widerst at and mund - Dienstag, 13. März 2007

MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst analle at no-racism.net
Di Mär 13 04:17:58 CET 2007


MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
              www.no-racism.net/mund

Dienstag, 13. März 2007


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A) INHALT
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01 Kommentar v. T. Baghajati: Auseinandersetzung mit Broder

Von:    Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen
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02 Homosexuelle: Berger besteht auf Standesamt

Von:    Rechtskomitee LAMBDA (RKL)
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AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN
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03 que[e]r am 14.03.: Haett Maria abgetrieben...

Von:    Rosa Antifa Wien
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04 Mujeres en Iraq - Martes 13 de marzo, en el "Centro Once", 
   Schneidergasse 15, Distrito 11 de Vienna

Von:    WADI Austria <wadi.wien at gmx.at>
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05 Literarische Archive - Sun-ju Choi und
   Vlatka Frketic - 13. März 2007

Von:    Initiative Minderheiten Newsletter
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06 [kinoki-mikrokino] #141 Roma in der Slowakei

Von:    augustine.leisch at gmx.at
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INTERNATIONALE SOLIDARITÄT
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07 Syrien: Freilassung von 200 kurdischen
   politischen Gefangenen gefordert

Von:    GFBV Hans Bogenreiter
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08 Heiligendamm

Von:    Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe
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09 Blockade der japanischen Botschaft in Berlin
   durch die NGO Resistance for Peace

Von:    NGO Resistance for Peace
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10 Ausländerfeindlichkeit und Rassismus in Deutschland

Von:    Reza Jadgarieb <rezabody at hotmail.com>
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B) TEXTE
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01 Kommentar v. T.Baghajati: Auseinandersetzung mit Broder

Von:    Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen
        <dieinitiative at gmx.at>
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Gastkommentar in der „KLEINE ZEITUNG“

  
DEBATTE

TARAFA BAGHAJATI

  
Setzt sich mit Henryk Broder und seinem Buch auseinender.

Seite 46, Samstag, 10. März 2007

Islamfeindlichkeit wird salonfähig

DIE THESE: Islamfeindlichkeit zu leugnen, ist von einem Polemiker nicht akzeptabel.

Nun können einige meinen, es sei besser nicht zu viel über Henryk M. Broder zu reden, jenem Autor des Buches „Hurra, wir kapitulieren!“. Man mache ihn dadurch nur wichtiger als er es sei. Da aber Islamfeindlichkeit immer salonfähiger wird und sich zuletzt eine krude Allianz von Broder bis Strache bildet, ist es notwendig eine inhaltliche Auseinandersetzung zu führen. * Die FPÖ umarmt in einer Aussendung und im Wiener Gemeinderat Herrn Broder und dieser gibt in einem Presseinterview den Gefallen zurück und findet an den „Jugendtorheiten“ des Herrn Strache nichts Merkwürdiges. Herr Bischof Laun hat wieder gute Laune und versäumt es nicht sich mit Broder vor seiner Abreise zu unterhalten. Alle werden von islamfeindlichen deutschen Internetseiten, allen voran „Politically Incorrect“ und „Jihad Watch“ verherrlicht. Nun wieder zum Buch:

1. Humor, Überspitzung Polemik und Ironie können zweifelsohne ein Mittel und Ausdruck gesellschaftspolitischer Kritik sein. Satire kann aufklärerisch aber auch hetzerisch wirken. Manche Passagen von Herrn Broder habe ich lustig und sogar aufklärerisch gefunden. Was die pauschalierende Haltung zu Islam und Muslimen betrifft, sind die meisten Aussagen hetzerisch.

 2. Die Existenz der Islamfeindlichkeit bzw. Islamophobie zu leugnen ist auch von einem Polemiker nicht akzeptabel. Es sei hier auch an die offene und klare Haltung der IKG - Israelitische Kultusgemeinde während des hasserfüllten Wahlkampfs der FPÖ erinnert, aber auch an zahlreiche internationale Studien der Europäischen Stelle zur Beobachtung von Rassismus (EUMC) und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSCE).

3. Die These von Herrn Broder „alle Terroristen sind Muslime, somit muss es mit der Religion irgendwie zu tun haben“ ist nicht nur falsch, sondern auch gefährlich. Mit der gleichen Argumentation könnte eine Verbindung zwischen Irakkrieg und Christentum oder eine Verbindung zwischen dem Verhalten des israelischen Militärs in den besetzten Gebieten mit Judentum hergestellt werden, somit wäre ein Weg in Richtung „Religionskrieg“ geöffnet. Dagegen sollte mit aller Vehemenz aufgetreten werden.

 4. Die Konstruktion von Stereotypen wird von Herrn Broder durchgehend gefördert, auch das ist gesellschaftspolitisch problematisch und schädigend.

5. In Österreich haben die Muslime einen Weg der Partizipation beschritten. Alle, teilweise berechtigten Kritikpunkte von Herrn Broder (insbesondere bezüglich Vermischung zwischen Religion und Tradition) wurden auch im offiziellen Rahmen wie zuletzt bei der Europäischen Imame-Konferenz im April 2006 behandelt und thematisiert. Einen Ausdruck der Schlusserklärung habe ich Herrn Broder persönlich in Penzing übergeben.

 Dass die FPÖ sich jetzt als „Hüterin“ Herrn Broders aufspielt, passt offenbar in ihr Weltbild. Muslime als Prügelknaben zu missbrauchen ist bei ihnen schließlich nichts Neues. Dass Muslime „daham“ sind und so natürlich mitreden, wenn gegen sie polemisiert wird, daran können sie sich wohl schwer gewöhnen. 

* Anmerkung: Der erste Absatz: ab die FPÖ 
. Wurde in der veröffentlichten Fassung gekürzt. 

Tarafa Baghajati ist Mitgründer der Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen , http://www.islaminitiative.at
 und Vizepräsident von ENAR, European Network against Racism www.enar-eu.org/en/

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02 Homosexuelle: Berger besteht auf Standesamt

Von:    Rechtskomitee LAMBDA (RKL) <office at RKLambda.at>
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Gleichgeschlechtliche Partnerschaften
Justizministerin Berger besteht auf Standesamt 

Rechtskomitee LAMBDA: „Erfreuliche Klarstellung“


Justizministerin Dr. Maria Berger wendet sich gegen eine Eintragung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften bei den NotarInnen. In einem allfälligen Gesetzentwurf ihres Hauses werde jedenfalls das Standesamt stehen, versicherte sie letzten Freitag einer Delegation des Rechtskomitees LAMBDA (RKL).

Die von der Ministerin zu einem ausführlichen persönlichen Gespräch empfangenen VertreterInnen des RKL betonten, dass - wenn schon das Eheverbot vorläufig noch nicht aufgehoben wird - gleichgeschlechtliche Paare mit einer eingetragenen Partnerschaft zumindest Zugang zu allen Rechten und Pflichten der Ehe haben müssen. Berger versicherte, sich dafür einzusetzen.

Die Justizministerin sagte auch zu, dass im Zuge einer der nächsten StGB-Novellen der Schutz der Verhetzungs- und Hate-Crimes-Bestimmungen (§§ 33 Z. 5, 117 Abs. 3, 283 StGB) auf homosexuelle Menschen ausgedehnt wird.

Einig zeigten sich die Ministerin und die RKL-Delegation auch in der Notwendigkeit der Rehabilitation der § 209-Opfer (Aufhebung der Urteile und Entschädigung) sowie der Streichung des § 209-Ersatzparagraphen, § 207b StGB. Hinsichtlich § 207b stellte Berger eine Evaluation in Aussicht, inwieweit diese Bestimmung ihrem Anspruch gerecht wird, die sexuelle Selbstbestimmung Jugendlicher zu schützen oder aber inwieweit sie selbst diese Selbstbestimmung gefährdet. Eine solche Evaluation haben die ExpertInnen gefordert, die von der vorigen Bundesregierung zur Erarbeitung eines Nationalen Aktionsplans Kinder- und Jugendrechte (NAP) berufen worden sind.

Das RKL unterstrich auch, dass § 207b vom Anwendungsbereich der im Regierungsprogramm in Aussicht genommenen SexualstraftäterInnendatei jedenfalls ausgenommen werden müsse. Berger versicherte in diesem Zusammenhang, dass eine solche allfällige neue Datei  keinesfalls öffentlich zugänglich sein werde.

Berger sagte den RKL-VertreterInnen schliesslich auch zu, dass im Zuge der verstärkten Grundrechtsaus- und Fortbildung der RichterInnenschaft sexuelle Orientierung einen angemessen Platz finden wird und dabei nicht nur über homo- und bisexuelle Menschen gesprochen werde sondern diese auch aktiv einbezogen werden.

 „Wir sind von der Offenheit der Frau Bundesministerin für unsere Anliegen sehr angetan und äusserst erfreut über ihre Klarstellung, dass eine Eintragung von Partnerschaften beim Standesamt erfolgen muss“, sagt der Wiener Rechtsanwalt Präsident des RKL, Dr. Helmut Graupner, der von der Ministerin auch eingeladen wurde, bei der diesjährigen RichterInnenwoche zur rechtlichen Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften vorzutragen.  

Das 1991 gegründete Rechtskomitee LAMBDA (RKL) arbeitet überparteilich und überkonfessionell für die umfassende Verwirklichung der Menschen- und Bürgerrechte gleichgeschlechtlich l(i)ebender Frauen und Männer. In seinem Kuratorium vereinigt es so prominente Mitglieder wie Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer, NRPräs. Mag. Barbara Prammer, die vormalige Justizministerin Mag. Karin Gastinger, Präs. NRAbg.a.D. Peter Schieder, NRAbg. Mag. Terezija Stoisits, den Generaldirektor für öffentliche Sicherheit Dr. Erik Buxbaum, die Präsidentin der Vereinigung der österreichischen Richterinnen und Richter Dr. Barbara Helige, die Vizepräsidentin der Rechtsanwaltskammer Wien Dr. Elisabeth Rech, den Vorstandsvorsitzenden der D.A.S.-Rechtsschutzversicherung Dr. Franz Kronsteiner, den Präsidenten des Weissen Rings Dr. Udo Jesionek, den Generalsekretär von Amnesty International Österreich Mag. Heinz Patzelt und die bekannten Menschenrechtsexperten Dr. Lilian Hofmeister und Univ.-Prof. Dr. Manfr
 ed Nowak, die Verfassungsexperten Univ.-Prof. Dr. Christian Brünner, Univ-Prof. Dr. Bernd-Christian Funk, Univ.-Prof. Dr. Heinz Mayer und Univ.-Prof. Dr. Ewald Wiederin, den renommierten Kinder- und Jugendpsychiater Univ.-Prof. Dr. Max Friedrich und die Kinder- und JugendanwältInnen von Wien DSA Monika Pinterits und Dr. Anton Schmid, die Sexualwissenschafter Univ.-Prof. Dr. Josef Christian Aigner, Prof. Dr. Rotraud Perner und Mag. Johannes Wahala, den Theologen Univ.-Prof. Dr. Kurt Lüthi, Life-Ball-Organisator Gery Keszler, Entertainer Günter Tolar u.v.a.m. Das 15jährige Bestehen des Rechtskomitees LAMBDA (RKL) wurde am 2. Oktober 2006 mit einem historischen Festakt im Nationalratssitzungssaal des Parlaments in Wien gefeiert. Dieser weltweit ersten Ehrung einer homosexuellen Bürgerrechtsorganisation in einem nationalen Parlament wohnten unter den über 500 TeilnehmerInnen auch höchste RepräsentantInnen aus Justiz, Verwaltung und Politik bei.

Rückfragehinweis: 0676/3094737; 01/8766112, office at RKLambda.at, www.RKLambda.at  

12.03.2007

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AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN
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03 que[e]r am 14.03.: Haett Maria abgetrieben...

Von:    Rosa Antifa Wien <raw at raw.at>
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Mittwoch 14. Maerz:

Haett Maria abgetrieben...

Neben den Angriffen der ueblichen klerikalen und rechts-konservativen
Kreise auf das Recht auf Abtreibung, stecken hinter den meisten
Aktivitaeten der radikalen AbtreibungsgegnerInnen in Oesterreich die
Organisationen Human Life International (HLI) und Youth For Life.
Nachdem HLI Anfang Dezember 2004 in den Raeumlichkeiten der ehemaligen
Lucina-Klinik eine "Baby-Holocaust-Gedenkstaette" eingerichtet hat,
schiessen sich die KerzerlfresserInnen nun auf das neue
Sexualmedizinische Beratungscenter "VenusMed" in der Lugner City ein.

Die Veranstaltung wird einen Ueberblick ueber die juengsten Umtriebe von
HLI und Youth for Life und deren Kontakte zum rechten Klerus in
Oesterreich bieten.

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Ort: que[e]r. Wipplingerstrasse 23 / 1010 Wien (die Stiegen hinunter)
Veranstaltungsbeginn: 20:00
geoeffnet von 18:30-24:00

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Naechste Woche: Flughafensozialdienst praesentiert: Lesung ausgewaehlter
Texte aus dem Fremdenrechts-Alltag

Weitere Infos siehe: http://raw.at/queer/
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############ RAW #############

   Rosa Antifa Wien
   c/o Rosa Lila Tip
   Linke Wienzeile 102
   A-1060 Wien
   AUSTRIA
   -------------------------
   E-Mail: raw at raw.at
   Web: http://www.raw.at
   Board: http://www.n3tw0rk.org
   -------------------------
   PGP-Key available here:
   http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc

############ RAW #############


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04 Mujeres en Iraq - Martes 13 de marzo, en el "Centro Once", Schneidergasse 15, Distrito 11 de Vienna

Von:    WADI Austria <wadi.wien at gmx.at>
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Video yCharla:
Mujeresen Iraq

Presentaciónde un documental recientemente filmado en Iraq, "UNA MANO LLENA DECENIZAS", que trata sobre la mutilación genital femenina (FGM). 
Y luego:Charla en español sobre la situación de las mujeres en Iraq y sobre losproyectosde WADI.

AliciaAllgäuer y MaryKreutzer contarán de sus experiencias en Iraq y sobre los proyectosqueambas apoyan en la región.

WADI sobre todo apoya proyectos con y para mujeresen el Iraq, pero también en Europa nos ocupamos de los derechos deasilantes yde trabajo informativo sobre Iraq, Siria, Sudán y los demás países delaregión. Todas estas actividades se realizan cooperando activamente conlasfuerzas democráticas progresistas (muchas veces de la oposición) deestospaíses. Desde hace 1995 WADI tiene su oficina propia en la parte kurdadelIraq. Compañer at s locales acompañan los proyectos diferentes en losdiferentessitios del norte del Iraq. Además apoyamos a una asociación deorganizacioneslocales de mujeres y cooperamos con diferentes organizaciones locales einternacionalesy agencias de la onu.

Fecha:Martes,13 de marzo 2007, 19.30 Horas
Lugar: Centro Once, Schneidergasse 15, 1110 Wien (U3-Station: Zipperstraße)
-- 
WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische
       Entwicklungszusammenarbeit

WADI-Austria

e-mail: wadi.wien at gmx.atwebsite: www.wadinet.atTel.: 0699-11365509

Postfach 105
A-1181 Wien

Neues Spendenkonto in Österreich:
Knt. Nr.: 6.955.355
BLZ: 32.000 Raiffeisen Landesbank NÖ

IBAN  AT4432 0000 0006 955355 
BIC (SWIFT)  RLNWATWW

Im Februar 2007 erschien die dritte Print-Ausgabe von: WADI-News, 
Schwerpunkt: Weibliche Genitalverstümmelung 
Wird kostenlos per Post zugeschickt, schicken Sie uns Ihre Adresse!
Online zu lesen unter: http://www.wadinet.at/Media/wadinews.php

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05 Literarische Archive - Sun-ju Choi und Vlatka Frketic - 13. März 2007

Von:    Initiative Minderheiten Newsletter <news at initiative.minderheiten.at>
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LiterarischeArchive -
Minderheiten-und MigrantInnenliteraturen und Geschichtsschreibung

EineVeranstaltungsreihe der Initiative Minderheiten in Zusammenarbeit mitdem Literaturhaus 
Literaturhaus,Zieglergasse 26A, 1070 Wien 

Dienstag,13. März 2007, 19.30 
Sun-juChoi liest aus "zuhause - Erzählungen von deutschenKoreanerinnen" 
DanachGespräch mit Vlatka Frketic

LiterarischeArchive -
Minderheiten-und MigrantInnenliteraturen und Geschichtsschreibung

DieLiteratur macht wirklich, was die Geschichte vergaß. Und weildie Geschichte das Gewesene war, wird die Literatur das anbieten, wasdie Geschichte niemals gewesen war (Carlos Fuentos, anlässlichseiner Eröffnungsrede am 5. Internationalen LiteraturfestivalBerlin, 6. 9. 2005).
Wieübersetzen AutorInnen mit Minderheiten- undMigrationshintergrund Geschichte und wie führen sie diese in dieGegenwart? Wie werden Erfahrungen von Diskriminierung, Rassismus undEmigration erlebt und in Sprache und Literatur geformt undrepräsentiert? Welche Leerstellen füllt diese Literatur inder Geschichtsschreibung aus? Was kann Literatur, was Geschichtenicht vermag? Und wie kann Geschichte aus einer diasporischen,postmodernen Perspektive erzählt werden?
Dieseund andere Fragen werden im März 2007 an drei Abenden mitAutorInnen, TheoretikerInnen, PraktikerInnen aufgeworfen unddiskutiert. 


Programm

Dienstag,6. März 2007, 19.30 
StefanHorvath liest aus seinem Buch "Katzenstreu"
DanachGespräch mit Mirjam Karoly

Dienstag,13. März 2007, 19.30 
Sun-juChoi liest aus "zuhause - Erzählungen von deutschenKoreanerinnen" 
DanachGespräch mit Vlatka Frketic

Dienstag,20. März 2007, 19.30 
VladimirVertlib liest aus "Das besondere Gedächtnis der RosaMasur", "Mein erster Mörder" und aus Essays zumThema "Geschichte aus Minderheiten- bzw. Migrationsperspektive"
DanachGespräch mit Peter Schwarz


Biographien

Sun-juChoi, Regisseurin, arbeitet als Journalistin und Drehbuchlektorin.Sie ist Mitglied von Kanak Attak und Kanak TV und war alsRechercheurin zum Thema Migration aus Korea nach Deutschland an derAusstellung "Projekt Migration" in Köln beteiligt. Sielebt in Berlin 

VlatkaFrketic, arbeitet aus Perspektiven der queer politics und derKritischen Diskursanalyse im Bereich Migration, Antirassismus undAntidiskriminierung

StefanHorvath, Jahrgang 1949, lebt in der Roma-Siedlung in Oberwart. 1995verlor er bei der Detonation der Oberwarter Rohrbombe unweit derSiedlung einen Sohn. Veröffentlichungen "Ich war nicht inAuschwitz" und "Katzenstreu"

MirjamKaroly, Politologin. Beschäftigung mit Minderheitenpolitikinbesondere Roma und Sinti, Genderfragen. 1998-2004 Mitarbeiterin vonRomano Centro; 2000-2004 Mitglied des Volksgruppenbeirates fürRoma und Sinti, 2004-2005 Projektarbeit bei der OSZE Kontaktstellefür Roma und Sinti Angelegenheiten; während derÖsterreichischen EU-Ratspräsidentschaft in derMenschenrechtsabteilung des BMaA tätig; derzeit Leiterin desThara-Hauses

PeterSchwarz, seit 1996 Geschäftsführer von ESRA; seit 1972aktiv in jüdischen (Jugend-) Organisationen; 1996/97 Referent imGrünen Parlamentsklub mit dem Schwerpunkt Aufarbeitung derFolgen der Verfolgung von Menschen durch das NS-Regime 

VladimirVertlib, geboren 1966 in Leningrad (St. Petersburg), emigrierte 1971mit seiner Familie nach Israel. Später übersiedelte er nachÖsterreich, dann wieder zurück nach Israel, in die USA undschließlich wieder nach Österreich, wo er seit 1981 lebt.Er studierte Volkswirtschaftslehre in Wien und lebt heute inSalzburg. 2001 erhielt er den Förderpreis zumAdelbert-von-Chamisso-Preis sowie den Anton-Wildgans-Preis


Konzeptionund Durchführung
SilviaBartl 
CorneliaKogoj 

Grafik
Toledoi Dertschei

InitiativeMinderheiten 
GumpendorferStraße 15/13
1060Wien 
www.initiative.minderheiten.at
www.gastarbajteri.at

Gefördertdurch 
WienKultur 
BezirksvorstehungNeubau
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06 [kinoki-mikrokino] #141 Roma in der Slowakei

Von:    augustine.leisch at gmx.at <augustine.leisch at gmx.at>
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KINOKIS MIKROKINO

Politische Filmabende, 1x monatlich im depot bei freiem Eintritt.
depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien, http://www.depot.or.at
kinoki. Verein für audio-visuelle Selbstbestimmung
mikrokino at kinoki.at | http://www.kinoki.at
Newsletter subskribieren bzw. abbestellen unter:
https://kooperative.at/mailman/listinfo/kinoki-mikrokino
Förderpreis Politische Kulturarbeit 2004 der IG Kultur Österreich.

depot , Dienstag, 13.März 2007, 19 Uhr

kinokis mikrokino #141
Romane Apsa - Roma in der Slowakei



ROMANE APSA - Zigeunertränen
Ein Film von Zuzana Brejcha
A 2005, 123 Min, Slowakisch/Romanes/Deutsch mit deutschen UT

Helena, 54, die Chefin des Clans der Familie Horvath-Pokuta-Dunka,  
trennt sich, entgegen der Tradition der Roma, von ihrem Mann Gejza.  
Ihre schönen Töchter dominieren ihre Männer und halten so den Alltag in  
Zehra – Dobra Vola, einem Roma Ghetto in der Ostslowakei, am Laufen.  
Helenas Sohn Jozef, 32, wird aus der Untersuchungs-Haft entlassen. Die  
Anschuldigung, er hätte eine Nachbarin vergewaltigt, stellt sich nach  
zehn Wochen als erpresserische Verleumdung heraus. Cyril, 28, ist der  
einzige, der richtig lesen und schreiben kann und ist somit  
Anlaufstelle für sämtliche Anliegen der Gemeinschaft. Kali, 28, Cyrils  
Frau und Helenas Tochter, macht als erste Frau aus der Siedlung den  
Führerschein. Durch weitere Verleumdungen, die zu Cyrils Verhaftung  
führen, spitzt sich die Situation dramatisch zu.

Über ein Jahr, vier Jahreszeiten lang, kurz vor dem Beitritt der  
Slowakei zur EU, begleitet die Filmemacherin Zuzana Brejcha drei  
Generationen einer Roma Familie in ihrem Alltag. Das Leben der  
matriarchalisch definierten Familie wird nicht nur durch Armut und  
Arbeitslosigkeit bestimmt, auch Feste, Traditionen und das  
Satellitenfernsehen, als Fenster zum neuen Europa, sind fester  
Bestandteil des Lebens in der Siedlung. Polizeiliche Willkür ist eine  
ständige reale Bedrohung.
ROMANE APSA – Zigeunertränen, ist ein unsentimentaler Dokumentarfilm.  
Durch die Nähe des kraft- und eindrucksvollen Kamerablicks wird die  
Erzählung intensiv. Kleine Momente des Alltags werden bedeutend.  
Dramatische Ereignisse dokumentieren rassistische Staatsgewalt mitten  
in Europa. Die Filmemacherin Zuzana Brejcha zeigt den Clan der Familie  
Horvath-Pokuta-Dunka als engagierte und einfühlsame Chronistin.

Anschließend Gespräch mit Zuzana Brejcha, Moderation Eva Simmler


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Vorschau:

kinoki spezial:
kinoki in Zusammenarbeit mit EUROMAYDAY
im Depot, Donnerstag, 29.3. um 19 Uhr:




RIFF RAFF
GB 1990, 94 min, Regie: Ken Loach
Deutsche Fassung
D: Robert Carlyle, Emer McCourt, Jimmy Coleman, George Moss, Ricky  
Tomlinson

Eine bitterböse Tragikomödie über das Ende geregelter  
Anstellungsverhältnisse. Bauarbeiter auf in jeder Hinsicht  
ungesichterten Arbeitsplätzen auf einer Baustelle in London. Ein  
ehemaliges Krankenhaus soll in einen Luxuswohnblock umgebaut werden.  
Während die Träume von bescheidenem Wohlstand sich täglich mehr als  
völlig unerreichbare Illusionen herausstellen, steigt die Wut.....

Das Filmscreening findet als Auftakt zu einem von Euromayday Wien  
vorbereiteten Organizing Day am 30.03.2007 in den Initiativräumen im  
WUK statt:

Let's Organize!

Organisierung für den Kampf um gleiche soziale Rechte für alle! Während  
die Prekarisierung von Arbeit und Leben voranschreitet, bestehen in  
verschiedenen Regionen bereits zahlreiche Erfahrungen mit Organisierung  
in unsicheren Zeiten sowie mit unterschiedlichsten Tools. Die  
Veranstaltung soll Gelegenheit sein, Diskussionen über die  
verschiedenen Zielsetzungen und Ressourcen im Organisierungskontext  
auszutauschen, die verschiedenen Methoden zu befragen, über  
Organisierungserfolge zu sprechen, wie auch die jeweils lokalen  
Differenzen aber auch Ähnlichkeiten zwischen den Kontexten  
auszuarbeiten.

www.euromayday.at 

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Vorschau:

depot , Dienstag, 17.April 2007, 19 Uhr

kinokis mikrokino #142
Vichyregime und Shoah: La mémoire des enfants



La Mémoire des Enfants
Dokumentarfilm von Hannes Gellner  und Thomas Draschan
A/F 2006 . 80 min, Original französisch mit englischen Untertiteln

"La mémoire des enfants" von Hannes Gellner und Thomas Draschan  
behandelt das Schicksal jüdischer Kinder unter dem Vichy-Regime und  
geht der Frage nach, wie es (menschlich, gesetzlich und administrativ)  
möglich war, dass zwischen 1942 und 1944 auf Initiative der  
französischen Behörden mehr als 11.400 jüdische Kinder aus Frankreich  
nach Auschwitz deportiert wurden.

Serge und Beate Klarsfeld, Nazijäger, Historiker, Archivare und  
Aktivisten, präsentieren Materialien aus jahrzehntelanger Recherche, in  
denen minutiös jedes Einzelschicksal als historisches Faktum wie auch  
als menschliche Tragödie dokumentiert ist. Der Film führt die  
”Klarsfeld-Methode” konsequent weiter: keine bloßen Opferzahlen,  
sondern greifbare Schicksale werden präzise dokumentiert. In ruhigen,  
klar fasslichen Bildern, welche das Erinnern stützen sollen, schildert  
der Film die historischen Abläufe und Zusammenhänge.

Überlebende, die damals selbst Kinder oder Jugendliche waren, erzählen  
erstmals von ihrer Verhaftung und Deportation. Ihre politische Analyse  
weist dabei mit großer Vehemenz auf die Verantwortung des Vichy-Regimes  
hin. Darüber hinaus erinnert Serge Klarsfeld daran, dass  
österreichische Nazis massiv an der Durchführung der "Endlösung" in  
Frankreich beteiligt gewesen sind.

Mehr Infos unter: www.memoire-enfants.com


Anschließend Gespräch mit den Regisseuren  Hannes Gellner und Thomas  
Draschan

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revolution will not be televised
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kinoki
mikrokino at kinoki.at
http://www.kinoki.at

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INTERNATIONALE SOLIDARITÄT
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07 Syrien: Freilassung von 200 kurdischen politischen Gefangenen gefordert

Von:    GFBV Hans Bogenreiter <hans.bogenreiter at gfbv.at>
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> GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER
> PRESSEMITTEILUNG   Göttingen/Berlin, 12.03.2007
>
> Dritter Jahrestag der blutigen Niederschlagung von Kurdendemonstrationen
> in Syrien: Freilassung von 200 kurdischen politischen Gefangenen
> gefordert
>
> Anlässlich des dritten Jahrestages der blutigen Niederschlagung spontaner
> Demonstrationen kurdischer Zivilisten in Syrien (12. März 2004) hat die
> Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Montag die Freilassung von
> mehr als 200 kurdischen politischen Gefangenen und die
> Wiedereinbürgerung von rund 200.000 Syrer kurdischer Nationalität
> gefordert, denen Syrien die Staatsbürgerschaft entzogen hat.
> Außenminister Frank-Walter Steinmeier bat die GfbV in einem dringenden
> Schreiben darum, dafür seine guten Beziehungen zu Syrien zu nutzen.
> Steinmeier solle sich auch dafür einsetzen, dass die 15 kurdischen und
> arabischen Politiker, die am vergangenen Samstag bei einer Mahnwache
> vor dem Justizpalast in Damaskus festgenommen wurden, sofort
> freigelassen werden. Unter ihnen ist Muhammad Musa Muhammad, ein
> führender kurdischer Politiker.
>
> Noch immer fällen syrische Gerichte unmenschliche Terrorurteile selbst
> gegen Jugendliche, kritisierte die GfbV. So seien die beiden 16 und 17
> Jahre alte Kurden Kawa Muhamad Said und Hussein Dib Khalil am 12.
> Februar 2007 in einem Eilprozess zu je sechs Monaten Zuchthaus und 76
> Millionen syrischen Pfund (umgerechnet etwa 1,3 Mio US-Dollar)
> Geldstrafe verurteilt worden, weil sie an den Demonstrationen vor drei
> Jahren beteiligt gewesen seien. In einem Telefongespräch mit dem GfbV-
> Nahostreferenten Kamal Sido bestätigte der kurdische Menschenrechtler
> Mashal Tamo (Kamishli/Syrien) heute diese Angaben.
>
> Die Situation der 200.000 staatenlosen Kurden, denen im Zuge der
> Arabisierung 1962 die syrische Staatsbürgerschaft entzogen wurde, sei bis
> heute unerträglich, berichtete GfbV. So seien 49 kurdische Akademiker aus
> der Provinz al-Hasakeh von einem Auswahlverfahren für eine Einstellung
> beim syrischen Gesundheitsministerium ausgeschlossen worden, weil sie
> keine syrischen Ausweise besaßen. Die Namen dieser Personen sind der
> GfbV bekannt.
>
> Hintergrundinformation:
> Am 12. März 2004 waren syrische Sicherheitskräfte nach einem
> Fußballspiel zwischen kurdischen und arabischen Clubs gegen kurdische
> Fans vorgegangen. Durch die blutige Niederschlagung nachfolgender
> Demonstrationen im ganzen Land wurden mindestens 42 kurdische
> Zivilisten getötet, über 1.000 verletzt und mehr als 2.500 gefangen
> genommen. Mehr als 200 von ihnen sind noch immer in Haft.
>
> Mit etwa zwei Millionen Menschen stellen die Kurden rund zwölf Prozent
> der Gesamtbevölkerung Syriens. Sprachliche und kulturelle Rechte werden
> ihnen vorenthalten.
>
> Anfragen beantwortet gern der GfbV-Nahostreferent Dr. Kamal Sido unter
> 0173 67 33 980.
>
> ACHTUNG REDAKTIONEN: Vor der syrischen Botschaft in 10787 Berlin,
> Rauchstraße 25 wollen Kurden anlässlich der blutigen Niederschlagung der
> Kurdendemonstrationen in Syrien vor drei Jahren demonstrieren (Beginn
> 13 Uhr).
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> Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
> Inse Geismar, Pressereferentin
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08 Heiligendamm

Von:    Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe <gipfelsoli-l at lists.nadir.org>
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Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität
   und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung
------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org --

- Von Berlin nach Heiligendamm.
- Presseerklärung der Camping AG zu Presseberichten bezüglich eines Campgeländes
in Lambrechtshagen
- Einladung zu einem Schleswig - Holstein weiten Vernetzungswochenende zum G-8
Gipfel (und darüber hinaus)
- Kritiker willkommen - G8-Gute-Nacht-Camp auf ITB
- Hitler immer noch Ehrenbürger von Bad Doberan - Politik will zügig handeln
- Für unkontrollierte soziale Bewegungen - Gegen staatliche Repression
- Mayas schießen mit Spiegelblitzen auf Bush
- Ausschreitungen bei Bush-Besuch in Kolumbien
- Polizei startet vor G8 Klingeltour bei Heiligendammer Einwohnern

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Von Berlin nach Heiligendamm.
Move against EU! Move against G8!
Der Widerstand geht weiter!

Im Januar 2006 verhinderten Hafenarbeiter mit europaweiten Streiks neue sie
betreffende EU- Dienstleistungsbestimmungen, die Lohn- und Sozialdumping nach
sich gezogen hätten - in Ceuta und Melilla überqueren MigrantInnen aus Afrika
massenhaft Grenzzäune, um sich Eintritt in die Europäische Union zu verschaffen
- wochenlang setzten letzten Sommer Millionen von Menschen die französische
Regierung unter Druck und erreichten die Rücknahme des geplanten Gesetzes über
den Ersteinstellungsvertrag - die Beispiele erfolgreichen Widerstands könnten
fortgesetzt werden...Es gibt auch weniger erfolgreiche Auseinandersetzungen:
die Bolkesteinrichtlinie zur Liberalisierung der Dienstleistungen, gegen die
2005 und 2006 die ersten gesamteuropäischen Demonstrationen in Brüssel und
Straßburg stattfanden, wurde nur wenig abgemildert - der Verfassungsprozess
wird trotz des ‚Non' in Frankreich und des ‚Nee' in den Niederlanden weiter
getrieben - der Irakkrieg von 2003, der nach ernst zu nehmenden Schätzungen
schon über eine halbe Million Opfer gefordert hat, konnte trotz des Widerstands
von Millionen in den USA, in Europa und weltweit nicht verhindert werde. Das
überrascht nicht, denn solche Proteste richten sich im Kern gegen den globalen
Kapitalismus mit seinem Verwertungsdenken und seiner Militarisierung, und er
hat mächtige Verteidiger. Dennoch ist seit dem Widerstand in Chiapas 1994, den
Protesten gegen das Treffen der Welthandelsorganisation (WTO) 1999 in Seattle,
gegen den G8- Gipfel in Genua, gegen den EU-Gipfel in Göteborg in 2001 wieder
Bewegung in die Bewegungen gekommen. In der weltweiten Bewegung, deren Teil wir
sind, kommt zusammen, was in zahllosen lokalen und kontinentalen Kämpfen
ausgefochten wird. Der Versuch zu einem Sozialismus des 21. Jahrhunderts in
Venezuela und linke Regierungen in anderen lateinamerikanischen Ländern machen
den Menschen weltweit Mut. Auch das EU-Gipfel-Treffen Ende März in Berlin als
Etappe in Richtung des G8-Treffens der mächtigsten Politiker der Erde in
Heiligendamm ist ein Anlass, aus dem wir unsere Unzufriedenheit, unseren
Protest und unsere Forderung nach sozialen Alternativen zum Ausdruck bringen.

EU-Jubelfeier Ende März in Berlin stören!
Unter dem Motto "Europa wird 50!" lädt Bundeskanzlerin Angela Merkel die Staats-
und Regierungschefs aller EU- Mitgliedstaaten zu einem informellen EU-Gipfel
nach Berlin. Mit Bürgerfest und Gipfel soll am 24. und 25. März in Berlin das
50. Jubiläum der Römischen Verträge und damit der Gründungsakt der Europäischen
Gemeinschaft (heute Europäische Union), die damals 6 und heute 27 Staaten
umfasst, gefeiert werden. Ziel der Verträge war die Einrichtung eines
gemeinsamen Binnenmarkts mit freiem Personen-, Dienstleistungs- und
Kapitalverkehr, sowie die Atomunion.

Dafür steht die Europäische Union heute:
* Prekarisierung, Steuergeschenke an die Reichen, Privatisierung öffentlichen
Eigentums: Spätestens seit der Lissabonstrategie im Jahre 2000, die Europa zum
wettbewerbsfähigsten Wirtschaftsraum der Welt machen soll, wird gezielter Druck
auf die ArbeitnehmerInnen ausgeübt, flexibel zu sein, das heißt, Leben, Bildung
und Arbeit immer mehr nach den Bedürfnissen des Marktes auszurichten. Das
Schulwesen wird schlechter, die Universitäten sind Eliten vorbehalten, viele
Jugendliche finden nur mit Mühe einen Ausbildungsplatz, viele Erwachsene kommen
nur mit mehreren Jobs über die Runden.
* Arbeitslosigkeit - das bedeutet Vegetieren auf Hartz IV, Zwangsumzüge,
Kontrollschikanen. Wer alt werden will, muss sich seine Rente selbst ansparen.
Die Zahl derer ohne Krankenversicherung wächst. Andererseits werden
Großverdiener und Unternehmen steuerlich immer weiter entlastet. Die deutsche
Bundesregierung steht fest hinter dieser Strategie und ist traditionell einer
der Hauptfürsprecher der neoliberalen Wirtschaftspolitik, deren konkrete
Umsetzung in Deutschland heutzutage mit Namen wie Riester, Hartz und Rürup
verbunden ist. Selbst im sozialdemokratisch- linksregierten Berlin werden
Institutionen der Daseinsfürsorge - die Wasserversorgung, Wohnungen, die
Sparkasse - unter Hinweis auf EU-Wettbewerbsregeln privatisiert.
* Militarisierung der Außen- und Sicherheitspolitik: In dem bisherigen
Verfassungsentwurf verpflichten sich die Unterzeichnerstaaten, "ihre
militärischen Fähigkeiten schrittweise zu verbessern." Im Klartext heißt das,
dass Rüstungssysteme und Infrastruktur modernisiert werden, und diese auf den
weltweiten Einsatz, z.B. im Kongo, im Sudan und vielleicht demnächst auch im
Iran vorbereitet werden.
* Ausgrenzung von Migrantinnen und Migranten: Die Antwort auf MigrantInnen, die
zu Recht Hunger oder politische Verfolgung entfliehen, ist nicht etwa, ihnen
bessere Lebensbedingungen in Europa oder zuhause zu schaffen, sondern höhere
Zäune, Patrouillenboote im Mittelmeer, Auffanglager und Deportationen. Oft
bezahlen die MigrantInnen den Versuch, der Perspektivlosigkeit zuhause zu
entrinnen, mit dem Tod durch Ertrinken, Zurückweisung am Flughafen oder auf dem
Bahnhof, Gängelung in der Ausländerbehörde, Abschiebung usw.
* EU-Verfassung für die Wirtschaft statt für die Menschen: Der Hauptpunkt auf
Angela Merkels Agenda für ihre EU-Ratspräsidentschaft ist die Wiederbelebung
der EU-Verfassung. Sonst heißt es, drohe das Europa der 27 wieder auseinander
zu fallen. Aber wenn dann nach den wichtigsten Elementen in der Verfassung
gefragt wird, kommt als Antwort: der Binnenmarkt, die Durchsetzung des "freien
und unverfälschten Wettbewerbs", und nicht das Wohl der Menschen in Europa und
der Welt.

Und was hat das mit dem G8-Gipfel zu tun?
Die angeblichen Prioritäten des G8-Gipfels sind die Stabilität des
Weltfinanzsystems, der Klimaschutz und Afrika. Dahinter verbirgt sich
Liberalisierung des Welthandels durch die WTO-Runden, Gängelung der
Entwicklungsländer durch Auflagen des Internationalen Wärungsfonds (IWF),
halbherziger Klimaschutz, aber nur solange er nicht die Interessen der
deutschen Großindustrie verletzt, und Entwicklungshilfe, aber nur solange die
Empfangsländer sich willig ausbeuten lassen und nicht etwa die Betriebe
zurücksozialisieren wie Chávez und Morales dies in Venezuela bzw. Bolivien tun.
Nicht nur besteht eine große Überschneidung in den Mitgliedern der G8
(Großbritannien, Frankreich, Italien, Deutschland), nicht nur gehört der
Kommissionspräsident der EU schon seit langem selbstverständlich dazu, auch die
Politikmuster überlappen sich fast gänzlich. Wer nicht mit will, wie ein Teil
der italienischen Regierungskoalition, wird auf Linie gebracht.
Wir, Gruppen und Einzelpersonen, die sich in der G8-Vernetzungs-AG des Berliner
Sozialforums zusammengeschlossen haben, um den G8-Gipfel zu blockieren, fordern
dagegen die vollen Menschenrechte für jede und jeden: Nahrung, Wasser, Obdach,
Bildung, Gesundheit und Teilhabe am öffentlichen Leben. Daher rufen wir unter
dem Motto Move against EU! Move against G8! - zur Demonstration gegen die
Feierlichkeiten aus Anlass des Jahrestages der Römischen Verträge am 25. März
2007 um 14h zum Alexanderplatz auf.
www.moveagainstg8.de
Die G8 -AG im Berliner Sozialforum will die Mobilisierung zu den G8 Protesten in
Berlin vernetzen, dadurch stärken und stellt einen Veranstaltungs-
Aktionskalender im Internet bereit unter:

www.moveagainstg8.de

Dort könnt ihr auch nachlesen wann sich die AG das nächste Mal trifft.

[www.moveagainstg8.de]


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Camp AG: Presseerklärung der Camping AG zu Presseberichten bezüglich eines
Campgeländes in Lambrechtshagen

Mit Erstaunen nahmen die GegnerInnnen der G8-Gipfeltage Äußerungen der
Polizeitruppe Kavala zur Kenntnis, gestern eine Campfläche in Lamprechtshagen
genehmigt zu haben.
Mitglieder der Verhandlungsgruppe bestätigten Gespräche über die Nutzung einer
Industriefläche in Lamprechtshagen.
"Die Fläche, die der Privatmann zur Verfügung stellen kann, ist anstelle der
gemeldeten 10 ha lediglich 2 ha groß. Effektiv nutzbar sind davon allerdings
weniger als 1 ha" so Dieter Rahmann von der Verhandlungsgruppe.
Aktuell würde die Fläche Platz für etwa 400 Menschen bieten. "Es sei nicht
sinnvoll, den Landkreis mit mehr als 50 Kleinstcamps für die Unterbringung der
DemonstrantInnen zu überziehen. Das gibt nur logistische Probleme und verteuert
das Ganze" erklärte Rahmann weiter.
"Wir müssen Camps finden, die auch realistisch sind und den DemonstrantInnen
einen zumutbaren Fußweg zu den Protestorten ermöglichen. Niemandem ist
geholfen, wenn Camps ausgewiesen werden, diese aber leer bleiben, weil die
Menschen sich doch in der Nähe der Proteste etwas eigenes suchen".
Vollmundige Erklärungen der Polizei zum Campplatz in Lambrechtshagen wertet die
Verhandlungsgruppe als Propaganda, um von dem überzogenen Sicherheitskonzept
der Polizei abzulenken.
Bezeichnend sei, dass die Polizei publicityträchtig die Genehmigung von Flächen
rausposaunt, aber mit der Verhandlungsgruppe nicht einmal über die
realistischen Möglichkeiten der Nutzung spricht.
"Wir wünschen uns von der Polizei ein Verhalten, das mehr Sensibilität an den
Tag legt, um die Probleme der ausstehenden Campflächen zu lösen. Mit
frühzeitigen Erklärungen für die Öffentlichkeit werden gerade erst begonnene
Gespräche gefährdet, die wir selbst mit Grundeigentümern führen. Wenn die
Polizei es mit Unterstützung ernst meint, wäre die Aufgabe des überzogenen
Sicherheitsbereiches rund um Bad Doberan und westlich von Rostock als erste
Geste willkommen. Denn genau da werden sich die Menschen Campplätze suchen,
wenn wir ihnen keine bieten".
Als ersten hilfreichen Schritt werten wir deshalb den seitens der Polizei
angekündigten Rückzug von der Fläche in Reddelich, die nun als ein erstes Camp
zur Verfügung steht.

Pressegruppe CampInski 11.3.07

[http://dissentnetzwerk.org/node/966]


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6.-7 April Alte Meierei, Hornheimerweg 2, Kiel
Einladung zu einem Schleswig - Holstein weiten Vernetzungswochenende zum G-8
Gipfel (und darüber hinaus)

Hallo liebe Leute!

Hiermit möchten wir euch, d.h. alle Einzelpersonen, Zusammenhänge und Gruppen
aus der antiautoritären und undogmatischen radikalen Linken Schleswig-Holsteins
herzlich zu einem regionalen Vorbereitungs- und Vernetzungstreffen  zu den
diesjährigen G8 Protesten einladen.
Die Mobilisierung ist in vollem Gange und an allen Ecken und Enden, werden noch,
helfende Hände und Ideen gebraucht...

Anfangen möchten wir am Freitag mit einer Diskussion im Plenum, denn wir als
NoG8 Gruppe haben viele Fragen die zum Teil sehr unabhängig vom G8 Gipfel sind:
Wie ist es um linksradikale Theorie/Praxis (in SH) heute bestellt? Wo liegen die
Ursachen  für die Schwäche linksradikaler Politik und Strukturen? Was läuft
schief in der "Szene"? Wollen wir uns mit unserer derzeitigen relativen
Schwäche abfinden, oder wie könnten wir in mehr Bewegung kommen? Wo waren bzw.
sind wir erfolgreich, indem was wir machen? Welche Motivationen haben die
Gruppen Einzelpersonen  und Zusammenhänge in einer Beteiligung bzw.
Nichtbeteiligung an den G8 Protesten? Wie könnte vielleicht eine gemeinsame
schleswig-holsteinische Perspektive über die G8 Proteste hinaus aussehen? Wie
können und wollen wir uns in Zukunft organisieren?

Wir werden euch noch bis spätestens Ende März ein Thesenpapier von uns zukommen
lassen, indem wir auf einige dieser Fragen eingehen werden. Des weiteren - und
viel wichtiger - findet ihr im Anhang ein sehr allgemein gehaltenes
Eckpunktepapier für eine linksradikale Organisierung zum G8 Gipfel und
hoffentlich darüber hinaus, das wir mit euch diskutieren möchten. Wir möchten
euch bitten, diesen Vorschlag  zu lesen. Wenn möglich diskutiert bitte schon
vorm Treffen darüber am WG-Tisch, in der Gruppe oder im Wohnprojekt. Welche
Eckpunkte fehlen noch oder sind gar nicht diskussionswürdig? Sind die Eckpunkte
zu allgemein Gehalten oder zu konkret?...Warum?

Am Samstag schlagen wir vor in Arbeitsgemeinschaften zu ganz konkreten Themen
(z.B. Antirepression, Campvorbereitung) in Hinblick auf den G8 Gipfel zu
arbeiten. Einige Vorschläge für AG's haben wir schon gemacht, andere sind an
uns herangetragen worden (s.unten), macht euch Gedanken wozu ihr noch dringend
arbeiten möchtet und macht Vorschläge.

Für alle die von ausserhalb kommen und noch Schlafplätze brauchen, gibts am
Freitagabend eine Pennplatzbörse.

Bis dann,
NoG8 Gruppe Kiel

[NoG8 Gruppe Kiel]


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Kritiker willkommen - G8-Gute-Nacht-Camp auf ITB

11.03.2007: Berlin/MVregio Betten in MV werden Anfang Juni international gefragt
sein. Zahlreiche Gäste suchen noch Übernachtungsmöglichkeiten während des
G8-Gipfels.
Das gilt natürlich auch für Kritiker, denen das Land ebenfalls ein guter
Gastgeber sein will.
Unkomplizierte Unterkünfte im eigenen Zelt wird es für sie in Bützow geben: Hier
findet vom 1. bis 10. Juni 2007 das G8-Gute-Nacht-Camp statt. Das erste in MV
genehmigte Zeltlager für Globalisierungskritiker durfte sich jetzt auf der
Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin präsentieren, die am Sonntag zu
Ende ging. Die Arbeitsgemeinschaft "Junges Land für junge Leute" verteilte neben
Informationen rund um Jugendreisen nach McPom auch Flyer und T-Shirts mit dem
Logo "G8 - Gute Nacht", die auf den besonderen Zeltplatz aufmerksam machen.
In dem Bützower Camp finden bis zu 15.000 Menschen Platz. Das Angebot richtet
sich an ein breites gesellschaftliches Spektrum - von kirchlichen Gruppen über
Umweltschutzorganisationen bis zu Gewerkschaften. Um die Logistik kümmert sich
eine Schweriner Veranstaltungsagentur, die Inhalte bestimmen die Teilnehmer
selbst: Jeder kann Workshops, Diskussionsrunden oder Konzerte anbieten und so
das Thema Globalisierung kritisch begleiten.
Auf der ITB stieß dieses Projekt auf eine gute Resonanz: "Wir haben auf
Nachfrage mehr als 1000 Flyer an Interessierte herausgegeben", sagte Reinhard
Schwarz von der Arbeitsgemeinschaft "Junges Land für junge Leute". Gleichzeitig
macht das G8-Gute-Nacht-Camp auch die Palette der Übernachtungsmöglichkeiten im
Sommer 2007 in Mecklenburg-Vorpommern noch ein bisschen bunter. Und hier gibt
es inzwischen immerhin mehr als 270 ausgewiesene Jugendübernachtungsstätten.
Mecklenburg-Vorpommern erhielt in diesem Jahr erstmalig den 1. Platz im
Bundesländerwettbewerb um das attraktivste jugendtouristische Angebot in
Deutschland den - GERMAN YOUTH TRAVEL AWARD.

[http://www.mvregio.de/mvr/28801.html]


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Hitler immer noch Ehrenbürger von Bad Doberan - Politik will zügig handeln

11.03.2007: Bad Doberan/MVregio Dass Adolf Hitler Ehrenbürger der Stadt Doberan
geworden ist, wird von Historikern als sicher erachtet.
Dafür spricht schon die Tatsache, dass die NSDAP bereits im Frühjahr 1932 die
absolute Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung von Bad Doberan hatte.
Deshalb ist davon auszugehen, dass die eigene Partei ihren Führer zum
Ehrenbürger ihrer Stadt gemacht habe, so Dr. Herman Langer, der als anerkannter
Fachmann in Sachen NS Vergangenheit in Doberan bekannt ist und auch ein Buch
über dieses Thema veröffentlicht hat. Hinzu kommt ein Ratsprotokoll aus dem
Jahre 1932, welches den Beschluss enthält, Hitler zum Ehrenbürger von Bad
Doberan zu machen. Ein weiteres stichhaltiges Indiz ist eine Kopie einer
amtlichen Bekanntmachung aus dem "Ostee-Bote" Kröpelin mit der Nummer 191 vom
17. August 1932 das MVregio News vorliegt.
Darin wird unter der Überschrift "Adolf Hitler Ehrenbürger von Doberan"
berichtet, dass ein Dringlichkeitsantrag von der NSDAP-Fraktion in der
Stadtverordnetenversammlung vorliege, worin beantragt wird, dem späteren Führer
das Ehrenbürgerrecht der Stadt Doberan zu verleihen. Der Antrag wurde mit den
Stimmen der NSDAP-Fraktion gegen 10 Nein-Stimmen aus der Linksfraktion
angenommen. Die Abstimmung endete in einem großen Tumult, dem Bericht zufolge
gab es auch lautstarke Heil-Hitler-Rufe unter den Stadtverordneten und Zuhören,
die damit die Ehrung Adolf Hitlers begrüßten. Doberan war damit die erste
Deutsche Kreisstadt die noch vor der Machtergreifung von Adolf Hitler am 30.
Januar 1933 diesen zum Ehrenbürger machte.
Bereits nach der Wende sollte die ungeklärte Altlast dieses Vorganges im Rathaus
aufgearbeitet werden, doch aufgrund fehlender Unterlagen und abhanden gekommener
Dokumente verschwand dieser Punkt von der Agenda. Eine ehemaliger Mitarbeiter
der Stadtverwaltung zu MVregio News: "Man kann keine Heirat auflösen oder
scheiden, wenn keine Heiratsurkunde vorliegt!" Doch nun scheint diese Altlast
im Zuge der G8-Gipfelvorbereitungen den Stadtvätern von Doberan doch noch
Kopfzerbrechen zu bereiten. Ein Kommunalrechtexperte meinte: "Man hätte auch
ohne Dokumente und Urkunden das Thema durch eine deutliche Erklärung der
Stadtvertreter zumindest relativieren können."
Der Kreisvorsitzende der CDU Bad Doberan Henning von Storch erklärte dazu:
"Ungeachtet dessen, ob Unterlagen fehlen, sollte man sich in der
Stadtverordnetenversammlung schnellstens dazu durchringen diese Altlast zu
entsorgen wenn man nicht unglaubwürdig werden will, denn in drei Monaten haben
wir G8-Gipfel in Heiligendamm. Man sollte auch auf die internationale Resonanz,
insbesondere aus den USA achten."
Sowohl die CDU-Fraktion als auch andere Parteien in der Doberaner
Stadtverordnetenversammlung wollen das Thema schnellstmöglich in der nächsten
Sitzung am 02. April 2007 aufgreifen und zum Abschluss bringen.

[http://www.mvregio.de/show/28779.html]


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Für unkontrollierte soziale Bewegungen - Gegen staatliche Repression

Antirepressionsdemo in München am 17.03.07
Am 17. Januar diesen Jahres führte die Münchner Polizei mit der Begründung
"Aufruf zu Straftaten" Hausdurchsuchungen in insgesamt 11 Objekten der Münchner
Linken durch. Stein des Anstoßes waren Flugblätter und Broschüren, in denen dazu
aufgerufen wird, am 5. Juni in Rahmen der Proteste gegen den G8-Gipfel den
Flughafen Rostock-Laage zu blockieren (Im übrigen ein Aufruf, dem wir uns an
dieser Stelle nur anschließen können!). Da ein solcher Aufruf laut einem Urteil
des Bundesverfassungsgerichtes völlig legal ist, konstruierten Polizei und
Staatsanwaltschaft einen angeblichen Aufruf zur "Stürmung" des Flughafens
herbei und begründeten so die umfangreichste Hausdurchsuchungswelle in München
seit 15 Jahren. Betroffen waren neben mehreren Privatwohnungen auch das Kafe
Marat (ein linkes Zentrum), ein Buchladen, ein Druckereikollektiv, ein
Transportunternehmen, und ein Stadtteilladen im Westend. Allein diese Liste der
durchsuchten Objekte macht deutlich, dass es den Verantwortlichen bei dieser
Aktion vor allem darum ging, die Infrastruktur der Münchner Linken
auszuleuchten bzw. Aktivist_innen einzuschüchtern. Ein simpler Blick in die
beanstandeten Flugblätter hätte genügt, den Vorwurf des "Aufrufes zu
Straftaten" als völlig haltlos zu entlarven.
Dieser erneute, massive Repressionsschlag ist der bislang letzte einer Reihe von
skandalösen Hausdurchsuchungen und Gerichtsurteilen gegen Linke in München, die
sich wohl ewig fortsetzen ließe: Nur kurz zuvor wurde im Rahmen einer
bundesweiten Polizeiaktion das genannte Transportunternehmen unter dem Vorwand
"Unterstützung einer terroristischen Vereinigung", namentlich der türkischen
kommunistischen Partei DHKPC, ebenfalls durchsucht. Als Folge dieser Aktion
sitzen bundesweit immer noch vier Leute in Haft. Im Oktober 2005 durchsuchte
die Polizei nach einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen Antifas und
Nazis 6 Wohnungen von Münchner Antifaschist_innen. Den Betroffenen wurden, z.T.
in Abwesenheit, willkürlich DNA-Proben entnommen, angeblich um diese mit einer
DNA-Spur auf einem im Zuge der Auseinandersetzung geworfenen Aschenbecher (!)
zu vergleichen. Unzählige Gerichtsverfahren in den letzten Jahren endeten mit
drakonischen Strafen, unzählige linke Demonstrationen und Kundgebungen wurden
von einem völlig übertriebenen Polizeiaufgebot begleitet. Unter den
lächerlichsten Vorwänden (Tragen von Nietenarmbändern, Schreien gewisser
Parolen, usw., usf.) werden Leute verhaftet, festgesetzt und von Münchner
Richter_innen zu unverhältnismäßig hohen und immer höher werdenden Geldstrafen
o.Ä. verurteilt. Die übermäßige Polizeipräsenz bei jeder sich bietenden
Gelegenheit tut ein übriges dazu, den Eindruck einer willkürlichen und
generellen staatlichen Repression gegen politisch aktive Linke entstehen zu
lassen. Während Münchner Nazis in jüngster Vergangenheit ungestört und in aller
Öffentlichkeit den erschossenen Hitlerputschisten gedenken konnten oder die
bundesweit einzige genehmigte Kundgebung zum Gedenken an Hitlerstellvertreter
Rudolf Hess abhalten konnten, werden engagierte Antifaschist_innen ständig von
Polizei in Zivil und Uniform bedrängt und aus den nichtigsten Gründen
verhaftet. Auch die Repression gegen die Anti-Sicherheitskonferenz-Proteste im
Februar diesen Jahres ist an Lächerlichkeit und Willkür mal wieder kaum zu
überbieten: So wurden bereits auf der Anreise eine ältere Dame und ihre
10-Jährige Enkelin wegen dem Mitführen eines Brotzeitmessers in Gewahrsam
genommen, ein anderer Anreisender wegen des Mitführens einer medizinischen
Armschiene; die unzähligen Polizeiangriffe auf die Demo selbst fallen leider
beinahe schon in die Kategorie "Nix Neues". In Anbetracht der Tatsache, dass
die oben genannten Beispiele in der Vergangenheit nicht die Ausnahme, sondern
der Regelfall gewesen sind, halten wir es für notwendig, sich öffentlich und
mit aller Entschiedenheit gegen diese massive polizeiliche und staatliche
Willkür zu äußern sowie unsere Solidarität mit den Opfern dieser Repression zu
bekunden.
Denn betroffen sind wenige - gemeint sind wir alle!
Bereits 1923 erklärte die Rote Hilfe den 18. März zum "Internationalen Tag der
Hilfe für die politischen Gefangenen". Der Faschismus setzte dieser Tradition
ein Ende. Wie so vieles andere wurde nach dem Ende der Nazi-Herrschaft der Tag
nicht mehr begangen.
Seit 1996 wird der 18. März von der radikalen Linken in Deutschland wieder als
Tag für die Freiheit der politischen Gefangenen und gegen Repression und
staatliche Unterdrückung begangen. Seitdem werden an diesem Tag bundesweit
vielfältige Aktionen und Veranstaltungen durchgeführt, die das Thema Repression
und politische Gefangene auf die Tagesordnung setzen. Wir wollen diesen Tag
deshalb nutzen, um offensiv die Forderung nach sofortiger Freilassung aller
politischen Gefangenen auf die Straße zu tragen: Gerade in der aktuellen
Debatte um die Freilassung der Häftlinge aus der ehemaligen RAF zeigt sich mal
wieder der ganze Zynismus eines Systems, das Menschen in jahrelange
Isolationshaft steckt: Bei dieser als "weiße Folter" geächteten Form der Haft
werden die Gefangenen akustisch, sozial und vollkommen von anderen Insassen
isoliert. Diese sog. sensorische Deprivation führt zu schweren, aber kaum
nachweisbaren körperlichen, geistigen und seelischen Schäden bei den
Inhaftierten. Die Isolationshaft sollte und soll den Willen, die persönliche
und politische Integrität des Gefangenen brechen. Die politischen Gefangenen
aus der RAF waren der totalen Kontrolle des Knastapparats ausgeliefert: Besuche
von Freund_innen und Familie wurden mit Trennscheibe durchgeführt, Post, Bücher
und Broschüren wurden kontrolliert und ggf. zensiert oder gar nicht
ausgehändigt, Anwaltsbesuche überwacht. Nachdem die Gefangenen nun die
Isolationshaft und die totale Kontrolle jahrzehntelang über sich ergehen lassen
mussten, verlangen nun einige Politiker_innen ernsthaft von ihnen, sich
rückwirkend als Kronzeug_innen zu betätigen und "Reue" zu zeigen - Forderungen,
die auf keinerlei juristischen Grundlagen fußen. Wir fordern die sofortige
Freilassung aller politischen Gefangenen und ein Ende der Isolationshaftfolter!
Eine in sich konsistente und umfassende Analyse des aktuellen
Repressionsgeschehens in Deutschland bzw. Europa können wir hier freilich nicht
vorlegen. Klar ist aber, dass wir die Repression, die uns als Linke trifft,
nicht losgelöst davon betrachten können, dass auch Schwarzfahrer_innen,
Dieb_innen, Drogenkonsument_innen aber auch Migrant_innen mit und ohne
Aufenthaltsgenehmigung oder Menschen, die "zuviel" Geld vom Staat beziehen,
etc. mit immer höheren Strafen rechnen müssen. Es ist zu beobachten, dass das
Wohlverhalten bestimmter Teile der Bevölkerung, nicht mehr - wie in den letzten
Jahrzehnten - durch soziale Transferleistungen erkauft wird. Das Stillhalten von
sozialen oder politischen Risikogruppen soll stattdessen mit verschärfter
Repression sichergestellt werden. Damit diese effektiv funktionieren kann,
müssen Kontroll- und Überwachungsmechanismen ausgebaut werden. Dies reicht von
flächendeckender Videoüberwachung über die totale Speicherung aller Handy- und
Internetverbindungsdaten über zwei Jahre, bis hin zum sogenannten "genetischen
Fingerabdruck" oder der neuartigen RFID-Technologie. Hier lässt sich ein
verhängnisvoller Trend in Richtung Überwachungsstaat erkennen: Die totale
Überwachung des Menschen ist technisch kein Problem mehr, nur die Auswertung
der riesigen Datenfülle ist bislang nur höchstens punktuell machbar. Die
ehemals geltende Unschuldsvermutung ("In dubio pro reo") wird aber bereits
jetzt durch einen alle Menschen betreffenden Generalverdacht ersetzt ("Wer nix
zu verbergen hat, braucht auch nix zu befürchten"). Jedoch werden
interessanterweise so gut wie nie tatsächlich Kriminalitätsstatistiken zur
Legitimation der Überwachungsmaßnahmen herangezogen, sondern lediglich
schwammige Unsicherheitsgefühle und medial erzeugte Ängste.
In vielen Städten Deutschlands wird die aggressive Ausgrenzung sogenannter
Randgruppen zur politischen Alltagspraxis. Besonders Obdachlose, Bedürftige und
Drogenabhängige, aber auch Migrant_innen oder einfach Menschen die optisch nicht
den vorherrschenden Normen entsprechen, stören nach Ansicht von Politiker_innen
und Geschäftsleuten, aber auch Konsument_innen das Bild einer modernen,
konsumorientierten Stadt. Sie sollen aus den Innenstädten und Metropolen
vertrieben werden. Neben dem rein geschäftlichen Aspekt dieses
Vertreibungsprozesses, der (angeblichen) Umsatzsteigerung, spielt hier auch ein
politischer Faktor mit: Die von sichtbarer Not und Elend gesäuberten Innenstädte
bergen nicht mehr das Risiko, die Konsument_innen zur kritischen
Auseinandersetzung mit der praktizierten Politik des Sozialabbaus oder gar den
kapitalistischen Verhältnissen an sich anzuregen. Die Gefahr hingegen, selbst
Teil einer sogenannten sozialen Randgruppe zu werden (z. B. durch
Arbeitslosigkeit oder Wohnungsnot), wird für viele Menschen, immer größer. Bis
vor nicht allzu langer Zeit wurde noch die Fähigkeit der "soziale
Marktwirtschaft" zur Befriedung sozialer Konflikte durch Einbindung propagiert.
An diese Stelle tritt eine rein nationalistische Mobilisierungskampagne: auch
wenn Du nix hast, bist Du immer noch Deutschland.
Auffallend dabei ist die Gleichzeitigkeit von innerer Aufrüstung und
nationalistischer Mobilmachung: Die totale Überwachung wird ideologisch
legitimiert durch die Konstruktion eines nationalen Kollektives, dem angeblich
alle "Deutschen" angehören; die totale Überwachung des öffentlichen Raumes wird
mit angeblich kollektiven Interessen begründet: Feindbilder werden geschaffen
("Terroristen", "Hooligans", aber auch "Junkies", "Illegale", "Kriminelle aus
Osteuropa" usw.) und so ein immer stärker werdender Druck erzeugt, sich den
kapitalistischen Notwendigkeiten und den herrschenden Verhältnissen anzupassen.
Nicht zuletzt ist die innerbetriebliche Repression beispielsweise in Folge eines
sogenannten "wilden" (d.h. nicht vom DGB abgesegneten) Streiks in diesen Kontext
zu stellen: So wurden die angeblichen "Rädelsführer_innen" des Streiks in den
Opel-Werken Ende 2004 schlicht und einfach entlassen. Als ultimative Drohung an
diejenigen, die sich nicht einfügen können oder wollen, wartet die Unfreiheit,
der Knast - im schlimmsten Fall die jahrelange Isolationshaftfolter.
Repression hat weltweit die Funktion der Herrschaftssicherung, Sie wird ausgeübt
vom Staat, der mit seinen Polizist_innen, Sicherheitsdiensten und Soldat_innen,
etc. vor allem das kapitalistische Prinzip der Profitmaximierung schützen soll.
Die momentanen Eigentumsverhältnisse, also dass wenige immer mehr und viele
immer weniger zum Leben haben, werden auch in Form von unzähligen Kriegen, die
die Staaten der NATO und der EU überall auf der Welt führen, weltweit
abgesichert. Diese Eigentumsverhältnisse und die mit ihnen einhergehenden
kriegerischen Auseinandersetzungen zwingen viele Menschen auf dieser Welt zur
Flucht. Die organisierten Stürme über die doppelreihigen meterhohen
Stacheldrahtzäune der spanischen Enklaven Ceuta und Melilla in Marokko
verdeutlichen einmal mehr die durch den Norden verursachte Lebensrealität der
Menschen im Süden. Durch rigorose Abschiebungen, weitere Verschärfungen in der
Asylgesetzgebung und dem Bau von Auffanglagern noch weit vor den
EU-Außengrenzen werden Menschen des Südens systematisch vom Wohlstand
ausgeschlossen und in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt.
Dieses System ist also grundsätzlich auf Repression angewiesen, um sich selbst
in seiner Funktionsweise zu erhalten, weswegen es nur folgerichtig ist, dass
jeder Widerstand, der auf Systemüberwindung abzielt, mit Gewalt beantwortet
wird. Es liegt an uns, das Gewaltmonopol des Staates jeden Tag in Frage zu
stellen, um darüber die Perspektive einer befreiten Gesellschaft, die sich an
den Bedürfnissen aller Menschen orientiert, zu verwirklichen.
Freiheit für alle politischen Gefangenen weltweit!
Für unkontrollierte soziale Bewegungen!
Für die soziale Revolution!
Für eine befreite Gesellschaft!
Beginn der Demonstration am 17.3.07 um 13.00 Uhr am Marienplatz in München
Dieser Aufruf wird unterstützt von:
Antifa NT
AK Internationalismus
AnaRKomM (AnarchistInnen/RätekommunistInnen München)
FAU München
Fortsetzung Folgt
Libertad Süd
SDAJ München
Anti-G8-Plattform
Betriebsgruppe Amper-Kliniken, Dachau
und freischaffenden Zusamenhängen
Kontakt : antirep_muc at riseup.net


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Mayas schießen mit Spiegelblitzen auf Bush

Mit unkonventionellen Methoden rüsten sich die Mayas in Guatemala gegen den
Besuch von US-Präsident George W. Bush. Ihnen ist vor allem ein Dorn im Auge,
dass er am Montag die heiligen Städten von Iximche besuchen will. Von umliegen
Bergen wollen sie deshalb mit Spiegelblitzen auf den Helikopter des
US-Präsidenten "schießen".
Ziel ist nicht in erster Linie, den Hubschrauber zum Absturz zu bringen, sondern
vielmehr dessen Ladung zu verhinden. Gläubige Mayas sind sich sicher, dass Bush
eine geballte Ladung negativer Energien mitbringen wird und damit die Totenruhe
der heiligen Städte stört. Sollte Bush trotz der Spiegel-Attacke landen, will
man auf alle Fälle im Anschluss eine art Geisteraustreibung in Iximche
durchführen. "Jeder weiss, dass er (Bush) viele Feinde hat und das bringt
negative Energien hervor", sagt ein Touristenführer der guatemaltekischen
Tageszeitung "Prensa Libre". Mit spirituellen Gesängen, dem Verbrennen von
Kräutern und Kerzen sollen die bösen Geister Bushs wieder vertrieben werden.
Zumal in wenigen Wochen an diesem Ort eine internationale Konferenz indigener
Völker stattfinden soll, an der auch Boliviens Präsident Morales teilnehmen
soll.

Der Besuch Bush findet unter vergleichsweise geringen Sicherheitsvorkehrungen
statt. Zwar donnern seit Donnerstag F-16 Kampfflugzeuge über der Hauptstadt und
dem Departement Chimaltenango hinweg, Anwohner der Fahrtstrecke des
Präsidentenconvois sind allerdings auf keine beonderen Verhaltensregeln
aufmerksam gemacht worden. Sie sollen lediglich einen Personalausweis bei sich
tragen. Auch Geschäfte müssen wohl nicht schliessen. Die Verkehrspolizei übt
seit Donnerstag, wie man Strassen sperren muss. Lediglich 1.200 Polizisten
sollen die Sicherheit Bushs gewährleisten. Für Fussbalstar Diego Maradonna
wurden vor zehn Tagen deutlich mehr (5.000) Polizisten abgestellt.

Überschattet wird der Besuch auch durch einen ganz besonderen Skandal. Vier
guatemaltekische Polizisten sollen kürzlich drei el salvadorianische
Abgeordnete und ihren Fahrer umgebracht haben. Die mutmasslichen Täter wurden
daraufhin von Todesschwadronen im Hochsicherheitstrakt umgebracht. Es verhärten
sich Hinweise, dass das Innenministerium und die Polizei Todesschwadronen
unterhalten, die auch Obdachlose, Transsexuelle, Huren, Stricher und
Jugendbandenmitglieder umbringen. Man kann davon ausgehen, dass die
US-Regierung gerne darauf verzichtet, die Sicherheit des US-Präsidenten in die
Hände der staatlichen Polizei zu geben.

[http://de.indymedia.org/2007/03/170640.shtml]


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Polizei startet vor G8 Klingeltour bei Heiligendammer Einwohnern

Heiligendamm (ddp-nrd). Zur Vorbereitung auf den G8-Gipfel im Juni in
Heiligendamm besucht die Polizei jetzt die rund 200 Einwohner des Seebades
persönlich. In den kommenden Wochen klingeln die Beamten an allen
Wohnungstüren, wie der Planungsstab Kavala am Montag mitteilte. Darüber hinaus
würden alle Gartenbesitzer, Gewerbetreibende und Mitarbeiter von Pflegediensten
angesprochen. Die Gespräche seien nötig zur Anfertigung so genannter
Berechtigtenlisten, die den Zutritt zum Sperrgebiet in der Zeit um das
Gipfeltreffen regelten. Dazu müssten aus Sicherheitsgründen personenbezogene
Daten aufgenommen sowie Fotos gefertigt werden, teilte die Polizei weiter mit.
(ddp)

[http://www.pr-inside.com/de/polizei-startet-vor-g8-klingeltour-bei-r63002.htm]

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Ausführlicher Pressespiegel rund um den G8 unter
http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp

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gipfelsoli infogruppe

Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression 
im Zusammenhang mit Gipfelprotesten.

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Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge
übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder.

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Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org

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09 Blockade der japanischen Botschaft in Berlin durch die NGO Resistance for Peace

Von:    NGO Resistance for Peace <office at resistanceforpeace.org>
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Resistance for Peace
Menschen-Tierrechts-Umweltschutzorganisation
Nobilegasse 26/22
A - 1150 Wien
www.resistanceforpeace.org



Presseinformation               Berlin, 12.03.07


Blockade der japanischen Botschaft in Berlin durch die NGO Resistance
for Peace

Aktivisten protestieren gegen das Abschlachten von Delphinen in Japan.

Heute, Montag den 12.03.07 blockieren ab ca. 9 Uhr früh zehn Aktivisten
der Menschen-
Tierrechts-Umweltschutzorganisation Resistance for Peace den Eingang
der japanischen Botschaft in Berlin. Die Aktivisten von Resistance for
Peace sind aus Österreich angereist um gemeinsam mit deutschen
Aktivisten gegen das Abschlachten von Delphinen und Schweinswalen zu
protestieren.
Einige Aktivisten haben sich an den Toren angekettet, andere zeigen ein
Banner auf dem zu lesen ist: ?Stop Dolphin massacre in Japan?. Es ist
geplant die Blockade längere Zeit aufrecht zu erhalten.

Resistance for Peace war international schon mehrmals aktiv. So wurde
etwa gegen Arnold Schwarzenegger in Bezug auf die Todesstrafe oder
gegen G. W. Bush anlässlich des EU-USA
Gipfels protestiert.
Nun fordert Resistance for Peace Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, den
deutschen EU-Vorsitz zu nützen und Japan wegen dem Delphine- und
Wale-Töten unter Druck zu setzen.
?Die EU soll ein generelles weltweites Verbot des Walfangs (auch für
Kleinwale) auf Ebene der Vereinten Nationen einfordern.
Die Internationale Walfangkommission soll aufgelöst werden, da ein Teil
der Mitglieder von Japan manipuliert wird. Der so genannte
wissenschaftliche Walfang gehört verboten, da es wissenschaftliche
Methoden gibt welche die Wale nicht tötet ( z.B. DNA-Proben entnehmen
aus der Haut lebender Wale).? Meint Peter Rosenauer, Sprecher von
Resistance for Peace

Pro Jahr schlachtet Japan ca. 20.000 Delphine und Schweinswale ab. Für
ein totes Tier werden ca. 600 US Dollar am Fleischmarkt bezahlt. Ein
zusätzlicher Anreiz für das Delphineschlachten ist die Anwesenheit von
Delphintrainern von Vergnügungsparks und Delphinarien. Diese suchen
sich Delphine während des Zusammentreibens aus und zahlen pro Tier
50.000 bis 100.000 US Dollar.

Peter Rosenauer Sprecher von Resistance for Peace meint: ? Delphine und
auch Schweinswale sind auch hochintelligente und sensitiv fühlende
Lebewesen. Das absolut unnötige Abschlachten muss verboten werden. Die
japanischen Fischer und die japanische Regierung müssen endlich
einsehen, dass nicht die Delphine schuld am Rückgang der Fischbestände
sind, sondern die Überfischung durch die eigene Fischereiindustrie
sowie die Umweltverschmutzung. Das Thema Walfang wird auch in der
japanischen Gesellschaft kontrovers gesehen. Die Walfleischesser,
welche sich auf die Tradition berufen, sind großteils
kriegsverherrlichende rechtskonservative Menschen.?

Hinweis: Onlinepetion an den japanischen Regierungschef
http://www.petitiononline.com/golfinho

               und Schlachtvideo
               http://www.glumbert.com/media/dolphin Mehr Informationen
bei Peter Rosenauer, welcher vor Ort in der Aktion ist.
Tel Nr. 1   0160-83 200 12   Tel Nr. 2    0043-664-505 18 61
und auf der Homepage: www.resistanceforpeace.org

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10 Ausländerfeindlichkeit und Rassismus in Deutschland

Von:    Reza Jadgarieb <rezabody at hotmail.com>
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Ausländerfeindlichkeit und Rassismus in Deutschland
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Die Ausländer und Menschen mit dunkle Hautfarbe werden in Deuschland nach 16 
Jahren der deutschen Einheit häufig opfer fremdenfeindlicher Gewalt und 
beleidigungen. Fälle offener Gewalt bilden nur die Spitze des Eisbergs eines 
alltäglichen Rasissmus in Deutschland.
Die Situation für Menschen mit dunkle Hautfarbe im Osten ist viel schlimmer. 
Täglich als Ausländer im Osten erlebt man Rasissmus und beleidigungen. Hass 
und Feindschaft gegen Ausländern und Juden im Osten ist viel tiefer als 
deutsche Bundesregierung zu geben kann.
Dieser beginnt bei respektlosigkeit und Beschämpfungen und Beleidigungen 
wie, "Dieb", "Kriminelle", "Kamilentreiber", "Nigger", "Buschmäner", 
"Terrorist".
Die Benachteiligungen reichen bis zu Wohnungs- und Arbeitsuche, in 
Geschäften, Behörden und öffentlichenVerkehrsmitteln. Die deutschen behörden 
behandeln die Farbige bzw. Ausländern oft von    vornherein wie Kriminelle.
Oft kann man die Ausländerfeindlichkeit und Judenhass heute in Deutschland 
nicht von einander trennen. Antisemitismus ist in Deutschland unter ältere 
Generationen immer noch zu hören. Die Statistik, die von 
Friedrich-Ebert-Stiftung im November 2006 veröffentlich worden ist, zeigt, 
daß 31 Prozent der Westdeutschen und 25 Prozent der Ostdeutschen 
antisemitischen Vorstellungen haben.

Mein Meinung nach, wenn die Deutschen einheimischen Juden, die deutsche 
Staatsbürger sind, für die Politik Israel verantwortlich machen, wollen sie 
die eigener Schuld an der Verfolgung der  Juden verkleinert zu versuchen.
Genauso ist  es, wenn die deutschen Ausländern als "Dieb" bzw. "Kriminelle", 
"Terrorist" bezeichen. Dann die deutschen Ihrer Ausländerfeindlichkeit und 
Rassismus auch verkleinert zu versuchen wollen.
Es gibt gebiete in Deutschland, daß die Deutschen über Juden und schwarze 
Afrikaner Witze erzählen. Diese Form ist viel mehr im Osten verbreitet.
MIt Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus in der deutschen Gesellschaft, 
verstoßen die Deutschen gegen ihrem eigenen Grundgesetz.( Art. 1. Absatz 1. 
Die Würde des Menschen ist unantastbar).
Die Ausländerfeidlichkeit und Antisemitismus in Deutschland wird genau im 
Ausland beobachtet. Die 50% der Deutschen müssen sich ändern, bevor die 
deutsche Gesellschaft ein trauriges Weltberümtheit gewinnt.Damit "wir" 
Ausländern in Deutschland keine gute Botschafter für Deutschland sein 
können.
Ich kann als Ausländer nur sagen, daß Ausländerfeindlichkeit und Rassismus 
schadet Deutschland überall auf der Welt.

REZA JADGARIEB


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D) EDITORIAL
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* Wann: Sonntag, 11.11.2007, 11:11 Uhr *
* Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" *
* Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf *
* Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie.
Aber kurz und prägnant.*

Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine
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