widerst at and mund - Freitag, 16. März 2007

MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst analle at no-racism.net
Fr Mär 16 09:12:34 CET 2007


widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst

Freitag, 15. März 2007

Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr
www.no-racism.net/mund




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A) INHALT
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AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN
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01   Mende, Die sexuelle Welle
   von promedia at mediashop.at <promedia at mediashop.at>
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02   1. Afrika Frühlingsball - Fr. 23. März 2007
    von AFRICAN EVENTS <africanevents at hotmail.com>
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03   MONTAGSFILMreihe der Grünen Bildungswerkstatt Minderheiten und Terezija
Stoisits
   von Initiative Minderheiten Newsletter <news at initiative.minderheiten.at>
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04   Radiotip: Österreichisch-Irakische Freundschaft IRAQUNA auf Radio
Orange
   von  wadi wien <wadi.wien at gmx.at>
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05   DV8-FILM empfiehlt PRINCESAS - ab 16. März - österreichweit im Kino
   von DV8-Film NEWSLETTER <office at identities.at>
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MELDUNGEN UND MEINUNGEN
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06   Frauenradio in Jordanien: Zahrat al-Aghwar
   von WADI Austria <wadi.wien at gmx.at>
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07   ÖVP-Landesrätin Mikl-Leitner trifft HOSI-Wien-VertreterInnen
   von Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien <office at hosiwien.at>
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08   GLB/Post AG/Bilanz/Liberalisierung/Arbeitsplätze
   von Gewerkschaftlicher Linksblock <office at glb.at>
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09   KPÖ/Erbschaftssteuer/Steuerpolitik/SPÖ
   von KPÖ-Information <info at kpoe.at>
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10   From Greg Palast- Bush Hit-Woman Behind Prosecutor Firings Has Long
History of Purges to Protect Bush
   von Greg Palast (by way of Edgar Ernstbrunner<hx65 at dial.pipex.com>)
<mailing at gregpalast.com>
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B) TEXTE
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AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN
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01   Mende, Die sexuelle Welle
   von promedia at mediashop.at <promedia at mediashop.at>
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Der Promedia Verlag und die Galerie "mel-contemporary"
bitten um folgende Ankündigung:

Buch- und Bildpräsentation von
Julius Mende, Die sexuelle Welle. Zwischen Sinnlichkeit und
Vermarktung. Bilder und Texte
ISBN 978-3-85371-266-5, br., 240 Seiten, reich und farbig
bebildert, 19,90 Euro
Kraft.Punkt.Schau des Malers und Autors Julius Mende

Wann? Mittwoch, 28.3.2007, um 19 Uhr
Wo? In der Galerie mel-contemporary, Christineng. 2, 1010
Wien

Mit freundlichen Grüßen
Hannes Hofbauer/ Promedia Verlag

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02   Erster Afrika Frühlingsball - Fr. 23. März 2007
    von AFRICAN EVENTS <africanevents at hotmail.com>
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  Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Interessierte und Freunde von Radio
Afrika TV,

hiermit möchten wir Sie nochmals herzlich auf den 1. Afrika Frühlingsball,
der anlässlich des 10jährigen Jubiläums von Radio Afrika TV am 23. März 2007
im Palais Eschenbach stattfindet, hinweisen.
Die Höhepunkte des Abends:
Modenschau von Frau Barro Diah (Senegal),
mit Unterstutzung des Vereins Schwarze Frauen Community.

Natural Dance Attitude

Afrika Stars PARADE 2007 mit namhaften KünstlerInnen
3EyedBanditz, 3gga, Cloud Tissa, Coalman, Cola-Man, Duncan Mlango, Elvis
Zuma,  Ghettoman, Jmc & HipHop Level Crew, Keba Cissokho, Marjorie Etukudo,
MCiesta, Mamadou Diabate, Prince Zeka, Salah Adin, Sam Brisbie, T.Nelson,
Tres Monos, Un Soldiers, Yusupha Mboob.
Jolie Bébé & Dokolos von Empire Bakuba
(N'Dombolo Dance Performance) Kongo/Paris

Bis in die frühen Morgenstunden:
DJ Line: Willy M., Lady Soul, Dj Leon Koffi, Dj Zipflo
& friends (N'Dombolo, Makossa, Coupe Decale, Fuji, Zouk, R'n'B, African
Reggae, Hiplife.....)



Kulinarische Köstlichkeiten und Kunsthandwerk aus diversen afrikanischen
Ländern


Vorverkaufskarten sind zum Preis von ? 15,- (? 10,- für StudentInnen) an
folgenden Stellen erhältlich:
  - Büro von Radio Afrika
    Öffnungszeiten: Mo & Do 10:00 - 16:00,
                             Mi 14:00 - 17:00,
                             Di & Fr (nach Vereinbarung) 14:00 - 16:00
  - Radio Afrika Club
    Öffnungszeiten: Mo - Sa 18:00 - 22:00
  - in allen Raiffeisenbanken in Wien und NÖ


Auf Ihr/Eurer Kommen freuen sich die MitarbeiterInnen von RadioAfrikaTV.



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03   MONTAGSFILMreihe der Grünen Bildungswerkstatt Minderheiten und Terezija
Stoisits
   von Initiative Minderheiten Newsletter <news at initiative.minderheiten.at>
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TEREZIJA STOISITS  &  DIE GRÜNE BILDUNGSWERKSTATT MINDERHEITEN laden sehr
herzlich ein zur

>>>MONTAGSFILMreihe der DIE GRÜNE BILDUNGSWERKSTATT MINDERHEITEN

Kino De France
1010 Wien, Schottenring 5 / Hessgasse

Montag, 26. März 2007, 19:00 Uhr
DER KÄRNTNER SPRICHT DEUTSCH
Ein Film von Andrina Mracnikar
Der neue Dokumentarfilm besteht zum größten Teil aus den Erinnerungen von
Kärntner Slowenen an die Jahre der Naziherrschaft. Es ist eine Oral History
des Widerstandes, des Kampfes gegen die Faschisten, des Partisanen-Daseins
mit all den großen und kleinen Opfern, dem Leben im Wald, der Organisation,
der Versorgung mit Lebensmitteln und Waffen, der Verschleppung und des
Verrats. Heute betagte Frauen und Männer, sitzen in ihren Stuben, vor ihren
Häusern und erzählen ohne falschen Heroismus und Wehleidigkeit von dem was
war. Die Zeugen der Geschichte. Jene, die bis heute von Haider und seinen
Kameraden beleidigt werden als Vaterlandsverräter. (aus dem Programmheft der
Viennale 2006)

Im Anschluss an die Filmpräsentation Gespräch mit der Filmemacherin Andrina
Mracnikar und Abg.z.NR Maga. Terezija Stoisits

Montag, 7. Mai 2007, 19:00 Uhr
ROMANE ASPA
Ein Film von Zuzana Brejcha

Montag, 21. Mai 2007, 19:00 Uhr
KETANI HEIßT MITEINANDER
Ein Film von Ludwig Laher

im Anschluss an die Filmpräsentation Gespräch mit dem/r Filmemacher/in und
Abg.z.NR Maga. Terezija Stoisits

Der Eintritt zur MONTAGSFILMreihe ist kostenlos.
Kartenreservierung unter Tel: 40110-6564 bzw. nuriye.bozkaya at gruene.at



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04   Radiotip: Österreichisch-Irakische Freundschaft IRAQUNA auf Radio
Orange
   von  wadi wien <wadi.wien at gmx.at>
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Österreichisch-Irakische Freundschaft IRAQUNA auf Radio Orange

Am Montag, den 19.3. 2007 läuft auf der Sendeschiene des WUK um 16.30h auf
Radio Orange 94,0 eine Sendung über IRAQUNA.
In Wien terrestrisch auf 94,0 MHz, im Telekabel auf 92,7 und überall per
Internet-Livestream unter  http://o94.at/
-- 
WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit

WADI-Austria

e-mail: wadi.wien at gmx.at
website: www.wadinet.at
Tel.: 0699-11365509

Postfach 105
A-1181 Wien

Neues Spendenkonto in Österreich:
Knt. Nr.: 6.955.355
BLZ: 32.000 Raiffeisen Landesbank NÖ

IBAN  AT4432 0000 0006 955355
BIC (SWIFT)  RLNWATWW

Im Februar 2007 erschien die dritte Print-Ausgabe von: WADI-News,
Schwerpunkt: Weibliche Genitalverstümmelung
Wird kostenlos per Post zugeschickt, schicken Sie uns Ihre Adresse!
Online zu lesen unter: http://www.wadinet.at/Media/wadinews.php



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05   DV8-FILM empfiehlt PRINCESAS - ab 16. März - österreichweit im Kino
   von DV8-Film NEWSLETTER <office at identities.at>
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  DV8-FILM empfiehlt

ab 16. März im Kino

PRINCESAS
Spanien/Frankreich 2005, 113 min
Regie und Buch: Fernando León de Aranoa
Musik: Alfonso de Vilallonga, Manu Chao
Mit: Candela Peña, Micaela Nevárez, Mariana Cordero, Llum Barrera

Goya 2006 an Candela Peña für die beste Hauptrolle
Goya 2006 an Micaela Nevárez für die beste Nebenrolle
Goya 2006 an Manu Chao für den besten Titelsong

Princesas erzählt von zwei Frauen in Madrid, die mit ihrem Körper ihren
Lebensunterhalt verdienen. Caye ist knapp dreißig, mit frecher Ponyfrisur
und eigenwilligem Charme, erfahren im Umgang mit Freiern und mädchenhaft in
ihrer Sehnsucht nach einem Glück, an das sie selbst kaum glaubt. Zulema
kommt aus der Dominikanischen Republik, eine Immigrantin ohne Papiere, die
ihrem Sohn in der Heimat Geld und Fotos aus einer scheinbar sicheren Welt
nach Hause schickt, um ihm ein besseres Leben zu ermöglichen. Anfangs stehen
sie auf unterschiedlichen Seiten in einer Welt, die wenig Platz für Träume
lässt. Was Zulema vor allem braucht, ist die Aufenthaltserlaubnis. Ohne
Papiere ist sie der Willkür ihrer Freier ausgeliefert, ständig in Sorge
davor, aufgegriffen und abgeschoben zu werden.
Als sich Caye und Zule begegnen, leben sie in unterschiedlichen, einander
feindseligen Welten. Viele der spanischen Mädchen sehen in den ausländischen
Prostituierten unwillkommene Konkurrentinnen, die ihnen mit exotischen
Tricks und niedrigen Preisen die Kunden wegnehmen. Doch bald werden sie zu
Komplizinnen und zeitweise zu ,Prinzessinnen', wenn es gelingt, den Alltag
hinter sich zu lassen...

Fernando León de Aranoa ist mit "Princesas" nach "Montags in der Sonne" der
zweite Millionenerfolg im spanischen Kino gelungen. Mit großer Liebe für
seine Figuren, brillanten Dialogen, tragikomischem Humor und Bildern in
berührender Balance von Nähe und Distanz erzählt er von Frauen in der
Schattenwelt der käuflichen Körper, von ihren Träumen, ihrem Alltag, ihrer
Verzweiflung und ihrer Zärtlichkeit. Candela Peña und Micaela Nevárez wurden
mit dem Spanischen Filmpreis Goya als beste Schauspielerinnen, Manu Chao für
den Titelsong ausgezeichnet.

"Es gibt ihn auch in Princesas, jenen bissig ironischen Unterton angesichts
der sozialen Misere, der schon in Fernando Leóns Montags in der Sonne für
unvergessliche Momente sorgte und die Protagonisten trotz ihrer
Perspektivlosigkeit immer wieder zu ungeahnten Höhenflügen abheben ließ.
Princesas ist ein Film, der in perfekter Balance zwischen sozialer Realität
und Hoffnung auf Veränderung von so einfachen Werten wie Solidarität und
Menschlichkeit erzählt, ganz ohne Pathos, unspektakulär und würdevoll
zurückhaltend, wie er überhaupt das Thema Prostitution ohne jede Spur von
Voyeurismus anzugehen versteht. Ein bezauberndes Milieu-Märchen!" NEUE
ZÜRCHER ZEITUNG

Ab 16. März:
Filmcasino, OmU
W3, deutsche Synchronfassung
Cinema Paradiso St. Pölten, deutsch
Moviemento Linz, OmU
Volkskino Klagenfurt, OmU

Ab 23. März:
Cinematograph Innsbruck, OmU

Ab 6. April:
KIZ Graz, OmU
Geidorf Graz, deutsche Synchronfassung



Viel Vergnügen bei PRINCESAS wünscht Ihnen


DV8-FILM
office at identities.at
Postfach 282
1071 Wien
T. +43 1 524 62 74
F. +43 1 522 98 74
www.identities.at





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MELDUNGEN UND MEINUNGEN
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06   Frauenradio in Jordanien: Zahrat al-Aghwar
   von WADI Austria <wadi.wien at gmx.at>
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Zahrat al-Aghwar
Frauenradio in Jordanien
Im November letzten Jahres ist das Community-Radio des engagierten
Frauen-Radioprojektes "Zahrat al-Aghwar" ("Blume des Jordantals") on air
gegangen, unterstützt von der deutsch-österreichischen Hilfsorganisation
Wadi und einem bereits existierenden Community-Radio aus der Hauptstadt
Amman.

Von Anne Mollenhauer und Tamara Aqrabawe
Asma ist sehr froh, mit dabei zu sein. Sie ist 23 Jahre alt, in Jordanien
geboren, und doch besitzt sie keinen Pass. Sie wird niemals an einer der
staatlichen Universitäten einen Studienplatz erhalten, und sie wird weder im
öffentlichen noch im privaten Sektor jemals eine Arbeit aufnehmen dürfen.
Asmas ,Verbrechen': ihre Eltern sind 1948 aus Palästina geflohen, Asma gilt
als Palästinenserin. Bisher fühlte sie sich von der Gesellschaft, in der sie
lebt, nicht richtig akzeptiert, denn neben staatlicher Diskriminierung bekam
sie auch die im Volk nicht unerheblichen Vorbehalte gegen Palästinenser zu
spüren. Asma steckte immer schon voller Ideen, aber sie ahnte, dass sie
diese in Jordanien nie wird realisieren können, weil ihr der Staat das Recht
auf Bildung und Auskommen kontinuierlich verwehrt. Sie absolvierte
schließlich an einer privaten Schule eine Ausbildung als Arzthelferin,
obwohl der Beruf eigentlich nicht ihren Interessen entsprach. Dann hörte sie
von dem neuen Radioprojekt und witterte darin die Chance, ihre Kreativität
endlich sinnvoll einsetzen und dabei ihre Fähigkeiten weiter entwickeln zu
können. Asma arbeitet sich nun in ihre neue Tätigkeit als Moderatorin ein.
Sie ist mit Begeisterung bei der Sache. Schon bald wird sie gemeinsam mit
ihren KollegInnen professionelle Arbeit leisten.
Asmas palästinensisches Schicksal unterscheidet sich von dem der meisten
Frauen in der Region. Und doch ist deren Lage keineswegs hoffnungsvoller.
Archaische Gesellschaft
Das Jordantal zählt zu den ärmsten Gegenden Jordaniens. Hier fehlt es an
Infrastruktur, es mangelt an Investitionen und Erwerbsmöglichkeiten.
Außerhalb der im traditionellen Familienverbund betriebenen Landwirtschaft
ist kaum Arbeit zu finden, und wenn, dann ist das Salär recht gering. Die
meisten der Bewohner vorwiegend beduinischer Abstammung leben von Ackerbau
und Viehzucht, denn die Senke hält fruchtbaren Boden und ausreichend Wasser
bereit. Die Region nördlich des Toten Meeres ist ansonsten ein in vieler
Hinsicht benachteiligter Landstrich, in dem der Alltag von chronischem
Mangel bestimmt wird. Es fehlt neben flächendeckender Energieversorgung,
ausgebauten Straßen und anderen Verkehrswegen auch an Krankenhäusern,
sozialen Einrichtungen, Bildungseinrichtungen oder Vergnügungsstätten.
Die schlechten Lebensbedingungen wirken sich besonders auf die Situation der
Frauen negativ aus. Da armutsbedingt wenig überregionaler und
internationaler Austausch erfolgt, können traditionelle, extrem patriarchale
Strukturen überdauern. So liegt die AnalphabetInnenrate unter Frauen doppelt
so hoch wie die unter Männern. Schulbildung für Mädchen wird für wenig
relevant erachtet, da Mädchen ohnehin üblicherweise schon im Alter von 14
bis 16 Jahren verheiratet werden und vorher, statt die Schulbank zu drücken,
bevorzugt als Haushalts- und Erntehilfe eingesetzt werden.
Frauen im Jordantal sind traditionell nicht nur für den Haushalt und die
Kinder zuständig, sondern haben sich häufig zusätzlich um alle
landwirtschaftliche Arbeit sowie um den Verkauf der Produkte auf lokalen
Märkten zu kümmern. Manche Männer haben bis zu vier Frauen, die sie gegen
geringe Entlohnung für sich arbeiten lassen.
Eng definierte Frauenrolle
Sobald eine Frau verheiratet ist, nimmt die Produktions- und
Reproduktionsarbeit meist all ihre Kräfte in Anspruch. Sie kann sich den
umfassenden, von der Tradition gedeckten Zwängen ihrer Frauenrolle nicht
entziehen; weder, um sich - und seien es auch nur elementarste - Formen von
Bildung anzueignen, welche Grundvoraussetzung für das tätige Infragestellen
dieser Strukturen wären, noch um sich mit anderen Frauen über ihre Situation
auszutauschen und gemeinsam Handlungsstrategien zu entwickeln.
Zudem spielt Gewalt gegen die Frau oft eine nicht unbedeutende Rolle im
Familienleben, denn weder die Frau noch ihr Mann haben jemals Lösungswege
für familiäre und partnerschaftliche Konflikte kennen gelernt. Und eine Frau
zählt oft nicht viel. Fawiza, die aus der Gegend kommt, erklärt es mit viel
sagender Deutlichkeit: "Hier gibt es keine Frauenrechte. Ich habe keine
juristischen Rechte und auch keine sozialen, etwa auf Bildung. Ich kann
nicht einmal meine Meinung sagen."
Viele Frauen bleiben unter diesen Bedingungen ihr Leben lang AnalphabetInnen
und bewegen sich ausschließlich im eng gesteckten, rechtlosen Rahmen ihrer
Familie. Dafür sorgt neben dem repressiven familiären Milieu auch die
ländliche, patriarchal geprägte Infrastruktur: Frauen stehen kaum
öffentliche Räume zur Verfügung, in denen ein Informationsaustausch
stattfinden könnte. So erreichen wichtige Informationen zu sozialen,
gesundheitlichen oder rechtlichen Fragen die Frauen nicht. Besonders vor dem
Hintergrund häuslicher Gewalt bis hin zu so genannten "Ehrenmorden" ist es
erschreckend, dass Frauen oft nicht einmal wissen, dass ihnen gegebenenfalls
rechtlicher Beistand zustünde.
Konzept Community-Radio
Community-Radios haben sich bereits seit Jahrzehnten in vielen Ländern der
Welt als wirksames Mittel zur Thematisierung und Bekämpfung
gesellschaftlicher und politischer Missstände bewährt. Das Medium eignet
sich schließlich ideal, um arme und benachteiligte Bevölkerungen zu
erreichen, denn die Geräte sind fast überall vorhanden und können in
Gegenden, die nicht ans Stromnetz angeschlossen sind, auch mit Batterie
betrieben werden. Im Gegensatz zur Zeitung können mit dem Radio auch
AnalphabetInnen erreicht werden. Zudem lässt sich ein Radio sehr flexibel
nutzen und beispielsweise auch während der Arbeit hören.
Im Nahen Osten ist das jordanische Frauenradio allerdings eines der ersten
seiner Art. Vor Kurzem erst wurden in Jordanien rechtliche Hindernisse für
die Errichtung privater Sender beseitigt. Jordanien nimmt dabei neben dem
Irak<!--[if !supportFootnotes]-->[1]<!--[endif]--> eine Vorreiterrolle in
der Region ein.
Community-Radios arbeiten auf unabhängiger, nichtkommerzieller Basis. Sie
wirken lokal und können sich damit ganz gezielt den vor Ort akuten
Problemstellungen und Bedürfnissen widmen. Im Allgemeinen finden solche
kleinen, lokalen Radios großen Anklang bei der Bevölkerung, denn sie
sprechen gerade Menschen auf dem Lande viel direkter an als etwa die großen
kommerziellen Sender, die vergleichsweise aus einer fremden Welt berichten.
So war das auch im Jordantal. Nur für die staatlichen Organe, so hört man,
war es gelegentlich noch eine ungewohnte Situation, sich mit einem freien
Radiosender konfrontiert zu sehen.
Radio als Emanzipationsmotor
Die RadiomacherInnen verfolgen mehrere Ziele. Im Vordergrund steht das
,Empowerment', die Stärkung der Frauen auf verschiedenen Ebenen. Das Radio
möchte den Frauen des Tals eine Stimme geben. Dazu gehört die Verbreitung
unabhängiger und aktueller Nachrichten, die auf die Region zugeschnitten
sind, sowie die Thematisierung verschiedener, speziell für die Frauen
relevanten Fragen, wie etwa Schwangerschaft und Geburt, Partnerschaft und
Sexualität, Gesundheit und Frauenrechte. Doch das Empowerment beginnt schon
im eigenen Team. Die erste große Herausforderung war der Widerstand der
Familien der jungen Frauen, die wie Asma am Projekt teilnehmen. Die Frauen
wollten gern in Amman Kurse besuchen und an Konferenzen teilnehmen, doch
ihre Familien erschwerten dies erheblich.
Das Radio soll auch als Plattform für eine weiter gehende überregionale und
internationale Vernetzung fungieren. Ein ganz besonderer Schritt in dieser
Richtung war die im November in Amman ausgerichtete internationale Konferenz
der Community-Radios "Amarc9". Zum ersten Mal fand dieses Treffen in einem
arabischen Land statt. Das Radioteam aus dem Jordantal konnte an Workshops
und technischen Seminaren teilnehmen und verfügt nun über zahlreiche
internationale Kontakte. Allgemein sollen Vernetzungen auf globaler wie auf
lokaler Ebene Frauen einbinden und sie ermutigen, sich aktiv in öffentliche
Debatten einzubringen, welche sonst in aller Regel von Männern dominiertes
Terrain sind.
Natürlich soll das Radio nicht zuletzt MacherInnen wie HörerInnen Spaß
bereiten. Das Team hat den Anspruch, mit seinem Programm etwas Farbe, Freude
und Unterhaltung in den oftmals monotonen Alltag der Frauen des Jordantals
zu bringen.
Zu den Autorinnen:
Anne Mollenhauer ist seit 1993 Vorsitzende von Wadi e.V. und Tamara Aqrabawe
arbeitet für die jordanische NGO AmanNet und ist verantwortlich für die
Implemetierung des Frauenradios.

Links: www.wadinet.at, www.wadinet.de, www.ammannet.net
Erschienen in: Frauensolidarität  1/07
Bestellungen, Abos, Kontakt unter: www.frauensolidaritaet.org


-- 
WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische
Entwicklungszusammenarbeit

WADI-Austria

e-mail: wadi.wien at gmx.at
website: www.wadinet.at
Tel.: 0699-11365509

Postfach 105
A-1181 Wien

Neues Spendenkonto in Österreich:
Knt. Nr.: 6.955.355
BLZ: 32.000 Raiffeisen Landesbank NÖ

IBAN AT4432 0000 0006 955355
BIC (SWIFT) RLNWATWW

Im Februar 2007 erschien die dritte Print-Ausgabe von: WADI-News,
Schwerpunkt: Weibliche Genitalverstümmelung
Wird kostenlos per Post zugeschickt, schicken Sie uns Ihre Adresse!
Online zu lesen unter: http://www.wadinet.at/Media/wadinews.php


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07   ÖVP-Landesrätin Mikl-Leitner trifft HOSI-Wien-VertreterInnen
   von Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien <office at hosiwien.at>
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Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 15. März 2007

ÖVP-Landesrätin Mikl-Leitner trifft HOSI-Wien-VertreterInnen

Die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien hat ihre Gespräche mit
ÖVP-PolitikerInnen fortgesetzt und gestern, Mittwoch, die nö. Landesrätin
Johanna Mikl-Leitner getroffen, die die Impulsgruppe "Familie und Kinder"
innerhalb der ÖVP-internen "Perspektivengruppe" leitet. "Einmal mehr ging es
darum, unsere Anliegen und Vorstellungen in punkto rechtliche Gleichstellung
von PartnerInnenschaften zu präsentieren und Umsetzungsmöglichkeiten zu
erörtern", berichtet HOSI-Wien-Obfrau Bettina Nemeth nach dem Gespräch. "Wir
hoffen, mit unseren Informationen aus erster Hand maßgebliche PolitikerInnen
innerhalb der ÖVP davon zu überzeugen, dass mit einer rechtlichen
Gleichstellung homosexueller Paare weder heterosexuellen Paaren oder
traditionellen Familien irgendetwas weggenommen wird oder ihnen gar Schaden
zugefügt wird."

Positiv überrascht

"Es geht darum, unbegründete und irrationale Ängste abzubauen und die ÖVP
davon zu überzeugen, dass Vielfalt keine Bedrohung, sondern eine Chance
darstellt", ergänzt Obmann Christian Högl. "Durch eine rechtliche
Anerkennung homosexueller Paare werden Zweierbeziehungen ja insgesamt
gestärkt. Das gestrige Gespräch mit Mikl-Leitner fand wieder in einer sehr
angenehmen Atmosphäre statt, und wir waren positiv überrascht von der
Unvoreingenommenheit und Aufgeschlossenheit der ÖVP-Politikerin. Wir hoffen,
dass sich diese offene Haltung in der ÖVP schließlich mehrheitsfähig
durchsetzen und die Perspektivengruppe im Herbst dann substantielle
Vorschläge auch in Sachen Gleichstellung homosexueller PartnerInnenschaften
präsentieren wird."

HINWEIS: Eine Übersicht über die derzeitige Rechtslage in Österreich, die
Forderungen der HOSI Wien und die Situation im europäischen Ausland findet
sich in der HOSI-Wien-Broschüre "Wir wollen heiraten!" - zum Download auf:
www.hosiwien.at/?p=633.

Rückfragehinweis:
Bettina Nemeth, Obfrau: Tel. 0699-11965265
Christian Högl, Obmann: Tel. 0699-11811038
Kurt Krickler, Generalsekretär: Tel. (01) 5451310 oder 0664-5767466
office at hosiwien.at, www.hosiwien.at
ZVR-Nr.: 524 534 408


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08   GLB/Post AG/Bilanz/Liberalisierung/Arbeitsplätze
   von Gewerkschaftlicher Linksblock <office at glb.at>
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Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110
Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 -
Mail office at glb.at - Web www.glb.at - Ausgabe vom 15. März 2007


Post-Bilanz 2006: Druck auf Personal weiter verstärkt

Regierung hat Volksvermögen zugunsten von Spekulanten verschleudert

Alles für die AktionärInnen ist die Devise des Vorstandes der Post AG, wie
sie jetzt in der Bilanz 2006 sowie einem 60-prozentigen
Kursanstieg der Post-Aktie seit dem Börsegang deutlich Ausdruck findet. Bei
einem um zwei Prozent von 1,702 auf 1,737 Milliarden
Euro gesteigerten Umsatz hat die Post AG den Gewinn um satte 19 Prozent von
103 auf 123 Millionen Euro erhöht. Gleichzeitig wurde er
Personalstand weiter um drei Prozent von 25.192 auf 24.456 Beschäftigte
reduziert.

"Die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) sieht sich damit
voll in ihrer Ablehnung des im Frühjahr 2006 erfolgten
Börseganges und der Privatisierung von 49 Prozent der Post AG bestätigt",
meint GLB-Postsprecher Robert Hobek, der bei der PV-Wahl
im November 2006 alle fünf Mandate an seiner Dienststelle Postamt 1230
Wien-Liesing für den GLB erreichen konnte.

Während nämlich der Vorstand die "Kriegskasse" für Auslandsgeschäfte in
Osteuropa und eine Beteiligung an der BAWAG-Übernahme füllt,
wird in Österreich weiter systematisch abgebaut. Zu einer vorprogrammierten
Arbeitsplatzvernichtung kommt die Stilllegung weiterer
Postämter, derzeit stehen 47 davon unter Beobachtung, 30 gelten als akut
gefährdet.

Die Kehrseite des "signifikanten Anstiegs des operativen Ergebnisses
aufgrund von Umstrukturierungen" wird freilich nicht erwähnt:
Der wachsende Leistungsdruck verbunden mit Druck auf Löhne und
Sozialleistungen und gezieltem Mobbing. Beklagt wird nur, dass ohne
Aufwendungen für die in einem Pool zusammengefassten als überflüssig
geltenden Postbeschäftigten der Profit noch deutlich höher
gewesen wäre.

Die Bilanz der Post AG ist auch vor dem Hintergrund der politisch Regierung
und Parlament mit zu verantwortenden EU-weiten
Liberalisierung der Postdienste zu sehen, die für die Paketdienste bereits
voll erfolgt ist und für den Briefsektor bis 2009
abgeschlossen sein soll. Der dadurch wachsende Konkurrenzkampf der
Postdienste bedeutet vor allem einen immer stärkeren Druck auf
das Personal und führt zu einer wachsenden Prekarisierung ehemals guter
Arbeitsplätze.

In einer am 9. November 2005 an den damaligen Nationalratspräsidenten
Andreas Khol übergebenen Petition "Für die Erhaltung der Post
im öffentlichen Eigentum" forderte der GLB: "Die Post ist eine elementare
Einrichtung einer funktionierenden Infrastruktur und darf
daher nicht privatisiert werden, egal ob durch einen Verkauf oder einen
Börsengang. Die Post muss im öffentlichen Eigentum erhalten
bleiben. Ein verfassungsmäßiger Schutz des öffentlichen Eigentums ist
notwendig".

"Die vormalige schwarzorange Regierung hat - mit Zustimmung der SPÖ und den
Spitzen der Postgewerkschaft - die Post AG als
Volksvermögen zugunsten privater Spekulanten verschleudert", kritisiert
GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger. Die Privatisierung
der Post bedeutet einen Dammbruch für den gesamten öffentlichen Dienst.
Spitäler, Kommunalbetriebe, E-Wirtschaft,
Bildungseinrichtungen und Bahn sind ohnehin schon im Visier der
Privatisierungslobby. Der GLB meint hingegen, dass die öffentlichen
Dienste nicht dem Markt und Profitkalkül ausgeliefert werden dürfen, sondern
allen Menschen auf hohem Niveau ohne soziale Hürden
zugänglich sein müssen.



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09   KPÖ/Erbschaftssteuer/Steuerpolitik/SPÖ
   von KPÖ-Information <info at kpoe.at>
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KPÖ-Pressedienst - Drechslergasse 42, 1140 Wien - Telefon +43 (1) 50 36
580 - 0 - Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail info at kpoe.at -
Web www.kpoe.at - Ausgabe vom 15. March 2007


SPÖ als Steuerbefreiungspartei für Kapital und Vermögen

Kanzler Gusenbauer düpiert namhafte sozialdemokratische Ökonomen

Mit dem Bauchfleck vor ÖVP-Chef Wilhelm Molterer in Sachen Erbschaftssteuer
steht Bundeskanzler Alfred Gusenbauer voll in der
Traditionslinie der SPÖ als Steuerbefreiungspartei für Kapital und Vermögen,
stellt KPÖ-Wirtschaftssprecher Michael Graber fest.

Graber erinnert dabei daran, dass in der Ära des damaligen
SPÖ-Finanzministers Ferdinand Lacina die Kapitalverkehrssteuer
abgeschafft, der Spitzensteuersatz von 62 auf 50 Prozent gesenkt, die
Vermögenssteuer beseitigt und die steuerschonenden
Privatstiftungen geschaffen wurden. Der vorige Finanzminister Karl-Heinz
Grasser setzte die Entlastung des Kapitals mit der Senkung
der Körperschaftssteuer von nominell 34 auf 25 Prozent und Einführung der
Gruppenbesteuerung fort.

Wie die reale Besteuerung der Profite ausschaut macht eine
Arbeiterkammer-Statistik deutlich: 70 namhafte Kapitalgesellschaften
zahlten im Jahre 2003 bei einem ausgewiesenen Gewinn von 2,48 Milliarden
Euro statt 844,2 Millionen (beim damals geltenden
Steuersatz von 34 Prozent) nur 58,6 Millionen Körperschaftssteuer, was einem
Steuersatz von 2,36 Prozent entspricht.

Eine Watschen erster Klasse ist Gusenbauers Kapitulation vor der ÖVP auch
für namhafte Steuerexperten der SPÖ, wie etwa den
oberösterreichischen Landesrat Hermann Kepplinger. In einer von Kepplinger
unterstützten Erklärung österreichischer Ökonomen wird
die Erbschaftssteuer als "wichtiges Element des klassischen
Wirtschaftsliberalismus" bezeichnet, weil die steuerliche Belastung von
Erbschaften ein Anreiz sein soll "sich nicht aufs Erben zu verlassen,
sondern Wohlstand selbst zu erarbeiten" und dies "ökonomische
Effizienz und Wirtschaftswachstum" fördert. Verlangt wird in der Erklärung,
dass die Reichen "jedenfalls ihrer Solidaritätspflicht
nachkommen" müssten und eine Sozialpflichtigkeit des Einkommens besonders
"für das EU-weite Unikum der steuerlich begünstigten
Privatstiftungen in Österreich" gelten müssten.

Ganz offensichtlich geht die Strategie vergangener Regierungen die seit
Jahren stagnierende Erbschaftssteuer - sie ist im Budget
2006 mit gerade 165 Millionen Euro veranschlagt - im provozierenden
Gegensatz zum Wachstum der Vermögen und damit auch zwangsläufig
der Erbschaften und Schenkungen zur Bagatellsteuer zu erklären um sie dann
abzuschaffen auf.

"Im Ergebnis verlottert Österreich immer stärker zum Steuerparadies für
Kapital und Vermögen in der EU, während gleichzeitig
durchschnittliche EinkommensbezieherInnen mit der Lohnsteuer und
Mehrwertsteuer einen immer größeren Teil der Steuerbelastung
erbringen müssen", so Graber.

Im Gegensatz zur Regierung verlangt die KPÖ eine höhere Besteuerung von
Kapital und Vermögen, etwa durch die Wiedereinführung der
Vermögenssteuer, die Anhebung des Spitzensteuersatzes, die Abschaffung der
Privatstiftungen sowie die Anhebung der
Körperschaftssteuer für die Profite der Kapitalgesellschaften.


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10   From Greg Palast- Bush Hit-Woman Behind Prosecutor Firings Has Long
History of Purges to Protect Bush
   von Greg Palast (by way of Edgar Ernstbrunner<hx65 at dial.pipex.com>)
<mailing at gregpalast.com>
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  Bush Hit-Woman Behind Prosecutor Firings Has Long History of Purges to
Protect Bush
Harriet Miers fired investigator in 1997 to cover Bush draft-dodge

by Greg Palast
>from the original reports for BBC Television and the Guardian
The Mister Big behind the scandal of George Bush's firing of US Attorneys is
not a 'mister' at all. The House Judiciary Committee has released White
House emails indicating that the political operative who ordered the hit on
prosecutors too honest for their own good was Harriet Miers, one-time legal
counsel to the President.

But this is not the first time that Miers has fired investigators to protect
Mr. Bush.

In 1999, while investigating Governor George Bush of Texas for the Guardian
papers of Britain, I obtained an extraordinary, and extraordinarily
confidential, memo to the US Attorney's office in Austin. It disclosed that,
in 1997, Governor Bush secretly suggested to the chairwoman of the Texas
Lottery Commission that she grant a contract to the client of a Bush ally.

The Governor's back-door demand to the Lottery chairwoman was not so easy.
Bush wanted the Lottery to grant a multi-billion dollar contract to GTech
Corporation. But GTech hadn't even bid on the contract - and a winner was
already announced.

There was only way for the Chairwoman to carry out the fix: fire the
director of the Lottery who had discouraged GTech from bidding because of
its history of corruption.

The Chairwoman, Harriet Miers, did the deed: fired the Lottery director;
Miers then ignored the winning bid -- and gave Bush's favored company the
contract, no bidding, in perpetuity.

Miers and the Draft

Neither Miers nor President Bush have ever denied the contents of the memo
[I've posted it here] despite repeated requests from the Guardian and BBC
Television.

Bush's attempt to appoint Hit-woman Harriet to the US Supreme Court in 2005
surprised many. Not me. Miers, personal and governmental lawyer for George
Bush, had quite a file on her boss, and he must have been grateful for her
discretion.

Most crucially, she knew why Bush so desperately needed to give GTech the
lottery contract. The heart of the matter was the then-successful cover-up
of the Bush family's using its influence to get young George Bush into the
Texas Air National Guard and out of the Vietnam war draft.

The memo to the US Attorney reads:

"Governor Bush thru [name withheld] made a deal with Ben Barnes not to rebid
because Barnes could confirm that Bush had lied during the '94 campaign [for
governor of Texas]. Bush was asked if his father . had helped him get in the
National Guard. Bush said no he had not, but the fact is his dad call
then-Lt. Gov. [Ben] Barnes .."

Lt. Governor Barnes, through a cut-out, called the Texas Air Guard commander
and got Bush into the 'top gun' seat and out of the war.

You may recall that in 2004, years after we reported this story in Britain,
Barnes confessed to the draft-dodge fix on 60 Minutes. [That was the report
that brought down Dan Rather; but the Barnes confession was never
challenged.]

What 60 Minutes missed is the creepy Miers involvement. Barnes, after he
left the post of Lt. Governor, became a lobbyist -- for GTech, the lottery
company. By using his influence to get and keep the lottery contract for
GTech, Barnes picked up quite a nice fee: over $23 million. With those
millions in his pocket, Barnes kept a happy and lucrative silence about his
saving little George Bush from the draft.

According to the memo from the US Attorney's office, Barnes met with Bush
about GTech and the lottery. Then,

"The Governor talked to the chair of the lottery [Miers] two days later and
she then agreed to support letting GTech keep the contract without a bid."

Note something else here: this information was sitting in the hands of the
US Attorney. Yet, no action was taken in 1997 though we now know that, from
Barnes' confession in 2004, the accusation about his putting in the fix for
young George Bush is true.

An insider told BBC TV that the US Attorney's office and Justice Department,
though under Democratic control, never acted because they discovered that
Barnes, a Democrat, had not only manipulated the system to get George Bush
into the Texas Air Guard, Barnes did the same for the sons of Democratic big
wigs including Congressman (later Senator) Lloyd Bentsen and Governor John
Connolly.

In other words, control over a US Attorney and what is called their
"prosecutorial discretion" is worth its weight in gold to politicians. They
can provide protection for cronies and exact punishment on enemies. And no
one knows that better than "Justice" Harriet Miers and her boss, fighter
pilot George W. Bush.

***********************

This report is adapted from Greg Palast's New York Times bestselling book,
ARMED MADHOUSE: From Baghdad to New Orleans -- Sordid Secrets and Strange
Tales of a White House Gone Wild. New edition to be released April 24.

For more information on Miers and clips of the BBC Television reports, go to
www.GregPalast.com
Check out our YouTube Channel to see the reports.




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