiert“, so Graber. Die Debatte um die angebliche Unfinanzierbarkeit von Pensionen, Gesundheitswesen und Sozialleistungen ist nach Meinung der KPÖ vor dem Hintergrund dieser Steuerpolitik zu sehen. Würden Kapital und Vermögen in der ihnen zustehenden Weise besteuert und die Steuerrückstände so rigoros eingetrieben wie man ArbeiterInnen, Angestellten und PensionistInnen die Lohnsteuer vom Einkommen abzieht oder von den KonsumentInnen die Mehrwertsteuer kassiert, würde die Finanzierbarkeit des Sozialstaates auch in Zukunft gesichert. ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm Von: Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- Aktuelles zum Mobilisierungsschub 9. Mai: http://www.gipfelsoli.org/Repression/Anschnallen_bitte - Berliner Polizei überprüft Jugendseminar zu Protesten gegen G8 - Innenminister der G8-Staaten beraten über Terrorismus - Nach der G8-Razzia in Berlin: Peilsender entdeckt - JETZT ERST RECHT: Smash G8! - Berliner Medienzentrum-Soliparty 18.Mai - Ostsee bei Heiligendamm ab heute im kleinen Bereich gesperrt - Kommissar Rex erschnüffelt G 8-Gegner - Heiligendamm: Gewaltbereiter Einsatzleiter -------------------------------------------------------------------------------- Berliner Polizei überprüft Jugendseminar zu Protesten gegen G8 Berlin (dpa/bb) - Die Berliner Polizei hat am Sonntag ein Seminar der PDS-nahen Jugendorganisation Solid zu Protestaktionen gegen den G8-Gipfel überprüft und Personalien festgestellt. Beamte seien in einem Lokal in Berlin-Lichtenberg gewesen und hätten die Personalien der rund 20 Teilnehmer aufgenommen, bestätigte ein Polizeisprecher. Vertreter der Linkspartei kritisierten die Aktion der Polizei scharf. Es sei völlig übertrieben, ein solches Aufgebot dorthin zu schicken, sagte die PDS-Abgeordnete Evrim Baba der dpa. Offenbar habe es eine Strafanzeige gegen die Veranstaltung gegeben. "Es ist nicht in Ordnung, wenn politisch aktive Jugendliche derart kriminalisiert werden", sagte Baba. Es seien auch zwei Handys beschlagnahmt worden. [http://newsticker.welt.de/?module=dpa&id=14589792] -------------------------------------------------------------------------------- Innenminister der G8-Staaten beraten über Terrorismus Beratungen gestern und heute in Venedig Venedig: Die Innenminister der sechs großen EU-Staaten beraten an diesem Wochende in Venedig über den Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Dazu haben die Minister der so genannten G8-Staaten auch ihren US-Amtskollegen Michael Chertoff eingeladen. Am Freitag hatten sich die G8-Innenminister für eine bessere Zusammenarbeit mit Afrika gegen den Schmuggel südamerikanischen Kokains ausgesprochen. Außerdem wollen sie die Wege zur legalen Einwanderung nach Europa öffnen, um kriminellen Menschenschmugglern das Handwerk zu legen. Die G8-Staaten sind Deutschland, Frankreich, Großbritanien, Italien, Spanien und Polen. [http://www.news4press.com/1/MeldungDetail.asp?Mitteilungs_ID=241410] -------------------------------------------------------------------------------- Nach der G8-Razzia in Berlin: Peilsender entdeckt BKA peilt Grauwacke an Am 12.05.07, drei Tage nach der Grossrazzia durch BKA und Bundesanwaltschaft, wurde am Auto eines der Berliner Beschuldigten ein offenkundiger GPS-Peilsender des BKA entdeckt. Eine erste flüchtige Untersuchung ergab, dass der Peilsender vermutlich nicht erst seit der Razzia, sondern bereits seit einiger Zeit am Auto befestigt war. Der Betroffene aus dem Autorenkollektiv "AG Grauwacke" ist einer der angeblichen Mitbegründer der angeblichen "Militanten Kampagne zum Weltwirtschaftsgipfel". Er erklärt zu dem Fund: "Ich sehe es als ein Zeichen leiser Verzweiflung der Verfolgungsbehörden an, wenn sie meinen, durch Satellitenpeilung der geheimen Verschwörung zum Schreiben eines Buches auf die Spur kommen zu müssen. Ich rate allen anderen Beschuldigten und Mitbetroffenen, ihre Autos gründlich zu untersuchen." Der Peilsender war im vorderen linken Radkasten des Pkws mit starken Magneten befestigt. Er ähnelt im Aufbau stark einem Sender, der bereits vor einigen Wochen in Hamburg entdeckt worden war. Offensichtlich handelt es sich um einen Satz Hochleistungsbatterien, eine GPS-Empfangsantenne, ein Modul zur Datenverarbeitung und ein Mobilfunk-Sendemodul mit Sendeantenne. Das ganze mit schwarzem Klebeband umwickelt als handliches Päckchen. [Berlin, 13.05.07 Kontakt: 0179-376 48 12 (Carl Kemper)] -------------------------------------------------------------------------------- JETZT ERST RECHT: Smash G8! Infos zur Internationalen Grossdemonstration am 2. Juni in Rostock und zur Mobilisierung zumr linksradikalen, antifaschistischen und revolutionären Block in der Innenstadt. EINLEITUNG Die Razzien in der BRD gegen 40 Projekte und Wohnungen von G8-GegnerInnen durch die deutsche Polizei hat zu einem ernormen Mobilisierungsschub geführt. Über 10.000 Menschen und die verschiedenen linken Spektren haben gemeinsam gegen die Kriminalisierung der Anti-G8-Bewegung demonstriert und auch in anderen europäischen Ländern gibt es Protest-Aktionen bei deutschen Botschaften. Das zentrale Vorbereitungsbündnis vermeldete inzwischen, dass noch mehr Gruppen und Organisationen den zentralen Demonstrationsaufruf zur Demo am 2. Juni unterschrieben haben. Infos auf Indymedia: http://de.indymedia.org/2007/05/176032.shtml INTERNATIONALE GROSSDEMO AM 2. JUNI IN ROSTOCK Am 2. Juni gibt es zwei Demonstrationsstrecken mit zwei verschiedenen Auftakt-Orten, die sich bei der gemeinsamen Abschlusskundgebung treffen werden. Die Auftakt-Kundgebungen an den beiden verschiedenen Orten beginnen jeweils um 12 Uhr, um 13 Uhr sollen die beiden Demonstrationszüge starten. Die Demonstration am "Auftakt 1" trifft sich am Schutower Kreuz / Hamburger Straße und führt zum größten Teil durch unbewohntes Industrie- und Gewerbegebiet. Die zweite Demonstration am "Auftakt 2" beginnt direkt neben dem Hauptbahnhof in der Rostocker Innenstadt auf dem "Platz der Freundschaft". Diese Demonstration führt direkt durch die bewohnte Innenstadt von Rostock. Die gemeinsame Abschlusskundgebung der beiden Demonstration mit weiteren Beiträgen und Konzert findet am Stadthafen von Rostock statt. Ein paar S-Bahnstationen davon entfernt gibt es das Camp in Rostock mit Platz für mehrere Tausend Menschen. Das Konzert und das Camp in Rostock sollen schon am Freitag, dem 1. Juni beginnen und das Camp bleibt bis zum Ende der Gipfelproteste bestehen. Auch von linksradikalen und internationalistischen Zusammenhängen werden dort "Barrios" mit Info-, Film-, Diskussions- und Kulturveranstaltungen organisiert. Des weiteren gibt es ein Convergence und Media Center in Rostock. Demonstrations Routen mit "Auftakt 2" und "Auftakt 1" / Stadtplan: http://www.heiligendamm2007.de/images/Demoroute_Rostock2.jpg Stadtkarte Rostock: http://www.rostock-stadtplan.de/r6.htm Konzert am 2. und 3. Juni in Rostock: http://www.move-against-g8.de/pages/programm/samstag.php Convergence Center Rostock: http://wiki.dissentnetwork.org/wiki/ConvergenceCenterRostock LINKSRADIKALER, ANTIFASCHISTISCHER, ANTIKAPITALISTISCHER UND REVOLUTIONÄRER BLOCK AUF DER GROSSDEMO AM 2. JUNI Die Blöcke der radikalen und revolutionären Linken, der Internationale und Antifaschistische, der Antikaptialistische wie der Internationalistische und Revolutionäre Block sind Teil der Demonstration ab "Auftakt 2" mit Auftaktkundgebung ab Hauptbahnhof/Platz der Freundschaft in der Rostocker Innenstadt. Die verschiedenen linksradikalen Blöcke werden gemeinsam hintereinander laufen. International rufen die verschiedenen Anti-G8-Bündnisse zu den linksradikalen Blöcken auf, wie unter anderem Teile der Interventionistischen Linken, zahlreiche Antifa-Gruppen und antikapitalistische Gruppen, das Anti-G8-Bündnis für eine Revolutionäre Perspektive, Teile aus dem Dissent-Spektrum, zahlreiche Antifa-Gruppen aus den verschiedenen Ländern, grosse Teile der antirassistischen Bewegung, Gruppen der Lateinamerika-Solidarität, Autonome Zusammenhänge aus verschiedenen Ländern, das Antiimperialistische Anti-G8-Bündnis, Revolutionäre Anti-G8-Zusammenhänge aus der Schweiz, Organisationen und Gruppen aus Griechenland, Italien, England, Spanien, Baskenland, Catalunya, Frankreich, Dänemark, Schweden und weiteren Ländern sowie auch verschiedene trotzkistische sowie internationalistische Organisationen. Demonstrationsbeginn ist gegen 13 Uhr. Ab 11 Uhr gibt es dort ein Vorprogramm mit Musik und Beiträgen und ab 12 Uhr eine Auftaktkundgebung unter anderem mit den RednerInnen Ibrahima Coulibany von Via Campesina, Piero Benocchi von der italienischen Basisgewerkschaft COBAS, Tobias Pfüger - Europaabgeordneter der Linkspartei und Nancy Cardoso aus Brasilien/Porto Alegre. Demonstrations Routen mit "Auftakt 2" und "Auftakt 1" / Stadtplan: http://www.heiligendamm2007.de/images/Demoroute_Rostock2.jpg Infos unter anderem bei: http://www.antig8.tk | http://www.come.to/heiligendamm | http://www.resistance2003.gr/ | http://www.gipfelblockade.net | http://www.aufbau.org | http://www.londonclasswar.org/ | http://www.cobas.it/ | http://www.nodo50.org/antifa/ | http://www.nuevacolombia.de | http://www.g8versenken.de/ | http://www.aamd.de.md/ | http://ru.dk/ | http://www.antifa.se/ ANREISEMÖGLICHKEITEN PER BUS, BAHN UND AUTO In der ganzen BRD sowie aus verschiedenen europäischen Ländern gibt es zahlreiche Fahrmöglichkeiten per Bus, bei denen die AktivistInnen für einen geringen Preis mitfahren können. Auch werden zum Beispiel Sonderzüge von Attac nach Rostock organisiert. Bei Anreise aus den verschiedenen Ländern ist mit Kontrollen an den Grenzen zu rechnen, die bereits vom deutschen Innenminister angekündigt wurden. Vor Rostock bzw. um Rostock herum ist auf den Zufahrtsstrassen mit massiven Polizeikontrollen zu rechnen. Des weiteren kann es bei den Kontrollen vor Rostock auf der Autobahn passieren, dass sie behaupten, dass alle Busse zum Parkplatz im Gewerbegebiet bei "Auftakt 1" fahren müssen, auch wenn ihr zur Demonstration am Hauptbahnhof ("Auftakt 2") wollt. Aber auch in der Nähe des Hauptbahnhofes gibt es einen grossen Busbahnhof und es gibt weitere Möglichkeiten für Busse südlich der Innenstadt. Antirepressions-Info "Was tun wenns brennt" und "G8-Xtra" der Roten Hilfe e.V. mit Tipps und Infos gegen Repression auch für GenossInnen aus anderen Ländern: http://www.rote-hilfe.de/topnews/g8_other_languages Anreisemöglichkeiten Busse und Bahn: http://www.heiligendamm2007.de/Demo_Anreise.html Demonstrations Routen mit "Auftakt 2" und "Auftakt 1" / Stadtplan: http://www.heiligendamm2007.de/images/Demoroute_Rostock2.jpg Camp und Schlafplätze in Rostock In Rostock ein paar S-Bahnstationen von der Innenstadt entfernt, gibt es ein Camp mit mehreren Tausend Schlafplätzen. Es gibt dort verschiedene Zelte für Veranstaltungen sowie unter anderem ein Indymedia-Zelt mit Internetanschlüssen. Vom Rostocker Hauptbahnhof fahr ihr mit der S-Bahn (schneller Stadtzug, alle Stationen sind mit einem grünen S gekennzeichnet) Richtung Warnemünde und steigt am S-Bahnhof R-Bramow oder S-Bhf. Marienehe aus. Vom S-Bahnhof Marienehe, überquert die Gleise, dann haltet Euch rechts, überquert den leeren Parkplatz und geht die Strassen "Fischereihafen" und "Schlachthofstr." runter, bis Ihr die Beschilderung zum Camp seht. Von S-Bahnhof Bramow geht auf den "Schwarzen Weg" hinaus Richtung Hafen, dann geht nach links auf der "Schlachtstrasse"., folgt weiter der Beschilderung. Auf dem Camp wird es auch verschiedene "Barrios" der verschiedenen Zusammenhänge mit Veranstaltungs- und Diskussionsmöglichkeiten und einem Film + Kulturprogramm geben. Getränke und Volxküchen Strukturen sind vorhanden, müssen aber auch von den Barrios mitorganisiert bzw. selbstorganisiert werden in Zusammenarbeit mit der Gesamt Camp Struktur. Gewünscht ist auch die Entrichtung eines geringen Beitrages einer Spende für die Übernachtungen auf dem Camp, Sanitäranlagen wie Toiletten und Duschen sind ebenfalls vorhanden. Im Camp in Rostock gibt es unter anderem folgende Camp-Barrios, weitere Barrios in Planung, achtet auf Ankündigungen: ++ Barrio Junirevolte (sozialistische Jugendorganisation der PDS http://www.smash-g8.de/ ) ++ Barrio Rojo ("Internationalistisches und Revolutionäres Barrio" | http://www.antig8.tk ) ++ Yellow Barrio (StudentInnen und SchülerInnen http://block-g8ucation.org/ ) ++ Hedonist International Barrio ( http://www.hedonist-international.org/?q=en/node/156 ) Landkarte Camps: http://www.antig8.tk/aktivitaeten_2007_camps.jpg ANTIREPRESSION Es gibt während der Aktionstage gegen die G8 einen sog. "Ermittlungsausschuss" bzw. "Legal Teams", die telefonisch rund um die Uhr zu erreichen sind. Die Legal Teams stehen in Kontakt mit AnwältInnen, die sich um Gefangenen kümmern werden. Die Telefonnumer wird in den kommenden Tagen auf die Internetseite des Ermittlungsausschusses gestellt werden. Die Telefonnumer wird auch auf der Demonstration, bei den Convergence Centern und auf den Camps bekannt gegeben und durchgesagt werden. Bitte notiert Euch diese Telefonnummer. Wenn ihr gefangenen genommen werdet, oder GenossInnen von Euch gefangenen genommen werden (dies gilt auch schon bei den Kontrollen wenn ihr nach Rostock fahrt) ruft unter dieser Nummer an und sagt den Namen und Geburtsdatum des Gefangenen, damit ein Anwalt auf der Polizeigefangenenstelle nachfragen kann. Wenn jemand wieder rausgelassen wird, ruft ebenfalls diese Telefonnumer an und teilt die Freilassung mit, damit die Anwälte nicht unnötig Arbeit haben. Ermittlungsausschuss: http://www.ermittlungsausschuss.antifa.net/ Zahlreiche Informationen über die deutschen Gesetze und zum Verhalten auf Demonstrationen findet ihr bei der Roten Hilfe e.V. oder werden auch in den verschiedenen Convergence Centern ausliegen. Die Rote Hilfe e.V. ist eine bundesweite strömungsübergreifende Anti-Repressionsorganisation die es in zahlreichen Städten der BRD gibt und die Menschen aller linken Strömungen unterstützt wenn sie von Repression betroffen sind. Die Rote Hilfe e.V. bezahlt unter anderem 40% für Anwälte und Strafen bei allen die wegen politischen Aktionen von Repression betroffen sind. Das Geld stammt überwiegend von den Beiträgen der über 4500 Mitglieder. Die Rote Hilfe e.V. rechnet wegen der Anti-G8-Proteste und der zu erwartenden Repression mit sehr vielen Gefangenen und damit auch mit einem höheren Bedarf an Geld, um alle unterstützen zu können. Daher wurde auch ein Spendenkonto eingerichtet. Donations within Germany: Rote Hilfe e.V. Konto 191 100 462 BLZ 440 100 46 Postbank Dortmund Stichwort: "G8 Gipfel" Donations outside of Germany: Rote Hilfe e.V. IBAN: DE75 4401 0046 0191 1004 62 SWIFT-BIC: PBNKDEFF Postbank Dortmund Purpose: "G-8 Summit" If you are sending donations from outside of the EU please make group or joint contributions of at least 50 euros. Otherwise only the banks will receive anything as the fees are very high. Homepage Rote Hilfe e.V.: http://www.rote-hilfe.de Spendenkonos und Texte "Was tun wenns brennt" und "G8-Xtra" in verschiedenen Sprachen: http://www.rote-hilfe.de/topnews/g8_other_languages [http://de.indymedia.org/2007/05/176964.shtml] -------------------------------------------------------------------------------- Berliner Medienzentrum-Soliparty 18.Mai g8 braucht kein mensch - rostock braucht ein medienzentrum to accelerate the movement - accelerate the motion Scharnweberstr. 38, Friedrichshain, 23.oo uhr: Soliparty für das ((i))ndependent Media Centre in Rostock beim G8. Broken Beatz, Breakcore & Straight Stuff mit aaron spectre (aka drumcorps), den Katakombenkidz s7ven vs. Jimmi Rocket & Friends. 2nd Floor: uncontrolled flight mit toXo, hiphop mit k roy und balkanklezmerpolka mit 7 hippos und davor? 18. mai 2007 um 20:00 uhr im Mehringhof, Buchvorstellung: wir sind überall - weltweit. unwiderstehlich. antikapitalistisch internetseite zum projekt: http://www.weareeverywhere.de Warum eine Soliparty, was soll unterstützt werden? Unabhängiges Medienzentrum - Reclaim the Media! Das Unabhängige Medienzentrum (Independent Media Center, IMC) ist ein freier Zusammenschluss von Medienaktivist/innen, die eine vielfältige Berichterstattung über den G8, den Alternativgipfel und vor allem die Proteste organisieren. Eine Berichterstattung, die Informationen nicht als Ware begreift, sondern wo die Nachrichten von denen gemacht werden die sie betrifft, von den beteiligten Menschen selbst, von dir! DON'T HATE THE MEDIA - BECOME THE MEDIA! Wir wollen dir die Möglichkeit geben, deine Beobachtungen und Erfahrungen als Texte, Fotos, Radiobeiträge oder Videos direkt von der Straße zu veröffentlichen und via Internet über die ganze Welt zu verbreiten. Warten wir nicht ab, was sie in den Nachrichten über uns melden, sondern bestimmen wir selbst was Nachrichten sind! So funktioniert's beim G8-2007: Das Unabhängige Medienzentrum (IMC) befindet sich im Protestzentrum in der Evershagener Schule, direkt im Convergence Center. Dort, in den Camps und in der Rostocker Innenstadt (Friedrichstr. 23) stellen wir Computer zur Verfügung. Achte einfach das ((i))-Zeichen. An diesen Computern kannst du dann zu dem was dir wichtig erscheint Berichte schreiben und mit oder ohne Fotos hochladen. Wenn du Radio- oder Videoaktivistin bist, kannst du ebenfalls ins IMC kommen und Gleichgesinnte finden. Du findest dort auch Leute, die Dir helfen, mit der entsprechenden Technik zurechtzukommen. Unabhängige Medien sind vielfältig, hier einschalten: Internet: Auf http://de.indymedia.org sind mehrsprachig die aktuelle Meldungen, Berichte und Artikel von dem was passiert ist, sowie auch Links zu anderen Medienseiten. Unter http://de.indymedia.org/wap auch von unterwegs per Handy (fast alle Neueren haben Internet-Funktion) zu erreichen. Über diesen WAP-Ticker bist du stets über die aktuellen Geschehnisse rund um Heiligendamm informiert. Radio: Neben der Gipfelberichterstattung auf dem Rostocker Radio Lohro (UKW: 90,2 & Kabel: 94,0 & www.lohro.de) wird es vom 1.-10 Juni auch einen Livestream im Internet geben, mit praktischen Infos über die aktuelle Lage vor Ort: http://radioforum.fm. Es wird empfohlen, auch außerhalb von Rostock, einen kleinen UKW-Empfänger dabei zu haben. Video: Aktuelle Videoclips findest du auf http://g8-tv.org. Hier gibt es auch jeden Abend, wahrscheinlich gegen 20:30h eine halbstündige Live-Sendung mit einer Zusammenfassung des Tagesgeschehens. Im Protestzentrum / Convergence Centre und auf den Camps werden die Filme auch per Beamer gezeigt. Print: Wir wollen aus den verschiedenen Artikeln eines Tages jede Nacht eine mehrsprachige Printausgabe erstellen, die dann im Internet verfügbar und allerorts ausgedruckt, kopiert und verteilt werden kann. Wir versuchen täglich aktuelle Printausgaben an den Camps und dem Protestzentrum zu verteilen. Spenden hierfür sind mehr als willkommen. [http://de.indymedia.org/2007/05/176968.shtml] -------------------------------------------------------------------------------- Ostsee bei Heiligendamm ab heute im kleinen Bereich gesperrt Bei Heiligendamm wird heute (Montag/ 06.00) ein erstes See-Sperrgebiet eingerichtet. Es umfasst nach Polizeiangaben nur den engsten Bereich rund um den Tagungsort des G8- Gipfels und gilt bis zum 12. Juni. Fischerei und Angelsport sind in dem Sperrgebiet nicht gestattet. Wasserfahrzeuge dürfen dort ebenfalls nicht verkehren. Ausnahmeregelungen würden nicht erteilt. Vom 3. bis 9. Juni wird dann ein Sperrgebiet mit einer Ost-West- Ausbreitung von knapp 21 Kilometer Länge eingerichtet, das bis zu 14 Kilometer ins Meer hineinreicht. Vom 6. bis 8. Juni treffen sich die sieben führenden Industrienationen und Russland zum G8-Gipfel. [http://www.mvregio.de/mvr/36059.html] -------------------------------------------------------------------------------- Kommissar Rex erschnüffelt G 8-Gegner Die Hamburger Polizei versucht durch den Einsatz einer besonderen Hundestaffel militanten Globalisierungsgegnern auf die Spur zu kommen. Die Hunde können Geruchsspuren aufnehmen, die unweigerlich an jedem Tatort zurückbleiben Die Fahndungsorgane im Norden stehen unter Erfolgsdruck. "Bisher waren die Sicherheitsbehörden nicht so erfolgreich, wie wir es uns gewünscht haben", gab Hamburgs Verfassungsschutz-Chef Heino Valhdieck (CDU) zu, als er kürzlich den Verfassungsschutzbericht vorlegte. Diverse Farbbeutel- und Brandanschläge in Hamburg, die vermutlich von G 8-Gegnern verübt wurden, sind immer noch nicht aufgeklärt. Doch das soll sich ändern: Die Staatsschutz-Razzia von vergangener Woche, die sich auf den Paragrafen 129a ("Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung") berief, diente nicht nur der Einschüchterung. Sie führte auch eine neue Methode ein: "Schnüffelhunde". [http://www.taz.de/dx/2007/05/14/a0029.1/text.ges,1] -------------------------------------------------------------------------------- Heiligendamm: Gewaltbereiter Einsatzleiter Pressemitteilung 14. Mai 2007 *Polizei-Simulation: Gipfelgegner zünden Krankenhaus an* *Gefangenensammelstelle kostet 200.000 Euro* *Berichte über geplante "Exekutionen" unzutreffend* Für den Einsatzabschnitt 6 im Gebiet um Heiligendamm ist die Einsatzleitung an Polizeidirektor Alfred Tilch übertragen worden. Er ist verantwortlich für den Bereich außerhalb des Zauns, den die "BAO Kavala" weiträumig vom Protest abschirmen möchte. Tilch ist Leiter der Landesbereitschaftspolizei Sachsen-Anhalt und zu "Kavala" beordert worden. Er ist von früheren Einsätzen gegen Demonstranten als gewaltbereit bekannt. Bei Castor-Transporten befehligt er die Polizeikräfte an der letzten Etappe vor dem Endlager Gorleben. Augenzeugen berichten, dass er seinen Einheiten nach Ende der polizeilichen Maßnahmen regelmäßig den Befehl erteilte, mit Knüppeln Jagd auf herumstehende Demonstranten zu machen. Tilch kassierte zudem mehrere Anzeigen wegen unrechtmäßigen Polizeikesseln. Zur Vorbereitung auf den Protest probte die Polizei mehrere Einsätze. Für eine Übung wurde simuliert dass Gipfelgegner das Kreiskrankenhaus anzünden. "Die Übung zeigt, dass die Polizei ein Gewalt-Szenario heraufbeschwört", kommentieren Gipfelkritiker. "Noch nie sind irgendwelche Bereiche des Sanitätswesens bei G8-Gipfeln von Demonstranten angegriffen worden", wundert sich Kristin Jobst von der Berliner Gipfelsoli Infogruppe. Tatsächlich war es bisher die Polizei, welche bei vergangenen G8-Gipfeln Sanitäter zum Teil schwer verletzt hat, wie in Genua 2001. In Rostock wird derweil eine Sporthalle zur Gefangenensammelstelle ausgebaut. Der Umbau kostet 200.000 Euro und wird über Landesgelder finanziert. Die Gipfelkritiker zeigen sich besorgt über das Ausmaß der polizeilichen Vorbereitungen. "Hier wird ein absurdes Arsenal an Repressionsmitteln versammelt, um den Protest mundtot zu machen und Aktivisten schon vor der Anfahrt abzuschrecken", kritisiert Gerda Achterhuis vom niederländischen Dissent-Netzwerk. "Die Botschaft der Polizei ist deutlich: Null Toleranz. Die Antwort auch: wir bestehen auf unserem Recht zu protestieren", fügt Achterhuis hinzu. Unzutreffend sind hingegen Berichte der Medien "Welt" und "Focus", die von Unkenntnis der linken Szene zeugen. Dort wurde berichtet, "Gipfelgegner planten Exekutionen". Der Bericht bezog sich auf die "militante gruppe" (mg), die zwei Politikern vor 6 Jahren einen Brief mit Patronenhülsen schickte. Tatsächlich wurde sie dafür von der gesamten linksradikalen Szene kritisiert und stellte die Praxis ein. Die Razzien vergangener Woche wurden unter anderem mit der Fahndung nach der "mg" begründet. "Die Polizei und manche Medien unterstreichen weiterhin ihre Taktik der Eskalation und lassen sich dabei von Bundesinnenminister Schäuble und Bundesanwaltschaft kräftig anfeuern", schließt Sam Donahue von der Gruppe Badespasz aus Halle. [Gipfelsoli Infogruppe | Dissent Niederlande | Badespasz Halle] -------------------------------------------------------------------------- Protest + Widerstand: http://de.indymedia.org/g8heiligendamm Pressespiegel zum G8 2007 unter http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-l -------------------------------------------------------------------------- ================================================ China: Menschenrechtsdialog in Berlin - EU muss Konsequenzen ziehen! Von: GFBV Hans Bogenreiter ================================================ GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEMITTEILUNG Göttingen / Berlin, den 14.05.2007 EU-Menschenrechtsdialog mit China in Berlin (15.05.2007) China-Dialog ist gescheitert - EU muss endlich Konsequenzen ziehen! Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat die Europäische Union (EU) am Montag aufgefordert, den Menschenrechtsdialog mit China auszusetzen, so lange sich die Lage der Menschenrechte in der Volksrepublik nicht spürbar bessert. Anlässlich der für Dienstag in Berlin angekündigten neuen Runde des seit 1996 halbjährlich stattfindenden Dialogs erklärte der GfbV-China-Experte, Ulrich Delius: "Nach elf Jahren fruchtloser Gespräche muss die EU endlich eine kritische Bilanz ziehen, wenn dieser Dialog nicht nur Feigenblatt-Charakter haben soll." Ungeachtet aller wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen in der Volksrepublik nehme die Repression gegen ethnische und religiöse Minderheiten sowie die Unterdrückung der Presse- und Meinungsfreiheit weiter zu und werde immer perfekter. Für das Scheitern der Gespräche sei nicht nur China, sondern auch das mangelnde Standvermögen der EU verantwortlich, kritisierte Delius: "Wie wollen die Europäer glaubwürdig Respekt für Menschenrechte von der chinesischen Führung einfordern, wenn sie selber Wirtschaftsinteressen höher bewerten als Menschenrechte?" Jüngstes Beispiel für Europas Versagen sei, dass die belgische Regierung dem Druck Pekings in der vergangenen Woche nachgegeben und dem Dalai Lama die Einreise verweigert hat. Das religiöse und weltliche Oberhaupt der Tibeter hatte an einer Unterstützerkonferenz in Brüssel teilnehmen wollen. Mit Rücksicht auf einen bevorstehenden China-Besuch des belgischen Kronprinzen und führender Wirtschaftsmanager war der Dalai Lama kurzfristig von der belgischen Regierung ausgeladen worden. Wenn die EU-Regierungen in ihrer China-Politik zum Beispiel in der Tibet- Frage systematisch die Resolutionen nationaler Parlamente und des Europaparlaments ignorierten, sei ein Menschenrechtsdialog sinnlos. Darüber hinaus sei die Tatenlosigkeit der EU unverständlich, die hinnehme, dass Chinas Führung Verhandlungen für eine friedliche Lösung der Tibet- Frage ablehne. Auch die Repression gegen muslimische Uiguren werde von der EU kaum thematisiert, obwohl uigurische Menschenrechtler mit langjährigen Haftstrafen, Sippenhaft und Todesurteilen verfolgt würden.. Für die chinesischen Staatsbürger habe sich die Menschenrechtslage seit Beginn des Dialogs nicht gebessert. Im Gegenteil, mehr als 3.000 Praktizierende der verbotenen Meditationsbewegung Falun Gong seien seit Juli 1999 im Gewahrsam der Sicherheitskräfte eines gewaltsamen Todes gestorben. Seit Herbst 2006 seien mehrere hundert chinesische Bürger verhaftet worden, die mit rechtlich erlaubten Petitionen auf ihre Probleme aufmerksam gemacht hätten. Ohne konkrete Verbesserungen für die Menschen in China sei dieser Dialog sogar schädlich, da er den Anschein erwecke, Chinas Führung bemühe sich um mehr Respekt für Menschenrechte. Der GfbV-China-Experte Ulrich Delius ist auch erreichbar unter Tel. 0160 95 67 14 03. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich und somit MedieninhaberInnen: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Themen. Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2007, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Di 5:00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Thu May 17 08:00:27 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Thu, 17 May 2007 08:00:27 +0200 Subject: widerst@and mund - Donnerstag, 17. Mai 2007 Message-ID: MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Donnerstag, 17. Mai 2007 Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Einladung zur PK "25 Jahre Weltläden in Österreich: wirtschaftlicher Erfolg durch Fairen Handel", 31.05.07 9Uhr im Weltcafé von "Christine Steindorfer" ================================================ 02 GA: energiespartipps zu hause - reminder kino! von "Andersrum Wien" ================================================ 03 AUF-reihe 2007: Ruth Klüger am 11. Juni 2007 in Wien von AUF ================================================ 04 Termine ab Mittwoch. den 16.Mai 2007 von "akin" ================================================ 05 G8/Proteste: Infos und -WWWebtips von "akin" ================================================ 06 WWWebtips: Data Retention, Spielsucht,MigrantInnenwahlrecht, Oral History von "akin" ================================================ 07 Arbeit/Wirtschaft/Soziales/Unterschriftenliste: Noch aenger arbeiten? Nein danke! von "akin" ================================================ 08 ABSCHIEDSFEST THARA AM 15.Juni 2007 von lydia.anstiss at thara.at ================================================ 09 [Pressemeldung] 19.5.,10 Uhr: Konferenz der Gewerkschaftslinken von presse at lists.gewerkschaftsplattform.org ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN, MEINUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 10 Arbeit/Wirtschaft/Soziales: Offener Brief von Attac an lfred Gusenbauer von "akin" ================================================ 11 Notizen: OeH-Wahl, 4 Jahre sind genug von "akin" ================================================ 12 Letzte Worte: Mediale Polizeiaufruestung von "akin" ================================================ 13 AuslBG & NAG : Fehlerfortpflanzung - "unter allen inBetracht kommenden Gesichtspunkten" ? von "Roland Hermann" ================================================ 14 KPÖ/EU/Gesundheitswesen/Liberalisierung/Richtlinie von KPÖ-Information ================================================ 15 Online-Kurier: Österreich: Neonazis organisieren sich von angela mores (at)chello.at ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 16 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================ 17 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================ 18 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Einladung zur PK "25 Jahre Weltläden in Österreich: wirtschaftlicher Erfolg durch Fairen Handel", 31.05.07 9Uhr im Weltcafé von "Christine Steindorfer" ================================================ Pressekonferenz der ARGE Weltläden "25 Jahre Weltläden in Österreich: wirtschaftlicher Erfolg durch Fairen Handel" am 31.05.07 um 9Uhr im Weltcafé Die Weltläden, Österreichs Fachgeschäfte für Fairen Handel, feiern ihr 25 jähriges Jubiläum. Am Donnerstag, den 31. Mai 2007 findet um 09:00 Uhr die Pressekonferenz "25 Jahre Weltläden in Österreich: wirtschaftlicher Erfolg durch Fairen Handel" im Weltcafé statt (Schwarzspanierstr. 15, 1090 Wien). Die ARGE Weltläden, die Dachorganisation der Österreichischen Weltläden, gibt einen Rückblick auf ein erfolgreiches Vierteljahrhundert und zeigt Schritte für die Zukunft auf. Am Podium: * Barbara Kofler: GF ARGE Weltläden, Mitbegründerin einer der ersten Weltläden (1978 in Graz) * Ernst Gassner: Vorsitzender ARGE Weltläden * Fred Masinde: General Manager Undugu Society of Kenia (Handelspartner der Weltläden) Die Themen: * Rückblick: Von der Idee zur Marke mit 92 Niederlassungen und einem Gesamtumsatz von 10,2 Mio. Euro/Jahr * Soziale Verantwortung und faire Handelswege als Erfolgsrezept * Blick in die Zukunft: Fair Trade Academy und "Weltladen im Dunkeln" * Praxisbeispiel: wie die Weltläden das Überleben der Slumkinder von Nairobi sichert Aus der Überzeugung heraus, dass kleine Taten Großes bewirken können, gründete eine Gruppe engagierter Menschen in Innsbruck 1977 den ersten Dritte-Welt-Laden Ein Vierteljahrhundert später ist daraus eine Marke geworden, die mehr als 140 Menschen in Österreich Arbeit gibt und die Existenz hunderttausender Familien weltweit sichert. VertreterInnen der Medien sind dazu herzlich eingeladen. Um Akkreditierung wird gebeten. Die Pressekonferenz wird in deutscher und englischer Sprache abgehalten. Rückfragehinweis und Photos: Mag.a Christine Steindorfer, MAS +43 (0)664 543 80 89 christine.steindorfer at wortart.at ================================================ 02 GA: energiespartipps zu hause - reminder kino! von "Andersrum Wien" ================================================ ------------------------------------------ ENERGIESPARWOCHEN MIT DEN GRÜNEN ANDERSRUM ------------------------------------------ Marco Schreuder und die Grünen Andersrum gehen auf Klima-Tour. Wer Energiespartipps erhalten möchte, dadurch das Geldbörsel schonen und damit einen Beitrag für den Klimaschutz leisten will, kann sich bei uns melden. Wir besuchen Euch gerne! Während der Grünen Energiesparwochen sind Grüne Abgeordnete und BezirksrätInnen in vielen Grätzeln Wiens unterwegs und besuchen Interessierte zu Hause. Die Grünen Andersrum schließen sich dieser Aktion an und besuchen Euch gerne. Wir möchten uns dabei gerne bei Euch persönlich vorstellen: mit im Gepäck haben wir Energiespartipps für den Hauhalt und ihr können uns eure ganz persönlichen Wünsche und Anliegen mitgeben und nebenbei Marco Schreuder und die Grünen Andersrum kennenlernen. Zwecks Terminvereinbarung schickt einfach eine eMail an: andersrum.wien at gruene.at BESONDERES SERVICE: gratis Energiecheck Eurer Wohnung durch EnergieberaterInnen Sollten wir durch unseren Hausbesuch euer Interesse dafür geweckt haben, welches Energiesparpotential in eurer Wohnung steckt, dann vereinbaren wir gerne einen kostenlosen Termin mit einem/einer EnergieberaterIn, der/die eure Wohnung durchcheckt. Auch Lesben, Schwule und Transgender können zum Klimaschutz beitragen. Und ihr spart dabei rund 100 Euro im Jahr! Mehr Info unter http://wien.gruene.at/energiewende --------------------------------------- REMINDER - HEUTE: Kino Sondervorstellung: An Inconvenient Truth --------------------------------------- Die Grüne Klubobfrau Maria Vassilakou, Gemeinderat Marco Schreuder und die Grünen Andersrum laden Euch herzlich zu einer Kino-Sondervorstellung anlässlich der Grünen Energiesparwochen ein. Am Dienstag, den 15.5.07 um 19:30 Uhr zeigen wir den preisgekrönten Film "An Inconvenient Truth - Eine unbequeme Wahrheit" des ehemaligen amerikanischen Vizepräsidenten Al Gore. Geschlossene Vorstellung, Eintritt frei! An Inconventient Truth - Eine unbequeme Wahrheit (OmU) Die Menschheit sitzt auf einer Zeitbombe. Wenn die große Mehrheit der internationalen WissenschafterInnen recht hat, bleiben uns nur noch zehn Jahre, um eine große Katastrophe abzuwenden, die das Klima unseres Planeten zerstören wird. Die Folge werden extreme Wetterveränderungen sein, Fluten, Dürren, Epidemien und tödliche Hitzewellen von ungekanntem Ausmaß - eine Katastrophe, die wir selbst verschulden. Das klingt wie nach einem Rezept für schwermütigen Trübsinn und pessimistische Kassandra-Rufe? Warten Sie's ab! Auf den Filmfestivals von Sundance und Cannes sorgte "An Inconvenient Truth - Eine unbequeme Wahrheit" für Furore. Darsteller: Al Gore USA 2006, ca 100 Minuten Regie: Davis Guggenheim Dienstag 15.5.07, 19:30 Uhr "An Inconvenient Truth - Eine unbequeme Wahrheit" Cinemagic, ehemaliges Opernkino Friedrichstraße 4, 1010 Wien ============================ http://www.gruene-andersrum.at/ ============================ Diese E-Mail wurde dir geschickt, weil du den Newsletter andersrum.gruene.at abonniert hast. Newsletter abbestellen? E-Mail an: newsletter-andersrum-unsubscribe at listen.gruene.at Fragen? E-Mail an: newsletter-andersrum-request at gruene.at -- Die Grünen Andersrum Wien c/o Grüner Klub im Rathaus AT-1082 Wien Tel.+43-(0)1-4000 DW 81813 Fax +43-(0)1-4000 DW 99 81811 http://www.gruene-andersrum.at ================================================ 03 AUF-reihe 2007: Ruth Klüger am 11. Juni 2007 in Wien von AUF ================================================ Liebe Frauen, Hiermit laden wir Euch ein zur ersten Veranstaltung der AUFreihe 2007 - Erinnerung 1 „Einmal ging ich unterwegs verloren. Einmal kam ich an, wo ich nicht war“ Erinnerungen Ruth Klüger Lesung aus work in progress anschließend Diskussion 11. Juni 2007 19:00 VHS Ottakring, 1160 Wien, Ludo-Hartmann-Platz 7 AUFkultur mit VHS Ottakring | für Frauen | UKB 5,–/erm. 3,– AUF EINE FRAUENZEITSCHRIFT & AUF INFO AUF Edition AUF Kultur Mit einem ABO (Österreich 19 Euro, EU 23 Euro) und/oder EINER Spende kann der AUF das Weiterbestehen ganz erheblich erleichtert werden: Konto AUF-Eine Frauenzeitschrift, Nr.10010 670 522, BLZ 14000 BAWAG, aus dem EU-Ausland: BIC BAWAATWW und IBAN AT69 14000 10010670522. Kontakt: Kleeblattgasse 7, A-1010 Wien; T. 01/5339164, F. 0720/554161 auf at auf-einefrauenzeitschrift.at, www.auf-einefrauenzeitschrift.at Sollten Sie keine weiteren Zusendungen wünschen, senden Sie uns bitte eine kurze Mitteilung an: Auf at auf-einefrauenzeitschrift.at If you do not want to receive our mailings please send an e-mail to: Auf at auf-einefrauenzeitschrift.at ================================================ 04 Termine ab Mittwoch. den 16.Mai 2007 von "akin" ================================================ akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 15. Mai 2007; 16:57 ********************************************************** >>>>>>>>>>>>>> Termine ab Mittwoch. den 16.Mai 2007 Aenderungen bitte uns bekanntzugeben! Telefonnummern ohne Vorwahl sind Wiener Festnetz-Nummern. > Allgemeines Juedisches Museum, 1010 Dorotheerg.11, Tel. 535 04 31, So - Fr 10-18h, Do - 20h, bis 24.6.: Oskar Strnad - 1879 - 1935: Begruender der Wiener Schule der Architektur ebenda, bis 18.11.07: Beste aller Frauen - weibliche Dimensionen im Judentum. Museum Judenplatz, bis 19.8.: Hommage an Paul Goldmann - fotografische Arbeiten 1943 bis 1965. 1010 udenplatz 8, So - Do 10 - 18h, Fr 10-14h Gasometer, bis 31.5., Ausstellung im Foyer des Wr.Stadt- und Landesarchivs: Die juedische Familie Schey. Geoeffnet: Mo und Fr 9h - 15,30, Die, Mi, Do 9h bis 18,30. 1110 Wien, U 3 Station Gasometer WEGzehr und Kost-Nix-Kino jed. ersten Do im Mo im VEKKS 1050 Zentag.26, ab 14h wird gekocht, ab 20h filme und vokue I:DA, jed. Die laedt das anarchistisch-libertaere Kollektiv zu Film & Volxkueche ein, ab 20h offen. 1150 Zwoelferg.9, hinterm Westbahnhof Rechtshilfe-Fonds-Party von jetzt an jed. letzten Freitag im Monat im TUeWI 1190 Peter Jordan Str.76 19.5. bis 2.6.: Soho in Ottakring, Motto: Alles wird schoen. Details www.sohoinottakring.at 19. 5. bis 4. juni Antirassistische Karawane nach Heiligendamm / G 8 Gipfel! Von Neuburg, Nuernberg, Jena, Frankfurt, Duesseldorf, Dortmund, Bueren, Bramsche, Bremen, Oldenburg, Hamburg, Horst, Berlin, Rostock: Solidaritaet gegen Abschiebungen. Infos http://g8-migration.net..tf, Kontakt: g8-migration at no-log.org, sowie http://thecaravan.org/ WienXtra-cinemagic: Wirtschafts- und gesellschaftspolitisches Dokumentarfilm-FEST. 1010 Friedrichstr.4, neben Cafe Museum. Voranm. fuer SchuelerInnengruppen und Kartenreservierung: 8h bis 13,30 unter 01/ 586 4303 > Mittwoch, 16.5. KUNDGEBUNG vor der US-Botschaft ab 17h 1090 Ecke Strudelhofgasse/ Boltzmanngasse: Am 17. Mai wird die US-amerikanische Justiz bei einer muendlichen Anhoerung vor dem 3. Bundesbezirsgericht in Philadelphia ueber den "Fall" Mumia Abu-Jamal entscheiden: Freiheit fuer Mumia Abu-Jamal - Abschaffung der rassistischen Todesstrafe!! Amerlinghaus, Galerie 1.Stock, 19h, Solidaritaetsveranst. mit einem Referat und dem Video: This is Mumia Abu - Jamal from death-row. Freiheit fuer Mumia Abu-Jamal. 1070 Stiftg.8 depot, 19h, Veranst.in Koop. mit dem Gedenkdienst: Juedisches Leben in Wien nach 1945 - Resuemee und Perspektiven. 1070 Breitegasse 3 ekh, 20h, subversive kantine: BildungsarbeiterInnen. 1100 Wielandg.2-4 Werkkreis Literatur der Arbeitswelt, 19h, Reinhard Liebe: Spontangeschichten. 1020 Vivariumstr.13 Ladyfest Wien bis 20.5., Infos: www.ladyfesteurope.org > Freitag, 18.5. GEMEINSAM RADFAHREN: Treffpunkt 16,30 Am Margaretenplatz 1050. Soundmobile, Musik, Tallbikes, Theaterkrams etc. Infos www.criticalmass.at Anschlieden Grillfest im TUeWI - Grillzeugs selber mitnehmen! LIVE-T-Shirt-Druck und Klangrad Live. 1190 Peter Jordan Strasse/Daenengasse Die Sense, 19,15, Disk: Die "Auslaendischen" Studierenden und die OeH. 1090 Senseng.5/3 ekh, 21h, Ladyfest . 1100 Wielandg.2-4 > Samstag, 19.5. AK Wien, 10 bis 16h, 2. Alternative GewerkschafterInnenkonferenz der kaempferischen und demokratischen Gewerksch. (diesmal mit internationaler Beteiligung: Bernd Riesinger/ VERDI/D). 1040 Theresianumg.16-18 ekh, 21h, Ladyfest Neuburg/Bayern, Demo gegen die Entrechtung der irakischen Fluechtlinge/Eroeffnung der Karawane nach Rostock. > Montag, 21.5. Galerie Kandinsky, 19h, GA/GR Alev Korun und die Gruebi diskutieren mit Betroffenen und Expertinnen: Musliminnen: The Nex Generation. 1070 Lerchenfelder Str.13/ im Durchhaus Depot, 19,30, Podiumsdisk: Free People - geistiges Eigentum und Urheberrecht stehen im Widerspruch zur Moeglichkeit der unbegrenzeten Verbreitung von digitaler Information. Veranst. der OeH und des kulturrat Oesterr. 1070 Breitegasse 3 IWK, 18,30, Frauen schreiben gegen Hindernisse: Zum 10. Todestag von Vera Ferra-Mikura. 1090 Bergg.17 Linz, Altes Rathaus, 1.Stock, 17,30: Buchpraes: Schwarzbuch Neoliberalismus und Globalisierung. > Dienstag, 22.5. Rep.Club, 19h, Infoveranst. zur Vorratsdatenspeicherung: Freiheit versus Sicherheit? Mit Hans Zeger, Hannes Tretter, Alexander Zach. 1010 Rockhg.1 Depot, 19h, in Koop. mit LichtBlick, Ausschnitte aus Rule of Law - Justiz im Kosovo/A 2006 gezeigt. ebenda, ab 21h Film und Theorie: Hat Wolff von Amerongen Konkursdelikte begangen? 1070 Breitegasse 3 Topkino ab 19h wird obiger Film gezeigt. 1060 Rahlg.1 Gruenes Haus, 19h, IGS-Wien/Verlag Litwien - Schoepferisch Altern - die Herausforderung annehmen. Prof.Dr.Rosenmayr praesentiert speziell fuer die IGS Wien sein neuestes Buch. 1070 Lindeng.40 ebenda, 17h, IGS-Jour fixe: Wiener Gebietsbetreuung - am Beispiel des 15. Bezirks Rep.Club, 19h, Disk. mit Hans Zeger, Hannes Tretter u. Alexander Zach: Freiheit versus Sicherheit? 1010 Rockhg.1 Mauthausen, KZ-Gedenkstaette, Besucherzentrum, 13h - 19,30, Studientag: Rechtsextremismus bei Jugendlichen - erkennen, informieren, handeln. Hallein Stadtbibliothek, Buchpraes. mit Diskussion: 19,30: 50 Vorschlaege fuer eine gerechtere Welt. Braunau AK, 19,30, Buchpraes: 50 Vorschlaege fuer eine gerechtere Welt > Mittwoch, 23.5. Gruenes Bezirkslokal, 19h, Disk: Armut - Reichtum verteilen. Wirtschaftliche Zusammenhaenge und Entlarvung von so genannten Sachzwaengen. 1030 Ungarg.45 Arbeiterheim Penzing, 19h, Disk: Neue Armut - zur Prekarisierung von Arbeits- und Lebenssituationen. 1140 Linzer Strasse 297 ekh, 20h, politdiskubeisl: EKH Infoabend GPA, Raum 3 K 4, 18h, Infoabend zum Fremdenrecht. Die 2005 ueberfallsartig eingefuehrten Aufenthalts-Regelungen im Fremdenrechtspaket beschaeftigen mittlerweile auch den Verfassungsgerichtshof. 1030 Alfred Allinger Platz 1 VHS Meidling, 19h, Michel Foucaults Ueberlegungen zum modernen Ueberwachungsstaat. 1120 Laengenfeldg.13-15 Inst. fuer Freizeitpaedagogik, 9,30 bis 16,30 Tagung: Kinderfreizeit-Boom! Qualitaet oder Abzocke? Freizeitwelten zwischen konsum und Kreativitaet. 1080 Albertg.35/II, Tel. 4000-83415, ifp at wienXtra.at TUeWI, ab 20h TUeWI Haus Festival. 1190 Peter Jordan Strasse/Daenengasse Volkstheater Wien, Empfangsraum, 19,30, Claudia Erdheim liest aus ihrem Buch: Laengst nicht mehr koscher - die Geschichte einer Familie zwischen 1874 bis 1945, im Spannungsfeld von Emanzipation und Isolation Freistadt, Localbuehne/Kino Salzgasse, 19,30, Attac: Steuergerechtigkeit statt leerer Gemeindetoepfe > Donnerstag, 24.5. NIG, HS II, 19h, Disk. mit Hans-Juergen Bieling, Ulrich Brand: Neoliberale Dynamiken & gegenhegemoniale Perspektiven. 1010 Universitaetsstr.7 IWK, 18,30, Produktive Arbeit: - produktives Altern: Auf dem Weg zum Alterskraftunternehmer? 1090 Bergg.17 Juedisches Museum, 19h, Vortrag: Antifeminismus und Antisemitismus. Der Maennermythos vom arischen Gralsritter und seinem Kampf gegen die vertierte Frau. Apropos.. Beste aller Frauen. 1010 Dorotheerg.11 Werkkreis Literatur der Arbeitswelt - Werkstatt Wien, 19h, Chor des "Augustin"Stimmgewitter: Li9eder vom Stammtisch - Kitsch & Revo. 1020 Vivariumstr.13 > Freitag, 25.5. Jugengaestehaus Annaberg/NOe, Pfingstseminar der Funke-Stroemung anl. des 90. Jahrestages der Russischen Revolution und angesichts der revolutionaeren Ereignisse in Lateinamerika. Bis Mo 28.5., erwartet werden Gaeste aus Italien, Belgien, Kroatien und der Schweiz. Mitfahrgelegenheiten etc. werdn organisiert. Infos http://www.derfunke.at, e-mail: redaktion at derfunke.at wienXtra-cinemagci, 19h, Filmvorfuehrung: A Decent Factory - und anschl. Disk. zur Realitaet der gesellschaftspolitischen Verantwortung von Unternehmen. 1010 Friedrichstr.4, ehem.Opern-Kino neben cafe Museum. Kartenres. 8 bis 13,30 unter 586 43 03, via e-mail:: cinemagic at wientra.at > Samstag, 26.5. Amerlinghaus, RGUNG BIS Mo 28.5.: Die Aufgaben der Zivilgesellschaft im Zeitalter der wirtschaftlichen Globalisierung. Infos Clara Steinkellner - stonewaitress at hotmail.com > Dienstag, 29.5. Heute keine Akin-Produktion, da gerstern Pfingstmontag war Rathaus, Feststiege 1, 19h: 20 Jahre Wiener Vorlesungen - Erkundungen ueber Wissenschaft, Gesellschaft, Menschenbild und Weltbild 2007. 1010 Lichtenfelsg.2 KIV-Club, 19h, Social ATTAC - Treffen. 1020 Odeongasse/ Grosse Mohren Gasse > Mittwoch, 30.5. Juedisches Museum, 18,30, Buchpraes. des Inst. fuer Geschichte der Juden in Oesterreich und des Mandelbaum Verlags: Von Baronen und Branntweinern. Ein juedischer Friedhof erzaehlt: Der juedische Friedhof in Waehring. ekh, 20h, politdiskubeisl: Maerzrevolution im Ruhrgebiet 1920. 1100 Wielandg.2-4 > Donnerstag, 31.5. VHS Brigittenau, 19,30, Eva Glawischnig: aus dem Blickwinkel einer Nationalratspraesidentin. 1200 Raffaelg.11-13 Depot, 19h, Buchpraes. und Disk: Ehrlos fuer immer? Wehrmachtsdeserteure blieben in der Nachkriegsgesellschaft unbedankt. 1070 Breite Gasse 3 > Freitag, 1.6. Kulturraum 10/GA Favoriten, ab 16h Viktor Adler Markt 1100 Wien: Orient trifft Favoriten: Spielerisch zwischen den Kulturen WerkzeugH, Frauensolidaritaet: Die Nummer 100 - Feminismen. Praesentation, Vortrag und Fest ab 19h, DJjane-Line ab 21h. 1050 Schoenbrunner Str.61 Berlin, African Action Day Aigainst G 8 > Samstag, 2.6. AUF-Kultur, Lesungen von Autorinnen und Buecherverkauf, open house ab 14h, Lesungen ab 17,30, diesmal mit Judith Gruber-Rizy und Cornelia Travnicek. 1010 Kleeblattg.7 Unicampus, 1. Hof Altes AKH ab 14h Suedwind Strassenfest Filmcasino, 14h IGS-Filmnachmittag: Zeit zu gehen, das Tabuthema Sterben. Mit Gruenen klub im Rathaus und der GAJ/Gruenalternativen Jugend Wien. 1050 Margaretenstr.78 Neubauguertel / Urban Loritz Platz, Info-Veranst. Konzert, Performance von 13 bis 17h: Sexarbeiterinnen-Rechte sind Frauenrechte Amerlinghaus, 20h, Konzert im Rahmen des 60-jaehrigen Bestehens der Oesterr. Lagergemeinschaft Ravensbrueck und FreundInnen. 1070 Stiftg.8 Rostock, Antirassistischer Block auf der Gross-Demonstration > Sonntag, 3.6. 1100 Wien, Windtenstrasse/Wasserturm, ab 10h Kulturwanderung durch Favoriten: Eine Gegend, die kaum vom Scheinwerferlicht der Stadtgeschichte beleuchtet wird. Vom Leben und Arbeiten der Ziegelarbeiter in Favoriten im Wandel der Zeit. Vom Wasserturm zum Naturschutzgebiet Wienerberg. Ca 3 Stunden, Endstation im Gasthaus Chadim Treffpunkt 1180 Schrottenbachgasse/Guertel Eingang Juedischer Friedhof, U 6 Nussdorferstrasse. Ab 11 h Tour durch den Juedischen Friedhof Waehring. Infos und Anmeldung karin.binder at gruene.at oder4000/81831 Amerlinghaus, 16h, Zwischenbilanz - Projektpraesentation und Fest: Projekt Karma - kreatives Arbeiten mit AsylwerberInnen. > Montag, 4. 6. Heute akin-Redaktion ab 18h, wie immer oeffentlich. 1170 Lobenhauerng.35/2 Amerlinghaus, 19h, Info- und Disk.Veranst: Immer noch zu wenig - wer entschaerft die Einkommensschere? Graz, ETC, 19h, Vortrag und Disk: Klimawandel und menschliche Sicherheit. Schubertstrasse > Dienstag, 5.6. AKIN-Produktion ab 13h im Buero der AUGE/UG 1040 Belvedereg.10, wir freuen uns ueber HelferInnen, anschl. gibt´s immer eine gute Jause. 1040 Belvedereg.10 > VORSCHAU: Politische Bildungsreise von Mi 6. Juni bis Mo 11.Juni: Das neue Ruhrgebiet, die groesste Stadt Deutschlands - eine Entdeckungsreise. Infos: bildungsreisen at gruene-akademie.at Frauensommerwoche der Gruenalternativen Jugend Oesterreich, Termin: 6. bis 10. Juni 2007, Anm bis 27.5. an: gaj at gaj.at 15.6.: Jetzt ist es warm, jetzt kann man sich trauen: Die nackte kritische Masse 2! Angezogen oder nackig (soweit mensch sich traut) radelt die Critical Mass um 16:30 vom Margaretenplatz bis auf die Donauinsel -- zum Baden! *************************************************** Der akin-pd ist die elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen Wiener Wochenzeitung 'akin'. Texte im akin-pd muessen aber nicht wortidentisch mit den in der Papierausgabe veroeffentlichten sein. Nachdruck von Eigenbeitraegen mit Quellenangabe erbeten. Namentlich gezeichnete Beitraege stehen in der Verantwortung der VerfasserInnen. Ein Nachdruck von Texten mit anderem Copyright als dem unseren sagt nichts ueber eine anderweitige Verfuegungsberechtigung aus. Der akin-pd wird nur als Abonnement verschickt. Wer versehentlich in den Verteiler geraten ist, kann den akin-pd per formlosen Mail an akin.buero at gmx.at abbestellen. ************************************************* 'akin - aktuelle informationen' a-1170 wien, Lobenhauerngasse 35/2 vox: ++43/1/535-62-00 (anrufbeantworter, unberechenbare buerozeiten) http://akin.mediaweb.at akin.buero at gmx.at Bankverbindung lautend auf: föj/BfS, Bank Austria, BLZ 12000, 223-102-976/00, Zweck: akin ================================================ 05 G8/Proteste: Infos und -WWWebtips von "akin" ================================================ akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 15. Mai 2007; 17:27 ********************************************************** G8/Proteste: > Infos und -WWWebtips Laufend neue Infos auf Indymedia http://de.indymedia.org/g8heiligendamm/ Internationale Grossdemonstration in Rostock 2. Juni: Ab 11 Uhr Auftakt. 13.00 Demo-Beginnmit 2 Zuegen (Treffpunkte Schutower Kreuz / Hamburger Strasse fuer Busanreisende und am Hinterausgang des Hauptbahnhofes / Platz der Freundschaft fuer Bahn- und Individualanreisende). Abschluss ab 16h am Stadthafen. Ab 18h Musikprogramm. Weitere Infos: http://www.heiligendamm2007.de/ Blockaden Die Zufahrtsstrassen zum Gipfelgelaende (Heiligendamm) sowie der Flughafen sollen ab 5. Juni 2007 blockiert werden. Diese Blockaden sollen sehr facettenreich sein, um allen die Moeglichkeit zu geben, sich daran zu beteiligen. Alternativengipfel in Rostock Dieser soll zeitgleich mit dem offiziellen Gipfel (und den Blockaden) stattfinden, vom 5. bis 7. Juni. Im Grunde soll er oeffentlichkeitswirksam sein, dementsprechend darf man auch mit Promi-Diskutant/innen rechnen (Chomsky, Walden Bello, Naomi Klein ...). Des Weiteren soll er ein Forum bieten fuer inhaltlichen Austausch. Webseite des Alternativengipfels mit aktuellen Informationen: http://www.g8-alternative-summit.org Kulturprogramm Auch die Kultur wird waehrend der G8-Gipfelproteste in Heiligendamm nicht zu kurz kommen: Am Samstag und Sonntag werden die Kundgebungen von deutschen und internationalen Bands, Kabarett und Kleinkunst begleitet. Alle Infos unter: http://www.move-against-g8.de Sonderzug aus Oesterreich Attac organisiert einen Sonderzug, der am Freitag, 1. Juni um 19:30 von Salzburg wegfaehrt und rechtzeitig zur Grossdemo am Samstag in Rostock ankommt. Schnellentschlossene sind herzlich eingeladen, ein Ticket ueber das Attac Buero unter verwaltung at attac.at zu erwerben und sich den Protesten anzuschliessen. Fuer die RUeCKFAHRT wird von Attac Oesterreich eigens ein Bus organisiert, der voraussichtlich Sonntag, 3.5. abends (oder Montag 4.5. morgens) in Wien ankommen und voraussichtlich 40-45 Euro kosten wird. Alle weiteren Infos unter http://www.attac.at/g8.html Camping Organisation fuer Campingplaetze rund um Heiligendamm (es werden bis zu 20.000 Menschen erwartet): http://www.camping-07.org/ Wer nicht kommen kann, aber die Camps unterstuetzen will, ist gerne mit einer Spende willkommen, da die notwendigen Campingplatzvorauszahlungen enorm sind: Bankverbindung: Verein Kuckuk, BLZ: 10010010, Postbank Berlin, Kontonr. 454880103, BIC: PBN KDE FF, IBAN: DE 49 100 100 10 045 488 010 3 Fahrradkarawanen Die Fahrradkarawanen sind auch noch unterwegs. Wer noch hinzustossen moechte: Infos zu allen 6 Karawanen gegen den G8-Gipfel: http://dissentnetzwerk.org/wiki/Fahrradkarawanen_/_bicycle_caravans Interaktive Karte von Mecklenburg-Vorpommern mit Zoom-Moeglichkeit http://www.m-vp.de/karten/verkehr.htm ================================================ 06 WWWebtips: Data Retention, Spielsucht,MigrantInnenwahlrecht, Oral History von "akin" ================================================ Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 15. Mai 2007; 17:37 ********************************************************** > WWWebtips http://quintessenz.org/data_retention http://quintessenz.org/d/000100003796 http://quintessenz.org/cgi-bin/index?funktion=links&id=000100002986&type=file http://www.gruene.at/justiz/vorratsdatenspeicherung/ http://futurezone.orf.at/it/stories/192655/ Die verdachtsunabhaengige Vorratsdatenspeicherung gemaess EU-Richtlinie steht vor den Toren (Info- und Linkzusammenstellungen auf den URLs 1-3). Das Interesse daran ist maessig -- Bruessel locuta, causa finita. Zumindest ein paar wenige Leute im Nationalrat sehen das nicht ganz so. Alexander Zach zum Beispiel, das liberale "Kuckucksei" mit SPOe-Ticket, aber auch die Gruenen (URL 4). Im Republikanischen Club (1010, Rockhg.1) gibt es am 22.5. um 19 Uhr eine Veranstaltung mit Zach, Hans Zeger (Arge Daten) u.a. Bericht ueber die gelplanten Grundrechtsgefaehrdungen siehe URL 5 * http://spielsucht.kpoe-steiermark.at/werbeverbot.phtml Plakate mit Spruechen á la "4700 Banditen sind scharf auf ihre Marie" oder "In nur 3 Sekunden von 100 auf 0" produziert derzeit die KPOe Steiermark. Sie sind an obiger URL zu finden. Waehrend ganz Oestereich ueber die Alkoholsucht Minderjaehriger redet, fordern die steirischen KPler ein Werbeverbot fuer Spielcasinos, -automaten und Wettbueros. Es geht ihnen dabei nicht um eine Spiel-Prohibition, sondern gegen das Anfixen mit der Spielsucht. * http://mond.at/cgi-bin/petition.cgi?p=migrantinnenwahlrecht Das etwas eingeschlafene Thema MigrantInnenwahlrecht wurde durch die Wahlrechtsreform (und das in diesem Zusammenhang neuerliche Aktivwerden der Gruenen) wieder ein bisserl aufgeweckt. Die URL bietet eine Online-Unterschriftenliste. * http://www.resistance-archive.org/ Das ist etwas fuer Menschen mit Interesse an Oral History und der Nazizeit -- und mit einem erstklassigen Breitbandanschluss. Denn an dieser URL koennen ziemlich hochaufloesenden Videos von Zeitzeugen angeguckt werden. Daneben gibt es die Niederschrift dieser Interviews zum Download. Leider ist die Sache auf Englisch, sodass nur die Interviews der Deutschsprachigen auch auf Deutsch nachlesbar sind. Denn prinzipiell sind die Texte derzeit nur in der jeweiligen Muttersprache sowie in englischer Uebersetzung verfuegbar. -br- ================================================ 07 Arbeit/Wirtschaft/Soziales/Unterschriftenliste: Noch aenger arbeiten? Nein danke! von "akin" ================================================ akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 15. Mai 2007; 17:22 ********************************************************** Arbeit/Wirtschaft/Soziales/Unterschriftenliste: > Noch laenger arbeiten? Nein danke! Die von den Sozialpartnern ausgehandelte Flexibilisierung der Arbeitszeit ist ein Schritt in die falsche Richtung. Arbeitgeber haben kuenftig die Moeglichkeit, die taegliche und woechentliche Arbeitszeit drastisch zu verlaengern: * Bis zu 24 Wochen im Jahr soll "bei besonderem Arbeitsbedarf" eine taegliche bzw. woechentliche Hoechstarbeitszeit von 12 bzw. 60 Stunden ermoeglicht werden. * Durch Vereinbarung im Kollektivvertrag kann die taegliche Normalarbeitszeit auf bis zu 10 Stunden erhoeht werden. * Die Einfuehrung einer Vier-Tage-Woche (4 Tage a 10 Stunden) wird auch auf betrieblicher Ebene moeglich sein - wo ein Betriebsrat besteht ueber eine Betriebs-vereinbarung, ohne Betriebsrat sogar durch Einzelvereinbarung! * Wo es keine kollektivvertragsfaehige Interessensvertretung gibt, soll generell die betriebliche Ebene hinsichtlich einer Regelung der Arbeitszeiten gestaerkt werden * Einzig die Vereinbarung fuer Teilzeit-beschaeftigte geht in die richtige Richtung, ist allerdings unzureichend: Es soll einen Zu-schlag von 25 % fuer jede geleistete Mehr-stunde geben, falls diese Mehrarbeit nicht innerhalb eines Quartals ausgeglichen wird Wir UnterzeichnerInnen lehnen diese Sozialpartnereinigung ab. Sie schafft keine "win-win Situation", sondern bringt viele Nachteile fuer die ArbeitnehmerInnen. * Sie bringt eine de facto Arbeitszeitver-laengerung die keine neuen Jobs schafft, sondern im Gegenteil Arbeitslosigkeit verschaerft. Die Arbeitskraft der Stammbe-legschaften wird dagegen noch intensiver "genutzt", auf Kosten von Gesundheit, Freizeit und Lebensqualitaet. * Sie erhoeht in Betrieben ohne Betriebsrat den Druck auf einzelne Beschaeftigte, mehr Ueberstunden zu leisten - aus Angst um den Arbeitsplatz, haeufig ohne entsprechende Zuschlaege. * Laengere und flexiblere taegliche Arbeitszeiten erschweren die Vereinbarkeit von Beruf und Familie * Die zu niedrigen Zuschlaege bei Mehrarbeit von Teilzeitbeschaeftigten wirken einer weiteren Zerlegung von Vollzeit- in Teilzeitbeschaeftigung nicht wirksam entgegen. * Eine Staerkung der betrieblichen oder sogar der einzelvertraglichen Ebene bedeutet insgesamt eine Schwaechung der ArbeitnehmerInnen und ihrer Interessenvertretungen. Es ist uns nicht nachvollziehbar und gaenzlich unverstaendlich, warum der OeGB dieses Uebereinkommen als Erfolg feiert. Wir fordern dagegen: * Zurueck an den Start! Neuverhandlung des Sozialpartnerpakets unter Einhaltung der Beschlusslage des OeGB: Arbeitszeit-flexibilisierung nur bei Arbeitszeit-verkuerzung * Beruecksichtigungswuerdige persoenliche Interessen der ArbeitnehmerInnen muessen bei Arbeitszeitflexibilisierung gewahrt und wirkungsvoll gesichert bleiben! * Daher: Keine betrieblichen Arbeitszeitregelungen ohne Betriebsrat - keine Ausdehnung der Arbeitszeit ueber Einzelvertraege * Mehrstunden bei Teilzeitarbeit sind wie Ueberstunden zu regeln, daher 50 % Zuschlag bei Mehrarbeit und kein gesetzlicher Durchrechnungszeitraum * Keine Zustimmung zu diesem Sozialpartnerpaket im Parlament * Eine breite, offene Diskussion zu diesem Sozialpartnerpaket in OeGB und Einzelgewerkschaften und als erste Massnahme eine BetriebsraetInnenbefragung. Das ist ein Mindestanspruch an einen "OeGB-neu"! Name Adresse Unterschrift OeGB-Mitglied? Unterschriftenlisten bitte zurueck an: Unabhaengige GewerkschafterInnen im OeGB, Blumauergasse 22/4, 1020 Wien Weitere Infos zum Thema unter http://www.ug-oegb.at *** Eine layoutierte Fassung dieser Unterschriftenliste liegt der gedruckten und der pdf-Version der akin bei. Letztere ist bis zum Erscheinen der naechsten Ausgabe unter http://akin.mediaweb.at abrufbar. ================================================ 08 ABSCHIEDSFEST THARA AM 15.Juni 2007 von lydia.anstiss at thara.at ================================================ Die Initiative THARA Haus –Equal nEwC_baselines geht mit Ende Juni 2007 zu Ende… Bevor wir gehen möchten wird uns jedoch bei all unseren FreundInnen und BesucherInnenbedanken und euch zu unserem ABSCHLUSSFEST einladen! ABSCHLUSSFEST 15. Juni 2007 / 15:00 bis 21:00 Uhr im THARA Haus Modenschau - Rap-Jam Session – Roma-Jugend-Forum- Buffet Romanesworkshop – Videowalls - Fotoausstellung 15:00 Begrüßung 15:30 Workshop „Kultur und Sprache der Roma“: Romanes lernen und mehr über das "fremde" Volk erfahren. 16:00 Modenschau: Young Gypsy Fashion – Take Two Von Roma-Jugendlichen des 2. Modeworkshops selbst entworfene Kreationen am Laufsteg: Inspiriert von traditionellen Roma-Designs entstanden trendige Neuinterpretationen. Dazu gibt es heiße Choreographien und Rhythmen. 17:00 Roma-Jugend-Forum „Alle reden über uns aber keiner hört uns zu!“ Hier soll endlich einmal die Stimme der Jugendlichen gehört werden. Junge Roma geben im Rahmen des Forums einen Einblick in ihre Lebenssituationen. VertreterInnen der Politik und der Presse sowie verschiedener NGOs werden anwesend sein. 18:00 Buffet 19:00 Präsentation Amtsdeutsch-Romanes Wörterbuch Wir haben alle unnötig komplizierten Wörter endlich einmal ausgedeutscht und auch gleich in Romanes übersetzt. Dazu gibt es wertvolle Tipps im Umgang mit behördlichen Phänomenen. 19:30 Rap-Jam-Session: Die Überraschung des Abends – wer traut sich an das „Open Mike“? Nach dem Prinzip: „bring your own Musik along“ dürfen hier alle mitmachen, wie sie wollen. 21:00 Ende Lydia Anstiss Öffentlichkeitsarbeit/Presse Initiative THARA Haus EQUAL nEwC_baselines Reinprechtsdorferstraße 31 / im Hof - 1050 Wien Tel.:+ 43-(0)676-83402-233 lydia.anstiss at thara.at www.thara.at Die Initiative THARA Haus - EQUAL nEwC_baselines - wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und aus Mitteln des Österreichischen Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit gefördert. ================================================ 09 [Pressemeldung] 19.5.,10 Uhr: Konferenz der Gewerkschaftslinken von presse at lists.gewerkschaftsplattform.org ================================================ Eine Presseinformation der Plattform für kämpferische und demokratische Gewerkschaften ( www.gewerkschaftsplattform.org): Sehr geehrte Redakteurinnen und Redakteure, sehr geehrte MedienvertreterInnen, hiermit möchte ich Sie um Ankündigung und Bereichterstattung zu folgendem Event bitten: BUNDESWEITE KONFERENZ DER GEWERKSCHAFTSLINKEN am 19.5. von 10-16 Uhr im Saal der AK Wien, Theresianumgasse 16-18 International bekannte Gäste am Podium und in den Arbeitsgruppen werden sein: Bernd Rixinger (Gewerkschaft ver.di Stuttgart) wird über die Streikerfahrungen in Deutschland im öffentlichen Dienst refereieren. Barbara Blaha (ÖH-Vorsitzende, VSSTÖ), wird über die Kämpfe von Studierenden u.a. zu den Studiengebühren referieren. Michael Gehmacher (stv. Betriebsratsvorsitzender ÖHTB, Plattform für kämpfereische und demokratische Gewerkschaften), wird über Sozialraub in österreich und die Notwendigkeiten und Möglichkeiten, dagegen zu kämpfen, refereieren. Wir rechnen mit reger Beteiligung, explizit möche ich Sie auch auf die Podiumsdiskussion um 14 Uhr hinweisen, die sicher ein Highlight der Veranstaltung sein wird. Weitere Informationen finden Sie im Attachment in einem Artikel von Michael Gehmacher (Gewerkschaftsplattform) und auf www.gewerkschaftsplattform.org, ich stehe auch gerne für Fragen per mail oder unter 0664/1319500 zur Verfügung. Mit freundlichen Grüssen, Sven Hilberth, Betriebsratsobmann Verein Freies Radio Wien "Orange 94.0" Plattform für kämpferische und demokratische Gewerkschaften ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN, MEINUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 10 Arbeit/Wirtschaft/Soziales: Offener Brief von Attac an Alfred Gusenbauer von "akin" ================================================ akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 15. Mai 2007; 17:16 ********************************************************** Arbeit/Wirtschaft/Soziales: > Offener Brief von Attac an Alfred Gusenbauer Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, Im Interview mit der deutschen BILD-Zeitung formulierten Sie den Satz: "Steuern runter macht Oesterreich munter - und sicher auch Deutschland." Dass Steuersenkungen ein Land "munter" machen, stimmt weder in der allgemeinen Form noch fuer den Fall Oesterreich oder Deutschland. Das aktuelle "Munterwerden" Oesterreichs ist in erster Linie auf die globale Konjunktur zurueckzufuehren und nicht auf die Senkung der Koerperschaftssteuer. Die Ursache fuer das Ansteigen der Einnahmen aus dem Titel der Koerperschaftssteuer - trotz und nicht wegen der Senkung - sind die sehr stark steigenden Gewinne der oesterreichischen Kapitalgesellschaften (vor allem aus dem Ostgeschaeft) sowie das anziehende Wirtschaftswachstum. Befaenden wir uns in einer Abschwungphase, wuerden die KOeSt-Einnahmen noch staerker sinken. Die Freude ueber das Ansteigen der KOeSt-Einnahmen ist daher wie die einer Partei ueber leichten Stimmenzuwachs, waehrend die Wahlbevoelkerung sich nahezu verdoppelt hat. Laender mit hoeheren Steuer- und Abgabenquoten - zum Beispiel Schweden oder Daenemark - sind nicht "schlaefrig", sondern sie verzeichnen Budgetueberschuesse bei besseren Sozial- und Wirtschaftsdaten als Oesterreich. Deutschland wiederum hat bereits eine radikale Absenkung der Steuerquote hinter sich, mit sichtbaren Auswirkungen: starker Anstieg der Armut und radikaler Abfall der oeffentlichen Investitionen: Die deutschen Staedte und Kommunen investierten 2006 um 40% weniger als noch 1992. Was uns aber vor allem stoert, ist nicht Ihre irrefuehrende Analyse, sondern dass Sie gleich mehrere unsolidarische und sozial ungerechte Massnahmen verteidigen: Die Senkung der Koerperschaftssteuer geschah nicht aus Gerechtigkeitsgruenden, sondern um profitable Unternehmen weiter zu entlasten und um Betriebe aus Deutschland wegzulocken. Damit wird das Prinzip der nationalen und internationalen Solidaritaet gebrochen. Oesterreichs Vorausgang im Steuer- und Standortwettbewerb macht Druck auf alle anderen Laender nachzuziehen, wodurch die Besteuerung von Unternehmen langfristig irrelevant wird. Sie haben mit keinem Wort den Steuerwettbewerb in Frage gestellt, sondern diesen prominent legitimiert. Dass Sie auch das passive Auslaufenlassen der Erbschaftssteuer positiv darstellen und sogar zum Anlass nehmen, deutsche StaatsbuergerInnen zur Steuervermeidung einzuladen, passt zum obigen Bild und laesst uns fragen, ob die oesterreichische Bundesregierung fuer soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit steht oder fuer die Protektion von Besitzstandwahrern und das wechselseitige Abgraben der Steuerbasis in der EU. Wenn alle Laender ihrem Beispiel folgen, dann werden Erbschaften, Vermoegen und bald auch Unternehmensgewinne gar nicht mehr zur Finanzierung von Schulen, Kindergaerten, Pflegeeinrichtungen oder Krankenhaeusern beitragen. Es droht die weitere Verlagerung der Steuerlast auf den Mittelstand und die zusaetzliche Belastung einkommensschwaecherer Gruppen durch Einsparungen im Bildungs-, Sozial- und Gesundheitsbereich. Die Fortfuehrung einer solchen Politik gefaehrdet den sozialen Zusammenhalt in Oesterreich und die Europaeische Integration. "Steuern runter" aus Prinzip macht jeden Staat runter. Wir wuerden es begruessen, wenn Sie in Zukunft prominente Interviews in europaeischen Zeitungen und ihr Gewicht als Bundeskanzler fuer folgende Forderungen nuetzen: • Ende des Standortwettbewerbs innerhalb der EU, insbesondere des Steuerwettbewerbs. Hohe Mindeststeuersaetze fuer Unternehmen, zumindest Korridormodell (mit der Wirtschaftsleistung steigt der Mindeststeuersatz). • Ausweitung der Zinsrichtlinie auf juristische Personen und alle Kapitaleinkommen. Alle EU-Laender sollen vom Quellenbesteuerungsprinzip zum Auskunftsprinzip wechseln, damit glaubwuerdiger Druck auf das Bankgeheimnis von Drittlaendern, vor allem die Schweiz, ausgeuebt werden kann. • Globale Steuern, um die Globalisierungsgewinner in die soziale Verantwortung zu ziehen und um EU-Integration und Weltwirtschaft sozial und oekologisch zu steuern. Mit solidarischen Gruessen Attac Oesterreich ================================================ 11 Notizen: OeH-Wahl, 4 Jahre sind genug von "akin" ================================================ akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 15. Mai 2007; 17:20 ********************************************************** Notizen: > Uni Wien: Verwirrung wegen BaGrus Nach Angaben der wahlwerbenden Liste "KSV-KJOe" reichten Mitglieder des Oesterreichischen Cartellverbandes (OeCV) reichten vorvergangene Woche an der Uni Wien eine Kandidatur fuer die anstehende OeH-Wahl mit der Listenbezeichnung "Basisgruppen/Institutsgruppen" ein. Die BaGrus/IGs sind als fraktionsunabhaengige, linke Gruppen vor allem auf Institutsebene aktiv. "Durch die Verwendung dieses lang etablierten Namens versuchten nun Mitglieder des OeCV die WaehlerInnen zu taeuschen und so linken Fraktionen auf unredliche Weise Stimmen ´abzugraben´." so der KSV-KJOe. ### * > Wahlrechtsreform: Unterschriftenlisten zurueckschicken! Am 24.Mai ist die Verlaengerung der Legislaturperiode auf 5 Jahre Thema beim Verfassungsausschuss des nationalrats. Im Plenum des Nationalrats koennte die Angelegenheit schon am 5.Juni beschlossen werden. Daher ergeht die Aufforderung, JETZT SOFORT ausgefuellte Unterschriftenliste der Kampagne "4 Jahre sind genug" (Anm.: war u.a. in akin 11/07) an die angegebene Adresse zu schicken (Anm.: und bitte nicht an die akin!). Wir wollen unbedingt die 500 Unterschriften fuer eine parlamentarische "Buergerinitiative" noch "rechtzeitig" uebergeben. (4jahresindgenug.at) ================================================ 12 Letzte Worte: Mediale Polizeiaufruestung von "akin" ================================================ akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 15. Mai 2007; 17:39 ********************************************************** Letzte Worte: > Mediale Polizeiaufruestung "Die dpa-Tochter news aktuell hat mit dem nordrhein-westfaelischen Innenministerium einen Rahmenvertrag zur Verbreitung von Polizei-Presseberichten abgeschlossen. Durch den Vertrag veroeffentlichen ab sofort alle 50 Polizeibehoerden in Nordrhein-Westfalen ihre Pressemeldungen ueber das Verbreitungsnetzwerk von news aktuell. Nach Schleswig-Holstein, Hessen, Hamburg und Bremen ist Nordrhein-Westfalen das fuenfte Bundesland, das einen Rahmenvertrag mit news aktuell abschliesst. Durch den Rahmenvertrag koennen alle Polizeibehoerden aus Nordrhein-Westfalen Pressemitteilungen via Satellit zeitgleich an die Redaktionen verbreiten. Die Meldungen werden gemeinsam mit Bildern, Dokumenten und O-Toenen in das Rechercheportal Polizeipresse.de eingestellt. Journalisten haben ueber diese Plattform Zugang zu aktuellen Polizeiberichten und Bildern." (Aus dem APA-OTS-Dienst) Na, das kann was werden, wenn die Polizei derartig medial aufruestet. Ist es ja nicht nur in Deutschland so, dass Journalisten dankbar sind, wenn sie fuer ihren Chronikteil nicht mal aus dem Fenster schauen muessen, sondern alles vorgekaut ueber den Ticker kommt. Dass darin eine Gefahr fuer eine objektive Berichterstattung liegen koennte, ist ein Gedanke, der oft genug nur im Aussenressort zulaessig erscheint -- denn in Moskau, in Peking, vielleicht sogar in Istanbul, ja, da darf man nicht immer alles glauben, was die Polizei sagt. Aber was aus Berliner, Wiener oder gestern etwa Kopenhagener Polizeikommissariaten und Innenministerien kommt, das kann man getrost fuer bare Muenze nehmen. Dann darf man sich aber nicht wundern, wenn der ORF beispielsweise von einer Solidaritaetsdemo gegen G8-Kriminalisierung und fuer den Erhalt des besetzten "Koepi"-Hauses in Berlin ploetzlich als Demo fuer die Freilassung fuer Christian Klar berichtet. Das Schlimme daran -- es ist nicht mal peinlich fuer die Berichterstatter. Denn alle schreiben sie nur den Polizeibericht ab. Und wenn es keinen Widerspruch innerhalb der grossen Medien gibt, dann ist das, was diese berichten, einfach die Wahrheit. Denn wahr ist, was in der Zeitung steht... -br- ================================================ 13 AuslBG & NAG : Fehlerfortpflanzung - "unter allen in Betracht kommenden Gesichtspunkten" ? von "Roland Hermann" ================================================ Zuletzt hatte der Verfassungsgerichtshof dadurch enttäuscht, daß er den in § 1 Abs.2 Z.1 des Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetzes (NAG) normierten Ausschluß von Asylwerbern von einer Niederlassung lediglich an der Verfassung gemessen und dabei gemeinschaftsrechtliche Aspekte offenbar ausgespart hatte (vgl. Verfassungsgerichtshof vom 03.03.2007, B 1019/06 - nachzulesen unter www.deranwalt.at , Lesezone, Rubrik "Zerronnenes", KW 16/2007: "Das Prinzip 'Schere-Stein-Papier' ..."). Man mochte es ihm -gerade noch- nachsehen, denn immerhin konnte unser dortiger Beschwerdeführer als Ehemann einer -nach den verba legalia des NAG- "nicht freizügigkeitsberechtigten" Österreicherin sich nicht direkt auf Gemeinschaftsrecht berufen, sondern höchstens über den Umweg der sogenannten "Inländer-Diskriminierung". Bloß ein Schnitzer also ? Ausklingender Winterschlaf bei den Hermelinen ? Wohl damit diesmal erst gar kein Raum für derlei Spekulationen verbleibt (immerhin hatten wir uns erfrecht, nach der Entscheidung vom 03.03.2007 gleich noch eine weitere Beschwerde eines mit einer "freizügigkeitsberechtigten" Deutschen verheirateten Asylwerbers nachzuschießen, schon um auf den Widerspruch hinzuweisen ...), haben wir zu § 1 Abs.2 lit.l und m des Ausländerbeschäftigungsgesetzes (AuslBG) nun gleich zwei Entscheidungen zugestellt erhalten : Fall 1 betraf wieder einen mit einer "nicht freizügigkeitsberechtigten" Österreicherin verheirateten Asylwerber. Fall 2 allerdings einen mit einer "freizügigkeitsberechtigten" Deutschen verheirateten Asylwerber. Beiden hatten die Aufenthaltsbehörden wegen ihrer Asylwerberschaft die Ausstellung einer Daueraufenthaltskarte verweigert, und daran anknüpfend das Arbeitsmarktservice die Ausstellung einer Ausnahmebestätigung (§ 3 Abs.8 AuslBG). Vom Geltungsbereich des AuslBG ausgenommen (und damit ohne weiteres zur Beschäftigungsaufnahme berechtigt) sei nämlich nur, wer als Ehepartner eines Unionsbürgers "zur Niederlassung nach dem NAG berechtigt" ist. Auch hier war geltend gemacht worden, daß sich im "Freizügigkeitsfall" (Fall 2) das Aufenthaltsrecht direkt aus der Unionsbürger-Richtlinie 2004/38/EG ergibt, weshalb es auf die Innehabung einer Daueraufenthaltskarte schon von vorneherein nicht ankommen konnte, und somit auch nicht auf deren rechtswidrige Verweigerung seitens der Aufenthaltsbehörde. Für den "Nicht-Freizügigkeitsfall" (Fall 1) ergebe sich daraus in Zusammenhalt mit dem verfassungsrechtlichen Verbot der "Inländerdiskriminierung" die Verfassungswidrigkeit des § 1 Abs.2 lit.m AuslBG. Außerdem handle es sich beim in § 1 Abs.2 lit. m AuslBG normierten Niederlassungserfordernis sogar noch um eine doppelte "Inländerdiskriminierung" , weil die Beschäftigung häufig gerade die Voraussetzung sei, um über den zur Niederlassung erforderlichen ausreichenden Familienunterhalt verfügen zu können. Nicht zuletzt habe auch der Verfassungsgerichtshof selbst eine gleichlautende Vorgängerbestimmung im AuslBG eben wegen Verstoßes gegen das Verbot der "Inländerdiskriminierung" als verfassungswidrig aufgehoben. All dies hat den Verfassungsgerichtshof jedoch einmal mehr vollkommen ungerührt gelassen - beide Beschwerden wurden nämlich gar nicht erst in Behandlung genommen : 'Es ist unter allen in Betracht kommenden Gesichtspunkten verfassungsrechtlich unbedenklich, wenn das Ausländerbeschäftigungsrecht in der Frage der Ausnahmen von seinem Geltungsbereich an das Aufenthaltsrecht nach dem NAG anknüpft und auch die Arbeitsmarktbehörden nur auf das Verhalten der Aufenthaltsbehörden abstellen.' (Verfassungsgerichtshof 16.03.2007, B 1673/06 und B 1870/06) So weit, so schlecht. Und mitsamt "allen in Betracht kommenden Gesichtspunkten", auf deren Erörterung wohl ob der grundsätzlichen Knappheit der Begründung von Ablehnungsbeschlüssen verzichtet worden sein mochte, nachzulesen unter www.deranwalt.at , Lesezone, Rubrik "Zerronnenes", KW 20/2007. Sie erhalten diese Aussendung aufgrund Ihrer Anmeldung zur Mailinglist. 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Roland HERMANN c/o RA Dr. Wolfgang RAINER Schwedenplatz 2/74 A-1010 Wien Tel. +43/1/533 05 90 Fax. +43/1/533 05 90-11 Mobil.+43/676/416 64 98 Mail. hermann at deranwalt.at Home www.deranwalt.at « Les rats se promènent à l'aise, là où il n'y a point de chats. » ================================================ 14 KPÖ/EU/Gesundheitswesen/Liberalisierung/Richtlinie von KPÖ-Information ================================================ KPÖ-Pressedienst - Drechslergasse 42, 1140 Wien - Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 - Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail info at kpoe.at - Web www.kpoe.at - Ausgabe vom 16. Mai 2007 Kritik an Liberalisierung durch die Hintertür KPÖ fordert die 18 österreichischen EU-Abgeordneten auf geplante Gesundheitsrichtlinie abzulehnen „Durch die Hintertür wird jetzt auf EU-Ebene versucht die Liberalisierung der Gesundheitsversorgung durchzuboxen“, macht KPÖ-Bundessprecher Mirko Messner aufmerksam. Nachdem durch den massiven Widerstand der Bereich Gesundheitswesen mit Mehrheitsentscheidung des EU-Parlaments am 16. Februar 2006 und Übernahme durch den Rat aus der EU-Dienstleistungsrichtlinie ausgenommen werden musste und damit zumindest ein Teilaufschub erreicht wurde, kommt nunmehr aus dem Binnenmarktausschuss (IMCO) des EU-Parlaments ein Vorstoß unter dem Titel einer „europaweiten PatientInnenmobilität“. Da die EU-weite PatientInnenmobilität mit gerade 0,1 bis 0,2 Prozent der öffentlichen Gesundheitsausgaben eine zu vernachlässigende Größenordnung ist und zudem durch die EU-Verordnung über die Koordinierung der Sozialschutzsysteme geregelt ist, zielt der Vorstoß offensichtlich auf die Liberalisierung des Gesundheitswesens als solches, um dieses privaten Profiteuren auszuliefern. Die EU-Kommission hatte dazu bereits nach der Modifizierung der Dienstleistungsrichtlinie einen separaten Richtlinienentwurf zum Gesundheitswesen angekündigt. Der Europäische Gerichtshof hat zwar bestätigt, dass das Gesundheitswesen laut EU-Vertrag eine nationale Angelegenheit der Mitgliedsländer, das eine soziale und keine wirtschaftliche Tätigkeit darstellt. Krankenkassen und Sozialversicherungen beruhen auf dem Grundsatz der Solidarität und sind nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtet, die Binnenmarktregeln finden daher für sie keine Anwendung. Gleichzeitig betrachtet der EuGH aber die vier Grundfreiheiten als höhergestellt und den freien Waren- und Dienstleistungsverkehr beeinträchtigt, wenn der Zugang zu Heil- und Hilfsmitteln und ärztlichen Leistungen für Versicherte in anderen EU-Ländern erschwert wird. Je mehr aber die EU-Mitgliedsländer das Solidarprinzip in den Sozialversicherungen durch nationale „Reformen“ wie Ausgliederung von Behandlungen aus dem Leistungskatalog, Pflicht zu Zusatzversicherung usw. durchlöchern, umso stärker leisten sie dem Liberalisierungsdruck auf EU-Ebene Vorschub. Hinter dem Vorstoß für die PatientInnenmobilität stecken dabei auch Überlegungen dahingehend, statt eine qualitativ hochwertige ortsnahe Gesundheitsversorgung sicherzustellen PatientInnen europaweit zu verschicken. Das könnte sich in doppelter Hinsicht fatal auswirken: Einerseits weil bei Behandlungen im Ausland, etwa im Urlaub, einkommensschwache PatientInnen durch eine nur geringe Erstattung in finanzielle Bedrängnis geraten. Andererseits weil Versicherte aus Ländern mit hohen Krankenkassenvergütungen durch Behandlung in Ländern mit geringen Behandlungskosten quasi auf „Schnäppchenjagd“ gehen könnten. Die Linksfraktion GUE/NGL im EU-Parlament bewertet den Vorstoß als Test für die Kompromissbereitschaft der Sozialdemokratischen Fraktion, wie die Abgeordnete Kartika Liotard (SP Niederlande) berichtet. Analog dazu fordert KPÖ-Bundessprecher Mirko Messner die 18 österreichischen EU-Abgeordneten auf, den Vorstoß des Binnenmarktausschusses und der Kommission bei der Behandlung im Parlament am 24. Mai zurückzuweisen: „Das Gesundheitswesen ist einer der zentralen Bereiche einer funktionierenden Daseinsvorsorge und darf daher nicht durch eine Liberalisierung und Deregulierung dem Markt ausgeliefert werden. Für eine separate EU-Richtlinie für Gesundheitsdienste wie sie die EU-Kommission plant, besteht daher keinerlei Bedarf“, so Messner. ================================================ 15 Online-Kurier: Österreich: Neonazis organisieren sich von angela mores (at)chello.at ================================================ Heute im Online-Kurier: Österreich: Neonazis organisieren sich Um den früheren VAPO-Chef Gottfried Küssel gruppiert sich eine Kommando-Ebene mit rechtsextremen Organisationen. REUTERS Das rechtsextreme Netzwerk "Blood and Honour", das auch in Vorarlberg agiert, ist in mehreren Ländern aktiv. Hier ist die ungarische Sektion bei einem "Gedenktag" in Budapest zu sehen. Hintergrund RFS gegen VerbotsgesetzDer Ring Freiheitlicher Studenten sieht im "perfiden" Gesetz eine Einschränkung der Meinungsfreiheit. Es verbietet Wiederbetätigung. Die rechtsextreme Szene in Österreich scheint sich neu zu organisierena: Jahre nach der Zerschlagung der neonazistischen Volkstreuen Außerparlamentarischen Opposition (VAPO) und der Inhaftierung ihrer Mitglieder zeigen sich auf mehreren Ebenen wieder intensive Aktivitäten. Laut Rechtsextremismus-Experte und Buchautor Wolfgang Purtscheller gruppiert sich eine Kommandostruktur mit einem harten Kern von 15 Personen um den früheren VAPO-Chef Gottfried Küssel. Ihr untergeordnet gibt es mehrere Organisationen, die für verschiedene Teilbereiche verantwortlich sein dürften. An seiner Wohnadresse in einem Haus am Donaukanal in Wien-Leopoldstadt, das dem ebenfalls bekannten Rechtsextremisten Willi E. gehört, hält Küssel regelmäßig Treffen seiner Kaderorganisation ab. "Sängerbund das Raich" oder "Ferialverbindung das Reich" wird diese genannt. Clemens O., Organisator der Demo gegen die Wehrmachtsausstellung 2002, sowie die bekannten Aktivisten Felix B. und Marcus V. sollen regelmäßig an den Treffen teilnehmen. Gelegentlich dazugesellen sollen sich auch Küssels langjähriger Kompagnon Hans Jörg Sch. und ein Inhaber einer Security-Firma, der kürzlich durch seinen verlorenen Rechtsstreit gegen die Besetzer des Ernst-Kirchweger-Hauses (EKH) bekannt wurde. Blut und Ehre "Definitiv haben auch die Führungskader der Vorarlberger Nazi-Skinhead-Sektion von 'Blood and Honour' Zugang", so Purtscheller. Küssel habe Personen mit Zugang zu diesem Kreis diesmal stark selektiert. Im rechtsextremen "Blood and Honour"-Netzwerk ist die militant-neonazistische Skinheadszene organisiert. Diese Zusammenkünfte dürften auch die Verfassungsschützer beunruhigen. Weltweit existieren Divisionen des Netzwerk. Aktiv ist "Blood and Honour" vor allem in Großbritannien und Skandinavien, aber auch in Deutschland und Ungarn. Auf den bewaffneten Arm Combat 18 gehen mehrere Anschläge in Großbritannien zurück. In Österreich ist vor allem die Vorarlberger Sektion stark, Sympathisanten-Gruppen gibt es aber auch in Tirol und Wien. Jetzt soll eine Sektion der rechtsextremen Gruppe in der Bundeshauptstadt neu aufgebaut werden. Eine zweite Organisation ist der Bund freier Jugend (BfJ) in Oberösterreich, der vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes als neonazistisch eingestuft wird. Dessen Mutterorganisation ist die für Ideologie zuständige "Arbeitsgemeinschaft für demokratische Politik" (AFP). Sie gibt es Purtscheller zufolge seit 40 Jahren. Im Zuge der Ermittlungen gegen den BfJ, der der Nachwuchs-Rekrutierung dient, dürfte sie ins Visier des Verfassungsschutzes geraten sein. Auf einer rechtsextremen Homepage wird von mehr als 20 Hausdurchsuchungen bei AFP-Aktivisten gesprochen, darunter auch beim Vorsitzenden Horst L. Im März sind drei führende Kader des BfJ verhaftet worden, nachdem der von ihnen veranstaltete "Tag der Volkstreuen Jugend in Salzburg" aufgelöst worden war. Der BfJ hat auch eine Homepage gegen das NS-Verbotsgesetz ins Leben gerufen. Zudem soll es personelle Überschneidungen mit dem Ring Freiheitlicher Jugend – der Vorfeldorganisation der FPÖ – in Oberösterreich geben. Im Innenministerium gibt man sich gelassen: Sprecher Oberst Rudolf Gollia zur APA: "Wir glauben, dass wir die Szene ganz gut im Überblick haben". Details wollte er nicht nennen. Artikel vom 16.05.2007, 13:37 | APA | thu ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 16 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- Aktuelles zum Mobilisierungsschub 9. Mai: http://www.gipfelsoli.org/Repression/Anschnallen_bitte - Sarkozy aus Berlin kärchern! - Heiligendamm: 3. Campplatz gefunden - Kurzfristige Terminänderung des Aktionstages Rostock-Laage - Bombodrom: Polizei meets Bundeswehr - Betreiber: Durchsuchungen betrafen nicht "Künstlerhaus Bethanien" - Merkel empfängt NGO-Vertreter - Beck trifft Rocksänger Bono - Militante Linke will Menschen angreifen -------------------------------------------------------------------------------- Sarkozy aus Berlin kärchern! Am Mittwoch kommt der neue französische Präsident, Nicolas Sarkozy, noch am Tag seiner Amtsübernahme zu seinem ersten Staatsbesuch nach Berlin. Wir wollen zeigen, dass dieser Rechtspopulist hier nicht willkommen ist. Deswegen komm auch Du am Mittwoch um 19 Uhr zum Pariser Platz vor der Französischen Botschaft. [Vorbereitungsgruppe] -------------------------------------------------------------------------------- Heiligendamm: 3. Campplatz gefunden Das Camp Wichmannsdorf - Kühlung, westlich von Heiligendamm, steht ab dem 1. Juni für GipfelprotestiererInnen offen. Neben den Camps in Rostock und Reddelich ist damit ein dritter Campplatz gefunden. Die 6 ha große Wiese bietet Platz für 1500 - 3000 Menschen. ZUSAMMEN CAMPfEN Dieses Jahr findet der G 8-Gipfel vom 6.- 8. Juni im Ostseebad Heiligendamm statt. Die jährlich stattfindenden Gipfeltreffen sind ein Symbol der Macht und des scheinbar alternativlosen Kapitalismus und ziehen jährlich viele Tausend Protestierende an den Ort des medialen Spektakels. International und spektrenübergreifend mobilisieren linke, globalisierungskritische Gruppen zu Demonstrationen, Aktionstagen und Gegenveranstaltungen in Rostock und im Landkreis Bad Doberan. Auch wir als Teil der anti-Atom-Bewegung wollen unsere Kritik und unseren Protest vor Ort sichtbar machen und Widerstandskultur vom Wendland nach Heiligendamm tragen. Deshalb organisieren wir eines der Camps für Unterbringung und Verpflegung von uns GipfelgegnerInnen. Der Platz dafür liegt inmitten des Höhenzugs "Kühlung" auf dem Hoppenberg bei Wichmannsdorf (Gemeinde Kröpelin), unmittelbar südlich von Kühlungsborn. Neben einer idyllischen - und hoffentlich nur von Natur aus grünen - Wiese mit Ostseeblick versprechen wir Euch ein paar Tage in intensiver Selbstorganisation. Das Camp ist ein Ort der Begegnung, des Austausches und auch des Streits der unterschiedlichen Spektren; für Nazis und Sexisten gibt es bei uns jedoch keinen Platz! Wir begreifen das Camp als einen sozialen Ort, an dem Menschen sich treffen und Informationen, Erfahrungen und Ideen austauschen und diskutieren können. Dort ist auch der Raum, um gemeinsame Aktionen auszuspinnen und vorzubereiten. Es wird ein Infozelt geben, um alle TeilnehmerInnen mit aktuellen Informationen über Veranstaltungen, Workshops, Aktionen und alle anderen Ereignisse rund um den Gipfel zu versorgen. In Plena und Delegiertentreffen wird gemeinsam über die Belange des Camps entschieden. Ein selbstorganisiertes Camp ist kein Pauschalurlaub! Es wird zwar eine Infrastruktur mit Volxküchen, Klos, Waschgelegenheiten, Info- und Versammlungszelten, einen Sanibereich etc. geben. Schlafsack, Isomatte und ein Zelt müsst Ihr aber selbst mitbringen. Bitte denkt daran, dass dieses Camp und das leckere Vokü-Essen finanziert werden müssen; bitte überweist uns schon jetzt Euer Erspartes auf das Camp- Spendenkonto (oder zahlt spätestens im Camp einen Beitrag). Das Camp wird in der Woche nach Pfingsten aufgebaut und soll ab dem 1. Juni geöffnet sein. Doch auch die Zelte stellen sich nicht selbst auf: Wir brauchen noch viele Hände, die uns beim Auf- und Abbau unterstützen und das Camp während der Gipfelproteste am Laufen halten. Anfahrt: mit dem Auto aus dem Süden: auf der A 20 (Wismar - Rostock); Abfahrt Kröpelin (Anschlussstelle 12); ca. 15 km Richtung Norden bis Kröpelin, dort nach links durch den Ort (Rockstocker, Haupt-, Strandstraße) über die L 122 ("Reriker Chaussee") an Boldenshagen vorbei; nach weiteren 5 km rechts ab nach Wichmannsdorf; geradeaus "zur Ostsee" durch das Dorf und dann noch ca. 1 km auf einem Schotterweg auf den Hoppenberg von Kühlungsborn: auf der L 11 (Schlosstraße) Richtung Jennewitz/Kröpelin, "Am Holm" rechts abbiegen, an der Gabelung eher links, durch den Wald über die Anhöhe zum Hoppenberg. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist unser Camp leider nicht zu erreichen. Bitte unterstützt daher unsere Bemühung, einen shuttle-service auf die Beine zu stellen! Mitbringen: Schlafsack, Isomatte, Zelt Besteck und Geschirr für die Vokü Lebensmittel, Eimer oder Wasserkanister, Taschenlampen, Landkarten/Kompass, Fahrräder, Wollknäuel die Camp-AG Wendland/Altmark Kontakt: socamp at web.de www.wichmannsdorf.camping-07.de Spendenkonto: I. Schnieder; Konto: 44 00 47 78 BLZ 258 50 110 (Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg) http://wichmannsdorf.camping-07.de -------------------------------------------------------------------------------- Kurzfristige Terminänderung des Aktionstages Rostock-Laage Das bundesweite Vorbereitungstreffen zu Rostock-Laage hat am Samstag getagt und - wie bereits auf anderen Treffen und anderen Zusammenkünften empfohlen - die Blockade des Flughafens Rostock-Laage vom 5. auf den 6. Juni verschoben. Wie bekannt wurde, werden die G8-TeilnehmerInnen erst am 6. Juni ankommen. Am bisher vorgesehenen Aktionstag gegen Militarismus, Krieg und Folter (5. Juni) wird es antimilitaristischen Protest in Rostock geben. In Kürze wird es eine ausführliche Information, auch mit Orten und groben Zeitangaben, zu den antimilitaristischen Protesten und Blockaden am 5. bzw. 6. Juni geben. Plakat: http://www.g8andwar.de/rostocklaage/download/plakat_kl.jpg Grüße aus dem Vorbereitungskreis des Aktionstags gegen Krieg, Militarisierung und Folter. [ http://www.g8andwar.de/] -------------------------------------------------------------------------------- Bombodrom: Polizei meets Bundeswehr Nicht bestätigten Information aus Journalistenkreisen zu Folge, soll es zwischen der Bundeswehr und der Polizei, wegen des Aktionstags am 1.6., schon mindestens zwei "Sicherheitskoordinierungskonferenzen" gegeben haben. Dabei soll es darum gegangen sein, wer für was zuständig ist, falls es zu "Ausschreitungen" kommt. [ http://www.g8andwar.de/] -------------------------------------------------------------------------------- Betreiber: Durchsuchungen betrafen nicht "Künstlerhaus Bethanien" Berlin (dpa/bb) - Die Durchsuchungsaktion der Polizei am 8. Mai in Berlin-Kreuzberg im Zusammenhang mit dem bevorstehenden G8-Gipfel haben nach Angaben der Betreiber nicht allgemein dem Berliner Künstlerhaus Bethanien gegolten. "Sie betrafen ausschließlich eine kleine Gruppe selbstermächtigter so genannter Hausbesetzer im südlichen Seitenflügel des Gebäudes", betonten der Geschäftsführer vom Künstlerhaus Bethanien, Christoph Tannert, und der Leiter der Druckwerkstatt, Mathias Mrowka, am Montag in einer Presseerklärung. Der dauerhafte Verbleib dieser Gruppe im Gebäude werde "von der zuständigen Bezirksverwaltung Friedrichshain-Kreuzberg aus nur von ihr selbst zu vertretenden Gründen seit nahezu zwei Jahren geduldet", fügten sie hinzu. Meldungen über polizeiliche Durchsuchungen im "Künstlerhaus Bethanien" seien daher unzutreffend "und im höchsten Maße rufschädigend". -------------------------------------------------------------------------------- Merkel empfängt NGO-Vertreter - Beck trifft Rocksänger Bono Berlin (ddp). Gut drei Wochen vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm trifft sich Bundeskanzlerin Merkel heute im Kanzleramt mit rund 20 Vertretern von Nichtregierungsorganisationen. Im Mittelpunkt des Gesprächs sollen die Entwicklung des afrikanischen Kontinents und die Bekämpfung der Immunschwächekrankheit Aids stehen. Der Sänger der irischen Rockgruppe U2, Bono, der sich ebenfalls seit Jahren für Afrika engagiert, trifft sich mit dem SPD-Präsidium. Anschließend will er mit SPD-Chef Beck vor die Presse treten. Am 17. April hatte Bono bereits Merkel getroffen. -------------------------------------------------------------------------------- Militante Linke will Menschen angreifen Berlin (dpa) - Die linksextreme Szene in Deutschland plant einem Zeitungsbericht zufolge terroristische Anschläge gegen Menschen. Militante Gruppen arbeiteten an "weitergehenden, über Sachbeschädigungen hinausreichenden Aktionsformen", zitiert die "Bild"-Zeitung (Montag) vorab aus dem Verfassungsschutzbericht 2006. Diese Aktionen richteten sich nicht mehr nur gegen Sachen, sondern auch gegen "Handlanger" und "Profiteure" des "Systems". Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) will den Bericht offiziell am Dienstag vorstellen. Darin registrieren die Verfassungsschützer nach einem Bericht der "Welt" (Montag) auch einen neuen Höchststand politisch motivierter Straftaten. Die Zahl derartiger Vorfälle sei 2006 im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent auf mehr als 29 000 gestiegen. Ein Rekordwert werde auch im Bereich der politisch motivierten Gewaltdelikte verzeichnet. Den mit 14 Prozent höchsten Zuwachs gibt es der Zeitung zufolge bei der rechtsextremen Kriminalität. Dies sei möglicherweise aber auch damit zu erklären, dass die Bevölkerung angesichts der breiten Diskussion vor der Fußball-Weltmeisterschaft eher bereit gewesen sei, derartige Vorfälle anzuzeigen. In diesem Jahr hat allein die Berliner Polizei 38 politisch motivierte Brandanschläge registriert. Zumeist seien Autos angesteckt worden, sagte Polizeisprecher Bernhard Schodrowski der Deutschen Presse-Agentur dpa. Zwei Anschläge werden nach seinen Angaben der linksterroristischen "Militanten Gruppe" zugeschrieben, die sich vorwiegend aus Autonomen rekrutiert. Ob mit weiteren Anschlägen gerechnet werden muss und ob es einen Zusammenhang zum G8-Gipfel Anfang Juni in Heiligendamm gibt, sei unklar, sagte Schodrowski. "Die Lage wird weiter beobachtet." -------------------------------------------------------------------------- Protest + Widerstand: http://de.indymedia.org/g8heiligendamm Pressespiegel zum G8 2007 unter http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-l ================================================ 17 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- Aktuelles zum Mobilisierungsschub 9. Mai: http://www.gipfelsoli.org/Repression/Anschnallen_bitte - BAO Kavala erläßt morgen Allgemeinverfügung - Aufruf für einen geschützen Rückzugsort G8-Protest Camp - Die BAO Kavala - Die BAO NIPOG - Feuerwehr und Sanitäter - BAO Kavala: Umgang mit Medien ------------------------------------------------------------------------------- BAO Kavala erläßt morgen Allgemeinverfügung Pressemitteilung Gipfelsoli Infogruppe 15. Mai 2007 Einschränkung des Demonstrationsrechts heftig kritisiert Gipfelgegner kündigen Klage an Die Polizeibehörde "Kavala" wird nach eigenen Angaben morgen eine sogenannte "Allgemeinverfügung" erlassen. Dies wurde 2 Anmelderinnen gestern und heute telefonisch und schriftlich mitgeteilt. Zuvor hatte "Kavala" eine solche Einschränkung des Demonstrationsrechts stets dementiert. Auch auf der Webseite von "Kavala" wurde monatelang gesagt, es solle "keine Bannmeilen" geben. "Es ist geplant, ein Gebiet vor dem Sperrzaun sowie das Straßennetz um Heiligendamm für den fraglichen Zeitraum mit einem allgemeinen Versammlungsverbot zu belegen", schreibt "Kavala". Die Verfügung wird vermutlich von Christiane Röttgers unterzeichnet. Röttgers ist Mitarbeiterin des Regierungspräsidiums in Lüneburg und dort Spezialistin für Allgemeinverfügungen beim Castor-Transport. Sie wurde als Leiterin der Versammlungsbehörde zu "Kavala" beordert. Dort soll sie die Einschränkung des Demonstrationsrechts auch in Heiligendamm umsetzen. "Kavala" hat den Erlaß der Verfügung lange herausgezögert. Auch diese Praxis ist aus dem Wendland bekannt. "Die Polizei spielt auf Zeit. Damit wird der juristische Klageweg beschnitten", kritisieren Demonstranten. "Alle Anmelder von Demonstrationen wurden monatelang getäuscht", wirft die "Gipfelsoli Infogruppe" dem Sonderstab "BAO Kavala" vor. Monatelang hatte die Versammlungsbehörde "Kavala" nicht auf die zahlreichen Anmeldungen reagiert. Betroffen von der Allgemeinverfügung sind vor allem der geplante Sternmarsch am 7. Juni sowie mehrere kleinere Kundgebungen am Zaun in Heiligendamm. Gipfelgegner haben angekündigt, zügig Widerspruch beim Verwaltungsgericht einzulegen. Der Weg durch die Instanzen ist beabsichtigt. Das Recht darauf, am Adressat des Protestes zu demonstrieren, ist vom Bundesverfassungsgericht mehrfach bestätigt worden. Am bekanntesten ist hierzu das "Brokdorf-Urteil" von 1985. [Gipfelsoli Infogruppe] ------------------------------------------------------------------------------- Aufruf für einen geschützen Rückzugsort G8-Protest Camp * Beteilligt euch am Schutz (nach außen) der drei GipfelgenerInnen-Camps! Wir suchen MitstreiterInnen, die während der Protestwoche zum G8-Gipfel bereit währen Verantwortung für die Sicherheit der Camps zu übernehmen oder sich an den Sicherheitsvorkehrungen beteilligen wolle. Mecklenburg-Vorpommern wird zum Zeitpunkt des Gipfels nicht nur die üblichen (und in MV vergleichsweise Zahlreichen) Neonazis beherrbergen sondern auch 15000 zusätzliche Bullen - die in der Nähe der Camps nichts zu suchen haben. Die Camps sollen ein geschützter Rückzugsraum für AktivistInnen sein, in denen die Besorgnis über mögliche Übergriffe, sehr gering sein muß - wenn es möglich sein soll sich dort auszuruhen und Käfte für Aktionen zu sammeln. Ein geübter Blick für Personen aus dem rechten Spektrum und Zivilbullen ist hier genauso gefragt wie Besonnenheit. Bitte meldet euch, falls ihr zeitweise oder verantwortlich bei den zu bewältigenden Aufgaben mitmachen wollt. mit kämpferischen Grüßen die Camp-AG kontakt: mailto:km at solid-web.de ------------------------------------------------------------------------------- Die BAO Kavala Am 23. Dezember 2004 erhielt die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns die Nachricht über die Entscheidung der Bundesregierung, den G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm stattfinden zu lassen. Somit setzte sich die Bewerbung von Mecklenburg-Vorpommern gegen weitere Bewerberstandorte in Deutschland durch. Im Innenministerium wurde unter der Führung von POR Koppenhagen zunächst ein Projektgruppe G8 eingerichtet. Sie begann mit der Wissensabschöpfung bei vergleichbaren Polizeieinsätzen in Deutschland und besuchte den Weltwirtschaftsgipfel 2005 in Gleneagles. Im selben Jahr traf das Innenministerium die Entscheidung, dem Leiter der Polizeidirektion Rostock, LPD Knut Abramowski, die Führung des polizeilichen Einsatzes anlässlich des G8-Gipfels zu übertragen. Am 01. September 2005 entstand unter der Leitung Knut Abramowskis die BAO Kavala. Organisatorisch ist die BAO der Polizeidirektion zugeordnet. Die Einsatzabschnitte Aufklärung (EA 1), Zentrale Dienste (EA 2) und Einsatzbegleitende Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (EA 3) nahmen als erste ihre Arbeit innerhalb der BAO Kavala auf. Am 04. Mai 2006 wurde der Besuch des amerikanischen Präsidenten George W. Bush in Mecklenburg-Vorpommern bekannt. Der amerikanische Präsident folgte der Einladung der Bundeskanzlerin Angela Merkel, sich Ihren Wahlkreis anzuschauen und Land und Leute näher kennen zu lernen. Der Besuchszeitraum erstreckte sich vom 12.-14. Juli 2006. Dieser Einsatz stellte die Landespolizei M-V vor eine große Herausforderung. Mit Wirkung vom 11. Mai 2006 wurde die BAO Kavala mit der Planung und Führung des Einsatzes zum Bush-Besuch betraut. Erschwerend bei der Einsatzplanung war nicht nur der relativ kurze Vorbereitungszeitraum von zehn Wochen, sondern auch die breite Streuung der Aufenthaltsorte des amerikanischen Präsidenten in Mecklenburg- Vorpommern. Die Unterkunft lag in Heiligendamm, der An- und Abreiseflughafen das südlich von Rostock gelegene Laage, und die beiden Besuchsorte Stralsund und Trinwillershagen lagen über 35 km auseinander. Für den polizeilichen Einsatz zum Bush-Besuch wurde die BAO Kavala in 14 Einsatzabschnitte unterteilt. Nach dem erfolgreich verlaufenen Besuch des amerikanischen Präsidenten begann die lageangepasste Abschmelzung und die strukturelle Neuorganisation der BAO Kavala zur Weiterführung der Vorbereitung auf den G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm. In diesem Zusammenhang übernahmen der neu gegründete Stabsbereich 2 und die Projektgruppe WWG G8 des LPBK die Aufgaben des EA 2. Seit 01. Dezember 2006 waren wieder alle Einsatzabschnitte der BAO besetzt. Im selben Monat erfolgte durch das Innenministerium die Bestätigung der Einsatzkonzeption Nummer 3 des Polizeiführers. Im Februar diesen Jahres musste eine Neustrukturierung der BAO erfolgen. Der EA Reserve wurde nicht mehr besetzt. Die Einsatzabschnitte Strecke und Verkehr wurden zum Einsatzabschnitt Strecke zusammengelegt. Der Einsatzabschnitt Versammlung wurde in Raumschutz II umbenannt und bildet wie der EA 6 Raumschutz I einen örtlich eigenständigen EA mit den Auftrag, die notwendigen Raumschutzmaßnahmen durchzuführen. Ab dem 01. April 2007 übernahm die BAO Kavala alle operativen Maßnahmen die im Zusammenhang mit dem G8-Gipfel in Heiligendamm stehen. Ein Schwerpunkt der Maßnahmen liegt zurzeit in der Bewachung der technischen Sperre um Heiligendamm. Das weitere Aufwachsen der BAO erfolgt bis zur Haupteinsatzphase. Die Haupteinsatzphase beginnt am 29. Mai, und endet am 09. Juni 2007. Danach beginnt der zügige Rückbau der BAO Kavala. [ http://www.polizei.mvnet.de/images/stories/G8/kavala_report_ii.pdf ] ------------------------------------------------------------------------------- Die BAO NIPOG - Feuerwehr und Sanitäter Neben den Polizeikräften befinden sich viele Einheiten der Feuerwehr und der Sanitäter zur Wahrnahme der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr (NIPOG) im Einsatz zum G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm. Im Gegensatz zu dem polizeilichen Auftrag obliegt Ihnen nicht der Schutz der Staats- und Regierungschefs und deren Delegationsteilnehmern, sondern die Gewährleistung bei Schadenslagen, die daraus resultierenden Folgen für Menschen, Sachwerte und die Umwelt, auf ein Minimum zu reduzieren. Gerade bei Unfällen, terroristischen Anschlägen oder Großdemonstrationen im Einsatzraum ergeben sich viele Schnittpunkte zum polizeilichen Aufgabenfeld. Somit ist eine gegenseitige und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Polizei, Feuerwehr und Sanitätern eine gewichtige Grundvoraussetzung zur zufrieden stellenden Erfüllung aller anstehenden Aufträge. Federführend bei der Planung des Einsatzes der NIPOG-Kräfte sind die drei Gebietskörperschaften Landkreis (LK) Güstrow, LK Bad Doberan und die Hansestadt Rostock. Die genannten Gebietskörperschaften stellen einen Großteil der vor Ort eingesetzten Kräfte. Für den Einsatz zum G8-Gipfel erhielt die Hansestadt Rostock eine neue Leitstelle zur besseren Koordination der Kräfte in seinem Zuständigkeitsbereich. Die Kommunikation aller Einsatzkräfte erfolgt über die örtlichen Leitstellen. [ http://www.polizei.mvnet.de/images/stories/G8/kavala_report_ii.pdf ] ------------------------------------------------------------------------------- BAO Kavala: Umgang mit Medien [...] Unser Erscheinungsbild und unser Verhalten in der Öffentlichkeit, im Umgang mit den Bürgern, den Demonstranten sowie den Medien tragen wesentlich zum gemeinsamen Erfolg des Einsatzes bei. Die nachfolgenden Grundsätze sollen dabei helfen, das angestrebte Ziel zu erreichen: - Gehen Sie davon aus, dass Sie im Einsatz gefilmt und /oder fotografiert werden. Diese Aufnahmen, die Sie in der Ausübung Ihres Dienstes zeigen, müssen Sie hinnehmen! Sehen Sie das nicht nur als Belastung, sondern auch als Chance, polizeiliche Arbeit positiv darzustellen. - Geben Sie keine Auskünfte zu einsatztaktischen, technisch- organisatorischen Maßnahmen und Belangen oder Informationen, deren Bekanntwerden Personen oder die Bewältigung von Aufgaben gefährden kann. - Bei Presseanfragen verweisen Sie höflich auf die stationären und mobilen Pressestellen. Zeigen Sie Möglichkeiten auf, wie und wo der Kontakt hergestellt werden kann. - Trauen Sie sich, Ihre Fremdsprachenkenntnisse anzuwenden. Sie signalisieren den ausländischen Journalisten damit Offenheit und Freundlichkeit zugleich. - Informieren Sie sich umfassend über die Örtlichkeiten und anderes Wissenswertes. So sind Sie in der Lage, Fragen nach Orten und Wegen zu beantworten. Das schafft Vertrauen und zeigt Kompetenz. - Wir unterstützen die Journalisten bei ihrer Arbeit. Andererseits sollen Medienvertreter polizeiliche Arbeit nicht behindern. Auch für sie gelten die polizeilichen Verfügungen. Aber denken Sie daran: Journalisten haben einen öffentlichen Auftrag und dürfen nicht behandelt werden wie jedermann. - Nehmen Sie bei nicht sofort lösbaren Problemen oder Beschwerden von Medienvertretern Kontakt mit den Pressestellen auf. Unmittelbare Gespräche sind erfahrungsgemäß geeignet, Missverständnisse vorzubeugen. [ http://www.polizei.mvnet.de/images/stories/G8/kavala_report_ii.pdf ] -------------------------------------------------------------------------- Protest + Widerstand: http://de.indymedia.org/g8heiligendamm Pressespiegel zum G8 2007 unter http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-l ================================================ 18 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- Aktuelles zum Mobilisierungsschub 9. Mai: http://www.gipfelsoli.org/Repression/Anschnallen_bitte - Polizeidirektion Rostock erlässt Allgemeinverfügung - Innenministerium verteidigt Demonstrationsverbot beim G8-Gipfel - Versammlungsleiter der internationalen Demonstration gegen den ASEM Gipfel nach §129a StGB kriminalisiert - Potsdam und die G8-MinisterInnentreffen - WIDERSTAND IST FRUCHTBAR - Fahrradkarawane solidarisiert sich mit Hausbesetzung in Osnabrück - Telekomstreik und mangelnde Sicherheit bedrohen Kommunikation -------------------------------------------------------------------------------- Polizeidirektion Rostock erlässt Allgemeinverfügung Karte: http://gipfelsoli.org/rcms_repos/images/22/allgemeinverfuegung.jpeg Polizeidirektion Rostock Kavala G8-Gipfel Heiligendamm Pressemitteilung Nr. 049 Aus Anlass des G-8-Gipfeltreffens in Heiligendamm erlässt die Polizeidirektion Rostock als zuständige Versammlungsbehörde M-V am 16.05.2007 eine Allgemeinverfügung über eine räumliche und zeitliche Beschränkung des Versammlungsrechts im Bereich um Heiligendamm und Laage mit Regelungen im Zeitraum ab 30.05. bis zum 08.06.2007. Die Allgemeinverfügung untersagt - alle öffentlichen Versammlungen und Aufzüge unter freiem Himmel im Zeitraum vom 30.05.2007, 00:00 Uhr bis 08.06.2007, 24:00 Uhr im Gebiet innerhalb der technischen Sperre um Heiligendamm und bis 200 m vor der technischen Sperre, sowie im kleinen (seeseitigen) Sperrgebiet vor Heiligendamm, - alle öffentlichen Versammlungen und Aufzüge unter freiem Himmel für den Zeitraum vom 05.06.2007, 00:00 Uhr bis 08.06.2007, 24:00 Uhr und - alle unangemeldeten öffentlichen Versammlungen und Aufzüge unter freiem Himmel für den Zeitraum vom 30.05.2007, 00:00 Uhr bis 08.06.2007, 24:00 Uhr in dem in beiliegender Karte mit "II" gekennzeichneten Bereich, - alle öffentlichen Versammlungen und Aufzüge unter freiem Himmel für den Zeitraum vom 02.06.2007, 00:00 Uhr bis 08.06.2007, 24:00 Uhr für das Gebiet um den Flughafen Rostock - Laage. Alle bislang angemeldeten Versammlungen in diesen Räumen werden auf Grundlage der Allgemeinverfügung geprüft. Globalisierungskritische Kreise haben wiederholt öffentlich dazu aufgerufen, "den G8-Gipfel real und effektiv (zu) blockieren und von seiner Infrastruktur abzuschneiden". Damit wird eine andauernde Bedrohungssituation für alle Gipfelteilnehmer und kritischen Demonstranten erzeugt. Zwingend notwendige Rettungsmaßnahmen wären ggf. nicht mehr durchführbar. Eine solche Störung der Arbeitsfähigkeit der Gipfeltagung mit seinen zahlreichen Delegationen würde die internationalen Interessen Deutschlands nachhaltig schädigen. Auch die weit überwiegende Zahl friedlicher Protestteilnehmer vermag derart beabsichtigte Störungen nicht zu verhindern. Erfahrungen zeigen, dass aus dem Schutz friedlicher Versammlungen heraus Gewalttäter erfolgreich ihre Ziele erreichen. Die gewaltsame Erstürmung des durch eine technische Sperre gesicherten Raumes ist offensichtlich erklärtes Ziel gewaltbereiter Globalisierungsgegner. Im Falle der Überwindung der technischen Sperre ist die polizeiliche Aufgabe der Verhinderung von Anschlägen gefährdet. Die Beschränkung des Versammlungsrechts ist deshalb auch unter Berücksichtigung des hohen Stellenwerts des Grundrechts auf Versammlungsfreiheit nicht nur erforderlich sondern auch verhältnismäßig. Die Versammlungsbehörde geht davon aus, dass die Protestszene ihrem Anliegen durch viele Demonstrationen ausreichend Ausdruck verleihen kann. Insbesondere in Bad Doberan werden auf dem zentralen "Kamp" Dauerveranstaltungen stattfinden. Auch im Stadtgebiet von Rostock finden ab dem 01.06.2007 fortlaufend Versammlungen statt, insbesondere am 02.06.2007 die angekündigte Großdemonstration mit bis zu 100.000 Teilnehmern. Bei KAVALA liegen zur Zeit 60 Versammlungs- und Veranstaltungsanmeldungen für den Zeitraum ab 25.05.2007 vor. Bislang sind 10 Versammlungen positiv beschieden worden und bleiben von der Allgemeinverfügung unberührt. In den nächsten Tagen werden weitere Bescheide versandt. Fortlaufend kommen neue Anmeldungen hinzu. Erfahrungsgemäß werden nur einige Versammlungen unter das dargestellte allgemeine Verbot fallen. Die von der "Friedensgesellschaft" angemeldeten Kundgebungen auf den Zufahrten zum zivilen und militärischen Flughafengelände können allerdings angesichts der angekündigten Blockaden nicht zugelassen werden. Die Verbote treten spätestens außer Kraft, sobald alle gefährdeten Schutzpersonen aus dem Teilnehmerkreis des G-8-Gipfeltreffens das dargestellte Gebiet am 08.06.2007 seit mehr als einer Stunde verlassen haben. Der genaue räumliche Geltungsbereich ist im Internet unter der Adresse: www.polizei.mvnet.de" unter der Rubrik "G8 Gipfel 2007" unter dem Menüpunkt "Versammlungen" abrufbar. -------------------------------------------------------------------------------- Innenministerium verteidigt Demonstrationsverbot beim G8-Gipfel Berlin (dpa) - Das Bundesinnenministerium hat das geplante Demonstrationsverbot rund um den Tagungsort des G8-Gipfels Anfang Juni in Heiligendamm verteidigt. Als Gastgeber habe Deutschland die Pflicht, seiner Gäste zu schützen, sagte Staatssekretär August Hanning in der ARD. Die zuständige Polizeidirektion hatte zum Schutz des Gipfels vor gewaltbereiten Globalisierungsgegnern ein zehntägiges Demonstrationsverbot angekündigt. Es soll im Abstand von 200 Metern vor dem Sicherheitszaun gelten. [ http://www.morgenpost.de/appl/newsticker2/index.php?channel=new&module=dpa&id=14614928 ] -------------------------------------------------------------------------------- Wir sind die TerroristInnen! Versammlungsleiter der internationalen Demonstration gegen den ASEM Gipfel nach §129a StGB kriminalisiert. Wir sind nicht überrascht, dass die Bundesanwaltschaft im Vorfeld des G 8 zu einem großen Schlag nach §129a StGB ausgeholt hat. Schon etwas überraschter sind wir von der offensichtlichen Phantasielosigkeit der Behörden und prognostizieren, dass dieses Verfahren wie ein Kartenhaus zusammenstürzen wird. "Wir haben in den Busch geschossen, nun sehen wir, was und wer sich dort bewegt" hat ein Fahnder laut Spiegel-Online erklärt. Diese Aussage spricht für sich und auch die Generalbundesanwältin Monika Harms ließ erklären, es sei nicht darum gegangen, Anschläge zu verhindern, sondern darum, Informationen über Strukturen zu erlangen. Zusätzlich stand sicherlich das Kalkül hinter der Aktion, den Widerstand einzuschüchtern und als "terroristisch" zu diffamieren. Reale Ermittlungserkenntnisse liegen dem Konstrukt der Bundesanwaltschaft nicht zugrunde, dafür umso mehr das Bedürfnis, nach öffentlicher Propaganda und der Präsentation vermeintlicher Fahndungserfolge. Die Durchsuchungen am 9. Mai 2007 sollten laut Hamburgs Innensenator Nagel zeigen, dass "die Sicherheitsbehörden im Kampf gegen Extremisten nicht wehrlos sind". Mit "Extremisten" sind zweifelsohne alle gemeint, die sich in diesem Zusammenhang politisch bewegen. Polizeipräsident Jantosch hat dies mit den Worten auf den Punkt gebracht: "Heute haben wir richtig durchgeatmet. Für den in Hamburg stattfindenden ASEM Gipfel und die nachfolgenden Veranstaltungen ist die Polizei gerüstet." Schon seit Wochen wird in der Presse ein hartes Vorgehen, Null-Toleranz, Beschränkungen der Demonstration durch Auflagen und Unterbindungsgewahrsam angekündigt. Dass die politisch Verantwortlichen nun auch Maßnahmen aus dem Arsenal der Terrorismusbekämpfung bemühen, um die Proteste einzuschüchtern, erscheint nur folgerichtig. Offensichtlich reicht alleine die politische Gegnerschaft gegen den G 8 bzw. gegen den ASEM-Gipfel aus, um in das Visier der Fahnder zu geraten. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass ein Betroffener des 129 a-Verfahrens von der Hamburger Polizei als Versammlungsleiter der Demonstration gegen den EU-ASEM-Gipfel am 28. Mai in Hamburg abgelehnt werden soll. In den Augen der Polizei scheint die gesetzlich verbriefte Unschuldsvermutung keine Rolle mehr zu spielen. Innensenator Nagel hat in der Welt vom 10.05.07 "alle friedliebenden Demonstranten" aufgefordert, sich "von Extremisten klar und deutlich zu distanzieren. Mit Straftätern werden wir nicht diskutieren." Wir werden uns nicht spalten lassen. Fraglos gibt es verschiedene Vorstellungen von Widerstand, welche zu unterschiedlichen Perspektiven der radikalen Kritik an den herrschenden Verhältnissen führen. Das ist legitim und kann unsere Stärke ausmachen. Auf keinen Fall werden wir werden uns von der Gegenseite gegeneinander ausspielen lassen. Wir sehen in der geplanten Ablehnung des Versammlungsleiters einen Angriff auf die gesamte EU-ASEM-Demo. Das werden wir nicht zulassen, denn wir bestimmen unsere Demostrukturen selbst und werden an unserem Versammlungsleiter festhalten. Die Forderung der Einstellung aller §129a - Verfahren auch wird auch Thema der Demonstration am 28.05.2007 sein. Wir erwarten tausende TeilnehmerInnen aus der gesamten Bundesrepublik und zahlreichen europäischen Ländern. Hamburg wird am 28. Mai nicht nur eine entschlossene Demonstration gegen den ASEM-Gipfel und G8 erleben, sondern auch einen unmissverständlichen Ausdruck der Solidarität mit den Betroffenen des aktuellen Verfahrens nach §129a StGB. Die Behörden wären gut beraten, die zunehmende Eskalation einzustellen. Der Protest und Widerstand gegen G8 und ASEM ist legitim und notwendig. Unser politisches Ziel ist es, den Ablauf des G8 und EU-ASEM-Gipfels zu stören und wir halten an diesem Ziel fest. Die "Null-Toleranz" -Ankündigungen stellen eine Gewaltrhetorik dar, die Angriffe und Einschränkungen von Demonstrationen zu einer völlig normalen Maßnahme des Versammlungsrechtes erklären will. Wir wenden uns ausdrücklich gegen Polizeigewalt, beschränkende Auflagen und Eingriffe in die Demonstrationsroute. Natürlich werden wir am Ort des Geschehens, nämlich auf den Rathausmarkt in Hamburg, dort wo die "Musik spielt", unsere Abschlusskundgebung durchführen. Wir werden unsere Meinung über Transparente öffentlich machen und lassen uns nicht vorschreiben, welche Länge diese besitzen dürfen, oder wo und wie wir diese tragen. Wir werden unseren Protest öffentlich äußern. Öffentlich bedeutet, ohne einen faktischen Wanderkessel durch eine Umschließung der Demonstration von Polizeikräften und ohne die Verbannung in menschenleere Straßenschluchten am Rande der City. Wir fordern alle auf, unsere Forderungen zu unterstützen und mit den Betroffenen von Kriminalisierung solidarisch zu sein. Kommt zur internationalen Demonstration "Gate to global Resistance" am 28.05. um 12 Uhr zur Reeperbahn in Hamburg-St.Pauli. Für die Einstellung aller Verfahren nach §129a! Gegen Vorbeugehaft und Einschränken des Versammlungsrechtes! Solidarität mit den Betroffenen von Repression! G8 und EU-ASEM-Gipfel angreifen! Bundesweites Vorbereitungstreffen EU-ASEM-Demo 12. Mai 2007 -------------------------------------------------------------------------------- Potsdam und die G8-MinisterInnentreffen Eine kurze Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse in Potsdam und das was noch ansteht. Außerdem Überblick der Repression. Potsdam und die G8-MinisterInnentreffen - kurze Zusammenfassung Am Samstag, den 17. März 2007, demonstrierten rund 600 Menschen unter dem Motto: "Gemeinsam die Welt zerstören, den G8 unter die Arme greifen". Anlass der Demonstration war das Umweltminister_innentreffen vom 15. bis 17. März, zur Vorbereitung des diesjährigen G8- Gipfels in Heiligendamm, im Cecilienhof in Potsdam. Dies war das erste Vortreffen in Potsdam und somit gab es auch die ersten Proteste. In der Presse wurde schon im Vorfeld über vermutliche Ausschreitungen berichtet und spekuliert. Da "jede Form von Widerstand, Öffentlichkeit und Diskussion über das Treffen der G 8 als Symbole und Träger der kapitalistischen Weltordnung" nach Meinug des Anti-G8 Bündnisses Sinn mache. Schon Tage vor der Demo liefen Zivilpolizisten durch die Stadt. Es wurden Demoplakate entfernt und linke Wohnprojekte wurde Fotografiert. Doch auch der Protest blieb nicht stehen. So gab es eine Pressekonferenz im Vorfeld der Demo, mehrere Pressemitteilungen und Veranstaltungen. Demo Bericht: http://www.inforiot.de/news.php?topic=news&article_id=11102 Demo Fotos: http://www.potsdam-abc.de/fotos/album.php?id=3488 Am 19.04.2007 drangen dann Morgens "Potsdamer Bullen in das Hausprojekt Zeppelinstraße 25 ein. Dazu waren etwa 50 uniformierte, behelmte und vermummte Cops sowie diverse Zivilbullen vor Ort. Diese brachen das Hoftor auf und versuchten in das Haus zu gelangen." Es ging um ein Transperent das am Hause befestigt war. Dieses sollte zur Straftaten aufrufen. Schon im Vorfeld rannten wieder Zivicops durch die Stadt und machten von allem was sie zu Gesicht bekamen Fotos. Foto und Bericht: http://www.inforiot.de/news.php?topic=news&article_id=11378 Seither hören die Berichte in der Presse nicht auf und immer wieder wird vor "gewalttätigen Ausschreitungen" gewarnt. Doch natürlich geht der Protest weiter. Am 19. Mai 2007 findet deswegen von 14.00 - 22.00 Uhr auf dem Bassinplatz in Potsdam das kostenlose Open Air "Gipfelsturm" statt. Das Konzert richtet sich gegen das Treffen der Finanzminister der G8 in Potsdam und gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm im Juni. Es werden zahlreiche bekannte Bands auftreten. So unter anderem "Bandylegs" (14.00 Uhr) und "Dritte Wahl" (17:00 Uhr). Mit dem Konzert sollen PotsdamerInnen die Möglichkeit bekommen, sich über die G8-Politik, das anstehende Treffen der G8-Staaten in Heiligendamm und über die vielseitigen geplanten Proteste zu informieren. Mit dem Open Air soll auf soziale Missstände, die auf Entscheidungen der G8-Staaten basieren aufmerksam gemacht werden und Raum für kreative Ideen zur Mitgestaltung und Veränderung der Welt geben werden. Bereichert wird das Open Air mit Infoveranstaltungen, Workshops und Diskussionsrunden. An zahlreichen Ständen stellen sich Gruppen und Initiativen vor, die u.a. zum G8-Protest arbeiten. Außerdem werden im Rahmen des Festivals die Ausstellungen "Vom Polizeigriff zum Übergriff" und "Schuldenkrise der 3.Welt" gezeigt. An das Open Air anschließend findet ab 22.00 Uhr eine After Show Party im Spartakus statt.Das Open Air wird von vielen, größtenteils jungen Menschen und linken Gruppen in Zusammenarbeit mit dem Anti-G8-Bündnis Potsdam und dem Netzwerk Selbsthilfe organisiert. Am 30.5 wird es eine Demo gegen das AußenministerInnentreffen geben. Warten wir ab was bis dahin passiert und richten unsere Augen und Ohren auf Potsdam und Heiligendamm. Die Termine: 17.03. Demo gegen die G8-Umweltpolitik 19.05. OpenAir gegen die G8-Finanzpolitik 30.05. Demo gegen die G8-Außenpolitik 02.06. Internationale Demo in Rostock Infos zu der Demo, dem Open Air und weiteren Veranstaltungen: www.anti-g8-buendnis-potsdam.de -------------------------------------------------------------------------------- WIDERSTAND IST FRUCHTBAR Aktionstag Globale Landwirtschaft am 3. Juni in Rostock Jedes Jahr sterben weltweit 30 Millionen Menschen an den Folgen von Hunger und Unterernährung. Unterschiedliche Prozesse wie erzwungene Marktöffnungen, Preisdiktate durch Supermarktketten oder die Subventionierung der Lebensmittelproduktion für den Export zerstören systematisch die Existenzgrundlagen unzähliger Kleinbauern und -bäuerinnen insbesondere in den ärmeren Ländern. Monokulturen und Massentierhaltung haben katastrophale Auswirkungen auf natürliche Ressourcen wie Böden, Wasser oder biologische Vielfalt. Und auch die Qualität von Nahrungsmitteln wird hierdurch stark in Mitleidenschaft gezogen. Global agierende Konzerne des Nordens wie Monsanto oder Bayer eignen sich genetische Ressourcen des Südens mit Hilfe so genannter "geistiger Eigentumsrechte" an und versuchen so, die Kontrolle über die Produktion von Nahrungsmitteln zu gewinnen. Aber auch in den industrialisierten Ländern herrschen ruinöser Preisdruck und massive Konzentrationsprozesse in der Landwirtschaft. Entgegen der Rhetorik der Hunger- und Armutsbekämpfung, die jeden G8-Gipfel begleitet, verfolgen die reichsten Industrieländer eine zerstörerische, neoliberal zugespitzte Agrar- und Fischereipolitik, die zu mehr Vertreibung, Hunger und rasant wachsender Ungleichheit führt. Hiervon profitieren weltweit vor allem transnationale Konzerne und Großagrarier. Dagegen organisieren sich rund um den Globus Kleinbauern und -bäuerinnen, LandarbeiterInnen und Landlose, um ihre Interessen gegen Großgrundbesitzer, Großkonzerne, Regierungen und internationale Institutionen durchzusetzen. Sie besetzen Land, kämpfen gegen die Privatisierung von Wasser, brennen Genfelder ab, gründen Kooperativen sowie Erhaltungsprojekte für ihr traditionelles Saatgut. Sie kämpfen für Ernährungssouveränität, d.h. für das Recht, ihre Landwirtschaft und ihre Ernährung selbst zu bestimmen. In Solidarität mit diesem weltweiten Widerstand und weil Nahrungsmittel und Landwirtschaft Lebensgrundlage für alle sind, tragen wir den Protest zum G8-Gipfel nach Heiligendamm. Der Aktionstag am 3. Juni lädt mit vielfältigen Aktionsformen möglichst viele Menschen zum Mitmachen ein. Er beginnt mit einer Demonstration mit Traktoren und Großpuppen durch die Rostocker Innenstadt und endet mit einer Veranstaltung beim Agro-Bio-Technikum mit den Gen-Versuchsfeldern in Groß Lüsewitz 15 km östlich von Rostock. Dazwischen findet für Aktive und Mobile eine Rallye über verschiedene Info- und Aktionspunkte statt. Mit dabei sind VertreterInnen von Kleinbauernverbänden, Landarbeiterorganisationen und genkritischen Netzwerken aus Nord und Süd (Via Campesina, Conféderation Paysanne und andere). Demonstration von der Uni Rostock zum Neuen Markt 10.00 Uhr Vorprogramm (Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät der Uni Rostock) 10.30 Uhr Auftakt (Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät der Uni Rostock) 11.30 Uhr Demo-Beginn 12.30 Uhr Abschlusskundgebung (Neuer Markt) Rallye von Rostock nach Groß Lüsewitz 13.30 Uhr Start der Rallye am Ort der Abschlusskundgebung vorbei an verschiednen Stationen mit Infos und kreativen Aktionen zum Zusammenhang von G8 und Globaler Landwirtschaft: Getreidesilos im Rostocker Hafen, Erdbeerplantage mit prekären Beschäftigungsverhältnissen, Großmastanlage, Fastfood-Restaurant, Tierversuchsinstitut, Lebensmitteldiscounter,. Der eigenen Fantasie bei den Aktionen sind dabei ebenso wenig Grenzen gesetzt wie der Bewegungsenergie bei der Teilnahme an der Rallye: zu Fuß, mit Skatern, Fahrrädern, Traktoren, Autos, Bussen. Es fährt allerdings auch stündlich ein Regionalzug nach Groß Lüsewitz. Kundgebung und Dorffest in Groß Lüsewitz ab 13.00 Uhr Bunter Protest gegen das hier ansässige Agro-Bio-Technikum und dessen umstrittene Genforschung und Freilandversuche. Kundgebung, Bühnenprogramm, Info-, Aktions- und Essstände, Straßentheater, Spiele, Musik u.v.m. Infos und Kontakt: Aktionsnetzwerk G8 und Globale Landwirtschaft, www.g8-landwirtschaft.net -------------------------------------------------------------------------------- Fahrradkarawane gegen den G8 solidarisiert sich mit Hausbesetzung für ein offenes Bildungszentrum in Osnabrück Heute morgen gegen 10 Uhr wurde ein gestern abend von AktivistInnen besetztes Haus in der Albrechtstr. 16 in Osnabrück von der Polizei geräumt. Ziel der Besetzung war es, in Osnabrück offene Räume für Kulturarbeit und Bildungsarbeit zur Verfügung zu stellen. Zur Zeit ist die Fahrradkarawane auf ihrem Weg von Gent(BE) nach Rostock zum G8 Gipfel für 2 Tage in Osnabrück und sie unterstützt die Forderung nach Freiräumen wie hier nach selbstverwalteten Bildungseinrichtungen nach Kräften. Die Fahrradkarwane will versuchen, auf Ihrer Strecke die Auswirkungen der beim G8 Gipfel verabredeten Politik auf die lokalen Strukturen zu verdeutlichen und den Widerstand gegen den G8 Gipfel mit lokalen Kämpfen zu vernetzen. Seit langem versuchen Osnabrücker AktivistInnen Freiräume für soziale Zwecke zu erstreiten. Dort wären dann auch Infrastruktur und Räume für von ihnen selbst organisierte Seminare nach dem Vorbild z. B. der Berliner offenen Univwersität OUBS möglich. "Der Kampf von Osnabrücker AktivistInnen für diese Freiräume ist ein wichtiger Mosaikstein im weltweiten Kampf gegen die Privatisierung von Bildung, wie er auch auf den G8 Gipfeln immer stärker umgesetzt wird", sagte Dorothee Heinze von der Fahrradkarwane. Für die Proteste gegen den G8 Gipfel in Heiligendamm wird von den Veranstaltern eine massive Beteiligung studentischer Gruppen erwartet. "Die heute morgen von dem stellvertrenden Osnabrücker Universitätsperäsidenten Prof. Thomas Vogtherr durchgeführte polizeiliche Räumung des besetzten Hauses in der Albrechtstraße wird uns aber nicht davon abbringen lassen, als Gegenentwurf zum G8 für eine hierarchiefreie Welt ohne Grenzen und Schranken für ungehinderten Zugang zu Bildungs- und Sozialeinrichtungen zu streiten. Hausbesetzungen von sowieso seit langem leestehenden Häusern wie hier das der Universität gehörende Haus in der Albrechtstraße sind dazu ein gebotenes und legitimes Mittel, erklärte Heinze weiter." "Anstatt die AktivistInnen mit Personalienfeststellungen durch die Polizei zu schikanieren, sollte die Universitätsleitung ihren verantwortungslosen Umgang mit nutzbaren Räumen aufgeben und diese sozialen Initiativen zur Verfügung zu stellen anstatt sie mutwillig verrotten zu lassen", so Heinze. Die Fahrradkarawane befindet sich jetzt auf dem Weg nach Vechta. Um 13 Uhr ist am Flüchtlingslager in Bramsche ein Stop geplant, um dort mit den Flüchtlingen die Auswirkungen der G8 Politik auf die Situation vor Ort zu diskutieren. Danach ist dort ein kleines Happening mit Musik und Volksküche geplant. Karawanekontakt über Karawaneinfobüro Rostock G8 Protestzentrum Ehm Welk Schule Knut Rasmussenstr. 8 18106 Rostock Tel 0176-28879588 -------------------------------------------------------------------------------- G8-Gipfel - Telekomstreik und mangelnde Sicherheit bedrohen Kommunikation Seit Tagen halten die Streiks bei der Telekom an. Wenn man den Ankündigungen von der Gewerkschaft ver.di glauben darf, werden ab heute auch die Mitarbeiter aus dem G8-Team der Telekom an den Streiks teilnehmen. So könnte es zu Problemen auf dem Gipfel kommen, die bisher niemand in der Planung hatte. Einige der Telekommitarbeiter sorgen sich nicht nur wegen des Streiks um den Gipfel. So berichten sie von einem kürzlich extra für den G8-Gipfel verlegten Hochgeschwindigkeitskabel für Daten, Fernsehbilder und Telefon, welches nahezu ungeschützt in geringer Tiefe neben der Verbindungsstrasse zwischen Kühlungsborn, Heiligendamm und Bad Doberan verläuft. (Die OZ berichtet am 31-03-200) Über dieses Kabel soll nach ihren Informationen die gesamte drahtgebundene Kommunikation abgewickelt werden. Doch genau hier sehen Telekom Fachleute dass eigentliche Problem, denn dieses Kabel könnte für militante Gipfelgegner ein leichtes Ziel sein, da es quasi unmöglich ist, dieses neu verlegte Kabel auf einer Gesamtlänge von rund 30 km wirksam zu schützen. Hinzu kommt, dass es weitgehend auf frei zugänglichen Grund verlegt wurde. Nur ein kleiner Teil des Kabels befindet sich in dem durch einen Sicherheitszaun abgesperrten Gebiet um Heiligendamm. Warum man dieses Kabel nicht besser abgesichert verlegt hat, ist auch für die Telekom Fachleute ein Rätsel. Allerdings können erdgebundene Kabel nur unter sehr hohem Aufwand und mit hohen Kosten sicher verlegt werden. An diesem Kabel hängt auch das internationale Pressezentrum in Kühlungsborn, sowie ein gerade im Bau befindliches Kommunikationszentrum des Gipfels, in Heiligendamm. Eine Beschädigung oder Durchtrennung des Kabels würde für Stunden den Gipfel so gut wie lahm legen, da Kommunikation nur noch über so genante redundante Systeme und Richtfunk möglich wäre. Gerade dieser Richtfunk ist aber ausschließlich für die Sicherheitsorgane vorgesehen und hat wenige Kapazitäten für Zivile Nutzung. Für das Internationale Pressezentrum in Kühlungsborn wäre es so, als wenn man das Licht ausknipst, so Telekom Fachleute. Zwar verfügen die großen TV-Sender über eigene Satellitenuplinks, worüber sie ihre Fernsehbilder an ihre Redaktionen schicken können, aber die gesamte schreibende Presse und die Presseagenturen wären bei einem Ausfall der Leitung quasi handlungsunfähig. Die Telekom Pressestelle in Bonn wollte sich dazu nicht äußern, meinte aber, der Gipfel sei auch für die Telekom ein Prestigesache. Man hätte alle denkbaren Möglichkeiten in Betracht gezogen und sehe keine wirklich ernsten Risiken BU: Foto oben zeigt die mobile Vermittlungstelle der Telekomm in Heiligendamm BU: Foto unten zeigt das Kabel was zwischen Heiligendamm und Doberan verlegt ist [ http://www.mvregio.de/mvr/36242.html] -------------------------------------------------------------------------- Protest + Widerstand: http://de.indymedia.org/g8heiligendamm Pressespiegel zum G8 2007 unter http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-l ================================================ ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich und somit MedieninhaberInnen: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2007, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. 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(werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: MI, 21.00 Uhr nicht aufgenommen: Doubletten, 1 Beiträg nicht WR unaktuelle Beiträge III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Fri May 18 09:48:26 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Fri, 18 May 2007 09:48:26 +0200 Subject: widerst@nd mund - Freitag, 18. Mai 2007 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Freitag, 17.Mai 2007 Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN ================================================ 01 identities 2007 - INFO 1 - Festivalprogramm komplett - Programmheft erhätlich! von identities 2007 ============================================== 02 SONNTAGS/HÖRBAR ABSTRAKT: REFLECTOR (a) / BUG (a) / NOISE.RED (a) live von Kim-pop.org ============================================== ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ 03 Justizministerin Berger gegen gleichgeschlechtlicheEhen von Rechtskomitee LAMBDA ============================================== 04 ASt - Frankreich: Sarkozys Sieg heisst Krieg! von ASt-LFI ============================================== 05 ASt - Telekom Deutschland: Alle in den Streik! von ASt-LFI ============================================== ============================================== GIPFELSOLI ============================================== ============================================== 06 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ============================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN ================================================ ============================================== 01 identities 2007 - INFO 1 - Festivalprogramm komplett - Programmheft erhätlich! von identities 2007 ============================================== identities 2007 QUEER FILM FESTIVAL 7. - 15. Juni Filmcasino, Cinemagic, Top Kino präsentiert von DV8-FILM Das Programm ist fixiert, in exakt drei Wochen geht es los! Die frisch gedruckten Programmhefte liegen ab sofort im FILMCASINO, im TOP KINO und an hunderten Stellen in ganz Wien auf bzw. sind postalisch schon auf dem Weg zu Ihnen, wenn Sie auf der identities-Mailingliste sind. Wenn nicht, schnell bestellen - selbstverständlich gratis - bei DV8-FILM T. (01) 524 62 74 office at identities.at www.identities.at ============================================== 02 SONNTAGS/HÖRBAR ABSTRAKT: REFLECTOR (a) / BUG (a) / NOISE.RED (a) live von Kim-pop.org ============================================== SONNTAGS/HÖRBAR ABSTRAKT so 20.05.2007 SONNTAGS ABSTRAKT REFLECTOR (a) / BUG (a) / NOISE.RED (a) 20:30 postgarage, dreihackengasse 42, 8020 graz eintritt frei!!! alle cocktails um 4 ?! fr 18.05.2007 HÖRBAR ABSTRAKT Orakulum et Hibernaculum 20:30 - 22:30 auf der frequenz von radio helsinki - 92,6 MHz; wiederholungen der sendung am mittwoch, 00:00 - 02:00 uhr, ebenfalls auf radio helsinki _________________________________________________________ SONNTAGS ABSTRAKT: REFLECTOR (a) / BUG (a) / NOISE.RED (a) Nicht viel zu sagen braucht man, wenn es um die wohl bekannteste Grazer band Reflector geht. reflector ist eine zwei-mann-formation, die seit 1997 in Graz existiert (david reumüller (schlagzeug) andreas heller (gitarre)) und "die es meisterhaft versteht sich keinem eindeutigen genre zuordnen zu lassen". Ihr letztes album "phantoms" ist auf noise appeal rec. und interstellar rec. erschienen. Zusammen mit ihren gästen bug werden sie hier das abschlusskonzert ihrer mini-tour spielen. Und dass das programm auch bug enthält, würde wohl nur programmierer verunsichern. bug, ebenfalls auf "interstellar rec." und "noise appeal rec." zu finden, ist eine combo aus innsbruck, die auch schon einige jährchen am buckel haben und dieses land mit wunderbarem noise-rock bereichern. zu erwarten ist neben eigenständiger musik eine sehr performative darbietung eben dieser! Wir die wir letztes jahr die beiden bands gehört haben, werden diesmal sicher auch wieder dabei sein. Und uns von noise.Red zusätzlich noch vor grossen gefahren warnen lassen? noise.Red der universalgitarrist der die welt vor al di meola warnen will..? fragen stellen sich von selber..! HÖRBAR ABSTRAKT: Orakulum et Hibernaculum Die Drone Doom Priester Sunn O))) widmen sich nach dem gemeinsam mit Boris geschaffenen Altar nun einem Orakel mit welchem sie derzeit in Australien und Japan auf Tour sind. Belorul Pusztit, was so viel wie "von innen heraus zerstören" auf Ungarisch bedeutet, ist nur einer der beiden neuen Sunn O))) Tracks, die wir euch in dieser Hörbar Abstrakt-Folge präsentieren werden. Der ungarische Titel verweist auch auf die Kollaboratoren der EP der ungarische Black Metal-Wahnsinnige Attila Csihar, und auch Melvins-Urgestein und Thrones-Mastermind Joe Preston gastiert am, man Lese und Staune, Presslufthammer. Weiters gibt es auch vom neuen Earth-Release einiges zu berichten. Die haben gerade Hibernaculum veröffentlich, eine Sammlung von drei alten Earth Klassikerin die im Stile des letzten Albums Hex neu aufgenommen wurden. Dylan Carlson, der Earth-Kopf hat sich dafür unter anderem wieder Adrienne Davies als geduldige Drummerin, und auch Greg Anderson, einen der beiden Sunn O)))-Magier an Bord geholt. Die Songs haben einen leichten Western-Touch und sind wunderbar düster und fokussiert. Also, songs aus Oracle und Hibernaculum, von Sunn O))) und Earth, respektive, gibt es in dieser Hörbar-Abstrakt Folge zu hören, abgerundet wird das ganze durch ein paar ältere Sunn O))) und Earth Tracks und weiter wüste Drone Klänge von den nicht minder großartigen Nadja und Dialing In. ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ============================================== 03 Justizministerin Berger gegen gleichgeschlechtlicheEhen von Rechtskomitee LAMBDA ============================================== Vom Wert von Parteitagsbeschlüssen I. SPÖ-Bundesparteitag 2004: "Der Bundesparteitag fordert : . Einführung einer standesamtlich 'Eingetragenen Partnerschaft' (EP) für Lesben und Schwule nach skandinavischem Modell. Die EP ermöglicht Homosexuellen die Eintragung ihrer Partnerschaft und den Zugang zu den Rechten und Pflichten des Eherechts, wobei entsprechend der europäischen Rechtsentwicklung die 'Stiefkindadoption' auch in einer EP zu ermöglichen ist. Im Hinblick auf die weitere europäische Rechtsentwicklung ist daneben mittelfristig die alternative Option einer völligen Öffnung des Eherechts für Homosexuelle zu prüfen." II. Wiener SPÖ-Landesparteitag 2006: "Der Landesparteitag fordert : Die EP ermöglicht Homosexuellen die Eintragung ihrer Partnerschaft und den Zugang zu den Rechten und Pflichten der Ehe, wobei entsprechend der europäischen Rechtsentwicklung die 'Stief- und Fremdkindadoption' auch in einer EP zu adaptieren und somit zu ermöglichen ist. Im Hinblick auf die weitere europäische Rechtsentwicklung mittelfristig die völlige Öffnung der Ehe für Homosexuelle." III. SPÖ-Justizministerin 2007 "Was aber nicht geht, ist, dass das Institut der Ehe, so wie es im ABGB beschrieben wird, für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet wird. Hier ist es bestenfalls möglich, eine Ersatzlösung zu finden, mit Rechten aber auch Pflichten." (SPÖ-Justizministerin Berger in Anwalt aktuell 05/07, S. 11). Beachte: Nicht nur die Ehe wird abgelehnt. Die Rede ist auch nicht mehr vom Zugang zu den ehelichen Rechten und Pflichten, sondern von (irgendwelchen) Rechten und Pflichten, und auch das nur "bestenfalls". ============================================== 04 ASt - Frankreich: Sarkozys Sieg heisst Krieg! von ASt-LFI ============================================== Frankreich: Sarkozys Sieg heisst Krieg! von Marc Lassalle (Liga für die 5. Internationale, Paris) (aus: Red Newsletter 270, Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 17. Mai 2007) Die Antwort der Jugend aus den Vorstädten, den Banlieues, auf die Wahl von Nicolas Sarkozy zum französischen Staatspräsidenten war sehr unverblümt: "Das bedeutet Krieg!" Recht haben sie. Der Krieg richtet sich nicht nur gegen die Einwanderergemeinschaften in den Vorstadtghettos, sondern gegen die Jugend und die Arbeiterklasse allgemein. Sarkozy ist zweifellos der rechteste Politiker im Präsidentenamt seit de Gaulle. Sein Vorgänger Chirac hat zwar auch versucht, reaktionäre Politik durchzusetzen, aber drei seiner Ministerpräsidenten - Juppé, Raffarin und de Villepin - mussten demütigende Rückzieher nach ihren Versuchen machen, neoliberale Reformen gegen erheblichen Widerstand in der Arbeiterschaft und Jugend in den Jahren 1995, 2003, 2005 und 2006 durchzudrücken. Sarkozy hat nun geschworen, nicht wie Chirac zurückzurudern. Politiker wie Bush, Merkel, Blair oder dessen vermutlicher Nachfolger Gordon Brown haben ihm dafür Beifall gezollt. Sie sehen in ihm den Mann, der Frankreich vollständig in den neoliberalen Klub einreihen kann. Sarkozy wird vom ersten Tag seiner Regentschaft im Élysée-Palast an die Peitsche schwingen. Er hat bereits ein Programm von radikalen Reformen ausgearbeitet, mit denen er das "französische Sozialmodell" kippen will, das mehr als ein Jahrzehnt den Attacken der Reaktion standgehalten hat. Daneben erging er sich in Demagogie über die "Ehrung der Arbeit" und die Rettung französischer ArbeiterInnen vor der Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland. Seine grundsätzlichen Erklärungen im Wahlkampf waren eindeutig: die Wiederherstellung traditionell rechter Werte wie "Arbeit, Ordnung, Autorität, Moral und nationale Identität." Wie konnte ein solcher Mann trotz der wiederholten Abwehr der Angriffe von Staat und Kapital auf den Straßen 18 Millionen WählerInnen gewinnen? Sarkozy war in der Lage, eine Allianz aus verschiedenen sozialen Klassen zusammenzutrommeln: von Konzernchefs bis zum Kleinbürgertum. Sein Lockruf verhieß Steuererleichterungen für Kapital und Kleingewerbe und Angriffe auf die Beschäftigten und Gewerkschaftsrechte. Den Groß- und Kleinunternehmern versprach Sarkozy die Steigerung ihrer Profite durch Maßnahmen aus dem Lehrbuch des Neoliberalismus: längere Arbeitszeiten, heftige Einschnitte in die Soziallöhne der Arbeiterklasse, weniger Steuern und Sozialversicherungsbeiträge für die Bosse. Das Ganze würzte er mit einer üppigen Prise Rassismus und Chauvinismus. Seit Jahren hat er so auch die WählerInnen von Le Pens ultrarechter Front National hofiert. Er tat dies in seiner Zeit als Innenminister im Kabinett Raffarin und de Villepin durch eine Reihe von unterdrückerischen Gesetzen, Lobeshymnen auf polizeiliche Brutalität und durch übelste Beschimpfungen von Jugendlichen mit Einwanderungshintergrund. Seine Botschaft gegen Einwanderung enthielt viel Demagogie vom "Schutz des französischen Arbeitsmarktes". Kein Wunder, dass Le Pen Sarkozy des Diebstahls seines rassistischen Programms bezichtigte. Doch die Attraktivität seines Programms für die bürgerlichen Schichten erklärt nicht alles. Die Opposition war als Alternative unheimlich schwach und nicht überzeugend. Ségolène Royal als Gegenspielerin war eine rechte "sozialliberale" Kandidatin. Sie glaubte, mit einem vom britischen Premier Blair entlehnten Programm mit Sarkozy um den Titel "bester Reformer" wetteifern zu können. Sie irrte. Ihr Programm von traditionellen sozialdemokratischen Versprechungen genügte nicht, um die Arbeiterklasse zu begeistern, und ihr Neoliberalismus überzeugte die Bosse nicht sonderlich. Viele ArbeiterInnen stimmten für sie, aber mehr, um Sarkozy zu verhindern, als aus Begeisterung für ihr Programm. Sie konnte Sarkozy in punkto Neoliberalismus nicht wirklich entgegen treten, weil sie viele ähnliche Ideen vertritt und die herrschende Klasse nicht verschrecken wollte. Das zeigte sich u.a. beim dem Fernsehduell der beiden KandidatInnen. Sarkozy legte seinen Plan dar, die Zahl der ArbeiterInnen im öffentlichen Dienst deutlich zu senken. Royal erwiderte darauf, dass sie den Anstieg der Staatsverschuldung bremsen wolle. Statt Sarkozy wegen seiner reaktionären Unterdrückungsgesetze anzugreifen, kritisierte sie ihn, er habe nicht genug für die Eindämmung von "Verbrechen" getan. Royal war nicht im Stande, dem Gesellschaftsbild, das Sarkozy will, etwas entgegen zu setzen, denn ihre Vorschläge gehen in eine ähnliche Richtung, obwohl ihre Mittel zur Durchsetzung andere sind. Sie will es nicht nur durch Angriffe, sondern auch durch Klassenkollaboration, also die Einbindung der Gewerkschaftsbürokratie und durch Reformen der Gewerkschaften, so dass diese weniger unter dem Druck ihrer Mitglieder stehen und die Führer die hart erkämpften Errungenschaften besser ausverkaufen können, erreichen. Sarkozy bedroht die Gewerkschaften, denen er Gespräche angeboten hat, mit einer direkten Konfrontation, in der Hoffnung, sie in Angst versetzen und spalten zu können und dann nacheinander erledigen zu können. Sarkozys Pläne Sarkozy will von Anfang an hart durchgreifen. Er hat versprochen, die Steuern für die Reichen stark zu senken. Er will die 35-Stunden-Woche aushöhlen durch Fortfall von Beschränkungen für Überstunden - unter dem zynischen Slogan "mehr arbeiten, mehr verdienen". Er will das Streikrecht der EisenbahnarbeiterInnen durch die Einführung eines "Mindestdienst "-Gesetzes im öffentlichen Verkehrswesen beschränken. Das würde Streiks am Beginn und Ende eines Arbeitstages für je 2 Stunden illegalisieren. Die EisenbahnerInnen, die schon manche rechte Regierung gedemütigt haben, sind das "Wachregiment" der französischen Arbeiterbewegung. Sarkozy glaubt, wenn er hier ein Exempel statuiert, werden andere Teile umso schneller nachgeben. Er hat sich auch der "Reform" des Sozialwesens verschrieben: durch den Zwang auf Arbeitslose, jede Arbeit anzunehmen, egal wie niedrig der Lohn ist, und durch Streichung der "Pensionsprivilegien" im öffentlichen Dienst. Er will auch die Jugend mit einem Plan angreifen, der ihnen die Arbeitsschutzbestimmungen nimmt, also eine Rückkehr zum CPE. Er will EinwanderInnen durch Festschreibung von neuen scharfen Einschränkungen mit Quoten bei Fachkräftemangel attackieren. Sarkozy sagt, er wird durch Verhaftungen und Deportationen so scharf gegen Verbrechen und illegale Einwanderung vorgehen wie als Innenminister. In der Außenpolitik sagte Sarkozy, können die USA "auf die Freundschaft Frankreichs zählen", er wolle "gute Beziehungen zum Weißen Haus", d.h. mehr Unterstützung für den imperialistischen "Krieg gegen den Terror" leisten. Er wurde in Brüssel auch als Mann gefeiert, der das französische NON zur EU-Verfassung überwinden könne durch Abstufung zu einem kleineren Vertragswerk, das keine Volksabstimmung benötigt. Kein Wunder, dass der Präsident der EU-Kommission Barroso sagte: "Ich habe vollstes Vertrauen zu N. Sarkozy, dessen Überzeugungen ich kenne und dessen starker Glaube allen geläufig ist, dass er eine treibende Rolle bei der Lösung des institutionellen Problems und der Konsolidierung eines politischen Europas spielen wird." - mit "politisch" meint er dabei neoliberal. Diese neoliberale Ordnung soll durchgesetzt werden durch freie Hand bei Einsätzen bewaffneter Polizei und CRS-Spezialeinheiten gegen die Banlieues und Arbeiterviertel. Gegenwehr Wie können wir Sarkozy stoppen? Das ist nur möglich, wenn sich ArbeiterInnen, EinwanderInnen, Jugendliche zusammenschließen; wenn sie in Betrieben und auf der Straße aktiv und militant jeden angegriffenen Teil der Bewegung verteidigen. Die "revolutionäre" Linke, insbesondere die LCR, deren Kandidat Olivier Besancot bereits zum militanten Widerstand gegen Sarkozy aufgerufen hat, sollte die Tribüne der Parlamentswahlen nutzen, um Massenversammlungen in allen Städten einzuberufen. Erster Tagesordnungspunkt muss sein, wie Sarkozys Pläne verhindert werden können. Die Reformisten in den Gewerkschaften und in den politischen Parteien der Arbeiterbewegung werden natürlich zur "Vorsicht" mahnen und die Notwendigkeit der "Vorbereitung" beschwören, um einen Konsens herzustellen und zu warten, bis Sarkozy sein demokratisches Mandat ausgeschöpft hat. Doch ein Konsens auf dem niedrigsten Niveau, d.h. auf Basis fauler Kompromisse wäre verheerend. Er wäre eine schlecht bemäntelte Kapitulation. Die Erfahrung der großen Streiks und gesellschaftlichen Bewegungen seit 1995 lehrt, dass blindes Vertrauen in die Gewerkschaftsspitzen nur schadet. Sie haben immer wieder diese Bewegungen aus- oder unter Wert verkauft. Sarkozys Sieg ist selbst eine Strafe dafür, ihn aus der Verantwortung im letzten Frühjahr entlassen zu haben, als ein Generalstreik - und der war möglich - die Rechten von der Macht verjagt hätte. Die reformistischen Gewerkschaftsführer müssen von demokratisch gewählten Abordnungen der Basis kontrolliert, politisch bekämpft und letztlich ersetzt werden! Der Klassenfeinde ist gut organisiert. Er hat einen Plan und die Staatsmacht zur Verfügung. Doch wir sind Millionen, aber die Zahl allein erweist sich als wirkungslos, wenn wir uns nicht organisieren. Wir müssen ständige Widerstandsausschüsse oder Vernetzungsorgane in jeder Stadt aufbauen! Wenn ein Teil angegriffen wird, müssen wir uns mit unseren stärksten Waffen gemeinsam dagegen zur Wehr setzen: mit Solidaritätsstreiks, Blockaden, Massendemonstrationen. Um das Streikrecht, die 35-Stunden-Woche, den Anspruch der Jugend auf Arbeitsschutz und Mindestlohn zu verteidigen, müssen die Gewerkschaften aufgefordert werden, einen unbefristeten Generalstreik zu führen. Zur Organisierung eines solchen landesweiten Kampfes brauchen wir lokale und landesweite Koordinationen mit verantwortlichen und abwählbaren Delegierten von Gewerkschaften, von SchülerInnen und StudentInnen, von der Jugend in den Vorstädten, von Arbeitslosen und ImmigrantInnen, v.a. jenen ohne Papiere (sans papiers). Um militante Aktionen abzusichern, müssen wir Selbstschutzeinheiten bilden und ArbeiterInnen, Jugendliche und ganze Wohngemeinden mobilisieren! Eng verknüpft damit, eine solche Gegenwehr zu formieren, steht die Notwendigkeit, eine Alternative zu Sarkozys Neoliberalismus, zum "Sozialliberalismus" von Royal ebenso wie zum flachen Neokeynesianismus der KPF und dem verkümmerten linken Flügel der PS aufzubauen. Ohne positive Alternative können wir keinen Sieg erringen und unsere Gegner endgültig von der Macht vertreiben. Wir brauchen eine neue Partei, die zugleich antikapitalistisch und revolutionär ist. Aber wir müssen dies mit allen KämpferInnen gegen Sarkozy erörtern, selbst in der Hitze des Gefechts. Eine solche Partei muss eine Massenpartei sein, die zehntausende, ja hunderttausende KämpferInnen aus allen Bereichen der Arbeiterklasse und der Unterdrückten vereint. Die bevorstehenden Klassenkämpfe bieten gute Voraussetzungen, unter denen wir sie überzeugen können, dass wir eine revolutionäre Partei brauchen und wie sie geschmiedet werden kann. Internationale Dimension Die Regierungen in Europa und in den USA begrüßen Sarkozys Sieg, doch einige KommentatorInnen sind besorgt. Die Financial Times, das Organ der Finanz-City von London warnte am 8.5. vor dem Ausmaß an Unruhen, das diese Wahl hervorrufen könnte. "Die Thatcher-Reformen (.) fanden in einem Land mit kaum oder keinem revolutionären Vermächtnis statt. (.) Im Gegensatz dazu muss Herr Sarkozy Reformen in einem Land erzwingen, das gern über "Solidarität" spricht. Er hat es auch mit einer Bevölkerung zu tun, die Straßenproteste als ehrenvolles Erbe der nationalen Geschichte ansieht (.) Er muss hoffen, dass Frankreichs revolutionäre Tradition nur in den Geschichtsbücher verehrt wird, aber nicht auf der Straße". Wir müssen alles tun, damit die schlimmsten Befürchtungen dieser Herrschaften aus der Hochfinanz Wirklichkeit werden. ArbeiterInnen in ganz Europa und der Welt werden auf Frankreich schauen. Viele von ihnen haben ähnliche Kämpfe zu bestehen. Wir können mit Gewissheit auf ihre Solidarität rechnen und müssen sie dazu aufrufen. Wir müssen uns in einem weltweiten Kampf gegen den gemeinsamen globalen Feind - den Kapitalismus - zusammenschließen! ============================================== 05 ASt - Telekom Deutschland: Alle in den Streik! von ASt-LFI ============================================== Telekom Deutschland: Alle in den Streik! (aus: Red Newsletter 270, Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 17. Mai 2007) Im folgenden veröffentlichen wir ein Flugblatt unserer deutschen Schwesterorganisation Arbeitermacht für den Streik der Telekom-ArbeiterInnen 96,5 der zur Urabstimmung aufgerufenen Telekom-Beschäftigten haben für den ersten Streik seit der Privatisierung von 1995 votiert. Kein Kampf wie jeder andere 50.000 Mitarbeiter aus der Festnetzsparte T-Com sollen in konzerneigene Service-Gesellschaften versetzt werden, wo sie für weniger Geld länger arbeiten sollen. Damit will die Telekom die Löhne drücken und gegen die sinkenden Profite in der Festnetzsparte ankämpfen - im Jahr 2007 haben jeden Monat mehr als 100 000 Festnetzkunden die Telekom verlassen. Nur mit den geplanten Einsparungen ließen sich die Arbeitsplätze sichern, so der Telekom-Vorstand. Er will allein durch den Umbau bis 2010 beim Personal 900 Millionen Euro sparen, Teil eines Sparprogramms, mit dem der Konzern die Kosten bis 2010 um jährlich bis zu 4,7 Mrd. Euro senken will. Die Beschäftigten sollen neun Prozent weniger als bisher verdienen und 38 statt 34 Stunden pro Woche arbeiten. Ver.di zweifelt, dass die Telekom schon den wahren Umfang der sozialen Grausamkeiten auf den Tisch gelegt hat. Summiert betragen die Lohneinbußen insgesamt nahezu 40 Prozent. Keine Auslagerungen - BenQ lässt grüßen! Allerdings hat Ver.di bei den Verhandlungen, die dem Streik vorausgingen, schon die Bedingungen bei einer Auslagerung der Arbeitsplätze zu verhandeln begonnen. Damit werden die Beschäftigten schon auf die schiefe Ebene gesetzt. Auch einer vertraglichen Festschreibung solcher Bedingungen kann absolut nicht vertraut werden. Die Siemens-Konzernspitze hat dies bei BenQ und nun bei Nokia-Siemens Networks gezeigt, was mit ausgegliederten Beschäftigten passiert. Während angeblich "die Wirtschaft brummt", müssen Zehntausende um Arbeitsplatz und Einkommen bangen. Heißt aber auch, das ein "Wohlergehen" der kapitalistischen Wirtschaft wenig mit einem Aufschwung der Lebensbedingungen der arbeitenden Bevölkerung zu tun hat - ganz im Gegenteil, Steuererhöhungen, Lohnsenkungen und Kaufkraftverlust sind die Realität für die Mehrheit der Beschäftigten. Das Telekom-Management: Eine Vermengung hochbezahlter Spitzenbeamter, neoliberaler (Jung-)manager und gut versorgter (Ex-)Politiker. Die ganze Abgehobenheit der bürgerlichen Staatsmaschinerie paart sich hier mir brutalen neoliberalen Managementmethoden. So wie die Telekom-Führung jahrelang mit vielen KundInnen umgegangen ist, will sie jetzt mit ihren Beschäftigten umgehen. Abzocken, Abtauchen, wieder Abzocken. Statt die Ausgliederung als "nichtverhinderbar" zu erklären, ist es vielmehr nötig, gegen Lohnkürzungen und Arbeitszeitverlängerung einer positive Perspektive entgegenzusetzen: Verringerung der Wochenarbeitszeit auf 30 Stunden bei vollem Lohn- und Personalausgleich! Entschädigungslose Enteignung und Wiederverstaatlichung der Telekom - allerdings unter Kontrolle der Beschäftigten und NutzerInnen, nicht unter der staatlicher Manager. Öffentliche Hetze gegen den Streik So kann es auch nicht verwundern, mit welch fiesen Methoden jetzt gegen die Angestellten vorgegangen wird. Menschen, die in ihrer Existenz bedroht sind, werden vom Vorstand gedemütigt und bedroht. GewerkschafterInnen sind bedroht und genötigt worden, Obermann droht ver.di mit Schadensersatzprozessen. Die Telekom sei auf die Auswirkungen eines Arbeitskampfs vorbereitet, um den Betrieb sicherzustellen, so die Konzernführung. Sie wollen ZeitarbeiterInnen als Streikbrecher einsetzen. Der Konzern müsse sich mit der Möglichkeit befassen, den Service an Dritte auszulagern, auch wenn das nicht das Ziel sei. Auch die organisierten BeamtInnen haben sich mit 96,9 Prozent für einen Streik ausgesprochen. Es wird versucht werden, sie zum Streikbruch zu bewegen, dazu dient die Streikbruchprämie von 300 Euro. In den Medien werden in den kommenden Tagen und Wochen "Experten" auftauchen, die "nachweisen", dass nur die Maßnahmen des T-Vorstandes die Arbeitsplätze retten können. Diese "Experten" werden ebenfalls versuchen, die Kunden gegen den Streik zu mobilisieren, dabei werden Vorurteile gegen die Beschäftigten der Telekom lanciert, damit es keine Solidarität der KundInnen mit den Beschäftigten der Telekom gibt. Ebenso hetzen die Chefs der anderen Telekom-Unternehmen. Sie wollen die Niederlage des Streiks, um ihren Beschäftigten noch schlechtere Bedingungen aufzudrücken. Nicht allein kämpfen - gemeinsam mit allen anderen Bereichen Gegen diese Hetze müssen nicht nur die ver.di-Mitglieder und Telekom-Beschäftigten gemeinsam kämpfen, sie brauchen den Zusammenschluss mit anderen von Entlassung und Lohnsenkung bedrohten Beschäftigten, die Solidarität und den gemeinsamem Kampf mit allen vom Sozialraub Betroffenen. Wichtig ist jetzt das Bündnis mit den KollegInnen bei Post, Airbus, Nokia-Siemens, mit den Bauarbeitern, die im Kampf um ihren Tarifvertrag stehen, mit der Jugend und den Erwerbslosen. Nur gemeinsam können sie ihre Interessen in der Öffentlichkeit vertreten und dem neoliberalen mainstream in den Medien etwas entgegen setzen. Dafür müssen die Gewerkschaften und Streikenden auch entschlossen zu den Protesten gegen den G8 Gipfel mobilisieren - keine Forderungen nach einer "sozialen" Globalisierung können die neoliberale Agenda von Obermann, Cromme und Co. stoppen, dazu benötigen die Gewerkschaften schon mehr als die warmen Worte der letzten Wochen. Ver.di hat angekündigt, dass auch der G8-Gipfel von den Folgen des Streiks nicht ausgenommen werden kann. Hervorragend: nur, den Worten müssen auch Taten folgen! Sie treffen die Richtigen, denn die Staatchefs der mächtigen Industrienationen wollen sich dort in Ruhe treffen und weitere Maßnahmen diskutieren gegen die Beschäftigten, Erwerbslosen usw. in aller Welt zur Steigerung der Profite. Wofür wir kämpfen müssen! Die Urabstimmung hat es gezeigt: die Beschäftigten sind motiviert und bereit, in einem Arbeitskampf ihre Rechte gegen den Vorstand durchzusetzen. Die Streikenden müssen sich in Streikkomitees zusammenschließen und den Widerstand auch in die Bevölkerung tragen und den Schulterschluss mit anderen Beschäftigten suchen. Die Telekom ist Beispiel für die neoliberale Privatisierung der letzten Jahrzehnte - Zehntausende wurden entlassen, die Arbeitsrechte massiv beschnitten und Löhne immer wieder gesenkt. Auf der anderen Seite stehen kostspielige Aufkäufe des Vorstands in Europa und den USA um die Telekom zum "Global player" zu machen. Dies alles geschah auf dem Rücken der Beschäftigten, Manager a la Sommer waren Vorreiter dieser rücksichtslosen Politik. Dieser Arbeitskampf kann auch für die Bahn, die Post und Nokia-Siemens beispielhaft werden. Während alle vom "Aufschwung" fabulieren, muss dieser Streik einen Aufschwung der Arbeitskämpfe bedeuten. Keine "Sozialpartnerschaft" und "sozialverträgliche Lösungen" können die Rechte der Beschäftigten durchsetzen, sondern nur eine entschlossene klassenkämpferische Streikbewegung! - Gegen die Lohnsenkung und Ausgliederung der Servicegesellschaften! - Gegen das neoliberale Diktat des Vorstands! - Für die Wiederverstaatlichung der Telekom unter Kontrolle der Beschäftigten! - Für breite Solidaritätsbewegung mit den Beschäftigten der Telekom - nicht deren Löhne müssen gesenkt, sondern die der Beschäftigten der anderen Firmen erhöht werden! Kampf für die 30- Stundenwoche bei vollem Lohn- und Personalausgleich und einen Mindestlohn von 10 Euro/Stunde! - Für den Aufbau von Streik- und lokalen Aktionskomitees! Kontrolle des Streiks durch die Streikenden! Keine Verhandlungen hinter dem Rücken der Belegschaft! - Für die Vernetzung mit den Beschäftigten von Airbus, Nokia-Siemens, der Post und der Bahn sowie der anderen Telekommunikations-Unternehmen! Für eine gemeinsame Aktionskonferenz von Streikenden, Vertrauensleuten aus den Betrieben, um den Kampf zusammenzuführen! Der Streik bei der Telekom ist mehr als nur ein "normaler" Tarifkampf. Der Angriff der Konzernführung und der Widerstand haben enorme gesellschaftliche und politische Bedeutung. Darum ist es so wichtig, dass er nicht nur um die Bedingungen der Ausgliederung, sondern gegen alle Konzernpläne geführt wird. Die Ver.di-Führung muss daher aufgefordert werden, den Kampf ausweiten und auch gegen die Ausgliederung anzutreten. Wir wissen, dass sie davor zurückscheut. Aber wir können das erzwingen, indem wir gemeinsam gegen sie eine anti-bürokratische klassenkämpferische Basisbewegung in den Gewerkschaften gegen Privatisierung und Lohnsenkung aufbauen. ============================================== GIPFELSOLI ============================================== ============================================== 06 Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ============================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- Aktuelles zum Mobilisierungsschub 9. Mai: http://www.gipfelsoli.org/Repression/Anschnallen_bitte - Amtliche Bekanntmachung der Polizeidirektion Rostock - Allgemeinverfügung - "Schäuble erwartet in Hamburg Testlauf für G-8-Proteste" - G8-Info: Broschüre des Tourismusverbandes - Warum Polizisten Bullen bewachen - G8-Kritiker von Polizei durch Schwedt eskortiert - G8 case collapses two years on ---------------------------------------------------------------------------- - Amtliche Bekanntmachung der Polizeidirektion Rostock - Allgemeinverfügung Die ausführliche Begründung der Allgemeinverfügung (23 Seiten) hier: www.gipfelsoli.org/Repression/Allgemeinverfuegung/Polizei_zu_Allgemeinverfue gung ---------------------------------------------------------------------------- - "Schäuble erwartet in Hamburg Testlauf für G-8-Proteste" Hamburg (ddp). Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) sieht in dem Treffen der europäischen und asiatischen Außenminister Ende Mai in Hamburg einen möglichen Testlauf für militante Globalisierungsgegner. Die Sicherheitsbehörden in Bund und Ländern gingen davon aus, dass es sich um eine Art Vorlauf für die Proteste gegen den Weltwirtschaftsgipfel der sieben führenden Industrienationen und Russlands (G8) im Juni in Heiligendamm handle, sagte Schäuble am Dienstagabend in den ARD-"Tagesthemen". Die Behörden bereiteten sich deshalb auf die Konferenz in Hamburg ähnlich vor wie auf den Gipfel in Heiligendamm. Demonstranten seien nicht die Gegner der Sicherheitsbehörden. Wer dabei aber zur Gewalt greifen wolle, werde die Entschiedenheit des Rechtsstaates kennen lernen. ---------------------------------------------------------------------------- - G8-Info: Broschüre des Tourismusverbandes Der Tourismusverband M-V hat eine Broschüre erstellt, die vor allem wichtige und nützliche Informationen zu der Region von Wismar bis Rostock bietet und zum G8-Gipfel vor Ort verteilt wird: Inhalt: * zweisprachig: Deutsch/Englisch * Adressen zu Gastronomie und Freizeit * Transportunternehmen, Netzplan des ÖPNV, Sonderregelungen * A-Z Übersicht mit weiteren wichtigen Telefonnummern und Adressen * Camps und Veranstaltungen während des G8-Gipfels * Ausflugstipps für ganz Mecklenburg Vorpommern und Kontaktdaten zu den touristischen Ansprechpartnern * Wissenswertes über die Region * Übersichtskarte der Region und von gesamt Mecklenburg Vorpommern * Stadtpläne der beteiligten Orte Download unter http://www.tmv.de/files/original/galerie_vom_17.11.2006_21.16.48/The-World-Meets-MV_G8-regional-information-guide-2007.pdf ---------------------------------------------------------------------------- - Warum Polizisten Bullen bewachen Der Countdown läuft. Am 2. Juni ist die Großdemo in Rostock, vom 6. bis 8. Juni der G8-Gipfel. Beides produziert Ängste und Fragen bei den Menschen der Region. Gerüchte kursieren. Reddelich/Rethwisch (OZ) "Vor dem Gipfel kommt Gülle auf die Weide. Dann können die gern da campen." Ein Bauer aus Rethwisch zeigt mecklenburgische Gelassenheit beim Schutz seiner Weiden vor Gipfelgegnern. Andere Landwirte im Kreis Bad Doberan haben mehr Angst um ihre Ländereien. Im Dörfchen Rabenhorst machen Gerüchte die Runde. Von wilden Camps der Gipfelgegner. Die Wiesen dort eignen sich halt prächtig zum Zelten. Hans-Jürgen Winetzka (59) aus Rabenhorst fürchtet um sein Kaminholz im Garten: "Das wird wohl für Lagerfeuer drauf gehen", glaubt er. "Na, gibt Schlimmeres." Bauern hätten erzählt, dass sie befürchten, Rinder könnten von den Weiden getrieben und gegen die Polizei eingesetzt werden. Also hat die Polizei Landwirte zur Info-Veranstaltung eingeladen. Georg Mair vom Mühlenhof Agrar Rethwisch mit 2500 Rindern ist nun beruhigt: "Wir sollen unsere Rinder in eine Niederung am Conventer See treiben. Die Polizei passt auf die Tiere auf." Polizisten bewachen also Rinder. Die autonome Szene würde das gewiss anders ausdrücken: Bullen bewachen Bullen. Oder so. Tygrena Weber aus Rethwisch lässt fast alles auf sich zukommen. Fast! "Wir werden vorher groß einkaufen, so dass wir versorgt sind. Dann müssen wir nicht raus." Die Straßen seien doch alle zu. Dass in ihrem Dorf was passiert, befürchtet sie nicht. "Wir sind sechs Kilometer weg. Das berührt uns nicht." Anders in Reddelich. Im Gewerbegebiet der 690-Seelen-Gemeinde wird am Gipfel-Camp gebaut. Junge Leute in Zimmermannskluft schleppen Holz heran. Reden wollen sie nicht. Fotografiert werden auch nicht. 5000 Gipfelgegner sollen hier unterkommen. Metzger Axel Hackendahl (40) reicht es: "Ich hab' die Schnauze voll!" Das Camp grenzt an sein Firmengelände und seine Lebensbaumhecke am Einfamilienhaus. Gefragt hat ihn niemand. "Wenn 5000 Leute tagelang gegen meine Hecke pinkeln, ist die hin." Hackendahl hat mit dem "Vorauskommando", wie er sagt, geredet: "Die Kumpels da von den Demonstranten haben mir empfohlen, ich soll mal meine Werbeschilder abmontieren. Sonst gibt das Ärger." 80 Prozent der Leute im Camp seien Veganer und Vegetarier. Auf seiner Werbung läuft eine Sau durchs Bild. Messer und Gabel im Rücken. "Die haben mir gesagt, auf Typen wie mich seien die nicht so gut zu sprechen. Jetzt habe ich Angst um unsere Existenz." Michael Joppeck (37) hat vorgesorgt. 2,40 Meter ist der Zaun hoch, der seine Firma umschließt. Messerscharfer Nato-Draht oben drauf. Das gleiche Modell, das Heiligendamm umgibt. Joppecks Sicherheitsdienst und Kommunalservice grenzt ebenfalls ans Camp. Die Demonstranten seien auch auf ihn "ein bisschen sauer", da er den Zaun nach Heiligendamm transportiert hat. Joppeck will Kameras mit Nachtsichtgeräten installieren. Die Firma sei rundum besetzt. Seine Diensthunde laufen hinter dem Zaun. "Das wollten die uns verbieten. Muss man sich mal vorstellen! Die kommen hierher und wollen den Leuten ihren Willen aufdiktieren. Die sind Gäste hier!" Erhard Rünger (60) sieht alles entspannt. Der parteilose Bürgermeister von Reddelich wurde nicht gefragt, als der Landkreis seiner Gemeinde ein Demonstranten-Camp aufdrückte. "Na gut, wir werden jetzt beschimpft, dass wir das genehmigt haben. Aber irgendwo müssen die doch hin. Sonst wären die illegal gekommen." Jetzt steht er mit Leuten des globalisierungkritischen Netzwerks Attac in Kontakt. Die seien sehr kooperativ. "Wir haben das vertraglich geregelt. Die hinterlegen 5000 Euro Kaution und schließen eine Versicherung ab oder die Kaution erhöht sich auf 10 000 Euro." Bleibt alles heil und der Müll ist weg, gibt es das Geld zurück. Sonst werden daraus Schäden beglichen. Sei doch ein guter Deal. Auch in Rostock wird diskutiert. G8 beherrscht die Köpfe. Kitas raten Eltern - etwas verblümt - ihre Kinder zu Hause zu lassen. In einem Info-Blatt der "Kinderwelt" heißt es: "Natürlich sind wir an diesen Tagen besonders wachsam, auf die Sicherheit der Kinder bedacht und planen keine Ausflüge. Wer dennoch im Zweifel ist, sollte für sich selber Sorge tragen und die Kinder abmelden." Andere Einrichtungen sprechen von "Notgruppen" zum Gipfel und raten Eltern, ihre Sprösslinge zu den Großeltern zu bringen (OZ berichtete). Erzieher und Eltern seien verunsichert, heißt es. Die Stadt reagierte prompt: "Panikmache ist fehl am Platze. Die Stadt sieht keinen Grund, an der Sicherheit in Kitas zu zweifeln." Sprecher Ulrich Kunze weist nur auf die enorme Belastung der Verkehrswege hin, nennt aber keinen Grund, warum die Kitas sicher seien. Unternehmen in Rostock sind auf Probleme zur Demo und zum Gipfel eingestellt. Bei der Rostocker Wohnungsgesellschaft Wiro geht man davon aus, dass Pendler normal zur Arbeit kommen. Sprecherin Britt Serwatka: "Wenn Mitarbeiter durch G8 nicht herankommen, sehen wir das als höhere Gewalt an." [http://www.ostsee-zeitung.de/mv/mantel_g8_32363933333338.phtml] ---------------------------------------------------------------------------- - G8-Kritiker von Polizei durch Schwedt eskortiert Schwedt (dpa/bb) - Rund zwanzig G8-Kritiker auf bunt geschmückten Fahrrädern sind am Mittwoch von der Polizei durch Schwedt (Uckermark) eskortiert worden. Die Gruppe war aus Budapest gekommen, wo sie Anfang April zu einer Protestradtour gegen den Gipfel der sieben führenden Industriestaaten und Russlands Anfang Juni in Heiligendamm aufgebrochen waren. Wie ein Mitglied der Gruppe "Shake G8" sagte, wurden die Radler am Grenzübergang Schwedt zweieinhalb Stunden lang kontrolliert, es habe Beanstandungen am Begleitfahrzeug gegeben, einem Traktor mit Anhänger. Es war am Mittwochabend nicht klar, ob die G8-Kritiker ihre Fahrt nach Heiligendamm fortsetzen können. [http://www.morgenpost.de/appl/newsticker2/index.php?channel=beb&module=dpa& id=14622434] ---------------------------------------------------------------------------- - G8 case collapses two years on CHARGES against five protesters arrested during Edinburgh's G8 demonstrations have been thrown out of court after two years. The prosecution case collapsed amid claims police failed to provide video footage said to have been taken at the protest in July 2005. The five defendants today hit out at the cost to the public purse, which is likely to be tens of thousands of pounds. The case against the four men and one woman was brought up in court on 12 separate occasions, but eventually dropped on Monday. Solidarity campaigners John Wight and Kevin Connor were arrested on July 6, 2005, with three others, following an impromptu march along Princes Street. The demonstration started after buses due to take protestors to the official G8 demonstration in Auchterarder were blocked from leaving Waterloo Place. The march reached Edinburgh's West End, but was turned back by police. The protesters headed back towards The Mound, where four now-released coaches were leaving the city. However, because the buses were full, the marchers were not allowed to board. Police decided to invite a delegation from the demonstration to inspect the coaches to prove they were full. Mr Wight, who had organised the transport, and Scottish Socialist Party's Nick Eardley were the first to be selected. Mr Connor and his girlfriend Vanesa Fuertes were also picked to accompany police officers. The four said they were separated from the crowd and once hidden from view, were "pounced on and arrested". They were charged with public order offences. Raphie De Santos, an SSP member, was also arrested and faced the same charges of taking part in a public demonstration without having given notice and failing to desist when ordered to do so. Mr Wight, 39, said: "The police stopped us from taking part in a legal demonstration in Gleneagles, so we had no alternative but to protest here in Edinburgh. "I had been organising the buses from the start, so the police saw me as a leader. They wanted to take me out, so they used the excuse of the buses to get me away from the crowd." Mr Connor, 37, a taxi driver from Meadowbank, said: "It was the first time I had been arrested, and we were really scared. "We were shocked at having been arrested simply for doing something that the police had asked us to do." He added: "What happened since has been a complete farce and absolutely shocking. "Two years and 12 court appearances later, after spending many tens or even hundreds of thousands of pounds of taxpayers' money, the case concocted against the five of us was dropped. "The two-year delay resulted from the reluctance of the police to supply relevant video footage." Cameron Tait, Mr Connor's defence lawyer, said today: "There was an ongoing difficulty obtaining video footage allegedly taken by police on the day. "The Crown discontinued the case by not calling it in court on Monday, May 14." Police declined to comment on the video footage. A police spokeswoman said: "As a result of demonstrations that took place on July 6, 2005 in Princes Street a number of individuals were arrested and reported to the Procurator Fiscal in respect of public order offences. "The cases were thereafter progressed by the Procurator Fiscal service, which has responsibility for decisions around the prosecution of criminal cases." [http://news.scotsman.com/edinburgh.cfm?id=759312007] -------------------------------------------------------------------------- Protest + Widerstand: http://de.indymedia.org/g8heiligendamm Pressespiegel zum G8 2007 unter http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-l =============================================== ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Themen. Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht berücksichtigt) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Do 22.00 Uhr Alles enthalten III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Fri May 18 22:35:09 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Fri, 18 May 2007 22:35:09 +0200 Subject: widerst@nd! - MUND: Samstag, 19.5.2007 Message-ID: <20070518203509.GA7601@brandl.telekabel.at> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! Samstag, 19.05.2007 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 Lebendiges Gedächtnis. 60 Jahre ÖLGRF LesbenFrauenNachrichten at gmx.at ================================================== 02 Einladung_rund um die Uhr Initiative Minderheiten Newsletter ================================================== 03 identities 2007 - INFO 1 - Festivalprogramm komplett - Programmheft erhältlich! "identities 2007" ================================================== 04 GA: ladyfest / homophobie / song contest / energie "Andersrum Wien" ================================================== 05 Reminder: Sonntag MALMOE ================================================== 06 Fwd: Lebendiges Gedächtnis. 60 Jahre ÖLGRF LesbenFrauenNachrichten at gmx.at ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 07 GLB/ÖBB/Faymann/Privatisierung "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 08 Heiligendamm Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 09 Fremdenrecht, Kunstauktion, Rassismusspot "SOS Mitmensch" ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 Lebendiges Gedächtnis. 60 Jahre ÖLGRF LesbenFrauenNachrichten at gmx.at ================================================== Zum Veröffentlichen, Aushängen, Weiterschicken und Weitererzählen Die Österreichische Lagergemeinschaft Ravensbrück und Freund- Innen (ÖLGRF) ist die Organisation der Überlebenden des KZ Ravensbrück und Frauen der nächsten Generationen. Zum 60-Jährigen Bestehen laden wir zu folgenden Veranstaltungen ein: Dienstag, 15. Mai 2007, 19.00 Uhr ORT: Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien Filmvorführung Irmas Zeit (2007), von Alenka Maly und Roland Freinschlag über Irma Trksak; In Erdberg steht ein Häuserl (2007), ein Spaziergang mit Hermine Jursa, von Tina Leisch. Freitag, 1. Juni 2007, 15.30 Uhr ORT: Parlament, Dr. Karl-Renner-Ring 3, 1017 Wien Festveranstaltung zum 60-jährigen Bestehen (Einlass nur nach persönlicher Einladung durch ÖLGRF und Parlament) Samstag, 2. Juni 2007, 20.00 Uhr ORT: Hof des Amerlinghauses, Stiftgasse 8, 1070 Wien Konzert Coincidence mit Esther & Edna Béjarano Sonntag, 3. Juni 2007, 11.00 Uhr ORT: FrauenLesbenMädchenZentrum Wien, Währingerstr./Prechtlg., 1090 Wien (An der schwarzen Tür läuten) Erinnern und Gedenken führt zum Heute Verfolgte des NS-Faschismus und Frauen der jüngeren Generation im Gespräch mit Esther Béjarano, Ceija Stojka und Irma Trksak Gespräche zur persönlichen Geschichte, Rückkehr, Weiterleben, Weitergabe der +Erfahrungen, Wünsche und Erwartungen an die jüngeren Generationen und zu Wegen der Auseinandersetzung mit dem NS-Faschismus und der Verbundenheit +mit der Lagergemeinschaft, Weitergeben und Gedenken heute und zukünftig, +verbunden mit eigenen Zielen. Für Frauen! ================================================== 02 Einladung_rund um die Uhr Initiative Minderheiten Newsletter ================================================== rund um DIE UHR - eine Toninstallation von 19.5. bis 2.6. 2006 - mit Interviewsequenzen vom Brunnenmarkt Eröffnung 19.5., 19:35, unter der Uhr Die Künstlerin Tatia Skhirtladze und die Sozialanthropologin Hanna Esezobor haben mit Unterstützung von gangart in diesem Jahr für SOHO IN OTTAKRING das künstlerische Projekt "rund um DIE UHR" gestaltet. Die einzige öffentliche Uhr am Brunnenmarkt wird darin zum Ausgangspunkt von Erzählungen. Das Projekt befasst sich mit verschiedenen Aspekten von Zeit im Verhältnis zu den Entwicklungen im lokalen Umfeld des Brunnenmarktes und nimmt den Aufwertungsprozess des Marktes sowie das Motto von SOHO "Alles wird schön!" zum Thema. Während des gesamten Festivals vom 19.Mai bis 2.Juni wird die Uhr stündlich "schlagen"  und mit den Stimmen von Frau Avci - der Besitzerin der Uhr - MarktstandlerInnen, AnrainerInnen und KundInnen  "sprechen". Zum ersten Mal wird die Uhr am 19.Mai um 20 Uhr zu hören sein. FreundInnen, Bekannte und alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich zur Eröffnung dieses ungewöhnlichen Projektes zu einer ungewöhnlichen Zeit an einem ungewöhnlichen Treffpunkt zusammen zu finden. Eröffnung: rund um DIE UHR Uhrzeit: 19:35 Treffpunkt: unter der Uhr, Brunnengasse 66 Toninstallation von 19.5. bis 2.6.2006 zu jeder vollen Stunde Schön, wenn Sie sich die ZEIT nehmen. http://www.sohoinottakring.at/2007/proj_detail.php?pid at 1 Und noch ein Veranstaltungshinweis: Donnerstag 31. Mai, 19:30, Projektwerkstatt-SOHO, Schellhammergasse 24 Alles wird schön? Eine Spekulation über Gegenwart und Zukunft des Brunnenviertels anhand von Interviewcollagen aus den Projekten "DIE UHR" von Hanna Esezobor und Tatia Skhirtladze und LIVESAFELYINEUROPE" von Emanuel Danesch. Es diskutieren: Brigitta Maczek (Architektin), Nesli Avci (Geschäftsfrau) angefragt, Yalcin Tutus (Standbetreiber), Emanuel Danesch (Künstler), Reinhard Kroiss (Landschaftsarchitekt), Verena Mörkl (Gebietsbereuung), Moderation: Monika Mokre http://www.sohoinottakring.at/2007/prog_detail.php?eid8 ================================================== 03 identities 2007 - INFO 1 - Festivalprogramm komplett - Programmheft erhältlich! "identities 2007" ================================================== identities 2007 QUEER FILM FESTIVAL 7. - 15. Juni Filmcasino, Cinemagic, Top Kino präsentiert von DV8-FILM Das PROGRAMM ist FIXIERT, in exakt DREI WOCHEN geht es los! Die frisch gedruckten PROGRAMMHEFTE liegen ab sofort im FILMCASINO, im TOP KINO und an hunderten Stellen in ganz Wien auf bzw. sind postalisch schon auf dem Weg zu Ihnen, wenn Sie auf der identities-Mailingliste sind. Wenn nicht, schnell bestellen - selbstverständlich gratis - bei DV8-FILM T. (01) 524 62 74 office at identities.at www.identities.at - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - NICHT IN WIEN ZU HAUSE? Reiseplanung für identities 2007 noch offen? Zwei SPEZIELLE ANGEBOTE für FestivalbesucherInnen: Das ÖBB EVENT TICKET für identities-BesucherInnen aus Österreich, die per BAHN anreisen. Bis zu 60% Rabatt auf das ZUGTICKET. Wie geht das? Mit Gutschein - ausfüllen und am Bahnschalter abgeben - oder direkt online das ÖBB EVENTticket buchen. >Gutschein PDF und Onlinebuchung über www.event.oebb.at. << Die AUSTRIAN AIRLINES CONGRESS FARE - speziell für FestivalbesucherInnen aus dem Ausland, die per FLUG anreisen. 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MEHR: http://plone.ladyfestwien.org/ ---------------------------- GLÜCKWUNSCH, SERBIEN! ---------------------------- Die lesbische Song Contest Siegerin Marija Serifovic schreibt Geschichte nicht nur für Serbien, sondern für Europa. Ulrike Lunacek gratuliert. MEHR: http://www.gruene-andersrum.at/international/artikel/lesen/16183/ ---------------------------- ENERGIESPARWOCHEN ANDERSRUM ---------------------------- Wir gehen auf Klima-Tour. Wer Energiespartipps erhalten möchte, dadurch das Geldbörsel schonen und einen Beitrag für den Klimaschutz leisten will, kann sich bei uns melden. Wir besuchen Euch gerne! MEHR: http://www.gruene-andersrum.at/wien/artikel/lesen/16182/ ============================ http://www.gruene-andersrum.at/ ============================ Fragen? E-Mail an: newsletter-andersrum-request at gruene.at -- Die Grünen Andersrum Wien c/o Grüner Klub im Rathaus AT-1082 Wien Tel.+43-(0)1-4000 DW 81813 Fax +43-(0)1-4000 DW 99 81811 http://www.gruene-andersrum.at ================================================== 05 Reminder: Sonntag MALMOE ================================================== Malmoe zu Gast bei FM4 Millieu Kess Sonntag, 20.5. 21h Elektro Goenner (Mariahilferstr.101, 1060 Wien; www.elektro- g.at) "Kalter Krieg im Kinderzimmer" Kalter Krieg im Plattenkoffer: DJ Boris vs. DJ Beatnik + Spezialgast A-Tom Visual-Programm: Supermaechte auf der Jagd nach dem inneren Feind - Devianz im Zeichentrick Nu Pagadi vs. Snagglepuss Shadoks vs. Gibis Im Kalten Krieg war die innere Front ein mindestens ebenso zentrales Kampffeld wie der Ruestungswettlauf mit dem Aussenfeind. Abweichende Lebensentwuerfe standen tendenziell unter Verdacht. Auch im Kinderprogramm wird der Kampf gegen subversive Elemente thematisiert - allerdings nicht immer vollstaendig im Sinne der normalisierenden Maechte... Es treten an: * Nu Pagadi! ("Na warte!") (UdSSR) Ein Beatnik und Herumtreiber in Wolfsgestalt macht (seit 1969) im Stil der Roadrunner-Cartoons immer aufs Neue erfolglos Jagd auf einen braven Hasen - und dabei gleichzeitig bei Generationen faszinierter osteuropaeischer Kinder heimlich Werbung fuer ein Gammler-Leben. http://www.zeichentrickserien.de/hasewolf.htm * Snagglepuss (USA) Ein freundlicher rosa Bergloewe mit affektiert-dandyhaftem Gehabe, der von den Normalos permanent zum wilden Tier erklaert und gejagt wird, macht das ahnungslose Publikum der Yogi-Baer Serie ab 1960 mit einem gay lifestyle bekannt. http://members.aol.com/PaulEC2/Snagglepuss.html * Les Shadoks (Frankreich) Die tollpatschigen Shadoks und die begabten Gibis sind mit ihren schrottreifen Planeten unzufrieden und starten einen Raketenbau- Wettlauf, um auf die Erde zu gelangen. Doch die ist von dem manischen Allesfresser-Insekt Gégène besetzt ... Eine kultisch verehrte Allegorie auf den Klassenkampf, das Ringen der Supermaechte, konformistische Beschraenktheit und eine Reihe anderer gesellschaftlicher Zustände um 1969. http://de.wikipedia.org/wiki/Shadoks Ein Begleitprogramm zum Schwerpunkt "Kalter Krieg in Popkultur und Politik" in der aktuellen Malmoe Ausgabe, Heft 37 http://www.malmoe.org _______________________________________________ malmoe newsletter http://www.malmoe.org ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 06 GLB/ÖBB/Faymann/Privatisierung "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================== Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110 Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 - Mail office at glb.at - Web www.glb.at - Ausgabe vom 18. Mai 2007 Neoliberale Versumpfung der Sozialdemokratie Massive GLB-Kritik an Faymann-Ansage für Privatisierung der ÖBB "Die Ungeniertheit, mit welcher Infrastrukturminister Werner Faymann (SPÖ) eine Privatisierung der ÖBB durch einen Börsegang oder das Hereinholen eines strategischen Partners ankündigt, zeigt die neoliberale Versumpfung der heutigen Sozialdemokratie", kritisiert Ernst Wieser, Bundessekretär der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) in der Gewerkschaft Vida: "Es ist daher auch nicht verwunderlich, wenn die Faymann- Ansage vom früheren Infrastruktur-Staatssekretär Helmut Kukacka (ÖVP) ausdrücklich begrüßt wird." Als gefährliche Drohung müssen die ÖBB-Bediensteten Faymanns Aussage "Nein, aber Börsegang erst, wenn das Unternehmen konsolidiert und aufgebaut ist" empfinden. Bedeutet dies im Klartext doch noch mehr Druck auf das Personal durch Vernichtung weiterer Arbeitsplätze und Druck auf Löhne und Sozialleistungen. Laut der jüngsten Bilanz wurde allein im Jahr 2006 der Personalstand um weitere 3.100 Beschäftigte reduziert und gleichzeitig bei einem Umsatzzuwachs von 5,0 auf 5,6 Milliarden Euro der Gewinn von 13 auf 32 Millionen Euro gesteigert. Schon vor der Nationalratswahl 2006 hatte Kukacka motiviert durch den Börsegang der Deutschen Bahn als "Fahrplan" angekündigt, 2009 eine erste Tranche von 49 Prozent des ÖBB-Güterverkehrs Rail Cargo via Börse zu privatisieren. Ein bis zwei Jahre später sollte dann auch der ÖBB-Personenverkehr in ähnlicher Höhe durch eine entsprechende Kapitalerhöhung an die Börse gehievt werden. Bezeichnend ist, dass laut Kukacka die Infrastrukturbereiche "in jedem Fall zu 100 Prozent" beim Bund bleiben sollen, für die nichtprofitablen Bereiche der ÖBB darf weiterhin die öffentliche Hand aufkommen. Dies bekräftigt jetzt auch Faymann mit der Aussage "Worum sich niemand reißen wird, ist der Nahverkehr". Die Demontage der ÖBB hat allerdings bereits mit der Ausgliederung aus dem Bundesbudget 1994 unter Regierungsverantwortung von SPÖ und ÖVP begonnen und erreichte mit der Zerstückelung in zahlreiche Teilgesellschaften unter dem Dach einer Holding durch die ÖVP/BZÖ-Regierung den bisherigen Höhepunkt: "Der Hintergrund der Holding-Struktur ist, durch diese Filetierung die profitablen Bereiche dem Privatkapital und Anliegern auszuliefern", kritisiert Wieser. ÖBB-Chef Martin Huber hat schon 2006 verbunden mit einer "Vision vom Kapitalmarkt" einen solchen Börsegang ventiliert, auch wenn ein solcher nicht ausdrücklich im Koalitionsabkommen enthalten ist, erfolgen die Vorleistungen dafür zweifellos in Abstimmung mit der Regierung und sind die logische Fortsetzung der Zerstörung der Bahn unter dem Diktat einer EU-konformen Liberalisierung. Der GLB tritt im Gegensatz zu den Regierungsplänen für den Rückbau der ÖBB zu einem einheitlichen staatlichen Unternehmen ein und weist auf die negativen Erfahrungen in verschiedenen Ländern mit der Zerschlagung und Privatisierung der Bahn hin. Seit der Ausgliederung der ÖBB aus dem Budget wurden unter GD Helmut Draxler (SPÖ) von 1993 bis 2001 über 15.000 Arbeitsplätze abgebaut, dessen Nachfolger Rüdiger vorm Walde (parteilos) vernichtete von 2001 bis 2004 weitere 1.600 Eisenbahnarbeitplätze und Martin Huber (ÖVP) baute seit seinem Amtsantritt 2004 bereits weitere rund 5.800 Arbeitsplätze ab, womit der Personalstand mit Jahresende 2006 auf 42.951 Beschäftigte reduziert wurde. Mit einem Börsegang ist unter dem Druck der Erwartungen der Aktionäre ein weiterer verstärkter Personalabbau zu befürchten, als dessen Folge der Leistungsdruck auf das verbleibende Personal weiter steigt. Der GLB-Vida erwartet sich daher von Eisenbahner- Gewerkschafter und FSG-Chef Wilhelm Haberzettl eine klare Absage an Faymanns Pläne und die Ablehnung derselben im Parlament durch die dort vertretenen GewerkschafterInnen. ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 07 Heiligendamm Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- Zum 9. Mai: www.gipfelsoli.org/Repression/Anschnallen_bitte Zur Allgemeinverfügung: www.gipfelsoli.org/Repression/Allgemeinverfuegung - Eilantrag gegen Demonstrationsverbot eingereicht - Informationen zum Aktionstag am Bombodrom am 1.6.2007 - Hinweise zu PMR/"Walkie-Talkies" - Karawane zum G8-Gipfel startet in Neuburg - Ready to enter! - 220 offene Stellen - Popstars warnen vor Aggressionen - Wie Heiner Geißler zu Attac kam ----------------------------------------------------------------------------- Eilantrag gegen Demonstrationsverbot eingereicht [Gipfelsoli Infogruppe | International Press Group] Sternmarsch-Bündnis klagt notfalls bis zum Bundesverfassungsgericht Außenpolitik der G8 begründet "polizeilichen Notstand" Pressemitteilung 18. Mai 2007 Mit dem Erlass einer "Allgemeinverfügung" hat die Versammlungsbehörde alle Demonstrationen in der Nähe Heiligendamms verboten. Betroffen ist das Gebiet innerhalb des Sperrzauns sowie bis zu 4 Kilometer außerhalb. Damit soll der Protest bis auf 6 Kilometer Distanz gehalten werden. Betroffen von der Maßnahmen ist unter anderem der Sternmarsch, der für den 7. Juni geplant ist. Unter dem Motto "Den Protest nach Heiligendamm tragen" soll der Sternmarsch zur Abschlusskundgebung in Heiligendamm führen. Das Sternmarsch-Bündnis beantragt heute beim Verwaltungsgericht Schwerin ein Eilverfahren gegen das Verbot. Eine Entscheidung wird Ende nächster Woche erwartet. "Wir lassen uns das Demonstrationsrecht notfalls durch das Bundesverfassungsgericht bestätigen", kündigt eine Sprecherin des Sternmarsch-Bündnisses an. Die Verbotszone erstreckt sich bis zum Camp in Reddelich und bis kurz vor das Camp in Wichmannsdorf. Ein Sprecher der BAO "Kavala" kündigte an, dass Ansammlungen von 3 Personen bereits als verbotene Versammlung gewertet werden. "Das heißt, schon wenn wir dort zu dritt das Camp-Gelände verlassen, können wir nicht nebeneinander gehen, ohne sofort von der Polizei auseinandergetrieben zu werden", kritisiert eine Camp- Teilnehmerin vom FrauenLesbenTransgender-Netzwerk. Das Demonstrationsverbot beruft sich laut "Kavala" auf einen "polizeilichen Notstand" und wird unter anderem mit der Außenpolitik der G8-Staaten begründet. Wegen Kriegen in "Irak, Libanon, Syrien, Iran, Afghanistan, Pakistan sowie in Palästina" bestünde für die Repräsentanten der G8 "eine latente Bedrohungslage". Auch die deutsche Regierung sei "durch das verstärkte Engagement der Bundesrepublik Deutschland in Krisenregionen" gefährdet. Gemeint ist unter anderem die Beteiligung am Krieg in Afghanistan. Eine absurde Begründung, findet Hanne Jobst von der Gipfelsoli Infogruppe: "Protest wird verboten, weil er keine gute Außenwirkung auf ausländische Entscheidungsträger hätte. Die G8 maßen sich an, ohne jede Legitimation Entscheidungen über das Leben von Millionen Menschen zu treffen. Der Ärger dieser Menschen sei ihnen aber nach Meinung der Polizei nicht zuzumuten." Auch Pop-Sänger Herbert Grönemeyer musste dies zugeben: "Es gibt eine wirkliche Wut" erklärte er vorgestern in der "taz". Unterdessen ist diese Woche wegen des G8-Gipfels 2005 in Schottland ein weiteres Gerichtsverfahren gegen Demonstranten eingestellt worden. Die fünf Aktivisten wurden auf dem Weg zur Abschlussdemonstration zum Tagungshotel in Gleneagles in Gewahrsam genommen. "Wie immer bei Gipfel-Protesten versucht die Polizei durch willkürliche und oft illegale Maßnahmen zu verhindern dass der Protest zum Adressat der Kritik gelangt", so Gerda Achterhuis vom niederländischen dissent-Netzwerk. "Das Demonstrationsverbot überrascht uns also nicht. Wir lassen uns jedoch nicht einschüchtern und mobilisieren weiter zum Sternmarsch und allen anderen Aktionen gegen das G8-Treffen", schließt Achterhuis. Gipfelsoli Infogruppe: +49 0160 95314023 International Press Group: +49 160 92437902 Hintergrund: Amtliche Bekanntmachung der Polizeidirektion Rostock (Ausführliche Begründung, 23 Seiten): http://gipfelsoli.org/Repression/1701.html ----------------------------------------------------------------------------- Informationen zum Aktionstag am Bombodrom am 1.6.2007 Wie geplant, wollen wir unter dem Motto "Jedes Ziel ist ein Zuhause" am 1. Juni das Bombodrom-Gelände in der Kyritz-Ruppiner Heide in einer Aktion Zivilen Ungehorsams besiedeln. Unser Ziel ist es, ein deutliches Zeichen der Ablehnung von Kriegsübungen und Militäreinsätzen zu setzen. Sollte es von Seiten der Polizei oder Bundeswehr Eskalationsversuche geben, so werden wir darauf nicht eingehen. Wir haben unser eigenes Drehbuch. Die Angelegenheit soll gelassen, entschlossen und ziemlich pink vonstatten gehen. Den Aufruf und wichtige Hintergrundinfos findet ihr unter www.g8andwar.de. Hier jetzt wichtige praktische Informationen. Anreise (s. Karte) Reist möglichst bis zum 31.05 an, damit Ihr Euch an den Infoveranstaltungen zu der Besiedlung beteiligen könnt. Wer am 01.06. erst kommen kann, sollte wenn irgend möglich bis 12 Uhr an einem der Kundgebungsorte sein. Wer nach 14.30 Uhr ankommt, sollte sich am Infotelefon nach Treffpunkten erkundigen. Bitte schaut kurz vor dem Losfahren nochmal auf www.g8andwar.de, ob sich etwas geändert hat. An den Kundgebungsorten werden wir aktuelle Informationen ausgeben. Wir planen am ehemaligen Pink Point (an der Straße zwischen Schweinrich und Neu Lutterow) einen Infopunkt einzurichten, der während der ganzen Aktion besetzt ist. Infotelefon 0174-3558963. Anreise zu den Camps ab 29.05. Zempow Auto: Von Berlin bis Flecken Zechlin (s.o.) Ortseingang Flecken Zechlin rechts ab in den Ort, Kreuzung Ortsende links nach Zempow. In Zempow an der Kirche links und dann geradeaus. Von Hamburg A24, Abfahrt Wittstock/Pritzwalk, durch Wittstock zuerst Richtung Röbel, dann noch im Ort rechts über Berlinchen, Sewekow, Buschhof, Zempow-Schildern folgen. In Zempow am Ortseingang rechts. Zug: Mirow (14 km, keine Busverbindung), Rheinsberg (Bus 785 bis Flecken Zechlin, 793 bis Zempow) oder Wittstock (Bus 746) Luhme Auto: Von Berlin A 24 Berlin-Hamburg, Abfahrt Neuruppin, Richtung Rheinsberg, aber in Gühlen-Glienicke nicht nach Rheinsberg abbiegen sondern weiter bis Flecken Zechlin. Am Ortseingang rechts Richtung Zechlinerhütte, durch Flecken, Richtung Luhme, in Luhme rechts Richtung Heimland, im OT Heimland links in den Heegeseeweg einbiegen. Von Hamburg aus die A 24 Hamburg-Berlin, Abfahrt Wittstock, Richtung Rheinsberg, in Flecken-Zechlin weiter wie oben. Zug: bis Bahnhof Rheinsberg. Von Rheinsberg sind es über Zechlinerhütte 12 km bis nach Luhme (mit Fahrrad oder Abholung vorher vereinbaren). oder Bus 785 nach Flecken Zechlin Abfahrt: 11.22/13.49/16,45/18.20,( ca 30 - 40min) Zug bis Neuruppin/Rheinsberger Tor und Bus nach Flecken Zechlin Abfahrt: 11.42/13.02/14.02/15.02/15.42/16.42/ (ca 30 bis 40min) Von dort Abholung vereinbaren Zechlinerhütte Auto: PKW: Von Hamburg oder Berlin A24 bis Neuruppin, von dort den Schildern nach Rheinsberg folgen. Dort Wegweisern nach Zechlinerhütte folgen. Zug: bis Bahnhof Rheinsberg, Bus 788 Richtung Großzerlang bis Zechlinerhütte Katerbow Auto: Von H amburg oder Berlin A 24bis Neuruppin, Richtung Neuruppin abfahren und gleich links nach Bechlin, Kränzlin. , Darritz, Wahlendorf, dahinter rechts Richtung L18, L18 Richtung Wittstock bis Katerbow, dort Schildern folgen. Zug: Bis Bahnhof Netzeband, von dort ca. 3km zu Fuß / mit Fahrrad. Schweinrich (Campingplatz am See) Auto: Von Berlin oder Hanburg A24 bis Abfahrt Wittstock, in Wittstock der Ausschilderung "Richtung Rheinsberg" folgen. Über Babitz kommt Ihr nach ca 12 km in Schweinrich an. Gleich am Ortseingangsschild Schweinrich links abbiegen Richtung Dranse. Nach 300 m führt rechts ein Waldweg direkt zum Naturcampingplatz Blanschen. Zug: nach Wittstock Dosse, ab dort Bus 747 nach Schweinrich, Abfahrten: ab :09:05 an 9.18, ab:15:05 an15:18, ab :16:03 an 16:36 , ab :17:05 an 17:18 Anreise am Aktionstag 01.06. Zu den Kundgebungsorten Schweinrich und Neu-Lutterow Anreise möglichst mobil mit Fahrgemeinschaften. Schweinrich: Auto: Von Berlin oder Hanburg A24 bis Abfahrt Wittstock, in Wittstock der Ausschilderung "Richtung Rheinsberg" folgen. über Babitz kommt Ihr nach ca 12 km in Schweinrich an. Zug: Zug nach Wittstock Dosse, ab dort Bus 747 nach Schweinrich, Abfahrten: ab :09:05 an 9.18, ab:15:05 an15:18, ab :16:03 an 16:36 , ab :17:05 an 17:18 Sammeltaxi steht in Wittstock bereit um11.00, 12.00 und 13.00 Uhr jeweils 8 Plätze für jeweils insgesamt 17,00 Euro. Zu anderen Zeiten bitte vorbestellen (Telnr.:03394/712321) Neu Lutterow: Auto: Von Berlin A24 bis Neuruppin, durch Neuruppin Richtung Rheinsberg, aber hinter Gühlen-Glienicke nicht nach Rheinsberg abbiegen, sondern weiter bis Flecken Zechlin, dort links Richtung Wittstock. Neu-Lutterow liegt links der Straße. Die Kundgebung ist an der Straße nach Schweinrich, da wo sie auf die Bombodrom- Grenze stößt. Von Hamburg über Schweinrich (s.o.) Richtung Flecken Zechlin, die Straße führt (legal) durch das Bombodrom- Gelände, dort wo sie das Gelände verlässt ist die Mahnsäule und Kundgebung. Zug: Bahnhof Rheinsberg, Bus 785 nach Flecken Zechlin (ab 11.22, an 11.49) oder Bahnhof Neuruppin, Bus 787 nach Flecken Zechlin (ab11.42 , an 12.20) Von Flecken-Zechlin wird es ein Taxi oder Shuttle nach Neu-Lutterow geben. Wasser/WC/Verpflegung: Unbedingt in den Camps anmelden, mit wie vielen Leuten Ihr kommt, damit entsprechend die Logistik organisiert werden kann. Ferienland Luhme, Heegeseeweg 8 & 9, 16837 Luhme, freke at t-online.de, 0177-8234242 Bioland Ranch Zempow, Birkenallee 12, 13837 Zempow, topinambur at zempow.de, 033923-76915 Naturcampingplatz "Am Blanschen", Ute und Jürgen Erfurth, 16909 Wittstock OT Schweinrich, 033966-60395, 0173-5844500, info @campingplatz-blanschen.de Camp Katerbow , Kontakt über Johannes Oblaski, Tel. 0171-2195136 Zechlinerhütte: Ferieninsel Tietzowsee, Zur Tietzowsiedlung 7, 16831 Zechlinerhütte, Tel.:033921/70228, ferieninsel.tietzowsee at t-online.de Kosten sind fürs Zelten 2 Euro (bzw.Schweinrich 3 Euro) pro Person und Nacht, für Betten (Luhme, Zechlinerhütte) 5 Euro. In Luhme gibt es ein für Rolli-FahrerInnen geeignetes Appartement. In Zempow und Katerbow wird es rolli-geeignete Toiletten geben. Leider gibt es überall Sandwege, die mit Rollis schwer zu bewältigen sind. Alle Camps verfügen über WCs, Wasser und eine zentrale Küche. Am Aktionstag möglichst selbst versorgen, vor allem an genügend Wasser denken. Wir versuchen, dass an den Kundgebungsorten am 01.06 Voküs bzw. kommerzielle Essensstände aus der Region vorhanden sind. Treffpunkte Bioland Ranch Zempow Hier trifft sich die Clownsarmee, Kontakt: traumzirkus at web.de oder 0175 9620785 Campingplatz Schweinrich Hier treffen sich: die Lebenslaute Kontakt: www.Lebenslaute.de, X-tausendmal quer, Kontakt: www.x1000malquer.de und voraussichtlich Frauen/Lesben/Queer, Kontakt: apo at bamm.de Camp Katerbow Hier treffen sich voraussichtlich die Fahrradkarawanen, Kontakt: wwwg8-bikerides.net Zechlinerhütte Hier werden die Euromärsche sein, Kontakt: www.euromarches.org/deutsch Ferienland Luhme evtl.: Frauen/Lesben/Queer, Kontakt: apo at bamm.de Wichtige Ausrüstungsgegestände: Zelt, Schlafsack, Geschirr und Besteck, festes Schuhwerk, Regenjacke, Taschenlampe, Kompass und ausreichend Behälter für Wasser. Wenn Handys dann D2-Netz. Verhaltensregeln auf dem Bombodrom: Kein Feuer, nicht die Wege verlassen, auf keinen Fall Munitionsreste berühren, sich nicht den Markierungen (Fähnchen) des Munitionsräumdienstes nähern. Das Bombodrom-Gelände ist Flora-Fauna-Habitat und teilweise Naturpark. Bitte seid aufmerksam und nehmt Rücksicht auf die Tier- und Pflanzenwelt. Ermittlungsausschuss (EA) Der EA nimmt Meldungen über Festnahmen etc. entgegen, versucht herauszufinden wo Leute hingebracht werden und kümmert sich bei Bedarf um AnwältInnen etc. Bitte ruft hier an wenn ihr festgenommen / in Gewahrsam genommen werdet oder dies bei anderen beobachtet. Nach Freilassung unbedingt wieder abmelden! Tel. 030-6922222 Termine Ab 24.5. Ankunft der Fahrradkarawane Ost Montag, den 28.5. Ankunft der Lebenslaute in Schweinrich Dienstag, 29.5.: Camperöffnung Dienstag 29.05. und Mittwoch, 30.05. 20.00 Uhr Infoveranstaltungen zur Kampagne "Bomben Nein-wir gehen rein" in den Camps Donnerstag, 31.5. Info- und Kulturtag 18.00 Plenum Clownsarmee in Zempow 19.00 Vorkonzert der Gruppe Lebenslaute in Rheinsberg (Kirche), "G-Dur statt G8 - Polyphon gegen's Bombodrom" 20.30 Info-Veranstaltungen zur Besiedlungsaktion am 1.6. in den Camps und in Rheinsberg Freitag, 1.6. Aktionstag Jedes Ziel ist ein Zuhause Mittags Ausstellung: Die Initiative "Ferien vom Krieg" möchte Unterschriften von Kindern aus Kriegsgebieten unter einen Friedensappell der Öffentlichkeit zugänglich machen. Ab 12.00 Infos, Essen ujnd Auftaktkundgebung in Schweinrich (Mahnsäule, von Schweinrich aus Richtung Bombodrom, ca 1 km nach Ortsausgang rechts) und Neu-Lutterow, Mahnsäule (von Flecken Zechlin aus Richtung Bombodrom, vorbei an Alt - und Neu-Lutterow, die Straße führt direkt auf die Mahnsäule zu, bevor sie rechts abknickt) 14.30 Demonstrationszüge zum Pink Point, anschließend Besiedlung mit rosa Pyramiden, Lebenslaute-Konzert, Übernachtung auf dem Platz Ab 16.00 Mahnwache und Infopunkt am ehemaligen Pink Point Samstag, 2.6. Demonstration in Rostock Ab 7 Uhr gemeinsames Frühstück, anschließend Abfahrt zur Demo nach Rostock ab Schweinrich. Pkw-Mitfahrbörse; Beschränkte Zahl von Plätzen in Bussen steht zur Verfügung, Voranmeldung unbedingt erforderlich bis 25.5. durch Überweisung von 12,00 Euro auf das Konto: Sonderkonto Sichelschmiede, bei Raiffeisenbank Ostprignitz-Ruppin eG BLZ 160 619 38, Kontonr. 1621661 Stichwort: Bus 02.06, Einzahlungsbeleg gilt als Fahrkarte. Zum Thema "Unterbindungsgewahrsam" hat der EA Anwälte konsultiert, deren Einschätzung ist: Sollten Leute am Bombodrom in Unterbindungsgewahrsam genommen werden, müssten sie spätestens am 2.6. nach Abschluss der Aktion freigelassen werden. Bündnis No War No G8 www.g8andwar.de Infotelefon 0174-3558963 ----------------------------------------------------------------------------- G8: Hinweise zu PMR/"Walkie-Talkies" inzwischen ist der aufruf, PMR/"Walkie-Talkies" zu den gipfel- aktionstagen mitzubringen um das info-radio zu empfangen, verschiedentlich veröffentlicht worden (siehe u.a. http://dissentnetzwerk.org/node/1613). vor allem weil es naheliegend ist, die funkgeräte auch zur eigenen kommunikation zu benutzen, tauchen seitdem in unserem umfeld immer wieder fragen zur anwendung und sicherheit von PMR auf. dieser text soll einige fragen beantworten und ein paar infos und tips zu funkgeräten zusammentragen. PMR ("public mobile radio") sendet und empfängt auf sechs kanälen im frequenzbereich zwischen 446,000 und 446,100 MHz. die nutzung von funkfrequenzen ist international streng geregelt. der frequenzbereich von PMR darf mit unmodifizierten zugelassenen Geräten von jeder und jedem ohne besondere zertifizierung benutzt werden. bevor ihr funkgeräte bei aktionen einsetzt ist es auf jeden fall hilfreich, wenn ihr den umgang damit übt. versucht vor allem ein gefühl dafür zu kriegen, wie verschiedene landschaftsmerkmale die reichweite der geräte beeinflussen. die meisten hersteller geben als reichweite 5 km an. weil sich PMR-funkwellen wie licht ausbreiten, schwächt jedes hindernis den empfang. eine verbindung über den optischen horizont hinaus ist nicht bzw. nur über reflektionen möglich, d.h. wo die sicht versperrt ist, gibt es auch keinen empfang. in städten sind oft nicht mehr als 500m drin. unter optimalen bedingungen (von hügelspitze zu hügelspitze und mit guten antennen) können hingegen auch 50-100 km überbrückt werden. durchschnittlich liegt die reichweite bei etwa 1,5 bis 2 km. denkt beim senden immer daran, dass euch alle hören können, die auf den gleichen kanal geschaltet haben und sich in reichweite befinden. mit hilfe von pilottönen - kontrolltöne die beim funken mit übertragen werden - ist es möglich, sogenannte geschlossene benutzerInnengruppen zu bilden (achtet beim kauf auf CTCSS- oder DCS-fähigkeit des PMR). alle funkübertragungen ohne den festgelegten pilotton werden dann von eurem gerät ausgefiltert, so dass ihr nur mitteilungen innerhalb der benutzerInnengruppe zu hören bekommt. abhörsicher ist das verfahren aber nicht, es geht nur darum, unerwünschte übertragungen auszufiltern. auch bei verwendung von pilottönen und "geschlossenen benutzerInnengruppen" kann also alles was ihr sagt auf jeden fall mitgehört werden. für mitteilungen, die nicht für jede/n bestimmt sind, solltet ihr euch also schon vorher auf einen unauffälligen code einigen. klarnamen sind grundsätzlich zu vermeiden. besonders wenn ihr doch ohne code kommuniziert, weil ihr z.b. eine info an möglichst viele leute weitergeben wollt, müsst ihr daran denken, dass es beim senden immer möglich ist, euch zu orten oder die übertragung später eurem gerät zuzuordnen. solange ihr nur empfangt, seid ihr nicht zu orten. anders ist es beim senden - jede übertragung gibt potentiell euren standort preis. mit modernen peilgeräten können selbst große frequenzbereiche fast in echtzeit überwacht werden. über eine einzelne peilantenne können frequenz, stärke, zeit und richtung eines signals ermittelt werden. um die genaue position des senders zu berechnen, muss das signal von mindestens drei unabhängigen antennen empfangen werden. per triangulation lässt sich dann aus den daten der genaue standort bestimmen. mit dem dichten peilnetz der bundesnetzagentur ist die ortung von signalquellen in städten eine frage von sekunden. auf dem land ist das netz weniger dicht, hier werden zusätzlich mess- bzw. peilwagen eingesetzt. es gibt aber auch eine viel banalere möglichkeit, beim funken unerwünschte aufmerksamkeit auf sich zu ziehen: nämlich durch zufälliges mithören der stimme der senderin. nutzt die in vielen PMR-Geräten eingebauten eingänge für ohrstöpsel um die auffälligen (und unkontrollierbaren) empfangsgeräusche zu vermeiden. um eure eigene stimme beim senden zu dämpfen, legt beide hände um das mikrofon und haltet es möglichst nahe an den mund. sprecht leise, langsam und ruhig mit deutlicher betonung. wenn es euch wichtig ist, nicht aufzufallen, bleibt ruhig auch wenn ihr nicht verstanden werdet oder die andere seite nicht versteht. wenn ihr die stimme hebt ist es wahrscheinlicher, dass ihr entdeckt werdet als dass die übertragung verständlicher wird. entgegen einer verbreiteten annahme ist jeder funkspruch eindeutig einem gerät zuzuordnen. zwar übertragen funkgeräte anders als handys keine gerätekennung. trotzdem ist jedes funkgerät einzigartig. durch winzige variationen bei der Übertragung ist ein funkgerät eindeutig identifizierbar. so ein "fingerprinting" findet nicht in echtzeit statt, der funkverkehr muss dafür aufgezeichnet und analyisiert werden. trotzdem ist auch ein funkgerät kein anonymes medium: auch monate oder jahre auseinanderliegende Übertragungen können eindeutig auf ein gerät zurückgeführt werden, wenn sie mitgeschnitten wurden. natürlich muss dazu auch das gerät selbst sichergestellt worden sein. beschränkt deshalb anzahl und länge der übertragungen auf das nötige minimum. verwendet einen unauffälligen code für mitteilungen, die nicht für jede/n bestimmt sind. auch solltet ihr ein aktionsfunkgerät später nicht für alltägliche funkkommunikation benutzen, um zu vermeiden dass durch "fingerprinting" rückschlüsse auf euch möglich sind. zum schluss noch ein tip für die übermittlung von koordianten über einen unsicheren kanal wie funk oder handy. beschafft euch karten, die mit einem fein gerasterten gitternetz überzogen sind (oder macht selbst welche). markiert punkte auf den karten und beschriftet sie z.b. A, B, C... wenn ihr koordinaten übermitteln wollt nennt ihr einen punkt und die abweichung von diesem punkt in km/einheiten des gitternetzes nach X (rechts) bzw -X (links) und Y (oben) oder -Y (unten). solange eure karten nicht in die falschen hände geraten, können die wahrscheinlichen punkte nur durch beobachtung eurer bewegungen und abgleich mit erfolgten funksprüchen ermittelt werden. deshalb solltet ihr zur sicherheit regelmässig - z.b. täglich - neue punkte festlegen. für den fall, dass etwas schief geht solltet ihr im vorfeld codes und treffpunkte vereinbaren, die nicht auf den karten eingezeichnet sind. be careful, be smart, rock their holy damn boat - hard! dissidente radiopiratInnen ----------------------------------------------------------------------------- Karawane zum G8-Gipfel startet in Neuburg Neuburg (ddp-bay). Die Karawane Tour 2007 startet am Freitag (18. Mai, 10.30 Uhr) im bayerischen Neuburg ihre Reise nach Heiligendamm zum G8-Gipfel. Mit ihrer Tour durch 16 deutsche Städte wollen Flüchtlinge und Migranten gegen die Politik der Gruppe der G8 protestieren, wie die Initiatoren mitteilten. "Wir sind hier, weil ihr unsere Länder zerstört", lautet ihr Motto. Außerdem wollen Aktivisten auf die Lagerunterbringung für Flüchtlinge aufmerksam machen, auf Unterdrückung und Abschiebung. Start der Karawane sei in Neuburg, weil sich hier das größte Flüchtlingslager Südbayerns befinde. [http://de.news.yahoo.com/17052007/336/karawane-g8-gipfel-startet-neuburg.html] ----------------------------------------------------------------------------- Ready to enter! Workshops, Veranstaltung und Filme zum Protest in Heiligendamm 23. Mai 2007 Bethanien Südflügel, Mariannenplatz Nicht mehr lange bis zur Abfahrt - höchste Zeit noch ein paar Vorbereitungen zu treffen und Anti-Repressions-Infos einzusammeln... 12.00 Uhr Demosani-Workshop Platzwunden, Augenspülen, Wegtragen, Bezugsgruppen ... Diese und viele andere praktische Tips zum Umgang mit demotypischen und anderen Verletzungen. Eine kleine Einführung für AktivistInnen und solche die es werden wollen. 16.00 Uhr Infoveranstaltung Out of Action - Emotionale Erste Hilfe Politische Aktivität geht oft mit dem Erleben gewalttätiger Situationen einher, die zu einem psychischen Trauma führen können. Dies ist kein privates Problem der Betroffenen, sondern eine Methode staatlicher Repression, der wir etwas entgegen setzen wollen. In unserer Veranstaltung werden wir erzählen, wie es zu einem Trauma kommen kann, woran ein Trauma zu erkennen ist und Möglichkeiten im Umgang damit aufzeigen. 18.00 Uhr Vokü 19.00 Uhr Polizeivorbereitungen auf den Protest und Widerstand Anquatschversuche, Observationen, Razzien, Demo-Verbote: In den letzten Wochen gehen Polizei, VS und BKA gezielt gegen den breiten Widerstand vor. Auf der Veranstaltung geben wir einen Überblick über die "Sicherheitsarchitektur" zum Gipfel: Polizei- Stützpunkte vor Ort, Lagezentren von Polizei und Bundeswehr, Stand der Demo-Verbote, Anfahrtskontrollen, Reisesperren, Platzverweise, "Vorbeugegewahrsam", Gefangenensammelstellen und was sonst noch passiert in den nächsten Tagen.. 22.00 Uhr Ein Dutzend Mobilisierungsfilme und Clips zum Protest in Heiligendamm. [SupportoLegale Berlin | Gipfelsoli Infogruppe] www.supportolegale.de www.gipfelsoli.org ----------------------------------------------------------------------------- OZ: 220 offene Stellen Sicherheitsfirmen suchen händeringend nach Mitarbeitern, um dem erhöhten Sicherheitsbedürfnis zum G8-Gipfel Rechnung tragen zu können. Vor allem Dienstleister und Händler buchen Wachpersonal. [http://www.ostsee-zeitung.de/archiv/index.phtml?Param=DB-Artikel&ID=2693768] ----------------------------------------------------------------------------- OZ: G8: Popstars warnen vor Aggressionen Berlin (AP) Die Sänger Herbert Grönemeyer und Bono halten eine Radikalisierung der G8-Gegner für möglich. Wenn die Politiker ihre gegenüber Afrika gemachten Versprechungen nicht einhielten, könnten die Menschen immer aggressiver werden, warnte Grönemeyer gestern in Berlin bei der Vorstellung des DATA-Afrika-Berichts 2007. U2-Sänger Bono sagte, bei den Protesten gegen den G8-Gipfel in Genua 2001 habe es bereits einen Toten gegeben. Die Menschen seien ärgerlich. "Ich kann mich der Wut nur anschließen." Auch Verfassungsschutzpräsident Heinz Fromm schloss Ausschreitungen bei den angekündigten Demos gegen G8 nicht aus. [http://www.ostsee-zeitung.de/archiv/index.phtml?Param=DB-Artikel&ID=26937889 ----------------------------------------------------------------------------- Financial Times Deutschland: Wie Heiner Geißler zu Attac kam Die globalisierungskritische Organisation Attac freut sich über ein prominentes Neumitglied. Der frühere CDU-Generalsekretär Heiner Geißler schloss sich vor laufenden Kameras den G8-Kritikern an. Attac-Sprecher Pedram Shahyar bot dem CDU-Politiker während einer Talkshow auf N24 einen Aufnahmeantrag an. Geißler nahm an. "Ich trete bei Attac ein, weil ich das Recht auf gewaltfreie Demonstration, für das Attac eintritt, nachdrücklich unterstütze", sagte Geißler am Mittwoch. Auch inhaltlich teile er die Anliegen der Globalisierungskritiker, die für eine soziale und ökologische Globalisierung einträten. Die humane Gestaltung der Globalisierung sei eine der wichtigsten Aufgaben, "wenn nicht sogar die wichtigste Aufgabe", sagte Geißler. Attac ist ein Netzwerk, dem neben Einzelpersonen Organisationen wie zum Beispiel die Gewerkschaft Verdi, die katholische Laienorganisation Pax Christi und der Umweltverband BUND angehören. Prominente CDU-Mitglieder suchte man bisher vergeblich. Der ehemalige Minister und Generalsekretär ist nach seinem Ausscheiden aus der aktiven Politik immer wieder mit Kritik an seiner Partei in die Öffentlichkeit gegangen. Er macht sich für eine soziale Ausrichtung der CDU stark und polemisiert gegen Parteifreunde, die nach seiner Auffassung "neoliberale" und "turbokapitalistische" Ideen verfolgen. [http://www.ftd.de/koepfe/200716.html?nv=cd-topnews] -------------------------------------------------------------------------- Protest + Widerstand: http://de.indymedia.org/g8heiligendamm Pressespiegel zum G8 2007 unter http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-l ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 08 Fremdenrecht, Kunstauktion, Rassismusspot "SOS Mitmensch" ================================================== *** Fremdenrecht JETZT ändern *** Kunstauktion 07 *** Rassismus-Spot an Unis *** FREMDENRECHT Jetzt ÄNDERN 350 VertreterInnen der Zivilgesellschaft fordern eine Änderung des Fremdenrechtsgesetz: "Gegen den Missbrauch von Fremden und Flüchtlingen als Sündenböcke. Für verantwortungsvolle Politik und qualitätvolle Gesetze!", heißt es in dem Appell weiter, der auf Initiative von SOS Mitmensch heute in der Tageszeitung Der Standard veröffentlicht wurde. Der Appell kann hier unterzeichnet werden: >> http://www.sosmitmensch.at/stories/1524 *** KUNSTAUKTION 07 Am Donnerstag, den 24. Mai geht in der Österreichischen Postsparkasse am Georg Coch-Platz die siebte Kunstauktion zugunsten von SOS Mitmensch über die Bühne. Viele interessante und renommierte KünstlerInnen haben uns großzügig mit tollen Werken unterstützt. Ab dem 21.Mai sind die Exponate täglich von Montag bis Mittwoch zwischen 8:00 und 15:00 Uhr, Donnerstag zwischen 08:00 Uhr und 17:30 Uhr zu besichtigen. Einen Katalog senden wir gerne zu. Die Bilder sind auch auf der Website einzusehen. >> http://kunst7.sosmitmensch.at/ *** RASSISMUSSTREICHEN Noch einige wenige Tage läuft an den österreichischen Universitäten ein kurzer Spot über unsere Anti-Rassismus-Kampagne "Rassismus streichen". Ermöglicht hat dies eine Kooperation mit "Cycamp.at", die den eigens produzierten Kurzfilm osterreichweit auf den Uniscreens zeigen. Interessierte können den Film hier sehen. >> http://www.rassismusstreichen.at/topics/aktuell ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ D) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: Ein m.E. nicht widerstandsrelevanter Beitrag zurückgestellt Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 22:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Mon May 21 09:03:05 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Mon, 21 May 2007 09:03:05 +0200 Subject: mund: mo, 21. mai 2007 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! Montag, 21. mai 2007 ================================================ A) INHALT ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 - Mi, 06.06: 9 Jahre Dauerwelle - das Radio Stimme Fest 2007 radio.stimme_news at initiative.minderheiten.at ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 02 - Gewalt gegen Frauen: Aufenthaltsrecht als großer Problembereich dieinitiative at gmx.at ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< VERANSTALTUNGEN <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 03 - Victor Halb liest Halb_on_Tour at gmx.net ================================================ 04 - Diskussion: Wohin geht Venezuela? office at venezuela-info.net ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 05 - Gipfelsoli Newsletter Heiligendamm, 19. mai 2007 gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ 06 - Gipfelsoli Newsletter Heiligendamm, 20. mai 2007 gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 - Mi, 06.06: 9 Jahre Dauerwelle - das Radio Stimme Fest 2007 radio.stimme_news at initiative.minderheiten.at ================================================ Es wird gefeiert Neun Jahre Radio Stimme, ... 9 Jahre Dauerwelle Das Radio Stimme Fest 2007 live: das trojanische pferd DJs: tazza und Dj Ararat Mi, 06. Juni 2007 Club U (1040 Wien, Karlsplatz -U4 / Ausgang Resselpark) Eintritt: freie Spend -- Radio Stimme - Die Sendung der Initiative Minderheiten Das politische Magazin zu den Themen Minderheiten - Mehrheiten - Machtverhältnisse on air: Wien - Do, 13.00 Uhr - Orange 94.0 - http://www.orange.or.at Innsbruck - Do, 12.00 Uhr - FREIRAD - http://www.freirad.at Kaernten - Do, 19.00 Uhr - Radio AGORA - http://www.agora.at Graz - Sa, 19.00 Uhr - Radio Helsinki - http://www.helsinki.at Linz - So, 11.00 Uhr - Radio FRO - http://www.fro.at on line: weltweit - jederzeit - http://www.initiative.minderheiten.at <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 02 - Gewalt gegen Frauen: Aufenthaltsrecht als großer Problembereich dieinitiative at gmx.at ================================================ Aufenthaltsrecht als großer Problembereich Hotline gegen Gewalt in Österreich zu wenig bekannt - Rosa Logar von der Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt im Gespräch http://diestandard.at/?url=/?id=2882615 "Gewalt gegen Frauen ist nicht auf den öffentlichen Raum beschränkt; vielmehr findet sie hauptsächlich im privaten Bereich statt. In ganz Europa sind ständig zehntausende Frauen und Kinder auf der Flucht vor Gewalt seitens ihrer Ehemänner, Lebensgefährten, Väter oder anderer männlicher Familienmitglieder. Ihr Zuhause - jener Ort, wo sie sich am sichersten fühlen sollten - ist für sie zu einem Ort der Bedrohung geworden... Die überwiegende Zahl der Gewaltakte gegen Frauen findet innerhalb der Familie statt." (Rosa Logar: "Stopping the perpetrator - The new Domestic Violence Bill and the Work of Intervention Centres in Austria", Übers. Markus Flatscher.) In Österreich gibt es gegenwärtig 28 Frauenhäuser. Der Ursprung der österreichischen Frauenhausbewegung liegt im Jahr 1978, als das erste hiesige Frauenhaus begründet wurde. In ihrer ursprünglichen Form ging die Frauenhausbewegung von dem für damalige Verhältnisse revolutionären Grundgedanken aus, dass Frauen die Möglichkeit eingeräumt werden müsse, vor häuslicher Gewalt fliehen zu können. In den Neunzigerjahren wurde dieser Gedanke ausgeweitet: Österreich begann das Recht von durch Gewalt bedrohten Frauen zu schützen, in ihren Heimen zu verbleiben und statt dessen die Täter wegzuweisen. Programm in Wien Die Stadt Wien verfügt über ein proaktives soziales Programm, in dessen Rahmen verschiedene Organisationen mit Opfern, aber auch mit Tätern arbeiten. Frauen, die Opfer von Gewalt werden, haben dabei grundsätzlich die Wahl, Täter wegzuweisen oder in einem Frauenhaus Zuflucht zu suchen. In Kooperation mit der Wiener Männerberatung bietet die Wiener Interventionsstelle ein "Anti-Gewalttraining" an, das gewalttätige Männer auf ihrem Weg der Heilung und Besserung unterstützt. Rosa Logar ist Geschäftsführerin der Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie und Mitbegründerin des ersten Österreichischen Frauenhauses. Mit ihr sprach Alana Harrington. dieStandard.at: Gibt es eine spezifisch österreichische Form der Gewalt? Ist Immigration in diesem Zusammenhang ein Faktor? Logar: Die Mehrzahl der Opfer und Täter sind nach wie vor ÖsterreicherInnen - da ist das Bild völlig eindeutig. dieStandard.at: Wie ist es um das öffentliche Problembewusstsein bestellt? Logar: Im Allgemeinen sind die Menschen nicht besonders gut informiert. Wir haben zwar eine bundesweite Gratis-Telefon-Hotline, die 24 Stunden täglich besetzt ist. Sie wird von den Frauenhäusern und dem Ministerium finanziert, doch Mittel für die Öffentlichkeitsarbeit fehlen, sodass die etwas paradoxe Situation entsteht, dass wir zwar eine Hilfs- und Informationsnummer haben, diese aber nicht genügend Menschen bekannt ist. Die Förderung der Helpline durch das Frauenministerium wurde zwar kürzlich erhöht, doch da wissen wir noch nicht, ob es in Zukunft auch Mittel für Öffentlichkeitsarbeit geben wird. dieStandard.at: Wie sieht es mit schulischen Maßnahmen aus? Ist das Thema familiäre Gewalt im österreichischen Lehrplan verankert? Logar: Gegenwärtig nicht. Dies zu ändern, ist eines unserer Ziele. Es hängt derzeit vom Engagement einzelner Lehrer ab. Ich würde sagen, etwa ein Prozent der Vierzehn- bis Achtzehnjährigen erhält im schulischen Rahmen Informationen zum Thema. dieStandard.at: Es hat in jüngerer Vergangenheit einige rechtliche Fortschritte und Verbesserungen gegeben, etwa in Form des neuen Anti- Stalking-Gesetzes. Wo sehen Sie verbleibende Probleme und Lücken im österreichischen Rechtssystem? Logar: Einer der großen Problembereiche ist das herrschende Aufenthaltsrecht, das etwa Immigrantinnen dazu nötigt, bei einem gewalttätigen Partner zu bleiben. Wir wünschen uns, dass alle mündigen Erwachsenen in Österreich auch eine eigene Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung erhalten. Das ist ein schwieriges Thema, denn wir beobachten - europaweit, nicht nur in Österreich - einen Trend zu restriktiveren Einwanderungsbestimmungen. Das macht es für uns schwieriger, doch wir werden weiter für dieses Ziel kämpfen. Wir wünschen uns auch ein eigenes, auf junge Frauen mit Migrationshintergrund spezialisiertes Frauenhaus. Die Problematik der Zwangsheirat ist virulenter geworden - und zwar nicht etwa, weil die Zwangsverheiratung unter Einwanderern kulturell wieder in Mode gekommen wäre, sondern weil die Ehe gegenwärtig beinahe die einzige legale Möglichkeit der Einwanderung darstellt. Als ich Ende der Siebzigerjahre mit Frauenarbeit begonnen habe hatten wir keine Fälle von Zwangsverheiratung - bis vor etwa zehn Jahren. dieStandard.at: Wie viele Fälle bearbeiten Sie im Jahr? Sind die Interventionsstellen mit ausreichenden Mitteln ausgestattet? Logar: Im letzten Jahr sind in Wien allein etwa 4000 Polizeiberichte bei uns eingegangen - dabei ist familiäre Gewalt freilich weitaus stärker verbreitet als die Zahl jener Opfer, die tatsächlich zur Anzeige schreiten. Wir sollten unsere Dienste theoretisch in ganz Wien anbieten, doch ist uns das mit den uns gegenwärtig zur Verfügung stehenden Mitteln in acht Wiener Bezirken nicht möglich. dieStandard.at: Was tun Opfer, die in diesen acht Bezirken leben? Logar: Im Grunde erhalten sie derzeit nicht die selbe Unterstützung, zumal wir die einzige Organisation sind, die das Recht hat, die betreffenden Polizeiberichte zu erhalten. Die Regierung hat vor kurzem die Aufstockung der Mittel für die Interventionsstellen um 60 Prozent beschlossen. Wir wissen zwar noch nicht, wie viel davon die Wiener Interventionsstelle erhalten wird, das sollten wir aber in nächster Zeit erfahren. Es gibt jedenfalls gute Chancen, dass wir bis Ende des Jahres wieder alle Opfer in Wien betreuen können. Hintergrund Am 2. Februar 2007 forderte das Komitee zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau der UNO (CEDAW) die österreichische Bundesregierung auf, eine umfassende Strategie zur Beseitigung aller Formen der gegen Frauen gerichteten Gewalt zu erarbeiten, eine ausreichende Anzahl von Interventionsstellen einzurichten und diese mit angemessenen finanziellen Mitteln auszustatten. (Gastautorin Alana Harrington) Zur Person: Alana Harrington arbeitet bei der OSCE im Übersetzungsbereich als word processing operator. Außerdem ist sie für das internationale Frauennetzwerk Women career network in Wien aktiv. ************** E N D E ******************* -- Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen www.islaminitiative.at e-mail:dieinitiative at gmx.at für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte: Omar Al Rawi +43-650-3831942 al-rawi at gmx.at Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449 baghajati at aon.at Mouddar Khouja +43-6991-9685096 referent at derislam.at Andrea Saleh +43-664-4147620 frauen at derislam.at Liebe Brüder und Schwestern, liebe Interessierte! Wir hoffen, dass die so an Euch zugehenden Informationen auf Euer Interesse stoßen. Wir versenden über den Verteiler nicht nur Neuigkeiten, die die eigenen Aktivitäten betreffen, sondern auch Zeitungsartikel, die im weitesten Sinn mit dem Islam und Integration zu tun haben oder ähnliches. Diese spiegeln natürlich nicht unbedingt unsere eigene Meinung wieder, sind aber gut, um das Meinungsspektrum zu sichten. Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Selbstverständlich kann auch alles an Freunde,Bekannte usw.weitergemailt werden. Für die Publikation in eigenen Homepages bitten wir jedoch um vorherige Rücksprache. Bitte achten Sie bei Zeitungsartikeln auf das Copyright. Alle Inhalte dienen der persoenlichen Information. Eine Weiterverwendung und Reproduktion ueber den persoenlichen Gebrauch hinaus ist nicht gestattet. Ist Ihr Browser Vista-kompatibel? Jetzt die neuesten Browser-Versionen downloaden: http://www.gmx.net/de/go/browser <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< VERANSTALTUNGEN <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 03 - Victor Halb liest Halb_on_Tour at gmx.net ================================================ Victor Halb liest “Die Geistabweiser" - Victor Halb ergeht es so, wie es den meisten Schriftstellern ergeht: Seine Bücher werden von den Verlagen grundsätzlich immer abgelehnt. Das wird so schon seine Richtigkeit haben und ganz sicher haben sie dafür gute Gründe. Gleichwohl erfordert, wie die für alle Seiten unwürdige Prozedur angelegt ist, nach der die Verlage angeblich auch weiterhin nach Talenten Ausschau halten, obwohl sie doch in Wirklichkeit schon lange nur noch darum ringen, nicht in den Fluten von ihnen zugesandten Manuskripten zu versinken, eine fundierte Erwiderung Š Ein Blick hinter die Kulissen, eine Polemik, ein Appell, gewürzt mit ein paar kunstvoll gefertigten Tiraden Š Ein Sektfrühstück im “Theater Brett", Wien 6., Münzwardeingasse 2, Sonntag, 3. Juni 2007, 11 Uhr Eintritt incl. Sekt: Euro 7.- * www.victorhalb.at* ================================================ 04 - Diskussion: Wohin geht Venezuela? office at venezuela-info.net ================================================ Wohin geht Venezuela? Am 22-05-07, 18h30 im Unicampus HS A, Altes AKH, 1090 Spitalgasse 2-4 http://www.venezuela-info.net/article.php?id=3791&rid=0 ----------------------------------------------------------- Sie wollen den Newsletter von venezuela-info.net abbestellen? In dem Fall klicken Sie bitte auf folgenden Link: http://www.venezuela-info.net/newsletter/deutsch/permission/abmelden.php <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 05 - Gipfelsoli Newsletter Heiligendamm, 19. mai 2007 gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- Zum 9. Mai: www.gipfelsoli.org/Repression/Anschnallen_bitte Zur Allgemeinverfügung: www.gipfelsoli.org/Repression/ Allgemeinverfuegung - Camp Wichmannsdorf (Kühlung) - FAQ: Rechner verhaftet - was nun? - Fight international police terror - Shut down G8! - G8 versenken! In Düren, Heiligendamm und überall! - Videoaktivismus: G8-TV ist online - Das Programm der Demonstration 2. Juni - Prominente UnterstützerInnen für Block G8 - OZ: Polizei infomiert über Gipfel ------------------------------------------------------------------------ ------ Camp Wichmannsdorf (Kühlung) zusammen camp(f)en Dieses Jahr findet der G 8-Gipfel vom 6.- 8. Juni im Ostseebad Heiligendamm statt. Die jährlich stattfindenden Gipfeltreffen sind ein Symbol der Macht und des scheinbar alternativlosen Kapitalismus und ziehen jährlich viele Tausend Protestierende an den Ort des medialen Spektakels. International und spektrenübergreifend mobilisieren linke, globalisierungskritische Gruppen zu Demonstrationen, Aktionstagen und Gegenveranstaltungen in Rostock und im Landkreis Bad Doberan. Auch wir als Teil der anti-Atom-Bewegung wollen unsere Kritik und unseren Protest vor Ort sichtbar machen und Widerstandskultur vom Wendland nach Heiligendamm tragen. Deshalb organisieren wir eines der Camps für Unterbringung und Verpflegung von uns GipfelgegnerInnen. Der Platz dafür liegt inmitten des Höhenzugs "Kühlung" auf dem Hoppenberg bei Wichmannsdorf (Gemeinde Kröpelin), unmittelbar südlich von Kühlungsborn. Neben einer idyllischen - und hoffentlich nur von Natur aus grünen - Wiese mit Ostseeblick versprechen wir Euch ein paar Tage in intensiver Selbstorganisation. Das Camp ist ein Ort der Begegnung, des Austausches und auch des Streits der unterschiedlichen Spektren; für Nazis und Sexisten gibt es bei uns jedoch keinen Platz! Wir begreifen das Camp als einen sozialen Ort, an dem Menschen sich treffen und Informationen, Erfahrungen und Ideen austauschen und diskutieren können. Dort ist auch der Raum, um gemeinsame Aktionen auszuspinnen und vorzubereiten. Es wird ein Infozelt geben, um alle TeilnehmerInnen mit aktuellen Informationen über Veranstaltungen, Workshops, Aktionen und alle anderen Ereignisse rund um den Gipfel zu versorgen. In Plena und Delegiertentreffen wird gemeinsam über die Belange des Camps entschieden. Ein selbstorganisiertes Camp ist kein Pauschalurlaub! Es wird zwar eine Infrastruktur mit Volxküchen, Klos, Waschgelegenheiten, Info- und Versammlungszelten, einen Sanibereich etc. geben. Schlafsack, Isomatte und ein Zelt müsst Ihr aber selbst mitbringen. Bitte denkt daran, dass dieses Camp und das leckere Vokü-Essen finanziert werden müssen; bitte überweist uns schon jetzt Euer Erspartes auf das Camp- Spendenkonto (oder zahlt spätestens im Camp einen Beitrag). Das Camp wird in der Woche nach Pfingsten aufgebaut und soll ab dem 1. Juni geöffnet sein. Doch auch die Zelte stellen sich nicht selbst auf: Wir brauchen noch viele Hände, die uns beim Auf- und Abbau unterstützen und das Camp während der Gipfelproteste am Laufen halten. Anfahrt mit dem Auto aus dem Süden: auf der A 20 (Wismar - Rostock); Abfahrt Kröpelin (Anschlussstelle 12), ca. 15 km Richtung Norden bis Kröpelin, von dort über die L 122 ("Reriker Chaussee") Richtung Boldenshagen und nach 5 km rechts nach Wichmannsdorf, geradeaus "Zur Ostsee" durch das Dorf und dann noch ca. 1 km auf einem Schotterweg auf den Hoppenberg Von Kühlungsborn: von der L 11 (Schlosstraße) kurz vor der Kühlung rechts abbiegen "Am Holm" durch den Wald über die Anhöhe zum Hoppenberg . Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist unser Camp leider nicht zu erreichen!} Mitbringen: Schlafsack, Isomatte, Zelt Besteck und Geschirr für die Vokü Lebensmittel, Eimer oder Wasserkanister, Taschenlampen, Landkarten/Kompass, Fahrräder, Wollknäuel die Camp-AG Wendland/Altmark Kontakt: socamp at web.de www.camping-07.de Spendenkonto: I. Schnieder; Konto: 44 00 47 78BLZ 258 50 110 (Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg) ------------------------------------------------------------------------ ------ FAQ: Rechner verhaftet - was nun? Nachdem am 9.5.07 bundesweit an ca 40 Orten zeitgleich Durchsuchungen stattgefunden haben - und bei der Gelegenheit viele der vorhandenen Computer beschlagnahmt wurden erreichen uns immer wieder Nachfragen bzgl. des Umgangs mit solchen zurückgegebenen Geräten. Aus diesem Grund nachfolgend eine Zusammenstellung der häufigen Fragen (FAQ) Bei den Razzien am letzten Mittwoch wurden diverse Rechner mitgenommen. Teilweise wurden diese schon bald zurückgegeben, und es besteht die Vermutung, dass auf den zurückgegebenen Rechnern Trojaner installiert wurden. Das ist nicht auszuschliessen. Wenn von Rechnern mails verschickt werden, können dann die Trojaner an alle Empfänger dieser mails mitversendet werden und deren Rechner auch infizieren, sowie sich von dort aus weiterverbreiten? Theoretisch ja, praktisch unwarscheinlich da sehr plump und auffaellig. Je nachdem wie sensibilisiert der Empfaenger einer solchen mail ist wird er den Versuch bemerken oder von seiner Antivirensoftware beschuetzt. Auszuschliessen ist solch ein Versuch jedoch nicht. Was für Infos können von diesen Trojanern erfasst und an die Bullen weitergegeben werden: Passwärter, passphrasen, pgp-Schlüssel...? Alles, theoretisch. Die Argumentation der Schnueffler, warum sie nun eine "onlinedurchsuchung" (also Trojaner o.Ae.) brauchen ist u.A. der vermehrte Einsatz von Crypto: Festplattenverschluesselung, PGP, etc. Beschlagnahmte Hardware ist somit quasi unbrauchbar, da die Crypto in den meissten Faellen nicht oder nur mit sehr hohem Aufwand umgangen werden kann (Kosten- Nutzen Faktor). Mit einer Software wie einem "rootkit", welche von den meissten "Trojaner" genannt wird (was nicht ganz der Terminologie entspricht), waere es moeglich, unbemerkt einen Rechner im laufenden Betrieb zu ueberwachen. Vorausgesetzt die Zielperson bekommt davon nichts mit waere es moeglich, auf Klartextdaten der verschluesselten Festplatte oder PGP/GPG verschluesselter Email zuzugreifen. Auch Passwoerter und Passphrases koennen so ermittelt werden. Warum? Weil in dem Moment wo die Zielperson auf seine Mails und Festplatten zugreift sind die Daten selbstverstaendlich unverschluessselt irgentwo im Speicher damit der Anwender damit arbeiten kann. Und mit einer Schnueffelsoftware waere es theoretisch und praktisch ohne weiteres moeglich auf diese und alle anderen Daten zuzugreifen wenn der Rechner eingeschaltet ist und die Zielperson Daten decryptet um damit zu arbeiten. Welche Möglichkeiten gibt es, die Rechner oder andere Datenträger (USB-Sticks, ...) wieder sicher zu machen? Grundsaetzlich ist so ein Rechner als kompromittiert zu betrachten. Das heisst auch alle Login-Passwoerter auf dem Betriebssystem. Man sollte schleunigst ueberlegen, wo man die Passwoerter welche man auf dem Rechner verwendet hat (Login, Email/POP3/etc, PGP-Passphrase, etc) noch verwendet hat. Moeglicherweise (und das tun viele Leute) werden die gleichen Passwoerter auch auf anderen Rechnern und Servern verwendet. Ein PGP-Key sollte revoked werden. Das revocation zertifikat dann mit einem neuen Key verteilt werden. Der PGP Private-Key liegt nur symmetrisch verschluesselt auf der Platte und kann mit einem gewissen Zeitaufwand gecrackt werden. Hier verhindert man zwar nicht, dass alte emails durch Schnueffler im nachhinein decryptet werden koennen, jedoch stellt man sicher, dass dies mit zukuenftigen emails nicht geschieht. Rechner und Datentraeger sind idR nach einer vollstaendigen Neuinstallation zuverlaessig sicher. Man sollte jedoch bedenken, dass die Schnueffler in euren Daten rumpfuschen und hier Trojaner (hier waere der Begriff korrekt;) einbauen und hoffen, dass ihr bestimmte Programme/Daten aus eurem Altbestand erneut aufruft/installiert. Dann waere ein neu installiertes System ebenfalls wieder kompromittiert. Ein individuell erstelltes rootkit/Trojanisches Pferd in Form von Software wird moeglicherweise nicht durch Virenscanner erkannt weil es fuer die Schadsoftware noch keine Signaturen, also Identifikationsmerkmale gibt - das sollte beruecksichtigt werden, wenn man sich fuer eine forensische Analyse entscheidet. Ein haendisches Durchsehen aller software ist meisst zu aufwaendig und die Gefahr ist recht hoch, dass etwaige Schadsoftware uebersehen wird. Neben dem Einbau von "Hintertueren" / Schnueffelsoftware in Form von Programmen gibt es auch noch die Moeglichkeit, dass die Rechner hardwareseitig manipuliert wurden. Da muss jeder selbst mal abwaegen wie warscheinlich das im einzelnen Fall wohl ist. Ich erwaehne das nur, weil es theoretisch und praktisch machbar ist. USB-Sticks sollten grundsaetzlich AUSSCHLIESSLICH mit Crypto- Dateisystemen verwendet werden um zu verhindern, dass geloeschte Daten von Forensikern wieder hergestellt werden koennen. Das ist naemlich problemlos moeglich, selbst wenn die Daten "geshreddert", also vermeintlich "sicher" geloescht wurden (z.B. durch mehrmaliges ueberschreiben mit Zufallsdaten). Diese Speichermedien haben ein paar Eigenschaften (designbedingt) die ein sicheres Loeschen von Daten nicht erlauben. [http://so36.net/Home/8.html] ------------------------------------------------------------------------ ------ Fight international police terror - Shut down G8! Globale Bewegungsfreiheit erkämpfen! Gegen das Innen- und Justizministertreffen der G8-Staaten in München! Fight international police terror - Shut down G8! Demo 23.05. ab 17.00 Uhr Karlsplatz/Stachus anschließend Demozug zum Bayerischen Hof Vom 23. bis 25. Mai treffen sich in München, im Nobelhotel Bayerischer Hof - dort, wo jeden Februar die NATO-Kriegskonferenz tagt - die Innen- und Justizminister der G8-Staaten. Dieses Treffen steht für globale Repression und Kriminalisierung von Widerstandsbewegungen, die sich der herrschenden kapitalistischen Weltordnung der G8-Staaten widersetzen, für zunehmende Überwachung, für die Zerschlagung von Grundrechten unter dem Vorzeichen der Terrorbekämpfung und für den weltweiten Krieg gegen MigrantInnen und Flüchtlinge durch Grenz- und Lagerregime. Ein kapitalistisches System, das weltweit Menschen ausbeutet und Lebensgrundlagen zerstört, ist nur mit Repression und Krieg machbar. Erst am 9. Mai wurden im Zusammenhang mit dem Anti-G8-Widerstand in Berlin, Hamburg und Bremen 40 linke Projekte, Wohnungen und Arbeitsplätze durchsucht, gegen 18 Leute wurde von der Bundesanwaltschaft Ermittlungen nach §129 a wegen angeblicher "Bildung einer terroristischen Vereinigung" zu Aktionen gegen den G8-Gipfel eingeleitet. Für den G8-Gipfel in Heiligendamm hat der deutsche Innenminister Schäuble bereits Unterbindungsgewahrsam und Schnellgerichte gegen G8-GegnerInnen angekündigt. Lassen wir uns davon nicht einschüchtern! Auch wenn sie sich in ihren Festungen hinter Zäunen und tausenden PolizistInnen und SoldatInnen verschanzen - wir werden viele sein, wir werden unübersehbar sein, wir werden in München gegen das G8-Innen- und Justizministertreffen auf die Straße gehen und anschließend in Heiligendamm den G8- Gipfel blockieren und versenken! Schluss mit der Kriminalisierung von G8-GegnerInnen und sozialen Bewegungen! Weg mit § 129/129a und b! Freiheit für alle politischen Gefangenen weltweit! Stoppt den Krieg gegen MigrantInnen und Flüchtlinge! [http://www1.autistici.org/g8/deu/start/fight-international-police- terror/] ------------------------------------------------------------------------ ------ G8 versenken! In Düren, Heiligendamm und überall! 1937: "arisiert" 2007: G8-Gipfel Demonstration und Kundgebung am 21. Mai 2007 17.00 Uhr Düren-Bahnhof Liebe Dürenerinnen und Dürener, Mit unserer heutigen Kundgebung möchten wir aufmerksam machen auf die Geschichte der Hotelkette Kempinski. Diese gehört mittlerweile zur Fondgruppe "FUNDUS", die ihren Sitz in der Kölnstraße 89 in Düren hat. Der aktuelle Anlass hierzu ist der in wenigen Tagen im "Kempinski-Grand-Hotel-Heiligendamm" stattfindende G8-Gipfel. Der Name Kempinski geht zurück auf die jüdischen FirmengründerInnen Berthold und Helene Kempinski, die das Unternehmen Mitte des 19. Jahrhunderts zunächst als Weinhandel und später auch als Restaurantkette aufbauten. Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts wuchs das Unternehmen unter der Leitung des Sohnes der FirmengründerInnen Hans, und seiner Frau Luise Kempinski stark an. Nach der Machtübertragung der NSDAP 1933 begann der Staat systematisch jüdisches Eigentum "arischen" BürgerInnen zu übereignen. Die "Arisierung" des Kempinskikonzerns wurde ab 1935 vom Konkurrenten "Aschinger AG" forciert, dem er 1937 übereignet wurde. Unter der Führung der "Aschinger- Hotelkette" wurde der Name "Kempinski" beibehalten, um die Vorgänge zu verschleiern. In den folgenden Jahren wurden im Unternehmen massiv Jüdinnen als Arbeitssklavinnen über die Arbeitsämter zwangseingewiesen. Diese Frauen wurden ab Winter 42/43 von ihren Zwangsarbeitsplätzen in der Berliner Leipziger Straße gen Osten deportiert und in den Vernichtungslagern ermordet. Ebenfalls von den Nazis ermordet wurden Luise Kempinski, ihre Schwiegertochter Gertrud Teppich, ihr Schwiegersohn Helmut Teppich, der einstige Miteigentümer von Kempinski, Dr. W. Unger und der jüdische Restaurantdirektor Danwy. Gerhard und Mela Kempinski, Sohn und Schwiegertochter von Luise und Hans, mussten fliehen. Dass das Unternehmen heute wieder den Namen "Kempinski AG" führt, ist das Ergebnis der 1953 erfolgten Legalisierung des im Faschismus betriebenen Raubs jüdischen Eigentums. Die Nachkommen der ermordeten und vertriebenen Mitglieder der Kempinski-Familie protestierten vergeblich gegen die weitere Verwendung des jüdischen Namens durch die Profiteure des Nazi-Regimes. Die Beleidigung der Opfer des Nationalsozialismus findet unseres Erachtens in diesem Zusammenhang seinen Höhepunkt darin, dass sich die selbsternannte "Führung der Welt", die Staatschefs der G8-Länder in diesem Jahr in einem Hotel der Kempinski-Kette treffen, um unter Ausschluss jeglicher demokratischer Kontrolle den Ausbau ihrer wirtschaftlichen und militärischen Dominanz zu planen. Wir fordern alle Menschen in Düren und überall sonst auf, sich dem mit uns entgegenzustellen. Faschismus entwurzeln! Kapitalismus bekämpfen! Anti-G8-Bündnis Köln ------------------------------------------------------------------------ ------ Videoaktivismus: G8-TV ist online www.g8-tv.org G8-TV ist eine Plattform von VideoaktivistInnen zur gemeinsamen Berichterstattung über die Aktionstage gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm. Als gemeinsame Arbeitsgrundlage dient das im Netzwerk Videoaktivismus http://www.videoaktivism.de diskutierte Konzept: http://www.videoactivism.de/teksten/konzept_g8.html Ab dem 31.5.2007 werden tagesaktuelle Videoclips produziert, die von der Website g8-tv.org heruntergeladen und auf ihr angeschaut werden können. In Zusammenarbeit mit ÜbersetzerInnen werden Untertitel in englisch, französisch, spanisch und russisch sowie weiteren Sprachen bereitgestellt (griechisch, japanisch, arabisch ...). Kannst du in eine dieser Sprachen übersetzen, hast während der Tage ein wenig Zeit und Lust, dann mach doch mit bei G8-TV! Aufruf: http://www.videoactivism.de/translation/uebersetz_g8.html Von 02.- 08. Juni wird täglich abends eine 20minütige zweisprachige Live-Nachrichtensendung (englisch und deutsch) im Netz ausgestrahlt, die die Ereignisse des Tages zusammenfasst. In der Sendung werden aktuelle Clips des Tages gezeigt und Gäste interviewt. Der Rostocker Offene Kanal (ROK-TV) strahlt anschliesend gegen 22 Uhr die Clips und die Live-Sendung von G8-TV im Rostocker Raum terrestrisch aus. G8-TV findet public screenings super! Daher sind sie bemüht, die Videoclips in screeningfähiger Bildqualität zum download bereitzustellen. Das ist allerdings weniger von unseren Wünschen als von technischen und staatlichen Restriktionen (Bandbreiten, Straßensperren etc.) abhängig. Aufruf zu weltweiten public screenings (dt./engl): http://de.indymedia.org/ 2007/05/176835.shtml#screenigs Mitmachen bei G8-TV: http://www.g8-tv.org/join.php Videoaktivismus beim G8: http://de.indymedia.org/ 2007/05/176835.shtml#screenigs G8-Sonderseite des Netzwerk Videoaktivismus: http:// www.videoactivism.de/g8.html ------------------------------------------------------------------------ ------ Das Programm der Demonstration 2. Juni 11.00 bis 13. Uhr: Auftaktkundgebungen 1. Am Schutower Kreuz / Hamburger Straße Musikbeiträge: Finkenauer, Supershirt Redebeiträge Paula Riester (Grüne Jugend), Ewa Hinca (Euromärsche Polen), Gilmar Mauro (Via Campesina, Brasilien), ein Flüchtling aus MV 2. Am Platz der Freundschaft / Hauptbahnhof Musikbeiträge: David Rovics, Mad Maxamom Redebeiträge Piero Benocchi (Cobas, Italien), Tobias Pflüger (DFG-VK), Nancy Cardoso (Befreiungstheologin, Brasilien), NN Gewerkschaften 13-16 Uhr: Demonstrationszüge zum Stadthafen Stadthafengelände ab 15 Uhr: Vorprogramm mit Shiva Grings (Performance) 16-22 Uhr: Abschlusskundgebung Redebeiträge: Laetitia De Marez (Greenpeace International), Werner Rätz (Attac Deutschland), Katja Kipping (Linkspartei), Walden Bello (Focus on the Global South, Thailand), Anne Titor/Michael Ramminger (Interventionistische Linke), Jane Nalunga (Seatini, Uganda) Musikbeiträge: Amparo Sanchez, Irie Revoltés, Tom Morello (Ex Rage against the Machine/Audioslave), Wir sind Helden, Juli (unplugged mit Eva und Jonas) ------------------------------------------------------------------------ ------ Prominete UnterstützerInnen für Block G8 MusikerInnen, Abgeordnete, AkadermikerInnen, VertreterInnen aus den Medien und der Zivilgesellschaft unterstützen den Block G8 Aufruf zur Massenblockade des G8 Gipfels in Heiligendamm Prominente MusikerInnen (wie die britische Pop-Band Chumbawamba, Dirk von Lowtzow der Sänger von Tocotronic und electro-pop Musikerin Bernadette La Hengst), Abgeordnete (wie Ulla Jelpke, Nele Hirsch und Heike Hänsel, DIE LINKE), AkademikerInnen (wie Prof. Joachim Hirsch (Frankfurt), Prof. Wolf Dieter Naar (Berlin) and Prof. John Holloway (Mexico)), JournalistInnen (Naomi Klein, Autorin des Buches "No Logo"), DramatikerInnen und DichterInnen (wie Howard Zinn und Dennis Brutus) und Persönlichkeiten der Zivilgesellschaft (wie Walden Bello Direktor von Focus on the Global South, Vandana Shiva, Gründerin von Navdana und Sven Giegold, attac Bundesweiter Koordinierungskreis) haben alle mit ihrer Unterschrift öffentlich ihre Unterstützung der Block G8 Kampagne für Massenblockaden gegen den G8 Gipfel in Heiligendamm deutlich gemacht. Eine stetig wachsende Anzahl prominenter Persönlichkeiten unterstützen mit ihrem Namen die Block G8 Kampagne für die geplanten Massenblockaden gegen den G8 Gipfel. Block G8 ist eine Kampagne, die sich aus über 120 verschiedenen politischen Gruppen, Organisationen und Projekten zusammensetzt. Hunderte von Leuten haben bereits im Vorfeld mit einer Absichtserklärung ihre Teilnahme an den Blockaden angekündigt oder durch ihre Unterschrift ihre Solidarität mit jenen zum Ausdruck gebracht, die sich aktiv an den Blockaden beteiligen werden. Unterschreibt auch ihr auf der Block G8 Website und unterstützt so die Massenblockaden! Die folgende Aufzählung ist eine Liste der ersten Unterschriften der UnterstützerInnen der Block G8 Kampagne * Walden Bello, Vorsitzender von Focus on the Global South * Naomi Klein, Journalistin. Autorin von "No Logo" (Flamingo, 2000) * Howard Zinn, Historiker, Autor und Aktivist. Autor von "A Peoples' History of the United States: 1492 - Present" (Longman, 2002) * Vandana Shiva, Gründerin von Navdanya. Autorin von "Earth Democracy: Justice, Sustainability, and Peace" (South End Press, 2005) * Ulla Jelpke, Parlamentsabgeordnete für DIE LINKE, Deutschland * Dirk von Lowtzow, Musiker der Gruppe Tocotronic, Deutschland * Prof. Dr. Frieder Otto Wolf, ehemaliger Abgeordneter des Europa Parlaments, FU Berlin, "Radikale Philosophie" (Münster 2002) * Prof. Dr. Joachim Hirsch, Universität Frankfurt am Main, "Materialistische Staatstheorie" (Hamburg 2005) * Dr. John Holloway, Professor am Institut für Geistes- und Sozialwissenschaften an der Autonomen Universität Puebla, Mexico. Autor von "Change the World Without Taking Power: The meaning of revolution today" (Pluto Press, 2002) * Sven Giegold, Bundesweiter Koordinierungskreis Attac Deutschland * Heike Hänsel, Parlamentsabgeordnete für DIE LINKE, Baden-Württemberg * Dennis Brutus, Dichter und emeritierter Prof. der University of Pittsburgh, Südafrika * Chumbawamba, Musikgruppe, Großbritannien * Nele Hirsch, Parlamentsabgeordnete für DIE LINKE, Deutschland * Hilary Wainwright, Herausgeberin der Zeitschrift "Red Pepper", Großbritannien * Raul Zelik, Autor von "Berliner Verhältnisse" und "Bastard", Politikwissenschaftler, Mitglied der Berliner Kolumbien-Kampagne gegen Coca Cola. * Werner Rätz, Bundesweiter Koordinierungskreis Attac Deutschland * Dr. Reinhard Gaede, Bund der Religiösen Sozialistinnen und Sozialisten Deutschlands e.V. * Bernadette La Hengst, Musikerin * Chris Methmann, Bundesweiter Koordinierungskreis Attac Deutschland * Valery Alzaga, Globale Kampagne Justice for Janitors * Paolo Virno, Philosophisches Institut an der Universität Kalabrien, Italien. Autor von "A Grammar of the Multitude: For an analysis of contemporary forms of life" (Semiotext[e], 2004) * Pedram Shahyar, Bundesweiter Koordinierungskreis Attac Deutschland * Prof. Teivo Teivainen, Director, Program on Democracy and Global Transformation, San Marcos University, Peru. Mitautor von "A Possible World" (Zed Books: 2004) * Prof. Dr. Stephan Lessenich, Institut für Soziologie, Universität Jena * Jai Sen, CACIM (Critical Action Centre in Movement). Mitherausgeber, "World Social Forum: Challenging Empires" (Viveka Foundation: 2004) * Dr. Michael Ramminger, Institut für Theologie and Politik, Münster, Deutschland * Sandro Mezzadra, Außerordentlicher Professor am Institut für Politikwissenschaften, Institutionen und Geschichte der Universität Bologna, Italien * Tony Greenstein, Geschäftsführer des Brighton & Hove Trade Union Congress (TUC)-Arbeitslosenzentrums and Brighton & Hove UNISON * Dr. Silke van Dyk, Institut für Soziologie, Universität Jena * Prof. Dr. Wolf Dieter Narr (Berlin), "Weltökonomie" (Frankfurt/M. 1994) sowie div. Veröffentlichungen im Rahmen des Komitee für Grundrechte und Demokratie * Prof. Chandra Muzaffar, Professor für Global Studies an der Universität Sains, Malaysia. Autor von "Global Ethic or Global Hegemony?" * Dr. Bernd Röttger, Institut für Soziologie, Universität Jena * Guy Taylor, Globalise Resistance, Großbritannien * Jennifer Whitney, Gründerin und Vorsitzende des Latino Health Outreach-Projektes New Orleans, New Orleans, USA * Dario Azzellini, Sozialwissenschaftler, Autor und Filmemacher * Karen Schierhorn, Institut für Soziologie, Universität Jena * Dr. Amory Star, Autorin von "Global Revolt: A Guide to Alterglobalization" (Zed Books, 2005) * Dr. Graeme Chesters, Forschungsbeauftragter und stellvertretender Leiter des Internationalen Zentrums für Participation Studies, Institut für Friedensstudien der Universität Bradford, Großbritannien * Dr. Julian Reid, Dozent für Internationale Beziehungen am King's College London, Großbritannien. Autor von "The Biopolitics of the War on Terror" (Manchester University Press, 2007) * Prof. Simon Tormey, Leiter des Studienzentrums für Soziale und Globale Gerechtigkeit (CSSGJ) an der Schule für Politik und Internationale Beziehungen, Universität Nottingham, Großbritannien. Autor von "Anti-Capitalism: A Beginners Guide (One World: 2004) * Harry Cleaver, Außerordentlicher Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Texas, Austin, Texas, USA * Simon Sottsas, Dipl.Pol., Politikwissenschaftler/Doktorand, FU Berlin * Dr. Christina Gerhardt, promovierte Wissenschaftliche Mitarbeiterin zu Gast an der Freien Universität Berlin, Deutschland * Dr. David Harvie, Dozent für Finanz- und Volkswirtschaft an der Universität Leicester, Großbritannien * Dr. Paul Chatterton, Senior Lecturer am Geographischen Institut der Universität Leeds, Großbritannien * Dr. Isabelle Fremeaux, Dozentin für Medienwissenschaften am Birkbeck College, Universität London, Großbritannien * Prof. George Caffentzis, Professor an der Universität Southern Maine, Portland, Maine, USA. Autor von "No Blood for Oil!: Energy, Class Struggle and War 1998-2004" (www.radicalpolytics.org ) * Dr. Tadzio Müller, Unabhängiger Wissenschaftler, Berlin, Deutschland * James Rowe, Dozent an der Universität Kalifornien, Santa Cruz, USA und der Universität Victoria, British Columbia, Kanada * Die Dozentinnen und Dozenten des Master of Arts (MA)-Kurses über "Aktivismus und soziale Veränderung" an der Universität Leeds, Großbritannien * Dr. Ulrich Brinkmann, Institut für Soziologie, Universität Jena * Stevphen Shukaitis, Dozent für Management am Queen Mary's College, Universität London, Großbritannien. Mitherausgeber von "ephemera: theory and politics in organisation" www.ephemeraweb.org * Dr. Sian Sullivan, Dozentin für Umwelt- und Entwicklungsstudien an der Universität East Anglia, Großbritannien. Autor von "The Elephant in the Room? Problematizing "new" (neoliberal) biodiversity conservation" in Forum for Development Studies, 33(1). * Dr. Jenna M. Loyd, promovierte wissenschaftliche Mitarbeiterin der Geisteswissenschaften am Geographischen Institut der Universität Syracuse, USA * Professor Immanuel Ness, City Universität, New York, USA * Dr. Laurence Cox, Dozent für Soziologie, Irische Nationaluniversität, Maynooth, Co. Kildare, Irland. Autor von "News from nowhere: the movement of Movements in Ireland" (Manchester University Press, 2006) * Nina Isabella Moeller, Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Wirtschaftliche und Soziale Aspekte der Genforschung (CESAGen) der Universität Lancaster, England * Prof. Leo Panitch, Professor für Vergleichende Volkswirtschaft, Universität York, Toronto, Kanada. Autor von "Globaler Kapitalismus und amerikanisches Imperium" (Hamburg 2004) (Verfasser zusammen mit Sam Gindin) * Prof. Sam Gindin, Professor für Soziale Gerechtigkeit, Universität York, Toronto, Kanada. Autor von "Globaler Kapitalismus und amerikanisches Imperium" (Hamburg 2004) (Verfasser zusammen mit Leo Panitch) * Andrej Grubacic, Forscher am Fernand Braudel Zentrum, SUNY Binghamton, USA * Prof. Georgy Katsiaficas, Professor der Geisteswissenschaften, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wentworth Institute für Technologie der Harvard Universität, USA. Vorsitzender der Peace Island-Stiftung and Autor von "The Subversion of Politics" * Dr. Andrew Robinson, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Schule für Politikwisschenschaften, Universität Nottingham, Großbritannien. Autor von "Horizontals and Verticals" (mit Prof. Simon Tormey) * Dr. Sara Gonzalez, Dozentin an der Geographieschule der Universität Leeds, Großbritannien * Prof. Erik Swyngedouw, Professor für Geographie an der Schule für Umwelt und Entwicklung, Universität Manchester, Großbritannien * Prof. Ananya Mukherjee Reed, Professorin für Politikwissenschaft, York University, Toronto, Canada * Dr. Henning Melber, Geschäftsführer der Dag Hammarskjöld-Stiftung, Schweden * Oscar Reyes, Herausgeber der Zeitschrift "Red Pepper", Großbritannien * Dr Stuart Hodkinson, Research Fellow, ESRC Autonomous Geographies Research Project, School of Geography, University of Leeds. * Jean Grossholtz, Mitglied der Westkoalition für Globale Massenaktion South Hadley, MA, USA und Frauen und Leben auf der Erde, Berlin, Deutschland * Ishani Erasmus, Verwaltungsangestellte der Iyengar Yoga Association, Großbritannien * John Jordan, Künstler, Großbritannien * Milena Placentile, Kurator * Robb Johnson, Liedermacher, Großbritannien * Greg Albo, Assistant Professor, Department of Political Science, York University, Toronto, Canada * Chris Carlsson, Vorsitzender, CounterPULSE, und Vorsitzender, Shaping San Francisco, USA Um deine Unterschrift hinzuzufügen, schreib eine E-mail an info at block- g8.org ------------------------------------------------------------------------ ------ OZ: Polizei infomiert über Gipfel Kröpelin Die Landespolizei und die Stadtverwaltung informieren am 30. Mai in einer Bürgerversammlung im Kröpeliner Gesellschaftshaus "Zum Raben" über die im Zusammenhang mit dem G8-Gipfel stehenden sicherheitsrelevanten Maßnahmen. Dazu gehören insbesondere Informationen über Einschränkungen für die Bürger. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. [http://www.ostsee-zeitung.de/archiv/index.phtml?Param=DB- Artikel&ID=2696000] ------------------------------------------------------------------------ -- Protest + Widerstand: http://de.indymedia.org/g8heiligendamm Pressespiegel zum G8 2007 unter http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp ------------------------------------------------------------------------ -- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-l ------------------------------------------------------------------------ -- ================================================ 06 - Gipfelsoli Newsletter Heiligendamm, 20. mai 2007 gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- Zum 9. Mai: www.gipfelsoli.org/Repression/Anschnallen_bitte Zur Allgemeinverfügung: www.gipfelsoli.org/Repression/ Allgemeinverfuegung - "Verbotszonen beispiellos in bundesrepublikanischer Geschichte" - Aufruf zur finanziellen Unterstützung der Klage gegen das Verbot des Sternmarsches - FREIHEIT STIRBT MIT SICHERHEIT! - Wer beim G-8-Gipfel die Bundespolizei führt - Nachtrag PMR/"Walkie-Talkie" - Auf dem Weg zum G8-Gipfel - Karawane- und NoLager-Demo in Schwerin - wegbeschreibung zum borderpoint dresden - Laut BKA-Lageanalyse verüben G8-Gegner Anschläge in Europa ------------------------------------------------------------------------ ------ "Verbotszonen beispiellos in bundesrepublikanischer Geschichte" Sternmarsch-Bündnis Pressemitteilung 20. Mai 2007 G8: Demoverbot bis 6 Kilometer von Heiligendamm Anwalt: "Verbotszonen beispiellos in bundesrepublikanischer Geschichte" Sonderbehörde "Kavala" verschleppt weitere Demonstrationsanmeldungen Während des G8-Gipfels gilt ein 10-tägiges Demonstrationsverbot innerhalb des Zauns in Heiligendamm und bis zu 200 Meter außerhalb. Vom 5. bis 8. Juni, also während des Gipfeltreffens, erweitert sich die Zone zusätzlich auf bis zu 4 Kilometer vom Zaun. Demonstrationen sollen somit auf bis zu 6 Kilometer vom Tagungshotel entfernt verbannt werden. Eine Gruppe von Anwälten hatte für das "Sternmarsch-Bündnis" am Wochenende einen Eilantrag gegen das Demonstrationsverbot beim Verwaltungsgericht Schwerin eingereicht. In dem Eilantrag legen die Anwälte dar, dass die G8- Delegationen, obwohl nicht dafür legitimiert, international bedeutsame Entscheidungen treffen. Daher müsse internationaler Protest für die G8 auch sichtbar sein. Die "Empfindungen der Staatsgäste", die die Polizei nicht trüben möchte, spielen dabei eine untergeordnete Rolle. Aus dem Eilantrag: "Bürger-Proteste gegen Politik auf internationalem Niveau haben ein besonderes Gewicht - sie brauchen einen Raum, um bei Staatsoberhäuptern der G 8 und in der internationalen Öffentlichkeit Ausdruck und Beachtung zu finden. Öffentlichkeitswirksam bedeutet bei internationalen Ereignissen in besonderem Maße, daß es um Zugang und Beachtung durch die internationalen Medien geht. Die notwendige Beachtung können derartige Proteste nur finden, wenn sie "medienwirksam am Ort des Geschehens" stattfinden. Die Bedeutung des Grundrechtes auf Versammlungsfreiheit geht daher bei derart wichtigen übernationalen Anlässen über die Bedeutung der Versammlungsfreiheit bei nationalen Anlässen hinaus". Nach Auffassung des Hamburger Anwalts sind die Demoverbote in erheblichen Teilen rechtswidrig: "Die von Kavala verhängten Verbotszonen sind beispiellos in der bundesrepublikanischen Geschichte", erklärt Anwalt Carsten Gericke. "Können die Antragsteller ihre Versammlung nicht durchführen, ist ihre Versammlungsfreiheit irreparabel verletzt, denn die Versammlung ist unwiderruflich anlassbezogen", führt er weiter aus. Auch die "besondere Gefährdungslage" des G8-Treffens wird zwar von der Polizei behauptet. Jedoch gibt es dafür keinerlei Anhaltspunkte. Dies müssen auch das BKA und der Verfassungsschutz auf Nachfrage einräumen: "Tragfähige Anhaltspunkte für drohende hinreichend erhebliche Gefahren hat die Versammlungsbehörde nicht vorbringen können", erläutert die Klageschrift. Kritisiert wird in der Klage die Polizeiorganisation "Kavala": "Die Schaffung einer Sonderbehörde "Kavala" bei der Polizeidirektion Rostock für den Erlass der angegriffenen Verfügungen ist verfassungswidrig", schreibt Gericke. Vor allem habe die Schaffung einer Sonderbehörde mit Hunderten von Beamten dazu geführt, dass Anmeldungen von Versammlungen und Demonstrationen nicht oder schleppend bearbeitet werden: "Diese Konstruktion führte im Ergebnis dazu, dass verfassungsrechtlich gebotene Kooperationspflichten der Versammlungsbehörde faktisch über Monate auf Eis lagen bzw. verschleppt wurden, da erst eine Sonderverwaltungseinheit dafür aufgebaut und durch auswärtige Verwaltungsbeamte besetzt wurde. Auf diese Weise wurde den Antragstellern zudem die Möglichkeit frühzeitigen und effektiven Rechtsschutzes genommen". Auch andere Anmeldungen sind vom Verbot betroffen. Für den 5. Juni hat die "Jüdische Stimme" zusammen mit Aktivisten aus Israel und Palästina eine Protestkundgebung mit 150 Teilnehmern angemeldet. Der 5. Juni ist der 40. Jahrestag des Beginns des Sechs-Tag-Kriegs. Bis heute ist bei der "Jüdischen Stimme" nicht einmal eine Verbotsverfügung eingegangen. "Wir sind sehr erfreut über das breite, sogar internationale Medienecho und die Sympathie für unseren Protest gegen das G8-Treffen", erklären die Veranstalter des Sternmarschs am 7. Juni. Gegenwärtig wird weiter international zur Demonstration aufgerufen. [Sternmarsch-Bündnis] Hintergrund: Material und Pressestimmen zum Demoverbot: http://gipfelsoli.org/Repression/Allgemeinverfuegung ------------------------------------------------------------------------ ------ Aufruf zur finanziellen Unterstützung der Klage gegen das Verbot des Sternmarsches am Donnerstag 7.6.07 Wie ihr bestimmt alle mitbekommen habt, wurde - abgestimmt auf die Allgemeinverfügung - der für den Donnerstag 7.Juni konzipierte Sternmarsch unter dem Motto "Den Protest nach Heiligendamm tragen!" verboten. Gegen diesen Versuch die Proteste soweit zu verbannen, dass sie nicht mehr gehört werden, klagen wir als Sternmarschbündnis nun. (siehe auch Presseerklärung unten). Natürlich ist die Motivation für den Klageweg nicht die Hoffnung, dass deutsche Gerichte höchstrichterlich erlauben werden, die Abschlusskundgebung auf der Seebrücke von Heiligendamm abzuhalten. Mit Verweis auf das Brockdorf- Urteil, dass den Adressaten eines Protestes zu zumuten ist, dass sie den Protest wahrnehmen müssen, rechnen wir uns allerdings gute Chancen aus, dass diese "Was-stört-wird-verboten"-Strategie zumindest nicht vollständig durchkommen wird und es nicht bei einem Totalverbot bleiben kann. Darüberhinaus kann eine Globalisierungsbewegung, als Bewegung der Bewegungen, ein solches Verbot nicht akzeptieren, da hier Verbotsmaßstäbe gesetzt werden, die sicherlich - sind sie einmal durchgesetzt - immer wieder auf unseren und anderen Protest angewendet werden würden. Der Sternmarsch ist Teil der übergreifenden Choreographie gegen den G8. Beschlossen wurde die Durchführung dieser Demonstration auf der Aktionskonferenz in Rostock. Zudem hat die Klage gegen das Versammlungsverbot eine Bedeutung, die über das Ereignis G8 in Heiligendamm hinausreicht. Deshalb gehen wir davon aus, dass es Teil der politische Verantwortung der Gesamtbewegung sein muss, diesen Angriff auf die Versammlungsfreiheit zu beantworten. Die Klage gegen das Verbotsverfahren wird Geld kosten, die Sternmarsch-AG alleine wird dies nicht schultern können. In Hannover wurde beschlossen, die Kosten in den Bereichen Großdemonstration, Camp, Medienzentrum und in Sachen Repression als Gesamtkosten des Widerstandes auf die gesamte Bewegung zu verteilen. Über eine Erweiterung in Richtung Gerichts- und Klagekosten ist dabei unseres Wissens bisher nicht gesprochen worden. Angesichts der Tatsache, dass die öffentliche Debatte um das Verbot des Sternmarsches momentan einer der Auslöser für die breite öffentliche G8-Debatte ist, bitten wir zum einen, die Kosten für dieses und mögliche weitere Verfahren im Zusammenhang mit der Einschränkung des Demonstrationskonzepts für den Donnerstag als Teil der Gesamtkosten des Protestes zu betrachten und am Ende zu bedenken. Attac vermeldet im Zuge der Verbotsdiskussion ein erhöhtes Spendenaufkommen, vielleicht ist das bei anderen größeren und kleineren Organisationen auch so. Wir bitten daher auch einzelne Gruppen und Teile der Bewegung in nächster Zeit kleinere oder größere Geldmengen für die Klage zu spenden oder zu organisieren. Mit solidarischen Grüßen das Sternmarschbündnis Spenden bitte auf folgendes Konto: Kultur- und Sportclub schw-rot eV Kontonummer: 8194623 Sparkasse Hanau BLZ: 506 500 23 Verwendungszweck: Klage-Sternmarsch ------------------------------------------------------------------------ ------ FREIHEIT STIRBT MIT SICHERHEIT! Ausgerechnet am Tag der Verabschiedung des Grundgesetzes (23. Mai 1949) treffen sich im "Bayerischen Hof" zu München die G8- Justiz- und Innenminister, um den Abbau der Grundrechte voranzutreiben. Angesichts des bevorstehenden G8-Gipfels in Heiligendamm und der bundesweiten Einschüchterungs- und Repressions-Kampagne gegen die G8-Protestbewegung rufen wir hier in München auf, dagegen zu demonstrieren. 17:00 Uhr: Demonstration vom Stachus zum "Bayerischen Hof" 18:30 Uhr: Protestkundgebung vor dem "Bayerischen Hof" am Promenadeplatz Die schnelle gemeinsame und solidarische Resonanz der Gruppen und Organisationen der G8-Kritiker auf die Willkürakte des Staatsapparats ermutigt, wir stellen fest: JETZT ERST RECHT! Wir lassen uns den Protest und Widerstand nicht verbieten! Veranstalter: Münchner Anti-G8-Koordination ------------------------------------------------------------------------ ----- Tagesspiegel: Bad Bramstedt, übernehmen Sie! Wer beim G-8-Gipfel die Bundespolizei führt Bad Bramstedt - Auch die Bundespolizei schützt den Weltwirtschaftsgipfel in Heiligendamm. Die Botschaft von Polizeiführer Hans-Georg Lison (59) ist klar: "Globalisierungsgegner sind zum G-8-Gipfel willkommen, Straftäter nicht!" Einige logistische Fäden für das Ereignis im Nachbarland Mecklenburg- Vorpommern laufen in Schleswig-Holstein zusammen. Das hängt mit der geografischen Aufteilung der Bundespolizei zusammen. Das für Mecklenburg-Vorpommern zuständige Präsidium Nord hat seinen Sitz in Bad Bramstedt. Im Hinblick auf die halbjährige EU-Präsidentschaft Deutschlands hat Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble den Bramstedtern die Einsatzleitung für alle Ereignisse übertragen, wobei der G-8-Gipfel herausragt. Seit Monaten sei man vorbereitet, betont Bramstedts Vizepräsident Lison. Er steht ein Jahr vor seiner Pensionierung und ist erfahren bei Großeinsätzen. Viermal hatte er das Sagen bei der Sicherung von Castortransporten nach Gorleben. Von diesen Erfahrungen und von denen bei der Fußball-WM im vergangenen Jahr wolle man profitieren, so Lison. "Die Beamten bekommen eine spezielle Broschüre wie im Falle Castor und wurden politisch geschult. Ein anderes Training ist nicht notwendig, unsere Kräfte kennen das durch die Einsätze bei Fußball-Bundesligaspielen", sagt Lison. Deutschlandweit gibt es rund 33 000 Bundespolizisten - diese werden für wenige Tage einsatzbezogen aus dem hohen Norden koordiniert. Zum einen werden, als ureigenste Aufgabe, die Grenzen gesichert. Der Schengener Grenzkodex sieht zwar keine durchgängigen Kontrollen mehr vor, doch wegen des G-8-Gipfels findet eine intensivere Prüfung statt. Dazu steht Lisons Dienststelle mit ausländischen Verbindungsbeamten in Kontakt, die teils selbst zum etwa 90-köpfigen Führungsstab dazustoßen, der 24 Stunden aktiv ist. Täglich tauscht man sich mit der Landespolizei in Schwerin aus, aber auch mit dem Bundeskriminalamt. Zur Unterstützung des BKA werden Züge mit Demonstranten begleitet, wird auf Bahnhöfen und Flughäfen patrouilliert. Die sechs eigenen Küstenboote seien jederzeit abrufbereit ebenso wie 88 Hubschrauber, sagt Lison. Außerhalb der Zwölfmeilenzone wird vor dem G-8-Tagungsort die Ostsee überwacht. Logistisch eingebunden sind auch mobile Küchen und Sanitätskräfte. Sichtbar will man deeskalieren, setzt "Kommunikationsmanager" an möglichen Brennpunkten ein. "Sicher wollen auch Gewalttäter aus dem Ausland anreisen. Es ist unsere Aufgabe, das zu verhindern. An den Grenzen können wir dazu Einreiseverbote verhängen", sagt Lison. "Ich habe eine entsprechende Gewalttäterzahl vom Gipfeltreffen 2001 in Genua, doch die sage ich nicht", meint er. Aber: "Die meisten, die zu uns kommen, sind friedlich. Etwa zehn Prozent sind Gewalttäter." Dieter Hanisch [http://www.tagesspiegel.de/politik/archiv/20.05.2007/3277925.asp9 ------------------------------------------------------------------------ ------ Nachtrag PMR/"Walkie-Talkie" es gab einige rückmeldungen zu unserem text, die uns zu ein paar korrekturen bzw. ergänzungen veranlassen. gleich zu anfang des textes hat sich ein ärgerlicher fehler eingeschlichen - PMR sendet natürlich auf acht und nicht auf sechs kanälen. von verschiedenen seiten wurde die eindeutige identifizierbarkeit durch "fingerprinting" in frage gestellt. tatsächlich ist unsere beschreibung an dieser stelle etwas ungenau gewesen: es gibt zwei verbreitete verfahren, solche fingerprints zu erstellen. bei dem einen handelt es sich um amplitudenmessungen beim aufbau von funkverbindungen - hierbei ist die fehlerquote sehr hoch, es gibt einfach zu viele variablen. u.a. beeinflussen temperatur, voltzahl der batterien, alter des geräts und wetterbedingungen die wellenform. bei der zweiten methode wird das spezifische einschwingverhalten beim hochtasten zu beginn einer funkübertragung gemessen. obwohl es eine recht hohe erkennungsrate hat, lässt auch dieses verfahren keine 100% eindeutige identifizierung zu, was aber staatliche regulationsbehörden wie die US-amerikanische FCC oder auch die bundesnetzagentur nicht hindert, die ergebisse als beweismittel bei anklagen z.b. gegen betreiber illegaler sender einzusetzen. ob so eine messung allein für eine verurteilung ausreichend sein sollte darf ebenso bezweifelt werden wie die rechtsstaatlichkeit politischer prozesse. die tatsache, dass solche verfahren existieren und eingesetzt werden, spricht unseres erachtens eindeutig für einen sicherheitsbewussten umgang mit funkgeräten. dissidente radiopiratInnen ------------------------------------------------------------------------ ------ Auf dem Weg zum G8-Gipfel - Karawane- und NoLager-Demo in Schwerin: Donnerstag, 31. Mai, 13.30 Uhr/Hauptbahnhof Der G8-Gipfel steht vor der Tür, doch los geht's nicht erst Anfang Juni rund um Heiligendamm und Rostock. Bereits im Mai befinden sich etliche Karawanen auf dem Weg Richtung Gipfelprotest - darunter die "Karawane für die Rechte von Flüchtlingen und MigrantInnen", die "Euromärsche gegen Erwerbslosigkeit, ungeschützte Beschäftigung und Ausgrenzung" sowie mehrere Fahrradkarawanen. Die Karawane für die Rechte von Flüchtlingen und MigrantInnen ruft aus diesem Anlass zusammen mit dem NoLager-Netzwerk zu einer Demo am 31. Mai in Schwerin auf, unter dem Motto: "Gleiche Rechte für alle - Abschiebemaschinerie stoppen!" Denn auch in Mecklenburg-Vorpommern sehen sich Flüchtlinge mit massiver Entrechtung konfrontiert. So ist es zwar nach jahrelangen Protesten gelungen, die Schließung der berühmt-berüchtigten (mitten im Wald gelegenen) Dschungelheime durchzusetzen, dennoch hat Mecklenburg-Vorpommern nicht von seiner Praxis abgelassen, Flüchtlinge in Lagern zu isolieren, zu demütigen und zu zermürben - noch nicht einmal vor einer Unterbringung in Containerlagern wie etwa derzeit in Stralsund wird zurückgeschreckt. Besondere Erwähnung sollte die ebenfalls isoliert gelegene Zentrale "Erstaufnahmeeinrichtung" in Horst bei Boizenburg an der Elbe finden. Denn seit über einem Jahr wird das Lager in Horst zusätzlich als so genannte "Landesgemeinschaftsunterkunft" genutzt - und zwar für solche Flüchtlinge, welche aus Sicht der Behörden keine Bleibeperspektive in Deutschland haben und deren Integration deshalb verhindert werden soll. Das ist der Grund, weshalb die in der Horster "Landesgemeinschaftsunterkunft" untergebrachten Flüchtlinge ebenfalls dem strengen, eigentlich nur auf den Bereich der Erstaufnahmeeinrichtung beschränkten Lagerregime unterliegen - etwa zwangsweiser Kantinenverpflegung oder regelmäßigen Zimmerkontrollen. Sie sollen auf diese Weise - wie es insbesondere aus dem Niedersächsischen Abschiebelager Bramsche bekannt ist - in die Illegalität oder zur so genannten ’freiwilligen Ausreise' getrieben werden. Pikant ist, dass Horst neuerdings auch Zentrale Erstaufnahmeeinrichtung für die rechtlich zu Hamburg gehörigen Flüchtlinge ist. Konkret: Hamburg zahlt Mecklenburg-Vorpommern Geld, damit Hamburg keine eigene Erstaufnahmerichtung mehr betreiben muss. Was hinter dieser Entscheidung steckt, ist offensichtlich: Auch wenn der Hamburger Senat die Zusammenarbeit mit Mecklenburg- Vorpommern unter Verweis auf die ständig sinkenden Flüchtlingszahlen und somit ökonomisch begründet - beabsichtigt ist, Hamburg flüchtlingsfrei zu machen! Des weiteren geraten Flüchtlinge in Mecklenburg-Vorpommern so wie überall in Deutschland immer stärker unter Abschiebedruck. Erst Anfang April wurden beispielsweise rund 60 Flüchtlinge mitten in der Nacht aus ihren Betten gerissen und von der Polizei zu (ihren) vorgeblichen Botschaften gefahren. Ihnen sollten dort Reisepapiere zum Zwecke der Abschiebung ausgestellt werden. Viele Flüchtlinge sind deswegen untergetaucht - selbst offiziell gelten sie hiermit als erfolgreich erledigte Fälle. Schließlich sollte auch nicht die ständige Angst vor rassistischen Übergriffen vergessen werden, nicht zufällig spricht der Opferhilfeverein LOBBI e.V. von einer "deutlichen Zunahme rechter Gewalt", seit die NPD bei den Landtagswahlen im September 2006 in den Schweriner Landtag eingezogen ist. In diesem Sinne passt es durchaus, dass die Karawane- und NoLager-Demo zwei Tage vor dem geplanten Nazi-Aufmarsch der NPD in Schwerin (2. Juni) stattfindet. Denn so kann einmal mehr deutlich gemacht werden, dass linke und emanzipatorische Kritik an den G8 nichts, aber auch gar nichts mit rechter Globalisierungskritik zu tun haben! Die systematische Fremdbestimmung, Demütigung und Zermürbung von Flüchtlingen verlängert die an den Außengrenzen der EU tagtäglich praktizierte Barbarei. Denn auch dort geht es im Kern um Abschottung, willkommen sind lediglich temporäre Arbeitskräfte - etwa ErntehelferInnen - sowie ein gewisser Prozentsatz papierloser ArbeitsmigrantInnen. Dem halten antirassistische Gruppen und Netzwerke - unter ihnen zahlreiche Flüchtlingsselbstorganisationen - die Forderung nach einem bedingungslosen Bleiberecht entgegen. Zweierlei steckt dahinter: Zum einen das Wissen (auf Seiten der Flüchtlinge eingebettet in persönliche Erfahrungen), dass Flucht und Migration untrennbar mit globalen Gewalt-, Ausbeutungs- und Abhängigkeitsverhältnissen verflochten sind. Die Karawane der Flüchtlinge und MigrantInnen hat deswegen ihre Tour unter das Motto gestellt: "Wir sind hier, weil ihr unsere Länder zerstört!" Zum anderen die Überzeugung, wonach alle Menschen gleich sind und deswegen das Recht auf gleiche Rechte einen unhintergehbaren Ausgangspunkt jeder auf globale Gerechtigkeit zielenden Politik sein sollte - ganz egal, ob es um die sozialen und politischen Rechte von Erwerbslosen in Mecklenburg-Vorpommern, Slum-BewohnerInnen in Sao Paulo oder landlosen Bauern und Bäuerinnen in Ghana geht. Weitere Termine in Mecklenburg-Vorpommern: 26.05. Besuch der Fahrradkarawane am Ein- und Ausreiselager Horst. 30.05. Aktion des Nolager-Netzwerks und der Karawane am Ein- und Ausreiselager Horst. 04.06. Aktionstag zu Flucht und Migration in Rostock Gleiche Rechte für alle - Abschiebemaschinerie stoppen! Für globale Bewegungsfreiheit! www.nolager.de - www.thecaravan.org - www.g8-migration.net.tf ------------------------------------------------------------------------ ------ wegbeschreibung zum borderpoint dresden Wegbeschreibung von der A4 / * auf der A4 kommend, Autobahnabfahrt "Dresden-Hellerau" herunterfahren * dann in Richtung Zentrum an der Aral-Tankstelle vorbei links einordnen und an der Ampel neben der Tankstelle nach links auf die Stauffenbergallee abbiegen * nun etwa einen Kilometer dem Straßenverlauf der Stauffenbergallee folgen * an der zweiten Kreuzung, kurz vor einer Brücke nach rechts abbiegen und ihr befindet Euch genau auf der Rudolf-Leonhard-Straße * jetzt nur noch die nächste Kreuzung passieren und ihr seht auf der rechten Seite das AZ Conni Wegbeschreibung aus Prag kommend * Grenzübergang Altenberg/Cinovec * auf der B170 bleiben bis nach Dresden, dann Richtung Zentrum fahren * immer weiter geradeaus, Zentrum passieren, dann die Elbe queren auf der "Carolabrücke" * an der Ampelkreuzung nach der Brücke weiter geradeaus * nächste Ampelkreuzung am "Albertplatz" auch gerade aus, Richtung "Königsbrück"/ B97 * die Straße heißt jetzt Königsbrücker Straße, an der zweiten Ampel links abbiegen (Kino "Schauburg" auf der linken Seite) auf den Bischofsweg * nach ca. 200 Metern kommt eine Eisenbahnunterführung, danach in die erste Straße rechts * nun nur noch die "Rudolf-Leonhard-Straße" den Berg hoch und nach einem Park mit Spielplatz auf der linken Seite ist das nächste Haus das AZ Conni, Hausnummer 39. Non Auto Variante(n): * mit der Straßenbahnlinie 13 bis Haltestelle Bischofsplatz fahren und dort die Rudolf-Leonhard-Straße hochlaufen. Fahrplan Linie 13 * mit den Straßenbahnlinien 7 und 8 bis Haltestelle Tannenstraße, dann unter der Eisenbahnbrücke durchlaufen, an der nächsten Kreuzung nach rechts abbiegen und auf der linken Seite der Straße findet ihr dann das Conni. Fahrplan Linie 7 / Fahrplan Linie 8 * mit Buslinie 91 bis Haltestelle Rudolf-Leonhard-Straße fahren, von dort sind es noch 150 Meter Fahrplan Linie 91 * wer mit dem Zug kommt, sollte am Bahnhof Dresden-Neustadt aussteigen und einfach dem Dammweg bis zur Tannenstraße folgen, dort links unter der Eisenbahnbrücke durchgehen und an der nächsten Kreuzung rechts abbiegen. ------------------------------------------------------------------------ ------ Laut BKA-Lageanalyse verüben G8-Gegner Anschläge in Europa Um die Durchsuchungswelle sowie Demoverbote zu rechtfertigen, brauchen Polizei und BKA sogenannte "Gefahrenprognosen". Die öffentliche Stimmung ist nach den Razzien und der Allgemeinverfügung zugunsten des Protests ausgeschlagen. Nun legt das BKA nach. Bei früheren Gipfeln haben Sicherheitsbehörden mit sogar hoher Wahrscheinlichkeit Anschläge initiiert (z.B. Genua), um den Widerstand zu spalten. In der Aufzählung des BKA fehlen allerdings etliche Solidaritätsaktionen, wie z.B. Tel Aviv oder Managua. Eine Übersicht hier: http:// de.indymedia.org/g8 Berlin (dpa) - Globalisierungsgegner haben einer Lageanalyse des BKA zufolge mit Anschlägen in europäischen Städten auf die Razzien gegen G8-Gegner reagiert. Laut "Spiegel" bewarfen in Amsterdam Unbekannte das deutsche Generalkonsulat mit Steinen. Im schottischen Edinburgh schleuderten Linksradikale Farbbeutel gegen die Fassade des deutschen Konsulats. In Wien wurde durch einen Flaschenwurf ein Fenster der deutschen Botschaft zerstört. Die Polizei hatte am 9. Mai Wohnungen und Büros mutmaßlicher Gipfel-Gegner durchsucht. ------------------------------------------------------------------------ -- Protest + Widerstand: http://de.indymedia.org/g8heiligendamm Pressespiegel zum G8 2007 unter http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp ------------------------------------------------------------------------ -- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-l ------------------------------------------------------------------------ -- ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ D) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: nix Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 21:23 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Mon May 21 22:32:49 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Mon, 21 May 2007 22:32:49 +0200 Subject: widerst@and mund - Dienstag, 22. Mai 2007 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Dienstag, 22. Mai 2007 Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN ================================================ 01 Prokop-Prozeß von office at asyl-in-not.org ============================================== 02 [Depot-news] Programm 22.Mai von depot-news at mailman.sil.at ============================================== 03 identities 2007 - INFO 2 - Neue FESTIVALWEBPAGE istONLINE! von identities 2007 ============================================== 04 Vortrag und Film: Frauen im Irak von WADI Austria ============================================== ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ 05 Please help bring KurdishMedia.com back! von WADI Austria ============================================== 06 HOSI Wien bei Menschenrechtskommissar Thomas Hammarberg von Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien ============================================== 07 GAJ Wien: Gesetzesentwurf zur Vorratsdatenspeicherung hebelt Unschuldsvermutung aus von GAJ Wien ============================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN ================================================ ============================================== 01 Prokop-Prozeß von office at asyl-in-not.org ============================================== Prokop-Prozeß: Es geht um die Meinungsfreiheit Freitag, 25. Mai, 9 Uhr, Landesgericht, 1080 Wien, Wickenburggasse 22, 3. Stock, Saal 305 Gunnar Prokop, Witwer der verstorbenen Innenministerin, hat eine Privatanklage gegen Asyl in Not und Michael Genner eingebracht. Wir bringen dazu eine Stellungnahme von SOS-Mitmensch Burgenland. SOS-Mitmensch Burgenland Wiener Str. 6/1. Stock 7400 Oberwart Tel./Fax: 03352 / 35140 Email: mof.sos at aon.at ZVR-Zahl: 462040376 Oberwart, am 16.05.2007 Betrifft: Prozess Prokop gegen Genner am 25.05.07 in Wien! Zu dem oben angeführten Prozess von Herrn Gunnar Prokop gegen Herrn Michael Genner von "Asyl in Not" nimmt SOS-Mitmensch Burgenland wie folgt Stellung: Es geht bei diesem Prozess um die Meinungsfreiheit, die ein verfassungsmäßig geschütztes Recht ist. Herr Gunnar Prokop, Witwer der verstorbenen Frau Innenministerin, hat wegen "übler Nachrede" geklagt ("Ministerin für Folter und Deportation"). Dazu vertritt SOS-Mitmensch Burgenland folgende Meinung: Auf der Anklagebank wollen wir sämtliche Innenminister / Polizeiminister der EU sehen, die für das Sterben der AsylwerberInnen / Flüchtlingen an der EU-Außengrenze verantwortlich sind. Aber sicherlich nicht Michael Genner, der seit Jahren Obmann von "Asyl in Not" ist und sich konsequent für das Recht auf Asyl für Flüchtlinge einsetzt. Solidarität kann durch Teilnahme an der Gerichtsverhandlung am 25.05.07 um 9 h, 1080 Wien, Wickenburggasse 22, 3.Stock, Saal 305 bewiesen werden. Mit solidarischen Grüßen Mag. Rainer Klien (Vorstandsmitglied von SOS-Mitmensch Burgenland) Spendenkonto: Asyl in Not, Raiffeisen, Bankleitzahl 32000 Kontonummer 5.943.139 www.asyl-in-not.org office at asyl-in-not.org Tel. 408 42 10-15 0676 - 63 64 371 ZVR-Zahl 723727354 ============================================== 02 [Depot-news] Programm 22.Mai von depot-news at mailman.sil.at ============================================== Dienstag, 22. Mai, 19.00 Rule of Law Let's talk about... SCRIPTS! In Rule of Law begleitet Susanne Brandstätter die Richterin Claudia Fenz, die als UNO-Beauftragte einen brutalen Fall von Steinigung eines Serben und dessen Mutter im Kosovo aufzuklären hat. Brandstätters Kamera folgt dem Prozessverlauf bis hin zum Kanun, in dem ein Dorfrichter gemäß einer 600 Jahre alten Tradition - von allen Dorfbewohnern geachtet - über Streitfälle entscheidet. Susanne Brandstätter, Regisseurin Rule of Law Constantin Wulff, drehbuchForum Es werden Ausschnitte aus Rule of Law - Justiz im Kosovo (A 2006) gezeigt. Eine Veranstaltung von drehbuchFORUM Wien in Kooperation mit dok.at. Dienstag, 22. Mai, 21.00 (1.Stock) Hat Wolff von Amerongen Konkursdelikte begangen? Film und Theorie Gerhard Friedls Film macht die Unsichtbarkeit wirtschaftlicher Macht sinnfällig: Die Tätigkeit der Arbeitenden wird ebenso wenig "dargestellt" wie die verästelten Machinationen der Konzerne. Eine Festmachung steht aus: Weder kann die Wertschöpfung der anonymen Individuen in der Erfolgsgeschichte der BRD ins Recht gesetzt noch kann über die steuerschonend-schlüpfrige Selbstverwertung des Kapitals gerichtet werden. Diesen Ausstand macht der Film nahezu körperlich spürbar, indem er die Wahrnehmung im Riss zwischen Bild und Ton und im Verschwinden der Wirtschaft in der Geschichte situiert. Drehli Robnik, Filmwissenschaftler Hat Wolff von Amerongen Konkursdelikte begangen? (D 2005), Regie: Gerhard Friedl wird am 22. Mai um 19.00 Uhr im Topkino, Rahlgasse 1, 1060 Wien gezeigt. Eine Veranstaltungsreihe in Kooperation mit LichtBlick. Depot Breitegasse 3 A-1070 Wien Tel: +43 1 522 76 13 www.depot.or.at ============================================== 03 identities 2007 - INFO 2 - Neue FESTIVALWEBPAGE istONLINE! von identities 2007 ============================================== identities 2007 QUEER FILM FESTIVAL 7. - 15. Juni Filmcasino, Cinemagic, Top Kino präsentiert von DV8-FILM Die neue Festivalwebpage mit dem gesamten Programm und zahlreichen neuen Features ist seit heute 17 Uhr ONLINE! Kontinuierliche Updates und zusätzliche Infos ab sofort auf www.identities.at Vorbeischauen, Filmliste und Festivalprogramm zusammenstellen, startklar machen für den Beginn des Karten(vor)verkaufs am 25. Mai. Bis bald Euer/Ihr identities 2007 Team ============================================== 04 Vortrag und Film: Frauen im Irak von WADI Austria ============================================== Frauen im Irak: Vortrag - Film - Diskussion Mit den WADI-Mitarbeiterinnen Soma Ahmad, Alicia Allgäuer und Mary Kreutzer Wann: 29. Mai 2007, 19 Uhr; Wo: Die Bibliothek (Wipplingerstraße 23; 1010 Wien; Abgang Tiefer Graben; die Treppe runter auf halber Höhe) "FGM is killing a woman" - so definierte, auf den Punkt gebracht, eine junge Irakerin die auch in ihrem Land weitverbreitete Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung. Die Situation in Irakisch-Kurdistan Die Frauen- und Mädchenarbeit von WADI Der Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung Wann: 29. Mai 2007, 19 Uhr; Wo: Die Bibliothek (Wipplingerstraße 23; 1010 Wien; Abgang Tiefer Graben; die Treppe runter auf halber Höhe Soma Ahmad, geb. 1985 in Kirkuk (Irakisch-Kurdistan), musste 1991 nach Österreich fliehen. Sie studiert Politikwissenschaft in Wien und ist bei WADI und der "stop FGM"-Kampagne aktiv. Alicia Allgäuer, geb. 1981 in Feldkirch, ist Diplomsozialarbeiterin und studiert zurzeit Politikwissenschaft; verfasste im Zuge mehrerer Aufenthalte in Lateinamerika ihre Diplomarbeit "Die Guarda-Bocaminas von Potosí, Bolivien und Ansätze für eine befreiungsorientierte politisierende Sozialarbeit". Mary Kreutzer, geb. 1970 in Wels, aufgewachsen in Guatemala. Redakteurin der Menschrechtszeitschrift liga. Mitherausgeberin des Sammelbandes "Irak. Von der Republik der Angst zur bürgerlichen Demokratie?". Zur Zeit Koordinatorin der eca-watch-Kampagne (http://www.eca-watch.at) Veranstaltet von: Amnesty International, Netzwerk Frauenrechte. http://www.amnesty.at/frauenrechte/cont/termine/main1.html Infos zu WADI unter: www.wadinet.at -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit WADI-Austria e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien SPENDENKONTO - jeder Euro hilft! Knt. Nr.: 6.955.355 BLZ: 32.000 Raiffeisen Landesbank NÖ IBAN AT4432 0000 0006 955355 BIC (SWIFT) RLNWATWW Die Print-Ausgaben unserer Vereinszeitschrift WADI-News können auch online gelesen werden: http://www.wadinet.at/Media/wadinews.php ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ============================================== 05 Please help bring KurdishMedia.com back! von WADI Austria ============================================== Wir leiten einen Spendenaufruf von Kurdisch Media weiter, eines der spannensten und unabhängigsten kurdischen Internetportale, das leider seit Monaten nicht mehr online ist und nun dringend Gelder braucht, um den Betrieb wieder aufnehmen zu können. MfG, Wadi-Austria -------------------- Dear friends, Attached is the letter from KurdishMedia.com team and friends. It urges you to assist bringing back KurdishMedia.com back. Please feel free to send it to your circle. KurdishMedia.com counts on you. Best wishes, Rebwar Fatah Mob: 077 6172 8041 Fax : 070 9235 8341 -------------------------------------------------------------------------- --------- Please help bring KurdishMedia.com back! For years, KurdishMedia.com has been the leading Kurdish news source for Kurds and others following the situation of the Kurdish nation. It has maintained its independence and consistently provided its readers with breaking news reports, political analysis, cultural insight, and information on Kurdish events worldwide. The KurdishMedia.com team, a group of volunteers, has dedicated countless hours to maintain the site without ever receiving any monetary compensation. Some journalists go to great lengths and taking great risks to get stories that have captivated our readers. As you know, unfortunately KurdishMedia.com has been down for weeks and "friends of KurdishMedia.com" have rightfully shown their concern about this. Here are some examples of their recent comments I have received. - "KurdishMedia.com is one of the most reliable serious Kurdish voices." - (Blocking KurdishMedia.com) is similar to trying to silence Martin Luther King from bringing Civil Rights Movement to America, but at the end they all failed. - "KurdishMedia.com has become the icon of free speech for English-speaking writers and reporters interested in promoting Kurdish cause by peaceful means." - "In its many years of public service, and through its pioneering web-based free forum, KurdishMedia.com was able to earn the respect and admiration of the English-speaking Kurdish community around the world and in the homeland." - "Many of us have published articles in defense of the Kurdish voices and democratic rights on this very prominent site." - "This is a challenge to all of us and we must stand united at least once to let the world now that we are one nation and we deserve a recognition and respect. We must demand this respect not asking for, and this demand comes only if we are united." - "It provided a medium for 'free speech' for a nation that has been continually robbed of that luxury in its homeland." - "Targeting this democratic outlet is the symbol of their weakness and true influence of this web site in reflecting the demand of the Kurdish people for the right of self-determination." - "KurdishMedia.com has been very successful in enlightening our people and standing up for their rights." - "As a busy student in my last step of my Masters, but I can say I am ready to do my all the best shoulder to shoulder with you." - "To be proud of being victims is something we should avoid. Stand up and start again, we will help you." Many of these friends have stepped in and plan to help KurdishMedia.com in action by organizing fundraising events in various parts of the world. The next of such events will be in Southern California that I have been invited to attend. As you are well aware, KurdishMedia.com was attacked. To combat similar attacks KurdishMedia.com needs an updated, less vulnerable technological platform, which obviously costs. To get KurdishMedia.com back, we will need to raise funding of approximately $20,000.00.We are reluctantly urging friends like you for financial support. Any contribution is appreciated as recognition of the work that KurdishMedia.com has done and will continue to do following its return. Methods of payment: 1. For the fundraising event in Southern California you may participate in person on June 3rd, 2007, 4pm at: University Community Park, Multi-use building, 1 Beech Tree Lane, Irvine, CA 92612. 2. You may also send your checks or money order prior to May 28th, 2007 to Kurdish American organizations that you are familiar with such as Art-in-Mind, KAES, KNC, etc. with a memo for KurdishMedia.com to: P.O. Box 50822, Irvine, CA 92619. Please contact those organizations about tax deductibility rules. 3. To send a check or money directly to London, the address is: KurdishMedia.com, 71 High Road Ickenham, Middx UB10 8LQ, UK 4. For wire transfer to London, the Bank account detail of KurdishMedia.com is: NatWest Bank, Account name: International Kurdish Media (IKM), Account Number: 52651347, Sort code: 60-21-03 Yours Truly, Rebwar Fatah, PhD And the entire KurdishMedia.com team and Friends of KurdishMedia.com -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit WADI-Austria e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien SPENDENKONTO - jeder Euro hilft! Knt. Nr.: 6.955.355 BLZ: 32.000 Raiffeisen Landesbank NÖ IBAN AT4432 0000 0006 955355 BIC (SWIFT) RLNWATWW Die Print-Ausgaben unserer Vereinszeitschrift WADI-News können auch online gelesen werden: http://www.wadinet.at/Media/wadinews.php ============================================== 06 HOSI Wien bei Menschenrechtskommissar Thomas Hammarberg von Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien ============================================== Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 21. Mai 2007 HOSI Wien bei Menschenrechtskommissar Thomas Hammarberg Heute Vormittag traf Thomas Hammarberg, Menschenrechtskommissar des Europarats, anlässlich seines Österreich-Besuchs mit VertreterInnen von Nichtregierungsorganisationen, darunter der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien, zusammen, um sich von diesen über die Situation der Menschenrechte in Österreich informieren zu lassen. "Wir haben Hammarberg insbesondere auf die Knebelung der Meinungsfreiheit während der bleiernen Zeit der Regierung Schüssel hingewiesen", berichtete nach dem Meeting Christian Högl, Obmann der HOSI Wien, die ja durch die Ehrenbeleidigungsklage des Ex-ÖVP-Abgeordneten Walter Tancsits selbst Opfer der systematischen Angriffe auf die Meinungsfreiheit unter Schwarz-Blau-Orange geworden ist. "Wir haben an Hammarberg appelliert, sich dafür einzusetzen, dass der Tatbestand der Ehrenbeleidigung bzw. der üblen Nachrede aus dem österreichischen Strafgesetzbuch gestrichen wird, was ja auch eine Empfehlung des Europarats ist. Es reicht ja vollauf, sich gegen Ehrverletzungen zivilrechtlich wehren zu können. Die im Strafrecht vorgesehene Höchststrafe von einem Jahr Gefängnis ist eines modernen Rechtsstaates unwürdig!" "Ein weiteres Anliegen, das wir in unserer Hammarberg überreichten Stellungnahme hervorheben, ist die rechtliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften mit verschiedengeschlechtlichen", erklärt Högl weiter. "Auch dabei handelt es sich um bestehende Beschlusslage des Europarats. Dessen Parlamentarische Versammlung hat bereits im September 2000 in einer Entschließung alle Mitgliedsstaaten aufgefordert, gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften durch die Schaffung des Rechtsinstituts der Eingetragenen Partnerschaften rechtlich anzuerkennen. Hier ist Österreich ebenfalls immer noch säumig. In Sachen Menschenrechte ist also auch in Österreich noch einiges zu tun." HINWEIS: Weitere Informationen und die HOSI-Wien-Stellungnahme an Hammarberg zum Download auf www.hosiwien.at/?p=704 Rückfragehinweis: Christian Högl, Obmann: Tel. 0699-11 81 10 38 office at hosiwien.at, www.hosiwien.at ZVR-Nr.: 524 534 408 ============================================== 07 GAJ Wien: Gesetzesentwurf zur Vorratsdatenspeicherung hebelt Unschuldsvermutung aus von GAJ Wien ============================================== GAJ Wien: Gesetzesentwurf zur Vorratsdatenspeicherung hebelt Unschuldsvermutung aus Utl.: Regierung bricht mit fundamentalen Grundsätzen des Rechtsstaats Wien (OTS) - Scharfe Kritik am Gesetzesentwurf der Bundesregierung zur Vorratsdatenspeicherung übt die Grünalternative Jugend (GAJ) Wien."Die Bundesregierung ist dabei ein grundlegendes Prinzip des Rechtsstaates - die Unschuldsvermutung - auszuhebeln." Die geplante Speicherung der Email-, Telefon- und SMS-Verkehrsdaten aller BürgerInnen auf sechs Monate sei ein vom Staat gesetzlich festgelegter Generalverdacht gegen jede/n einzelne/n BürgerIn. Die GAJ Wien stellt fest, dass unbeobachtete und unzensierte Kommunikation eine Grundvoraussetzung für ein funktionierendes demokratisches System ist. "Das Bewusstsein beobachtet werden zu können, führt zu Vermeidungsverhalten und schränkt somit den Handlungsspielraum von Menschen ein. Die Bundesregierung ist demokratiepolitisch und grundrechtlich gesehen auf dem Holzweg.", kritisiert die GAJ Wien. Der Gesetzesentwurf sieht laut GAJ Wien nicht einmal Ausnahmen für Berufsgruppen wie ÄrztInnen, RechtsanwältInnen oder JournalistInnen vor. Die GAJ Wien befürchtet, dass durch das Gesetz die Kommunikation von JournalistInnen mit anonymen InformantInnen beschränkt wird. "Dieser Gesetzesentwurf stellt eine ernsthafte Bedrohung für unabhängigen und kritischen Journalismus da", kritisiert die GAJ Wien. Besonders verärgert ist die GAJ Wien über die Vorgangsweise der EU-Kommission, welche die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung mit Wettbewerbsverzerrung argumentiert hat. Damit umging die Kommission das Einstimmigkeitsprinzip für sicherheitspolitische Fragen, an dem die Richtlinie schon einmal gescheitert ist. "Einen solchen Einschnitt in die Grundrechte mit Wettbewerbsverzerrung zu argumentieren ist absurd", so die GAJ Wien. Weil Irland die EU-Kommission wegen des Wechsels der Begründung vor dem EuGH geklagt hat appelliert die GAJ Wien an die Bundesregierung: "Wir fordern die Regierung auf, die Entscheidung des EuGH in dieser Frage abzuwarten. Es ist inakzeptabel, dass die Regierung, noch dazu ohne Not, ein weiteres Instrument zur Überwachung der BürgerInnen einführt." Rückfragehinweis: Grünalternative Jugend Wien Lindengasse 40 1070 Wien Tel.: 01/52125242 ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Themen. Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht berücksichtigt) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mo 22.00 Uhr Nicht enthalten: nicht mehr aktuelle Ankündigungen III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Fri May 25 07:00:10 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Fri, 25 May 2007 07:00:10 +0200 Subject: widerst@and mund - Freitag, 25. Mai 2007 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Freitag, Mai 2007 Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN ================================================ 01 06.06.07 - one year conqueer von Office - conqueer ============================================== 02 Living Books - Mit Büchern sprechen > Radio Stimme - 24. Mai (heute) von Initiative Minderheiten Newsletter ============================================== 03 [Depot-news] Programm 31.Mai von depot-news at mailman.sil.at ============================================== 04 GA zum 50. Geburtstag von Ulrike Lunacek von Andersrum Wien ============================================== 05 PK "25 Jahre Weltläden in Österreich: wirtschaftlicher Erfolg durch Fairen Handel", 31.05.07 von Verena Brandtner verena.brandtner at wortart.at ============================================== ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ 06 ÖPR-"Burschentag" von heribert.schiedel at doew.at ============================================== 07 KPÖ/Arbeitsrecht/Grünbuch/Flexicurity von KPÖ-Information ============================================== 08 Bundesministerin Andrea Kdolsky führt Gespräch mit HOSI Wien von Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien ============================================== ============================================== GIPFELSOLI ============================================== 09 Critical answer to "Art goes Heiligendamm" by the art project "HOLY DAMN IT" von Oliver Ressler ============================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN ================================================ ============================================== 01 06.06.07 - one year conqueer von Office - conqueer ============================================== 06.06.07 - one year conqueer Seit 6.6.06 gibt's das conqueer, aber bis jetzt war Lu Cifer noch nicht zu Besuch. Manche seiner Lakaien mögen uns zwar gequält haben, aber im Großen und Ganzen haben wir das Jahr ohne Feuer und Asche überstanden, die Ritter der Apokalypse waren auch nirgends zu sehen. Das feiern wir. Mit free drinks. Und Buffet. Und DJs der Extraklasse. Let's celebrate!. ---------------------------------------------------------------------- conqueer - bar & lounge - öffnungszeiten: sonntag, mittwoch & donnerstag: 18.00 - 24.00 uhr freitag & samstag: 18h - 2.00 uhr Miete für deine Feste, Parties oder Veranstaltungen unseren gemütlichen Eventkeller. ============================================== 02 Living Books - Mit Büchern sprechen > Radio Stimme - 24. Mai (heute) von Initiative Minderheiten Newsletter ============================================== RADIO STIMME - DIE SENDUNG DER INITIATIVE MINDERHEITEN Donnerstag, 24. Mai 2007 13.00 Uhr, Orange 94.0 / Wien Living Books - Mit Büchern sprechen Im Rahmen von Soho in Ottakring können "lebendige Bücher" ausgeliehen werden. Anstatt diese zu lesen, wird mit ihnen gesprochen. So sollen Vorurteile erkannt werden. Radio Stimme hat mit dem Initiator des Projekts, Christian Hortulany, gesprochen. Nicht zu kurz kommen soll auch Soho als mittlerweile zum 9. Mal stattfindendes, erfolgreiches Kulturfestival. Radio Stimme hat die Initiatorin der ersten Stunde, Ula Schneider, um einen kurzen Rück- und Überblick gebeten. Weitere Sendungsthemen: - Entsicherungsgesellschaft - Aktuelle Debatten zu Prekarisierung: zwei Kurzbeiträge - "Das N-Wort": eine Kurzzusammenfassung einer Depot-Veranstaltung von ZARA:TALK Diese Sendung wird weiters ausgestrahlt auf: FREIRAD (Innsbruck) Do, 31. Mai 2007, 12.00 Uhr Radio AGORA (Kärnten) Do, 31. Mai 2007, 19.00 Uhr Radio HELSINKI (Graz) Sa, 02. Juni 2007, 19.00 Uhr Radio FRO (Linz) So, 03. Juni 2007, 11.00 Uhr ****** -> Sendung verpasst? Das Internet-Archiv. Diese und alle anderen Ausgaben von Radio Stimme sind in unserem digitalen Sendungsarchiv jederzeit als Download und Stream abrufbar: http://www.initiative.minderheiten.at/Radio ****** -> Sendung über's Internet hören. Die Sendungen sind über den Internet-Livestream der Radiosender zur jeweils angegebenen Sendezeit auch über das Internet zu hören. Orange 94.0: http://streamintern.orange.or.at/live3.m3u FREIRAD: http://www.freirad.at/live.m3u Radio AGORA: http://www.cartwall.at/agora_mp3.m3u Radio FRO: http://www.fro.at/livestream.php HELSINKI: http://www.helsinki.at/live-stream.php -- Radio Stimme - Die Sendung der Initiative Minderheiten Das politische Magazin zu den Themen Minderheiten - Mehrheiten - Machtverhaeltnisse on air: Wien - Do, 13.00 Uhr - Orange 94.0 - http://www.orange.or.at Innsbruck - Do, 12.00 Uhr - FREIRAD - http://www.freirad.at Kaernten - Do, 19.00 Uhr - Radio AGORA - http://www.agora.at Graz - Sa, 19.00 Uhr - Radio Helsinki - http://www.helsinki.at Linz - So, 11.00 Uhr - Radio FRO - http://www.fro.at on line: weltweit - jederzeit - http://www.initiative.minderheiten.at ***** Newsletter der Initiative Minderheiten Gumpendorfer Straße 15/13 A-1060 Wien Tel. 586 12 49-18 Fax 586 82 17 http://www.initiative.minderheiten.at http://www.gastarbajteri.at ============================================== 03 [Depot-news] Programm 31.Mai von depot-news at mailman.sil.at ============================================== Donnerstag, 31. Mai, 19.00 Störenfriede der Erinnerung Buchpräsentation und Diskussion Wehrmachtsdeserteure, die sich weigerten in Hitlers Vernichtungsfeldzug mitzumarschieren, blieben in der Nachkriegsgesellschaft unbedankt und wurden mit dem Vorwurf des "Kameraden- und Vaterlandsverrates" konfrontiert. Erst in den 1990er Jahren forderten und erreichten VertreterInnen aus Wissenschaft, Politik und Medien letztlich die Entkriminalisierung und gesetzliche Rehabilitierung. Wie konnten die Akteure überhaupt den notwendigen Druck erzeugen, um tatsächlich Bewegung in die vergangenheitspolitische Landschaft zu bringen? Wie in Hannes Metzlers vergleichender Analyse deutlich wird, müssen diese Fragen für Deutschland und Österreich sehr unterschiedlich beantwortet werden. Ludwig Baumann, Wehrmachtsdeserteur und Vorsitzender Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz e. V., Bremen Albrecht Kirschner, Historiker, Marburg/Lahn Hannes Metzler, Politikwissenschaftler, Wien Terezija Stoisits, Abgeordnete zum Nationalrat, Wien Moderation: Christa Ehrmann-Hämmerle, Historikerin, Wien Metzler, Hannes: Ehrlos für immer? Die Rehabilitierung der Wehrmachtsdeserteure in Deutschland und Österreich. Wien: Mandelbaum 2007 Depot Breitegasse 3 A-1070 Wien Tel: +43 1 522 76 13 www.depot.or.at _______________________________________________ Depot-news mailing list Depot-news at mailman.sil.at http://mailman.sil.at/mailman/listinfo/depot-news ============================================== 04 GA zum 50. Geburtstag von Ulrike Lunacek von Andersrum Wien ============================================== ----------------------------------------------- DIE GRÜNEN ANDERSRUM GRATULIEREN ULRIKE LUNACEK ----------------------------------------------- Ulrike Lunacek feiert am 26. Mai ihren 50. Geburtstag. Die Grünen Andersrum gratulieren von ganzem Herzen! Mit Ulrike hat die lesbisch-schwule-transgender Teilorganisation der Grünen seit vielen Jahren ein Sprachrohr und eine engagierte Stimme, die in Österreich wesentlich zur Sichtbarkeit und Akzeptanz von Lesben, Schwulen und Transgendern beigetragen hat. Mit ihrem Einzug in den Nationalrat 1999, gab es zum ersten Mal eine queere Stimme im Parlament. Selbst Ulrike ist immer wieder überrascht, dass sie einige Jahre danach noch immer die einzig offene Lesbe unter ihren Kolleginnen, aber auch unter ihren Kollegen, ist. Die Grünen Andersrum wünschen Ulrike zu ihrem Geburtstag Gesundheit, Glück und Liebe. Politisch wünschen wir ihr, dass die rechtliche Gleichstellung und die Forderungen, für die sie (nicht nur im lesbischwulen-transgender Bereich) seit Jahren engagiert kämpft, bald in die Realität umgesetzt werden. Bis dahin bleibt ihr und uns noch viel zu tun. Wer jetzt spontan Ulrike ein Geburtstagsgeschenk geben möchte: Anstelle davon wünscht sich Ulrike Geldspenden an den Verein LEFÖ - Beratung, Bildung und Begleitung für Migrantinnen. Trotz ihrer hervorragenden Arbeit, ihrer Erfahrung und Bekanntheit hat LEFÖ immer wieder Finanzierungsschwierigkeiten. Spenden an LEFÖ, Konto Nr. 00684063605, Bank Austria BLZ 12000 BIC: BKAUATWW, IBAN: AT09 1200 0006 8406 3605 Verwendungszweck: Spende Geburtstagsfest Ulrike Lunacek ============================ http://www.gruene-andersrum.at/ ============================ Diese E-Mail wurde dir geschickt, weil du den Newsletter andersrum.gruene.at abonniert hast. Newsletter abbestellen? E-Mail an: newsletter-andersrum-unsubscribe at listen.gruene.at Fragen? E-Mail an: newsletter-andersrum-request at gruene.at -- Die Grünen Andersrum Wien c/o Grüner Klub im Rathaus AT-1082 Wien Tel.+43-(0)1-4000 DW 81813 Fax +43-(0)1-4000 DW 99 81811 http://www.gruene-andersrum.at ============================================== 05 PK "25 Jahre Weltläden in Österreich: wirtschaftlicher Erfolg durch Fairen Handel", 31.05.07 von Verena Brandtner ================================================== Pressekonferenz der ARGE Weltläden "25 Jahre Weltläden in Österreich: wirtschaftlicher Erfolg durch Fairen Handel" am 31.05.07 um 9Uhr im Weltcafé, 1090 Wien Die Weltläden, Österreichs Fachgeschäfte für Fairen Handel, feiern ihr 25 jähriges Jubiläum. Am Donnerstag, den 31. Mai 2007 findet um 09:00 Uhr die Pressekonferenz "25 Jahre Weltläden in Österreich: wirtschaftlicher Erfolg durch Fairen Handel" im Weltcafé statt (Schwarzspanierstr. 15, 1090 Wien). Die ARGE Weltläden, die Dachorganisation der Österreichischen Weltläden, gibt einen Rückblick auf ein erfolgreiches Vierteljahrhundert und zeigt Schritte für die Zukunft auf. Am Podium: Barbara Kofler: GF ARGE Weltläden, Mitbegründerin einer der ersten Weltläden (1978 in Graz) Ernst Gassner: Vorsitzender ARGE Weltläden Fred Masinde: General Manager Undugu Society of Kenia (Handelspartner der Weltläden) Die Themen: Rückblick: Von der Idee zur Marke mit 92 Niederlassungen und einem Gesamtumsatz von 10,2 Mio. Euro/Jahr Soziale Verantwortung und faire Handelswege als Erfolgsrezept Blick in die Zukunft: Fair Trade Academy und "Weltladen im Dunkeln" Praxisbeispiel: wie die Weltläden das Überleben der Slumkinder von Nairobi sichert Aus der Überzeugung heraus, dass kleine Taten Großes bewirken können, gründete eine Gruppe engagierter Menschen in Innsbruck 1977 den ersten Dritte-Welt-Laden Ein Vierteljahrhundert später ist daraus eine Marke geworden, die mehr als 140 Menschen in Österreich Arbeit gibt und die Existenz hunderttausender Familien weltweit sichert. VertreterInnen der Medien sind dazu herzlich eingeladen. Um Akkreditierung wird gebeten. Die Pressekonferenz wird in deutscher und englischer Sprache abgehalten. Rückfragehinweis und Photos: Mag.a Christine Steindorfer, MAS +43 (0)664 543 80 89 christine.steindorfer at wortart.at ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ============================================== 06 ÖPR-"Burschentag" von heribert.schiedel at doew.at ============================================== DOKUMENTATIONSARCHIV DES ÖSTERREICHISCHEN WIDERSTANDES (DÖW) MAUTHAUSEN KOMITEE ÖSTERREICH (MKÖ) OÖ. NETZWERK GEGEN RASSISMUS UND RECHTSEXTREMISMUS Sehr geehrte Damen und Herren, wir ersuchen Sie um Berücksichtigung unserer nachstehenden Aussendung! Mit freundlichen Grüßen, Heribert Schiedel DÖW, MKÖ und OÖ. Netzwerk warnen: Starke rechtsextreme Tendenzen im "Pennälerring" Forderung nach Streichung der Subventionen und Verbot der Mensur An diesem Wochenende findet in Vöcklabruck ein so genannter "Burschentag" des "Österreichischen Pennälerringes" (ÖPR) statt. Der ÖPR ist der Dachverband der deutschnationalen Mittelschülerverbindungen. Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW), das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) und das OÖ. Netzwerk gegen Rassismus warnen jetzt gemeinsam vor starken rechtsextremen Tendenzen im ÖPR und seinen Verbindungen. Die Wortwahl ist verräterisch: Österreich sei "Teil der deutschen Volks- und Kulturgemeinschaft", propagierte der "Österreichische Pennälerring" (ÖPR) in einem Schülerkalender. "Die österreichische Nation wird also abgelehnt", stellt Heribert Schiedel vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW), fest. Doch nicht nur das: Die ÖPR-Zeitschrift "Junges Leben" hat schon mehrfach rechtsextreme Publikationen angepriesen, darunter solche der "Arbeitsgemeinschaft für demokratische Politik" (AFP). Der bekannte Verfassungsexperte Heinz Mayer stuft die AFP in einem Rechtsgutachten als neonazistisch ein. Auch Bücher des deutschen Rechtsextremisten Rolf Kosiek und des Schweizer Holocaust-Leugners Gerd Zikeli wurden vom ÖPR beworben. Im Juni 1997 stimmten Mitglieder der ÖPR-Verbindung "Germania Libera" aus dem niederösterreichischen Mistelbach SA-Lieder an (was von einer anderen Verbindung, die allerdings nicht dem ÖPR angehört, kritisiert wurde). Die ÖPR-Verbindung "Gothia" in Wels hatte vor einigen Jahren auf ihrer Homepage einen Link zum neonazistischen "Nationalen Info Telefon". Die "Gothen" bezeichneten das "Nationale Info Telefon" als "bestes tägliches Informationsmedium für Querdenker". Wie aus einem Foto auf der Homepage der Wiener ÖPR-Verbindung "Vandalia" hervorgeht, hängt auf der Bude dieser Verbindung ein antisemitisches Plakat, das vom vormaligen deutschen Rechtsterroristen Peter Naumann stammt. Auf der Homepage der ÖPR-Verbindung "Eysn zu Steyr" wird die CD "Funkenflug - Rufe ins Reich" beworben. Laut "Eysn zu Steyr" zeugt dieser "Tonträger" vom "Willen zum politischen Kampfe". Die CD ist ein Gemeinschaftsprodukt mehrerer rechtsextremer und sogar neonazistischer deutscher Liedermacher, zu denen etwa der NPD-Aktivist Jörg Hähnel gehört. "Es gibt noch mehr Indizien für die starken rechtsextremen Tendenzen im ÖPR", betont Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich (MKÖ). "Aber schon die erwähnten müssen alle demokratischen Kräfte alarmieren!" Dieses Wochenende treffen sich die ÖPR-Verbindungen zu einem "Burschentag" bei der "Pennalen Burschenschaft Florian Geyer" (Wahlspruch: "Der deutschen Zwietracht mitten ins Herz!") in Vöcklabruck. "Die Öffentlichkeit hat ein Recht zu erfahren, welches Gedankengut hinter diesem Treffen steht", sagt Robert Eiter, Sprecher des OÖ. Netzwerks gegen Rassismus. Während der Regierungsbeteiligung der FPÖ wurde der ihr nahe stehende ÖPR hoch subventioniert: In den Jahren 2000 bis 2004 erhielt er insgesamt mehr als 130.000 Euro. Heribert Schiedel: "Es ist nicht einzusehen, dass ein Verband, der die österreichische Nation ablehnt, aus Steuergeldern gefördert wird." Die antifaschistischen Organisationen verlangen deshalb die Streichung aller Subventionen für den ÖPR und seine Verbindungen. "Außerdem muss die Mensur ausdrücklich verboten werden, also jenes ewiggestrige Männlichkeitsritual, bei dem sich in den ÖPR-Verbindungen schon Jugendliche blutig schlagen", fordert Willi Mernyi. "Ein zivilisierter Staat des 21. Jahrhunderts darf einfach keine Form des Duells dulden", unterstreicht Robert Eiter. ============================================== 07 KPÖ/Arbeitsrecht/Grünbuch/Flexicurity von KPÖ-Information ============================================== KPÖ-Pressedienst - Drechslergasse 42, 1140 Wien - Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 - Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail info at kpoe.at - Web www.kpoe.at - Ausgabe vom 24. Mai 2007 KPÖ: Massive Kritik am Flexicurity-Konzept EU-Grünbuch zielt auf Zerstörung des Normalarbeitsverhältnisses und Zurückdrängung der Gewerkschaften "Auf die gezielte Zerstörung des für den kapitalistischen Arbeitsmarkt als hinderlich betrachteten Normalarbeitsverhältnisses und auf die Zurückdrängung der Gewerkschaften im Gefolge einer extremen Individualisierung zielt das EU-Grünbuch zum Arbeitsrecht", warnt KPÖ-Bundessprecherin Melina Klaus und fordert die 18 österreichischen EU-Abgeordneten auf, diesem Grünbuch bei der Behandlung im EU-Parlament ihre Zustimmung zu verweigern. Der Kernpunkt dieses Grünbuches ist die in Dänemark und den Niederlanden entwickelte Flexicurity. Um den Betroffenen eine umfassende Flexibilisierung der Arbeitszeit schmackhaft zu machen, wird diese durch eine entsprechende soziale Rhetorik mit angeblicher Sicherheit verbrämt. Tatsächlich geht es um eine Deregulierung des Arbeitsrechts und den Abbau von Standards und Rechten. Faktisch findet nur die Flexibilisierung statt, während die soziale Sicherheit auf der Strecke bleibt. Diese Orientierung wurde von der österreichischen Ratspräsidentschaft 2006 lanciert und von der EU-Kommission in ein Grünbuch gefasst. Ein konservativer polnischer Abgeordneter hat kürzlich im EU-Parlament einen sogar über das Grünbuch hinausgehenden ausgesprochen ideologisch begründeten Vorstoß für die Flexibilisierung getätigt, offenbar um die Kompromissbereitschaft der Sozialdemokratie zu testen. Die Linksfraktion GUE/NGL hat sowohl das Grünbuch als auch diesen Vorstoß vehement zurückgewiesen. "Charakteristisch für das Grünbuch ist eine Definition von Flexibilisierung ausschließlich im Interesse der Unternehmerseite, die von den Beschäftigten einseitig alle Anpassungsleistungen verlangt und deren Zeitwünsche, bessere Vereinbarkeit von Arbeit und Freizeit usw. ignoriert", so Klaus. Das EU-konforme Flexicurity geht mit einer enormen Ausweitung atypischer Beschäftigungsverhältnisse einher, soll also im Klartext die Prekarisierung zum allgemeinen Standard machen. Bereits jetzt sind EU-weit über 40 Prozent atypisch (Teilzeitarbeit, geringfügig, Leiharbeit, Scheinselbständige usw.) beschäftigt, es wird befürchtet, dass in fünf Jahren überhaupt nur mehr 20 Prozent in einem Normalarbeitsverhältnis stehen. Zur Bezugnahme des Flexicurity-Konzepts auf die im Jahre 2000 beschlossene Lissabon-Strategie der EU kritisiert die Linksfraktion eine verfehlte Wirtschaftspolitik, die nur auf den Export setzt und die Binnennachfrage durch eine entsprechende Kaufkraft ignoriert. Stagnierende Einkommen und zunehmende Prekarisierung sind die zwangsläufige Folge. Der linke dänische EU-Abgeordnete Søren Bo Søndergaard bezeichnete auch das in Dänemark als Ergebnis jahrzehntelanger Auseinandersetzungen und Kompromisse entstandene und mittlerweile stark durchlöcherte Konzept als "Flexiploitation", also die Verbindung von Flexibilisierung und Ausbeutung. Die Durchsetzung des Flexicurity-Konzepts auf EU-Ebene ist jedoch nur die Vollendung und Vereinheitlichung der dafür im nationalen Rahmen der Mitgliedsländer getätigten Vorleistungen, die schon in den 90er Jahren mit einem radikalen Umbau des Sozialstaates begonnen haben. Im Gegensatz zur Währungs- und Budgetpolitik gelten in der EU die Beschäftigungs- und Sozialpolitik als nationale Angelegenheit: "Das ist insofern kontraproduktiv, als den Mitgliedsländern durch die restriktiven Maastricht-Auflagen für eine nachhaltige Budgetpolitik und den Euro-Stabilitätspakt genau jener Spielraum verwehrt wird, denn sie für eine offensive Beschäftigungs- und Sozialpolitik eigentlich bräuchten", meint die KPÖ-Bundessprecherin dazu. Im Gleichklang mit der Linksfraktion im EU-Parlament lehnt auch die KPÖ das Grünbuch und das Flexicurity-Konzept ab und fordert als Alternativen dazu die Begrenzung statt Ausweitung der maximalen Wochenarbeitszeit, die Abschaffung aller Anreize für prekäre Arbeitsverhältnisse, die volle arbeits- und sozialrechtliche Absicherung für Teilzeitarbeit und Gleichstellung mit Vollzeitarbeit sowie Absicherung von Unterbrechungen im Erwerbsleben (Weiterbildung, Karenz, Pflege, Sabbatical, Altersteilzeit etc.) durch sozialstaatliche Transferleistungen. ============================================== 08 Bundesministerin Andrea Kdolsky führt Gespräch mit HOSI Wien von Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien ============================================== Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 24. Mai 2007 Bundesministerin Andrea Kdolsky führt Gespräch mit HOSI Wien Nachdem VertreterInnen der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien in den letzten Monaten bereits Gespräche mit den Regierungsmitgliedern Josef Pröll, Maria Berger, Claudia Schmied und Christine Marek sowie mit ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon, SPÖ-Nationalratsabgeordneter Gabriele Heinisch-Hosek und ÖVP-Landesrätin Johanna Mikl-Leitner geführt hatten, wurden heute Vormittag die HOSI-Wien-Obleute Ute Stutzig und Christian Högl von Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky empfangen. "Bei diesem Gespräch ging es in erster Linie um die Eingetragene PartnerInnenschaft (EP) für gleichgeschlechtliche Paare, wobei wir Andrea Kdolsky unsere diesbezüglichen Vorstellungen und Forderungen präsentierten", berichtet Ute Stutzig. "Wir betonten gegenüber der Bundesministerin, dass es nicht bloß um eine Gleichstellung von Lebensgemeinschaften geht, sondern es sich um jene Rechte und Pflichten handelt, die heute der Ehe vorbehalten sind. Weiters diskutierten wir zum Teil sehr heftig über das Recht auf Adoption und künstliche Befruchtung für Lesben und Schwule. Sowohl bei diesem Thema als auch beim Scheidungsrecht zeichneten sich durchaus unterschiedliche Herangehensweisen ab." Jugend und Gesundheit "Da Andrea Kdolsky nicht nur für Familie, sondern auch für die Ressorts Gesundheit und Jugend zuständig ist, haben wir auf die entscheidende Verantwortung der Politik in diesen Bereichen für die - vor allem seelische - Gesundheit homosexueller Jugendlicher hingewiesen", ergänzt Christian Högl. "Gerade bei MedizinerInnen und PsychotherapeutInnen herrscht durchaus noch ein großer Mangel an Wissen über Homosexualität und Sensibilität im Umgang mit homosexuellen Menschen. Ein diskriminierungsfreies und unterstützendes Umfeld stellt aber einen essentiellen Faktor für das Coming-out und die Akzeptanz der eigenen Homosexualität bei jungen Lesben und Schwulen dar. Denn gerade in dieser Gruppe ist die Zahl der Selbstmorde bzw. der Selbstmordversuche signifikant höher als bei heterosexuellen Jugendlichen." "Für uns hat sich der über die Medien gewonnene Eindruck im persönlichen Gespräch bestätigt, dass die Ministerin auch kontroversiellen Themen gegenüber Offenheit beweist und sehr klare Standpunkte bezieht. Wir hoffen, dass sich Andrea Kdolsky und andere unseren Forderungen nach Gleichberechtigung aufgeschlossene PolitikerInnen innerhalb der ÖVP durchsetzen werden", erklärt Stutzig abschließend. Rückfragehinweis: Ute Stutzig, Obfrau: Tel. 0650-9080188 Christian Högl, Obmann: Tel. 0699-11811038 office at hosiwien.at, www.hosiwien.at ZVR-Nr.: 524 534 408 ============================================== GIPFELSOLI ============================================== ============================================== 09 Critical answer to "Art goes Heiligendamm" by the art project "HOLY DAMN IT von Oliver Ressler ============================================== Öffentliche Stellungnahme vom 21. Mai 2007 Das internationale Kunstprojekt "HOLY DAMN IT: 50 000 Plakate gegen G8 - von der Dringlichkeit radikaler Antworten" zu seiner Kritik am Projekt "Art goes Heiligendamm": Bis heute erfolgt die öffentliche Darstellung und Rezeption des Projekts "Art goes Heiligendamm" in allen Medien- und Agenturberichten gleichlautend unter den Überschriften "Deeskalative Kunst für den G8-Gipfel" oder "Kunstaktion will bei G8-Gipfel deeskalieren". So heißt es zum Beispiel bei Spiegel online wörtlich: "Die teilnehmenden Künstler wollen mit ,Art goes Heiligendamm' zwischen Politik und Globalisierungskritikern vermitteln. Die Initiatorin des Projekts, die ehemalige Berliner Kultursenatorin Adrienne Goehler, sagte bei der Vorstellung des Konzepts (.). Man wolle zur Deeskalation vor Ort beitragen (.). Damít wolle man aus der Logik von Gipfel-Teilnehmern und Gipfelgegnern ausbrechen und einen diskursiven und visuellen Erfahrungsraum jenseits von Gut und Böse schaffen." In der Pressemitteilung #1 von Adrienne Goehler heißt es: "Art goes Heiligendamm beabsichtigt, dass künftig jeder G8- oder Weltwirtschaftsgipfel interkulturelle Kommunikation, ästhetische Erfahrung und einen gesellschaftlichen Reflektionsraum eröffnet zur dringend nötigen kulturellen Übersetzung der Themen der Globalisierung." Diese Instrumentalisierung künstlerischer Arbeiten mit der Absicht einer vermittelnden Legitimierung der Politik der G 8 lehnen wir ab. Ebenso eine Zuschreibung bestimmter Aufgaben und die Funktionalisierung von Kunst unter dem Begriff "Deeskalation", wie in der bisherigen Selbstdarstellung von "Art goes Heiligendamm" praktiziert. Um so mehr nach der letzten Eskalation durch bundesweite Polizeirazzien gegen die Protestbewegung gegen den G 8, die massive Einsschüchterungs- und Diffamierungskampagne durch Behörden und Polizei sowie die Ankündigung der Behörden von Mecklenburg-Vorpommern, zum Beispiel den Sternmarsch nach Heiligendamm am 8. Juni zu verbieten. Selbstverständnis und Grundlage unseres internationalen Kunstprojekts "HOLY DAMN IT" und der Teilnahme von zehn internationalen KünstlerInnen und KünstlerInnenkollektiven sind eine künstlerische Intervention gegen die Politik der G 8 im Rahmen der internationalen Protest- und Widerstandsbewegungen (weitere Informationen unter www.holy-damn-it.org). Aus diesen Gründen haben wir die Anfrage, als "assoziiertes Projekt" von "Art goes Heiligendamm" in einer Sonderbeilage der TAZ vorgestellt zu werden und in Rostock unter diesem Label auszustellen, abgesagt. Einen Diskurs über die Motive künstlerischer Interventionen in aktuelle gesellschaftliche Prozesse und die mediale Rezeption halten wir dagegen für produktiv und notwendig. Diese Debatte wollen wir auf jeden Fall mit unseren KünstlerInnen-Kollegen, die bisher im Rahmen von "Art goes Heiligendamm" ausstellen, führen. Um so mehr, als wir uns aufgrund ihrer Arbeiten, die wir sehr schätzen, nicht vorstellen können, dass sie ihre Kunst als "vermittelnde" und "deeskalative" verstanden haben wollen. In solchen Auseinandersetzungen sollten KünstlerInnen wissen, wo, für wen und unter welchen Bedingungen sie ihre Arbeiten präsentieren. "Art goes Heiligendamm ist ,einfallsreich, schöpferisch und visionär' und wendet ganz praktisch ,Deutschland - Land der Ideen' an", heißt es in der Pressemitteilung#1 von "Art goes Heiligendamm". An einer solchen identitätsstiftenden Maßnahme wollen wir uns nicht beteiligen. Das internationale Kunstprojekt HOLY DAMN IT www.holy-damn-it.org HOLY DAMN IT 50 000 Plakate gegen G 8 Von der Dringlichkeit radikaler Antworten Das internationale Kunstprojekt HOLY DAMN IT ist eine künstlerische Intervention im Prozess der politischen Auseinandersetzungen um gesellschaftliche Alternativen. Im Rahmen der Protest- und Widerstandsbewegungen gegen das Treffen der G8-Staaten in Heiligendamm bei Rostock 2007 haben dafür zehn KünstlerInnen und KünstlerInnenkollektive aus vier Kontinenten jeweils ein Plakat gestaltet - weitere Informationen unter www.holy-damn-it.org: bankleer (D) open circle (Indien) Mansour Ciss/Laboratoire Déberlinisation (Senegal) Markus Dorfmüller (D) Petra Gerschner (D) Marina Grzinic (Slowenien) Ibrahim Mozain/Artists Without Walls (Israel/Palästina) Oliver Ressler (A) Walter Seidl (A) Allan Sekula (USA) Die künstlerischen Beiträge setzen sich mit den herrschenden Verhältnissen sowie den aktuellen Fragestellungen und Diskursen der sozialen Bewegungen gegen die kapitalistische Globalisierung auseinander: Mit Privatisierung, Verwertung und Ausbeutung von Menschen und Ressourcen, Krieg, Folter und einer eskalierenden Militarisierung nach innen und außen als globalem Dauerausnahmezustand genauso wie mit sexistischer Gewalt und patriarchalen und rassistischen Herrschaftsver-hältnissen; aber auch mit der Macht der globalen Bildproduktion des Kapitalismus und der Entwicklung von Vorstellungen einer emanzipativen und solidarischen Kultur und Gesellschaft. Jedes der zehn Plakatmotive wurde in einer Auflage von 5000 Exemplaren im Format A 2 vierfarbig gedruckt und verbreitet: Die Plakate werden in mehreren Ländern auf verschiedenen Bündnistreffen für die Mobilisierung zu den Gipfelprotesten kostenlos zum Plakatieren zur Verfügung gestellt. HOLY DAMN IT versteht sich insofern auch als Start für ein längerfristig angelegtes Projekt der Kommunikation und des Erfahrungsaustausches zwischen künstlerischer Produktion und Intervention und zwischen verschiedenen Perspektiven des Blicks auf den Zustand der Welt. Plakate sind nicht an bestimmte Präsentationsorte gebunden. Sie können an den unterschiedlichsten Stellen auftauchen, den gesellschaftlichen Mainstream konterkarieren und den öffentlichen Raum zum Handlungs- und Reflexionsort machen. Auf der Webseite des Kunstprojekts sind alle Motive der Plakat-Serie in Farbe abgebildet, mit kurzen Infos zum Projekt, den beteiligten KünstlerInnen, Hintergrundtexten und Infos zur Mobilisierung - wir würden uns freuen, wenn möglichst viele Webseiten der Anti-G-8-Mobilisierung und Orte für Kunst und Diskurse einen Link zum Kunstprojekt www.holy-damn-it.org einrichten. In vielen Städten finden ab Mitte April 2007 Ausstellungen, Präsentationen und Veranstaltungen zum Plakatprojekt statt - in politischen Kulturinstitutionen und an Kunstorten, die Schnittstellen zwischen Kunst und Politik bilden. Dort liegen die Plakate zum Mitnehmen kostenlos aus und können einfach abgeholt werden. Für die massenhafte Verbreitung können die Plakate auch bestellt werden unter: info at holy-damn-it.org In einer Auflage von 200 Exemplaren wird es eine von den KünstlerInnen signierte Edition mit allen zehn Plakaten zum Verkauf geben. Der Erlös soll für die Unterstützung von Opfern polizeilicher Gewalt und Willkür bei den Gipfelprotesten verwendet werden. Präsentations- und Veranstaltungsorte - Plakate gratis abholen (Stand: 14. Mai): Berlin 26. April 19.30 Uhr Neue Gesellschaft für bildende Kunst (NGBK), Veranstaltung und Opening der Ausstellung (bis 13. Mai)/ Berlin globale 07 von 9. bis 16 Mai / Graz ab 28. April im Forum Stadtpark / Ljubljana 18. April bis 22. Mai Gallery Alkatraz und Info shop/Menza pri Koritu (AKC Metelkova city) in Zusammenarbeit mit Social center Rog / Belgrad kontekst galerija 3. Mai Public space - plateau in front of Belgrade Youth Cultural Center + hall inside / Aarhus Artspace rum46, WORKafFAIR 30. April - 6. Mai / München Basis Buchhandlung 27. April bis 8. Juni / Köln Allerweltshaus 1. bis 31. Mai und Bürgerzentrum Alte Feuerwache ab 5.Mai /Düsseldorf 2. Mai bis 9. Juni Linkes Zentrum Hinterhof / Karlsruhe 2. Mai bis 12. Mai Galeria Bento, Opening am 2. Mai um 19 Uhr / Bern 5. Mai 14-22 Uhr, Gib8 - Straßenfestival gegen G8, Lorrainestraße und ab 5. Mai im Kulturzentrum Reitschule / Bourges France la box,<> (re)action - 5. bis 7. Mai / Zürich ab 11. Mai in der Shedhalle/ Bukarest 11. bis 25 Mai Pavilion magazine at Desant center, activities on the street and with a debate / Kiel 17. Mai, 20 Uhr Opening, bis 9. Juni Ausstellung "Ohnmacht" in der Muthesius Kunsthochschule, Maschinenhau / Kiel 18. Mai 20 Uhr Veranstaltung und Präsentation im Kultur- und Kommunikationszentrum, Hansastr. 48 "AntiCapitalismArt" im Rahmen des "Move against G8" warm-up-festivals / Maribor, Slovenia at Pekarna, part of Magdalena, International Festival of Creative Communication von 17. bis 27.Mai / Hamburg kunsthaus 15. Mai bis 3. Juni / Hamburg 21. Mai 19 Uhr Projektpräsentation in der Roten Flora / Wien Fluc 1. Juni/ Molodova 6 bis 15 Juni, young artists association oberliht, Ausstellungszentrum "constantin Brancusi", chinisinau, moldavia / Zagreb Galerija PM ab 7. Juni / Rostock 1. Juni bis 9. Juni Für die Unterstützung des Projekts HOLY DAMN IT danken wir: Neue Gesellschaft für bildende Kunst (NGBK) Berlin, Stiftung do, InSight e.V., Stiftung Umverteilen, Forum Stadtpark Graz, medico international, feld für kunst/hamburg, fluc/Wien ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Themen. Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. 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(werden nicht berücksichtigt) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Do 23.00 Uhr Nicht enthalten: 1 nicht mehr aktuell 1 nicht WR III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Fri May 25 11:00:55 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Fri, 25 May 2007 11:00:55 +0200 Subject: widerst@nd mund - Donnerstag, 24. Mai 2007 Message-ID: MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst http://www.no-racism.net/mund www.no-racism.net/mund Donnerstag, 24. Mai 2007 Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr "http://www.no-racism.net/mund" www.no-racism.net/mund ================================================ A) INHALT ================================================ AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ================================================ 01 Donnerstag, 24. Mai 2007 13.00 Uhr, Orange 94.0 / Wien Living Books - Mit Büchern sprechen ; vonRadio Stimme radio.stimme at initiative.minderheiten.at ================================================ 02 Fusion von AGM und AL - Gründung der Revolutionär Sozialistischen Organisation vonAL-Antifaschistische Linke al at sozialismus.net ================================================ 03 Termine ab Mittwoch, den 23.Mai 2007 ; vonakin akin.buero at gmx.at ================================================ 04 Vorankündigung AURORA Workshop Graz 20./21.Juni 07; ARMUT - Migration/ Wohnungslosigkeit ; von Initiative Minderheiten Newsletter news at initiative.minderheiten.at ================================================ 05 Menschenrechtsnotizen: Prozess Prokop gegen Genner,Ecker auch in NOe ; vonakin akin.buero at gmx.at ================================================ 06 Initiativen-Notizen: Pankahyttn, Gewerkschaftslinke, Indymedia ; von akin akin.buero at gmx.at ================================================ 07 Veranstaltungshinweise; von venezuela-info.net office at venezuela-info.net ================================================ 08 Presseerklärung zum Peacewalk '07, Celle-Berlin ; von Prinz Bolle von Deutschland prinz.bolle at yahoo.de ================================================ 09 Medien &Migration 14. Juni 19 Uhr ; vonAli Taghian dr.Taghian at aon.at ================================================ 10 CROPfm - Newsletter: Teenager-Befreiung [25.05.07] ; von Tarek Al-Ubaidi tarek at sime.com ================================================ 11 [Werkstatt] Werkstatt-Rundbrief 08-2007 ; von Werkstatt Frieden &Solidarität office at werkstatt.or.at ================================================ MELDUNGEN, MEINUNGEN UND KOMMENTARE ================================================ 12 GA: Fotoserie Lesben + Schwule bei der Arbeit ; vonAndersrum Wien andersrum.wien at gruene.at ================================================ 13 KPÖ/Börse/Entwicklung/Privatisierung ; von KPÖ-Information info at kpoe.at ================================================ 14 Der Bericht des Verfassungsschutzes ist voller Galgenhumor ; von agency_halk at yahoo.com ================================================ 15 Letzte Worte: NA, des gibts net! ; vonakin akin.buero at gmx.at ================================================ 16 ASt - Hände weg vom Kollektivvertrag ; von ASt-LFI ast-lfi at gmx.net ================================================ 17 GLB/Privatisierung/Öffentliche Dienste/Gusenbauer ; vonGewerkschaftlicher Linksblock office at glb.at ================================================ 18 Sehr geehrter Herr Präsident Putin! ; von WADI Austria wadi.wien at gmx.at ================================================ INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ================================================ 19 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm -- Samara ; von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ 20 UK Asylum Statistics: 1st Quarter Jan/Feb/March 2007 ; von John O ncadc at ncadc.org.uk ================================================ 21 Stellungnahme von Libertad! zur BKA Razzia ; von kampagne kampagne at libertad.de ================================================ 22 Iran: Es brodelt an den Rändern (Die Furche); //; Schlachtfeld Irak (Jungle World) ; von WADI Austria wadi.wien at gmx.at ================================================ 23Sham marriage controls breach human rights, rules Court of; Appeal ; von John O ncadc at ncadc.org.uk =============================================== 24 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm -- Genua ; von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe gipfelsoli-l at lists.nadir.org =============================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ================================================ 01 Donnerstag, 24. Mai 2007 13.00 Uhr, Orange 94.0 / Wien Living Books - Mit Büchern sprechen ; vonRadio Stimme radio.stimme at initiative.minderheiten.at ================================================ RADIO STIMME - DIE SENDUNG DER INITIATIVE MINDERHEITEN Donnerstag, 24. Mai 2007 13.00 Uhr, Orange 94.0 / Wien Living Books - Mit Büchern sprechen Im Rahmen von SOHO Ottakring könnenlebendige Bücher ausgeliehen werden. Anstatt diese zu lesen, wird mit ihnen gesprochen. So sollen Vorurteile erkannt werden. Radio Stimme hat mit dem Initiator des Projekts, Christian Hortulany, gesprochen. Nicht zu kurz kommen soll auch SOHO als mittlerweile zum 9. Mal stattfindendes, erfolgreiches Kulturfestival. Radio Stimme hat die Initiatorin der ersten Stunde, Ula Schneider, um einen kurzen Rück- und Überblick gebeten. Weitere Sendungsthemen: -Das N-Wort - Zusammenfassung einer Depot-Veranstaltung von ZARA:TALK - Prekäre Arbeitsverhältnisse Diese Sendung wird weiters ausgestrahlt auf: FREIRAD (Innsbruck); Do, 31.5.2007, 12.00 Uhr Radio AGORA (Kärnten); Do, 31.5.2007, 19.00 Uhr Radio HELSINKI (Graz); Sa, 2.6.2007,; 19.00 Uhr Radio FRO (Linz) So, 3.6.2007,; 11.00 Uhr ****** - Sendung verpasst? Das Internet-Archiv. Diese und alle anderen Ausgaben von Radio Stimme sind in unserem digitalen Sendungsarchiv jederzeit als Download und Stream abrufbar: "http://www.initiative.minderheiten.at/Radio" http://www.initiative.minderheiten.at/Radio ****** - Sendung über's Internet hören. Die Sendungen sind über den Internet-Livestream der Radiosender zur jeweils angegebenen Sendezeit auch über das Internet zu hören. Orange 94.0: "http://streamintern.orange.or.at/live3.m3u" http://streamintern.orange.or.at/live3.m3u FREIRAD: "http://www.freirad.at/live.m3u" http://www.freirad.at/live.m3u Radio AGORA: "http://www.cartwall.at/agora_mp3.m3u" http://www.cartwall.at/agora_mp3.m3u Radio FRO: "http://www.fro.at/livestream.php" http://www.fro.at/livestream.php HELSINKI: "http://www.helsinki.at/live-stream.php" http://www.helsinki.at/live-stream.php -- Radio Stimme - Die Sendung der Initiative Minderheiten Das politische Magazin zu den Themen Minderheiten - Mehrheiten - Machtverhaeltnisse on air: Wien - Do, 13.00 Uhr - Orange 94.0 - "http://www.orange.or.at/" http://www.orange.or.at Innsbruck - Do, 12.00 Uhr - FREIRAD - "http://www.freirad.at/" http://www.freirad.at Kaernten - Do, 19.00 Uhr - Radio AGORA - "http://www.agora.at/"http://www.agora.at Graz - Sa, 19.00 Uhr - Radio Helsinki - "http://www.helsinki.at/" http://www.helsinki.at Linz - So, 11.00 Uhr - Radio FRO - "http://www.fro.at/"http://www.fro.at on line: weltweit - jederzeit - "http://www.initiative.minderheiten.at/" http://www.initiative.minderheiten.at ================================================ 02 Fusion von AGM und AL - Gründung der Revolutionär Sozialistischen Organisation vonAL-Antifaschistische Linke al at sozialismus.net ================================================ Fusion von AGM und AL Gründung der Revolutionär Sozialistischen Organisation (RSO) Die Arbeitsgruppe Marxismus (AGM) und die AL-Antifaschistische Linke geben den Zusammenschluss der beiden Organisationen bekannt. Nach einem über zwei Jahre immer mehr intensivierten Prozess von Diskussionen und Zusammenarbeit wurde die Fusion am 19. Mai 2007 vollzogen. Beide Organisationen kommen aus revolutionär-marxistischer, trotzkistischer Tradition und sind seit Jahren aktiv. Die AGM bestand seit 1994. Sie hat sich anfänglich stark auf Beschäftigung mit theoretischen Fragen konzentriert und nur im Fall von größeren Bewegungen breiter interveniert (gegen NATO-Krieg gegen Jugoslawien 1999, gegen die Rechtsregierung von ÖVP und FPÖ in Österreich 2000). Sie hat in den 13 Jahren ihres Bestehens in der Reihe „Marxismus 25 Bücher und etwa 50 Broschüren publiziert. Mit Entwicklung des politisch-theoretischen Profils und der zahlenmäßigen Vergrößerung (vor allem nach dem Jahr 2000) wuchsen auch die Möglichkeiten für Organisationsaufbau und systematischere Außeninterventionen. Neben der Herausbildung von Unterstrukturen in Wien (Jugend, Betrieb), begleitet von der Flugschriftzeitung „roter stern, konnte schließlich auch eine Tätigkeit in Deutschland und in der Schweiz aufgenommen werden. Die AL entstand 1999. Sie konzentrierte sich anfänglich stark auf antifaschistische und antirassistische Arbeit, insbesondere im Jugendbereich. Sie intervenierte intensiv in die Antiregierungsbewegung 2000 und spielte in antifaschistischen Mobilisierungen immer wieder eine zentrale Rolle. Um den Aufbau einer revolutionären Organisation und die Herausbildung eines stabilen Kaderkerns voranzutreiben, wurde in den letzten Jahren der Schwerpunkt verstärkt auf theoretische Ausbildung und Schulung gelegt. In einem etwa zweimonatigen Rhythmus gab die AL 40 Nummern der Zeitung „Morgenrot heraus; sie arbeitete verstärkt auch mit ihrer website "http://www.sozialismus.at/" www.sozialismus.at. Unter der neuen Domain "http://www.sozialismus.net/" www.sozialismus.net wird sich in Zukunft die Homepage der RSO finden. Bereits in der Bewegung gegen die österreichische Rechtsregierung im Jahr 2000 hatten AL und AGM sehr gut zusammengearbeitet und viele politische Übereinstimmungen festgestellt. In der Folge wurde schon damals ein Diskussionsprozess zwischen beiden Organisationen begonnen. Er wurde aber wieder abgebrochen, da die Differenzen in der Frage der Art des Organisationsaufbaus als zu groß eingeschätzt wurden. Mit der Entwicklung beider Organisationen in den letzten Jahren unternahmen wir schließlich ab 2005 einen neuen Anlauf zu einer verstärkten Zusammenarbeit. Das betraf einerseits die Kooperation bei Interventionen und im Organisationsaufbau und andererseits die systematische Abklärung von politischen Positionen. In Wien sind wir in den letzten zwei Jahren de facto auf allen Demonstrationen gemeinsam aufgetreten; als Beispiele seien die Maiaufmärsche, die Demonstration anlässlich des EU-Lateinamerika- Gipfels, die Proteste gegen den Besuch von George W. Bush oder die Mobilisierungen gegen die neue neoliberale Regierung unter sozialdemokratischem Kanzler genannt. Wir haben gemeinsame Veranstaltungen gemacht. Seit Herbst 2006 hatten wir bereits gemeinsame Unterstrukturen betrieben: zwei Lokalgruppen und eine Unigruppe in Wien. Das hat in der Praxis gemeinsamen Organisationsaufbaus die Entwicklung einer gemeinsamen Organisationskultur vorangetrieben. Diese ganze Entwicklung war verbunden mit einer immer intensiveren inhaltlichen Diskussion und der Verabschiedung einer ganzen Reihe von gemeinsamen Dokumenten. Zu nennen sind hier die Thesen/Ergänzungsthesen zur Europäischen Union, die Thesen zu Zionismus/Palästina/Israel, eine umfassend diskutierte Broschüre zu Venezuela, Thesen zu Mittel- und Südamerika und die Thesen zur nationalen Frage. Weiters wurden gemeinsame Standpunkte in den Fragen des Organisationsaufbaus und der antifaschistischen Arbeit entwickelt. Auf der Fusionskonferenz beschlossen wurden schließlich die „Grundsätze der Revolutionär Sozialistischen Organisation (RSO). Politische Grundlage der neuen Organisation sind auch folgende Texte: Einheitsfronten/Wahlen/Bündnisse, Thesen zu revolutionärer Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, Thesen zum Antiimperialismus, Thesen der AGM-Jugend, Antikriegsbewegung und Islamismus, Von Seattle nach Genua, Marxistische Revolutionstheorie in der Arbeiter/innen/bewegung der letzten 150 Jahre, Teile von Sozialistischer und marxistischer Feminismus (Einleitung, Gimenez, Ergebnisse/Perspektiven), USA/EU/UNO: Raus aus dem Irak!, Die politische Situation in Österreich (2005), Marxistische Staatstheorie, Avantgardekonzept und revolutionäre Organisation. Gemeinsam herausgegeben haben wir darüber hinaus Broschüren zu Zypern, zu „Antikapitalismus von Rechts und zu Uniprotesten&ÖH sowie Stellungnahmen zum Libanonkrieg und zur neuen sozialdemokratisch-konservativen Regierung in Österreich und zu den Protesten dagegen. Ergänzt wurden diese gemeinsamen Publikationen durch einen intensivierten Artikelaustausch in Morgenrot beziehungsweise roter stern. Die weitgehend fehlende Verankerung der subjektiv revolutionären Organisationen in den Betrieben und in der Arbeiter/innen/klasse kann aus unserer Sicht nicht durch die eine oder andere geschickte Kampagne oder über das Vehikel einer reformistischen Partei überwunden werden. Die RSO setzt auf einen langfristig angelegten und systematischen Organisationsaufbau, der sich auf theoretische Stärke und Kaderausbildung stützt und sich auf eine eigenständige politische Verankerung in der Klasse orientiert. Die Grundlage der Mitgliedschaft in unserer Organisation ist die aktive Mitarbeit auf gemeinsamen politischen Positionen. Realistische Einschätzungen über die eigenen Möglichkeiten beim Organisationsaufbau und beim Einfluss auf gesellschaftliche Entwicklungen sind für uns wichtige Grundlagen für eine stabile Organisationsperspektive. Taktiken sind für uns keine abstrakten Parolen, sondern stets von den gesellschaftlichen Kräfteverhältnissen und insbesondere von der Stärke der revolutionären Organisation abhängig. Die neue Organisation wird einerseits grundsätzliche marxistische Materialien produzieren und verbreiten, sich andererseits an relevanten Mobilisierungen beteiligen und dort, wo unsere Kräfte das erlauben, versuchen Ansätze einer systematischen Bereichsarbeit fortzusetzen. Die RSO hat ihren personellen Schwerpunkt eindeutig in Wien. Aber auch in Deutschland und der Schweiz wollen wir unseren Organisationsaufbau intensivieren. Darüber hinaus hat die Organisation auch einzelne Genoss/inn/en in anderen Ländern beziehungsweise in anderen Regionen Österreichs, wo wir aber aus Ressourcengründen bis auf weiteres zu keinem Aufbau in der Lage sind. Sowohl in Österreich als auch in Deutschland und der Schweiz sind wir an der Zusammenarbeit und dem politischen Austausch mit uns nahe stehenden Organisationen und Gruppen interessiert. Die gegenwärtige Konzentration auf den deutschsprachigen Raum rührt für uns daher, dass wir eine revolutionäre Umgruppierung nur dann seriös finden, wenn sie ausreichend politisch-theoretisch ausgewiesen ist und wenn eine gegenseitige Überprüfung der Praxis möglich ist. Der Aufwand für Reisen und Übersetzungen von Dokumenten stellt für Organisationen unserer Größe ein Hindernis da. Dennoch ist der Aufbau einer revolutionären Internationale für uns eine zentrale Zielsetzung und wir haben auch heute schon Interesse an internationalem Austausch und Kooperation mit Organisationen, mit denen wir viele politische Positionen teilen. Auch für die nähere Zukunft schließen wir Annäherungsprozesse mit Organisationen in anderen Ländern nicht aus. Mit allen uns ausreichend bekannten internationalen Strömungen mit revolutionärem Anspruch haben wir freilich so relevante Differenzen, dass wir uns nicht auf einer ernsthaften politischen Grundlage anschließen könnten. Wir haben aber auch nicht den größenwahnsinnigen Anspruch mancher Gruppierungen, dass nur wir alleine die „echten Revolutionäre seien. Wir wollen unsere Differenzen mit anderen Organisationen nicht verwischen oder totschweigen, aber wir wissen auch, dass wir von Genoss/inn/en mit revolutionärem Anspruch in anderen Ländern/Kontinenten auch viele Dinge lernen können. Wir sehen uns als Teil des Spektrums von subjektiven Revolutionär/inn/en, die nach bestem Wissen und Gewissen versuchen, eine revolutionäre Organisation zum Sturz der kapitalistischen Klassenherrschaft aufzubauen. Wir sind überzeugt, dass eine neue revolutionäre Internationale nur durch einen Umgruppierungsprozess in diesem Spektrum in Wechselwirkung mit neuen Erfahrungen und mit den Aktivist/inn/en von verschärften Klassenkämpfen entstehen kann. In diesen zukünftigen Prozess wollen wir mit einer politisch, organisatorisch und numerisch möglichst starken Organisation eintreten und für unsere Positionen kämpfen. Wir denken, dass wir mit dem Zusammenschluss unserer beiden Organisationen auf einer prinzipienfesten und in der Praxis getesteten Grundlage unseren Zielen einen Schritt näher gekommen sind. Wir rufen all diejenigen, die bisher oder in der Vergangenheit im Umfeld der beiden Organisationen waren, die mit uns sympathisiert und/oder uns unterstützt haben, auf, sich in organisierter Weise in die neue Organisation einzubringen. Wenn du am Projekt des Aufbaus einer neuen revolutionären Organisation interessiert bist, dann tritt mit uns in Diskussion. Beschlossen von der Fusionskonferenz am 19. Mai 2007 Genauere Informationen über die neue Organisation und über die öffentliche Gründungsveranstaltung, die (voraussichtlich) 12. Juni 2007 um 19 Uhr in Wien stattfinden wird, werden demnächst bekannt gegeben. Zu erreichen ist die RSO über "mailto:rso%40sozialismus.net">rso at sozialismus.net --------------- --------------- Links zu den Texten, die die politische Grundlage der RSO darstellen: Thesen/Ergänzungsthesen zur Europäischen Union ("http://www.sozialismus.net/texte/theorie/eu-thesen.html" "http://www.sozialismus.net/texte/theorie/eu-thesen.html"http://www.sozialismus.net/texte/theorie/eu-thesen.html) Thesen zu Zionismus/Palästina/Israel ("http://www.agmarxismus.net/stellungnahmen/Zionismus.htm" "http://www.agmarxismus.net/stellungnahmen/Zionismus.htm"http://www.agmarxismus.net/stellungnahmen/Zionismus.htm) Broschüre zu Venezuela (siehe Marxismus Sondernummer 18) Thesen zu Mittel- und Südamerika ("http://www.agmarxismus.net/stellungnahmen/msa_thesen.pdf" "http://www.agmarxismus.net/stellungnahmen/msa_thesen.pdf"http://www.agmarxismus.net/stellungnahmen/msa_thesen.pdf) Thesen zur nationalen Frage (siehe Marxismus Sondernummer 23) Einheitsfronten/Wahlen/Bündnisse ("http://www.agmarxismus.net/stellungnahmen/einheitsfront.html" "http://www.agmarxismus.net/stellungnahmen/einheitsfront.html"http://www.agmarxismus.net/stellungnahmen/einheitsfront.html) Thesen zu revolutionärer Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit ("http://www.agmarxismus.net/stellungnahmen/begruthesen.htm" "http://www.agmarxismus.net/stellungnahmen/begruthesen.htm"http://www.agmarxismus.net/stellungnahmen/begruthesen.htm) Thesen zum Antiimperialismus ("http://www.agmarxismus.net/stellungnahmen/Thesen_Antiimperialismus.h" "http://www.agmarxismus.net/stellungnahmen/Thesen_Antiimperialismus.h"http://www.agmarxismus.net/stellungnahmen/Thesen_Antiimperialismus.h tm) Thesen der AGM-Jugend ("http://www.agmarxismus.net/stellungnahmen/Jugru_Thesen.htm" "http://www.agmarxismus.net/stellungnahmen/Jugru_Thesen.htm"http://www.agmarxismus.net/stellungnahmen/Jugru_Thesen.htm) Antikriegsbewegung und Islamismus ("http://www.agmarxismus.net/stellungnahmen/antik%26isl.htm" "http://www.agmarxismus.net/stellungnahmen/antik%26isl.htm"http://www.agmarxismus.net/stellungnahmen/antik&isl.htm) Von Seattle nach Genua ("http://www.agmarxismus.net/stellungnahmen/postseat.html" "http://www.agmarxismus.net/stellungnahmen/postseat.html"http://www.agmarxismus.net/stellungnahmen/postseat.html) Marxistische Revolutionstheorie in der Arbeiter/innen/bewegung der letzten 150 Jahre (siehe Marxismus Nr. 13) Teile von Sozialistischer und marxistischer Feminismus (Einleitung, Gimenez, Ergebnisse/Perspektiven) (siehe Marxismus Nr. 27) USA/EU/UNO: Raus aus dem Irak! Die politische Situation in Österreich (2005) ("http://www.agmarxismus.net/stellungnahmen/oe_thesen.htm" "http://www.agmarxismus.net/stellungnahmen/oe_thesen.htm"http://www.agmarxismus.net/stellungnahmen/oe_thesen.htm) Marxistische Staatstheorie (siehe Marxismus Sondernummer 14) Avantgardekonzept und revolutionäre Organisation (siehe Marxismus Nr. 26) Die „Grundsätze der Revolutionär Sozialistischen Organisation (RSO) werden demnächst online gestellt. __._,_.___ "http://groups.yahoo.com/group/rso_news/message/195;_ylc=X3oDMTMyZGY3N245BF9TAzk3MzU5NzE0BGdycElkAzQyNzYxNDYEZ3Jwc3BJZAMxNzA1MDYwMDg1BG1zZ0lkAzE5NQRzZWMDZnRyBHNsawN2dHBjBHN0aW1lAzExNzk4MzYzNjQEdHBjSWQDMTk1"> Messages in this topic (1) "http://groups.yahoo.com/group/rso_news/post;_ylc=X3oDMTJvNDFmOHYxBF9TAzk3MzU5NzE0BGdycElkAzQyNzYxNDYEZ3Jwc3BJZAMxNzA1MDYwMDg1BG1zZ0lkAzE5NQRzZWMDZnRyBHNsawNycGx5BHN0aW1lAzExNzk4MzYzNjQ-?act=reply&messageNum=195"> Reply (via web post) | "http://groups.yahoo.com/group/rso_news/post;_ylc=X3oDMTJlZWczcnI0BF9TAzk3MzU5NzE0BGdycElkAzQyNzYxNDYEZ3Jwc3BJZAMxNzA1MDYwMDg1BHNlYwNmdHIEc2xrA250cGMEc3RpbWUDMTE3OTgzNjM2NA--"> Start a new topic "http://groups.yahoo.com/group/rso_news/messages;_ylc=X3oDMTJlOHBpcmJkBF9TAzk3MzU5NzE0BGdycElkAzQyNzYxNDYEZ3Jwc3BJZAMxNzA1MDYwMDg1BHNlYwNmdHIEc2xrA21zZ3MEc3RpbWUDMTE3OTgzNjM2NA--"> Messages ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Revolutionär Sozialistische Organisation Gegen Rassismus, Sexismus, Sozialabbau! Fuer Solidaritaet und Sozialismus! mail: rso at sozialismus.net web:; "http://www.sozialismus.net/" www.sozialismus.net post: RSO c/o Amerlinghaus, Stiftgasse 8, A-1070 Wien ================================================ 03 Termine ab Mittwoch, den 23.Mai 2007 ; vonakin akin.buero at gmx.at ================================================ akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 22. Mai 2007; 16:56 ********************************************************** Termine ab Mittwoch, den 23.Mai 2007 Telefonnummern ohne Vorwahl sind Wiener Festnetz-Nummern. Allgemeines Juedisches Museum, 1010 Dorotheerg.11, Tel. 535 04 31, So - Fr 10-18h, Do - 20h, bis 24.6.: Oskar Strnad - 1879 - 1935: Begruender der Wiener Schule der Architektur ebenda, bis 18.11.07: Beste aller Frauen - weibliche Dimensionen im Judentum. Museum Judenplatz, bis 19.8.: Hommage an Paul Goldmann - fotografische Arbeiten 1943 bis 1965. 1010 udenplatz 8, So - Do 10 - 18h, Fr 10-14h Gasometer, bis 31.5., Ausstellung im Foyer des Wr.Stadt- und Landesarchivs: Die juedische Familie Schey. Geoeffnet: Mo und Fr 9h - 15,30, Die, Mi, Do 9h bis 18,30. 1110 Wien, U 3 Station Gasometer WEGzehr und Kost-Nix-Kino jed. ersten Do im Mo im VEKKS 1050 Zentag.26, ab 14h wird gekocht, ab 20h filme und vokue I:DA, jed. Die laedt das anarchistisch-libertaere Kollektiv zu Film & Volxkueche ein, ab 20h offen. 1150 Zwoelferg.9, hinterm Westbahnhof Rechtshilfe-Fonds-Party von jetzt an jed. letzten Freitag im Monat im TUeWI 1190 Peter Jordan Str.76 Bis 2.6.: Soho in Ottakring, Motto: Alles wird schoen. Details "http://www.sohoinottakring.at/" www.sohoinottakring.at Bis 4. juni Antirassistische Karawane nach Heiligendamm / G 8 Gipfel! Von Neuburg, Nuernberg, Jena, Frankfurt, Duesseldorf, Dortmund, Bueren, Bramsche, Bremen, Oldenburg, Hamburg, Horst, Berlin, Rostock: Solidaritaet gegen Abschiebungen. Infos "http://g8-migration.net..tf/" http://g8-migration.net..tf, Kontakt: g8-migration at no-log.org, sowie "http://thecaravan.org/" http://thecaravan.org/ Weitere Infos zu den Demonstrationen gegen den G 8 Gipfel siehe Akin Nr. 13 WienXtra-cinemagic: Wirtschafts- und gesellschaftspolitisches Dokumentarfilm-FEST. 1010 Friedrichstr.4, neben Cafe Museum. Voranm. fuer SchuelerInnengruppen und Kartenreservierung: 8h bis 13,30 unter 01/ 586 4303 Mittwoch, 23.5. Anlaesslich des Putin-Besuches gibt es in Wien 2 Kundgebungen: 1) 10:30, Heldenplatz beim Reiterstandbild Erzherzog Karl von 10:30 bis 12 Uhr: fuer Frieden in Tschetschenien und zum Protest gegen russische Verbrechen dort. 2) 17:00, Stock-im-Eisen-Platz, / 1010 Wien: Solidaritaet mit den russischen AntifaschistInnen! Nach letzten Angaben sind die Kundgebungen mit der Polizei soweit akkordiert, dass sie trotz der Absperrungen stattfinden koennen. Die Sperrzone soll relativ klein und nur von 19-24h aufrecht sein. 7stern, 21h, Konzert mit Herbie Schmith Department: The power of Jazz Rock. 1070 Siebensterng.31 Gruenes Bezirkslokal, 19h, Disk: Armut - Reichtum verteilen. Wirtschaftliche Zusammenhaenge und Entlarvung von so genannten Sachzwaengen. 1030 Ungarg.45 Arbeiterheim Penzing, 19h, Disk: Neue Armut - zur Prekarisierung von Arbeits- und Lebenssituationen. 1140 Linzer Strasse 297 ekh, 20h, politdiskubeisl: EKH Infoabend GPA, Raum 3 K 4, 18h, Infoabend zum Fremdenrecht. Die 2005 ueberfallsartig eingefuehrten Aufenthalts-Regelungen im Fremdenrechtspaket beschaeftigen mittlerweile auch den Verfassungsgerichtshof. 1030 Alfred Allinger Platz 1 VHS Meidling, 19h, Michel Foucaults Ueberlegungen zum modernen Ueberwachungsstaat. 1120 Laengenfeldg.13-15 Inst. fuer Freizeitpaedagogik, 9,30 bis 16,30 Tagung: Kinderfreizeit-Boom! Qualitaet oder Abzocke? Freizeitwelten zwischen konsum und Kreativitaet. 1080 Albertg.35/II, Tel. 4000-83415, ifp at wienXtra.at TUeWI, ab 20h TUeWI Haus Festival. 1190 Peter Jordan Strasse/Daenengasse Volkstheater Wien, Empfangsraum, 19,30, Claudia Erdheim liest aus ihrem Buch: Laengst nicht mehr koscher - die Geschichte einer Familie zwischen 1874 bis 1945, im Spannungsfeld von Emanzipation und Isolation Freistadt, Localbuehne/Kino Salzgasse, 19,30, Attac: Steuergerechtigkeit statt leerer Gemeindetoepfe Donnerstag, 24.5. Piwnica, 18h, Veranst.: Die Zwischenkriegszeit in Oesterreich. 1200 Jaegerstr. 38 NIG, HS II, 19h, Disk. mit Hans-Juergen Bieling, Ulrich Brand: Neoliberale Dynamiken &gegenhegemoniale Perspektiven. 1010 Universitaetsstr.7 IWK, 18,30, Produktive Arbeit: - produktives Altern: Auf dem Weg zum Alterskraftunternehmer? 1090 Bergg.17 Juedisches Museum, 19h, Vortrag: Antifeminismus und Antisemitismus. Der Maennermythos vom arischen Gralsritter und seinem Kampf gegen die vertierte Frau. Apropos.. Beste aller Frauen. 1010 Dorotheerg.11 Werkkreis Literatur der Arbeitswelt - Werkstatt Wien, 19h, Chor des AugustinStimmgewitter: Lieder vom Stammtisch - Kitsch & Revo. 1020 Vivariumstr.13 Freitag, 25.5. Fest beim Stammersdorfer Bahnhof, mit Jazzmusik, Heurigenbuffet und Kinderprogramm. Beginn 17 Uhr 7stern, 20h, Konzert mit Christian Wirlitsch: Rosen fuer die Arbeitslosen. Eintritt frei, 1070 Siebensterng.31 Jugendgaestehaus Annaberg/ NOe, Pfingstseminar der Funke-Stroemung anl. des 90. Jahrestages der Russischen Revolution und angesichts der revolutionaeren Ereignisse in Lateinamerika. Bis Mo 28.5., erwartet werden Gaeste aus Italien, Belgien, Kroatien und der Schweiz. Mitfahrgelegenheiten etc. werdn organisiert. Infos "http://www.derfunke.at/" http://www.derfunke.at, e-mail: redaktion at derfunke.at wienXtra-cinemagci, 19h, Filmvorfuehrung: A Decent Factory - und anschl. Disk. zur Realitaet der gesellschaftspolitischen Verantwortung von Unternehmen. 1010 Friedrichstr.4, ehem.Opern-Kino neben cafe Museum. Kartenres. 8 bis 13,30 unter 586 43 03, via e-mail:: cinemagic at wientra.at Samstag, 26.5. Amerlinghaus, RGUNG BIS Mo 28.5.: Die Aufgaben der Zivilgesellschaft im Zeitalter der wirtschaftlichen Globalisierung. Infos Clara Steinkellner - stonewaitress at hotmail.com Sonntag, 27.5. Filmcasino, 13h Filmvorfuehrung: Children of the Prophet. im Anschluss: Diskussion: Feindbild Islam - Klischee und Wirklichkeit. Mit Bert Fragner, Leila Hadj Abdou, Sudabeh Mortezai/Filmemacherin, Thomas Schmidinger. Moderation: Corinna Milborn. 1050 Margeretenstr.78 Montag, 28.5. Ab 19h Attac-Entwicklungspolitik-Treffen. Auch fuer NeueinsteigerInnen. 1080 Laudong.40 Agentur Suedwind Dienstag, 29.5. 7stern, 19,30: Das kommunistische Manifest - eine Kritik vom Gegenstandpunkt. ega, 18h, Enquete und Buchpraes.: 100 Jahre Sozialistische Fraueninternationale. 1060 Windmuehlg.26. Anm: Renner-Institut Tel. 804 08 74, e-mail: post at renner-institut-at Heute keine Akin-Produktion, da gerstern Pfingstmontag war Rathaus, Feststiege 1, 19h: 20 Jahre Wiener Vorlesungen - Erkundungen ueber Wissenschaft, Gesellschaft, Menschenbild und Weltbild 2007. 1010 Lichtenfelsg.2 KIV-Club, 19h, Social ATTAC - Treffen. 1020 Odeongasse/ Grosse Mohren Gasse Mittwoch, 30.5. AUGE Buero, 18,30, AUGE/KIV/UG - Vernetzungsgruppe Soziales: Thema Wiener Kindergaerten. 1040 Belvedereg.10 7stern, 19h, Erzaehlung mit Musik: Es hat die Besten der Welt bewegt... Gedichte und Lieder aus dem spanischen Buergerkrieg 1936 - 1939. 1070 Siebensterng.31 Juedisches Museum, 18,30, Buchpraes. des Inst. fuer Geschichte der Juden in Oesterreich und des Mandelbaum Verlags: Von Baronen und Branntweinern. Ein juedischer Friedhof erzaehlt: Der juedische Friedhof in Waehring. ekh, 20h, politdiskubeisl: Maerzrevolution im Ruhrgebiet 1920. 1100 Wielandg.2-4 Salzburg, ARGEKultur, 19,30, Treffen zum G8 Gipfel in Heiligendamm. Josef Preis Allee 16 Donnerstag, 31.5. Renner Institur, 18,30, Vortrag und Disk: Die populistische Luecke - Umbrueche in der Arbeitswelt und Aufstieg des Rechtspopulismus in Europa und Oesterreich. Anm: Tel. 804 65 01, e-mail: post at renner-institut.at, 1120 Oswaldg.69 VHS Brigittenau, 19,30, Eva Glawischnig: aus dem Blickwinkel einer Nationalratspraesidentin. 1200 Raffaelg.11-13 Depot, 19h, Buchpraes. und Disk: Ehrlos fuer immer? Wehrmachtsdeserteure blieben in der Nachkriegsgesellschaft unbedankt. 1070 Breite Gasse 3 Piwnica, 18h, SLP-Veranst: Klimawandel und alternative Energie. 1200 Jaegerstr.38 Staedt.Buecherei, 19h, Lesung aus dem Buch: Lebendiges Gedenken. 1020 Engerthstr.197/5 Es wird auch ueber ddenWeg der Erinnerung und seine Fortschritte berichtet Freitag, 1.6. ATTAC-Sonderzug am 1. Juni ab Salzburg zur Internationalen G 8 Protestwoche 2.-8. Juni in Rostock. Infos "http://www.attac.de/sonderzug" www.attac.de/sonderzug. Tel. 0049/69 900 281-21 Parlament, 15,30 Festveranstaltung zum 60-jaehrigen Bestehen des Oesterr. Lagergemeinschaft Ravensbrueck. Kulturraum 10/GA Favoriten, ab 16h Viktor Adler Markt 1100 Wien: Orient trifft Favoriten: Spielerisch zwischen den Kulturen Cafe Wunderer, 17h, Gruener Stammtisch 55+: Wo kann Wien mehr fuer den Klimaschutz tun? 1140 Hadikgasse 62/Kennedybruecke WerkzeugH, Frauensolidaritaet: Die Nummer 100 - Feminismen. Praesentation, Vortrag und Fest ab 19h, DJjane-Line ab 21h. 1050 Schoenbrunner Str.61 Evang.Pfarrgemeinde, 19,30 bis 21h: Prophetischer Widerstand fuer soziale Gerechtigkeit und Frieden. 1150 Schwegler Str.39 Kardinal Koenig Haus, 13,30: Fair bewegt - Oesterreichs Weltlaeden feiern 25 Jahre wirtschaftlichen und sozialen Erfolg. 1130 Lainzer Strasse/Kardinal Koenig Platz/Jagdschlossgasse Berlin, African Action Day Aigainst G 8 Samstag, 2.6. AUF-Kultur, Lesungen von Autorinnen und Buecherverkauf, open house ab 14h, Lesungen ab 17,30, diesmal mit Judith Gruber-Rizy und Cornelia Travnicek. 1010 Kleeblattg.7 Amerlinghaus, Hof, 20h, Konzert anl. 60 Jahre Oesterr. Lagergemeinschaft Ravensbrueck Unicampus, 1. Hof Altes AKH ab 14h Suedwind Strassenfest Filmcasino, 14h IGS-Filmnachmittag: Zeit zu gehen, das Tabuthema Sterben. Mit Gruenen klub im Rathaus und der GAJ/Gruenalternativen Jugend Wien. 1050 Margaretenstr.78 Neubauguertel / Urban Loritz Platz, Info-Veranst. Konzert, Performance von 13 bis 17h: Sexarbeiterinnen-Rechte sind Frauenrechte Amerlinghaus, 20h, Konzert im Rahmen des 60-jaehrigen Bestehens der Oesterr. Lagergemeinschaft Ravensbrueck und FreundInnen. 1070 Stiftg.8 Rostock, Antirassistischer Block auf der Gross-Demonstration Sonntag, 3.6. FZ, 11h, Verfolgte des NS - Faschismus und Frauen der juengeren Generation im Gespraech. Nur fuer Frauen. 1090 Waehringer Strasse 59/ Eingang Prechtlgasse schwarze Tuer laeuten 1100 Wien, Windtenstrasse/ Wasserturm, ab 10h Kulturwanderung durch Favoriten: Eine Gegend, die kaum vom Scheinwerferlicht der Stadtgeschichte beleuchtet wird. Vom Leben und Arbeiten der Ziegelarbeiter in Favoriten im Wandel der Zeit. Vom Wasserturm zum Naturschutzgebiet Wienerberg. Ca 3 Stunden, Endstation im Gasthaus Chadim Treffpunkt 1180 Schrottenbachgasse/Guertel Eingang Juedischer Friedhof, U 6 Nussdorferstrasse. Ab 11 h Tour durch den Juedischen Friedhof Waehring. Infos und Anmeldung karin.binder at gruene.at oder4000/81831 Amerlinghaus, 16h, Zwischenbilanz - Projektpraesentation und Fest: Projekt Karma - kreatives Arbeiten mit AsylwerberInnen. Montag, 4. 6. Heute akin-Redaktion ab 18h, wie immer oeffentlich. 1170 Lobenhauerng.35/2 Amerlinghaus, 19h, Info- und Disk.Veranst: Immer noch zu wenig - wer entschaerft die Einkommensschere? Graz, ETC, 19h, Vortrag und Disk: Klimawandel und menschliche Sicherheit. Schubertstrasse Dienstag, 5.6. AKIN-Produktion ab 13h im Buero der AUGE/UG 1040 Belvedereg.10, wir freuen uns ueber HelferInnen, anschl. gibt´s immer eine gute Jause. 1040 Belvedereg.10 Institut f.d.Wissenschaft vom Menschen, 18h, Disk. mit Beate Roessler/ Uni Amsterdam und Peter Pilz: Der Wert des Privaten und die Kritik der Gesellschaft! 1090 Spittelauer Laende 3 IWK, 18,30, Studien zur ArbeiterInnenbewegung: Zivilgesellschaft des Sozialen. 1090 Bergg.17 Oesterr.Gewerbe-u.Wirtschaftsmuseum, 17h, Markus Beyrer: Die Zukunft der Arbeit. 1050 Vogelsangg.36 Depot, 19h, kinokis mikrokino: Newsfront. Die Medien und der Irakkrieg. 1070 Breite Gasse 3 Mittwoch, 6.6. MAHNWACHE vor dem Parlament ab 11h: 40 Jahre israelische Besatzung palaestinensischen Landes. Ab 19h im Amerlinghaus ein Filmabend. Veranst. Frauen in Schwarz/Wien und Juedische Stimme fuer gerechten Frieden in Nahost/Oesterreich Club U, ab 20h Fest: Neun Jahre Radio Stimme... 9 Jahre Dauerwelle. Karlsplatz U 4/Ausgang Resselpark Zukunftwerkstatt, 18h, Fest20 Jahre ZUK. 1010 Schoenlaterng.9 Bez.Festwochen Leopoldstadt, 19h, Lesung: Die Leopoldstadt in der Literatur. 1020 Vivariumstr.13 Politische Bildungsreise von bis Mo 11.Juni: Das neue Ruhrgebiet, die groesste Stadt Deutschlands - eine Entdeckungsreise. Infos: bildungsreisen at gruene-akademie.at Frauensommerwoche der Gruenalternativen Jugend Oesterreich, Termin: 6. bis 10. Juni 2007, Anm bis 27.5. an: gaj at gaj.at Donnerstag, 7.6. Piwnica, 18h, SLP-Veranst: Irland nach den Wahlen. 1200 Jaegerstr.38 Freitag, 8.6. IGS-Radwanderung entlang des Liesingbaches bis Schwechat/Mannswoerth, Treffpunkt um 10 Uhr Wohnpark Alt Erlaa - Ausgang Anton Baumgartnerstr. - beim Aufzug. Verantwortliche Uli Makomaski Samstag, 9.6. Ab 17h Pestsaeule/Graben - Mahnwache40 Jahre israelische Besatzung - Genug!! Frauen in Schwarz/Wien, Juedische Stimme fuer gerechten Frieden in Nahost/Oesterreich ekh, 20h FrauenbandenFest Sonntag, 10.6. Juedisches Museum, 19h, Jazzkonzert. 1010 Dorotheerg.11 Montag, 11.6. Amerlinghaus, 19,30 Forumtheater nach Augusto Boal: Ueber Sexarbeit und Migration. 1070 Stiftg.8 Depot, 19h, Podiumsdisk.: Das Verbotsgesetz - zeitgemaess? 1070 Breite Gasse 3 VHS Ottakring, 19h, Lesung und Diskussion AUFkultur-Reihe 2007 - Erinnerung 1: Einmal ging ich unterwegs verloren. Einmal kam ich an, wo ich nicht war. Erinnerungen Ruth Klueger. 1160 Ludo Hartmann Platz 7 7stern, 20h, Wilde Worte mit Michaela Opferkuh, Franz Huetterrer, Richard Weihs, Gast: Richard Schuberth: Wartet nur, bis Captain Flint kommt. 1070 Siebensterng.31 Dienstag, 12.6. Kolpinghaus, 19,30, Vortrag: Perspektive fuer Israel und Palaestina im Lichte des Nahostkonflikts. Mit Marc Ellis/USA. 10090 Althanstrasse 51/Eingang auch Liechtensteinstrasse Graz, AAI, 20h, Migration und Globalisierung. Leechg.22 Donnerstag, 14.6. Juedisches Museum, 18,30, Buchpraes: Tom Segev: 1967. Israels zweite Geburt. 1010 Dorotheerg.11 Werkkreis Literatur der Arbeitswelt, 19h, Links? Rechts? Oderwaehlen die duemmsten Kaelber ihre Schlaechter selber? Gibt es nochdie Linke?. 1020 Vivariumstr.13 Gruenes Haus, 18,30, Disk: Der Arbeitsmarkt in der oeffentl. Debatte - Argumente, Kritik und Gruene Perspektiven. 1070 Lindeng.40 Freitag, 15.6. Jetzt ist es warm, jetzt kann man sich trauen: Die nackte kritische Masse 2! Angezogen oder nackig (soweit mensch sich eben traut) radelt die Critical Mass um 16:30 vom Margaretenplatz bis auf die Donauinsel -- zum Baden! Markt Allhau, SOL Symposium bis 16.6.: Vielfalt 07 - "http://www.nachhaltig.at/symposium" www.nachhaltig.at/symposium Samstag, 16.6. Ab 14h Kundgebung vor dem Parlament: Eurofighter Ausstieg sofort! Neutralitaet statt Aufruestung!!! Amerlinghaus ab 13h Stift Gassen Fest ekh, 21h, Infoladen - Soli - Fest Anmeldungsfrist fuer die Friedensfahrradtour 28.7. bis 4.8. in Deutschland ueber Nuernberg nach Ramstein. Infos muenchen at dfg-vk.de und "http://www.schritte-zur-abruestung.de/" www.schritte-zur-abruestung.de sowie Tel. 0049/711-2155 112 Sonntag, 17.6. Amerlinghaus, Galerie, 15h, Veranst. der Internat.Students: Kein Krieg gegen Iran! Rueckzug aller auslaendischen Truppen aus dem Irak und aus Afghanistan! Fuer eine internationale Bewegung gegen Krieg Montag, 18.6. Bildungszentrum der AK, 13h, gesellschaftspolitisches Diskussionsforum: Neue Wege zivilgesellschaftlicher Gestaltungsmacht - Moeglichkeiten von BetriebsraetInnen und NGO´s. 1040 Theresianumg.16-18, Infos AUGE/UG Tel. 50 51 952 IWK, 18,30, neue Ergebnisse der Frauenbiografieforschung: Uebersetzerin - Vermittlerin - Networkerin. Ein typisches Frauenschicksal? 1090 Bergg.17 Dienstag, 19.6. depot, 21,15, Film und Theorie: Lob und Goldgier. 1070 Breite Gasse 7 IWK, 18,30, Stefan Schleicher: Mit welchen Massen misst die Wirtschaft? 1090 Bergg.17 Mittwoch, 20.6. Ab 17h Demonstration: Weg mit dem Nazi-Treff. Auftaktkundgebung Wien U 6 - Thaliastrasse VHS Ottakring. 19h, Veranst: Was ist dasFritz-Stueber-Heim. Gem. mit SLP. 1160 ludo Hartmann Platz 7 *************************************************** Der akin-pd ist die elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen Wiener Wochenzeitung 'akin'. Texte im akin-pd muessen aber nicht wortidentisch mit den in der Papierausgabe veroeffentlichten sein. Nachdruck von Eigenbeitraegen mit Quellenangabe erbeten. Namentlich gezeichnete Beitraege stehen in der Verantwortung der VerfasserInnen. Ein Nachdruck von Texten mit anderem Copyright als dem unseren sagt nichts ueber eine anderweitige Verfuegungsberechtigung aus. Der akin-pd wird nur als Abonnement verschickt. Wer versehentlich in den Verteiler geraten ist, kann den akin-pd per formlosen Mail an akin.buero at gmx.at abbestellen. ************************************************* 'akin - aktuelle informationen' a-1170 wien, Lobenhauerngasse 35/2 vox: ++43/1/535-62-00 (anrufbeantworter, unberechenbare buerozeiten) "http://akin.mediaweb.at/" http://akin.mediaweb.at akin.buero at gmx.at Bankverbindung lautend auf: föj/BfS, Bank Austria, BLZ 12000, 223-102-976/00, Zweck: akin ================================================ 04 Vorankündigung AURORA Workshop Graz 20./21.Juni 07; ARMUT - Migration/ Wohnungslosigkeit ; von Initiative Minderheiten Newsletter news at initiative.minderheiten.at ================================================ ;A U R O R A .; G e m e i n s a m; g e g e n; A r m u t. ----------------------------------- Volkshilfe Österreich, SRZ Stadt+Regionalforschung GmbH, Bawo Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe und Initiative Minderheiten laden ein zum Workshop des EU-Projekts A U R O R A . GEMEINSAM GEGEN ARMUT. Thema A MIGRATION Thema B WOHNUNGSLOSIGKEIT Das EU-Projekt; A U R O R A . widmet sich der Armutsbekämpfung in Österreich im europäischen Kontext. In einem Forum für offenen Diskurs sollen innovative Maßnahmen dafür entwickelt werden. Ziel ist eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für die am härtesten von Armut Betroffenen. Wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen, Hochbetagte in Langzeitpflege sowie von Armut Betroffene mit Migrationshintergrund oder Mehrfachindikation brauchen besonderen Schutz und ein Zusammenwirken aller Kräfte! in GRAZ am Mittwoch, 20. Juni 2007 14 bis 17 Uhr (13.00 bis 14.00 Empfangs-Kaffee) und Donnerstag, 22. Juni 2007 9.30 bis 17 Uhr (9 bis 9.30 Empfangs-Frühstück) Programm Die Veranstaltung wird mit einem Referat von Landeshauptmann-Stv. Dr. Kurt Flecker eröffnet, und umfasst Impuls-Referate und ein Podiumsgespräch (Mittwoch), sowie einen Tag (Donnerstag) mit Arbeitsgruppen und Podiumsdiskussionen, wobei der Vormittag dem Thema A Migration, der Nachmittag dem Thema B Wohnungslosigkeit gewidmet ist. Veranstaltungsort Hotel Novapark Fischeraustraße 22 8051 Graz Gösting ; Voranmeldung per Fax unter 01/523 89 535 (SRZ) oder srz at srz-gmbh.com Es werden keine Anmeldebestätigungen versandt. ;Das detaillierte Veranstaltungsprogramm folgt in Kürze. ---------------------------------------------------------------------- ---------------------------------------------------------------------- --------------------------------------- A U R O R A . ist ein Projekt zur Sensibilisierung und Mobilisierung für soziale Eingliederung und Sozialschutz in Österreich. A U R O R A . ist von der Europäischen Gemeinschaft im Aktionsprogramm der Gemeinschaft zur Bekämpfung der Sozialen Ausgrenzung 2002-2006 gefördert und wird von den Ländern Kärnten, Oberösterreich, Steiermark, Wien, dem Österreichischen Städtebund und der Volkshilfe Österreich ko-finanziert. ---------------------------------------------------------------------- ---------------------------------------------------------------------- --------------------------------------- ______________________ -- Dr.in Cornelia Kogoj Initiative Minderheiten Gumpendorfer Straße 15/13 A-1060 Wien Tel. +43 1 966 9003 Fax +43 1 586 82 17 "http://www.initiative.minderheiten.at/" www.initiative.minderheiten.at "http://www.gastarbajteri.at/" www.gastarbajteri.at ***** Newsletter der Initiative Minderheiten Gumpendorfer Straße 15/13 A-1060 Wien Tel. 586 12 49-18 Fax 586 82 17 "http://www.initiative.minderheiten.at/" http://www.initiative.minderheiten.at "http://www.gastarbajteri.at/" http://www.gastarbajteri.at ***** ================================================ 05 Menschenrechtsnotizen: Prozess Prokop gegen Genner,Ecker auch in NOe ; vonakin akin.buero at gmx.at ================================================ akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 22. Mai 2007; 17:14 ********************************************************** Menschenrechtsnotizen: Prozess: Prokop gegen Genner Nachdem die Staatsanwaltschaft keinerlei Grund sah, Michael Genner wegen seines wenig traurigen Nachrufes auf Innenministerin Liese Prokop (s.a. akin 1/07)zu belangen, hat nun der Witwer, Gunnar Prokop, Privatanklage gegen Genner undAsyl in Not (als Medieninhaberin der Homepage) eingebracht. Die BezeichnungMinisterin fuer Folter und Deportation sei Ueble Nachrede, so Prokop. Er moechte neben der amtlichen Wiederherstellung der angekratzten Ehre seiner verstorbenen Ehefrau ausserdem noch 20.000 Euro Wiedergutmachung. Genner will hingegen den Wahrheitsbeweis antreten. Eine grosse Oeffentlichkeit ist von Seiten der Beklagten sehr erwuenscht. Der Prozess findet am Freitag, den 25.Mai, um 9 Uhr am Straflandesgericht, 1080 Wien, Wickenburggasse 22, 3. Stock, Saal 305 statt. -br- * Ecker auch in NOe DerVerein Menschenrechte weitet sich unter Innenminister Platter aus. Wie der Geschaeftsfuehrer des Vereins, Guenter Ecker vermeldet, hat das Bundesministerium fuer Inneresaufgrund des grossen Erfolgs des ´Verein Menschenrechte Oesterreich´ in der Rueckkehrberatung bei Schubhaeftlingen in Wien, Oberoesterreich und Tirol den Verein nunmehr auch mit der Rueckkehrberatung in den Polizeianhaltezentren St. Poelten und Wr. Neustadt betraut. Ecker ist stolz darauf, dass 2006 bei 1031 Schubhaeftlingen durch dieBeratung seiner Vereinsbedienstetenin 752 Faellen dieses Verfahren mit einer freiwilligen Ausreise beendet werden (73 %) konnte. Dass diese Betrauungen immer auch die Zurueckdraengung echter NGOs von der Rechtsberatung fuer Schubhaeftlingen bedeuten, wie diese Hilfsorganisationen in regelmaessigen Abstaenden betonen, will Herr Ecker aber so nicht sehen. Ecker sitzt auch im Menschenrechtsbeirat beim Innenministerium. Er betont dabei immer seineUnabhaengigkeit. Allerdings hat er davon wohl ein vom allgemeinen Sprachgebrauch etwas abweichendes Verstaendnis. Auf der Startseite der Homepage seines Vereins prangt riesengross ein Insert: Gefoerdert aus den Mitteln des BM.I ;-br- ================================================ 06 Initiativen-Notizen: Pankahyttn, Gewerkschaftslinke, Indymedia ; von akin akin.buero at gmx.at ================================================ akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 22. Mai 2007; 17:19 ********************************************************** Initiativen-Notizen: Wieder zwei Hausbesetzungen Die Punks-Partie von der Mariahilferstrasse (Initiative Pankahyttn) laesst nicht locker. Schon wieder gab es nach deren eigenen Angaben zwei Besetzungsversuche -- am 16.Mai in der Lidlgasse in Wien-Hernals, am 18. in der Alserstrasse 33, 1080. Doch die Besetzungen waren -- wie schon all die vorangegangen -- auch diesmal wegen einer eher geringen Verhandlungsbereitschaft der Gemeinde zum Scheitern verurteilt. Die Punks wollenein selbstverwaltetes unkommerzielles, emanzipatorisches Wohn-, Kultur- und Sozialprojekt mit Wohnbereich fuer 50 Punx und Veranstaltungsbereich. Raum im Eigentum der Gemeinde und Privater gibt es wohl genug, sonst wuerden die Leute von der Pankahyttn nicht alle paar Wochen ein neues Objekt besetzen. Derzeit sie die Situation fuer die Punks besodners prekaer: Aufgrund politischer und sozialer Differenzen mit anderen Gruppen innerhalb des Ernst Kirchweger Hauses (EKH) haben wir die Besetzung der von uns bisher bewohnten Teilbereiche aufgeloest. Ebenso wurden einige andere still besetzte Wohnmoeglichkeiten geraeumt bzw.abgerissen. Folge: Rund 30 von uns stehen wieder auf der Strasse, schreiben sie in einer Aussendung. (akin) Kontakt: pankahyttn at yahoo.de * Gewerkschaftslinke gegenArbeitszeitflexibilisierung Auf der von derUeberfraktionellen Initiative fuer einen kaempferischen und demokratischen OeGB veranstalteten2. bundesweiten Konferenz der Gewerkschaftslinken ( Sa.19.5.) wurde beschlossen, eine politisch breit angelegte laengerfristige Kampagne gegen die drohenden Verschlechterungen im Arbeitszeitbereich durchzufuehren: GewerkschafterInnen gemeinsam mit Arbeitslosen,prekaer Beschaeftigten , sozialen Bewegungen, ImmigrantInnen, StudentInnen. Solch eine Kampagne mit einer Verschraenkung von inhaltlichen Alternativen und Aktionen bietet die Chance, all jenen eine konkrete Artikulationsmoeglichkeit zu geben, die angesichts der asozialen Politik der rotschwarzen Regierung bisher nur dieFaust im Hosensack ballten . Auf einem Treffen der Initiative am 14. Juni im Amerlinghaus wird die Kampagne gegenArbeitszeitflexibilisierung weiter konkretisiert und eine Protestaktion noch vor dem Sommer organisiert. *Hermann Dworczak* * Indymedia bald wieder online? Immer noch ist Indymedia Oesterreich (at.indymedia.org) offline. Letztes Jahr war das System staendig gestoert und ging dann Ende 2006 vollkommen vom Netz. Doch nach eigenen Angaben war das Kollektiv in der Zwischenzeit nicht untaetig. Nach ein paar Anpassungen soll das neue System demnaechst soweit sein, um uns darbende medienschaffende und -konsumierende Linke zu vernetzen. Kommendes Wochenende soll es ein Treffen geben bei dem neben der Beseitigung letzter auffaelliger Maengel auch die Intensivierung von Bemuehungen, neue lokale Independent Media Centers aufzubauen und in ihrer Arbeit zu unterstuetzen, besprochen werden sollen. Was not tut, schliesslich beschraenkt sich doch beispielsweise die Wiener Indymedia-Site vienna.indymedia.org beinahe seit Anbeginn ihrer Tage auf die Mitteilung: Zur Zeit offline! Da auf at.indymedia.org jetzt aber auch schon seit laengerem zur Mobilisierung neuer Kraefte fuer das Kollektiv mit den WortenBeweg Deinen Arsch! geworben wird, hier Ort und Zeit des bundesweiten Treffens: Samstag, 26. und Sonntag, 27. Mai 2007; in Linz, Stadtwerkstatt, Kirchengasse 4,4040 Linz/Urfahr, Servus Clubraum, Beginn: Samstag, 12:00 (puenktlich). (akin) ================================================ 07 Veranstaltungshinweise; von venezuela-info.net office at venezuela-info.net ================================================ ----------------------------------------------------------- VERANSTALTUNGEN ----------------------------------------------------------- Suedwind Straßenfest 2007 Am 02-06-07, ab 14h im Unicampus, 1. Hof, Altes AKH, 1090 Wien "http://www.venezuela-info.net/article.php?id=3785&rid=0" http://www.venezuela-info.net/article.php?id=3785&rid=0 ----------------------------------------------------------- Achtung Terminaenderung! Die Frauen in der bolivarischen Revolution Am 09-06-07, 19h im FrauenZentrum Wien, 1090 Waehringerstraße, Ecke Prechtelgasse Von Frauen, für Frauen! "http://www.venezuela-info.net/article.php?id=3784&rid=0" http://www.venezuela-info.net/article.php?id=3784&rid=0 ----------------------------------------------------------- Sie wollen den Newsletter von venezuela-info.net abbestellen? In dem Fall klicken Sie bitte auf folgenden Link: "http://www.venezuela-info.net/newsletter/deutsch/permission/abmelden.php" http://www.venezuela-info.net/newsletter/deutsch/permission/abmelden.php ================================================ 08 Presseerklärung zum Peacewalk '07, Celle-Berlin ; von Prinz Bolle von Deutschland prinz.bolle at yahoo.de ================================================ Prinz Bolle von Deutschland Dr. h.c. agpr. Heiko Thiele Ed Projekt- und Lebenskünstler Sankt-Georg-Garten V/2 29221 Celle ; Tel. 0 51 41 / 9 78 11 17 www(dot)freenet-homepage(dot)de/prinz-bolle ; ; Presseerklärung zum Peacewalk '07: ; ; Der Celler Projekt- und Lebenskünstler Prinz Bolle von Deutschland lädt ein zumPeacewalk '07. Der Marsch soll am 21. Juli '07 um 11.55 Uhr vor dem Celler Schloß beginnen und nach Berlin führen. Er soll verbunden sein mit einem Spendenaufruf und einer Sammlung für Unicef. Bolle lädt jede/n ein, ihn zu begleiten, und sei es nur ein Stück Wegs. Zeitgleich soll das ProjektPeaceLetters starten, das sich insbesondere an Schüler/innen wendet. Hier kann jede/r Briefe zum Thema Frieden schreiben, die dann im Internet veröffentlicht werden sollen. Der Peacewalk soll Start eines Programmes sein, mit dem sich Prinz Bolle für den Friedensnobelpreis 2050 bewerben will. Diese Bewerbung ist Bolles Antwort auf den Vorschlag, Helmut Kohl, dem, wie Bolle es nennt,;Schwarzgeldkönig der Nation den Friedensnobelpreis zu verleihen. Zugleich schlägt Bolle für den Friedensnobelpreis den Leipziger Pfarrer Christian Führer vor. Dieser hat, so Prinz Bolle, durch die beharrliche Fortsetzung der Montagsgebete und schließlich der Montagsdemonstrationen mit ihrem MottoWir sind d a s Volk einen elementaren Beitrag zum Fall der Mauer und damit auch zur deutschen und somit gesamteuropäischen Einigung geleistet. Bei Ankunft des Marsches in Berlin soll eine Resolution gegen die deutsche Kriegspolitik an den Bundestag, die Spenden an Unicef und Prinz Bolles Bewerbung an die Schwedische Botschaft übergeben werden. Um auch Schüler/innen und Hartz IV-Empfänger/innen die Teilnahme am Peacewalk zu ermöglichen, plant Prinz Bolle, Zelte zur Verfügung zu stellen und Verpflegung gegen freiwillige Spende auszugeben. Für die entstehenden Kosten sucht er noch Sponsoren. Nähere Auskünfte über www(dot)freenet-homepage(dot)de/prinz-bolle . Für den 9. November '07 plant Bolle denSühnemarsch gegen das Vergessen von Bergen-Belsen nach Auschwitz für die Erhaltung der Gedenkstätte in Auschwitz. Am 8. Mai '08 plant er den Start des1. International Peacewalk von Berlin nach Jerusalem für die Kriegsopfer dieser Welt. Prinz Bolle erklärt, diese Wege selbstauf Schusters Rappen zurücklegen zu wollen. ---------------------------------------------------------- ; Mit friedliebenden Grüßen ; Prinz Bolle von Deutschland ================================================ 09 Medien &Migration 14. Juni 19 Uhr ; vonAli Taghian dr.Taghian at aon.at ================================================ 14. Juni 2007, 19.00 im Generalsekretariat des BSA, Landesgerichtsstraße 16, 1010 Wien Medien &Migration - Verzerrtes oder reales Bild? Welches Bild vermitteln die österreichischen Medien von Migration und MigrantInnen? Ist die Berichterstattung objektiv oder tendenziös? Menschen nicht-österreichischer Herkunft machen fast über 12 % der österreichischen Bevölkerung aus - Spiegelt sich dies in den Medien wider? Wo treten MigrantInnen als JournalistInnen, HerausgeberInnen etc. auf? Wie wirkt sich mediale Partizipation von MigrantInnen auf deren politische Partizipation aus? Über diese und weitere Fragestellungen diskutieren Edith Meinhart (Profil, angefragt), Christian Jungwirth (Okto 8), Simon Inou (Verein M-Media) und Fritz Hausjell (Kommunikationswissenschafter). Moderation: Elisabeth Zaunegger (Journalistin) Diese Veranstaltung wird von der internationalen Arbeitsgruppe in Kooperation mit der Medienfachgruppe im BSA organisiert - Julia Lemonia Raptis, Erich Koenig, Ali und Hassan Taghian freuen sich über Dein/Ihr Kommen. ================================================ 10 CROPfm - Newsletter: Teenager-Befreiung [25.05.07] ; von Tarek Al-Ubaidi tarek at sime.com ================================================ Hi! Die nächste live Sendung ist am 25. Mai 2007 um 19.00 auf 92.6 Mhz - der Frequenz von Radio Helsinki - im Raum Graz/Steiermark als auch on-line ( "http://helsinki.at/live-stream.php" http://helsinki.at/live-stream.php) zu hören. Für Fragen und Kommentare während der Sendung steht Ihnen CROPcom zur Verfügung - der liveChat ( "http://pia.mur.at/croppage/ccd/ccd_fs.htm" http://pia.mur.at/croppage/ccd/ccd_fs.htm). Titel der Sendung: Teenager-Befreiung Die Tragödie an der Virginia Tech Universität ist eines der jüngsten Beispiele immer extremer werdender Gewaltbereitschaft an Schulen und öffentlichen Bildungseinrichtungen. Ein ernstes Problem, das nicht zuletzt seit Vorfällen wie dem Massaker an der Colombine High School (1999) auf breiter Ebene diskutiert wird. Doch welche Lösungsansätze gibt es? Der kanadische Bindungsforscher und Bestsellerautor Gordon Neufeld glaubt, daß es an der Zeit ist, Eltern und Kinder einander wieder näher zu bringen. Fehlgeleitete Bindung verhindert die Reifung zu echter Selbständigkeit, da die Beziehungen zu gleichaltrigen Kindern nicht die nötige Sicherheit und Geborgenheit geben kann. Dagmar und Tilman Neubronner, die deutschen Verleger von Gordon Neufeld, kämpfen um ihr Recht, ihre beiden Kinder (Moritz und Thomas) selbst zu unterrichten. Beim so genannten Homeschooling, in Deutschland 1938 von Hitler unter Strafe gestellt, treten die heute in Schulen massiven Probleme von Gewalt, Mobbing und Lernblockaden praktisch nicht auf. Kaum jemand weiß, dass dieses Freie Lernen im Rest Europas fast überall erlaubt ist. Weltweit lernen ca. 3 Millionen Kinder ohne Schule - kein Weg für alle, aber wie muss Schule werden, damit sie so viel Spaß machen kann wie Freies Lernen? Genius Verlag "http://www.genius-verlag.de/" http://www.genius-verlag.de/ Mehr über Gordon Neufeld "http://www.gordonneufeld.de/main/GordonNeufeld.php" http://www.gordonneufeld.de/main/GordonNeufeld.php Studiogast zur Sendung: Dagmar Neubronner (Diplombiologin, Übersetzerin und Therapeutin, website ; "http://www.genius-verlag.de/" http://www.genius-verlag.de/) Lieber Gruß, Tarek Al-Ubaidi _______________________________________________ CROPfm website "http://cropfm.mur.at/"http://cropfm.mur.at Past Shows Sektion "http://cropfm.mur.at/past_shows.htm" http://cropfm.mur.at/past_shows.htm _______________________________________________ A mur.at service. CROPfm-Newsletter mailing list CROPfm-Newsletter at mur.at "http://lists.mur.at/mailman/listinfo/cropfm-newsletter" http://lists.mur.at/mailman/listinfo/cropfm-newsletter ================================================ 11 [Werkstatt] Werkstatt-Rundbrief 08-2007 ; von Werkstatt Frieden &Solidarität office at werkstatt.or.at ================================================ Werkstatt Frieden &Solidarität Waltherstr. 15, 4020 Linz Tel. 0732/771094 Fax 0732/797391 Mail: office at werkstatt.or.at Web: "http://www.werkstatt.or.at/" www.werkstatt.or.at ; Wer diesen Rundbrief nicht mehr erhalten möchte, ersuchen wir um ein E-Mail unter folgendem Link: "mailto:mailfriwe-request at friwe.at%3Fsubject=unsubscribe" mailto:mailfriwe-request at friwe.at?subject=unsubscribe ; Werkstatt Rundbrief Nr. 08-2007 ; Themen: (1) Kundgebung gegen Eurofighter, Sa, 16. Juni 2007, vor dem Parlament in Wien, 14 Uhr: Eine Reihe von Friedensgruppen rufen zu einer Kundgebung gegen das teuerste Rüstungsprojekt der 2. Republik auf: Motto: Eurofighter-Ausstieg sofort! Neutralität statt Aufrüstung! Ein deutscher Offizier und Luftwaffenexperte urteilt über den Eurofighter: „Der Eurofighter ist auch deswegen so teuer, weil er eine tolle Offensivwaffe ist“. (2) Auf dem Weg zur 60-Stunden-Woche - Sozialpartnereinigung zur Arbeitszeit: Lohnkürzung durch die Hintertür: Die SP/VP-Regierung hat sich mit den Sozialpartnern auf eine Neuregelung des Arbeitszeitgesetzes geeinigt. Kern der Neuregelung: Die Möglichkeiten für die Unternehmen zur Flexibilisierung der Arbeitszeit soll deutlich ausgeweitet werden. So soll eine 60-Stundenwoche soll während der Hälfte des Jahres ermöglicht werden. Die Werkstatt Frieden &Solidarität ruft auf, dagegen aktiv zu werden. (3) InitiativeVier Jahre sind genug - gegen die Verlängerung der Legislaturperiode EineInitiative Demokratie hat sich gebildet, um gegen die weitere Entdemokratisierung durch die Verlängerung der Legislaturperiode von vier auf fünf Jahre Widerstand zu leisten. (4) Termine ; ; (1) Kundgebung Sa, 16. Juni 2007, vor dem Parlament in Wien, 14 Uhr: Eurofighter-Ausstieg sofort! Neutralität statt Aufrüstung! ; Deutscher Luftwaffenexperte:Der Eurofighter ist auch deswegen so teuer, weil er eine tolle Offensivwaffe ist“. ; Am Samstag 16. Juni findet vor dem Parlament eine Kundgebung gegen das teuerste Rüstungsprojekt der 2. Republik statt. Motto Eurofighter-Ausstieg sofort! Neutralität statt Aufrüstung! Bisherige AufruferInnen sind neben der Werkstatt Frieden &Solidarität die Steirische Friedensplattform, die Wiener Friedensbewegung, der Friedensrat, die ARGE Wehrdienstverweigerung, die Friedensinitiative Donaustadt, ÖIE-Kärnten, uvm. Weitere Organisationen und Initiativen, die Aufruf (sh. unten) und Aktion mitunterstützen wollen, ersuchen wir um Rückmeldung an das Büro der Werkstat Frieden &Solidarität: office at werkstatt.or.at. Ab Anfang Juni kann ein Aufruf-Flugblatt mit allen unterstützenden Organisationen bei uns im Büro bestellt werden. Wir wollen nicht zu Zaungästen der medialen Auseinandersetzungen rund um den Eurofighter-Ankauf werden. Denn diese Geplänkel dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Beschaffungsvorgang unvermindert fortgesetzt wird und der Beschluss des Nationalrats vom 30. Oktober 2006, der den sofortigen Beschaffungsstopp und Vertragsausstieg fordert, nach wie vor von der Regierung ignoriert wird. Vollkommen ausgeblendet wird in der veröffentlichten Debatte, dass die Eurofighter vor allem eines sind: ein Kampfbomber für offensive Militäraktionen im Rahmen von EU-Missionen. Das wurde erst vor kurzem durch einen deutschen Offizier und Luftwaffenexperten unterstrichen, der im Nato-Hauptquartier in Brüssel stationiert ist. Dieser wird im Standard (15.05.2007) folgendermaßen zitiert: „Der Eurofighter ist auch deswegen so teuer, weil er eine tolle Offensivwaffe ist“. ; Setzen wir gemeinsam ein öffentliches Zeichen gegen diese milliardenteuren Kampfbomber, für Neutralität statt Aufrüstung! Gerade jetzt ist es wichtig, den Widerstand auf die Straße zu tragen. Das nächste Vorbereitungstreffen für die Kundgebung am 16. Juni findet am Donnerstag, 31. Mai 2007 im Büro der Werkstatt Frieden &Solidarität in Wien (Rosensteingasse 69/6, 1070 Wien) statt. Beginn: 19 Uhr. Alle, die bei dieser Aktion mitmachen wollen, sind recht herzlich eingeladen! ; Es gibt eine überarbeitete Kampagnenzeitung der Werkstatt Frieden & Solidarität, um für den 16. Juni zu mobiliseren. Aus dem Inhalt: Die Eurofighter-Mafia -Expeditionskriegzüge von der Dimension des Golf-Kriegs - EADS vor Gericht! - 6 Milliarden gegen die Neutralität - Wasser &Energie: Privatisierung = Irrweg, uvm. Kosten der Kampagnenzeitung: 10 Cent/Expl., ab 300 Stück: 5 Cent pro Expl., zu bestellen bei Werkstatt Frieden &Solidarität, Waltherstr. 15, 4020 Linz, office at werkstatt.or.at bzw. Tel. 0732/771094. ; Aufruf für die Kundgebung am 16. Juni vor dem Parlament, 14 Uhr Eurofighter-Ausstieg sofort! Neutralität statt Aufrüstung! Die Eurofighter sind Kampfbomber für aggressive EU-Militäreinsätze bis weit hinunter nach Afrika, Naher Osten und Kaukasus (Streitkräftekommandant des Bundesheeres Günter Höfler, Kleine Zeitung, 13.12.2005). Die Eurofighter kosten viele Milliarden Euro, die im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitsbereich fehlen. Eine einzige Eurofighter-Flugstunde verschlingt fast das Dreifache einer durchschnittlichen Jahrespension einer Frau. Der geplante Ankauf der Eurofighter ist Bestandteil der Einbindung in die EU-Militarisierung, die auch von der neuen Regierung energisch vorangetrieben wird: - Teilnahme an der EU-Rüstungs/Verteidigungs-Agentur, die die Aufrüstung der EU-Staaten ankurbelt. - Mitmarschieren bei den EU-Schlachtgruppen (battle-groups), die für Kriegseinsätze im Umkreis von 6.000 Kilometer rund um die EU aufgebaut werden (erste Übungen mit österreichischer Beteiligung finden bereits statt) - Erreichen des sog. EU-Planziels 2010, mit dem die EU bis 2010 durch Aufrüstung am Boden, zur See, in der Luft und im Weltraum die Fähigkeit erlangen will, Kriege nach dem Muster der USA (Irak, Afghanistan) zu führen. Alleine im Jahr 2007 steigt das österreichische Militärbudget um über 30%. Diese Entwicklung steht im diametralen Gegensatz zur Neutralität, die zur Nichtteilnahme an Kriegen und Militärblöcken verpflichtet. Wir fordern daher: - Eurofighter-Ausstieg sofort, wie das der Nationalrat bereits am 30.10.2006 beschlosssen hat! Angesichts der immer offensichtlicher werdenden unsauberen Geschäftsmethoden des Eurofighter-Unternehmens EADS kann die einzige Konsequenz nur sein, dass die Republik für diesen Ausstieg keinen Cent zu zahlen hat. - Ausstieg aus der EU-Rüstungsagentur und den EU-Militärinstitutionen! Keine Teilnahme an den EU-Schlachtgruppen! - Aktive Friedens- und Neutralitätspolitik statt Aufrüstung und Sozialabbau! Unterstützungen für diesen Aufruf bitte mailen an office at werkstatt.or.at ; ; (2) Auf dem Weg zur 60-Stunden-Woche ; Sozialpartnereinigung zur Arbeitszeit: Lohnkürzung durch die Hintertür Am 2. Mai 2007 gab Wirtschaftsminister Bartenstein bekannt, daß sich die Regierung mit den Sozialpartnern auf eine Neuregelung des Arbeitszeitgesetzes geeinigt hat. Kern der Neuregelung: Die Möglichkeiten für die Unternehmen zur Flexibilisierung; der Arbeitszeit werden ausgeweitet. Auch bisher arbeitet eine große Anzahl der abhängig Beschäftigten bereits weit über der gesetzlichen Normalarbeitszeit. Mit der Neuregelung können Überstundenzuschläge und damit Lohnkosten eingespart werden. Die geplanten Regelungen im Detail: * 60 Stunden-Woche und 12 Stunden-Arbeitstag soll 24 Wochen lang möglich sein, mit einer 14tägigien Pause nach 8 Wochen * Kollektivverträge mit 10h Normalarbeitstag ist möglich, ohne dass Überstundenzuschläge anfallen. * Betriebliche und einzelvertragliche Vereinbarung der 4-Tage Woche ist möglich * Anhebung der Strafen bei Verstößen gegen das Arbeitszeitgesetz * Teilzeitbeschäftigte erhalten Überstundenzuschläge( 25%), wenn sie länger als die vereinbarte Teilzeit arbeiten, sofern nicht die Mehrarbeit durch Zeitausgleich innerhalb von 3 Monaten abgegolten wird. Minister Bartenstein freut sich über den Entwurf:Wenn sich Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter der jeweiligen Branchen darauf einigen, sind auch dann Zwölf-Stunden Schichten möglich, wenn man keine wirtschaftliche Notwendigkeit nachweist. Das sei sehr wichtig für den Standort Österreich. Ausländische Investoren seien von den strengen gesetzlichen Regelungen oft irritiert gewesen (Die Presse, 03.05.2007) Unverständlich ist die Zustimmung des ÖGB zu diesem Vorschlag. Die zahnlose Regelung im Bereich der Teilzeit kann die Zustimmung zu de facto Lohnkürzungen nicht übertünchen. Die Werkstatt Frieden&Solidarität lehnt diesen Entwurf zum Arbeitszeitgesetz grundsätzlich ab und ruft alle Menschen dazu auf, dagegen aktiv zu werden.; Die ehemalige grüne Gewerkschafterin und jetzige Aktivistin der Werkstatt Maja Eggerth:Die Werkstatt hat jüngst in ihrem Aktionsprogramm die Forderung nach 35 Stundenwoch bei vollem Lohnausgleich erneuert. Weil es höchste Zeit ist, daß die gewaltigen Produktivitätsgewinne der letzten Jahrzehnte zu einer gerechteren Aufteilung der Arbeitszeit führen. ; Auf der von der Überfraktionellen Initiative für einen kämpferischen und demokratischen ÖGB; veranstalteten bundesweiten Gewerkschaftskonferenz der Gewerkschaftslinken ( Sa.19.Mai) wurde beschlossen, eine - politisch breit angelegte - längerfristige Kampagne gegen die drohenden Verschlechterungen im Arbeitszeitbereich durchzuführen: GewerkschafterInnen gemeinsam mit Arbeitslosen, prekär Beschäftigten , sozialen Bewegungen, ImmigrantInnen, StudentInnen. Auf einem Treffen der Initiative am 14. Juni im Amerlinghaus ( 1070 Wien Stiftgasse ) wird die Kampagne gegen Arbeitszeitflexibilisierung weiter konkretisiert und eine Protestaktion noch vor dem Sommer organisiert. ; (3) InitiativeVier Jahre sind genug - gegen die Verlängerung der Legislaturperiode ; Seltener wählen ist geil - Es gibt schon zuviel Demokratie im Land. Meint die Regierung. ”Speed kills!”; Das war im Jahr 2000 das Motto der schwarzblauen Regierung. Die jetzige Regierung verhält sich ähnlich – vor allem, wenn man ihre Verfassungspläne ansieht. Und das Beste daran: Diese Regierung verfügt über eine Verfassungsmehrheit im Nationalrat und kann damit schalten und walten wie sie will. So liegt seit 2.Mai die Regierungsvorlage zur Verlängerung der Gesetzgebungsperiode beim Verfassungsausschuß, vom Plenum des Nationalrats soll das Ganze noch vor dem Sommer beschlossen werden. Eine Miteinbeziehung des Bundesvolkes, von dem laut Verfassung ”alles Recht ausgeht” in diesem Staat, in der Frage, ob es statt aller vier nur mehr alle fünf Jahre die Zusammensetzung des Nationalrats bestimmen darf., ist natürlich nicht angedacht. Vor der Wahl wurde immer wieder von einer Stärkung partizipativer Elemente gesprochen. Nach der Wahl wird die Gesetzgebungsperiode verlängert – das wäre ein interessantes Wahlkampfthema gewesen, aber nachdem alle Parteien dafür sind und man mit diesem Anliegen kaum Wählerstimmen hätte gewinnen können, bekommen wir das jetzt ganz zu Anfang der Amtsperiode serviert, in der Hoffnung, daß das die Wähler bald wieder vergessen haben werden. Schließlich werden dank dieser Verfassungsänderung in der Zukunft diese Vergessensperioden noch länger sein können. Natürlich gilt der alte Spruch: ”Wenn Wahlen etwas verändern könnten, wären sie längst verboten!” Beispielsweise gab es seit 1986 nur Regierungen, in denen die ÖVP den Ton angab – unabhängig vom Wahlergebnis. Aber selbst wenn die SPÖ auch einmal Einfluß auf die Politik hatte, war sie ja doch nur eine Getriebene des Kapitals. Aber dennoch ist diese vollkommen präpotente Art, den minimalen Einfluß, den wir durch Wahlen doch noch haben, noch weiter zu verschmälern, bezeichnend für das gesamte politische System. Denn eben das fast völlige Schweigen auch der Oppositionsparteien, die sich ja auch Wahlkämpfe ersparen und sich länger ihrer Positionen sicher sein können, aber auch das völlige Fehlen anderer politisch relevanter Institutionen, die sich für mehr Demokratie einsetzen, ist genauso erwartbar gewesen, wie aber doch auch erschreckend. Erschreckend daran ist aber auch, daß ausgerechnet die FPÖ als einzige Oppositionspartei sich jetzt gefunden hat, dagegen zu opponieren – wodurch für viele Gutmenschen ein Protest gegen die Präpotenz der Regierung gleich mal wieder flach fällt. Und so lassen auch die Grünen wie so oft hier wieder aus: Seltener wählen sei ganz okay, wenn nur die Rechte der Opposition gestärkt würden, ist die Position Van der Bellens – also das alte Lied: Demokratie findet im Parlament statt, das Volk ist dabei wurscht. Ähnlich auch die Berichterstattung im ORF – ein ZiB2-Beitrag bestand lediglich aus den Interviews mit den Spitzenvertretern der Parteien plus dem Senf des ORF-Hauspolitologen, der das eigentlich auch ganz okay findet. Kritische Stimmen von außerhalb der classe politique gab es wieder einmal keine. Doch es gibt diese kritischen Stimmen. Es haben sich ein paar Initiativen zusammengefunden, die als erstes eine parlamentarische ”Bürgerinitiative” einbringen wollen. Daneben soll alles getan werden, um ein wenig Öffentlichkeit für dieses Thema herzustellen und die Forderung nach einer Volksabstimmung zu lancieren. Ob damit angesichts des massiven politischen Willens von SPÖ und ÖVP, ihre Pläne durchzupauken, sowie des breiten Desinteresses der Bevölkerung eine echte Chance besteht, dieses Konzept des ”Bequemer Regierens” (wie Günter Traxler als einer der wenigen kritischen Medienleute im ”Standard” das nannte) noch abzuwenden, sei dahin gestellt. Aber selbst dann ist ein Engagement in diese Richtung nicht umsonst, denn vielleicht wird ein paar Leuten mehr klar, wie sehr wir von der Herrschaft in diesem Land papierlt werden. Bernhard Redl, Initiative Demokratie e-mail: initiative.demokratie at gmail.com Homepage mit dem Bürgerinitiativenformular und vielen Links mit Hintergrundinformationen und Berichterstattung: "http://www.4jahresindgenug.at/" http://www.4jahresindgenug.at (4) Termine: Donnerstag, 31. Mai 2007, 19 Uhr Vorbereitungstreffen für die KundgebungEurofighter-Ausstieg sofort! Neutralität statt Aufrüstung! Ort: Büro Werkstatt Frieden &Solidarität Wien (Rosensteingasse 69/6, 1070 Wien) ; Dienstag, 12. Juni 2007, 19 Uhr Erlebnisbericht mit Diaschau über Vietnam von Rudi Schober Ort: Büro der Werkstatt Frieden &Solidarität Linz (Waltherstr. 15, 4020 Linz) ; Samstag, 16. Juni 2007, 14 Uhr Eurofighter-Ausstieg sofort! Neutralität statt Aufrüstung! Kundgebung vor dem Parlament (Wien) 15. bis 17. Juni 2007 Festival des Politischen Liedes Europacamp, Weissenbach am Attersee Infos unter: "http://www.kv-willy.at/"www.kv-willy.at mit: Commandantes # Trixi Neundlinger # Tut das Not # Bernadette la Hengst # Christoph &Lollo # Kai Degenhardt # Politpark # DJ Markus Netter # SambaAttac # u.a. 8. - 13. Juli 2007 24. Schlaininger Sommerakademie Von kalten Energiestrategien zu heißen Rohstoffkriegen? Schachspiel der Weltmächte zwischen Präventivkrieg und zukunftsfähiger Rohstoffpolitik im Zeitalter des globalen Treibhauses Programm auf "http://www.aspr.ac.at/sak2007.htm" http://www.aspr.ac.at/sak2007.htm ---------------------------------------------------------------------- ------------------------- JETZT UNTERSCHREIBEN! Petition:Energie und Wasser im öffentlichen Eigentum erhalten! Nähere Informationen auf "http://www.werkstatt.or.at/" www.werkstatt.or.at ================================================ MELDUNGEN, MEINUNGEN UND KOMMENTARE ================================================ 12 GA: Fotoserie Lesben + Schwule bei der Arbeit ; vonAndersrum Wien andersrum.wien at gruene.at ================================================ liebe grüne-andersrum-newsletter gemeinde, unser freund markus osanger bereitet seine diplomarbeit vor und wendet sich auf diesem weg mit der bitte um eure hilfe an uns: ; /Hallo!/ / / /Du bist in deinem Berufsumfeld geoutet und wärst bereit dich von mir in deinem Arbeitsumfeld professionell fotografieren zu lassen und mich damit bei einer fotografischen Studie zu unterstützen? / / / /Ich studiere Medientechnik an der FH St. Pölten und habe mir für meine Diplomarbeit eine sozialdokumentarische Fotoserie ausgedacht. Mittelpunkt dieser sind Österreichs Lesben und Schwule. Dafür plane ich, jeweils ca. 30 homosexuelle Frauen und Männer in ihrer natürlichen Arbeitsumgebung zu fotografieren. Dies soll natürlich möglichst authentisch passieren: ohne aufgesetztes Posieren und womöglich in Interaktion mit demKunden oder direkt bei den eben für diesen Beruf ausgeführten Tätigkeiten./ / / /Dabei will ich mich keineswegs auf Klischees oder das Gewöhnliche beschränken. Ganz im Gegenteil... Ich suche möglichst unterschiedliche Menschen in den diversesten Berufsfeldern. Sozusagen vom bodenständigen LKW-Fahrer bis zum flippigen Friseur... / / / /Optimal wäre es für mich dich eine Zeit lang bei der Ausübung deines Berufes begleiten zu können. Eine Stunde sollte im Normalfall genügen./ / / /Im Gegenzug dafür gibt es eine CD mit allen brauchbaren Fotos und einen echten analogen Abzug zur freien Verwendung./ /Wer sich einen Eindruck von meinen bisherigen Arbeiten verschaffen will kann hier einige meiner Fotos begutachten: "http://tinyurl.com/2p5fpk/" http://tinyurl.com/2p5fpk/ / / /Wenn du also Lust hättest melde dich bitte mit Berufsbezeichnung und kleiner Beschreibung deines Arbeitsumfeldes bei mir unter folgender E-Mail-Adresse: markus.osanger at gmx.at/ / / /Danke und liebe Grüße/ /Markus Osanger/ ============================ "http://www.gruene-andersrum.at/" http://www.gruene-andersrum.at/ ============================ ================================================ 13 KPÖ/Börse/Entwicklung/Privatisierung ; von KPÖ-Information info at kpoe.at ================================================ KPÖ-Pressedienst - Drechslergasse 42, 1140 Wien - Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 - Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail info at kpoe.at - Web "http://www.kpoe.at/"www.kpoe.at - Ausgabe vom 22. Mai 2007 Zunehmend börsenotierte Unternehmen im Visier von Hedgefonds Höhenflug der Wiener Börse durch massive Privatisierung und Ausplünderung Osteuropas Ursächlich mit der Privatisierung und dem Ausverkauf des öffentlichen Eigentums in den letzten Jahren sowie der Ausplünderung Osteuropas durch österreichisches Kapital hängt der medial bejubelte Höhenflug der Wiener Börse zusammen, stellt KPÖ-Wirtschaftssprecher Michael Graber fest. Der Leitindex ATX - der im Oktober 2002 noch bei 1.010 Punkten lag - stieg 2003 um 34 Prozent, 2004 um 54, 2005 um 51 und 2006 um 22 Prozent und soll heuer die Marke von 5.000 Punkten erreichen. Wie die Börse-Chefs Michael Buhl und Heinrich Schaller einräumen, haben insbesondere die Privatisierung früher verstaatlichter, im Besitz staatlicher Banken stehender oder gemeinwirtschaftlicher Unternehmen wie AUA, Böhler-Uddeholm, EVN, Post, OMV, Semperit, Schoeller-Bleckmann, Telekom, Wienerberger, Verbund und voestalpine den Aufschwung seit 2003 getragen. Dementsprechend setzen die Börsianer ihre Hoffnungen jetzt auf die Privatisierung von Verbund und Landesenergiegesellschaften sowie des Güterverkehrs der ÖBB. Die Funktion der Börse im Zusammenhang mit den Börsengängen staatlicher Unternehmen benannte bereits im Jahre 2000 der damalige ÖIAG-Chef Johannes Ditz (ÖVP) recht treffend: „Wir brauchen die Peitsche vom Kapitalmarkt, um diesen Prozeß erfolgreich abzuschließen.“ Sein ÖIAG-Zwilling Rudolf Streicher brachte die Privatisierungsphilosophie der SPÖ mit seiner Aussage „Unser Katechismus ist das Aktienrecht“ auf den Punkt. Es entspricht den Wolfsgesetzen des realen Kapitalismus, dass jetzt laut Aussagen von Finanzexperten zunehmend börsenotierte Unternehmen deren Streubesitz größer als 50 Prozent ist wie Wienerberger, RHI, Telekom Austria, Zumtobel, Erste Bank, SykEurope, Andritz, Poltex und Bwin auf dem Speisezettel von Hedgefonds stehen. Jeder dieser Fonds kann die Übernahme österreichischer Firmen aus der Portokasse finanzieren, schließlich verwalten solche Fonds satte 2.100 Milliarden Dollar. ;„Jede Orientierung auf die Börse - egal ob als Privatisierung öffentlichen Eigentums, zur Finanzierung von Pensionen oder Gesundheitswesen oder als fragwürdige Mitarbeiterbeteiligungen - ist nach allen bisherigen Erfahrungen aus dem In- und Ausland aus der Sicht der Lohnabhängigen strikt abzulehnen, wobei auch die in Kreisen von SPÖ, ÖGB und Grünen propagierten ethischen Fonds letztlich nichts ändern“, so die Schlußfolgerung Grabers. Mit zum Aufschwung der Börse hat auch die 20903 eingeführte staatlich geförderte Zukunftsvorsorge beigetragen: „Im Zweifelsfall spielt also der Staat auf Kosten der SteuerzahlerInnen die Herz-Lungen-Maschine für das Finanzkapital“, so Graber. Experten, Politik und Medien beklagen bekanntlich, dass nur sieben Prozent der ÖsterreicherInnen Aktien besitzen und ihr Geld zuwenig riskant dem Kapitalmarkt zur Verfügung stellen. Entgegen allen Propagandameldungen sind die Nutznießer der Börse aber nicht die Beschäftigten und auch nicht die Volkswirtschaft, sondern nur eine eine kleine Gruppe von AktionärInnen: „Hohe Dividenden und satte Kursgewinne durch Börsenspekulationen gehen letztlich auch immer auf Kosten der Realwirtschaft, zu spüren bekommen dies die Beschäftigten durch verstärkten Leistungsdruck sowie Lohn- und Sozialdumping“, so Graber abschließend. ================================================ 14 Der Bericht des Verfassungsschutzes ist voller Galgenhumor ; von agency_halk at yahoo.com ================================================ Datum: 17 Mai 2007; Erklärung: 368 ; ; Der Bericht des Verfassungsschutzes ist voller Galgenhumor ; ; Der Verfassungsschutzbericht von 2006 wurde veröffentlicht. Wie jedes Jahr ist er voller anhaltsloser Anschuldigungen gegen Revolutionäre und Oppositionelle. ;Der Bericht des Verfassungsschutzes wurde einzig verfaßt, um die bis dato ausgeübten Repressionen gegen revolutionäre Organisationen seitens des deutschen Imperialismus zu rechtfertigen, ihr Kontinuität zu verleihen und um den Terror-Demagogien neue Argumente zu liefern. Jeder Zeile im Bericht des Verfassungsschutzes erfüllt einzig diesen Zweck. Es ist reichlich bekannt, daß der deutsche Imperialismus in den letzten Jahren gegen Revolutionäre, NGOs, sowie revolutionären-demokratischen Publikationen ständig Verbote verhängt hat und versuchte mit willkürlichen Razzien, Verhaftungen, Festnahmen und schweren Gefängnisstrafen; einzuschüchtern. Der Verfassungsschutz bezeichnet die DHKP-C als eine “Terrororganisation” und möchte somit all seinen “anti-demokratischen Maßnahmen eine Berechtigung verschaffen. Allerdings kommt bei diesem Versuch reinster Galgenhumor zum Vorschein. Als Grund für die Repressalien und Verbote gegenüber Revolutionären gab der Verfassungsschutz in seinen alten Berichten die Gewaltanwendung der DHKP-C in Deutschland an.; Zur Zeit gibt es keinen Grund, den sie vorweisen könnte. Der Galgenhumor kommt gerade an diesem Punkt zum Vorschein. Nämlich in der Auflistung; von den schweren Verbrechen, welche die DHKP-C begangenen hat”. Was trifft man da nicht alles an? -“Eine sozialistische klassenlose Gesellschaft errichten!” - “Getreu ihrer marxistisch-leninistischen Ideologie” -“Gegen die Einrichtungen der Armee und Regierungspartei AKP” - “Sie kämpfen gegen die Isolationshaft!” Es ist alles wahr. Nur welche Rückschlüsse zieht der Verfassungsschutz daraus? Was wird im Bericht damit argumentiert? Selbst die Verfasser dieses Berichtes müssen wohl einräumen, daß es für einen Verbot der DHKP-C nicht ausreichen kann. Aus diesem Grund haben sie den Bericht mit völlig belanglosen, zusammenhanglosen Auszügen übersehen. Den Bericht haben sie beispielsweise mit diesem Satz versehen:“Wir werden weiterhin unsere Körper als Barrikaden dafür einsezten…dass die Hoffnung der Revolution und der Traum vom Sozialismus nicht vernichtet werden können” Wir wollen von den JuristInnen und PolitikerInnen, die diesen Bericht verfasst haben gerne wissen, was dieser Satz beweisen soll? Eine Institution, die mit solch einem Satz, die schweren Verbrechen der DHKP-C beweisen(!) möchte, zeigt damit lediglich, dass sie nichts vorzuweisen hat und Anschuldigungen haltlos sind. Es wurde ein Verbot verhängt gegen die revolutionäre Organisation. Eine revolutionäre Organisation, deren einziges Anliegen die Freiheit ihres Volkes und Unabhängigkeit ihres Landes ist, wird zur “Terrororganisation” erklärt. Der Grund des Verbotes sind die Interessen der deutschen imperialistischen Monopole. Natürlich kann der Verfassungsschutz dies so nicht formulieren. Um den Verbot zu rechtfertigen, die revolutionäre Organisation als Terrororganisation darzustellen legt sie sich mächtig ins Zeug und schöpft aus dem Vollen. Dabei macht sie sich lächerlich. Der Verfassungsschutz argumentierte früher mit der “Anwendung von Gewalt”. Wenn man sich nun aber die jüngsten Argumente ansieht, erkennt man, daß ein direkter Angriff auf die freie Meinungsäußerung und demokratischen Aktivitäten vorliegt. Damit offenbart sich eine weitere Dimension des Galgenhumors. Die deutsche Verfassung kann also nur geschützt werden, wenn die freie Meinungsäußerung unterbunden und demokratische Aktivitäten verboten werden. Um die deutsche Verfassung zu schützen(!) müssen demnach Revolutionäre, die lediglich demokratischen Aktivitäten nachgehen mit Anti-Terror-Razzien verhaftet und ohne jegliche Beweise und Belege für „terroristischen Aktivitäten“ schwere Gefängnisstrafen verhängt werden. Der Grund für diesen ganzen Unsinn liegt in den imperialistischen Interessen. . Die Bezeichnung „Verfassungsschutz“ erfüllt einzig den Zweck die Massen in die Irre zu führen. Aufgrund ihrer Tätigkeit müsste sie eigentlich Schutz der Interessen der deutschen Monopole heißen. ;Die Türkei ist ein gewaltiger Markt. Mit ihren 70 Mio Einwohnern ist es ein Markt, der für die deutschen Monopole unabdingbar ist. Darum befindet sich der deutsche Staat und seine gesamten Insitutionen in allerlei blutiger, schmutziger und ungesetzlicher Kooperation mit der Türkei. Darum werden die Aktivitäten der revolutionären Organisationen aus der Türkei in Deutschland verboten und schwere Gefängnisstrafen ausgesprochen. Kein Mensch mit Vernunft kann hinter diesem Bericht stehen. Wir möchten gerne wissen, ob es in ganz Deutschland nicht eine(n) einzige(n) Jurist(in) oder Politiker(in) gibt, die/der diesen verworrenen Bericht kritisiert und hinterfragt, was es mit Demokratie zu tun hat?; ;Aus dem Bericht geht hervor, daß der Verfassungsschutz die AKP toll findet. In Wahrheit ist es aber nicht der Verfassungsschutz, welche die AKP toll findet, sondern die deutschen Monopole. Und wir kennen die Gründe für diese Sympathie nur zu gut. Wenn der Verfassungsschutz eine(n) Terrorist(in) sehen möchte, soll sie sich der AKP-Regierung, mit der sie kooperiert, zuwenden. Wenn der Verfassungsschutz eine(n) Terrorist(in) sucht, soll sie zu ihrem eigenen Staat schauen. Es sind die imperialistischen Länder und deren Kollaborateure, welche gegen die; Völker Terror anwenden. Die DHKP-C kämpft für die Freiheit ihres Volkes und Unabhängigkeit ihres Landes. Und ist stolz auf diesen Kampf. Unseren berechtigten Kampf werden wir auch weiterhein überall und unter allen Umständen verteidigen. ;Der deutsche Staat wird ihre Repressionen und Terror gegen die Bevölkerung und Revolutionären später mal in der Geschichte nicht verteidigen können. Der Verfassungsschutz wird nicht hinter diesem unsinnigen Bericht, der voller Galgenhumor ist, stehen können. ; DEVR MC HALK KURTULU CEPHES REVOLUTIONÄRE VOLKSBEFREIUNGSSFRONT ================================================ 15 Letzte Worte: NA, des gibts net! ; vonakin akin.buero at gmx.at ================================================ akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 22. Mai 2007; 18:09 ********************************************************** Letzte Worte: NA, NA, NA, des gibts net! Es gibt nichts, was es nicht gibt -- im World Wide Web. Seit der Bonsaikitten-Homepage, auf der man Anleitungen lesen konnte, wie man Katzen in der Flasche zuechtet, und die sich alsbald als lupenreiner Fake herausstellte, wundert mich gar nichts mehr. Hatte ich geglaubt! Okay, vielleicht ist das, was mir da beim Surfen in den abseitigsten Ecken des Internets auf den Bildschirm flatterte, auch nur ein Fake -- denn ernst nehmen kann das wohl niemand, der nicht vollkommen hin in der Marille ist --, aber ich fuerchte soviel Glueck haben wir nicht. Denn hoere und staune, es gibt im Netz so etwas wieNationale Anarchisten. Auch wenn mir davor ekelt, aber im Sinne der Beweisfuehrung hier die URL: "http://www.nationalanarchismus.org/" http://www.nationalanarchismus.org. Jetzt koennte man glauben, schoen, das sind Nationalisten, die halt keine Gesetze moegen -- doch weit gefehlt, sie halten sich fuer Linke, denn sie produzieren eine Zeitschrift mit dem TitelAUTO: -chthon & -nom, nationalanarchistische Stromzeitschrift, Stimme des ultralinken Fluegels im nationalen Widerstand. Als Symbole verwenden sie zum einen einen rotschwarzen Stern mit germanischer Rune und zum anderen eine Kombination aus dem Hausbesetzer-N und dem Anarchisten-A -- was eben eine Abkuerzung fuerNationale Anarchisten ergibt. Sie fordern Freiheit fuer den Holocaustleugner Ernst Zuendel, gruessen mitHeil und Hallo! und berufen sich auf Max Stirner, Wilhelm Reich und Noam Chomsky. So finden sich folgerichtig unter den Links auch solche zum Noam Chomsky-Archiv, zur Graswurzelrevolution, zur Gesellschaft fuer bedrohte Voelker und zum Ahriman-Verlag. Wie man der Site entnehmen kann, wurde frueher auch zur Website der Matriarchatsforscherin Heide Goettner-Abendroth verlinkt, was diese sich aber per Klagsdrohung verbeten hatte. Dass nicht mehr an solchen Protesten auf der Site zu lesen sind, wird wohl daran liegen, dass viele der anderen Verlinkten diese Site bislang unbekannt war. Daneben gibt es noch Links, die belegen, dass auch Menschen, die nicht deutsch sprechen, sich alsnationalanarchistisch verstehen. Gluecklicherweise duerften diese aber noch weniger Bedeutung haben als die deutschen NAs -- zumindest wenn man nach den eher spaerlichen Webauftritten geht. Wie gesagt: Das WWW ist der Ort fuer Dinge, von denen man bislang gedacht hatte, dass es sie eigentlich gar nicht geben kann. Oder sollte. *Bernhard Redl* ================================================ 16 ASt - Hände weg vom Kollektivvertrag ; von ASt-LFI ast-lfi at gmx.net ================================================ Regierung und Sozialpartner einig, dass ab 2008 Überstunden unbezahlt bleiben: Hände weg vom Kollektivvertrag – Nein zum 10-Stunden Tag! ; Von Martin Seelos (aus: Red Newsletter 271, Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 23. Mai 2007) ; SPÖ und ÖGB ließen sich wieder über den Tisch ziehen! Der schwerreiche Minister Bartenstein lobt die „flexicurity“: Bisherige Überstunden der Arbeiter und Angestellten sollen nun nicht mehr bezahlt werden! Na Bravo! ; Um was geht es genau? Bislang galt bei Vollzeittätigkeit jede vom Unternehmer verlangte Arbeitsleistung, die nach der achten Arbeitsstunde verlangt wurde, die also die 40-Stunden-Woche überschritt, als Überstunde und musste dementsprechend 1 ½-fach bezahlt werden. Nun braucht dies der Unternehmer nicht mehr zahlen, wenn er die Beschäftigten in eine 4-Tage Woche mit jeweils 10 Stunden Arbeitstag steckt. Das ist eine Frechheit sondergleichen! ; Aber auch sonst wird vom Arbeitnehmer Flexibilität verlangt: 12 Stunden pro Tag und 60 Stunden pro Woche. Hier fallen zwar Überstunden an, aber viele können und wollen gar nicht mehr arbeiten, als bisher. Ist ja schließlich auch kein Spaziergang! Aber ist Flexibilität immer etwas Schlechtes? Nein, nämlich dann, wenn die Arbeitnehmer selbst ohne Zwang ihre Arbeitszeit wählen könnten. Können sie aber in der Regel nicht. Es gelten die „betrieblichen Interessen“. Die Flexibilität diktiert der Unternehmer. Und deswegen sind wir kategorisch gegen jede Arbeitszeitflexibilisierung, wie adrett vermaschelt sie auch daher kommt. ; Die 720.000 Teilzeitbeschäftigten, die 200.000 Stunden (!) Mehrarbeit leisten, und die bislang dennoch keine Überstunden bezahlt bekamen, sollen laut Sozialpartnereinigung Mehrstunden mit einem 25%igen Zuschlag vergütet gekommen. Aber erstens kommt dieser Zuschlag nicht gleich zur Anwendung, sondern erst wenn die Mehrstunden nicht durch Zeitausgleich innerhalb des Quartals ausgeglichen werden; Und gelangen deswegen wohl nur in den seltensten Fällen zur Auszahlung, da die Teilzeitbeschäftigten vorwiegend in Branchen wie Tourismus, Gesundheit und Handel beschäftigt sind. Hier ist der Geschäftsgang stark schwankend und saisonabhängig. Und zweitens ist nicht einzusehen, weshalb eine de facto Überstunde, denn darum handelt es sich bei der Mehrstunde von Teilzeitkräften weniger wert sein soll als von Vollzeitarbeitskräften. Weshalb soll sie nicht zumindest genauso 1 ½-fach vergütet werden? ; Flexibel bis zum Umfallen ; Damit haben sich die Unternehmerverbände voll durchgesetzt. Denn ihnen geht es heute zusammengefasst darum: Nicht bloß mehr soll gearbeitet werden, es geht nicht einfach um eine Verlängerung der gesamten Arbeitszeit (wie dies etwa bei den Nazis der Fall war), sondern es geht um eine Verbilligung der Arbeitskraft und vor allem darum, die Arbeit immer mehr nach Bedarf einzusetzen. Flexibel angepasst an den Geschäftsgang = totale Auslastung = keine stillstehenden Produktionsstätten &keine Personalkosten während Flauten = mehr Profit für den Unternehmer. ; Bereits heute ist der Normalarbeitstag mit 8 Stunden keineswegs mehr überall üblich. Und das macht die Abwehr dieser Gusenbauer-Hundstorfer-Leitl-Bartenstein-Frechheit nicht leichter! Denn viele, viele Arbeiter und Arbeiterinnen, Angestellte und kleine BeamtInnen können von einem 8-Stunden Tag, geregelter Arbeitszeit und allen damit zusammenhängenden Nebenleistungen nur träumen. ; Wir haben in Österreich abgesehen von den 720.000 Teilzeitbeschäftigten, eine immer größer werdende Anzahl von geringfügig Beschäftigten. Das sind all jene, die weniger als 341,16 Euro bezeihen und damit nicht vom Unternehmer sozialversichert sind! Wir haben eine immer größere Anzahl von atypisch Beschäftigungen: 600.000, von denen laut einem AK-Experten mindestens 400.000 Umgehungsverträge sind. Es gibt etwa immer mehr „freie Dienstnehmer“, die um kollektivvertragliche Rechte umfallen (Beispiel 13. und 14. Monatsgehalt) und nicht arbeitslosenversichert sind. Und wir haben eine immer größere Anzahl von de facto Arbeitern mit Werkverträgen, von denen selbst die Arbeiterkammer ausgeht, dass es sich bei dem Grossteil um sogenannte „Umgehungsverträge“ handelt, wo also die Betriebsmittel in Wirklichkeit in der Hand des Auftragsgeber sind und der Scheinselbständige nur seine Arbeitskraft verkauft. Dennoch trägt er 100% des Betriebsrisikos und fällt nicht unter das „Arbeitnehmerhaftpflichtgesetz“, dass ihm im Schadensfalle schützt. Zusätzlich wird er vom Auftraggeber nicht sozialversichert. Und wir haben in Österreich eine immer größer werdende Anzahl von Arbeitnehmer in Schicht- und Wechseldienst (ca. 600.000 Beschäftigte), die sich körperlich und psychisch auf Dauer ruinieren und für die sich der 8-Stunden-Tag wie „Haftausgang“ anhört. ; Dazu kommen noch Leiharbeiter und befristete Dienstverträge (zusammen etwas mehr als 200.000). wenn wir nun von den ca. 3.442.000 Unselbständige plus arbeitslos Gemeldeten (1), die gerade angeführten Sonderformen (außer den Werkverträgen, die ja nicht als unselbständige Beschäftigungsverhältnisse zählen) abzuziehen sind, kommen wir ganz grob geschätzt auf 1.6 Millionen Arbeitnehmern mit unbefristeten Normalarbeitstag mit herkömmlichen Arbeitsrechten und auf 2.1 Millionen auf die das in irgendeiner Form nicht mehr zutrifft (Leiharbeiter, Befristete, Werkverträge, freie Dienstnehmer, Schichtdienst). Und hier sind die Arbeitslosen sogar in der ersteren Summe inkludiert. ; Dazu kommen noch eklatante Lohn- und Gehaltsunterschiede, die oft nur wenig mit dem unterschiedlichen Wert der Arbeitskraft aber oft viel mit unterschiedlicher gewerkschaftlicher Organisierung zusammenhängt. Wussten Sie etwa, dass 2004 der KV-Lohn für FloristInnen bei einer 40-Stunden-Woche bei 6 Euro lag? Brutto! ; Und dazu kommt, dass selbst dieses Facettenreichtum von unterschiedlichen Arbeitsbedingungen von den Unternehmern regelmäßig illegal überschritten wird und davon ausgegangen wird: Wo kein Kläger, da braucht sich nichts ändern. Und die wenigsten Arbeitnehmer klagen ihren Chef, zumindest solange sie den Arbeitsplatz behalten wollen. Ich kenne einen Großbetrieb, wo allgemein von nicht ganz gesetzeskonformen Praktiken ausgegangen wurde und es hieß: „Wer beim Arbeitsinspektorat anruft, ist draußen!“. Dieser Zustand ist keine Ausnahme, sondern die Regel und bei Insidern bekannt! ; Was wir heute brauchen, ist ein Slogan, eine Forderung, eine Kampagne, die die in Österreich höchst unterschiedlichen Arbeitsbedingungen auf ein anständiges Niveau vereinheitlichen. Alles andere ist zwar auch notwendig und berechtigt, bleibt aber Flickwerk. ; Rechtsordnung als Klassenkampf ; Das österreichische Arbeitsrecht ist in über 40 Gesetzestexten aufgespalten. Dazu kommt ein komplexer Stufenbau der Rechtsquellen. Dieser Stufenbau geht einerseits auf das Arbeitsverfassungsgesetz (ArbVG) zurück andererseits auf die Spruchpraxis der Gerichte, vor allem des Arbeits- und Sozialgerichts. Der Stufenbau geht in etwa so: An oberster Stelle stehen Gesetze (z.B. Arbeitszeitgesetz, Schwerarbeitergesetz u.ä.m.). Alles, was im Gesetz nicht explizit geregelt ist, kann der Kollektivvertrag regeln. Der KV kann aber auch Dinge anders als im Gesetz regeln, aber nur, wenn dies zum Vorteil der Arbeitnehmer ist. Unterhalb vom KV, eine Stufe weiter unten steht die Betriebsvereinbarung (BV), wo nichts schlechter geregelt sein darf als im KV. Thematisch darf eine BV nur das regeln, was taxativ im ArbVG angeführt ist bzw. was explizit im KV der BV überlassen wird. Da die BV der Unternehmer mit seinem Betriebsrat und nicht mit der gesamten Gewerkschaft aushandelt, ist die Kapitalseite hier aber meist stärker als der Betriebsrat. Konsequenz: Dass die BV (oft im Zusammenhang mit Rationalisierungsmaßnahmen) den darin erfassten Beschäftigten Vorteile gegenüber den KV bringt, sehen die Betroffenen oft anders. Wer dies anzweifelt, dem wird dann meist gesagt: „Was willst Du, wenn der Betriebsrat zugestimmt hat, wird es sich ja kaum um eine Schlechterstellung der Arbeitnehmer handeln, der Betriebsrat vertritt ja die Interessen der Arbeitnehmer!“. Theoretisch. ; Wiederum unterhalb der BV kommt der Arbeitsvertrag (AV), den der Unternehmer mit einzelnen Arbeitnehmern abschließen kann und der ebenfalls nicht schlechter sein darf, als KV und BV. Aber wie gesagt: Wo kein Kläger, da kein Richter und viele Arbeitnehmer wissen gar nicht, was alles illegal in einem AV drinnen steht bzw. wollen und können sich nicht dagegen wehren. ; War also schon bisher der Schutz für den Arbeitnehmer durch das Arbeitsrecht sehr relativ, sehr theoretisch und sehr beschränkt, haut die oben angesprochene Sozialpartnereinigung dem noch eins drüber! ; Denn wie der ORF berichtet: „Im Detail kann nun eine Viertagewoche bei einer Normalarbeitszeit von zehn Stunden betrieblich oder individuell vereinbart werden. Bisher war dazu der Kollektivvertrag nötig und die Tage mussten zusammenhängen. Zehn Stunden Normalarbeitszeit sind nun auch bei Gleitzeitvereinbarungen möglich. Bisher galt das nur in den Branchen, wo das der Kollektivvertrag vorsah.“ (2) ; Das bedeutet übersetzt: die Aufweichung des Normalarbeitstages bedarf nicht des Kollektivvertrages, sondern kann auch mittels Betriebsvereinbarung (BV) oder gar mittels Arbeitsvertrag (AV) vereinbart werden. Das ist gemeint mit „betrieblich oder individuell vereinbart werden“. Auch die Einführung von Gleitzeit, die bekanntlich ebenfalls Überstunden einspart, weil Zeitguthaben zu einem späteren Zeitpunkt mittels Zeitschuld abgerechnet werden, soll nun mittels BV und AV möglich sein. Das bedeutet, dass eine Schlechterstellung erstmals offiziell unterhalb des KV möglich sein soll und nicht ausschließlich eine Besserstellung. ; Es geht dabei nicht bloß um eine abstrakte und reformistische Rechtsordnung („Stufenbau des Arbeitsrecht“), sondern darum, dass hier offensichtlich der Kollektivvertrag schrittweise ausgehebelt werden soll. Das ist gefährlich. Weshalb? Bei der Betriebsvereinbarung steht bloß der Betriebsrat dem Unternehmer gegenüber, beim Arbeitsvertrag überhaupt nur der einzelne Arbeitnehmer. Bei den Gesetzen wiederum verhandeln ÖVP, BZÖ und FPÖ mit dominanten Unternehmerflügeln mit Grünen sowie der heute extrem nachgiebigen SPÖ. Reformistische Fortschritte im Arbeitsrecht, wie unter Kreisky, sind nicht mehr zu erwarten, ganz im Gegenteil. Bleibt allein der Kollektivvertrag, wo Gewerkschaften einen gewissen Druck auf die Wirtschaftskammer ausüben können und dabei auch unter einen mehr oder weniger großen Druck der Belegschaften und der Gewerkschaftsmitglieder kommen können. ; Allerdings zeigt die Zustimmung der Gewerkschaftsbürokratie zur Arbeitszeitflexibilisierung, wie unterwürfig diese gegenüber der Kapitalseite ist. Die ÖGB-Führung ist kein - vielleicht unvollkommenes - Werkzeug der ArbeiterInnenklasse, sondern vielmehr ein willfähriges Werkzeug der Kapitalistenklasse in den Reihen der ArbeiterInnenbewegung. Deswegen muß die Gewerkschaft grundlegend ausgemistet werden. Wir brauchen eine Basisbewegung, die die Bürokratie aus der Gewerkschaft vertreibt und diese wieder in eine Kampforganisation für die Interessen der Lohnabhängigen verwandelt. ; Dafür gilt es jetzt aktiv zu werden. Lassen wir die Gewerkschaftsspitze nicht tatenlos unsere Interessen verkaufen und setzen wir sie unter Druck. Dass dieser Druck möglichst groß ausfällt und nicht schwach bleibt, ist auch unsere Aufgabe. Die Aufgabe von fortschrittlichen KollegInnen, AktivistInnen und RevolutionärInnen! ; Deswegen unterstützen wir als einen ersten Schritt in diese Richtung die Kampagne gegen die Arbeitszeitflexibilisierung der ÜBERFRAKTIONELLE INITIATIVE für einen kämpferischen und demokratischen ÖGB "http://www.labournetaustria.at/gewerk08.htm" http://www.labournetaustria.at/gewerk08.htm ; Fußnoten (1) Statistik Austria 2004 (2) "http://www.orf.at/070503-11903/?href=http%3A%2F%2Fwww.orf.at%2F070503" http://www.orf.at/070503-11903/?href=http%3A%2F%2Fwww.orf.at%2F070503 - 11903%2F11904txt_story.html ================================================ 17 GLB/Privatisierung/Öffentliche Dienste/Gusenbauer ; vonGewerkschaftlicher Linksblock office at glb.at ================================================ Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110 Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 - Mail office at glb.at - Web "http://www.glb.at/"www.glb.at - Ausgabe vom 23. Mai 2007 Kritik an Kanzler Gusenbauers Halbwahrheiten GLB weist auf negative Auswirkungen der Privatisierung hin Keinen Grund zum Jubeln gibt es nach Meinung der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) zur Aussage von Bundeskanzler Alfred Gusenbauer beim Gewerkschaftstag der Post- und Fernmeldebediensteten, dass „es keine Privatisierung von Telekom Austria, Post und Verbund“ geben werde. Unterschlagen wird dabei nämlich, dass Telekom bereits zu 69,8 Prozent und Post sowie Telekom zu jeweils 49 Prozent privatisiert wurden - und zwar mit Zustimmung der SPÖ. Verschwiegen wird von Gusenbauer nämlich, dass erst in den letzten Tagen SPÖ-Infrastrukturminister Werner Faymann einen Vorstoß zur Privatisierung der ÖBB durch einen Börsegang des Güterverkehrs gestartet hat. Verschwiegen wird auch, dass sich schon kurz nach der Nationalratswahl 2006 der SPÖ-Energiesprecher Kurt Eder für eine weitergehende Privatisierung des Verbunds stark machte, wobei damit auch die Aufhebung des 2. Verstaatlichungsgesetzes von 1947, das eine öffentliche Mehrheit in der E-Wirtschaft vorschreibt durch die Zweidrittelmehrheit der rotschwarzen Regierungskoalition zur Disposition steht. Gusenbauers Feststellung, dass „sogar im Mutterland der Privatisierung, den USA, die Post in der Hand des Staates geblieben ist“ fällt daher als Bumerang auf die SPÖ zurück. Wenn sich Gusenbauer erstaunt über die Post AG als „mitteleuropäischen Player“ zeigt, wird ignoriert, dass die Kehrseite der Expansion in Osteuropa das Zusperren von hunderten Postfilialen, der Abbau tausender Arbeitsplätze und ein enormer Leistungsdruck auf das verbliebene Personal bis hin zum gezielten Mobbing in Österreich ist. Gleiches gilt auch für Gusenbauers Loblied auf die kommunalen Einrichtungen beim Gewerkschaftstag der Gemeindebediensteten: „Durch die auch von der SPÖ seit jeher verinnerlichten restriktiven Budgetauflagen der EU wie etwa die Maastricht-Kriterien ist der Druck auf die Gemeinden zur Ausgliederung und in der Folge Privatisierung wichtiger kommunaler Einrichtungen massiv gestiegen“, stellt GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger klar. Das negative Beispiel privatisierter Wasserwerke in England oder privater Müllentsorger in Griechenland lenkt davon ab, dass die ganze Palette der öffentlichen Dienste im weitesten Sinne - Wasser, Kanal, Müllabfuhr, Nahverkehr, Energieversorgung, Spitäler, Bildungseinrichtungen, Gesundheitsvorsorge, Pensionsversicherung usw. - auch in Österreich auf dem Speisezettel in- und ausländischer privater Investoren steht die ihr überschüssiges Kapital hier anlegen und dabei satte Dividenden herausholen wollen. Die so gelobte „größtmögliche Effizienz“ ausgegliederter Betriebe ist bekanntlich die Vorleistung für den Einstieg privater Investoren und Kundenfreundlichkeit, wie die Entwicklung bei den ÖBB oder der E-Wirtschaft zeigt. Für Gusenbauer gilt somit der bekannte Spruch von Boethus „Si tacuisses, philosophus mansisses“ (Wenn du geschwiegen hättest, wärst du Philosoph geblieben), lässt er doch jede Verantwortung der SPÖ für die Privatisierungspolitik der vergangenen zwei Jahrzehnte im Bereich der verstaatlichten Industrie, der staatlichen Banken und der Gemeinwirtschaft elegant unter den Tisch fallen. Der frühere Verstaatlichtenminister und ÖIAG-Chef Rudolf Streicher brachte diese Politik mit dem Ausspruch „Unser Katechismus ist das Aktienrecht“ sehr treffend auf den Punkt. Gusenbauer selbst stellte bereits 2002 klar “Es wird keine Privatisierung rückgängig gemacht”. Der GLB hat hingegen die Privatisierung öffentlichen Eigentums immer grundsätzlich abgelehnt und auf die negativen Auswirkungen für Arbeitsplätze, Löhne und Sozialleistungen, Mitbestimmung und auf politische Gestaltungsmöglichkeiten hingewiesen. ================================================ 18 Sehr geehrter Herr Präsident Putin! ; von WADI Austria wadi.wien at gmx.at ================================================ Quelle: Die Presse, 24. Mai 2007 Sehr geehrter Herr Präsident! GASTKOMMENTAR VON THOMAS SCHMIDINGER (Die Presse) Offener Brief an den Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, anlässlich seines Staatsbesuchs in Österreich. Ich bin Ihnen zu großem Dank verpflichtet. Ihrer Umsicht als Präsident eines großen und starken Russlands habe ich es zu verdanken, einige sehr gute und liebenswürdige Freundinnen und Freunde aus dem Süden Ihres Staates gefunden zu haben. Nur durch die Politik Ihrer Regierung und Ihrer lokalen Verbündeten haben sie ihren Weg aus dem Kaukasus nach Wien, Sankt Pölten, Graz oder Bregenz gefunden. Freiwillig wären sie nämlich nie aus ihrem – nach ihren Erzählungen – sehr hübschen kleinen Land weggegangen. Meine Freunde aus Grosny, Gudermes oder Urus-Martan sind nämlich als Flüchtlinge nach Österreich gekommen. Sie sind nicht allein, sondern nur einige wenige von mittlerweile mehreren tausend Tschetscheninnen und Tschetschenen, die wir dank Ihrer Politik in den letzten Jahren in Österreich begrüßen durften. Ich weiß, dass sich nicht alle meiner Landsleute so sehr über die Ankunft dieser Flüchtlinge gefreut haben wie ich, schließlich haben wir es hierzulande immer noch mit einem braunen Bodensatz zu tun, der ja bekanntlich bis zur Befreiung, zu der Ihr Vorgängerstaat einen entscheidenden Beitrag geleistet hat, versucht hatte, Österreich für tausend Jahre zu regieren. Dankbar für Arbeitsstelle Aber ich meine es ernst, wenn ich mich bei Ihnen nicht nur für neue Freundinnen und Freunde bedanke, sondern – als jemand, der nicht zuletzt im Flüchtlingsbereich sein täglich Brot verdient – Ihnen für meine Arbeitsstelle dankbar bin. In den letzten Jahren führten Ihre Landsleute nämlich mit Abstand die Asylstatistik an. Allein 2006 haben laut der Statistik des österreichischen Innenministeriums dank Ihrer Politik 2441 Ihrer Landsleute einen Asylantrag in Österreich gestellt. Und die Bürger der Russischen Föderation scheinen auch mit Abstand die besten Asylgründe zu haben. Während nur 64 Prozent aller afghanischen und nur 35 Prozent aller irakischen Staatsbürger, die einen Asylantrag stellten, auch als Flüchtlinge anerkannt wurden, schafften es immerhin 71 Prozent Ihrer Landsleute, ihre Verfolgung den skeptischen österreichischen Behörden glaubhaft zu machen. Und glauben Sie mir, es ist alles andere als einfach, dem Bundesasylamt oder dem Unabhängigen Bundesasylsenat eine Verfolgung glaubhaft zu machen. Die meisten dieser tausenden Bürger der Russischen Föderation, die in den letzten Jahren in Österreich Asyl erhalten haben, kamen aus der Föderationsrepublik Tschetschenien. Diese wird in der Statistik des Innenministeriums jedoch nicht gesondert geführt. Würden die Tschetscheninnen und Tschetschenen als eigene Kategorie geführt, wäre die Anerkennungsquote noch bedeutend höher. Aber auch immer mehr Bürger der Republiken Inguschetien oder Dagestan können den österreichischen Asylbehörden ihre Verfolgung durch Ihre Sicherheitskräfte glaubhaft machen, und mittlerweile kommen auch manche Kritiker Ihrer Politik aus Moskau nach Westeuropa, da sie sich nicht mehr sicher fühlen. Leider wollte eine der besten Journalistinnen Ihres Landes, Anna Politkowskaja, die jahrelang vom Krieg in Tschetschenien berichtet hatte, ihr Land nicht verlassen. Am 7. Oktober des vergangen Jahres wurde sie in ihrem Wohnhaus in der Moskauer Lesnaja-Straße durch mehrere Schüsse ermordet. Einige Fragen zu stellen Da ich weiß, dass Sie sehr empfindlich auf Kritik reagieren, möchte ich mich noch einmal ausdrücklich dafür bedanken, dass Sie mir damit noch auf Jahre hinaus meinen Beruf als Flüchtlingsbetreuer garantieren, ehe ich es wage, einige Fragen zu stellen. Es würde nämlich diesen meinen Beruf bedeutend erleichtern, würden diese Flüchtlinge nicht dermaßen traumatisiert nach Österreich kommen. So frage ich Sie, ob es denn wirklich nötig ist, dass die Todesschwadronen Ihres Statthalters in Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, als Kadyrowzy bekannt, sich dermaßen exzessiv an Folter, Verschleppungen und Vergewaltigungen tschetschenischer Zivilistinnen und Zivilisten beteiligen müssen, wie dies in den letzten Jahren geschehen ist. Sie mögen damit zwar auch für Arbeit unter Psychotherapeuten sorgen, aber wissen Sie, verehrter Präsident Putin, die haben schon genug Klientinnen und Klienten und kommen mit ihrer Arbeit gar nicht mehr nach. Außerdem bezahlen die österreichischen Krankenkassen nun einmal nicht genug, dass sich Ihre Landsleute die benötigten Therapien wirklich leisten könnten. Ich denke hier etwa an einen jungen Mann, der heute noch jede Nacht aufschreit, wenn er davon träumt, wie er mit seinen Freunden von den Kadyrowzy zusammengetrieben wurde, wie er und seine Freunde sich nackt ausziehen mussten und von den Männer des von Ihnen eingesetzten Präsidenten mit Holzprügeln vergewaltigt wurde. Ich denke an eine junge Frau, die bis heute nicht wagt, ihrem Mann zu sagen, dass ihr kleines Kind, das sie nach Österreich mitgebracht hat, nicht das seine ist, sondern das eines russischen Soldaten, der mit seiner Truppe eines Tages ihr Dorf überfiel. Ich denke auch an eine junge tschetschenische Familie, die sich in Österreich noch davor fürchtet, dass sie von anderen Landsleuten aufgestöbert werden könnte, die sie dafür zur Rechenschaft ziehen könnten, dass der Mann unter Folter einen Freund verriet, der dann von den Kadyrowzy abgeholt wurde und einige Tage später verstümmelt in der Nähe seines Dorfes im Wald gefunden wurde. Tschetschenische Guerilla nicht besser? Sie meinen, die tschetschenischen Guerillagruppen wären auch nicht besser? Mag sein, nur werden deren Kommandanten, so sie noch am Leben sind, hier nicht als Staatsmänner freundlich empfangen. Sie aber sind heute hier in Wien zu Gast und werden vermutlich nicht nur von Politikern, sondern auch von hoffnungsvollen Wirtschaftstreibenden, die am neuen Wachstum Russlands teilhaben wollen, freundlich begrüßt. Ich weiß nicht, ob jemand unter Ihren Gastgebern Sie auf die Flüchtlinge aus Ihrem Land angesprochen hat. Ich weiß auch nicht, ob Sie jemand auf die wachsende Zahl rassistischer Übergriffe auf Nichtrussen in Moskau, St. Petersburg angesprochen hat, wie etwa das tödliche Messerattentat, dem die neunjährige Tadschikin Khursheda Sultonova unter den Rufen „Russland den Russen“ zum Opfer gefallen ist. Ich weiß genauso wenig, ob Sie irgendwer auf die Einschränkungen gegen Nichtregierungsorganisationen angesprochen hat, die durch das neue NGO-Gesetz vom April 2006 verursacht wurden, oder den wachsenden Antisemitismus in Ihrem Land, der sich etwa in der Forderung der regierungsnahen Rodina-Fraktion im russischen Parlament äußerte, jüdische Organisationen zu verbieten. Ich weiß nicht, ob Sie hier darauf angesprochen wurden, dass letztes Jahr die „gay-parade“ in Moskau von einem homophoben Mob angegriffen wurde und der Versuch, eine solche heuer durchzuführen, gleich von Anfang an von der Stadtverwaltung verboten wurde. Abschiedsworte nicht vergessen Ich hoffe nur, dass die Abschiedsworte des im vergangenen November mit Polonium 210 vergifteten Alexander Walterowitsch Litwinenko bei Ihrem Besuch in Wien nicht ganz vergessen wurden, die dieser an Sie gerichtet hatte: „Sie werden es vielleicht schaffen, einen Mann zum Schweigen zu bringen, aber der Protest aus aller Welt wird für den Rest Ihres Lebens in Ihren Ohren nachhallen!“ Thomas Schmidinger ist Lehrbeauftragter am Institut für Politikwissenschaften und Flüchtlingsbetreuer in Niederösterreich. "http://www.diepresse.at/home/meinung/gastkommentar/306070/index.do" http://www.diepresse.at/home/meinung/gastkommentar/306070/index.do -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit WADI-Austria e-mail: wadi.wien at gmx.at website: "http://www.wadinet.at/"www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien SPENDENKONTO - jeder Euro hilft! Knt. Nr.: 6.955.355 BLZ: 32.000 Raiffeisen Landesbank NÖ IBAN; AT4432 0000 0006 955355 BIC (SWIFT); RLNWATWW Die Print-Ausgaben unserer Vereinszeitschrift WADI-News können auch online gelesen werden: "http://www.wadinet.at/Media/wadinews.php" http://www.wadinet.at/Media/wadinews.php ================================================ INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ================================================ 19 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm -- Samara ; von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ "http://www.gipfelsoli.org/" www.gipfelsoli.org -- Zum 9. Mai: "http://www.gipfelsoli.org/Repression/Anschnallen_bitte" www.gipfelsoli.org/Repression/Anschnallen_bitte Zur Allgemeinverfügung: "http://www.gipfelsoli.org/Repression/Allgemeinverfuegung" www.gipfelsoli.org/Repression/Allgemeinverfuegung - Eine Woche volles Programm im Zirkuszelt auf dem Bassinplatz in Potsdam - Aufruf zur Demonstration gegen das Gipfeltreffen der G8- Außenminister - Festnahmen in Heiligendamm - G8: Schäuble verbreitet Falschmeldungen - SummitRussia - the European Union on 16-18 of May in Samara - Bastelzelt in Rostock _ braucht Material und Phantasie - Öffentliche Anhörung der Fraktion in Bad Doberan,Auf dem Kamp (Großzelt) - Europäische Märsche 2007 - Brandanschlag auf Auto von «Bild»-Chefredaktor Diekmann -------------------------------------------------------------------------------- Eine Woche volles Programm im Zirkuszelt auf dem Bassinplatz in Potsdam Alle Veranstaltungen finden - soweit nicht anders angegeben - im Zirkuszelt auf dem Bassinplatz statt. Alle Angaben ohne Pistole. donnerstag, 24. mai 2007 · eröffnung ab 18 uhr Grenzen · Installation zum Zerstören Geigerzähler · Konzert · Unplugged-Punkrock mit Violine, Bass und Gesang Jonglage und Seilkunst mit Fido freitag, 25. mai 2007 · KAPITALISMUS, ÜBERWACHUNG, UMWELT UMWELTSCHUTZ IM KAPITALISMUS? UNBEMERKTE DATENSAMMLUNG 16 Uhr · RFID-Chips · unbemerkte Überwachung · Vortrag Veranstalter_in: Rena Tangens · FoeBud e.V. 18 Uhr · Drowned Out (engl., 75 min) · Film und Diskussion Doku-Film von Franny Armstrong (2004) zum Staudamm-Bau im Flusstal der Narmada, Indien: Vertreibung, Menschenrechte, Ureinwohner, Weltbank, Umweltzerstörung 19 Uhr 30 · Tomates Bravos (Wütende Tomaten) Tomatiges Tanztheater über Geldmaschinen, Schuldgefühle, Alltag in Heiligendamm, Widerstand und andere G8-Themen 20 Uhr · Die letzten Feuer von Porto Marghera (ital. m. Ut., 55 min) · Film, Vortrag und Diskussion Dokumentarfilm mit Ausschnitten aus Interviews mit aktiven Arbeitern im Industriegebiet Porto Marghera in den 60er Jahren Veranstalter_in: Rene Hahn · Wildcat sonnabend, 26. mai 2007 · QUEERE G8-KRITIK MANIFESTATION UND REPRODUKTION DER HERRSCHENDEN NORMATIVEN VERHÄLTNISSE 10 Uhr · Queere Sichtweisen auf G8 · Workshop Veranstalter_in: Mascha · Queers Against G8 14 Uhr · Queere Theorien · Vortrag mit Diskussion Politikverständnis und Denkschemata Veranstalter_in: Gudrun Perko 19 Uhr · 150 Jahre Hausfrau · Vortrag mit Diskussion Gender und kapitalistische Produktionsverhältnisse Veranstalter_in: Hilde Hoherz · FAU 22 Uhr · Strawberry Kaeyk, POP, die Helmut · Queere Show In der Kuze-Kneipe · Hermann-Elflein-Str. 10 sonntag, 27. mai 2007 · NATIONALISMUS, ANTISEMITISMUS VERKÜRZTE KRITIK UND IHRE FOLGEN 13 Uhr · Antiamerikanismus/Antisemitismus · Seminar Veranstalter_in: AK Antifa 19 Uhr · Bedingungsloses Grundeinkommen - eine wirkliche Alternative? · Vortrag 20 Uhr · Standortnationalismus, Existenzangst und soziale Zwänge · Diskussion 22 Uhr · Workingman's Death (100 min) · Film Fünf Szenen von Schwerstarbeit im 21. Jahrhundert montag, 28. mai 2007 · MIGRATION GRENZPOLITIK,ILLEGALE IM SYSTEM, AUSGRENZUNG UND ASYLPOLITIK 10 Uhr · G8 und Migration · Workshop zur Migrationspolitik der Mächtigen 12 Uhr · Kleinkunst, Begegnung, Bella Vita mit Flüchtlingen vom Lerchensteig 15 Uhr · Wazzup · Film und Diskussion Filmvorführung und Berichte aus dem Alltag mit Reza (Iran) und Abdul (Kamerun) 17 Uhr · Ungeduldig (30 min) · Film und Diskussion Film über das Warten im Duldungsstatus 18 Uhr · Der Weg nach Harsud · Lesung mit Diskussion Dorit Horn liest: Arundhati Roy:Der Weg nach Harsud über Binnenmigration in Indien im Zusammenhang mit Staudämmen 19 Uhr · Sans Papiers (14 min), Au clair de la lune (40 min) · Filme Sans Papiers: Die Kurzdoku ergab sich aus Interviews mit Häftlingen im Abschiebe-Gewahrsam Berlin-Köpenick. Au clair de la lune: 10 Monate bereiste Leona Goldstein die Elfenbeinküste, Burkina Faso und Mali. Sie befragte MenschenrechtsaktivistInnen, Künstler und abgeschobene Flüchtlinge nach ihren Visionen zuUtopia Europe, Chancen und globalem Gleichgewicht. dienstag, 29. mai 2007 · BILDUNG UND PRIVATISIERUNG FUNKTIONIEREN IM SYSTEM, GESCHMIEDET FÜR DEN ARBEITSMARKT 17 Uhr · Die Bildungsmaschine · Vortrag mit Diskussion Staatliche Bildung im Kapitalismus 19 Uhr · Bildung in Selbstverantwortung · Vortrag mit Diskussion Veranstalter_in: Uwe Hartung Initiative Sudbury 21 Uhr · Jonglage für freie Bildung mittwoch, 30. mai 2007 · KONKRETE KÄMPFE STREIKS, HARTZ IV, ALLTAG - WER KÄMPFT WIE, WARUM, WOFÜR UND WO? 16 Uhr · Demonstration zum Treffen der G8-Außenminister_innen · Start: Potsdam Hbf 19 Uhr · Bosch-Siemens Hausgerätewerk (60 min) · Film Doku-Film von Holger Wegemann (BRD, 2007), Innenansichten und Bilanz eines selbstorganisierten Streiks - FÄLLT LEIDER AUS! 20 Uhr · Streiks, Hartz IV, Alltag - Wer kämpft wie und warum? · Diskussion Vorstellung konkreter Kämpfe: Studierenden-Proteste, Anti-Hartz-IV-Bewegung, Schüler_innen, Gewerkschafter_innen,... Veranstalter_in: FAU donnerstag, 31. mai 2007 · UNSERE KÄMPFE WO STEHEN WIR? WAS SIND UNSERE KÄMPFE? WAS IST REAL, WAS FASSADE? 18 Uhr · Die Welt verändern ohne Macht zu übernehmen · Filme Interviewserie mit John Holloway des KanalB 19 Uhr · Etwas besseres als Protest? · Vortrag und Diskussion Einstiegsreferat von Holger Marks · Diskussion zu G8-Protesten, unsere Rolle in der Gesellschaft, was können wir wie verändern, Berechtigung von Aktionsformen 22 Uhr · Finissage [ "http://www.allesnurzirkus.de/programmx.html" http://www.allesnurzirkus.de/programmx.html] -------------------------------------------------------------------------------- Aufruf zur Demonstration gegen das Gipfeltreffen der G8- Außenminister Wenn sich am 30. Mai 2007 die G8-AußenministerInnen auf ihrem Weg nach Heiligendamm kurz in Potsdam treffen, werden sie in der Presse das Bild vermitteln, als sorgten sie sich um die Menschheit. Doch wie jeder Staat sorgen sie sich nur darum, wie sie die Einfluss der Länder, die sie repräsentieren, zugunsten der heimischen Wirtschaft stärken und weiter ausbauen können. Die G8 sind der Versuch durch Koordination der eigenen Interessen ihre globale Vormachtsstellung zu festigen und auszubauen. Die Auswirkungen bekommen wir auf dem gesamten Globus zu spüren. Eben weil die G8 nur eine Lobbygruppe für sich selbst sind, können sie weder im globalen Maßstab, ja noch nichteinmal in den G8-Staaten selbst, den Lebensstandart aller anheben. Ganz im Gegenteil. Demokratie, Menschenrechte oder soziale Bedürfnisse von Menschen spielen keine Rolle, höchstens als bewusst eingesetzter politischer Zweck. Und so gibt es dann in der Logik der G8 gute und schlechte Atombomben, gute und schlechte Diktatoren, gute und schlechte Demokratien, Verbündete und Schurkenstaaten. Jede Politik, die sich in den Grenzen von Kapitalismus und Machtlogik bewegt, ist auf die Stärkung der eigenen Wirtschaft ausgerichtet. Dabei wird die Maxime propagiert: was der Wirtschaft nutzt, nutzt letzendlich allen Menschen. Diese Annahme wird seit dem Bestehen des Kapitalismus tagtäglich widerlegt. So ist auch das AußenministerInnen-Treffen der G8 kein wohltatiger Pfadfinderverein. Hier werden handfeste Interessen, Optionen und Ziele von Außenpolitik mit- und gegeneinander verhandelt. Die Optionen der Außenpolitik reichen von Entwicklungshilfe und Wirtschaftsverträgen bis zum unterstützen genehmer Oppositionsgruppen mit Geld oder auch Waffen und selbstverständlich auchhumanitäre Kampfeinsätze und derKrieg gegen den Terror Es macht deshalb Sinn den G8-Treffen der AußenministerInnen unseren Widerstand entgegen zu setzen! Auch wenn wir wissen, das dieser im Moment nur symbolisch sein kann. Am 30. Mai 2007 werden wir in Potsdam deutlich machen: Niemand hat das Recht, über die Interessen von Milliarden von Menschen zu entscheiden! Die (Außen) Politik der G8 ist ein grundsätzliches Hindernis für ein solidarisches und gleichberechtigtes Zusammenleben der Menschen auf der ganzen Welt! Die (Außen) Politik der G8 ist nicht in der Lage, die großen globalen Konflikte zu lösen, sie ist Teil des Problems! Es gibt viele Gründe: Geht mit uns auf die Straße und zeigt auf kreative und kraftvolle Weise euren Protest und Widerstand. Wir wollen mit dieser Demonstration allen Menschen einen Rahmen geben, die sich gegen Militarisierung und Großmachtpolitik, gegen Kapitalismus und Neoliberalismus, aber auch gegen Nationalismus und Rassismus engagieren wollen. Deshalb rufen wir am 30. Mai 2007 zur Großdemonstration nach Potsdam! Treffpunkt 16h am Hbf Potsdam. Anti- G8- Bündnis Potsdam "http://www.anti-g8-buendnis-potsdam.de/" www.anti-g8-buendnis-potsdam.de -------------------------------------------------------------------------------- Festnahmen in Heiligendamm 18. Mai: Vor dem Kempinski-Hotel wurden 8 Personen festgenommen, die dort kapitalismuskritische Lieder, z.B. die Internationale gesungen hatten. 2 von ihnen wurden auf Bad Doberaner Polizeirevier festgehalten. Die informierte Presse erhielt von der Polizei die Auskunft, es gebe keine Verhafteten oder Ingewahrsamgenommenen.Kavala-Sprecher Falkenberg informierte kurze Zeit später, die Festgenommenen würden noch erkennungsdienstlich behandelt. Diezuständigen Beamten aus Rostock seien nach Bad Doberan unterwegs. Zu diesem Zeitpunkt waren die beiden schon über 3 h auf dem Revier. Landtagsabgeordnete, Presse und Aktivisten begaben sich vor Ort. Nach Erzählung eines Betroffenen war der Umgang mit ihnen menschenunwürdig; sie durften keine Notdurft verrichten und bekamen trotz Bitte nichts zu trinken (dafür machten sich die Beamten ihren Spaß und tranken vor ihren Augen genüßlich). Der Hinweis der jungen Frau, das sie ihre Regel habe, brachte ihr nur Häme ein. Das änderte sich erst, nachdem sich eine Landtagsabgeordnete eingeschaltet hatte. Kurz vor Mitternacht wurden alle entlassen. (per Mail) -------------------------------------------------------------------------------- G8: Schäuble verbreitet Falschmeldungen Demonstrationsverbot 3 Kilometer außerhalb des Zauns Kavala halluziniert Angriffe mitmodernen Waffen Pressemitteilung Über die Presse verbreitet Bundesinnenminister Schäuble am 20. Mai die Meldung, Demonstranten müssen 200 Meter Abstand zum Zaun halten. Niemand werde daran gehindert, seine Meinung zu sagen, so Schäuble weiter. Damit wird das beispiellose Demonstrationsverbot in der Geschichte der Bundesrepublik bagatellisiert, kritisiert Hanne Jobst von der Gipfelsoli Infogruppe. Zwar soll tatsächlich ein Abstand von 200 Metern bis zum Zaun eingehalten werden, der bereits 3 Kilometer vom Tagungshotel entfernt ist. Das Demonstrationsverbot verdoppelt sich in derheißen Phase allerdings um weitere 3 Kilometer außerhalb des Zauns. In der Zeit vom 5. bis 9. Juni, also während der Hauptphase der Proteste, soll jeder Protest bis 6 Kilometer vom Hotel in Heiligendamm auf Distanz gehalten werden. In einem Viereck zwischen den Ortschaften Kühlungsborn, Bad Doberan, Kröpelin und Nienhagen sind bisher alle Aufzüge verboten. Die PolizeibehördeKavala behauptet, der Tagungsort könne mit modernen Waffen mit einerhohen Reichweite und Treffsicherheit angegriffen werden. Hierfür würde nun einbreiterer Korridor von 6 Kilometern benötigt. Ein allgemeinerpolizeilicher Notstand müsse vermieden werden. Für die Verbote der Versammlungen werden sogenannte Gefahrenprognosen des BKA zugrundegelegt. Keine deutsche Sicherheitsbehörde vermutet allerdings derzeit einen Angriff mit Raketen oder ähnlichen Waffen. Schäuble und der Chef des BKA, Ziercke, wollen der Versammlungsbehörde Schützenhilfe für das Demo-Verbot liefern, vermutet Jobst. In Wirklichkeit gehe es den Behörden darum, den linken Protest zu verhindern und in der Öffentlichkeit zu delegitimieren.Wir sind es gewöhnt dass hierzu Falschmeldungen verbreitet werden. Die Kritik am Demonstrationsverbot zieht sich durch alle Spektren der Gesellschaft. Gipfelgegner haben eine Klage beim Verwaltungsgericht Schwerin eingereicht. Weitere Klagen anderer Versammlungsanmelder folgen in der nächsten Woche. [Gipfelsoli Infogruppe] Hintergrund: * Schäuble im ZDF: "http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/21/0,3672,5515061,00.html" http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/21/0,3672,5515061,00.html * Karte des Demonstrationsverbots: "http://www.gipfelsoli.org/rcms_repos/images/22/allgemeinverfuegung.jpeg" http://www.gipfelsoli.org/rcms_repos/images/22/allgemeinverfuegung.jpeg * Begründung des Demonstrationsverbots: "http://www.gipfelsoli.org/Repression/1701.html" http://www.gipfelsoli.org/Repression/1701.html * Einzelheiten der Klage des Sternmarsch-Bündnis: "http://gipfelsoli.org/Presse/1856.html" http://gipfelsoli.org/Presse/1856.html -------------------------------------------------------------------------------- SummitRussia - the European Union on 16-18 of May in Samara The repressions againstIntergalactic Libertarian Forum and other opposition actions which took place during the SummitRussia - the European Union on 16-18 ofMay in Samara (Russia). The madness has begun with numerous arests, kidnappings and activists' attacks, also the activity of the public center was blocked up and the Monday number of Novaja gazeta wasn't published at all. From the beginning of May in Samara region the repressions against the opposition movements has begun because of the approach of the SummitRussia - the European Union On May, 10 the police organised a search in the public center. In this center the Coordinating Committee of the libertarian forum was based. Some indispensable gadgets, perfomances attributes and computers with very necessary information inside were taken away. Coordinators of the Forum planned to held discussions and working groups in different rooms of the center. The main forum events were planed here (3 days discussion and 3 doc cinema presentations). So the Forum preparation was practically stopped.In the evening 2 journalists from RIO TV which had some video materials and witnesses' interviews were arrested by police and transported to the police departement to have a conversation without reasons explaining.The next day the building of the public center has been closed by the local authorities. Searches and the prohibition to enter the building blocked up the work of the public center and several human rights and ecological NGOs.Although the repressions were aimed at the Libertarian Forum, the activity of 8 organisations was absolutely blocked for indefinite time! *Human rights defence project *Antimilitar project and anticonscription project *B-63-a group supporting local scientific library, a movement against the commersalization of the culture ( "http://community.livejournal.com/bibliosave" http://community.livejournal.com/bibliosave ) *Diversija-youth cinemaclub, taking place once a week and having some popularity between students and other people(www.diversija.narod.ru ) Cultural centerDuplo( "http://www.duplo.narod.ru/" www.duplo.narod.ru ) * Assosiation for the protection of the rights of the voters VOICE ProjectMaintenance of the freedom of speech and freedom of assembly The center is keeping closed till now after the end of the Sammit. The sequestration in the cented was realized by the local mayor(Victor Tarhov) in person. He arrived in the center and also personally prohibited using of cinema hall and of the first floor areas. A drive for the public center's liberation was launched by activists. You can join the drive and send a petition to the mayor: "http://community.livejournal.com/samara_ru/1464190.html#cutid1" http://community.livejournal.com/samara_ru/1464190.html#cutid1 At the same time many activists and organisators of theMarch of opposition in Samara, Saratov, Moscow, Nijnij Novgorod were arresated and outlawed; the activity was almost paralysed (in spite of the official permission to held the action at the same time as the Summit. The permission was obtained just after the interference of Angela Merkel in thedemocratic freedoms of our country). You can go through activists' repressions here: "http://community.livejournal.com/legal_team/116783.html" http://community.livejournal.com/legal_team/116783.html On 14 May, at 23.30 one of the social and human rights activists, member of Intergalactic Libertarian Forum, Alexandr Lashmankin was attacked in the entrance of his house and was violently beated with the help of fungo sticks.All day long he was followed by numerous cars and some suspicious men,which were not hiding at all. 2 telephones were taken away (one of them is Forum contact telephone. One of theunknown attakers said : And now give me your second contact phone), some money and Forum posters. Sergej Shimvolos and his assistant(Human rights assotiation of Nijnij Novgorod and Moscow - Helsinki group) were also pursued permanently without any trial to hide. They were arrived specially to follow Samara May event and to help repressions victims. They were arrested at the rail-station just after their arrival in Samara, but delivered after an hour, also 4 times police has revised documents suspecting something criminal. Inspite activists' attacks ,menaces and searches theIntergalactic Libertarian Forum (nothing in common with theMarch of opposition) took place in the streets of Samara. Some hours before the party Alexandr Lashmankin was arrested in the street and was setted free only after the end of event.He had megaphone, leaflets and permission to held the action. Peaceful(!) Forum discussions (WTO,corporative values and human rights, civil society, etc) were blocked by 3 police buses, so the participants were forced to hold a short street action: "http://ru.indymedia.org/newswire/display/16536/index.php" http://ru.indymedia.org/newswire/display/16536/index.php On Monday, 21 May, a conference about results of political repressions and turned out actions will take place in Samara, Venceka 38 at 11-00. For more information: *Intergalactic Libertarian Forum site: "http://samara-may.livejournal.com/" http://samara-may.livejournal.com * Legal support: "http://community.livejournal.com/legal_team/" http://community.livejournal.com/legal_team/ * Development of events: "http://ru.indymedia.org/feature/display/13296/index.php" http://ru.indymedia.org/feature/display/13296/index.php "http://samara-may.livejournal.com/" http://samara-may.livejournal.com/ * Please write a petition for the public center's liberation and contact us: samaramay07 at rambler.ru * Contact phone 89159564488 [samaramay07 at rambler.ru] -------------------------------------------------------------------------------- Bastelzelt in Rostock _ braucht Material und Phantasie BlockAID stellt in Rostock ein Bastel-Zelt (3*6m) zur Verfügung. Dort dürft ihr die noch nötigen Transparente, Schilder, Spielzeuge basteln die ihr schon immer haben wolltet. Da BockAID nun nicht alles selber mitbringen kann, wäre es toll, wenn ihr im Keller, baumarkt oder wo auch immer noch mal nachseht und nach belieben ergänzt. Lieber zu viel da haben - sei das Motto - denn Sozialismus entsteht aus dem Überfluss und den Mangel will keineR verwalten :) AKTUELL vorhanden: Zelt, eine Verlängerungsschnur etwas Werkzeug. Verbrauchsmaterial z.T. vorhanden (aber ausbaufähig) - Plakate (Rückseite weiß) - Bettlaken und Transpistoff (ca.50Stück) - Straßenmalkreide (2Packungen) - Nägel, Tacker, Schrauben Was vor Ort geholt werden soll/kann: - Farbe - Holz - ... Was schön wäre: - T-Druck Set mit Farbe - Kompressor zum Aufpumpen von ??? - Bälle in allen Größen - Reifen in jeglichem Durchmesser - Schläuche und Gummi - ... -------------------------------------------------------------------------------- Und sie schufen sich eine Welt nach ihrem Bilde - zur Kritik der kapitalistischen Globalisierung Öffentliche Anhörung der Fraktion in Bad Doberan,Auf dem Kamp (Großzelt) Sonntag, 3. Juni 2007, 18 Uhr Eröffnung: Ursachen und Folgen kapitalistischer Globalisierung Oskar Lafontaine, MdB, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE. im Deutschen Bundestag, Dr. Eugen Drewermann (Theologe), Dr. Elmar Altvater (Hochschullehrer) und Walden Bello (Globalisierungskritiker und Träger des Alternativen Nobelpreises / Philippinen) Gabi Zimmer, MdEP, Fraktion GUE-NGL Moderation: Christine Buchholz (WASG-Parteivorstand) zum Ausklang am Abend Diether Dehm &Freunde -Adelante con Rosa, Brecht y Che Montag, 4. Juni 2007, 10 Uhr Afrika-Anhörung Francis Atwoli (Kenia/COTU), Jane Nalunga (Uganda/SEANTINO), Ike Okorie (Nigeria) und Armin Paasch (FIAN/Deutschland) Moderation: Heike Hänsel, MdB / Hüseyin Aydin, MdB Montag, 4. Juni 2007, 14.30 Uhr Alternativen zur herrschenden Weltwirtschaftspolitik Nicola Bullard (Thailand/Focus on the global south), Alberto Acosta (Energieminister Ecuador - angefragt) und Ulla Lötzer, MdB Moderation: Peter Fuchs Montag, 4. Juni 2007, 19 Uhr Globale Soziale Rechte Thomas Seibert (medico international), Christiane Deckwirth (Deutschland), Clovis Zimmermann (FIAN / Brasilien) und Matthias Kirchner (Europäischer Verband der Wanderarbeiter) Moderation: Katja Kipping, MdB Dienstag, 5. Juni 2007, 10 Uhr Kriege um Ressourcen - Das Ende des fossilen Zeitalters Thomas Seifert (Journalist), Andreas Zumach (Journalist), Alberto Acosta (Energieminister Ecuador - angefragt) und Eva Bulling-Schröter, MdB Moderation: Heike Hänsel, MdB Schlusswort um 13 Uhr - Dr. Gregor Gysi, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE. im Deutschen Bundestag -------------------------------------------------------------------------------- Europäische Märsche 2007 Gleiche Rechte für alle überall! Die Märsche sind auf dem Weg! Alles über den Verlauf in Frankreich unter "http://www.canalmarches.org/" http://www.canalmarches.org Alles über den Verlauf in der Schweiz unter "http://www.euromarches.ch/" http://www.euromarches.ch Am 26. Mai kommt die Marschroute aus Frankreich zusammen mit den belgischen und niederländischen Marschierenden nach Deutschland. Der weitere Ablauf dieses Westmarsches: 26.05.2007 Köln; Kontakt: Theo Mendler (0221 8305530) (weitere Infos: EM Köln-Pfingstsamstag.pdf) 13:30; voraussichtlich am Deutzer Ufer: Begrüßung der Märsche aus Frankreich, Belgien und den Niederlanden 14:00; Rathausplatz Empfang durch die Fraktion Die Linke 14:30; Demonstration zum Roncalliplatz 15:00; Roncalliplatz Gleiche soziale Rechte für alle überall! - Kundgebung des Anti-G8-Bündnisses Wortbeiträge und Musik. Es sprechen: Boris Lohheide, Attac; Piet van der Lende, Euromarsch Niederlande; Kölner Erwerbslose in Aktion; kein Mensch ist illegal; Montagsdemos 18:00; Naturfreundehaus Kalk, Kapellenstr. 9a Gelegenheit zum Kennenlernen und zur Aussprache zum ThemaSoziale Kämpfe in Europa Veranstalter: Europäische Märsche; kein mensch ist illegal 20:00; Bürgerhaus Kalk, Kalk-Mülheimer Str. 58 Party mit der Reggae-Band Jua und Lucha Amada 27.05.2007 Leverkusen 11:30; Bayer-Werk Tor 2 (Haltestelle der Buslinien 201, 233, 255) Begegnung mit Bayer-KollegInnen und ver.di Rhein-Wupper 27.05.2007 Düsseldorf; Kontakt: Thomas Giese (0211 3981458) 28.05.2007 Osnabrück; Kontakt: Giesela Brandes-Steggewentz (0175 55710046) weitere Infos: "http://www.os-gegen-g8.de/" http://www.os-gegen-g8.de 12:00; Stadtteiltreff Alte Kasse, Kleine Schulstr. 38 (Hellern) Empfang mit Grillfete und Musik 28.05.2007 Oldenburg; Kontakt: Willi Lüpkes (0170 1144856) 16:00; Eintreffen derMärsche 16:30; Bahnhofsvorplatz (Südseite) DemonstrationGrenzenlose Widerstände - soziale Kämpfe zusammenführen mit den beiden KarawanenEuropäische Märsche gegen Erwerbslosigkeit... und der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen Veranstalter: Oldenburger Anti G8-Karawanenbündnis 19:00 gemeinsames Essen 20:00;Alhambra Nordstraße Gemeinsame Veranstaltung der beiden Karawanen: Erfahrungsaustauch zwischen AktivistInnen der beiden Karawanen / Gemeinsamkeiten verschiedener Kämpfe Veranstalter: Anti G8-Karawanenbündnis 29.05.2007 11:00; ver.di Bezirksgeschäftststelle, Stau 75 ver.di Pressekonferenz mit dem ver.di Bezirksgeschäftsführer und Vertretern der beiden Karawanen zum Thema Prekäre Arbeit und Migration - Vernetzung sozialer Kämpfe im Rahemen des G8 Veranstalter: verdi. Bezirk Weser-Ems 12:00; Arbeitslosenzentrum der ALSO, Donnerschweerstr. 55 Empfang der Karawanen, Informations-und Erfahrungsaustausch, Bericht über ALSO-Projekte wie Kampagne KinderarmutReiches Land - arme Kinder anschl. gemeinsamer Imbiss Veranstalter: ALSO (Arbeitslosenselbsthilfe Oldenburg) und ver.di Erwerbslose 30.05.2007 Hamburg; Kontakt: 13:00; Ernst-Thälmann-Haus Empfang Besuch und Diskussion Martha-Thürau-Zentrum Veranstaltung mit Hamburger Sozialforum und internationalen Gästen. Thema Privatisierung Aktion am Hafen, evtl. wieder gemeinsam mit der Karawane 31.05.2007 Alternative Hafenrundfahrt Diskussion mit Bernt Kamin (Betriebsratsvorsitzender der Gesamthafenarbeiter) 01.06.2007 Freie Heide Teilnahme an Aktion gegen das Bombodrom Ebenfalls am 26. Mai treten die Marschierenden aus der Schweiz über die Grenze. Der Südmarsch in Deutschland: 26.05.2007 Demo in Basel vor dem Abschiebeknast, siehe AktionBleiberechtFriedlingen.doc und flyer_g8_250407BASEL.doc, Grenzübertritt und Weiterfahrt nach Freiburg. 27.05.2007 Freiburg 10:00; internationales Erwerbslosenfrühstück. 28.05.2007 Offenburg; Kontakt: Günter Melle (postmaster at melles.de) Darstellung der Arbeit der Initiativen und Erfahrungsaustausch, Übernachtung im St. Ursula-Heim. 29.05.2007 10-16 Uhr Aktionstag in der Innenstadt mit Infoständen und Aktionstheater. ab 17 Uhr Demo gegen Sozialkahlschlag. Hier das komplette Programm: EM-Aktionstag_Offenburg_29-05-07.pdf 01.06.2007 Mit dem (Sonder-)Zug nach Rostock weiterer Kontakt für Karlsruhe: Ilona Herrmann (gegen-erwerbslosigkeit at web.de) Überblick der Aktionen auf der Südroute: flyer_suedroute.pdf [PDF] Der Ostmarsch läuft wie folgt: 25.05.2007 und 26.05.2007 Dresden; Kontakt: Bernd Reißmann (0351 8806601) Auftakt und Aktionen 27.05.2007 Finsterwalde Aktion mit örtlichen Initiativen 28.05.2007 Jüterbog; Kontakt: Michael Maurer (0162 6415321); weitere Infos: Aufruf_Euro_VSSV_DINA4.pdf 17:00; Baruther-/Herzbergerstraße Demonstrationszug über die Hauptstraße und Große Straße zum Marktplatz Kundgebung und kleines Unterhaltungsprogramm Für das leibliche Wohl ist gesorgt 20:00;Alte Schauburg Solidaritätskonzert mit den Berliner Bands BRAINLESS WANKERS (Punk - Rock - Ska) und ROUGH ROOSTARS (Heavy/Stoner- und Alternativ-Rock) 29.05.2007 Zossen Aktion mit örtlichen Initiativen 30.05.2007 Berlin 01.06.2007 Freie Heide Teilnahme an Aktion gegen das Bombodrom Außerdem: Fahrradtour Lüneburger Heide Kontakt: Paul Stern (psternbiel at aol.com und 05141 909182) 29.05.2007 Start in Celle (Buntes Haus/CD-Kaserne) um 9 Uhr. Veranstaltung mit der Bürgerinitiaitve Lüchow-Dannenberg. Übernachtung in Wustrow (Wendland). 30.05.2007 Start in Wustrow. Übernachtung in Perleberg. 31.05.2007 Start in Perleberg. Übernachtung im Flecken-Zechlin (Bombodrom). 01.06.2007 Start im Flecken-Zechlin. Übernachtung in einem Camp bei Rostock. -------------------------------------------------------------------------------- Brandanschlag auf Auto von «Bild»-Chefredaktor Diekmann Hamburg. DPA/AP/baz. Unbekannte haben in der Nacht zum Dienstag in Hamburg das Auto des Chefredaktors der “Bild-Zeitung”, Kai Diekmann, in Brand gesetzt. Die Polizei bestätigte am Morgen einen entsprechenden Bericht des Norddeutschen Rundfunks (NDR). Nach Angaben einer Sprecherin hatten Unbekannte um 2.43 Uhr im Stadtteil Harvestehude den Wagen in Brand gesetzt, der von der von Nachbarn alarmierten Feuerwehr gelöscht wurde. Der oder die Täter konnten unerkannt flüchten. Politischen Hintergrund vermutet “Wir vermuten einen politischen Hintergrund”, sagte ein Polizeisprecher. Einen Zusammenhang mit dem bevorstehenden G8-Gipfel in Heiligendamm wollte er nicht ausschliessen. Der Staatsschutz habe Ermittlungen aufgenommen. -------------------------------------------------------------------------- Protest + Widerstand: "http://de.indymedia.org/g8heiligendamm" http://de.indymedia.org/g8heiligendamm Pressespiegel zum G8 2007 unter "http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp" http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter "http://www.gipfelsoli.org/" www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe: "https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-l" https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-l ================================================ 20 UK Asylum Statistics: 1st Quarter Jan/Feb/March 2007 ; von John O ncadc at ncadc.org.uk ================================================ NCADC News Service =========== UK Asylum Statistics: 1st Quarter Jan/Feb/March 2007 The Home Office published today their quarterly bulletin on Asylum statistics for January, February and March 2007, in that period: 200 more families benefited from the 'Family ILR Exercise' Removals dipped 17% in the first 3 months of this year compared with the last 3 months of 2006 and 32% compared with the same period last year. All in all removals in 2006 were 1,360 down on 2005, (no doubt y'all had something to do with that, more power to your elbows). Detention was up 13.8%: 2,060 persons were in immigration detention of whom 1,435 had sought asylum at some stage but the figures omit those held in prisons and police cells. Asylum applications were down 1% compared with the last 3 months of 2006, and overall applications in 2006 were 10% less than in 2005. Extracts from Home Office Asylum Statistics: 1st Quarter 2007 UK Removal of Asylum Seekers * Principal applicants removed 8 in Q1: 3,055; 3,370 including dependants * In Q1, there were 3,055 principal applicants removed from the UK, 17% lower than in Q4 2006 (3,665), and 32% less than in Q1 2006 (4,470). * Including dependants, 3,370 asylum seekers were removed in Q1, 17% lower than in Q4 2006 (4,085), and 34% less than in Q1 2006 (5,085). * The five nationalities accounting for the highest number of removals in Q1 (principal applicants) were Turkish, Afghan, Serbian & Montenegrin, Iraqi and Pakistani. * 675 asylum seekers were removed under Assisted Voluntary Return schemes (600 principal applicants and 75 dependants), 20% of the 3,370 total. * 14,835 principal applicants were removed in 2006/07, 2% lower than in 2005/06 (15,160). Including dependants, 16,520 asylum seekers were removed in 2006/07, 4% less than 2005/06 (17,285). Top 10 asylum removal nationalities (principal applicants) Q1 2007 Turkey 370 Afghanistan; 290 Serbia & Montenegro; 270 Iraq 160 Pakistan 150 Iran 145 India; 140 Nigeria; 140 Sri Lanka; 110 Eritrea; 100 Other nationalities;1,185 Total 3,055 Detention - including dependants * Asylum detainees as at 31 March 2007: 1,435 detainees who had claimed asylum at some stage * As at 31 March 2007, 1,435 persons who had sought asylum at some stage were being detained in the UK solely under Immigration Act powers. This accounted for 70% of all detainees. This excludes persons detained in police cells and prison establishments. * 1,380 were held at Immigration Service Removal Centres, and 55 at Immigration Short Term Holding Facilities. Top 10 asylum detained nationalities as at 31 March 2007 Nigeria; 95 Sri Lanka; 95 Turkey 90 Jamaica; 75 Afghanistan;70 India; 65 Pakistan 65 China; 65 Algeria; 60 Sudan; 55 Other nationalities;710 Total 1,435 Family ILR Exercise (200 more families granted ILR) There were 61,485 main applicants identified for consideration as at 31 March 2007. Of these 24,615 were granted ILR, 8,085 were considered on another Family ILR application, 19,920 were refused and 8,515 were found to be ineligible. There were 30 main applicants awaiting an initial examination and 320 awaiting a decision. * Asylum Applications in Q1: 5,680, 1% lower than previous quarter * The number of applications for asylum in the UK, excluding dependants, was 1% lower in Q1 (5,680) compared with Q4 (5,725), and was 12% less than Q1 2006 (6,455). 22,750 asylum applications were received in 2006/07, 10% lower than in 2005/06 (25,160). * Including dependants, the number of applications to the UK decreased by 1% in Q1 (6,750) from Q4 (6,835) and fell by 10% from 30,005 in 2005/06 to 27,070 in 2006/07. Top 10 applicant nationalities Q1 2007 Afghanistan;755 Iran600 China;480 Somalia;395 Eritrea;340 Zimbabwe 325 Iraq315 Sri Lanka;280 Pakistan 250 Nigeria;180 Other Nationalities; 1,770 Total 5,680 * The top 5 applicant nationalities in 2006/07 were Afghanistan (2,635), Iran (2,400), Eritrea (2,195), China (1,960) and Somalia (1,695). Applications from Afghan and Chinese nationals rose in 2006/07 by 45% and 12% respectively whilst applications from Iranian, Eritrean and Somali nationals fell by -16%, - 2% and -7% respectively. End of Bulletin: Source for this Message: IND NCADC -- Disclaimer: ; NCADC's email bulletins are an important part of our work in educating the public on immigration, asylum and anti-deportation issues. As part of that work our bulletins hosts news and views from different individuals, organisations and campaigns working in the same field as us. ; The contents of this bulletin are the sole responsibility of the author/s and should not be taken as endorsement of any kind by NCADC. ; NCADC takes no responsibility for the content of external websites linked from our bulletins and links should not be taken as endorsement of any kind. ; NCADC reserves the right to omit or edit the whole or any part of material submitted for publication. Viruses: Although NCADC take great care in scanning all emails and attachments with the latest Anti-viirus software before sending. It is no guarantee that the message is uninfected. We advise all recipients of our messages that they should have the latest Anti-virus software installed. NCADC cannot accept liability for any damage your system sustains due to software viruses. ; To remove your address from this mailing list return a blank message to: unsubscribe at ncadc.org.uk and in the subject line put: Remove ======================== National Coalition of Anti-Deportation Campaigns (NCADC) 110 Hamstead Road Birmingham B20 2QS ================================================ 21 Stellungnahme von Libertad! zur BKA Razzia ; von kampagne kampagne at libertad.de ================================================ Kampagne Libertad! Falkstr. 72-74, D-60487 Frankfurt eMail: kampagne at libertad.de Internet: "http://www.libertad.de/"www.libertad.de : Stellungnahme von Libertad! zur BKA Razzia Von der Razzia war auch das Gemeinschaftsbüro von Libertad!-Berlin und Antirassistische Initiave (ARI) im Berliner Bethanien betroffen. Gegen drei Libertad!-Mitglieder läuft eines der Ermittlungsverfahren, mit denen sich das BKA die Durchsuchungsbeschlüsse besorgt hatte. Auch aus diesem Grund nimmt Libertad! zu dieser Sorte polizeilicher Gipfelvorbereitung Stellung. Anschließend eine auf diese Stellungnahme bezogene Pressemitteilung. Beide Texte liegen zum Kopieren auch als .pdf-Dateien bereit: "http://www.libertad.de/service/downloads/pdf/stellungnahme2razzia090507.pdf" www.libertad.de/service/downloads/pdf/stellungnahme2razzia090507.pdf und "http://www.libertad.de/service/downloads/pdf/pe2razzia090507.pdf" www.libertad.de/service/downloads/pdf/pe2razzia090507.pdf betrifft: Polizeiliche Gipfelvorbereitung Stellungnahme zu den BKA-Durchsuchungen gegen den G8-Widerstand am 09.05.2007 Die polizeiliche Großrazzia gegen Zentren, Strukturen und Wohnungen in Berlin, Hamburg und Bremen richtet sich gegen den sich abzeichnenden breiten Protest und Widerstand gegen den G8-Gipfel Anfang Juni in Heiligendamm. Drei Wochen vor Beginn dieses herrschaftlichen Großevents versucht der Staatsschutz die Gegenaktivitäten zu stören, die vorbereitenden Strukturen lahmzulegen und die Aktivist/innen zu kriminalisieren. Solche polizeilichen Versuche waren allerdings zu erwarten, denn natürlich ist die Protestbewegung schon jetzt viel mehr als eine leicht zu duldende Stimme kritischer Einwände. Die Anmaßung der Chefs der G8-Staaten, über das Geschick der Welt entscheiden zu können, wird ebenso grundsätzlich in Frage gestellt wie der globalisierte Kapitalismus. Das Innenministerium schickte das BKA mit über 1.000 Polizist/innen gegen 17 namentlich genannteVerdächtige los und ließ bundesweit über 40 linke Projekte, Wohnungen und Arbeitsplätze durchsuchen. Betroffen sind davon auch Aktivist/innen der Berliner Gruppe von Libertad!. Die Stürmung und Durchsuchung des Berliner Bethanien wurde mit einem §129a-Ermittlungsverfahren begründet, nach dem diese Libertad!-Aktivist/innen Mitglieder dermilitante(n) gruppe (mg) sein sollen. Mindestens seit dem Jahr 2003 bastelt das BKA an dieser Legende und hält das Verfahren wider besseren Wissens aufrecht. Denn ausgestattet mit den weitreichenden Befugnissen, die das Instrumentarium des §129a bietet, können immer wieder Observationen, Verhöre, Lauschangriffe, Durchsuchungen u.a. polizeiliche Schikanen begründet werden. Ausgehend von dubiosendienstlichen Erkenntnissen, vermutlich des Verfassungsschutzes, sind seit Jahren keineErkenntnisse dazu gekommen; die Behauptung, die jetzigen Durchsuchungen des Libertad!-Büros im Bethanien und der Wohnungen der Aktivist/innen, sollten Beweise liefern, ist fadenscheinig. Die Beschuldigungen basieren, laut BGH-Beschluss, auf der - einzigen - Tatsache, dass unsere Genoss/innen schon seit langem linke Aktivist/innen sind. Der Rest ist BKA-Lyrik:parallele Thematiken,vergleichende Textanalyse und dem, das im Zusammenhang mit dem von Libertad! initiierten Aktionstag 18. März auch verschiedentlich Anschläge durchgeführt wurden. Tatsächlich ist das Verfahren lediglich der Türöffner und wird ausgehen, wie so gut wie alle entsprechenden Verfahren: sang- und klanglos wird es eingestellt sobald es seinen Zweck erfüllt hat. Diese Gewissheit ändert allerdings nichts daran, dass die polizeilichen Maßnahmen für die Betroffenen und ihrem Lebens- und Arbeitsumfeld lästig und schikanös sind: stundenlang wurden ihre Wohnungen und Arbeitsplätze besetzt und verwüstet; einige wurden mit Handschellen zurerkennungsdienstlichen Behandlung abgeführt und bei manchen auch Gen-Proben per richterlichen Beschluss entnommen oder einfach Zigarettenkippen aus aschenbechern eingesackt. Wie immer wurden auch die Computer, Telefone und persönlichen Unterlagen beschlagnahmt. Das gilt auch für alle anderen von der Razzia am 09.05.2007 unmittelbar Betroffenen. Die vom Staatsschutz ausgemachteterroristische Vereinigung nach §129a mit dem Ziel, den G8-Gipfel zu verhindern, ist allerdings tausendfach größer. Auf sie zielt die Razzia tatsächlich.; Es sind die tausenden von Aktivist/innen in allen Städten, die wie Libertad! in den Mobilisierungsstrukturen engagiert sind, die auf Aktionskonferenzen und in zahlreichen Arbeitsgruppen den Gipfelprotest vorbereiten. Es sind die Tausende, die nach der Razzia in vielen Städten im In- und Ausland auf die Straße gingen, in Demonstrationen, Kundgebungen, Aktionen und Versammlungen ihre Solidarität ausdrückten und die Kriminalisierung zurückwiesen. Zu dieserterroristischen Vereinigung und die von ihr erarbeitete Choreographie des Widerstandes bekennen wir uns in der Tat freimütig und in aller Offenheit. Der Aktionsfahrplan steht: Wir demonstrieren am 2. Juni in Rostock mit Zehntausenden um den Antikapitalismus zu globalisieren, in Aktionstagen gehen wir gegen Bio-Patentierung, das Migrationsregime, Folter und den globalierten Ausnahmezustand vor, wir heißen die G8-Regierungschefs am Flughafen Rostock-Laage gebührend nicht willkommen und belagern sie in ihrer Hochsicherheitszone rund um Heiligendamm. Wir wollen, dass der Protest und Widerstand lautstark, vielfältig und handfest wird, dass wir den G8-Gipfel stören und blockieren. Es wäre schön, wenn das dieser Vereinigung zugeschriebene Ziel,den Gipfel zu verhindern eintreten täte. Wir - und alle -; werden auf jeden Fall unsere Anstrengungen fortsetzen und verstärken. Jetzt erst recht! G8 demaskieren - derangieren - destruieren massenhaft, entschieden &mit Phantasie ins Handgemenge!; Initiative Libertad!, 10.05.07 Libertad!-Presseerklärung 10.05.2007 BKA-Razzia zielt auf den G8-Protest Libertad! weist Beschuldigungen zurück In einer Erklärung nimmt die Solidaritätsorganisation Libertad! Stellung zu den Durchsuchungen des Berliner Libertad!-Büros, bei Mitgliedern der Organisationen und weiteren Projekten und Wohnungen in Berlin, Hamburg und Bremen am vergangenen Mittwoch. Libertad! charakterisiert die Razzia als Angriff auf den immer breiter werdenden G8-Protest und Widerstand. Die eingeleiteten Ermittlungsverfahren nach §129a (terroristische Vereinigung) seien fadenscheinig und dienten allein dem Zweck Observationen, Verhöre, Lauschangriffe, Durchsuchungen u.a. polizeiliche Schikanen zu begründen. Den staatlichen Behörden ginge es drei Wochen vor demherrschaftlichen Großevent G8-Gipfel in Heiligendamm darum,die Gegenaktivitätem zu stören, die vorbereitenden Strukturen lahmzulegen und die Aktivist/innen zu kriminalisieren. Verdächtig sind unsere Mitglieder von vornherein, weil sie langjährige linke Aktivisten sind, sagte Pressesprecher Hans-Peter Kartenberg zu dem gegen drei Berliner Libertad!-Mitglieder laufenden Ermittlungsverfahren.Der Durchsuchungsbeschluss ist ein gutes Beispiel dafür, wie Bundesanwaltschaft und BKA §129a-Verfahren konstruieren. Es gibt keinen Beweis, sondern nur Behauptungen einer spekulativen so genannten 'vergleichenden Textanalyse'. So würde, führte Hans-Peter Kartenberg weiter auseine Mitgliedschaft der Beschuldigten bei der 'militante(n) gruppe' (mg) wegen angeblicher 'paralleler Thematiken', sprich Antikapitalismus, Antiimperialismus, Solidarität behauptet. Libertad! äußert in ihrer Stellungnahme die Gewißheit, dass das Verfahrenwie so gut wie alle entsprechenden Verfahren sang- und klanglos eingestellt (wird) sobald es seinen Zweck erfüllt hat.; Der Pressespecher verwies als Beispiel auf die Online-Demonstration gegen das Abschiebegeschäft der Lufthansa. Auch dort wurde versucht, über ein Verfahren gegen Libertad! den Protest zu kriminalisieren. Libertad! ruft weiter zu Protest und Widerstand gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm auf. Wenn denn diese Gegenmobilisierung eine terroristische Vereinigung ist, bekennt sich Libertad! in ihrer Stellungnahmefreimütig und in allen Offenheit zu ihr. Auch wird angekündigt die Anstrengungen fortzusetzen und zu verstärken. Hans-Peter Kartenberg ================================================ 22 Iran: Es brodelt an den Rändern (Die Furche); //; Schlachtfeld Irak (Jungle World) ; von WADI Austria wadi.wien at gmx.at ================================================ Der Iran ist keineswegs der homogene Staat, als der er sich gerne präsentiert. Und die vielen Minderheiten an den Grenzen gehen ganz und gar nicht mit der persischen Mehrheit konform. Es brodelt an den Rändern Von Thomas Schmidinger Hier stand Ghasemlou, als er nach der Revolution zurückkam und die erste Ansprache hielt!“ Abdullah zeigt auf ein weißes Haus am Rande des Car-Cira-Platzes, der ansonsten nichts Besonderes zu sein scheint. „Sie wissen schon, der Führer der Demokratischen Partei Kurdistans, der dann bei euch, im Exil, vom Geheimdienst ermordet wurde.“ Ich weiß es und ich weiß auch, dass die österreichischen Behörden alles andere als eine rühmliche Rolle spielten, als der legendäre Kurdenpolitiker am 13. Juli 1989 vom iranischen Geheimdienst in Wien erschossen wurde. Auch Abdullah weiß das, ist aber zu freundlich, das Thema von sich aus anzusprechen. So frage ich ihn, ob denn das Verhal-ten Österreichs bei der Ermordung der drei Kurdenpolitiker – neben Gha-semlou starben auch sein Stellvertreter Abdullah Ghaderi und der Politikwissenschafter Fadel Rasoul – hier in Mahabad, der Hochburg des kurdischen Nationalismus im Iran, diskutiert worden wäre. „Selbstverständlich“ sagt Abdullah, während er etwas beschämt zur Seite blickt, „jedes Kind weiß hier, dass die Österreicher die Mörder einfach laufen ließen, um mit dem Iran weiter Geschäfte machen zu können.“ Aufmüpfige Autonomisten Bei der Wahl Mahmud Ahmadinedschads hatte es geheißen, der neue iranische Präsident wäre persönlich in die Morde verwickelt gewesen. „Das weiß auch hier jeder“, sagt Abdullah. Er sei zwar nicht unmittelbar am vom damaligen Staatspräsidenten Rafsandschani beauftragten Mord, jedoch in einer zweiten operativen Gruppe beteiligt gewesen. Auf dem Car-Cira-Platz wurde aber schon vor Ghasemlous Rückkehr aus dem Exil 1979 Geschichte geschrieben. Hier rief man am 22. Jänner 1946 im Windschatten der sowjetischen Besatzung des Nordiran mit der Republik von Mahabad den einzigen autonomen Kurdenstaat des 20. Jahrhunderts aus, dem allerdings schon im Dezember desselben Jahres nach dem Abzug der Sowjets von Truppen des Schahs ein Ende bereitet wurde. Und hier wurden schließlich am 30. März 1947 mit Präsident Qazi Mohammed und seinen engsten Vertrauten die Führer der Repub-lik hingerichtet. Ihr Grab ist heute noch Pilgerstätte für kurdische Nationalisten und Autonomisten verschiedenster Couleurs. Aufmüpfige Kurden So verankert die Demokratische Partei Kurdistans auch heute noch in der Bevölkerung ist, so wenig kann sie darüber hinwegtäuschen, dass ihre großen Tage vorüber sind. In mindestens drei Teile hat sich die Führung der größten kurdischen Oppositionspartei im letzten Jahr gespalten und damit an der Basis für Irritation gesorgt. Auch Abdullah ist frustriert, wenn es um die Politik seiner Partei geht: „Wir verstehen nicht, dass die Parteiführung in der gegenwärtigen Situation nichts besseres zu tun hat, als sich zu spalten. Da geht es nur um Machtkämpfe. Wir fühlen uns von der Führung im Stich gelassen.“ Die iranischen Kurden galten wie die von ihren sowjetischen Brüdern nördlich der Grenze beeinflussten Azeris schon zu Zeiten des Schahs als aufmüpfige Bevölkerungsgruppe. So wenig sie sich der Diktatur der Pahlewis unterwerfen wollten, wollen sie jetzt im schiitischen Gottesstaat leben. Verschärft wird diese Ablehnung der „islamischen Republik“ noch durch die Tatsache, dass die Mehrheit der iranischen Kurden Sunniten sind und ein nicht geringer Anteil v.a. in der Region Hawraman an der irakischen Grenze der Sekte der Ahl al-Haqq angehört, die schiitische Einflüsse mit vor- und nichtislamischen Traditionen verbindet. Aufmüpfige Balutschen Sunnitisch sind auch die Balutschen im Südosten des Iran, deren Autonomiebewegungen nicht nur Kontakte zu extremistischen sunnitischen Gruppen wie den Taliban aus Afghanistan nachgesagt werden, sondern von denen viele auch vom Drogenhandel aus dem Nachbarland leben. Die ökonomische Vernachlässigung der Region, die Verdienstmöglichkeiten im Drogenhandel, die chaotischen politischen Verhältnisse in den Nach-barstaaten Afghanistan und Pakistan und die Guerillaaktivitäten der sunnitischen Islamisten der Jund Allah (Soldaten Gottes) ergeben eine brisante Mischung in Irans Südostprovinz Sistan und Balutschistan. Verbindungen der Jund Allah zu Al Kaida und den Taliban scheinen US-Geheimdienste nicht davon abzuhalten, diese gegen den Iran zu unterstüt-zen. Im April berichtete der US-Sender ABC über die geheime Un-terstützung für die militante Sunnitengruppe. Einen Tag zuvor war Jund Allah-Führer Abdul Malik Rigi im US-Regierungssender Voice of America als „the leader of popular Iranian resistance movement” aufgetreten, was zu Protesten von Exiliranern in den USA führte. Aufmüpfiges Khusistan Zu den traditionellen Unruhe-regionen des Landes zählt auch die mehrheitlich arabischsprachige Südwestiranische Provinz Khusistan. Oppositionelle hatten mich davor gewarnt, dort zu viel Arabisch zu sprechen, man mache sich damit schnell verdächtig. Vor Ort sieht die Situation weniger dramatisch aus. Zwar ist die Militärpräsenz hier deutlich höher als im Zentraliran, dies dürfte aber nicht nur mit den in der Region tätigen arabischen Untergrundgruppen zusammenhängen, sondern auch mit der nahen irakischen Grenze. Während der Iran selbst bewaffnete Gruppen im Irak unterstützt, ist hier auch die Angst bemerkbar, die ethnisierte Gewalt im Nachbarland könnte auf den Iran übergreifen. Dass er nicht nur mit der Regierung nichts anfangen kann, sondern sich als Araber überhaupt nicht mit dem Iran identifiziere, erzählt mir Hassan, ein junger Mann, vor dem für Muslime wie Juden heiligen Grab des Propheten Daniel in Shush. Neben Arabern und Persern leben in Khusistan seit Jahrhunderten Lori, turksprachige Nomaden, Christen, Mandäer und Juden zusammen. Eine Ethnisierung politischer und ökonomischer Kämpfe wäre hier fatal und könnte ähnliche Zustände heraufbeschwören, wie sie aus dem Irak bekannt sind. -------------------------------------------------------- Quelle: Jungle World, 23. Mai 2007 Schlachtfeld Irak Irakische Regierung machtlos -angesichts des gesellschaftlichen Desasters von thomas schmidinger Während das britische Chatham House, das ehemalige königliche Institut für Internationale Angelegenheiten, in einer in der vorigen Woche veröffentlichten, viel beachteten Analyse erklärte, die irakische Regierung sei mitt-lerweile gegenüber mehreren lokal begrenzten Bürgerkriegen und Aufständen völlig macht-los, hat die irakische Bevölkerung längst mit den Füßen abgestimmt. Über zwei Millionen Irakerinnen und Iraker haben im Laufe des vergangenen Jahres das Land als Flüchtlinge verlassen. Dazu kommt mindestens dieselbe Zahl intern vertriebener Menschen, die aus Gebieten mit unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen und Religionszugehörigkeiten in »vereinheitlichte« Regionen des Irak geflüchtet sind, um sich der Obhut einer der Milizen zu unterstellen und damit zumindest eine gewisse prekäre Sicherheit für sich in Anspruch nehmen zu können. Die Ba’athisten und Islamisten haben somit vorerst ihr Ziel erreicht. Saddam Hussein hat sozusagen posthum den Krieg gewonnen. Vermutlich hatte der ehemalige Diktator noch nie so viele Sympathien im Irak wie in den Monaten nach seiner Hinrichtung. Selbst von Leuten, die jahrelang gegen sein Regime gearbeitet haben, kann man inzwischen Sätze hören wie den, dass sie sich den Diktator zurückwünschten. »Immerhin war die Gewalt Saddam Husseins berechenbarer«, sagte vor kurzem ein kurdischer Politiker, der anonym bleiben will, in einem Gespräch unter vier Augen. Ähnliche Sätze sind auch von anderen ehemaligen Oppositionellen des Saddam-Regimes zu hören. Sie sind nicht plötzlich zu Freunden des Tyrannen geworden, aber sie haben keine Hoffnung mehr, dass der Gewalt der Islamisten und rivalisierenden Warlords Einhalt geboten werden könnte. Der Ruf nach einem »starken Mann«, der den Irak erneut mit eiserner Faust regieren soll, ist nicht Ausdruck einer politischen Überzeugung, sondern von Verzweiflung und Perspektivlosigkeit. Schuld daran ist jedoch nicht nur die »erfolgreiche« Strategie der ba’athistischen und jihadistischen Terroristen und deren klammheimliche Unterstützung durch die Nachbarstaaten, sondern auch die völlige Konzeptlosigkeit der Besatzungstruppen und die Unfähigkeit, Korruption und Machtgier der irakischen Regierungsparteien. Die verbalen Bekenntnisse der ehemaligen Opposition zu »Demokratie und Menschenrechten« scheinen mittlerweile nicht mehr das Papier wert zu sein, auf dem sie vor dem Sturz Saddam Husseins niedergeschrieben worden waren. Der Irak ist nicht nur auf Seiten des so genannten Widerstands, sondern auch auf Seiten der Regierungsparteien zur Spielwiese rivalisierender Banden geworden, die bestenfalls in Sonntagsreden auf Menschenrechte verweisen. Und aufgrund des allgemeinen Chaos und des Niedergangs hat sich die grassierende Korruption noch um ein Vielfaches gesteigert. Fast scheint es, als würde sich im Irak noch schnell jeder die Taschen füllen wollen, ehe er davonläuft. Und das ist fast schon verständlich. Schließlich braucht man das Geld dann, um im Exil erneut ein halbwegs angenehmes Leben führen zu können. Wenn der scheidende britische Premierminister Tony Blair vorige Woche auf seinem Abschiedsbesuch in Washington erklärte, dass es sich die USA und Großbritannien nicht leisten könnten, den Kampf im Irak zu verlieren, dann hat er damit zwar völlig Recht, doch können es sich die Irakerinnen und Iraker nicht mehr leisten, als »Hauptschlachtfeld im Kampf gegen den internationalen Terrorismus« – wie es US-Präsident Bush bei dieser Gelegenheit formulierte – zu dienen. Wie man aus einem solchen Schlachtfeld jedoch erneut zu einem Staat wird, ist derzeit etwas, wofür weder die irakische Regierung noch sonst jemand ein Konzept zu haben scheint. -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit WADI-Austria e-mail: wadi.wien at gmx.at website: "http://www.wadinet.at/"www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 ================================================ 23Sham marriage controls breach human rights, rules Court of; Appeal ; von John O ncadc at ncadc.org.uk =============================================== =========== ;NCADC News Service =========== Sham marriage controls breach human rights, rules Court of Appeal [] This message from JCWI The Court of Appeal today ruled against the Home Secretary to uphold the right of non-European nationals; who are in genuine relationships to marry in the UK irrespective of immigration status. The Joint Council for the Welfare of Immigrants was an intervening party in the MB (Algeria) case against the so-calledsham marriage provisions. Under rules introduced in 2005, non-EEA nationals with limited leave to remain have to show they have a fiancé visa, or have the Home Office's permission to marry, before being married in a legally recognised ceremony in the UK. Under the rules as originally introduced, the Home Office could refuse people with less than six months' valid leave to remain the certificate of approval needed to demonstrate permission to marry to a registrar. The rules effectively treated those with less six months' valid leave as seeking to enter marriages of convenience even where they were able to demonstrate, if given a chance, that they had no such intention. In a judgment of the Court of Appeal handed down today Lord Justice Buxton, sitting with Lord Justices Lloyd and Waller, ruled that the scheme was disproportionate to the; objective of preventing marriages of convenience for immigration benefit because it d discriminated against non-Anglicans by exempting marriages under banns in Anglican churches, d; and was not adequately directed to identifying real marriages of convenience rather than preventing wide categories of persons from marrying on the assumption that these were marriages of convenience In the judgment of the Court Lord Justice Buxton said:The objection inherent in the scheme that it inhibits marriage on grounds of immigration status rather than by a reliable consideration of the genuineness of the marriage applies just as much in the case of an illegal entrantŠas in the case of persons; with very limited permission to be here. The ruling states that the Home Office is within its rights to prevent marriages of convenience for immigration benefit but it will need to legislate in a proportionate matter to do so. Habib Rahman, Chief Executive of JCWI ,said:This judgment today is a vindication of the genuine intentions of many migrants and their partners who have been prevented from marrying in a legally recognised ;ceremony by these cruel rules. The Lord Justices have; reminded the Home Secretary that all people in the UK are human beings with rights whatever their immigration status. Given that this decision extends rather than overturns the High Court decision we urge the Home Office to abide by this decision and not proceed to appeal. ;In the High Court hearing last year JCWI argued that d the rules introduced as a result of Section 19 of the Asylum and Immigration (Treatment of Claimants) Act 2004 breach people's right to marry d; and have a discriminatory effect under the European Convention on Human Rights given the exception made under the rules for people marrying in the Church of England d; and that immigration status is not in itself any indication of intention to marry for immigration benefit Mr Justice Silber in the High Court decision ruled; that the Home Office controls were not sufficiently focussed on identifying and preventing sham marriages as opposed to genuine marriages. He agreed with concerns expressed by JCWI and the Parliamentary Joint Committee on Human Rights - including the concern that the rules could have a potentially discriminatory effect on certain religious groups, given the exception made for Anglicans. However he limited his ruling to non-EEA nationals with leave to remain in the UK. ends Notes to readers ** The Joint Council for the Welfare of Immigrants is an independent, voluntary organisation working in the field of immigration, asylum and nationality law and policy.; Established in 1967, JCWI actively lobbies and campaigns for changes in law and practice and its mission is to eliminate discrimination in this sphere. ***; For more information about the MB Algeria case and the sham marriage rules, or JCWI, visit "http://www.jcwi.org.uk/"www.jcwi.org.uk JCWI Media contact:; Rhian Beynon Rhian.beynon at jcwi.org.uk ;020 7608 7305 End of Bulletin: Source for this Message: JCWI -- Disclaimer: ; NCADC's email bulletins are an important part of our work in educating the public on immigration, asylum and anti-deportation issues. As part of that work our bulletins hosts news and views from different individuals, organisations and campaigns working in the same field as us. ; The contents of this bulletin are the sole responsibility of the author/s and should not be taken as endorsement of any kind by NCADC. ; NCADC takes no responsibility for the content of external websites linked from our bulletins and links should not be taken as endorsement of any kind. ; NCADC reserves the right to omit or edit the whole or any part of material submitted for publication. Viruses: Although NCADC take great care in scanning all emails and attachments with the latest Anti-viirus software before sending. It is no guarantee that the message is uninfected. We advise all recipients of our messages that they should have the latest Anti-virus software installed. NCADC cannot accept liability for any damage your system sustains due to software viruses. ; To remove your address from this mailing list return a blank message to: unsubscribe at ncadc.org.uk and in the subject line put: Remove ======================== National Coalition of Anti-Deportation Campaigns (NCADC) 110 Hamstead Road Birmingham B20 2QS ======================== ================================================ 24 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm -- Genua ; von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe gipfelsoli-l at lists.nadir.org =============================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ "http://www.gipfelsoli.org/" www.gipfelsoli.org -- Zum 9. Mai: "http://www.gipfelsoli.org/Repression/Anschnallen_bitte" www.gipfelsoli.org/Repression/Anschnallen_bitte Zur Allgemeinverfügung: "http://www.gipfelsoli.org/Repression/Allgemeinverfuegung" www.gipfelsoli.org/Repression/Allgemeinverfuegung - Informationen zum Aktionstag am Bombodrom am 1.6.2007 - Aktionswoche in Hamburg - Zeltplatz für Radelkarawane gesucht - Jingle für die Grossdemo - Tipps und Tricks fuer's gelungene Interview - Aufruf: Kritik unter Generalverdacht. Wir sind alle 129a. - Bundeswehr übt Bekämpfung von Demonstrationen - Prozessberichte G8 Genua -------------------------------------------------------------------------------- Informationen zum Aktionstag am Bombodrom am 1.6.2007 Wie geplant, wollen wir unter dem MottoJedes Ziel ist ein Zuhause am 1. Juni das Bombodrom-Gelände in der Kyritz-Ruppiner Heide in einer Aktion Zivilen Ungehorsams besiedeln. Unser Ziel ist es, ein deutliches Zeichen der Ablehnung von Kriegsübungen und Militäreinsätzen zu setzen. Sollte es von Seiten der Polizei oder Bundeswehr Eskalationsversuche geben, so werden wir darauf nicht eingehen. Wir haben unser eigenes Drehbuch. Die Angelegenheit soll gelassen, entschlossen und ziemlich pink vonstatten gehen. Den Aufruf und wichtige Hintergrundinfos findet ihr unter "http://www.g8andwar.de/"www.g8andwar.de . Hier jetzt wichtige praktische Informationen. Anreise (s. Karte) Reist möglichst bis zum 31.05 an, damit Ihr Euch an den Infoveranstaltungen zu der Besiedlung beteiligen könnt. Wer am 01.06. erst kommen kann, sollte wenn irgend möglich bis 12 Uhr an einem der Kundgebungsorte sein. Wer nach 14.30 Uhr ankommt, sollte sich am Infotelefon nach Treffpunkten erkundigen. Bitte schaut kurz vor dem Losfahren nochmal auf "http://www.g8andwar.de/"www.g8andwar.de, ob sich etwas geändert hat. An den Kungebungsorten werden wir aktuelle Informationen ausgeben. Wir planen am ehemaligen Pink Point (an der Straße zwischen Schweinrich und Neu Lutterow) einen Infopunkt einzurichten, der während der ganzen Aktion besetzt ist. Infotelefon 0174-3558963. Anreise zu den Camps ab 29.05. Zempow Auto: Von Berlin bis Flecken Zechlin (s.o.) Ortseingang Flecken Zechlin rechts ab in den Ort, Kreuzung Ortsende links nach Zempow. In Zempow an der Kirche links und dann geradeaus. Von Hamburg A24, Abfahrt Wittstock/Pritzwalk, durch Wittstock zuerst Richtung Röbel, dann noch im Ort rechts über Berlinchen, Sewekow, Buschhof, Zempow-Schildern folgen. In Zempow am Ortseingang rechts. Zug: Mirow (14 km, keine Busverbindung), Rheinsberg (Bus 785 bis Flecken Zechlin, 793 bis Zempow) oder Wittstock (Bus 746) Luhme Auto: Von Berlin A 24 Berlin-Hamburg, Abfahrt Neuruppin, Richtung Rheinsberg, aber in Gühlen-Glienicke nicht nach Rheinsberg abbiegen sondern weiter bis Flecken Zechlin. Am Ortseingang rechts Richtung Zechlinerhütte, durch Flecken, Richtung Luhme, in Luhme rechts Richtung Heimland, im OT Heimland links in den Heegeseeweg einbiegen. Von Hamburg aus die A 24 Hamburg-Berlin, Abfahrt Wittstock, Richtung Rheinsberg, in Flecken-Zechlin weiter wie oben. Zug: bis Bahnhof Rheinsberg. Von Rheinsberg sind es über Zechlinerhütte 12 km bis nach Luhme (mit Fahrrad oder Abholung vorher vereinbaren). oder Bus 785 nach Flecken Zechlin Abfahrt: 11.22/13.49/16,45/18.20,( ca 30 - 40min) Zug bis Neuruppin/Rheinsberger Tor und Bus nach Flecken Zechlin Abfahrt: 11.42/13.02/14.02/15.02/15.42/16.42/ (ca 30 bis 40min) Von dort Abholung vereinbaren Zechlinerhütte Auto: PKW: Von Hamburg oder Berlin A24 bis Neuruppin, von dort den Schildern nach Rheinsberg folgen. Dort Wegweisern nach Zechlinerhütte folgen. Zug: bis Bahnhof Rheinsberg, Bus 788 Richtung Großzerlang bis Zechlinerhütte Katerbow Auto: Von Hamburg oder Berlin A 24bis Neuruppin, Richtung Neuruppin abfahren und gleich links nach Bechlin, Kränzlin. , Darritz, Wahlendorf, dahinter rechts Richtung L18, L18 Richtung Wittstock bis Katerbow, dort Schildern folgen. Zug: Bis Bahnhof Netzeband, von dort ca. 3km zu Fuß / mit Fahrrad. Schweinrich (Campingplatz am See) Auto: Von Berlin oder Hanburg A24 bis Abfahrt Wittstock, in Wittstock der AusschilderungRichtung Rheinsberg folgen. Über Babitz kommt Ihr nach ca 12 km in Schweinrich an. Gleich am Ortseingangsschild Schweinrich links abbiegen Richtung Dranse. Nach 300 m führt rechts ein Waldweg direkt zum Naturcampingplatz Blanschen. Zug: nach Wittstock Dosse, ab dort Bus 747 nach Schweinrich, Abfahrten: ab :09:05 an 9.18, ab:15:05 an15:18, ab :16:03 an 16:36 , ab :17:05 an 17:18 Anreise am Aktionstag 01.06. Zu den Kundgebungsorten Schweinrich und Neu-Lutterow Anreise möglichst mobil mit Fahrgemeinschaften. Schweinrich: Auto: Von Berlin oder Hanburg A24 bis Abfahrt Wittstock, in Wittstock der AusschilderungRichtung Rheinsberg folgen. über Babitz kommt Ihr nach ca 12 km in Schweinrich an. Zug: Zug nach Wittstock Dosse, ab dort Bus 747 nach Schweinrich, Abfahrten: ab :09:05 an 9.18, ab:15:05 an15:18, ab :16:03 an 16:36 , ab :17:05 an 17:18 Sammeltaxi steht in Wittstock bereit um11.00, 12.00 und 13.00 Uhr jeweils 8 Plätze für jeweils insgesamt 17,00 Euro. Zu anderen Zeiten bitte vorbestellen (Telnr.:03394/712321) Neu Lutterow: Auto: Von Berlin A24 bis Neuruppin, durch Neuruppin Richtung Rheinsberg, aber hinter Gühlen-Glienicke nicht nach Rheinsberg abbiegen, sondern weiter bis Flecken Zechlin, dort links Richtung Wittstock. Neu-Lutterow liegt links der Straße. Die Kundgebung ist an der Straße nach Schweinrich, da wo sie auf die Bombodrom-Grenze stößt. Von Hamburg über Schweinrich (s.o.) Richtung Flecken Zechlin, die Straße führt (legal) durch das Bombodrom-Gelände, dort wo sie das Gelände verlässt ist die Mahnsäule und Kundgebung. Zug: Bahnhof Rheinsberg, Bus 785 nach Flecken Zechlin (ab 11.22, an 11.49) oder Bahnhof Neuruppin, Bus 787 nach Flecken Zechlin (ab11.42 , an 12.20) Von Flecken-Zechlin wird es ein Taxi oder Shuttle nach Neu-Lutterow geben. Wasser/WC/Verpflegung: Unbedingt in den Camps anmelden, mit wie vielen Leuten Ihr kommt, damit entsprechend die Logistik organisiert werden kann. Ferienland Luhme, Heegeseeweg 8 &9, 16837 Luhme, freke at t-online.de, 0177-8234242 Bioland Ranch Zempow, Birkenallee 12, 13837 Zempow, topinambur at zempow.de, 033923-76915 NaturcampingplatzAm Blanschen, Ute und Jürgen Erfurth, 16909 Wittstock OT Schweinrich, 033966-60395, 0173-5844500, info at campingplatz-blanschen.de Camp Katerbow , Kontakt über Johannes Oblaski, Tel. 0171-2195136 Zechlinerhütte: Ferieninsel Tietzowsee, Zur Tietzowsiedlung 7, 16831 Zechlinerhütte, Tel.:033921/70228, ferieninsel.tietzowsee at t-online.de Kosten sind fürs Zelten 2 Euro (bzw.Schweinrich 3 Euro) pro Person und Nacht, für Betten (Luhme, Zechlinerhütte) 5 Euro. In Luhme gibt es ein für Rolli-FahrerInnen geeignetes Appartement. In Zempow und Katerbow wird es rolli-geeignete Toiletten geben. Leider gibt es überall Sandwege, die mit Rollis schwer zu bewältigen sind. Alle Camps verfügen über WCs, Wasser und eine zentrale Küche. Am Aktionstag möglichst selbst versorgen, vor allem an genügend Wasser denken. Wir versuchen, dass an den Kundgebungsorten am 01.06 Voküs bzw. kommerzielle Essensstände aus der Region vorhanden sind. Treffpunkte Bioland Ranch Zempow Hier trifft sich die Clownsarmee, Kontakt: traumzirkus at web.de oder 0175 9620785 Campingplatz Schweinrich Hier treffen sich: die Lebenslaute Kontakt: "http://www.lebenslaute.de/" www.Lebenslaute.de, X-tausendmal quer, Kontakt: "http://www.x1000malquer.de/" www.x1000malquer.de, antipatriarchale/queere/feministische Leute, Kontakt: Queercamp at gmx.de Camp Katerbow Hier treffen sich die Fahrradkarawanen, Kontakt: "http://www.g8-bikerides.net/" www.g8-bikerides.net Zechlinerhütte Hier werden die Euromärsche sein, Kontakt: "http://www.euromarches.org/deutsch" www.euromarches.org/deutsch Wichtige Ausrüstungsgegestände: Zelt, Schlafsack, Geschirr und Besteck, festes Schuhwerk, Regenjacke, Taschenlampe, Kompass und ausreichend Behälter für Wasser. Wenn Handys dann D2-Netz. Verhaltensregeln auf dem Bombodrom: Kein Feuer, nicht die Wege verlassen, auf keinen Fall Munitionsreste berühren, sich nicht den Markierungen (Fähnchen) des Munitionsräumdienstes nähern. Das Bombodrom-Gelände ist Flora-Fauna-Habitat und teilweise Naturpark. Bitte seid aufmerksam und nehmt Rücksicht auf die Tier- und Pflanzenwelt. Ermittlungsausschuss (EA) Der EA nimmt Meldungen über Festnahmen etc. entgegen, versucht herauszufinden wo Leute hingebracht werden und kümmert sich bei Bedarf um AnwältInnen etc. Bitte ruft hier an wenn ihr festgenommen / in Gewahrsam genommen werdet oder dies bei anderen beobachtet. Nach Freilassung unbedingt wieder abmelden! Tel. 030-6922222 Termine Ab 24.5. Ankunft der Fahrradkarawane Ost Montag, den 28.5. Ankunft der Lebenslaute in Schweinrich Dienstag, 29.5.: Camperöffnung Dienstag 29.05. und Mittwoch, 30.05. 20.00 Uhr Infoveranstaltungen zur KampagneBomben Nein-wir gehen rein in den Camps Donnerstag, 31.5. Info- und Kulturtag 18.00 Plenum Clownsarmee in Zempow 19.00 Vorkonzert der Gruppe Lebenslaute in Rheinsberg (Kirche), G-Dur statt G8 - Polyphon gegens Bombodrom 20.30 Info-Veranstaltungen zur Besiedlungsaktion am 1.6. in den Camps und in Rheinsberg Freitag, 1.6. Aktionstag Jedes Ziel ist ein Zuhause Mittags Ausstellung: Die InitiativeFerien vom Krieg möchte Unterschriften von Kindern aus Kriegsgebieten unter einen Friedensappell der Öffentlichkeit zugänglich machen. Ab 12.00 Infos, Essen ujnd Auftaktkundgebung in Schweinrich (Mahnsäule, von Schweinrich aus Richtung Bombodrom, ca 1 km nach Ortsausgang rechts) und Neu-Lutterow, Mahnsäule (von Flecken Zechlin aus Richtung Bombodrom, vorbei an Alt - und Neu-Lutterow, die Straße führt direkt auf die Mahnsäule zu, bevor sie rechts abknickt) 14.30 Demonstrationszüge zum Pink Point, anschließend Besiedlung mit rosa Pyramiden, Lebenslaute-Konzert, Übernachtung auf dem Platz Ab 16.00 Mahnwache und Infopunkt am ehemaligen Pink Point Samstag, 2.6. Demonstration in Rostock Ab 7 Uhr gemeinsames Frühstück, anschließend Abfahrt zur Demo nach Rostock ab Schweinrich. Pkw-Mitfahrbörse; Beschränkte Zahl von Plätzen in Bussen steht zur Verfügung, Voranmeldung unbedingt erforderlich bis 25.5. durch Überweisung von 12,00 Euro auf das Konto: Sonderkonto Sichelschmiede, bei Raiffeisenbank Ostprignitz-Ruppin eG BLZ 160 619 38, Kontonr. 1621661 Stichwort: Bus 02.06, Einzahlungsbeleg gilt als Fahrkarte. Zum ThemaUnterbindungsgewahrsam hat der EA Anwälte konsultiert, deren Einschätzung ist: Sollten Leute am Bombodrom in Unterbindungsgewahrsam genommen werden, müssten sie spätestens am 2.6. nach Abschluss der Aktion freigelassen werden. Bündnis No War No G8 "http://www.g8andwar.de/"www.g8andwar.de Infotelefon 0174-3558963 -------------------------------------------------------------------------------- Aktionswoche in Hamburg Das Antifaschistische und Antiimperialistische Aktionsbündnis gegen die G8 veranstaltet eine Aktionswoche in Hamburg (25.5. - 1.6.07) Weitere Infos: "http://www.g8versenken.de/" www.g8versenken.de Nun zu den Terminen: *25.5 Freitag* 19 Uhr Imperialismus und Widerstand - Veranstaltung [Referate über Venezuela, Palästina und Türkei] Leckeres Essen + Chill out + Kickerturnier In dem internationalen Zentrum B5 (Brigittenstr. 5 Hamburg - St. Pauli) *26.5 Samstag* 15 Uhr Großdemonstrationen gegen die G8 Bildungspolitik ab Uni Campus 22 Uhr Party Best of Russendisko, Ska und Punk in der B5 ( Brigittenstr. 5) *27.5 Sonntag* 11 Uhr G8 Bündnistreffen 17 Uhr Im B-Movie: Workingman`s death, 20 Uhr Mobilisierungsveranstaltung zu G8 Das Bmovie ist neben der B5 (Brigittenstr. 5), Veranstaltung findet in der B5 statt. *28.5 Montag* 12 Uhr Demo gegen das Europäisch-Asiatische Außenministertreffen (Reeperbahn) 20 Uhr Veranstaltung EU-ASEM-Außenministertreffen - Was will der EU-Imperialismus wirklich? In der B5 (Brigittenstr. 5) *29.5 Dienstag* 14 Uhr FußballturnierG8 abschießen Bolzplatz zwischen Schulterblatt und Bartelsstr. 19 Uhr Veranstaltung über das Zweckbündnis Europäische Union und leckeres Essen in der B5 (Brigittenstr. 5) *30.5 Mittwoch* theatralischer Angriff auf die G8 Kulturfest der Karawane ab 16 Uhr Stübenplatz (Wilhelmsburg) *31.5 Donnerstag* theatralischer Angriff auf die G8 19 Uhr HauptveranstaltungKommunismus neu erfinden oder good old school - Empire und die Bewegung gegen die G8 Uni-Campus DWP (Ex-HWP) Von-Melle-Park 5 *01.06 Freitag* Freitag ist gemeinsame Anfahrt nach Rostock Anfragen an: aktionsfahrplan at gmx.de "http://www.g8versenken.de/" www.g8versenken.de -------------------------------------------------------------------------------- Jingle für die Grossdemo Wir haben einen Jingle für die Grossdemo erstellt. Antifaschistisches und Antiimperialistisches Aktionsbündnis gegen die G8 und Anti-G8-Bündnis für eine revolutionäre Perspektive. Jingle: "http://www.g8versenken.de/media/Jingle.mp3" http://www.g8versenken.de/media/Jingle.mp3 Mit solidarischen Grüßen, G8versenken.de -------------------------------------------------------------------------------- Zeltplatz für Radelkarawane gesucht Hallo, Die Fahrradkarawanen gegen den G8 Gipfel starten am 3.Juni vom Bombodrom zu ihrer letzten Etappe in Richting Rostock-Laage, um dort an der Flughafenbelagerung teilzunehmen. Am 3.6 wollen wir was zum Thema Labndwirtschaft machen am 4.6 zumThema Migration. Trotz wochenlanger Suche haben wir auf diesem letzten Stück noch keinen Platz gefunden, wo wir für eine Nacht unsere Zelte aufschlagen können. Kommerzielle Zeltplätze, die es in dieser Gegend zwar gbt, sind finanziell leider nicht drin. Bei der erwarteten Anzahl von 120 - 200 RadlerInnen und entsprechender Polizeibegleitung ist es schwierig, ohne vorher was abgesprochen zu haben, irgendwo wild zu zelten, was wir aber im äußersten Notfall machen müßten. Konkret suchen wir besonders für die Nacht vom 3.6 auf den 4.6 auf der Strecke zwischen Wittstock und Güstrow irgendwo in der Gegend um den Plauer See was zum Zelte aufschlagen. -------------------------------------------------------------------------------- Tipps und Tricks fuer's gelungene Interview In einem Interview geht es darum, dass die InterviewerIn das bekommt was er/sie will und Du Deine Message rueberbringst. Wogegen wir ankaempfen: * Banalitaet: Jede Zeitung und jeder Sender hat dieselbe Absicht: Ihren Marktanteil zu vergroessern; dies wird getan, indem sie versuchen, die Aufmerksamkeit ihrer Leserschaft oder ihres Publikums zu erwecken; deswegen wird meist mehr ueber Events berichtet wie ueber Themen * Parteilichkeit: Der Presse geht es darum, ihren Gesellschaftern gerecht zu werden - z.B hat es ueberhaupt keinen Sinn, sich mit der Boulevardpresse auseinanderzusetzen - es gibt aber Zeitungen und Sender, die wir zu unserem Vorteil nutzen koennen. Es ist oft auch hilfreich, sich daran zu erinnern, dass zwar Zeitungen und private Sender durchaus Partei ergreifen koennen, der oeffentlich-rechtliche Rundfunk aber gesetzlich verpflichtet ist, unparteisch und objektiv zu sein; das gibt uns zumindest etwas Spielraum * Spiel das Spiel - gib der InterviewerIn das was er/sie will und versuch aber Deine Message rueberzubrigen * Hasse Deine GegenspielerIn nicht, auch wenn's manchmal schwer faellt! Um dies zu erreichen, ist es wichtig, ein klares Verstaendnis dafuer zu haben, was Deine Story ist: * Erinnere Dich daran, dass es der ReporterIn meist genauso wichtig ist wie Dir, dass Du gut rueberkommst * Sei gut informiert: Dies ist ein Informationskrieg und die besten KriegerInnen sind die mit den besten Informationen * Ueberlege Dir, wer Dein Publikum ist * Es sind die Antworten, die zaehlen, nicht die Fragen. Du must schon im Vorraus wissen, was Du sagen moechtest, und wie Du's sagst * Was werden sie Dich fragen? Bitte aber nicht um eine Liste der Fragen, die Dir gestellt werden, Du wirst sie sowieso nicht bekommen! * Was ist Deine Message? * Bereite Dich vor, indem Du Dir ein paar Phrasen, die Deine Message beinhalten, ueberlegst. Benutze dabei einfache und aussagekraeftige Woerter. Mach Dir keine Sorgen, wenn Du das Gefuehl hast, das was Du sagen moechtest irgendwie vereinfacht dazustellen, nur so kann sich die LeserIn/ZuschauerIn besser daran erinnern * Mache Dir Notizen zu ca. 5 zentralen Fragen, von denen Du glaubst, dass sie Dir gestellt werden. Besprich diese mit jemandem. Sieh zu, dass die Person Deine Antworten und Erklaerungen versteht * Kommuniziere Deine Message praezise und gleich am Anfang des Interviews * Ueberlege Dir Deinen wichtigsten Satz und benutze verschiedene Versionen davon in Deinen Antworten * Die Kuerze des Interviews wird Dich ueberraschen. Mache Deine Hauptpunkte in Deiner ersten Antwort * Versuche, jede Phrase auf ca. 20 Sekunden zu beschraenken. In einem aufgezeichneten Interview, das fuer einen Newsbeitrag geschnitten wird, kann ein O-Ton zwischen 8 u. 25 Sekunden Laenge haben * Spreche deutlich und praezise, schwall nicht und vermeide Fachjargon Versuche schnell zum Punkt zu kommen ohne viele Nebensaetze zu benutzen * Ueberlege Dir einen Satz, den Du als Schlusswort einsetzen kannst - eins, das Deine Message auf den Punkt bringt Das Bild das Du abgibst und Deine Koerpersprache sind wichtig: * Verhalte Dich so, als ob die Kamera und das Mikro staendig laufen * Wenn Du Dich ueber eine Frage aergerst, oder wenn Dich etwas aus der Fassung bringt, versuche es Dir nicht durch Deinen Gesichtsausdruck anmerken zu lassen. Wirke ruhig und gelassen * Steck die Haende nicht in die Hosentaschen oder spiel mit Deinem Schmuck/Deinen Haenden * Fuehr Dir vor Augen, was Deine Koerpersprache ausdrueckt. Z.B. wirken verschraenkte Arme verschlossen und misstrauisch * Sei Dir Deiner Haltung bewusst - entspanne Deinen Gesichtsausdruck * Waehrend des Interviews schaue die InterviewerIn direkt an - versuche, die Kamera zu ignorieren * Dein Geischtausdruck sollte das wiedespiegeln was Du erzaehlst Entspanne Deinen Gesichtsausdruck aber laechel nicht zuviel, wenn das was Du sagst sehr ernst gemeint ist. Laechel aber mit den Augen, denn das projeziert einen zugaenglichen Eindruck * Benutze keinen Spicker * Rede laut und betone Deine Worte Das Verhaengnisvolle am Interview: * Wenn Du die Antwort auf eine Frage nicht weisst, dann sei ehrlich und sag das auch so. Lass Dich nicht darauf ein, ueber etwas zu sprechen von dem Du keine Ahnung hast. Versuche aber trotzdem die Aussage,kein Kommentar zu vermeiden, denn damit wirkst Du nur, also haettest Du etwas zu verbergen * Benutze Phrasen, die Dir wieder Gewissheit schaffen und das Inteview in Deine Richtung lenken, z.B.Ich habe darueber keine Information, um der Frage gerecht zu werden, kann aber dazu sagen, dass...., oder in einer eher politischen Situation sei noch vehementer,Worum's hier eigentlich geht ist.... * Wende feindselige Fragen zum Guten: Beantworte die Frage der InterviewerIn sehr schnell und lenke das Gespraech in die Richtung, die Du willst. Eine gute Methode ist z.B., der InterviewerIn teilweise Recht zu geben, dann aber zu erlaeutern, dass das nicht die ganze Wahrheit ist; oder, Du konterst mit Fakten, die was gegenteiliges bezeugen. Mit anderen Worten, lass Dich nicht bedraengen und fuehre das Interview immer wieder dahin zurueck, wo Du hinwillst * Willige niemals ein, einer JournalistIn etwas im Vertrauen oder inoffiziell zu erzaehlen - sowas existiert einfach nicht! * Gehe immer davon aus, das Mikros live sind und dass die JournalistIn sich alles was Du sagst notiert. Sei besonders bei Telefongespraechen darauf bedacht Erinnere Dich daran, dass Du die Zuegel in der Hand haelst! Du triffst die Entscheidung darueber was Du sagst und wie das Interview verlaeuft! Kontakt: Campinski press group: Lotta Kemper • Carl Kemper +49 (0)179 / 376 48 12 +49 (0)174 / 896 58 24 Web: "http://press.dissentnetwork.org/" http://press.dissentnetwork.org g8-presse at nadir.org Gipfelsoli Infogroup: "http://www.gipfelsoli.org/" http://www.gipfelsoli.org presse at gipfelsoli.org +49 (0)160 / 953 14 023 Media G8way International Press group: +49 16092437902 (Alex Smith) +49 1577 - 4630348 (Jo Smith) g8-press-int at nadir.org "http://dissentnetzwerk.org/node/2674" http://dissentnetzwerk.org/node/2674 -------------------------------------------------------------------------------- Aufruf: Kritik unter Generalverdacht. Wir sind alle 129a. Anlässlich des Vorgehens der Bundesanwaltschaft am Mittwoch, den 09.Mai 2007 gegen potenzielle G8-GegnerInnen wollen wir unserer Sorge und unserem Bedenken über die kontinuierliche Einschränkung und den fortschreitenden Abbau von bürgerlichen Grund- und Freiheitsrechten Ausdruck verleihen. Wir verurteilen die bundesweiten Hausdurchsuchungen und die Stigmatisierung der sozialen Bewegungen und des legitimen Protestes gegen den G8- Gipfel als Terrorismus. Den UnterzeichnerInnen erscheint der Zaun um Heiligendamm als ein trauriges Symbol der Verfasstheit der demokratischen Staaten. Wenn sich die wichtigsten politischen Führer der Welt (Schäuble) vor ihren Bürgern in einer modernen Burganlage verschanzen müssen und dafür immer ausgeklügeltere Sicherheitsmaßnahmen entwickelt werden, die den Freiheitsraum der Bevölkerung massiv einschränken, spricht dies eine deutliche Sprache. Wir verstehen die Kriminalisierung der Proteste zum G8 Gipfel als einen Versuch Menschen davon abzuhalten ihr grundgesetzlich garantiertes Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit wahrzunehmen. Wir hoffen jedoch, dass das Gegenteil der Fall sein wird und viele sich jetzt einmal mehr aufgerufen fühlen, für eine sozial gerechte Gesellschaft zu demonstrieren und ihren Protest vielfältig zum Ausdruck zu bringen. Der Versuch oppositionelle Haltung und politischen Betätigung zu einem kriminellen Akt umzudeuten ist gerade in Zeiten zunehmenden Unmuts über die arrogante Politik der G8, die zu immer mehr Armut, Krieg und sozialer Ungerechtigkeit führt, zum Scheitern verurteilt. Die Bedrohung von AktivistInnen mit der Anwendung des Paragrafen 129a Strafgesetzbuch, der die Bildung einerterroristischen Gruppe unter Strafe stellt dient einzig und allein dem Versuch der Bundesanwaltschaft, eine Drohkulisse aufzubauen und jeden Widerstand gegen den G8- Gipfel in der Öffentlichkeit zu delegitimieren. Darüber hinaus dient der Pragraph 129a der Schaffung von Instrumenten zur Ausforschung von BürgerInnen und Bürgern. Mit dem Anfangsverdacht auf Mitgliedschaft in einerterroristischen Vereinigung eröffnet sich den Ermittlungsbehörden ein breites Arsenal an Sonderbefugnissen aus dem Strafverfahrensrecht. Dazu gehören neben diversen nachrichtendienstlichen und polizeilichen Überwachungsmöglichkeiten auch eingeschränkte Verteidigungsrechte. Die jüngsten Hausdurchsuchungen wurden von Andreas Christeleit, dem Sprecher der Bundesanwaltschaft am 9.Mai 2007, gegenüber dem ZDF Heute Journal wie folgt kommentiert:Die heutigen Durchsuchungen sollten Aufschluss erbringen über die Strukturen und die personelle Zusammensetzung von diesen Gruppierungen und dienten nicht in erster Linie zur Verhinderung von konkreten Anschlägen, dafür gab`s keine Anhaltspunkte. Wir verurteilen diese Art der Willkür, Rechtsbeugung und Kriminalisierung. Vor diesem Hintergrund sehen wir im §129a ein Instrument staatlicher Willkür, das prinzipiell alle politisch aktiven und organisierten Bürger unter einen Generalverdacht stellen kann. Wir alle sind potentielle Verdächtige. Die aktuelle Verwendung des Paragraphen 129a zeigt erneut, dass dieser seit seiner Aufnahme ins Strafgesetzbuch weniger zur Verhinderung von Anschlägen, als zu einer Durchleuchtung und Kriminalisierung von Personen und sozialen Bewegungen dient. Mehrere kleine Anfragen im Bundestag zeigten, dass weit über 90% aller Eingeleiteten 129a-Verfahren eingestellt werden mussten. Mit Empörung haben wir die Forderung von Innenminister Schäuble aufgenommen, unterAnfangsverdacht stehende Bürgerinnen und Bürger schon vor den Protesten in so genanntenUnterbindungsgewahrsam zu nehmen. Eine solche Internierung von G8-Kritikern auf Grundlage der Sicherheits- und Ordnungsgesetze der Länder würde eine neue Qualität der Beugung rechtsstaatlicher Grundsätze bedeuten und einen weiteren massiven Angriff auf bürgerliche Grund- und Freiheitsrechte bedeuten. Die unter dem TitelSchäuble-Katalog geplanten Maßnahmen sowie die Online-Durchsuchungen halten wir für unvereinbar mit den Grundsätzen einer rechtsstaatlichen Demokratie. Als Gipfel der Aushebelung demokratischer Rechtsstaatlichkeit verstehen wir den Versuch Schäubles das Unschuldsprinzip zur Disposition zu stellen. Die UnterzeichnerInnen fordern die ersatzlose Streichung der Paragraphen 129 ff. Wir fordern die Innenminister der Länder auf, die Inhaftierung von G8-KritikerInnen (Unterbindungsgewahrsam) zu unterlassen. Meinungsfreiheit und Demonstrationsrecht müssen gerade auch in Heiligendamm gewahrt bleiben. Wer Kritik an der Politik der G8-Staaten unter Terrorverdacht stellt, meint auch uns! Wer KritikerInnen an der Politik der G8-Staaten vorbeugend in Haft nehmen will, meint auch uns! *Möchten sie/ möchtet ihr diesen Aufruf unterstützen? Dann schicken sie/schickt ihr eine mail mit Vor- und Nachname &Berufsbezeichnung an die mailadresse:* _meinungsfreiheit at web.de_ *UnterstützerInnen:* (Stand: 23.5.2007) 1. Berthold Seliger, Konzertagent 2. Jan Sauerwald, Kulturarbeiter 3. Prof. Dr. Thomas Kuczynski, freier Publizist 4. Julia Schnegg, Grafikerin 5. Dr. Ines Köhler, Ärztin 6. Karin Kasböck &Christoph Leitner, Kunstduo Bankleer 7. Siegfried Dierke, Referent für Gesundheitspolitik und Pflege,Fraktion Die Linke. im Bundestag 8. Peter Wolter, Journalist 9. Christoph Kleine, Pressesprecher Kampagne Block G8 10. Prof. Dr Wolf-Dieter Narr, Professor für empirische Theorie der Politik, FU Berlin 11. Judith Demba ,Verein für europäische Bildung und Kommunikation 12. Martin Hantke, European Watch 13. Detlev v. Larcher, Attac- Koordinierungskreis 14. Bianca Schemel, Kulturwissenschaftlerin 15. Sevim Dagdelen, MdB Die Linke 16. Katharina Stahlmann, Organisationsberaterin 17. Susanna Cardelli, Szenenbildnerin 18. Jochen Becker, Kritiker/Kurator 19. Kurt Blank-Markard, Grafikdesigner 20. Ulla Jelpke, MDB Die Linke 21. Carmen Ludwig, stellv. Landesvorsitzende GEW Hessen 22. Christian Schlag, Student 23. Bernadette La Hengst, Musikerin 24. Kerstin Davies 25. Julien Enoka Ayemba, Diplom Medienberater/Kulturarbeiter 26. Anne Schülke, Autorin 27. Arvid Bell, Vertreter der Grünen Jugend im Attac-Koordinierungskreis 28. Manuel Klein, Sozialpädagoge 29. Tobias Pflüger, linker Europaabgeordneter, Vorstand Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. 30. Wolfgang Wortmann - Konzertveranstalter 31. Franz-Josef Hanke, Freier Journalist, Landessprecher der Humanistischen Union Hessen 32. Astrid Schaffert 33. Michael Prütz, Landesvorstand WASG-Berlin 34. Anne Frisius, Filmemacherin 35. Henrike Kochta, Therapeutin 36. Christian von Borries, Musiker 37. Elske Rosenfeld, Kulturarbeiterin 38. Matthias von Hartz, Regisseur 39. Sibylle Schubert, Multimediaproduzentin 40. Thomas Temme, Geschäftsentwickler 41. Susanne Kontzi, Apothekerin 42. Cordelia Marten, Kunstwissenschaftlerin 43. Hendrik Unger, Kulturproduzent 44. Ramin Raissi, Autor 45. Sonja Hohenbild, Künstlerin 46. Kay Wendel, Babylonia e.V. 47. Sebastian Scheele, Soziologe 48. Diedrich Diederichsen, Kulturwissenschaftler 49. Sandra Borgers, dipl. Sozialarbeiterin 50. Martin Raasch, Software-Entwickler 51. Lars Dieckmann, Landesvorstand Rosa Luxemburgstiftung NRW, LiLi Siegen 52. Alice Creischer, Künstlerin 53. Johannes Raether, Künstler 54. Daniel Bendix, Dipl. Politologe 55. Sarah Delmann, Filmwissenschaftlerin 56. Elisabeth Holzer, Studentin 57. Pedram Shahyar, Koordinierungskreis Attac Deutschland 58. Miriam Pietrusky, Studentin 59. Richard Schmid, Diplomsozialwirt, Koordinierungskreis Attac Deutschland 60. Sabine Leidig, Geschäftsführerin Attac-Deutschland 61. Stephan Dillemuth, Künstler und Professor an der Akademie dBK München 62. Verena Halsmayer, Studentin 63. Adolf Riekenberg, Koordinierungskreis Attac Deutschland 64. Katrin Albrecht 65. Verena Scharf, Sozialarbeiterin 66. Carsten Does, Politologe/Filmemacher 67. Stefan Demming, Künstler 68. Astrid Nippoldt, Künstlerin 69. Roland, Piazzi, Student 70. Benjamin Cölle, Sudent 71. Peter Schernhuber, Kulturarbeiter / Medialobbyist / Medien Kultur Haus Wels 72. Marina Steinacker, Künstlerin 73. Katharina Gaber, Studentin 74. Paula Herm, Studentin 75. Susanne Foidl, Dipl. Schnittmeisterin 76. Mirjam Dumont 77. Fred Plassmann, Filmemacher 78. Prof. Jörg Kirschenmann, Hochschule für Künste FB Bildende Kunst Bremen 79. Clemens Lahner, Rechtsanwaltsanwärter 80. Till Brandt, Musiker 81. Anna Peak, Zimmerin 82. Roland Süß, Koordinierungskreis Attac Deutschland 83. Katja Kipping, stellvertretende Bundesvorsitzende Linkspartei.PDS 84. Christian Kupke, Philosoph 85. Helga Seyb, Dipl. Politologin 86. Jenny Hauke, Studentin 87. Sibylle Hamann, Studentin 88. Jakob Weydemann, Filmemacher 89. Gez. Christian Tedjasukmana, Freie Universität Berlin 90. Dr. Arnd Hofmeister; Hochschullehrer 91. Tobias Hülswitt, Autor 92. Dr. Thomas Sablowski, Sozialwissenschaftler 93. Prof. Dr. Thomas Marxhausen 94. Björn Wagner, Politologe 95. Judith Schneider, Studentin 96. Stephan Karpischek, Internet Technologist 97. Dr. Bernd Belina, Geograph 98. Dr. Mario Candeias, Politikwissenschaftler 99. Franziska Drohsel, Landesvorsitzende der Jusos Berlin 100. Sascha Kimpel, Die Linke.Berlin 101. Robin Cackett, literarischer Übersetzer 102. Maya Graber, Bildhauerin 103. Christof Mauersberger, Student 104. Prof. Dr. Michael Brie, Rosa-Luxemburg-Stiftung [ "http://129akriminalisiertprotest.wordpress.com/" http://129akriminalisiertprotest.wordpress.com/: "http://129akriminalisiertprotest.wordpress.com/" http://129akriminalisiertprotest.wordpress.com/] -------------------------------------------------------------------------------- Bundeswehr übt Bekämpfung von Demonstrationen Gipfelgegner:G8-Gipfel ein Katastrophenfall? Feldjäger unterstützen Polizei Pressemitteilung 23. Mai 2007 Gipfelsoli Infogruppe Soldaten aus Sanitz bei Rostock trainieren das Auflösen von Demonstrationen. In Sanitz ist die Flugabwehrraketengruppe 21 stationiert, die am 30. Juni 2004 als ersterPatriot-Verband in den neuen Bundesländern aufgestellt wurde. Der Verband aus Sanitz ist mit seinen Raketen auf Luftabwehr spezialisiert. Mit Gewehren bewaffnet wird im Manöver Jagd auf Demonstranten gemacht, die von anderen Soldaten gespielt werden. Auf einem Bild der Ostseezeitung ist zu sehen wie Demonstranten vor Soldaten mit Gasmasken flüchten. Luftabwehrverbände sind Teil der Truppen die für den G8 in Heiligendamm mobilisiert werden. Nach unterschiedlichen Angaben werden zwischen 1.100 und 1.400 Soldaten eingesetzt. Einige Soldaten werden im Rahmen derZivil-Militärischen Zusammenarbeit (ZMZ) eingesetzt. Die ZMZ sieht eine Annäherung der Bundeswehr an Innenbehörden vor. Die Unterstützung des Militärs wurde am 21. März 2006 vom Innenministerium Mecklenburg-Vorpommern beantragt. Vizeadmiral Wolfram Kühn:Wenn sie uns brauchen, sind wir Soldaten für Sie da. Der Einsatz der Bundeswehr im Innern ist laut § 35 Grundgesetz nur im Falle von Nationalen Katastrophen oder Unglücksfallen gestattet. Zwar ist der G8-Gipfel und seine Beschlüsse eine Katastrophe für Millionen von Menschen. Dies dürfte aber kaum den Einsatzbefehl der Bundeswehr begründen, erklären Gipfelgegner. Soldaten sichern Teile des Militärflughafens Laage, den Gipfelgegner blockieren wollen um die Anreise der G8-Delegationen zu behindern. Die Bundeswehr ist ermächtigt, zurAbwehr von Straftaten gegen die Bundeswehr Waffen einzusetzen. Feldjäger werden alle anderen militärischen Liegenschaften sichern. Auch sie sind im Falle vonNotwehr befugt zu schießen. Im Rahmen von militärischem Ordnungsdienst sollen sie Polizeimaßnahmen unterstützen. In der Nähe der MarinekaserneHohe Düne in Warnemünde befinden sich etliche Hotels mit Delegierten. Die Bundeswehr wird in alle Lagezentren, sowohl polizeiliche als auch zivile, eingebunden:BAO Kavala, Polizeiführung, regionale Katastrophenschutzstäbe, Interministerieller Krisenstab des Landes, Gemeinsame Flugeinsatzzentrale von Bundeswehr und Polizei etc. Der G8 in Heiligendamm soll helfen, mehr Akzeptanz von Einsätzen der Bundeswehr im Innern zu schaffen, vermutet Hanne Jobst von der Gipfelsoli Infogruppe,ein Ziel von Hardliner Schäuble und seinem Vorgänger Schily. DieBAO Kavala hält in ihrer gestrigen Stellungnahme zur Klage gegen die Demonstrationsverbote weiter am Konstrukt despolizeilichen Notstands fest. Die Polizei ist besorgt über das Ausmaß der Proteste gegen den G8. Versammlungsleiterin Röttgers vonKavala beschreibt die Delegierten als schutzbedürftig, da sie wegen ihrer Außenpolitik potentielles Ziel von Widerstand seien. Das Demonstrationsverbot wird damit begründet, dass Delegierte vor Protesten gegen die Politik der G8 geschützt werden sollen.Das Demonstrationsverbot wird also damit begründet, dass der Protest berechtigt ist, wundert sich Jobst. Wenn Polizei und Soldaten das Niederschlagen von massivem, entschlossenen Widerstand üben ist der Zeitpunkt gekommen, eine Absage des Gipfels zu erwägen, fordern Gipfelgegner. Hintergrund: * Soldaten aus Sanitz jagen Demonstranten (Foto): "http://gipfelsoli.org/rcms_repos/images/8/sanitz_uebung_demonstration.jpeg" http://gipfelsoli.org/rcms_repos/images/8/sanitz_uebung_demonstration.jpeg * Antwort auf Kleine Anfrage zu Bundeswehr und G8: "http://gipfelsoli.org/rcms_repos/Texte/Bundestag/Drs_16_5148.pdf" http://gipfelsoli.org/rcms_repos/Texte/Bundestag/Drs_16_5148.pdf * Vizeadmiral Kühn: "http://gipfelsoli.org/Home/Heiligendamm_2007/Bundeswehr/948.html" http://gipfelsoli.org/Home/Heiligendamm_2007/Bundeswehr/948.html * Ausführliche Begründung des Demonstrationsverbotes: "http://gipfelsoli.org/Repression/1701.html" http://gipfelsoli.org/Repression/1701.html -------------------------------------------------------------------------------- Prozessberichte G8 Genua 1. diaz 2. bolzaneto 3. 25 Diaz Zur Zeit werden - nach den NebenklägerInnen und Geschädigten - die weiteren ZeugInnen der Anklage gehört. Das sind AnwohnerInnen, JournalistInnen und Menschen, die in der Schule gegenüber waren, und zuletzt auch viele PolizistInnen. Das Ziel der Anklage ist, die noch bestehenden Lücken zu füllen, wie: Wer war für dieseDurchsuchung verantwortlich? Die Nummer Zwei der italienischen Polizei Labarbera (direttore del dipartimento centrale polizia die prevenzione) ist seit einigen Jahren tot, und somit auch ein möglicher Link zwischen den verschiedenen Ebenen der Polizei und der Politik. Einer der zeugen der anklage war sein Assistent in Genua. Er war mit Labarbera zusammen vor der Diaz. Während Labarbera entschied, die Diaz-schule zu verlassen, sogar bevor die gesamte Molotow-Geschichte stattfand (so kann er zumindest hierfür nicht verantwortlich gemacht werden), blieb sein Assistent länger vor Ort. Er wurde sehr lange vernommen. Er versuchte weiterhin, die schuld für den übergriff von seinem verstorbenen Chef fernzuhalten. Wie die meisten Polizisten im Zeugenstand der anklage kann er sich kaum an etwas relevantes erinnern. (Ein besonders signifikantes Beispiel hierfür ist eine Digos-Polizistin aus Firenze, die mit drei ihrer Männer in Genua war (also nicht unterste Befehlsempfängerin) und sich an überhaupt nichts mehr zu erinnern scheint. Auf sie komme ich bei den verschwundenen Molotow-Cocktails noch einmal zu sprechen.) Die Strategie der Verteidigung ist keine einheitliche. Jeder Anwalt versucht, seine Schäfchen halbwegs ins trockene zu bringen. Der Sachverhalt als solcher wird dann in frage gestellt, wenn es aussagen zu den beteiligten Polizisten gibt. Neben generellem immer-wieder-in frage stellen der Vorgehensweise der Staatsanwaltschaft (Art wie die Ermittlungen geführt wurden aber auch wie fragen gestellt werden (zu suggestiv)), steht auch immer noch die Bemühung im Vordergrund, dieDurchsuchung als gerechtfertigt hin zu stellen und Angriffe auf Polizisten als Auslöser für die Übergriffe zu bemühen (hier besonders die berühmte Szene, nach der Menschen vor der schule ein Polizeiauto angegriffen haben sollen; während derDurchsuchung hätte es Angriffe auf die Polizei gegeben(sogar ein Angriff mit einem Messer), Gegenstände wären geworfen worden usw). die erstaunlichste Beschwerde kam von dem Anwalt canterinis, der generell eher eine nothing-to-loose-Strategie vertritt und sich beim Richter beschwerte, die Staatsanwaltschaft hättealle diese anti-Globalisierungsaktivisten voller Empathie angehört undginge nun rüde mit den Polizisten im Zeugenstand um. Der Richter antwortete hierauf nur lapidar, dass zeugen, die sich nicht klar äußern und kooperativ seien, sich nachfragen schon gefallen lassen müssten. Dem gegenüber steht die Behandlung der Polizeibeamten, die willens sind, namen zu nennen, oder nicht die von der Verteidigung gewünschten aussagen machen. Dies führt oftmals zu einer sehr ruppigen Behandlung der Polizisten im Zeugenstand durch die Verteidigung, was den Assistenten von Labarbera dazu brachten, nahe am weinen auszurufen: deve capire che questo processo è una sofferenza per noi. Tutto quello che è successo... Mehr über die Strategie der Verteidigung lässt sich vor beginn der Anhörung der zeugen der Verteidigung jedoch kaum festhalten. Zwei besondereDiskussionspunkte sind die berühmten Molotow-Cocktails und der vermeintlich mit einem Messer angegriffene Polizist. Die Molotow-Cocktails, nachgewiesenermaßen von der Polizei zur Diaz-schule gebracht worden, konnten bei beginn der Zeugenanhörung zu diesem Themenkomplex nicht mehr aufgefunden werden. Der Prozess wurde gestoppt, die Anwälte der Verteidigung freuten sich über die Unterbrechung, doch die zwei Flaschen konnten nicht gefunden werden. Nach offizieller Mutmaßung seitens der Polizei seien diese wohl irrtümlich mit anderem brennbarem material vernichtet worden - was allerdings angesichts der curatesse, mit der diese Vorgänge protokolliert werden (für die Vernichtung dieser Gegenstände gibt es ordentlich extra-Geld) recht unwahrscheinlich und unüberzeugend anmutet. Eine mögliche Begründung für deren vorsätzliche Vernichtung könnte die Verwicklung des damaligen Chefs der Genua Digos gewesen sein (inzwischen ist er versetzt worden). Die Flaschen blieben auf jeden Fall verschwunden. Schwierig gestalten sich die versuche, den weg der Flaschen durch die Händen der verschiedenen PolizistInnen zu rekonstruieren. Die bereits erwähnte Digos-Polizisten, die sie auch zwischenzeitlich im Hof der Diaz-schule in ihren Händen hielt (ansonsten hielt sie sich nach eigenen aussagen nur auf der Straße vor der Diaz-schule auf, wusste nicht, was warum passierte und hat auch nichts gesehen) kann sich nur erinnern, diese kurz einem neapolitanischen Kollegen zum aufpassen gegeben zu haben (nachdem sie diese zum aufpassen bekommen hatte), um mit ihren drei Männern zu sprechen. Sie konnte besagten Kollegen dann nicht mehr wieder finden, sah die Flaschen im inneren der schule dann jedoch wieder, direkt beim Eingang zusammen mit konfiszierten Gegenständen, ohne sich jedoch weiter darum zu kümmern. Zu diesem Zeitpunkt waren sie nicht mehr, wie vorher, in einer blauen Plastiktüte eingepackt. Sie fuhr dann zur Polizeizentrale und verbrachte dort mehrere stunden, wo sie wiederum nicht weiß, was warum passiert und auch nicht im entferntesten angeben kann, warum sie dort war. Der ebenso bereits erwähnte ehemalige Assistent von Labarbera hat Luperi (Chef der Digos) mit den Flaschen (noch in der Plastiktüte) über den Hof auf sich zu, also von der schule weggehen sehen,