widerst at nd! - MUND: Sonntag, 18.3.2007
MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
analle at no-racism.net
Sa Mär 17 21:41:57 CET 2007
widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
www.no-racism.net/mund
MedieninhaberInnen seid Ihr!
Sonntag, 18.03.2007
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A) INHALT
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AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN
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01 Programm 19.-23.März
depot-news at mailman.sil.at
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02 21.3.-20.6.: Kulturindustrie - eine Veranstaltungsreihe
Café Critique <cafe.critique at gmx.net>
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03 Kundgebung gegen Eurofighter 24.03., Wien
Werkstatt Frieden & Solidarität <office at werkstatt.or.at>
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MELDUNGEN UND KOMMENTARE
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04 Ilisu-Staudamm: Offener Brief an den Bundeskanzler
"GFBV Hans Bogenreiter" <hans.bogenreiter at gfbv.at>
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SOLIDARITÄT WELTWEIT
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05 Appell für Freilassung der deutschen Geiseln
"GFBV Hans Bogenreiter" <hans.bogenreiter at gfbv.at>
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06 Heiligendamm
Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe
<gipfelsoli-l at lists.nadir.org>
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LINKS / VERWEISE / HINWEISE
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07 Neue Ausgabe von Democratiya 8 / Frühling 2007 ist erschienen!
WADI Austria <wadi.wien at gmx.at>
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B) TEXTE
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AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN
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01 Programm 19.-23.März
depot-news at mailman.sil.at
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Montag, 19. März, 19.00
Arrangierte Bildung
Podiumsdiskussion
Derzeit werden bildungspolitische Entscheidungen von Begriffen
wie Vereinbarung, Mobilität, Strategien und Wettbewerb
geprägt. Seit der Umsetzung des so genannten
Bologna-Prozesses sind an deutschsprachigen Universitäten
und Fachhochschulen soziopolitische und -ökonomische
Faktoren bestimmend. Doch welche sind die Alternativen?
Josef Bakic, Studiengang Sozialarbeit, fh-campus wien
Agnieszka Dzierzbicka, Institut für Bildungswissenschaft, Universität Wien
Johannes Kellner, StuVe Sozialarbeit, fh-campus wien
Nina Wlazny, StRV Pädagogik, Universität Wien
Moderation: Larissa Schindler, Institut für Soziologie, Universität Mainz
In Kooperation mit dem Institut für Bildungswissenschaft der Uni Wien.
Donnerstag, 22. März, 19.00
Freiräume: Zur Logik des Orts
Podiumsdiskussion
Der Kampf um Freiräume bildet einen zentralen Bestandteil
progressiver struktureller Kulturarbeit. Autonome Räume
dienen als Orte des Experiments, der Aneignung aktivistischer
Praktiken, zur Verwirklichung nicht kommerzieller
Kunst-, Kultur- und Sozialprojekte und um Gegenöffentlichkeiten
zu situieren. Um den dahinterliegenden politischen
Prozess sichtbar zu machen, muss ein zeitgemäßer Diskurs
neu initiiert werden.
Robert Foltin, Grundrisse
Markus Hafner, Faktum Flakturm
Lilo Nein, Künstlerin
Initiative Pankahyttn
Moderation: Stefan Lutschinger, IG Kultur Wien
Eine Veranstaltung der IG Kultur Wien.
Donnerstag, 22. März, 19.00
Kosten und Nutzen von Diskursräumen
Das Depot zu Gast im Bruno Kreisky Forum
Bruno Kreisky Forum, Armbrustergasse 15, 1190 Wien
Plattformen der öffentlichen Auseinandersetzung zu
gesellschaftspolitischen und kulturellen Themen sind ein
unabdingbares Instrumentarium der demokratischen Gesellschaft.
Das Gespräch zwischen Fachleuten unterschiedlicher Meinung und
einem interessierten Publikum kann weder durch die Universitäten
noch durch Medien ersetzt werden. Bleibt nur die Frage, ob sich
die öffentliche Hand solche unabhängigen Institutionen überhaupt
leisten will.
Juliane Alton, IG Kultur Österreich
Monika Mokre, Österreichische Akademie der Wissenschaften
Rudolf Scholten, Bruno Kreisky Forum
Wolfgang Zinggl, Kultursprecher der Grünen
Eine Veranstaltung des Depot auf Einladung des Bruno Kreisky Forum.
Freitag, 23. März, 19.00
Kritik der Kreativität
Buchpräsentation und Diskussion
Kreativität zieht wieder. Durch Esoterik und katholischen
Kreationismus, durch die Hypes der Creative Industries und
die Hochflüge der digitalen Boheme zieht sich eine Renaissance
des Schöpferischen. Gerade in der Umgebung
kritischer Kunstpraxis und kollektiver Wissensproduktion
hat sich jedoch eine reichhaltige Landschaft der Kritik der
Kreativität entwickelt.
Monika Mokre, Politikwissenschafterin, Akademie der Wissenschaften
Marion von Osten, Künstlerin, Akademie der bildenden Künste
Gerald Raunig, Philosoph, eipcp
Gerald Raunig / Ulf Wuggenig (Hg.): Kritik der Kreativität (republicart,
Band 6). Wien: Turia+Kant 2007.
In Kooperation mit transform.eipcp.net.
Depot
Breitegasse 3
A-1070 Wien
Tel: +43 1 522 76 13
www.depot.or.at
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02 21.3.-20.6.: Kulturindustrie - eine Veranstaltungsreihe
Café Critique <cafe.critique at gmx.net>
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Kulturindustrie
Veranstaltungsreihe der Studienvertretung Politikwissenschaft
Jeweils Mittwoch um 19.30 im HS III im NIG, Universitätsstraße 7,
1010 Wien
21. 3. 2007
Florian Ruttner: Eine kurze Einführung in den Begriff der
Kulturindustrie oder:
Warum es kein Zufall ist, dass Neonazis auf "Herr der Ringe" und
"Matrix" stehen
Der Begriff der Kulturindustrie, wie ihn Adorno und Horkheimer
prägten, war stets Anwürfen ausgesetzt: Die beiden seien elitäre und
kulturkonservative Schwarzseher und Spielverderber, die die
Vielschichtigkeit der modernen Unterhaltung nicht verstanden hätten.
Entgegen dieser Sichtweise soll herausgearbeitet werden, was mit
diesem Begriff intendiert war, und was der Untertitel des
gleichnamigen Kapitels der "Dialektik der Aufklärung", "Aufklärung
als Massenbetrug" genau heißen soll. Gegen diesen Betrug setzte die
Kritische Theorie auf das "Madigmachen" der Produkte der
Kulturindustrie, das heißt darauf, deren Dürftig- und Schwülstigkeit
aufzuzeigen. Anhand von zwei immens erfolgreichen Filmen der letzen
Jahre - dem Fantasy-Epos "Herr der Ringe" und dem Science-fiction-
Spektakel "Matrix" - soll versucht werden, an diese Praxis
anzuknüpfen. Dabei soll gezeigt werden, dass es keine reine Willkür
ist, dass Zitate aus diesen Filmen auf der Homepage einer
Neonazigruppe zu finden sind.
18. 4. 2007
Gerhard Scheit: Becketts "Endspiel" und "King of Queens" - Versuch,
die Kulturindustrie zu verstehen
Bei Beckett sind die Eltern von Hamm gut in den Haushalt integriert,
sie leben in den Mülltonnen, und hebt Hamm den Deckel ab, sagt er
nur: "Seid ihr noch nicht zu Ende? Kommt ihr nie zu Ende?" Die
Kulturindustrie macht immer weiter: Der Vater von Carrie aus der US-
Sitcom "King of Queens" haust im Keller, aus dem er wie von einer
Mülldeponie vergangener Moden seine Pullover holt. Der Unterschied
ist nur, daß jeder Mann, jede Frau, mit Doug und Carrie sich
identifizieren kann, nicht aber mit Hamm und Clov. Für ständige
Abwechslung im Immergleichen ist gesorgt, beim Pullover-Muster wie in
den Beziehungskonflikten. Während das "Endspiel" die Deformationen
vorführt, "die den Menschen von der Form ihrer Gesellschaft angetan
werden" (Adorno), üben die US-Sitcoms durch die Deformationen
hindurch, die sie affirmieren, zivilisatorische Standards ein, wie
sie auf einer bestimmten Entwicklungsstufe kapitalistischer
Warenproduktion jeweils möglich sind. Diese Dialektik der Aufklärung
kommt bei Adorno und Horkheimer merkwürdigerweise zu kurz. Dabei ist
kein Jota ihrer Kritik an der Kulturindustrie zurückzunehmen und jede
Deformation als solche zu denunzieren. Nur wäre zu fragen, ob nicht
schon in der Formulierung des Begriffs der Frage des Staats zugunsten
einer diffusen Vorstellung von Macht ausgewichen wird, und dadurch
ungeklärt bleibt, auf welche Weise die Konsumenten der
Kulturindustrie sich jeweils mit politischen Instanzen
identifizieren; ob also nicht die Kritik des Staats auf dem Gebiet
der Kulturindustrie erst noch zu eröffnen wäre. Für die
postnazistische Situation könnte das etwa heißen, Doug und Carrie aus
Queens den deutschen Paaren gegenüberzustellen, die als Tatort-
Ermittler in den Nachfolgestaaten des Dritten Reichs ihr Unwesen
treiben.
16. 5. 2007
Karin Lederer: "Hoffen? Sie halten doch die Hoffnung für einen
menschlichen Fehler, Mr. Spock?" (Dr. McCoy) - Vom utopischen
Anspruch in der Science Fiction
Die Kulturindustrie erzeugt nicht nur falsches Bewusstsein, sondern
liefert auch Alternativwelten, als scheinbar kritisches Beiwerk. Zum
Beispiel das nach eigenen Angaben humanistische, tolerante,
multikulturelle und fortschrittliche Star-Trek-Universum. Ist Star
Trek Edel-Science-Fiction oder liberale Space Opera? Moralisierender
"Gegendiskurs" oder bürgerlicher Reformismus? Verkaufsgag der
Kulturindustrie oder Distributionssozialismus? Seit über 40 Jahren
will Star Trek mit seinen Serien und Filmen Aufklärung und Utopie
betreiben. In der Aufklärung selbst - die nicht selbstreflexiv ist
und die Bedingungen ihrer Möglichkeit in die Kritik mit einbezieht -
ist das Moment der Barbarei jedoch immer schon mit angelegt. Und was
die Utopie betrifft, muss festgestellt werden: je konkreter und
konstruktiver sie sich geriert, umso mehr tendiert sie dazu,
autoritär zu sein. Utopie ist nicht unbedingt Kritik an herrschenden
Zuständen durch fiktives Idealbild, sondern oft Affirmation des
Bestehenden. Kapitalismus, so verkündet die Science Fiction meist,
sei sozusagen die gesellschaftliche Form der menschlichen Natur. Die
Zukunft erscheint (in ihren positiven Varianten) als relativ
konfliktfrei entstandenes "elektrifiziertes Schlaraffenland mit regem
Wissenschaftsbetrieb", bevölkert von oberflächlich bunten,
folkloristischen Multi-Kulti-Männern, -Frauen und -Aliens.
6. 6. 2007
Renate Göllner: Kulturindustrie und Geschlechterverhältnis - Warum
"Desperate Housewives" besser ist als Judith Butler und ich dennoch
dabei einschlafe
Die amerikanische Feministin Judith Butler hat bekanntlich keinen
Begriff davon, dass diese Gesellschaft im innersten aus den stummen
Zwängen kapitalistischer Verwertung besteht und in letzter Instanz
durch die Androhung von Gewalt zusammengehalten wird. Die "Desparete
Houswives" hingegen, logische Fortsetzung von "Golden Girls" und "Sex
and the City", kommen um solche Erkenntnisse nicht so einfach herum.
Bree, Gabrielle und all die anderen sind nicht in der günstigen Lage,
sich eine Identität nach der anderen auszusuchen, so als wären sie
auf einer permanenten Faschingsparty namens Gender Troubels. Sind sie
auch bis in jede ihrer Fasern Clichés der Kulturindustrie, wie sie im
Buch stehen, und zwar in der "Dialektik der Aufklärung", so liegt der
Witz der Serie in ihren beständigen, überraschenden Wandlungen. Und
im Hintergrund bleibt stets die Gefahr an den bürgerlichen
Verhältnissen zugrunde zugehen, denen sich allein die Freiheit
verdankt. Verkehrte Welt: an der Universität triumphiert im
poststrukturalistischen Jargon die Kulturindustrie; im Fernsehen
hingegen findet die Reflexion statt - freilich nur so weit sie in
dieser Gesellschaft ohne Einbuße an Erfolg eben möglich ist.
Und während in Amerika die Houswives solchermaßen desperat werden,
schickt man in Deutschland die Hausfrauen in die "Bräuteschule 1958".
Jedem Fernsehpublikum die Serie, die es verdient.
20. 6. 2007
Tobias Ebbrecht: Hollywood zwischen Traummaschine und Feindbild
Hollywood ist wieder zunehmend zum Synonym für "amerikanischen
Kulturimperialismus" geworden, obwohl sich gerade aus den Reihen der
Schauspielstars der Traumfabrik die prominentesten Kritiker der
gegenwärtigen US-Regierung rekrutieren. Seitdem der Filmstandort an
der amerikanischen Westküste zum Zentrum der Filmproduktion wurde,
gilt Hollywood als Anziehungspunkt und Feindbild gleichermaßen. Der
Vortrag nähert sich über eine historische und stilistische Analyse
des klassischen Hollywoodkinos der Aktualität der
Kulturindustriekritik, wie sie vor allem die kritische Theorie
entwickelt hat. Gefesselt vom "Stein der Stereotypie" gilt der
Schematismus von Hollywoodproduktionen als Ausdruck jener
Bewusstseinsindustrie, als welche populäre Unterhaltung in Summe
heute angesehen wird. Der Blick für die Brüche im scheinbar
statischen Genrekonzept, die gerade durch die in der
Massenkompatibilität des Systems angelegte Befriedigung der innerhalb
der Unterhaltungsindustrie produzierten Bedürfnisse möglich werden,
wird den selbsternannten Nachfolgern der Kulturkritik heute, die mehr
vom antiamerikanischen Ressentiment als von kritischer Analyse
motiviert sind, unmöglich. Doch das kritische Potential von
Hollywoodfilmen entfaltete sich vielmehr innerhalb des Genrerahmes
(und auch innerhalb der Gesellschaft) im emphatischen Bezug auf das
Individuum gegen das Kollektiv. An neueren, explizit politischen
Hollywoodproduktionen soll gezeigt werden, wie dieses kritische
Potential der Hollywoodästhetik in ihrer postmodernen Fortführung
verschwindet und in Ressentiment umschlägt.
http://www.univie.ac.at/politikwissenschaft/strv/texte/kultur.htm
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sonstige Termine:
9. 5. 2007
Wien, 18:30
Islamischer Antisemitismus und der Nahostkonflikt
Vortrag von Matthias Küntzel
Jüdisches Museum, Dorotheergasse 11, 1010 Wien
Eine Veranstaltung von Scholars for Peace in the Middle East
(Austria) mit Unterstützung von Café Critique u. a.
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Café Critique
Verein für Gesellschafts- und Kulturkritik
Wickenburggasse 16/5
A-1080 Wien
Tel.: 0043 699 107 87 421
Fax: 0043 1 406 81 54 19
Email: cafe.critique at gmx.net
Web: http://www.cafecritique.priv.at
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03 Kundgebung gegen Eurofighter 24.03., Wien
Werkstatt Frieden & Solidarität <office at werkstatt.or.at>
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Werkstatt Frieden & Solidarität
Waltherstr. 15, 4020 Linz
Tel. 0732/771094
Fax 0732/797391
Mail: office at werkstatt.or.at
Web: www.werkstatt.or.at
Eurofighter-Ausstieg SOFORT!
Kundgebung gegen Eurofighter und Sozialabbau
Samstag, 24. März 2007
13 Uhr
Vor dem Parlament in Wien"Mit mir als Bundeskanzler gibt es keine
Eurofighter", tönte SPÖ-Chef Gusenbauer selbstbewusst im
vergangenen Wahlkampf (Kurier, 26.8.2006). Am 30. Oktober 2006
hat der österreichische Nationalrat u. a. mit den Stimmen der SPÖ
neben einem klaren Auftrag zum Eurofighter-Ausstieg eine klare
Aufforderung, die Eurofighter-Beschaffung sofort zu unterbrechen,
beschlossen. Aber was die Nationalrats-Abgeordneten Gusenbauer
und Darabos beschlossen haben, spielt für sie als Bundeskanzler
und Verteidigungsminister keine Rolle mehr - der
Beschaffungsvorgang wird unvermindert fortgesetzt: Im Jänner 2007
wurden die ersten zwei Raten in der Höhe von 218 Mio. Euro an den
Eurofighter-Produzenten EADS überwiesen, die dritte Rate in der
Höhe von 109 Mio. Euro ist Ende März 2007 fällig. Bereits jetzt
startet die praktische Ausbildung des ersten österreichischen
Piloten am Eurofighter in Deutschland. Verteidigungsminister
Darabos brüstet sich damit, dass das Militärbudget in diesem Jahr
um 33 % von 1,8 auf 2,4 Mrd. Euro erhöht wird - die Gründe: der
Ankauf der 18 Eurofighter und die zunehmenden Auslandseinsätze
des österreichischen Bundesheeres (ORF-Mittagsjournal, 2.3.2007).
Es ist eine der größten Lügen, dass das mit Gesamtkosten in der
Höhe von 6 Mrd. Euro teuerste Rüstungsprojekt in der Geschichte
der Zweiten Republik der Verteidigung der Neutralität diene. So
geht aus einem Akt des Verteidigungsministeriums vom 15. April
2000 hervor, dass es nie um den Ankauf von
"Luftraumüberwachungsflugzeugen", sondern immer schon um
offensive Kampfbomber mit der Fähigkeit zu Flächenbombardements
ging, um für die Auslandseinsätze im Rahmen der EU gerüstet zu
sein. Gründe, wegen "Sittenwidrigkeit" aus dem Eurofighter-
Vertrag auszusteigen, ohne einen Cent zu bezahlen, gibt es genug
(siehe dazu auch im Internet unter www.werkstatt.or.at).
Lassen wir nicht zu, dass der Bruch von Wahlversprechen ein
"Kavaliersdelikt" ist, dass in Österreich Nationalrats-Beschlüsse
einfach ignoriert werden und dass Unsummen für teures Kriegsgerät
anstatt für Investitionen in Soziales, Bildung, Gesundheit, etc.
ausgegeben werden!
Treffen wir uns bei der Kundgebung "Eurofighter-Ausstieg SOFORT!"
am 24. März 2007 um 13 Uhr vor dem Parlament in Wien!
Wer aus Linz zur Kundgebung anreisen möchte und noch eine
Mitfahrgelegenheit sucht, bitte im Werkstatt-Büro melden:
0732/771094 bzw. office at werkstatt.or.at
Neue Infozeitung "Eurofighter-Ausstieg SOFORT!" (8 Seiten, á 10
Cent, ab 300 Expl. á 5 Cent) kann jetzt bestellt werden!
Bestellung: office at werkstatt.or.at
Die Unterschriftenaktion "Eurofighter-Ausstieg SOFORT!" kann auch
online unterstützt werden auf www.werkstatt.or.at
Weitere Termine:
Montag, 19. März 2007, 10 - 17 Uhr
Auf der Staatsbrücke in Salzburg
Kundgebung "Eurofighter-Ausstieg SOFORT!"
Mittwoch, 21. März 2007, 19 Uhr
Amerlinghaus, Stiftgasse 8, A-1070 Wien
Konfliktregion Afrika
Lehrbeispiel Sudan
Vortrag, Ton-Dias und Diskussion mit Peter Schmidt
Eine Veranstaltung der Werkstatt Frieden & Solidarität u. a.
Donnerstag, 22. März 2007, Wien
09.30 bis 11.00 Uhr: Vor dem Parlament
16.00 bis 17.30 Uhr: Auf der Friedensbrücke/U4
Protest- und Verteilungs-Aktionen "Eurofighter-Ausstieg SOFORT!"
Aktionstag in Linz:
Widerstand statt Zustimmung zum Regierungsprogramm
Nein zu Studiengebühren! Nein zum Eurofighter-Ankauf! Nein zu
Arbeitszeitverlängerung, Privatisierung und weiterem Sozialabbau!
Freitag, 23. März 2007, 14 Uhr
Taubenmarkt, A-4020 Linz
Freitag, 30. März 2007, 18 Uhr
Universität Linz (Keplergebäude, Raum K269D), Altenberger Str. 69, A-4040 Linz
Besetzte Betriebe in Lateinamerika
Ein Augenzeuge berichtet
Samstag, 21. April 2007, A-5280 Braunau am Inn
Antifaschistische Kundgebung
Gemeinsam gegen Rechtsruck und Sozialabbau!
Freitag, 27. April 2007, 19 Uhr
StudentInnenheim (Dr. Ernst Koref Haus), Prunerstr. 3a, A-4020
Linz (Nähe Prunerstift/Musikschule)
Kongo
Demokratische Alternativen zum Neokolonialismus
Vortrag und Diskussion mit zwei Vertretern der demokratischen
Oppositionsbewegung UDPS (Union für Demokratie und sozialen Fortschritt)
Eine Veranstaltung der Werkstatt Frieden & Solidarität u. a.
Samstag, 28. April 2007, 17 Uhr
Amerlinghaus, Stiftgasse 8, A-1070 Wien
Kongo
Demokratische Alternativen zum Neokolonialismus
Vortrag und Diskussion mit zwei Vertretern der demokratischen
Oppositionsbewegung UDPS (Union für Demokratie und sozialen
Fortschritt)
Eine Veranstaltung der Werkstatt Frieden & Solidarität u. a.
Sonntag, 29. April 2007, 13 Uhr
Treffpunkt: Marktplatz (beim Brunnen), St. Florian (OÖ)
Wanderung von St. Florian nach Ansfelden
Geschichte erwandern
Der Todesmarsch der ungarischen Juden
Mit Alexander Schinko (Mauthausen Komitee Ansfelden)
Anmeldung erforderlich bei der Werkstatt: Tel. (0732) 77 10 94,
E-Mail office at werkstatt.or.at (dort gibt´s auch weitere
Informationen über evt. gemeinsame Anreisemöglichkeiten, etc.)
Kosten: freiwillige Spende zur Finanzierung der Unkosten und der
antifaschistischen Arbeit vor Ort
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JETZT UNTERSCHREIBEN!
Neutralität und aktive Friedenspolitik statt Kumpanei bei der
Kriegsvorbereitung gegen den Iran Aktiv werden gegen den Krieg,
bevor er beginnt: Das Säbelgerassel gegen den Iran aufgrund
seines Atomprogramms wird immer lauter. Jedem nüchternen
Beobachter ist klar, dass eine weitere Eskalation des Konflikts
mit der Perspektive eines Militärschlags eine Katastrophe für die
Menschen im Iran, im gesamten Nahen und Mittleren Osten
einschließlich Israels, aber auch für uns in Europa
heraufbeschwören kann. Unterstützen Sie deshalb den Aufruf
"Neutralität und aktive Friedenspolitik statt Kumpanei bei der
Kriegsvorbereitung gegen den Iran".
http://www.friwe.at/StopptDenKrieg/KeinKriegGegenIran.htm
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MELDUNGEN UND KOMMENTARE
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04 Ilisu-Staudamm: Offener Brief an den Bundeskanzler
"GFBV Hans Bogenreiter" <hans.bogenreiter at gfbv.at>
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S.g. Herrn
Dr. Alfred Gusenbauer
Ballhausplatz 2
1010 Wien
Betr.: Ilisu-Staudamm
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler!
Die Gesellschaft für bedrohte Völker-Österreich ist erschüttert
über die Befürwortung einer Staatsgarantie für das höchst
umstrittene türkische Staudammprojekt ILISU durch den ÖKB-Beirat.
Diesem - mit 300 km2 zweitgrößten Staudamm in der Türkei -
würden 170 Dörfer und Städte zum Opfer fallen, darunter wertvolle
Kulturgüter wie der historisch und kulturell schützenswerte, aus
dem Mittelalter stammende untere Teil von Hasankeyf.
Der GfbV ist natürlich das Schicksal der direkt Betroffenen -
hauptsächlich KURDEN - ein Anliegen:
12.000 Anwohner würden vertrieben werden, weitere 60.000 Bauern
mit der Flutung der Felder ihrer Lebensgrundlage beraubt. Und was
von den Versprechungen der türkischen Regierung und der
Kraftwerksbetreiber bezüglich Entschädigung zu halten ist, wissen
zehntausende Menschen, die durch Staudammprojekte vertrieben
wurden und als Arbeitslose in den Slums Großstädten leben, und
vielfältigen Repressalien von Seiten der staatlichen Autoritäten
ausgesetzt sind. Ungezählte andere Vertriebene haben in Europa
Zuflucht gesucht.
Da die ÖKB die Bedingungen für die Gewährung der Exportgarantie
nicht offen legt, ist zu befürchten, dass zahlreiche weitere
Probleme wie Biodiversität, Wasserqualität (Versalzung), die
Wasserversorgung des Irak und Syriens (und das daraus
resultierende neue Konfliktpotenzial im Nahen Osten), etc.,
spätestens mit Baubeginn kein Thema mehr sein werden.
Wir wissen uns einig mit vielen SPÖ- und grünen PolitikerInnen
sowie Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen, die sich kritisch
bis negativ bezüglich einer österreichischen Garantie
ausgesprochen haben.
Die GfbV-Ö ersucht Sie, sehr geehrter Herr Bundeskanzler,
eindringlich,
- darauf zu dringen, dass diese Garantie nicht geleistet wird;
- zum Projekt selbst und zur Vorgangsweise öffentlich Stellung zu
nehmen, insbesondere auch zur Rolle des Bundeskanzleramtes dabei;
- eine ausführliche Debatte im Nationalrat herbeizuführen.
Mit freundlichen Grüßen
Alfred Brandhofer, Obmann der GfbV-Ö
Mustafa Akgün, Vorstandsmitglied
Hans Bogenreiter, Geschäftsführer
Gesellschaft für bedrohte Völker - Österreich
Menschenrechtsorganisation, ZVR: 976595297
Untere Viaduktgasse 53/7A
A-1030 Wien
Tel: +43/1/503 49 90
Fax: +43/1/503 13 36
Homepage: www.gfbv.at
E-mail: office at gfbv.at
Vereinskonto: 7.238.909 BLZ: 60000
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SOLIDARITÄT WELTWEIT
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05 Appell für Freilassung der deutschen Geiseln
"GFBV Hans Bogenreiter" <hans.bogenreiter at gfbv.at>
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GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER
PRESSEMITTEILUNG Arbil/Göttingen, den 16. März 2007
Geiselnahme im Irak: Gesellschaft für bedrohte Völker Sektion
Kurdistan / Irak appelliert an irakische Führung: "Tun Sie alles
für die Freilassung der beiden deutschen Geiseln!"
In einem offenen Brief an den irakischen Staatspräsidenten Jalal Talabani,
den Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki und den Präsidenten des irakischen
Bundeslandes Kurdistan Masud Barzani hat die Gesellschaft für bedrohte
Völker Sektion Kurdistan/Irak (GfbV) die gesamte irakische Führung dazu
aufgefordert, alles dafür zu tun, dass die 61-jährige Deutsche Hannelore
Marianne Krause und ihr erwachsener Sohn freigelassen werden. "Das
Schicksal der beiden entführten Deutschen liegt uns sehr am Herzen",
sagte Yousif Dzayi, GfbV-Repräsentant in Arbil am Freitag. "Wir teilen die
Sorgen der Familienmitglieder hier im Irak und im fernen Deutschland. In
Kurdistan können Menschen verschiedener Nationalitäten und
Glaubensgemeinschaften noch in Frieden und Sicherheit leben. In anderen
Teilen des Iraks aber gehören solche Entführungen leider zum Alltag."
Die beiden deutschen Staatsbürger wurden am 06. Februar 2007 in Bagdad
verschleppt. Die Täter drangen in ihre Wohnung in einem überwiegend von
Sunniten bewohnten Stadtviertel in Bagdad ein und entführten die aus dem
Umland von Berlin stammende Frau und ihren Sohn. Den Ehemann von
Frau Krause, einen irakischen Professor, ließen sie zurück.
gez. vom Beirat der GfbV Sektion Kurdistan/Irak:
Fr. Bayzar Melko, Armenierin, Mitglied des Parlaments von Kurdistan/Irak
(PM)
Fr. Chanzad Yosüf Muhammad, Kurdin, Frauenunion Kurdistan (FUK)
Fr. Dschihan Raschid Sindi, Kurdin, (FUK)
Fr. Nazdar Asad Mahmud, Kurdin, Vorsitzende des Frauenvereins von
Barzan "Wiedergeburt" (Vejin)
Fr. Scherin Amedy, Kurdin, (FUK)
Fr. Tschiman Saleh, Kurdin, (FUK)
Hr. Adham Barzani, Kurde, (PM)
Hr. Bahrham Sarspi, Kurde, Verein für politische Gefangene
Hr. Dr. Daxil Said Khidir, Kurde-Yezidi, (PM)
Hr. Dr. Ismat Muhammad Amedy, Kurde, Präsident der Universität von
Duhok
Hr. Dr. Kamal Schaker, Kurde, Generalsekretär der Kommunistischen
Partei Kurdistan, (PM)
Hr. Dr. Munther Al Fadhal, Araber (Schiit), Wissenschaftler
Hr. Dr. Nasih Gafur, Kurde, (PM)
Hr. Dr. Sadi Aimaleh, Assyro-Chaldäer, Universitätsprofessor
Hr. Ezeddin Baqasre, Yezidi, PM
Hr. Haidar Schech Ali, Schiit/Feyli-Kurde, (PM)
Hr. Hasib Rojbayani, Kurde, Stadtrat Kirkuk
Hr. Jamal Schamon, assyro-chaldäischer Christ
Hr. Kemal Kerkuki, Kurde, Demokratische Partei Kurdistan KDP, (PM)
Hr. Najmedin Karchi, Turkmene, Vorsitzender der turkmenischen
Parlamentsfraktion
Hr. Nawzad Hadi, Kurde, Gouverneur von Arbil
Hr. Nimrud Youkhana, Assyro-Chaldäer, (PM)
Hr. Omar Tschingiyani, Muslimischer Geistlicher und TV-Moderator
Hr. Romeo Hakari, Assyro-Chaldäer, christliche Bethnahrin-Partei, (PM)
Hr. Sadi Ahmad Pira, Kurde, Patriotische Union Kurdistan PUK
Hr. Wartkes Moses Sarkisjan, Armenier
Hr. Yousif Dzayi, Kurde, GfbV-Repräsentant Arbil
Für Nachfragen sind das GfbV-Beiratsmitglied Minister Dr. Daxil Said
Khidir unter Tel.: 00964-7504452256 (englisch) oder - falls nicht
erreichbar
- der GfbV-Generalsekretär Tilman Zülch unter 0151 153 09 888.
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Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
Inse Geismar, Pressereferentin
Postfach 2024, D-37010 Goettingen
Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028
E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de
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06 Heiligendamm
Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe
<gipfelsoli-l at lists.nadir.org>
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Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität
und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung
------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org --
- Potsdamer Anti-G8-Gruppen lehnen Gespräch mit Sigmar Gabriel (SPD) ab
- Weitere Auftragsvergaben für Sicherheitsmaßnahmen
- G8 / Rostock: Das JEIN der Bürgerschaft zur praktischen Unterstützung für die
GipfelgegnerInnen
- Brandheiße News vom Convergence Center in Rostock:
- Kölns G8-Protestgipfel
- ... same procedure as every year?
- Bundesweites Vorbereitungstreffen Internationale Demo in Hamburg
- Keine Busse an die Ostsee
- Einwohner für G8-Gipfel erfasst
- Terrorismusexperte warnt vor Anschlägen bei EU- und G-8-Gipfel
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Umweltminister Gabriel bietet G8-Bündnis Gespräch an
Potsdamer Anti-G8-Gruppen lehnen Gespräch mit Sigmar Gabriel (SPD) ab
Potsdam. Da erschrak Lutz Boede vom Anti-G8-Bündnis in Potsdam ein wenig: "Wir
kommen mit einer ungewöhnlichen Nachricht", ließ die Polizei ihn am Montag per
Telefon wissen. Der Bundesumweltminister hat den InitiatorInnen der Jubeldemo
gegen die G8 Umweltministertagung in Potsdam am 17. März ein Gesprächsangebot
gemacht. Dazu der Sprecher des Bündnisses, Holger Zschoge:
"Es gibt immer noch Überraschungen! Da hat doch der Bundesumweltminister Herr
Gabriel tatsächlich angeboten, mit uns reden zu wollen!? Zugegeben, der
Kommunikationsweg ist etwas außergewöhnlich, er hat den Einsatzleiter der
Polizei gebeten, mit uns Kontakt aufzunehmen. Immerhin hat er unsere ganze
Kreativität und Satire herausgefordert, um eine Antwort zu formulieren. Wir
gehen aber nicht den geheimen Weg über die Polizei, sondern den eines "Offenen
Briefes". Ansonsten sehen wir uns am Samstag zur Jubeldemo!"
Offener Brief an Herrn Sigmar Gabriel (SPD), Bundesumweltminister
Lieber Herr Gabriel!
Wir wollen uns mit diesem Schreiben recht herzlich für die liebe Einladung
bedanken, sich mit uns, dem Anti-G8-Bündnis Potsdam unterhalten zu wollen!
Bei der schweren Aufgabe, die Welt endgültig zerstören zu wollen, braucht man
viele, viele Verbündete. Vielleicht bringen Sie auch noch ein paar Freunde von
der deutschen Autoindustrie oder der Leipziger Strombörse mit, dann können wir
nach dem fruchtbaren Gespräch noch eine tolle Party feiern. VW, BMW und
Mercedes werden es sich doch bestimmt nicht nehmen lassen, diese genauso zu
sponsern wie den gesamten G8-Prozess in Deutschland dieses Jahr.
Auch die anderen Umweltminister können Sie gern mitbringen. Wir haben schon ein
kleines Modell eines Atomkraftwerkes für die kommende Jubeldemo gebastelt, dass
schenken wir gern den Umweltministern aus Russland oder Frankreich. In diesem
Zusammenhang wollen wir Ihnen noch einmal unsere Hochachtung für die taktische
Meisterleistung deutlich machen, mit der Sie so tun, als ob Sie aus der
Atomkraft aussteigen wollen und gleichzeitig Atomtechnologie und Atommüll
weltweit exportieren. Aus diesem Grund haben Sie wohl auch die Umweltminister
der Schwellenländer eingeladen. Den aus China würden wir zu gerne kennen
lernen. Wir haben gar nicht gewusst, dass es dort überhaupt einen gibt.
Zeit und Anlässe zu einem Treffen mit uns werden Sie während Ihres Besuchs in
Potsdam sicher genug finden. Lustig wäre es, wenn Sie uns zum Gala-Diner in der
Potsdamer Biosphäre einladen könnten. Symbolträchtiger geht es tatsächlich kaum:
Lass uns die Urwälder in den Tropen zerstören und deren Landschaften hier
künstlich nachbauen. Der Umweltminister aus Brasilien wird sich aber freuen!
Wir können ihm ja dafür eine Erhöhung des Imports von Tropenhölzern und
Sojamehl in Aussicht stellen?!
Mit der Biosphäre dokumentiert Ihnen Ihr Gastgeber Brandenburg gleich auch
seine Klimapolitik: Mit Biosphäre, Tropical Island und vielen Thermen haben
wir viele schöne und große Energieverschwender, die aber durch die CO2-
freundliche Braunkohleverstromung genial wieder ausgeglichen werden.
Ja, Herr Gabriel, wir würden ja wirklich gern ... Haben aber leider keine Zeit.
Es ist soviel zu tun, bei unserer Aufgabe, einen kleinen eigenen Beitrag zur
Zerstörung der Erde zu leisten. Vor allem müssen wir Ihren Urlaubsaufenthalt in
Potsdam vor den Chaoten, Atomkraftgegnern und Umweltaktivisten schützen. Lassen
Sie sich nicht stören, Sie wissen genauso gut wie wir, dass Sie uns nichts zu
sagen haben.
Viel Spass bei Ihrer PR- Show!
Wir sehen uns in Heiligendamm im Kempinski!
Anti-G8-Bündnis Potsdam
[http://www.inforiot.de/news.php?topic=news&article_id=11052]
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Weitere Auftragsvergaben für Sicherheitsmaßnahmen
Die Heintzmann Sicherheitssysteme GmbH & Co. KG aus Bochum erhielt einen Auftrag
für die Errichtung von Sperren an den Zufahrtsbereichen rund um Heiligendamm.
Zum Einsatz kommen Poller Hubbalken und schwere Sperrschranken. Diese Sperren
werden in den Zufahrtsbereichen nach Heiligendamm, an der Rennbahn und am
Wasserwerk Hinterbollenhagen montiert werden.
[http://www.g8-deutschland-hotel.de/weitere-auftragsvergaben-fuer-sicherheitsmassnahmen.htm]
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G8 / Rostock: Das JEIN der Bürgerschaft zur praktischen Unterstützung für die
GipfelgegnerInnen
Vorbereitungen für G8-GegnerInnen erschwert
von Christine Lehnert, Abgeordnete der SAV in der Bürgerschaft der Hansestadt
Rostock
Auf der Sitzung der Bürgerschaft der Hansestadt Rostock am 14.03.2007 wurde der
Antrag der SAV mit den Forderungen nach akzeptablen Campplätzen, der Öffnung
von Schulen und Turnhallen sowie logistischer Unterstützung für die
GipfelgegnerInnen auf den St. Nimmerleinstag verschoben.
Obwohl die Antragsstellung im Rostocker G8-Bündnis auf positives Echo - unter
anderem auch bei den Grünen - stieß, sorgte die Fraktion B90/Grüne dann bei der
Bürgerschaftssitzung dafür, dass die Behandlung des Antrages auf den 9.5. (!) -
und damit nur 3 Wochen vor den Gipfel - vertagt wird. Dies ist eine
inakzeptable Beeinträchtigung der Vorbereitungen der Gegenaktivitäten. Als
Höhepunkt der Heuchelei verabschiedeten die bürgerlichen Fraktionen
einschließlich der L.PDS dann 10 Minuten später einer gemeinsame Erklärung, in
der sie sich dafür aussprechen, "dass auch für die kritische Begleitung des
G8-Gipfels angemessene Rahmenbedingungen geschaffen werden. Dies sehen wir als
Beitrag, die friedliche inhaltliche Auseinandersetzung mit den Themen des
G8-Gipfels zu fördern und Rostock als weltoffene und gastfreundliche Stadt zur
präsentieren."
Dies bleibt jedoch solange nur ein Lippenbekenntnis bis die Mehrheit im Rathaus
wirklich bereit ist, sich mit den berechtigten Forderungen der DemonstrantInnen
auseinanderzusetzen. Ich werde weiterhin den Widerstand gegen G8 mittragen und
fordere die Stadt Rostock auf den GipfelgegnerInnen endlich ausreichend
Unterstützung zukommen zu lassen.
Es ist makaber, dass der rote Teppich für Kriegstreiber wie Bush, Sozialräuber
wie Merkel und Menschenrechtsverletzer wie Putin ausgerollt wird, während
diejenigen, die für eine gerechte und friedliche Welt eintreten schon im
Vorfeld der Proteste kriminalisiert werden. Die Durchsuchung bei den Vertretern
des G8-Bündnisses sowie deren Autos durch die Polizei spricht eine deutliche
Sprache und ist alles andere als von Kooperation gekennzeichnet.
Wenn Politiker und Medien die Angst vor den Chaoten schüren, kann ich nur sagen,
es gibt Chaoten, aber die sitzen im Landtag, im Rostocker Rathaus und bei der
Polizei und sie behindern gut vorbereitete Gegenaktivitäten und tragen somit
die Verantwortung, wenn es zu Chaos kommt.
15. März 07
Christine Lehnert
SAV
[http://www.sozialismus.info/?sid=2028]
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Brandheiße News vom Convergence Center in Rostock:
Intergalaktische Subversion ab jetzt!
In den vergangenen zwei Wochen haben sich in der Hansestadt sehr interessante
Dinge zugetragen. Die Stadtverwaltung hat der Protestbewegung eine leerstehende
Schule im Satellitenvorort Evershagen zu Verfügung gestellt, unter der
Bedingung, dass ab sofort Menschen dort einziehen, um das Gebäude vor
Vandalismus zu schützen! Angesichts der prekären Raumsituation vor Ort hat die
convergence center crew diese erste Möglichkeit beim Schopf gepackt, und ist
seit Mitte März in die Platte gezogen. Bevor die Schule übergeben wurde, ist
sie gründlich ausgeschlachtet worden, übrig geblieben ist ein leeres Gebäude
mit Hof und die Möglichkeit, beides bis zum Gipfel fit für den Widerstand zu
machen! Ab jetzt laden wir euch ein, uns bei diesem Vorhaben zu unterstützen
und können Workshopräume und Schlafplätze zur Verfügung stellen.
Wir rufen auf zum gelebten Gipfelfieber: kon|ver|gie|ren: sich nähern, einander
näher kommen, zusammenlaufen!
Los geht's! Kontakt: cc-rostock at riseup.net
[cc-rostock at riseup.net]
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Kölns G8-Protestgipfel
Auf einer Konferenz bereitet sich ein buntes Spektrum in Köln auf das Treffen
der Staats- und Regierungschefs vor
KÖLN taz Der Veranstalterkreis reicht vom Kölner DGB über Greenpeace, Robin
Wood, BUND und Attac bis zu Bürgerrechtsinitiativen wie "kein mensch ist
illegal" oder auch der Radikalen Linken Köln: Mit einer ganztägigen
Aktionskonferenz bereiten sich am morgigen Samstag Kölner Initiativen und
Organisationen auf das für Anfang Juni in Mecklenburg-Vorpommern geplante
G8-Gipfeltreffen vor. Dienen soll der im Bürgerzentrum Alte Feuerwache
stattfindende "Erste Kölner G8-ProtestGipfel" der "Vorbereitung des
vielfältigen Widerstandes gegen die sozial- und umweltfeindliche Politik der G8
und deren Machtanspruch".
In 17 Workshops, einer Podiumsdiskussion, einem "Zukunftsplenum" sowie einem
"Markt der Möglichkeiten" bieten die Organisatoren ab 11.30 Uhr eine bunte
Themenpalette an: Über die kapitalistische Weltwirtschaft und die
Globalisierung wollen sie ebenso diskutieren wie über den Klimawandel und die
ökologische Krise oder auch "die Militarisierung innen und außen". Gleichwohl
steht nicht nur Theorie auf dem Programm. Mit dabei ist auch die "Gestaltung
eines mobilen Aktionsstandes" - und eine abschließende Party.
Gegen das Treffen der Staats- und Regierungschefs der sieben reichsten
Industrienationen und Russlands vom 6. bis 8. Juni im Ostseebad Heiligendamm
mobilisieren derzeit bundesweit zahlreiche Gruppen zu Protestaktionen. Sie
kritisieren, die Politik der G8 stehe "für eine neoliberale Globalisierung und
Deregulierung, die Wirtschaftspolitik an den Rendite-Interessen internationaler
Finanzanleger und Konzerne ausrichtet", wie es in einem breit getragenen Aufruf
zu einer bereits für den 2. Juni angemeldeten Großdemonstration in Rostock
heißt. Deren Motto: "Eine andere Welt ist möglich!"
[http://www.taz.de/pt/2007/03/16/a0009.1/text]
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... same procedure as every year?
Am 01. Mai 2007 will die ultra-rechte NPD - unter dem Motto "Sozial statt
global" - in Neubrandenburg aufmarschieren, um dort ihre menschenverachtende
Propaganda zu verbreiten und die diffusen Ängste der Bevölkerung, im
Zusammenhang mit einer voranschreitenden Globalisierung, für sich zu nutzen.
Die Frage sozialer Spannungen hat sich in Mecklenburg-Vorpommern mittlerweile
zum zentralen Thema der Rechten entwickelt und wird regelmäßig von der NPD mit
Parolen gegen Sozialabbau und Globalisierung unterfüttert.
Der 1. Mai ist dabei für die Neonazis gewiss kein beliebiger Anlass, ihren
populistischen Forderungen Nachdruck zu verleihen, sondern der Versuch den
internationalen Kampftag der Arbeiter_innen für eigene Zwecke zu missbrauchen,
zum "Tag der deutschen Arbeit" umzudeuten und so an nationalsozialistische
Traditionen anzuknüpfen.
quo vadis, neubrandenburg?
Seit den ersten Aufmärschen, die noch durch entschlossene Antifaschistinnen und
Antifaschisten unterbunden oder aber massiv gestört wurden, konnten die
Neonazis ihre Aktivitäten in der "Hochburg des antideutschen Pöbels"
kontinuierlich steigern und treffen dabei auf immer weniger Widerstand. Immer
mehr Neubrandenburger_innen vernehmen zwar den Anstieg rechter Aktivitäten,
ohne jedoch entsprechend darauf zu reagieren.
Ein stetiger Zuwachs der rechten Wählerschaft in Neubrandenburg ist auch anhand
der Ergebnisse der Landtagswahl 2006 zu konstatieren: In den beiden Wahlkreisen
der Stadt Neubrandenburg erhielt die NPD jeweils 6,3 Prozent der Zweitstimmen
und konnte damit ihr Ergebnis, im Vergleich zum Wahl-Jahr 2002, mehr als
verzehnfachen. Auch den Bürger_innen der Stadt Neubrandenburg ist es folglich
zu 'verdanken', dass derzeit sechs Neonazis im Landtag von
Mecklenburg-Vorpommern ihr Unwesen treiben und gezielt versuchen über
parlamentarische Anfragen zivilgesellschaftliche, sowie linke Projekte und
Gruppen auszuspionieren.
Der aktuelle Versuch der Nazis, ihre menschenverachtende Ideologie als
vermeintliche Lösung für soziale Probleme anzubieten, ist auch in
Neubrandenburg nicht mehr neu. Dieser reiht sich ein in eine Vielzahl von
Andockversuchen bei Protesten gegen Sozialabbau, durch die Wahlkampfrhetorik
der NPD und zahlreiche Propagandadelikte, wie das Verteilen von Flugblättern
und Rechtsrock-CD's, in den Neubauvierteln der Stadt.
no love for the nation!
In der extremen, aber auch bürgerlichen Rechten haben einfache Erklärungsmuster
für gesellschaftliche Probleme seit jeher Hochkonjunktur. Der vermeintliche
Antikapitalismus von Rechts übersieht nicht nur die Komplexität des Systems,
denn die zusammenhangslosen Versuche sich in Globalisierungskritik zu üben,
fußen auf einer völlig falschen Analyse und antisemitischen Ressentiments. Ihre
Antwort auf Globalisierung heißt: Rückbesinnung auf Nation, Volk und Familie.
Dieser 'Solidar- und Schicksalsgemeinschaft' geht es in erster Linie um den
Ausschluss all jener, die nicht in ihr Konstrukt der 'ethnisch reinen
Volksgemeinschaft' passen. In antisemitischer Manier wird eine
jüdisch-amerikanische Weltverschwörung herbeihalluziniert und ein so genanntes
'raffendes jüdisches Kapital' als Grund allen Übels benannt - zumal dies in der
Denk- und Erlebniswelt der Neonazis - mit einem Privilegienverlust der Deutschen
einherginge und "raffendes Kapital" sich jeglicher staatlichen Kontrolle
entzieht. Damit ist das Muster vorgegeben: Ausbeutung interessiert nur im
völkischen Zusammenhang - soziale Probleme werden unweigerlich mit
Nationalismus und Rassismus gekoppelt.
luxus für alle!
Soziale Gerechtigkeit kann jedoch nicht über Ausschluss, sondern nur durch die
Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Reichtum, erzielt werden. Umso
notwendiger ist es, sich am 1. Mai klar gegen Nazis zu positionieren und ihrem
Wahn vom "nationalen Sozialismus" aktiv entgegenzutreten.
Unsere Kritik an den kapitalistischen Verhältnissen, die tagtäglich Hunger, Tod
und Armut hervorbringen, schließt die kategorische Ablehnung nationalistischen,
rassistischen und antisemitischen Gedankengutes ein. Darum gilt es - mit allen
Mitteln - den rechten Alltag in Mecklenburg-Vorpommern zu bekämpfen und die
Neonazi-Horden in ihre Schranken zu weisen. Wir wissen wer sie sind:
Totschläger, Auschwitzleugner und Antisemiten, die der Utopie eines
'ausländerfreien Großdeutschlands' nachhängen und ihre Ideologie im 'sozialen
Schafspelz' verpacken.
Für uns bleibt es dabei: Es gibt keinen rechten Antikapitalismus!
Die kompromisslose Aufhebung aller uns umgebenden Unterdrückungsverhältnisse ist
das Ziel einer emanzipatorischen Linken und nicht der Nazis!
*let there be rock!
den volkstänzern ein bein stellen.
[antifa at restlaufzeit.de9
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Bundesweites Vorbereitungstreffen Internationale Demo in Hamburg
Ausgehend vom letzten bundesweiten Dissent Treffen in Hamburg findet am Samstag
den 24.03.07 das überregionale Vorbereitungstreffen zur internationalen Demo
gegen den EU-Gipfel in Hamburg statt.
Auf der Tagesordnung stehen vor allem Fragen zur Mobilisierung, zum Charakter
und Struktur der Demo. Wir erwarten eine sehr große Demo mit internationaler
Beteiligung. Angesagt haben sich bereits GipfelgegnerInnen aus England, den
Niederlanden und Dänemark. Angesichts des sich abzeichnenden Umfangs der
Proteste, besteht hohes Interesse und die Notwendigkeit einer bundesweiten
Beteiligung.
Ziel ist ein großer autonomer und linksradikaler Städteblock an der Demospitze.
Getragen werden soll dies von allen, die sich im Rahmen der Mobilisierung gegen
G8 und EU im Spektrum einer kritischen und undogmatischen Linken aufgehoben
fühlen. Mit der Demo soll ein eigener inhaltlicher linksradikaler Ausdruck
gefunden werden, der eine solidarische und praktische Position bezieht ohne in
vereinfachende Weltbilder zu fallen. Auch ein Ausgangspunkt für linksradikale
weitergehende Diskussionen und Mobilisierungen über die Gipfelevents dieses
Jahres hinaus.
Es soll keine reine Demonstration von unserem Spektrum sein, sondern auch
Bündnischarakter und unterschiedliche Blöcke und Bezüge haben. Allerdings
ausgehend und geprägt von einem starken Autonomen Block, den wir am Wochenende
vorbereiten wollen.
Delegierte von Gruppen aus anderen Städten können sich über die folgende
Emailadresse anmelden. Falls ihr nicht kommt, aber generell Interesse an der
Demo habt wäre uns daran gelegen ebenfalls ein Feedback zu bekommen.
Kontakt: summitblock at nadir.org
Schöne Grüße
Gruppen aus Hamburg
Im folgenden noch die Ankündigung von Infoveranstaltungen:
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GATE TO GLOBAL RESISTANCE
Infoveranstaltungen zu G8 Aktionstagen und internationaler Demonstration gegen
den EU plus Asien Gipfel in Hamburg
Am 28. und 29. Mai findet wenige Tage vor dem G8 in Hamburg der EU plus Asien
Außenministergipfel (ASEM) statt. 1500 Delegierte werden erwartet. Die
Innenstadt soll zu einem abgesperrten Sicherheitsbereich werden und der größte
Polizeieinsatz der Geschichte der Stadt wurde angekündigt. Hamburg ist im
gleichen Zeitraum eine der Anlaufstellen für internationale AktivistInnen zum
G8. Vom 25.05. - 01.06 finden eine Aktionstage statt und entsprechend werden
von Polizei und Medien auch massive Störungen des Gipfels erwartet.
Mitglieder des ASEM Gipfels sind alle EU-Staaten und alle ASEAN (Association of
South East Asian Nations) Staaten. Indonesien, Malysia, Philippinen, Singapur,
Thailand, Brunei, Vietnam, Laos, Myanmar und Kambodscha, zusätzlich Indien,
Japan, VR China, Süd Korea, Mongolei und das Sekretariat der ASEAN. ASEM bildet
eine multilaterale Struktur zwischen zwei der ökonomisch bedeutsamsten Globalen
Regionen, in der vor allen Dingen wirtschaftliche und politische Strategien
diskutiert und abgestimmt werden. Es geht im Kern um kapitalistische Interessen
im weltweiten Maßstab. Ziel der EU ist, sich zum dominierenden kapitalistischen
Staatenblock in einer Position zu etablieren, die in Konkurrenz und
Zusammenwirken mit anderen den Weltmarkt beherrschen kann. Das die ASEM
Konferenz unmittelbar vor dem G8 stattfindet ist kein Zufall. Es geht den
Beteiligten darum Inhalte und strategische Linien in diesem Rahmen abzustimmen.
Autonome und linksradikale Gruppen mobilisieren zu einer internationalen
Gegendemonstration, die auch ein deutliches Signal in Richtung Heiligendamm
setzen soll. Inhaltlicher Schwerpunkt bildet die Kritik an der EU. Die EU und
die mit ihr verknüpften Nationalstaaten stellen konkrete AkteurInnen globaler
Ausbeutung nach Innen und Außen dar. Eine imperiale Aussenhandelspolitik,
Auslandseinsätze und Militarisierung, Abschottung der Grenzen für Flüchtlinge
und MigrantInnen, Privatisierungen und Sozialabbau nach Innen, die Vernetzung
von Kontrolle und Überwachung sind Gegenstand unserer Kritik. Wir wollen nicht
in vereinfachende Personalisierungen fallen, denn Kapitalismus manifestiert
sich in einer globalen Totalität, die weiterreichende Kritik notwendig macht.
Die Verhältnisse spiegeln sich im G8 ebenso wie in der EU oder in
Nationalstaaten. Doch Globalisierung, Herrschaft und Ausbeutung sind
gleichzeitig keine abstrakten Verhältnisse, sondern greifbare und damit
angreifbare Strukturen.
Wir ziehen eine unversöhnliche Linie vom EU-Gipfel in Hamburg über den G8 in
Heiligendamm, zu den lokalen Ausgangspunkten von Ungerechtigkeit und
Ausbeutung. Die Demonstration am 28. Mai soll unserer Unzufriedenheit mit dem
Bestehenden eine konkrete Form verleihen. Wir wollen nicht nur Kapitalismus und
EU kritisieren, sondern die eigene Lebenswirklichkeit und die unterschiedlichen
Kämpfe gegen Herrschaftsformen und -normen zum Ausgangspunkt eines gemeinsamen
Widerstandes machen. Organisiert Euch und entwickelt selbstbewußten,
solidarischen, lustvollen und radikalen Protest gegen den EU-Gipfel. Im Vorfeld
wird es eine Reihe von Mobilisierungsveranstaltungen in anderen Städten geben.
Auf diesen wird es eine Einschätzung zum EU-Gipfel und Informationen zum Stand
der Hamburger Vorbereitung von Aktionstagen, Convergence Center und
internationaler Demo geben.
Block G8 - No Fortress Europe!
Nationalismus, Sexismus, Rassismus und Antisemitismus bekämpfen!
Gegen imperialistische Weltordnungen und kapitalistische Zustände!
Öffentlichkeitsgruppe
Kontakt: summitblock at nadir.org
Infos im Netz: https://hamburg.dissentnetzwerk.org/
Veranstaltungstermine:
Freitag 16.03.07
Flensburg
Infoladen
19 Uhr
Samstag 10.04.07
Freiburg
KTS
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Keine Busse an die Ostsee
Der G 8-Gipfel ist bei Gewerkschaften Sache der Jugendverbände
Vor dem G 8-Gipfel tut sich auch im Gewerkschaftslager einiges - auch wenn sich
die Vorstände vom Protest fernhalten.
Knapp 10 Wochen vor Beginn des G 8-Gipfels in Heiligendamm hat die
Mobilisierungsphase zu den Protesten auch in den Gewerkschaften begonnen. "Als
Gewerkschafter aus vielen Ländern sind wir Teil des Protestes gegen den G
8-Gipfel 2007 in Heiligendamm", beginnt ein Aufruf, der derzeit an der Basis
der Arbeitnehmerorganisation zirkuliert.
Die vor allem aus der südwestdeutschen Gewerkschaftslinken stammenden
Initiatoren wollen mit dem Aufruf der auch in den eigenen Reihen verbreiteten
Standortlogik Paroli bieten: "Wir wissen auch, dass wir nur durch die
Überwindung der Konkurrenz untereinander und mit Hilfe global handlungsfähiger
Gewerkschaften dem global agierenden Kapital wirkungsvoll entgegentreten
können", heißt es in dem Aufruf.
Zu den Forderungen zählen die Einführung von Mindestlöhnen, einer gesetzlichen
Höchstarbeitszeit und der Erhalt der sozialen Sicherungssysteme auf
internationaler Ebene. Nachdem die Phase der Erstunterzeichnung abgeschlossen
ist, sollen jetzt möglichst viele Gewerkschaftsmitglieder zur Unterschrift
motiviert werden.
Vor allem verschiedene Gewerkschaftsjugendverbände sind schon länger an der
Vorbereitung der G 8-Proteste beteiligt. So rufen die IG-Metall-Jugendgruppen
von Halle, Dessau, Berlin und Erfurt zu einer Großblockade gegen das
Gipfeltreffen am 6. Juni auf. Auch die DGB-Jugend will sich an friedlichen
Protesten beteiligen. Unter dem Motto "Die G 8 kommen - wir sind schon da" soll
auf einem Workshop vom 11. bis 13. Mai der Protest der Gewerkschaftsjugend
vorbereitet werden. Auf dem in Rostock geplanten Gegenkongress wollen
Junggewerkschafter aus der ganzen Welt darüber beraten, wie menschenwürdige
Arbeitsbedingungen weltweit durchgesetzt werden können.
Gegen "ungeschützte Beschäftigung, Ausgrenzung und Erwerbslosigkeit"
mobilisieren auch die Euromärsche. Vom 26. Mai bis 2. Juni wollen Aktivisten
aus ganz Europa in drei Marschsäulen durch zahlreiche deutsche Städte Richtung
Heiligendamm ziehen. Ziel ist die Verbindung des Widerstands gegen Sozialabbau
und schlechte Arbeitsbedingungen mit dem G 8-Protest. Zu den Unterstützern der
Märsche gehört auch die ver.di-Jugend.
Weitgehend beschränken sich die G 8-Aktivitäten der Gewerkschaften auf die
Basis. Gewerkschafts- und DGB-Spitzen halten Distanz. Der gewerkschaftliche
Kontaktmann zu den sozialen Bewegungen, Horst Schmitthenner, sieht die Ursache
dafür in der großen Nähe vieler Gewerkschaftsfunktionäre zur SPD, die als
Regierungspartei zu den Gastgebern des G 8-Gipfels zählt.
Allzu traurig sind Basisgewerkschaftler über die Protestabstinenz ihrer
Vorstände nicht. Schließlich war die Teilnahme der Gewerkschaftsspitze an
Protesten in der Vergangenheit häufig mit der Verwässerung von Positionen
verbunden. Doch auf den kostengünstigen Transport nach Heiligendamm in von der
Gewerkschaft organisierten Bussen werden die Demonstranten wahrscheinlich
verzichten müssen.
[http://www.nd-online.de/artikel.asp?AID=106669&IDC=42]
------------------------------------------------------------------------------
Einwohner für G8-Gipfel erfasst
Heiligendamm (dpa) Für die Einwohner des Ostseebades Heiligendamm werden die
Einschränkungen im Vorfeld des G8-Gipfels zunehmend spürbar. Die Polizei
beginnt nach eigenen Angaben morgen damit, die rund 280 Einwohner in Listen zu
erfassen. Nur so könnten sie rechtzeitig eine Berechtigtenkarte erhalten, die
während des Gipfels den Zugang zum Ort erlaubt.
Am 29. Mai wird der zwölf Kilometer lange und 2,50 Meter hohe Zaun um
Heiligendamm geschlossen, der das Treffen der wichtigsten Staatschefs vom 6.
bis 8. Juni schützen soll. Nur die Gipfeldelegationen, erfasste Einwohner und
angemeldete Dienstleister dürfen dann noch die Tore passieren.
[http://www.ostsee-zeitung.de/online-extras_zusatzinfo.phtml?Param=DB-
Beitrag&ID=4654]
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Terrorismusexperte warnt vor Anschlägen bei EU- und G-8-Gipfel
HANNOVER (Dow Jones)-Der Terrorismusexperte Rolf Tophoven rechnet mit einer
"erhöhten Anschlagsgefahr" im Umfeld der Gipfeltreffen von EU und G8 in
Deutschland. "Eine bessere Medienpräsenz können Terroristen kaum finden", sagte
er einer Meldung der Nachrichtenagentur ddp zufolge der in Hannover
erscheinenden "Neuen Presse" (Freitagausgabe). Am 25. März treffen sich die
EU-Staatschefs in Berlin. Anfang Juni folgt der G8-Gipfel in Heiligendamm bei
Rostock.
Wegen umfassender Sicherheitsvorkehrungen sei ein unmittelbarer Anschlag auf dem
jeweiligen Gipfel "extrem schwierig" und erfordere "einen hohen logistischen
Aufwand", sagte Tophoven. Im Zweifel würden sich Terroristen "eher weiche Ziele
suchen, wobei sie nach dem Muster der Anschläge in Madrid und London hohe
Verluste in der Zivilbevölkerung einkalkulierten", warnte er.
Vor Panikmache angesichts der erhöhten Terrorgefahr in Deutschland warnte jedoch
der Sicherheitsexperte Hans Gießmann. "Es ist eines der wichtigsten Motive von
Terrorakten, Unruhe zu schüren und Zweifel zu wecken in die Stabilität der
Sicherheitsordnung", sagte der Leiter des Zentrums für Europäische Friedens-
und Sicherheitsstudien der "Sächsischen Zeitung" (Freitagausgabe). "Sich nicht
verrückt machen zu lassen, sondern ruhig alles mögliche zur Abwehr der Gefahren
zu tun, ist ein sehr viel besseres Rezept."
[http://www.finanzen.net/news/news_detail.asp?NewsNr=500792]
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Ausführlicher Pressespiegel rund um den G8 unter
http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp
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gipfelsoli infogruppe
Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression
im Zusammenhang mit Gipfelprotesten.
Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen.
Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge
übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder.
Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter
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07 Neue Ausgabe von Democratiya 8 / Frühling 2007 ist erschienen!
WADI Austria <wadi.wien at gmx.at>
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NEW ISSUE OUT
http://www.democratiya.com
Democratiya has become the liveliest and most stimulating new
intellectual journal on political themes in the English-speaking
world. Paul Berman
A Conversation with Nick Cohen - 22 March
Democratiya, The Euston Manifesto Group, Engage and Mishcon de Reya
invite you to A Conversation with Nick Cohen. The author of What's
Left: How Liberals Lost Their Way will be talking to Anthony Julius on
Thursday March 22, at 6.15pm, at Mishcon de Reya, Summit House, 12 Red
Lion Square, London WC1R 4QD (nearest tube station is Holborn.) Entry
is £10. Seats are limited so reserve a ticket by making an online
donation of £10 at Democratiya's Pay Pal account at
www.democratiya.com (go to `donate' page), sending your name and
address to alandemocratiya at aol.com, and collect your ticket at the
event.
DEMOCRATIYA 8 (Spring 2007) IS AVAILABLE NOW
http://www.democratiya.com
Editor's Page
http://www.democratiya.com/editorspage.asp?issueid=8
Extended interview with Saad Eddin Ibrahim, Ibn Khaldun Center,
American University in Cairo
http://www.democratiya.com/interview.asp?issueid=8
Irfan Khawaja on Richard Posner's Not a Suicide Pact: The Constitution
in a Time of National Emergency
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=67
Ladan Boroumand on Danny Postel's Reading Legitimation Crisis in
Tehran
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=68
Ali Hili, Homophobia and Human Rights in Iraq (a speech)
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=69
Peter Tatchell, Their Multiculturalism and Ours
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=70
Richard Sandbrook on Globalization and Egalitarian Redistribution,
edited by Pranab Bardhan, Samuel Bowles and Michael Wallerstein.
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=71
George Lawson on Saskia Sassen's Territory, Authority, Rights: From
Medieval to Global Assemblages
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=72
Oliver Kamm on Nick Cohen's What's Left: How Liberals Lost Their
Way
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=73
Jay Lefkowitz, Hotel Pyongyang? (a speech on North Korea)
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=74
Andre Glucksmann, Why I Choose Nicolas Sarkozy
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=75
Philip Spencer, A Response to Andre Glucksmann
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=76
Jules Townshend on Stuart Sim's Empires of Belief and Simon
Thompson's, The Political Theory of Recognition: A Critical
Introduction
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=77
David Clark, on Michael Burleigh's Sacred Causes: Religion and
Politics from the European Dictators to Al Qaeda
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=78
Bogusia Puchalska on Kelly M. McMann's Economic Autonomy and
Democracy: Hybrid Regimes in Russia and Kyrgyzstan
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=79
Jean Bethke Elshtain, on Richard Bernstein's Radical Evil: A
Philosophical Interrogation
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=80
Tony Blair, The 21^st Century Challenge (a speech)
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=81
Ernest Bevin, Archive: The `Third Force' Memos
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=82
Alan Johnson, An Introduction to Bevin's `Third Force' Memos
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=83
Letters to the Editor: Lyn Julius on the Iraqi Jews
http://www.democratiya.com/letters/default.asp?issueid=8
DEMOCRATIYA 7 (December 2006 - February 2007) IS ARCHIVED AT
http://www.democratiya.com
Editor's Page
http://www.democratiya.com/editorspage.asp?issueid=7
Extended interview with David Held, author of Global Covenant
http://www.democratiya.com/interview.asp?issueid=7
Stephen De Wijze on Karen J. Greenberg (ed) The Torture Debate in
America
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=51
Rob Jenkins on Paul Kennedy's The Parliament of Man: The Past,
Present, and Future of the United Nations
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=52
Anja Havedal, Letter from Kabul
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=53
David R.Adler on Jesse Larner's Forgive Us Our Spins: Michael Moore
and the Future of the Left
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=54
Rayyan Al-Shawaf on Abbas Shiblak's Iraqi Jews: A History of Mass
Exodus
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=55
Jonathan Derbyshire on John Updike's Terrorist
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=56
Evan Daniel Eran Kaplan's The Jewish Radical Right: Revisionist
Zionism and Its Ideological Legacy
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=57
Jacqueline Rose: Zionism: Reply to Lappin
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=58
Shalom Lappin: Zionism: Rejoinder to Rose
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=59
Peter Ryley on Mark Sedgwick's Against the Modern World:
Traditionalism and the Secret Intellectual History of the Twentieth
Century
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=60
Bob Glaberson on Karen J. Greenberg (ed) Al Qaeda Now: Understanding
Today's Terrorists
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=61
Eric Lee, Lebanon: Israel's Debacle?
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=62
William Arthurs on Jean-Charles Brisard's Zarqawi: the New Face of
al-Qaeda
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=63
Mary Kreutzer, Letter from Israel
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=64
Archive: Léon Blum on A federation of free and equal nations
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=65
DEMOCRATIYA 6 (September - November 2006) IS ARCHIVED AT
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Editor's Page
http://www.democratiya.com/editorspage.asp?issueid=6
WATCH `Testimonies', a one-hour DVD made by the Iraq Memory
Foundation. Victims of the Saddam era speak out (Arabic, English
subtitles).
http://www.democratiya.com/testimonies.asp
Symposium on `Progressive Foreign Policy After Blair'. Isabel Hilton
(openDemocracy) David Clark (ex-advisor to the late Robin Cook),
Professor Martin Shaw (Author), Oliver Kamm (Times columnist), John
Bew (Henry Jackson Society), Ziba Norman (Transatlantic Institute),
Alan Johnson (Democratiya)
http://www.democratiya.com/interview.asp?issueid=6
Rayyan Al-Shawaf Letter from Lebanon
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=38
Anja Havedal on Mohamed Charfi on Islam and Liberty
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=39
Shalom Lappin on Jacqueline Rose's A Question of Zion
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=40
Nicola Pratt on Ami Pedahzur's Suicide Terrorism
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=41
Sarah Montgomery on Richard Wilson's Human Rights in the `War on
Terror
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=42
Ian Roxborough on Gartner and Cuthberston'sTransatlantic Relations
after 9/11
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=43
Mandy Turner on Roland Paris's At War's End: Building Peace after
Civil Conflict
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=44
Patricia Chilton on Gilbert Achcar's Clash of Barbarisms
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=45
Alexandra Simonon on Brian Whittaker's Gay and Lesbian life in the
Middle East
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=46
John Bew on Barry Rubin's The Long War for Freedom
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=47
Simon Thompson on Sidney Tarrow's Transnational Activism
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=48
Henry Jackson Society, The British Moment
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=49
Max Shachtman, Archive: Democracy as the Guiding Star
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=50
Martin Shaw, Letters to Editor: Why I did not sign the Euston
Manifesto
http://www.democratiya.com/letters/default.asp?issueid=6
DEMOCRATIYA 5 (June - August 2006) IS ARCHIVED AT
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Editor's Page
http://www.democratiya.com/editorspage.asp?issueid=5
Extended Interview with Paul Berman, author of Terror and Liberalism
and Power and the Idealists
http://www.democratiya.com/interview.asp?issueid=5
The Euston Manifesto Group, The Euston Manifesto
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=35
Marko Hoare on Baruma and Margalit's Occidentalism
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=26
Mike Allen on Fukuyama's America at the Crossroads
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=27
Elisabeth Porter on Wilson et al, Defending Feminist Dreams
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=28
James P. Woodard on Grandin's Colonial Massacre in Latin America
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=31
Bogusia Puchalska on M. Steven Fish's Democracy Derailed in Russia
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=29
Dick Howard, Perry Anderson and French Politics
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=30
Evan Daniel on Efraim Karsh's Islamic Imperialism: A History
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=32
Gary Kent, Letter from Iraq
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=33
Andre Glucksmann, Vietnamisation ou Somalisation?
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=36
Phil Spencer on Paul Berman's Power and the Idealists
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=37
Susan Green, Archive: The Left and Korea
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=34
DEMOCRATIYA 4 (March - May 2006) IS ARCHIVED AT
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Editor's Page
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Extended Interview with Kanan Makiya, author of The Republic of Fear
(Part 2)
http://www.democratiya.com/interview.asp?issueid=4
André Glucksmann, Seperating Truth and Belief
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=20
Peter Sluglett on Hanna Batatu on Iraq's Old Social Classes
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=21
Oliver Kamm on Berman and Chomsky
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=22
John Strawson on Tilley's One State Solution
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=23
Judith Shklar, Archive: Putting Cruelty First
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=24
Alan Johnson, Camus' Catch: Democracies and Totalitarian Political
Islam
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=25
DEMOCRATIYA 3 (January-February 2006) IS ARCHIVED AT
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Editor's Page
http://www.democratiya.com/editorspage.asp?issueid=3
Extended Interview with Kanan Makiya, author of The Republic of Fear
(Part 1)
http://www.democratiya.com/interview.asp?issueid=3
Norman Geras on May on Crimes Against Humanity
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=13
John Lloyd on Levy on Old Europe, New Europe, Core Europe
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=15
Thomas Cushman on Bronner on the Iraq War
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=16
Derek Catsam on Byman on State-Sponsored Terrorism
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=18
Michael Thompson on Harvey on Neo-Liberalism
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=14
Mike Brennan on Philo on Bad News from Israel
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=17
Sidney Hook, Archive: The Social Democratic Prospect
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=19
DEMOCRATIYA 2 (November-December 2005) IS ARCHIVED AT
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Extended Interview with Martin Shaw, author of The New Western Way of
War
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Jon Pike on Ted Honderich on Terrorism
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=11
Eve Garrard on Michael Ignatieff on Ethics and the War on Terror
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=9
Josh Cohen on Slavoj Zizek on Iraq
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=7
Jean Bethke Elshtain on Robert Ivie on America the 'Republic of Fear'
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=10
Marko Attila Hoare on Taner Ackam on Turkey and the Armenian Genocide
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=12
Abdullah Muhsin and Gary Kent on Lindsey German and Andrew Murray on
'Stop the War'
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DEMOCRATIYA 1 (September-October 2005) IS ARCHIVED AT
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Extended Interview with Jean Bethke Elshtain, author of Just War
Against Terror
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Michael Allen on Nicolas Guilhot on Democracy Promotion
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=6
Gideon Calder on Michael Walzer on Just War Theory
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=2
Marko Attila Hoare on Evan F. Kohlmann on Al Qaida's European Jihad
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=1
Harry Hatchett on Thomas Cushman on Iraq
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=5
Claire Garbett on Stover and Weinstein on Genocide and Justice
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=4
Michael J. Thompson on Foucault and Islamism
http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=3
PRAISE FOR DEMOCRATIYA
Democratiya has become the liveliest and most stimulating new
intellectual journal on political themes in the English-speaking
world. Paul Berman · `Welcome to Democratiya! The web needs
sustained, thoughtful engagement with ideas and arguments which this
new review promises' Anthony Barnett· A much-needed voice for
reason, compassion and international solidarity. Challenging the
silences, compromises and ethical contortions of some on the anti-war
left, it defends democratic socialism and universal human rights.
Peter Tatchell · Reclaims a forgotten or usurped internationalist
vision of human rights Micheline Ishay · An exciting new venture that
demands attention'. Martin Shaw · A much-needed forum for liberals and
left-wingers trying to oppose fascism in all its guises. Johann Hari ·
A must-read for anyone who takes a serious interest in progressive
ideas Ziba Norman · Opinionated but from a position of insight rather
than ignorance. It is rapidly becoming an indispensable tool in the
thinking person's armoury. George Lawson · The only voice coming out
of the left that is attempting to find responsible solutions for the
twin scourges of our age: terrorism and dictatorship emanating from
the failed and failing political systems of the Arab and Muslim world.
Kanan Makiya · Challenges its readers to think about what a genuine
commitment to democratic values entails today. Norman Geras · Like a
breath of fresh of air promoting serious debate about how we embed
progressive values across the world. Ed Owen · Explores global
politics from an intelligent perspective. A valuable resource for
anyone trying to make sense of a complex world. John Mann MP · Offers
the possibility for all those dissatisfied with the inadequate and
clichéd responses of much of the left to the perils of our time to air
their views, develop more adequate responses, and engage in genuine
debate. Jean Bethke Elshtain · Substitutes dialogue for diatribe,
critique for cliché, in creating space for the intelligent
conversation needed to revive a praxis of authentic democratic
solidarity. Michael Allen · One of the most encouraging online
political reviews to appear in recent years. Anyone interested in
serious and informed political discussion on the liberal left should
read it. Shalom Lappin · At a time when the very idea of democracy is
under attack it is invaluable to have an intelligent and passionate
journal to defend and define it. George Szirtes · The right has been
allowed too often to claim ownership of the concepts of freedom,
democracy, human rights, truth and law. Democratiya is a forum where
these concepts are not just being reclaimed by the left but deepened,
re-thought and concretized. David Hirsh · All those who believe that
liberal values should inform foreign policy, and that human rights are
a universal dream worth fighting for, should welcome Democratiya and
the work it does. Michael Gove MP· A most welcome addition to the web
literature on Middle East related issues and Iraq in particular.
Intellectual depth and insight, informative, critical and challenging.
Sami Zubaida ·
Contact
The Editor
Professor Alan Johnson
Edge Hill University
http://www.edgehill.ac.uk/
Alandemocratiya at aol.com
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079 0505 1124
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WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische
Entwicklungszusammenarbeit
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Knt. Nr.: 6.955.355
BLZ: 32.000 Raiffeisen Landesbank NÖ
IBAN AT4432 0000 0006 955355
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Im Februar 2007 erschien die dritte Print-Ausgabe von: WADI-News,
Schwerpunkt: Weibliche Genitalverstümmelung
Wird kostenlos per Post zugeschickt, schicken Sie uns Ihre Adresse!
Online zu lesen unter: http://www.wadinet.at/Media/wadinews.php
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* Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf *
* Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie.
Aber kurz und prägnant.*
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rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch
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Diese Ausgabe hat Albert Brandl <albert.brandl at chello.at> aus Einsendungen an
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