widerst at and mund - Freitag, 29. Juni 2007
MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
analle at no-racism.net
Fr Jun 29 02:11:57 CEST 2007
widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
Freitag, 29.Juni 2007
Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr
www.no-racism.net/mund
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A) INHALT
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AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN
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01 Vienna Pride 2007: Filmpremiere "Another Gay Movie"und letzte Warm-ups
von Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien <office at hosiwien.at>
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02 Flüchtlingsfest, Samstag 30. Juni
von office at asyl-in-not.org <office at asyl-in-not.org>;
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03 [Depot-news] In Sachen Depot-Café...
von depot-news at mailman.sil.at <depot-news at mailman.sil.at>
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04 [gajwien] raus zur regenbogenparade
von GAJ Wien <newsletter at gajwien.at>
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05 GA: Grüne Andersrum ...machen Schule! / Newsletter abonnieren - iPods
gewinnen!
von Andersrum Wien <andersrum.wien at gruene.at>
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MELDUNGEN UND MEINUNGEN
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06 Aufruf zur friedvollen Revolution!
von ernst <ernstgruber1 at gmx.at>
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07 Presseinformation der HOSI Linz: 28.06.2007/Spatenstich für neues
HOSI-Zentrum
von HOSI Linz <ooe at hosilinz.at>
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08 Ortstafelverhandlungen / Aktionstheater slowenischerStudentInnen
von odbor KSSSD <ksssd at gmx.net>
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09 Menschenrechte: Kritische Bilanz zum Ende der EU-Ratspräsidentschaft
von GFBV Hans Bogenreiter <hans.bogenreiter at gfbv.at>
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10 [Werkstatt] Darabos holt für EADS Kastanien aus dem Feuer
von Werkstatt Frieden & Solidarität <office at werkstatt.or.at>
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11 GLB/Reichtum/Vermögen/Besteuerung
von GLB <glb at gmx.org>
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12 [ZARA-presse] ZARA erhält Bruno Kreisky Preis für Verdienste um die
Menschenrechte
von ZARA - Presse <presse at zara.or.at>
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13 Presseaussendung - Verbot weiblicher Genitalverstümmlung in
Irakisch-Kurdistan in Aussicht
von WADI Austria <wadi.wien at gmx.at>
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G8/GIPFELSOLI & INTERNATIONALE SOLIDARITÄT
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14 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm
von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe
<gipfelsoli-l at lists.nadir.org>
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B) TEXTE
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AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN
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01 Vienna Pride 2007: Filmpremiere "Another Gay Movie"und letzte Warm-ups
von Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien <office at hosiwien.at>
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Wir erlauben uns, auf folgende Termine kurz vor dem Höhepunkt von Vienna
Pride 2007 hinzuweisen. Besonders hervorheben möchten wir dabei das Warm-up
am Freitag 29. 6. ab 22 Uhr im Why Not, das wieder einen Teil der Einnahmen
zugunsten der Regenbogenparade spendet!
Donnerstag, 28. 6.
21:00 Österreichpremiere: Another Gay Movie (OmU)
Andy is your typical All-American eighteen-year-old gay virgin. Like
everyone else, he's dying to have sex. Totally out of the closet and
mad-crazy horny, this naïve high school senior is caught in that awkward
vortex between child and adult. Much to the dismay of his mom (who wonders
why all her carrots and cucumbers keep disappearing), Andy spends much of
his private time practicing for the big moment when he'll finally take the
plunge. Andy is not alone.
He attends high school with his three best friends, all of them totally
out-loud-and-proud - and all eager to loose their virginity.
Buchhandlung Löwenherz: Votivkino | 9., Währinger Straße 12 |
www.loewenherz.at
Donnerstag, 28. 6.
19:00 Pride-Heuriger
Ein geselliger Abend bei einem Gläschen guten Weins, gutem Essen und
Livemusik. Ein Gastgarten oder ein gemütlicher Raum laden ein, etwas länger
sitzen zu bleiben. Der Club als gemischter Verein freut sich über alle, die
dabei sein wollen, ob hetero, schwul, lesbisch oder transgender.
Club Kreativ: Stadtheuriger Haydn | 6., Haydngasse 7 | www.clubkreativ.at |
Eintritt frei
Donnerstag, 28. 6.
22:00 Vienna Pride 2007
Trash Club Paraden-Warm-up
Zur Einstimmung auf die Parade spielen Sirius & Darktunes schwule Hymnen,
Edeldisco- und House-Klassiker. Der Trash-Club wird dem Event entsprechend
dekoriert sein. Es erwartet euch ein Begrüßungsgetränk und die familiäre
Umgebung, für die unser Club bekannt ist.
Trash Club, Sirius & Darktunes: Cabaret Fledermaus | 1., Spiegelgasse 2
(Ecke Graben) | www.myspace.com/siriusanddarktunes www.clubnet.at | Eintritt
frei
Freitag, 29. 6.
20:00 Damen im Doppelpack - Sandra Wöhe & Maria Eleftheria
Eine Lesung, zwei Autorinnen, jede Menge Spaß! Für Frauen!
Maria Eleftheria (www.maria-eleftheria.de): Mara & die Feder des Domai
Sandra Wöhe (www.sandrawoehe.ch): Giraffe im Nadelöhr
FZ-Bar | 9., Währinger Straße 59/6, Eingang Prechtlgasse (Türglocke) |
fz-bar.wolfsmutter.com | UKB ? 2,-
Freitag, 29. 6.
20:00 Vortrag Gert Hekma
Gert Hekma, Dozent für Gay & Lesbian Studies an der Universität Amsterdam,
wird in seinem Vortrag über die aktuelle Lebenssituation von Lesben und
Schwulen in den Niederlanden berichten und die Frage beantworten, inwieweit
die praktische rechtliche Gleichstellung Diskriminierungen in anderen
Lebensbereichen beeinflusst hat.
Buchhandlung Löwenherz und Kulturverein Berggasse: Nestroyhof | 2.,
Nestroyplatz 1
Freitag, 29. 6.
22:00 Queer Friday Night Skating
Que(e)r durch Wien, que(e)r durch die Nacht
Hunderte Skating- und Rad-Begeisterte treffen sich wie immer am Freitag und
rollen mit den Grünen nachts durch Wiens Straßen. Sie setzen damit ein
Zeichen für umweltfreundliche Mobilität in der Stadt. Die Route führt dieses
mal durch Wiens wärmste Ecken. Rolling Guards und Polizei sorgen für die
verkehrliche Sicherung.
Grüne andersrum | Abfahrt Heldenplatz | www.gruene-andersrum.at | Teilnahme
gratis
Freitag, 29. 6.
22:00 Paraden-Warm-up
Getränkespecials: Flying Hirsch ? 3,90 und Jägermeister ? 1,80. Ein Teil der
Einnahmen zu Gunsten der Regenbogenparade.
Why Not | 1., Tiefer Graben 22 | vor 24 Uhr frei, danach ? 8,- (frei mit
HOSI-Wien-Mitgliedskarte)
Freitag, 29. 6.
22:00 Pride-Weekend-Vienna: Pride.WELL.Cum
Achtung Dress-Code!
Leather & Motorbike Community (LMC) Vienna: lo:sch | 15., Fünfhausgasse 1 |
www.lmc-vienna.at
? 6,50 für Nicht-Mitglieder
__________
Alle Informationen zu Vienna Pride 2007 und zur Regenbogenparade auf
www.regenbogenparade.at
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02 Flüchtlingsfest, Samstag 30. Juni
von office at asyl-in-not.org <office at asyl-in-not.org>;
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Einladung zum Flüchtlingsfest
"Kick and Dance gegen Schubhaft"
Der Verein Schmetterling - Lebenshilfe für Flüchtlinge und die Grüne
Alternative Wien veranstalten unter der Schirmherrschaft von Asyl in Not das
zweite große Flüchtlingsfest. Das Fest steht im Zeichen von Sport und Musik.
Es soll auf die unwürdige Lage vieler Menschen in Schubhaft aufmerksam
machen und fordert ein Ende der unmenschlichen Praxis des derzeitigen
Fremdenrechts.
Zeit: Samstag, 30. Juni 2007, 10:00 bis 22:00 Uhr
Ort: ASKÖ 20 - Sportgelände Hopsagasse 3, 1200 Wien
Weg: U 6 Spittelau / Bus 37 A Dr. Adolf Schärf Heim / Bus 11 A
Forsthausgasse
Mit: Ute Bock, Maria Vassilakou, Michael Genner, Ursula Omoregie, David
Ellensohn und vielen anderen.
Programm:
Fußballturnier mit 16 Mannschaften
16 Uhr: Finalspiel der African Football League 2007
weitere Turniere: Tischfußball, Beach-Volleyball und Schach
Für musikalische Unterhaltung sorgen DJs, Bands, SängerInnen und TänzerInnen
aus vielen Ländern.
Genaues Programm unter www.schmertterling.at
Rückfragen: Ursula Omoregie, 0699 - 107 01 340
Asyl in Not
Währingerstraße 59
1090 Wien
office at asyl-in-not.org
www.asyl-in-not.org
Tel.: 408 42 10-15; 0676 - 63 64 371 (Michael Genner)
Spendenkonto:
Raiffeisen (Bankleitzahl 32000),
Kontonummer 5.943.139 (Asyl in Not)
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03 [Depot-news] In Sachen Depot-Café...
von depot-news at mailman.sil.at <depot-news at mailman.sil.at>
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Unser lieber Lorenz Gilli - seineszeichens Barista und Betreiber des
Depot-Cafés
- hat sich entschlossen, beruflich neue Wege zu beschreiten. Deshalb wird er
in
Zukunft nur noch als Gast (hoffentlich!) im Depot-Café verweilen. Wir finden
das zwar sehr schade, wünschen ihm aber für seine Zukunft natürlich alles
Gute!
Und natürlich macht der Lori auch eine Abschluss-Party, zu der hier seine
Einladung folgt:
Hallo liebe Freunde des Depot!
die Spatzen habens zwar noch nicht von den Dächern gepfiffen, einige
wissen es aber troztdem schon: nach zwei Jahren Tätigkeit als Wirt und
Maitre de Bar gebe ich diese Tätigkeit mit Ende Juni auf. Zwei Jahre
sind eine gute Zeit, um etwas Neues zu beginnen!
Und da ich nicht einfach sang- und klanglos verschwinden möchte, und es
außerdem noch Fässer und diverse Flaschen zu leeren gilt, gibts am
Samstag, den 30. Juni ab 20h eine Abschiedsfeier! Frau Moriz, der Wirt
und noch ein oder zwei Überraschungsgäste werden sich um angenehme Töne
bemühen.
Das Depot (http://www.depot.or.at/) wird - nach der Sommerpause - wie
gewohnt im September seine Tätigkeit als Plattform für Diskurse
jeglicher Art fortsetzen. Die Nachfolge fürs Café ist noch nicht ganz
geklärt, ich bin aber sicher dass die Versorgung weiterhin gut
funktionieren wird!
Ich möchte mich bei euch allen bedanken, dass ihr meine Gästinnen und
Gäste gewesen seid, dass ich in diesen zwei Jahren viele interessante
Menschen kennengelernt habe, und ich hoffe, euch bei der einen oder
anderen Gelegenheit wiederzusehen - z. B. gleich am Samstag!!!
Alles Liebe wünscht Euch Euer künftiger Ex-Wirt
Lorenz/Lori
Depot
Breitegasse 3
A-1070 Wien
Tel: +43 1 522 76 13
www.depot.or.at
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04 [gajwien] raus zur regenbogenparade
von GAJ Wien <newsletter at gajwien.at>
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wir wollen euch herzlich auf unseren wagen bei der regenbogenparade
einladen.
regenbogenparade 2007 - day by day - fight homophobia!
30. juni, 14 uhr, stadtpark, wien
am 30. 06. findet wieder die regenbogenparade statt und die gaj wien ist wie
schon die letzten jahre mit einem eigenen wagen vertreten. hier gehts zu den
fotos von den letzten jahren:
http://www.gajwien.at/fotos/010706Regenbogenparade
der gaj wien wagen steht dieses jahr unter dem motto: "if i can't dance it's
not my revolution - if there's no revolution, what is there to dance about?"
hier gehts zum aufruftext:
http://www.gajwien.at/aktuell/2007/juni/regenbogenparade.htm
weitersagen, hinkommen, mitmachen!
weiters wollen wir euch auf zwei wichtige kampagnen aufmerksam machen:
http://www.schutzzone.at.tf/
hier könnt ihr für die längst notwendige umsetzung von schutzzonen gegen
radikale abtreibungsgegnerInnen rund um einrichtungen die abtreibungen
durchführen unterschreiben.
http://www.eca-watch.at/
eine hompage der kampagne gegen das ilisu staudamm projekt, die wichtige
aktuelle infos zum thema bietet.
liebe grüße,
die grünalternative jugend wien.
***
newsletter abbestellen
wenn du keinen newsletter der grünalternativen jugend wien erhalten willst,
sende bitte eine e-mail mit dem betreff "unsubscribe" an
newsletter at gajwien.at
***
impressum
medieninhaberin +++ grünalternative jugend wien +++ lindengasse 40 +++ 1070
wien +++ tel: 01/52125243 +++ mail: info at gajwien.at +++ page: www.gajwien.at
+++ geschäftsführerinnen: maria muhar, georg prack +++ grundlegende
richtung: informationen über ziele und inhalte der grünalternativen jugend
wien.
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05 GA: Grüne Andersrum ...machen Schule! / Newsletter abonnieren - iPods
gewinnen!
von Andersrum Wien <andersrum.wien at gruene.at>
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Liebe FreundInnen,
wir würden uns freuen, wenn ihr uns bei unserem Truck auf der
Regenbogenparade
besuchen würdet. Da ihr unseren Newsletter schon bekommt, seit ihr natürlich
bei der Verlosung der iPods usw. automatisch dabei. Wenn ihr FreundInnen
habt,
die unseren Newsletter noch nicht bekommen und einen iPod gewinnen möchten:
auf gruene-andersrum.at/newsletter eintragen, einfach informiert bleiben und
gewinnen!
Eine schöne Parade und viel Glück bei der Verlosung,
Eure Grünen Andersrum Wien
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Grüne Andersrum ...machen Schule!
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Am 30. Juni sind die Grünen Andersrum unter dem Motto "Grüne Andersrum
..machen Schule!"bei der Regenbogenparade. Komm auch hin!
http://www.gruene-andersrum.at/wien/artikel/lesen/17199/
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Newsletter abonnieren - iPods gewinnen!
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Willst du einen grünen iPod Nano gewinnen? Hier erfährst du, wie du an der
Verlosung teilnehmen und einfach informiert bleiben kannst. Viel Glück!
http://www.gruene-andersrum.at/wien/artikel/lesen/17201/
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Traurig: Kaum Unterstützung für lesbisch/schwule Anträge
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Wir haben im Gemeinderat fünf Anträge für lesbisch-schwule-transgender
Belange
eingebracht. Für Aufsehen sorgte aber vor allem ein Ausspruch des
FP-Mandatars
Harald Stefan.
http://www.gruene-andersrum.at/wien/artikel/lesen/17202/
Andreas Brunner hat uns gebeten, euch zu diesen Veranstaltungen einzuladen:
....
Fr. 29. Juni, 20 Uhr
Vortrag Gert Hekma: "Die Grenzen der Holländischen Liberalität. Lust und
Leiden der Schwulen und Lesben jenseits der Homoehe" (in englischer Sprache)
und Buchpräsentation "Gleich und anders. Eine globale Geschichte der
Homosexualität" von Robert Aldrich (erschienen im Murmann Verlag)
Nestroyhof,
Nestroyplatz 1, 1020 Wien
Gert Hekma, Dozent für Gay & Lesbian Studies an der Universität Amsterdam,
wird in seinem Vortrag über die aktuelle Lebenssituation von Lesben und
Schwulen in den Niederlanden berichten und die Frage beantworten, inwieweit
die praktische rechtliche Gleichstellung Diskriminierungen in anderen
Lebensbereichen beeinflusst hat. Fördert die immer weiter voranschreitende
rechtliche Gleichstellung soziale Emanzipation - oder wirkt sie womöglich
dieser auch entgegen? Zudem wird er seinen Beitrag in der neuen reich
illustrierten Kulturgeschichte der Homosexualität "Gleich und anders"
vorstellen.
Mit den besten Empfehlungen,
die Grünen Andersrum Wien
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http://www.gruene-andersrum.at/
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06 Aufruf zur friedvollen Revolution!
von ernst <ernstgruber1 at gmx.at>
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Mir reicht es!
Wenn einer alleine zu taten schreitet ändert sich ein Teil der Welt,
wenn viele gemeinsam zu taten schreiten ändert sich die ganze Welt.
Es kann nicht mehr sein das einige wenige Megakonzerne die Welt und seine
Menschen regieren.
Es kann nicht mehr sein das Milliarden für Waffen ausgegeben werden und
Milliarden Menschen hungern und an der Armutsgrenze dahinwegitieren.
Es kann nicht mehr sein das die Energiekosten ständig steigen und sich eine
paar Bosse daran bereichern.
Es kann nicht sein das immer noch an Atomkraft festgehalten wird.
Es kann nicht mehr sein das der Glaube an Gewalt unsere Kinderseelen
zerstört.
Es kann nicht mehr sein das die "Ausländer und Minderheiten" als Sündenböcke
herangezogen werden.
Es ist JETZT ZEIT dass sich alle Menschen die eine neue demokratischere
friedvollere Welt wollen zusammentun!
Der Kommunismus wurde 1989 durch eine friedvolle Revolution zu Fall
gebracht,...
immer mehr Menschen begreifen das ihnen in der westlichen Welt wahre
demokratische Verhältnisse bloss vorgegaukelt werden!
Lasst uns JETZT beginnen Zukunftsgeschichte für das Jahr 2009 zu schreiben
und gemeinsam eine friedvollere demokratischere Welt bauen,die Zeit ist
Reif!
mfg Ernst Gruber
mailto:ernstgruber1 at gmx.at
Erste gemeinsame öffentliche Aktionen anlässlich des Peacefestival Vienna am
15-16.9 2007
http://www.openairforpeace.org
Mitwirkende:
Bitte trage dich ein - sende eine Mail retur und viele weiter!
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MELDUNGEN UND MEINUNGEN
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07 Presseinformation der HOSI Linz: 28.06.2007/Spatenstich für neues
HOSI-Zentrum
von HOSI Linz <ooe at hosilinz.at>
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Ein Zeichen der Akzeptanz!
Spatenstich des neuen Vereinszentrums der HOSI Linz durch Justizministerin
Maria Berger und Bürgermeister Franz Dobusch
(à Fotos s.u.)
Vor genau 25 Jahren, am 28.Juni 1982, und damit genau am Christopher Street
Day, kurz auch CSD genannt, dem Fest-, Gedenk- und Demonstrationstag der
Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender-Personen und deren
UnterstützerInnen, erfolgte der Startschuss zur Gründung der HOSI Linz, dem
damit drittältesten lesBiSchwulen Verein in Österreich. Passend zu diesem
Jubiläum erfolgte heute der offizielle Spatenstich für das neue
Vereinszentrum der HOSI Linz durch Bundesministerin Dr.in Maria Berger,
Bürgermeister Dr. Franz Dobusch, Stadtrat Dr. Johann Mayr und
HOSI-Vereinssprecher Gerhard Friedinger.
Mit diesem Spatenstich gelangt ein in Österreich und auch in weiten Teilen
Europas einzigartiges Projekt zur Umsetzung: Die Stadt Linz baut mit
Unterstützung des Landes OÖ der Homosexuellen Initiative Linz ein eigenes
Haus! "Wir sind überglücklich! Damit wird ein lange gehegter Traum endlich
war!", ist Vereinssprecher Gerhard Friedinger begeistert. Mittlerweile ist
die HOSI Linz bereits soweit gewachsen, dass die bestehenden Räumlichkeiten
in der Schubertstraße einfach zu klein geworden sind. "Ich möchte nur auf
die mangelnde Behindertengerechtigkeit in einem Altbau im ersten Stock ohne
Lift erwähnen, aber auch die räumliche Beengtheit für die Beratungsstelle
oder für das immer umfangreicher werdende Archiv und die ständig wachsende
Mediathek. Anstehende Renovierungsarbeiten zwangen uns schließlich, uns nach
einem neuen Vereinslokal umzusehen, aber auch nach der dafür notwendigen
finanziellen Unterstützung. Und es freut uns ganz besonders, dass wir bei
der Stadt Linz, insbesondere bei Bürgermeister Dr. Dobusch und Stadtrat Dr.
Mayr, aber auch bei der oberösterreichischen Landesregierung in der Person
unseres langjährigen Unterstützers Landesrat Josef Ackerl auf so großes
Entgegenkommen und so große Unterstützung dieses Projektes gestoßen sind",
zeigt sich Friedinger begeistert.
Das Projekt umfasst im Erdgeschoss ein kleines Café und einen
Veranstaltungsraum; im ersten Stock sind die Büroräume, aber auch die
Räumlichkeiten für die Beratungsstelle und die öffentlich zugängliche
Mediathek des Vereins untergebracht. Die Wohnräume darüber will der Verein
ganz besonders älteren Lesben und Schwulen anbieten, und auf eines ist die
HOSI Linz ganz besonders stolz, nämlich dass das ganze Haus barrierefrei
ausgestattet werden wird, sodass endlich auch körperbehinderte Personen die
Angebote der HOSI Linz problemlos nutzen können. "Unser neues Zentrum wird
nicht nur die bewährte Beratungstätigkeit mit neuen Möglichkeiten, die wir
heute noch nicht zur Verfügung haben, ausstatten, es wird auch endlich
adäquate Arbeits- und Besprechungsmöglichkeiten bieten, die wir uns schon so
lange wünschen. Auch unser angeschlossenes Tages-Cafe, so wünsche ich es mir
zumindest, wird eine längst fehlende Ergänzung der Szene-Gastronomie und
Treffpunkt für Lesben, Schwule aber auch Heterosexuelle aller Altersstufen
werden. Und dieses Haus soll auch kultureller Motor in der Community, aber
auch der Stadt werden, denn wenn wir dieses Haus eröffnen, wird Linz
europäische Kulturhauptstadt sein , und dieses Haus wird es der ganzen
lesbisch-schwulen Community ermöglichen, aktiv daran teilzunehmen und
kulturelle und gesellschaftspolitische Impulse zu setzen."
Aber dieses Haus ist nicht nur ein deutliches Zeichen der Akzeptanz von
Lesben und Schwulen durch die Gesellschaft und ihrer Sichtbarkeit in dieser
Stadt, sondern auch für die HOSI Linz der Auftrag, für das soziale,
kulturelle und politische Gefüge als überparteiliche und überkonfessionelle
NGO noch stärker und engagierter als bisher zu arbeiten. "Wir werden noch
mehr und intensiver auf unser großes Ziel hinarbeiten: eine Zukunft, in der
sexuelle Ausrichtung kein Thema und für die soziale und rechtliche
Ausgrenzung von Lesben und Schwulen kein Platz mehr ist!", erklärt
Friedinger.
Umso erfreuter zeigt sich der HOSI-Vereinssprecher über die Rede
Justizministerin Maria Bergers, die extra aus Wien zu diesem Ereignis
angereist ist und die kurz die Bemühungen ihres Ressorts skizzierte, auch
die rechtlichen Diskriminierungen in Österreich, insbesondere im
PartnerInnenschaftsrecht ehebaldigst zu beseitigen, sodass die
österreichische Rechtsordnung in diesem Bereich endlich den Standard anderer
europäischer Länder wieder erreicht.
"Auch wenn wir die rechtliche Gleichstellung bisher noch nicht erreicht
haben, markiert das Projekt HOSI-Zentrum neu jedenfalls einen Meilenstein in
der 25-jährigen Geschichte der Lesben- und Schwulenbewegung in Österreich.
Die Stadt Linz kann sich damit zu Recht als lesben- und
schwulenfreundlichste Stadt Österreichs bezeichnen. Die Stadt wird sich im
Europäischen Kulturhauptstadtjahr 2009 durch das neue HOSI-Zentrum wirklich
als weltoffene, moderne europäische Stadt präsentieren. Wir danken
jedenfalls jetzt schon allen, die uns bei diesem Projekt bisher unterstützt
haben - sowohl innerhalb der Community als auch bei der Stadt Linz und dem
Land Oberösterreich", so Friedinger abschließend.
Für die HOSI Linz
gez. Gernot Wartner, Geschäftsführer
Linz, den 28.06.2007
Rückfragehinweis:
Für allfällige Rückfragen stehen wir Ihnen unter der Linzer Telefonnummer
0732/60 98 98 bzw. 0664/25 36 701 (Hr. Wartner) oder über E-Mail jederzeit
gerne zur Verfügung.
Fotos:
Fotos von der Spatenstichfeier in druckfähiger Auflösung finden Sie zur
honorarfreien Verwertung unter: http://www.hosilinz.at/hosizentrum
Quellenangabe: G. Niederleuthner/HOSI Linz
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Homosexuelle Initiative Linz (HOSI Linz)
The Lesbian and Gay Movement in Upper Austria
Schubertstrasse 36/1, A-4020 Linz
Phone/Fax: ++43/732-60 98 981
E-Mail: ooe at hosilinz.at
http://www.hosilinz.at
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08 Ortstafelverhandlungen / Aktionstheater slowenischerStudentInnen
von odbor KSSSD <ksssd at gmx.net>
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Der KonSensenmann
Wir Kärntner Sloweninnen und Slowenen warten schon Jahrzehnte lang auf die
Erfüllung unserer Rechte.
Unsere Minderheitenvertreter haben sich nun zusammengetan um ihnen Geltung
zu verschaffen. Der Kärntner Ortstafelkonsens ist geboren.
Aber: Um den Preis des Verzichts auf die uns zustehenden Rechte, wollen sich
unsere Vertreter mit ein paar neuen Ortsschildern ruhig stellen lassen.
Nach den Jahrzehnten des Hinhaltens seitens der österreichischen Politik,
können wir den Wunsch nach einer tragbaren Lösung sehr wohl nachvollziehen.
Jedoch möchten wir darauf hinweisen, dass das Recht nach wie vor auf unserer
Seite steht, während die österreichische Politik den Slowenen ihr
verfassungsmäßig garantiertes Recht seit Jahrzehnten verweigert.
Durch den Ortstafelkonsens würde Unrecht zu Recht umgeschrieben werden. Der
Artikel 7 des Österreichischen Staatsvertrages zum Schutz und zur Förderung
der slowenischen Minderheit in Kärnten und der kroatischen Minderheit im
Burgenland wäre somit kaltgestellt, nutzlos und zum Abschuss freigegeben.
Auf diesen Tatbestand wollten wir mit unserer Inszenierung hinweisen.
Konsensverhandlungen führen zur Untergrabung des Artikels 7 des
Österreichischen Staatsvertrages von 1955
Als junge Kärntner Sloweninnen und Slowenen stellen wir uns die Frage, ob
sich die Geschichte wirklich wiederholen muss. Vor der Volksabstimmung im
Jahre 1920 wurden unsere Vorfahren in einem Propagandafeldzug das erste Mal
hinters Licht geführt: Sozialen Aufstieg und nationale Rechte garantiere nur
die Republik Österreich, hieß es. Nach der Volksabstimmung erfolgte jedoch
eine gezielte Auslöschung des Slowenischen, die mit der Deportation der
Slowenen in der Nazizeit ihren Höhepunkt erreichte. Vor der Unterzeichnung
des Österreichischen Staatsvertrages gab es erneut Versprechen bezüglich der
Gleichstellung der beiden Landessprachen sowie der Wiedergutmachung der
erlittenen Schäden - nach der Unterzeichnung eine geschickte Verzögerungs-
und Vertröstungstaktik.
Bis heute müssen wir uns selbst jedes minimale und im Grunde
selbstverständliche Recht juristisch erkämpfen, weil deutschnationale Hetzer
nach wie vor öffentlichkeitswirksam gegen Volksgruppenrechte ankämpfen. Jene
Menschen aber, die sich für die Gleichrangigkeit der slowenischen Sprache
einsetzen, gelten in der Öffentlichkeit als verbissene Fanatiker. So warten
bereits mehrere Generationen von Kärntner Sloweninnen und Slowenen auf die
Erfüllung der garantierten Volksgruppenrechte. 52 Jahre nach Unterzeichnung
des Österreichischen Staatsvertrages warten wir noch immer!
Das Recht auf unserer Seite
Es geht nicht nur um einige Ortstafeln mehr oder weniger, sondern um den
Grundsatz der Gleichrangigkeit und Gleichberechtigung der slowenischen
Sprache im öffentlichen Leben. Wir lehnen die derzeitigen
Konsensverhandlungen ab, weil sie unweigerlich zur Ausschaltung des Artikels
7 des Österreichischen Staatsvertrages führen würden. Während wir uns jetzt
noch auf verfassungsrechtlich gewährleistete Rechte berufen können, wären
wir durch eine allfällige Öffnungsklausel zu Bittstellern degradiert. Wir
sind davon überzeugt, dass uns die angestrebte Konsenslösung noch weiter in
die Defensive drängt. Nach dieser wäre es nämlich beinahe unmöglich, der
Kärntner - und vermutlich auch der gesamten österreichischen -
Öffentlichkeit die Notwendigkeit weiterer zweisprachiger Aufschriften und
Bezeichnungen topografischer Natur zu vermitteln, egal wie
eine »Öffnungsklausel« letztendlich ausgestaltet sein würde. Das Argument
der Deutschnationalen, wonach die Kärntner Slowenen immer mehr forderten,
obwohl sie gerade alles bekommen hätten, würde danach seine Wirkung tun und
Vorurteile über die unersättlichen Slowenen schüren.
In unseren Augen bedeutet eine solche temporäre Lösung ein
unverantwortliches und feiges Abschieben von Verantwortung auf nachfolgende
Generationen. Deshalb widersprechen wir energisch allen Bestrebungen,
eine »Konsenslösung« in den Verfassungsrang zu heben, bedeutet dies doch die
endgültige Einzementierung des Unrechts. Solch ein Konsens hat unweigerlich
die Beschränkung des zweisprachigen Gebietes auf jene Orte, die im Gesetz
angeführt sind, zur Folge. Dies würde auch negative Konsequenzen für das
zweisprachige Schulwesen, die Amtssprache, Kindergärten usw. nach sich
ziehen. Wir müssen wachsam sein, denn leere Versprechungen und Unrecht
mussten wir schon zu oft über uns ergehen lassen.
Historisch begründbar ist nur das Territorialprinzip
Wir verweisen auf die Lösung, welche anlässlich der Unterzeichnung des
Österreichischen Staatsvertrages getroffen wurde: Die Gleichberechtigung der
slowenischen Sprache auf allen Ebenen und der Schutz vor Diskriminierung.
Wir berufen uns auf den Artikel 7 des Österreichischen Staatsvertrages, in
dem keine Rede von Prozentklauseln ist.
Unsere Forderung:
Wir verlangen eine lückenlose und gleichrangige Zweisprachigkeit im gesamten
zweisprachigen Gebiet - auf Basis des Territorialprinzips, welches den
zweisprachigen Schulunterricht in den Jahren 1945 bis 1958 regelte.
Ausdrücklich weisen wir auch darauf hin, dass der Begriff »Bezeichnungen und
Aufschriften topografischer Natur« nicht nur Ortstafeln umfasst.
Da das zweisprachige Gebiet eine historisch gewachsene Tatsache ist, lehnen
wir eine Regelung der Topografiefrage auf Grundlage einer
Minderheitenfeststellung, die dem garantierten Schutz und der Förderung
einer Volksgruppe vollkommen widerspricht, vehement ab! Wir sind Menschen,
nicht Zahlen!
Verhandlungen oder gar ein Feilschen über verfassungsrechtlich
gewährleistete Rechte sowie ein Kuhhandel in dieser Frage können von uns
nicht akzeptiert werden, denn nur mit unserer Sprache gibt es uns!
Klub slovenskih studentk in studentov na Dunaju /
Klub der slowenischen StudentInnen in Wien
Klub slovenskih studentk in studentov Gradec /
Klub slowenischer Studentinnen & Studenten Graz
Klub slovenskih studentk in studentov na Koroskem /
Klub slowenischer Studentinnen und Studenten in Kärnten
Mlada Enotna lista /
Junge Einheitsliste
Koroska dijaska zveza /
Kärntner Schülerverband
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09 Menschenrechte: Kritische Bilanz zum Ende der EU-Ratspräsidentschaft
von GFBV Hans Bogenreiter <hans.bogenreiter at gfbv.at>
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GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER
> PRESSEMITTEILUNG Göttingen/Berlin, den 28.06.2007
>
> Kritische Bilanz zum Ende der deutschen EU-Ratspräsidentschaft
> Enttäuschung über mangelndes Engagement für Darfur und Minderheiten
> im Irak
>
> Zum Ende der EU-Ratspräsidentschaft am 30. Juni 2007 hat die
> Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) kritische Bilanz gezogen. "Wir
> sind
> enttäuscht über das mangelnde Engagement für die Beendigung des
> Völkermordes in Darfur und für den Schutz der bedrängten Minderheiten im
> Irak", erklärte der GfbV-Generalsekretär Tilman Zülch am Donnerstag in
> Göttingen. Die Menschen in beiden Krisengebiete hätten deutlich mehr
> Einsatz von Seiten der deutschen EU-Ratspräsidentschaft bitter nötig
> gehabt. In Darfur wütete ein Völkermord an der schwarzafrikanischen
> Zivilbevölkerung, der bis zu 400.000 Tote gefordert und 2,5 zwei Millionen
> Menschen zu Flüchtlingen gemacht habe. Im Irak würden Gebiete ethnisch
> von Angehörigen religiöser Minderheiten "gesäubert". So irrten tausende
> von christlichen Assyro-Chaldäern verzweifelt im Irak umher oder fristeten
> als Flüchtlinge in Syrien und Jordanien ein elendes Dasein.
>
> "Deutschland hat die Chance nicht genutzt, der EU außenpolitisch die
> Stimme zu geben, die ihrem Einfluss in Afrika entspricht", sagte Zülch.
> "Die
> EU-Afrikapolitik ist ein Desaster und bleibt weit hinter den Erwartungen
> zurück, die Bundeskanzlerin Angela Merkel vor Übernahme der
> Ratspräsidentschaft geweckt hat." Unter deutschem EU-Vorsitz seien nur
> weitere nichtssagende Betroffenheitsadressen verabschiedet worden,
> obwohl das Europaparlament in Resolutionen am 28. September 2006 und
> am 15. Februar 2007 gezielte Sanktionen gegen die Verantwortlichen der
> schweren Menschenrechtsverletzungen im Sudan gefordert hat. Europa
> versage jedoch nicht nur in der Darfur-Frage. Auch in Somalia, im Tschad
> und in der Zentralafrikanischen Republik eskaliere die Gewalt. Doch der EU
> sei es nicht gelungen, mit einer Stimme zu sprechen und
> Friedensbemühungen wirksam zu unterstützen.
>
> Für die vor systematischem Vertreibungsterror - wie Morde, Entführungen,
> tägliche Schikanen und Todesdrohungen sowie Anschläge auf
> Geschäftshäuser, Kirchen und Schulen - aus dem Irak flüchtenden assyro-
> chaldäischen Christen und Angehörigen der Religionsgemeinschaft der
> Mandäer habe die EU kaum etwas unternommen, kritisierte die GfbV. Doch
> die Grenzen der Union seien für diese Vertriebenen dicht. "Es wäre
> Aufgabe der EU-Ratspräsidentschaft gewesen, eine gemeinsame
> Aufnahmestrategie für die gejagten Christen und Mandäer des Irak
> auszuarbeiten und diesen Menschen eine helfende Hand zu reichen. Hier
> müssen sich Bundeskanzlerin Merkel und die Regierung der großen
> Koalition unmenschliches Handeln und Scheitern vorwerfen lassen",
> kritisierte Zülch.
>
> Als ersten positiven Schritt hin zu einer konsequenteren EU-
> Menschenrechtspolitik wertete die GfbV die kritischere Haltung gegenüber
> China und Russland. Doch diese Distanzierung reiche angesichts der
> Wiederaufwertung des Stalinismus in Russland, der anhaltenden
> Menschenrechtsverletzungen in Tschetschenien, dem Rassismus und der
> Einschnitte in Meinungs- und Pressefreiheit - nicht aus. Auch in China
> müsse in Sachen Menschenrechte ganz konkret gehandelt werden, mahnte
> die in Göttingen ansässige Menschenrechtsorganisation am Donnerstag.
>
> Tilman Zülch ist auch erreichbar unter Tel. 0151 153 09 888,
> ======================================================
> Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
> Inse Geismar, Pressereferentin
> Postfach 2024, D-37010 Goettingen
> Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028
> E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de
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10 [Werkstatt] Darabos holt für EADS Kastanien aus dem Feuer
von Werkstatt Frieden & Solidarität <office at werkstatt.or.at>
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Werkstatt Frieden & Solidarität
Waltherstr. 15, 4020 Linz
Tel. 0732/771094, Fax 0732/797391
Mail: office at werkstatt.or.at, Web: www.werkstatt.or.at
Wer diesen Rundbrief nicht mehr erhalten möchte, ersuchen wir um ein E-Mail
unter folgendem Link:
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Werkstatt-Rundbrief 12-2007
Eurofighter
Darabos holt für EADS die Kastanien aus dem Feuer
Für die Teilhabe am militärischen Kern der EU sind die Machteliten bereit,
über alles hinwegzutrampeln. SP-Führung trägt die Verantwortung dafür, dass
5,6 Milliarden Euro für die Eurofighter verjubelt werden.
Genug "rauchende Pistolen". Dass die Gusenbauer-SPÖ auch ihr letztes
Wahlversprechen gebrochen hat, verwundert wenig. Am 30. Oktober 2006
forderte eine Mehrheit des Nationalrats von der Regierung den sofortigen
Beschaffungsstopp und Ausstieg aus dem Eurofighger-Vertrag. Seit diesem
Beschluss ist die Taktik von Gusenbauer, Darabos & Co davon geprägt gewesen,
den Ausstieg vom Ausstieg zu organisieren. Dabei wäre ihnen beinahe ein
Lapsus passiert. Denn der parlamentarische Untersuchungsausschuss hat -
entgegen der vom medialen Einheitsbrei kolportierten Meinung - eine Vielzahl
"rauchender Pistolen" zum Vorschein gebracht: alleine dass das
Familienunternehmen eines maßgeblichen Eurofighter-Entscheidungsträgers,
"Airchief" Erich Wolf, 87.000 Euro ohne geschäftliche Gegenleistung von
einem EADS-Lobbyisten überwiesen bekam, ist mehr als deutlich. Der
parlamentarische Untersuchungsausschuss hat auch nachgewiesen, dass Erich
Wolf in skandalöser Weise die Entscheidung zu Gunsten von Eurofighter und
EADS manipuliert hat. An parteinahe Werbefirmen wurden Millionenbeträge
überwiesen, deren Verwendung nicht belegt werden konnte. Wie nennt man es,
wenn EADS z.B. der BZÖ-Werbefirma Rumpolds EUR 120.000,- für Gespräche mit
Landeshauptleuten überweist, deren realer Aufwand vom Wiener Bürgermeister
mit EUR 7,- Bewirtungskosten geschätzt wird? Oder wenn EUR 340.000,- für ein
"Gipfeltreffen der Sicherheitsexperten Europas" überwiesen werden, das nie
stattgefunden hat? Die Beispiele ließen sich endlos verlängern: unter dem
Strich bleibt ein Sumpf an Korruption und mafiösen Praktiken, die einen
Ausstieg nicht nur ermöglicht sondern erfordert hätten. Peter Eigen, der
Gründer von Transparency International (einer weltweiten
Anti-Korruption-Organisation) bezeichnet sogar den Vertrag zwischen der
Republik Österreich und EADS selbst als "sittenwidrig" und damit nichtig, da
er dem Konzern die Möglichkeit zur Bestechung über Mittelsmänner einräumt
(Profil 11.06.2007).
Auch das vielzitierte Koziol-Gutachten belegt keineswegs die Unmöglichkeit
des Vertragsausstiegs, sondern bloß dass der Herr Professor die Ergebnisse
des Untersuchungsausschusses noch nicht studiert hat: So wird im Standard
(27.06.2007) aus dem Koziol-Gutachten zitiert: "Als weitere
Rücktrittsmöglichkeit nannte Koziol die so genannte Causa Steininger. Hier
müsste allerdings nachgewiesen werden, dass der EADS-Lobbyist Erhard
Steininger zum Zeitpunkt der Geldflüsse an die Firma des früheren
Luftwaffenchefs Erich Wolf und seiner Frau unter einem beherrschenden
Einfluss der Eurofighter-GmbH stand. Außerdem müsse geklärt werden, welchem
Zweck die Zuwendung diente und ob der Empfänger damals Einfluss auf die
Vertragsentscheidung hatte." Gerade aber für die von Koziol aufgeworfenen
Fragen hat der Untersuchungsausschuss mehr als genug Beweismaterial
zusammengetragen. EADS war daher in einer miserablen Verhandlungsposition.
Darbos & Co. haben mit der handstreichartigen Einigung nun für den
Rüstungskonzern die Kastanien aus dem Feuer geholt.
Erstaunliche Unverfrorenheit. Wie gesagt, der Umfaller der SPÖ kommt nicht
überraschend, erstaunlich ist eher die Unverfrorenheit, mit der dieser
Liebdienst für EADS argumentiert wird: so brüstet sich Darabos, man hätte
dem Steuerzahler 400 Millionen Euro erspart! Wie bitte? Die SPÖ selbst hat
vorgerechnet, dass die Eurofighter-Gesamtkosten rund 6 Milliarden Euro
ausmachen (rd. 80 Milliarden ATS). Die SPÖ hätte es in der Hand gehabt, uns
diese 6 Milliarden zu ersparen. Damit trägt sie die Verantwortung, dass nun
5,6 Milliarden verjubelt werden, die bei Gesundheit, Bildung und Sozialem
fehlen. Ebenso derb ist die Argumentation der SPÖ, dass man durch den Ankauf
der Tranche 1 "neutralitätsverträgliche" Eurofighter eingekauft hätte.
Militärexperten haben klargelegt, dass auch die Tranche 1 für
"Luft-Boden-Missionen", also für offensive Kampfeinsätze, betrieben wird
(sh. Standard, 27.06.2007) Tatsächlich bleibt die SP-Führung der ÖVP in der
Bekämpfung der Neutralität nichts schuldig:
- Gusenbauer profiliert sich als Merkel-Emissär, um die Werbetrommel
für eine EU-Verfassung zu rühren, die die Verpflichtung zur Aufrüstung
festschreibt, dem EU-Ministerrat ein Mandat für weltweite
EU-Militärmissionen einräumt und die Grundlage für ein EU-Rüstungsbudet und
ein "militärisches Kerneuropa" legt.
- Das SP/VP-Regierungsprogramm enthält nicht nur das Bekenntnis zur
Teilnahme an weltweiten EU-Militärmissionen (auch ohne UNO-Zustimmung)
sondern auch die Forderung nach Aufstellung einer stehenden EU-Armee.
Teilhabe am "militärischen Kerneuropa"
Genau in dieser bedingungslosen Unterordnung des österreichischen
Establishments unter die Pläne der EU-Militarisierung liegt der Grund, warum
nun Darabos die Notbremse zu Gunsten von Eurofighter und EADS gezogen haben.
In einer Studie aus dem Verteidigungsministerium sind diese Ambitionen
offengelegt worden. Dort heißt es, die Beschaffung von deutschem Kriegsgerät
wie Eurofighter-Typhoon diene der "stärkeren europäischen Einbindung
Österreichs" durch "systemidentische Militärkapazitäten". Als "Finalität"
der Eurofighter-Beschaffung solle man "die Aufstellung eines
mitteleuropäischen bi- beziehungsweise multinationalen Luftkampfverbands
(etwa mit Deutschland und/oder Italien)" ins Auge fassen, "dessen
gemeinsamer Host aufgrund der zentralen Lage durchaus in Österreich liegen
könnte." Dieses Papier aus dem Verteidigungsministerium bekennt sich dazu,
dass Österreich die Rolle des "Juniorpartner Deutschlands" bei der
Aufstellung von EU-Streitkräften einnehmen solle. Damit könne Österreich es
schaffen, in die "sicherheitspolitische Avantgarde" des "militärischen
Kerneuropa" vorzudringen. (Strategische Analysen, Sicherheitsbüro des BMLV,
Okt. 2005)
Als Werkstatt Frieden & Solidarität ziehen wir unsere Schlüsse aus der
Eurofighter-Auseinandersetzung:
- die österreichischen Machteliten geraten zunehmend außer Rand und
Band. Für die Teilhabe am militärischen Kern der EU trampeln sie über alles
hinweg: über Wahlversprechen, Bevölkerungsmehrheiten, Parlamentsbeschlüsse,
über die österreichische Verfassung und Völkerrecht und wohl auch bald über
Menschenleben, wenn es die "EU-Solidarität" (Gusenbauer) gebietet.
- Wir haben bereits Ende 2006 geschrieben: "Auf das rechtsstaatliche
Empfinden der Machteliten zu vertrauen, ist Zeitverschwendung. Es hängt von
unserem Druck ab, ob sich noch etwas bewegt." Tatsache ist: es ist uns nicht
gelungen, genug Druck von unten zu entwickeln, um das größte
Rüstungsgeschäft der Nachkriegsgeschichte zu verhindern. Das hat viele
Gründe: die weit verbreitete Resignation ebenso wie die Anbindung vieler
(Jugend-)organisationen, NGO´s und nicht zuletzt des ÖGB an die
verschiedenen Herrschaftsapparate und deren Pfründe. Vom Establishment
unabhängige Organisationen wie die Werkstatt Frieden & Solidarität müssen
daher entschieden stärker werden, wenn wir die weiteren Herrschaftspläne in
Richtung Militarisierung und Sozialabbau durchkreuzen wollen. Darabos hat
bereits den nächsten Schritt angekündigt: bis 2010 soll die Anzahl der
österreichischen SoldatInnen bei Auslandseinsätzen mehr als verdoppelt
werden.
Die aktuelle guernica (Zeitung der Werkstatt Frieden & Solidarität)
beschäftigt sich mit der Einbindung des Eurofighter-Beschaffung in die
EU-Aufrüstung. Ein Probeexemplar schicken wir gerne kostenlos zu. Mailto:
office at werkstatt.or.at
Ein Jahresabo (10 Ausgaben) kostet EUR 9,-, ein Schupperabo (5 Ausgaben) EUR
5,-
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JETZT UNTERSCHREIBEN!
Petition: "Energie und Wasser im öffentlichen Eigentum erhalten!"
Nähere Informationen auf www.werkstatt.or.at
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11 GLB/Reichtum/Vermögen/Besteuerung
von GLB <glb at gmx.org>
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Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110
Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 - Mail office at glb.at
- Web www.glb.at - Ausgabe vom 28. Juni 2007
GLB urgiert Dringlichkeit der Vermögensbesteuerung
Reichtum ist weltweit und auch in Österreich enorm gewachsen
Die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) begrüßt die klare
Ansage der Arbeiterkammer für die Beibehaltung Erbschaftssteuer und deren
Reform als Konsequenz aus dem Urteil des Verfassungsgerichtshofes. Einen
diesbezüglichen Antrag hatte der GLB bei der letzten Vollversammlung der
Wiener Arbeiterkammer eingebracht. Ebenso begrüßt der GLB die Forderung der
Arbeiterkammer, die Kapitalertragssteuer abzuschaffen und die Zinserträge
mit der Einkommensteuer zu besteuern.
"Damit würde die Ungerechtigkeit beseitigt, dass kleine Sparguthaben ebenso
wie Millionenvermögen mit der 25-prozentigen KESt über einen Kamm geschoren
werden. Es ist voll gerechtfertigt, dass hohe Zinserträge bis zum
Spitzensteuersatz von derzeit 50 Prozent besteuert werden", meint
GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger. Allerdings müssten damit auch die
steuerschonenden Privatstiftungen abgeschafft und das dort gebunkerte
Vermögen einer normalen Besteuerung unterzogen werden.
Derzeit liegen in rund 3.000 Privatstiftungen geschätzte 60 Milliarden Euro,
die bei einer vorsichtig mit nur fünf Prozent angenommenen Rendite jährlich
mindestens drei Milliarden Ertrag abwerfen, die bis zu 1,5 Milliarden
Einkommensteuer erbringen müssten. Tatsächlich kommen aus den Stiftungen
laut Wifo aber pro Jahr gerade mickrige zwölf Millionen
Kapitalertragssteuer.
Der GLB verweist dazu auf einmal mehr durch den "World Wealth Report" von
Capgemini und Merril Lynch bestätigte globale Umverteilung. Demzufolge ist
die Zahl der "wohlhabenden Privatpersonen" mit einem Vermögen von mehr als
einer Million Dollar (743.000 Euro) 2006 auf 9,5 Millionen gestiegen, um 8,3
Prozent mehr als 2005. Davon sind 94.970 "besonders wohlhabende
Privatpersonen" mit einem Vermögen von mehr als 30 Millionen Dollar, um 11,3
Prozent mehr als 2005. Das Vermögen der MillionärInnen ist 2006 auf 37,2
Billionen Dollar gestiegen, um 11,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, was
laut Gregor Ersaim (Capgemini) bedeutet, dass die Reichen ihr Geld doppelt
so gut veralnagt haben wie Normalsterbliche
Auch in Österreich hat sich die Zahl der Reichen auf 72.600 deutlich
vergrößert, 2005 wurden "nur" 67.700 MillionärInnen registriert. Diese
Minderheit von nur 0,8 Prozent der Bevölkerung besitzt rund ein Drittel des
gesamten Vermögens, weitere neun Prozent ebenfalls ein Drittel, die
restlichen 90 Prozent "dürfen" sich das restliche Drittel teilen.
Bestätigt wird die rapide Zunahme des wirklichen Reichtums auch durch die
jüngste Veröffentlichung der reichsten ÖsterreicherInnen im "trend". Betrug
das geschätzte Vermögen der 50 reichsten ÖsterreicherInnen 2006 noch "nur"
55,15 Milliarden Euro, so waren es 2007 bereits 91,95 Milliarden Euro.
Beginnend mit der Abschaffung der Vermögenssteuer, Senkung des
Spitzensteuersatzes, Einführung steuerschonender Privatstiftungen, Senkung
der Körperschaftssteuer und der geplanten Abschaffung der Erbschafts- und
Schenkungssteuer wurde Österreich zum EU-Steuerparadies für Kapital und
Vermögen. Weil die Vermögenden immer weniger Steuern, muss die Steuerlast
zunehmend nur mehr von den Lohnabhängigen getragen werden.
Die Dringlichkeit der Wiedereinführung einer Vermögenssteuer, der Aufhebung
der Privatstiftungen und Besteuerung von Zinserträgen nach der
Einkommensteuer anstatt der zugunsten der Reichen nivellierenden
Kapitalertragssteuer liegt für den GLB af de Hand. Bertolt Brecht brachte
die Thematik der Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums mit zwei
markanten Aussagen auf den Punkt: "Wär` ich nicht arm, wärst du nicht reich"
und "Was ist ein Dietrich gegen eine Aktie? Was ist ein Einbruch in eine
Bank gegen eine Gründung einer Bank." Dem ist nichts hinzuzufügen.
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12 [ZARA-presse] ZARA erhält Bruno Kreisky Preis für Verdienste um die
Menschenrechte
von ZARA - Presse <presse at zara.or.at>
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Pressetext
ZARA erhält Bruno Kreisky Preis für Verdienste um die Menschenrechte
(Wien, 28. Juni 2007) Am Donnerstag Abend nahm Barbara Liegl,
ZARA-Geschäftsführerin, im Camineum der österreichischen Nationalbibliothek
stellvertretend für den Verein ZARA - Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit
den mit 15.000 Euro dotierten Bruno Kreisky Preis für Verdienste um die
Menschenrechte der Bruno Kreisky Stiftung entgegen.
Besondere menschenrechtliche Verdienste
Mit dem Bruno Kreisky Preis für Verdienste um die Menschenrechte zeichnet
die Bruno Kreisky Stiftung alle zwei Jahre Einzelpersonen, Gruppen,
Institutionen und Projekte für besondere menschenrechtliche Verdienste aus.
Die von einer internationalen, unabhängigen Jury gewählten PreisträgerInnen
sind seit vielen Jahren im Bereich der Menschenrechte aktiv und tragen
sowohl auf öffentlicher als auch privater Ebene dazu bei, Menschenrechte zu
verteidigen und weiter zu entwickeln. ZARA trage "mittels gezielter
Öffentlichkeitsarbeit, Trainings und Beratungstätigkeiten zur Prävention"
von Rassismus bei, so die Stiftung.
Seit 1999 umfassende Anti-Rassismus-Arbeit
ZARA erhält den Bruno Kreisky Preis 2007 für seine Verdienste in der
Anti-Rassismus-Arbeit in Österreich. Der Verein widmet sich seit 1999
umfassend reaktiver und präventiver Anti-Rassismus-Arbeit und betreibt
Österreichs einzige Beratungsstelle für Opfer und ZeugInnen von Rassismus.
Außerdem leistet ZARA mittels Workshops, Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit
einen wesentlichen Beitrag zur gesellschaftlichen Informations- und
Sensibilisierungsarbeit. "Mit unserer Arbeit versuchen wir alle Formen von
Rassismus zu bekämpfen, und eine zivilcouragierte und rassismusfreie
Gesellschaft in Österreich zu fördern", erklärt ZARA-Obmann Dieter
Schindlauer.
Anti-Diskriminierung in allen Politikbereichen mitdenken
"Theoretisch sind unsere Ziele dann erreicht, wenn es einer Organisation wie
ZARA nicht mehr bedarf, weil der Wert Nicht-Diskriminierung in den Köpfen
der Menschen und in den Strukturen verankert ist.", so Barbara Liegl,
ZARA-Geschäftsführerin. Bis dorthin ist es aber noch ein weiter Weg. Es
reicht nicht allein bei der Gesellschaft anzusetzen, um Bewusstsein dafür zu
schaffen, dass Nicht-Diskriminierung das Recht eines/r jeden und Vielfalt
einen Mehrwert für alle darstellt. Die österreichische Politik muss endlich
damit beginnen, Rassismus als Gesellschaftsproblem wahrzunehmen, und
Anti-Rassismus-Arbeit adäquat zu unterstützen und zu fördern. Denn erst
durch die Enttabuisierung der Thematik kann ein Problembewusstsein
entwickelt werden, das zum aktiven Hinschauen führt und das Leugnen von
Rassismus hinter sich lässt. Anti-Diskriminierung darf nicht länger
lediglich als eigenes Politikfeld verstanden werden, sonder muss in allen
Politikbereichen mitgedacht werden.
Rückfragehinweis:
Mag.a Barbara Liegl
ZARA-Geschäftsführerin
presse at zara.or.at
www.zara.or.at
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13 Presseaussendung - Verbot weiblicher Genitalverstümmlung in
Irakisch-Kurdistan in Aussicht
von WADI Austria <wadi.wien at gmx.at>
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Presseaussendung von WADI Österreich, Erbil/Wien, 29. Juni 2007
Verbot weiblicher Genitalverstümmlung in Irakisch-Kurdistan in Aussicht
Kampagne gegen FGM findet Unterstützung bei Abgeordneten und
Regierungsbeamten
Ein Verbot weiblicher Genitalverstümmlung in der kurdischen Autonomieregion
des Irak scheint immer wahrscheinlicher. Entsprechende Rückmeldungen hat die
Kampagne »Stop FGM in Kurdistan« aus dem Regionalparlament und aus
Regierungskreisen erhalten. Im Prinzip hat sich der Frauenausschuss des
kurdischen Regionalparlaments bereits hinter die Forderung nach einem
rechtlichen Verbot weiblicher Genitalverstümmlung gestellt. Unterstützung
erhält die Gesetzesinitiative auch von prominenten Politikerinnen und
Politikern der Region, wie der Staatssekretärin für Frauenangelegenheiten,
Dr. Jinan Qasim, der Sprecherin der Parlamentarierinnengruppe, Pachschan
Zangana, und dem Parlamentspräsidenten Adnan Mufti. Ein entsprechender
Gesetzantrag soll nach der Sommerpause eingereicht werden. Geprüft werde
noch, ob das rechtliche Verbot weiblicher Genitalverstümmlung gesondert
eingebracht wird oder im Zusammenhang mit weiteren Gesetzinitiativen, die
sich gegen häusliche Gewalt gegen Frauen richten. Die kurdische
Autonomieregion im Irak könnte damit schon bald über das erste Gesetz zum
Verbot weiblicher Genitalverstümmlung in der gesamten Region verfügen.
Die Hilfsorganisation WADI hat in den vergangenen Jahren Befragungen in 116
verschiedenen Dörfern der Region vorgenommen; von 3665 befragten Frauen und
Mädchen waren 2403 verstümmelt, dies entspricht einer Quote von 65 Prozent.
Stop FGM in Kurdistan: 13.500 UnterstützerInnen
Die Gesetzesinitiative geht zurück auf die Kampagne »Stop FGM in Kurdistan«,
die im April mit einem entsprechenden Appell an die Öffentlichkeit trat und
in kurzer Zeit über 13.000 Unterstützer und Unterstützerinnen fand. "Stop
FGM in Kurdistan" ist ein Zusammenschluss von lokalen Frauen- und
Menschenrechtsorganisationen, Ärztinnen und Anwältinnen und wird unterstützt
von der Hilfsorganisation WADI. Erst 2005 hatte die Hilfsorganisation, die
seit Anfang der 1990er Jahre Programme zur nachhaltigen Förderung und
Gleichstellung von Frauen in der Region unterstützt, die Existenz weiblicher
Genitalverstümmlung im Nordirak öffentlich gemacht. »Bis dahin galt FGM als
ein Problem afrikanischer Staaten«, erklärt Suaad Abdulrahman, die
Projektkoordinatorin für Stärkung von Frauen von WADI im Irak. »Über dem
Thema hängt ein Tabu, das die Frauen darin gehindert hat, über ihre Probleme
zu sprechen.«
Beginn einer öffentlichen Diskussion
Das hat sich geändert. Die Kampagne, die unter anderem mit großflächigen
Anzeigen in lokalen Zeitungen und Fernsehspots auf das Problem aufmerksam
macht, hat FGM zu einem Thema gemacht, über das gesprochen wird.
Ungleichbehandlung und Gewalt gegen Frauen werden derzeit breit diskutiert
im kurdischen Nordirak. Wie Genitalverstümmlung, so ist auch die
genannte »Gewalt der Ehre« ein verbreitetes und gleichwohl verschwiegenes
Problem der Region. Angesichts der aktuellen Diskussionen hat die kurdische
Regionalregierung eine Gesetzesinitiative auch hierzu angekündigt.
Verbote alleine reichen nicht aus
Ein rechtliches Verbot weiblicher Genitalverstümmlung wäre ein großer Erfolg
für die Kampagne. Die beteiligten Organisationen sind sich gleichwohl einig,
dass Verbote alleine das Problem nicht lösen können. FGM (Female Genital
Mutilation) ist eine gesellschaftlich tief verwurzelte Praxis, die im
Nordirak u.a. als "Tradition", oder als vermeintliche "islamische Vorschrift
" begründet wird. Aufklärung und Unterstützung müssen daher mit dem Verbot
einhergehen, Ursachen und Wirkungsweisen von FGM genauer untersucht werden.
Eine von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA), der
Austrian Airlines (AUA), der Schweizer Caritas und weiteren SpenderInnen
unterstützte Studie der Hilfsorganisation WADI wird in den nächsten beiden
Jahren erstellt. Gemeinsam mit der Studie wird ein Aufklärungsprogramm
durchgeführt.
Die bisherigen Erfolge im Kampf gegen FGM seien auf vorbildlich
demokratischer Weise erreicht worden und damit ein Beispiel für mögliche
zivilgesellschaftliche Aktivitäten im Irak und Irakisch Kurdistan, erklärt
Falah Muradkin, Projektleiter von WADI im Irak. "Noch nie hat es eine
Petition ans Parlament gegeben, die auf so große Resonanz gestoßen ist."
LINKS:
www.wadinet.at
www.stopfgmkurdistan.org
Spenden für die Anti-FGM-Kampagne:
Konto lautend auf: WADI
Kennwort: Stop-FGM
Knt. Nr.: 6.955.355
BLZ: 32.000 Raiffeisen Landesbank NÖ
IBAN AT4432 0000 0006 955355
BIC (SWIFT) RLNWATWW
Rückfragen, auf Wunsch Zusendung von Fotos der Aufklärungskampagne im
Nordirak:
Mary Kreutzer und Soma Ahmad (WADI Österreich), Tel.: 0699-11365509,
wadi.wien at gmx.at
--
WADI Österreich - Verband für Krisenhilfe und solidarische
Entwicklungszusammenarbeit
e-mail: wadi.wien at gmx.at
website: www.wadinet.at
Tel.: 0699-11365509
Postfach 105
A-1181 Wien
SPENDENKONTO - jeder Euro hilft!
Knt. Nr.: 6.955.355
BLZ: 32.000 Raiffeisen Landesbank NÖ
IBAN AT4432 0000 0006 955355
BIC (SWIFT) RLNWATWW
Wir bitten um Unterzeichnung des Appells an die Österreichische Regierung
bezüglich der Aufnahme irakischer Flüchtlinge in der EU:
http://www.wadinet.at/Media/Petition/index.php
><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><
G8/GIPFELSOLI & INTERNATIONALE SOLIDARITÄT
><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><
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14 Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm
von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe
<gipfelsoli-l at lists.nadir.org>
==============================================
Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität
und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung
------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org --
Auswertung und Texte zu Militanz unter
www.gipfelsoli.org/Home/Heiligendamm_2007
- G8: Zwei sitzen noch im Knast
- Öffentliche Anhörung in Berlin: Repression der G-8-Proteste um
Heiligendamm
rekapituliert
- G8-Anschläge
- after eiGht - eine Frage der Gewalt?
- ALB: Auswertung der G8-Proteste
- Was war super und was war es nicht?
- Tadzio Mueller & Kriss Sol: A tale of two victories? Or, why winning
becomes
precarious in times of absent antagonisms
- G8-Summit Protests in Germany: Against Globalization and its
Non-Emancipatory
Responses
- BlackBlock at G8-2007
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G8: Zwei sitzen noch im Knast
Die Rote Hilfe OG Rostock fordert die sofortige Freilassung der letzten
beiden
Gipfel-Gegner, die sich derzeit immer noch in Untersuchungshaft in der JVA
Waldeck befinden. Sie waren während der internationalen Großdemonstration am
2.Juni im Zuge der brutalen Polizeiangriffe festgenommen worden, bei denen
zahlreiche Demonstrierende zum Teil schwer verletzt wurden. Ihnen wird
Landfriedensbruch und Widerstand gegen die Staatsgewalt vorgeworfen.
Einer der Gefangenen kommt aus Rostock. Die Begründung für seine immer noch
andauernde Haft ist, dass er durch seine Teilnahme an der Großdemonstration
am
2.Juni gegen seine Bewährungsauflagen verstoßen habe. Bei dem anderen
Gefangenen handelt es sich um den in den Niederlanden lebenden L.Y., der
Mitarbeiter im Institut für internationale Kultur und Kunst (VEK-SAV) und
Vorstandsmitglied des Vereins türkischer Arbeiter und Schüler (TIÖD)ist.
L.Y.
hat im Jahre 2002 in einem türkischen Gefängnis am Todesfasten gegen die
Isolationshaft teilgenommen und ist darauf in die Niederlande geflohen. Er
ist
anerkannter politischer Flüchtling und in Folge der Traumatisierung durch
die
Erlebnisse in türkischen Gefängnissen Frührentner und in psychologischer
Behandlung, die fortgesetzt werden muss.
Es ist durch nichts zu rechtfertigen, dass die Aktivisten weiter in Haft
gehalten werden. Dadurch wird offensichtlich, dass die Polizeibehörden ihren
auf Repression und Einschüchterung abzielenden Kurs während der Protesttage
gegen den G8 Gipfel fortzusetzen gedenken. Wir rufen alle linken,
fortschrittlichen Kräfte und Organisationen dazu auf, die Inhaftierten
politisch und materiell zu unterstützen und sich für ihre Freilassung
einzusetzen.
Rote Hilfe OG Rostock
rostock at rote-hilfe.de
[http://www.rote-hilfe.de]
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Öffentliche Anhörung in Berlin: Repression der G-8-Proteste um Heiligendamm
rekapituliert. Veranstalter entsetzt über systematische Rechtsbrüche
Eskalation von Anfang an
Von Sebastian Wessels
"Vor Wut und Empörung war ich kurz davor, einem der Polizeibeamten eine zu
knallen." Spontaner Applaus macht deutlich, daß diese Äußerung des
Rechtsanwalts Alexander Hoffmann den Versammelten aus der Seele spricht. Für
rund sechs Stunden folgen sie am Dienstag abend Redebeiträgen von
Augenzeugen,
Anwälten und Organisatoren, die in der einen oder anderen Weise an den
G-8-Protesten vom 2. bis 8. Juni beteiligt waren, und allzuoft bleibt als
Reaktion auf die Berichte nur Sprachlosigkeit. Von "erschreckenden Grund-
und
Bürgerrechtsverletzungen" spricht in seinem Eingangsstatement Sven Giegold
von
ATTAC, von einem "Angriff auf die Verfassung" Ulrike Donat vom
Republikanischen
Anwältinnen- und Anwälteverein (RAV). Etwas akademisch, aber wohl am
treffendsten charakterisiert Werner Rätz, Mitglied des
ATTAC-Koordinierungskreises und der Demoleitung vom 2. Juni, das
Repressionskonzept von Polizei und Behörden als "Situation systematischen
präventiven Rechtsbruchs".
"Lust, reinzugehen"
"Was geschah in Heiligendamm?" - Unter diesem Motto hatten ATTAC, die
Gipfelsoli-Infogruppe, das Netzwerk Friedenskooperative, der RAV und die
Rote
Hilfe am Dienstag ins Gebäude des ver.di-Bundesvorstands in Berlin
eingeladen.
Etwa hundert Interessierte folgten der Einladung und hörten
Augenzeugenberichte
über eine Polizeigewalt und -willkür, die vielen bislang unvorstellbar
gewesen
war. Unter dem Eindruck der Rostocker Krawalle vom 2. Juni waren zunächst
auch
Vertreter aus dem linken Spektrum auf den Propagandazug aufgesprungen, den
die
zuständige Polizei-Sondereinheit Kavala und Teile der bürgerlichen Medien
befeuerten, und hatten in einer "Pauschaldiffamierung der Autonomen" - so
Rätz
in der taz vom 13. Juni - Zuflucht gesucht.
Hier hingegen richtete sich das Augenmerk auf die systematischen, oft
ungesetzlichen, willkürlichen und gewaltsamen Repressionsmaßnahmen von
Behörden, Polizei und anderen Staatsorganen. Manfred Stenner, Mitglied der
Demoleitung und Geschäftsführer des Netzwerks Friedenskooperative,
resümierte,
der Polizeieinsatz scheine "von Anfang an auf Eskalation angelegt gewesen zu
sein", und betonte: "schon am Samstag waren wir es, die deeskaliert haben".
Wollte man die Rechte aufzählen, die während der G-8-Proteste systematisch
außer
Kraft gesetzt waren, käme eine lange Liste zusammen. Weit oben erschiene das
Demonstrationsrecht; Paradebeispiel wäre die von der Polizei schikanierte,
bedrohte, angegriffene und letztlich spontan verbotene Demonstration am
Montag,
den 4.Juni. "Kavala" behauptete, 2000 der 8000 Demonstrationsteilnehmer
seien
vermummt und einige hätten "Steine aufgenommen", obwohl der Einsatzleiter
der
Polizei vor Ort wiederholt bestätigte, daß er weder Vermummte gesehen noch
etwaige Straftaten beobachtet habe. Die Anwältin Christina Klemm (RAV)
berichtete, derselbe Einsatzleiter habe ihr gegenüber nicht für die
Friedfertigkeit seiner Truppe garantieren können; "die Berliner" hätten
"Lust,
reinzugehen", also Demonstranten anzugreifen. Nach Stunden des Gezerres
löste
sich die Versammlung freiwillig auf. Klemm hob die Besonnenheit der
Demonstranten hervor, die "viele Gründe" gehabt hätten, "sehr wütend zu
sein".
Gewollter Rechtsbruch
Das Recht von Polizeimaßnahmen Betroffener auf anwaltlichen Beistand sei
"konstant und ständig verweigert worden", so Hoffmann. Die Polizei habe
offenbar unter Ausschluß von Anwälten agieren wollen, erklärte Ulrike Donat
(RAV), und das sei ihr auch weitgehend gelungen. Während es den Insassen der
"Gefangenensammelstellen" ("Gesas") verweigert worden sei, Anwälte
anzurufen,
hätten diese vor der Tür gestanden und seien nicht eingelassen worden. Einen
Eindruck sowohl von der Praxis willkürlicher Verhaftungen als auch von den
menschenrechtswidrigen Zuständen in den "Gesas" vermittelte der von Jan
Steyer
(Rote Hilfe) verlesene Bericht des Berliner Arztes Michael Kronawitter, der
zur
medizinischen Versorgung von Protestlern vor Ort war und verhaftet wurde -
die
Polizei warf ihm vor, Demonstranten durch eine Polizeisperre geführt zu
haben.
Kronawitter hockte rund 36 Stunden in der Rostocker Industriestraße im
Polizeikäfig aus scharfkantigem Draht, bei unzureichender Nahrungsversorgung
und grellem Licht rund um die Uhr, ohne Waschmöglichkeit und ohne
Sichtschutz.
Vorher hätte er "so etwas in Deutschland für unvorstellbar" gehalten; viele
Insassen hätten sich an Berichte aus Guantánamo erinnert gefühlt und aus
Protest gebellt und geknurrt.
Und immer wieder handelten die Berichte von nackter Gewalt. Von der
gezielten,
geplanten Gewalt durch Wasserwerfer, die blockierte Straßen freiräumten, was
mindestens einen Aktivisten ein Auge kostete, bis zur chaotischen Gewalt
durch
von der Leine gelassene Polizeibeamte. Ein eingespielter Film zeigt eine
Szene
während der Rostocker Krawalle: Ein Demonstrant sitzt verletzt auf dem
Boden,
ein anderer steht daneben. Ein Polizist kommt ins Bild gerannt, täuscht
einen
Tritt an, als er den am Boden Sitzenden überspringt, versetzt dem Stehenden
einen Schlag gegen den Kopf und läuft weiter - man sieht, der Mann hat Spaß.
Ob man gegen die zahllosen eklatanten Rechtsbrüche nicht vorgehen könne,
wurden
die Anwälte immer wieder gefragt. Oft können diese jedoch nicht viel tun;
die
verantwortlichen Beamten sind über alle Berge, und auch Betroffene sind nur
schwer ausfindig zu machen, zumal sie oft weitere Repressionen fürchten. Und
letztlich sind die Juristen sich einig mit den Veranstaltern: Eine
planmäßige
Außerkraftsetzung des Rechtsstaats im großen Maßstab, wie man sie bei den
G-8-Protesten erleben konnte, ist eine politische Erscheinung, gegen die
auch
politisch gekämpft werden müsse. "Wenn man einen solchen Einsatz von der
Polizei verlangt", so Stenner abschließend mit Blick auf die beabsichtigte
Unterbindung großangelegter politischer Proteste, "dann verlangt man, das
Gesetz zu brechen".
* Eine Video-Dokumentation der Veranstaltung soll in den nächsten Tagen im
Internet bereitgestellt werden; siehe z.B.: gipfelsoli.org, attac.de
[http://www.jungewelt.de/2007/06-28/015.php]
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G8-Anschläge
LANDTAG MECKLENBURG-VORPOMMERN Drucksache 5/509
5. Wahlperiode 31.05.2007
KLEINE ANFRAGE
der Abgeordneten Birgit Schwebs, Fraktion der Linkspartei.PDS
und ANTWORT der Landesregierung
In der Antwort auf die Kleine Anfrage (Drucksache 5/106) führte die
Landesregierung aus, dass durch das Landeskriminalamt Mecklenburg-
Vorpommern
sämtliche Straftaten im Begründungszusammenhang "G8- 2007" registriert
werden.
1. Wie viele Straftaten sind seit dem 01.01.2007 im Begründungszusammenhang
G8
registriert worden (bitte Anzahl, Ort und Datum der Delikte angeben)?
2. Welche Bewertungsindikatoren lassen die Vermutung zu, dass diese Delikte
den
Gipfelgegnern zuzuordnen sind?
Die Fragen 1 und 2 werden zusammenhängend beantwortet.
Seit dem 01.01.2007 bis zum 12.05.2007 wurden vom LKA M-V folgende 13 in
Mecklenburg- Vorpommern begangene Straftaten im Begründungszusammenhang
"G8-2007" mit G8-spezifischen Bewertungsindikatoren registriert:
1 01.01.2007 Rostock, Hanse-Job-Center Sachbeschädigung/ Tatbekennung im
Internet
2 28.02.2007 Rostock, Stadtgebiet Aufforderungen zu Straftaten mittels
Flyern/
Tatbekennung durch den Textinhalt und "Auslegen einer Aktionskarte zum
G8-Gipfel"
3 02.03.2007 Heiligendamm, Seebrücke Sachbeschädigung/ Textinhalt der
Schmiererei
4 10.03.2007 Kühlungsborn, Uferpromenade Sachbeschädigung/ Textinhalt der
Schmiererei
5 20.03.2007 Heiligendamm, Kempinski Grand Hotel Hausfriedensbruch/
Personenerkenntnisse
6 09.04.2007 Börgerende, ehemaliges FDGBFerienheim Sachbeschädigung/
Textinhalt
der Schmiererei
7 13.04.2007 Bad Doberan, PI Bad Doberan Störung des öffentlichen Friedens
durch
Androhung von Straftaten/ Textinhalt des Drohschreibens
8 18.04.2007 Kühlungsborn, Promenade Sachbeschädigung/ Textinhalt der
Schmiererei
9 19.04.2007 Bad Doberan, Stadtverwaltung Störung des öffentlichen Friedens
durch Androhung von Straftaten/ Textinhalt des Drohschreibens
10 22.04.2007 Güstrow, Privathaus Sachbeschädigung/ Textinhalt der
Schmiererei
11 24.04.2007 Greifswald, Gebäude des Ordnungsamtes Sachbeschädigung/
Textinhalt
der Schmiererei
12 30.04.2007 Heiligendamm, Seebrücke Sachbeschädigung/ Textinhalt der
Schmiererei
13 12.05.2007 Heiligendamm, technische Sperreinrichtung Sachbeschädigung/
Textinhalt einer Einritzung
Für die Erfassung bundesweit begangener sowie aus dem Ausland gemeldeter
Straftaten im Begründungszusammenhang "G8-2007" ist das Bundeskriminalamt
zuständig.
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after eiGht - eine Frage der Gewalt?
Nachdem kurzzeitig die "Gewaltfrage" nach dem Rostocker Samstag weitgehend
dominant schien und auch die Beurteilung der politischen Aktionen
überstrahlte,
läuft nun in der linken Öffentlichkeit eine vertiefte Diskussion zu dieser
Frage. Wichtig ist: es wird argumentiert zwischen VertreterInnen
grundgegensätzlicher Positionen. Wir wollen uns an diesem produktiven
Verfahren
beteiligen und haben zu einer Debatte eingeladen:
* Nele Hirsch ist MdB und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion. *
Michael Brie ist Leiter des Bereichs Politikanalyse und Vorstandsmitglied
der
RLS, publizierte gemeinsam mit Lutz Brangsch die "Standpunkte" 9/2007der RLS
"In der Sackgasse - oder: Mittel beherrschen Ziele. Eine gescheiterte
Strategie."
* Sven Giegold ist Mitbegründer von Attac und Mitglied des Ko-Kreises,
zuletzt
die Debatte "Steine in Rostock waren falsch" in der TAZ v. 19.06.2007
* Raul Zelik publizierte zuletzt 2005 seinen vierten Roman "Berliner
Verhältnisse" im Blumenbar-Verlag und schrieb in unserem aktuellen
Debattenzusammenhang einen "Offenen Brief" an Peter Wahl
* Wolf-Dieter Narr, Komitee für Grundrechte und Demokratie, war als
Beobachter
für das Komitee in Heiligendamm
* Susanne Große, Mitglied von Avanti. Avanti hat das Projekt Block G8
mitgetragen und organisiert.
* Rainer Rilling gehört zum Bereich Politikanalyse der RLS und moderiert.
Die Diskussion findet statt am 4. Juli 2007 18 Uhr in der Rosa Luxemburg
Stiftung Franz-Mehring-Platz 1 ("ND-Gebäude") 1. Stock Konferenzraum. Es
gibt
Wasser für alle und der Eintritt ist kostenlos.
Diese aktuelle Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe "Kritischer
Bewegungsdiskurs 2007" statt; die für den 4.7. vorgesehene Veranstaltung von
Wolf-Dieter Narr wird daher auf einen späteren Termin verschoben, der auf
der
Website www.bewegungsdiskurs.de angekündigt werden wird.
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ALB: Auswertung der G8-Proteste
Die Proteste gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm liegen hinter uns. Für die
außerparlamentarische Bewegung in der BRD waren sie ein Schritt nach vorn:
Denn
sie waren mehr als eine Woche Protestspektakel an der Ostsee. Wir haben
mobilisiert und organisiert, haben Bündnisse geschlossen und mit unserer
Praxis
interveniert. Jetzt gilt es zurück zu blicken, zu analysieren, Resümees zu
ziehen. Den nächsten Schritt auszuloten erfordert eine Debatte, die noch
nicht
abgeschlossen ist. Die Antifaschistische Linke Berlin gibt hier ihren ersten
Diskussionsstand wieder.
5 Finger sind eine Faust!
Die Aktionen gegen den G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm
Seit "the Battle of Seattle", wo 1999 eine WTO-Ministerkonferenz vor leerem
Saal
eröffnet werden musste, während in den Straßen der Stadt Barrikaden
brannten,
sind viele hunderttausende Globalisierungskritiker/-innen auf die Straße
gegangen: als Militante, als Blockierer/innen und als Teilnehmer/innen von
Großveranstaltungen wie den Sozialforen.
Sie sind Teil der weltweiten Bewegung, die sich Ende der 90er Jahre
formierte
und deren Aktivist/-innen für soziale Emanzipation und gegen den
globalisierten
Neoliberalismus kämpfen. Linksradikale Anti-Gipfel-Aktivitäten haben zum
Ziel,
die symbolische Repräsentanz von globaler Herrschaft zu stören. Im
Zusammenhang
mit Aktionstagen und Bündnisdemonstrationen sorgten Bilder von Riots in den
Innenstädten von Göteborg, Genf, oder Genua für eine unmissverständliche
Botschaft: Wir führen keinen Dialog mit den Herrschenden eines
menschenfeindlichen Systems.
Auch die Proteste gegen den G8-Gipfel 2007 haben Widerstandsgeschichte
geschrieben. In Heiligendamm ist es gelungen, die Inszenierung eines
G8-Treffens tatsächlich zu stören. Mehr als 10.000 Menschen verzögerten am
Mittwoch, dem 6. Juni 2007 die Anreise der Delegationen zum Gipfel. Alle
Zufahrtsstraßen waren versperrt, Gipfelgegner/innen drangen in die zum
Sperrgebiet erklärte Sicherheitszone rund um den Tagungsort ein.
Dolmetscher/innen und Mitarbeiter/innen konnten stundenlang nicht bis
Heiligendamm vordringen - einzig Luft- und Seeweg zum Badeort waren noch
offen,
bis auch dort Schlauchboote in die Sichtweite des Tagungsortes vordringen
konnten.
Der Erfolg der Blockaden ist ein Erfolg der Basis der Bewegung, die mit
Entschlossenheit und Zuversicht ihr Ziel verfolgte. Das Konzept lebte von
den
vielen Aktivisten/innen, die die Blockaden monatelang vorbereitet haben.
Diese
Erfahrung dokumentiert eine Weiterentwicklung der bisherigen Gipfelproteste
und
stärkt die Linke international. Sie zeigt, dass weiterhin mit uns zu rechnen
ist.
Wir haben uns im Rahmen des bundesweiten Netzwerks Interventionistische
Linke an
der Vorbereitung und Durchführung der Proteste beteiligt. Unsere
Aktionsschwerpunkte waren die Großdemonstration am 2. Juni 2007 und die
Kampagne Block G8. Aus diesem Grund werden wir im Folgenden nur auf diese
Aktionen eingehen und nicht auf die gesamte Fülle der Anti-G8-Aktivitäten,
wie
die Aktionstage globale Landwirtschaft, Flucht und Migration, gegen
Militarismus, Krieg und Folter, die Blockade am Flughafen Laage, den
Gegengipfel und Move against G8. Unser Ziel war es, große Bündnisse von
Gipfelgegnern/innen mit aufzubauen und antikapitalistische Positionen
innerhalb
dieser Bündnisse stark zu machen.
An der Großdemonstration in Rostock nahmen etwa 80.000 Menschen teil. Für
uns
ist dieses Mobilisierungsergebnis ein großer Erfolg. Denn es ist ohne
größere
Beteiligung der Gewerkschaftsapparate und linken Parteien erreicht worden -
anders als es bei bisherigen Mobilisierungen der Antiglobalisierungsbewegung
bislang der Fall war. Die Demonstration, wie auch alle anderen Aktionen und
die
für den Protest notwendige Struktur wurden vorwiegend von unten, das heißt
aus
der außerparlamentarischen, nicht institutionellen, internationalen Bewegung
organisiert.
Rostock war am 2. Juni eine Polizeistaatsfestung. Hubschrauber kreisten über
der
Stadt, die Bevölkerung traute sich nicht auf die Straße - monatelange
Polizei-
und Medienhetze gegen "gewaltbereite Gipfelgegner" hatten ihre Wirkung nicht
verfehlt. Die meisten Lokale und Läden blieben auf Anraten der Polizei an
diesem Tag geschlossen. Gepanzerte Polizeieinheiten, vernagelte
Fensterscheiben
und schweres Gerät, vom Räumpanzer bis zu Wasserwerfern jeglicher Bauart
prägten
das Bild. Schon bevor der erste Stein geworfen war, hatte sich die
Prophezeiung
der Gewalt selbst erfüllt.
"make capitalism history" Der "make capitalism history" Block der
Interventionistischen Linken stellte mit etwa 8000 Teilnehmer/-innen den
größten Block auf der Demonstration. Die militante Auseinadersetzung mit der
Polizei am Ende der Demonstration war ein Moment, der für eine Botschaft des
Dialogs nicht zu vereinnahmen war. Sie sorgte für eine unmissverständliche
Absage an die Vorstellung von einer an die G8 appellierenden Bewegung. Das
war
nicht zu übersehen und deshalb war es auch im nachfolgenden Gewaltdiskurs
für
Medien und politische Gegner um so notwendiger, den Block auf die Metaphern
"schwarz" und "gewalttätig" zu reduzieren. In Anbetracht des
ordnungsstaatlichen Gesamtszenarios und des Angriffs der
Polizeihundertschaften
auf unseren Block war es richtig und eine wichtige Erfahrung, sich gemeinsam
zur
Wehr zu setzen und diesen Angriff zumindest zeitweise zurückzuschlagen.
Jedoch lieferten die produzierten Bilder, wonach die enormen und
monatelangen
sicherheitsstaatlichen Maßnahmen verlangten. Der reale Sachschaden und die
Zahl
der verletzten Polizisten entsprach zwar nicht im Geringsten dem, was die
Massenmedien über die "Schlacht von Rostock" glauben machen wollten. Aber
die
wurde Gewaltdebatte enorm forciert. Die Medien kolportierten jede
Propagandalüge, das letzte Wort in jeder Nachrichtensendung hatte der
Pressesprecher der Polizei. Das Bündnis und die Staatsmacht vor Augen gelang
es
einigen Veranstalter/innen der Proteste nicht, einen klaren Kurs zu
behalten. Es
häuften sich Kommentare zu den Auseinandersetzungen am Rande der
Demonstration,
die als generelle Distanzierungen von Militanz und militanten
Aktivisten/innen
verstanden werden konnten, oder auch so gemeint waren. Bei Sprechern von
Organisationen wie ATTAC mag dies nicht verwundern - entspricht diese
Haltung
doch der politischen Linie ihrer Funktionärsriege.
Doch selbst vom IL-Pressesprecher aus unserer Gruppe hat es
bedauerlicherweise
distanzierende Worte in mehreren Interviews gegeben. Wir sind in diesen
Tagen
von der Wirkungsmacht des Gewaltdiskurses überrollt worden, waren vom
Ansturm
der Medien und der Wucht der Hetze überfordert und sind mit einigen
Äußerungen
in den Jargon von Medien und Polizei verfallen. Dies entsprach weder der
wirklichen Position unserer Gruppe noch ihrer Sprecher/-innen und wir werden
zukünftig dafür eintreten, dass weder Gruppen, noch Organisationen dauerhaft
von Einzelnen in der Öffentlichkeit vertreten werden, ohne eine ständige
Rückkopplung mit dem Kollektiv zu haben.
Block G8
Zum Gipfelstart am Mittwoch setzten wir uns gemeinsam mit zehntausend
Menschen
über das Demonstrationsverbot rund um die Sperrzone von Heiligendamm hinweg.
Kollektiv trotzten wir Wasserwerfereinsätzen und Tränengas, führten die
Polizei
an der Nase herum und stellten damit ein weiteres Mal das Gewaltmonopol des
Staates praktisch in Frage.
Deswegen schätzen wir die Blockaden, deren Rahmen das Bündnis Block G8
organisiert hatte, nicht weniger militant ein, als die Demonstration einige
Tage zuvor. Für die Blockaden haben sich zigtausend Leute organisiert, sie
waren entschlossen und wussten was sie tun wollten. Ihre Form setzte sich
aus
verschiedenen Aktionstraditionen zusammen. In der Vorbereitung haben sich in
dieser Frage alle Bündnisteilnehmer/innen auf einander zu bewegt. Die
Vermittlung dieses offenen Konzeptes, das breite Möglichkeiten zu
Beteiligung
bot, hat im Vorfeld gut funktioniert und schaffte die Basis für ihr
Funktionieren in der Praxis.
Die Spaltung in den "Schwarzen Block" vom Samstag und die friedlichen
Blockierer/innen der nächsten Woche existierte in der Realität nicht,
unabhängig von der Farbe ihrer Pullover. Die Blockierer/innen sind aktiv
gegen
Verbotszonen, Wasserwerfer und Polizeiabsperrungen vorgegangen. Sie
entstammten
demselben Spektrum, wie die Teilnehmer/innen der großen
Bündnisdemonstration. Es
handelte sich um dieselben radikalen Gipfelgegner/innen, Antifas,
Antirassisten/innen, Friedens- und sonstigen Aktivisten/innen aus allen
linken
Bewegungen Europas.
Viele Blockierer/innen aus eher moderaten Strukturen setzten sich über
Medienhetze, Einschüchterungsversuche und die Beschlüsse und Empfehlungen
ihrer
unter dem Distanzierungsdruck nach rechts lavierenden Funktionäre hinweg,
die
ihnen geraten hatten den Blockaden fernzubleiben. Das nennen wir
emanzipatorische Politik im besten Sinne. Die Aktivisten/innen hatten
erkannt,
dass nicht die Militanten, sondern die Medien und die Sprecher einiger
Organisationen sie funktionalisieren wollten.
Der Polizei war an diesem Tag nicht an Bildern von brutalen Einsätzen der
Beamten gelegen. Das Bild einer scheinbaren Deeskalation darf aber nicht
darüber hinwegtäuschen, dass es auch an den Blockadetagen zu einer massiven
Außerkraftsetzung des Demonstrationsrechtes, etwa durch das Verbot des
geplanten Sternmarsches kam. Die Polizei suchte und fand Situationen, in
denen
ein Eingreifen gerechtfertigt erschien, es kam zu vielfachen brutalen
Einsätzen, Festnahmen und etlichen Schwerverletzten. Dass die Blockaden
dennoch
zu einem so großen Erfolg wurden, ist den zigtausend Teilnehmern/innen zu
verdanken, denen es gelang, das monatelang geplante Fünf-Finger-System
erfolgreich umzusetzen.
Block on
Wir haben in unserer Mobilisierung immer wieder betont, dass der Gipfel die
symbolische Inszenierung von Herrschaft sei, mit dem Ziel, die globalen
Herrschaftsverhältnisse zu legitimieren. Erfolg und Misserfolg der Bewegung
müssen sich also daran messen lassen, ob es geschafft wurde dem G8 Gipfel
diese
gesellschaftliche Funktion streitig zu machen. Haben wir es mit unseren
Aktionen
geschafft diesen Gipfel und damit die, von ihm auf einer symbolischen Ebene
repräsentierten, globalen Herrschaftsverhältnisse zu delegitimieren?
Unsere Antwort lautet ja. Sowohl die Großdemonstration, als auch die
Massenblockaden haben Bilder erzeugt, deren Unversöhnlichkeit und
nicht-appellativer Charakter gegenüber den G8 zur Delegitimierung des
Gipfels
geführt haben. Gemeinsam haben wir es geschafft den Widerstand gegen eine
Weltordnung sichtbar zu machen, die sich die Sicherung der
Funktionstüchtigkeit
des kapitalistischen Weltmarkts auf die Fahnen geschrieben hat.
Der Charakter der globalisierungskritischen Bewegung 2007 in Deutschland hat
sich durch das Nicht-Interesse von Gewerkschaftsapparaten und linken
Parteien
spürbar verändert. Einerseits wurden im Vergleich zu anderen großen
Gipfelmobilisierungen deutlich weniger Menschen erreicht. Andererseits waren
aber diejenigen, die durch die außerparlamentarischen Bewegungen erreicht
wurden deutlich aktivistischer und vom politischen Ausdruck auch radikaler
als
bei vergleichbaren Protesten. Diese Erfahrung wird in zukünftige Formen von
Organisierung einfließen. Sehr viele junge Menschen haben an den Aktivitäten
teilgenommen, ihre dort gewonnenen kollektiven Erfahrungen des Widerstands
politisieren und radikalisieren eine neue Generation des Protestes.
Zur Bewertung gehören auch die staatlichen und polizeilichen Maßnahmen, die
bereits mit der Änderung des Polizeigesetzes von Mecklenburg Vorpommern
begannen. Über 17.000 Beamte waren im Einsatz. Unter dem Arbeitstitel
"technische Amtshilfe" wurde die Bundeswehr im Inneren eingesetzt. Die
Tornados
zur Aufklärung des Luftraumes wurden zwar im nachhinein von Teilen der
Öffentlichkeit bemängelt, generell stößt aber der Einsatz der Armee auf
bemerkenswert wenig Kritik. Während der Protesttage kam es zu über 1000
willkürlichen Festnahmen. Das Demonstrationsrecht wurde durch Verbote von
zig
Versammlungen und Demonstrationen massiv eingeschränkt. Der Paragraph 129a
erfährt zur Zeit eine Renaissance. Wochen vor dem Gipfel diente der Vorwurf
der
Bildung einer terroristischen Vereinigung als Anlass für eine bundesweite
Durchsuchungswelle, inzwischen finden im Abstand von wenigen Tagen
Hausdurchsuchungen bei angeblich militanten Gipfelgegnern/innen statt. Die
spektrenübergreifende Solidarität der Proteste von Heiligendamm wird in den
nächsten Monaten die Gelegenheit haben, sich in der Praxis der
Antirepressionsarbeit zu bewähren.
Endlich scheint es weit über die explizit linksradikalen Zusammenhänge
hinaus so
etwas wie einen antikapitalistischen Grundkonsens innerhalb der Bewegung zu
geben. Zudem kann vom Großteil der aktivistischen Basis getrost behauptet
werden, dass er sich trotz medialer Hetze und staatlichem Repressionsdruck,
trotz der Schwierigkeiten durch die Unterschiedlichkeit der Politikansätze
nicht hat spalten lassen. Diese spektrenübergreifende Erfahrung war die
Grundlage unseres gemeinsamen Erfolges bei den Protesten gegen den G8. Dies
war
auch ein wichtiges Moment für viele der internationalen Teilnehmer, von
denen
wir wissen, dass sie die Übertragbarkeit dieser Anregung für ihre
Bedingungen
diskutieren werden. Und auch für uns ist dieses Papier erst der Beginn einer
Auswertung der gemeinsamen Arbeit. Wir werden die Köpfe zusammenstecken und
über weitere Aktions- und Organisierungsformen nachdenken. Die von Vielen
bereits tot-gesagte, globalisierungskritische Bewegung ist zurück und
manifestiert ihren Widerstand radikaler als zuvor.
Wir sind gekommen um zu bleiben!
Antifaschistische Linke Berlin Juni 2007
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Was war super und was war es nicht?
WAS SUPER WAR
WandergesellInnen
Umherziehende HandwerkerInnen, deren Traditionen bis ins 12.Jahrhundert
zurückreichen. Nicht nur, dass sie sportlich geschnittene, po-betonende
doppelzip-Cordhosen und sexy Han Solo Westen tragen, sie haben auch das
großartige Camp in Reddelich aufgebaut. Ein Lob den geräumigen Duschen, der
weitläufigen Bar und dem abgefahrenen Kinderspielplatz. Als kulturelles
Phänomen haben es die WandergesellInnen in berauschend kurzer Zeit
geschafft,
voll hip zu sein.
Die Risse verbreitern (Widening the cracks)
Die Widerstandsmetapher des Tages und nicht versiegender Quell der
Heiterkeit
waren diese Risse [etwas schwer zu übersetzen, weil es im deutschen z.B.
nicht
die Assoziation zwischen den Arschbacken hat]. Ob es die 5 Finger waren, die
die Risse der G8 selbst waren, oder das Anarchist Teapot Sound System, dass
die
Risse im musikalischen Dogma der AnarchistInnen erweiterte. Überall wurden
Risse
breiter.
Die unbesungenen HeldInnen des Widerstands
Hier geht es nicht um den Ruhm der ersten Reihen: Angefangen bei dem Typ,
der
jeden Abend den Müll aufgesammelt hat, über Carlos Camper, der die Presse
der
Welt an den Camptoren abgefangen hat bis zu den Leuten, die an der
Klo-Hygiene-Front gekämpft haben. Nichts wäre ohne sie möglich gewesen.
Tandems - die neuen Kumpel
The Concierge - die Welcome Tents des Jahres
Zentralisiertes Spülsystem
Ein massiver Sprung nach vorn in der Camphygiene und ein möglicher Grund,
warum
in diesem Jahr der Durchfall ausblieb.
Rosa und schwarze International Brigades T-shirts
DIE Kommodifizierung unseres Widerstands der Saison. Muss man haben.
Out of Action Barrio
Hat uns mit medizinischer Hilfe, einem Platz zum Ausruhen und hervorragendem
Kaffee versorgt!
Mobile Voküs an den Blockaden, um die ersten Reihen zu versorgen
Die Hedonistische Internationale
Für die Besetzung eines Extra-Camp-Stücks in Rostock, den
Old-Scool-Heuballen-Rave und für die Mobilisierung der musikalischen
Kavalerie
zu den Demos und Blockaden.
Zusammenarbeit mit den lokalen Gemeinden
Kommt nie aus der Mode. Es gab nicht genug davon, aber was es gab war super.
Trockene Nächte vor den Aktionen
ERST BLOCKIEREN; DANN TRINKEN Leicht unentschlossen umgesetzt von den Bars,
aber
eine super Idee
Wälder, Mohnblumen und schonungsloser Sonnenschein
Die Blockaden
Sowohl die Massenblockaden as auch die autonomen Blockaden - groß,
vielfältig,
sexy, inspirierend - Que scorcio!!!!! Als die fünf Finger* in Aktion traten,
kam es zu ergreifend aufregenden Szenen, wie sich Leute umeinander
kümmerten,
miteinander teilten. Geschichten von Solidarität, Würde und Größe inmitten
großen Drucks. Es hat einen großen Unterschied gemacht, einen Plan zu haben
und
wir hoffen darauf in der kommenden Saison mehr davon zu sehen.
Und last but in keinem Falle least
Ein großer Fortschritt zu 2005 - das zentrale Anliegen der Veranstaltung war
es,
zu verhindern, dass der G8 stattfindet, nicht dass er mehr tun soll. Super!
WAS NICHT SUPER WAR
Mangel an Queer WandergesellInnen
Macht euch keine Sorgen Jungs! Das Was war super Team ist autorisiert
mitzuteilen, dass in sechs Monaten einer zu euch stößt
Aufständische ManArchisten
Aggressiv und unverständig waren sie ständiger Quell von Streitereien in der
Bewegung. Könnt Ihr bitte mit euerm Aufstand woanders hingehen und
wiederkommen, wenn ihr einige bewußtseinsbildende Workshops über
Geschlechterrollen hinter euch habt!
Das Verwechseln von Taktiken mit politischen Prinzipien - Bezogen auf jene,
die
lieber kämpfen wollen als gewinnen
Das Gender Gleichgewicht im Aufruhr - sonst wäre es auf der Super Liste
gewesen
[???, Anm.Ü.]
Das Sitzen am Rande der Blockaden - Bitte companer at s!!!!!
Peter Wahl von Attac
Kannst Du Dich noch mehr distanzieren? In der Tat, ja. Bitte geh weiter weg.
Chemieklos und die Abwesenheit von Kompostklos
Die Silo-Guards
Ein Dank an die Leute, die ihre Zeit und Energie darauf verwendet haben die
strategisch wichtigen Getreidesilos zu bewachen. Nicht nur das unsere
wunderbaren mexikanischen GenossInnen dort oben nicht geduldet wurden, das
Queer Barrio ging auch einmal gegen die Wächter vor, nachdem bekannt wurde,
dass sie ihre Ferngläser während der Duschzeiten der Frauen auf die Duschen
eingestellt hatten. Nicht so super...
Queerer Identitarismus - eine Niederlage der ganzen Idee, oder nicht?
Kamera Paranoia
Da fliegen Helicopter mit einer Technologie über unseren Köpfen, die wir uns
nicht mal vorstellen können, die Bullen sind auf jeder Demo mit Myrriaden
von
Kameras, und alle haben ohnehin ein Handy mit einer Kamera dabei. Warum also
werden unabhängige JournalistInnen aus der Bewegung angepöbelt und bisweilen
gar angegriffen?
Der Suicide Block
Dafür, dass er hundert Meter vom Camp ins kleine Dorf Reddelich gelaufen
ist,
dort einige Gartenzäune niedergerissen hat, einen Steingarten
auseinandernahm,
einige Mollies warf und dann umdrehte, um wieder ins Bett zu gehen. Oh, und
die
Cops mit nach Hause gebracht hat. Eine Menge Poserei für nichts.
Den Gegengipfel dafür, dass er am gleichen Tag wie die Blockaden stattfand -
Wessen glorreiche Idee war das denn?
* Die Fünf Finger Taktik ist eine Technik, um Polizeilinien zu durchbrechen,
die
wunderbar funktioniert hat. Beim Treffen auf eine Absperrung teilt sich die
Menge in fünf Finger auf, wodurch eine unregierbare Masse entsteht.
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Tadzio Mueller & Kriss Sol: A tale of two victories? Or, why winning becomes
precarious in times of absent antagonisms
It is nice to have our victories once in a while. Sitting at the campfire in
Reddelich with thousands of people after a week of protest we were not quite
sure whether the collective euphoria permeating the camps was simply the
result
of one too many sleepless night (and day), or whether it was true that we
had
won once again: won as we had in Seattle, won as we had in Prague, even in
Genoa.
To some extent, it is possible to argue that Heiligendamm was indeed a
victory.
First of all, some 10.000 of us forced over 16.000 police and over 1000
soldiers to retreat to the sea- and airways, we partially disrupted the
logistics of the summit (journalists, crucial to the event, reported being
stuck on boats for several hours, delegations were delayed, etc.), and
people
all around the country and the world were made aware of our actions and
blockades, in other words, of the presence and significance of our movement.
These are significant successes. First: to push the state, according to one
(conceptually insufficient) definition the institution that holds the
legitimate monopoly of violence in a given territory, away from that
territory,
into a small enclave, onto boats and helicopters, is in itself highly
significant. For what could 'revolution' look like if not the constant
pushing
back from our everyday lives of the power of capital and the state? How far
will they have to flee? It is only six years ago that the G8 stopped meeting
in
major cities and moved to the supposedly quiet countryside. In Europe at
least,
this obviously does not prevent the emergence of massive resistance. What
will
be their next step? Giving up the principle of rotation and establish a
fixed
G8 meeting place in the Sahara? Wherever they will go, our will to intervene
and make their meetings if not impossible, then at least very difficult,
will
remain.
Secondly, and perhaps most importantly: we achieved what many of us had been
hoping for in the years and months leading to Heiligendamm, namely a
'reconstitutive moment' of the conflictive potential of global movements.
What
the summit protests at the end of the last and the beginning of this century
had done was to create a 'common place', a social discursive space in which
diverse struggles, movements and individuals could understand themselves as
part of a global movement, through which diverse movements could confront
collectively various crystallisation points of global capitalist rule. But
in
the last few years, many of us felt that, as much as we kept invoking a
'global
movement', there in fact wasn't one anymore, for the integrative quality of
summit protests had been draining away since Genoa, as a result of
repression,
cooptation, and the instrumentalisation of movement agendas by state and
capital: from 'corporate social responsibility' to the ignominious splitting
off and cooptation of the moderate wing of our movement in Gleneagles at the
hands of the Blair/Brown government. Gleneagles was merely the high point of
a
process that was as much a sign of our successes (issues 'we' talked about
had
to be recognised as problematic) as our weaknesses: the slow draining away
of
the antagonism that had existed between our agenda(s) and that/those of the
G8/WTO/etc...
But the feeling during that last evening at the campfire was different. We
felt
powerful, back in the game, people felt encouraged and empowered, positive
about coordinated action in solidarity. That however was simply the initial
sentiment around the campfire. Whether we really are 'back' depends on what
happens from now on. Seattle would not have been the myth it today is if
Washington, Prague, Quebec, Gothenburg, Genoa, etc. had not happened
afterwards, if thousands of people had not taken this event as a positive
and
empowering reference point for future interventions based on this
unfulfilled
promise of the past.
After euphoria: the comedown. Opening the newspapers the next day, we did
not
only realize that the old world still existed, but we had to learn that the
G8
was able to re-constitute its discursive legitimacy through the mainstream
media. At least the Merkel government was widely cheered for forcing the US
to
agree to agree to binding agreements at some point in the future (a great
exercise in metapolitics). Germany's biggest tabloid crowned Merkel "Miss
World", she was said to have triumphed over the American dinosaur, she was
the
one who got the G8 to commit to do something about climate change.
Legitimation
for her, but also for the summit and the G8 as such. Suddenly, there were
two
winners, the G8 and the global movements against it. How was this possible?
If we look at the four principles of the Interventionist Left (IL), one of
the
radical left networks participating in the mobilization against the G8 (and
a
key mover behind the BlockG8 network which in turn was crucial in organising
two mass blockades), we might get an explanation for the clear limitations
of
our success. This network was based on (a) a clear delegitimation of the G8
as
such; (b) a will to materially intervene in the infrastructure of the G8
through mass blockades; (c) a construction of broad alliances and trustful
cooperation; and (d) a clear rejection of and demarcation vis-à-vis
right-wing
critiques of neoliberal globalization. Presumably, these principles were not
shared by all (radical left) activists. But we do think that the first two
points are crucial for 'winning', both discursively and materially, and that
they were fairly dominant on the radical left. Starting from the end: we
think
a clear demarcation from right-wing critiques has been successfully
practised;
the evaluation of alliance politics we leave to the IL. But what about
points
(a) and (b), what about discursive delegitimation and material intervention?
In our mind, both aims are strategically interconnected. The first goal is
rather simple and has been stated many times: the G8 is not part of the
solution, but part of the problem. They not only fail to find solutions,
they
are part of creating the very inequalities we are struggling against. Such
an
analysis should lead necessarily to the second goal: we should try to
prevent
the G8 from meeting.
On the first point: how powerful summit meetings (in particular G8 summits)
actually are, that is, to what extent they are in fact 'part of the
problem',
or merely an ephemeral spectacle, has long been a point of contention in our
movements. We contend that over the last roughly 8 years, since the Cologne
summit in 1999, and very much in tandem with the emergence of 'our'
movements,
the primary role of the G8 has changed: from adjudicator of competing
interests
to imperial institution negotiating the difficulties of emerging forms of
global
authority. In other words: global summits, G8 summits in particular, are to
a
large extent about the symbolic production and legitimation of benevolent
global authority, or rather, of global authority as benevolent. How does
this
legitimation occur? In short, if people perceive a problem (say: global
climate
change), a threat, and existing power structures cannot convincingly show to
be
dealing with the problem, then people might just move from merely whinging
about the issue to doing something about it - something that, because the
existing structures don't provide solutions, could potentially lie outside,
go
beyond, or even threaten those structures.
This is what we call the problematic of global authority, which the G8
(amongst
others) has been seeking to handle for the last few years: 'Debt' (Cologne);
'Poverty/Africa' (Gleneagles); 'Climate Change' (Heiligendamm) - all issues
which are perceived as 'global problems', to which the G8 tried to respond:
don't worry, we're the right people, sitting in the right institution,
trying
to solve this problem in the right ways, through the right channels. By all
means, please don't start thinking critically, acting critically, changing
the
world. The existing one is just fine, with some adjustment judiciously made
by
our humble selves! Thus the process of legitimation, thus (increasingly so)
the
role of the G8.
The Gleneagles summit in 2005 is a perfect example of this, where the fact
that
issues of 'poverty' and 'Africa' were taken up at the summit was a clear
attempt to relegitimate structures of global governance that had been
haemorrhaging legitimacy for years. The British government portrayed itself
as
the prolonged arm of the legitimate concerns of social movements. This year
the
problem that the G8 had to be seen as engaging with was climate change. For
months, Merkel's government had been busy massaging expectations of what
would
come out of Heiligendamm downward, so that even a small fart of agreement
from
the American corner could be sold as a success. And sold as a success it
was:
Germany's biggest tabloid crowned Merkel "Miss World", legitimation for her,
but also for the summit and the G8 as such. If they can agree to do
something
about an issue as important as climate change at one of these summits,
surely
the summits and the institution cannot be such bad things? When they went
home
>from Heiligendamm, Merkel and her gang surely felt something akin to what
we
felt: "we are winning!"
And what about the "material intervention" into the progress of the summit?
Let's spoil the party a bit, and suggest that our blockades failed in terms
of
being a successful tactical operation. Over and over again we heard (and
indeed
said ourselves!) that all land-based access to the summit had been
effectively
shut down, we were wondering how it happened that inside of the fence they
hardly took notice of that. Also, the media seemed to treat the blockades
not
as what they were meant to be, a material disruption, but rather as cheerful
theatre for the articulation of tamed dissent (tamed because it was kept
within
clearly regulated borders). There are reasons for this. First of all, very
practical ones: while accepting the peaceful mass blockades of the BlockG8
alliance at the East Gate, one of the two entrances in the fence, the police
forces could focus on keeping the road to the West Gate free of
disturbances.
De-escalation was not necessary here anymore for the police since they left
the
mass blockades at the East Gate in peace. Having announced that they would
blockade the summit, BlockG8 quickly realised (when we didn't get our heads
kicked in ten minutes after sitting down on the road) that the police had
decided to abandon the East Gate. Later we heard that they had abandoned the
roads altogether. For Thursday, the day of the real G8 meetings, they
announced
Plan B: helicopters and the waterways. Our response? BlockG8 stayed in the
action consensus, and held the blockade. But where is the antagonism, if we
do
something and the state pulls back, saying: 'sure, take this, we'll go
somewhere else - you win, we win!' Shouldn't the response then have been to
go
to the fence? Physically try to go beyond the space given to our blockades
by
the summit? Certainly, that would have projected a far more uncompromising
rejection of the summit.
To clarify again: we do take seriously the collective affect of winning felt
in
the camps, the sense of encouragement that so many people took away from the
protests. But we do want to intervene into a discussion that, especially in
Germany, is being a little too self-congratulatory, self-referential, and
surprisingly 'un-radical'. Left radical politics are, must be, antagonistic
politics - it is that (if anything) that distinguishes them from the liberal
ameliorism of the liberal NGOs - in their relation to state, capital, and
other
relations of domination. So we take the affect seriously and agree: we won,
somehow. But we have to be realistic and admit that 'they' did too. So both
sides won - which raises the question: how is that possible? Okay, the
question
is rhetorical in light of what we just said, the answer obviously is this:
because there was in fact no clear antagonism between 'us' and 'the G8'.
The protest in Heiligendamm was a typical product of postmodern politics
where
the political disappears because dichotomies (previously seen as mutually
exclusive) are reconciled. The result: for sure climate change can go along
with capitalist expansion and more free trade. We want to propose two
answers
here to the question why we failed to construct such an antagonistic
relationship to the G8 and global governance in general. Again, these
answers
are interconnected with the necessity of discursive interventions and
material
disruptions.
The first answer is that we failed to construct a clear antagonism because
we
were playing on different grounds. While having worked more than a year on
producing our own thematic focal points (migration, agriculture and
antimilitarism), the German radical left almost completely lacks a
challenging
political story about climate change. The arguments heard within the German
left (if the question isn't dismissed out of hand as woolly
environmentalism)
hardly go beyond individualist and liberal appeals to fly less, and rarely
raise the question of property and capitalist accumulation as mechanisms
inherently intertwined with the problem of environmental devastation. This
is
odd for a country with a rather long tradition of environmental activism. It
is
not that odd, however, for an environmental movement that has been
increasingly
institutionalized and coopted during the past two decades and does not offer
a
radical perspective on reorganizing our societies based on a sustainable
(and
thus anticapitalist) paradigm. The top priority of climate change during the
G8
summit would have offered quite some possibilities to radicalize an old
movement
and broaden an anticapitalist critique through an environmental lens.
Only some years ago, when summits' headline issues were still very much
about
trade, privatisation, and 'the neoliberal agenda', we had an excellent
counter-story. Our militant actions were embedded in this counter-story,
allowing them to rise beyond being mere policing matters, to being
explicitly
political, because they directly interfered with the discursive field that
was
being built to legitimate global authority. Today, we have no story to
counter
theirs, so this production can go on undisturbed, no matter how effective
our
blockades are. It may be responded at this point that direct engagement with
the summit's headline issues would add to the legitimation of an institution
we
are trying to delegitimate, but this is not necessarily the case. It only
leads
to legitimation if such an issue-engagement ends up making demands to the
G8.
Issue-engagement could be used as well to portray the G8 as part of the
entire
problem. It is fairly obvious that this year's refusal to construct a
counter-story did not lead to a greater delegitimation of the G8. More
generally, for summit protests, we need to work in advance to develop a
punchy
story that relates to the summit's headline issues, within which we can
embed
our actions. Otherwise the latter remain mere public order problems, and
cannot
interfere with the production of global authority as legitimate.
The second explanation for the lack of antagonism has to do with our
capacity
for material disruption on the streets, without which any good counter story
remains just so much self-serving radical propaganda, without any social
relevance. For sure, there has been a certain antagonism in the relation
between some protestors and the police, as all of us who were beaten,
arrested,
tear-gassed, water-cannoned can surely attest to. And there has been a clear
attempt to build a broad alliance for mass blockades through the BlockG8
initiative (which included the IL, several local attac groups, but also
radical
antifascist groups). Finally, we even witnessed the cumulative effects of
mass
blockades and decentralized blockades following the PAULA call. However, no
one
can deny that we did not hit them where it hurts. The blockades, although
much
more effective then ever before in Europe during a summit, have become a
kind
of mediated and contained spectacle. Such a spectacle was not able to
challenge
global power structures materialized on the streets by reintroducing an
antagonist relationship through confrontational street tactics. A clearer
presence of confrontational tactics would have projected a far more
uncompromising rejection of the summit than the mass blockades with their
occasional fun fair character. But would it have allowed so many people to
be
there? Would it have led to an escalation that would have left many of us
traumatised, beaten, in jail, rather than celebrating at home now? We cannot
say, but insist that every time the state retreats, we need to push it
further,
rather than simply be happy in the space now vacated.
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G8-Summit Protests in Germany: Against Globalization and its
Non-Emancipatory
Responses
June 26, 2007
"Make Capitalism History: Shut Down the G8!"
The grassroots mobilizations against the G8 summit, held in the northern
German
town of Heiligendamm in early June of this year, were organized by broad
networks of direct actionists, anti-racist groups, anti-border groups,
anti-fascist militants, queer activists, squatters, debt-relief groups,
trade
unions, environmental organizations and many others. Despite the very
restrictive policy of the German state that forbid any demonstrations in a
large perimeter around the 'security fence' protecting the G8 summit,
activists
successfully disrupted the G8 meeting.[i]
The tiny enclave of Heiligendamm was for two days only reachable by
helicopters
or with boats from the seaside, as demonstrators blocked roads and train
tracks
leading to the site of the summit. Impressive were the pictures of thousands
of
people crossing fields and forests, in their effort to out-maneuver the huge
police force, and make their way to the fence.
Heiligendamm will mark another memorable moment in the alter-globalization
movement, a movement whose strength is often attributed to its diversity of
actors. But this multitude, however, should not be mixed up with
arbitrariness,
as the movement itself also struggles with the challenges in developing a
critique of global capitalism that provides emancipatory possibilities.
Contemporary social conflicts, a widespread sense of alienation, deep
feelings
of powerlessness, and the increasing intensity of violent conflict sets off
a
whole host of resentments and oppositions to the global situation that are
not
emancipatory. Many people who are deeply dissatisfied with the global
political
and economic order do not gravitate towards progressive or social justice
organizations. The rise of racist, nationalist, fundamentalist and other
forms
of reactionary politics emerge as responses to the global situation as well,
and they compete for power and influence on the same social terrain of those
on
the Left. These are present in the discourses, policies and politics in
struggles around globalization/anti-globalization as well, and were
therefore
are present in the mobilization against the G8 this year.
by Rob Augman
In Germany, with its history of National Socialism as well as uprisings of
neo-Nazism and nationalism after the fall of the Berlin Wall, the left must
struggle with and position itself against critiques of "the new world
order,"
of "globalization," and even of "capitalism," from non-emancipatory
positions,
including those from the (far) Right. Such non-emancipatory critiques range
widely, from proponents of economic protectionism and political isolationism
(which can be seen in Right-wing anti-war positions), to the cultural field
of
"preserving cultural uniqueness from commercialism," all the way to the far
Right and its attempts to solve social questions in hyper-nationalist ways.
The scale of right-wing involvement in anti-globalization politics, or
broader
sentiments of reactionary anti-capitalism, present facts that have not gone
ignored by some on the German Left and can be seen present in the anti-G8
mobilization, whether against the far-Right, the state, or as self-criticism
of
our own social movements. These groups are employing various approaches, and
seeking various goals in their emancipatory aims. In their confrontation
with
"globalization" on the one hand, and reactionary anti-globalization on the
other, transformations can be observed in the analyses and the practices of
the
Left itself. The international mobilization against the G8 summit in Germany
provides a unique look into these struggles in order to consider how left
and
social justice groups can better confront the complicated and varied
challenges
we face.
The infrastructure and mobilization for Heiligendamm had been built over the
course of two years, connecting activists across Europe and beyond. A week
of
protests, a counter-summit with international guests discussing major
problems
of globalization, from climate change and health politics, to gender justice
and the right of free movement for all, and plans for physically blocking
the
G8 summit were some of the major events. People organized three camps to
house
thousands of activists, which included kitchens, security, showers, and
other
provisions. Indymedia groups provided infrastructure for a continuous
reporting
of the news. Information was circulated in leaflets and on the web informing
people about police tactics, border restrictions, surveillance and much else
regarding what they could expect and how they can get support in case of
such a
need. Legal aid was provided by a left-wing lawyer's organization. Mobile
groups
organized medic services. Additionally, activists organized a hotline in
case of
sexist or sexual abuse. Groups such as the Hedonist International energized
demonstrations with their techno truck and their "Rave Against the Machine."
Self-organization was the backbone of the demonstrations and infrastructure
of
the mobilization against the G8 summit. The means are also the ends, and
this
included an appreciation for joy, leisure and aesthetic desire. The
mobilization displays a pre-figurative politics, a vision in practice of the
"other world that is possible."
Despite the intimidation, provocation, demonization and the police's
physical
attempts at disruption, the mobilization would not be derailed. Massive
showings of dissent towards the G8 and the broader global situation was
going
to appear at the gates of the G8 summit.
"Nie Wieder Deutschland!"
(Never Again Germany!)
For international activists joining or observing the demonstrations against
the
G8 summit, the east German city of Rostock where the mass demonstrations and
the main convergence center were located, was no reference point at all. But
for those old enough to remember, Rostock was the site of a violent 3-day
attack on Roma and Vietnamese asylum seekers by neo-Nazis and ordinary
German
citizens. It was 15 years ago, in the summer of 1992, and it set off a wave
of
similar attacks across the country, on African, Turkish, Asian and other
migrants, with houses burned down and people killed. "What 1968 was for the
Left, 1992 was for the Right."[ii]
This wave of racist violence was a deeply political issue. It came at the
time
of reunification of East and West Germany, the fall of the Soviet Union and
the
realignment of international relations after the Cold War. Just decades
after
the Holocaust, racist mobs and political groups of the New Right were strong
in
Germany and Europe more broadly.
The host of economic problems following "reunification" were projected onto
migrants, as a specific social group causing these crises. This racial
skapegoating was not limited to the far-Right, but rather transcended
political
boundaries, and was therefore expressed in the mainstream discourse as well.
"Bonn [the capital of former West Germany], unable to provide the ex-GDR
economy with the quick fix that it had promised, shifted responsibility for
the
country's economic pains onto Germany's liberal asylum law."[iii]
Therefore, while the police brokered a deal with the Rostock mob, allowing
them
four hours of free reign to attack the asylum center, state policy committed
its own attack on migrants, with restrictions that effectively amounted to a
revocation of the Asylum Law. It also instituted a hierarchical labor system
for those who remained, and sent the message that migrants are the source of
Germany's economic problems.
The new economic and political situation was articulated through a
nationalist
framework by centrist politicians, by the far-Right and throughout civil
society.[iv] But this nationalist explosion and the changing political
situation also prompted responses by the radical Left. German nationalism,
racism, fascism and the history of the Shoah became major concerns. Seeing
them
as deeply related, the post-'89 German Left marched under the banner "Nie
Wieder
Deutschland!" (Never Again Germany!).
"We Are Here Because You Destroy Our Countries"
"We Are Here Because We Destroy Your Borders"
As part of the protest actions against the G8 summit, an action day was
organized under the slogan "Global Freedom of Movement." In the early
morning
about 2,000 people took siege to the "Foreigner's Office" in Rostock, which
is
where decisions are made about whether or not individuals will receive
residence permits or be deported. Informed of the activists' plans ahead of
time, the office was shut down under the pretense of "computer problems."
Activists climbed to the roof of the building and hung banners against
deportation centers, reading "No Camp - Not Here and Not Anywhere!"
After this action the activists marched to the Sonnenblumenhaus, the site of
the
racist attacks 15 years earlier. "By holding this rally we want to remember
the
incidents of 1992 and show how much worse the conditions for refugees in
Germany have become because of this pogrom."[v] At the gathering police
continued their repression against activists. A snatch squad moved into the
demonstration and grabbed a few black-clad demonstrators, breaking the nose
of
a Cameroon refugee and injuring a cameraperson in the melee. Later in the
day,
as the gathering sought to march towards the harbor in the center of the
city,
it was blocked by riot cops with water cannons and armed vehicles, but after
two hours of negotiations, the march was able to continue.
These demonstrations were part of a week of G8 protests that were
specifically
highlighting struggles against the regime of global migration management.
Activists from numerous countries joined the transnational network meeting,
discussing the situations of migrant struggles, whether it be mass
demonstrations and strikes by illegalized migrants in the U.S., legalization
struggles in France, Belgium, Italy and Spain, or protests to shut down
detention centers in Germany.[vi] The events and actions are aimed at
explaining that migration is part of the processes of international
relations
of exploitation - whether due to privatization of resources in the global
south
that makes life more and more unbearable for people in these countries to
support themselves, or due to the explicit demands for cheap (often service)
labor in the global North. Hence, the slogan, "we are here because you
destroy
our countries." But simultaneously, other activists find this portrayal too
mechanical, implying that migrants are solely victims, simply set into
motion
by processes that are wholly out of their control. In response to this
"Fortress Europe" position, activists from an "autonomy of migration"
analysis,
argue that despite the reality of migration management by states and
inter-state
systems, the barriers are continually defied and subverted by creative
actors -
therefore, migration could be seen as the "most successful social
movement."[vii]
The relationship and conceptualization of migration as a phenomenon in the
age
of globalization then, is transformed from a paternalistic relationship of
charity and protection into a relationship of support and solidarity.
"Globalization" then can also be seen not simply as a one-dimensional plot
by
the global elite, but rather as a regime born of conflict, resulting from a
variety of sources, some of which are self-determining. Therefore, the focus
on
migration at the anti-G8 mobilization highlights a structural fact of social
life despite restrictions - possibly an intrinsically anti-national
movement.
It therefore emphasizes this fact of migration as a right of mobility, and
envisions the practical assertion of global social rights as part of
emancipatory transformations.
"To point out the antifascist character of the anti-globalization
movement"[viii]
In Rostock on June 2nd, while Left and progressive groups organized a huge
international demonstration against the G8 summit under the banner "Another
World is Possible," over 40 busses of neo-Nazis converged on the nearby town
of
Schwerin for their own demonstration against the G8. In response to the
neo-Nazis, civil society groups, trade unions and antifa groups organized 3
different counter-demonstrations, the antifa groups with the intention of
physically preventing the neo-Nazis from demonstratin. But on the morning of
the protest, the neo-Nazi's and the antifa's permits were revoked. The
neo-Nazi
busses left Schwerin for surrounding towns, holding spontaneous
demonstrations,
one of which marched through the Brandenburg Gate in the center of Berlin. A
group 150 antifa activists who arrived in Schwerin, on the other hand, were
surrounded at the train station by heavily armed police and arrested.
Fifteen years after the wave of racist violence of 1992, the far-Right is
still
an undeniable player in political and social life. They continue to
skapegoat
migrants as the source of persistent social and economic problems.
Additionally, they have increasingly articulated their atrocious politics in
anti-globalization and anti-capitalist language. For them, the powerful
international institutions - such as the G8 - are seen in personified terms.
The complex social arrangements often simplified under the term
"globalization," are viewed as nothing other than a plot by a specific
social
group. Due to the historical association of international networks with
jewish
communities, the far-Right personifies this international conspiracy as the
"Jewish" rulers of the world.[ix] Against this perceived plot, they draw on
an
equally imaginary force to defend themselves, the so-called "national
community."
Therefore, the strength of the far-Right has to do with intervening in
contemporary political discourses whether those raised in mainstream
political
discourse, or those raised by the Left. In responding to these issues, they
regularly project social crises on specific social groups as the source for
such social problems - these groups often being migrants, Jews, or leftists.
Therefore, real grievances set off by social, political and economic
problems
are a source of their support. By combining the anxiety over high levels of
unemployment in the East of the country, with a skapegoating of migrants and
"global elites" for these problems, the neo-Nazi National Democratic Party
of
Germany won over 7% of the vote in elections last year in the state of
Mecklenburg-Western Pomerania, enabling them entry into regional
parliaments.
It was in this context that the antifa demonstration was organized, "to
point
out the antifascist character of the anti-globalization movement."
Militant anti-fascism became a major focus of radical Left politics after
1992,
with the organizing of a country-wide antifa network which confronted
far-Right
groups in the streets. Additionally, concerned about the rise of a broader
German nationalism, many took up research about the history of National
Socialism. This enabled them to better understand the discursive framework
of
far-Right politics historically and its continuity (and divergences) in the
present. These analyses can be seen in the call to action for the antifa
demo
in Schwerin. In their leaflet they explained the antisemitic ideology of the
neo-Nazis' as a deranged form of anti-capitalism. The Nazi analysis of
society
is constructed through a bi-polar opposition of false premises. They believe
that a "real, natural, material labor" is threatened by an "abstract,
parasitic, financial elite." The antifa leaflet reads:
"On the one hand, [the Nazi] view [of capitalism] contains the idea of a
national economy and it's "honest, German" labor - the so-called
"constituting
capital"; and the "money grubbing, Jewish" capital on the other hand. For
the
nazis this allegedly "Jewish capital" is constituted in the sy[s]tem of
interest and the financial world, for example in banks and stock exchanges
in
general, and in the "Wall Street" in particular." [x]
Failing to see capitalism as a social whole, a system from which labor
itself is
constituted