widerst at and mund - Mittwoch, 14. März 2007
MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
analle at no-racism.net
Mi Mär 14 09:35:43 CET 2007
MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
www.no-racism.net/mund
Mittwoch, 14. März 2007
Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr
www.no-racism.net/mund
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A) INHALT
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AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN
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01 Salzburg/Fremd/Recht/Polizei/Medien/Termin: Hart wie Krupp-Stahl
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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02 Amstetten: Dr. Karl Kumpfmueller: Gibt es einen Kampf der Kulturen
von "Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering"
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03 Fritz Keller und Rosa Luxemburg
von promedia at mediashop.at
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04 Promedia im Frühjahr von promedia at mediashop.at
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05 identities 2007... von "DV8-FILM NEWSLETTER" <office at identities.at>
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06 Griechenland: Streik-Veranstaltung / Klima / Nationalismus / Venezuela
von "AL-Antifaschistische Linke" <al at sozialismus.net>
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07 Menschenrechtsschutz auf EU-Ebene: Fundierte Politik oder Fassade? >
von radio stimme <radio.stimme at initiative.minderheiten.at>
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08 Termine ab Mittwoch, den 14.Maerz 2007
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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09 Extratermine: 19.-22.3. Aktionstage;
29.-30.3. Lets Organize; 16.-17.3. Schuettehausprojekt
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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MELDUNGEN, MEINUNGEN UND KOMMENTARE
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10 Stellenausschreibung: ORF RedakteurIn /JugendarbeiterIn
von news at initiative.minderheiten.at>
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11 AMS-tipps
von Dietmar Köhler <ibd.koehler at utanet.at>
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12 Fremd/Glosse: Soziale Mutprobe
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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13 Recht: KiK: Der Betriebs rat c’est moi!
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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14 Buecher: Nur Arbeit schafft ein Recht auf Leben (Spiegelgrund-Buch)
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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15 Kommentar der Anderen/Termin: RAF - Die
Toten, die Lebenden und der Standard
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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16 Kurz: Entschuldigungszetterl, Ilisu-Kundgebung, WWWebtip, Letzte Worte
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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17 Erbschaften und auch alle Vermögen progressiv besteuern !
von "Helmuth Fellner" <helmut.fellner at chello.at>
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INTERNATIONALE SOLIDARITÄT
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18 Entkriminalisierung der Kultur- und Heilpflanze Coca gefordert -
Signierter WM-Fußball wird versteigert
von "GFBV Hans Bogenreiter" <hans.bogenreiter at gfbv.at>
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B) TEXTE
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AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN
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01 Salzburg/Fremd/Recht/Polizei/Medien/Termin: Hart wie Krupp-Stahl
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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akin-Pressedienst.
Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 13. Maerz 2007; 16:38
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Fremd/Recht/Polizei/Medien:
> Hart wie Krupp-Stahl
Neue fremdenpolizeiliche Eingreiftruppe in Salzburg beherrscht ihre
Dienstwaffe perfekt
Seit Montag, den 12. Maerz 2007 erreicht die Hetze gegen Menschen mit
migrantischen Hintergrund eine neue Ebene staatlicher Gewalt. Radio ‚Antenne
Salzburg’ droehnte, dass illegalisiert lebende Menschen nichts mehr zu
lachen haetten. Der Lokalteil der ‚Salzburger Nachrichten’ titelte mit:
"Neuer Polizeitrupp gegen kriminelle Auslaender", um auf den Seiten 4 und 5
noch deutlicher zu werden: "Ein Mann gegen kriminelle Auslaender".
Manfred Ottenbacher, ehemaliges Mitglied des Mobilen Einsatzkommandos, wird
Kommandant einer Spezialeinheit, der neuen fremdenpolizeilichen
Eingreiftruppe, der fuenf Beamte mit der "notwendigen Einschreitequalitaet"
zugeordnet sind. Die ‚SN’ beschreibt ihn heroisierend: "... durchtrainiert
bis in die letzte Faser, militaerischer Haarschnitt, harter Blick ...". Laut
Kommandant Ottenbacher sei es notwendig, dass seine Beamten "harte Knochen"
seien. Weder die Kriminalisierungsmuster, die sich auf eine angeblich
"schockierende Gewaltbereitschaft" oder ein "Ansteigen der kriminellen
Energie" beziehen, noch ihre unreflektierte Uebernahme bzw. gezielte
Verfestigung durch die buergerlichen Medien sind neu. Neu ist die Qualitaet
der Demaskierung, neu ist die Art und Weise, eine behauptete Notwendigkeit
kuenftiger staatlich legitimierter Gewalt offen anzukuendigen, neu ist der
sich in Inhalt und Sprachwahl widerspiegelnde Grad an Aggressivitaet,
welcher kuenftige Verfolgung aufgrund vermuteter Herkunftskriterien positiv
bewertet.
Die Polizisten werden in Zivilfahrzeugen mit Laptop unterwegs sein, in den
Computern sind europaeische Fahndungslisten gespeichert. Pro Einsatztag
sollen 300 bis 400 Menschen durchsucht und ueberprueft werden,
schwerpunktmaessig in Lokalen, am Bahnhof, in Wohnungen und auf der Strasse,
die Verfolgung illegalisiert lebender Menschen wird fuer die Spezialeinheit
eine Hauptaufgabe werden.
Zu einem ungewoehnlich hohen Ausmass haben sich die buergerlichen Medien in
ihrer die offizielle Politik bestaerkenden Fremdenhetze bis zur
Kenntlichkeit entbloesst. Kuenftige Polizeigewalt wird auf der Titelseite
des Lokalteils der ‚SN’ am 12.3.07 vermittels eines indirekten Zitats des
Kommandanten Ottenbacher positiv konnotiert: "Nun seien Beamten gefragt, die
laengere Verfolgungsjagden ueberstuenden und im schlimmsten Fall ihre
Dienstwaffe perfekt beherrschten."
*arge wehrdienstverweigerung, gewaltfreiheit und fluechtlingsbetreuung*
*
Aufruf:
Wir laden alle, die sich beteiligen moechten dringend ein, aufmerksam zu
sein, sowie beobachtetes aggressives und gewaltsames Agieren der
Polizeikraefte zu Dokumentationszwecken per mail oder Telephon mitzuteilen,
an die: arge-wdv at gmx.net oder unter: 0699/12115985.
Wir sehen nicht widerspruchslos zu, wenn pro Einsatztag 300 bis 400 Menschen
aufgrund einer angenommenen Herkunft durch eine Spezialeinheit mit hohem
Aggressionsniveau bis in ihre privaten Wohnungen hinein verfolgt werden
sollen. Wir moechten nicht in einer Stadt leben muessen, in der Fremdenhetze
durch eine weitere Hochruestung des staatlichen Repressionsapparates
gesellschaftlich legitimiert wird.
Aktionstreffen: Donnerstag, 22. Maerz, 19.00 Uhr, im Buero der Arge
Wehrdienstverweigerung & Gewaltfreiheit (Arge Kultur Nonntal, 1. Stock,
Josef-Preis-Allee 16, 5020 Salzburg).
***************************************************
Der akin-pd ist die elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen
Wiener Wochenzeitung 'akin'. Texte im akin-pd muessen aber nicht
wortidentisch mit den in der Papierausgabe veroeffentlichten sein. Nachdruck
von Eigenbeitraegen mit Quellenangabe erbeten. Namentlich gezeichnete
Beitraege stehen in der Verantwortung der VerfasserInnen. Ein Nachdruck von
Texten mit anderem Copyright als dem unseren sagt nichts ueber eine
anderweitige Verfuegungsberechtigung aus. Der akin-pd wird nur als
Abonnement verschickt. Wer versehentlich in den Verteiler geraten ist, kann
den akin-pd per formlosen Mail an akin.buero at gmx.at abbestellen.
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'akin - aktuelle informationen'
a-1170 wien, Lobenhauerngasse 35/2
vox: ++43/1/535-62-00
(anrufbeantworter, unberechenbare buerozeiten)
http://akin.mediaweb.at
akin.buero at gmx.at
Bankverbindung lautend auf: föj/BfS,
Bank Austria, BLZ 12000,
223-102-976/00, Zweck: akin
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02 Amstetten: Dr. Karl Kumpfmueller: Gibt es einen Kampf der Kulturen
von "Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering"
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Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde!
Die Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) Amstetten
laden gemeinsam mit Pax Christi Amstetten und dem Kulturamt der Stadt
Amstetten zu einem Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Karl Kumpfmüller zum Thema
"Gibt es einen Kampf der Kulturen? - Die Religionen - Instrumente des
Krieges oder Instrumente des Friedens?" am Mittwoch, 14. März 2007 um 19.30
Uhr im Rathaussaal Amstetten ein.
Mit solidarischen Friedensgrüßen!
Alois Reisenbichler
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03 Fritz Keller und Rosa Luxemburg
von promedia at mediashop.at
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Promedia Verlag und Winter Buchhandlung bitten um folgende
Ankündigung:
*) Dienstag, 20.3.2007, um 18 Uhr
in der Buchhandlung Winter, Landesgerichtsstr. 20, 1010 Wien
Buch/Thema:
Edition Linke Klassiker: Rosa Luxemburg. Denken und Leben
einer internationalen Revolutionärin
Gespräch mit dem Herausgeber Fritz Keller. Er steht für
inhaltliche Debatten zum Werk von Rosa Luxemburg genauso zur
Verfügung wie für praktische und politische Fragen über die
Arbeit eines Herausgebers.
Mit freundlichen Grüßen und bestem Dank für die Mühe
Hannes Hofbauer
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04 Promedia im Frühjahr von promedia at mediashop.at
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Der Promedia Verlag freut sich, Ihnen für das Frühjahr 2007
interessante Buchpräsentationen und Diskussionen ankündigen zu können:
*) Dienstag, 20.3.2007, um 18 Uhr
in der Buchhandlung Winter, Landesgerichtsstr. 20, 1010 Wien
Buch/Thema:
Edition Linke Klassiker: Rosa Luxemburg. Denken und Leben einer
internationalen Revolutionärin
Gespräch mit dem Herausgeber Fritz Keller. Er steht für inhaltliche Debatten
zum Werk von Rosa Luxemburg genauso zur Verfügung wie für praktische und
politische Fragen über die Arbeit eines Herausgebers.
*) Mittwoch, 28.3.2007, um 19 Uhr
in der Galerie mel-contemporary, Christineng. 2, 1010 Wien
Buch/Thema:
Julius Mende, Die sexuelle Welle. Zwischen Sinnlichkeit und Vermarktung.
Bilder und Texte
ISBN 978-3-85371-266-5, br., 240 Seiten, reich und farbig bebildert, 19,90
Euro
Kraft.Punkt.Schau des Malers und Autors Julius Mende
*) Mittwoch, 18.4.2007, 19 Uhr
im Amerlinghaus, Stiftg. 8, 1070 Wien
Buch/Thema:
Marcel van der Linden (Hg.), Was war die Sowjetunion?
Kritische Texte zum real existierenden Sozialismus
ISBN 978-3-85371-268-9, br., 176 Seiten, 12,90 Euro
Diskussion zum Buch mit:
Marcel van der Linden, Herausgeber, Forschungsdirektor des Instituts für
Sozialgeschichte in Amsterdam
Manfred Ecker, Linkswende
Walter Baier, KPÖ
*) Montag, 23.4.2007, 19 Uhr
im Depot, Breiteg. 3, 1070 Wien
Buch/Thema:
Hanna Hacker, Norden. Süden. Cyberspace.
Text und Technik gegen die Ungleichheit
ISBN 978-3-85371-269-6, br., 208 Seiten, 17,90 Euro
Diskussion zum Buch mit:
Hanna Hacker, Autorin und Soziologin an der Universität Wien
Simon Inou, Afrikanet
Sabine Prokop, Medienwissenschaftlerin
*) Montag, 21.5.2007, 20 Uhr
im Reigen, Hadikgasse 62, 1140 Wien
Buch/Thema:
Werner Zips (Hg.), Rastafari
Eine universelle Philosophie im 3. Jahrtausend
ISBN 978-3-85371-265-8, br., 240 Seiten, farbig bebildert, 19,90 Euro
Tanz, Film, Gespräch mit dem Autor. Bekannte DJ’s führen durch den Abend
Mit freundlichen Grüßen
Hannes Hofbauer, Promedia Verlag
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05 identities 2007... von "DV8-FILM NEWSLETTER" <office at identities.at>
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Das identities. QUEER FILM FESTIVAL is proud to be back...
In weniger als 90 Tagen ist es wieder soweit, und
wir suchen Eure/Ihre aktuelle Adresse
für identites 2007 vom 7. – 15. Juni!
Seit 2005 umgezogen?? Für die Zusendung des Festivalprogramms wär dann ein
ADRESSUPDATE super.
Name, neue Adresse, Postleitzahl, Ort per Email an uns, anrufen geht
natürlich auch, und schon kommt das Festivalprogrammheft druckfrisch – und
gratis! - Mitte Mai ins Postkastl.
Und wer Infos per EMAIL will - jederzeit! Unser NEWSLETTER informiert ab
sofort in regelmäßigen Abständen über Festivalneuigkeiten.
T-3 and counting, wie das bei der NASA in Houston heißen würde...
Bis bald und bitte an FreundInnen und Interessierte weiterleiten!
Barbara Reumüller
identities. Queer Film Festival
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7. – 15. Juni 2007
präsentiert von
DV8-FILM
Postfach 282
1071 Wien
T. +43 1 524 62 74
F. +43 1 522 98 74
office at identities.at
www.identities.at
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06 Griechenland: Streik-Veranstaltung / Klima / Nationalismus / Venezuela
von "AL-Antifaschistische Linke" <al at sozialismus.net>
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AL-Newsletter Nr. 188
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1. Griechenland: Veranstaltung mit griechischem Uni-Streik-Aktivisten
2. Ein Kommentar zum Klimawandel
3. Thesen zu Nationalismus und nationaler Frage
4. Die Situation von Frauen in Venezuela
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1. Griechenland: Veranstaltung mit griechischem Uni-Streik-Aktivisten
Griechenland: 2 Monate Uni-Streik!
Veranstaltung mit Stefanos Ioannidis, Aktivist der kämpferischen
griechischen StudentInnenbewegung
Im Frühjahr ´06 hatte die Regierung der rechtskonservativen "Nea
Dimokratia" eine grundlegende Änderung der Universitätsgesetze
geplant. Es sollte die staatliche Finanzierung reduziert werden, um so
die Unis zu zwingen, sich selbst zu finanzieren – über Sponsoren und
Studiengebühren.
Nach wochenlangen Streiks und Besetzungen zog die Regierung ihre Pläne
zurück. Nun planten die Regierung und die oppositionelle
sozialdemokratische PASOK gemeinsam die Änderung von Teilen der
Verfassung. Zum Beispiel sollte ein Verfassungsartikel, der festlegt,
dass der Staat für die Universitäten und überhaupt die Ausbildung
aufkommt und dass Firmen oder private Institutionen keine
Universitäten betreiben dürfen, beseitigt werden.
Seit Anfang Januar sind die Universitäten nun wieder bestreikt und
sämtliche Institute und Forschungseinrichtungen besetzt. In der
Verfassungsfrage haben die Studierenden erneut gesiegt. Doch der Kampf
geht weiter ...
Während hierzulande bei Uni-Protesten die selbst-ernannte "linke"
ÖH-Führung zumeist gegen Streiks und Besetzungen argumentiert und
stattdessen auf "lustige", aber völlig wirkungslose "kreative
Protestformen" setzt, sieht es in Griechenland ganz anders aus. Seit
fast einem Jahr folgt dort eine studentische Protestwelle der anderen.
Die gemeinsame Unigruppe von AL-Antifaschistische Linke und
Arbeitsgruppe Marxismus (AGM) hat zu diesem Thema Stefanos Ioannidis
nach Wien eingeladen. Stefanos ist einer der Mitorganisatoren der
Streikbewegung in Thessaloniki, der zweitgrößten Stadt Griechenlands.
Er ist darüberhinaus Aktivist der trotzkistischen Organisation OKDE
und ihrer StudentInnenorganisation SSP.
Wann: Mo, 26.03.2007, 19h
Wo: 19:00 Uhr im Amerlinghaus, Stiftg. 8, 1070 Wien
(U3 Neubaugasse, Ausgang Stiftgasse)
Wir freuen uns auf Dein Kommen!
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Als Einstimmung ein Interview, dass GenossInnen der Arbeitsgruppe
Marxismus mit Stefanos geführt haben.
Wieder Sieg für die griechischen Student/inn/en!
Interview mit Stefanos Ioannidis
Durch entschlossenen Widerstand im Januar und Februar haben die
Student/inn/en in Griechenland geplante Angriffe der Rechtsregierung
zurückgeschlagen. Nach der Bewegung im Mai/Juni 2006 ist das bereits
der zweite erfolgreiche Kampf der griechischen Studierenden innerhalb
eines Jahres. Stefanos Ioannidis ist Aktivist der Bewegung in
Thessaloniki und Mitglied der trotzkistischen OKDE-Ergatiki Pali. Mit
ihm sprachen am 17. Februar für die AGM Maria Pachinger und Eric
Wegner darüber, wie diese Siege möglich waren.
AGM: Wir hatten in unsere Flugschriftzeitung „roter stern" einen
Bericht über euren erfolgreichen Kampf im Mai und Juni. Kannst du
nochmal kurz zusammenfassen, worum es dabei ging?
Stefanos Ioannidis: Die Nea-Dimokratia-Regierung hatte eine
grundlegende Änderung der Universitätsgesetze geplant. Es sollte die
staatliche Finanzierung reduziert werden, um so die Unis zu zwingen,
sich selbst zu finanzieren – über Sponsoren und Studiengebühren. Als
Antwort darauf entwickelte sich eine rasch anwachsende
Widerstandsbewegung. Die Universitäten wurden bestreikt und besetzt.
Sehr viele Student/inn/en beteiligten sich an den Vollversammlungen an
den einzelnen Hochschulen. Vertreter/innen dieser Versammlungen
koordinierten den Kampf in Stadtkomitees. Wir versuchten auch, ein
landesweites Kampfkomitee zu bilden; dazu ist es aber nicht gekommen.
Sehr wohl gab es aber Besetzungskomitees, die die Kontrolle der
Studierenden über die Universitäten organisierten. Einmal pro Woche
gab es Demonstrationen in allen Universitätsstädten, an denen immer
mehr Studierende teilnahmen.
AGM: Was waren die Ergebnisse der Bewegung? Wie war der Sieg möglich?
Stefanos Ioannidis: Die Regierung sah sich schließlich gezwungen die
„Reform" zurückzuziehen. Der Grund dafür war die Entschlossenheit, mit
der wir den Streik, die Besetzungen und Demonstrationen durchgeführt
haben. Es gab auch eine wachsende Radikalisierung, die zu Angriffen
auf Regierungsgebäude und Auseinandersetzungen mit der Polizei führte.
Dazu kamen zunehmende Kontakte zu anderen Bevölkerungsteilen. Viele
Lohnabhängige verfolgten unseren Kampf mit positivem Interesse.
AGM: Warum kam es jetzt nach den Weihnachtsferien zu einer neuen
Bewegung? Was hatte die Regierung vor?
Stefanos Ioannidis: Die Regierung und die oppositionelle PASOK planten
gemeinsam die Änderung von Teilen der Verfassung. Beispielsweise
sollte die Arbeitsplatzsicherheit im öffentlichen Dienst aufgehoben
werden. Und es sollte ein Verfassungsartikel, der festlegt, dass der
Staat für die Universitäten und überhaupt die Ausbildung aufkommt und
dass Firmen oder private Institutionen keine Universitäten betreiben
dürfen, beseitigt werden. Dagegen richtete sich die neue Bewegung, die
sich diesmal noch schneller entwickelte als im Mai. Bereits Mitte
Januar, also nach nur einer Woche, waren 75% der Unis besetzt.
AGM: Kannst du uns noch genaueres über das Ausmaß der Bewegung erzählen?
Stefanos Ioannidis: Die Vollversammlungen waren wieder genau so groß
wie im Mai und Juni. Die Demonstrationen fanden wieder wöchentlich in
den verschiedenen Universitätsstädten statt; durchschnittlich waren es
in Athen pro Woche 7-8000, bei uns in Thessaloniki 3-4000 pro Woche.
Die Streiks und Besetzungen haben wir wieder sehr konsequent
durchgeführt; den Lehrkräften haben wir nicht erlaubt, die
Universitäten zu betreten. Unterricht und Forschung wurden auf nahezu
allen Unis völlig unterbunden.
AGM: Wie haben sich die Lehrkräfte denn zu eurer Bewegung verhalten?
Stefanos Ioannidis: Sie waren gespalten. Ein Teil hat – aus
finanziellen und politischen Gründen – die Regierung unterstützt. Ein
wachsender Teil der Lehrkräfte und auch von anderen
Universitätsangestellten hat aber unseren Kampf unterstützt; sie haben
selbst einen Streik ausgerufen und auch an den Demonstrationen
teilgenommen. Unsere Bewegung war jedenfalls wieder so strukturiert
wie im Mai und Juni: Es gab wieder die Besetzungskomitees, die
Vollversammlungen, die Stadtkomitees; ein landesweites Komitee konnte
aber wieder nicht installiert werden.
AGM: Welche politischen Kräfte spielten denn in der Bewegung eine Rolle?
Stefanos Ioannidis: Wie schon im Mai und Juni dominierten auch diesmal
wieder die Organisationen der radikalen Linken. Die KNE (die
Jugendorganisation der im Parlament vertretenen stalinistischen KKE,
Anm. AGM) hat sich diesmal, anders als im Mai und Juni, beteiligt; sie
haben aber wieder Streiks und Besetzungen abgelehnt. Die
PASOK-Student/inn/en haben teilgenommen, aber keine organisierende
oder wichtige Rolle gespielt. In der PASOK gab es in der Frage ja
heftige Konflikte; die Parteiführung war für die Verfassungsänderung,
die Student/inn/en dagegen. Die Führung in der Organisation des
Kampfes hatte aber eindeutig die radikale Linke. Zu nennen sind etwa
hier die EAAK, eine linksradikale Student/inn/enorganisation, an der
sich verschiedene Gruppen und Individuen beteiligen, oder die SSP, die
Student/innen/organisation der OKDE.
AGM: Was kannst du uns über eure Beteiligung an der Bewegung erzählen?
Mit welcher Stossrichtung hat die SSP interveniert?
Stefanos Ioannidis: Wir haben die Streiks und Besetzungen gefordert
und haben uns daran aktiv beteiligt. Als wesentlich haben wir es auch
angesehen, eine Verbindung zu anderen Bevölkerungsteilen herzustellen.
Da die Gewerkschaft bürokratisch dominiert ist und unter den
Schüler/innen nur die KNE eine Verankerung hat, sind wir dafür
eingetreten, dass die Aktivist/inn/en der Bewegung selbst zu den
Betrieben, Schulen und in die Wohnviertel gehen. Dort, wo die SSP
Einfluss hat, also insbesondere in Thessaloniki, in Ioannina und
Kozani, haben wir diese Schritte auch selbst organisiert und in die
Praxis umgesetzt. Ein anderer wichtiger Punkt unserer Aktivität in der
Bewegung war die Ausrichtung auf eine Verbreiterung gegen alle
geplanten Verfassungsänderungen und gegen die neoliberale Politik
überhaupt.
AGM: Was ist das Resultat der Bewegung der letzten Wochen?
Stefanos Ioannidis: Ein glorreicher Sieg! (lacht) Zur Überraschung
aller Aktivist/inn/en haben sich die Regierung und die PASOK als sehr
verwundbar herausgestellt. Die PASOK hat sich am 9. Februar von den
Verfassungsänderungen zurückgezogen. Der Grund dafür ist sicherlich
die große Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der neoliberalen
Politik, die zu internen Konflikten in PASOK und in Nea Dimokratia
geführt hat. Jedenfalls kann der Verfassungsänderungsprozess nicht
fortgesetzt werden: Die Regierung braucht die PASOK für die nötige
Mehrheit zur Änderung der Verfassung. Außerdem gibt es für
Verfassungsänderungen gesetzliche Fristen und Vorlaufzeiten, sodass
der jetzige Ausstieg der PASOK aus dem Prozess wohl eine Verschiebung
um etliche Jahre bedeutet.
AGM: Warum geht die Bewegung trotzdem weiter?
Stefanos Ioannidis: Die Regierung setzt die Diskussion über
Umstrukturierungen der Universitäten fort. Sie plant offenbar, Teile
der im Juni zurückgezogenen „Reform" wieder neu als Gesetz vorzulegen.
Das wollen wir verhindern. Außerdem ist die Student/inn/enbewegung
selbstbewusst geworden. Viele von uns sagen, dass wir nicht nur
defensiv agieren sollten, sondern für eine bessere Ausbildung und
bessere Arbeitsbedingungen kämpfen müssen. Nach so langen Protesten
ist dennoch unklar, wie lange die Bewegung noch andauern kann. Klar
ist jedenfalls, dass die Regierung geschwächt ist; es gibt bereits
Diskussionen über Neuwahlen, weil die Regierung nicht handeln könne.
Und klar ist auch, dass es eine von der radikalen Linken geführte
Bewegung geschafft hat, der Regierung zwei bedeutende Niederlagen
zuzufügen.
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2. Doch noch stürmische Zeiten?
Ein Kommentar zum Klimawandel
Jahrelange Dürreperiode in Australien; Zunahme von Stürmen und
Hurricanes wie Kyrill im Januar 2007 und Katrina im August 2005; die
vermehrten Hochwässer…der Klimawandel ist Realität. Doch was steckt
dahinter?
Sind diese regionalen Schäden und Katastrophen bereits Folge eines
globalen, vom Menschen versachten Klimawandels? Gab es nicht immer
schon Stürme und Überschwemmungen? Wissen-schafterInnen lasten nicht
einzelne Katastrophen dem Klimawandel an. Sie gehen aber davon aus,
dass sich die Wahrscheinlichkeit solcher Extremereignisse insgesamt
erhöht hat. Längerfristige Erscheinungen wie eine Zunahme der
Temperaturen um weltweit plus 0,6°C in den letzten 100 Jahren, das
Abschmelzen der Gletscher in den Alpen und ein Anstieg des
Meeresspiegels um 10-20 cm sind mit 90%iger Sicherheit vom Menschen
verursacht.
Die Erderwärmung hat physikalische Ursachen. Die Sonne sendet
kurzwellige Strahlung zur Erde. Etwas weniger als 1/3 dieser Strahlung
wird wieder reflektiert. Der Rest erwärmt Boden und Luft. Alle
erwärmten Körper auf der Erdoberfläche geben ihrerseits langwellige
Strahlung in Richtung Weltall ab. Die Atmosphäre dazwischen verhindert
aber, dass die gesamte Wärmeenergie ins All verloren geht. Sie wirkt
also wie ein Mantel, der die Erde nicht auskühlen lässt. Ohne diesen
„Treibhauseffekt" wäre die Erdoberfläche um 33°C kälter und
menschliches Leben unmöglich. Wie viel Energie von der Atmosphäre
zurückgehalten wird und welche Temperaturen sich daher einstellen,
hängt von der Zusammensetzung der Atmosphäre ab. Gase wie CO2, Methan
und Lachgas verringern die Abstrahlung der Erde. Der Mensch erhöht
durch die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas und durch die Vernichtung
von Wäldern die Konzentration von CO2. Als Folge erhöht sich die
Temperatur.
Kaum bestreitbar
Heute gibt es kaum mehr WissenschafterInnen die leugnen, dass der
Mensch die Erderwärmung verursacht. Die Erdöllobby fördert aber
Studien, die beweisen sollen, dass alles halb so wild ist. Tatsächlich
könnten nördlich gelegene Regionen wie Sibirien oder Kanada durch die
Ausweitung landwirtschaftlicher Flächen etc. von einer Erwärmung
profitieren. Die zu erwartenden Schäden durch das Versinken von Inseln
und Küstenstreifen im Meer, durch vermehrte Naturkatastrophen und die
Ausbreitung von Wüsten (Sahel) etc. würden aber überwiegen. Darüber
hinaus wären meist ärmere Länder in den Tropen und Subtropen stärker
betroffen. Diese haben auch geringere wirtschaftliche Möglichkeiten,
sich an Verän-derungen anzupassen. Neue Kriege um Ressourcen und
klimabedingte Migrationsströme könnten die Folge sein.
Bei einer Konferenz in Kyoto wurde 1997 beschlossen, die weltweiten
CO2-Emissionen bis 2012 um 5% unter das Niveau von 1990 zu senken.
Auch dieses nicht sehr hoch gesteckte Ziel konnte nicht erreicht
werden. Die USA, die ¼ der weltweiten CO2 Emi-ssionen verursachen,
weigern sich, das Kyoto-Protokoll zu unterzeichnen. George W. Bush
möchte stattdessen die Atomkraft fördern, um das Klima zu schützen.
Das kleine Österreich hat zwar Kyoto unterzeichnet, ist aber auf dem
besten Weg dazu, die Ziele zu verfehlen. Die globalen ökonomischen
Interessen der KapitalistInnen, Erdöl noch bis zur Rentabilitätsgrenze
etwa 60 Jahre weiter auszubeuten und zu vermarkten, sind zu groß.
Viele fortschrittliche Leute argumentieren jedeR müsse bei sich selbst
anfangen und weni-ger Energie verbrauchen. Das ist sicher nicht ganz
falsch. Wenn wir überhaupt die Wahl-möglichkeit haben, sollten wir
z.B. auf ein Auto verzichten.Um den Klimawandel aufzuhalten, ist das
aber zu wenig. Wir müssen mit den Methoden der ArbeiterInnenbewegung
gegen die Energie-, Automobil- und Agrarmultis kämpfen! Die großen
Konzerne müssen enteignet werden. Ihre Reichtümer und Mittel könnten
dann dazu verwendet werden einen demokratischen globalen Plan zum
Umstieg auf alternative Energiequellen (Wind, Wasser, Solarenergie,
Biomasse etc.) umzusetzen.
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3. Thesen zu Nationalismus und nationaler Frage
Gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Marxismus (AGM) haben wir eine neue
Broschüre herausgegeben.
Diese besteht aus vier Teilen:
- Teil 1 beschäftigt sich mit der historischen „Entwicklung der
nationalen Frage".
- Teil 2 skizziert die „marxistische Positionierung in der nationalen
Frage".
- Teil 3 untersucht die „Lösungsversuche in der UdSSR"
- Teil 4 behandelt die "nationale Frage heute".
48 Seiten, A5, 2 Euro plus Porto. Bestellungen
unter
<mailto:al%40sozialismus.net>al at sozialismus.net.
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4. Die Situation von Frauen in Venezuela
Ein Artikel aus dem neuen Morgenrot
Ciao Linda - Mutter oder Hure
Zur Situation von Frauen in Venezuela
Venezuela gilt derzeit als „linkes" Vorzeigeprojekt. Der Kampf gegen
Armut, Sozialprogramme und die Ausrufung des „Sozialismus des 21.
Jahrhunderts" machten Präsident Hugo Chávez zum Held der Linken. Doch
wie steht's mit den Geschlechterverhältnissen im angeblich
„demokratischsten Land der Welt"?
Hugo Chávez - für seinen Verbalradikalismus bekannt - betont zwar
immer wieder die Bedeutung von Frauen im "bolivarianischen Prozess",
doch die konkreten Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Situation lassen
weiterhin auf sich warten. Reduziert auf ihre Rollen als Hausfrauen,
Mütter, Sexobjekte und meist im informellen Sektor beschäftigt, hben
die venezolanischen Frau-en wohl Besseres zu tun, als auf ihre
Befreiung durch den Comandante zu warten.
Ende Mai 2006 gingen in Caracas Tausende von Frauen auf die Straße, um
gegen die Teilaufhebung eines Gesetzes [ 1 ] zu demonstrieren, welches
Frauen und Kinder vor Gewalt in der Familie schützen sollte. Den
Antrag auf Aufhebung reichte Oberstaatsanwalt Isías Rodríguez ein,
dieser gehört nicht, wie vielleicht vermutet, der reaktionären
Opposition an, sonder gilt als treuer Chavist. Angesichts der Berichte
von Frauenorganisationen und NGOs besteht jedoch dringend
Handlungsbedarf. Nach Angaben des Nationalen Fraueninstitutes
(INAMUJER) ist jede dritte Frau in Venezuela einmal in ihrem Leben von
Gewalt betroffen, die Täter kommen meist aus der eigenen Familie.
Trotz zahlreicher Proteste sind einzelne Paragraphen des Gesetzes
gegen häusliche Gewalt bis dato außer Kraft. Der Druck von
Frauenorganisationen führte jedoch dazu, dass im November 2006 das
"Grundgesetz über die Rechte der Frau auf ein Leben ohne Gewalt" in
der Nationalversammlung eingebracht wurde.
Ohne Rechte
Auch die Rollenverteilung ist klar geregelt und hat es sogar bis in
die venezolanische Verfassung geschafft. "Der Staat erkennt die
Hausarbeit als eine Wirtschaftstätigkeit an, die Mehrwert erzeugt und
Werte sowie sozialen Wohlstand schafft. Hausfrauen haben entsprechend
der gesetzlichen Regelungen das Recht auf soziale Absicherung".[ 2 ]
Dieser Artikel wird oftmals als revolutionär und seinesgleichen
suchend bezeichnet. Und so wichtig das sichtbar machen von unbezahlter
Reproduktionsarbeit von Frauen auch ist, fehlt dabei jeglicher
emanzipatorischer Ansatz, weil Reproduktionsarbeit damit auf der
individuellen Ebene einzementiert wird. Die Vergesellschaftung dieser
unbezahlten Arbeit wird in keinster Form angedacht und so wundert es
auch nicht, dass etwa öffentliche Kinderbetreuungseinrichtungen in
Venezuela nur vereinzelt zu finden sind. Hinzu kommt, dass die
wenigsten Frauen in Venezuela "nur" Hausfrauen sind. Wie überall auf
der Welt arbeiten sie in den schlecht bezahlten Branchen und in den
meisten Fällen im informellen Sektor als Straßenverkäuferinnen und
Reinigungskräfte.
Arbeitsrechtliche und soziale Absicherungen gibt es für diese
Arbeiterinnen nicht. Nach Angaben von INAMUJER leben siebzig Prozent
der Venezolanerinnen in Armut. Die Anerkennung von Hausarbeit wird
diesen Zustand nicht ändern, sehr wohl jedoch die Schaffung von
Arbeitsplätzen mit sozialer Absicherung und guter Bezahlung und eine
radikale Umverteilung. Immerhin erwirtschaftet die venezolanische
ArbeiterInnenklasse jährlich Erdöleinnahmen in der Höhe von 20-30
Milliarden Dollar.
Billigarbeitskräfte
Die Individualisierung von Reproduktionsarbeit geht jedoch noch
weiter. Im Rahmen der zahlreichen Sozialprogramme wurde 2006 die
Misión "Madres del Barrio" (Mütter der Armen-viertel) gestartet. Ziel
dabei ist die Situation von Hausfrauen in den Armenvierteln zu
verbessern. Eigenartig ist zuerst einmal, dass die Kriterien für die
Teilnahme an der Misiòn so gelegt sind, dass lediglich 150.000 Frauen
die Unterstützung erhalten. Bei einer Zahl von 2.855.557 Hausfrauen in
den Barriós sind dies 5%.[ 3 ] Doch wer die monatliche Unterstützung
von 373.000 Bolívares (133,53 Euro) erhalten will, muss dafür auch
einiges leisten. Neben der obligaten Bereitschaft zur Teilnahme an
Bildungsprogrammen müssen die Frauen für die Gesundheit und den
Zusammenhalt in den Barrios sorgen, sich um die Kinder und alten
Menschen kümmern, sind für das Funktionieren der Schulküchen und
Jugendzentren verantwortlich.[ 4 ] … Durchaus "weibliche" Tätigkeiten
also und was ist schon umsonst im Leben? Bei einem Mindestlohn von 186
Euro tut sich der Verdacht auf, ob es hier nicht eher um die
Beschaffung von Billigstarbeitskräften geht, welche das Versagen der
staatlichen Institutionen kaschieren sollen.
Nur Huren kaufen Kondome
Aus der Rolle der Hausfrau und Mutter zu entfliehen, ist den meisten
Frauen nicht möglich. Verhütung und gezielte Familienplanung sind
vielerorts noch immer ein absolutes Tabuthema, die Pille für die
meisten zu teuer, Kondome eine absolute Seltenheit, in ländlichen
Gegenden gelten Frauen, die Kondome kaufen, als Huren. Abtreibung ist
in Venezuela nach wie vor verboten. Nach einer Schätzung von INAMUJER
sterben in Venezuela pro Woche vier Frauen an "illegalen"
Abtreibungen. Bestrebungen der Frauenbewegung für eine Legalisierung
sind nicht zuletzt am Widerstand der pro-chavistischen Parteien
gescheitert. Zu Gewalt, geschlechtsspezifischer Arbeitsteilung und
Armut kommt ein offener Sexismus hinzu, der nicht nur im öffentlichen
Raum erkennbar wird, sondern auch bis tief in die Linke reicht.
Auf die Barrikaden
Was der Linken vor allem fehlt, ist ein Abrücken vom Bild der Frau als
Mutter und Sexobjekt. Und so scheint es auf den ersten Blick, dass
Arbeitskämpfe in Venezuela ausschließlich von Männern getragen werden.
Die Kämpfe der Frauen bleiben meist im Hintergrund und das, obwohl sie
in ihrer Radikalität den Arbeitern durch nichts hinterher stehen. Wie
etwa die Arbeiterinnen von Gotcha, einer Textilfabrik in der Nähe von
Maracay. 67 Frauen sind dort als Näherinnen beschäftigt. Als die
Unternehmensführung die Gründung einer Gewerkschaft verhindern wollte,
sammelten sie heimlich Unterschriften und setzten die
Betriebsgewerkschaft durch. 2005 wollte das Unternehmen die
Arbeiterinnen in eine Kooperative drängen. Dies hätte Akkordarbeit und
den Verlust jeglicher sozial- und arbeitsrechtlicher Absicherung
bedeutet. Als sie sich weigerten begann die Unternehmensführung damit,
die Nähmaschinen abzutransportieren. Daraufhin besetzten die Frauen
für 3 Monate das Gebäude und streikten für ihre Rechte. Mit Erfolg!
Die Fabrik wurde nicht geschlossen, die Arbeiterinnen sind nun zum
Mindestlohn angestellt und sie erhielten den Lohn für die Zeit des
Streikes fast vollständig ausbezahlt. Gotcha ist jedoch keine
Ausnahme. Frauen spielen eine we-sentliche Rolle im Kampf der
venezolanischen ArbeiterInnenklasse.
Denn auch in Venezuela kämpfen Frauen unter den widrigsten Bedingungen
für ihre Rechte. Abseits der Hip-Hip-Hurra-Chávez-Frauenbewegung
kämpfen sie jeden Tag gegen Sexismus, Rollenklischees,
Einkommensunterschiede, Gewalt - und ums eigene Überleben. So gibt es
viele Initiativen und autonome Frauenprojekte, die kritisch auf die
Mängel und Fehlentwicklungen des "bolivarianischen Prozesses"
hinweisen und für tatsächliche gesellschaftliche Veränderungen
eintreten. Veränderungen, die die Grundfesten der
bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft ins Wanken bringen, denn
letztendlich wird die Gleichheit zwischen Mann und Frau im
Kapitalismus nicht möglich sein. Hugo Chávez wird weder die
ArbeiterInnenklasse noch die Frauen befreien, denn dies kann
letztendlich nur ihr eigenes Werk sein.
Die Frage, die sich aufdrängt ist, warum viele Linke, immer dann, wenn
es um Venezuela geht, mit anderen Maßstäben zu messen beginnen? Sind
es der Verbalradikalismus von Hugo Chávez, das Karibikflair oder
einfach nur stumpfer Exotismus, die dazu führen, dass wir all jene
Kriterien, mit denen wir ansonsten gesellschaftliche Verhältnisse
analysieren, über Bord werfen? Oder sind wir wieder einmal dabei,
alles dem Fortschritt der Revolution unter zu ordnen? Viel notwendiger
als Lobeshymnen auf Hugo Chávez ist jedoch Kritik, denn gerade wenn es
um die Rechte von Frauen geht, dürfen wir als Linke kein Auge zudrücken n
Fußnoten:
[ 1 ] Ley de Violencia Contra la Mujer y la Familia.
[ 2 ] Verfassung der Bolivarianischen Republik Venezuela, Artikel 88
[ 3 ] Nationales Statistikinstitut (INE): zitiert nach; www.jir.org.ve
[ 4 ] Decreto Presidencial No. 4342, Artikel 1-3; zitiert nach:
www.jir.org.ve
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AL-Antifaschistische Linke
Gegen Rassismus, Sexismus, Sozialabbau!
Für Solidarität und Sozialismus!
mail: al at sozialismus.net
web: www.sozialismus.at
phon: ++43 (0) 699 817 15 915
post: AL c/o Amerlinghaus, Stiftgasse 8, A-1070 Wien
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07 Menschenrechtsschutz auf EU-Ebene: Fundierte Politik oder Fassade? >
von radio stimme <radio.stimme at initiative.minderheiten.at>
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RADIO STIMME - DIE SENDUNG DER INITIATIVE MINDERHEITEN
Donnerstag, 15. März 2007
13.00 Uhr, Orange 94.0 / Wien
Menschenrechtsschutz auf EU-Ebene: Fundierte Politik oder Fassade?
Hochrangige PolitikerInnen wie Kommissionspräsident Barroso oder der
Präsident des Europäischen Parlaments Pöttering kamen vor zwei Wochen
nach Wien, um die neue europäische Grundrechte Agentur entsprechend
feierlich zu eröffnen. Doch welchen realen Stellenwert haben
Menschenrechtsanliegen in der EU-Politik? Wie viel Augenmerk wird bei der
Gesetzgebung auf die Europäische Menschenrechtskonvention und
Folgedeklarationen gelegt? Und welche Kompetenzen bestehen, um gegen
etwaige Grundrechtsverletzungen durch Mitgliedsländer vorzugehen? Diese
und andere Fragen stehen im Mittelpunkt eines Live-Studiogesprächs mit dem
Leiter des Ludwig Boltzmann Instituts für Menschenrechte, Hannes Tretter.
Diese Sendung wird weiters ausgestrahlt auf:
FREIRAD (Innsbruck) Do, 22. März, 12.00 Uhr
Radio AGORA (Kärnten) Do, 22. März, 19.00 Uhr
Radio HELSINKI (Graz) Sa, 24.. März, 19.00 Uhr
Radio FRO (Linz) So, 25. März, 11.00 Uhr
******
-> Sendung verpasst? Das Internet-Archiv.
Diese und alle anderen Ausgaben von Radio Stimme sind in unserem
digitalen Sendungsarchiv jederzeit als Download und Stream abrufbar:
http://www.initiative.minderheiten.at/Radio
******
-> Sendung über's Internet hören.
Die Sendungen sind über den Internet-Livestream der Radiosender zur
jeweils angegebenen Sendezeit auch über das Internet zu hören.
Orange 94.0: http://streamintern.orange.or.at/live3.m3u
FREIRAD: http://www.freirad.at/live.m3u
Radio AGORA: http://www.cartwall.at/agora_mp3.m3u
Radio FRO: http://www.fro.at/livestream.php
HELSINKI: http://www.helsinki.at/live-stream.php
--
Radio Stimme - Die Sendung der Initiative Minderheiten
Das politische Magazin zu den Themen Minderheiten - Mehrheiten -
Machtverhältnisse
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08 Termine ab Mittwoch, den 14.Maerz 2007
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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akin-Pressedienst.
Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 13. Maerz 2007; 16:18
*************************************************
>>>>>>>>> Termine ab Mittwoch, den 14.Maerz 2007
Telefonnummern ohne Vorwahl sind Wiener Festnetz-Nummern.
> Allgemeines
Juedisches Museum, 1010 Dorotheerg.11, Tel. 535 04 31, So - Fr 10-18h, Do -
20h, Ausstellung bis 18.3.07: Felix Salten Schriftsteller, Journalist,
Exilant: Von Josefine Mutzenbacher zu Bambi
ebenda, ab 28.3. bis 24.6.: Oskar Strnad - 1879 - 1935: Begruender der
Wiener Schule der Architektur
Gasometer, bis 31.5., Ausstellung im Foyer des Wr.Stadt- und Landesarchivs:
Die juedische Familie Schey. Geoeffnet: Mo und Fr 9h - 15,30, Die, Mi, Do 9h
bis 18,30. 1110 Wien, U 3 Station Gasometer
Filmmuseum, bis 31.3.: American Dreamer: Vincente Minnelli. 1010 Albertina.
ebenda, 21. bis 30.3.: Avantgarde: Film - die klassische Moderne als
Kinoereignis
WEGzehr und Kost-Nix-Kino jed. ersten Do im Mo im VEKKS 1050 Zentag.26, ab
14h wird gekocht, ab 20h filme und vokue
FrauenFILMTage im Filmcasino, bis 15. Maerz, Infos unter 587 90 62,
www.filmcasino.at und www.frauenfilmtage.at
Kunsthalle Wien, Halle 1, 16.3. bis 9.4. Ausstellung: Die Toten. Hans-Peter
Feldmann, Fotozyklus zeigt aus Zeitungen ausgeschn. Bilder, die alle Toten
im Zusammenhang mit dem RAF-Terrorismus zeigen: Taeter, Opfer und auch
Menschen, die zufaellig in irgendeine Schusslinie gerieten.
Rechtshilfe-Fond-Party von jetzt an jed. letzten Freitag im Monat im TUeWI
1190 Peter Jordan Str.76
Aktionswoche der Oesterr. HochschuelerInnenschaft: Gegen Bildungs- und
Sozialabbau - Montag 19.3. bis Freitag 23.3., Infos im Internet unter
www.oeh.ac.at
Aktionswoche oesterreichweit 19.3. - 23.3. gegen ROT-SCHWARZ. Infos Hermann
Dworczak, Tel. 0676-9723110 (siehe weitere Aussendung)
> Mittwoch, 14.3.
Que(e)r, 20h, Veranst. zu den Umtrieben von Human Life International und
Youth for Life: Haett´ Maria abgetrieben.... 1010 Wipplingerstr.23,
Stiegenabgang
Vorbereitungstreffen d. Aktionskomitee fuer eine linke 1.Mai Demonstration
ab 18h in 1160 Rankgasse 2/Huttengasse
SLP-Disk. im Fuenfhauser Stueberl, 19h: Ungarn heute. 1150 Loehrgasse 13
Depot, 19h, Vortrag und Disk: Vergangenheitspolitik des BSA - wie gehen
politische Bewegungen mit Vergangenheit um. 1070 Breite Gasse 3
Suedwind-Buero, 19h, Attac-Treffen zum Entwicklungsthema. 1080 Laudong.40
Linz, 19h, Melicharstrasse 8, "Linke Gespraeche" zum Thema "Gesund ohne
Selbstbehalt", Referentin Claudia Naumann (SocialATTAC-Gesundheit),
KPOe-Linz
Linz, Gruene Bildungswerkstatt, 18h: Die Grenzen der Bioenergienutzung: Wie
umwelt- u. sozialvertraeglich ist der Bioenergieboom? Anm: www.ooe.gbw.at
oder 07674/64218
Graz, Gruene Akademie, 19h, Vortrag und Disk: Wege aus der Armut. Mit
Stephan Schulmeister. Paulustorg.3/1
> Donnerstag, 15.3.
Justizpalast/OLG Zi. 3090, ab 9h oeffentliche Berufungsverhandlung gegen die
Einsatzkraefte die an der rassistischen "Amtshandlung" gegen Seibane Wague
beteiligt waren.
Sollte das Urteil der Erstinstanz bestaetigt werden, so gibt es dazu ein
Treffen im Kaeuzchen 1070 Neustiftgasse/Gardegasse ab 20 Uhr.
Museumsquartier, 19,30, Theater Dschungel: Vermutungen ueber Aischa oder
Inlaender sind auch arme Schweine. Weitere Vorstellungen: 16. und 17.3.,
29. - 31.3., 1070 Museumspl. 1
SLP-Veranst. im Piwnica, 18h: Die nationale Frage im 21. Jahrhundert. 1200
Jaegerstr.38
Filmcasino, 18h, Podiumsdisk: im Rahmen der Frauenfilmtage:
Sexarbeiterinnen-Rechte sind Frauen-Rechte. 1050 Margaretenstr.78
> Freitag, 16.3.
Stadtspaziergang "Wien Andersrum - Lesbischwule Geschichte der Stadt Wien.
Treffpunkt um 15 Uhr beim Vermaehlungsbrunnen am Hohen Markt 1010 Wien.
Anmeldung: landesbuero.wien at gruene.at
Kulturverein Zwischenraum, 19,30, Vortrag: Hannah Arendts Republikanismus.
1200 Hannoverg.13
Depot, 19h, Tagung: ArbeitsZeitRaeume - gem. mit dem IWK. 1070 Breite Gasse
3
Graz, bis So 18.3.: Regionale Handlungsmoeglichkeiten im globalen Kontext.
Infos u. Anm. unter www.gjstmk.gruene.at, gaj.stmk at gruene.at und
0664-4509379
Linz, Taubenmarkt, 14-17h, Aktionstag: Gewerkschaftsnetzwerk Oberoesterreich
Linz, Gruenes Haus, 19,30, Karl Oellinger: Arbeiten bis zum Umfallen?
Landgutstr.17
Steyr, Wendlhof, 19h, Gespraechsforum: Alte Zeiten - Junge fragen. L. Werndl
Str.25
Klagenfurt, Universitaet - Omansaal, 17h: Runder Tisch zum Grundeinkommen.
> Samstag, 17.3.
IWK, 11-19h, Tagung: ArbeitsZeitRaeume. 1090 Bergg.17
IGS-Wanderung Baerlauchpfluecken, Treffpunkt 9,30 Bahnhofshalle Liesing
HdB Grossfeldsiedlung, 19,30, Neujahrsfest - Fruehlingsfest mit
MigrantInnen. Spende zugunsten afghanischer Fluechtlingskinder. 1210
Kuerschnerg.9
1010 Wien Stock im Eisen Platz, ab 14h Kundgebung gegen den Krieg -
internationaler Aktionstag des WSF: Stoppt den US-europaeischen Terrorkrieg!
Nein zu Eurofightern
ekh, 21h, Free Party
> Sonntag, 18.3.
Amerlinghaus, 16h, Vortrag: Die Lage der Frauen im Iran. 1070 Stiftg.8
> Montag, 19.3.
BSA, 20h, Vortrag und Disk: Sozialismus und Demokratie. Vortrag Peter Ulrich
Lehner. 1010 Landesgerichtsstr.16
Amerlinghaus, 19h, SLP-Disk: Irak und USA - gibt es einen Ausweg? 1070
Stiftg.8
GPA, 19h, Podiumsdisk. mit Attac, Ursula Plassnik, Johannes Voggenhuber,
Wolfgang Greif, Aurelie Trouve/Attac Frankreich, Sven Giegold/Attac
Deutschland: Ein neues Fundament fuer Europa - Attac schlaegt Alternativen
fuer EU-Vertrag vor. 1030 Alfred Dallinger Platz 1, Saal 2/ U 3
Schlachthausgasse
Graz, ETC Mozarthof, 19h, 10 Vorschlaege von Attac Europa zum 50.Geburtstag
der EU - auf dem Weg zu einem demokratischen Europa. Schubertstr.29
> Dienstag, 20.3.
Gruenes Haus, 17h, Dieter Schrage: Kapitalismuskritik - aktueller als je
zuvor? 1070 Lindeng.40
18h, BH Winter, Buchpraesentation: Rosa Luxemburg. Denken & Leben e.
internat. Revolutionaerin. mit Hg. Fritz Keller. Landesgerichtsstr. 20, 1010
Wr.Rathaus, Volkshalle, 19,30, Diskussion im Gedenken an Hrant Dink:
Freiheit des Wortes in Gefahr? 1010 Lichtenfelsg.2
TUeWI, 20h, SOLIKONZERT fuer die Deserteurs- und Fluechtlingsberatung. 1190
Peter Jordan Str.76
Graz, AAI und Akademie Graz, 20h, Vortraege zu Chinas Afrikapolitik.
Leechg.22
Graz, Weltcafe, 19,30, Attac-Treffen: 50 Jahre EU - 10 Prinzipien fuer einen
demokratischen Vertrag. Garteng.28
Graz, Gruene Akademie, 19h, offener Arbeitskreis: Frauen-Sprache.
Paulustorg.3/1
Linz, Theater Phoenix, 20h, Doku-Film: Die Kinder von Etzelsdorf. Wiener
Str.25
> Mittwoch, 21.3.
AUGE/UG, 19h, Buchpraes. und Disk. mit Markus Marterbauer: Wem gehoert der
Wohlstand? Mehr Gerechtigkeit, weniger Ideologie! 1040 Belvedereg.10
Que/e/r, 20h, Flughafensozialdienst praesentiert: Lesung ausgewaehlter Texte
aus dem Fremdenrechts-Alltag. 1010 Wipplingerstr.23, Stiegenabgang
Attac-Entschuldungs-Treffen ab 19h in 1090 Wasag.28
Fuenfhauser Stueberl, SLP-Veranst. ab 19h: Wie gegen Nazis und AFP kaempfen?
1150 Loehrg.13
Amerlinghaus, 19h, Disk: Konfliktregion Afrika - Lehrbeispiel Sudan. 1070
Stiftg.8
Radio Kulturhaus, 18,30, Vortrag und Disk: Hinter uns die Sinflut? Was kann
gegen den drohenen Klima-Kollaps getan werden? Mit Helga Kromp-Kolb. 1040
Argentinierstr.30a
ekh, 20h, Subversive Kantine: Bedingungsloses Grundeinkommen?
Bedarfsorientierte Grundsicherung? 1100 Wielandg.2-4
Palais Epstein, 17,30, Buchpraes. und Disk: Schlussstrich? - Die Geschichte
der Restitution. Anm. dringend erforderlich unter 408 06 95-0 oder
akademie at evang.at - es erfolgt dann die Einladung durch die
Nationalratspraes. Prammer
Linz, Buchhandlg. Alex, 20h, 50 Vorschlaege fuer eine gerechtere Welt -
Buchpraes. und Disk. Hauptplatz
> Donnerstag, 22.3.
7-Stern, 7-Sterng. 31. 1060, 19h
Infoabend: Guatemala & Chiapas Aktuelle Situation und Moeglichkeiten fuer
Freiwilligeneinsatz. http://www.guatemala.at,
http://www.mexiko-plattform.org
ekh, 20h, UnzumutBar + Infoveranstaltung der Anti-G8-Koordination Vienna in
Zusammenarbeit mit Rote Hilfe e.V.
IWK, 18,30, Manfred Fuellsack: Erkundungen zur Zeitlichkeit produktiver
Arbeit. 1090 Bergg.17
Literaturhaus, 19h, Vortrag - Internationale Erich Fried Gesellschaft: Erich
Fried - Lecture mit Marlene Streeruwitz: wahrheit. eine davon. 1070
Zieglerg.26a
Innsbruck, Universitaet Inst.Politikwissenschaft, bis 24.3.: Kritik der
Gefuehle - internat. Tagung stellt die Geschlechterblindheit des Diskurses
in der Emotionsforschung. Anm: fem at uibk.ac.at
> Freitag, 23.3.
IWK, 18,30, Projektpraesentation Guenther Anders. Nullpunkt Tod. Biografie
und Werk. 1090 Bergg.17
ekh, 21h, Medienwerkstatt-soli - Fest. 1100 Wielandg.2-4
Amerlinghaus, 12,30, Robert Skloot: Theater of Genocide. 1070 Stiftg.8
Palais Eschenbach, ab 20h 1. Afrika Fruehlingsball - 10jaehriges Jubilaeum
Radio Afrika International. 1010 Eschenbachg.11
Klagenfurt, Lokal Stadtkraemer, 19h, SLP-Veranst: Krise, Krieg,
Kapitalismus: Eine andere Welt ist moeglich! Die Sozialistische Linkspartei
stellt sich vor. Spitalg.11/Ecke 8. Mai Strasse
Innsbruck, HdB, 19,30, Disk: Die Marktoekonomie rechnet falsch - weshalb
unsere gegenwaertige Wirtschafsweise nicht zukunftsfaehig ist. Rennweg
> Samstag, 24.3.
Vor dem Parlament in Wien, ab 13 Uhr KUNDGEBUNG gegen Eurofighter und
Sozialabbau!!
Volkstheater, 19,30, Autorenlesungen Inge Deutschkron: Ich trug den gelben
Stern.
AUGE/UG ab 10h Grundschulung fuer BetriebsraetInnen: Einfuehrung in die
Grundlagen von Gewerkschafts- und Betriebsratspolitik. Anm: Tel. 50 51
952/0, 1040 Belvedereg.10
Graz, Hotel Europa, 13,30 - 18h, Workshop mit ReferentInnen des Wifo und des
Gruenen Parlamentsklubs: Energiewende - Ueberlebensstrategie und Chance fuer
Oesterr. Wirtschaft. Anm. NICHT erforderlich. Bahnhofguertel 89
Ebensee, Fest im Kino ab 20h: das Freie Radio Salzkammergut feiert seinen 8.
Geburtstag
Innsbruck, 9 bis 17h HdB, Seminar: Mitgestalten und Veraendern - welches
Engagement ist zukunftsfaehig? Anm. beim Haus der Begegnung. Rennweg
> Sonntag, 25.3.
Volkstheater, 15h, Autorenlesung Inge Deutschkron: Emigranto - vom
Ueberleben in fremden Sprachen
> Montag, 26.3.
Amerlinghaus, 19h, SLP-Disk: Wie Studiengebuehren wirklich abschaffen? 1070
Stiftg.8
Univ.Wien, 18h, HS 50: Geschichte der lateinamerikanischen Filmindustrie
zwischen Europa und den USA: 1900 bis 1960. 1010 Lueger Ring
> Dienstag, 27.3.
Literaturhaus, 19h, Symposium: Wahnsinn neoliberal. 1070 Zieglerg.26a
KIV, 17,30, Treffen Social Attac. 1020 Grosse Mohren Gasse/Odeongasse
Aktionsradius Augarten, 19,30, Begegnung Begabungen - Fest der verborgenen
Talente. 1200 Gaussplatz 11
> Mittwoch, 28.3.
Amerlinghaus, 18h, Wuerfel Ade! Gruendungsfest "Die Kugelrunde". 1070
Stiftg.8
ekh, 20h, PolitdiskuBeisl Film: Ein ganz gewoehnlicher Jude. 1100
Wielandg.2-4
Bezirksmuseum Hernals, 18,30, Fuehrung und Vortrag: Protestantismus in
Hernals - wer waren die Joerger? 1170 hernalser Hauptstr.72-74. Anm: 408 06
95 - 0
Que/e/r 20h, Disk: Technologie, Geschlecht und Gesellschaft - eine
feministische Annaeherung. 1010 Wipplingerstr.23/Stiegenabgang
GPA/ AK - Veranstaltung, 18h, Raum 3 K 4, Infoabend ueber Binationale Ehen.
1030 Alfred Dallinger Platz 1 / U 3 Station Schlachthausgasse
Graz, GH Mohrenwirt, ab 19h Gruenzeug - Gruener Stammtisch.
Mariahilferstr.14
> Donnerstag, 29.3.
KUNDGEBUNG vor dem Arbeits- Sozial- und Wirtschaftsministerium ab 16 Uhr:
Kein Kuendigungsschutz mehr? Lehrlinge wehren sich!! 1010 Stubenring 1
Lets Organize - Tagung zu Selbst-Organisierungspraxen im Kontext
gegenwaertiger Prekarisierungsprozesse. Fuer den Kampf um gleiche
soziale Rechte fuer alle! Veranst. bis 30.3., siehe weitere Aussendung
Amerlinghaus, 19h, Lesung mit Ruth Aspoeck, Elfriede Haslehner und Eva
Jancak: Armut - Reichtum - Grundeinkommen - prekaere Beschaeftigung und
andere Arbeitsverhaeltnisse. Anschl. Podiumsdisk. ueber die veraenderten
Sozial- und Arbeitsverhaeltnisse. 1070 Stiftg.8
IWK, 18,30, Georg Vobruba: Produktive Arbeit - mit Sicherheit flexibel. 1090
Bergg.17
Juedisches Museum, 18,30, Arno Schmidt: Europas Forschungspolitik im
Wandel - ein Vortragsabend der Oesterr.Technion Gesellschaft. 1010
Dorotheerg.11
Sargfabrik, 20h, Konzert: David Orlowsky`s Klezmorim. 1140
Goldschlagstr.169, Tel. 98898/111
Graz, Gruene akademie, 19h, Demokratie im Fadenkreuz - die Attacken der
Weltwirtschaft auf die demokratische Ordnung. Paulustorg.3/1
Klagenfurt, Internat. Kongress des EU-LIFE-UMWELT bis 30.3.: FEIN! Staubfrei
in die Zukunft. Infors Tel. 0664-4054208, kongress at feinstaubfrei.at
> Freitag, 30.3.
Stuttgart, bis 31. Maerz in Stuttgart: "EU gobal - fatal?!" II: Einladung
zur Konferenz EUropa - Traum oder Alptraum im Osten? Attac-EUropa-Konferenz
zur kritischen Begleitung der deutschen Ratspraesidentschaft
UNICAMPUS - Frauen-Fruehlings-Universitaet /FFU bis 4. April. 1090
Alserstrasse/Spitalgasse. Infos unter 310 88 80 - 57 oder
frauen-uni at oeh.ac.at
TUeWI, ab 20h 80s DISCO. 1190 Peter Jordan Strasse 76
Graz, AAI, Workshop zum neuen Fremdenrechtspaket: Recht auf Aufenthalt und
Niederlassung fuer Alle! Ein Kunstprojekt im Rahmen v. Crossing Cultures.
Erarbeitung einer Performance und eines Grossformatplakates gegen Rassismus.
Leechg.22, Infos http://www. martinkrenn.net/bleiberecht
> Samstag, 31.3.
ekh, ab 21h, Druckwerkstatt- SOLI - Konzerte. 1100 Wielandg.2-4
Bad Ischl, ab 15h Generalversammlung des Vereins: Begegnungszentrum fuer
aktive Gewaltlosigkeit - anschliessend Fest "30 Jahre Begegnungszentrum und
und Rundbrief. Wolfgangerstr.26
Studienfahrt zur Gedenkstaette Auschwitz-Birkenau, vom 02.04. bis 06. 04.
(Karwoche). Vorbereitungsseminar am 31.3. in Wien, am 1.4. in Grossrussbach.
Infos und Anmeldung Karin Liebhart, Gesellschaft fuer politische
Aufklaerung, karin.liebhart at univie.ac.at, Tel. 4277-47739
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09 Extratermine: 19.-22.3. Aktionstage;
29.-30.3. Lets Organize; 16.-17.3. Schuettehausprojekt
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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akin-Pressedienst.
Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 13. Maerz 2007; 16:30
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Extratermine
19.-22.3: Aktionstage gegen Rot-Schwarz
Unmittelbar mit der Bildung der rot-schwarzen Koalition und den rundum
gebrochenen Wahlversprechen der Sozialdemokratie (Abschaffung der
Studiengebuehren, Grundeinkommen, "gerechtes Pensionssystem", keine
Eurofighter, ...) setzten die Proteste ein: Demos und Kundgebungen in
mehreren Staedten, Besetzung der SPOe-Zentrale in der Loewelstrasse, 2000
TeilnehmerInnen bei der Protestveranstaltung am Ballhausplatz waehrend der
Angelobung der Regierung usw.
In Wien gab und gibt es regelmaessig Treffen ("Protestplenum"), um die
diversen Protestschritte zusammenzufuehren (zuerst auf der Technischen Uni,
jetzt auf dem Campus). An diesen Treffen nehmen Studierende, aber auch
AktivistInnen aus sozialen Bewegungen (z.B. Austrian Social Forum/ASF),
GewerkschafterInnen (etwa die "Ueberfraktionelle Initiative fuer einen
kaempferischen und demokratischen OeGB") und Mitglieder politischer
Organisationen (Linkswende, Perspektiven, ...) teil.
Bei der fuer 19.-22. Maerz anberaumten Aktionswoche geht es insbesonders um
drei Dinge:
- Einbeziehung von Personen, die bislang nicht an den Protesten mitwirkten
- Realistische und kritische Reflexion des bisherigen Stands der Bewegung:
Was gelang, was wurde nicht erreicht?
- Wie geht es weiter? Wie kann der breite, aber diffuse " Unmut" ueber
Rot-Schwarz sichtbar gemacht werden? Reichen die Kraefte fuer eine
bundesweite Aktion/Demo noch vor dem Sommer ?
Die Aktionswoche in Wien (auch in anderen Bundeslaendern gibt es
Aktivitaeten, ueber die noch berichtet wird) sind v.a. ein Mix aus Workshops
(waehrend des Tages) und Abendveranstaltungen im Hauptgebaeuede der Uni.
Workshops gibt es u. a. zu: Bildungsoekonomisierung, Prekarisierung und
atypische Beschaeftigung, MigrantInnen, G-8-Gegengipfel in Heiligendamm. Bei
der Auftaktveranstaltung am Montag den 19.3. (20 Uhr, Uni Wien) mit
VertreterInnen der Bundesvertretung der OeH, griechischen StudentInnen und
einer/m GewerkschafterIn wird auch der Politikwissenschafter Emmerich Talos
zum neoliberalen Diskurs und Programm der rot-schwarzen Koalition sprechen.
Das Schlussplenum am 22.3. soll ein Resumee ziehen, Vorschlaege fuer weitere
Aktivitaeten sammeln und einige gemeinsame Aktionsschritte festlegen.
*Hermann Dworczak*
Die Detailinfos sind derzeit noch nicht zu bekommen, da das letzte Plenum
erst am Montag nach Redaktionsschluss zu Ende ging. Weitere Infos gibt es
aber hoffentlich bald auf http://aktionswochen.fsinf.at/
*
> Let’s Organize!
Tagung zu (Selbst-)Organisierungspraxen im Kontext gegenwaertiger
Prekarisierungsprozesse. Fuer den Kampf um gleiche soziale Rechte fuer alle!
29. und 30. Maerz 2007, Wien,
http://euromayday.at/007/organize
Der Prozess der Prekarisierung, also die fortschreitende Entsicherung der
Arbeits- und Lebensverhaeltnisse, hat in den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten
neue soziale Fragmentierungen hervorgebracht, die haeufig mit einem
niedrigen Organisationsgrad der Arbeitenden einhergehen. Dadurch scheint
auch der gesellschaftliche Vertretungsanspruch jener Institutionen bruechig
zu werden, die - wie z.B. die Gewerkschaften - historisch die zentralen
AkteurInnen bezueglich Organisierung und Interessenvertretung der
Arbeitenden waren.
Im Rahmen der Tagung "Let’s Organize!" werden internationale Erfahrungen mit
neuen Formen der Organisierung und Interessenvertretung im
Spannungsverhaeltnis zwischen sozialen Bewegungen und Gewerkschaften
diskutiert.
Donnerstag, 29. Maerz 2007
(Depot 1070 Wien, Breite Gasse 3; http://www.depot.or.at)
19:00 Uhr Film
Riff Raff (Regie: Ken Loach, GB 1990, 94min)
Eine bitterboese Tragikomoedie ueber das Ende geregelter
Anstellungsverhaeltnisse. Filmscreening in Kooperation mit kinoki
(http://www.kinoki.at) & einleitende Info zu "Organizing".
Freitag, 30. Maerz 2007
(WUK Initiativraeume, 1090 Wien, Waehringer Strasse 59; http://www.wuk.at)
10:30 Uhr Eroeffnung
"Prekarisierung und die Notwendigkeit der Entwicklung von neuen Formen der
Organisierung und Interessenvertretung im Spannungsverhaeltnis zwischen
sozialen Bewegungen und Gewerkschaften". Santa Precaria (euromayday.at) &
Karl Proyer (GPA-DJP)
11:00 bis 13:00 Uhr Projektpraesentationen
Workers Centers. Von LA nach Frankfurt/M. (Hagen Kopp, Workers
Center-Initiative Rhein-Main, Hanau), chefduzen.at und chefduzen.de als
Vernetzungs- und Organisierungstools (Karsten Weber,
http://www.chefduzen.de, Kiel; N.N., http://www.chefduzen.at, Wien)
14:30 bis 16:30 Uhr Workshop I "Campaigning"
Die Kampagne "Bittere Ernte" des Europaeischen BuergerInnenforums (Dieter
Behr, EBF, Wien)
Die Lidl-Kampagne von ver.di-Deutschland (Agnes Schreieder, ver.di -
Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Berlin)
Die Kampagnenarbeit der GPA-DJP am Beispiel Schlecker, Billa u.a. (Christoph
Sykora, GPA-DJP, Wien)
17:00 bis 19:00 Uhr Worshop II "Organisierung international"
Going Global! Organizing-Praxen mit internationaler Perspektive (Hae-Lin
Choi, Promotionsstipendiatin der Hans-Boeckler-Stiftung, Berlin),
Gewerkschaftliches Organizing im Sicherheitsgewerbe und der Euromayday
Hamburg (Frank John / Meike Bergmann, EuroMayDay, Hamburg)
19:30 Uhr Film
Die Unorganisierbaren / Justice for Janitors (Regie: F. Schneider, S. Lang,
D 2002, 32min)
Unterbezahlte ArbeiterInnen in Textilfabriken, Putzkraefte ohne gueltige
Aufenthaltspapiere, temporaer Beschaeftigte in der High-Tech-Industrie im
Arbeitskampf - Kurzportraets von drei verschiedenen Kampagnen. Anschliessend
Diskussion mit Susanne Lang (Filmemacherin).
ab ca. 21:00 Uhr: Diskussion, Austausch, Party ###
*
> Ausstellung Schuettehausprojekt
Mit ihrer Frankfurter Kueche schrieb die 1897 geborene Margarete
Schuette-Lihotzky Architekturgeschichte. Geschichte schrieb und schreibt
auch das Haus am Suedbahnguertel 24 in Klagenfurt (Volkshaus/Ljudski Dom),
das von Schuette-Lihotzky in den Jahren 1948 bis 1950 als Verlagsgebaeude
der Tageszeitung Volkswille geplant wurde und heute u.a. fuer eine Gruppe
von Kaerntner SlowenInnen und den Balkan Klub Raeume bietet.
Im "Rotpunkt" ist noch bis zum 17. Maerz eine Ausstellung ueber
Schuette-Lihotzky, der ersten Architektin Oesterreichs, und ueber das von
ihr in Klagenfurt errichtete Volkshaus/Ljudski Dom zu sehen.
"Es sind also die Erzaehlungen von sozialen Kaempfen in der 2. Republik, der
Biographie einer kommunistischen Architektin und Widerstandskaempferin, dem
deutschnationalen Kaerntner Konsens, raeumlichen und kulturellen
Aneignungsprozessen, von Erinnerung sowie der moeglichen Zukunft eines
Widerstandsmuseum, von denen die Waende des Hauses sprechen und dieses
Projekt handelt", schreiben Christina Linortner und Eva Egermann, die fuer
das Schuettehausprojekt verantwortlich zeichnen.
Es waere voellig verkuerzt, Schuette-Lihotzky nur als die Schoepferin der
Vorlaeuferin der modernen Einbaukueche zu sehen. Sie wurde in Oesterreich
lange Zeit aufgrund ihrer Zugehoerigkeit zur KPOe boykottiert, entwickelte
im Siedlungs- und Sozialbau beispielhafte Modelle, baute innovative
Kindergaerten und entwarf Einrichtungsgegenstaende.
Schuette-Lihotzky war eine Architektin, die das Elend der Menschen, das mit
der ungeloesten Wohnfrage zusammenhing, sehr aufmerksam wahrnahm. Ihr
gesamtes Lebenswerk war daher darauf ausgerichtet, unter Ausnuetzung neuer
Technologien und neuer Organisationsformen fuer die armen
Bevoelkerungsschichten erschwinglichen Wohnraum zu schaffen.
Ihr Engagement im Widerstand, das sie in Gestapo-Haft brachte, ihre
politische Ueberzeugung machten es ihr unmoeglich, die spaete Ehrung und
Anerkennung ihrer Arbeit durch das offizielle Oesterreich unter der
Praesidentschaft Waldheim anzunehmen. Das oesterreichische Ehrenzeichen fuer
Wissenschaft und Kunst nahm sie von einem Bundespraesidenten mit
Nazivergangenheit nicht entgegen. *Roman Gutsch*
SCHUeTTEHAUSPROJEKT ueber das Volkshaus Klagenfurt
noch am 16. Maerz, 16 bis 20 Uhr und 17.Maerz, 9 bis 12 Uhr
ROTPUNKT, Reinprechtsdorferstrasse 6, 1050 Wien
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MELDUNGEN, MEINUNGEN UND KOMMENTARE
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10 Stellenausschreibung: ORF RedakteurIn /JugendarbeiterIn
von news at initiative.minderheiten.at>
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Der ORF sucht eineN RedakteurIn für Teletext-Untertitelung bei ORF-Enterprise
Aufgaben:
* Verfassen von Untertiteln für Filme, Dokumentationen, Magazine sowie
* Live-Untertitelung von Nachrichtensendungen, Sportübertragungen etc.- für
hörbehinderte Menschen
Anforderungen:
* AHS-Matura
* profunde Allgemeinbildung
* permanentes Verfolgen des aktuellen Tagesgeschehens, insbesondere in den
Bereichen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Sport und Kultur
* Freude und Gewandtheit im Umgang mit Sprache
* perfekte Beherrschung der deutschen Grammatik und Rechtschreibung
* schnelles Erfassen von Informationen
* gute Englischkenntnisse
* gute Maschinschreib- und PC-Kenntnisse
* Stressresistenz
* Teamfähigkeit
* selbstständiger Arbeitsstil
Dienstort: Wien
Dienstzeit: 40 Wochenstunden, unregelmäßige Arbeitszeit, Einsatz vorwiegend
am Nachmittag/Abend (auch am Wochenende!)
Die Bewerbungsfrist endet am 19.03.2007.
Kennzahl: 07E018
Bei Interesse nutzen Sie die schnelle und kostengünstige Möglichkeit einer
Onlinebewerbung über diesen Link
<https://bewerbungen.orf.at/b/zpbw3!?%7Eaus=784> und schicken Sie auf diesem
Wege Ihre aussagekräftigen Unterlagen inkl. Motivationsschreiben,
Lebenslauf, Gehaltsvorstellungen und Foto an uns. Wir weisen darauf hin,
dass postalische Bewerbungen nicht berücksichtigt werden können. Danke für
Ihr Verständnis.
Bei technischen Problemen wenden Sie sich bitte telefonisch an uns:
01/87878/12296 (Mo-Fr von 09:00-17:00 Uhr)
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Der Verein JUVIVO
sucht ab April eine Mitarbeiterin für 12 Stunden/Woche (Anstellung) für
aufsuchende Kinder- und Jugendarbeit im 3. Bezirk.
Voraussetzungen:
Türkisch, Kurdisch oder Serbisch, Kroatisch, Bosnisch als Muttersprache
Ausgeprägte Gender-Kompetenz
Von Vorteil ist:
psychosoziale Ausbildung (z.B. Sozialarbeiterin oder Sozialpädagogin o.ä.)
Erfahrung in der offenen Kinder- und Jugendarbeit
Erfahrung mit Mädchenarbeit
Gewünscht wird:
Flexibilität, Teamfähigkeit, Engagement, Zuverlässigkeit
Hohe Kommunikations- und Sozialkompetenz
Bei Interesse senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen bitte an
margret.zimmermann at juvivo.at
Mag.a Margret Zimmermann
Pädagogische Leiterin
Verein JUVIVO
Wiedner Hauptstraße 5/12
A-1040 Wien
fon: + 43 1 505 80 62/12
margret.zimmermann at juvivo.at
www.juvivo.at
*****
Newsletter der Initiative Minderheiten
Gumpendorfer Straße 15/13
A-1060 Wien
Tel. 586 12 49-18
Fax 586 82 17
http://www.initiative.minderheiten.at
http://www.gastarbajteri.at
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11 AMS-tipps
von Dietmar Köhler <ibd.koehler at utanet.at>
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In der AK für Sie (03/07) finden sich auf Seite 23 Tipps betreff Ärger mit
dem AMS.
Zwei von drei Tipps sind völlig praxisfremd:
1) Gehen Sie zum Vorgesetzten Ihres Beraters, Ihrer Beraterin.
2) Geht es trotzdem nicht, können Sie sich an die Ombudsstelle des AMS wenden.
Die Praxis hat gezeigt, dass in beiden Fällen die Vorgangsweise des AMS bzw.
seines Personals verteidigt wird.
Die Ombudsstelle ist ein zahnloses Instrument, was grösstenteils in der
verfehlten Konstruktion liegt: Einer Institition, die sich selbst prüft bzw.
ihre prüfende Stelle sowohl organisatorisch, als auch materiell an die
Kandare nimmt ist eben nicht zu trauen.
Für die Zukunft: Bitte nur Tipps, die auch der Realität angemessen sind!
Dietmar KÖHLER
Initiativgruppe
ARBEITSLOSIGKEIT
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12 Fremd/Glosse: Soziale Mutprobe
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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akin-Pressedienst.
Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 13. Maerz 2007; 16:42
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Fremd/Glosse:
> Soziale Mutprobe
Ein Leserbrief an buergerliche Blaetter, der aber leider nirgendwo erschien
Am 21.2.2007 fand im Kongresshaus in Salzburg die Auftaktveranstaltung zum
Europaeischen Jahr der "CHANCEN = GLEICHHEIT FUeR ALLE" statt. Noch nichts
davon gehoert? Keine Sorge, in Kuerze ueberrollt Sie wieder eine teure
Plakataktion.
Bei der Podiumsdiskussion wie immer das uebliche Bla-Bla, man diskutierte
einzelne Woerter: gleich behandeln ist nicht das Gleiche wie gleich gestellt
sein usw. Zum Schluss kam jedoch Paul Arzt (Buero fuer Frauenfragen und
Chancengleichheit des Landes Salzburg) mit einer interessanten Bemerkung -
er outete sich als Ex-Zivildiener und meinte, dass jede/r so eine "soziale
Mutprobe" machen sollte. Also so eine Art Freiwilliges soziales Jahr, nicht
nur fuer den Lebenslauf, sondern um die Lebenswelt dieser Menschen kennen zu
lernen. Die "Bessergestellten", schloss sich Prof. Filzmaier an, sollten
einen Einblick in diese andere Welt vor ihrer Haustuere kriegen. Rasse,
Migration, Behinderung, Weltanschauung, Religion und das uebliche, Sie
kennen das. Probleme gehaeuft und nur auf Ihre naechstenliebende Hilfe
wartend. Die "soziale Mutprobe" schlechthin. Lange hallte dieser Satz in
meinem Kopf nach.
Mit mir befreundet zu sein oder zusammen zu arbeiten oder gar im selben
Geschaeft einzukaufen ist also eine soziale Mutprobe, gleich eine mehrfache:
Frau, Migrantin, ....setzen Sie die Liste beliebig fort. Sehen Sie sich
zukuenftig vor, demnaechst beim Lebensmitteldiskonter, ich koennte Sie
herausfordern in diesem Jahr Zwangskontakt mit mir aufzunehmen um mich zu
"integrieren".
Wieder mal sprachen auch auf diesem Symposium groesstenteils nicht die
betroffenen Menschen selbst, sondern die, die noch nicht verstanden haben,
dass diese "Sozialarbeiterpraepotenz", die leider noch immer einige in sich
haben, nicht mehr zeitgemaess ist und deshalb ihre grossartigen Projekte, um
die Menschen einander naeher zu bringen, keine Wirkung haben. Warum also
dieser Aufwand mit durchgestylten Projekten inkl. slumming-Methode ("Arme"
schauen gehen), Menschen in Alten-, Behindertenheime oder Jugendzentren
schicken (zu wollen). Wenn Sie nicht im Villenviertel wohnen, ist alles vor
Ihrer Nase: der Kollege aus der Tuerkei oder dem ehemaligen Jugoslawien, die
Verkaeuferin ums Eck, der Mensch mit Behinderung im Bus, die Pensionistin
beim Baecker. Alles da, sie brauchen keine soziale Mutprobe zu absolvieren,
um mit den Menschen um Sie herum respektvoll umzugehen. Sie sind nicht
besser oder schlechter als Sie und geniessen sicher nicht die ihnen
angedichteten "Sozialschmarotzervorteile", lernen Sie die Menschen doch
einfach kennen.
Und denke Sie dran: Sind die Pensionist/in, migrantisch, homosexuell,
religioes, fahren einen Rollstuhl oder sind Sie einfach eine Frau,
gratuliere, dann ist das naechste Jahr Ihres. Fuehlen Sie sich gehaetschelt
und bearbeitet. Danke, ohne dieses Jahr waere ich nie darauf gekommen nicht
gleich gestellt zu sein oder nicht dazu zu gehoeren.
Uebrigens kann jede Kontaktaufnahme zu einem anderen Menschen eine
Herausforderung sein.
*Sabaha Sinanovic, Ihre potenzielle persoenliche soziale Mutprobe*
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13 Recht: KiK: Der Betriebs rat c’est moi!
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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akin-Pressedienst.
Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 13. Maerz 2007; 16:40
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Arbeit/Recht:
> KiK: Der Betriebsrat c’est moi!
Der Textildiskonter KiK versucht weiterhin mit allen Mitteln,
betriebsratfreie Zone zu bleiben. Neuer Betriebsratsvorsitzender soll der
Assistent der Geschaeftsfuehrung werden.
Ganz herzlich bedankte sich die Gewerkschaft der Privatangestellten bei
allen, die bei einer Protestmailaktion gegen den Textildiskonter KiK
mitgemacht hatten. Bekanntermassen versuchte der Oesterreich-Ableger der
deutschen Kette mittels Entlassung des Initiators fuer die erste
Betriebsratswahl diese zu verhindern (s. akin 6/2007). Die GPA schreibt:
"Seit 26. Februar gibt es einen Wahlvorschlag zur Betriebsratswahl bei KiK.
Spitzenkandidat der Liste ‚Wir sind KiK‘ ist Andreas Fillei. Das Hausverbot
gegen ihn wurde bereits am 22. Februar nach einer von der GPA-DJP erwirkten
einstweiligen Verfuegung vom Gericht aufgehoben. Andreas Fillei kann somit
ab sofort wieder als Kandidat fuer die Betriebsratswahl beim Textildiskonter
KiK Wahl werbend in den Filialen taetig sein." Nachsatz: "Seine Entlassung
ist damit allerdings nicht aufgehoben." Und Resuemee: "Das Ziel, endlich
einen Betriebsrat bei KiK zu bekommen, ist damit einen Schritt naeher
gerueckt."
Doch ganz verstaendlich ist der gewerkschaftliche Optimismus nicht, denn
sehr weit ging der erwaehnte Schritt nicht. Fuer die Betriebsratswahlen von
heute bis zum 15.Maerz gibt es laut letzten Informationen nur eine einzige
Liste - und das ist nicht die von Andreas Fillei. Die 1200 in Oesterreichs
KiK-Fillialen Beschaeftigten duerfen jetzt nur den Assistenten der
Geschaeftsfuehrung zum Betriebsratsvorsitzenden machen. Das hat der
Wahlvorstand beschlossen - der aus eben jenem Assistenten, der
Personalverantwortlichen und der Vertriebsverantwortlichen besteht.
Der naechste Akt in dieser Angelegenheit wird damit wohl wieder vor Gericht
spielen. -br-
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14 Buecher: Nur Arbeit schafft ein Recht auf Leben (Spiegelgrund-Buch)
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 13. Maerz 2007; 16:49
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Buecher:
> Nur Arbeit schafft ein Recht auf Leben
Waltraud Haeupl:
Die ermordeten Kinder vom Spiegelgrund.
Boehlau 2006. 663 Seiten, 150 s/w-Kleinabb.
EUR 39,00
ISBN 3-205-77473-6
Waltraud Haeupl wurde 1997 mit den konservierten Gehirnen ermordeter Kinder
konfrontiert und erinnerte sich an ihre am "Spiegelgrund" ermordete kleine
Schwester. Ein einziges Photo liess sie "das Kind auch optisch nicht
vergessen". Danach begann sie ihre muehevolle Arbeit, die Geschichte der
Kinder und Jugendlichen aufzuspueren, nach Akten und Unterlagen zu forschen
um ueber dieses Kapitel des Nationalsozialismus ein weiteres Verschweigen zu
verunmoeglichen. In ihrem Vorwort formulierte sie: "Ich nahm mir vor, nicht
aufzugeben. Ich wollte Einzelheiten des grauenhaften Geschehens erkunden,
die vielen hundert Kinder und Jugendlichen beim Namen nennen und ihnen ihre
Geschichte wiedergeben, um sie vor dem Vergessen zu bewahren."
Fuer die am "Spiegelgrund" ermordeten Kinder gab es nur einen kurzen Moment
der oeffentlichen Trauer: als ihre sterblichen Ueberreste 2002 in Wien am
Zentralfriedhof beerdigt wurden. Angehoerige wissen oft bis heute nichts von
ihrer Geschichte. Die medizinischen Praeparate standen bis in die 80iger
Jahre der Wissenschaft zur Verfuegung, etwa in der Nachfolgeinstitution des
‚Ludwig-Boltzmann-Instituts zur Erforschung der Missbildungen des
Nervensystems’ oder im ‚Max-Planck-Institut fuer Hirnforschung’ in Giessen.
Die Selektion und Ermordung der Kinder und Jugendlichen zwischen 1940 und
1945 erfolgte nach dem Massstab nationalsozialistischer Organisation
systematischer Toetung von Menschen. Um den Schein zu wahren, wurde eine
streng medizinische Vorgangsweise aufrechterhalten, an den Beratungen und
Beurteilungen der Kinder nahmen AerztInnen, PsychologInnen, BetreuerInnen
und Krankenschwestern teil. Das entsprechende Todesurteil wurde von einem
Reichsausschuss in Berlin abgesegnet. Als Dr. Heinrich Gross 1998 dazu
befragt wurde, ob es ihm nicht aufgefallen sei, dass so viele Kinder an
Lungenentzuendung starben, gab er die trockene Antwort: "Es wird halt eine
Epidemie gewesen sein". Mit Luminal und aehnlichen Medikamenten wurden die
Kinder und Jugendlichen bis zu ihrem Tod geschwaecht. Der "Spiegelgrund"
gilt als zweitgroesste Mordklinik ihrer Art im gesamten "Dritten Reich", sie
hatte die hoechste Todesrate.
Die Anklage gegenueber beteiligten AerztInnen und Krankenschwestern lautete
nach 1945 auf "vollbrachten Meuchelmord und begangene Quaelerei und
Misshandlungen". Bereits 1948 lautete die Anklage gegen den aus der
Kriegsgefangenschaft zurueckgekehrten Dr. Gross auf Totschlag, der
bekanntlich verjaehrt. Bereits 1948 gingen die Gerichte wieder davon aus,
dass es sich bei den getoeteten Kindern um Saeuglinge und gehirnkranke
Kinder handelte, bei denen die Verabreichung von Gift nicht heimtueckisch
erfolgen konnte, da den Betroffenen die Einsicht fehle, was mit ihnen
geschieht. Daher kann es sich nicht um Mord gehandelt haben. Die Gerichte
gingen davon aus, dass die"gehirnkranken Kinder" nicht ermordet werden
konnten, da ihnen das Bewusstsein gefehlt haette, ihre Lage zu begreifen. Ja
‚suesser Tod’, die Eugenik laesst gruessen.
Waltraud Haeupl stellt so gruendlich wie beeindruckend aus den
Restbestaenden der Dokumente das Leben vieler der rund 800 getoeteten Kinder
und Jugendlichen dar - viele "Krankengeschichten" wurden nur deshalb
archiviert, um den medizinischen Forschungen weiterhin zur Verfuegung zu
stehen - sie macht die Aengste, Sorgen, Noete und unglaubliche Scham der
Kinder und Jugendlichen sichtbar, die einer "heilpaedagogischen Anstalt" dem
Tod ausgeliefert wurden.
Auswahlkriterien fuer das Todesurteil entsprachen dem faschistischen
Gedankengut: die Kinder und Jugendlichen wurden als nicht bildungsfaehig,
als nicht arbeitsfaehig und/oder arbeitswillig beurteilt, unter der
Fragestellung behandelt: wird dieser Mensch fuer die "Volksgesundheit" ein
nuetzliches Mitglied werden?
Diese Woche begegnete ich einer Werbung in der Wiener U-Bahn. Sie stammt von
einem Verein fuer Menschen mit Down-Syndrom, eine wunderschoene, allen
plakativen Idealen des momentanen Schoenheitsbildes entsprechende Frau in
einem Friseursalon stellt sich die Frage, ob denn das Leben von "Menschen
mit Behinderung" gesellschaftlich leistbar ist. Daneben steht eine ebenso
dem gaengigen Ideal entsprechende attraktive Frau mit Down-Syndrom als
Friseurin, sie versinnbildlicht die Botschaft, dass sie sich als wertvolles,
verdienendes, nuetzliches Mitglied unserer Gesellschaft empfinden moechte,
sie praesentiert sich in ihrer Arbeitsfaehigkeit. Der Verein fordert das
Lebensrecht von "Menschen mit Behinderung" aufgrund ihrer
Leistungsfaehigkeit ein.
*Rosalia Krenn*
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15 Kommentar der Anderen/Termin: RAF - Die Toten, die Lebenden
und der Standard
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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akin-Pressedienst.
Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 13. Maerz 2007; 17:16
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Kommentar der Anderen:
> RAF: Die Toten, die Lebenden und der Standard
Zum Grusswort von Christian Klar, einer Kunsthallen-Ausstellung und der
Grenzen einer "liberalen" Zeitung
Der Maerz-April-Schwerpunkt in der Kunsthalle Wien (im Museumsquartier) wird
wohl wieder einige Zeitgenossen auf den Plan rufen, die sich fuer eine
Verteufelung der "RAF-Verharmlosung" oder der "RAF-Verherrlichung "
(Zutreffendes bitte unterstreichen) stark machen. Auch der Duesseldorfer
Kuenstler Hans-Peter Feldmann hat sich daran gewoehnen muessen, dass sein
Fotozyklus "Die Toten", der vom 16. Maerz bis 29. April in der Kunsthalle
ausgestellt ist, missinterpretiert wird: als Verhoehnung der Opfer des
linksradikalen Terrorismus der 70er- und 80er Jahre in Deutschland.
Feldmann sympathisierte nie mit der Ideologie der Baader-Meinhof-Gruppe; er
zeigt auf 90 Tafeln grobkoernige Reproduktionen von Zeitungsbildern: Opfer
und Taeter und Menschen, die nur zufaellig in die Schusslinie gerieten. Eine
beklemmende Serie ungerahmter Andachtsbilder - so koennte man laut Kurator
Gerald Matt die Ausstellung auf sich einwirken lassen.
Am 16. Maerz, 17 Uhr, wird Hans-Peter Feldmann im "Kuenstlergespraech"
seinen Background zur Fotoserie hoechst persoenlich erklaeren koennen,
waehrend die Gespraechsreihe, ein Teil des Begleitprogramms von "Die Toten",
mit dem Auftritt von Bettina Roehl (20. Maerz) eroeffnet wird, die in
Deutschland zur meistzitierten Repraesentantin der
"Keine-Gnade-fuer-die-Ex-RAF"-Stimmung geworden ist. Die Tochter Ulrike
Meinhofs hat alle im Visier, die sich um ein differenziertes Meinhof-Bild
bemuehen, und versuchte vor einigen Jahren vergeblich, die Berliner
RAF-Ausstellung zu verhindern. Vielleicht reiht sie auch Matt in die
"Sympathisantenszene" ein.
Die aktuelle, aufgeregte Debatte ueber das Gnadengesuch des Ex-Terroristen
Christian Klar fuegt sich wie ein unvorhergesehenes Begleitrauschen ins
Veranstaltungskonzept. Selbst die liberalste unter den oesterreichischen
Tageszeitungen empfahl dem deutschen Staat , keine Gnade gegen den bereits
ein Vierteljahrhundert hinter Gittern lebenden Klar walten zu lassen. Mit
seiner "bizarren Grussbotschaft aus dem Gefaengnis" an die
Rosa-Luxemburg-Konferenz habe der 54-Jaehrige dem deutschen Staatsoberhaupt
"kaum eine Wahl gelassen, als dieses Gnadengesuch abzulehnen", schrieb Eric
Frei. Und weiter: "Offenbar denkt Klar heute noch genauso wie bei seiner
Verhaftung vor 25 Jahren."
Revolverjournalismus nimmt gelegentlich die Farbe des Lachses an. Hatte Klar
erklaert, dass er weiterhin unverrueckt zur terroristischen RAF-Politik
stehe? Nichts dergleichen. Eine kurze Erklaerung, die er fuer die von der
Tageszeitung »junge Welt« organisierten Rosa-Luxemburg-Konferenz verfasst
hatte (diese fand uebrigens schon am 13. Januar statt) , sorgte fuer den
Medienrummel. Es ist mitnichten ein Aufruf zur Fortsetzung des bewaffneten
Kampfes. Der ehemalige Philosophiestudent Klar sieht vielmehr unter
Rueckgriff auf Theorieelemente der Frankfurter Schule den Kapitalismus als
vergaenglich an und ruft die Linke auf, den Kampfesmut nicht zu verlieren.
Da muesste man viele einsperren, wenn Kapitalismuskritik kriminell waere, so
lautete der Tenor der Publikums-Diskussion im online-Standard. "Die Wahrheit
ist doch - Christian Klar waere laengst frei, wenn er Nazi gewesen waere und
ein paar hundert Menschen auf dem Gewissen haette!", auch diese Lesermeinung
ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Immerhin informierte der "Standard",
dass der Intendant des Berliner Ensembles, Claus Peymann, die
kapitalismuskritischen Aeusserungen des deutschen Ex-Terroristen
verteidigte. "Das sind auch meine Ansichten", sagte Peymann.
(Augustin)
*
"Die Toten" in der Kunsthalle Wien, Museumsquartier
16.3. bis 29. 4. 2007, 10 bis 19 Uhr (Do bis 22)
Infos ueber die Filmmatinees (8 Filme, jeder Sonntag im
Ausstellungszeitraum, 11 Uhr) und ueber die sechsteilige Gespraechsreihe:
http://www.kunsthallewien.at
Haftanschrift:
Christian Klar c/o JVA Bruchsal Schoenbornstr. 32
D-76646 Bruchsal
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16 Kurz: Entschuldigungszetterl, Ilisu-Kundgebung, WWWebtip, Letzte Worte
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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akin-Pressedienst.
Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 13. Maerz 2007; 17:18
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Kurz:
> Entschuldigungszetterl
Die akin ist jetzt zwei Wochen nicht erschienen, da der LayOuter mit Grippe
daniederlag. Wir werden versuchen, uebers Jahr den Rueckstand wieder
aufzuholen.
*
> Ilisu-Kundgebung
Mittwoch, der 14. Maerz, ist Weltstaudammtag. Bitte kommt zahlreich zur
Kundgebung gegen den Ilisu-Staudamm, 10 h, vor dem Parlament (Dr.
Karl-Renner Ring 1 -3) (AUGE-Aussendung)
*
> WWWebtip
http://www.kpoe.at/cgi-bin/petition.cgi?p=kubarespekt
Die KPOe bittet um Unterschriften fuer einen Offenen Brief an
Aussenministerin Plassnik. Darin wird Respekt fuer Cubas politischen Weg
gefordert.
*
> Letzte Worte: Ein Bild von einem Kanzler
Da soll noch einer sagen, dass es voellig unerheblich ist, dass Alfred
Gusenbauer jetzt Kanzler ist. Denn immerhin hat er das Recht, das
Bundeskanzleramt nach seinen Vorstellungen zu gestalten. Und daher liess er
gleich nach seinem Amtsantritt auch das Dollfuss-Bild entfernen, das sein
Vorgaenger Schuessel zu Beginn dessen eigener Amtszeit im Marmorsaal hatte
anbringen lassen. Nur die Weihkerze darunter blieb stehen -- wohl als
Andenken, dass dort mal etwas gewesen ist, was jetzt nicht mehr da ist.
Dokumentiert ist das republikanische Geschehen im Photoblog von Matthias
Cremer auf standard.at:
http://derstandard.at/?url=/?id=2744441
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17 Erbschaften und auch alle Vermögen progressiv besteuern !
von "Helmuth Fellner" <helmut.fellner at chello.at>
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Presseaussendung der Kommunistischen Initiative [KI] 13.03.2007[]
Erbschaften und auch alle Vermögen progressiv besteuern !
Wieder einmal wurde in Österreich ein Höchstgerichtbeschluss im Interesse
der Reichen gefasst: Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat die derzeitige
Erbschaftssteuer aufgehoben. Gekippt wurde § 1 (1) des
Erbschaftssteuergesetzes ("Erwerb von Todes wegen"). Für die „Reparatur“ des
Gesetzes haben die Verfassungsrichter eine Frist bis 31. Juli 2008 gesetzt.
Andernfalls läuft die Besteuerung von Erbschaft ersatzlos aus. Die Fronten
sind klar: Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung, ÖVP etc. sind für
die völlige Abschaffung, Gewerkschaften und Arbeiterkammern für eine
„Reparatur“, wie - das ist noch unbestimmt. Die SPÖ tut auch so, als wäre
sie für eine neue Erbschaftssteuer, aber ein „Rückzug“ von dieser Position
zeichnet sich schon in den Wortspenden von SP-Steuerexperten Matznetter ab.
Grund für die Aufhebung war die „Gleichheitswidrigkeit der Besteuerung von
Grundvermögen gegenüber jener von Geldvermögen“. Hintergrund sind die seit
Jahrzehnten nicht mehr veränderten Einheitswerte, nach denen die
Erbschaftssteuer für Grundbesitz derzeit viel zu niedrig, meist nur einen
Bruchteil des tatsächlichen Wertes erfassend, berechnet wird. Die
Verfassungsrichter machten klar, dass sie keine grundsätzlichen Bedenken
gegen die Erbschaftssteuer hegen und eine „verfassungskonforme Reparatur“
der Erbschaftssteuer möglich sei.
Österreich hat im gesamten OECD-Raum einen der geringsten Anteile an
„vermögensabhängigen Abgaben“ am Bruttoinlandsprodukt, während die Belastung
der Arbeitseinkommen steigt. Die Besitzenden, die sich nicht nur über keine
Vermögenssteuer, über äußerst „flexible“ Einkommenssteuern, die mit Hilfe
von „Steuerberatern“ gegen null reduziert werden können, erfreuen . Dazu
kommt noch das Stiftungsgesetz, das es erlaubt, Millionenvermögen fast
steuerlos in „Stiftungen“ zu „parken“, und dabei auch noch gehörig zu
akkumulieren.
Die Großkapitalisten und Millionenerben können neuerlich jubeln: Sie werden
neuerlich begünstigt. Die generelle Abschaffung der Erbschaftssteuer
begünstigt große Vermögen noch stärker als derzeit, denn das oberste Prozent
der Vermögensbesitzer besitzen über 40 Prozent des Vermögens.
Noch erklärt die SPÖ, dass sie für eine Reparatur des
Erbschaftssteuergesetzes eintrete, aber - wie so oft – wird sie wohl auch in
dieser Frage im Liegen umfallen. Das vermögensschonende Stiftungsgesetz hat
ja auch eine Regierung unter SPÖ-Führung ein geführt. Die ÖVP vertritt
natürlich in dieser Frage ihre Klientel: die Hausbesitzer und Miethaie, die
Unternehmer und nicht zuletzt die Erben von großen Vermögen. Und sie tritt
vehement für Steuerfreiheit arbeitsloser Einkommen wie Mieten, Pachten,
Erbschaft etc. ein. Matznetter [SPÖ] hat schon mit seinem Vorschlag einer
„Stundung der Erbschaftssteuer für Betriebsübergaben“ seine Nachgiebigkeit
gezeigt. Und beide Parteien, die im Interesse des Kapitals zusammenarbeiten,
sind sich einig, dass diese Frage das Koalitionsklima keinesfalls stören
werde. Und für Millionär Häupl handelt es sich sowieso nur um ein kleines
Problem. So schließt sich der Kreis der Besitzenden und Privilegierten.
Folgende Forderungen wären für eine partielle Umverteilung von den Reichen
zu den Armen mehr als angebracht:
Einführung einer progressiven Kapital- und Vermögenssteuer !
Abbau der zahlreichen Steuererleichterungen und Abschreibmöglichkeiten für
Vermögende !
Aufhebung des Stiftungsgesetzes !
Progressive Erbschaftssteuer auf große Privat- und Firmenvermögen !
Anpassung der Einheitswerte von Grundstücken an die jährliche Inflation ohne
jegliche Ausnahme sowie Orientierung der Steuern daran !
Kontakt:
Kommunistische Initiative (KI)
Post : Rankgasse 2, 1160 Wien
Telefon: O676/6968852
e-mail: info at kommunisten.at
Homepages: www.kominform.at und www.kommunisten.at
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INTERNATIONALE SOLIDARITÄT
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18 Entkriminalisierung der Kultur- und Heilpflanze Coca gefordert -
Signierter WM-Fußball wird versteigert
von "GFBV Hans Bogenreiter" <hans.bogenreiter at gfbv.at>
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> PRESSEMITTEILUNG der GfbV-International
> Göttingen/Wien/Bern/Bozen/Luxemburg, den 13. März 2007
>
> Entkriminalisierung der Kultur- und Heilpflanze Coca gefordert
> WM-Ball mit Präsidentenunterschrift wird auf ebay versteigert
>
> Ende März versammeln sich indigene Bauern und -Bäuerinnen von
> Bolivien. Ihre zentrale Forderung ist die Streichung der Cocapflanze von
> der Suchtstoffliste der Vereinten Nationen aus dem Jahre 1961. Diese
> Forderung hat nichts mit der Legalisierung von Drogen (des Kokains) zu
> tun, sondern soll die kulturelle, gesellschaftliche und traditionelle
> Nutzung
> der Pflanze ermöglichen. Die Gesellschaft für bedrohte Völker
> International
> (GfbV) versteigert zur finanziellen Unterstützung der indianischen
> Bauernvereinigungen über ebay einen eigens vom bolivianischen
> Staatspräsidenten Evo Morales handsignierten WM-Fußball.
>
> In den nächsten Tagen treffen sich die Bauern der Andenregion in Bolivien,
> um die wirtschaftlichen Entwicklungen ihrer Region zu diskutieren.
> Zentrales Thema ist die Forderung, den Anbau der Cocapflanze und die
> Verarbeitung und den Handel mit dem Naturprodukt zu legalisieren. Dies
> kann erreicht werden, indem die Cocapflanze von der Suchtstoffliste der
> Vereinten Nationen gestrichen wird. Damit wäre ein deutlicher
> Trennungsstrich gezogen zwischen der traditionellen Kulturpflanze und
> dem gefährlichen Extrakt Kokain. Den hierfür notwendigen Antrag wird
> Bolivien noch im Mai 2007 beim Generalsekretär der Vereinten Nationen
> einreichen.
>
> Um die Cocapflanzen ranken viele Mythen, Missverständnisse und
> Fehlinformationen. Während die Nutzung der Pflanze schon immer Teil der
> indianischen Kultur war und mit Verantwortung gehandhabt wurde, hat die
> Extrahierung des Wirkstoffs Kokain zum Missbrauch als gefährliche Droge
> geführt. Ein langer, oft brutaler Kampf gegen den Anbau der Pflanze hat
> viel Elend für die lokale Bevölkerung und Unterdrückung kultureller
> Elemente gebracht, nicht aber das Drogenproblem gelöst. Mit der
> Streichung der Cocapflanze von der UN-Suchtstoffliste könnte die lokale
> Bevölkerung wieder gefahrlos traditionelle Produkte wie Tee, Kaugummi,
> Zahnpasta, Erfrischungsgetränke und Medizin aus der Pflanze herstellen
> und weltweit vermarkten.
>
> Über solche alternative Verwertungsmöglichkeiten kann der Anbau für die
> Gewinnung von Drogen reduziert bzw. letzen Endes auch beendet werden.
> Die GfbV unterstützt diese Initiativen und damit den Kampf gegen die
> Drogenproduktion. Der weltberühmte Coca-Cola-Konzern soll in seinem
> gleichnamigen Erfrischungsgetränk schon seit Jahrzehnten nichtalkaloide
> Extrakte aus Coca-Blättern verwenden, was der Konzern selbst allerdings
> bestreitet.
>
> Zur finanziellen Unterstützung des Treffens der Cocabauern in Bolivien
> versteigert die GfbV einen vom bolivianischen Staatspräsidenten Evo
> Morales signierten WM-Fußball, ein absolutes Unikat auf ebay
> (www.ebay.de, Artikelnummer 180095615320). Die Versteigerung beginnt
> am Dienstagabend, 13.03.2007. Der Erlös kommt vollumfänglich der
> Bauernvereinigung (COCAMTROP)) für die Organisation ihres Treffens zu
> Gute.
>
> Evo Morales, der in seiner Freizeit selbst Fußball spielt, gehört mit Al
> Gore
> zu den aussichtsreichen Kandidaten des Friedensnobelpreises. Er sprach
> bereits 1995 auf Einladung der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) als
> Repräsentant der Cocabauern bei den Vereinten Nationen in Wien vor, um
> die Streichung der Pflanze von der Suchtstoffliste zu erreichen. Mit Evo
> Morales führt erstmals seit der Herrschaft der Inkas ein Indianer
> Bolivien.
> Dort zählen zwei Drittel der Bevölkerung zu den alten Indianernationen der
> Quechua und Aymara. Bereits in den 70er Jahren hatte die GfbV auf die
> jahrhundertelange Unterdrückung der indianischen Mehrheit in dem
> südamerikanischen Land hingewiesen und deren Situation mit der
> südafrikanischen Apartheid verglichen. Indianische Delegationen aus
> Bolivien und anderen Ländern Amerikas hatten allein im Jahr 1978 in
> Deutschland und in Nachbarländern auf 65 Diskussionsveranstaltungen der
> GfbV über die Lage ihrer Gemeinschaften informiert.
>
> Für Interviews steht das Vorstandmitglied der GfbV International, Hans
> Bogenreiter von GfbV Österreich zur Verfügung unter Tel 0043 1 503 13
> 36.
>
> Auf Anfrage übersenden wir Ihnen gern per E-Mail ein Bild von Evo
> Morales, der den WM-Fußball signiert.
>
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> Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
> Inse Geismar, Pressereferentin
> Postfach 2024, D-37010 Goettingen
> Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028
> E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de
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Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage:
* Wann: Sonntag, 11.11.2007, 11:11 Uhr *
* Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" *
* Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf *
* Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie.
Aber kurz und prägnant.*
Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine
Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und
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