mund: montag, 9. juli 2007
MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
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Mo Jul 9 09:04:38 CEST 2007
widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
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MedieninhaberInnen seid Ihr!
Montag, 2007
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A) INHALT
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MELDUNGEN UND KOMMENTARE
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01 - Tanz den Atatürk (Antidot, 6. Juli 2007)
wadi.wien at gmx.at
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02 - Gut- und Schlechtmenschen
office at asyl-in-not.org
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B) TEXTE
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MELDUNGEN UND KOMMENTARE
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01 - Tanz den Atatürk (Antidot, 6. Juli 2007)
wadi.wien at gmx.at
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Bericht aus Ankara
Tanz den Atatürk
Antidot, 6. Juli 2007 http://www.antidot.ch/
Thomas Schmidinger. Am 22. Juli wählt die Türkei. Eine Momentaufnahme.
«Ich halte das Militär für die grössere Gefahr
als die Islamisten!» benennt Zeynep als Grund,
weshalb sie nicht an den kemalistischen
Demonstrationen gegen die regierende AKP und ihre
Pläne, auch das Präsidentenamt zu übernehmen,
teilnimmt. Ihre Freundin Nilgün sieht dies
anders: «Ich war auf den Demonstrationen. Wenn
die AKP einmal die ganze Macht im Staat hat, wird
sie eine andere Politik betreiben als jetzt. Als
linke Frau will ich nicht in einem islamischen
Staat leben.» Die beiden Studentinnen der
Technischen Uni in Ankara sind politisch meist
auf einer Linie. Die jüngsten Demonstrationen
gegen die AKP-IslamistInnen führt nicht nur bei
ihnen zu Kontroversen, auch die Linke ist
gespalten. Die einen sehen hinter den von der
einstigen kemalistischen Staatspartei CHP
organisierten Massendemonstrationen eine kaum
verhüllte Aufforderung an das Militär, die Macht
zu übernehmen. Ausserdem müssen sie der AKP
zugestehen, in Menschenrechts- und
Demokratiefragen mehr Reformen durchgesetzt zu
haben als alle Vorgängerregierungen zusammen.
Andere dahingegen trauen den «gemässigten»
IslamistInnen nicht und vermuten, dass nur die
kemalistischen Eliten sie im Zaum halten können.
Die kurdische Linke steht dieser Debatte
grossteils indifferent gegenüber. In Diyarbakžr
hört man insbesondere bei AnhängerInnen der
verbotenen PKK, dass dieser Streit hier
eigentlich für die Situation egal wäre und man
nur davon profitieren könnte, wenn sich
IslamistInnen und KemalistInnen gegenseitig
bekämpfen.
Alleine durchstarten
Die Strategie, mit unabhängigen KandidatInnen ins
Parlament einzuziehen, ist bei den kommenden
Wahlen angesichts der für die Linke
unerreichbaren 10-Prozent-Hürde weit verbreitet.
Der Politikwissenschafter Baskin Oran, der
letztes Jahr als Vorsitzender des Ausschusses für
Minderheitenrechte vor Gericht gestanden hatte
und als antinationalistischer Linker gilt,
kandidiert mit einer gewissen Chance auf einen
Parlamentseinzug als unabhängiger Kandidat in
einem Istanbuler Wahlbezirk. Anfangs wurde der
enge Freund des ermordeten türkisch-armenischen
Journalisten Hrant Dink neben der sozialistischen
«Partei für Freiheit und Solidarität» (ÖDP) und
der «Partei der Arbeit» (EMEP) auch von der
kurdischen Partei DTP unterstützt. Nach einer
sehr deutlich ausgefallenen Distanzierung von der
PKK und ihren Anschlägen zog die DTP jedoch ihre
Unterstützung zurück und stellte einen eigenen
Gegenkandidaten auf. Die DTP hofft auf diese
Weise einige Mandate im türkischen Parlament
erringen zu können. Aufgrund ihrer starken
Verankerung in den kurdischen Gebieten könnte sie
mit unabhängigen Kandidaten bis zu 25 Mandate
erringen und dann im Nachhinein eine
Parlamentsfraktion bilden.
--
WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische
Entwicklungszusammenarbeit
WADI-Österreich
e-mail: wadi.wien at gmx.at
website: www.wadinet.at
Tel.: 0699-11365509
Postfach 105
A-1181 Wien
SPENDENKONTO - jeder Euro hilft!
Knt. Nr.: 6.955.355
BLZ: 32.000 Raiffeisen Landesbank NÖ
IBAN AT4432 0000 0006 955355
BIC (SWIFT) RLNWATWW
Wir bitten um Unterzeichnung des Appells an die
Österreichische Regierung bezüglich der Aufnahme
irakischer Flüchtlinge in der EU:
http://www.wadinet.at/Media/Petition/index.php
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02 - Gut- und Schlechtmenschen
office at asyl-in-not.org
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Gut- und Schlechtmenschen
oder: Ein Amtsdirektor in feiner Gesellschaft
Islam Asuchanov sitzt immer noch in Eisenstadt in
Schubhaft. In Russland drohen ihm Gefängnis,
Folter und Tod. Viele unserer Leserinnen und
Leser haben Protestmails an den Innenminister und
an den Eisenstädter Amtsdirektor Andritsch
geschickt. Ihnen allen danken wir sehr.
Andritsch fühlt sich jetzt von uns, wie es
scheint, ein bißchen verfolgt. Aber er hat kleine
Freunde, die sich für ihn engagieren. Schließlich
hat er sich in vielen Jahren als
Personalvertretungschef ein Netzwerk aufgebaut.
Einige dieser Leute haben uns Pro-Andritsch-Mails
geschickt, die wir dem Publikum nicht
vorenthalten wollen.
So schreibt ein Dr. Hans A. aus Wimpassing:
“Sehr geehrter Herr Andritsch, mit großer
Anteilnahme habe ich das ’Klagelied' vom
bedauernswerten Schubhäftling Islam A.,
dramaturgisch aufgearbeitet von der
’Gutmenschenhochburg' Asyl in Not, gelesen, dem
Sie nach deren Meinung ungerechtfertigt und
unmenschlich das Asylrecht verwehrt haben. Herr
Andritsch, lassen Sie sich durch
Beschmutzungskampagnen professioneller
Unter/Einwanderungsfanatiker nicht einschüchtern,
der österreichische Bürger ist Ihnen zu Dank
verpflichtet."
Ein gewisser Friedrich S. wendet sich an den Innenminister:
“Nachdem wieder einmal versucht wird korrekte
Beamte madig zu machen und mit Rufmord fertig zu
machen bitte ich Sie Herr Minister sich
öffentlich voll vor Ihre Mitarbeiter zu stellen.
Sie Herr Andritsch bitte ich sich durch solche
Beschmutzungskampagnen nicht einschüchtern zu
lassen und weiterhin für Österreich, entsprechend
den Gesetzten zu arbeiten. In meinen Augen wäre
es Amtsmissbrauch wenn Sie, Ihre auf gesetzlicher
Grundlage basierenden Entscheidungen zu Gunsten
von Asylwerbern biegen und nicht ihrer Pflicht
nachkommen. Ist Michael Genner nicht jener Mann,
der sich öffentlich über den Tod von Frau
Minister Prokopp erfreut gezeigt hat?"
Auch ein Markus G. appelliert an Platter:
“Ich finde es beschämend, wie durch unflätige
Organisationen wie ’Asyl in Not' Stimmung gegen
honorige Beamte gemacht wird. Ich fordere Sie
auf, selbst Rückgrat zu zeigen, und Staats- und
nicht Asylantendienern den Rücken zu stärken."
(Volle Namen und Emailadressen sind uns bekannt).
Bemerkenswert ist, dass der Sachverhalt, den wir
berichteten, von keinem dieser Andritsch-Fans
bestritten wird. Offenbar sind sie mit dem
Vorgehen des Amtsdirektors einverstanden. Sie
begrüßen es, wenn gefolterte, traumatisierte
“Asylanten" eingesperrt und ihren Verfolgern
ausgeliefert werden. Eine feine Gesellschaft.
“Gutmensch" ist für diese Leute ein Schimpfwort
besonderer Art. Fast so schlimm wie “Asylant"
Also, was sind sie dann selber? Schlechte
Menschen? Liebe Leserinnen und Leser, urteilen
Sie selbst.
Islam Asuchanov braucht weiterhin unsere
Solidarität. Emails bitte an:
ministerbuero at bmi.gv.at, sekr.bae at bmi.gv.at.
Islam Asuchanov darf nicht abgeschoben werden.
Amtsdirektor Andritsch muß aus dem Bundesasylamt
hinaus.
Michael Genner
Obmann von Asyl in Not
Währingerstraße 59
1090 Wien
office at asyl-in-not.org
www.asyl-in-not.org
Tel.: 408 42 10-15; 0676 - 63 64 371
Spendenkonto:
Raiffeisen (Bankleitzahl 32000),
Kontonummer 5.943.139 (Asyl in Not)
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C) EDITORIAL
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* Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr *
* Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" *
* Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf *
* Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie.
Aber kurz und prägnant.*
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