From analle at no-racism.net Fri Mar 2 05:25:38 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Thu, 1 Mar 2007 23:25:38 -0500 Subject: =?ISO-8859-15?B?d2lkZXJzdEBhbmQgbXVuZCAtIERvbm5lcnN0YWcsIDEuIE3kcnogMjAw?= =?ISO-8859-15?B?Nw==?= Message-ID: <1422841451.20070301232538@nessizius.com> MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Donnerstag, 1. März 2007 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 Internationaler FrauenKampftag 2oo7 Von: LesbenFrauenNachrichten at gmx.at ================================================ 02 Mein erstes Mal... mit EMMA. Von: Radio Stimme ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 03 Pressekonferenz "Ja zum Standesamt, Nein zum Notariatsakt" Von: Rechtskomitee LAMBDA ================================================ 04 das que[e]r im Maerz Von: Rosa Antifa Wien ================================================ 05 Verband Freier Radios Österreich: Einladung zur PK am 07. März Von: Veronika Leiner ================================================ 06 10.3.07: Preview "Die Frau, die Arbeit, die Kunst und das Geld" Von: Martin Mair ================================================ 07 12.4. Premiere WIENER WAHN / Richard Weihs Von: GAMUEKL ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 08 HOSI Wien begrüßt EU-Grundrechtsagentur Von: Homosexuelle Initiative Wien ================================================ 09 "Die Zeit" über "Halbmond & Hakenkreuz" Von: Café Critique ================================================ 10 Scheit über Friedländers "Jahre der Vernichtung" Von: Café Critique ================================================ 11 KPÖ/EU/Sozialbericht/Umverteilung Von: KPÖ-Information ================================================ 12 lautsprecherbus / megaphon Von: Konstantin Jakabb ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 13 Die Ehre der Männer. Vergewaltigungen im Irak Von: WADI Austria ================================================ 14 "Bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen" Von: ARI_DOKUMENTATION_in_NewYorck59 ================================================ 15 KPÖ/Temelin/Atompolitik/EU/EURATOM Von: KPÖ-Information ================================================ 16 Friedensprozess in Uganda bricht zusammen Von: GFBV Hans Bogenreiter ================================================ 17 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm Von: Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================ 18 Klimawandel und Rohstoffabbau in der Arktis: Ureinwohner sind akut bedroht! Von: GFBV Hans Bogenreiter ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 Internationaler FrauenKampftag 2oo7 Von: LesbenFrauenNachrichten at gmx.at ================================================ Bitte weiterleiten, veröffentlichen und Freundinnen, Kolleginnen, Gefährtinnen erzählen und gemeinsam auf die Demo kommen und zu der einen oder anderen Veranstaltung gehen. Mit der Kraft aus der Verbundenheit mit anderen Frauen alltäglich Sexismus widersprechen und gemeinsam kämpfen. feministische Grüße. Liebe Frauen Am 8. März - Internationaler FrauenKampfTag auf zur Frauendemo Treffpunkt 16 h Schwedenplatz, Auftaktkundgebung mit Infotische, Musik, Redebeiträgen, Performances,..... Frauendemo ab 17.30 h durch die Innenstadt, Abschluß Uni/Schottentor. Um den 8. März gibt es zahlreiche Veranstaltungen (siehe auch Anhang) Frauenkampftag. Aktionswoche 5. -10 März 2007, im Tüwi, Peter Jordanstr.76, 1190, Männer zahlen 1/3 mehr, Frauen 1/3 weniger, um aufzuzeigen wo Ungerechtigkeit passiert und zu Diskussion anregen!, 5. 3. Poetry Slam zum Frauentag (gemischt), 8.3. Bäuerinnentag& Fest (gemischt), 10.3. Frauenfest&Konzert (für Frauen, Lesben, Transgender), Workshop Feministische Ökonomie. Ökonomie aus feministischer Sicht. Wir wollen mit Euch neoliberalen oder sozialdemokratischen Mythen der Ökonomie mit vorher diskutiertem Begriffswerkzeug aus dem ökonomischen Fundus auf die Spur kommen. Workshop Feminismus. Feminismus für EinsteigerInnen. Kurze Einführung in Feministische Theorie, was sie will und wie Frauenpolitik funktionieren kann. Davon was das Patriarchat ist, warum wir es abschaffen sollten und wie wir das am besten machen. Wie wir selbst Geschlechterrollen re-produzieren und wie wir das ändern können. Workshops siehe www.tuewi.action.at. Filme immer um 20 h, 5.3. Die Ritteri nnen, 6.3. But I?m a Chearleader, 7.3. Dreamworlds2, 8.3. Serial Mum, 9.3. Freeway, 10.3. Julie Johnson „SexarbeiterInnen haben Lust auf ... ihre Rechte!“ Bundesweiten Kampagne von LEFÖ in Kooperation mit MAIZ (Linz) und THEKLA (Graz). Pressekonferenz und Präsentation,, 7. März 2007, 11.00 Uhr, Ort: noch offen, Infos: www.lustaufrechte.at FrauenLesbenMädchenDemonstration zum 8. März - Internationaler Frauenkampftag, 8. März 2007, Auftaktkundgebung ab 16 h, am Schwedenplatz mit Infoständen, Musik, Redebeiträgen, Performance, ab 17.30 h Frauendemo durch die Stadt, Abschlusskundgebung vor der Uni am Schottentor FrauenLesbenFest zum 8. März 8. März 2007, im FZ, in der FZ-Bar, Währingerstr. 59, Eingang Prechtlgasse, mit live Musk, DJ Open House im Büro der Bundesministerin für Frauen und Gleichstellung 8. März 2007, 16.30 Uhr: Vorstellung des Teams, 17.00 Uhr: Talk der Ministerinnen und Staatssekretärinnen bis 21 h Kulturprogramm, Ort: Büro der Bundesministerin für Frauen und Gleichstellung, Minoritenplatz 3, 1014 .wollen welche denen die Meinung sagen ?..... Ausstellung "Hinter den Fassaden" zum Thema Gewalt gegen Frauen, 8. März 2007, 9-16 h, Ballhausplatz 2, 1014 Wien Erinnern, fordern Feiern. Der Internationale Frauentag 2007 8. März 07, 13 - 15.30 h "Speakers corner" - Gesprächsmöglichkeiten mit den weiblichen Abgeordneten aller Fraktionen, ab 16 h Podiumsdiskussion mit Frauen im Spitzenpositionen, im Parlament nur mit amtlichen Lichbildausweis! Protest gegen den Ausschluss von Frauen ohne Papiere werden überlegt Open Rathaus 50 Beratungseinrichtungen, Schwerpunkt "Chancengleichheit", 8. März 2007, 15 - 19 h, im Festsaal Wiener Rathaus, 1082 Wien FrauenFilmTage 07 "Frauenwelten" Beginn 8. März 2007 bis 15.3.07, über mit und von Frauen, rund um den Internationalen Frauentag, im Filmcasino Margaretenstr. 78, 1050, Spielfilme vieler Preisträgerinnen Erstlingswerke junger Filmemacherinnen und arrivierter Regisseurinnen, Dokumentarfilme mit Themen aus Nicaragua, Iran und Österreich und Kurzfilme als Themenabende oder Vorfilme. www.proFRAU.at Wie man wird, was man ist, von Lina Loos in Kooperation mit Verein Impuls. 8. - 17. März 2007, 20. 30 h (außer So/Mo), im KosmosTheater, Siebensterng. 42, 1070. Lina Loos (1882-1950) war Schauspielerin, Feuilletonistin und Schriftstellerin. Sie heiratete den Architekten Adolf Loos. Sie verarbeitet Jahre später die männlichen Zurichtungsversuche in "Wie man wird, was man ist". Im Foyer: Wir-hier, Frauenkunst unter Strafe. Dokumentation der vierjährigen Theaterarbeit der geschlossenen Frauenabteilung der Justizanstalt Favoriten. Ausstellung: cyber feminism past forward, Eröffnung: 8. März 2007, 19.00 bis 31. 3 2007, Öffnungszeiten: Di-Sa 15.00-19.00 (und nach Vereinbarung), Ort: Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs, Maysedergasse 2, 1010 Wien , www.vbkoe.org AMSand-Frauen Infoveranstaltung und Rechtsberatung für Frauen 10. März 2007, im Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 Podiumsdiskussion „Sexarbeiterinnen-Rechte sind Frauen-Rechte“ + Film „Princesas“. Ein Abend in Kooperation mit den FrauenFilmTagen 2007 – im Rahmen der bundesweiten Kampagne „SexarbeiterInnen haben Lust ... auf ihre Rechte!“, 15. März 2007, 18.00 Uhr. Am Podium: Maria Cristina Boidi, LEFÖ, Stephanie Klee, highLights, Heide Schmidt, Institut für eine offene Gesellschaft, Birgit Sauer, Institut für Politikwissenschaft / Uni Wien, Moderation: Vlatka Frketic , Organisatorin: LEFÖ, Ort: Filmcasino, Margaretenstraße 78, 1050, Infos: www.lustaufrechte.at -- "Feel free" - 10 GB Mailbox, 100 FreeSMS/Monat ... 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Weitere Sendungsthemen: - "Frauen kämpfen - scheint die Sonne!" – ein Gespräch zum 8. März Diese Sendung wird weiters ausgestrahlt auf: FREIRAD (Innsbruck) Do, 8. März, 12.00 Uhr Radio AGORA (Kärnten) Do, 8. März, 19.00 Uhr Radio HELSINKI (Graz) Sa, 10. März, 19.00 Uhr Radio FRO (Linz) So, 11. März, 11.00 Uhr ****** -> Sendung verpasst? Das Internet-Archiv. Diese und alle anderen Ausgaben von Radio Stimme sind in unserem digitalen Sendungsarchiv jederzeit als Download und Stream abrufbar: http://www.initiative.minderheiten.at/Radio ****** -> Sendung über's Internet hören. Die Sendungen sind über den Internet-Livestream der Radiosender zur jeweils angegebenen Sendezeit auch über das Internet zu hören. Orange 94.0: http://streamintern.orange.or.at/live3.m3u FREIRAD: http://www.freirad.at/live.m3u Radio AGORA: http://www.cartwall.at/agora_mp3.m3u Radio FRO: http://www.fro.at/livestream.php HELSINKI: http://www.helsinki.at/live-stream.php -- Radio Stimme – Die Sendung der Initiative Minderheiten Das politische Magazin zu den Themen Minderheiten - Mehrheiten - Machtverhältnisse on air: Wien - Do, 13.00 Uhr - Orange 94.0 - http://www.orange.or.at Innsbruck - Do, 12.00 Uhr - FREIRAD - http://www.freirad.at Kaernten - Do, 19.00 Uhr - Radio AGORA - http://www.agora.at Linz - So, 11.00 Uhr - Radio FRO - http://www.fro.at Graz - Mo, 08.00 Uhr - Radio Helsinki - http://www.helsinki.at on line: weltweit - jederzeit - http://www.initiative.minderheiten.at ****** ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 03 Pressekonferenz "Ja zum Standesamt, Nein zum Notariatsakt" Von: Rechtskomitee LAMBDA ================================================ Pressekonferenz von Ulrike Lunacek, NR-Abgeordnete der Grünen Helmut Graupner, Präsident des Rechtskomitees Lambda Ute Stutzig, Sprecherin der HOSI Wien Thema: "Ja zum Standesamt, Nein zum Notariatsakt" - Forderungen zur Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren Zeit: Freitag, 2. März 2007 - 10.00 Uhr Ort: Presseraum der Grünen, Löwelstr 12/2. Stock, 1010 ================================================ ================================================ 04 das que[e]r im Maerz Von: Rosa Antifa Wien ================================================ Hallo liebe Leute! Der Maerz ist da! Zumindest in Hinblick auf das que[e]r-Programm ;-) Dies mal gibt es wieder einen guten Mix - vom Krieg und seinen KritikerInnen bis zur feministischen Annaeherung an Technologie. Es gilt also wie immer: Nicht versaeumen! Viel Spass und bis bald eure que[e]rlis +++ Gilt fuer alle Veranstaltungen: Ort: que[e]r. Wipplingerstrasse 23, 1010 Wien (vor dem Haus die Treppe hinunter) Veranstaltungsbeginn: 20 Uhr, geoeffnet von 18:30-24:00 Uhr Der Eintritt ist immer kostenlos!!! +++ Mittwoch 07. Maerz: Der Krieg und die KritikerInnen "Der Krieg und die Kritiker" (Bernhard Schmid) handelt von den Reaktionen innerhalb von Teilen des - im weiteren Sinne - gesellschaftskritischen Spektrums auf den Krieg im Libanon, der im Hochsommer 2006 rund 1.200 zivile Tote kostete. Die "Kritiker" sind dabei sowohl jene, die diesen Krieg (mit zum Teil falschen Argumenten und ohne Bewusstsein fuer die Problematik antisemitischer Argumentationsmuster) kritisiert haben - als auch jene, die sich fuer besonders radikale GesellschaftskritikerInnen halten, aber mit fliegenden Fahnen fuer die Unterstuetzung dieses Krieges mobilisierten. Aktuelle Stellungnahmen aus diesen unterschiedlichen Spektren werden kritisch beleuchtet. Aber auch die Wirkungsmaechtigkeit von historischen Bildern, Konstellationen und Zusammenhaengen in den Konfliktparteien selbst wird nicht ausgespart. Buchpraesentation und Gespraech des Autors Bernhard Schmid mit Stefan Novotny. Moderation Kaethe Knittler http://www.unrast-verlag.de Eine gemeinsame Veranstaltung von grundrisse.zeitschrift fuer linke theorie & debatte, que[e]r und revolté +++ Mittwoch 14. Maerz: Haett Maria abgetrieben... Neben den Angriffen der ueblichen klerikalen und rechts-konservativen Kreise auf das Recht auf Abtreibung, stecken hinter den meisten Aktivitaeten der radikalen AbtreibungsgegnerInnen in Oesterreich die Organisationen Human Life International (HLI) und Youth For Life. Nachdem HLI Anfang Dezember 2004 in den Raeumlichkeiten der ehemaligen Lucina-Klinik eine "Baby-Holocaust-Gedenkstaette" eingerichtet hat, schiessen sich die KerzerlfresserInnen nun auf das neue Sexualmedizinische Beratungscenter "VenusMed" in der Lugner City ein. Die Veranstaltung wird einen Ueberblick ueber die juengsten Umtriebe von HLI und Youth for Life und deren Kontakte zum rechten Klerus in Oesterreich bieten. +++ Mittwoch 21. Maerz: Flughafensozialdienst praesentiert: Lesung ausgewaehlter Texte aus dem Fremdenrechts-Alltag Der systematische Fremdenhass des europaeischen weissen Mehrheitsbuergers gepaart mit der rassistischen Ausbeutungspraxis schlaegt sich in den Institutionen, in ihren Gesetzesbuechern, in ihrem Schriftverkehr und ihren juristischen Schriftstuecken, in den Aussagen und Aussendungen ihrer Funktionstraeger, ihren Handlungen, wie der Abschiebe- und Schubhaftpraxis, nieder in Form von rassistischen Stereotypen, euphemistischen Rechtfertigungsmustern und zynischen Diskursstrategien. Aus einer Ansammlung solcher bitterer Wahrheiten, die uns im Laufe unserer Beratungstaetigkeit tagtaeglich unterkommen, werden wir an diesem Abend ausgewaehlte Texte lesen. +++ Mittwoch 28. Maerz: Technologie, Geschlecht und Gesellschaft Eine feministische Annaeherung. Gender Mainstreaming ist in aller Munde. Es gilt, Geschlechterperspektiven in alle Bereiche, d.h. in den Mainstream hineinzubringen. In Bezug auf Informatik und IT wird dies meist so verstanden, dass unterschiedliche Zugaenge von Frauen und Maennern beruecksichtigt werden sollen. Geschlechterdifferenzen werden eher betont als abgebaut; Defizite der technischen Kompetenz bei den Frauen gesehen. Demgegenueber moechte ich den Blick auf die Technologien selbst richten und die in sie eingeschriebenen "Politik" diskutieren: Wie werden Geschlecht und andere Ungleichheitsstrukturen in technische Produkte eingeschrieben? Welche Alternativen zu den vorherrschenden Praktiken liessen sich vorstellen? Und was koennen Strategien sein, um Software und IT in einem gesellschaftskritischen und feministischen Sinne zu konstruieren? Vortrag und Diskussion mit Corinna Bath Eine gemeinsame Veranstaltung von que[e]r und tech:babbel -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# Widerstand mailing list Widerstand at no-racism.net http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/widerstand ================================================ ================================================ 05 Verband Freier Radios Österreich: Einladung zur PK am 07. März Von: Veronika Leiner ================================================ EINLADUNG zum PRESSEGESPRÄCH am 07. März 2007 || |||| ||||| VERBAND FREIER RADIOS ÖSTERREICH (VFRÖ) |||| || Sehr geehrte Damen und Herren, der Verband Freier Radios Österreich lädt zum Pressegespräch: Erstmals seit 2000 Bundesförderung für Freie Radios! Verband Freier Radios Österreich begrüßt Akutförderung und fordert rasche Umsetzung des Freie Radios-Fonds. Über die Akutförderung für Freie Radios 2007 und die Fortsetzung der Kampagne zur Sicherung einer pluralistischen Rundfunklandschaft in Österreich informieren: Helmut Peissl (Vorsitzender des Verbandes Freier Radios Österreich) Mag. Otto Tremetzberger (Geschäftsführer Freies Radio Freistadt 107.1) Dr.in Helga Schwarzwald (geschäftsführende Koordinatorin ORANGE 94.0, Wien) am Mittwoch, 7. März 2007, 10.30 Uhr im Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien, Tel: +43 1 522 76 13 Rückfragen: Helmut Peissl Mobil: ++43 - (0)650 - 4948773 Mail: helmut.peissl at freie-radios.at oder Veronika Leiner Mobil: ++43 - (0)676 - 538 0 539 Mail: veronika.leiner at freie-radios.at Web: www.freie-radios.at ================================================ 06 10.3.07: Preview "Die Frau, die Arbeit, die Kunst und das Geld" Von: Martin Mair ================================================ Einladung zur Preview im Rahmen des Filmfestivals "Frauenwelten": "Die Frau, die Arbeit, die Kunst und das Geld" Dokumentarfilm von Elisabeth M. Klocker 10.3.2007, 21.30 Filmcasino, Margaretenstraße 78, 1050 Wien Kartenreservierung unter Filmcasino: 587-90-62 email: kasse at filmcasino.at oder online unter http://www.filmcasino.at Der Film portraitiert Frauen, die in kreativen, künstlerischen Berufen tätig sind. Wie gehen KünstlerInnen mit Arbeit, Kunst und Geld um? Im Film werden die spezifischen Lebenssituationen von Künstlerinnen untersucht. Mehrfachbelastung, unsichere und unregelmäßige Arbeits- und Erwerbsbedingungen, Existenzängste etc. prägen ihren Alltag. Mit: Petra Ganglbauer, Maria Hofstätter, Ilse Kilic, Mara Mattuschka, Sterica Rein, Annie Sprinkle, Beth Stephens, Gabriele Szekatsch, Hans Scheirl, Sabine Schulze-Berge, u.v.a. Sie alle erzählen vom Underground Kampf kreativ schaffender Frauen. Ich freue mich sehr auf Dein/Ihr/Euer Kommen... Si.Si. Klocker http://www.kaiserinsisi.at -- ========================================== Martin Mair - Publizist virtuell & traditionell Krottenbachstrasse 40/9/6, A-1190 Wien Tel. + Fax: +43 1 3677487, Mobil: + 43 676 3548310 Email: mm at mediaweb.at http://www.mediaaustria.at - Webhosting & Webdesign http://www.bannertausch.info http://www.arbeitslosennetz.org ========================================== ================================================ 07 12.4. Premiere WIENER WAHN / Richard Weihs Von: GAMUEKL ================================================ Sehr geehrte Damen und Herren, werte Redaktion, Ein Meister tiefschwarzen Wiener Humors bittet zur Premiere: WIENER WAHN Eine irrwitzige Vorstellung in mehreren Anfällen von und mit RICHARD WEIHS PREMIERE: 12. April 2007 Weitere Vorstellungen: 13. – 28. April 2007 (Do. – Sa., jeweils 20 Uhr) im WEINHAUS SITTL / Pelikanstüberl 1160 Wien; Lerchenfelder Gürtel 51 (U6 Josefstädter Strasse, J, 5, 33) Kartenreservierung: Tel. 01/586 33 95 Eintritt: ? 12,-- / ? 9,-- Der gelernte Wiener weiß natürlich, dass Wien an und für sich schon ein absoluter Wahnsinn ist. Umso wahnwitziger müssen also jene städtischen Gestalten sein, die sogar in diesem Ambiente kraft ihrer herausragenden Eigenheiten hervorstechen. Aber sogar diese bizarren Individuen verblassen gegenüber manchen Projekten, die Stadtplanung und Kommunalpolitik auf die leidgeprüften Wienerinnen und Wiener loslassen Besichtigen Sie ein pittoreskes Panorama wienerischer Wahnbilder: ? Historische Wahnsysteme: Narrenkotter, Gugelhupf und Steinhof ? Heller Wahnsinn: Poesiezwang als bittere Ernte der Schlaflosigkeit ? Religiöser Wahn: Die Braut des Erzengel Gabriels hält ihm die Treue ? Wahnplan: Oszillierende Assoziationen zwischen Basilisk und Obelisk ? Größenwahn: Läppische Provinzposse posiert als großes Welttheater ? Wohnwahn: Fulminante Phänomene im bunten Biotop Gemeindebau ? Verfolgungswahn: Paranoia im Paradies der paralysierten Parasiten ? ? ? Dazu ertönt irre tolle Musik: Vom schleppenden „Wappler-Walzer“ über den depperten „Bleampl-Blues“ bis hin zum scheppernden „Keppl-Rap“ Der Stadtpsychopathologe Richard Weihs ist Spezialist für Wiener Weh und Wahn. So ist er u. a. Autor des Schimpfwörterbuches „Wiener Wut“ und des Schmähführers „Wiener Witz“ (UHUDLA edition). Weiters hat er mehrere CDs mit Liedern im Wiener Dialekt veröffentlicht, wie „Scheab’n auf!“ (Extraplatte) und „Böses LiedGut“ (Hoanzl). Als Kabarett-Therapeut praktizierte er am Riesenrad, unterm Stephansdom, am Donaukanal, im Wurstelprater, am Steinhof und im Narrenturm. ZUM SPIELORT: Das Extrazimmer „Pelikanstüberl“ des altehrwürdigen Weinhauses Sittl („Zum goldenen Pelikan“) am Lerchenfelder Gürtel hat sich schon in den letzten dreizehn Jahren bei insgesamt sechzehn Produktionen von Richard Weihs bestens bewährt. Das denkmalgeschützte Haus wurde 1740 erstmals urkundlich erwähnt und ist somit das älteste (und das letzte erhaltene) von über hundert Wirtshäusern, die es Mitte des 19. Jahrhunderts in Neulerchenfeld gab. Der Ort lag damals noch vor dem Linienwall und war ein beliebtes Ausflugsziel für die „kleinen Leute“. Und für diese spielten und sangen am Wochenende Komödianten, Harfenisten und Volkssänger auf den Straßen und in den Wirtshäusern - in der viel besungenen „seligen Backhendlzeit“. Bei der ersten Produktion im „Goldenen Pelikan“ im Jahr 1993 („Ausg'steckt“ - Ein schauriger Heuriger) stand das Sittl als Veranstaltungsort noch allein auf weiter Flur. Mittlerweile haben in den gegenüberliegenden Stadtbahnbögen mehrere Musiklokale ihre Pforten geöffnet, in denen moderne Elektronik- und Rockmusik gespielt wird. Als historisches Gegenstück dazu bietet das alte Gürtellokal mit seiner urigen Beislatmosphäre einen idealen Rahmen für das Programm „Wiener Wahn“. Das Weinhaus Sittl am Gürtel ist ein Gasthaus der allerältesten Schule. Ein Ambiente, in dem niemand auf die Idee käme, den Grind als „Patina“ schönzureden: Echter kann Wien nicht sein. (Thomas Rottenberg, DER STANDARD) Selten passt Theater so gut zum Ambiente wie hier. (Christopher Wurmdobler, FALTER) ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 08 HOSI Wien begrüßt EU-Grundrechtsagentur Von: Homosexuelle Initiative Wien ================================================ Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 1. März 2007 HOSI Wien begrüßt EU-Grundrechtsagentur "Wir freuen uns, dass die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte heute in Wien offiziell ihre Tätigkeit aufgenommen hat", erklärt Kurt Krickler, Generalsekretär der HOSI Wien. "Wir setzen große Hoffnungen in diese neue Agentur, denn in den meisten EU-Mitgliedsstaaten genießen auch Lesben und Schwule immer noch keine vollen Menschenrechte. Wir erhoffen uns daher von der Agentur starke Impulse." "So stoßen Lesben und Schwule in manchen Ländern sogar noch auf große Schwierigkeiten, wenn sie ihr Grundrecht auf Versammlungsfreiheit ausüben wollen, etwa in Polen oder Lettland, wo die Behörden die Durchführung von Gay-Pride-Paraden be- und verhindern. Auch im Bereich des Rechts auf Familien- und Privatleben gibt es in vielen Ländern noch große Probleme", berichtet Krickler weiter, der heute für den europäischen Lesben- und Schwulenverbands ILGA-Europa als dessen Ehrenvizepräsident an der Eröffnungsveranstaltung im Palais Niederösterreich teilnahm. Das Phänomen Homophobie erforschen "Wie schon ihre Vorgängerin, die Europäische Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC), wird auch die neue Agentur u. a. Daten erheben sowie Studien und Forschungen durchführen. Aufgrund der Ausweitung des Mandats kann die Agentur in Zukunft auch Phänomene wie etwa Homophobie beobachten und untersuchen, wie EUMC-Direktorin Beate Winkler auf Anfrage der HOSI Wien beim österreichischen Runden Tisch bestätigte, der am 26. Jänner 2007 zur Präsentation der Agentur im Bundeskanzleramt stattfand", so Krickler weiter. "Ein wichtiges Element in der Arbeit der Agentur stellt die Kooperation mit der Zivilgesellschaft dar. Sowohl die ILGA-Europa als auch ihre Mitgliedsorganisationen in den EU-Ländern werden die Möglichkeit der Zusammenarbeit nützen und die Tätigkeit der Agentur unterstützen." HINWEIS: Die EU-Verordnung Nr. 168/2007 vom 15. Februar 2007, mit der die Europäische Grundrechtsagentur errichtet wird (Amtsblatt vom 22.2.2007), steht zum Download bereit unter: www.hosiwien.at/?p=626 Rückfragehinweis: Kurt Krickler, Generalsekretär: Tel. (01) 5451310 oder 0664-5767466 office at hosiwien.at ================================================ ================================================ 09 "Die Zeit" über "Halbmond & Hakenkreuz" Von: Café Critique ================================================ DIE ZEIT, 31.08.2006, Nr. 36 Im Judenhass vereint Im Frühjahr dieses Jahres veröffentlichten die Historiker Klaus-Michael Mallmann und Martin Cüppers, beide tätig an der Forschungsstelle Ludwigsburg an der Universität Stuttgart, einen aufsehenerregenden Quellenfund: Sie wiesen nach, dass sich im Sommer 1942 bei der Panzerarmee Afrika ein Einsatzkommando der Sicherheitspolizei und des SD konstituiert hatte. In Erwartung eines siegreichen Vormarsches von Rommels Afrika-Korps nach Ägypten und Palästina wurde das Einsatzkommando ermächtigt, »in eigener Verantwortung gegenüber der Zivilbevölkerung Exekutivmaßnahmen zu treffen«. Im Klartext hieß das: den Holocaust auf den Nahen Osten auszudehnen und die dortige jüdische Bevölkerung zu ermorden. Die Leitung des Einsatzkommandos übernahm SS-Obersturmbannführer Walther Rauff, der zuvor im Reichssicherheitshauptamt für die »technische Ausrüstung« der Einsatzgruppen in Osteuropa und den Betrieb mobiler »Gaswagen« zuständig gewesen war. Besonders brisant war die Tatsache, dass Rauffs mobile Todesschwadron die »jüdische Heimstätte in Palästina« ohne willige Helfershelfer unter den Arabern Palästinas nicht hätte »beseitigen« können, wie es in der offiziellen Sprachregelung hieß. Es besteht jedoch kein Zweifel daran, dass arabische Mordkomplizen dank enger Kooperation zwischen Nationalsozialisten und arabischen Nationalisten in großer Zahl bereitgestanden hätten, wenn nicht solchen Plänen durch die Niederlage Rommels bei El-Alamein im Herbst 1942 die Grundlage entzogen worden wäre. In ihrem neuen Buch gehen Mallmann/Cüppers dieser Komplizenschaft zwischen Nationalsozialisten und arabischen Nationalisten nun intensiv und systematisch nach. Den Prototyp des arabischen Kollaborateurs repräsentierte vor allem der Mufti von Jerusalem, Amin al-Husseini, der im November 1941 von Hitler persönlich empfangen worden war. Die Autoren weisen jedoch darauf hin, dass dem Nationalsozialismus über die Person des sattsam bekannten Mufti hinaus breite Sympathien in der arabischen Welt entgegenschlugen. Seit den dreißiger Jahren habe sich – nicht nur in Palästina – ein Amalgam aus arabischem Nationalismus, Antisemitismus und Islamismus verbreitet, das gegenüber dem Nationalsozialismus ideologisch anschlussfähig gewesen sei. Wie die Autoren anhand zahlreicher Beispiele illustrieren, fungierte vor allem der gemeinsame Judenhass als ideologische Brücke, wobei der mörderische Charakter des nationalsozialistischen Antisemitismus viele arabische Nationalisten keineswegs abgestoßen, sondern sogar angezogen habe. Nicht ideologische Differenzen hätten arabische Nationalisten und Nationalsozialisten getrennt, sondern allenfalls außenpolitische Grundsatzentscheidungen Hitlers, die dem arabischen Raum anfänglich keine Priorität beimaßen. Mit dieser These wenden sich die Autoren prononciert gegen die Auffassung von der »ideologischen Inkompatibilität« (Francis Nicosia) zwischen arabischem Nationalismus und Nationalsozialismus. Besonders kritisch gehen sie mit einzelnen arabischen Autoren und deutschen Islamwissenschaftlern ins Gericht, die die arabische Kollaboration herunterspielen oder auf bloßen »Opportunismus« zurückführen. Fazit: Mit diesem Buch liegt ein quellengesättigtes, in mancherlei Hinsicht provokatives Grundlagenwerk zur arabisch-nationalsozialistischen Kollaboration vor. Man kann es auch als Plädoyer dafür lesen, das oft zu hörende Diktum von der »traditionellen deutsch-arabischen Freundschaft« auf seine Grundlagen zu prüfen. Frank Bajohr © DIE ZEIT, 31.08.2006, Nr. 36 Klaus-Michael Mallmann/Martin Cüppers: Halbmond und Hakenkreuz Das Dritte Reich, die Araber und Palästina; Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2006; 288 S., 49,90 ? _____________________ Halbmond Hakenkreuz – Das „Dritte Reich“, die Araber und Palästina Vortrag und Buchpräsentation mit Martin Cüppers (NS-Forschungsstelle Ludwigsburg an der Universität Stuttgart) Moderation: Stephan Grigat 16. März 2007, 20.00 Uhr (pünktlich) Neues Institutsgebäude, Hörsaal II, Universitätsstraße 7, 1010 Wien http://www.cafecritique.priv.at =============================================== ================================================ 10 Scheit über Friedländers "Jahre der Vernichtung" Von: Café Critique ================================================ »Leben oder Tod, bring es rasch« Saul Friedländers Buch über die Jahre der Vernichtung verbindet die Historiografie mit dem Erschrecken der Opfer. von gerhard scheit http://jungle-world.com/seiten/2007/09/9468.php In einer Denkschrift des Berliner Auswärtigen Amts vom 3.?Juli 1940 heißt es, die Juden, soweit man sie nach Madagaskar deportiert, sollen »als Faustpfand in deutscher Hand« bleiben: »für ein zukünftiges Wohlverhalten ihrer Rassegenossen in Amerika«. – Am 28.?Juli erklärt Hitler in Salzburg dem slowakischen Präsidenten Jozef Tiso, Deutschland sei fest entschlossen, einen Wirtschaftsblock aufzubauen, der »unabhängig von dem als internationaler Judenschwindel zu bezeichnenden Gold« sein würde. – Walter Benjamin schreibt am 2.?August aus Marseille an Adorno in den USA: »Ich bin verurteilt, jede Zeitung (sie erscheinen hier nur noch auf einem Blatt) wie eine an mich ergangne Zustellung zu lesen und aus jeder Radiosendung die Stimme des Unglücksboten herauszuhören.« – Unter den Zustellungen, zu denen Millionen Juden in Europa verurteilt sind, firmieren auch die Kulturnachrichten: Im September präsentiert Veit Harlan auf dem Filmfestival in Venedig unter großem Beifall seinen Film »Jud Süß«. Die Allgegenwart der Vernichtung kann doch einzig in solchen Fakten und Zitaten zum Ausdruck kommen. Unzählige davon hat Saul Friedländer gesammelt – aus den verschiedensten Bereichen der Gesellschaft, die keine mehr war; Monat für Monat dieser »Jahre der Vernichtung« wird durch ihre Zusammenstellung nicht positivistisch dokumentiert, sondern im Eingedenken bezeugt. Wer sein Buch liest, weiß in jedem Moment, dass ebenso gut unzählige weitere hinzugefügt werden könnten. Ihre Montage ist keineswegs beliebig: Sie folgt dem Prinzip, die Erfahrungen und die Hoffnung der Opfer kontinuierlich den Handlungen und dem Bewusstsein der Täter entgegenzusetzen. Im Sommer 1941 schreibt Wehrmachtssoldat »Franzl« aus Tarnopol seinen Eltern nach Wien: »Bis jetzt haben wir zirka 1?000 Juden ins Jenseits befördert, aber das ist viel zu wenig für das, was die gemacht haben.« Zu Silvester begrüßt Eliszewa im Ghetto in Stanislawów das kommende Jahr: »Vielleicht wirst du glückbringender sein für unser altes, elendes Volk, dessen Schicksal in den Händen des Ungerechten liegt. Und noch eines. Was immer du mir bringst, ob Leben oder Tod, bring es rasch.« Eine Konsequenz der Darstellung liegt darin, dass die diversen Totalitarismus- und Faschismustheorien durchaus sabotiert werden. Was diese Theorien subsumieren, ist in Wahrheit durch Lage und Bestimmung von Tätern und Opfern geschieden: »Wäh­rend in der Sowjetunion die Elite terrorisiert war und die Bevölkerung in einer Atmosphäre lebte, in der sich Furcht und Bewunderung für den würdigen Jünger von Marx und Lenin mischten, war Hitler von der hysterischen Verehrung und dem blinden Vertrauen so vieler Menschen über so lange Zeit hinweg umgeben, dass auch noch weit nach Stalingrad zahllose Deutsche seinen Siegesversprechen Glauben schenkten. Nichts Derartiges galt je für Mussolini? « Die Hauptfrage, die Friedländer gegen Ende stellt, lautet, warum Millionen und Abermillionen von Deutschen Hitler bis zum Ende blind nachfolgten, warum viele am Ende immer noch an ihn glaubten, wodurch also der Führer den Geführten »Gemeinschaftsgefühl und Zielbewusstsein« einflößen konnte. Dabei hat er die Antwort mit seinem ganzen Buch schon gegeben: Anfang 1943, heißt es darin einmal, waren die Informationen über die massenhafte Vernichtung im Reich so weit verbreitet, dass sie die Mehrheit der Bevölkerung erreicht hatten. Wie um zuletzt noch zu vergegenwärtigen, von welchem Ort aus die Darstellung geschrieben ist, schließt sie mit der Situation, in der die Überlebenden sich befinden: »Immer wieder zog die Vergangenheit sie zurück in überwältigendes Entsetzen, und durchgängig weckte sie auch nach all den Jahren die unzerstörbare Erinnerung an die Toten.« Auf dem Cover sind Kinder aus Theresienstadt abgebildet. Saul Friedländer ist selbst Überlebender: 1932 als Kind deutschsprachiger Juden in Prag geboren, flohen seine Eltern mit ihm 1939 nach Frankreich, er überlebte versteckt in einem katholischen Internat. Sein Vater und seine Mutter wurden – nach einem gescheiterten Fluchtversuch in die Schweiz – deportiert und ermordet. Das Entsetzen in der Erinnerung nicht preiszugeben, formuliert schon das Vorwort als Programm und wendet sich damit gegen die geläufige Historisierung, gegen »das Ziel des historischen Wissens«, »die Fassungslosigkeit zu domestizieren, sie wegzuerklären«. Das Buch versucht, Geschichte zu schreiben, wie Claude Lanzmann seine Filme macht: geleitet von Erfahrung, mit der aber nicht Unmittelbarkeit vorgegaukelt wird, die vielmehr fortwährend reflektiert. So hätte Friedländer das »Gemeinschaftsgefühl und Zielbewusstsein« der Deutschen, damit die Einheit des NS-Staats, gewiss nicht so scharf ins Auge fassen können, wäre er nicht durch den postnazistischen »Widerschein des Nazismus« hindurch auf dieses Gefühl und dieses Bewusstsein erst gestoßen. Nachdem er 1948 im israelischen Unabhängigkeitskrieg gekämpft, in Tel Aviv, Paris und Genf studiert hatte, sah er sich damals, als Professor zwischen Tel Aviv und Genf pendelnd, mit einer bizarren Nostalgiewelle in der Kultur des westlichen Europa konfrontiert. Sein großer Essay »Kitsch und Tod« von 1982 erkannte im Kitsch aktueller Filmproduktionen perfide Reklame für den Tod – jene Sehnsucht nach dem eigenen Untergang, die nur die andere, ichbezogene Seite des Vernichtungswahns ist, der sich gegen die Juden richtet. Der Tod, so schrieb er damals, sei das zentrale Thema und die Moral all dieser Geschichten von Fassbinder, Syberberg, Visconti, Liliana Cavani (Der Nachtportier), Michel Tournier (Der Erlkönig) u.a. Durch die Wirkung solcher, im emphatischen Sinn postnazistischen Filme und Bücher wurde Friedländer »auf den generellen Ursprung zurückgeführt, dem die Wirkung des Nationalsozialismus selbst entspringt? ?Der Nazismus und der Widerschein des Nazismus entsprechen einander.« Ein deutscher Historiker wie Hans Mommsen fühlt sich hingegen immer nur veranlasst, »tiefe Erschütterung« zur Schau zu stellen, er habe das Buch Friedländers »als Deutscher zugleich mit einem Gefühl der Beschämung« gelesen, schreibt er in der Frankfurter Rundschau. Versucht er, der Erschütterung dann auf den Grund zu gehen, kommt ihm lediglich die Verflochtenheit der »beteiligten Politikfelder« in den Sinn. Allerdings sei, so Mommsen, durch die »narrative Darstellungsform« Friedländers, in deren bewusstem Verzicht auf »wissenschaftliche Distanz«, die Funktion von Tätern und beteiligten bürokratischen Institutionen marginalisiert worden. Erschütterung und Beschämung sind eben oft kompensatorische Funktion davon, dass man eigentlich die Schuld der Täter durch die Funktion der beteiligten bürokratischen Institutionen marginalisiert zu sehen wünscht. Gerade dort, wo Friedländer selbst von den Institutionen ausgeht und das NS-System an sich und isoliert von den Erfahrungen der Opfer analysieren möchte, kommt er zu falschen Schlüssen. Er spricht etwa im Vorwort, wie um den so genannten Funktionalisten unter den Historikern Rechnung zu tragen, von der »kollektiven Mobilisierungsfunktion ›des Juden‹«: »Für ein Regime, das auf fortwährende Mobilisierung angewiesen war, diente der Jude gleichsam als treibende Kraft.« Hier, wo die Kritik politischer Begriffe vonnöten wäre, hätte vielleicht die Auseinandersetzung mit theoretischen oder philosophischen Versuchen wie denen Adornos, Moishe Postones oder Emil L. Fackenheims Klarheit schaffen und dem falschen, weil selber totalitären Begriff von Funktion auch eine begriffliche Absage erteilen können. Sobald Friedländer allerdings mit dem Material konfrontiert ist und in dessen Analyse sein Denken entfaltet, muss er sich auch schon selbst widersprechen und hält – so im Fall der finnischen Juden – fest, dass es nicht nur »keinen wirtschaftlichen Nutzen für die Volksgemeinschaft« gab, sondern auch nicht »irgendeinen anderen politischen oder ökonomischen Vorteil, wie man ihn sooft herangezogen hat, um den Feldzug der Nazis gegen die Juden zu erklären – es war nichts als pure ideologische Wut.« Daran ändert sich auch nichts, wenn dieser Wut reelle politische Vorteile für die Wütenden entspringen. So eröffnete »annihilation for the sake of annihilation« (Fackenheim) den Deutschen nicht zuletzt eine europäische Perspektive, konnten doch die Nationalsozialisten mit jener Vernichtungswut nicht nur bei der Bevölkerung in Deutschland, sondern – wenn auch in unterschiedlicher Dichte und Intensität und mit bestimmten nationalen Ausnahmen (Dänemark, Bulgarien) – in ganz Europa rechnen. Ohne es ausdrücklich hervorzuheben, macht Friedländers Buch wie kaum ein anderes deutlich, dass der Massenmord an den europäischen Juden und der Versuch, Europa unterm Nationalsozialismus zu einen, voneinander nicht zu trennen sind. Mittel und Zweck werden vordergründig ge­radezu austauschbar, so sehr sind Vernichtung und Vereinigung eins, und es erscheint mitunter der Antisemitismus als Mittel zur europäischen Vereinigung. »Der Jude muss aus Europa heraus. Wir kriegen sonst keine europäische Verständigung«, sagte Hitler Anfang 1942 zu seinen Getreuen. Friedländer, der mit dem Mai 1945 endet, wirft unwillkürlich die ideologischen Grund­lagen der heutigen europäischen Verständigung auf – einer Verständigung, die des inneren Feinds entbehrt. Die Frage findet sich nicht einmal zwischen den Zeilen des Buchs und kann sich doch bei der Lektüre stellen: Welche Rolle spielt eigentlich der Hass auf Israel und auf dessen Schutzmacht, der in der Bevölkerung Europas mehr denn je um sich greift, bei dieser Verständigung, für die man keine Verfassung findet? »Jud Süß« erhielt damals auf dem Filmfestival in Venedig natürlich viele überschwengliche Kritiken. Michelangelo Antonioni, nachmals ein führender Vertreter europäischer Filmkunst, schrieb eine davon, und sie lobt den Film, als wäre dessen Ästhetik zugleich die von ihr geförderte Vernichtungspolitik: »Dies ist ein überzeugender, prägnanter, außerordentlich wirkungsvoller Film? ?Es gibt nicht einen einzigen Augenblick, in dem das Tempo des Films nachlässt, auch nicht eine Episode, die sich nicht harmonisch in alle anderen einfügt: Es ist ein Film, der durch völlige Einheit und Ausgeglichenheit charakterisiert ist? ?« Saul Friedländer: Die Jahre der Vernichtung. Das Dritte Reich und die Juden 1939 – 1945. Beck, München 2006, 864 S., 34,90 Euro _______________ Halbmond Hakenkreuz – Das „Dritte Reich“, die Araber und Palästina Vortrag und Buchpräsentation mit Martin Cüppers (NS-Forschungsstelle Ludwigsburg an der Universität Stuttgart) Moderation: Stephan Grigat 16. März 2007, 20.00 Uhr (pünktlich) Neues Institutsgebäude, Hörsaal II, Universitätsstraße 7, 1010 Wien http://www.cafecritique.priv.at ================================================ ================================================ 11 KPÖ/EU/Sozialbericht/Umverteilung Von: KPÖ-Information ================================================ KPÖ-Pressedienst – Drechslergasse 42, 1140 Wien – Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 – Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail info at kpoe.at – Web www.kpoe.at - News www.kpoe.at/lpd - Ausgabe vom 1. März 2007 Gesellschaftliche Umverteilung wird immer dringlicher KPÖ sieht sich durch Sozialbericht der EU in ihrer kritischen Position bestätigt „Nicht nur in Österreich sondern europaweit stellt sich immer dringender die Notwendigkeit einer radikalen Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums“ stellt KPÖ-Bundessprecherin Melina Klaus zum jüngsten Sozialbericht der EU fest. Diesem Bericht zufolge sind 72 Millionen Menschen in den 27 EU-Ländern armutsgefährdet weil sie mit weniger als 60 Prozent des so genannten medianen Äquivalenzeinkommens auskommen müssen. Besonders betroffen sind junge Familien, AlleinerzieherInnen sowie Kinder und Jugendliche: 18 der 94 Millionen Menschen unter 18 Jahren sind armutsgefährdet und verschärfend dazu besonders vom Strukturwandel des neoliberalen Kapitalismus betroffen. Stress, Übergewicht, Drogenkonsum, psychische Erkrankungen, Verbrechen und die Verdoppelung der Scheidungsrate seit 1960 werden als Symptome dieser Entwicklung ebenso registriert wie die Tendenz, dass Armut von einer Generation zur nächsten quasi vererbt wird. Das Auseinanderklaffen von arm und reich wird etwa daran deutlich, dass ein britischer Unternehmer vor 30 Jahren das 30fache, heute aber das hundertfache eines seiner Angestellten verdient. Als völlig ungeeignet sieht Melina Klaus allerdings die „Rezepte“ der EU-Finanzminister gegen diese Entwicklung, wenn sie ausdrücklich vor Lohnerhöhungen warnen um die Wettbewerbsfähigkeit nicht zu gefährden und statt dessen auf dubiose Mitarbeiterbeteiligungen am „Wohlstandsgewinn“ setzen wie etwa Vizekanzler Wilhelm Molterer (ÖVP). „Das bedeutet letztlich nichts anderes als die Lohnabhängigen in Geiselhaft für Unternehmerrisiken zu nehmen und sie gezielt gegeneinander auszuspielen“, so Klaus. Als Negativbeispiel nennt sie dazu die Konflikte um die Mitarbeiterbeteiligung bei der AMAG Ranshofen. Erfreulicherweise hat jetzt auch der leitende ÖGB-Sekretär Richard Leutner ein Umdenken signalisiert und festgestellt, dass „Mitarbeiterbeteiligung kein Ersatz für aktive Lohnpolitik“ sein kann. In Österreich ist die Lohnquote, also der Anteil der Einkommen der Unselbständigen am gesamten Volkseinkommen, seit Ende der 70er Jahre von 72 auf 58 Prozent gesunkenen. Im Umkehrschluss ist also der Anteil der Einkommen aus Besitz und Finanzvermögen im selben Zeitraum von 28 auf 42 Prozent gestiegen. Es ist bezeichnend, wenn sogar EU-Währungskommissar Joaquin Almunia warnt, dass die Lohnquote einen historischen Tiefststand erreicht hat, weil damit nicht nur die notwendige Inlandsnachfrage fehlt sondern auch der bisher breite Mittelstand sich der Armutsgrenze nähert. Die Pläne der Regierung zur Armutsbekämpfung mit einer Mindestsicherung von 726 Euro – für welche die Betroffenen zuerst nach dem Muster von Hartz IV in Deutschland arm gemacht werden – und einem Mindestlohn per Generalkollektivvertrag von tausend Euro brutto (das sind 820 Euro netto) sind völlig unzureichend. Der oberösterreichische Soziallandesrat Josef Ackerl (SPÖ) bestätigt mit seiner Aussage „Über tausend Euro Mindestlohn zu reden ist lächerlich, da ist keine Teilhabe der Familien am gesellschaftlichen Leben möglich“ („Österreich“, 18. 2.2007) indirekt die Forderung der KPÖ nach einem gesetzlichen Mindestlohn von 1.300 Euro bzw. acht Euro pro Stunde. Die vom deutschen Finanzminister Peer Steinbrück beschworene „Legimitationskrise des Modells der sozialen Marktwirtschaft“ ist in einem zur „sozialen Kälte“ gewandelten Kapitalismus längst Realität, wie etwa der steigende Anteil der NichtwählerInnen als „Früchte des Zorns“ über die Verweigerung der „Früchte des Wachstums“ verdeutlicht. Neben einer aktiven Lohnpolitik, die nicht nur die Inflation, sondern auch die gestiegene Produktivität abdeckt ist eine steuerpolitische Umverteilung zur Finanzierung sozialer Absicherungen dringend notwendig. Konkret fordert die KPÖ die Wiedereinführung der vom damaligen SPÖ-Finanzminister Lacina abgeschafften Vermögenssteuer, die Anhebung des Spitzensteuersatzes, höhere Steuern auf die enormen Profite des Kapitals und die Abschaffung der steuerschonenden Privatstiftungen. ================================================ ================================================ 12 lautsprecherbus / megaphon Von: Konstantin Jakabb ================================================ hallo ich habe zufällig gehört, das sihr eienen lautsprecherbus besitzt ??? stimmt das und könnte man den auch mieten !? liebe grüße Konstantin Jakabb Eventmanager Rock + Partner Rock Comp. Gesellschaft m.b.H. Schönbrunner Straße 213-215, Loft 1 1120 Wien Tel. +43 1 877 74 92 33 Mob. +43 664 500 46 96 Fax +43 1 877 74 92 9 ISDN +43 1 877 74 96 www.rock.co.at ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 13 Die Ehre der Männer. Vergewaltigungen im Irak Von: WADI Austria ================================================ Quelle: Jungle World Nummer 09 vom 28. Februar 2007 Die Ehre der Männer Vergewaltigungen im Irak von thomas schmidinger Wenn Männer im Irak über sexuelle Gewalt reden, geht es meist um die»Ehre«. Eine vergewaltigte Frau gilt nicht als Opfer männlicher Gewalt,sondern als Schande für ihre Familie. Nicht selten stellen Angehörigedie »Ehre« wieder her, indem sie die Frau aus der Familie verstoßenoder sogar ermorden. Irakische Vergewaltigungsopfer sprechen selbst alsFlüchtlinge in Europa oft nicht über ihren eigentlichen Fluchtgrund,sie brauchen in den wenigen Frauenhäusern in den meisten Fällen sehrlange, bis sie sich einer Sozialarbeiterin anvertrauen. Deshalb wurden im Irak nur sehr wenige Fälle von Vergewaltigungbekannt. In der vergangenen Woche verurteilte ein Militärgericht inKentucky den US-Soldaten Paul Cortez zu 100 Jahren Haft, mit derMöglichkeit, nach zehn Jahren auf Bewährung entlassen zu werden. Cortezhatte seine Beteiligung an der Ermordung einer Famile und derVergewaltigung einer 14jährigen gestanden. In der irakischen Öffentlichkeit wurde sexualisierte Gewalt nun zumThema, weil erstmals zwei Frauen öffentlich über ihre Vergewaltigungdurch irakische Sicherheitskräfte sprachen und damit das Tabu brachen.Eine 20jährige verheiratete Irakerin aus Bagdad und eine Frau aus TalAfar im Nord­irak, ebenfalls verheiratet und Mutter von elf Kindern,erzählten Reportern des arabischen Fernsehsenders al-Jazeera vorlaufender Kamera, sie seien von irakischen Sicherheitskräftenvergewaltigt worden. Symptomatisch für die Verhältnisse im Irak war die sofortigePolitisierung der Fälle. Nicht ganz zu Unrecht werfen viele Irakeral-Jazeera gewisse Sympathien für arabisch-sunnitische Terrorgruppenvor. Dass al-Jazeera über die Fälle berichtete, wurde von schiitischenPolitikern sofort als Beleg dafür gewertet, dass die Vorwürfe erfundenseien. Bevor die Fälle untersucht werden konnten, verkündetePremierminister Nuri al-Maliki bereits, der Fall der 20jährigen»Sunnitin« sei konstruiert. Sunnitische Terrorgruppen hätten die Fraulediglich vorgeschickt, um einen Vorwand für Racheakte gegen dieSchiiten zu haben. Aber auch die Gegenseite nutzte den Fall sofort für ihre Zwecke. »AmTag der Abrechnung werdet ihr nach der Ehre der irakischen Frauengefragt werden«, mahnte Sheikh Ali al-Mashhadani, der Imam einerMoschee in Bagdad, die Regierung. Für Ahmed Abdul Ghafar, denVorsitzenden der sunnitischen Stiftungen, ist die Vergewaltigung »einBeweis dafür, dass der neue Sicherheitsplan gescheitert ist«. Promptwurde er von Maliki entlassen. Abu Hamsa al-Muhajir, der mutmaßlicheFührer der al-Qaida im Irak, hat im Internet Rache für dieVergewaltigung angekündigt. Mehr als 300 Kämpfer hätten sich bereitsals Selbstmordattentäter gemeldet. Umstandslos wird der Begriff der »Ehre« von der Familie auf diekonfessionelle Gruppe übertragen. Die Vergewaltigung einer Sunnitingilt als »Schande« für alle Sunniten, die mit Gewalt gerächt werdenmuss, obwohl nicht einmal sicher ist, dass die Täter tatsächlichSchiiten waren. Schiitische Politiker argumentieren ähnlich blöd: Dader Vorwurf die Integrität der schiitisch dominierten Regierung inFrage stellt, muss es sich um eine falsche Beschuldigung handeln. Eine neutrale Untersuchung ist derzeit im Irak kaum möglich. Angesichtsder Gefahr, der sich die Frauen aussetzen, ist es jedoch extremunwahrscheinlich, dass sie falsche Aussagen gemacht haben. Dass zweiFrauen es wagten, sich an die Öffentlichkeit zu wenden, führt nicht zueiner Debatte über sexualisierte Gewalt. Vielmehr wurden ihre Aussagenumgehend den ideologischen Konflikten untergeordnet. -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit WADI-Austria e-mail: wadi.wien at gmx.atwebsite: www.wadinet.atTel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Neues Spendenkonto in Österreich: Knt. Nr.: 6.955.355 BLZ: 32.000 Raiffeisen Landesbank NÖ IBAN AT4432 0000 0006 955355 BIC (SWIFT) RLNWATWW Im Februar 2007 erschien die dritte Print-Ausgabe von: WADI-News, Schwerpunkt: Weibliche Genitalverstümmelung Wird kostenlos per Post zugeschickt, schicken Sie uns Ihre Adresse! Online zu lesen unter: http://www.wadinet.at/Media/wadinews.php ================================================ ================================================ 14 "Bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen" Von: ARI_DOKUMENTATION_in_NewYorck59 ================================================ ANTIRASSISTISCHE INITIATIVE e.V. >> Dokumentationsstelle << Mariannenplatz 2 – Haus Bethanien – Südflügel – 10997 Berlin Fon 030 617 40 440 – Funk 0177 37 55 924 – Fax 030 627 05 905 ari-berlin-dok at gmx.de – www.ari-berlin.org/doku/titel.htm Neu erschienen! 14. aktualisierte Auflage der Dokumentation "Bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen" (1993 bis 2006) Zum Ausdruck ist die pdf-Datei mitgeschickt Die Zahl der Flüchtlinge, die in der BRD Asyl beantragten, war 2006 mit 21.000 die niedrigste seit 1983. Zugleich wurden bei 30.756 Ent­scheidungen des Bundesamtes nur 251 Personen als Asylberechtigte anerkannt (0,8 %). 1.097 (3,6 %) Menschen erhielten einen Abschiebe­schutz nach § 60 Abs.1 des Aufenthaltsgesetzes. Aber für 100 % der Flüchtlinge bedeutet der Aufenthalt in der BRD – egal, wie er endet – einen jahrelangen Kampf gegen den erklärten Grenz­abschottungs- und Abschiebewillen des Staates. Ein Marathon, der aufgrund seiner zeitlichen Länge mittlerweile die Kinder und Kindeskinder der ursprünglich eingereisten Menschen betrifft. Ca. 300.000 Menschen leben in der BRD mit sogenannten Ketten-Duldungen oder Grenz­übertrittsbescheinigungen in der ständigen Angst vor Abschiebung – z.T. seit eineinhalb Jahrzehnten oder länger. Mit der Wahl des Begriffes "Freiwillige Ausreise" zum aktuellen UNWORT des Jahres 2006 wird der zynische Sprachgebrauch der Politike­rInnen und Behörden hervorgehoben. Ein verharmlosender Sprachgebrauch angesichts der eigentlichen Gewalt, der die Flüchtlinge staatlicher­seits ausgesetzt sind. Eine Gewalt, die auf allen Ebenen das Ziel verfolgt, den Flüchtlingen die Unerreichbarkeit eines Bleiberechts deutlich zu machen, um sie so zur "freiwillen Ausreise" zu zwingen. Wenn die "Rechnung" nicht aufgeht, dann wird der Aufenthalt mit massivem Polizei­einsatz – oft unter Beteiligung sogenannter Abschiebeärzte – beendet. Abgesehen von den überraschenden nächtlichen Abholungen aus den Wohnungen mit großem Aufgebot und deutlichen körperlichen Gewalt­maßnahmen, werden Menschen auch direkt bei Behördenterminen verhaftet oder aus ihren Betten in psychiatrischen Kliniken zur Abschiebung weggeschleppt. Einige Flüchtlinge werden zur Einnahme von Beruhigungsmitteln genötigt oder vor Injektionen gar nicht gefragt. Minderjäh­rige Kinder werden durch die Abschiebung von Mutter oder Vater getrennt. Angesichts der drohenden Abschiebung und deren vorhersehbaren Folgen gehen viele Menschen in die Illegalität. Vordergründig haben sie sich dadurch zunächst dem Zugriff der Abschiebebehörden entzogen – die Festnahme der jetzt per Haftbefehl Gesuchten ist dann aber nur noch eine Frage der Zeit. Und selbst die wenigen anerkannten Flüchtlinge sind sich ihres Lebens nicht sicher. Aufgrund von Auslieferungsersuchen – speziell der Türkei – wurden Menschen aus ihren Wohnungen geholt und in Untersuchungs- bzw. Auslieferungshaft genommen. Das sind Menschen, die aufgrund ihrer nachgewiesenen Folter- und Verfolgungserlebnisse nach Artikel 16a des Grundgesetzes Asyl bekamen und plötzlich durch die Festnahme in die akute Gefahr geraten, in den Verfolgerstaat ausgeliefert zu werden. Die vorliegende Dokumentation beschreibt in fast 5000 Einzelgeschehnissen die Auswirkungen des staatlichen und gesellschaftlichen Rassis­mus auf die Betroffenen. Auf Flüchtlinge, die gehofft hatten, in diesem Land Schutz und Sicherheit zu finden, und letztlich an diesem System zugrunde gingen oder zu Schaden kamen. Die jährlichen Zahlen der Dokumentation sind im Vergleich n i c h t sinkend, sondern bleiben konstant. Auszugehen ist von einer wesentlich höheren Dunkelziffer. Die Dokumentation umfaßt den Zeitraum vom 1.1.1993 bis 31.12.2006. 170 Flüchtlinge starben auf dem Wege in die Bundesrepublik Deutschland oder an den Grenzen, davon allein 127 an den deutschen Ost-Grenzen*, 470 Flüchtlinge erlitten beim Grenzübertritt Verletzungen, davon 290 an den deutschen Ost-Grenzen*, 138 Flüchtlinge töteten sich angesichts ihrer drohenden Abschiebung oder starben bei dem Versuch, vor der Abschiebung zu fliehen, davon 50 Menschen in Abschiebehaft, 669 Flüchtlinge haben sich aus Angst vor der Abschiebung oder aus Protest gegen die drohende Abschiebung (Risiko-Hungerstreiks) selbst verletzt oder versuchten, sich umzubringen, davon befanden sich 399 Menschen in Abschiebehaft, 5 Flüchtlinge starben während der Abschiebung und 327 Flüchtlinge wurden durch Zwangsmaßnahmen oder Mißhandlungen während der Abschiebung verletzt, 25 Flüchtlinge kamen nach der Abschiebung in ihrem Herkunftsland zu Tode, und mindestens 411 Flüchtlinge wurden im Herkunftsland von Polizei oder Militär mißhandelt und gefoltert oder kamen aufgrund ihrer schweren Erkrankungen in Notsituationen, 67 Flüchtlinge verschwanden nach der Abschiebung spurlos, 13 Flüchtlinge starben bei abschiebe-unabhängigen Polizeimaßnahmen, 390 wurden durch Polizei oder Bewachungspersonal verletzt, davon 129 Flüchtlinge in Haft. 67 Menschen starben bei Bränden oder Anschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte, 744 Flüchtlinge wurden z.T. erheblich verletzt, 13 Menschen starben durch rassistische Angriffe auf der Straße. Ein Fazit: Durch staatliche Maßnahmen der BRD kamen 351 Flüchtlinge ums Leben – durch rassistische Übergriffe oder bei Bränden in Unterkünften starben 80 Flüchtlinge. * die Angaben für 2006 werden sich noch erhöhen, weil die offiziellen Zahlen des Bundesinnenministeriums noch nicht vorliegen Die Dokumentation umfaßt zwei Hefte. Beide Hefte zusammen kosten 15 ? plus 3,20 ? Porto Verpackung. HEFT 1 (1993 – 1999) 6 ? für 174 S. – HEFT 2 (2000 – 2006) 10 ? für 230 S.- plus je 1,60 ? Porto Verpackung. Im Netz (zur Zeit noch die 13. Auflage) unter der Adresse: www.ari-berlin.org/doku/titel.htm Auszüge aus der Dokumentation: "Bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen " 1993 bis 2006 - 14. aktualisierte Auflage 13. Februar 06 Abschiebegefängnis Berlin-Köpenick. Nachdem die Ange­stellten des Gefängnisses einem 63 Jahre alten Mazedonier die Aufenthaltskosten im Gefängnis (62 Euro pro Tag) prä­sentierten und ihm auch noch in Aussicht stellten, für die bevorstehende Abschiebung die Kosten tragen zu müssen, versucht sich der unter schweren Depressionen leidende Gefangene mit einem gerollten Bettlaken am Türgitter eines Toilettenraumes zu erhängen. Bedienstete finden ihn um 14.40 Uhr, heben ihn hoch und befreien ihn aus der Schlinge. Er wird notärztlich versorgt und kommt zur stationären Behandlung seiner Verletzungen ins Krankenhaus. Das Kran­kenzimmer wird von der Polizei bewacht. Bereits bei seiner Festnahme war ihm alles Geld abgenom­men worden. Seine Rückführung über Tschechien steht unmittelbar bevor. Aus Protest und Empörung beginnen noch am gleichen Tag 14 Gefangene der zweiten Etage des Hauses 3 einen Hungerstreik – ab 0.30 Uhr tragen sie Matratzen auf die Flure, setzen sie in Brand und verbarrikadieren die Etage. Mehr als 100 Gefangene müssen wegen der gefährlichen Rauchgas­entwicklung verlegt werden. TS 14.2.06; BM 14.2.06; Welt 15.2.06; PNN 15.2.06; BM 16.2.06; BM 17.2.06; jW 20.2.06; JWB 22.2.06 24. Februar 06 Berlin-Wedding in der Bellermannstraße. Als zwei Zivil­beamte morgens um 7.15 Uhr an der Wohnung der Familie Barbul klingeln, um Herrn Zarko Barbul zur Abschiebung abzuholen, klettert der 32-Jährige in Panik aus dem Fenster der im dritten Stock gelegenen Wohnung. Er steht auf der äußeren Fensterbank und hält sich an einem Kabel einer Sate­litenschüssel fest, als die Polizisten ihn laut rufend auffordern, in die Wohnung zurückzukehren. Dann bricht ein Stück Fen­sterbank herunter und Herr Badul stürzt 15 Meter in die Tiefe. Mit schweren Knochenbrüchen an beiden Beinen und am rechten Arm bleibt er im Hof liegen. Er kommt zur stationä­ren Behandlung ins Virchow-Krankenhaus. Der Rom Zarko Bardul war vor sieben Jahren mit seiner Frau und dem damals einjährigen Sohn in die BRD geflohen, weil er sich nicht an dem Krieg der serbischen Armee gegen das Kosovo beteiligen wollte. Ein Jahr später wurde ein zweiter Sohn geboren. Herr Bardul ist Teilnehmer an dem sogenannten Equal-Projekt für Roma-Flüchtlinge "Novi Videi – Neue Perspekti­ven", einer vom Bundesministerium für Arbeit und der Euro­päischen Union geförderten Qualifikationsmaßnahme. Die Weisung der Innenverwaltung, daß die TeilnehmerInnen dieser Maßnahme bis zur Beendigung vor Abschiebung geschützt sein sollten, wurde vom Sachbearbeiter der Berliner Ausländerbehörde jedoch nicht angewandt. südost Europa Kultur; Polizei Berlin 24.2.06; ND 27.2.06; TS 23.3.06 23. März 06 Bundesland Brandenburg. Als der Kenianer Joseph M. einer Vorladung bei der Ausländerbehörde Frankfurt (Oder) nach­kommt, wird ihm mitgeteilt, daß er – aufgrund seines abge­lehnten Asylantrages – sofort abgeschoben wird. Nach einer kurzen Unterredung mit seiner Verlobten geht er auf die Toilette, läuft los und springt dort durch das geschlossene Fenster. Der 30-Jährige stürzt eine Etage hinab, und durch den Aufprall auf den betonierten Boden zieht er sich so schwere Verletzungen zu, daß er umgehend ins Klinikum Markendorf eingeliefert werden muß. Joseph M., der im Jahre 1999 in die BRD geflohen war und hier Asyl beantragt hatte, versuchte seit längerer Zeit, seine Verlobte zu heiraten, und hätte, wenn nicht immer wie­der "bürokratische Hürden" aufgebaut worden wären, schon aufgrund der Heirat mit einer deutschen Staatsangehörigen einen sicheren Aufenthalt. Zuletzt fehlte für das Standesamt eine schriftliche Bestätigung der Gültigkeit des Reisepasses, obwohl die Ausländerbehörde diesen bereits als gültig aner­kannt hatte. Jetzt bezahlt der 30-Jährige die Flucht vor der Abschie­bung nach Kenia mit einer Querschnittslähmung. Erst nach diesem Drama erklärt der Oberbürgermeister von Frankfurt, Martin Patzelt (CDU): "Ich werde ihm aus humanitären Gründen ein Bleiberecht in Frankfurt gewähren." Dann weist er darauf hin, daß die letzte rechtliche Prüfung noch nicht abgeschlossen ist und daß eine Aufenthaltserlaubnis auslän­derrechtlich begründet sein muß. WB 24.3.06; BM 25.3.06; taz 25.3.06; Ausländerbeirat FFO 30.3.06; BeZ 31.3.06; UK 31.3.06; Robin Kendon – Bündnis90/Die Grünen 6.5.06 4. Mai 06 Bundesland Hessen. Der kurdische Flüchtling und abgelehnte Asylbewerber M. Ö. wird zusammen mit seiner schwangeren Frau und zehn Kindern in die Türkei abgeschoben. Fünf deut­sche Polizeibeamte in Zivil begleiten sie auf dem Flug nach Istanbul. Nach der Ankunft am frühen Nachmittag wird die Familie der türkischen Flughafenpolizei übergeben. Ein Verhör der Eltern – getrennt voneinander – schließt sich an. Der Inhalt der Fragen konzentriert sich auf den Grund ihres Aufenthaltes und ihre politischen Aktivitäten in Deutschland. Nach der Freilassung gehen alle in Richtung Busbahnhof, um von dort in ihren Heimatdorf zu fahren. Ein PKW hält an, und zwei Männer in Zivil steigen aus. Mit den Worten: "Wir sind mit Dir noch nicht fertig" packen sie ihn, schleppen ihn in ihren Wagen und fahren fort. Seither ist Herr Ö. ver­schwunden. Auch im Februar 2007 gibt es keinerlei Lebens­zeichen von ihm. Die Eheleute Ö. waren im Jahre 1992 in die BRD geflo­hen, weil sie ins Visier der türkischen Verfolgungsorgane geraten waren. Drei Monate nach ihrer Ankunft in Deutsch­land wurde ihr erstes Kind geboren. Antirassistische Initiative Berlin 8. Mai 06 Im Neusser Johanna-Etienne-Krankenhaus erliegt in den Morgen­stunden eine 57 Jahre alte Chinesin ihren Verletzun­gen. Sie hatte sich einen Tag zuvor in den Nachmittagsstun­den in der Abschiebehaftanstalt Neuss erhängt und war dann von einem Notarzt reanimiert worden. Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren 10.6.06 1. August 06 Bundesland Brandenburg. Um 23.30 Uhr kommt ein voll­besetzter 3er BMW mit 180 Stundenkilometern in einer Linkskurve kurz vor Dannenreich von der Straße ab und rast in drei Bäume hinein. Der Wagen wird durch den Aufprall zerrissen und fängt Feuer. Direkt am Unfallort sterben vier Flüchtlinge. Es sind die Frauen Thi N. (23), Thi N. (39) und die Männer Duc N. (24) und Van N. (29). Zudem kommt der 48 Jahre alte vietnamesische Fahrer, Herr Van N., zu Tode. Im Krankenhaus erliegt ein 31 Jahre alter Mit­fahrer aus Tschechien seinen Verletzungen. Die 36 Jahre alte Vietnamesin Thi H. überlebt mit schwer­sten Verletzungen, die durch die immense Erschütterung ihres Körpers infolge des Aufpralls entstanden sind. Sie hatte sich zum Zeit­punkt des Aufpralls hockend im Fußraum des Wagens befunden. Sie kommt auf die Intensiv-Station des Cottbusser Krankenhauses. Ihr Mitfahrer Xuang C. - ebenfalls schwerstverletzt – wird ins Krankenhaus von Bad Saarow transportiert. Herr C. hat diverse Verletzungen der inneren Organe und muß mehrmals operiert werden. Es stellt sich schnell heraus, daß es sich bei dem Unfall um das Ende einer polizeilichen Verfolgungsjagd handelt, einer Maß­nahme, die unter der Führung der Bundespolizei innerhalb eines Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Leipzig gegen einen 48 Jahre alten Vietnamesen aus Leipzig durchgeführt wird. Die Ermittlungen gegen diesen Mann, der auch bei dem Unfall ums Leben kommt, werden wegen des Verdachtes auf Fluchthilfe seit zwei Monaten geführt. Die Bundespolizei hatte einen Transporter mit vietnamesi­schen Flüchtlingen bereits ab der tschechischen Grenze beo­bachtet und zunächst über die Autobahn A13 verfolgt. Bei der Abfahrt Ragow in Brandenburg stiegen mindestens sechs Personen in einen BMW, der dann in Richtung Berlin weiter­fuhr. Als die Bundespolizei versuchte, den mit insgesamt acht Personen völlig überladenen BMW zu stoppen, konnte der Fahrer ausweichen und durch zunehmende Geschwindigkeit zunächst flüchten, wurde aber weiter verfolgt. Zwölf Minuten später kam es kurz vor der Ortschaft Dannenreich zu dem folgenschweren Unfall. Nach sechs und sieben Wochen Krankenhaus-Aufenthalt können die beiden Überlebenden des Unfalles die Kranken­häuser verlassen. Durch Intervention ihrer Rechtsanwältinnen kann ihnen ein längerer Aufenthalt in der Zentralen Anlauf­stelle für Asylbewerber des Landes Brandenburg in Eisen­hüttenstadt (ZAST) erspart bleiben, und sie kommen gemein­sam in einem Heim in der Nähe von Berlin unter. FRat Brbg; Antirassistische Initiative Berlin 11. August 06 Flughafen Frankfurt am Main. Es ist der dritte Abschiebe­versuch für den 20 Jahre alten Kurden Serif Akbulut. Er ist mit Klettbän­dern so stark gefesselt, daß seine Hände schmer­zen und blau angelaufen sind. Wie bei den vorherigen Abschiebungsversuchen wehrt er sich, indem er um Hilfe ruft und laut protestiert. Der Pilot der Lufthansa-Maschine sagt ihm, daß er ihn trotz des Protestes ausfliegen wird. Áls Serif Akbulut sich weigert, sich zu setzen, wird er von Beamten der Bundespolizei geschlagen und schließ­lich wieder aus dem Flugzeug herausgebracht. Mit Hämatomen am Hals und an den Fingern kommt er zurück in die JVA Wiesbaden. Wegen Verfolgung und Folter waren seine Eltern mit ihrem damals 12-jährigen Sohn Serif aus der Türkei geflohen und hatten in der BRD Asylanträge gestellt. Fatma Akbulut ist schwer trau­matisiert - ihr Mann leidet unter schwerem Asthma. Beide sind arbeitsunfähig; ihr Sohn Serif hat sich seit seinem 15. Lebensjahr intensiv um sie gekümmert und sämt­liche Belange der Familie geregelt. Am 7. Juli morgens um 6.30 Uhr war Serif Akbulut Zuhause in Schlüchtern abgeholt worden und befand sich um 11.45 Uhr bereits in einer Maschine der Turkish Airlines. Er wehrte sich, woraufhin sich der Pilot weigerte, ihn mitzuneh­men. Serif Akbulut kam in die JVA Preungesheim in Abschiebehaft. Am 15. Juli brach seine Mutter aufgrund der Inhaftierung ihres Sohnes und aufgrund der Abschiebedrohung gegen sie selbst mehrmals zusammen und kam in eine Klinik. Als sie zwei Tage später Polizisten auf den Gängen sah, bekam sie weitere Panikattacken und floh aus der Klinik. Auch bei dem zweiten Abschiebeversuch am 8. August war es Serif Akbulut gelungen, den Piloten der slowenischen Adria Air zu überzeugen, daß er nicht mitfliegen will. Er kam zurück in Haft – diesmal in die JVA Wiesbaden. Die Unterstützung für die Familie Akbulut war groß. Mit Demonstrationen, Petitionen und Offenen Briefen verschiede­ner gesellschaftlicher Gruppen und vieler Einzelpersonen wurde mit zunehmender Intensität ein Bleiberecht für die Familie gefordert. Dies blieb erfolglos. Daß der vierte Anlauf, Serif Akbulut abzuschieben, den Behör­den gelingt, liegt an dem unumstößlichen Abschiebe­willen der Verantwortlichen, die weder Geld noch Mühen scheuen. Am 5. September wird Serif Akbulut zum Flughafen Leipzig/Halle geschafft und dort in ein Kleinflugzeug der FSH Luftfahrtunter­nehmen GmbH in Schkeuditz gebracht. Der 20-Jährige ist mit einer Spezialfesselung verschnürt und wird von zwei mitfliegen­den Bundespolizisten und einem Arzt bewacht. Um 11.30 Uhr startet die Maschine in Richtung Türkei. Bündnis für Bleiberecht Hanau; KiN 8.7.06; NRhZ 12.7.06 FR 13.7.06; KiN 15.7.06; NRhZ 18.7.06; FR 19.7.06; KiN 19.7.06; KiN 22.7.06; KiN 27.7.06; FR 28.7.06; FR 2.8.06; KiN 3.8.06; KiN 10.8.06; KiN 11.8.06; KiN 12.8.06; KiN 15.8.06; KiN 24.8.06; KiN 26.8.06; KiN 30.8.06; jW 30.8.06; FRat Hessen 5.9.06; HR-online 5.9.06; FR 5.9.06; KiN 5.9.06; indymedia 5.9.06; hr-online 5.9.06; FR 6.9.06; Main-Echo 6.9.06; KiN 6.9.06 13. August 06 In der Abschiebezelle des Flughafens München rammt der 36-jährige Chinese Xiang Zhong Chen mit voller Wucht seinen Kopf gegen die Wand, um sich umzubringen. Er zieht sich dadurch schwere Kopfverletzungen zu. Der inzwischen endgültig abgelehnte Asylbewerber war vor 12 Jahren in die BRD gekommen und hatte die letzten Jahre in Hof gelebt. Seine Lebensgefährtin ist im sechsten Monat schwan­ger. Am 27. September lehnt auch der Petitionsausschuß des Bayeri­schen Landtages einen Aufenthalt ab. Seine Freundin, die ihn in Abschiebehaft besuchte, sagt: "Er ist weiter bereit, sich lieber umzubringen als nach China zurückzugehen." Hamburger Initiativenzeitung 17.8.06; FrP 28.9.06; JWB 4.10.06 23. August 06 Frankfurt am Main. Der 36 Jahre alte Yusuf Karaca wird nach einem 90-tägigen Hungerstreik aus der Haft entlassen. Er kommt umgehend in das Universitätsklinikum zur lebensret­tenden Behandlung. Einen Tag zuvor hatte sich das Oberlan­desgericht Frankfurt gegen eine Auslieferung des Mannes ausgesprochen. Yusuf Karaca ist anerkannter politischer Flüchtling aus der Türkei. Er wurde aufgrund eines Auslieferungsbegehrens der Türkei am 2. Mai in deutsche Auslieferungshaft genom­men. Am 23. Mai bestätigt das Oberlandesgericht die weitere Haft mit der Fluchtgefahr des Gefangenen. Bemerkenswert ist die Begründung des Gerichts, denn gerade die von Yusuf Karaca angeführte Angst vor Folter, die er tatsächlich jahre­lang erleiden mußte und aufgrund derer er als Asylberechtig­ter anerkannt wurde, sei der "Anreiz" für ihn, sich einer Aus­lieferung durch Flucht zu entziehen. Das Gericht fordert zudem die Zusicherung des türkischen Staates, daß Herr Karaca seine Reststrafe in der Türkei (20 Jahre) in einem Gefängnis des Typs F fortsetzt und daß die Deutsche Bot­schaft Gelegenheit erhält, den Inhaftierten aufzusuchen und sich über die konkreten Haftbedingungen zu informieren. Yusuf Karaca beginnt jetzt einen unbefristeten Hunger­streik mit der Forderung nach seiner sofortigen Freilassung. Mitte Juli wird er vom Gefängnis Weiterstadt in die Kranken­abteilung der JVA Kassel gebracht. Der Gefangene hat über 25 kg Körperge­wicht verloren, die Gefängnisärzte halten ihn jedoch weiterhin für haftfähig, weil er gesüßte Flüssigkeit zu sich nehme. Aufgrund eines durch Folter erpreßten Geständnisses war Yusuf Karaca in der Türkei wegen Mitgliedschaft in einer Terror-Organisation zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt wor­den. In Haft war er unzählige Male mit Elektroschocks an den Geschlechts­organen, der Zunge und den Ohren gequält wor­den. Mehrmals wurde er am "Palästinensischen Haken" auf­gehängt, mehrere Tage mußte er ohne Schlaf und nackt an kalten Stellen verbringen, ihm wurde der Kopf unter Wasser gehalten, nachdem ihm die Folterer die Nasenlöcher zuge­stopft hatten. Er wurde zu einsamen Orten gebracht und mit dem Tode bedroht. Ihm wurde angedroht, daß auch seine Familienangehörigen festgenommen und gefoltert werden würden. Er befand sich während seiner Haft auch in einem Gefängnis des Typs F. Als er am sogenannten Todesfasten teil­nahm und seine Haft für medizinische Maßnahmen unter­brochen wurde (Wenicke-Karsakow-Syndrom), gelang ihm nach 10 Jahren Gefangenschaft die Flucht aus der Türkei in die BRD. Am 28. September 2005 war er als politischer Flüchtling anerkannt wor­den. Als Herr Karaca Ende August das Krankenhaus verläßt, ist seine "amtliche" Existenz in der BRD bereits gelöscht: seine Wohnung in Hanau ist gekündigt, und krankenversichert ist er auch nicht mehr. Das Krankenhaus, das ihn nach dem 90-tägigen Hungerstreik medizinisch versorgte, fordert die Kosten von ihm. Herr Karaca, ohnehin durch die letzten Monate psychisch schwer angeschlagen, kommt in eine schwere depressive Krise. "Diese Situation kostet mehr Kraft, als 90 Tage Hungerstreik", sagt er. Pro Asyl 6.6.06; FR 8.6.06; FR 9.6.06; taz 10.6.06; FR 1.8.06; FR 4.8.06; HNA 9.8.06; Bericht eines Freundes 13. September 06 Bundesland Nordrhein-Westfalen. Im Flüchtlingsheim in der Kölner Vorgebirgstraße erscheinen Polizeibeamte und durch­suchen die Wohnung der Roma-Familie S. Als sie dabei den Reisepaß von Herrn S. finden, erklären sie ihm, daß er jetzt abgeschoben wird. Herr S. gerät in Panik, weil er denkt, daß er sofort in Abschiebehaft kommt und von seiner Frau und seinen acht Kindern (1? bis 17 Jahre alt) getrennt wird. Einer der Polizisten höhnt: "So, jetzt geht's ab nach Jugoslawien" und holt die Handschellen heraus. In Panik springt Herr S. aus dem Fenster der im zweiten Stock gelegenen Wohnung. Bei dem Sturz aus vier Metern Höhe fällt er auf die Betoneinfas­sung eines Gitterfensters zum Keller an der Stirnseite des Hauses. Er bricht sich beide Schienbeine und verletzt sich an der Schulter. Obwohl aus seiner Hose zwei gesplitterte Kno­chen herausragen und er offensichtlich bewegungsunfähig ist, traktieren ihn die heruntergeeilten Polizisten zunächst mit Pfefferspray und treten mindestens einmal auf ihn ein. Der Schwerverletzte brüllt vor Schmerzen. Herr S. kommt ins Universitätskrankenhaus und wird umgehend operiert. Nach vierwöchiger Behandlung erfolgt seine Verlegung ins Gefängniskrankenhaus Fröndenberg. Am 18. Januar 2007 soll er – noch im Rollstuhl sitzend – ohne seine Familie nach Montenegro abgeschoben werden. Die Abschiebung an diesem Tag kann dadurch verhindert werden, daß die Familie einen "Teilerfolg" aushandelt. Sie erklärt sich bereit, "freiwillig" auszureisen, wenn sie erstens zusammenbleiben kann und zweitens Herr S. weitgehend gesund geworden ist. In Montenegro hätte Herr S. als Rom keine Chance auf eine medizinische Versorgung, und die schulische Ausbildung der Kinder würde abrupt unterbrochen. Die Abschiebung wird um einige Monate verschoben. Rundbrief des Rom e.V. Nr.2 (September 2006); Rom e.V. 18.1.07 19. September 06 Die togoische Familie Kpakou aus dem Marburger Vorort Cölbe in Mittelhessen soll nach 13-jährigem Deutschland-Aufenthalt abgeschoben werden. Bei dieser Maßnahme wird die Familie von der Behörde gewaltsam und beabsichtigt getrennt. Der Vater, Christopher Kpakou, wird mit vier volljährigen und zwei minderjährigen Kindern nach Hamburg gebracht, wo eine Sammelabschiebung von Flüchtlingen aus verschie­denen europäi­schen Ländern nach Westafrika vorbereitet wird. Die Mutter mit dem jüngsten, 6-jährigen Sohn Panajotis, einer 22-jährigen Toch­ter und deren 2-jährigem Kleinkind Naomi werden zu einem Linienflug nach Frankfurt transportiert. Während ein Arzt die Abschiebung des unter akutem Bluthoch­druck leidenden Vaters in Hamburg aus gesundheit­lichen Gründen stoppt, erfolgt die Abschiebung der Kinder nach Togo ungebremst. Sie sind damit endgültig von ihren beiden Eltern getrennt. Der Widerstand, den Frau Kpakou und ihre erwachsene Toch­ter am Flughafen Frankfurt den Bundespolizisten entge­gensetzen, veranlaßt den Piloten der Linienmaschine, ihre Mitnahme zu verweigern. Die Frauen kommen in Abschiebe­haft, die Kinder zunächst in ein Kinderheim – später in eine Pflegefamilie. Die abgeschobenen Kinder berichten, daß sie bei einem Freund ihres Vaters, einem 73-jährigen Mann in einem 15 qm großen Zimmer untergekommen sind, wo sie mit fünf Erwachse­nen leben. Herr Kpakou unternimmt in seiner Verzweiflung am 26. September einen Selbsttötungsversuch, bei dem er sich an Kopf und Bauch Verletzungen zufügt. Er kommt daraufhin in stationäre Behandlung der Psychiatrie der Universitätsklinik Marburg. Am 2. Oktober um 5.30 Uhr werden der 6-jährige Sohn von Frau Kpakou und die 2-jährige Enkelin von drei Beamten aus der Pflegefamilie abgeholt und zum Frankfurter Flughafen gebracht. Hier begegnen sie ihren Müttern wieder, die - beide in Hand­schellen – direkt aus der Abschiebehaft kommen. Um 8.00 Uhr hebt eine offenbar ausschließlich für die vier Perso­nen gecharterte Maschine vom Rhein-Main-Flughafen in Richtung Lomé ab. In Deutschland bleibt einzig der Vater, der nach seinem Suizid­versuch nicht reisefähig ist. OP 19.9.06; OP 20.9.06; OP 21.9.06; OP 22.9.06; OP 25.9.06; MNZ 25.9.06; Pro Asyl 27.9.06; ngo-online 27.9.06; MNZ 28.9.06; OP 28,9,06; OP 4.10.06; GA 4.10.06 14. Dezember 06 Der 31 Jahre alte Kurde A. A. wird festgenommen und in einem beschleunigten Verfahren zu einem Jahr Freiheitsstrafe ohne Bewährung verurteilt. Die Haft im Gießener Gefängnis wird wahrscheinlich durch eine Abschiebung in drei Monaten beendet werden. Damit ist es Herrn A. wieder einmal nicht gelungen, mit seiner Frau und den vier Kindern zusammen­zuleben. Die Eheleute M. (damals 16 Jahre alt) und A. A. (damals 18 Jahre alt) gehören der Gruppe der Zaza-Kurden an und waren 1993 mit ihrer damals einjährigen Tochter F. in die BRD einge­reist. Da sie nur nach religiösem Ritus geheiratet hatten, wurden die Asylanträge gesondert behandelt. Nach der Ablehnung seines Asylantrages wurde Herr A. dann im Jahre 1997 ohne seine Familie in die Türkei abge­schoben. Dort erfolgte umgehend seine Festnahme, und nach einer dreitägigen polizeilichen Überprüfung in Haft wurde er frei gelassen. Er war dann gezwungen, seinen zweijährigen Militärdienst abzuleisten. 1999 gelang ihm erneut die Flucht in die BRD – er wurde dann allerdings am 16. Februar 2001 wieder in die Türkei abgeschoben, während seine Frau und die Kinder inzwischen eine unbefristete Aufenthaltsgenehmi­gung erwirkt hatten. Viele Versuche von Herrn A., im Rahmen der Familienzu­sammenführung offiziell in die BRD reisen zu können, scheiterten an den immer wieder ablehnenden und unterschiedlich begründe­ten Bescheiden der Deutschen Bot­schaft in Ankara. Der vorerst letzte Versuch, mit seiner Frau und der vier­zehnjäh­rigen Tochter F., dem neunjährigen Sohn F. und den sechsjährigen Zwillingen S. und F. zusammenleben zu kön­nen, endet heute mit seiner Verhaftung. Vor einer Woche war er erneut in die BRD eingereist. Im Januar 2007 befindet er sich immer noch in Untersu­chungs­haft in der JVA Limburg. Jugendnetz Wetzlar 20. Dezember 06 Bad Pyrmont im Bundesland Niedersachsen. Morgens um 4.00 Uhr werden der Kurde Herr Seyyar und seine sechs Kinder im Alter von zehn bis zwanzig Jahren aus dem Schlaf geweckt. Alle, bis auf den ältesten Sohn Hidir, sollen abge­schoben werden. Zeitgleich holen Polizisten Frau Seyyar aus dem Landeskranken­haus Hildesheim ab, nachdem sie vor die Entscheidung gestellt wurde, entweder vorerst im Kranken­haus zu bleiben und damit von ihrer Familie getrennt zu sein oder "freiwillig" auszureisen. Der Transport der Familie zum Flughafen Düsseldorf verläuft nach Aussagen des Sohnes Hidir "unglaublich bru­tal": trotz Erbrechens von Mutter und Kindern und hygieni­scher Bedürfnisse sei die fünfstündige Fahrt nicht unterbro­chen worden. Die Mutter sei mit Handschellen gefesselt wor­den, um sie ins Flugzeug zu bringen. Frau Seyyar hatte sich im Landeskrankenhaus in stationä­rer Behandlung befunden, weil sie zum wiederholten Male versucht hatte, sich zu töten. Sie hatte Tabletten geschluckt, weil sie den Druck der seit langem angedrohten Abschiebung nicht ertragen konnte. Der von Nachbarn gerufene Notarzt hatte daraufhin zu­nächst die Einlieferung der nicht ansprech­baren Frau ins St.-Georg-Krankenhaus Pyrmont veranlaßt, von wo aus sie dann ins Landeskrankenhaus gekommen war. Die kurdische Familie war seit elf Jahren in der BRD; die Asylanträge wurden alle abgelehnt. Der Landkreis kann die öffentliche Kritik an der Abschiebung der Familie Seyyar nicht nachvollziehen: "Der Familie war seit Juli bekannt, daß sie Deutschland verlassen muß .... Dieser Aufforderung ist sie nicht nachgekommen", so eine Sprecher auf Anfrage. "Anders als ihr ältester Sohn Hidir hat die Familie die elf Jahre ihres Aufenthaltes in Deutschland nicht genutzt, um sich hier wirt­schaftlich und sozial zu integrieren." Dieser Polemik stehen die Aussagen vom Leiter des Schulzentrums und einer Mitar­beiterin des Kinder­schutzbundes, die die Kinder und Eltern seit Jahren kennen, dia­metral gegenüber. PyN 28.12.2006; FRat NieSa ================================================ ================================================ 15 KPÖ/Temelin/Atompolitik/EU/EURATOM Von: KPÖ-Information ================================================ KPÖ-Pressedienst – Drechslergasse 42, 1140 Wien – Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 – Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail info at kpoe.at – Web www.kpoe.at - News www.kpoe.at/lpd - Ausgabe vom 28. Februar 2007 Temelin-Konflikt nicht losgelöst von EU-Atompolitik sehen Österreich finanziert europäische Atomindustrie via EURATOM mit „Zum Scheitern verurteilt ist eine Politik gegen grenznahe Atomkraftwerke wie jenes von Temelin, wenn sie in erster Linie als antitschechischer Reflex betrieben werden und nicht im Zusammenhang mit der Atompolitik der EU gesehen werden“ stellt KPÖ-Bundessprecher Mirko Messner zur aktuellen Temelin-Debatte fest. Der Schlagabtausch über die Untätigkeit der Bundesregierung bei der Erfüllung des „Melker Abkommens“ in punkto Sicherheit beim tschechischen Atomkraftwerk Temelin verbunden mit der Androhung einer Völkerrechtsklage geht somit gezielt an der Kernfrage vorbei. „Während das offizielle Österreich lautstark gegen Atomkraftwerke im nördlichen Nachbarland polemisiert setzt die EU weiter voll auf den Ausbau der riskanten Atomenergie und Österreich finanziert dies über EURATOM auch noch mit“, so Messner. Laufend auftretende Störfälle – wie zuletzt in Schweden – machen jedoch die generellen Risiken der Atomkraft egal in welchem Land deutlich. Bezeichnenderweise haben die Parteien in trauter EU-Eintracht im Nationalrat und Bundesrat die EU-Verfassung beschlossen und damit auch einen Persilschein für die EU-Atomindustrie ausgestellt. In einem Anhang zur EU-Verfassung wird nämlich der EURATOM-Vertrag bekräftigt: „Die Bestimmungen des Vertrags zur Gründung der Europäischen Atomgemeinschaft müssen weiterhin volle rechtliche Wirkung entfalten“. Ziel des EURATOM-Vertrages ist, die Atomenergie zur fördern, um „die Voraussetzungen für die Entwicklung einer mächtigen Kernindustrie zu schaffen“ . Das „Anti-AKW-Land“ Österreich zahlt jährlich rund 40 Millionen Euro für EURATOM. Die Renaissance der Atomenergie in der EU steht in engem Zusammenhang mit den Plänen zur Herausbildung einer EU-Atomwaffenmacht. „Nicht Prag, sondern Brüssel ist daher die richtige Adresse für den berechtigten österreichischen Protest gegen den Betrieb und Ausbau der riskanten Atomenergie“, so Messner. Solange Österreich nicht auf EU-Ebene eine wirklich konsequente Anti-Atomlinie deutlich macht ist der Sturmlauf gegen Temelin ein Kampf gegen Windmühlen. Nach Meinung der KPÖ ist der weltweite Ausstieg aus der Atomkraft spätestens seit der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 notwendig. Österreich, das als Ergebnis der Volksabstimmung über Zwentendorf 1978 kein AKW betreibt, könnte dabei eine wichtige Rolle spielen, wenn ein rascher und allgemeiner Ausstieg aus der Atomkraft in der EU und darüber hinaus aktiv thematisiert würde. Vor allem müsste Österreich aus dem EURATOM-Vertrag und allen anderen internationalen Vereinbarungen über die Atomkraft aussteigen und jegliche Finanzierung dafür einstellen. ================================================ 16 Friedensprozess in Uganda bricht zusammen Von: GFBV Hans Bogenreiter ================================================ > GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER > PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 28.02.2007 > > Friedensprozess in Uganda bricht zusammen > Schwere Vorwürfe gegen die EU: "Europa hat eine historische Chance > vertan" > > Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat der Europäischen Union > (EU) am Mittwoch vorgeworfen, für den Zusammenbruch des > Friedensprozesses in Norduganda mitverantwortlich zu sein. "Trotz > unzähliger Appelle ugandischer und internationaler > Menschenrechtsorganisationen sowie von Kirchen hat die EU weder ihr > besonderes Interesse gezeigt, dass die Terrorisierung Zehntausender > Kinder in Norduganda beendet wird, noch hat sie den Friedensprozess > nennenswert gefördert", kritisierte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius. > "Das heutige Ende des Waffenstillstands ist ein schwarzer Tag für die > europäische Afrika-Politik und Konfliktprävention. Europa hat eine > historische Chance vertan." > > Kein EU-Außenminister sei nach Uganda gereist, um den Friedensprozess > zu unterstützen und die EU habe mehrere Monate gebraucht, um ihn > schließlich im Herbst 2006 in einer nur fünf Sätze umfassenden Erklärung > zu würdigen, sagte Delius. Erst Anfang Februar 2007 sei schließlich eine > dürftige Unterstützungserklärung der Geberländer Ugandas auf > Botschafter-Ebene veröffentlicht worden, obwohl die Lage der Kinder in > keinem Krisengebiet der Welt so schlimm sei wie in Norduganda. Darauf > hätten das Kinderhilfswerk UNICEF und führende UN-Mitarbeiter mehrfach > hingewiesen. Mindestens 20.000 Kinder wurden von der LRA verschleppt > und als Kindersoldaten missbraucht. > > An diesem Mittwoch läuft der im August 2006 zwischen der Regierung > Ugandas und der Rebellengruppe Lord?s Resistance Army (LRA) > vereinbarte Waffenstillstand aus. Die LRA will die Vereinbarung nicht > verlängern. Der Zusammenbruch des Waffenstillstandes sein nicht nur für > Uganda eine Katastrophe, sagte Delius, er werde auch die ohnehin > instabile Lage im Südsudan und in der Zentralafrikanischen Republik, in > die > sich LRA in den vergangenen Tagen zurückgezogen hat, noch weiter > destabilisieren. Rund zwei Millionen Binnenflüchtlinge und Vertriebene in > Norduganda hätten große Hoffnung in den Friedensprozess gesetzt. > 300.000 Vertriebene seien in ihre zerstörten Dörfer zurückgekehrt und > fühlten sich nun vom Ausland verraten. Denn niemals hätten die Chancen > für ein Ende des seit 20 Jahren andauernden Krieges so gut gestanden wie > in den letzten Monaten. > > Ulrich Delius ist erreichbar unter Tel. 0160 95 67 14 03. > ====================================================== > Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) > Inse Geismar, Pressereferentin > Postfach 2024, D-37010 Goettingen > Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 > E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de > ====================================================== ================================================ ================================================ 17 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm Von: Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - Move against G8 - Die Globalisierung im Ohr - Ein Jugendradioprojekt vor und um den G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm - Bespitzelung - Einschüchterung - Polizeigewalt! Was tun gegen Repression? - Mark: Vorbereitungen für G8-Konferenzen - Treffen der Block G8-Kampagne in Bremen - Cecilienhof für zwei Tage Sicherheitszone - Grönemeyer: Rockmusik muss nerven - Regierung sieht Proteste von G 8-Gegnern gelassen - McPlanet.com 2007- Klima der Gerechtigkeit - G8-Gegner wollen "Bombodrom" besetzen - Bürger müssen mit Belastungen leben ------------------------------------------------------------------------------- Move against G8 Konzert 23.3. Hafenklang-Exil, Gr. Bergstr., Hamburg 6 Euro Live: Bernadette la Hengst Iskra King Fehler: Message Dancefloor Party: Marcus Carp vs. Tomassive (elektro/breakbeats) www.move-against-g8.de www.avanti-projekt.de 21.4. Sillywalks Movement and guests Rote Flora 23 Uhr Texte G8-Veranstaltungsreihe HH Alle Veranstaltungen finden in der Werkstatt 3 (Nernstweg 32-24) in Hamburg-Altona Donnerstags um 19.30 Uhr statt. Migration und G8 (22.3. 19.30 Uhr Werkstatt 3, Nernstweg 32-24, Hamburg-Altona) Der Kampf gegen die kapitalistische Globalisierung ist ein Kampf für globale Rechte, für das Recht jedes Menschen, seinen Aufenthaltsort und seine Lebensumstände selbst zu bestimmen. Das Thema Migration spielt daher in den Protesten gegen den G8-Gipfel eine wichtige Rolle. Wir betrachten Konzepte der antirassistischen Bewegung und die Ereignisse der letzten Jahre, diskutieren die Entwicklung staatlicher Politik und versuchen, Antirassismus im Kontext der Linken einzuordnen. Eine Veranstaltung von Avanti- Projekt undogmatische Linke Nazis & G8 (29.3. 19.30 Uhr Werkstatt 3, Nernstweg 32-24, Hamburg-Altona) Die Mobilisierung gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm Anfang Juni 2007 läuft auf vollen Touren. Jetzt haben sich auch die NPD und andere Neonazis zu Wort gemeldet und ankündigt, dass sie politisch gegen den G8-Gipfel und die Globalisierung aktiv werden wollen. Gerade nach dem Einzug in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern im Herbst 2006 sehen die Neonazis gute Möglichkeiten, im Zusammenhang mit dem G8-Gipfel ihren völkischen Nationalismus und rassistische Hetze öffentlichkeitswirksam zu verbreiten. Dem werden wir nicht tatenlos zusehen. Was verbirgt sich hinter der Globalisierungskritik der Neonazis, die häufig mit radikalen Gesten in Wort und Tat daherkommt? Wie können wir praktisch verhindern, dass die Neonazis sich an den Protesten beteiligen? Darüber wollen wir mit Euch sprechen. Eine Veranstaltung von Avanti- Projekt undogmatische Linke Privatisierung, Patent, Protest (5.4. 19.30 Uhr Werkstatt 3, Nernstweg 32-24, Hamburg-Altona) Gesundheitspolitik und G8 Seit einigen Jahren wird sich in Deutschland um eine Reform des Gesundheitswesens gestritten. Kostenreduzierung und Konkurrenz sind die Schlagworte der Debatte. Parallel dazu werden Kliniken privatisiert. Auf dem G8-Gipfel in Heiligendamm soll der Schutz von geistigem Eigentum verbessert werden. Die Profitinteressen der Pharmaindustrie stehen gegen die bezahlbare Abgabe von Medikamenten. Privatisierung und Patentschutz stellen Rentabilität vor das Recht auf Gesundheit. Eine Veranstaltung von Avanti- Projekt undogmatische Linke Block G8! (12.4. 19.30 Uhr Werkstatt 3, Nernstweg 32-24, Hamburg-Altona) Massenhafte und andauernde Blockaden. Die Kampagne Block G8 organisiert Blockaden als Aktionen Zivilen Ungehorsams, an denen sich tausende Menschen unterschiedlicher politischer, sozialer und kultureller Hintergründe gemeinsam beteiligen. Ziel ist die praktische Delegitimierung und Blockade des G8-Gipfels in Heiligendamm. Wir stellen das Konzept vor und stellen es zur Diskussion. [Avanti- Projekt undogmatische Linke] ------------------------------------------------------------------------------- Die Globalisierung im Ohr - Ein Jugendradioprojekt vor und um den G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm 20.-22. April 11.-13. Mai 1.-3. Juni 2007 Drei Wochenenden mit folgenden Schwerpunkten: Globalisierung? Was ist denn das? Global Lokal: Auswirkungen von Globalisierungsprozessen auf die Region Mecklenburg-Vorpommern Radio selbst gemacht: Recherche, Interviews, Radiobeiträge erstellen Die Idee Im Juni 2007 findet in Heiligendamm der G8-Gipfel statt. Aus diesem Anlass treffen sich nicht nur Regierungschefs, um auf streng gesichertem Terrain und hinter verschlossenen Türen wirtschaftspolitische wie militärische Absprachen zu treffen, sondern voraussichtlich tausende von Menschen, die gegen diese herrschende Weltordnung und ihre Auswirkungen ihre Stimmen erheben wollen. Das Projekt "Globalisierung im Ohr" will mit Jugendlichen eine radiophone journalistische Begleitung des G8-Gipfels und der Gegenveranstaltungen ermöglichen. Dabei liegt der Schwerpunkt nicht auf Demo-Berichterstattung, sondern auf einer inhaltlichen Annäherung an globalisierungsrelevante Themen, die bereits im Vorfeld des Gipfels recherchiert und auch gesendet werden können. Wir wollen vor allem die lokalen Auswirkungen der Globalisierung aus erster Hand erfahren und in Form von Radio-Reportagen vermitteln. Die Region Mecklenburg Vorpommern bietet hier einige interessante Ansatzpunkte. Themen Die Themen der Reportagen und Berichte sollen zusammen mit den TeilnehmerInnen erarbeitet werden. Hier aber schon mal einige Vorschläge, wohin die Reise gehen könnte: 1. Globalisierte Fischerei und weltweite Warenströme im Hafen Wismar oder Rostock: Rostock und Wismar sind alte Hansestädte und auch heute noch große Häfen, wenngleich sie deutlich an Bedeutung eingebüßt haben. Hier bieten sich vielfältige Ansatzpunkte für Berichte und Reportagen. Die Überfischung der Meere und die Konsequenzen für die lokalen Fischer; Frischer Fisch aus Fischers schwimmender Fischfabrik - Globalisierung und Fischfang. 2. Auswirkungen auf die Landwirtschaft und die Möglichkeiten kollektiver Organisierung am Beispiel Ulenkrug: Der kollektiv betriebene Hof "Ulenkrug", der im Longo-Mai-Netzwerk organisiert ist, versucht kapitalistischer Verwertungs- und Leistungslogik ein grenzüberschreitendes Konzept kollektiver Landwirtschaft entgegen zu setzen. Wie sieht dieser Gegenentwurf aus? Wie das Leben und Wirtschaften in der konventionell betrieben Landwirtschaft? 3. Vereinnahmung von Globalisierungskritik durch Rechte: Rechte Ideologen propagieren die Rückkehr zum "ethnisch reinen" Nationalstaat als Gegenkonzept zur Globalisierung. Wie wirkt sich rechte Hegemonie zusammen mit staatlicher Ausgrenzung auf hier lebende Flüchtlinge und MigrantInnen aus. Welche Erfahrungen werden gemacht und was sind Gegenstrategien? Ziele Mit dem Projekt "Die Globalisierung im Ohr" wollen wir die bestehende linke Jugendkultur vor Ort stärken. Den Teilnehmenden soll die Möglichkeit gegeben werden, sich kritische Perspektiven auf Globalisierungsprozesse zu erarbeiten. Auch um rechten Vereinnahmungsversuchen in dem Bereich zu widerstehen. Davon ausgehend können sich die Jugendlichen aufmachen, Alternativen und Widerstandsmöglichkeiten kennen zu lernen, zu entwickeln und zu erproben. Der zweite Schwerpunkt liegt in der Vermittlung von Medienkompetenz. Mit Medien kritisch umgehen und diese selbst zu gestalten sind das, worauf es uns in der Hinsicht ankommt. Dazu bietet das Medium Radio kreative und vielfältige Möglichkeiten: Erarbeitung von Themen, die Recherche, das Erlernen der Interview-Führung (Wie erfahre ich, was ich wissen will?), digitale Schnitttechnik und damit die Möglichkeiten und Gefahren der Manipulation kennen zu lernen. Umsetzung Das Projekt findet an 3 Wochenenden in Rostock und Umgebung statt. 1. Wochenende: 20.-22. April 2007 Am ersten Wochenende wollen wir uns gemeinsam mit Hilfe von Handbüchern, Texten und Filmen einen kritischen Begriff der Globalisierung erarbeiten. Erste Themen werden fokussiert. Daneben geht es vor allem auch um die technische Einführung in die journalistische Arbeit und speziell die Arbeit im Radio. 2. Wochenende: 11.-13. Mai 2007 Am zweiten Wochenende wird sich vertieft mit den Themenschwerpunkten beschäftigt. Die Recherche geht weiter, potentielle InterviewpartnerInnen werden gefunden. In kleineren Teams wird das Material für Beiträge gesammelt und dann bearbeitet und geschnitten. Die fertigen Beiträge werden über freie Radiosender (Radio LOHRO) oder im Internet (Indymedia) gesendet 3. Wochenende: 1.-3. Juni 2007 Das dritte Wochenende findet zum Auftakt der Gipfelproteste statt. Wir können das Ankommen und den Aufbau des Protestcamps mit Berichten und Interviews mit AktivistInnen begleiten. Was für verschiedene Protestströmungen gibt es? Was ist an Aktionen in den nächsten Tagen geplant? Teilnahme Die Teilnahme an allen drei Wochenenden wird gewünscht, da sie aufeinander aufbauen. An dem Projekt "Die Globalisierung im Ohr" können Jugendliche im Alter zwischen 15 und 23 Jahren teilnehmen. Maximal 14 TeilnehmerInnen. Zur besseren Planung bitten wir um Anmeldung per Mail unter g8 at radiokonkret.de oder telefonisch unter 030-26325006 Kosten Für die Teilnahme an allen 3 Wochenenden erheben wir eine Verpflegungspauschale von 30 Euro. Ansonsten fallen keine weiteren Kosten an. Für Unterkunft und Fahrtkosten ist gesorgt. Wir bitten, die 30 Euro bis zum 31.März auf folgendes Konto zu überweisen: Fibb e.V., Berliner Postbank, Kto.-Nr. 648071108, BLZ 10010010, (Kennwort: "G8") Durchführende Tim Zülch (35) und Jetti Hahn (30) werden gemeinsam dieses Projekt anleiten. Wir verstehen uns vor allem als Begleitung und Unterstützung. Seit mehreren Jahren sind wir selbst in der antirassistischen politischen Arbeit als auch in der Bildungsarbeit tätig. Tim Zülch ist zudem freier Radiojournalist. ------------------------------------------------------------------------------- Roter Abend der internationalen KommunistInnen: Move against G8! Bespitzelung - Einschüchterung - Polizeigewalt! Was tun gegen Repression? Mittwoch, 7. März um 20 Uhr im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str. 73, Berlin-Friedrichshain Die GegnerInnen des G8-Gipfels, der im Juni in Heiligendamm stattfinden soll, stehen zunehmend im Visier der Sicherheitsbehörden. Die Warnungen vor Störungen durch linke GipfelgegnerInnen wird über die Medien lanciert. Das sind oft Vorbereitungen für Repressalien der unterschiedlichen Art. Am Roten Abend berichtet ein/e VertreterIn der Soligruppe Frankfurt/Oder über den Versuch des Verfassungsschutzes einen Informanten zu werben, der auch linke GipfelgegnerInnen ausspionieren sollte. Die [gipfelsoli infogruppe] aus Berlin wird dann über konkrete Polizeimaßnahmen zum G8-Gipfel berichten. Ein anderes Beispiel ist die systematische Ausforschung des strömungsübergreifenden Berliner Sozialforums. Darüber spricht der ehemalige DDR-Oppositionelle und heutige Sozialforums-Mitarbeiter Reinhard Schult. Doch staatliche Repression sollte nicht zur Passivität verleiten. Deshalb sollen grundlegende Verhaltensstandards gegenüber der Polizei vermittelt werden. Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung wird der Umgang mit Traumaerfahrungen nach Polizeirepressalien sein. Nach dem G8-Gipfel in Genua 2001 hatte sich gezeigt, dass innerhalb der linken Bewegung dazu großer Informationsbedarf besteht. Die Veranstaltung ist Teil der Mobilisierung zum Internationalen Kampftag für die Freilassung aller politischen Gefangenen am 18.März und der Bewegung gegen den G8-Gipfel von Heiligendamm Anfang Juni. [Internationale KommunistInnen] ------------------------------------------------------------------------------- Mark: Vorbereitungen für G8-Konferenzen Das Land Brandenburg will sich bei den etwa 30 Ministertreffen und Veranstaltungen im Rahmen der deutschen G8- und EU-Präsidentschaft in diesem Frühjahr in Potsdam als Gastgeber hochrangiger Veranstaltungen profilieren. Die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren, sagte Europa-Staatssekretär Gerd Harms am Dienstag. Unter anderem finden in Brandenburg mehrere EU-Fachkonferenzen sowie drei G8-Ministertreffen statt. Höhepunkt ist dabei am 30. Mai das G8-Außenministertreffen im geschichtsträchtigen Konferenzsaal des Potsdamer Abkommens. Damit ist Potsdam zum ersten Mal wieder Gastgeber der Siegermächte von 1945, USA, Sowjetunion und Großbritannien, wie Harms erklärte. Harms betonte, Brandenburg beteilige sich inhaltlich maßgeblich an der Positionierung der Regionen zur Bewältigung des demografischen Wandels in Europa. Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) hatte am 17. Oktober 2006 in Brüssel das Positionspapier der "Allianz der vom demografischen Wandel betroffenen europäischen Regionen" unterzeichnet. Auf Einladung Brandenburgs findet schließlich am 22. Juni in Potsdam ein Treffen der Europäischen Union zu diesem Thema statt. [http://www.rbb-online.de/_/nachrichten/politik/beitrag_jsp/key=news5534060.html] ------------------------------------------------------------------------------- Treffen der Block G8-Kampagne in Bremen ***Am vergangenen Wochenende, den 24. und 25. Februar hat das offene Treffen der Kampagne "Block G8" stattgefunden*** Mehr als 60 Leute aus den verschiedensten Spektren und Zusammenhängen haben teilgenommen*** Die Planung zur massenhaften Blockade des G8-Gipfels in Heiligendamm vom 6. bis 8. Juni diesen Jahres gehen mit großen Schritten voran*** Die Kampagne "Block G8" besteht aus vielen, recht unterschiedlichen Gruppen von Avanti- Projekt undogmatische Linke, X-tausendmal quer über die Antifaschistische Linke Berlin sowie Einzelpersonen aus attac, der Werkstatt für gewaltfreie Aktionen und vielen weiteren mehr. Ziel der Kampagne ist, dass sich Tausende von Menschen während der Gipfeltage an den Blockaden beteiligen. Die Blockade soll nicht nur symbolisch sein, sondern die Infrastruktur tatsächlich stören. Dabei sollen sich Menschen mit unterschiedlich hohen Aktionserfahrungsgrad beteiligen: von organisierten Linken bis hin zu Personen, die das erste Mal zivilen Ungehorsam leisten. Mit den Massenblockaden soll letztlich ein unmissverständliches "NEIN!" gegenüber den G8 ausgedrückt werden. Gemeinsam wird dadurch die Delegitimierung des Gipfels verdeutlicht sowie die Ablehnung des neoliberal globalisierten Kapitalismus. Am Samstag, den 24. und Sonntag, den 25. Februar hat das offene Treffen der Kampagne unter dem Motto "Move. Block. Stay." in Bremen stattgefunden und über 60 Personen aus dem gesamten Bundesgebiet sind zusammengekommen, um sich zu informieren und in verschiedenen AGs die weiteren Schritte zu planen. Es gab zu Beginn eine umfassende Präsentation und Diskussion der Aktionskonzeptes. Besonders interessant war der Austausch zwischen den bestehenden lokalen Anti-G8-Bündnissen und deren konkrete Arbeit. In mehreren Städten gibt es bereits Bündnisse, die Interesse an den kommenden Aktionstrainings haben, um die praktische Blockade zu üben. Die Aktionstrainings werden angeboten, damit die Zufahrtsstrassen nach Heiligendamm auch tatsächlich so effektiv und umfangreich wie möglich blockiert werden. Es wurde sich im Rahmen des Treffens gegenseitig über die vielfältigen Aktionen und Bündnisse, welche die G8-Proteste organisieren, auf den aktuellen Stand gebracht. Schon am Samstag hat sich abgezeichnet, dass die Tage des Widerstandes Anfang Juni offensiv und ausdauernd werden. In den AGs wurde sich u.a. Gedanken gemacht, wie die bereits jetzt schon unzähligen Anfragen zu Info- und Mobilisierungsveranstaltungen in diversen Städten abgedeckt und koordiniert werden können. Außerdem wurde geplant, welche Gruppen sich um das Mobilisierungsmaterial kümmern. Die Verschickung der Flyer und Plakate hat bereits begonnen (die Sachen können übrigens online unter www.block-g8.org bestellt werden). Auch wurde festgestellt, dass sich die UnterzeichnerInnen des Aufrufs immer stärker anhäufen, so sind bereits jetzt die IG Metall Jugend Dessau, der BUKO (Bundeskoordination Internationalismus), BASTA! Linke Jugend aus Lübeck, die BUNDjugend, AKU Wiesbaden, die Redaktion Fantômas, die IG Metall Jugend Halle, die Antifa-KOK aus Düsseldorf, das Institut für Theologie und Politik aus Münster, der Grüne Jugend Bundesvorstand, die Radikale Linke aus Nürnberg, die Interventionistische Linke, Pax Christi (Kommission Weltwirtschaft, Ökologie und Soziale Gerechtigkeit) und viele weiter mehr mit dabei. Ein Teilnehmer brachte die Stimmung am Rande des Treffens auf den Punkt: "Wir werden schon dafür sorgen, dass der Gipfel nicht so ablaufen wird, wie sich das die Herrschenden erhoffen!" Das nächste Treffen der Kampagne wir im März direkt am Ort des Geschehens, nämlich in Rostock, stattfinden. WATCH OUT FOR MORE! Für mehr Infos zur Kampagne: www.block-g8.org [http://de.indymedia.org/2007/02/169347.shtml] ------------------------------------------------------------------------------- Cecilienhof für zwei Tage Sicherheitszone Mit den Ministerkonferenzen der G8-Staaten in diesem Frühjahr will sich Potsdam als Gastgeber weiterer hochrangiger Veranstaltungen profilieren. Das sagte gestern Gerd Harms, der Bevollmächtigte des Landes beim Bund und für Europaangelegenheiten. Im März treffen sich in der Stadt die Umweltminister der sieben führenden Industrienationen und Russlands, im Mai die Finanz- und Außenminister. Laut Harms liegt noch keine Berechnung vor, wie viel die Konferenzen das Land kosten. "Alle Kosten der Treffen werden vom Veranstalter, also der Bundesregierung, übernommen", sagte Harms. Das Land müsse jedoch den Polizeieinsatz bezahlen. Gegen die Ministertreffen hat sich ein Bündnis gegründet, dem die globalisierungskritische Organisation Attac und die Deutsche Kommunistische Partei angehören. Geplant ist eine Demonstration unter dem satirischen Titel "Gemeinsam die Welt zerstören". "Es wird sicherlich keine Hochsicherheitsanlagen geben", bemerkte Harms im Vergleich zu dem Treffen der G8-Staats- chefs im Juni, bei dem das Seebad Heiligendamm (Mecklenburg-Vorpommern) weiträumig abgeriegelt wird. Harms sagte, Schloss Cecilienhof werde Ende Mai möglicherweise nur für zwei Tage für Touristen geschlossen bleiben müssen. Dort treffen sich die G8-Außenminister. Auch die EU-Staaten entsenden im Frühjahr Minister nach Potsdam. [http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/10879963/60709/] ------------------------------------------------------------------------------- Grönemeyer: Rockmusik muss nerven Herbert Grönemeyer, zusammen mit dem Verband Entwicklungspolitik (VENRO) Träger der Aktion "Deine Stimme gegen Armut" hat sich in einem vierseitigen Interview in der aktuellen Ausgabe des SPIEGEL zur Rolle von Popmusik und Politik geäußert. Er würde sich nie mit Politikern treffen: "Ich glaube, dass Rockmusik nerven, einen Freigeist-, einen Apo-Charakter haben muss. Ich finde, Politiker und Popmusik passen nicht zusammen. Popmusik kann trommeln. Wir können Druck ausüben und Dinge ins Bewusstsein bringen. Wir haben Afrika zurück auf die Tagesordnung gebracht." Mit Blick auf den G8-Gipfel im Juni in Heiligendamm sagte der Sänger, er wolle nicht zu Gewalt aufrufen: "Aber jede gewaltlose Form des Protests finde ich in Ordnung. Ich verstehe schon, wenn die Leute ungeduldig werden." [http://www.deine-stimme-gegen-armut.de/blog/] ------------------------------------------------------------------------------- Regierung sieht Proteste von G 8-Gegnern gelassen Die Bundesregierung reagiert gelassen auf den Aufruf von Globalisierungsgegnern, im Juni gegen den G-8-Gipfel in Heiligendamm zu protestieren. Der Verantwortliche für die Gipfelvorbereitungen, Staatssekretär Pfaffenbach, warnte bei MDR INFO davor, die Ankündigung überzubewerten. Er stehe in einem sehr intensiven Dialog mit den Nicht-Regierungs-Organisationen. Dort treffe er auf gute Zuhörer, die für die Argumente der Regierung aufnahmefähig seien. Pfaffenbach verwies zugleich darauf, dass auf der Tagesordnung des Gipfels auch Themen wie die Armut in Afrika und der Klinmaschutz stehen. Er sehe deshalb keine Angriffsfläche für Proteste. Globalisierungskritiker hatten gestern eine große Gegendemonstration zum G-8-Treffen angekündigt. Sie soll wenige Tage vorher in Rostock stattfinden. [http://www.mdr.de/nachrichten/meldungen/4177477.html] ------------------------------------------------------------------------------- McPlanet.com 2007- Klima der Gerechtigkeit 04.- 06. Mai 2007 in Berlin, Technische Universität ***Jetzt Anmeldestart für den großen Umwelt- und Globalisierungskongress, einen Monat vor dem G8 Gipfel in Heiligendamm!*** *** Bis zum 09.04.2007 Frühbucherrabatt nutzen*** McPlanet.com 2007, der gemeinsame Kongress von attac, BUND, Evangelischem Entwicklungsdienst (EED), Greenpeace und Heinrich-Böll-Stiftung, in Kooperation mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie. Alle reden vom Wetter, wir auch - aber anders: McPlanet.com 2007 bringt - einen Monat vor dem G8-Gipfel - Fragen zum "Klima der Gerechtigkeit" auf die politische Tagesordnung und spannt damit den Bogen zwischen Klimachaos, globaler Gerechtigkeit und Globalisierung. Über 1000 TeilnehmerInnen vernetzen sich und diskutieren. Was bedeutet globale Gerechtigkeit unter den Bedingungen des Klimachaos? Wie gehen Gerechtigkeit, Entwicklung und Klimaschutz zusammen? Wie und warum blockieren Politik und Konzerne in Deutschland, der EU und auf den G8-Gipfeln einen effektiven Klimaschutz? Was gehört wirklich zum guten Leben? Reclaim the Climate! McPlanet.com 2007 stellt unbequeme Fragen, sucht Antworten und bringt in über 100 Veranstaltungen Aktive aus Umwelt- und globalisierungskritischer Bewegung, Politik, Kirche und Wirtschaft zusammen, um über Klimaschutz, Globalisierung und Umwelt zu diskutieren und zu informieren. Akteure kennenlernen! Zu McPlanet.com 2007 werden Gäste aus der ganzen Welt erwartet, wie z.B. Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu, Meena Raman, Klaus Töpfer, Jürgen Trittin, Kate Hampton, Marcelo Furtado, der Bestseller Autor Frank Schätzing. Sie diskutieren mit Euch und mit prominenten KlimaforscherInnen wie Stefan Rahmstorf, UmweltschützerInnen und AktivistInnen aus aller Welt - wie z.B. Ailun Yang (China) Karin Nansen (Uruguay) oder Erasmus Aborley (Ghana) und vielen anderen Prominenten aus Politik, Kirche, Kultur und Wirtschaft. Und der G8? Vom 6.-8. Juni 2007 findet der G8-Gipfel in Heiligendamm bei Rostock statt. McPlanet.com 2007 ist der Kongress zur globalen Klimagerechtigkeit im Vorfeld des G8-Gipfels und setzt Akzente: Vor dem Gipfeltreffen der G8 im Juni 2007 in Heiligendamm und zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft. McPlanet.com 2007aktiviert und inspiriert! Nutzt den Kongress als Koordinationstreffpunkt oder informiert euch, was Klima und G8 überhaupt miteinander zu tun haben! Global und lokal! Wir laden Sie und Euch herzlich ein und freuen uns auf einen gemeinsamen McPlanet.com 2007! Reclaim the climate! Jetzt anmelden unter www.mcplanet.com Euer McPlanet.com 2007 - Team Informationen und das genaue Programm findest Du ständig aktualisiert unter www.mcplanet.com ------------------------------------------------------------------------------- G8-Gegner wollen "Bombodrom" besetzen Brandenburg will sich als Gastgeber für weitere Konferenzen empfehlen POTSDAM/BERLIN In die Proteste gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm (Mecklenburg-Vorpommern) soll auch das "Bombodrom" in der Kyritz-Ruppiner Heide bei Wittstock (Ostprignitz-Ruppin) einbezogen werden. Globalisierungsgegner riefen gestern in Berlin zur Besetzung des ehemaligen sowjetischen Bombenabwurfplatzes am 1. Juni auf. Unter dem Motto "Jedes Ziel ist ein Zuhause" solle dabei das Gelände mit pyramidenartigen Holzhütten besiedelt werden, teilte das Bündnis "No War - No G8" in Berlin mit. Der Aufruf wurde von 39 Friedensinitiativen und antimilitaristischen Gruppen unterzeichnet. Auf dem von der Bundeswehr geplanten Luft-Boden-Schießplatz solle die Verbindung zwischen Globalisierung, Militär, Sozialabbau und Verarmung deutlich gemacht werden, hieß es. "G8 und Krieg gehören zusammen", so Bündnissprecherin Sonja Schubert. Die Besetzung des "Bombodroms" wird voraussichtlich ohne Einbindung der örtlichen Bevölkerung erfolgen. Die in Nordbrandenburg entstandene Bürgerinitiative "Freie Heide" will sich daran nicht beteiligen. Es sei lange darüber diskutiert worden, die "Freie Heide" wolle aber bei ihren eigenen Protestformen bleiben, sagte der Sprecher der Initiative, Benedikt Schirge. Die Bundeswehr plant auf dem 144 Quadratkilometer großen Areal jährlich bis zu 1700 Kampfübungen mit rund 8500 Tiefflügen. Dagegen betrachtet das Land Brandenburg die im Frühjahr stattfindenen Ministerkonferenzen der G8-Staaten in Potsdam als Gelegenheit, sich als Gastgeber weiterer hochrangiger Veranstaltungen zu profilieren. "Die Treffen sind eine Chance, Brandenburg als einen Ort für solche Tagungen zu präsentieren", sagte der Bevollmächtigte des Landes Brandenburg beim Bund und für Europaangelegenheiten, Gerd Harms. Die Frage nach den Kosten für das Land sei dabei von untergeordneter Bedeutung. Im März treffen sich in Potsdam die Umweltminister der sieben führenden Industrienationen und Russlands, im Mai die Finanz- und Außenminister. Laut Harms liegt noch keine Berechnung darüber vor, wie viel die Konferenzen das Land kosten. "Alle Kosten der Treffen werden vom Veranstalter, also der Bundesregierung, übernommen", sagte Harms. Das Land müsse jedoch für die Sicherheit Sorge tragen und damit den Polizeieinsatz bezahlen. "Es wird sicherlich keine Hochsicherheitsanlagen geben", bemerkte Harms im Vergleich zu dem Treffen der G8-Staats- und Regierungschefs im Juni in Heiligendamm. Der Tagungsort in dem Seebad wird weiträumig abgeriegelt. Gegner des Gipfels rechnen mit bis zu 100 000 Demonstranten. Harms sagte, Schloss Cecilienhof werde Ende Mai möglicherweise nur für zwei Tage für Touristen geschlossen bleiben müssen. Dort treffen sich die Außenminister der G8. [http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/10881303/62249/] ------------------------------------------------------------------------------- Bürger müssen mit Belastungen leben Die Besondere Aufbauorganisation Kavala informierte gestern Einwohner Bad Doberans über G8. Ab 30. Mai ist Heiligendamm dicht. Bad Doberan Ab 30. Mai ist Heiligendamm dicht, wurde einer Bürgerin gesagt. Sie wollte das wissen, da sie Schwimmgruppen in der Median-Klink leitet. Ab 10. Juni könnte der Ort wieder betreten werden, so die Antwort von Knut Abramowski, Polizeiführer des Planungsstabes für den G 8-Gipfel, auf eine andere Frage gestern Abend. Die Polizeidirektion hatte in Vorbereitung des Gipfels zu zwei Informationsveranstaltungen in die Mehrzweckhalle eingeladen. Der Zugverkehr Rostock-Wismar würde aus heutiger Sicht nicht beeinträchtigt, so eine andere Antwort. "Wir müssen mit terroristischen Anschlägen rechnen. Wie werden Schulen geschützt?" So die Frage einer besorgten Mutter. Abramowski sieht durch die Polizeipräsenz in dieser Zeit die Gefahr nicht größer als in anderen Regionen. "Wir wollen gute Gastgeber sein. Dann müssen wir den Gipfelgegnern auch eine Chance geben zu nächtigen, nicht dass sie in Vorgärten liegen", war eine Bürgermeinung. Man werde wilde und geordnete Camps im Auge behalten, so der Polizei-Chef. Auch einem besorgten Doberaner, ob denn auch Schleichwege, wie der durch den Bollhäger Bruch, nach Heiligendamm kontrolliert werden, wurde Mut gemacht. Klare Antwort auf die Frage: Warum ist das Bürgertelefon keine kostenfreie Nummer? Gunnar Mächler von der Besonderen Aufbauorgansiation Kavala nannte finanzielle und technische Gründe. Trotz mehrfachen Ortswechsels der Sonderorganisation konnte so die Rufnummer stets bleiben. Mächler machte klar, dass sich die polizeiliche Lage täglich ändern könnte. Und Abramowski machte kein Hehl daraus, dass die Bürger mit Einschränkungen und Belastungen in der Zeit um den Gipfel leben müssten. Auch terroristische Anschläge seien nicht auszuschließen. Die Polizei wird sich um zahlreiche Veranstaltungen kümmern müssen. Vom 2. bis 9. Juni ist eine Demonstration mit Protestcamp in Heiligendamm angemeldet. Zu gleicher Zeit wird es eine Dauerversammlung auf Doberans Kamp geben. Am 7. Juni ist ein Sternmarsch nach Heiligendamm mit bis zu 30 000 Teilnehmern angemeldet. Von Blockaden rings um Heiligendamm weiß Kavala bereits ebenso. Das Stadtgebiet Bad Doberan werde uneingeschränkt zu betreten sein. [http://www.ostsee-zeitung.de/archiv.phtml?Param=DB-Artikel&ID=2617308] -------------------------------------------------------------------------- Ausführlicher Pressespiegel rund um den G8 unter http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-l -------------------------------------------------------------------------- ================================================ 18 Klimawandel und Rohstoffabbau in der Arktis: Ureinwohner sind akut bedroht! Von: GFBV Hans Bogenreiter ================================================ GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER Einladung zur Menschenrechtsaktion Berlin/Göttingen, 27.02.2007 > Eröffnung des Internationalen Polarjahres (01.03.) Klimawandel und Rohstoffabbau in der Arktis: Ureinwohner sind akut bedroht! > Während der Eröffnung des Internationalen Polarjahrs 2007/2008 in Berlin am kommenden Donnerstag wird die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) gemeinsam mit drei Inuit aus Grönland auf die akute Bedrohung der arktischen Völker durch den Klimawandel aufmerksam machen. Dabei soll auch darauf hingewiesen werden, dass die indigene Bevölkerung in den Polarregionen schon seit vielen Jahren gravierende Klimaveränderungen beobachtet. Nach Auffassung der GfbV sollte dieser reiche Schatz lokalen Wissens über die Umwelt in die wissenschaftliche Forschung mit einbezogen werden. > Das Internationalen Polarjahres 2007/2008, in dem Wissenschaftler die Rolle der Arktis und Antarktis für das Klima und die Ökosysteme der Erde intensiv untersuchen wollen, wird getragen durch den International Council for Science (ICSU) und die World Meteorological Organisation (WMO). Groß angelegte Messkampagnen und Feldarbeiten von Wissenschaftlern aus vielen Ländern sollen helfen, die Erde und ihr Klima besser zu verstehen. In der Vergangenheit gab es bereits zwei Internationale Polarjahre 1882/83, 1932/33 sowie das Internationale Geophysikalische Jahr 1957/58 zur wissenschaftlichen Erforschung der Polarregionen. > In der Arktis sind die indigenen Völker von den Folgen des Klimawandels besonders früh und stark betroffen, obwohl sie selbst kaum etwas dazu beigetragen haben. "Doch statt die rund 400.000 Angehörigen dieser Gemeinschaften bei der Bewältigung der Klimaschäden zu unterstützen, nutzen Regierungen und Konzerne das Schmelzen des arktischen Eises, um bisher unberührte Ressourcen zu plündern", kritisiert Kerstin Veigt, Mitarbeiterin im Referat Indigene Völker der GfbV. Während es in der Antarktis untersagt sei, Rohstoffabbau zu betreiben, fehlen den Ureinwohnergemeinschaften der Arktis die Rechtsstandards zum Schutz ihrer Umwelt. Auch deshalb stünden sie buchstäblich vor dem Aus. > Wir laden Sie herzlich ein zu unserer Mahnwache während und nach der Eröffnungsveranstaltung des Internationalen Polarjahres > am Donnerstag, den 01. März 2007, zwischen 9.30 Uhr und 13.00 Uhr vor dem Langenbeck-Virchow-Haus, Luisenstraße 58/59 in Berlin. > Die drei Inuit-Delegierten Gerth Poulsen Olsen, Naja Holm und Lajla Lange stehen dort für Nachfragen und Interviews gern zur Verfügung. > Kerstin Veigt ist in Berlin erreichbar unter Tel. 0174 60 39 641. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich und somit MedieninhaberInnen: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2007, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: D0 5:00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Fri Mar 2 23:06:32 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Fri, 2 Mar 2007 23:06:32 +0100 Subject: widerst@nd! - MUND: Samstag, 3.3.2007 Message-ID: <20070302220632.GA8004@brandl.telekabel.at> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! Samstag, 03.03.2007 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 soli-demo morgen samstag 16:00 uhr steve ================================================== 02 3. maerz - demo - ungdomshuset bleibt! Rosa Antifa Wien ================================================== 03 kanalB im Schikaneder, dienstag: 6.3.2007 Flo ================================================== 04 14.3. Vernissage Heinz Cars, TRESPASSES Zukunfts- und Kulturwerkstätte ================================================== 05 Verband Freier Radios Österreich: Einladung zur PK am 07. März Veronika Leiner ================================================== 06 5.3.: GRA Veranstaltung "gra" ================================================== 07 7.3.: Bernhard Schmid: Der Krieg und die Kritiker "redaktion grundrisse" ================================================== 08 Programm 9.März depot-news at mailman.sil.at ================================================== 09 13.3.: Kinokis Mikrokino: Roma in der Slowakei "augustine.leisch at gmx.at" ================================================== 10 NZZ, TS, JW etc. zu "Halbmond & Hakenkreuz" (16.3.) Café Critique ================================================== 11 15./17.3.: 19 Jahre Halabja und Anfal WADI Austria ================================================== 12 Einladung zur Pressekonferenz am 7. März 2007 "lefoe info" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 13 HOSI Wien gegen Eintragung beim Notar Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 14 We can stop deportation! Free Yabre Omourou from the deportation prison! "The VOICE Refugee Forum" ================================================== 15 Angola: Spionageprozess soll Kritiker mundtot machen "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================== 16 Continuing Conflicts that Create Refugees - February 2007 John O ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 17 Neues von der Arbeiterfotografie Arbeiterfotografie ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 soli-demo morgen samstag 16:00 uhr steve ================================================== Solidarität mit dem Ungdomshuset! Samstag, 3. März 2007 16:00 Europaplatz (Mariahilferstraße beim Westbahnhof) infos zur raeumung & den protesten in kopenhagen gibt es unter anderem hier: http://de.indymedia.org/2007/03/169487.shtml (deutsch) http://publish.indymedia.org.uk/en/2007/03/363973.html (englisch) cu & lg steve ================================================== 02 3. maerz - demo - ungdomshuset bleibt! Rosa Antifa Wien ================================================== ++++++++++++++++++++ Solidemo für das Ungdomshuset 3. Maerz 16 Uhr Treffpunkt: Europaplatz (Westbahnhof) 1060 Wien ++++++++++++++++++++ Solidaritaet mit dem Ungdomshuset! Am Morgen des 1. Maerz 2007 wurde das Kulturzentrum Ungdomshuset von der daenischen Polizei brutalst geraeumt. Das Haus, welches in den letzten 24 Jahren von unzaehligen AktivistInnen als weltweit bekanntes selbstbestimmtes Kultur- und Sozialzentrum gestaltet wurde befindet sich seit 1999 im Besitz der rechten christlich-fundamentalistischen Sekte Faderhus (das Vaterhaus). Trotz jahrelanger Gespraeche, Verhandlungen und Proteste wurde das Haus von den StadtpolitikerInnen an die Sekte verkauft. Seit Monaten gibt es weltweite Solidaritaetsaktionen und eine breite Unterstuetzung weit ueber den NutzerInnenkreis hinaus, trotzdem will die Sekte das Haus abreissen lassen - und die enorme kulturelle und soziale Arbeit die das Haus, seine AktivistInnen und BesucherInnen geleistet haben zunichte machen. HandlangerIn dafuer ist die Polizei, welche das Ungdomshuset fuer das Faderhus mit massiver Gewalt geraeumt hat. Dabei wurden etliche AktivistInnen verletzt. Bei anschliessenden Protesten wurden ueber 200 DemonstrantInnen festgenommen. An den daenischen Grenzen werden Menschen abgewiesen. Ihr "Verbrechen"? Sie sind solidarisch! Solidarisch mit einem selbstverwalteten Kulturzentrum, mit den Menschen die unzaehlige Stunden an Arbeit und Energie aufgewendet haben - fuer die Gestaltung und Erhaltung des Ungdomshuset. Wir fordern die sofortige Freilassung aller Verhafteten! Wir fordern die sofortige Rueckgabe des Hauses! Jagt das Faderhus zum Teufel! Ungdomshuset muss bleiben! Fuer selbstgestaltete Freiraeume! Ueberall! Infos unter: http://www.ungdomshuset.dk -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# ================================================== 03 kanalB im Schikaneder, dienstag: 6.3.2007 Flo ================================================== hallo, unser nächstes screening findet am 6.3.2007 statt. ab 19:00 offenes treffen, 20:00-21:00 filmvorführung. eintritt frei! gezeigt wird die ausgabe: nr_6: Prag, IWF und Weltbank widerstand 2000 (http://austria.kanalb.org/edition.php?clipId=5) Wien, Schikaneder Kino, http://www.schikaneder.at/ lg, flo ---------------------------- pgpkey: http://kanalB.at/flo_kanalB.asc fingerprint: 63F7 0F87 D8BD B54F 0C88 98BD 1592 D17B D246 4A5D ================================================== 04 14.3. Vernissage Heinz Cars, TRESPASSES Zukunfts- und Kulturwerkstätte ================================================== Zukunfts- und Kulturwerkstätte Newsletter 4/2007 ================================================= Heinz Cars TRESPASSES "Ausgangspunkt war die Recherche nach dem Geburtshaus meiner verstorbenen Großmutter, das sich nur mehr als Ruine inmitten unberührter Natur und militärischer Infrastruktur in einem militärischen Sperrgebiet ausfindig machen ließ. Bereits kurz nach dem "Anschluss" im Mai 1938 mussten über 7000 Menschen ihre Ortschaften verlassen, da Adolf Hitler, dessen Eltern früher in diesem Gebiet lebten, einen Truppenübungsplatz für die deutsche Wehrmacht errichten ließ. Neben Sprengplätzen, ausrangierten Panzern und Schießanlagen stechen vor allem die (zerstörten) Bunker hervor, die von Einschusslöchern übersät, wie bedrohliche Narben in der Landschaft erscheinen, wo sie als politische Symbole auch Auskunft über den Umgang einer Gesellschaft mit ihrer Geschichte geben können." Heinz Cars Studium der Soziologie, Diskursanalyse und Cultural Studies in Wien, Madrid und Birmingham Forschungs- und Ausstellungsprojekte in Kuba, Ecuador, England, Belgien, Nepal, USA lebt und arbeitet in Wien Ausstellungsbeteiligungen 11/00 Apparate bauen, die Apparate sichtbar machen, Podroom, Wien 06/02 Identification is lodged in contingency, P.R.O., Birmingham 09/05 History Shredder. Hudson Valley Center for Contemporary Art, New York 11/05 gürtel:arbeit, Westlicht. Schauplatz für Fotografie, Wien 09/06 FREUD:overexposed. Hudson Valley Center for Contemporary Art, New York Artikel Dérive: Apparate bauen, die Apparate sichtbar machen, Februar 2001 The Art Newspaper: New York Diary, November 2005 The New York Times: Down by the River, October 1, 2006. * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Vernissage am Mittwoch, 14. März 2007, 19 Uhr in der Zukunfts- und Kulturwerkstätte Schönlaterngasse 9, 1010 Wien Begrüßung: Gertraud Knoll Abg.z.BR, Leiterin der Zukunfts- und Kulturwerkstätte Eröffnung: Rainer Fuchs Dauer der Ausstellung: bis 26. April 2007 Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 13 bis 16 Uhr (ausgen. Feiertage) sowie während der laufenden Vorträge und Diskussionsveranstaltungen * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Kunst mit Zukunft - Das Ausstellungsprojekt der Zukunfts- und Kulturwerkstätte Nächster Einreichtermin für Konzepte: bis 19. Oktober 2007 * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Nähere Infos unter: Zukunfts- und Kulturwerkstätte Schönlaterngasse 9, 1010 Wien Tel.: 01/513 86 82 www.diezuk.at zuk at spoe.at An- und Abmeldung des Veranstaltungsabos: Gehen Sie bitte auf die Seite www.diezuk.at/online/page.php?P=10180 Impressum/Offenlegung gem. §§ 24, 25 MedienG: www.diezuk.at/online/page.php?P=10942 ================================================= ================================================== 05 Verband Freier Radios Österreich: Einladung zur PK am 07. März Veronika Leiner ================================================== EINLADUNG zum PRESSEGESPRÄCH am 07. März 2007 || |||| ||||| VERBAND FREIER RADIOS ÖSTERREICH (VFRÖ) |||| || Sehr geehrte Damen und Herren, der Verband Freier Radios Österreich lädt zum Pressegespräch: Erstmals seit 2000 Bundesförderung für Freie Radios! Verband Freier Radios Österreich begrüßt Akutförderung und fordert rasche Umsetzung des Freie Radios-Fonds. Über die Akutförderung für Freie Radios 2007 und die Fortsetzung der Kampagne zur Sicherung einer pluralistischen Rundfunklandschaft in Österreich informieren: Helmut Peissl (Vorsitzender des Verbandes Freier Radios Österreich) Mag. Otto Tremetzberger (Geschäftsführer Freies Radio Freistadt 107.1) Dr.in Helga Schwarzwald (geschäftsführende Koordinatorin ORANGE 94.0, Wien) am Mittwoch, 7. März 2007, 10.30 Uhr im Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien, Tel: +43 1 522 76 13 Rückfragen: Helmut Peissl Mobil: ++43 - (0)650 - 4948773 Mail: helmut.peissl at freie-radios.at oder Veronika Leiner Mobil: ++43 - (0)676 - 538 0 539 Mail: veronika.leiner at freie-radios.at Web: www.freie-radios.at ================================================== 06 5.3.: GRA Veranstaltung "gra" ================================================== N e w s l e t t e r # 1 der Gruppe für revolutionär - marxistische ArbeiterInnenpolitik Veranstaltungsankündigung: Bilanz und Aussichten der großen Koalition Gut sieben Wochen sind seit der Angelobung der großen Koalition vergangen. Nach dem Wahlkampf ist nun der politische Alltag eingekehrt. Mit großem Eifer wird der Sozialstaat angegriffen. Die Aufweichung des Kündigungsschutzes für Lehrlinge, die 'Flexibilisierung' der Arbeit, die diskriminierenden Maßnahmen im Pensionssystem sind nur ein Teil dessen was auf uns in Zukunft zukommen wird. Auf der anderen Seite zeigt die Regierung eine Konzeptlosigkeit was die Arbeitslosigkeit, Bildung oder die Umweltproblematik betrifft. Das nehmen wir zum Anlass eine erste Bilanz zu ziehen und um über Konsequenzen nachzudenken. Ort: Amerlinghaus Datum Montag, 5. März 19:00 ================================================== 07 7.3.: Bernhard Schmid: Der Krieg und die Kritiker "redaktion grundrisse" ================================================== Liebe LeserInnen, liebe Interessierte, wir freuen uns, euch zu folgender Veranstaltung einzuladen: Die Realität im Nahen Osten als Projektionsfläche für Antideutsche, AntiimperialistInnen, AntisemitInnen und andere Bernhard Schmid: Der Krieg und die Kritiker, Unrast-Verlag Stefan Nowotny im Gespräch mit dem Autor. Anschließend Diskussion Moderation: Käthe Knittler Eine gemeinsame Veranstaltung von: grundrisse.zeitschrift für linke theorie & debatte, que[e]r und révoltê Ort: que[e]r. Wipplingerstrasse 23 / 1010 Wien (die Stiegen hinunter) Zeit: Mittwoch 7.März, 20 Uhr Bernhard Schmids jüngst im Unrast-Verlag erschienenes Buch "Der Krieg und die Kritiker" handelt von dem Krieg im Libanon, der im Hochsommer 2006 neben anderen Opfern rund 1.200 zivile Tote kostete, und den Reaktionen innerhalb von Teilen des - im weiteren Sinne - gesellschaftskritischen Spektrums darauf. Es geht dabei um unterschiedliche Flügel der Linken und der Intellektuellenszene, jedenfalls desjenigen Spektrums, das selbst den Anspruch erhebt, Kritik an der bestehenden Gesellschaft zu üben: Die «Kritiker» sind dabei sowohl jene, die diesen Krieg (mit zum Teil falschen Argumenten und ohne Problembewusstsein hinsichtlich antisemitischer Argumentationsmuster) kritisiert haben - als auch jene, die sich für besonders radikale GesellschaftskritikerInnen halten, aber gleichzeitig mit fliegenden Fahnen für die Unterstützung dieses Krieges mobilisierten ("Antiimperialisten" vs. "Antideutsche" usw.). Deshalb soll den Hintergründen nachgegangen werden, die zu den antagonistischen Sichtweisen auf einen kriegerischen Konflikt bzw. auf militärische Agressionen führ(t)en. Es geht also um historische, psychologische und ideologische Voraussetzungen der Debatte in Deutschland und Österreich - innerhalb der Linken und weit darüber hinaus. Die verschiedenen Fallstricke und projektiven Bedürfnisse vor dem Hintergrund der «eigenen» Geschichte sollen dabei kritisch beleuchtet werden. beste gruesse die grundrisse-redaktion -- ____________________________|_________________________ imperator: "ich verspüre eine erschütterung der macht!" darth vader: "auch ich fühle so." ================================================== 08 Programm 9.März depot-news at mailman.sil.at ================================================== Auch noch im März 2007 ist das Depot ohne jede Finanzierung. Der Weiterbestand des Depot hängt von der Kulturpolitik der Stadt und des Bundes ab. Es gibt eine mündliche Zusage seitens des Wiener Stadtrats, die Kosten zwischen März und Juli zu übernehmen, aber noch keinen entsprechenden Gemeinderatsbeschluss dazu. Trotz fehlendem Budget haben wir uns aber entschlossen, ein März /April-Programm anzubieten. Es wurde mit der Hoffnung entwickelt, dass sich alles zum Guten wendet. Freitag, 9. März, 19.00 Von Platon zu Sappho - von Sappho zu uns Buchpräsentation und Gespräch Das Chiasma, die Überkreuzlegung zweier Gegensatzpaare, ist ein Schlüssel, der sowohl am Leib-Seele-Problem wie auch an der Geschlechterfrage im Kontext der antiken Polis erprobt wurde. Dieser Schlüssel hebelt die alteingesessenen Dogmen umso besser aus, als er in den antiken Werken selbst zu finden ist. Das Chiasma legt ebenso die surreale Komik Platons frei, wie es die poetischen Philosopheme Sapphos zu erschließen hilft. Arno Böhler, Institut für Philosophie, Universität Wien Alice Pechriggl, Institut für Philosophie, Universität Klagenfurt Alice Pechriggl: Chiasmen. Antike Philosophie von Platon zu Sappho - von Sappho zu uns. Bielefeld: Transcript Verlag 2006. In Kooperation mit dem IWK, Institut für Wissenschaft und Kunst. Depot Breitegasse 3 A-1070 Wien Tel: +43 1 522 76 13 www.depot.or.at ================================================= 09 13.3.: Kinokis Mikrokino: Roma in der Slowakei "augustine.leisch at gmx.at" ================================================== ***************************************************************** KINOKIS MIKROKINO Politische Filmabende, 1x monatlich im depot bei freiem Eintritt. depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien, http://www.depot.or.at kinoki. Verein für audio-visuelle Selbstbestimmung mikrokino at kinoki.at | http://www.kinoki.at Newsletter subskribieren bzw. abbestellen unter: https://kooperative.at/mailman/listinfo/kinoki-mikrokino Förderpreis Politische Kulturarbeit 2004 der IG Kultur Österreich. depot , Dienstag, 13.März 2007, 19 Uhr kinokis mikrokino #141 Romane Apsa - Roma in der Slowakei ROMANE APSA - Zigeunertränen Ein Film von Zuzana Brejcha A 2005, 123 Min, Slowakisch/Romanes/Deutsch mit deutschen UT Helena, 54, die Chefin des Clans der Familie Horvath-Pokuta- Dunka, trennt sich, entgegen der Tradition der Roma, von ihrem Mann Gejza. Ihre schönen Töchter dominieren ihre Männer und halten so den Alltag in Zehra - Dobra Vola, einem Roma Ghetto in der Ostslowakei, am Laufen. Helenas Sohn Jozef, 32, wird aus der Untersuchungs-Haft entlassen. Die Anschuldigung, er hätte eine Nachbarin vergewaltigt, stellt sich nach zehn Wochen als erpresserische Verleumdung heraus. Cyril, 28, ist der einzige, der richtig lesen und schreiben kann und ist somit Anlaufstelle für sämtliche Anliegen der Gemeinschaft. Kali, 28, Cyrils Frau und Helenas Tochter, macht als erste Frau aus der Siedlung den Führerschein. Durch weitere Verleumdungen, die zu Cyrils Verhaftung führen, spitzt sich die Situation dramatisch zu. Über ein Jahr, vier Jahreszeiten lang, kurz vor dem Beitritt der Slowakei zur EU, begleitet die Filmemacherin Zuzana Brejcha drei Generationen einer Roma Familie in ihrem Alltag. Das Leben der matriarchalisch definierten Familie wird nicht nur durch Armut und Arbeitslosigkeit bestimmt, auch Feste, Traditionen und das Satellitenfernsehen, als Fenster zum neuen Europa, sind fester Bestandteil des Lebens in der Siedlung. Polizeiliche Willkür ist eine ständige reale Bedrohung. ROMANE APSA - Zigeunertränen, ist ein unsentimentaler Dokumentarfilm. Durch die Nähe des kraft- und eindrucksvollen Kamerablicks wird die Erzählung intensiv. Kleine Momente des Alltags werden bedeutend. Dramatische Ereignisse dokumentieren rassistische Staatsgewalt mitten in Europa. Die Filmemacherin Zuzana Brejcha zeigt den Clan der Familie Horvath-Pokuta-Dunka als engagierte und einfühlsame Chronistin. Anschließend Gespräch mit Zuzana Brejcha, Moderation Eva Simmler ************************************************************************ **************** Vorschau: kinoki spezial: kinoki in Zusammenarbeit mit EUROMAYDAY im Depot, Donnerstag, 29.3. um 19 Uhr: RIFF RAFF GB 1990, 94 min, Regie: Ken Loach Deutsche Fassung D: Robert Carlyle, Emer McCourt, Jimmy Coleman, George Moss, Ricky Tomlinson Eine bitterböse Tragikomödie über das Ende geregelter Anstellungsverhältnisse. Bauarbeiter auf in jeder Hinsicht ungesichterten Arbeitsplätzen auf einer Baustelle in London. Ein ehemaliges Krankenhaus soll in einen Luxuswohnblock umgebaut werden. Während die Träume von bescheidenem Wohlstand sich täglich mehr als völlig unerreichbare Illusionen herausstellen, steigt die Wut..... Das Filmscreening findet als Auftakt zu einem von Euromayday Wien vorbereiteten Organizing Day am 30.03.2007 in den Initiativräumen im WUK statt: Let's Organize! Organisierung für den Kampf um gleiche soziale Rechte für alle! Während die Prekarisierung von Arbeit und Leben voranschreitet, bestehen in verschiedenen Regionen bereits zahlreiche Erfahrungen mit Organisierung in unsicheren Zeiten sowie mit unterschiedlichsten Tools. Die Veranstaltung soll Gelegenheit sein, Diskussionen über die verschiedenen Zielsetzungen und Ressourcen im Organisierungskontext auszutauschen, die verschiedenen Methoden zu befragen, über Organisierungserfolge zu sprechen, wie auch die jeweils lokalen Differenzen aber auch Ähnlichkeiten zwischen den Kontexten auszuarbeiten. www.euromayday.at  ************************************************************************ **************** Vorschau: depot , Dienstag, 17.April 2007, 19 Uhr kinokis mikrokino #142 Vichyregime und Shoah: La mémoire des enfants La Mémoire des Enfants Dokumentarfilm von Hannes Gellner und Thomas Draschan A/F 2006 . 80 min, Original französisch mit englischen Untertiteln "La mémoire des enfants" von Hannes Gellner und Thomas Draschan behandelt das Schicksal jüdischer Kinder unter dem Vichy-Regime und geht der Frage nach, wie es (menschlich, gesetzlich und administrativ) möglich war, dass zwischen 1942 und 1944 auf Initiative der französischen Behörden mehr als 11.400 jüdische Kinder aus Frankreich nach Auschwitz deportiert wurden. Serge und Beate Klarsfeld, Nazijäger, Historiker, Archivare und Aktivisten, präsentieren Materialien aus jahrzehntelanger Recherche, in denen minutiös jedes Einzelschicksal als historisches Faktum wie auch als menschliche Tragödie dokumentiert ist. Der Film führt die ”Klarsfeld-Methode” konsequent weiter: keine bloßen Opferzahlen, sondern greifbare Schicksale werden präzise dokumentiert. In ruhigen, klar fasslichen Bildern, welche das Erinnern stützen sollen, schildert der Film die historischen Abläufe und Zusammenhänge. Überlebende, die damals selbst Kinder oder Jugendliche waren, erzählen erstmals von ihrer Verhaftung und Deportation. Ihre politische Analyse weist dabei mit großer Vehemenz auf die Verantwortung des Vichy-Regimes hin. Darüber hinaus erinnert Serge Klarsfeld daran, dass österreichische Nazis massiv an der Durchführung der "Endlösung" in Frankreich beteiligt gewesen sind. Mehr Infos unter: www.memoire-enfants.com Anschließend Gespräch mit den Regisseuren Hannes Gellner und Thomas Draschan *** revolution will not be televised ************************************************* kinoki mikrokino at kinoki.at http://www.kinoki.at ************************************************************************ ******** _______________________________________________ kinoki-mikrokino mailing list Un/Subscribe: https://kooperative.at/mailman/listinfo/kinoki-mikrokino Von: kinoki-mikrokino-request at lists.kinoki.at Betreff: confirm c5e706c131ce779ee925560ef4067e9b1fea47f2 Wenn Sie auf diese Nachricht anworten und die Betreffzeile unberührt lassen, wird Mailman die zurückgehaltene Nachricht LÖSCHEN. Machen Sie davon bei unerwünschten Nachrichten Gebrauch. Mailprofis können beim Beanworten dieser Nachricht auch einen 'Approved:'-Header einfügen, der das Passwort der Mailingliste enthält. Dann wird die Nachricht zur Veröffentlichung auf der Liste freigeschaltet. Die 'Approved:'-Zeile darf auch als erste Zeile des Nachrichtentextes erscheinen. Wer mit 'Approved'-Headern nichts anfangen kann, dem wird empfohlen stattdessen die Nachricht einfach über den oben genannten Weblink freizuschalten! Von: kinoki-mikrokino-request at lists.kinoki.at Betreff: confirm 9239797f249f6b5704a2ee8344f61b28358ac694 Wenn Sie auf diese Nachricht anworten und die Betreffzeile unberührt lassen, wird Mailman die zurückgehaltene Nachricht LÖSCHEN. Machen Sie davon bei unerwünschten Nachrichten Gebrauch. Mailprofis können beim Beanworten dieser Nachricht auch einen 'Approved:'-Header einfügen, der das Passwort der Mailingliste enthält. Dann wird die Nachricht zur Veröffentlichung auf der Liste freigeschaltet. Die 'Approved:'-Zeile darf auch als erste Zeile des Nachrichtentextes erscheinen. Wer mit 'Approved'-Headern nichts anfangen kann, dem wird empfohlen stattdessen die Nachricht einfach über den oben genannten Weblink freizuschalten! ================================================== 10 NZZ, TS, JW etc. zu "Halbmond & Hakenkreuz" (16.3.) Café Critique ================================================== Internationale Politik http://www.internationalepolitik.de/archiv/2006/november2006/ hakenkreuz-uber-palastina.html Der Tagesspiegel http://www.tagesspiegel.de/literatur/archiv/28.08.2006/2736411.asp Das Parlament/ Aus Politik und Zeitgeschichte http://www.das-parlament.de/2006/37/DaspolitischeBuch/001.html Neue Züricher Zeitung http://www.nzz.ch/2007/02/21/fe/articleETJEW.html Socialnet: http://www.socialnet.de/rezensionen/4081.php Landeszentrale für politische Bildung Brandenburg http://www.politische-bildung-brandenburg.de/extrem/rezensionen/ halbmond.htm Jungle World http://www.jungle-world.com/seiten/2006/44/8770.php ____________________ Halbmond & Hakenkreuz - Das "Dritte Reich", die Araber und Palästina Vortrag und Buchpräsentation mit Martin Cüppers (NS-Forschungsstelle Ludwigsburg an der Universität Stuttgart) Moderation: Stephan Grigat 16. März 2007, 20.00 Uhr (pünktlich) Neues Institutsgebäude, Hörsaal II, Universitätsstraße 7, 1010 Wien http://www.cafecritique.priv.at ================================================== 11 15./17.3.: 19 Jahre Halabja und Anfal WADI Austria ================================================== 19 Jahre Halabja und Anfal Am 16. März 1988, in der Endphase des irakisch-iranischen Krieges, bombardierten irakische Kampfflugzeuge die Stadt Halabja mit chemischen Waffen. Nachgewiesen wurde, dass Sarin, Senfgas und der Nervenkampfstoff VX über der Stadt abgeworfen wurde. 8000 Menschen fanden einen grausigen Tod, 5000 alleine in Halabja. Die meisten Opfer sind Kinder, Frauen und alte Männer, fast alle ZivilistInnen. Das irakische Militär behauptete damit sich an den "verräterischen Kurden" gerächt zu haben. Heute ist Halabja das weltweit bekannte Symbol für den Vernichtungskrieg des irakischen Baath-Regimes gegen die eigene Bevölkerung. Halabja stellt jedoch nur der grausame Höhepunkt einer Politik dar, in der allein die Anfal-Kampagne über 180.000 Menschen das Leben gekostet hat. Kurdische Organisationen gedenken heuer gleich mit zwei Veranstaltungen dieser Verfolgungen: Donnerstag, 15. März 2007, 19.00h NIG, HS II, Universitätsstraße 7 Vortrag und Diskussionsveranstaltung des Vereins für StudentInnen aus Kurdistan YXK mit Karim Shahen (Zeitzeuge), Atari Parvin und Thomas Schmidinger (Politikwissenschafter, Vorstandsmitglied von Wadi und Iraquna) Samstag, 17.03.07 von 16.30h-18.30h, Donau-City Kirche: Donaucitystraße 2 (U1 Kaisermühlen, Vienna International) Veranstaltung des Kurdischen Zentrums mit Tariq Aqrawi (Irakischer Botschafter), John Bunzl (Politikwissenschafter), Haider Sari (MA7), Nigar Hasib (Schauspielerin), Hans-Joachim Fuchs (OK- Gesellschaft) und Vertretern kurdischer Parteien. -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit WADI-Austria e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Neues Spendenkonto in Österreich: Knt. Nr.: 6.955.355 BLZ: 32.000 Raiffeisen Landesbank NÖ IBAN AT4432 0000 0006 955355 BIC (SWIFT) RLNWATWW Im Februar 2007 erschien die dritte Print-Ausgabe von: WADI-News, Schwerpunkt: Weibliche Genitalverstümmelung Wird kostenlos per Post zugeschickt, schicken Sie uns Ihre Adresse! Online zu lesen unter: http://www.wadinet.at/Media/wadinews.php ================================================== 12 Einladung zur Pressekonferenz am 7. März 2007 "lefoe info" ================================================== Einladung zur Pressekonferenz "Sexarbeiterinnenrechte sind Frauenrechte" * am Mittwoch | 7. März 2007 | 11 Uhr * Moulin Rouge | Walfischgasse 11 | 1010 Wien LEFÖ startet mit dieser Pressekonferenz die bundesweite Kampagne "SexarbeiterInnen haben Lust... auf ihre Rechte!", die vom 8. März (Internationaler Frauentag) bis zum 2. Juni 2007 (Internationaler Hurentag) mit kulturellen und politischen Events den öffentlichen Diskurs über Sexarbeit, politische Strukturen und gesellschaftliche Doppelmoral provozieren wird. Es ist an der Zeit ... *den Passus der "Sittenwidrigkeit" endlich abzuschaffen, damit Entkriminalisierung und Entdiskriminierung von Sexarbeiterinnen effektiv voran getrieben werden kann. *zu hinterfragen, warum die Sexindustrie anerkannt, akzeptiert und innerhalb des Sozialsystems der EU Länder rechtlich verankert ist, und Sexarbeiterinnen, die jene Industrie ermöglichen, nicht anerkannt, akzeptiert und rechtlich in das System eingebunden werden. *dass Rassismus und Sexismus auch nicht an Sexarbeiterinnen ausgelebt werden darf. Denn es geht ... *um die RECHTE von SexarbeiterInnen! Rednerinnen: Maga Maria Cristina Boidi, Koordinatorin von LEFÖ, Vorstandsmitglied der TAMPEP International Foundation Maga (FH) Elisabeth Mayer, Leitende Dipl. Sozialarbeiterin des STD-Ambulatoriums, MA 15 Maga Doris Einwallner, Juristin, Fremdenrechtsexpertin Maria Pia Covre, Aktivistin der italienischen Prostituiertenbewegung, Mitbegründerin des Comitato per i Diritti Civili della Prostitute, Vorstandsmitglied der TAMPEP International Foundation Italienisch - deutsche Übersetzung: Silvia Pallaver Moderatorin: Meryem Citak, ORF-Minderheitenredaktion Nähere Informationen und Anmeldung: Renate Blum / 01-58 11 881 12 / info at lefoe.at Im Anschluss an die Pressekonferenz laden wir zu einem kleinen Buffet. ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 13 HOSI Wien gegen Eintragung beim Notar Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien ================================================== Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 2. März 2007 HOSI Wien gegen Eintragung beim Notar "Eine Eingetragene Partnerschaft (EP) muss am Standesamt geschlossen werden. Eine Eintragung beim Notar kommt für uns nicht in Frage - das wäre weder eine Lösung noch ein Kompromiss", betonte einmal mehr Ute Stutzig von der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien heute Vormittag auf einer Pressekonferenz der Grünen. "Wir glauben auch nicht, dass das Projekt an dieser Frage scheitern könnte, sollte die ÖVP nach ihrer Perspektivendiskussion die Eingetragene Partnerschaft grundsätzlich befürworten." Wir verweisen in diesem Zusammenhang auch auf unsere Aussendungen vom 24.2.07 (OTS0040 - www.hosiwien.at/?p=619) sowie 27.2.07 (OTS0176 www.hosiwien.at/?p=625). Öffnung der Ehe nur nach deren Reform Zur Diskussion um die Öffnung der Ehe betont Stutzig weiter, dass die HOSI Wien nicht grundsätzlich gegen die Öffnung der Ehe ist, "aber wir sehen wenig Sinn darin, solange die rechtlichen Rahmenbedingungen der Ehe nicht reformiert werden. Nicht zuletzt aufgrund der Scheidungsbestimmungen - ein/e Partner/in kann im Normalfall die Scheidung bis zu drei Jahre, unter besonderen Umständen bis zu sechs Jahre blockieren - wäre eine Eheschließung für Lesben und Schwule wohl kaum attraktiv. Was hätten wir davon, wenn die Ehe geöffnet wird, sie dann jedoch kaum jemand in Anspruch nehmen wollte? Gleichstellung kann ja kein reiner Selbstzweck sein." Gar kein Problem hat Stutzig mit der Bezeichnung 'Eingetragene Partnerschaft': "Solange mit der EP die gleichen Rechte und Pflichten wie mit der Ehe verbunden sind, muss die EP für uns nicht 'Ehe' heißen. Aber abgesehen davon wird die ÖVP der Öffnung der Ehe ja nie zustimmen - daher ist unter den gegebenen Mehrheitsverhältnissen im Nationalrat eine Diskussion darüber ohnehin müßig und akademisch." HINWEIS: Eine Übersicht über die derzeitige Rechtslage in Österreich, die Forderungen der HOSI Wien und die Situation im europäischen Ausland findet sich in der HOSI-Wien-Broschüre "Wir wollen heiraten" - zum Download auf: www.hosiwien.at/?page_id=31 Rückfragehinweis: Ute Stutzig: Tel. 0650-9080188 Christian Högl, Obmann: Tel. 0699-11811038 Kurt Krickler, Generalsekretär: Tel. (01) 5451310 oder 0664-5767466 office at hosiwien.at, www.hosiwien.at ZVR-Nr.: 524 534 408 ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 14 We can stop deportation! Free Yabre Omourou from the deportation prison! "The VOICE Refugee Forum" ================================================== Translations into other languages will be published on the homepage: http://thevoiceforum.org We can stop deportation! Free Yabre Omourou from the deportation prison! We continue our campaign against the deportation to support and Free Yabre Oumorou from deportation! "Deportation stopped - successful intervention for Mr Yabre Oumarou. It is always a great achievement to stop a planned deportation. Now let's keep up the pressure with commitment and solidarity!.... Ebs Caravan Munich **** Dear activists against deportation, Our support goes out to all people and communities that helped protest against the misuse of governmental power through deportation and the collaboration with private airlines. We want to say thank you for all the support and solidarity that was expressed due to our protest-fax and telephone calls with Air-France at the Munich Airport to stop the acute deportation of Yabre Oumarou to Ouagadougou in Bukina-Faso. . The Air France deportation flight that was booked for the 26th of February refused to take Yabre Oumarou on board. He has been returned to Nuremberg deportation Prison from Munich. The next step is to fight for Yabre's immediate release from the Nuremberg deportation prison. In addition we need a new solicitor. His previous solicitor from Bremen left him in a deportation prison in Nuremburg, He didn't visit him and did not attend the hearing of the case in court. We will look for a new Lawyer for his defence and will release information about his current situation. We will also keep on informing about his deportation threats. In due time we will send a new fax and a new press release to increase the pressure on the responsible foreigners registration office in Lingen. Mr Oumarou loves his eleven year old daughter from who he would be separated without ever having committed a crime. Also, in Bukina-Faso his trauma would continue. After having spent seven (7) months in prison in Germany and having to fear persecution because of the divorce from his separated German wife he will have to fear for his health and his life in Ouagadougou. On 14th of July 2006 - seven months ago Mr Yabre Oumarou was arrested at a friend's house. Keep fighting against deportation! We demand all rights to stay against deportation!! We protest against the violation of the refugees' and migrants' rights in Germany by the threat of deportation. This alone is contradicting the logic of the protection by the basic human rights, which are consistently refused by court judgements. We appeal to the moral courage of the people, to the government and the society to guarantee us the freedom and the basic democratic values to give us security and a self-determined life. Yabre Oumorou is only one of the few victims known to us, several thousands of refugees and migrants have fallen victim to the German machinery of deportation. All this has lead in many cases to torments, suicides and homicides, death, isolation, exclusion, imprisonment, separations, criminalisation, disappearance and persecution, inclusive the arbitrary punishment by the restriction of freedom of movement for the migrants and refugees living in Germany, that reminds us of the Apartheid - Democracy. Deportation is not humane! Deportation is violation of the human rights! We have joined forces to fight against this and we will keep supporting the battles of migrants against deportation. We are calling out for your support and participation in the caravan network for the rights of refugees and migrants. We are calling out to you to express political solidarity in the country-wide network and to strengthen international solidarity against deportations from Germany! We can make a difference! We have successfully protested against the misuse of power from Hamburg to Munich. And the Caravan needs your continuous support to share the achievements from years of fighting against the governmental misuse of power and the inhumane treatment of refugees and migrants. We can stop deportation! Please inform us about what you can contribute towards the protest for the release of Yabre Oumarou from the deportation prison and other forthcoming protests. Please donate to support the legal cost and protest actions. Donation account: keyword - Yabre. The VOICE e. V. Göttingen, Bank details: Acc.Nr.: 127 829, bank code: 260 500 01, Sparkasse Göttingen. Contact: The VOICE Refugee Forum Jena: thevoiceforum at emdash.org The Caravan Munich: kara-m at gmx.de http://www.thevoiceforum.org Links: Urgent Action! Stop the Air France Deportation Flight for Mr Yabre Oumarou http://thevoiceforum.org/node/445 2006: Stop Deportation/Fax Campagne: Stop the deportation of Yabre Oumarou http://thevoiceforum.org/Yabre_Oumarou_english We will stay in solidarity. The VOICE Refugee Forum -- The VOICE Refugee Forum "Info_List" membership in Deutsch/English/French: Fur Subscription/UnterzeichnerInnen/Abonnez-vous: Deutsch: http://thevoiceforum.org/news English: http://thevoiceforum.org/news_en Français : http://thevoiceforum.org/news_fr ================================================== 15 Angola: Spionageprozess soll Kritiker mundtot machen "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================== GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 02.03.2007 Angola macht Kritiker der Öl-Industrie mundtot Britischer Menschenrechtlerin droht Spionageprozess Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat der Regierung Angolas am Freitag vorgeworfen, Kritiker seiner Öl-Industrie und der Ausplünderung seiner ölreichen Exklave Cabinda mit unfairen Gerichtsverfahren mundtot machen zu wollen. So drohe der britischen Menschenrechtlerin Sarah Wykes eine Anklage wegen Spionage. Wykes war Mitte Februar festgenommen und dann gegen Zahlung einer Kaution zwar freigelassen worden, dürfe das Land jedoch nicht verlassen. "Offenbar wollen die angolanischen Behörden an ihr ein Exempel statuieren und so lästige ausländische Kritiker abschrecken, weitere Recherchen über die Korruption in der Öl-Industrie anzustellen", meinte der GfbV- Afrikareferent Ulrich Delius. In Angola selber habe die Regierung mit Repression bereits erreicht, dass es kaum mehr jemand wage, Korruption und Veruntreuung von staatlichen Einnahmen zu kritisieren. Auf dem Korruptionsindex 2006 von Transparency International rangiert Angola auf Platz 142 von 163. Mindestens vier Milliarden US-Dollar Öleinnahmen seien zwischen 1997 und 2002 spurlos verschwunden. Als am 9. November 2006 mehr als 100 Demonstranten gegen diese skandalöse Veruntreuung protestierten, seien sie verhaftet worden. 27 der Festgenommenen sowie ein Oppositionspolitiker seien zu Gefängnisstrafen verurteilt worden. Der angesehene Journalist und Bürgerrechtler Rafael Marques de Morais, der die Korruption in der Öl-Industrie seit Jahren anprangere, werde wegen seines Engagements um seine berufliche Existenz gebracht und wie ein Staatsfeind behandelt. Marques habe wegen seiner Kritik an Staatspräsident Dos Santos bereits eine Haftstrafe verbüßen müssen.. Sarah Wykes, die für "Global Witness" arbeitet, war am 18. Februar kurz vor einem Treffen mit Menschenrechtlern und Umweltschützern in Cabinda verhaftet worden. Bürgerrechtler, aber auch katholische Priester, kritisieren immer wieder die Ausplünderung und Verelendung Cabindas. Denn der Exklave seien zwar zehn Prozent der Erlöse aus dem Ölexport zugesagt worden, doch nur ein Bruchteil davon komme dort tatsächlich an. Die seit drei Jahrzehnten um ihre Unabhängigkeit ringende ehemalige portugiesische Kolonie Cabinda garantiere rund 60 Prozent der Ölausfuhr Angolas. Öleinnahmen machten 42 Prozent des Bruttosozialprodukts und 90 Prozent des Staatshaushalts aus. Der südwestafrikanische Staat sei heute der weltweit bedeutendste Öllieferant Chinas. Im Dezember 2006 habe sich Angola der Organisation Erdöl exportierender Staaten (Opec) angeschlossen und steht mit einer Förderung von 1,4 Million Barrel am Tag an achter Stelle der bedeutendsten Ölförderer der Welt. Die Förderung soll bis Ende 2008 mindestens verdoppelt werden. Ulrich Delius ist auch erreichbar unter Tel. 0160 95 67 14 03. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ================================================== 16 Continuing Conflicts that Create Refugees - February 2007 John O ================================================== ===========  NCADC News Service =========== Continuing Conflicts that Create Refugees - February 2007 CrisisWatch N°43, 1 March 2007 http://www.crisisgroup.org/home/index.cfm?id=4680 Six actual or potential conflict situations around the world deteriorated in February 2007, according to the new issue of CrisisWatch released today. Uganda, peace talks were on the verge of collapse as the ceasefire between the government and LRA rebels expired and both sides threatened to resume violence if attacked. Somalia the security situation worsened as clashes between Islamist fighters and Transitional Federal Government/Ethiopian forces intensified. Thailand saw a new wave of violence with a string of over 70 attacks hitting the 4 southern provinces and causing significant damage to economic infrastructure. Timor-Leste, violence surged with increased targeting of, and resentment towards, international peacekeepers. Pakistan and Yemen also experienced deteriorating situations. Conflict risk alerts for Nigeria and Timor-Leste For March 2007, CrisisWatch identifies Nigeria and Timor-Leste as Conflict Risk Alerts, or situations at particular risk of new or significantly escalated conflict in the coming month Conflict resolution opportunity for March: None Unchanged Situations Afghanistan, Albania, Algeria, Azerbaijan, Bahrain, Bangladesh, Basque Country (Spain), Belarus, Bolivia, Bosnia & Herzegovina, Central African Republic, Chad, Chechnya (Russia), Colombia, Corsica (France), Côte d'Ivoire, Cyprus, DR Congo, Ecuador, Egypt, Ethiopia, Ethiopia/Eritrea, Fiji, Georgia, Guinea, Haiti, India (non-Kashmir), Indonesia, Iran, Iraq, Israel/Occupied Territories, Kashmir, Kazakhstan, Kosovo, Kuril Islands/Northern Territories (Russia/Japan), Kyrgyzstan, Lebanon, Liberia, Macedonia, Mauritania, Moldova, Myanmar/Burma, Nagorno-Karabakh (Azerbaijan), Nepal, Níger, Nigeria, North Caucasus (non- Chechnya), Northern Ireland (UK), Philippines, Rwanda, Saudi Arabia, Serbia, Senegal, Sierra Leone, Solomon Islands, Sri Lanka, Sudan, Syria, Taiwan Strait, Tajikistan, Tonga, Turkey, Turkmenistan, Ukraine, Uzbekistan, Venezuela, Western Sahara, Zimbabwe Improved Situations Burundi, North Korea: Two situations showed improvement in February. 6-Party talks in Beijing produced a breakthrough in negotiations on North Korea's nuclear program with Pyongyang agreeing to shut its Yongbyon nuclear reactor within 60 days. In Burundi, the release of three rebel FNL leaders satisfied a final FNL condition to allow the peace process to move forward. End of Bulletin: Source for this Message: International Crisis Group -- ======================== National Coalition of Anti-Deportation Campaigns (NCADC) 110 Hamstead Road Birmingham B20 2QS ======================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 17 Neues von der Arbeiterfotografie Arbeiterfotografie ================================================== Liebe Freundinnen und Freunde, neu in der Rubrik ''Drohender Kriegsschauplatz Iran'' auf der Sonderseite 'Kein Krieg!': * Herr der Bombe Wie wir vom Kölner Stadt-Anzeiger mit dem Gedanken eines Krieges gegen den Iran vertraut gemacht werden sollen - über eine Veröffentlichung vom 8.2.2007 Am 8.2.2007 enthält der 'Kölner Stadt-Anzeiger' im Politik-Teil eine aufschlußreiche Doppelseite, in deren Mittelpunkt ein großes Bild von einer Militärparade im Iran steht. Die Bildunterschrift: 'Der Herr der Bombe...'. Die 'Bombe' ist im weit verbreiteten und hier verwendeten Vokabular die Atombombe. Und mit 'Herr', von dem hier die Rede ist, ist eindeutig Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad gemeint. Er ist derjenige, der hier angegriffen werden soll. Überschrieben ist das Bild mit 'Auf Kollisionskurs', als wäre es der Iran, der auf einen Krieg zusteuert... http://www.arbeiterfotografie.com/galerie/kein-krieg/hintergrund/index-iran-0030.html Neu in der Rubrik ''Die Frage nach den Tätern'' auf der Sonderseite 'Kein Krieg!': * BBC-Meldung über den Einsturz von WTC7 vor dem Einsturz Artikel von Gerhard Wisnewski und BBC-Stellungnahme vom 27.2.2007 Seit wenigen Tagen kursiert im Internet ein Video von enormer Brisanz. Das Video zeigt die BBC-World-17-Uhr-Nachrichten vom 11.9.2001. Darin wird behauptet (in Ton und Einblendung) das WTC-Gebäude 7 sei eingestürzt, obwohl es tatsächlich noch steht... http://www.arbeiterfotografie.com/galerie/kein-krieg/hintergrund/index-taeter-0027.html Neu in der Rubrik ''Operation Russland'' auf der Sonderseite 'Kein Krieg!': * USA: wir wollen keinen Kalten Krieg, wir führen ihn Rede des russischen Präsidenten Wladimir W. Putin auf der 43. Münchner Konferenz für Sicherheitspolitik Am 10. Februar 2007 hielt der russische Präsident Wladimir W. Putin auf der 43. Münchner Konferenz für Sicherheitspolitik eine ungewöhnliche Rede. Er nannte Dinge in einer Weise beim Namen, wie das bei Konferenzen dieser Art eher unüblich ist. Dementsprechend waren zahlreiche Reaktionen aus Politik und Medien geprägt von Irritation bis Entrüstung. Der als US-Verteidigungsminister titulierte Robert Gates entgegenete dreist, die USA wollten keinen neuen kalten Krieg. Er vergaß zu erwähnen, daß es die USA und ihre Verbündeten sind, die diesen Krieg bereits führen... http://www.arbeiterfotografie.com/galerie/kein-krieg/hintergrund/index-russland-0010.html Neu in der Rubrik ''Operation Russland'' auf der Sonderseite 'Kein Krieg!': * Operation Ukraine Ein Extrakt des Kapitels 'Ukraine - Verfaulte Orangen' aus Peter Scholl-Latour's 2006 erschienenem Buch 'Russland im Zangengriff' Im Mittelpunkt des Kapitels 'Ukraine - Verfaulte Orangen' steht - wie der Titel annehmen läßt - die so genannte Orange-Revolution. Verstreut über viele Seiten sind - wie im gesamten Buch - zahlreiche, aufschlussreiche Informationen und Einschätzungen zu finden. Im folgenden ist der Versuch unternommen, sie zu systematisieren... http://www.arbeiterfotografie.com/galerie/kein-krieg/hintergrund/index-russland-0009.html Neu in der Rubrik ''Rezensionen'' auf der Sonderseite 'Kein Krieg!': * Geschichte aus dem Blickwinkel der Henker - oder Betrachtungen zum Holocaust Eine Polemik anläßlich des Erscheinens der deutschen Ausgabe von Band 1 der 'Geschichte des amerikanischen Volkes' von Howard Zinn In den USA erschien 1980 das Buch 'A People's History of the United States 1492 - Present - Eine Geschichte des Volkes der Vereinigten Staaten von 1492 bis zur Gegenwart« von Howard Zinn. Bisher hat die englischsprachige Ausgabe eine Auflage von ca. 1,5 Millionen Exemplaren erreicht. Auf deutsch gab es dieses Buch über mehr als 25 Jahre nicht. Doch seit kurzem steht dieses wichtige Werk auch auf deutsch zur Verfügung - und ist Auslöser für die folgende Polemik... http://www.arbeiterfotografie.com/galerie/kein-krieg/hintergrund/index-rezension-0033.html Neu im 9/11-Tagebuch auf der Sonderseite 'Kein Krieg!' die folgende und weitere Meldungen: * Peak Oil: Man kann der Welt nicht sagen, worum es geht AF, 24.1.2007 -- Unter dem Titel 'Die Lüge als Instrument der politischen Manipulation - Die Strategie der Spannung und die Nato' veröffentlicht 'voltairenet.org' ein Interview mit dem Schweizer Historiker Daniele Ganser. Es geht darin um die 'geheimen Armeen der Nato', die Strategie der Spannung und Terroraktionen, die unter falscher Flagge - von staatlichen Organisationen - im Geheimen durchgeführt werden, für die aber andere verantwortlich gemacht werden - so genannten 'False Flag terrorism'. Die Beipsiele reichen von fingierten Operationen in den 1950er Jahren über den Terror im Italien der 1970er Jahre unter dem Codewort 'Gladio' bis zu den Anschlägen vom 11. September 2001... http://www.arbeiterfotografie.com/911 Neu im Iran-Tagebuch auf der Sonderseite 'Kein Krieg!' die folgende und weitere Meldungen: * 'Ready for war' AF, 25.2.2007 -- Die britische Tageszeitung 'Daily Telegraph' hat am 24.2.2007 einen Artikel von Con Coughlin mit dem Titel 'Ready for War' veröffentlicht. Darin wird u.a. über die Luftangiffsvorbereitungen Israels gegen den Iran berichtet. Die israelische Regierung habe vor Kurzem die USA gebeten, einen Luftkorridor über dem Irak einzurichten, damit die Bomber der israelischen Luftwaffe nicht aus Versehen vom US-Militär abgeschossen werden. Der Artikel macht darüberhinaus deutlich, wieweit die Kriegspropaganda in Israel, das im Gegensatz zum Iran ein illegales Atomwaffenprogramm (geschätzt auf bis zu 200 Bomben und 400 Sprengköpfe) betreibt, bereits gewirkt hat... Desweiteren wird deutlich, wie die israelische Herrschaftselite mit Ministerpräsident Ehud Olmert an der Spitze den Holocaust zum zentralen, demagogischen Instrument ihrer psychologischen Kriegsvorbereitungen macht... http://www.arbeiterfotografie.com/iran Neu im Israel-Tagebuch auf der Sonderseite 'Kein Krieg!' die folgende und weitere Meldungen: * Muss ein Indianer das Existenzrecht der USA anerkennen? AF, 20.2.2007 -- Uri Avnery, israelischer Autor, langjähriger Knesset-Abgeordneter und Friedensaktivist bei Gush Shalom, veröffentlicht am 17.2.2007 einen Artikel, in dem er die Frage nach dem Existenzrecht Israels und der Vereinigten Staaten von Amerika stellt. Er formuliert u.a.: "Muss ein Indianer das Existenzrecht der Vereinigten Staaten anerkennen? Eine interessante Frage. Die USA wurden von Europäern gegründet, die einen Kontinent eroberten, der ihnen nicht gehörte, die den Großteil der indigenen Bevölkerung (die 'Indianer') in einem langen Völkermordfeldzug auslöschte, und die die Arbeit von Millionen Sklaven ausbeuteten, die brutal aus ihren Leben in Afrika gerissen wurden. [...] Muss also ein indianischer Ureinwohner - oder überhaupt irgendjemand - das Existenzrecht eines solchen Staates anerkennen? Aber niemand stellt diese Frage. Die Vereinigten Staaten kümmern sich einen Dreck darum, ob irgendjemand ihr Existenzrecht anerkennt oder nicht. Sie verlangen dies nicht von Staaten, mit denen sie offizielle Beziehungen pflegen. [...] Also warum wird von der Hamas verlangt, 'Israels Existenzrecht anzuerkennen'? [...] warum wird diese seltsame Forderung den Palästinensern angetragen? Warum sollen sie das Existenzrecht Israels als jüdischem Staat anerkennen?"... http://www.arbeiterfotografie.com/israel Neue Foto-Reportagen: * Essen, 10.2.2007 Protest anläßlich des G7-Gipfels der Finanzminister in der Villa Hügel * Berlin, 4.2.2007 Proteste gegen den NPD-Landesparteitag in Berlin-Köpenick * Frankfurt, 3.2.2007 Schüler-Protest gegen den Bildungsnotstand in Hessen * Nürnberg, 1.2.2007 Protest gegen Rente mit 67 * Esslingen, 29.1.2007 Protest gegen Rente mit 67 * Berlin, 28.1.2007 Propaganda-Veranstaltung gegen den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad * Mannheim, 27.1.2007 Demonstration gegen Berufsverbote * Köln, 27.1.2007 Demonstration anläßlich der Ermordung des armenischen Journalisten Hrant Dink * Köln, 27.1.2007 Gedenken an die Befreiung von Auschwitz * Berlin, 27.1.2007 Protest am Hauptbahnhof gegen die Deutsche Bahn wegen deren Verhalten in Sachen Deportation jüdischer Kinder durch die Reichsbahn * Frankfurt, 26.1.2007 Protest vor der Börse gegen die Deutsche Bahn wegen deren Verhalten in Sachen Deportation jüdischer Kinder durch die Reichsbahn * Dortmund, 26.1.2007 Plakat-Aktion "Damals wie heute: Nazis sind Verbrecher" * Köln. 25.1.2007 Aktion gegen die Anwerbung von Erwerbslosen für die Bundeswehr * Düsseldorf, 20./26.1.2007 Tagung und Aktion für das Verbot der NPD * Berlin, 14.1.2007 Vorstellung von Jürgen Elsässers Buch 'Angriff der Heuschrecken - Zerstörung der Nationen und globaler Krieg' * Berlin, 14.1.2007 Luxemburg-Liebknecht Gedenken und Demonstration * Berlin, 13.1.2007 Rosa-Luxemburg-Konferenz * Köln, 11.1.2007 Soldatengottesdienst im Kölner Dom und der Protest dagegen * Berlin, 6.1.2007 Aktion gegen die Jagd * Mainz, 2.1.2007 Aktion 'SPD-Parteivorsitzender Kurt Beck wird von Erwerbslosen rasiert' http://www.arbeiterfotografie.com/reportage Für ergänzende Information, Kritik und Anregungen zum Thema sind wir jederzeit aufgeschlossen... ______________________________________________________________________ Mit besten Grüßen Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann ______________________________________________________________________ Arbeiterfotografie - Forum für Engagierte Fotografie Anneliese Fikentscher Andreas Neumann Merheimer Str. 107 D-50733 Köln Tel: 0221/727 999 Fax: 0221/732 55 88 eMail: arbeiterfotografie at t-online.de Web: www.arbeiterfotografie.com ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ D) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: eine veraltete Terminankündigung Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 22:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Sun Mar 4 23:40:34 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Sun, 4 Mar 2007 23:40:34 +0100 Subject: =?iso-8859-1?Q?=22mund=3A_montag=2C_4=2E_m=E4rz_2007=22?= Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! Montag, 4. März 2007 ================================================ A) INHALT ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 - halbmond & hakenkreuz - das "dritte reich", die araber und palästina vortrag und buchpräsentation cafe.critique at gmx.net ================================================ 02 - start der kampagne "sexarbeiterInnen haben lust ...auf ihre rechte!" info at lefoe.at ================================================ 03 - que[e]r am 7.3.: der krieg und die kritikerInnen raw at raw.at ================================================ 04 - cyber feminism past forward ursprung at mur.at ================================================ 05 - aufruf zur frauenlesbenmädchen-demonstration selbstbestimmungsrechtderfrau at gmx.net ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< KOMMENTARE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 06 - keine angst vor faulen eiern ? ibd.koehler at utanet.at ================================================ 07 - glb/gewerkschafterInnen/parlament/abstimmungsverhalten offener brief des glb an die gewerkschafterInnen im nationalrat und bundesrat leo.furtlehner at liwest.at ================================================ 08 - regierungsklausur zeigte bonzen auf klassenfahrt ! helmut.fellner at chello.at ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 - halbmond & hakenkreuz - das "dritte reich", die araber und palästina vortrag und buchpräsentation cafe.critique at gmx.net ================================================ Halbmond & Hakenkreuz - Das “Dritte Reich", die Araber und Palästina Vortrag und Buchpräsentation mit Martin Cüppers (NS-Forschungsstelle Ludwigsburg an der Universität Stuttgart) Moderation: Stephan Grigat 16. März 2007, 20.00 Uhr (pünktlich) Neues Institutsgebäude, Hörsaal II, Universitätsstraße 7, 1010 Wien http://www.cafecritique.priv.at ____________________ Internationale Politik http://www.internationalepolitik.de/archiv/2006/november2006/ hakenkreuz-uber-palastina.html Der Tagesspiegel http://www.tagesspiegel.de/literatur/archiv/28.08.2006/2736411.asp Das Parlament/ Aus Politik und Zeitgeschichte http://www.das-parlament.de/2006/37/DaspolitischeBuch/001.html Neue Züricher Zeitung http://www.nzz.ch/2007/02/21/fe/articleETJEW.html Socialnet: http://www.socialnet.de/rezensionen/4081.php Landeszentrale für politische Bildung Brandenburg http://www.politische-bildung-brandenburg.de/extrem/rezensionen/ halbmond.htm Jungle World http://www.jungle-world.com/seiten/2006/44/8770.php ================================================ 02 - start der kampagne "sexarbeiterInnen haben lust ...auf ihre rechte!" info at lefoe.at ================================================ SexarbeiterInnen haben Lust...auf ihre Rechte! [Bundesweite Kampagne für die Rechte von SexarbeiterInnen] 8. März 2007 - 2. Juni 2007 Internationaler Frauentag | Internationaler Hurentag Eine Initiative von LEFÖ - Beratung, Bildung und Begleitung von Migrantinnen In Kooperation mit maiz Autonomes Zentrum von und für Migrantinnen (Linz) Mit Unterstützung von Thekla, die Lobby für Frauen in Graz, Frauentreffpunkt Salzburg, Frauenberatungsstelle Oberpullendorf und vielen engagierten Leuten und Organisationen. Im Zeitraum vom 8. März bis 2. Juni werden dazu Veranstaltungen bundesweit stattfinden. Flyer und Plakate können bei uns angefordert werden, alle Infos gibt's dazu auch auf: www.lustaufrechte.at und bei den veranstaltenden Organisationen. In Wien starten wir mit einer Pressekonferenz und Präsentation der bundesweiten Kampagne "SexarbeiterInnen haben Lust auf ... ihre Rechte!" am 7. März 2007 im Moulin Rouge. Am 8. März, dem Internationalen Frauentag, werden wir dann - mit hoffentlich vielen Unterstützerinnen und Freundinnen - bei der Kundgebung und Demo (Treffpunkt Schwedenplatz um 16.00 Uhr) für die Rechte von Frauen und Sexarbeiterinnen laut und sichtbar auftreten - erstmals in Wien/ Österreich mit roten Regenschirmen, dem Symbol der europäischen SexarbeiterInnenbewegung. (Wir wollen viele sein! Ruft uns an oder mailt uns und: gehen wir gemeinsam!) Weitere öffentliche Termine: 15. März 2007 / 18.00 Uhr / im Filmcasino Podiumsdiskussion zum Thema "Sexarbeiterinnenrechte sind Frauenrechte" + Film "Princesas" Ein Abend in Kooperation mit den FrauenFilmTagen 2007 Am Podium: Maria Cristina Boidi, LEFÖ Stephanie Klee, highLights Heide Schmidt, Institut für eine offene Gesellschaft Birgit Sauer, Institut für Politikwissenschaft / Uni Wien Moderation: Vlatka Frketic 13. April 2007 / 19.30 Uhr / Café Siebenstern Kollektivtheater "FAIR FUCK" Forumtheater nach Augusto Boal über Sexarbeit und Migration 4. Mai 2007 / 19.30 Uhr / Literaturhaus Lesung "Ich bin eine Hure und stolz darauf" Ansichten über einen Job ohne Rechte Eine Lesung aus Erzählungen, Interviews und Texten von Sexarbeiterinnen Es lesen: Asli Kislal, Gabriela Hegedüs (angefragt), N.N. 2. Juni 2007 / 13.00 - 17.00 Uhr / Urban-Loritz-Platz "Sexarbeiterinnenrechte sind Frauenrechte!" Informationsveranstaltung, Konzert, Performance zum Internationalen Hurentag 2. Juni 2007 / 20.00 Uhr Fest und Abschluss der Kampagne "Sexarbeiterinnen haben Lust ... auf ihre Rechte!" Und das sind jetzt nur die Termine in Wien! In Linz gibt es vieles, spannendes,...! Und andernorts...! Wir laden herzlich ein! Sexarbeiterinnenrechte sind Frauenrechte! Mit feministischen Grüßen! Die LEFÖ-Frauen SexarbeiterInnen haben Lust... auf ihre Rechte! [bundesweite Kampagne für die Rechte von SexarbeiterInnen] 8. März 2007 bis 2. Juni 2007 | www.lustaufrechte.at Internationaler Frauentag | Internationaler Hurentag ____________________________________ LEFÖ Beratung, Bildung und Begleitung für Migrantinnen LEFÖ Information, Education and Support for Migrant Women ZVR-Zahl: 893710788 Kettenbrückengasse 15/II/4 1050 Wien, Austria tel: +43.1.581 18 81 fax: +43.1.581 18 82 mail: info at lefoe.at web: www.lefoe.at ================================================ 03 - que[e]r am 7.3.: der krieg und die kritikerInnen raw at raw.at ================================================ Mittwoch 07. Maerz: Der Krieg und die KritikerInnen "Der Krieg und die Kritiker" (Bernhard Schmid) handelt von den Reaktionen innerhalb von Teilen des - im weiteren Sinne - gesellschaftskritischen Spektrums auf den Krieg im Libanon, der im Hochsommer 2006 rund 1.200 zivile Tote kostete. Die "Kritiker" sind dabei sowohl jene, die diesen Krieg (mit zum Teil falschen Argumenten und ohne Bewusstsein fuer die Problematik antisemitischer Argumentationsmuster) kritisiert haben - als auch jene, die sich fuer besonders radikale GesellschaftskritikerInnen halten, aber mit fliegenden Fahnen fuer die Unterstuetzung dieses Krieges mobilisierten. Aktuelle Stellungnahmen aus diesen unterschiedlichen Spektren werden kritisch beleuchtet. Aber auch die Wirkungsmaechtigkeit von historischen Bildern, Konstellationen und Zusammenhaengen in den Konfliktparteien selbst wird nicht ausgespart. Buchpraesentation und Gespraech des Autors Bernhard Schmid mit Stefan Novotny. Moderation Kaethe Knittler http://www.unrast-verlag.de Eine gemeinsame Veranstaltung von grundrisse.zeitschrift fuer linke theorie & debatte, que[e]r und revolté ############### Ort: que[e]r. Wipplingerstrasse 23 / 1010 Wien (die Stiegen hinunter) Veranstaltungsbeginn: 20:00 geoeffnet von 18:30-24:00 ############### Naechste Woche: Haett Maria abgetrieben... Weitere Infos siehe: http://raw.at/queer/ -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# ================================================ 04 - cyber feminism past forward ursprung at mur.at ================================================ 8. märz 2007 um 19:00 uhr vernissage mit konzert/performance von eva ursprung in wien - ich würde mich freuen, euch zu sehen: cyber feminism past forward cyber fems virtual real cyber fems real meetings ausstellung - feministische net art - websites - webposters - screenings - cyber fems real meetings - präsentationen - panels - performances Kloe Bratz (TC), ][mez][ breeze (AUS), Carla Cruz (PT), Cym (AUT/NL), Aileen Derieg (AUT), Valie Djordjevic (G), Nina Höchtl (AUT), Deb King (USA), lady tigers night club LTNC (AUT), lizvlx (CH/A), Jess Loseby (Various) et al, Diana McCarthy (USA/G), Nancy Paterson (CAN), Regina Célia Pinto (BRA), Suzanne van Rossenberg (NL), sisterO (NL), Nina Sobell (USA), Evelin Stermitz (AUT/SLO), Eva Ursprung (AUT), Francesco Ventrella (I), Faith Wilding (USA), Nanette Wylde (USA), Jody Zellen (USA) "cyber feminism past forward" besteht aus einer "cyber fems virtual real"-Ausstellung mit feministischer Net Art, Websites, Webposters, Screenings und den "cyber fems real meetings" mit Präsentationen, Panels und Performances. Dabei stehen die Pionierinnen des Cyberfeminismus, aktuelle Arbeiten internationaler MedienkünstlerInnen, sowie die Geschichte der Frauenbewegungen im Zentrum der Auseinandersetzung. Im Panel "Name the depoliticalization of cyber feminisms!" untersuchen wir die für "cyber feminism past forward" eigentliche Frage, wo denn im Lichte globaler Politiken Aspekte der Depolitisierung von Feminismen aufkommen? Eva Ursprung zeigt die videoinstallation "chor - eine verquere sonifikation" mit statements u.a. von Carita Merenmies-Teuschl (Finnland), Bonanza Jellybean (Schweden), Karin Pinter-Koschell (Österreich), Ekaterina Dyogot (Russland), Agnieszka Wolodzko (Polen), Jamika Ajalon (USA), Cecile Noldus (Holland), Katarina Pejovic (Serbien), Keiko Takahashi (Japan), Karen Scheper de Aguire (Deutschland), Angelica Castello (Mexiko), Pauline Riesel-Soumaré (Senegal), Ndidi Dike (Nigeria), Se Lien Chuang (Taiwan), Betsy Toh Pei Ts (Singapur), Claudine Dufrene (Frankreich), Sule Attems-Esdik (Türkei), Anima Rabl (Indien), Cloed Baumgartner (Schweiz)... Ausstellungsdauer: 9.-31. März 2007 Öffnungszeiten: Di-Sa 15.00-19.00 (und nach Vereinbarung) Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs Maysedergasse 2 1010 Wien Tel: + 43-1-513 64 73/Fax - 9 vbkoe at vbkoe.org www.vbkoe.org cyber fems real meetings Freitag, 30. März 2007 19:00 Name the depoliticalization of cyber feminisms! Carla Cruz (PT), Aileen Derieg (AUT), Valie Djordjevic (G), Nina Höchtl (AUT), Rudolfine Lackner (AUT), lady tigers night club LTNC (AUT), lizvlx (AUT/CH), Suzanne van Rossenberg (NL), Diana McCarthy (USA/G), Evelin Stermitz (AUT/SLO), Francesco Ventrella (I) Samstag, 31. März 2007 10:00-13:00 cyber feminism past forward workshop Rudolfine Lackner (AUT) im Rahmen der Frauenfrühlingsuni 15:00 Take Nothing for Granted/Nichts is selbstverständlich Aileen Derieg (AUT) 16:00 World of Female Avatars Evelin Stermitz (AUT/SLO) 16:30 No Men's Land Cym (AUT/NL) 17:00 LTNC's magic garden - experimentelles Internet TV lady tigers night club - LTNC (AUT) 18:00 on accountability, Performance Carla Cruz (PT), Nina Höchtl (AUT), Suzanne van Rossenberg (NL), Francesco Ventrella (I) 19:00 Faces: 10 years (past and future) Valie Djordjevic (G), Diana McCarthy (USA/G), Faces mailing list members Kuratorinnen: Rudolfine Lackner, Evelin Stermitz Mitarbeiterinnen: Katharina Hoffmann, Magdalena Ölzant Eintritt frei! SponsorInnen: Bundeskanzleramt:Kunst Die Grünen Frauen Wien Frauenfrühlingsuni FFU McShark Schremser-Bier Telekopie The Women's Media Center NY Wien:Kultur ================================================ 05 - aufruf zur frauenlesbenmädchen-demonstration selbstbestimmungsrechtderfrau at gmx.net ================================================ Liebe FrauenLesben! Es freut uns, dass Ihr den Aufruf zur diesjährigen FrauenLesbenMädchen-Demonstration zum Internationalen Frauenkampftag nicht nur ankündigt, sondern auch an möglichst viele, viele FrauenLesben weiterleitet! Die Flyer und die Plakate sind ab Donnerstag, den 1.3. im FZ-Beisl bzw. im 2. Stock abholbereit - zum Stadtverschönern und zum Unter die Frauen Bringen: bei Discos, auf Märkten, vor Schulen, na ihr wisst schon wo ;-) Das autonom-feministische Vorbereitungsplenum --- 8. März 2007: KUNDGEBUNG AB 16.00 AM SCHWEDENPLATZ im 1. Bezirk: mit Infotischen, Redebeiträgen, Action, Musik und Live Performances DEMO ca. 17.30 durch die Innen-Stadt, Abschluss: vor der Hauptuni --- Internationaler FrauenLesbenKampftag 2007 Kämpfen Frauen - scheint die Sonne! In einem überwältigenden Akt der direkten Demokratie zogen heute 200.000 Frauen sternförmig durch Wien in die Innenstadt. Diesen imposanten Zügen wütender und entschiedener Frauen schlossen sich immer neue Gruppen an. Das öffentliche Leben brach zusammen und der Verkehr versank im Chaos. Politik und Exekutive war verschreckt, aber machtlos. Die Demonstration knüpfte nicht zufällig an die historischen Wurzeln des Frauenkampftages des ausgehenden 19. Jahrhunderts an: Nach über 100 Jahren der Kämpfe der ArbeiterInnenbewegung und zweier Frauenbewegungen im 20. Jahrhundert katapultiert der patriarchale Kapitalismus Frauen rasend schnell in überwunden gewähnte Lebensrealitäten. Der Zorn der Frauen drückte sich auf Transparenten, in Sprechchören und Liedern aus. Er richtete sich gegen den wachsenden gesellschaftlichen Ausschluss und die politische Entmündigung von FrauenLesben und gegen die Verarmungs- und Ausbeutungsstrategien der Herrschenden. Die laufend fortgesetzten kapitalistisch/patriarchal angeführten Regierungspolitiken dies- und jenseits der österreichischen Grenzen sind unerträglich. Die demonstrierenden Frauen überwältigten kraft ihrer Übermacht die Securities der Regierungsstellen und überstellten die zuständigen Beamten, sowie die gesamte Regierungsriege in Schubhaft. Ein Insassenwechsel fand statt. Der langjährigen Forderung nach “Bleiberecht für alle" und der Parole “Abschiebung ist Folter, Abschiebung ist Mord" wurde durch das Öffnen der Schubhaft- Zellentüren entsprochen. Tausende Menschen, ohne Verfahren und Verbrechen in Haft, waren plötzlich frei. Mit den menschenverachtenden Umständen der “Flüchtlingsbetreuung" wurde Schluss gemacht. Der Zorn der FrauenLesben richtete sich gleichzeitig auch gegen die zentrale Datensammel- und Koordinationsstelle EDVG (Elektronische Datenverarbeitung GmbH & Co KG, zu deren Kunden neben dem AMS der Gewerkschaftsbund, die AK, Siemens, etc. gehören). Sie wurde gestürmt. Dabei wurden Millionen personenbezogener Datensätze Erwerbsloser vernichtet. Die moderne Sklavinnenhalterzentrale AMS stand plötzlich ohne Selektionsdaten da. Von weiteren Daten-Devastierungen waren vor allem das Arbeits- und Wirtschaftsministerium, das Sozialministerium und das Innenministerium (Daten von Migrantinnen und Flüchtlingen sowie von politisch aktiven “unbequemen" Personen) betroffen. Die immer mächtiger werdende Demonstration zog noch mehr Frauen an: Bankangestellte, Lehrerinnen, Sexarbeiterinnen, Studentinnen, Verkäuferinnen, Pflegerinnen, Putzfrauen, U- Bahnfahrerinnen, Hausfrauen schlossen sich dem Aufmarsch an. Es war berauschend! Im Bundeskanzleramt eingelangt, stellten sich einige Frauen den Vertreter/innen der Presse, die eigentlich auf Kanzler und Vizekanzler gewartet hatten. Gleichzeitig bediente eine Gruppe von Frauen bereits die Regler des staatlichen Hörfunks und TV, und so fand eine Liveübertragung aus dem Bundeskanzleramt statt: DAS ERSTE MANIFEST DER FRAUENLESBEN WAR LANDESWEIT ZU HÖREN UND ZU SEHEN! “Wir gründen hiermit eine Gesellschaft, in der Frauen frei sind! Ab sofort ist keine einzige Frau mehr dazu verdammt, auf einen “Ernährer", Vater, Familie, usw. angewiesen zu sein, um existieren zu können. Dieses patriarchale Modell funktioniert seit über 2000 Jahren nur für Männer. Sämtliche Vorrechte von und für Männer, im Alltag und im Staat, sind abgeschafft! Wir durchbrechen den patriarchalen Teufelskreis aus der Verbindung zwischen männlichen Gewalttätern und weiblicher Komplizinnenschaft. Unsere Solidarität und unser Respekt gilt den kämpfenden Frauen im Trikont (Asien, Afrika und Lateinamerika) und in den Ländern, die zu Armutshinterhöfen der EU gemacht werden, die brutalst durch Kapitalismus und Neoliberalismus ausgebeutet werden. Unser aller Kampf gilt den weißen, männlichen Eliten, die weltweit 90 % des Einkommens und 99 % des Vermögens kontrollieren. Ein Gutteil ihres Vermögens resultiert aus Kriegstreiberei, Waffenschieberei, Drogenhandel und vor allem dem Handel mit Frauen. Frauen werden in einer sexistischen Gesellschaft nicht als eigenständige, denkende, handelnde Menschen wahrgenommen, sondern mit sexistischen Vorurteilen und Normen, wie Frau zu sein hat, beurteilt. Wir pfeifen auf den sexistischen Blick der Männer, der Frauen als sexuelle Objekte betrachtet, oder unsere Sichtbarkeit als “unmoralisch" oder “verführerisch" ansieht. Wir befreien uns von der Gefangennahme unserer Hirne durch die Gehirnwäsche der Medien mittels millionenfach wiederholter Bilder, die Frauen als ewig aufreizende Opfer und Männer als ewig triebgestaute Täter darstellen. Der Ausbeutung und Besetzung unserer Phantasie und Vorstellungskraft in Bezug auf unser sinnliches und erotisches Erleben in Form von Softpornos im Fernsehen wird der Garaus gemacht. Wir holen uns unseren selbstbestimmten Ausdruck von Sexualität und unsere Erlebensfähigkeit zurück. Wir widersetzen uns jeglichen religiösen und ideologischen Erklärungen für die Unterordnung der Frau unter den Mann. Wir widersprechen den “wissenschaftlichen" Erklärungen von der “Minderwertigkeit", “Hilfsbedürftigkeit" oder “Andersartigkeit" der Frauen. Wir stellen die herrschende Medizin in Frage, die Frauen als “verrückt" und Frauenkörper als “krank" beurteilt. Wir bekämpfen die sexistische Vermarktung von Frauen in der Werbung, in den Medien und in der Porno-Industrie. Wir bekämpfen hierarchische und gewalttätige Beziehungsstrukturen und all-tägliche Männergewalt gegen Frauen und Mädchen. Sexistische Gewalt gegen Frauen und Mädchen hat keine Hautfarbe, keine Klasse, keine Religion und keine Kultur. Sie hat nur ein Geschlecht und sie kennt keine Grenzen. Männergewalt ist Krieg gegen Frauen. Die Kraft, uns zu verteidigen, ist eine politische Kraft. Sie entsteht aus dem Bewusstsein, dass die Frauen sich es erkämpfen müssen, in Freiheit und mit Selbstbestimmung in der Welt leben zu können. Frauen! Schließt euch zusammen mit Freundinnen, Arbeitskolleginnen, Gefährtinnen und Bekannten und zeigt euren Widerstand. Macht Gewalt, Diskriminierung und Unterdrückung von Frauen, miese Arbeitsbedingungen und strukturelle Gewalt öffentlich." Zeitgleich besetzte eine Gruppe von Frauen das Parlament, erklärte die Regierung in einem formalen Akt für überflüssig und daher für abgesetzt und veranstaltete ein Tribunal mit Frauenfestcharakter. Die erste Rätinnenrepublik des 21. Jahrhunderts wurde ausgerufen! Liebe Frauen, der 8. März dauerte länger als einen Tag! Vom Frauenstreik, der in einen politischen Generalstreik mündete, wurden der ÖGB und die Sozialpartner ausdrücklich ausgeschlossen. Denn sie hatten nur zu oft bewiesen, dass sie nicht für Frauenrechte kämpfen wollen. Massenhaft wurden Fabriken und Produktionsstätten von den Frauen besetzt, kollektiviert und übernommen bzw. stillgelegt, wenn die Produkte nur dazu dienen, den herrschenden Konsumwahn immer weiter zu treiben oder wenn sie ökologisch katastrophale Auswirkungen haben. Zentralen von multinationalen Konzernen, die ihre Produktion wegen der günstigen Ausbeutungsbedingungen in die ehemaligen realsozialistischen Länder, nach Lateinamerika, Afrika oder Asien ausgelagert haben, wurden besetzt. Damit wurde ein praktischer Akt der internationalen Solidarität und Unterstützung von organisierten, aufständischen Frauengruppen oder einzelnen mutigen Frauen gesetzt. Gleichzeitig wurden die Frauen aufgefordert, diesen Dreck nicht mehr zu kaufen, der den Arbeiterinnen vielfach Gesundheit oder sogar das Leben kostet. Der Kirchenbesitz wurde eingezogen. Kirchen wurden zu Konzertsälen, Jugendzentren Altentreffpunkten, ... umfunktioniert. Im erzbischöflichen Palais wurde die größte Abtreibungsklinik des Landes eingerichtet. Der Schwangerschaftsabbruch wurde radikal entkriminalisiert, denn er hat im Strafgesetz absolut nichts verloren. Die Kontrolle über Gebären oder Nichtgebären wurde den Frauen zurückgegeben. Bevölkerungsstrategen, Reproduktionstechniker, frauenfeindliche Ärzte, ... wurden wegen ihrer Experimente an Frauen belangt. FrauenLesben leben neue Lebens- und Beziehungszusammenhänge unter Frauen, nehmen Freuden, Enttäuschungen und Auseinandersetzungen untereinander wichtig. Sie machen die Arbeit, das Leben und die Geschichte von Frauen sichtbar, erkennen die Lesbenfeindlichkeit als Angriff auf Beziehungen unter Frauen und stehen offen zu Freundinnenschaften, lesbischen Beziehungen und Frauenbezügen. Sie geben sich nicht damit zufrieden, dass einzelne Frauen an der Macht teilhaben, sondern kämpfen für Gerechtigkeit und Freiheit für alle Frauen. SEI STOLZ D'RAUF, WENN DEINE SCHWESTERN INTERNATIONAL KÄMPFEN UND SCHLIESS DICH IHNEN AN! ------ anschließend an die Demo ab 19.00: FrauenLesbenFEST im FZ, live Musik mit Mieze Medusa u.a., Eintritt freie Spende, Währingerstraße 59/Stg. 6, 1090 Wien/Eingang Prechtlgasse --- Weitere Termine im Rahmen des Internationalen Frauenkampftages: 8.3.bis 15.3.: Frauenfilmtage 07 Spielfilme, Dokumentarfilme und Kurzfilme über, von und mit Frauen im Filmcasino, Margaretenstraße 78, 1050 Wien; 10.3. AMSand-Frauen/Plattform FrauenLesben gegen Zwangsarbeit und strukturelle Gewalt an Frauen: Infoveranstaltung und Rechtsberatung für Frauen im Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 Wien, 14.00 Uhr; Kampagne von LEFÖ/maiz/thekla: Sexarbeiterinnen haben Lust auf ihre Rechte: 15.3. 18.00: Podiumsdiskussion und Film im Filmcasino; 13.4. 19.30: ForumTheater “fair fuck", Cafe Siebenstern, www.lustaufrechte.at Impressum: Vorbereitungsplenum für den 8. März, FZ, Währingerstrasse 59, 1090 Wien ---- FrauenLesben für das Selbstbestimmungsrecht der Frau mailto: Selbstbestimmungsrechtderfrau at gmx.net ---- detaillierte Informationen zur Abtreibung und den Methoden der radikalen Abtreibungsgegnerschaft auf http://www.die-abtreibung.at.tf --- Der GMX SmartSurfer hilft bis zu 70% Ihrer Onlinekosten zu sparen! 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Diese Aussage ist weitgehend realitätsfremd. Schon jetzt entspricht ehrenamtliche - also unbezahlte - Tätigkeit etwa 481.000 Vollzeitarbeitsplätzen. Es ist allerdings richtig, dass sich Multimillionäre vermehrt der Faulheit hingeben und andere um Bettellöhne für sich arbeiten lassen. "..., dass die Grundsicherung jene finanzieren müssen, die arbeiten" ist ebenfalls weitgehend unrichtig. Noch nie war unsere Gesellschaft mit derart vielen Sklaven aus Blech und Elektronik gesegnet. Diese sollen gefälligst ihren Beitrag zum Wohl der Gesellschaft leisten. Ebenso jene, die ihre Gewinne auf mehr oder weniger legalen Wegen in Steueroasen schaffen. Aber den Bogen scheint Herr Barazon zumindest teilweise in seinem Kurzbeitrag ja noch geschafft zu haben wenn erschreibt: "Es ist für eine Gesellschaft unerträglich, wenn auf der einen Seite Milliardengewinne und Jahreseinkommen von mehreren Millionen Euro gefeiert werden und am unteren Ende der Skala Menschen mit einigen hundert Euro das Auslangen finden müssen." Wo also ist das Finanzierungsproblem? Verwundert Dietmar KÖHLER Initiativgruppe ARBEITSLOSIGKEIT Gründungsmitglied des "Netzwerk Grundeinkommen" (www.grundeinkommen.at) Mitglied der Menschenrechtsgruppe bei FIAN (www.fian.at) ================================================ 07 - glb/gewerkschafterInnen/parlament/abstimmungsverhalten offener brief des glb an die gewerkschafterInnen im nationalrat und bundesrat leo.furtlehner at liwest.at ================================================ Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110 Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 - Mail office at glb.at - Web www.glb.at - Ausgabe vom 4. März 2007 “Offener Brief" des GLB an die GewerkschafterInnen im Nationalrat und Bundesrat Vorrang für Gewerkschaftsinteressen oder Parteiräson? Mit einem “Offenen Brief" thematisiert die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) das Abstimmungsverhalten führender GewerkschafterInnen im Nationalrat bzw. Bundesrat in wichtigen Fragen. Konkret richtet sich der “Offene Brief" des GLB an Renate Csörgits, Wilhelm Haberzettl, Dietmar Keck, Hermann Krist, Josef Muchitsch, Fritz Neugebauer, Sabine Oberhauser, Franz Riepl, Bruno Rossmann, Walter Schopf und Rainer Wimmer als Nationalratsabgeordnete sowie an Erich Gumplmaier, Roswitha Bachner, Peter Florianschütz und Harald Reisenberger als Bundesratsmitglieder. In dem von der GLB-Bundesvorsitzenden Karin Antlanger unterzeichneten “Offenen Brief" heißt es wörtlich: “Werte Kolleginnen, werte Kollegen, in den Debatten um die ÖGB-Reform spielte unter anderem auch die Frage, ob SpitzengewerkschafterInnen gleichzeitig Mandate in gesetzgebenden Körperschaften (Nationalrat, Bundesrat, Landtag) ausüben sollen, eine Rolle. Dabei geht es einerseits um die damit verbundenen Bezüge, für welche der Bundeskongress eine Regelung durch eine Bezügeobergrenze von 5.800 Euro netto (das sind rund 11.000 Euro brutto) getroffen hat. Politisch geht es bei der Ausübung solcher Mandate aber um einen tiefgehenden Interessenkonflikt: für alle GewerkschafterInnen in Parlamenten stellt sich nämlich immer wieder die Frage, ob für sie die Interessen der Gewerkschaftsmitglieder und die Beschlüsse von ÖGB und Teilgewerkschaften Vorrang haben oder ob sie sich der Fraktionsdisziplin ihrer jeweiligen Partei unterwerfen und damit aber oft gegen Gewerkschaftsinteressen handeln. In früheren Jahrzehnten mit einem großen Verteilungsspielraum konnte dieser Konflikt noch mit dem Argument vermeintlich akzeptabler Kompromisse gerechtfertigt werden. Mit zunehmender Verengung des Verteilungsspielraums in der Phase des neoliberalen Kapitalismus und seiner Ideologie, staatliche Leistungen zu reduzieren und öffentliches Eigentum zu privatisieren, gilt das zweifellos nicht mehr. Als Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB stellen wir daher die Frage an die GewerkschafterInnen, welche Mandate in Parlamenten ausüben, wie sie es mit grundlegenden gewerkschaftlichen Positionen halten: - Werden sie der Verlängerung der täglichen und wöchentlichen Arbeitszeit und der Ladenöffnungszeiten zustimmen? - Werden sie der geplanten Aufweichung des Kündigungsschutzes von Lehrlingen zustimmen? - Werden sie einem Pflegemodell zustimmen, das allen elementaren Ansprüchen bezüglich Arbeitszeit Hohn spricht und einen Frontalangriff auf die Arbeitsbedingungen im Gesundheits- und Sozialbereich darstellt? - Werden sie der sich abzeichnenden Privatisierung von Teilen der ÖBB zustimmen? - Werden sie einer möglichen Aufhebung des zweiten Verstaatlichtengesetzes, welches eine öffentliche Mehrheit im Energiesektor vorschreibt ihre Stimme geben? - Werden sie die unsoziale Studiengebühr mit ihrer Stimme weiterhin sanktionieren? Wir sehen dringenden Erklärungsbedarf in diesen wichtigen sozialen Fragen gegenüber den Gewerkschaftsmitgliedern. Wir fordern daher jene GewerkschafterInnen, die als Abgeordnete im Parlament vertreten sind, auf, zu diesen Fragen Stellung zu nehmen. Wir werden sie bei der Behandlung dieser Fragen und den Abstimmungen darüber an die Beschlüsse der Gewerkschaften, an die Beschlüsse des letzten ÖGB-Bundeskongresses und an die Interessen der Gewerkschaftsmitglieder erinnern." ================================================ 08 - regierungsklausur zeigte bonzen auf klassenfahrt ! helmut.fellner at chello.at ================================================ Kommunistische Initiative [KI] Presseaussendung 05.03.2007 Regierungsklausur zeigte Bonzen auf Klassenfahrt ! Utl.: SPÖ verschaukelt einmal mehr ihre Mitglieder, AnhängerInnen und Wähler In trauter Eintracht waren sie zu sehen, auf gestellten Aufnahmen einer fröhlichen “Klassenfahrt" - der Klasse der Besitzenden - mit Salonwägen der ÖBB, für die Passagiere zum Nulltarif, wie in Kaiserszeiten dem gemeinen Volk huldvoll zuwinkend: die wohlbestallten Bonzen der SPÖVP - Regierung. Alfred Gusenbauer, am Höhepunkt seiner persönlichen Intentionen vis-a-vis von Wolfgang Schüssels Statthalter Wilhelm Molterer, der geschorene Buchinger dicht an dicht mit dem Pharma-Millionär Bartenstein. Und was schaute bei diesem zynischen Spektakel heraus: eine Verhöhnung der Arbeitslosen. Deren “Mobilität" im Interesse des Kapitals erhöht werden soll, dahinter verbirgt sich eine weitere Verschärfung der Zumutbarkeitsbestimmungen und sonst nichts. Gusenbauers Kabinett setzt den asozialen Kurs der Kabinette Schüssel nicht nur fort, sondern verschärft ihn noch. Die Zustimmung zu den Maßnamen seitens der Kapitalisten und ihrer Verbände kam auch prompt. Gusenbauer ist nichts anderes als ein Verräter jener Klasse, aus der selbst stammt. Das ist bei den SozialdemokratInnen so alt wie schlecht. Helmuth Fellner von der Kommunistischen Initiative [KI]: “Die Studiengebühren bleiben, über etwaige ’Befreiungen' davon wurde huldvollst parliert, die Lehrlingsoffensive war auch mit der Lupe nicht auszumachen. Keine Rede von qualifizierterer Ausbildung etwa durch einen zweiten Berufschultag, von Verpflichtung der Unternehmen zur Ausbildung von Lehrlingen. Ein paar Extra-Würstel für Beamte durch die Schaffung einer Personalagentur des Bundes, die quasi als Arbeitsmarktservice für Beamte dienen soll. Letztlich wurde ein äußerst restriktives Budget beschlossen, darin wird schon - Eurofighter-Ausschuss hin oder her - Platz gemacht für die Militarisierung Österreichs im Interesse der EU und der NATO. Bildung und Soziales bleiben weiter unterdotiert." Und am Ende reisten - wie zum Hohn - fast alle Regierungsmitglieder nach dem Sozialdumping-Gipfel wieder in ihren Luxuskarossen ab. “Die ÖBB durften nur mehr ihren Ressortminister Faymann, der gerade 600 Eisenbahnern ihre Beschäftigung durch ein Ende des Verschubes und der Güterzugbildung im Bahnhof Selzthal entzieht, und den Umweltminister Pröll, dem zur steigenden Transitlawine wieder nur heiße Luft zu entlocken war, transportieren, und dies wieder zum Nulltarif." So Fellner. Die österreichischen Werktätigen wurden einmal mehr verarscht. Die Linzer SP-Wähler konnten den Betrug durch ihre Heuchler-Truppe hautnah spüren. Und sonst bleibt für soziale Menschen nichts anderes. Als das, wofür sie seit Jahren stehen, der Aufbau von Protest, Widerstand und Klassenkampf. Kontakt: Kommunistische Initiative (KI) Post : Rankgasse 2, 1160 Wien Telefon: O676/6968852 e-mail: info at kommunisten.at Homepages: www.kominform.at und www.kommunisten.at ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. 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(werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: wadi austria Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 20:13 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Tue Mar 6 05:08:44 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Mon, 5 Mar 2007 23:08:44 -0500 Subject: =?ISO-8859-15?B?d2lkZXJzdEBhbmQgbXVuZCAtIERpZW5zdGFnLCA2LiBN5HJ6IDIwMDc=?= Message-ID: <190660990.20070305230844@nessizius.com> MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Dienstag, 6. März 2007 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 Militärbudget explodiert: plus 33% ! Von: Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================ 02 GLB/Mobilität/Pendler/Arbeitskräfte Von: Gewerkschaftlicher Linksblock ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 03 Podiumsdiskussion, 19. März: Attac schlägt Alternativen für EU-Vertrag vor Von: Attac Österreich Presse ================================================ 04 Einladung zur Pressekonferenz am 7. März 2007 Von: lefoe info ================================================ 05 Literarische Archive - Minderheiten- und Migrant Von: Initiative Minderheiten Newsletter ================================================ 06 Internationaler Frauentag im Votivkino Von: Eva Brantner ================================================ 07 Tricky Women 2007 - Synchro Film&Video Award für "Gugug" von Sabine Groschup Von: ursprung ================================================ 08 Let's Organize! --> 29./30.3. Tagung zu (Selbst-)Organisierungspraxen im Kontext Von: euromayday.at ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 Militärbudget explodiert: plus 33% ! Von: Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================ Werkstatt Frieden Solidarität Waltherstr. 15, 4020 Linz Tel. 0732/771094 Fax 0732/797391 Mail: office at werkstatt.or.at Web: www.werkstatt.or.at Wer diesen Rundbrief nicht mehr erhalten möchte, ersuchen wir um ein E-Mail unter folgendem Link: mailto:mailfriwe-request at friwe.at?subject=unsubscribe Militärbudget explodiert: plus 33% ! Hauptgrund: Eurofighter-Ankauf und „Auslandseinsätze“ Aufruf zur Kundgebung gegen Eurofighter am 24. März vor dem Parlament Das Budget der rot-schwarzen Regierung liegt auf dem Tisch. Der unglaubliche Tiefpunkt dieses Budgets wird in den Medien eher am Rande erwähnt: während insgesamt 620 Millionen Euro eingespart werden sollen, wird das Militärbudget um sage und schreibe 33% erhöht, und zwar um 600 Millionen von 1,8 auf 2,4 Milliarden Euro. Grund, so Verteidigungsminister Darabos: Die Finanzierung der Eurofighter und die „Sicherstellung der Auslandseinsätze“ (ORF-Mittagsjournal, 2.3.2007). Unter Kanzler Gusenbauer erreicht Österreich damit das höchste Rüstungsbudget in der Geschichter der 2. Republik. Das ist kein Zufall, denn: die SP/VP-Regierung bekennt sich – genauso wie ihre schwarz-blau-orangen Vorläufer – ohne Wenn und Aber zur EU-Militärpolitik. Und diese sieht vor, bis zum Jahr 2010 umfassende Kapazitäten für globale Militäreinsätze aufzubauen. Ein Kernstück dafür ist die Einsatzfähigkeit der Eurofighter-Kampfbomber (EU-weit über 600 Stück). Es gehört zu den unverschämtesten Lügen der Regierenden, dass die Eurofighter zum Schutz der Neutralität beschafft werden sollen. Das glatte Gegenteil ist wahr. Es geht um Kampfflugzeuge, um„bis weit hinunter nach Afrika, den Nahen Osten und Kaukasus“ Militäreinsätze fliegen zu können, wie das Streitkräftekommandant Günter Höfler ausgeplaudert hat (Kleine Zeitung, 13.12.2005). Fähigkeit zu Flächenbombardements Aus einem Akt des Verteidigungsministerium vom 15. April 2000 geht hervor, dass es nie um den Ankauf von „Luftraumüberwachungsflugzeugen“, sondern immer schon um offensive Kampfbomber ging, die gegen Bodenziele zum Einsatz gebracht werden können. So verlangte das Verteidigungsministerium, dass die zukünftigen Abfangjäger u.a. folgende Mittel zum Einsatz bringen können sollen: - „flächendeckende Bomben - Freifallbomben (500 – 2.000 Pfund-Katergorie) - Lenkwaffen zum Einsatz gegen Panzer und gepanzerte Fahrzeuge - Gesteuerte Bomben (z.B. lasergsteuert) - Lenkwaffen gegen elektromagnetische Emission von Bodenzielen - Lenkwaffen zum Einsatz gegen gehörte Ziele - Lenkwaffen zum Einsatz gegen Flugbetriebsziele“ (Quelle: „Leistungsbeschreibung Luftraumüberwachung“, Pkt 3.2.24, BMLV, 15.04.2000) Am 30. Oktober 2006 hat eine Mehrheit des Nationalrates die Regierung aufgefordert, sofort alle Schritte zu setzen, um aus dem Eurofighter-Vertrag auszusteigen und den Beschaffungsvorgang auf der Stelle zu stoppen. Damals noch mit den Stimmen von Gusenbauer und Darabos. Als Bundeskanzler und Verteidigungsminister wollen diese nun von ihrem eigenen Beschluss nichts mehr wissen. Der Beschaffungsvorgang wird unvermindert fortgesetzt. Dabei gibt es genügend Gründe wegen „Sittenwidrigkeit“ aus dem Eurofighter-Vertrag auszusteigen, ohne einen Cent zu zahlen (sh. dazu auch www.werkstatt.or.at). Ein Konzern, der Schmiergeldzahlungen von Subkontrahenten vertraglich freistellen lässt, und Geschäftspartner mit Strafen bedroht, wenn sie vor einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss aussagen, kann kein Vertragspartner der Republik sein. Die Nationalratsabgeordneten sind aufgefordert, ihre eigenen Beschluss für den Eurofighter-Ausstieg gegenüber der Regierung durchzusetzen, wenn sie nicht zu Marionetten der Rüstungslobby werden wollen. Machen wir gemeinsam Druck gegen Eurofighter und die Explosion des Rüstungsbudgets! Kundgebung gegen Eurofighter Samstag, 24. März 1007, 13 Uhr Vor dem Parlament, Wien Wer in der Vorbereitung mithelfen will, bitte melden bei Tel. 01-485 87 56 oder 0732-771094 bzw. office at werkstatt.or.at Weitere Aktionen gegen Eurofighter und Aufrüstung: WIEN: Protest- und Verteilungsaktionen Do, 8., 15. und 22. März Jeweils: 9:30 bis 11 Uhr vor dem Parlament und 16 bis 17.30 Uhr, Friedensbrücke/U4, Wien Sa, 17. März Demonstration „Stoppt Krieg und Besatzung – Keine Eurofighter – Keine Kriegsteilnahme Österreichs“ 14 Uhr, Stephansplatz LINZ: Protest- und Verteilungsaktionen „Eurofighter-Ausstieg SOFORT“ Sa, 10. März, 10 bis 12 Uhr, Landstraße 36 (vor der SPÖ-Zentrale) Sa, 17. März, 10 bis 12 Uhr, Landstraße 36 (vor der SPÖ-Zentrale) Protesttag gegen das Regierungsprogramm Fr, 23. März, 14 Uhr Taubenmarkt/Landstraße Nähere Informationen bei der Werkstatt Frieden Solidarität, Waltherstraße 15, 4020 Linz, Tel. 0732/771094, e-mail: office at werkstatt.or.at Hier kann auch bestellt werden: - Plakat „Eurofighter-Ausstieg SOFORT!“ (auf Spendenbasis) - Pickerl „Eurofighter-Ausstieg SOFORT!“ (auf Spendenbasis) - Neue Infozeitung „Eurofighter-Ausstieg SOFORT!“ (8 Seiten, á 10 Cent, ab 300 Expl. á 5 Cent) Ein Probeexemplar der "guernica" (Zeitung der Werkstatt Frieden Solidarität) schicken wir gerne kostenlos zu. Ein Jahresabo (=10 Ausgaben) kostet EUR 9,-; ein Schnupperabo (=5 Ausgaben) EUR 5,- Die Unterschriftenaktion “Eurofighter-Ausstieg SOFORT!” kann auch online unterstützt werden auf www.werkstatt.or.at ================================================ ================================================ 02 GLB/Mobilität/Pendler/Arbeitskräfte Von: Gewerkschaftlicher Linksblock ================================================ Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110 Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 - Mail office at glb.at – Web www.glb.at – Ausgabe vom 5. March 2007 Die Hälfte der Beschäftigten muss pendeln GLB kritisiert weltfremden Vorwurf mangelnder Mobilität „Von akuter Weltfremdheit befallen sind offensichtlich jene Experten, die eine mangelnde Mobilität der Arbeitskräfte in Österreich beklagen, einschlägige Fakten sagen nämlich gegenteiliges aus“, kritisiert Karin Antlanger, Bundesvorsitzende der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB). Laut Statistik Austria pendeln nämlich über 1,8 Millionen Beschäftigte in eine andere Gemeinde zur Arbeit, davon 1,64 Millionen täglich und 184.000 wöchentlich. In eine andere Gemeinde des eigenen Bundeslandes pendeln täglich 1,31 Millionen und wöchentlich 48.000, in ein anderes Bundesland täglich 303.000 und wöchentlich 106.000 und ins Ausland täglich 27.000 und wöchentlich 30.000 Beschäftigte. Die Behauptung mangelnder Mobilität der Beschäftigten entbehrt somit jeglicher Grundlage, die in diesem Zusammenhang kritisierte „Trägheit durch moderate Zumutbarkeitsbestimmungen“ für Arbeitslose sind daher eine gefährliche Drohung. Anstatt wirksame Maßnahmen zur Verbesserung der Berufsausbildung zu setzen betreibt die Bundesregierung unter dem Stichwort „Facharbeitermangel“ sowohl den Import ausländische Arbeitskräfte als gezieltes Lohndumping als auch massiven Druck auf Arbeitslose durch forcierte Mobilität. Der GLB verweist zur Pendlerthematik auch auf die Erkenntnis einer Arbeiterkammer-Studie auf, wonach Pendeln depressiv und krank macht. Laut dieser Studie sind über 170.000 Beschäftigte dabei mehr als zwei Stunden unterwegs. Als Belastung und Stressfaktoren werden dabei oftmaliges Umsteigen, nicht abgestimmte Fahrpläne, lange Wartezeiten, zu große Intervalle und Verspätungen von Bus und Bahn sowie von AutofahrerInnen immer längere Staus empfunden. Als Grundfrage im Zusammenhang mit den Belastungen durch den Pendelverkehr sieht der GLB jedoch die immer stärker verlangte totale Mobilität der Arbeitskräfte, die sich EU-weit auf die vier Grundfreiheiten, das Binnenmarkt-Konzept und das Dogma des Wettbewerbs stützt: „Waren früher Wohnort und Arbeitsort räumlich mehr oder weniger identisch, so werden heute stundenlange Fahrten zum und vom Arbeitsplatz ans normal empfunden. Dass die Betroffenen dabei viele Stunden ihrer Zeit unbezahlt verlieren, wird meist verdrängt“, so GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger. Durch die immer stärker verlangte Flexibilisierung und die damit verbundene Zertrümmerung einheitlicher Arbeitszeiten verstärkt sich der Druck auch für PendlerInnen, weil das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln mit den Anforderungen der Wirtschaft nicht mithalten kann und vor allem der Individualverkehr verstärkt wird. Durch angeblich ökonomische Zwänge und unter Zugrundelegung falscher Prioritäten erfolgt immer weniger einer sinnvollen Abstimmung von Arbeitsplätzen und Wohnorten die darüber hinaus Bildung, Freizeit und Einkauf Rechnung trägt. Durch die Zerschlagung der Verstaatlichten und die hemmungslose Privatisierungspolitik fehlt zunehmend auch jede politische Gestaltungsmöglichkeit durch eine sinnvolle Strukturpolitik Arbeitsplätze dort zu schaffen wo die Menschen wohnen: „Das Dogma einer unbeschränkten Mobilität erweist sich demnach ebenso wie das eines totalen Wettbewerbs immer mehr als kontraproduktiv für die Lebensqualität der Menschen“, so Antlanger abschließend. ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 03 Podiumsdiskussion, 19. März: Attac schlägt Alternativen für EU-Vertrag vor Von: Attac Österreich Presse ================================================ Podiumsdiskussion, 19. März:"Einneues Fundament für Europa - Attac schlägt Alternativen für EU-Vertragvor" Es diskutieren: Ursula Plassnik, Außenministerin (angefragt) Johannes Voggenhuber, Abgeordneter zum Europäischen Parlament Wolfgang Greif, Internationaler Sekretär der GPA-DJP Aurelie Trouvé, Präsidentin Attac Frankreich Sven Giegold, Koordinierungskreis Attac Deutschland Moderation: Christian Felber, Gründungsmitglied Attac Österreich EuropäischeAttac-Organisationen präsentieren am 19. März in Wien „ZehnPrinzipien für einen demokratischen EU-Vertrag“. Anlass ist der 50.Geburtstagder Römischen Verträge sowie die geplante Wiederaufnahme desVerfassungsprozesses. Die sechsseitige Erklärung wurde von dennationalenAttac-Organisationen in Europa gemeinsam verfasst. Zum ersten Mal legtdamitein transeuropäisches Netzwerk der Zivilgesellschaft Alternativen zumgescheiterten Verfassungsvertrag vor. Zentrales Anliegen: DieeuropäischeBevölkerung muss sich in den europäischen Verfassungsprozess einbringenkönnen.Der Präsentation in Wien folgen weitere Präsentationen in zahlreicheneuropäischenHauptstädten, darunter Berlin und Paris. 19. März 2007, 19:00 Uhr Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier(GPA-DJP) Alfred-Dallinger-Platz 1, 1034 Wien (Saal 2) Pressekonferenz dazu am vormittag des 19.März: Montag, 19. März 2007, 10:00 Uhr Presseclub Concordia, Bankgasse 8, 1010 Wien Ihre GesprächspartnerInnen: Aurelie Trouvé, Präsidentin Attac Frankreich Sven Giegold, Koordinierungskreis Attac Deutschland Christian Felber, Grundungsmitglied Attac Österreich -- David Walch Pressesprecher Attac Österreich ----------------------------- Margaretenstraße 166/3/25, A-1050 Wien Tel: +43 (0) 1 544 00 10 Mobil: +43 (0) 650 544 00 10 Fax: +43 (0) 1 544 00 59presse at attac.at, www.attac.at----------------------------- ================================================ ================================================ 04 Einladung zur Pressekonferenz am 7. März 2007 Von: lefoe info ================================================ Sehr geehrte VertreterInnen von MUND! Attached senden wir Euch die Einladung zur Pressekonferenz am Mittwoch, den 7. März 2007, 11.00 Uhr, im Moulin Rouge. Mit dieser Pressekonferenz eröffnen wir die bundesweite Kampagne "SexarbeiterInnen haben Lust ... auf ihre Rechte!" (8. März bis 2. Juni 2007). Wir würden uns über Euer Interesse, Kommen und eine gute Berichterstattung sehr freuen! Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen Renate Blum SexarbeiterInnen haben Lust... auf ihre Rechte! [bundesweite Kampagne für die Rechte von SexarbeiterInnen] 8. März 2007 bis 2. Juni 2007 | www.lustaufrechte.at Internationaler Frauentag | Internationaler Hurentag ____________________________________ LEFÖ Beratung, Bildung und Begleitung für Migrantinnen LEFÖ Information, Education and Support for Migrant Women ZVR-Zahl: 893710788 Kettenbrückengasse 15/II/4 1050 Wien, Austria tel: +43.1.581 18 81 fax: +43.1.581 18 82 mail: info at lefoe.at web: www.lefoe.at Einladung zur Pressekonferenz "Sexarbeiterinnenrechte sind Frauenrechte" * am Mittwoch | 7. März 2007 | 11 Uhr * Moulin Rouge | Walfischgasse 11 | 1010 Wien LEFÖ startet mit dieser Pressekonferenz die bundesweite Kampagne "SexarbeiterInnen haben Lust... auf ihre Rechte!", die vom 8. März (Internationaler Frauentag) bis zum 2. Juni 2007 (Internationaler Hurentag) mit kulturellen und politischen Events den öffentlichen Diskurs über Sexarbeit, politische Strukturen und gesellschaftliche Doppelmoral provozieren wird. Es ist an der Zeit ... *den Passus der "Sittenwidrigkeit" endlich abzuschaffen, damit Entkriminalisierung und Entdiskriminierung von Sexarbeiterinnen effektiv voran getrieben werden kann. *zu hinterfragen, warum die Sexindustrie anerkannt, akzeptiert und innerhalb des Sozialsystems der EU Länder rechtlich verankert ist, und Sexarbeiterinnen, die jene Industrie ermöglichen, nicht anerkannt, akzeptiert und rechtlich in das System eingebunden werden. *dass Rassismus und Sexismus auch nicht an Sexarbeiterinnen ausgelebt werden darf. Denn es geht ... *um die RECHTE von SexarbeiterInnen! Rednerinnen: Maga Maria Cristina Boidi, Koordinatorin von LEFÖ, Vorstandsmitglied der TAMPEP International Foundation Maga (FH) Elisabeth Mayer, Leitende Dipl. Sozialarbeiterin des STD-Ambulatoriums, MA 15 Maga Doris Einwallner, Juristin, Fremdenrechtsexpertin Maria Pia Covre, Aktivistin der italienischen Prostituiertenbewegung, Mitbegründerin des Comitato per i Diritti Civili della Prostitute, Vorstandsmitglied der TAMPEP International Foundation Italienisch - deutsche Übersetzung: Silvia Pallaver Moderatorin: Meryem Citak, ORF-Minderheitenredaktion Nähere Informationen und Anmeldung: Renate Blum / 01-58 11 881 12 / info at lefoe.at Im Anschluss an die Pressekonferenz laden wir zu einem kleinen Buffet. ================================================ ================================================ 05 Literarische Archive - Minderheiten- und Migrant Von: Initiative Minderheiten Newsletter ================================================ LiterarischeArchive - Minderheiten-und MigrantInnenliteraturen und Geschichtsschreibung EineVeranstaltungsreihe der Initiative Minderheiten in Zusammenarbeit mitdem Literaturhaus am6., 13. und 20. März, jeweils 19.30 Uhr Literaturhaus,Zieglergasse 26A, 1070 Wien LiterarischeArchive - Minderheiten-und MigrantInnenliteraturen und Geschichtsschreibung DieLiteratur macht wirklich, was die Geschichte vergaß. Und weildie Geschichte das Gewesene war, wird die Literatur das anbieten, wasdie Geschichte niemals gewesen war (Carlos Fuentos, anlässlichseiner Eröffnungsrede am 5. Internationalen LiteraturfestivalBerlin, 6. 9. 2005). Wieübersetzen AutorInnen mit Minderheiten- undMigrationshintergrund Geschichte und wie führen sie diese in dieGegenwart? Wie werden Erfahrungen von Diskriminierung, Rassismus undEmigration erlebt und in Sprache und Literatur geformt undrepräsentiert? Welche Leerstellen füllt diese Literatur inder Geschichtsschreibung aus? Was kann Literatur, was Geschichtenicht vermag? Und wie kann Geschichte aus einer diasporischen,postmodernen Perspektive erzählt werden? Dieseund andere Fragen werden im März 2007 an drei Abenden mitAutorInnen, TheoretikerInnen, PraktikerInnen aufgeworfen unddiskutiert. Programm Dienstag,6. März 2007, 19.30 StefanHorvath liest aus seinem Buch "Katzenstreu" DanachGespräch mit Mirjam Karoly Dienstag,13. März 2007, 19.30 Sun-juChoi liest aus "zuhause - Erzählungen von deutschenKoreanerinnen" DanachGespräch mit Vlatka Frketic Dienstag,20. März 2007, 19.30 VladimirVertlib liest aus "Das besondere Gedächtnis der RosaMasur", "Mein erster Mörder" und aus Essays zumThema "Geschichte aus Minderheiten- bzw. Migrationsperspektive" DanachGespräch mit Peter Schwarz Biographien Sun-juChoi, Regisseurin, arbeitet als Journalistin und Drehbuchlektorin.Sie ist Mitglied von Kanak Attak und Kanak TV und war alsRechercheurin zum Thema Migration aus Korea nach Deutschland an derAusstellung "Projekt Migration" in Köln beteiligt. Sielebt in Berlin VlatkaFrketic, arbeitet aus Perspektiven der queer politics und derKritischen Diskursanalyse im Bereich Migration, Antirassismus undAntidiskriminierung StefanHorvath, Jahrgang 1949, lebt in der Roma-Siedlung in Oberwart. 1995verlor er bei der Detonation der Oberwarter Rohrbombe unweit derSiedlung einen Sohn. Veröffentlichungen "Ich war nicht inAuschwitz" und "Katzenstreu" MirjamKaroly, Politologin. Beschäftigung mit Minderheitenpolitikinbesondere Roma und Sinti, Genderfragen. 1998-2004 Mitarbeiterin vonRomano Centro; 2000-2004 Mitglied des Volksgruppenbeirates fürRoma und Sinti, 2004-2005 Projektarbeit bei der OSZE Kontaktstellefür Roma und Sinti Angelegenheiten; während derÖsterreichischen EU-Ratspräsidentschaft in derMenschenrechtsabteilung des BMaA tätig; derzeit Leiterin desThara-Hauses PeterSchwarz, seit 1996 Geschäftsführer von ESRA; seit 1972aktiv in jüdischen (Jugend-) Organisationen; 1996/97 Referent imGrünen Parlamentsklub mit dem Schwerpunkt Aufarbeitung derFolgen der Verfolgung von Menschen durch das NS-Regime VladimirVertlib, geboren 1966 in Leningrad (St. Petersburg), emigrierte 1971mit seiner Familie nach Israel. Später übersiedelte er nachÖsterreich, dann wieder zurück nach Israel, in die USA undschließlich wieder nach Österreich, wo er seit 1981 lebt.Er studierte Volkswirtschaftslehre in Wien und lebt heute inSalzburg. 2001 erhielt er den Förderpreis zumAdelbert-von-Chamisso-Preis sowie den Anton-Wildgans-Preis Konzeptionund Durchführung SilviaBartl CorneliaKogoj Grafik Toledoi Dertschei InitiativeMinderheiten GumpendorferStraße 15/13 1060Wien www.initiative.minderheiten.at www.gastarbajteri.at Gefördertdurch WienKultur BezirksvorstehungNeubau ================================================ ================================================ 06 Internationaler Frauentag im Votivkino Von: Eva Brantner ================================================ Sehr geehrte Damen und Herren, das VOTIV KINO wuerdigt den Internationalen Frauentag heuerin besonderer Weise: am Donnerstag, dem 8. Maerz, koennen Besucherinnen einezweite Person gratis zu einem Kinobesuch einladen. Frauen in weiblicher (oderauch maennlicher) Begleitung bezahlen im VOTIV KINO für zwei Personen daher nurein Ticket. Darueberhinaus steht das Filmfruehstueck am Sonntag, 11.Maerz, im Zeichen eines kleinen Frauenschwerpunktes: Valeska Grisebach undSophie Coppola sind zwei Regisseurinnen, die juengst von sich reden machten undderen Filme unterschiedlicher nicht sein koennten. Alle Besucherinnen bekommenvon uns zum Fruehstueck ein Glas Sekt gereicht. Ich ersuche um Vorankuendigung und stehe fuer Fragen gernezur Verfuegung. Mit besten Gruessen Eva Brantner ================================================ 07 Tricky Women 2007 - Synchro Film&Video Award f ü r "Gugug" von Sabine Groschup Von: ursprung ================================================ TRICKY WOMEN 2007 ----------------------------------------------- SYNCHRO FILM VIDEO AWARD for Gugug by SABINE GROSCHUP Realisation: SABINE GROSCHUP Sound: EVA URSPRUNG Stimmen/voices: OLGA WILLE, ELFI + SERAFINA SPATT Production: SABINE GROSCHUP + ASIFA AUSTRIA Special thanks: GEORG WECKWERTH, ALRUN LUNGER, AK LERNER Gugug Film Sabine Groschup 1999, zwei Jahre bevor sie starb, erzählte meine Großmutter Olga mir und meiner Familie Geschichten aus ihrem Leben als junges Mädchen und Frau auf dem Land in Tirol um 1920. Zwei dieser Geschichten sind animiert in „Gugug“. In der ersten Geschichte spricht Olga über ihre Ahnungslosigkeit gegenüber dem Kinderbekommen. Der zweite Teil handelt vom Kinderkriegen und vom Kindstod und Tod und den Lebensbedingungen rundherum. Österreich 2006 35mm, 1:1.37, Farbe, Mono Malerei auf 35 mm Film 6.23 min In 1999, two years before she died, my grandmother Olga told me and my family stories about her life as a young girl and woman in the Tyrolean countryside around 1920. Two of these stories are animated in „Gugug“. In the first story Olga talks about her childhood thoughts on pregnancy and how women have babies. The second part is about having babies, infant death and death and the conditions of life surrounding it. Austria 2006 35mm, 1:1.37, colour, mono Drawing on 35 mm film 6.23 min © Sabine Groschup ================================================ 08 Let's Organize! --> 29./30.3. Tagung zu (Selbst-)Organisierungspraxen im Kontext Von: euromayday.at ================================================ --------// Let's Organize! --------// Tagung zu (Selbst-)Organisierungspraxen im Kontext gegenwärtiger Prekarisierungsprozesse. Für den Kampf um gleiche soziale Rechte für alle! --------// 29. und 30. März 2007, Wien --------// http://euromayday.at/007/organize Der Prozess der Prekarisierung, also die fortschreitende Entsicherung der Arbeits- und Lebensverhältnisse, hat in den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten neue soziale Fragmentierungen hervorgebracht, die häufig mit einem niedrigen Organisationsgrad der Arbeitenden einhergehen. Dadurch scheint auch der gesellschaftliche Vertretungsanspruch jener Institutionen brüchig zu werden, die - wie z.B. die Gewerkschaften - historisch die zentralen AkteurInnen bezüglich Organisierung und Interessenvertretung der Arbeitenden waren. Im Rahmen der Tagung "Let's Organize!" werden internationale Erfahrungen mit neuen Formen der Organisierung und Interessenvertretung im Spannungsverhältnis zwischen sozialen Bewegungen und Gewerkschaften diskutiert. --------// PROGRAMM --------// Donnerstag, 29. März 2007 (Depot 1070 Wien, Breite Gasse 3; http://www.depot.or.at) --> 19:00 Uhr Film Riff Raff (Regie: Ken Loach, GB 1990, 94min) Eine bitterböse Tragikomödie über das Ende geregelter Anstellungsverhältnisse. Filmscreening in Kooperation mit kinoki (http://www.kinoki.at) & einleitende Info zu "Organizing". --------// Freitag, 30. März 2007 (WUK Initiativräume, 1090 Wien, Währinger Straße 59; http://www.wuk.at) --> 10:30 Uhr Eröffnung "Prekarisierung und die Notwendigkeit der Entwicklung von neuen Formen der Organisierung und Interessenvertretung im Spannungsverhältnis zwischen sozialen Bewegungen und Gewerkschaften". Santa Precaria (euromayday.at) & Karl Proyer (GPA-DJP) --> 11:00 bis 13:00 Uhr Projektpräsentationen Workers Centers. Von LA nach Frankfurt/M. (Hagen Kopp, Workers Center-Initiative Rhein-Main, Hanau) chefduzen.at und chefduzen.de als Vernetzungs- und Organisierungstools (Karsten Weber, http://www.chefduzen.de, Kiel; N.N., http://www.chefduzen.at, Wien) --> 14:30 bis 16:30 Uhr Worshop I "Campaigning" Die Kampagne "Bittere Ernte" des Europäischen BürgerInnenforums (Dieter Behr, EBF, Wien) Die Lidl-Kampagne von ver.di-Deutschland (Agnes Schreieder, ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Berlin) Die Kampagnenarbeit der GPA-DJP am Beispiel Schlecker, Billa u.a. (Christoph Sykora, GPA-DJP, Wien) --> 17:00 bis 19:00 Uhr Worshop II "Organisierung international" Going Global! Organizing-Praxen mit internationaler Perspektive (Hae-Lin Choi,Promotionsstipendiatin der Hans-Böckler-Stiftung, Berlin) Gewerkschaftliches Organizing im Sicherheitsgewerbe und der Euromayday Hamburg (Frank John / Meike Bergmann, EuroMayDay, Hamburg) --> 19:30 Uhr Film Die Unorganisierbaren / Justice for Janitors (Regie: F. Schneider, S. Lang, D 2002, 32min) Unterbezahlte ArbeiterInnen in Textilfabriken, Putzkräfte ohne gültige Aufenthaltspapiere, temporär Beschäftigte in der High-Tech-Industrie im Arbeitskampf - Kurzporträts von drei verschiedenen Kampagnen. Anschließend Diskussion mit Susanne Lang (Filmemacherin). --> ab ca. 21:00 Uhr Diskussion, Austausch, Party --------// Eine Veranstaltung von euromayday.at und GPA-DJP / work at flex --------// Realisiert durch Arbeit von AktivistInnen des MayDay Wien und work at flex Geld von GPA-DJP, AK Wien, ÖH Bundesvertretung, ÖH Wien --------// Detailinfo zu "Let's Organize!" --------// http://euromayday.at/007/organize --------// Anmeldung (aus verpflegungstechnischen Gründen) erbeten: --------// contact at euromayday.at --------// Kinderbetreuung und Schlafplatzbörse bei Bedarf Anmeldung bis 26. März 2007 an contact at euromayday.at --------// Upcoming: --> 1. Mai 2007: MayDay-Parade Treffpunkt: 14:00 Uhr, 1100 Wien, Viktor Adler-Markt http://euromayday.at/007 --> 3. bis 5. Mai 2007: Tagung "Entsicherungsgesellschaft. Aktuelle Debatten zu Prekarisierung" Eine Tagung des Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen (BEIGEWUM) in Kooperation mit der Arbeiterkammer Wien, Graduiertenzentrum Sozialwissenschaften der Uni Wien, Forschungswerkstatt In{}Fem, Studienrichtungsvertretung Doktorat der WU Wien. Es werden zentrale aktuelle Fragen aus der sozialwissenschaftlichen Debatte um Prekarisierung präsentiert und debattiert. http://www.beigewum.at (Programm ab Ende März online) --------// Let's Organize! --------// http://euromayday.at/007/organize --------// Rückfragen --------// contact at euromayday.at ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich und somit MedieninhaberInnen: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2007, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Di 5:00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Thu Mar 8 08:38:05 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Thu, 8 Mar 2007 08:38:05 +0100 Subject: widerst@and mund - Donnerstag, 08. =?iso-8859-1?Q?M=E4rz__2007?= Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Donnerstag, 8. März 2007 Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN ================================================ ============================================== 01 Zentralrat der Ex-Muslime von Café Critique ============================================== 02 Lehrgang: Mainstreaming Gender und Diversity / film festival von ============================================== 03 Veranstaltungsankündigung: Nationalpark in Französisch-Guayana ignoiert die Rechte der indianischen Bevölkerung von "GFBV Hans Bogenreiter" ============================================== 04 GA: spaziergänge am jüdischen friedhof und queer von "Andersrum Wien" ============================================== 05 Veranstaltungen von "agm" ============================================== 06 Peter Ulrich Lehner: Sozialismus und Demokratie von "Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering" ============================================== 07 HierarchNie – Diskussionsabend von "Kindercafe Lolligo" ============================================== 08 [SLP-Pressemeldung] Radikalen AbtreibungsgegnerInnen Einhalt gebieten! von Sozialistische LinksPartei ============================================== ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ============================================== 09 Presseaussendung: Genitalverstümmelung ist keine Kultur, sondern ein Verbrechen! von WADI Austria ============================================== 10 Justizministerin Maria Berger empfä ngt HOSI-Wien-VertreterInnen zu Gespräch von (HOSI) Wien ============================================== 11 KPÖ/Aufrüstung/Bundesheer/Eurofighter von KPÖ-Information ============================================== 12 Hass im Internet: "Politically Incorrect" von "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" ============================================== 13 Presseunterlagen: Akutförderung für Freie Radios von Veronika Leiner ============================================== 14 Graz: MigrantInnenbeirat droht Bürgermeister Nagl mit Klage von "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" ============================================== 15 Klima / Biotreibstoff-Produktion bedroht Regenwaldvölker von "GFBV Hans Bogenreiter" ============================================== 16 Leistbar? Und fair? von Dietmar Köhler ============================================== 17 KPÖ/Erbschaftssteuer/VfGH/Steuerpolitik von KPÖ-Information ============================================== 18 transversal-doppelausgabe: creativity hypes | acritique of creative industries von eipcp ============================================== ============================================== GIPFELSOLI ============================================== ============================================== 19 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ============================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN ================================================ ============================================== 01 Zentralrat der Ex-Muslime von Café Critique ============================================== Eine sympathische Initiative aus Deutschland findet sich hier: http://www.ex-muslime.de/index.html ________ 16. März 2007, 20.00 Uhr (pünktlich) Halbmond & Hakenkreuz – Das „Dritte Reich“, die Araber und Palästina Vortrag und Buchpräsentation mit Martin Cüppers (NS-Forschungsstelle Ludwigsburg an der Universität Stuttgart) Moderation: Stephan Grigat Neues Institutsgebäude, Hörsaal II, Universitätsstraße 7, 1010 Wien http://www.cafecritique.priv.at ============================================== 02 Lehrgang: Mainstreaming Gender und Diversity / film festival von ============================================== Im Kontext erlaubt sich, Sie den aktuellen Lehrgang im April 2007 aufmerksam zu machen: "Mainstreaming Gender und Diversity in modernen Organisationen - Anwendung und strukturelle Verankerung im Berufsalltag". 4 Module und follow up: Start: 11. April 2007 12. April - 13. April 2007 10. Mai - 11. Mai 2007 13. Juni - 15. Juni 2007 follow up: 14.September 2007 Ausführliche Lehrgangsinformationen: http://www.imkontext.at/download/LehrgangGender07.pdf Anmeldeschluss: 30. März 2007 Förderungen der Lehrgangskosten sind entweder über den Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfond (waff) oder über das AMS möglich. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage http://www.imkontext.at/. Wir würden uns freuen, Sie bei unserem Lehrgang begrüßen zu dürfen und stehen für we itere Fragen persönlich unter Tel.: +43.1.923 05 29 gerne zur Verfügung. Im Kontext Institut für Organisationsberatung Gesellschaftsforschung Supervision und Coaching Bargehr & Steinbacher OEG und PartnerInnen Lerchenfelderstr. 65/16, 1070 Wien Telefon, Fax: +43.1.92 30 529 E-mail: office at imkontext.at Internet: http://www.imkontext.at ------------------------------------------------------------------------------------ survive style – film festival & forum Vom 13. bis 18. März 2007 findet das survive style - film festival & forum statt. Prominente Gäste sind die Regisseurinnen Aysun Bademsoy und Astrid Heubrandtner, welche an einer Podiumsdiskussion teilnehmen werden. Alle Veranstaltungen und Filmvorführungen sind bei freiem Eintritt. Im Rahmen dieses Festivals wurden vor ein paar Monaten junge Filminteressierte aus der EU, Südosteuropa, der Türkei und dem Kaukasus aufgerufen, ihre Ideen zum Thema To be young in Europe – A risky business? filmisch umzusetzen. Aus den über 100 Einreichungen wurden 26 FilmemacherInnen ausgewählt und nun nach Wien zum Filmfestival und Forum eingeladen. Sie nehmen eine Woche lang an Workshops und Diskussionen im wienXtra Medienzentrum teil und präsentieren ihre Filme im Rahmen von survive style shorts im Schikaneder Kino: survive style shorts Di, 13.3. 19.30 Uhr So, 18.3. 19.30 Uhr Zusätzlich sind Arbeiten des jungen Europäischen Kinos zu sehen, welche die verschiedenen Facetten migrantischer Realität ausleuchten. Mi, 14.3. 21.15 Uhr: Ode to Joy (Polen 2005, Anna Kazejak-Dawid, Jan Komasa, Maciej Migas) Fr, 16.3. 19.30 Uhr: Am Rande der Städte (D 2006, Aysun Bademsoy) 21.15 Uhr: Marhaba Cousine (A 2005, Astrid Heubrandtner) Sa, 17.3. 19.30 Uhr: Yugotrip (D 2004, Nadya Derado) 21.15 Uhr: La faute à Voltaire (F 2000, Abdel Kechiche) Gespräche übers Rückkehren und Fortgehen Besonders freut uns, dass die Regisseurinnen Aysun Bademsoy und Astrid Heubrandtner im Rahmen des survive style forums an einem Podiumsgespräch teilnehmen werden. Die ModeratorInnen Brigitte Mayr und Michael Omasta diskutieren mit den beiden Regisseurinnen aktuelle Themen, die ihre Filme aufwerfen, wie „Heimat“, „Globalisierung“,„Identität“ und den vermeintlichen „Clash of Civilizations“. Zudem werden Filmausschnitte gezeigt. Fr, 16.3. 14.00 - 18.00 Uhr im wienXtra Medienzentrum: SYNEMA moderiert Gerne stellen wir Ihnen weitere Materialien und Fotos zur Verfügung und freuen uns sehr über Ihre Berichterstattung, welche dieses No-Budget-Festival sehr unterstützt! Info: www.afterimage.at Organisation: posch at afterimage.at Presse: wolf at afterimage.at ***** Newsletter der Initiative Minderheiten Gumpendorfer Straße 15/13 A-1060 Wien Tel. 586 12 49-18 Fax 586 82 17 http://www.initiative.minderheiten.at http://www.gastarbajteri.at ============================================== 03 Veranstaltungsankündigung: Nationalpark in Französisch-Guayana ignoiert die Rechte der indianischen Bevölkerung von "GFBV Hans Bogenreiter" ============================================== Neuer Nationalpark im einzigen Regenwald der EU in Französisch-Guayana: Die Rechte der indianischen Bevölkerung werden ignoriert Der französische Präsident Chirac machte am 27. Februar 2007 sein Vorhaben wahr, noch vor Ende seiner Amtszeit einen Nationalpark in Französisch-Guayana zu errichten. Sein sozialistischer Vorgänger Mitterrand hatte sein Versprechen von 1992 (Umweltkonferenz in Rio), in Guayana einen Nationalpark zu errichten, nicht eingehalten. Aufgrund der nahenden Präsidentschaftswahlen am 22. April 2007 entschloss sich Präsident Chirac für ein übereiltes Verfahren, bei dem die Ergebnisse des Bürgerbeteiligungsverfahrens ignoriert wurden. Der Willen der großen Mehrheit der indianischen Gemeinschaften, den Goldabbau im Nationalpark zu verbieten, wurde nicht respektiert. Die KandidatInnen für das Amt des französischen Staatspräsidenten schweigen, obwohl zahlreiche Umwelt- und Solidaritätsgruppen den Nationalpark kritisieren. Nur das südliche Drittel Französisch-Guayanas wird Nationalpark, obwohl das französische Departement zu 97% mit Regenwald bedeckt ist. Der nördliche Teil, in dem die Biodiversität am höchsten ist, bleibt ungeschützt. Die Nationalparkgesamtfläche von 3,39 Mio. ha beinhaltet 2 Mio. ha Kernzone ohne Goldminen, auf der restlichen Fläche ist der Goldabbau erlaubt. Der Nationalpark hätte viel größer sein können: 6 Mio. ha des 8 Mio. ha großen, beinahe unbewohnten Waldes bleiben ungeschützt. Anscheinend führte die Angst vor einer Konfrontation mit den Goldgräbern zu diesem zaghaften Vorgehen. Die vor Ort stationierte Fremdenlegion ist nur mit dem Schutz des Weltraumflughafens in Kourou beauftragt, in Bezug auf die Goldminen ist keine Intervention vorgesehen. Gleichzeitig führt der Goldabbau in den Indianergebieten nachweislich zum Auftreten der Minamata-Krankheit. Durch die Aufhebung der Linie Maripasoula-Camopi südlich derer seit 1970 der Zugang ins Indianergebiet für Touristen verboten war, wird auch zu Zugang in dieses Gebiet ermöglicht. Um den Tourismus in Zukunft zu fördern, ist auch die Veränderung des Lebensstils der indigenen Bevölkerung mit eingeplant. Um Lebensmittel für die Touristen bereitzustellen, soll die Landwirtschaft intensiviert werden. Handwerkliche Erzeugnisse sollen in großem Ausmaß produziert werden, um die Nachfrage zu decken. Diese Eingriffe tragen unweigerlich zum Ethnozid an der indigenen Bevölkerung bei. Der gesamte Wald gehört dem französischen Staat, der sich standhaft weigert, die ILO-Konvention 169 zu ratifizieren, die der indigenen Bevölkerung Landrechte zugestehen würde. Mit dem neuen Nationalpark werden die Eigentumsrechte von der Nationalen Waldbehörde an die Nationalparkadministration übertragen, während die Indigenen leer ausgehen. Diese haarsträubenden Details sind zurückzuführen auf das „Neue Nationalparkgesetz“ vom April 2006, das der lokalen Regierung unter anderem freie Hand für Straßenbauprojekte gibt. Dieses Gesetz beinhaltet auch einen Zusatz speziell für Französisch-Guayana, der es erlaubt, selbst in der Kernzone des Parks Straßen zu bauen. Derzeit existiert nur eine einzige Straße entlang der Küste, wo 90% der 200.000 Guayaner leben. Die Natur und die indigene Bevölkerung sind damit paradoxerweise durch den neuen Nationalpark stärker gefährdet als je zuvor. Termine in Wien: Do 8.3.Wien Informationsveranstaltung zur Situation der Indigenen Gruppen und massiven Menschenrechtsverletzungen wegen Goldförderung in Französisch Guayana 19:00 (pünktlich) NIG, Universitätsstr.7, HS1 Filmvorführung und Diskussion mit Podium auf Englisch: Prof. Dr. René Kuppe (Experte für die Rechte indigener Völker in Südamerika) Thierry Sallantin (Ethnologe, 14 Jahre in Französisch Guayana) Französische Botschaft (angefragt) Sa 10. 3. Wien 14:00 Demo vor der französischen Botschaft, Schwarzenbergplatz Kontakt für Nachfragen: Thierry Sallantin tsallantin at hotmail.com Astrid Österreicher Mail_mal_wieder at gmx.net Tel.: 0650 4234362 Mehr Informationen: www.vivaamazonia.net/at Gesellschaft für bedrohte Völker - Österreich Menschenrechtsorganisation, ZVR: 976595297 Untere Viaduktgasse 53/7A A-1030 Wien Tel: +43/1/503 49 90 Fax: +43/1/503 13 36 Homepage: www.gfbv.at E-mail: office at gfbv.at Vereinskonto: 7.238.909 BLZ: 60000 ============================================== 04 GA: spaziergänge am jüdischen friedhof und queer von "Andersrum Wien" ============================================== Liebe FreundInnen, nachdem unsere Veranstaltungsserie und Ausstellung "FamilyReunion" dieses Wochenende erfolgreich beendet werden konnte (Danke für den regen Besuch!), möchten wir Euch auf folgende News aufmerksam machen und gleich zu zwei Spaziergängen einladen: Am 16.3. zum lesbischwulen Stadtspaziergang und ab 11.3. lädt Marco Schreuder wieder zu Touren durch den leider geschlossenen und verfallenen Jüdischen Friedhof Währing ein. Anmeldungen erforderlich! news: NOTARIARSAKT: NEIN DANKE! Ein Notariatsakt kommt für uns nicht in Frage. Wir wollen so wie alle anderen heiraten: auf dem Standesamt. mehr: http://www.gruene-andersrum.at/andersrumgrueneat/zip_ehe/artikel/lesen/14378/ WIEN KÜRZT BUDGET VON "IDENTITIES" Das erfolgreiche Queer Film Festival soll ab sofort weniger Geld von der Stadt bekommen. Wir fragen uns warum. mehr: http://www.gruene-andersrum.at/wien/artikel/lesen/14342/ NEUE TOUREN: JÜDISCHER FRIEDHOF WÄHRING Stadtgartenamt wird auf unser Drängen hin endlich aktiv. Wir laden wieder zu Touren durch den Friedhof ein. Hier die Termine. mehr: http://www.gruene-andersrum.at/wien/artikel/lesen/14107/ STADTSPAZIERGANG ANDERSRUM Komm am 16.3. um 15 Uhr zum Vermählungsbrunnen am Hohen Markt. Dort startet der lesbischwule Stadtspaziergang. mehr: http://www.gruene-andersrum.at/wien/artikel/lesen/14054/ mit lieben Grüßen, das Team der Grünen Andersrum ============================ http://www.gruene-andersrum.at/ ============================ Diese E-Mail wurde dir geschickt, weil du den Newsletter andersrum.gruene.at abonniert hast. Newsletter abbestellen? E-Mail an: newsletter-andersrum-unsubscribe at listen.gruene.at Fragen? E-Mail an: newsletter-andersrum-request at gruene.at -- Die Grünen Andersrum Wien c/o Grüner Klub im Rathaus AT-1082 Wien Tel.+43-(0)1-4000 DW 81813 Fax +43-(0)1-4000 DW 99 81811 http://www.gruene-andersrum.at ============================================== 05 Veranstaltungen von "agm" agm at agmarxismus.net ============================================== Gemeinsame Veranstaltungen von Arbeitsgruppe Marxismus (AGM) und AL-Antifaschistische Linke in Wien: Gruppe Wien Süd/West: D i e G r ü n e n Fortschrittliche Alternative oder ökokapitalistisches Modernisierungsprojekt? Eine Veranstaltung über die Entwicklung der Umweltbewegung zur Grünen Partei, das Verhältnis der Grünen zu Krieg&Frieden und grüne Regierungen in Österreich und der EU Mittwoch, 14. März 2007, 19 Uhr Cafe Berfin (Hinterzimmer), Siebensterngasse 46, 1070 Wien (U3 Neubaugasse, 49, 13A) Gruppe Wien Nord: P e r m a n e n t e R e v o l u t i o n Kernpunkte und Aktualität der Revolutionstheorie Dienstag, 13. März 2007, 19.30 Piwnica, Jägerstraße 38, 1200 Wien (U6 Jägerstraße oder 5er oder 33er) Außerdem verweisen wir auf die neueste Nummer der AL-Zeitung Morgenrot, die Ende Februar erschienen ist und in der – als Ausdruck der engen Zusammenarbeit der beiden Organisationen - auch Genoss/inn/en der AGM etliche Artikel geschrieben haben: http://www.sozialismus.net/zeitung/mr40/mr40.html ============================================== 06 Peter Ulrich Lehner: Sozialismus und Demokratie von "Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering" verin.stadtteilz.simmering at chello.at ============================================== Liebe Genossinnen und Genossen! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Freundinnen und Freunde! Folgende Einladung des Vereins für Psychologie, Pädagogik und Psychotherapie des BSA zu einer Veranstaltung über Sozialismus und Demokratie mit Genossen Peter Ulrich Lehner am 19. März 2007 in Wien leite ich gerne weiter. Mit solidarischen Friedensgrüßen! Alois Reisenbichler Bund sozialdemokratischer Akademiker/innen, Intellektueller & Künstler/innen VEREIN FÜR PSYCHOLOGIE, PÄDAGOGIK UND PSYCHOTHERAPIE Fachverband im BSA 1010 Wien, Landesgerichtsstraße 16 E I N L A D U N G "Demokratie ist Diskussion" (Thomas Garrigue Masaryk) Liebe Genossin, lieber Genosse! Im Sinne unseres Vorsatzes für das Jahr 2007 wollen wir uns neben den traditionellen fachwissenschaftlichen Veranstaltungen auf dem Gebiete der Psychologie, Pädagogik und Psychotherapie vermehrt einer politischen Diskussion zuwenden. Es geht darum, theoretische und wissenschaftliche Grundlagen der Sozialdemokratie besser kennen zu lernen, um der dzt. vorherrschenden Ideologie, dem Neoliberalismus (der eigentlich Radikalkapitalismus heißen sollte) besser begegnen und entgegenwirken zu können. Wir laden Dich daher herzlich ein, an der folgenden Veranstaltung teilzunehmen. "Sozialismus und Demokratie" "Demokratie wird für gewöhnlich mit Parlamentarismus gleichgesetzt. Doch sie ist wesentlich mehr, ein gesellschaftliches Vorhaben, das bislang noch nicht befriedigend gelungen ist." Vortrag Peter Ulrich Lehner (Geschäftsführender Redakteur der "mitbestimmung - zeitschrift für demokratisierung der arbeitswelt") Moderation: Dr. Renate Hutterer-Krisch (Klinische und Gesundheitspsychologin, Psychotherapeutin, Mitglied der Ethikkommission) Wann? Montag, 19. März 2007, 20 Uhr Wo? BSA, 1010 Wien, Landesgerichtsstraße 16 Wir freuen uns auf Deine Teilnahme und lebhafte Beteiligung an der Diskussion Mit freundschaftlichen Grüßen Prof. Dr. Rudolf O. Zucha; Vorsitzender Mag. Dr. Alois GLASER, Schriftführer Alois Reisenbichler A-1110 Wien, Schneidergasse 15/9 Telefon 0043 - 664 - 39 51 809 Homepage in Arbeit: www.reisenbichler.at.tf Homepages der Friedensbewegung: www.hiroshima.at www.friedensbewegung.at.tf www.friedenschristinnen.at.tf ============================================== 07 HierarchNie – Diskussionsabend von "Kindercafe Lolligo" ============================================== HierarchNie - Diskussionsabend Mit Input von der Projektwerkstatt - Saasen zu: * Dominanz- und Hierarchieabbau in Gruppen * Erkennen verschleierter Herrschaft und deren Demaskierung * Entscheidungsfindung von Unten * Eingespieltes Gruppenverhalten und Einstieg neuer Personen * Sowie euren Erfahrungen und Fragen Mo. 12.3.2007, um 19:30 im Lolligo * klex - experimente kollektiver lebensformen & lolligo - kindercafe * Infos zum Thema auf: www.hierarchnie.de.vu, www.projektwerkstatt.de ------------------------------------------ LOLLIGO Fischerstiege 4-8 - 1010 Wien Öffnungszeiten: Do & Fr 15-18 Uhr Infotelefon: 0699 1966 76 10 www.lolligo.net ============================================== 08 [SLP-Pressemeldung] Radikalen AbtreibungsgegnerInnen Einhalt gebieten! von Sozialistische LinksPartei ============================================== Eine Presseinformation der Sozialistischen LinksPartei SLP Am 8. März, den internationalen Frauentag, organisiert die SLP eine Aktion vor der Lugner City. Dort treiben sich seit einiger Zeit radikale AbtreibungsgegnerInnen herum und mobilisieren gegen das in der Lugner City ansässige VenusMed. Das AbtreibungsgegnerInnen alles andere als harmlos sein können, hat auch ein Gerichtsurteil bewiesen, in dem ihre Methoden inklusive Psychoterror und Belästigung von Frauen aufgezeigt wurden. "Auch die neue Regierung hat - trotz schöner Reden - nicht viel für Frauen übrig. Die geplanten Maßnahmen drängen Frauen in schlecht bezahlte und prekäre Beschäftigungen, häufig im 'traditionellen' Bereich. Das ist Wasser auf die Mühlen der radikalen AbtreibungsgegnerInnen, die Frauen auf ihre Rolle als Mutter beschränken wollen. Vollmundige Beteuerungen von SPÖ-PolitikerInnen ändern daran nichts - denn ihre Taten sprechen eine andere, eine frauenfeindliche Sprache" meint Sonja Grusch, Bundessprecherin der SLP. Aktion: "Abtreibung ist Frauenrecht - Für das Selbstbestimmungsrecht von Frauen" Wien 15; Haupteingang Lugnercity (Gablenzgasse 5-13) Donnerstag, 08.03. ab 14:00 Informationen unter 0650-4246310 _______________________________________________ presse at slp.at mailliste http://slp.at/mailman/listinfo/presse ============================================== ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ============================================== 09 Presseaussendung: Genitalverstümmelung ist keine Kultur, sondern ein Verbrechen! von WADI Austria ============================================== WADI-Österreich | Pressemitteilung, März 2007 Zum internationalen Frauentag: Genitalverstümmelung ist keine Kultur, sondern ein Verbrechen! Kampagne gegen Genitalverstümmelung im kurdischen Nordirak Wien/Suleymaniya(Irak): Inmitten der täglichen Gewalt, die das Bild des Irak in den internationalen Medien kennzeichnet, richten sich Frauen mit einem dringenden Appell an die kurdische Regionalregierung im Norden des Irak: Stoppt die Gewalt gegen Frauen und Mädchen und schützt ihr Recht auf Gesundheit und körperliche Unversehrtheit! Gemeint sind nicht Entführungen und Kriegsgewalt, gemeint ist eine Form »traditioneller« Gewalt gegen Frauen und Mädchen, die in Friedens- wie Kriegszeiten existiert: FGM (Female Genital Mutilation), die Verstümmelung weiblicher Sexualorgane. FGM ist international gebannt - durch die Kinderrechtskonvention, weil die euphemistisch »Beschneidung« genannte Operation zumeist an Minderjährigen vorgenommen wird, und durch zahllose Einzelbeschlüsse und -abkommen. Die Verstümmelung zielt darauf ab, die weibliche Fähigkeit zu eigenem (sexuellem) Lustempfinden zu vernichten. Sie ist der ultimative, körperliche Ausdruck der Unterdrückung von Frauen und Mädchen. Die Betroffenen leiden regelmäßig unter Entzündungen und dauerhaften Erkrankungen der Sexualorgane, unter Unfruchtbarkeit und anhaltendem Schmerz, oft auch unter starken psychischen Belastungen wie dem post-traumatic stress symptrom. Immer wieder sterben Mädchen infolge der Operation. International herrscht Einigkeit darüber: FGM ist keine Kultur, sondern ein Verbrechen. Weitgehend unbemerkt von der internationalen (Fach-) Öffentlichkeit wird FGM auch im kurdischen Nordirak praktiziert. Erste Untersuchungen in einzelnen Regionen zeigten, dass bis zu 60 % der befragten Frauen der Operation unterworfen wurden. Frauenrechtsverbände vor Ort haben bereits Mitte vergangenen Jahres auf einer regionalen Konferenz, unterstützt von WADI, dazu aufgerufen, dem Problem mehr Aufmerksamkeit zu schenken und die weibliche Genitalverstümmelung per Gesetz zu ächten. In einigen Regionen arbeiten Mobile Teams in Dörfern und Städten, um Frauen und Männer über die gravierenden Folgen der Praxis aufzuklären. Zum internationalen Frauentag treten Frauen und Männer aus der Region nun öffentlich dafür ein, offen über ein tabuisiertes Thema zu sprechen und FGM im Nordirak auf allen gesellschaftlichen Ebenen zu bekämpfen. Innerhalb weniger Tage unterzeichneten mehr als 5.000 Personen namentlich einen offenen Brief an das Parlament der Region Kurdistan/Irak, der zum internationalen Frauentag in allen größeren Tageszeitungen der Region ganzseitig veröffentlicht wird. Fernsehspots gegen FGM in kurdischen Sendern sollen die breite Bevölkerung aufklären. Eine demokratische Gesellschaft, so der Aufruf sinngemäß, könne die beständige Verletzung der grundlegendsten Rechte von Frauen und Mädchen nicht dulden. Öffentliche Kampagnen wie diese sind neu in einem Land, das jahrzehnte von einer totalitären Diktatur regiert wurde. Politischer Dissens und Opposition äußerten sich bestenfalls heimlich. Ein namentliches Bekenntnis kam der Todesstrafe gleich. Um so beeindruckender ist die große Resonanz, die der Aufruf binnen weniger Tage gefunden hat. Der Weg der öffentlichen Kampagne wurde bewusst gewählt. FGM fußt auf dem Schweigen der Beteiligten, die Praxis ist umhegt von einer Mauer aus Scham. Die Erfahrungen in anderen Ländern zeigen, dass der Bruch des Schweigens der erste, unabdingbare Schritt hin zu einer breiten Ächtung der Genitalverstümmelung ist. Der Aufruf im Internet: http://www.stopfgmkurdistan.org/index.htm Weiterführende Informationen: www.wadinet.at und www.wadinet.de Im Februar 2007 erschien die dritte Print-Ausgabe von: WADI-News, Schwerpunkt: Weibliche Genitalverstümmelung. Wird kostenlos per Post zugeschickt, schicken Sie uns Ihre Adresse! Online zu lesen unter: http://www.wadinet.at/Media/wadinews.php Filmmaterial: WADI hat gemeinsam mit dem kurdischen Regisseur Nabaz Ahmed im vergangenen Jahr einen Dokumentar-Film über FGM in der irakisch-kurdischen Region Germian produziert. In dem 30 minütigen Film sprechen Frauen und Mädchen über ihre Erfahrungen mit Genitalverstümmelung, über die Ursachen und Begründungen und über die Folgen der Praxis. Der Film liegt in Originalton mit englischen Untertiteln vor. Anfragen bitte an: wadi.wien at gmx.at -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit WADI-Austria e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Neues Spendenkonto in Österreich: Knt. Nr.: 6.955.355 BLZ: 32.000 Raiffeisen Landesbank NÖ IBAN AT4432 0000 0006 955355 BIC (SWIFT) RLNWATWW ============================================== 10 Justizministerin Maria Berger empfängt HOSI-Wien-VertreterInnen zu Gespräch von (HOSI) Wien ============================================== Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 6. März 2007 Justizministerin Maria Berger empfängt HOSI-Wien-VertreterInnen zu Gespräch "Bei unserem Gesprächstermin ging es natürlich in erster Linie um unsere Forderung nach rechtlicher Anerkennung gleichgeschlechtlicher PartnerInnenschaften und ihrer Gleichstellung mit der Ehe", berichtet HOSI-Wien-Mitarbeiterin Helga Pankratz nach dem Gespräch heute Vormittag. "Wir betonten dabei, dass unser Ziel die Einführung der Eingetragenen PartnerInnenschaft ist. In diesem Punkt stimmen wir mit der SPÖ überein, die bereits einen fertigen Gesetzesantrag dazu ausformuliert hat. Das Gespräch verlief sehr freundschaftlich, zumal wir bei Bundesministerin Berger mit unseren Forderungen ohnehin offene Türen einrennen. Es geht jetzt darum, die ÖVP zu überzeugen und eventuell tragfähige Kompromisse zu erreichen. Allerdings haben wir auch klargestellt, dass wir auf einer Eintragung einer EP auf dem Standesamt bestehen und für uns eine Eintragung beim Notar absolut nicht in Frage kommt. Das wäre eine inakzeptable Diskriminierung." "Wir haben auch weitere Themen angeschnitten und der Bundesministerin auch viele unserer Materialien und Publikationen überreicht", ergänzt Obmann Christian Högl. "Etwa die von der HOSI-Wien-Generalversammlung am 8. März 2003 verabschiedete 'Lesbenresolution' mit spezifischen Forderungen lesbische Frauen betreffend. Die Beseitigung der verfassungs- und menschenrechtswidrigen Hierarchie beim Schutz vor Diskriminierung war ebenso Thema des Gesprächs wie u. a. die Rehabilitierung und Entschädigung der Strafrechtsopfer in der Zweiten Republik, der fehlende Straftatbestand der homophoben Hetze und Verhetzung sowie die Reform des § 207 b StGB. Konkrete Schritte frühestens im Herbst Justizministerin Berger erklärte, dass die konkrete Umsetzung frühestens im Herbst im Rahmen eines größeren Familienrechtspakets erfolgen werde. Außerdem seien die Ergebnisse der ÖVP-internen Perspektivenkommission abzuwarten. HINWEIS: Eine Übersicht über die derzeitige Rechtslage in Österreich, die Forderungen der HOSI Wien und die Situation im europäischen Ausland findet sich in der HOSI-Wien-Broschüre "Wir wollen heiraten!" - zum Download auf: www.hosiwien.at/?page_id=31. Rückfragehinweis: Christian Högl, Obmann: Tel. 0699-11811038 Kurt Krickler, Generalsekretär: Tel. (01) 5451310 oder 0664-5767466 office at hosiwien.at, www.hosiwien.at ZVR-Nr.: 524 534 408 ============================================== 11 KPÖ/Aufrüstung/Bundesheer/Eurofighter von KPÖ-Information ============================================== KPÖ-Pressedienst - Drechslergasse 42, 1140 Wien - Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 - Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail info at kpoe.at - Web www.kpoe.at - News www.kpoe.at/lpd - Ausgabe vom 6. März 2007 KPÖ-Bundessprecher Messner besorgt über Aufrüstung auch in Österreich Auflösung des Bundesheeres kontra zunehmende Militarisierung Besorgt ist KPÖ-Bundessprecher Mirko Messner über die zunehmende militärische Aufrüstung, die nicht nur international - etwa jüngst durch die massive Anhebung des Rüstungsbudgets Chinas - sondern auch in Österreich stattfindet: „Gerade in einer Zeit, wo durch eine zunehmende Militarisierung weltweit Steuergelder auf Kosten sozialer Ansprüche wie Beschäftigung, Gesundheit, Pensionen, Bildung usw. zugunsten der Profite der Rüstungskonzerne umverteilt werden, ist daher die Forderung nach Auflösung des Bundesheeres wie sie die KPÖ vertritt ein wichtiges Signal für eine andere, konsequent antimilitaristische Politik“, meint Messner. Die im Jänner angetretene rotschwarze Regierung spart beim vorliegenden Doppelbudget für 2007/08 insgesamt 620 Millionen Euro ein. Es ist eine sozialpolitische Provokation, wenn das Militärbudget um satte 33 Prozent bzw. 600 Millionen von 1,8 auf 2,4 Milliarden Euro angehoben wird. Laut Heeresminister Norbert Darabos (SPÖ) sind der Hauptgrund dafür die Finanzierung der Eurofighter und die „Sicherstellung der Auslandseinsätze“ (ORF-Mittagsjournal, 2.3.2007). Österreich erreicht damit unter Bundeskanzler Alfred Gusenbauer das bisher höchste Rüstungsbudget. Da sich alle Parlamentsparteien - etwa mit dem Beschluss von Nationalrat und Bundesrat für die EU-Verfassung im Jahre 2005 - voll und ganz zur EU-Militärpolitik bekennen, ist das freilich nicht verwunderlich. Die EU plant bis 2010 umfassende Kapazitäten für globale Militäreinsätze aufzubauen, dafür sollen EU-weit über 600 Eurofighter-Kampfbomber angeschafft werden. Der Kauf der Eurofighter hat also nicht nur nichts mit dem Schutz der Neutralität zu tun, sondern zersetzt diese im Gegenteil noch stärker. Kampfflugzeuge, welche „bis weit hinunter nach Afrika, den Nahen Osten und Kaukasus“ Militäreinsätze fliegen können, wie das Streitkräftekommandant Günter Höfler ausgeplaudert hat (Kleine Zeitung, 13.12.2005) bedeuten die freiwillige Einbindung Österreichs mit aktivem Zutun von Regierung und Parlament in die EU-Militärstrategie und führen die Sonntagsreden über Bekenntnisse zur Neutralität ad absurdum. Laut Verteidigungsministerium (Akt vom 15. April 2000) geht es nicht um den Ankauf von „Luftraumüberwachungsflugzeugen“, sondern um gegen Bodenziele einsetzbare offensive Kampfbomber. Laut Verteidigungsministerium müssen die zukünftigen Abfangjäger „flächendeckende Bomben, Freifallbomben der Kategorie 500 bis 2.000 Pfund, (laser)gesteuerte Bomben, Lenkwaffen zum Einsatz gegen Panzer und gepanzerte Fahrzeuge, gegen elektromagnetische Emission von Bodenzielen, gegen gehörte Ziele und gegen Flugbetriebsziele“ (BMLV, 15.04.2000) zum Einsatz bringen können. Am 30. Oktober 2006 hat die Mehrheit des Nationalrates mit den Stimmen von Gusenbauer und Darabos die Regierung aufgefordert, sofort alle Schritte zu setzen, um aus dem Eurofighter-Vertrag auszusteigen und den Beschaffungsvorgang auf der Stelle zu stoppen. Heute wollen Gusenbauer als Kanzler und Darabos als Minister von ihrem eigenen Beschluss nichts mehr wissen. Der Beschaffungsvorgang wird fortgesetzt, obwohl es gute Gründe gäbe wegen „Sittenwidrigkeit“ aus dem Eurofighter-Vertrag auszusteigen, ohne einen Cent zu zahlen (Werkstatt Frieden & Solidarität Linz). ============================================== 12 Hass im Internet: "Politically Incorrect" von "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" ============================================== Von der aufgeklärten Intoleranz zum pauschalen Hass Bastian Engelke 05.03.2007 Telepolis Wieder diskutieren westliche Intellektuelle über den richtigen Umgang mit islamischen Migranten. Sollten sie eines Tages zum bewaffneten Kampf aufrufen, stünden Freiwillige längst bereit – in Weblogs wie "Politically Incorrect" feiern sie den neuen Rassismus []Von der aufgeklärten Intoleranz zum pauschalen Hass []Antiislamischer Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, die sich als Aufklärung verkleidet und sich ungeniert der rechten Stereotypen bedient In den vergangenen Wochen ist unter westlichen Intellektuellen erneut eine Debatte über den richtigen Umgang mit Islam und Islamismus ausgebrochen. Auslöser waren die Buchreportage "Murder in Amsterdam" des britisch-niederländischen Autors Ian Buruma und deren Empfehlung in der []New York Review of Books durch Timothy Garton Ash. Nachdem beide davor gewarnt hatten, dem Fundamentalismus der Religion mit einem "Fundamentalismus der Aufklärung" zu begegnen, erregte sich der französische Philosoph Pascal Bruckner über einen []"Rassismus der Antirassisten" und attackierte den Multikulturalismus, in dem er eine "legale Form der Apartheid" sieht. Wieder einmal wird auf der einen Seite vor einer pauschalen Feinderklärung in Richtung Islam gewarnt und Besonnenheit gefordert, während man auf der anderen einen neuen Faschismus heraufziehen sieht, dem man nicht mit "Appeasement" begegnen dürfe. Derweil können es abseits akademischer Diskussionen manche schon jetzt nicht erwarten, sämtliche Muslime in die Wüste zu schicken. Vernunft und Freiheit dulden keine Kompromisse, []betont der schwedische Schriftsteller Lars Gustafsson in seinem Beitrag zu der bei []signandsight.com und []perlentaucher.de geführten Debatte. Jeder Mensch müsse eine klare Antwort geben und sich für oder gegen sie entscheiden. In diesem Sinne regt er die Formulierung einer "Logik der Toleranz" an, deren Grundsätze so lauten sollten: []Die Toleranz gegenüber der Intoleranz führt zur Intoleranz. Die Intoleranz gegenüber der Intoleranz führt zur Toleranz. Wenn Gustafsson anmerkt, die beiden Sätze seien "von einem zukünftigen Philosophen noch auszuarbeiten", spricht er damit indirekt eine Gefahr an, die die Vertreter der "aufgeklärten Intoleranz" entweder ignorieren oder übersehen: Die Konfrontation von Kulturkreisen, sei es in Gestalt von Staaten oder von Individuen in den Straßen einer Stadt, spielt sich letztlich nicht zwischen Philosophen ab. Die plakativen Stereotype etwa, die Pascal Bruckner ausgibt, scheinen weniger geeignet, eine aufgeklärte Debatte zu befördern, als ein finsteres Feindbild Islam zu festigen: []Je mehr man vor dem Radikalismus der Bärtigen zurückweicht, desto schärfer wird ihr Ton. Appeasementpolitik macht sie nur hungriger.Die Hoffnung, dass Wohlwollen die Rohlinge entwaffnen wird, entbehrt jeder Grundlage. Pascal Bruckner "Bärtige" und "Rohlinge", die bewaffnet sind und mit ihrem Hunger offenbar Raubtieren gleichen. Was macht man mit Raubtieren, die einen anfallen? Bruckner scheint vor lauter Schwärmerei über die Tradition der Aufklärung zu vergessen, welche antiaufklärerischen Kräfte im Westen selbst zu Hause sind, denen vor allem die fremdenfeindliche Komponente solcher Stereotype möglicherweise gerade recht kommt. []Warum kümmert sich die Bundesrepublik eigentlich um diese Bazille? (...) Und der Michel zahlt das ganze Schauspiel und wahrscheinlich die Stütze bis zum Lebensende des Herrn K." "Ich würde sogar so weit gehen, ihn als Parasit zu bezeichnen. Liege ich da etwa falsch? Bin ich jetzt ein Rassist? Nur weil ich mich darüber ärgere, solchen Abschaum auch noch durchfüttern zu müssen?" "Unerhört ist, daß diese Läusezucht noch zur Chefsache erklärt wird." "An Stelle der Amis hätte ich dem Herrn Kurnaz eher einen Messerhaarschnitt und eine Rasur verpaßt. Porentief. Am Besten mit der Maschinenpistole. Diese Bemerkungen zur Affäre um den in Afghanistan und Guantanamo gefolterten Murat Kurnaz, die in der jungen Welt vom 25. Januar []wiedergegeben wurden, stammen mitnichten aus einem obskuren Internetforum betrunkener Skinheads aus der hintersten Provinz, sondern aus Kommentaren im populären Weblog []Politically Incorrect (PI). Die junge Welt fährt fort: []Der Weg aus den oberen Etagen der Gesellschaft zum Dreck dieser Art ist kurz. Wer möchte, gelangt zu Politically Incorrect über einen Link von der []Homepage des Spiegel-Journalisten Henryk M. Broder oder umgekehrt – direkt von PI zu Broder. Auch würde man bei Neonazis nicht lesen, was sich PI aufs Banner schreibt: "Pro-amerikanisch", "Pro-israelisch" und "für Grundgesetz und Menschenrechte". Aber eben auch und vor allem: "Gegen die Islamisierung Europas". Letzteres entspricht exakt der Losung, die Bruckner ausgibt, wenn er sich über die "Abwiegler" echauffiert, die "Europa dem Islam anpassen wollen statt umgekehrt". Was die Ausrichtung gegen den Mainstream angeht, zeigt nicht nur die Nähe zum Star der politischen Inkorrektheit, Henryk M. Broder (diesjähriger Preisträger des Frankfurter Ludwig-Börne-Preises, einziger Juror "Focus"-Chefredakteur Helmut Markwort), dass PI eine Strömung des Zeitgeists aufgreift und radikalisiert, die vom Mainstream gar nicht so weit entfernt ist. Schließlich künden zahlreiche Empfehlungen von Büchern prominenter deutscher und internationaler Autoren davon, dass man mit seinen Thesen dort nicht allein steht (und dass Amazon nichts gegen dieses Vertriebsorgan einzuwenden hat). Eine umfangreiche Linkliste verweist auf eine ansehnliche Gemeinde von mehr oder weniger Gleichgesinnten. Sogar die gewöhnlich um politische Neutralität bemühte Suchmaschine Google erteilt PI ihre Weihen – das Blog ist eine der Nachrichtenquellen von Google News. Dies lässt sich bequem nachprüfen, indem man dort eine Suche nach dem Wort []Dhimmi startet. Als "Dhimmi" bezeichnet man im Islam laut []Wikipedia "Monotheisten, die mit eingeschränktem Rechtsstatus geduldet und staatlicherseits geschützt werden". Bei PI ist es ein Schimpfwort für Westler, die in den Augen der Betreiber vor der "Islamisierung Europas" kapitulieren. Unfreiwillig satirisch wird es, wenn der türkische Hinweis auf einer Würstchendose, dass der Inhalt keine Schweinefleisch enthalte, eine []Nachricht über das "Dhimmitum" des Herstellers wert ist, dessen Produkte "deutsche Kunden (...) zukünftig besser meiden sollten", was ein Kommentator trefflich mit "Kauft nicht beim Dhimmi" auf den Punkt bringt. Bei den zitierten Hasstiraden und Gewaltphantasien handelt es sich nicht um Ausnahmen, zumal sie von einer Stammleserschaft stammen und Erstkommentare freigeschaltet werden müssen. Nachdem ein Polizist von mutmaßlich muslimischen Jugendlichen zusammengeschlagen wurde und PI berichtete, gab ein Kommentator der Polizei den []Rat: []Gummiknüppel heraus und feste drauf. Hilft das immer noch nicht, Dienstwaffe ziehen, warnen, Warnschuss und dann gezielt neue Nasenlöcher stanzen ... Ein anderer []meinte, es müsse "endlich eine Anpassung der Polizeimethoden an die gestiegene Gefährdung stattfinden. Lieber hau ich 10 Blagen zu Krüppeln als selbst dran zu glauben." Nach einem anderen Fall, in dem muslimische Jugendliche als Gewalttäter aufgetreten sind, wird []empfohlen: "Einen nehmen und damit die anderen erschlagen", oder []auch: "Okay, langsam wird es Zeit für Selbstjustiz. (...) Für solche Typen ist keine Strafe zu hart. Wenn die Staatsanwaltschaft sie nicht verteilt (sic), sind wir als Bürger gefragt." Ein anderer setzt "Jugendliche" in Anführungsstriche, als könne man nicht so sicher sein, womit man es zu tun hat, und []empfiehlt: []Diese "Jugendlichen" müssen in Camps gesteckt werden, wo sie mal den Ernst des Lebens erfahren. Dort wird ihnen der Kopf gewaschen, dass der ganze Mohammed- und Ehre-Quatsch verloren geht und dann sollte man sie in Pflegefamilien oder Heime übergeben. So könnte man eventuell noch was Brauchbares aus denen machen. Der Hass richtet sich radikal und pauschal gegen Moslems. Einer []meint, die "Kulturbereicherer" - eine bei PI gebräuchliche ironische Bezeichnung für Moslems – würden "normalerweise nicht zuschlagen sondern das Messer ziehen ohne Vorwarnung". Häufig ist vom []"Kinderficker" oder []"Kinderschänder" Mohammed die Rede, einem []"Gewaltunhold", der "den totalen Krieg gewünscht" []habe. Einer []klagt, er habe "mittlerweile schon eine körperliche Abneigung gegen Moslems. Wenn ich ein Kopftuch nur sehe, wird mir übel." Ein anderer []meint apodiktisch: "Der Islam hat keine Toleranz verdient.". Wieder ein anderer []erklärt noch schlichter: "Der Islam verkörpert nahezu perfekt die Vorstellung des Bösen." Moslems seien ein []"Mob", den man sich "vom Hals schaffen" müsse, []"Gesindel", []"Hinternhochbeter", []"Kulturverwüstlinge" und []"Migrationmüll" (sic), Allah, der []"Möchtegern-Gott aus der Wüste", []"lügt und betrügt, wo es nur geht", der Islam ist eine []"verfassungsfeindliche Weltanschauung", ein []"Gesellschaftssystem", das "strukturell intolerant, diskriminierend und gewalttätig" ist, oder auch eine []"Gehirnwäsche-Großsekte". Dabei ist ausdrücklich der Islam gemeint – nicht der Islamismus oder der islamische Fundamentalismus. Der Begriff Islamismus sei eine politisch korrekte Wendung, []heißt es, die ignoriere, "dass die sogenannten Islamisten diejenigen sind, die den Koran buchstabengetreu umsetzen". Daher sei es der "wahre" Islam, der radikal, oppressiv und gewalttätig ist. Hinweise auf den sozialen Kontext, in dem sich Gewalt und Unterdrückung abspielen, werden als Gutmenschentum lächerlich gemacht. Die Frage nach Ursachen gilt schon als Einknicken. Die Gewalttätigkeit, die nur als Erscheinungsform und Niederschlag von Gruppenkonflikten sinnvoll verstanden werden kann, wird in einem erzrassistischen Kurzschluss zur unveränderlichen Wesenseigenschaft der als feindlich wahrgenommenen Gruppe umgedeutet. []PI-Ideologie: "die einen haben Zivilisation und Kultur und die anderen nicht". Nächste Seite: Antiislamischer Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, die sich als Aufklärung verkleidet und sich ungeniert der rechten Stereotypen bedient[] Artikel-URL: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24739/1.html Antiislamischer Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, die sich als Aufklärung verkleidet und sich ungeniert der rechten Stereotypen bedient []Von der aufgeklärten Intoleranz zum pauschalen Hass []Antiislamischer Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, die sich als Aufklärung verkleidet und sich ungeniert der rechten Stereotypen bedient Dieser antiislamische Rassismus ist im Unterschied zum klassischen, etwa zum deutschnationalen Rechtsextremismus, entschieden gesellschaftsfähiger und vermag es sogar, sich als zukunftsweisend, als fortschrittlich darzustellen (wenngleich es nicht überraschen kann, dass seine Versuche, sich gar zum originären Gegner des Rechtsextremismus zu stilisieren, doch []arg bemüht wirken. Dies gelingt ihm, indem er Stereotype der radikalen Rechten – Überfremdung, kriminelle Ausländer, das Scheitern von "Multikulti" - mit den Glaubensbekenntnissen eines angeblich US-amerikanisch geprägten Liberalismus kombiniert. Er erhält dadurch den Anschein von Modernität und vor allem ein Alibi – wer proisraelisch ist, kann ja kein Rassist sein; wer als Deutscher proamerikanisch ist, kann ja kein Nationalist sein; wer sich zu bürgerlichen Freiheiten und zur Tradition der Aufklärung bekennt, ist totalitärer oder faschistischer Umtriebe von vornherein unverdächtig. Sieht man genauer hin, kann dies jedoch nicht über den rassistischen Mechanismus hinwegtäuschen, Handlungsweisen, die man an bestimmten Individuen beobachtet hat und verurteilt, zu deren Wesenseigenschaften umzudeuten, um dann diese Wesenseigenschaften der ganzen Großgruppe zu unterstellen, als deren Vertreter man den anderen ansieht. Die Sorgfalt, mit der hier Fälle gesammelt werden, in denen Moslems sich einer Untat schuldig gemacht haben, dient dem alleinigen Zweck, jeden einzelnen als Beleg für die Gefährlichkeit und Minderwertigkeit der ganzen Gruppe anzuführen. Aus der alten Rechten vertraut ist auch das Wettern gegen "Multikulti" und das Verteufeln der politischen Linken. Dabei steht aus PI-Perspektive der ganze mediale []Mainstream links. Ebenso altbekannt ist der von Ressentiment und Abwehr aufgeladenen Vorwurf, deutsche Interessen würden nicht (mehr) wahrgenommen. Wenn dabei das "deutsche" wahlweise durch "westliche", "europäische" oder auch "christliche" ersetzt wird, ändert das nichts an der Konstruktion eines als rein und harmonisch gedachten "Wir" gegen ein Verunreinigung und Bedrohung bedeutendes "Sie". Häufig geht das Bedrohungsszenario bis hin zum Verschwörungsdenken, wenn suggeriert wird, Medien und Politik seien vom Islam indoktriniert oder gar unterwandert, und wenn hinter den – hier einhellig abgelehnten – Rechtsextremismus-Studien der letzten Zeit entsprechende Machenschaften []vermutet: []Indizien sprechen vielmehr für einen zielgerichteten Plan, sprich Eurabia. Verschwörungen wittert man indes nicht nur in Europa. In Bezug auf den US-Präsidentschaftsbewerber Barrack Obama []heißt es: []diesen Obama, ich weiss nicht. Ist wie erwaehnt ein Konvertit - war mal Moslem - ist er wirklich konvertiert ? Oder ist dies nur Taeuschung, um dann nach dem Wahlsieg zu sagen: April April ... All das hindert die Vertreter dieser Strömung indes nicht, sich als antifaschistische Kraft darzustellen, indem sie sich mit dem Bekenntnis zum Liberalismus von angeblich totalitären Staatsideen der Linken und des Islam abgrenzen, und als antirassistische Kraft, indem sie beiden Feindgruppen Antisemitismus vorhalten bzw. unterstellen. So wird auch die Unterdrückung der Frauen und der Homosexuellen im Islam angeprangert, wobei man sich selbst als liberal im Sinne der Aufklärung darstellt. Hier geht die eher rechtskonservative Strömung, die sich bei PI exponiert, eine weitere merkwürdige Diskurskoalition ein, nämlich mit den ursprünglich aus dem linksextremen Spektrum stammenden sogenannten Antideutschen. Auch diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie den USA und Israel Nibelungentreue schwören und damit einhergehend dazu neigen, alles Muslimische zum Abschuss freizugeben - immer im Dienste der Aufklärung und Demokratie. Aufklärung bzw. Liberalismus sind dabei die der eigenen Gruppe zugeschriebenen Eigenschaften, die den Anspruch auf eine wesensmäßige Überlegenheit begründen sollen. Eine Paradoxie: Man schreibt der als feindlich angesehenen kulturellen Großgruppe einen gleichsam naturgegebenen Rassismus – den Antisemitismus – zu, ohne zu merken, dass diese pauschale Zuschreibung selbst ein rassistischer Kurzschluss ist. Und während die Antideutschen vielfach durchaus ihren Adorno gelesen haben, verkommt das Bekenntnis zu Aufklärung und Liberalismus im außerakademischen Diskurs, wie man ihn bei PI findet, oft zum Lippenbekenntnis, das benutzt wird, um Islam- oder allgemein Fremdenfeindlichkeit zu legitimieren. Die empanzipativen Ziele, die scheinbar propagiert werden – Gleichberechtigung der Frauen, Akzeptanz von Homosexualität und Bekämpfung des Antisemitismus – werden ausschließlich als Kampfmittel gegen den Islam benutzt. Die Diskriminierung von Frauen und Homosexuellen, die sich im Westen findet und nichts mit dem Islam zu tun hat, ist für PI kein Thema. So fühlt sich manch ein Kommentator doch nicht ganz wohl mit dem Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit, dessen Homosexualität als Beleg dafür []angeführt wird, dass in der Hauptstadt "der gesunde Menschenverstand verloren gegangen" sei, und Anlass ist, ihn als Oberbürgermeisterin zu []bezeichnen. In Bezug auf den in Potsdam krankenhausreif geprügelten Deutsch-Äthiopier Ermyas M. wird []konzediert: "DIE GEWALT GING VOM NEGER AUS", der wohl deshalb auch an derselben Stelle als "wildgewordener Affe" bezeichnet werden darf. Unter mehrmaligem Hinweis auf die Geschlechterapartheid im Islam argumentiert ein Beitrag, der Bau einer Moschee sei grundgesetzwidrig. Keine Erwähnung findet dabei, dass das Grundgesetz die Freiheit der Religionsausübung garantiert, was wohl zumindest in Betracht gezogen werden müsste, wenn man es gegen einen Moscheenbau ins Feld führen will. Einzelne Bestimmungen des Grundgesetzes werden herbeizitiert, wenn sie als Waffe gegen Moslems tauglich sind, aber auch nur dann. Der Titel "Politically Incorrect" unterstellt, dass der sonstige öffentliche Diskurs von politischer Korrektheit geprägt und mithin unehrlich, verfälscht, (selbst-)zensiert sei. Betrachtet man die Kommentare auf dieser Plattform, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es sich bei dem, was der dort verhasste Mainstream-Diskurs unterdrückt, weniger um den Geist der Aufklärung als um fremdenfeindliche Reflexe und Ressentiments handelt, die in den Artikulationsformen à la NPD verpönt sind, aber in Gestalt eines als "proamerikanisch" ausgegebenen Kampfs um westliche Werte wieder einen ungeahnten Freilauf haben. Diese Unterdrückung von Ressentiments und ihr Ausbruch sind in stereotypen Formeln wie dem verstohlenen "Man wird ja wohl noch sagen dürfen ..." bzw. dem auffahrenden "Endlich sagt es mal einer!" ebenfalls altbekannt. Von einem gemäßigten Liberalismus aus gesehen, mag man die Inhalte von PI daher tatsächlich als politisch inkorrekt charakterisieren; von den Rechtsaußenpositionen allerdings, die dort durchscheinen, sind sie das Gegenteil: alter Extremismus in neuer, nämlich politisch korrekter Form. Es geht nicht darum, den Antisemitismus, den Sexismus, den Totalitarismus, wie sie in islamisch geprägten Gesellschaften vorhanden sind, zu leugnen oder zu verharmlosen - eine solche Leugnung oder Verharmlosung wird auch mindestens so oft einfach unterstellt, wie sie tatsächlich versucht wird. In diesem Zusammenhang schreibt Ian Buruma: []Gewalt gegen Frauen, oder auch Männer, ist nicht tolerierbar und sollte vom Gesetz bestraft werden. Ich würde die Beschneidung von Kindern nicht verteidigen, ganz zu schweigen vom Verprügeln der Ehefrauen, egal, wie rational das begründet wird. Ehrenmorde sind Morde und müssen als solche behandelt werden. Aber das sind Fragen der Strafverfolgung. Viel verzwickter ist die Frage, wie man verhindert, dass gewalttätige Ideologien die durchschnittlichen Muslime anstecken und so die freien Gesellschaften bedrohen. Öffentliche Äußerungen wie die von Hirsi Ali, wonach der Islam generell rückständig und sein Prophet "pervers" sei, sind meiner Ansicht nach nicht hilfreich. Die mit diesem Thema befassten Intellektuellen müssen sich gleichermaßen fragen, ob es hilfreich sein kann, pauschal Intoleranz und Konfrontation zu propagieren. Es ist äußerst zweifelhaft, ob die Geister, die man damit heraufbeschwört, geeignet sind, dem Ideal der Aufklärung einen Dienst zu erweisen - und dieser Zweifel betrifft die Geister beider Seiten. [] Anmerkung: Es ist nicht auszuschließen, dass die verlinkten Kommentare bei PI nach erscheinen dieses Artikels überarbeitet werden oder verschwinden. In diesem Fall wird man selbst aussagekräftige Beispiele finden - notfalls im Blog []Telegehirn [] [] [] Artikel-URL: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24739/1.html *********** E N D E ****************** ============================================== 13 Presseunterlagen: Akutförderung für Freie Radios von Veronika Leiner ============================================== UNTERLAGEN zum PRESSEGESPRÄCH am 07. März 2007 || |||| |||||| VERBAND FREIER RADIOS Ã-STERREICH (VFRÃ-) |||| || Pressegespräch des Verbandes Freier Radios Ã-sterreich 07. März 2007 GesprächspartnerInnen: Helmut Peissl (Vorsitzender des Verbandes Freier Radios Ã-sterreich) Mag. Otto Tremetzberger (Geschäftsführer Freies Radio Freistadt 107.1) Dr.in Helga Schwarzwald (Geschäftsführende Koordinatorin ORANGE 94.0, Wien) Erstmals seit 2000 Bundesförderung für Freie Radios! Verband Freier Radios Ã-sterreich begrüßt Akutförderung und fordert rasche Umsetzung des Freie Radios-Fonds. Mit der Gewährung einer Akutförderung aus Bundesmitteln für die 12 bestehenden Freien Radios zur Unterstützung ihrer Jahrestätigkeit 2007 scheint der Stillstand in der heimischen Medienpolitik in Bezug auf die Anerkennung des dritten Mediensektors überwunden: â* Die Förderung von insgesamt 300.000 EUR gibt Anlass zu der Hoffnung, dass nach sieben Jahren des systematischen Aushungerns die Bundesregierung damit einen ersten Schritt in Richtung einer umfassenden Anerkennung der Freien Radios als dritten Rundfunksektor setztâ*œ, so Helmut Peissl, Obmann des Verbands Freier Radios Ã-sterreich (VFRÃ-) bei der heutigen Pressekonferenz. Bereits 1998 und 1999 waren die Freien Radios aus Mitteln der Kunstsektion und der Volksgruppenförderung des BKA gefördert worden; im Jahr 2000 wurden diese Mittel auf ein Drittel gekürzt und 2001 vollständig gestrichen. „Für das junge Freie Radio Freistadt 107.1, das im länddlichen Raum angesiedelt ist, bedeutet diese Akutförderung, dass das Überleben 2007 damit definitiv gesichert ist: Für das Radio ist es nahezu eine Verdoppelung der bestehenden Förderung! Die zusätzlichen Mittel kommen zuallererst den bisher leider völlig unzureichend betreuten Programmmachenden im Offenen Zugang zugute. Sowohl Programmkoordination als auch technische Betreuung können dadurch wesentlich verbessert werdenâ*œ, freut sich Otto Tremetzberger, Geschäftsführer des Freien Radio Freistadt 107.1, über die Förderung. Seit März 2005 nutzen vor allem Jugendliche, SeniorInnen, MigrantInnen und die Kultur- und Musikschaffenden aus der Region das Radio als ihr Medium. Durchschnittlich 25.000 EUR pro Radio bedeuten zwar gerade für die massiv unterfinanzierte Mehrheit der Freien Radios eine Unterstützung ihrer Arbeit im Interesse einer pluralistischen Medienöffentlichkeit. Dennoch kann eine solche Förderung nur als Tropfen auf den heißen Stein bezeichnet werden: Die Freien Radios, die derzeit von über 2.500 aktiven RadiomacherInnen genutzt werden, sind die einzigen lokalen und regionalen Plattformen, die medial und gesellschaftlich unterrepräsentierten Gesellschaftsgruppen und Themen Raum zur Artikulation und Selbstrepräsentation bieten. Die Betreuung der aktiven RadiomacherInnen, die Vermittlung von multiplen (Medien-)Kompetenzen und die Aufrechterhaltung eines 24-Stunden-Sendebetriebs sind so jedoch auf Dauer nicht adäquat zu gewährleisten. Für das „Förderungsmodelll zur Sicherung einer pluralistischen Radiolandschaft in Ã-sterreichâ*œ errechnete der Verband Freier Radios Ã-sterreich 2006 einen Mindestbedarf von 382.000 EUR je Freie m Radio. „ORANGE 94.0 ist das einzige Freie Radio in Ã-sterreich, das seit 2004 über eine - einigermaßen - angemessene Finanzzierung durch die Stadt Wien verfügt. Damit konnte in den letzten Jahren einerseits die völlig desolate Infrastruktur erneuert und die prekären Arbeitsverhältnisse abgesichert werden. Zum anderen hat die Befreiung von der permanenten Last der materiellen Existenzbedrohung viele Potentiale und Dynamiken beim Freien Radio ausgelöstâ*œ, schildert Helga Schwarzwald, geschäftsführende Koordinatorin von ORANGE 94.0 in Wien. „ORANGE 94.0 konnte so seine gesellschafttliche und mediale Relevanz auch durch stark vernetzte, internationale Projekte mit regionalen Bezügen zu Radiokunst, Stadtentwicklung und Medien und Entwicklungspolitik merkbar verstärken.â*œ Problematisch sei dabei aber, so Schwarzwald weiter, dass der Bestand des Radios nicht durch unabhängige Mechanismen abgesichert sei: „Letztlicch geht es - auch in Ã-sterreich - um ein e politische und rechtliche Anerkennung Freier Medien und damit um größtmögliche Unabhängigkeit von politischer Willkürâ*œ. Ziel des VFRÃ- ist deshalb weiterhin die gesetzliche Verankerung der Freien Radios im Privatradio- und KommAustriagesetz sowie die Einrichtung eines „Freie Radios-Fondsâ*œ, um eine größtmö¶gliche politische Unabhängigkeit gewährleisten zu können. Das ist die Voraussetzung dafür, dass die bestehenden Freien Radios aus ihrer derzeitigen wirtschaftlich prekären Situation herauskommen und ihr volles Potential zur Stärkung einer pluralistischen Medienlandschaft entfalten können. Der VFRÃ- fordert auch in Hinblick auf die unabhängige Neugestaltung der Regulierungsbehörde KommAustria/RTR die strukturelle Einbindung des dritten Mediensektors. Zur Stärkung einer zukunftsorientierten Begleitforschung soll einE BeauftragteR für Freie Medienprojekte eingesetzt werden. „Medienpolitik muss sich primär an der Optimierung der geselllschafts- und demokratiepolitischen Rolle der Medien orientieren!â*œ fordert Helmut Peissl die handelnden PolitikerInnen zu einem Umdenken auf. „Ã-sterreich muss endlich auch medienpolitisch im 21. Jahrrhundert ankommen! Gerade während der letzten Jahre wurde international die wichtige Rolle von zugangsoffenen Medien erkannt, die Menschen die Grundlage für die mediale Artikulation ihrer Anliegen und Meinungen bieten.â*œ In Großbritannien und Irland wurde das Entstehen eines vielfältigen Community Radio-Sektors mit weit über hundert Lizenzen ermöglicht. In der Schweiz wird gerade das - vom VVFRÃ- auch für Ã-sterreich geforderte - Gebührensplitting gesetzlich verankert. Und Ende Jänner verabschiedete die Ministerkonferenz des Europarats folgende Erklärung: „[The Committee of Ministers] stresses that policies designed to encourage the development of not-for-profit media can be another way to promote a diversity of autonomous channels for the dissemination of information and expression of opinion, especially for and by social groups on which mainstream media rarely concentrate.â*œ (Declaration of the Committee of Ministers on protecting the role of the media in democracy in the context of media concentration, Jänner 2007) Die österreichische Bundesregierung hat jetzt die Chance zu beweisen, dass sie medienpolitisch europareif ist: durch die Umsetzung der im Regierungsprogramm beschlossenen Medienförderung für private nichtkommerzielle elektronische Medien und die Einrichtung eines „Freiie Radios-Fondsâ*œ; sowie durch die gesetzliche Verankerung Freier Radios und die Schaffung einer unabhängigen Medienbehörde unter struktureller Berücksichtigung des dritten Mediensektors. Der VFRÃ- wendet sich mit seinen Forderungen und dem Angebot zur konstruktiven Zusammenarbeit an Bundeskanzler Gusenbauer, Medienministerin Bures und Kulturministerin Schmied sowie an Vizekanzler Molterer und VP-Mediensprecher Morak. Positive Signale aus beiden Parteien lassen eine Lösung bis Jahresende durchaus realistisch erscheinen. _ Rückfragen:_ Helmut Peissl Verband Freier Radios Ã-sterreich Mobil: ++43 - (0)650 - 4948773 Mail: helmut.peissl at freie-radios.at Web: www.freie-radios.at -- Veronika Leiner Verband Freier Radios Oesterreich Mobil: ++43 - (0)676 - 538 0 539 Mail: veronika.leiner at freie-radios.at Web: www.freie-radios.at ============================================== 14 Graz: MigrantInnenbeirat droht Bürgermeister Nagl mit Klage von "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" ============================================== Graz: MigrantInnenbeirat droht Bürgermeister Nagl mit Klage Gremium fühlt sich in seiner Arbeit behindert, weil es den "Graz als Bollwerk gegen Türken"-Ausspruch kritisierte und schaltet Anwalt ein http://derstandard.at/ Seit Monaten schwelt ein Konflikt zwischen dem MigrantInnenbeirat der Stadt Graz und Bürgermeister Siegfried Nagl. Das Gremium fühlt sich in seiner Arbeit behindert, weil es den "Graz als Bollwerk gegen Türken"-Sager Nagls kritisierte, und schaltete nun einen Anwalt ein. * * * Graz - Zwischen dem Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP), der auch Integrationsreferent der Stadt ist, und dem MigrantInnenbeirat der Stadt Graz herrscht Eiszeit. 1996 wurde in Graz unter dem damaligen SPÖ-Bürgermeister Alfred Stingl das Gremium als Interessenvertretung für ausländische Bürger der Stadt eingerichtet. Aufgabenbereiche wie die Übermittlung von Problemen an politisch Verantwortliche, etwa in Fällen politischer oder sozialer Benachteiligung, wurden per Geschäftsordnung festgelegt. Von Infos abgeschnitten Doch im Vorjahr soll das Budget des Beirats - trotz gleich bleibender Aufgabenstellung - um die Hälfte gekürzt und sollen Aufwandsentschädigungen wie Reise- und Telefonkosten der ehrenamtlich arbeitenden Beiräte gestrichen worden sein. Zuvor wurde zudem das Informationsrecht des Beirats per Beschluss einer von Nagl unterzeichneten Geschäftsordnung eingeschränkt. Doch diese Geschäftsordnung ist laut dem Beirat und seinem nun eingeschalteten Anwalt Alfred J. Noll rechtswidrig. "Wir haben monatelang versucht, das mit dem Bürgermeister zu klären", erzählt der Beiratsvorsitzende Emmanuel Kamdem dem STANDARD. Ein Vorfall, bei dem Aussendungen des Beirats von der Homepage der Stadt Graz entfernt wurden, brachte das Fass zum Überlaufen. Der Beirat glaubt, dass sich Nagl für öffentliche Kritik an seinen Aussagen zu "Graz als Bollwerk gegen Türken" rächen will. Rache für öffentliche Kritik? Anwalt Noll droht nun nach einer Überprüfung des Sachverhalts mit einer Schadenersatzklage, denn die Stadt habe "gegen eine privatrechtliche Vereinbarung verstoßen". Auch die Kürzung der finanziellen Mittel, die "eine den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Arbeit des Beirats" erschwert, sei gesetzeswidrig. Für Emmanuel Kamdem steht fest: "Wenn unsere Forderungen nicht erfüllt werden, werden wir klagen und das Land Steiermark als Aufsichtsbehörde anrufen." Nagl weist alle Vorwürfe von sich: Es habe nur Kürzungen in einem Rahmen gegeben, der "auch alle andereren Vereine" betroffen habe. Und zum Entfernen von Presseaussendungen heißt es aus dem Bürgermeisteramt: "Das ist ohne unser Wissen passiert." Vielmehr sei die Magistratsdirektion dafür zuständig. "Sehr parteipolitische" Und für diese erklärt Erika Zwanzger: "Es ist per Präsidialerlass geregelt, dass keine parteipolitischen Aussagen auf der offiziellen Homepage der Stadt stehen dürfen. Da waren aber ein paar sehr parteipolitische dabei." So habe man alle offline gestellt und zu einem Gespräch geladen. "Doch dieses Gespräch hat es bis heute nicht gegeben." (Colette M.Schmidt, DER STANDARD, Printausgabe 7.3.2007) Nachlese Graz als "Bollwerk" gegen Türkei-Beitritt ============================================== 15 Klima / Biotreibstoff-Produktion bedroht Regenwaldvölker von "GFBV Hans Bogenreiter" ============================================== GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER > PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 07.03.2007 > > Bundeskanzlerin setzt auf Förderung von Biotreibstoff bei EU-Klimagipfel > Biokraftstoff vernichtet Regenwälder und bedroht indigene Völker > > Anlässlich des EU-Klimagipfels in Brüssel am morgigen Donnerstag hat die > Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf die Bedrohung der > Ureinwohner durch den Biokraftstoff-Boom hingewiesen und dringend vor > einer undifferenzierten massiven Förderung von Biokraftstoff gewarnt. "Für > den Anbau von Ölpflanzen oder Soja werden Regenwälder in Südostasien > und Amazonien vernichtet und der Lebensraum hunderttausender > indigener Völker zerstört", berichtete die Menschenrechtsorganisation. So > hätten seit Beginn des Palmöl-Booms in Indonesien vor drei Jahren die > Landrechtskonflikte dramatisch zugenommen. Auch in Brasilien eskalierten > die Konflikte um die Ausweitung des Soja-Anbaues, dem immer größere > Regenwaldflächen geopfert würden. Es sei widersinnig, wenn die EU > einerseits in ihrer Indigenen-Richtlinie die Förderung von Ureinwohnern > betone und andererseits mit ihrer Energiepolitik die Zerstörung ihrer > Lebensgrundlage unterstütze. > > Es sei kurzsichtig, wenn die EU nur auf eine mengenmäßige Steigerung > der Biomasse als Energieträger hinarbeite. Die Förderung von Biokraftstoff > mache nur Sinn, wenn das dem Biotreibstoff zugrunde liegende Palm- und > Sojaöl mit Rücksicht auf Natur und Mensch produziert werde. So müsse die > EU betonen, dass diese Biokraftstoffe aus nachhaltigem Anbau stammen > sollten. Bundeskanzlerin Angela Merkel will durchsetzen, dass sich die EU > verpflichtet, den Anteil von Biomasse und anderen alternativen > Energieträgern bis zum Jahr 2020 auf 20 Prozent zu steigern. > > "Besonders schlimme Folgen hat der Biokraftstoff-Boom für die indigenen > Völker Indonesiens", erklärte der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius. Dort > sei > die Fläche, auf der Palmöl angebaut werde, mit sechs Millionen Hektar > inzwischen dreimal so groß wie Hessen. Weitere 18 Millionen Hektar seien > bereits für Großplantagen gerodet worden. Die Behörden planten eine 43- > fache Steigerung der Produktion. So sollen zusätzliche 20 Millionen Hektar > Regenwald in Kürze für die Rodung freigegeben werden. Besonders > katastrophal seien die Folgen dieses Kahlschlags in den Wäldern für die > Ureinwohner in Westpapua (dem Westen Neuguineas) und auf Borneo > (Kalimantan). So planten chinesische und malaysische Investoren den Bau > von mehreren Großplantagen in Westpapua, die jeweils eine Million Hektar > umfassen sollen. Bis Ende 2006 hätten indonesische > Menschenrechtsorganisationen 350 Landkonflikte registriert, die durch den > Ausbau der Palmölproduktion verursacht wurden. > > Ulrich Delius ist auch erreichbar unter Tel. 0160 95 67 14 03. > ====================================================== > Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) > Inse Geismar, Pressereferentin > Postfach 2024, D-37010 Goettingen > Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 > E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ============================================== 16 Leistbar? Und fair? von Dietmar Köhler ============================================== In seinem Beitrag "Leistbar? Und fair?" ( DER STANDARD v. 5.3.07) schreibt Prof. Marin: Ist eine Mindestsicherung von 14x726 Euro leistbar? Als bedarfsgeprüfte Hilfe mit Anreiz zum Erwerb - oder zur Hebung der Pensionen über die Armutsgrenze - ganz klar ja." Nun: 14x726 Euro - und das BRUTTO - liegt WEIT UNTER der Armutsgrenze von 2007! Das sollte Prof. Marin eigentlich wissen. Weiter: "Würde man dagegen ein bedingungsloses Grundeinkommen von existenzsichernden 70% des Durchschnittseinkommens, also 12.120 Euro im Jahr, auszahlen, wie die Katholische Sozialakademie das will, so hätte man tatsächlich eine Hängematte für Tachinierer statt ein Trampolin für Arbeitswillige - demotivierend und desaströs teuer." Auch diese Information ist FALSCH. Die Katholische Sozialakademie hat (nach meinem Wissenstand) nie ein Jahreseinkommen von 12.120 Euro gefordert. Und die Angst vor "Tachinierern" stellt sich so dar: Die in Österreich erbrachte ehrenamtliche - also unbezahlte - Arbeit entspricht 481.000 VOLLZEITarbeitsplätzen. Haus- und Familienarbeit ( Pflege!!) sind da noch gar nicht eingerechnet. Die unentgeltlich erbrachte Pflege kann - zu Kollektivvertägen berechnet - mit etwa 2.700 Millionen Euro jährlich beziffert werden. Und das von Prof. Marin angepriesene "Trampolin für Arbeitswillige" führt letztere immer öftere in prekäre Arbeitsverhältnisse, deren Entlohnung UNTER der Armutsgrenze liegt. Während die "Tachinierer" in der "Hängematte" vor allem in der Bussi-Bussi-Seitenblicke-Gesellschaft zu finden sind. All das sollte Prof. Marin eigentlich wissen oder wenigstens recherchieren, bevor er "desaströse" Behauptungen aufstellt. Den Beweis für die angebliche Unfinanzierbarkeit eines Grundeinkommens ist Prof. Marin übrigens schuldig geblieben. Und das soll "Wissenschaft" sein?? Enttäuscht Dietmar KÖHLER Initiativgruppe ARBEITSLOSIGKEIT ============================================== 17 KPÖ/Erbschaftssteuer/VfGH/Steuerpolitik von KPÖ-Information ============================================== KPÖ-Pressedienst - Drechslergasse 42, 1140 Wien - Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 - Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail info at kpoe.at - Web www.kpoe.at - News www.kpoe.at/lpd - Ausgabe vom 7. March 2007 VfGH-Urteil ist kein Freibrief für Abschaffung der Erbschaftssteuer KPÖ strikt gegen weitere Entlastung der großen Vermögen „Das Urteil des Verfassungsgerichtshofes darf kein Freibrief für die Abschaffung der Erbschafts- und Schenkungssteuer sein“ fordert KPÖ-Wirtschaftssprecher Michael Graber. Die Entscheidungsfrage dabei liegt jetzt bei der SPÖ, nämlich ob sie den Forderungen der ÖVP nach Abschaffung dieser Steuer nachgibt oder eine zeitgemäße Reform dieser Steuer durchsetzen kann. Eine Abschaffung wäre nach der Aufhebung der Vermögenssteuer, der Senkung des Spitzensteuersatzes und der Schaffung der steuerschonenden Privatstiftungen in der Ära Lacina sowie der Senkung der Körperschaftssteuer und Einführung der Gruppenbesteuerung in der Ära Grasser ein weiterer Schritt um die Besteuerung von Kapital und Vermögen gegen Null zu drücken. Damit würde Österreich noch stärker zum Steuerparadies der EU verkommen. Das Argument, der Ertrag aus dieser Steuer für das Budget sei im Verhältnis zu den Kosten für die Einhebung zu gering beweist nur, dass seit Jahrzehnten verabsäumt wurde, eine notwendige Anhebung vorzunehmen. Offenbar wurde die Erbschaftssteuer bewusst zur „Bagatellsteuer“ abgewertet um sie dann leichter abschaffen zu können. Während die Erbschaftssteuer seit Jahren stagniert - sie ist im Budget 2006 mit gerade 165.000 Euro veranschlagt - stieg der Umfang der Vermögen und damit auch zwangsläufig der Erbschaften und Schenkungen enorm an. Dabei ist zu berücksichtigen, dass auf nur ein Prozent der Bevölkerung 34 Prozent, weitere neun Prozent 33 Prozent und die restlichen 90 Prozent 32 Prozent des Vermögens entfallen. Wenn von Vermögensbesteuerung die Rede ist - und dazu gehört auch die Erbschaftssteuer - geht es vor allem um die obersten zehn Prozent, der weitaus größte Teil der Bevölkerung ist davon kaum betroffen. „Es wäre eine sozialpolitische Provokation sondergleichen, die Erbschafts- und Schenkungssteuer abzuschaffen und damit vor allem die großen Vermögen weiter zu entlasten, während gleichzeitig durchschnittliche EinkommensbezieherInnen mit der Lohnsteuer und Mehrwertsteuer einen immer größeren Teil der Steuerbelastung erbringen müssen“, kritisiert Graber. Die KPÖ sieht das Urteil des Verfassungsgerichtshofes - dessen Urteil nach eigenen Aussagen die Steuer als solche keineswegs grundsätzlich in Frage stellt - als Anlass für eine gründliche Reform der Erbschafts- und Schenkungssteuer als faktisch einzige verbliebene Form der Vermögensbesteuerung. Dazu gehört die gleiche Besteuerung von Immobilien und Finanzvermögen, wobei für kleine Erbschaften von DurchschnittsverdienerInnen Freibeträge für Eigentumswohnungen oder Eigenheime und Ersparnisse aus einer durchschnittlichen Erwerbstätigkeit notwendig sind, wie das etwa auch die oö Arbeiterkammer verlangt. Darüber hinaus verlangt die KPÖ die Wiedereinführung der Vermögenssteuer, die Anhebung des Spitzensteuersatzes, die Abschaffung der Privatstiftungen sowie die Anhebung der Körperschaftssteuer für die Profite der Kapitalgesellschaften. ============================================== 18 transversal-doppelausgabe: creativity hypes | acritique of creative industries von eipcp ============================================== creativity hypes | a critique of creative industries Kreativität zieht wieder. Die katholische Kirche setzt auf den alten Kreationismus im neuen Gewand des Intelligent Design, durch die Creative Industries erschallen die Anrufungen der Cultural Entrepeneurs, die Hypes der Creative Class und die Hochflüge der digitalen Boheme formieren eine Renaissance des Schöpferischen. Dem Kreativitätsbegriff kommen dabei durchaus unterschiedliche Funktionen zu. In der Tradition der Genieästhetik dient er nach wie vor der Abgrenzung der wahrhaft „schöpferischen“ Akteure, die in der Lage sind, Innovationen zu generieren und durchzusetzen. Im kognitiven Kapitalismus sind aber auch mächtige populistische Impulse am Werk, in denen die revolutionären kulturpolitischen Forderungen nach „Kultur von allen“ oder das Beuys’sche Diktum „Jeder Mensch ein Künstler“ in eine Logik des totalen kreativen Imperativs pervertiert werden. Die aktuelle Ausgabe des Webjournals transversal, die auf theoretischer Ebene die Hypes der Kreativität hinterfragt, wird ergänzt durch eine Ausgabe im kulturpolitischen Diskurs auf eipcp.net, die anhand einer Reihe von Fallbeispielen speziell auf Creative Industries und deren Kritik fokussiert. creativity hypes http://transform.eipcp.net/transversal/0207 Brigitta Kuster / Vassilis Tsianos: Experiences Without Me, oder: Das verstörende Grinsen der Prekarität Maurizio Lazzarato: Die Missgeschicke der „Künstlerkritik“ und der kulturellen Beschäftigung Esther Leslie: Mehr Wert für die Inhalte: Die Verwertung der Kultur heute Angela McRobbie: Die Los-Angelesierung von London Stefan Nowotny: Immanente Effekte. Notizen zur Kre-aktivität Marion von Osten: Unberechenbare Ausgänge Gerald Raunig: Kreativindustrie als Massenbetrug Paolo Virno: Witz und innovatives Handeln a critique of creative industries http://eipcp.net/policies/cci Branka ur i : Desire to Own. Property Issue around Creative Industries Marko Karo / Marita Muukkonen: Titorelli’s Cage: Confined Spaces at Work Maurizio Lazzarato: Construction of Cultural Labour Market Maria Lind: The Future is Here Raimund Minichbauer: Chanting the Creative Mantra. The Accelerating Economisation of EU Cultural Policy Monika Mokre: Gouvernekreativität, oder: Die Creative Industries in Österreich Matteo Pasquinelli: Immaterial Civil War. Prototypes of Conflict within Cognitive Capitalism Tere Vadén: Digital Opportunities, Real Impossibilities Ulf Wuggenig: „Kreativität und Innovation“ im 19. Jahrhundert Verschiedene Zusammenstellungen der Texte sind auch als Printpublikationen erhältlich: in Englisch in der in Helsinki erscheinenden Zeitschrift framework (Issue 6/Jan 2007, http://www.framework.fi), in Deutsch im Mitte März erscheinenden Band Kritik der Kreativität (hg. von Gerald Raunig und Ulf Wuggenig, republicart Bd. 6, Wien: Turia+Kant 2007, http://eipcp.net/publications/1171460471). --- eipcp - european institute for progressive cultural policies a-1060 vienna, gumpendorfer strasse 63b a-4040 linz, harruckerstrasse 7 contact at eipcp.net http://www.eipcp.net ============================================== ============================================== GIPFELSOLI ============================================== ============================================== 19 Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ============================================== ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - Rechtsextreme Proteste gegen G8-Gipfel in Heiligendamm - Warm up G8 - G8-Gipfel: "Gefährliche Mischung von Gewalttätern" - Deutsche und US-Sicherheitsexperten beraten über G8 in Schwerin - Bundesregierung: G8 und Zivilgesellschaft: kein Gegensatz - I hate G8! - G8-Infotour Landwirstschaft global in München - Bundesweites G8-Vorbereitungstreffen für den Aktionstag am Flughafen in Rostock-Laage (5.6.2007) - Attac-Sonderzüge nach Heiligendamm ------------------------------------------------------------------------------- Rechtsextreme Proteste gegen G8-Gipfel in Heiligendamm Deutscher Bundestag Drucksache 16/4319 16. Wahlperiode 13. 02. 2007 Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke, Kersten Naumann und der Fraktion DIE LINKE. - Drucksache 16/4141 - Rechtsextreme Proteste gegen G8-Gipfel in Heiligendamm Vorbemerkung der Fragesteller Rechtsextreme Gruppierungen versuchen seit längerem, das Thema Globalisierungskritik mit nationalistischen Losungen von rechts zu besetzen. Rechtsextreme und Neonazis agitieren so auch gegen den im Juni 2007 stattfindenden G8-Gipfel in Heiligendamm. Der Generalsekretär der NPD, Peter Marx, hat 2007 "zum Jahr des volkstreuen Globalisierungs-Widerstandes" ausgerufen: Der kommende G8-Gipfel, so Peter Marx im NPD-Partei-Organ "Deutsche Stimme", werde als "Kristallisationspunkt nationaler Oppositionspolitik" begriffen: "Wir werden unseren Demonstrationsschwerpunkt in diesem Jahr auf diesen fatalerweise im ärmsten Bundesland Deutschlands stattfindenden Gipfel der Bonzen richten." ("Signale für eine Welt freier Völker - Nationale Opposition plant umfangreiche Aufklärung über G8-Gipfel", Deutsche Stimme, Januar 2007, http://www.deutsche-stimme.de/index.html). Rechtsextreme Parteien wie die NPD versuchen, möglichen Unmut bürgerlicher Schichten der Bevölkerung über die Kosten und Folgen des G8-Gipfels für ihre Politik zu instrumentalisieren. In der "Frankfurter Allgemeine SONNTAGSZEITUNG" hieß es am 24. Dezember 2006: "Ein Hauptmann der Bundeswehr, einsatzerprobt in Afghanistan, wird derzeit in Dresden geschult, um die Protestaktionen gegen den G8-Gipfel im Ostseebad Heiligendamm im kommenden Jahr zu koordinieren. So will Dresden Schwerin NPD-bürgerlich einnorden." (FASZ, 24. Dezember 2006: "NPD: Pornos, Patronen und 'ne scharfeWumme"). Die "jungeWelt" berichtet in ihrer Ausgabe vom 10. Januar 2007 über Hinweise, dass der NPD-Kader Stefan Köster einen Aufmarsch mit bis zu 1 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Rostock am 2. Juni 2007 angemeldet habe. 1. Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung über geplante Proteste von Gruppierungen aus dem rechtsextremen Spektrum gegen den G8-Gipfel vor? 2. Um welche rechtsextremen Gruppierungen handelt es sich dabei? 4. Liegen bereits Anmeldungen für Versammlungen rechtsextremer Gruppierungen oder Parteien vor? a) Wer sind die Anmelder? b) Wie viele Teilnehmer wurden angemeldet? Die jeweiligen Antworten bitte ich der nachfolgenden Aufstellung zu entnehmen: 17.02.07 Sachsen Raum Riesa oder Plauen Kongress "Damit der Wind sich dreht: Globalen - Kapitalismus - angreifen. Überall kämpfen Völker für die Freiheit der Nation." Junge Nationalisten Sachsen (JN Sachsen) Entfällt, da keine Demonstration Entfällt, da keine Demonstration 24.02.07 Thüringen Gerstungen - Vacha- Tiefenort - Kaltennordheim - Dermbach Demonstration 3. Nationale Kaffeefahrt (Thema: "Regional statt Global") NPD-Kreisverband Wartburgkreis Patrick Wieschke (NPD-Kreisverband Wartburgkreis) Ca. 30 bis 50 Personen werden an jedem der Veranstaltungsorte 01.05.07 Thüringen Erfurt Demonstration "Zukunft statt Globalisierung - Arbeit für Millionen statt Profit für Millionäre" NPD-Landesverband Thüringen Patrick Wieschke (NPD-Landesverband Thüringen) 200 bis 400 Personen 02.06.07 Mecklenburg- Vorpommern Schwerin Demonstration "Nein zum G8- Gipfel - Für eine Welt Freier Völker" NPD-Landesverband Mecklenburg- Vorpommern Stefan Köster (NPD-Parteivorstand) Ca. 1 500 Personen 3. Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung über internationale Aktivitäten und Mobilisierungen im rechtsextremen Spektrum zum G8-Gipfel vor? Gegenwärtig beteiligt sich lediglich eine ausländische Gruppierung des rechtsextremistischen Spektrums, die Niederländische Volksunion (NVU), an der Planung und Durchführung von Protesten gegen den G8-Gipfel. Sie soll hierbei laut Ankündigung auf der einschlägigen Internetseite als Mitveranstalter der für den 1. Mai 2007 geplanten Demonstration in Dortmund/NW auftreten. 5. Mit welchen inhaltlichen Schwerpunkten und Losungen protestieren rechtsextreme Gruppierungen und Parteien gegen den G8-Gipfel? Auf die Spalte "Thema" der Aufstellung zu den Fragen 1, 2 und 4 wird verwiesen. Die Organisatoren der Proteste präsentieren sich in erster Linie als Gegner der Globalisierung sowie der aus ihrer Sicht vermeintlich negativen Auswirkungen für die nationale Identität und das deutsche Volk. Zudem üben sie Kritik am System der freien Marktwirtschaft, die sie als asozial brandmarken, sowie an der Politik der acht mächtigsten Industriestaaten. Die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) im Speziellen geriert sich im Vorfeld zum G8-Gipfel als Vertreter der sozial benachteiligten und ordnungsliebenden Deutschen, indem sie u. a. die hohen Kosten des G8-Gipfels im Angesicht von Hartz IV und des von ihr behaupteten wirtschaftlichen Niederganges in Teilen der Bundesrepublik anprangert oder in Szenarien das Bild von vandalierenden, außer Kontrolle geratenen Linken zeichnet. 6. Welche Aufrufe rechtsextremer Gruppierungen oder Parteien sind der Bundesregierung bekannt, sich unter die von linken globalisierungskritischen Gruppen organisierten Proteste gegen den G8-Gipfel zu mischen? Neonazis diskutieren in Internetforen darüber, sich - statt an der Demonstration der NPD am 2. Juni 2007 in Schwerin - an Aktionen von "Linken" gegen den G8-Gipfel zu beteiligen. Dabei werden sowohl "Deals" mit Linken, die auf eine Kooperation in diesem Einzelfall abzielen (sog. Querfrontstrategie), als auch das verdeckte Einsickern in deren Veranstaltungen thematisiert. Zudem diskutieren Rechtsextremisten aus dem Umfeld der gewaltbereiten und neonazistischen "Freien Kameradschaften" im Internet unter der Parole "G8 2007 rocken", wie sie den G8-Gipfel zerschlagen oder wenigstens behindern können. 7. Woher beziehen die für die Sicherheit des G8-Gipfels verantwortlichen Behörden des Bundes ihre Informationen über mögliche rechtsextreme Proteste gegen den G8-Gipfel? Die Polizei- und Sicherheitsbehörden des Bundes beziehen ihre Informationen von den zuständigen Behörden der Länder und den ausländischen Partnerdienststellen. [http://dip.bundestag.de/btd/16/043/1604319.pdf] ------------------------------------------------------------------------------- Warm up G8 Hinein in die Arbeitsagentur Berlin-Mitte Gegen die Militarisierung des Alltags Die Bundeswehr lässt derzeit eine Rekrutierungsoffensive in den Arbeitsagenturen laufen. Sie braucht Personal für ihre Kriege, Interventionen und Folteroperationen in aller Welt. In Berlin laden Arbeitsamt und Bundeswehr am 22. März 2007 zu ihrer monatlichen Wehrdienstberatung ein und wollen Karrieremöglichkeiten im Militär vorstellen. Arbeitsagenturen in der ganzen Bundesrepublik bieten der Bundeswehr ihre Räume für Werbeshows an, wo dann von Militärärzten bis zu Feldjägern mit ihren Fahrzeugen vor allem Jugendliche, aber auch ALG 2-Empfängerinnnen und -Empfänger für eine Ausbildung zum Krieg und zum Morden gewonnen werden sollen. Die enge Kooperation zwischen ARGE und Bundeswehr gilt es, öffentlich zu machen. In Köln gab es dazu bereits Aktionen. Einmal wurde die Werbeveranstaltung allein aufgrund der angekündigten Proteste komplett abgesagt. Ein anderes Mal wurde durch die Anwesenheit von einem dutzend interessierter Bürgerinnen und Bürger das Rekrutierungsbüro von innen geschlossen. Den antimilitaristischen Protest vor und wenn möglich auch im Arbeitsamt Berlin-Mitte verstehen wir als ein weiteres "Warm up" zu den G8-Protesten und als kleine Übung für die Besiedlung des Bombodroms am 1. Juni und die Blockade des Militärflughafens Rostock-Laage am 5. Juni 2007, wenn die acht mächtigsten Staatschefs und -chefinnen der Welt zu ihrem Gipfeltreffen einfliegen werden. Wir rufen dazu auf, die Bundeswehr in ihrem Streben nach mehr gesellschaftlicher Akzeptanz verbunden mit ihrer Selbstinszenierung im öffentlichen Raum zurückzudrängen und sie eben genau dort anzugreifen. Wer die Öffentlichkeit sucht, muss sie auch ertragen. Bundeswehr wegtreten! Kundgebung und Protest am Donnerstag, dem 22.03.2007 ab 15 Uhr, vor dem Arbeitsamt Mitte, Eingang Friedrichstraße 39, U-Bahnhof Kochstraße [Bündnis "NoG8-NoWar", ClownsArmee] ------------------------------------------------------------------------------- G8-Gipfel: "Gefährliche Mischung von Gewalttätern" Die deutschen Geheimdienste sehen in den Krawallen in Kopenhagen nur den Auftakt für Attacken auf den G8-Gipfel in Heiligendamm. Rechtsextreme wollen sich den Autonomen in einer "Querfrontstrategie" anschließen. Heiligendamm/Berlin - An den Ausschreitungen in Dänemark waren nach Angaben der Polizei auch zahlreiche "führende Autonome" aus Deutschland beteiligt. Anlass für die Straßenschlachten war die Räumung eines von Anarchisten besetzten Jugendzentrums in der dänischen Hauptstadt. Bei den Auseinandersetzungen hätten die deutschen Autonomen für ihre gewalttätigen Auftritte in Heiligendamm bereits "geübt", war aus Sicherheitskreisen in Berlin zu erfahren. In dem Ostseebad treffen sich vom 6. bis zum 8. Juni die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen und Russlands. "Für Heiligendamm braut sich eine gefährliche Mischung von Gewalttätern zusammen", war aus Kreisen des Bundesverfassungsschutzes zu hören. Es wird befürchtet, dass sich im "Schlepptau" der Autonomen der linken Szene auch Rechtsextremisten und Islamisten befinden könnten. Schon im Vorfeld des Gipfels wird mit Anschlägen vorwiegend im norddeutschen Raum, in Hamburg und in Berlin gerechnet. Bislang hat es bereits 16 gefährliche Attacken auf Politiker und Brandanschläge auf Gebäude sowie Autos gegeben. Die Verfassungsschützer rechnen mit einer "großen Zahl weiterer Anschläge, bevor das Gipfeltreffen überhaupt beginnt". Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), Heinz Fromm, wies darauf hin, dass auf Internet-Seiten der Anti-G8-Aktivisten seit geraumer Zeit über illegale Aktionsformen diskutiert wird. Gefährdet sei alles, was einen Bezug zur Globalisierung habe, internationale Konzerne und staatliche Institutionen. In einschlägigen Gesprächsforen tauschen Rechtsextreme aus dem Umfeld der gewaltbereiten und neonazistischen "Freien Kameradschaften" ihre Gedanken aus, wie sie sich "gegen die G8-Gipfel-Teilnehnehmer engagieren können". Neonazis machen mobil Unter der Parole "G8 2007 rocken" rufen sie zu Protesten auf. Die Neonazis wollen sich in die geplanten Ausschreitungen der Autonomen einreihen. "Wir haben mit den Linken das gemeinsame Ziel, den G8-Gipfel zu zerschlagen", heißt es in einem rechtsextremen Internet-Forum. Es ist von einer "Querfrontstrategie" die Rede. Nach Einschätzung des Vorsitzenden der Innenministerkonferenz und Berliner Innensenators Ehrhart Körting (SPD) ist die Sicherheit während der G8-Zusammenkunft stärker gefährdet als bei der Fußball-Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr. Es sei damit zu rechnen, dass zur Konferenz in Heiligendamm eine "Vielzahl an Störern" anreist. Der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Jörg Ziercke, sieht auch die Gefahr terroristischer Anschläge. "Das ist ein Ereignis, das für islamistische Extremisten interessant sein könnte", ließ Ziercke wissen. Die Polizei bereitet sich in Heiligendamm auf den größten Einsatz vor, den Deutschland je erlebt hat. 10.000 Polizisten sollen aufgeboten werden. Es werden 100.000 Demonstranten erwartet. Festung Ostseebad Das Ostseebad wird zu einer Art Festung ausgebaut. Für 12,5 Millionen Euro wird derzeit ein 15 Kilometer langer Zaun mit einer Höhe von 2,50 Metern im weiten Bogen um Heiligendamm errichtet. Er soll im Mai fertig sein. Zusätzlich wird die Sperranlage durch Videokameras und Bewegungsmelder gesichert. Das komplexe System soll nach Angaben der Polizei ein Eindringen von Demonstranten in das Tagungshotel "unmöglich machen". Von See her will die Bundeswehr mit einer Fregatte für zusätzliche Sicherheit sorgen. Seit über 20 Jahren sind G8-Gipfel immer wieder "Angriffsziele" von Demonstranten aus aller Welt. Die Protestwelle erreichte beim Treffen der Politiker im italienischen Genua ihren bisherigen traurigen Höhepunkt. Die Delegationen mussten aus Sicherheitsgründen auf Schiffen untergebracht werden. Genua war praktisch von der Außenwelt abgeschnitten. Die Straßenschlachten arteten in eine nie gekannte Brutalität aus. Dabei kam einer der Protestler ums Leben. Es gab viele Verletzte. [http://www.zeit.de/news/artikel/2007/03/05/94533.xml] ------------------------------------------------------------------------------- Deutsche und US-Sicherheitsexperten beraten über G8 in Schwerin Schwerin (dpa/mv) - Auf Einladung von Innenminister Lorenz Caffier (CDU) beraten an diesem Mittwoch deutsche und amerikanische Experten in Schwerin über die Sicherheitslage in Mecklenburg-Vorpommern. Themenschwerpunkte der regionalen Sicherheitskonferenz seien die Bekämpfung des islamistischen Terrorismus, der Menschenhandel und der G8-Gipfel in Heiligendamm, teilte das Ministerium am Montag mit. Neben Caffier und dem stellvertretenden US-Botschafter John M. Koenig werden mehr als 35 Polizei- und Sicherheitsexperten aus Mecklenburg- Vorpommern, den USA, der Bundespolizei sowie des Bundeskriminalamtes zu der Konferenz erwartet. [http://www.ln-online.de/news/norddeutschland/politik-mv/2084388] ------------------------------------------------------------------------------- Bundesregierung: G8 und Zivilgesellschaft: kein Gegensatz Am 25. und 26. April findet in Bonn eine gemeinsame Diskussionsveranstaltung der deutschen G8-Präsidentschaft mit Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft statt. Im "G8-Dialog Zivilgesellschaft" sollen aktuelle Fragestellungen der Globalisierung diskutiert werden. Partner der G8-Präsidentschaft für die Ausrichtung ist das "Forum für Umwelt und Entwicklung" aus Bonn. Die Veranstaltung findet in der Bonner Beethovenhalle statt. Mit dem Dialogforum setzt Deutschland die Tradition des Dialogs der G8 mit der Zivilgesellschaft fort. Wie bereits in Gleneagles 2005 und St. Petersburg 2006 stellen sich die G8 der friedlichen zivilgesellschaftlichen Kritik. Breit angelegter Dialog Zunächst werden in drei Diskussionspanels die Hauptthemen Weltwirtschaft, Afrika und Klima behandelt. Anschließend vertiefen sechs Gruppen die Schwerpunkte der deutschen G8-Präsidentschaft: * Klima/Energie * Afrika * Geistige Eigentumsrechte (IPR) * Biodiversität * Weltwirtschaft/Investitionen * Rohstoffe In jeder dieser - moderierten - Arbeitsgruppen gibt es Gelegenheit zur ausführlichen Diskussion. So können die Positionen und Ansätze der G8 denen der Zivilgesellschaft gegenübergestellt werden. Höhepunkt der Veranstaltung wird eine Plenarsitzung mit den Sherpas sein. Eine offene, interaktive Gesprächssituation gibt weiteren Raum für eine vertiefte Behandlung der genannten Themen. [http://www.g-8.de/Content/DE/Artikel/2007/03/2007-03-06-g8-treffen-zivilgesellschaft.html] ------------------------------------------------------------------------------- I hate G8! Nur noch drei Monate bleiben bis zum G8-Gipfel in Heiligendamm und um möglichst viele Menschen auf die Straßen zu bringen, muss die Mobilisierung schon jetzt beginnen. Zu diesem Zweck veranstaltete die Jugendorganisation REVOLUTION im Berliner Mehringhof ein Anti-G8-Weekend, an dem über 40 junge AktivistInnen - nicht nur aus Berlin, sondern auch aus Brandenburg, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg - teilnahmen. Das Wochenende begann mit kurzen Vorträgen über die Geschichte der G8 und der Anti-G8-Proteste. Besonders hervorgehoben wurden die Gipfelproteste, bei denen es gelungen war, den Verlauf des Treffens zu stören - etwa beim G8-Gipfel 2003 in Evian, als alle Brücken in der Stadt Genf blockiert wurden, und die Anreise der Delegierten vom Flughafen stark behindert wurde. Noch beim G8-Gipfel 2001 in Genua hatte es brutalste Repression mit unzähligen Verletzten und einem Toten gegeben. Doch in den letzen Jahren wechselten die G8-Gastgeber aber ihre Strategie: 2005 in Gleneagles versuchten die Herrschenden, mit Hilfe der Kirchen und der reformistischen Parteien, die Bewegung gegen die G8 in systemkonforme Bahnen zu leiten. "Make Poverty History", "Live8", und Bob Geldorf waren u.a. maßgeblich daran beteiligt. Was sich der deutsche Staat für den diesjährigen Gipfel einfallen lässt, ist schwer zu sagen. Es wird aber wohl auf eine Mischung aus Repression und Vereinnahmung herauslaufen. Mit WTOpoly wurde dann das Funktionieren der Weltwirtschaft nachgespielt: Konzerne ziehen von Land zu Land und die anonyme Kommission der Welthandelsorganisation WTO sichert, dass sie überall Profite machen. Das von der BUNDjugend erfundene Spiel verlief beim Anti-G8-Weekend dann aber etwas anders als sonst. Da die SpielerInnen und BeobachterInnen am Rande kommunistische Jugendliche waren, wurde im Verlauf spontan die Revolution Kolumbien ausgerufen und die dort ansässigen Konzerne enteignet. Ungeplante und unerwartete Faktoren griffen ins Spiel ein: die Konzerne mussten Paramilitärs zu Hilfe holen, die WTO sah sich zu Verhandlungen mit einer revolutionären Regierung gezwungen, und schlussendlich versank das Ganze in Chaos (wie die echte Weltwirtschaft). In einem anschließenden Vortrag ging es um die Globalisierung und die sog. "Anti-Globalisierungsbewegung". Dabei wurde herausgearbeitet, dass die Globalisierung nur eine Tendenz der kapitalistischen Wirtschaft ist, was Marx und Engels bereits im Jahr 1848 beschrieben haben. Deshalb ist es unsinnig, die Erscheinungen der Globalisierung wie unfairen Handel, Privatisierung, Deregulierung usw. anzuprangern, ohne das kapitalistische System in Frage zu stellen. Diskussionen gab es um das Motto von Attac "Globalisierung ist kein Schicksal", dementgegen der Referent von REVOLUTION das Fazit zog: "Globalisierung ist wohl das Schicksal des Kapitalismus. Aber wer sagt, dass der Kapitalismus das Schicksal der Menschheit ist?" Darauf folgte ein Referat durch ein Mitglied der Arbeitsgruppe Marxismus über die Entwicklung der marxistischen Imperialismustheorie durch Hilferding, Luxemburg, Bukharin, Lenin und andere. Bei dem Überblick ging es vor allem um die Frage, warum das kapitalistische System Krisen hervorbringt und sich ständig ausdehnen muss. Dabei ist "Imperialismus" kein Moralbegriff und keine historische Epoche, die mit dem Ende des Kolonialismus zu Ende ging, sondern eine Analyse der heutigen Welt, um die Herrschaft der reichen Länder über der gesamten Erde zu erklären. Wohl die interessanteste Diskussion des Tages ging um "Unsere Alternativen". Die Anwesenden waren sich einig, dass es nicht einfach um eine "gerechtere" G8 oder "menschlichere" Form des Kapitalismus gehen konnte. Ausgehend von den verschiedenen Erfahrungen als junge AktivistInnen, zum Beispiel bei den Schülerstreiks der letzten Monate, wurde diskutiert, wie es zu einer revolutionären Erhebung kommen könnte. Als in der Diskussion die Frage aufkam, wie man möglichst viele Menschen für den Kampf um eine andere Welt begeistern könnte, wurden dann verschiedenste Themen von Antifaschismus über Gewerkschaften zu Bündnisarbeit mit einbezogen. Am zweiten Tag war die Veranstaltung wesentlich "intimer" (also kleiner). Bei der Diskussion über die Ausplünderung Afrikas durch die G8-Staaten gab es Referate zu den Problemen Migration, AIDS und Schulden. Die Misere in Afrika soll beim diesjährigen G8-Gipfel einen Schwerpunkt sein, mit den üblichen leeren Versprechungen für Hilfe, die niemals geleistet wird. Und deswegen müssen wir zeigen, wie das kapitalistische System diese Misere vergrößert, etwa dass Patente verhindern, dass AIDS-Kranke aus Afrika notwendige Medikamente erhalten. Später ging es praktischer weiter: Die "Choreographie", d.h. die zeitliche Planung der verschiedenen Protestaktionen und die geographischen Gegebenheiten um Heiligendamm herum wurden erläutert. Der wichtigste Protest ist sicherlich die Großdemonstration am 2. Juni in Rostock, aber auch die Blockaden am Morgen des 6. Junis sind wichtig, um die Ankunft der tausenden GipfelteilnehmerInnen zu stören. Angesichts des großen Aufgebot an Bullen aus ganz Deutschland - Dreißigtausend! - gab es auch eine kurze Vorbereitung auf zu erwartende Repression. Die für die Organisatoren überraschend hohe Teilnehmerzahl hat deutlich gemacht, wie groß das Interesse der Jugendlichen an den G8 ist und dass revolutionäre Lösungen gegen die G8 keineswegs abschrecken, sondern die Wut junger Menschen über die Misere der heutigen Welt eher ansprechen. In diesem Sinne werden mit weiter mobilisieren, mit Infoveranstaltungen auf Schulen und Unis, mit Straßentheater und Spielen, mit revolutionären Alternativen zum System der Ausbeutung, für das die G8 steht. (Die Vorträge und Powerpoint-Präsentationen können über unsere Email-Adresse bezogen oder bald von unserer Website heruntergeladen werden.) Einladungstext zum Anti-G8-Weekend Anfang Juni kommen die Staats- und Regierungschefs der acht mächtigsten Länder für ein Gipfeltreffen in Heiligendamm in Mecklenburg-Vorpommern zusammen. Das ist die "Gruppe der Acht", kurz G8. Fast 100 Millionen Euro werden vergeudet, um das Luxushotel, in dem der Gipfel tagt, von der Öffentlichkeit abzuschirmen. Denn über 100.000 Menschen, die den G8-Gipfel ablehnen, werden bei einer Großdemo gegen die G8 in Rostock erwartet. Dieser Gipfel steht für eine Welt, in der täglich 30.000 Menschen an Hunger sterben, während die Milliardäre immer reicher werden. Wir kennen alle die Bilder von riesigen Demos, schwerbewaffneter Polizei, brennenden Mülltonnen. Warum ist die G8 so verhasst? Welche Proteste dagegen werden stattfinden? Was können wir Jugendliche dagegen machen? Wir nehmen uns ein Wochenende Zeit, um uns auf den G8-Gipfel vorzubereiten. Bei diesem Weekend gibt es praktische Infos über die Proteste, einen Rückblick auf Anti-G8-Protesten in den letzten Jahren und theoretisches Wissen über das System, in dem wir leben. Zwischendurch kann man auch an einer Mobilisierungsaktion teilnehmen, um auf die Proteste gegen die G8 aufmerksam zu machen. Und natürlich gibt es auch Filme und Party. Es geht darum, nicht nur gegen die G8 zu sein, sondern uns für die Proteste und darüber hinaus zu organisieren. Denn eine andere Welt ist möglich, aber nur wenn wir dafür kämpfen! internationaler Aufruf von iREVOLUTION: Deutsch > www.irevolution.int.tc/?p=88&language=de Englisch > www.irevolution.int.tc/?p=91&language=en Spanisch > www.irevolution.int.tc/?p=96&language=es Tschechisch > www.irevolution.int.tc/?p=92&language=cs http://www.revolution.de.com [http://de.indymedia.org/2007/03/170170.shtml] ------------------------------------------------------------------------------- G8-Infotour Landwirstschaft global in München Gestern, am Mo. den 05.03, hatte die Infotour der Ag "Globale Landwirtschaft" in der G8 Mobilisierung ihren Stop in München, am Stachus. Am Nachmittag fand eine Kundgebung, die durch Theater, eine Ausstellung und das Verschenken von Orangen Aufmerksamkeit auf sich zog statt. Am Abend war noch eine inhaltlich spannende Diskussionsveranstaltung im Kafe Marat. Tourstops in anderen Städten folgen. Thematischer Schwerpunkt der Kundgebung war die Situation im Orangen-Anbau in Südspanien und Griechenland. Um anhand der vielen sozialen und ökologischen Verwerfungen, die sich dort auftun, grundsätzliche Fragen über die Bedingungen, unter denen Lebensmittel produziert werden aufzuwerfen, war eine aufwändige Kundgebung vorbereitet worden: AktivistInnen hatten "Orangenbäume" aus Holz aufgestellt, zwischen denen Zwei Fotoausstellungen des Umbruch Bildarchives aufgehängt waren - eine davon ist hier im Netz. Ausserdem wurden immer wieder kurze Theater-preformances dargeboten, die auf verschiedene Aspekte der Lebens- und Arbeitsbedingungen im Orangenanbau hinwiesen: Etwa die Situation, weit entfernt von Zuhause zu arbeiten, einmal ironisch - "Arbeit und Urlaub zusammen, wie klingt das für Sie?" - aber auch ernsthafter, durch das Vortragen von Kommentaren von ArbeitsmigrantInnen die in Südspanien beschäftigt sind. Viele PassantInnen unterbrachen ihre Einkäufe, um sich die eine oder andere Performance anzuschauen. Ein weiteres Element, das viel Aufmerksamkeit erregte und zu Fragen anstiess, war das Verschenken von Orangen: Wenn einE ArbeiterIn pro kg gepflückter Orangen 1,6 cent erhält, was ist dann eigentlich ein fairer Preis dafür? Im Anschluss sollte noch eine Demo gegen die Patentierung und Privatisierung von Lebensgrundlagen zum Europäischem Patentamt ziehen, diese wurde jedoch abgesagt, da kaum Menschen dem Aufruf gefolgt waren. Die für die Demo geplanten Redebeiträge wurden dann am Stachus gehalten: Ein Vertreter des Ökumenischen Büros redete über die Situation in Lateinamerika, über die Auswirkungen von Freihandelsabkommen und Gegenstrategien. Ein weitere Redebeitrag, gehalten von einm Aktivisten von Attac-München, kritisierte die Privatisierung von Wasser sowohl in einem lokalem, als auch in einem internationalem Kontext. Der dritte Redebeitrag beleuchtete die Auswirkungen der Patentierung von Pflanzengenetischem Material auf die Lebensbedingungen von KleinbäuerInnen weltweit. Bei der Veranstaltung am Abend im Marat waren wieder nur wenige aus der Münchner Linken anwesend - trotzdem wurde es ein sehr interessanter Abend: Nach einem Inputreferat über verschiedene Facetten des Themas "globale Landwirtschaft" entstand noch eine lebhafte Diskussion. Eine der kontroversen Fragen war die, ob die Ablehnung von industrialisierter Landwirtschft, als zentrale Ursche vieler ökologischer Verwerfungen, politisch sinnvoll ist. Eine weitere Frage war die, wie mit dem Themenkomplex globale Landwirtschaft weiter bewegungspolitisch umgegangen werden kann, hier standen einige Ideen nebeneinander - etwa als plastisches Beispiel für absurde Lohnverhältnisse oder als internationalistischer Anknüpfungspunkt für soziale Auseinandersetzungen. Ein weiteres Thema der Diskussion war die Auswertung der Aktion an diesem Tag, und der Mobilisierung. Die meisten waren der Ansicht, dass in der Mobilisierung zuwenig lokale Bezüge hergestellt wurden, die einhellige Meinung war aber auch die dass die Kundgebung eine sehr gute Aussenwirkung hatte und viele Menschen angesprochen hat. Wer mit dem Themenkomplex bislang wenig anfangen kann, findet hier einen Einstieg: Über die Notwendigkeit einer Wiederaneignung (aus der ak 502) Für uns waren die Aktionen und Diskussionen mit den AktivistInnen der Tour spannend, und anregend für eine weitere Auseinandersetzung mit den vielfältigen Themenkomplexen, die mit globaler Landwirtschaft zusammenhägen - viele Fragen wurden aufgeworfen, aber auch die Lust geweckt nach Antworten zu suchen. Wir können allen nur empfehlen, die weiteren Tourstopps zu besuchen und zu unterstützen.Weitere Stationen der Tour sind hier: 3. März Graz/Österreich 5. März München 6. März Schorndorf 7. März Heidelberg 8. März Göttingen 9. März Rostock (ohne Vokü/Veranstaltung) 10. März Greifswald 11. März Berlin Die Inhalte der AG globale Landwirtschaft waren auch Gegenstand eines Schmähartikel in der Jungle World - hier sei noch auf eine polemische, und eine weniger polemische Antwort darauf verwiesen. http://g8-landwirtschaft.net [http://de.indymedia.org/2007/03/170178.shtml] ------------------------------------------------------------------------------- Bundesweites G8-Vorbereitungstreffen für den Aktionstag am Flughafen in Rostock-Laage (5.6.2007) am Samstag, 10.03.2007 Kassel von 12-17 Uhr, Bürgerhaus Philipp-Scheidemann-Haus, Holländische Str. 72 - 74, VA: Bündnis NoWar - NoG8 Kontakt: Bündnis NoWar - NoG8 E-Mail: g8undkrieg(at)so36(Punkt)net Internet: http://www.g8andwar.de Themen des bundesweiten Treffens werden unter anderem sein: * Anmeldung der drei Kundgebungen und Suche nach 3 Versammlungsleitern * Funktion des Treffens (Stellen wir einen Aktionsrahmen und Infrastruktur oder machen wir mehr?) * Besprechung des Plan B (Was tun, wenn unsere Kundgebungen nicht genehmigt werden und die Klage dagegen erfolglos bleibt) * Wie weiter mit den Unterzeichnern und der Vervielfaeltigung unseres Aufrufs nächstes Berlinweites Vorbereitungs-Treffen für den Aktionstag am Flughafen in Rostock-Laage (5.6.2007) am Dienstag, 13. März 2007, 19 h Bethanien, Mariannenplatz 2 [Bündnis NoWar - NoG8] ------------------------------------------------------------------------------- Attac-Sonderzüge nach Heiligendamm Habt Ihr Euch schon einmal gefragt, wie Ihr im Juni mit Euren Leuten nach Heiligendamm kommt? Am besten mit den G8-Sonderzügen von Attac - denn mit den Sonderzügen erlebt ihr eine einmalige Fahrt mit vielen hundert MitstreiterInnen zum Gipfelprotest nach Rostock. In netterer Gesellschaft könnt Ihr nicht reisen! Schon 2003 gab es einen Sonderzug zum G8-Gipfel - nach Evian, und wer damals mitgefahren war, erzählt noch heute mit leuchtenden Augen von dem Erlebnis. 2007 starten wir gleich drei Protestzüge aus allen Ecken der Republik und in Kooperation mit Attac Schweiz und Attac Österreich. Damit niemand wegen seines Wohnortes benachteiligt wird, gibt es je Zug einen Einheitspreis, egal wo Ihr dazu stoßt. Damit verlegen wir Rostock gleichsam in die Mitte Deutschlands. Es gibt ein paar gute Argumente für diese Züge: Sie sind nicht nur preiswerter als die reguläre Bahn und umweltfreundlicher als andere Reisemöglichkeiten, sondern auch ein sicherer Weg, in Rostock anzukommen: Reisebusse können leicht irgendwo in der Wallachei gestoppt werden, aber die Sonderzüge lassen sich nicht so leicht aus dem Weg räumen. Es ist ein starkes öffentliches Symbol unseres Widerstandes, wenn drei Zügen mit über 2000 AktivistInnen aus Österreich, der Schweiz und Deutschland gemeinsam in Rostock eintreffen. Strecken-Übersicht Zug CH/BW: 1.6. Basel - Freiburg - Offenburg - Karlruhe - Stuttgart - Mannheim - Frankfurt - Marburg - Kassel bis 2.6. Rostock Preise: 45 * (erm.), 55 * (normal); 660 Plätze Zug A/BY: 1.6. Salzburg - München - Augsburg - Nürnberg - Bamberg - Jena bis Rostock 2.6. Preise: 45 * (erm.), 55 * (normal); 720 Plätze Zug NRW: 1.6. Bonn - Köln - Düsseldorf - Dortmund - Münster bis Rostock 2.6. Preise: 30 * (erm.), 40 * (normal); 690 Plätze Die wichtigsten Infos - Bis zum 9. April gibt es einen Frühbuchungsmengenrabatt. Bis zu diesem Zeitpunkt können Karten ab einer Menge von sechs Stück (quasi ein Abteil) zum Selbstkostenpreis erworben werden (= ermäßigt). Danach sind sie 10 Euro teurer (= normal). Kinder bis 6 Jahre fahren kostenlos. Jugendliche bis 14 Jahre zahlen den halben Preis. - Mit unseren Spendentickets könnt Ihr unsere Zugorganisation symbolisch unterstützen und ermöglicht zudem die Mitfahrt von AktivistInnen, die sich das Ticket sonst nicht leisten können. Unsere Spendentickets könnt Ihr online zum Preis von 30, 45 oder 60 Euro erwerben, als Dankeschön erhaltet Ihr ein gedrucktes Exemplar zugeschickt. - Ein Ticketvertriebssystem (siehe www.attac.de/sonderzug) wird voraussichtlich ab dem 19. März online gehen . Hier könnt Ihr bequem und sicher per Lastschriftverfahren bezahlen oder die Tickets reservieren und eine Überweisung nachreichen. Die Tickets bekommt Ihr per Post nach erfolgter Abbuchung / nach Zahlungseingang zugeschickt. Eine Reservierung gilt max. 14 Tage. Leider ist der Zeitraum für den Frühbuchungsrabatt sehr kurz, da es beim Ticketvertriebssystem zu Verzögerungen gekommen ist. Wir bitten Euch aber jetzt schon InteressentInnen zu sammeln und möglichst vielen Menschen von den Zügen zu erzählen. - Eine Rückfahrt mit den Sonderzügen wird es nicht geben, da es unwahrscheinlich ist, die Züge auf der Rückfahrt voll zu bekommen. Das finanzielle Risiko wäre in dem Fall einfach zu hoch. Außerdem sollen weder Personen ausgeschlossen werden, die noch zur Aktionswoche bleiben wollen, noch Leute benachteiligt werden, die wieder nach Hause müssen. Ein Forum zur Selbstorganisation von Rückfahrgemeinschaften (die dann Gruppenfahrten bei den Regelzügen der DB buchen können) soll aber bald online gehen. - Fahrräder können leider nicht mitgeführt werden, da unsere Züge über keine Gepäckwagen verfügen. Ggf. lässt sich eine Fahrradmitnahme über Attac-Gruppen vor Ort organisieren. - Da die Plätze in den Zügen begrenzt sind und das Kontingent u.U. sehr schnell erschöpft sein wird, bitten wir Euch darum, vor Ort noch nach alternativen Reisemöglichkeiten zu suchen, z.B. Busse zu organisiert. Diese Züge bieten die einmalige Chance, bereits den Weg nach Heiligendamm zu einem politischen Ereignis zu machen: Wann sonst reist man schon mit genügend Zeit unter Hunderten von begeisterten Menschen, die dieselben Interessen und Ideale verfolgen? In jedem Zug gibt es einen Gemeinschaftswagen, in dem Treffen und Besprechungen abgehalten werden können. In allen Waggons trefft Ihr auf Gleichgesinnte aus der ganzen Republik, Österreich, Frankreich und der Schweiz. Wir können jetzt schon Ideen sammeln und uns austauschen, wie wir uns in den Zügen auf die Woche des Widerstandes vorbereiten und einstimmen möchten. Da unsere Züge keine riesigen Kapazitäten haben, ihnen aber sehr viel Begeisterung entgegengebracht wird, seid ihr gut beraten, frühzeitig zu buchen - sonst ist Dein Platz womöglich schon vergeben! Aktuelle Infos findet Ihr auf unserer G8-Sonderzug-Seite: www.attac.de/sonderzug [www.attac.de/sonderzug] -------------------------------------------------------------------------- Ausführlicher Pressespiegel rund um den G8 unter http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org =============================================== ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht berücksichtigt) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 22.00 Uhr Nicht enthalten: 2 Beiträge nicht WR III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Fri Mar 9 11:03:37 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Fri, 9 Mar 2007 11:03:37 +0100 Subject: widerst@and mund - Freitag, 09. =?iso-8859-1?Q?M=E4rz__2007?= Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Freitag, 9. März 2007 Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN ================================================ ============================================== 01 Reminder: ERWERBSARBEITSLOSE FRAUEN BERICHTEN Sa., 10.3.07, 14.00 Uhr Amerlingshaus, Galerie von angela mores ============================================== 02 Presseinformation der HOSI Linz: 09.03.2007/Diskussionmit Barbara Prammer von HOSI Linz ooe at hosilinz.at ============================================== 03 [Depot-news] Programm 13.-16.März von depot-news at mailman.sil.at ============================================== ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ============================================== 04 ACUS zum Internationalen Frauentag von Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering ============================================== 05 Ja zum Standesamt - Nein zum Notariatsakt von Rechtskomitee LAMBDA (RKL) ============================================== 06 nix da! von Office - conqueer ============================================== 07 VwGH: Neue Schubhaftregelung verfassungswidrig von angela mores ============================================== 08 Schubhaft von office at asyl-in-not.org ; Asyl at alt.strg.at ; in at alt.strg.at ; Not at alt.strg.at ============================================== 09 newsletter THARA von lydia.anstiss at thara.at ============================================== 10 Anfrage(nicht)beantwortung von Dietmar Köhler ============================================== 11 Presseaussendung: Proteste gegen Ilisu vor demFinanzministerum von WADI Austria ============================================== ============================================== GIPFELSOLI ============================================== ============================================== 12 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ============================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN ================================================ ============================================== 01 Reminder: ERWERBSARBEITSLOSE FRAUEN BERICHTEN Sa., 10.3.07, 14.00 Uhr Amerlingshaus, Galerie von angela mores ============================================== REMINDER! Veranstaltung für Frauen im Rahmen des Internationalen Frauentages ERWERBSARBEITSLOSE FRAUEN BERICHTEN VERANSTALTERINNEN: AMSAND/FRAUEN www.amsand.net help at amsand.net & PLATTFORM FRAUENLESBEN GEGEN ZWANGSARBEIT UND STRUKTURELLE GEWALT GEGEN FRAUEN flgz at gmx.net INFORMATIONSVERANSTALTUNG am Samstag, 10. März 2007 um 14:00 Uhr - Open End im Amerlinghaus in der Stiftgasse 8, 1070 Wien, Galerie oben und Workshop am Sonntag, 1. April 2007 von 10:00 bis 13:00 Uhr in der Frauenfrühlings-Uni: im alten AKH am Institut für Kunstgeschichte, Hof 9, Eingang Garnisongasse, 1090 REDEBEITRÄGE VON FRAUEN ZUM GANZEN SPEKTRUM VON ERWERBSLOSIGKEIT, ARMUT UND DEM AMS Gründe gibt's genug - Was soll's: Berühmt - berüchtigte Techniken in der Praxis der verhängten Sperren - was frau dagegen unternehmen kann . und vieles andere Mechanismen des (Erwerbs)Arbeitslosenamtes Die Zumutbarkeitsbestimmung und wie dies von AMS und Arbeit"geberinnen" umgangen wird, am Beispiel: Gratisarbeit bei MANAGEMENT SPECIALS (oder: wie sich Private an AMSGeldern bedienen) das ist ja eine Zumutung, was eineR da alles zugemutet wird! Bewerbungsstrategien (Altersdiskriminierung, Kollektivlöhne, Teilzeitarbeit, usw.,) Maßnahmen und Kurse, sowie getarnte Arbeitsvermittlung (am Beispiel sozialökonomische Betriebe - Trendwerk Jobtransfair, etc., - und andere Private / Ausgelagerte Arbeits- und Personalvermittlungen), Phoenix, It-Works. SCHWERPUNKT-SAMMLUNG - Jobtransfair, etc., - und andere private / Ausgelagerte Arbeits- und Personalvermittlungen) - Berichte über Vermittlung zu Praktikumsplätzen und Arbeitsqualität von Gratisarbeit an Praktikumsplätzen RUND UM DAS THEMA SELBSTERMÄCHTIGUNG: - Beschäftigungsmodelle am Beispiel prekäre Frauenarbeit - Liste von Sperre-Betreuerinnen sammeln - Informations-, Aktions- und Vernetzungsstrategien Der Eintritt ist frei - die Veranstaltung ist FÜR FRAUEN ============================================== 02 Presseinformation der HOSI Linz: 09.03.2007/Diskussionmit Barbara Prammer von HOSI Linz ============================================== Rot-Schwarz - Und was haben wir davon? 1. NR-Präsidentin Barbara Prammer im Gespräch Fr., 09.03.2007, 19:00 Uhr im Renaissancesaal des Alten Rathauses in Linz, Hauptplatz 1, 4020 Linz Eintritt frei! Eine Veranstaltung der HOSI Linz mit freundlicher Unterstützung der SoHo OÖ! Für die HOSI Linz gez. Gernot Wartner, Geschäftsführer Linz, den 03.03.2007 Rückfragehinweis: Für allfällige Rückfragen stehen wir Ihnen unter der Linzer Telefonnummer 0732/60 98 98 bzw. 0664/25 36 701 (Hr. Wartner) oder über E-Mail jederzeit gerne zur Verfügung. Diese E-Mail könnte vertrauliche und/oder rechtlich geschützte Informationen enthalten. Wenn Du/Sie nicht der richtige Adressat bist/sind oder diese E-Mail irrtümlich erhalten hast/haben, informiere/n Sie bitte sofort den Absender und vernichte/n Sie diese Mail. Das unerlaubte Kopieren sowie die unbefugte Weitergabe dieser Mail ist nicht gestattet. Falls Du/Sie keine weiteren Zusendungen wünscht/wünschen, bitte auf den nachstehenden Link klicken und das Online-Formular ausfüllen. http://www.hosilinz.at/infodienst/index.html oder http://www.hosilinz.at/infodienst ============================================== 03 [Depot-news] Programm 13.-16.März von depot-news at mailman.sil.at ============================================== Dienstag, 13. März, 19.00 Romane Apsa - Zigeunertränen kinokis mikrokino #141 Über ein Jahr lang, kurz vor dem Beitritt der Slowakei zur EU, begleitet die Filmemacherin Zuzana Brejcha drei Generationen einer Roma Familie in ihrem Alltag. Das Leben der matriarchalisch definierten Familie wird nicht nur durch Armut und Arbeitslosigkeit bestimmt, auch Feste, Traditionen und das Satellitenfernsehen als Fenster zum neuen Europa sind feste Bestandteile. Ebenso real ist die ständige Bedrohung durch polizeiliche Willkür. Romane Apsa - Zigeunertränen (A 2005), Regie: Zuzana Brejcha, 123 Min., OmU Anschließend Eva Simmler im Gespräch mit Zuzana Brejcha. Mittwoch, 14. März, 19.00 Vergangenheitspolitik des BSA Vortrag und Publikumsdiskussion Wie gehen politische Bewegungen mit Vergangenheit im Allgemeinen und der NS-Geschichte im Besonderen um? Wie wird die Rolle des eigenen politischen Lagers im Nationalsozialismus dargestellt und ritualisiert, wie mit der Verstrickung von Mitgliedern in NS-Verbrechen umgegangen? Georg Appl, Generalsekretär des BSA - Bund Sozialdemokratischer AkademikerInnen In Kooperation mit GEDENKDIENST. Freitag, 16. März, 19.00 ArbeitsZeitRäume Tagung - Eröffnung im Depot An welchen Orten arbeiten wir wie flexibel? Wenn wir davon ausgehen, dass die Fabrik, das "Arbeitshaus", das Bürohaus uns die Raum- und Zeiterfahrung von Arbeit im System des Fordismus verdeutlichen, welche Räume, welche Bewegungen, welche Zeitlogiken werden dann in postfordistischen Arbeits- und Lebenswelten relevant? Einleitung von Gabu Heindl, Konzept und Organisation der Tagung, Architektin, Wien/Graz 19.30 - 21.30 Arbeitende Körper Von der Passung zum "passing" Prothetische Figuren dienen aktuell dazu, für ein symbiotisches Verhältnis von Mensch und Technik zu argumentieren und stehen im Kontext einer Körperpolitik (oder Biopolitik), die sich der Idee des Designs, einer Schwundstufe avantgardistischer "Politik der Form", verpflichtet hat. Karin Harrasser, Historikerin, Wien/ Berlin Clean.Ing Die Entwicklung der Gebäudereinigung verdeutlicht, dass das Saubermachen eine gegen Automatisierungen resistente Handarbeit bleibt, die, ähnlich wie der Schmutz selbst, kaum wegrationalisiert werden kann. An Hand architektonischer Projekte, die Selbstreinigung als räumlichen Komfort formulieren, werden die Utopie einer Sauberkeit und das Bestehenbleiben einer präfordistischen Arbeitsform erläutert. Nathalie Bredella, Architektin, Berlin Bettina Vismann, Architektin, Berlin Moderation: Thomas Brandstetter, Philosoph, Wien Die Tagung wird am 17. März von 11.00 - 19.00 Uhr am IWK - Institut für Wissenschaft und Kunst fortgesetzt. Das weitere Programm unter www.univie.ac.at/ iwk. Depot Breitegasse 3 A-1070 Wien Tel: +43 1 522 76 13 www.depot.or.at ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ============================================== 04 ACUS zum Internationalen Frauentag von Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering ============================================== ACUS gegen den "Terror der Ökonomie" gegen Frauen: Die Wirtschaft ist männlich. Die Frauensprecherin der Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) Maria Rettenbacher erklärt zum Internationalen Frauentag: "Weltweit und in Österreich gilt trotz Jahrhunderte Engagements von ArbeiterInnen- und Frauenbewegung: Die Armut ist weiblich und die Wirtschaft ist entgegen ihres grammatikalischen Artikels in der harten Realität noch immer männlich." "Bereits 41% aller erwerbstätigen Frauen (nur 4,5% der Männer!) arbeiten Teilzeit. 72% aller geringfügig Beschäftigten sind Frauen. Nach einer steirischen Untersuchung verdienen Männer im Durchschnitt um mehr als die Hälfte, nämlich 58 Prozent, mehr als Frauen", sagt die ACUS-Frauensprecherin Maria Rettenbacher zur österreichischen Situation. "Weltweit sind die Unterschiede sowohl zwischen Armen und Reichen wie auch zwischen Männern und Frauen noch viel größer", betont die ACUS-Frauensprecherin Maria Rettenbacher. "Die männlich beHERRschten Wirtschaftsinstitutionen, die die Durchsetzung jeder neoliberalen Verordnung bis ins letzte Dorf kontrollieren, unternehmen keine ernsthaften Maßnahmen gegen den Frauenhandel. Das zeigt, dass nicht einmal die Sklaverei im 21. Jahrhundert abgeschafft ist." "In Österreich fordert die Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) eine radikale Verkürzung der Arbeitszeit, damit alle - Frauen und Männer - einen Arbeitsplatz zu sozialen Bedingungen erhalten und die prekären Beschäftigungsverhältnisse verringert werden. Weltweit fordert die ACUS rechtliche Schritte der Regierungen gegen jene multinationalen Konzerne, die die Menschen- und Frauenrechte in ihren Unternehmen und Subunternehmen mit Füßen treten", sagt die Frauensprecherin der Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) Maria Rettenbacher. "Mit internationalen polizeilichen Maßnahmen und der Stärkung der Rechte der betroffenen Frauen muss der Frauenhandel, die ein 'Terror' gegen Frauen ist, endlich wirksam bekämpft werden"; schloss ACUS-Frauensprecherin Maria Rettenbacher. Informationen: Maria Rettenbacher, Frauensprecherin der Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) Telefon (0699) 12128333 ============================================== 05 Ja zum Standesamt - Nein zum Notariatsakt von Rechtskomitee LAMBDA (RKL) ============================================== 02.03.2007 | Pressekonferenz Ja zum Standesamt - Nein zum Notariatsakt RKL, HOSI-Wien und Grüne geschlossen gegen "Notarslösung" In einer gemeinsamen Pressekonferenz wandten sich das Rechtskomitee LAMBDA (RKL), die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien und die Grünen gegen die in der grossen Koalition diskutierte Registrierung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften bei den Notaren. Geschlossen forderten RKL-Präsident Dr. Helmut Graupner, Mag. Ute Stutzig von der HOSI-Wien und die offen lesbische Nationalratsabgeordnete Mag. Ulrike Lunacek die Eintragung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften am selben Ort, an dem auch derzeit die verschiedengeschlechtliche Ehe eingetragen wird, also am Standesamt. Alles andere wäre eine diskriminierende Zweiklassengesellschaft, die als sexuelle Apartheid abzulehnen ist. Das RKL und die Grünen zeigten sich einig einerseits in der Forderung nach vollständiger Gleichstellung homo- und heterosexueller Partnerschaften durch die Aufhebung des Eheverbotes und andererseits nach Erweiterung der Wahlmöglichkeiten durch Schaffung eines Zivilpaktes, mit dem sich (hetero- und homosexuelle) Paare lockerer binden können als mit der Ehe. Bilder und weitere Infos unter: www.RKLambda.at ============================================== 06 nix da! von Office - conqueer ============================================== nix da! Dem/der einen oder anderen mag zu Ohren gekommen sein, dass gewisse temporäre Unzulänglichkeiten dem conqueer-team in letzter Zeit etwas den Wind aus den Segeln genommen haben. Dem war auch so, und wir möchten euch in den nächsten Tagen gerne darüber aufklären was denn los war. Das wichtigste ist aber: not another one bites the dust - wir bleiben! Allen Widrigkeiten zum Trotz machen wir ungetrübt weiter und freuen uns vor allem, euch wie geplant "Schneewittchen und die Sexzwerge" der Künstlergruppe agens linz in "Lebensgröße" zeigen zu können. ---------------------------------------------------------------------- Aktuelle Informationen auf www.conqueer.at ---------------------------------------------------------------------- conqueer - bar & lounge - öffnungszeiten: sonntag, mittwoch & donnerstag: 18.00 - 24.00 uhr freitag & samstag: 18h - 2.00 uhr Miete für deine Feste, Parties oder Veranstaltungen unseren gemütlichen Eventkeller. conqueer | große neugasse 31 | 1040 wien +43 (0)664 245 3245 | www.conqueer.at | office at conqueer.at ============================================== 07 VwGH: Neue Schubhaftregelung verfassungswidrig von angela mores ============================================== Der Praxis der Einsparung diverser Gemeinden und Länder im Asylbereich - Leute werden einfach ins Häfen gesteckt und damit zahlt ein anderes Budget für deren Essen und Schlafen - ist hiermit mal Einhalt geboten. Aber die Anlassgesetzgeber werden sich schon was einfallen lassen, um weiterhin Menschen ohne Verbrechen, Verfahren und Urteil einfach für Monate ins Häfen zu sperren. Trotzdem ist dieser Schritt des VwGH wichtig. VwGH: Neue Schubhaftregelung verfassungswidrig Brachte Fremdenpakets-Regelung zur Schubhaft bei "anzunehmender Zurückweisung" eines Asylantrages vor VfGH Wien - Der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) hält eine mit dem Fremdenrechtspaket 2005 eingeführte neue Variante der Schubhaft für verfassungswidrig. Der Gerichtshof hat beim Verfassungsgerichtshof (VfGH) den Antrag gestellt, den betreffenden Paragrafen des Fremdenpolizeigesetzes aufzuheben. Konkret geht es darum, dass Fremde auch schon in Schubhaft genommen werden können, wenn anzunehmen ist, dass ein Asylantrag "mangels Zuständigkeit Österreichs" zurückgewiesen wird. "Mangels Zuständigkeit Österreichs" können Asylanträge zurückgewiesen werden, wenn gemäß dem Dubliner Übereinkommen ein anderes als "sicher" erachtetes Land zuständig wäre - ein Antragsteller also über ein solches Land nach Österreich einreiste. In dem VwGH-Anlassfall ist es ein Russe, der ein tschechisches Visum und den Grenzkontrollstempel "zu Polen" in seinem Pass hat. Damit liegt ein "Dublinbezug" zu Polen und Tschechien vor. Der Russe bekam zwar eine Aufenthaltsberechtigungskarte, wurde aber in Schubhaft "zur Sicherung des Verfahrens" genommen - mit der Begründung, dass wegen des "Dublinbezugs" eine Ablehnung des Asylantrages sowie Zurückschiebung, Abschiebung oder Ausweisung zu erwarten sei. Der Unabhängige Verwaltungssenat Niederösterreichs schloss sich dieser Ansicht der Bezirkshauptmannschaft Gmünd an und wies die Schubhaftbeschwerde ab. Verfassungsrechtliche Bedenken Die Behörden beriefen sich auf den unter der schwarz-orangen Regierung geschaffenen Par. 76 Abs. 2 Ziffer 4 Fremdenpolizeigesetz. Gegen diesen hat der VwGH verfassungsrechtliche Bedenken. Denn laut Menschenrechtskonvention wäre eine Schubhaft erst bei einem "schwebenden Ausweisungs- oder Auslieferungsverfahren" zulässig. Zumindest müsste sich die zuständige Behörde bereits artikuliert haben, meint der VwGH. Laut Par. 76 Abs. 2 Ziffer 4 reiche aber eine "Prognose" der Fremdenpolizei, dass die Asylbehörde den Antrag zurückweisen werde. Von einem "schwebenden Ausweisungsverfahren" könne also keine Rede sein. Somit verstoße die Bestimmung gegen die EMRK und das Bundesverfassungsgesetzes zum Schutz der persönlichen Freiheit. Diese Auffassung habe übrigens in der Begutachtung zum Fremdenrechtspaket auch schon der Verfassungsdienst des Bundeskanzleramtes geteilt, betont der VwGH in seinem Beschluss. (APA) Entnommen: Der Standard, 8.3.07 ============================================== 08 Schubhaft von office at asyl-in-not.org ; Asyl at alt.strg.at ; in at alt.strg.at ; Not at alt.strg.at ============================================== Schubhäftling seit Wochen im Hungerstreik. Asyl in Not fordert seine sofortige Freilassung ! Der Schubhaftparagraph 76 muß weg. Der tschetschenische Asylwerber Adlan S. sitzt seit seiner Ankunft in Österreich am 1. Februar 2007 im Polizeigefängnis Hernaler Gürtel in Wien. Vor drei Wochen ist er in den Hungerstreik getreten. Seine 17jährige schwangere Frau Madina wurde getrennt von ihm im Lager Traiskirchen untergebracht. Sein Bruder Said Akhmed S. lebt als anerkannter Flüchtling in Wien. Die Wiener Fremdenpolizei, die den Schubhaftbescheid erlassen hat, stützt sich auf den berüchtigten Paragraphen 76 Fremdenpolizeigesetz, dessen Rechtmäßigkeit der Verfassungsgerichtshof gerade prüft. Adlans Frau Madina ist - einem psychotherapeutischen Befund des Vereins HEMAYAT zufolge - schwer traumatisiert und selbstmordgefährdet (siehe dazu unsere Aussendung "Schubhaft, Dublin und kein Ende" vom 16.2.2007, www.asyl-in-not.org). Adlan wurde am 2. März 2007 von einer Asyl in Not-Mitarbeiterin in der Schubhaft besucht. Sie fand ihn in einer sehr schlechten körperlichen und seelischen Verfassung. Er berichtete, er sei am Vortag bewusstlos zusammengebrochen und in ein Krankenhaus geführt worden, wo man ihm eine Infusion verabreichte; dann habe man ihn ins Gefängnis zurückgebracht. Asyl in Not hat beim Unabhängigen Verwaltungssenat Wien eine Haftbeschwerde eingebracht, über die noch nicht entschieden wurde. Die Wiener Fremdenpolizei, die den Haftbescheid verantwortet, hat nicht die geringsten individuellen Ermittlungen dazu angestellt, warum Adlan nicht gemeinsam mit seiner schwangeren Frau im "gelinderen Mittel" untergebracht und von seinem asylberechtigten Bruder privat betreut werden kann. Dieses Unterlassen jeder Ermittlungstätigkeit ist Willkür und daher Verfassungsbruch. Adlan ist in seiner Heimat gefoltert worden; seine Gattin Madina berichtete dem Psychotherapeuten, daß sie mitansehen musste, wie er nackt nach Hause gebracht wurde, "blutend und überall grün und blau. Seither habe sie hinter dem Brustbein Schmerzen; die würden durch Erinnerungen und Angst noch stärker". Ihre Cousins, die mit den Russen kollaborieren, waren gegen ihre Ehe und bedrohten sie und ihren Mann und das ungeborene Kind mit dem Tod. Die Worte ihrer Cousins, sagt Madina, "wären viele Messerstiche. Die würden das Baby niemals leben lassen." Folteropfer im vermeintlichen "Asylland" noch einmal einzusperren, von der Familie zu trennen, in Verzweiflung und Ungewissheit zu lassen, ist neuerliche Folter und daher ein ungeheuerliches Verbrechen gegen das Menschenrecht. Der derzeitige Innenminister trägt die volle persönliche Verantwortung dafür. Asyl in Not fordert Adlans sofortige Freilassung. Schon jetzt halten wir fest: Wir werden die belangte Behörde für jede aus der Haft resultierende Verschlechterung seines Gesundheitszustandes politisch und rechtlich zur Verantwortung ziehen. Michael Genner Asyl in Not Währingerstraße 59 1090 Wien Tel. 0676 63 64 371 www.asyl-in-not.org Spendenkonto: Asyl in Not, P.S.K., Kontonummer 92.034.400 ============================================== 09 newsletter THARA von lydia.anstiss at thara.at ============================================== Neue inhaltliche Koordinatorin Seit Beginn des Jahres ist Mag.a Mirjam Karoly neue inhaltliche Koordinatorin der Initiative THARA Haus. Mirjam Karoly ist Politologin mit Schwerpunkt Minderheitenpolitik- insbesondere Roma und Sinti. Sie arbeitete im Romano Centro, war Mitglied des Volksgruppenbeirats, und für die OSZE Kontaktstelle für Roma und Sinti Angelegenheiten tätig. Während der Österreichischen EU-Ratspräsidentschaft arbeitete sie in der Menschenrechtsabteilung des BMaA. Als Hauptaufgabe ihrer Tätigkeit im Thara Haus sieht Mirjam Karoly die Auslotung und wenn möglich, die Sicherung der Nachhaltigkeit für die Aufgabengebiete des Thara Hauses. Zu erreichen ist Frau Karoly unter mirjam.karoly at thara.at 0676 / 83 402 225 Personalwechsel im THARA Haus Neue KollegInnen unterstützen das Thara Team: Sie übernehmen die Aufgaben, die von MitarbeiterInnen, die neue Herausforderungen angenommen haben und dem Thara Haus nun nicht mehr zur Verfügung stehen. Ein Blick auf unserer "Kontakte" Seite ist daher empfehlenswert. http://www.thara.at/1008,,,2.html Information: Muadin Memis Tel.: 0699 / 11 98 18 66 Bericht von der Konferenz "Newe Droma - Roma and the Labourmarket: Barries and Chances" ist online. Seit Jahresbeginn standen die Vorbereitungen für die Schlusskonferenz von Thara's TCA PartnerInnen im Vordergrund der Aktivitäten der Öffentlichkeitsarbeit, daher auch die relativ lange Pause in der Versendung unseres Newsletters. TCA ist die Abkürzung für ,Transnational Cooperation Aktion'. Diese beinhaltet die Vernetzung mit anderen Equal Projekten in ganz Europa und zeichnet sich durch den Austausch zwischen den PartnerInnen aus. Die Thara PartnerInnen sind Projekte aus Finnland, der Slowakei und Ungarn, die alle mit Roma arbeiten. Die Konferenz war sehr erfolgreich: Über 100 TeilnehmerInnen aus vielen Ländern kamen in den Ares Tower in der Donau City um dabei zu sein und mitzuarbeiten. An dieser Stelle ein Dankeschön an alle, die an der Konferenz teilnahmen. Für alle FreundInnen des Thara Hauses, die an der Konferenz nicht teilnehmen konnten, sind in einem online Bericht einige Inhalte zusammengefasst: http://www.thara.at/1086,,,2.html Romaneskurs wird fortgesetzt Am 1. März 2007 begann im Thara Haus die Fortsetzung des Romaneskurses für alle begeisterten SprachschülerInnen von Dejan Kolompar statt. Der Kurs ist hauptsächlich für die TeilnehmerInnen des ersten Kurses gedacht, Menschen mit Vorkenntnissen sind aber noch willkommen. Romaneskurs 2. Teil - jeden Donnerstag von 18:00 bis 20:30 im Thara Haus Rückblick: Modeworkshop "on stage" am 8. Dez. 2006 Einen fulminanten Erfolg konnten die TeilnehmerInnen des Modeworkshops in der Vorweihnachtszeit auf der Showbühne in der Lugner City verbuchen. Sie führten ihre eigenen Kreationen in einer selbst choreografierten und selbst produzierten Show vor vollem Haus vor. Als größten Erfolg nannten alle TeilnehmerInnen die in der Arbeit erworbenen Organisationsskills und Erfahrungen in der Projektarbeit. http://www.thara.at/1014,693,,2.html ...und Vorschau Wegen des großen Erfolgs geht der Modeworkshop ab 16. März 2007 (16:30 im Thara Haus) , in die zweite Runde. Nähere Informationen dazu: http://www.thara.at/1003,1283,,2.html Usnija Buligovic, die im Vorjahr den Modeworkshop ins Leben gerufen hatte ist nun Leiterin des Moduls "Berufsorientierung durch Roma Kulturarbeit" und ersetzt damit Obrad Jovanovic, der aus gesundheitlichen Gründen als Modulleiter ausschied. ...Podcasting Kurs - ab sofort bis Ende Mai Gemeinsam mit unserem Partner, dem polycollege Stöbergasse wird der Podcasting Kurs jetzt so richtig loslegen. Jugendliche, die gemeinsam ein Track und Musikvideo produzieren wollen, können im Learning-by-doing Verfahren aktuelle Themen, vor allem das Thema Integration aus ihrer Sicht in den Liedtexten aufarbeiten. Das fertige Produkt soll dann auf einschlägigen Websites gepostet werden. Kontakt: Dejan Stanculj Tel: 0651 / 106 12932 dejan.stanculj at thara.at Impressum: Volkshilfe Österreich EQUAL gem. GmbH Geschäftsführung: Erich Fenninger / Auerspergstraße 4, 1010 Wien Redaktion und Absender: Initiative THARA Haus EQUAL nEwC_baselines Lydia Anstiss / Öffentlichkeitsarbeit/Presse Volkshilfe Österreich Equal gem. GmbH Reinprechtsdorferstraße 31 - im Hof - / 1050 Wien Tel.: +43-(0) 676-83 402 233 // E-Mail: lydia.anstiss at thara.at ============================================== 10 Anfrage(nicht)beantwortung von Dietmar Köhler ============================================== Sehr geehrter Herr Bundesparteiobmann, eine am 14.9.2006 an Ex-Bundeskanzler Schüssel gerichtete Anfrage führte zu einer Beantwortung durch Frau Ursula Kroczek (27.9.06), die zu einer Rückfrage Anlass gab (13.11.06, Text unten), welche bis heute unbeantwortet blieb. Das ist mehr als überraschend, lese ich doch im Grundsatzprogramm der ÖVP (1995) wie folgt: Wir wollen, daß die Bürger an den politischen Vorgängen, die ihr Leben bestimmen, teilnehmen. Lebendige Demokratie bedarf der Mitwirkung der Bürger an der öffentlichen Diskussion und an politischen Entscheidungen. Die Qualität der Demokratie mißt sich am Grad und an der Ausgestaltung der Mitwirkung an den Entscheidungen und an den Kontrollsystemen. Der demokratische Staat ist auf die Mitwirkung seiner Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Bürger haben nach unserem Verständnis neben Pflichten selbstverständlich auch Rechte gegenüber dem Staat. Dazu gehört das Recht auf Anhörung, Mitwirkung und rasche Entscheidung in allen sie betreffenden Angelegenheiten, das Recht auf Auskunft und auf Schutz ihrer persönlichen Daten. Wir bekennen uns zur parlamentarischen Demokratie und zur Rechtfertigungspflicht der gewählten Mandatare gegenüber ihren Wählerinnen und Wählern. Ich hoffe, dass es Ihnen gelingt nicht nur die gewählten ÖVP-Mandatare, sondern ALLE Mitarbeiter der ÖVP im Sinne des ÖVP-Grundsatzprogrammes an ihre demokratischen Pflichten zu erinnern und erwarte gerne die seit langem fehlende Stellungnahme. Mit freundlichen Grüssen Dietmar KÖHLER Initiativgruppe ARBEITSLOSIGKEIT Sehr geehrte Frau Kroczek, Ihre Stellungnahme v. 27.9.06 zur Anfrage "Grundeinkommen" möchte ich - ausschliesslich im Namen der Initiativgruppe ARBEITSLOSIGKEIT - wie folgt kommentieren: 1) Sie schreiben: "Das soziale Netz ist in Österreich natürlich gewachsen und funktioniert." Die Realität sieht anders aus: Gewachsen ist in Österreich die Armut; und das bei steigendem BIP. Über eine Million Österreicher/innen befindet sich - bildhaft gesprochen - auf dem Marsch durch die Wüste Gobi, wo drei "Fuhrmann-Wurstsemmeln" zehn Euro kosten, also unerschwinglich sind. Ihr Hinweis auf Mehrausgaben bei den Sozialleistungen ist nur insofern relevant, als man BESTENFALLS von einem Tropfen auf den heissen Stein in dieser Wüste Gobi sprechen kann. 2) Sie schreiben: "Das von Ihnen geforderte Grundeinkommen weist eine starke bis gänzliche Aufweichung von Leistungen und Beiträgen auf. Ebenso ist es im Grundsatz leistungsfeindlich und verwässert den Wert, den Arbeit für die Menschen in ihrem Leben darstellt." Von welchem Wert sprechen Sie da? Von der Teilzeitarbeit einer alleinerziehenden Mutter der man zumutet, von 600,- Euro/Mo (= 6 "Fuhrmann-Wurstsemmeln"/Tag) zu überleben? Von gemobbten Beschäftigten, die im Falle der Selbstkündigung einen Monat kein Arbeitslosengeld erhalten? Und wo bleiben die "Leistungen und Beiträge" jener Mitglieder der Bussi-Bussi-Seitenblicke-Gesellschaft, die ihre Profite - natürlich aus der Arbeit anderer - mehr oder weniger legal ins Ausland verschieben? Allgemeiner: Was verstehen Sie unter "Leistung" (einem Begriff, der nur im Bereich der Physik Allgemeingeltung beanspruchen kann)? 3) Sie schreiben: "Es ist unseres Erachtens mit dem Respekt vor der Würde der Person nicht vereinbar, von vorneherein und ohne Wissen näherer Umstände jedem Mitglied der Gesellschaft die Fähigkeit abzusprechen, zunächst für den eigenen angemessenen Unterhalt selbstständig und selbstverantwortlich sorgen zu können." Was ist ein "angemessener Unterhalt"? Liegt der ÜBER der Armutsschwelle? Ist es aus Sicht der ÖVP "mit dem Respekt vor der Würde der Person" vereinbar, ohne Aussicht auf Besserung in Armut und sozialer Ausgrenzung leben zu müssen, und beides notgedrungen den Kindern zu "vererben"? Wo bleibt eigentlich die Umsetzung der in Sonntagsreden so gerne zitierten Christlichen Soziallehre? Dort findet man übrigens - wie in den Menschenrechtskonventionen - ausreichend Hinweise FÜR die (schrittweise) Einführung eines Grundeinkommens. Oder glauben Sie es hätte keine Ursache, dass die ÖVP bei den letzten Wahlen die grösste Einbusse bei katholischen Wähler/innen zu verzeichenen hatte? Übrigens: Die Tatsache, dass in Österreich sehr viele Menschen "arbeiten" (müssen) ohne eine Entlohnung zu erhalten, bleibt bei Ihren Überlegungen völlig ausgeblendet. 4) "Quod omnes tangit, ab omnibus approbetur": Was alle betrifft, ist von allen zu entscheiden. Dieser aus dem Römischen Recht stammende Satz ist eine der Grundlagen für die Prüfung angeblich demokratischer Verhältnisse. Ihr Text erweckt nämlich bei mir insgesamt den Eindruck eines obrigkeitlichen Dekrets. Keine Rückfragen, kein Angebot zur Diskussion. Dieses (Un-)Verständnis in Bezug auf Partizipation und Demokratie hat der ÖVP-Abgeordnete Maier treffend ausgedrückt: "Hände falten, Goschen halten." Für eine Diskussion mit ÖVP-Entscheidungsträgern, die sich ihre soziale Kompetenz bewahrt haben, stehe ich - und andere - natürlich trotzdem gerne zur Verfügung. Mit freundlichen Grüssen Dietmar KÖHLER ============================================== 11 Presseaussendung: Proteste gegen Ilisu vor demFinanzministerum von WADI Austria ============================================== Proteste gegen Ilisu vor dem Finanzministerum Presseaussendung der Hilfsorganisation WADI Wien, 8.3. 2007 LINK: www.wadinet.at Mit einer Kundgebung vor dem Finanzministerium reagierten heute GegnerInnen des Ilisu-Damms in der Türkei auf die übereilte und geheim gehaltene Sitzung des Kontrollbankbeirates im Finanzministerium, die - wie die GegnerInnen des weltweit umstrittenen Staudamms befürchten - auf Druck der türkischen Regierung die Unterstützung des Projektes durch Steuergelder beschließen will. "Mit österreichischen Steuergeldern sollen nun Exportkredite für ein letztlich militärisches Projekt zur Bekämpfung kurdischer RebellInnen und als Druckmittel gegen den Irak finanziert werden!" ist Thomas Schmidinger, der Obmann der in der Region aktiven Hilfsorganisation WADI entsetzt. Erst vor wenigen Tagen hatte die türkische Regierung erklärt, dass der Bau des Ilisu-Großstaudammes im kurdischen Südosten der Türkei von 5000 Soldaten abgesichert werden soll. Mit diesem Beschluss leitete das "Höchste Amt zur Bekämpfung des Terrorismus" (TMYK) unter Vorsitz des türkischen Außenministers Abdullah Gül die Militarisierung des Staudammbaus ein. In türkischen Medien wird seither offen über den militärischen Nutzen des Projektes "gegen die Terroristen" gesprochen, "deren Verstecke damit vernichtet" werden könnten. Tatsächlich hatte die Nachfolgeorganisation der PKK schon Ende 2006 erklärt, der Damm und damit auch die Baustelle der österreichischen Firma VA Tech Hydro wäre "ein Angriffsziel". Bisher fehlten auch jegliche Konsultationen mit den irakischen Nachbarn, deren Wasserministerium sich offen gegen das Projekt gestellt hatte. Die Auswirkungen auf den Wasserdurchlauf des Tigris wären enorm und würden bis hin zu den eben erst in einer Renaturierungsphase befindlichen Sümpfen des Südirak fatale Konsequenzen mit sich ziehen, so die seit Jahren im Irak tätige österreichische Hilfsorganisation WADI. Die Beteiligung Österreichs an diesem Projekt würde auch eine Beteiligung an der Militarisierung der Region mit sich bringen, so Kiymet Cevis,von Wadi Österreich: "Der Ilisu-Damm ist ein Schlüsselprojekt des GAP, des Südostanatolien-Projekts, das im Endzustand 22 Staudämme aufweisen soll und mit 19 Energiegewinnungsanlagen bis zu 8.000 kWh vor allem in den westtürkischen Energiesektor liefern soll. Ilisu soll noch rasch vor einem EU-Beitritt der Türkei und bevor der davon unmittelbar betroffenen südliche Nachbar Irak wieder außenpolitisch handlungsfähig ist, fertig gestellt werden." Sich daran zu beteiligen wäre laut Ceviz "ein Verbrechen". Rückfragehinweise unter Tel.(WADI) : 0699-11365509 Weitere Links zum Thema ILISU: http://homepage.univie.ac.at/thomas.schmidinger/php/texte/tuerkei_ilisu_kultur.pdf http://homepage.univie.ac.at/thomas.schmidinger/php/texte/tuerkei_ilisu.pdf http://www.wadinet.at/Media/Spiegel/feldkircher.pdf http://www.wadinet.at/Media/Presse/press_28-05-06.php http://www.wadinet.at/Media/Presse/press_07-03-06.php www.eca-watch.at -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit WADI-Austria e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Neues Spendenkonto in Österreich: Knt. Nr.: 6.955.355 BLZ: 32.000 Raiffeisen Landesbank NÖ IBAN AT4432 0000 0006 955355 BIC (SWIFT) RLNWATWW Im Februar 2007 erschien die dritte Print-Ausgabe von: WADI-News, Schwerpunkt: Weibliche Genitalverstümmelung Wird kostenlos per Post zugeschickt, schicken Sie uns Ihre Adresse! Online zu lesen unter: http://www.wadinet.at/Media/wadinews.php ============================================== ============================================== GIPFELSOLI ============================================== ============================================== 12 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ============================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - Rechte Gipfelstürmer - Krisengewinnler - Mit einem "Antikapitalismus von Rechts" soll die soziale Frage nationalisiert werden - Urlauber sollen auf Ausweichstrecken anreisen - Kavala: Gut gemacht! - Wer aus Galizien kommt wirft keine Steine! - Veranstaltungsreihe Kommunikationstechnik vom 16.03. - 18.03. 2007 - SAV: Veranstaltung am Internationalen Frauentag zum Thema "Frauen und G8" - 8.März: Gegen G8 und Patriarchat - Feminismus und globale Solidarität! - WIR SIND ALLE UNGDOMSHUSET! -------------------------------------------------------------------------------- Rechte Gipfelstürmer Auch Neonazis wollen im kommenden Sommer in Heiligendamm gegen den G-8-Gipfel protestieren. Antifaschisten wollen Aufmarsch in Schwerin verhindern "Volksgemeinschaft" gegen Kapitalismus: Neonazis am 1. Mai 2006 in Heppenheim Informationsveranstaltungen zum G-8-Gipfel gibt es derzeit viele in Mecklenburg-Vorpommern. Nicht nur linke Gruppen laden dazu ein, sondern auch die Polizei. Sie will die Anwohner rund um Heiligendamm, wo sich vom 6. bis 8. Juni die Regierungschefs der acht führenden Industriestaaten treffen, über die zu erwartenden Szenarien aufklären. Daß auf diesen Informationsveranstaltungen der Polizei nicht nur unbedachte Bürger erscheinen, bewies Udo Pastörs, Landesvorsitzender der neofaschistischen Partei NPD in Mecklenburg-Vorpommern, Ende Februar in Bad Doberan. Gemeinsam mit etwa 25 weiteren Neonazis verteilte er dort Informationsmaterial der NPD und nahm im Anschluß an der Versammlung teil. Die extreme Rechte hat sich zum Gipfeltreffen einiges vorgenommen. Eine kleine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Ulla Jelpke (Linkspartei.PDS) hatte bereits Ende Januar ergeben, daß Neofaschisten in den Monaten vor Heiligendamm und für den Zeitraum des Gipfels selbst zahlreiche Aktionen planen. Auftakt für die Mobilisierung war eine Konferenz des NPD-Jugendverbandes Junge Nationaldemokraten (JN) unter dem Motto "Damit der Wind sich dreht: Globalen Kapitalismus angreifen. Überall kämpfen Völker für die Freiheit der Nation" am 17. Februar in Sachsen. Am 2. Juni will die NPD unter dem Titel "Nein zum G-8-Gipfel! Für eine Welt freier Völker" in Schwerin demonstrieren. Insgesamt seien bezüglich des Gipfeltreffens vier Veranstaltungen angemeldet worden, hieß es in der Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage Jelpkes. Drei Anmeldungen kommen demnach von der NPD, die vierte aus dem Spektrum der "freien Kameradschaften", die den "G-8 2007 rocken" wollen. Monty Schädel, Koordinator im Rostocker G-8-Bündnis und Bundesgeschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsdienstgegner (DFG-VK), teilte im Gespräch mit junge Welt mit, daß sich bereits ein antifaschistisches Bündnis gegründet habe, um den Nazis unter anderem in Schwerin entgegenzutreten. Sogenannter Antikapitalismus von rechts ist indes nicht neu. Seit Beginn der Hartz-IV-Proteste im Sommer 2004 versuchten Neonazis sich an vielen Orten in Demonstrationen einzureihen und unter Kundgebungsteilnehmer zu mischen. Bis heute: Erst vor zehn Tagen wollten sich in Dortmund, wo Neonazis einen Aufmarsch "gegen Kapitalismus" für den 1. Mai angemeldet haben, rund 50 Rechte an der dortigen Montagsdemonstration beteiligen. Im vergangenen Jahr hatte ein Bündnis aus NPD- und JN-Verbänden sowie "freien Kameradschaften" eine Kampagne unter dem Motto "Zukunft statt Globalisierung" gestartet. "Die kapitalistische Nation ist ein Widerspruch in sich. Sie betreibt ihre Selbstauflösung im globalisierten kapitalistischen Weltmarkt", hieß es im Aufruf. In Vorbereitung der Proteste in Heiligendamm setzen sich auch Gipfelgegner und Antifaschisten mit dem vermeintlichen Antikapitalismus der Neofaschisten auseinander. Die "NoG8 Gruppe Kiel" verfaßte Ende Februar ein Papier "Hauptsache dagegen? - Warum Nazis gegen den G-8-Gipfel sind und Globalisierungskritik nicht immer fortschrittlich ist". Sie schildert darin, wie "Volksgemeinschaft und Nation" von den Rechten als positiver Gegenpol zum globalisierten Kapitalismus dargestellt werden. Dies sei eine Mischung "rassistischer und nationalistischer Hetze, populistischer Phrasen und völkischer Parolen". Auch die aktuelle Ausgabe der Lotta - antifaschistische Zeitung aus NRW (free.de/lotta) hat mit ">Antikapitalismus< von rechts. Mythos oder Realität?" ihren Schwerpunkt zu diesem Thema gewählt. [http://www.jungewelt.de/2007/03-07/007.php] -------------------------------------------------------------------------------- Krisengewinnler - Mit einem "Antikapitalismus von Rechts" soll die soziale Frage nationalisiert werden Editorial Liebe Leserinnen und Leser, Neonaziaufmärsche, die sich mit wirtschafts- und sozialpolitischen Themen befassen und mit sozialdemagogischer und pseudo-antikapitalistischer Phraseologie daherkommen, sind heute keine Ausnahme mehr. Auch das Thema Globalisierung hat für die extreme Rechte an Bedeutung gewonnen, die NPD möchte sogar den G8-Gipfel im Juni diesen Jahres dazu nutzen, um sich als "einzige authentische Anti-Globalisierungspartei" zu profilieren. Auch die Freien Kameradschaften versuchen, eine antikapitalistische Politik von Rechts zu begründen, die sich als "revolutionär" und "echte Systemalternative" versteht. Ihren Ausdruck fand diese Entwicklung im Start der "Antikap-Kampagne" unter dem Motto "Zukunft statt Globalisierung". Im Schwerpunkt dieser LOTTA-Ausgabe soll versucht werden, dem "Antikapitalismus" der extremen Rechten auf den Grund zu gehen, aktuell und historisch, bundesweit und mit Blick auf NRW sowie Ostdeutschland. Wie immer möchten wir uns herzlich bedanken bei all denjenigen, die etwas zum Entstehen dieser Ausgabe beigetragen haben, seien es Artikel, Informationen, Archivmaterial, Einschätzungen oder Layoutmaterial. Ebenso bedanken möchten wir uns bei der Konzertgruppe Hit & Run aus Köln, die ein Solidaritätskonzert für uns veranstaltete. Eine derartige Unterstützung ist für unser Projekt sehr wichtig, ebenso wie Hilfe beim Weiter- und Handverkauf der LOTTA. Wir wünschen Euch einen schönen Frühling, einen kämpferischen antifaschistischen 1. Mai und erfolgreiche Proteste gegen den G8-Gipfel! Eure LOTTA-Redaktion Nr. 26 unter projekte.free.de/lotta/inhalt/nr26.htm [http://projekte.free.de/lotta/index.htm] -------------------------------------------------------------------------------- OZ: Urlauber sollen auf Ausweichstrecken anreisen Fischland-Darß-Zingst Von Ende Mai bis etwa zum 18. Juni kann es im Zusammenhang mit dem G8-Gipfel zu erheblichen Behinderungen auf den Autobahnen A 19 und A 20 kommen. Darauf weist der Polizeiaufbaustab Kavala hin. In Folge dessen bittet der Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern, bei Buchungen für diesen Zeitraum von vornherein Ausweichstrecken für die Anreise in die Urlaubsorte anzubieten. Während des Weltwirtschaftstreffens würden zusätzlich 16 000 Polizisten in diesem Bundesland stationiert, teilte Geschäftsführerin Marianne Düsterhöft mit. Außerdem ist mit weiteren Behinderungen durch verschiedene Aktionen, etwa einer Großdemonstration am 2. Juni in Rostock, zu rechnen. [http://www.ostsee-zeitung.de/archiv.phtml?Param=DB-Artikel&ID=2623018] -------------------------------------------------------------------------------- Kavala: Gut gemacht! Wieder eine "Sicherheitskonferenz" zum G8 (siehe 22 und 23. November 2006). Der stellvertretende US-Botschafter in Deutschland Koenig und weitere 35 "Polizei- und Sicherheitsexperten" trafen sich in Schwerin um die "Sicherheitslage" des G8 zu beraten. "Wir sind von den Planungen in dieser Phase beeindruckt". Was soll er auch anderes sagen? Glaubwürdig klingt das aber nicht. "Amerikanische Vorstellungen würden laufend in das Sicherheitskonzept einfließen, sagte Koenig". Kein Zweifel dass "Kavala" eng mit US-amerikanischen Geheimdiensten zusammenarbeitet. [http://www.gipfelsoli.org/Repression/977.html] -------------------------------------------------------------------------------- Wer aus Galizien kommt wirft keine Steine! Die Brandenburger Polizei bereitet sich auf den Besuch der G8-AußenministerInnen am 30. Mai in Potsdam vor. Condoleezza Rice kommt mit dem Sonderzug (von wo eigentlich?), Gullydeckel werden zugeschweißt. Orakelt wird, dass Potsdam für die internationalen Zugvögel Durchgangsstation wird auf dem Weg zum Bombodrom und weiter nach Heiligendamm. Zumindest diejenigen aus Galizien werfen keine Steine, kennt sich der Potsdamer Polizeipräsident Bruno Küpper aus. Der "schwarze Block" aus Berlin hat sich indes noch nicht gemeldet. Nur 1.000 Polizeikräfte sind angeblich aufgeboten. Sorgen macht sich Küpper wegen der "militanten gruppe", die in Brandenburg aktiv ist. Die hatte wegen des G8 kürzlich Bundespolizei-Fahrzeuge im Visier. Kleinlich ist Brandenburg nicht: "Wenn Frau Rice kommt, werden wir aber nicht auf die Haushaltssituation des Landes verweisen". [http://www.gipfelsoli.org/Repression/976.html] -------------------------------------------------------------------------------- Veranstaltungsreihe Kommunikationstechnik vom 16.03. - 18.03. 2007 Ob Vorratsdatenspeicherung oder das Eindringen von Verfolgungsbehörden in den eigenen Computer in der eigenen Wohnung über das Internet: An Vorschlägen zur massiven Einschränkung der Informationellen Selbstbestimmung mangelt es auch in der BRD nicht. Dabei steht diese staatliche Sammelwut nicht nur im Widerspruch zum Datenschutz: Insbesondere die Zweckmäßigkeit solch riesiger Datenberge lässt sich nicht erschließen und birgt dabei vor allem auch enorme Risiken. In diesem Zusammenhang möchte Badespasz euch in einer dreitägigen Veranstaltungsreihe zunächst die theoretischen Grundlagen und die Sinnhaftigkeit von Datenschutz insbesondere in Bezug auf E-Mail und World Wide Web näher bringen. Im zweiten Teil der Veranstaltungsreihe soll das Gelernte dann praktisch angewandt werden. Denkt an Euren Schlafsack, Isomatte und falls vorhanden Laptop. Wir bitten Euch, wenn Ihr könnt, 20 Euro Unkostenbeitrag für die Unterkunft und Verpflegung für das Wochenende zu spenden, weil wir nicht auf einem Minus sitzen bleiben möchten. Workshop-Verlauf Freitag 15.00 Uhr Anreise Kennenlernen 17.00 Uhr Die Geschichte des Datenschutzes und der globalen Überwachungssysteme (Quantico Abkommen, TküV und Vorratsdatenspeicherung, G8-Erklärungen - Zur vorgeblichen Terrorismusbekämpfung) 19.15 Uhr Plenum: Erwartungen an das Wochenende 20.00 Uhr gemeinsames Essen Abendprogramm: Party und Film Samstag 8.30 Uhr gemeinsames Frühstück 10.00 Uhr PGP-Verschlüsselung - wie funktioniert das? Referat und Film 11.00 Uhr Einführung: zum Programm Thunderbird plus Verschlüsselung 12.00 Uhr Mittagessen 13.00 Uhr Anwendung der PGP-Verschlüsselung inklusive E-mail 17.00 Uhr Kaffeepause 17.30 Uhr Input und Anwendung von Firefox 19.00 Uhr Stadtführung durch das dunkle Halle 20.00 Uhr Abendessen, Feedback über den Tagesablauf Sonntag 9.00 Uhr gemeinsames Frühstück 10.00 Uhr Wiederholung des gelernten! Thunderbird- und Firefox-Anwendung 10.30 Uhr Bildbearbeitung - Wie gute Bilder noch besser werden? Referat und Vorschau 13.00 Uhr Mittagessen 14.00 Uhr Open Office - Mappe finden, öffnen und benutzen 15.00 Uhr Abschlussplenum 16.00 Uhr Abreise Anmeldung Wir wünschen uns eine rege Beteiligung von Euch. Wir müssen dennoch auf eine Anmeldung bestehen, da für die Veranstaltungsreihe nur begrenzte Kapazitäten verfügbar sind. Meldet Euch bitte bei uns mit Eurer Adresse bei badespasz at gmail.com unter Angabe von Name, evtl. Organisation, Mail-Adresse an. Außerdem würden wir gerne wissen, ob ihr einen eigenen Laptop nutzen könnt und welches Betriebssystem ihr nutzt. [https://www.jpberlin.de/badespasz/aktu_kommtechnik.html] -------------------------------------------------------------------------------- SAV: Veranstaltung am Internationalen Frauentag zum Thema "Frauen und G8" Rostock/MVregio Die Ortsgruppe der Sozialistischen Alternative (SAV) bietet am Donnerstag, den 8.03.2007 eine Veranstaltung zum Internationalen Frauentag an. Treffpunkt ist das SAV-Büro in der Kröpeliner Str. 90 um 18 Uhr. Vor dem Hintergrund des bevorstehenden G8-Gipfeltreffens in Heiligendamm, soll der Zusammenhang zwischen neoliberaler Globalisierung und schlechteren Lebensverhältnisse von Frauen weltweit rausgearbeitet und Alternativen entwickelt werden. Der Einritt ist kostenfrei. [http://www.mvregio.de/mvr/28687.html] -------------------------------------------------------------------------------- 8.März: Gegen G8 und Patriarchat - Feminismus und globale Solidarität! Feministische Bewegungen von der sozialistischen Frauenbewegung Anfang des 20. Jahrhunderts, die den Internationalen Frauentag begründete bis zapatistischen Frauen in Mexiko, waren und sind zentraler Bestandteil der Kämpfe für Solidarität, Frieden und Gerechtigkeit - für eine andere, bessere Welt. Wir sind Teil dieser Bewegungen und werden nicht nur vom Internationalen Frauentag am 8.März bis zum G8-Gipfel im Juni für sie mobilisieren und informieren. Wir wollen zeigen, dass wir die G8 stoppen müssen - und dass wir sie stoppen können: Warum sind Frauen besonders von solchen Jobs betroffen, in denen sie kaum Karrierechancen haben, schlecht bezahlt werden und keine sichere Perspektive haben? Warum wird Männlichkeit im positiv gemeinten Sinne z.B. in den Medien durch Brutalität, Machtanspruch und Unfehlbarkeit dargestellt? Warum wird 80% aller Arbeit auf der Welt von Frauen geleistet? Warum werden besonders Frauen zu Opfern von Kriegen? Auf der ganzen Welt herrschen Gesellschaftsstrukturen, die Menschen in geschlechtsspezifische Rollen zwingen, wobei die "weibliche" Rolle die benachteiligte ist: Lohnarbeit wird schlechter bezahlt, Die Haus- und Erziehungsarbeit lastet unbezahlt auf den Frauen. Immer noch werden Frauen als Verfügungsmasse von Männern behandelt: Zwangsheirat/"Ehrenmord" begründet mit Traditionen, Mädchenhandel/Prostitution und Vergewaltigung verweisen auf die sexuelle Dominanz der Männer. Wir lehnen diese Strukturen und Rollenbilder ab. In den feministischen Kämpfen wollen wir - Frauen und Männer - aus ihnen ausbrechen und sie überwinden. Die Probleme, unter denen Frauen besonders leiden, betreffen viele und gehen alle etwas an: Ausbeutung, Hunger, Krieg und Flucht. Deshalb ist Feminismus, der Kampf gegen die Unterdrückung von Frauen und Mädchen, für uns nicht vom Kampf für eine andere, solidarische Gesellschaft zu trennen. Wenn sich im Juni in Heiligendamm die acht mächtigsten StaatschefInnen der Welt zum G8-Gipfel treffen, werden sie vielleicht von Frauenrechten reden, in deren Namen sie weltweit Kriege führen, durch welche Frauen nicht befreit, sondern erneut Opfer werden. Zugleich werden sie mit ihren Absprachen und Entscheidungen dafür sorgen, dass Großkonzerne weiter ohne Rücksicht auf den Klimawandel die Atmosphäre mit Co2 verschmutzen können, dass Arbeitsverhältnisse noch prekärer, noch unsicherer werden, dass westliche Staaten weiter die Existenz von Millionen KleinbäuerInnen und LandarbeiterInnen vernichten können. Frauen tragen nicht nur die Hauptlast dieser Unterdrückung - sie sind auch Teil des globalen Widerstandes. Feministische Bewegungen von der sozialistischen Frauenbewegung Anfang des 20. Jahrhunderts, die den Internationalen Frauentag begründete bis zapatistischen Frauen in Mexiko, waren und sind zentraler Bestandteil der Kämpfe für Solidarität, Frieden und Gerechtigkeit - für eine andere, bessere Welt. Wir sind Teil dieser Bewegungen und werden nicht nur vom Internationalen Frauentag am 8.März bis zum G8-Gipfel im Juni für sie mobilisieren und informieren. Wir wollen zeigen, dass wir die G8 stoppen müssen - und dass wir sie stoppen können: Informiert euch, informiert andere und beteiligt euch an den Protesten! gegen G8 und Patriarchat - für Feminismus und globale Solidarität! [http://www.solid-web.de/modules.php?op=modload&name=News&file=article&sid=1277&mode=thread&order=0] -------------------------------------------------------------------------------- WIR SIND ALLE UNGDOMSHUSET! Bundesweite Soli-Demo für das geräumte Jugendhaus in Kopenhagen Samstag, 10.03.2007 18 Uhr S-Bahnhof Hackescher Markt Berlin-Mitte Die Räumung des Ungdomshuset war ein Angriff auf uns alle! Was geht in Kopenhagen? Am Donnerstag, den 1.3. räumte die dänische Polizei mit Anti-Terror-Einheiten und mehreren Hundertschaften das "Ungdomshuset" (deutsch: Jugendhaus) in Kopenhagen. Das "Ungdomshuset" war ein unkommerzieller Freiraum, der 1982 erkämpft und seitdem von Jugendlichen selbst verwaltet wurde. Es fanden Konzerte, Parties, politische Aktionen und diverse andere soziale und politische Veranstaltungen statt. 2001 verkaufte die Stadt das Haus gegen den Willen der Nutzer an die rechte christliche Sekte "Faderhuset". In erster Linie beabsichtigte "Faderhuset" mit dem Kauf, der selbstbestimmten Jugendkultur Kopenhagens ihren größten Freiraum zu nehmen. Das "Ungdomshuset"sollte von Anfang an geschlossen werden. Seit der Räumung befindet sich Kopenhagen im Ausnahmezustand. Es kam zu stundenlangen Straßenschlachten zwischen Jugendlichen, AktivistInnen und AnwohnerInnen einerseits und der Polizei andererseits. PolizistInnen aus ganz Dänemark und sogar Schweden wurden eingesetzt um das "Eigentumsrecht" der Herrschenden mit allen Mitteln durchzusetzen. Die Menschen wehreten sich mit Steinen, Molotov-Cocktails, brennenden Barrikaden und all ihrer Wut gegen diesen Polizeiangrif. Bis Sonntag wurden über 600 unserer Leute verhaftet. Dennoch gehen die Aktionen weiter. Überall und auch in Berlin sind selbstbestimmte Freiräume ein Dorn im Aujge der Herrschenden und ständig von Räumung und Repression bedroht. Die Räumung des Ungdomshuset war ein Angriff auf uns alle. Wir sind alle Ungdomshuset! Deshalb: ALLE RAUS AUF DIE STRASSE! ZEIGT SOLIDARITÄT MIT DEN JUGENDLICHEN IN KOPENHAGEN! Kontakt: ungdomshusetsoligruppeberlin at web.de [ungdomshusetsoligruppeberlin at web.de] -------------------------------------------------------------------------- Ausführlicher Pressespiegel rund um den G8 unter http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-l =============================================== ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht berücksichtigt) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Do 21.30 Uhr alle enthalten III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Fri Mar 9 22:07:11 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Fri, 9 Mar 2007 22:07:11 +0100 Subject: widerst@nd! - MUND: Samstag, 10.3.2007 Message-ID: <20070309210711.GA6172@brandl.telekabel.at> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! Samstag, 10.03.2007 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 13.3.: Solidarisches Engagement in aller Welt "Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering" ================================================== 02 Einladung zur ÖBM Veranstaltung mit Anita von Hertel, 28.03.2007 "IICP" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 03 Schubhaft-Beschwerde gewonnen! , Asyl at alt.strg.at, in at alt.strg.at, Not at alt.strg.at ================================================== 04 KiK: Diktatur der Bosse statt Mitbestimmung ? "Helmuth Fellner" ================================================== 05 Deutschland und Österreich im Atomkonflikt mit Iran Café Critique ================================================== 06 Buchinger gegen Sozialbetrug Dietmar Köhler ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 13.3.: Solidarisches Engagement in aller Welt "Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering" ================================================== Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde, wir laden herzlich zur Veranstaltung der Friedensinitiative Donaustadt am Dienstag, 13. März 2007 mit Frau Maga. Gertrude Hanzal ein. Wir wünschen ein schönes Wochenende und verbleiben mit solidarischen Friedensgrüßen! Andreas Pecha & Alois Reisenbichler Friedensinitiative Donaustadt: SOLIDARISCHES ENGAGEMENT IN ALLER WELT Internationale Solidarität und Friedens- arbeit gehören zusammen. Friedens- aktivistInnen unterstützen traditionell Initiativen und Projekte für eine solidarische Entwicklung. Die Friedensinitiative Donaustadt hat daher Frau Maga. Gertrude Hanzal vom Entwicklungshilfeklub eingeladen, über ihre Projekte im Rahmen der Entwicklungs- zusammenarbeit zu informieren. Das Referat von Maga. Gertrude Hanzal zum Thema "Wie wirkt Entwicklungshilfe?" beginnt am Dienstag, 13. März 2007 um 19.00 Uhr in der Donaucitykirche, 1220 Wien, Donaucitystraße (U1 Kaisermühlen). FÜR DEN WIENER TERMINKALENDER: Dienstag, 13. März 2007, 19.00 Uhr Maga. Gertrude Hanzal, Wie wirkt Entwicklungshilfe? Donaucitykirche, 1220 Wien, Donaucitystraße (U1 Kaisermühlen) Friedensinitiative Donaustadt Eintritt frei. Informationen: Ernst Toman, Friedensinitiative Donaustadt, Tel. 01 263 61 92 Andreas Pecha, Friedensbüro Wien, pax.vienna at chello.at Alois Reisenbichler, Tel. 0664 39 51 809 ================================================== 02 Einladung zur ÖBM Veranstaltung mit Anita von Hertel, 28.03.2007 "IICP" ================================================== Sehr geehrte Damen und Herren, ich darf Sie hiermit auf eine Veranstaltung des Österreichischen Bundesverbandes der MediatorInnen (ÖBM) hinweisen: Die schnelle Langsamkeit der Mediation Das Happy End beginnt am Anfang - besonders in der Mediation mit A n i t a  v o n  H e r t e l am 28. März 2007 Hotel Imperial, 1010, Wien Kärntner Ring 16 Zeit: 10.00 bis 17.15 Uhr Judith Frisch-WurthÖBM Wien Anmeldung per E mail: oebm-wien at aon.at Mit besten Grüßen, Christine Sommer Mag. Christine Sommer Coordinator Institute for Integrative Conflict Transformation and Peacebuilding - IICP Gasometer B / Schild Guglgasse 8/4/4/18 A-1110 Vienna tel & fax +43-1-7400 2992 sommer at iicp.at www.iicp.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 03 Schubhaft-Beschwerde gewonnen! , Asyl at alt.strg.at, in at alt.strg.at, Not at alt.strg.at ================================================== Tschetschene im Hungerstreik: Glückliche Wende Der Unabhängige Verwaltungssenat Wien hat meiner Haftbeschwerde stattgegeben. Adlan S., der seit über drei Wochen im Polizeigefängnis Hernalser Gürtel in Hungerstreik war, muß nun sofort aus der Haft entlassen werden. Wie gestern berichtet, lebt Adlans Bruder als anerkannter Flüchtling in Wien. Adlans schwangere, laut Befund schwer traumatisierte Frau, ist im Lager Traiskirchen untergebracht. Adlan selbst war in seiner Heimat gefoltert worden. Folteropfer neuerlich einzusperren, ist ebenfalls Folter und ein schwerer Verstoß gegen die Menschenrechtskonvention. Aufgehoben wurde die Haft aber nicht wegen Haftunfähigkeit durch den wochenlangen Hungerstreik; der Amtsarzt im Polizeigefängnis bescheinigte Adlan ausdrücklich Haftfähigkeit! Mit diesem Doktor und seinem Verhältnis zum Hippokratischen Eid werden wir uns gesondert beschäftigen. Der UVS ist aber meinem Argument gefolgt, daß Adlan entweder bei seiner Frau oder bei seinem Bruder untergebracht werden kann. Allgemeine Annahmen oder "Erfahrungswerte" genügen nicht, um die Notwendigkeit der Freiheitsentziehung im Einzelfall zu begründen, schreibt der UVS. Diese Entscheidung ist im Licht des derzeitigen Gesetzesprüfungs- verfahrens beim Verfassungsgerichtshof zu sehen. Bisher nämlich hatten die Verwaltungssenate (vor allem dem für Traiskirchen zuständigen UVS Wiener Neustadt) unsere Beschwerden mit schöner Regelmäßigkeit abgelehnt... Asyl in Not hat aber nicht locker gelassen und seit Inkrafttreten des Prokopgesetzes durch ständig neue Haftbeschwerden, die alle zu den Höchstgerichten gingen, einen nicht unwichtigen Beitrag geleistet, daß dieses Prüfungsverfahren zustande kam. Wir erwarten nun die schleunige Sanierung dieses Schandgesetzes. Alle Menschen, die wegen des Prokop'schen Schubhaftparagraphen unschuldig hinter Gittern sitzen, müssen freigelassen werden. Sofort! Michael Genner Asyl in Not Währingerstraße 59 1090 Wien Tel. 0676 63 64 371 www.asyl-in-not.org Spendenkonto: Asyl in Not, P.S.K., Kontonummer 92.034.400 ================================================== 04 KiK: Diktatur der Bosse statt Mitbestimmung ? "Helmuth Fellner" ================================================== Kommunistische Initiative [KI] Presseaussendung 16.02.2007 Diktatur der Bosse statt Mitbestimmung ? Utl.: Die KiK-Konzernleitung will Interessensvertretung weiter verhindern Beim zur deutschen Tengelmann-Gruppe gehörenden Textildiskonter KiK ist die Liste von Andreas Fillei "Wir sind KiK" mit fadenscheinigen Begründungen vom Wahlzettel gestrichen worden. Fillei war zunächst eben wegen seiner Kandidatur widerrechtlich fristlos entlassen und mit einem Hausverbot belegt worden. Zahlreiche Proteste schienen zunächst Wirkung zu zeigen: Innerhalb weniger Tage erklärten sich Tausende KollegInnen mittels Unterschrift solidarisch mit Fillei und verurteilten die Willkür der KiK- Machthaber. Ein Protestdemonstration wurde vor der KiK-Zentrale veranstaltet. Durch eine einstweilige gerichtliche Verfügung hatte das Arbeits- und Sozialgericht das Hausverbot aufgehoben und Fillei die Möglichkeit gegeben, an der Betriebsratswahl teilzunehmen. Dadurch wurde auch ein Termin für die Betriebsratswahl erzwungen: Von 13. bis 15. März sind rund 1.200 Mitarbeiter dazu aufgerufen. Die Konzernleitung KiK will allerdings den Beschäftigten keine Wahl lassen: Die einzige Liste, die - wenn Fillei nicht auf dem Wahlzettel steht, gewählt werden kann, ist die Liste des Assistenten der Geschäftsführung. In zynisch kaum je gesehener Form wollen also die Firmen-Herren selbst die Interessen ihrer Untergebenen bestimmen und kontrollieren. Dabei liegt vieles im Argen: Nacharbeiten werden nicht korrekt bezahlt, Mitarbeiter-WCs fehlen, die Filialen sind personell chronisch unterbesetzt, Arbeitszeiten werden willkürlich verändert, korrekte Einstufungen im Gehaltsschema würden verweigert etc. Die kommunistische Initiative [KI] unterstützt auch weiter - wie schon bei der großen Protestversammlung vor der KiK-Zentrale in Wien-Auhof alle Solidaritätsaktionen im Interesse der KollegInnen und des Betriebsratskandidaten bei KiK. Dem härter werdenden Klassenkampf von oben, seitens der Unternehmer und Konzerne, wird allerdings die Gewerkschaft GPA-DJP auch härter beantworten müssen, mit Boykotten, Aktionen vor den Geschäften usw. Kontakt: Kommunistische Initiative (KI) Post : Rankgasse 2, 1160 Wien Telefon: O676/6968852 e-mail: info at kommunisten.at Homepages: www.kominform.at und www.kommunisten.at Presseaussendung der Kommunistischen Initiative [KI] 09.03.2007 ================================================== 05 Deutschland und Österreich im Atomkonflikt mit Iran Café Critique ================================================== Geschäftstüchtig in die Katastrophe Zur Rolle Deutschlands und Österreichs im Atomkonflikt mit dem Iran - von Matthias Küntzel Teheran ignoriert den Sicherheitsrat und forciert sein nukleares Programm. Jetzt hängt alles von Europa ab: Wird man den Schmusekurs mit dem Mullah-Regime fortsetzen oder Kante zeigen? Nur Europa könnte Teheran mit nicht militärischen Mitteln zur Kursänderung zwingen. Während die USA mit Iran keinen Handel treiben, sind China, Japan und Russland für Teheran entbehrlich. Europa ist es nicht: Das Gros aller technisch anspruchsvollen Einfuhren stammt aus der Europäischen Union. So sind "rund zwei Drittel der iranischen Industrie maßgeblich mit Maschinen und Anlagen deutschen Ursprungs ausgerüstet", berichtet der ehemalige Präsident der Deutsch-Iranischen Handelskammer, Michael Tockuss. "Die Iraner sind durchaus auf deutsche Ersatzteile und Zulieferer angewiesen." Eine Studie des iranischen Parlaments hat bestätigt: Ohne europäische Ersatzteile und Industrieprodukte ist die iranische Wirtschaft binnen weniger Monate paralysiert. Sanktionsregime abgelehnt Anstatt diesen letzten verfügbaren Hebel anzusetzen, um doch noch eine nicht-militärische Kursänderung zu erzwingen, lehnt die Europäische Union ein effizientes Sanktionsregime außerhalb des UN- Sicherheitsrats ab. Stattdessen soll das Iran-Geschäft auch in Zukunft mit öffentliche Haftungszusagen erleichtert werden. Man werde diese Praxis "nicht aufgrund neuer politischer Vorgaben" ändern, verkündet trotzig das deutsche Wirtschaftsministerium. "Es seien auch weiterhin Deckungen von Iran-Geschäften möglich." (Nachrichten für Außenhandel, 22. Februar 2007) Mit eben dieser Botschaft trat kürzlich auch die Österreichische Kontrollbank, die derartige Deckungen im Namen der Regierung tätigt, an die Öffentlichkeit. Während Deutschland Maschinen und Ersatzteile in Richtung Teheran schafft, entwickelt sich Österreich zum wichtigsten Abnehmer iranischer Rohstoffe in der EU. So betreibt die "Österreichische Mineralölverwaltung" OMV federführend das Fünf-Milliarden-Euro- Großprojekt Nabucco: eine gigantische Pipeline, die von den iranischen Erdgasfeldern bis nach Baumgarten in Niederösterreich führen soll. Im Falle ihrer Realisierung - die Entscheidung steht für Ende 2007 an - würde das Mullah-Regime der neue strategische Partner Europas sein. Kein Wunder Da ist es kein Wunder, dass Teheran ausgerechnet Wien zu einem Zentrum seiner Energiepolitik erkor: Hier kam am 1. Februar 2007 das Who's who der Ölindustrie aus der EU, aus Indien, aus Russland und aus China zusammen, um unter der Ägide des Leiters der staatlichen iranischen Ölgesellschaft, Gholam Hossein Nozari, die Ausbeutung neuer iranischer Ölfelder vorzubereiten. Geschäftstüchtig in die Katastrophe: Wollen Wien und Berlin tatsächlich dafür sorgen, dass Teherans Fundamentalisten den heiligen Krieg zukünftig auch mit Atomwaffen forcieren? Bemerkenswert ist nicht nur die Nonchalance, mit der die Nachfolgestaaten des Dritten Reichs dem Land der Holocaust- Leugner die Stange halten. Bemerkenswert ist auch das Gebaren der Globalisierungsgegner und der Fraktionen der Linken. Sollte der Vorrang der Menschenrechte sowie elementarster Sicherheitsinteressen vor großindustriellen Belangen nicht gerade ihr Thema sein? Weit gefehlt: Während man die USA als Risikofaktor Nr. 1 dämonisiert, setzt man sich im Falle des Iran eine rosarote Brille auf und verstopft sich die Ohren. Forcieren Widerstände Dabei hat schon der sanfte Druck des Sicherheitsrats bewiesen, dass Sanktionen der iranischen Opposition nützen und die regime- internen Widersprüche forcieren. Anstatt zu prüfen, wie dieser Druck erhöht werden kann, konzentrieren sich die öffentlichen Debatten auf die Frage, wie Washington davon abgehalten werden kann, Teheran abzuhalten. Das eigentliche Problem, die iranische Bombe, ist in den Hintergrund gerückt. Wer reflexhaft Ahmadinejads Iran vor Amerika zu schützen sucht - und zwar auch dann, wenn es um den letzten Versuch einer friedlichen Lösung, um harte Sanktionen also geht - bereitet aber eben jenem Szenario den Weg, das zu verhindern er sich auf die Fahne geschrieben hat: Die militärische Konfrontation. Wenn Teheran nicht unverzüglich und massiv unter Druck gesetzt und vor die Alternative gestellt wird, entweder seinen Kurs zu ändern oder aber verheerende ökonomische Schäden zu erleiden, bleibt nur die Wahl zwischen einer schlechten Lösung - die militärische Option - oder einer schrecklichen, der iranischen Bombe. (Matthias Küntzel, DER STANDARD, Printausgabe 7.3.2007) Zur Person Matthias Küntzel ist Politikwissenschaftler und Vorstandsmitglied der internationalen Wissenschaftlervereinigung "Scholars for Peace in the Middle East". ____________________ 16. 3 2007 Wien, 20.00 Uhr (pünktlich) Halbmond & Hakenkreuz - Das "Dritte Reich", die Araber und Palästina Vortrag und Buchpräsentation mit Martin Cüppers (NS-Forschungsstelle Ludwigsburg an der Universität Stuttgart) Neues Institutsgebäude, Hörsaal II, Universitätsstraße 7, 1010 Wien 9. 5. 2007 Wien, 18:30 Islamischer Antisemitismus und der Nahostkonflikt Vortrag von Matthias Küntzel Jüdisches Museum, Dorotheergasse 11, 1010 Wien Eine Veranstaltung von Scholars for Peace in the Middle East (Austria) mit Unterstützung von Café Critique u. a. http://www.cafecritique.priv.at ================================================== 06 Buchinger gegen Sozialbetrug Dietmar Köhler ================================================== Sehr geehrter Herr Sozialminister, in den Salzburger Nachrichten v. 9.3.07 lese ich, dass bei einer künftigen Auszahlung von "Mindestsicherung" für Wohnungseigentümer eine "fiktive Miete" abgezogen werden soll. Da werden sich Jungfamilien, die noch Kreditrückzahlungen für die Eigentumswohnung bewältigen müssen, aber besonders freuen!! Wie sollen diese Jungfamilien sich und ihre Kinder ernähren? Im SPÖ-Grundsatzprogramm ist jedenfalls etwas völlig anderes zu lesen: "Wir wollen die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen, um die Lebensbedingungen der Familien weiter zu verbessern und eine familien- und kindergerechte Gesellschaft schaffen. Jede Form der Familie ist vom Staat durch eine Mischung aus Transfer- und Sachleistungen, steuerlichen Maßnahmen und sozialversicherungsrechtlichen Leistungen zu unterstützen. Dabei müssen soziale Gesichtspunkte und daher die Unterstützung einkommensschwacher Familien - oft Jungfamilien, Alleinerzieherinnen und Alleinerzieher sowie Mehrkindfamilien - Vorrang haben. Im Mittelpunkt hat das Wohl des Kindes zu stehen." Mit freundlichen Grüssen Dietmar KÖHLER Initiativgruppe ARBEITSLOSIGKEIT ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ D) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: nix Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 22:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Mon Mar 12 07:16:13 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Mon, 12 Mar 2007 07:16:13 +0100 Subject: mund: 12. =?iso-8859-1?Q?m=E4rz_2007?= Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! Montag, 12.3.2007 ================================================ A) INHALT ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 - kanalB.at video: Movimento Demo webmaster at kanalB.org ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 02 - Von Menschen und Hooligans, wobei Hooligans für Hannes Missethon keine Menschen sind bernhard at kraut.co.at ================================================ 03 - Pressemitteilung: Skandal - zu Hause vergewaltigt, kein Asyl in Österreich FLGZ at gmx.net ================================================ 04 - Pressemitteilung: Verurteilung zu Peitschenhieben nach Vergewaltigung dieinitiative at gmx.at ================================================ 05 - ILISU - on Kurdish Media wadi.wien at gmx.at ================================================ 06 - Armutsschwelle ibd.koehler at utanet.at ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 07- gipfelsoli newsletter heiligendamm gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 - kanalB.at video: Movimento Demo webmaster at kanalB.org ================================================ titel des videoclips: Movimento Demo --: - beschreibung: Am 31. Jänner 2007 wurde der selbstverwaltete Vernataltungsort Movimento gerichtlich geräumt. Seither führen die NutzerInnen einen Kampf für die Erhaltung. Aus diesem Anlass fand eine Demo vor dem ehemaligen Movimento in Wien statt. ---: - kategorie: kurzdoku ----: - clipinfo: http://austria.kanalb.org/clip.php?clipId=1607 --------------: - laenge: 5,09 min team: kanalB team_homebase: http://kanalB.at erstellt: 2007-03-10 format: ogg datenmenge: 15 MB -------------: - weitere informationen: http://www.ifthekidsareunited.at/Movimento/ ---------: - weitere clips zum thema freiraeume erkaempfen: http://austria.kanalb.org/topic.php?clipId=121 ----------------: - video-player download: http://austria.kanalb.org/videoplayer.php -----------------: - kanalB ersetzt herkoemmliches fernsehen: http://austria.kanalb.org _______________________________________________ clips_kanalb_at mailing list clips_kanalb_at at kanalB.org http://kanalB.org/cgi-bin/mailman/listinfo/clips_kanalb_at <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 02 - Von Menschen und Hooligans, wobei Hooligans für Hannes Missethon keine Menschen sind bernhard at kraut.co.at ================================================ Wenn Hannes Missethon, wie heute am 9. März 2007 auf ORF-Online zu lesen ist, meint, die ÖVP stelle sich schützend vor die Menschen, während die SPÖ sich schützend vor die Hooligans stelle, dann ist laut und deutlich zu fragen, ob denn Hooligans für Hannes Missethon keine Menschen sind? Und wenn Hooligans (seit wann) keine Menschen mehr sind, was sind sie dann für die Christlich-Sozialen? Und wenn Hooligans keine Menschen sind, was darf man ihnen dann alles ungestraft und rücksichtslos antun im Namen des nationalistischen Schutzes? Und wenn Hooligans wie Asylwerber präventiv angehalten werden sollen, sind dann auch Asylwerber keine Menschen? Und wenn Asylwerber und Hooligans keine Menschen sind, an was für eine Lösung im Namen des Schutzes ist von den Christlich-Sozialen für diese (und für wen noch?) am Ende gedacht? Haben Günther Platter, Minister der Unbescholtenen, und Landes- hauptmann Herwig van Staa Sie, Herr Hannes Missethon, schon damit beauftragt, Arlberger Schutzgesetze auszuarbeiten? Österreich als Lager führen Eine schlagende Idee von DDr. Herwig van Staa DDr. Herwig van Staa hat als hochgradiger Christlich-Sozialer zum Schutze der Österreicher eine wohldurchdachte und der Tradition der Alpenfeste Österreich geschuldete Idee geboren, die ausbau- fähig unbedingt weiter zu verfolgen ist: Die Österreicher und die Österreicherinnen werden ja täglich gegen Österreicher und Österreicherinnen straffällig. Daher kann es zum Schutze der Österreicher und Österreicherinnen nur eine Lösung geben: das »Internieren« aller Österreicher und Österreicherinnen. Im Sinne der Prävention, die einen immer größeren Stellenwert in der Bekämpfung von Kriminalität erhält, sind deshalb alle Öster- reicher und Österreicherinnen in einem Internierungslager an- zuhalten. Wie es praktikabel umgesetzt werden könnte, ist die einzige Frage, die noch zu beantworten ist; die rechtliche Seite ist bereits zu- friedenstellend gelöst: über dem Gesetz steht der Schutz der Österreicherinnen und Österreicher. Herwig van Staa ist sicherlich der Mann, der dafür eine praktikable Umsetzung ausarbeiten kann, es vorab mit Systematikern bespricht und dafür jede Gelegenheit pflichtbewußt zu nutzen versteht, bis hin zu Festen für hochehrungswürdige Spezialisten aus der Hochzeit auch tirolerischem Spezialistentum für alle Arten von Lagern. Und so ein hochrangig sozial engagierter und besonders wohl um nationale Anliegen besorgter Spezialist wird dann Herwig van Staa vielleicht den einen oder anderen in »früheren Systemen« bereits praktisch erprobten guten Plan schon empfohlen haben können. Spätestens bei Vorliegen des ausgearbeiteten Plans wird es an der Staatsspitze zu einer personellen Veränderung kommen müssen, um die totale Umsetzung auch landesweit zu gewährleisten: Es gibt Personen im Ausland, die den Rücktritt von DDr. Hewig van Staa als Landeshauptmann fordern. Diesen ist, auch wenn es sich hierbei um ausländische Kräfte handelt, ausnahmsweise recht zu geben; denn ein in Tradition gesamtnational denkender Landeshauptmann ist von der Vorsehung auserwählt, Österreichs Lagerkanzler zu sein. (7. März 2007) www.kraut.co.at ================================================ 03 - Pressemitteilung: Skandal - zu Hause vergewaltigt, kein Asyl in Österreich FLGZ at gmx.net ================================================ "Wie oft wurden Sie vergewaltigt?" Skandalöser Umgang mit frauenspezifischen Verfolgungshandlungen beim Bundesasylamt Eisenstadt Stellen Sie sich vor ... ... in ihrem Heimatland herrscht seit mehr als 15 Jahren Bürgerkrieg, Warlords regieren das Land, es gibt keine anerkannte Regierung, keine Polizei und keine Behörden, wie wir sie kennen. Die Genitalverstümmelungsrate liegt bei über 95%. Sie sind weiblich, Angehörige einer Minderheit, und werden deshalb seit mehr als 15 Jahren immer wieder von bewaffneten Milizen vergewaltigt und auch für einige Monate verschleppt. Es kommen Menschen zu Ihnen nach Hause, die Ihre kleinen Töchter genitalverstümmeln wollen. Und jetzt stellen Sie sich bitte vor ... Ihre Referentin am Bundesasylamt Eisenstadt ist ADir. Doris Klikovics. Sie gewährt Ihnen kein Asyl, weil sie Ihnen nicht glaubt. Weil Sie die ungefähre Anzahl der Vergewaltigungen nicht angeben können. Sie glaubt Ihnen nicht, dass Sie über einen Zeitraum von mehr als 15 Jahren nicht mehr mitzählen konnten. ADir. Doris Klicovics meint nämlich: Eine Vergewaltigung ist doch ein "einschneidendes Erlebnis für eine Frau, an die ungefähre Anzahl müssten Sie sich doch erinnern können." ADir. Doris Klikovics glaubt Ihnen auch nicht, dass Sie Angst um Ihre Töchter haben. Sie glaubt nämlich, dass andere Menschen Ihnen den Tipp gegeben haben, Sie sollen von der Angst vor Genitalverstümmelung erzählen, weil Sie damit ihrem "Asylvorbringen mehr Nachdruck" verleihen können. Dieser Umgang mit frauenspezifischen Verfolgungshandlungen durch die österreichischen Asylbehörden - hier in Person von ADir. Doris Klikovics - ist skandalös und inakzeptabel. Neben der schon vorherrschenden menschenrechtswidrigen Gesetzgebung werden willkürliche Maßstäbe bezüglich der Unterscheidbarkeit zwischen Wahrheit und Lüge gesetzt und frauenspezifische Fluchtgründe mit Füßen getreten. Rückfragehinweis: Deserteurs- und Flüchtlingsberatung Schottengasse 3a/1/59 A-1010 Wien Tel.: +43/1/533 72 71 Fax.: +43/1/532 74 16 E-Mail: info at deserteursberatung.at http://www.deserteursberatung.at ZVR: 238394183 Kontaktpersonen in der Deserteurs- und Flüchtlingsberatung: Nina Jakober Verena Roschger Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde: Wir haben diese Nachricht an einen relativ weiten Empfängerkreis verschickt. Belästigen wollen wir niemand. Falls Sie/ihr aus dem Verteiler gestrichen werden möchtet, bitten wir um eine kurze Rückmeldung. *************************************************************** LANGTEXT Dass die derzeitige Asylrechtssprechung kein menschenwürdiges und rechtsstaatliches Verfahren gewährleistet, ist uns schon länger bekannt. Aber: Mit welchen Begründungen die Asylbehörden über das Schicksal zweier weiblicher Flüchtlinge entschieden und wie skandalös mit frauenspezifischen Verfolgungshandlungen umgegangen wird, muss auch der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden: Beide Frauen stammen aus einem Land, in dem seit mehr als 15 Jahren Bürgerkrieg herrscht. Es gibt keine anerkannte Zentralregierung, keine Polizei, keine Behörden, wir wir sie kennen. Beide Frauen sind Angehörige einer Minderheit und werden im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention verfolgt. Eine der beiden Frauen wird über einen Zeitraum von mehr als 15 Jahren immer wieder von bewaffneten Milizen vergewaltigt, sie wird auch für einige Monate verschleppt. Ihre Schwestern werden erschossen, weil sie sich gegen eine Vergewaltigung wehren. Sie schafft es, über die Mauer des Lagers der Milizen zu springen, verbrennt sich dabei ihr Bein an brennendem Müll - und dann gelingt ihr die Flucht nach Österreich, alleine, ohne ihre Kinder. Die Referentin am Bundesasylamt Eisenstadt, ADir. Doris Klikovics, gewährt ihr aber kein Asyl, weil sie ihr nicht glaubt. Weil unsere Klientin die ungefähre Anzahl der Vergewaltigungen nicht angeben kann. Sie glaubt ihr nicht, dass sie über einen Zeitraum von mehr als 15 Jahren nicht mehr mitzählen konnte. ADir. Doris Klicovics meint nämlich: Eine Vergewaltigung ist doch ein "einschneidendes Erlebnis für eine Frau", an die ungefähre Anzahl müsste sie sich doch erinnern können. Und ADir. Doris Klikovics glaubt auch nicht, dass die Brandwunde bei ihrer Flucht aus dem Lager der Milizen entstanden ist. Weil sie zuerst ein anderes Jahr des Entstehens der Wunde angegeben hat. Dass sie erklärt, durcheinander gewesen zu sein, zählt nicht. Ihr wird vorgehalten, dass sie ja alle anderen Zeitangaben immer gleich angegeben hätte, weshalb dieser Fehler verdächtig sei. Weil alle anderen Zeitangaben immer gleich blieben. ADir. Doris Klikovics glaubt, sie hat sich einfach so bei einer Müllve rbrennung verbrannt. Die andere Frau ist Angehörige einer anderen Minderheit. Sie hat Angst vor Vergewaltigungen, ein bewaffneter Mann kommt mit zwei Frauen. Sie wollen ihre kleinen Töchter genitalverstümmeln. Ihr Schwiegervater wird erschossen. Ihr Mann wird von Milizen verschleppt und kann freigekauft werden. Ihm gelingt die Flucht nach Österreich, er bekommt einen befristeten Aufenthaltstitel und darf seine Familie schließlich nachholen. Und weil die Frau eigene Fluchtgründe hat, erzählt sie davon. Ihre Referentin am Bundesasylamt Eisenstadt ist ADir. Doris Klikovics. ADir. Doris Klikovics gewährt ihr kein Asyl, weil sie ihr nicht glaubt. Weil sie die Angst vor der Genitalverstümmelung ihrer Töchter bei der ersten Befragung durch die Polizei nicht angegeben hat. Sie glaubt, dass andere Menschen, vielleicht Flüchtlinge, ihr den Tipp gegeben haben, sie soll von der Angst um ihre Töchter erzählen, weil sie damit ihrem "Asylvorbringen mehr Nachdruck" verleihen kann. Und weil sie nur vermuten kann, zu welchem Stamm die Personen gehören, die die Töchter genitalverstümmeln wollten, glaubt ihr ADir. Doris Klikovics auch nicht. Auch weil sie nicht weiß, wie der Mann, der ihren Ehemann freikaufte, mit Nachnamen heißt und wieviel er bezahlt, glaubt sie ihr nicht. ADir. Doris Klikovics glaubt also einer Frau nicht, weil sie unzählbare Vergewaltigungen nicht auf eine Zahl bringen kann. Obwohl ADir. Doris Klikovics selbst feststellt, dass Gewalt gegen Frauen in diesem Land weit verbreitet ist. Sie glaubt einer weiteren Frau die Angst vor der Genitalverstümmelung ihrer Töchter nicht. Obwohl ADir. Klikovics selbst feststellt, dass in diesem Land mehr als 95% der Frauen genitalverstümmelt sind. Und noch dazu: Auch wenn die beiden Frauen die Wahrheit sagen würden, wäre das kein Asylgrund. Weil sie nicht von staatlicher Seite verfolgt wurden. Dass es keinen Staat gibt, der sie schützen könnte, stellt Frau ADir. Klikovics aber selbst fest. Und das ist ein Asylgrund. Die Verfolgungshandlungen gegenüber diesen beiden Frauen haben stattgefunden, wie sie es den Asylbehörden erzählten. Berichte internationaler Menschenrechtsorganisationen und auch die Rechtssprechung in vergleichbaren Asylverfahren untermauern dies. Entschieden hat aber hier eine Referentin, die einfach nichts glaubt, was sie nicht glauben will - besonders keine frauenspezifischen Fluchtgründe. Frauen werden in sämtlichen Staaten der Welt diskriminiert, auch in Österreich. Frauen sind über allgemeine Menschenrechtsverletzungen hinaus auch von geschlechsspezifischer Verfolgung bedroht. Vergewaltigung und Genitalverstümmelung sind Folterinstrumente gegenüber Frauen und haben Asylrelevanz. Die Fluchtgründe dieser beiden Frauen werden durch die österreichischen Behörden mit Füßen getreten. Dieser Umgang mit frauenspezifischen Verfolgungshandlungen ist skandalös und inakzeptabel. Innerhalb der menschenrechtswidrigen Gesetzgebung und politischen Rahmenbedingungen fordern wir, dass Flüchtlingen zumindest ihre minimalen noch verbliebenen Rechte auch zugestanden werden. Auch - oder besonders für Frauen. Rückfragehinweis und verantwortlich iS § 24 MedienG: Deserteurs- und Flüchtlingsberatung Schottengasse 3a/1/59 A-1010 Wien Tel.: +43/1/533 72 71 Fax.: +43/1/532 74 16 E-Mail: info at deserteursberatung.at http://www.deserteursberatung.at ZVR: 238394183 Kontaktpersonen in der Deserteurs- und Flüchtlingsberatung: Nina Jakober Verena Roschger -- OOOOOOOOOOO +++++++++++ PLATTFORM FRAUENLESBEN GEGEN ZWANGSARBEIT und strukturelle Gewalt gegen Frauen mailto: flgz at gmx.net ================================================ 04 - Pressemitteilung: Verurteilung zu Peitschenhieben nach Vergewaltigung dieinitiative at gmx.at ================================================ Verurteilung zu Peitschenhieben nach Vergewaltigung Pressemitteilung der Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen Die Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen distanziert sich scharf bezüglich des medial kolportierten Falles der Verurteilung eines 19 jährigen Vergewaltigungsopfers zu 90 Peitschenhieben und hat sich inzwischen direkt an saudische Stellen gewandt. In einem Schreiben an die saudische Botschaft in Österreich und an den saudischen König Abdullah am 08.03.2007 haben wir dargestellt, dass uns für ein solches Fehlurteil jedes Verständnis fehlt. Die Richter in Katif wurden ersucht ihr Urteil zu überdenken und im Sinne unserer Religion zu revidieren. Für eine detaillierte Aussprache in rechtlicher, wissenschaftlicher und theologischer Sicht stünden wir gerne zur Verfügung. Hier Ausschnitte aus dem Brief: "Wir können es als Muslime nicht nachvollziehen, dass die Richter der Stadt Katif ein 19-jähriges Vergewaltigungsopfer zu 90 Peitschenhieben verurteilten ... Diese Frau braucht nach der schrecklichen Vergewaltigungserfahrung dringend therapeutischen Beistand von einem kompetenten Expertenteam, zu welchem unbedingt einfühlsame Frauen gehören müssten. Mit einem solchen Fehlurteil wird zusätzlich zur psychischen und physischen Quälerei der Frau ihr und der Gesellschaft der Eindruck vermittelt, selbst an der Vergewaltigung schuld zu sein. Dagegen ist Vergewaltigung ein Verbrechen seitens des Täters und nie des Opfers (...). (Š) wir bitten Sie auch zu bedenken, wie das Image unserer Religion unter Meldungen leidet, wenn Frauen in ihren elementaren Rechten und in ihrer Würde scheinbar religiös legitimiert verletzt werden." Wie hoffen, dass Stimmen aus Österreich zur Aufhebung des Urteils führen und überhaupt ein Umdenken bewirken. Für die Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen Tarafa Baghajati, Wien 08.03.2007 ************************************ Dipl.- Ing. Tarafa Baghajati Mitgründer der Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen, www.islaminitiative.at Vizepräsident von ENAR - European Network against Racism www.enar-eu.org ************************************* ================================================ 05 - ILISU - on Kurdish Media wadi.wien at gmx.at ================================================ http://www.kurdmedia.com/articles.asp?id=14203 www.kurdishmedia.com News and information about Kurds and Kurdistan since 4th August 1998 Countdown for or against start of Ilisu-dam-project Sunday, March 11, 2007 KurdishMedia.com - By Sissy Danninger These days an Austrian-lead consortium of enterprises in Austria, Germany and Switzerland are anxiously waiting for the "go-ahead" by their governments to embark on the Ilisu-dam-project in South-eastern Turkey/North Kurdistan. It is just the export-guarantees, which are still missing. On the 8th of March the advisory committee of the ministry of finance in Austria basically recommended the project in spite of massive protests ranging from locals in this mainly Kurdish region to leading international NGOs and political representatives especially of the Greens in Austria and Germany. Before he will give his decision Austrian finance-minister Wilhelm Molterer is said to be still waiting for the outcomes in Germany and in Switzerland. Just one day after the committee's meeting in Austria, on March 9th, its German counterpart showed considerably higher awareness of the negative - some say disastrous - consequences: The effects on the priceless cultural treasures mainly in the ancient town of Hasankeyf to be submerged in the giant reservoir, on the natural environment and on the region's inhabitants, who will have to be resettled in their thousands. There was no recommendation for the Hermes-export-guarantee in Germany. Critics are also pointing to the fact that the giant dam and reservoir on the Tigris river may one day be (mis-)used as a political and economic threat to neighbouring countries downstream - Iraq and Syria, whose water-supply might be "regulated" by Turkey. The German non-governmental group WEED (World Economy, Ecology and Development), with whom Dr. Latif Rashid, the Iraqi Water Minister, has been in touch, has commissioned an updated legal opinion from three leading experts on international law (see, in English: http://www.eca-watch.at/downloads/Voelkerrechtl_Gutachten_Ilisu_2_March_2007.pdf) This opinion reaffirms that, should the ECAs (Export Credit Agencies) fund the project without Turkey having first notified, consulted and negotiated with Iraq, they would be facilitating a breach of international law. As such, the decision would be unlawful. WEED and Eca-Watch Austria as well as NGOs in Switzerland sent the legal opinions of the lawyers to the ECAs on 2th of march 2007, which was prior to a decision being made on financing - and stressed their intention to hold the ECAs accountable through the German, Swiss and Austrian courts. The final stage of decision-making in Switzerland is expected for March 16th. According to a Turkish ultimatum the whole process will have to be finished by the end of this month. Otherwise a new tender will be issued. Anyway, the stock-index of Vienna immediately and maybe prematurely rose significantly in the wake of the Austrian committee's positive conclusion. Republication and redistribution of KurdishMedia.com content is expressly prohibited without the prior written consent of KurdishMedia.com. KurdishMedia.com Copyright © KurdishMedia.com - 1998-2006 email: info at kurdishmedia.com - www.kurdishmedia.com -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit WADI-Austria e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Neues Spendenkonto in Österreich: Knt. Nr.: 6.955.355 BLZ: 32.000 Raiffeisen Landesbank NÖ IBAN AT4432 0000 0006 955355 BIC (SWIFT) RLNWATWW Im Februar 2007 erschien die dritte Print-Ausgabe von: WADI-News, Schwerpunkt: Weibliche Genitalverstümmelung Wird kostenlos per Post zugeschickt, schicken Sie uns Ihre Adresse! Online zu lesen unter: http://www.wadinet.at/Media/wadinews.php ================================================ 06 - Armutsschwelle ibd.koehler at utanet.at ================================================ Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, in der Pressestunde (ORF 2; 11.3.07) sagten Sie, durch die Anhebung auf 726,- Euro kämen die Mindestpensionen nunmehr ÜBER der Armutsschwelle zu liegen. Das stimmt nicht; und zwar aus folgenden Gründen: 1) Nach Abzug des Krankenversicherungsbeitrages beträgt die Mindestpension etwa 690,- Euro netto. 2) Der Betrag von 726,- Euro brutto entspricht nicht der Armutsschwelle von 2007. Die Armutsschwelle für 2004 wurde mit NETTO 10.182,- Euro errechnet (Statistik Austria). Das ergibt einen Monatsbetrag von NETTO 727,29 Euro (14 mal); für 2004!! Daraus resultieren folgende Fragen: Wie hoch ist die Armutsschwelle für 2006? Wie hoch schätzen Sie die Armutsschwelle für 2007? Werden die Mindestpensionen entsprechend angepasst? Wird bei Einführung der Mindestsicherung der Betrag an die dann geltende Armutsschwelle angepasst? In welcher Form werden Sie die Öffentlichkeit über die richtigen Zahlen informieren? Mit freundlichen Grüssen Dietmar KÖHLER Initiativgruppe ARBEITSLOSIGKEIT <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 07- gipfelsoli newsletter heiligendamm gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - Fläche in Lambrechtshagen soll für die Demonstranten zur Verfügung gestellt werden - Drei Campplätze für G8-Gegner gebilligt - Berlin: EU-Gipfel 25.März | Protest wächst - Polizei fürchtet dennoch wieder Krawalle in Kreuzberg bei linken Aktionen - Rostocker Schulgebäude wird Hauptquartier der Gipfelgegner - Bau des Pressezentrums hat begonnen - Hitler bald nicht mehr Ehrenbürger Bad Doberans - Gipfelgegner verübten Brandanschlag in Berlin - Schall-Kanone gegen Gipfel-Gegner! ----------------------------------------------------------------------------- Fläche in Lambrechtshagen soll für die Demonstranten zur Verfügung gestellt werden Drittes Camp für G8-Gipfelkritiker in Aussicht Für Teilnehmer der Protestaktionen rund um den G8-Gipfel in Heiligendamm ist ein drittes Camp im Gespräch. Nach Unterkunftsmöglichkeiten in Bützow und in Reddelich soll jetzt auch eine etwa zehn Hektar große Fläche in Lambrechtshagen für die Demonstranten zur Verfügung gestellt werden. Rostock (ddp-nrd). Für Teilnehmer der Protestaktionen rund um den G8-Gipfel in Heiligendamm ist ein drittes Camp im Gespräch. Nach Unterkunftsmöglichkeiten in Bützow und in Reddelich soll jetzt auch eine etwa zehn Hektar große Fläche in Lambrechtshagen für die Demonstranten zur Verfügung gestellt werden. Das private Areal sei von der Polizei, dem Landkreis Bad Doberan und dem zuständigen Amt Warnow West als Camp-Platz gebilligt worden, teilte die Polizei am Freitag mit. Eine Entscheidung ist den Angaben zufolge aber noch nicht gefallen. Die G8 Camp AG der Gipfelkritiker hatte dem Polizeistab eine Liste mit 35 möglichen Standorten zur Einrichtung von Camps in einem größeren Raum um Heiligendamm vorgelegt. Acht dieser Areale sind nach Polizeiangaben "aus sicherheitsrelevanten Gründen unproblematisch". Entschieden ist aber erst über die Einrichtung von zwei Camps. [http://www.live-pr.com/drittes-camp-f-r-g8-gipfelkritiker-in-r6681.htm] ----------------------------------------------------------------------------- Drei Campplätze für G8-Gegner gebilligt Nach Unterkunftsmöglichkeiten in Bützkow und Reddelich soll den Gegnern des G8-Gipfels noch eine weitere Camp-Möglichkeit auf einer Fläche in Lambrechtshagen zur Verfügung gestellt werden. Die Polizei, der Landkreis Bad Doberan und das zuständige Amt Warnow-West haben das private Areal als Camp-Platz gebilligt, teilte die Polizei am Freitag mit. Eine endgültige Entscheidung über den Standort ist den Angaben zufolge aber noch nicht gefallen. Das Camp in Reddelich soll etwa 3.000 Menschen Platz bieten, das in Bützkow soll 15.000 beherbergen können. Gipfelkritiker hatten dem Polizeistab eine Liste mit 35 möglichen Standorten zur Einrichtung von Camps vorgelegt. Der Chef der G8-Polizeitruppe Kavala, Knut Abramowski, hatte die Region um Lambrechtshagen zunächst noch als problematisch für die Ausweisung eines Camps erachtet. Zum G8-Gipfel vom 6. bis zum 8. Juni in Heiligendamm werden rund 100.000 Gipfelkritiker erwartet. Details sind noch zu klären Die Organisation Camp 07 bezeichnete es als "Schritt in die richtige Richtung", dass die Polizei die ersten Standorte für Camps befürwortet hat. Es müssten aber noch weitere Details geklärt werden, betonte Dieter Rahmann von Camp 07 am Freitag. So könne es sein, dass wegen ungeklärter Eigentumsverhältnisse auf der sechs Hektar großen Fläche in Reddelich das geplante Lager am Ende wie ein Flickenteppich aussehe. Auch in Rostock gibt es noch Probleme mit der Unterbringung von Demonstranten. Zu einer Großkundgebung werden dort am 2. Juni ebenfalls rund 100.000 Protestler erwartet. Als Veranstaltungsort kann eine nicht mehr benötigte Regionalschule im Rostocker Stadtteil Evershagen als Veranstaltungsort der Gipfelgegner dienen, erläuterte Stadtsprecher Ulrich Kunze am Freitag. Das Gebäude habe knapp 50 Räume, die Vermietung sei an keine Bedingung geknüpft und kostenlos. Die Mietdauer sei bis Mitte Juni festgelegt worden. Weitere Schulen für Besucher in der Stadt zu öffnen, hat Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) bislang abgelehnt. Einsatzkräfte ziehen in Fachhochschule ein Auch die Stadt Güstrow bereitet sich auf den Gipfel vor. Dort werden während der Veranstaltung zahlreiche Polizisten und Einsatzkräfte stationiert sein. Nach Informationen von NDR 1 Radio MV sollen weit mehr als 1.000 Beamte aus dem ganzen Bundesgebiet in der Fachhochschule der öffentlichen Verwaltung und Rechtspflege einquartiert werden. Von den Studenten, die bislang in den betreffenden Gebäuden untergebracht sind, müssen einige ihre Zimmer räumen und zusammenziehen. Die ersten Hundertschaften sollen schon im April einziehen. Für das Land Mecklenburg-Vorpommern ist diese Unterbringungsmöglichkeit sehr kostengünstig, weil die betreffenden Gebäude dem Land gehören. Stand: 09.03.2007 18:01 [http://www1.ndr.de/ndr_pages_std/0,2570,OID3771448,00.html] ----------------------------------------------------------------------------- Berlin: EU-Gipfel 25.März | Protest wächst Am 24. und 25.März findet in Berlin ein informeller EU-Gipfel statt um das 50 Jährige bestehen der "Römischen Verträge" und der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) zu feiern. Neben dem offizellen Gipfel findet ein von der EU organisiertes Volksfest am Brandenburger Tor statt, auf dem sich das neoliberale und rassistische Projekt Europa als weltoffene und tolerante Angelegenheit präsentiert. Dort wird unter anderem die deutschnationale Pop-Band "Mia" spielen und andere "populäre" Musiker. Gegen das Abfeiern eines kapitalistischen, rassistischen und militaristischen Europas hat sich ein Protestbündniss gegründet ( http://de.indymedia.org/2007/02/168991.shtml), das zu vielfältigen Aktionen gegen die EU-Feiern aufruft, unter anderem zu einer Grossdemonstration am Sonntag den 25.März um 14 Uhr am Berliner Alexanderplatz. Antikapitalistische und Antirassistische Gruppen rufen zu einem eigenem Block auf der Demo unter dem Motto "Fight Fortress Europe! Es gibt keinen Grund zu feiern! Mehr als 500 Jahre Sklaverei, Kolonialismus und Ausbeutung sind genug !" auf, um auf die Verbindung von kolonialer Vergangenheit und rassistischem kaptialistischen Status Quo aufmerksam zu machen. Neben der Demo wird es auch einen Vielzahl von Veranstaltung geben zum Beispiel am 23.März im Schöneberger "Cafe Rojo" ( http://www.caferojo.de.vu/) und auch ein grosser eher reformistisch orientierter Kongress aus dem ATTAC-Spektrum von 23-25.März ( http://www.berlin2007.org/german/index.html) Während Medien und Polizei im Vorfeld der Aktionen Angst vor gewaltätigen Ausschreitungen schüren ( http://de.indymedia.org/2007/02/169261.shtml) wächst das Protestbündniss in den letzten Tagen weiter an. Neben der Linkspartei-Jugendorganisation [`solid], Labournet, der Vereinten Linken Lausitz, Anti-Atom-Initativen, der WASG-Berlin und der Anti-G8-AG des Berliner Sozialforums rufen jetzt auch linksradikale und antirassistische Gruppen auf und mobilisieren zu einem eigenständigen antikapitalistischen und antikolonialen Block. Unter dem Motto "Fight Fortress Europe - Es gibt keinen Grund zu feiern - Über 500 Jahre Sklaverei, Kolonialismus und Ausbeutung sind genug!" wollen Flüchtlingsinitativen und linksradikale Gruppen zusammen die Verbindung zwischen rassistischer Flüchtlingspolitik, Kolonialismus und Kapitalismus thematisieren und zum Widerstand gegen die "Festung Europa" aufrufen. Die Mobilisierung gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm wird ein weiteres Thema sein. Zur Dokumentation hier der Kurz-Aufruf des antikaptialistischen und antikolonialen Block: Am 24. und 25. März findet in Berlin ein EU-Gipfel anlässlich des 50jährigen Bestehens der "Römischen Verträge" statt. Die EU steht für kapitalistische Ausbeutung, Abbau erkämpfter Rechte, Abschottung, Repression und militärische Aufrüstung. Präsentiert und gefeiert wird dieses Projekt perfider Weise als "Errungenschaft des Humanismus, der Aufklärung und der Zivilisation". Dabei wird verschwiegen, dass es auf einer mehr als 500jährigen kolonialen Tradition von Enteignung, Ausplünderung, Versklavung und Unterdrückung basiert. So trafen sich auch 1884 die Vertreter der europäischen Großmächte in Berlin, um im Rahmen der so genannten "Afrika-Konferenz" den Kontinent unter sich aufzuteilen. Bis heute profitiert Europa von seiner kolonialen Vergangenheit und plündert weiter, während den Betroffenen der Zugang zur "Festung Europa" mit Gewalt verwehrt wird. Wir setzen dem die Vision einer Welt entgegen, in der die Bedürfnisse der Menschen im Mittelpunkt stehen und nicht die Logik von Wert und Profit. +++Alles für Alle!+++Freedom of Movement is Everbodys Right!+++smash capitalism!+++ Aufrufe, Materialen und Infos gibts auf der offizellen Seite des Berliner Bündnisses gegen den EU-Gipfel: www.anti-eu.info [http://de.indymedia.org/2007/03/170375.shtml] ----------------------------------------------------------------------------- "Taktische Gründe": Neonazis verzichten auf Demo am 1. Mai Polizei fürchtet dennoch wieder Krawalle in Kreuzberg bei linken Aktionen Autonome melden zusätzliche Aufzüge an. Morgen Proteste in Mitte Die Karten für den 1. Mai werden neu gemischt: Berlins Neonazis haben nach Informationen des Tagesspiegels ihre Demonstration in der Stadt abgesagt. Ohne Begründung wurde der geplante Marsch vom Alexanderplatz zum Bahnhof Lichtenberg jetzt bei der Versammlungsbehörde der Polizei storniert. Die befürchteten Auseinandersetzungen am Rande des Aufzuges bleiben damit aus, in der Polizei wächst aber dennoch die Sorge vor Krawallen am 1. Mai. Die Behörden erwarten, dass die linke Szene zum 20. Jahrestag der häufig gewalttätigen Kreuzberger Mai-Demonstrationen besonders mobilisieren wird. Wie berichtet, hatte die rechte Szenegröße Sebastian Schmidtke den jetzt abgesagten Marsch von NPD und Kameradschaften angemeldet. Linke Gruppen hatten gegen den Zug mobilisiert. Zuletzt gab es 2004 eine NPD-Demo in Berlin, damals brannten Autos, flogen Steine. Berlins NPD-Landesvorsitzender Eckart Bräuniger sagte, der Demo-Verzicht sei "taktisch begründet". Er kündigte jedoch an, "Berlin mit einer Aktion zu überraschen", was geplant sei, sagte er nicht. Die gewaltbereite Linke mobilisiert unterdessen offen. Wie berichtet, will die Szene in diesem Jahr das 20. Jubiläum der Kreuzberger Krawalle "feiern", 1987 hatte es erstmals gekracht. Zudem steht der Weltwirtschafts-Gipfel in Heiligendamm bevor, gegen den schon agitiert wird. Überraschend wurde jetzt eine zweite Mai-Demo angemeldet. Diese soll am Vorabend des 1. Mai von Kreuzberg 36 zum Boxhagener Platz in Friedrichshain ziehen. Ob sie genehmigt wird, ist unklar. Auf dem Boxhagener Platz soll in der Nacht zum 1. Mai wieder ein Walpurgisfest der Autonomen stattfinden. Dort gab es bisher regelmäßig Krawalle. Fest steht hingegen, dass der zweite Autonomenaufmarsch, der für den Abend des 1. Mai angemeldet wurde, nicht über die gewünschte Route ziehen wird. Denn diese Demo "Gegen Sozialabbau und G8-Politik" führt durch das vom Bezirk veranstaltete "Myfest" an der Oranienstraße. Auch in den Vorjahren hatte die Polizei diese "18-Uhr"-Demo verboten. Der Umzug wurde als Provokation gegen das in der Gewaltszene verhasste Straßenfest gewertet. Es war 2003 erfunden worden, um die Krawalle einzudämmen - was immer besser funktionierte. Bezirksbürgermeister Franz Schulz sagte, in diesem Jahr sei das Fest noch größer. Innensenator Ehrhart Körting sieht dem 1. Mai "mit etwas Optimismus" entgegen. Zumindest sind neben den beiden krawallverdächtigen Demos auch zwei friedliche angemeldet. Unklar bleibt, was die linke Szene morgen veranstalten will. Mobilisiert wird für den Abend zum Hackeschen Markt, um gegen die Räumung des Kopenhagener Jugendzentrums Ungdomhuset zu protestieren. Unterdessen haben Linksautonome in der Nacht zu Donnerstag einen Brandanschlag auf Firmenräume der Dussmann-Gruppe in der Pankower Galenusstraße verübt. Es entstand geringer Sachschaden, Menschen wurden nicht verletzt. Bei dpa ging ein Bekennerschreiben "autonomer Gruppen" ein, das den Anschlag mit den von Dussmann gezahlten "Hungerlöhnen" begründet. [http://www.tagesspiegel.de/berlin/archiv/09.03.2007/3129385.asp] ----------------------------------------------------------------------------- Rostocker Schulgebäude wird Hauptquartier der Gipfelgegner Rostock (OZ/M. S.) Teilerfolg für die Gipfelgegner: Die Ehm Welk-Schule in Rostock-Evershagen steht ihnen als Bürohaus zur Verfügung. Gestern wurde der Vertrag zwischen dem Globalisierungsnetzwerk Attac und der Stadt unterschrieben, sagte Adolf Riekenberg von Attac Deutschland. "In dem Gebäude können wir kulturelle Veranstaltungen, Demonstrationen und den Alternativgipfel planen", so Riekenberg. Auch Monty Schädel vom Rostocker Bündnis begrüßte das Zustandekommen des Vertrages. Derzeit wird das Gebäude von der Feuerwehr mit stündlichen Streifenfahrten bewacht und gesichert. Unzufriedenheit besteht aufseiten der Gipfelgegner allerdings nach wie vor darüber, dass immer noch keine geeignete Campfläche für die anreisenden G8-Kritiker gefunden ist. Von 35 vorgeschlagenen Standorten seien nur fünf oder sechs von der Polizei als unproblematisch eingestuft worden, so Monty Schädel. Bisher zugewiesene Flächen in Rostock-Toitenwinkel und Dierkow seien zu klein. Hoffnung besteht nun offenbar auf ein 16 Hektar großes Gebiet im Gewerbegebiet von Reddelich bei Bad Doberan. "Das wird noch geprüft", so Axel Falkenberg, Sprecher der Polizeieinsatzgruppe für den G8-Gipfel. Aufgrund des Hickhacks um einen Campplatz sinke bei vielen Gegnern die Bereitschaft, sich überhaupt noch einen Platz zuweisen zu lassen, sorgt sich Schädel. Benötigt werde Platz für 15 000 bis 20 000 Menschen, so Riekenberg. [http://www.ostsee-zeitung.de/archiv.phtml?Param=DB-Artikel&ID=2625680] ----------------------------------------------------------------------------- Bau des Pressezentrums hat begonnen Offizielle Informationen über den Bau des G8-Pressezentrums gibt es nicht. Vorgesehen ist ein zweigeschossiges Gebäude in U-Form, erfuhr OZ. Kühlungsborn Seit ein paar Tagen ist auf der großen Freifläche zwischen Morada Resort und der nördlichen Rudolf-Breitscheid-Straße rege Bautätigkeit zu beobachten. Das Areal des einstigen großen Parkplatzes wird hergerichtet: Moddriger Mutterboden wird abgefahren, Schotter herbeitransportiert, breit geschoben und planiert. Auf der Fläche, die dem Morada Resort gehört, laufen die vorbereitenden Arbeiten für den Bau des internationalen Pressezentrums für den G8-Gipfel, der vom 6. bis 8. Juni im benachbarten Heiligendamm stattfinden wird. In Kühlungsborn wird die Weltpresse ihr Quartier aufschlagen. Auftraggeber für den Bau des Pressezentrums ist das Bundespresseamt. Eine Anfrage von OZ im Berliner Bundesamt, wie denn das extra für den Gipfel zu bauende Gebäude aussehen wird, was es kostet, wie groß es ist u. s.w. brachte kein Ergebnis. "Darüber wird Regierungssprecher Ulrich Wilhelm während einer Presse-Konferenz Mitte April persönlich informieren. Vorab geben wir keine Informationen", hieß es gestern aus dem Bundespresseamt. Schade eigentlich. Aber Mosaiksteinchen, zusammengetragen aus anderen Quellen, ergeben auch ein Bild: Es entsteht auf einer Grundfläche von 80 x 50 Metern ein zweigeschossiges Gebäude, dessen Bauweise von Stahl, Aluminium und Glas geprägt sein wird. Das Pressezentrum wird die Form eines U mit einem schön gestalteten Innenhof haben. Das U öffnet sich zur Strandpromenade und zur Ostsee hin. Fachleute sprechen von einem "innovativen Flächentragbauwerk". Hinter dem Pressezentrum wird an den Molli-Schienen mit einem Aufwand von rund 60 000 Euro für die G8-Tage extra eine zeitweilige Molli-Haltestelle gebaut. Denn das alte Dampfross wird in der G8-Zeit als Shuttle für Journalisten zwischen Pressezentrum und Heiligendamm im Einsatz sein. Die verbleibende Außenanlage rund um das Pressezentrum soll ansprechend gestaltet werden, von Rollrasen ist die Rede. Nach dem Gipfel wird das "temporäre Bauwerk", so die Sprache der Gipfel-Technokraten, zurückgebaut. Unmittelbar danach beginnt das Morada Resort dort mit dem Bau eines weiteren Hotel-Komplexes mit 200 Betten und einer Schwimmhalle. [http://www.ostsee-zeitung.de/archiv.phtml?Param=DB-Artikel&ID=2625579] ----------------------------------------------------------------------------- Hitler bald nicht mehr Ehrenbürger Bad Doberans Gipfelsoli Infogruppe: Rechter Globalisierungskritik Absage erteilen Pressemitteilung Gipfelsoli Infogruppe 9. März 2007 Formal ist Adolf Hitler immer noch Ehrenbürger der Stadt Bad Doberan. Hitler wurde bereits 1932 von den Stadtoberen in diesen Status erhoben. Noch vor der Machtübernahme der NSDAP war Bad Doberan die erste Gemeinde Deutschlands, die ihm diesen Status verlieh. Bad Doberan ist die Stadt zu deren Verwaltungsbezirk Heiligendamm gehört, der Austragungsort des diesjährigen G8-Gipfels. Verbunden werden die beiden Orte durch die Lindenallee, welche Hitler als "die schönste Deutschlands" lobte. Die in die Lindenallee mündende Dammchaussee wurde fortan zur "Adolf-Hitler-Straße". Die Nazi-Ehrenbürgerschaft hat bereits international Aufsehen erregt. Auf Veranstaltungen der Infotour-AG des dissent!-Spektrums von Island bis Israel, von Russland bis Portugal hatten die anwesenden G8-Kritiker nur Kopfschütteln übrig. Zur Zeit ist die "Infotour" in 40 Städten der USA sowie in der Türkei, Schweiz, Spanien, Griechenland und Mexico unterwegs. Erst auf Initiative der Linkspartei Bad Doberans wird dieser Beschluß nun aufgehoben. Gipfelgegnern geht dieser Schritt aber nicht weit genug. "Die Stadt Bad Doberan sollte der internationalen Protestbewegung erklären, dass sie linkem und emanzipatorischen Protest gegen den Kapitalismus positiv gegenüber steht, rechter Globalisierungskritik aber eine harsche Absage erteilt" schlägt Geert Achterhuis vom niederländischen dissent!-Netzwerk vor. Die NPD in Mecklenburg-Vorpommern nutzt den G8 für völkische, nationale und menschenverachtende Propaganda. Gekleidet wird das in antikapitalistische Rhetorik, die mehr Privilegien für Deutsche fordert - auf Kosten von Flüchtlingen und anderen unterprivilegierten Gruppen. Die NPD hat für den 2. Juni - parallel zur linken Großdemonstration in Rostock - eine Demonstration gegen den G8 angemeldet. Eine breite Mobilisierung dagegen ist im linken Spektrum bereits angelaufen. Zuletzt hatte die NPD am 25. Februar in Bad Doberan eine "Bürgerversammlung" von "Kavala" besucht, dem Sonderstab der Polizei zur Vorbereitung auf den Gipfelprotest. "Kavala" tourt seit 2 Monaten rund um Heiligendamm um über verstopfte Straßen und Badeverbote zu informieren. "Dabei wird keine Gelegenheit ausgelassen, linken Kapitalismus-Protest oder Blockaden als "gewaltbereit" zu denunzieren und vor "Vandalismus" zu warnen", erklärt Adam Jones von der Gipfelsoli Infogruppe. Der NPD-Fraktionsvorsitzende Pastörs und 25 weitere Nazis verteilten Flugblätter und blieben bis zum Schluß. "Die Publicity-Truppe Knut Abramowskis hat das nicht weiter gestört. Die Bürgerversammlung Bad Doberans offensichtlich auch nicht", wundert sich Jones. [Gipfelsoli Infogruppe] Quellen: * Die Tageszeitung Junge Welt zur NPD in Bad Doberan: http://www.jungewelt.de/2007/03-07/007.php * Zur Kritik rechter Globalisierungskritik z.B.: http://projekte.free.de/lotta/inhalt/nr26.htm * Tourdaten der Infotour: http://wiki.dissentnetwork.org/wiki/Infotour * "Kavala" lobt "Bürgerversammlungen": http://www.polizei.mvnet.de/index.php?option=content&task=view&id=3498&Itemid=265 * Hitler wird Ehrenbürger Doberans: http://www.sjd-falken.de/h/hi30dbr.htm ----------------------------------------------------------------------------- Gipfelgegner verübten Brandanschlag in Berlin Berlin (dpa/OZ) Linksextremistische Globalisierungsgegner haben einen Brandanschlag auf ein Gebäude der Unternehmensgruppe Dussmann in Berlin-Pankow verübt. Sie legten an der Fassade des Gebäudes in der Galenusstraße Feuer. Die Flammen erloschen aber von selbst und verursachten nur geringen Sachschaden, hieß es gestern. In einem bei der OSTSEE-ZEITUNG eingegangenen Bekennerschreiben wird der Unternehmensgruppe unter anderem Lohndumping und schlechte Arbeitsbedingungen vorgeworfen. "Wir sehen unsere Aktion als Teil der Mobilisierung gegen den G8 im Juni in Heiligendamm. Wir werden dem mörderischen Treiben dieser Damen und Herren nicht mehr tatenlos zusehen. Der Tanz dagegen hat gerade erst begonnen", heißt es in dem Schreiben, das mit Autonome Gruppen unterzeichnet ist. Nach Angaben des Berliner Verfassungsschutzes bereiten sich linksextremistische Gruppen seit 2005 auf Störungen des Gipfels vor, unter ihnen auch gewaltbereite Berliner. In Berlin, Brandenburg und Norddeutschland wurden mehrere Anschläge verübt. [http://www.ostsee-zeitung.de/archiv.phtml?Param=DB-Artikel&ID=2625538] ----------------------------------------------------------------------------- Schall-Kanone gegen Gipfel-Gegner! Polizei schützt G8-Tagung in Heiligendamm mit modernster Technik Heiligendamm - Wer stört, kriegt was auf die Ohren! Für den im Juni geplanten G8-Gipfel in Heiligendamm ist die Polizei bestens gewappnet. BILD erfuhr: Um Anschläge militanter Gipfel-Gegner zu verhindern oder um Randalierer zurückzudrängen, wird jede Menge Hightech aufgeboten: Der LRADS-Master Blaster. Diese Schall-Kanone sendet hochfrequente, schrille Signale aus. Schalldruck: 150 dB. Das führt zu starkem Schmerzreiz. Verjagt jeden Chaoten! Das Gerät (bringen die Briten mit) wurde schon im Irak eingesetzt. Es kann auch zur Abwehr von Gleitschirmen und Leichtfliegern dienen. Sperrnetz gegen Boote. Das großmaschige Perlonnetz schützt seeseitig den inneren Sicherheitskreis. Es hängt am Seil zwischen Bojen. Fährt ein Schiff drüber, wickelt sich das Netz um die Schraube; stoppt es so. Sonar-Bojen. Sie orten U-Boote in bis zu 20 km Entfernung, liefern genaue Daten an den Befehlsstand. Der WaWe 9000. Modernster Wasserwerfer. Ist 109 km/h schnell, hat zwei vollautomatische Werferkanonen, die je 2200 Liter Wasser pro Minute weg ballern. Sogar Reizgas kann beigemischt werden. Der SW 4. Räumpanzer mit Supertechnik. 11 Tonnen schwer, 96 kmh schnell. Ausrüstbar mit Räumschilden, Gittern oder Räumschaufeln, alles hydraulisch verstellbar. Stoppt eisenhart jeden Chaoten-Angriff. Die Soko der Gipfel-Polizei "Kavala" wollte sich zum Waffenarsenal nicht äußern. Sprecher Axel Falkenberg (42): "In der Öffentlichkeit nennen wir grundsätzlich keine Einzelheiten zu polizeitaktischen Aspekten". " [Bild Zeitung vom 02.03.2007] -------------------------------------------------------------------------- Ausführlicher Pressespiegel rund um den G8 unter http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-l -------------------------------------------------------------------------- ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ D) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: nix Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 20:20 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Tue Mar 13 04:17:58 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Mon, 12 Mar 2007 23:17:58 -0400 Subject: =?ISO-8859-15?B?d2lkZXJzdEBhbmQgbXVuZCAtIERpZW5zdGFnLCAxMy4gTeRyeiAyMDA3?= Message-ID: <516959093.20070312231758@nessizius.com> MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Dienstag, 13. März 2007 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 Kommentar v. T. Baghajati: Auseinandersetzung mit Broder Von: Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen ================================================ 02 Homosexuelle: Berger besteht auf Standesamt Von: Rechtskomitee LAMBDA (RKL) ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 03 que[e]r am 14.03.: Haett Maria abgetrieben... Von: Rosa Antifa Wien ================================================ 04 Mujeres en Iraq - Martes 13 de marzo, en el "Centro Once", Schneidergasse 15, Distrito 11 de Vienna Von: WADI Austria ================================================ 05 Literarische Archive - Sun-ju Choi und Vlatka Frketic - 13. März 2007 Von: Initiative Minderheiten Newsletter ================================================ 06 [kinoki-mikrokino] #141 Roma in der Slowakei Von: augustine.leisch at gmx.at ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 07 Syrien: Freilassung von 200 kurdischen politischen Gefangenen gefordert Von: GFBV Hans Bogenreiter ================================================ 08 Heiligendamm Von: Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================ 09 Blockade der japanischen Botschaft in Berlin durch die NGO Resistance for Peace Von: NGO Resistance for Peace ================================================ 10 Ausländerfeindlichkeit und Rassismus in Deutschland Von: Reza Jadgarieb ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 Kommentar v. T.Baghajati: Auseinandersetzung mit Broder Von: Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen ================================================ Gastkommentar in der „KLEINE ZEITUNG“ DEBATTE TARAFA BAGHAJATI Setzt sich mit Henryk Broder und seinem Buch auseinender. Seite 46, Samstag, 10. März 2007 Islamfeindlichkeit wird salonfähig DIE THESE: Islamfeindlichkeit zu leugnen, ist von einem Polemiker nicht akzeptabel. Nun können einige meinen, es sei besser nicht zu viel über Henryk M. Broder zu reden, jenem Autor des Buches „Hurra, wir kapitulieren!“. Man mache ihn dadurch nur wichtiger als er es sei. Da aber Islamfeindlichkeit immer salonfähiger wird und sich zuletzt eine krude Allianz von Broder bis Strache bildet, ist es notwendig eine inhaltliche Auseinandersetzung zu führen. * Die FPÖ umarmt in einer Aussendung und im Wiener Gemeinderat Herrn Broder und dieser gibt in einem Presseinterview den Gefallen zurück und findet an den „Jugendtorheiten“ des Herrn Strache nichts Merkwürdiges. Herr Bischof Laun hat wieder gute Laune und versäumt es nicht sich mit Broder vor seiner Abreise zu unterhalten. Alle werden von islamfeindlichen deutschen Internetseiten, allen voran „Politically Incorrect“ und „Jihad Watch“ verherrlicht. Nun wieder zum Buch: 1. Humor, Überspitzung Polemik und Ironie können zweifelsohne ein Mittel und Ausdruck gesellschaftspolitischer Kritik sein. Satire kann aufklärerisch aber auch hetzerisch wirken. Manche Passagen von Herrn Broder habe ich lustig und sogar aufklärerisch gefunden. Was die pauschalierende Haltung zu Islam und Muslimen betrifft, sind die meisten Aussagen hetzerisch. 2. Die Existenz der Islamfeindlichkeit bzw. Islamophobie zu leugnen ist auch von einem Polemiker nicht akzeptabel. Es sei hier auch an die offene und klare Haltung der IKG - Israelitische Kultusgemeinde während des hasserfüllten Wahlkampfs der FPÖ erinnert, aber auch an zahlreiche internationale Studien der Europäischen Stelle zur Beobachtung von Rassismus (EUMC) und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSCE). 3. Die These von Herrn Broder „alle Terroristen sind Muslime, somit muss es mit der Religion irgendwie zu tun haben“ ist nicht nur falsch, sondern auch gefährlich. Mit der gleichen Argumentation könnte eine Verbindung zwischen Irakkrieg und Christentum oder eine Verbindung zwischen dem Verhalten des israelischen Militärs in den besetzten Gebieten mit Judentum hergestellt werden, somit wäre ein Weg in Richtung „Religionskrieg“ geöffnet. Dagegen sollte mit aller Vehemenz aufgetreten werden. 4. Die Konstruktion von Stereotypen wird von Herrn Broder durchgehend gefördert, auch das ist gesellschaftspolitisch problematisch und schädigend. 5. In Österreich haben die Muslime einen Weg der Partizipation beschritten. Alle, teilweise berechtigten Kritikpunkte von Herrn Broder (insbesondere bezüglich Vermischung zwischen Religion und Tradition) wurden auch im offiziellen Rahmen wie zuletzt bei der Europäischen Imame-Konferenz im April 2006 behandelt und thematisiert. Einen Ausdruck der Schlusserklärung habe ich Herrn Broder persönlich in Penzing übergeben. Dass die FPÖ sich jetzt als „Hüterin“ Herrn Broders aufspielt, passt offenbar in ihr Weltbild. Muslime als Prügelknaben zu missbrauchen ist bei ihnen schließlich nichts Neues. Dass Muslime „daham“ sind und so natürlich mitreden, wenn gegen sie polemisiert wird, daran können sie sich wohl schwer gewöhnen. * Anmerkung: Der erste Absatz: ab die FPÖ . Wurde in der veröffentlichten Fassung gekürzt. Tarafa Baghajati ist Mitgründer der Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen , http://www.islaminitiative.at und Vizepräsident von ENAR, European Network against Racism www.enar-eu.org/en/ ================================================ ================================================ 02 Homosexuelle: Berger besteht auf Standesamt Von: Rechtskomitee LAMBDA (RKL) ================================================ Gleichgeschlechtliche Partnerschaften Justizministerin Berger besteht auf Standesamt Rechtskomitee LAMBDA: „Erfreuliche Klarstellung“ Justizministerin Dr. Maria Berger wendet sich gegen eine Eintragung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften bei den NotarInnen. In einem allfälligen Gesetzentwurf ihres Hauses werde jedenfalls das Standesamt stehen, versicherte sie letzten Freitag einer Delegation des Rechtskomitees LAMBDA (RKL). Die von der Ministerin zu einem ausführlichen persönlichen Gespräch empfangenen VertreterInnen des RKL betonten, dass - wenn schon das Eheverbot vorläufig noch nicht aufgehoben wird - gleichgeschlechtliche Paare mit einer eingetragenen Partnerschaft zumindest Zugang zu allen Rechten und Pflichten der Ehe haben müssen. Berger versicherte, sich dafür einzusetzen. Die Justizministerin sagte auch zu, dass im Zuge einer der nächsten StGB-Novellen der Schutz der Verhetzungs- und Hate-Crimes-Bestimmungen (§§ 33 Z. 5, 117 Abs. 3, 283 StGB) auf homosexuelle Menschen ausgedehnt wird. Einig zeigten sich die Ministerin und die RKL-Delegation auch in der Notwendigkeit der Rehabilitation der § 209-Opfer (Aufhebung der Urteile und Entschädigung) sowie der Streichung des § 209-Ersatzparagraphen, § 207b StGB. Hinsichtlich § 207b stellte Berger eine Evaluation in Aussicht, inwieweit diese Bestimmung ihrem Anspruch gerecht wird, die sexuelle Selbstbestimmung Jugendlicher zu schützen oder aber inwieweit sie selbst diese Selbstbestimmung gefährdet. Eine solche Evaluation haben die ExpertInnen gefordert, die von der vorigen Bundesregierung zur Erarbeitung eines Nationalen Aktionsplans Kinder- und Jugendrechte (NAP) berufen worden sind. Das RKL unterstrich auch, dass § 207b vom Anwendungsbereich der im Regierungsprogramm in Aussicht genommenen SexualstraftäterInnendatei jedenfalls ausgenommen werden müsse. Berger versicherte in diesem Zusammenhang, dass eine solche allfällige neue Datei keinesfalls öffentlich zugänglich sein werde. Berger sagte den RKL-VertreterInnen schliesslich auch zu, dass im Zuge der verstärkten Grundrechtsaus- und Fortbildung der RichterInnenschaft sexuelle Orientierung einen angemessen Platz finden wird und dabei nicht nur über homo- und bisexuelle Menschen gesprochen werde sondern diese auch aktiv einbezogen werden. „Wir sind von der Offenheit der Frau Bundesministerin für unsere Anliegen sehr angetan und äusserst erfreut über ihre Klarstellung, dass eine Eintragung von Partnerschaften beim Standesamt erfolgen muss“, sagt der Wiener Rechtsanwalt Präsident des RKL, Dr. Helmut Graupner, der von der Ministerin auch eingeladen wurde, bei der diesjährigen RichterInnenwoche zur rechtlichen Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften vorzutragen. Das 1991 gegründete Rechtskomitee LAMBDA (RKL) arbeitet überparteilich und überkonfessionell für die umfassende Verwirklichung der Menschen- und Bürgerrechte gleichgeschlechtlich l(i)ebender Frauen und Männer. In seinem Kuratorium vereinigt es so prominente Mitglieder wie Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer, NRPräs. Mag. Barbara Prammer, die vormalige Justizministerin Mag. Karin Gastinger, Präs. NRAbg.a.D. Peter Schieder, NRAbg. Mag. Terezija Stoisits, den Generaldirektor für öffentliche Sicherheit Dr. Erik Buxbaum, die Präsidentin der Vereinigung der österreichischen Richterinnen und Richter Dr. Barbara Helige, die Vizepräsidentin der Rechtsanwaltskammer Wien Dr. Elisabeth Rech, den Vorstandsvorsitzenden der D.A.S.-Rechtsschutzversicherung Dr. Franz Kronsteiner, den Präsidenten des Weissen Rings Dr. Udo Jesionek, den Generalsekretär von Amnesty International Österreich Mag. Heinz Patzelt und die bekannten Menschenrechtsexperten Dr. Lilian Hofmeister und Univ.-Prof. Dr. Manfr ed Nowak, die Verfassungsexperten Univ.-Prof. Dr. Christian Brünner, Univ-Prof. Dr. Bernd-Christian Funk, Univ.-Prof. Dr. Heinz Mayer und Univ.-Prof. Dr. Ewald Wiederin, den renommierten Kinder- und Jugendpsychiater Univ.-Prof. Dr. Max Friedrich und die Kinder- und JugendanwältInnen von Wien DSA Monika Pinterits und Dr. Anton Schmid, die Sexualwissenschafter Univ.-Prof. Dr. Josef Christian Aigner, Prof. Dr. Rotraud Perner und Mag. Johannes Wahala, den Theologen Univ.-Prof. Dr. Kurt Lüthi, Life-Ball-Organisator Gery Keszler, Entertainer Günter Tolar u.v.a.m. Das 15jährige Bestehen des Rechtskomitees LAMBDA (RKL) wurde am 2. Oktober 2006 mit einem historischen Festakt im Nationalratssitzungssaal des Parlaments in Wien gefeiert. Dieser weltweit ersten Ehrung einer homosexuellen Bürgerrechtsorganisation in einem nationalen Parlament wohnten unter den über 500 TeilnehmerInnen auch höchste RepräsentantInnen aus Justiz, Verwaltung und Politik bei. Rückfragehinweis: 0676/3094737; 01/8766112, office at RKLambda.at, www.RKLambda.at 12.03.2007 ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 03 que[e]r am 14.03.: Haett Maria abgetrieben... Von: Rosa Antifa Wien ================================================ Mittwoch 14. Maerz: Haett Maria abgetrieben... Neben den Angriffen der ueblichen klerikalen und rechts-konservativen Kreise auf das Recht auf Abtreibung, stecken hinter den meisten Aktivitaeten der radikalen AbtreibungsgegnerInnen in Oesterreich die Organisationen Human Life International (HLI) und Youth For Life. Nachdem HLI Anfang Dezember 2004 in den Raeumlichkeiten der ehemaligen Lucina-Klinik eine "Baby-Holocaust-Gedenkstaette" eingerichtet hat, schiessen sich die KerzerlfresserInnen nun auf das neue Sexualmedizinische Beratungscenter "VenusMed" in der Lugner City ein. Die Veranstaltung wird einen Ueberblick ueber die juengsten Umtriebe von HLI und Youth for Life und deren Kontakte zum rechten Klerus in Oesterreich bieten. ############### Ort: que[e]r. Wipplingerstrasse 23 / 1010 Wien (die Stiegen hinunter) Veranstaltungsbeginn: 20:00 geoeffnet von 18:30-24:00 ############### Naechste Woche: Flughafensozialdienst praesentiert: Lesung ausgewaehlter Texte aus dem Fremdenrechts-Alltag Weitere Infos siehe: http://raw.at/queer/ -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# ================================================ 04 Mujeres en Iraq - Martes 13 de marzo, en el "Centro Once", Schneidergasse 15, Distrito 11 de Vienna Von: WADI Austria ================================================ Video yCharla: Mujeresen Iraq Presentaciónde un documental recientemente filmado en Iraq, "UNA MANO LLENA DECENIZAS", que trata sobre la mutilación genital femenina (FGM). Y luego:Charla en español sobre la situación de las mujeres en Iraq y sobre losproyectosde WADI. AliciaAllgäuer y MaryKreutzer contarán de sus experiencias en Iraq y sobre los proyectosqueambas apoyan en la región. WADI sobre todo apoya proyectos con y para mujeresen el Iraq, pero también en Europa nos ocupamos de los derechos deasilantes yde trabajo informativo sobre Iraq, Siria, Sudán y los demás países delaregión. Todas estas actividades se realizan cooperando activamente conlasfuerzas democráticas progresistas (muchas veces de la oposición) deestospaíses. Desde hace 1995 WADI tiene su oficina propia en la parte kurdadelIraq. Compañer at s locales acompañan los proyectos diferentes en losdiferentessitios del norte del Iraq. Además apoyamos a una asociación deorganizacioneslocales de mujeres y cooperamos con diferentes organizaciones locales einternacionalesy agencias de la onu. Fecha:Martes,13 de marzo 2007, 19.30 Horas Lugar: Centro Once, Schneidergasse 15, 1110 Wien (U3-Station: Zipperstraße) -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit WADI-Austria e-mail: wadi.wien at gmx.atwebsite: www.wadinet.atTel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Neues Spendenkonto in Österreich: Knt. Nr.: 6.955.355 BLZ: 32.000 Raiffeisen Landesbank NÖ IBAN AT4432 0000 0006 955355 BIC (SWIFT) RLNWATWW Im Februar 2007 erschien die dritte Print-Ausgabe von: WADI-News, Schwerpunkt: Weibliche Genitalverstümmelung Wird kostenlos per Post zugeschickt, schicken Sie uns Ihre Adresse! Online zu lesen unter: http://www.wadinet.at/Media/wadinews.php ================================================ ================================================ 05 Literarische Archive - Sun-ju Choi und Vlatka Frketic - 13. März 2007 Von: Initiative Minderheiten Newsletter ================================================ LiterarischeArchive - Minderheiten-und MigrantInnenliteraturen und Geschichtsschreibung EineVeranstaltungsreihe der Initiative Minderheiten in Zusammenarbeit mitdem Literaturhaus Literaturhaus,Zieglergasse 26A, 1070 Wien Dienstag,13. März 2007, 19.30 Sun-juChoi liest aus "zuhause - Erzählungen von deutschenKoreanerinnen" DanachGespräch mit Vlatka Frketic LiterarischeArchive - Minderheiten-und MigrantInnenliteraturen und Geschichtsschreibung DieLiteratur macht wirklich, was die Geschichte vergaß. Und weildie Geschichte das Gewesene war, wird die Literatur das anbieten, wasdie Geschichte niemals gewesen war (Carlos Fuentos, anlässlichseiner Eröffnungsrede am 5. Internationalen LiteraturfestivalBerlin, 6. 9. 2005). Wieübersetzen AutorInnen mit Minderheiten- undMigrationshintergrund Geschichte und wie führen sie diese in dieGegenwart? Wie werden Erfahrungen von Diskriminierung, Rassismus undEmigration erlebt und in Sprache und Literatur geformt undrepräsentiert? Welche Leerstellen füllt diese Literatur inder Geschichtsschreibung aus? Was kann Literatur, was Geschichtenicht vermag? Und wie kann Geschichte aus einer diasporischen,postmodernen Perspektive erzählt werden? Dieseund andere Fragen werden im März 2007 an drei Abenden mitAutorInnen, TheoretikerInnen, PraktikerInnen aufgeworfen unddiskutiert. Programm Dienstag,6. März 2007, 19.30 StefanHorvath liest aus seinem Buch "Katzenstreu" DanachGespräch mit Mirjam Karoly Dienstag,13. März 2007, 19.30 Sun-juChoi liest aus "zuhause - Erzählungen von deutschenKoreanerinnen" DanachGespräch mit Vlatka Frketic Dienstag,20. März 2007, 19.30 VladimirVertlib liest aus "Das besondere Gedächtnis der RosaMasur", "Mein erster Mörder" und aus Essays zumThema "Geschichte aus Minderheiten- bzw. Migrationsperspektive" DanachGespräch mit Peter Schwarz Biographien Sun-juChoi, Regisseurin, arbeitet als Journalistin und Drehbuchlektorin.Sie ist Mitglied von Kanak Attak und Kanak TV und war alsRechercheurin zum Thema Migration aus Korea nach Deutschland an derAusstellung "Projekt Migration" in Köln beteiligt. Sielebt in Berlin VlatkaFrketic, arbeitet aus Perspektiven der queer politics und derKritischen Diskursanalyse im Bereich Migration, Antirassismus undAntidiskriminierung StefanHorvath, Jahrgang 1949, lebt in der Roma-Siedlung in Oberwart. 1995verlor er bei der Detonation der Oberwarter Rohrbombe unweit derSiedlung einen Sohn. Veröffentlichungen "Ich war nicht inAuschwitz" und "Katzenstreu" MirjamKaroly, Politologin. Beschäftigung mit Minderheitenpolitikinbesondere Roma und Sinti, Genderfragen. 1998-2004 Mitarbeiterin vonRomano Centro; 2000-2004 Mitglied des Volksgruppenbeirates fürRoma und Sinti, 2004-2005 Projektarbeit bei der OSZE Kontaktstellefür Roma und Sinti Angelegenheiten; während derÖsterreichischen EU-Ratspräsidentschaft in derMenschenrechtsabteilung des BMaA tätig; derzeit Leiterin desThara-Hauses PeterSchwarz, seit 1996 Geschäftsführer von ESRA; seit 1972aktiv in jüdischen (Jugend-) Organisationen; 1996/97 Referent imGrünen Parlamentsklub mit dem Schwerpunkt Aufarbeitung derFolgen der Verfolgung von Menschen durch das NS-Regime VladimirVertlib, geboren 1966 in Leningrad (St. Petersburg), emigrierte 1971mit seiner Familie nach Israel. Später übersiedelte er nachÖsterreich, dann wieder zurück nach Israel, in die USA undschließlich wieder nach Österreich, wo er seit 1981 lebt.Er studierte Volkswirtschaftslehre in Wien und lebt heute inSalzburg. 2001 erhielt er den Förderpreis zumAdelbert-von-Chamisso-Preis sowie den Anton-Wildgans-Preis Konzeptionund Durchführung SilviaBartl CorneliaKogoj Grafik Toledoi Dertschei InitiativeMinderheiten GumpendorferStraße 15/13 1060Wien www.initiative.minderheiten.at www.gastarbajteri.at Gefördertdurch WienKultur BezirksvorstehungNeubau ================================================ ================================================ 06 [kinoki-mikrokino] #141 Roma in der Slowakei Von: augustine.leisch at gmx.at ================================================ ************************************************************************ ******** KINOKIS MIKROKINO Politische Filmabende, 1x monatlich im depot bei freiem Eintritt. depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien, http://www.depot.or.at kinoki. Verein für audio-visuelle Selbstbestimmung mikrokino at kinoki.at | http://www.kinoki.at Newsletter subskribieren bzw. abbestellen unter: https://kooperative.at/mailman/listinfo/kinoki-mikrokino Förderpreis Politische Kulturarbeit 2004 der IG Kultur Österreich. depot , Dienstag, 13.März 2007, 19 Uhr kinokis mikrokino #141 Romane Apsa - Roma in der Slowakei ROMANE APSA - Zigeunertränen Ein Film von Zuzana Brejcha A 2005, 123 Min, Slowakisch/Romanes/Deutsch mit deutschen UT Helena, 54, die Chefin des Clans der Familie Horvath-Pokuta-Dunka, trennt sich, entgegen der Tradition der Roma, von ihrem Mann Gejza. Ihre schönen Töchter dominieren ihre Männer und halten so den Alltag in Zehra – Dobra Vola, einem Roma Ghetto in der Ostslowakei, am Laufen. Helenas Sohn Jozef, 32, wird aus der Untersuchungs-Haft entlassen. Die Anschuldigung, er hätte eine Nachbarin vergewaltigt, stellt sich nach zehn Wochen als erpresserische Verleumdung heraus. Cyril, 28, ist der einzige, der richtig lesen und schreiben kann und ist somit Anlaufstelle für sämtliche Anliegen der Gemeinschaft. Kali, 28, Cyrils Frau und Helenas Tochter, macht als erste Frau aus der Siedlung den Führerschein. Durch weitere Verleumdungen, die zu Cyrils Verhaftung führen, spitzt sich die Situation dramatisch zu. Über ein Jahr, vier Jahreszeiten lang, kurz vor dem Beitritt der Slowakei zur EU, begleitet die Filmemacherin Zuzana Brejcha drei Generationen einer Roma Familie in ihrem Alltag. Das Leben der matriarchalisch definierten Familie wird nicht nur durch Armut und Arbeitslosigkeit bestimmt, auch Feste, Traditionen und das Satellitenfernsehen, als Fenster zum neuen Europa, sind fester Bestandteil des Lebens in der Siedlung. Polizeiliche Willkür ist eine ständige reale Bedrohung. ROMANE APSA – Zigeunertränen, ist ein unsentimentaler Dokumentarfilm. Durch die Nähe des kraft- und eindrucksvollen Kamerablicks wird die Erzählung intensiv. Kleine Momente des Alltags werden bedeutend. Dramatische Ereignisse dokumentieren rassistische Staatsgewalt mitten in Europa. Die Filmemacherin Zuzana Brejcha zeigt den Clan der Familie Horvath-Pokuta-Dunka als engagierte und einfühlsame Chronistin. Anschließend Gespräch mit Zuzana Brejcha, Moderation Eva Simmler ************************************************************************ **************** Vorschau: kinoki spezial: kinoki in Zusammenarbeit mit EUROMAYDAY im Depot, Donnerstag, 29.3. um 19 Uhr: RIFF RAFF GB 1990, 94 min, Regie: Ken Loach Deutsche Fassung D: Robert Carlyle, Emer McCourt, Jimmy Coleman, George Moss, Ricky Tomlinson Eine bitterböse Tragikomödie über das Ende geregelter Anstellungsverhältnisse. Bauarbeiter auf in jeder Hinsicht ungesichterten Arbeitsplätzen auf einer Baustelle in London. Ein ehemaliges Krankenhaus soll in einen Luxuswohnblock umgebaut werden. Während die Träume von bescheidenem Wohlstand sich täglich mehr als völlig unerreichbare Illusionen herausstellen, steigt die Wut..... Das Filmscreening findet als Auftakt zu einem von Euromayday Wien vorbereiteten Organizing Day am 30.03.2007 in den Initiativräumen im WUK statt: Let's Organize! Organisierung für den Kampf um gleiche soziale Rechte für alle! Während die Prekarisierung von Arbeit und Leben voranschreitet, bestehen in verschiedenen Regionen bereits zahlreiche Erfahrungen mit Organisierung in unsicheren Zeiten sowie mit unterschiedlichsten Tools. Die Veranstaltung soll Gelegenheit sein, Diskussionen über die verschiedenen Zielsetzungen und Ressourcen im Organisierungskontext auszutauschen, die verschiedenen Methoden zu befragen, über Organisierungserfolge zu sprechen, wie auch die jeweils lokalen Differenzen aber auch Ähnlichkeiten zwischen den Kontexten auszuarbeiten. www.euromayday.at ************************************************************************ **************** Vorschau: depot , Dienstag, 17.April 2007, 19 Uhr kinokis mikrokino #142 Vichyregime und Shoah: La mémoire des enfants La Mémoire des Enfants Dokumentarfilm von Hannes Gellner und Thomas Draschan A/F 2006 . 80 min, Original französisch mit englischen Untertiteln "La mémoire des enfants" von Hannes Gellner und Thomas Draschan behandelt das Schicksal jüdischer Kinder unter dem Vichy-Regime und geht der Frage nach, wie es (menschlich, gesetzlich und administrativ) möglich war, dass zwischen 1942 und 1944 auf Initiative der französischen Behörden mehr als 11.400 jüdische Kinder aus Frankreich nach Auschwitz deportiert wurden. Serge und Beate Klarsfeld, Nazijäger, Historiker, Archivare und Aktivisten, präsentieren Materialien aus jahrzehntelanger Recherche, in denen minutiös jedes Einzelschicksal als historisches Faktum wie auch als menschliche Tragödie dokumentiert ist. Der Film führt die ”Klarsfeld-Methode” konsequent weiter: keine bloßen Opferzahlen, sondern greifbare Schicksale werden präzise dokumentiert. In ruhigen, klar fasslichen Bildern, welche das Erinnern stützen sollen, schildert der Film die historischen Abläufe und Zusammenhänge. Überlebende, die damals selbst Kinder oder Jugendliche waren, erzählen erstmals von ihrer Verhaftung und Deportation. Ihre politische Analyse weist dabei mit großer Vehemenz auf die Verantwortung des Vichy-Regimes hin. Darüber hinaus erinnert Serge Klarsfeld daran, dass österreichische Nazis massiv an der Durchführung der "Endlösung" in Frankreich beteiligt gewesen sind. Mehr Infos unter: www.memoire-enfants.com Anschließend Gespräch mit den Regisseuren Hannes Gellner und Thomas Draschan *** revolution will not be televised ************************************************* kinoki mikrokino at kinoki.at http://www.kinoki.at ************************************************************************ ******** ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 07 Syrien: Freilassung von 200 kurdischen politischen Gefangenen gefordert Von: GFBV Hans Bogenreiter ================================================ > GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER > PRESSEMITTEILUNG Göttingen/Berlin, 12.03.2007 > > Dritter Jahrestag der blutigen Niederschlagung von Kurdendemonstrationen > in Syrien: Freilassung von 200 kurdischen politischen Gefangenen > gefordert > > Anlässlich des dritten Jahrestages der blutigen Niederschlagung spontaner > Demonstrationen kurdischer Zivilisten in Syrien (12. März 2004) hat die > Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Montag die Freilassung von > mehr als 200 kurdischen politischen Gefangenen und die > Wiedereinbürgerung von rund 200.000 Syrer kurdischer Nationalität > gefordert, denen Syrien die Staatsbürgerschaft entzogen hat. > Außenminister Frank-Walter Steinmeier bat die GfbV in einem dringenden > Schreiben darum, dafür seine guten Beziehungen zu Syrien zu nutzen. > Steinmeier solle sich auch dafür einsetzen, dass die 15 kurdischen und > arabischen Politiker, die am vergangenen Samstag bei einer Mahnwache > vor dem Justizpalast in Damaskus festgenommen wurden, sofort > freigelassen werden. Unter ihnen ist Muhammad Musa Muhammad, ein > führender kurdischer Politiker. > > Noch immer fällen syrische Gerichte unmenschliche Terrorurteile selbst > gegen Jugendliche, kritisierte die GfbV. So seien die beiden 16 und 17 > Jahre alte Kurden Kawa Muhamad Said und Hussein Dib Khalil am 12. > Februar 2007 in einem Eilprozess zu je sechs Monaten Zuchthaus und 76 > Millionen syrischen Pfund (umgerechnet etwa 1,3 Mio US-Dollar) > Geldstrafe verurteilt worden, weil sie an den Demonstrationen vor drei > Jahren beteiligt gewesen seien. In einem Telefongespräch mit dem GfbV- > Nahostreferenten Kamal Sido bestätigte der kurdische Menschenrechtler > Mashal Tamo (Kamishli/Syrien) heute diese Angaben. > > Die Situation der 200.000 staatenlosen Kurden, denen im Zuge der > Arabisierung 1962 die syrische Staatsbürgerschaft entzogen wurde, sei bis > heute unerträglich, berichtete GfbV. So seien 49 kurdische Akademiker aus > der Provinz al-Hasakeh von einem Auswahlverfahren für eine Einstellung > beim syrischen Gesundheitsministerium ausgeschlossen worden, weil sie > keine syrischen Ausweise besaßen. Die Namen dieser Personen sind der > GfbV bekannt. > > Hintergrundinformation: > Am 12. März 2004 waren syrische Sicherheitskräfte nach einem > Fußballspiel zwischen kurdischen und arabischen Clubs gegen kurdische > Fans vorgegangen. Durch die blutige Niederschlagung nachfolgender > Demonstrationen im ganzen Land wurden mindestens 42 kurdische > Zivilisten getötet, über 1.000 verletzt und mehr als 2.500 gefangen > genommen. Mehr als 200 von ihnen sind noch immer in Haft. > > Mit etwa zwei Millionen Menschen stellen die Kurden rund zwölf Prozent > der Gesamtbevölkerung Syriens. Sprachliche und kulturelle Rechte werden > ihnen vorenthalten. > > Anfragen beantwortet gern der GfbV-Nahostreferent Dr. Kamal Sido unter > 0173 67 33 980. > > ACHTUNG REDAKTIONEN: Vor der syrischen Botschaft in 10787 Berlin, > Rauchstraße 25 wollen Kurden anlässlich der blutigen Niederschlagung der > Kurdendemonstrationen in Syrien vor drei Jahren demonstrieren (Beginn > 13 Uhr). > ====================================================== > Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) > Inse Geismar, Pressereferentin > Postfach 2024, D-37010 Goettingen > Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 > E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de > ====================================================== ================================================ 08 Heiligendamm Von: Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - Von Berlin nach Heiligendamm. - Presseerklärung der Camping AG zu Presseberichten bezüglich eines Campgeländes in Lambrechtshagen - Einladung zu einem Schleswig - Holstein weiten Vernetzungswochenende zum G-8 Gipfel (und darüber hinaus) - Kritiker willkommen - G8-Gute-Nacht-Camp auf ITB - Hitler immer noch Ehrenbürger von Bad Doberan - Politik will zügig handeln - Für unkontrollierte soziale Bewegungen - Gegen staatliche Repression - Mayas schießen mit Spiegelblitzen auf Bush - Ausschreitungen bei Bush-Besuch in Kolumbien - Polizei startet vor G8 Klingeltour bei Heiligendammer Einwohnern ------------------------------------------------------------------------------ Von Berlin nach Heiligendamm. Move against EU! Move against G8! Der Widerstand geht weiter! Im Januar 2006 verhinderten Hafenarbeiter mit europaweiten Streiks neue sie betreffende EU- Dienstleistungsbestimmungen, die Lohn- und Sozialdumping nach sich gezogen hätten - in Ceuta und Melilla überqueren MigrantInnen aus Afrika massenhaft Grenzzäune, um sich Eintritt in die Europäische Union zu verschaffen - wochenlang setzten letzten Sommer Millionen von Menschen die französische Regierung unter Druck und erreichten die Rücknahme des geplanten Gesetzes über den Ersteinstellungsvertrag - die Beispiele erfolgreichen Widerstands könnten fortgesetzt werden...Es gibt auch weniger erfolgreiche Auseinandersetzungen: die Bolkesteinrichtlinie zur Liberalisierung der Dienstleistungen, gegen die 2005 und 2006 die ersten gesamteuropäischen Demonstrationen in Brüssel und Straßburg stattfanden, wurde nur wenig abgemildert - der Verfassungsprozess wird trotz des ‚Non' in Frankreich und des ‚Nee' in den Niederlanden weiter getrieben - der Irakkrieg von 2003, der nach ernst zu nehmenden Schätzungen schon über eine halbe Million Opfer gefordert hat, konnte trotz des Widerstands von Millionen in den USA, in Europa und weltweit nicht verhindert werde. Das überrascht nicht, denn solche Proteste richten sich im Kern gegen den globalen Kapitalismus mit seinem Verwertungsdenken und seiner Militarisierung, und er hat mächtige Verteidiger. Dennoch ist seit dem Widerstand in Chiapas 1994, den Protesten gegen das Treffen der Welthandelsorganisation (WTO) 1999 in Seattle, gegen den G8- Gipfel in Genua, gegen den EU-Gipfel in Göteborg in 2001 wieder Bewegung in die Bewegungen gekommen. In der weltweiten Bewegung, deren Teil wir sind, kommt zusammen, was in zahllosen lokalen und kontinentalen Kämpfen ausgefochten wird. Der Versuch zu einem Sozialismus des 21. Jahrhunderts in Venezuela und linke Regierungen in anderen lateinamerikanischen Ländern machen den Menschen weltweit Mut. Auch das EU-Gipfel-Treffen Ende März in Berlin als Etappe in Richtung des G8-Treffens der mächtigsten Politiker der Erde in Heiligendamm ist ein Anlass, aus dem wir unsere Unzufriedenheit, unseren Protest und unsere Forderung nach sozialen Alternativen zum Ausdruck bringen. EU-Jubelfeier Ende März in Berlin stören! Unter dem Motto "Europa wird 50!" lädt Bundeskanzlerin Angela Merkel die Staats- und Regierungschefs aller EU- Mitgliedstaaten zu einem informellen EU-Gipfel nach Berlin. Mit Bürgerfest und Gipfel soll am 24. und 25. März in Berlin das 50. Jubiläum der Römischen Verträge und damit der Gründungsakt der Europäischen Gemeinschaft (heute Europäische Union), die damals 6 und heute 27 Staaten umfasst, gefeiert werden. Ziel der Verträge war die Einrichtung eines gemeinsamen Binnenmarkts mit freiem Personen-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehr, sowie die Atomunion. Dafür steht die Europäische Union heute: * Prekarisierung, Steuergeschenke an die Reichen, Privatisierung öffentlichen Eigentums: Spätestens seit der Lissabonstrategie im Jahre 2000, die Europa zum wettbewerbsfähigsten Wirtschaftsraum der Welt machen soll, wird gezielter Druck auf die ArbeitnehmerInnen ausgeübt, flexibel zu sein, das heißt, Leben, Bildung und Arbeit immer mehr nach den Bedürfnissen des Marktes auszurichten. Das Schulwesen wird schlechter, die Universitäten sind Eliten vorbehalten, viele Jugendliche finden nur mit Mühe einen Ausbildungsplatz, viele Erwachsene kommen nur mit mehreren Jobs über die Runden. * Arbeitslosigkeit - das bedeutet Vegetieren auf Hartz IV, Zwangsumzüge, Kontrollschikanen. Wer alt werden will, muss sich seine Rente selbst ansparen. Die Zahl derer ohne Krankenversicherung wächst. Andererseits werden Großverdiener und Unternehmen steuerlich immer weiter entlastet. Die deutsche Bundesregierung steht fest hinter dieser Strategie und ist traditionell einer der Hauptfürsprecher der neoliberalen Wirtschaftspolitik, deren konkrete Umsetzung in Deutschland heutzutage mit Namen wie Riester, Hartz und Rürup verbunden ist. Selbst im sozialdemokratisch- linksregierten Berlin werden Institutionen der Daseinsfürsorge - die Wasserversorgung, Wohnungen, die Sparkasse - unter Hinweis auf EU-Wettbewerbsregeln privatisiert. * Militarisierung der Außen- und Sicherheitspolitik: In dem bisherigen Verfassungsentwurf verpflichten sich die Unterzeichnerstaaten, "ihre militärischen Fähigkeiten schrittweise zu verbessern." Im Klartext heißt das, dass Rüstungssysteme und Infrastruktur modernisiert werden, und diese auf den weltweiten Einsatz, z.B. im Kongo, im Sudan und vielleicht demnächst auch im Iran vorbereitet werden. * Ausgrenzung von Migrantinnen und Migranten: Die Antwort auf MigrantInnen, die zu Recht Hunger oder politische Verfolgung entfliehen, ist nicht etwa, ihnen bessere Lebensbedingungen in Europa oder zuhause zu schaffen, sondern höhere Zäune, Patrouillenboote im Mittelmeer, Auffanglager und Deportationen. Oft bezahlen die MigrantInnen den Versuch, der Perspektivlosigkeit zuhause zu entrinnen, mit dem Tod durch Ertrinken, Zurückweisung am Flughafen oder auf dem Bahnhof, Gängelung in der Ausländerbehörde, Abschiebung usw. * EU-Verfassung für die Wirtschaft statt für die Menschen: Der Hauptpunkt auf Angela Merkels Agenda für ihre EU-Ratspräsidentschaft ist die Wiederbelebung der EU-Verfassung. Sonst heißt es, drohe das Europa der 27 wieder auseinander zu fallen. Aber wenn dann nach den wichtigsten Elementen in der Verfassung gefragt wird, kommt als Antwort: der Binnenmarkt, die Durchsetzung des "freien und unverfälschten Wettbewerbs", und nicht das Wohl der Menschen in Europa und der Welt. Und was hat das mit dem G8-Gipfel zu tun? Die angeblichen Prioritäten des G8-Gipfels sind die Stabilität des Weltfinanzsystems, der Klimaschutz und Afrika. Dahinter verbirgt sich Liberalisierung des Welthandels durch die WTO-Runden, Gängelung der Entwicklungsländer durch Auflagen des Internationalen Wärungsfonds (IWF), halbherziger Klimaschutz, aber nur solange er nicht die Interessen der deutschen Großindustrie verletzt, und Entwicklungshilfe, aber nur solange die Empfangsländer sich willig ausbeuten lassen und nicht etwa die Betriebe zurücksozialisieren wie Chávez und Morales dies in Venezuela bzw. Bolivien tun. Nicht nur besteht eine große Überschneidung in den Mitgliedern der G8 (Großbritannien, Frankreich, Italien, Deutschland), nicht nur gehört der Kommissionspräsident der EU schon seit langem selbstverständlich dazu, auch die Politikmuster überlappen sich fast gänzlich. Wer nicht mit will, wie ein Teil der italienischen Regierungskoalition, wird auf Linie gebracht. Wir, Gruppen und Einzelpersonen, die sich in der G8-Vernetzungs-AG des Berliner Sozialforums zusammengeschlossen haben, um den G8-Gipfel zu blockieren, fordern dagegen die vollen Menschenrechte für jede und jeden: Nahrung, Wasser, Obdach, Bildung, Gesundheit und Teilhabe am öffentlichen Leben. Daher rufen wir unter dem Motto Move against EU! Move against G8! - zur Demonstration gegen die Feierlichkeiten aus Anlass des Jahrestages der Römischen Verträge am 25. März 2007 um 14h zum Alexanderplatz auf. www.moveagainstg8.de Die G8 -AG im Berliner Sozialforum will die Mobilisierung zu den G8 Protesten in Berlin vernetzen, dadurch stärken und stellt einen Veranstaltungs- Aktionskalender im Internet bereit unter: www.moveagainstg8.de Dort könnt ihr auch nachlesen wann sich die AG das nächste Mal trifft. [www.moveagainstg8.de] ------------------------------------------------------------------------------ Camp AG: Presseerklärung der Camping AG zu Presseberichten bezüglich eines Campgeländes in Lambrechtshagen Mit Erstaunen nahmen die GegnerInnnen der G8-Gipfeltage Äußerungen der Polizeitruppe Kavala zur Kenntnis, gestern eine Campfläche in Lamprechtshagen genehmigt zu haben. Mitglieder der Verhandlungsgruppe bestätigten Gespräche über die Nutzung einer Industriefläche in Lamprechtshagen. "Die Fläche, die der Privatmann zur Verfügung stellen kann, ist anstelle der gemeldeten 10 ha lediglich 2 ha groß. Effektiv nutzbar sind davon allerdings weniger als 1 ha" so Dieter Rahmann von der Verhandlungsgruppe. Aktuell würde die Fläche Platz für etwa 400 Menschen bieten. "Es sei nicht sinnvoll, den Landkreis mit mehr als 50 Kleinstcamps für die Unterbringung der DemonstrantInnen zu überziehen. Das gibt nur logistische Probleme und verteuert das Ganze" erklärte Rahmann weiter. "Wir müssen Camps finden, die auch realistisch sind und den DemonstrantInnen einen zumutbaren Fußweg zu den Protestorten ermöglichen. Niemandem ist geholfen, wenn Camps ausgewiesen werden, diese aber leer bleiben, weil die Menschen sich doch in der Nähe der Proteste etwas eigenes suchen". Vollmundige Erklärungen der Polizei zum Campplatz in Lambrechtshagen wertet die Verhandlungsgruppe als Propaganda, um von dem überzogenen Sicherheitskonzept der Polizei abzulenken. Bezeichnend sei, dass die Polizei publicityträchtig die Genehmigung von Flächen rausposaunt, aber mit der Verhandlungsgruppe nicht einmal über die realistischen Möglichkeiten der Nutzung spricht. "Wir wünschen uns von der Polizei ein Verhalten, das mehr Sensibilität an den Tag legt, um die Probleme der ausstehenden Campflächen zu lösen. Mit frühzeitigen Erklärungen für die Öffentlichkeit werden gerade erst begonnene Gespräche gefährdet, die wir selbst mit Grundeigentümern führen. Wenn die Polizei es mit Unterstützung ernst meint, wäre die Aufgabe des überzogenen Sicherheitsbereiches rund um Bad Doberan und westlich von Rostock als erste Geste willkommen. Denn genau da werden sich die Menschen Campplätze suchen, wenn wir ihnen keine bieten". Als ersten hilfreichen Schritt werten wir deshalb den seitens der Polizei angekündigten Rückzug von der Fläche in Reddelich, die nun als ein erstes Camp zur Verfügung steht. Pressegruppe CampInski 11.3.07 [http://dissentnetzwerk.org/node/966] ------------------------------------------------------------------------------ 6.-7 April Alte Meierei, Hornheimerweg 2, Kiel Einladung zu einem Schleswig - Holstein weiten Vernetzungswochenende zum G-8 Gipfel (und darüber hinaus) Hallo liebe Leute! Hiermit möchten wir euch, d.h. alle Einzelpersonen, Zusammenhänge und Gruppen aus der antiautoritären und undogmatischen radikalen Linken Schleswig-Holsteins herzlich zu einem regionalen Vorbereitungs- und Vernetzungstreffen zu den diesjährigen G8 Protesten einladen. Die Mobilisierung ist in vollem Gange und an allen Ecken und Enden, werden noch, helfende Hände und Ideen gebraucht... Anfangen möchten wir am Freitag mit einer Diskussion im Plenum, denn wir als NoG8 Gruppe haben viele Fragen die zum Teil sehr unabhängig vom G8 Gipfel sind: Wie ist es um linksradikale Theorie/Praxis (in SH) heute bestellt? Wo liegen die Ursachen für die Schwäche linksradikaler Politik und Strukturen? Was läuft schief in der "Szene"? Wollen wir uns mit unserer derzeitigen relativen Schwäche abfinden, oder wie könnten wir in mehr Bewegung kommen? Wo waren bzw. sind wir erfolgreich, indem was wir machen? Welche Motivationen haben die Gruppen Einzelpersonen und Zusammenhänge in einer Beteiligung bzw. Nichtbeteiligung an den G8 Protesten? Wie könnte vielleicht eine gemeinsame schleswig-holsteinische Perspektive über die G8 Proteste hinaus aussehen? Wie können und wollen wir uns in Zukunft organisieren? Wir werden euch noch bis spätestens Ende März ein Thesenpapier von uns zukommen lassen, indem wir auf einige dieser Fragen eingehen werden. Des weiteren - und viel wichtiger - findet ihr im Anhang ein sehr allgemein gehaltenes Eckpunktepapier für eine linksradikale Organisierung zum G8 Gipfel und hoffentlich darüber hinaus, das wir mit euch diskutieren möchten. Wir möchten euch bitten, diesen Vorschlag zu lesen. Wenn möglich diskutiert bitte schon vorm Treffen darüber am WG-Tisch, in der Gruppe oder im Wohnprojekt. Welche Eckpunkte fehlen noch oder sind gar nicht diskussionswürdig? Sind die Eckpunkte zu allgemein Gehalten oder zu konkret?...Warum? Am Samstag schlagen wir vor in Arbeitsgemeinschaften zu ganz konkreten Themen (z.B. Antirepression, Campvorbereitung) in Hinblick auf den G8 Gipfel zu arbeiten. Einige Vorschläge für AG's haben wir schon gemacht, andere sind an uns herangetragen worden (s.unten), macht euch Gedanken wozu ihr noch dringend arbeiten möchtet und macht Vorschläge. Für alle die von ausserhalb kommen und noch Schlafplätze brauchen, gibts am Freitagabend eine Pennplatzbörse. Bis dann, NoG8 Gruppe Kiel [NoG8 Gruppe Kiel] ------------------------------------------------------------------------------ Kritiker willkommen - G8-Gute-Nacht-Camp auf ITB 11.03.2007: Berlin/MVregio Betten in MV werden Anfang Juni international gefragt sein. Zahlreiche Gäste suchen noch Übernachtungsmöglichkeiten während des G8-Gipfels. Das gilt natürlich auch für Kritiker, denen das Land ebenfalls ein guter Gastgeber sein will. Unkomplizierte Unterkünfte im eigenen Zelt wird es für sie in Bützow geben: Hier findet vom 1. bis 10. Juni 2007 das G8-Gute-Nacht-Camp statt. Das erste in MV genehmigte Zeltlager für Globalisierungskritiker durfte sich jetzt auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin präsentieren, die am Sonntag zu Ende ging. Die Arbeitsgemeinschaft "Junges Land für junge Leute" verteilte neben Informationen rund um Jugendreisen nach McPom auch Flyer und T-Shirts mit dem Logo "G8 - Gute Nacht", die auf den besonderen Zeltplatz aufmerksam machen. In dem Bützower Camp finden bis zu 15.000 Menschen Platz. Das Angebot richtet sich an ein breites gesellschaftliches Spektrum - von kirchlichen Gruppen über Umweltschutzorganisationen bis zu Gewerkschaften. Um die Logistik kümmert sich eine Schweriner Veranstaltungsagentur, die Inhalte bestimmen die Teilnehmer selbst: Jeder kann Workshops, Diskussionsrunden oder Konzerte anbieten und so das Thema Globalisierung kritisch begleiten. Auf der ITB stieß dieses Projekt auf eine gute Resonanz: "Wir haben auf Nachfrage mehr als 1000 Flyer an Interessierte herausgegeben", sagte Reinhard Schwarz von der Arbeitsgemeinschaft "Junges Land für junge Leute". Gleichzeitig macht das G8-Gute-Nacht-Camp auch die Palette der Übernachtungsmöglichkeiten im Sommer 2007 in Mecklenburg-Vorpommern noch ein bisschen bunter. Und hier gibt es inzwischen immerhin mehr als 270 ausgewiesene Jugendübernachtungsstätten. Mecklenburg-Vorpommern erhielt in diesem Jahr erstmalig den 1. Platz im Bundesländerwettbewerb um das attraktivste jugendtouristische Angebot in Deutschland den - GERMAN YOUTH TRAVEL AWARD. [http://www.mvregio.de/mvr/28801.html] ------------------------------------------------------------------------------ Hitler immer noch Ehrenbürger von Bad Doberan - Politik will zügig handeln 11.03.2007: Bad Doberan/MVregio Dass Adolf Hitler Ehrenbürger der Stadt Doberan geworden ist, wird von Historikern als sicher erachtet. Dafür spricht schon die Tatsache, dass die NSDAP bereits im Frühjahr 1932 die absolute Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung von Bad Doberan hatte. Deshalb ist davon auszugehen, dass die eigene Partei ihren Führer zum Ehrenbürger ihrer Stadt gemacht habe, so Dr. Herman Langer, der als anerkannter Fachmann in Sachen NS Vergangenheit in Doberan bekannt ist und auch ein Buch über dieses Thema veröffentlicht hat. Hinzu kommt ein Ratsprotokoll aus dem Jahre 1932, welches den Beschluss enthält, Hitler zum Ehrenbürger von Bad Doberan zu machen. Ein weiteres stichhaltiges Indiz ist eine Kopie einer amtlichen Bekanntmachung aus dem "Ostee-Bote" Kröpelin mit der Nummer 191 vom 17. August 1932 das MVregio News vorliegt. Darin wird unter der Überschrift "Adolf Hitler Ehrenbürger von Doberan" berichtet, dass ein Dringlichkeitsantrag von der NSDAP-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung vorliege, worin beantragt wird, dem späteren Führer das Ehrenbürgerrecht der Stadt Doberan zu verleihen. Der Antrag wurde mit den Stimmen der NSDAP-Fraktion gegen 10 Nein-Stimmen aus der Linksfraktion angenommen. Die Abstimmung endete in einem großen Tumult, dem Bericht zufolge gab es auch lautstarke Heil-Hitler-Rufe unter den Stadtverordneten und Zuhören, die damit die Ehrung Adolf Hitlers begrüßten. Doberan war damit die erste Deutsche Kreisstadt die noch vor der Machtergreifung von Adolf Hitler am 30. Januar 1933 diesen zum Ehrenbürger machte. Bereits nach der Wende sollte die ungeklärte Altlast dieses Vorganges im Rathaus aufgearbeitet werden, doch aufgrund fehlender Unterlagen und abhanden gekommener Dokumente verschwand dieser Punkt von der Agenda. Eine ehemaliger Mitarbeiter der Stadtverwaltung zu MVregio News: "Man kann keine Heirat auflösen oder scheiden, wenn keine Heiratsurkunde vorliegt!" Doch nun scheint diese Altlast im Zuge der G8-Gipfelvorbereitungen den Stadtvätern von Doberan doch noch Kopfzerbrechen zu bereiten. Ein Kommunalrechtexperte meinte: "Man hätte auch ohne Dokumente und Urkunden das Thema durch eine deutliche Erklärung der Stadtvertreter zumindest relativieren können." Der Kreisvorsitzende der CDU Bad Doberan Henning von Storch erklärte dazu: "Ungeachtet dessen, ob Unterlagen fehlen, sollte man sich in der Stadtverordnetenversammlung schnellstens dazu durchringen diese Altlast zu entsorgen wenn man nicht unglaubwürdig werden will, denn in drei Monaten haben wir G8-Gipfel in Heiligendamm. Man sollte auch auf die internationale Resonanz, insbesondere aus den USA achten." Sowohl die CDU-Fraktion als auch andere Parteien in der Doberaner Stadtverordnetenversammlung wollen das Thema schnellstmöglich in der nächsten Sitzung am 02. April 2007 aufgreifen und zum Abschluss bringen. [http://www.mvregio.de/show/28779.html] ------------------------------------------------------------------------------ Für unkontrollierte soziale Bewegungen - Gegen staatliche Repression Antirepressionsdemo in München am 17.03.07 Am 17. Januar diesen Jahres führte die Münchner Polizei mit der Begründung "Aufruf zu Straftaten" Hausdurchsuchungen in insgesamt 11 Objekten der Münchner Linken durch. Stein des Anstoßes waren Flugblätter und Broschüren, in denen dazu aufgerufen wird, am 5. Juni in Rahmen der Proteste gegen den G8-Gipfel den Flughafen Rostock-Laage zu blockieren (Im übrigen ein Aufruf, dem wir uns an dieser Stelle nur anschließen können!). Da ein solcher Aufruf laut einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes völlig legal ist, konstruierten Polizei und Staatsanwaltschaft einen angeblichen Aufruf zur "Stürmung" des Flughafens herbei und begründeten so die umfangreichste Hausdurchsuchungswelle in München seit 15 Jahren. Betroffen waren neben mehreren Privatwohnungen auch das Kafe Marat (ein linkes Zentrum), ein Buchladen, ein Druckereikollektiv, ein Transportunternehmen, und ein Stadtteilladen im Westend. Allein diese Liste der durchsuchten Objekte macht deutlich, dass es den Verantwortlichen bei dieser Aktion vor allem darum ging, die Infrastruktur der Münchner Linken auszuleuchten bzw. Aktivist_innen einzuschüchtern. Ein simpler Blick in die beanstandeten Flugblätter hätte genügt, den Vorwurf des "Aufrufes zu Straftaten" als völlig haltlos zu entlarven. Dieser erneute, massive Repressionsschlag ist der bislang letzte einer Reihe von skandalösen Hausdurchsuchungen und Gerichtsurteilen gegen Linke in München, die sich wohl ewig fortsetzen ließe: Nur kurz zuvor wurde im Rahmen einer bundesweiten Polizeiaktion das genannte Transportunternehmen unter dem Vorwand "Unterstützung einer terroristischen Vereinigung", namentlich der türkischen kommunistischen Partei DHKPC, ebenfalls durchsucht. Als Folge dieser Aktion sitzen bundesweit immer noch vier Leute in Haft. Im Oktober 2005 durchsuchte die Polizei nach einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen Antifas und Nazis 6 Wohnungen von Münchner Antifaschist_innen. Den Betroffenen wurden, z.T. in Abwesenheit, willkürlich DNA-Proben entnommen, angeblich um diese mit einer DNA-Spur auf einem im Zuge der Auseinandersetzung geworfenen Aschenbecher (!) zu vergleichen. Unzählige Gerichtsverfahren in den letzten Jahren endeten mit drakonischen Strafen, unzählige linke Demonstrationen und Kundgebungen wurden von einem völlig übertriebenen Polizeiaufgebot begleitet. Unter den lächerlichsten Vorwänden (Tragen von Nietenarmbändern, Schreien gewisser Parolen, usw., usf.) werden Leute verhaftet, festgesetzt und von Münchner Richter_innen zu unverhältnismäßig hohen und immer höher werdenden Geldstrafen o.Ä. verurteilt. Die übermäßige Polizeipräsenz bei jeder sich bietenden Gelegenheit tut ein übriges dazu, den Eindruck einer willkürlichen und generellen staatlichen Repression gegen politisch aktive Linke entstehen zu lassen. Während Münchner Nazis in jüngster Vergangenheit ungestört und in aller Öffentlichkeit den erschossenen Hitlerputschisten gedenken konnten oder die bundesweit einzige genehmigte Kundgebung zum Gedenken an Hitlerstellvertreter Rudolf Hess abhalten konnten, werden engagierte Antifaschist_innen ständig von Polizei in Zivil und Uniform bedrängt und aus den nichtigsten Gründen verhaftet. Auch die Repression gegen die Anti-Sicherheitskonferenz-Proteste im Februar diesen Jahres ist an Lächerlichkeit und Willkür mal wieder kaum zu überbieten: So wurden bereits auf der Anreise eine ältere Dame und ihre 10-Jährige Enkelin wegen dem Mitführen eines Brotzeitmessers in Gewahrsam genommen, ein anderer Anreisender wegen des Mitführens einer medizinischen Armschiene; die unzähligen Polizeiangriffe auf die Demo selbst fallen leider beinahe schon in die Kategorie "Nix Neues". In Anbetracht der Tatsache, dass die oben genannten Beispiele in der Vergangenheit nicht die Ausnahme, sondern der Regelfall gewesen sind, halten wir es für notwendig, sich öffentlich und mit aller Entschiedenheit gegen diese massive polizeiliche und staatliche Willkür zu äußern sowie unsere Solidarität mit den Opfern dieser Repression zu bekunden. Denn betroffen sind wenige - gemeint sind wir alle! Bereits 1923 erklärte die Rote Hilfe den 18. März zum "Internationalen Tag der Hilfe für die politischen Gefangenen". Der Faschismus setzte dieser Tradition ein Ende. Wie so vieles andere wurde nach dem Ende der Nazi-Herrschaft der Tag nicht mehr begangen. Seit 1996 wird der 18. März von der radikalen Linken in Deutschland wieder als Tag für die Freiheit der politischen Gefangenen und gegen Repression und staatliche Unterdrückung begangen. Seitdem werden an diesem Tag bundesweit vielfältige Aktionen und Veranstaltungen durchgeführt, die das Thema Repression und politische Gefangene auf die Tagesordnung setzen. Wir wollen diesen Tag deshalb nutzen, um offensiv die Forderung nach sofortiger Freilassung aller politischen Gefangenen auf die Straße zu tragen: Gerade in der aktuellen Debatte um die Freilassung der Häftlinge aus der ehemaligen RAF zeigt sich mal wieder der ganze Zynismus eines Systems, das Menschen in jahrelange Isolationshaft steckt: Bei dieser als "weiße Folter" geächteten Form der Haft werden die Gefangenen akustisch, sozial und vollkommen von anderen Insassen isoliert. Diese sog. sensorische Deprivation führt zu schweren, aber kaum nachweisbaren körperlichen, geistigen und seelischen Schäden bei den Inhaftierten. Die Isolationshaft sollte und soll den Willen, die persönliche und politische Integrität des Gefangenen brechen. Die politischen Gefangenen aus der RAF waren der totalen Kontrolle des Knastapparats ausgeliefert: Besuche von Freund_innen und Familie wurden mit Trennscheibe durchgeführt, Post, Bücher und Broschüren wurden kontrolliert und ggf. zensiert oder gar nicht ausgehändigt, Anwaltsbesuche überwacht. Nachdem die Gefangenen nun die Isolationshaft und die totale Kontrolle jahrzehntelang über sich ergehen lassen mussten, verlangen nun einige Politiker_innen ernsthaft von ihnen, sich rückwirkend als Kronzeug_innen zu betätigen und "Reue" zu zeigen - Forderungen, die auf keinerlei juristischen Grundlagen fußen. Wir fordern die sofortige Freilassung aller politischen Gefangenen und ein Ende der Isolationshaftfolter! Eine in sich konsistente und umfassende Analyse des aktuellen Repressionsgeschehens in Deutschland bzw. Europa können wir hier freilich nicht vorlegen. Klar ist aber, dass wir die Repression, die uns als Linke trifft, nicht losgelöst davon betrachten können, dass auch Schwarzfahrer_innen, Dieb_innen, Drogenkonsument_innen aber auch Migrant_innen mit und ohne Aufenthaltsgenehmigung oder Menschen, die "zuviel" Geld vom Staat beziehen, etc. mit immer höheren Strafen rechnen müssen. Es ist zu beobachten, dass das Wohlverhalten bestimmter Teile der Bevölkerung, nicht mehr - wie in den letzten Jahrzehnten - durch soziale Transferleistungen erkauft wird. Das Stillhalten von sozialen oder politischen Risikogruppen soll stattdessen mit verschärfter Repression sichergestellt werden. Damit diese effektiv funktionieren kann, müssen Kontroll- und Überwachungsmechanismen ausgebaut werden. Dies reicht von flächendeckender Videoüberwachung über die totale Speicherung aller Handy- und Internetverbindungsdaten über zwei Jahre, bis hin zum sogenannten "genetischen Fingerabdruck" oder der neuartigen RFID-Technologie. Hier lässt sich ein verhängnisvoller Trend in Richtung Überwachungsstaat erkennen: Die totale Überwachung des Menschen ist technisch kein Problem mehr, nur die Auswertung der riesigen Datenfülle ist bislang nur höchstens punktuell machbar. Die ehemals geltende Unschuldsvermutung ("In dubio pro reo") wird aber bereits jetzt durch einen alle Menschen betreffenden Generalverdacht ersetzt ("Wer nix zu verbergen hat, braucht auch nix zu befürchten"). Jedoch werden interessanterweise so gut wie nie tatsächlich Kriminalitätsstatistiken zur Legitimation der Überwachungsmaßnahmen herangezogen, sondern lediglich schwammige Unsicherheitsgefühle und medial erzeugte Ängste. In vielen Städten Deutschlands wird die aggressive Ausgrenzung sogenannter Randgruppen zur politischen Alltagspraxis. Besonders Obdachlose, Bedürftige und Drogenabhängige, aber auch Migrant_innen oder einfach Menschen die optisch nicht den vorherrschenden Normen entsprechen, stören nach Ansicht von Politiker_innen und Geschäftsleuten, aber auch Konsument_innen das Bild einer modernen, konsumorientierten Stadt. Sie sollen aus den Innenstädten und Metropolen vertrieben werden. Neben dem rein geschäftlichen Aspekt dieses Vertreibungsprozesses, der (angeblichen) Umsatzsteigerung, spielt hier auch ein politischer Faktor mit: Die von sichtbarer Not und Elend gesäuberten Innenstädte bergen nicht mehr das Risiko, die Konsument_innen zur kritischen Auseinandersetzung mit der praktizierten Politik des Sozialabbaus oder gar den kapitalistischen Verhältnissen an sich anzuregen. Die Gefahr hingegen, selbst Teil einer sogenannten sozialen Randgruppe zu werden (z. B. durch Arbeitslosigkeit oder Wohnungsnot), wird für viele Menschen, immer größer. Bis vor nicht allzu langer Zeit wurde noch die Fähigkeit der "soziale Marktwirtschaft" zur Befriedung sozialer Konflikte durch Einbindung propagiert. An diese Stelle tritt eine rein nationalistische Mobilisierungskampagne: auch wenn Du nix hast, bist Du immer noch Deutschland. Auffallend dabei ist die Gleichzeitigkeit von innerer Aufrüstung und nationalistischer Mobilmachung: Die totale Überwachung wird ideologisch legitimiert durch die Konstruktion eines nationalen Kollektives, dem angeblich alle "Deutschen" angehören; die totale Überwachung des öffentlichen Raumes wird mit angeblich kollektiven Interessen begründet: Feindbilder werden geschaffen ("Terroristen", "Hooligans", aber auch "Junkies", "Illegale", "Kriminelle aus Osteuropa" usw.) und so ein immer stärker werdender Druck erzeugt, sich den kapitalistischen Notwendigkeiten und den herrschenden Verhältnissen anzupassen. Nicht zuletzt ist die innerbetriebliche Repression beispielsweise in Folge eines sogenannten "wilden" (d.h. nicht vom DGB abgesegneten) Streiks in diesen Kontext zu stellen: So wurden die angeblichen "Rädelsführer_innen" des Streiks in den Opel-Werken Ende 2004 schlicht und einfach entlassen. Als ultimative Drohung an diejenigen, die sich nicht einfügen können oder wollen, wartet die Unfreiheit, der Knast - im schlimmsten Fall die jahrelange Isolationshaftfolter. Repression hat weltweit die Funktion der Herrschaftssicherung, Sie wird ausgeübt vom Staat, der mit seinen Polizist_innen, Sicherheitsdiensten und Soldat_innen, etc. vor allem das kapitalistische Prinzip der Profitmaximierung schützen soll. Die momentanen Eigentumsverhältnisse, also dass wenige immer mehr und viele immer weniger zum Leben haben, werden auch in Form von unzähligen Kriegen, die die Staaten der NATO und der EU überall auf der Welt führen, weltweit abgesichert. Diese Eigentumsverhältnisse und die mit ihnen einhergehenden kriegerischen Auseinandersetzungen zwingen viele Menschen auf dieser Welt zur Flucht. Die organisierten Stürme über die doppelreihigen meterhohen Stacheldrahtzäune der spanischen Enklaven Ceuta und Melilla in Marokko verdeutlichen einmal mehr die durch den Norden verursachte Lebensrealität der Menschen im Süden. Durch rigorose Abschiebungen, weitere Verschärfungen in der Asylgesetzgebung und dem Bau von Auffanglagern noch weit vor den EU-Außengrenzen werden Menschen des Südens systematisch vom Wohlstand ausgeschlossen und in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Dieses System ist also grundsätzlich auf Repression angewiesen, um sich selbst in seiner Funktionsweise zu erhalten, weswegen es nur folgerichtig ist, dass jeder Widerstand, der auf Systemüberwindung abzielt, mit Gewalt beantwortet wird. Es liegt an uns, das Gewaltmonopol des Staates jeden Tag in Frage zu stellen, um darüber die Perspektive einer befreiten Gesellschaft, die sich an den Bedürfnissen aller Menschen orientiert, zu verwirklichen. Freiheit für alle politischen Gefangenen weltweit! Für unkontrollierte soziale Bewegungen! Für die soziale Revolution! Für eine befreite Gesellschaft! Beginn der Demonstration am 17.3.07 um 13.00 Uhr am Marienplatz in München Dieser Aufruf wird unterstützt von: Antifa NT AK Internationalismus AnaRKomM (AnarchistInnen/RätekommunistInnen München) FAU München Fortsetzung Folgt Libertad Süd SDAJ München Anti-G8-Plattform Betriebsgruppe Amper-Kliniken, Dachau und freischaffenden Zusamenhängen Kontakt : antirep_muc at riseup.net ------------------------------------------------------------------------------ Mayas schießen mit Spiegelblitzen auf Bush Mit unkonventionellen Methoden rüsten sich die Mayas in Guatemala gegen den Besuch von US-Präsident George W. Bush. Ihnen ist vor allem ein Dorn im Auge, dass er am Montag die heiligen Städten von Iximche besuchen will. Von umliegen Bergen wollen sie deshalb mit Spiegelblitzen auf den Helikopter des US-Präsidenten "schießen". Ziel ist nicht in erster Linie, den Hubschrauber zum Absturz zu bringen, sondern vielmehr dessen Ladung zu verhinden. Gläubige Mayas sind sich sicher, dass Bush eine geballte Ladung negativer Energien mitbringen wird und damit die Totenruhe der heiligen Städte stört. Sollte Bush trotz der Spiegel-Attacke landen, will man auf alle Fälle im Anschluss eine art Geisteraustreibung in Iximche durchführen. "Jeder weiss, dass er (Bush) viele Feinde hat und das bringt negative Energien hervor", sagt ein Touristenführer der guatemaltekischen Tageszeitung "Prensa Libre". Mit spirituellen Gesängen, dem Verbrennen von Kräutern und Kerzen sollen die bösen Geister Bushs wieder vertrieben werden. Zumal in wenigen Wochen an diesem Ort eine internationale Konferenz indigener Völker stattfinden soll, an der auch Boliviens Präsident Morales teilnehmen soll. Der Besuch Bush findet unter vergleichsweise geringen Sicherheitsvorkehrungen statt. Zwar donnern seit Donnerstag F-16 Kampfflugzeuge über der Hauptstadt und dem Departement Chimaltenango hinweg, Anwohner der Fahrtstrecke des Präsidentenconvois sind allerdings auf keine beonderen Verhaltensregeln aufmerksam gemacht worden. Sie sollen lediglich einen Personalausweis bei sich tragen. Auch Geschäfte müssen wohl nicht schliessen. Die Verkehrspolizei übt seit Donnerstag, wie man Strassen sperren muss. Lediglich 1.200 Polizisten sollen die Sicherheit Bushs gewährleisten. Für Fussbalstar Diego Maradonna wurden vor zehn Tagen deutlich mehr (5.000) Polizisten abgestellt. Überschattet wird der Besuch auch durch einen ganz besonderen Skandal. Vier guatemaltekische Polizisten sollen kürzlich drei el salvadorianische Abgeordnete und ihren Fahrer umgebracht haben. Die mutmasslichen Täter wurden daraufhin von Todesschwadronen im Hochsicherheitstrakt umgebracht. Es verhärten sich Hinweise, dass das Innenministerium und die Polizei Todesschwadronen unterhalten, die auch Obdachlose, Transsexuelle, Huren, Stricher und Jugendbandenmitglieder umbringen. Man kann davon ausgehen, dass die US-Regierung gerne darauf verzichtet, die Sicherheit des US-Präsidenten in die Hände der staatlichen Polizei zu geben. [http://de.indymedia.org/2007/03/170640.shtml] ------------------------------------------------------------------------------ Polizei startet vor G8 Klingeltour bei Heiligendammer Einwohnern Heiligendamm (ddp-nrd). Zur Vorbereitung auf den G8-Gipfel im Juni in Heiligendamm besucht die Polizei jetzt die rund 200 Einwohner des Seebades persönlich. In den kommenden Wochen klingeln die Beamten an allen Wohnungstüren, wie der Planungsstab Kavala am Montag mitteilte. Darüber hinaus würden alle Gartenbesitzer, Gewerbetreibende und Mitarbeiter von Pflegediensten angesprochen. Die Gespräche seien nötig zur Anfertigung so genannter Berechtigtenlisten, die den Zutritt zum Sperrgebiet in der Zeit um das Gipfeltreffen regelten. Dazu müssten aus Sicherheitsgründen personenbezogene Daten aufgenommen sowie Fotos gefertigt werden, teilte die Polizei weiter mit. (ddp) [http://www.pr-inside.com/de/polizei-startet-vor-g8-klingeltour-bei-r63002.htm] -------------------------------------------------------------------------- Ausführlicher Pressespiegel rund um den G8 unter http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-l -------------------------------------------------------------------------- ================================================ 09 Blockade der japanischen Botschaft in Berlin durch die NGO Resistance for Peace Von: NGO Resistance for Peace ================================================ Resistance for Peace Menschen-Tierrechts-Umweltschutzorganisation Nobilegasse 26/22 A - 1150 Wien www.resistanceforpeace.org Presseinformation Berlin, 12.03.07 Blockade der japanischen Botschaft in Berlin durch die NGO Resistance for Peace Aktivisten protestieren gegen das Abschlachten von Delphinen in Japan. Heute, Montag den 12.03.07 blockieren ab ca. 9 Uhr früh zehn Aktivisten der Menschen- Tierrechts-Umweltschutzorganisation Resistance for Peace den Eingang der japanischen Botschaft in Berlin. Die Aktivisten von Resistance for Peace sind aus Österreich angereist um gemeinsam mit deutschen Aktivisten gegen das Abschlachten von Delphinen und Schweinswalen zu protestieren. Einige Aktivisten haben sich an den Toren angekettet, andere zeigen ein Banner auf dem zu lesen ist: ?Stop Dolphin massacre in Japan?. Es ist geplant die Blockade längere Zeit aufrecht zu erhalten. Resistance for Peace war international schon mehrmals aktiv. So wurde etwa gegen Arnold Schwarzenegger in Bezug auf die Todesstrafe oder gegen G. W. Bush anlässlich des EU-USA Gipfels protestiert. Nun fordert Resistance for Peace Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, den deutschen EU-Vorsitz zu nützen und Japan wegen dem Delphine- und Wale-Töten unter Druck zu setzen. ?Die EU soll ein generelles weltweites Verbot des Walfangs (auch für Kleinwale) auf Ebene der Vereinten Nationen einfordern. Die Internationale Walfangkommission soll aufgelöst werden, da ein Teil der Mitglieder von Japan manipuliert wird. Der so genannte wissenschaftliche Walfang gehört verboten, da es wissenschaftliche Methoden gibt welche die Wale nicht tötet ( z.B. DNA-Proben entnehmen aus der Haut lebender Wale).? Meint Peter Rosenauer, Sprecher von Resistance for Peace Pro Jahr schlachtet Japan ca. 20.000 Delphine und Schweinswale ab. Für ein totes Tier werden ca. 600 US Dollar am Fleischmarkt bezahlt. Ein zusätzlicher Anreiz für das Delphineschlachten ist die Anwesenheit von Delphintrainern von Vergnügungsparks und Delphinarien. Diese suchen sich Delphine während des Zusammentreibens aus und zahlen pro Tier 50.000 bis 100.000 US Dollar. Peter Rosenauer Sprecher von Resistance for Peace meint: ? Delphine und auch Schweinswale sind auch hochintelligente und sensitiv fühlende Lebewesen. Das absolut unnötige Abschlachten muss verboten werden. Die japanischen Fischer und die japanische Regierung müssen endlich einsehen, dass nicht die Delphine schuld am Rückgang der Fischbestände sind, sondern die Überfischung durch die eigene Fischereiindustrie sowie die Umweltverschmutzung. Das Thema Walfang wird auch in der japanischen Gesellschaft kontrovers gesehen. Die Walfleischesser, welche sich auf die Tradition berufen, sind großteils kriegsverherrlichende rechtskonservative Menschen.? Hinweis: Onlinepetion an den japanischen Regierungschef http://www.petitiononline.com/golfinho und Schlachtvideo http://www.glumbert.com/media/dolphin Mehr Informationen bei Peter Rosenauer, welcher vor Ort in der Aktion ist. Tel Nr. 1 0160-83 200 12 Tel Nr. 2 0043-664-505 18 61 und auf der Homepage: www.resistanceforpeace.org ================================================ ================================================ 10 Ausländerfeindlichkeit und Rassismus in Deutschland Von: Reza Jadgarieb ================================================ Ausländerfeindlichkeit und Rassismus in Deutschland ------------------------------------------------------------- Die Ausländer und Menschen mit dunkle Hautfarbe werden in Deuschland nach 16 Jahren der deutschen Einheit häufig opfer fremdenfeindlicher Gewalt und beleidigungen. Fälle offener Gewalt bilden nur die Spitze des Eisbergs eines alltäglichen Rasissmus in Deutschland. Die Situation für Menschen mit dunkle Hautfarbe im Osten ist viel schlimmer. Täglich als Ausländer im Osten erlebt man Rasissmus und beleidigungen. Hass und Feindschaft gegen Ausländern und Juden im Osten ist viel tiefer als deutsche Bundesregierung zu geben kann. Dieser beginnt bei respektlosigkeit und Beschämpfungen und Beleidigungen wie, "Dieb", "Kriminelle", "Kamilentreiber", "Nigger", "Buschmäner", "Terrorist". Die Benachteiligungen reichen bis zu Wohnungs- und Arbeitsuche, in Geschäften, Behörden und öffentlichenVerkehrsmitteln. Die deutschen behörden behandeln die Farbige bzw. Ausländern oft von vornherein wie Kriminelle. Oft kann man die Ausländerfeindlichkeit und Judenhass heute in Deutschland nicht von einander trennen. Antisemitismus ist in Deutschland unter ältere Generationen immer noch zu hören. Die Statistik, die von Friedrich-Ebert-Stiftung im November 2006 veröffentlich worden ist, zeigt, daß 31 Prozent der Westdeutschen und 25 Prozent der Ostdeutschen antisemitischen Vorstellungen haben. Mein Meinung nach, wenn die Deutschen einheimischen Juden, die deutsche Staatsbürger sind, für die Politik Israel verantwortlich machen, wollen sie die eigener Schuld an der Verfolgung der Juden verkleinert zu versuchen. Genauso ist es, wenn die deutschen Ausländern als "Dieb" bzw. "Kriminelle", "Terrorist" bezeichen. Dann die deutschen Ihrer Ausländerfeindlichkeit und Rassismus auch verkleinert zu versuchen wollen. Es gibt gebiete in Deutschland, daß die Deutschen über Juden und schwarze Afrikaner Witze erzählen. Diese Form ist viel mehr im Osten verbreitet. MIt Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus in der deutschen Gesellschaft, verstoßen die Deutschen gegen ihrem eigenen Grundgesetz.( Art. 1. Absatz 1. Die Würde des Menschen ist unantastbar). Die Ausländerfeidlichkeit und Antisemitismus in Deutschland wird genau im Ausland beobachtet. Die 50% der Deutschen müssen sich ändern, bevor die deutsche Gesellschaft ein trauriges Weltberümtheit gewinnt.Damit "wir" Ausländern in Deutschland keine gute Botschafter für Deutschland sein können. Ich kann als Ausländer nur sagen, daß Ausländerfeindlichkeit und Rassismus schadet Deutschland überall auf der Welt. REZA JADGARIEB ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich und somit MedieninhaberInnen: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. 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Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Di 5:00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Wed Mar 14 09:35:43 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Wed, 14 Mar 2007 09:35:43 +0100 Subject: widerst@and mund - Mittwoch, 14. =?iso-8859-1?Q?M=E4rz_2007?= Message-ID: MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Mittwoch, 14. März 2007 Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Salzburg/Fremd/Recht/Polizei/Medien/Termin: Hart wie Krupp-Stahl von "akin" ================================================ 02 Amstetten: Dr. Karl Kumpfmueller: Gibt es einen Kampf der Kulturen von "Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering" ================================================ 03 Fritz Keller und Rosa Luxemburg von promedia at mediashop.at ================================================ 04 Promedia im Frühjahr von promedia at mediashop.at ================================================ 05 identities 2007... von "DV8-FILM NEWSLETTER" ================================================ 06 Griechenland: Streik-Veranstaltung / Klima / Nationalismus / Venezuela von "AL-Antifaschistische Linke" ================================================ 07 Menschenrechtsschutz auf EU-Ebene: Fundierte Politik oder Fassade? > von radio stimme ================================================ 08 Termine ab Mittwoch, den 14.Maerz 2007 von "akin" ================================================ 09 Extratermine: 19.-22.3. Aktionstage; 29.-30.3. Lets Organize; 16.-17.3. Schuettehausprojekt von "akin" ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN, MEINUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 10 Stellenausschreibung: ORF RedakteurIn /JugendarbeiterIn von news at initiative.minderheiten.at> ================================================ 11 AMS-tipps von Dietmar Köhler ================================================ 12 Fremd/Glosse: Soziale Mutprobe von "akin" ================================================ 13 Recht: KiK: Der Betriebs rat c’est moi! von "akin" ================================================ 14 Buecher: Nur Arbeit schafft ein Recht auf Leben (Spiegelgrund-Buch) von "akin" ================================================ 15 Kommentar der Anderen/Termin: RAF - Die Toten, die Lebenden und der Standard von "akin" ================================================ 16 Kurz: Entschuldigungszetterl, Ilisu-Kundgebung, WWWebtip, Letzte Worte von "akin" ================================================ 17 Erbschaften und auch alle Vermögen progressiv besteuern ! von "Helmuth Fellner" ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 18 Entkriminalisierung der Kultur- und Heilpflanze Coca gefordert - Signierter WM-Fußball wird versteigert von "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Salzburg/Fremd/Recht/Polizei/Medien/Termin: Hart wie Krupp-Stahl von "akin" ================================================ +*********************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 13. Maerz 2007; 16:38 ************************************************ Fremd/Recht/Polizei/Medien: > Hart wie Krupp-Stahl Neue fremdenpolizeiliche Eingreiftruppe in Salzburg beherrscht ihre Dienstwaffe perfekt Seit Montag, den 12. Maerz 2007 erreicht die Hetze gegen Menschen mit migrantischen Hintergrund eine neue Ebene staatlicher Gewalt. Radio ‚Antenne Salzburg’ droehnte, dass illegalisiert lebende Menschen nichts mehr zu lachen haetten. Der Lokalteil der ‚Salzburger Nachrichten’ titelte mit: "Neuer Polizeitrupp gegen kriminelle Auslaender", um auf den Seiten 4 und 5 noch deutlicher zu werden: "Ein Mann gegen kriminelle Auslaender". Manfred Ottenbacher, ehemaliges Mitglied des Mobilen Einsatzkommandos, wird Kommandant einer Spezialeinheit, der neuen fremdenpolizeilichen Eingreiftruppe, der fuenf Beamte mit der "notwendigen Einschreitequalitaet" zugeordnet sind. Die ‚SN’ beschreibt ihn heroisierend: "... durchtrainiert bis in die letzte Faser, militaerischer Haarschnitt, harter Blick ...". Laut Kommandant Ottenbacher sei es notwendig, dass seine Beamten "harte Knochen" seien. Weder die Kriminalisierungsmuster, die sich auf eine angeblich "schockierende Gewaltbereitschaft" oder ein "Ansteigen der kriminellen Energie" beziehen, noch ihre unreflektierte Uebernahme bzw. gezielte Verfestigung durch die buergerlichen Medien sind neu. Neu ist die Qualitaet der Demaskierung, neu ist die Art und Weise, eine behauptete Notwendigkeit kuenftiger staatlich legitimierter Gewalt offen anzukuendigen, neu ist der sich in Inhalt und Sprachwahl widerspiegelnde Grad an Aggressivitaet, welcher kuenftige Verfolgung aufgrund vermuteter Herkunftskriterien positiv bewertet. Die Polizisten werden in Zivilfahrzeugen mit Laptop unterwegs sein, in den Computern sind europaeische Fahndungslisten gespeichert. Pro Einsatztag sollen 300 bis 400 Menschen durchsucht und ueberprueft werden, schwerpunktmaessig in Lokalen, am Bahnhof, in Wohnungen und auf der Strasse, die Verfolgung illegalisiert lebender Menschen wird fuer die Spezialeinheit eine Hauptaufgabe werden. Zu einem ungewoehnlich hohen Ausmass haben sich die buergerlichen Medien in ihrer die offizielle Politik bestaerkenden Fremdenhetze bis zur Kenntlichkeit entbloesst. Kuenftige Polizeigewalt wird auf der Titelseite des Lokalteils der ‚SN’ am 12.3.07 vermittels eines indirekten Zitats des Kommandanten Ottenbacher positiv konnotiert: "Nun seien Beamten gefragt, die laengere Verfolgungsjagden ueberstuenden und im schlimmsten Fall ihre Dienstwaffe perfekt beherrschten." *arge wehrdienstverweigerung, gewaltfreiheit und fluechtlingsbetreuung* * Aufruf: Wir laden alle, die sich beteiligen moechten dringend ein, aufmerksam zu sein, sowie beobachtetes aggressives und gewaltsames Agieren der Polizeikraefte zu Dokumentationszwecken per mail oder Telephon mitzuteilen, an die: arge-wdv at gmx.net oder unter: 0699/12115985. Wir sehen nicht widerspruchslos zu, wenn pro Einsatztag 300 bis 400 Menschen aufgrund einer angenommenen Herkunft durch eine Spezialeinheit mit hohem Aggressionsniveau bis in ihre privaten Wohnungen hinein verfolgt werden sollen. Wir moechten nicht in einer Stadt leben muessen, in der Fremdenhetze durch eine weitere Hochruestung des staatlichen Repressionsapparates gesellschaftlich legitimiert wird. Aktionstreffen: Donnerstag, 22. Maerz, 19.00 Uhr, im Buero der Arge Wehrdienstverweigerung & Gewaltfreiheit (Arge Kultur Nonntal, 1. Stock, Josef-Preis-Allee 16, 5020 Salzburg). *************************************************** Der akin-pd ist die elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen Wiener Wochenzeitung 'akin'. Texte im akin-pd muessen aber nicht wortidentisch mit den in der Papierausgabe veroeffentlichten sein. Nachdruck von Eigenbeitraegen mit Quellenangabe erbeten. Namentlich gezeichnete Beitraege stehen in der Verantwortung der VerfasserInnen. Ein Nachdruck von Texten mit anderem Copyright als dem unseren sagt nichts ueber eine anderweitige Verfuegungsberechtigung aus. Der akin-pd wird nur als Abonnement verschickt. Wer versehentlich in den Verteiler geraten ist, kann den akin-pd per formlosen Mail an akin.buero at gmx.at abbestellen. ************************************************* 'akin - aktuelle informationen' a-1170 wien, Lobenhauerngasse 35/2 vox: ++43/1/535-62-00 (anrufbeantworter, unberechenbare buerozeiten) http://akin.mediaweb.at akin.buero at gmx.at Bankverbindung lautend auf: föj/BfS, Bank Austria, BLZ 12000, 223-102-976/00, Zweck: akin ================================================ 02 Amstetten: Dr. Karl Kumpfmueller: Gibt es einen Kampf der Kulturen von "Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering" ================================================ Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde! Die Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) Amstetten laden gemeinsam mit Pax Christi Amstetten und dem Kulturamt der Stadt Amstetten zu einem Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Karl Kumpfmüller zum Thema "Gibt es einen Kampf der Kulturen? - Die Religionen - Instrumente des Krieges oder Instrumente des Friedens?" am Mittwoch, 14. März 2007 um 19.30 Uhr im Rathaussaal Amstetten ein. Mit solidarischen Friedensgrüßen! Alois Reisenbichler ================================================ 03 Fritz Keller und Rosa Luxemburg von promedia at mediashop.at ================================================ Promedia Verlag und Winter Buchhandlung bitten um folgende Ankündigung: *) Dienstag, 20.3.2007, um 18 Uhr in der Buchhandlung Winter, Landesgerichtsstr. 20, 1010 Wien Buch/Thema: Edition Linke Klassiker: Rosa Luxemburg. Denken und Leben einer internationalen Revolutionärin Gespräch mit dem Herausgeber Fritz Keller. Er steht für inhaltliche Debatten zum Werk von Rosa Luxemburg genauso zur Verfügung wie für praktische und politische Fragen über die Arbeit eines Herausgebers. Mit freundlichen Grüßen und bestem Dank für die Mühe Hannes Hofbauer ================================================ 04 Promedia im Frühjahr von promedia at mediashop.at ================================================ Der Promedia Verlag freut sich, Ihnen für das Frühjahr 2007 interessante Buchpräsentationen und Diskussionen ankündigen zu können: *) Dienstag, 20.3.2007, um 18 Uhr in der Buchhandlung Winter, Landesgerichtsstr. 20, 1010 Wien Buch/Thema: Edition Linke Klassiker: Rosa Luxemburg. Denken und Leben einer internationalen Revolutionärin Gespräch mit dem Herausgeber Fritz Keller. Er steht für inhaltliche Debatten zum Werk von Rosa Luxemburg genauso zur Verfügung wie für praktische und politische Fragen über die Arbeit eines Herausgebers. *) Mittwoch, 28.3.2007, um 19 Uhr in der Galerie mel-contemporary, Christineng. 2, 1010 Wien Buch/Thema: Julius Mende, Die sexuelle Welle. Zwischen Sinnlichkeit und Vermarktung. Bilder und Texte ISBN 978-3-85371-266-5, br., 240 Seiten, reich und farbig bebildert, 19,90 Euro Kraft.Punkt.Schau des Malers und Autors Julius Mende *) Mittwoch, 18.4.2007, 19 Uhr im Amerlinghaus, Stiftg. 8, 1070 Wien Buch/Thema: Marcel van der Linden (Hg.), Was war die Sowjetunion? Kritische Texte zum real existierenden Sozialismus ISBN 978-3-85371-268-9, br., 176 Seiten, 12,90 Euro Diskussion zum Buch mit: Marcel van der Linden, Herausgeber, Forschungsdirektor des Instituts für Sozialgeschichte in Amsterdam Manfred Ecker, Linkswende Walter Baier, KPÖ *) Montag, 23.4.2007, 19 Uhr im Depot, Breiteg. 3, 1070 Wien Buch/Thema: Hanna Hacker, Norden. Süden. Cyberspace. Text und Technik gegen die Ungleichheit ISBN 978-3-85371-269-6, br., 208 Seiten, 17,90 Euro Diskussion zum Buch mit: Hanna Hacker, Autorin und Soziologin an der Universität Wien Simon Inou, Afrikanet Sabine Prokop, Medienwissenschaftlerin *) Montag, 21.5.2007, 20 Uhr im Reigen, Hadikgasse 62, 1140 Wien Buch/Thema: Werner Zips (Hg.), Rastafari Eine universelle Philosophie im 3. Jahrtausend ISBN 978-3-85371-265-8, br., 240 Seiten, farbig bebildert, 19,90 Euro Tanz, Film, Gespräch mit dem Autor. Bekannte DJ’s führen durch den Abend Mit freundlichen Grüßen Hannes Hofbauer, Promedia Verlag ================================================ 05 identities 2007... von "DV8-FILM NEWSLETTER" ================================================ Das identities. QUEER FILM FESTIVAL is proud to be back... In weniger als 90 Tagen ist es wieder soweit, und wir suchen Eure/Ihre aktuelle Adresse für identites 2007 vom 7. – 15. Juni! Seit 2005 umgezogen?? Für die Zusendung des Festivalprogramms wär dann ein ADRESSUPDATE super. Name, neue Adresse, Postleitzahl, Ort per Email an uns, anrufen geht natürlich auch, und schon kommt das Festivalprogrammheft druckfrisch – und gratis! - Mitte Mai ins Postkastl. Und wer Infos per EMAIL will - jederzeit! Unser NEWSLETTER informiert ab sofort in regelmäßigen Abständen über Festivalneuigkeiten. T-3 and counting, wie das bei der NASA in Houston heißen würde... Bis bald und bitte an FreundInnen und Interessierte weiterleiten! Barbara Reumüller identities. Queer Film Festival ----------------------------------- 7. – 15. Juni 2007 präsentiert von DV8-FILM Postfach 282 1071 Wien T. +43 1 524 62 74 F. +43 1 522 98 74 office at identities.at www.identities.at ================================================ 06 Griechenland: Streik-Veranstaltung / Klima / Nationalismus / Venezuela von "AL-Antifaschistische Linke" ================================================ AL-Newsletter Nr. 188 ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 1. Griechenland: Veranstaltung mit griechischem Uni-Streik-Aktivisten 2. Ein Kommentar zum Klimawandel 3. Thesen zu Nationalismus und nationaler Frage 4. Die Situation von Frauen in Venezuela ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 1. Griechenland: Veranstaltung mit griechischem Uni-Streik-Aktivisten Griechenland: 2 Monate Uni-Streik! Veranstaltung mit Stefanos Ioannidis, Aktivist der kämpferischen griechischen StudentInnenbewegung Im Frühjahr ´06 hatte die Regierung der rechtskonservativen "Nea Dimokratia" eine grundlegende Änderung der Universitätsgesetze geplant. Es sollte die staatliche Finanzierung reduziert werden, um so die Unis zu zwingen, sich selbst zu finanzieren – über Sponsoren und Studiengebühren. Nach wochenlangen Streiks und Besetzungen zog die Regierung ihre Pläne zurück. Nun planten die Regierung und die oppositionelle sozialdemokratische PASOK gemeinsam die Änderung von Teilen der Verfassung. Zum Beispiel sollte ein Verfassungsartikel, der festlegt, dass der Staat für die Universitäten und überhaupt die Ausbildung aufkommt und dass Firmen oder private Institutionen keine Universitäten betreiben dürfen, beseitigt werden. Seit Anfang Januar sind die Universitäten nun wieder bestreikt und sämtliche Institute und Forschungseinrichtungen besetzt. In der Verfassungsfrage haben die Studierenden erneut gesiegt. Doch der Kampf geht weiter ... Während hierzulande bei Uni-Protesten die selbst-ernannte "linke" ÖH-Führung zumeist gegen Streiks und Besetzungen argumentiert und stattdessen auf "lustige", aber völlig wirkungslose "kreative Protestformen" setzt, sieht es in Griechenland ganz anders aus. Seit fast einem Jahr folgt dort eine studentische Protestwelle der anderen. Die gemeinsame Unigruppe von AL-Antifaschistische Linke und Arbeitsgruppe Marxismus (AGM) hat zu diesem Thema Stefanos Ioannidis nach Wien eingeladen. Stefanos ist einer der Mitorganisatoren der Streikbewegung in Thessaloniki, der zweitgrößten Stadt Griechenlands. Er ist darüberhinaus Aktivist der trotzkistischen Organisation OKDE und ihrer StudentInnenorganisation SSP. Wann: Mo, 26.03.2007, 19h Wo: 19:00 Uhr im Amerlinghaus, Stiftg. 8, 1070 Wien (U3 Neubaugasse, Ausgang Stiftgasse) Wir freuen uns auf Dein Kommen! ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Als Einstimmung ein Interview, dass GenossInnen der Arbeitsgruppe Marxismus mit Stefanos geführt haben. Wieder Sieg für die griechischen Student/inn/en! Interview mit Stefanos Ioannidis Durch entschlossenen Widerstand im Januar und Februar haben die Student/inn/en in Griechenland geplante Angriffe der Rechtsregierung zurückgeschlagen. Nach der Bewegung im Mai/Juni 2006 ist das bereits der zweite erfolgreiche Kampf der griechischen Studierenden innerhalb eines Jahres. Stefanos Ioannidis ist Aktivist der Bewegung in Thessaloniki und Mitglied der trotzkistischen OKDE-Ergatiki Pali. Mit ihm sprachen am 17. Februar für die AGM Maria Pachinger und Eric Wegner darüber, wie diese Siege möglich waren. AGM: Wir hatten in unsere Flugschriftzeitung „roter stern" einen Bericht über euren erfolgreichen Kampf im Mai und Juni. Kannst du nochmal kurz zusammenfassen, worum es dabei ging? Stefanos Ioannidis: Die Nea-Dimokratia-Regierung hatte eine grundlegende Änderung der Universitätsgesetze geplant. Es sollte die staatliche Finanzierung reduziert werden, um so die Unis zu zwingen, sich selbst zu finanzieren – über Sponsoren und Studiengebühren. Als Antwort darauf entwickelte sich eine rasch anwachsende Widerstandsbewegung. Die Universitäten wurden bestreikt und besetzt. Sehr viele Student/inn/en beteiligten sich an den Vollversammlungen an den einzelnen Hochschulen. Vertreter/innen dieser Versammlungen koordinierten den Kampf in Stadtkomitees. Wir versuchten auch, ein landesweites Kampfkomitee zu bilden; dazu ist es aber nicht gekommen. Sehr wohl gab es aber Besetzungskomitees, die die Kontrolle der Studierenden über die Universitäten organisierten. Einmal pro Woche gab es Demonstrationen in allen Universitätsstädten, an denen immer mehr Studierende teilnahmen. AGM: Was waren die Ergebnisse der Bewegung? Wie war der Sieg möglich? Stefanos Ioannidis: Die Regierung sah sich schließlich gezwungen die „Reform" zurückzuziehen. Der Grund dafür war die Entschlossenheit, mit der wir den Streik, die Besetzungen und Demonstrationen durchgeführt haben. Es gab auch eine wachsende Radikalisierung, die zu Angriffen auf Regierungsgebäude und Auseinandersetzungen mit der Polizei führte. Dazu kamen zunehmende Kontakte zu anderen Bevölkerungsteilen. Viele Lohnabhängige verfolgten unseren Kampf mit positivem Interesse. AGM: Warum kam es jetzt nach den Weihnachtsferien zu einer neuen Bewegung? Was hatte die Regierung vor? Stefanos Ioannidis: Die Regierung und die oppositionelle PASOK planten gemeinsam die Änderung von Teilen der Verfassung. Beispielsweise sollte die Arbeitsplatzsicherheit im öffentlichen Dienst aufgehoben werden. Und es sollte ein Verfassungsartikel, der festlegt, dass der Staat für die Universitäten und überhaupt die Ausbildung aufkommt und dass Firmen oder private Institutionen keine Universitäten betreiben dürfen, beseitigt werden. Dagegen richtete sich die neue Bewegung, die sich diesmal noch schneller entwickelte als im Mai. Bereits Mitte Januar, also nach nur einer Woche, waren 75% der Unis besetzt. AGM: Kannst du uns noch genaueres über das Ausmaß der Bewegung erzählen? Stefanos Ioannidis: Die Vollversammlungen waren wieder genau so groß wie im Mai und Juni. Die Demonstrationen fanden wieder wöchentlich in den verschiedenen Universitätsstädten statt; durchschnittlich waren es in Athen pro Woche 7-8000, bei uns in Thessaloniki 3-4000 pro Woche. Die Streiks und Besetzungen haben wir wieder sehr konsequent durchgeführt; den Lehrkräften haben wir nicht erlaubt, die Universitäten zu betreten. Unterricht und Forschung wurden auf nahezu allen Unis völlig unterbunden. AGM: Wie haben sich die Lehrkräfte denn zu eurer Bewegung verhalten? Stefanos Ioannidis: Sie waren gespalten. Ein Teil hat – aus finanziellen und politischen Gründen – die Regierung unterstützt. Ein wachsender Teil der Lehrkräfte und auch von anderen Universitätsangestellten hat aber unseren Kampf unterstützt; sie haben selbst einen Streik ausgerufen und auch an den Demonstrationen teilgenommen. Unsere Bewegung war jedenfalls wieder so strukturiert wie im Mai und Juni: Es gab wieder die Besetzungskomitees, die Vollversammlungen, die Stadtkomitees; ein landesweites Komitee konnte aber wieder nicht installiert werden. AGM: Welche politischen Kräfte spielten denn in der Bewegung eine Rolle? Stefanos Ioannidis: Wie schon im Mai und Juni dominierten auch diesmal wieder die Organisationen der radikalen Linken. Die KNE (die Jugendorganisation der im Parlament vertretenen stalinistischen KKE, Anm. AGM) hat sich diesmal, anders als im Mai und Juni, beteiligt; sie haben aber wieder Streiks und Besetzungen abgelehnt. Die PASOK-Student/inn/en haben teilgenommen, aber keine organisierende oder wichtige Rolle gespielt. In der PASOK gab es in der Frage ja heftige Konflikte; die Parteiführung war für die Verfassungsänderung, die Student/inn/en dagegen. Die Führung in der Organisation des Kampfes hatte aber eindeutig die radikale Linke. Zu nennen sind etwa hier die EAAK, eine linksradikale Student/inn/enorganisation, an der sich verschiedene Gruppen und Individuen beteiligen, oder die SSP, die Student/innen/organisation der OKDE. AGM: Was kannst du uns über eure Beteiligung an der Bewegung erzählen? Mit welcher Stossrichtung hat die SSP interveniert? Stefanos Ioannidis: Wir haben die Streiks und Besetzungen gefordert und haben uns daran aktiv beteiligt. Als wesentlich haben wir es auch angesehen, eine Verbindung zu anderen Bevölkerungsteilen herzustellen. Da die Gewerkschaft bürokratisch dominiert ist und unter den Schüler/innen nur die KNE eine Verankerung hat, sind wir dafür eingetreten, dass die Aktivist/inn/en der Bewegung selbst zu den Betrieben, Schulen und in die Wohnviertel gehen. Dort, wo die SSP Einfluss hat, also insbesondere in Thessaloniki, in Ioannina und Kozani, haben wir diese Schritte auch selbst organisiert und in die Praxis umgesetzt. Ein anderer wichtiger Punkt unserer Aktivität in der Bewegung war die Ausrichtung auf eine Verbreiterung gegen alle geplanten Verfassungsänderungen und gegen die neoliberale Politik überhaupt. AGM: Was ist das Resultat der Bewegung der letzten Wochen? Stefanos Ioannidis: Ein glorreicher Sieg! (lacht) Zur Überraschung aller Aktivist/inn/en haben sich die Regierung und die PASOK als sehr verwundbar herausgestellt. Die PASOK hat sich am 9. Februar von den Verfassungsänderungen zurückgezogen. Der Grund dafür ist sicherlich die große Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der neoliberalen Politik, die zu internen Konflikten in PASOK und in Nea Dimokratia geführt hat. Jedenfalls kann der Verfassungsänderungsprozess nicht fortgesetzt werden: Die Regierung braucht die PASOK für die nötige Mehrheit zur Änderung der Verfassung. Außerdem gibt es für Verfassungsänderungen gesetzliche Fristen und Vorlaufzeiten, sodass der jetzige Ausstieg der PASOK aus dem Prozess wohl eine Verschiebung um etliche Jahre bedeutet. AGM: Warum geht die Bewegung trotzdem weiter? Stefanos Ioannidis: Die Regierung setzt die Diskussion über Umstrukturierungen der Universitäten fort. Sie plant offenbar, Teile der im Juni zurückgezogenen „Reform" wieder neu als Gesetz vorzulegen. Das wollen wir verhindern. Außerdem ist die Student/inn/enbewegung selbstbewusst geworden. Viele von uns sagen, dass wir nicht nur defensiv agieren sollten, sondern für eine bessere Ausbildung und bessere Arbeitsbedingungen kämpfen müssen. Nach so langen Protesten ist dennoch unklar, wie lange die Bewegung noch andauern kann. Klar ist jedenfalls, dass die Regierung geschwächt ist; es gibt bereits Diskussionen über Neuwahlen, weil die Regierung nicht handeln könne. Und klar ist auch, dass es eine von der radikalen Linken geführte Bewegung geschafft hat, der Regierung zwei bedeutende Niederlagen zuzufügen. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 2. Doch noch stürmische Zeiten? Ein Kommentar zum Klimawandel Jahrelange Dürreperiode in Australien; Zunahme von Stürmen und Hurricanes wie Kyrill im Januar 2007 und Katrina im August 2005; die vermehrten Hochwässer…der Klimawandel ist Realität. Doch was steckt dahinter? Sind diese regionalen Schäden und Katastrophen bereits Folge eines globalen, vom Menschen versachten Klimawandels? Gab es nicht immer schon Stürme und Überschwemmungen? Wissen-schafterInnen lasten nicht einzelne Katastrophen dem Klimawandel an. Sie gehen aber davon aus, dass sich die Wahrscheinlichkeit solcher Extremereignisse insgesamt erhöht hat. Längerfristige Erscheinungen wie eine Zunahme der Temperaturen um weltweit plus 0,6°C in den letzten 100 Jahren, das Abschmelzen der Gletscher in den Alpen und ein Anstieg des Meeresspiegels um 10-20 cm sind mit 90%iger Sicherheit vom Menschen verursacht. Die Erderwärmung hat physikalische Ursachen. Die Sonne sendet kurzwellige Strahlung zur Erde. Etwas weniger als 1/3 dieser Strahlung wird wieder reflektiert. Der Rest erwärmt Boden und Luft. Alle erwärmten Körper auf der Erdoberfläche geben ihrerseits langwellige Strahlung in Richtung Weltall ab. Die Atmosphäre dazwischen verhindert aber, dass die gesamte Wärmeenergie ins All verloren geht. Sie wirkt also wie ein Mantel, der die Erde nicht auskühlen lässt. Ohne diesen „Treibhauseffekt" wäre die Erdoberfläche um 33°C kälter und menschliches Leben unmöglich. Wie viel Energie von der Atmosphäre zurückgehalten wird und welche Temperaturen sich daher einstellen, hängt von der Zusammensetzung der Atmosphäre ab. Gase wie CO2, Methan und Lachgas verringern die Abstrahlung der Erde. Der Mensch erhöht durch die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas und durch die Vernichtung von Wäldern die Konzentration von CO2. Als Folge erhöht sich die Temperatur. Kaum bestreitbar Heute gibt es kaum mehr WissenschafterInnen die leugnen, dass der Mensch die Erderwärmung verursacht. Die Erdöllobby fördert aber Studien, die beweisen sollen, dass alles halb so wild ist. Tatsächlich könnten nördlich gelegene Regionen wie Sibirien oder Kanada durch die Ausweitung landwirtschaftlicher Flächen etc. von einer Erwärmung profitieren. Die zu erwartenden Schäden durch das Versinken von Inseln und Küstenstreifen im Meer, durch vermehrte Naturkatastrophen und die Ausbreitung von Wüsten (Sahel) etc. würden aber überwiegen. Darüber hinaus wären meist ärmere Länder in den Tropen und Subtropen stärker betroffen. Diese haben auch geringere wirtschaftliche Möglichkeiten, sich an Verän-derungen anzupassen. Neue Kriege um Ressourcen und klimabedingte Migrationsströme könnten die Folge sein. Bei einer Konferenz in Kyoto wurde 1997 beschlossen, die weltweiten CO2-Emissionen bis 2012 um 5% unter das Niveau von 1990 zu senken. Auch dieses nicht sehr hoch gesteckte Ziel konnte nicht erreicht werden. Die USA, die ¼ der weltweiten CO2 Emi-ssionen verursachen, weigern sich, das Kyoto-Protokoll zu unterzeichnen. George W. Bush möchte stattdessen die Atomkraft fördern, um das Klima zu schützen. Das kleine Österreich hat zwar Kyoto unterzeichnet, ist aber auf dem besten Weg dazu, die Ziele zu verfehlen. Die globalen ökonomischen Interessen der KapitalistInnen, Erdöl noch bis zur Rentabilitätsgrenze etwa 60 Jahre weiter auszubeuten und zu vermarkten, sind zu groß. Viele fortschrittliche Leute argumentieren jedeR müsse bei sich selbst anfangen und weni-ger Energie verbrauchen. Das ist sicher nicht ganz falsch. Wenn wir überhaupt die Wahl-möglichkeit haben, sollten wir z.B. auf ein Auto verzichten.Um den Klimawandel aufzuhalten, ist das aber zu wenig. Wir müssen mit den Methoden der ArbeiterInnenbewegung gegen die Energie-, Automobil- und Agrarmultis kämpfen! Die großen Konzerne müssen enteignet werden. Ihre Reichtümer und Mittel könnten dann dazu verwendet werden einen demokratischen globalen Plan zum Umstieg auf alternative Energiequellen (Wind, Wasser, Solarenergie, Biomasse etc.) umzusetzen. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 3. Thesen zu Nationalismus und nationaler Frage Gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Marxismus (AGM) haben wir eine neue Broschüre herausgegeben. Diese besteht aus vier Teilen: - Teil 1 beschäftigt sich mit der historischen „Entwicklung der nationalen Frage". - Teil 2 skizziert die „marxistische Positionierung in der nationalen Frage". - Teil 3 untersucht die „Lösungsversuche in der UdSSR" - Teil 4 behandelt die "nationale Frage heute". 48 Seiten, A5, 2 Euro plus Porto. Bestellungen unter al at sozialismus.net. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 4. Die Situation von Frauen in Venezuela Ein Artikel aus dem neuen Morgenrot Ciao Linda - Mutter oder Hure Zur Situation von Frauen in Venezuela Venezuela gilt derzeit als „linkes" Vorzeigeprojekt. Der Kampf gegen Armut, Sozialprogramme und die Ausrufung des „Sozialismus des 21. Jahrhunderts" machten Präsident Hugo Chávez zum Held der Linken. Doch wie steht's mit den Geschlechterverhältnissen im angeblich „demokratischsten Land der Welt"? Hugo Chávez - für seinen Verbalradikalismus bekannt - betont zwar immer wieder die Bedeutung von Frauen im "bolivarianischen Prozess", doch die konkreten Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Situation lassen weiterhin auf sich warten. Reduziert auf ihre Rollen als Hausfrauen, Mütter, Sexobjekte und meist im informellen Sektor beschäftigt, hben die venezolanischen Frau-en wohl Besseres zu tun, als auf ihre Befreiung durch den Comandante zu warten. Ende Mai 2006 gingen in Caracas Tausende von Frauen auf die Straße, um gegen die Teilaufhebung eines Gesetzes [ 1 ] zu demonstrieren, welches Frauen und Kinder vor Gewalt in der Familie schützen sollte. Den Antrag auf Aufhebung reichte Oberstaatsanwalt Isías Rodríguez ein, dieser gehört nicht, wie vielleicht vermutet, der reaktionären Opposition an, sonder gilt als treuer Chavist. Angesichts der Berichte von Frauenorganisationen und NGOs besteht jedoch dringend Handlungsbedarf. Nach Angaben des Nationalen Fraueninstitutes (INAMUJER) ist jede dritte Frau in Venezuela einmal in ihrem Leben von Gewalt betroffen, die Täter kommen meist aus der eigenen Familie. Trotz zahlreicher Proteste sind einzelne Paragraphen des Gesetzes gegen häusliche Gewalt bis dato außer Kraft. Der Druck von Frauenorganisationen führte jedoch dazu, dass im November 2006 das "Grundgesetz über die Rechte der Frau auf ein Leben ohne Gewalt" in der Nationalversammlung eingebracht wurde. Ohne Rechte Auch die Rollenverteilung ist klar geregelt und hat es sogar bis in die venezolanische Verfassung geschafft. "Der Staat erkennt die Hausarbeit als eine Wirtschaftstätigkeit an, die Mehrwert erzeugt und Werte sowie sozialen Wohlstand schafft. Hausfrauen haben entsprechend der gesetzlichen Regelungen das Recht auf soziale Absicherung".[ 2 ] Dieser Artikel wird oftmals als revolutionär und seinesgleichen suchend bezeichnet. Und so wichtig das sichtbar machen von unbezahlter Reproduktionsarbeit von Frauen auch ist, fehlt dabei jeglicher emanzipatorischer Ansatz, weil Reproduktionsarbeit damit auf der individuellen Ebene einzementiert wird. Die Vergesellschaftung dieser unbezahlten Arbeit wird in keinster Form angedacht und so wundert es auch nicht, dass etwa öffentliche Kinderbetreuungseinrichtungen in Venezuela nur vereinzelt zu finden sind. Hinzu kommt, dass die wenigsten Frauen in Venezuela "nur" Hausfrauen sind. Wie überall auf der Welt arbeiten sie in den schlecht bezahlten Branchen und in den meisten Fällen im informellen Sektor als Straßenverkäuferinnen und Reinigungskräfte. Arbeitsrechtliche und soziale Absicherungen gibt es für diese Arbeiterinnen nicht. Nach Angaben von INAMUJER leben siebzig Prozent der Venezolanerinnen in Armut. Die Anerkennung von Hausarbeit wird diesen Zustand nicht ändern, sehr wohl jedoch die Schaffung von Arbeitsplätzen mit sozialer Absicherung und guter Bezahlung und eine radikale Umverteilung. Immerhin erwirtschaftet die venezolanische ArbeiterInnenklasse jährlich Erdöleinnahmen in der Höhe von 20-30 Milliarden Dollar. Billigarbeitskräfte Die Individualisierung von Reproduktionsarbeit geht jedoch noch weiter. Im Rahmen der zahlreichen Sozialprogramme wurde 2006 die Misión "Madres del Barrio" (Mütter der Armen-viertel) gestartet. Ziel dabei ist die Situation von Hausfrauen in den Armenvierteln zu verbessern. Eigenartig ist zuerst einmal, dass die Kriterien für die Teilnahme an der Misiòn so gelegt sind, dass lediglich 150.000 Frauen die Unterstützung erhalten. Bei einer Zahl von 2.855.557 Hausfrauen in den Barriós sind dies 5%.[ 3 ] Doch wer die monatliche Unterstützung von 373.000 Bolívares (133,53 Euro) erhalten will, muss dafür auch einiges leisten. Neben der obligaten Bereitschaft zur Teilnahme an Bildungsprogrammen müssen die Frauen für die Gesundheit und den Zusammenhalt in den Barrios sorgen, sich um die Kinder und alten Menschen kümmern, sind für das Funktionieren der Schulküchen und Jugendzentren verantwortlich.[ 4 ] … Durchaus "weibliche" Tätigkeiten also und was ist schon umsonst im Leben? Bei einem Mindestlohn von 186 Euro tut sich der Verdacht auf, ob es hier nicht eher um die Beschaffung von Billigstarbeitskräften geht, welche das Versagen der staatlichen Institutionen kaschieren sollen. Nur Huren kaufen Kondome Aus der Rolle der Hausfrau und Mutter zu entfliehen, ist den meisten Frauen nicht möglich. Verhütung und gezielte Familienplanung sind vielerorts noch immer ein absolutes Tabuthema, die Pille für die meisten zu teuer, Kondome eine absolute Seltenheit, in ländlichen Gegenden gelten Frauen, die Kondome kaufen, als Huren. Abtreibung ist in Venezuela nach wie vor verboten. Nach einer Schätzung von INAMUJER sterben in Venezuela pro Woche vier Frauen an "illegalen" Abtreibungen. Bestrebungen der Frauenbewegung für eine Legalisierung sind nicht zuletzt am Widerstand der pro-chavistischen Parteien gescheitert. Zu Gewalt, geschlechtsspezifischer Arbeitsteilung und Armut kommt ein offener Sexismus hinzu, der nicht nur im öffentlichen Raum erkennbar wird, sondern auch bis tief in die Linke reicht. Auf die Barrikaden Was der Linken vor allem fehlt, ist ein Abrücken vom Bild der Frau als Mutter und Sexobjekt. Und so scheint es auf den ersten Blick, dass Arbeitskämpfe in Venezuela ausschließlich von Männern getragen werden. Die Kämpfe der Frauen bleiben meist im Hintergrund und das, obwohl sie in ihrer Radikalität den Arbeitern durch nichts hinterher stehen. Wie etwa die Arbeiterinnen von Gotcha, einer Textilfabrik in der Nähe von Maracay. 67 Frauen sind dort als Näherinnen beschäftigt. Als die Unternehmensführung die Gründung einer Gewerkschaft verhindern wollte, sammelten sie heimlich Unterschriften und setzten die Betriebsgewerkschaft durch. 2005 wollte das Unternehmen die Arbeiterinnen in eine Kooperative drängen. Dies hätte Akkordarbeit und den Verlust jeglicher sozial- und arbeitsrechtlicher Absicherung bedeutet. Als sie sich weigerten begann die Unternehmensführung damit, die Nähmaschinen abzutransportieren. Daraufhin besetzten die Frauen für 3 Monate das Gebäude und streikten für ihre Rechte. Mit Erfolg! Die Fabrik wurde nicht geschlossen, die Arbeiterinnen sind nun zum Mindestlohn angestellt und sie erhielten den Lohn für die Zeit des Streikes fast vollständig ausbezahlt. Gotcha ist jedoch keine Ausnahme. Frauen spielen eine we-sentliche Rolle im Kampf der venezolanischen ArbeiterInnenklasse. Denn auch in Venezuela kämpfen Frauen unter den widrigsten Bedingungen für ihre Rechte. Abseits der Hip-Hip-Hurra-Chávez-Frauenbewegung kämpfen sie jeden Tag gegen Sexismus, Rollenklischees, Einkommensunterschiede, Gewalt - und ums eigene Überleben. So gibt es viele Initiativen und autonome Frauenprojekte, die kritisch auf die Mängel und Fehlentwicklungen des "bolivarianischen Prozesses" hinweisen und für tatsächliche gesellschaftliche Veränderungen eintreten. Veränderungen, die die Grundfesten der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft ins Wanken bringen, denn letztendlich wird die Gleichheit zwischen Mann und Frau im Kapitalismus nicht möglich sein. Hugo Chávez wird weder die ArbeiterInnenklasse noch die Frauen befreien, denn dies kann letztendlich nur ihr eigenes Werk sein. Die Frage, die sich aufdrängt ist, warum viele Linke, immer dann, wenn es um Venezuela geht, mit anderen Maßstäben zu messen beginnen? Sind es der Verbalradikalismus von Hugo Chávez, das Karibikflair oder einfach nur stumpfer Exotismus, die dazu führen, dass wir all jene Kriterien, mit denen wir ansonsten gesellschaftliche Verhältnisse analysieren, über Bord werfen? Oder sind wir wieder einmal dabei, alles dem Fortschritt der Revolution unter zu ordnen? Viel notwendiger als Lobeshymnen auf Hugo Chávez ist jedoch Kritik, denn gerade wenn es um die Rechte von Frauen geht, dürfen wir als Linke kein Auge zudrücken n Fußnoten: [ 1 ] Ley de Violencia Contra la Mujer y la Familia. [ 2 ] Verfassung der Bolivarianischen Republik Venezuela, Artikel 88 [ 3 ] Nationales Statistikinstitut (INE): zitiert nach; www.jir.org.ve [ 4 ] Decreto Presidencial No. 4342, Artikel 1-3; zitiert nach: www.jir.org.ve ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ __._,_.___ Messages in this topic (1) Reply (via web post) | Start a new topic Messages ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ AL-Antifaschistische Linke Gegen Rassismus, Sexismus, Sozialabbau! Für Solidarität und Sozialismus! mail: al at sozialismus.net web: www.sozialismus.at phon: ++43 (0) 699 817 15 915 post: AL c/o Amerlinghaus, Stiftgasse 8, A-1070 Wien ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ================================================ 07 Menschenrechtsschutz auf EU-Ebene: Fundierte Politik oder Fassade? > von radio stimme ================================================ RADIO STIMME - DIE SENDUNG DER INITIATIVE MINDERHEITEN Donnerstag, 15. März 2007 13.00 Uhr, Orange 94.0 / Wien Menschenrechtsschutz auf EU-Ebene: Fundierte Politik oder Fassade? Hochrangige PolitikerInnen wie Kommissionspräsident Barroso oder der Präsident des Europäischen Parlaments Pöttering kamen vor zwei Wochen nach Wien, um die neue europäische Grundrechte Agentur entsprechend feierlich zu eröffnen. Doch welchen realen Stellenwert haben Menschenrechtsanliegen in der EU-Politik? Wie viel Augenmerk wird bei der Gesetzgebung auf die Europäische Menschenrechtskonvention und Folgedeklarationen gelegt? Und welche Kompetenzen bestehen, um gegen etwaige Grundrechtsverletzungen durch Mitgliedsländer vorzugehen? Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt eines Live-Studiogesprächs mit dem Leiter des Ludwig Boltzmann Instituts für Menschenrechte, Hannes Tretter. Diese Sendung wird weiters ausgestrahlt auf: FREIRAD (Innsbruck) Do, 22. März, 12.00 Uhr Radio AGORA (Kärnten) Do, 22. März, 19.00 Uhr Radio HELSINKI (Graz) Sa, 24.. März, 19.00 Uhr Radio FRO (Linz) So, 25. März, 11.00 Uhr ****** -> Sendung verpasst? Das Internet-Archiv. Diese und alle anderen Ausgaben von Radio Stimme sind in unserem digitalen Sendungsarchiv jederzeit als Download und Stream abrufbar: http://www.initiative.minderheiten.at/Radio ****** -> Sendung über's Internet hören. Die Sendungen sind über den Internet-Livestream der Radiosender zur jeweils angegebenen Sendezeit auch über das Internet zu hören. Orange 94.0: http://streamintern.orange.or.at/live3.m3u FREIRAD: http://www.freirad.at/live.m3u Radio AGORA: http://www.cartwall.at/agora_mp3.m3u Radio FRO: http://www.fro.at/livestream.php HELSINKI: http://www.helsinki.at/live-stream.php -- Radio Stimme - Die Sendung der Initiative Minderheiten Das politische Magazin zu den Themen Minderheiten - Mehrheiten - Machtverhältnisse ================================================ 08 Termine ab Mittwoch, den 14.Maerz 2007 von "akin" ================================================ ************************************************* akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 13. Maerz 2007; 16:18 ************************************************* >>>>>>>>> Termine ab Mittwoch, den 14.Maerz 2007 Telefonnummern ohne Vorwahl sind Wiener Festnetz-Nummern. > Allgemeines Juedisches Museum, 1010 Dorotheerg.11, Tel. 535 04 31, So - Fr 10-18h, Do - 20h, Ausstellung bis 18.3.07: Felix Salten Schriftsteller, Journalist, Exilant: Von Josefine Mutzenbacher zu Bambi ebenda, ab 28.3. bis 24.6.: Oskar Strnad - 1879 - 1935: Begruender der Wiener Schule der Architektur Gasometer, bis 31.5., Ausstellung im Foyer des Wr.Stadt- und Landesarchivs: Die juedische Familie Schey. Geoeffnet: Mo und Fr 9h - 15,30, Die, Mi, Do 9h bis 18,30. 1110 Wien, U 3 Station Gasometer Filmmuseum, bis 31.3.: American Dreamer: Vincente Minnelli. 1010 Albertina. ebenda, 21. bis 30.3.: Avantgarde: Film - die klassische Moderne als Kinoereignis WEGzehr und Kost-Nix-Kino jed. ersten Do im Mo im VEKKS 1050 Zentag.26, ab 14h wird gekocht, ab 20h filme und vokue FrauenFILMTage im Filmcasino, bis 15. Maerz, Infos unter 587 90 62, www.filmcasino.at und www.frauenfilmtage.at Kunsthalle Wien, Halle 1, 16.3. bis 9.4. Ausstellung: Die Toten. Hans-Peter Feldmann, Fotozyklus zeigt aus Zeitungen ausgeschn. Bilder, die alle Toten im Zusammenhang mit dem RAF-Terrorismus zeigen: Taeter, Opfer und auch Menschen, die zufaellig in irgendeine Schusslinie gerieten. Rechtshilfe-Fond-Party von jetzt an jed. letzten Freitag im Monat im TUeWI 1190 Peter Jordan Str.76 Aktionswoche der Oesterr. HochschuelerInnenschaft: Gegen Bildungs- und Sozialabbau - Montag 19.3. bis Freitag 23.3., Infos im Internet unter www.oeh.ac.at Aktionswoche oesterreichweit 19.3. - 23.3. gegen ROT-SCHWARZ. Infos Hermann Dworczak, Tel. 0676-9723110 (siehe weitere Aussendung) > Mittwoch, 14.3. Que(e)r, 20h, Veranst. zu den Umtrieben von Human Life International und Youth for Life: Haett´ Maria abgetrieben.... 1010 Wipplingerstr.23, Stiegenabgang Vorbereitungstreffen d. Aktionskomitee fuer eine linke 1.Mai Demonstration ab 18h in 1160 Rankgasse 2/Huttengasse SLP-Disk. im Fuenfhauser Stueberl, 19h: Ungarn heute. 1150 Loehrgasse 13 Depot, 19h, Vortrag und Disk: Vergangenheitspolitik des BSA - wie gehen politische Bewegungen mit Vergangenheit um. 1070 Breite Gasse 3 Suedwind-Buero, 19h, Attac-Treffen zum Entwicklungsthema. 1080 Laudong.40 Linz, 19h, Melicharstrasse 8, "Linke Gespraeche" zum Thema "Gesund ohne Selbstbehalt", Referentin Claudia Naumann (SocialATTAC-Gesundheit), KPOe-Linz Linz, Gruene Bildungswerkstatt, 18h: Die Grenzen der Bioenergienutzung: Wie umwelt- u. sozialvertraeglich ist der Bioenergieboom? Anm: www.ooe.gbw.at oder 07674/64218 Graz, Gruene Akademie, 19h, Vortrag und Disk: Wege aus der Armut. Mit Stephan Schulmeister. Paulustorg.3/1 > Donnerstag, 15.3. Justizpalast/OLG Zi. 3090, ab 9h oeffentliche Berufungsverhandlung gegen die Einsatzkraefte die an der rassistischen "Amtshandlung" gegen Seibane Wague beteiligt waren. Sollte das Urteil der Erstinstanz bestaetigt werden, so gibt es dazu ein Treffen im Kaeuzchen 1070 Neustiftgasse/Gardegasse ab 20 Uhr. Museumsquartier, 19,30, Theater Dschungel: Vermutungen ueber Aischa oder Inlaender sind auch arme Schweine. Weitere Vorstellungen: 16. und 17.3., 29. - 31.3., 1070 Museumspl. 1 SLP-Veranst. im Piwnica, 18h: Die nationale Frage im 21. Jahrhundert. 1200 Jaegerstr.38 Filmcasino, 18h, Podiumsdisk: im Rahmen der Frauenfilmtage: Sexarbeiterinnen-Rechte sind Frauen-Rechte. 1050 Margaretenstr.78 > Freitag, 16.3. Stadtspaziergang "Wien Andersrum - Lesbischwule Geschichte der Stadt Wien. Treffpunkt um 15 Uhr beim Vermaehlungsbrunnen am Hohen Markt 1010 Wien. Anmeldung: landesbuero.wien at gruene.at Kulturverein Zwischenraum, 19,30, Vortrag: Hannah Arendts Republikanismus. 1200 Hannoverg.13 Depot, 19h, Tagung: ArbeitsZeitRaeume - gem. mit dem IWK. 1070 Breite Gasse 3 Graz, bis So 18.3.: Regionale Handlungsmoeglichkeiten im globalen Kontext. Infos u. Anm. unter www.gjstmk.gruene.at, gaj.stmk at gruene.at und 0664-4509379 Linz, Taubenmarkt, 14-17h, Aktionstag: Gewerkschaftsnetzwerk Oberoesterreich Linz, Gruenes Haus, 19,30, Karl Oellinger: Arbeiten bis zum Umfallen? Landgutstr.17 Steyr, Wendlhof, 19h, Gespraechsforum: Alte Zeiten - Junge fragen. L. Werndl Str.25 Klagenfurt, Universitaet - Omansaal, 17h: Runder Tisch zum Grundeinkommen. > Samstag, 17.3. IWK, 11-19h, Tagung: ArbeitsZeitRaeume. 1090 Bergg.17 IGS-Wanderung Baerlauchpfluecken, Treffpunkt 9,30 Bahnhofshalle Liesing HdB Grossfeldsiedlung, 19,30, Neujahrsfest - Fruehlingsfest mit MigrantInnen. Spende zugunsten afghanischer Fluechtlingskinder. 1210 Kuerschnerg.9 1010 Wien Stock im Eisen Platz, ab 14h Kundgebung gegen den Krieg - internationaler Aktionstag des WSF: Stoppt den US-europaeischen Terrorkrieg! Nein zu Eurofightern ekh, 21h, Free Party > Sonntag, 18.3. Amerlinghaus, 16h, Vortrag: Die Lage der Frauen im Iran. 1070 Stiftg.8 > Montag, 19.3. BSA, 20h, Vortrag und Disk: Sozialismus und Demokratie. Vortrag Peter Ulrich Lehner. 1010 Landesgerichtsstr.16 Amerlinghaus, 19h, SLP-Disk: Irak und USA - gibt es einen Ausweg? 1070 Stiftg.8 GPA, 19h, Podiumsdisk. mit Attac, Ursula Plassnik, Johannes Voggenhuber, Wolfgang Greif, Aurelie Trouve/Attac Frankreich, Sven Giegold/Attac Deutschland: Ein neues Fundament fuer Europa - Attac schlaegt Alternativen fuer EU-Vertrag vor. 1030 Alfred Dallinger Platz 1, Saal 2/ U 3 Schlachthausgasse Graz, ETC Mozarthof, 19h, 10 Vorschlaege von Attac Europa zum 50.Geburtstag der EU - auf dem Weg zu einem demokratischen Europa. Schubertstr.29 > Dienstag, 20.3. Gruenes Haus, 17h, Dieter Schrage: Kapitalismuskritik - aktueller als je zuvor? 1070 Lindeng.40 18h, BH Winter, Buchpraesentation: Rosa Luxemburg. Denken & Leben e. internat. Revolutionaerin. mit Hg. Fritz Keller. Landesgerichtsstr. 20, 1010 Wr.Rathaus, Volkshalle, 19,30, Diskussion im Gedenken an Hrant Dink: Freiheit des Wortes in Gefahr? 1010 Lichtenfelsg.2 TUeWI, 20h, SOLIKONZERT fuer die Deserteurs- und Fluechtlingsberatung. 1190 Peter Jordan Str.76 Graz, AAI und Akademie Graz, 20h, Vortraege zu Chinas Afrikapolitik. Leechg.22 Graz, Weltcafe, 19,30, Attac-Treffen: 50 Jahre EU - 10 Prinzipien fuer einen demokratischen Vertrag. Garteng.28 Graz, Gruene Akademie, 19h, offener Arbeitskreis: Frauen-Sprache. Paulustorg.3/1 Linz, Theater Phoenix, 20h, Doku-Film: Die Kinder von Etzelsdorf. Wiener Str.25 > Mittwoch, 21.3. AUGE/UG, 19h, Buchpraes. und Disk. mit Markus Marterbauer: Wem gehoert der Wohlstand? Mehr Gerechtigkeit, weniger Ideologie! 1040 Belvedereg.10 Que/e/r, 20h, Flughafensozialdienst praesentiert: Lesung ausgewaehlter Texte aus dem Fremdenrechts-Alltag. 1010 Wipplingerstr.23, Stiegenabgang Attac-Entschuldungs-Treffen ab 19h in 1090 Wasag.28 Fuenfhauser Stueberl, SLP-Veranst. ab 19h: Wie gegen Nazis und AFP kaempfen? 1150 Loehrg.13 Amerlinghaus, 19h, Disk: Konfliktregion Afrika - Lehrbeispiel Sudan. 1070 Stiftg.8 Radio Kulturhaus, 18,30, Vortrag und Disk: Hinter uns die Sinflut? Was kann gegen den drohenen Klima-Kollaps getan werden? Mit Helga Kromp-Kolb. 1040 Argentinierstr.30a ekh, 20h, Subversive Kantine: Bedingungsloses Grundeinkommen? Bedarfsorientierte Grundsicherung? 1100 Wielandg.2-4 Palais Epstein, 17,30, Buchpraes. und Disk: Schlussstrich? - Die Geschichte der Restitution. Anm. dringend erforderlich unter 408 06 95-0 oder akademie at evang.at - es erfolgt dann die Einladung durch die Nationalratspraes. Prammer Linz, Buchhandlg. Alex, 20h, 50 Vorschlaege fuer eine gerechtere Welt - Buchpraes. und Disk. Hauptplatz > Donnerstag, 22.3. 7-Stern, 7-Sterng. 31. 1060, 19h Infoabend: Guatemala & Chiapas Aktuelle Situation und Moeglichkeiten fuer Freiwilligeneinsatz. http://www.guatemala.at, http://www.mexiko-plattform.org ekh, 20h, UnzumutBar + Infoveranstaltung der Anti-G8-Koordination Vienna in Zusammenarbeit mit Rote Hilfe e.V. IWK, 18,30, Manfred Fuellsack: Erkundungen zur Zeitlichkeit produktiver Arbeit. 1090 Bergg.17 Literaturhaus, 19h, Vortrag - Internationale Erich Fried Gesellschaft: Erich Fried - Lecture mit Marlene Streeruwitz: wahrheit. eine davon. 1070 Zieglerg.26a Innsbruck, Universitaet Inst.Politikwissenschaft, bis 24.3.: Kritik der Gefuehle - internat. Tagung stellt die Geschlechterblindheit des Diskurses in der Emotionsforschung. Anm: fem at uibk.ac.at > Freitag, 23.3. IWK, 18,30, Projektpraesentation Guenther Anders. Nullpunkt Tod. Biografie und Werk. 1090 Bergg.17 ekh, 21h, Medienwerkstatt-soli - Fest. 1100 Wielandg.2-4 Amerlinghaus, 12,30, Robert Skloot: Theater of Genocide. 1070 Stiftg.8 Palais Eschenbach, ab 20h 1. Afrika Fruehlingsball - 10jaehriges Jubilaeum Radio Afrika International. 1010 Eschenbachg.11 Klagenfurt, Lokal Stadtkraemer, 19h, SLP-Veranst: Krise, Krieg, Kapitalismus: Eine andere Welt ist moeglich! Die Sozialistische Linkspartei stellt sich vor. Spitalg.11/Ecke 8. Mai Strasse Innsbruck, HdB, 19,30, Disk: Die Marktoekonomie rechnet falsch - weshalb unsere gegenwaertige Wirtschafsweise nicht zukunftsfaehig ist. Rennweg > Samstag, 24.3. Vor dem Parlament in Wien, ab 13 Uhr KUNDGEBUNG gegen Eurofighter und Sozialabbau!! Volkstheater, 19,30, Autorenlesungen Inge Deutschkron: Ich trug den gelben Stern. AUGE/UG ab 10h Grundschulung fuer BetriebsraetInnen: Einfuehrung in die Grundlagen von Gewerkschafts- und Betriebsratspolitik. Anm: Tel. 50 51 952/0, 1040 Belvedereg.10 Graz, Hotel Europa, 13,30 - 18h, Workshop mit ReferentInnen des Wifo und des Gruenen Parlamentsklubs: Energiewende - Ueberlebensstrategie und Chance fuer Oesterr. Wirtschaft. Anm. NICHT erforderlich. Bahnhofguertel 89 Ebensee, Fest im Kino ab 20h: das Freie Radio Salzkammergut feiert seinen 8. Geburtstag Innsbruck, 9 bis 17h HdB, Seminar: Mitgestalten und Veraendern - welches Engagement ist zukunftsfaehig? Anm. beim Haus der Begegnung. Rennweg > Sonntag, 25.3. Volkstheater, 15h, Autorenlesung Inge Deutschkron: Emigranto - vom Ueberleben in fremden Sprachen > Montag, 26.3. Amerlinghaus, 19h, SLP-Disk: Wie Studiengebuehren wirklich abschaffen? 1070 Stiftg.8 Univ.Wien, 18h, HS 50: Geschichte der lateinamerikanischen Filmindustrie zwischen Europa und den USA: 1900 bis 1960. 1010 Lueger Ring > Dienstag, 27.3. Literaturhaus, 19h, Symposium: Wahnsinn neoliberal. 1070 Zieglerg.26a KIV, 17,30, Treffen Social Attac. 1020 Grosse Mohren Gasse/Odeongasse Aktionsradius Augarten, 19,30, Begegnung Begabungen - Fest der verborgenen Talente. 1200 Gaussplatz 11 > Mittwoch, 28.3. Amerlinghaus, 18h, Wuerfel Ade! Gruendungsfest "Die Kugelrunde". 1070 Stiftg.8 ekh, 20h, PolitdiskuBeisl Film: Ein ganz gewoehnlicher Jude. 1100 Wielandg.2-4 Bezirksmuseum Hernals, 18,30, Fuehrung und Vortrag: Protestantismus in Hernals - wer waren die Joerger? 1170 hernalser Hauptstr.72-74. Anm: 408 06 95 - 0 Que/e/r 20h, Disk: Technologie, Geschlecht und Gesellschaft - eine feministische Annaeherung. 1010 Wipplingerstr.23/Stiegenabgang GPA/ AK - Veranstaltung, 18h, Raum 3 K 4, Infoabend ueber Binationale Ehen. 1030 Alfred Dallinger Platz 1 / U 3 Station Schlachthausgasse Graz, GH Mohrenwirt, ab 19h Gruenzeug - Gruener Stammtisch. Mariahilferstr.14 > Donnerstag, 29.3. KUNDGEBUNG vor dem Arbeits- Sozial- und Wirtschaftsministerium ab 16 Uhr: Kein Kuendigungsschutz mehr? Lehrlinge wehren sich!! 1010 Stubenring 1 Lets Organize - Tagung zu Selbst-Organisierungspraxen im Kontext gegenwaertiger Prekarisierungsprozesse. Fuer den Kampf um gleiche soziale Rechte fuer alle! Veranst. bis 30.3., siehe weitere Aussendung Amerlinghaus, 19h, Lesung mit Ruth Aspoeck, Elfriede Haslehner und Eva Jancak: Armut - Reichtum - Grundeinkommen - prekaere Beschaeftigung und andere Arbeitsverhaeltnisse. Anschl. Podiumsdisk. ueber die veraenderten Sozial- und Arbeitsverhaeltnisse. 1070 Stiftg.8 IWK, 18,30, Georg Vobruba: Produktive Arbeit - mit Sicherheit flexibel. 1090 Bergg.17 Juedisches Museum, 18,30, Arno Schmidt: Europas Forschungspolitik im Wandel - ein Vortragsabend der Oesterr.Technion Gesellschaft. 1010 Dorotheerg.11 Sargfabrik, 20h, Konzert: David Orlowsky`s Klezmorim. 1140 Goldschlagstr.169, Tel. 98898/111 Graz, Gruene akademie, 19h, Demokratie im Fadenkreuz - die Attacken der Weltwirtschaft auf die demokratische Ordnung. Paulustorg.3/1 Klagenfurt, Internat. Kongress des EU-LIFE-UMWELT bis 30.3.: FEIN! Staubfrei in die Zukunft. Infors Tel. 0664-4054208, kongress at feinstaubfrei.at > Freitag, 30.3. Stuttgart, bis 31. Maerz in Stuttgart: "EU gobal - fatal?!" II: Einladung zur Konferenz EUropa - Traum oder Alptraum im Osten? Attac-EUropa-Konferenz zur kritischen Begleitung der deutschen Ratspraesidentschaft UNICAMPUS - Frauen-Fruehlings-Universitaet /FFU bis 4. April. 1090 Alserstrasse/Spitalgasse. Infos unter 310 88 80 - 57 oder frauen-uni at oeh.ac.at TUeWI, ab 20h 80s DISCO. 1190 Peter Jordan Strasse 76 Graz, AAI, Workshop zum neuen Fremdenrechtspaket: Recht auf Aufenthalt und Niederlassung fuer Alle! Ein Kunstprojekt im Rahmen v. Crossing Cultures. Erarbeitung einer Performance und eines Grossformatplakates gegen Rassismus. Leechg.22, Infos http://www. martinkrenn.net/bleiberecht > Samstag, 31.3. ekh, ab 21h, Druckwerkstatt- SOLI - Konzerte. 1100 Wielandg.2-4 Bad Ischl, ab 15h Generalversammlung des Vereins: Begegnungszentrum fuer aktive Gewaltlosigkeit - anschliessend Fest "30 Jahre Begegnungszentrum und und Rundbrief. Wolfgangerstr.26 Studienfahrt zur Gedenkstaette Auschwitz-Birkenau, vom 02.04. bis 06. 04. (Karwoche). Vorbereitungsseminar am 31.3. in Wien, am 1.4. in Grossrussbach. Infos und Anmeldung Karin Liebhart, Gesellschaft fuer politische Aufklaerung, karin.liebhart at univie.ac.at, Tel. 4277-47739 ================================================ 09 Extratermine: 19.-22.3. Aktionstage; 29.-30.3. Lets Organize; 16.-17.3. Schuettehausprojekt von "akin" ================================================ ************************************************ akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 13. Maerz 2007; 16:30 ************************************************ Extratermine 19.-22.3: Aktionstage gegen Rot-Schwarz Unmittelbar mit der Bildung der rot-schwarzen Koalition und den rundum gebrochenen Wahlversprechen der Sozialdemokratie (Abschaffung der Studiengebuehren, Grundeinkommen, "gerechtes Pensionssystem", keine Eurofighter, ...) setzten die Proteste ein: Demos und Kundgebungen in mehreren Staedten, Besetzung der SPOe-Zentrale in der Loewelstrasse, 2000 TeilnehmerInnen bei der Protestveranstaltung am Ballhausplatz waehrend der Angelobung der Regierung usw. In Wien gab und gibt es regelmaessig Treffen ("Protestplenum"), um die diversen Protestschritte zusammenzufuehren (zuerst auf der Technischen Uni, jetzt auf dem Campus). An diesen Treffen nehmen Studierende, aber auch AktivistInnen aus sozialen Bewegungen (z.B. Austrian Social Forum/ASF), GewerkschafterInnen (etwa die "Ueberfraktionelle Initiative fuer einen kaempferischen und demokratischen OeGB") und Mitglieder politischer Organisationen (Linkswende, Perspektiven, ...) teil. Bei der fuer 19.-22. Maerz anberaumten Aktionswoche geht es insbesonders um drei Dinge: - Einbeziehung von Personen, die bislang nicht an den Protesten mitwirkten - Realistische und kritische Reflexion des bisherigen Stands der Bewegung: Was gelang, was wurde nicht erreicht? - Wie geht es weiter? Wie kann der breite, aber diffuse " Unmut" ueber Rot-Schwarz sichtbar gemacht werden? Reichen die Kraefte fuer eine bundesweite Aktion/Demo noch vor dem Sommer ? Die Aktionswoche in Wien (auch in anderen Bundeslaendern gibt es Aktivitaeten, ueber die noch berichtet wird) sind v.a. ein Mix aus Workshops (waehrend des Tages) und Abendveranstaltungen im Hauptgebaeuede der Uni. Workshops gibt es u. a. zu: Bildungsoekonomisierung, Prekarisierung und atypische Beschaeftigung, MigrantInnen, G-8-Gegengipfel in Heiligendamm. Bei der Auftaktveranstaltung am Montag den 19.3. (20 Uhr, Uni Wien) mit VertreterInnen der Bundesvertretung der OeH, griechischen StudentInnen und einer/m GewerkschafterIn wird auch der Politikwissenschafter Emmerich Talos zum neoliberalen Diskurs und Programm der rot-schwarzen Koalition sprechen. Das Schlussplenum am 22.3. soll ein Resumee ziehen, Vorschlaege fuer weitere Aktivitaeten sammeln und einige gemeinsame Aktionsschritte festlegen. *Hermann Dworczak* Die Detailinfos sind derzeit noch nicht zu bekommen, da das letzte Plenum erst am Montag nach Redaktionsschluss zu Ende ging. Weitere Infos gibt es aber hoffentlich bald auf http://aktionswochen.fsinf.at/ * > Let’s Organize! Tagung zu (Selbst-)Organisierungspraxen im Kontext gegenwaertiger Prekarisierungsprozesse. Fuer den Kampf um gleiche soziale Rechte fuer alle! 29. und 30. Maerz 2007, Wien, http://euromayday.at/007/organize Der Prozess der Prekarisierung, also die fortschreitende Entsicherung der Arbeits- und Lebensverhaeltnisse, hat in den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten neue soziale Fragmentierungen hervorgebracht, die haeufig mit einem niedrigen Organisationsgrad der Arbeitenden einhergehen. Dadurch scheint auch der gesellschaftliche Vertretungsanspruch jener Institutionen bruechig zu werden, die - wie z.B. die Gewerkschaften - historisch die zentralen AkteurInnen bezueglich Organisierung und Interessenvertretung der Arbeitenden waren. Im Rahmen der Tagung "Let’s Organize!" werden internationale Erfahrungen mit neuen Formen der Organisierung und Interessenvertretung im Spannungsverhaeltnis zwischen sozialen Bewegungen und Gewerkschaften diskutiert. Donnerstag, 29. Maerz 2007 (Depot 1070 Wien, Breite Gasse 3; http://www.depot.or.at) 19:00 Uhr Film Riff Raff (Regie: Ken Loach, GB 1990, 94min) Eine bitterboese Tragikomoedie ueber das Ende geregelter Anstellungsverhaeltnisse. Filmscreening in Kooperation mit kinoki (http://www.kinoki.at) & einleitende Info zu "Organizing". Freitag, 30. Maerz 2007 (WUK Initiativraeume, 1090 Wien, Waehringer Strasse 59; http://www.wuk.at) 10:30 Uhr Eroeffnung "Prekarisierung und die Notwendigkeit der Entwicklung von neuen Formen der Organisierung und Interessenvertretung im Spannungsverhaeltnis zwischen sozialen Bewegungen und Gewerkschaften". Santa Precaria (euromayday.at) & Karl Proyer (GPA-DJP) 11:00 bis 13:00 Uhr Projektpraesentationen Workers Centers. Von LA nach Frankfurt/M. (Hagen Kopp, Workers Center-Initiative Rhein-Main, Hanau), chefduzen.at und chefduzen.de als Vernetzungs- und Organisierungstools (Karsten Weber, http://www.chefduzen.de, Kiel; N.N., http://www.chefduzen.at, Wien) 14:30 bis 16:30 Uhr Workshop I "Campaigning" Die Kampagne "Bittere Ernte" des Europaeischen BuergerInnenforums (Dieter Behr, EBF, Wien) Die Lidl-Kampagne von ver.di-Deutschland (Agnes Schreieder, ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Berlin) Die Kampagnenarbeit der GPA-DJP am Beispiel Schlecker, Billa u.a. (Christoph Sykora, GPA-DJP, Wien) 17:00 bis 19:00 Uhr Worshop II "Organisierung international" Going Global! Organizing-Praxen mit internationaler Perspektive (Hae-Lin Choi, Promotionsstipendiatin der Hans-Boeckler-Stiftung, Berlin), Gewerkschaftliches Organizing im Sicherheitsgewerbe und der Euromayday Hamburg (Frank John / Meike Bergmann, EuroMayDay, Hamburg) 19:30 Uhr Film Die Unorganisierbaren / Justice for Janitors (Regie: F. Schneider, S. Lang, D 2002, 32min) Unterbezahlte ArbeiterInnen in Textilfabriken, Putzkraefte ohne gueltige Aufenthaltspapiere, temporaer Beschaeftigte in der High-Tech-Industrie im Arbeitskampf - Kurzportraets von drei verschiedenen Kampagnen. Anschliessend Diskussion mit Susanne Lang (Filmemacherin). ab ca. 21:00 Uhr: Diskussion, Austausch, Party ### * > Ausstellung Schuettehausprojekt Mit ihrer Frankfurter Kueche schrieb die 1897 geborene Margarete Schuette-Lihotzky Architekturgeschichte. Geschichte schrieb und schreibt auch das Haus am Suedbahnguertel 24 in Klagenfurt (Volkshaus/Ljudski Dom), das von Schuette-Lihotzky in den Jahren 1948 bis 1950 als Verlagsgebaeude der Tageszeitung Volkswille geplant wurde und heute u.a. fuer eine Gruppe von Kaerntner SlowenInnen und den Balkan Klub Raeume bietet. Im "Rotpunkt" ist noch bis zum 17. Maerz eine Ausstellung ueber Schuette-Lihotzky, der ersten Architektin Oesterreichs, und ueber das von ihr in Klagenfurt errichtete Volkshaus/Ljudski Dom zu sehen. "Es sind also die Erzaehlungen von sozialen Kaempfen in der 2. Republik, der Biographie einer kommunistischen Architektin und Widerstandskaempferin, dem deutschnationalen Kaerntner Konsens, raeumlichen und kulturellen Aneignungsprozessen, von Erinnerung sowie der moeglichen Zukunft eines Widerstandsmuseum, von denen die Waende des Hauses sprechen und dieses Projekt handelt", schreiben Christina Linortner und Eva Egermann, die fuer das Schuettehausprojekt verantwortlich zeichnen. Es waere voellig verkuerzt, Schuette-Lihotzky nur als die Schoepferin der Vorlaeuferin der modernen Einbaukueche zu sehen. Sie wurde in Oesterreich lange Zeit aufgrund ihrer Zugehoerigkeit zur KPOe boykottiert, entwickelte im Siedlungs- und Sozialbau beispielhafte Modelle, baute innovative Kindergaerten und entwarf Einrichtungsgegenstaende. Schuette-Lihotzky war eine Architektin, die das Elend der Menschen, das mit der ungeloesten Wohnfrage zusammenhing, sehr aufmerksam wahrnahm. Ihr gesamtes Lebenswerk war daher darauf ausgerichtet, unter Ausnuetzung neuer Technologien und neuer Organisationsformen fuer die armen Bevoelkerungsschichten erschwinglichen Wohnraum zu schaffen. Ihr Engagement im Widerstand, das sie in Gestapo-Haft brachte, ihre politische Ueberzeugung machten es ihr unmoeglich, die spaete Ehrung und Anerkennung ihrer Arbeit durch das offizielle Oesterreich unter der Praesidentschaft Waldheim anzunehmen. Das oesterreichische Ehrenzeichen fuer Wissenschaft und Kunst nahm sie von einem Bundespraesidenten mit Nazivergangenheit nicht entgegen. *Roman Gutsch* SCHUeTTEHAUSPROJEKT ueber das Volkshaus Klagenfurt noch am 16. Maerz, 16 bis 20 Uhr und 17.Maerz, 9 bis 12 Uhr ROTPUNKT, Reinprechtsdorferstrasse 6, 1050 Wien ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN, MEINUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 10 Stellenausschreibung: ORF RedakteurIn /JugendarbeiterIn von news at initiative.minderheiten.at> ================================================ Der ORF sucht eineN RedakteurIn für Teletext-Untertitelung bei ORF-Enterprise Aufgaben: * Verfassen von Untertiteln für Filme, Dokumentationen, Magazine sowie * Live-Untertitelung von Nachrichtensendungen, Sportübertragungen etc.- für hörbehinderte Menschen Anforderungen: * AHS-Matura * profunde Allgemeinbildung * permanentes Verfolgen des aktuellen Tagesgeschehens, insbesondere in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Sport und Kultur * Freude und Gewandtheit im Umgang mit Sprache * perfekte Beherrschung der deutschen Grammatik und Rechtschreibung * schnelles Erfassen von Informationen * gute Englischkenntnisse * gute Maschinschreib- und PC-Kenntnisse * Stressresistenz * Teamfähigkeit * selbstständiger Arbeitsstil Dienstort: Wien Dienstzeit: 40 Wochenstunden, unregelmäßige Arbeitszeit, Einsatz vorwiegend am Nachmittag/Abend (auch am Wochenende!) Die Bewerbungsfrist endet am 19.03.2007. Kennzahl: 07E018 Bei Interesse nutzen Sie die schnelle und kostengünstige Möglichkeit einer Onlinebewerbung über diesen Link und schicken Sie auf diesem Wege Ihre aussagekräftigen Unterlagen inkl. Motivationsschreiben, Lebenslauf, Gehaltsvorstellungen und Foto an uns. Wir weisen darauf hin, dass postalische Bewerbungen nicht berücksichtigt werden können. Danke für Ihr Verständnis. Bei technischen Problemen wenden Sie sich bitte telefonisch an uns: 01/87878/12296 (Mo-Fr von 09:00-17:00 Uhr) ---------------------------------------- Der Verein JUVIVO sucht ab April eine Mitarbeiterin für 12 Stunden/Woche (Anstellung) für aufsuchende Kinder- und Jugendarbeit im 3. Bezirk. Voraussetzungen: Türkisch, Kurdisch oder Serbisch, Kroatisch, Bosnisch als Muttersprache Ausgeprägte Gender-Kompetenz Von Vorteil ist: psychosoziale Ausbildung (z.B. Sozialarbeiterin oder Sozialpädagogin o.ä.) Erfahrung in der offenen Kinder- und Jugendarbeit Erfahrung mit Mädchenarbeit Gewünscht wird: Flexibilität, Teamfähigkeit, Engagement, Zuverlässigkeit Hohe Kommunikations- und Sozialkompetenz Bei Interesse senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen bitte an margret.zimmermann at juvivo.at Mag.a Margret Zimmermann Pädagogische Leiterin Verein JUVIVO Wiedner Hauptstraße 5/12 A-1040 Wien fon: + 43 1 505 80 62/12 margret.zimmermann at juvivo.at www.juvivo.at ***** Newsletter der Initiative Minderheiten Gumpendorfer Straße 15/13 A-1060 Wien Tel. 586 12 49-18 Fax 586 82 17 http://www.initiative.minderheiten.at http://www.gastarbajteri.at ================================================ 11 AMS-tipps von Dietmar Köhler ================================================ In der AK für Sie (03/07) finden sich auf Seite 23 Tipps betreff Ärger mit dem AMS. Zwei von drei Tipps sind völlig praxisfremd: 1) Gehen Sie zum Vorgesetzten Ihres Beraters, Ihrer Beraterin. 2) Geht es trotzdem nicht, können Sie sich an die Ombudsstelle des AMS wenden. Die Praxis hat gezeigt, dass in beiden Fällen die Vorgangsweise des AMS bzw. seines Personals verteidigt wird. Die Ombudsstelle ist ein zahnloses Instrument, was grösstenteils in der verfehlten Konstruktion liegt: Einer Institition, die sich selbst prüft bzw. ihre prüfende Stelle sowohl organisatorisch, als auch materiell an die Kandare nimmt ist eben nicht zu trauen. Für die Zukunft: Bitte nur Tipps, die auch der Realität angemessen sind! Dietmar KÖHLER Initiativgruppe ARBEITSLOSIGKEIT ================================================ 12 Fremd/Glosse: Soziale Mutprobe von "akin" ================================================ ********************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 13. Maerz 2007; 16:42 ********************************************** Fremd/Glosse: > Soziale Mutprobe Ein Leserbrief an buergerliche Blaetter, der aber leider nirgendwo erschien Am 21.2.2007 fand im Kongresshaus in Salzburg die Auftaktveranstaltung zum Europaeischen Jahr der "CHANCEN = GLEICHHEIT FUeR ALLE" statt. Noch nichts davon gehoert? Keine Sorge, in Kuerze ueberrollt Sie wieder eine teure Plakataktion. Bei der Podiumsdiskussion wie immer das uebliche Bla-Bla, man diskutierte einzelne Woerter: gleich behandeln ist nicht das Gleiche wie gleich gestellt sein usw. Zum Schluss kam jedoch Paul Arzt (Buero fuer Frauenfragen und Chancengleichheit des Landes Salzburg) mit einer interessanten Bemerkung - er outete sich als Ex-Zivildiener und meinte, dass jede/r so eine "soziale Mutprobe" machen sollte. Also so eine Art Freiwilliges soziales Jahr, nicht nur fuer den Lebenslauf, sondern um die Lebenswelt dieser Menschen kennen zu lernen. Die "Bessergestellten", schloss sich Prof. Filzmaier an, sollten einen Einblick in diese andere Welt vor ihrer Haustuere kriegen. Rasse, Migration, Behinderung, Weltanschauung, Religion und das uebliche, Sie kennen das. Probleme gehaeuft und nur auf Ihre naechstenliebende Hilfe wartend. Die "soziale Mutprobe" schlechthin. Lange hallte dieser Satz in meinem Kopf nach. Mit mir befreundet zu sein oder zusammen zu arbeiten oder gar im selben Geschaeft einzukaufen ist also eine soziale Mutprobe, gleich eine mehrfache: Frau, Migrantin, ....setzen Sie die Liste beliebig fort. Sehen Sie sich zukuenftig vor, demnaechst beim Lebensmitteldiskonter, ich koennte Sie herausfordern in diesem Jahr Zwangskontakt mit mir aufzunehmen um mich zu "integrieren". Wieder mal sprachen auch auf diesem Symposium groesstenteils nicht die betroffenen Menschen selbst, sondern die, die noch nicht verstanden haben, dass diese "Sozialarbeiterpraepotenz", die leider noch immer einige in sich haben, nicht mehr zeitgemaess ist und deshalb ihre grossartigen Projekte, um die Menschen einander naeher zu bringen, keine Wirkung haben. Warum also dieser Aufwand mit durchgestylten Projekten inkl. slumming-Methode ("Arme" schauen gehen), Menschen in Alten-, Behindertenheime oder Jugendzentren schicken (zu wollen). Wenn Sie nicht im Villenviertel wohnen, ist alles vor Ihrer Nase: der Kollege aus der Tuerkei oder dem ehemaligen Jugoslawien, die Verkaeuferin ums Eck, der Mensch mit Behinderung im Bus, die Pensionistin beim Baecker. Alles da, sie brauchen keine soziale Mutprobe zu absolvieren, um mit den Menschen um Sie herum respektvoll umzugehen. Sie sind nicht besser oder schlechter als Sie und geniessen sicher nicht die ihnen angedichteten "Sozialschmarotzervorteile", lernen Sie die Menschen doch einfach kennen. Und denke Sie dran: Sind die Pensionist/in, migrantisch, homosexuell, religioes, fahren einen Rollstuhl oder sind Sie einfach eine Frau, gratuliere, dann ist das naechste Jahr Ihres. Fuehlen Sie sich gehaetschelt und bearbeitet. Danke, ohne dieses Jahr waere ich nie darauf gekommen nicht gleich gestellt zu sein oder nicht dazu zu gehoeren. Uebrigens kann jede Kontaktaufnahme zu einem anderen Menschen eine Herausforderung sein. *Sabaha Sinanovic, Ihre potenzielle persoenliche soziale Mutprobe* ================================================ 13 Recht: KiK: Der Betriebs rat c’est moi! von "akin" =============================================== *********************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 13. Maerz 2007; 16:40 *********************************************** Arbeit/Recht: > KiK: Der Betriebsrat c’est moi! Der Textildiskonter KiK versucht weiterhin mit allen Mitteln, betriebsratfreie Zone zu bleiben. Neuer Betriebsratsvorsitzender soll der Assistent der Geschaeftsfuehrung werden. Ganz herzlich bedankte sich die Gewerkschaft der Privatangestellten bei allen, die bei einer Protestmailaktion gegen den Textildiskonter KiK mitgemacht hatten. Bekanntermassen versuchte der Oesterreich-Ableger der deutschen Kette mittels Entlassung des Initiators fuer die erste Betriebsratswahl diese zu verhindern (s. akin 6/2007). Die GPA schreibt: "Seit 26. Februar gibt es einen Wahlvorschlag zur Betriebsratswahl bei KiK. Spitzenkandidat der Liste ‚Wir sind KiK‘ ist Andreas Fillei. Das Hausverbot gegen ihn wurde bereits am 22. Februar nach einer von der GPA-DJP erwirkten einstweiligen Verfuegung vom Gericht aufgehoben. Andreas Fillei kann somit ab sofort wieder als Kandidat fuer die Betriebsratswahl beim Textildiskonter KiK Wahl werbend in den Filialen taetig sein." Nachsatz: "Seine Entlassung ist damit allerdings nicht aufgehoben." Und Resuemee: "Das Ziel, endlich einen Betriebsrat bei KiK zu bekommen, ist damit einen Schritt naeher gerueckt." Doch ganz verstaendlich ist der gewerkschaftliche Optimismus nicht, denn sehr weit ging der erwaehnte Schritt nicht. Fuer die Betriebsratswahlen von heute bis zum 15.Maerz gibt es laut letzten Informationen nur eine einzige Liste - und das ist nicht die von Andreas Fillei. Die 1200 in Oesterreichs KiK-Fillialen Beschaeftigten duerfen jetzt nur den Assistenten der Geschaeftsfuehrung zum Betriebsratsvorsitzenden machen. Das hat der Wahlvorstand beschlossen - der aus eben jenem Assistenten, der Personalverantwortlichen und der Vertriebsverantwortlichen besteht. Der naechste Akt in dieser Angelegenheit wird damit wohl wieder vor Gericht spielen. -br- ================================================ 14 Buecher: Nur Arbeit schafft ein Recht auf Leben (Spiegelgrund-Buch) von "akin" ================================================ ************************************************ Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 13. Maerz 2007; 16:49 ************************************************ Buecher: > Nur Arbeit schafft ein Recht auf Leben Waltraud Haeupl: Die ermordeten Kinder vom Spiegelgrund. Boehlau 2006. 663 Seiten, 150 s/w-Kleinabb. EUR 39,00 ISBN 3-205-77473-6 Waltraud Haeupl wurde 1997 mit den konservierten Gehirnen ermordeter Kinder konfrontiert und erinnerte sich an ihre am "Spiegelgrund" ermordete kleine Schwester. Ein einziges Photo liess sie "das Kind auch optisch nicht vergessen". Danach begann sie ihre muehevolle Arbeit, die Geschichte der Kinder und Jugendlichen aufzuspueren, nach Akten und Unterlagen zu forschen um ueber dieses Kapitel des Nationalsozialismus ein weiteres Verschweigen zu verunmoeglichen. In ihrem Vorwort formulierte sie: "Ich nahm mir vor, nicht aufzugeben. Ich wollte Einzelheiten des grauenhaften Geschehens erkunden, die vielen hundert Kinder und Jugendlichen beim Namen nennen und ihnen ihre Geschichte wiedergeben, um sie vor dem Vergessen zu bewahren." Fuer die am "Spiegelgrund" ermordeten Kinder gab es nur einen kurzen Moment der oeffentlichen Trauer: als ihre sterblichen Ueberreste 2002 in Wien am Zentralfriedhof beerdigt wurden. Angehoerige wissen oft bis heute nichts von ihrer Geschichte. Die medizinischen Praeparate standen bis in die 80iger Jahre der Wissenschaft zur Verfuegung, etwa in der Nachfolgeinstitution des ‚Ludwig-Boltzmann-Instituts zur Erforschung der Missbildungen des Nervensystems’ oder im ‚Max-Planck-Institut fuer Hirnforschung’ in Giessen. Die Selektion und Ermordung der Kinder und Jugendlichen zwischen 1940 und 1945 erfolgte nach dem Massstab nationalsozialistischer Organisation systematischer Toetung von Menschen. Um den Schein zu wahren, wurde eine streng medizinische Vorgangsweise aufrechterhalten, an den Beratungen und Beurteilungen der Kinder nahmen AerztInnen, PsychologInnen, BetreuerInnen und Krankenschwestern teil. Das entsprechende Todesurteil wurde von einem Reichsausschuss in Berlin abgesegnet. Als Dr. Heinrich Gross 1998 dazu befragt wurde, ob es ihm nicht aufgefallen sei, dass so viele Kinder an Lungenentzuendung starben, gab er die trockene Antwort: "Es wird halt eine Epidemie gewesen sein". Mit Luminal und aehnlichen Medikamenten wurden die Kinder und Jugendlichen bis zu ihrem Tod geschwaecht. Der "Spiegelgrund" gilt als zweitgroesste Mordklinik ihrer Art im gesamten "Dritten Reich", sie hatte die hoechste Todesrate. Die Anklage gegenueber beteiligten AerztInnen und Krankenschwestern lautete nach 1945 auf "vollbrachten Meuchelmord und begangene Quaelerei und Misshandlungen". Bereits 1948 lautete die Anklage gegen den aus der Kriegsgefangenschaft zurueckgekehrten Dr. Gross auf Totschlag, der bekanntlich verjaehrt. Bereits 1948 gingen die Gerichte wieder davon aus, dass es sich bei den getoeteten Kindern um Saeuglinge und gehirnkranke Kinder handelte, bei denen die Verabreichung von Gift nicht heimtueckisch erfolgen konnte, da den Betroffenen die Einsicht fehle, was mit ihnen geschieht. Daher kann es sich nicht um Mord gehandelt haben. Die Gerichte gingen davon aus, dass die"gehirnkranken Kinder" nicht ermordet werden konnten, da ihnen das Bewusstsein gefehlt haette, ihre Lage zu begreifen. Ja ‚suesser Tod’, die Eugenik laesst gruessen. Waltraud Haeupl stellt so gruendlich wie beeindruckend aus den Restbestaenden der Dokumente das Leben vieler der rund 800 getoeteten Kinder und Jugendlichen dar - viele "Krankengeschichten" wurden nur deshalb archiviert, um den medizinischen Forschungen weiterhin zur Verfuegung zu stehen - sie macht die Aengste, Sorgen, Noete und unglaubliche Scham der Kinder und Jugendlichen sichtbar, die einer "heilpaedagogischen Anstalt" dem Tod ausgeliefert wurden. Auswahlkriterien fuer das Todesurteil entsprachen dem faschistischen Gedankengut: die Kinder und Jugendlichen wurden als nicht bildungsfaehig, als nicht arbeitsfaehig und/oder arbeitswillig beurteilt, unter der Fragestellung behandelt: wird dieser Mensch fuer die "Volksgesundheit" ein nuetzliches Mitglied werden? Diese Woche begegnete ich einer Werbung in der Wiener U-Bahn. Sie stammt von einem Verein fuer Menschen mit Down-Syndrom, eine wunderschoene, allen plakativen Idealen des momentanen Schoenheitsbildes entsprechende Frau in einem Friseursalon stellt sich die Frage, ob denn das Leben von "Menschen mit Behinderung" gesellschaftlich leistbar ist. Daneben steht eine ebenso dem gaengigen Ideal entsprechende attraktive Frau mit Down-Syndrom als Friseurin, sie versinnbildlicht die Botschaft, dass sie sich als wertvolles, verdienendes, nuetzliches Mitglied unserer Gesellschaft empfinden moechte, sie praesentiert sich in ihrer Arbeitsfaehigkeit. Der Verein fordert das Lebensrecht von "Menschen mit Behinderung" aufgrund ihrer Leistungsfaehigkeit ein. *Rosalia Krenn* ================================================ 15 Kommentar der Anderen/Termin: RAF - Die Toten, die Lebenden und der Standard von "akin" ================================================ ************************************************ akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 13. Maerz 2007; 17:16 ************************************************ Kommentar der Anderen: > RAF: Die Toten, die Lebenden und der Standard Zum Grusswort von Christian Klar, einer Kunsthallen-Ausstellung und der Grenzen einer "liberalen" Zeitung Der Maerz-April-Schwerpunkt in der Kunsthalle Wien (im Museumsquartier) wird wohl wieder einige Zeitgenossen auf den Plan rufen, die sich fuer eine Verteufelung der "RAF-Verharmlosung" oder der "RAF-Verherrlichung " (Zutreffendes bitte unterstreichen) stark machen. Auch der Duesseldorfer Kuenstler Hans-Peter Feldmann hat sich daran gewoehnen muessen, dass sein Fotozyklus "Die Toten", der vom 16. Maerz bis 29. April in der Kunsthalle ausgestellt ist, missinterpretiert wird: als Verhoehnung der Opfer des linksradikalen Terrorismus der 70er- und 80er Jahre in Deutschland. Feldmann sympathisierte nie mit der Ideologie der Baader-Meinhof-Gruppe; er zeigt auf 90 Tafeln grobkoernige Reproduktionen von Zeitungsbildern: Opfer und Taeter und Menschen, die nur zufaellig in die Schusslinie gerieten. Eine beklemmende Serie ungerahmter Andachtsbilder - so koennte man laut Kurator Gerald Matt die Ausstellung auf sich einwirken lassen. Am 16. Maerz, 17 Uhr, wird Hans-Peter Feldmann im "Kuenstlergespraech" seinen Background zur Fotoserie hoechst persoenlich erklaeren koennen, waehrend die Gespraechsreihe, ein Teil des Begleitprogramms von "Die Toten", mit dem Auftritt von Bettina Roehl (20. Maerz) eroeffnet wird, die in Deutschland zur meistzitierten Repraesentantin der "Keine-Gnade-fuer-die-Ex-RAF"-Stimmung geworden ist. Die Tochter Ulrike Meinhofs hat alle im Visier, die sich um ein differenziertes Meinhof-Bild bemuehen, und versuchte vor einigen Jahren vergeblich, die Berliner RAF-Ausstellung zu verhindern. Vielleicht reiht sie auch Matt in die "Sympathisantenszene" ein. Die aktuelle, aufgeregte Debatte ueber das Gnadengesuch des Ex-Terroristen Christian Klar fuegt sich wie ein unvorhergesehenes Begleitrauschen ins Veranstaltungskonzept. Selbst die liberalste unter den oesterreichischen Tageszeitungen empfahl dem deutschen Staat , keine Gnade gegen den bereits ein Vierteljahrhundert hinter Gittern lebenden Klar walten zu lassen. Mit seiner "bizarren Grussbotschaft aus dem Gefaengnis" an die Rosa-Luxemburg-Konferenz habe der 54-Jaehrige dem deutschen Staatsoberhaupt "kaum eine Wahl gelassen, als dieses Gnadengesuch abzulehnen", schrieb Eric Frei. Und weiter: "Offenbar denkt Klar heute noch genauso wie bei seiner Verhaftung vor 25 Jahren." Revolverjournalismus nimmt gelegentlich die Farbe des Lachses an. Hatte Klar erklaert, dass er weiterhin unverrueckt zur terroristischen RAF-Politik stehe? Nichts dergleichen. Eine kurze Erklaerung, die er fuer die von der Tageszeitung »junge Welt« organisierten Rosa-Luxemburg-Konferenz verfasst hatte (diese fand uebrigens schon am 13. Januar statt) , sorgte fuer den Medienrummel. Es ist mitnichten ein Aufruf zur Fortsetzung des bewaffneten Kampfes. Der ehemalige Philosophiestudent Klar sieht vielmehr unter Rueckgriff auf Theorieelemente der Frankfurter Schule den Kapitalismus als vergaenglich an und ruft die Linke auf, den Kampfesmut nicht zu verlieren. Da muesste man viele einsperren, wenn Kapitalismuskritik kriminell waere, so lautete der Tenor der Publikums-Diskussion im online-Standard. "Die Wahrheit ist doch - Christian Klar waere laengst frei, wenn er Nazi gewesen waere und ein paar hundert Menschen auf dem Gewissen haette!", auch diese Lesermeinung ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Immerhin informierte der "Standard", dass der Intendant des Berliner Ensembles, Claus Peymann, die kapitalismuskritischen Aeusserungen des deutschen Ex-Terroristen verteidigte. "Das sind auch meine Ansichten", sagte Peymann. (Augustin) * "Die Toten" in der Kunsthalle Wien, Museumsquartier 16.3. bis 29. 4. 2007, 10 bis 19 Uhr (Do bis 22) Infos ueber die Filmmatinees (8 Filme, jeder Sonntag im Ausstellungszeitraum, 11 Uhr) und ueber die sechsteilige Gespraechsreihe: http://www.kunsthallewien.at Haftanschrift: Christian Klar c/o JVA Bruchsal Schoenbornstr. 32 D-76646 Bruchsal ================================================ 16 Kurz: Entschuldigungszetterl, Ilisu-Kundgebung, WWWebtip, Letzte Worte von "akin" ================================================ ************************************************ akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 13. Maerz 2007; 17:18 ************************************************ Kurz: > Entschuldigungszetterl Die akin ist jetzt zwei Wochen nicht erschienen, da der LayOuter mit Grippe daniederlag. Wir werden versuchen, uebers Jahr den Rueckstand wieder aufzuholen. * > Ilisu-Kundgebung Mittwoch, der 14. Maerz, ist Weltstaudammtag. Bitte kommt zahlreich zur Kundgebung gegen den Ilisu-Staudamm, 10 h, vor dem Parlament (Dr. Karl-Renner Ring 1 -3) (AUGE-Aussendung) * > WWWebtip http://www.kpoe.at/cgi-bin/petition.cgi?p=kubarespekt Die KPOe bittet um Unterschriften fuer einen Offenen Brief an Aussenministerin Plassnik. Darin wird Respekt fuer Cubas politischen Weg gefordert. * > Letzte Worte: Ein Bild von einem Kanzler Da soll noch einer sagen, dass es voellig unerheblich ist, dass Alfred Gusenbauer jetzt Kanzler ist. Denn immerhin hat er das Recht, das Bundeskanzleramt nach seinen Vorstellungen zu gestalten. Und daher liess er gleich nach seinem Amtsantritt auch das Dollfuss-Bild entfernen, das sein Vorgaenger Schuessel zu Beginn dessen eigener Amtszeit im Marmorsaal hatte anbringen lassen. Nur die Weihkerze darunter blieb stehen -- wohl als Andenken, dass dort mal etwas gewesen ist, was jetzt nicht mehr da ist. Dokumentiert ist das republikanische Geschehen im Photoblog von Matthias Cremer auf standard.at: http://derstandard.at/?url=/?id=2744441 ================================================ 17 Erbschaften und auch alle Vermögen progressiv besteuern ! von "Helmuth Fellner" ================================================ Presseaussendung der Kommunistischen Initiative [KI] 13.03.2007[] Erbschaften und auch alle Vermögen progressiv besteuern ! Wieder einmal wurde in Österreich ein Höchstgerichtbeschluss im Interesse der Reichen gefasst: Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat die derzeitige Erbschaftssteuer aufgehoben. Gekippt wurde § 1 (1) des Erbschaftssteuergesetzes ("Erwerb von Todes wegen"). Für die „Reparatur“ des Gesetzes haben die Verfassungsrichter eine Frist bis 31. Juli 2008 gesetzt. Andernfalls läuft die Besteuerung von Erbschaft ersatzlos aus. Die Fronten sind klar: Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung, ÖVP etc. sind für die völlige Abschaffung, Gewerkschaften und Arbeiterkammern für eine „Reparatur“, wie - das ist noch unbestimmt. Die SPÖ tut auch so, als wäre sie für eine neue Erbschaftssteuer, aber ein „Rückzug“ von dieser Position zeichnet sich schon in den Wortspenden von SP-Steuerexperten Matznetter ab. Grund für die Aufhebung war die „Gleichheitswidrigkeit der Besteuerung von Grundvermögen gegenüber jener von Geldvermögen“. Hintergrund sind die seit Jahrzehnten nicht mehr veränderten Einheitswerte, nach denen die Erbschaftssteuer für Grundbesitz derzeit viel zu niedrig, meist nur einen Bruchteil des tatsächlichen Wertes erfassend, berechnet wird. Die Verfassungsrichter machten klar, dass sie keine grundsätzlichen Bedenken gegen die Erbschaftssteuer hegen und eine „verfassungskonforme Reparatur“ der Erbschaftssteuer möglich sei. Österreich hat im gesamten OECD-Raum einen der geringsten Anteile an „vermögensabhängigen Abgaben“ am Bruttoinlandsprodukt, während die Belastung der Arbeitseinkommen steigt. Die Besitzenden, die sich nicht nur über keine Vermögenssteuer, über äußerst „flexible“ Einkommenssteuern, die mit Hilfe von „Steuerberatern“ gegen null reduziert werden können, erfreuen . Dazu kommt noch das Stiftungsgesetz, das es erlaubt, Millionenvermögen fast steuerlos in „Stiftungen“ zu „parken“, und dabei auch noch gehörig zu akkumulieren. Die Großkapitalisten und Millionenerben können neuerlich jubeln: Sie werden neuerlich begünstigt. Die generelle Abschaffung der Erbschaftssteuer begünstigt große Vermögen noch stärker als derzeit, denn das oberste Prozent der Vermögensbesitzer besitzen über 40 Prozent des Vermögens. Noch erklärt die SPÖ, dass sie für eine Reparatur des Erbschaftssteuergesetzes eintrete, aber - wie so oft – wird sie wohl auch in dieser Frage im Liegen umfallen. Das vermögensschonende Stiftungsgesetz hat ja auch eine Regierung unter SPÖ-Führung ein geführt. Die ÖVP vertritt natürlich in dieser Frage ihre Klientel: die Hausbesitzer und Miethaie, die Unternehmer und nicht zuletzt die Erben von großen Vermögen. Und sie tritt vehement für Steuerfreiheit arbeitsloser Einkommen wie Mieten, Pachten, Erbschaft etc. ein. Matznetter [SPÖ] hat schon mit seinem Vorschlag einer „Stundung der Erbschaftssteuer für Betriebsübergaben“ seine Nachgiebigkeit gezeigt. Und beide Parteien, die im Interesse des Kapitals zusammenarbeiten, sind sich einig, dass diese Frage das Koalitionsklima keinesfalls stören werde. Und für Millionär Häupl handelt es sich sowieso nur um ein kleines Problem. So schließt sich der Kreis der Besitzenden und Privilegierten. Folgende Forderungen wären für eine partielle Umverteilung von den Reichen zu den Armen mehr als angebracht: Einführung einer progressiven Kapital- und Vermögenssteuer ! Abbau der zahlreichen Steuererleichterungen und Abschreibmöglichkeiten für Vermögende ! Aufhebung des Stiftungsgesetzes ! Progressive Erbschaftssteuer auf große Privat- und Firmenvermögen ! Anpassung der Einheitswerte von Grundstücken an die jährliche Inflation ohne jegliche Ausnahme sowie Orientierung der Steuern daran ! Kontakt: Kommunistische Initiative (KI) Post : Rankgasse 2, 1160 Wien Telefon: O676/6968852 e-mail: info at kommunisten.at Homepages: www.kominform.at und www.kommunisten.at ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 18 Entkriminalisierung der Kultur- und Heilpflanze Coca gefordert - Signierter WM-Fußball wird versteigert von "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================ > PRESSEMITTEILUNG der GfbV-International > Göttingen/Wien/Bern/Bozen/Luxemburg, den 13. März 2007 > > Entkriminalisierung der Kultur- und Heilpflanze Coca gefordert > WM-Ball mit Präsidentenunterschrift wird auf ebay versteigert > > Ende März versammeln sich indigene Bauern und -Bäuerinnen von > Bolivien. Ihre zentrale Forderung ist die Streichung der Cocapflanze von > der Suchtstoffliste der Vereinten Nationen aus dem Jahre 1961. Diese > Forderung hat nichts mit der Legalisierung von Drogen (des Kokains) zu > tun, sondern soll die kulturelle, gesellschaftliche und traditionelle > Nutzung > der Pflanze ermöglichen. Die Gesellschaft für bedrohte Völker > International > (GfbV) versteigert zur finanziellen Unterstützung der indianischen > Bauernvereinigungen über ebay einen eigens vom bolivianischen > Staatspräsidenten Evo Morales handsignierten WM-Fußball. > > In den nächsten Tagen treffen sich die Bauern der Andenregion in Bolivien, > um die wirtschaftlichen Entwicklungen ihrer Region zu diskutieren. > Zentrales Thema ist die Forderung, den Anbau der Cocapflanze und die > Verarbeitung und den Handel mit dem Naturprodukt zu legalisieren. Dies > kann erreicht werden, indem die Cocapflanze von der Suchtstoffliste der > Vereinten Nationen gestrichen wird. Damit wäre ein deutlicher > Trennungsstrich gezogen zwischen der traditionellen Kulturpflanze und > dem gefährlichen Extrakt Kokain. Den hierfür notwendigen Antrag wird > Bolivien noch im Mai 2007 beim Generalsekretär der Vereinten Nationen > einreichen. > > Um die Cocapflanzen ranken viele Mythen, Missverständnisse und > Fehlinformationen. Während die Nutzung der Pflanze schon immer Teil der > indianischen Kultur war und mit Verantwortung gehandhabt wurde, hat die > Extrahierung des Wirkstoffs Kokain zum Missbrauch als gefährliche Droge > geführt. Ein langer, oft brutaler Kampf gegen den Anbau der Pflanze hat > viel Elend für die lokale Bevölkerung und Unterdrückung kultureller > Elemente gebracht, nicht aber das Drogenproblem gelöst. Mit der > Streichung der Cocapflanze von der UN-Suchtstoffliste könnte die lokale > Bevölkerung wieder gefahrlos traditionelle Produkte wie Tee, Kaugummi, > Zahnpasta, Erfrischungsgetränke und Medizin aus der Pflanze herstellen > und weltweit vermarkten. > > Über solche alternative Verwertungsmöglichkeiten kann der Anbau für die > Gewinnung von Drogen reduziert bzw. letzen Endes auch beendet werden. > Die GfbV unterstützt diese Initiativen und damit den Kampf gegen die > Drogenproduktion. Der weltberühmte Coca-Cola-Konzern soll in seinem > gleichnamigen Erfrischungsgetränk schon seit Jahrzehnten nichtalkaloide > Extrakte aus Coca-Blättern verwenden, was der Konzern selbst allerdings > bestreitet. > > Zur finanziellen Unterstützung des Treffens der Cocabauern in Bolivien > versteigert die GfbV einen vom bolivianischen Staatspräsidenten Evo > Morales signierten WM-Fußball, ein absolutes Unikat auf ebay > (www.ebay.de, Artikelnummer 180095615320). Die Versteigerung beginnt > am Dienstagabend, 13.03.2007. Der Erlös kommt vollumfänglich der > Bauernvereinigung (COCAMTROP)) für die Organisation ihres Treffens zu > Gute. > > Evo Morales, der in seiner Freizeit selbst Fußball spielt, gehört mit Al > Gore > zu den aussichtsreichen Kandidaten des Friedensnobelpreises. Er sprach > bereits 1995 auf Einladung der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) als > Repräsentant der Cocabauern bei den Vereinten Nationen in Wien vor, um > die Streichung der Pflanze von der Suchtstoffliste zu erreichen. Mit Evo > Morales führt erstmals seit der Herrschaft der Inkas ein Indianer > Bolivien. > Dort zählen zwei Drittel der Bevölkerung zu den alten Indianernationen der > Quechua und Aymara. Bereits in den 70er Jahren hatte die GfbV auf die > jahrhundertelange Unterdrückung der indianischen Mehrheit in dem > südamerikanischen Land hingewiesen und deren Situation mit der > südafrikanischen Apartheid verglichen. Indianische Delegationen aus > Bolivien und anderen Ländern Amerikas hatten allein im Jahr 1978 in > Deutschland und in Nachbarländern auf 65 Diskussionsveranstaltungen der > GfbV über die Lage ihrer Gemeinschaften informiert. > > Für Interviews steht das Vorstandmitglied der GfbV International, Hans > Bogenreiter von GfbV Österreich zur Verfügung unter Tel 0043 1 503 13 > 36. > > Auf Anfrage übersenden wir Ihnen gern per E-Mail ein Bild von Evo > Morales, der den WM-Fußball signiert. > > ====================================================== > Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) > Inse Geismar, Pressereferentin > Postfach 2024, D-37010 Goettingen > Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 > E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ================================================ ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich und somit MedieninhaberInnen: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2007, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Di, 21.00 Uhr nicht aufgenommen: Doubletten, 3 Beiträge nicht WR III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Thu Mar 15 01:42:29 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Wed, 14 Mar 2007 20:42:29 -0400 Subject: =?ISO-8859-15?B?d2lkZXJzdEBhbmQgbXVuZCAtIERvbm5lcnN0YWcsIDE1LiBN5HJ6IDIw?= =?ISO-8859-15?B?MDc=?= Message-ID: <1664358698.20070314204229@nessizius.com> MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Donnerstag, 15. März 2007 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 Was lange gärt, wird endlich Wut - ergo dessen: Repression gegen Bedrängte Von: FLGZ at gmx.net ================================================ 02 [criticalmass] Frühlingsbeginn und Radfahren am Freitag Von: criticalmass vienna ================================================ 03 Kundgebung "Eurofighter-Ausstieg sofort" 24.3.07 Von: Renate Vodnek ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 04 Menschenrechtsschutz auf EU-Ebene: Fundierte Politik oder Fassade? Radio Stimme - 15.03. Von: Initiative Minderheiten Newsletter ================================================ 05 20.3.: Buttons fuer die Revolution! Workshop fuer den visuellen Strassenkampf Von: Rosa Antifa Wien ================================================ 06 20.03.2007: Diskussion: Droht uns jetzt ein SPÖ-"Schlögl"-Kurs Von: Transdanubien gegen Schwarzblau ================================================ 07 Menschenrechtsschutz auf EU-Ebene: Fundierte Politik oder Fassade? > Radio Stimme - 15.03. Von: Radio Stimme ================================================ 08 Pressekonferenzeinladung: ZARA präsentiert Rassismus Report 2006 / 21.März 2007 / 10h / Café Griensteidl Von: Verein ZARA ================================================ 09 [grundrisse-info] neu: #21, mailadresse, homepage, termine! Von: grundrisse-info at lists.lnxnt.org ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 10 KPÖ/Transit/Mobilität Von: KPÖ-Information ================================================ 11 KPÖ/Jahrestag/Annexion/Widerstand Von: KPÖ-Information ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 12 Heiligendamm -- Genua Von: Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================ 13 Heiligendamm Von: Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 Was lange gärt, wird endlich Wut - ergo dessen: Repression gegen Bedrängte Von: FLGZ at gmx.net ================================================ Die Presse berichtet über Drohungen gegen AMS Mitarbeiter. Vielleicht sollten wir lieber SperrmeisterInnen zu diesen "Mitarbeitern" sagen, die ihre Kunden immer wieder in existenzbedrohliche Situationen bringen - per Weisung oder weils eine Prämie gibt, für erfolgreiche Aussteuerungsversuche von Leuten, die schon zu lange im Bezug sind, ohne dass sie sich in einen Prekärjob oder sonst wo hin vertschüssen wollen. In Deutschland sind die Türklinken an der Aussenseite zu den "Beratungszimmern" schon lange abmontiert, weil sich die Herrschaften Referenten nicht mehr sicher fühlten. In Österreich geht es jetzt los. Selbstverständlich glauben wir nicht, dass es eine Lösung ist, Menschen mit dem "Umbringen" zu bedrohen, aber dass es mehr Widerstand gegen schikanöse Behandlung und Rechtsbrüche gibt, das ist ein Fortschritt. Die Kriminalisierung der "Ratsuchenden" lässt also nicht lange auf sich warten: Schön brav sein, Bittstellerinnen und Bittsteller, schön ruhig sein ebenfalls, sonst kommt die Polizei! Nette Entwicklung, hier gibt es keine Mediatorentechnik zur Konfliktbewältigung, sondern einfach Dresche, wenns drauf ankommt. Bravo AMS - nur diese Rechnung wird so nicht aufgehen. Denn die Erwerbslosen sind auch auf Postämtern, wo die Pfründe abzuholen ist, ständig mit "Securities" und Polente konfrontiert - also schön langsam umzingelt von "Sicherheitskräften" und das schlägt sich aufs Gemüt. -------------------------------------------------------------------------------- Wachdienst schützt AMS - Drohungen gegen Mitarbeiter 13.03.2007 | 18:30 | BEATE LAMMER (Die Presse) Die Übergriffe gegen AMS-Mitarbeiter häufen sich. Der AMS-Verwaltungsrat hat eine Sicherheitsfirma engagiert. Wien. Elf Sicherheitsleute tun seit einigen Wochen in den Wiener Filialen des Arbeitsmarktservice (AMS) ihren Dienst. Das erklärt Hans Paul Nosko, Sprecher des AMS Wien, der „Presse“. Der Grund: In den vergangenen Monaten hätten sich Morddrohungen à la „I bring di um“, Beschimpfungen und Handgreiflichkeiten in AMS-Filialen gehäuft. Nicht nur Mitarbeiter, auch wartende Kunden seien von aggressiven Personen belästigt oder bedroht worden. Sogar zu Raufereien sei es gekommen. „Weder Waffen noch Hunde“ Also beschloss der AMS-Verwaltungsrat, die Firma ISS mit der Bereitstellung von Sicherheitspersonal zu beauftragen. Jeden Vormittag versehen nun Wachleute ihren Dienst in den AMS-Filialen. Selbstverständlich unbewaffnet, sagte Nosko. Gestern, Dienstag, sorgte allerdings ein bewaffneter Wachmann in der AMS-Geschäftsstelle in der Redergasse im fünften Wiener Gemeindebezirk für Aufregung. Nosko bestätigt das. „Das war ein singulärer Irrtum dieses Herrn.“ Der Mann habe seine Waffe bereits deponiert. Vorgesehen sei, dass die Sicherheitsleute weder Schusswaffen noch Knüppel tragen. Auch würden sie keine Hunde führen. Die Situationen, in denen die Sicherheitsleute bisher eingreifen mussten, waren harmlos: Wenn Jugendliche den Gang blockieren, werden sie jetzt von einem Wachmann ersucht, Platz zu machen. Früher habe ein Berater immer wieder auf den Gang hinausgehen müssen. Beim Wachpersonal handle es sich um erfahrene Leute, betont Nosko. Der Personalbereitsteller ISS beschäftigt österreichweit 200 Sicherheitsleute. Wer Wachmann werden will, braucht keine besondere Berufserfahrung. Manche werden direkt beim AMS rekrutiert. Kriterien bei der Aufnahme seien Verlässlichkeit und „meist ein gewisses Alter“, sagt Michael Maximilian, Chef der ISS Facility Services GmbH. Lebenserfahrung helfe, in kritischen Situationen die Nerven zu behalten. Aufträge, wo die Mitarbeiter Waffen tragen müssten, nehme man nicht an. „Nur präventive Aufgaben“ „Unsere Mitarbeiter dürfen nur präventive Aufgaben wahrnehmen“, sagt Maximilian. Also auf die Hausordnung hinweisen und Personen auffordern, sich ruhig zu verhalten. Wenn jemand den Anweisungen keine Folge leistet, müssen die Wachleute die Exekutive verständigen. Zu den ISS-Kunden zählen auch Industriebetriebe wie Magna oder VA Tech. Auch die Akademie der Wissenschaften beschäftigt einen Portier von ISS. Inline Flex[Faktbox] DROHUNGEN ("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.03.2007) -------------------------------------------------------------------------------- © DiePresse.com -- OOOOOOOOOOO +++++++++++ PLATTFORM FRAUENLESBEN GEGEN ZWANGSARBEIT und strukturelle Gewalt gegen Frauen ================================================ 02 [criticalmass] Frühlingsbeginn und Radfahren am Freitag Von: criticalmass vienna ================================================ CriticalMass Rides Again - zum Frühlingsbeginn WANN : dieser Freitag 16.3.2007 Start um 16:30 WO : Am Margaretenplatz im 5.Bezirk Wem es im Winter zu kalt zum radfahren war, der kann sich jetzt freuen und sich gemeinsam mit uns den Platz auf der Strasse nehmen, der uns auch zusteht. Es ist Zeit, das Fahrrad auszumotten und die Strassen und die Stadt nicht nur den Autos zu überlassen. Autos machen Lärm, wir machen Musik. Und Radfahren ist gesund, lustig, sozial, billig und sexy :) Seit bunt und laut. Nehmt Fahnen, Trillerpfeifen, Trommeln, Luftballons und viele viele FreundInnen mit. Route ist wie immer offen und von euch bestimmt. Auch sonst ist derzeit sehr viel los rund ums Radfahren und die CriticalMass: + Am 23.3. findet die erste CriticalMass in Graz statt. um 16:30 am Südtirolerplatz + Am 24. und 25.3 gibts von der Fahrrad-Selbsthilfe-Werkstatt im WUK einen TallBike-Workshop (begrenzte TeilnehmerInnenanzahl, also rasch anmelden auf www.hochrad.net) - Bei der CM im April gibts dann eine TallBike-Parade :) nähere Infos zu TallBikes unter http://en.wikipedia.org/wiki/Tall_bike ****************************************************************************** * * 12.4.2007 - CRITICALMASS IN CONCERT in der FlucWanne am Praterstern: Cocktailbar, T-Shirts, viele Leute, Visuals, viel Spass und Tanzen Line-Up: - temp-records (rnd, digilog) - the TNT jackson DJ team - und die SiegerInnen des diesjährigen ProtestSongContest: Mieze Medusa & Tenderboy! Der Erlös fließt direkt in die etwas verebbte Aktionskassa der CM - für Flyer, Plakate, Aktionen, Fahnen ... * ********************************************************************************* + 20.4 findet dann die April-CM statt - inkl. TallBike-Parade Und noch ein kleiner Rückblick : im Winter waren wir bei jedem Wetter immer mindestens 80 - 100 Leute, was eine sehr beachtliche Anzahl ist und bereits sehr guten Eindruck auf der Strasse macht. Es scheint auch, als wären wir mittlerweile schon gut bekannt. Wir können nur mehr werden und es ist wichtig dass wir mehr werden. Auf der Gallery unter www.criticalmass.at gibts übrigens jede Menge Photos von der CriticalFaschingsmess im Februar inkl. den Preisträgern. Es gibt dazu auch einen Beitrag auf Okto von Heidi Hueber, der unter http://blogs.okto.tv/roh/?page_id=66 nachzulesen und vor allem zum download ist. Eine etwas längere Version des Beitrags wird in wenigen Tagen auf der criticalmass-Homepage zum download sein. Detto ein filmischer Nachtrag und zum naked bikeride im September - auch als vorgeschmack auf diesen Sommer. Weil der nächste autofreie Tag kommt bestimmt. bis freitag, eure criticalmass ========================================================================= CriticalMass ist eine wetterunabhängige monatliche Radfahrt quer durch Wien, um zu zeigen, dass sich RadfahrerInnen den Platz nehmen, der ihnen im Alltagsverkehr verweigert wird. Gemeinsam bilden wir eine kritische Masse, die nicht mehr ignoriert werden kann. Radfahren macht Spass und Sinn. RIDE DAILY, CELEBRATE MONTHLY!! Mehr Infos, Informationen, Forum, Newsletterabo und Bilder der letzten Rides und viel mehr gibts auf www.criticalmass.at Je mehr Leute sich was zu und für CriticalMass überlegen und umsetzen, desto mehr sind wir eine Kritische Masse. Mitfahren, Weitersagen und viele Leute mitnehmen. Wir müssen mehr werden !! Selbst aktiv werden: Plakate und Flyer machen und austeilen oder zu den CM-Treffen kommen. Kontakt: info at criticalmass.at ================================================ 03 Kundgebung "Eurofighter-Ausstieg sofort" 24.3.07 Von: Renate Vodnek ================================================ Kundgebung "Eurofighter-Ausstieg SOFORT!" am Samstag, 24. März 2007 um 13 Uhr vor dem Parlament in Wien Am Samstag, 24. März 2007 findet um 13 Uhr vor dem Parlament in Wien eine Kundgebung unter dem Motto "Eurofighter-Ausstieg SOFORT!" statt. Organisiert wird die Veranstaltung von der Werkstatt Frieden & Solidarität und anderen Gruppen und Einzelpersonen, die die SPÖ an die Einhaltung ihrer Wahlversprechen erinnern wollen. „Mit mir als Bundeskanzler gibt es keine Eurofighter“, tönte SPÖ-Chef Gusenbauer selbstbewusst im vergangenen Wahlkampf. Am 30. Oktober 2006 hat der österreichische Nationalrat u. a. mit den Stimmen der SPÖ neben einem klaren Auftrag zum Eurofighter-Ausstieg eine klare Aufforderung, die Eurofighter-Beschaffung sofort zu unterbrechen, beschlossen. Aber was die Nationalräte Gusenbauer und Darabos beschlossen haben, spielt für sie als Bundeskanzler und Verteidigungsminister keine Rolle mehr - der Beschaffungsvorgang wird unvermindert fortgesetzt. "Wir lassen nicht zu, dass der Bruch von Wahlversprechen ein ?Kavaliersdelikt? ist und dass in Österreich Nationalrats-Beschlüsse einfach ignoriert werden", so die OrganisatorInnen der Kundgebung. Und weiter: "Anstatt um Milliarden Euro teures Kriegsgerät zu kaufen, sollte das Geld in die Bereiche Soziales, Bildung und Gesundheit investiert werden". Bei der Veranstaltung werden mehrere Personen kundtun, warum die Mehrheit der Menschen in Österreich für den sofortigen Eurofighter-Ausstieg ist. Die OrganisatorInnen der Kundgebung: "Und dieser sofortige Eurofighter-Ausstieg ist auch kostenlos möglich, denn schon jetzt verweisen genügend Sachverhalte auf die dubiosen Umstände der Eurofighter-Kaufentscheidung". Weitere Informationen im Internet unter [ http://www.werkstatt.or.at ]"ttp://www.werkstatt.or.at Für Rückfragen: Werkstatt Frieden & Solidarität: Tel. (0732) 77 10 94 ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 04 Menschenrechtsschutz auf EU-Ebene: Fundierte Politik oder Fassade? Radio Stimme - 15.03. Von: Initiative Minderheiten Newsletter ================================================ RADIO STIMME - DIE SENDUNG DER INITIATIVE MINDERHEITEN Donnerstag, 15. März 2007 13.00 Uhr, Orange 94.0 / Wien Menschenrechtsschutz auf EU-Ebene: Fundierte Politik oder Fassade? Hochrangige PolitikerInnen wie Kommissionspräsident Barroso oder der Präsident des Europäischen Parlaments Pöttering kamen vor zwei Wochen nach Wien, um die neue europäische Grundrechte Agentur entsprechend feierlich zu eröffnen. Doch welchen realen Stellenwert haben Menschenrechtsanliegen in der EU-Politik? Wie viel Augenmerk wird bei der Gesetzgebung auf die Europäische Menschenrechtskonvention und Folgedeklarationen gelegt? Und welche Kompetenzen bestehen, um gegen etwaige Grundrechtsverletzungen durch Mitgliedsländer vorzugehen? Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt eines Live-Studiogesprächs mit dem Leiter des Ludwig Boltzmann Instituts für Menschenrechte, Hannes Tretter. Weitere Sendungsthemen: - Vermutungen über ... InländerInnen, AusländerInnen und arme Schweine Diese Sendung wird weiters ausgestrahlt auf: FREIRAD (Innsbruck) Do, 22. März, 12.00 Uhr Radio AGORA (Kärnten) Do, 22. März, 19.00 Uhr Radio HELSINKI (Graz) Sa, 24.. März, 19.00 Uhr Radio FRO (Linz) So, 25. März, 11.00 Uhr ****** -> Sendung verpasst? Das Internet-Archiv. Diese und alle anderen Ausgaben von Radio Stimme sind in unserem digitalen Sendungsarchiv jederzeit als Download und Stream abrufbar: http://www.initiative.minderheiten.at/Radio ****** -> Sendung über's Internet hören. Die Sendungen sind über den Internet-Livestream der Radiosender zur jeweils angegebenen Sendezeit auch über das Internet zu hören. Orange 94.0: http://streamintern.orange.or.at/live3.m3u FREIRAD: http://www.freirad.at/live.m3u Radio AGORA: http://www.cartwall.at/agora_mp3.m3u Radio FRO: http://www.fro.at/livestream.php HELSINKI: http://www.helsinki.at/live-stream.php -- Radio Stimme - Die Sendung der Initiative Minderheiten Das politische Magazin zu den Themen Minderheiten - Mehrheiten - Machtverhältnisse ***** Newsletter der Initiative Minderheiten Gumpendorfer Straße 15/13 A-1060 Wien Tel. 586 12 49-18 Fax 586 82 17 http://www.initiative.minderheiten.at http://www.gastarbajteri.at ***** -> aus der Mailinglist austragen? leeres Mail bitte an news-unsubscribe at initiative.minderheiten.at ================================================ ================================================ 05 20.3.: Buttons fuer die Revolution! Workshop fuer den visuellen Strassenkampf Von: Rosa Antifa Wien ================================================ Buttons fuer die Revolution! Workshop fuer den visuellen Strassenkampf Die Regierung stinkt und hat von den Studiengebuehren bis hin zum Grundeinkommen so ziemlich alles verschissen, was moeglich gewesen waere. Damit der ganzen Grausamkeit die verdiente Aufmerksamkeit zukommt, gibt es die einmalige Gelegenheit, beim RAWaktiv Programm coole Buttons gegen Staat und Vaterland zu basteln. Im Rahmen der Aktionswoche "Widerstand in grosskoalitionaeren Zeiten" vom 19. bis 22. Maerz 2007 laden wir - die Rosa Antifa Wien - zu einem kleinen aber feinen ButtonKreativWorkshop. Gemeinsam Vorlagen basteln, massgeschneiderte Buttons produzieren (selbstverstaendlich kannst du eigene Motive mitbringen) und ueber stupide Regierende, Staatskonstrukte und HERRschaftliche Normen schimpfen... Schau vorbei! Dienstag 20.3. 2007 Open House ab 17.00 - Take Off Button Produktion 18.00 Ort: Wipplingerstrasse 23 / die Stiege halb runter 1010 Wien Kontakt: raw at raw.at http://www.raw.at -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# ================================================ 06 20.03.2007: Diskussion: Droht uns jetzt ein SPÖ-"Schlögl"-Kurs Von: Transdanubien gegen Schwarzblau ================================================ Liebe TransdanubierInnen und SymphatisantInnen! Droht uns jetzt ein SPÖ-"Schlögl"-Kurs ? Der frühere SPÖ-Innenminister Karl Schlögl ist für eine Annäherung und Öffnung der SPÖ zur FPÖ eingetreten. Er hat das erst unlängst wieder in einem Interview für den ORF neuerlich bekräftigt. Nach dem Rückzug Viktor Klimas hat sich Alfred Gusenbauer in der SPÖ als Parteivorsitzender durchgesetzt. Viele haben ihn ihm einen Garanten gegen den von Schlögl befürworteten Kurs gesehen ... Darüber diskutieren wir diesmal mit Ernst Nevrivy, Bezirkssekretär der SPÖ-Donaustadt, Gemeinderatsabgeordneter, am Dienstag 20.03.2007, wie jedes Monat auch diesmal wieder im Asia Restaurant "Sun", Donaufelderstrasse 229, 1210 Wien. 20.03.2007 ab 19 Uhr (Diskussionsbeginn ca. 19:30) Auf Euer kommen freut sich Das Transdanubien - Komitee ================================================ 07 Menschenrechtsschutz auf EU-Ebene: Fundierte Politik oder Fassade? > Radio Stimme - 15.03. Von: Radio Stimme ================================================ RADIO STIMME - DIE SENDUNG DER INITIATIVE MINDERHEITEN Donnerstag, 15. März 2007 13.00 Uhr, Orange 94.0 / Wien Menschenrechtsschutz auf EU-Ebene: Fundierte Politik oder Fassade? Hochrangige PolitikerInnen wie Kommissionspräsident Barroso oder der Präsident des Europäischen Parlaments Pöttering kamen vor zwei Wochen nach Wien, um die neue europäische Grundrechte Agentur entsprechend feierlich zu eröffnen. Doch welchen realen Stellenwert haben Menschenrechtsanliegen in der EU-Politik? Wie viel Augenmerk wird bei der Gesetzgebung auf die Europäische Menschenrechtskonvention und Folgedeklarationen gelegt? Und welche Kompetenzen bestehen, um gegen etwaige Grundrechtsverletzungen durch Mitgliedsländer vorzugehen? Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt eines Live-Studiogesprächs mit dem Leiter des Ludwig Boltzmann Instituts für Menschenrechte, Hannes Tretter. Weitere Sendungsthemen: - Vermutungen über ... InländerInnen, AusländerInnen und arme Schweine Diese Sendung wird weiters ausgestrahlt auf: FREIRAD (Innsbruck) Do, 22. März, 12.00 Uhr Radio AGORA (Kärnten) Do, 22. März, 19.00 Uhr Radio HELSINKI (Graz) Sa, 24.. März, 19.00 Uhr Radio FRO (Linz) So, 25. März, 11.00 Uhr ****** -> Sendung verpasst? Das Internet-Archiv. Diese und alle anderen Ausgaben von Radio Stimme sind in unserem digitalen Sendungsarchiv jederzeit als Download und Stream abrufbar: http://www.initiative.minderheiten.at/Radio ****** -> Sendung über's Internet hören. Die Sendungen sind über den Internet-Livestream der Radiosender zur jeweils angegebenen Sendezeit auch über das Internet zu hören. Orange 94.0: http://streamintern.orange.or.at/live3.m3u FREIRAD: http://www.freirad.at/live.m3u Radio AGORA: http://www.cartwall.at/agora_mp3.m3u Radio FRO: http://www.fro.at/livestream.php HELSINKI: http://www.helsinki.at/live-stream.php -- Radio Stimme - Die Sendung der Initiative Minderheiten Das politische Magazin zu den Themen Minderheiten - Mehrheiten - Machtverhältnisse ****** ================================================ 08 Pressekonferenzeinladung: ZARA präsentiert Rassismus Report 2006 / 21.März 2007 / 10h / Café Griensteidl Von: Verein ZARA - Presse ================================================ ZARA- Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit lädtanlässlich des Internationalen Tages gegen Rassismus zurPräsentation des RASSISMUS REPORTS 2006 Pressekonferenz: Mittwoch, 21. März 2007,10 Uhr CaféGriensteidl, Michaelerplatz 2, 1010 Wien ZARApräsentiert den Rassismus Report 2006.Der Rassismus Report ist seit nunmehr sieben Jahren die einzigejährlicherscheinende qualitative Datenquelle über Struktur und Ausmaß vonRassismus inÖsterreich. Immer mehr Menschen setzen sich gegen rassistischeÜbergriffe zurWehr und fordern ihr Recht auf Nicht-Diskriminierung ein. DiesiebenjährigeDokumentations- und Monitoringerfahrung von ZARA zeigt, wie und inwelchemAusmaß sich rassistische Diskriminierung durch alle Lebenslagen zieht.Konkretegesetzliche Verbesserungen und umfassende Unterstützung derAnti-Rassismus-Arbeit erwartet sich ZARA von der neuen Bundesregierung:Chancengleichheit ist als Recht und nicht wie bisher als Privileg zuverstehen. Podium: - XianeKangela,Redakteurin desRassismus Reports -Hikmet Kayahan, Leiter derBeratungsstelle für Opfer und ZeugInnen von Rassismus - BarbaraLiegl,ZARA-Geschäftsführerin Rückfragehinweis: ZARA-Öffentlichkeitsarbeit: KarinBischof Tel.:929 13 99-18, Mobil:0650/5396564 E-Mail:presse at zara.or.at www.zara.or.at ================================================ 09 [grundrisse-info] neu: #21, mailadresse, homepage, termine! Von: grundrisse-info at lists.lnxnt.org ================================================ liebe leserInnen, liebe interessierte, es gibt wieder eine neue ausgabe der grundrisse. ausserdem möchten wir euch gleich vier veranstaltungen ans herz legen. diese findet ihr im anschluss ans obligatorische editiorial der nummer 21. zuvor aber noch eine information in eigener sache: seit kurzem ist die grundrisse auf einen neuen, schnelleren & besseren server umgezogen. Die alten links zu grundrisse-seiten werden noch geraume zeit weitergeleitet, wir ersuchen euch dennoch, etwaige links auf die neue adressen anzupassen; ausserdem haben wir ab sofort eine neue e-mail-adresse, nämlich redaktion //ät// grundrisse [punkt] net. Unter www.grundrisse.net gibt?s noch nähere informationen zu den umstellungen, dort könnt ihr euch auch an die ebenfalls neue grundrisse-info-mailinglist anmelden, die den bisherigen info-verteiler ablöst. Alle bisherigen adressen wurden in die neue mailingliste übernommen. So, jetzt aber das editorial: Liebe LeserInnen, in dieser Ausgabe findet ihr einen Bericht von „Chto delat“ (Was tun?) aus Russland, über den wir uns ganz besonders freuen, sind wir doch stets bestrebt den Austausch der Linken auch und gerade jenseits der „üblichen“ Länder (und Sprachen) voranzutreiben. Nicht zuletzt die Sprachbarriere stellt dabei ein elementares Problem dar. Obwohl wir gerade in letzter Zeit Kontakte nach Slowenien, Ungarn und in die Slowakei knüpfen konnten, ist es uns bislang nur einmal gelungen, einen Artikel aus dem Slowenischen zu übersetzen. Es sind übersetzerische Kapazitäten, die wir – als „ehrenamtliche“ RedakteurInnen – nicht noch zusätzlich bereitstellen können. Deshalb hier eine Frage an die geneigte LeserInnenschaft: Sollen die grundrisse künftig ab und an auch Artikel in englischer Sprache publizieren? Die Redaktion hat hiezu keine einheitliche Meinung, fest steht jedenfalls, dass der Austausch mit mittel- und osteuropäischen AktivistInnen und TheorieproduzentInnen künftig einen hohen Stellenwert einnehmen soll. Teilt uns eure Sicht der Dinge mit, wobei wir aber auch Übersetzungsangebote selbstverständlich nicht ausschlagen würden Zu den Texten der vorliegenden Ausgabe: Karl Reitter zeichnet die Wiederkehr des absoluten Mehrwerts im postfordistischen Kapitalismus und die damit verbundene (Re-)Produktion der proletarischen Existenz nach, „Wie entsteht ein gesamtösterreichisches Arbeitshaus“ ist der Abdruck einer Flugschrift der „FrauenLesben gegen Zwangsarbeit“ aus Wien und unseres Erachtens einer der besten Texte zur „neuen“ sozialdemokratisch geführten Regierung in Österreich. Andreas Kranebitter lädt zu einem Streifzug durch eines der dunkelsten Kapitel revolutionärer Bewegungen, nämlich das Pol Pot-Regime – anhand ausgewählter Kritiken des Regimes. Max Henninger kritisiert nicht zuletzt sich selbst anhand eines in der Nummer 17 der grundrisse erschienenen Textes zu den Aufständen in den Pariser Banlieus. Das Monster Prekariat will der Beitrag von Gerald Raunig mobilisieren und in MIT NACHDRUCK gibt?s einen Klassiker, nämlich Hans-Jürgen Krahls Text zum Verhältnis von Intelligenz und Klassenkampf aus dem Jahre 1969. Krahl, 1970 viel zu früh bei einem Autounfall ums Leben gekommen, war Adorno-Schüler und wohl der spannendste Denker des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS). Angesichts der oft hilflos wirkenden Diskussionen zu Universitätsreformen, Studiengebühren und der sogenannten „Privatisierung der Bildung“ sollen die Krahlschen Thesen dazu anregen, über grundsätzliche Aspekte gesellschaftlicher Arbeitsteilung und die Rolle der Wissenschaft als kapitalistischer Produktivkraft nachzudenken. Für die lohnende Auseinandersetzung mit Krahl empfehlen wir die Krahl-Seiten im Internet (http://www.krahl-seiten.de), aus denen auch der hier vorliegende Nachdruck stammt. Zum Abschluss dieser Nummer gibt?s, nachdem wir in den letzten grundrisse-Ausgaben ja äußerst sparsam rezensiert haben, diesmal gleich mehrere Buchbesprechungen. Zum Titelbild wiederum, selbst betitelt mit „IHR LAND?“, könnt ihr den aus Platzmangel hier nicht abgedruckten Text von Lisa Waldnaab auf unserer Homepage nachlesen. Hier ein kurzer Auszug: „Das Objekt unsres Titelbilds stammt aus der Produktion des österreichischen Wäscheriesen – es wurde entweder in Vorarlberg oder irgendwo in Asien hergestellt. Auf den Webseiten der Firma erhält man über die Standorte der Produktion keine Auskunft, aber mein „personal Coach“, eine „neue Selbständige“, die ich im AMS-Kurs luxuriöser Weise ganz für mich allein habe, wusste zufällig darüber Bescheid (Es kommt halt darauf an: verstehst Du Dich mit Deinem Coach oder verstehst Du Dich nicht?)“ Die Bildstreifen dieser Ausgabe zeigen Covers der Lieblingsplatten von Redaktionsmitgliederm und FreundInnen, wobei nähere theoretische Analysen dazu wohl auf absehbare Zeit NICHT den Weg in die grundrisse finden werden. Obwohl, multitudisch geht?s schon zu Abschließend möchten wir uns bei Markus Koza für die wiederholte Falsch-Schreibung seines Vornamens in den letzten grundrissen entschuldigen. Anregende Lektüre und wilde Kämpfe wünscht eure grundrisse-Redaktion und hier die empfohlenen termine, allesamt in wien: Am 19. März stellen die grundrisse gemeinsam mit dem Literaturbuffet Lhotzky ebendort, nämlich in der Rotenstern(!)gasse, Wien 2, das vor kurzem erschienene Agit-883-Buch mit dem Co-Herausgeber Markus Mohr vor. Nähere Infos unter: http://www.literaturbuffet.com/html/veranstaltungen.html bzw. http://www.grundrisse.net/termine.htm Am 20.2. stellt sich das mietshäuser-syndikat aus deutschland in einer gemeinsamen veranstaltung von revolte und i:da in den neuen räumlichkeiten der i:da (Zwölfergasse 9, 1150 Wien) vor. Infos unter www.revolte.at.tt Podiumsdiskussion: Kampf um kulturelle Freiräume 22. März 19 Uhr / Depot Podium Lilo Nein (Künstlerin) Markus Hafner (Faktum Flakturm) Anna (Initiative Pankahyttn) Robert Foltin (grundrisse) N.N.(Stadtzeitung Falter) (angefragt) Moderation: Stefan Lutschinger (IG Kultur Wien) Der Kampf um autonome Räume für freie Kulturarbeit bildet einen zentralen Bestandteil progressiver struktureller Feldarbeit. Diese kulturellen Freiräume dienen als spezifische Orte des Experiments, der Aneignung aktivistischer Praktiken und der Selbstbestimmung; Orte, wo unkommerzielle und emanzipatorische Kunst-, Kultur- und Sozialprojekte verwirklicht werden. Solche kulturelle Raumproduktion gründet auf der Forderung der freien Szene, ihre Arbeit dem Diktat wirtschaftlicher Rentabilität und gesellschaftlicher Verwertungskontexte zu entziehen, um abseits fortschreitender Normierungsprozesse und Hierarchien Gegenöffentlichkeiten zu situieren und soziale und kulturelle Netzwerke aufzubauen. Kulturelle Freiräume verorten sich oft zwischen “illegalen” Hausbesetzungen und “legaler/legalisierter” Selbstverwaltung, wobei die Grenzen fließend sind, eins zum anderen führen kann. Die Diskurse und Aktionen um das geplante soziokulturelle Zentrum Pankahyttn und den neuen Kultur- und Ausstellungsraum im Flakturm Arenbergpark, der von KunststudentInnen selbstverwaltet betrieben wird, illustrieren die beiden Zugänge. Um erneut einen lebendigen und zeitgemäßen Diskurs über Freiräume zu initiieren, stellen sich AkteurInnen jener Projekte der öffentlichen Debatte. Anhand ihrer Biographien, Erfahrungen und Ausdrucksformen können die Chancen und Problematiken ihrer diversen Strategien erlebt und diskutiert werden. http://flakturm.net/ http://www.med-user.net/ekh/ http://kripo.awardspace.com/ und am 29. und 30. märz findet die gemeinsam von euromayday.at und GPA-DJP / work at flex.organisierte tagung zu „(Selbst-)Organisierungspraxen im Kontext gegenwärtiger Prekarisierungsprozesse“ unter dem schönen Titel „Let?s Organize“ statt. Dazu gibt’s Informationen und das Programm unter http://euromayday.at/007/organize/ wär schön euch da und/oder dort zu sehen, eure grundrisse-redaktion ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 10 KPÖ/Transit/Mobilität Von: KPÖ-Information ================================================ KPÖ-Pressedienst – Drechslergasse 42, 1140 Wien – Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 – Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail info at kpoe.at – Web www.kpoe.at - Ausgabe vom 14. März 2007 Explosion des Transitverkehrs durch fehlende Kostenwahrheit Das Dogma der unbeschränkten Mobilität in Frage stellen „Der dramatische Anstieg des LKW-Verkehrs um 17,6 Prozent auf 483 Millionen gefahrene Kilometer in den ersten zwei Monaten 2007 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2006 ist die zwangsläufige Folge unbegrenzter EU-Freiheiten – denen freilich die österreichischen Regierungen von Anfang an freudig zugestimmt haben“, stellt KPÖ-Bundessprecher Mirko Messner zur aktuellen Transit-Debatte fest. Der Zuwachs in der Ostregion um sogar 37 Prozent bringt die negative Seite der EU-Osterweiterung auf Kosten der Lebensqualität der Bevölkerung immer stärker zum Tragen. Auffassungen wie etwa von Gerd Sammer (Wiener Institut für Verkehrswesen), wonach die Transitlawine „nun einmal die Schattenseiten des wirtschaftlichen Erfolges“ ist, sind nicht nur Zynismus pur, sondern auch das Eingeständnis des Versagens der Verkehrsplaner und Verkehrspolitiker. Von der Osterweiterung profitiert nämlich nicht – wie Politik, Medien und Experten behaupten – die Bevölkerung schlechthin, sondern vorwiegend nur einige Großkonzerne und Geschäftemacher. Durch das Dogma einer unbegrenzten Mobilität, wie sie mit den vier Grundfreiheiten und dem Binnenmarkt festgeschrieben sind, werden nicht nur Güter in einem immer größeren Umfang kreuz und quer durch ganz Europa verschoben. Mit dem Dogma des Wettbewerbs und der „freien Marktwirtschaft“ wird auch eine gezielte Umschichtung von der Straße auf die Schiene verhindert. Im Gegenteil wird in Deutschland sogar schon über die Zulassung von 60-Tonnen-LKWs diskutiert, nachdem 40-Tonner quasi bereits zur Norm geworden sind. Das Transitwachstum ist auch vor dem Hintergrund der Klimaschutz-Debatte zu sehen: Der Verkehr hat laut Verkehrsclub Österreich (VCÖ) mit einer Steigerung des CO²-Ausstosses von 1990 bis 2004 von 12,7 auf 23,9 Millionen Tonnen mittlerweile die Industrie (23,8) überholt, dabei ist die Verdreifachung des LKW-Verkehrs von 3,2 auf 9,6 Millionen Tonnen besonders auffallend, während der PKW-Verkehr im selben Zeitraum den Ausstoß „nur“ von 8,8 auf 12,7 Millionen erhöhte. Ermöglicht wird die wachsende Belastung durch den Transitverkehrs vor allem durch die fehlende und politisch gezielt verschleierte Kostenwahrheit: Während bei der Bahn 60 Prozent und beim PKW-Verkehr immerhin noch 40 Prozent der tatsächlichen Kosten von den Verursachern bezahlt werden, sind dies beim LKW-Verkehr lächerliche 25 Prozent. Die immer katastrophaleren Folgen des LKW-Transits durch enorme CO²-Werte, wachsende Straßenreparaturen, Lärmschutzwände, Unfälle und Staus müssen aus allgemeinen Steuergeldern bezahlt werden. Dabei wird für die nächsten zehn Jahre ein weiterer Anstieg des LKW-Schwerverkehrs um 25 Prozent prognostiziert. „Es ist daher politisch pervers, wenn als Reaktion auf den wachsenden Transitverkehr die etablierte Politik weitere Straßenbauprojekte in Form von Autobahnen oder Umfahrungen forciert, die erfahrungsmäßig noch mehr Verkehr anziehen“, so Messner. Bei wirksamen Maßnahmen gegen die Transitlawine durch zwingende Verlagerung des Gütertransits auf die Bahn müsste sich Österreich daher ein Beispiel am Nicht-EU-Mitglied Schweiz nehmen. Vor allem aber geht es aber angesichts der immer negativeren Auswirkungen darum, ein Wirtschaftssystem das auf dem Dogma unbeschränkter Mobilität aufbaut in Frage zu stellen. Der Widerstand der vom Transitverkehr betroffenen Bevölkerung durch Protest- und Blockadeaktionen wird dabei ein zunehmend wichtigeres Druckmittel. ================================================ 11 KPÖ/Jahrestag/Annexion/Widerstand Von: KPÖ-Information ================================================ KPÖ-Pressedienst – Drechslergasse 42, 1140 Wien – Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 – Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail info at kpoe.at – Web www.kpoe.at - Ausgabe vom 14. März 2007 Die Mitveranwortung am NS-Regime nicht verdrängen Die KPÖ zum Jahrestag der Annexion Österreichs durch Hitlerdeutschland im März 1938 An die Mitverantwortung zigtausender ÖsterreicherInnen an den Verbrechen des Nazifaschismus – sei es durch aktive Beteiligung an den Verbrechen des NS-Regimes oder als Profiteure von Arisierung und Vertreibung – erinnert die KPÖ zum Jahrestag der Annexion Österreichs durch Nazideutschland im März 1938. Der Schriftsteller Carl Zuckmayer hatte die Stimmung in den Tagen des „Anschlusses“ im März 1938 treffend als „Hexensabbat des Pöbels und ein Begräbnis aller menschlichen Würde“ bezeichnet. „Durch eine bewusst einseitige Interpretation des „Moskauer Memorandums“ der Alliierten vom Oktober 1943 wird Österreich nämlich immer noch hauptsächlich als Opfer des Faschismus gesehen und damit die enorme Mitschuld zigtausender ÖsterreicherInnen an den fürchterlichen Verbrechen des Nazifaschismus bagatellisiert“, meint KPÖ-Bundessprecher Mirko Messner. Als ob es davor keine Geschichte gegeben hätte, wird häufig noch immer das Jahr 1945 als die „Stunde Null“ verstanden. Vielfach wird die Zweite Republik nicht als Antithese zum Faschismus, sondern – wie das schon kurz nach Kriegsende beginnende Buhlen der Großparteien ÖVP und SPÖ um die „Ehemaligen” gezeigt hat – mit dem Antikommunismus als Staatsideologie verstanden. Damit wurde letztlich aber breiter Raum für Fremdenfeindlichkeit in allen Spielarten, die „Sozialschmarotzer“-Debatte oder offenen Revanchismus wie etwa in der Diskussion um die Benes-Dekrete ebenso ermöglicht wie die Duldung der Tätigkeit offen oder verdeckt agierender neonazistischer Gruppen. Die KPÖ erinnert zum Jahrestag der Annexion an den aktiven Beitrag tausender KommunistInnen zur Befreiung vom Faschismus. Im Unterschied zur Kirche (deren Kardinal Innitzer den „Anschluss“ begrüßte), der SPÖ (deren Exponent Renner „freudigen Herzens“ mit ja stimmte) und den Vorläufern der ÖVP (die mit der austrofaschistischen Herrschaft den Boden für den „Anschluss“ vorbereitet hatten) leistete die KPÖ von Anfang Widerstand gegen den Nazifaschismus und erfüllte damit auch den in „Moskauer Memorandum“ verlangten „eigenen Beitrag“ zur Befreiung. Die Führung der KPÖ rief noch in der Nacht des deutschen Einmarsches zum Widerstand auf und verlieh der Überzeugung Ausdruck, dass ein freies, unabhängiges und demokratisches Österreich wiedererstehen wird. Über zweitausend österreichische Kommunistinnen und Kommunisten sind als Opfer des Kampfes gegen den Faschismus erfasst. Die KPÖ tritt daher allen Versuchen entgegen, den politisch motivierten Widerstand gegen den Faschismus aus der Geschichte zu verdrängen: „Wir fordern eine offene und konsequente Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte und der Mitverantwortung an den Verbrechen des Nazi-Regimes ein, bei welcher die Opfer gewürdigt und die Täter beim Namen genannt werden“, so Messner. Die KPÖ verlangt die Anerkennung der Leistungen aller Formen des Widerstandes gegen den Faschismus als Grundlage der 2. Republik, einen aktiven Kampf gegen den faschistischen Ungeist in allen seinen Spielarten und die strikte Einhaltung des Staatsvertrages. ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 12 Heiligendamm -- Genua Von: Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - Aufruf für die "Globalen Tage der Aktion und Information gegen den Kapitalismus" in der Zeit des G8-Gipfels 2007. - Gipfel-Gegner wollen friedlich sein - Remember Carlo Giuliani - Killed by Italian police at G8 Demo 2001 - THE 'BLOCK G8' CAMPAIGN CONCEPT FOR A MASS BLOCKADE OF THE G8 SUMMIT IN HEILIGENDAMM - Thüringer G8-Protest-Ratschlag - HANSESTADT ROSTOCK - Gipfelgegner fühlen sich durch Polizei schikaniert - Graffiti-Parolen gegen G8-Gipfel ------------------------------------------------------------------------------ Aufruf für die "Globalen Tage der Aktion und Information gegen den Kapitalismus" in der Zeit des G8-Gipfels 2007. Kapitalismus greift uns im täglichen Leben an vielen Fronten an. Wir sind gezwungen, das gegenwärtige kapitalistische System zu ertragen, während es uns ausbeutet, isoliert, entmenschlicht und zerstört. Es ist definitiv an der Zeit, es ein für allemal loszuwerden! Um im internationalen Kampf gegen den Kapitalismus vorwärts zu kommen, geht folgender Aufruf raus. Er stammt vom Internationalen Treffen gegen die G8, das diesen Jahr in Warschau (Polen), mit Teilnehmern aus über 15 Ländern stattfand. Bitte verteile diesen Aufruf so weit und so viel, wie dir möglich ist. Abgeordnete der G8- Mitgliedsnationen und anderer wichtiger Wirtschaftsmächte werden sich vom 6. bis 8. Juni in Heiligendamm, im Norden Deutschlands treffen, abgeschirmt hinter einem Festungswall aus Elektrozäunen, Polizei und privaten Sicherheitsdiensten. Zur selben Zeit werden sich auch Tausende von Menschen versammeln, um sich der neoliberalen Politik der G8 entgegen zu stellen und den Gipfel auf vielfältige Weise und an vielen verschiedenen Orten zu blockieren. Eine große Menge an unterschiedlichen Gruppen und Menschen sind am täglichen Kampf gegen die Auswirkungen der Politik des Profits gegen den Menschen beteiligt, indem sie freie Räume erobern, Alternativen leben und die G8 und andere wirtschaftliche Institutionen bekämpfen. Es ist wirklich aufregend festzustellen, wie viele Gruppen sich zu den Protesten im Juni angekündigt haben, oder diese anderweitig unterstützen. Die Proteste gegen den Gipfel sollen nicht nur als Wunsch und Versuch verstanden werden, dieses Gipfeltreffen zu sprengen, sondern auch als wichtiger Schritt im weltweiten Kampf gegen den Kapitalismus. Nicht nur während der Tage des Gipfels, sondern vor allem auch als Kampf auf einer täglichen Basis. Es gab bereits globale Tage der Aktion und Solidarität, die nicht so besonders erfolgreich verliefen. Der Grund lag zum Teil darin, dass unser Widerstand auf feindlichen Gebiet und mit deren Regeln ablief. Wie können wir uns diesen internationalen Akt des Widerstandes vergegen- wärtigen, und das auf eine Weise, die einen wirklichen Wandel mit sich bringt? Eine der Möglichkeiten, die in unserer gegenwärtigen Situation zu funktionieren scheint, ist die kapitalistische Wirtschaft zu blockieren, indem man ihre Infrastruktur angreift und den Fluss des Kapitals in der Welt stört. Eine große Anzahl an Menschen, die den Kapitalismus und seine vielen Formen der Unterdrückung auf der ganzen Welt bekämpfen, können jedoch nicht zu den Gipfelprotesten in Deutschland kommen. Diese Einladung zu den Globalen Aktionstagen gegen Kapitalismus ist eine Einladung an alle von euch, eure täglichen lokalen und globalen Bemühungen zu vernetzen und miteinander auf eine gegenseitig unterstützende und starke Weise zu kämpfen. Die globalen Aktionstage gegen Kapitalismus können eine Möglichkeit sein, der Welt und auch uns selbst die Reichweite unseres Widerstands vor Augen zu führen, einem Widerstand, von dem die Proteste gegen die G8 nur ein kleiner Teil sind. Effektiver Widerstand muss beständig und überall sein. Wir müssen an den Erfolg unserer Aktionen glauben, und mit Hilfe dieses Wissens und dieser Inspiration werden wir nicht wieder in unserem alten Trott versacken, sondern den Widerstand über die ganze Welt verbreiten. Im Jahr 2007 und auch noch lange danach. Wir rufen zu Aktionen auf, die in den 10 Tagen um den Gipfel (1. bis 10. Juni 2007) stattfinden sollen, wie zum Beispiel * der Aktionstag der Landwirtschaft (3. Juni), * der Aktionstag der Migration (4. Juni), * der Aktionstag des Antimilitarismus (5. Juni) * und der des Klimawandels (8. Juni). Jeder von Euch ist herzlich eingeladen, an diesem Prozess mit seinen Ideen und Fähigkeiten teilzunehmen. Das kann vom Verteilen von Informationen bis hin zu direkten Aktionen mit dem Ziel, die globale Wirtschaft auf der ganzen Welt anzugreifen, reichen. Das ist auf alle Fälle dringend notwendig! Der Kapitalismus macht nie Pause, also darf unser Widerstand auch niemals ruhen!! Internationales G8 Vorbereitungstreffen in Warschau 2007 ps: Wir rufen auch dazu auf, den Kampf gegen den Kapitalismus und die G8 mit verschiedenen anderen Globalen Aktionstagen zu verknüpfen, die da wären: * 8ter März: feministischer Aktionstag * 19ter & 20ter März: Tage des Widerstands gegen Krieg * 17ter April Internationaler Kampftag der Kleinbauern (ausgerufen von Via Campesina) * 1ter Mai Internationaler Tag des Klassenkampfe [http://wiki.dissentnetwork.org/wiki/Aufruf_zu_Globalen_Aktionstagen_gegen_den_Kapitalismus] ------------------------------------------------------------------------------ Gipfel-Gegner wollen friedlich sein Protest-Gruppen vereinbaren Gewaltfreiheit für die Großdemonstration vor dem G8-Treffen. Rostocks Banken sind dennoch besorgt. Stadtmitte Bei den Demonstrationen rund um den G8-Gipfel Anfang Juni in Heiligendamm soll es friedlich zugehen. "Es gibt seit einigen Tagen eine klare Ansage zur Gewaltfreiheit", sagte gestern Steffen Bockhahn. Der Bürgerschaftsabgeordnete organisiert die Gipfel-Aktivitiäten der Linkspartei.PDS. Der Vereinbarung hätten auch Gruppierungen zugestimmt, "die sonst nicht mit am Verhandlungstisch sitzen", so Bockhahn, und denen ein Gewaltpotenzial zugerechnet werde. Die Absprache bezieht sich vor allem auf die zentrale Großdemonstration, bei der am 2. Juni 50 000 Teilnehmer im Stadthafen erwartet werden. Der Politiker geht nicht davon aus, dass es in Rostock oder Umgebung zu Ausschreitungen und Straßenschlachten wie beim Gipfel-Treffen in Genua 2001 kommen wird. Bockhahn: "Die Wahrscheinlichkeit ist viel geringer, als einem Glauben gemacht wird." Die Polizei habe aus dem Debakel in Italien gelernt und sei zudem mittels Informanten in der Szene mit Sicherheit gut über den Vorbereitungsstand informiert. Bei Banken und anderen möglichen Zielen von Ausschreitungen und Vandalismus laufen unterdessen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Die Ospa hat eigens für den Gipfel eine Gruppe gebildet, die geeignete Sicherheitmaßnahmen entwickelt. Sollten sich Einschränkungen im Geschäftsbetrieb ergeben, werde die Sparkasse ihre Kunden rechtzeitig informieren, so Ospa-Sprecherin Katrin Stüdemann. Fast alle Banken, die in Rostock Filialen unterhalten, bereiten entsprechende Konzepte vor. Öffentlich möchte aber keines der Kreditinstitute Einzelheiten nennen. "Das ist kein Thema für die Zeitung", heißt es zum Beispiel bei der Bundesbank-Filiale in der Richard- Wagner-Straße. Vor allem international tätige Großbanken gelten als mögliches Ziel von gewaltbereiten Globalisierungskritikern, neben Fastfood-Konzernen wie McDonald's und Burger King. Bereits im Januar verübten mutmaßlich Linksextreme einen Brandanschlag auf eine Berliner McDonald's-Filiale, den die Polizei im Zusammenhang mit dem G8-Treffen in Heiligendamm einordnete. Für den Schutz von Gebäuden ist die Polizei zuständig. Auf welchen Einrichtungen ein besonderes Augenmerk liegt, will die zuständige Einheit "Kavala" unter Verweis auf Sicherheitsgründe nicht mitteilen. "Es gibt sehr viele Punkte", teilt Kavala-Sprecher Axel Falkenberg lediglich mit. Bereits für die Großdemonstration der NPD am 1. Mai 2006 wurde das Polizeirevier in der Ulmenstraße weiträumig mit einem Zaun und Stacheldraht abgesperrt. Die Anlagen stehen heute noch. Das Revier war "in der Aufklärungsarbeit als Schwerpunkt bezeichnet worden", sagt Polizeisprecherin Katrin Drewelow. Steffen Bockhahn appelliert an die Rostocker, die vielen Zehntausend Protestler freundlich aufzunehmen. "Es ist wichtig, dass die Leute nicht diskriminiert werden." Eine friedliche Grundstimmung könne zur Gewaltfreiheit beitragen. Würden die Gäste vorher grundlos kriminalisiert, sei eher das Gegenteil der Fall. [http://www.ostsee-zeitung.de/mantel_g8_32363239343339.phtml] ------------------------------------------------------------------------------ Remember Carlo Giuliani - Killed by Italian police at G8 Demo 2001 Carlo Giuliani was shot and killed by a carabinieri (Italian policeman) whilst he was taking part in an anti-globalisation demonstration in connection with the G8 summit held in Genoa in 2001. His family complained to the European Court of Human Rights; relying on Article 2 (right to life) of the European Convention on Human Rights, that Carlo's death was caused by excessive use of force and that the organisation of the operations to maintain and restore public order was inadequate. European Court Of Human Rights - Admissibility Decision Giuliani V. Italy Press release issued by the Registrar 12.3.2007 http://cmiskp.echr.coe.int/tkp197/view.asp?item=3&portal=hbkm&action=html&highlight=&sessionid=11725169&skin=hudoc-pr-en A Chamber of the European Court of Human Rights has declared admissible the application lodged in the case of Giuliani v. Italy (application no. 23458/02) (The decision is available only in French.) The decision is available today on the Court's Internet site ( http://www.echr.coe.int). Judgment will be delivered at a later date. The applicants Giuliano Giuliani, his wife Adelaide Gaggio and their daughter Elena Giuliani are Italian nationals who were born in 1938, 1944 and 1972 respectively and live in Genoa and Milan (Italy). Summary of the facts [1] The application concerns the death of the applicants' son and brother, 23-year-old Carlo Giuliani, which occurred while he was taking part in an anti-globalisation demonstration in connection with the G8 summit held in Genoa in 2001. In the context of the G8 summit held in Genoa, from 19 to 21 July 2001, numerous anti- globalisation demonstrations were held in the city and substantial security arrangements were put in place by the Italian authorities, including deployment of the armed forces. On 20 July an authorised demonstration involving large numbers of participants gave rise to violent clashes between demonstrators and the security forces. At around 5 p.m. a group of about 50 carabinieri withdrew in disorderly fashion near Piazza Alimonda, with the result that two jeeps which had been bringing up the rear were left isolated. Following a driver error, one of the vehicles, with three carabinieri inside, remained on Piazza Alimonda, unable to move. Objects, mainly stones, were then thrown at the jeep and some demonstrators ran towards it. One of the carabinieri, panicking, seized his weapon, which he pointed outside the vehicle, shouted to the crowd to leave and then fired two shots. Carlo, who had just picked up a fire extinguisher, was a few metres away from the jeep; the first bullet hit him just below the eye and he fell to the ground. In an attempt to move the jeep out, the driver reversed over Carlo's body; he then engaged first gear and drove over him again. When the demonstrators had been dispersed, a doctor arrived at the scene and pronounced Carlo dead. An investigation was opened immediately by the Italian authorities, in the course of which statements were taken from the three carabinieri in the jeep and evidence was heard from other carabinieri and from some of the demonstrators. Criminal proceedings were instituted against the officer who had fired the shots and the driver of the jeep for intentional homicide. The autopsy performed on Carlo's body within 24 hours of his death revealed that the bullet impact to his head had been sufficient to cause death within a few minutes, whereas the jeep's driving over his body had resulted only in minor injuries. The forensic expert found that the shot had been fired at a downward angle. At the public prosecutor's request three expert reports were prepared; the authors of the third report, submitted in June 2002, first deplored the fact that they had been unable to examine Carlo's body. They concluded that the bullet had been fired upwards by the officer but had been deflected by a stone thrown at the jeep by another demonstrator, with the result that it had struck Carlo. In their estimation, Carlo had been about 1.75 metres from the jeep when the shot had been fired, and the officer firing the shot had therefore been able to see him. On 5 May 2003 the investigating judge discontinued the proceedings. She held that the driver of the jeep, whose actions had resulted only in bruising, could not be held responsible for the killing as he had been unable to see Carlo, given the confusion prevailing around the vehicle. As to the officer who had fired the fatal shot, the judge took the view that he had fired into the air but that the bullet had been deflected by a stone, causing it to strike Carlo. In the judge's view, the carabiniere had made legitimate use of his weapon and had acted in self defence in response to a violent attack on the jeep. Complaints Relying on Article 2 (right to life) of the European Convention on Human Rights, the applicants allege that Carlo's death was caused by excessive use of force and that the organisation of the operations to maintain and restore public order was inadequate. In addition, they argue that the failure to lend immediate assistance to Carlo amounts to a violation of Articles 2 and 3 (prohibition of inhuman treatment). The applicants further complain that there was no effective investigation, particularly as no evidence was taken from certain witnesses or from the senior police officers concerned. They also contend that one of the experts appointed by the public prosecutor's office, the person who put forward the theory of the bullet having been "deflected by a stone", published an article shortly before his appointment in which he supported the self-defence argument. Finally, despite the fact that the investigation concerned two carabinieri, several investigative measures were entrusted to the carabinieri. The applicants rely on Articles 2, 6 (right to a fair hearing) and 13 (right to an effective remedy). Procedure The application was lodged with the European Court of Human Rights on 18 June 2002. A hearing took place in public in the Human Rights Building, Strasbourg, on 5 December 2006. *** Press contacts Emma Hellyer (telephone: 00 33 (0)3 90 21 42 15) Stéphanie Klein (telephone: 00 33 (0)3 88 41 21 54) Beverley Jacobs (telephone: 00 33 (0)3 90 21 54 21) The European Court of Human Rights was set up in Strasbourg by the Council of Europe Member States in 1959 to deal with alleged violations of the 1950 European Convention on Human Rights. [1] This summary by the Registry does not bind the Court. [http://www.indymedia.org.uk/en/2007/03/364998.html] ------------------------------------------------------------------------------ THE 'BLOCK G8' CAMPAIGN CONCEPT FOR A MASS BLOCKADE OF THE G8 SUMMIT IN HEILIGENDAMM On June 6 2007, we want to - and will - massively and effectively blockade the opening of the G8 Summit, the meeting of the heads of government of the world's 8 most powerful states, in Heiligendamm, near Rostock in Germany. With blockades of civil disobedience in which thousands of people from different political, social and cultural backgrounds can participate, we will express a unmistakable "NO!" against the G8. A radical "NO!" which cannot be ignored. A public, offensive and practical expression of the lack of legitimacy of the G8 and their policies of neoliberal, globalised capitalism; of wars; of social and racist exclusion; and of environmental destruction. We will actively disrupt the G8, occupying and blockading the streets required by the diplomats, translators and supply vehicles to reach Heiligendamm. We want to practically and effectively stop the Summit and cut it off from its infrastructure. The central expression of our blockade will be to show that thousands of highly diverse people have decided, together, to personally - and with their bodies - blockade the Summit. Many will announce their participation in the blockade publicly, showing their names and faces. Regardless of how and where we arrive at the camps and on the streets around Heiligendamm, we have a common project: One mass blockade with diverse cultural articulations. Those not organised in groups - and without blockading experience - will also be able to participate and receive the solidarity of others. There will be no limits to our creativity. We see the connection between the functionality and political articulation of the mass blockade as important. The 'Überflüssigen' (i.e. 'The Superfluous' - a direct action group who have been visible in many of the social protests in Germany over the past few years) with their red sweatshirts and white face-masks have already announced their intended presence, rebel clowns will also be there, as will samba drummers. Colourful does not mean black, but black belongs to colourful. We come from the environmental and anti-nuclear movement; the counter-globalisation networks and the radical left; from non-violent action groups and antifascist milieu; from political party and trade union youth organisations and church groups. We want to bring our diverse blockading experience at anti-nuclear waste (CASTOR) transports, anti-war actions, nazi demonstrations and previous summit protests together in Heiligendamm - as a powerful and determined mass action with thousands of people and the methods of civil disobedience. Our objective is to blockade. Therefore, we will overcome the police's barriers; pushing them out of the way, going around them, or cannily flowing through them. We will not allow ourselves to be stopped, distracted, or to get embroiled in the police's possible strategy of escalation. Our objective is to reach our blockading destinations. Our protection is our concept of diversity, mass participation and desired (media and other) publicity. We need sleeping bags and everything required for 24 hours on the blockades. There are lots of people who will simply sit down and blockade the street with their bodies. In addition, there are people who will remain standing, linking arms in chains and using foam and balloons to protect their bodies. Some will push back against those attempting an eviction, to make it more difficult for them. All these different blockade forms will show solidarity with each other and will not endanger one another. We will remain together and hold our common position. Through the means of civil disobedience, we will resist by showing solidarity. We do not want to injure anyone. We will effectively and enduringly blockade the Summit. GET INVOLVED WITH 'BLOCK G8' Register in your media and/or in a 'Declaration of Intent' that you support the 'Block G8' campaign. Produce publicity for 'Block G8', organise events and collect supporters. Build blockade groups locally and prepare for the Summit. Be creative and organise action trainings. The better prepared, the more effective the blockade. If you are not sure if you will find the time to take part in the blockades of the G8 Summit, declare your solidarity with the actions of the 'Block G8' campaign and support us with a donation. The 'Block G8' campaign is one of many concepts for blockading the G8 which we support in their different action forms in different locations around Heiligendamm. We will, therefore, share responsibility for co-ordinating the overall choreography of blockading activities. www.block-g8.org info at block-g8.org THE CALL BLOCK G8 MOVE. BLOCK. STAY. At the beginning of June 2007, the heads of state and government of the eight largest economic powers will come together for the G8 Summit in Heiligendamm near Rostock.As an act of civil disobedience, we will blockade this Summit. Our reason: The politics of the G8 stand for neoliberal, globalised capitalism, which dramatically increases the gap between the rich and poor worldwide. With the ""Block G8" campaign, we say ""No!"" and reject the legitimacy of the G8! Different initiatives and movements are calling for resistance to the Summit. People from around the globe will articulate their protest through a diverse range of actions. The ""Block G8" campaign is one part of this. Take part in the protest actions and take a stand against the politics of the G8! RESISTANCE AGAINST THE G8 - FOR A GLOBALISATION FROM BELOW In June 2007, the voice of the powerful will not be the only one to be heard: Tens of thousands of people from around the globe will gather to demonstrate against the G8 and to take action together. Almost every milieu of the globalisation-critical movement have been called upon to protest. The other world will make its voice loud and clear and stand up for a globalisation from below: for equal rights; for political and cultural rights for all human-beings; for the right to global freedom of movement; for the responsible use of natural resources worldwide; for the guaranteeing of public spaces and goods; and for global social justice. MASS AND LASTING BLOCKADES - WE'VE COME, AND WE'RE HERE TO STAY! The ""Block G8"" campaign are organising blockades as an action of civil disobedience in which thousands of people from different political, social and cultural backgrounds can take part. Together, through these actions, we articulate a clear ""No!"" towards the G8. In doing so, however, we will not only demonstrate; we will actively block the G8 and the access roads to the conference centre over which the staff of diplomats, translators and service providers need to pass in order to get to Heiligendamm. We will not leave these access roads voluntarily, because our action is not intended to remain symbolic. We want to actually and effectively block the G8 Summit and cut it off from its infrastructure: We've come, and we're here to stay! During the actions, we want to create a situation which is transparent for all the blockaders and in which the participants in the action show solidarity by taking care and supporting each other. Everybody needs to take responsibility for the success of powerful and decided blockades and mutually respect the borders and the protest cultures of all the participants. Potential police brutality, for example during the eviction of a blockade, has to be resisted, together, by showing solidarity and using the methods of civil disobedience. TOGETHER AGAINST THE G8 SUMMIT Behind the concept of the mass blockades there are groups, organisations and individuals belonging ps; from the youth-wing of political parties and trade unions, as well as church groups. We bring diverse blockade experiences with us: from the anti-nuclear waste (CASTOR) transports in the Wendland (in North Germany), from the successful blockades of neo-nazi marches in Berlin, Kiel and Leipzig, from the ""Resist" campaign against the Iraq war, and from the protests against previous G8 summits. The "Block G8" campaign understands itself as a part of a broad societal resistance against the G8. The mass blockades, therefore, will fit in with the other actions and demonstrations and be agreed upon with other groups and initiatives. Our actions build on the summit protests of previous years. In 1999 at the protests against the World Trade Organisation (WTO) in Seattle it was possible, for the first time, through mass blockades and other actions, to delay the conference's opening ceremony for hours-an event which resonated throughout the world and marked the arrival of the globalisation-critical movement. With the actions in Seattle, the first cracks in the project of neoliberal globalisation were shown. Let's enlarge these cracks together in Heiligendamm! EVERYONE CAN TAKE PART! THERE ARE DIFFERENT POSSIBILITIES: Declare your participation in the ""Block G8" campaign. Already, ahead of the Summit, we want to generate pressure against the G8 through thousands of declarations of intent. We want thousands of people to declare, as far as possible, that they will take part in the blockades in June 2007. State your solidarity. If you already know that you cannot go to Heiligendamm, express your solidarity with the blockaders by signing this declaration of solidarity. Form local groups and prepare, together, for blockades in Heiligendamm. The success of the blockades depend, amongst other things, on well-prepared groups and individuals. We offer trainings for action groups. Get in touch. Organise events near you. We will happily come and explain about the G8, to report on the idea behind the ""Block G8" campaign, to give an impression of the state of preparations and the possibility for taking part in actions. MORE INFORMATION CAN BE FOUND AT: WWW.BLOCK-G8.ORG THE G8 SUMMITS ARE A SYMBOL. They serve those in government as a demonstration of their power. Their news reports: There is no alternative to the new world order. With our action, we want to clearly reject the apparent lack of alternatives. AT THE G8 SUMMIT, POLITICS ARE CONCRETELY MADE AND COORDINATED; a politics in which the interests of big business and financial investors are central. Around the globe, the dramatic division between the rich and the poor is worsened; accompanied by the widespread dismantling of social and democratic rights. When the G8 talk about debt relief and aid programmes for the poor, they remain silent about the fact that hunger, poverty and indebtedness are the result of neoliberal, globalised capitalism. The politics of the G8 lead to the unabated destruction of the basic requirements for human life, secures the access of a few states to the majority of resources, and is ultimately imposed through wars. THE G8 IS AN INSTITUTION WITHOUT LEGITIMACY. It is a Club of the governments of only eight states which arrogates to make decisions that affect the lived realities of people around the world. It is not about different policies being formulated at the G8 summits; far more it is about calling into question and rejecting the legitimacy of the G8 and its politics in general. SUPPORT US WITH A DONATION Preparing and seeing through blockades costs a lot of money: The printing of this flyer and other materials, action trainings, office costs, infrastructure during the actions and much more... Whether 5, 10, 25, 50 Euros or (gladly) more - every donation helps us to say, together with you, ""No!"" to the G8. ACCOUNT FOR DONATIONS Account Name: Block G8 Account No.: 400 870 0801 Sort Code (BLZ): 430 609 67 Bank Name: GLS Gemeinschaftsbank THE "BLOCK G8" CAMPAIGN ARE: * X-tausendmal quer [Anti-nuclear civil disobedience network] * IG Metal (Trade Union) Youth Dessau * AVANTI - Project for an undogmatic left * BUKO - Federal Coordination for Internationalism * Antifascist Left Berlin * BASTA! Left Youth Lübeck * BUNDjugend [Youth Federation for the Protection of Nature and the Environment] * AKU Wiesbaden [Environmental Working Group Wiesbaden] * Fantômas magazine editors * IG Metal (Trade Union) Youth Halle * Antifa-KOK Düsseldorf and Area * Münster Institute for Theology and Politics * Green Party Youth Federal Steering Committee * Radical Left Nürnberg * Interventionist Left * IG Metal Youth Berlin * ['solid] - the socialist youth * Antifascist Left International Göttingen * Workshop for Non-violent Action Baden * Activists from attac * Junge Linke.PDS Sachsen [Left Party.PDS (Youth) Sachsen] * Pax Christi - Commission for Global Economy, Ecology and Social Justice * Kairos Europa * FelS (Für eine linke Strömung) Berlin [FelS (For a leftwing Current) Berlin] * Organisierte Linke Karlsruhe [Organised Left Karlsruhe] * Vereinte Linke Laustiz [United Left Lausitz] * Anti-G8 Plattform München [Anti-G8 Platform Munich] * AK Interntationalismus München * Freitagskafe München * solid.org - Organisierung linker Basisgruppen [solid.org - Organisation of * leftwing grassroots groups] * Gipfelsoli Infogruppe [Summit Solidarity Info Group] * Sozialistische Jugend - die Falken LV Berlin [Socialist Youth - the Falken * Berlin] * IG BAU - Ortsverband Hamburg-Nord [Industrial Trade Union for Construction, * Agriculture and Environment - Hamburg North, Local Union] * Widerstandsgruppe Worms-Wonnengau (WWW) [Resistance Group Worms-Wonnengau * (WWW)] * ['solid] Nidersachsen * Autonome Jugendantifa Nürnberg (AJA) [Autonomous Youth Antifa Nürnberg (AJA)] * IG Metall (Trade Union) Youth Erfurt * Antifa-Soest * Social Forum Saar * Pax Christi Trier * Ecumenical Network Rhein-Mosel-Saar CONTACT Kampagne Block G8 Nernstweg 32 22765 Hamburg Germany info at block-g8.org [www.block-g8.org] ------------------------------------------------------------------------------ Thüringer G8-Protest-Ratschlag Am 31. März veranstaltet das Thüringer Netzwerk gegen den G8-Gipfel einen G8-Protest-Ratschlag. Dieser findet an der Universität in Jena statt. Weitere Informationen werden folgen. Grober Ablauf * 10:00 Uhr Eröffnungsplenum mit Podiumsgespräch * 11:00 Uhr Arbeitsgruppenphase 1 * 12:30 Uhr Auswertung im Plenum * 13:30 Uhr Mittagspause * 14:30 Uhr Arbeitsgruppenphase 2 * 16:00 Auswertung im Plenum * 17:00 Abschlußplenum * 18:00 Uhr Straßenaktion * 19:00 Uhr Schluß * 20:00 Uhr kulturelles Event Schwerpunkte früh * Wer und was sind die G8 * Standortdebatte und Tarife * G8 und Patriarchat * Deutschland in Doppelfunktion: Ratspräsidentschaft der EU und G8-Einlader * Kapital-Macht-Krieg * G8 und Herrschaftskritik * Klimawandel * Hochschulpolitik Schwerpunkte nachmittags * Was tun, wenns brennt? - Polizeirecht für Demonstrant_innen * Wie auf die Straße gehen? Aktionsformen, Block G8 * Gegenöffentlichkeit * Lokale und regionale Aktionen * Wie baue ich ein Protestcamp? - Koordination der Logistik Unterstützer_innen: DGB-Jugend Thüringen, Anti-G8-Plenum BergsteigerInnen, solid Thüringen, WASG Thüringen, young socialists Gotha, attac Thüringen, Die Linke.PDS, Linksruck, Offenes Jugendbüro RedRoxx Erfurt, IG Metall Jugend Jena, Grüne Jugend Thüringen, BUND Jugend Thüringen [http://www.gegen-g8-th.de.ms/] ------------------------------------------------------------------------------ HANSESTADT ROSTOCK 1. Ergänzung zum Antrag 0252/07-A Nummer 0296/07-EA Lehnert, Christine Neuer Markt 1 18055 Rostock Unterstützung für die G8-Gipfelgegner/innen Beschlussvorschlag: Die Bürgerschaft spricht sich für den demokratisch legitimen Protest der Gipfelgegner/innen anlässlich des G8-Gipfels in Heiligendamm aus und fordert den Oberbürgerneister auf: a) zur Sicherstellung der Aktivitäten der Gipfelgegner/innen kostenfrei angemessene Räume und Plätze in Rostock zur Verfügung zu stellen. Hierzu gehört die Öffnung von Schulen, Turnhallen und Sportplätzen mindestens in der Zeit vom 1. bis 3.Juni 2007 sowie eine Unterstützung der Bereitstellung von Campflächen in Rostock, die den Gipfelgegnern angemessen erscheinen. (z.B. ehem. Heinkelwiese und Schlachthof/Fischereihafen) b) den Gipfelgegnern kostenfrei die benötigte Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. (Abwasser, Trinkwasser, Strom, Abfallentsorgung). Eine Erhöhung der Taktdichte und ein Sonderfahrpreis können eine bessere Bewegungsfreiheit ermöglichen und sollen mit der RSAG verhandelt werden. Zusätzliche Toiletten sind im Stadtgebiet aufzustellen. c) den Aufbau eines Medienzentrums mit Bereitstellung von Technik und Material zu unterstützen. d) sich für die umgehende Veröffentlichung des Sicherheitskonzeptes der Polizei einzusetzen, so dass alle Betroffenen umfassend über die verschiedenen Sicherheitszonen (freier Zugang zum Strand usw.) informiert werden. e) sich bei der Landesregierung für eine entsprechende finanzielle Unterstützung der Gegenaktivitäten einzusetzen, so dass der Haushalt der Stadt Rostock nicht belastet wird. finanzielle Auswirkungen: - Begründung Der G8-Gipfel wird neben der Minderheit einer kleinen Machtelite - den Staats- und Regierungschefs der 8 stärksten Wirtschaftsmächte der Welt - auch die große Mehrheit von Gipfelgegnern nach Rostock bringen. Über 100 000 Menschen werden zum Protest gegen die Politik der G8-Staaten erwartet. Während momentan Millionen für den Gipfel zur Verfügung stehen, Zäune gebaut werden und Sicherheitszonen die Bewegungsfreiheit der Menschen in MV massiv einschränken werden, gibt es wenig bis keine offizielle Unterstützung für die Gipfelgegner. Dies ist undemokratisch und inakzeptabel. Die Hansestadt Rostock als unmittelbar betroffene Kommune muss sich dafür stark machen, dass den Gipfelgegnern Plätze, Räume und finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden. [Christine Lehnert - SAV/Liste gegen Sozialkahlschlag] ------------------------------------------------------------------------------ Gipfelgegner fühlen sich durch Polizei schikaniert Noch immer fehlt eine geeigneter Standort für das Camp der G8-Gegner. Jetzt streiten Polizei und Demonstranten sogar um Dixi-Klos. Rostock (OZ) Den Gipfelgegnern reicht es langsam: Noch zwölf Wochen bis zum G8-Gipfel in Heiligendamm - und noch immer ist keine wirklich geeignete Camp-Fläche gefunden. "Das einzige Camp, das wir bis jetzt akzeptieren, ist das in Reddelich", erklärte Lutz Schiefelbein von der Camp-AG gestern auf einer Pressekonferenz. Andere geeignete Flächen seien nicht in Sicht, die meisten bislang diskutierten viel zu klein. Schuld sei die Polizei. Diese muss die Flächen befürworten, bevor die zuständigen Behörden die Genehmigung erteilen. "Wir fühlen uns von der Polizei verarscht", so Karl Kemper von der Pressegruppe "Campinski". Zum Gipfel rechnet die Camp AG mit 15 000 Dauerdemonstranten, die sich "mit ihrer Iso-Matte irgendwo hinhauen wollen". Dafür müsse eine entsprechende Infrastruktur her. "Die Kosten belaufen sich auf rund 100 000 Euro", schätzt Karl Kemper von der Pressegruppe "Campinski". Das Geld soll zur Hälfte durch "Campbeiträge" zusammenkommen, die andere Hälfte müsse bei Stiftungen eingeworben werden. "Bis Mitte März brauchen wir den definitiven Standort", setzte Kemper ein Ultimatum. "Uns läuft die Zeit weg. " Ein "Flickenteppich" aus vielen kleinen Camps mache keinen Sinn, hieß es gestern. Eine zwei Hektar große Fläche in Lambrechtshagen sei nicht nutzbar, da sie allenfalls 300 Menschen Platz biete. "Wir brauchen zehn Hektar oder mehr", so Lutz Schiefelbein. Die akzeptierte Camp-Fläche im Reddelicher Gewerbegebiet ist fünf Hektar groß. "Das ist ein Angebot. Aber es reicht auch nur für 3000 Leute." Irritiert sind die G8-Gegner davon, dass sich im zugewiesenen Areal offenbar auch private Wohnungen befinden. "Wir wollen an sich niemanden stören." Wünschenswert ist laut Monty Schädel vom Rostocker Bündnis ein größeres Gebiet in Rostock. In Marienehe, Toitenwinkel Petersdorfer Straße) und Dierkow (Rugbyplatz) will die Stadt kleinere Flächen bereithalten, die die Camp AG aber nicht akzeptiert. Schädel: "Die stellen da Strom und Wasser bereit, ob wir wollen oder nicht." Die Polizei spiele nicht mit offenen Karten. "Wir werden kriminalisiert", kritisierte Camp-Planer Till Rosemann. Bei der Besichtigung des Geländes in Reddelich seien Mitglieder der Camp AG kontrolliert worden, später wurden sie auf der Landstraße gestoppt und ihre Autos untersucht. Im Gegenzug drohen die Gipfelgegner jetzt mit dem Abbruch der Gespräche: "Wenn uns nochmal so was passiert, ist Feierabend", kündigte Schiefelbein an. Zur Großdemo am 2. Juni würden 3-6000 Leute in Sonderzügen am Bahnhof ankommen. "Notfalls geben wir denen einen Stadtplan mit Kreuzchen drauf, wo Freiflächen sind und sagen: Geht da hin." Unterdessen scheint zwischen Polizei und Gipfelgegnern ein Streit um die Dixi-Klos entbrannt zu sein. "Wir haben von der Firma Toi, Toi-Dixi erfahren, dass sie von behördlicher Seite gebeten wurde, bei Anfragen für Mai/Juni keine festen Zusagen zu machen", so Kemper empört. Polizeisprecher Axel Falkenberg betonte dagegen, man wolle die Gipfelgegner nach wie vor bei der Suche nach einem Camp-Standort unterstützen. Es liege im Übrigen auf der Hand, dass auch die Polizisten ein großes Kontingent Dixiklos benötigen. [http://www.ostsee-zeitung.de/archiv.phtml?Param=DB-Artikel&ID=2629303] ------------------------------------------------------------------------------ Graffiti-Parolen gegen G8-Gipfel Kühlungsborn Giftgrün waren die Graffiti-Schriftzüge und sie prangten unübersehbar mit 20 bis 70 Zentimeter hohen Buchstaben vom Strandabgang 11 auf Höhe Rathaus bis herunter zum Schloss am Meer in West auf der Hochwasserschutzmauer entlang der Strandpromenade. Und auf der Fassade der Villa Baltic und des Hauses Meeresblick. "G8-Stopp - Generalstreik", "Stoppt G8-Faschisten", "Bush nach Den Haag", so oder ähnlich lauteten die Inschriften, von denen eine sogar mit einem Hakenkreuz versehen war. Im niederländischen Den Haag hat das Kriegsverbrechertribunal der UNO seinen Sitz. "Die Inschriften wurden vorgestern gegen 8 Uhr entdeckt. Die Stadtverwaltung hat uns daraufhin sofort verständigt, die Ermittlungen nach den Verursachern wurden aufgenommen", so Polizeihauptkommissar Volker Werner, Pressesprecher der Polizeidirektion Rostock. Die Stadt Kühlungsborn hat Anzeige wegen der Verschmutzung öffentlichen Eigentums erstattet und die Polizei bittet jetzt bei der Suche nach den Tätern eventuelle Zeugen um ihre Aussagen. Das kann schriftlich unter www.polizei.mvnet.de, bei jeder Polizeidienststelle oder bei der Einsatzzentrale der PD Rostock unter Tel.: 0381 / 65 22 24 geschehen. "Wir haben nach der Beweisaufnahme durch die Polizei die Schmierereien sofort übergestrichen und hoffen nur, dass unser Urlaubsort künftig von so etwas verschont bleibt", sagte Kühlungsborns Bauhof-Chef Andreas Wegener der OZ. [http://www.ostsee-zeitung.de/archiv.phtml?Param=DB-Artikel&ID=2630385] -------------------------------------------------------------------------- Ausführlicher Pressespiegel rund um den G8 unter http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org ================================================ 13 Heiligendamm Von: Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - Extra-Training für Heiligendamm - mit dem Angriff gegen Christian Klar sind alle antikapitalistisch eingestellten Menschen und Projekte gemeint ! - Kavala gegen Krawalle - Heiligendamm,wir kommen - AUDIO: freie-radios.net: G8 - Gipfel: jetzt in die Puschen kommen! Für möglichst viele Aktionstrainings ------------------------------------------------------------------------------ Extra-Training für Heiligendamm Große Abschlussübung der Polizei in Schwerin / Einsatzkräfte aus allen Revieren rekrutiert Schwerin (Thomas Volgmann) • "Steinschlag", brüllt der Gruppenführer. Die Polizisten knien ab. Keiner will den anfliegenden Steinen der "Störer" ein leichtes Ziel bieten. "Weiter", heißt das nächste Kommando. Die Kette aus grünen Kampfanzügen und weißen Helmen, knapp hundert Meter breit, bewegt sich unaufhaltsam vorwärts. Die Flanken sichern Hundeführer, die ihre nervös bellenden Tiere kaum halten können. Die wildgewordenen Barbaren räumen den PlatzZwei Wasserwerfer schieben sich in der Mitte der Phalanx wie Kriegselefanten im Schritttempo voran. Jeder kann mit 9000 Litern Wasser alles wegspülen, was sich ihm in den Weg stellt. Die Truppen gegenüber sind mit Kaputzenshirt und Jogginghose bekleidet - so wie man sich bei der Polizei einen so genannten Störer eben vorstellt. Unaufhaltsam bewegt sich die exakt ausgerichtete Polizeimasse auf den Gegner zu. Es kommt zum Handgemenge, bei dem es nur grüne Sieger gibt. Die wildgewordenen Barbaren mit ihren pludrigen Jogginghosen räumen den Platz. Was wie eine Schlacht im Bürgerkrieg aussieht, ist in Wirklichkeit die Abschlussübung der Schweriner Polizei vor ihrem Einsatz beim G8-Gipfel im Juni in Heiligendamm. "Das sind Bilder, wie wir sie im Sommer nicht sehen wollen", meint Hermann Borgward, der die Hundertschaft führt. Aber auch für diese Konfliktsituationen müsse man gewappnet sein. Die Nachfrage nach Polizisten ist enormDas Problem: Die auf dem ehemaligen Armee-Exerzierplatz bei Schwerin trainierende Hundertschaft mit ihren 120 Beamten ist kein eingeübtes Rollkommando. Die Truppe wurde zusammengewürfelt aus allen zwölf Polizeirevieren des Schweriner Direktionsbereichs - von Grevesmühlen bis Boizenburg. "Normalerweise sitzen die Kollegen am Schreibstisch und nehmen Anzeigen auf oder gehen Streife", erklärt Gilbert Küchler, Ausbildungsleiter. Doch die Nachfrage nach Hundertschaften für den G8-Gipfel ist enorm. Etwa 17000 Beamte sollen insgesamt zum Einsatz kommen, wenn sich zwischen dem 6. und 8. Juni in Heiligendamm die acht wichtigsten Staatschefs der Welt treffen. Mehr als 1000 Polizisten kommen aus dem eigenen Land. Doch nur drei Hundertschaften Bereitschaftspolizei hat Mecklenburg-Vorpommern unter Waffen. Die Masse der Einsatzkräfte zum Gipfel wird darum aus den Polizeirevieren rekrutiert und geschult. "Sogar die über 40-Jährigen sind bei uns dabei", ergänzt Borgward, der sonst das Revier in Grevesmühlen leitet. Das klingt, als gehe es um das letzte Aufgebot. Tatsächlich sind die Personalreserven bei der Polizei so dünn, dass viele der in den Revieren verbliebenen Beamten Doppelschichten leisten müssen, um die zweitägige Übung ihrer 120 ausgerückten Kollegen zu ermöglichen, berichtet Borgward. Manche Revierleiter denken längst mit Grausen an die Personalnöte in der heißen Phase des Gipfels. Viele von denen, die auf dem Exerzierplatz den Ernstfall trainieren, tragen in ihrem Berufsalltag selten die 20 Kilogramm schwere Schutzausrüstung eines Bereitschaftspolizisten. Einige schnappen nach der Übung nach Luft. Die Weste ist schuss-und stichsicher, die Jacke hat eine brandhemmende Oberschicht. "Die Ausrüstung unserer Hundertschaft ist fast komplett, nur in einigen Dingen müssen wir bis zum Gipfel noch nachlegen", sagt Ausbildungsleiter Gilbert Küchler, vom Ludwigsluster Polizeirevier. Gemeint ist vor allem Funktechnik. Ziel ist die Geschlossenheit der TruppeMit der Taktik der zusammengewürfelten Truppe ist der Übungsleiter dagegen zufrieden: "Streifenpolizisten sind es gewohn,t in kleinen Teams zu arbeiten, darum war es wichtig, in einer Hundertschaft zu trainieren." Ziel sei die Geschlossenheit während des Einsatzes. "Jeder muss wissen, was sein Nebenmann macht, einheitliches Handeln ist Voraussetzung für den Erfolg", weiß der Ausbilder. Bereits im vergangenen Jahr wurde die Hundertschaft aufgestellt. Seitdem wird in Abständen von Monaten immer wieder das Räumen von Plätzen, die Begleitung von Demonstrationszügen und das Betreiben von Kontrollstellen geübt. Aus Sicht der Hundertschaft könne der Gipfel beginnen. "Wir sind soweit", sagt Küchler am Ende der Abschlussübung. [http://www.svz.de/newsmv/MVVermischtes/15.03.07/23-16373745/23-16373745.html] ------------------------------------------------------------------------------ mit dem Angriff gegen Christian Klar sind alle antikapitalistisch eingestellten Menschen und Projekte gemeint ! Christian Klar, Angehöriger der ehemaligen Roten-Armee-Fraktion (RAF), seit 1982 inhaftiert und 1985 zu lebenslanger Freiheitsstraft verurteilt, hat sich am 13. Januar mit einer kapitalismuskritischen Erklärung an die Teilnehmer_innen der Rosa-Luxemburg-Konferenz gewandt. Er spricht darin von der "Würdigung der Inspiration, die seit einiger Zeit von verschiedenen Ländern Lateinamerikas ausgeht. Dort wird nach zwei Jahrzehnten sozial vernichtender Rezepte der internationalen Besitzerklasse endlich den Rechten der Massen wieder Geltung gegeben und darüber hinaus an einer Perspektive gearbeitet." Er prangert ein "imperiales Bündnis" an, "das sich ermächtigt, jedes Land der Erde, das sich seiner Zurichtung für die aktuelle Neuverteilung der Profite widersetzt, aus dem Himmel herab zu züchtigen und seine ganze gesellschaftliche Daseinsform in einen Trümmerhaufen zu verwandeln." Er äußert die Hoffnung auf eine Entwicklung, "die Niederlage der Pläne des Kapitals zu vollenden und die Tür für eine andere Zukunft aufzumachen." Abschließend schreibt Christian Klar: "Es muß immer wieder betont werden: Schließlich ist die Welt geschichtlich reif dafür, daß die zukünftigen Neugeborenen in ein Leben treten können, das die volle Förderung aller ihrer menschlichen Potentiale bereithalten kann und die Gespenster der Entfremdung von des Menschen gesellschaftlicher Bestimmung vertrieben sind." Erst der Bericht des ARD-Magazins "Report Mainz" am Montag, den 26. Februar sorgte für dessen bundesweite Beachtung. Am Mittwoch darauf strich der baden-württembergische Justizminister Ulrich Goll (FDP) dem Gefangenen die vorgesehenen Hafterleichterungen - unter Verweis auf die Kapitalismuskritik. Zahlreiche Politiker_innen haben seitdem gefordert, Christian Klar müsse aufgrund seiner Gesinnung lebenslang hinter Gittern bleiben. Besonders scharfmacherisch verhielt sich dabei Günter Beckstein (CSU, Innenminister von Bayern) wenn er davon sprach, daß der "aggressive Ton und die ideologische Verbohrtheit" seiner Grußbotschaft ihn als einen "unverbesserlichen Terroristen" zeige und wenn er selbst die im Jahr 2009 mögliche Haftentlassung auf Bewährung in Frage stellte. Es soll nun eine neue "Gefahrenanalyse" angefertigt werden. Antikapitalistische Positionen werden also als strafverschärfend bewertet. Offensichtlicher kann GesinnungsJustiz kaum sein. Hafterleichterung setzt also prokapitalistische Ansichten und Bekenntnisse voraus. Ein Gefangener, der nach über 24 Jahren Haft immer noch nicht politisch gebrochen ist und der es wagt, Kritik an den herrschenden Verhältnissen zu äußern, scheint für diese Politiker nicht akzeptabel. Diesen Politikern geht es um die völlige Unterwerfung des politischen Gefangenen; auch um öffentlich die Botschaft zu vermitteln: wer sich weigert vor der "freiheitlich-demokratischen Grundordnung", vor dem Kapitalismus zu Kreuze zu kriechen, wird kriminalisiert (erinnert sei an dieser Stelle an das KPD-Verbot 1956, an den Radikalenerlaß 1972 mit den Berufsverboten, an die Unvereinbarkeitsbeschlüsse des DGB 1973). Die Kampagne gegen Christian Klar deutet an, wohin die Reise gehen soll. Sie richtet sich nur vordergründig gegen Christian Klar, gemeint sind aber alle antikapitalistisch eingestellten Menschen und Projekte. Die jüngste Geschichte aus dem deutschen NS-Faschismus sollte hier sensibel machen und Mahnung sein. Kriminell sind nicht die Kritker_innen des Kapitalismus, sondern die Protagonist_innen des Neoliberalismus und der kapitalistischen Globalisierung, die weltweit für Hunger, Elend, Krieg und Umweltkatastrophen verantwortlich sind. Deshalb rufen wir auch dazu auf, gegen das Treffen von Vertreter_innen der kapitalistischen Zentren (G8) im Juni dieses Jahres in Heiligendamm ein deutliches antikapitalistisches Signal zu setzen. Freiheit für Christian Klar und den anderen Gefangenen aus der RAF; für Brigitte Monhaupt, Eva Haule und Birgit Hogefeld ! Freiheit für alle politischen Gefangenen, die sich für eine solidarische, herrschaftsfreie, humane Gesellschaft, für eine Gesellschaft ohne Unterdrückung und Ausbeutung einsetzen ! für eine Gesellschaft ohne Knäste ! Diese Erklärung wurde auf dem Treffen von Deligierten linksoppositioneller außerparlamentarischer Gruppen gegen den G8-Gipfel (DISSENT-Bündnis) in Hamburg am 04. März diskutiert. [Einige aus dem dissent-Bündnis - Hamburg, 04. März 2007] ------------------------------------------------------------------------------ Kavala gegen Krawalle Polizei vorbereitet auf Hunderttausende Demonstranten / Streit um Gipfel-Camps Rostock (Max-Stefan Koslik) • Am Wochenende platzte die Bombe: Wenn Polizei und Kommunen nicht endlich Campingplätze für die Gipfelgegner zur Verfügung stellen, werden die Gespräche abgebrochen, drohten die Camp-Organisatoren. Am Wochenanfang beklagte Lutz Schiefelbein von der Camp AG in Rostock, dass bei der Besichtigung eines Platzes eine Polizeistreife aufgetaucht sei, die die Personalien aller Anwesenden aufnahm und Verstärkung rief. "Beim nächsten Mal ist Feierabend", sagte Schiefelbein. "Wir werden kriminalisiert", klagt Camp-Planer Till Rosemann. Der Ton zwischen Polizei und Protestlern wird härter. Mit einem Platz in Reddelich nur fünf Kilometer vom Tagungshotel "Kempinski" in Heiligendamm entfernt sind die Gipfelgegner zwar inzwischen einverstanden. Aber: "Die Fläche von fünf oder sechs Hektar ist viel zu klein, um 15000bis 25000 Menschen zu beherbergen", beklagte Schiefelbein. "Sie hat nur Platz für 2000 bis 3000 Menschen." Daher seien weitere Flächen nötig. Ein organisiertes Camp für 15000 Menschen in Bützow, 30 Kilometer von Rostock entfernt, ist den Anti-G8-Gruppen zu weit weg vom Ort des Geschehens. Für Knut Abramowski, Polizeiführer der Sondereinheit Kavala - benannt nach einer nordgriechischen Stadt, die ebenso wie der Tagungsort Heiligendamm die "weiße Stadt am Meer" genannt wird - ist die Aufregung unverständlich: "Wir werden die Gespräche nicht abbrechen", sagte er, "es kann der Zeitpunkt kommen, an dem wir sagen, wir reden heute nicht weiter. Aber abbrechen, nein. Ich kann doch die Gipfelkritiker sogar verstehen, dass sie so nahe wie möglich an den Zaun heranwollen." Abramowski spricht nicht von Gegnern. Er spricht von Kritikern. Von den 35 Camps, die die Gegner benannten, habe die Polizei zu acht Zustimmung signalisiert. Doch die seien plötzlich nicht mehr akzeptiert worden. Der Polizeiführer beklagt, dass er keine hierarisch organisierten Ansprechpartner habe. Zwar muss er selbst schmunzeln bei diesem Anspruch, aber oftmals widersprächen sich eben die einzelnen Gruppen. Mal wird von 30000 erwarteten Demonstranten gesprochen, mal von 50000, mal von 100000. Niemand weiß genau, was die Polizei erwartet. Deshalb bereitet man sich auf jede Größenordnung vor - bis 250000. Die Gruppen, die die Gipfelgegner vertreten, haben klangvolle Namen, werden aber zumeist als gewaltfrei eingeschätzt: "Anti-G8-Bündnis für eine revolutionäre Perspektive", "Bündnis gegen Kapital und Nation", "Dissent", "G8-Koordinierungskreis" "Antifaschistisches und Antiimperialistisches Aktionsbündnis", "Militante Kampagne". 74 Straftaten in der gesamten Bundesrepublik wurden seit 2005 im Zusammenhang mit dem Weltwirtschaftsgipfel in Heiligendamm gezählt. Dazu gehört der Brandanschlag auf das Grundstück von Finanz-Staatssekretär Thomas Mirow (SPD) in Hamburg ebenso wie eine Farbbeutelattacke auf das bewachte Haus von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD). Angekündigt wurden bislang eine Reihe von Großdemonstrationen vom 2. Juni bis zum 9. Juni in Rostock, in Bad Doberan, ein Konzert mit Herbert Grönemeyer auf dem IGA-Gelände in Rostock, eine NPD-Demo in Schwerin. Am 7. Juni, den ersten Tag des Gipfels vom 6. bis zum 8., soll ein Sternmarsch nach Heiligendamm führen. 30000 Gegner haben die Organisatoren für den Marsch angekündigt, der als das Hauptereignis der Proteste gilt. Abramowski fürchtet nicht den Sturm auf den Gipfel und den 13 Kilometer langen Zaun rund um Heiligendamm. Nein, das erklärte Ziel des Sternmarsches ist es, "den Gipfel von seiner Infrastruktur abzuschneiden", so Globalisierungsgegner. 16000 Polizisten aus allen Bundesländern wollen genau dies verhindern. Vom 30. Mai bis 9. Juni wird Heiligendamm abgesperrt. Ken Bootsverkehr, kein Flugverkehr, Autokontrollen. Ausnahmezustand in der weißen Stadt am Meer. [http://www.svz.de/newsmv/MVVermischtes/15.03.07/23-16377646/23-16377646.html] ------------------------------------------------------------------------------ Heiligendamm,wir kommen G-8-Gegner laufen sich für Großdemonstration im Juni warm. Startschuß für Gipfelprotest in Potsdam Ein "Warm-up" im wahrsten Sinnes des Wortes veranstalten die Umweltminister der G-8-Staaten am heutigen Donnerstag in Potsdam. Ihr deutscher Kollege Sigmar Gabriel (SPD) hat sie zum Dinner in die "Biosphäre", das Tropenhaus des Potsdamer Volksparks, geladen. Die Ressortchefs der sieben führenden Industrienationen und Rußlands bleiben bis Samstag in der brandenburgischen Landeshauptstadt, um den G-8-Gipfel im Juni in Heiligendamm (Mecklenburg-Vorpommern) vorzubereiten. Am Katzentisch dürfen auch die "fünf bedeutendsten Schwellenländer", nämlich Brasilien, China, Indien, Mexiko und Südafrika Platz nehmen. Gabriel hat die Erwartungen vorsorglich heruntergeschraubt: "Machtvolle Beschlüsse wird es nicht geben", hieß es am Mittwoch aus seinem Ministerium. Es sei sogar offen, ob es am Ende eine gemeinsame Erklärung gebe. So oder so - das Potsdamer Anti-G-8-Bündnis kommt zu Hilfe. "Den G 8 unter die Arme greifen" ist sein Motto für eine Jubelparade am Sonnabend. "Wir haben schon viel hinbekommen: Die Meere leergefischt, Urwälder in Viehweiden verwandelt, Landschaften zubetoniert ... Gemeinsam schaffen wir auch den Rest", heißt es im Aufruf zu der Demonstration. Daß die Umweltminister in Potsdam etwas Sinnvolles zustande bekommen könnten, kann sich auch Holger Zschoge, Sprecher des Bündnisses, nicht vorstellen. "Sie sind die Schmuddelkinder ihrer Regierungen und haben keinen Einfluß", so Zschoge im Interview mit junge Welt (siehe Seite 8). Acht Wochen drauf darf Brandenburg allerdings schon hochkarätigere Gäste bewirten. Am 18. und 19. Mai treffen sich die Finanzminister der G 8 in Schwielowsee, und am 30. Mai kommen die Außenminister, darunter US-Kriegsministerin Condoleezza Rice, nach Potsdam. "Wir werden uns beständig steigern", verspricht Zschoge - aber auch die Polizei. Während der Verkehr an diesem Wochenende in Potsdam "weitgehend ungestört" fließen soll, hat Potsdams Polizeipräsident Bruno Küpper für den 30.Mai ähnlich hohe Schutzmaßnahmen angekündigt "wie beim Besuch von US-Präsident George W. Bush im vergangenen Sommer in Stralsund". Es werde das "volle Programm" geben, so Küpper. Auch das Versiegeln der Gullydeckel könne nicht ausgeschlossen werden. Unterdessen hat die Sicherheitshysterie auch die Hauptstadt erreicht: "Der militante Teil der linken Szene ist in Hochstimmung", weiß die Berliner Zeitung (Mittwochausgabe) zu berichten. Sie kündigt an, daß 5000 Polizisten bei der Demonstration eines breiten Bündnisses "aus den Gewerkschaften, der Friedensbewegung, von Globalisierungskritikern und Linksradikalen" am 25. März gegen den EU-Gipfel in Berlin im Einsatz seien. Unbehelmte Beamte putzen derweil Klinken in Heiligendamm. Sie gehen von Haus zu Haus und verletzen sämtliche Regeln des Datenschutzes: "Allen Einwohnern von Heiligendamm wird der Zugang zur Sicherheitszone mit einer Berechtigtenkarte ermöglicht werden. Dazu müssen aus Sicherheitsgründen personenbezogene Daten aufgenommen und Fotos gefertigt werden", informierte der Planungsstab der Polizeidirektion Rostock in einer Pressemitteilung vom 12.März. Auch Gartenbesitzer, Pflegedienste sowie Ver- und Entsorger sollen sich demnach melden. Was außerhalb der Sicherheitszone und damit des elf Millionen Euro teuren Zauns zwischen dem 2. und 8.Juni um Heiligendamm herum passieren wird, ist im Detail noch auszufechten. Zum einen mit der Polizei, zum anderen untereinander zwischen den mehr und den weniger radikalen "Gipfelstürmern". Die nächste Beratung im großen Kreis über Aktionstage, Demonstrationen, Kongresse, Camps und Blockaden findet am 14. und 15. April statt. Fest steht aber schon jetzt: Am 2. Juni demonstrieren alle gemeinsam in Rostock. Und: Das "Warm-up" der Gipfelgegner hat begonnen. [http://www.jungewelt.de/2007/03-15/063.php] ------------------------------------------------------------------------------ AUDIO: freie-radios.net: G8 - Gipfel: jetzt in die Puschen kommen! Für möglichst viele Aktionstrainings Ein Bericht zum sogennanten Train-the-trainers Seminar. Länge: 04:28 min Größe: 4.2 MB Der Countdown läuft. "In achtzig Tagen fit werden in Zivilem Ungehorsam". So, oder so ähnlich könnte das Motto des Train the Trainers Seminars am vergangenen Wochenende lauten. Denn genau so viele Tage bleiben noch bis zum Beginn des bevorstehenden G8-Gipfel, auf den sich ein breites Spektrum an linken globalisierungskritischen Gruppen und Organisationen vorbereitet. Damit dann auch während der Gipfeltage die angekündigten vielfältigen Aktionen wie geplant ablaufen können, bedarf es noch einiger Übung. Um möglichst viele Menschen auf die Teilnahme an den Blockaden rund um Heiligendamm vorzubereiten, haben sich Anfang März Personen aus verschiedenen Gruppen getroffen, weitergebildet und vernetzt. Damit steht ab jetzt bis zum Gipfel sowie für die Protestcamps ein Netzwerk von TrainerInnen zur Verfügung, die Blockadetrainings für interessierte Gruppen anbieten können. Themen dieser Workshops sind Bezugsgruppen, Entscheidungsfindung, Verhalten auf (Massen)Blockaden, Umgang mit (Polizei-)Gewalt, Rechtshilfe. Weitere Infos und Anfragen unter: info at trainings-for-g8.de [http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp/wp-content/upload/puschen_kommen.mp3] -------------------------------------------------------------------------- Ausführlicher Pressespiegel rund um den G8 unter http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich und somit MedieninhaberInnen: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2007, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Do 2:00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Fri Mar 16 09:12:34 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Fri, 16 Mar 2007 09:12:34 +0100 Subject: widerst@and mund - Freitag, 16. =?iso-8859-1?Q?M=E4rz_2007?= Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Freitag, 15. März 2007 Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN ================================================ ============================================== 01 Mende, Die sexuelle Welle von promedia at mediashop.at ============================================== 02 1. Afrika Frühlingsball - Fr. 23. März 2007 von AFRICAN EVENTS ============================================== 03 MONTAGSFILMreihe der Grünen Bildungswerkstatt Minderheiten und Terezija Stoisits von Initiative Minderheiten Newsletter ============================================== 04 Radiotip: Österreichisch-Irakische Freundschaft IRAQUNA auf Radio Orange von wadi wien ============================================== 05 DV8-FILM empfiehlt PRINCESAS - ab 16. März - österreichweit im Kino von DV8-Film NEWSLETTER ============================================== ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ============================================== 06 Frauenradio in Jordanien: Zahrat al-Aghwar von WADI Austria ============================================== 07 ÖVP-Landesrätin Mikl-Leitner trifft HOSI-Wien-VertreterInnen von Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien ============================================== 08 GLB/Post AG/Bilanz/Liberalisierung/Arbeitsplätze von Gewerkschaftlicher Linksblock ============================================== 09 KPÖ/Erbschaftssteuer/Steuerpolitik/SPÖ von KPÖ-Information ============================================== 10 From Greg Palast- Bush Hit-Woman Behind Prosecutor Firings Has Long History of Purges to Protect Bush von Greg Palast (by way of Edgar Ernstbrunner) ============================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN ================================================ ============================================== 01 Mende, Die sexuelle Welle von promedia at mediashop.at ============================================== Der Promedia Verlag und die Galerie "mel-contemporary" bitten um folgende Ankündigung: Buch- und Bildpräsentation von Julius Mende, Die sexuelle Welle. Zwischen Sinnlichkeit und Vermarktung. Bilder und Texte ISBN 978-3-85371-266-5, br., 240 Seiten, reich und farbig bebildert, 19,90 Euro Kraft.Punkt.Schau des Malers und Autors Julius Mende Wann? Mittwoch, 28.3.2007, um 19 Uhr Wo? In der Galerie mel-contemporary, Christineng. 2, 1010 Wien Mit freundlichen Grüßen Hannes Hofbauer/ Promedia Verlag ============================================== 02 Erster Afrika Frühlingsball - Fr. 23. März 2007 von AFRICAN EVENTS ============================================== Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Interessierte und Freunde von Radio Afrika TV, hiermit möchten wir Sie nochmals herzlich auf den 1. Afrika Frühlingsball, der anlässlich des 10jährigen Jubiläums von Radio Afrika TV am 23. März 2007 im Palais Eschenbach stattfindet, hinweisen. Die Höhepunkte des Abends: Modenschau von Frau Barro Diah (Senegal), mit Unterstutzung des Vereins Schwarze Frauen Community. Natural Dance Attitude Afrika Stars PARADE 2007 mit namhaften KünstlerInnen 3EyedBanditz, 3gga, Cloud Tissa, Coalman, Cola-Man, Duncan Mlango, Elvis Zuma, Ghettoman, Jmc & HipHop Level Crew, Keba Cissokho, Marjorie Etukudo, MCiesta, Mamadou Diabate, Prince Zeka, Salah Adin, Sam Brisbie, T.Nelson, Tres Monos, Un Soldiers, Yusupha Mboob. Jolie Bébé & Dokolos von Empire Bakuba (N'Dombolo Dance Performance) Kongo/Paris Bis in die frühen Morgenstunden: DJ Line: Willy M., Lady Soul, Dj Leon Koffi, Dj Zipflo & friends (N'Dombolo, Makossa, Coupe Decale, Fuji, Zouk, R'n'B, African Reggae, Hiplife.....) Kulinarische Köstlichkeiten und Kunsthandwerk aus diversen afrikanischen Ländern Vorverkaufskarten sind zum Preis von ? 15,- (? 10,- für StudentInnen) an folgenden Stellen erhältlich: - Büro von Radio Afrika Öffnungszeiten: Mo & Do 10:00 - 16:00, Mi 14:00 - 17:00, Di & Fr (nach Vereinbarung) 14:00 - 16:00 - Radio Afrika Club Öffnungszeiten: Mo - Sa 18:00 - 22:00 - in allen Raiffeisenbanken in Wien und NÖ Auf Ihr/Eurer Kommen freuen sich die MitarbeiterInnen von RadioAfrikaTV. ============================================== 03 MONTAGSFILMreihe der Grünen Bildungswerkstatt Minderheiten und Terezija Stoisits von Initiative Minderheiten Newsletter ============================================== TEREZIJA STOISITS & DIE GRÜNE BILDUNGSWERKSTATT MINDERHEITEN laden sehr herzlich ein zur >>>MONTAGSFILMreihe der DIE GRÜNE BILDUNGSWERKSTATT MINDERHEITEN Kino De France 1010 Wien, Schottenring 5 / Hessgasse Montag, 26. März 2007, 19:00 Uhr DER KÄRNTNER SPRICHT DEUTSCH Ein Film von Andrina Mracnikar Der neue Dokumentarfilm besteht zum größten Teil aus den Erinnerungen von Kärntner Slowenen an die Jahre der Naziherrschaft. Es ist eine Oral History des Widerstandes, des Kampfes gegen die Faschisten, des Partisanen-Daseins mit all den großen und kleinen Opfern, dem Leben im Wald, der Organisation, der Versorgung mit Lebensmitteln und Waffen, der Verschleppung und des Verrats. Heute betagte Frauen und Männer, sitzen in ihren Stuben, vor ihren Häusern und erzählen ohne falschen Heroismus und Wehleidigkeit von dem was war. Die Zeugen der Geschichte. Jene, die bis heute von Haider und seinen Kameraden beleidigt werden als Vaterlandsverräter. (aus dem Programmheft der Viennale 2006) Im Anschluss an die Filmpräsentation Gespräch mit der Filmemacherin Andrina Mracnikar und Abg.z.NR Maga. Terezija Stoisits Montag, 7. Mai 2007, 19:00 Uhr ROMANE ASPA Ein Film von Zuzana Brejcha Montag, 21. Mai 2007, 19:00 Uhr KETANI HEIßT MITEINANDER Ein Film von Ludwig Laher im Anschluss an die Filmpräsentation Gespräch mit dem/r Filmemacher/in und Abg.z.NR Maga. Terezija Stoisits Der Eintritt zur MONTAGSFILMreihe ist kostenlos. Kartenreservierung unter Tel: 40110-6564 bzw. nuriye.bozkaya at gruene.at ============================================== 04 Radiotip: Österreichisch-Irakische Freundschaft IRAQUNA auf Radio Orange von wadi wien ============================================== Österreichisch-Irakische Freundschaft IRAQUNA auf Radio Orange Am Montag, den 19.3. 2007 läuft auf der Sendeschiene des WUK um 16.30h auf Radio Orange 94,0 eine Sendung über IRAQUNA. In Wien terrestrisch auf 94,0 MHz, im Telekabel auf 92,7 und überall per Internet-Livestream unter http://o94.at/ -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit WADI-Austria e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Neues Spendenkonto in Österreich: Knt. Nr.: 6.955.355 BLZ: 32.000 Raiffeisen Landesbank NÖ IBAN AT4432 0000 0006 955355 BIC (SWIFT) RLNWATWW Im Februar 2007 erschien die dritte Print-Ausgabe von: WADI-News, Schwerpunkt: Weibliche Genitalverstümmelung Wird kostenlos per Post zugeschickt, schicken Sie uns Ihre Adresse! Online zu lesen unter: http://www.wadinet.at/Media/wadinews.php ============================================== 05 DV8-FILM empfiehlt PRINCESAS - ab 16. März - österreichweit im Kino von DV8-Film NEWSLETTER ============================================== DV8-FILM empfiehlt ab 16. März im Kino PRINCESAS Spanien/Frankreich 2005, 113 min Regie und Buch: Fernando León de Aranoa Musik: Alfonso de Vilallonga, Manu Chao Mit: Candela Peña, Micaela Nevárez, Mariana Cordero, Llum Barrera Goya 2006 an Candela Peña für die beste Hauptrolle Goya 2006 an Micaela Nevárez für die beste Nebenrolle Goya 2006 an Manu Chao für den besten Titelsong Princesas erzählt von zwei Frauen in Madrid, die mit ihrem Körper ihren Lebensunterhalt verdienen. Caye ist knapp dreißig, mit frecher Ponyfrisur und eigenwilligem Charme, erfahren im Umgang mit Freiern und mädchenhaft in ihrer Sehnsucht nach einem Glück, an das sie selbst kaum glaubt. Zulema kommt aus der Dominikanischen Republik, eine Immigrantin ohne Papiere, die ihrem Sohn in der Heimat Geld und Fotos aus einer scheinbar sicheren Welt nach Hause schickt, um ihm ein besseres Leben zu ermöglichen. Anfangs stehen sie auf unterschiedlichen Seiten in einer Welt, die wenig Platz für Träume lässt. Was Zulema vor allem braucht, ist die Aufenthaltserlaubnis. Ohne Papiere ist sie der Willkür ihrer Freier ausgeliefert, ständig in Sorge davor, aufgegriffen und abgeschoben zu werden. Als sich Caye und Zule begegnen, leben sie in unterschiedlichen, einander feindseligen Welten. Viele der spanischen Mädchen sehen in den ausländischen Prostituierten unwillkommene Konkurrentinnen, die ihnen mit exotischen Tricks und niedrigen Preisen die Kunden wegnehmen. Doch bald werden sie zu Komplizinnen und zeitweise zu ,Prinzessinnen', wenn es gelingt, den Alltag hinter sich zu lassen... Fernando León de Aranoa ist mit "Princesas" nach "Montags in der Sonne" der zweite Millionenerfolg im spanischen Kino gelungen. Mit großer Liebe für seine Figuren, brillanten Dialogen, tragikomischem Humor und Bildern in berührender Balance von Nähe und Distanz erzählt er von Frauen in der Schattenwelt der käuflichen Körper, von ihren Träumen, ihrem Alltag, ihrer Verzweiflung und ihrer Zärtlichkeit. Candela Peña und Micaela Nevárez wurden mit dem Spanischen Filmpreis Goya als beste Schauspielerinnen, Manu Chao für den Titelsong ausgezeichnet. "Es gibt ihn auch in Princesas, jenen bissig ironischen Unterton angesichts der sozialen Misere, der schon in Fernando Leóns Montags in der Sonne für unvergessliche Momente sorgte und die Protagonisten trotz ihrer Perspektivlosigkeit immer wieder zu ungeahnten Höhenflügen abheben ließ. Princesas ist ein Film, der in perfekter Balance zwischen sozialer Realität und Hoffnung auf Veränderung von so einfachen Werten wie Solidarität und Menschlichkeit erzählt, ganz ohne Pathos, unspektakulär und würdevoll zurückhaltend, wie er überhaupt das Thema Prostitution ohne jede Spur von Voyeurismus anzugehen versteht. Ein bezauberndes Milieu-Märchen!" NEUE ZÜRCHER ZEITUNG Ab 16. März: Filmcasino, OmU W3, deutsche Synchronfassung Cinema Paradiso St. Pölten, deutsch Moviemento Linz, OmU Volkskino Klagenfurt, OmU Ab 23. März: Cinematograph Innsbruck, OmU Ab 6. April: KIZ Graz, OmU Geidorf Graz, deutsche Synchronfassung Viel Vergnügen bei PRINCESAS wünscht Ihnen DV8-FILM office at identities.at Postfach 282 1071 Wien T. +43 1 524 62 74 F. +43 1 522 98 74 www.identities.at ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ============================================== 06 Frauenradio in Jordanien: Zahrat al-Aghwar von WADI Austria ============================================== Zahrat al-Aghwar Frauenradio in Jordanien Im November letzten Jahres ist das Community-Radio des engagierten Frauen-Radioprojektes "Zahrat al-Aghwar" ("Blume des Jordantals") on air gegangen, unterstützt von der deutsch-österreichischen Hilfsorganisation Wadi und einem bereits existierenden Community-Radio aus der Hauptstadt Amman. Von Anne Mollenhauer und Tamara Aqrabawe Asma ist sehr froh, mit dabei zu sein. Sie ist 23 Jahre alt, in Jordanien geboren, und doch besitzt sie keinen Pass. Sie wird niemals an einer der staatlichen Universitäten einen Studienplatz erhalten, und sie wird weder im öffentlichen noch im privaten Sektor jemals eine Arbeit aufnehmen dürfen. Asmas ,Verbrechen': ihre Eltern sind 1948 aus Palästina geflohen, Asma gilt als Palästinenserin. Bisher fühlte sie sich von der Gesellschaft, in der sie lebt, nicht richtig akzeptiert, denn neben staatlicher Diskriminierung bekam sie auch die im Volk nicht unerheblichen Vorbehalte gegen Palästinenser zu spüren. Asma steckte immer schon voller Ideen, aber sie ahnte, dass sie diese in Jordanien nie wird realisieren können, weil ihr der Staat das Recht auf Bildung und Auskommen kontinuierlich verwehrt. Sie absolvierte schließlich an einer privaten Schule eine Ausbildung als Arzthelferin, obwohl der Beruf eigentlich nicht ihren Interessen entsprach. Dann hörte sie von dem neuen Radioprojekt und witterte darin die Chance, ihre Kreativität endlich sinnvoll einsetzen und dabei ihre Fähigkeiten weiter entwickeln zu können. Asma arbeitet sich nun in ihre neue Tätigkeit als Moderatorin ein. Sie ist mit Begeisterung bei der Sache. Schon bald wird sie gemeinsam mit ihren KollegInnen professionelle Arbeit leisten. Asmas palästinensisches Schicksal unterscheidet sich von dem der meisten Frauen in der Region. Und doch ist deren Lage keineswegs hoffnungsvoller. Archaische Gesellschaft Das Jordantal zählt zu den ärmsten Gegenden Jordaniens. Hier fehlt es an Infrastruktur, es mangelt an Investitionen und Erwerbsmöglichkeiten. Außerhalb der im traditionellen Familienverbund betriebenen Landwirtschaft ist kaum Arbeit zu finden, und wenn, dann ist das Salär recht gering. Die meisten der Bewohner vorwiegend beduinischer Abstammung leben von Ackerbau und Viehzucht, denn die Senke hält fruchtbaren Boden und ausreichend Wasser bereit. Die Region nördlich des Toten Meeres ist ansonsten ein in vieler Hinsicht benachteiligter Landstrich, in dem der Alltag von chronischem Mangel bestimmt wird. Es fehlt neben flächendeckender Energieversorgung, ausgebauten Straßen und anderen Verkehrswegen auch an Krankenhäusern, sozialen Einrichtungen, Bildungseinrichtungen oder Vergnügungsstätten. Die schlechten Lebensbedingungen wirken sich besonders auf die Situation der Frauen negativ aus. Da armutsbedingt wenig überregionaler und internationaler Austausch erfolgt, können traditionelle, extrem patriarchale Strukturen überdauern. So liegt die AnalphabetInnenrate unter Frauen doppelt so hoch wie die unter Männern. Schulbildung für Mädchen wird für wenig relevant erachtet, da Mädchen ohnehin üblicherweise schon im Alter von 14 bis 16 Jahren verheiratet werden und vorher, statt die Schulbank zu drücken, bevorzugt als Haushalts- und Erntehilfe eingesetzt werden. Frauen im Jordantal sind traditionell nicht nur für den Haushalt und die Kinder zuständig, sondern haben sich häufig zusätzlich um alle landwirtschaftliche Arbeit sowie um den Verkauf der Produkte auf lokalen Märkten zu kümmern. Manche Männer haben bis zu vier Frauen, die sie gegen geringe Entlohnung für sich arbeiten lassen. Eng definierte Frauenrolle Sobald eine Frau verheiratet ist, nimmt die Produktions- und Reproduktionsarbeit meist all ihre Kräfte in Anspruch. Sie kann sich den umfassenden, von der Tradition gedeckten Zwängen ihrer Frauenrolle nicht entziehen; weder, um sich - und seien es auch nur elementarste - Formen von Bildung anzueignen, welche Grundvoraussetzung für das tätige Infragestellen dieser Strukturen wären, noch um sich mit anderen Frauen über ihre Situation auszutauschen und gemeinsam Handlungsstrategien zu entwickeln. Zudem spielt Gewalt gegen die Frau oft eine nicht unbedeutende Rolle im Familienleben, denn weder die Frau noch ihr Mann haben jemals Lösungswege für familiäre und partnerschaftliche Konflikte kennen gelernt. Und eine Frau zählt oft nicht viel. Fawiza, die aus der Gegend kommt, erklärt es mit viel sagender Deutlichkeit: "Hier gibt es keine Frauenrechte. Ich habe keine juristischen Rechte und auch keine sozialen, etwa auf Bildung. Ich kann nicht einmal meine Meinung sagen." Viele Frauen bleiben unter diesen Bedingungen ihr Leben lang AnalphabetInnen und bewegen sich ausschließlich im eng gesteckten, rechtlosen Rahmen ihrer Familie. Dafür sorgt neben dem repressiven familiären Milieu auch die ländliche, patriarchal geprägte Infrastruktur: Frauen stehen kaum öffentliche Räume zur Verfügung, in denen ein Informationsaustausch stattfinden könnte. So erreichen wichtige Informationen zu sozialen, gesundheitlichen oder rechtlichen Fragen die Frauen nicht. Besonders vor dem Hintergrund häuslicher Gewalt bis hin zu so genannten "Ehrenmorden" ist es erschreckend, dass Frauen oft nicht einmal wissen, dass ihnen gegebenenfalls rechtlicher Beistand zustünde. Konzept Community-Radio Community-Radios haben sich bereits seit Jahrzehnten in vielen Ländern der Welt als wirksames Mittel zur Thematisierung und Bekämpfung gesellschaftlicher und politischer Missstände bewährt. Das Medium eignet sich schließlich ideal, um arme und benachteiligte Bevölkerungen zu erreichen, denn die Geräte sind fast überall vorhanden und können in Gegenden, die nicht ans Stromnetz angeschlossen sind, auch mit Batterie betrieben werden. Im Gegensatz zur Zeitung können mit dem Radio auch AnalphabetInnen erreicht werden. Zudem lässt sich ein Radio sehr flexibel nutzen und beispielsweise auch während der Arbeit hören. Im Nahen Osten ist das jordanische Frauenradio allerdings eines der ersten seiner Art. Vor Kurzem erst wurden in Jordanien rechtliche Hindernisse für die Errichtung privater Sender beseitigt. Jordanien nimmt dabei neben dem Irak[1] eine Vorreiterrolle in der Region ein. Community-Radios arbeiten auf unabhängiger, nichtkommerzieller Basis. Sie wirken lokal und können sich damit ganz gezielt den vor Ort akuten Problemstellungen und Bedürfnissen widmen. Im Allgemeinen finden solche kleinen, lokalen Radios großen Anklang bei der Bevölkerung, denn sie sprechen gerade Menschen auf dem Lande viel direkter an als etwa die großen kommerziellen Sender, die vergleichsweise aus einer fremden Welt berichten. So war das auch im Jordantal. Nur für die staatlichen Organe, so hört man, war es gelegentlich noch eine ungewohnte Situation, sich mit einem freien Radiosender konfrontiert zu sehen. Radio als Emanzipationsmotor Die RadiomacherInnen verfolgen mehrere Ziele. Im Vordergrund steht das ,Empowerment', die Stärkung der Frauen auf verschiedenen Ebenen. Das Radio möchte den Frauen des Tals eine Stimme geben. Dazu gehört die Verbreitung unabhängiger und aktueller Nachrichten, die auf die Region zugeschnitten sind, sowie die Thematisierung verschiedener, speziell für die Frauen relevanten Fragen, wie etwa Schwangerschaft und Geburt, Partnerschaft und Sexualität, Gesundheit und Frauenrechte. Doch das Empowerment beginnt schon im eigenen Team. Die erste große Herausforderung war der Widerstand der Familien der jungen Frauen, die wie Asma am Projekt teilnehmen. Die Frauen wollten gern in Amman Kurse besuchen und an Konferenzen teilnehmen, doch ihre Familien erschwerten dies erheblich. Das Radio soll auch als Plattform für eine weiter gehende überregionale und internationale Vernetzung fungieren. Ein ganz besonderer Schritt in dieser Richtung war die im November in Amman ausgerichtete internationale Konferenz der Community-Radios "Amarc9". Zum ersten Mal fand dieses Treffen in einem arabischen Land statt. Das Radioteam aus dem Jordantal konnte an Workshops und technischen Seminaren teilnehmen und verfügt nun über zahlreiche internationale Kontakte. Allgemein sollen Vernetzungen auf globaler wie auf lokaler Ebene Frauen einbinden und sie ermutigen, sich aktiv in öffentliche Debatten einzubringen, welche sonst in aller Regel von Männern dominiertes Terrain sind. Natürlich soll das Radio nicht zuletzt MacherInnen wie HörerInnen Spaß bereiten. Das Team hat den Anspruch, mit seinem Programm etwas Farbe, Freude und Unterhaltung in den oftmals monotonen Alltag der Frauen des Jordantals zu bringen. Zu den Autorinnen: Anne Mollenhauer ist seit 1993 Vorsitzende von Wadi e.V. und Tamara Aqrabawe arbeitet für die jordanische NGO AmanNet und ist verantwortlich für die Implemetierung des Frauenradios. Links: www.wadinet.at, www.wadinet.de, www.ammannet.net Erschienen in: Frauensolidarität 1/07 Bestellungen, Abos, Kontakt unter: www.frauensolidaritaet.org -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit WADI-Austria e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Neues Spendenkonto in Österreich: Knt. Nr.: 6.955.355 BLZ: 32.000 Raiffeisen Landesbank NÖ IBAN AT4432 0000 0006 955355 BIC (SWIFT) RLNWATWW Im Februar 2007 erschien die dritte Print-Ausgabe von: WADI-News, Schwerpunkt: Weibliche Genitalverstümmelung Wird kostenlos per Post zugeschickt, schicken Sie uns Ihre Adresse! Online zu lesen unter: http://www.wadinet.at/Media/wadinews.php ============================================== 07 ÖVP-Landesrätin Mikl-Leitner trifft HOSI-Wien-VertreterInnen von Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien ============================================== Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 15. März 2007 ÖVP-Landesrätin Mikl-Leitner trifft HOSI-Wien-VertreterInnen Die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien hat ihre Gespräche mit ÖVP-PolitikerInnen fortgesetzt und gestern, Mittwoch, die nö. Landesrätin Johanna Mikl-Leitner getroffen, die die Impulsgruppe "Familie und Kinder" innerhalb der ÖVP-internen "Perspektivengruppe" leitet. "Einmal mehr ging es darum, unsere Anliegen und Vorstellungen in punkto rechtliche Gleichstellung von PartnerInnenschaften zu präsentieren und Umsetzungsmöglichkeiten zu erörtern", berichtet HOSI-Wien-Obfrau Bettina Nemeth nach dem Gespräch. "Wir hoffen, mit unseren Informationen aus erster Hand maßgebliche PolitikerInnen innerhalb der ÖVP davon zu überzeugen, dass mit einer rechtlichen Gleichstellung homosexueller Paare weder heterosexuellen Paaren oder traditionellen Familien irgendetwas weggenommen wird oder ihnen gar Schaden zugefügt wird." Positiv überrascht "Es geht darum, unbegründete und irrationale Ängste abzubauen und die ÖVP davon zu überzeugen, dass Vielfalt keine Bedrohung, sondern eine Chance darstellt", ergänzt Obmann Christian Högl. "Durch eine rechtliche Anerkennung homosexueller Paare werden Zweierbeziehungen ja insgesamt gestärkt. Das gestrige Gespräch mit Mikl-Leitner fand wieder in einer sehr angenehmen Atmosphäre statt, und wir waren positiv überrascht von der Unvoreingenommenheit und Aufgeschlossenheit der ÖVP-Politikerin. Wir hoffen, dass sich diese offene Haltung in der ÖVP schließlich mehrheitsfähig durchsetzen und die Perspektivengruppe im Herbst dann substantielle Vorschläge auch in Sachen Gleichstellung homosexueller PartnerInnenschaften präsentieren wird." HINWEIS: Eine Übersicht über die derzeitige Rechtslage in Österreich, die Forderungen der HOSI Wien und die Situation im europäischen Ausland findet sich in der HOSI-Wien-Broschüre "Wir wollen heiraten!" - zum Download auf: www.hosiwien.at/?p=633. Rückfragehinweis: Bettina Nemeth, Obfrau: Tel. 0699-11965265 Christian Högl, Obmann: Tel. 0699-11811038 Kurt Krickler, Generalsekretär: Tel. (01) 5451310 oder 0664-5767466 office at hosiwien.at, www.hosiwien.at ZVR-Nr.: 524 534 408 ============================================== 08 GLB/Post AG/Bilanz/Liberalisierung/Arbeitsplätze von Gewerkschaftlicher Linksblock ============================================== Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110 Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 - Mail office at glb.at - Web www.glb.at - Ausgabe vom 15. März 2007 Post-Bilanz 2006: Druck auf Personal weiter verstärkt Regierung hat Volksvermögen zugunsten von Spekulanten verschleudert Alles für die AktionärInnen ist die Devise des Vorstandes der Post AG, wie sie jetzt in der Bilanz 2006 sowie einem 60-prozentigen Kursanstieg der Post-Aktie seit dem Börsegang deutlich Ausdruck findet. Bei einem um zwei Prozent von 1,702 auf 1,737 Milliarden Euro gesteigerten Umsatz hat die Post AG den Gewinn um satte 19 Prozent von 103 auf 123 Millionen Euro erhöht. Gleichzeitig wurde er Personalstand weiter um drei Prozent von 25.192 auf 24.456 Beschäftigte reduziert. "Die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) sieht sich damit voll in ihrer Ablehnung des im Frühjahr 2006 erfolgten Börseganges und der Privatisierung von 49 Prozent der Post AG bestätigt", meint GLB-Postsprecher Robert Hobek, der bei der PV-Wahl im November 2006 alle fünf Mandate an seiner Dienststelle Postamt 1230 Wien-Liesing für den GLB erreichen konnte. Während nämlich der Vorstand die "Kriegskasse" für Auslandsgeschäfte in Osteuropa und eine Beteiligung an der BAWAG-Übernahme füllt, wird in Österreich weiter systematisch abgebaut. Zu einer vorprogrammierten Arbeitsplatzvernichtung kommt die Stilllegung weiterer Postämter, derzeit stehen 47 davon unter Beobachtung, 30 gelten als akut gefährdet. Die Kehrseite des "signifikanten Anstiegs des operativen Ergebnisses aufgrund von Umstrukturierungen" wird freilich nicht erwähnt: Der wachsende Leistungsdruck verbunden mit Druck auf Löhne und Sozialleistungen und gezieltem Mobbing. Beklagt wird nur, dass ohne Aufwendungen für die in einem Pool zusammengefassten als überflüssig geltenden Postbeschäftigten der Profit noch deutlich höher gewesen wäre. Die Bilanz der Post AG ist auch vor dem Hintergrund der politisch Regierung und Parlament mit zu verantwortenden EU-weiten Liberalisierung der Postdienste zu sehen, die für die Paketdienste bereits voll erfolgt ist und für den Briefsektor bis 2009 abgeschlossen sein soll. Der dadurch wachsende Konkurrenzkampf der Postdienste bedeutet vor allem einen immer stärkeren Druck auf das Personal und führt zu einer wachsenden Prekarisierung ehemals guter Arbeitsplätze. In einer am 9. November 2005 an den damaligen Nationalratspräsidenten Andreas Khol übergebenen Petition "Für die Erhaltung der Post im öffentlichen Eigentum" forderte der GLB: "Die Post ist eine elementare Einrichtung einer funktionierenden Infrastruktur und darf daher nicht privatisiert werden, egal ob durch einen Verkauf oder einen Börsengang. Die Post muss im öffentlichen Eigentum erhalten bleiben. Ein verfassungsmäßiger Schutz des öffentlichen Eigentums ist notwendig". "Die vormalige schwarzorange Regierung hat - mit Zustimmung der SPÖ und den Spitzen der Postgewerkschaft - die Post AG als Volksvermögen zugunsten privater Spekulanten verschleudert", kritisiert GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger. Die Privatisierung der Post bedeutet einen Dammbruch für den gesamten öffentlichen Dienst. Spitäler, Kommunalbetriebe, E-Wirtschaft, Bildungseinrichtungen und Bahn sind ohnehin schon im Visier der Privatisierungslobby. Der GLB meint hingegen, dass die öffentlichen Dienste nicht dem Markt und Profitkalkül ausgeliefert werden dürfen, sondern allen Menschen auf hohem Niveau ohne soziale Hürden zugänglich sein müssen. ============================================== 09 KPÖ/Erbschaftssteuer/Steuerpolitik/SPÖ von KPÖ-Information ============================================== KPÖ-Pressedienst - Drechslergasse 42, 1140 Wien - Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 - Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail info at kpoe.at - Web www.kpoe.at - Ausgabe vom 15. March 2007 SPÖ als Steuerbefreiungspartei für Kapital und Vermögen Kanzler Gusenbauer düpiert namhafte sozialdemokratische Ökonomen Mit dem Bauchfleck vor ÖVP-Chef Wilhelm Molterer in Sachen Erbschaftssteuer steht Bundeskanzler Alfred Gusenbauer voll in der Traditionslinie der SPÖ als Steuerbefreiungspartei für Kapital und Vermögen, stellt KPÖ-Wirtschaftssprecher Michael Graber fest. Graber erinnert dabei daran, dass in der Ära des damaligen SPÖ-Finanzministers Ferdinand Lacina die Kapitalverkehrssteuer abgeschafft, der Spitzensteuersatz von 62 auf 50 Prozent gesenkt, die Vermögenssteuer beseitigt und die steuerschonenden Privatstiftungen geschaffen wurden. Der vorige Finanzminister Karl-Heinz Grasser setzte die Entlastung des Kapitals mit der Senkung der Körperschaftssteuer von nominell 34 auf 25 Prozent und Einführung der Gruppenbesteuerung fort. Wie die reale Besteuerung der Profite ausschaut macht eine Arbeiterkammer-Statistik deutlich: 70 namhafte Kapitalgesellschaften zahlten im Jahre 2003 bei einem ausgewiesenen Gewinn von 2,48 Milliarden Euro statt 844,2 Millionen (beim damals geltenden Steuersatz von 34 Prozent) nur 58,6 Millionen Körperschaftssteuer, was einem Steuersatz von 2,36 Prozent entspricht. Eine Watschen erster Klasse ist Gusenbauers Kapitulation vor der ÖVP auch für namhafte Steuerexperten der SPÖ, wie etwa den oberösterreichischen Landesrat Hermann Kepplinger. In einer von Kepplinger unterstützten Erklärung österreichischer Ökonomen wird die Erbschaftssteuer als "wichtiges Element des klassischen Wirtschaftsliberalismus" bezeichnet, weil die steuerliche Belastung von Erbschaften ein Anreiz sein soll "sich nicht aufs Erben zu verlassen, sondern Wohlstand selbst zu erarbeiten" und dies "ökonomische Effizienz und Wirtschaftswachstum" fördert. Verlangt wird in der Erklärung, dass die Reichen "jedenfalls ihrer Solidaritätspflicht nachkommen" müssten und eine Sozialpflichtigkeit des Einkommens besonders "für das EU-weite Unikum der steuerlich begünstigten Privatstiftungen in Österreich" gelten müssten. Ganz offensichtlich geht die Strategie vergangener Regierungen die seit Jahren stagnierende Erbschaftssteuer - sie ist im Budget 2006 mit gerade 165 Millionen Euro veranschlagt - im provozierenden Gegensatz zum Wachstum der Vermögen und damit auch zwangsläufig der Erbschaften und Schenkungen zur Bagatellsteuer zu erklären um sie dann abzuschaffen auf. "Im Ergebnis verlottert Österreich immer stärker zum Steuerparadies für Kapital und Vermögen in der EU, während gleichzeitig durchschnittliche EinkommensbezieherInnen mit der Lohnsteuer und Mehrwertsteuer einen immer größeren Teil der Steuerbelastung erbringen müssen", so Graber. Im Gegensatz zur Regierung verlangt die KPÖ eine höhere Besteuerung von Kapital und Vermögen, etwa durch die Wiedereinführung der Vermögenssteuer, die Anhebung des Spitzensteuersatzes, die Abschaffung der Privatstiftungen sowie die Anhebung der Körperschaftssteuer für die Profite der Kapitalgesellschaften. ============================================== 10 From Greg Palast- Bush Hit-Woman Behind Prosecutor Firings Has Long History of Purges to Protect Bush von Greg Palast (by way of Edgar Ernstbrunner) ============================================== Bush Hit-Woman Behind Prosecutor Firings Has Long History of Purges to Protect Bush Harriet Miers fired investigator in 1997 to cover Bush draft-dodge by Greg Palast >from the original reports for BBC Television and the Guardian The Mister Big behind the scandal of George Bush's firing of US Attorneys is not a 'mister' at all. The House Judiciary Committee has released White House emails indicating that the political operative who ordered the hit on prosecutors too honest for their own good was Harriet Miers, one-time legal counsel to the President. But this is not the first time that Miers has fired investigators to protect Mr. Bush. In 1999, while investigating Governor George Bush of Texas for the Guardian papers of Britain, I obtained an extraordinary, and extraordinarily confidential, memo to the US Attorney's office in Austin. It disclosed that, in 1997, Governor Bush secretly suggested to the chairwoman of the Texas Lottery Commission that she grant a contract to the client of a Bush ally. The Governor's back-door demand to the Lottery chairwoman was not so easy. Bush wanted the Lottery to grant a multi-billion dollar contract to GTech Corporation. But GTech hadn't even bid on the contract - and a winner was already announced. There was only way for the Chairwoman to carry out the fix: fire the director of the Lottery who had discouraged GTech from bidding because of its history of corruption. The Chairwoman, Harriet Miers, did the deed: fired the Lottery director; Miers then ignored the winning bid -- and gave Bush's favored company the contract, no bidding, in perpetuity. Miers and the Draft Neither Miers nor President Bush have ever denied the contents of the memo [I've posted it here] despite repeated requests from the Guardian and BBC Television. Bush's attempt to appoint Hit-woman Harriet to the US Supreme Court in 2005 surprised many. Not me. Miers, personal and governmental lawyer for George Bush, had quite a file on her boss, and he must have been grateful for her discretion. Most crucially, she knew why Bush so desperately needed to give GTech the lottery contract. The heart of the matter was the then-successful cover-up of the Bush family's using its influence to get young George Bush into the Texas Air National Guard and out of the Vietnam war draft. The memo to the US Attorney reads: "Governor Bush thru [name withheld] made a deal with Ben Barnes not to rebid because Barnes could confirm that Bush had lied during the '94 campaign [for governor of Texas]. Bush was asked if his father . had helped him get in the National Guard. Bush said no he had not, but the fact is his dad call then-Lt. Gov. [Ben] Barnes .." Lt. Governor Barnes, through a cut-out, called the Texas Air Guard commander and got Bush into the 'top gun' seat and out of the war. You may recall that in 2004, years after we reported this story in Britain, Barnes confessed to the draft-dodge fix on 60 Minutes. [That was the report that brought down Dan Rather; but the Barnes confession was never challenged.] What 60 Minutes missed is the creepy Miers involvement. Barnes, after he left the post of Lt. Governor, became a lobbyist -- for GTech, the lottery company. By using his influence to get and keep the lottery contract for GTech, Barnes picked up quite a nice fee: over $23 million. With those millions in his pocket, Barnes kept a happy and lucrative silence about his saving little George Bush from the draft. According to the memo from the US Attorney's office, Barnes met with Bush about GTech and the lottery. Then, "The Governor talked to the chair of the lottery [Miers] two days later and she then agreed to support letting GTech keep the contract without a bid." Note something else here: this information was sitting in the hands of the US Attorney. Yet, no action was taken in 1997 though we now know that, from Barnes' confession in 2004, the accusation about his putting in the fix for young George Bush is true. An insider told BBC TV that the US Attorney's office and Justice Department, though under Democratic control, never acted because they discovered that Barnes, a Democrat, had not only manipulated the system to get George Bush into the Texas Air Guard, Barnes did the same for the sons of Democratic big wigs including Congressman (later Senator) Lloyd Bentsen and Governor John Connolly. In other words, control over a US Attorney and what is called their "prosecutorial discretion" is worth its weight in gold to politicians. They can provide protection for cronies and exact punishment on enemies. And no one knows that better than "Justice" Harriet Miers and her boss, fighter pilot George W. Bush. *********************** This report is adapted from Greg Palast's New York Times bestselling book, ARMED MADHOUSE: From Baghdad to New Orleans -- Sordid Secrets and Strange Tales of a White House Gone Wild. New edition to be released April 24. For more information on Miers and clips of the BBC Television reports, go to www.GregPalast.com Check out our YouTube Channel to see the reports. ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! 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Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. 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(werden nicht berücksichtigt) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Do 22.30 Uhr Nicht enthalten: 2 nwr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Sat Mar 17 21:41:57 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Sat, 17 Mar 2007 21:41:57 +0100 Subject: widerst@nd! - MUND: Sonntag, 18.3.2007 Message-ID: <20070317204157.GA7924@brandl.telekabel.at> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! Sonntag, 18.03.2007 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 Programm 19.-23.März depot-news at mailman.sil.at ================================================== 02 21.3.-20.6.: Kulturindustrie - eine Veranstaltungsreihe Café Critique ================================================== 03 Kundgebung gegen Eurofighter 24.03., Wien Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 04 Ilisu-Staudamm: Offener Brief an den Bundeskanzler "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 05 Appell für Freilassung der deutschen Geiseln "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================== 06 Heiligendamm Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 07 Neue Ausgabe von Democratiya 8 / Frühling 2007 ist erschienen! WADI Austria ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 Programm 19.-23.März depot-news at mailman.sil.at ================================================== Montag, 19. März, 19.00 Arrangierte Bildung Podiumsdiskussion Derzeit werden bildungspolitische Entscheidungen von Begriffen wie Vereinbarung, Mobilität, Strategien und Wettbewerb geprägt. Seit der Umsetzung des so genannten Bologna-Prozesses sind an deutschsprachigen Universitäten und Fachhochschulen soziopolitische und -ökonomische Faktoren bestimmend. Doch welche sind die Alternativen? Josef Bakic, Studiengang Sozialarbeit, fh-campus wien Agnieszka Dzierzbicka, Institut für Bildungswissenschaft, Universität Wien Johannes Kellner, StuVe Sozialarbeit, fh-campus wien Nina Wlazny, StRV Pädagogik, Universität Wien Moderation: Larissa Schindler, Institut für Soziologie, Universität Mainz In Kooperation mit dem Institut für Bildungswissenschaft der Uni Wien. Donnerstag, 22. März, 19.00 Freiräume: Zur Logik des Orts Podiumsdiskussion Der Kampf um Freiräume bildet einen zentralen Bestandteil progressiver struktureller Kulturarbeit. Autonome Räume dienen als Orte des Experiments, der Aneignung aktivistischer Praktiken, zur Verwirklichung nicht kommerzieller Kunst-, Kultur- und Sozialprojekte und um Gegenöffentlichkeiten zu situieren. Um den dahinterliegenden politischen Prozess sichtbar zu machen, muss ein zeitgemäßer Diskurs neu initiiert werden. Robert Foltin, Grundrisse Markus Hafner, Faktum Flakturm Lilo Nein, Künstlerin Initiative Pankahyttn Moderation: Stefan Lutschinger, IG Kultur Wien Eine Veranstaltung der IG Kultur Wien. Donnerstag, 22. März, 19.00 Kosten und Nutzen von Diskursräumen Das Depot zu Gast im Bruno Kreisky Forum Bruno Kreisky Forum, Armbrustergasse 15, 1190 Wien Plattformen der öffentlichen Auseinandersetzung zu gesellschaftspolitischen und kulturellen Themen sind ein unabdingbares Instrumentarium der demokratischen Gesellschaft. Das Gespräch zwischen Fachleuten unterschiedlicher Meinung und einem interessierten Publikum kann weder durch die Universitäten noch durch Medien ersetzt werden. Bleibt nur die Frage, ob sich die öffentliche Hand solche unabhängigen Institutionen überhaupt leisten will. Juliane Alton, IG Kultur Österreich Monika Mokre, Österreichische Akademie der Wissenschaften Rudolf Scholten, Bruno Kreisky Forum Wolfgang Zinggl, Kultursprecher der Grünen Eine Veranstaltung des Depot auf Einladung des Bruno Kreisky Forum. Freitag, 23. März, 19.00 Kritik der Kreativität Buchpräsentation und Diskussion Kreativität zieht wieder. Durch Esoterik und katholischen Kreationismus, durch die Hypes der Creative Industries und die Hochflüge der digitalen Boheme zieht sich eine Renaissance des Schöpferischen. Gerade in der Umgebung kritischer Kunstpraxis und kollektiver Wissensproduktion hat sich jedoch eine reichhaltige Landschaft der Kritik der Kreativität entwickelt. Monika Mokre, Politikwissenschafterin, Akademie der Wissenschaften Marion von Osten, Künstlerin, Akademie der bildenden Künste Gerald Raunig, Philosoph, eipcp Gerald Raunig / Ulf Wuggenig (Hg.): Kritik der Kreativität (republicart, Band 6). Wien: Turia+Kant 2007. In Kooperation mit transform.eipcp.net. Depot Breitegasse 3 A-1070 Wien Tel: +43 1 522 76 13 www.depot.or.at ================================================== 02 21.3.-20.6.: Kulturindustrie - eine Veranstaltungsreihe Café Critique ================================================== Kulturindustrie Veranstaltungsreihe der Studienvertretung Politikwissenschaft Jeweils Mittwoch um 19.30 im HS III im NIG, Universitätsstraße 7, 1010 Wien 21. 3. 2007 Florian Ruttner: Eine kurze Einführung in den Begriff der Kulturindustrie oder: Warum es kein Zufall ist, dass Neonazis auf "Herr der Ringe" und "Matrix" stehen Der Begriff der Kulturindustrie, wie ihn Adorno und Horkheimer prägten, war stets Anwürfen ausgesetzt: Die beiden seien elitäre und kulturkonservative Schwarzseher und Spielverderber, die die Vielschichtigkeit der modernen Unterhaltung nicht verstanden hätten. Entgegen dieser Sichtweise soll herausgearbeitet werden, was mit diesem Begriff intendiert war, und was der Untertitel des gleichnamigen Kapitels der "Dialektik der Aufklärung", "Aufklärung als Massenbetrug" genau heißen soll. Gegen diesen Betrug setzte die Kritische Theorie auf das "Madigmachen" der Produkte der Kulturindustrie, das heißt darauf, deren Dürftig- und Schwülstigkeit aufzuzeigen. Anhand von zwei immens erfolgreichen Filmen der letzen Jahre - dem Fantasy-Epos "Herr der Ringe" und dem Science-fiction- Spektakel "Matrix" - soll versucht werden, an diese Praxis anzuknüpfen. Dabei soll gezeigt werden, dass es keine reine Willkür ist, dass Zitate aus diesen Filmen auf der Homepage einer Neonazigruppe zu finden sind. 18. 4. 2007 Gerhard Scheit: Becketts "Endspiel" und "King of Queens" - Versuch, die Kulturindustrie zu verstehen Bei Beckett sind die Eltern von Hamm gut in den Haushalt integriert, sie leben in den Mülltonnen, und hebt Hamm den Deckel ab, sagt er nur: "Seid ihr noch nicht zu Ende? Kommt ihr nie zu Ende?" Die Kulturindustrie macht immer weiter: Der Vater von Carrie aus der US- Sitcom "King of Queens" haust im Keller, aus dem er wie von einer Mülldeponie vergangener Moden seine Pullover holt. Der Unterschied ist nur, daß jeder Mann, jede Frau, mit Doug und Carrie sich identifizieren kann, nicht aber mit Hamm und Clov. Für ständige Abwechslung im Immergleichen ist gesorgt, beim Pullover-Muster wie in den Beziehungskonflikten. Während das "Endspiel" die Deformationen vorführt, "die den Menschen von der Form ihrer Gesellschaft angetan werden" (Adorno), üben die US-Sitcoms durch die Deformationen hindurch, die sie affirmieren, zivilisatorische Standards ein, wie sie auf einer bestimmten Entwicklungsstufe kapitalistischer Warenproduktion jeweils möglich sind. Diese Dialektik der Aufklärung kommt bei Adorno und Horkheimer merkwürdigerweise zu kurz. Dabei ist kein Jota ihrer Kritik an der Kulturindustrie zurückzunehmen und jede Deformation als solche zu denunzieren. Nur wäre zu fragen, ob nicht schon in der Formulierung des Begriffs der Frage des Staats zugunsten einer diffusen Vorstellung von Macht ausgewichen wird, und dadurch ungeklärt bleibt, auf welche Weise die Konsumenten der Kulturindustrie sich jeweils mit politischen Instanzen identifizieren; ob also nicht die Kritik des Staats auf dem Gebiet der Kulturindustrie erst noch zu eröffnen wäre. Für die postnazistische Situation könnte das etwa heißen, Doug und Carrie aus Queens den deutschen Paaren gegenüberzustellen, die als Tatort- Ermittler in den Nachfolgestaaten des Dritten Reichs ihr Unwesen treiben. 16. 5. 2007 Karin Lederer: "Hoffen? Sie halten doch die Hoffnung für einen menschlichen Fehler, Mr. Spock?" (Dr. McCoy) - Vom utopischen Anspruch in der Science Fiction Die Kulturindustrie erzeugt nicht nur falsches Bewusstsein, sondern liefert auch Alternativwelten, als scheinbar kritisches Beiwerk. Zum Beispiel das nach eigenen Angaben humanistische, tolerante, multikulturelle und fortschrittliche Star-Trek-Universum. Ist Star Trek Edel-Science-Fiction oder liberale Space Opera? Moralisierender "Gegendiskurs" oder bürgerlicher Reformismus? Verkaufsgag der Kulturindustrie oder Distributionssozialismus? Seit über 40 Jahren will Star Trek mit seinen Serien und Filmen Aufklärung und Utopie betreiben. In der Aufklärung selbst - die nicht selbstreflexiv ist und die Bedingungen ihrer Möglichkeit in die Kritik mit einbezieht - ist das Moment der Barbarei jedoch immer schon mit angelegt. Und was die Utopie betrifft, muss festgestellt werden: je konkreter und konstruktiver sie sich geriert, umso mehr tendiert sie dazu, autoritär zu sein. Utopie ist nicht unbedingt Kritik an herrschenden Zuständen durch fiktives Idealbild, sondern oft Affirmation des Bestehenden. Kapitalismus, so verkündet die Science Fiction meist, sei sozusagen die gesellschaftliche Form der menschlichen Natur. Die Zukunft erscheint (in ihren positiven Varianten) als relativ konfliktfrei entstandenes "elektrifiziertes Schlaraffenland mit regem Wissenschaftsbetrieb", bevölkert von oberflächlich bunten, folkloristischen Multi-Kulti-Männern, -Frauen und -Aliens. 6. 6. 2007 Renate Göllner: Kulturindustrie und Geschlechterverhältnis - Warum "Desperate Housewives" besser ist als Judith Butler und ich dennoch dabei einschlafe Die amerikanische Feministin Judith Butler hat bekanntlich keinen Begriff davon, dass diese Gesellschaft im innersten aus den stummen Zwängen kapitalistischer Verwertung besteht und in letzter Instanz durch die Androhung von Gewalt zusammengehalten wird. Die "Desparete Houswives" hingegen, logische Fortsetzung von "Golden Girls" und "Sex and the City", kommen um solche Erkenntnisse nicht so einfach herum. Bree, Gabrielle und all die anderen sind nicht in der günstigen Lage, sich eine Identität nach der anderen auszusuchen, so als wären sie auf einer permanenten Faschingsparty namens Gender Troubels. Sind sie auch bis in jede ihrer Fasern Clichés der Kulturindustrie, wie sie im Buch stehen, und zwar in der "Dialektik der Aufklärung", so liegt der Witz der Serie in ihren beständigen, überraschenden Wandlungen. Und im Hintergrund bleibt stets die Gefahr an den bürgerlichen Verhältnissen zugrunde zugehen, denen sich allein die Freiheit verdankt. Verkehrte Welt: an der Universität triumphiert im poststrukturalistischen Jargon die Kulturindustrie; im Fernsehen hingegen findet die Reflexion statt - freilich nur so weit sie in dieser Gesellschaft ohne Einbuße an Erfolg eben möglich ist. Und während in Amerika die Houswives solchermaßen desperat werden, schickt man in Deutschland die Hausfrauen in die "Bräuteschule 1958". Jedem Fernsehpublikum die Serie, die es verdient. 20. 6. 2007 Tobias Ebbrecht: Hollywood zwischen Traummaschine und Feindbild Hollywood ist wieder zunehmend zum Synonym für "amerikanischen Kulturimperialismus" geworden, obwohl sich gerade aus den Reihen der Schauspielstars der Traumfabrik die prominentesten Kritiker der gegenwärtigen US-Regierung rekrutieren. Seitdem der Filmstandort an der amerikanischen Westküste zum Zentrum der Filmproduktion wurde, gilt Hollywood als Anziehungspunkt und Feindbild gleichermaßen. Der Vortrag nähert sich über eine historische und stilistische Analyse des klassischen Hollywoodkinos der Aktualität der Kulturindustriekritik, wie sie vor allem die kritische Theorie entwickelt hat. Gefesselt vom "Stein der Stereotypie" gilt der Schematismus von Hollywoodproduktionen als Ausdruck jener Bewusstseinsindustrie, als welche populäre Unterhaltung in Summe heute angesehen wird. Der Blick für die Brüche im scheinbar statischen Genrekonzept, die gerade durch die in der Massenkompatibilität des Systems angelegte Befriedigung der innerhalb der Unterhaltungsindustrie produzierten Bedürfnisse möglich werden, wird den selbsternannten Nachfolgern der Kulturkritik heute, die mehr vom antiamerikanischen Ressentiment als von kritischer Analyse motiviert sind, unmöglich. Doch das kritische Potential von Hollywoodfilmen entfaltete sich vielmehr innerhalb des Genrerahmes (und auch innerhalb der Gesellschaft) im emphatischen Bezug auf das Individuum gegen das Kollektiv. An neueren, explizit politischen Hollywoodproduktionen soll gezeigt werden, wie dieses kritische Potential der Hollywoodästhetik in ihrer postmodernen Fortführung verschwindet und in Ressentiment umschlägt. http://www.univie.ac.at/politikwissenschaft/strv/texte/kultur.htm ______________ sonstige Termine: 9. 5. 2007 Wien, 18:30 Islamischer Antisemitismus und der Nahostkonflikt Vortrag von Matthias Küntzel Jüdisches Museum, Dorotheergasse 11, 1010 Wien Eine Veranstaltung von Scholars for Peace in the Middle East (Austria) mit Unterstützung von Café Critique u. a. _________ Café Critique Verein für Gesellschafts- und Kulturkritik Wickenburggasse 16/5 A-1080 Wien Tel.: 0043 699 107 87 421 Fax: 0043 1 406 81 54 19 Email: cafe.critique at gmx.net Web: http://www.cafecritique.priv.at ================================================== 03 Kundgebung gegen Eurofighter 24.03., Wien Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================== Werkstatt Frieden & Solidarität Waltherstr. 15, 4020 Linz Tel. 0732/771094 Fax 0732/797391 Mail: office at werkstatt.or.at Web: www.werkstatt.or.at Eurofighter-Ausstieg SOFORT! Kundgebung gegen Eurofighter und Sozialabbau Samstag, 24. März 2007 13 Uhr Vor dem Parlament in Wien"Mit mir als Bundeskanzler gibt es keine Eurofighter", tönte SPÖ-Chef Gusenbauer selbstbewusst im vergangenen Wahlkampf (Kurier, 26.8.2006). Am 30. Oktober 2006 hat der österreichische Nationalrat u. a. mit den Stimmen der SPÖ neben einem klaren Auftrag zum Eurofighter-Ausstieg eine klare Aufforderung, die Eurofighter-Beschaffung sofort zu unterbrechen, beschlossen. Aber was die Nationalrats-Abgeordneten Gusenbauer und Darabos beschlossen haben, spielt für sie als Bundeskanzler und Verteidigungsminister keine Rolle mehr - der Beschaffungsvorgang wird unvermindert fortgesetzt: Im Jänner 2007 wurden die ersten zwei Raten in der Höhe von 218 Mio. Euro an den Eurofighter-Produzenten EADS überwiesen, die dritte Rate in der Höhe von 109 Mio. Euro ist Ende März 2007 fällig. Bereits jetzt startet die praktische Ausbildung des ersten österreichischen Piloten am Eurofighter in Deutschland. Verteidigungsminister Darabos brüstet sich damit, dass das Militärbudget in diesem Jahr um 33 % von 1,8 auf 2,4 Mrd. Euro erhöht wird - die Gründe: der Ankauf der 18 Eurofighter und die zunehmenden Auslandseinsätze des österreichischen Bundesheeres (ORF-Mittagsjournal, 2.3.2007). Es ist eine der größten Lügen, dass das mit Gesamtkosten in der Höhe von 6 Mrd. Euro teuerste Rüstungsprojekt in der Geschichte der Zweiten Republik der Verteidigung der Neutralität diene. So geht aus einem Akt des Verteidigungsministeriums vom 15. April 2000 hervor, dass es nie um den Ankauf von "Luftraumüberwachungsflugzeugen", sondern immer schon um offensive Kampfbomber mit der Fähigkeit zu Flächenbombardements ging, um für die Auslandseinsätze im Rahmen der EU gerüstet zu sein. Gründe, wegen "Sittenwidrigkeit" aus dem Eurofighter- Vertrag auszusteigen, ohne einen Cent zu bezahlen, gibt es genug (siehe dazu auch im Internet unter www.werkstatt.or.at). Lassen wir nicht zu, dass der Bruch von Wahlversprechen ein "Kavaliersdelikt" ist, dass in Österreich Nationalrats-Beschlüsse einfach ignoriert werden und dass Unsummen für teures Kriegsgerät anstatt für Investitionen in Soziales, Bildung, Gesundheit, etc. ausgegeben werden! Treffen wir uns bei der Kundgebung "Eurofighter-Ausstieg SOFORT!" am 24. März 2007 um 13 Uhr vor dem Parlament in Wien! Wer aus Linz zur Kundgebung anreisen möchte und noch eine Mitfahrgelegenheit sucht, bitte im Werkstatt-Büro melden: 0732/771094 bzw. office at werkstatt.or.at Neue Infozeitung "Eurofighter-Ausstieg SOFORT!" (8 Seiten, á 10 Cent, ab 300 Expl. á 5 Cent) kann jetzt bestellt werden! Bestellung: office at werkstatt.or.at Die Unterschriftenaktion "Eurofighter-Ausstieg SOFORT!" kann auch online unterstützt werden auf www.werkstatt.or.at Weitere Termine: Montag, 19. März 2007, 10 - 17 Uhr Auf der Staatsbrücke in Salzburg Kundgebung "Eurofighter-Ausstieg SOFORT!" Mittwoch, 21. März 2007, 19 Uhr Amerlinghaus, Stiftgasse 8, A-1070 Wien Konfliktregion Afrika Lehrbeispiel Sudan Vortrag, Ton-Dias und Diskussion mit Peter Schmidt Eine Veranstaltung der Werkstatt Frieden & Solidarität u. a. Donnerstag, 22. März 2007, Wien 09.30 bis 11.00 Uhr: Vor dem Parlament 16.00 bis 17.30 Uhr: Auf der Friedensbrücke/U4 Protest- und Verteilungs-Aktionen "Eurofighter-Ausstieg SOFORT!" Aktionstag in Linz: Widerstand statt Zustimmung zum Regierungsprogramm Nein zu Studiengebühren! Nein zum Eurofighter-Ankauf! Nein zu Arbeitszeitverlängerung, Privatisierung und weiterem Sozialabbau! Freitag, 23. März 2007, 14 Uhr Taubenmarkt, A-4020 Linz Freitag, 30. März 2007, 18 Uhr Universität Linz (Keplergebäude, Raum K269D), Altenberger Str. 69, A-4040 Linz Besetzte Betriebe in Lateinamerika Ein Augenzeuge berichtet Samstag, 21. April 2007, A-5280 Braunau am Inn Antifaschistische Kundgebung Gemeinsam gegen Rechtsruck und Sozialabbau! Freitag, 27. April 2007, 19 Uhr StudentInnenheim (Dr. Ernst Koref Haus), Prunerstr. 3a, A-4020 Linz (Nähe Prunerstift/Musikschule) Kongo Demokratische Alternativen zum Neokolonialismus Vortrag und Diskussion mit zwei Vertretern der demokratischen Oppositionsbewegung UDPS (Union für Demokratie und sozialen Fortschritt) Eine Veranstaltung der Werkstatt Frieden & Solidarität u. a. Samstag, 28. April 2007, 17 Uhr Amerlinghaus, Stiftgasse 8, A-1070 Wien Kongo Demokratische Alternativen zum Neokolonialismus Vortrag und Diskussion mit zwei Vertretern der demokratischen Oppositionsbewegung UDPS (Union für Demokratie und sozialen Fortschritt) Eine Veranstaltung der Werkstatt Frieden & Solidarität u. a. Sonntag, 29. April 2007, 13 Uhr Treffpunkt: Marktplatz (beim Brunnen), St. Florian (OÖ) Wanderung von St. Florian nach Ansfelden Geschichte erwandern Der Todesmarsch der ungarischen Juden Mit Alexander Schinko (Mauthausen Komitee Ansfelden) Anmeldung erforderlich bei der Werkstatt: Tel. (0732) 77 10 94, E-Mail office at werkstatt.or.at (dort gibt´s auch weitere Informationen über evt. gemeinsame Anreisemöglichkeiten, etc.) Kosten: freiwillige Spende zur Finanzierung der Unkosten und der antifaschistischen Arbeit vor Ort ----------------------------------------------------------------- JETZT UNTERSCHREIBEN! Neutralität und aktive Friedenspolitik statt Kumpanei bei der Kriegsvorbereitung gegen den Iran Aktiv werden gegen den Krieg, bevor er beginnt: Das Säbelgerassel gegen den Iran aufgrund seines Atomprogramms wird immer lauter. Jedem nüchternen Beobachter ist klar, dass eine weitere Eskalation des Konflikts mit der Perspektive eines Militärschlags eine Katastrophe für die Menschen im Iran, im gesamten Nahen und Mittleren Osten einschließlich Israels, aber auch für uns in Europa heraufbeschwören kann. Unterstützen Sie deshalb den Aufruf "Neutralität und aktive Friedenspolitik statt Kumpanei bei der Kriegsvorbereitung gegen den Iran". http://www.friwe.at/StopptDenKrieg/KeinKriegGegenIran.htm ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 04 Ilisu-Staudamm: Offener Brief an den Bundeskanzler "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================== S.g. Herrn Dr. Alfred Gusenbauer Ballhausplatz 2 1010 Wien Betr.: Ilisu-Staudamm Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Die Gesellschaft für bedrohte Völker-Österreich ist erschüttert über die Befürwortung einer Staatsgarantie für das höchst umstrittene türkische Staudammprojekt ILISU durch den ÖKB-Beirat. Diesem - mit 300 km2 zweitgrößten Staudamm in der Türkei - würden 170 Dörfer und Städte zum Opfer fallen, darunter wertvolle Kulturgüter wie der historisch und kulturell schützenswerte, aus dem Mittelalter stammende untere Teil von Hasankeyf. Der GfbV ist natürlich das Schicksal der direkt Betroffenen - hauptsächlich KURDEN - ein Anliegen: 12.000 Anwohner würden vertrieben werden, weitere 60.000 Bauern mit der Flutung der Felder ihrer Lebensgrundlage beraubt. Und was von den Versprechungen der türkischen Regierung und der Kraftwerksbetreiber bezüglich Entschädigung zu halten ist, wissen zehntausende Menschen, die durch Staudammprojekte vertrieben wurden und als Arbeitslose in den Slums Großstädten leben, und vielfältigen Repressalien von Seiten der staatlichen Autoritäten ausgesetzt sind. Ungezählte andere Vertriebene haben in Europa Zuflucht gesucht. Da die ÖKB die Bedingungen für die Gewährung der Exportgarantie nicht offen legt, ist zu befürchten, dass zahlreiche weitere Probleme wie Biodiversität, Wasserqualität (Versalzung), die Wasserversorgung des Irak und Syriens (und das daraus resultierende neue Konfliktpotenzial im Nahen Osten), etc., spätestens mit Baubeginn kein Thema mehr sein werden. Wir wissen uns einig mit vielen SPÖ- und grünen PolitikerInnen sowie Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen, die sich kritisch bis negativ bezüglich einer österreichischen Garantie ausgesprochen haben. Die GfbV-Ö ersucht Sie, sehr geehrter Herr Bundeskanzler, eindringlich, - darauf zu dringen, dass diese Garantie nicht geleistet wird; - zum Projekt selbst und zur Vorgangsweise öffentlich Stellung zu nehmen, insbesondere auch zur Rolle des Bundeskanzleramtes dabei; - eine ausführliche Debatte im Nationalrat herbeizuführen. Mit freundlichen Grüßen Alfred Brandhofer, Obmann der GfbV-Ö Mustafa Akgün, Vorstandsmitglied Hans Bogenreiter, Geschäftsführer Gesellschaft für bedrohte Völker - Österreich Menschenrechtsorganisation, ZVR: 976595297 Untere Viaduktgasse 53/7A A-1030 Wien Tel: +43/1/503 49 90 Fax: +43/1/503 13 36 Homepage: www.gfbv.at E-mail: office at gfbv.at Vereinskonto: 7.238.909 BLZ: 60000 ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 05 Appell für Freilassung der deutschen Geiseln "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================== GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEMITTEILUNG Arbil/Göttingen, den 16. März 2007 Geiselnahme im Irak: Gesellschaft für bedrohte Völker Sektion Kurdistan / Irak appelliert an irakische Führung: "Tun Sie alles für die Freilassung der beiden deutschen Geiseln!" In einem offenen Brief an den irakischen Staatspräsidenten Jalal Talabani, den Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki und den Präsidenten des irakischen Bundeslandes Kurdistan Masud Barzani hat die Gesellschaft für bedrohte Völker Sektion Kurdistan/Irak (GfbV) die gesamte irakische Führung dazu aufgefordert, alles dafür zu tun, dass die 61-jährige Deutsche Hannelore Marianne Krause und ihr erwachsener Sohn freigelassen werden. "Das Schicksal der beiden entführten Deutschen liegt uns sehr am Herzen", sagte Yousif Dzayi, GfbV-Repräsentant in Arbil am Freitag. "Wir teilen die Sorgen der Familienmitglieder hier im Irak und im fernen Deutschland. In Kurdistan können Menschen verschiedener Nationalitäten und Glaubensgemeinschaften noch in Frieden und Sicherheit leben. In anderen Teilen des Iraks aber gehören solche Entführungen leider zum Alltag." Die beiden deutschen Staatsbürger wurden am 06. Februar 2007 in Bagdad verschleppt. Die Täter drangen in ihre Wohnung in einem überwiegend von Sunniten bewohnten Stadtviertel in Bagdad ein und entführten die aus dem Umland von Berlin stammende Frau und ihren Sohn. Den Ehemann von Frau Krause, einen irakischen Professor, ließen sie zurück. gez. vom Beirat der GfbV Sektion Kurdistan/Irak: Fr. Bayzar Melko, Armenierin, Mitglied des Parlaments von Kurdistan/Irak (PM) Fr. Chanzad Yosüf Muhammad, Kurdin, Frauenunion Kurdistan (FUK) Fr. Dschihan Raschid Sindi, Kurdin, (FUK) Fr. Nazdar Asad Mahmud, Kurdin, Vorsitzende des Frauenvereins von Barzan "Wiedergeburt" (Vejin) Fr. Scherin Amedy, Kurdin, (FUK) Fr. Tschiman Saleh, Kurdin, (FUK) Hr. Adham Barzani, Kurde, (PM) Hr. Bahrham Sarspi, Kurde, Verein für politische Gefangene Hr. Dr. Daxil Said Khidir, Kurde-Yezidi, (PM) Hr. Dr. Ismat Muhammad Amedy, Kurde, Präsident der Universität von Duhok Hr. Dr. Kamal Schaker, Kurde, Generalsekretär der Kommunistischen Partei Kurdistan, (PM) Hr. Dr. Munther Al Fadhal, Araber (Schiit), Wissenschaftler Hr. Dr. Nasih Gafur, Kurde, (PM) Hr. Dr. Sadi Aimaleh, Assyro-Chaldäer, Universitätsprofessor Hr. Ezeddin Baqasre, Yezidi, PM Hr. Haidar Schech Ali, Schiit/Feyli-Kurde, (PM) Hr. Hasib Rojbayani, Kurde, Stadtrat Kirkuk Hr. Jamal Schamon, assyro-chaldäischer Christ Hr. Kemal Kerkuki, Kurde, Demokratische Partei Kurdistan KDP, (PM) Hr. Najmedin Karchi, Turkmene, Vorsitzender der turkmenischen Parlamentsfraktion Hr. Nawzad Hadi, Kurde, Gouverneur von Arbil Hr. Nimrud Youkhana, Assyro-Chaldäer, (PM) Hr. Omar Tschingiyani, Muslimischer Geistlicher und TV-Moderator Hr. Romeo Hakari, Assyro-Chaldäer, christliche Bethnahrin-Partei, (PM) Hr. Sadi Ahmad Pira, Kurde, Patriotische Union Kurdistan PUK Hr. Wartkes Moses Sarkisjan, Armenier Hr. Yousif Dzayi, Kurde, GfbV-Repräsentant Arbil Für Nachfragen sind das GfbV-Beiratsmitglied Minister Dr. Daxil Said Khidir unter Tel.: 00964-7504452256 (englisch) oder - falls nicht erreichbar - der GfbV-Generalsekretär Tilman Zülch unter 0151 153 09 888. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ================================================== 06 Heiligendamm Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - Potsdamer Anti-G8-Gruppen lehnen Gespräch mit Sigmar Gabriel (SPD) ab - Weitere Auftragsvergaben für Sicherheitsmaßnahmen - G8 / Rostock: Das JEIN der Bürgerschaft zur praktischen Unterstützung für die GipfelgegnerInnen - Brandheiße News vom Convergence Center in Rostock: - Kölns G8-Protestgipfel - ... same procedure as every year? - Bundesweites Vorbereitungstreffen Internationale Demo in Hamburg - Keine Busse an die Ostsee - Einwohner für G8-Gipfel erfasst - Terrorismusexperte warnt vor Anschlägen bei EU- und G-8-Gipfel ------------------------------------------------------------------------------ Umweltminister Gabriel bietet G8-Bündnis Gespräch an Potsdamer Anti-G8-Gruppen lehnen Gespräch mit Sigmar Gabriel (SPD) ab Potsdam. Da erschrak Lutz Boede vom Anti-G8-Bündnis in Potsdam ein wenig: "Wir kommen mit einer ungewöhnlichen Nachricht", ließ die Polizei ihn am Montag per Telefon wissen. Der Bundesumweltminister hat den InitiatorInnen der Jubeldemo gegen die G8 Umweltministertagung in Potsdam am 17. März ein Gesprächsangebot gemacht. Dazu der Sprecher des Bündnisses, Holger Zschoge: "Es gibt immer noch Überraschungen! Da hat doch der Bundesumweltminister Herr Gabriel tatsächlich angeboten, mit uns reden zu wollen!? Zugegeben, der Kommunikationsweg ist etwas außergewöhnlich, er hat den Einsatzleiter der Polizei gebeten, mit uns Kontakt aufzunehmen. Immerhin hat er unsere ganze Kreativität und Satire herausgefordert, um eine Antwort zu formulieren. Wir gehen aber nicht den geheimen Weg über die Polizei, sondern den eines "Offenen Briefes". Ansonsten sehen wir uns am Samstag zur Jubeldemo!" Offener Brief an Herrn Sigmar Gabriel (SPD), Bundesumweltminister Lieber Herr Gabriel! Wir wollen uns mit diesem Schreiben recht herzlich für die liebe Einladung bedanken, sich mit uns, dem Anti-G8-Bündnis Potsdam unterhalten zu wollen! Bei der schweren Aufgabe, die Welt endgültig zerstören zu wollen, braucht man viele, viele Verbündete. Vielleicht bringen Sie auch noch ein paar Freunde von der deutschen Autoindustrie oder der Leipziger Strombörse mit, dann können wir nach dem fruchtbaren Gespräch noch eine tolle Party feiern. VW, BMW und Mercedes werden es sich doch bestimmt nicht nehmen lassen, diese genauso zu sponsern wie den gesamten G8-Prozess in Deutschland dieses Jahr. Auch die anderen Umweltminister können Sie gern mitbringen. Wir haben schon ein kleines Modell eines Atomkraftwerkes für die kommende Jubeldemo gebastelt, dass schenken wir gern den Umweltministern aus Russland oder Frankreich. In diesem Zusammenhang wollen wir Ihnen noch einmal unsere Hochachtung für die taktische Meisterleistung deutlich machen, mit der Sie so tun, als ob Sie aus der Atomkraft aussteigen wollen und gleichzeitig Atomtechnologie und Atommüll weltweit exportieren. Aus diesem Grund haben Sie wohl auch die Umweltminister der Schwellenländer eingeladen. Den aus China würden wir zu gerne kennen lernen. Wir haben gar nicht gewusst, dass es dort überhaupt einen gibt. Zeit und Anlässe zu einem Treffen mit uns werden Sie während Ihres Besuchs in Potsdam sicher genug finden. Lustig wäre es, wenn Sie uns zum Gala-Diner in der Potsdamer Biosphäre einladen könnten. Symbolträchtiger geht es tatsächlich kaum: Lass uns die Urwälder in den Tropen zerstören und deren Landschaften hier künstlich nachbauen. Der Umweltminister aus Brasilien wird sich aber freuen! Wir können ihm ja dafür eine Erhöhung des Imports von Tropenhölzern und Sojamehl in Aussicht stellen?! Mit der Biosphäre dokumentiert Ihnen Ihr Gastgeber Brandenburg gleich auch seine Klimapolitik: Mit Biosphäre, Tropical Island und vielen Thermen haben wir viele schöne und große Energieverschwender, die aber durch die CO2- freundliche Braunkohleverstromung genial wieder ausgeglichen werden. Ja, Herr Gabriel, wir würden ja wirklich gern ... Haben aber leider keine Zeit. Es ist soviel zu tun, bei unserer Aufgabe, einen kleinen eigenen Beitrag zur Zerstörung der Erde zu leisten. Vor allem müssen wir Ihren Urlaubsaufenthalt in Potsdam vor den Chaoten, Atomkraftgegnern und Umweltaktivisten schützen. Lassen Sie sich nicht stören, Sie wissen genauso gut wie wir, dass Sie uns nichts zu sagen haben. Viel Spass bei Ihrer PR- Show! Wir sehen uns in Heiligendamm im Kempinski! Anti-G8-Bündnis Potsdam [http://www.inforiot.de/news.php?topic=news&article_id=11052] ------------------------------------------------------------------------------ Weitere Auftragsvergaben für Sicherheitsmaßnahmen Die Heintzmann Sicherheitssysteme GmbH & Co. KG aus Bochum erhielt einen Auftrag für die Errichtung von Sperren an den Zufahrtsbereichen rund um Heiligendamm. Zum Einsatz kommen Poller Hubbalken und schwere Sperrschranken. Diese Sperren werden in den Zufahrtsbereichen nach Heiligendamm, an der Rennbahn und am Wasserwerk Hinterbollenhagen montiert werden. [http://www.g8-deutschland-hotel.de/weitere-auftragsvergaben-fuer-sicherheitsmassnahmen.htm] ------------------------------------------------------------------------------ G8 / Rostock: Das JEIN der Bürgerschaft zur praktischen Unterstützung für die GipfelgegnerInnen Vorbereitungen für G8-GegnerInnen erschwert von Christine Lehnert, Abgeordnete der SAV in der Bürgerschaft der Hansestadt Rostock Auf der Sitzung der Bürgerschaft der Hansestadt Rostock am 14.03.2007 wurde der Antrag der SAV mit den Forderungen nach akzeptablen Campplätzen, der Öffnung von Schulen und Turnhallen sowie logistischer Unterstützung für die GipfelgegnerInnen auf den St. Nimmerleinstag verschoben. Obwohl die Antragsstellung im Rostocker G8-Bündnis auf positives Echo - unter anderem auch bei den Grünen - stieß, sorgte die Fraktion B90/Grüne dann bei der Bürgerschaftssitzung dafür, dass die Behandlung des Antrages auf den 9.5. (!) - und damit nur 3 Wochen vor den Gipfel - vertagt wird. Dies ist eine inakzeptable Beeinträchtigung der Vorbereitungen der Gegenaktivitäten. Als Höhepunkt der Heuchelei verabschiedeten die bürgerlichen Fraktionen einschließlich der L.PDS dann 10 Minuten später einer gemeinsame Erklärung, in der sie sich dafür aussprechen, "dass auch für die kritische Begleitung des G8-Gipfels angemessene Rahmenbedingungen geschaffen werden. Dies sehen wir als Beitrag, die friedliche inhaltliche Auseinandersetzung mit den Themen des G8-Gipfels zu fördern und Rostock als weltoffene und gastfreundliche Stadt zur präsentieren." Dies bleibt jedoch solange nur ein Lippenbekenntnis bis die Mehrheit im Rathaus wirklich bereit ist, sich mit den berechtigten Forderungen der DemonstrantInnen auseinanderzusetzen. Ich werde weiterhin den Widerstand gegen G8 mittragen und fordere die Stadt Rostock auf den GipfelgegnerInnen endlich ausreichend Unterstützung zukommen zu lassen. Es ist makaber, dass der rote Teppich für Kriegstreiber wie Bush, Sozialräuber wie Merkel und Menschenrechtsverletzer wie Putin ausgerollt wird, während diejenigen, die für eine gerechte und friedliche Welt eintreten schon im Vorfeld der Proteste kriminalisiert werden. Die Durchsuchung bei den Vertretern des G8-Bündnisses sowie deren Autos durch die Polizei spricht eine deutliche Sprache und ist alles andere als von Kooperation gekennzeichnet. Wenn Politiker und Medien die Angst vor den Chaoten schüren, kann ich nur sagen, es gibt Chaoten, aber die sitzen im Landtag, im Rostocker Rathaus und bei der Polizei und sie behindern gut vorbereitete Gegenaktivitäten und tragen somit die Verantwortung, wenn es zu Chaos kommt. 15. März 07 Christine Lehnert SAV [http://www.sozialismus.info/?sid=2028] ------------------------------------------------------------------------------ Brandheiße News vom Convergence Center in Rostock: Intergalaktische Subversion ab jetzt! In den vergangenen zwei Wochen haben sich in der Hansestadt sehr interessante Dinge zugetragen. Die Stadtverwaltung hat der Protestbewegung eine leerstehende Schule im Satellitenvorort Evershagen zu Verfügung gestellt, unter der Bedingung, dass ab sofort Menschen dort einziehen, um das Gebäude vor Vandalismus zu schützen! Angesichts der prekären Raumsituation vor Ort hat die convergence center crew diese erste Möglichkeit beim Schopf gepackt, und ist seit Mitte März in die Platte gezogen. Bevor die Schule übergeben wurde, ist sie gründlich ausgeschlachtet worden, übrig geblieben ist ein leeres Gebäude mit Hof und die Möglichkeit, beides bis zum Gipfel fit für den Widerstand zu machen! Ab jetzt laden wir euch ein, uns bei diesem Vorhaben zu unterstützen und können Workshopräume und Schlafplätze zur Verfügung stellen. Wir rufen auf zum gelebten Gipfelfieber: kon|ver|gie|ren: sich nähern, einander näher kommen, zusammenlaufen! Los geht's! Kontakt: cc-rostock at riseup.net [cc-rostock at riseup.net] ------------------------------------------------------------------------------ Kölns G8-Protestgipfel Auf einer Konferenz bereitet sich ein buntes Spektrum in Köln auf das Treffen der Staats- und Regierungschefs vor KÖLN taz Der Veranstalterkreis reicht vom Kölner DGB über Greenpeace, Robin Wood, BUND und Attac bis zu Bürgerrechtsinitiativen wie "kein mensch ist illegal" oder auch der Radikalen Linken Köln: Mit einer ganztägigen Aktionskonferenz bereiten sich am morgigen Samstag Kölner Initiativen und Organisationen auf das für Anfang Juni in Mecklenburg-Vorpommern geplante G8-Gipfeltreffen vor. Dienen soll der im Bürgerzentrum Alte Feuerwache stattfindende "Erste Kölner G8-ProtestGipfel" der "Vorbereitung des vielfältigen Widerstandes gegen die sozial- und umweltfeindliche Politik der G8 und deren Machtanspruch". In 17 Workshops, einer Podiumsdiskussion, einem "Zukunftsplenum" sowie einem "Markt der Möglichkeiten" bieten die Organisatoren ab 11.30 Uhr eine bunte Themenpalette an: Über die kapitalistische Weltwirtschaft und die Globalisierung wollen sie ebenso diskutieren wie über den Klimawandel und die ökologische Krise oder auch "die Militarisierung innen und außen". Gleichwohl steht nicht nur Theorie auf dem Programm. Mit dabei ist auch die "Gestaltung eines mobilen Aktionsstandes" - und eine abschließende Party. Gegen das Treffen der Staats- und Regierungschefs der sieben reichsten Industrienationen und Russlands vom 6. bis 8. Juni im Ostseebad Heiligendamm mobilisieren derzeit bundesweit zahlreiche Gruppen zu Protestaktionen. Sie kritisieren, die Politik der G8 stehe "für eine neoliberale Globalisierung und Deregulierung, die Wirtschaftspolitik an den Rendite-Interessen internationaler Finanzanleger und Konzerne ausrichtet", wie es in einem breit getragenen Aufruf zu einer bereits für den 2. Juni angemeldeten Großdemonstration in Rostock heißt. Deren Motto: "Eine andere Welt ist möglich!" [http://www.taz.de/pt/2007/03/16/a0009.1/text] ------------------------------------------------------------------------------ ... same procedure as every year? Am 01. Mai 2007 will die ultra-rechte NPD - unter dem Motto "Sozial statt global" - in Neubrandenburg aufmarschieren, um dort ihre menschenverachtende Propaganda zu verbreiten und die diffusen Ängste der Bevölkerung, im Zusammenhang mit einer voranschreitenden Globalisierung, für sich zu nutzen. Die Frage sozialer Spannungen hat sich in Mecklenburg-Vorpommern mittlerweile zum zentralen Thema der Rechten entwickelt und wird regelmäßig von der NPD mit Parolen gegen Sozialabbau und Globalisierung unterfüttert. Der 1. Mai ist dabei für die Neonazis gewiss kein beliebiger Anlass, ihren populistischen Forderungen Nachdruck zu verleihen, sondern der Versuch den internationalen Kampftag der Arbeiter_innen für eigene Zwecke zu missbrauchen, zum "Tag der deutschen Arbeit" umzudeuten und so an nationalsozialistische Traditionen anzuknüpfen. quo vadis, neubrandenburg? Seit den ersten Aufmärschen, die noch durch entschlossene Antifaschistinnen und Antifaschisten unterbunden oder aber massiv gestört wurden, konnten die Neonazis ihre Aktivitäten in der "Hochburg des antideutschen Pöbels" kontinuierlich steigern und treffen dabei auf immer weniger Widerstand. Immer mehr Neubrandenburger_innen vernehmen zwar den Anstieg rechter Aktivitäten, ohne jedoch entsprechend darauf zu reagieren. Ein stetiger Zuwachs der rechten Wählerschaft in Neubrandenburg ist auch anhand der Ergebnisse der Landtagswahl 2006 zu konstatieren: In den beiden Wahlkreisen der Stadt Neubrandenburg erhielt die NPD jeweils 6,3 Prozent der Zweitstimmen und konnte damit ihr Ergebnis, im Vergleich zum Wahl-Jahr 2002, mehr als verzehnfachen. Auch den Bürger_innen der Stadt Neubrandenburg ist es folglich zu 'verdanken', dass derzeit sechs Neonazis im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern ihr Unwesen treiben und gezielt versuchen über parlamentarische Anfragen zivilgesellschaftliche, sowie linke Projekte und Gruppen auszuspionieren. Der aktuelle Versuch der Nazis, ihre menschenverachtende Ideologie als vermeintliche Lösung für soziale Probleme anzubieten, ist auch in Neubrandenburg nicht mehr neu. Dieser reiht sich ein in eine Vielzahl von Andockversuchen bei Protesten gegen Sozialabbau, durch die Wahlkampfrhetorik der NPD und zahlreiche Propagandadelikte, wie das Verteilen von Flugblättern und Rechtsrock-CD's, in den Neubauvierteln der Stadt. no love for the nation! In der extremen, aber auch bürgerlichen Rechten haben einfache Erklärungsmuster für gesellschaftliche Probleme seit jeher Hochkonjunktur. Der vermeintliche Antikapitalismus von Rechts übersieht nicht nur die Komplexität des Systems, denn die zusammenhangslosen Versuche sich in Globalisierungskritik zu üben, fußen auf einer völlig falschen Analyse und antisemitischen Ressentiments. Ihre Antwort auf Globalisierung heißt: Rückbesinnung auf Nation, Volk und Familie. Dieser 'Solidar- und Schicksalsgemeinschaft' geht es in erster Linie um den Ausschluss all jener, die nicht in ihr Konstrukt der 'ethnisch reinen Volksgemeinschaft' passen. In antisemitischer Manier wird eine jüdisch-amerikanische Weltverschwörung herbeihalluziniert und ein so genanntes 'raffendes jüdisches Kapital' als Grund allen Übels benannt - zumal dies in der Denk- und Erlebniswelt der Neonazis - mit einem Privilegienverlust der Deutschen einherginge und "raffendes Kapital" sich jeglicher staatlichen Kontrolle entzieht. Damit ist das Muster vorgegeben: Ausbeutung interessiert nur im völkischen Zusammenhang - soziale Probleme werden unweigerlich mit Nationalismus und Rassismus gekoppelt. luxus für alle! Soziale Gerechtigkeit kann jedoch nicht über Ausschluss, sondern nur durch die Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Reichtum, erzielt werden. Umso notwendiger ist es, sich am 1. Mai klar gegen Nazis zu positionieren und ihrem Wahn vom "nationalen Sozialismus" aktiv entgegenzutreten. Unsere Kritik an den kapitalistischen Verhältnissen, die tagtäglich Hunger, Tod und Armut hervorbringen, schließt die kategorische Ablehnung nationalistischen, rassistischen und antisemitischen Gedankengutes ein. Darum gilt es - mit allen Mitteln - den rechten Alltag in Mecklenburg-Vorpommern zu bekämpfen und die Neonazi-Horden in ihre Schranken zu weisen. Wir wissen wer sie sind: Totschläger, Auschwitzleugner und Antisemiten, die der Utopie eines 'ausländerfreien Großdeutschlands' nachhängen und ihre Ideologie im 'sozialen Schafspelz' verpacken. Für uns bleibt es dabei: Es gibt keinen rechten Antikapitalismus! Die kompromisslose Aufhebung aller uns umgebenden Unterdrückungsverhältnisse ist das Ziel einer emanzipatorischen Linken und nicht der Nazis! *let there be rock! den volkstänzern ein bein stellen. [antifa at restlaufzeit.de9 ------------------------------------------------------------------------------ Bundesweites Vorbereitungstreffen Internationale Demo in Hamburg Ausgehend vom letzten bundesweiten Dissent Treffen in Hamburg findet am Samstag den 24.03.07 das überregionale Vorbereitungstreffen zur internationalen Demo gegen den EU-Gipfel in Hamburg statt. Auf der Tagesordnung stehen vor allem Fragen zur Mobilisierung, zum Charakter und Struktur der Demo. Wir erwarten eine sehr große Demo mit internationaler Beteiligung. Angesagt haben sich bereits GipfelgegnerInnen aus England, den Niederlanden und Dänemark. Angesichts des sich abzeichnenden Umfangs der Proteste, besteht hohes Interesse und die Notwendigkeit einer bundesweiten Beteiligung. Ziel ist ein großer autonomer und linksradikaler Städteblock an der Demospitze. Getragen werden soll dies von allen, die sich im Rahmen der Mobilisierung gegen G8 und EU im Spektrum einer kritischen und undogmatischen Linken aufgehoben fühlen. Mit der Demo soll ein eigener inhaltlicher linksradikaler Ausdruck gefunden werden, der eine solidarische und praktische Position bezieht ohne in vereinfachende Weltbilder zu fallen. Auch ein Ausgangspunkt für linksradikale weitergehende Diskussionen und Mobilisierungen über die Gipfelevents dieses Jahres hinaus. Es soll keine reine Demonstration von unserem Spektrum sein, sondern auch Bündnischarakter und unterschiedliche Blöcke und Bezüge haben. Allerdings ausgehend und geprägt von einem starken Autonomen Block, den wir am Wochenende vorbereiten wollen. Delegierte von Gruppen aus anderen Städten können sich über die folgende Emailadresse anmelden. Falls ihr nicht kommt, aber generell Interesse an der Demo habt wäre uns daran gelegen ebenfalls ein Feedback zu bekommen. Kontakt: summitblock at nadir.org Schöne Grüße Gruppen aus Hamburg Im folgenden noch die Ankündigung von Infoveranstaltungen: ---------------------------------------------------------- GATE TO GLOBAL RESISTANCE Infoveranstaltungen zu G8 Aktionstagen und internationaler Demonstration gegen den EU plus Asien Gipfel in Hamburg Am 28. und 29. Mai findet wenige Tage vor dem G8 in Hamburg der EU plus Asien Außenministergipfel (ASEM) statt. 1500 Delegierte werden erwartet. Die Innenstadt soll zu einem abgesperrten Sicherheitsbereich werden und der größte Polizeieinsatz der Geschichte der Stadt wurde angekündigt. Hamburg ist im gleichen Zeitraum eine der Anlaufstellen für internationale AktivistInnen zum G8. Vom 25.05. - 01.06 finden eine Aktionstage statt und entsprechend werden von Polizei und Medien auch massive Störungen des Gipfels erwartet. Mitglieder des ASEM Gipfels sind alle EU-Staaten und alle ASEAN (Association of South East Asian Nations) Staaten. Indonesien, Malysia, Philippinen, Singapur, Thailand, Brunei, Vietnam, Laos, Myanmar und Kambodscha, zusätzlich Indien, Japan, VR China, Süd Korea, Mongolei und das Sekretariat der ASEAN. ASEM bildet eine multilaterale Struktur zwischen zwei der ökonomisch bedeutsamsten Globalen Regionen, in der vor allen Dingen wirtschaftliche und politische Strategien diskutiert und abgestimmt werden. Es geht im Kern um kapitalistische Interessen im weltweiten Maßstab. Ziel der EU ist, sich zum dominierenden kapitalistischen Staatenblock in einer Position zu etablieren, die in Konkurrenz und Zusammenwirken mit anderen den Weltmarkt beherrschen kann. Das die ASEM Konferenz unmittelbar vor dem G8 stattfindet ist kein Zufall. Es geht den Beteiligten darum Inhalte und strategische Linien in diesem Rahmen abzustimmen. Autonome und linksradikale Gruppen mobilisieren zu einer internationalen Gegendemonstration, die auch ein deutliches Signal in Richtung Heiligendamm setzen soll. Inhaltlicher Schwerpunkt bildet die Kritik an der EU. Die EU und die mit ihr verknüpften Nationalstaaten stellen konkrete AkteurInnen globaler Ausbeutung nach Innen und Außen dar. Eine imperiale Aussenhandelspolitik, Auslandseinsätze und Militarisierung, Abschottung der Grenzen für Flüchtlinge und MigrantInnen, Privatisierungen und Sozialabbau nach Innen, die Vernetzung von Kontrolle und Überwachung sind Gegenstand unserer Kritik. Wir wollen nicht in vereinfachende Personalisierungen fallen, denn Kapitalismus manifestiert sich in einer globalen Totalität, die weiterreichende Kritik notwendig macht. Die Verhältnisse spiegeln sich im G8 ebenso wie in der EU oder in Nationalstaaten. Doch Globalisierung, Herrschaft und Ausbeutung sind gleichzeitig keine abstrakten Verhältnisse, sondern greifbare und damit angreifbare Strukturen. Wir ziehen eine unversöhnliche Linie vom EU-Gipfel in Hamburg über den G8 in Heiligendamm, zu den lokalen Ausgangspunkten von Ungerechtigkeit und Ausbeutung. Die Demonstration am 28. Mai soll unserer Unzufriedenheit mit dem Bestehenden eine konkrete Form verleihen. Wir wollen nicht nur Kapitalismus und EU kritisieren, sondern die eigene Lebenswirklichkeit und die unterschiedlichen Kämpfe gegen Herrschaftsformen und -normen zum Ausgangspunkt eines gemeinsamen Widerstandes machen. Organisiert Euch und entwickelt selbstbewußten, solidarischen, lustvollen und radikalen Protest gegen den EU-Gipfel. Im Vorfeld wird es eine Reihe von Mobilisierungsveranstaltungen in anderen Städten geben. Auf diesen wird es eine Einschätzung zum EU-Gipfel und Informationen zum Stand der Hamburger Vorbereitung von Aktionstagen, Convergence Center und internationaler Demo geben. Block G8 - No Fortress Europe! Nationalismus, Sexismus, Rassismus und Antisemitismus bekämpfen! Gegen imperialistische Weltordnungen und kapitalistische Zustände! Öffentlichkeitsgruppe Kontakt: summitblock at nadir.org Infos im Netz: https://hamburg.dissentnetzwerk.org/ Veranstaltungstermine: Freitag 16.03.07 Flensburg Infoladen 19 Uhr Samstag 10.04.07 Freiburg KTS ------------------------------------------------------------------------------ Keine Busse an die Ostsee Der G 8-Gipfel ist bei Gewerkschaften Sache der Jugendverbände Vor dem G 8-Gipfel tut sich auch im Gewerkschaftslager einiges - auch wenn sich die Vorstände vom Protest fernhalten. Knapp 10 Wochen vor Beginn des G 8-Gipfels in Heiligendamm hat die Mobilisierungsphase zu den Protesten auch in den Gewerkschaften begonnen. "Als Gewerkschafter aus vielen Ländern sind wir Teil des Protestes gegen den G 8-Gipfel 2007 in Heiligendamm", beginnt ein Aufruf, der derzeit an der Basis der Arbeitnehmerorganisation zirkuliert. Die vor allem aus der südwestdeutschen Gewerkschaftslinken stammenden Initiatoren wollen mit dem Aufruf der auch in den eigenen Reihen verbreiteten Standortlogik Paroli bieten: "Wir wissen auch, dass wir nur durch die Überwindung der Konkurrenz untereinander und mit Hilfe global handlungsfähiger Gewerkschaften dem global agierenden Kapital wirkungsvoll entgegentreten können", heißt es in dem Aufruf. Zu den Forderungen zählen die Einführung von Mindestlöhnen, einer gesetzlichen Höchstarbeitszeit und der Erhalt der sozialen Sicherungssysteme auf internationaler Ebene. Nachdem die Phase der Erstunterzeichnung abgeschlossen ist, sollen jetzt möglichst viele Gewerkschaftsmitglieder zur Unterschrift motiviert werden. Vor allem verschiedene Gewerkschaftsjugendverbände sind schon länger an der Vorbereitung der G 8-Proteste beteiligt. So rufen die IG-Metall-Jugendgruppen von Halle, Dessau, Berlin und Erfurt zu einer Großblockade gegen das Gipfeltreffen am 6. Juni auf. Auch die DGB-Jugend will sich an friedlichen Protesten beteiligen. Unter dem Motto "Die G 8 kommen - wir sind schon da" soll auf einem Workshop vom 11. bis 13. Mai der Protest der Gewerkschaftsjugend vorbereitet werden. Auf dem in Rostock geplanten Gegenkongress wollen Junggewerkschafter aus der ganzen Welt darüber beraten, wie menschenwürdige Arbeitsbedingungen weltweit durchgesetzt werden können. Gegen "ungeschützte Beschäftigung, Ausgrenzung und Erwerbslosigkeit" mobilisieren auch die Euromärsche. Vom 26. Mai bis 2. Juni wollen Aktivisten aus ganz Europa in drei Marschsäulen durch zahlreiche deutsche Städte Richtung Heiligendamm ziehen. Ziel ist die Verbindung des Widerstands gegen Sozialabbau und schlechte Arbeitsbedingungen mit dem G 8-Protest. Zu den Unterstützern der Märsche gehört auch die ver.di-Jugend. Weitgehend beschränken sich die G 8-Aktivitäten der Gewerkschaften auf die Basis. Gewerkschafts- und DGB-Spitzen halten Distanz. Der gewerkschaftliche Kontaktmann zu den sozialen Bewegungen, Horst Schmitthenner, sieht die Ursache dafür in der großen Nähe vieler Gewerkschaftsfunktionäre zur SPD, die als Regierungspartei zu den Gastgebern des G 8-Gipfels zählt. Allzu traurig sind Basisgewerkschaftler über die Protestabstinenz ihrer Vorstände nicht. Schließlich war die Teilnahme der Gewerkschaftsspitze an Protesten in der Vergangenheit häufig mit der Verwässerung von Positionen verbunden. Doch auf den kostengünstigen Transport nach Heiligendamm in von der Gewerkschaft organisierten Bussen werden die Demonstranten wahrscheinlich verzichten müssen. [http://www.nd-online.de/artikel.asp?AID=106669&IDC=42] ------------------------------------------------------------------------------ Einwohner für G8-Gipfel erfasst Heiligendamm (dpa) Für die Einwohner des Ostseebades Heiligendamm werden die Einschränkungen im Vorfeld des G8-Gipfels zunehmend spürbar. Die Polizei beginnt nach eigenen Angaben morgen damit, die rund 280 Einwohner in Listen zu erfassen. Nur so könnten sie rechtzeitig eine Berechtigtenkarte erhalten, die während des Gipfels den Zugang zum Ort erlaubt. Am 29. Mai wird der zwölf Kilometer lange und 2,50 Meter hohe Zaun um Heiligendamm geschlossen, der das Treffen der wichtigsten Staatschefs vom 6. bis 8. Juni schützen soll. Nur die Gipfeldelegationen, erfasste Einwohner und angemeldete Dienstleister dürfen dann noch die Tore passieren. [http://www.ostsee-zeitung.de/online-extras_zusatzinfo.phtml?Param=DB- Beitrag&ID=4654] ------------------------------------------------------------------------------ Terrorismusexperte warnt vor Anschlägen bei EU- und G-8-Gipfel HANNOVER (Dow Jones)-Der Terrorismusexperte Rolf Tophoven rechnet mit einer "erhöhten Anschlagsgefahr" im Umfeld der Gipfeltreffen von EU und G8 in Deutschland. "Eine bessere Medienpräsenz können Terroristen kaum finden", sagte er einer Meldung der Nachrichtenagentur ddp zufolge der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse" (Freitagausgabe). Am 25. März treffen sich die EU-Staatschefs in Berlin. Anfang Juni folgt der G8-Gipfel in Heiligendamm bei Rostock. Wegen umfassender Sicherheitsvorkehrungen sei ein unmittelbarer Anschlag auf dem jeweiligen Gipfel "extrem schwierig" und erfordere "einen hohen logistischen Aufwand", sagte Tophoven. Im Zweifel würden sich Terroristen "eher weiche Ziele suchen, wobei sie nach dem Muster der Anschläge in Madrid und London hohe Verluste in der Zivilbevölkerung einkalkulierten", warnte er. Vor Panikmache angesichts der erhöhten Terrorgefahr in Deutschland warnte jedoch der Sicherheitsexperte Hans Gießmann. "Es ist eines der wichtigsten Motive von Terrorakten, Unruhe zu schüren und Zweifel zu wecken in die Stabilität der Sicherheitsordnung", sagte der Leiter des Zentrums für Europäische Friedens- und Sicherheitsstudien der "Sächsischen Zeitung" (Freitagausgabe). "Sich nicht verrückt machen zu lassen, sondern ruhig alles mögliche zur Abwehr der Gefahren zu tun, ist ein sehr viel besseres Rezept." [http://www.finanzen.net/news/news_detail.asp?NewsNr=500792] -------------------------------------------------------------------------- Ausführlicher Pressespiegel rund um den G8 unter http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 07 Neue Ausgabe von Democratiya 8 / Frühling 2007 ist erschienen! WADI Austria ================================================== NEW ISSUE OUT http://www.democratiya.com Democratiya has become the liveliest and most stimulating new intellectual journal on political themes in the English-speaking world. Paul Berman A Conversation with Nick Cohen - 22 March Democratiya, The Euston Manifesto Group, Engage and Mishcon de Reya invite you to A Conversation with Nick Cohen. The author of What's Left: How Liberals Lost Their Way will be talking to Anthony Julius on Thursday March 22, at 6.15pm, at Mishcon de Reya, Summit House, 12 Red Lion Square, London WC1R 4QD (nearest tube station is Holborn.) Entry is £10. Seats are limited so reserve a ticket by making an online donation of £10 at Democratiya's Pay Pal account at www.democratiya.com (go to `donate' page), sending your name and address to alandemocratiya at aol.com, and collect your ticket at the event. DEMOCRATIYA 8 (Spring 2007) IS AVAILABLE NOW http://www.democratiya.com Editor's Page http://www.democratiya.com/editorspage.asp?issueid=8 Extended interview with Saad Eddin Ibrahim, Ibn Khaldun Center, American University in Cairo http://www.democratiya.com/interview.asp?issueid=8 Irfan Khawaja on Richard Posner's Not a Suicide Pact: The Constitution in a Time of National Emergency http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=67 Ladan Boroumand on Danny Postel's Reading Legitimation Crisis in Tehran http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=68 Ali Hili, Homophobia and Human Rights in Iraq (a speech) http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=69 Peter Tatchell, Their Multiculturalism and Ours http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=70 Richard Sandbrook on Globalization and Egalitarian Redistribution, edited by Pranab Bardhan, Samuel Bowles and Michael Wallerstein. http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=71 George Lawson on Saskia Sassen's Territory, Authority, Rights: From Medieval to Global Assemblages http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=72 Oliver Kamm on Nick Cohen's What's Left: How Liberals Lost Their Way http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=73 Jay Lefkowitz, Hotel Pyongyang? (a speech on North Korea) http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=74 Andre Glucksmann, Why I Choose Nicolas Sarkozy http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=75 Philip Spencer, A Response to Andre Glucksmann http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=76 Jules Townshend on Stuart Sim's Empires of Belief and Simon Thompson's, The Political Theory of Recognition: A Critical Introduction http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=77 David Clark, on Michael Burleigh's Sacred Causes: Religion and Politics from the European Dictators to Al Qaeda http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=78 Bogusia Puchalska on Kelly M. McMann's Economic Autonomy and Democracy: Hybrid Regimes in Russia and Kyrgyzstan http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=79 Jean Bethke Elshtain, on Richard Bernstein's Radical Evil: A Philosophical Interrogation http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=80 Tony Blair, The 21^st Century Challenge (a speech) http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=81 Ernest Bevin, Archive: The `Third Force' Memos http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=82 Alan Johnson, An Introduction to Bevin's `Third Force' Memos http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=83 Letters to the Editor: Lyn Julius on the Iraqi Jews http://www.democratiya.com/letters/default.asp?issueid=8 DEMOCRATIYA 7 (December 2006 - February 2007) IS ARCHIVED AT http://www.democratiya.com Editor's Page http://www.democratiya.com/editorspage.asp?issueid=7 Extended interview with David Held, author of Global Covenant http://www.democratiya.com/interview.asp?issueid=7 Stephen De Wijze on Karen J. Greenberg (ed) The Torture Debate in America http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=51 Rob Jenkins on Paul Kennedy's The Parliament of Man: The Past, Present, and Future of the United Nations http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=52 Anja Havedal, Letter from Kabul http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=53 David R.Adler on Jesse Larner's Forgive Us Our Spins: Michael Moore and the Future of the Left http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=54 Rayyan Al-Shawaf on Abbas Shiblak's Iraqi Jews: A History of Mass Exodus http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=55 Jonathan Derbyshire on John Updike's Terrorist http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=56 Evan Daniel Eran Kaplan's The Jewish Radical Right: Revisionist Zionism and Its Ideological Legacy http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=57 Jacqueline Rose: Zionism: Reply to Lappin http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=58 Shalom Lappin: Zionism: Rejoinder to Rose http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=59 Peter Ryley on Mark Sedgwick's Against the Modern World: Traditionalism and the Secret Intellectual History of the Twentieth Century http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=60 Bob Glaberson on Karen J. Greenberg (ed) Al Qaeda Now: Understanding Today's Terrorists http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=61 Eric Lee, Lebanon: Israel's Debacle? http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=62 William Arthurs on Jean-Charles Brisard's Zarqawi: the New Face of al-Qaeda http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=63 Mary Kreutzer, Letter from Israel http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=64 Archive: Léon Blum on A federation of free and equal nations http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=65 DEMOCRATIYA 6 (September - November 2006) IS ARCHIVED AT http://www.democratiya.com Editor's Page http://www.democratiya.com/editorspage.asp?issueid=6 WATCH `Testimonies', a one-hour DVD made by the Iraq Memory Foundation. Victims of the Saddam era speak out (Arabic, English subtitles). http://www.democratiya.com/testimonies.asp Symposium on `Progressive Foreign Policy After Blair'. Isabel Hilton (openDemocracy) David Clark (ex-advisor to the late Robin Cook), Professor Martin Shaw (Author), Oliver Kamm (Times columnist), John Bew (Henry Jackson Society), Ziba Norman (Transatlantic Institute), Alan Johnson (Democratiya) http://www.democratiya.com/interview.asp?issueid=6 Rayyan Al-Shawaf Letter from Lebanon http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=38 Anja Havedal on Mohamed Charfi on Islam and Liberty http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=39 Shalom Lappin on Jacqueline Rose's A Question of Zion http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=40 Nicola Pratt on Ami Pedahzur's Suicide Terrorism http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=41 Sarah Montgomery on Richard Wilson's Human Rights in the `War on Terror http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=42 Ian Roxborough on Gartner and Cuthberston'sTransatlantic Relations after 9/11 http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=43 Mandy Turner on Roland Paris's At War's End: Building Peace after Civil Conflict http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=44 Patricia Chilton on Gilbert Achcar's Clash of Barbarisms http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=45 Alexandra Simonon on Brian Whittaker's Gay and Lesbian life in the Middle East http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=46 John Bew on Barry Rubin's The Long War for Freedom http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=47 Simon Thompson on Sidney Tarrow's Transnational Activism http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=48 Henry Jackson Society, The British Moment http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=49 Max Shachtman, Archive: Democracy as the Guiding Star http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=50 Martin Shaw, Letters to Editor: Why I did not sign the Euston Manifesto http://www.democratiya.com/letters/default.asp?issueid=6 DEMOCRATIYA 5 (June - August 2006) IS ARCHIVED AT http://www.democratiya.com Editor's Page http://www.democratiya.com/editorspage.asp?issueid=5 Extended Interview with Paul Berman, author of Terror and Liberalism and Power and the Idealists http://www.democratiya.com/interview.asp?issueid=5 The Euston Manifesto Group, The Euston Manifesto http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=35 Marko Hoare on Baruma and Margalit's Occidentalism http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=26 Mike Allen on Fukuyama's America at the Crossroads http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=27 Elisabeth Porter on Wilson et al, Defending Feminist Dreams http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=28 James P. Woodard on Grandin's Colonial Massacre in Latin America http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=31 Bogusia Puchalska on M. Steven Fish's Democracy Derailed in Russia http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=29 Dick Howard, Perry Anderson and French Politics http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=30 Evan Daniel on Efraim Karsh's Islamic Imperialism: A History http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=32 Gary Kent, Letter from Iraq http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=33 Andre Glucksmann, Vietnamisation ou Somalisation? http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=36 Phil Spencer on Paul Berman's Power and the Idealists http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=37 Susan Green, Archive: The Left and Korea http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=34 DEMOCRATIYA 4 (March - May 2006) IS ARCHIVED AT http://www.democratiya.com Editor's Page http://www.democratiya.com/editorspage.asp?issueid=4 Extended Interview with Kanan Makiya, author of The Republic of Fear (Part 2) http://www.democratiya.com/interview.asp?issueid=4 André Glucksmann, Seperating Truth and Belief http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=20 Peter Sluglett on Hanna Batatu on Iraq's Old Social Classes http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=21 Oliver Kamm on Berman and Chomsky http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=22 John Strawson on Tilley's One State Solution http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=23 Judith Shklar, Archive: Putting Cruelty First http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=24 Alan Johnson, Camus' Catch: Democracies and Totalitarian Political Islam http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=25 DEMOCRATIYA 3 (January-February 2006) IS ARCHIVED AT http://www.democratiya.com Editor's Page http://www.democratiya.com/editorspage.asp?issueid=3 Extended Interview with Kanan Makiya, author of The Republic of Fear (Part 1) http://www.democratiya.com/interview.asp?issueid=3 Norman Geras on May on Crimes Against Humanity http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=13 John Lloyd on Levy on Old Europe, New Europe, Core Europe http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=15 Thomas Cushman on Bronner on the Iraq War http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=16 Derek Catsam on Byman on State-Sponsored Terrorism http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=18 Michael Thompson on Harvey on Neo-Liberalism http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=14 Mike Brennan on Philo on Bad News from Israel http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=17 Sidney Hook, Archive: The Social Democratic Prospect http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=19 DEMOCRATIYA 2 (November-December 2005) IS ARCHIVED AT http://www.democratiya.com Editor's Page http://www.democratiya.com/editorspage.asp?issueid=2 Extended Interview with Martin Shaw, author of The New Western Way of War http://www.democratiya.com/interview.asp?issueid=2 Jon Pike on Ted Honderich on Terrorism http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=11 Eve Garrard on Michael Ignatieff on Ethics and the War on Terror http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=9 Josh Cohen on Slavoj Zizek on Iraq http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=7 Jean Bethke Elshtain on Robert Ivie on America the 'Republic of Fear' http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=10 Marko Attila Hoare on Taner Ackam on Turkey and the Armenian Genocide http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=12 Abdullah Muhsin and Gary Kent on Lindsey German and Andrew Murray on 'Stop the War' http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=8 DEMOCRATIYA 1 (September-October 2005) IS ARCHIVED AT http://www.democratiya.com Editor's Page http://www.democratiya.com/editorspage.asp?issueid=1 Extended Interview with Jean Bethke Elshtain, author of Just War Against Terror http://www.democratiya.com/interview.asp?issueid=1 Michael Allen on Nicolas Guilhot on Democracy Promotion http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=6 Gideon Calder on Michael Walzer on Just War Theory http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=2 Marko Attila Hoare on Evan F. Kohlmann on Al Qaida's European Jihad http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=1 Harry Hatchett on Thomas Cushman on Iraq http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=5 Claire Garbett on Stover and Weinstein on Genocide and Justice http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=4 Michael J. Thompson on Foucault and Islamism http://www.democratiya.com/review.asp?reviews_id=3 PRAISE FOR DEMOCRATIYA Democratiya has become the liveliest and most stimulating new intellectual journal on political themes in the English-speaking world. Paul Berman · `Welcome to Democratiya! The web needs sustained, thoughtful engagement with ideas and arguments which this new review promises' Anthony Barnett· A much-needed voice for reason, compassion and international solidarity. Challenging the silences, compromises and ethical contortions of some on the anti-war left, it defends democratic socialism and universal human rights. Peter Tatchell · Reclaims a forgotten or usurped internationalist vision of human rights Micheline Ishay · An exciting new venture that demands attention'. Martin Shaw · A much-needed forum for liberals and left-wingers trying to oppose fascism in all its guises. Johann Hari · A must-read for anyone who takes a serious interest in progressive ideas Ziba Norman · Opinionated but from a position of insight rather than ignorance. It is rapidly becoming an indispensable tool in the thinking person's armoury. George Lawson · The only voice coming out of the left that is attempting to find responsible solutions for the twin scourges of our age: terrorism and dictatorship emanating from the failed and failing political systems of the Arab and Muslim world. Kanan Makiya · Challenges its readers to think about what a genuine commitment to democratic values entails today. Norman Geras · Like a breath of fresh of air promoting serious debate about how we embed progressive values across the world. Ed Owen · Explores global politics from an intelligent perspective. A valuable resource for anyone trying to make sense of a complex world. John Mann MP · Offers the possibility for all those dissatisfied with the inadequate and clichéd responses of much of the left to the perils of our time to air their views, develop more adequate responses, and engage in genuine debate. Jean Bethke Elshtain · Substitutes dialogue for diatribe, critique for cliché, in creating space for the intelligent conversation needed to revive a praxis of authentic democratic solidarity. Michael Allen · One of the most encouraging online political reviews to appear in recent years. Anyone interested in serious and informed political discussion on the liberal left should read it. Shalom Lappin · At a time when the very idea of democracy is under attack it is invaluable to have an intelligent and passionate journal to defend and define it. George Szirtes · The right has been allowed too often to claim ownership of the concepts of freedom, democracy, human rights, truth and law. Democratiya is a forum where these concepts are not just being reclaimed by the left but deepened, re-thought and concretized. David Hirsh · All those who believe that liberal values should inform foreign policy, and that human rights are a universal dream worth fighting for, should welcome Democratiya and the work it does. Michael Gove MP· A most welcome addition to the web literature on Middle East related issues and Iraq in particular. Intellectual depth and insight, informative, critical and challenging. Sami Zubaida · Contact The Editor Professor Alan Johnson Edge Hill University http://www.edgehill.ac.uk/ Alandemocratiya at aol.com http://www.democratiya.com/ 079 0505 1124 -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit WADI-Austria e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Neues Spendenkonto in Österreich: Knt. Nr.: 6.955.355 BLZ: 32.000 Raiffeisen Landesbank NÖ IBAN AT4432 0000 0006 955355 BIC (SWIFT) RLNWATWW Im Februar 2007 erschien die dritte Print-Ausgabe von: WADI-News, Schwerpunkt: Weibliche Genitalverstümmelung Wird kostenlos per Post zugeschickt, schicken Sie uns Ihre Adresse! Online zu lesen unter: http://www.wadinet.at/Media/wadinews.php ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ D) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: nix Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 21:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Tue Mar 20 02:15:29 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Mon, 19 Mar 2007 21:15:29 -0400 Subject: =?ISO-8859-15?B?d2lkZXJzdEBhbmQgbXVuZCAtIERpZW5zdGFnLCAyMC4gTeRyeiAyMDA3?= Message-ID: <473317632.20070319211529@nessizius.com> MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Dienstag, 20. März 2007 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 KUNDGEBUNG zum Jahrestag des Angriffs auf den Irak Von: Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering ================================================ 02 Let's Organize! Welche Rolle spielen soziale Bewegungen und Gewerkschaften? Von: euromayday.at ================================================ 03 It's STILL the oil: Secret Condi Meeting on Oil Before Invasion Von: Greg Palast ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 04 [Depot-news] Absage Veranstaltung 22.03. im Kreisky Forum Von: depot-news at mailman.sil.at ================================================ 05 Schlussstrich? - Geschichte der Restitution Von: Evangelische Akademie Wien ================================================ 06 Literarische Archive - Vladimir Vertlib und Peter Schwarz - 20. März 2007 Von: Initiative Minderheiten Newsletter ================================================ 07 ChristInnen fuer die Friedensbewegung Von: Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering ================================================ 08 Aktionstag des WEltsozialforums gegen Krieg und BEsatzung Von: Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering ================================================ 09 Einladung zur Pressekonferenz, 21.3., 10h Von: Radio Afrika TV ================================================ 10 Mende, Die sexuelle Welle Von: promedia at mediashop.at ================================================ 11 Wien, 23.03.2007 | Buchpräsentation "Kritik der Kreativität" Von: eipcp ================================================ 12 DV8-FILM empfiehlt PRINCESAS - ab 16. März - österreichweit im Kino Von: DV8-Film NEWSLETTER ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 13 Jerzy Montag zum anstehenden "Feindaufklärung"-Prozeß Von: Café Critique ================================================ 14 Aufrecht, Standhaft, Unbeugsam Von: Peter Pils ================================================ 15 KPÖ/Eurofighter/Flugstunde/Kosten/Sozialpolitik Von: KPÖ-Information ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 16 Heiligendamm -- Berlin -- München Von: Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 KUNDGEBUNG zum Jahrestag des Angriffs auf den Irak Von: Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering ================================================ Liebe Friedensfreundinnen und Friedenfreunde! Am Dienstag, 20. März 2007 veranstalten die Sozialistische Jugend Wien, die Linkswende und andere Gruppen eine Kundgebung zum Jahrestag des Angriffs auf dem Irak: KEIN ANGRIFF AUF DEN IRAN um 17.30 Uhr vor der US-Botschaft in Wien. Mit solidarischen Friedensgrüßen! Alois Reisenbichler Kein Angriff auf den Iran! KUNDGEBUNG zum Jahrestag des Angriffs auf den Irak Dienstag, 20. März 2007 17.30 Uhr, US-Botschaft (Währinger Straße - Ecke Boltzmanngasse) Über 655 000 Iraker und Irakerinnen, über 3 000 US SoldatInnen und 130 britische SoldatInnen sind bisher im Irak-Krieg gestorben. Die Situation im Irak eskaliert, in Afghanistan sterben immer mehr Menschen, US-Bomben fallen in Somalia und die Drohungen gegen den Iran werden immer ernster. Die Mehrheit der irakischen Bevölkerung und die Mehrheit der US-Bevölkerung sind für den Abzug der Truppen. In Washington gingen am 27. Jänner eine halbe Million Menschen gegen den Krieg auf die Straße. Die Regierung Bush verfolgt aber weiter ihre Strategie des "Kriegs gegen Terror" um ihre globale Dominanz zu sichern. Wir erinnern uns alle noch sehr gut an die Lügen über Saddam Husseins Verbindungen zur Al Qaida und seine Massenvernichtungswaffen. Die aktuellen Enthüllungen über iranische Atomwaffenprogramme und über Irans angebliche Verantwortung für das Chaos im Irak lassen uns einen Angriff durch die USA befürchten. Ein Angriff auf den Iran würde die Schrecken unter denen die irakische Bevölkerung jetzt schon leidet ins Unermessliche steigern. Ein Angriff auf den Iran hätte weltweit verheerende humanitäre, ökonomische, militärische und Umwelt-zerstörende Folgen. Ein Angriff auf den Iran würde jede Opposition im Iran selbst ersticken. Wir protestieren daher am 20.März, dem Jahrestag des Angriffs auf den Irak, einem internationalen Aktionstag, gegen die Kriegstreiberei der US-Eliten und ihrer Verbündeten. Wir fordern: Stoppt den Krieg der USA und ihrer Verbündeten in Afghanistan und im Irak. Kein Angriff auf den Iran. Das Ende der aggressiven US-Außen-Politik. Im Kriegsfall müssen die Grenzen der EU für Flüchtlinge geöffnet werden. ================================================ 03 It's STILL the oil: Secret Condi Meeting on Oil Before Invasion Von: Greg Palast ================================================ It's STILL the oil: Secret Condi Meeting on Oil BeforeInvasion by Greg Palast Sunday, March 18, 2007 Four years ago this week, the tanks rolled for what President Bushoriginally called,"Operation Iraqi Liberation" -- O.I.L. I kid you not. And it was four years ago that, from the White House, George Bush,declaring war, said, "I want to talk to the Iraqi people." ThatDick Cheney didn't tell Bush that Iraqis speak Arabic well, never mind.I expected the President to say something like, "Our troops arecoming to liberate you, so don't shoot them." Instead, Mr. Bushtold, the Iraqis, "Do not destroy oil wells." Nevertheless, the Bush Administration said the war had nothing todo with Iraq's oil. Indeed, in 2002, the State Department stated, and itsofficial newsletter, the Washington Post, repeated, that State'sIraq study group, "does not have oil on its list ofissues." But now, we've learned that, despite protestations to the contrary,Condoleezza Rice held a secret meeting with the former Secretary-Generalof OPEC, Fadhil Chalabi, an Iraqi, and offered Chalabi the job of OilMinister for Iraq. (It is well established that the President of theUnited States may appoint the cabinet ministers of another nation if thatappointment is confirmed by the 101st Airborne.) In all the chest-beating about how the war did badly, no one seems toremember how the war did very, very well -- for Big Oil. The war has kept Iraq's oil production to 2.1 million barrels a day frompre-war, pre-embargo production of over 4 million barrels. In the oilgame, that's a lot to lose. In fact, the loss of Iraq's 2 million barrelsa day is equal to the entire planet's reserve productioncapacity. In other words, the war has caused a hell of a supply squeeze -- and BigOil just loves it. Oil today is $57 a barrel versus the $18 a barrelprice under Bill "Love-Not-War" Clinton. Since the launch of Operation Iraqi Liberation, Halliburton stock hastripled to $64 a share -- not, as some believe, because of those Iraqreconstruction contracts -- peanuts for Halliburton. Cheney's formercompany's main business is "oil services." And, as one oilmancomplained to me, Cheney's former company has captured a big hunk of therise in oil prices by jacking up the charges for Halliburton drilling andpiping equipment. But before we shed tears for Big Oil's having to hand Halliburton itsslice, let me note that the value of the reserves of the five biggest oilcompanies more than doubled during the war to $2.36 trillion. And that was the plan: putting a new floor under the price of oil.I've have that in writing. In 2005, after a two-year battle with theState and Defense Departments, they released to my team at BBC Newsnightthe "Options for a Sustainable Iraqi Oil Industry." Now, youmight think our government shouldn't be writing a plan for anothernation's oil. Well, our government didn't write it, despite theState Department seal on the cover. In fact, we discovered that the323-page plan was drafted in Houston by oil industry executives andconsultants. The suspicion is that Bush went to war to get Iraq's oil. That's nottrue. The document, and secret recordings of those in on the scheme, madeit clear that the Administration wanted to make certain America didnot get the oil. In other words, keep the lid on Iraq's oilproduction -- and thereby keep the price of oil high. Of course, the language was far more subtle than, "Let's cut Iraq'soil production and jack up prices." Rather, the report uses industryjargon and euphemisms which require Iraq to remain an obedient member ofthe OPEC cartel and stick to the oil-production limits --"quotas" -- which keep up oil prices. The Houston plan, enforced by an army of occupation, would, "enhance[Iraq's] relationship with OPEC," the oil cartel. And that's undoubtedly why Condoleezza Rice asked Fadhil Chalabi to takecharge of Iraq's Oil Ministry. As former chief operating officer of OPEC,the oil cartel, Fadhil was a Big Oil favorite, certain to ensure thatIraq would never again allow the world to slip back to the Clinton era oflow prices and low profits. (In investigating for BBC, I was told by theformer chief of the CIA's oil unit that he'd met with Fadhil regardingoil at Bush's request. Fadhil recently complained to the BBC. He deniedthe meeting with the Bush emissary in London because, he noted, he wassecretly meeting that week in Washington with Condi!) Fadhil, by the way, turned down Condi's offer to run Iraq's Oil Ministry.Ultimately, Iraq's Oil Ministry was given to Fadhil's fellow tribesman,Ahmad Chalabi, a convicted bank swindler and neo-con idol. But whicheverChalabi is nominal head of Iraq's oil industry in Baghdad, the orderscome from Houston. Indeed, the oil law adopted by Iraq's shaky governmentthis month is virtually a photocopy of the "Options" plan firstconceived in Texas long before Iraq was "liberated." In other words, the war has gone exactly to plan -- the Houston plan. Soforget the naïve cloth-rending about a conflict gone haywire. Exxon-Mobilreported a record $10 billion profit last quarter, the largest of anycorporation in history. Mission Accomplished. ********** Greg Palast is the author of the New York Times bestseller,Armed Madhouse: From Baghdad to New Orleans -- Sordid Secrets andStrange Tales of a White House Gone Wild. A new edition, updated andexpanded, will be released April 24. Palast hits the road with thenew Armed Madhouse tour beginning April 21 in Chicago; then toMadison, Portland, Eugene, San Francisco, San Jose, Los Angeles, SantaFe, New York (with Randi Rhodes) and Washington. The original tour wassponsored byCode Pink,Buzzflash,Working Assets,DemocracyNow! and many more. Add your group to the list bycontacting us. Watch Palast's originalBBC Newsnight Report. Subscribe to Palast's writings atwww.GregPalast.com You cancomment on this story (scroll to bottom) To Unsubscribe, pleaseclick here. ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 04 [Depot-news] Absage Veranstaltung 22.03. im Kreisky Forum Von: depot-news at mailman.sil.at ================================================ Leider muss d0ie Veranstaltung vom Donnerstag, 22.03. 2007 „Kosten und Nutzen von Diskursräumen“ im Kreisky Forum krankheitshalber verschoben werden. Wir werden Sie noch rechtzeitig über den neuen Termin informieren. Mit herzlichem Dank für Ihr Verständnis Depot und Kreisky Forum Depot Breitegasse 3 A-1070 Wien Tel: +43 1 522 76 13 www.depot.or.at ================================================ 05 Schlussstrich? - Geschichte der Restitution Von: Evangelische Akademie Wien ================================================ Presseinfo der EVANGELISCHEAKADEMIE WIEN ACHTUNG: GeänderterVeranstaltungsort! Wegen sehr großem Publikumsinteresse, findet die Veranstaltung nicht imPalais Epstein, sondern im Sitzungssaaldes Nationalratesim Parlamentsgebäude statt! Buchpräsentation und Diskussionsveranstaltung Schlussstrich? - Die Geschichte derRestitution Die Herausgeber – Verena Pawlowsky und Harald Wendelin -präsentieren ihre vierbändige Reihe „Raub und Rückgabe – Österreich von 1938 bis heute“. Die Reihe hat sich zum Ziel gesetzt, anhand der umfassendenErkenntnisse, die die Österreichische Historikerkommission jüngstvorgelegt hat, einen Überblick über das komplexe Thema der Restitutionvon Vermögen zu bieten, das im Dritten Reich entzogen wurde. Die Wiedergewinnung der österreichischen Identität und Staatlichkeitnach 1945 wurde erkauft durch die Verdrängung der Mitverantwortung undBeteiligung vieler Österreicher und Österreicherinnen amNationalsozialismus. Aus dem rechtlichen und politischen Kalkül der»Opferthese« wurde eine bequeme Argumentationshilfe dafür,Rückstellungen und Entschädigungen von vornherein nicht als»öffentliche« Aufgabe zu betrachten. Im Anschluss findet eine hochrangig besetzte Podiumsdiskussion zumThema „Die Republik und das NS-Erbe“ statt. DiskussionsteilnehmerInnen: Clemens Jabloner (Präsident des Verwaltungsgerichtshofes und ehem. Vorsitzender derÖsterreichischen Historikerkommission) Terezija Stoisits (Nationalratsabgeordnete) Kurt Scholz (Restitutionsbeauftragter der Stadt Wien) Gerhard Baumgartner (Historiker) Moderation: Eva Blimlinger (Historikerin) Zeit: Mittwoch, 21. März 2007, 17.30 Uhr Ort:Parlament, Sitzungssaaldes Nationalrates Dr.-Karl-Renner-Ring 3, Zentraleingang Einladende: Nationalratspräsidentin Barbara Prammer Mitveranstalter: Mandelbaum Verlag Anschließend sind Sie herzlich zu einem Buffet eingeladen. Bittebeachten Sie! Teilnahme nur mitbestätigter Einladung! Dies ist derInformations-Newsletter der Evangelischen Akademie Wien. Wir behandelnIhre Daten selbstverständlich streng vertraulich und geben IhreEmail-Adresse nicht an Dritte weiter. Sollte sich Ihre Adresse ändern,bitten wir Sie um entsprechende Information. Wenn Sie keine weiterenZusendungen mehr erhalten möchten, senden Sie bitte eine Email - mitdem Betreff oder Text "keine weiteren Zusendungen erwünscht". Vielen Dank. EvangelischeAkademie Wien Blumengasse 4/10 A-1180 Wien Tel.: 01/ 408 06 95-0 Fax: 01/ 408 06 95-33 e-Mail: akademie at evang.at http://www.evang-akademie.at ================================================ ================================================ 06 Literarische Archive - Vladimir Vertlib und Peter Schwarz - 20. März 2007 Von: Initiative Minderheiten Newsletter ================================================ LiterarischeArchive - Minderheiten-und MigrantInnenliteraturen und Geschichtsschreibung EineVeranstaltungsreihe der Initiative Minderheiten in Zusammenarbeit mitdem Literaturhaus Literaturhaus,Zieglergasse 26A, 1070 Wien Dienstag, 20. März 2007, 19.30 VladimirVertlib liest aus Das besondere Gedächtnis der RosaMasur, Mein erster Mörder und aus Essays zumThema Geschichte aus Minderheiten- bzw. Migrationsperspektive DanachGespräch mit Peter Schwarz LiterarischeArchive - Minderheiten-und MigrantInnenliteraturen und Geschichtsschreibung DieLiteratur macht wirklich, was die Geschichte vergaß. Und weildie Geschichte das Gewesene war, wird die Literatur das anbieten, wasdie Geschichte niemals gewesen war (Carlos Fuentos, anlässlichseiner Eröffnungsrede am 5. Internationalen LiteraturfestivalBerlin, 6. 9. 2005). Wieübersetzen AutorInnen mit Minderheiten- undMigrationshintergrund Geschichte und wie führen sie diese in dieGegenwart? Wie werden Erfahrungen von Diskriminierung, Rassismus undEmigration erlebt und in Sprache und Literatur geformt undrepräsentiert? Welche Leerstellen füllt diese Literatur inder Geschichtsschreibung aus? Was kann Literatur, was Geschichtenicht vermag? Und wie kann Geschichte aus einer diasporischen,postmodernen Perspektive erzählt werden? Dieseund andere Fragen werden im März 2007 an drei Abenden mitAutorInnen, TheoretikerInnen, PraktikerInnen aufgeworfen unddiskutiert. Programm Dienstag,6. März 2007, 19.30 StefanHorvath liest aus seinem Buch "Katzenstreu" DanachGespräch mit Mirjam Karoly Dienstag,13. März 2007, 19.30 Sun-juChoi liest aus "zuhause - Erzählungen von deutschenKoreanerinnen" DanachGespräch mit Vlatka Frketic Dienstag,20. März 2007, 19.30 VladimirVertlib liest aus "Das besondere Gedächtnis der RosaMasur", "Mein erster Mörder" und aus Essays zumThema "Geschichte aus Minderheiten- bzw. Migrationsperspektive" DanachGespräch mit Peter Schwarz Biographien Sun-juChoi, Regisseurin, arbeitet als Journalistin und Drehbuchlektorin.Sie ist Mitglied von Kanak Attak und Kanak TV und war alsRechercheurin zum Thema Migration aus Korea nach Deutschland an derAusstellung "Projekt Migration" in Köln beteiligt. Sielebt in Berlin VlatkaFrketic, arbeitet aus Perspektiven der queer politics und derKritischen Diskursanalyse im Bereich Migration, Antirassismus undAntidiskriminierung StefanHorvath, Jahrgang 1949, lebt in der Roma-Siedlung in Oberwart. 1995verlor er bei der Detonation der Oberwarter Rohrbombe unweit derSiedlung einen Sohn. Veröffentlichungen "Ich war nicht inAuschwitz" und "Katzenstreu" MirjamKaroly, Politologin. Beschäftigung mit Minderheitenpolitikinbesondere Roma und Sinti, Genderfragen. 1998-2004 Mitarbeiterin vonRomano Centro; 2000-2004 Mitglied des Volksgruppenbeirates fürRoma und Sinti, 2004-2005 Projektarbeit bei der OSZE Kontaktstellefür Roma und Sinti Angelegenheiten; während derÖsterreichischen EU-Ratspräsidentschaft in derMenschenrechtsabteilung des BMaA tätig; derzeit Leiterin desThara-Hauses PeterSchwarz, seit 1996 Geschäftsführer von ESRA; seit 1972aktiv in jüdischen (Jugend-) Organisationen; 1996/97 Referent imGrünen Parlamentsklub mit dem Schwerpunkt Aufarbeitung derFolgen der Verfolgung von Menschen durch das NS-Regime VladimirVertlib, geboren 1966 in Leningrad (St. Petersburg), emigrierte 1971mit seiner Familie nach Israel. Später übersiedelte er nachÖsterreich, dann wieder zurück nach Israel, in die USA undschließlich wieder nach Österreich, wo er seit 1981 lebt.Er studierte Volkswirtschaftslehre in Wien und lebt heute inSalzburg. 2001 erhielt er den Förderpreis zumAdelbert-von-Chamisso-Preis sowie den Anton-Wildgans-Preis Konzeption und Druchführung SilviaBartl CorneliaKogoj Grafik Toledoi Dertschei Gefördertdurch WienKultur BezirksvorstehungNeubau InitiativeMinderheiten GumpendorferStraße 15/13 1060Wien www.initiative.minderheiten.at www.gastarbajteri.at ================================================ ================================================ 07 ChristInnen fuer die Friedensbewegung Von: Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering ================================================ Für Wiener Terminkalender: Sonntag, dem 15. April 2007, 16.00 Uhr Ak.Prof. DDr. Alfred Kirchmayr: "WAS IST ,SICHERHEIT?' - tiefenpsychologische Ein-Sichten in das destruktive Zusammenspiel von Angst, Herrschaft und Sicherheitsstreben". Professor Kirchmayr ist katholischer Theologe, Psychoanalytiker und Buchautor (u. a. "Religionsverlust durch religiöse Erziehung?" gemeinsam mit Erwin Ringel). Ort: Evangelischen Pfarrgemeinde HB, 1150 Wien, Schwegler Straße 39 (U3 "Schwegler Straße") -------------------------------- Lange Nacht der Kirchen am Freitag, 1. Juni 2007 Prophetischer Widerstand für soziale Gerechtigkeit und Frieden von 19.30 Uhr bis 21.00 Uhr Angesichts der globalen Bedrohungen ist prophetisches Denken und Handeln für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung notwendig. Christinnen und Christen sind weltweit für eine andere, eine gerechtere und friedlichere Welt engagiert. - Mit Dr. Leo Gabriel (Journalist, Austrian Social Forum) und Gerhilde Merz (Evangelische Frauenarbeit, Pax Christi Oberösterreich), Diskussionsleitung: OKR a.D. Dr. Balazs Nemeth. Ort: Evangelischen Pfarrgemeinde HB, 1150 Wien, Schwegler Straße 39 (U3 "Schwegler Straße") -- AKTIONSGEMEINSCHAFT CHRISTINNEN UND CHRISTEN FÜR DIE FRIEDENSBEWEGUNG Kaplan Franz Sieder, Vorsitzender A-3300 Amstetten, Kirchenstraße 16 Telefon 07472 646 16 www.friedenschristen.at.tf www.friedenschristinnen.at.tf ================================================ 08 Aktionstag des WEltsozialforums gegen Krieg und BEsatzung Von: Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering ================================================ Alois Reisenbichler Rede bei der Kundgebung am Aktionstag des Weltsozialforums gegen Krieg und Besatzung am 17. März 2007 am Wiener Stephansplatz Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde, in dieser Woche wurde eines engagierten Friedensaktivisten gedacht - des am 13. März 2004 verstorbenen Kardinal Dr. Franz König. Kardinal König hat der Hiroshima-Aktion, die jeden 6. August hier am Wiener Stephansplatz von der Wiener Friedensbewegung und der Hiroshima-Gruppe veranstaltet wird, 1999 folgende Grußadresse geschickt: "Auch an der Schwelle des neuen Millenniums steht die Welt an verschiedenen Orten immer noch vor kriegerischen Auseinan­dersetzungen. Und immer ausgefeiltere Werkzeuge des Krieges lauern in den Arsenalen. Die Notwendigkeit, eine Solidarität des Friedens aufzubauen, wird noch dringender. Ich danke allen, die diese Notwendigkeit erkennen und immer mehr Menschen dafür gewinnen, um eine Front des gewaltlosen Widerstandes aufzubauen. Wir befinden uns alle in einem Boot und können nur gemeinsam in Frieden leben oder untergehen." Dies könnte auch das Motto des heutigen Aktionstages des Weltsozialforums und des Österreichischen Sozialforums sein. Am 20. April 2003 schrieb Kathpress: "Schon das Zweite Vatikanische Konzil sei dafür eingetreten, auf der Basis einer Übereinkunft zwischen allen Nationen jeglichen Krieg absolut zu ächten. Das erfordere eine ,von allen anerkannte, internationale Weltautorität'. Der Irak-Krieg habe gezeigt, wie territoriale und nationale Interessen die Politik beherrschen und wie ungeheuer die Vernichtungskraft ist, stellte Kardinal König fest: ,Wer sich das bewusst macht, sieht, dass eine Weltpolitik auf dieser Basis in die Katastrophe führt'. Hier gehe es nicht mehr nur um den Konflikt zwischen Nationen, sondern zwischen ganzen Kontinenten, ,Kulturen und Weltbildern'." Millionen haben bei Aktionstag des Weltsozialforums am 15. Februar 2003 gegen den damals drohenden Irak-Krieg protestiert, Millionen sind weltweit gegen Krieg und Aufrüstung, gegen Besatzung und Terror aufgestanden. Heute fordern wir wie viele Friedensaktivistinnen und Friedensaktivisten - zum Beispiel auch in den USA - den Abzug der fremden Truppen aus dem Irak und aus Afghanistan und einen sofortigen Stopp aller Kriegsvorbereitungen gegen die Menschen im Iran. In wenigen Wochen findet in Wien die Vorbereitungstagung für die nächste Konferenz zum Atomsperrvertrag (NPT) statt. Wir sagen Nein zu allen Atomwaffen und zu allen Plänen, Atomwaffen zu bauen. Unser Nein gilt selbstverständlich für Nordkorea genauso wie für alle so genannten "neuen" Atommächte. Dieses Nein gilt aber ebenso für alle "alten" Atommächte. Es ist ein Verbrechen, dass die Vereinigten Staaten von Amerika anderen Staaten mit Einsatz von Atomwaffen drohen. Die Atomwaffen in den beiden EU-Staaten Großbritannien und Frankreich gehören genauso abgeschafft wie jene in China oder Russland. Es ist allerdings eine riesengroße Verlogenheit, einerseits die eigenen Atomwaffen um bis 30 Milliarden Euro zu modernisieren und andererseits gegen angebliche Atomwaffenpläne in anderen Staaten aufzutreten. Großbritannien hat diese Woche gegen großen Widerstand der Bevölkerung eben jene 30 Milliarden Euro für die Atomwaffen beschlossen - und alle anderen EU-Regierungen haben weggeschaut und geschwiegen. Die Europäische Union soll doch mit positivem Beispiel vorgehen und als wichtigen Schritt zu einem atomwaffenfreien Europa die Atomwaffen in den EU-Staaten abschaffen. Vor einem Monat hat im Salzburger Friedensbüro der Palästinenser Noah Salameh über die immer schlechter werdende Situation in den besetzten Gebieten Palästinas berichtet. Er hat erzählt, wie schwierig es für ihn als moslemischen Pazifisten ist, für eine gewaltfreie Lösung des Konfliktes einzutreten, angesichts der immer größer werdenden sozialen Ungerechtigkeit, angesichts der unmenschlichen israelischen Besatzungspolitik und auch angesichts der manchmal geringen Solidarität, ja sogar des Schweigens der Weltöffentlichkeit. Weil wir wollen, dass die Menschen in Palästina und die Menschen in Israel in Frieden und menschenwürdig leben können, sagen wir Nein zur Besatzung Palästinas und sind wir solidarisch mit der allen Menschen, die sich für Gerechtigkeit und Frieden einsetzen, in Palästina genauso wie in Israel. Als FriedensaktivistInnen sagen wir ein klares Nein zum Terror. Terror ist nie fortschrittlich, Terror ist gegen den Inhalt jeder Weltreligion. Es ist ein Verbrechen gegen die eigene Religion, wenn Krieg oder Terror in scheinheiliger und verlogener Weise zur Legitimierung der eigenen Machtpolitik missbraucht wird. Das gilt für den angeblichen "Christen" Bush und seine verbrecherische Angriffskriege genauso wie - unter genauso vielen Anführungszeichen - angebliche "islamische" Terroristen. Es ist nicht zufällig, dass die weltweite Bewegung gegen die neoliberale Wirtschaftspolitik, gegen jenen "Terror der Ökonomie", der weltweit jedes Jahr Millionen Hungertote fordert, heute für Frieden und gegen Krieg und Besatzung auftritt. Es würde den Rahmen dieser Rede sprengen, die Zusammenhänge zwischen Neoliberalismus und Unfrieden aufzuzeigen, aber eines steht fest: Imperialismus, Kapitalismus und Krieg gehören zusammen wie andererseits soziale Gerechtigkeit und Frieden zusammengehören. Daher fordern wir von der Bundesregierung des neutralen Österreichs ein aktives Auftreten gegen die Kriegspolitik der USA genauso wie gegen die zunehmende Militarisierung der Europäischen Union. Aus der Europäischen Union darf keine atomare Supermacht werden. Die immerwährende Neutralität Österreichs ist ein Beispiel für die gesamte EU: Niemals wieder sollen Soldaten und eventuell auch Soldatinnen auf den Schlachtfeldern für Großmacht- und Konzerninteressen sterben. Die NPT-Konferenz in Wien ist auch eine Chance für das neutrale Österreich, das in seiner Verfassung Atomwaffen und Atomkraftwerke verbietet, für eine Welt ohne Atomwaffen einzutreten. Wir fordern eine aktive Rolle des neutralen Österreichs für den Frieden im Nahen Osten in der Tradition von Bruno Kreisky. Wir fordern ebenso ein andere Wirtschaftspolitik, die weltweit sowie auch in der EU und in Österreich ein mehr an sozialer Gerechtigkeit schafft. Wir stehen heute am Stephansplatz und gehen zur US-Botschaft. Wir arbeiten und engagieren uns weiter - am Samstag, 24. März 2007 demonstrieren wir vor dem Parlament um 13.00 Uhr gegen die unsinnigen Abfangjäger. Wir kämpfen weiter, weil wir mit dem Weltsozialforum, dem Europäischen Sozialforum und dem Österreichischen Sozialforum überzeugt sind: Eine Welt ohne Atomwaffen und ohne Krieg ist möglich! Eine sozial gerechtere und friedlichere Welt ist möglich. Eine andere Welt ist möglich. ================================================ 09 Einladung zur Pressekonferenz, 21.3., 10h Von: Radio Afrika TV ================================================ Einladung zur Pressekonferenz und journalistischen Talk Show Anlässlich des zehnten Jubiläums von Radio Afrika International laden wir Sie herzlich zu einer Pressekonferenz & journalistischen Talk Show in unsere neu eröffneten Räumlichkeiten ein. Mittwoch, 21. März 2007 10 Uhr Argentinierstraße 28, 1040 Wien nach der Präsentation der Bilanz von 10 Jahre Radio Afrika International durch Mag. Alexis Nshimyimana Neuberg, Gründer und Leiter von Radio Afrika TV, werden folgende Themen diskutiert, wo Ihre Meinung dazu erwünscht ist: - Afrikanisches Medium: Wozu? - Afrika und AfrikanerInnen in den Österreichischen Medien - Herausforderung zur Etablierung eines afrikanischen Mediums - Österreich im Vergleich mit Internationalen Medien über Afrika und AfrikanerInnen Als Mitdiskutierende sind u. a. folgende Persönlichkeiten eingeladen: Prof. Dr. Thomas Bauer: Universität Wien/ PKW Dr. Vladislav Marjanovic: Redakteur bei Radio Afrika TV Herr Lakis Jordanopulus: ORF/ Heimat Fremde Heimat Herr Rainer Rosenberg: ORF Moderation: Alexis Nshimyimana Neuberg Im Anhang befinden sich die Einladungen: Einlad_RATV_Pressekonferenz.pdf Einlad_RATV_Abendgala.pdf Pressetext_RATV_Fruehlingsball.pdf Wir freuen uns auf Ihr Kommen! Mit freundlichen Grüßen, Katharina Schleicher i.A.v. Mag. Alexis Neuberg Radio Afrika TV -- Radio Afrika TV Argentinierstrasse 28/1 1040 Wien/Vienna Austria Tel/Fax: 0043/ 1 943 70 45 www.radioafrika.net ================================================ ================================================ 10 Mende, Die sexuelle Welle Von: promedia at mediashop.at ================================================ Promedia Verlag und Galerie "mel-contemporary" laden zur:Buch- und Bildpräsentation von Julius Mende, Die sexuelle Welle.ZwischenSinnlichkeit und Vermarktung. Bilder und Texte ISBN 978-3-85371-266-5, br., 240 Seiten, reich und farbigbebildert, 19,90 Euro Kraft.Punkt.Schau des Malers und Autors JuliusMende Wann? Mittwoch,28. März 2007, um 19 Uhr Wo? In derGalerie mel-contemporary, Christineng. 2, 1010 Wien im Anschluss an die Präsentation wird ein Gläschen Wein gereicht. Mit freundlichen Grüßen Hannes Hofbauer/ Promedia Verlag P.S.: Das Buch liegt im gut sortierten Buchhandel aufoder kann direkt beim Verlag bestellt werden: Promedia Verlag Wickenburgg. 5/12 1080 Wien promedia at mediashop.at www.mediashop.at ================================================ ================================================ 11 Wien, 23.03.2007 | Buchpräsentation "Kritik der Kreativität" Von: eipcp ================================================ Discursivelines ofinstitutional critique Kritikder Kreativität: Buchpräsentation und Diskussion Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien 23. März 2007, 19 Uhr Kreativitätzieht wieder. Durch Esoterik und katholischenKreationismus, durch die Hypes der Creative Industries und dieHochflüge derdigitalen Boheme zieht sich eine Renaissance des Schöpferischen. Geradein derUmgebung kritischer Kunstpraxis und kollektiver Wissensproduktion hatsichjedoch zugleich eine reichhaltige Landschaft der Kritik der Kreativitätentwickelt, der auch die heterogenen Ansätze angehören, wie sie imneuestenBand der eipcp-Reihe republicart bei Turia+Kant versammelt sind. GeraldRaunig / Ulf Wuggenig (Hg.), Kritik derKreativität, Wien: Turia+Kant 2007 (republicart, Band 6) Mit Beiträgen von Beatrice von Bismarck, Luc Boltanski, EveChiapello, Brigitta Kuster, Maurizio Lazzarato, Esther Leslie, IsabellLorey,Angela McRobbie, Pierre-Michel Menger, Monika Mokre, Yann MoulierBoutang,Klaus Neundlinger, Stefan Nowotny, Marion von Osten, DimitrisPapadopoulos,Gerald Raunig, Suely Rolnik, Peter Scheiffele, Vassilis Tsianos, PaoloVirno,Ulf Wuggenig. http://transform.eipcp.net/publications/schriftenreihe/republicart6 Diskussionmit: Monika Mokre, Politikwissenschaftlerin, eif, Akademie derWissenschaften Marion von Osten, Künstlerin, Kulturwissenschaftlerin undAusstellungsmacherin, Akademie der bildenden Künste Gerald Raunig, Philosoph, eipcp InKooperation mit Turia+Kant --- Vorankündigung: translate discursivelines The Halfmoon Files. Film Screening und Diskussion 26.3.2007, 19.00 | Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien http://translate.eipcp.net/Actions/discursive/lines/halfmoonfiles --- eipcp - european institute for progressive cultural policies a-1060 vienna, gumpendorfer strasse 63b a-4040 linz, harruckerstrasse 7 contact at eipcp.net http://www.eipcp.net FallsSie keine weiteren Informationen des eipcperhalten wollen, senden Sie bitte ein e-mail mit dem subject'unsubscribe' an contact at eipcp.net. ================================================ ================================================ 12 DV8-FILM empfiehlt PRINCESAS - ab 16. März - österreichweit im Kino Von: DV8-Film NEWSLETTER ================================================ DV8-FILM empfiehlt ab 16. März imKino PRINCESAS Spanien/Frankreich2005, 113 min Regie und Buch: FernandoLeón de Aranoa Musik: Alfonso de Vilallonga, Manu Chao Mit: Candela Peña, Micaela Nevárez, Mariana Cordero, Llum Barrera Goya 2006 an Candela Peña für die beste Hauptrolle Goya2006 an MicaelaNevárez für die beste Nebenrolle Goya2006 an ManuChao für den besten Titelsong Princesas erzählt von zwei Frauen inMadrid, die mit ihrem Körper ihren Lebensunterhalt verdienen. Caye ist knappdreißig, mit frecher Ponyfrisur und eigenwilligem Charme, erfahren im Umgangmit Freiern und mädchenhaft in ihrer Sehnsucht nach einem Glück, an das sieselbst kaum glaubt. Zulema kommt aus der Dominikanischen Republik, eineImmigrantin ohne Papiere, die ihrem Sohn in der Heimat Geld und Fotos aus einerscheinbar sicheren Welt nach Hause schickt, um ihm ein besseres Leben zuermöglichen. Anfangs stehen sie auf unterschiedlichen Seiten in einer Welt, diewenig Platz für Träume lässt. Was Zulema vor allem braucht, ist dieAufenthaltserlaubnis. Ohne Papiere ist sie der Willkür ihrer Freierausgeliefert, ständig in Sorge davor, aufgegriffen und abgeschoben zu werden. Alssich Caye und Zule begegnen, leben sie in unterschiedlichen, einanderfeindseligen Welten. Viele der spanischen Mädchen sehen in den ausländischenProstituierten unwillkommene Konkurrentinnen, die ihnen mit exotischen Tricksund niedrigen Preisen die Kunden wegnehmen. Doch bald werden sie zuKomplizinnen und zeitweise zu ‚Prinzessinnen’, wenn es gelingt, den Alltaghinter sich zu lassen... FernandoLeón de Aranoa ist mit „Princesas“ nach „Montags in der Sonne“ der zweite Millionenerfolg im spanischen Kinogelungen. Mit großer Liebe für seine Figuren, brillanten Dialogen,tragikomischem Humor und Bildern in berührender Balance von Nähe und Distanzerzählt er von Frauen in der Schattenwelt der käuflichen Körper, von ihrenTräumen, ihrem Alltag, ihrer Verzweiflung und ihrer Zärtlichkeit. Candela Peñaund Micaela Nevárez wurden mit dem Spanischen Filmpreis Goya als besteSchauspielerinnen, Manu Chao für den Titelsong ausgezeichnet. „Es gibt ihn auch in Princesas,jenen bissig ironischen Unterton angesichts der sozialen Misere, der schon inFernando Leóns Montags in der Sonne für unvergessliche Momente sorgte und dieProtagonisten trotz ihrer Perspektivlosigkeit immer wieder zu ungeahntenHöhenflügen abheben ließ. Princesas ist ein Film, der in perfekterBalance zwischen sozialer Realität und Hoffnung auf Veränderung von soeinfachen Werten wie Solidarität und Menschlichkeit erzählt, ganz ohne Pathos,unspektakulär und würdevoll zurückhaltend, wie er überhaupt das ThemaProstitution ohne jede Spur von Voyeurismus anzugehen versteht. Einbezauberndes Milieu-Märchen!“ NEUE ZÜRCHER ZEITUNG Ab 16.März: Filmcasino, OmU W3, deutscheSynchronfassung Cinema Paradiso St.Pölten,deutsch Moviemento Linz, OmU Volkskino Klagenfurt, OmU Ab 23.März: Cinematograph Innsbruck, OmU Ab 6.April: KIZ Graz, OmU Geidorf Graz, deutsche Synchronfassung Viel Vergnügen bei PRINCESASwünscht Ihnen DV8-FILM office at identities.at Postfach 282 1071 Wien T. +43 1 524 62 74 F. +43 1 522 98 74 www.identities.at ! WICHTIG ! Dies ist kein unerwünschtes Mail lt Telekomgesetzes vom 1. 3. 2006, sondern einkostenloser Infoservice von DV8-FILM. Wenn Sie den DV8-Newsletter nicht mehrerhalten wollen oder irrtümlich in unserem Verteiler sind, bitte ein formlosesRetourmail mit REMOVE im Betreff. Ihre Adresse wird dann gelöscht. ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 13 Jerzy Montag zum anstehenden "Feindaufklärung"-Prozeß Von: Café Critique ================================================ David Goldner kann hoffen Zur heutigen Entscheidung des Bundesgerichtshofes in Karlsruhe darüber, ob die Verbreitung von Anti-Nazi-Symbolen strafbar ist, erklärt Jerzy Montag, rechtspolitischer Sprecher der Grünen und Wahlkreisabgeordneter von München-Süd: Mit der heutigen Entscheidung des BGH, dass durchgestrichene Hakenkreuze nicht strafbar sind, kommt eine bittere Posse zu einem guten Ende. Jetzt kann man hoffen, dass auch das Urteil gegen den Studenten David Goldner keinen Bestand haben wird. Ich habe mich entschlossen, David Goldner vor der Bayerischen Justiz beizustehen. Er wurde am 10.1.2005 vor dem Amtsgericht Garmisch Partenkirchen zu einer Geldstrafe verurteilt. Der dortige Amtsrichter Klarmann, ist seit vielen Jahren und bundesweit als völlig unmöglicher Rechtsanwender bekannt und berüchtigt.Goldner hatte auf dem Weg zu Demonstrationen gegen die jährliche Feier der Gebirgsjäger auf dem Hohen Brendten bei Mittenwald Flugblätter bei sich, mit denen für eine Autorenlesung aus einem Buch geworben wurde, welches sich kritisch mit antisemitischen und postnazistischen Tendenzen auch im Islamismus beschäftigt. Das auf den Flugblättern abgebildet Buch-cover zeigt einen Aufmarsch von Kämpfern der Hisbollah, die in Reih und Glied die rechte Hand zu einem Gruß erheben, der dem Hitlergruß täuschend ähnlich wirkt.Die linksphobische Gesinnung des Richters Klarmann entspricht seinem Urteil gegen Goldner. Linke sind ihm ein Gräuel, Antifaschismus ist für ihn ein Vergehen. Die Begründung des Urteils ist völlig wirr und widersprüchlich.Um die seit 48 Jahren auf dem Hohen Brendten abgehaltene Messe und den Aufmarsch der Veteranen der Gebirgsjäger gibt es seit langem eine erbitterte Debatte. Die Veranstalter sehen sich als brave Traditionspfleger, ganz auf dem Boden des Grundgesetzes. Die Kritiker sprechen von Ewiggestrigen und Revanchisten, die die Verbrechen der Wehrmacht leugnen und verharmlosen.Richter Klarmann schreibt nun, und das scheint mir der Kernsatz des Urteils: "Der Flyer sollte nach Überzeugung des Gerichts nicht der Werbung für das Buch dienen, sondern als Hinweis, dass es sich bei der Brentenfeier um ein 'nationalsozialistisches' Ereignis handelt". Dazu gibt der Text des Flugblatts zwar nichts her, dort ist die Feier der Gebirgsjäger auf dem Hohen Brendten mit keinem Wort erwähnt. Auch ein Bezug der Hisbollah zu den Gebirgsjägern der Bundeswehr oder der Wehrmacht wird nicht hergestellt.Aber egal: Ob Goldner den angeblichen Nationalsozialismus auf der Feier kritisieren wollte oder ob er für den Autor und sein Buch werben wollte, der den "Vernichtungswahn, der auf Juden und Jüdinnen zielt" ( so der Text des Flugblatts ), im Islamismus der Hisbollah kritisiert, in beiden Fällen wollte David Goldner etwas gegen den Geist des mörderischen Nationalsozialismus und Antisemitismus unternehmen und nicht Bestrebungen einer ehemaligen nationalsozialistischen Organisation fortsetzen.Dass er deswegen von der Bayerischen Polizei verfolgt, von der Bayerischen Staatsanwaltschaft angeklagt und von der Bayerischen Justiz verurteilt wurde, ist ein politischer Skandal, der weiter reicht als des Richters Klarmanns wirres Urteil.Die Verteidigung von David Goldner hat Revision eingelegt.Jetzt ist das Oberlandesgericht in München gefordert. Es sollte zum Bundesgerichtshof nach Karlsruhe schauen und sich nicht als politisches Kampfmittel gegen Linke und Antifaschisten instrumentalisieren lassen. Stephan Grigat (Hg.): Feindaufklärung und Reeducation. Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus. ça ira: Freiburg 2006, 316 Seiten, 14,- Euro, ISBN: 3-924 627-93-2 ================================================ ================================================ 14 Aufrecht, Standhaft, Unbeugsam Von: Peter Pils ================================================ Aufrecht, Standhaft, Unbeugsam - SPÖ http://www.scholemandfriends.com/Innenpolitik/Aufrecht.htm ================================================ 15 KPÖ/Eurofighter/Flugstunde/Kosten/Sozialpolitik Von: KPÖ-Information ================================================ KPÖ-Pressedienst – Drechslergasse 42, 1140 Wien – Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 – Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail info at kpoe.at – Web www.kpoe.at - Ausgabe vom 19. März 2007 Die KPÖ bezeichnet Eurofighter-Kauf als sozialpolitisch pervers Eine Eurofighter-Flugstunde kostet mehr als die meisten ÖsterreicherInnen im Jahr verdienen In den Kosten einer einzigen Flugstunde von 27.777 Euro kommt die volle Perversität des Kaufes der Eurofighter zum Ausdruck. Diese Summe ergibt sich aus den Angaben von Air-Chief Erich Wolf von jährlichen 50 Millionen Euro Kosten für 1.800 Flugstunden: „Damit wird in nur einer Stunde mehr Geld sinnlos verblasen als die meisten Menschen in Österreich im Jahr verdienen“, kritisiert KPÖ-Bundessprecher Mirko Messner. Es ist politisch unverantwortlich, einerseits im Sozialbereich den Rotstift anzusetzen und gleichzeitig für die Rüstung Milliarden an Steuergeldern zu verpulvern. Die umstrittenen Eurofighter verschlingen mindestens fünf Milliarden Euro: Laut Eurofighter-Untersuchungsausschuss-Vorsitzendem Peter Pilz (Grüne) kommen zum Kaufpreis von 2,9 Milliarden Euro für die geplanten 18 Kampfflugzeuge samt Zusatzinvestitionen laufende Betriebs- und Erhaltungskosten von 2,1 Milliarden Euro für den Betriebszeitraum von dreißig Jahren. Eine aktive Neutralitätspolitik vorausgesetzt gibt es überhaupt keine Notwendigkeit einer umfassenden Luftverteidigung wie die Parlamentsparteien behaupten. Damit bekräftigt die KPÖ ihre grundsätzliche Ablehnung jeder Abfangjäger. Die Eurofighter ergeben nur als Baustein der EU-Militarisierung und für eine Euroarmee bzw. die „Battle Groups“ einen Sinn, was jedoch jedem elementaren Neutralitätsverständnis widerspricht, weil sie auf offensive Militäroperationen zur Sicherung der Interessen der EU-Konzerne gerichtet ist. Die KPÖ sieht ihre Ablehnung von Abfangjägern auch im Zusammenhang mit ihrer Forderung nach Auflösung des Bundesheeres als Ausdruck einer konsequent antimilitaristischen Politik: „Gerade in Zeiten weltweit forcierter Aufrüstung und Profitmaximierung einerseits und zunehmender Armut und sozialer Unsicherheit für immer mehr Menschen muss die Widersinnigkeit aller Rüstungsausgaben grundsätzlich thematisiert werden“, so Messner abschließend. ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 16 Heiligendamm -- Berlin -- München Von: Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - Erklärung zur Diskussion der "Gewaltfrage" - Gegner des G8-Gipfels haben bislang 79 Straftaten verübt - HOLY DAMN IT - Ringen der G8-Gegner - Punktsieg für Globalisierungskritiker! - 25.-28. Mai: Wittensee Camp 2007 - die ruhe vor dem sturm - 18. - 19.5. Flensburg: Anti-G8-Festival - 27. - 29.4. Hamburg: Linker Jugendkongress gegen G8 - Aufruf des atomic café - Aufruf G8 AG im Berliner Sozialforum - Aufruf Netzwerk Linke Opposition - Kurzaufruf Antikapitalistischer und Antikolonialer Block - SiKo'06: 11 Monate Haft für Antiimperialisten ------------------------------------------------------------------------------ Erklärung zur Diskussion der "Gewaltfrage" Erklärung des bundesweiten Dissent-Treffens vom 2. - 4.3.2007 in Hamburg zur Diskussion der "Gewaltfrage" innerhalb des G8-Koordinierungskreises 1) Das Dissent-Treffen akzeptiert verschiedene Aktionsformen. 2) Dissent kritisiert Aussagen Einzelner gegenüber der Presse bezüglich Gewaltfreiheit, bei dem sie den Begriff der Gewalt so, wie die Herrschenden ihn definieren, verwenden. Dies geschieht mit der Absicht, den Protest und Widerstand zu spalten. Ein Beispiel dafür ist die folgende Aussage von Peter Wahl auf der Pressekonferenz der Rostock II Konferenz: "Wir haben einen demokratisch organisierten Vorbereitungsprozess, alle Akteure, Organisationen, Gruppen, die in diesem Prozess drin sind, haben klipp und klar erklärt: von ihnen wird keine Gewalt ausgehen." Es ist nicht akzeptabel derartige Aussagen für den breiten Vorbereitungsprozess zu treffen, derartige Enzscheidungen oder Erklärungen hat es nicht gegeben. 3) Eine bessere Welt, ein gutes Leben ist unvereinbar mit dem Kapitalismus. Das Aufzeigen eines anderen Weges und der Kampf für eine solidarische Welt muss über die derzeitigen hegemonialen Spielregeln hinausweisen. Der Staat (BRD) beansprucht das Gewaltmonopol. Die BRD übt direkte und strukturelle Gewalt aus: ca. 50 000 Abschiebungen pro Jahr, Menschen werden gezwungen in Lagern zu leben, der Zwang zu Lohnarbeit und Ein-Euro-Jobs, deutsche Waffen werden weltweit exportiert, deutsche Soldaten sind außerhalb nationaler Grenzen im Einsatz, deutsches Kapital diktiert Arbeitsbedingungen und Handelsbeziehungen weltweit, um nur einige Beispiele zu nennen. Widerstand gegen die herrschenden Verhältnisse ist vielfältig. Formen von Widerstand variieren je nach Kampagne und Akteur_innen. Aktivist_innen haben unterschiedliche Haltungen und wählen unterschiedliche Formen von Widerstand. Der Kampf gegen Abschiebung in der BRD sieht anders aus als der Kampf von Bauern und Bäuerinnen in Südkorea oder der von Aktivist_innen gegen Staudammprojekte in Indien oder der von Revolutionär_innen in Chiapas. Wir lehnen ein Unterteilen von Widerstand in gewaltfrei und gewalttätig ab, da diese Einteilung nur den Herrschenden nutzt und indem sie den Widerstand spaltet. Wir lehnen es ab sich vorauseilend zuzuordnen oder sich zu distanzieren. Unterschiedliche Formen von Widerstand und Gegenmacht haben ihre Berechtigung. Kritik und Bewertungen sollten auf den jeweiligen Kontext bezogen und nicht pauschal getroffen werden. Für einen breiten Protest der vielfältigste Aktionen beinhaltet! [http://dissentnetzwerk.org/node/10789 ------------------------------------------------------------------------------ Gegner des G8-Gipfels haben bislang 79 Straftaten verübt Wiesbaden (dpa) - Gegner des im Juni bevorstehenden G8-Gipfels im Ostseebad Heiligendamm haben bislang bundesweit 79 Straftaten verübt, davon 18 Brandanschläge. Bei weiteren zwei Taten ist der Hintergrund noch nicht geklärt, wie das Bundeskriminalamt (BKA) am Freitag mitteilte. Man rechne mit einer Fortsetzung der 2005 begonnenen militanten Kampagne linksautonomer Gruppen, sagte Staatsschutz- Abteilungspräsident Klaus Wittling. Schwerste Tat sei der Brandanschlag auf das Gästehaus des Auswärtigen Amts mit 2,2 Millionen Euro Sachschaden gewesen. Die Vorfälle beim Abriss eines früheren Jugendzentrums in Kopenhagen zeigten das kurzfristig mobilisierbare gewaltbereite Potenzial in der autonomen Szene, sagte Wittling. Bei Rechtsextremisten löse der G8-Gipfel dagegen weniger Aktivitäten aus, sei dort aber gleichwohl ein Thema. Über etwaige Pläne islamistischer Täter gebe es keine konkreten Erkenntnisse. Doch wegen der Bedeutung des Ereignisses und den hochrangigen Gästen bleibe eine "Grundgefährdung". [http://www.greenpeace-magazin.de/magazin/tagesthemen/tt_list.php?p=70628&more=1&c=1] ------------------------------------------------------------------------------ HOLY DAMN IT Von der Dringlichkeit radikaler Antworten Plakatprojekt im Rahmen der Mobilisierung gegen das G-8-Treffen in Heiligendamm nahe Rostock in Germany vom 6. bis 8. Juni 2007 Beteiligte KünstlerInnen: Artist Without Walls (Israel/Palästina), bankleer (D), open circle (Indien), Mansour Ciss (Senegal), Markus Dorfmüller (D), Petra Gerschner (D), Marina Grzinic (Slowenien), Oliver Ressler (A), Walter Seidl (A) und Allan Sekula (USA) Das Kunstprojekt HOLY DAMN IT versteht sich als künstlerische Intervention im Prozess der politischen Auseinandersetzungen um gesellschaftliche Alternativen im Rahmen der internationalen Protest- und Widerstandsbewegungen gegen das Treffen der G8-Staaten in Heiligendamm bei Rostock 2007. Zehn internationale KünstlerInnen und Künstlerkollektive werden jeweils ein Plakat gestalten: Die künstlerischen Beiträge setzen sich mit den herrschenden Verhältnissen und aktuellen Fragen und Diskursen der sozialen Bewegungen gegen die kapitalistische Globalisierung auseinander: Mit Privatisierung, Verwertung und Ausbeutung von Menschen und Ressourcen, Krieg, Folter und einer eskalierenden Militarisierung nach innen und außen als globalem Dauerausnahmezustand genauso wie mit sexistischer Gewalt und patriarchalen und rassistischen Herrschaftsverhältnissen. Aber auch mit der Macht der globalen Bildproduktion des Kapitalismus, der auf dem G-8-Treffen in Heiligendamm geplanten Privatisierung von Wissen, Ressourcen, Bildung und Erziehung sowie der sozialen und ökologischen Enteignung und der Repression gegen all jene Menschen, die andere Vorstellungen von einer emanzipativen und solidarischen Kultur und Gesellschaft haben. Inhalt des Projekts ist deshalb auch die Suche nach jener anderen Welt, die nicht nur möglich, sondern längst weltweit Realität ist, durch die Interventionen und Projekte von selbstorganisierten Initiativen, Gruppen und Bewegungen von unten. 50 000 Plakate gegen G 8 Jedes Plakat der zehn beteiligten KünstlerInnen und Künstlerkollektive wird in einer Auflage von 5000 Exemplaren im Format A 2 vierfarbig gedruckt und verbreitet: Die Plakate werden in Deutschland auf verschiedenen Bündnistreffen für die Mobilisierung zu den Gipfelprotesten kostenlos zur freien Verfügung gestellt und zum Plakatieren verteilt. In verschiedenen Städten finden außerdem ab Ende April 2007 Präsentationen des Plakatprojekts statt - in politischen Kulturinstitutionen und an Kunstorten, die Schnittstellen zwischen Kunst und Politik bilden. Dort sollen ebenfalls Plakate zum Mitnehmen ausliegen. Je nach Ort werden zur Eröffnung Veranstaltungen stattfinden. Außerdem wird es eine von den KünstlerInnen signierte Edition in einer Auflage von 200 Exemplaren (mit je allen zehn Plakaten) geben, die bei den Präsentationen verkauft werden können. Der Erlös soll für die Unterstützung von Opfern polizeilicher Gewalt und Willkür bei den Gipfelprotesten verwendet werden. Das Plakatprojekt wird auch im zentralen gemeinsamen Mobilisierungsmagazin der linken Zeitungsprojekte Fantomas/Arranca/So oder So vorgestellt und in der Massenzeitung der Mobilisierung im Frühjahr. Auf dieser Webseite des Kunstprojekts sind alle Motive ab April als Serie abgebildet, mit kurzen Infos zum Projekt, den beteiligten KünstlerInnen, Texten sowie den Ausstellungsorten und Veranstaltungsterminen und Infos zur Mobilisierung. Orte der Präsentation und Kooperation (Stand: 11. Februar): Berlin: Neue Gesellschaft für Bildende Kunst (NGBK) Hamburg:Feld für Kunst/Rote Flora Graz:Forum Stadtpark Wien: Fluc Bern: Kulturzentrum Reitschule Zürich: Shedhalle An manchen Orten ist noch eine Videolounge (Video-, Buch- und Textarchiv) geplant: Mit Infos zur Mobilisierung sowie Kurzvideos und künstlerischen Arbeiten der zehn beteiligten KünstlerInnen und/oder Kataloge. [http://www.holy-damn-it.org] ------------------------------------------------------------------------------ Ringen der G8-Gegner Einigkeit und Geschlossenheit wollten die Organisatoren des 1. Kölner G8-Protest Gipfels am Samstag demonstrieren. Ein breites Spektrum von linken Gruppen, Menschenrechtlern und Naturschützern bis hin zu Vertretern christlicher Initiativen hatte sich im Bürgerzentrum Alte Feuerwache versammelt. Die Globalisierungsgegner wollten diskutieren, wie eine gemeinsame Protestaktion gegen den G8-Gipfel aussehen könnte, der vom 6. bis zum 8. Juni in Heiligendamm stattfinden wird. "Ein Bündnis in dieser Breite hat es noch nie gegeben", erklärte Mitorganisator Reiner Schmidt von der "Interventionistischen Linken" stolz im Vorfeld. Doch bereits zu Beginn der Podiumsdiskussion schlugen die Wellen hoch. Dieter Asselhoven vom "Anti G8 Bündnis Köln" übte heftige Kritik an der Organisation des Protestes. Nur ein kleiner, ausgewählter Kreis wirke bislang an den Planungen mit, die Basis werde ausgeschlossen. Streit gab es über die Frage, ob man während der Protestaktionen Gewalt gegen Sachen üben dürfe. Das aktuelle Konzept sieht einen kompletten Verzicht auf Gewalt vor. Angesichts dieser Gegensätze, überraschten die Worte von Angela Klein nur wenig. Die Vertreterin der Aktion "Euromärsche" erklärte, dass es an einer gemeinsamen politischen Überzeugung mangele. Die Proteste beim G8-Gipfel 2001 in Genua würden zwar als Vorbild herangezogen, die Bewegung sei aber zersplittert. "Jeder besetzt nur seine Nische und fährt damit nach Heiligendamm." [http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1173197915311.shtml] ------------------------------------------------------------------------------ Punktsieg für Globalisierungskritiker! Über 500 Menschen demonstrieren gegen G8-Umweltpolitik Während die Gesprächsrunden der G8-Umweltminister wie erwartet ohne Ergebnisse zu Ende gegangen sind, haben am Samstagnachmittag in Potsdam über 500 Menschen kreativ, phantasievoll und kräftig ihre uneingeschränkte Solidarität mit der "Zerstörung der Welt", so das Motto der Demonstration, zum Ausdruck gebracht. Holger Zschoge, Sprecher des Bündnisses: "Ohne unsere satirische Unterstützung hätte wahrscheinlich überhaupt niemand dieses Treffen wahrgenommen. Ernst genommen hat es sowieso niemand. Insofern war die gewählte Ausdrucksform einer Jubeldemo sicher die richtige Entscheidung." Viele verschiedene Gruppen und Initiativen aber auch eine Menge interessierte Potsdamerinnen und Potsdamer waren der Einladung gefolgt und zeigten für eine Demonstration in der Brandenburger Hauptstadt auf sicher ungewöhnliche Weise, was sie von der Umweltpolitik der G8 halten. Mit Sprüchen wie: "Nie wieder Greenpeace" oder "Brandenburg von der Karte streichen, die Ostsee muss bis Sachsen reichen" zogen sie bis vor das Schloss Cecilienhof. Zschoge weiter: "Ob Atomkraftlobby, Waldzerstörer oder CO2- Fans, es war alles erlaubt, wogegen die Gruppen und Personen sonst protestieren. Wir haben überspitzt verdeutlicht, welchen Unsinn so genannte Umweltpolitik immer noch verzapft." Bereits am Freitag hatten Greenpeace und BUND, sowie rund 30 Jugendliche am Schloss Sanssouci den G8-Umweltministern einen gebührlichen Empfang bereitet und einen Vorgeschmack darauf gegeben, was sie bis Heiligendamm noch alles zu erwarten haben. Für die nächsten Monate kündigt Zschoge an: "Deshalb erklären wir hiermit die diesjährige Auseinandersetzung mit den G8 und der Politik und Weltordnung, die sie vertreten, für eröffnet! Die Aktionen am Wochenende waren ein Punktsieg für uns." Das Anti-G8-Bündnis wolle mit verschiedenen Aktionen bis zur Konferenz in Heiligendamm möglichst vielen Menschen die Möglichkeit geben, sich mit Folgen kapitalistischer Globalisierung auseinander zu setzen. "Wir wollen dieser Weltordnung und ihren Vertreterinnen und Vertretern Protest und Widerstand entgegenzusetzen. Für die beiden nächsten Treffen in Potsdam versprechen wir, uns zu steigern!" Für das Treffen der G8-Finanzminister in Potsdam organisiert das Bündnis ein großes Open-Air-Konzert auf dem Potsdamer Bassinplatz an. [http://www.berlinerumschau.com/index.php?set_language=de&cccpage=19032007ArtikelPolitik3] ------------------------------------------------------------------------------ 25.-28. Mai: Wittensee Camp 2007 - die ruhe vor dem sturm Dieses Jahr findet zum 9. Mal das Wittenseecamp statt. Vom 25. bis zum 28. Mai werden wir dort, am Wittensee in Sande bei Eckernförde, vier Tage zusammen verbringen. Dabei können wir Kanufahren, Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen bilden oder am Lagerfeuer schöne Abende zusammen beenden. Das Camp wurde 1998 von AntifaschistInnen als "privates" Treffen außerhalb von Demos und Plena initiiert um einen Beitrag zum Aufbau einer antifaschistischen Jugendkultur zu leisten. Mit zu bringen sind außer guter Laune und Freunde, ein Zelt, warme Klamotten und Musikinstrumente. Für vegan/vegetarisches Essen und Geschirr ist gesorgt. Ab Freitag könnt ihr gegen 16 Uhr anreisen 26. Mai, Blockadetraining auf dem Wittenseecamp [www.wittenseecamp.org] ------------------------------------------------------------------------------ 18. - 19.5. Flensburg: Anti-G8-Festival Beginn Freitag 16.00 Uhr - Kühlhaus, Mühlendamm 25 Motdermacher - weitere in Planung... [www.g8gkacken.de] ------------------------------------------------------------------------------ 27. - 29.4. Hamburg: Linker Jugendkongress gegen G8 Vom 27. bis 29. April wird in Hamburg ein linker Jugendkongress für Schülerinnen und Schüler stattfinden, der sich zum einen theoretisch mit der herrschenden Weltordnung auseinandersetzen und zum anderen praktische Workshops für den Widerstand anbieten wird. [www.jugendkongress.tk] ------------------------------------------------------------------------------ Aufruf des atomic café 50 Jahre EU - 50 Jahre EURATOM - diese Geburtstagstorte schmeckt uns nicht ! atomic café - Berlin ruft auf zur Demo-Teilnahme am 25. März in Berlin: Auch AtomkraftgegnerInnen unterstützen die EU-kritische Demonstration am 25.März in Berlin: * um gegen den seit 50 Jahren und weiterhin unbefristet gültigen EURATOM-Vertrag zu protestieren, * um gegen das EU- und G8-Konzept angeblicher Energie"sicherheit" zu demonstrieren, * im Bewußtsein der Zusammenhänge zwischen dieser EU-/G8-Energie"sicherheit" und den anderen untereinander verflochtenen Problembereichen der EU ( Militarismus, Sozialabbau, Kapitalismus, Zentralismus, nationalstaats-ähnliche Abschottung zu einer "Festung Europa" verbunden mit Menschenrechts- Verletzungen etc.), * weil es unerträglich wäre, wenn am 24./25. März ausschließlich unkritische EU Geburtstags Jubelfeiern stattfinden würden, inszeniert von Werbeagenturen und Eventmanagern im Auftrag der Merkelschen Ratspräsidentinnenschaft. Angela Merkel, Bundeskanzlerin und EU-Ratspräsidentin, selbsternannte Klima-Retterin und gelernte Physikerin, kommentierte als Bundesumweltministerin 1996 die nachgewiesenen Unregelmäßigkeiten beim Verlade-Vorgang eines Castorbehälters, ?... das sei wie beim Kuchen backen, da gehe auch mal was daneben...? Bei Frau Merkel ist "Klima-Rettung" in falschen Händen. Und wer so fahrlässig über hochradioaktiven Abfall spricht, hat vom Kuchen backen wohl auch wenig Ahnung. NEIN zum jubelnden Tanz um Merkels goldene EU-Geburtstagstorte! Kommt am 25. März 2007 zur Demonstration nach Berlin 14:00 Uhr Alexanderplatz! (Leute mit Schwerpunkt anti-atom / anti-EURATOM können sich an folgendem Treffpunkt zusammenfinden: auf dem Alexanderplatz am großen Brunnen, dort an der Seite Richtung "Saturn" - bringt Transpis zum Thema mit und sagt es weiter... originelle Verkleidungen etc. erwünscht) [stoppatom at gmx.de] ------------------------------------------------------------------------------ Aufruf G8 AG im Berliner Sozialforum Von Berlin nach Heiligendamm. Move against EU! Move against G8! Der Widerstand geht weiter! Im Januar 2006 verhinderten Hafenarbeiter mit europaweiten Streiks neue sie betreffende EUDienstleistungsbestimmungen, die Lohn- und Sozialdumping nach sich gezogen hätten - in Ceuta und Melilla überqueren MigrantInnen aus Afrika massenhaft Grenzzäune, um sich Eintritt in die Europäische Union zu verschaffen - wochenlang setzten letzten Sommer Millionen von Menschen die französische Regierung unter Druck und erreichten die Rücknahme des geplanten Gesetzes über den Ersteinstellungsvertrag - die Beispiele erfolgreichen Widerstands könnten fortgesetzt werden...Es gibt auch weniger erfolgreiche Auseinandersetzungen: die Bolkesteinrichtlinie zur Liberalisierung der Dienstleistungen, gegen die 2005 und 2006 die ersten gesamteuropäischen Demonstrationen in Brüssel und Straßburg stattfanden, wurde nur wenig abgemildert - der Verfassungsprozess wird trotz des ‚Non' in Frankreich und des ‚Nee' in den Niederlanden weiter getrieben - der Irakkrieg von 2003, der nach ernst zu nehmenden Schätzungen schon über eine halbe Million Opfer gefordert hat, konnte trotz des Widerstands von Millionen in den USA, in Europa und weltweit nicht verhindert werde. Das überrascht nicht, denn solche Proteste richten sich im Kern gegen den globalen Kapitalismus mit seinem Verwertungsdenken und seiner Militarisierung, und er hat mächtige Verteidiger. Dennoch ist seit dem Widerstand in Chiapas 1994, den Protesten gegen das Treffen der Welthandelsorganisation (WTO) 1999 in Seattle, gegen den G8- Gipfel in Genua, gegen den EU-Gipfel in Göteborg in 2001 wieder Bewegung in die Bewegungen gekommen. In der weltweiten Bewegung, deren Teil wir sind, kommt zusammen, was in zahllosen lokalen und kontinentalen Kämpfen ausgefochten wird. Der Versuch zu einem Sozialismus des 21. Jahrhunderts in Venezuela und linke Regierungen in anderen lateinamerikanischen Ländern machen den Menschen weltweit Mut. Auch das EU-Gipfel-Treffen Ende März in Berlin als Etappe in Richtung des G8-Treffens der mächtigsten Politiker der Erde in Heiligendamm ist ein Anlass, aus dem wir unsere Unzufriedenheit, unseren Protest und unsere Forderung nach sozialen Alternativen zum Ausdruck bringen. EU-Jubelfeier Ende März in Berlin stören! Unter dem Motto "Europa wird 50!" lädt Bundeskanzlerin Angela Merkel die Staats- und Regierungschefs aller EUMitgliedstaaten zu einem informellen EU-Gipfel nach Berlin. Mit Bürgerfest und Gipfel soll am 24. und 25. März in Berlin das 50. Jubiläum der Römischen Verträge und damit der Gründungsakt der Europäischen Gemeinschaft (heute Europäische Union), die damals 6 und heute 27 Staaten umfasst, gefeiert werden. Ziel der Verträge war die Einrichtung eines gemeinsamen Binnenmarkts mit freiem Personen-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehr, sowie die Atomunion. Dafür steht die Europäische Union heute: Prekarisierung, Steuergeschenke an die Reichen, Privatisierung öffentlichen Eigentums: Spätestens seit der Lissabonstrategie im Jahre 2000, die Europa zum wettbewerbsfähigsten Wirtschaftsraum der Welt machen soll, wird gezielter Druck auf die ArbeitnehmerInnen ausgeübt, flexibel zu sein, das heißt, Leben, Bildung und Arbeit immer mehr nach den Bedürfnissen des Marktes auszurichten. Das Schulwesen wird schlechter, die Universitäten sind Eliten vorbehalten, viele Jugendliche finden nur mit Mühe einen Ausbildungsplatz, viele Erwachsene kommen nur mit mehreren Jobs über die Runden. Arbeitslosigkeit - das bedeutet Vegetieren auf Hartz IV, Zwangsumzüge, Kontrollschikanen. Wer alt werden will, muss sich seine Rente selbst ansparen. Die Zahl derer ohne Krankenversicherung wächst. Andererseits werden Großverdiener und Unternehmen steuerlich immer weiter entlastet. Die deutsche Bundesregierung steht fest hinter dieser Strategie und ist traditionell einer der Hauptfürsprecher der neoliberalen Wirtschaftspolitik, deren konkrete Umsetzung in Deutschland heutzutage mit Namen wie Riester, Hartz und Rürup verbunden ist. Selbst im sozialdemokratisch- linksregierten Berlin werden Institutionen der Daseinsfürsorge - die Wasserversorgung, Wohnungen, die Sparkasse - unter Hinweis auf EU-Wettbewerbsregeln privatisiert. Militarisierung der Außen- und Sicherheitspolitik: In dem bisherigen Verfassungsentwurf verpflichten sich die Unterzeichnerstaaten, "ihre militärischen Fähigkeiten schrittweise zu verbessern." Im Klartext heißt das, dass Rüstungssysteme und Infrastruktur modernisiert werden, und diese auf den weltweiten Einsatz, z.B. im Kongo, im Sudan und vielleicht demnächst auch im Iran vorbereitet werden. Ausgrenzung von Migrantinnen und Migranten: Die Antwort auf MigrantInnen, die zu Recht Hunger oder politische Verfolgung entfliehen, ist nicht etwa, ihnen bessere Lebensbedingungen in Europa oder zuhause zu schaffen, sondern höhere Zäune, Patrouillenboote im Mittelmeer, Auffanglager und Deportationen. Oft bezahlen die MigrantInnen den Versuch, der Perspektivlosigkeit zuhause zu entrinnen, mit dem Tod durch Ertrinken, Zurückweisung am Flughafen oder auf dem Bahnhof, Gängelung in der Ausländerbehörde, Abschiebung usw. EU-Verfassung für die Wirtschaft statt für die Menschen: Der Hauptpunkt auf Angela Merkels Agenda für ihre EU-Ratspräsidentschaft ist die Wiederbelebung der EU-Verfassung. Sonst heißt es, drohe das Europa der 27 wieder auseinander zu fälschten Wettbewerbs", und nicht das Wohl der Menschen in Europa und der Welt. Und was hat das mit dem G8-Gipfel zu tun? Die angeblichen Prioritäten des G8-Gipfels sind die Stabilität des Weltfinanzsystems, der Klimaschutz und Afrika. Dahinter verbirgt sich Liberalisierung des Welthandels durch die WTO-Runden, Gängelung der Entwicklungsländer durch Auflagen des Internationalen Wärungsfonds (IWF), halbherziger Klimaschutz, aber nur solange er nicht die Interessen der deutschen Großindustrie verletzt, und Entwicklungshilfe, aber nur solange die Empfangsländer sich willig ausbeuten lassen und nicht etwa die Betriebe zurücksozialisieren wie Chávez und Morales dies in Venezuela bzw. Bolivien tun. Nicht nur besteht eine große Überschneidung in den Mitgliedern der G8 (Großbritannien, Frankreich, Italien, Deutschland), nicht nur gehört der Kommissionspräsident der EU schon seit langem selbstverständlich dazu, auch die Politikmuster überlappen sich fast gänzlich. Wer nicht mit will, wie ein Teil der italienischen Regierungskoalition, wird auf Linie gebracht. Wir, Gruppen und Einzelpersonen, die sich in der G8-Vernetzungs-AG des Berliner Sozialforums zusammengeschlossen haben, um den G8-Gipfel zu blockieren, fordern dagegen die vollen Menschenrechte für jede und jeden: Nahrung, Wasser, Obdach, Bildung, Gesundheit und Teilhabe am öffentlichen Leben. Daher rufen wir unter dem Motto Move against EU! Move against G8! - zur Demonstration gegen die Feierlichkeiten aus Anlass des Jahrestages der Römischen Verträge am 25. März 2007 um 14h zum Alexanderplatz auf. G8 -AG im Berliner Sozialforum [http://www.moveagainstg8.de] ------------------------------------------------------------------------------ Aufruf Netzwerk Linke Opposition Nein zum Europa des Kapitals! Ob VW, Seat, Opel, Bosch-Siemens, BenQ, Airbus oder CNH (O&K), Telekom, Schering, Deutsche Bank - die Liste der Konzerne, die Arbeitsplätze vernichten, ist unendlich lang, und täglich kommen neue hinzu. So rapide wie die Bezüge der Vorstandsmitglieder steigen, so rapide werden die Arbeitsplätze abgebaut, Hunderttausende von Arbeitsplätzen sind die letzten Jahre wegrationalisiert worden - und das, obwohl die Beschäftigten der Konzerne Riesengewinne erwirtschaftet haben. Das geschieht, weil das Kapital sich die weltweit besten Bedingungen aussuchen und damit die Belegschaften fast jeden Landes auf dieser Welt gegeneinander ausspielen kann. Für das Profitinte-resse werden die EU-Standorte in den Wettbewerb um die niedrigsten Lohn- und Sozialstandards gezwungen, wie nicht nur bei VW in Wolfsburg, Pamplona/Iruna, Brüssel, sondern auch bei der Abschaffung der Arbeitslosenhilfe und der Durchsetzung von Hartz IV zu sehen war. Europa der Reichen ... Die EU-Politik begünstigt hierbei die Verlagerungen durch Subventionen, das Zulassen von Steuergeschenken und mit immer weiter reichenden Gesetzen, die Lohndumping zum Ziel haben. Die Bolkestein-Richtlinie ist hierfür ein Beispiel ebenso wie Port-Package oder die Agenda von Lissabon. Die Beförderung einer Steuerpolitik zugunsten der Gewinne und für den Abbau von Sozialleistungen trifft die Menschen aber sowohl in den "Billiglohnländern" als auch in den von Verlagerungen betroffenen "Hochlohnländern". Mit Eu-weiten Arbeitszeitverkürzungen wäre es ohne weiteres möglich, den Produktionsabbau an den alten Standorten zu stoppen und an den neuen Standorten neue Betriebe aufzubauen. Die EU will aber die vollständige Verfügungsgewalt über die Beschäftigten der verschiedenen Länder. Damit das klappt, werden wir gegeneinander ausgespielt: polnische Beschäftigte gegen deutsche, spanische gegen rumänische, und alle zusammen gegen die Flüchtlinge dieser Welt, die nichts anderes machen als vor den miesesten Arbeits- und Lebensbedingungen zu flüchten, für die auch die EU die Verantwortung trägt. Die unzähligen Kriege in Afrika finden nur dort statt, wo reichlich Rohstoffe vorhanden sind, die auch die EU braucht, z.B. im Kongo. Die EU aber hetzt nicht nur gegen Flüchtlinge, sondern ist direkt für den Tod Tausender Flüchtlinge verantwortlich, deren Schiffe vor der "Festung Europa" untergehen. ... und Kriegstreiber Was sie wollen, ist die Herrschaft über die Welt. Nicht unsere Interessen werden am Hindukusch verteidigt, sondern die Profitrate der Waffenindustrien. Auf der Anti-Terror-Liste verbotener Organisationen der EU finden sich überwiegend sozialistische und kommunistische Organisationen wie die kolumbianische FARC, die ihrer Herrschaft gefährlich sind. Ob aus Polen oder Tschechien, ob aus Frankreich oder Deutschland, ob aus China oder Senegal - wir sitzen alle im selben Boot. Die EU-Institutionen weigern sich mit all ihrer Macht, EU-weite Tarif- und Sozialstandards einzuführen. Das Finanzkapital kann sich dafür aber EU-weit ohne Hindernisse bewegen, und ist so ein wesentlicher Faktor für das EU-weite Lohn- und Sozialdumping. Die Europäische Zentralbank und die EU-Kommission stellen dem nichts entgegen, sondern passen ihre Entscheidungen den Wünschen der Finanzmärkte an. Finanzfonds entscheiden ohne Kontrolle über Tausende von Arbeitsplätzen, die Deregulierung im Bankensektor und auch die Ausweitung privater Rentenfonds führen zu weiterem Machtzuwachs der Finanzmärkte, die Zinspolitik richtet sich nach den Bedürfnissen der Anleger und nicht nach den Beschäftigten. Die EU-Institutionen schaffen täglich neue Gesetze und Richtlinien, aber immer gegen die Interessen der Beschäftigten. Während sich die Kapitalgesellschaften mühelos EU-weit organisieren und ihre Fusionen und Übernahmen steuergünstig über die Bühne bringen können (Bsp. EU-AG), gibt es für die betrieblichen Interessenvertretungen auf EU-Ebene so gut wie keine Rechte. Die Euro-Betriebsräte - "European Councils" genannt - haben nur Informationsrechte, und selbst die sind minimal. So ist es kein Wunder, dass EU-weite Aktionen und Streiks der von Sozial- und Lohndumping Betroffenen an enge gesetzliche Grenzen stoßen. Widerstand fürchtet das Kapital. Deswegen schicken die Regierungen Spezialeinheiten, um in Korsika Fähren zu räumen, die die Beschäftigten wegen der drohenden Privatisierung besetzt hatten. Deswegen beinhalten die Anti-Terror-Gesetze Passagen, die nur gegen wirksame Streiks gerichtet sind, z.B. Betriebsbesetzungen bei der Bahn. Unser Europa = Widerstand Trotzdem ist es möglich, gegen das Sozialdumping - auch erfolgreich - Widerstand zu leisten. Die europäischen Hafenarbeiter haben das bewiesen: Seit 2004 wurden in Spanien Werften besetzt und gegen Polizeiübergriffe verteidigt, im Frühjahr 2005 demonstrierten eindrucksvoll die Hafenarbeiter aus verschiedenen EU-Ländern gemeinsam in Brüssel und verhinderten damit wenigstens die vollständige Liberalisierung der Häfen (Port-Package). Die Streiks bei Opel in Bochum und in Azambuja, bei VW in Brüssel und jetzt aktuell bei Airbus sind weitere Beispiele, dass wir uns nicht alles gefallen lassen müssen, es sind Beispiele, dass wir uns sehr wohl wehren können. Am 25. März kommen die 27 Staats- und Regierungs-chefs der EU in Berlin zusammen, um den Beginn des gemeinsamen europäischen Marktes vor 50 Jahren zu feiern. Zeigen wir ihnen, dass wir sehr viel mehr sind als nur 27 Regierungschefs mit ihren Stäben. Zeigen wir, dass wir kein Interesse an ihrer sozialfeindlichen Verfassung haben, zeigen wir ihnen, dass wir auch ganz gut ohne diese EU auskommen - unser Europa sieht anders aus! Kommt zur Großdemonstration am 25. März um 14 Uhr am Alexanderplatz! * Allein machen sie dich ein - gemeinsam sind wir stark! * Keine Verfolgung von Flüchtlingen! Keine Abschiebungen! Aufenthaltsrecht für alle! * Kein weiterer Abbau von sozialen Rechten! Keine Umsetzung der Bolkestein-Direktive und der Agenda von Lissabon! * Angleichung der Löhne und aller sozialen Standards an das oberste Niveau! * 35-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich und uneingeschränktes Streikrecht! * Nein zur EU-Verfassung! * Weg mit der EU-Anti-Terror-Liste! Abzug aller Truppen! * Kein G8-Gipfel in Heiligendamm! Auf zur Anti-G8-Demonstration! [www.netzwerk-linke-opposition.de] ------------------------------------------------------------------------------ Kurzaufruf Antikapitalistischer und Antikolonialer Block Fight Fortress Europe! Es gibt keinen Grund zu feiern! Mehr als 500 Jahre Sklaverei, Kolonialismus und Ausbeutung sind genug! Am 24. und 25. März findet in Berlin ein EU-Gipfel anlässlich des 50jährigen Bestehens der "Römischen Verträge" statt. Die EU steht für kapitalistische Ausbeutung, Abbau erkämpfter Rechte, Abschottung, Repression und militärische Aufrüstung. Präsentiert und gefeiert wird dieses Projekt perfider Weise als "Errungenschaft des Humanismus, der Aufklärung und der Zivilisation". Dabei wird verschwiegen, dass es auf einer mehr als 500jährigen kolonialen Tradition von Enteignung, Ausplünderung, Versklavung und Unterdrückung basiert. So trafen sich auch 1884 die Vertreter der europäischen Großmächte in Berlin, um im Rahmen der so genannten "Afrika-Konferenz" den Kontinent unter sich aufzuteilen. Bis heute profitiert Europa von seiner kolonialen Vergangenheit und plündert weiter, während den Betroffenen der Zugang zur "Festung Europa" mit Gewalt verwehrt wird. Wir setzen dem die Vision einer Welt entgegen, in der die Bedürfnisse der Menschen im Mittelpunkt stehen und nicht die Logik von Wert und Profit. +++Alles für Alle!+++ Freedom of Movement is Everbodys Right!+++ smash capitalism!+++ [http://de.indymedia.org/2007/03/170375.shtml] ------------------------------------------------------------------------------ SiKo'06: 11 Monate Haft für Antiimperialisten München - Am 15.03.07 Verurteilte das Münchner Amtsgericht in einer schnellen Verhandlung einen Teilnehmer der Proteste gegen die Sicherheitskonferenz 2006 zu 11 Monaten Haft. Dem Antiimperialisten Chris Sedlmair aus Dachau, jahrelang aktiv in der Solidaritätsarbeit mit dem irakischen Widerstand wurde zur Last gelegt, am Rande der Abschlußkundgebung der Proteste gegen die NATO-Kriegsverbrecherkonferenz in einem Handgemenge mit einer Fahnenstange einen verbeamteten Schläger des USK beinahe verletzt zu haben. In diesem Handgemenge sei ein festgenommener Demonstrant wieder befreit worden. Die Anklage lautete auf versuchte gefährliche Körperverletzung in Tateinheit mit Gefangenenbefreiung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Ein von der Polizei vorgeschnittenes Video reichte (Hin-)Richter Findl und Staatsanwalt Stern als Beweis. Der Verteidigung in Gestalt von Rechtsanwalt Stephan Lucas gelang es nicht als Pflichtverteidigung beigeordnet zu werden. Ebenso wurden in diesem politischen Schauprozeß nahezu sämtlichen anderen Anträge der Verteidigung abgelehnt. Im Gegenzug wurde ein Deal vorgeschlagen, den der Angeklagte aufgrund seiner finanziellen Lage hinnehmen mußte. Dieser Beinhaltete eine 11-monatige Freiheitsstrafe, zu drei Jahren auf Bewährung ausgesetzt, sowie zusätzlich 150 Arbeitsstunden. "Es wäre mit dem kompletten Video vielleicht noch ein oder zwei Monate weniger 'rausgekommen, falls die Gesamtsituation darauf einzuschätzen gewesen wäre. Anderenfalls wahrscheinlich eine Strafe über einem Jahr. Wir hätten eventuell die Brutalität der Polizei gegen eindeutig minderjährige Demonstrationsteilnehmer beweisen können. Mehr aber auch nicht. Und es ist bekannt daß Polizeibrutalität selbst dann kaum geahndet wird. Wir mußten überelgen, ob es das Wert gewesen wäre, angesichts der dann sicherlich explodierenden Verfahrenskosten, die ich hätte schultern müssen. Der Richter hat das angedeutet. Es blieb mir keine andere Wahl." So kommentiert Sedlmair selbst in einer Pause das Verfahren. Armut immer mehr zur entscheidenden Frage der Rechtsprechung. Und politisch motivierte Polizeibrutalität, die sich in Bayern immer häufiger gegen minderjährige Demonstranten richtet, zum Gewohnheitsrecht. Nach Verlesung der Anklage, einer Präsentation des Videoschnittes, etlichen Pausen und Gesprächen und schließlich dem Geständnis wurde zur Enttäuschung der Jura-Studentinnen und -Studenten im Publikum kurz und für Richter wie Staatsanwalt schmerzlos das Urteil verkündet. Politische Schnelljustiz aufgrund der mittellosigkeit des Angeklagten wird ihren wiederhall im Bewußtsein der zukünftigen Juristen haben. Bei den Aktiven ist jedenfalls kaum noch etwas positives zu erwarten. Im Prozeß hatte das Geständnis des Angeklagten kaum strafmildernde Wirkung. [http://de.indymedia.org/2007/03/171257.shtml] -------------------------------------------------------------------------- Ausführlicher Pressespiegel rund um den G8 unter http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich und somit MedieninhaberInnen: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2007, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Di 5:00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Thu Mar 22 09:37:48 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Thu, 22 Mar 2007 09:37:48 +0100 Subject: widerst@and mund - Donnerstag, 22. =?iso-8859-1?Q?M=E4rz__2007?= Message-ID: MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Donnerstag, 22. März 2007 Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 Aufruf zur Mayday Parade 2007 in Wien von no-racism.net ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 02 [SLP-Pressemeldung] 29.3. So will die Wirtschaft die Arbeitskräfte - Jung - billig - willig Sozialistische LinksPartei ================================================ 03 screening: Rodimos e kamlipesko / Liebesforschung / Istraživanje ljubavi von Initiative Minderheiten Newsletter ================================================ 04 Termine ab Mittwoch, den 21.Maerz von "akin" ================================================ 05 Frieden/Initiativen/Termin:Anti-Eurofighter-Kundgebung, Eurofighter-Aktion, Antikriegstag von "akin" ================================================ 06 diagonale, palaver und cyberfems von ursprung ================================================ 07 [al_news] Veranstaltung mit griechischem Uni-Streik-Aktivisten am 26.3. von "AL-Antifaschistische Linke" ================================================ 08 GA: ÖVP zeigt wahres Gesicht! von "Andersrum Wien" ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN, MEINUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 09 KPÖ/Mindestsicherung/Umverteilung/Grundeinkommen von KPÖ-Information ================================================ 10 KPÖ/Böhler-Uddeholm/Ausverkauf/Verstaatlichte von KPÖ-Information ================================================ 11 Polizei/Justiz: Seibane Wague - Kommentar. von "akin" ================================================ 12 Deren Heer: Der neue Exportschlager - Ausbildungslehrgang "Internationaler Gebirgskampf - Winter" von "akin" ================================================ 13 Krieg/Wirtschaft: Der privatisierte Irak von "akin" ================================================ 14 Gusenbauer für EU Verfassung v von Info-Netzwerk für prekarisierte BürgerInnen ================================================ 15 KPÖ/Weltwassertag/Liberalisierung/Wassermarkt von KPÖ-Information ================================================ 16 Jungle World zu Hakenkreuz-Urteil des BGH von Café Critique ================================================ 17 Kulturrisse 01|07: "Plagiarismus und Ideenklau" von IG Kultur Österreich ================================================ 18 Stenzel will Lolligo einschüchtern von "Kindercafe Lolligo" ================================================ 19 Schein und Wirklichkeit von Dietmar Köhler ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SEXISMEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 20 Frauen/Rechte: HLI in Salzburg von "akin" ================================================ 21 Right Wing "Father"land von ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 22 Bergbauprojekt Pascua Lama / Chile-Argentinien von "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================ 23 Mobilise for Oury Jalloh’s Court Process in Dessau - Begins: 27.03. 20 07 von "The VOICE Refugee Forum" ================================================ 24 [Gipfelsoli Newsletter] Gleneagles -- Heiligendamm --Berlin von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================ 25 [CUADPUpdate] One Vote von "Abraham J. Bonowitz" ================================================ 26 Tschetschenien: US-Delegation erwartet - Menschenrechtler empört von "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================ 27 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 Aufruf zur Mayday Parade 2007 in Wien von no-racism.net ================================================ Aufruf zur Mayday-Parade 2007 in Wien Zum dritten Mal findet am 1. Mai 2007 die MayDay-Parade in Wien statt, mit der auf die fortschreitende Prekarisierung der Lebens- und Arbeitsverhältnisse aufmerksam gemacht werden soll. Treffpunkt: 14 Uhr, Viktor Adler-Markt, 1100 Wien. Aufruf zur Mayday-Parade 2007 in Wien Prekär arbeiten, prekär leben - zusammen kämpfen! Zum dritten Mal findet am 1. Mai die MayDay-Parade in Wien statt, mit der auf die fortschreitende Prekarisierung der Lebens- und Arbeitsverhältnisse aufmerksam gemacht werden soll. Sinn der Parade ist nicht nur, durch lustvolle Selbstorganisation auf diesen bedrohlichen Prozess hinzuweisen - der Mayday ist auch eine Einladung, nicht fragmentiert, für sich alleine, sondern vernetzt mit anderen zu kämpfen! Wo sind denn die Prekären? Eigentlich fast überall. Illegalisierte, saisonal und befristet Beschäftigte, Schein- und so genannte "Neue Selbstständige", NiedriglohnjobberInnen, Erwerbsarbeitslose und FreiberuflerInnen, Projekt-, Reproduktions-, Pflege- und Hausarbeit, Teilzeit- oder LeiharbeiterInnen sowie ihre Zwischen- und Mischformen haben eines gemeinsam - sie alle leben und arbeiten mehr oder weniger prekär. Während Supermarktangestellte zu Niedrigstlöhnen schuften und StudentInnen sich durch geringfügige Jobs und unbezahlte Praktika wursteln, werken KulturarbeiterInnen und Putzleute zumeist sozialversicherungslos. Macht die Prekarisierung antisolidarisch? Prekarisierung erzeugt Unsicherheit und Angst - das ist unbestritten. Einerseits liegt darin ein Potential, denn Angst und Zorn können zum Zusammenschluss und zur Organisierung führen - andererseits aber auch zum Gegenteil. Und das scheint uns öfter der Fall zu sein: Nicht nur, dass gewerkschaftliche Organisierung heute kaum mehr das bedeutet, was sie einst intendierte; mit fortschreitender Prekarisierung sind auch neue Formen von Rassismen und Sexismen sowie deren politische Instrumentalisierung beobachtbar. Diesen Entwicklungen wollen wir gemeinsam entgegensteuern! Was können wir tun? Der Mayday soll wie eine Initialzündung funktionieren: ein Aufruf zum vernetzten Agieren, zu einem gemeinsamen Kampf gegen die kapitalistische Ausbeutung, die von den AusbeuterInnen mit steigendem Konkurrenzdruck in der globalisierten Wirtschaftswelt legitimiert wird: Mit Totschlagargumenten wie "notwendigen" Einsparungen und Flexibilisierung werden prekäre Beschäftigungsformen zum "Normalarbeitsverhältnis" erklärt. Aber das muss nicht so sein: Wir wollen unser Leben autonom gestalten! Der MayDay ist ein Aufruf, sich kreativ mit Gegenmodellen und Utopien zu beschäftigen und soll eine offene, prozesshafte Plattform für alle Prekarisierten, Illegalisierten, Kriminalisierten, Flexibilisierten usw. sein. Für alle, die selbstorganisiert kämpfen und alles wollen, unabhängig von Beschäftigungs- und Aufenthaltsstatus!!! Deshalb werden auch heuer wieder in vielen Städten hunderttausende Menschen am Nachmittag des 1. Mai auf die Straße gehen. Und auch wir rufen Euch alle dazu auf, gemeinsam die dritte MayDay-Parade in Wien zu gestalten! ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 02 [SLP-Pressemeldung] 29.3. So will die Wirtschaft die Arbeitskräfte - Jung - billig - willig Sozialistische LinksPartei ================================================ Presseinformation * Aufweichung des Kündigungsschutzes für Lehrlinge * Prekäre Jobs für Studierende und AkademikerInnen * Düstere Aussichten für SchülerInnen "Jung - billig - willig": so sollen die Arbeitskräfte sein, geht es nach der Wirtschaft. Und die Regierung setzt Schritte, die genau das möglich machen. Herr Franz, der Auktionator, wird am 29.3. von 16-18.00 diese Arbeitskräfte für die Wirtschaft feil bieten. - Lehrlinge die staatlich gefördert werden und nicht aufmucken - SchülerInnen die für ein kostenloses Praktikum dankbar sind - AkademikerInnen die ein Unternehmen ganz nach Bedarf anheuern und feuern kann SchülerInnen, Lehrlinge und Studierende protestieren daher gemeinsam! Donnerstag 29.3. von 16.-18.00 vor dem Arbeits-, Wirtschafts- und Sozialministerium (Wien 1, Stubenring 1 - Nähe Urania) Die Aktion wird von GewerkschaftsaktivistInnen und -funktionärInnen sowie BetriebsrätInnen unterstützt. Informationen unter 0650-4246310 ================================================ 03 screening: Rodimos e kamlipesko / Liebesforschung / Istraživanje ljubavi von Initiative Minderheiten Newsletter ================================================ screening des Theaterstücks Rodimos e kamlipesko Liebesforschung Istraživanje ljubavi Ein Projekt von Romani dori und der Initiative Minderheiten Donnerstag, 22. März 2007 20.00 Uhr Burgenländisch-kroatisches Zentrum / Gradiscansko-hrvatski Centar Schwindgasse 14 1040 Wien Vorstellung des Projekts durch Slavomir Boban Stojkov und Cornelia Kogoj Filmscreen (Petja Dimitrova) danach: Musik Goran Elvis i Meneka Donnerstag, 29. März 2007 18.00 Uhr Akademie der Bildenden Künste Semper Depot M1 1060 Wien Filmscreen danach: Möglichkeit zur Diskussion mit dem Theaterteam Im Rahmen von: monthly seminar conceived and organized by Petja Dimitrova Regie: Tina Leisch Musik: Harri Stojka Gipsysoul mit Matilda Leko, Goran Elvis i Meneka Text: Ljubomir Brati , Slavomir Boban Stojkov, Tina Leisch Projektleitung: Ljubomor Brati , Cornelia Kogoj, Slavomir Boban Stojkov DarstellerInnen: Sandra Selimovic, Matilda Leko, Elisabeth Löffler, Ana Stefanovic, Radisa Barbul, Lisa Mrsic, Robert Jankovic, Bobana Stojkov, Sasa Barbul, Zeljko Novakov, Milesa Markovic, Vladimir Markovic, Simonida Jovanivic, Zoran Radu, Slavomir Boban Stojkov, Pero Nikolic, Antonela Familic, Zikica Jovanovic screening: Petja Dimitrova Uraufführung: November 2006 im dietheater Künstlerhaus, Karlsplatz Ein groteskes Melodram in prekären Zonen, ein dreisprachiges Theaterstück mit viel Musik, das die vom Arbeitsmarkt verschmähte Arbeitskraft und Intelligenz von zumeist aus Ex-Jugoslawien geflüchteten Roma in den Dienst des Vergnügens stellt. Wer liebt wen warum und wie? Diese Fragen werden den Abdruck des Stiefels der Diskriminierung im weichen Matsch der Liebesillusionen nachzeichnen. Istrazivanje ljubavi je jedna groteskna melodrama iz skakljivog miljea. Trojezi na pozorišna predstava sa puno muzike, predstavlja od strane tržišta rada odba enu radnu snagu i inteligenciju, uglavnom Roma koji su izbegli sa prostora bivše Jugoslavije, kroz sferu zabave. Ko voli, koga, zašto i kako? Ova pitanja prolamaju se kroz tragove koje cizma diskriminacije ostavlja na blatištu ljubavnih iluzija. www.liebesforschung.info -- Dr. Cornelia Kogoj Initiative Minderheiten Gumpendorfer Straße 15/13 A-1060 Wien Tel. 586 12 49-18 Fax 586 82 17 www.initiative.minderheiten.at www.gastarbajteri.at ***** Newsletter der Initiative Minderheiten Gumpendorfer Straße 15/13 A-1060 Wien Tel. 586 12 49-18 Fax 586 82 17 http://www.initiative.minderheiten.at http://www.gastarbajteri.at ================================================ 04 Termine ab Mittwoch, den 21.Maerz von "akin" =============================================== ************************************************ akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 20. Maerz 2007; 16:08 ************************************************ >>>>>>>>>>>>>> Termine ab Mittwoch, den 21.Maerz Telefonnummern ohne Vorwahl sind Wiener Festnetz-Nummern. > Allgemeines Juedisches Museum, 1010 Dorotheerg.11, Tel. 535 04 31, So - Fr 10-18h, Do - 20h, ab 28.3. bis 24.6.: Oskar Strnad - 1879 - 1935: Begruender der Wiener Schule der Architektur Gasometer, bis 31.5., Ausstellung im Foyer des Wr.Stadt- und Landesarchivs: Die juedische Familie Schey. Geoeffnet: Mo und Fr 9h - 15,30, Die, Mi, Do 9h bis 18,30. 1110 Wien, U 3 Station Gasometer Filmmuseum, bis 31.3.: American Dreamer: Vincente Minnelli. 1010 Albertina. Vom 1. 4. bis 23. 4. wird das Gesamtwerk von Josef von Sternberg gezeigt ebenda, bis 30.3.: Avantgarde: Film - die klassische Moderne als Kinoereignis WEGzehr und Kost-Nix-Kino jed. ersten Do im Mo im VEKKS 1050 Zentag.26, ab 14h wird gekocht, ab 20h filme und vokue Kunsthalle Wien, Halle 1, 16.3. bis 9.4. Ausstellung: Die Toten. Hans-Peter Feldmann, Fotozyklus zeigt aus Zeitungen ausgeschn. Bilder, die alle Toten im Zusammenhang mit dem RAF-Terrorismus zeigen: Taeter, Opfer und auch Menschen, die zufaellig in irgendeine Schusslinie gerieten. Rechtshilfe-Fond-Party von jetzt an jed. letzten Freitag im Monat im TUeWI 1190 Peter Jordan Str.76 Aktionswoche der Oesterr. HochschuelerInnenschaft: Gegen Bildungs- und Sozialabbau - Montag 19.3. bis Freitag 23.3., Infos im Internet unter www.oeh.ac.at Aktionswoche oesterreichweit 19.3.-23.3. gegen ROT-SCHWARZ. Infos http://aktionswochen.fsinf.at/ > Mittwoch, 21.3. Schottentor - Hauptuni - ab 9 Uhr Protest-Aktion gegen Studiengebuehren und Prekarisierung Kundgebung vor dem Innenministerium von 17 bis 18h: gegen den rassististischen Justiz- und Polizeiapparat. Gemeinsam mit der woechentlichen "Ehe ohne Grenzen"-Kundgebung. 1010 Herreng.7 anschl. Demonstration ueber den Stephansplatz zum Stadtpark, wo Seibane Wague am 15.7.03 umgebracht wurde. Gehzeug-Demo von Virus. Treffpunkt 8:30, WUK-Umweltbuero, Info zu Gehzeugen: http://www.wuk.at/virus/aktion.htm#Gehzeugkorso AUGE/UG, 19h, Buchpraes. und Disk. mit Markus Marterbauer: Wem gehoert der Wohlstand? Mehr Gerechtigkeit, weniger Ideologie! 1040 Belvedereg.10 KIV-Club, 19h, SocialAttag Gesundheitstreffen. 1020 Odeongasse/Grosse Mohrengasse Amerlinghaus, 19h, Fruehlingsfest: Arbeitslose proben den Aufstand. 1070 Stiftg.8 Que/e/r, 20h, Flughafensozialdienst praesentiert: Lesung ausgewaehlter Texte aus dem Fremdenrechts-Alltag. 1010 Wipplingerstr.23, Stiegenabgang Attac-Entschuldungs-Treffen ab 19h in 1090 Wasag.28 Fuenfhauser Stueberl, SLP-Veranst. ab 19h: Wie gegen Nazis und AFP kaempfen? 1150 Loehrg.13 Amerlinghaus, 19h, Disk: Konfliktregion Afrika - Lehrbeispiel Sudan. 1070 Stiftg.8 Radio Kulturhaus, 18,30, Vortrag und Disk: Hinter uns die Sinflut? Was kann gegen den drohenen Klima-Kollaps getan werden? Mit Helga Kromp-Kolb. 1040 Argentinierstr.30a ekh, 20h, Subversive Kantine: Bedingungsloses Grundeinkommen? Bedarfsorientierte Grundsicherung? 1100 Wielandg.2-4 Palais Epstein, 17,30, Buchpraes. und Disk: Schlussstrich? - Die Geschichte der Restitution. Anm. dringend erforderlich unter 408 06 95-0 oder akademie at evang.at - es erfolgt dann die Einladung durch die Nationalratspraes. Prammer Linz, Buchhandlg. Alex, 20h, 50 Vorschlaege fuer eine gerechtere Welt - Buchpraes. und Disk. Hauptplatz Linz, 18h, Vorbereitungstreffen Aktionskomitee 1. Mai in der Melicharstr.8 > Donnerstag, 22.3. 7-Stern, 19h Infoabend: Guatemala & Chiapas Aktuelle Situation und Moeglichkeiten fuer Freiwilligeneinsatz. Zeugenbegleitung in Guatemala. http://www.guatemala.at, http://www.mexiko-plattform.org. 1070 Siebensterng.31 depot, 19h, Podiumsdisk.: Freiraeume - zur Logik des Orts - der Kampf um Freiraeume bildet einen zentralen Bestandteil progressiver struktureller Kulturarbeit. Autonome Raeume dienen als Orte des Experiments, usw. mit u.a. Initiative Pankahyttn. 1070 Breiteg.3 ENTFAeLLT: Kosten und Nutzen von Diskursraeumen (B.Kreisky-Forum/Depot) ekh, 20h, UnzumutBar + Infoveranstaltung der Anti-G8-Koordination Vienna in Zusammenarbeit mit Rote Hilfe e.V. IWK, 18,30, Manfred Fuellsack: Erkundungen zur Zeitlichkeit produktiver Arbeit. 1090 Bergg.17 Literaturhaus, 19h, Vortrag - Internationale Erich Fried Gesellschaft: Erich Fried - Lecture mit Marlene Streeruwitz: wahrheit. eine davon. 1070 Zieglerg.26a Krems,Unabh. Literaturhaus, 20h, Praesentation DUM 41 zum Thema "Wien" mit Richard Weihs, Peter Rosei und Stephanie Mold Innsbruck, Universitaet Inst.Politikwissenschaft, bis 24.3.: Kritik der Gefuehle - internat. Tagung stellt die Geschlechterblindheit des Diskurses in der Emotionsforschung. Anm: fem at uibk.ac.at > Freitag, 23.3. depot, 19h, Kritik der Kreativitaet - Buchpraes. und Diskussion. 1070 Breiteg.3. IWK, 18,30, Projektpraesentation Guenther Anders. Nullpunkt Tod. Biografie und Werk. 1090 Bergg.17 ekh, 21h, Medienwerkstatt-soli - Fest. 1100 Wielandg.2-4 Amerlinghaus, 12,30, Robert Skloot: Theater of Genocide. 1070 Stiftg.8 Palais Eschenbach, ab 20h 1. Afrika Fruehlingsball - 10jaehriges Jubilaeum Radio Afrika International. 1010 Eschenbachg.11 Klagenfurt, Lokal Stadtkraemer, 19h, SLP-Veranst: Krise, Krieg, Kapitalismus: Eine andere Welt ist moeglich! Die Sozialistische Linkspartei stellt sich vor. Spitalg.11/Ecke 8. Mai Strasse Graz, Suedtiroler Platz, ab 16,30 Critical Mass / vulgo Radldemo Linz, Taubenmarkt, 14 bis 17h, Aktionstag: Widerstand statt Zustimmung zum Regierungsprogramm - Nein zu Studiengebuehren! Nein zum Eurofighter-Ankauf! Nein zu Arbeitszeitverlaengerung, Privatisierung und weiterem Sozialabbau! Veranst. GewerkschaftsaktivistInnennetzwerk OOe Innsbruck, HdB, 19,30, Disk: Die Marktoekonomie rechnet falsch - weshalb unsere gegenwaertige Wirtschafsweise nicht zukunftsfaehig ist. Rennweg > Samstag, 24.3. Vor dem Parlament in Wien, ab 13 Uhr KUNDGEBUNG gegen Eurofighter und Sozialabbau!! Volkstheater, 19,30, Autorenlesungen Inge Deutschkron: Ich trug den gelben Stern. AUGE/UG ab 10h Grundschulung fuer BetriebsraetInnen: Einfuehrung in die Grundlagen von Gewerkschafts- und Betriebsratspolitik. Anm: Tel. 50 51 952/0, 1040 Belvedereg.10 Graz, Hotel Europa, 13,30 - 18h, Workshop mit ReferentInnen des Wifo und des Gruenen Parlamentsklubs: Energiewende - Ueberlebensstrategie und Chance fuer Oesterr. Wirtschaft. Anm. NICHT erforderlich. Bahnhofguertel 89 Ebensee, Fest im Kino ab 20h: das Freie Radio Salzkammergut feiert seinen 8. Geburtstag Innsbruck, 9 bis 17h HdB, Seminar: Mitgestalten und Veraendern - welches Engagement ist zukunftsfaehig? Anm. beim Haus der Begegnung. Rennweg > Sonntag, 25.3. Volkstheater, 15h, Autorenlesung Inge Deutschkron: Emigranto - vom Ueberleben in fremden Sprachen > Montag, 26.3. Amerlinghaus, 19h, SLP-Disk: Wie Studiengebuehren wirklich abschaffen? 1070 Stiftg.8 Amerlinghaus, 19h, Veranst. mit Stefanos Ioannidis, Aktivist der kaemfperischen griechischen StudentInnenbewegung: 2 Monate UNI-Streik inm Griechenland! Univ.Wien, 18h, HS 50: Geschichte der lateinamerikanischen Filmindustrie zwischen Europa und den USA: 1900 bis 1960. 1010 Lueger Ring > Dienstag, 27.3. AUGE/UG, Plenum ab 18h: Nach dem OeGB-(Reform)-Kongress, nach dem GPA-Bundesforum - wie geht´s weiter? 1040 Belvedereg.10 SocialATTAC - Treffen zur Internationale Sozialarbeit & Sozialpolitik, Plenum ab 18h in 1060 Mariahilfer Strasse 81/Stiege 1 Top 14. Achtung - daher nicht im KIV-Club sondern im Buero des oesterr.Berufsverband der SozialarbeiterInnen Wien! Infos christoph.stoik at gmx.at Literaturhaus, 19h, Symposium: Wahnsinn neoliberal. 1070 Zieglerg.26a Aktionsradius Augarten, 19,30, Begegnung Begabungen - Fest der verborgenen Talente. 1200 Gaussplatz 11 > Mittwoch, 28.3. GA/BG 20, 19,30, Diskussion mit Franz Mikolasch, Sigrid Pilz, Werner Vogt: Altern und Pflege in Wuerde. 1200 Hannoverg.13/1 Wr.Rathaus, 19h, Wr.Vorlesung: Geht´s der Wirtschaft gut, geht´s uns allen gut? Mit Christian Felber/Attac, Gertraud Jahn, Reinhold Mitterlehner, Siegfried Sellitsch. Lichtenfelsg.2, Feststiege II, Wappensaal Galerie mel-contemporary, 19h, Promedia Verlag: Buch- und Bildpraesentation von Julius Mende: Die sexuelle Welle. Zwischen Sinnlichkeit und Vermarktung. Kraft.Punkt.Schau des Malers und Autors J.Mende. 1010 Christineng.2 Amerlinghaus, 18h, Wuerfel Ade! Gruendungsfest "Die Kugelrunde". 1070 Stiftg.8 ekh, 20h, PolitdiskuBeisl Film: Ein ganz gewoehnlicher Jude. 1100 Wielandg.2-4 Bezirksmuseum Hernals, 18,30, Fuehrung und Vortrag: Protestantismus in Hernals - wer waren die Joerger? 1170 hernalser Hauptstr.72-74. Anm: 408 06 95 - 0 Que/e/r 20h, Disk: Technologie, Geschlecht und Gesellschaft - eine feministische Annaeherung. 1010 Wipplingerstr.23/Stiegenabgang GPA/ AK - Veranstaltung, 18h, Raum 3 K 4, Infoabend ueber Binationale Ehen. 1030 Alfred Dallinger Platz 1 / U 3 Station Schlachthausgasse Graz, GH Mohrenwirt, ab 19h Gruenzeug - Gruener Stammtisch. Mariahilferstr.14 Salzburg, Friedensbuero, 19h, Praesent.d.Arbeitsergebniss und Recherchen: Privatisierungs-Stopp - gegen Ausverkauf oeffentlichen Eigentums. Platzl 3 > Donnerstag, 29.3. KUNDGEBUNG vor dem Arbeits- Sozial- und Wirtschaftsministerium ab 16 Uhr: Kein Kuendigungsschutz mehr? Lehrlinge wehren sich!! 1010 Stubenring 1 Tagung zu Selbst-Organisierungspraxen im Kontext gegenwaertiger Prekarisierungsprozesse. Fuer den Kampf um gleiche soziale Rechte fuer alle! Veranst. bis 30.3., siehe Kasten Akin Nr. 7!! Beginn Do um 19h im Depot, 1070 Breite Gasse 3, Freitag ab 10,30 im WUK Initiativenraeume, 1090 Waehringer Str.59 Amerlinghaus, 19h, Lesung mit Ruth Aspoeck, Elfriede Haslehner und Eva Jancak: Armut - Reichtum - Grundeinkommen - prekaere Beschaeftigung und andere Arbeitsverhaeltnisse. Anschl. Podiumsdisk. ueber die veraenderten Sozial- und Arbeitsverhaeltnisse. 1070 Stiftg.8 IWK, 18,30, Georg Vobruba: Produktive Arbeit - mit Sicherheit flexibel. 1090 Bergg.17 Juedisches Museum, 18,30, Arno Schmidt: Europas Forschungspolitik im Wandel - ein Vortragsabend der Oesterr.Technion Gesellschaft. 1010 Dorotheerg.11 Sargfabrik, 20h, Konzert: David Orlowsky`s Klezmorim. 1140 Goldschlagstr.169, Tel. 98898/111 Graz, Gruene akademie, 19h, Demokratie im Fadenkreuz - die Attacken der Weltwirtschaft auf die demokratische Ordnung. Paulustorg.3/1 Klagenfurt, Internat. Kongress des EU-LIFE-UMWELT bis 30.3.: FEIN! Staubfrei in die Zukunft. Infors Tel. 0664-4054208, kongress at feinstaubfrei.at > Freitag, 30.3. Stuttgart, bis 31. Maerz in Stuttgart: "EU gobal - fatal?!" II: Einladung zur Konferenz EUropa - Traum oder Alptraum im Osten? Attac-EUropa-Konferenz zur kritischen Begleitung der deutschen Ratspraesidentschaft UNICAMPUS - Frauen-Fruehlings-Universitaet /FFU bis 4. April. 1090 Alserstrasse/Spitalgasse. Infos unter 310 88 80 - 57 oder frauen-uni at oeh.ac.at TUeWI, ab 20h 80s DISCO. 1190 Peter Jordan Strasse 76 Graz, AAI, Workshop zum neuen Fremdenrechtspaket: Recht auf Aufenthalt und Niederlassung fuer Alle! Ein Kunstprojekt im Rahmen v. Crossing Cultures. Erarbeitung einer Performance und eines Grossformatplakates gegen Rassismus. Leechg.22, Infos http://www. martinkrenn.net/bleiberecht Linz, Kepler-Universitaet, 18h, Raum K269D, Info-Veranst: Besetzte Betriebe in Lateinamerika. Altenberger Str.69 Linz, Kasperkeller, 19h, Kuba-Stammtisch. Spittelwiese 2 > Samstag, 31.3. ekh, ab 21h, Druckwerkstatt- SOLI - Konzerte. 1100 Wielandg.2-4 Bad Ischl, ab 15h Generalversammlung des Vereins: Begegnungszentrum fuer aktive Gewaltlosigkeit - anschliessend Fest "30 Jahre Begegnungszentrum und und Rundbrief. Wolfgangerstr.26 > Montag, 2.4. Studienfahrt zur Gedenkstaette Auschwitz-Birkenau, bis 06. 04. Vorbereitungsseminar am 31.3. in Wien, am 1.4. in Grossrussbach. Infos und Anmeldung Karin Liebhart, Gesellschaft fuer politische Aufklaerung, karin.liebhart at univie.ac.at, Tel. 4277-47739 > Dienstag, 3.4. IWK, 18,30, Studien zur ArbeiterInnenbewegung: Zivilgesellschaft des Sozialen: Frieden. 1090 Bergg.17 > Mittwoch, 4.4. Fuenfhauser Stueberl, SLP-Veranst. 19h: Klimawandel - steht London bald unter Wasser? 1150 Loehrgasse 13 > Freitag, 6.4. Linz, Kasper-Keller, 19h, Politstammtisch der KPOe. Spittelwiese 2 > Samstag, 7.4. AUF-Redaktion, Lesungen von Autorinnen und Buecherverkauf, ab 14h open house, Lesung ab 17,30 mit Carina Nekolny. 1010 Kleeblattgasse 7 > Dienstag, 10.4. Friedensinitiative Donaustadt, 19h, Dr.Friedl Garscha: Als der Justizpalast brannte.. 1220 Donaucitystr.2/U 1 Kaisermuehlen/Donaucitykirche > Mittwoch, 11.4. Fuenfhauser Stueberl, 19h, SLP-Veranst: Weitere Aktionen gegen die Angriffe auf Lehrlinge. 1150 Loehrgasse 13 IWK, 18,.30, Vortraege Weiterbildung ohne Bildung? 1090 Bergg.17 Attnang-Puchheim, Gruene Bildungswerkstatt, 20h, Vortrag von Ronald Barazon: Kampf dem Kapitalismus. Infos Tel. 07674/64 218, Mail: office.ooe at gbw.at > Donnerstag, 12.4. Weltcafe, 19h, Ausstellungseroeffnung: Die Apartheidmauer in Palaestina. Dauer der Ausstellung bis 14.5., 1090 Schwarzspanierstr.15 > Freitag, 13.4. AAI, kleiner Saal, 19h, Vortrag: Die Olivenernte mit IWPS in Palaestina. 1090 Tuerkenstr. IWK, 18,30, Buchpraes: Alex Wedding (1905-1966) und die proletarische Kinder- und Jugendliteratur. 1090 Bergg.17 Amerlinghaus, 19h, Vortrag und Disk: Geschichte der Sklaverei - von der Antike bis in die Gegenwart. 1070 Stiftg.8 7stern, 19,30, Fair Fuck - Forumtheater ueber Sexarbeit und Migration. Organisatprom: LEFOe. 1070 Siebensterng.31 Linz, Stadtmuseum Nordico, 15h, Musik-Rundgang durch das juedische Linz. KB 7,-- Euro pro Person, mit Herwig Strobl. Treffpunkt Dametzstr.23, Wiederholung am 20. und 27.4., sowie am 4., 11., und 18.5. jew. 15h > Samstag, 14.4. IWK, ab 15h Tagung: Macht, Politik, Autonomie - zum politischen Denken von Cornelius Castoriadis. 1090 Bergg.17 Linz, Kunstuniversitaet, ab 9h, Gegentoene 2007: Mut veraendert! Plenum ab 17,30, Gegentoene-Umzug in der Altstadt ab 20 Uhr > Sonntag, 15.4. Juedischer Friedhof Waehring, die GA Wien veranst. mit der Historikerin Tina Walzer um 11h und um 15h die Besichtigung. Anm: karin.binder at gruene.at oder Tel. 4000-81831 Evang.Pfarrgemeinde, 16h, Afred Kirchmayr: Was ist "Sicherheit". 1150 Schwegler Strasse 39 *************************************************** Der akin-pd ist die elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen Wiener Wochenzeitung 'akin'. 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Maerz 2007, 13 Uhr, Vor dem Parlament in Wien Von Salzburg aus sollen Gruppentickets fuer die Bahnfahrt nach Wien organisiert werden: Treffpunkt: 8.45 am Hauptbahnhof, alle, die sich vorab anmelden moechten, koennen sich unter: arge-wdv at gmx.net oder: 0699/12115985 melden. * > Eurofighter-Aktion Um auf die globale Bedrohung hinzuweisen, die die militaristische Logik weltweit verursache, wurde am Samstag von der Gruppe "ABFLUG!" in Fohnsdorf, direkt neben der Autobahn ein ueber 30 Quadratmeter grosses Transarent entrollt mit folgender Aufschrift: "Klimakiller Eurofigther - Landesverteidigung ist Landesvernichtung". "Der Fliegerhorst Zeltweg soll entmilitarisiert und zu einen zivilem Stuetzpunkt fuer Katastrophenhilfe ausgebaut werden. Das wuerde dem geaenderten Bedrohungsbild durch den Klimawandel entsprechen und die Arbeitsplaetze erhalten", so Florian Walter, einer der SprecherInnen der Gruppe Abflug! * > Antikriegstag Am vom World Social Forum ausgerufenen Internationalen Antikriegstag am 17.Maerz fanden global Aktionen und Kundgebungen statt -- insbesonders in den USA. In Washington etwa formierte sich -- wie zu Zeiten des Vietnam-Kriegs- ein "Marsch auf das Pentagon". Auch in Oesterreich gab es eine Reihe von Aktivitaeten. In Wien rief ein breites Buendnis von FriedensaktivistInnen, GewerkschafterInnen und Angehoerigen fortschrittlicher politischer Organisationen zu einer Kundgebung am Stephansplatz (mit anschliessender Demonstration zur Botschaft der USA) auf. 250 TeilnehmerInnen folgten dem Aufruf. Eine weitere Demo gab es in Graz. ================================================ 06 diagonale, palaver und cyberfems von ursprung ================================================ auf der diagonale 07 21. 3. 19:30 experimental 2, diagonale07, augartenkino kiz, graz "gugug" von sabine groschup, sounddesign: eva ursprung synchro film&video award, tricky women 2007 1999, zwei Jahre bevor sie starb, erzählte meine Großmutter Olga mir und meiner Familie Geschichten aus ihrem Leben als junges Mädchen und Frau auf dem Land in Tirol um 1920. Zwei dieser Geschichten sind animiert in „Gugug“. In der ersten Geschichte spricht Olga über ihre Ahnungslosigkeit gegenüber dem Kinderbekommen. Der zweite Teil handelt vom Kinderkriegen und vom Kindstod und Tod und den Lebensbedingungen rundherum (Sabine Groschup) Österreich 2006, 35mm, 1:1.37, Farbe, Malerei auf 35 mm Film, 6.23 min 23. 3. 16:00 "gugug", experimental 2, diagonale07, schubertkino 1, graz ---------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------ 23. 3. 21:00 uhr live im palaver: squant cafe palaver, griesgasse 8, 8010 graz die musikalischen experimente von squant bewegen sich durch animierte landschaften bunter kreaturen. aus unterschiedlichen perspektiven werden die sowohl urbanen als auch ländlichen abenteuer der beiden künstlerinnen visuell und akustisch umgesetzt, manchmal als experimentelle auseinandersetzungen, manchmal ganz klassisch-punkig. bei squant ist aber nichts wie es scheint. die welt wird auf den kopf gestellt und die künstlerinnen versuchen manchmal sogar wirklich schön zu spielen. 31. 3. 22.00 squant live im vbkoe – cyber feminism past forward Maysedergasse 2 (4. Stock), 1010 Wien http://www.vbkoe.org/images_cyber_feminism_past_forward.htm ================================================ 07 [al_news] Veranstaltung mit griechischem Uni-Streik-Aktivisten am 26.3. von "AL-Antifaschistische Linke" ================================================ AL-Newsletter Nr. 189 ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 1. Veranstaltung mit griechischem Uni-Streik-Aktivisten am 26.3. 2. Veranstaltung von AL/AGM-Wien/Nord: "Was ist Faschismus?" ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 1. Griechenland: 2 Monate Uni-Streik! Veranstaltung mit Stefanos Ioannidis, Aktivist der kämpferischen griechischen StudentInnenbewegung Im Frühjahr ´06 hatte die Regierung der rechtskonservativen "Nea Dimokratia" eine grundlegende Änderung der Universitätsgesetze geplant. Es sollte die staatliche Finanzierung reduziert werden, um so die Unis zu zwingen, sich selbst zu finanzieren – über Sponsoren und Studiengebühren. Nach wochenlangen Streiks und Besetzungen zog die Regierung ihre Pläne zurück. Nun planten die Regierung und die oppositionelle sozialdemokratische PASOK gemeinsam die Änderung von Teilen der Verfassung. Zum Beispiel sollte ein Verfassungsartikel, der festlegt, dass der Staat für die Universitäten und überhaupt die Ausbildung aufkommt und dass Firmen oder private Institutionen keine Universitäten betreiben dürfen, beseitigt werden. Seit Anfang Januar sind die Universitäten nun wieder bestreikt und sämtliche Institute und Forschungseinrichtungen besetzt. In der Verfassungsfrage haben die Studierenden erneut gesiegt. Doch der Kampf geht weiter ... Während hierzulande bei Uni-Protesten die selbst-ernannte "linke" ÖH-Führung zumeist gegen Streiks und Besetzungen argumentiert und stattdessen auf "lustige", aber völlig wirkungslose "kreative Protestformen" setzt, sieht es in Griechenland ganz anders aus. Seit fast einem Jahr folgt dort eine studentische Protestwelle der anderen. Die gemeinsame Unigruppe von AL-Antifaschistische Linke und Arbeitsgruppe Marxismus (AGM) hat zu diesem Thema Stefanos Ioannidis nach Wien eingeladen. Stefanos ist einer der Mitorganisatoren der Streikbewegung in Thessaloniki, der zweitgrößten Stadt Griechenlands. Er ist darüberhinaus Aktivist der trotzkistischen Organisation OKDE und ihrer StudentInnenorganisation SSP. Wann: Mo, 26.03.2007, 19h Wo: 19:00 Uhr im Amerlinghaus, Stiftg. 8, 1070 Wien (U3 Neubaugasse, Ausgang Stiftgasse) Wir freuen uns auf Dein Kommen! ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 2. Veranstaltung der AL/AGM-Lokalgruppe Wien-Nord zum Thema: "Was ist Faschismus?" Nach einem kurzen Überblick über die aktuelle Neonaziszene in Österreich werden wir den Versuch unternehmen, den Faschismus historisch und aktuell einzuordnen und zu erklären. Die Frage der besten Methode, faschistische und rechtsextreme Strömungen zu bekämpfen, wird nicht zu kurz kommen. Anschließend offene Diskussion. Wann: Di., 27.03.2007, 19:00 Uhr Wo: "Piwnica", Jägerstraße 38, 1200 Wien (U6 Jägerstraße, 5, 33) __._,_.___ Messages in this topic (1) Reply (via web post) | Start a new topic Messages ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ AL-Antifaschistische Linke Gegen Rassismus, Sexismus, Sozialabbau! Für Solidarität und Sozialismus! mail: al at sozialismus.net web: www.sozialismus.at phon: ++43 (0) 699 817 15 915 post: AL c/o Amerlinghaus, Stiftgasse 8, A-1070 Wien ================================================ 08 GA: ÖVP zeigt wahres Gesicht! von "Andersrum Wien" ================================================ Lunacek: ÖVP-Führung zeigt bei gleichgeschlechtlichen Partnerschaften wahres Gesicht Utl.: Grüne bestehen auf Gleichstellung am Standesamt = Wien (OTS) - "Ministerin Kdolsky geht einen Schritt vor, Ex-Bundeskanzler Schüssel wieder zwei Schritte zurück", kritisiert die Abgeordnete der Grünen, Ulrike Lunacek, die Aussagen von Klubobmann Wolfgang Schüssel in den Salzburger Nachrichten, wo er sich gegen eine Eingetragene Partnerschaft für Lesben und Schwule aussprach. "Die ÖVP zeigt mit dieser Aussage ihres Klubchefs wieder ihr wahres Gesicht: Sie ist weiterhin eine Retro-Partei, statt endlich den Sprung ins 21. Jahrhundert zu schaffen", so Lunacek. Lunacek fordert die ÖVP erneut auf, endlich die Schließung eines Zivilpaktes ("Zip") und damit die Gleichstellung von Lesben und Schwulen vor dem Standesamt rechtlich zuzulassen. "Unser Antrag auf Einführung des Zip für gleich- wie verschiedengeschlechtliche Paare steht nächste Woche auf der Tagesordnung des Justizausschusses. Ich bin neugierig, ob die liberaleren ÖVP-Abgeordneten hier endlich auch gegenüber ihrem Klubobmann ein neues Gesicht zeigen oder auf ihrem Retro-Kurs beharren werden," so Lunacek abschließend. -- Die Grünen Andersrum Wien c/o Grüner Klub im Rathaus AT-1082 Wien Tel.+43-(0)1-4000 DW 81813 Fax +43-(0)1-4000 DW 99 81811 http://www.gruene-andersrum.at ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN, MEINUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 09 KPÖ/Mindestsicherung/Umverteilung/Grundeinkommen von KPÖ-Information ================================================ KPÖ-Pressedienst - Drechslergasse 42, 1140 Wien - Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 - Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail info at kpoe.at - Web www.kpoe.at - Ausgabe vom 20. März 2007 Massive Kritik an Mindestsicherungs-Modell „Buchinger-Bartenstein“ Wirklich arbeitslose Einkommen aus Profit und Vermögen werden gezielt ausgeblendet Es kristallisiert sich immer deutlicher heraus, dass die von der Regierung geplante Bedarfsorientierte Mindestsicherung (BOMS) de facto nichts anderes ist als die Umlegung des deutschen Modells „Hartz IV“ zu einem österreichischen Modell „Buchinger-Bartenstein I“: „Dieses Modell bringt keine Besserstellung für bisherige SozialhilfeempfängerInnen, dafür aber eine Schlechterstellung für Arbeitslosengeld- und NotstandshilfeempfängerInnen“, meint dazu KPÖ-Bundessprecherin Melina Klaus. Wie namhafte Organisationen wie etwa das Armutsnetzwerk kritisieren, werden vor der Inanspruchnahme dieser Mindestsicherung die Betroffenen gezielt arm gemacht. Es ist geradezu pervers, wenn ausgerechnet hochprivilegierte Politiker und selbsternannte Experten nicht müde werden zu betonen, es dürfe auf gar keinen Fall ein arbeitsloses Einkommen geben. Die vor Jahren von „Krone“ und FPÖ in die politische Debatte eingeführte Diffamierung als „Sozialschmarotzer“ gehört offensichtlich mittlerweile ungeachtet aller sozialen Phrasen zum offiziellen Regierungsjargon. Wer die von Arbeitsmarkt und Profitlogik diktierten Bedingungen der Arbeit ablehnt, soll als faul und parasitär abgestempelt werden. Wie stark die Hirne der Menschen vom neoliberalen Ungeist vernebelt sind, zeigt der Umstand, dass viele Lohnabhängige solche Argumente der etablierten Politik leider voll verinnerlicht haben und die Gewerkschaften durch den Geist der Sozialpartnerschaft dazu beitragen. Es ist bezeichnend, dass die wirklichen arbeitslosen Einkommen aus Geld-, Aktien- oder Grundbesitz von dieser Kritik ausgeblendet werden: „Immer mehr Menschen, die vielfach trotz Arbeit in die Armut gedrängt werden, empfinden die Schieflastigkeit des Steuersystems als soziale Provokation“, meint Klaus und verweist auf die Beseitigung der Vermögenssteuer, Senkung des Spitzensteuersatzes, steuerschonende Stiftungen, Senkung der Körperschaftssteuer und aktuell die Abschaffung der Erbschaftssteuer. Aus der Sicht der wachsenden Zahl prekär beschäftigter oder aus dem Arbeitsmarkt gedrängter Menschen gewinnt daher die wachsende Diskussion über ein Grundeinkommen zunehmend an Bedeutung in der Auseinandersetzung um die Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums und wird damit zum Kontrapunkt zur unsozialen Politik der Regierung. Mit einer solchen existenzsichernden und bedingungslosen Maßnahme würde nämlich die immer größere Zahl jener Menschen, die vom neoliberalen Turbokapitalismus aus dem Arbeitsmarkt oder aus dem Sozialnetz hinausgeworfen werden, die Chance zur Absicherung eines menschenwürdigen Lebens ohne entwürdigende und restriktive Auflagen von AMS etc. ermöglichen. „Da durch wachsende Arbeitslosigkeit und Prekarisierung immer weniger Menschen von einer traditionellen Lohnarbeit leben können, während gleichzeitig die Produktivität nie geahnte Höhen erreicht hat, muss auch über Alternativen wie ein Grundeinkommen ernsthaft nachgedacht werden“, meint Klaus. Die KPÖ hat dazu ihre Argumente in einem umfangreichen Diskussionspapier zusammengefasst und sieht eine solche Debatte nicht im Gegensatz, sondern vielmehr im Gleichklang mit dem Kampf um einen gesetzlichen Mindestlohn sowie eine radikale Arbeitszeitverkürzung. Damit wird auch das Argument, bei einem Grundeinkommen würden viele nicht mehr arbeiten wollen, ad absurdum geführt wird. ================================================ 10 KPÖ/Böhler-Uddeholm/Ausverkauf/Verstaatlichte von KPÖ-Information ================================================ KPÖ-Pressedienst - Drechslergasse 42, 1140 Wien - Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 - Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail info at kpoe.at - Web www.kpoe.at - Ausgabe vom 20. März 2007 Weichenstellung für Böhler-Ausverkauf wurde in den 90er Jahren getroffen Beschäftigte und Standorte werden immer stärker zum Spielball von dubiosen Finanzinvestoren Als völlig unverständlich bezeichnet KPÖ-Wirtschaftssprecher Michael Graber die jetzt herrschende Aufregung über die Übernahme des Böhler-Uddeholm-Konzerns durch den britischen Finanzinvestor CVC: „Wer A zur Privatisierung der Verstaatlichten gesagt hat, muss auch B zum Ausverkauf der betroffenen Unternehmen sagen“. CVC will den 21-Prozent-Anteil der Familie Fries an Böhler-Uddeholm übernehmen und die Streuaktionen aufkaufen. Das Unternehmen hat einen Börsenwert von 3,6 Milliarden Euro. Graber erinnert daran, dass bereits in der Ära der damaligen rotschwarzen Koalition 1995 zunächst 27,3 Prozent und dann 1996 weitere 47,7 Prozent des ehemals verstaatlichten Edelstahlkonzerns per Börsegang privatisiert wurden. Die restlichen 25 Prozent ÖIAG-Anteile wurden unter der schwarzblauen Regierung 2003 privatisiert. Ähnlich war die Entwicklung bei der voestalpine, die nach der Vollprivatisierung 2003 heute zu 42 Prozent im Besitz ausländischer Investoren, vorwiegend von Pensionsfonds, ist. Immer deutlicher zeigt sich bei der Entwicklung ehemals verstaatlichter Unternehmen, wie die Beschäftigten und Standorte zum Spielball vielfach dubioser Investoren werden, deren Hauptinteresse nur der möglichst hohe Profit ist. Da die Dividendenrendite bei Böhler-Uddeholm mit vier Prozent für die Ansprüche von Finanzinvestoren zu niedrig ist, haben die Beschäftigten von einer Übernahme nichts Gutes zu erwarten. Die salbungsvollen Worte, dass eine Übernahme überhaupt keinen Einfluss auf die Geschäftspolitik haben würde werden nicht nur durch Aussagen namhafter Analysten sondern vor allem durch die tägliche Praxis widerlegt. Die neoliberale Politik der österreichischen Regierungen seit Mitte der 80er Jahre hat als Eintrittskarte in die EU die Verstaatlichte zerschlagen und damit diesen wichtigen industriellen Sektor in- und ausländischem Kapital ausgeliefert. Wenn Nutznießer bisheriger Privatisierungen wie der Industrielle und Ex-SPÖ-Finanzminister Hannes Androsch - er übernahm die ATS und einen BAWAG-Anteil im Boot mit dem US-Fonds Cerberus und gemeinsam mit dem oö Raiffeisen-Boss Ludwig Scharinger die Salinen AG - jetzt eine „österreichische Lösung“ vorschlagen, so sind das Krokodilstränen ähnlich wie im Falle der Vollprivatisierung der voestalpine oder der Lenzing AG, wo sich das rotschwarze Duo ebenfalls als Retter angeboten hat. Federführend bei der Übernahme von Böhler-Uddeholm (Umsatz 3,1 Mrd. Euro, Gewinn 376 Mio. Euro, 14.324 Beschäftigte) ist der CVC-Manager Christian Wildmoser, dessen Bruder der namhafte Anwalt Gerhard Wildmoser zum schwarzen Netzwerk der ÖVP gehört, an dem auch Böhler-Boss Claus Raidl als früherer Schüssel-Berater beteiligt ist und womit sich der personelle Kreis bei diesem Deal schließt. CVC wollte 2001 die Lenzing AG - sie gehört jetzt zum Imperium der italienischen GiroCredit als Eigentümer der BA-CA - übernehmen, was jedoch am Einspruch der EU-Wettbewerbsbehörde wegen Monopolbildung scheiterte. Die Aussage von Christian Wildmoser „Österreich ist nicht nur ein schönes Land, es gibt auch sehr gute Unternehmen“ ist daher als gefährliche Drohung in Hinblick auf die Übernahme weiterer Unternehmen aufzufassen. Wie Androsch zu Recht feststellt, ist kein österreichisches Unternehmen vor einer solchen Übernahme durch internationale Finanzinvestoren oder die immer größer werdenden multinationalen Konzerne sicher: „Damit bestätigt Androsch aber indirekt die Kritik an der Zerschlagung und Privatisi erung der Verstaatlichten, weil nur diese eine relativ eigenständige Industriepolitik ermöglicht hatte“, so Graber abschließend. ================================================ 11 Polizei/Justiz: Seibane Wague - Kommentar. von "akin" ================================================ Polizei/Justiz/Kommentar/Termin: > Das hat man ja nicht wissen koennen Zum OLG-Entscheid in der Causa Seibane Wague Nachdem im ersten Prozess bereits die anderen beteiligten Polizisten im Fall Seibane Wague freigesprochen worden waren mit dem Argument, sie waeren nicht richtig geschult worden, wurde jetzt auch noch die Strafe des einzigen verurteilten Polizisten in der obersten ordentlichen Instanz mit eben dieser Begruendung von 7 auf 4 Monate bedingt reduziert. Dabei haette spaetestens seit dem Fall von Marcus Omofuma 1999 auch der oesterreichischen Polizei bekannt sein muessen, was der "ploetzliche Gewahrsamstod" ist. Denn wenn auch dieser und die beiden weiteren seither bekanntgewordenen Faelle sehr unterschiedlich gelagert waren, handelte es sich immer um die Kombination von polizeilich erzeugter Atemerschwernis mit erhoehten Sauerstoffbedarf: Omofuma war in panischer Angst, Seibane Wague hatte den offiziellen Berichten zufolge einen Tobsuchtsanfall, der fluechtende Franz S. (akin 25/02) hatte einen Sprint hinter sich, bevor sich die Polizisten auf ihn stuerzten, seinen Brustkorb zusammendrueckten und seine Haende am Ruecken fesselten. Nach dem Fall von Seibane Wague hat das Innenministerium versprochen, dass die Erst- und Nachschulungen verbessert wuerden. Ob sich tatsaechlich da etwas geaendert hat, bleibt fraglich. Und fraglich bleibt auch, ob sich deswegen in der Praxis der Polizei tatsaechlich etwas aendert - denn darauf zu achten, dass ein Beamtshandelter nicht an Atemnot stirbt, macht das Leben der Polizisten nicht leichter, da die Arretierung damit schwieriger wird. Schon nach dem Fall Omofuma haette man da besser schulen koennen, hat es aber nicht getan. Bislang ist seit 2002 kein einschlaegiger Fall mehr bekanntgeworden - es ist zu hoffen, dass das daran liegt, dass es keinen mehr gegeben hat. Denn das die Faelle Omofuma und Wague ueberhaupt vor Gericht gelangt sind, verdanken sie zwei gluecklichen Umstaenden: erstens der antirassistischen Oeffentlichkeit, die mittlerweile in der Lage ist, starken politischen Druck auszuueben, vor allem aber zweitens aussenstehender, sehr glaubwuerdiger Zeugnissee - im Fall Omofuma war es die Expertise eines auslaendischen Amtsarztes, im Fall Wague ein nichtamtliches Video. Im Fall S hingegen wurde nicht einmal die Staatsanwaltschaft belaestigt, da die Gerichtsmedizin einen "natuerlichen Tod" diagnostizierte. *Bernhard Redl* * > Demo am Mittwoch, 21.3. Gegen das Verhalten von Polizei und Justiz im Falle Seibane Wague im Rahmen der europaeischen Aktionswoche gegen Rassismus. Die Demonstration beginnt mit einer gemeinsamen Kundgebung mit der Initiative Ehe ohne Grenzen um 17 Uhr vor dem Innenministerium (Herrengasse 7, A-1010 Wien). Nach dem Ende der Kundgebung von Ehe ohne Grenzen um 18 Uhr geht die Demo zum Stephansplatz, wo es Redebeitraege geben wird. Danach wird sich der Demozug zur Todesstelle von Seibane am Stadtpark weiterbewegen, um dort zum Ende der Demonstration des Toten zu gedenken. * > Links Demoaufruf: http://no-racism.net/article/2015 Pressespiegel Seibane Wague 2005: http://pressespiegelseibane.notlong.com ORF-Fassung des Videos vom gewaltsamen Tod Seibane Wagues: http://www.youtube.com/watch?v=Oak8yvrBpHY Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Seibane_Wague Bericht ueber Erstickungstode: http://www.falter.at/print/F2003_32_1.php ================================================ 12 Deren Heer: Der neue Exportschlager - Ausbildungslehrgang "Internationaler Gebirgskampf - Winter" von "akin" ================================================ Deren Heer: > Der neue Exportschlager Ausbildung im Salzburger Land fuer Tibet-Besatzer 10 Offiziere der chinesischen Armee absolvieren derzeit im Bundesheer - Gebirgskampfzentrum Saalfelden den Ausbildungslehrgang "Internationaler Gebirgskampf - Winter", was im Hinblick auf die permanenten Menschenrechts-verletzungen der chinesischen Besatzer in Tibet brisant ist. Im September letzten Jahres beobachtete und filmte ein Mitglied einer Bergsteigergruppe unweit des Nangpa Passes am Fuss des Himalaya, wie eine Gruppe von chinesischen Grenzsoldaten eine Gruppe von tibetischen Fluechtlingen unter Feuer nahm. Die Tibeter wollten nach Nepal fluechten. Auf dem Film ist zu erkennen, dass eine Person getoetet wird und 2 weitere Menschen verletzt in den Schnee sinken. Etwa 25 Tibeter, darunter 2 Kinder, wurden von den Soldaten festgenommen. Fast unbemerkt und kaum wahrgenommen von den Medien und der Weltoeffentlichkeit ist die Tragoedie der Tibeter, die in ihrem eigenen Land seit 1951 unter chinesischer Besatzung leben und immer schneller als indigene unterdrueckte und verfolgte Minderheit praktisch von der Erdoberflaeche verschwinden sollen. China verbietet ihnen, ihre Sprache zu sprechen, ihre Kultur auszuueben, besiedelt ihr Lebensgebiet und ruiniert ihre eigene Wirtschaft und ihre Lebensgrundlagen. Tibet ist fuer Chinesen mittlerweile das Goldene Land der Verheissung geworden, denn hier gibt es Lebensraum und Jobs und so werden die Chinesen animiert, dorthin auszuwandern. Tibet ist allerdings Hochgebirge und China bietet nicht die besten Voraussetzungen fuer die Auswanderer und die chinesische Besatzung. Das Leben auf 4-5000 m Hoehe erfordert eigenes Training. Beim oesterreichischen Bundesheer freut man sich momentan ueber zehn exotische Teilnehmer am 3 woechigen Ausbildungslehrgang "Internationaler Gebirgskampf - Winter" im Gebirgskampfzentrum Saalfelden: chinesische Offiziere. Ziel der Ausbildung ist es, Soldaten im Winter durch Gebirge fuehren zu lernen, Gefahren zu erkennen und den Einsatz von Tragetieren und Hubschraubern im Hochgebirgswinter zu ueben. Major Kurt Pfuegl von der Jaegerschule denkt, dass sich der Kurs zum Exportschlager des Bundesheeres entwickeln koennte. Es gibt ein aufrechtes internationales Waffenembargo gegen China und Heinz Patzelt von Amnesty International sieht in der Ausbildung des Bundesheeres einen Verstoss gegen dieses Embargo - ganz zu schweigen von der Ignoranz und dem Desinteresse gegenueber den permanenten Menschenrechtsverstoessen der Chinesen gegenueber ihren Minderheiten. Es handle sich um die Vermittlung von Kampftechniken ohne begleitende menschenrechtskonforme Inhalte oder Hinweise auf internationale Uebereinkuenfte. Aus dem Buero des Verteidigungsministers Darabos kommt wenig Verstaendnis. Man beruft sich auf eine strategische Partnerschaft EU - China zu einer gemeinsamen Aussen- und Sicherheitspolitik. Ausserdem sei China im Rahmen der UNO ein bedeutsamer Faktor bei gemeinsamen UN-Einsaetzen, diese seien gut fuer die Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen mit China und ausserdem seien auch Soldaten aus Ungarn, Kroatien und Montenegro am Lehrgang beteiligt. Man moechte dem Bundesheer zu seiner Muster-Lehrer-Rolle gratulieren und patriotisch danken fuer die Verbesserung von Auslandsbeziehungen und die Aufwertung Oesterreichs und seines Heeres! Und man moechte leise vor sich hinweinen beim Gedanken, dass das Verteidigungs-Ressort, das einzige unter sozialdemokratischer Fuehrung, eine solche Abgestumpftheit in Fragen der Menschenrechte und gegenueber berechtigter Kritik zeigt. Und man moechte laut schreien beim Gedanken an die Uninformiertheit von Politikern, die nicht einmal von ihrer Definition her verpflichtet sind, zu glauben, dass in Kiefersfelden die Welt zu Ende ist. Die aussenpolitische Sprecherin der Gruenen, Ulrike Lunacek, hat diesbezueglich eine parlamentarische Anfrage an Verteidigungsminister Darabos angekuendigt: "Diese Ausbildung chinesischer Soldaten, die sie speziell fuer Kampfeinsaetze in den Hochgebirgsregionen Tibets verwenden koennen, ist menschenrechtswidrig und verstoesst klar gegen die Ziele oesterreichischer Aussenpolitik", so Lunacek. (Eva Kumar/DAZ) Quelle:http://www.dieanderezeitung.at/index.php?option=com_content&task=view&id=613&Itemid=80 Parlamentarische Anfragen an Platter und Plassnik: http://www.parlinkom.gv.at/pls/portal/docs/page/PG/DE/XXIII/J/J_00454/fname_073470.pdf http://www.parlinkom.gv.at/pls/portal/docs/page/PG/DE/XXIII/J/J_00455/fname_073468.pdf ================================================ 13 Krieg/Wirtschaft: Der privatisierte Irak von "akin" ================================================ Krieg/Wirtschaft: > Der privatisierte Irak Heute ist der 4.Jahrestag der Besetzung des Irak, oder, genauer gesagt, der Besetzung und Privatisierung des Irak. Unter Saddam Husseins Baath-Partei waren die meisten Bodenschaetze, Ressourcen und Dienstleistungen wie Oel, Wasser, Landwirtschaft und Banken verstaatlicht. Nicht-arabischen Auslaendern war der Besitz und die Investition in irakischen Unternehmen verboten. Das alles hat sich geaendert seit 2003. Als die Provisorische Regierung nach der Invasion unter der Leitung von Paul Bremer ihre Arbeit aufnahm, wurden die Gesetze umgeschrieben und "100 Anordnungen" herausgegeben, um den Irak in eine Marktwirtschaft umzuwandelt. Eine der hinterhaeltigsten Anordnungen Bremers ist die mit der Nr. 81, die den Schutz der Pflanzenverschiedenheit behandelt. Das bedeutet, dass von irakischen Bauern verlangt wird, sie sollten "geschuetztes" oder patentiertes Saatgut von Agromultis wie Monsanto und Syngenta kaufen. Den Bauern ist nicht erlaubt, lokale Varietaeten von Gerste oder Datteln anzubauen, wie sie es seit tausenden von Jahren tun, weil sie die Vertraege der Konzerne unterschreiben muessen. Im Jahr 2004 erhielt die Beratungsfirma BearingPoint einen 250-Millionen-Dollar-Vertrag von USAID, um die irakische Landwirtschaft zu privatisieren. Eines der wichtigsten Ziele dieser Firma ist es "neue Marktpotentiale mit neuen Produkten wie hochwertigen Fruechten, Gemuesen, Blumen und Samen zu entwickeln". Die Landwirtschaft im Irak gehteiner aehnlichen Zukunft entgegen wie die Bananen Republiken in Mittelamerika. Monsanto, BearingPoint und Cargill, um nur einige Konzerne zu nennen, spielen heute die Rolle der United Fruit Company. Wenn BearingPoint von "hochwertigen Fruechten und Gemuesen etc." spricht, meinen sie Luxus-Fruechte, die als Monokulturen im Sueden fuer den Norden angebaut werden und nicht die traditionellen landwirtschaftlichen Produkte, die der Bevoelkerung zugute kommen. Monokulturen betreffen nicht nur die Landwirtschaft sondern auch die Wasserwirtschaft. Seit mehr als 5.000 Jahren betreiben die Bewohner des suedlichen Marschlandes ein integriertes Agro-Oekosystem mit Fischerei, Zucht von Wasserbueffeln, Landwirtschaft und der Konstruktion von kuenstlichen Inseln aus Schilf und Papyrus. In den 1990er Jahren wurde das Marschland trockengelegt als Vergeltung der Ba’ath-Partei fuer die Aufstaende der Shi’a waehrend des Iran-Irak-Krieges. Seit der Invasion 2003 waren USAID und Konzerne wie Bechtel an der Wiederbewaesserung des Marschlandes interessiert. Sie sind nicht so sehr interessiert daran, dass die Bewohner des Marschlandes ordentliche Lebensbedingungen haben, sondern an der Entwicklung von grossen Fischfarmen, besonders fuer Tilapia, nach dem in Europa grosse Nachfrage herrscht. (People Putting Food First Number, Nr. 89 / Ue&bearb.: akin) ================================================ 14 Gusenbauer für EU Verfassung von Info-Netzwerk für prekarisierte BürgerInnen ================================================ EU/Parlamentarismus/Verfassung Parlamentskorrespondenz/03/15.03.2007/Nr. 167 Österreich gegen Aufweichung des EU-Verfassungsvertrags Bundeskanzler berichtet über EU-Vorhaben in seinem Kompetenzbereich Wien (PK) - "Aus österreichischer Sicht ist der Verfassungsvertrag der beste bisher ausgearbeitete Versuch, die Europäische Union demokratischer, bürgernäher und effizienter zu machen." Daher unterstützt Österreich die Bemühungen des deutschen Ratsvorsitzes, eine Lösung in dieser Frage zu finden, und teilt auch grundsätzlich die Einschätzung, wonach die Substanz des Verfassungsvertrags beibehalten werden sollte. Das betont Bundeskanzler Alfred Gusenbauer in einem Bericht über die aktuellen Arbeitsschwerpunkte der Europäischen Kommission und des Rates in seinem Kompetenzbereich, den er gemeinsam mit Frauenministerin Doris Bures kürzlich dem Parlament vorgelegt hat ( III-36 d.B. < http://www.parlament.gv.at/pls/portal/url/page/PG/DE/XXIII/III/III_00036/ >). Demnach wird sich insbesondere der Europäische Rat am 21./22. Juni in Brüssel umfassend mit dem EU- Verfassungsvertrag beschäftigen. Rats-Vorsitzender Deutschland will bis dahin sämtliche Mitgliedstaaten konsultieren und darauf basierend einen Bericht über den Stand der Beratungen und mögliche künftige Entwicklungen vorlegen. Erklärtes Ziel der deutschen Präsidentschaft ist die Verabschiedung eines klaren Fahrplans bezüglich der weiteren Vorgangsweise. Bundeskanzler Gusenbauer erachtet, wie er in seinem Bericht an das Parlament festhält, weder eine Neuverhandlung der seiner Meinung nach ausgewogenen institutionellen Regelungen des Verfassungsvertrags für erforderlich, noch wäre es ihm zufolge akzeptabel, lediglich ein reduziertes Paket institutioneller Bestimmungen aus dem Verfassungsvertrag herauszulösen, da Österreich auch einer Reihe nicht-institutioneller Elemente größte Bedeutung beimisst. Man sei allerdings bereit, gezielte Verbesserungsvorschläge zu prüfen und könnte sich etwa vorstellen, eine verstärkte Betonung der sozialen Dimension der EU zu unterstützen, zeigt er einen gewissen Handlungsspielraum auf. Österreich befürwortet jedenfalls einen "ambitionierten Zeitplan" - im Idealfall soll die EU-Verfassung, geht es nach der Regierung, rechtzeitig vor den Wahlen zum Europäischen Parlament im Juni 2009 und dem Amtsantritt der neuen EU-Kommission im selben Jahr in Kraft treten. _______________________________________ Bedingungsloses Grundeinkommen: Damit aus Marktwirtschaft Zivilisation wird! _________________________________________________ *** Info-Netzwerk für prekarisierte BürgerInnen. *** An-/Abmeldung: http://listi.jpberlin.de/mailman/listinfo/ultraelastisch Beiträge an: Ultraelastisch_at_listi.jpberlin.de Listmaster: neelix_at_gmx.at ================================================ 15 KPÖ/Weltwassertag/Liberalisierung/Wassermarkt von KPÖ-Information ================================================ KPÖ-Pressedienst - Drechslergasse 42, 1140 Wien - Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 - Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail info at kpoe.at - Web www.kpoe.at - Ausgabe vom 21. März 2007 Wasserversorgung ist eine Aufgabe der öffentlichen Hand Weltwassertag 2007: Die KPÖ lehnt die Liberalisierung des Wassermarktes ab Auf die Bedeutung einer im Besitz der öffentlichen Hand befindlichen Wasserversorgung weist die KPÖ anlässlich des Weltwassertages am 22. März hin. KPÖ-Kommunalsprecher Leo Furtlehner verweist anlässlich des Weltwassertages auf negative Beispiele in verschiedenen Ländern, darunter auch in der EU, wo eine Privatisierung erhebliche Kostensteigerungen und gleichzeitig eine schlechtere Versorgung mit sich gebracht hat. In Frankreich ist seit der Privatisierung der Wasserpreis um 146 Prozent gestiegen, gleichzeitig aber die Qualität des Trinkwassers massiv gesunken. Die Finanzzeitung „Financial Times“ bezeichnete die Privatisierung im Referenzmodell Großbritannien als „Raubzug“, „legalisierter Überfall“, „Schwindel“ und „Piraterie“. In Berlin wird die Privatisierung der Wasserbetriebe als schwerer Fehler erkannt. Wasser ist neben Luft nicht durch andere Ressourcen ersetzbar. Österreich kann auf eine hervorragende Qualität der Wasserversorgung verweisen: 99 Prozent des Trinkwassers stammt aus Quell- oder Grundwasser, während etwa im benachbarten Bayern bereits 40 Prozent des Wassers aufbereitet werden müssen. Allerdings steigt auch die Gefährdung des Wassers: So warnt etwa der Verkehrsclub Österreichs (VCÖ) vor einer Bedrohung der Wasservorräte durch die Auswirkungen des wachsenden Verkehrs. Die KPÖ betrachtet die Wasserversorgung als elementaren Teil der kommunalen Grundversorgung, diese muss daher unbedingt in öffentlicher Hand durch die Gemeinden oder durch Wassergenossenschaften betrieben werden. So hat bereits der 51. österreichische Städtetag im Juni 2001 in Villach gewarnt, dass bei einer Privatisierung „lediglich ein öffentliches Monopol durch ein privates, der Einflussnahme der öffentlichen Hand entzogenes Monopol ersetzt wird, welches dem Shareholder-Value verpflichtet ist.“ In der EU wird die Wasserversorgung jedoch von Großkonzernen beherrscht: Suez/Ondeo (F) versorgt bereits 110 Millionen Menschen, Veolia Water/Compagnie Générale des Eaux (F) 108 Millionen, Thames Water/RWE (GB/D) 70 Millionen, SAUR/Bouygues (F) 30 Millionen und Seven Trent (GB) 20 Millionen Menschen. Ein Objekt der profitablen Begierde für diese Multis sind auch die 4.250 Wasserversorger in Österreich, zumeist Gemeinden und Wassergenossenschaften. Obwohl der Städtebund bereits 2005 warnte, dass der unregulierte Kostenwettbewerb in der Wasserwirtschaft zu desaströsen Ergebnissen geführt hatte, wurde in Klagenfurt ein negatives Beispiel gesetzt. Die stadteigenen Klagenfurter Stadtwerke verkauften das gemeindeeigene Wasserdienstleistungsunternehmen Aquassist mehrheitlich an Veolia Water, den weltweit zweitgrößten Wasserkonzern Bereits seit 2004 schreibt die mit Zustimmung Österreichs beschlossene EU-Wasserrichtlinie eine wirtschaftliche Analyse vor, ab 2010 wird die Kostendeckung vorgeschrieben. Eine vom Wirtschaftsministerium bei Price Waterhouse 2003 in Auftrag gegebene Studie versucht mit den Stichworten Wettbewerb, Effizienz und Optimierung einer fragwürdigen Liberalisierung den Boden aufzubereiten. Der Städtebund lehnt hingegen mit Recht einen Ausschreibungszwang für die Wasserversorgung ab und fordert diesen Sektor vom Beihilfen- und Wettbewerbsrecht auszunehmen. Laut UNO wächst der weltweite Wasserverbrauch doppelt so schnell wie die Bevölkerung. Bereits jetzt lebt ein Drittel der Weltbevölkerung in trockenen Regionen, für 2025 wird sich dieser Anteil auf 60 Prozent erhöhen, womit der Zugang zu Trinkwasser immer stärker auch Anlass für regionale Konflikte und Kriege ist, wie etwa im Nahen Osten. Gleichzeitig versickern allein in den Industrieländern 30 Prozent des Trinkwassers durch undichte Leitungen. ================================================ 16 Jungle World zu Hakenkreuz-Urteil des BGH von Café Critique ================================================ http://jungle-world.com/seiten/2007/12/9584.php Pläne durchkreuzt Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft erlebt eine Pleite: Für den Bundesgerichtshof sind durchgestrichene Hakenkreuze nicht strafbar. von sarah kleinmann Niemand würde auf die Idee kommen, ein Halteverbotsschild als Aufforderung zum Parken zu verstehen – außer der Stuttgarter Staatswanwaltschaft vielleicht. Straßenschilder bestehen wie viele andere Hinweisschilder aus so genannten Piktogrammen, aus nüchternen Zeichen, die ohne Wort und Text zur Verständigung dienen, da sie eine feste Bedeutung haben. Auch das durchgestrichene Hakenkreuz ist eine piktografische Darstellung mit eindeutiger Aussage. Und genauso verhält es sich mit dem Hakenkreuz, das bildlich in die Mülltonne fliegt. Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft jedoch zog die unmissverständliche Bedeutung der Motive wiederholt in Zweifel. Sie vertrat den Standpunkt, dass die Abgrenzung von rechtem Gedankengut womöglich für den Betrachter nicht eindeutig erkennbar sei und daher auch ein verfremdetes Hakenkreuz indirekt für den Nationalsozialismus werbe. Im vergangenen Jahr veranlasste sie daher im Großraum Stuttgart zahlreiche Beschlagnahmungen und Strafanzeigen gegen Antifas, die verfremdete Hakenkreuze auf Flugblättern oder als Abzeichen verwendet hatten. Den Betroffenen wurde ein Verstoß gegen Paragraf 86a des Strafgesetzbuches vorgeworfen. Dieser stellt die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen unter Strafe. Auch gegen das Punk-Label »Nix-Gut-Records« aus dem baden-württembergischen Winnenden leitete die Staatsanwaltschaft Ermittlungen ein. Das Label hatte Buttons, T-Shirts und andere Artikel vertrieben, auf denen durchgestrichene oder zerstörte Hakenkreuze zu sehen waren. Für die Stuttgarter Staatsanwaltschaft ein klarer Fall von »massenhafter Verwendung« eines nationalsozialistischen Symbols. Das Landgericht Stuttgart folgte dieser Argumentation und verurteilte Jürgen Kamm, den Geschäftsführer des Labels, im September 2006 zu einer Geldstrafe in Höhe von 3â*‰600 Euro. Der eindeutige Bildzusammenhang, in dem die Hakenkreuze jeweils standen, wurde vom Gericht schlichtweg ignoriert. Die Stuttgarter Staatsanwälte gingen zudem fast ausschließlich gegen junge Antifas und Punks vor. Sowohl die mehrmonatige Ausstellung »Piktogramme« im Kunstmuseum Stuttgart als auch eine Werbebroschüre der Fifa blieben unbehelligt, obwohl sie Hakenkreuze zeigten. Auch Darstellungen in Geschichtsbüchern oder wissenschaftlichen Veröffentlichungen wurden nicht beanstandet. Der Vorwurf gegen Antifas, das Hakenkreuz in einem schleichenden Prozess wieder populär zu machen, klingt zudem, als gebe es keine Neonazis, die das ohnehin schon machten. Jürgen Kamm hatte gegen das Urteil Revision eingelegt. Am Donnerstag voriger Woche entschied der Bundesgerichtshof in Karlsruhe in der Revisionsverhandlung, dass die Verwendung von Hakenkreuzen in eindeutig distanzierendem Kontext nicht strafbar ist. In der Mitteilung der Pressestelle des Gerichts heißt es explizit, dass die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen nicht unter Paragraf 86a des Strafgesetzbuches falle, wenn »der Inhalt der Darstellung in offenkundiger und eindeutiger Weise die Gegnerschaft zu der Organisation und die Bekämpfung ihrer Ideologie zum Ausdruck bringt«. Alle von dem Angeklagten vertriebenen Artikel seien »gegen die Wiederbelebung nationalsozialistischer Bestrebungen gerichtet«. Dies sei »eindeutig und offenkundig zum Ausdruck gebracht worden«, sagte der Vorsitzende Richter Walter Winkler. Mit dieser Grundsatzentscheidung, die den Anträgen von Verteidigung und Bundesanwaltschaft folgte, wurde das Urteil des Landgerichts Stuttgart gegen Kamm zurückgenommen. Das Vorgehen der Stuttgarter Staatsanwälte hatte zuvor vielerorts Kritik ausgelöst. Im Umfeld von »Nix-Gut-Records« entstand die Kampagne »Wir lassen uns das Dagegensein nicht verbieten«, die auf breiter Basis Unterstützung für die Betroffenen organisierte. Auch Sebastian Edathy (SPD), der Vorsitzende des Innenausschusses des Bundestags, die Vorsitzende der Grünen, Claudia Roth, und der DBG-Vorsitzende Michael Sommer protestierten gegen die Rechtsauffassung der baden-württembergischen Behörden. Das Urteil des Bundesgerichtshof dürfte eine finanzielle Entschädigung für »Nix-Gut-Records« mit sich bringen und wahrscheinlich die Einstellung der mehr als 40 Verfahren, die gegen Antifas in Baden-Württemberg wegen Verstoßes gegen den Paragrafen 86a derzeit noch offen sind. Markus K. aus Ludwigsburg, gegen den auch eines dieser Verfahren läuft, empfindet das Urteil auch deshalb als angebracht, weil die Staatsanwaltschaft Stuttgart »beharrlich gegen Antifas vorgegangen« sei, anstatt »ein Verfahren gegen die noch lebenden Täter eines SS-Massakers im norditalienischen Santâ*™Anna di Stazzema einzuleiten«, wie er der Jungle World sagte. Das Urteil dürfte auch positive Folgen in einem anderen Fall haben, der den Verfahren in Baden-Württemberg in der Sache ähnelt. Am 10.â*‰Januar wurde David G. vom Amtsgericht Garmisch-Partenkirchen ebenfalls wegen Verstoßes gegen den Paragrafen 86a des Strafgesetzbuches zu einer Geldstrafe verurteilt. Bei einer Polizeikontrolle in Mittenwald fanden die Beamten in seinem Rucksack Flyer, die eine Veranstaltung bewarben. Auf den Zetteln war das Titelbild des im Handel frei erhältlichen Buches »Feindaufklärung und ReÂ-education« des Freiburger Verlags Ça ira abgebildet, das Islamisten beim Zeigen des Hitlergrußes zeigt. Obwohl der Inhalt der Darstellung in einem klar erkennbaren antifaschistischen Zusammenhang stand, wurde auch David G. verurteilt. In der Urteilsbegründung hieß es u.a., der Angeklagte habe in Mittenwald »an verschiedenen Veranstaltungen und Aufzügen des linksextremen Spektrums« teilnehmen wollen, die unter anderem die »linksextremistische VVN-BdA« organisiert habe. Diese Formulierungen illustrieren, dass es wie im Fall von Jürgen Kamm nicht nur um die inkriminierten Symbole, sondern offenbar auch um die Gesinnung derjenigen geht, die sie benutzen. Stephan Grigat (Hg.): Feindaufklärung und Reeducation. Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus. ça ira: Freiburg 2006, 316 Seiten, 14,- Euro, ISBN: 3-924 627-93-2 http://www.cafecritique.priv.at ================================================ 17 Kulturrisse 01|07: "Plagiarismus und Ideenklau" von IG Kultur Österreich ================================================ ||| ||| ||| MITTEILUNG ||| ||| IG Kultur Österreich ||| - --------------- ||| ||| Kulturrisse 01|07 ||| "Plagiarismus und Ideenklau" ||| ||| Während die Sampling-Praxen von HipHop & Co. längst von den Musikindustrien umarmt werden und in der bildenden Kunst mittlerweile eine Strömung namens Appropriation Art kanonisiert wurde, macht sich an den Universitäten hierzulande wie anderswo eine besondere Art von „Räuber und Gendarm“-Spiel breit: Unter Einsatz von Software-Intelligenz wird zur Jagd auf Plagiate und PlagiatorInnen geblasen: Die Rollen sind in dieser Fragezurichtung so klar verteilt, wie es „Räuber und Gendarm“- oder „Jäger und Wilderer“-Spiele nun mal verlangen – mit ungelehrigen Studierenden als sich an intellektuellen Besitzständen vergreifenden Delinquenten. Der Ausblendungen gibt es bei all dem, wie die Texte des aktuellen Kulturrisse-Schwerpunkts zeigen, nicht wenige. Sie reichen von Studien- und Betreuungsbedingungen an den Universitäten, die die Ausbildung eines reflektierten Umgangs mit Referenzliteratur nicht gerade begünstigen, bis hin zu diversen Ökonomisierungseffekten und dem daraus resultierenden Druck auf Studierende – Aspekte, denen v.a. Lisa Mayrs Text gewidmet ist. Julia Hertlein plädiert zudem für eine Rahmenerweiterung der gegenwärtigen Diskussionen und verweist u.a. mit Bourdieu auf die Rolle des „wissenschaftlichen Unbewussten“, das für jegliche wissenschaftliche Arbeit vorbedingend und doch keiner Zitation zugänglich ist. Mimetische Produktivität lässt sich daher umgekehrt aber auch, wie Konrad Becker argumentiert, als Unterwanderung solcher Hierarchien verstehen, wie sie in diversen Aktivismen und Kunstpraxen seit langem erprobt wird. Den strategisch-taktischen Ausformungen dieser Unterwanderung in der bildenden Kunst und darüber hinaus geht schließlich auch Cornelia Sollfranks Text nach – und zwar nicht ohne zugleich ihre längerfristigen Effekte einer kritischen Prüfung zu unterziehen. ||| ||| Bestellungen: ||| Kulturrisse 0107 ||| "Prekarisierung und Ideenklau" ||| Einzelpreis: 6,00 ||| Jahresabo: 22,00 StudentInnenabo: 17,00 (erscheint mind. 4x im Jahr) ||| Die Ausgabe ist auch in folgenden Buchhandlungen erhältlich: ||| In Wien: a.punkt, Anna Jeller, Leporello, Phil, Prachner (MQ), Winter ||| In Linz: Lentos Shop ||| In Berlin: b_books, pro qm http://igkultur.at/igkultur/kulturrisse/1004803821/Titelbild07.jpg ||| ||| - --------------- ||| ||| IG Kultur Österreich ||| Gumpendorfer Straße 63b ||| A-1060 Wien ||| ||| Tel: +43 (1) 503 71 20 ||| Fax: +43 (1) 503 71 20 - 15 ||| ||| http://www.igkultur.at/ ||| - --------------- ||| Erklärung gemäß § 107 TKG Angesichts einer zunehmend erdrückenden Medienkonzentration leistet der nicht-kommerzielle Versand von kulturpolitischen Informationen einen wichtigen Beitrag zur Herstellung diskursiver Öffentlichkeiten. Die neuen Bestimmungen des Telekommunikationsgesetzes (TKG § 107) bedeuten eine diesbezügliche Einschränkung, denn seit 1. März 2006 dürfen e-Mail-Zusendungen ausschließlich mit dem Einverständnis der EmpfängerInnen zugesendet werden. Sollten Sie keine weiteren Informationen der IG Kultur Österreich beziehen wollen, so ersuchen wir Sie um eine kurze Verständigung. | |--- | IG Kultur Österreich | Gumpendorfer Str. 63b | A-1060 Wien |--- | Tel. +43 (01) 503 71 20 | Fax. +43 (01) 503 71 20 - 15 |--- | http://www.igkultur.at/ ================================================ 18 Stenzel will Lolligo einschüchtern von "Kindercafe Lolligo" ================================================ Presseaussendung Stenzel will Lolligo einschüchtern „Ich fordere hiermit die Bezirksvertretung Wien 1. auf, die beiden auf den Kinderspielplatz im Rudolfspark gerichteten Polizeiüberwachungskameras unverzüglich und ersatzlos zu entfernen.“ Diese Forderung haben mittlerweile hunderte BesucherInnen des Lolligos, NachbarInnen und sonstige NutzerInnen des Rudolfsparks unterschrieben. Angesichts dessen, dass sich BürgerInnen in Belange, die sie betreffen, einmischen, reagiert die neue Bezirksvorsteherin im 1.Bezirk Ursula Stenzel (ÖVP) mit versuchter Einschüchterung: Montag abend (19.3.07) „besuchten“ zwei Polizeibeamte das Kindercafé, wunderten sich, dass um elf Uhr abends keine Kleinkinder anwesend waren und verkündigten eine angebliche, zu erwartende Anzeige wegen Sachbeschädigung. Es seien einzelne Anti-Kamera-Pickerl auf Verkehrszeichen gepickt worden. Diese angekündigte Anzeige ist natürlich aus der Luft gegriffen. Das Lolligo-Kindercafe ist selbstredend nicht verantwortlich dafür, wenn irgendjemand irgendwo Pickerl anbringt. Sonst käme Frau Stenzel gar noch auf die Idee, das Lolligo für die im Wahlkampf durch ÖVP-Werbepickerl verklebten Briefkästen, Verkehrsschilder, Hauswände etc. zur Verantwortung zu ziehen. Abgesehen davon, dass die Exekutive auf derartigen Stuss überhaupt reagiert, erscheint es demokratiepolitisch bedenklich, wenn die PolizeibeamtInnen Wiens zu willfährigen Lakaien für die politische Vendetta einer von der Macht berauschten Bezirkskaiserin degenerieren. Also Frau Stenzel, sollte Ihnen fad sein, probieren Sie’s mal mit Selbstanzeige und unterlassen Sie es gefälligst, unzufriedene BürgerInnen einzuschüchtern sowie demokratische Grundrechte, wie das Sammeln von Unterschriften, zu kriminalisieren. Das Kindercafé Lolligo stellt dazu fest: Wir werden uns von diesen autoritären Methoden nicht einschüchtern lassen. Wir sammeln weiterhin Unterschriften gegen die Spielplatzkameras und werden weiterhin laut dagegen aufstehen, dass soziale Probleme mit dem Polizeiknüppel bekämpft werden, statt konstruktive Lösungen im Sinne aller zu suchen. Wir rufen alle WienerInnen dazu auf uns zu unterstützen, und mit eigenem Aktivismus gegen die Vertreibung von StraßenkünstlerInnen und BettlerInnen, gegen die zunehmende Kameraüberwachung und gegen die Kriminalisierung von Jugendlichen, Obdachlosen und sozial schwächeren Menschen zu kämpfen! Solidarisiert Euch und verwendet das Antikamera-Logo massenweise um einer Kriminalisierung unseres Projektes entgegenzutreten! Wien darf nicht Mistelbach werden! Freiräume verteidigen! Kamerafreie Zone - Kindercafé Lolligo ------------------------------------------ LOLLIGO Fischerstiege 4-8 - 1010 Wien Öffnungszeiten: Do & Fr 15-18 Uhr Infotelefon: 0699 1966 76 10 www.lolligo.net Spenden erbeten und notwendig: "lolligo" / blz 14000 / konto-nr. 10010-036-203 ================================================ 19 Schein und Wirklichkeit von Dietmar Köhler ================================================ SCHEIN: Im SPÖ-Grundsatzprogramm steht: "Wir treten daher dafür ein, daß alle Menschen das Recht darauf haben, bei Entscheidungen, die sie betreffen, mitzubestimmen und daß das Prinzip der Demokratie in allen gesellschaftlichen Bereichen verwirklicht wird." (II.2.2) Bekräftigt wurde das vom Parteivorsitzenden Alfred Gusenbauer: "…bin ich zu jeder kritischen Auseinandersetzung bereit." (ORF Report spezial; 9.1.07) WIRKLICHKEIT: (Dargestellt an einem von mehreren Beispielen) OFFENER BRIEF Sehr geehrter Herr Parteivorsitzender, ich habe am 1.2.07 eine Anfrage betreff Mindestsicherung an Sie gerichtet, die - beginnend mit 6.2. - zu einer Art e-mail-ping-pong zwischen Josef Kalina und mir führte, da Ihr Parteisekretär meine Fragen nicht beantworten konnte oder wollte. Sein vorläufiges Ende fand das fruchtlose Hin-und-Her damit, dass ich von Josef Kalina zur Postbotin ("..wenden Sie sich bitte an ..") ernannt wurde. Mein Schreiben v. 2.3.07 an die "SPÖ-Bereichssprecherin für Soziales" ist bis heute unbeantwortet; obwohl auch ein Zitat aus Götz von Berlichingen gereicht hätte um mir zu vermitteln, dass ich als Teil des Souveräns von den angeblichen RepräsentantINNEN dieses Souveräns noch wahrgenommen werde. Im SPÖ-Grundsatzprogramm lese ich: "Wir treten daher dafür ein, dass alle Menschen das Recht darauf haben, bei Entscheidungen, die sie betreffen, mitzubestimmen und dass das Prinzip der Demokratie in allen gesellschaftlichen Bereichen verwirklicht wird." (II.2.2) Wurde dieser Teil des SPÖ-Grundsatzprogramms ausser Kraft gesetzt? Wenn ja, genügt eine kurze Stellungnahme. Wenn nicht, ersuche ich Sie ihre Mitarbeiterinnen an das SPÖ-Grundsatzprogramm zu erinnern und erwarte dann eine ernsthafte Antwort auf meine Fragen. Mit freundlichen Grüssen Katarzyna Landa ------------------------------------------------------------------------------------------------------ Ob jemals eine Antwort kommen wird??? Dietmar Köhler Initiativgruppe Arbeitslosigkeit ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SEXISMEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 20 Frauen/Rechte: HLI in Salzburg von "akin" ================================================ Frauen/Rechte: > HLI in Salzburg Was wir seit Jahren in Wien kennen, verbale wie koerperliche Attacken auf schwangerschaftsabbruchwillige Frauen, wurde vor einem Jahr durch landesgesetzliche Bestimmungen ein wenig eingedaemmt. Nun, seitdem dort seit kurzem auch Abbrueche durchgefuehrt werden, gibt es diesen Terror bei der Gynmed Ambulanz am Salzburger Landeskrankenhaus. Heidi Rohrmoser interviewte fuer die Radiofabrik Salzburg Petra Schweiger, Mitarbeiterin des ISIS Frauengesundheitszentrums, die an der Ambulanz taeglich 3 bis 4 Frauen betreut. * Petra Schweiger ueber die Aggressoren: "Die Attacken kommen von ,Human Life International', einer fundamentalistischen amerikanischen Organisation, ,Pro Life' und der ,Jugend fuer das Leben'. Besonders durch das Engament von Human Life International zeigt sich, dass es sich hier um eine bundesweit organisierte und handelnde Organisation handelt. Human Life International, mit Dietmar Fischer in Wien, holte sich z.B. einen amerikanischen Coach zur Abtreibungsgegner-Ausbildung, also das Lernen scharfmachender Hetze und wie Aggressionen an Feindbildern auszuleben sind, z.B. durch nervtoetende lautstarke Betorgien vor den privaten wie oeffentlichen Ambulatorien." Schweiger nennt Beispiele fuer diese Handlungsweisen.: "Stalking: Die Fundis betreten die Raeume der Gynmed-Ambulanz, setzten sich hin, und beten laut mit dem Rosenkranz in der Hand." Schweiger fordere sie dann auf, sich in die Kirche des LKH zu begeben, was sie selbstverstaendlich nicht taeten, bis sie durch den privaten Sicherheitsdienst oder den Zivilsicherheitsbeamten abgefuehrt wuerden. Eine andere Methode sei: "Psychoterror: Sie sammeln sich dann wieder auf der Aiglhof-Seite, wo sie im Parkhaus des LKH die Frauen massiv bedraengen und belaestigen bis hin zu koerperlichen Attacken. Sie schreien in der Gruppe die einzelnen Frauen an, drohend, sie wuerden ,ein Leben lang verfolgt werden', und dass die Inanspruchnahme eines medizinischen Termins ,Mord sei'." Und dann werde dieser Psychoterror noch mit vorsaetzlichen Betrug gemischt: "Eine Fanatikerin hat eine Frau vom Gynmed bis zum Parkhaus verfolgt und sich als Psychologin des Gynmed ausgegeben, ihr Horrrorgeschichten ueber den Schwangerschaftsabbruch erzaehlt und sie damit massiv verunsichert. Diese eingeschuechterte und verunsicherte Frau rief dann extra noch einmal bei dem Leiter der Gynmed-Ambulanz an, um nachzufragen, ob das denn der Wahrheit entspreche und wurde gluecklicherweise aufgeklaert und beruhigt." Und schliesslich komme es zu koerperlichen Uebergriffen: "Frauen ist es passiert, dass sie Plastikembryos, Broschueren und kirchliche Buecher ins Auto und an den Kopf geworfen bekommen haben." Schweiger beschreibt, dass sie mit dem Engagement und der Unterstuetzung durch die Leitung des LKH´s, dem Management, der Pflegedirektion und der wirtschaftlichen Direktion hoechst zufrieden sei: "Alle vertreten einheitlich die Position, dass die Frauen in Ruhe gelassen werden muessen, und sie versuchen das auch mit den ihnen zur Verfuegung stehenden Mitteln am Gelaende des LKH durchsetzen." Schweiger beklagt die Situation, dass die Frauen individualisiert seien, einander nicht kennen wuerden und deshalb auch nicht organisierbar seien: "Zudem herrscht eine Stimmung gegen eine Organisiserung und das Beduerfnis, die Situation nicht ,aufbauschen' zu wollen. Die Frauen sind mit der psychischen Verarbeitung des Schwangerschaftsabbruches ohnehin beschaeftigt, wobei psychologische Hilfe hier gerne in Anspruch genommen wird. Denn das groesste Problem eines Schwangerschaftsabbruches ist, dass dafuer die gesellschaftliche Akzeptanz fehlt, darueber nicht normal gesprochen wird und die Frauen somit isoliert damit klarkommen muessen." Schweiger betont aber, dass ein Schwangerschaftsabbruch im Leben einer Frau normal sei: "Fuer die einen ist es eine schwierige, fuer die anderen eine klare Entscheidung. Besonders fuer die Frauen, fuer die es eine schwierige Entscheidung ist, besteht ein Recht auf feministischer, menschlicher und medizinischer Betreuung waehrend der Entscheidungsphase. Das Nicht-Sprechen waehrend dieser Phase und die Geheimhaltung danach wirken spaeter negativ weiter. Es besteht ein Bedarf an Schutzzonen vor dem Gynmed-Ambulatorium. Der Einwand, dass es hier um Meinungsfreiheit der Lebensschuetzer ginge, ist nichtig, da die Frauen verbal wie koerperlich in ihrer Freiheit behindert werden. Bundesweit arbeitet ISIS an der Einrichtung von Schutzzonen vor privaten und oeffentlichen Einrichtungen durch Aenderungen im Rahmen des Sicherheitspolizeigesetzes. Das LKH-Direktorium setzt sich insofern ein, als es Propagandamittel, Belaestigungen und Demonstrationen am Gelaende des LKH verbietet. Es gibt das juristische Mittel einer Besitzstoerungsklage, das auch in Zukunft verstaerkt angewendet werden soll. Ein kreatives Beispiel ist des Engagieren einer Theatergruppe vor privaten Ambulatorien in Wien. Die Frauen selbst wollen in Ruhe nach Hause gehen. Schwangerschaftsabbruch ist, weil er sich nicht von anderen medizinischen Behandlungen unterscheidet, ein Menschenrecht. Die Salzburger Frauen empoert die minimale Anzahl an weiblichen niedergelassenen Gynaekologinnen mit Gebietskrankenkassen-Vertraegen. Konkret gibt es 2 Gynaekologinnen mit Kassenvertraegen. Fuer die Frauen sind aufgrund des Andrangs maximal 20 Minuten Zeit fuer Gespraech und Behandlung. GKK-Vertraege fuer Frauenaerztinnen sind menschlich unannehmbar, da sie das Wichtigste, naemlich das Gespraech zwischen Frauenaerztin und Klientin nicht ausreichend bezahlen, wo doch die Beratung und das Wissen um den eigenen Koerper am wichtigsten sind. Dagegen gibt es fuer eine Ultraschalluntersuchung mit einer Maschine unverhaeltnismaessig viel Geld." ================================================ 21 Right Wing "Father"land von ================================================ National Organization for Women Right Wing "Father"land Below the Belt: A Biweekly Column by NOW President Kim Gandy March 21, 2007 In late January, Japanese Health Minister Hakuo Yanagisawa was the subject of several news headlines around the world when he referred to women as "birth-giving machines" and urged them, in light of Japan's declining birthrate, to "do their best per head" as a public service. Consequently, some have called for the minister's removal, but Prime Minister Shinzo Abe has refused to do so. Shocking›Ý™X[Kˆ™[Z[š\ÝțؘX›Hš[™ this incident oddly familiar. That's because our own Department of Health and Human Services (HHS) is chock-full of Hakuos, and our administration doesn't want for a Shinzo who ignores our protests-his name is George. The only difference is that the Hakuos of the West shy away from using such stark metaphors. Instead, people like HHS Secretary Mike Leavitt, HHS Assistant Secretary for Children and Families Wade Horn, and HHS Deputy Assistant Secretary for Population Affairs Eric Keroack choose the sneakier route of changing policy and funding allocations so that more women in the U.S., ready or not, become "birth-giving machines." In a country where you're hard pressed to find a state legislature that doesn't house a number of extreme conservatives opposed to abortion and birth control, and where already close to 90 percent of counties have no abortion provider, and where national policies (or the lack thereof) make it nearly impossible for most women to balance work and family, Leavitt, Keroack, Horn, & Co. were installed to keep machinations working in favor of birth-giving machines, but not for women and their multi-faceted lives. Indeed, these men were appointed to these positions in part because it was never a secret that they'd be on board with the plan. Eric Keroack was the medical director of an anti-contraception, anti-abortion network of so-called pregnancy counseling centers that deliberately endanger women's reproductive health in pursuit of an anti-abortion rights, anti-woman political agenda. Who puts that guy in charge of $283 million in grants designed to provide access to contraceptive supplies and information without some foresight that access to birth control probably won't expand on his clock? Likewise, we weren't expecting any added security for women when Secretary Leavitt came to Washington. When he was Utah's governor, he was not only bent on getting his state "the toughest abortion law" in the country, but also vetoed abstinence-only legislation because it would have permitted discussion of contraception. So were we surprised when he did his political best to keep Plan B emergency contraception bottled up at the Food and Drug Administration (FDA), another agency under his purview›ÝHš] ‚‚•ØYHÜ›‰ÜÈ\Ýwas just as scary. Opposing everything NOW stands for (from abortion rights to economic justice), Horn founded The National Organization of Fathers, and openly stated his belief that "the husband is the head of the wife just as Christ is the head of the church." He even advocated that federal benefits, such as Head Start and subsidized housing, should only be available to children of married couples, not single parents. So of course the Bush administration put him in charge of all the welfare and public assistance programs that primarily serve those very same single mothers he so detests. And did he find a way to derail the funding away from single moms? You bet he did. All three men were given positions with expansive power over women's (and, well, everyone's) reproductive, rights, health care and insurance in this country, and NOW, along with countless other organizations, protested their ascent, but to no avail. Together, the three Hakuos of the HHS are funneling millions to misogynist, inaccurate, and harmful abstinence-only "education" programs, not only for kids, but for adults, too, as well as hundreds of thousands of dollars to similarly hazardous "crisis pregnancy centers" that mislead vulnerable women. Now Leavitt is funneling $5 million to Wade Horn's own National Fatherhood Initiative-the right-wing organization Horn founded. Horn's National Fatherhood Initiative is just one organization thriving on funding from the Bush administration's "Responsible Fatherhood" program, carried out by-guess who< %H\\Y[ÙˆX[[™[X[ˆÙ\šXÙ\ˈ[™\™@in lies how the men of the HHS-and the Bushies who hired them-are showing their anti-woman colors as vividly as Hakuo showed his. Through this "Responsible Fatherhood" initiative, the administration has given over $80 million to men-only and fathers-only education programs. That's right, while the HHS is actively ensuring that women's access to contraception, abortion, and other reproductive healthcare is being stripped to nothing, it's simultaneously pumping millions into job-training and other education programs explicitly and solely for men. All of that is sexist, and the last part is completely illegal. Allocating federal funds to any education program or activity that discriminates on the basis of sex has been illegal since 1972, when NOW helped pass Title IX of the Education Amendments into law. NOW and Legal Momentum are preparing to file complaints against the Bush administration alleging sex discrimination in violation of Title IX. Besides ignoring the law, by throwing money at men-only education and training programs the administration is also ignoring hard statistics that women need it too. It's not confidential information that women hold the majority of minimum and low-wage jobs. According to the Economic Policy Institute, in 2005, 29.4 percent of women were paid poverty-level wages or less, compared to 19.9 percent of men, with women of color disproportionately represented. Nor is it insignificant that over 90 percent of the adult Temporary Assistance for Needy Families (welfare) clients are women, most of whom are single mothers. There are a slew of statistics I could list as further evidence, but you already know that a bunch of guys of the woman-submit-to-husband, power-to-the-father(land) mindset probably don't think women should be doing the kind of jobs they might need training for in the first place. No, no, birth-giving machines belong at home! It's kind of the same perverted reasoning behind abstinence-only "education"-the Bushies don't think anyone who isn't heterosexual and married should be having sex, so they won't tell them how to protect themselves and make healthy decisions related to sex. Similarly, they don't think women should be working, so they refuse to help them do so. The reality that people aren't going to stop having sex outside of marriage and that women can't (or don't want to) stop working outside the home doesn't matter much to the right wing. Those who don't fit into the all-faithful, all-American, men-rule, women-make-babies cookie cutter mold the Bushies envision as part of their "culture of life" get left behind (a kind of political judgment prior to your evangelical judgment day) and left out of policy and opportunity. Which reminds me (again) why we need a feminist president in 2008-to restore genuine morality and good judgment to U.S. policies at home and abroad. And it won't be a moment too soon. Recent Below the Belt columns | XML Copyright 1995-2007, All rights reserved. Permission granted for non-commercial use. National Organization for Women (This was printed from http://www.now.org/news/note/032107.html) -- FrauenLesben für das Selbstbestimmungsrecht der Frau mailto: Selbstbestimmungsrechtderfrau at gmx.net ---- detaillierte Informationen zur Abtreibung und den Methoden der radikalen Abtreibungsgegnerschaft auf http://www.die-abtreibung.at.tf ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 22 Bergbauprojekt Pascua Lama / Chile-Argentinien von "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================ Presseerklärung der GfbV-Südtirol (siehe auch: www.gfbv.it/2c-stampa/2007/070319de.html) Bozen, 19. März 2007 Chile/Argentinien: Gletscher in Gefahr > Der kanadische Konzern Barrick Gold wird im Zuge des Bergbauprojekt Pascua > Lama wegen wahrscheinlichen, nicht vorhergesehenen, Umweltschäden > angeklagt. Würden die Umweltschäden bestätigt werden, riskiert Barrick > Gold eine Geldstrafe bis hin zum Stopp der Arbeiten. Das Verfahren wurde > dank der Einwohner der Umgebung von San Felix eingeleitet, die, vom > Ministerialsekretariat für Landwirtschaft unterstützt, Klage wegen der > Verschüttung der Bewässerungskanale nach den Arbeiten eines Fussweges zur > Projektzone eingereicht haben. > > Pascua Lama ist ein grenzüberschreitendes (Chile-Argentinien) > Berbauprojekt des kanadischen Goldkonzerns Barrick Gold, das in den Anden, > im Huasco-Tal in der Region von Atacama, verwirklicht werden soll und > bereits im Februar 2006 von der chilenischen Regierung und im Dezember des > gleichen Jahres von der argentinischen Regierung bewilligt wurde. In einer > Mine unter freiem Himmel will der kanadische Konzern Gold, Silber, Kupfer > und andere Edelmetalle abbauen, die sich zum Teil unter drei > jahrtausendealten Gletschern, dem Toro I, dem Toro II und dem Esperanza, > befinden. Das Projekt, das die "Umsiedlung" der drei Gletscher vorsieht, > riskiert, das natürliche Gleichgewicht der gesamten Region, vollständig zu > zerstören: der biologische Wasserkreislauf, der von den Gletschern ernährt > wird, riskiert zusammen zu brechen und das restliche Grundwasser könnte > durch die in der Bergbauaktivität verwendeten Giftstoffe, wie z.B. Zyanid, > vergiftet werden. Dazu käme noch der hohe Wasserverbrauch (300 l/sec), den > der Berbau in dieser Trockenregion mit sich bringen würde. > > Das Projekt soll schlussendlich in einem Landstrich verwirklicht werden, > den die indigene Diaguita-Gemeinschaft, die wie die meisten der 70.000 > Einwohner der Gegend von der Landwirtschaft lebt, für sich selbst > beansprucht. Sie leben seit Jahrhunderten dort, aber ihres Lands beraubt > und mit der Wahrscheinlichkeit, schon bald kein sauberes Grundwasser zu > haben, riskieren sie, ihre Kultur und ihren geschichtlichen und > archäologischen Reichtum zusammen mit ihrem Land für immer zu verlieren. > > Laut Carolina Sandoval, Sprecherin der Bürgerbewegung Anti-Pascua Lama, > wurden bisher bereits 50%-70% der drei Gletscher zerstört. "Wir sprechen > hier von Gletschern, die den Wasservorrat für eine Region bilden, in der > es einmal alle 10 Jahre regnet", sagt Sandoval, "und dieses Projekt wird > das ganze Tal, in dem die Menschen vorwiegend von Landwirtschaft leben, > trocken legen. So wie es bereits in Copiapó geschehen ist." > > Die Verwirklichung des Projekts würde unvorstellbare Umweltschäden mit > sich bringen und würden das Leben und die Gesundheit der ca. 70.000 > Einwohner des Huasco-Tals ernsthaft gefährden. > > Was den Konzern Barrick Gold Corporation angeht, so hat das Volkstribunal, > das 2006 im Zug des II chilenischen Sozialforums in Santiago de Chile > eingerichtet wurde, den Konzern wegen seiner schwerwiegenden Angriffe auf > Umwelt, sozialem Umfeld, Kultur und Wirtschaft der Völker Argentiniens, > Chiles und Perus verurteilt. Die Vorwürfe gegen Barrick Gold häufen sich > jedoch in jedem Teil des Erdballs: laut dem Artikel "Behind the Numbers" > der Journalisten Keith Harmon Snow und David ist Barrick Gold im > schmutzigen Kongo-Konflikt verwickelt und die kanadische Organisation > Mining Watch beschuldigt den Konzern in ihrer Web-Site schwere > Menschenrechtsverletzungen in Papua Neu-Guinea begangen zu haben und > berichtet vom Kampf der australischen Wiradjuri-Aborigenes gegen die > Aktivitäten des Konzerns auf ihrem Land. ================================================ 23 Mobilise for Oury Jalloh’s Court Process in Dessau - Begins: 27.03. 20 07 von "The VOICE Refugee Forum" ================================================ Mobilise for Oury Jalloh’s Court Process in Dessau -Begins: 27. March 2007. Information in English, French and German French: http://thevoiceforum.org/node/454 http://oury-jalloh.so36.net http://thevoiceforum.org http://thecaravan.org http://no-racism.net English: Break the silence! Come to Dessau on March 27th - 30th and April 19th-20th of 2007 Observe the trial and participate in the permanent vigils, events and rallies during this time On the 7th of January, 2005, Oury Jalloh agonizingly burned to death---tied at his hands and feet in Cell Number 5 in Dessau. He was a 21 year-old refugee from Sierra Leone. The smoke and fire alarm were simply ignored by the supervising police officer; the communication system connected directly to the cell was turned off, supposedly because the police officers felt bothered by the "burbling noises" while they were talking on the telephone. Since his death to this day, the State Prosecutor, responsible for carrying out the investigations, has exclusively promoted the theory that Oury Jalloh committed suicide. Nevertheless, there are simply too many contradictions in their theory: Why does a lighter first appear in a second inventory taken of the items found in the cell? How did a lighter enter into the cell when two police officers carried out a body search of Oury Jalloh? How do they explain the broken nasal bone and the injuries to the middle ear as found in the second autopsy organized by the Initiative in Memory of Oury Jalloh? What role did the racist attitude of Dessau's police play, which was recorded on tape before and during the fire and made partially public? On the basis of the ascertainable facts regarding the death of Oury Jalloh and until it is proved otherwise we will continue to believe and make our opinion known: Oury Jalloh was murdered. That all of these contradictions have even been made known to a wider public has only been possible thanks to the mobilization and engagement of friends and acquaintances of Oury Jalloh as well as diverse migrant, refugee and anti-racist organizations, who in spite of the attempts at criminalization and the persecution of several activists have never given up in fighting for an exhaustive clarification of the circumstances surrounding the death of Oury Jalloh as well as justice and reparations. All of these groups have come together to form the Initiative in Memory of Oury Jalloh. Finally, after two years of mobilization and public campaigning of the Initiative, court proceedings are to be held in March against two of the police involved in the crime. Although we find this to be an important step in the direction of shedding light on the death of Oury Jalloh, we have serious doubt as to whether the proceedings will bring either justice or an exhaustive clarification of the circumstances. Since Oury's murder, neither the court nor the State Prosecutor has shown interest in discovering the truth behind the events in Dessau. Rather, the case has been plagued by two years of impediments, cover-up and the denial to cooperate with the lawyers of Oury's parents. Only for the recognition of the mother and father as co-plaintiffs in the case did the court need 17 and 15 months to come to a decision, respectively. In addition, the State Prosecutor refused to allow an x-ray of Oury Jalloh's corpse to be carried out with the justification that it simply wasn't necessary. The second autopsy, carried out independently in the name of the Initiative in Memory of Oury Jalloh, demonstrated then demonstrated the serious injuries to Oury's nose and middle ear. But Oury Jalloh was not alone. Dominique Koumadio, for example, was shot and killed by the police on the 14th of April, 2006. The General Public Prosecutor has already absolved the police of any crime. The justification? Self-defense. Indeed, crimes by the police enjoy almost complete impunity, especially when those crimes are committed against refugees and migrants. Indeed, German police abuse refugees and migrants on a daily basis, and physical mistreatment is widespread, though punishment is seldom-if it even comes that far. In general, it is fair to say that the police, just as society, is dominated by a racist, inhumane consensus that sees refugees and migrants in general as sub-humans. In general, Europe has made it known and enforced the fact that refugees and migrants, but especially Blacks, are not welcome here. Alone in 2006 more than 7,000 HUMAN BEINGS were forced into their death by a system which has systematically and eternally robbed them of their most basic right: the right to life. Who will pay the price for these murders? Who can give their families and friends back their loved ones? These are just some of the reasons why we totally distrust the German legal system. It is our responsibility to Oury, his family and all victims and survivors of racist police violence and even murder to come together and demonstrate to the court, to the society and to the world that we will not stand silently by while they continue their crimes in impunity. If we do not come together to stop this now, how many will follow? Who will be next? A wide public and political mobilization to accompany the trial and assist the proceedings as independent observers is of extreme importance. We therefore call on all progressive sectors and people of solidarity to join us in Dessau for the entire length of the court proceedings. Vigils, events and rallies will be organized during the whole duration of the events. Come to Dessau on March 27th-30th and April 19th-20th. Observe the trial and participate in the permanent vigils, events and rallies during this time. The Court address: Landgericht Dessau, Willy-Lohmann-Str. 29, 06844 Dessau Stay informed at: http://oury-jalloh.so36.net Info-phone at: 0176-65977644 Donations can be made to: Antirassistische Initiative / Bank für Sozialwirtschaft / Konto-Nr.: 3039600 / BLZ: 100 205 00 / Stichwort: Dessau. COME TO DESSAU! BREAK THE SILENCE! Deutsch Text. Aufruf zur Beobachtung des Oury-Jalloh-Prozesses http://oury-jalloh.so36.net http://thevoiceforum.org http://thecaravan.org http://no-racism.net Kommt alle am 27. - 30. März und am 19. - 20. April nach Dessau beobachtet den Prozess und beteiligt euch an den ständigen Aktionen, Veranstaltungen und Kundgebungen. Break the silence! Am 7. 1. 2005 verbrannte Oury Jalloh qualvoll - gefesselt an Händen und Füßen in der Polizeizelle 5 in Dessau. Er war ein 21-jähriger Flüchtling aus Sierra Leone. Der Rauchmelder sowie ein Feueralarm wurden vom Dienstleiter der Polizei einfach ignoriert, die direkt mit der Zelle verbundene Sprechanlage leise gestellt - angeblich weil sich die Beamten von „plätschernden Geräuschen“ beim Telefonieren gestört fühlten. Seitdem vertritt die für eine Untersuchung zuständige Staatsanwaltschaft die These vom Selbstmord des Getöteten. Diese These hat viele Widersprüche in sich: Warum taucht plötzlich ein Feuerzeug in einer zweiter Asservatenliste auf? Wie landete dieses in der Zelle, wenn Oury Jalloh vorher von zwei Beamten gründlich durchsucht wurden? Wie erklärt man den Nasenbeinbruch und die Verletzungen des Mittelohrs bei Oury Jalloh, die eine zweite, von der „Initiative in Gedenken an Oury Jalloh“ in Auftrag gegebene Obduktion feststellte? Welche Rolle für den Ablauf spielte eine rassistische Grundhaltung bei der Dessauer Polizei, wie sie sich aus den Tonbandmitschnitten ergibt, die vor und während des Brandes aufgezeichnet wurden? Aufgrund der festgestellten Umstände des Todes gehen wir von der Ermordung Oury Jallohs aus solange eine Aufklärung keinen anderen Tathergang ergibt. Dass alle diese Widersprüche ans Licht gekommen sind und dass der Tod von Oury Jalloh nicht in Vergessenheit geriet, ist der Mobilisierung von FreundInnen und Bekannten sowie zahlreichen MigrantInnen- und Flüchtlings- und antirassistischen Organisationen zu verdanken, die trotz Kriminalisierungsversuchen und der Verfolgung einiger Aktivisten nie aufgehört haben, eine vollständige Aufklärung der Todesumstände und Gerechtigkeit zu fordern. Diese haben sich in der „Initiative in Gedenken an Oury Jalloh“ zusammengeschlossen. Nach zwei Jahren Mobilisierung und Öffentlichkeitsarbeit der Initiative wird im März ein Prozess gegen zwei beteiligte Polizisten in Dessau stattfinden. Obwohl dies ein wichtiger Schritt in Richtung Aufklärung ist, haben wir Zweifel, dass es zu einem gerechten Urteil und einer vollständigen Aufklärung der Todesumstände kommen wird. Seit dem Tod von Oury Jalloh hat die Staatsanwaltschaft Dessau kein wirkliches Interesse gezeigt die Todesumstände aufzuklären. Vielmehr ist ihre Tätigkeit von einer inzwischen jahrelangen Verschleppung des Falles geprägt, wie auch einer mangelnden Kooperation mit den Anwältinnen der Familie Oury Jallohs. Für die Zulassung der Nebenklagen der Mutter und des Vater brauchte das Gericht 17 bzw. 15 Monate. Eine Röntgenuntersuchung der Leiche Oury Jallohs wurde mit der Begründung abgelehnt, es gebe keinen Anlass dazu. Die zweite, unabhängige Obduktion ergab dann die schweren Verletzungen Jallohs, noch bevor er verbrannte. Oury Jalloh ist nicht der Einzige. Dominique Koumadio z.B. wurde von der Polizei am 14. April 2006 erschossen. Die Staatsanwaltschaft hat die Polizei schon von jedem Vergehen freigesprochen. Die Begründung? Selbstverteidigung. Tatsächlich genießen die Verbrechen der Polizei fast immer völlige Straffreiheit, insbesondere wenn sie an Flüchtlingen und MigrantInnen verübt werden. Tatsächlich werden täglich Flüchtlinge und MigrantInnen von der Polizei schlecht behandelt und körperliche Misshandlungen sind weit verbreitet, während Verurteilungen selten sind - wenn es je überhaupt zu einem Gerichtsverfahren kommt. Generell kann man sagen, dass die Polizei wie auch die Gesamtgesellschaft von einem rassistischen, unmenschlichen Konsens regiert wird, der Flüchtlinge und MigrantInnen als Untermenschen sieht. Europa hat die Tatsache verbreitet und auch in die Realität umgesetzt, dass Flüchtlinge und MigrantInnen - insbesondere Schwarze - hier nicht willkommen sind. Allein im Jahr 2006 wurden mehr als 7.000 Menschen von einem System in den Tod gezwungen, dass sie systematisch und auf Ewigkeit ihrer fundamentalen Menschenrechte beraubt hat: des Rechtes auf Leben. Wer wird den Preis für diese Morde zahlen? Wer kann den Familien und Freunden dieser Toten ihre geliebten Angehörigen und Freunde zurückgeben? Dies sind einige der Tatsachen, die unser Misstrauen in das deutsche Justizsystem begründen. Es ist unsere Verantwortung gegenüber Oury Jalloh, seiner Familie und allen Opfern und Überlebenden der rassistischen Polizeigewalt zusammenzukommen und gegenüber dem Gericht, der Gesellschaft und der Welt zu demonstrieren, dass wir nicht still zuschauen werden, während sie mit ihren Verbrechen fortfahren, ohne dafür bestraft zu werden. Wenn wir uns nicht zusammenschließen, um dem ein Ende zu setzen, wie viele werden noch sterben müssen? Wer wird der/die Nächste sein? Deshalb bleibt eine breite öffentliche und politische Arbeit für die Begleitung und Beobachtung des Prozesses wichtig. Beteiligt euch an der Mobilisierung zum Prozess! Kommt alle am 27. - 30. März und am 19. - 20. April nach Dessau, beobachtet den Prozess und beteiligt euch an den ständigen Aktionen, Veranstaltungen und Kundgebungen. Landgericht Dessau, Willy-Lohmann-Str. 29, 06844 Dessau Infotelefon: 0176-65977644 Spenden an: Antirassistische Initiative / Bank für Sozialwirtschaft / Konto-Nr.: 3039600 / BLZ: 100 205 00 / Stichwort: Dessau. KOMMT NACH DESSAU! http://oury-jalloh.so36.net http://thevoiceforum.org http://thecaravan.org http://no-racism.net Donation // Spende: The Voice e. V., Göttingen Account nr: 127 829, Bank BLZ. nr: 260 500 01 IBAN: DE97 2605 0001 000 1278 29;BIC: NOLADE21GOE Bank name: Sparkasse Göttingen *** The VOICE Refugee Forum Jena Adresse: Schillergässchen 5, 07745 Jena Telefon: 03641 / 66 52 14, Fax: 03641 / 42 02 70, E-Mail: thevoiceforum at emdash.org, Internet: http://www.thevoiceforum.org Unter folgenden Stichworten wird die Organisation im Register aufgeführt sein: Rassismus, Menschenrechte, Flüchtlinge & Migration, Asyl, Abschiebung, Rechtsextremismus & Antifaschismus Gegründet: 1994, Arbeitsweise: Kampagnen,Aktionen, Vernetzung. 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Vorbereitungstreffen für den Freiräumeblock auf der revolutionären 1. Mai Demo 2007 - G8: Die Vorbereitung der Proteste gegen G8 läuft auf Hochtouren - nötig ist aber mehr Öffentlichkeitsarbeit und Druck auf die Gewerkschaften - G8 und die Mär vom "geistigen Eigentum" - Großalarm vorm Treffen der EU-Regierungschefs - 5. Tagung des 9. Landesparteitages - DLR-Vorstandsvorsitzender Prof. Wörner mit europäischer Wirtschaftsdelegation in Washington - Wittener lässt G8 leuchten - G8- Gipfel: Dixi-Klos reichen für alle! ----------------------------------------------------------------------------- Journalist still in jail after protest against G8 2005 in San Francisco A freelance journalist and filmmaker has been held in jail for 209 days as of today for resisting a subpoena. San Francisco based Josh Wolf refused to testify in court and hand over his source material. The G8 2005 is over, the summit leaders went home years ago, the hotel is open to business as usual. While protesters are preparing for the upcoming G8 in Germany this year, others are still dealing with the aftermath of 2005. After witnessing and videotaping a violent arrest during protests against the G8 2005 in San Francisco and publishing an editied version, he got more attention than expected: an FBI agent showed up at his house. To summarize a long story, they wanted his testimony and tape "so that the grand jury can determine what, if any, crimes were committed." On February 6th 2007 Josh Wolf was jailed for contempt longer than any other journalist in American history. In 2006 he received the Society of Professional Journalists Freedom of Information Award as Journalist of the Year and this year's James Madison Award for Online Free Speech. On his website a call for support action is published: "Josh has asked his supporters to write letters to the new US Attorney Scott Schools both email and snail mail. Phone calls and faxes are even better. Since he's new and the wheels of justice grind slow, Mr. Schools lacks a personal email address at DOJ. The best DOJ email address for him is his secretary's: natalya.labauve at usdoj.gov. Please CC supportletters at joshwolf.net. DOJ phone number is 415-436-7200. Fax is 415-436-7234 Snail Mail Address: The "Honorable" Scott Schools US Attorney's Office, Northern District of California 450 Golden Gate Avenue, 11th Floor San Francisco, California 94102-3495 Here are some points you might keep in mind for your letter: 1. Urge him to drop the case 2. Point out the assault upon civil liberties of free speech and free press 3. Mention that the police car in question suffered very minor damage (a broken tail light) and the punishment of Josh for filming at this event is totally disproportionate to any minor crimes he could have filmed from the location he was at during the protest 4. Let him know this sends a very harmful message to Americans and to the world about the state of press freedoms in the United States 5. Professional Journalist Groups who support him: two awards from Northern California Society of Professional Journalist, Reporters Without Borders, Committee to Protect Reporters, National Newspaper Guild" Find out what else you can do and more about the case at: www.joshwolf.net Coverage on Indybay: http://indybay.org/newsitems/2007/02/04/18357266.php Society of Professional Journalists http://www.spj.org/joshwolf.asp Reporters Without Borders http://www.rsf.org/article.php3?id_article=21229 Democracy Now! Interview with Josh Wolf http://www.democracynow.org/article.pl?sid=07/02/12/1540208 Time Blog http://www.time.com/time/nation/article/0,8599,1222780,00.html free speech Homepage: http://www.joshwolf.net [ http://www.indymedia.org.uk/en/2007/03/365576.html] ----------------------------------------------------------------------------- G8-Gipfel in Heiligendamm: Unterstützung von Camping-Übernachtungsmöglichkeiten im Blickfeld der Mächtigen Eine andere Welt ist möglich Anfang Juni 2007 treffen sich die Regierungen der sieben wichtigsten Industrieländer und Russlands zum "G8-Gipfel" im Ostseebad Heiligendamm. Die "Gruppe der 8" (G8) ist eine Institution ohne Legitimation. Dennoch trifft sie als selbsternannte informelle Weltregierung Entscheidungen, die die gesamte Menschheit betreffen. Die Politik der G8 steht für eine neoliberale Globalisierung und Deregulierung. Die von der Dominanz der G8 geprägte Welt ist eine Welt der Kriege, des Hungers, der sozialen Spaltung, der Umweltzerstörung und der Mauern gegen MigrantInnen und Flüchtlinge. Dagegen werden wir mit Demonstrationen, Blockaden und einem Alternativgipfel kreativ und vielfältig protestieren und die Alternativen aufzeigen. Gemeinsam mit Millionen Menschen in aller Welt sagen wir: Eine andere Welt ist möglich! Aus diesem Grund werden ab Ende Mai zehntausende Menschen in die Region um Rostock und Heiligendamm reisen. Wir erwarten, dass diese Menschen genauso wie die G8-Delegierten in Mecklenburg-Vorpommern willkommen geheißen werden. Dazu ist es notwendig Infrastruktur (Wasser, Strom, Sanitär) zu schaffen um so die Möglichkeit zu geben an den Veranstaltungen und Aktionen ausgeruht teilzunehmen. Dies wird wie es auf allen Treffen dieser Art üblich ist, durch die Organisierung von Campingbereichen, geschehen. Wir wünschen uns diese Plätze in Sichtweite der Mächtigen, um diese mit unseren Alternativen vor den Augen der Weltöffentlichkeit zu konfrontieren.Ort und Infrastruktur der Camps sind darauf ausgerichtet unseren Protest im Blickfeld der Herrschenden auszutragen und unsere Positionen über das unmittelbare Protestgeschehen hinaus zu verdeutlichen. Die Camps werden einen Schutzraum für Kinder, MigrantInnen und all diejenigen bieten, die zusammen mit uns diesen Tagen ein Gesicht geben werden. Jede/jeder trägt durch selbstverantwortliches Handeln dazu bei diesen Schutzraum zu gestalten und die Sicherheit aller TeilnehmerInnen zu gewährleisten. Dies möchten wir gemeinsam und im gegenseitigen Respekt umsetzen. Denn die friedliche Alternative zu Krieg, Hunger und Umweltzerstörung entsteht nicht auf exklusiven und abgeschotteten Gipfeltreffen hinter Zäunen, sondern von unten aus der globalen Bewegung von Menschen und Initiativen, die sich für eine andere, bessere und gewaltfreie Welt einsetzen. Rostock im März 2007 [Camp07] ----------------------------------------------------------------------------- DEUTSCHLAND BLOCKIEREN German translation, see original http://gipfelsoli.org/Texte//Debatte/309.html In den vergangenen Wochen haben wir viele kritische Diskussionen über die derzeitige Mobilisierung gegen den G8 2007 mitbekommen (z.B. vom "22. Oktober Kollektiv", die auf der Webseite von Indymedia UK veröffentlicht wurde [auch auf deutsch bei dissentnetzwerk.org - anm.d.ü.]). Auch wenn wir an solchen Diskussionen teilgenommen haben, halten wir die Diskussion über zentrale oder dezentrale Aktionen für wenig fruchtbar. Wie dem auch sei, es ist unbestreitbar, dass unsere Stärke als Bewegung in unseren Fähigkeiten zur Innovation liegt, und dass die gegenwärtigen Vorschläge für Heiligendamm nichts bieten außer einer Wiederholung von Taktiken, die über die letzten Jahre zunehmend ineffektiver geworden sind, da die Ordnungskräfte aus ihren Fehlern gelernt haben und unsere internen Schwächen begannen durchzuschimmern. Für uns ist es klar, dass, sollte der Gegen-Gipfel in Heiligendamm laufen wie geplant - mit seiner Anordnung thematischer Schwerpunktdemos, seiner symbolischen Blockade, die nichts blockieren wird und seinem Camp, dass beim kleinsten Vorwand von der Polizei eingekesselt werden kann - er in die Geschichte eingehen wird als selbstverwaltete Beerdigung der Anti-Globalisierungsbewegung. Wir widersprechen dem alternativen Vorschlag des "22.Oktober Kollektivs": In unseren "eigenen" Städten oder Ländern zu bleiben und lokal zu kämpfen lässt das vermissen, was an Massenversammlungen am aller fruchtbarsten ist. Wir brauchen im Vorfeld von Heiligendamm ein Camp, um uns zu treffen, zu diskutieren, uns zu organisieren und unsere kollektive Stärke zu spüren. Wir brauchen auch Aktionen, um diese Stärke auf die Probe zu stellen und uns neue zu Potentiale eröffnen. Aber das Verhältnis von Massen-Versammlung und Massen-Aktion muss überdacht werden. Erstere sollte als Punkt funktionieren, von dem aus wir aufbrechen, nicht als Basis, auf die wir uns zurückziehen und an die wir gebunden sind. Die vergangenen Jahre haben die Überlegenheit von Taktiken gezeigt, die darauf abzielen, den Fluss von Waren und Kapital zu blockieren. Es ist, als ob das unbarmherzige Tempo der Globalisierung unerträglich geworden ist und alle fühlen können, dass die einzig vernünftige Antwort darauf ist, die Maschine lahm zu legen. An den jüngsten Kämpfen in Frankreich, Bolivien, Algerien und Argentinien können wir sehen, dass der einzige Weg sie zu blockieren für uns bedeutet beweglich zu sein. Wir müssen uns die Freiheit nehmen, an die Orte zu gehen, an denen wir am effektivsten sein können. Aber vor allem anderen müssen wir uns darüber im klaren sein, dass wir uns für ein Ziel opfern, dass auf drastische Weise hinter unsere Möglichkeiten zurückfällt, wenn wir unsere Aktionen darauf beschränken die Versorgung eines Treffens zu blockieren, dessen OrganisatorInnen solch enorme Ressourcen an Zeit und Geld haben, um sich darauf vorzubereiten. Wir müssen unseren Blick erheben von einer nicht praktikablen und uneffektiven Blockade eines einsamen Hotels an der Ostsee, hin zur Blockade der Ökonomie, der Blockade Deiutschlands. Zudem wird uns nur eine solche Öffnung unseres Kampfes die Chance bieten, die massiven Sicherheitskräfte auszumanövrieren, die gegen uns mobilisiert werden. Angesichts dessen schlagen wir vor, 10 Tage vor Beginn des Gipfels in dem vorgeschlagenen Camp massenhaft zusammenzukommen, um uns in Ruhe zu treffen und zu planen, dann aber der Eröffnung des G8 mit einem massiven Exodus zuvorzukommen, weg von Rostock, wo es nichts zu blockieren gibt, weg vom Hochsicherheits-Hotel, wo die G8-Leader bereits blockiert sind, hin zu einem oder mehreren Zentren von Kapital und Staatsgewalt (z.B. Hamburg, Berlin, Frankfurt...). Dort hat es mehr als nur einen symbolischen Effekt, sich an einem Tag der Blockaden zu beteiligen. Eine Serie solcher Blockadetage würde eine Bewegung im Wortsinne mit einem einzigen Anliegen hervorbringen: Den Motor der Akkumulation zum Stillstand zu bringen, für die die G8-Leader nur austauschbare Masken sind. Dieser Vorschlag erfordert eine Menge Organisierung, möglicherweise mehr, als Leute es sich für den Juni vorgestellt haben, aber im Gegensatz zur Alternative uns selbst in einer Ecke Deutschlands zu blockieren, wo wir nichts blockieren können, birgt es immerhin eine Chance auf Erfolg. 11. November Bewegung [ http://dissentnetzwerk.org/node/103] ----------------------------------------------------------------------------- ABC der Gipfelproteste Vielfältig, bunt und kreativ: Die Aktionen zum G8-Gipfel Eines ist sicher: Der G8-Gipfel vom 6. bis 8. Juni löst eine Vielzahl von Protesten und Gegenaktivitäten aus. Mit dem voraussichtlich größten Polizeieinsatz in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland sollen die Protestierenden von den Staatenlenkern ferngehalten werden. Der Gipfel ist ein Kulminationspunkt für die Kritik an der vorherrschenden neoliberalen Politik und den ungerechten Welthandelsstrukturen. Ein Überblick über die Aktionen, Demonstrationen, Gruppierungen, Veranstaltungen und Websites rund um den G8-Gipfel. 8 Minuten für Gerechtigkeit Zu Beginn der Eröffnungsgottesdienste des Deutschen Evangelischen Kirchentags am 6. Juni - parallel zum G8-Gipfel - werden bundesweit 1.000 Glocken 8 Minuten lang läuten. Sie sollen für Gerechtigkeit für alle Menschen auf der Welt mahnen. Eine Aktion des Evangelischen Entwicklungsdiensts, der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs und von Brot für die Welt. Weitere Informationen unter www.eed.de/g8. Aktionstag Antimilitarismus Am 5. Juni gibt es einen Aktionstag gegen Militarismus, Krieg und Folter. Zur Begrüßung der offiziellen Teilnehmer des G8-Gipfels ist eine Blockade des Militärflughafens in Rostock-Laage geplant. Weitere Informationen unter www.g8andwar.de . Aktionstag Antirassismus und Migration Unter dem Motto "Für globale Bewegungsfreiheit! Gleiche Rechte für alle!" gibt es am 4. Juni einen migrationspolitischen Aktionstag. Organisiert wird dieser unter anderem vom Netzwerk No-Lager. Weitere Informationen unter www.nolager.de. Aktionstag Globale Landwirtschaft Für den 3. Juni werden verschiedene kreative Aktionen geplant, um auf die katastrophalen Zustände in der globalen Landwirtschaft aufmerksam zu machen. Mobilisiert wird gegen die Profitinteressen von Saatgutkonzernen wie Monsanto und für das Recht auf Ernährungssouveränität. Themen sind unter anderem Gentechnik und die Politik der Discounter. Weitere Informationen unter www.g8-landwirtschaft.net. Blockaden Für die offiziellen Gipfeltage am 6. und 7. Juni planen zahlreiche Gruppen Blockaden der Zufahrtswege zum Gipfelgelände in Heiligendamm. Zur Vorbereitung auf diese Aktionen des zivilen Ungehorsams bietet die "Block G8"-Kampagne bundesweit Info- und Mobilisierungsveranstaltungen sowie Aktionstrainings an. Weitere Informationen unter www.block-g8.org . Camp Wie bei den bisherigen großen G8-Protesten soll es auch 2007 in der Nähe von Heiligendamm ein großes Camp geben, in dem Menschen aus den unterschiedlichsten Protestspektren zusammenkommen werden. Das Camp soll nicht nur zum Schlafen dienen, sondern auch zum Austausch und zur Planung von Aktionen. Gegengipfel Vom 5. bis 7. Juni findet in Rostock der Gegengipfel statt. Ein Ort für fundierte Kritik aber auch für die Diskussion über lebenswerten Alternativen zur Politik der G8. Web: www.g8-alternative-summit.org/de. Großdemonstration Die Hauptdemonstration findet bereits am Samstag, 2. Juni, vor dem G8-Gipfel in Rostock statt und eröffnet die Protestwoche. Aufruf - von einem bemerkenswert breiten internationalen Bündnis getragen - und Programm unter www.heiligendamm2007.de. Heiliger Damm des Gebets Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Mecklenburgs organisiert für die Zeit des Gipfels einen Heiligen Damm des Gebets. Weitere Informationen unter www.kircheundg8.de. Illegitime Schulden streichen! Die Entschuldungskampagne erlassjahr.de organisiert zum G8-Gipfel unter anderem eine Ballonaktion (genauere Informationen auf Seite 38 dieses INKOTA-Briefs). Move against G8 Move against G8 ist ein Zusammenschluss linker KulturaktivistInnen, die sich an der bundesweiten Mobilisierung zu den Protesten gegen das Gipfeltreffen beteiligen. Für eine lebendige Kombination von Politik und Kultur werden ein Kulturprogramm und Konzerte vorbereitet. Web: www.move-against-g8.de. Music and Messages Am 7. Juni organisiert "Deine Stimme gegen Armut" ein Popkonzert, unter anderem mit Herbert Grönemeyer, im IGA-Park in Rostock. Web: www.deinestimmegegenarmut.de. Rostocker Konferenzen Vom 13.-15. April findet die 3. Rostocker Konferenz zur Vorbereitung der Gipfelproteste statt. Weitere Informationen unter www.heiligendamm2007.de. Weltweit Taube Ohren Unter dem Motto "WTO - Weltweit Taube Ohren" macht die Welthandelskampagne "Gerechtigkeit jetzt!" mit mehreren Aktionen auf den Zusammenhang von G8-Politik und den ungerechten Welthandelsregeln aufmerksam. Im Fokus der Kritik steht die Welthandelsorganisation WTO. Aktionshomepage: www.weltweit-taube-ohren.de. Weitere Gruppierungen und Websites: Attac Das globalisierungskritische Netzwerk Attac hat eine Website für den Gipfel eingerichtet unter dem Slogan "Keine Macht für G8!": www.attac.de/heiligendamm07. Dissent! Das Dissent-Netzwerk entstand im Vorfeld des G8-Gipfels 2005. Es ist ein Zusammenschluss der antikapitalistischen Linken und legt Wert auf partizipative und unhierarchische Strukturen: www.dissentnetzwerk.org. Gipfelsoli Meldungen über "globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung" bietet die Gipfelsoli Infogruppe, einschließlich vieler Links und einer Dokumentation der Proteste gegen frühere Gipfeltreffen: www.gipfelsoli.org. Indymedia Die wichtigste unabhängige Informationsplattform im Internet Indymedia hat eine Sonderseite zum G8-Gipfel eingerichtet: www.de.indymedia.org/g8heiligendamm. Interventionistische Linke Ein Bündnis von linken Gruppen, die Kooperationen mit möglichst vielen kritischen zivilgesellschaftlichen Kräften suchen. Sie gibt auch die Mobilisierungszeitschrift G8-Xtra heraus: www.g8-2007.de. Kirche und G8 Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Mecklenburg hat zur Koordination der kirchlichen Aktivitäten zum G8-Gipfel eine Stelle eingerichtet, die eine umfangreiche Website zum Thema zur Verfügung stellt: www.kircheundg8.de. Netzwerk Friedenskooperative Das Netzwerk Friedenskooperative stellt eine Kalender mit zahlreichen Veranstaltungen zum G8-Gipfel bereit: www.friedenskooperative.de. NGO-Plattform In der NGO-Plattform haben sich circa 40 Nichtregierungsorganisationen vor allem aus Entwicklungs- und Umweltpolitik zusammengeschlossen, die gemeinsam Aktionen und Veranstaltungen zum G8 Gipfel vorbereiten. Die Website bietet ausführliche Hintergrundinformationen: www.g8-germany.info. [ http://www.inkota.de/publik/ibrief/139_gegenaktivitaeten.htm] ----------------------------------------------------------------------------- Einladung zum 1. Vorbereitungstreffen für den Freiräumeblock auf der revolutionären 1. Mai Demo 2007 Hiermit laden wir alle interessierten Gruppen und Einzelpersonen am 29.3.2007 um 21 Uhr zur Vorbereitung eines Freiräumeblocks auf der revolutionären 1. Mai Demo ins Schnarup Thumby (Scharnweberstraße 38, Friedrichshain) ein. Freiräumeblock - was soll das sein? Widerstand braucht Raum. Die Vielfalt und Lebendigkeit einer Stadt, d.h. die Möglichkeiten der Menschen, die in ihr leben hängt mit davon ab, ob autonome Strukturen in ihr gedeihen können. Wohn-, Arbeits- und sonstige Projekte bieten Raum für Kreativität, Ideen und Widerstand. Im Zuge der Umstrukturierungsmaßnahmen in Berlin sind in den letzten Jahren bereits viele Hausprojekte, Wagenburgen oder andere Initiativen der Vertreibungspolitik zu Opfer gefallen oder akut bedroht. Wer nicht zahlen kann oder will, muss gehen. Marginalisierung und Vereinzelung sind die Folge. Bis auf einige Ausnahmen wird die Situation in der Öffentlichkeit - und teilweise selbst in der "Szene" - nicht mehr wahrgenommen. Wir möchten auf der 1. Mai Demo mit einem, von möglichst vielen verschiedenen Menschen getragenen, gemeinsamen bunten und kreativen Block - inklusive eigenen Wagen - verdeutlichen, wie viele Projekte hier noch existieren und um ihr Fortbestehen kämpfen. Warum auf der revolutionären 1. Mai Demo? Der 1.Mai ist ein weltweites Symbol für den Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung. Dazu wurde hier in Berlin ein eigenes kleines Kapitel des Widerstandes mit der Revolte der Kreuzberger Bevölkerung am 1. Mai 1987 geschrieben, das wir nicht vergessen haben. Denn wir vergessen auch nicht, dass alles was jetzt an autonomen Strukturen vorhanden ist, irgendwann mal von Menschen erkämpft wurde. Dieses Jahr steht die Demonstration unter dem Motto. "G8 angreifen, Kriege verhindern! Kapitalismus abschaffen!" Das heißt, der 1.Mai steht auch im Zeichen der Anti-G8-Proteste, die sich gegen die Politik der acht mächtigsten kapitalistischen Staaten richten, deren Interessen ganz sicher nicht die unseren sind. Wir begreifen den Kampf für Freiräume und gegen die Umstrukturierung nicht als Kampf gegen ein isoliertes Phänomen in der Gesellschaft, sondern als ein Symptom des Kapitalismus. Kapitalismus beruht auf Profitmaximierung und Ausbeutung. Umstrukturierung ist Kapitalismus. Wo, wenn nicht hier, könnten wir unseren Protest besser auf die Straße tragen? Wie soll das konkret aussehen? Wir haben viele Ideen, sind offen für neue Ideen und wir hoffen dass wir sie mit euch auf dem Vorbereitungstreffen austauschen, diskutieren, weiterentwickeln und umsetzen können! Kommt zahlreich, - denn allein machen sie dich ein! Kampagne "Kollektive Freiräume verteidigen und erkämpfen" [ http://dissentnetzwerk.org/node/1104] ----------------------------------------------------------------------------- G8: Die Vorbereitung der Proteste gegen G8 läuft auf Hochtouren - nötig ist aber mehr Öffentlichkeitsarbeit und Druck auf die Gewerkschaften Anfang Juni wird die Stadt Rostock und Umgebung einer belagerten Festung gleichen. Auf der einen Seite sollen bis zu 18.000 Polizisten die "hohen Gäste" des Gipfels selbst, nebst ihrer Journaille, "schützen" und auf der anderen Seite werden bis zu hunderttausend DemonstrantInnen dagegen protestieren. von René Henze, Rostock Bei den Vorbereitungen des Protestes in den verschiedenen Gruppen bundesweit und in Rostock, als auch in den diversen Diskussionsforen im Internet, wird viel von der Demo am 2. Juni, der Organisierung des Protestcamps und von Blockaden gesprochen. Das ist alles gut und richtig. Aber diese Pläne beziehen sich leider fast ausschließlich auf die "Protestszene". Nicht-Regierungs-Organisationen (NGOs), attac, linke (zumeist studentische) Gruppen... diskutieren überwiegend untereinander. Es gibt viel zu wenig Versuche, Schritte hin zu den Beschäftigten, den Arbeitslosen und zu den Jugendlichen zu machen. Dabei sind sie es gerade, die am meisten unter dem gnadenlosen globalen Wettbewerb und der neoliberalen Politik leiden. Wenn man sich in den Betrieben, in den Fluren der Arbeitsämter und ARGEn, sowie in den Schulen oder im Viertel umhorcht, sieht und hört man den Unmut über Merkel, Bush und "die ganze Politik". Das spiegelt sich viel zu wenig in der globalisierungskritischen Bewegung wider. Das Geheimnis von Seattle 1999 und Genua 2001 Im November 1999 tagte in Seattle die Welthandelsorganisation WTO - und auf den Straßen protestierten StudentInnen, NGOs, Umweltschützer, indische Bauern... Doch erst mit den Zehntausenden von ArbeiterInnen, darunter ein großes Kontingent von Stahlarbeitern, war die Blockade "perfekt". Die insgesamt 50.000 DemonstrantInnen sorgten dafür, dass sich der Beginn der Konferenz um Stunden verzögerte. Beim Protest gegen den G8-Gipfel in Genua gingen am 21. Juli 2001 300.000 auf die Straße - und es war gerade der hohe Anteil von Beschäftigten, Arbeitslosen und Jugendlichen, der den Protest so massiv werden ließ. Entscheidend war, dass die Basisgewerkschaften (Cobas), die Metallgewerkschaft FIOM und die Partei Rifondazione Comunista (die eine nicht unerhebliche Basis unter ArbeitnehmerInnen und Arbeitslosen hat) die Proteste maßgeblich organisierten und dafür auch mobilisierten. Von einer derartigen breiten Mobilisierung ist in Deutschland und in Rostock noch nichts zu spüren. Im Gegenteil: Einer der Organisatoren der Demo am 2. Juni berichtete uns, dass es eine Initiative des DGB-Vorsitzenden von Mecklenburg-Vorpommern, Peter Deutschland, beim Bundes-DGB gab, wonach der DGB und seine Einzelgewerkschaften bundesweit zum Protest gegen den G8-Gipfel aufrufen und mobilisieren soll. Doch das wurde abgelehnt. Demonstrieren, blockieren, streiken Um den G8-Gipfel zum Scheitern zu bringen - und ebenso eine Polizeieskalation zu verhindern - werden die Demo am 2. Juni und die nachfolgenden Blockaden der Zufahrtsstraßen nach Heiligendamm nicht ausreichen. Aber wenn die gesamte Region durch eine allgemeine Arbeitsniederlegung lahmgelegt wird - dann würde nicht nur die Logistik des Gipfels selbst unterbrochen, sondern es wäre auch ein scharfes Signal an die Vertreter von Politik und Wirtschaft, dass wir uns eben nicht mehr alles stillschweigend gefallen lassen. Genau diese Diskussionen führen Mitglieder von SAV (einschließlich der Bürgerschaftsabgeordneten Christine Lehnert) und widerstand international! gerade in Rostock mit verschiedenen Betriebs- und Personalräten, mit Gewerkschaftssekretären und Beschäftigten in der Stadt. Zudem gibt es Überlegungen, auf einen Schülerstreik hinzuarbeiten. Ein erster Schritt, um in diese Richtung gehen zu können, sind Diskussionen in den Schulen, an den Unis, in Betrieben. Wichtig sind jetzt Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit und Stadtteilversammlungen. Nötig ist es, bei der bundesweiten Mobilisierung gegen den G8-Gipfel den Zusammenhang zwischen der Politik der acht mächtigsten Staats- und Regierungschefs und dem sozialen Kahlschlag in der Bundesrepublik herzustellen. Es gilt, an VertreterInnen in Betrieben und Gewerkschaften heranzutreten - mit dem Ziel, die Proteste bekannt zu machen, zu unterstützen und aktiv zu werden. Und auch die Bundestagsfraktion der Linken könnte mehr machen. Es reicht nicht, nur die Demo am 2. Juni zu unterstützen. Auftritte im Bundestag oder in Talkshows sollten genutzt werden, um öffentlich für die Proteste gegen G8 aufzurufen. Gleichzeitig muss die Mitglied- und Wählerschaft mobilisiert werden. Die Stadtregierung von Rostock, die Landräte von Bad Doberan und die Landesregierung denken im Augenblick, dass im Juni 2007 der normale Alltag in Rostock und Umgebung weiter läuft wie bisher, dass Beschäftigte ganz normal zur Arbeit gehen, dass die Straßenbahnen fahren, die Stadtverwaltung läuft, Schiffe gebaut werden und SchülerInnen brav in der Schule sitzen... Machen wir ihnen einen Strich durch die Rechnung. [ http://www.sozialismus.info/?sid=2011] ----------------------------------------------------------------------------- G8 und die Mär vom "geistigen Eigentum" Wenn vom Schutz "geistigen Eigentums" die Rede ist, dann ist der Schutz von Profiten in der Industrie gemeint Die "Verstärkung des Schutzes von Innovationen gegen Produkt- und Markenpiraterie" ist ein zentrales Anliegen von Angela Merkel beim diesjährigen G8-Gipfel in Heiligendamm. Dabei soll es vor allem um eine verstärkte internationale Zusammenarbeit zur effizienten Bekämpfung von besagten "Piraten" gehen. Wer aber sind diese Piraten eigentlich? Wie wird man eigentlich "Pirat"? Was veranlasst die G8, sich als Chef-Piratenjäger zu engagieren? Piraten wie du und ich Da sind natürlich die vielen Jugendlichen (aber nicht nur die), die Filme und Musik aus dem Internet runterladen oder sich von Freunden kopieren - weil sie nicht verstehen, warum sich ein paar Millionäre an ihrem Taschengeld bereichern, oder weil sie keine 15-20 Euro für ein Stück Plastik übrig haben. Und weil sie damit niemandem was wegnehmen - es ist ja eine Kopie, also eine Vermehrung. Auch LehrerInnen und ProfessorInnen sind verdächtig: Wenn sie für ihre Klassen Texte aus Büchern kopieren, so soll das laut neuem Urheberrecht in Deutschland illegal und damit Piraterie sein. Da hilft auch nicht die Rechtfertigung, dass die Unibibliotheken sich die teuren Veröffentlichungen nicht mehr leisten können, die als Ergebnis jahrelanger Forschung an der eigenen Hochschule geschrieben wurden. Oder dass es einfach Unsinn ist, wenn 20 SchülerInnen sich ein Buch kaufen müssen, aus dem man gerade mal zehn Seiten für eine Unterrichtseinheit braucht. So mancher Ahnungslose wird auch zum Piraten, wenn er oder sie meint, im Auftrag der Demokratie Aufklärung zu betreiben: Scientology verklagte in der Vergangenheit regelmäßig mit Erfolg KritikerInnen, die interne Texte der Sekte im Internet veröffentlichten, um Menschen vor deren Praktiken zu warnen. Schließlich sei das eine Verletzung des Copyright. Zu Piraten gemacht werden immer wieder Indigena in Ländern der "Dritten Welt",, wenn multinationale Konzerne auftauchen und sich deren traditionelles Wissen als eigene "Erfindung" patentieren lassen - plötzlich brauchen sie für ihre Produkte Lizenzen vom neuen "Besitzer". Das betrifft zum Beispiel den indischen Neem-Baum, der traditionell als Heilmittel, aber auch für Zahnpasta, Seife und andere Produkte verwendet wird und auf den westliche Konzerne mittlerweile diverse Patente angemeldet haben. In den "Entwicklungsländern" sind es heute noch die Bauern, die Saatgut tauschen und durch Kreuzung weiter entwickeln. Dabei verwenden sie einen Teil ihrer Ernte im nächsten Jahr als Saatgut weiter. Es gibt auch keinen vernünftigen Grund, das nicht zu tun, außer der Tatsache, dass mehr und mehr von diesen Bauern zu Piraten werden - nämlich sobald sie einmal patentiertes Saatgut großer Agrarkonzerne gekauft haben, die ihnen die Wiederaussaat von Teilen der Ernte verbieten. Firmen in unterentwickelten Ländern produzieren Nachahmungen von Medikamenten gegen AIDS und andere schwere Krankheiten oft zu einem Zehntel des Preises der Pharmakonzerne. Auch diesen "Piraten" möchte Merkel gern das Handwerk legen (siehe Seite 3). Wo kommen all die Piraten her? All diese Piraten werden zu Verbrechern gemacht, weil sie Ideen benutzen, die jemand anderem gehören: so genanntes "geistiges Eigentum". Das ist privates Eigentum an immateriellen Gütern, die unabhängig von ihrer konkreten Realisierung in einem Gegenstand existieren und deshalb prinzipiell ohne großen Aufwand beliebig verbreitet werden können - Ideen, Konzepte, Theorien. Die Idee des geistigen Eigentums macht nur aus der Logik des Kapitalismus Sinn, in der der Eigentümer von Produktionsmitteln eine Ware produziert, um daraus Profit zu erwirtschaften. Wenn man anderen Menschen verbietet, Erfindungen zu nutzen oder nachzuahmen, wenn man die Verbreitung von Ideen stoppt, schwächt man die Konkurrenz und stärkt die eigene Profitsituation. Das ist die Logik von Privilegrechten: die Idee, oder Erfindung, oder Geschichte wird zum "geistigen Eigentum" einzelner, die - zumindest für eine bestimmte Zeit - anderen verbieten können, dieses Eigentum zu benutzen, zu verbreiten, zu verändern... Die bekanntesten dieser Privilegrechte sind das Urheberrecht (für Texte, Kunstwerke, Musik, und andere kreative Leistungen), das Patentrecht (für technische Erfindungen), und das Markenrecht (für Markennamen). Die Verwertungsrechte können abgegeben werden - in der Regel gehen sie von Künstlern oder Erfindern an Konzerne, die ihre materielle Realisierung (in Form von Büchern, CDs oder Maschinen) durchführen. Insbesondere müssen Verwertungsrechte für Erfindungen, die in Zusammenhang mit dem Arbeitsplatz gemacht werden, an den Arbeitgeber abgetreten werden. Das heißt, in der Realität liegt der Großteil der Verwertungsrechte an geistigem Eigentum nicht bei kreativen Individuen, sondern bei (meist großen) Konzernen. So sind 63 Prozent der in den USA erteilten Patente auf menschliche Gene im Besitz von Privatkonzernen. Ein weiterer großer Teil der Patente liegt (noch) bei öffentlichen Universitäten und Forschungseinrichtungen. + Die G8 auf Piratenjagd Führende Neoliberale (unter anderem Angela Merkel) forcieren heute die weltweite Durchsetzung von Urheber- und Patentrechten auf Niveau des US-Rechts. Zentrale Initiatoren dieser Kampagne waren eine Reihe von US-Konzernen (unter anderem IBM, General Motors und Monsanto, organisiert im Intellectual Property Committee - IPC) und in ihrem Gefolge die US-Regierung und die G8. Die G8-Staaten setzen das "geistige Eigentum" seit etwa zehn Jahren immer wieder auf Tagesordnung und stellen die Verfolgung der Piraten geradezu als Verteidigung der "öffentlichen Sicherheit" dar. Eine Rolle spielt hierbei, dass die Produktionskosten im Vergleich zu den Kosten von Erfindung und Entwicklung von Produkten rapide gesunken sind. Mit dem Internet steht ein Mittel bereit, das die massenhafte quasi-kostenlose Verbreitung von Texten, Musik, Filmen ohne Qualitätsverlust ermöglicht. Angesichts des verzweifelten Wettstreits um Profitmaximierung besteht aus Sicht der Konzerne also Handlungsbedarf. Die teilweise enorme Differenz zwischen den reinen Produktionskosten von Waren, bei denen das "geistige Eigentum" geschützt ist, und ihren Verkaufspreisen verlockt natürlich zu billigeren Imitaten - selbst bei höheren Produktionskosten und niedrigeren Preisen lässt sich daran zum Teil noch gut verdienen. Diese Tatsache hat unter anderem dazu geführt, dass sich zum Beispiel seit 1998 die Zahl der gefälschten Waren, die an den Außengrenzen der EU abgefangen werden, verzehnfacht hat. Weltweit liegt der illegale Umsatz Schätzungen zufolge bei etwa 350 Milliarden Euro. Ein weiterer Dorn im Auge der G8-Staaten ist, dass "Schwellenländer" wie Indien, Brasilien und vor allem der Gigant China systematisch versuchen, ihre technologische Rückständigkeit durch Nachahmung von High-Tech Produkten aus Industriestaaten abzubauen. Das TRIPS - ein Meilenstein Ein Meilenstein in der Geschichte des "geistigen Eigentums" war die Gründung der Welthandelsorganisation WTO. Durch den Druck des Intellectual Property Committee (IPC), der US-Regierung und der G8 wurde das TRIPS-Abkommen (Übereinkommen über handelsbezogene Aspekte der Rechte des geistigen Eigentums) in die WTO-Verträge aufgenommen. Das TRIPS setzt Mindeststandards für nationales Recht und ist für alle WTO-Mitgliedsstaaten bindend. Es beinhaltet unter anderem die Pflicht für "Entwicklungsländer", Patent- und Urheberrechte einzuführen. In Anbetracht der Tatsache, dass 97 Prozent der Patente in Hand von Konzernen, Institutionen oder Personen aus westlichen Industrieländern sind, bedeutet dies einen Ausschluss dieser Länder von technologischem Fortschritt. Außerdem werden durch das TRIPS nationale Ausnahmen zu Patent- und Urheberrecht eingeschränkt und dem Urteil des WTO-Schiedsgerichts unterworfen. Die Erfahrung zeigt, dass dort im Zweifelsfall die Interessen von Konzernen mehr gelten als Gesundheit, Bildung, Ernährung und sonstige soziale Probleme. Besonders gefährlich ist dies, da dieser Vertrag Vorrang vor allen anderen internationalen Verträgen (zu Arbeitsrechten, Gesundheit oder Umwelt) hat. Doch auch das TRIPS geht den Herrschenden noch nicht weit genug. Nachdem die Rechtslage auf internationaler Ebene geklärt ist, versuchen sie vor allem Druck auf "Entwicklungsländer" auszuüben, Verstöße gegen die neuen Gesetze aggressiv zu verfolgen. Geistiges Eigentum ist öffentliches Eigentum! Wenn es also heute um den "Schutz von geistigem Eigentum" geht, dann sind damit vor allem zwei Dinge gemeint: Schutz der Profite vor den KonsumentInnen und Schutz des technologischen (und damit des ökonomischen) Fortschritts der führenden Industrieländer gegen die rückständigen Länder. Beide Aspekte haben eins gemeinsam: Das private Interesse am Profit steht in schreiendem Widerspruch zum öffentlichen Interesse nach größtmöglicher Teilhabe aller am gesellschaftlich produzierten Reichtum und nach Steuerung des technologischen Fortschritts im Interesse aller Menschen. [ http://www.sozialismus.info/?sid=2025] ----------------------------------------------------------------------------- Großalarm vorm Treffen der EU-Regierungschefs 5000 Polizisten schützen Europa-Gipfel am kommenden Wochenende. Linke Szene mobilisiert für Großdemonstration Fast kein Tag mehr ohne Brandanschläge: Gestern früh zündeten vermutlich Linksextremisten in einem Tempelhofer "Renault"-Autohaus mehrere Autos an, es entstand hoher Sachschaden. Ein Bekennerschreiben liegt noch nicht vor. Zuletzt hatte es am Freitag einen Anschlag auf ein Bürohaus in Mitte gegeben. Die Berliner Polizei ist entsprechend alarmiert. Denn am kommenden Wochenende findet das Treffen der europäischen Regierungschefs in Berlin statt. Mehr als 5000 Polizisten und etwa 10 000 Demonstranten werden die City in den Ausnahmezustand versetzen. Für die Feier "50 Jahre Europäische Wirtschaftsgemeinschaft" wollen die Ministerpräsidenten sämtlicher 27 EU-Länder nach Berlin kommen. Vor allem in Mitte dürfte von Sonnabendmittag bis Sonntagabend der Verkehr durch die zahlreichen Fahrzeugkolonnen und Absperrungen zum Erliegen kommen. Nach der Anreise der Regierungschefs am Sonnabend und deren Einquartierung in Hotels findet am späten Nachmittag ein Konzert in der Philharmonie statt, anschließend gibt der Bundespräsident in Schloss Bellevue ein Essen. Am Sonntagvormittag beginnt der Festakt im Deutschen Historischen Museum Unter den Linden. Nach dem "Familienfoto" der Gipfelteilnehmer am Brandenburger Tor ist ein Mittagessen im neuen Hotel de Rome am Bebelplatz geplant. Letzter offizieller Termin ist eine Pressekonferenz in der Telekom-Repräsentanz an der Oberwallstraße. Wie es in Sicherheitskreisen hieß, habe man sämtliche Termine am Sonntag in einen eng umzirkelten Bereich des Bezirks Mitte gelegt. Dies diene der Sicherheit, aber auch die Berliner profitierten, da so die Absperrungen minimiert werden können. Alle Gäste werden zudem in Mitte wohnen, neben dem Hotel de Rome unter anderem im Adlon und im Ritz Carlton. Dem Vernehmen nach werden nicht alle Regierungschefs hier nächtigen, einige wollen nach dem Dinner beim Bundespräsidenten über Nacht nach Hause fliegen und morgens wiederkommen - aus Sicherheitsgründen. Klar ist, dass die von der linken Szene angemeldete Demonstration "Nein zum Europa des Kapitals" nicht in die Nähe der Politiker kommen wird. Unklar ist, ob die ab 13 Uhr angemeldete Route vom Alex über die Tor- und Friedrichstraße und die Linden bis zum Pariser Platz genehmigt wird. Angemeldet wurde die Demo von einer Vielzahl linker, teilweise als gewaltbereit eingestufter Splittergrüppchen, aber auch von der "Achse des Friedens", einer Bewegung der Friedensszene. Eine Sprecherin von Innensenator Körting sagte, dass die Polizei "gut aufgestellt" sei. Auch wenn man mit einem friedlichen Verlauf rechne, seien gewalttätige Proteste nicht auszuschließen. Sicherheitsexperten sehen mit Interesse auf das kommende Wochenende. Sollte die linke Szene zum Treffen der EU-Regierungschefs sehr viele Menschen mobilisieren können, wäre dies ein Indiz, dass auch der 1. Mai und der G-8-Gipfel im Juni "unruhig" werden könnten. Schon jetzt falle auf, wie sehr die Linke die Synergieeffekte einer gleichzeitigen Mobilisierung zu diesen drei Ereignissen nutze. Das "Warmlaufen" für den 1. Mai und das G-8-Treffen in Heiligendamm könnte schon am kommenden Sonntag beginnen. [ http://www.tagesspiegel.de/berlin/archiv/19.03.2007/3149979.asp] ----------------------------------------------------------------------------- 5. Tagung des 9. Landesparteitages Antrag E 1 17. März 2007, Seehotel Sternberg Einreicher: Landesvorstand und G8-Koordinierungsgruppe Entschließung No G8 - Menschen vor Profite! Vom 6. bis 8. Juni dieses Jahres treffen sich die Staats- und Regierungschefs der selbsternannten Weltregierung G8 zum so genannten Weltwirtschaftsgipfel in Heiligendamm. Die Linkspartei.PDS protestiert massiv gegen dieses Treffen, die damit verbundenen Kosten sowie die Einschränkung von Demokratie und Bürgerrechten. Unsere inhaltliche Kritik konzentriert sich auf folgende Themen: Armut und Reichtum: In den Staaten, deren Regierungschefs sich in Heiligendamm treffen, nimmt der Reichtum immer weiter zu. Davon profitieren längst nicht alle in diesen Ländern. Auch dort hat der nahezu ungebremste Kapitalismus seine asozialen Züge voll entfaltet und die Spaltung der Gesellschaft in arm und reich weiter vertieft. Noch immer wird ein großer Teil des dort konzentrierten Reichtums auch durch die Ausbeutung von Menschen und Natur in der so genannten Dritten Welt produziert. Menschen, die aus existenzieller Not und vor politischer Verfolgung fliehen und in den G 8-Staaten Zuflucht und Brot suchen, werden völker- und menschenrechtswidrig an deren Grenzen zurückgewiesen oder im Innern dieser Staaten diskriminiert. Wir fordern eine Weltordnung, in der Reichtum gerecht verteilt wird. Wir fordern globale Mindestlöhne, die eine menschenwürdige Existenz der ganzen Familie sichern. Es muss zudem Schluss sein mit einer Welthandelsordnung, die den armen Volkswirtschaften die Chance nimmt, diskriminierungsfrei am Waren- und Dienstleistungsverkehr teilzunehmen. Frieden und Krieg: In den letzten Jahren hat die Zahl der Kriege und der gewaltsamen Konflikte in der Welt massiv zugenommen. Die USA und Verbündete führen - immer mehr auch mit deutscher Unterstützung, wie in Afghanistan, Irak und anderswo - einen angeblichen "Krieg gegen den Terror". Dafür werden mehrere hundert Milliarden Dollar im Jahr ausgegeben. Tatsächlich handelt es sich in erster Linie um das Bemühen den sicheren Zugang zu den knapper werdenden Rohstoffquellen weltweit für sich zu sichern. Zudem wird dieses Bestreben verbunden mit dem Versuch, das eigene politische und kulturelle Weltbild unter dem Motto der Globalisierung aufzuzwingen. Immer mehr G8 - Staaten schrecken dabei auch nicht vor einer massiven Präsenz von Militär und Kriegsszenarien zurück. Auf der anderen Seite wird für Konfliktprävention, Entwicklungszusammenarbeit und Katastrophenhilfe noch immer nicht der gegenüber der UNO zugesicherte Betrag zur Verfügung gestellt. Wir fordern ein Ende der Rüstungsexporte, die Schließung aller deutscher Militärstützpunkte im Ausland, die Reduzierung und schließlich die Abschaffung aller Armeen sowie die Einhaltung der selbstgesetzten Verpflichtung mindestens 0,7 Prozent des Bruttosozialproduktes für Entwicklungszusammenarbeit bereit zu stellen. Klima und Umwelt: Die in den G8 zusammengeschlossenen Industriestaaten produzieren einen Großteil der klimaschädlichen Emissionen - und das seit Beginn der industriellen Revolution vor mehr als zweihundert Jahren. Noch heute sind die Industrienationen nicht bereit, entscheidende Veränderungen in ihren Volkswirtschaften und im Alltagsleben zum Wohle der gesamten Menschheit vorzunehmen. Stattdessen kritisieren sie die ökonomisch aufholenden Entwicklungsländer, die ohne Rücksicht auf Mensch und Natur den vermeintlichen zivilisatorischen Vorsprung der Industrienationen aufzuholen versuchen. In sträflicher Weise vernachlässigen es die G8- Staaten ihr Wissen und ihre Technologien zur Verfügung zu stellen, um weiteren Schaden von der Natur fern zu halten. Wenn es nicht bald zu einem klaren Umsteuern kommt, werden die globalen Folgen von Klimawandel und anderen Formen der Umweltzerstörung für alle Menschen dieser Welt zur existenziellen Bedrohung. Doch das Beschreiben der Situation allein wird an diesen Zuständen nichts ändern! Die Linkspartei.PDS in Mecklenburg-Vorpommern wird sich daher an den Protesten der globalisierungskritischen Bewegung aktiv beteiligen. Sie ruft mit auf zur Großdemonstration am 2. Juni 2007 in Rostock und beteiligt sich darüber hinaus an Veranstaltungen, die Alternativen zum Kurs der G8 aufzeigen. Wir fordern von der Landesregierung, dass sie die Rechte der Bürgerinnen und Bürger respektiert und sie nicht weiter einschränkt, sich gegen eine Aushebelung des Schengener Abkommens (grenzkontrollfreier Reiseverkehr innerhalb der Vertragsstaaten) einsetzt und sicherstellt, dass die Demonstrierenden ihr Grundrecht auf Demonstration und Meinungsfreiheit ohne Diskriminierung wahrnehmen können. Die Regierungen haben sich den G8 - Gipfel eingeladen. Nun müssen sie mit dem Protest leben. Deshalb haben sie sich auch an den Kosten des Protestes, den sie selbst aufgerufen hat, zu beteiligen. Zudem dürfen die Kommunen nicht auf den Kosten des Gipfels sitzen bleiben. Neben den Investitionen und den Mitteln für den Katastrophenschutz werden weitere Ausgaben nötig sein, die die engen Haushalte der Städte, Gemeinden und Kreise nicht zusätzlich belasten dürfen. Die Landräte von Bad Doberan und Güstrow sowie den Oberbürgermeister der Hansestadt Rostock rufen wir auf, die nötigen Flächen und Unterkünfte zur Verfügung zu stellen. Auch der Protest, der elementarer Bestandteil der Demokratie ist, muss optimale Bedingungen haben. [ http://www.pdsmv.de/Parteitage/9.LPT/5.Tagung/E%201%20G8-Entschliessung.pdf ] ----------------------------------------------------------------------------- DLR-Vorstandsvorsitzender Prof. Wörner mit europäischer Wirtschaftsdelegation in Washington Auf Einladung von Außenminister Frank-Walter Steinmeier war Prof. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Teilnehmer einer hochrangigen europäischen Wirtschaftsdelegation, die am Montag, 19. März 2007 im U.S. Department of State in Washington Gespräche zum Thema transatlantische Energiepolitik und Energieforschung geführt hat. Im Nachgang zu den Beschlüssen des Europäischen Rates zur Energiepolitik diente der Termin der Vorbereitung des G8-Gipfels im Juni in Heiligendamm. Die amerikanische Delegation wurde von US-Außenministerin Dr. Condoleezza Rice geleitet, die der Europäischen Kommission von der Kommissarin für Außenbeziehungen, Benita Ferrero-Waldner. Dem DLR bot sich durch die Teilnahme von Prof. Wörner die Gelegenheit, die Kompetenzen Vertretern aus der Wirtschaft und gegenüber dem Auswärtigen Amt vorzustellen. Prof. Wörner dazu: "Ich freue mich, schon zu Beginn meiner Amtszeit auch das Geschäftsfeld Energie des DLR so prominent sichtbar machen zu können. Die transatlantische Kooperation in diesem Themenfeld wird sicherlich an Dynamik gewinnen und auch für das DLR neue Chancen in der internationalen Forschungszusammenarbeit eröffnen." Der Besuch in Washington wurde von Herrn Prof. Wörner auch genutzt, um in einem ersten Gespräch NASA-Administrator Michael Griffin kennen zu lernen. Der kurze Termin diente vor allem der Abstimmung der gemeinsamen Meilensteine im Jahr 2007, so dem Start des europäischen Columbus-Moduls zur Internationalen Raumstation ISS. Die EU und USA sind gemeinsam für 38 Prozent des weltweiten Energie-Verbrauchs und für 39 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Anfang Februar war zwischen der Environmental Protection Agency (EPA) der USA und der Europäischen Kommission ein Kooperationsabkommen unterzeichnet worden, um die wissenschaftliche Zusammenarbeit in den Bereichen Umweltforschung und Umweltinformationssysteme auf institutioneller Ebene zu intensivieren. 20. März 2007 [ http://www.dlr.de/de/desktopdefault.aspx/tabid-1/86_read-8134/] ----------------------------------------------------------------------------- Wittener lässt G8 leuchten Herbede - Wenn Angela Merkel am 6. Juni George W. Bush und die sechs weiteren Staats- und Regierungschefs zum G8-Gipfel im Ostseebad Heiligendamm willkommen heißt, hat ein kleines Team aus Witten dafür gesorgt, dass sie sich dabei in die Augen schauen können. Elektro Pröpper setzt den Gipfel unter Strom, sorgt dafür, dass die abgeschirmte Welt der Oberhäupter ins rechte Licht gerückt wird. Wolfgang Pröpper und seine Mitarbeiter sind Profis in Sachen Elektrifizierung. Gemeinsam mit dem Marktführer "temporärer Zeltraum-Lösungen", die Firma De Boer aus Recklinghausen, stampfen sie Event-Orte aus der Erde und geben den VIP-Treffen weltweit ein exklusives Dach über den Kopf und den strahlenden Rahmen. Zuschlag im Februar Den Zuschlag zur Verkabelung des G8-Gipfels erhielt Pröpper Anfang Februar. Jetzt spult die Logistik ab, deren Hauptbestandteil die Material-Bereitstellung ist. Alles wird vorbereitet für den Schwertransport, der tonnenweise Kabeltrommeln, Stromaggregate und Lampen nach Heiligendamm verfrachtet. Parallel dazu gilt es, allerhöchste Sicherheitshürden zu nehmen. Neben einer makellosen Reputation der beauftragten Firma, müssen auch alle akkreditierten Mitarbeiter ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis vorweisen. Es herrscht Alarmstufe rot. So überheblich das klingt, für Firmenchef Wolfgang Pröpper und sein Team ist dieser Einsatz an der Ostsee eher Routine. Denn gemessen an der landwirtschaftlichen Spezial-Fachmesse Demo-Park in Eisenach mit einer zu verkabelnden Fläche von 250000 Quadratmeter ist der G8-Auftrag eher ein Klacks. Hier müssen "nur" 4000 Quadratmeter im VIP-Bereich und 8500 Quadratmeter im acht Kilometer entfernten Kühlungsborn verkabelt und beleuchtet werden, wo das Pressezentrum aufgeschlagen wird. Weltweites Renommee Wolfgang Pröpper steuert in der zweiten Generation ein Unternehmen, dass sich weltweit Renommee eingehandelt hat und im vergangenen Jahr 60 Jahre alt wurde. Dass er so erfolgreich im internationalen Geschäft tätig ist, hat der bodenständig gebliebene 63-Jährige seinem Vater Otto zu verdanken. Der erkannte schon früh die Notwendigkeit, Strom dorthin zu transportieren, wo er gebraucht wird. Daher spezialisierte er sich zunächst auf die Elektrifizierung von Kleinzechen, später - und auch heute noch - waren es Volks-, Straßenfeste, Weihnachtsmärkte, Messen und VIP-Veranstaltungen aller Art. Stolze Highlights aus den Gründerjahren waren die Illuminierung des Atomiums 1958 zur Weltausstellung in Brüssel oder die Stromversorgung der Olympischen Spiele 1960 in Rom. Dass Sohn Wolfgang übergangslos in die Fußstapfen des Vaters getreten ist, zeigen die Aufträge zur Ausstaffierung der Fußball-WM-VIP-Bereiche vor allen Austragungsstätten im vergangenen Jahr oder das 110-jährige Maggi-Jubiläum in der Frankfurter Festhalle, wo beim größten Kochstudio der Welt 300 Elektroherde mit je 10 KW gleichzeitig eingeschaltet wurden - was Pröpper einen Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde bescherte. Trotz all dieser exklusiven Auswärts-Einsätze weiß Wolfgang Pröpper genau, wem er die Wurzeln seines Erfolges zu verdanken hat: "Die Privatkundschaft ist uns genau so wichtig wie unsere Fernkundschaft." [http://www.westline.de/nachrichten/lokal/index_nachricht.php?file_name=630 _001_3490764&newsline=lokal&catchline=wt/%25/ln&szm_flag=1] ----------------------------------------------------------------------------- G8- Gipfel: Dixi-Klos reichen für alle! Rostock (OZ) Der G8-Gipfel in Heiligendamm (6.-8. Juni). Bis zu 100 000 Gipfelgegner werden erwartet, mehr als 10 000 Polizisten sichern alles ab. Die Gipfelgegner waren nicht amüsiert: Bei einer Pressekonferenz vor einer Woche gaben sie bekannt, dass sie sich von Polizei und Behörden auch in Sachen Dixi-Klos schikaniert fühlen. "Wir haben von der Firma Toi, Toi-Dixi erfahren, dass sie von behördlicher Seite gebeten wurde, bei Anfragen für Mai/Juni keine festen Zusagen zu machen", teilte Karl Kemper als Sprecher der Demonstanten empört mit (OZ berichtete). Selbstverständlich, ließ daraufhin Polizeisprecher Axel Falkenberg wissen, benötige auch die Polizei größere Mengen der transportablen Klo-Häuschen. Von etwaigen Ratschlägen an die Firma, wie sie mit der Vergabe zu verfahren habe, distanzierte sich der Hauptkommissar aber. Von dicker Luft könne insofern keine Rede sein. Inzwischen hat sich nun die Firma "Toi, toi Dixi" in den Vorgang eingeschaltet: "Es sind genug Dixi-Klos für alle da", beruhigte der Rostocker Firmenchef Udo Tretzack. "Niemand verbietet uns, den Demonstranten Toiletten zu geben." Er könne sofort 10 000 mobile Klos bereitstellen. Allerdings müssten die Bestellungen bald ausgelöst werden, damit die Firma sich vorbereiten könne. Die Nachfrage ist groß: "Im Juni haben wir Saisongeschäft." Zudem werden in Kühlungsborn und Heiligendamm 4000 Journalisten erwartet, auch 2000 Politiker reisen an. Noch halten die Bedürfnisträger sich allerdings zurück, bedauert der Rostocker. "Alle kündigen Bestellungen an, aber dabei ist es bisher geblieben." Sorgenvoll sieht Tretzack, der schon den Bush-Besuch toilettenmäßig "absicherte", auch der für den 2. Juni geplanten Großdemo in Rostock entgegen. Er wartet auf Bestellungen. "Da ist noch gar nix." [ http://www.ostsee-zeitung.de/archiv/index.phtml?Param=DB-Artikel&ID=2636370 ] -------------------------------------------------------------------------- Ausführlicher Pressespiegel rund um den G8 unter http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-l ================================================ 25 [CUADPUpdate] One Vote von "Abraham J. Bonowitz" ================================================ Sent to CUADPUpdate Feel Free to Forward Greetings All, Earlier today the Nebraska legislature failed to pass an abolition bill - by ONE vote. Congratulations to the abolitionists in that state, and in the other states mentioned in David Elliot's BLOG post seen below. I'll note that I will now be occasionally blogging on http://www.deathpenaltyusa.blogspot.com/ - my first post went up Saturday night and you can read it by going to http://www.deathpenaltyusa.blogspot.com/ and scrolling down. AND... stand by for exciting news about Floridians for Alternatives to the Death Penalty. paz! --abe Four states. Four close votes Suddenly, repealing the death penalty is a hot topic Public attitudes and times change-sometimes quickly. Legislatures follow, albeit slowly. In recent years and election cycles, something is profoundly different about the death penalty. Death penalty abolition is not the kiss of death for elected officials. Governors are publicly stating their support for getting rid of the death penalty (Corzine in New Jersey, O’Malley in Maryland) or, at very least, their principled opposition (Kaine in Virginia). Death penalty opponents are pressing forward and gaining support in a wide variety of state legislatures. In the first three months of this year alone, bills to abolish the death penalty have received serious consideration in Maryland, Montana, Nebraska, and New Mexico - four states that do not have a whole lot in common culturally or geographically. And, against all conventional wisdom the votes are surprisingly close. In New Mexico, an abolition bill passed the House and died in a Senate committee earlier this month by one vote. In Montana, an abolition bill passed the Senate and died in a House committee earlier this month by one vote. In Nebraska’s unicameral Legislature, abolition died today - again, by one vote. And in Maryland, a similar measure last week died in a Senate committee by - you guessed it - one vote. Other states that have considered or currently are considering abolition or moratorium legislation in 2007 include Colorado, Connecticut, Kansas, Kentucky, Missouri, New Jersey, Oregon, Tennessee and Washington. And not one non-death penalty state is seriously considering reinstatement. Meanwhile, executions are down (the 2006 execution rate was at a ten-year low and this year’s execution rate likely will be lower still, with almost a dozen states suspending executions because of controversy over lethal injection procedures). Death sentences are down sharply, and in December of last year, the Gallup Poll found - for the first time in modern history - that Americans prefer life without parole to the death penalty (in some states, such as Maryland and New Jersey, by wide margins). What are we to make of the close votes in so many states? First, we see that a sea change is occurring around policy-makers’ attitudes about the death penalty. A new conventional wisdom is forming in many states’ legislatures that the death penalty is completely broken. Death sentences are bankrupting local jurisdictions. More and more wrongfully convicted individuals are exonerated. Lethal injections go spectacularly and horrifically wrong. Opponents of the death penalty, lawmakers and advocates alike, are heartened by this increasing support and know that it’s only a short time until their legislatures decide to end it, not mend it. This will not happen overnight, as the recent close votes show. Legislative momentum for reform tends to be slow and incremental - but at the end of the day, permanent. The question is not whether we will abolish the death penalty. The question is when. We are now on our way. *********** Here's a few news items: NEBRASKA: Bill to repeal death penalty fails to advance ---- Debate begins anew over death penalty The Legislature voted 25-24 today against repealing Nebraska's death penalty. Speaker of the Legislature Mike Flood, left, and Sen. Ernie Chambers speak this morning on the legislative floor. In Flood, Chambers had a powerful opponent in his efforts to end the death penalty.After the vote, State Sen. Ernie Chambers of Omaha, the sponsor of the repeal bill, said the bill probably is dead for the year. The vote followed two days of often-emotional debate in which several state senators said they were wrestling with their personal moral beliefs. State Sen. Tom Carlson of Holdrege said he was struggling to reconcile his anti-abortion beliefs with support for the death penalty. "I am so opposed to abortion, I'm pro-life," he said today. "To be consistently pro-life, maybe I should oppose the death penalty." He said that if Chambers would join with him to fight abortion, he would gladly vote against the death penalty. Chambers, however, said he views abortion as an issue involving the "personal, intimate" rights of women and not a parallel to the death sentence. Sen. John Synowiecki of Omaha said the teachings of the Catholic Church have led him to support repeal of the death penalty. Although he once supported the punishment in a "knee-jerk fashion," he said, he's come to believe that capital punishment does not protect public safety and is only a form of vengeance. Other senators said they were struggling to compare cases that put some murderers on death row while others received life in prison. Sen. LeRoy Louden of Ellsworth said he continues to support the death penalty because of cases like that of Raymond Mata Jr., who was sentenced to die after killing his girlfriend's child, dismembering the boy's body and feeding parts of it to a dog. But State Sen. Ray Aguilar of Grand Island cited the case of a Grand Island man, Germai Molina, who was sentenced to 80 years to life for second-degree murder after being convicted of beating a little girl to death with a belt for wetting her pants. Aguilar was a pallbearer at the child's funeral. ** How they voted -------------------------------------------------------------------------------- Today's 25-24 vote against LB 476, a bill to repeal Nebraska's death penalty: Voting Against (25): Burling, Christensen, Engel, Erdman, Fischer, Flood, Friend, Fulton, Gay, Hansen, Harms, Heidemann, Hudkins, Janssen, Karpisek, Langemeier, Louden, Mines, Nelson, Pahls, Pankonin, Pirsch, Stuthman, White, Wightman. Voting For (24): Adams, Aguilar, Ashford, Avery, Carlson, Chambers, Cornett, Dierks, Dubas, Howard, Johnson, Kopplin, Kruse, Lathrop, McDonald, McGill, Nantkes, Pedersen, Preister, Raikes, Rogert, Schimek, Synowicki, Wallman."If anybody needs to die, that man needed to die," Aguilar said angrily. "That is the worst case of inconsistency in our law that I have ever heard of. That is why I'm struggling with this." That's the reaction Chambers was hoping for as the Legislature conducted its first full-scale debate over the death penalty since 1988. With 22 new lawmakers at the State Capitol this year, Chambers said many state senators haven't yet wrestled with the death penalty in depth. Debate of Legislative Bill 476 - Chambers' proposal to change the maximum penalty for 1st-degree murder from death to life in prison without possibility of parole - began Monday. "They came here with one viewpoint, but they're uncertain now," Chambers said of fellow lawmakers. "They can see things are wrong. Things have been wrong." One mind - that of Gov. Dave Heineman - appears to be unwavering on the subject. Heineman promised to veto a death penalty repeal bill if it reaches his desk. It would take 30 votes to override a veto. "I support the death penalty and I'm opposed to its repeal," Heineman said. He urged lawmakers to heed the majority of Nebraskans who he said favor capital punishment. 12 states, including Iowa, do not have the death penalty. Chambers, whose 37-year tenure is the longest in the Legislature's history, also is the Legislature's longest-standing death penalty opponent. He has introduced a bill to abolish the death penalty in every 2-year legislative term since the U.S. Supreme Court reinstated capital punishment in 1976. But the formidable Chambers has a powerful opponent this year: Sen. Mike Flood of Norfolk, the speaker of the Legislature. Chambers described what he called the inconsistencies and expense of capital punishment. Flood pointed to the 2002 murders of five people in his district during a botched bank robbery. Three of 10 men now on Nebraska's death row - Erick Vela, Jorge Galindo and Jose Sandoval - were sentenced for their roles in the Norfolk crime. "Some cases are so heinous, so awful, pitiless, emotionally abusive - to the point where you don't want to hear the facts," Flood said. "They warrant the death penalty." 29 people have been sentenced to death in Nebraska since 1976. 3 executions have been carried out - Harold Otey in 1994, John Joubert in 1996 and Robert Williams in 1997. Other inmates have left death row when the courts overturned their sentences or they died of suicide or natural causes. Chambers said the courts have struggled without success to ensure that the death penalty is reserved for the worst murders. Even though Nebraska's death sentencing law tries to define murders that deserve the death penalty, some people escape a death sentence despite committing terrible crimes, while others wind up on death row for reasons other than the relative severity of their crime, Chambers said. The lucky ones may have better lawyers, he said. Chambers said studies have shown that race can factor into the death penalty decision. One landmark study showed that those who murder a white person are four times more likely to get a death sentence than those who murder someone who's not white. Flood read aloud each of the factors under Nebraska law that could justify a death sentence, arguing that they offer rational criteria for the decision. He said society is entitled to retribution for some crimes. (source: Omaha World-Herald) ******************* Abolishment Supporters Dominate Death Debate----Death Penalty Debated For First Time In 20 Years Debate on Monday on whether to repeal the death penalty was dominated by state lawmakers who want to make Nebraska one of 12 states without the ultimate penalty. But there will be plenty of time for supporters of the death penalty to pose their arguments. Sen. Mike Flood of Norfolk, the speaker of the Legislature, said a vote could come within the next couple days. The repeal bill -- LB476 -- was introduced by Sen. Ernie Chambers of Omaha, who has tried to rid the state of the death penalty every legislative term for more than 30 years. There have been 3 executions in Nebraska since the lawmakers last debated the death penalty in 1988. The crowds that gathered outside the state penitentiary in Lincoln during those executions were what some senators remembered on the floor. "I was sickened by the disregard of the lack of dignity surrounding the death of a man," said Sen. Gail Kopplin of Gretna. Chambers calls the death penalty grotesque and cruel for all involved, while fellow opponents say it does not act as a deterrent to murderers. "The state should not kill anybody," Chambers said on Monday. He and some other senators argued that the electric chair is cruel and unusual and not applied fairly. "The death penalty appears to be heavily biased toward racial minorities and the poor," said Sen. Bill Avery of Lincoln. "I find this most disturbing." Flood said the death penalty is a deterrent and serves as retribution. Flood talked about the Norfolk bank slayings to make his point. "Shooting them in the leg and in the neck -- it was awful. And that type of behavior warrants the death penalty," Flood said. "You're doing this to get back at them because you're mad, and we are mad. And that's on the table." Former state Sen. Loren Schmidt was there the last time senators debated the issue. The 1-time death penalty supporter turned opponent said he believes society is changing, just as he did. "I don't see the vehemence in support of the death penalty on the floor today we saw in my career," Schmidt said. The closest Chambers has come was in 1979, when his bill passed on a 26-22 vote but was vetoed by then-Gov. Charley Thone. (source: KETV News) _______________________________________________ To subscribe: mailto:cuadpupdate-subscribe at cuadp.org To unsubscribe: mailto:cuadpupdate-unsubscribe at cuadp.org List archives: http://lists.compar.com/cuadpupdate/ ================================================ 26 Tschetschenien: US-Delegation erwartet - Menschenrechtler empört von "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================ GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER > PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 21.03.2007 > > Menschenrechtler empört: US-Delegation plant Reise nach Tschetschenien > für Informationsaustausch über Antiterrorkampf > > Mit Empörung hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf die > Pläne des US-Außenministeriums reagiert, sich in Tschetschenien über die > russische Erfahrung im Kampf gegen den Terrorismus informieren zu > wollen. "Noch vor wenigen Wochen hat das US-Außenministerium > Russland in seinem jährlichen Bericht über die Menschenrechtslage für die > Menschenrechtsverletzungen in Tschetschenien scharf kritisiert", sagte die > GfbV-Referentin für die GUS-Staaten, Sarah Reinke, am Mittwoch in > Göttingen. Es sei blanker Hohn, dies nun zum erfolgreichen > Antiterrorkampf zu deklarieren und sich vom neuen prorussischen > Präsidenten Tschetscheniens, Ramsan Kadyrow, beraten zu lassen, der > selbst für schwere Kriegsverbrechen verantwortlich sei und vor ein > Tribunal > gehöre. > > An Bundeskanzlerin Angela Merkel als G8-Präsidentin appellierte die GfbV > in einem dringenden Schreiben sie solle verhindern, dass sich andere G8- > Mitglieder der Reise nach Tschetschenien anschließen. Denn auch das > Antifolterkomitee des Europarates habe Russland erst am 13.3.2007 zum > dritten Mal öffentlich für Folter in Tschetschenien an den Pranger > gestellt. > > Informationen der russischen Nachrichtenagentur ITAR-TASS zufolge wird > eine Delegation des US-Außenministeriums im April in Tschetschenien > erwartet. Der stellvertretende Innenminister Russlands, Arkadi Edelew, > habe auch alle anderen G8-Staaten dazu eingeladen, teilte ITAR-TASS in > einer Meldung vom Dienstag aus Grosny mit. Der neue prorussische > Präsident Tschetscheniens, Ramsan Kadyrow sei zu einem > Informationsaustausch bereit. Er habe betont, Tschetschenien sei > mittlerweile die ruhigste Region in der Russischen Föderation. > > "Die Ruhe in Tschetschenien ist eine Friedhofsruhe. In zwei Kriegen > wurden dort bis zu 180.000 Menschen getötet, fast ein Viertel der > Gesamtbevölkerung", sagte Sarah Reinke. Heute herrsche dort eine > Atmosphäre der Angst. Entführungen, systematische Folter und die > Bombardierung der tschetschenischen Bergregion seien noch immer an der > Tagesordnung. > ====================================================== > Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) > Inse Geismar, Pressereferentin > Postfach 2024, D-37010 Goettingen > Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 > E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ================================================ 27 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - Internationaler Aufruf gegen den G8-Gipfel im Juni 2007 in Heiligendamm - Chef der Staatskanzlei konstatiert ausreichendes Angebot an G8-Camps - Aktionsaufruf gegen G-8 - Palestine: No Wars - no Walls - Palästina-Solidarität gegen G8 - Unterstützung Camping07 - Wendland-Camp zum G8-Gipfel - G8, Weltmarkt, Lohnarbeit - wo bleiben die sozialen Proteste - Make capitalism history ! - "Polizei behindert die Suche nach Zeltplätzen" - Edle Gipfel-Souvenirs -------------------------------------------------------------------------------- Internationaler Aufruf gegen den G8-Gipfel im Juni 2007 in Heiligendamm Angesichts des bevorstehenden Weltwirtschaftsgipfels protestieren Gewerkschafter/innen weltweit in einem gemeinsamen Aufruf gegen die sozialen und ökologischen Verwüstungen der kapitalistischen Wirtschaftsordnung. ver.di unterstützt diesen Aufruf. [ http://aufbau.verdi.de/gewerkschaftsrat/aktuelles/defaultView?rnd=3663386.31599 ] -------------------------------------------------------------------------------- Chef der Staatskanzlei konstatiert ausreichendes Angebot an G8-Camps Rostock (dpa/mv) - Nach Überzeugung des Schweriner Staatskanzlei- Chefs Reinhard Meyer (SPD) stehen für die Unterbringung der Demonstranten zum G8-Gipfel in Heiligendamm ausreichend Flächen für Camps bereit. "Den Vertretern der Nichtregierungs-Organisationen wurden zehn Areale im Kreis Bad Doberan und drei Flächen sowie eine Schule in Rostock angeboten. Wir sind also gut aufgestellt", berichtete Meyer am Mittwoch nach einer Beratung mit Vertretern von Kommunen, Polizei und Hilfsorganisationen in Rostock. Nun seien die Organisatoren der Proteste am Zug. "Sie müssen sagen, wie viele Menschen sie erwarten und wie viele Übernachtungen brauchen." [dpa] -------------------------------------------------------------------------------- Aktionsaufruf gegen G-8 - Palestine: No Wars - no Walls In der ersten Juni-Woche treffen sich die Bosse der 8 mächtigsten Wirtschaftsnationen der Welt zum Plausch im Strandbad Heiligendamm. Der Ort wird eigens zum Schutz der Herrschaften und ihres gemütlichen Beisammenseins mit einem 2 1/2 Meter hohen, 1 Meter tiefen, 13 Kilometer langen Sicherheitszaun aus Nato-Draht und Zement im Wert von 12,5 Millionen Euro umgeben. Wie die Wohlhabenden in den Metropolen der Welt, wie der ausbeutende Norden gegenüber dem ausgebeuteten Süden, wie die US-Besatzer in Bagdad, wie die Besatzungsmacht Israel in Palästina - im Zeitalter des neoliberalen grenzenlosen Kapitalismus braucht die Herrschaft Mauern und Zäune, rassistische Gesetze, ethnische Säuberungen, Diskurse der Ausgrenzung und inszenierte "clashes of civilizations", um sich abzusichern. In Palästina und in der gesamten Region wird strategische Kontrolle um des Zugriffs auf die Schlüsselressource Öl willen durchgesetzt und abgesichert. Eine Region ist im Entstehen, in der willfährige Regimes - die "gemäßigten" - das schmutzige Geschäft übernehmen, die eigene Bevölkerung zu unterdrücken. Darum geht es beim Projekt des "Greater Middle East". Wie jedes koloniale Projekt behauptet auch dieses die Kategorien tribaler und religiöser Identität als wesentlich, es baut auf Separation, Rassismus und angebliche Unvereinbarkeiten von Kulturen. Es errichtet ideologische Mauern und Mauern aus Zement, in Palästina eine, die Bauern von ihren Olivenhainen trennt, Studentinnen von der Uni, Arbeiter von ihren Jobs - eine Mauer für Niemandes Sicherheit, eine Mauer vielmehr für Landraub und Vertreibung. G-8, Mauern, Krieg und Ausgrenzung gehören zusammen. Deshalb kommen Tausende aus der Region, aus Deutschland, aus Europa und aus Palästina und Israel, um gegen den Herrschafts-Gipfel zu protestieren: * auf dem internationalen Demo-Block "Palestine - no wars, no walls" am 2.6. in Rostock * am Blockade-Tag gegen Militarisierung, Krieg und Besatzung am 5.6. in Rostock-Laage Der teils militärisch, teils zivil genutzte Flughafen Rostock-Laage ist bereits heute der größte Fliegerhorst Nordeuropas und soll weiter zur militärischen Drehscheibe ausgebaut werden. Er dient nicht nur als Start- und Landebahn für touristische Billigflüge, sondern auch für Eurofighter. Diese sind für die Bundeswehr wie auch für die Nato Response Force von zentraler Bedeutung, u.a. als Teil internationaler Kampfhandlungen und Einsatzszenarien. Wie auf dem Flughafen Rostock-Laage, so verschmelzen auch bei den Gesprächen der Gipfel-TeilnehmerInnen und in den globalen Herrschaftsstrategien das Zivile und das Militärische bis zur Unkenntlichkeit. Dabei sind inzwischen Politik und gesellschaftliche Belange vom Militärischen durchdrungen und den Anforderungen einer schimärenhaften "Sicherheit" untergeordnet, die die Sicherheit der Wenigen vor den Vielen ist. Kriege finden nicht mehr zwischen Armeen statt, sondern sie werden - unerklärt - von Armeen gegen Zivilbevölkerungen geführt und setzen sich als blutige Besatzungsregime fest - in Palästina seit 40 Jahren. Zivilisten, souveräne Staaten, Territorien, internationale Abkommen und Menschenrechte werden überrannt, in Grund und Boden gebombt, so im Irak, im Libanon, in Afghanistan, in Palästina ... Rechtlosigkeit und rechtsfreie Räume, Lager und Folterzentren, sind überall, auch in den privilegierten Zonen des Globus. Elementare Rechte noch genießen zu dürfen, ist zum Privileg geworden, das zusammen mit Wohlstand, Sicherheit und dem Zugang zu Ressourcen mit härtesten Bandagen gegen die "Überflüssigen" der globalen Ökonomie durchgesetzt wird. Der "Krieg gegen den Terror", ein erklärtermaßen nicht enden sollender präventiver globaler Krieg, zielt darauf ab, Weltmarktinteressen durchzusetzen und abzusichern. Er wird auf vielen Ebenen geführt: als Anullierung von Bürgerrechten und Ausweitung des Überwachungsstaats, als Aushöhlung des Aufenthalts- und Asylrechts, als Ausbau der Wohlstandsinseln zu uneinnahmbaren Festungen, als Demokratie- und Menschenrechtsexport, der tatsächlich Selbstbestimmung vereitelt und Menschenrechte außer Kraft setzt. Greifen die juristischen, diplomatischen oder politischen Manipulationen nicht oder wagen es die Betroffenen, Widerstand zu leisten, kommt die nackte Gewalt von Krieg und Folter zum Einsatz. So ist es in Palästina, so ist es in unterschiedlichen Formen und Abstufungen an vielen Orten der Welt. Das Orchester der globalen Herrschaft bedarf regelmäßig der Abstimmung - daher die Treffen der G-8. Und daher unser Widerstand im Sinne der weltweiten Widerstands- und Protestbewegungen * am 2.6. gegen Mauern und rassistische Segregationen * am 5.6. gegen die militärische Komponente der neoliberalen Globalisierung - in Palästina und überall Palästina - Solidarität gegen G-8 Palestine - Solidarity against G-8 Palestine - solidarité contre G-8 Contact: nowars-nowalls at so36.net Websites: www.g8andwar.de www.heiligendamm2007.de www.gipfelsoli.org www.dissentnetwork.org http://g8-2007.de http://antig8.tk www.g8-germany.info www.attac.de/g8 Denkt bitte daran, dass unsere gemeinsamen Aktionen nicht ganz umsonst umzusetzen sind. Wenn wir zudem wollen, dass alle kommen und teilnehmen können, müssen wir auch das finanzieren. Die Berliner Koordinationsgruppe streckt vor und baut auf Eure Solidarität. v.i.S.d.P.: Rachel Corrie, Jerusalemerstr.1, 10117 Berlin [ http://dissentnetzwerk.org/node/1139] -------------------------------------------------------------------------------- Palästina-Solidarität gegen G8 Treffen in Berlin ein am Sonntag, 25.03.2007, 17:00 Uhr im Südflügel in der 1. Etage des Bethanien, Am Mariannenplatz 2 in Kreuzberg Einladung zur praktischen und inhaltlichen Vorbereitung eines Palästina-Solidaritäts-Blocks auf der Demonstration am 2. Juni 2007 in Rostock gegen das G-8-Treffen in Heiligendamm und zur Vorbereitung eines Blockade-Tages gegen Militarisierung am 5. Juni 2007 in Rostock-Laage. Darüber hinaus sollen Ideen und Vorschläge für weitere Aktionen gegen den G8-Gipfel gesammelt und diskutiert werden. Wir erwarten auch international eine große Beteiligung und Unterstützung für das Thema Palästina. Daher wollen wir uns auch Gedanken machen, wie wir uns vorher koordinieren können, um gemeinsam aktiv zu werden. [nowars-nowalls at so36.net] -------------------------------------------------------------------------------- Unterstützung Camping07 Liebe FreundInnen, liebe Anti-G8- und Camp-AktivistInnen Seit Herbst 2006 organisiert eine Gruppe aus einem sehr heterogenen Spektrum ein Camp an möglicherweise mehreren Standorten im Raum Rostock. Dieses Camp soll tausende Menschen beherbergen und uns allen als Basis für die Demonstrationen, Aktionen, den Alternativgipfel und die Kulturevents gegen die G8-Zumutungen in den Tagen Ende Mai, Anfang Juni dienen. Im Moment geschieht die Arbeit mit minimalster finanzieller wie personeller Ausstattung-nur wenige sind schon jetzt in der Lage, die Verhandlungen um Campplätze zu führen und die Vorbereitungen vor Ort voranzutreiben. Deshalb wollen wir die Arbeit rund um das Camp in Heiligendamm auf breitere Füße stellen. Wir freuen uns deshalb, wenn ihr mit eurer Unterschrift dem gemeinsamen Willen, ein solches Camp über Trennendes hinweg zu unterstützen, Ausdruck verleihen könntet. Unsere Bitte an Euch: Leitet diesen Aufruf an andere Initiativen, Gruppierungen sowie an Freunde und Bekannte weiter. Gebt uns bis Anfang April Bescheid, wer unterschreiben möchte. Die Kontaktadresse wird weiter unten genannt. Da das Camp finanziell noch auf sehr wackligen Füßen steht, eine weiter Bitte: Verbindet Eure Unterschrift mit einer Spende an die Camp-Organisierung. Dies ist kein Muß, stellt für uns aber eine wichtige Unterstützung der Aufbau-Arbeit dar. Für Euer finanzielles Unter-die-Arme-Greifen schlagen wir folgende Staffelung vor: * Große Organisationen 200 Euro * Mittelgroße Organisationen 100 Euro * Lokale Initiativen 50 Euro * Einzelpersonen 10 Euro Eure Unterschrift und natürlich auch Rückfragen an uns schickt bitte an folgende mailad.: andi[AT]so36.net Eine Camp-Webseite wird in der nächsten Woche geschaltert, dort könnt Ihr dann das Geschehen um das Camp herum, den Stand der Verhandlungen und ähnliches verfolgen.(Die Bankverbindung wird zur Zeit eingerichtet und dort ebenfalls veröffentlicht) Mit der Hoffnung bald von Euch zu hören ,eure Arbeitsgruppe Camping 07 [Arbeitsgruppe Camping 07] -------------------------------------------------------------------------------- Wendland-Camp zum G8-Gipfel Aussprache über Arbeitsschwerpunkte der BI - Stay: "Alle Kraft für Thema Endlager" Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) will nach den Äußerungen des alten und des neuen Vorstandes in den nächsten Monaten ihre Kraft in die Vorbereitung von Demonstrationen gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm stecken. Man könne mit eigenem Material den dortigen Veranstaltern von Protestaktionen helfen. Die Vorbereitungsgruppe plant außerdem ein eigenes Wendland-Camp zum G8-Gipfel. Die Vorstellungen dieser Planungen wurde in der Mitgliederversammlung der BI am Sonntag in Breselenz ebenso mit Beifall aufgenommen wie die Darstellungen anderer Arbeitsgruppen. Kritik an diesem Arbeitsschwerpunkt gab es nur vereinzelt. Jochen Stay von der Gruppe X-tausendmalquer etwa lehnte den Schwerpunkt G8 völlig ab. Man müsse gerade in den nächsten Monaten alle Kräfte auf die Endlagerfrage lenken, forderte er. Innerhalb und außerhalb des Landkreises müs-se viel mehr mobilisiert werden für dieses Thema. "Im Moment entscheidet sich, was mit Gorleben wird", erklärte Stay. Hintergrund seiner Äußerungen ist der Zeitplan der Regierung für die Entscheidung über eine neue Endlagersuche. "Da brennt es." Man müsse Strategien entwickeln, wie Einfluss genommen werden kann. Dabei stellt sich für Stay die Frage, welche Reichweite die BI überhaupt noch hat. Francis Althoff vom BI-Vorstand wandte sich gegen die Vorstellung, Experten der Internationalen Atomenergieagentur (IAEO) in Wien sollten über die Eignung des Gorlebener Salzstocks befinden. Dessen Mängel seien lange bekannt und nicht von Experten aus der Welt zu schaffen. Althoff wie auch Asta von Oppen wiesen auf die Tendenz der Betreiberseite hin, das bisher gültige Mehrbarrierenkonzept zugunsten eines Konzeptes mit nur noch einer einzigen Barriere für austretende Radionuklide aufzugeben. Andere Mitglieder vermissten in der Versammlung einen Schwerpunkt schwach- und mittelradioaktiver Abfall (LAW). Man müsse zum Thema Transporte nicht auf den Castor warten, meinten Lilo Wollny und Susanne von Imhoff. Ständig würden radioaktive Abfälle in Fässern in Gorleben eingelagert. Man müsse die Öffentlichkeit wieder an den Transnuklear-Skandal mit den illegalen Einlagerungen von Fässern erinnern. Die Transporte mit schwach- und mittelradioaktivem Abfall würden zur Zeit einfach so hingenommen. Es sei notwendig, mit der Informationsarbeit ständig wieder von Anfang an zu beginnen, meinten Wollny und Stay übereinstimmend. Die Konzentration auf diese Themen fand allerdings keinen größeren Zuspruch aus der Versammlung. Edelgard Gräfer hielt es sogar für einen Rückschritt, sich wieder mit den Fasstransporten zu beschäftigen. Sie wolle darüber hinaus gehen und sich mehr politisch engagieren. Im Jahresbericht des Vorstandes wies Margitta Freund auf die Demonstrationen in Frankreich gegen den Bau des neuen EPR-Reaktors hin. Ob es in diesem Jahr einen Castor-Transport aus La Hague geben wird, sei nicht klar. Auch die Einlagerung von Glaskokillen mit plutoniumhaltigen Abfällen aus der ehemaligen Wiederaufarbeitungsanlage in Karlsruhe verzögere sich. Wahrscheinlicher sei eine Einlagerung in Lubmin. Mit Vertretern russischer Umweltschutzorganisationen tauscht die BI in diesen Tagen Informationen über deutsche Atommülltransporte nach Russland aus. [http://www.ejz.de/cgi-bin/pipeline.fcg?userid=&publikation=28&template= arttextlokales&ausgabe=39175&redaktion=28&artikel=108348094] -------------------------------------------------------------------------------- G8, Weltmarkt, Lohnarbeit - wo bleiben die sozialen Proteste 04.04.2007 / Berlin mit: Slave Cubela (Doktorand, Uni Frankfurt/Main) und Juliane Nagel (Leipziger Bündnis gegen G8) Die Jagd des Kapitals nach immer mehr Profit äußert sich seit den 1970er Jahren in einer "strukturellen Überakkumulation". Privatisierung von öffentlichem Eigentum in den Metropolen, Unterdrückung umweltfreundlicher Produktion, Bodenraub in Entwicklungsländern und gewaltsame Vertreibung der Landbevölkerung, neokoloniale Verscherbelung afrikanischer Ressourcen u.ä. sind immanente Erscheinungen. Wieso das so abläuft und nicht anders, was die G8 damit zu tun haben und welche sozialen Proteste die "Verhältnisse zum Tanzen bringen können" erklärt S. Cubela. Seines Erachtens ist die Aufhebung der Lohnarbeit nicht ohne die Lohnarbeiter möglich. Doch die begreifen sich als Robbenschützer, Klimaretter und Naturfreunde u.ä. statt als Lohnarbeiter. Wie und auf welche Weise soll sich die Linke sich an den Protesten gegen den G8-Gipfel beteiligen? Juliane Nagel vom Leipziger Bündnis gegen G8 plädiert dafür, "den G8-Gipfel als eine Tribüne für emanzipatorische Debatten und reflektierte Proteste zu nutzen und den ganzen Szenemüll über Bord zu werfen. Am Roten Abend wird sie ihren Ansatz zur Diskussion stellen. Wo: Zielona Gora, Grünbergerstr. 73 Wann: 20:00 Uhr Veranstalter: Internationale KommunistInnen [ http://www.interkomm.tk] -------------------------------------------------------------------------------- Make capitalism history ! Positionen und Informationen zum G8-Gipfel in Heiligendamm. Aus dem Inhalt: Über allen Gipfeln ist Unruh: Editorial // Die Architektur des Neoliberalismus: Über die Funktion der G8-Gipfel // Globale Rechte für Alle: Ein Schnittpunkt migrantischer und anderer kämpferischer Bewegungen? // G8 - Weltgesundheitspolitik ohne Menschenrechte: Zu Risiken und Nebenwirkungen // Unbequeme Wahrheiten und unterschätzte Katastrophen: Altvater, E. (2005): "Das Ende des Kapitalismus, wie wir ihn kennen. Eine radikale Kapitalismuskritik." - Eine Rezension // Braune Schatten über Heiligendamm? Neonazis gegen G8 // "Warum ist die Banane krumm?" Eine Interview mit Bernadette La Hengst // Bewegen.Blockieren.Bleiben: Überlegungen zur Kampagne BLOCK G8 // Make Capitalism History oder: Die Mobilisierung gegen den G8-Gipfel ausweiten // Das G8-Popuzzle Preis 2*, erm. 1* Bestellung Printausgabe: hamburg at avanti-projekt.de http://www.avanti-projekt.de/p_antikap/pdf/broschur-g8-avanti.pdf [Hamburg at avanti-projekt.de] -------------------------------------------------------------------------------- "Polizei behindert die Suche nach Zeltplätzen" Nach mehrmonatigen Verhandlungen gibt es erst zwei Camps für Gegner des G-8-Gipfels im Sommer. Ein Gespräch mit Dieter Rahmann Dieter Rahmann bereitet die Proteste gegen den G-8-Gipfel in Heiligendamm mit vor. Er ist Mitglied der Camp-AG, die mit Polizei und Behörden über geeignete Zeltplätze für Gegner des Gipfeltreffens verhandelt Wie ist der Stand der Verhandlungen um geeignete Camp-Plätze für Gegner des G-8-Gipfels, der im Sommer in Heiligendamm (Mecklenburg-Vorpommern) stattfindet? Obwohl wir inzwischen seit mehreren Monaten verhandeln, konnte bis dato lediglich ein Ergebnis erzielt werden. Vergangene Woche erhielten wir die Zusage, ein kleineres Camp für rund 3000 Leute in Reddelich, sechs Kilometer südlich von Heiligendamm, errichten zu können. Das reicht aber bei weitem nicht aus. Nach unserer Einschätzung besteht Platzbedarf für mindestens 15000 Menschen. Welche Lösung streben Sie an? Wir wünschen uns möglichst wenige, aber dafür großflächige Camps. Da es Proteste sowohl in Rostock als auch am Zaun um Heiligendamm geben wird, brauchen wir genau dort ortsnahe Campingflächen. Wir suchen noch einen Platz in Rostock und ein geeignetes Gelände zwischen Bad Doberan und Rostock, von wo aus beide Protestschauplätze gut zugänglich sind. Warum kommt für Sie der Standort Lambrechtshagen westlich von Rostock nicht in Frage? Laut einer Mitteilung des polizeilichen Planungsstabs von vergangener Woche sei dort eine Campingfläche genehmigt worden. Die Meldung entbehrt jeder Grundlage. Wir haben in der Tat mit einem Grundstückseigentümer in Lambrechtshagen gesprochen, der aber lediglich zwei statt der von der Polizei genannten zehn Hektar zur Verfügung stellen könnte. Davon wäre nur ein Hektar für unsere Zwecke nutzbar gewesen, die Fläche hätte bloß 400 Leuten Platz geboten. Es macht aber keinen Sinn, zahllose Minicamps aus dem Boden zu stampfen - das schafft nur gewaltige Kosten, erschwert die Logistik der Proteste, und da uns eine Vernetzung sehr wichtig ist, sind solche Kleinstcamps auch aus politischen Gründen abzulehnen. Ist diese Falschmeldung beispielhaft für die Verhandlungstaktik der Polizei? Die Polizei spielt ein doppeltes Spiel. Nach außen mimt sie den großen Freund und Helfer, während sie uns in der Praxis bei jeder Gelegenheit Knüppel zwischen die Beine wirft. Die monatelange Weigerung des Planungsstabs der Polizei, konkrete Gebiete zu benennen, wo sie Camps zulassen wollen und wo nicht, führt bei den beteiligten Kommunen zu Verunsicherungen und schmälert deren Kooperationsbereitschaft. Unsere Suche wird dadurch behindert. Ist dieses Verhalten nicht auch Teil der umfassenden Kampagne der Sicherheitsorgane gegen die G-8-Proteste? Davon ist leider auszugehen, und das belegen auch die Geschehnisse vom 11. März. Als Mitglieder der Camp-AG das Gelände in Reddelich begehen wollten, erschien die Polizei, sperrte in Wildwestmanier die Straße ab, durchsuchte unsere Fahrzeuge und nahm unsere Personalien auf. Dreist und gleichzeitig peinlich ohne Ende, wie die Polizei selbst mit ihren offiziellen "Verhandlungspartnern" umspringt. Die Polizei setzt auf Kriminalisierung, nicht auf Kooperation? Das ist das eine. Dazu kommt noch die Hoffnung der Polizei, alles in den Griff zu bekommen, wenn man die Demonstranten so weit wie möglich entfernt vom Geschehen unterbringt. Die Polizei weist daher auch immer wieder auf das beschlossene Camp in Bützow hin. Dieses liegt nicht nur 40 Kilometer von Heilgendamm entfernt, es wird auch noch umzäunt, von einem privaten Sicherheitsdienst bewacht und auf rein kommerzieller Basis betrieben. Das ist keine Alternative. Die große Masse der Gipfelgegner wird direkt an die Orte des Geschehens kommen, egal ob es dort ein, zwei oder drei Camps gibt. Wie steht es um die Unterstützung seitens der Politik? Das ist unterschiedlich. Vom Amt "Bad Doberan Land" erhalten wir vergleichsweise große Unterstützung, während wir bei der Stadtvertretung Bad Doberan nur auf taube Ohren stoßen. Die Behörden in Rostock sind begrenzt kooperativ, auf politischer Ebene zeigt man sich den Protesten gegenüber ignorant, wie ein Bürgerschaftsbeschluß vom 14. März offenbart: Die bürgerlichen Fraktionen einschließlich jener der Linkspartei vertagten die Behandlung eines Antrags der SAV mit Forderungen nach akzeptablen Unterkünften und Öffnungen der Schulen für Gipfel-Gegner auf den 9. Mai, das ist drei Wochen vor dem Gipfel. [ http://www.jungewelt.de/2007/03-22/022.php] -------------------------------------------------------------------------------- Edle Gipfel-Souvenirs Richtig schick sieht das schwarze Ledermäppchen aus, der silberne Kugelschreiber liegt gut in der Hand: Die Polizei verteilt in Heiligendamm schon jetzt G8-Gipfel-Souvenirs an die Einwohner. Als kleine Aufmerksamkeit wegen entstehender Unannehmlichkeiten, sozusagen. Und mit praktischem Wert. Auf den Stift ist die Bürgertelefonnummer gedruckt, in den Notizblock im Mäppchen kann man seine Fragen schon mal notieren. Oder auf dem Taschenrechner die Gipfel-Kosten addieren. Da aber bitte den Preis für Rechner und Kugelschreiber auslassen: Danach fragt man schließlich nicht bei Geschenken! [ http://www.ostsee-zeitung.de/archiv/index.phtml?Param=DB-Artikel&ID=2637651 ] -------------------------------------------------------------------------- Ausführlicher Pressespiegel rund um den G8 unter http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-l ================================================ ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich und somit MedieninhaberInnen: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2007, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ D) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: MI, 22.00 Uhr nicht aufgenommen: Beiträge nicht WR nicht mehr aktuelle Termine III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Thu Mar 22 22:57:58 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Thu, 22 Mar 2007 22:57:58 +0100 Subject: widerst@and mund - Freitag, 23. =?iso-8859-1?Q?M=E4rz__2007?= Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Freitag, 23. März 2007 Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN ================================================ 01 FrauenFrühlingsUni - Anmeldung JETZT! von FrauenLesben fuer das Selbstbestimmungsrecht der Frau ============================================== 02 [kanalb_at_newsletter] kanalB in Graz und in Wien von Flo ============================================== 03 Kundgebung gegen Eurofighter, 24.03., Wien von Werkstatt Frieden & Solidarität ============================================== 04 [Depot-news] Programm 26.-29.März von depot-news at mailman.sil.at ============================================== 05 Studienfahrt zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau von Initiative Minderheiten Newsletter ============================================== 06 reminder: discursive lines am 23. und 26. märz von eipcp ============================================== ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ 07 FPÖ Hetzblatt und "Bürger"versammlung gegen EKhaus von angela mores ============================================== 08 Neptun Wasserpreis 2007 für Herta und Peter Suchy von GFBV Hans Bogenreiter ============================================== 09 Denkmal von Andrea Hummer ============================================== 10 HOSI-Wien-Appell an SPÖ: Keine faulen Kompromisse bei Partnerschaftsgesetz! von Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien ============================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN ================================================ ============================================== 01 FrauenFrühlingsUni - Anmeldung JETZT! von FrauenLesben fuer das Selbstbestimmungsrecht der Frau ============================================== Betreff: [Femail] FrauenFrühlingsUni - Anmeldung JETZT! Liebe Frauen, wie ihr wahrscheinlich schon wisst, findet von 30.3. - 4.4. die FrauenFrühlingsUni statt. Sechs Tage Workshops, Diskussionen, Kulturprogramm, Vernetzung, Feiern, Fragen, Antworten, Ideen, Aktionen und vieles mehr ... Das vollständige Programm findet ihr auf www.frauenuni.net - über die Homepage könnt ihr euch auch anmelden. Für die Organisation ist eure Anmeldung essenziell, einerseits, um besser planen zu können, andererseits, weil sonst eventuell Workshops abgesagt werden müssen. Die Anmeldung läuft noch bis 22.3., also ab auf die Homepage, Workshops aussuchen und Formular abschicken! Danke für eure Mithilfe! Mit lieben Grüßen und bis bald, die Organisatorinnen der FFU FrauenFrühlingsUni 30.3. - 4.4.2007, Altes AKH Anmeldung JETZT: www.frauenuni.net _______________________________________________ Femail at liab.at https://liab.at/lists/listinfo/femail -- FrauenLesben für das Selbstbestimmungsrecht der Frau mailto: Selbstbestimmungsrechtderfrau at gmx.net ---- detaillierte Informationen zur Abtreibung und den Methoden der radikalen Abtreibungsgegnerschaft auf http://www.die-abtreibung.at.tf ============================================== 02 [kanalb_at_newsletter] kanalB in Graz und in Wien von Flo ============================================== hallo, am 24. und 25.3 gibts die möglichkeit kanalB clips in Graz zu sehen. das ganze findet im rahmen der veranstaltung "Koloniale Träume - Autonome Zonen" statt und ist eine veranstaltung der DIAGONALE 07 in kooperation mit dem Forum Stadtpark. mehr infos und genaues porgramm dazu unter: http://www.forumstadtpark.at/colonialdreams/ am 03.04.2007 findet die ö-premiere der neuen kanalB ausgabe nr_30 "Der einzige Weg" in Wien statt. ab 19:00 offenes Treffen, ab 20:00 Filmvorführung, Schikaneder Kino, Margaretenstraße 24, A-1040 Wien -- lg, flo ============================================== 03 Kundgebung gegen Eurofighter, 24.03., Wien von Werkstatt Frieden & Solidarität ============================================== Werkstatt Frieden & Solidarität Waltherstr. 15 A-4020 Linz Tel. (0732) 77 10 94 Fax (0732) 79 73 91 E-Mail office at werkstatt.or.at Internet http://www.werkstatt.or.at MEDIENINFORMATION Kundgebung "Eurofighter-Ausstieg SOFORT!" am Samstag, 24. März 2007 um 13 Uhr vor dem Parlament in Wien Am Samstag, 24. März 2007 findet um 13 Uhr vor dem Parlament in Wien eine Kundgebung unter dem Motto "Eurofighter-Ausstieg SOFORT!" statt. Organisiert wird die Veranstaltung von der Werkstatt Frieden & Solidarität und anderen Gruppen und Einzelpersonen, die die SPÖ an die Einhaltung ihrer Wahlversprechen erinnern wollen. "Mit mir als Bundeskanzler gibt es keine Eurofighter", tönte SPÖ-Chef Gusenbauer selbstbewusst im vergangenen Wahlkampf. Am 30. Oktober 2006 hat der österreichische Nationalrat u. a. mit den Stimmen der SPÖ neben einem klaren Auftrag zum Eurofighter-Ausstieg eine klare Aufforderung, die Eurofighter-Beschaffung sofort zu unterbrechen, beschlossen. Aber was die Nationalräte Gusenbauer und Darabos beschlossen haben, spielt für sie als Bundeskanzler und Verteidigungsminister keine Rolle mehr - der Beschaffungsvorgang wird unvermindert fortgesetzt. "Wir lassen nicht zu, dass der Bruch von Wahlversprechen ein ´Kavaliersdelikt´ ist und dass in Österreich Nationalrats-Beschlüsse einfach ignoriert werden", so die OrganisatorInnen der Kundgebung. Und weiter: "Anstatt um Milliarden Euro teures Kriegsgerät zu kaufen, sollte das Geld in die Bereiche Soziales, Bildung und Gesundheit investiert werden". Bei der Veranstaltung werden mehrere Personen kundtun, warum die Mehrheit der Menschen in Österreich für den sofortigen Eurofighter-Ausstieg ist. Die OrganisatorInnen der Kundgebung: "Und dieser sofortige Eurofighter-Ausstieg ist auch kostenlos möglich, denn schon jetzt verweisen genügend Sachverhalte auf die dubiosen Umstände der Eurofighter-Kaufentscheidung". Weitere Informationen im Internet unter http://www.werkstatt.or.at Für Rückfragen: Werkstatt Frieden & Solidarität: Tel. (0732) 77 10 94 ============================================== 04 [Depot-news] Programm 26.-29.März von depot-news at mailman.sil.at ============================================== Montag, 26. März, 19.00 The Halfmoon Files Film und Diskussion In einer einmaligen Allianz aus Militär, Wissenschaft und Unterhaltungsindustrie entstanden Tonaufnahmen von hunderten im sogenannten Halbmondlager bei Berlin gefangenen Kolonialsoldaten des 1. Weltkriegs. Wie in einem Memoryspiel deckt Phillip Scheffner in seinem Film Bilder und Töne auf, in denen die Geister der Vergangenheit zum Leben erwachen. The Halfmoon Files (D 2007), Regie: Philip Scheffner, 87 Min. Philip Scheffner, Filmemacher, Berlin, im Gespräch mit Stefan Nowotny, Philosoph Eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung "notes on archives" in der Galerie IG Bildende Kunst und in Kooperation mit translate. Beyond Culture: The Politics of Translation Mittwoch, 28. März, 19.00 Über Rassismus schreiben ZARA:TALK Es vergeht kaum ein Tag, an dem JournalistInnen nicht genug Berichtenswertes über rassistische Äußerungen, Übergriffe und rassistisch motivierte politische Entscheidungen geboten wird. Dennoch halten sich die meisten Medien zu diesem Thema dezent im Hintergrund. Hikmet Kayahan, ZARA, im Gespräch mit Sonja Fercher, derstandard.at In Kooperation mit ZARA - Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit. Der nächste ZARA:TALK findet am 18. April im Depot statt, nähere Informationen unter www.zara.or.at. Donnerstag, 29. März, 19.00 Riff-Raff kinoki spezial zum EuroMayDay Eine Tragikomödie über das Ende geregelter Anstellungsverhältnisse. Bauarbeiter auf in jeder Hinsicht ungesicherten Arbeitsplätzen in London. Ein ehemaliges Krankenhaus soll in einen Luxuswohnblock umgebaut werden. Während sich die Träume von bescheidenem Wohlstand täglich als völlig unerreichbare Illusionen herausstellen, steigt die Wut. Anschließend an die Filmvorführung gibt es Gelegenheit zum Austausch über die verschiedenen Zielsetzungen und Ressourcen im Organisierungskontext. Riff-Raff (GB 1990), Regie: Ken Loach, 94 Min., dF Depot Breitegasse 3 A-1070 Wien Tel: +43 1 522 76 13 www.depot.or.at _______________________________________________ Depot-news mailing list Depot-news at mailman.sil.at http://mailman.sil.at/mailman/listinfo/depot-news Sollten Sie den Newsletter nicht mehr erhalten wollen, genügt ein E-mail an depot at depot.or.at. ============================================== 05 Studienfahrt zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau von Initiative Minderheiten Newsletter ============================================== Restplätze! Rasch anmelden! >>>Studienfahrt zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau 31. März bis 6. April 2007 (Karwoche) "Es ist geschehen und folglich kann es wieder geschehen", so Primo Levi, ein Auschwitzüberlebender. Um sich zu erinnern und daraus zu lernen, findet auch heuer eine Studienfahrt zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau statt. André Heller unterstützt diese Initiative: "Eine Reise zur Gedenkstätte Auschwitz Birkenau, gehört sicherlich zum Sinnvollsten, das ich mir als Erfahrung, besonders für junge Menschen, vorstellen kann. Dem BHW NÖ gebührt großer Dank." Die Studienreise eröffnet die Möglichkeit einer intensiven und differenzierten Beschäftigung mit diesem einschneidenden Kapitel unserer jüngeren Vergangenheit, jenseits von "Infotainment", Pauschalisierung und Verallgemeinerung. Gerade angesichts nicht nur europaweit steigender Aggression und Gewalt gegen ethnische, religiöse und soziale Minderheiten sowie Ausgrenzungspolitiken gegenüber Flüchtlingen und Zuwanderern ist ein Blick auf unsere unmittelbare Vergangenheit notwendig und sinnvoll. Er zeigt, wohin in letzter Konsequenz die Diskriminierung von Menschen, wohin Antisemitismus, Rassismus und Minderheitenfeindlichkeit führen konnten. Ziel dieser Auseinandersetzung mit Auschwitz ist aber vor allem auch die Diskussion von Bezügen zur Gegenwart. Die Einladung, an dieser von der Gesellschaft für politische Aufklärung und vom Bildungswerk NÖ betreuten Studienfahrt teilzunehmen, richtet sich an Personen jeden Alters, unabhängig von politischer Einstellung, sozialem bzw. beruflichem Hintergrund und Religionszugehörigkeit. Wir würden uns über Ihr Interesse und Ihre Teilnahme freuen! Programm 31. März (ca. 13-18 Uhr): Vorbereitungsseminar in Wien (Seminarraum am Institut für Politikwissenschaft, Univ.Wien, 1010 Wien, Universitätsstraße 7/2) Gespräche mit ZeitzeugInnen (Ceija Stojka) Filme, Vorträge sowie Reiseinfos 1. April: Vorbereitungsseminar im Bildungshaus Großrußbach/ NÖ - Gespräch mit einem Zeitzeugen, Vorträge, Filme, Diskussionen, Vortrag über die Verfolgung von homosexuellen Frauen und Männern 2. April: Abreise nach Oswiecim/ Auschwitz 3. April: Geführte Besichtigung der Gedenkstätte Auschwitz; geführte Besichtigung der Gedenkstätte Birkenau 4. April: Sonderführung im Archiv der Gedenkstätte, Besuch der Kunstsammlungen und der nationalen Ausstellungen 5. April: Besichtigung Krakau; Stadtführung durch das jüdische Viertel 6. April (Karfreitag): Rückfahrt (Ankunft in Wien ca. 16 Uhr) Kosten: ? 450,- (darin sind Reise-, Aufenthalts-, Verpflegungs- und Eintrittskosten enthalten); Einzelzimmerzuschlag ? 50,-- ; Ermäßigung für StudentInnen: - ? 50,-- Informationen und Anmeldung: Karin Liebhart, Gesellschaft für politische Aufklärung, c/o Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien, 1010 Wien, Universitätsstraße 7/2, Tel.: 01/4277-47739, E-mail: karin.liebhart at univie.ac.at Waltraud Riegler, Bildungs- und Heimatwerk NÖ, Wipplingerstraße 23/23, 1010 Wien, Tel.: 01/533 18 99-10, E-Mail: w.riegler at bhwnoe.at Veranstalterin: Gesellschaft für politische Aufklärung, http://www2.uibk.ac.at/gfpa, Bildungs- und Heimatwerk Niederösterreich, http://www.bhwnoe.or.at Organisatorische Leitung: Waltraud Riegler (Bildungs- und Heimatwerk NÖ), Karin Liebhart (Gesellschaft für politische Aufklärung) Anmeldung so schnell wie möglich - es gibt noch Restplätze! ***** Newsletter der Initiative Minderheiten Gumpendorfer Straße 15/13 A-1060 Wien Tel. 586 12 49-18 Fax 586 82 17 http://www.initiative.minderheiten.at http://www.gastarbajteri.at ============================================== 06 reminder: discursive lines am 23. und 26. märz von eipcp ============================================== Freitag, 23. März, 19.00 Kritik der Kreativität: Buchpräsentation und Diskussion discursive lines of institutional critique Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien Gerald Raunig / Ulf Wuggenig (Hg.), Kritik der Kreativität, Wien: Turia+Kant 2007 (republicart, Band 6) Buchpräsentation und Diskussion mit Monika Mokre, Marion von Osten und Gerald Raunig http://transform.eipcp.net/calendar/1170762738 Montag, 26. März, 19.00 THE HALFMOON FILES. Film Screening und Diskussion translate discursive lines Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien Während des ersten Weltkriegs entstanden Tonaufnahmen von hunderten gefangenen Kolonialsoldaten in deutschen Internierungslagern, darunter das so genannte Halbmondlager bei Berlin. Philip Scheffner folgt in einer experimentellen Spurensuche diesen Stimmen an den Ort ihrer Aufnahme. Die Entstehung dieses "Weltarchivs" von Stimmen wirft Fragen auf nach der spezifischen Form der Wissensproduktion im Kolonialismus als Teil eines epistemischen Gewaltsystems und der Konstruktion eines "konstitutiven Außen" für das imperiale Europa. Das Beispiel der Worte des geisterhaft wiederkehrenden Inders Mall Singh verweist auf die Konstituierung des kolonialen Subjekts in dieser spezifischen Position des Sprechens und Gehört-Werdens. THE HALFMOON FILES, Philip Scheffner, D 2007, Dokumentarfilm, 87 min anschließend Philip Scheffner (Filmemacher, Berlin) im Gespräch mit Stefan Nowotny (Philosoph, eipcp/Wien) Eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung "notes on archives" in der Galerie IG Bildende Kunst, Wien. --- eipcp - european institute for progressive cultural policies a-1060 vienna, gumpendorfer strasse 63b a-4040 linz, harruckerstrasse 7 ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ============================================== 07 FPÖ Hetzblatt und "Bürger"versammlung gegen EKhaus von angela mores ============================================== zur info: heute gibts eine postwurfsendung von der fpoe favoriten im bezirk ein 4-seiten-dinA4-hochglanz-hetz-blatt, getarnt als "favoriten bezirks-info", Titel: Kirchwegerhaus: Schluss mit lustig! "die fpoe hat eine buergerversammlung gegen den erheblichen widerstand der spoe durchgesetzt. jetzt ist die bezirksvertretung verpflichtet, darueber zu diskutieren, wie dieser schandfleck im herzen des 10. bezirkes moeglichst rasch verschwindet." ============================================== 08 Neptun Wasserpreis 2007 für Herta und Peter Suchy von GFBV Hans Bogenreiter ============================================== Presseerklärung der Gesellschaft für bedrohte Völker-Österreich, Wien am 22.3.2007 Neptun-Wasserpreis 2007 an Herta und Peter Suchy Das Wiener Ehepaar Herta und Peter Suchy gewann für ein Wasserleitungsprojekt bei den Qero-Indianern in den Anden Perus den Neptun Wasserpreis 2007.* Herta und Peter Suchy haben dieses Projekt mit großem persönlichen Einsatz und mit Hilfe von privaten und Spenden der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV-Ö) durchgeführt. Sie ließen sich auch nicht entmutigen, als eine Projektförderung im Rahmen der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit doch nicht zustande kam. Bereits vier Mal nützten sie ihren Urlaub, um sich hoch in den Anden Perus für die Qero-Gemeinde Japu zu engagieren. Mit Unterstützung von Spendenaktionen der GfbV-Ö und eigenen Mitteln konnten sie die örtliche Schule fördern, Nahrungsmittelhilfe nach einem dramatischen Ernteausfall bereitstellen und den Bau von Gewächshäusern (um in Zukunft Naturkatastrophen besser begegnen zu können) finanzieren. Schließlich setzten sie im Juni/Juli 2004 (in diesem Teil Südamerikas Winter) das nun mit dem Neptun 2007 ausgezeichnete Wasserleitungsprojekt um. All diese Projekte haben Herta und Peter Suchy mit großem persönlichen Einsatz vor Ort koordiniert. Die GfbV-Ö gratuliert dem Ehepaar Suchy ganz herzlich und sieht die Auszeichnung mit dem Neptun Wasserpreis 2007 als verdiente Würdigung ihres großen Engagements. Herta und Peter Suchy stehen für Interviews unter der Telefonnummer 0664/91 88 146 bzw. über die e-mail p.suchy at kapsi.at zur Verfügung. Sie haben das Projekt auch mit zahlreichen Fotos dokumentiert und eine Evaluierung des Projekts finden sie auf der GfbV-Homepage www.gfbv.at unter Dossiers. * Getragen wird die Initiative vom Lebensministerium, dem Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft, der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach und dem österreichischen Wasser- und Abfallwirtschaftsverband. Unterstützt wird der Preis von der Kommulalkredit Public Consulting, dem Verbund, Coca-Cola Beverages Austria, der Stadt Wien und den Wiener Wasserwerken sowie den Landesregierungen Burgenland, Niederösterreich, Salzburg, Steiermark und Tirol. Gesellschaft für bedrohte Völker - Österreich Menschenrechtsorganisation, ZVR: 976595297 Untere Viaduktgasse 53/7A A-1030 Wien Tel: +43/1/503 13 36 (Hans Bogenreiter) Fax: +43/1/503 13 36 Homepage: www.gfbv.at E-mail: office at gfbv.at Vereinskonto: 7.238.909 BLZ: 60000 ============================================== 09 Denkmal von Andrea Hummer ============================================== NACHKLANG-WIDERHALL Der Kulturverein Kult-Ex errichtet in Leonding ein Denkmal zur Erinnerung an die Verfolgung, Vertreibung, Vernichtung und den Widerstand von Jüdinnen und Juden, Roma, Sinti und Jenischen, behinderten Menschen, Angehörigen von Religionsgemeinschaften, Deserteuren, Homosexuellen, Kriegsdienstverweigerern, Kriegsgefangenen, politischen GegnerInnen, ZwangsarbeiterInnen und allen anderen Opfern des Nationalsozialismus. Warum Leonding? In Leonding stehen zwei Kriegerdenkmale für die Gefallenen und Vermissten des Zweiten und auch des Ersten Weltkriegs an einem symbolträchtigen Ort: Mitten im Zentrum, am alten Kirchenplatz, der unmittelbar in den Eingang zum Friedhof mündet, wo sich das Grab von Hitlers Eltern - eine Pilgerstätte der Neonazis - befindet und in unmittelbarer Nähe des Wohnhauses, wo Adolf Hitler von 1898 bis 1904 lebte. Was fehlt, ist eine symbolische Imagination der historischen und gesellschaftlichen Realitäten des Nationalsozialismus und seiner Menschen verachtenden Verfolgungs- und Vernichtungspolitik. Diese hat vor allem in Oberösterreich mit dem Konzentrationslager Mauthausen und den vielen Nebenlagern sowie mit der Tötungsanstalt Hartheim nachhaltige Spuren hinterlassen. Im Gedächtnis der Stadt Leonding haben die Opfer bisher keinen Platz gefunden. Die Leidensgeschichten, der Widerstandskampf und die Warnung an die Nachgeborenen warten noch unverändert auf eine deutlich wahrnehmbare Erzählung. Re-Konkretisierung der Vergangenheit Die Zukunft der historischen Erinnerung hängt von ihrer Fähigkeit ab, sich stets zu erneuern und Identifikationsmöglichkeiten zu schaffen. Denkmäler und Gedächtnisorte dienen der Vergegenwärtigung von Vergangenheit. Sie schaffen vielfältige Perspektiven, suchen die Kontroverse und verstehen sich als Einschreibungen in den öffentlichen Raum. Die Geschichtswissenschaften sorgen für die Rekonstruktion der Vergangenheit. Zusätzlich bedarf es aber immer wieder der Re-Konkretisierung, die nicht zuletzt in künstlerischen Werken sowie durch kulturelle und multimediale Vermittlungsformen zum Ausdruck kommen muss. Darin liegt auch die Herausforderung: Historische Erinnerung darf nicht an Spezialistinnen und Spezialisten ausgelagert werden, sondern ist an individuelle Alltagserfahrungen, persönliche Lebensgeschichten und authentische Orte anzuknüpfen. Insbesondere von den Frauen, die Opfer des Nationalsozialismus waren, ist in der österreichischen Erinnerungskultur wenig zu hören. Dies betrifft vertriebene und ermordete Jüdinnen, ermordete und zwangssterilisierte Romnia, Sintiza und Jenische, behinderte Frauen, verschleppte Zwangsarbeiterinnen, Frauen die Opfer organisierter Vergewaltigung in so genannten "Wehrmachtsbordellen" wurden, ebenso wie Widerstandskämpferinnen und Partisaninnen. Hörbare Textskulptur als Denkmal NACHKLANG-WIDERHALL ist ein Denkmalprojekt, das auf Sichtbarkeit abzielt (Entwurf Stele: Georg Lindorfer; Keramik: Monika Hinterberger) und diese um akustische Wahrnehmungszugänge erweitert. Mit Unterstützung der Stadt Leonding, dem Zukunftsfonds Austria, der Bundeskunstsektion und dem Land Oberösterreich errichtet der Verein Kult-Ex am alten Kirchenplatz, den die Pfarre Leonding - St. Michael zur Verfügung stellt, mit einer etwa 3 Meter hohen Klangsäule eine künstlerisch gestaltete Installation (Entwurf: Georg Lindorfer; Keramik: Monika Hinterberger), die sich dem flüchtigen Blick widersetzt. Gesprochene Beiträge der folgenden am Projekt beteiligten Literatinnen und Literaten bilden eine hörbare Textskulptur, die von den Gräueln und der Deportation der NS-Jahre erzählt und zugleich ermuntert, dass Widerstand und politisches Handeln in Zeiten extremer Repression notwendig und auch möglich sind: Michael Amon, Heimrad Bäcker, Bogdan Bogdanovic, Franzobel, Karl Markus Gauß (gelesen von Otto Tausig), Eva Geber, Elfriede Gerstl (gelesen von Ilse M. Aschner), Sabine Gruber, Henriette Haill (gelesen von Ilse M. Aschner), Josef Haslinger, Elfriede Jelinek, Eugenie Kain, Franz Kain, Leo Katz (gelesen von Konstantin Kaiser), Alois Kaufmann, Ruth Klüger (gelesen von Eva Geber), Walter Kohl, Traude Korosa, Theodor Kramer (gelesen von Otto Tausig), Ludwig Laher, Gitta Martl, Martin Pollak, Christian Qualtinger, Doron Rabinovici, Schoschana Rabinovici, Elisabeth Reichart, Erwin Riess, Kathrin Röggla, Stella Rotenberg (gelesen von Siglinde Bolbecher), Gerhard Ruiss, Robert Schindel, Simone Schönett, Ceija Stojka, George Tabori, Peter Turrini (gelesen von Otto Tausig), Vladimir Vertlib, Susanne Wantoch (gelesen von Ilse M. Aschner), ruth weiss und Rosa Winter (gelesen von Tochter Gitta Martl). Mit Musik von Christof Dienz. Moderation: Johanna Tomek. Eröffnung NACHKLANG-WIDERHALL wird am Freitag, den 11. Mai 2007 um 14.30 Uhr in Leonding unter dem Ehrenschutz von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer eröffnet. Neben Eröffnungsreden werden viele der beteiligten Schriftstellerinnen und Schriftsteller ihre Textbeiträge zur Klangsäule lesen. Zeitgleich mit der Eröffnung wird eine Doppel-CD mit den Beiträgen der AutorInnen erscheinen, auf der Projektwebsite www.nachklang-widerhall.at werden die Texte hör- und lesbar sein. Informationen www.nachklang-widerhall.at -- Andrea Hummer Harruckerstr. 7 A-4040 Linz Tel.: ++43/732/717035 www.buero-hummer.at ============================================== 10 HOSI-Wien-Appell an SPÖ: Keine faulen Kompromisse bei Partnerschaftsgesetz! von Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien ============================================== Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 22. März 2007 HOSI-Wien-Appell an SPÖ: Keine faulen Kompromisse bei Partnerschaftsgesetz! SPÖ-Nationalratsabgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek empfing heute vormittag gemeinsam mit SPÖ-Klubsekretär Kurt Stürzenbecher VertreterInnen der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien. "Bei diesem Gespräch ging es in erster Linie um die Eingetragene PartnerInnenschaft (EP) für gleichgeschlechtliche Paare", berichtet HOSI-Wien-Obfrau Ute Stutzig. "Wir haben der Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin der SPÖ dabei unseren Standpunkt in dieser Frage dargelegt. Für uns gibt es zwei unumstößliche Grundbedingungen, die eine gesetzliche Regelung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften erfüllen muss. Zum einen kommt nur eine umfassende Eingetragene PartnerInnenschaft nach nordischem Modell in Frage, mit der im Wesentlichen sämtliche Rechte und Pflichten wie für die Ehe verbunden sind, wobei sie eben nicht 'Ehe' heißen muss. Zum anderen muss eine EP am Standesamt geschlossen werden, eine Eintragung beim Notar wäre für uns absolut inakzeptabel." Keine "Pimperl"-Lösung - dann lieber länger warten! "Wir haben an Heinisch-Hosek und die SPÖ appelliert, keiner halbherzigen Pimperl-Lösung wie in Frankreich oder Deutschland zuzustimmen", ergänzt Obmann Christian Högl. "Bevor jedenfalls ein substanzloses Gesetz beschlossen wird, durch das Lesben und Schwule weiterhin diskriminiert würden und BürgerInnen zweiter Klasse blieben, ist es besser, überhaupt keine Regelung zu verabschieden. Dann wollen wir lieber noch ein paar Jahre warten und bei den nächsten Wahlen noch vehementer für eine fortschrittliche Mehrheit im Nationalrat kämpfen. Nach derzeitigem Stand fehlen dafür ja nur mehr drei Mandate." HOSI Wien gegen ersatzlose Streichung von § 207b StGB "Wir haben Heinisch-Hosek auch mitgeteilt, dass die HOSI Wien - im Gegensatz zu anderen Homosexuellenvereinen - gegen die ersatzlose Streichung des § 207b StGB ist", berichtet Stutzig weiter. "Insbesondere die Bestimmung des Absatzes 3 ("geschlechtliche Handlungen gegen Entgelt") muss unseres Erachtens erhalten bleiben, weil sie die einzige Bestimmung ist, die Freier mit Strafe bedroht, die mit minderjährigen Prostituierten verkehren. Eine Bekämpfung dieser Form der Ausbeutung von Minderjährigen erscheint uns ohne Strafdrohung für die Freier völlig aussichts- und wirkungslos. Es kann nicht angehen, dass über minderjährige Prostituierte eine Verwaltungsstrafe wegen illegaler Prostitution verhängt wird, während ihre Ausbeuter straffrei bleiben. Beim Absatz 2 ("Ausnützung einer Zwangslage") wäre eine Streichung denkbar, wenn solche Umstände (z. B. illegaler Aufenthalt) durch andere strafrechtliche Bestimmungen abgedeckt sind, etwa Straftatbestände wie Menschenhandel oder Nötigung." Einheitlicher Diskriminierungsschutz "Ein weiteres Anliegen, das wir Heinisch-Hosek präsentierten", so Högl abschließend, "ist die Verbesserung des Gleichbehandlungsrechts in Österreich. Schutz vor Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung besteht ja heute nur in der Arbeitswelt, während etwa im Bereich Zugang zu und Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen auch ein gesetzlicher Diskriminierungsschutz aufgrund der 'ethnischen Zugehörigkeit' oder einer Behinderung besteht. Da bis zum 21. Dezember 2007 die EU-Richtlinie 2004/113/EG 'zur Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichbehandlung von Männern und Frauen beim Zugang zu und bei der Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen' in nationales Recht umgesetzt werden muss, böte sich heuer die Gelegenheit, diese Hierarchie und Diskriminierung beim Schutz vor Diskriminierung zu beseitigen." HINWEIS: Der 2004 von der HOSI Wien mitgegründete Klagsverband zur Durchsetzung der Rechte von Diskriminierungsopfern hat übrigens umfassende Vorschläge zur Weiterentwicklung des Gleichbehandlungsrechts in Österreich erarbeitet. Diese Vorschläge werden von der HOSI Wien vollinhaltlich unterstützt und stehen zum Download bereit auf: www.hosiwien.at/?p=637 Rückfragehinweis: Ute Stutzig, Obfrau: Tel. 0650-9080188 Christian Högl, Obmann: Tel. 0699-11811038 Kurt Krickler, Generalsekretär: Tel. (01) 5451310 oder 0664-5767466 office at hosiwien.at, www.hosiwien.at ZVR-Nr.: 524 534 408 ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht berücksichtigt) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Do 22.00 Uhr Nicht enthalten: 1 i/pal, 2 nicht w-r. III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ _______________________________________________ From analle at no-racism.net Fri Mar 23 23:52:33 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Fri, 23 Mar 2007 23:52:33 +0100 Subject: widerst@nd! - MUND: Samstag, 24.3.2007 Message-ID: <20070323225233.GA6669@brandl.telekabel.at> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! Samstag, 24.03.2007 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 24.3.: Newroz-Feiern in Wien! WADI Austria ================================================== 02 Anti-Eurofighter-Kundgebung, Sa 24.03., Wien Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================== 03 GPA-DJP/work at migration/Vortrag/Binationale Ehen/28.03.07 Nicholas Hauser ================================================== 04 13.4.: Punkkonzert in Wels infoladen wels ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 05 SOS Meinungsfreiheit: Weitere internationale Unterstützung für HOSI Wien Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 06 Mosambik-Info 47, 23.3.2007 "Peter Pils" ================================================== 07 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm -- Gleneagles -- Berlin Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================== 08 EU / Afrikapolitik: Kritische Bilanz der EU-Afrikapolitik "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 09 B I T T E um Aktualisierung EURER Webseiten "ARI_DOKUMENTATION_in_NewYorck59" ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 24.3.: Newroz-Feiern in Wien! WADI Austria ================================================== Sa, 24.03.2007 ab 14 Uhr, Newroz-Fest von FEYKOM mit Nizamettin Aric, Rojda und vielen anderen Musikern Ort: Gasometer, BA-CA Halle, Guglgasse 8, 1110 Wien http://www.feykom.at/newroz_wien.html Sa, 31.03.2007, 18 Uhr, Newroz-Fest der Kurdischen FÖDERATION mit Muhemed Taha Akrey, Ismail Cuma, Ala Salahiyan, Koma Qamishlo und vielen anderen Musikern Ort: Haus der Begegnung Kagran, Bernoullistrasse 1, 1220 Wien -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit WADI-Austria e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Neues Spendenkonto in Österreich: Knt. Nr.: 6.955.355 BLZ: 32.000 Raiffeisen Landesbank NÖ IBAN AT4432 0000 0006 955355 BIC (SWIFT) RLNWATWW Im Februar 2007 erschien die dritte Print-Ausgabe von: WADI-News, Schwerpunkt: Weibliche Genitalverstümmelung Wird kostenlos per Post zugeschickt, schicken Sie uns Ihre Adresse! Online zu lesen unter: http://www.wadinet.at/Media/wadinews.php ================================================== 02 Anti-Eurofighter-Kundgebung, Sa 24.03., Wien Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================== Werkstatt Frieden & Solidarität Waltherstr. 15, 4020 Linz Tel. 0732/771094 Fax 0732/797391 Mail: office at werkstatt.or.at Web: www.werkstatt.or.at Eurofighter-Ausstieg SOFORT! Kundgebung gegen Eurofighter und Sozialabbau Samstag, 24. März 2007 13 Uhr Vor dem Parlament in Wien "Mit mir als Bundeskanzler gibt es keine Eurofighter", tönte SPÖ-Chef Gusenbauer selbstbewusst im vergangenen Wahlkampf (Kurier, 26.8.2006). Am 30. Oktober 2006 hat der österreichische Nationalrat u. a. mit den Stimmen der SPÖ neben einem klaren Auftrag zum Eurofighter-Ausstieg eine klare Aufforderung, die Eurofighter-Beschaffung sofort zu unterbrechen, beschlossen. Aber was die Nationalrats-Abgeordneten Gusenbauer und Darabos beschlossen haben, spielt für sie als Bundeskanzler und Verteidigungsminister keine Rolle mehr - der Beschaffungsvorgang wird unvermindert fortgesetzt: Im Jänner 2007 wurden die ersten zwei Raten in der Höhe von 218 Mio. Euro an den Eurofighter- Produzenten EADS überwiesen, die dritte Rate in der Höhe von 109 Mio. Euro ist Ende März 2007 fällig. Bereits jetzt startet die praktische Ausbildung des ersten österreichischen Piloten am Eurofighter in Deutschland. Verteidigungsminister Darabos brüstet sich damit, dass das Militärbudget in diesem Jahr um 33 % von 1,8 auf 2,4 Mrd. Euro erhöht wird - die Gründe: der Ankauf der 18 Eurofighter und die zunehmenden Auslandseinsätze des österreichischen Bundesheeres (ORF-Mittagsjournal, 2.3.2007). Es ist eine der größten Lügen, dass das mit Gesamtkosten in der Höhe von 6 Mrd. Euro teuerste Rüstungsprojekt in der Geschichte der Zweiten Republik der Verteidigung der Neutralität diene. So geht aus einem Akt des Verteidigungsministeriums vom 15. April 2000 hervor, dass es nie um den Ankauf von "Luftraumüberwachungsflugzeugen", sondern immer schon um offensive Kampfbomber mit der Fähigkeit zu Flächenbombardements ging, um für die Auslandseinsätze im Rahmen der EU gerüstet zu sein. Gründe, wegen "Sittenwidrigkeit" aus dem Eurofighter- Vertrag auszusteigen, ohne einen Cent zu bezahlen, gibt es genug (siehe dazu auch im Internet unter www.werkstatt.or.at). Lassen wir nicht zu, dass der Bruch von Wahlversprechen ein "Kavaliersdelikt" ist, dass in Österreich Nationalrats-Beschlüsse einfach ignoriert werden und dass Unsummen für teures Kriegsgerät anstatt für Investitionen in Soziales, Bildung, Gesundheit, etc. ausgegeben werden! Treffen wir uns bei der Kundgebung "Eurofighter-Ausstieg SOFORT!" am 24. März 2007 um 13 Uhr vor dem Parlament in Wien! Neue Infozeitung "Eurofighter-Ausstieg SOFORT!" (8 Seiten, á 10 Cent, ab 300 Expl. á 5 Cent) kann jetzt bestellt werden! Bestellung: office at werkstatt.or.at Die Unterschriftenaktion "Eurofighter-Ausstieg SOFORT!" kann auch online unterstützt werden auf www.werkstatt.or.at ----------------------------------------------------------------------------------------------- JETZT UNTERSCHREIBEN! Neutralität und aktive Friedenspolitik statt Kumpanei bei der Kriegsvorbereitung gegen den Iran Aktiv werden gegen den Krieg, bevor er beginnt: Das Säbelgerassel gegen den Iran aufgrund seines Atomprogramms wird immer lauter. Jedem nüchternen Beobachter ist klar, dass eine weitere Eskalation des Konflikts mit der Perspektive eines Militärschlags eine Katastrophe für die Menschen im Iran, im gesamten Nahen und Mittleren Osten einschließlich Israels, aber auch für uns in Europa heraufbeschwören kann. Unterstützen Sie deshalb den Aufruf "Neutralität und aktive Friedenspolitik statt Kumpanei bei der Kriegsvorbereitung gegen den Iran". http://www.friwe.at/StopptDenKrieg/KeinKriegGegenIran.htm ================================================== 03 GPA-DJP/work at migration/Vortrag/Binationale Ehen/28.03.07 Nicholas Hauser ================================================== Liebe Kollegin! Lieber Kollege! Wir möchten Dich noch einaml herzlichst zum Informationsabend der IG work at migration zum Thema: Binationale Ehen - Erlangung eines Aufenthaltstitels (von Antragstellung bis Erteilung) - was bedeutet "Freizügigkeitsberechtigung" im österreichschen Fremdenrecht - wann ist Zugang zum Arbeitsmarkt gegeben? - Ist diese ganze Konstruktion verfassungskonform? Der Vortrag wird gehalten von: Johannes Peyrl AK Wien - Abteilung Arbeitsmarkt Migrationsrechtsexperte ua Mit-Autor des Ratgebers Fremdenrecht (erschienen im ÖGB Verlag) Ort: GPA-DJP Alfred-Dallinger-Platz 1/3. Stock/ Raum: 3K3 (U3-Station Schlachthausgasse) Zeit: 18 Uhr bis 20.00 Uhr Wir freuen uns auf Dein Kommen Mit gewerkschaftlichen Grüßen Nicholas Hauser ================================================== 04 13.4.: Punkkonzert in Wels infoladen wels ================================================== Guten Tag/Hallo! Bitte um Ankündigung folgender Veranstaltung: Freitag, 13. April 2007, 20 Uhr: Konzert mit Los Fastidios, Silver City, Skalzone im Alten Schlachthof, Dragonerstraße 22, 4600 Wels LOS FASTIDOS sind eine italienische Streetpunkband. Im Jahre 1991 wurde die Band in Verona (Italien) gegründet. Die "Hooligans" spielen kraftvollen, melodischer Streetpunk, der sich aus klassischem, britischen Oi Punk und aus allerlei Bereichen des Rock 'n' Roll, Ska, Hardcore und Punkrock zusammensetzt. Die Texte sind in meist italienischer Sprache und befassen sich meist mit sozialkritischen und politischen Themen. SKALZONE: Ska-Punk aus Österreich, SILVER CITY: schneller und harter Streetpunk aus Linz Vorverkauf: Infoladen Wels (Spitalhof 3), Irishpub Wels (Altstadt) Preis: VVK: 10,-/ AK: 12,- Veranstaltet von: Kulturverein Infoladen Wels, Spitalhof 3, 4600 Wels ------- Vielen Dank im voraus! MFG Infoladen Wels PS: Die Band auf dem Foto im Anhang ist "Los Fastidios". ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 05 SOS Meinungsfreiheit: Weitere internationale Unterstützung für HOSI Wien Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien ================================================== Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 23. März 2007 SOS Meinungsfreiheit: Weitere internationale Unterstützung für HOSI Wien Nun hat auch die in London ansässige internationale nichtstaatliche Organisation "ARTICLE 19 - Global Campaign for Free Expression" Kritik an der Verurteilung der HOSI Wien in jenem Ehrenbeleidigungsverfahren geäußert, das Ex-ÖVP- Abgeordneter Walter Tancsits vor zwei Jahren angestrengt hat. In seiner Vorab-Stellungnahme zum vierten periodischen Bericht Österreichs an den UNO-Ausschuss für Menschenrechte zählt ARTICLE 19 diese Verurteilung unter seinen wesentlichen Bedenken hinsichtlich der Lage der Meinungsfreiheit in Österreich auf. Der Name der Organisation bezieht sich auf den entsprechenden Artikel 19 in der UNO-Menschenrechtskonvention, der das Recht auf freie Meinungsäußerung garantiert. Systematisches Versagen der Justiz Die europarekordverdächtige Zahl der Verurteilungen Österreichs durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in den letzten Jahren "lässt auf ein systematisches Versagen des österreichischen Justizsystems in diesem Bereich schließen", hieß es gestern in einer Presseaussendung von ARTICLE 19. "Diesem Befund können wir uns nur anschließen", erklärt HOSI-Wien- Generalsekretär Kurt Krickler, der die existenzbedrohenden Auswirkungen solcher Verfahren gegen die Meinungsfreiheit am eigenen Leib verspüren musste, da er von Tancsits ebenfalls geklagt und in erster Instanz verurteilt wurde. "Unsere Berufung gegen diese Verurteilung liegt derzeit beim Oberlandesgericht für Strafsachen in Wien. Wir rechnen, dass wir dort wieder verlieren, denn nach dem ursprünglichen Freispruch in erster Instanz hat das Oberlandesgericht aufgrund von Tancsits' Berufung diesen Freispruch aufgehoben und die Sache an die erste Instanz zurückverwiesen", schildert Krickler diese Saga durch das Justizsystem. "Sollte unserer Berufung nicht stattgegeben werden, werden wir gegen die Verurteilung dann Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg einlegen." Bananenrepublik Österreich "Wir sind froh, dass dank des EGMR in Straßburg jetzt langsam wieder die üblichen Menschenrechtsstandards einkehren, nachdem die schwarz-blau-orange Politik Österreich in den letzten sieben Jahren in Sachen Meinungsfreiheit zu einer Bananenrepublik gemacht hat", zeigt sich Krickler optimistisch. "Die unerträgliche Knebelung der Meinungsfreiheit durch die blau- orange-schwarze Klagsflut gegen unliebsame KritikerInnen und JournalistInnen gehört hoffentlich bald der Vergangenheit an. Jetzt müssen bloß noch jene willigen Vollstrecker aus der Justiz entfernt werden, die sich zu Handlangern dieserEinschüchterungs- versuche von FPÖ, BZÖ und ÖVP gemacht haben." Die HOSI Wien hat ebenfalls besagte Verurteilung in ihrem im Vormonat dem UNO-Ausschuss für Menschenrechte übermittelten Schattenbericht als Menschenrechtsverletzung angeführt (vgl. Aussendung vom 21. Februar 2007, OTS0105). ARTICLE 19 ist übrigens nicht die einzige internationale Menschenrechts- organisation, die diese Verurteilung kritisiert. Im Mai 2006 hat dies bereits die Internationale Helsinki-Föderation für Menschenrechte in einer Stellungnahme getan. HINWEISE: Die beiden Stellungnahmen finden sich zum Download auf: www.hosiwien.at/?p=614 - alle Schattenberichte an den UNO- Ausschuss auch auf dessen Website: www.ohchr.org/english/bodies/hrc/hrcs89.htm Rückfragehinweis: Ute Stutzig, Obfrau: Tel. 0650-9080188 Christian Högl, Obmann: Tel. 0699-11811038 Kurt Krickler, Generalsekretär: Tel. (01) 5451310 oder 0664-5767466 office at hosiwien.at, www.hosiwien.at ZVR-Nr.: 524 534 408 ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 06 Mosambik-Info 47, 23.3.2007 "Peter Pils" ================================================== Mosambik-Info 47, 23.03.2007 Inhalt: 1. Springfluten 2. Explosionen im Munitionsdepot 1. Springfluten Außergewöhnliche Springfluten haben im laufe der letzten Woche in Maputo, Beira und Pemba viele Menschen in den meernahen Stadtvierteln gezwungen, ihre Häuser zu verlassen. Im Stadtteil Pescadores in Maputo waren 150 Familien betroffen. Springfluten entstehen durch die Konjunktion oder Opposition von Sonne und Mond, die durch gemeinsame Gezeitenwirkung bzw. Zentrifugalkraft für eine höher als normal auflaufende Flut sorgen. Die bisher ungekannte Stärke der Springflut weist auf Auswirkungen des Klimawandels hin. Die Vereinten Nationen hatten in einem Bericht vom November 2006 auf die Gefahr verstärkter Fluten und die Effekte ansteigender Meeresspiegel für Städte des Südlichen Afrika, darunter auch Maputo, hingewiesen. 2. Explosionen im Munitionsdepot Die Katastrophenmeldungen aus Maputo reissen nicht ab. Gestern nachmittag erschütterten schwere Explosionen im größten Munitionsdepot des Landes die Hauptstadt Maputo. Die stundenlangen Explosionen lösten Panik unter der Bevölkerung ausgelöst und trieben tausende Menschen auf die Straßen. Explodierende Bomben, Minen und Raketen lösten mehr als drei Stunden lang Chaos aus. Zahlreiche Geschosse landeten in Wohngebieten und richteten schwere Schäden an. Die Erschütterungen waren noch in einer Entfernung von zehn Kilometern zu spüren.Die Zahl der Toten ist inzwischen auf mindestens 74 gestiegen. Mindestens 300 Menschen sind schwer verletzt worden. Es wird davon ausgegangen, dass die Zahl im Laufe des Tages weiter steigt. Viele Opfer haben schwere Verletzungen. KoordinierungsKreis Mosambik e.V. (KKM) Comité Coordenador Mocambique-Alemanha August-Bebel-Str. 16-18 33602 Bielefeld Tel.: 0521-12 47 42 Fax: 0521-6 79 45 Mail: kkm at kkmosambik Web: www.kkmosambik.de ================================================== 07 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm -- Gleneagles -- Berlin Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - Convergence Center Hamburg - Camp-AG übt scharfe Kritik an Staatskanzleichef Meyer - US-Kriegsschiffe bewachen Heiligendamm - Acht neue Plätze für Gipfelgegner im Kreis Bad Doberan gefunden - Medizinische Hilfe bei den Aktionen gegen den G8-Gipfel - Sehr geehrte Damen und Herrn, - 1. Mai in Erfurt: G8 Auftakt in Thüringen und Antifaschistische Aktionen - Treffen mit ATTAC im Vorfeld des G8-Gipfels - Einladung zum Pressestatement - Polizei übte schon mal möglichen G8-Einsatz - Platz schaffen für G8-Gegner - Anti-EU-Demo: grosse Teile der Route verboten - Planungschef von Gleneagles zu Gast in der BAO Kavala -------------------------------------------------------------------------- Convergence Center Hamburg Liebe Leute, Im Rahmen der Mobilisierung zum Protest gegen den G8 vom 6. Juni bis 8. Juni 2007 in Heiligendamm sollen neben den verschiedenen Camps vor Ort auch Convergence Center ("Orte des Zusammenkommens") in Rostock, Berlin und Hamburg als feste Anlaufstellen für Aktivistinnen aus allen Städten und Ländern zur Verfügung stehen und von ihnen mitgestaltet werden, so dass eine belebte Plattform entsteht. Warum also ein Convergence Center in Hamburg in der Zeit vom 25. Mai bis 10. Juni 2007? Seit dem Weltbanktreffen in Prag 2000 sind Convergence Center immer von den lokalen Strukturen aufgebaut worden und haben die Proteste gegen diese Events der symbolischen Machtkonzentration begleitet. Mit der Gewissheit des Treffens der "Großen 8" in unserer Nähe entwickelte sich in den letzten Jahren (vor allem nach dem G8 2005 in Schottland) eine lokale Anti-G8-Struktur, die nach dem Campinski im Sommer 2006 zu der Idee eines Hamburger Convergence Center in der Roten Flora führte. In Anlehnung an das Konzept dezentraler Aktionen, wie den bundesweiten Anspruch lokale politische Kämpfe im Protest gegen die G8 in globalen Kontext zu stellen, kann auch das Convergence Center Hamburg (CCH) ein Schritt hin zu einer lokalen politischen Kontinuität sein, die über den Gipfel 2007 hinaus Strukturen in Hamburg und die Vernetzung mit Menschen von außerhalb fördert. Aktivistinnen sollen in der Woche vorm Gipfel ankommen, sich organisieren und für die konkreten Gipfeltage nach Heiligendamm mobilisiert werden. Durch das neue Mecklenburger Polizeigesetz kann das Anwenden der Methode der Gebietsverweise nicht ausgeschlossen werden, was viele Aktivistinnen zurück nach Hamburg oder Berlin zwingen würde. Deswegen schließt das CCH nicht schon mit dem Ende des Gipfels, was auch eine Nachbereitung der Protesttage ermöglichen kann. Wir hoffen, dass die Convergence Center generell Platz bieten um solidarisch auf Repression zu reagieren. Ein entscheidender Faktor zur Wahl des Zeitraums ist außerdem das Treffen der europäischen Außenminister mit Amtskollegen aus 16 asiatischen Ländern, das auf Grund des EU-Ratspräsidentschafts-Vorsitzes Deutschlands am 28. und 29. Mai 2007 in Hamburg stattfinden wird. Dieses Ministertreffen ist wie auch andere EU-Treffen unmittelbar mit dem G8-Gipfel verbunden, was sich unter anderem inhaltlich an den Themen dieser Treffen zeigt: Privatisierung, Ausbau der Festung Europa, Vorbereitung von Kriegen, Datenschutzabbau, Patente und Atomenergie-Rennaissance. Es reiht sich also in den Kontext von lokalen Kämpfen und G8 Protest ein, weshalb die geplanten Hamburger Aktionstage und eine Großdemonstration während dieser Zeit auch als Warm Up verstanden werden können. Als Teil der Anti-G8-Gesamtmobilisierung werden zum Beispiel auch die verschiedenen Karawanen in Hamburg Halt machen. Die Fahrradkarawane wird bereits am 23./24. Mai 2007 im Convergence Center Hamburg ankommen. Wie wird es hier dann genau aussehen? Ein, mit Rostock und Berlin vernetzter, Infopunkt soll mensch über Aktionen, Camps, Demos etc. auf den neuesten Stand bringen. In der Pennplatzbörse werden Übernachtungsmöglichkeiten in Hamburg und darüber hinaus vermittelt, in der Vokü gibt es die nötige Stärkung und ein Ruheraum und Erste Hilfe bieten Unterstützung. Außerdem soll es eine Reihe von Workhops geben, von denen bislang die Themen "Sanis" und "Rechtshilfe" stehen. Indymedia sorgt für Technik, von der aus unsere Nachrichten verbreitet und übersetzt werden können. Dollmetscherinnen möglichst vieler Sprachen sollen Infos und Plena für alle zugänglich machen. Für all diese Punkt brauchen wir Eure Ratschläge, Kontakte, Ideen und Hilfe schon jetzt. Es ist klar geworden, dass die Vorbereitungen viel Arbeit und Energie erfordern und das auch eine Kriminalisierung nicht ausgeschlossen werden kann. Um so wichtiger erscheint uns, dass sich möglichst viele politische Gruppen und Einzelpersonen diesem Projekt anschließen. Den Convergence Centers fällt innerhalb der Koordinierung der Proteste eine wichtige Aufgabe zu. Sie sind nicht nur ein solidarischer Beitrag, vor allem den vielen internationalen Aktivistinnen gegenüber, sondern selbst Orte an denen Protest und eine andere Art des Zusammenlebens erlebbar sein werden. Der legitime Widerstand gegen die Politik der G8 hat ein globales Anliegen und ist durch lokale Repression nicht zu stoppen. Selbstorganisiert und hierarchiefrei gibt das Convergence Center den nötigen Raum für die Diskussion von Chancen und Problem der Protestbewegung, Motivation und direkten Austausch mit Menschen, die wir nicht jeden Tag treffen können. Wir brauchen momentan vor allem: * Vokü-Gruppen * Dolmetscherinnen (Übersetzungen Internet und während Gipfel) * Pennplätze * Materialspenden (Stoffe, Stifte, Farben, Regenschirme, Geschirr, Fahrräder etc.) * Transportmittel für Shuttle nach Mecklenburg Vorpommern * Leute zum Plakatieren und Flyern * Workshops für die Zeit des CCH * Geldspenden auf das Spendenkonto: Netzwerk Selbsthilfe e.V. Konto 740 388 7000 BLZ 100 900 00 Berliner Volksbank Convergence Center International: IBAN: DE 13 10090000 7403 8870 00 BIC/SWIFT: BEVODEBB Meldet Euch: * www.hamburg.dissentnetzwerk.org * Email: convergence-hh[AT]nadir.org * Oder einfach Nachrichten in den CCH-Kasten in der Roten Flora Am 2. Sonntag im Monat findet außerdem das Anti-G8 Info-Café in der Hafenvokü statt. Dort werden verschiedene, den G8 betreffende, Themen und Protestformen vorgestellt, es gibt eine Infowand des CCH und Raum zum Austausch bei Kaffee und Kuchen. Also bringt Euch ein, helft bei den Vorbereitungen, fragt nach, seid solidarisch und kommt zusammen. Gute Nacht G8... [www.hamburg.dissentnetzwerk.org] -------------------------------------------------------------------------- Camp-AG übt scharfe Kritik an Staatskanzleichef Meyer Pressemitteilung Verhandlungsgruppe der CampAG Die gestrige Äußerung des Chefs der Schweriner Staatskanzlei Meyer, nachdem angeblich 13 Camp-Flächen für G8-Proteste zu Verfügung gestellt worden seien, hat scharfe Kritik bei den CampOrganisatoren ausgelöst. "Die bezeichneten Flächen wurden uns nicht angeboten sondern sind Teil einer 35 Flächen umfassenden Liste, die der Polizei vertraulich zur Prüfung gegeben wurde. Angesichts immer größerer Sicherheitszonen wollten wir nicht mit Eigentümern über Plätze sprechen, die dann von der Polizei sowieso abgelehnt werden" so Adolf Rieckenberg von der Camp-Gruppe. "Ungeachtet der Eigentümerfrage und möglicher Lage im Trinkwasserschutzgebiet blieben davon nur 8 von der Kavala zugestandene Orte. Auch diese 8 Flächen wurden uns nicht angeboten sondern lediglich von der Lage her als unbedenklich bezeichnet. Nach Prüfung durch die Camp-AG, Gespräche mit Eigentümern und dem Erörtern von Vorbehalten wg. Lage in Naturschutz- oder Trinkwasserschutzgebieten, sowie der zu großen Entfernung nach Rostock, blieb lediglich ein Gelände in Reddelich" so Rieckenberg weiter. Wie kann die Staatskanzlei Plätze zu Verfügung stellen, ohne ein einziges Gespräch mit Eigentümern, Pächtern und Anwohnern geführt zu haben? So werden ganze Gemeinden in Aufruhr versetzt, ohne das es reale und durchführbare Pläne für Übernachtungsmöglichkeiten dort gibt. "Angesichts von mehreren zehntausend erwarteten DemonstrantInnen und tausenden TeilnehmerInnen des Alternativgipfels, kommen wir um Flächen östlich von Bad Doberan und in Rostock nicht herum" erläuterte Dieter Rahmann. "Die 3 Flächen im Stadtgebiet von Rostock sind mit ca. 3,5ha für vielleicht 1500 - 2000 Menschen gut, aber auch das ist natürlich viel zu wenig. Dies ist allen bei den Zahlen, die von uns seit Monaten genannt werden, deutlich zu wenig. Wir rechnen weiterhin damit bis zu 20.000 GlobalisierungskritikerInnen zwischen Bad Doberan und Rostock unterbringen zu müssen. Anstatt vollmundig angeblich vorhandene Campflächen anzukündigen, wäre eine Initiative der Landesregierung im politischen Raum sinnvoll, Landwirte zu unterstützen, die uns Brachflächen zur Verfügung stellen wollen. Bislang gibt es das Problem, dass die Landwirte Strafgebühren zahlen müssen, wenn sie Flächen, die als Stillegungsfläche in Brüssel angemeldet wurden als Campfläche zur Vefügung stellen. Diese Strafgebühren müssen vermieden werden, forderte Rahmann die Landesregierung zu konkreten politischen Schritten auf. Dieses würde wirklich weitere Campflächen möglich werden lassen. Kontakt: Dieter Rahmann 0381-3758070 oder 0179-6268785 Adolf Riekenberg 0175-4254928 Pressegruppe CampInski Karl Kemper 0179-3764812 http://press.dissentnetwork.org -------------------------------------------------------------------------- US-Kriegsschiffe bewachen Heiligendamm Ein Zerstörer und ein Kreuzer aus den USA werden zum G8-Gipfel in der Ostsee vor Heiligendamm liegen. Rostock/Berlin (OZ) Kriegsschiffe der U.S. Navy werden zum G8-Gipfel im Juni in der Ostsee kreuzen und Heiligendamm bewachen. Die Protection Teams (Schutz-Teams) des US-Präsidenten, so verlautet aus deutschen Sicherheitskreisen, legen großen Wert auf eine schiffsgestützte Luftabwehr. "Es wird eine seeseitige Absicherung geben, in die die Amerikaner eingebunden sind", sagt ein Fregattenkapitän des Wehrbereichskommandos Nord in Kiel. Bis Juni werden zwei US-Kriegsschiffe in die Ostsee verlegt. In Offizierskreisen ist die Rede von einem Kreuzer der "Ticonderoga-Klasse", der 2006 zur Bush-Visite in deutschen Hoheitsgewässern kreuzte, und einem Zerstörer der "Arleigh-Burke-Klasse". Beide Schiffe nehmen nach Angaben der Deutschen Marine am internationalen Manöver "Baltops" teil, das nahezu zeitgleich mit dem Gipfel in der Ostsee stattfindet. Mit dem AEGIS-Lenkwaffen-Kreuzer "Ticonderoga" verfügt die U. S. Marine über das derzeit modernste Waffensystem der Welt. Diese Schiffe können gleichzeitig mehrere Luftziele, Über- und Unterwasserziele erfassen, überwachen und bekämpfen. Beide Schiffstypen sind mit 170 bzw. 197 Metern (Ticonderoga) Länge und je knapp 370 Mann Besatzung größer als deutsche Fregatten (140 Meter). Sie sind zur Flugabwehr und Seeraumüberwachung ausgerüstet. Dazu gehört das hochmoderne Warn- und Feuerleitsystem Aegis (Airborne Early Warning Ground Environment Integration Segment). Es erledigt sämtliche Aufgaben von der Auffassung bis zur Bekämpfung eines Ziels. Das Radar kann 100 Ziele zeitgleich übernehmen. Es hat eine Reichweite von 200 Seemeilen (ca. 370 km). Zur Ausrüstung der Schiffe gehören zudem Flugkörper, Lenkwaffen, Sikorsky-Seahawk Helikopter, Sonar und Systeme zur elektronischen Kampfführung mit Störsendern. Für den absoluten Notfall - ein Unfall des Präsidenten - steht ein hochmodernes Lazarett an Bord beider Kriegsschiffe bereit. Bestätigen will die Planungen der U. S. Navy niemand. Axel Falkenberg, Sprecher der Besonderen Aufbauorganisation Kavala der Polizei in Waldeck, für die Sicherheit beim Gipfel zuständig, sagt: "Wir äußern uns generell nicht zum Sicherheitskonzept." Als unwahrscheinlich gilt, dass Russland, Großbritannien, Frankreich, Kanada, Italien oder Japan Marinekräfte entsenden. Ein Fregattenkapitän des Wehrbereichskommandos in Schwerin meint: "Das gibt die Sicherheitslage nicht her." Sinn des Gipfels sei es ja nicht, dass jedes Land hier mit dicken Marinepötten rumprotze. Vorige Woche war Lorenz Caffier (CDU), Innenminister von MV, zum Gespräch bei Vizeadmiral Hans-Joachim Stricker, dem Befehlshaber der Marine in Glücksburg. Dort ging es um die Beteiligung der Marine bei G8. Offiziell heißt es aus Schwerin: Details des Gesprächs seien geheim. Diese Linie wird eisern durchgehalten - bis hin zur Bundesregierung. Bekannt ist, dass Taucher der U. S. Navy die Küste vor Heiligendamm sichern sollen. Ein Sprecher der Streitkräftebasis im Verteidigungsministerium, der nicht genannt werden möchte, sagt: "Die Bundeswehr wird keine polizeilichen Aufgaben, sondern nur Hilfe im Sanitätsbereich und in der Logistik leisten." Das hieße, deutsche Marineschiffe bleiben außen vor. An anderer Stelle in der Bundeswehr - die ebenfalls anonym bleiben möchte - heißt es, zur Zeit werde geprüft, in welchen Bereichen die Truppe ihre Fähigkeiten einbringen könne. Also auch Taucher und andere Spezialisten. Der Sprecher im Verteidigungsministerium bestätigt, dass die Bundeswehr Unterkünfte für ausländische Einsatzkräfte zur Verfügung stellen wird. Zum Beispiel im Rostocker Marinestützpunkt Hohe Düne. [http://www.ostsee-zeitung.de/archiv/index.phtml?Param=DB-Artikel&ID=2639163] -------------------------------------------------------------------------- Acht neue Plätze für Gipfelgegner im Kreis Bad Doberan gefunden Bad Doberan (OZ) Die Landesregierung in Schwerin gab gestern bekannt, dass weitere acht Camps für Gegner des G8-Gipfels gefunden seien. Polizei, Feuerwehr, Land und Kommunen hätten den Globalisierungsgnern gestern acht Flächen zwischen Kühlungsborn und Reddelich angeboten, sagte Reinhard Meyer, Chef der Schweriner Staatskanzlei. Die Plätze liegen in den fünf Ortschaften Bastorf, Jennewitz, Diedrichshagen, Hohen Niendorf und Wichmannsdorf (Kreis Bad Doberan). In den Camps könnten tausende Gegner unterkommen, heißt es. Damit würden die Kreise Bad Doberan, Güstrow und die Stadt Rostock 14 Flächen für Camps sowie die ehemalige Ehm-Welk-Schule im Rostocker Stadtteil Evershagen, die als Büro der Gegner-Organisation "Attac" dienen soll, ausweisen. Bisher sei Platz geschaffen worden für 30 000 Demonstranten, sagte Meyer. 15 000 in Bützow im Kreis Güstrow, 5000 in Lambrechtshagen und 3000 in Reddelich im Kreis Bad Doberan. Rostock bietet auf drei Plätzen in den Stadtteilen Dierkow, Marienehe und Toitenwinkel Unterkunft für 6000 Menschen an. Die Camps wurden von Polizei und Feuerwehr aus einer Liste mit 35 Vorschlägen ausgewählt, die die Organisation "Attac" vorgelegt hatte. Noch aber seien sie nicht von den Gegnern des Gipfels akzeptiert worden. Meyer sieht nun die Gipfelgegner in der Pflicht: "Die haben uns unter Druck gesetzt. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Jetzt ist es an der Zeit, klare Aussagen zu kriegen." Die Gipfelgegner müssten langsam sagen, mit wie vielen Leuten sie rechnen. Bis nächste Woche erwartet die Staatskanzlei Antwort. Schätzungen zufolge werden zum Treffen der Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen und Russlands vom 6. bis 8. Juni 100 000 Globalisierungsgegner erwartet. Aus Kreisen der Gegner wurden mehrere Camps abgelehnt. Unter anderem das in Bützow. Das sei zu weit weg und "zu kommerziell". [http://www.ostsee-zeitung.de/archiv/index.phtml?Param=DB-Artikel&ID=2638911] -------------------------------------------------------------------------- Medizinische Hilfe bei den Aktionen gegen den G8-Gipfel Soweit wir hier Angaben machen, stammen diese aus öffentlich zugänglichen Quellen einschließlich ungeschützter Mailinglisten. Verschont uns also bitte von dem Vorwurf, Interna auszuplaudern... das ist nämlich Quatsch. zur Übersichtskarte der selbstorgansierten Sanitätsstationen und Infopunkte: http://www.demosanitaeter.de/g8karte.html Die nachfolgend aufgeführten Strukturen arbeiten nur im absolut notwendigen Maß mit öffentlichen Stellen zusammen, teilen die gemeinsamen Ziele des Protests gegen den G8-Gipfel und sehen sich als Teil des Widerstands. Die Behandlung durch Demosanitäterinnen und Demosanitäter ist selbstverständlich kostenlos und bedarf keiner Krankenversicherung. selbstorganisierte Sanitätsstationen Da die meisten Camps im Bereich Heiligendamm / Bad Doberan hinsichtlich ihres Stattfindens zur Zeit noch als unsicher angesehen werden müssen, ist auch noch keine endgültige Übersicht über die in den einzelnen Camps verfügbaren Medizinstrukturen möglich. Zur Zeit sind ständig besetzte Stationen an folgenden Orten geplant: * Infopunkt Bad Doberan (Sanitätsgruppe Südwest, Rescue Team Dresden, Einzelpersonen) * Camp Reddelich ("Autonome Demosanität") Naturheilkundliche Hilfe Anlaufpunkt ist die jeweilige Sanitätsstation. Die angebotenen naturheilkundlichen Methoden hängen von den jeweils anwesenden HelferInnen ab und variieren daher je nach Zeit und Ort. * Infopunkt Bad Doberan (Sanitätsgruppe Südwest, Einzelpersonen) * Camp Reddelich ("Autonome Demosanität") Stressbearbeitung * Camp Reddelich (Gruppe "Out of Action") Demosanitäterinnen und Demosanitäter (mobile Teams) Leider ist es einigen Personen gelungen, eine gemeinsame Koordination aller Demosanitäterinnen und Demosanitäter im Bereich Heiligendamm nachhaltig zu verhindern. Es wurden auch gezielte Falschmeldungen verbreitet, die unter anderem besagten, nur bei ungekennzeichneten Personen könne es sich um Demosanitäterinnen und Demosanitäter handeln. Dies ist selbstverständlich falsch. Wenn Du - sei es als Patientin, Patient, Helferin oder Helfer - ausserhalb der Camps medizinische Unterstützung benötigst, sieh Dich zunächst nach gekennzeichneten Demosanitäterinnen und Demosanitätern um. Um sie herbeizuholen, rufe mehrfach laut "Sanitäter !". Vielleicht musst Du auch jemanden zu ihnen schicken, wenn sie Deine Rufe im allgemeinen Lärm nicht hören können. Rufe aber auch dann, und zwar um intensiver, wenn Du keine Sanitäterinnen oder Sanitäter sehen kannst - es sind auch gering oder gar nicht gekennzeichnete Genossinnen und Genossen als Demosanis unterwegs. Führt dies nicht zum Erfolg, kannst Du Dich an die zentrale Rufnummer der Sanitätsgruppe Südwest wenden: 0171 / 1 560 580 In besonders ernsten Fällen, insbesondere bei Bewusstlosigkeit, starker Atemnot, starken Schmerzen oder schweren Verletzungen empfehlen wir, unverzüglich auch den öffentlichen Rettungsdienst hinzuzuziehen. Wenn eine intensivmedizinische Therapie erforderlich ist, können Demosanitäterinnen oder Demosanitäter den Rettungsdienst je nach Ausbildung und Ausrüstung nicht oder zumindest nicht dauerhaft ersetzen. Die bedauerliche Tatsache, dass der öffentliche Rettungsdienst gelegentlich in illegaler Weise Daten mit der Polizei austauscht, wird oft als Argument gegen eine Alarmierung genannt. Es ist durchaus Sache aller Aktivistinnen und Aktivisten und vor allem auch der Demosanitäterinnen und Demosanitäter, tatsächlich unnötigen Kontakt zu öffentlichen Stellen durch angemessene Maßnahmen der Ersten Hilfe zu vermeiden. In Notfallsituationen wie den oben genannten müssen derartige Erwägungen aber hinter der Erfordernis, den Patientinnen und Patienten bestmögliche medizinsiche Hilfe schnellstmöglich zukommen zu lassen, zurückstehen. Die kostenlose Notrufnummer des öffentlichen Rettungsdienstes ist im Landkreis Bad Doberan: 112 [http://www.demosanitaeter.de/reload.html?/g8infoseite.html] -------------------------------------------------------------------------- Sehr geehrte Damen und Herrn, liebe MitstreiterInnen, der MMKW (Mobilisierende Musik Kampf Wagen) http://www.mmkw.de/ fährt nach Heiligendamm. Wir können mit unserem LKW-Hänger zu jedem Ort fahren und stellen für Gruppen und Bands die dort auftreten möchten unsere Technik zur Verfügung. Einzelheiten erfahren Sie/Ihr unter: http://www.mmkw.de/was.htm Dort finde(t)/n Ihr/Sie auch unsere Anschrift und Telefonnummer. Bei Interesse bitte melden. Wir wären Euch/Ihnen sehr verbunden, wenn diese eMail auch über weitere G8-eMail-Adressen und Verteiler versendet werden könnte. Bitte verwendet nur diese eMail-Adresse: G8- at mmkw.de Vielen Dank und wir sehen und in Heiligendamm. [http://www.mmkw.de/] -------------------------------------------------------------------------- 1. Mai in Erfurt: G8 Auftakt in Thüringen und Antifaschistische Aktionen Hallo Genoss_innen, Freund_innen, Leute und alle anderen, Unter dem Motto "Wir wollen kein größeres Stück vom Kuchen - wir wollen die ganze beschissene Bäckerei" ruft das anti-G8 Plenum Thüringen - BergsteigerInnen - zu einem Block auf der 1. Mai Demonstration in Erfurt auf. Für einen radikalen anti-G8 Auftakt in Thüringen. Zur Abgrenzung zur rechten "antikap" Kampagne gegen Globalisierung der Nazis (Aufruf weiter unten). Wir bitten euch darum uns bei unserem Vorhaben zu unterstützen, am 1. Mai nach Erfurt zu kommen und uns bei der Mobilisierung zu helfen. Ihr könnt diese e-mail weiterleiten, eines unserer Web-Banner auf eurer Website schalten und Aufrufe, Flyer und Plakate verteilen. Bestellen könnt ihr dies über eine mail an bergsteigerinnen at riseup.net. Weiter Informationen dazu gibt es unter www.bergsteigen.net.tc Nazis der NPD und Freien Kameradschaften haben ihre sonst in Leipzig stattfindende 1. Mai Demonstration dieses Jahr nach Erfurt verlegt. Die BergsteigerInnen rufen mit dem linken Bündnis AKE (Antifaschistische Koordinierung Erfurt) im anschluß an die 1. Mai Demo zu einer Antifaschistischen Demonstration gegen den geplanten Naziaufmarsch auf. Weitere Informationen dazu auf der Website von AKE: www.gutestun-nazis-stoppen.tk Bitte unterstütz uns bei unserem Vorhaben am 1. Mai in Erfurt eigene Akzente zu setzen und den Nazis eine Abreibung zu verpassen. solidarische Grüße, BergsteigerInnen ---------------- Aufruf zum "Wir wollen kein größeres Stück vom Kuchen - wir wollen die ganze, beschissene Bäckerei!" Block auf der 1. Mai Demonstration in Erfurt Der 1. Mai ist seit mehr als 100 Jahren der internationale Tag der Arbeiterklasse, auch wenn dieser Name seit dem Faschismus in Deutschland mehr und mehr in Vergessenheit gerät. Mit dem Konzept von Vollzeitarbeit können wir nicht viel anfangen und die Vorstellung von "lebenslänglich in einem Betrieb" ruft bei uns eher Grausen hervor. Trotzdem sehen wir Parallelen dazu. Letztlich gehören auch wir zu jenen, auch uns zeichnet der elementarste Baustein von Arbeitenden aus: Wir haben nichts, mit dem sich in dieser Gesellschaft überleben ließe, außer unserer Arbeitskraft. Die Idee, dass die Arbeitsfähigkeit das einzige ist, was Menschen einen Wert gibt, finden wir abscheulich. Weltweit 2007 Und selbst diese Arbeit reicht nur dafür aus, billig produzierte Waren zu kaufen: Waren, die unter noch schlechteren Bedingungen produziert wurden, als unter denen wir arbeiten müssen. Im Jahr 2007 arbeiten Kinder unter lebensgefährlichen Bedingungen, sind Giften ausgesetzt, Lärm und nicht zuletzt Verletzungen durch billige Maschinen und fehlende Sicherheitseinrichtungen, um das Leben in den Metropolen bezahlbar zu halten. Tschibo, H&M, C&A, Kaufhof und all die Anderen könnten ohne die zu Hungerlöhnen Arbeitenden im Trikont ihren Umsatz nicht halten. Der Gedanke, dass wir unser Leben nur zu diesem Preis bestreiten können, ist abscheulich. Krieg 2007 Die Bundeswehr und ihre Waffen zusammen mit ihren Nato-Verbündeten schützen die neue "Islamische Republik Afghanistan" und ihre Regierung: Eine Koalition aus fundamentalistischen religiösen Fanatikern, Drogenbaronen, feudalen Warlords und ehemaligen Beratern von westlichen Ölfirmen. Die Bevölkerung dort ist jetzt dem mittelalterliche Diktat der Sharia, des islamischen Rechts, unterworfen. Es mag sein, dass für die Herrschenden in Deutschland so etwas ihrer Vorstellung von Befreiung und Demokratie entspricht; aber die Bundeswehr in Kriegen wie etwa in Afghanistan zu wissen, unterstützt von EADS-entwickelten Tornados, ist abscheulich. Erfurt 2007 Am 1. Mai will die NPD unter dem Motto "Arbeit für Millionen statt Profite für Millionäre" durch Erfurt ziehen. Das soll eine Demonstration werden, die nach Wünschen der Veranstalter vieles vereint: den Auftakt zur Anti-G8 Mobilisierung, ein Auftritt der faschistischen Antikapitalismuskampagne, eine öffentliche Provokation in der so genannten Frontstadt. Was es eindeutig nicht wird: eine Erklärung gegen Ausbeutung, gegen Krieg, gegen Hunger weltweit. Denn Faschismus bedeutete immer und bedeutet heute: Terror, Mord, Krieg. Und das finden wir abscheulich. Wir glauben nicht an ernsthafte Verbesserungen ohne grundlegende Veränderung. Die Welt zu einem weniger schlimmen Ort zu machen, bedarf es oft nicht viel. Es hilft, wenn Menschen den Arztbesuch nicht bezahlen müssen. Es hilft auch, AlgII-Bezüge zu verdoppeln, Löhne anzuheben. Aber all das führt nicht zum Ziel von Freiheit. Denn hinter unseren Forderungen steht das Ziel, irgendwann einmal nicht mehr täglich kämpfen zu müssen, nicht Tarifrunde um Tarifrunde um ein kleines Stück vom Kuchen zu kämpfen. Wir wollen uns ehrlich darüber freuen können, wenn immer weniger Arbeit nötig ist, um die Gesellschaft versorgen zu können, wenn Rüstungsbetriebe Stellen streichen und schließlich ganz geschlossen werden. Diese Freude darf nicht durch die Sorge um das tägliche Auskommen gestört werden. Wir wollen selbst bestimmen, wofür wir Kraft und Mühen aufwenden, was produziert wird und wofür. Das wird so lange Utopie bleiben, wie der direkte Zugriff auf die Produktion wenigen vorbehalten bleibt und das Ziel der Produktion nur der Gewinn ist - der Gewinn von wenigen. Dem Versuch der Nazis, die Unzufriedenheit mit ihren rassistischen und antisemitischen Inhalten aufzuladen, gilt es, klar unsere Positionen entgegenzusetzen: Gegen Ausbeutung, gegen Krieg - Dem Kapitalismus den Kampf ansagen. Darum muß es auch in einer linken Anti-G8-Mobilisierung gehen: Wenn in Heiligendamm 2007 von Freiheit, Frieden, Gerechtigkeit und der Investitionsfreiheit der Wirtschaft die Rede sein wird als unabdingbare Voraussetzung von Glück und Wohlstand für alle, so wächst doch zeitgleich das weltweite Heer der Überflüssigen. Damit wächst die Notwendigkeit, militärisch Profite und Standorte zu sichern. Wo Menschenrechte im Namen der Menschenrechte außer Kraft gesetzt werden, steht Folter wieder auf der Tagesordnung, wird Krieg im Sinne einer Weltinnenpolitik zur legitimen Form der Aufstandsbekämpfung. Dem Symbol dieser Weltordnung gilt es, ein klares Nein entgegenzuhalten: Gegen Ausbeutung, gegen Krieg - Dem Kapitalismus den Kampf ansagen. Darum am 1. Mai 2007 in Erfurt, im Juni in Heiligendamm und an jedem verfluchten Arbeitstag Den Faschisten keinen Raum, keine Straße, keinen Kopf. Für ein gutes Leben für alle - weltweit. Wir wollen kein größeres Stück vom Kuchen wir wollen die ganze beschissene Bäckerei! [bergsteigerinnen at riseup.net] -------------------------------------------------------------------------- Treffen mit ATTAC im Vorfeld des G8-Gipfels - Einladung zum Pressestatement Pressemitteilung Nr.: 76/2007 22.03.2007 Ministerpräsident Dr. Harald Ringstorff hat den Bundessprecher von ATTAC, Peter Wahl, im Vorfeld des G8-Gipfels zu einem Gespräch eingeladen. Das Gespräch findet am Montag, 26. März 2007, 14.00 Uhr in der Staatskanzlei statt. Daran teil nehmen auch Martin Scriba für die Evangelische Kirche und den Evangelischen Entwicklungsdienst und Sibylle Gundert-Hock vom Eine-Welt-Forum MV in Rostock. Im Anschluss an das Gespräch geben der Ministerpräsident und Peter Wahl ca. gegen 15.00 Uhr im Teppichzimmer der Staatskanzlei ein Statement ab. An diesem Termin interessierte Journalisten sind herzlich eingeladen und werden gebeten, sich in der Pressestelle der Staatskanzlei bis Freitag, 23.3.2007, 16.00 Uhr anzumelden. Mit freundlichen Grüßen Marion Zinke Regierungssprecherin -------------------------------------------------------------------------- Polizei übte schon mal möglichen G8-Einsatz Pütnitz 106 Polizeibeamte von Rügen, aus Stralsund und Nordvorpommern probten gestern auf dem Pütnitzer Flugplatzgelände den Ernstfall. Schwerpunkt der bereits zum dritten Mal stattfindenden Polizeiübung war das richtige Verhalten bei Demonstrationen, Fußballspielen oder anderen Großveranstaltungen. "Wir verstehen diese Einsatzausbildung als Auffrischung", so Hundertschaftsführer Maik Schroeder, der gestern das Zepter in der Hand hatte. 2006 wurde die Ausrufeeinheit der Polizeidirektion Stralsund dreimal zu Großeinsätzen gerufen. "Nicht genug, um Routine zu bekommen", findet Schroeder. Deshalb auch die gestrige Übung. Gerade für den bevorstehenden G8-Gipfel Anfang Juni in Heiligendamm wolle man gerüstet sein, falls man zum Einsatz gerufen werde. "Doch das entscheidet sich kurzfristig", sagte Schroeder. Punkt acht Uhr ging es los. Dick eingepackt bei kühlen drei Grad Celsius bestritten die Polizeibeamten zunächst die Zugausbildung. Insgesamt waren drei Züge - sieben Großraumfahrzeuge und 30 Beamte - beteiligt. Einen Zug führte Dirk Mattner an, gab seinen Männern und Frauen die Kommandos. Vor allem Befehle wie "Kette marsch" oder "Alle nach rechts ausrichten" hörten die Einsatzkräfte zum wiederholten Male. "Auch wenn es für Außenstehende banal klingen mag, für uns sind die ständigen Wiederholungen wichtig für einen reibungslosen Ablauf im realen Einsatz", begründet Maik Schroeder das Vorgehen. Neben Befehlstechniken wurde auch das Abstellen und das Absitzen von Fahrzeugen sowie das schnelle Anlegen der Schutzkleidung geprobt. Am Nachmittag stand der Höhepunkt der Übung an: Die Ausbildung in der Hundertschaft. "Hier zeigt sich, wie die Zusammenarbeit der Kollegen und das Abstimmen aufeinander funktionieren", sagte Schroeder. Auffällig: Polizisten über 40 Jahre sind nicht in der Hundertschaft vertreten. Den Grund hierfür nennt Siegfried Bruß, Leiter der Polizeidirektion Stralsund: "Ab einem gewissen Alter sinkt die Leistungsstärke." Sollte es zum Ernstfall kommen, sind Ausdauer und Fitness gefragt. [http://www.ostsee-zeitung.de/archiv/index.phtml?Param=DB-Artikel&ID=2639977] -------------------------------------------------------------------------- Platz schaffen für G8-Gegner Justizministerin will auch in Bützower JVA Einzelzellen durchsetzen In der Bützower Justizvollzugsanstalt (JVA) wird Platz für potenzielle Untersuchungshäftlinge rund um den G8-Gipfel im Juni geschaffen. Rund 50 Plätze werden landesweit eingeplant, sagt Justizministerin Uta-Marie Kuder (CDU). Sie verkündete in Bützow auch Pläne für den Vollzug im Lande. Fast ein halbes Jahr hat es gedauert, bis die neue Justizministerin Uta-Marie Kuder (49) dem größten Knast im Land ihren Antrittsbesuch abstattete, die letzte JVA in der Reihe. Sie blieb über fünf Stunden, länger als Amtsvorgänger Erwin Sellering (SPD) einst, quittierten JVA-Mitarbeiter wohlwollend. In jedes Hafthaus ging die Ministerin, schnupperte in Abteilungen hinein, war "hochgradig beindruckt" von den Anlagen, die teils noch aus dem 19. Jahrhundert stammen, lobte u.a. die Sauberkeit. Viele Hoffnungen hatten JVA-Mitarbeiter vor dem Besuch. Vor allem die Sanierung sollte vorangehen. Die Ministerin enttäuschte nicht: Bis Sommer werde ein neues Konzept zum Justizvollzug im Land erarbeitet. Es sei ihr Ziel, dass möglichst viele Häftlinge Einzelzellen erhalten. "Ich möchte Einzel-Unterbringung soweit wie möglich", so Kuder. Derzeit sieht die Situation in Bützow noch anders aus. Kritisch bewertet die Ministerin auch, dass viele Häftlinge seit Jahren in Baracken, eigentlich als Provisorium gedacht, untergebracht werden. Vor Jahren hatte es dort bei Hitze eine Revolte gegeben. Im Zuge einer Umstrukturierung könnte sich einiges in der Haftanstalt ändern. Bis 2020 werde ein Rückgang der Häftlingszahlen (aktuell: 1650 landesweit) um 200 erwartet. Informationen, wonach die JVA Ückermünde geschlossen, Bützow dafür aufgestockt werden könnte, bestätigte die Ministerin gestern nicht. Für besonders wichtig erachte sie die Arbeit des Diagnostikzentrums in Bützow. Hier betreuen Psychologen alle Insassen mit Strafen von vier und mehr Jahren - auch Sexualstraftäter -, erstellen Therapiepläne; später erfolgt eine erneute Beurteilung. Hier seien "gute Leute" gefragt, so Kuder. Die Sicherheit der Bevölkerung stehe im Vordergrund. Ein aktuelles Thema für die Justiz ist der G8-Gipfel im Juni. Etwa 50 Plätze für mögliche Untersuchungshäftlinge, Straftäter rund um den Gipfel, werden in den JVA Bützow und Waldeck geschaffen. Dafür sollen Strafgefangene von hier nach Stralsund und Neubrandenburg verlegt werden. [http://www.svz.de/newsmv/lr/bue/23.03.07/23-16480498/23-16480498.html] -------------------------------------------------------------------------- Anti-EU-Demo: grosse Teile der Route verboten Am 24 und 25.März treffen sich in Berlin die Regierungchefs der Europäischen Union um das 50 Jährige bestehen der sog "Römischen Verträge" zu feiern. Ein groses Protesbündnis aus verschiedenen Linken Strömungen mobilisiert seit Monaten dagegen. Der Berliner Polizei ist der Protest ein Dorn im Auge und plant deshalb den Demozug nicht bis zum Pariser Platz ziehen zu lassen, sondern auf der Friedrichstrasse höhe Friedrichstadtpalast(!!) aufzulösen. So sollen die Protestierenden auf der anderen Seite der Spree bleiben und nicht in die Nähe der Feierlichkeiten gelangen. Alle Spree-Brücken werden warscheinlich dicht gemacht werden. Während die Sprecher der Polizei und der Innenbehörde in den Tagen zuvor auf Presseanfragen hin angeblich von keinen Einschränkungen der Demoroute wussten, hatte das Bündnis gegen den EU-Gipfel bereits darauf hingewiesen, dass Sicherheitskreise die Verbannung der EU-Kritiker ausser Sicht- und Hörweite planen. Mit dem letzten Auflagenbescheid ist die Befürchtung Realtität: die Polizei will die Teilstrecke südlich der Spree verbieten. Die Strasse Unter den Linden und der Teil der Friedrichstrasse südlich der Weidendammbrücke (siehe Karte) sollen den DemonstrationsteilnehmerInnen verwehrt bleiben. Das Bündnis kündigte rechtliche Schritte an. Als begründung für das Teilverbot der Demo-Strecke wird unter anderem die gespannte Sicherheitslage genannt. So werden nach Polizeiangaben Fahrzeugkolonnen mit Gästen der Sicherheitsstufe 1 öfters Unter den Linden langfahren müssen, weshalb dort ein Demonstrationszug mit möglicherweise über 10 000 TeilnehmerInnen ein zu grosses Sicherheitsrisko sei. Das Teilverbot wird aber auch mit der angeblichen Gefährdung der in der Friedrichstrasse ansässigen Firma Dussman, die an der rassistischen Diskriminierung von Flüchtlingen profitiert, durch einen "antikolonialen und antikapitalistischen Block" begründet, zu dem unter anderem die "aus der gewaltbereiten AAB hervorgegangene ALB (Auflagenbescheid)" aufruft. Dies stellt ein weiteren Versuch von Polizei und Staat dar, den Widerstand zu kriminalisieren und in "friedliche gute" und "gewaltätige - extremistische" Teile aufzuspalten. Das Bündnis hat in einer Presserklärung angeküdigt rechtlich gegen dieses Teilverbot vorzgehen: ( http://www.anti-eu.info/presseerklaerung070320_home.php) Neben dem Teilverbot der Demostrecke wurden gegen die Demo sehr harte Auflagen erlassen, wie sie zwar bei linksradikalen Mobilisierungen, nicht aber bei solchen grossen Bündnissdemonstrationen üblich sind. So sind Seitentransparente die länger als 150 Cm sind verboten, das mitführen von Glasflaschen (!!) und das Tragen von Stahlkappenschuhen. Mit massiven Vorkontrollen ist zu rechnen. Es werden insgesamt 5000 Polizeibeamte eingesetzt werden. Bereitet euch dementsprechend auf die Demo vor. Reist in Gruppen an. Kein Alk & keine Drogen. Der Ermittlungsauschuss wird am Sonntag geschaltet sein und ist unter der Nummer 030 - 6922222 zu erreichen. andere Beiträge zur Demo am 25.März auf Indymedia: 22.03.2007, Indymedia: EU-Gipfel: Pressekonf. zu anti-EU-Demo Berlin (mit Video): http://de.indymedia.org/2007/03/171544.shtml 09.03.2007, Indymedia: EU-Gipfel 25.März | Protest wächst http://de.indymedia.org/2007/03/170375.shtml 26.02.2007, Indymedia: EU-Gipfel: Polizei schürt Angst vor Krawall http://de.indymedia.org/2007/02/169261.shtml RBB-Abendschau zur EU-Feier: http://www.rbb-online.de/_/abendschau/beitrag_jsp/key=rbb_beitrag_mini_5628370.html Mehr infos: http://www.anti-eu.info/ [http://de.indymedia.org/2007/03/171630.shtml] -------------------------------------------------------------------------- Planungschef von Gleneagles zu Gast in der BAO Kavala Pressemitteilung Nr. 032 Auf Einladung des Polizeiführers Knut Abramowski besuchte vom 18. bis 20. März 2007 der Planungschef des Einsatzes G8- Gipfel 2005 in Gleneagles/ Schottland, Brian Powrie die BAO Kavala. In mehreren Arbeitsgesprächen und Beratungen wurden die BAO Kavala vorgestellt, die Vorbereitungen zum Polizeieinsatz anlässlich des G8- Gipfels in Heiligendamm präsentiert und der Einsatzraum besichtigt. Brian Powrie machte seinerseits Ausführungen zum Einsatz der Polizei in Gleneagles und schilderte seine Erfahrungen. "Ich freue mich, dass Mister Powrie der Einladung gefolgt ist und uns mit seiner Erfahrung bei der Vorbereitung unseres Einsatzes unterstützt hat", so Abramowski gestern. Powrie sah viele Ähnlichkeiten zum damaligen Einsatz in Schottland und machte deutlich, dass die bisherigen Vorbereitungen der Landespolizei auf einem guten Stand sind. Seit einem Jahr ist Brian Powrie pensioniert und arbeitet in Italien für UNICRI, einem Forschungsinstitut der Vereinten Nationen für Kriminalitätsbekämpfung, das den Polizeibehörden beratend zur Seite steht. [BAO Kravala] -------------------------------------------------------------------------- Ausführlicher Pressespiegel rund um den G8 unter http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-l ================================================== 08 EU / Afrikapolitik: Kritische Bilanz der EU-Afrikapolitik "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================== GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEMITTEILUNG Göttingen/Berlin, den 23.03.2007 Europa-Fest / 50. Jahrestag der Unterzeichnung der Römischen Verträge Kritische Bilanz: "Europas Afrikapolitik unter deutscher EU- Präsidentschaft ist ein Desaster" Zur Halbzeit der deutschen EU-Ratspräsidentschaft hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Freitag eine kritische Bilanz der Afrikapolitik der EU gezogen. "Deutschland hat die Chance bislang nicht genutzt, der EU außenpolitisch die Stimme zu geben, die ihrem Einfluss in Afrika entspricht", sagte der GfbV- Afrikareferent Ulrich Delius. "Die EU- Afrikapolitik ist ein Desaster und bleibt weit hinter den Erwartungen zurück, die Bundeskanzlerin Angela Merkel vor Übernahme der Ratspräsidentschaft geweckt hat." Europa versage nicht nur in der Darfur- Frage. Auch in Somalia, im Tschad und in der Zentralafrikanischen Republik eskaliere die Gewalt. Doch der EU gelinge es nicht, mit einer Stimme zu sprechen und Friedensbemühungen wirksam zu unterstützen. In Uganda schaue Europa tatenlos zu, wie der Friedensprozess scheitere. Besonders enttäuschend sei die Tatenlosigkeit Berlins angesichts der anhaltenden Verbrechen und des drohenden Zusammenbruchs der humanitären Hilfe in Darfur, da Deutschland noch in den Jahren 2004/2005 eine Führungsrolle bei der Bekämpfung der Straflosigkeit im Westen des Sudan eingenommen habe. Seit Beginn des Völkermords im Februar 2003 habe der Europäische Rat in 19 Erklärungen seine "Betroffenheit" über die Lage in Darfur ausgedrückt. Konkrete Initiativen, dem Morden Einhalt zu gebieten, seien jedoch nicht ergriffen worden. "Unter deutschem EU-Vorsitz sind weitere nichts sagende Betroffenheitsadressen verabschiedet worden, obwohl das Europaparlament in Resolutionen am 28. September 2006 und am 15. Februar 2007 gezielte Sanktionen gegen die Verantwortlichen der schweren Menschenrechts- verletzungen im Sudan gefordert hat", kritisierte Delius. Mit leeren Versprechungen und Worten, denen keine Taten folgen, lasse sich der Völkermord in Darfur nicht beenden. Ein Übergreifen des Darfur Konfliktes auf den Tschad und die Zentralafrikanische Republik habe die EU trotz des großen politischen Einflusses europäischer Staaten in diesen beiden Länder nicht verhindern können. Dort werde die humanitäre Versorgung der Darfur-Flüchtlinge und der Binnenflüchtlinge immer schwieriger. Auch in Somalia sei die EU mit ihren Friedensbemühungen kläglich gescheitert. Zu spät habe man sich gegen die militärische Intervention Äthiopiens engagiert, die den Krieg im Nachbarland geschürt habe. Somalia versinke nun immer mehr in Chaos und Anarchie, denn die EU habe die somalische Übergangsregierung nicht zur Bildung einer repräsentativen Regierung veranlassen können, die alle ethnischen Gemeinschaften einschließe. Zu wenig nutze die EU auch ihren Einfluss in Norduganda, um den Konfliktparteien Europas Interesse an einem Ende des seit 20 Jahren andauernden Krieges deutlich zu machen. Ulrich Delius ist auch erreichbar unter Tel. 0160 95 67 14 03. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 09 B I T T E um Aktualisierung EURER Webseiten "ARI_DOKUMENTATION_in_NewYorck59" ================================================== Liebe Leute. Wir möchten Euch noch einmal auf die aktuelle Auflage unserer Dokumentation aufmerksam machen. Da Ihr ältere Versionen der Dokumentation auf Euren Web-Seiten entweder verlinkt oder zitiert habt, bitten wir Euch, entweder die Beschreibungen der Links oder die Links selber zu aktualisieren. Es ist jetzt die 14. Auflage und umfaßt die Jahre 1993-2006. Die allgemeine Adresse zur Dokumentation wäre: http://www.ari-berlin.org/doku/titel.htm Die Pressemitteilung incl. der aktuellen Zahlen hat die Adressen: deutsch: http://www.ari-berlin.org/doku/PE_ARI_DOK_14.pdf englisch: http://www.ari-berlin.org/doku/PE_english_14.pdf Dafür herzlichen Dank und Grüße aus Berlin. -------------------------------------------------------------------------------- ANTIRASSISTISCHE INITIATIVE e.V. > Dokumentationsstelle << Mariannenplatz 2 - Haus Bethanien - Südflügel - 10997 Berlin Fon 030 617 40 440 - Funk 0177 37 55 924 - Fax 030 627 05 905 ari-berlin-dok at gmx.de - www.ari-berlin.org/doku/titel.htm -------------------------------------------------------------------------------- Neu erschienen! 14. aktualisierte Auflage der Dokumentation "Bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen " (1993 bis 2006) Zum Ausdruck ist die pdf-Datei mitgeschickt -------------------------------------------------------------------------------- Die Zahl der Flüchtlinge, die in der BRD Asyl beantragten, war 2006 mit 21.000 die niedrigste seit 1983. Zugleich wurden bei 30.756 Ent­scheidungen des Bundesamtes nur 251 Personen als Asylberechtigte anerkannt (0,8 %). 1.097 (3,6 %) Menschen erhielten einen Abschiebe­schutz nach § 60 Abs.1 des Aufenthaltsgesetzes. Aber für 100 % der Flüchtlinge bedeutet der Aufenthalt in der BRD - egal, wie er endet - einen jahrelangen Kampf gegen den erklärten Grenz­abschottungs- und Abschiebewillen des Staates. Ein Marathon, der aufgrund seiner zeitlichen Länge mittlerweile die Kinder und Kindeskinder der ursprünglich eingereisten Menschen betrifft. Ca. 300.000 Menschen leben in der BRD mit sogenannten Ketten-Duldungen oder Grenz­übertrittsbescheinigungen in der ständigen Angst vor Abschiebung - z.T. seit eineinhalb Jahrzehnten oder länger. Mit der Wahl des Begriffes "Freiwillige Ausreise" zum aktuellen UNWORT des Jahres 2006 wird der zynische Sprachgebrauch der Politike­rInnen und Behörden hervorgehoben. Ein verharmlosender Sprachgebrauch angesichts der eigentlichen Gewalt, der die Flüchtlinge staatlicher­seits ausgesetzt sind. Eine Gewalt, die auf allen Ebenen das Ziel verfolgt, den Flüchtlingen die Unerreichbarkeit eines Bleiberechts deutlich zu machen, um sie so zur "freiwillen Ausreise" zu zwingen. Wenn die "Rechnung" nicht aufgeht, dann wird der Aufenthalt mit massivem Polizei­einsatz - oft unter Beteiligung sogenannter Abschiebeärzte - beendet. Abgesehen von den überraschenden nächtlichen Abholungen aus den Wohnungen mit großem Aufgebot und deutlichen körperlichen Gewalt­maßnahmen, werden Menschen auch direkt bei Behördenterminen verhaftet oder aus ihren Betten in psychiatrischen Kliniken zur Abschiebung weggeschleppt. Einige Flüchtlinge werden zur Einnahme von Beruhigungsmitteln genötigt oder vor Injektionen gar nicht gefragt. Minderjäh­rige Kinder werden durch die Abschiebung von Mutter oder Vater getrennt. Angesichts der drohenden Abschiebung und deren vorhersehbaren Folgen gehen viele Menschen in die Illegalität. Vordergründig haben sie sich dadurch zunächst dem Zugriff der Abschiebebehörden entzogen - die Festnahme der jetzt per Haftbefehl Gesuchten ist dann aber nur noch eine Frage der Zeit. Und selbst die wenigen anerkannten Flüchtlinge sind sich ihres Lebens nicht sicher. Aufgrund von Auslieferungsersuchen - speziell der Türkei - wurden Menschen aus ihren Wohnungen geholt und in Untersuchungs- bzw. Auslieferungshaft genommen. Das sind Menschen, die aufgrund ihrer nachgewiesenen Folter- und Verfolgungserlebnisse nach Artikel 16a des Grundgesetzes Asyl bekamen und plötzlich durch die Festnahme in die akute Gefahr geraten, in den Verfolgerstaat ausgeliefert zu werden. Die vorliegende Dokumentation beschreibt in fast 5000 Einzelgeschehnissen die Auswirkungen des staatlichen und gesellschaftlichen Rassis­mus auf die Betroffenen. Auf Flüchtlinge, die gehofft hatten, in diesem Land Schutz und Sicherheit zu finden, und letztlich an diesem System zugrunde gingen oder zu Schaden kamen. Die jährlichen Zahlen der Dokumentation sind im Vergleich n i c h t sinkend, sondern bleiben konstant. Auszugehen ist von einer wesentlich höheren Dunkelziffer. Die Dokumentation umfaßt den Zeitraum vom 1.1.1993 bis 31.12.2006. 170 Flüchtlinge starben auf dem Wege in die Bundesrepublik Deutschland oder an den Grenzen, davon allein 127 an den deutschen Ost-Grenzen*, 470 Flüchtlinge erlitten beim Grenzübertritt Verletzungen, davon 290 an den deutschen Ost-Grenzen*, 138 Flüchtlinge töteten sich angesichts ihrer drohenden Abschiebung oder starben bei dem Versuch, vor der Abschiebung zu fliehen, davon 50 Menschen in Abschiebehaft, 669 Flüchtlinge haben sich aus Angst vor der Abschiebung oder aus Protest gegen die drohende Abschiebung (Risiko-Hungerstreiks) selbst verletzt oder versuchten, sich umzubringen, davon befanden sich 399 Menschen in Abschiebehaft, 5 Flüchtlinge starben während der Abschiebung und 327 Flüchtlinge wurden durch Zwangsmaßnahmen oder Mißhandlungen während der Abschiebung verletzt, 25 Flüchtlinge kamen nach der Abschiebung in ihrem Herkunftsland zu Tode, und mindestens 411 Flüchtlinge wurden im Herkunftsland von Polizei oder Militär mißhandelt und gefoltert oder kamen aufgrund ihrer schweren Erkrankungen in Notsituationen, 67 Flüchtlinge verschwanden nach der Abschiebung spurlos, 13 Flüchtlinge starben bei abschiebe-unabhängigen Polizeimaßnahmen, 390 wurden durch Polizei oder Bewachungspersonal verletzt, davon 129 Flüchtlinge in Haft. 67 Menschen starben bei Bränden oder Anschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte, 744 Flüchtlinge wurden z.T. erheblich verletzt, 13 Menschen starben durch rassistische Angriffe auf der Straße. Ein Fazit: Durch staatliche Maßnahmen der BRD kamen 351 Flüchtlinge ums Leben - durch rassistische Übergriffe oder bei Bränden in Unterkünften starben 80 Flüchtlinge. -------------------------------------------------------------------------------- * die Angaben für 2006 werden sich noch erhöhen, weil die offiziellen Zahlen des Bundesinnenministeriums noch nicht vorliegen -------------------------------------------------------------------------------- Die Dokumentation umfaßt zwei Hefte. Beide Hefte zusammen kosten 15 plus 3,20 Porto & Verpackung. HEFT 1 (1993 - 1999) 6 für 174 S. - HEFT 2 (2000 - 2006) 10 für 230 S.- plus je 1,60 Porto & Verpackung. Im Netz (zur Zeit noch die 13. Auflage) unter der Adresse: www .ari-berlin.org/doku/titel.htm -------------------------------------------------------------------------------- Auszüge aus der Dokumentation: "Bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen " 1993 bis 2006 - 14. aktualisierte Auflage 13. Februar 06 Abschiebegefängnis Berlin-Köpenick. Nachdem die Angestellten des Gefängnisses einem 63 Jahre alten Mazedonier die Aufenthaltskosten im Gefängnis (62 Euro pro Tag) präsentierten und ihm auch noch in Aussicht stellten, für die bevorstehende Abschiebung die Kosten tragen zu müssen, versucht sich der unter schweren Depressionen leidende Gefangene mit einem gerollten Bettlaken am Türgitter eines Toilettenraumes zu erhängen. Bedienstete finden ihn um 14.40 Uhr, heben ihn hoch und befreien ihn aus der Schlinge. Er wird notärztlich versorgt und kommt zur stationären Behandlung seiner Verletzungen ins Krankenhaus. Das Krankenzimmer wird von der Polizei bewacht. Bereits bei seiner Festnahme war ihm alles Geld abgenommen worden. Seine Rückführung über Tschechien steht unmittelbar bevor. Aus Protest und Empörung beginnen noch am gleichen Tag 14 Gefangene der zweiten Etage des Hauses 3 einen Hungerstreik - ab 0.30 Uhr tragen sie Matratzen auf die Flure, setzen sie in Brand und verbarrikadieren die Etage. Mehr als 100 Gefangene müssen wegen der gefährlichen Rauchgasentwicklung verlegt werden. TS 14.2.06; BM 14.2.06; Welt 15.2.06; PNN 15.2.06; BM 16.2.06; BM 17.2.06; jW 20.2.06; JWB 22.2.06 24. Februar 06 Berlin-Wedding in der Bellermannstraße. Als zwei Zivilbeamte morgens um 7.15 Uhr an der Wohnung der Familie Barbul klingeln, um Herrn Zarko Barbul zur Abschiebung abzuholen, klettert der 32-Jährige in Panik aus dem Fenster der im dritten Stock gelegenen Wohnung. Er steht auf der äußeren Fensterbank und hält sich an einem Kabel einer Satelitenschüssel fest, als die Polizisten ihn laut rufend auffordern, in die Wohnung zurückzukehren. Dann bricht ein Stück Fensterbank herunter und Herr Badul stürzt 15 Meter in die Tiefe. Mit schweren Knochenbrüchen an beiden Beinen und am rechten Arm bleibt er im Hof liegen. Er kommt zur stationären Behandlung ins Virchow- Krankenhaus. Der Rom Zarko Bardul war vor sieben Jahren mit seiner Frau und dem damals einjährigen Sohn in die BRD geflohen, weil er sich nicht an dem Krieg der serbischen Armee gegen das Kosovo beteiligen wollte. Ein Jahr später wurde ein zweiter Sohn geboren. Herr Bardul ist Teilnehmer an dem sogenannten Equal-Projekt für Roma-Flüchtlinge "Novi Videi - Neue Perspektiven", einer vom Bundesministerium für Arbeit und der Europäischen Union geförderten Qualifikationsmaßnahme. Die Weisung der Innenverwaltung, daß die TeilnehmerInnen dieser Maßnahme bis zur Beendigung vor Abschiebung geschützt sein sollten, wurde vom Sachbearbeiter der Berliner Ausländerbehörde jedoch nicht angewandt. südost Europa Kultur; Polizei Berlin 24.2.06; ND 27.2.06; TS 23.3.06 23. März 06 Bundesland Brandenburg. Als der Kenianer Joseph M. einer Vorladung bei der Ausländerbehörde Frankfurt (Oder) nachkommt, wird ihm mitgeteilt, daß er - aufgrund seines abgelehnten Asylantrages - sofort abgeschoben wird. Nach einer kurzen Unterredung mit seiner Verlobten geht er auf die Toilette, läuft los und springt dort durch das geschlossene Fenster. Der 30-Jährige stürzt eine Etage hinab, und durch den Aufprall auf den betonierten Boden zieht er sich so schwere Verletzungen zu, daß er umgehend ins Klinikum Markendorf eingeliefert werden muß. Joseph M., der im Jahre 1999 in die BRD geflohen war und hier Asyl beantragt hatte, versuchte seit längerer Zeit, seine Verlobte zu heiraten, und hätte, wenn nicht immer wieder "bürokratische Hürden" aufgebaut worden wären, schon aufgrund der Heirat mit einer deutschen Staatsangehörigen einen sicheren Aufenthalt. Zuletzt fehlte für das Standesamt eine schriftliche Bestätigung der Gültigkeit des Reisepasses, obwohl die Ausländerbehörde diesen bereits als gültig anerkannt hatte. Jetzt bezahlt der 30-Jährige die Flucht vor der Abschiebung nach Kenia mit einer Querschnittslähmung. Erst nach diesem Drama erklärt der Oberbürgermeister von Frankfurt, Martin Patzelt (CDU): "Ich werde ihm aus humanitären Gründen ein Bleiberecht in Frankfurt gewähren." Dann weist er darauf hin, daß die letzte rechtliche Prüfung noch nicht abgeschlossen ist und daß eine Aufenthaltserlaubnis ausländerrechtlich begründet sein muß. WB 24.3.06; BM 25.3.06; taz 25.3.06; Ausländerbeirat FFO 30.3.06; BeZ 31.3.06; UK 31.3.06; Robin Kendon - Bündnis90/Die Grünen 6.5.06 4. Mai 06 Bundesland Hessen. Der kurdische Flüchtling und abgelehnte Asylbewerber M. Ö. wird zusammen mit seiner schwangeren Frau und zehn Kindern in die Türkei abgeschoben. Fünf deu­sche Polizeibeamte in Zivil begleiten sie auf dem Flug nach Istanbul. Nach der Ankunft am frühen Nachmittag wird die Familie der türkischen Flughafenpolizei übergeben. Ein Verhör der Eltern - getrennt voneinander - schließt sich an. Der Inhalt der Fragen konzentriert sich auf den Grund ihres Aufenthaltes und ihre politischen Aktivitäten in Deutschland. Nach der Freilassung gehen alle in Richtung Busbahnhof, um von dort in ihren Heimatdorf zu fahren. Ein PKW hält an, und zwei Männer in Zivil steigen aus. Mit den Worten: "Wir sind mit Dir noch nicht fertig" packen sie ihn, schleppen ihn in ihren Wagen und fahren fort. Seither ist Herr Ö. ver­schwunden. Auch im Februar 2007 gibt es keinerlei Lebenszeichen von ihm. Die Eheleute Ö. waren im Jahre 1992 in die BRD geflohen, weil sie ins Visier der türkischen Verfolgungsorgane geraten waren. Drei Monate nach ihrer Ankunft in Deutschland wurde ihr erstes Kind geboren. Antirassistische Initiative Berlin 8. Mai 06 Im Neusser Johanna-Etienne-Krankenhaus erliegt in den Morgenstunden eine 57 Jahre alte Chinesin ihren Verletzungen. Sie hatte sich einen Tag zuvor in den Nachmittagsstun­den in der Abschiebehaftanstalt Neuss erhängt und war dann von einem Notarzt reanimiert worden. Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren 10.6.06 1. August 06 Bundesland Brandenburg. Um 23.30 Uhr kommt ein vollbesetzter 3er BMW mit 180 Stundenkilometern in einer Linkskurve kurz vor Dannenreich von der Straße ab und rast in drei Bäume hinein. Der Wagen wird durch den Aufprall zerrissen und fängt Feuer. Direkt am Unfallort sterben vier Flüchtlinge. Es sind die Frauen Thi N. (23), Thi N. (39) und die Männer Duc N. (24) und Van N. (29). Zudem kommt der 48 Jahre alte vietnamesische Fahrer, Herr Van N., zu Tode. Im Krankenhaus erliegt ein 31 Jahre alter Mitfahrer aus Tschechien seinen Verletzungen. Die 36 Jahre alte Vietnamesin Thi H. überlebt mit schwersten Verletzungen, die durch die immense Erschütterung ihres Körpers infolge des Aufpralls entstanden sind. Sie hatte sich zum Zeitpunkt des Aufpralls hockend im Fußraum des Wagens befunden. Sie kommt auf die Intensiv-Station des Cottbusser Krankenhauses. Ihr Mitfahrer Xuang C. - ebenfalls schwerstverletzt - wird ins Krankenhaus von Bad Saarow transportiert. Herr C. hat diverse Verletzungen der inneren Organe und muß mehrmals operiert werden. Es stellt sich schnell heraus, daß es sich bei dem Unfall um das Ende einer polizeilichen Verfolgungsjagd handelt, einer Maßnahme, die unter der Führung der Bundespolizei innerhalb eines Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Leipzig gegen einen 48 Jahre alten Vietnamesen aus Leipzig durchgeführt wird. Die Ermittlungen gegen diesen Mann, der auch bei dem Unfall ums Leben kommt, werden wegen des Verdachtes auf Fluchthilfe seit zwei Monaten geführt. Die Bundespolizei hatte einen Transporter mit vietnamesischen Flüchtlingen bereits ab der tschechischen Grenze beobachtet und zunächst über die Autobahn A13 verfolgt. Bei der Abfahrt Ragow in Brandenburg stiegen mindestens sechs Personen in einen BMW, der dann in Richtung Berlin weiterfuhr. Als die Bundespolizei versuchte, den mit insgesamt acht Personen völlig überladenen BMW zu stoppen, konnte der Fahrer ausweichen und durch zunehmende Geschwindigkeit zunächst flüchten, wurde aber weiter verfolgt. Zwölf Minuten später kam es kurz vor der Ortschaft Dannenreich zu dem folgenschweren Unfall. Nach sechs und sieben Wochen Krankenhaus-Aufenthalt können die beiden Überlebenden des Unfalles die Krankenhäuser verlassen. Durch Intervention ihrer Rechtsanwältinnen kann ihnen ein längerer Aufenthalt in der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber des Landes Brandenburg in Eisenhüttenstadt (ZAST) erspart bleiben, und sie kommen gemeinsam in einem Heim in der Nähe von Berlin unter. FRat Brbg; Antirassistische Initiative Berlin 11. August 06 Flughafen Frankfurt am Main. Es ist der dritte Abschiebeversuch für den 20 Jahre alten Kurden Serif Akbulut. Er ist mit Klettbändern so stark gefesselt, daß seine Hände schmerzen und blau angelaufen sind. Wie bei den vorherigen Abschiebungsversuchen wehrt er sich, indem er um Hilfe ruft und laut protestiert. Der Pilot der Lufthansa-Maschine sagt ihm, daß er ihn trotz des Protestes ausfliegen wird. Áls Serif Akbulut sich weigert, sich zu setzen, wird er von Beamten der Bundespolizei geschlagen und schließlich wieder aus dem Flugzeug herausgebracht. Mit Hämatomen am Hals und an den Fingern kommt er zurück in die JVA Wiesbaden. Wegen Verfolgung und Folter waren seine Eltern mit ihrem damals 12-jährigen Sohn Serif aus der Türkei geflohen und hatten in der BRD Asylanträge gestellt. Fatma Akbulut ist schwer traumatisiert - ihr Mann leidet unter schwerem Asthma. Beide sind arbeitsunfähig; ihr Sohn Serif hat sich seit seinem 15. Lebensjahr intensiv um sie gekümmert und sämtliche Belange der Familie geregelt. Am 7. Juli morgens um 6.30 Uhr war Serif Akbulut Zuhause in Schlüchtern abgeholt worden und befand sich um 11.45 Uhr bereits in einer Maschine der Turkish Airlines. Er wehrte sich, woraufhin sich der Pilot weigerte, ihn mitzunehmen. Serif Akbulut kam in die JVA Preungesheim in Abschiebehaft. Am 15. Juli brach seine Mutter aufgrund der Inhaftierung ihres Sohnes und aufgrund der Abschiebedrohung gegen sie selbst mehrmals zusammen und kam in eine Klinik. Als sie zwei Tage später Polizisten auf den Gängen sah, bekam sie weitere Panikattacken und floh aus der Klinik. Auch bei dem zweiten Abschiebeversuch am 8. August war es Serif Akbulut gelungen, den Piloten der slowenischen Adria Air zu überzeugen, daß er nicht mitfliegen will. Er kam zurück in Haft - diesmal in die JVA Wiesbaden. Die Unterstützung für die Familie Akbulut war groß. Mit Demonstrationen, Petitionen und Offenen Briefen verschiedener gesellschaftlicher Gruppen und vieler Einzelpersonen wurde mit zunehmender Intensität ein Bleiberecht für die Familie gefordert. Dies blieb erfolglos. Daß der vierte Anlauf, Serif Akbulut abzuschieben, den Behörden gelingt, liegt an dem unumstößlichen Abschiebewillen der Verantwortlichen, die weder Geld noch Mühen scheuen. Am 5. September wird Serif Akbulut zum Flughafen Leipzig/Halle geschafft und dort in ein Kleinflugzeug der FSH Luftfahrtunternehmen GmbH in Schkeuditz gebracht. Der 20-Jährige ist mit einer Spezialfesselung verschnürt und wird von zwei mitfliegenden Bundespolizisten und einem Arzt bewacht. Um 11.30 Uhr startet die Maschine in Richtung Türkei. Bündnis für Bleiberecht Hanau; KiN 8.7.06; NRhZ 12.7.06 FR 13.7.06; KiN 15.7.06; NRhZ 18.7.06; FR 19.7.06; KiN 19.7.06; KiN 22.7.06; KiN 27.7.06; FR 28.7.06; FR 2.8.06; KiN 3.8.06; KiN 10.8.06; KiN 11.8.06; KiN 12.8.06; KiN 15.8.06; KiN 24.8.06; KiN 26.8.06; KiN 30.8.06; jW 30.8.06; FRat Hessen 5.9.06; HR-online 5.9.06; FR 5.9.06; KiN 5.9.06; indymedia 5.9.06; hr-online 5.9.06; FR 6.9.06; Main-Echo 6.9.06; KiN 6.9.06 13. August 06 In der Abschiebezelle des Flughafens München rammt der 36-jährige Chinese Xiang Zhong Chen mit voller Wucht seinen Kopf gegen die Wand, um sich umzubringen. Er zieht sich dadurch schwere Kopfverletzungen zu. Der inzwischen endgültig abgelehnte Asylbewerber war vor 12 Jahren in die BRD gekommen und hatte die letzten Jahre in Hof gelebt. Seine Lebensgefährtin ist im sechsten Monat schwanger. Am 27. September lehnt auch der Petitionsausschuß des Bayerischen Landtages einen Aufenthalt ab. Seine Freundin, die ihn in Abschiebehaft besuchte, sagt: "Er ist weiter bereit, sich lieber umzubringen als nach China zurückzugehen." Hamburger Initiativenzeitung 17.8.06; FrP 28.9.06; JWB 4.10.06 23. August 06 Frankfurt am Main. Der 36 Jahre alte Yusuf Karaca wird nach einem 90-tägigen Hungerstreik aus der Haft entlassen. Er kommt umgehend in das Universitätsklinikum zur lebensrettenden Behandlung. Einen Tag zuvor hatte sich das Oberlandesgericht Frankfurt gegen eine Auslieferung des Mannes ausgesprochen. Yusuf Karaca ist anerkannter politischer Flüchtling aus der Türkei. Er wurde aufgrund eines Auslieferungsbegehrens der Türkei am 2. Mai in deutsche Auslieferungshaft genommen. Am 23. Mai bestätigt das Oberlandesgericht die weitere Haft mit der Fluchtgefahr des Gefangenen. Bemerkenswert ist die Begründung des Gerichts, denn gerade die von Yusuf Karaca angeführte Angst vor Folter, die er tatsächlich jahrelang erleiden mußte und aufgrund derer er als Asylberechtigter anerkannt wurde, sei der "Anreiz" für ihn, sich einer Auslieferung durch Flucht zu entziehen. Das Gericht fordert zudem die Zusicherung des türkischen Staates, daß Herr Karaca seine Reststrafe in der Türkei (20 Jahre) in einem Gefängnis des Typs F fortsetzt und daß die Deutsche Botschaft Gelegenheit erhält, den Inhaftierten aufzusuchen und sich über die konkreten Haftbedingungen zu informieren. Yusuf Karaca beginnt jetzt einen unbefristeten Hungerstreik mit der Forderung nach seiner sofortigen Freilassung. Mitte Juli wird er vom Gefängnis Weiterstadt in die Krankenabteilung der JVA Kassel gebracht. Der Gefangene hat über 25 kg Körpergewicht verloren, die Gefängnisärzte halten ihn jedoch weiterhin für haftfähig, weil er gesüßte Flüssigkeit zu sich nehme. Aufgrund eines durch Folter erpreßten Geständnisses war Yusuf Karaca in der Türkei wegen Mitgliedschaft in einer Terror- Organisation zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt worden. In Haft war er unzählige Male mit Elektroschocks an den Geschlechtsorganen, der Zunge und den Ohren gequält worden. Mehrmals wurde er am "Palästinensischen Haken" aufgehängt, mehrere Tage mußte er ohne Schlaf und nackt an kalten Stellen verbringen, ihm wurde der Kopf unter Wasser gehalten, nachdem ihm die Folterer die Nasenlöcher zugestopft hatten. Er wurde zu einsamen Orten gebracht und mit dem Tode bedroht. Ihm wurde angedroht, daß auch seine Familienangehörigen festgenommen und gefoltert werden würden. Er befand sich während seiner Haft auch in einem Gefängnis des Typs F. Als er am sogenannten Todesfasten teilnahm und seine Haft für medizinische Maßnahmen unterbrochen wurde (Wenicke-Karsakow-Syndrom), gelang ihm nach 10 Jahren Gefangenschaft die Flucht aus der Türkei in die BRD. Am 28. September 2005 war er als politischer Flüchtling anerkannt wor­den. Als Herr Karaca Ende August das Krankenhaus verläßt, ist seine "amtliche" Existenz in der BRD bereits gelöscht: seine Wohnung in Hanau ist gekündigt, und krankenversichert ist er auch nicht mehr. Das Krankenhaus, das ihn nach dem 90-tägigen Hungerstreik medizinisch versorgte, fordert die Kosten von ihm. Herr Karaca, ohnehin durch die letzten Monate psychisch schwer angeschlagen, kommt in eine schwere depressive Krise. "Diese Situation kostet mehr Kraft, als 90 Tage Hungerstreik", sagt er. Pro Asyl 6.6.06; FR 8.6.06; FR 9.6.06; taz 10.6.06; FR 1.8.06; FR 4.8.06; HNA 9.8.06; Bericht eines Freundes 13. September 06 Bundesland Nordrhein-Westfalen. Im Flüchtlingsheim in der Kölner Vorgebirgstraße erscheinen Polizeibeamte und durchsuchen die Wohnung der Roma-Familie S. Als sie dabei den Reisepaß von Herrn S. finden, erklären sie ihm, daß er jetzt abgeschoben wird. Herr S. gerät in Panik, weil er denkt, daß er sofort in Abschiebehaft kommt und von seiner Frau und seinen acht Kindern (1½ bis 17 Jahre alt) getrennt wird. Einer der Polizisten höhnt: "So, jetzt geht's ab nach Jugoslawien" und holt die Handschellen heraus. In Panik springt Herr S. aus dem Fenster der im zweiten Stock gelegenen Wohnung. Bei dem Sturz aus vier Metern Höhe fällt er auf die Betoneinfassung eines Gitterfensters zum Keller an der Stirnseite des Hauses. Er bricht sich beide Schienbeine und verletzt sich an der Schulter. Obwohl aus seiner Hose zwei gesplitterte Knochen herausragen und er offensichtlich bewegungsunfähig ist, traktieren ihn die heruntergeeilten Polizisten zunächst mit Pfefferspray und treten mindestens einmal auf ihn ein. Der Schwerverletzte brüllt vor Schmerzen. Herr S. kommt ins Universitätskrankenhaus und wird umgehend operiert. Nach vierwöchiger Behandlung erfolgt seine Verlegung ins Gefängniskrankenhaus Fröndenberg. Am 18. Januar 2007 soll er - noch im Rollstuhl sitzend - ohne seine Familie nach Montenegro abgeschoben werden. Die Abschiebung an diesem Tag kann dadurch verhindert werden, daß die Familie einen "Teilerfolg" aushandelt. Sie erklärt sich bereit, "freiwillig" auszureisen, wenn sie erstens zusammenbleiben kann und zweitens Herr S. weitgehend gesund geworden ist. In Montenegro hätte Herr S. als Rom keine Chance auf eine medizinische Versorgung, und die schulische Ausbildung der Kinder würde abrupt unterbrochen. Die Abschiebung wird um einige Monate verschoben. Rundbrief des Rom e.V. Nr.2 (September 2006); Rom e.V. 18.1.07 19. September 06 Die togoische Familie Kpakou aus dem Marburger Vorort Cölbe in Mittelhessen soll nach 13-jährigem Deutschland-Aufenthalt abgeschoben werden. Bei dieser Maßnahme wird die Familie von der Behörde gewaltsam und beabsichtigt getrennt. Der Vater, Christopher Kpakou, wird mit vier volljährigen und zwei minderjährigen Kindern nach Hamburg gebracht, wo eine Sammelabschiebung von Flüchtlingen aus verschiedenen europäischen Ländern nach Westafrika vorbereitet wird. Die Mutter mit dem jüngsten, 6-jährigen Sohn Panajotis, einer 22-jährigen Tochter und deren 2-jährigem Kleinkind Naomi werden zu einem Linienflug nach Frankfurt transportiert. Während ein Arzt die Abschiebung des unter akutem Bluthochdruck leidenden Vaters in Hamburg aus gesundheitlichen Gründen stoppt, erfolgt die Abschiebung der Kinder nach Togo ungebremst. Sie sind damit endgültig von ihren beiden Eltern getrennt. Der Widerstand, den Frau Kpakou und ihre erwachsene Tochter am Flughafen Frankfurt den Bundespolizisten entgegensetzen, veranlaßt den Piloten der Linienmaschine, ihre Mitnahme zu verweigern. Die Frauen kommen in Abschiebehaft, die Kinder zunächst in ein Kinderheim - später in eine Pflegefamilie. Die abgeschobenen Kinder berichten, daß sie bei einem Freund ihres Vaters, einem 73-jährigen Mann in einem 15 qm großen Zimmer untergekommen sind, wo sie mit fünf Erwachsenen leben. Herr Kpakou unternimmt in seiner Verzweiflung am 26. September einen Selbsttötungsversuch, bei dem er sich an Kopf und Bauch Verletzungen zufügt. Er kommt daraufhin in stationäre Behandlung der Psychiatrie der Universitätsklinik Marburg. Am 2. Oktober um 5.30 Uhr werden der 6-ährige Sohn von Frau Kpakou und die 2-jährige Enkelin von drei Beamten aus der Pflegefamilie abgeholt und zum Frankfurter Flughafen gebracht. Hier begegnen sie ihren Müttern wieder, die - beide in Handschellen - direkt aus der Abschiebehaft kommen. Um 8.00 Uhr hebt eine offenbar ausschließlich für die vier Personen gecharterte Maschine vom Rhein-Main-Flughafen in Richtung Lomé ab. In Deutschland bleibt einzig der Vater, der nach seinem Suizidversuch nicht reisefähig ist. OP 19.9.06; OP 20.9.06; OP 21.9.06; OP 22.9.06; OP 25.9.06; MNZ 25.9.06; Pro Asyl 27.9.06; ngo-online 27.9.06; MNZ 28.9.06; OP 28,9,06; OP 4.10.06; GA 4.10.06 14. Dezember 06 Der 31 Jahre alte Kurde A. A. wird festgenommen und in einem beschleunigten Verfahren zu einem Jahr Freiheitsstrafe ohne Bewährung verurteilt. Die Haft im Gießener Gefängnis wird wahrscheinlich durch eine Abschiebung in drei Monaten beendet werden. Damit ist es Herrn A. wieder einmal nicht gelungen, mit seiner Frau und den vier Kindern zusammenzuleben. Die Eheleute M. (damals 16 Jahre alt) und A. A. (damals 18 Jahre alt) gehören der Gruppe der Zaza-Kurden an und waren 1993 mit ihrer damals einjährigen Tochter F. in die BRD eingereist. Da sie nur nach religiösem Ritus geheiratet hatten, wurden die Asylanträge gesondert behandelt. Nach der Ablehnung seines Asylantrages wurde Herr A. dann im Jahre 1997 ohne seine Familie in die Türkei abge­schoben. Dort erfolgte umgehend seine Festnahme, und nach einer dreitägigen polizeilichen Überprüfung in Haft wurde er frei gelassen. Er war dann gezwungen, seinen zweijährigen Militärdienst abzuleisten. 1999 gelang ihm erneut die Flucht in die BRD - er wurde dann allerdings am 16. Februar 2001 wieder in die Türkei abgeschoben, während seine Frau und die Kinder inzwischen eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung erwirkt hatten. Viele Versuche von Herrn A., im Rahmen der Familienzusammenführung offiziell in die BRD reisen zu können, scheiterten an den immer wieder ablehnenden und unterschiedlich begründeten Bescheiden der Deutschen Botschaft in Ankara. Der vorerst letzte Versuch, mit seiner Frau und der vierzehnjährigen Tochter F., dem neunjährigen Sohn F. und den sechsjährigen Zwillingen S. und F. zusammenleben zu können, endet heute mit seiner Verhaftung. Vor einer Woche war er erneut in die BRD eingereist. Im Januar 2007 befindet er sich immer noch in Untersuchungshaft in der JVA Limburg. Jugendnetz Wetzlar 20. Dezember 06 Bad Pyrmont im Bundesland Niedersachsen. Morgens um 4.00 Uhr werden der Kurde Herr Seyyar und seine sechs Kinder im Alter von zehn bis zwanzig Jahren aus dem Schlaf geweckt. Alle, bis auf den ältesten Sohn Hidir, sollen abgeschoben werden. Zeitgleich holen Polizisten Frau Seyyar aus dem Landeskrankenhaus Hildesheim ab, nachdem sie vor die Entscheidung gestellt wurde, entweder vorerst im Krankenhaus zu bleiben und damit von ihrer Familie getrennt zu sein oder "freiwillig" auszureisen. Der Transport der Familie zum Flughafen Düsseldorf verläuft nach Aussagen des Sohnes Hidir "unglaublich brutal": trotz Erbrechens von Mutter und Kindern und hygienischer Bedürfnisse sei die fünfstündige Fahrt nicht unterbrochen worden. Die Mutter sei mit Handschellen gefesselt worden, um sie ins Flugzeug zu bringen. Frau Seyyar hatte sich im Landeskrankenhaus in stationärer Behandlung befunden, weil sie zum wiederholten Male versucht hatte, sich zu töten. Sie hatte Tabletten geschluckt, weil sie den Druck der seit langem angedrohten Abschiebung nicht ertragen konnte. Der von Nachbarn gerufene Notarzt hatte daraufhin zunächst die Einlieferung der nicht ansprechbaren Frau ins St.- Georg-Krankenhaus Pyrmont veranlaßt, von wo aus sie dann ins Landeskrankenhaus gekommen war. Die kurdische Familie war seit elf Jahren in der BRD; die Asylanträge wurden alle abgelehnt. Der Landkreis kann die öffentliche Kritik an der Abschiebung der Familie Seyyar nicht nachvollziehen: "Der Familie war seit Juli bekannt, daß sie Deutschland verlassen muß .... Dieser Aufforderung ist sie nicht nachgekommen", so eine Sprecher auf Anfrage. "Anders als ihr ältester Sohn Hidir hat die Familie die elf Jahre ihres Aufenthaltes in Deutschland nicht genutzt, um sich hier wirtschaftlich und sozial zu integrieren." Dieser Polemik stehen die Aussagen vom Leiter des Schulzentrums und einer Mitarbeiterin des Kinderschutzbundes, die die Kinder und Eltern seit Jahren kennen, diametral gegenüber. PyN 28.12.2006; FRat NieSa ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ D) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: Eine veraltete Terminankündigung Einen Beitrag, der nur aus einem Attachment bestand Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 22:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Fri Mar 30 22:10:30 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Fri, 30 Mar 2007 22:10:30 +0200 Subject: widerst@nd! - MUND: Samstag, 31.3.2007 Message-ID: <20070330201030.GA5646@brandl.telekabel.at> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! Samstag, 31.03.2007 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 GA: Grazer Grüne wählen andersrum, Grüne fordern erneut Einführung des Zivilpakt "Zip" "Andersrum Wien" ================================================== 02 Presseinformation der HOSI Linz: 30.03.2007/HOSI Linz zu Kdolsky-Vorstoss "HOSI Linz" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 03 Heiligendamm Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================== 04 Nigeria: Gewalt im ölreichen Nigerdelta eskaliert "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 05 kanalB.at video: Critcal Mass Vienna webmaster at kanalB.org ================================================== 06 bloodshed newsletter 02/07 bloodshed ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 GA: Grazer Grüne wählen andersrum, Grüne fordern erneut Einführung des Zivilpakt "Zip" "Andersrum Wien" ================================================== Liebe FreundInnen, hier der newsletter andersrum! *** Grazer Grüne wählen andersrum *** Lisa Rücker ist die neue grüne Spitzenkandidatin für die Grazer Gemeinderatswahl 2008. Sie kann nicht nur mit fachlicher Kompetenz punkten, sondern erregt auch durch Freundin und Mutterschaft Aufsehen. http://www.gruene-andersrum.at/oesterreich/artikel/lesen/15123/ ******************************************************* *** Grüne fordern erneut Einführung des Zivilpakt "Zip" *** Wie will Ministerin Kdolsky Verweigerungshaltung der ÖVP-Spitze brechen? http://www.gruene-andersrum.at/zip_ehe/artikel/lesen/15072/ ******************************************************** ============================ http://www.gruene-andersrum.at/ ============================ Fragen? E-Mail an: newsletter-andersrum-request at gruene.at -- Die Grünen Andersrum Wien c/o Grüner Klub im Rathaus AT-1082 Wien Tel.+43-(0)1-4000 DW 81813 Fax +43-(0)1-4000 DW 99 81811 http://www.gruene-andersrum.at ================================================== 02 Presseinformation der HOSI Linz: 30.03.2007/HOSI Linz zu Kdolsky-Vorstoss "HOSI Linz" ================================================== Schön aber unwahrscheinlich HOSI zweifelt an Kdolskys Durchsetzungsfähigkeit in der ÖVP ÖVP-Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky forderte gestern bei der Ö1-Sendung "Im Klartext" mit Diskussionspartnerin Ex-LIF-Chefin Heide Schmidt die Gleichstellung homosexueller Paare und erläuterte damit die eingetragene Partnerschaft und nicht die Ehe zu meinen. Ob sie mit dieser Forderung jedoch bei ihrer eigenen Parteispitze, vor allem Noch-Obmann Wolfgang Schüssel und Justizsprecherin Maria Fekter, Gehör finden wird, ist zweifelhaft. "Ich begrüße natürlich jede positive Stimme in der ÖVP und halte Frau Ministerin Kdolskys persönliches Bemühen durchaus für glaubwürdig, bezweifle aber dass die Frau Ministerin in ihrer eigenen Partei genug AnhängerInnen für diesen erneuten Vorstoß finden wird", so HOSI-Vereinssprecher Gerhard Friedinger. Einzig der Klubobmann der steirischen Volkspartei, Christopher Drexler, freut sich bislang innerhalb der ÖVP über die klare Stellungnahme von Andrea Kdolsky. Drexler sehe es als "eine Frage der Zeit, bis es auch innerhalb der ÖVP eine Mehrheit für eingetragene Partnerschaften gibt." "Neben der Freude über das Bekenntnis von Ministerin Kdolsky zur rechtlichen Gleichstellung stellt sich dennoch die Frage, ob eine wiederholte Minderheitenfeststellung innerhalb der ÖVP zum jetzigen Zeitpunkt, und insbesondere vor Abschluss der so genannten Perspektivengruppe rund um Minister Josef Pröll, überhaupt sinnvoll ist. Immerhin wird nur offenbar, wie wenig Unterstützung die Ministerin in ihrer eigenen Partei dabei hat!" erläutert Friedinger. Da das Regierungsübereinkommen eine Gleichstellung der PartnerInnenschaften nicht enthält, sei es wohl eher die persönliche Meinung der Frau Ministerin, als der politische Wille der ÖVP. "Frau Ministerin Kdolsky soll doch lieber erstmal die eigene Partei überzeugen und mit den zuständigen MinisterkollegInnen Gespräche führen, als öffentliche Ankündigungen zu machen, die zwar schön anzuhören sind, deren politische Umsetzung aber eher unwahrscheinlich ist", so Friedinger abschließend. Für die HOSI Linz gez. Gernot Wartner, Geschäftsführer Linz, den 30.03.2007 Rückfragehinweis: Für allfällige Rückfragen stehen wir Ihnen unter der Linzer Telefonnummer 0732/60 98 98 bzw. 0664/25 36 701 (Hr. Wartner) oder über E-Mail jederzeit gerne zur Verfügung. ---------------------------------------------------------------------------- Homosexuelle Initiative Linz (HOSI Linz) The Lesbian and Gay Movement in Upper Austria Schubertstrasse 36/1, A-4020 Linz Phone/Fax: ++43/732-60 98 981 E-Mail: ooe at hosilinz.at http://www.hosilinz.at ---------------------------------------------------------------------------- ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 03 Heiligendamm Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - Willkommen - Call for April 17: International Peasant's struggle Day - Von Genua nach Heiligendamm? - Grenzen und Chancen der Mobilisierung gegen den - G8-Gipfel in Heiligendamm - Schwerpunkt Migration - Her mit dem schönen Leben! - G8+EU: Internationale Demo in Hamburg - Kunstprojekt soll Krawalle verhindern - Rostock öffnet G8-Infopavillon --------------------------------------------------------------------------- Willkommen Camping07 Anfang Juni 2007 treffen sich die Regierungen der sieben wichtigsten Industrieländer und Russlands zum "G8-Gipfel" im Ostseebad Heiligendamm. Die "Gruppe der 8" (G8) ist eine Institution ohne Legitimation. Dennoch trifft sie als selbsternannte informelle Weltregierung Entscheidungen, die die gesamte Menschheit betreffen. Die Politik der G8 steht für eine neoliberale Globalisierung und Deregulierung. Die von der Dominanz der G8 geprägte Welt ist eine Welt der Kriege, des Hungers, der sozialen Spaltung, der Umweltzerstörung und der Mauern gegen MigrantInnen und Flüchtlinge. Dagegen werden wir mit Demonstrationen, Blockaden und einem Alternativgipfel kreativ und vielfältig protestieren und die Alternativen aufzeigen. Gemeinsam mit Millionen Menschen in aller Welt sagen wir: Eine andere Welt ist möglich! Aus diesem Grund werden ab Ende Mai zehntausende Menschen in die Region um Rostock und Heiligendamm reisen. Wir erwarten, dass diese Menschen genauso wie die G8-Delegierten in Mecklenburg- Vorpommern willkommen geheißen werden. Dazu ist es notwendig Infrastruktur (Wasser, Strom, Sanitär) zu schaffen um so die Möglichkeit zu geben an den Veranstaltungen und Aktionen ausgeruht teilzunehmen. Dies wird wie es auf allen Treffen dieser Art üblich ist, durch die Organisierung von Campingbereichen, geschehen. Wir wünschen uns diese Plätze in Sichtweite der Mächtigen, um diese mit unseren Alternativen vor den Augen der Weltöffentlichkeit zu konfrontieren.Ort und Infrastruktur der Camps sind darauf ausgerichtet unseren Protest im Blickfeld der Herrschenden auszutragen und unsere Positionen über das unmittelbare Protestgeschehen hinaus zu verdeutlichen. Die Camps werden einen Schutzraum für Kinder, MigrantInnen und all diejenigen bieten, die zusammen mit uns diesen Tagen ein Gesicht geben werden. Jede/jeder trägt durch selbstverantwortliches Handeln dazu bei diesen Schutzraum zu gestalten und die Sicherheit aller TeilnehmerInnen zu gewährleisten. Dies möchten wir gemeinsam und im gegenseitigen Respekt umsetzen. Denn die Alternative zu Krieg, Hunger und Umweltzerstörung entsteht nicht auf exklusiven und abgeschotteten Gipfeltreffen hinter Zäunen, sondern von unten aus der globalen Bewegung von Menschen und Initiativen, die sich für eine andere, bessere Welt einsetzen. Rostock im März 2007 [http://www.camping-07.de] --------------------------------------------------------------------------- Call for April 17: International Peasant's struggle Day Thursday, 29 March 2007 The 17th of April is the International Peasant's Struggle Day, establishedafter the massacre of 19 landless peasants belonging to the Landless Movement(MST) in Brazil on the 17th of April 1996 during the second conference ofLaVia Campesina in Tlaxcala Mexico. In commemoration of the International Peasant's Struggle Day, La Via Campesinaand its allies are organizing activities and actions all over the world.Peasants and friends will rally around the following demands: 1.The WTO negotiations should not resume. We want the WTO to permanently remain in the lethargy state it entered in July2006. Under the WTO policies, the crisis of food, agriculture and familyfarming has deepened in every corner of the world. We call peasants' organizations and other social movements to urge theirgovernments to put an end to the so-called Doha Development Agenda (DDA). Inreality there will not be any development as long as countries are competingwith each others to grab each others food and agriculture markets. Challenging the Doha Development Agenda, peasants, fisher folks, pastoralists,workers, women and ordinary people in the world are demanding theimplementation of food sovereignty. (Food sovereignty is the right of peoples to healthy and culturallyappropriate food produced through ecologically sound and sustainable methods,and their right to define their own food and agriculture systems. It putsthose who produce, distribute and consume food at the heart of food systemsand policies rather than the demands of markets and corporations. It defends the interests and inclusion of the next generation. It offers astrategy to resist and dismantle the current corporate trade and food regime,and directions for food, farming, pastoral and fisheries systems determinedby local producers. Food sovereignty prioritises local and national economiesand markets and empowers peasant and family farmer-driven agriculture,artisanal - fishing, pastoralist-led grazing, and food production,distribution and consumption based on environmental, social and economicsustainability. Food sovereignty promotes transparent trade that guarantees just income to allpeoples and the rights of consumers to control their food and nutrition. Itensures that the rights to use and manage our lands, territories, waters,seeds, livestock and biodiversity are in the hands of those of us who producefood. Food sovereignty implies new social relations free of oppression andinequality between men and women, peoples, racial groups, social classes andgenerations. (Excerpt of the Declaration of Nyeleni 2007, International Forumon Food Sovereignty in Selingue, Mali, February 2007)) We call peasants organizations and other social movements to discuss withtheir governments about trade and production alternatives based on foodsovereignty and out of the WTO. 2.Stop Free Frade Agreements (FTAs) and Economic Partnership Agreements(EPAs) in food and agriculture. FTA and EPAs are just a breakthrough created to deal with the collapse of theWTO negotiations and to speed up the liberalization process. They are notalternatives to the WTO, but the other side of the same sharp blade, theblade of neo- liberalism. Bilateral agreements and partnerships should be made between peasants andordinary people based on the principle of solidarity. People to peoplerelations in solidarity will create brotherhood and sisterhood, while FTAwill pave the way for transnational corporations to destroy people'seconomies. 3.End with the colonial model of monoculture. History shows that that exploitation of other countries' agricultural wealthusually happens through monocultures farming. This was the colonial mode ofproduction because the rulers were only concerned about getting commoditiesin huge volume at the cheapest price. They did not care about the impact ofmonocultures on the land and on the workers. It led to environmentaldestruction and slavery. Until today, agriculture systems based on monocultures keep exploiting humanbeings and the environment. They create overproduction, which in turndestroys the peasants' economy because of the dumping of agriculturalproduces. We urge all governments to phase out from monoculture farming and to develop asustainable agriculture based on family farms that respects the ecology oragro-ecology and produces healthy and nutritious food. 4.Oppose the World Bank policies on land and rural development The World Bank has been imposing policies leading to privatisation of land,water, public services, seeds, etc. As a consequence, farmers and ruralcommunities are kicked out of the land and are loosing their livelihood,while big corporations are grabbing most of the world resources. Those policies are even implemented under the name of "agrarian reform" (theMarket Assisted Land Reform of the World Bank). We call people's organisations not to be cheated by those neo- liberal policiesand to keep struggling for genuine agrarian reform which ensures the rightsof communities to access and control of their land, territories, water andagricultural biodiversity. Instead of listening to the World Bank and IMF's advice, governments shouldwork with their people towards social justice. 5.Reject the G8 domination! The G8 countries are only representing 13,5 % of the world population, butthey control 62,6% ofthe world economy. They are shaping the world order(economy, development, conflicts, environment...) in a way that affects everyhuman being. This world order drives us in a situation where the number ofhungry people has increased from 840 to 854 million in 2006 while a tinygroup of millionaires have doubled their capital from 16 to 33 billiondollars. A few months before the G8 summit in June in Germany, we are denouncing thepolicies put forward by the G8 governments in order to maintain their powerand to protect the interests of the big companies, at the expense of thegreat majority of the world population. JOIN THE ACTIONS FOR APRIL 17 !- More on www.viacampesina.org 1.Organize public debates, workshops, discussions, seminars, culturalevents, and rallies on food sovereignty as the alternative to the neoliberalmodel. You can use the results of Nyeleni 2007, the Forum for foodsovereignty (Mali, February 2007) to disseminate information and to make surethat food sovereignty principles are implemented in your country. Invitegovernment officials, academics and social movements to take part. (moreinformation at www.nyeleni2007.org) 2.Take part in the global action and activities on 19th of April to stopEU-ACP EPAs. 3.Join the campaign against green deserts! 4.La Via Campesina, together with many other social movements, will takepart in the mobilizations against the G8 in Rostock, Germany, June 2 and 3 toshow that alternative policies are possible. We call people to go to Rostockfor the mobilizations against the G8. La Via Campesina calls all its member organizations in the world to prepareand organize activities, events and actions in commemoration of 17 April. Weinvite all Via Campesina members to commemorate this event in their farmlandswith their communities and organisations in their villages, provinces andcountries. We also call other social movements to celebrate this event. Please inform us about the activities you are planning. We will publish allactions and activities in our website. If you want to get more information please contact: International Operative Secretariat of La Via Campesina (Contact Person: Tejo Pramono) Jln. Mampang Prapatan XIV No. 5 Jakarta Selatan, Jakarta 12790 Indonesia. Phone : +62-21-7991890 Facs : +62-21-7993426 Email:viacampesina at viacampesina.org And/or join the April 17 listserv by sending a blank message toviacam17april-subscribe at yahoogroups.com Or contact our regional staffs that are close to where you live: Africa (Isabelle Dos Reis) Maputo - Mozambique Tel/Fax : (+258) 2132 7895 Email: vcafrica at tvcabo.co.mz South-East and East Asia (Irma Yanni) Jln. Mampang Prapatan XIV No. 5 Jakarta Selatan, Jakarta 12790 Indonesia Phone : +62-21-7991890 Facs : +62-21-7993426Email: petani at indosat.net.id Caribbean (Francisca Peguero) Av Independencia No 1063, Zona Universitaria, Distrito Nacional, Apdo Postal 905-2, Feria. Tel/Fax: 00-1-809 686 7517 Fax: +1-809-682 0075 Email: conamuca at verizon.net. Europe (Morgan Ody) Rue de la Sablonnière18 B - 1000 Bruxelles - Métro: Madou tel + 32 2 2173112 fax: + 32 2 2184509 e-mail: morganody at yahoo.fr Central America (Wendy Cruz) Colonia Alameda, 11 Avenida (Alfonso Guillen Zelaya), entre 3 y 4 Calles, Casa2025, Apartado Postal 3628 Tegucigalpa, M.D.C. - Honduras, C.A. Tel/fax: +5042359915/ +5042324679.Email: wendy_cruz_s at yahoo.com South America (Rita Zanotto) Alameda Barao de Limeira, 1232 - 01202-002 - Sao Paulo -SP - Brasil Phone - 613325 3909 Email: lavia.campesina at gmail.com North America(Jessica Roe) 110 Maryland Ave., N.E. Suite 307 Washington , DC 20002 - USA email:jroe at nffc.net This e-mail address is being protected from spam bots, you needJavaScript enabled to view it South Asia (Gayathri Girrish) Email : gayathri_krrs at yahoo.co.in --------------------------------------------------------------------------- Von Genua nach Heiligendamm? - Grenzen und Chancen der Mobilisierung gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm - Schwerpunkt Migration Mittwoch, 11. April 2007, 19.30 Kato (im U-Bahnhof Schlesisches Tor) 19. Juli 2001: Im Vorfeld des G8-Gipfels in Italien ziehen durch Genuas Innenstadt rund 60.000 Menschen unter dem Motto "Freedom of Movement". An diesem Demonstrationszug beteiligten sich Migranten unterschiedlicher Lebens- und Arbeitsbereiche, Gewerkschafter und viele weitere Menschen, um sich für gleiche Rechte für Alle einzusetzen. Die Demo war größer und kraftvoller als erwartet und zugleich Startschuss für den Protest gegen die G8 sowie nachfolgende antirassistische Kämpfe in Italien. Mit Roberto Demontis, dem Mitorganisator der "Freedom of Movement"-Demonstration in Genua, wollen wir über die migrationspolitischen Aktivitäten in Genua, die Erfahrungen im Genua Social Forum, die Aktionsformen und den Gipfelprotest in Genua 2001 sprechen. Doch nicht nur "Genua 2001", auch der Blick auf heute darf nicht fehlen: Auch in Deutschland wird im Vorfeld des G8-Gipfels ein migrationspolitischer Aktionstag stattfinden. Die Mobilisierung ist läuft auf Hochtouren. Ein Vertreter der Gruppe Fels wird über die aktuellen Aktivitäten referieren und die migrationsbezogenen Aktionen in den Kontext antirassistischer Kämpfe und den Protest gegen G8 stellen. In einem moderierten Gespräch wollen wir bei dieser Veranstaltung mit den beiden Referenten über die Möglichkeiten und Grenzen des Protests gegen G8-Gipfel am Beispiel des Gipfelprotests in Genua und den geplanten Aktivitäten in Heiligendamm diskutieren. --------------------------------------------------------------------------- Her mit dem schönen Leben! Im Juni 2007 treffen sich die G8-Staaten zu ihrem alljährlichen Gipfel in Heiligendamm bei Rostock. Die G8-Staaten definieren sich selbst als die "sieben mächtigsten Industrienationen + Russland". Die Politik der G8 steht für weltweite Armut, Kriege und Umweltzerstörung. Der G8-Gipfel ist deshalb der richtige Ort, an dem sich vielfältiger Widerstand gegen eine kapitalistische Gesellschaft artikulieren kann und sollte. Unsere Kritik richtet sich aber nicht gegen einzelne Personen, sondern gegen die Herrschaftsverhältnisse, die diesem Treffen und unserer Gesellschaft zugrunde liegen. Herrschaftsverhältnisse, die sich in verschiedenen Formen zeigen, sei es durch Rassismus, Sexismus oder Kapitalismus, beeinflussen unser Leben in unterschiedlicher Weise. Um dem etwas entgegenzusetzen, findet vom 27. bis 29. April in Hamburg ein linker Jugendkongress für Schülerinnen und Schüler statt, auf dem mehrere Workshops zu diesem Themenkomplex angeboten werden. Es soll sich sowohl theoretisch als auch praktisch mit den herrschenden Verhältnissen und der globalen Bewegung, die sie in Frage stellt, auseinandergesetzt und zusätzlich Raum zum gegenseitigen Kennenlernen und Diskutieren gegeben werden. Eine andere Welt ist möglich! Her mit dem schönen Leben! [http://www.jugendkongress.tk/] --------------------------------------------------------------------------- G8+EU: Internationale Demo in Hamburg Liebe Companero/as, im folgenden der Aufruf zur internationalen Demo gegen G8 und EU- Gipfel in Hamburg. Bitte veröffentlicht ihn in eueren Medien, leitet ihn weiter und diskutiert, ob ihr euch aktiv beteiligen wollt. Über Anregungen, Kritik oder auch nur ein kurzes Feedback, ob ihr kommen wollt freuen wir uns sehr (Kontakt: summitblock at nadir.org). Ziel der Demo ist in die City zum Rathausmarkt zu gelangen und die Ruhe des EU plus Asien Außenministertreffens zu stören. Die Demo versteht sich als ein Auftakt und Bestandteil der Proteste gegen den unmittelbar folgenden G8-Gipfel. Wir wissen noch nicht was und wieviel uns in Heiligendamm und Rostock möglich sein wird. Wenn wir aber die Möglichkeit haben den G8 Gipfel am 28.05. in Hamburg politisch anzugreifen, dann sollten und werden wir diese Möglichkeit auch wahrnehmen. Wir fordern alle auf, die Demonstration in Hamburg zu unterstützen und sich Gedanken zu machen, wie das gemeinsame Ziel, zum Tagungsort zu gelangen, auf einer breiten Basis durchgesetzt werden kann. Überlegt euch was, seid nicht passiv, ergreift die Möglichkeiten eurem Protest, selbstbewusst und laut, im öffentlichen Raum lebendigkeit zu verleihen. Squat the Space ------------------------------------------------------------- AUFRUF DES BUNDESWEITEN TREFFENS ------------------------------------------------------------- 28.05.2007 Internationale Demonstration gegen den EU plus Asien Gipfel gegen G8 und kapitalistische Verhältnisse Start: 12 Uhr Reeperbahn / Spielbudenplatz Hamburg St.Pauli GATE TO GLOBAL RESISTANCE Für Gipfelstürme und ein ganz anderes Ganzes Am 28. und 29. Mai findet in Hamburg das Asia-Europe-Meeting (ASEM) statt. Ein Treffen der EU-Außenminister mit 15 asiatischen Amtskollegen und über 1400 Fachbeamten. Die Innenstadt wird für dieses Treffen in einen Sicherheitsbereich verwandelt. Wenige Tage vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm findet in Hamburg, dem selbst ernannten "Tor zur Welt"und zum asiatischen Markt, somit die größte Konferenz in der BRD während der deutschen EU- Ratspräsidentschaft statt. Wir werden diesen Gipfel stören! Wir rufen auf zu einer Demonstration die zum Tagungsort in die City führt und die herrschende G8 und EU-Politik angreift! Die EU versucht durch das ASEM Treffen, die Tür zum riesigen asiatischen Wachstumsmarkt weiter aufzustoßen und eigene globale Interessen durchzusetzen. Wir ziehen eine unversöhnliche Linie vom EU-Gipfel in Hamburg über den G8 in Heiligendamm hin zu den lokalen Ausgangspunkten von Ausbeutung und Unterdrückung. Herrschaft und kapitalistische Globalisierung sind keine abstrakten Verhältnisse, sondern basierenauch aufgreifbaren und damit angreifbaren Strukturen. Nationalstaaten und EU-Verfassung Die EU ist kein homogener Block, sondern geprägt von unterschiedlichen nationalen Interessen. Ein starkes Zentrum soll der Zusammenfassung dieser Interessen dienen und eine eigene Identität als Standort und gemeinsamer Interessensraum entwickeln. Um politische Entscheidungen effektiver herbeizuführen, wird daher versucht, eine EU- Verfassung durchzudrücken, die die Einflussmöglichkeiten kleinerer Mitgliedsstaaten beschränkt und Möglichkeiten für Widerspruch noch weiter erschwert. Dieser Verfassungsentwurf, wird er Wirklichkeit, bedeutet einen Ausbau der Dominanz des sog. Kerneuropas aus Frankreich und Deutschland. Globale Ausbeutung und Machtpolitik Die EU agiert trotz der bestehenden Differenzen zunehmend als ein eigenständiger Machtblock mit dem Willen, seine ökonomische Führungsposition in der Welt zu verteidigen und auszubauen. Dies bedeutet unter anderem, der europäischen Wirtschaft optimale Verwertungsbedingungen zu schaffen. Dazu zählen gegen Konkurrenz abgeschottete Märkte und ein exklusiver Zugriff auf Rohstoffe und Energiequellen. Die weltweite kapitalistische Arbeitsteilung hält die sogenannten Entwicklungsländer in Abhängigkeit und zwingt diese zum Verschleudern ihrer Ressourcen. Durch Wirtschaftsabkommen und internationale Einflussnahme drängt die EU diese dann zum Abbau von Zöllen und Handelsbeschränkungen mit fatalen Folgen für deren Ökonomie: Der Import zollfreier und subventionierter EU-Produkte und Dienstleistungen zerstört die dortige Industrie und Landwirtschaft. Deutschland und die EU betreiben zwangsläufig keine wirkliche Klimaschutzpolitik oder Armutsbekämpfung, denn dies liegt nicht im nationalen und europäischen Standortinteresse. Es werden lediglich Imagekampagnen betrieben, die organisieren, dass die Verhältnisse so bleiben, wie sie sind. Europäische Asienstrategie Ostasien ist eine Wachstumsregion, von der auch europäisches Kapital noch mehr profitieren soll. Es ist kein Geheimnis, warum dort so lukrative Geschäfte gemacht werden: die Ausbeutung der Ware Arbeitskraft ist ungewöhnlich profitabel. Massenarmut und ein Überangebot von Arbeitskräften sorgen für Niedrigstlöhne. Die Leistung, die den Menschen in der Region abgepresst wird, findet durchweg unter mörderischen Bedingungen und ohne jeden Arbeitsschutz statt. Die europäische Asienstrategie ist einer innerimperialistischen Konkurrenzsituation zwischen der EU, aufstrebenden Staaten in Asien und den USAgeschuldet. In Absprache mit der EU soll eine übernationale Aufsicht den ostasiatischen Staaten verbindliche Richtlinien für sichere Investitionen, offene Märkte für EU- Produkte und schrankenlosen Kapitalverkehr auferlegen. Exklusive Freihandelsabkommen der EU und die engere Einbindung Chinas sollen die USA vom asiatischen Markt verdrängen. Die Planungen von asiatischen Staaten, Erdöl und Erdgas auch gegen Euro zu verkaufen, soll diesen als eine zweite Weltleitwährung etablieren. Die Europäische Union und ihre Mitgliedsstaaten sind politisch und wirtschaftlich einer der aktivsten Blöcke der Welt und damit verantwortlich für globale Ausbeutung, Klimawandel, Armut und Krieg. Gegen Kriegspolitik und Auslandseinsätze Vor allem unter Federführung von Deutschland und Frankreich werden die wirtschaftlichen Interessen zunehmend auch militärisch durchgesetzt. Europäische Kriegseinsätze sind längst Realität. Ein Blick in den EU-Verfassungsentwurf macht die weitere Zielsetzung deutlich: Aufrüstung wird zur Verpflichtung aller Mitgliedsstaaten. Es werden Strukturen geschaffen, die die Fähigkeiten zu militärischen Interventionen verbessern. Die schon umgesetzte Aufstellung von konkreten militärischen Einheiten und Interventionstruppen soll Verfassungsrang erhalten. Die Androhung und Führung von Kriegen ist im Rahmen der EU ein Mittel der Politik geworden, sollten die wirtschaftlichen oder politischen Interessen der beteiligten Staaten in irgendeiner Weise gefährdet werden. Kein Mensch ist illegal - Bewegungsfreiheit für Alle! Neben den direkten Folgen der globalisierten Weltwirtschaft - Armut, Elend und Perspektivlosigkeit - sind politische Verfolgung und Kriege ein wesentlicher Grund für Migration. Die EU betreibt eine aggressive Abschottungs- und Abschiebepolitik gegen Flüchtlinge. Grenzen sind allein für Waren oder auch mal dringend benötigte Arbeitskräfte offen. Die Hoffnung auf ein Leben ohne Verfolgung und existenzielle Not wird durch eine Immigrationspolitik zerstört, die ausschließlich auf die Bedürfnisse der europäischen Ökonomien zugeschnitten ist. Die EU und ihre Nationalstaaten betreiben mit Angriffen auf die Bewegungsfreiheit von MigrantInnen und der Verweigerung existentieller Rechte eine Politik, die ihre Zwecke nach innen und außen mit Gewalt und Repression durchsetzt. Dabei werden Tote ebenso bewusst in Kauf genommen, wie menschenverachtende Unterbringung in Lagern und Ausbeutung in illegalisierten Verhältnissen. Deregulierung, Bildungs- undSozialabbau stoppen! Die EU ist ein wesentlicher Motor neoliberaler Politik und die starken europäischen Staaten - Deutschland, Frankreich und Großbritannien - sind die treibende Kraft darin. Die Umstrukturierung im Rahmen der europäischen Integrationspolitik brachte und bringt die Schaffung eines "freien Marktes"für Waren, Kapital und Dienstleistungen. Sie bedeutet die Privatisierung einst öffentlicher Dienstleistungen, Räume und Unternehmen, die Deregulierung der Produktions- und Handelsprozesse, den massiven Abbau von Sozialleistungen. Durch Zwangsmittel am Arbeitsmarkt werden Niedriglohnsektoren eingeführt und die Verarmung weiter Teile der Gesellschaft vorangetrieben. Durch die Privatisierung von Dienstleistungen werden gesellschaftliche Grundbedürfnisse wie Gesundheit und Bildungder marktwirtschaftlichen Logik verstärkt untergeordnet. Die Lebensbedingungen verschärfen sich, wirtschaftlicher Erfolg und Konkurrenz werden als Überlebensprinzip gepredigt. Wir lehnen eine solche Ordnung von Gesellschaft ab. Gipfel stürmen! Stand anfangs noch die Umstrukturierung der eigenen Wirtschafts- und Gesellschaftssysteme im Vordergrund, ist die Perspektive einer europäischen Weltmacht, ein immer stärkeres Moment der EU- Politik geworden. Die Konkurrenzen, insbesondere mit den USA, sollen aber möglichst nicht soweit gehen, dass sie trotz lokaler Krisen und Instabilität das Gemeinsame gefährden: Die bedingungslose Aufrechterhaltung der kapitalistischen Weltordnung. Daher werden jene Foren inszeniert, auf denen sich die wichtigsten Konkurrenten austauschen und abstimmen. Der kommende G8-Gipfel ist mehr als ein symbolischer Ort. Mit der Macht und dem Einfluss der dort versammelten Länder lassen sich die Entscheidungen von internationalen Strukturen wie IWF, WTO und Weltbank maßgeblich beeinflussen. Unsere Kritik an Globalisierung ist verbunden mit dem Widerstand gegen Patriotismus oder nationalökonomische Modelle. Wir lehnen nationalistische, rassistische oder antisemitische Kritik an Globalisierung und EU ab. Wir sprechen dem G8 ebenso die Legitimität ab wie der EU oder nationalstaatlichen Interessen. Das kapitalistische System ist in Gänze nicht reformierbar! Wir erteilen dem Bestehenden, seiner Ideologie, seinen Werten und Normen eine radikale Absage. Revolte ist machbar und spürbar! Unsere Perspektive sind soziale und politische Bewegungen, die nicht nur im lokalen Raum, sondern auch aufeuropäischer und internationaler Ebene aktiv sind. Die grenzübergreifende Solidarität nach der Räumung des Ungdomshuset in Kopenhagen, die Euromärsche gegen Sozialabbau, Proteste gegen Prekarisierung und Arbeitszwänge, vor allem aber der Sturm auf die Gipfel von EU und G8 sind für uns Anziehungspunkte. Gipfel sind Symbole und Akteure eines allumfassenden, totalitären, kapitalistischen und patriarchalen Systems. Der Blick über den Tellerand, eigene Privilegien in Frage zu stellen und unterschiedliche Herrschaftsformen wahrzunehmen, ist unverzichtbarer Bestandtteil linksradikaler Politik. Globalisierungskritik ohne eine Auseinandersetzung mit Antisemitismus, muss ebenso falsch werden wie Kapitalismuskritik ohne Diskussion über Geschlechterverhältnisse und Sexismus. Unsere politischen Vorstellungen und Widerstände sind widersprüchlich und vielfältig. Wir sind uns aber mit vielen einig, dass wir die bestehende Ordnung in Gänze ablehnen und der Kampf für eine andere Welt möglich und notwendig ist. ASEM und G8 sind beide nur ein Stein in der Mauer von Ausbeutung und Ausgrenzung, von Zerstörung und Unterdrückung. Beginnen wir, die Mauern einzureißen! G8 und EU-Gipfel versenken! Gegen imperialistische Weltordnungen, patriarchale und kapitalistische Zustände! Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus bekämpfen! Bundesweites Bündnis gegen EU und G8-Gipfel Contact: summitblock at nadir.org Infos: http://hamburg.dissentnetzwerk.org Bei Streß mit Bullen und Justiz steht eine Rechtshilfegruppe für Euch bereit: Ermittlungsausschuß-Hamburg: 040 / 432 787 78 25.05. - 10.06.07 Convergence Center Hamburg Rote Flora, Achidi John Platz 1 [Ex Schulterblatt 71] Das Convergence Center bietet Workshops, Veranstaltungen, Infrastruktur, Informationen, Tipps und eine Anlaufstelle für anreisende AktivistInnen auf dem Weg nach Heiligendamm. Über das CC werden auch Schlafplätze gesucht und bereitgestellt. Kontakt: convergence-hh at nadir.org 25.05. - 01.06.07 Aktionstage in Hamburg gegen G8 Freitag 25.05. - Fahradkarawane Skandinavien und West / Critical Mass - Eröffnung des Convergence Center Hamburg Samstag 26.05. - Informationsreicher und erlebnisorientierter Stadtteilspaziergang durch die Schanze [ 15 Uhr | Achidi John Platz (Ex-Schulterblatt) | in eng. und dt. ] Montag 28.05. -Internationale Demo [12 Uhr Reeperbahn / Spielbudenplatz] Dienstag 29.05. - Ankunft No Lager Karawane - Aktionen gegen EU-Gipfel Mittwoch 30.05. - No Lager Karawane in Hamburg - "Beat Capitalism": Wanderkundgebung und Ereignisraum mit Bands (Kettcar u.a. ) und "Spoken Words" (Trampert/Ebermann u.a.) [Start: 15 Uhr Wilhelmsburg - Rathausplatz - Landungsbrücken - Abschluss Sternschanze] Donnerstag 31.05. - Aktionen beim Abschiebelager Horst - "Unterm Cluster liegt der Strand" Wettbewerbsstrategien europäischer Metropolen - soziale Kämpfe und Widerstandsperspektiven. Podiumsdiskussion mit ReferentInnen aus Hamburg und verschiedenen EU-Metropolen (angefragt: Wien, Kopenhagen, Barcelona,Rotterdam, Mailand) Kölibri, Hein-Köllisch-Platz 12,19 Uhr ab Samstag 02.06. -Auf zur Demo gegen den G8 nach Rostock und zu den Antifaschistischen Aktionen in Schwerin gegen den Naziaufmarsch - Block G8 - Fight Nationalism! Weitere Aktionen finden statt und werden vorbereitet Infos: https://hamburg.dissentnetzwerk.org/Hamburg/Aktionstage [https://hamburg.dissentnetzwerk.org] --------------------------------------------------------------------------- Kunstprojekt soll Krawalle verhindern Mit dem Kunstprojekt "Art goes Heiligendamm" wollen Künstler zum G8-Gipfel in Heiligendamm in Mecklenburg-Vorpommern zwischen Politik und Globalisierungskritikern vermitteln. Berlin/Rostock - "Art goes Heiligendamm" verstehe sich als Experiment zur "Erweiterung des gesellschaftlichen Resonanzraums von Kunst", sagte die Initiatorin des Projekts, die ehemalige Berliner Kultursenatorin Adrienne Goehler, bei der Vorstellung des Konzepts in Berlin. Ziel sei es, mit künstlerischen Mitteln die Wahrnehmung der Globalisierung zu erweitern und zur Deeskalation vor Ort beizutragen. Geplant ist Goehler zufolge ein Programm mit internationalen Künstlern, Installationen, Workshops und Vorträgen vom 24. Mai bis 9. Juni in Rostock nahe Heiligendamm. Es wird unter anderem gefördert von der Stadt, dem Land und der Heinrich-Böll-Stiftung. [http://www.tagesspiegel.de/kultur/nachrichten/g8-gipfel-heiligendamm/97930.asp] --------------------------------------------------------------------------- Rostock öffnet G8-Infopavillon Rund zwei Monate vor dem Weltwirtschaftsgipfel in Heiligendamm ist in Rostock ein Informationspavillon für Einwohner und Gäste eröffnet worden. Die Anlaufstelle stehe sowohl Organisatoren des Gipfels als auch Kritikern offen, sagte Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) am Freitag. Die Stadt freue sich auf das Treffen und auf Gäste aus aller Welt. Im Info-Pavillon solle es neben vielen organisatorischen Hinweisen rund um das Ereignis auch Möglichkeiten geben, sich über das Für und Wider des G8-Treffens auszutauschen. Der Pavillon wird durch das Europäische Integrationszentrum Rostock betrieben. Er sei zunächst montags bis samstags besetzt, sagte Vereinsvorsitzende Mandy Kröppelien. Während des G8-Gipfels soll er aber täglich geöffnet sein. Außer Vereinsmitgliedern ist auch ein Ansprechpartner der Polizei vertreten. Die Einladung sei ebenso an Vertreter der G8-Kritiker, an das Rostocker Bündnis, Gewerkschaften sowie Kulturorganisationen gegangen, sagte Kröppelien. Von allen Partnern läge zunächst Informationsmaterial aus. [http://www.pr-inside.com/de/rostock-oeffnet-g8-infopavillon-r81165.htm] -------------------------------------------------------------------------- Ausführlicher Pressespiegel rund um den G8 unter http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-l ================================================== 04 Nigeria: Gewalt im ölreichen Nigerdelta eskaliert "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================== GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 20.03.2007 Zwei Wochen vor den Präsidentschaftswahlen in Nigeria Zeitbombe Nigerdelta: In Nigerias Ölregion nimmt Gewalt weiter zu - 2007 schon 64 Entführungsfälle Nigerias bedeutendste Ölregion, das Nigerdelta, versinkt zunehmend in Chaos und Gewalt. Davor hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Freitag gewarnt. So hätten die gewaltsamen Geiselnahmen seit Januar 207 dramatisch zugenommen. Allein in den vergangenen drei Monaten seien 64 Ausländer in der Krisenregion entführt worden, um Lösegelder zu erpressen. Im gesamten Jahr 2006 seien 70 Ausländer von Milizen entführt worden. "Wenn Nigerias Regierung nicht endlich eine friedliche Lösung des Konflikts auf dem Verhandlungsweg mit allen 40 ethnischen Gemeinschaften des Nigerdeltas sucht, droht in spätestens zwei Jahren ein totaler Zusammenbruch der für Nigeria und viele westliche Staaten bedeutsamen Ölproduktion", sagte der GfbV-Afrikaexperte, Ulrich Delius. "Denn der Terror im Nigerdelta ist hausgemacht und kann militärisch nicht wirksam beendet werden, auch wenn die Sicherheitskräfte jetzt verstärkt und auch von britischen und US-amerikanischen Ausbildern trainiert werden." Offenbar seien die Zeiten des friedlichen Widerstands der MOSOP (Bewegung für das Überleben der Ogoni) und ihres legendären Führers Ken Saro-Wiwa vorbei. Angesichts der gewaltsamen Übergriffe der Miliz "Bewegung für eine Emanzipation des Nigerdeltas" (MEND) und anderer militanter Bewegungen der verarmten 27 Millionen Ureinwohner des Deltas hätten einige Staaten ihren Bürgern bereits untersagt, im Nigerdelta zu arbeiten. So hätten die Philippinen nach der Entführung von 24 ihrer Staatsbürger den Abzug aller Arbeitskräfte aus Nigeria angeordnet. Seit Beginn der Übergriffe der MEND Ende des Jahres 2005 habe Nigerias Ölindustrie aufgrund der Gewalt mindestens 4,5 Milliarden US-Dollar verloren. Seien früher rund zwei Millionen Barrel Rohöl am Tag gefördert worden, so verliere Nigeria zurzeit jeden Tag 800.000 Barrel Öl. Noch im Jahr 2004 habe das Land aufgrund von Übergriffen nur 200.000 Barrel am Tag eingebüßt. Rund 95 Prozent der Exporterlöse Nigerias stammen aus der Erdölausfuhr. Einer der größten Abnehmer sind die USA, die 14% ihrer Rohölimporte aus Nigeria beziehen. Die anhaltende Verarmung im Nigerdelta, wo viele Menschen noch immer von weniger als einem Dollar am Tag leben müssten, sei die Triebfeder der Gewalt. Während Nigeria durch den Ölexport seit den 70-er Jahren mehr als 300 Milliarden US-Dollar verdient habe, klagten die Bewohner des Nigerdeltas bis heute über die katastrophalen ökologischen und gesundheitlichen Folgen der Ölförderung und des Abfackelns von Erdgas. Ein am Dienstag dieser Woche vom nigerianischen Präsidenten Olusegun Obasanjo verkündeter Master-Plan für die Entwicklung der Region verspreche wenig Besserung, da für die Umsetzung des Planes die notorisch korrupte Entwicklungskommission des Nigerdeltas verantwortlich sei. Die im Jahr 2000 gegründete Kommission habe sich unglaubwürdig gemacht, da sie wie viele andere nigerianische Regierungseinrichtungen seit Jahren Gelder unterschlage, die eigentlich für die Entwicklung der Region bestimmt seien. Ulrich Delius ist für Nachfragen auch erreichbar unter Tel. 0160 95 67 14 03. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 05 kanalB.at video: Critcal Mass Vienna webmaster at kanalB.org ================================================== titel des videoclips: Critcal Mass Vienna --: - beschreibung: Seit März 2006 gibt es in Wien wieder eine regelmäßig stattfindende Critcal Mass. Dabei treffen sich FahrradfahrerInnen um gemeinsam durch die Stadt zu fahren und sich den Platz und den Freiraum zu nehmen der Ihnen zusteht. Die Critical Mass ist keine Organisation und es gibt keine Verantwortlichen. Es wird nichts angemeldet und es gibt keine fixe Route, wer vorne fährt, bestimmt mit wohin es geht. ---: - kategorie: kurzdoku ----: - clipinfo: http://austria.kanalb.org/clip.php?clipId=1625 --------------: - laenge: 2,53 min team: Heidi Hu (Roh) team_homebase: http://www.okto.tv/roh erstellt: 2007-03-30 format: ogg datenmenge: 16 MB -------------: - weitere informationen: http://criticalmass.at/ ----------------: - video-player download: http://austria.kanalb.org/videoplayer.php -----------------: - kanalB ersetzt herkoemmliches fernsehen: http://austria.kanalb.org ================================================== 06 bloodshed newsletter 02/07 bloodshed ================================================== hallo, das kleine bloodshed-label möchte wieder mal mit einem seiner seltenen newsletter auf sich aufmerksam machen. momentan wird uns eine wahre konzertflut beschert, aber schon gut so... - c u, bussl! www.bloodshed666.net www.myspace.com/bloodshed666records www.youtube.com/bloodshed666records www.last.fm/label/bloodshed666+records www.discogs.com/label/Bloodshed+666 und so die news: ************************************************************ BRAMBILLA arbeiten gerade an ihrer neuen, bereits 4. platte, aller vorraussicht nach wird's eine picture 12" auf 45rpm werden. dass brambilla immer schon kleine detail- und artwork-künstler waren ist bekannt, auf den aufdruck dieser 12" darf man aber echt gespannt sein...!:-)) - hoffentlich noch vorm sommer bei so einem gewissen vertrauenslabel erhältlich. live lassen sie's wie gewohnt eher ruhig angehen, aber zumindest ein date darf ich euch ankündigen: MO 16.04.07 EKH / wien bei LATTIs GEBURTSTAGSFEST www.med-user.net/brambilla - www.med-user.net/ekh ************************************************************ PHAL/ANGST haben ihr debut-album fertig aufgenommen. die ganz in eigenregie u. inkl. bastelstunden produzierte cd wird im mai 2007 von der band selber veröffentlicht. c u auf der releaseparty. wo und wann genau sollte bald mal fest stehen. ansonsten wird neben cd- & artwork-basteln an neuen liedern gerade selbiges getan. www.med-user.net/phal - www.med-user.net/angst ************************************************************ CYRUSS haben bis jetzt eine menge gute resonanzen auf ihre 2. platte "hate songs" bekommen. in der arena u. im tüwi wurden fesche konzerte gespielt u. musikbeisl/radio orange und house of pain/fm4 zeigen sich auch recht angetan. mit adam strang (ex-noisecamp) ist die band zumindest live und temporär um einen electronik-krachmacher erweitert, "elecdoomic" will er das genannt wissen. am 28.4. wird im Yacht Club in Brno musiziert, am 1.6. höchstwahrscheinlich im SO36 in Berlin. an Konzerten runderhum um diese dates wird grad gebastelt. www.cyruss.cjb.net ************************************************************ sa., 31.03. @ Ekh: Siebdruckwerkstatt-Soli w\ EGOZID, DER RAKETENHUND, ROSCOE FLETCHER Die Siebdruckwerkstatt, die nun schon seit mehreren Jahren unaufhaltsam Gewand, Plakate und sonstiges fabriziert, benötigt mal wider eine Finanzspritze um die dafür notwendige Chemie und Ausrüstung aufzutreiben. Ach ja trotz mehrfacher Aufrufe hat uns immer noch niemand ein Druckkarussell, eine Bügelmaschine und einen Kercher geschenkt. Komisch irgendwie, aber es freut uns allemal wieder zu einem Fest zu laden, erwartet werden folgende Bands: EGOZID aus hamburg spielen hardcore mit vielen moshigen aber auch cleanen, ruhigen parts. oft sehr vertrackt und mit nem sehr eigenständigen gesang auf deutsch. www.myspace.com/egozid DER RAKETENHUND spielen punk-rock, mal melodisch à la boxis und dann doch wieder sehr eigenständig, kurzweiligig und mit viel energie. www.raketenhund.de den höhepunkt stellen zweifelsohne die wundervollen alt-herren- musikanten aus erdberg dar: ROSCOE FLETCHER! Country meets Surf meets An-der-Bar-lehn-Mucke. Mensch könnte hier ca. tausend Ex- Bands aufzählen, tu ma aber nicht, weil die Roscoes das gar nicht nötig haben!! www.myspace.com/roscoefletcher 12 p.m Tombola mit Rudi Und natürlich wird es auch wieder tolle T-shirts geben, haufenweise Preise zu gewinnen und als spezial feature kündigt sich eine Wodkarutsche an, uiuiui.... Also alle kommen! EKH, Wielandgasse 2-4, 1100 Wien U1 / 14A Keplerplatz www.med-user.net/ekh ************************************************************ do., 5.4., 20h @ Arena-3-Raum/Wien: Cyruss-Motorblock-Benefiz Vol.3: - Dark Age Crusade (meldodic / progressive True Metal, vergl. Savatage, Blind Guardian, Depressive Age, Iron Maiden, www.myspace.com/eleftheriarocksstillvieanna) - Sunstone (progressive Metal, vergl. Tool, Killing Joke, Soundgarden, Alice In Chains, www.sunstoneband.net, www.myspace.com/sunstoneband) - Boon (down-tuned, monolithic Metal'n'Roll, vergl. Crowbar, Metallica, Unsane, At The Gates, www.boon.at, www.myspace.com/boonmusic) Arena Wien, Baumg. 80, 1030 Wien, www.arena.co.at ************************************************************ fr., 6.4., 22h @ Ekh: G.I. JOE & JOOKLO DUO & DELILAH 2x schräger Krams aus Italien. G.I. JOE sind eine famose 2-Mensch Band, Noise-Prog-Punk oder so, live auf alle Fälle sehr die Wucht! www.myspace.com/gijoesucks Das JOOKLO DUO hingegen ist wohl eher in der Free Jazz Ecke anzusiedeln - vox, sax & drums... lassen wir uns überraschen! www.jooklo.tk Dazu noch DELILAH, die neue Band rund um den Ex-Sensual Love- Drummer. Das Trio rockt und kracht wie schon lange mehr keine Band aus Linz. Frisch und rotzfrech in der Tradition von Bands wie z.B. Arab On Radar! EKH, Wielandgasse 2-4, 1100 Wien U1 /14A Keplerplatz www.med-user.net/ekh ************************************************************ mo., 9.4., 21h @ FLUC/Wien: IN-KATA (bel) + ZIPPO (ita), Dj Superpipo IN-KATA aus Belgien sind quasi QUETZAL mit neuem Drummer. Der Sound auf ihrem Debut-Album "Farewell Masquerade" setzt auch nahtlos bei Quetzal an: experimenteller, innovativer Indie-Rock, Fragilität und Zerstörungswut wechseln sich stimmungsvoll ab, komplex und detailiert sind die Songs. Nie ist diese Band aber anstrengend, im Gegenteil, lauter kleine Meisterwerke zum Reinkippen wie auf eine gute Droge. Auf die eine oder andere Quetzal-Nummer können wir uns live auch freuen. Gelegentlich werden sie mit Bands wie Motorpsycho, Tool oder The Mars Volta verglichen. Als Quetzal veröffentlichten sie auf Conspiracy Rec und tourten in Europa mit Bands wie At The Drive In, Nomeansno, Alice Donut, Submisison Hold, Milemarker, Monochrome, The Make-Up oder Victims Family. www.myspace.com/inkata - www.in-kata.com ZIPPO aus Italien spielen runtergestimmten, doomig-psychedelischen Stoner-Rock, immer wieder mal schön experimentell und schizophren, ohne aber auf fett Rocken zu vergessen. Irgendwo als Schnittmenge von Black Sabbath, Sleep, Electric Wizard, Isis, Cathedral und Mastodon zu finden. Spielten u.a. schon Konzerte mit Brant Björk und Witchcraft. www.zippoband.it - www.myspace.com/zippomusic Auflegen wird der Kollege Superpipo (Superproll Booking/Phal), meistens gern Drone & Hip-Hop, angeblich hat er diesmal auch viel guten country im gepäck, aber lassen wir uns mal überraschen... FLUC, Praterstern 5, 1020 Wien, www.fluc.at ************************************************************ di., 24.4., 22h @ Ekh: EMBERS (oakland/cal) + AUSTIN LUCAS & THE PRESSMEN (cz/us/uk) EMBERS spielen atmosphärischen/experimentellen Black/Death-Metal mit Grind-, Hardcore- und Sludge-Einflüssen. Eine ganz arge Macht, uff: www.myspace.com/embers666 AUSTIN LUCAS & THE PRESSMEN: Nordamerikanischer Singer/Songwriter, der Alternative, Country und Bluegrass mit Folk, Blues, und Hillbillyelementen mischt. Wirkt schräg in Kombination mit Embers. Ist es aber nicht mehr sosehr wenn man weiß, dass der momentan in Prag verweilende Lucas auch der Gitarrist der Orc-Core-Crust-Band Guided Cradle ist, seine Pressman aus ihm und dem Gitaristen der schottischen Punk-Rocker von Oi Polloi! bestehen, er eine split-7" mit Chuck Ragan von Hot Water Music veröffentlicht hat und eine 2. split-7" mit den d -beat-rock'n'rollern Mönster grad in Arbeit ist und sein großartiges Album "The Common Cold" auf dem Hardcore-Label "Sabotage" veröffentlicht wurde. www.myspace.com/austinlucas1 EKH, Wielandgasse 2-4, 1100 Wien U1 /14A Keplerplatz www.med-user.net/ekh ************************************************************ fr., 4.5., 21h @ Creaktiv/Wien: THE LONESOME NOBODYS + ANGRY KID(S) Das CREAKTIV ist ja wohl Wien's lustigster und abgefahrendster Laden und demensprechend nerdig sind auch die an diesem Abend aufspielenden Bands: 1 mal Country & 1 mal ne Angry Samoans 2 Kid Combo. Creaktiv, Landgutgasse 61, 1100 Wien, www.kunstschupfen.at (18/62/65 Station "Kliebergasse", 6/14A/BadenerBahn/S-Bahn Station "Matzleinsdorfer Platz", U1 "Südtirolerplatz" od. "Keplerplatz") ************************************************************ sa., 5.5., 20h @ Tüwi/Wien: THESE ARMS ARE SNAKES (seattle/jade tree) + L'ASINO (wien, www.myspace.com/lasin0) Dirtysoulmusic presents: THESE ARMS ARE SNAKES (Seattle/Jade Tree) TAAS, made of ex-BOTCH- und ex-KILL SADIE-members, hat bereits 3 platten auf Jade Tree. Sie spielen eine Mischung aus Screamo, Math-Core & Noise-inspired Rock. mit ihrem aktuellen longplayer "easter" sind sie grad auf großer tour. am 5.5. kommen sie von italien zu uns hoch um uns den hintern mit fetzintelligentem noise-rock und erfrischenden experimentals zu rocken. www.myspace.com/thesearmsaresnakes L'ASINO (Wien) hat noch nie wer gesehen. ist ja auch das debüt der 3 rotzpipen. der esel (auf italienisch L'asino) besteht aus schlagzeux, 5-string und stimme. vertrackter rock mit jazzallüren und experimental-attacken, stop&go-rock-mechanisms touched by fem- vox. außerdem ex-assata/konstrukt/meineinesfleisch u. ex-fresnel. www.myspace.com/lasin0 Tüwi, Peter-Jordan 76, 1190 Wien, www.tuewi.action.at ************************************************************ so., 24.6., 19h @ Arena Wien: LAIR OF THE MINOTAUR (chicago/southern) + CAPRICORNS (london/rise above) LAIR OF THE MINOTAUR Als Steven Rathbone und Donald James Barraca anno 2003 die Grindformation 7000 Dying Rats erstmal auf Eis legten, dauert es nicht lange bis sie mit neuem Drummer Larry Herweg, seines Zeichens Fixbestandteil der Drone-Institution Pelican, neue Wege beschreiten. Lair of the Minotaur, das Nest des Minotaurus, der pestbringenden halb Mensch-, halb Hund-Gestalt, berichten in ihren Texten aus den blutigsten Kapiteln der griechischen Mythologie; Musikalisch huldigen die Chicagoer zu Fleisch gewordenen Heavy Metal Gottheiten Black Sabbath, Venom, Celtic Frost und Slayer. Die Fachpresse überschlägt sich mit Lob und für Fans von ungesüsstem Brachialmetal gibt's hier Einges zu Feiern. www.lairoftheminotaur.com - www.myspace.com/lairoftheminotaur - www.southernlord.com CAPRICORNS Capricorns aus London, wurde 2003 ins Leben gerufen und setzt sich aus aktuellen und ehemaligen Mitgliedern der Bands Bridge & Tunnel, Iron Monkey, Orange Goblin und Dukes of Nothing zusammen. Die Band hat sich auf verschiedenen Tourneen, unter anderem mit den Melvins, einen guten Ruf in der Londoner Szene und bei Neurot /ATP-Afficionados erspielt. Neben Red Sparrows und Pelican, eine weitere Ausnahmeband die beweisen dass es keinen Sänger bedarf um eine glanzvolle Performance abzuliefern. Sie bestechen mit einem großartigen, stimmungsvollen Genre-Mix aus Doom-Punk im Stile von Amebix, Discharge und Konsorten, den Psychedelic-Eskapaden von Pink Floyds und dem düsteren Swing von John Bonham. www.c-a-p-r-i-c-o-r-n-s.com - www.myspace.com/capricornsoflondon - www.riseabeoverecords.com Arena Wien, Baumg. 80, 1030 Wien, www.arena.co.at ************************************************************ so, das war's jetzt aber, eine ruh' is, der sommer sollte da sein und ich mag eigentlich schon meinen bauch in der wiener lobau in die sonne strecken, nix mehr krach, nur mehr caipirinhas... best, alfred p.s.: wer diese aussendungen (ca. 4 mal im jahr) nicht mag kann sich ganz leicht auf der listen-seite abmelden! ||| -(@ @)- -----------------------oOO--(_)--OOo------------------- Best regards, making emo a threat www.bloodshed666.net www.med-user.net/phal www.cyruss.cjb.net www.med-user.net/infomaden www.med-user.net/ekh ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ D) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: Eine veraltete Terminankündigung Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 22:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Tue Mar 27 04:56:49 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Mon, 26 Mar 2007 22:56:49 -0400 Subject: =?ISO-8859-15?B?d2lkZXJzdEBhbmQgbXVuZCAtIERpZW5zdGFnLCAyNy4gTeRyeiAyMDA3?= Message-ID: <354301005.20070326225649@nessizius.com> MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Dienstag, 27. März 2007 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ Kinder, bitte verhütet nicht! Aufklärung a la Jugend für das Leben Von: FrauenLesben fuer das Selbstbestimmungsrecht der Frau ================================================ Einladung zur 1. Mai Demonstration Von: claudia krieglsteiner ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ que[e]r am 28.03.: Technologie, Geschlecht und Gesellschaft - Eine feministische Annaeherung. Von: Rosa Antifa Wien ================================================ Ausfall 1: Die ganze Welt ist Globus / Samstag, 31. M ä rz 2007, 12 Uhr Von: Fritzpunkt / Stadt Theater Wien ================================================ Pressekonferenz: Alle Kärntner-Slowenischen Jugendorganisationen gegen Ortstafelkonsensverhandlungen Von: odbor KSSSD ================================================ 22. April - Reggae-Fest für Asyl in Not Von: office at asyl-in-not.org ================================================ Bildpunkt :: Heft Fruehling 2006 zum Thema "Alles fuer alle!" Von: IG Bildende Kunst ================================================ 28.März : Mende in der Galerie Von: promedia at mediashop.at ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ Presseerklärung der GfbV-Ö betreffend Adullah Öcalan Von: GFBV Hans Bogenreiter ================================================ KPÖ/Artikel 7/Minderheiten/Ortstafeln Von: KPÖ-Information ================================================ KPÖ/Werbeabgabe/Gemeindefinanzen/Regierung Von: KPÖ-Information ================================================ Presseerklärung der GfbV-Ö zur Kurdenfrage in der Türkei Von: GFBV Hans Bogenreiter ================================================ KPÖ/E-Wirtschaft/Verstaatlichungsgesetz/Privatisierung Von: KPÖ-Information ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ Heiligendamm -- Berlin Von: Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================ Heiligendamm Von: Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ Kinder, bitte verhütet nicht! Aufklärung a la Jugend für das Leben Von: FrauenLesben fuer das Selbstbestimmungsrecht der Frau ================================================ http://www.zeit.de/2007/13/OE-Abtreibungsgegner © DIE ZEIT, 22.03.2007 Nr. 13 Kinder, bitte verhütet nicht! Eine katholische Jugendorganisation warnt vor Kondomen und hält in Pflichtschulen Vorträge gegen Abtreibung. Von Gunther Müller Abtreibungsgegner in Österreich haben zwei Gesichter. Das eine kennt man seit vielen Jahren: Es ist das Gesicht jener Männer und Frauen, die Tag und Nacht vor den Abtreibungskliniken Österreichs stehen; die allen Passanten Flugzettel mit Bildern von Embryos in die Hände drücken; die Frauen auf dem Weg in die Kliniken auflauern und ihnen Sätze zuzischen wie: »Du Mörderin tötest dein Kind!« Das andere Gesicht ist der Öffentlichkeit kaum bekannt: Es ist jung, dynamisch und modern. Dieses andere Gesicht sieht aus wie Norbert Rauscher. Der 27-jährige Religionslehrer aus Hönigtal in der Steiermark ist ein groß gewachsener Mann mit blonder Mähne und ruhiger Stimme. Seine Augen werden groß wie die eines wissbegierigen Kindes, wenn er vom »Wunder der Geburt« spricht. Und dann gibt es Momente, in denen er die Mundwinkel weit nach unten zieht und verständnislos den Kopf schüttelt. Zum Beispiel, wenn er in den Nachrichten von einem elfjährigen Mädchen hört, das abtreiben möchte. Oder wenn er hört, dass die »Pille danach« rezeptfrei werden soll. Seit Februar ist Rauscher Vorsitzender der streng katholischen Bewegung »Jugend für das Leben«, die sich nach eigenen Angaben durch »freie Spenden und einen kleinen Beitrag der Kirche« finanziert. Seine Mission: »die Jugend über den Schutz des Lebens und die Folgen eines Schwangerschaftsabbruchs aufzuklären .« Die Antibabypille wird den Schülern als »Frühabtreibung« präsentiert Zum ersten Mal prominent in den Medien vertreten war »Jugend für das Leben« vor knapp zwei Monaten. Im Wiener Einkaufszentrum Lugner City ist die sexualmedizinische Klinik Venus Med eröffnet worden, in der auch Abtreibungen durchgeführt werden. Rauscher organisierte eine Demonstration gegen »diesen Wahnsinn«. Über hundert Anhänger von »Jugend für das Leben« haben sich gemeinsam mit dem Salzburger Weihbischof Andreas Laun, laut Rauscher ein »langjähriger Freund und Unterstützer der ersten Stunde«, vor der Lugner City versammelt. »Jugend für das Leben« rief zum Boykott des Einkaufszentrums auf. Bislang fand die Gruppe mehr als 12000 Unterstützer. Solche publikumswirksamen Auftritte sind für »Jugend für das Leben« aber eher untypisch. Ihre Hauptaufgabe sieht die Organisation anderswo: in den Schulklassen. Jedes Jahr werden Rauscher und die 70 Mitglieder der Organisation von Religionslehrern in Schulen eingeladen, um Referate zum Thema Abtreibung zu halten. »Wir sind jährlich in etwa 100 Hauptschulen und Gymnasien, bei den 13- bis 14-Jährigen«, erzählt Rauscher. Bei einem solchen Schuleinsatz von Journalisten begleiten lassen möchte sich »Jugend für das Leben« jedoch nicht. Auch will niemand in der Organisation bekanntgeben, in welchen Schulen die Referate bisher stattgefunden haben. Nur so viel: Vor allem in der Steiermark und in Wien sei man bisher aktiv gewesen. Anzeige Nicht einmal der Schuldirektor müsse informiert werden, wenn ein Religionslehrer Gastreferenten einlade, erklärt Hannes Körbler, in der steirischen Landesregierung zuständig für die Pflichtschulen. »Es ist daher schwer herauszufinden, wo solche Vorträge stattfanden.« Körbler hat erst durch die Anfrage der ZEIT von den Schulbesuchen erfahren. Auch Bettina Vollath, steirische Bildungslandesrätin (SPÖ), musste sich erst bei den Schulinspektoren informieren. Sie meint: »Das ist ja eine unglaubliche Sache.« Vollath kündigt eine »dringende Empfehlung« an die Pflichtschulen an, auf Vorträge von »Jugend für das Leben« zu verzichten, räumt aber ein, dass dies letztlich Sache der Religionslehrer sei. Selbst das Katholische Schulamt – österreichweit für den Religionsunterricht zuständig – habe die Schulen bereits in einer Erklärung aufgefordert, solche »extremen Inhalte« aus dem Unterricht zu verbannen, sagt Vollath. Ähnlich die Reaktion aus dem Büro von Bildungsministerin Claudia Schmied: Man werde die Erzdiözese mit den »radikalen Inhalten« der Vorträge konfrontieren und an die Schulleitungen appellieren, sensibel vorzugehen. An der Autonomie des Religionsunterrichts wolle man aber nicht rütteln. Wie radikal die Inhalte der Vorträge tatsächlich sind, lässt sich auf der Website von »Jugend für das Leben« nachprüfen. Dort können die Referate als »Slideshow« angeklickt werden: Im ersten Teil steht der Beginn des menschlichen Lebens im Vordergrund: Es beginne bei der Geburt. Anhand von Bildern wird erklärt, wann sich bei Embryos die Augen und Finger entwickeln und wann die ersten menschlichen Körperzüge erkennbar sind. Danach folgt der abschreckende Teil: Verschiedene Abtreibungsmethoden sowie seelische und körperliche Folgen einer Abtreibung für die Frauen werden erläutert. Verhütungsmittel wie Antibabypille und Spirale werden den Schülern dabei als »Frühabtreibung« vorgestellt. An anderer Stelle wird die Bestrafung von abtreibenden Ärzten gefordert. Teil des Vortrags sind auch Schock-Bilder von abgetriebenen Föten, vorweg mit der schriftlichen Warnung: »Empfindlichen Personen wird empfohlen, weg zu sehen.« »Falsche Darstellung medizinischer Fakten ist religiöse Manipulation« Für den renommierten Gynäkologen Christian Fiala, der seit vielen Jahren Abtreibungen in Österreich durchführt, sind diese Referate ein »absoluter Skandal«. Er ortet »religiöse Manipulation, weil medizinische Fakten falsch dargestellt werden und von einem Schwangerschaftsabbruch ein völlig verkehrtes Bild vermittelt wird«. Vor allem an den beschriebenen Spätfolgen des Abbruchs – Unfruchtbarkeit, erhöhte Fehlgeburtenrate, Schwäche des Gebärmutterhalses – stößt sich Fiala: »Bei einem fachgerecht vorgenommenen Eingriff passiert so etwas nicht.« Was in den Referaten abseits des auf der Website ersichtlichen Standardprogramms sonst noch erzählt wird, lässt sich freilich nicht überprüfen. Rauscher versichert: »Meine sonstigen Überzeugungen fließen in die Vorträge bestimmt nicht ein.« Persönlich lehne er Verhütungsmittel generell ab. In den Schulen werde diese Ansicht allerings nicht vertreten, beruhigt er. Seit ein paar Tagen befindet sich jedoch auf der Website von »Jugend für das Leben« ein Kommentar zur Kondomkampagne der ÖVP-Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky gegen die Ausbreitung von Aids. Sie wird dort als »völlig verkehrter Ansatz« kritisiert. Rauschers Abtreibungsgegner halten es da lieber mit der erzkonservativen Doktrin des Vatikans: 100-prozentigen Schutz gebe es nur durch »Treue und Enthaltsamkeit«. Dieser Artikel wurde für die wöchentliche Österreich-Ausgabe der ZEIT geschrieben » Nachrichten aus dem Zentrum: Das Österreich-Blog auf ZEIT online » © DIE ZEIT, 22.03.2007 Nr. 13 -- FrauenLesben für das Selbstbestimmungsrecht der Frau mailto: Selbstbestimmungsrechtderfrau at gmx.net ---- detaillierte Informationen zur Abtreibung und den Methoden der radikalen Abtreibungsgegnerschaft auf http://www.die-abtreibung.at.tf --- ================================================ Einladung zur 1. Mai Demonstration Von: claudia krieglsteiner ================================================ *Aufruf zur Demonstration am 1. Mai 2007 * *Ab 10.00 Treffpunkt Albertina Ca. 11.30 Abschlusskundgebung beim Parlament* Für uns ist der Erste Mai mehr als Nostalgie und eine Gelegenheit, bei der die traditionellen Organisationen der ArbeiterInnenbewegung ihre Fahnen aus dem Keller holen. Wir wollen an diesem internationalen Tag, geschichtliche Erfahrungen mit den heutigen politischen Forderungen verbinden und diese Einheit sichtbar machen. Daher demonstrieren wir am Ersten Mai sowohl für eine Erneuerung der Gesellschaft und gleichzeitig für die Erneuerung der ArbeiterInnenbewegung und der Linken. Die SPÖ wird dieses Jahr das Selbstbewusstsein einer Partei demonstrieren, die nach 7 Jahren Opposition nun wieder den Bundeskanzler stellt. Wir teilen die Befriedigung über die Abwahl der blau/orange/schwarze Regierung Wolfgang Schüssels. Nach wenigen Wochen der Regierung Gusenbauer ist aber auch klar, dass zu (Selbst)Zufriedenheit kein, sondern vielmehr Anlass zur Sorge besteht. *Rot-schwarze Regierung kein Anlass zur (Selbst)Zufriedenheit* Entgegen dem Wahlversprechen werden die Studiengebühren, die die Konservativen als finanzielle und symbolische Barriere gegen junge Menschen aus sozial benachteiligten Schichten eingeführt haben, nicht abgeschafft. Die vom Sozialminister angekündigte soziale Grundsicherung, die noch nicht fixiert ist, erinnert in der vorgeschlagenen Form an das unsoziale Hartz IV-Gesetz in Deutschland. Konkret und kurzfristig beschlossen sind bereits Verschärfungen des Arbeitslosenrechtes, insbesondere der Zumutbarkeitsbestimmungen. __ Es ist nicht alleine die Unterordnung unter die Forderungen der ÖVP, die für die Enttäuschung Vieler verantwortlich ist, sondern vor allem die Unterordnung unter die Interessen des Kapitals und die neoliberale Politik der EU, die die Lebens- und Arbeitsbedingungen für immer mehr Menschen prekär macht. Die neuerliche Enttäuschung durch diese Politik könnte zu einem abermaligen Anwachsen der beiden ausländerfeindlichen und rechtsextremen Parteien im österreichischen Parlament führen. Daher ist der Erste Mai auch als Tag des Gedenkens an Marcus Omofuma von Bedeutung, des ersten Todesopfers des österreichischen Staatsrassismus, dessen Schicksal in der breiten Öffentlichkeit bekannt wurde. Wir rufen auf, am Ersten Mai für eine solidarische Gesellschaft zu demonstrieren, in der die Gleichheit aller Frauen und Männer unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem religiösen Bekenntnis hergestellt wird, und wir fordern von der Regierung eine Sozial- und Wirtschaftspolitik, die die dafür notwendigen Voraussetzungen schafft. Wir treten ein für * Eine radikale Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnverlust, einen Mindestlohn und ein existenzsicherndes Grundeinkommen * Eine Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums zu Gunsten derer, die ihn erarbeiten; eine gerechte Aufteilung der Arbeit zwischen den Geschlechtern und die Überwindung von geschlechtshierarchischer Ausbeutung * Eine Einwanderungs- und Asylpolitik, die die Menschenrechte respektiert sowie Gleiche Rechte für alle in Österreich lebenden Menschen * Für die Durchsetzung von gesellschaftlichen Verhältnissen, in denen die Menschen in Würde und Freiheit durch ihre Arbeit demokratisch miteinander kooperieren können, statt dem Kapital zu dienen. *Für Internationalismus und Solidarität* Krieg, Hungerkatastrophen und der drohender Zusammenbruch des Öko-Systems verdeutlichen die weltweite Inhumanität und Unvernunft des sich globalisierenden Kapitalismus. Seit 117 Jahren ist der Erste Mai ein Tag, an dem sich auch die Sehnsucht der Menschen nach einer besseren Welt ausdrückt. Die Welt, für die wir kämpfen, ist eine friedliche Welt, in der das Recht jedeR Einzelnen, sich zu verwirklichen, die Voraussetzung der Freiheit aller bildet. Österreichs Politik steht dem in vielen Bereichen entgegen, könnte aber Beispiele setzen: etwa durch den Verzicht auf militärische Aufrüstung und eine konsequente Neutralitätspolitik. Wir fordern die sofortige Stornierung des Ankaufs der Euro-Fighter. Die heutige EU ist, entgegen allen Versprechungen, weit davon entfernt für eine andere Politik oder eine Alternative zum Militarismus der USA zu stehen. Sie stellt heute einen Teil des Problems und nicht der Lösung dar. Es darf daher keine EU-Verfassung gegeben, in der das kapitalistische System festgeschrieben und die den Bevölkerungen auf autoritäre Weise und ohne Volksabstimmungen oktroyiert wird. Das Personenkomitee 1. Mai 2007 ruft zur gemeinsamen Demonstration in Wien auf: Atila Akkaya, Fuad Jaber, Claudia Krieglsteiner, Peter Ulrich Lehner, Melitta Nicponsky, Andreas Pecha, Bernhard Redl, Alois Reicnebichler, Dieter Schrage, Lilian Stadler und Natascha Wanek Unterstützende Organisationen: ARGE für Wehrdienstverweigerung, Gewaltfreiheit und Flüchtlingsbetreuung, Friedensinitiative Donaustadt, Gewerkschaftlicher Linksblock (GLB), Hiroshima-Gruppe Wien, Irakisches Haus, Lili-KSV Kommunistischer StudentInnenverband, KPÖ - Wien, ÖDP- Plattform für Freiheit und Solidarität, Verein Alternative Demokratie -- ada.co.at, Wiener Friedensbewegung _______________________________________________ Widerstand mailing list Widerstand at no-racism.net http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/widerstand ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ que[e]r am 28.03.: Technologie, Geschlecht und Gesellschaft - Eine feministische Annaeherung. Von: Rosa Antifa Wien ================================================ Mittwoch 28. Maerz: Technologie, Geschlecht und Gesellschaft Eine feministische Annaeherung. Gender Mainstreaming ist in aller Munde. Es gilt, Geschlechterperspektiven in alle Bereiche, d.h. in den Mainstream hineinzubringen. In Bezug auf Informatik und IT wird dies meist so verstanden, dass unterschiedliche Zugaenge von Frauen und Maennern beruecksichtigt werden sollen. Geschlechterdifferenzen werden eher betont als abgebaut; Defizite der technischen Kompetenz bei den Frauen gesehen. Demgegenueber moechte ich den Blick auf die Technologien selbst richten und die in sie eingeschriebenen "Politik" diskutieren: Wie werden Geschlecht und andere Ungleichheitsstrukturen in technische Produkte eingeschrieben? Welche Alternativen zu den vorherrschenden Praktiken liessen sich vorstellen? Und was koennen Strategien sein, um Software und IT in einem gesellschaftskritischen und feministischen Sinne zu konstruieren? Vortrag und Diskussion mit Corinna Bath Eine gemeinsame Veranstaltung von que[e]r und tech:babbel ############### Ort: que[e]r. Wipplingerstrasse 23 / 1010 Wien (die Stiegen hinunter) Veranstaltungsbeginn: 20:00 geoeffnet von 18:30-24:00 ############### Naechste Woche: Euromayday 2007 Film(e) und Diskussion mit Leuten aus dem Vorbereitungsplenum http://euromayday.at Weitere Infos siehe: http://raw.at/queer/ -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# _______________________________________________ Widerstand mailing list Widerstand at no-racism.net http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/widerstand ================================================ ================================================ Ausfall 1: Die ganze Welt ist Globus / Samstag, 31. M ä rz 2007, 12 Uhr Von: Fritzpunkt / Stadt Theater Wien ================================================ Fritzpunkt http://www.fritzpunkt.at Büro für theatralische Sofortmaßnahmen Das Büro für theatralische Sofortmaßnahmen bittet zum Ausfall 1: Die ganze Welt ist Globus Nach einer langdauernden Supervisionsbehandlung und eingehender Evaluierung seiner bis dato angewandten theatralen Mittel fällt das Büro für theatralische Sofortmaßnahmen jetzt aus. Nicht so, wie Sie das jetzt vielleicht fürchten. Oder vielleicht doch. Jedenfalls hat das Büro für theatralische Sofortmaßnahmen erkannt, daß der Fritzpunkt auch nur eine Rolle ist und besetzt diese Rolle für die erste Exkursion zur Zuschaukunst mit dem Performer Martin Haas. Da Ausfälle im Gegensatz zu den vom Büro für theatralische Sofortmaßnahmen vor kurzem durchgeführten Ernstfällen keine Aufführungen sind, findet der erste Ausfall am einzigen Ort statt, der in Wien noch Überblick bietet und wo es explizit um eine Darstellungsart von Welt geht: Besuchen Sie mit uns das Globenmuseumin der Herrengasse 9. Naturgemäß übernehmen wir dafür keine Ausfallhaftung, aber wir bezahlen Ihnen den Eintritt. Treffpunkt: Im Innenhof Herrengasse 9, 1010 Wien Samstag, den 31. März 2007, 12 Uhr Limitierte Platzanzahl! Notwendige Anmeldungund Information unter: +43 (0)699 11685616 buero at fritzpunkt.at http://www.fritzpunkt.at Fritzpunkt Büro für theatralische Sofortmaßnahmen Ein Konzept des Stadt Theater Wien PS. Besten Dank für die Übernahme dieser Dachmarke! _______________________________________________________ Wenn kein Zusendung mehr erwünscht, bitte mit Nein im Betreff zurück. Danke für Ihre Mithilfe. ================================================ ================================================ Pressekonferenz: Alle Kärntner-Slowenischen Jugendorganisationen gegen Ortstafelkonsensverhandlungen Von: odbor KSSSD ================================================ Sehr geehrtes Redaktionsteam! Wir möchten Sie hiermit sehr herzlich zu unserer Pressekonferenz am 29. März 2007 um 10 Uhr im Café Stein einladen. Präsentiert wird erstmals eine gemeinsame Erklärung aller Kärntner-Slowenischen Jugendorganisationen zum Ortstafelkonflikt. Vorweggenommen sei, dass wir allen derzeitigen Bestrebungen, eine »Konsenslösung« herbei zu führen, energisch widersprechen, bedeutet dies doch die endgültige Einzementierung des Unrechts. Donnerstag, 29.03.2007, um 10 Uhr Café Stein Währinger Straße 6-8 1090 Wien Für Speisen und Getränke wird gesorgt. Unterstützt wird unsere Stellungnahme u.a. von Andrè Heller, Martin Kusej und Ernst Kaltenegger. Kärntner-Slowenische Jugendorganisationen: Klub slowenischer Studentinnen und Studenten in Wien - KSSSD Klub slowenischer Studentinnen und Studenten in Graz - KSSSG Klub slowenischer Studentinnen und Studenten in Kärnten - KSSSK Junge Einheitsliste – junge EL Kärntner Schülerverband – KDZ Weitere Informationen: 0650 / 9738514 (Drago Sticker) -- ****************************************** Klub slovenskih studentk in studentov na Dunaju Klub slowenischer StudentInnen in Wien Mondscheingasse 11 1070 Wien/Dunaj +43 (0)1 5264667 ksssd at gmx.net www.ksssd.org ****************************************** Wollen Sie in Zukunft keine Zusendungen mehr erhalten, antworten Sie mit dem Betreff: abmelden. Ce v prihodnosti nocete vec sprejeti informacije kluba, prosim odgovorite s geslom odjava. "Feel free" - 10 GB Mailbox, 100 FreeSMS/Monat ... Jetzt GMX TopMail testen: www.gmx.net/de/go/mailfooter/topmail-out _______________________________________________ Widerstand mailing list Widerstand at no-racism.net http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/widerstand ================================================ ================================================ 22. April - Reggae-Fest für Asyl in Not Von: office at asyl-in-not.org ================================================ Vorankündigung: Sonntag, 22. April 2007, ab 18 Uhr Asyl in Not Sunday Festival im WUK 1090 Wien, Währingerstraße 59 U 6 (Währingerstraße/Volksoper) Ein beeindruckendes Line-Up: neben dem Headliner House of Riddim gehen Marlene Johnson, Jah Meek und Jah Sesco zu Werke. Mit Iriepathie sind zudem die Gewinner des letztjährigen FM4 Alternative Awards ebenfalls live zu sehen. Komplettiert wird das hochkarätige Gesamtpaket von Bongoreggae und Monomania! Die Veranstalter, „Austrian Rebel“ und die „Root Camp Clique“, engagieren sich aktiv gegen rassistische Politik. Sie wenden sich in ihrem Aufruf zum „Sundayfestival“ gegen das neue Asyl- und Fremdenrecht, das seit Anfang 2006 in Kraft ist, weil es „Massendeportationen und massenhafte Inhaftierungen tausender Menschen ermöglicht, die nichts verbrochen haben, außer über unsere Grenze zu flüchten.“ Der Erlös dient zur Gänze der weiteren Arbeit von Asyl in Not. Aus dem Programm: DIE TOP-ADRESSE FÜR ROOTS-REGGAE Das "House of Riddim" in der Nähe von St. Pölten, Österreich, gilt als erstklassige Schöpferstätte wunderbar groovender Roots Riddims. Gepaart mit österreichischem Charme bietet das House of Riddim eine Quelle der Inspiration und Kreativität für die Künstler. Wegen ihres Roots Reggae wird die House of Riddim Band von vielen verschiedenen Artists als Backing Band gebucht. Weitere Ankündigungen folgen. Das gesamte Programm finden Sie unter: www.sundayfestival.at Karten: Vorverkauf 10.- Euro, Abendkasse 12 Euro. Erhältlich bei: Roots Messenjah Records, Stumpergasse 48, 1060 Wien Black market, Gonzagagasse 9, 1010 Wien Goalgetter.at, Florianigasse 31/5, 1080 Wien Jugendinfo.at, Franz Josefs Kai 51, 1010 Wien Flyer und Plakate erhalten Sie auch bei uns: Asyl in Not Währingerstraße 59 1090 Wien office at asyl-in-not.org Spendenkon 92.034.400 www.asyl-in-not.org Zum Abmelden besuchen Sie bitte folgenden Link: http://www.asyl-in-not.org/php/member.php?mode=signout ================================================ ================================================ Bildpunkt :: Heft Fruehling 2006 zum Thema "Alles fuer alle!" Von: IG Bildende Kunst ================================================ :::::::::: Bildpunkt :::::::::: Zeitschrift der IG Bildende Kunst Heft Frühling 2007: Alles für alle! Erstmals erscheint eine Ausgabe des Bildpunkt zum Thema einer Ausstellung der Galerie IG Bildende Kunst. Wie die zurückliegende Ausstellung "Nichts für uns, alles für alle. Strategischer Universalismus und politische Zeichnung" wirft nun auch der Bildpunkt Fragen nach "uns" und "allem" auf und diskutiert sie in dem vorliegenden Heft weiter. Gewissermaßen gerahmt wird diese Diskussion von zwei Texten (von Jens Kastner bzw. Ricardo Martínez Martínez) zur Zapatistischen Bewegung aus Chiapas/Mexiko, der der Titel gebende Slogan entlehnt ist. Antonella Corsani greift in ihrem Beitrag die (bereits im Bildpunkt zum Thema Streik diskutierten) Kämpfe der Intermittents und Prekären in Frankreich auf und diskutiert sie als "von Fragen des 'Wir' und des 'Alle' durchkreuzt". Die Frage, was eigentlich unter einem "strategischen Universalismus" zu verstehen sein könnte, wird von den verschiedenen Beiträgen auf unterschiedliche Arten und Weisen beantwortet. Hatten sich feministische Kämpfe häufig um eine Identität als Frau gruppiert, scheint mit der queer-Bewegung eine neue, vielleicht strategisch universalistische Phase emanzipatorischer Geschlechterpolitik eingeläutet worden zu sein. Erika Doucette erklärt, was es mit queer auf sich hat, wie sich die Vokabel möglicherweise ins Deutsche übertragen lässt und was das alles mit "strategischem Universalismus" zu tun hat. So entstehen Teilantworten, wie sie auch aus den Zeichnungen von Bini Adamczak zu lesen sind. Auch im Gespräch mit der Aktivistin Belinda Kazeem und der Künstlerin Ulrike Müller geht es um queere Ansätze. Allerdings scheinen sie hier gar nicht so unvereinbar mit Vorstellungen von partikularen Gemeinschaften zu sein, wie der Anspruch eines Universalismus zunächst nahe legt. Fragen der Bildung von Allianzen, auch zwischen KünstlerInnen und AktivistInnen, werden im Text von Lilian Engelmann wieder aufgegriffen. Effekt solcher Bündnisse ist auch das Poster von Oliver Ressler und David Thorne. Die Recherchegruppe zu Schwarzer österreichischer Geschichte hat die Rückseite gestaltet. Vlatka Frketic hat wieder die Glosse verfasst. Auch der kulturpolitische Innenteil dieser Ausgabe widmet sich mit einem Interview von Käthe Knittler zur Frauenfrühlingsuni und einem Text zur Prekarisierung von KünstlerInnen und deren Situation beim AMS (Eva Simmler) Themen, die nicht weit vom Heftschwerpunkt entfernt liegen. ::::::: Bildpunkt erscheint vier Mal im Jahr. Jede Ausgabe widmet sich einem Themenschwerpunkt. Zentral sind dabei ästhetische, aktivistische und theoretische Strategien samt ihrer gegenseitigen Verschränkungen und Überschneidungen. ::::::: Redaktion: Eva Dertschei, Jens Kastner (Koordination), Daniela Koweindl, Nora Sternfeld, Carlos Toledo ::::::: Versand-Abos sind zum Kostenbeitrag von EUR 12,- (Inland) bzw. EUR 16,- (Ausland) pro Jahr über die IG Bildende Kunst zu beziehen. ::::::: Bildpunkt bestellen: IG Bildende Kunst Gumpendorfer Straße 10-12 A-1060 Wien Email: office at igbildendekunst.at Tel.: +43 (0)1 524 09 09 ::::::: Bildpunkt ::::::: Zeitschrift der IG Bildende Kunst ::::::: http://www.igbildendekunst.at/bildpunkt .....Erklärung gemäß § 107 TKG: Seit 1. März 2006 dürfen Email-Zusendungen ausschließlich mit dem Einverständnis der EmpfängerInnen zugesendet werden. Sollten Sie keine weiteren Informationen der IG Bildende Kunst beziehen wollen, so ersuchen wir Sie um eine kurze Mitteilung. _______________________________________________ Widerstand mailing list Widerstand at no-racism.net http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/widerstand ================================================ ================================================ 28.März : Mende in der Galerie Von: promedia at mediashop.at ================================================ Promedia Verlag und Galerie "mel-contemporary" laden zur:Buch- und Bildpräsentation von Julius Mende, Die sexuelle Welle.ZwischenSinnlichkeit und Vermarktung. Bilder und Texte ISBN 978-3-85371-266-5, br., 240 Seiten, reich und farbigbebildert, 19,90 Euro Kraft.Punkt.Schau des Malers und Autors JuliusMende Wann? Mittwoch,28. März 2007, um 19 Uhr Wo? In derGalerie mel-contemporary, Christineng. 2, 1010 Wien im Anschluss an die Präsentation wird ein Gläschen Wein gereicht. Mit freundlichen Grüßen Hannes Hofbauer/ Promedia Verlag P.S.: Das Buch liegt im gut sortierten Buchhandel aufoder kann direkt beim Verlag bestellt werden: Promedia Verlag Wickenburgg. 5/12 1080 Wien promedia at mediashop.at www.mediashop.at ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ Presseerklärung der GfbV-Ö betreffend Adullah Öcalan Von: GFBV Hans Bogenreiter ================================================ Presseerklärung der GfbV-Österreich, Wien am 26.3.2007 Der Erklärung der Anwälte des im Imranli Hochsicherheitsgefängnis sitzenden Abdullah Öcalan zufolge wird ihr unter erschwerten Bedingungen gefangen gehaltener Mandant vergiftet. Dies gehe aus einer toxologischen Untersuchung einiger Haare des Gefangenen durch ein Institut in Oslo hervor, das überhöhte Chrom- und Strontiumwerte festgestellt hat. Sollte der Vorwurf zutreffen, würde die GfbV darin einen gravierenden Verstoß gegen das in der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) festgelegte Recht auf Leben sehen, das grundsätzlich für alle Menschen, also auch für Häftlinge, gelten muss. Darüber hinaus würde dies eine Eskalation der Gewalt im ohnehin gravierenden ethnischen Konflikt zur Folge haben. Die GfbV-Österreich appelliert daher - an die zuständigen türkische Ämter, eine lückenlose Aufklärung des bestehenden Verdachts in die Wege zu leiten, - und an das europäischen Parlament, die Türkei darauf aufmerksam zu machen, dass sie die EMRK ratifiziert hat und daher die Garantie des Lebens jeder Einzelperson, auch Gefangener, zu gewährleisten hat. Rückfragehinweis: Mag. Mustafa Akgün, Tel. 0676/75 33 851 Gesellschaft für bedrohte Völker - Österreich Menschenrechtsorganisation, ZVR: 976595297 Untere Viaduktgasse 53/7A A-1030 Wien Tel: +43/1/503 49 90 Fax: +43/1/503 13 36 Homepage: www.gfbv.at E-mail: office at gfbv.at Vereinskonto: 7.238.909 BLZ: 60000 ================================================ ================================================ KPÖ/Artikel 7/Minderheiten/Ortstafeln Von: KPÖ-Information ================================================ KPÖ-Pressedienst – Drechslergasse 42, 1140 Wien – Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 – Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail info at kpoe.at – Web www.kpoe.at - Ausgabe vom 26. März 2007 Messner (KPÖ): Artikel 7 statt Konsens mit Heimatdienst Bundessprecher Mirko Messner & Ernest Kaltenegger unterstützen Forderungen der Kärntner-Slowenischen Jugendorganisationen "Die schwarz-blaue Regierung ist Vergangenheit, ihr minderheitenpolitisches Konstrukt -- die "Konsensgruppe" des Prof. Karner -- sollte es auch sein", so die Reaktion von KPÖ-Bundessprecher Mirko Messner zu den Resultaten der jüngsten Gespräche der "Konsensgruppe". Messner weiters: "Es bedarf keiner Kompromisse bzgl. der Aufstellung zweisprachiger Ortstafeln. Der Artikel 7 des österreichischen Staatsvertrags ist durch die Bundesregierung umzusetzen; er sieht die Zweisprachigkeit der Topographie im gesamten zweisprachigen Gebiet vor. Dieses ist allgemein und auch den Kärntner Behörden bekannt. Dass es bis heute nicht geschehen ist, liegt in der Verantwortung der österreichischen Parteien, die bis auf den heutigen Tag nicht willens sind, einen Strich zwischen sich und dem minderheitenfeindlichen Nationalismus bzw. WählerInnenpotential in Kärnten zu ziehen." Mirko Messner unterstützt daher, ebenso wie der Vorsitzende der steirischen Landtagsklubs der KPÖ, Ernest Kaltenegger, die gemeinsame Erklärung aller Kärntner-Slowenischen Jugendorganisationen zum Ortstafelkonflikt, die am Donnerstag, 29. März, bei einer Pressekonferenz in Wien präsentiert werden wird. Hintergrund: Die so genannte Kärntner "Konsensgruppe", die unter der Leitung von Prof. Karner an einer "Kärntner" Interpretation des VfGH-Urteils zu den zweisprachigen Ortstafeln arbeitet, hat wieder getagt. Es ist unbekannt, ob sie von der derzeitigen Regierung einen Auftrag dazu erhalten hat oder ob sie sich selbst das Mandat verlängert hat, das ihr -- bzw. dem Prof. Karner -- von Ex-Bundeskanzler Schüssel verliehen worden ist, um unter Einbeziehung "heimattreuer" Kärntner Verbände und von Repräsentanten slowenischer Organisationen der österreichischen Bundesregierung einen "Kompromiss" in Sachen zweisprachiger Topographie vorzulegen. Minderheitenpolitisch betrachtet hatte Schüssel auf diese Weise den "Kärntner Heimatdienst" zum Maßstab österreichischen Minderheitenschutzes erhoben bzw. Exponenten der Kärntner nationalistischen Rechten zu salonfähigen Gesprächspartnern geadelt. Das Resultat des jüngsten Gesprächs der "Konsensgruppe" ist offensichtlich in gewissem Rahmen frei interpretierbar -- der Heimatdienst-Obmann Feldner spricht mit Blick auf seine Klientel von 67 Ortstafeln für "ganz kleine" Ortschaften, die zu den bestehenden 77 bis zum Jahr 2010 dazukommen sollen. Andere berechnen insgesamt die Zahl 170, die es bis 2009 geben soll. Des Weiteren verwirft die Karner-Gruppe den eigenen bisherigen Standpunkt in einem anderen Punkt: hatte es vor Monaten noch geheißen, eine in Verfassungsrang gehobene "Öffnungsklausel" sei nötig, um jenen Gemeinden auch in Zukunft zweisprachige Aufschriften zu ermöglichen, in denen sich mehr als 10 Prozent der Wahlberechtigten für Zweisprachigkeit aussprechen, ist jetzt nur mehr von einem "Antragsrecht" an die Regierung die Rede, die dann eben zu entscheiden habe. So ein Antragrecht, so KPÖ-Bundessprecher Mirko Messner, "gibt es allerdings bereits, und jede Staatsbürgerin sowie jeder Staatsbürger kann davon Gebrauch machen, einzeln oder in Gruppen, ebenso wie die Bundesregierung bereits heute mit solchen Anträgen machen kann, was sie will." Man sieht, so Messner, "der Weg nach unten hat noch immer ein Gefälle." _______________________________________________ Widerstand mailing list Widerstand at no-racism.net http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/widerstand ================================================ ================================================ KPÖ/Werbeabgabe/Gemeindefinanzen/Regierung Von: KPÖ-Information ================================================ KPÖ-Pressedienst – Drechslergasse 42, 1140 Wien – Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 – Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail info at kpoe.at – Web www.kpoe.at - Ausgabe vom 26. März 2007 Steht der nächste Umfaller der SPÖ bei der Abschaffung der Werbeabgabe an? Bundesregierung verlangt von Gemeinden Mitfinanzierung und höhlt gleichzeitig deren Finanzgrundlage aus Als massiven Angriff auf die Finanzgrundlagen der Gemeinden bezeichnet die KPÖ den Vorstoß des Zeitungsverbandes für die Abschaffung der Werbeabgabe: „Damit würde die Finanzgrundlage der Gemeinden nach der Abschaffung der Erbschafts- und Schenkungssteuer noch stärker ausgehöhlt“, kritisiert KPÖ-Kommunalsprecher Leo Furtlehner und sieht schon den nächsten Umfaller von SPÖ-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer kommen. Für eine Abschaffung hatte sich vor der letzten Nationalratswahl bereits der frühere Finanzminister Karl-Heinz Grasser stark gemacht. Von der 2007 mit 170 Millionen Euro veranschlagten Erbschaftsteuer erhalten die Gemeinden im Wege des Finanzausgleichs einen Anteil von 11,605 Prozent, von der mit 108 Millionen Euro veranschlagten Werbeabgabe jedoch einen Anteil von 86,917 Prozent. Die früher länderweise sehr unterschiedlich gehandhabte Anzeigen- und Ankündigungsabgabe wurde 2000 bundesweit einheitlich zur Werbeabgabe auf Inserate, Plakate und Werbespots zusammengefaßt, was trotz Senkung von zehn auf fünf Prozent einen Fortschritt für die Gemeinden darstellte. Eine Abschaffung dieser Steuer würde nicht nur ein enormes Loch in die Gemeindefinanzen reißen, sondern auch die ohnehin schon unerträglichen Flut meist sinnloser Werbung weiter vergrößern. Die Werbebranche und die Medienindustrie beklagen die Werbeabgabe zwar als wettbewerbsverzerrende Belastung, es gibt jedoch kein wie immer geartetes Anzeichen dafür, daß ein Verzicht auf diese Steuer für die KonsumentInnen eine Verbilligung der beworbenen Produkte und Leistungen bringen würde, sondern vielmehr eine Ausweitung der größtenteils verzichtbaren und unproduktiven Werbung und eine Steigerung der Profite der Werbewirtschaft beabsichtigt ist. Der Angriff auf die komunalen Finanzen ist aktuell vor dem Hintergrund zu sehen, dass die neue Bundesregierung eine Reihe von Maßnahmen auch auf Kosten der ohnehin zunehmend finanzmaroden Gemeinden finanzieren will. So sollen etwa die Gemeinden zur Finanzierung der geplanten Bedarfsorientierten Mindestsicherung herangezogen werden und zur Pflege im häuslichen Bereich und bei der Verkleinerung der Klassenschülerhöchstzahlen durch notwendige bauliche Maßnahmen kräftig mitzahlen. Es ist bezeichnend für den Stil der Regierung, wie sie Maßnahmen auf Kosten anderer Gebietskörperschaften zu finanzieren gedenkt und gleichzeitig durch die Hintertür deren Finanzgrundlage aushöhlt. Sogar der oö Soziallandesrat und Gemeindereferent Josef Ackerl (SPÖ) erteilte in diesem Zusammenhang „seinem“ Sozialminister Erwin Buchinger einen Ordnungsruf und meinte, „die Gemeinden und Länder können die verbleibenden Kosten bestreiten und die Angebote entsprechend ausbauen, wenn der Bund ihnen die dafür notwendigen Mittel zugesteht“. _______________________________________________ Widerstand mailing list Widerstand at no-racism.net http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/widerstand ================================================ ================================================ Presseerklärung der GfbV-Ö zur Kurdenfrage in der Türkei Von: GFBV Hans Bogenreiter ================================================ Presseerklärung der GfbV-Österreich, Wien am 26.3.2007 Die Türkei läuft wieder Gefahr, eine parlamentarische Lösung der Kurdenfrage zu verspielen. Februar und März 2007 waren durch Verhaftungen und Hetzkampagnen gegen Funktionäre der pro-kurdischen DTP (Partei der demokratischen Gesellschaft) gekennzeichnet. Damit bezwecken die türkischen Behörden offensichtlich, einen Wahlerfolg der DTP und damit deren Einzug ins Parlament zu verhindern. Solche, dem Wesen des Parlamentarismus widersprechende Vorgangsweisen kennt man in der Türkei spätestens seit der Verhaftung von DEP (Demokratische Partei)-Abgeordneten im Jahr 1994. Damals wurde den Verhafteten Separatismus vorgeworfen; sie wurden angeklagt, verurteilt und erst nach zehnjähriger Haft entlassen, nachdem der Europäische Menschenrechtsgerichtshof die Türkei wegen Verstoß gegen den Artikel 13 der EMRK verurteilt und eine neue Gerichtsverhandlung verlangt hatte. Neben den genannten, willkürlichen Verhaftungen stellt die 10 %-Hürde für den Einzug ins Parlament einen kontraproduktiven Faktor bei der Lösung der bestehenden kulturellen, ethnischen, sozialen, politischen und lokalen Probleme des Landes dar: Das Wahlsystem dient dazu, den Einzug der Kurden und anderer Minoritäten ins Parlament zu vereiteln, und verhindert auf diese Weise die Vertretung von Minderheitsinteressen im Parlament und somit eine für alle verbindliche und die Gesamtheit zufrieden stellende Entscheidung. Diese auf die Diskriminierung der Kurden zielende unnachgiebig-nationalistische Haltung soll die Legitimität des Parlaments und der Regierung untermauern. Verhindert wird dadurch die Partizipation der Kurden, was den bestehenden Kurdenkonflikt noch vertieft. Dadurch könnte die ohnehin schon explosive Lage noch gefährlichere Dimensionen annehmen, weil alle Forderungen der ethnischen Gruppen unterdrückt und lediglich unter dem Gesichtspunkt von „Sicherheitsmaßnahmen“ behandelt werden. Die GfbV-Österreich fordert daher von der türkischen Regierung - die Unterbindung aller Repressalien gegenüber Mitgliedern und Funktionären der DTP; - die Senkung der 10 % Hürde auf 4 %, sodass auch kleinere Gruppen die Möglichkeit haben, ihre Interessen im Parlament zu vertreten und parlamentarische Lösungen zu suchen. Rückfragehinweis: Mag. Mustafa Akgün, Tel. 0676/75 33 851 Gesellschaft für bedrohte Völker - Österreich Menschenrechtsorganisation, ZVR: 976595297 Untere Viaduktgasse 53/7A A-1030 Wien Tel: +43/1/503 49 90 Fax: +43/1/503 13 36 Homepage: www.gfbv.at E-mail: office at gfbv.at Vereinskonto: 7.238.909 BLZ: 60000 ================================================ ================================================ KPÖ/E-Wirtschaft/Verstaatlichungsgesetz/Privatisierung Von: KPÖ-Information ================================================ KPÖ-Pressedienst – Drechslergasse 42, 1140 Wien – Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 – Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail info at kpoe.at – Web www.kpoe.at - Ausgabe vom 26. März 2007 E-Wirtschaft muss voll im öffentlichen Eigentum stehen Auf Initiative des kommunistischen Energieministers Karl Altmann wurde vor 70 Jahren das 2. Verstaatlichungsgesetz beschlossen Auf die Bedeutung des öffentlichen Eigentums in der Energiewirtschaft weist die KPÖ anlässlich des 60. Jahrestages der Beschlussfassung des 2. Verstaatlichungsgesetzes am 26. März 1947 durch den Nationalrat hin. Nach der Verstaatlichung von drei Großbanken und der wichtigsten Unternehmen im Bergbau, Erdölförderung und -verarbeitung, Hüttenindustrie, Maschinen- und Metallindustrie, Fahrzeugbau, Elektro- und chemischer Industrie mit dem 1. Verstaatlichungsgesetz im Jahre 1946 folgte auf Initiative des damaligen KPÖ-Energieministers Karl Altmann 1947 das 2. Verstaatlichungsgesetz für die Elektrizitätswirtschaft, das bis heute eine verfassungsmäßige öffentliche Mehrheit im Energiesektor vorschreibt. „Mit dem Antritt der rotschwarzen Koalition steigt jedoch die Gefahr einer Aufhebung dieser Bestimmung, die Regierungsparteien SPÖ und ÖVP haben dazu die erforderliche Zweidrittel-Mehrheit im Parlament“, warnt KPÖ-Wirtschaftssprecher Michael Graber und weist auf die negativen Folgen der Privatisierung im sensiblen Energiesektor etwa durch sinkende Versorgungssicherheit am Beispiel anderer Länder hin. Einen Vorstoß für eine Privatisierung des Verbundkonzerns startete vor kurzem SPÖ-Energiesprecher Kurt Eder. Während ab 1986 als Vorleistung für den EU-Beitritt unter der Regie der großen Koalition von SPÖ und ÖVP in den letzten zwanzig Jahren die Verstaatlichte systematisch zerschlagen und bis auf Restbeteiligungen der ÖIAG bei AUA, OMV, Post und Telekom privatisiert wurde, existiert die öffentliche Mehrheit beim Verbund und den Landesenergiegesellschaften trotz auch hier stattgefundener Privatisierungen bis heute. Aktuell befinden sich noch 51 Prozent des Verbundkonzerns im Besitz der Republik Österreich, jeweils zehn Prozent gehören der EVN und der Wienstrom, fünf Prozent der TIWAG, 24 Prozent befinden sich in Streubesitz (davon 30 Prozent Aktionäre aus Großbritannien, 25 Prozent Schweiz, jeweils 15 Prozent Deutschland und Österreich, restliche 15 Prozent US-Investoren und Streuaktien in Skandinavien, Benelux, Italien, Frankreich und Spanien). Massiv vertreten ist in- und ausländisches Privatkapital auch schon bei drei Landesenergiegesellschaften: EVN (51 Prozent Land NÖ, 35 Prozent Energie Baden Württemberg, 14 Prozent Streubesitz), Energie Steiermark (74,9 Prozent Land Steiermark, 25,1 Prozent EdF), Kärntner Energie Holding (51 Prozent Land Kärnten, 49 Prozent RWE). Hingegen befinden sich Wienstrom (100 Prozent Stadt Wien), TIWAG (100 Prozent Land Tirol, jedoch mit intensiver Kooperation mit dem deutschen Atomkonzern E.ON), Salzburg AG (Land Salzburg 45,56 Prozent, Stadt Salzburg 31,31 Prozent, EAG 13,13 Prozent), Energie AG (93,75 Prozent Land OÖ, 6,25 Prozent Linz AG), BEWAG (51 Prozent Land Burgenland, 49 Prozent Burgenland AG) und Illwerke-VKW (95,5 Prozent Land Vorarlberg, 4,5 Prozent Streubesitz von Gemeinden) noch voll im öffentlichen Eigentum. „Angesichts der enormen Profitmargen in der E-Wirtschaft steigt die Begehrlichkeit des in- und ausländischen Privatkapitals, darunter führender EU-Atomkonzerne wie EdF, EnBW, E.ON oder RWE, nach einer völligen Privatisierung der österreichischen E-Wirtschaft“, meint Graber. Mit der Beteiligung der EU-Atomkonzerne an der heimischen E-Wirtschaft wird überdies die offizielle Anti-AKW-Politik Österreichs ad absurdum geführt. „Als Gegenposition zur etablierten Politik tritt die KPÖ für eine Re-Verstaatlichung der bereits privatisierten Anteile in der E-Wirtschaft etwa durch Übernahme durch die ÖIAG ein“, so Graber. Privatisierungen lehnt die KPÖ mit Verweis auf die damit verbundene Preisgabe der politischen Gestaltungsmöglichkeiten für diesen sensiblen Bereich sowie wegen der gravierenden Auswirkungen auf Arbeitsplätze, Löhne und Sozialleistungen der Belegschaft grundsätzlich ab. _______________________________________________ Widerstand mailing list Widerstand at no-racism.net http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/widerstand ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ Heiligendamm -- Berlin Von: Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - WIDER DIE SO GENANNTE GEWALTFRAGE - Polizeieskalation am G8-Zaun - PARENTS IN ACTION - WIR BRAUCHEN EURE HILFE! - einladung für die rostocker ehm-welk schule - MATERIAL-LISTE CONVERGENCE CENTER ROSTOCK - Kunstaktion Heiligendamm formiert sich - Nein zum Europa des Kapitals - Multinationaler anti-Atom Protest in Brüssel - Gianna Nannini sagt Auftritt bei Europafest ab ----------------------------------------------------------------------------- WIDER DIE SO GENANNTE GEWALTFRAGE (KRITISCHE ANMERKUNGEN ZU PEDRAM SHAHYAR ETC.). ZUGLEICH: ECKPUNKTE SOLIDARISCHER PRESSEARBEIT In einem taz-Interview hat der attac-Pressesprecher Pedram Shahyar vergangenen Samstag (17./18. März) Stellung zur so genannten Gewaltfrage im Rahmen der G8-Proteste bezogen. Das Interview ist ein Paradebeispiel dafür, wie mensch mit dieser bekanntlich heiklen Frage ausdrücklich nicht verfahren sollte. Denn Pedram Shahyar verknüpft die Erläuterung der von attac favorisierten Position mit einer grundsätzlichen Distanzierung von so genannter Gewalt - und somit auch von all jenen Bewegungen und Strömungen innerhalb des (globalisierungskritischen) G8-Protestes, die in dieser Angelegenheit unter anderer Flagge segeln. Aus unserer Sicht handelt es sich um ein hochgradig kontraproduktives Vorgehen, wird doch auf diese Weise genau das unterminiert, was allenthalben - auch von attac - zu einem der wesentlichen Ziele des Gipfelprotestes erkoren wurde: nämlich die Formierung einer pluralen und interventionsfähigen (Bewegungs)Linken. Wir möchten das Interview deshalb zum Anlass nehmen, einige Anmerkungen darüber zu machen, wie eine Pressearbeit aussehen könnte, welche die Vielfältigkeit der politischen Bewegungslandschaft nicht als Übel, sondern als Herausforderung begreift. Das scheint uns um so dringlicher, als Pedram Shahyar nicht der einzige aus der Riege prominenter attac-AktivistInnen ist, die sich in der bisherigen G8-Mobilisierung dem einschlägig bekannten Distanzierungsritual in Sachen Gewalt unterworfen haben: So hat Peter Wahl - ebenfalls Pressesprecher von attac - bereits auf der Pressekonferenz von Rostock I die Öffentlichkeit falsch unterrichtet, indem er die für attac gültigen Prinzipien flugs auf die übrige Bewegung übertragen hat: "Wir haben einen demokratisch organisierten Vorbereitungsprozess, alle Akteure, Organisationen, Gruppen, die in diesem Prozess drin sind, haben klipp und klar erklärt: von ihnen wird keine Gewalt ausgehen." Die Bundesgeschäftsführerin von attac, Sabine Leidig, geht sogar weiter: In einem am 4. Februar in der Leipziger Volkszeitung erschienen Interview lässt sie sich nicht mit einer einfachen Distanzierungserklärung lumpen, nein, sie diffamiert sogar all jene, die andere als die von ihr bevorzugten Wege beschreiten, und sei es, dass sie lila-Farbklekse auf grauen Marineschiffen für eine angemessene Form des Protests halten: "Sicherlich wird es auch ein paar Irrationale geben, die vielleicht nicht davon abzubringen sind, mit Farbbeuteln oder mal mit einem Pflastersein zu werfen." Wir schreiben dies nicht, weil wir einen unfruchtbaren Schlagabtausch in Sachen ‚Gewalt' vom Zaun brechen wollen. Uns geht es vielmehr darum, nach Wegen zu suchen, wie die unterschiedlichen Interessen der am G8-Protest beteiligten Akteure produktiv zusammengebracht werden können - immerhin haben wir mittlerweile rund anderthalb Jahre im Hannoveraner G8-Koordinierungskreis zusammen gesessen, und da sollte mensch sinnvollerweise einen solidarischen und politisch umsichtigen Umgang miteinander erwarten dürfen. Hierzu passt, dass auf dem letzten Treffen des Hannoveraner Koordinierungskreises eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen wurde, die nach einer Lösung der durch Pedrams Shayars Interview erneut auf die Tagesordnung gespülten Fragen suchen soll. Wir begrüßen dies, möchten aber ausdrücklich darauf hinweisen, dass dieser Arbeitskreis nicht zum wohlfeilen Feigenblatt verkommen darf. Denn es bedarf - daran sollte kein Zweifel bestehen - in den nächsten Monaten belastbarer Lösungen, ansonsten droht das mit den Rostocker Aktionskonferenzen angeschobene Projekt schlicht gegen die Wand zu fahren! Zur Sache: 1. Die Forderung, jedweder Form so genannter Gewalt zu entsagen, ist keine edle Forderung. Sie stammt - zumindest was ihr Epizentrum betrifft - nicht von Leuten bzw. Institutionen, denen es tatsächlich um die Frage ginge, mit welchen Mitteln und unter Berücksichtigung welcher Maximen das gesellschaftliche Ganze vernünftig, d.h. gerecht, partizipativ, gewaltfrei und nachhaltig gestaltet werden könnte. Die Forderung dient vielmehr der Diffamierung, mithin Zerschlagung all jener Bewegungen, die sich in emanzipatorischer Absicht für eine grundlegende Transformation der gesellschaftlichen Verhältnisse stark machen. Im Kern zielt die Forderung darauf, gute und schlechte bzw. legitime und illegitime Kritik auseinanderzudividieren und auf diese Weise soziale (Widerstands-)Bewegungen systematisch zu schwächen. Wer einmal vom Kelch öffentlicher Gewaltdistanzierung getrunken hat (aus Angst vor Marginalisierung und somit Bedeutungsverlust), kriegt ihn immer wieder von neuem gereicht - bereits beim zweiten Mal mit der Androhung, dass eine etwaige Verweigerung der Distanzierung als Abrücken von der bereits zu einem früheren Zeitpunkt artikulierten Position (miss)verstanden werden könnte. Faktisch führt das zu immer neuen Distanzierungen und Fragmentierungen innerhalb der (bewegungspolitischen) Linken - mit der Konsequenz, dass diese nicht nur quantitativ an Bedeutung verliert, sondern auch analytisch und programmatisch in immer weitere Einzelstränge zerfällt und auf diese Weise an gesamtgesellschaftlicher Überzeugungskraft enorm einbüßt (denn die auf thematische Kompetenz abzielenden Beiträge von NGOs sind auf bewegungspolitische Einbettung und Zuspitzung genauso angewiesen wie umgekehrt bewegungspolitische Analysen vom Sachverstand der NGOs profitieren können ). Das grundlegende Dilemma besteht darin, dass "Gewalt" - jedenfalls im öffentlichen Diskurs - ein hegemonial von jenen Kräften besetzter Begriff ist, die kein Interesse an emanzipatorischer Gesellschaftsveränderung haben. Konkret zeichnet sich der Begriff dadurch aus, dass er erstens extrem breit angelegt, zweitens legalistisch ausgerichtet und drittens sozial entkontextualisiert ist. Das hat Kalkül, denn der Zwang zur Distanzierung fällt um so umfassender (und somit desintgrierender) aus, je diffuser der Gewaltbegriff ist - Stichwort: ‚Im Nebel sind alle Kühe grau'. Einige wenige (aus zwei uns vertrauten Bereichen rausgepickte) Beispiele mögen illustrieren, inwieweit die diskursiv aufgeblasene Rede drohender Gewalt ein repressives Breitbandantibiotikum gegen soziale Widerständigkeit darstellt: Wenn Flüchtlinge und MigrantInnen die Zäune der Festung Europa attackieren oder ihre Zellen im Abschiebeknast in Brand setzen, dann ist das aus herrschender Sicht genauso gewalttätig wie das 10 minütige Durschütteln des massiven Eingangstors im Ein- und Ausreiselager Horst durch AktivistInnen des NoLager-Netzwerks. Gleiches gilt, wenn FeldbefreierInnen hierzulande ein Feld mit gentechnisch manipuliertem Saatgut zerstören, oder Bauern und Bäuerinnen in Brasilien 5 Millionen Mini-Bäumchen einer benachbarten, den Grundwasserspiegel massiv absenkenden Eukalyptus-Plantage ausreißen. Die Problematik des Unpräzisen wird insbesondere im Interview von Pedram Shahyar deutlich: Das Interview beginnt konkret mit "Brandanschlägen" und endet diffus bei nicht näher erörterter "Gewalt". Auch Sabine Leidig geht dem herrschenden Gewaltbegriff auf den Leim, wenn sie "Pflastersteine" und "Farbbeutel" umstandslos ineinander aufgehen lässt. Spätestens vor diesem Hintergrund dürfte deutlich werden, weshalb die von attac immer wieder als Kompromiss ins Spiel gebrachte Formel "von uns geht keine Gewalt aus" absolut untauglich ist: Denn wer so formuliert, läuft stets Gefahr, von der herrschenden Gewaltdefinition in die Ecke gedrängt und in seinem Aktionsspielraum massiv beschnitten zu werden - ganz davon abgesehen, dass im hegemonialen Verständnis von Gewalt stets die nicht weiter begründete Behauptung mitschwingt, wonach selbst harmloseste Grenzüberschreitungen wie Farbbeutel-Werferei jeder Zeit in ‚Größeres' umzukippen drohen, etwa tonnenweiser Einsatz von Pflastersteinen (nur so lässt sich der seit Jahrzehnten übliche, mit Negativ-Suggestionen reichlich gespickte Kurzschluss erklären, wie er z.B. bei Sabine Leidig sichbar wird). 2. Wer sich unter den herrschenden Bedingungen all zu bereitwillig von Gewalt distanziert und somit das Thema auf die öffentliche Tagesordnung hievt (wie es z.B. Pedram Shayhar allein durch seine Bereitschaft tut, als Interviewpartner in Sachen ‚Gewalt' zur Verfügung zu stehen), läuft des Weiteren Gefahr, ungewollt einen Beitrag zur Verschleierung der tatsächlichen Gewaltverhältnisse zu leisten: Denn was immer im Juni 2007 von linker Seite aus passieren wird (bzw. in den letzten 18 Monaten bereits passiert ist), nichts davon steht auch nur ansatzweise in irgendeinem Verhältnis zu den durch die G8 verkörperten Gewaltverhältnissen. Beispielhaft sei nur an die unerträgliche Zahl von 30 Millionen Menschen erinnert, die jährlich an den Folgen von Hunger und Unterernährung sterben - oder an die knapp eine Milliarde Menschen, die weltweit unter unerträglichsten Bedingungen in so genannten slum cities hausen. Diese und andere Gewaltverhältnisse - ob im Süden oder Norden des Globus - gilt es, in den Mittelpunkt unserer Aktions- und Aufklärungsbemühungen zu stellen - nichts sonst. Das ist auch der Grund, weshalb die von Teilen des attac-Koordinierungskreises artikulierte Sorge, wonach attac auf keinen Fall mit so genannter Gewalt in Zusammenhang gebracht werden dürfte, fast schon etwas zynisch anmutet. Statt sich kleinmütig hinter die vom herrschenden Gewaltbegriff gezogenen Linien zurückzuziehen, ist an dieser Stelle vielmehr die Bereitschaft gefragt, Klartext zu reden, d.h. all das, was rund um Heiligendamm geschieht, ins ‚reflektierte' Verhältnis zu den tagtäglichen Barbareien kapitalistischer Globalisierung zu setzen. Es gibt zum Beispiel nicht den geringsten Grund, brennende Heuballen oder Materialblockaden als vorgeblich hirnrissige Gewalt zu dämonisieren. Genauso gut ist es umgekehrt möglich, diese zu mahnenden Rauchzeichen gegen Hunger und Armut zu erklären, oder aber - sollte dies nicht möglich sein - sich auf die Kommentierung eigener Aktionen zu konzentrieren bzw. ganz zu schweigen. Auf keinen Fall sollten jedoch irgendwelche Gewaltdiskurse eröffnet und somit die öffentliche Aufmerksamkeit auf Nebenschauplätze verlagert werden. 3. Wer all zu emphatisch ins Horn der Gewalt-Distanzierung bläst, droht außerdem zur/m Genossen/in des staatlichen Gewaltmonopols zu werden - das hat nicht zuletzt mit der legalistischen Ausrichtung des herrschenden Gewaltbegriffs zu tun. Problematisch ist das vor allem deshalb, weil hierdurch auf fahrlässige, ja naive Weise die realen Partizipations- und Gestaltungsmöglichkeiten in kapitalistisch, nationalstaatlich, sexistisch, etc. verfassten Gesellschaften schöngeredet und somit all jene Bewegungen delegitimiert werden, die das staatliche Gewaltmonopol praktisch in Frage stellen, meist deshalb, weil sie ansonsten noch nicht einmal in Ansätzen über die Chance verfügen würden, ihren eigenen Rechten Geltung zu verschaffen. Beispiele gibt es zuhauf, auch in (West-)Europa, doch aktuell sind das vor allem Prozesse, die sich in Ländern des globalen Süden abspielen. Wir erwähnen dies, weil viele der hierzulande geführten Debatten eine problematische europa- bzw. usa-lastige Schlagseite haben, etwa wenn Pedram Shahyar im taz-Interview davon spricht, dass "ein gewisser rebellischer Gestus ein Konstitutionsmoment der globalisierungskritischen Bewegung ist." Vom hiesigen Standpunkt aus mag das richtig sein. Aus globaler Perspektive ist jedoch die Situation eine gänzlich andere. Denn vielerorts artikuliert sich die globalisierungskritische Bewegung hochgradig konfrontativ (= militant = entschlossen), nicht zuletzt bäuerliche Bewegungen sehen häufig keine andere Möglichkeit, als ausgesprochen offensiv zu agieren, ob im Kampf um Land, Wasser und Saatgut (siehe oben) oder auf den symbolischen Anti-WTO-Barrikaden von Cancun und Hongkong. Es ist politisch mehr als dringlich, immer wieder die Radikalität, Wut und Entschiedenheit unzähliger Bewegungen im globalen Süden hierzulande bekannt zu machen, unter anderem um den derzeit in Deutschland geführten Debatten rund um ‚Gewalt' die allzu aufgeregten (sehr mit sich selbst beschäftigten) Spitzen zu nehmen. 4. Spätestens hier ist ein Punkt erreicht, bei dem wir nicht mehr davon ausgehen, dass inhaltliche Einigung möglich ist, dennoch scheint es uns sinnvoll zu sein, zumindest kurz darauf zu sprechen zu kommen: Dass konfrontative Interventionen prinzipiell falsch seien - wie das nicht nur Pedram Shahyar nahelegt - ist in unseren Augen grober Unfug, das zeigt, wie eben angedeutet, bereits ein kurzer Blick über den europäischen Tellerrand hinaus, zumal es obendrein recht unterschiedliche Verständnisse davon gibt, was unter konfrontativen Interventionen zu verstehen ist - bekanntlich gibt es auch Verständnisse von "Gewaltfreiheit", die aus Sicht des herrschenden Gewaltbegriffs absolut inakzeptabel sind (z.B. Feldbefreiungen - siehe unten). Vielmehr kommt es auf den konkreten (gesamtgesellschaftlichen) Kontext an, ob und in welcher Form konfrontative Interventionen sinnvoll sind, das lässt sich nicht prinzipiell in die eine oder andere Richtung beantworten. Vieles spricht des weiteren dafür, dass dies ein erheblicher Teil der zum G8-Gipfel Anreisenden ähnlich sehen dürfte - ganz gleich, was einzelne Gruppen tatsächlich vorhaben oder nicht. In diesem Sinne scheint es mehr als dringend geboten, zum letzten Punkt zu kommen und über Eckpunkte einer nicht denunziatorischen Pressearbeit (im Rahmen der G8-Aktivitäten) zu sprechen. Denn es wäre reichlich unrealistisch, nicht davon auszugehen, dass es während des G8-Gipfels zu brennenden Materialblockaden, Attacken auf den Sicherheitszaun oder Farbverschönerungen kommen wird. Schlussfolgerungen: 1. Pauschale Distanzierungen von Gewalt - die Betonung liegt auf pauschal - sollten grundsätzlich genauso wie Diffamierungen unterlassen werden. Dies schließt die Schlagfertigkeit ein, JournalistInnen einschlägige Fragen ausdrücklich ‚zurückzugeben', notfalls gilt es dies zu begründen. Bestes Beispiel ist auch in diesem Fall das Interview von Pedram Shahyar: Von der ersten Frage an war der (eigentlich aus linken Zusammenhängen stammende) Interviewer einzig darauf aus, Pedram Shahyar eine prinzipielle Distanzierungserklärung aus dem Kreuz zu orgeln. Anstatt dieses Spiel mitzuspielen, wäre es sinnvoller gewesen, die Problematik offensiv zu thematisieren (so wie das zumindest am Ende des Interviews anklingt). 2. Statt sich pauschal zu distanzieren oder gar konkrete Aktionen anderer AktivistInnen zu denunzieren, sollte mensch die Öffentlichkeit vornehmlich über die eigenen Aktionen unterrichten. Hierzu kann gegebenenfalls auch - sollte dies gewünscht sein - eine präzise Charakterisierung des aktionspolitischen Selbstverständnisses gehören, etwa der Hinweis, dass Sachbeschädigungen oder körperliche Auseinandersetzungen mit PolizeibeamtInnen nicht zum eigenen Aktionsrepertoire gehören. Wenn dies konkret geschieht - ohne Bewertung anderer Selbstverständnisse - dann ist das etwas völlig anderes als die üblichen, im Horizont des herrschenden Gewaltbegriffs formulierten Distanzierungserklärungen. In diesem Zusammenhang ist im Übrigen auch der in der Tradition des zivilen Ungehorsams herausgebildete Begriff der "Gewaltlosigkeit" interessant, wie er derzeit z.B. von "Gendreck-weg" propagiert wird: "Ziviler Ungehorsam - das persönliche, demonstrative und öffentliche Übertreten und Missachten von Gesetzen, die die Gentechnik durchsetzen sollen - stellt für uns die adäquate Antwort auf die massive Bedrohung dar, der wir alle ausgesetzt werden. (...) Die Feldbefreiung macht sichtbar, dass die Gentechnik keine Akzeptanz hat und geächtet wird, ähnlich der Ächtung der Atombombe. (...) Wir tun dies auf gewaltfreie Weise und stehen für unser Handeln ein. Bei unseren Aktionen wenden wir weder Gewalt gegen Menschen an, noch tragen wir Geräte mit. Wir wollen niemanden gefährden und zeigen, dass von uns keine Bedrohung ausgeht. Unsere Mittel sind einzig unsere Körper und der Geist der Ent- und Geschlossenheit." Wir haben diese Passage deshalb so ausführlich angeführt, weil wir darauf aufmerksam machen wollen, dass es auch aus gewaltfreier Perspektive möglich ist, differenzierter zu argumentieren, als das z.B. die von uns zitierten attac-AktivistInnen tun. Das setzt allerdings voraus, dass mensch der hegemonialen, von gänzlich anderen Interessen geleiteten Gewaltdefinition eine klare Absage erteilt. 3. Sollte mensch die Distanzierung von einer bestimmten Aktion für dringend geboten halten, sollte dies auf keinen Fall allgemein, sondern ausschließlich unter Bezugnahme auf die konkrete Aktion erfolgen - und vor allem unter sorgfältiger Abwägung der Frage, ob eine Distanzierung wirklich notwendig ist (sei es weil die betreffende Aktion hochgradig daneben war und nach politischen Kommentierung ruft oder sei es weil großer, nicht zurückzuweisender Druck seitens der Öffentlichkeit besteht). Insbesondere letzteres scheint Pedram Shahyar vor dem Interview noch nicht einmal in Ansätzen geprüft zu haben. So hat es für das betreffende Interview nicht den geringsten Anlass gegeben; zu keinem Zeitpunkt stand der G8-Protest - geschweige denn attac - ob der als Aufhänger fungierenden Brandanschläge unter nennenswerten Druck. Aber auch Pedram Shahyars Kritik ist alles andere als eine Meisterleistung präziser Auseinandersetzung: Denn dass die Brandanschläge dem Protest geschadet haben sollen (wie der Interviewer Pedram Shahyar erfolgreich in den Mund legt), ist in dieser Zuspitzung Nonsens: Einerseits weil die Anschläge in Mecklenburg-Vorpommern - wie jedeR weiß, die bzw. der ein bisschen in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs gewesen ist - schlicht keine weitergehende Rolle gespielt haben (es sollte sich davor gehütet werden, die eigenen Befürchtungen zur Realität umzumünzen), andererseits weil es mit Sicherheit nicht irgendwelche Brandanschläge sind, die die Mobilisierungsarbeit ernsthaft erschweren. Hier wäre es vielmehr angesagt gewesen, die Frage zu reformulieren, und auf wirklich relevante Mobilisierungshemmnisse die Aufmerksamkeit zu lenken - beispielsweise soziale Desintegrationsprozesse im Zuge von Massenarbeitslosigkeit, breit verankerte autoritäre Weltbilder (wie sie nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern anzutreffen sind) oder das weitgehende Fehlen linker und zivilgesellschaftlicher Strukturen, Netzwerke und Organisationen. 4. Last but not least: Was auf keinen Fall passieren sollte, sind allgemeine Feststellungen im Namen der gesamten Bewegung, wie das z.B. Peter Wahl in der eingangs zitieren Pressekonferenz gemacht hat - oder wie das bei Pedram Shahyar anklingt, wenn er unter Verweis auf die von attac stark gemachte Position weitgehend friedliche Proteste verspricht - Stichwort: "keine Gewaltwelle". Eine solche Eingemeindung ist vor allem deshalb inakzeptabel, weil hierdurch ausgeblendet wird, dass sich viele AktivistInnen nicht mit der vom hegemonialen Gewaltbegriff zur Verfügung gestellten Spielwiese begnügen werden. 5. Werden diese und ähnliche Prinzipien stark gemacht, heißt es häufig, dass das Gros der JournalistInnen erfahrungsgemäß nicht bereit sei, Informationen derart differenziert aufzubereiten, im Zweifelsfall sei die Presse lediglich daran interessiert, eine eindeutige Absage an Gewalt zu erhalten - nicht mehr. Das mag von der Tendenz her stimmen (insofern geht es uns lediglich um gemeinsame Orientierungspunkte), aber nicht nur unsere eigenen Erfahrungen (aktuell im Rahmen der Anti-Lagerkämpfe in Bramsche und Blankenburg), sondern auch Erfahrungen, wie sie 1999 in Seattle gemacht wurden oder wie sie seit Jahrzehnten den Kampf im Wendland auszeichnen, zeigen umissverständlich, dass durchaus mehr (und Differenzierteres) als in den von uns kritisierten attac-Stellungsnahmen möglich ist. Denn die an jenen Orten entwickelte Stärke hat insbesondere auf dem Wissen beruht, dass gesellschaftliche Durchsetzungskraft überall dort entsteht, wo unterschiedliche Herangehensweisen ko-existieren, ja sich wechselseitig verstärken können (ohne dass mensch für die Verstärkungsleistung durch andere Aktivitäten automatisch in Haftung bzw. Verantwortung genommen werden könnte). Wo dies allerdings nicht gesehen und die Büchse der Pandora geöffnet wird, beginnt alsbald ein Distanzierungswettlauf in Sachen Gewalt - mit negativen Konsequenezen vor allem für die Sache selbst. [NoLager Bremen] ----------------------------------------------------------------------------- Polizeieskalation am G8-Zaun Hamburger Gruppen gegen den G8 Gipfel wollten heute zusammen mit Rostocker AktivistInnen eine Besichtigung der Zaunanlagen und der Region um Heiligendamm - dem Tagungsort des G8 Gipfels durchführen. Am Startpunkt der Exkursion, der Galopprennbahn in Bad Doberan, wo gerade der Kontrollpunkt der Schleuse errichtet wird, wurden sie nach ca. 200 Metern von einer 30 köpfigen Polizeitruppe der Bereitschaftspolizei Schwerin eingekesselt. Die Polizei stellte von allen Anwesenden die Personalien fest und durchsuchte einige Personen. Bei dieser Maßnahme taten sich einzelne Beamte durch agressives Verhalten (Herumgeschubse) und verbale Entgleisungen hervor. Bislang völlig ungewöhnlich für polizeiliche Maßnahmen am Zaunbereich war die nun folgende Aussprache eines Platzverweises für Heiligendamm, das komplette Gebiet innerhalb des Zaunes und eine 2-3 km breite Zone außerhalb des Zaunes. Dieser Platzverweis gilt bis Montag morgen und würde, so der Einsatzleiter Kommissar Oehlert bei Nichtbefolgung eine längere kostenpflichtige Ingewahrsamnahme zur Folge haben. Obwohl die G8-Gegner dem Platzverweis unverzüglich Folge leisteten, wurden sie weiter von der Polizei schikaniert, indem eines ihrer Fahrzeuge komplett durchsucht wurde. Die ganze Freiheitsberaubung dauerte ca. 2 Stunden. Aus der geplanten Zaunbesichtigung und dem Strandspaziergang in Heiligendamm wurde nichts. Die Polizei setzt mit diesem Vorgehen eine ganze Region unter Ausnahmezustand und sperrt sie von der Außenwelt ab, so die Befürchtung der Gipfelgegner. Ziel dieser Maßnahme ist offensichtlich, dass sich Gipfelkritiker nicht mehr angstfrei in großen Teilen des Landkreises Bad Doberan bewegen können sollen. Eine häßliche Fratze der Polizeirepression, der Zaun um Heiligendamm, soll mit diesen Maßnahmen den Blicken der kritischen Öffentlichkeit entzogen werden. Die Gipfelgegner werden aber jetzt erst recht zum Zaun nach Heiligendamm mobilisieren. Die öffentlichen Äußerungen der G8-Polizei-Truppe Kavala, dass sie das das Recht der Gipfelgegner, sich ungehindert in der Region bewegen können, achten wolle, erscheinen im Licht des heutigen Polizeieinsatzes als Lüge. Auch das Sammeln der Daten der in der Region überprüften Personen hat inzwischen dermassen große Ausmasse erreicht, dass man von einer systematischen Ausspähung der G8-Kritiker ausgehen kann. Die Polizei weigert sich bislang immer, zu sagen, wozu sie diese Daten braucht, sie sagt nur, sie habe das Recht zu kontrollieren, also tue sie dies auch. Es ist an der Zeit, dieser Datensammelwut einen Riegel vorzschieben. Hier ist auch der Ministerpräsident gefordert, der seinen Worten, dass auch der Protest in Mecklenburg Vorpommern willkommen ist, endlich Taten folgen lassen muß. Gäste heißt man nicht mit entwürdigenden Polizeikesseln und derben Polizeimaßnahmen willkommen. [Gruppe Zauninspektion] ----------------------------------------------------------------------------- PARENTS IN ACTION Some parents want to organize spaces and conditions collectivelly to be able to partizipate in the protests together with the kids. First idea is to do a big wall-painting near heiligendamm in the week before the protests together with the kids, to express protest against the g8 in a relaxed atmosphere. More actions compatible to activist parents and kids are thought to take place on the bombodrom at the 1st of june. more parents, kids and ideas are always welcome. [szenarium at gmx.de] ----------------------------------------------------------------------------- WIR BRAUCHEN EURE HILFE! An alle MitcamperInnen, SympathisantInnen und ALLE Anderen die sich angesprochen fühlen, hier nun ein höchst offizieller Aufruf zu unser aller Bequemlichkeit! Um ein bzw. mehrere funktionierende Anti-G8-Camps zu gewaehrleisten benötigen wir dringend Materialspenden! In unserer Funktion als Koordinatoren für Material(Camp-Aufbau) sehen wir uns nicht in der Lage den kompletten Materialbedarf eigenhändig zu organisieren. Deshalb ist es vielmehr von Nöten, daß an allen Ecken und Enden sich weitere Menschen in die Materialbeschaffung einbringen. Es gibt bis jetzt immer noch keine Gelder für diesen Zweck. Also bitten wir euch, euch umzuhören, zu organisieren und Selbstinitiative zu zeigen, um die unten aufgelisteten Materialien aufzutreiben. Dies ist keine Bitte, sondern die Voraussetzung, damit für tausende G8-GegnerInnen Campstrukturen geschaffen werden können. Der Plan sieht vor, daß diese Materialien erst einmal dezentral gesammelt, gelagert und später zu den einzelnen Camps transportiert werden. Lagerplätze: * Projekthaus POTSDAM (Soziales Zentrum Potsdam) Verein zur Förderung innovativer Wohn- und Lebensformen e.V. INWOLE GmbH Rudolf-Breitscheid-Str. 164 14482 Potsdam/ Babelsberg Tel.: (0331) 704427051 (vorher besser kurz durchrufen) * LKW-Altamark e.V. Bahnhofstr. 39b 39624 BADEL (Nähe Salzwedel) (es ist ständig jmd. vor Ort) * HAMBURG Es wird noch nach einem geeignetem Lagerplatz im Raum Hamburg gesucht. Falls du einen Hof, Hinterhof oder einfach einen Platz hast an dem für den Campaufbau benötigtes Material bis Anfang/Mitte Mai gelagert werden kann melde dich unter theetrinkerundinnen[AT]yahoo.de. Für Leute die in Hamburg was einlagern möchten wird entsprechende Adresse nachgereicht. * conversion center ROSTOCK ehem. Schule im Stadtteil Evershagen an der B.Brecht Str. (gegenüber der S.Bahn-Haltestelle Thomas-Morus-Platz) Dies bietet euch die Möglichkeit aktiv ins Campgeschehen einzusteigen. Und auch falls ihr nicht am Aufbau beteiligt sein solltet bzw. niemals einen Fuß in eines der Camps setzen werdet, sind eure Spende sehr hilfreich und dringend erforderlich. Je mehr zusammen kommt, desto mehr können wir leisten! SPENDEN GEGEN G8 ! Falls ihr euch nun angesprochen fühlt und weiterhelfen könnt, diesbezüglich aber noch Fragen haben solltet, meldet euch unter: Theetrinkerundinnen[AT]yahoo.de (Betreff: Mische) ansonsten ab die Post und das Zeug direkt an die oben stehenden UnterstützerInnen. mit solidarichen Grüßen die Handwerk(h)erz (Koordinatoren für Materialbeschaffung) PS: Wir bitten euch diese Mail weiterzuleiten. Je mehr Menschen diese Mail erreicht, desto besser! Danke. Folgendes wird zum Campaufbau (Sanitäreinrichtungen, Regen/Sonnenschutz, Zeltfußböden, Sitzgelegenheiten, Spielmöglichkeiten für Kinder ....) dringend benötigt: * Holz - Schwarten, Bretter, Paletten, Balken, Latten, Brennholz * Nägel * Schrauben * Draht * Seile * Planen, Segel * ohne Ende Stromkabel * kilometerweise Wasserschläuche * Wasserhähne, Duschköpfe + div. Sanitärbedarf * Wassereimer * Kannister (auch für Trinkwasser) * Werkzeug - Schaufeln, Spaten, Schubkarren, Hämmer (gross+KLEIN),... * Geld (auch sehr hilfreich aber ein anderer Aufruf,gell) was hier (Rostock) besorgt werden sollte: * Stroh (als Klostreu, evtl. Kalk dazu) * Rindenmulch (zum Befestigen von Wegen) * Kies [Theetrinkerundinnen[AT]yahoo.de] ----------------------------------------------------------------------------- einladung für die rostocker ehm-welk schule der protest nimmt formen an: jetzt auch in der rostocker ehm-welk schule, jeden samstag (ab 24.03.) laden wir zwischen 14-17 uhr zum subotnik (solidarisch kollektiven arbeitseinsatz am samstag) ein.... und wir fangen an mit dem kreieren eines mosaiks in, um und auf der schule .... noch ist die schule ziemlich leer: !!!!!! bringt alle eure alten sofas, kaffeemaschinen, stühle, tische, matratzen und fliesen (fürs mosaik) vorbei, !!!!!! packt euer werkzeug ein um die schule zu ge- und umzugestalten jeden sonntag (Ersteröffnung am 25.03.) laden wir euch zwischen 14 -17 uhr zum kennenlernen, austauschen und konvergieren zum Sonntagscafe ein... es gibt cafe und kuchen für alle - eure kuchenspenden sind sehr erwünscht !!!!!! eure alten kaffeemaschinen und kaffeegeschirr sind im cafe gut aufgehoben kommt alle und unterstützt die schule Kontakt: cc-rostock at gmx.de to do`s * fleissig spenden * Putzen * Essen beschaffen * Instandhaltung (leichtere Reparaturmaßnahmen an Sanitär, Fenstern,Duschen bauen, Starkstrom verlegen,Lichter in den bädern * Kontakte in die Bevölkerung auf bauen durch Veranstaltungen, Sonntags-Café, Schüler_innen-Café * Ansprechpartner_innen für alles (Stadtwerke, Besucher_innen, * Aufbau eines Informations-Ladens über die Proteste, die Spektren und beteiligten Organisationen * Multiplikatorinnenworkshops zum skill-sharing * Kontaktaufbau zu lokalen Umsonstläden * Einrichtung und Gestaltung der Schule mit Mobiliar * Schutz vor Vandalismus durch Bewohnen * Aufbau von Seminarräumen und Schlafplätzen für überregionale Treffen ----------------------------------------------------------------------------- MATERIAL-LISTE CONVERGENCE CENTER ROSTOCK Mögliche Räume für die Materialien benötigt werden * Küche/ Essensausgabe * Klos/ Duschen * Café * Workshop-Räume * Werkzeug-Lager * Material-Lager (für Workshops u.ä.) * Schlaf-Räume * Sani-Raum * Infoladen (evtl. mit Bibliotheksecke)/ PC-Pool * Außenraum um Schule KÜCHE * Komplett-Ausstattung: * Gasbrenner * Töpfe * Kochlöffel * Messer und Bretter zum Schneiden * Starkstrom * große Töpfe für Kaffee und Tee * Geschirr und Besteck * Spülwannen * Spülmittel * Schwämme * Geschirrtücher * Kühlschränke * Backofen * Waschmaschine Grundzutaten: Gewürze, Kaffe, Tee, Zucker, Salz... * Infrastruktur für Vokü-Gruppe: Vokü-Koordination zur Lebensmittelbeschaffung etc. KLOS/ DUSCHEN * Duschen (evtl. auch für draußen): - Schläuche * Brausen * Kabelbinder * Kabelschellen * Klopapier * Klobürsten * Eimer für Müll und zum Putzen * Pümpel und Spirale (bei Abflussverstopfung) * Putz-Kram (Schwämme, Schrubber, Lappen) * Putzmittel * Seife * Handtücher * Baumaterialien für Duschenumbau * Dichtungen etc. CAFÉ * Sofas und Sessel * Tische * Kissen * Kerzen * Kleine Lampen * Tücher * Alles was es gemütlich macht WORKSHOP-RÄUME/ MATERIAL-LAGER * Transpi-Stoffe (alte Leintücher etc.) * Nähmaschinen * Beamer * Leinwand * Verlängerungskabel/ Mehrfachstecker * Farben * Pinsel * Altpapier * (Maschen)Draht * Kleister * Baumaterialien aller Art * Heißklebepistolen * Stifte * Papier * Klebeband * Buttonmaschine * Pappe * Kinderspielsachen * Malstifte WERKZEUG-LAGER * Akkubohrer + Bits * Handkreissäge * Spaten * Schubkarren * Hammer * Nägel * Schraubenzieher * Schlagbohrer * Vierkantschlüssel * Batterien * WERKZEUG ALLER ART SCHLAF-RÄUME * Gardinenstoffe/ Sichtschutz * Stoff zum Abhängen der Lampen * Kleinere Lampen * Matratzen * Decken * Isomatten, Schlafsäcke, Kissen... SANI-RAUM * Erste-Hilfe-Koffer * Notfall-Apotheke (Kopfschmerztabletten, Halstropfen etc.)? INFOLADEN/ PC-Pool * Computer >zwei vorhanden * Verlängerungskabel, Mehrfachstecker * Netzwerktechnik: Kabel, W-Lan-Rooter, HUB * Drucker * Kopierer * Papier * Infomaterialien * Bücher etc. * Tische * Stühle * Telefone * 1 Beamer * Musikanlage AUßENRAUM um SCHULE * Kletterwand * Pavillons SONSTIGES * Glühbirnen * Lampen * Gardinenstoffe/Sichtschutz * Tische * Stühle * Matratzen * Decken, Kissen etc. * Fahrräder und Anhänger * Transport-Fahrzeuge [cc-rostock at gmx.de] ----------------------------------------------------------------------------- Kunstaktion Heiligendamm formiert sich Berlin. Zum G-8-Gipfel wollen Künstler vom 24. Mai bis 9. Juni in Rostock das Projekt „Art goes Heiligendamm“ veranstalten. Ziel des Kunstprojektes sei es, an die „Orte der sozialen Bewegungen zu gehen“ und zur Deeskalation beizutragen, teilte die Initiative am Sonntag mit. Die Installationen – von Beobachtungsposten bis zu temporären Ladenbesetzungen – sollen Besucher zur politischen Auseinandersetzung anregen. Eine Installation von Thorbjørn Reuter Christiansen zeigt einen Container in der Größe des zugelassenen Lebensraumes für Asylbewerber. „Dem deutschen Gesetz entsprechend braucht ein Hund zwischen neun und zwölf Quadratmeter Lebensraum, ein Asylbewerber sollte 4,5 Quadratmeter haben“, schreibt der Künstler dazu. Für die Finanzierung des Projekts werben die Künstler um öffentliche Gelder in Höhe von zwei Prozent der Kosten, die für den Zaun um das Gipfelgelände aufgewendet werden. Der zwölf Kilometer lange Stahlzaun mit Stacheldraht, Kameras, Bewegungsmeldern soll rund elf Millionen Euro kosten. [http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=1445589] ----------------------------------------------------------------------------- Nein zum Europa des Kapitals Proteste in Berlin Mehrere tausend Menschen demonstrierten am Sonntag gegen ein neoliberales und militarisiertes Europa. Ganz Berlin stand an diesem Wochenende im Zeichen der EU. Nicht nur die Regierungschefs feierten den Jahrestag. Rund um das Brandenburger Tor startete auch am Sonntagmittag das Europafest. Doch nicht allen war nach feiern zumute. Ein großes Protestbündnis aus sozialpolitischen Initiativen, Umwelt- und globalisierungskritischen Gruppen hatte am Sonntagmittag in die Berliner Innenstadt zur Protestdemonstration unter dem Motto "Nein zu diesem Europa" aufgerufen. Schon vor Beginn hatten sich etwa 3000 Menschen mit Fahnen und Transparenten zur Auftaktkundgebung eingefunden. Sie machten klar, dass es ihnen weder um eine nationalistische Abschottung geht, noch dass sie einen Grund sehen, die EU zu feiern. Auf den Bannern waren die unterschiedlichen Gründe für ihre Ablehnung zu lesen. Umweltgruppen stellten ihren Protest gegen die Nutzung der Atomkraft, die mit dem Euratom-Vertrag vor 50 Jahren eingeleitet wurde, in den Mittelpunkt. Unübersehbar war der Widerstand gegen eine neue Aufrüstung in Europa. Die meisten Demonstranten verbanden damit allerdings nicht nur ihren Widerstand gegen den US-Raketenschild, sondern auch gegen die EU-internen Militarisierungspläne. Auch die neoliberale Ausrichtung der EU-Wirtschaftspolitik wurde von vielen Demonstranten verurteilt. In einem eigenen Block demonstrierten Flüchtlings- und Migrantengruppen gegen eine "Festung Europa" und die Abschiebung. Unter dem Motto "Von Berlin nach Heiligendamm" mobilisierten zahlreiche Antiglobalisierungsgruppen für die Proteste gegen den G 8-Gipfel in Heiligendamm Anfang Juni. Auch die Polizei und die Sicherheitsbehörden stellten die Proteste gegen den EU-Gipfel in Zusammenhang mit den G8-Protesten. Ein massives Polizeiaufgebot beobachtete den Demoauftakt. Für großen Unmut der Demonstranten sorgten ein gerichtlich bestätigtes Teilverbot der geplanten Demonstrationsroute sowie strenge Auflagen. Das Bündnis war am Freitag mit dem Versuch gescheitert, mit einer gerichtlichen Eilentscheidung doch noch die ursprüngliche Route durchsetzen zu können. "Damit soll legitimer Protest gegen die unsoziale EU-Politik aus der öffentlichen Wahrnehmung verbannt werden", kommentierte ein Bündnissprecher die juristische Niederlage. [http://www.nd-online.de/artikel.asp?AID=107196&IDC=2] ----------------------------------------------------------------------------- Multinationaler anti-Atom Protest in Brüssel "STOPP EURATOM!" forderten AtomkraftgegnerInnen anlässlich von 50 Jahre EURATOM-Vertrag bei einer Protestaktion vor dem symbolträchtigen Atomium in Brüssel. Kurz vor den offiziellen Feierlichkeiten am 25.3.2007 anlässlich 50 Jahre Römischer Verträge inklusive EURATOM-Vertrag protestierte am 23.3. ein Bündnis von Anti-Atomkraft-Initiativen aus Deutschland, Niederlande und Russland vor dem Atomium in Brüssel für ein Ende des EURATOM-Vertrages. Die Europäische Atomgemeinschaft EURATOM ist unbefristet und einer der EU-Gründungsverträge. Zweck ist die Förderung, Koordinierung und Kontrolle der nuklearen Forschung und Atomenergieindustrie der Mitgliedsstaaten. "Wir fordern das Ende des anachronistischen EURATOM- Vertrages! Keine weiteren EU-Gelder für die Atomenergie!" so Markus Pflüger von den südwestdeutschen Antiatominitiativen, einer der Initiatoren des Protestes in Brüssel. Gerade jetzt, wo Deutschland den EU-Ratsvorsitz hat und Gastgeber des G-8 Gipfel ist, gelte es für eine wirkliche ökologische Energiewende einzutreten und gegen Ressourcenkriege zur Energieversorgungssicherheit. Nach der Aktion vorm Atomium unterstuetzten die AktivistInnen die Uebergabe von 663 000 Unterschriften von EuropaerInnen und mehr als 750 Organisationen an die EU-Kommission fuer den Ausstieg aus der Atomenergie (siehe: ww.foeeurope.org). Im Europaparlament in Brüssel hatten sich die AtomkraftgegnerInnen am 22.3.07 zuvor bei einem Hearing zu EURATOM informiert: "Die Pro-Atomkraft-Ausgaben sind immens: Im 7. Rahmenforschungsprogramm erhält die Fusionsenergieforschung 1.947 Millionen Euro, Kernspaltung und Strahlenschutz 287 Millionen Euro. Der Nuklearbereich der Gemeinsamen Forschungsstelle wird mit 517 Millionen ausgestattet, das sind insgesamt 2.751 Millionen Euro, also eine Verdoppelung der aktuellem EURATOM-Gelder im Vergleich zu 1.352 im 6. Rahmenprogramm" erlaeuterte Ursula Schoenberger von der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad hat ihre wissenschaftliche Studie mit grundsätzlichen Kritikpunkten an EURATOM. "Es muss endlich öffentlich skandalisiert werden, dass durch EURATOM Milliarden Steuergelder undemokratisch am Europaparlament vorbei und gegen den erklärten Willen der Mehrheit der EuropäerInnen für die Förderung der Atomtechnik ausgegeben werden. Alle Länder, die den Atomausstieg wollen, allen voran Deutschland, müssen endlich aus dem Vertrag aussteigen! Stattdessen könnten Milliarden für den Klimaschutz, Energiesparprogramme und erneuerbare Energien investiert werden!" (Link zur Studie: www.tobias-pflueger.de/EURATOM/) Der linke Europaparlamentarier Tobias Pflüger (Fraktion GUE/NGL), der die Studie in Auftrag gegeben hat, zeigte den Zusammenhang zwischen dem neoliberalen EU-Verfassungsvertrag inklusive Militarisierung und dem EURATOM-Vertrag auf. Im Protokoll 36 des Verfassungsvertrages erklärt heisst es: "dass die Bestimmungen des Vertrags zur Gründung der Europäischen Atomgemeinschaft weiterhin volle rechtliche Wirkung entfalten müssen." "Dies ist ein Skandal, denn damit würde bei Annahme des Verfassungsvertrages der EURATOM-Vertrag doppelt abgesichert, einmal im Original als eigenständiger Vertrag und einmal im Verfassungsvertrag. Ein weiterer Grund gegen diesen EU-Verfassungsvertrag zu sein," so der Europaabgeordnete. Francis Althoff von der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow- Dannenberg kritisierte die zentrale "europäischen" Endlagerung: "Es gibt keine sichere Endlagerung. Statt Millionen in erwiesenermaßen ungeeignete Standorte wie Gorleben in Deutschland oder Bure in Frankreich zu pumpen, ist der Ausstieg überfällig!" Vladimir Slivyak von Ecodefense Moskau forderte einen Stopp der Atommüllverschiebung von Gronau nach Russland: "Dies ist ein unverantwortlicher Problem- und Risikoexport!" so Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen. Er kritisiert die Urananreicherung und nannte die Urantranporte den Anfang der Atomspirale in Europa: "Deshalb konzentrieren wir unseren Widerstand auf Urantransporte." Dazu wuerde am 12. Mai am deutsch-franzoesischen Grenzbahnhof Perl- Apach protestiert. Bei der Protestaktion am 23. Maerz vor dem symbolträchtigen Atomium machten die AtomkraftgegnerInnen ihre Kritik sichtbar, so waren Aktivisten als Atomtod verkleidet und wiesen auf die Atomopfer von Hiroshima über Tschernobyl bis zu Uranabbaugebieten und die weltweite schleichende Verstrahlung hin. "50 Jahre Atomenergieförderung, Milliardensubventionen für Forschung und Ausbau einer unbeherrschbaren Risikotechnologie sind genug! Uran ist endlich, der Abbau für Mensch und Umwelt schädlich, der Transport gefährlich und schließlich gibt es keine Lösung für den Atommüll - plus tägliches Restrisiko und Atomwaffengefahr!" ergänzt Dietmar Siefert von der Celler Antiatominitiative die Ablehnung von EURATOM. Fotos von Aktion und Hearing - zur freien Verfuegung - unter: www.tobias- pflueger.de/EURATOM/ Kontakt fuer Rueckfragen: Markus Pflueger, Stop Bure Gruppe Trier: 0049- 1727379388 mail at markus-pflueger.de oder Francis Althoff, Buergerinitiative Umweltschutz Luechow Dannenberg: 0049- 5841-4684 BI-Presse at t-online.de Bundesweites Bündnis gegen EURATOM c/o Stop Bure Gruppe Trier, Friedens- und Umweltzentrum, Pfützenstr.1, D- 54290 Trier, atomausstieg at yahoo.de [http://de.indymedia.org/2007/03/171755.shtml] ----------------------------------------------------------------------------- Gianna Nannini sagt Auftritt bei Europafest ab Berlin - Die italienische Rocksängerin Gianna Nannini hat kurzfristig ihren Auftritt bei der Europa-Party am Sonntag in Berlin abgesagt. Dies wurde am Rande des EU-Gipfels am Samstagabend bekannt. Die Sängerin sagte zur Begründung, "bei solchen Festen werden zu viele leere Worte gesprochen und sich mit einem leeren Glas zugeprostet". Der Auftritt der Italienerin war auf der Bühne am Brandenburger Tor geplant. Die Sängerin kritisierte die Kriegseinsätze europäischer Soldaten unter anderem in Afghanistan, auch die Einsätze der italienischen und deutschen Soldaten. [http://derstandard.at/?url=/?id=2818297] -------------------------------------------------------------------------- Ausführlicher Pressespiegel rund um den G8 unter http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-l -------------------------------------------------------------------------- _______________________________________________ Widerstand mailing list Widerstand at no-racism.net http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/widerstand ================================================ ================================================ Heiligendamm Von: Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- *Offener Brief an alle AktivistInnen und FreundInnen von Attac* [Gipfelsoli Infogruppe | Anti G8-Plenum Greifswald] Eine Kritik am Koordinierungskreis von Attac Deutschland Ein Plädoyer für Respekt gegenüber allen Aktionsformen Eine Ermunterung zur Unterstützung von "Block G8" Als "stockdumm" beschimpft Peter Wahl die AktivistInnen von Attac. Zusammen mit anderen Gruppen hatten sie ein Gesprächsangebot von Bundesumweltminister Gabriel mit ihnen als OrganisatorInnen der "Jubeldemonstration" abgelehnt. Die PotsdamerInnen wollten sich nicht für eine "PR- Show" vereinnahmen lassen. Von Peter Wahl mussten sie sich den Vorwurf des "Sektiererladens" gefallen lassen, ihre Aktion sei "ein abschreckendes Beispiel dafür, wie Politik nicht funktioniert". Wie aber funktioniert nun Politik? Neben seiner Mitarbeit bei der kleinen Nichtregierungsorganisation "Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung" (WEED) gehört Peter Wahl dem Koordinierungskreis von Attac Deutschland an. Er wurde bereits zweimal wegen Presse-Statements zu den Aktionskonferenzen in Rostock heftig kritisiert: Im April 2006 setzte er sich über einen Plenumsbeschluß hinweg, in der Abschlusserklärung einen Satz zu streichen. Im November 2006 resümierte er, "alle Akteure, Organisationen, Gruppen, haben klipp und klar erklärt: von ihnen wird keine Gewalt ausgehen". Eine solche Erklärung war jedoch während der Aktionskonferenz weder diskutiert noch abgegeben worden. In großen Teilen der Anti-G8-Bewegung verstärkt sich das Unwohlsein gegenüber Peter Wahl und damit Attac. Peter Wahl ist nicht "der Repräsentant" der G8-KritikerInnen. Indes mehrt sich auch Kritik an anderen Mitgliedern des Koordinierungskreises. Pedram Shahyar erklärte am 17. März in einem Interview mit der taz, militante Anschläge schadeten Attac. Pressesprecherin Sabine Leidig wusste am 5. Februar ganz genau, "von der ganz großen Masse der Demonstranten wird keine Gewalt ausgehen". Attac betreibt seit Jahren professionelle Pressearbeit zu globalisierungskritischen Themen. Daran ist zunächst nichts auszusetzen. Der Koordinierungskreis drängt sich allerdings mit einer Position in den Vordergrund, die für die Gesamtmobilisierung höchst problematisch ist. In der Presse wird Attac als Organisator der Proteste wahrgenommen. Indem Organisationsformen anderer AkteurInnen immer wieder zur Abgrenzung der eigenen, "friedlichen" Position benutzt werden, delegitimieren die SprecherInnen die breiten, vielfältigen und ambitionierten Versuche den G8 zu verhindern oder wenigstens zu blockieren. Der Widerstand der "Anderen" wird kleingeredet: "Abgesehen von einigen Farbbeuteln und Steinwürfen Irregeleiteter wird 'nichts Großes' an Gewalt passieren", zitieren die Presseagenturen Sabine Leidig. Was ist damit gemeint? Ziviler Ungehorsam Die Kampagne "Block G8" bereitet massenhafte Straßenblockaden rund um Heiligendamm vor, mit mindestens 10.000 Beteiligten wird gerechnet. "Ziviler Ungehorsam" mittels Blockaden ist eine Protestform, die in der deutschen außerparlamentarischen Linken eine lange Geschichte hat. Bis zum Bundesverfassungsgericht wurde dafür gestritten. Des weiteren planen viele Gruppen einen Sternmarsch am 7. Juni, dessen Abschlusskundgebung am Kempinski-Hotel Heiligendamm angemeldet ist. Der Zaun rund um das Hotel wird dabei als nichts weiter betrachtet, was er auch laut Polizei darstellt: Eine "technische Sperre". Mit dem Kurswechsel des Attac-Koordinierungskreis wird sich ein Gewaltbegriff zu eigen gemacht, der von der Polizei selbst ins Spiel gebracht wird. Knut Abramowski, "Oberster Polizeiführer" des Polizei-Sonderstabes "Kavala", bezeichnete Versuche den Gipfel mit Formen zivilem, bürgerlichen Ungehorsams zu blockieren als "Gewalt", die mit "Null Toleranz" beantwortet werde. Er vergleicht das bloße Überklettern der "technischen Sperre" mit "Terrorismus". Was ist los mit Attac? Attac ist seit einigen Jahren in der Krise, die Zahl der Austritte wächst rasant. Dabei wurde einst vom G8-Gipfel in Genua 2001 profitiert. Nach erfolgreichen Massenprotesten und den Übergriffen der Polizei sahen Viele in Attac einen Motor globalisierungskritischen Straßenprotests. Für Tausende DemonstrantInnen war der Gipfel in Italien der Einstieg in politische Aktivität. Gipfelprotest war der erste kollektive Ausdruck ihrer Unzufriedenheit. Wir glauben nicht, dass die AktivistInnen sich nach Demonstrationen und Camps in Genua und Evian für Attac entschieden hatten, weil der Koordinierungskreis gute Kontakte zu Politikern unterhält oder professionelle Pressearbeit betreibt. Im Gegenteil: Der Koordinierungskreis verspielt sich Sympathien. Wir sind überzeugt, dass viele Attacies auch 2007 wieder auf der Straße sitzen und blockieren, sich am Sternmarsch beteiligen oder sich andere, bunte, laute, frivole und störende Widerstandsformen ausdenken. Viel Kritik an Attac... Auf Konferenzen und Mailinglisten werden die Statements nun heftig kritisiert. Das internationale Treffen von Dissent! hat in Hamburg eine Erklärung gegen "die Absicht, den Protest und Widerstand zu spalten" verabschiedet. Dissent! verweist darauf, dass in der "Gewaltdebatte" die strukturelle Gewalt von Staaten nicht berücksichtigt wird. "Unterschiedliche Formen von Widerstand und Gegenmacht haben ihre Berechtigung". "Wer Gewaltfreiheit einfordern will, soll sie dort einfordern, wo die Gewalt ihren Ursprung nimmt: Bei den Verantwortlichen der G8-Staaten und ihrem Polizei- und Militärapparat" fordert die Antifaschistische Linke Berlin in Reaktion auf Pedram Shahyar. Avanti befürchtet, dass die "jüngsten Interview-Äußerungen von attac-VertreterInnen leider kontraproduktiv" sind für ein "Signal des Aufbruchs und der Ermutigung". "Allein die Errichtung dieser Zone [technische Sperre] ist eine gewalttätige Handlung", schreibt die Rote Aktion Berlin, die im Anti-G8-Bündnis für eine revolutionäre Perspektive organisiert ist. "Der gesamten Bewegung wird ein Reglement übergestülpt, Protest- und Widerstandsformen, die sich nicht vorauseilend der Staatsgewalt unterwerfen, werden delegitimiert", kritisiert die Berliner Gruppe six hills. NoLager Bremen warnt vor einem "Distanzierungswettlauf in Sachen Gewalt". "Das Wesentliche ist, daß man verschiedene Aktionsformen zuläßt, und jeder sich an dem beteiligt, was zu ihm paßt und was er sich zutraut", meinte der Sprecher des Friedensratschlags, Willi van Ooyen schon im Herbst 2006. Diskussionen um das Verhältnis zu Aktionen zivilen Ungehorsams begannen letzten Herbst. Mit der Gründung der "NGO-Plattform" beteiligten sich fortan auch Nichtregierungsorganisationen und kirchliche Gruppen an der bereits zweijährigen Gesamtmobilisierung. Viele dieser kleinen Organisationen betreiben Lobby-Arbeit und suchen Gespräche mit PolitikerInnen, um die G8 zum Umdenken zu bewegen. Eilige Distanzierungen zeigen die Janusköpfigkeit von Lobbypolitik: Gerade Nichtregierungsorganisationen brauchen den "Druck der Straße" (gern gesehen in Ländern des globalen Südens), um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Das Gemeinsame... Die unterschiedlichen Aktionsformen koexistieren bisher nebeneinander. Manchmal materialisieren sie sich in gemeinsamen Vorbereitungen und bilden damit eine praktische Klammer des Protests und Widerstands. Neben den Camps, der Schule in Rostock, der Neubesiedlung des Bombodroms und den "Aktionen zivilen Ungehorsams" am 7. Juni ist die Kampagne "Block G8" eines der vielen Projekte das versucht, viele heterogene Ansätze unter einem Ziel zu einen: Gegen den neoliberal globalisierten Kapitalismus protestieren. Unterschiedliche Politik- und Aktionsformen in einer gemeinsamen Aktion zu fassen ist nicht einfach und widerspruchsfrei. Diese Widersprüche sind aber produktiv, führen zu Auseinandersetzungen und Diskussionen. Nicht zuletzt ist das Kennenlernen unterschiedlicher Aktionsformen bei internationalen Gipfelprotesten spannend und bereichernd. Der Koordinierungskreis von Attac hat nun beschlossen, den Aufruf "Block G8" nicht mitzutragen. Das ist schade, und entspricht sicher nicht der Meinung aller Mitglieder. In diesem Sinne möchten wir alle Basisgruppen, Regional- wie Arbeitsgruppen ermutigen, die Entscheidung in Frage zu stellen. Sollten die SprecherInnen bei dem Beschluß bleiben, freuen wir uns über jede Basisgruppe die dennoch den Blockade-Aufruf unterzeichnet. Mehr dazu unter www.block-g8.org. Hintergrund: * Absage an das Gesprächsangebot von Umweltminister Gabriel: http://www.inforiot.de/news_print.php?article_id=11052 * Wahl auf der Pressekonferenz Rostock II: http://video.indymedia.org/en/2006/12/637.shtml * Interview mit Pedram Shahyar in der taz: http://gipfelsoli.org/Home/Heiligendamm_2007/Gruppen_und_Kampagnen/attac/103 5.html * Sabine Leidig und "Irrationale": http://www.ngo-online.de/ganze_nachricht.php?Nr=15276 * Knut Abramowski zur "technischen Sperre" und Terrorismus: http://www.polizei.mvnet.de/index.php?option=content&task=view&id=3353&Itemi d=282 * Erklärung von "Dissent!" zur Gewaltfrage: http://dissentnetzwerk.org/node/1078 * Antifaschistische Linke Berlin zu Attac und der "Gewaltdebatte": http://www.gipfelsoli.org/Texte/1105.html * Avanti und Kritik an Attac-Interviews: http://gipfelsoli.org/Texte/1136.html * six hills berlin zum Bündnisprozeß: http://www.gipfelsoli.org/Texte/617.html * NoLager Bremen zu "Distanzierungsritualen in Sachen Gewalt": http://gipfelsoli.org/Texte/1121.html * Willi van Ooyen zu unterschiedlichen Aktionsformen: http://gipfelsoli.org/Newsletter/Heiligendamm/58.html -------------------------------------------------------------------------- Ausführlicher Pressespiegel rund um den G8 unter http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-l -------------------------------------------------------------------------- ================================================ ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich und somit MedieninhaberInnen: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2007, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Di 5:00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================