widerst at and mund - Donnerstag, 25. Juli 2007

MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst analle at no-racism.net
Mi Jul 25 22:26:38 CEST 2007



widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst

Donnerstag, 25. Juli 2007

Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr
      www.no-racism.net/mund




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A) INHALT
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AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN
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LITERATURSALON im Herbst
   von "PRESSE RABENHOF" <presse at rabenhof.at>
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MigrantInnen-Akademie - Journalismus in den elektronischen
   Medien_Oktober 2007
   von "Nasila Berangy" <info at wik-vernetzungsbuero.at>
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Letzte Chance: VITASEK / My Generation
   von GAMUEKL <office at gamuekl.org>
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starsky-info] starsky_ at _parque_del_sol_07/_25.-30.7.07
   von juja <starsky at silverserver.at>
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Blog von Café Critique von Café Critique <cafe.critique at gmx.net>
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Ab 28.9.: BEIM GUSENBAUER - Jetzt erst recht!
   von "PRESSE RABENHOF" <presse at rabenhof.at>
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q/talk, 31. Juli: P2P-Tauschbörsen - wie eine Lobby pauschal
   eine Generation kriminalisiert
   von "q/depesche" <depesche at quintessenz.org>
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MELDUNGEN UND MEINUNGEN
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Marx-Engels zur Frauenfrage/Aufruf zur Zivilcourage
   von RSO - Revolutionär Sozialistische Organisation <rso at sozialismus.net>
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KPÖ/EU/Reformvertrag/Volksabstimmung
   von KPÖ <kpoe at gmx.at>
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GLB/Steuerreform/lLeitl/Umverteilung/Lohnnebenkosten
   von "GLB" <glb at gmx.org>
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zwei neue ausgaben von transversal: "instituierende
  praxen" und "progressive institutionen"
   von eipcp <contact at eipcp.net>
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GLB/ÖBB/Börsegang von "GLB" <glb at gmx.org>
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INTERNATIONALE SOLIDARITÄT
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[Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm -- Genua
   von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe
         <gipfelsoli-l at lists.nadir.org>
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[CUADPUpdate] 100 - a horrific milestone and a CHALLENGE
   von "Abraham J. Bonowitz" <abe at cuadp.org>
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B) TEXTE
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AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN
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LITERATURSALON im Herbst
   von "PRESSE RABENHOF" <presse at rabenhof.at>
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Sehr geehrte Damen und Herren,
werte Redaktion,

im September 2007 öffnet auch der LITERATURSALON IM GEMEINDEBAU / Rabenhof
Theater Wien wieder seine Pforten:

•       11. September 2007: CHUCK PALAHNIUK
Das Kainsmal
Der „Fight Club“ Starautor eröffnet mit dem Literatursalon die
Herbstsaison.


•       16. September 2007: ROBERT MENASSE
Don Juan de la Mancha oder Die Erziehung der Lust
Der Gründer der „Free Austrian Kunst GmbH“, Österreichkritiker und
Paradeintellektuelle Robert Menasse präsentiert sein neuestes Werk über
Männlichkeit, die ausgelebt aber nicht genossen werden kann.

•       19. September 2007: THOMAS GLAVINIC
Das bin doch ich
Was das neueste Werk von Thomas Glavinic mit dem Rabenhof Theater, dem
Wiener Kulturstadtrat und vielen anderen Figuren, die das
Gemeindebautheater das Jahr über so bevölkern, zu tun hat, erfahren Sie
bei der Präsentation von „Das bin doch ich“.

•       5. Dezember 2007: IAN RANKIN
Im Namen der Toten
Der Top Star der britischen Whodoneit-Szene kommt mit seinem neuesten,
bereits preisgekrönten Werk „Im Namen der Toten“ ins Erdberger
Boulevardtheater.


RABENHOF THEATER
A-1030 Wien; Rabengasse 3
Kartenreservierungs-Hotline: Tel. 01/712 82 82
Infos + Online-Kartenkauf unter: http://www.rabenhof.at
Kartenpreise: € 15,-- / € 12,--
Beginn: jeweils 20.00 Uhr


Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Müller-Klomfar

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MigrantInnen-Akademie - Journalismus in den elektronischen
   Medien_Oktober 2007
   von "Nasila Berangy" <info at wik-vernetzungsbuero.at>
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Modul JOURNALISMUS IN DEN ELEKTRONISCHEN MEDIEN –
MigrantInnen-Akademie Oktober 2007



im Rahmen der MigrantInnen-Akademie veranstaltet das
WIK-Vernetzungsbüro gemeinsam mit dem Wiener Community-Sender Okto das
Modul „Journalismus in den elektronischen Medien“ im Oktober 2007.



Journalismusmodul TV

Das Modul zum Thema „Fernsehjournalismus“ bietet eine Einführung in
die Fernsehproduktion, mit Schwerpunkt auf der Gestaltung von
Reportagebeiträgen.

Die TeilnehmerInnen lernen in diesem Modul die journalistische
Beitragsgestaltung für das Fernsehen, wobei sie Einblick in die
Arbeitsweise von RedakteurInnen, Kameraleuten, CutterInnen,
RegisseurInnen und Sendungsverantwortlichen erhalten. Somit erleben
sie TV-Produktionen in einem ganzheitlichen Ansatz.



Basis-Training

In einem Basis-Training wird der Umgang mit Kamera und Mikrofon, sowie
dem Schnittprogramm Final Cut Pro mittels Übungsproduktionen erprobt,
wesentliche Gestaltungskriterien (Bildgestaltung, Interviewtechniken
etc.) werden referiert. Im Studio-Training soll das Setting einer
Live-Diskussionssendung simuliert und eine fiktive Studioproduktion
aufgenommen werden.



Medienrecht / Urheberrecht

In zwei Abend-Terminen werden die rechtlichen Rahmenbedingungen des
Fernsehmachens vermittelt von Medienrecht bis Urheberrecht (wo darf
ich filmen?, wie bekomme ich eine Drehgenehmigung?, welches
Archivmaterial darf ich verwenden? etc.).



Beitragsgestaltung

In einem Wochenendworkshop wird anhand einer konkreten Themenstellung
(welche die TeilnehmerInnen selbst wählen) eine Reportage gestaltet -
von Konzept, Drehplan, Dreh, Schnitt bis zur Sendeabnahme.



Ein Reflexionsabend bietet Gelegenheit, offene Fragen zu klären oder
Feedback zu geben.



Nähere Informationen zu den Kosten und dem Programm entnehmen Sie
bitte dem Attachement.



Ihre Anmeldung richten Sie bitte an Frau Sabrina Kopf:
vereine at wik-vernetzungsbuero.at



Mit freundlichen Grüßen
Nasila Berangy


__

Nasila Berangy

PR und Medien



WIK-Vernetzungsbüro

Margaretengürtel 96/4/1A

1050 Wien

Tel.:  01 - 606 41 29

Mobil: 0699 - 1 606 41 22

Fax.: 01 - 966 34 45

E-Mail: info at wik-vernetzungsbuero.at

www.wik-vernetzungsbuero.at



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Letzte Chance: VITASEK / My Generation
   von GAMUEKL <office at gamuekl.org>
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Sehr geehrte Damen und Herren,
werte Redaktion,

Nach 80 ausverkauften Vorstellungen ist der Sensationserfolg nur mehr neun
Mal im Rabenhof Theater zu sehen:

MY GENERATION
von und mit Andreas Vitasek

25. ­  27. September 2007
2. ­ 4., 8. ­ 10. Oktober 2007

(Beginn: 20.00 Uhr)


RABENHOF THEATER
A-1030 Wien; Rabengasse 3
Kartenreservierungs-Hotline: Tel. 01/712 82 82
Infos + Online-Kartenkauf unter: http://www.rabenhof.at
Kartenpreise: € 24,-- / € 12,--

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starsky-info] starsky_ at _parque_del_sol_07/_25.-30.7.07
   von juja <starsky at silverserver.at>
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hallo alle

wer wieder mal lust hat sich starsky visuals zu 
gemüte zu führen : dies ist die gelegenheit :
25.-30. 07 parque del sol in st. pölten !
aba auch sonst is jede menge los : look at : http://www.lames.at
und auch eurer eigenen kreativität sind keine grenzen gesetzt ; )

gruß
ju

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it´s open space,
feel free to join us!
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Von 25.7.-30.7.07 veranstaltet der Kunst- und Kulturverein La Musique et sun
(LAMES) in St. Pölten (Spratzerner Kirchenweg 81-83) zum zweiten Mal "parque
del sol - Symposium interdisziplinärer Kunst". Die Veranstaltung steht unter
dem Motto "Freiräume erhalten und gestalten".

Zwei alte Gebäude und ein weitläufiger Naturraum bieten Platz für das
Symposium. Geboten werden interdisziplinäre Kunstprojekte, die Vernetzung
lokaler und internationaler Künstler sowie ein dichtes Programm von
Konzerten, DJ-Lines, Visuals, Präsentationen, Filmen, Vorträgen und
Workshops, an denen die Besucher spontan teilnehmen können.
Bar, Café, Heuriger und Küchenbetrieb sorgen für Gemütlichkeit und volle
Mägen. Wer auch noch die Möglichkeit in Anspruch nimmt, sein Zelt am Gelände
aufzustellen, der kann sechs Tage Kunsturlaub in der Natur genießen.

Das Motto "Freiräume erhalten und gestalten" hat einen bedrohlichen
Hintergrund: Das Gelände droht einem Bauprojekt zum Opfer zu fallen.

Das Fest ist vielleicht der letzte Kraftakt von LAMES, die Natur zu retten
und eine kreative Oase in der Stadt zu erhalten.
Aber jeder kann LAMES dabei unterstützen und zum Gelingen des Projektes
beitragen:
Berichterstattung verleiht dem Symposium mehr Gewicht. Ankündigungen in
Veranstaltungskalendern und jede Weiterleitung dieser Mail bringt mehr
Besucher und damit stärkere Argumente für den Erhalt des Areals.

Und am besten: Selber vorbei kommen, beeindrucken lassen und eine erholsame,
kreative Zeit im parque del sol verbringen.
Alle Informationen finden sich unter http://www.lames.at
Presseinformationen sind gebündelt unter http://www.lames.at/press.html
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it´s open space,
feel free to join us!

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Blog von Café Critique von Café Critique <cafe.critique at gmx.net>
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Seit ein paar Tagen ist der Blog von Café Critique unter dem Namen
"Instant Coffee" online:

  http://blog.cafecritique.priv.at

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Symposium
Die Islamische Republik Iran – Analyse einer Diktatur

29. und 30. September 2007

Campus der Universität Wien, Altes AKH

Samstag: 19 Uhr, Hörsaal D, Hof 10, 13


Sonntag: 10 Uhr, Hörsaal C1, Hof 2


mit Tjark Kunstreich, Simone Dinah Hartmann, Stephan Grigat, Wahied
Wahdat-Hagh, Gerhard Scheit, Alex Gruber, Fathiyeh Naghibzadeh,
Andreas Benl, Matthias Küntzel u. a.




Kundgebung
Keine Geschäfte mit den iranischen Mullahs!
Gegen das Atomprogramm des Iran und seine österreichischen und
europäischen Förderer!

Sonntag, 30. September 2007
18 Uhr
Stephansplatz in Wien


Weitere Informationen demnächst unter
www.cafecritique.priv.at

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Ab 28.9.: BEIM GUSENBAUER - Jetzt erst recht!
   von "PRESSE RABENHOF" <presse at rabenhof.at>
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Sehr geehrte Damen und Herren,
werte Redaktion,

Nach einer sensationellen Regierungszeit im Frühjahr 07
mit  31 ausverkauften Vorstellungen in der Rabenhof Republik
wird unser Herr Bundeskanzler trotz Koalitionsscharmützel und verpasster
Olympiachance erneut und offenherziger denn je Einblick in den
actionreichen Arbeitsalltag eines europäischen Spitzenpolitikers gewähren.

Der „Kanzler der Herzen“ beendet am 28. September 2007 die wohlverdiente
Sommerpause und nimmt seine Amtsgeschäfte in aktualisierter Form und mit
erhöhter Frauenquote (Andrea Kdolsky und Eva Glawischnig) wieder auf.

Seien Sie gespannt auf Gusis Künstlerüberraschungsfreund aus den USA!

Premiere: 28. September 2007 (20.00 Uhr)

BEIM GUSENBAUER ­ Jetzt erst recht!
von und mit: maschek
Peter Hörmanseder, Ulrich Salamun, Robert Stachel

Puppenspiel: Original Wiener Praterkasperl
Konzept & Regie: Thomas Gratzer
Buch: Peter Hörmanseder

Ausstattung: Gerhard Haderer
Musik: Eva Jantschitsch
Bühne: Erich Sperger
Skulpturales Design & Puppenproduktion: AnaMaria Heigl

Weitere Termine:
29., 30. September 2007
1., 5. ­ 7., 11. ­ 14., 19. ­ 24., 26. ­ 28. Oktober 2007
(Beginn: 20.00 Uhr)

RABENHOF THEATER
A-1030 Wien; Rabengasse 3
Kartenreservierungs-Hotline: Tel. 01/712 82 82
Infos + Online-Kartenkauf unter: http://www.rabenhof.at
Kartenpreise: € 20,-- / € 10,--


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q/talk, 31. Juli: P2P-Tauschbörsen - wie eine Lobby pauschal
   eine Generation kriminalisiert
   von "q/depesche" <depesche at quintessenz.org>
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q/depesche 2007-07-25T15:03:35

q/talk, 31. Juli: P2P-Tauschbörsen - wie eine Lobby pauschal eine
Generation kriminalisiert

die q/uintessenz lädt herzlich zum zweiten Fachvortrag, der nun
allmonatlich stattfindenden q/talks, ein:

P2P Tauschbörsen - wie eine Lobby eine ganze Generation pauschal
kriminalisiert

     Am 31. Juli um 20.00 im MQ Wien (Einlaß ab 19.00)

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Sehr geehrte Damen und Herren,

die q/uintessenz lädt herzlich zum zweiten Fachvortrag, der nun
allmonatlich stattfindenden q/talks, ein:

P2P-Tauschbörsen - wie eine Lobby pauschal eine Generation kriminalisiert

Datum: Dienstag, 31. Juli 2007, 20.00 (Einlaß ab 19.00)
Ort: MQ Wien, Electric Avenue, quartier21, QDK Vortragsraum
http://quartier21.mqw.at/uebersichtsplan/

Referent: Mag. Birke Schönknecht

Inhalt:

In Werbespots insziniert die Verwertungsindustrie ein Horrorszenario mit
bis zu zweijährigen Haftstrafen für Benutzer von Tauschbörsen. Nutzer von
MP3-Playern wie den iPod, Jugendliche die Musikstücke kopieren und Freunde,
die ihre gekauften Videos austauschen, werden durch pauschale
Kriminalisierung bedroht. Klagsandrohungen über mehrere Tausend Euro
verunsichern uns alle beim Gebrauch moderner Technologie.

Durch eine rückwirkende Speicherung des Benutzerverhaltens soll anscheinend
eine "mißbräuchliche Nutzung" zu einem ausreichenden Tatbestand kummuliert
werden. Die gesetzlichen Grundlagen zur strafrechtlichen Verfolgung von
Konsumenten wurden von den Vertretern der EU-Mitgliedsstaaten am 25. April
2007 beschlossen.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und eine rege Diskussion. Für Handouts und
eine kühlende Erfrischung ist gesorgt.

https://www.quintessenz.at/d/000100003881

Im Zuge dieses Vortrages wird Mag. iur. Birke Schönknecht über die realen
Gefahren und rechtlichen Hintergründe informieren. Im Anschluss an ihren
Vortrag können Fragen zum Thema in angenehmer Atmosphäre diskutiert werden.

Mit der Veranstaltungsreihe q/talk lädt die q/uintessenz zu Fachvorträgen
über die Themen Bürgerrechte und neue Technologien monatlich ins MQ Wien.
http://www.quintessenz.at/

Mit freundlichen Grüßen
q/chris im Namen des Vorstandes

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   relayed by Chris
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Online Version: http://quintessenz.at/d/000100003900
quintessenz is powered by http://www.onstage.at
subscribe/unsubscribe/digest
http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe
comments to depesche at quintessenz.org

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MELDUNGEN UND MEINUNGEN
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Marx-Engels zur Frauenfrage/Aufruf zur Zivilcourage
   von RSO - Revolutionär Sozialistische Organisation <rso at sozialismus.net>
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RSO-Newsletter Nr. 7

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1. Neues Buch: Geschlechterverhältnisse bei Marx und Engels

2. ATIGF: Aufruf für mehr Zivilcourage & gegen rassistische Übergriffe!

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1. Neues Buch der RSO erschienen

Geschlechterverhältnisse bei Marx und Engels
Eine kritische Auseinandersetzung

Wir präsentieren den neuen Band unserer Marxismus-Buchreihe, der
erneut im Zeichen unseres inhaltlichen Schwerpunktes zu den
Themenbereichen Geschlechterverhältnisse und Frauenbefreiung steht.
Nach den bereits vorliegenden Arbeiten zu "Sozialistischem und
marxistischem Feminismus" und zu "Kommunismus und Frauenbefreiung"
legen wir diesmal eine kritische Auseinandersetzung mit den
Geschlechterverhältnisse bei Marx und Engels vor.

Ob sie nun wegen ihrer theoretischen Leistungen gelobt und positiv
rezipiert oder des Sexismus und der Ignoranz beschuldigt werden -
Marx' und Engels' Auffassungen über Geschlechterverhältnisse und
Frauenbefreiung stellen bis heute wichtige Bezugspunkte für die Linke
dar. Vor allem Engels "Ursprung der Familie, des Privateigentum und
des Staates" wird als "Klassiker" gehandelt, um den man als
einigermaßen theoretisch interessierte/r Linke/r nicht so leicht
vorbeikommt.

Unkritischen Huldigungen stehen allerdings nicht selten oberflächliche
Abkanzelungen gegenüber. Allseits beliebte Argumentationsmuster dabei:
Einerseits etwa die Rechtfertigung patriarchaler Muster in Marx' und
Engels' Theorien damit, dass sie eben auch nur Kinder ihrer Zeit
seien; andererseits etwa die Schilderung von Anekdoten aus Marx' und
Engels' privatem Leben, welche dann den durchgängig sexistischen
Charakter des gesamten theoretischen Werks belegen sollen.

Wir gehen davon aus, dass es sich lohnt, etwas tiefer in die Materie
vorzustoßen, und die kritische Aufarbeitung der Schriften von Marx und
Engels zur "Frauenfrage" uns auch heute noch für die Weiterentwicklung
einer marxistischen Theorie der Frauenbefreiung helfen kann. Zu diesem
Zweck die vorliegende Arbeit, die zur Gänze von Manfred Scharinger
verfasst wurde.

Der Bogen reicht dabei von der Konzeption der Ehe in den ersten
Arbeiten von Marx über Frauenunterdrückung und Frauenbefreiung im
,Kapital´, Kapiteln zu „Frauen und die Internationale
Arbeiter-Assoziation" und „Die österreichische
,Arbeiterinnen-Zeitung´" bis zu Randnotizen zum Privatleben von Marx
und Engels...

Mehr unter www.sozialismus.net

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Geschlechterverhältnisse bei Marx und Engels
Eine kritische Auseinandersetzung

Marxismus Nr. 29, August 2007
ISBN 3-901831-25-8
536 Seiten A5, 17 Euro (plus Porto)
Bestellungen an: bestellungen at sozialismus.net

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Die früheren Marxismus-Bände zum Themenbereich Frauenbefreiung und
Geschlechterverhältnisse:

* Sozialistischer und marxistischer Feminismus
Positionsentwicklungen in den letzten 35 Jahren
Marxismus Nr. 27
Dezember 2005, 174 Seiten A5, 9 Euro (plus Porto)
ISBN 3-901831-23-1

* Kommunismus und Frauenbefreiung
Marxismus Nr. 28
März 2006, 520 Seiten A5, Euro 18 (plus Porto)
ISBN 3-901831-24-X

Bestellungen an: bestellungen at sozialismus.net

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2. Wir dokumentieren einen Aufruf der ATIGF

Avusturya Türkiyeli Isçi-Gençlik Federasyonu
Föderation der Arbeiter und Jugendlichen aus der Türkei in Österreich

Aufruf für mehr Zivilcourage & gegen rassistische Übergriffe!

Am Dienstag den 26. Juni 2007 um ca. 12.30 Uhr wurde eine Frau vor den
Augen vieler Menschen von einem Mann und einer Frau brutal
zusammengeschlagen und schwer verletzt. Dieser Gewaltakt fand auf dem
Zebrastreifen der Johnstraße statt. Nach dem Empfinden des Opfers ist
es nicht auszuschließen, dass das Motiv ein rassistisch motiviert ist.

Am 26.06.2007, um die Mittagszeit hat die in der Türkei geborene Saray
S. (66) gerade ihre Bankgeschäfte erledigt. Ihre Tochter Elisabeth S.
(33) hat sie dabei begleitet. Als die beiden die Strasse überqueren,
wird Saray S. - obwohl keinerlei Gedränge auf dem Zebrastreifen
herrscht - von einem ihr unbekannten Mann heftig und absichtlich
angerempelt.

Saray S. weiß, dass es sich um keinen Zufall handelt und fragt den
Mann, warum er sich ihr gegenüber so verhält. Daraufhin wird sie von
ihm wüst beschimpft. Saray und Elisabeth S. wissen, dass eine
Auseinandersetzung mit dem aggressiv und absichtlich handelnden Mann,
keinen Sinn hat. Sie wenden sich von dem Mann ab, der mit einer Frau
unterwegs ist und zwei Rottweiler mit sich führt.

Elisabeth S. begleitet ihre Mutter noch ein Stück des Weges und will
sich dann auf den Weg nach Hause machen. Da bemerkt sie, dass der Mann
und die Frau ihr gefolgt sind und auf der anderen Seite der Strasse
auf sie warten. Als sie in Sprechweite ist, sagt der Mann zu ihr: "So
schnell sieht man sich wieder". Elisabeth S. fragt den Mann warum er
eine alte Frau anrempelt. Darauf sagt er: "Wenn ihr nicht gehen könnt,
dann geht nach Hause", darauf spuckt er sie an und stößt sie mit
beiden Händen. Nachdem sich Elisabeth S. gegen den nächsten Stoß zu
wehren versucht, nimmt die Frau des Mannes das Kunststoffgehäuse ihrer
aufrollbaren Hundeleine und schlägt ihr damit mehrmals gezielt auf den
Hinterkopf. Aus der klaffenden Wunde, die Elisabeth S. erleidet und
die bis zum Schädelknochen reicht, strömt das Blut, sie ist benommen,
nach einem weiteren Schlag auf ihre Schläfe sinkt sie auf den Boden.

Wir sind zutiefst betroffen und sehen es sehr gefährlich mit welchen
Hassgefühlen Menschen geladen sind. Unsere Besorgnis ist, dass solche
Gewaltakte immer mehr zunehmen.

Alle Menschen müssen es sich zur Aufgabe machen, gegen Gewalttäter
Stellung zu beziehen. Wir dürfen Gewalttaten, vor allem der
sexistischen und rassistischen Art nicht zusehen. Wir alle müssen
zwischen unseren Beobachtungen und uns selber eine Beziehung
herstellen und unser Ängste und Gleichgültigkeit überwinden. Die
Komplizenschaft mit Gewalt ist eine Frage von der wir uns nicht
freisprechen können.

Wir protestieren gegen diesen Gewaltakt. Wir verurteilen auch die
PassantInnen, die leider keine Zivilcourage zeigten.

Wir erwarten, dass die Täter sobald wie möglich vor Gericht gestellt
werden. Wir rufen die Augenzeugen auf, sich bei den zuständigen
Behörden zu melden.

/Sie haben das Recht sich einzumischen! /

/Sie haben die Pflicht sich einzumischen!/

/Sie haben die Freiheit sich einzumischen!/

/Sie müssen ihren Mut aufbringen und Zivilcourage zeigen!/

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Revolutionär Sozialistische Organisation (RSO)

mail:     rso at sozialismus.net
web:      www.sozialismus.net
post:     RSO, Postfach 62, A-1152 Wien


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KPÖ/EU/Reformvertrag/Volksabstimmung
   von KPÖ <kpoe at gmx.at>
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KPÖ-Pressedienst ­ Drechslergasse 42, 1140 Wien ­ Telefon +43 (1) 50 36 580
- 0 ­ Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail info at kpoe.at ­ Web www.kpoe.at -
Ausgabe vom 23. Juli 2007


Volksabstimmung über Reformvertrag ist eine unbedingte Notwendigkeit

Aufschlußreiche Aussage des Leiters des Verfassungskonvents Giscard
d´Estaing

Als sehr aufschlußreich bewertet die KPÖ die Aussage des früheren
französischen Staatspräsidenten Valéry Giscard d´Estaing, wonach der jetzt
ausgehandelte Reformvertrag gegenüber der ursprünglichen Verfassung nur
„kosmetische“ Änderungen beinhaltet: „Der Leiter des EU-Verfassungskonvents
hat damit aus seinem Herzen keine Mördergrube gemacht und den Sachverhalt
völlig richtig dargestellt“, meint Waltraud Fritz-Klackl, Europapolitische
Sprecherin der KPÖ.

Die Konsequenz aus dieser Aussage ist eine verpflichtende Volksabstimmung
über den Verfassungsersatz. Nur ein Vertrag, der in allen 27 EU-Ländern eine
Mehrheit findet ist eine geeignete Grundlage, es wäre daher auch fragwürdig,
die EU-kritische Bevölkerung einzelner Länder durch eine EU-weite Mehrheit
niederzustimmen: „Das Herunterspielen der Inhalte des Reformvertrages in
verschiedenen Ländern oder das Beharren auf bereits erfolgte Ratifizierung
der Verfassung durch die nationalen Parlamente ist ein gezielter
Etikettenschwindel um die Mitsprache der Bevölkerung auszuschalten“,
kritisiert Fritz-Klackl.

Die KPÖ fordert daher die Abgeordneten des Nationalrates und des Bundesrates
auf, im Parlament für eine Volksabstimmung über den neuen EU-Vertrag
initiativ zu werden. Sie verweist dabei auf das Ergebnis der letzten
Eurobarometer-Umfrage, welcher zufolge die EU-Skepsis in Österreich
besonders stark ausgeprägt ist, was Regierung und Parlament eigentlich sehr
zu denken geben müsste. Wenn eine Mehrheit im Parlament in wichtigen Fragen
gegen die Mehrheit der Bevölkerung entscheidet wird das zunehmend zum
Demokratieproblem, daher ist eine Volksabstimmung über den Reformvertrag
eine unbedingte Notwendigkeit.

Die Politik des Drüberfahrens über berechtigte Einwände zur Entwicklung der
EU wie sie auch die jetzige Regierung praktiziert verstärkt den Unmut über
die EU und eröffnet fremdenfeindlichen Hetzern vom Schlage Straches oder
Westenthalers Möglichkeiten für ihre bornierte Demagogie. Ergänzt wird dies
durch das zynische Doppelspiel der etablierten Parteien, wenn diese negative
Auswüchse Brüssel anlasten und damit vertuschen, dass alle EU-Entscheidungen
mit Zustimmung der österreichischen Politik zustande kommen.

Aus linker Sicht zielt der Reformvertrag ebenso wie die an den
Volksabstimmungen in Frankreich und den Niederlanden 2005 gescheiterte
Verfassung darauf, die EU durch eine bereits laufende Militarisierung zu
einer mit den USA gleichwertigen Supermacht zu entwickeln, das neoliberale
Modell für Wirtschaft und Gesellschaft festzuschreiben und eine
Hierarchisierung mit einer bestimmenden Rolle der großen EU-Länder
Deutschland, Frankreich und Großbritannien festzuschreiben: „Die Chance zur
Entwicklung einer Alternative zur gescheiterten Verfassung im Sinne eines
demokratischen, sozialen und friedensorientierten Europa wird hingegen vom
politischen Establishment systematisch verhindert“, so Fritz-Klackl
abschließend.

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GLB/Steuerreform/lLeitl/Umverteilung/Lohnnebenkosten
   von "GLB" <glb at gmx.org>
==============================================

Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110
Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 - Mail office at glb.at
­ Web www.glb.at ­ Ausgabe vom 23. Juli 2007

Leitl möchte eine weitere Steuerreform für das Kapital

Lohnnebenkosten wieder im Visier der Kapitalvertretung

Was die Wirtschaftskammer von ihrem „Sozialpartner“ ÖGB hält, macht WKÖ-Chef
Christoph Leitl jetzt mit seinen Vorstellungen zur Steuerreform deutlich.
Nachdem der ÖGB sich bei der Verlängerung und Flexibilisierung der
Arbeitszeit den Wünschen der Wirtschaft unterworfen hat sollen nach den
Vorstellungen Leitls die Lohnabhängigen, Erwerbsarbeitslosen und
Prekarisierten auch bei der Steuerreform durch die Finger schauen,
kritisiert die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB).

Leitl möchte die Hälfte der von Bundeskanzler Alfred Gusenbauer in Aussicht
gestellten Entlastung durch eine Steuerreform in Höhe von drei Milliarden
Euro für „Standortsicherung“ des Kapitals verwenden. Darunter versteht er
die Abschaffung von „Bagatellsteuern“ wie Werbeabgabe (115 Millionen Euro)
oder Erbschafts- und Schenkungssteuer (165 Millionen Euro). Weiters trommelt
Leitl neuerlich für eine Senkung der Lohnnebenkosten und wendet sich strikt
gegen eine Wiedereinführung einer Vermögenssteuer und fordert einen massiven
Arbeitsplatzabbau bei Bund und Ländern durch eine als „Bürokratieabbau“
etikettierte Verwaltungsreform. Und auch die verbleibende Hälfte soll nach
Leitls Vorstellungen dem Mittelstand und fordert dazu noch zynisch
„Vorschläge“ des Sozialpartners ÖGB ein.

Leitls Plädoyer für eine höchst notwendige Kaufkraftstärkung für eine
nachhaltige Belebung der Wirtschaft kann nur unterstützt werden. Allerdings
muss dafür dort angesetzt werden, wo mehr Einkommen auch wirklich in den
Konsum fließt und dass sind die kleinen und mittleren Einkommen der
Lohnabhängigen, Erwerbsarbeitslosen oder Prekarisierten. Bekanntlich sind
die Realeinkommen in Österreich in den letzten zehn Jahren nur um 2,8
Prozent gestiegen (zum Vergleich in Schweden um 25,4 Prozent), wobei dafür
maßgeblich die zurückhaltende Lohnpolitik des ÖGB und
sozialpartnerschaftliche Unterordnung unter die Wünsche von Kapital und
Regierung verantwortlich ist.

GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger fordert Leitl auf, einen Nachhilfekurs
über Lohnnebenkosten zu nehmen: „Lohnnebenkosten sind Sozialleistungen, eine
Senkung derselben zielt daher auf eine weitere Lohnsenkung. Dagegen müssen
sich die Gewerkschaften mit aller Kraft wehren“. Pensions-, Arbeitslosen-,
Unfall und Krankenversicherung, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Insolvenzfonds,
Wohnbauförderung, Familienlastenausgleichsfonds sind elementare Bestandteile
des Einkommens und der sozialen Sicherheit der Lohnabhängigen. Die
Kommunalabgabe ist eine wichtige Grundlage der Gemeindefinanzen. Zum
Wehklagen über zu hohe Lohnnebenkosten in Österreich weist der GLB darauf
hin, dass für die Wettbewerbsfähigkeit nicht die Lohnnebenkosten, sondern
die Gesamtlohnkosten bzw. die Stückkosten entscheidend sind und dabei liegt
Österreich keineswegs an der Spitze.

Für eine soziale Steuerreform ist aus der Sicht des GLB entscheidend, dass
diese vor allem mehr Steuereinnahmen durch eine höhere Besteuerung von
Kapital und Vermögen erfordert. Konkret ist die Wiedereinführung einer
Vermögenssteuer, die Anhebung der Körperschaftssteuer, die Beibehaltung und
Reform der Erbschafts- und Schenkungssteuer und die Anhebung des
Spitzensteuersatzes für Jahreseinkommen ab 70.000 Euro notwendig.

Weiters fordert der GLB die Abschaffung der steuerschonenden
Privatstiftungen, die Besteuerung von Zinserträgen mit der normalen
Einkommensteuer anstelle der gleichmacherischen Kapitalertragssteuer und die
Bemessung der Unternehmerbeiträge für Sozialversicherung bzw. der
Kommunalsteuer nach der gesamten Wertschöpfung anstatt wie derzeit mit drei
Prozent der Lohnsumme erforderlich. Um nicht zunehmend höhere
Unternehmerprofite infolge Niedrigsteinkommen durch eine Negativsteuer aus
Steuergeldern zu finanzieren ist ein gesetzlicher Mindestlohn von acht Euro
pro Stunde dringend notwendig.

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zwei neue ausgaben von transversal: "instituierende
  praxen" und "progressive institutionen"
   von eipcp <contact at eipcp.net>
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instituierende praxen | instituent practices | prácticas instituyentes

In Weiterführung der in der Ausgabe "extradisciplinaire" angestellten
Überlegungen versammelt die aktuelle Ausgabe von transversal Texte,
die konkrete instituierende Praxen beschreiben und analysieren, und
zwar insbesondere im Spannungsbereich von Wissensproduktion und
politischem Aktivismus. Die dabei verhandelten Aktionsfelder reichen
von der Universität und dem Kulturbetrieb über die psychiatrische
Klinik bis hin zu den klassischen Institutionen der traditionellen
Politik. In Auseinandersetzung mit diesen Feldern entfalten die
einzelnen Texte die Frage nach Formen der Instituierung in einem
dreifachen Fokus: Der Darstellung von Mitteln und Techniken (militante
Untersuchung, Kartographie etc.) wird eine Diskussion neuer
Organisationsformen (Koordination, experimentelle Universitäten etc.)
ebenso zur Seite gestellt wie eine grundlegende Reflexion auf die
Ausgangsbedingungen für ein politisches Denken und Handeln heute.

http://transform.eipcp.net/transversal/0707

Inhalt:
Cátedra experimental sobre producción de subjetividad: Vom Wissen der
Selbstverwaltung zur Selbstverwaltung des Wissens
Frank John, Efthimia Panagiotidis, Vassilis Tsianos (PRECLAB Hamburg):
Die Angst vor dem Elfmeter. Vom Versuch eine andere Gesellschaft zu realisieren
Jens Kastner: „... sich durch Fragenstellen nicht selbst
hypnotisieren“. Instituierung lokalisieren, Autonomie entwerfen
Maurizio Lazzarato: Die politische Form der Koordination
Marta Malo de Molina: Gemeinbegriffe, Teil 2: Von der institutionellen
Analyse zu gegenwärtigen Erfahrungen zwischen Untersuchung und Militanz
Rodrigo Nunes: Pessimismus des Intellekts, Optimismus des General
Intellect? Einige Bemerkungen zur Organisation
Gigi Roggero: Die Autonomie des lebendigen Wissens in der
metropolitanen Universität
Raúl Sánchez Cedillo: Zu neuen politischen Schöpfungen. Bewegungen,
Institutionen und neue Militanz


progressive institutions | progressive institutionen | instituciones
progresivas in progress

Eine weitere Ausgabe unseres Webjournals transversal, die im Laufe des
Jahres 2007 entsteht, problematisiert die spezifischen Bruchlinien von
(Kunst-)Institutionen, die auf die Verkettung mit politischen Praxen
und sozialen Bewegungen ausgerichtet sind – auch unser Institut, das
eipcp, ist davon nicht ausgenommen. Wir glauben, dass es weiterhin
notwendig ist, die Brüche zu untersuchen, die entstehen, wenn vor dem
Hintergrund allgemeiner Prekarisierung (super-)staatliche
Politikadministration oder ökonomische Akteure Projekte fördern, die
Kritik gegenüber ihren Förderern entwickeln. Und wir wollen
Handlungsweisen suchen für die Politisierung dieser Bedingungen,
Brüche und Widersprüche. Um diesen Diskurs zu verdichten und
auszuweiten, wollen wir hier eine Debatte eröffnen, die „progressive
Kunstinstitutionen“, „Projektinstitutionen“ und die zeitgenössischen
Produktionsbedingungen von Kritik thematisiert.

http://transform.eipcp.net/transversal/0407/


transform correspondence
wöchentlich neue Texte zu den drei thematischen Linien von transform:
Institutionskritik als spezifische Kunstpraxis, Kunstinstitutionen,
Verhältnis von Institution und Kritik als (soziale) Bewegung
http://transform.eipcp.net/
(auch als RSS-Feed verfügbar: http://transform.eipcp.net/correspondence/rss)

aktuell:
Texte und Bilder zur Reflexion der G8-Proteste in Rostock und Heiligendamm von
Alex Foti (http://transform.eipcp.net/correspondence/1182944688)
HOLY DAMN IT (http://transform.eipcp.net/correspondence/1180176564)
Martin Krenn (http://transform.eipcp.net/correspondence/1183635966)
Gini Müller
(http://transform.eipcp.net/correspondence/1183808175/?lid=1184160383)
Tadzio Mueller & Kriss Sol
(http://transform.eipcp.net/correspondence/1183042751)
Ben Trott (http://transform.eipcp.net/correspondence/1183458348)

Texte zum documenta12-Magazines-Project von
multitudes (http://transform.eipcp.net/correspondence/1184160172)
Beat Weber/Kati Morawek (http://transform.eipcp.net/correspondence/1183558626)

---
eipcp - european institute for progressive cultural policies
a-1060 vienna, gumpendorfer strasse 63b
a-4040 linz, harruckerstrasse 7

contact at eipcp.net
http://www.eipcp.net

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GLB/ÖBB/Börsegang von "GLB" <glb at gmx.org>
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Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110
Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 - Mail office at glb.at
­ Web www.glb.at ­ Ausgabe vom 25. Juli 2007


GLB wendet sich entschieden gegen von ÖVP und SPÖ forcierten Börsegang der
ÖBB

Wie werden sich GewerkschafterInnen im Parlament zur Privatisierung
verhalten?

Entschieden abgelehnt wird ein Börsegang der ÖBB von der Fraktion
Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB): „In Großbritannien wird nach dem
Desaster der Liberalisierung und Privatisierung der Ära Thatcher jetzt eine
Wiederverstaatlichung der Bahn überlegt, weil die Trennung von Schiene und
Betrieb zu Serienunfällen geführt und die Bahn in Misskredit gebracht hat“,
verweist Ernst Wieser, GLB-Sekretär in der Gewerkschaft Vida, auf negative
internationale Erfahrungen.

Angetrieben vom ÖVP-Verkehrssprecher Helmut Kukacka sehen sich hierzulande
jedoch auch Parteigänger der SPÖ gemüßigt, einer Privatisierung der Bahn das
Wort zu reden. Kukacka stellt genüsslich fest, dass der SPÖ-nahe
ÖBB-Güterverkehrschef Gustav Poschalko „ganz auf der Linie der Volkspartei“
ist. Und Infrastrukturminister Werner Faymann (SPÖ) sprach sich für eine
Privatisierung der ÖBB durch einen Börsegang oder das Hereinholen eines
strategischen Partners aus.

Schon vor der Nationalratswahl 2006 hatte Kukacka als „Fahrplan“
angekündigt, 2009 eine erste Tranche von 49 Prozent des ÖBB-Güterverkehrs
Rail Cargo via Börse zu privatisieren. Ein bis zwei Jahre später sollte dann
der ÖBB-Personenverkehr folgen. Hingegen sollen laut Kukacka die
nichtprofitablen Infrastrukturbereiche „in jedem Fall zu 100 Prozent“ beim
Bund bleiben. Dies bekräftigt auch Faymann mit der Aussage „Worum sich
niemand reißen wird, ist der Nahverkehr“. Auch für die explodierenden
Schulden der ÖBB (2005: 6,4 Mio. Euro, 2012: 16.45 Mio. Euro) wird sich wohl
kein privater Interessent finden.

Die Demontage der ÖBB begann freilich schon 1994 mit der Ausgliederung aus
dem Bundesbudget durch die damalige rotschwarze Regierung mit Zustimmung der
Gewerkschaftsführung. Mit der Zerstückelung durch die schwarzblau/orange
Regierung wurde sie fortgesetzt: „Die Holding-Struktur wurde speziell dafür
geschaffen, die profitablen Bereiche gezielt privaten Investoren
auszuliefern“, kritisiert Wieser. Bisherige Nutznießer der ÖBB-Reform waren
vor allem Parteigünstlinge: Von 2003 bis 2006 stieg die Zahl der Vorstände
von drei auf 42, die Vorstandsgehälter von 1,3 auf 9,4 Millionen Euro.

ÖBB-Chef Martin Huber ventilierte schon 2006 verbunden mit einer „Vision vom
Kapitalmarkt“ einen Börsegang. Auch wenn ein solcher nicht im
Koalitionsabkommen verankert ist, erfolgen die Vorleistungen dafür in
Abstimmung mit der Regierung und sind die logische Fortsetzung der
Zerstörung der Bahn unter dem Diktat einer von Österreich voll mitgetragenen
EU-konformen Liberalisierung. Der GLB tritt im Gegensatz zu den
Regierungsplänen für den Rückbau der ÖBB zu einem einheitlichen staatlichen
Unternehmen ein und weist auf die negativen Erfahrungen in verschiedenen
Ländern mit der Zerschlagung und Privatisierung der Bahn hin.

Zur Gretchenfrage wird der Börsegang für den von Kukacka gerne als Reibebaum
benutzte Eisenbahngewerkschafter und FSG-Chef Wilhelm Haberzettl: Schon zu
Jahresanfang 2007 erklärte Haberzettl dezidiert zur EU-konformen
Bahnliberalisierung „Ich bin kein Gegner davon und fürchte mich nicht“.
Liberalisierung bedeutet jedoch allen bisherigen Erfahrungen zufolge den
Einstieg auch in die Privatisierung; „Wie werden sich wohl Haberzettl und
andere GewerkschafterInnen die im Nationalrat und Bundesrat sitzen zu einem
Börsegang verhalten“, fragt Ernst Wieser, GLB-Sekretär in der Gewerkschaft
Vida.

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INTERNATIONALE SOLIDARITÄT
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[Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm -- Genua
   von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe
         <gipfelsoli-l at lists.nadir.org>
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Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität
    und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung
------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org --

* Auswertung und Texte zu Militanz unter www.gipfelsoli.org/Texte
* Ausführliches zu Repression unter www.gipfelsoli.org/Repression

- Keine konkreten Hinweise auf Anschläge während des G8-Gipfels
- Arbeit der Sicherheitsbehörden während des G8-Gipfels in Heiligendamm
- Anton: "Es hilft nur Gewalt, wo Gewalt 
herrscht" oder: In Rostock waren Steine
notwendig
- Gini Müller: theatrum posse in Heiligendamm: 
Rebel Clown Army, Superheroes and
the Five-Finger Game
- Tornadoflüge: Polizei ordnete Einsätze zu G-8 eigenmächtig an
- G8: Bundeswehr übernimmt ziviles Krankenhaus
- ND: G8-Kritiker geben sich nicht geschlagen

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Keine konkreten Hinweise auf Anschläge während des G8-Gipfels

Berlin: (hib/SUK) Während des G8-Gipfels gab es keine konkreten Hinweise auf
eine tatsächliche terroristische Bedrohung. Das teilt die Regierung in ihrer
Antwort (16/6039) auf eine Kleine Anfrage der Linken (16/5797) mit. Es habe
allerdings im Bereich der politisch links motivierten Kriminalität ausgehend
von den im Vorfeld des G8-Gipfels verübten Straftaten sowie Erkenntnissen durch
die Auswertung von eingegangenen Selbstbezichtigungsschreiben,
Internetveröffentlichungen und Szenepublikationen "jederzeit" mit militanten
oder terroristischen Aktionen gerechnet werden müssen.
Das Bundeskriminalamt (BKA) sei während des G8-Gipfels in Heiligendamm mit mehr
als 1.250 Polizeibeamten im Einsatz, die insgesamt über 167.000 Einsatzstunden
geleistet hätten. Außerdem sei eine Besondere Aufbauorganisation (BAO) mit
insgesamt 167 Kräften eingerichtet worden. Die Bundespolizei sei mit insgesamt
2.420 Beamten im bahn- und grenzpolizeilichen Aufgabenbereich im Einsatz
gewesen. 330 Polizeivollzugsbeamte seien während der Einsatzvorphase der
Polizei des Landes Mecklenburg-Vorpommern unterstellt worden, in der
Einsatzhauptphase seien es 1.594 Beamte gewesen.
Das Innenministerium Mecklenburg-Vorpommerns habe bereits im Juni 2006 erstmals
Verbindungskräfte angefordert; das BKA habe ein erstes Unterstützungsersuchen
im Dezember 2006 gestellt. Das BKA habe während des Gipfels folgende Aufgaben
wahrgenommen: Personenschutz sowie Schutz der Aufenthaltsräume für Mitglieder
der Verfassungsorgane des Bundes sowie Gäste aus anderen Staaten;
Informationsaustausch als "Zentralstelle Großveranstaltung" und "Nationale
Kontaktstelle für öffentliche Ordnung und Sicherheit" sowie die Einrichtung
einer BAO zur Sicherstellung der Strafverfolgung. Der Einsatz der Bundespolizei
so schwerpunktmäßig darauf ausgerichtet gewesen, die Einreise "insbesondere
erkennbar gewaltbereiter Personen sowie potenzieller politisch motivierter
Straftäter" sowie Ausschreitungen und Gewalttätigkeiten während der An- und
Abreise zu verhindern.

[http://www.bundestag.de/aktuell/hib/2007/2007_199/02.html]


-------------------------------------------------------------------------------
Arbeit der Sicherheitsbehörden während des G8-Gipfels in Heiligendamm - das
Bundeskriminalamt und die Bundespolizei und ihre Zusammenarbeit mit der
Besonderen Aufbauorganisation Kavala des Landeskriminalamts
Mecklenburg-Vorpommern

Antwort der Bundesregierung auf die Kleine 
Anfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke,
Petra Pau, Sevim Dagdelen, Heike Hänsel und der Fraktion DIE LINKE.

Deutscher Bundestag Drucksache 16/6039
16. Wahlperiode 10. 07. 2007

- Drucksache 16/5797 -

Vo r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r

Bereits weit im Vorfeld des G8-Gipfels in Heiligendamm nahm die Besondere
Aufbauorganisation (BAO) "Kavala" als Einrichtung des Landeskriminalamtes
Mecklenburg-Vorpommern ihre Arbeit auf. In den Arbeitsstäben und
Einsatzabschnitten waren auch Beamte der Sicherheitsbehörden des Bundes
vertreten. Erkennbarer Schwerpunkt von Bundeskriminalamt (BKA) und
Bundespolizei war die Sicherung des Gipfelortes selbst. Aber auch mit den
Razzien im Vorfeld des G8-Gipfels haben sich Bundesbehörden Informationen über
die Strukturen beschafft, eine entsprechende Zentraldatei beim BKA wurde
mutmaßlich mit den so gewonnenen Erkenntnissen gespeist. Die Rolle der
Bundesbehörden blieb darüber hinaus aber unklar.

Vo r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g

Am 9. Mai 2007 vollzog das Bundeskriminalamt (BKA) im Auftrag des
Generalbundesanwaltes mit Unterstützung der Länderdienststellen in zwei
Ermittlungsverfahren wegen Verdachts der Gründung terroristischer Vereinigungen
gemäß § 129a StGB Beschlüsse des Bundesgerichtshofes unter der Sachleitung der
Bundesanwaltschaft.

Bei den zuvor angesprochenen Maßnahmen handelte es sich um keine Razzien im
Sinne des Polizeirechts, sondern um Exekutivmaßnahmen in konkreten
Strafverfahren aufgrund erfolgter Brandanschläge in mehreren Bundesländern.

Unbeschadet einer ersten positiven Zwischenbilanz, dass die Gewährleistung der
Sicherheit der Staatsgäste sowie der störungsfreie Verlauf des Gipfeltreffens
zu jedem Zeitpunkt gewährleistet und gleichzeitig der Schutz friedlicher
demonstrativer Aktionen sichergestellt war, ist eine detaillierte
Einsatznachbereitung vorgesehen, die gegenwärtig bereits bei allen beteiligten
Sicherheitsbehörden stattfindet. Die nachfolgenden Ausführungen beruhen auf dem
gegenwärtigen Kenntnisstand.

1. Zwischen welchen Behörden wurde, nach dem Beschluss, dass der G8- Gipfel in
2007 in Deutschland stattfinden wird, auf welchen Sitzungen die
Sicherheitskonzepte, wie und durch welche Stellen entwickelt?

Im Rahmen einer Projektgruppe des Unterausschusses Führung, Einsatz und
Kriminalitätsbekämpfung(UAFEK) des Arbeitskreises II (AK II) der IMK wurde eine
Rahmenkonzeption unter Beteiligung der AG Kripo zur Durchführung abgestimmter
polizeilicher Maßnahmen der Länder und des Bundes aus Anlass des deutschen
G8-Vorsitzes im Jahr 2007 sowie der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im ersten
Halbjahr 2007 erarbeitet und durch den UA FEK sowie den AK II und die IMK zur
Kenntnis genommen. Das BKA sowie die Bundespolizei entwickelten im Rahmen ihrer
originären Zuständigkeiten eigene Sicherheitskonzepte. Diese Konzepte wurden
zwischen den Stäben bzw. Besonderen Aufbauorganisationen (BAO) aller
beteiligten Sicherheitsbehörden in zahlreichen Sitzungen auf verschiedenen
Arbeits- und Führungsebenen erörtert und insbesondere an den Schnittstellen der
jeweils geplanten Maßnahmen angepasst.

Zudem wurden die Sicherheitskonzepte auch mit den Veranstaltungskonzepten des
Auswärtigen Amtes sowie des Bundespresseamtes abgestimmt.

2. Ab welchem Zeitpunkt übernahm das Land Mecklenburg-Vorpommern die
Verantwortung für die Sicherheit, und wie wurde ab diesem Zeitpunkt die
Kooperation mit den Sicherheitsbehörden des Bundes wahrgenommen?

Mit Bekanntgabe des Veranstaltungsortes ergab sich die Zuständigkeit für die
Sicherheitsmaßnahmen für die örtlich zuständige Landesbehörde. Zur Frage der
Kooperation wird auf die Beantwortung der Frage 1 verwiesen.

3. Wie viele Beamte des BKA waren seit wann vor und während des G8- Gipfels in
Heiligendamm mit welcher Stundenzahl eingesetzt?

Das BKA war vom 30. Mai 2007 bis zur Beendigung des Gipfels am 8. Juni 2007 mit
über 1 250 Polizeivollzugsbeamten (inkl. dem BKA unterstellten
Bundespolizeibeamten) vor Ort in Heiligendamm im Einsatz. Insgesamt wurden
durch diese Kräfte über 167 000 Einsatzstunden geleistet.

Bereits seit Anfang2007 hatte das BKA die 
Sachbearbeitung des G8-Gipfels 2007 in
Bezug auf den nationalen und internationalen 
polizeilichen Informationsaustausch
gewährleistet, die mit lageangepasst aufwachsendem Personalkörper bis zum 9.
Juni 2007 ca. 9 000 Mannstunden leistete. In der Zeit vom 4. bis 9. Juni 2007
hat das BKA eine BAO zur Sicherstellung der Strafverfolgung in Fällen von
Straftaten, die im Zusammenhang mit dem G8-Gipfel in die Zuständigkeit des BKA
gefallen wären, mit insgesamt 167 Kräften eingerichtet. Diese Kräfte befanden
sich während des o. a. Einsatzzeitraumes in Rufbereitschaft. Im Übrigen wird zu
den Aufgaben des BKA auf die Beantwortung der Frage 6 verwiesen.

4. Wie viele Beamte der Bundespolizei waren seit wann vor und während des
G8-Gipfels in Heiligendamm mit welchen Stundenzahlen eingesetzt?

In dem für Mecklenburg-Vorpommern zuständigen Einsatzabschnitt Rostock der
Bundespolizei waren im originären bahn- und grenzpolizeilichen Aufgabenbereich
2 420 Polizeivollzugsbeamte der Bundespolizei eingesetzt. Diese leisteten in
der Einsatzhauptphase 348 480 Einsatzstunden. Dem BKA wurden durch die
Bundespolizei während der Einsatzvorphase (14. bis 28. Mai 2007) 84
Polizeivollzugsbeamte unterstellt (mit rund 9 500 Einsatzstunden).

Der Polizei des Landes Mecklenburg-Vorpommern wurden durch die Bundespolizei
während der Einsatzvorphase (16. April bis 28. Mai 2007) 330
Polizeivollzugsbeamte unterstellt. Diese leisteten in diesem Zeitraum 96 936
Einsatzstunden. Während der Einsatzhauptphase (29. Mai bis 9. Juni 2007) waren
dem Bundeskriminalamt zunächst 641 Bundespolizeivollzugsbeamte mit insgesamt 84
612 Mannstunden und der Polizei des Landes 
Mecklenburg-Vorpommern zunächst 1 594
Bundespolizeivollzugsbeamte mit 210 336 Einsatzstunden unterstellt.

Aufgrund der Lageentwicklung in der Einsatzhauptphase wurde das
Bundeskriminalamt zusätzlich mit bis zu 349 Polizeivollzugsbeamten der
Bundespolizei, die insgesamt 7 212 Mannstunden leisteten, unterstützt und die
Polizei des Landes Mecklenburg-Vorpommern in 17 Fällen mit insgesamt 2 775
weiteren Polizeivollzugsbeamten der Bundespolizei, die insgesamt 33 300
Mannstunden leisteten.

5. Wann wurden die Beamten des BKA und der Bundespolizei in welcher Stärke von
welcher Behörde zu welchen Einsatzzwecken zum Einsatz um den G8-Gipfel in
Heiligendamm angefordert?

Verbindungskräfte des BKA wurden vom Innenministerium Mecklenburg- Vorpommern
mit Schreiben vom 13. November 2006 sowie vom Landeskriminalamt
Mecklenburg-Vorpommern mit Schreiben vom 29. Juni 2006 und 4. April 2007
angefordert. Den Anfragen wurde mit der temporären Entsendung von insgesamt elf
Polizeivollzugsbeamten mit Informations- und Koordinierungsaufgaben sowie zur
Unterstützung bei der Durchführung verdeckter polizeilicher Maßnahmen
entsprochen.

Das BKA stellte das erste Unterstützungsersuchen an die Bundespolizei am 12.
Dezember 2006. Die Anforderung wurde im ersten Halbjahr 2007 mit fortlaufender
Planung ständig aktualisiert. Die angeforderten Kräfte führten unter der
Leitung des BKA insbesondere Durchsuchungs- und Innenschutzmaßnahmen im Bereich
des G8-Veranstaltungsortes in Heiligendamm sowie in enger Abstimmung mit dem
Bundespresseamt die Begleitung von akkreditierten Medienvertretern vom
internationalen Medienzentrum in Kühlungsborn nach Heiligendamm sowie zu
weiteren Veranstaltungsorten durch.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat am 15. Dezember 2006, 27. März und 3. Mai
2007 die Länder und den Bund um Unterstützung ersucht. Daraufhin hat die
Bundespolizei 1 594 Polizeivollzugsbeamte für Raumschutz- und
Objektschutzmaßnahmen zur Verfügung gestellt. Während der Einsatzhauptphase vom
29. Mai bis 9. Juni 2007 forderte das Land Mecklenburg-Vorpommern in 17 Fällen
zusätzlich insgesamt 2 775 Polizeivollzugsbeamte der Bundespolizei aufgrund
sich ergebender Sofortlagen an.

6. Welche genauen Aufgaben sollten das BKA und 
die Bundespolizei bei dem Einsatz
zum G8-Gipfel in und um Heiligendamm übernehmen (bitte getrennt auflisten)?

Das BKA nahm im originären Zuständigkeitsbereich u. a. auf Grundlage der
"Rahmenkonzeption zur Durchführung abgestimmter polizeilicher Maßnahmen der
Länder und des Bundes aus Anlass des deutschen G8-Vorsitzes im Jahr 2007 sowie
der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2007" die nachfolgend
aufgeführten Aufgaben wahr:

* Personenschutz sowie der Schutz der Aufenthaltsräume für Mitglieder der
Verfassungsorgane des Bundes sowie deren Gäste aus anderen Staaten gemäß § 5
des Bundeskriminalamtsgesetzes (BKAG);

* der Informationsaustausch als "Zentralstelle 
Großveranstaltung" (national) und
"Nationale Kontaktstelle für öffentliche Ordnung 
und Sicherheit" (international)
gemäß §§ 2, 3 BKAG in Verbindung mit den für den G8-Gipfel und vergleichbare
Veranstaltungen beschlossenen Konzeptionen;

* die Einrichtung einer BAO zur Sicherstellung 
der Strafverfolgung in Fällen von
Straftaten, die sich gegen das Leben (§§ 211, 212 des Strafgesetzbuches) oder
die Freiheit (§§ 234, 234a, 239, 239b des Strafgesetzbuches) der Gäste der
Verfassungsorgane des Bundes aus anderen Staaten richten.

Die Bundespolizei nahm ihre Aufgaben im originären Zuständigkeitsbereich u. a.
auf Grundlage der "Rahmenkonzeption zur Durchführung abgestimmter polizeilicher
Maßnahmen der Länder und des Bundes aus Anlass des deutschen G8-Vorsitzes im
Jahr 2007 sowie der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2007"
wahr. Danach wurden die grenz- und bahnpolizeilichen Aufgaben gemäß §§ 2, 3 des
Bundespolizeigesetzes (BPolG) in erster Linie schwerpunktmäßig darauf
ausgerichtet,

* die Einreise insbesondere erkennbar 
gewaltbereiter Personen sowie potenzieller
politisch motivierter Straftäter in die Bundesrepublik Deutschland sowie

* Ausschreitungen und Gewalttätigkeiten während der An- und Rückreise in Zügen
sowie unerlaubte Einwirkungen auf Benutzer, Anlagen und Verkehrsmittel der
Eisenbahnen des Bundes zu verhindern.

7. Wie waren die Beamten des BKA und der Bundespolizei in die
Organisationsstruktur und die Arbeit der BAO Kavala des LKA
Mecklenburg-Vorpommern eingebunden?

Der Führungsstab der Abteilung Sicherungsgruppe (SG) des BKA entsandte für die
Einsatzphase vom 30. Mai bis 9. Juni 2007 zwei Verbindungsbeamte (wechselseitig
im 12-Stunden-Schichtdienst) in den Führungsstab 
der BAO Kavala. Die der Polizei
des Landes Mecklenburg-Vorpommern unterstellten Kräfte der Bundespolizei waren
unter der Führung der Polizei des Landes eingesetzt. Darüber hinaus entsandte
die Bundespolizei drei Verbindungsbeamte in den Führungsstab der BAO Kavala.

Im Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 5 verwiesen.

8. Mit wie vielen Beamten waren das BKA und die Bundespolizei in den
Stabsbereichen, Sachbereichen und dem Führungszentrum vertreten, und welche
Aufgaben haben sie dort jeweils ausgeführt (bitte genau nach Stabsbereichen,
Sachbereichen, Führungszentrum usw. aufschlüsseln)?

Auf die Antwort zu Frage 7 wird verwiesen. Die Verbindungsbeamten des BKA sowie
der Bundespolizei nahmen beim Führungsstab der BAO Kavala auf die
Zusammenarbeit mit ihren Stammdienststellen bezogene Informations- und
Koordinierungsaufgaben wahr.

9. Mit wie vielen Beamten war das BKA ab wann im 
Einsatzabschnitt 1 "Aufklärung"
(EA 1) der BAO Kavala vertreten, und welche Aufgaben haben diese Beamten hier
ausgeführt?

In dem genannten Bereich waren keine Beamte des BKA eingesetzt.

10. Standen die in der BKA-Zentraldatei "G8" 
enthaltenen Datensätze zu Personen,
Gruppen und Objekten auch allen anderen an der BAO Kavala beteiligten Behörden
zur Verfügung, und in welchen Einsatzabschnitten wurden die daraus gewonnenen
Erkenntnisse zu welchem Zweck genutzt?

Die Datei "G 8" ist eine Datei des BKA als Zentralstelle für die Verarbeitung
sowohl eigener BKA- als auch Ländererkenntnisse. Zum Abruf der Daten ist nur
das im BKA für diesen Phänomenbereich zuständige Fachreferat berechtigt.

11. Sind aus der Tätigkeit des BKA im Rahmen der BAO Kavala während der
G8-Gipfelproteste gewonnene Erkenntnisse in die Zentraldatei "G8" eingeflossen,
und wie viele Datensätze enthält sie derzeit (bitte getrennt nach Personen,
Gruppen und Objekten)?

In die Datei "G 8" sind Erkenntnisse aus Berichten, Meldungen und sonstigen
Informationen im Themenzusammenhang"G 8" eingeflossen, die das BKA als
Zentralstelle erreicht haben. In der Datei sind insgesamt 235 Personen-, 39
Gruppen- sowie 62 Objektdatensätze erfasst.

12. Wie waren die Beamten des BKA in die Ausarbeitung der Polizeitaktik für die
Lage in Rostock und um Heiligendamm eingebunden, und welches Gewicht hat ihre
Beratungstätigkeit bei der Ausarbeitung der Polizeitaktik?

Die landespolizeilichen Einsatzkonzepte wurden von der Landespolizei erstellt.
Ergänzend wird auf die Beantwortung der Frage Nr. 1 verwiesen. Im Übrigen wird
darauf hingewiesen, dass das BKA keine Aufgaben zur Bewältigung polizeilicher
Lagen im Zusammenhang mit gewalttätigen Ausschreitungen bei Versammlungen oder
der Auflösung verbotener Versammlungen besitzt und demzufolge auch keine darauf
gerichtete Beratung erbringt.

13. Welche bundesdeutschen Sicherheitsbehörden haben wie und mit wie vielen
Beamten die Aufklärung über die Gefahren des internationalen Terrorismus im
Zusammenhang mit dem Schutz des G8-Gipfels in Zusammenarbeit mit den
befreundeten internationalen Sicherheitsbehörden betrieben, und ist dies auch
über den EA 1 des BAO Kavala gelaufen?

Die Zusammenarbeit des BKA mit ausländischen Polizeistellen ist nach den
Vorgaben des Leitfadens für die Sicherheit zur Verwendung durch die
Polizeibehörden und -dienste von internationalen Veranstaltungen (EU
Ratsdokument 12637/3/02 REV 3, ENFO-POL 123 vom 12. November 2002) erfolgt, die
eine phasenweise Verdichtung der Informationen entsprechend dem Näherrücken der
Veranstaltung vorsehen.

Das BKA hat in der Zeit vom 1. bis 9. Juni 2007 ein "Internationales
Verbindungsbeamtenzentrum" zum Zweck eines beschleunigten
Informationsaustausches eingerichtet. Darin waren 17 Verbindungsbeamte aus
zwölf Staaten (USA, Frankreich, Großbritannien, Japan, Kanada, Italien,
Niederlande, Belgien, Österreich, Schweiz, Schweden und Dänemark) sowie eine
Verbindungsbeamtin von EUROPOL und ein Verbindungsbeamter von Interpol
vertreten. Neben dem BKA hatte auch die Bundespolizei internationale
Verbindungsbeamte in ihren Führungsstäben eingesetzt.

Alle darüber hinaus anfallenden bzw. zu 
verarbeitenden Informationen hat das BKA
im Rahmen der Regelorganisation der jeweils zuständigen Organisationseinheiten
bearbeitet.

Zu Maßnahmen, die in der Zuständigkeit des Landes 
Mecklenburg-Vorpommern liegen,
nimmt die Bundesregierung grundsätzlich keine Stellung.

Zu nachrichtendienstlichen Arbeitsweisen und Kontakten der Sicherheitsbehörden
des Bundes nimmt die Bundesregierung nur gegenüber dem zuständigen
parlamentarischen Kontrollgremium Stellung.

14. Wann hat sich zum ersten Mal das "Gemeinsame Terrorismusabwehrzentrum" in
Berlin-Treptow in seinen Lagesitzungen und Arbeitsgruppen mit der
Sicherheitslage in Rostock und Heiligendamm befasst, und wie oft und unter
welchen Aspekten spielten dabei die geplanten Proteste eine Rolle?

In der Arbeitsgruppe "Tägliche Lagebesprechung" im GTAZ wurde der G8- Gipfel am
4. Mai 2006 mit allen beteiligten Behörden thematisiert. Die geplanten Proteste
zum G8-Gipfel spielten dabei keine Rolle, da diese nicht dem im GTAZ
bearbeiteten Phänomenbereich (islamistischer Terrorismus/Extremismus)
zuzuordnen sind.

15. Mit welchen internationalen 
Sicherheitsbehörden haben welche bundesdeutschen
Sicherheitsbehörden in welchem Rahmen 
Informationen zum Schutz des G8-Gipfels in
Heiligendamm hinsichtlich des internationalen Terrorismus ausgetauscht?

Auf die Antwort zu Frage 13 wird verwiesen.

16. Welche konkreten Hinweise auf eine tatsächliche terroristische
Bedrohunglagen den bundesdeutschen Sicherheitsbehörden im Vorfeld und während
des Verlaufs des G8-Gipfels vor?

Aus den Phänomenbereichen der politisch motivierten Kriminalität (PMK) - rechts
-, PMK Ausländer sowie dem Bereich des islamistischen Terrorismus ergaben sich
keine konkreten Hinweise auf eine tatsächliche terroristische Bedrohung.

Die im Verlauf des G8-Gipfels eingegangenen Hinweise (durch Anrufer,
Drohschreiben) auf geplante terroristische Aktionen erwiesen sich nach
polizeilicher Abklärung durchweg als nicht substantiiert. Im Phänomenbereich
PMK - links - musste ausgehend von den im Vorfeld des G8-Gipfels verübten
Straftaten sowie Erkenntnissen durch die Auswertung von eingegangenen
Selbstbezichtigungsschreiben, Internetveröffentlichungen und Szenepublikationen
damit gerechnet werden, dass weitere militante bzw. terroristische Aktionen
jederzeit hätten durchgeführt werden können.

Konkrete Hinweise auf eine derartige Gefahr lagen den Sicherheitsbehörden nicht
vor.

17. Mit welchen internationalen Sicherheitsbehörden haben welche bundesdeutsche
Sicherheitsbehörden Informationen über zu erwartende Protestaktionen von
Demonstrantinnen und Demonstranten ausgetauscht?

Ein unmittelbarer Informationsaustausch zwischen der Bundespolizei und
internationalen Sicherheitsbehörden im Zusammenhang mit zu erwartenden
Protestaktionen von Demonstrantinnen und Demonstranten zum G8-Gipfel 2007
erfolgte nicht.

Hinsichtlich des BKA wird auf die Antwort zu Frage 13 verwiesen.

18. Welche Behörden waren ständig im Einsatzabschnitt 3 (Einsatzbegleitende
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) jeweils mit wie vielen Beamten vertreten,
und welche Behörden waren zeitweise mit wie vielen Beamten hier vertreten?

Die Bundesregierung nimmt zu Maßnahmen, die in der Zuständigkeit des Landes
Mecklenburg-Vorpommern liegen, grundsätzlich keine Stellung.

19. Welche Aufgaben hat das BKA mit wie vielen Beamten im Rahmen des
Akkreditierungsverfahrens von Journalistinnen und Journalisten wahrgenommen,
und auf welcher gesetzlichen Grundlage geschah dies (vgl. Kavala-Report,
2/2007, S. 11)?

Im Rahmen des Akkreditierungsverfahrens des Bundespresseamtes (BPA) hat das BKA
die Sicherheitsüberprüfung von allen Antragstellern vorgenommen. Die Aufgabe
des BKA bestand darin, die datenmäßige Überprüfung der Antragstellerinnen und
Antragsteller in Zusammenarbeit mit den am Verfahren beteiligten Landes- und
Bundesbehörden zu koordinieren. Hierzu wurden die übermittelten oder zu
erhebenden Personendaten auf der Basis geltender datenschutzrechtlicher
Bestimmungen mit den Dateien der Sicherheitsbehörden abgeglichen.

Als Rechtsgrundlage für diese Maßnahme diente der § 22 BKAG i. V. m. §§ 5, 21
Abs. 1 S.2 BKAG.

Die Bewertung der vorliegenden Erkenntnisse erfolgte grundsätzlich in eigener
Zuständigkeit der beteiligten Sicherheitsbehörden.

Für die verfahrenstaugliche Aufbereitung und Bearbeitung der Daten waren im
Führungsstab der Abteilung SG des BKA vier Polizeivollzugsbeamte eingesetzt.

Zwei Polizeivollzugsbeamte der Allgemeinen Aufbauorganisation des BKA waren für
die fachlich/konzeptionelle Betreuung des Verfahrens zuständig.

20. Auf welche Dateien hat sich das BKA bei der Überprüfung der Journalistinnen
und Journalisten im Akkreditierungsverfahren gestützt, und wie viele deutsche
und ausländische Journalistinnen und Journalisten wurden abgelehnt (bitte
getrennt auflisten)?

In neun Fällen wurde den Antragstellerinnen und Antragstellern die
Akkreditierung versagt. Angaben zu Einzelfällen können aus Datenschutzgründen
nicht gemacht werden.

Das BKA hat sich bei den Überprüfungen auf die Falldateien gestützt.

21. Wie viele Einsatzabschnitte gab es in der BAO Kavala und welche Aufgaben
haben wie viele Beamte des BKA und anderer bundesdeutscher Sicherheitsbehörden
hier wahrgenommen?

Die Bundesregierung nimmt zu Maßnahmen, die in der Zuständigkeit des Landes
Mecklenburg-Vorpommern liegen, grundsätzlich keine Stellung. Im Übrigen wird
auf die Antwort zu Frage Nr. 7 verwiesen.

22. Wie viele ausländische Sicherheitskräfte aus welchen Ländern haben sich vor
und während des G8-Gipfels in Heiligendamm und Umgebung in welcher Funktion
aufgehalten, und durch wie viele Beamte welcher bundesdeutschen
Sicherheitsbehörden wurden sie betreut (bitte die Anzahl der ausländischen
Sicherheitsbehörden nach Anzahl, Nationalität, Funktion aufschlüsseln)?

Die neunzehn ausländischen Delegationsführer, die am G8-Gipfel teilgenommen
haben, wurden durch eigene, bewaffnete Sicherheitskräfte begleitet. Insgesamt
hat das BKA beim Bundesverwaltungsamt 265Waffentrageerlaubnisse für
ausländische Sicherheitskräfte beantragt. Diese Kräfte sind für die Sicherheit
ihrer Delegationen verantwortlich. Sie werden in der taktisch-konzeptionellen
Ausrichtung des Einsatzes berücksichtigt, haben jedoch in der Bundesrepublik
Deutschland keine hoheitlichen, polizeilichen Befugnisse. Den
Sicherheitskräften jeder Delegation wurde ein Verbindungsbeamter des BKA als
Ansprechpartner benannt.

Darüber hinaus wird auf die Ausführungen zu Frage 13 verwiesen.

23. Wie viele Kosten sind dem Bund durch den Einsatz des BKA, der Bundespolizei
und dem Bundesamt für Verfassungsschutz zum Schutz des G8- Gipfels in
Heiligendamm insgesamt entstanden (bitte nach Jahren und Behörden auflisten)?

Gemäß Artikel 104a Abs. 1 GG tragen Bund und Länder gesondert die Ausgaben, die
sich aus der Wahrnehmung ihrer Aufgaben ergeben. Die Kosten der
Sicherheitsbehörden des Bundes für Einsätze im originären Aufgabenbereich
werden aus den vorhandenen Haushaltsansätzen getragen und in der Regel nicht
einsatzbezogen gesondert erfasst.

Da die Bundespolizei auch zur Unterstützung des Landes gem. § 11 BPolG
eingesetzt war und gemäß § 11 Abs. 4 Satz 3 BPolG die Länder grundsätzlich die
durch eine Unterstützung entstehenden Mehrkosten tragen müssen, werden diese
Mehrkosten von der Bundespolizei derzeit routinemäßigerfasst. Die Erfassung ist
noch nicht abgeschlossen. Unabhängig davon hatte 
der Bund bereits im Vorfeld des
G8-Gipfels erklärt, dass er für dieses Ereignis auf eine Erstattung der
Mehrkosten der Bundespolizei durch das Land Mecklenburg-Vorpommern verzichtet.

[http://dip.bundestag.de/btd/16/060/1606039.pdf]


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Anton: "Es hilft nur Gewalt, wo Gewalt herrscht" oder: In Rostock waren Steine
notwendig

Ich bin von ganzem Herzen ein Autonomer. Ich möchte die herrschenden
Verhältnisse überwinden. Ich bin der Auffassung, dass dafür ein
Organisierungsprozess und ein kontinuierlicher Kampf, der auch Militanz und
Bewaffnung einschließt, unumgänglich werden wird. Insofern verfolge ich
beispielsweise das Projekt Interventionistische Linke oder auch die militante
Kampagne zum G8 und ihre jeweiligen Entwicklungen mit großen Sympathien.
Ich war zusammen mit anderen Genoss/innen aus der autonomen Bewegung Teil der
G8-Protest-Vorbereitung. Wir waren an der Planung und Durchführung von
verschiedenen Aktionstagen und der Infrastruktur beteiligt. Wir haben auf
unterschiedliche Weise, an unterschiedlichen Orten mitgeredet und uns
eingemischt.

In unseren Räumen, auf unseren Veranstaltungen, 
mit unseren vielfältigen Mitteln
mobilisierten wir inner- und außerhalb unseres Umfelds viele Menschen zur Demo
und den Blockaden. Wir waren nicht unmittelbar an der Vorbereitung der
2.-Juni-Demo beteiligt, wir fühlten uns jedoch eingeladen und luden ein, am
black bloc in Rostock und an den Blockaden um Heiligendamm teilzunehmen. Unsere
Gruppen und viele unserer Freund/innen kamen nach Rostock, Wichmannsdorf und
Reddelich und schlugen dort ihre Zelte auf. Im Nachhinein mussten wir
feststellen, dass wir sowohl am Samstag, dem 2. Juni als auch am Mittwoch, dem
6. Juni zwar willkommen waren, auch und vor allem in den ersten Reihen, aber
nicht das gesamte Repertoire unserer politischer Praxis. Ohne dieses gibt es
uns aber nicht.
Wir haben uns die gesamte Zeit über, bis zum heutigen Tag, ausgetauscht, haben
diskutiert und auch gestritten. Diese Auseinandersetzungen lieferten Anregungen
für das vorliegende Papier.

"militante gruppe - das Salz in der Suppe"*

Wir leben nicht mehr in den 1980er Jahren, in denen es eine große militante
Bewegung gab, die wenig Wert auf Bündnispolitik legen konnte. Wir sehen die
Notwendigkeit, aber auch die Schwierigkeiten von Bündnissen. Auch wenn wir uns
nicht mit den Herren aus den Chefetagen von attac, x-tausendmal-quer oder
verschiedenen NGOs an einen Tisch setzen würden, auch wenn es uns schmerzt
mitansehen zu müssen, wie Genoss/innen mit Jochen Stay und Peter Wahl das
Gespräch suchen, können wir nachvollziehen, wenn Genoss/innen derartige
Bündnisse eingehen. Dies hatte auch sein Gutes: Es trug dazu bei, dass sich die
unterschiedlichen Menschen und Spektren kennen und schätzen lernten und dass
auch dadurch das Gesamtbündnis nicht auseinanderfiel und nicht die große
Distanzierung einsetzte, trotz abgefackelter Autos schon im Vorfeld und der

Steinwürfe in Rostock.

Mit großer Kritik hatten wir jedoch wahrgenommen wie Freund/innen und
Genoss/innen ein Konzept wie Block G8 propagierten, das alles, was über zivilen
Ungehorsam hinausgeht, ausdrücklich ablehnte. Die Erarbeitung und Durchführung
eines solchen friedfertigen Konzepts wäre authentischer gewesen, wenn es Kreise
umgesetzt hätten, die eine solche Politik tatsächlich auch betreiben. Solche
Kreise - wie beispielsweise x-tausendmal quer - waren dazu allein
offensichtlich nicht in der Lage. Wir bedauern, dass unsere Genoss/innen
dennoch das Block-G8-Konzept zu ihrem Ding erklärten, dort ihre Kräfte
hineingesteckt haben und nicht ein nach links hin offenes Konzept gefahren
haben. Wir teilen die Einschätzung, dass sich die Massen auch an einem anderen,
offeneren Konzept beteiligt hätten, wenn dieses statt dessen beworben worden
wäre. So können wir nun als hinterher Klügere feststellen: Es wäre mehr drin
gewesen, wie beispielsweise eine Überwindung des Zauns um Heiligendamm. Viele
hatten jedoch noch nicht einmal damit gerechnet, bis zum Zaun vordringen zu
können. Dass dies gelang, war tatsächlich ein gewisser Erfolg. Andere aber
wollten mit einem Sternmarsch bis zum Kempinski-Hotel in Heiligendamm. Deren
Erwartungen wurden nicht erfüllt. Wenn unsere Genoss/innen von Block G8 und der
IL nun von "vollem Erfolg" sowie von "Sieg" sprechen und sich abfeiern, stellt
dies unter anderem eine traurige Begrenztheit dessen dar, was sie für sinnvoll
und erreichbar hielten. Und sie verhalten sich damit ambivalent zu der schönen
Tatsache, dass sie von den Massen überrannt wurden, dass die
Blockade-Teilnehmer/innen die Angelegenheit selbst in die Hand genommen haben
und vor Ort geblieben sind, während die Organisator/innen abziehen wollten. Mit
ihrem Erfolgssprech werden sie außerdem blind für 
eigene Fehler und verschweigen
damit auch die eigenen Niederlagen und alles, was nicht wie gewünscht gelungen
ist, wie beispielsweise die Akzeptanz der verschiedenen Aktionsformen.
Selbstkritik wäre auch bei ihnen angebracht.

"Mehr Bewegung am 2. Juni"

An der Demonstration am 2. Juni in Rostock nahmen in den Blöcken der IL, des
revolutionären Bündnisses und des Ums-Ganze-Zusammenhangs etwa 20.000
Linksradikale teil und waren damit die größte Fraktion. Rückblickend wollen wir
nicht von Erfolg oder gar von Sieg sprechen. In einem Punkt freuen wir uns aber
sehr: Über die Militanz des 2. Juni. Sie war eine kollektive, militante
Intervention. Sie stellte wie keine andere Aktion dieser Tage die
Unversöhnlichkeit mit den herrschenden Verhältnissen und der Politik der
G8-Staaten heraus. Sie brachte zum Ausdruck, dass Menschen bereit sind, sich
Räume jenseits des vorgegebenen Rahmens zu erobern und anzueignen. Sie war
beeindruckend auch für viele, die sie nicht gut fanden. Sie war ein Event und
ein Anlass für zahllose Diskussionen. Auch deswegen sind wir froh, dass es sie
gab. Ohne Militanz - auch wenn es im Überblick betrachtet verhältnismäßig wenig
davon gab - hätte den diesjährigen Anti-G8-Protesten etwas gefehlt.
Im Nachhinein war es richtig, bereits am Samstag und während der Demonstration
militant einzugreifen, und nicht Tage später in der Nähe irgendwelcher kleiner
Kundgebungen. (Obwohl ein anderer Ort als der Hafen für unsere Intervention
sinnvoller gewesen wäre, siehe unten.) Am Samstag gab es noch die Einschätzung,
dass wir nach Rückfahrt der Demo-Busse ab Montag relativ allein sein werden und
möglicherweise von den Bullen eingemacht werden. Mit dem "Battle of Rostock"
wurde bereits am Samstag, und damit von Beginn an klar gemacht - und es blieb
die ganze restliche Woche präsent: Die Unversöhnlichen sind auch da. Also
diejenigen, die nicht nur im legalen Rahmen, den uns der Staat gewährt,
mitmachen, die nicht allein die G8 delegitimieren wollen, sondern sie angreifen
und bekämpfen.

Wir beziehen uns positiv auf den gesamten Samstag ohne unsere Selbstkritik zu
verschweigen, die an anderen Stellen bereits ausgeführt wurde: Als der
Demonstrationszug am Hafen ankam, die Polizeiübergriffe auf die Demonstration
begannen, waren viele der schwarzen Reihen bereits zum Platz vor der Bühne
vorgedrungen oder sonstwohin verschwunden. Wir und der black bloc, haben es
nicht hinbekommen, dass die Menschen stehen bleiben, Ketten bilden, den Platz
verteidigen, damit die Polizei nicht reingehen kann. Im weiteren Verlauf kam es
außerdem zu Steinwürfen von weit hinten, die eigene Leute trafen.
Der Ort der Auseinandersetzung war nicht der beste. Die vielleicht geeignetste
Stelle für eine Zuspitzung wäre das bewusst an der Demo-Route gelegene
Radisson-Hotel gewesen. Das Hotel und die darin residierende US-Delegation
waren ein aussagekräftiges Ziel. In der Gegend gab es zahlreiche, für einen
Angriff nützliche Gebrauchsgegenstände. An diesem Ort, inmitten der Stadt, war
eine Auseinandersetzung von der Polizei nicht gewünscht. Hier hätte sich die
Polizei - anders als am Hafen - vermutlich nicht eskalierend verhalten. Ein
militanter Angriff hätte - und zwar genau an diesem Ort - organisiert werden
können und müssen. Dann hätte die Demonstration einen anderen Verlauf genommen
und manch einer wäre danach vielleicht nicht ganz so unglücklich gewesen. Nicht
nur das haben wir verschlafen. Doch dem Wunsch nach geplanter, abgesprochener,
möglichst zielgenauer und organisierter Militanz stehen zwei Schwierigkeiten
gegenüber. Einmal der Staat, der allzu offene Absprachen mit allerlei Gesetzen
und Repression zu verhindern versucht und für derartige Pläne zur klandestinen
Kommunikation zwingt, die leider auch oft das Ende der Kommunikation zwischen
Genoss/innen bedeutet. Zum anderen liegt es an unserer Unfähigkeit, militante
Interventionsformen laut zu denken, offensiv zu besprechen und dann eben auch
zu organisieren.
In diesem Zusammenhang wurden auch von der 
Demo-Organisation und -Leitung Fehler
begangen. Ihr Lautsprecherwagen wurde demonstrativ zum Teil der stationären
Polizeiabsperrung vor dem Hotel und sollte einen möglichen Sturm auf die
Residenz der US-Delegation verhindern. Er sollte allen klar machen: Wer hier
angreift, attackiert die Demoleitung. Diese Befriedungstaktik war ein
politischer Fehler. Auch wenn die Demoleitung dies anders sieht, wird sie sich
eingestehen müssen, dass das Abstellen des Lautsprecherwagens an diesem Ort
auch in ihrem Sinne ein Fehler war, weil sie damit ein Instrumentarium
zurückließ, das sie später hätte brauchen können.
Wenn Militanz aus den großen Veranstaltungen - Demo und Blockaden - bewusst
herausorganisiert wird, wenn noch nicht einmal wie auf vergangenen WWG/G7-Demos
in Deutschland ein Militanter auf der Großdemonstration sprechen darf
(wohlgemerkt weil sich die IL dagegen ausgesprochen hatte, nicht das breite
Demo-Bündnis), wenn die Militanten aber - wie jeder weiß - kommen werden, dann
war es nur konsequent, dass diese ihre Anwesenheit zum Ausdruck bringen und
Steine haben sprechen lassen.

"Steine, Gewalt"

Wir wissen, dass die Eskalation nicht am 2. Juni 
2007 begann. Man könnte, um der
Öffentlichkeit und den Medien die Militanz zu erklären, 40 Jahre zurückblicken
und auf die Ermordung Benno Ohnesorgs durch einen Berliner Zivilpolizisten
verweisen, oder auf die Hausdurchsuchungen und die repressive Stimmung im
Vorfeld des G8-Gipfels, auf Personalienfeststellungen, Platzverweise und
massive Kontrollen in Mecklenburg-Vorpommern in den Wochen und Tagen vor
Gipfelbeginn. Man könnte aber auch auf die kampfbereitstehenden
Polizeieinheiten verweisen. Polizisten haben schon Menschen aus der
Demonstration herausgegriffen, bevor ihr erster Wagen platt ging. Die Polizei
suchte die Auseinandersetzung.
Aber die Straßenschlachten in Rostock gingen von uns aus. Es krachen zu lassen
gehört spätestens seit Seattle dazu. Das wissen sogar Mitglieder der
Jugendorganisation ['solid], die sich ganz praktisch daran beteiligten. Die
Riots waren keine unmittelbare Antwort auf die Repressionen im Vorfeld. Sie
waren ein Ausdruck unseres Antagonismus.
Und somit haben wir zusammen mit dem black bloc Inhalte durch unsere Protest-
und Widerstandsformen vermittelt: Den Inhalt der Unversöhnlichkeit. Und hier
zeigen sich Parallelen und Unterschiede zu Block G8: Ihre Inhalte vermittelten
sie ebenfalls durch die Protestform: Stören und Blockieren, allerdings auf
versöhnliche Art und Weise.

"Das größte Schwein im ganzen Land ist und bleibt der Denunziant"

Vom späten Nachmittag des 2. Juni bis heute hören wir immer wieder
Distanzierungen à la die Autonomen gehören nicht zu uns. Und: Wir müssen in
Zukunft mit der Polizei zusammenarbeiten. So beispielsweise vom Geschäftsführer
der DFG-VK und Demoanmelder. Mit seinen letzten Worten auf der
Abschlusskundgebung am Freitag, dem 8. Juni, blieb er hinter den attac-Kadern
zurück, die zwischenzeitlich auch die Polizei kritisierten. Für ihn waren die
"ein paar wenige", die "unsere Demo" "kaputt gemacht" haben, ausdrücklich nicht
die Polizei. In einem ZDF-Interview antwortet er auf die konkrete Aufforderung
zur Denunziation, dass ihm keine Erkenntnisse über die vermeintlichen
"Gewalttäter" vorliegen. Mit keinem Wort weist er die Aufforderung zur
Denunziation zurück. Seine Antwort impliziert die Bereitschaft, dies bei
Vorliegen von Erkenntnissen zu tun.
Ein attac-Koordinierungskreis-Mitglied fordert in Zeitungsinterviews und auf
öffentlichen Veranstaltungen - und das ist offensichtlich sein einziger Inhalt
- eine Distanzierung von den Autonomen. Er möchte bei zukünftigen
Demonstrationen einen eigenen Ordnerdienst aufstellen. Ein anderer findet es
richtig, sich von Gewalttätern abzugrenzen und die eigenen Reihen zu sortieren.
Sämtliche anderen attac-Koordinierungskreis-Kollegen stoßen ins selbe Rohr.
Was bedeutet das Gerede von eigenen Ordnerdiensten und der Zusammenarbeit mit
der Polizei? Ordner/innen gab es in Rostock, und ebenfalls viele Menschen, die
auf Steinewerfer/innen einwirkten. Das allein kann die Funktion der neuen
Ordner/innen also nicht sein. Was soll also deren Bestimmung sein? Wir ahnen
nichts Gutes. Denn von dem, was da von sich gegeben wurde, bis zur Aufforderung
nach Auslieferung der eigenen Leute an die Polizei, ist es kein großer Schritt
mehr. Mit Menschen, deren Denken und Handeln von dieser Logik bestimmt ist und
die der Repression zuarbeiten, wollen wir nach wie vor nichts zu tun haben.
Neben attac war auch die radikale Linke in der Medienöffentlichkeit stark
präsent, allerdings hat diese dabei nur wenig radikale Inhalte vermittelt. Und
die daran beteiligte IL hatte auch ihre Schädels, Giegolds und Wahls. Damit
meinen wir nicht Pedram Shayer, der zwar in der IL ist, dort aber nichts zu
sagen hat, sondern Genossen, die uns inhaltlich, teils auch persönlich nahe
stehen. Hier erlauben wir uns Kritik und zwar in aller Schärfe, weil wir uns
mit diesen Genossen weiterhin punktuell organisieren und inhaltlich
weiterentwickeln wollen - und weil sie keine Denunzianten werden sollen.
Wir finden es falsch, sich ungezwungen und öffentlich von Steinwürfen zu
distanzieren, wie es geschehen ist. Das hat uns ehrlicherweise geschockt und
uns drängte sich die Frage auf, was erst passieren wird, wenn es einmal zu mehr
als Steinwürfen kommen wird. Generelle Entschuldigungen für die Riots, diese zu
charakterisieren mit Worten wie "menschenverachtend", "Krawall" und "Radau"
sowie Aussagen wie "Der Protest ist uns entglitten" bzw. "aus dem Ruder
gelaufen" oder "Wir [die IL] haben deutlich gesagt, dass die Autonomen dort
[bei Block G8] nicht willkommen sind", sind nicht mit Überforderung zu
rechtfertigen. Wer solches Polizeivokabular benutzt und solche
ordnungspolitischen Statements abgibt, denkt in gewisser Weise auch so. Deshalb
ist dies keine Frage der Überlastung, sondern eine zutiefst inhaltliche.
Nach den Ereignissen vom Samstag haben die 
Genossen von Block G8 und der IL viel
Wert auf Friedfertigkeit gelegt und sich indirekt ("zieht euch nicht schwarz,
sondern bunt an") oder direkt ("Wir wollen keine Schlägereien mit der Polizei")
abgegrenzt. Wie schon beim Berliner MayDay 2007 wurden bestimmte Kreise, teils
so bezeichnete "Chaoten" und "Krawallmacher", explizit ausgeladen. Die sollten
doch bitte woanders hingehen. All diese praktizierten Politikformen haben auch
einen Einfluss und sowohl direkte als auch indirekte Auswirkungen auf uns und
unser politisches Handeln. Die Abgrenzungen und Distanzierungen werten wir als
politischen Fehler. Das gilt auch für die nur im sehr kleinen Kreis
abgesprochenen Gesprächsangebote an die Polizei und die daraufhin
stattgefundenen Gespräche von einzelnen Vertretern (aus IL/Block G8 sowie dem
Anmelder der Rostock-Laage-Kundgebungen) mit derselben. Das alles wäre einfach
nicht nötig gewesen.
Wir brauchen eine Auseinandersetzung über Ordnungsvorstellungen, die seit
Rostock im Raum stehen: Über die Aussagen, Menschen sortieren, ausladen,
ausgrenzen und nicht mehr in den eigenen Reihen haben zu wollen, über die
Versuche, Protest und Revolte in geregelte Bahnen zu kanalisieren. Auf der
angedachten Konferenz, mit der sich die IL im Spätjahr präsentieren will,
sollten wir nicht nur zu hören bekommen und darüber sprechen, wie toll alles
war, sondern auch wie die Aktivist/innen der IL im Nachhinein zu ihrer Politik
stehen und welche Schlüsse aus den Erfolgen und vor allem aus den Fehlern
gezogen werden können. Insbesondere in diesem Punkt will ich mich einbringen
und mitstreiten.

Anton

* Die Zwischenüberschriften sind Parolen, die auf der Demonstration am 2. Juni
2007 als Sprechchöre zu hören oder auf Transparenten und Flugblättern zu lesen
waren.


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Gini Müller: theatrum posse in Heiligendamm: Rebel Clown Army, Superheroes and
the Five-Finger Game

Translated by Gene Ray

In the way it was first mediated, the militant 
scenario that opened the theatrum
posse in Heiligendamm in 2007 set into stone images of the enemy. However, over
the week of actions, protest and resistance became more performatively
subversive in the ways the posse put its own body into play. Even if the media
coverage momentarily overshadowed the contents and other forms of protest, the
"Five-Finger Posse Players" prevailed on the ground. With the successful
blockade tactic, which didn't conform at all to the media hype following the
demo in Rostock, the posse put into play its own poses of resistance, in acts
of symbolic border crossing that go beyond the war of media images.

In Heiligendamm there was no overlooking the spectrum of carnivalesque, queer,
and theatrical practices of resistance. To a greater degree than before, these
practices interfered with police rituals of confrontation, but also with the
movement's own rituals of struggle. In each of the three activist camps sited
around Heiligendamm, up to 5000 people from diverse countries were gathered.
Organized from below into "barrios" (neighborhoods) and assemblies of delegates
and groups, they planned actions, did media work 
and formed brigades to clean up
and help with the cooking, before pouring out together for demos and blockades.
In the run-up, volunteers built the necessary infrastructure for a week of
communal living, and donations financed the Peoples' Kitchen and the
Port-o-potties. Large assemblies mainly took place in circus tents, and
volunteer "Rabbits" quickly took care of organizing, mediation, and other camp
needs. The diversity of the alter-globalization movement and its concerns was
fully visible in the camps: Attac activists pitched their tents here, next to
those of autonomists, union members, leftist party members, anti-racist and
anti-sexist groupings, and migrants - in addition to the "hedonists,"[1] who
immediately on their arrival occupied a large area of a camp and provided cool
sounds during and after the activism. In their manifestos, they called the
attention of the theatrum posse to the right to combine politics and fun. Out
of a barrio calling itself "Queers against G8"[2] came formations of "pink"
activists, samba bands and clowns. There, as well as in the "Women, Lesbian,
Transgender Barrio," interventionist forms of performance were rehearsed. In
the camps themselves an offensive was launched to discuss gender themes and
come to grips with sexist behavior. In addition to the camps, various "Another
World Is Possible" action groups organized themselves in schools and areas
provided by the city of Rostock. NGOs like Greenpeace and Doctors Without
Borders had installed themselves on boats in the harbor, where the concert and
party-boat Stubnitz was also welcoming activists on board. Activists from
Greenpeace attempted to breach the security zone with boats and a hot air
balloon, resulting in a spectacular chase on sea and air. For their "Art Goes
to Heiligendamm" project, some artists and activists made an installation at a
site on the harbor; the so-called "Silver Pearl" accommodated lots of creative
and political people who set up places for discussion, performative practices
and media work,[3] but thereby produced an odd distance from the grassroots
activists. Presentations and discussions by activists and artists alternated
with performances and film screenings. On the Internet, one could follow the
events and exchanges, or watch the locally-produced "kein.tv"[4]. Media and
also a few theatrical actions emerged there and linked up with other protest
forms.
Especially during the blockade days, the revelry and temporary autonomous zones
in the vicinity of the fence proved to be bases for concerted sallies into the
prohibited zone and for symbolic blockades of all the roads leading into the
Summit. On the day that the international politicians and all their entourages
arrived, thousands of activists in groups and formations streamed out of the
camps, all heading for the security fence from different directions. The posse
players swarmed over fields and meadows, came together in front of the police
blockades, then opened themselves into "five fingers" and overcame the police
barriers. In this way, all the roads and the railway into Heiligendamm (called
"Molli") were temporarily blocked off and a symbolic victory scored in the game
of borders. Sunny images of colorful people, some with umbrellas, in fields of
poppy, in the background an attack by water-cannons and martial, anonymous
robocops. The mass of protagonists joyfully subverted the power of the state
through the power of performativity and images. Militant groups of "fun
guerrillas" set the tone at the blockades and many of the demos. The hedonists,
the Überflüssigen (the Unneeded Ones), the "naked 
bloc" and the Superheroes read
out and distributed political manifestos during the demo march, contributed
orgiastic music, or gave away superhero costumes. In the lead up to the action
days, the Rebel Clown Army recruited up to 500 clowns who used all the tricks
of the circus to make the police and activists crack up in laughter. Against
the ban on masking, they brought their clown grimaces, with wigs, red noses,
and lots of make-up. When ranks of police and warlike attack troops showed up
with riot sticks and tear gas, a few clowns with water-pistols and confetti
courageously ran up to the potential attackers and performed dilettantish skits
or posed among them for nice press photos. They were much beloved by the
activists and the media alike, for their carnivalesque excess not only
ironically exposed state power, but in certain moments opened up spaces for
experiencing different forms of action. In the long run, this didn't please the
police at all, because the easygoing border crossing and laughable militancy of
the clowns in police areas subverted their closed "power bloc": the message was
put out that members of the Rebel Clown Army had sprayed cops with "an unknown
chemical liquid." Eight cops supposedly had to be treated in hospital. The
accusation was subsequently taken up and disseminated widely in the media.
Despite the absurdity and flimsiness of the message, the police never corrected
or retracted it. Soap suds sprayed from colorful water-pistols: this was what
the police rated so dangerous that many rebellious clowns were repeatedly
arrested and attacked. Nevertheless, the Rebel Clown Army was not the loser in
this scenario. In any case, its "jester position," which was occupied above all
by the Pink bloc in Genoa in 2001 and Prague in 2000, disrupted macho battle
posturing and enacted a still offensive and normatively effective mode of
confrontation inside the border zone. Still, the clowns were able to overcome
only small symbolic borders and prohibitions. It's true that the strategy of
the carnival-makers in Heiligendamm did not dissolve the high-security fence.
However, the encouraging images of militant clowns remain as a users' guide for
self-empowerment.

[1] http://hedonist-international.org
[2] http://queersagainstg8.blogspot.com
[3] http://www.art-goes-heiligendamm.net/de
[4] http://kein.tv


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Tornadoflüge: Polizei ordnete Einsätze zu G-8 eigenmächtig an

Selbst der Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier (CDU), habe
nach eigenen Angaben nichts von den zusätzlichen Flügen gewusst, berichtete die
"Bild am Sonntag". In einer schriftlichen 
Stellungnahme seines Ministeriums hieß
es demnach: "Grundsätzlich war der beauftragte Polizeiführer für alle
polizeilichen und einsatztaktischen Maßnahmen im Einsatz verantwortlich." Das
Innenministerium sei "über die zusätzlichen notwendigen Aufklärungsmissionen
sowie über die Aufklärungsräume und Strecken vorab nicht informiert" gewesen.

Tornado "Aufklärung" über Reddelich
Zuvor hatte bereits das 
Bundesverteidigungsministerium mitgeteilt, dass Minister
Franz Josef Jung (CDU) die fünf zusätzlichen Missionen des Tornado-Geschwaders
nicht genehmigt habe. Im Bundestag löste der Fall laut "BamS" neue Empörung
aus. "Die Vorgänge sind bedenklich. Weder Jung noch Caffier geben hier ein
gutes Bild ab", sagte demnach der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion,
Dieter Wiefelspütz.
Der Grünen-Abgeordnete Alexander Bonde kritisierte gegenüber der Zeitung:
"Unglaublich, dass so etwas jenseits aller Befehlsstränge passieren kann. Beide
Minister haben versagt, weil sie ihren Laden nicht im Griff haben." Die
Tornado-Einsätze waren unter anderem wegen der hohen Kosten auf Kritik
gestoßen.

[http://www.focus.de/politik/deutschland/tornadofluege_aid_67354.html]


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G8: Bundeswehr übernimmt ziviles Krankenhaus

Vom 30.Mai bis zum 10.Juni 2007 kam es anlässlich 
des G8-Gipfels in Heiligendamm
im Krankenhaus Bad Doberan in Hohenfelde zur ersten zivilmilitärischen
Zusammenarbeit der Bundeswehr mit einem zivilen Krankenhaus in ihrer
Geschichte. Der offizielle Startschuss dazu fiel am 30.Mai mit einem
Fahnenappell auf dem Hubschrauberlandeplatz am Krankenhaus, der mit den
militärischen UND den zivilen MitarbeiterInnen abgehalten wurde. Die
Zusammenarbeit erstreckte sich von der Patientenversorgung bis hin zu den
Küchenarbeiten.

Mit dieser ungewöhnlichen Zusammenarbeit sollte den "möglichen erhöhten
Anforderungen während des G8-Gipfels" entsprochen werden. Dabei hatte die
Bundeswehr zum gleichen Zeitpunkt ganz in der Nähe des Krankenhauses ein
Feldlazarett, das Mobile Einsatzzentrum Sanität (MES), errichtet, das bereits
über die Kapazitäten eines Kreiskrankenhauses verfügt haben soll.
Die Gewerkschaft Gesundheitsberufe Hannover (GGB) wurde über die skandalösen
Vorgänge, die sich im Krankenhaus im Zusammenhang mit dieser Übernahme durch
die Bundeswehr ereigneten, informiert. Sie wandte sich deshalb am 14.Juni mit
einem Schreiben an die Krankenhausleitung. Diese hielt es bis heute nicht für
nötig, dazu Stellung zu beziehen. Wir dokumentieren an dieser Stelle unser
Schreiben.

-- 
Gewerkschaft Gesundheitsberufe (GGB)
c/o Freie Arbeiter- und Arbeiterinnen Union (FAU)
Kornstrasse 28-30
D- 30167 Hannover
E-mail: ggb-hannover(at)fau.org

Krankenhaus Bad Doberan GmbH
Postfach 1128
18201 Bad Doberan
Hannover, 14.06.2007

Zivilmilitärische Zusammenarbeit mit der Bundeswehr im Krankenhaus Bad Doberan

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie wir von Mitgliedern unserer Gewerkschaft in Ihrem Krankenhaus erfahren
haben, kam es in Ihrer Einrichtung anlässlich des G8-Gipfels in Heiligendamm
zur ersten zivilmilitärischen Zusammenarbeit der Bundeswehr mit einem zivilen
Krankenhaus.
Die Bundeswehr hatte zum gleichen Zeitpunkt ganz 
in der Nähe Ihres Krankenhauses
ein Feldlazarett, das Mobile Einsatzzentrum Sanität (MES), errichtet, das nach
unseren Informationen bereits über die Kapazitäten eines Kreiskrankenhauses
verfügt haben soll. Daraus ergeben sich für uns mehrere Fragen:
- Auf welcher Rechtsgrundlage fand die Zusammenarbeit zwischen
Krankenhausverwaltung und Bundeswehr statt?
- Auf wessen Initiative hin fand diese Zusammenarbeit statt?
- Wer hatte in der Zeit der Zusammenarbeit das 
Hausrecht im Krankenhaus inne und
auf welcher Rechtsgrundlage wurde dieses ausgeübt?
- Welche Stellung nimmt die Krankenhausverwaltung zur Anwesenheit bewaffneter
Feldjäger in ihrer Einrichtung?
- Welche Stellung nimmt die Krankenhausverwaltung dazu, dass Patienten und
Besucher sich lediglich in Begleitung bewaffneter Feldjäger im Krankenhaus
bewegen konnten?
- Welche Stellung nimmt die Krankenhausverwaltung dazu, dass zwar Patienten und
Begleiter, die den Gipfelgegnern zuzurechnen gewesen sind, von bewaffneten
Feldjägern begleitet wurden, hingegen sich behandeln lassende Polizisten und
deren Begleitung frei im Krankenhaus bewegen konnten?
- Welche Stellung nimmt die Krankenhausverwaltung dazu, dass Patienten bei
Toilettenbesuchen von den begleitenden Feldjägern teilweise dazu aufgefordert
wurden, die Toilettentüren nicht zu verschließen?
- Welche Stellung nimmt die Krankenhausverwaltung dazu, dass Polizeiangehörige
in Kampfmontur teilweise völlig ungehinderten Zugang zu den Krankenzimmern
verletzter Demonstrationsteilnehmer hatten?
- Welche Maßnahmen gedenkt die Klinikleitung zur psychologischen Nachbehandlung
von Krankenhaus-Mitarbeiter/innen zu ergreifen, die durch die Anwesenheit und
das Auftreten bewaffneter Militärs und von Polizeiangehörigen in Kampfmontur
auf ihrem Arbeitsplatz traumatisiert wurden?

Wir möchten Sie hiermit bitten, Stellung zu den von uns gestellten Fragen zu
beziehen. Im Voraus vielen Dank!

Mit gewerkschaftlichen Grüßen,
Frank Matz

Gewerkschaftssekretär
Gewerkschaft Gesundheitsberufe (GGB)

[http://www.fau.org/artikel/art_070722-111255]


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ND: G8-Kritiker geben sich nicht geschlagen

Sechs Jahre nach den Polizeiübergriffen in Genua werden immer neue Fakten
bekannt

Von Cyrus Salimi-Asl, Neapel
Vor sechs Jahren wurde der 23 Jahre alte 
Globalisierungsgegner Carlo Giuliani in
Genua von einem Polizisten erschossen. Nach wie vor gibt es keine umfassende
Aufklärung der Vorgänge während des G8-Gipfels und der Verantwortlichkeiten.
Es war der 20. Juli 2001, der G8-Gipfel in Genua beriet unter dem Vorsitz des
italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi. Der Todesschütze Marco
Placanica, Carabiniere und ebenfalls jung, behauptete, in Notwehr gehandelt zu
haben, als er die Schüsse auf Carlo Giuliani abgab. Wie in jedem Jahr treffen
sich auch in diesen Tagen Globalisierungsgegner und Aktivisten aus ganz Italien
in Genua, um der Ermordung Giulianis zu gedenken und Aufklärung der Ereignisse
zu fordern.

Noch immer sind viele Vorgänge um den blutigen G8-Gipfel 2001 ungeklärt; noch
immer waschen Verantwortliche aus Polizeiapparat und Politik ihre Hände in
Unschuld, noch immer laufen Prozesse, in denen die im Polizeigewahrsam
misshandelten Aktivisten auf Gerechtigkeit hoffen. In den vergangenen Tagen
sind Tatsachen bekannt geworden, die ein bedrückendes Bild der damaligen
Situation zeichnen. Die illegale Stürmung der Schule "Diaz" am 21. Juli - dort
befand sich damals das Pressezentrum des Genueser Sozialforums - war einer der
brutalsten Übergriffe der Polizei auf die demonstrierenden
Globalisierungsgegner, orchestriert mit falschen Beweisen und Manipulationen.
In Aufzeichnungen des Polizeifunks zwischen den Beamten am Ort und dem
Polizeipräsidium sprechen die Polizisten von "Zecken" und meinen damit die
Demonstranten; eine Polizistin kommentierte den Tod Giulianis so: "Hoffen wir,
dass alle sterben ... eins zu null für uns!"
Beim Polizeiüberfall auf die "Diaz"-Schule wurden die dort nächtigenden
Demonstranten mit Gummiknüppeln verprügelt, 93 verhaftet, darunter 66
Ausländer. Die Polizisten konstruierten falsche Beweise, brachten zwei
Molotow-Cocktails in die Schule, ein Beamter fingierte einen Messerstich, den
ihm angeblich einer der Demonstranten beigebracht habe. Laut Verhörprotokollen
der festgenommenen Aktivisten hatte niemand von ihnen Angst, wollte niemand mit
einem Anwalt oder der Botschaft seines Herkunftslandes sprechen.
Diese "Tatsachen" sind nun von der ermittelnden Staatsanwaltschaft Genua
widerlegt worden. Die Verhörprotokolle waren vorab von den Polizisten
ausgefüllt worden, um den Kontakt zwischen den gefangengenommenen Demonstranten
und der Außenwelt zu unterbinden - das hat ein Schriftgutachten ergeben. Die
Verantwortlichen sind nun der Dokumentenfälschung verdächtig.
Einer der damals verantwortlichen Polizeibeamten, Michelangelo Fournier, heute
Vizepolizeipräsident in Rom, hatte bereits im Juni vor Gericht einen
erschreckenden Augenzeugenbericht der Vorgänge in der Schule "Diaz" abgegeben,
der für sich spricht: "Es war ein blinder Einsatz, und das, was ich gesehen
habe, erschien wie ein Gemetzel. Ich habe Polizisten gesehen, die wehrlose
Demonstranten verprügelt haben." Ein Polizist habe einem Gefangenen die Finger
einer Hand mit Gewalt so weit auseinandergebogen, dass die Haut aufriss.
Die Staatsanwaltschaft Genua ermittelt auch gegen den damaligen
Polizeipräsidenten Gianni De Gennaro. Er soll den seinerzeitigen Polizeichef
von Genua, Francesco Colucci, angestachelt haben, vor Gericht eine
Falschaussage zu machen. Die Polizei hatte im Frühjahr dieses Jahres für rund
einen Monat die Telefongespräche Coluccis abgehört, und die Staatsanwaltschaft
konfrontierte De Gennaro kürzlich mit den kompromittierenden Aufzeichnungen. In
den Gesprächen ist von Ratschlägen De Gennaros die Rede, wie sich Colucci vor
Gericht verhalten solle.
Bereits Anfang Mai war Colucci wegen des 
Überfalls auf die Schule "Diaz" verhört
worden. Dabei änderte er seine vorherigen Aussagen zu diesem Einsatz. Hatte er
zuvor noch ausgesagt, dass der Befehl zum Einsatz direkt von De Gennaro kam,
nahm er nun alles auf die eigene Kappe: "Es war allein meine Initiative." Der
in der vergangenen Woche dazu angehörte De Gennaro wies alle Vorwürfe von sich
und sagte, dass er Colucci niemals aufgefordert habe zu lügen. Damit war für
ihn die Sache erledigt. De Gennaro ist heute Kabinettschef des italienischen
Innenministers.

[http://www.nd-online.de/artikel.asp?AID=113225&IDC=2]

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Protest + Widerstand: http://de.indymedia.org/g8heiligendamm

Pressespiegel zum G8 2007 unter
http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp

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[CUADPUpdate] 100 - a horrific milestone and a CHALLENGE
   von "Abraham J. Bonowitz" <abe at cuadp.org>
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UPDATE -- As of today - Tuesday evening - 14
CUADP donors have reported to me that they have
responded to my request for special assistance to
Texas so far, 9 of them at the $100 level!  And
earlier today it was posted to the Blog at
http://deathpenaltyusa.blogspot.com/
CUADPUpdate readers - please continue to help lead this movement!

********

Sent initially *only* to the recipients of CUADPUpdate
Now sending to ALL ABOLITIONISTS
Please excuse Cross-Posts
Please Forward


Minutes ago, Lonnie Johnson was exterminated by
the people of Texas in revenge for the murders of
Gunar Nelson Funk and Leroy McCaffrey Jr.  This
was the 100th prisoner sent to his death out of
Harris County, Texas.  Amnesty International last
week issued a report about Harris County - read
it
here:
http://www.amnestyusa.org/Our_Issues/Death_Penalty/page.do?id=1011005&n1=3&n2=28

On Saturday, I wrote the following to CUADPUpdate:

Greetings All,

I had a crazy idea this afternoon while driving
home from a meeting.  I was thinking about a
nasty milestone that is coming up - probably this
week, when Lonnie Johnson is set to become the
100th prisoner to be put to death out of Harris
County, Texas on July 24, 2007.  Read all about
Harris County in the report issued on Friday by Amnesty International.

In thinking about this milestone, I decided to do
something symbolic and at the same time
meaningful.  I decided to mobilize MY base
-  that is, YOU - people who receive and read
CUADPUpdate.  With less activity, list membership
has dwindled from around 5,000 to its
current level of 3,303.  There is still enough of
us to pull this off, and then some, and since
CUADP is technically on a sabbatical, why not
mobilize you to help some other groups' specific efforts?

HERE'S THE CHALLENGE:  Please join CUADP in going
to http://www.tcadp.org/donate.php to use your credit card to send $100
to the Texas Coalition to Abolish the Death
Penalty.  If you prefer to give by check, send it
to TCADP at 2709 South Lamar Blvd.,  Austin, TX 78704.

I'd like to see 100 gifts of $100 to TCADP (or
another Texas Abolitionist Group) by July 31st,
if not sooner, just from people (and
organizations) on this list.  Can't swing
$100?  How about 100 quarters ($25)?  Or 100 dimes ($10)?

I should note that it's Saturday night as I send
this.  I have not spoken to anyone in Texas or
anywhere else about this idea.  I'm just doing
it.  I can't imagine they will complain....
Obviously, because I don't see TCADP's
information and in fact because I have no formal
relationship with TCADP other than being a
supporter/donor, the only way I can track how
this campaign is going is if you send me an
e-mail confirming your participation.  I'm not
listing names, but I will follow up this message
several times between now and July 31 to update
our progress.  Just send me a note saying you
made a gift to TCADP (or another Texas
Abolitionist group) and tell me the amount you have sent.

I gave CUADP's $100 to TCADP and noted it should be considered "general funds."

A few alternative groups to give to - let me know if I am missing any!:

Texas Death Penalty Abolition Movement - checks
only, to TDPAM, c/o s.h.a.p.e. center, 3903 almeda road, houston, tx  77004

Texas Moratorium Network -
http://www.texasmoratorium.org/ - and click on DONATE

Texas Defender Service - http://www.texasdefender.org/contribute.asp

Gulf Region Advocacy Center - http://www.gracelaw.org/support.html

Texas Students Against the Death Penalty -
http://www.texasabolition.org/ - and click on DONATE

The upcoming Texas Journey of Hope ...From
Violence to Healing -
http://www.journeyofhope.org/pages/support.htm - be sure to indicate
that your gift is for the Texas Journey!

*****************

UPDATE -- As of today - Tuesday evening - 14
donors have reported to me that they have
responded to my request for special assistance to
Texas so far, 9 of them at the $100 level!  And
earlier today it was posted to the Blog at http://deathpenaltyusa.blogspot.com/

100 gifts of $100 on the occasion of the 100th
Harris County killing.  It's both symbolic and
meaningful.  We can do this.  Please
join me.  Thank you.

--abe

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And now here are two news items about Harris County #100
********************************************************************

 >July 24, 2007, 6:58PM
 >Condemned killer executed for slaying of two teens
 >
 >By MICHAEL GRACZYK Associated Press Writer
 >© 2007 The Associated Press
 >
 >
 >HUNTSVILLE, Texas ­ Convicted murderer Lonnie
 >Earl Johnson was executed Tuesday evening for
 >the fatal shootings of two Harris County teenagers 17 years ago.
 >
 >Johnson expressed love to a friend. "It's been a
 >joy and a blessing. Give everybody my regards
 >and my love," he said in a brief final
 >statement. "Take me home. I'm gone, baby. I'm ready to go."
 >
 >Johnson never looked at six relatives of the
 >victims, including the mothers of Sean Fulk
 >Schulz, 16, and his friend Leroy McCaffrey Jr., 17.
 >
 >He was pronounced dead at 6:44 p.m. CDT.
 >
 >Johnson, 44, didn't deny killing Schulz and
 >McCaffrey and taking their pickup truck, but had
 >insisted the slayings were in self-defense after
 >the pair pulled a gun and made racial threats
 >against him. Johnson is black, his two victims white.
 >
 >The execution was the 19th this year in Texas,
 >the nation's most active death penalty state.


********

Tomball killer is set to be executed Tuesday----Case again focuses
attention on race relations in community


Midnight came, midnight went and downtown Tomball seemed dead as dead
could be. From her post at the Stop N Go's cash register, Tammy Wynette
Durham scanned the bleak scene, enlivened only by the lights of an
occasional passing car. Then, about 1:30 a.m., she noticed something that
frightened her: a lone black man loitering at the store's front with his
hand concealed beneath a newspaper.

Durham, alone in the store, telephoned her friend Gunar "Bubba" Fulk, 16,
and asked him to keep her company. Minutes later, Fulk, a strapping
6-foot-plus Magnolia High football player, and his friend Leroy "Punkin'"
McCaffrey, 17, pulled into the parking lot.

The teens talked to the man  later identified as Lonnie Earl Johnson  then
told Durham they were giving the seemingly stranded motorist a ride.

Four hours later, about 6:30 a.m. on Aug. 15, 1990, a motorist spotted
Fulk's body beside FM 2920, about four miles from the store. He had been
shot 3 times in the head and once in the chest. McCaffrey's corpse was
found 350 feet away.

Detectives traced Johnson to Austin, where he was arrested at a topless
bar Aug. 30. Although the Tomball landscape worker said he killed the
teens in self-defense, a Harris County jury found him guilty of capital
murder and sentenced him to die.

Barring favorable action on last-minute appeals accusing prosecutors of
illegally withholding crucial information from defense attorneys, Johnson,
44, will be executed Tuesday. In a recent death row interview, Johnson
likened himself to James Byrd Jr., the 49-year-old Jasper man whose
racially motivated dragging death in 1998 gained international notoriety.

"The only difference between me and James Byrd," Johnson said, "is that I
lived."

The case, which has attracted interest from as far away as Canada, again
focuses attention on race relations in the tiny northwest Harris County
community, which 2 years ago hosted a Ku Klux Klan function in a
city-owned building.

Racially charged period

The Tomball murders occurred during a racially charged summer as a
campaign in neighboring Montgomery County to free Clarence Brandley from
death row moved toward success. Brandley, a black high school janitor
condemned for the 1980 rape-strangulation of a 16-year-old white student,
was released from prison after almost 10 years.

Austin attorney Jodi Callaway Cole last week launched an appeals strategy
at state and federal levels arguing that prosecutors withheld
investigators' reports and other documents that could have buttressed
Johnson's claim of self-defense.

The Texas Court of Criminal Appeals on Friday rejected Cole's application
for a writ of habeas corpus, and Cole said she would file petitions with
the Fifth Circuit Court of Appeals and the Supreme Court.

"The chain of deception utilized by the state is at best gross
incompetence and at worst flagrant misconduct," Cole said in the state
petition, which also alluded to the region's history of racial prejudice.
In perusing prosecutors' files, she said, she found police reports of
racial conflict in the Harris County town immediately before and after the
killings.

One day before the double murders, two white youths and a black teenager
clashed at a service station across the street from the Stop N Go. Days
after the killings, a white teen was injured in a fight with a black teen.
Hours later, a black gunman fired shots at a car occupied by Durham,
McCaffrey's brother and other white youths. No one was injured.

Had they been aware of the Tomball incidents, Johnson's lawyers said,
jurors might have given more credence to his self-defense claim.

'It was disclosed'

Roe Wilson, chief of the district attorney's post-conviction writs
division, responded that offense reports and related documents were
available to defense attorneys.

"There is really nothing there at all," Wilson said of Cole's allegations.
"It was disclosed. In 99 percent of capital cases, the state's file is
open to defense counsel  offense report, supplements, everything."

Robert Morrow, 1 of 2 lawyers representing Johnson at his 1990 trial, said
that he can't remember if he found the offense reports in the district
attorney's file.

"I can't swear that I didn't see them," he said.

But Austin lawyers Karyl Krug and David Schulman are certain the
exculpatory documents were not present when they sifted through boxes of
files at the district attorney's office while preparing a state habeas
corpus petition.

"It is impossible we overlooked them," Schulman said. "They were not
there."

Johnson's story

In the death row interview, Johnson said he had gone to the Stop N Go
early on the morning of the killings while jogging. A former high school
and college athlete, he said he hoped to get into shape to try out for a
position with the Houston Oilers.

He said he was talking on the telephone with a girlfriend when Fulk and
McCaffrey offered him a ride.

"The district attorney's theory is that I robbed these guys," Johnson
said. "The lady at the store said I had a newspaper rolled up. If I was
walking around with a rolled up newspaper, as late as it was, why didn't
she call the police? Does that make sense?"

Johnson dismissed prosecution allegations that he was motivated by a
desire to rob his victims as "a theory with no merit."

"When homicide came to the scene, they found these guys and all of their
belongings. Their pockets weren't turned inside out," Johnson said.

"If I robbed them for their vehicle, why not take the truck and sell it?"

Authorities found Fulk's truck abandoned in San Marcos.

In a statement to authorities, Johnson said the teens drove several miles
before stopping the truck in the roadway. One of the youths told him his
ride had ended and pressed a pistol to his side, Johnson said.

Johnson told his lawyer the teens forced him to the ground and urinated on
him. When the youths allowed him to stand, Johnson grabbed the pistol. The
gun discharged, striking Fulk. Johnson then fired 3 more times before
taking aim at McCaffrey, who died as he attempted to cross a fence.
Authorities found a knife in McCaffrey's hand.

Johnson then drove to Austin, where he told a girlfriend, an exotic
dancer, that he had killed two youths. The girlfriend later told
authorities the teens had owed Johnson money for a drug transaction.

"I recognize that I screwed up when I fled. I knew I should never take
rides with strangers, but these were kids," Johnson said. "It's an
unfortunate situation. I lost 17 years."

"My son was just 17," said Chris Schultz, Fulk's mother. "Johnson's been
on death row as long as my son was alive ... I want to watch him die. I
want to see he will never hurt anyone again."

Schultz said her son had taken a night job at an area supermarket in part
to pay for his 1st vehicle, a used white 1980 Chevrolet pickup. He had
owned the truck only a few weeks before his murder.

"He was a big boy, like over 6 feet and 220 pounds, but he was the
sweetest thing," she said. "He would do anything to help anyone."

Fulk and McCaffrey enjoyed hunting and fishing and hoped to join the
military.

McCaffrey's mother, Laura McCaffrey, said her son had spent the summer
working with her husband as a printer.

She dismissed Johnson's claims of self-defense and his assertion that he
was the victim of a racially motivated attack.

"He has changed his story so many times," she said. "It's only natural
that he's going to try this. There wasn't a prejudiced bone in either one
of their bodies."

McCaffrey said she plans to witness Johnson's execution.

"Yes. Yes, sir, I will go. But I will say that it's not something I'm
really looking forward to," she said.

"I'm sorry that his family has to go through what basically we went
through, but he made a mistake. He did wrong and he needs to pay."

********

SENT BY:


************************************************************
************************************************************
Abraham J. Bonowitz
Director
Citizens United for Alternatives to the Death Penalty (CUADP)

         PMB 335,  2603 Dr. Martin Luther King Jr. Hwy
                        Gainesville, FL  32609
800-973-6548    <http://www.cuadp.org>    <abe at cuadp.org>

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Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage:
* Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr *
* Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" *
* Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf *
* Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie.
Aber kurz und prägnant.*

Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine
Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und
rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch
stillschweigend Zensur zu üben.
Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge
hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die
Nichtaufnahme geliefert.
(Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind
z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten
Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.)
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Diese Ausgabe hat angela mores <angela.mores-at-chello.at>
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Bitte keine Attachments! (werden nicht berücksichtigt)

Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi,20.30 Uhr

Nicht aufgenommen: keine






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