widerst at and mund - Freitag, 06. Juli 2007
MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
analle at no-racism.net
Do Jul 5 21:40:30 CEST 2007
widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
Freitag, 06.Juli 2007
Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr
www.no-racism.net/mund
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A) INHALT
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heute keine neuen
AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN
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MELDUNGEN UND MEINUNGEN
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01 Aufruf für mehr Zivilcourage & gegen rassistische Übergriffe!
von Initiative Minderheiten Newsletter <news at initiative.minderheiten.at>
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02 Stellungnahme zu Terror in GB/Isl. Glaubensgemeinschaft
von Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen <dieinitiative at gmx.at>
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B) TEXTE
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MELDUNGEN UND MEINUNGEN
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01 Aufruf für mehr Zivilcourage & gegen rassistische Übergriffe!
von Initiative Minderheiten Newsletter <news at initiative.minderheiten.at>
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Die Inititiative Minderheiten schliesst sich dem Aufruf von ATIGF an und
leitet folgendes mail weiter!
ATIGFAvusturya Türkiyeli Isçi-Gençlik Federasyonu
Federation of Workers and Youth from Turkey in Austria
Föderation der Arbeiter und Jugendlichen aus der Türkei in Österreich
Wien, am 2. Juli 2007
P R E S S E A U S S E N D U N G
Aufruf für mehr Zivilcourage & gegen rassistische Übergriffe!
Genau vor einer Woche, am Dienstag den 26. Juni 2007 um ca. 12.30 Uhr wurde
eine Frau vor den Augen vieler Menschen von einem Mann und einer Frau brutal
zusammengeschlagen und schwer verletzt. Dieser Gewaltakt fand auf dem
Zebrastreifen der Johnstraße statt. Nach dem Empfinden des Opfers ist es
nicht auszuschließen, dass das Motiv ein rassistisch motiviert ist.
Am 26.06.2007, um die Mittagszeit hat die in der Türkei geborene Saray S.
(66) gerade ihre Bankgeschäfte erledigt. Ihre Tochter Elisabeth S. (33) hat
sie dabei begleitet. Als die beiden die Strasse überqueren, wird Saray S. -
obwohl keinerlei Gedränge auf dem Zebrastreifen herrscht - von einem ihr
unbekannten Mann heftig und absichtlich angerempelt.
Saray S. weiß, dass es sich um keinen Zufall handelt und fragt den Mann,
warum er sich ihr gegenüber so verhält. Daraufhin wird sie von ihm wüst
beschimpft. Saray und Elisabeth S. wissen, dass eine Auseinandersetzung mit
dem aggressiv und absichtlich handelnden Mann, keinen Sinn hat. Sie wenden
sich von dem Mann ab, der mit einer Frau unterwegs ist und zwei Rottweiler
mit sich führt.
Elisabeth S. begleitet ihre Mutter noch ein Stück des Weges und will sich
dann auf den Weg nach Hause machen. Da bemerkt sie, dass der Mann und die
Frau ihr gefolgt sind und auf der anderen Seite der Strasse auf sie warten.
Als sie in Sprechweite ist, sagt der Mann zu ihr: "So schnell sieht man sich
wieder". Elisabeth S. fragt den Mann warum er eine alte Frau anrempelt.
Darauf sagt er: "Wenn ihr nicht gehen könnt, dann geht nach Hause", darauf
spuckt er sie an und stößt sie mit beiden Händen. Nachdem sich Elisabeth S.
gegen den nächsten Stoß zu wehren versucht, nimmt die Frau des Mannes das
Kunststoffgehäuse ihrer aufrollbaren Hundeleine und schlägt ihr damit
mehrmals gezielt auf den Hinterkopf. Aus der klaffenden Wunde, die Elisabeth
S. erleidet und die bis zum Schädelknochen reicht, strömt das Blut, sie ist
benommen, nach einem weiteren Schlag auf ihre Schläfe sinkt sie auf den
Boden.
Wir sind zutiefst betroffen und sehen es sehr gefährlich mit welchen
Hassgefühlen Menschen geladen sind. Unsere Besorgnis ist, dass solche
Gewaltakte immer mehr zunehmen.
Alle Menschen müssen es sich zur Aufgabe machen, gegen Gewalttäter Stellung
zu beziehen. Wir dürfen Gewalttaten, vor allem der sexistischen und
rassistischen Art nicht zusehen. Wir alle müssen zwischen unseren
Beobachtungen und uns selber eine Beziehung herstellen und unser Ängste und
Gleichgültigkeit überwinden. Die Komplizenschaft mit Gewalt ist eine Frage
von der wir uns nicht freisprechen können.
Wir protestieren gegen Gewaltakt.
Wir verurteilen auch die PassantInnen, die leider keine Zivilcourage
zeigten.
Wir erwarten, dass die Täter sobald wie möglich vor Gericht gestellt werden.
Wir rufen die Augenzeugen auf, sich bei den zuständigen Behörden zu melden.
Sie haben das Recht sich einzumischen!
Sie haben die Pflicht sich einzumischen!
Sie haben die Freiheit sich einzumischen!
Sie müssen ihren Mut aufbringen und Zivilcourage zeigen!
Im Namen der Föderation ATIGF, Hr. Nadir Aykut
A-1100 Wien, Wielandgasse 2-4
Für Rückfragen kontaktieren Sie bitte:
Herr Nadir AYKUT
telefonisch unter 06991 104 11 57
per mail: helinberfin at hotmail.com
*****
Newsletter der Initiative Minderheiten
Gumpendorfer Straße 15/13
A-1060 Wien
Tel. 586 12 49-18
Fax 586 82 17
http://www.initiative.minderheiten.at
http://www.gastarbajteri.at
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02 Stellungnahme zu Terror in GB/Isl. Glaubensgemeinschaft
von Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen <dieinitiative at gmx.at>
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Folgende Aussendung zu den Terroraktivitäten in Großbritannien wurde am
Dienstag gesendet und inzwischen mehrfach auch von Medien aufgegriffen:
Wiener Zeitung:
http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3858&Alias=wzo&cob=291955
religion.orf.at
http://religion.orf.at/projekt03/news/0707/ne070703_iggoe_fr.htm
islam.de:
http://islam.de/8624.php
Was können Muslime gegen Terror tun?
Stellungnahme der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich
Von muslimischer Seite bedarf es mehr als lediglich einer scharfen
Verurteilung der terroristischen Aktivitäten, die in Großbritannien
aufgedeckt wurden. Die klare Distanzierung von menschenverachtendem Terror
sollte nach leider immer wieder notwendigen Stellungnahmen inzwischen auch
von der Öffentlichkeit als selbstverständlich betrachtet werden. Reflexion
von muslimischer Seite ist jetzt ebenso gefragt wie die Formulierung
praktischer Konsequenzen.
Innermuslimische Aufklärung und Bildung setzt "Selbstreinigung" in Gang
Erschütternd ist die Tatsache, dass Ärzte in die Vorgänge verwickelt
scheinen. Als Angehörige einer Berufsgruppe, die wie kaum eine zweite mit
vorurteilsfreiem Dienst am Menschen verbunden wird, erschließt sich hier das
Ausmaß der Gefährlichkeit fanatischer Indoktrination. Dies soll auch die
muslimische Basis noch stärker als bisher motivieren, sich nicht nur
gegenüber Nichtmuslimen im Sinne der Aufklärung pointiert gegen Terror als
im krassen Widerspruch zu den Geboten des Islam zu positionieren. Diese
Haltung auch argumentativ aus dem Islam heraus begründen zu können, ist für
mögliche interne Debatten wesentlich. Damit können sich Muslime gegen
extremistische und den Zusammenhalt der Gesellschaft bedrohende
Einzelmeinungen verwahren.
Dieser "Selbstreinigungsprozess" funktioniert, wie wir gerade aus
österreichischer Perspektive für hiesige Verhältnisse beobachten können. In
Österreich haben wir durch den Islamunterricht an den öffentlichen Schulen
ebenso gute Voraussetzungen dafür, wie durch den meinungsbildenden inneren
Diskurs. In den Abschlussdokumenten der diversen Imamekonferenzen wird die
Identitätsfrage eindeutig beantwortet: Als Vereinbarkeit eines Bewusstseins
als Muslim/in mit dem Bekenntnis zu den Werten von Demokratie,
Rechtsstaatlichkeit, Pluralismus und Menschenrechten.
Warnung vor Entfremdung: Islamfeindlichkeit spielt Extremisten in die Hände
Dass Muslime sich als lebendiger Bestandteil Europas begreifen und hier
zunehmend nach gleichberechtigter Teilhabe auf gleicher Augenhöhe streben,
ist eine Tatsache. Dieser trotz mancher sozialer Spannungen und noch
aufzuarbeitender Fragen erfolgreiche Prozess darf durch einige wenige, die
Religion für eigene Zwecke instrumentalisierender gefährlicher Wirrköpfe
nicht aufgehalten werden. Die Gesellschaft braucht gerade jetzt die
Solidarität eines einigenden "Wir-Gefühls" und nicht die pauschalierende
Abgrenzung vor "den Muslimen", die dem Extremismus nur in die Hände spielen
würde. Extremisten käme nichts so gelegen, wie eine Betonierung jenes
falschen Bildes, das den Islam als "im Gegensatz zum Westen" sehen will.
Als Muslime sind wir von Extremismus mit "islamischer" Maske bedroht -
weniger darum, weil Anschläge alle gleichermaßen treffen könnten. Vielmehr
scheinen Fanatiker auf eine Entfremdung der Muslime von der
Mehrheitsbevölkerung hinzuarbeiten, um ihr geteiltes Weltbild von Muslimen
hier und sie umgebenden "Feinden" dort zu festigen. Auch wenn viele
wohltuende Wortmeldungen dazu aufrufen, dass Islam eben nicht mit Terror
gleichzusetzen sei und Muslime nicht unter Generalverdacht fallen dürften,
werden durch die Ereignisse Ängste weiter geschürt und Ressentiments
scheinbar bestätigt.
Gemeinsamer Kampf gegen Verbrechen - nicht ausgrenzender "Kulturkampf"
Zur Stärkung gegenseitigen Vertrauens ist das Verständnis gemeinsamer
Betroffenheit essentiell. Längst haben Muslime formuliert, dass bei
jeglichem Verdachtsmoment direkt mit zuständigen Behörden Kontakt
aufzunehmen sei - und nicht erst nach einer internen Beratung. Der "Kampf
gegen den Terror" ist genauso wie bei allen anderen derartig aktiven Zellen
in Europa (und der jüngste EUROPOL-Bericht weist an die 500 solcher
Vorkommnisse für 2006 aus, bei nur einem mit "islamistischem" Hintergrund)
als "Kampf gegen Verbrechen" zu führen und nicht als Kultur- oder
Wertekampf.
Wien, am 3. Juli 2007
www.derislam.at
--
Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen
www.islaminitiative.at
e-mail:dieinitiative at gmx.at
für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte:
Omar Al Rawi +43-650-3831942 al-rawi at gmx.at
Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449 baghajati at aon.at
Mouddar Khouja +43-6991-9685096 referent at derislam.at
Andrea Saleh +43-664-4147620 frauen at derislam.at
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C) EDITORIAL
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Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage:
* Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr *
* Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" *
* Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf *
* Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie.
Aber kurz und prägnant.*
Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine
Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und
rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch
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