widerst at nd mund: Donnerstag, 18. Jänner 2007
MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
analle at no-racism.net
Do Jan 18 07:59:31 CET 2007
widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
Mittwoch , Donnerstag, 18. Jänner 2007
Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr
www.no-racism.net/mund
In eigener Sache
und
in Eurem Interesse
in Zeiten wie diesen
ist eine kleine Umverteilung der MUND-Arbeit notwendig:
DER WIDERSTANDS-MUND SUCHT DRINGEND LEUTE,
DIE 1 X DIE WOCHE EINE AUSGABE ZUSAMMENSTELLEN WOLLEN
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A) INHALT
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AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN
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01 RADIO STIMME - DIE SENDUNG DER INITIATIVE MINDERHEITEN
von Radio Stimme <radio.stimme at initiative.minderheiten.at>
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02 The Politics of Culture: Re-engaging Uli
von ursprung <ursprung at mur.at>
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03 [literatur] neues vom uhudla von el awadalla <el at awadalla.at>
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04 Termine ab Mittwoch, den 17.Jaenner 2007
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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05 Donnerstagsende/17.1.:Ehe ohne Grenzen vor
Innenministerium/Prokop-Reaktionen
von "August Faschang" <august.faschang at oeticket.com>
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MELDUNGEN UND MEINUNGEN
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06 Zu Verschwörungstheorien von Thomas Schmidinger
von "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen"<dieinitiative at gmx.at>
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07 Prokop-Nachlese von <office at asyl-in-not.org> Asyl in Not
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08 KPÖ/Mindestlohn/Gesetz/Regierungsgprogramm
von KPÖ-Information <info at kpoe.at>
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09 KPÖ/Regierungserklärung/Koalition
von KPÖ-Information <info at kpoe.at>
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10 ACUS: Freie Bildung ist ein Menschenrecht
von "Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering"
<verin.stadtteilz.simmering at chello.at>
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11 Regierungsbildung: Der Inhalt des Koalitionsvertrags:
Migrationsabwehr, Militarisierung, Diskriminierung
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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12 EU/Moderne Zeiten: 1984? Jetzt kommt 2007!
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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13 Polizei/Fremdenrecht/UK: Pro Woche ein Toter
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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14 WWWebtip: U-Liste fuer Generika von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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15 die österreichische Untugend von "clemens ottawa" <cottawa at gmx.at>
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16 KPÖ/EU-Verfassung/Berger von KPÖ-Information <info at kpoe.at>
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17 GLB/Arbeitszeit/Flexibilisierung/Industrie
von "Gewerkschaftlicher Linksblock" <office at glb.at>
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18 Bartenstein und seine Pläne mit den Arbeitslosen
von regtseichauf at gmx.net
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19 Mädchen- und Jugendarbeit im Nachkriegs-Irak
von WADI Austria <wadi.wien at gmx.at>
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STUDENTENPROTESTE
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20 [al_news] SPÖ-Kapitulation un d Proteste / Veranstaltungen
von "AL-Antifaschistische Linke" <al at sozialismus.net>
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21 Regierungsbildung/Glosse: Demo-Impressionen
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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B) TEXTE
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01 RADIO STIMME - DIE SENDUNG DER INITIATIVE MINDERHEITEN
von Radio Stimme <radio.stimme at initiative.minderheiten.at>
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RADIO STIMME - DIE SENDUNG DER INITIATIVE MINDERHEITEN
Donnerstag, 18. Jänner 2007
13.00 Uhr, Orange 94.0 / Wien
Erkennen Sie die blassrote Handschrift?
Die Wende steht unmittelbar bevor! Tut sie das? Nach sieben Jahren schwarz-blau
gibt es nun wieder einen roten Kanzler. Doch anstatt linken Jubel über das Ende
der rechts-rechts Regierung gibt es wütende Demonstrationen gegen Alfred
Gusenbauer. Unterscheidet sich die neue Regierung tatsächlich nur um Nuancen
von der vorherigen? Radio Stimme hat ExpertInnen und NGO-VertreterInnen um
kurze Stellungnahmen zum Regierungsabkommen zwischen SPÖ und ÖVP gebeten.
Weitere Sendungsthemen:
- Eine Reise in die Welt der Begriffsdefinitionen und Vorurteile mit dem
Vergleichenden Wörterbuch der Ausländer/innenologie
- Magisterstudium Gender Studies an der Universität Wien
Diese Sendung wird weiters ausgestrahlt auf:
FREIRAD (Innsbruck) Do, 25. Jänner 2007, 12.00 Uhr
Radio AGORA (Kärnten) Do, 25. Jänner 2007, 19.00 Uhr
Radio HELSINKI (Graz) Sa, 27. Jänner 2007, 19.00 Uhr
Radio FRO (Linz) So, 28. Jänner 2007, 11.00 Uhr
******
-> Sendung verpasst? Das Internet-Archiv.
Diese und alle anderen Ausgaben von Radio Stimme sind in unserem digitalen
Sendungsarchiv jederzeit als Download und Stream abrufbar:
http://www.initiative.minderheiten.at/Radio
******
-> Sendung über's Internet hören.
Die Sendungen sind über den Internet-Livestream der Radiosender zur jeweils
angegebenen Sendezeit auch über das Internet zu hören.
Orange 94.0: http://streamintern.orange.or.at/live3.m3u
FREIRAD: http://www.freirad.at/live.m3u
Radio AGORA: http://www.cartwall.at/agora_mp3.m3u
Radio FRO: http://www.fro.at/livestream.php
HELSINKI: http://www.helsinki.at/live-stream.php
*****
--
Radio Stimme - Die Sendung der Initiative Minderheiten
Das politische Magazin zu den Themen Minderheiten - Mehrheiten -
Machtverhältnisse
on air:
Wien - Do, 13.00 Uhr - Orange 94.0 - http://www.orange.or.at
Innsbruck - Do, 12.00 Uhr - FREIRAD - http://www.freirad.at
Kaernten - Do, 19.00 Uhr - Radio AGORA - http://www.agora.at
Graz - Sa, 19.00 Uhr - Radio Helsinki - http://www.helsinki.at
Linz - So, 11.00 Uhr - Radio FRO - http://www.fro.at
on line:
weltweit - jederzeit - http://www.initiative.minderheiten.at
--
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http://strg.at
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02 The Politics of Culture: Re-engaging Uli
von ursprung <ursprung at mur.at>
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The Politics of Culture
Re-engaging Uli
Ausstellung, Workshop und Vorträge zur traditionellen nigerianischen
Malerei. Zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler setzen sich mit der
symbolischen bis abstrakten Kunst der Uli-Malerinnen auseinander, deren Werk
die europäische Moderne wesentlich beeinflusste.
Das im Oktober aufgrund der abgelehnten Visa-Anträge gescheiterte Projekt
mit der Pendulum Art Gallery (Lagos, Nigeria) kann nun im Jänner endlich in
Graz “landen” - mit einer Ausstellung, Vorträgen und Workshops von: Krydz
Ikwuemesi, Ndidi Dike, Angela Udeani Nkem, Okechukwu Nwafor, Peter Areh,
einer Videodokumentation des kollektiven Prozesses klassischer Uli-Malerei
und ausgewählten Arbeiten von Uli-Klassizisten.
Workshops Fr 19. - So 21. Jänner von 10:00 – 17:00 Uhr
Nach einer Einführung in Tradition, Techniken und Symbolik klassischer
nigerianischer Uli-Malerei* werden gemeinsam mit der renommierten Künstlerin
Ndidi Dike (www.ndididike.com/) und dem Theoretiker, Maler und Kurator C.
Krydz Ikwuemesi (www.heavensgate-ng.com/) in einem mehrtägigen Workshop u.a.
Wände im Kunstraum BAODO im NIL bemalt. Auf Basis der dabei gewonnenen
Erfahrungen werden die Prinzipien der Uli-Malerei aus moderner bzw.
postmoderner Perspektive reflektiert, und in einer zweiten Workshopphase auf
Leinwand, Papier und anderen Materialien weitergeführt.
Präsentation der Workshopergebnisse:
Di 23. 1. um 19:00 Uhr im Kunstraum BAODO im NIL
Dreihackengasse 42, 8020 Graz. Ausstellung bis 7. 2., Öffnungszeiten Mo – So
15:30 – 22:00
Workshopbeiträge für den dreitägigen Uli-Workshop (inkl. Materialkosten,
Mittagessen und Snacks): Eur 75,-. Ermässigungen für StudentInnen und
Mittellose möglich. Anmeldungen unter: 0316/32 44 34 oder
p.riesel at aai-graz.at. Weitere Infos auf www.crossingcultures.at
Do 25. Jänner
18:00 Uhr Vorträge: C. Krydz Ikwuemesi und Peter Areh: “Uli: History,
Essence and Prospects”
Der Vortrag ist in Englisch, wird jedoch zusammenfassend ins Deutsche
übersetzt.
20:00 Uhr Vernissage
Es spricht LH-Stv. Dr. Kurt Flecker
Arbeiten von Krydz Ikwuemesi, Ndidi Dike, Angela Udeani Nkem, Okechukwu
Nwafor, Uche Okeke, Obiora Udechukwu, Nneka Onwudinjo, Joseph Eze, Tayo
Adenaike, George und Nneka Odoh.
Ausstellungsdauer: 26. 1. - 11.2.
Öffnungszeiten: DI – SO 14:00 – 18:00 Uhr
Ort: ESC, Jakoministrasse 16, 8010 Graz
Uli: Vor der Christianisierung Nigerias war die Malerei Frauen vorbehalten:
In einem gemeinsamen, kollektiven Prozess bemalten sie die Außenwände von
Schreinen, Wohnhäusern und anderen öffentlichen Gebäuden. Diese abstrakte,
symbolische Malerei („Uli“) wurde auch als Körperbemalung appliziert und
ersetzte vor der Europäisierung die Kleidung. Elemente davon beeinflussten
und befruchteten die Arbeiten von europäischen Künstlern wie Picasso,
während sich zeitgleich an ihrem Entstehungsort deren Untergang ankündigte.
In den letzten Jahren begann jedoch auch in Nigeria eine Wiederentdeckung
von Uli: zeitgenössische KünstlerInnen setzen sich intensiv mit dieser
Tradition auseinander und lassen sich davon inspirieren – in der Malerei,
Skulptur, aber auch im Produkt- und Stoffdesign, in Performance und Musik.
Die Pendulum Art Gallery in Lagos dokumentierte 2003 die Arbeit der noch
lebenden Uli-Künstlerinnen und konzipierte eine Ausstellung, in der diese
traditionelle Malerei mit den Arbeiten zeitgenössischer afrikanischer
KünstlerInnen kontrastiert wird.
Eine Veranstaltung des Afro-Asiatischen Instituts Graz und The Syndicate“zum
Auftakt von Crossing Cultures.
“Crossing Cultures” - das Laboratorium für interkulturelle Kooperationen mit
den Ländern des Südens in der Steiermark.ist eine innovative künstlerische
Arbeits- und Begegnungsplattform des Afro-Asiatischen Instituts Graz.
http://syn.mur.at, www.crossingcultures.at
Wir danken dem Land Steiermark Kultur und dem Kulturamt der Stadt Graz sowie
allen KooperationspartnerInnen
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03 [literatur] neues vom uhudla von el awadalla <el at awadalla.at>
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eine ganz großartige neuigkeit:
der goarilla-srilla ist endlich da!
ein gorilla bricht aus und kommt auf seiner flucht an die
erstaunlichsten wiener plätze, hat dabei merkwürdige
begegnungen und findet - häppy end! - schließlich (s)ein
platzerl ...
ein wiener road-movie im dialekt (und andere
dialektgedichte) von el awadalla auf cd mit musik der gruppe splitter.
das ganze natürlich auch zum nachlesen als buch.
präsentation im salon uhudla:
16. 2. 2006, 19:30
salon uhudla, 1040 phorusgasse 7
bücher aus der edition uhudlaA gibts jetzt auf der neuen verlagshomepage
http://uhudla.awadalla.at/
jeden freitag von 11 bis 19 uhr ist buchhandlung uhudla geöffnet
(salon uhudla, 1040 phorusgasse 7).
andere termine:
"ICHT" von Christian Loidl
Fr, 19. Jänner 2007, 19 Uhr, Literaturhaus Wien, 1070, Zeiglergasse 26a
Leseaufführung - Christian Loidl Festival
3-Minuten-Textauszüge gelesen von EL AWADALLA, EUGEN BARTMER, MANFRED
CHOBOT, JUDITH FISCHER, CHRISTINE HUBER, GERHARD JASCHKE, NILS JENSEN,
OTTWALD JOHN, GÜNTHER KAIP, CHRISTIAN KATT (VA), KRISTA KEMPINGER, ILSE
KILIC, THOMAS NORTHOFF, DINE PETRIK, MECHTHILD PODZEIT-LÜTJEN, KARIN
SCHÖFFAUER, BIRGIT SCHWANER, ROLF SCHWENDTER, CHRISTA STIPPINGER,
GABRIELE STÖGER, SUSANNE TOTH, FRITZ WIDHALM und RENATA ZUNIGA Klang:
INSTITUT FÜR TRANSAKUSTISCHE FORSCHUNG
Erstaufführung einer bislang unbekannten Tonaufnahme: Auszüge aus "ICHT"
gelesen von Christian Loidl
(In Kooperation von Grazer Autorinnen Autorenversammlung, farnblüte und
1. Wiener Lesetheater)
13. 2. 2007, 20 uhr
dialekt-poetry-slam
tschocherl, 1150 wien, wurmsergasse 42
--
http://www.awadalla.at/
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04 Termine ab Mittwoch, den 17.Jaenner 2007
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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akin-Pressedienst.
Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 16. Jaenner 2007; 18:28
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>>>>>>>>>>>>>> Termine ab Mittwoch, den 17.Jaenner 2007
Aenderungen bitte uns bekanntzugeben! Telefonnummern ohne Vorwahl sind
Wiener Festnetz-Nummern.
> Staendiges
KUNDGEBUNGEN: Critical Mass (aka Radldemo, vormals RaF), j. 3.Fr. i. Monat,
16:30, 1050 Margaretenpl., http://criticalmass.at/
> Derzeitiges
Juedisches Museum, 1010 Dorotheerg.11, Tel. 535 04 31, So - Fr 10-18h, Do -
20h, bis 18.3.07 Ausstellung: Felix Salten Schriftsteller, Journalist,
Exilant: Von Josefine Mutzenbacher zu Bambi
Wien Museum, Ausstellung bis 25.2.07: Grosser Bahnhof - Wien und die weite
Welt. Freier Eintritt fuer Arbeitslose, Notstandshilfe-
bzw.SozialhilfeempfaengerInnen. 1040 Karlsplatz
MQ Zoom Kindermuseum/auch fuer Erwachsene - Ausstellung von Aerzte ohne
Grenzen: Leben auf der Flucht. Dauer bis 25.2.07, M o - Fr 8 - 16h, Sa, So
Feiertag und Ferien 9,30 - 15,30, Infos Tel. 524 79 08 oder
www.kindermuseum.at. Vom Erwachsenen-Eintritt geht eine Spende an Aerzte
ohne Grenzen. 1070 Museumsplatz 7
Oesterr. Theater Museum, bis 21.1.07: Arthur Schnitzler - Affairen und
Affekte. 1010 Lobkowitzpl. 2, taegl. ausser Montag 10-18h
Film-Museum, bis 8.2.07: Roberto Rossellini und der italienische
Neorealismus. 1010 Albertina
Vorbereitungstreffen fuer die FrauenLesbenMaedchen-DEMO am 8.3.07 finden
statt:: ab 18.1. jede Woche jew. Do um 19h. FZ 1090 Waehringer Str.59/Stiege
6
> Mittwoch, 17.1.
KUNDGEBUNG ab 14h am Minoritenplatz 1010 Wien gegen Gusi-Umfaller
Amerlinghaus, 19,30, Disk: Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten! Warum der
Umfaller der SPOe kein Zufall ist und was fuer Schluesse sind daraus zu
ziehen... 1070 Stiftg.8
Cafe Berfin, 19h, Disk: Der Zypernkonflikt. 1070 Siebensterng.46
iwk, 18,30, Rene Kuppe: Moeglichkeiten und Grenzen des Schutzes fuer
traditionelles Wissen indigener Voelker. 1090 Bergg.17
Graz, KF-Uni ab 14h DEMO "Gegen die Fortsetzung der Wende". Abschluss um
15,30 am Grazer Hauptplatz
Ibk. 19h, HoererInnenversamml. zu Gusi-Umfaller, HS 7 GeiWi Innsbruck. info:
forum.oeh.cc
> Donnerstag, 18.1.
PIWNICA, 18h, Ungarn - historischer Rueckblick. 1200 Jaegerstr.38
Cafe Dreiklang, 19h, Attac-Entschuldungs-Treffen. 1090 Wasag.28
Team Wien, 19h, Lesekreis zum "Kritischen EU-Buch" 1050
Margaretenstr.166/3/25
Kolpinghaus, 19,30, Vortrag von Felicia Langer: Noch Chancen auf den Frieden
im Nahen Osten? 1090 Althanstr.51/Liechtensteinstrasse
iwk, 18,30, Frauen schreiben gegen Hindernisse: Zwischen den Stuehlen.
Aspekte einer Forscherinnenkarriere in der Tschechoslowakei
Metro-Kino, 19,30, Frauen im KZ, Film: Zeugin aus der Hoelle/D/Jug/1965/67.
Vor Beginn jed. Spielsilms Impulsreferat von Univ.Prof.Dr.Frank Stern. 1010
Johannesg.4, Eintritt frei, Tel.531 26-3867
Linz: 11 Uhr, Demonstration gegen Gusi-Umfaller, Treffpunkt Hauptplatz
Innsbruck, Buchh.Widerin, 19h, Buchpraes: 50 Vorschlaege fuer eine
gerechtere Welt. Vortrag und Disk. mit Christian Felber. Sparkassenplatz
> Freitag, 19.1.
Metro-Kino, 19,30, Frauen im KZ, Film: Birkenau und Rosenfeld D/F/PL 2006.
Vor Beginn: Impulsreferat von Univ.Prof.Stern. 1010 Johannesg.4, Eintritt
frei, Tel. 531 26-3867
Amerlinghaus, 15h, Runder Tisch zum Grundeinkommen. 1070 Stiftg.8
Lhotzky-Literaturbuffet, 19h, Karl Fischbacher spricht ueber die Situation
und naechste Perspektiven von Mumia Abu-Jamal. Viele Infos aus dem Buch:
Wettlauf gegen den Tod - ein schwarzer Revolutionaer im weissen Amerika.
1020 Taborstr.28
ekh, 21h, 80er Party
FZ Bar, 19,30, Filmvorfuehrung: Vernichtungslager Uckermark - das
Maedchenkonzentrations- und spaetere Vernichtungslager. Veranst. nur fuer
Frauen. 1090 Waehringer Str.59/6, Eingang Prechtlgasse - laeuten
Linz, Volkshaus Kandlheim, 19h, Info- und Soliveranstaltung: Free the Five.
Edlbacherstr.1, Infos unter www.cuba.or.at
> Samstag, 20.1.
Kulturverein Zwischenraum, Fuehrung im Wien Museum, Treffpunkt 14h,
Ausstellung: Grosser Bahnhof. 1040 Karlsplatz, Anm. bei Ilse Grusch Tel.
0664-923 94 60
ekh, 21h, ArchitekturstudentInnen Party. 1100 Wielandg.2-4
Audi-Max der TU, ab 16h Filmland KUBA. 1060 Getreidemarkt 9
SOL Gernarlversammlung ab 10h im Fluechtlingsheim der Caritas. 1150 Robert
Hamerlingg.7/Eingang Hangluessgasse - 5 min vom Westbahnhof.
Kommun. Initiative, 17h, 1160, Rankgasse 2: Diskussion: "Widerstand und
Gegenwehr - die Politik der revolutionaeren und antiimperialistischen Linken
in Oesterreich 2007" mit Otto Bruckner + "Der Kampf gegen Imperialismus und
Krieg weltweit und die Aufgaben der KommunistInnen" mit Michael Opperskalski
+ anschl. ArbeiterInnenliederabend mit Christian "Gigs" Buchinger
Salzburg, Brunauer Zentrum, 10-17h, Seminar: "(Menschenrechts-) Gerechter
Krieg. Menschenrechte und militaerische Gewalt. Elisabethstr.45a, Anm: Tel.
0662-873931, office at friedensbuero.at
> Sonntag, 21.1.
Filmcasino, Mateinee um 13h: Arbeiterkontrolle in Venezuela - 5 Fabriken.
Anschl. Gespraech mit Oliver Ressler. Der Film laeuft auch im Abendprogramm
des Filmcasino. 1050 Margaretenstr.
Salzburg, Infoladen, 20h, Kino: Guerilleros in den kurdischen Bergen. Doku/F
2006. Lasserstr.26
> Montag, 22.1.
Literaturhaus, 19h, Projektpraesentation in Bild und Ton: Literatur und
Politik. Schriftsteller als Abgeordnete. 1070 Zieglerg.26a
Austria Center, 10-16h UG/Unabhaengige GewerkschafterInnen-Konferenz. 1220
UNO City/Austria Center
> Dienstag, 23.1.
Inst.Wissensch. vom Menschen, 18h, Karl Oellinger, Cornelia Klinger: Was ist
oeffentlich, was ist privat? 1090 Spittelauer Laende 3, U 4 Friedensbruecke
Amerlinghaus, 19h Film & Disk. Gewaltfreier Widerstand im Westjordanland.
1070 Stiftg.8
iwk, 18,30, Ferdinand Ruzicka: Mobilfunk und Gesundheit. 1090 Bergg.17
Gruenes Haus, 17h, IGS Jour fixe: Rette sich wer kann: von der
Arbeitslosigkeit in die Pension. Vortrag von Willi Poell/AMS. 1070
Lindeng.40
Salzburg, GESWI, 20h, Vortrag & Disk: zum Thema: Geschichte und Praxis des
Linksradikalismus. Rudolfskai 42
> Mittwoch, 24.1.
que(e)r, 20h, Buchpraes: Menschenrechte der Frau in der Tuerkei. 1010
Wipplingerstr.23
ekh, 20h, subversive Kantine: besetzte Fabriken in Argentinien. 1100
Wielandg.2-4
Rotpunkt, 19,30, Kabarett : BZOe - B(enjamin) Z(erstoert) Oe(sterreich) oder
der Kampf gegen die Realsatire. 1050 Reinprechtsdorferstr.6
7stern, 19h, Gedenkveranstaltung fuer Grete Jost. 1070 Siebensterng.31
Linz, BH Betriebsseminar 18h, Arbeitrsgruppentreffen Tauschkreise und
Regionalwaehrung. Kapuzinerstr.49
Innsbruck, Uni Inst.fuer Alte Geschichte, 19h, Vortrag: Hamas - der
Politische Islam in Palaestina. Innrain 52/IV
> Donnerstag, 25.1.
Rep.Cklub, 19h, Vortrag und Buchpraes. in englischer Sprache: The Bush
Years. 1010 Rockhg.1, Cafe Hebenstreit
Piwnica, 18h, SLP-Disk: Ungarn - heute. 1200 Jaegerstr.38
Juedisches Museum, 18h puenktlich Museum unter der Lupe: Frauen -
Geschichte/n. Kuratorin Gabriel Kohlbauer-Fritz bereitet gerade die
Austellung: Beste aller Frauen. Weibliche Dimensionen im Judentum, vor.
Dabei erlaeutert sie ihre Arbeit. 1010 Dorotheerg.11
Oesterr.Orient Ges., 18h, Vortrag Gudrun Harrer: Irak - zwischen regionalen
Interessen und internen Konflikten. 1010 Dominikanerbastei 6/6
ekh, 20h unzumutBar
> Freitag, 26.1.
ekh, 20h, Vortrag Disk: Geschichte und Praxis des Linksradikalismus. Anschl.
Konzert mit Duesenjaeger + Brambilla. 1100 Wielandg.2-4
7stern, 19h, Disk: Rifondazione Comunista/Italien als Teil der Regierung -
erste Bilanz, Erfahrungen, Fragen und Probleme. Welche Herausforderungen
stellen sich fuer die Europaeische Linke? Es spricht ein/e GenossIn der
Rifondazione Comunista. Ein Veranst.des internat. Arbeitskreises der KPOe
Amerlinghaus, 19h, Ausstellungseroeffnung: Zur Weltlage - Kampf der
Zivilisationen? Posthistoire? Krieg der politischen Religionen? Terror des
Kapitals? Exil: Vogelfreiheit oder neue Humanitaet? 1070 Stiftg.8
Graz, Maria Trost, bis 27.1. gesellschaftspolitische Tagung: Armutsfalle
weiblich - Wege aus der Frauenarmut. Anm: Tel. 0316/391131-26,
office at mariatrost.at
> Montag, 29.1.
TU, 9h ganztaegige Messe: fit - Frauen in der Technik.. 1040
Gusshausstr.27-29, Infos www.fitwien.at, tel. 789 45 45
Literaturhaus, 19h, Lesung: Erstes Wiener Lesetheater: Karl Kraus - Die
letzten Tage der Menschheit. 1. Akt ab Szene 9. 1070 Zieglerg.26a
Salzburg BH St.Virgil, Tagung bis 30.1.: Was veraendert ein Grundeinkommen?
Tel.0662-65901-514, office at virgil.at
> Dienstag, 30.1.
I DA, 20h, Gratisfilm: Punks in Ostberlin & Slime: Wenn der Himmel brennt.
1080 Blindeng.38
> MIttwoch, 31.1.
ekh, 20h, Politdiskubeisl INFOS zu AK57 Budapest. 1100 Wielandg.2-4
que/e/r, 18,30, AUFbrueche - Buchpraes. und Lesung: Textsammlung -
feministische Portraets und Lebensbilder. 1010 Wipllinger
Str.23/Stiegenabgang
Hauptbuecherei am Guertel, 19h, Sachbuch im Gespraech: Christoph Reinprecht:
Nach der Gastarbeit. Prekaeres Altern in der Einwanderungsgesellschaft. 1150
Urban Loritz Platz 2a
MQ, 15h im Museum Moderner Kunst. Museum fuer SeniorInnen, Fuehrung und
Kunstgespraech mit Dieter Schrage. 1070 Museumsplatz 1
> Donnerstag, 1.2.
Rep.Club, 19h, Info-Veranstaltung des Frauenwohnprojekts ro*sa (urban,
generationen- und kulturenuebergreifend, Maenner als Partner wilkommen,
Alleinerzieherinnen wichtige Zielgruppe, Vertraege in Frauenhand) ueber
aktuelle Plaene und vorauss. Standorte. 1010 Rockhg.1/Eingang Cafe
Hebenstreit. Infos mariana.potocnik at chello.at
Sargafbrik, 20h, Konzert mit Trixi 9dlinger und die geringfuegig
Beschaeftigten. 1140 Goldschlagstr.169, Tel. 98898/111
> Freitag, 2.2.
AUGE-Buero, 16h BetriebsraetInnen Jour fixe: Mitwirkungsrechte des
Betriebsrates. Mit Albert Steinhauser. Anm: Tel. 50 51 952/0 , 1040
Belvedereg.10
Cafe Wunderer, 17h, IGS - Gruener 55 plus Stammtisch zum Thema: Sollen
Gruene regieren wollen, und um welchen preis? mit David Ellensohn. 1140
Hadikg.62/ U 4 Kennedybruecke
> Samstag, 3.2.
AUF-Lokal, 14-19h, open house mit Lesungen von Autorinnen: Ditha
Brickwell/Traude Korosa/Elisabeth Waeger. Auch Verkauf der Buecher der
Autorinnen. 1010 Kleeblattg.7
St.Georgen/Ktn., Bildungshaus, 9-21h Seminarreihe: Sich gewaltfrei
einmischen. Zu politische Ethik, staatsbuergerlicher Gehorsam und
Ungehorsam, Religionssoziologie, Kulturethik. Anm. Tel. 04213/2046-33,
office at bildhungshaus.at
> Sonntag, 4.2.
ekh, ab 10h weiberfruehstueck. 1100 Wielandg.2-4
> Montag, 5.2.
ACHTUNG, heute keine Redaktionssitzung, die naechste ist am 12.2. ab 18h.
1170 Lobenhauerng.35/2
> Dienstag, 6.2.
ACHTUNG, heute keine akin-produktion. Am 13.2. wird ab 13 uhr die akin nr. 5
34. Jahrgang, produziert. 1040 Belvedereg.10
Rep.Club, 19h, Buchpraes. und Disk: Zwischen Anspruch und Anpassung -
Journalisten und der Presseclub Concordia im Dritten Reich. 1010 Rockhg.1
Gruenes Haus, 17h, IGS Jour fixe: Wenn der Verkehr die Menschen ueberrollt -
Verkehrs/w/ende? 1070 Lindeng.40, Kantine
***************************************************
Der akin-pd ist die elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen
Wiener Wochenzeitung 'akin'. Texte im akin-pd muessen aber nicht
wortidentisch mit den in der Papierausgabe veroeffentlichten sein. Nachdruck
von Eigenbeitraegen mit Quellenangabe erbeten. Namentlich gezeichnete
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05 Donnerstagsende/17.1.:Ehe ohne Grenzen vor Innenministerium/
Prokop-Reaktionen <august.faschang at oeticket.com>
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Liebe Leute!
++++++++1) ENDE DES DONNERSTAGS
++++++++2) 17.1.:EHE OHNE GRENZEN VOR INNENMINISTERIUM
++++++++3) PROKOP-REAKTIONEN
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++++++++1) ENDE DES DONNERSTAGS
Auch wenn das Paradies dadurch leider nicht ausgebrochen ist, die
Regierungsbeteiligung der rechtsextremen Parteien (FPÖ, BZÖ) ist beendet.
Deshalb wurde am Donnerstag, dem 11.1., nach einem letzten Besuch des
Ballhausplatzes vereinbart, dass die Donnerstagsaktivitäten vor dem
Bundeskanzleramt eingestellt werden.
Weiters wurde gemeinsam festgelegt, dass es in Zukunft an jedem ersten
Donnerstag im Monat ein Treffen im Käuzchen (Ecke Neustiftgasse/Gardegasse)
geben soll. Das erste derartige Treffen wird daher am 1.2.2007 stattfinden.
Bei diesen Treffen soll es u.a. die Möglichkeit geben, besonders
unappetitliche politische Entwicklungen zu thematisieren und eventuell
gemeinsame Aktivitäten zu besprechen. Treffen ab 20Uhr, etwaige
Besprechungen gemeinsamer politischer Aktivitäten ab 20Uhr30.
++++++++2) 17.1.:EHE OHNE GRENZEN VOR INNENMINISTERIUM
HOCHZEITSMARSCH - RELOADED
EINLADUNG ZUR WÖCHENTLICHEN KUNDGEBUNG DER INITIATIVE: EHE OHNE GRENZEN
Mittwoch 17.1.2006 17:00 Herrengasse 7 A-1010 Wien
Die 38.Kundgebung der Initiative. Hat sich in all den Wochen etwas
verändert, die Situation verbessert? Nein! Die einen warten noch immer
darauf, dass ihre Anträge aus dem Vorjahr bearbeitet werden, die anderen
fürchten noch immer, dass ihre PartnerInnen ausreisen müssen, Familien
auseinandergerissen werden. Das Fremdengesetz ist jetzt seit über einem Jahr
in Kraft - können Sie sich vorstellen wie sich (staalich erzeugte)
Illegalität anfühlt, über Monate hinweg? Wie es sich anfühlt, seine Zukunft
als Familie in keinster Weise planen zu können, über Monate hinweg. Wie es
sich anfühlt, als qualifizierter, hoch motivierter Mensch nicht arbeiten zu
dürfen? Nein? Wissen Sie nicht? Wir stehen für Fragen gerne zur Verfügung.
Die Gruppe der Betroffenen wächst - täglich. Täglich neue Betroffene und
doch immer die selben Probleme ....und täglich grüßt das Murmeltier ...und
täglich wiehert der Amtsschimmel. Wir laden zum Hochzeitsmarsch - reloaded
aufs Innenministerium.
++++++++3) PROKOP-REAKTIONEN
Der Text zum Tod von Prokop in der letzten Donnerstagsaussendung hat
zahlreiche Reaktionen hervorgerufen. Danke allen, die auf den Text
geantwortet haben!!! Es tut wirklich gut, wenn mensch merkt, dass er die
Aussendungen nicht ins Leere sendet! Ich bin natürlich auch für kritische
Reaktionen immer dankbar, an denen ich meine Gedankengänge schärfen kann.
Wenn es - wie im Fall des Prokop-Textes - einmal wirklich ausschließlich
positive Rückmeldungen gibt, ist das ehrlich gesagt auch mal sehr angenehm
für das Gemüt des Schreiberlings.
Weiterverbreitung erwünscht!
ligrü Gustl
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MELDUNGEN UND MEINUNGEN
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06 Zu Verschwörungstheorien von Thomas Schmidinger
von "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen"<dieinitiative at gmx.at>
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Zu Verschwörungstheorien von Thomas Schmidinger
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Wölfe im Schafspelz?
KOMMENTAR VON OMAR AL-RAWI
Replik auf Thomas Schmidinger, der versucht, eine Weltverschwörungstheorie
von bedrohlicher muslimischer Unterwanderung in Österreich zu verbreiten.
Nicht zuletzt seit der Aussage der ver storbenen Ministerin Prokop über die
"Integrationsunwilligkeit von 45 Prozent der Muslime in Österreich", die sie
aus einer umstrittenen Studie herauslas, reißt die Debatte über den Islam in
Österreich nicht ab. Hinzu kommen weltpolitische Ereignisse. Fast alle
Konflikte und Kriege haben muslimische Länder zum Schauplatz. Die
schrecklichen Terrorangriffe in New York, Madrid und London wurden im Namen
des Islam durchgeführt und trugen den Konflikt scheinbar bis vor unsere
Haustür. So ist nicht verwunderlich, wie um den Islam und Muslime ein neuer
Fokus entstanden ist. Dass man sich für diese Religion mehr interessiert,
ist normal. Fragen ganz besonders an die hier lebenden Muslime zu stellen,
wie sie zu all diesem stehen, ist eine logische Folge. In diesem Diskurs ist
es aber immens wichtig, Klischees, Vorurteile und Verallgemeinerungen zu
vermeiden. Auch rassistische Zuschreibungen wären als solche zu enttarnen.
Fatal wäre es auch, wollte man abweichend vom Vertrauensgrundsatz Muslimen
prinzipiell Doppelzüngigkeit und finstere Absichten unterstellen, wenn sie
sich äußern. Gerade dieses Problem der Voreingenommenheit und letztlich
zusammenfantasierter Ressentiments bildet den Nährboden für das Gift der
Islamfeindlichkeit. Die zuletzt präsentierte Studie der Europäischen
Beobachtungsstelle gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit über die
Islamophobie in Europa zeigt solche Aspekte genau auf. Thomas Schmidinger
tappt prompt in diese Falle, wenn er integre und durch ihre langjährige
Arbeit anerkannte Personen mit ungeheuerlichen Aussagen und nicht
nachweisbaren Unterstellungen zu diffamieren sucht. Er versucht mit einem
Konstrukt angeblichen "Networkings islamistischer Muslimbrüder" eine
Weltverschwörungstheorie von bedrohlicher muslimischer Unterwanderung in
Österreich zu verbreiten. Belege für diese Behauptung bleibt der laut
eigener Definition "Philozionist" und bekannte "Antideutsche" dabei
schuldig, seine Argumentation beschränkt sich auf subjektive Bewertungen.
Fakt ist aber, dass drei der von ihm auf diese Weise zur Zielscheibe
erkorenen Personen syrischer Herkunft sind, was sie und ihre
Familienangehörigen dort in Gefahr bringen kann. Denn in Syrien steht auf
die Mitgliedschaft zur Moslembrüderschaft die Todesstrafe und werden
Verwandte solcher Personen zum Teil systematisch schikaniert. Robert Misik
beschrieb die Gedankenwelt und das Weltbild der "Antideutschen" unter
anderem so: "Sie kommen, wie der Name schon vermuten lässt, ursprünglich aus
der Bundesrepublik, haben da unter begabten Jungakademikern einen gewissen
Einfluss erlangt, sind aber auch hierzulande rührig: Aktiv um das Café
Critique, haben sie die einstige Zivildienerzeitung ContextXXI usurpiert und
auch das bisher renommierte Dokumentationsarchiv des österreichischen
Widerstandes ein bisschen angesteckt. Die grundlegende Gedankenreihe der
antideutschen Narretei ist einfach - sie sind obsessiv auf Deutschland
fixiert. Deutschland ist für sie, was es immer, vor allem so um 1940 war:
faschistisch, eine Gefahr für den Weltfrieden, Agentur des Völkischen.
Deutschland ist böse. Folglich sind alle, die von Deutschen kritisiert
werden, gut. Also auch George W. Bush. Vor allem sind die Deutschen
Antisemiten. Also sind alle Juden gut - auch Ariel Sharon. Die Moslems sind
gegen die Juden, also gewissermaßen Deutsche." Für sie ist die
Friedensbewegung nur "Demomob". Nach dem Fall Bagdads beglückwünschten sie
in vollendeter Förmlichkeit "die Regierungen der Vereinigten Staaten von
Amerika und Großbritanniens" zu ihrem Sieg. Und die antideutsche Berliner
Zeitschrift "Bahamas" forderten nach dem 11. September amerikanische Bomben
auf islamische Zentren in Deutschland. Und die Antiglobalisierungsbewegung
hat für sie überhaupt faschistoide Tendenzen. Fairerweise muss aber erwähnt
werden, dass gerade die radikalsten "Antideutschen" Thomas Schmidinger
kritisiert haben. Gerade wegen seiner Kontakte zur Islamischen Irakischen
Partei wurde er von den "Bahamas" als der "Mufti of Marxism" bezeichnet, und
Stephan Grigat von Café Critique kritisierte in einem Artikel in der
"Presse" seine Zurückhaltung und mangelnde Solidarität mit Israel während
des Libanonkrieges. Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Arbeit und
den Ergebnissen der "Initiative Muslimische ÖsterreicherInnen" wäre von
Interesse. Durch Besuch der Homepage www.islaminitiative.at kann sich jeder
selbst von der Haltung dieser Gruppierung überzeugen. Die Organisation der
Europäischen Imame-Konferenzen, bei denen klar das Bekenntnis zu
Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, Menschenrechten und Pluralismus im Zentrum
steht, Wege der Integration besprochen werden und eine Absage an Terror und
Gewalt erfolgt, ist doch etwas, worauf man wirklich stolz sein kann. Auch
das Engagement gegen die Genitalverstümmelung bei Frauen, Rassismus,
Antisemitismus und die Arbeit im NGO-Bereich und der interreligiöse Dialog
mit den Kirchen und der jüdischen Gemeinde sowie der Kontakt zu
feministischen Gruppen im Sinne der Vernetzung von Arbeit für Frauenrechte
und das Verfassen von Artikeln und Kommentaren ist mehr als lobenswert. Und
schließlich ist die politische Arbeit mit und innerhalb der österreichischen
Parteienlandschaft, inklusive Wahlkampf, ein demokratisches Recht, das
hoffentlich auch Muslimen in Österreich zusteht. Oder ist all dies, wie das
Realisieren von Kommunalprojekten z. B. den ersten islamischen Friedhof in
Wien, ein islamistisches Komplott? Die Schura-Moschee ist auch stolz, immer
wieder humanitäre Projekte mit Spenden zu unterstützen. Dies geschah im
Rahmen der Hochwasser-Katastrophe in Österreich, zu Gunsten von
StundentInnen, die sich die Studiengebühr in Österreich nicht leisten
konnten, und auch für das Projekt "Aladins Wunderlampe", bei der krebskranke
Kinder in Basra betreut werden. Empfänger waren unter anderem die
Volkshilfe, das Österreichische Hilfswerk und die Gesellschaft für
Österreichisch-Arabische Beziehungen. Die Forderung Schmidingers, dass auch
die Stimmen säkularer österreichischer Muslime hörbar gemacht werden sollen,
kann ich voll unterstreichen, zähle ich mich doch auch dazu. Es sei denn,
Thomas Schmidinger teilt jene Meinung, wie sie die Islamstudie des
Innenministeriums durch die Unterteilung der Muslime in vier Gruppen
vermittelt, wobei "säkular" ausschließlich als anti- bzw. unreligiös
verwendet wird? In diesem Fall wüsste ich wiederum nicht, wie man sich dann
zu religiösen Fragen und der Einstellung des Islam umfassend als
Außenstehender äußern soll. Eine von den Muslimen anerkannte Auslegung und
Interpretation des Korans wird trotzdem eine Domäne der Gelehrten und Imame
bleiben. Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich ist eine
Körperschaft des öffentlichen Rechts und vertritt die religiösen
Angelegenheiten der Muslime in Österreich. Genauso wie es die katholische
Kirche oder die israelitische Kultusgemeinde für ihre Mitglieder tut. Jede
Muslima bzw. jeder Muslim in Österreich hat das Recht, dort aktives Mitglied
zu sein. Die Tore für Mitarbeit sind offen, egal welcher ethnischen
Zugehörigkeit bzw. Rechtschule Muslime angehören. Alle sind herzlich
willkommen. Die Behauptung, dort handele es sich um einen Hort von
Fundamentalisten, Islamisten oder Muslimbrüdern wird mit aller
Entschiedenheit als völlig absurd zurückgewiesen. Schließlich gehört es
bekanntlich zur Linie, als österreichische Institution frei von
Außeneinflüssen und unabhängig zu sein. Wie Muslime in Österreich in den
letzten Jahren unter dem Motto "Integration durch Partizipation" ein
eigenständiges Gesicht gewinnen, spricht für sich und macht Schmidingers
Artikel zu einem infamen Machwerk, das dem dienen soll, was er angeblich
bekämpft: Hass unter die Leute zu bringen.
Dipl.-Ing. Omar Al-Rawi ist Integrationsbeauftragter der Islamischen
Glaubensgemeinschaft in Österreich und Mitbegründer der Initiative
muslimischer ÖsterreicherInnen.
http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=m&ressort=g&id=611495
--
Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen
www.islaminitiative.at
e-mail:dieinitiative at gmx.at
für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte:
Omar Al Rawi +43-650-3831942 al-rawi at gmx.at
Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449 baghajati at aon.at
Mouddar Khouja +43-6991-9685096 referent at derislam.at
Andrea Saleh +43-664-4147620 frauen at derislam.at
--
Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen
www.islaminitiative.at
e-mail:dieinitiative at gmx.at
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Omar Al Rawi +43-650-3831942 al-rawi at gmx.at
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Mouddar Khouja +43-6991-9685096 referent at derislam.at
Andrea Saleh +43-664-4147620 frauen at derislam.at
Liebe Brüder und Schwestern, liebe Interessierte!
Wir hoffen, dass die so an Euch zugehenden Informationen auf
Euer Interesse stoßen.
Wir versenden über den Verteiler nicht nur Neuigkeiten, die die
eigenen Aktivitäten betreffen, sondern auch Zeitungsartikel, die
im weitesten Sinn mit dem Islam und Integration zu tun haben
oder ähnliches.
Diese spiegeln natürlich nicht unbedingt unsere eigene Meinung
wieder, sind aber gut, um das Meinungsspektrum zu sichten. Wir
freuen uns über jede Rückmeldung.
Selbstverständlich kann auch alles an Freunde,Bekannte
usw.weitergemailt werden.
Für die Publikation in eigenen Homepages bitten wir jedoch um
vorherige Rücksprache.
Bitte achten Sie bei Zeitungsartikeln auf das Copyright.
Alle Inhalte dienen der persoenlichen Information.
Eine Weiterverwendung und Reproduktion ueber den
persoenlichen Gebrauch hinaus ist nicht gestattet.
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07 Prokop-Nachlese von <office at asyl-in-not.org> Asyl in Not
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Solidarität!
Wir veröffentlichen Reaktionen zur Prokop-Affäre und zu den Drohungen gegen
Michael Genner.
„Große Zeit“
Lieber Genner, der Zweck dieses Briefes ist, mit Ihnen Solidarität zu üben.
Solche Drohungen sind oft genug nicht mehr als das, aber leider ist das für
die Person selbst wenig beruhigend. Es ist das selbe Gesindel wie die SA,
hier der Ku Klux Klan, American Nazis u.s.w., es gibt hunderte davon. Wir
leben wahrlich in einer "großen“ Zeit, die ich gerne etwas weniger
interessant sehen würde. Falls ich irgend helfen kann, bitte lassen Sie es
mich wissen.
Dr. Erich H. Loewy
Professor of Medicine (emeritus)
Founding Alumni Association Chair of Bioethics
Associate of Philosophy
University of California, Davis
Kälte und Heuchelei
Ich teile nicht Michael Genners Befriedigung über den Tod von Frau Liese
Prokop, wohl aber jedes Wort seiner Beurteilung ihres Wirkens als
Innenministerin, vor allem soweit es ihre menschenverachtende Flüchtlings-
und Fremdenpolitik betrifft.
Mit einer Kälte, Heuchelei und Xenophobie ohnegleichen hat sie selbst den
Zynismus ihres Vorgängers noch übertroffen. Die von ihr verantworteten
Gesetze, von gewissenlosen Parteien parlamentarisch abgesegnet, hatten und
haben unsägliches Leid der Ärmsten der Armen, der schutz- und hilflosen
Frauen, Kinder, Gefolterten und Traumatisierten zur Folge.
Es war die ach so menschliche, warmherzige Christin, die die Verfolgung von
Ehepaaren eingeführt und das jahrelange Zerreißen von Familien noch
verstärkt hat. Es war sie, die sich der Verdreifachung der Zahl der
Schubhäftlinge rühmte, d.h. der Regierungskriminalität in Form der
Inhaftierung schuldloser Menschen. Es waren ihre Beamten, die ungestraft
gefoltert und getötet haben, und es waren und sind ihre Mitarbeiter, die
ihre Gesetze als perfekte Schreibtischtäter in bester Tradition eines Adolf
Eichmann exekutieren, Gesetze, die im moralischen, wenn schon nicht
völkerrechtlichen Sinne Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellen.
Michael Genner, der tagtäglich die Folgen dieser Politik, das Leiden ihrer
Opfer erlebt, hat in einem Punkt leider nicht Recht: von einem
Ministerwechsel ist eine menschenwürdige Politik, ist Achtung vor den
Menschenrechten von der Mehrheit hiesiger Politiker nicht zu erwarten.
Dennoch: es sei ihm gedankt, dass er die Wahrheit ausgesprochen hat.
Dr. Irmgard Hutter
Gründungsmitglied und ehemalige Vorsitzende von Amnesty International in
Österreich,
ehemaliges Mitglied des Internationalen Exekutivkomitees von Amnesty
International
Menschlich verständlich!
Als Rechtsanwältin bin ich mit den Auswirkungen eines menschenverachtenden
Fremdenrechts konfrontiert: Frauen werden von ihren Männern getrennt, Kinder
von ihren Vätern, die in Länder abgeschoben werden, wo den Abgeschobenen
Haft zu unvorstellbaren Bedingungen und die Todesstrafe droht. Erbarmungslos
wird in Länder wie China abgeschoben! Und das auch bei noch anhängigen
Verfahren! Für die Verhängung eines Aufenthaltsverbots reicht es, dass ein
verzweifelter Asylwerber mittellos ist. Manche treten verzweifelt in den
Hungerstreik - das unter Innenministerin Prokop in Kraft getretene
Asylgesetz sieht dann Zwangsernährung vor. Wenngleich die Äußerungen Genners
als pietätlos abzulehnen sind: Menschlich verständlich ist seine Reaktion
allemal.
Dr. Astrid Wagner
Rechtsanwältin
1010 Wien
Spendenkonto:
Asyl in Not,
P.S.K., Kontonummer 92.034.400
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08 KPÖ/Mindestlohn/Gesetz/Regierungsgprogramm
von KPÖ-Information <info at kpoe.at>
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KPÖ fordert neuerlich gesetzlichen Mindestlohn
Österreich bleibt hinter anderen EU-Ländern zurück
Die Notwendigkeit eines gesetzlichen Mindestlohns wird indirekt auch vom ÖGB
anerkannt, meint KPÖ-Bundessprecher Mirko Messner zu
diesem Punkt im Regierungsprogramm. In der Stellungnahme des ÖGB heißt es
nämlich dazu „es fehlt eine Regelung, um einen
General-Kollektivvertrag mit Euro 1.000 Mindestlohn auch auf jene
Arbeitnehmerinnen auszudehnen, die keinem Kollektivvertrag
unterliegen“.
Abgesehen davon, dass die Regierung Wirtschaftskammer und Gewerkschaften als
Verhandlungspartner keinen General-KV verordnen sondern
einen solchen bestenfalls empfehlen kann, gibt es Gruppen von Beschäftigten,
für die überhaupt kein Kollektivvertrag existiert, so
etwa Beschäftigte bei FreiberuflerInnen wie RechtsanwältInnen, ÄrztInnen,
ArchitektInnen etc. Ein gesetzlich verankerter Mindestlohn
würde daher nicht nur allen Berufsgruppen zugute kommen, sondern auch die
Verhandlungsposition der Gewerkschaften stärken. Die KPÖ
betont dazu, dass bekanntlich auch andere Regelungen für Lohnabhängige aus
guten Gründen per Gesetz erfolgen.
Laut Regierungsprogramm soll sowohl zur Armutsbekämpfung als auch für eine
Besserstellung der Frauen „ein Mindestlohn von 1000 Euro
im Monat auf Vollzeitbasis durch die Sozialpartner im Rahmen eines
Generalkollektivvertrages umgesetzt werden“. Tausend Euro brutto
bedeuten freilich nur 820 Euro netto und liegen also unter der offiziellen
Armutsgrenze von 848 Euro und nur geringfügig über der
geplanten Mindestsicherung von 726 Euro.
Die KPÖ fordert daher einen gesetzlichen Mindestlohn von 1.300 Euro brutto
für alle Vollzeitarbeitsverhältnisse bzw. acht Euro pro
Stunde bei Teilzeitarbeit und verweist darauf, dass es bereits in 18 der 27
EU-Länder solche gesetzliche Mindestlöhne gibt. Von
vergleichbaren Ländern gibt es in Luxemburg (8,69 Euro pro Stunde),
Frankreich (8,03), den Niederlanden (7,96), Großbritannien
(7,80), Irland (7,65) und Belgien (7,48) solche Mindestlöhne. In Deutschland
wird von Gewerkschaften und der Linkspartei.PDS ein
Mindestlohn von acht Euro pro Stunde gefordert.
Österreich als eines der reichsten EU-Länder - das mittlerweile beim
Bruttoinlandsprodukt sogar die Schweiz überholt hat - ist
hingegen noch weit von einem vergleichbaren Mindestlohn entfernt. Derzeit
gibt es in 49 Branchen in Österreich kollektivvertragliche
Mindestlöhne unter tausend Euro brutto, in zwanzig davon sogar unter 900
Euro. Hingegen gibt es in der Metallindustrie bereits einen
Mindestlohn von mehr als 1.300 Euro.
„Angesichts der realen Einkommensverhältnisse in vielen Branchen, der
schwachen Inlandsnachfrage durch seit Jahren stagnierende
Löhne, der gestiegenen Produktivität und dem anhaltenden Teuerungsschub seit
der Einführung des Euro ist ein gesetzlicher
Mindestlohn von acht Euro pro Stunde voll gerechtfertigt“, bekräftigt Mirko
Messner abschließend.
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09 KPÖ/Regierungserklärung/Koalition
von KPÖ-Information <info at kpoe.at>
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Koalition blind und taub in punkto Umverteilung
KPÖ kritisiert Regierungserklärung als Fortsetzung neoliberaler Politik
„Das Schönreden sozialer Grauslichkeiten ändert nichts daran, dass die
Neuauflage der rotschwarzen Koalition die Fortsetzung der
neoliberalen Regierungspolitik ist“, stellt KPÖ-Bundessprecherin Melina
Klaus zur Regierungserklärung von Bundeskanzler Alfred
Gusenbauer (SPÖ) im Parlament fest.
Entsprechend seinem Credo einer „solidarischen Hochleistungsgesellschaft“
will Gusenbauer offenbar ein mit dem neoliberalen
Turbokapitalismus kompatibles Solidaritätsverständnis definieren, wie seine
ausschweifenden Begründungen zur Beibehaltung der
Studiengebühren beweisen. Gleiches gilt für die massiven Restriktionen bei
der angekündigten Mindestsicherung (Arbeitswilligkeit,
Verpflichtung zu gemeinnütziger Arbeit, Vermögensverwertung, Regresspflicht,
Einrechnung Heizkostenzuschuss und Wohnbeihilfe), die
letztlich nur Hartz IV auf österreichisch bedeutet.
Während eine Steuerreform erst für das Ende der Legislaturperiode in
Aussicht gestellt wird, beharrt die Regierung Gusenbauer eisern
auf die Erhaltung der Steuerprivilegien von Kapital und Vermögen
(Abschaffung der Vermögenssteuer, steuerschonende Privatstiftungen,
Senkung der Körperschaftssteuer, Gruppenbesteuerung) und stellt sich zu
einer längst fälligen Umverteilung blind und taub.
Die angekündigte Lösung der Pflegemisere läuft neben einer fragwürdigen
Legalisierung illegaler Pflegearbeit durch einen eigenen
Beschäftigungstypus offensichtlich auf eine allgemeine Pflegeversicherung
hinaus, die durch eine Volksabstimmung legitimiert werden
soll. Anstatt der enormen Rationalisierung durch die längst fällige
Wertschöpfungsabgabe zur Bemessung der Unternehmerbeiträge zur
Sozialversicherung Rechnung zu tragen erhöht die Regierung lieber die
Krankenversicherungsbeiträge. Von einer Abschaffung der
unsozialen Selbstbehalte ist keine Rede, auch wenn für chronisch Kranke eine
Obergrenze der Rezeptgebühren eine kleine Erleichterung
ist.
Den allgemeinen Floskeln zur Frauenpolitik steht als Fakt gegenüber, dass
die seit Jahren immer stärker auseinanderklaffende
Lohnschere zwischen Frauen- und Männereinkommen auch durch ein
Mindesteinkommen von tausend Euro brutto (820 Euro netto) angesichts
der drastisch steigenden Zahl der geringfügig oder teilzeitbeschäftigten
Frauen nur marginal verkleinert werden kann. Fakt ist auch,
dass das von schwarzblau eingeführte Kindergeld immer stärker zur
„Ausstiegsprämie“ für Frauen aus dem Vollerwerb geworden ist.
In der Bildungspolitik kann die Senkung der KlassenschülerInnenhöchstzahl
auf 25 den Verzicht auf Gesamtschule und Ganztagsschule
nicht wettmachen. Ebenso wie die Universitäten drohen auch die Schulen immer
stärker zu sich selbstfinanzierenden Unternehmen zu
werden. Eine Bankerin als Bildungsministerin ist ein fragwürdiges Signal.
Wenig Hoffnung besteht auf einen Verzicht auf die Milliardenverschwendung
für die Eurofighter, da sich SPÖ wie ÖVP gleichermaßen zur
Luftraumüberwachung bekennen. Die Eurofighter sind ebenso wie die Teilnahme
Österreichs am Aufbau von Interventionstruppen als
Baustein der EU-Militarisierung zu werten und führen damit die Sonntagsreden
der Parlamentsparteien zur Neutralität ad absurdum.
Da die SPÖ bereits als „Opposition“ dem Fremdenrechtspaket zugestimmt hat
ist es nicht verwunderlich, wenn Gusenbauer einen
„straffen Kurs“ in der Ausländerpolitik ankündigt: „Ganz offensichtlich
stehen die beiden Koalitionsparteien dabei unter dem Druck
der Rechtsaußenparteien FPÖ und BZÖ, die sich bekanntlich im Wahlkampf
gegenseitig hochlizitiert haben“, meint dazu Melina Klaus.
Ein zentraler Punkt der künftigen Regierungspolitik ist auch ein striktes
Bekenntnis zum Euro-Stabilitätspakt als Grundlage einer
strikt monetären Budgetpolitik, das der Bund auch den zunehmend
finanzmaroden Ländern und Gemeinden verordnet. Zwangsläufige Folgen
dabei sind bekanntlich Tarif- und Gebührenerhöhungen, Reduzierung von
Sozialleistungen, Ausgliederung und Privatisierung
öffentlichen Eigentums.
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10 ACUS: Freie Bildung ist ein Menschenrecht
von "Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering"
<verin.stadtteilz.simmering at chello.at>
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ACUS unterstützt Demonstrationen der ÖH:
FREIE BILDUNG IST EIN MENSCHENRECHT
Die Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) unterstützt
die am 17. und 18. Jänner geplanten Demonstrationen der Österreichischen
HochschülerInnenschaft und das von der Sozialistischen Jugend geplante
Volksbegehren gegen Studiengebühren.
"Freie Bildung ist ein Menschenrecht", betont der Bundesvorsitzende der
Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) Richard
Schadauer.
"Wir wollen eine bessere Bildung, die jedem und jeder kostenlos zur
Verfügung steht. Es geht uns dabei aber nicht nur um die Qualifikation für
das Erwerbsleben, sondern Bildung dient zur Entwicklung der Persönlichkeit
jedes Menschen und damit auch zur Stärkung einer lebendigen Demokratie",
betont der ACUS-Bundesvorsitzende Richard Schadauer.
"Soziales Engagement ist uns sehr wichtig. Wenn man aber arme Studentinnen
und Studenten, die sich die Studiengebühren nicht oder nur sehr schwer
leisten können, zwingt, die Studiengebühren abzuarbeiten, dann hat das
überhaupt nix mit zivilgesellschaftlichem Aktivitäten zu tun. Es ist einfach
nur unsozial", schloss der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft
Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) Richard Schadauer.
Informationen:
Richard Schadauer, Tel. 01 789 24 58
Alois Reisenbichler, Tel. 0664 39 51 809
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11 Regierungsbildung: Der Inhalt des Koalitionsvertrags:
Migrationsabwehr, Militarisierung, Diskriminierung
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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Regierungsbildung:
> Groesster Anzunehmender Umfaller:
> Migrationsabwehr, Militarisierung, Diskriminierung
Der 167-seitige Koalitionsvertrag zwischen SPOe und OeVP beinhaltet eine
grosse Zahl reaktionaerer Plaene, von denen die neue Regelung der
Studiengebuehren nur einer unter vielen ist.
Die Massnahmen reichen von der verstaerkten Bekaempfung von Fluechtlingen
auf allen Ebenen bis zur Forcierung einer weiteren Militarisierung
Oesterreichs im Rahmen der Europaeischen Union. Im Schulbereich wird die von
FPOeVP eingeleitete autoritaere Wende fortgesetzt, die Arbeitszeiten werden
verlaengert und der Kuendigungschutz fuer Lehrlinge soll fallen.
Und gewaehlt wird in Zukunft auch nicht mehr so oft wie jetzt, denn die
"Gesetzgebungsperiode wird ab der naechsten Gesetzgebungsperiode auf fuenf
Jahre verlaengert" (S. 27). Und wenn’s dann mit dem gewuenschten Ergebnis
immer noch nicht klappt, setzt man auf ein Erfolgsmodell aus dem Ausland:
die "Pruefung der elektronischen Stimmabgabe (e-voting)" (S. 28). Denn was
George W. Bush und Silvio Berlusconi bei Wahlmanipulationen hilft, kann
vielleicht auch irgendwann Alfred Gusenbauer und Wilhelm Molterer die
Macht -- trotz unpopulaerer Massnahmen -- erhalten.
Asyl- und Fremdenrecht
Im Bereich Asyl- und Fremdenrecht scheint die SPOe nahtlos an die Zeit von
Karl Schloegl und Franz Loeschnak anschliessen zu wollen und auch die OeVP
macht dort weiter, wo sie mit FPOe und BZOe aufgehoert hat. Dass kein Wille
besteht, am restriktiven oesterreichischen Asyl- und Fremdenrecht etwas zu
aendern, wird spaetestens an dieser Stelle im SPOeVP-Koalitionsvertrag klar:
"Zuwanderung ist eine globale Herausforderung. Oesterreich hat mit dem
Fremdenrechtspaket 2005 rechtzeitig darauf reagiert und der gemeinsam
umgesetzte Grundsatz des Vorranges der Integration vor Neuzuzug hat sich
bereits im laufenden Jahr bewaehrt." Weiter heisst es, "ungeregelte
Zuwanderung ist zu stoppen. Die so geschaffenen, abgestimmten Regelungen des
Fremdenrechtspaketes sind beizubehalten, (...) zu verbessern und weiter zu
entwickeln." (S. 138)
Zusaetzlich ist "die Schaffung eines Asylgerichts mit zweigliedrigem
Instanzenzug" geplant, freilich ebenfalls zum Nachteil der AsylwerberInnen.
Denn zur "weiteren Verfahrensbeschleunigung ist bei negativem
Verfahrensausgang gleichzeitig die Ausweisung durch das Asylgericht direkt
zu verfuegen" (S. 141). Die oft beschworene "Verfahrensbeschleunigung" kommt
hier -- wer haette es anders erwartet -- also eher einer
"Abschiebungsbeschleunigung" gleich.
Als "Zentrale Aufgabe" bezeichnet die Regierung ihr "schaerfstes Vorgehen
gegen illegale Migration" (S. 138) Dazu bedarf es jedoch "einer
strategischen Gesamtsteuerung im Asyl- und Fremdenwesen und einer
Optimierung der Abschiebungspraxis." (ebd.)
Die Frage, wer dann ueberhaupt noch kommen darf, ist recht schnell
beantwortet: "Selektive Immigration durch Schluesselkraefte mit
Bedarfspruefung" (S. 51) ist natuerlich immer drinnen und auch am anderen
Ende der Karriereleiter bleiben die Chancen in Oesterreich ausgebeutet zu
werden intakt: "Im Bereich der Landwirtschaft soll nach dreijaehriger
Taetigkeit einer Person als Saisonier die Taetigkeitsdauer ab dem vierten
Jahr auf neun Monate verlaengert werden." (S. 51) "Sozialtourismus" (S.
111) - wie es die AutorInnen des Koalitionsvertrag nennen, wenn Menschen,
die in Oesterreich leben und arbeiten, ihre sozialen Rechte einfordern --
soll hingegen durch "entsprechende Anknuepfung an das Recht auf dauernden
Aufenthalt vermieden" werden (ebd.).
Auch beim Stichwort "Integrationsvertrag" werden keine Fehler eingestanden.
Stattdessen werden weitere Verschaerfungen auch in diesem Bereich
angekuendigt: "Die Integrationsvereinbarung wird beibehalten und fuehrt bei
Nichterfuellung zu Konsequenzen." (S. 138)
Schengen, Datenverknuepfung und Biometrie
Die bevorstehende Schengen-Erweiterung nach Osteuropa will die neue
Regierung zur "Ueberfuehrung der derzeit im Grenzdienst eingesetzten Beamten
in ein neues System" (S. 134) nutzen. Selbiges soll "die Schleierfahndung
und den Aufbau von Schwerpunktdienststellen im grenznahen Bereich und an
Hauptverkehrsrouten" (ebd.) weiter verstaerken.
Die Verknuepfung europaeischer Datenbestaende wird von der der rotschwarzen
Bundesregierung weiter forciert und gegen MigrantInnen eingesetzt: "Die
Nutzung von Informationen und Daten von Europol und Interpol zur Bekaempfung
der Illegalen Migration wird genauso angestrebt wie der verstaerkte Einsatz
der Biometrie in diesem Bereich." (S. 139) Auch die Ueberpruefung von
"Visa-Stellen bzw. Biometrie-Zentren" zur "Optimierung des Mitteleinsatzes"
(S. 14/15) wird fuer diese Legislaturperiode angepeilt.
"Als adaequate Mittel werden die Moeglichkeiten des Austausches von
sicherheits-, asyl- und migrationsrelevaten Daten ausgebaut (...) Als
einheitliche Grundparameter sollen hiezu eine einheitliche Asylstatistik und
eine Antiterrordatei auf europaeischer Ebene eingefuehrt werden." (S. 137)
Schubhaftzentren und Charterabschiebungen
"Modelle fuer Schubhaftzentren sind zu entwickeln", heisst es auf Seite 142
des Koaltionsvertrags. Eine "Verstaerkung der Europaeisierung von
Charterabschiebungen" wird zum Ziel in dieser Legislaturperiode erklaert.
Eine "faire Verteilung der Verantwortung bei Aufnahme und Betreuung von
Asylwerbern" (S. 6) verbindet die SPOeVP-Regierung mit den Begriffen
"Rueckuebernahmeabkommen, Datenaustausch" (ebd), die sie in Klammer dem Satz
"Mehr europaeische Zusammenarbeit im Bereich der Migration" beistellt. Dazu
kommt noch eine "verbesserte grenzueberschreitende Polizei-Zusammenarbeit"
(ebd.), die wohl ebenfalls eher wenig zu tatsaechlicher Fairness beitragen
duerfte.
Videoueberwachung und "Gefaehrderdateien"
"Ein hoechst moegliches Mass an innerer und aeusserer Sicherheit" (S. 3)
wird bereits am Anfang des Koalitionsvertrags versprochen (oder besser
gesagt: angedroht). Auf den folgenden 164 Seiten nimmt diese vage
Formulierung spaet, aber doch, konkretere Gestalt an.
"In gewissen Bereichen, wie Ueberwachung von Plaetzen und
Kriminalitaets-Hot-Spots" (S. 135) habe sich die bereits im
Sicherheitspolizeigesetz geregelte Videoueberwachung "als sinnvoll erwiesen"
(ebd.). "Neben diesen sinnvollen gesetzlichen Regelungen werden taugliche
Rechtsgrundlagen fuer Videoueberwachung durch Private im oeffentlichen Raum
geschaffen (...) Dies auch im Hinblick auf bereits bestehende Kooperationen,
z.B. mit oeffentlichen Transportunternehmen wie den OeBB oder den Wiener
Linien." (S. 136)
"Im Hinblick auf die Fussball-Europameisterschaft 2008" (S. 136) soll zudem
eine bereits bestehende, als "Gefaehrderdatei" (ebd.) bezeichnete Datenbank
weiter ausgebaut werden. Nach welchen Kriterien Personen in diese Datei
aufgenommen werden und -- noch wichtiger -- wie mensch da wieder
herauskommt, ist der Regierung jedoch kein Wort in ihrem Koalitionsvertrag
wert.
Arbeitszeitverlaengerung und Zwangsmassnahmen
Nichts weniger als eine oesterreichische Version von Hartz 4 kuendigt sich
hinter der versprochenen "Verstaerkung der aktiven Arbeitsmarktpolitik" (S.
38) an. Ueber "Langzeitarbeitslose" heisst es kurz und buendig:
"Beschaeftigung bei privaten und gemeinnuetzigen Arbeitskraefteueberlassern
forcieren" (S. 50). Auch die geplante "Gemeinsame Anlaufstelle fuer alle
Angelegenheiten der Sozialhilfe und des Arbeitsmarktes" (S. 32) erinnert an
die Hartz-Massnahmen in Deutschland.
Voraussetzung ist, "dass jene Behoerden, die den One Stop Shop fuehren,
ueber einen umfassenden Datenzugriff, insbesondere auf Daten der
Finanzverwaltung bzw. der Sozialversicherungstraeger
(Krankenfuersorgeanstalten), verfuegen." (S. 33) Was nicht im
Koalitionsvertrag steht: Damit wird den Behoerden natuerlich auch ein
weiteres Werkzeug der Repression gegen Arbeitslose in die Hand gegeben.
Geplant sind zudem "Strengere Sanktionen gegen pfuschende Arbeitslose,
Notstandshilfebezieher und Sozialhilfeempfaenger, z.B. beim ersten Mal 6
Wochen Sperre, beim zweiten Mal 12 Wochen." (S. 52)
Aber die Haende schmutzig machen, sollen sich dann doch lieber Andere. Denn
unter "Verbesserung der Arbeitsvermittlung und Betreuung" (S. 50) versteht
die Regierung den verstaerkten "Einsatz privater Anbieter unter Verwendung
erfolgsabhaengiger Entgelte" (ebd.). Nichts Gutes laesst auch das "Forcieren
der Zusammenarbeit mit privaten und gemeinnuetzigen
Arbeitskraefteueberlassern speziell fuer die Personengruppe der aelteren
ArbeitnehmerInnen" (S. 49) erwarten.
Doch auch jene, die noch in geregelten Arbeitsverhaeltnissen arbeiten, sind
unter dem Regierungskabinett Gusenbauer I nicht viel besser dran. Etwa droht
die "Anhebung der taeglichen und woechentlichen Hoechstarbeitszeitgrenzen
(12/60) durch Ausweitung der bestehenden Regelung" (S. 53) und durch eine
"Oeffnung auch fuer schriftliche Einzelvereinbarungen in Betrieben" (S. 53),
sollen kollektivvertragliche Regelungen rechtlich aufs Abstellgleis
verschoben werden. Und auch innerhalb der Kollektivvertraege wird sich
einiges aendern. Kommen soll etwa die "Generelle Ermaechtigung an den
Kollektivvertrag, die taegliche Normalarbeitszeit auf bis zu 10 Stunden
anzuheben." (S. 53)
Auch der bisher vor allem von Seiten der SPOe verteidigte Kuendigungsschutz
fuer Lehrlinge soll aufgehoben und durch eine "Wechselseitige
Kuendigungsmoeglichkeit (Kuendigungsfrist 1 Monat) am Ende des ersten und
zweiten Lehrjahres" (S. 48) ersetzt werden.
Schulen und Disziplin
Auch das Leben als Schuelerin oder Schueler wird unter rotschwarz eher
schwerer als leichter. Um die eklatanten Missstaende im bildungspolitischen
Bereich zu ueberdecken, wird bereits seit dem Antritt der FPOeVP-Regierung
wieder zunehmend auf Autoritaet gesetzt. Die sogenannten
"Verhaltensvereinbarungen", die es Schulen unter Ex-Bildungsministerin
Gehrer auf freiwilliger Basis ermoeglichten, seit den 70er Jahren verbotene
Massnahmen wie Nachsitzen und Strafarbeiten wieder einzufuehren, sollen
ausgeweitet werden.
Ziel ist nicht weniger als die "Schaffung von Verhaltensvereinbarungen an
jeder Schule" (S. 90). Was mit der "Erarbeitung von Modellen fuer
paedagogische Interventionsmoeglichkeiten" (ebd.) zu erwarten ist, will
mensch sich als SchuelerIn wahrscheinlich lieber gar nicht ausmalen. Das
Weniger an finanziellen Mitteln scheint jedenfalls mit einem Mehr an gegen
SchuelerInnen gerichteten autoritaeren Massnahmen ausgeglichen zu werden.
Militarisierung und Austro-Imperialismus
Die "Verwirklichung der in Art. 17 des EU-Vertrags aufgezeigten Moeglichkeit
einer gemeinsamen europaeischen Verteidigung" (S. 18) erklaert die neue
Regierung -- wie auch die alte -- zu ihrem Ziel. Konkret bedeutet das:
"Oesterreich wird sich aktiv an der Weiterentwicklung der Union durch volle
Teilnahme an der Integration in politischer, wirtschaftlicher, sozialer
sowie aussen- und sicherheitspolitischer Hinsicht beteiligen." (S. 3) Das
inkludiert natuerlich auch "sich aktiv an der weiteren Entwicklung der
Europaeischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik [zu] beteiligen" (S. 10)
sowie den "Ausbau der gemeinsamen Aussen- und Sicherheitspolitik Europas und
solidarische Beitraege bei gemeinsamen EU-Missionen" (S. 6)
Insbesondere die angestrebte "Erreichung des bestehenden EU-Planungsziels
(‘Headline Goal 2010’) unter besonderer Beruecksichtigung der Sicherstellung
der raschen Reaktionsfaehigkeit der EU" (S. 10), sollte Sorgen bereiten. Mit
"Headline Goal 2010" ist naemlich nichts anderes verbunden als die
Aufstellung sogenannter "Battle Groups", die schnell und flexibel die
oesterreichischen Interessen im Rahmen der EU global und mit militaerischen
Mitteln durchsetzen sollen.
Die moralische Legitimation weiterer militaerischer Auslandseinsaetze
oesterreichischer SoldatInnen liefert der Koaltionsvertrag gleich mit. Es
sei "wichtig, dass die EU -- und in deren Rahmen auch Oesterreich -- aktiv
zur Sicherung des Friedens und der internationalen Stabilitaet beitraegt",
denn zur "Stabilisierung internationaler Krisenherde wird auch in Zukunft
militaerische Praesenz notwendig sein." (S. 17)
Wer sich fragt, woher das notwendige Personal fuer diese Vorhaben kommen
soll, findet die Antwort drei Seiten spaeter. Geplant ist in diesem
Zusammenhang die "Modifikation der Freiwilligkeit fuer den Auslandseinsatz"
(S. 20), was nicht weniger als deren Abschaffung bedeutet. Gemaess den
Empfehlungen der Bundesheerreformkommission "ist in der Bundesverfassung
Vorsorge zu treffen, dass kuenftig eintretende befristete und unbefristete
Berufssoldaten und -soldatinnen zu Auslandseinsaetzen verpflichtet sind."
(S. 20)
Und wenn man dann schon mal da ist, kann man gleich auch noch was fuer’s
eigene Geldboersl tun: "Die oesterreichische Aussenpolitik wird auch
weiterhin in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer konsequent
oesterreichische Unternehmen in deren Bemuehungen, sich auf den
innereuropaeischen und internationalen Maerkten erfolgreich zu verankern,
unterstuetzen" (S. 14). Darunter versteht die Regierung dann auch schon mal
die "Begleitung von Projekten oesterreichischer Unternehmen in
Dritte-Welt-Staaten" (S. 38), die wohl kaum zum Vorteil letzterer Ausfallen
wird.
Was fehlt?
Eine viel interessantere Frage ist jedoch, was es alles nicht in den
Koalitionsvertrag geschafft hat. Beispielsweise die Gleichstellung
homosexueller PartnerInnenschaften, die sogar BZOe-Justizminsterin Gastinger
laut angedacht hatte. Aber scheinbar laesst sich SPOeVP derzeit sogar von
Joerg Haiders Abspaltungs-Partei "links" ueberholen.
Und wenn wir schon beim Thema sind: Auch die Loesung der Kaerntner
Ortstafelfrage, sprich der slowenischen Minderheit ihre im Staatsvertrag
zugestandenen Rechte nach ueber 50 Jahren endlich im vollen Umfang zu
gewaehren, wird weiterhin nur halbherzig verfolgt, obwohl sie im
Koaltionsvertrag immerhin erwaehnt wird. Und diese Erwaehnung sieht dann
folgendermassen aus: "Die Regelung zur Umsetzung der Ortstafelerkenntnisse
des VfGH soll in moeglichst breitem Konsens mit den Volksgruppen auf Basis
der bisherigen Vorschlaege verfassungsrechtlich abgesichert werden. Dabei
ist fuer Ortschaften im angestammten Siedlungsgebiet der Volksgruppen eine
Oeffnungsklausel vorzusehen, wonach auf Grund einer Petition eines
bestimmten Prozentsatzes der Bevoelkerung weitere zweisprachige Ortstafeln
aufgestellt werden koennen. Diese Regelung wird bis Sommer 2007 umgesetzt"
(S. 28).
Ebenfalls zumindest erwaehnt wird ein Antidiskriminierungs-Gesetz, dass sich
jedoch schon aufgrund der Wortwahl seiner Ankuendigung in sein Gegenteil
verkehrt. Dort findet sich etwa die Passage in der "insbesondere Garantien
gegen die Diskriminierung aus Gruenden (...) der Rasse" (S. 23) gefordert
wird. Doch wer ernsthaft von "Diskriminierung aus Gruenden der Rasse"
spricht, hat nicht verstanden (oder will nicht verstehen), dass Rassismus
bereits bei der Einteilung der Menschenheit in unterschiedliche "Rassen"
beginnt und auch nur ansatzweise ernstzunehmender Antirassismus sich daher
nicht auf rassistische Konstruktionen stuetzen kann.
Einem hohen Grad an geistiger Umnachtung scheint auch die durchwegs
selektive Anwendung geschlechsneutraler Schreibweise entsprungen zu sein. So
gibt es fuer SPOeVP zwar "ArbeitnehmerInnen" und "AsylwerberInnen", dafuer
aber nur "Buerger", "Sozialhilfeempfaenger", "Notstandshilfebezieher" und
"Beamte". Was den LeserInnen damit mitgeteilt werden soll, muesste sogar den
AutorInnen des Koalitionsvertrags selbst schleierhaft sein.
Fazit
Neben dem vielkritisierten Modell "Zwangsarbeit statt Studiengebuehren"
enthaelt der Koaltionsvertrag noch eine grosse Zahl weiterer Kuerzungen und
Verschaerfungen und auch dieser Artikel erhebt in der Aufzaehlung der
Grausamkeiten keinen Anspruch auf Vollstaendigkeit.
Es bleibt zu sagen, dass Protest gegen diese Regierung ebenso angebracht
ist, wie gegen ihre schwarzblauen Vorgaengerinnen. Schliesslich hat sich
programmatisch kaum etwas veraendert und der gesellschaftliche Konsens
bezueglich Homophobie, Rassismus und kapitalistischer Verwertungslogik wurde
eher noch verbreitert. Die Koaltion aus SPOe und OeVP ist kein kleineres
Uebel, sondern genau so uebel wie seine OeVP/FPOe/BZOe-Vorlaeuferin, auch
wenn letzere im Jahr 2000 einen Tabubruch darstellte.
Dass jene SozialdemokratInnen, die staendig von "Heuschrecken" sprechen und
den "Ausverkauf Oesterreichs" beklagen, letztlich den "Ausverkauf" anderer
kraeftig forcieren, soll auch nicht unerwaehnt bleiben: Ziel der neuen
Bundesregierung ist die "Unterstuetzung der oesterreichischen Unternehmen
bei ihrer Internationalisierung, insbesondere bei der Expansion durch
Markterschliessung, Uebernahme auslaendischer Unternehmen und Investitionen
im mittel- und osteuropaeischen Raum" (S. 38). Aber all jenen, die glauben,
dass die sich staendig wiederholenden "Anti-Ausverkaufs"-Parolen mehr sind
als nationalistische Stimmungsmache, ist ohnehin kaum zu helfen.
"Selbst wer nichts erwartet, wird enttaeuscht" koennte das Motto dieses
Koalitionsvertrages sein. Bleibt nur zu hoffen, dass selbiges nicht auch
bald ueber eine sich lediglich auf StudentInnen-Themen fixierte
Protestbewegung gegen diese Regierung gesagt werden muss.
(no-racism.net)
Quelle: http://no-racism.net/article/1952/
Der Pakt:
http://www.dieanderezeitung.at/images/doku/Regierungsprogramm_2007-2010.pdf
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12 EU/Moderne Zeiten: 1984? Jetzt kommt 2007!
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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EU/Moderne Zeiten:
> 1984? Jetzt kommt 2007!
Heuer kommen auf das EU-Volk mehrere Wellen von Ueberwachungsansinnen zu --
Widerstand ist dabei ein rares Gut
Eine zwischen den Innenministern Oesterreichs, Deutschlands, Frankreichs,
Spaniens, Belgiens, Luxemburgs und der Niederlande geschlossenen
Durchfuehrungsvereinbarung zum sogenannten "Pruemer Vertrag" (2005
abgeschlossen, auch als "Schengen III" bezeichnet) ist mit Jahresbeginn in
Kraft getreten. Sie ermoeglicht den Massenabgleich von DNA-, Fingerabdruck-
und Kfz-Daten.
Oesterreich und Deutschland sind nach der Vereinbarung die ersten Staaten
weltweit, die einander auch praktisch schon Zugriff auf ihre
Polizei-Datenbanken gewaehren. Die anderen Vertragsunterzeichner sollen
folgen, doch damit nicht genug -- auch alle anderen EU-Staaten sollen in den
Genuss des Datenaustausches kommen. Beim gestrigen Treffen der EU-Innen-
und -Justizminister in Dresden zeichnete sich eine grosse Zustimmung zum
Plan der deutschen Ratspraesidentschaft ab, den Vertrag von Pruem in
europaeisches Recht zu uebertragen.
Wer das wie nach welchen Richtlinien kontrollieren soll, bleibt dabei aber
natuerlich vollkommen unklar, weil fuer die Innenminister voellig
uninteressant. Hans Zeger von der ARGE Daten kritisiert, dass im Vertrag von
Pruem nicht einmal klar definiert sei, bei welchen Strafdelikten ein
grenzueberschreitender Datenzugriff in Frage kommen solle. "Der
Deliktsbegriff ist extrem schwammig formuliert, es muesste ein Kanon von
Delikten festgelegt werden, der EU-weit einheitlich gehandhabt wird", sagte
der Datenschuetzer gegenueber dem ORF.
Doch waehrend die Datenschuetzer noch kritisieren, denkt der deutsche
Bundesinnenminister Schaeuble schon laut darueber nach, ob Deutschland nicht
seine polizeiliche Gendatenbank kuenftig auch fuer die USA oeffnen koenne.
Laut Schaeuble sei der Anstoss dafuer von US-Vertretern ausgegangen. Der
Minister verweist dabei auf die Uebermittlung von Fluggastdaten an die
USA -- die bekanntermassen schon seit laengerem Datenschuetzern die
Grausbirnen aufsteigen lassen, nicht nur weil hochsensible Daten
uebermittelt werden, sondern die USA sich keineswegs an die Vereinbarungen
mit der EU halten, was die Verwendung dieser Informationen angeht.
Beispielsweise werden die Daten in den USA statt der vereinbarten drei Jahre
40 Jahre lang gespeichert.
Vorratsdatenspeicherung
Auch im Bereich von Telekomunikationsverbindungsdaten wird sich heuer so
einiges tun, denn ab Herbst 2007 tritt die 2005/2006 beschlossene
Verpflichtung zur "Vorratsdatenspeicherung" EU-weit in Kraft. Dann wird von
saemtlichen Telekommunikationsunternehmen erwartet, Daten ueber die
Kommunikation all ihrer Kunden verdachtsunabhaengig auf Vorrat zu speichern.
Zur verbesserten Strafverfolgung soll leicht nachzuvollziehen sein, wer mit
wem im letzten halben Jahr per Telefon, Handy, E-Mail oder IP-Telefonie in
Verbindung stand. Bei Handy-Telefonaten und SMS wuerde auch der jeweilige
Standort des Benutzers festgehalten. Zudem wird festgehalten, wer wann
welche Internetadressen angesurft hat -- wodurch in diesem Bereich sogar
eine inhaltliche Protokollierung des Nutzerverhaltens moeglich ist.
Allerdings ist die Vorratsdatenspeicherung noch kein europaweit
abgeschlossener Akt, sondern wird auf verschiedenen Ebenen der Politik noch
kontrovers diskutiert. Die Umsetzung in nationale Gesetze steckt noch in den
Kinderschuhen. Auch Klagen nach der derzeitigen Gesetzeslage vor
verschiedenen Gerichten wie dem Europaeischen Gerichtshof oder nationalen
Hoechstinstanzen sind entweder noch offen oder bereits angekuendigt.
Experten schaetzen, dass es zu Verzoegerungen bis zu zwei Jahren kommen
koennte, bis die Richtlinie in der ganzen EU tatsaechlich in nationales
Recht umgesetzt wird.
Doch letztendlich ist bei weiter anhaltendem Desinteresse der europaeischen
Bevoelkerung an Fragen des Datenschutzes davon auszugehen, dass
Vorratsdatenspeicherung und Schengen III sehr bald in der ganzen EU
unhinterfragte Realitaet sein werden -- so wie wir uns auf EU- wie auf
nationalstaatlicher Ebene schon mit Schengen I und II, Reisepaessen mit
biometrischen Kennzeichnungen und Fernauslesbarkeit,
Flugpassagierdatenuebermittlung, Lauschangriff, Rasterfahndung,
Videoueberwachung oeffentlicher Plaetze und, und, und... abgefunden haben,
wird die Mehrheit in der EU auch die jetzigen Neuerungen nicht einmal
achselzuckend, sondern gar nicht zur Kenntnis nehmen.
Datenschutzstuenderl
Dementsprechend wuerdigen auch die offiziellen Stellen dieses Interesse. Der
EU selbst ist der Datenschutz bekanntermassen ziemlich egal. Doch zumindest
der Europarat ruft ab heuer jaehrlich fuer den 28.Jaenner einen
Datenschutztag aus und fordert die Mitgliedsstaaten zu diesbezueglichen
Aktionen auf -- in Oesterreich verhallte dieser Ruf in diesem ersten Jahr
ungehoert, denn bislang ist ueberhaupt keine einzige offizielle
Veranstaltung angekuendigt. In Deutschland gibt es gerade mal zwei
offizielle Events -- eine Ausstellung in Mainz und eine
Diskussionsveranstaltung in Berlin, deren inhaltlicher Teil eineinhalb
Stunden dauert, wovon allein schon fuer die Rede des bereits erwaehnten Herr
Schaeuble 15 Minuten draufgehen. Dann gibt es noch die Rede eines Mitglieds
des "Nationalen Ethikrates" und eine Podiumsdiskussion, die sogar eine ganze
Stunde dauern darf..
So sieht es aus, dass staatliche Interesse an der Diskussion ueber den
Datenschutz. Denn wenn kein Druck von unten kommt, kann man es sich leicht
machen.
*Bernhard Redl*
Quellen u.a.:
http://futurezone.orf.at/it/stories/164678/
http://de.indymedia.org/2007/01/165957.shtml
http://www2.argedaten.at/php/cms_monitor.php?q=PUB-TEXT-ARGEDATEN&s=41207lzl
http://www.datenschutz.de/eu_datenschutztag/
http://www.bfdi.bund.de/cln_029/nn_533554/DE/Oeffentlichkeitsarbeit/Termine/2007/EuropDatenschutztag.html
http://www.coe.int/t/e/legal_affairs/legal_co-operation/data_protection/DATA%20PROTECTION%20DAY%20default.asp#TopOfPage
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13 Polizei/Fremdenrecht/UK: Pro Woche ein Toter
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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Polizei/Fremdenrecht/UK:
> Pro Woche ein Toter
Die blosse Erwaehnung von Todesfaellen in Gefaengnissen erweckt das Bild von
auslaendischen Diktaturen. Aber diese Todesfaelle geschehen in
Grossbritannien im Durchschnitt einmal woechentlich -- nur im
Polizeigewahrsam. Dann gibt es noch die Todesfaelle in
Abschiebehaftanstalten und Gefaengnissen, wo auch Kinder sterben. Viele von
diese Todesfaellen geschehen unter zweifelhaften Umstaenden.
Die Selbstmordrate in Haft ist wesentlich hoeher, das 18fache des britischen
Durchschnitts bei jungen Maennern, davon ueberdurchschnittlich viele
Schwarze, besonders als Resultat von "exzessiver Gewaltanwendung von Organen
des Staates", wie die Gruppe "Inquest"* berichtet. Der Tod kann auch
eintreten auf Grund von bewusster polizeilicher Untaetigkeit.
Es herrscht ein Mangel an Transparenz bei den Nachforschungen bei
Todesfaellen in Gewahrsam und sehr lange Verzoegerungen bei Nachforschungen
(in manchen Faellen bis zu 5 Jahren). In den Faellen, die Inquest seit 1990
bekannt wurden, und wo es zur Verhandlung kam, wurden alle 18 angeklagten
Polizisten freigesprochen. Soweit bekannt ist, wurde wegen solcher
Todesfaelle noch nie ein Polizist verurteilt.
Die Menschenrechtsgruppe Liberty zeigt auf, dass der Umgang mit den
Todesfaellen in Gewahrsam in England und Wales der Europaeischen
Menschenrechtskonvention nicht entspricht. Der Bericht verurteilt das
gaengige Verfahren als meist "ineffektiv, verheimlichend, langsam und
ungenuegend unabhaengig. Die Organisation fordert unabhaengige
Nachforschungen ueber Todesfaelle in Polizeigewahrsam, Gefaengnissen etc.
Die Polizei versucht manchmal Beweise zu unterdruecken oder zu verschleiern.
Die Ausstrahlung einer Dokumentation ueber die Erfahrungen von Angehoerigen
einer verstorbenen Person wurden nach der Androhung von gesetzlichen
Schritten zurueckgezogen.
(Indymedia.org.uk/Ue. und Bearb.: -ig-)
*) "Inquest" ist eine kleine karitative Organisation aus acht Personen und
die einzige Organisation in England und Wales, die eine spezielle,
umfassende Beratung fuer Hinterbliebene anbietet und Rechtsanwaelte, andere
beratende Stellen, die Medien, Politiker und Oeffentlichkeit ueber
zweifelhafte Todesfaelle informiert. Hauptarbeitsfelder sind Todesfaelle in
Gewahrsam (Polizei, Gefaengnisse, Abschiebehaft). Besonderes Augenmerk
richtet die Organisation auf Todesfaelle von Frauen, Schwarzen, jungen
Menschen und Menschen mit psychischen Problemen. (aus der Selbstdarstellung)
Quellen:
http://www.indymedia.org.uk/en/2006/12/357852.html
http://inquest.gn.apc.org/about_us.html
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14 WWWebtip: U-Liste fuer Generika von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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> WWWebtip
http://www.msf.org/petition_india/austria.html
Millionen von Menschen weltweit sind auf erschwingliche Medikamente aus
Indien angewiesen. Denn das indische Patentrecht verhindert, dass
Patentschutz auf Medikamente gewaehrt wird, die keine innovative Neuheit
darstellen. Beipielsweise ist es dort nicht moeglich, wie in vielen anderen
Laendern, dass Pharmakonzerne zusaetzliche Patente auf Krebsmedikamente (wie
zum Beispiel Zidovudine) erhalten, falls sie nur anders genutzt werden
koennen (z.B. gegen HIV/AIDS). Auch geringfuegige, therapeutisch
unbedeutende Aenderungen in der Molekularstruktur von Medikamenten koennen
in Indien nicht zu einer Verlaengerung der Patentansprueche fuehren. Doch
das Pharmaunternehmen Novartis versucht, dies durch Klagen bei den indischen
Hoechstgerichten zu aendern. Aerzte ohne Grenzen (MSF) versucht Novartis mit
Unterschriftensammlungen von diesem Vorhaben abzubringen -- an
obangefuehrter URL.
Mehr als die Haelfte der derzeit in aermeren Laendern eingesetzten
HIV/Aids-Medikamente stammen aus Indien. MSF behandelt nach eigenen Angaben
gut 80 Prozent seiner derzeit 80.000 Aids-Patienten mit Medikamenten aus
indischer Herstellung. Sollte das Unternehmen mit seiner Klage Erfolg haben,
droht eine Verschaerfung des Patentrechts. Dies wuerde es indischen
Generika-Herstellern erschweren, die dringend benoetigten guenstigeren
Nachahmerversionen herzustellen.
(MSF et al./akin)
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15 die österreichische Untugend von "clemens ottawa" <cottawa at gmx.at>
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Liebe Widerstand-Redaktion,
Ich bin im Zuge meines Studiums an der Universität einerseits mit sehr
vielen ausländischen Mitstudenten, aber leider auch immer wieder mit sehr
reaktionären (vor allem die noch immer zum Uniusus gehörigen
Burschenschaften) konfrontiert. Es ist anscheinend eine zutiefst
österreichische / wienerische Attitüde diesen latenten Rassismus /
Antisemitismus zu betreiben. Es herrscht bis heute keine Aufarbeitung (das
ist eine glatte Utopie)
Ich lebe in der Nähe eines jüdisch-israelischen Studentenheimes (im 19.
Wiener Bezirk), das früher (bis vor 3 Jahren - ich kam vor sechs Jahren aus
NÖ) eine geschlossene Anstalt für Geisteskranke war. Die älteren und alten
Anrainer haben sich niemals über das Faktum, dass sich in unmittelbarer Nähe
geisteskranke Menschen und tw. geistig abnorme Rechtsbrecher aufhalten,
aufgeregt.
Seitdem diese Anstalt jedoch aufgelassen wurde (die ´meisten Insassen kamen
nach Steinhof oder Gugging - ich leistete hier auch gemeinnützige Arbeit)
und ein Studentenheim mit großteils jüdischen Bewohnern dort hineinkam, ist
die Umgebung der Hort der Intoleranz. Plötzlich gibt es Leute, die sich
lärmbelästigt fühlen und einmal ist eine größere Gruppe von Studenten (auf
dem Weg in die Synagoge) von zwei "Bezirksveteranen" (quasi:...unser Bezirk
muss sauber bleiben) aufs Übelste beschimpft worden.
Dies sind meine traurigen Erfahrungen zu einem Thema, dass leider immer
allgegenwärtig bleiben wird. Ich unterstütze eurer Initiative aus tiefstem
Herzen.
lG, Clemens Ottawa
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16 KPÖ/EU-Verfassung/Berger von KPÖ-Information <info at kpoe.at>
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Kritik an Vorstoß der Justizministerin für EU-Verfassung
KPÖ lehnt Militarisierung und Neoliberalismus strikt ab
„Bei ihrem Vorstoß für eine Wiederbelebung der 2005 gescheiterten
EU-Verfassung weicht Justizministerin Maria Berger (SPÖ) den
Kernfragen aus wie der Teufel dem Weihwasser“, kritisiert KPÖ-Bundessprecher
Mirko Messner.
Berger schwärmt im Zusammenhang mit dem Sicherheitstreffen der Justiz- und
Innenminister der 27 EU-Mitgliedsländer in Dresden von
einer „Stärkung der Bürgerrechte“ und einem Grundrechtskatalog. Mit ihrem
Plädoyer für mehr Sicherheit und Maßnahmen zur Bekämpfung
der Kriminalität wird aber deutlich, dass ihr ein Überwachungsstaat EU nach
dem Szenario von Orwells „1984“ vor Augen schwebt.
Vor allem aber verschweigt Berger bei ihrer „Herzensangelegenheit“ die
Kernpunkte der EU-Verfassung, nämlich die neutralitätswidrige
Militarisierung der Union und das Festschreiben des Neoliberalismus in
Wirtschaft und Gesellschaft entsprechend der
Lissabon-Strategie mit dem Anspruch neben den USA zur zweiten Supermacht zu
werden. Ebenso redet Berger mit ihrem Bekenntnis zur
Aufhebung des derzeit geltenden Einstimmigkeitsprinzips dem Drüberfahren
über die Interessen der kleineren EU-Länder und damit einer
Entdemokratisierung das Wort.
Nach den Plänen der bestimmenden Kräfte der EU soll durch die deutsche
Ratspräsidentschaft von Kanzlerin Angela Merkel in Abstimmung
mit Frankreich ein Neuanlauf für die Verfassung gestartet werden. Um die im
Frühjahr 2005 bei den Volksabstimmungen in Frankreich
und den Niederlanden gescheiterte Verfassung leichter durchzuboxen ist auch
ein Etikettenschwindel geplant, indem das Projekt anders
benannt wird.
Die geplante „Stärkung der Institutionen“ zielt darauf, den Einfluss der
großen Länder - vor allem Deutschlands und Frankreichs -
auf Kosten der kleineren zu erhöhen, wobei auch ein Rückgriff auf ein Europa
„verschiedener Geschwindigkeiten“ erfolgen soll. Auf
der Strecke bleiben dabei zwangsläufig sowohl die vielzitierten
BürgerInnenrechte als auch der Anspruch auf ein „soziales“ Europa.
Bekanntlich haben in Österreich ÖVP, SPÖ, Grünen und BZÖ im Jahre 2005
sowohl im Nationalrat als auch im Bundesrat dem
Verfassungsentwurf zugestimmt und eine Volksabstimmung darüber strikt
abgelehnt. Mit dem Nein in Frankreich und den Niederlanden ist
das politische Establishment Österreichs dabei aber trotzdem politisch
kräftig auf die Nase gefallen.
Die KPÖ lehnt alle Versuche, den gescheiterten Verfassungsentwurf auch unter
anderem Namen gegen die Interessen der Menschen
durchzuboxen, grundsätzlich ab: „Die Menschen brauchen kein neoliberales
Europa, das zu einer Supermacht hochrüstet und von
Deutschland diktiert wird, sondern ein demokratisches, soziales und
friedensorientiertes Europa. Dazu braucht es aber völlig andere
Grundlagen als sie die gescheiterte Verfassung aufweist“, so Messner
abschließend.
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17 GLB/Arbeitszeit/Flexibilisierung/Industrie
von "Gewerkschaftlicher Linksblock" <office at glb.at>
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Unverständliche Zustimmung von AK und ÖGB zur Flexibilisierung
GLB fordert neuerlich allgemeine Arbeitszeitverkürzung
Als schweren Anschlag auf die Interessen der Lohnabhängigen bezeichnet die
Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) die
weitere Flexibilisierung der Arbeitszeit im Regierungsprogramm der
rotschwarzen Koalition. Unter dem Stichwort „Flexibilisierung des
gesetzlichen Arbeitszeitrechts unter Berücksichtigung der
EU-Arbeitszeitrichtlinie ist darin vorgesehen, dass bis zu 24 Wochen lang
die tägliche Arbeitszeit auf zwölf und die wöchentliche Arbeitszeit auf 60
Stunden ohne Überstundenzuschläge ausgedehnt werden kann
und die Mehrarbeit in schwächeren Zeiten ausgeglichen wird.
Durch die von der Industrie zur Ermöglichung von temporären
Zwölf-Stunden-Schichten vorgesehene Regelung ist ein Verlust für die
Beschäftigten in dreistelliger Millionenhöhe zu befürchten, Details müssen
erst „sozialpartnerschaftlich“ ausgehandelt werden.
Arbeiterkammer und Gewerkschaften beschwichtigen, dass die von der Industrie
ursprünglich verlangten Regelungen zum Verlust von
Überstundenzuschlägen bis zu 2,2 Milliarden Euro geführt hätten.
Weiters ist im Koalitionsabkommen die „generelle Ermächtigung an den
Kollektivvertrag, die tägliche Normalarbeitszeit auf bis zu 10
Stunden anzuheben“ vorgesehen. Darüber hinaus sind „Jahresarbeitszeitmodelle
auf KV-Basis möglich“ und der Zuschlag für
Teilzeitkräfte bei Mehrarbeit entfällt „wenn das vertraglich vereinbarte
Arbeitszeitausmaß angepasst wird“.
„Unverständlich ist dabei die Zustimmung von AK und ÖGB zu dieser Regelung.
Einmal mehr erweist sich die Sozialpartnerschaft als
Instrument um den Lohnabhängigen Hemd und Hose auszuziehen“, kritisiert
GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger. Es ist kein Wunder,
dass die Industriellenvereinigung über diese Regelung in höchsten Jubel
ausgebrochen ist und das Koalitionsabkommen nicht nur aus
diesem Aspekt überschwänglich begrüßt.
„Während der ÖGB seit 1987 regelmäßig die 35-Stundenwoche fordert hat er
sich realpolitisch auf die Unternehmerformel der
Flexibilisierung eingelassen. Das Ergebnis ist eine der längsten realen
Arbeitszeiten Europas. Während als Kehrseite immer mehr
Menschen in die Arbeitslosigkeit oder in prekäre Arbeitsverhältnisse
abgedrängt werden“, kritisiert Antlanger. Die enorm gestiegene
Produktivität der Wirtschaft hat sich in den letzten Jahren weder bei der
Arbeitszeit noch bei den Löhnen niedergeschlagen.
Laut der letzten Eurostat-Statistik ist Österreich nach Slowenien (43,3) mit
einer tatsächlich geleisteten Arbeitszeit von 42,9
Stunden pro Woche „Vizeeuropameister“. Auf den Plätzen folgen Deutschland
(42,3), Tschechien (42,0), Slowakei (41,6), Ungarn 41,4)
und Italien (40,3). Österreich liegt mit seinem Wert sowohl über dem
Durchschnitt der EU15 (40,8) als auch der neuen
EU-Mitgliedsländer (41,9).
Als notwendige Reaktion auf die Rationalisierung sieht der GLB daher eine
rasche allgemeine Arbeitszeitverkürzung mit vollem
Lohnausgleich. Ein solcher Schritt der Umverteilung müsste angesichts der
enormen Entwicklung der Produktivität bereits in Richtung
30 Stunden pro Woche gehen.
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18 Bartenstein und seine Pläne mit den Arbeitslosen
von regtseichauf at gmx.net
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Zum gestrigen aussagekräftigen Artikel im MUND über die Zwangsarbeit für alle
passt ein Standard Artikel über die
"Maßnahmen" des Min. Grausam, Bartenstein:
mit von der Gaude ist natürlich Min. "Arbeit", ein Rosaroter und AMS-Experte.
Heute 17.1.07:
Bartenstein will Arbeitslosenrate um ein Viertel senken
Laut Arbeitsminister soll 2010 eine Quote von 3,9 Prozent erreicht werden,
Sozialnetz ist "nicht Hängematte, sondern Trampolin"
und was die Senkung um 10 % Arbeitslosenquote im Jahr 2006 angeht: sind die
vielen TourismushacklerInnen, die jetzt ohne Schnee und Kundschaft da
stehen, bereits Leibeigene der Wirte und werden von diesen ausgehalten, oder
stimmt was mit der Statistik nicht?
Auf Widerstand! Dringend!
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Wien - Arbeitsminister Martin Bartenstein (ÖVP) hat am Dienstag das
ehrgeizige Ziel der rotschwarzen Regierung präzisiert, die Arbeitslosigkeit
in den kommenden vier Jahren im gleichen Tempo zu senken wie im
wachstumsstarken Jahr 2006: Laut Bartenstein soll 2010 eine
Arbeitslosenquote von schlechtestenfalls 3,9 Prozent (EU-Definition)
erreicht werden, was einer Senkung von kumuliert 25 Prozent entspricht. Der
Wert wird von der Regierung als Vollbeschäftigung gesehen. Im vergangenen
Jahr lag die Arbeitslosigkeit Wert bei 4,7 Prozent.
Nach einer deutlichen Senkung der Arbeitslosenzahlen im Dezember sieht der
Minister die Volkswirtschaft auch auf auf dem richtigen Weg dahin: "Zur Zeit
sind wir auf einem Trip von minus 10 Prozent im Jahr." Im vergangenen Jahr
ist die Wirtschaft mit 3,2 Prozent freilich so stark gewachsen wie schon
seit fünf Jahren nicht mehr.
Die geplante Verbesserungen werden aber auch "nicht nur über das Wachstum"
möglich sein, sagte der Arbeitsminister bei einer Pressekonferenz am
Mittwoch. In der Medienveranstaltung stellten er und die neue
Staatssekretärin Christine Marek (V) die Arbeitsschwerpunkte der kommenden
vier Jahre vor.
Zusätzliche Entlastung am Frauen-Arbeitsmarkt
Konkret rechnet man im Wirtschaftsministerium mit einer zusätzlichen
Entlastung am Frauen-Arbeitsmarkt sowie "einer Abschwächung des Zustroms aus
Deutschland". Gegenüber den neuen EU-Mitgliedern solle in den nächsten
Jahren "nur so weit aufgemacht werden, wie dies unseren Bedürfnissen
entspricht". Man könne die Türe in den Osten nämlich "nur schrittweise
öffnen, weil wir sie nicht mehr zumachen können, auch wenn wir wollten".
Die Kontingente für Tourismus und Agrarwirtschaft sollen etwa gleich hoch
bleiben wie bisher, sagte Bartenstein. In Sachen Fachkräfte soll neu eine
"Ersatzvornahme" ermöglicht werden, sofern ein entsprechendes Angebot in
Österreich fehlt. So könnten künftig beispielsweise Schweißer aus den neuen
EU-Ländern nach Österreich geholt werden, wenn keine österreichischen
Schweißer verfügbar sind.
Keine Prognose zur Jugendarbeitslosigkeit
Staatssekretärin Marek wollte am Mittwoch keine konkrete Prognose über die
Entwicklung der Jugendsarbeitslosigkeit in den nächsten vier Jahren abgeben.
Ein wesentlicher Teil ihrer Aufgabe sei es aber, die
"Beschäftigungsfähigkeit von Jugendlichen zu erhöhen", sagte sie. Beim Thema
Vereinbarkeit von Familie und Beruf gehe es um bessere
Kinderbetreuungsmöglichkeiten untertags, aber auch um Bewusstseinsarbeit:
"Es geht nicht immer in erster Linie ums Geld, sondern auch um das
Verständnis, dass Eltern nicht automatisch weniger verfügbare Mitarbeiter
sind", sagte Marek.
Die Mittel für die aktive Arbeitsmarktpolitik werden im kommenden Jahr um
200 Mio. Euro auf mehr als 800 Mio. Euro aufgestockt, sagte Bartenstein.
Damit wolle man das hohe Niveau vom Jahr 2006 erhalten, hieß es.
Sozialnetz "nicht Hängematte, sondern Trampolin"
Voller Lob zeigte sich Bartenstein am Mittwoch über das Papier der
Sozialpartner, das seiner Darstellung nach gute Teile des
Regierungsübereinkommens erst ermöglicht hat: "Diesmal haben die
Sozialpartner sehr viel an Konsens vorgelegt und uns damit Rückenwind
verschafft".
Konkret nannte Bartenstein in diesem Zusammenhang die Ausdehnung der
Höchstarbeitszeit auf 12 Stunden und eine der Normalarbeitszeit auf 10
Stunden über den Kollektivvertrag. Sozialpartnerschaftseinigungen gebe es
auch für die geplante Verschärfung bei den Zumutbarkeitsbestimmungen sowie
den schärferen Strafen für "pfuschende Arbeitslose".
Arbeitsrecht neu kodifizieren
Gleichzeitig sei aber das "soziale Netz enger geknüpft worden, nicht im Sinn
einer Hängematte, sondern eines Trampolins", so Bartenstein mit Hinweis auf
den Mindestlohn von 1.000 Euro und die sogenannte bedarfsorientierte
Mindestsicherung von 726 Euro. Im neuen Kabinett ist der Wirtschaftsminister
jetzt dienstältestes Regierungsmitglied.
In den nächsten vier Jahren soll auch das Arbeitsrecht neu kodifiziert
werden, ein Arbeitsschwerpunkt der neuen Staatssekretärin. Was dabei auf
Arbeitnehmer und Arbeitgeber zukommt konnten die beiden Politiker am
Mittwoch noch nicht präzisieren. Bartenstein nannte dabei zwei
grundsätzliche Punkte: Zum einen solle "Wachstum und Beschäftigung"
Priorität im neuen Arbeitsrecht bekommen und zweitens müsse das neue
Arbeitsrecht an die immer stärkere Vermischung von "klassischen
Arbeitnehmern" und "klassischen Arbeitgebern" angepasst werden. (APA)
© 2007 derStandard.at - Alle Rechte vorbehalten.
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19 Mädchen- und Jugendarbeit im Nachkriegs-Irak
von WADI Austria <wadi.wien at gmx.at>
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Informationsabend
Wie Feuer und Benzin?
Mädchen- und Jugendarbeit im Nachkriegs-Irak
DSA Alicia Allgäuer, Vorstandsmitglied von Wadi Österreich
Mag.a Mary Kreutzer, Projektkoordinatorin von Wadi Österreich
Die irakisch-deutsch-österreichische Hilfsorganisation WADI (www.wadinet.at)
ist seit 1993 im Nordirak tätig und unterstützt Projekte zur Förderung des
Demokratisierungsprozesses im Irak nach der Baath-Diktatur. Dazu gehören der
Einsatz für die Rechte und der Schutz vor Gewalt von Frauen und Mädchen
ebenso wie die Unterstützung von unabhängigen Jugendinitiativen, wie z.B.
Radiostationen und Zeitschriften. Einen Schwerpunkt bildet derzeit die
Kampagne gegen FGM (Female Genital Mutilation), von der in manchen Gegenden
bis zu 100% der Mädchen und Frauen betroffen sind.
An diesem Informationsabend soll einerseits auf die derzeitige Situation und
die Bedingungen für soziale Arbeit im Nordirak eingegangen und andererseits
die konkreten Projekte von WADI, vor allem im Bereich Jugendarbeit,
vorgestellt werden. Denn das Kennenlernen der Herkunftsrealitäten von
MigrantInnenkindern in Österreich kann auch hier zu einem besseren
Verständnis der Jugendlichen und ihrer Wünsche/Probleme/Erfahrungen beitragen.
Anmeldung unter: 01 / 4000 83 415, oder mail an: ifp at wienXtra.at
Zeit: 14.03.2007 um 18.00 – 21.00 Uhr
Ort: Institut für Freizeitpädagogik, 1080 Wien, Albertgasse 35/II
Kosten: euro 9,-
Infos unter:
Tel: 01 / 4000 83 415
Mail: ifp at wienXtra.at
http://www.wienxtra.at/detail.asp?er=8&ev=23678
Bitte an interessierte Menschen weiterleiten!
--
WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische
Entwicklungszusammenarbeit
WADI-Austria
e-mail: wadi.wien at gmx.at
website: www.wadinet.at
Tel.: 0699-11365509
Postfach 105
A-1181 Wien
Neues Spendenkonto in Österreich:
Knt. Nr.: 6.955.355
BLZ: 32.000 Raiffeisen Landesbank NÖ
IBAN AT4432 0000 0006 955355
BIC (SWIFT) RLNWATWW
Im Februar 2007 erscheint die dritte Print-Ausgabe von: WADI-News,
Schwerpunkt: Weibliche Genitalverstümmelung
Wird kostenlos per Post zugeschickt, schicken Sie uns Ihre Adresse!
Online zu lesen unter: http://www.wadinet.at/Media/wadinews.php
Wir danken dem Team vom Restaurant Dionysos/Nosh für die Unterstützung!
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STUDENTinnenENPROTESTE
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20 [al_news] SPÖ-Kapitulation un d Proteste / Veranstaltungen
von "AL-Antifaschistische Linke" <al at sozialismus.net>
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AL-Newsletter Nr. 185
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1. Die Kapitulation der SPÖ und eine Zwischenbilanz der Proteste
2. Veranstaltung der Unigruppe von AL & AGM zum Umfaller der SPÖ
3. Veranstaltungen der Gruppen Wien-Nord und Wien-Süd/West von AL &
AGM
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1. Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!
Die Kapitulation der SPÖ und eine Zwischenbilanz der Proteste
Das vorgelegte Regierungsprogramm ist neoliberal,
arbeiterInnenfeindlich und reaktionär. Bei der großen Koalition
handelt es sich um eine Fortsetzung der rechten Wende aus dem Jahr
2000 unter dem Vorsitz eines sozialdemokratischen Kanzlers.
Die Aufhebung der so genannten Gruppenbesteuerung und anderer
Steuerprivilegien, die die rechte Regierung dem Großkapital in den
letzten Jahren geschenkt und die die SPÖ im Wahlkampf kritisiert
hatten, standen in den Regierungsverhandlungen offenbar gar nicht
zur Debatte; so wie es die KapitalistInnen bereits unmittelbar nach
der Wahl gefordert hatten. Ganz in ihrem Sinne sieht das
Regierungsprogramm hingegen eine Flexibilisierung der Arbeitszeit
(bis zu 12 Stunden täglich oder 60 Stunden wöchentlich) vor und ist
überhaupt ganz dem „Wirtschaftsstandort Österreich" verpflichtet.
Das Regierungsprogramm sieht Verschlechterungen für Lehrlinge vor
(erleichterte Kündigung und Abbau anderer Schutzbestimmungen), macht
Arbeitslosen das Leben noch schwerer (sie müssen „mehr Mobilität"
zeigen) und will den Personalstand „konsolidieren" (also
Arbeitsplätze abbauen).
Die kaum mehr vorhandenen Steuerleistungen des Großkapitals werden
durch die neue Regierung noch mehr durch Massensteuern kompensiert,
etwa durch eine Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge und der
Mineralölsteuer. Außerdem bleiben die Studiengebühren aufrecht, bei
denen es aber weniger um die (geringen) eingebrachten Gelder als um
den neoliberalen Umbau der Universitäten im Sinne des Kapitals geht.
Die rassistische Politik gegen MigrantInnen wird wie gehabt
fortgesetzt.
Ein beabsichtigter Ausstieg aus dem Kauf der Eurofighter-
Kampfflugzeuge, wie ihn der SPÖ-Wahlkampf versprochen hatte, steht
nicht im Regierungsprogramm; mit dem Warten auf die Ergebnisse des
parlamentarischen Untersuchungsausschusses werden sich Alfred
Gusenbauer & Co. wohl schließlich den „geschaffenen Tatsachen
beugen". Dass die SPÖ-Führung diverse wichtige Ministerien
(Finanzen, Wirtschaft&Arbeit, Inneres, Äußeres) der ÖVP überlassen
hat, ist nur der augenscheinliche Ausdruck davon, dass hier die
bisherige ÖVP-Politik fortgesetzt wird, dass die SPÖ-Spitze für die
Kanzlerschaft zur totalen Unterwerfung bereit ist.
Nachdem die Verhandlungsergebnisse bekannt geworden waren, herrschte
unter vielen Basis-FunktionärInnen und -AktivistInnen der SPÖ
Fassungslosigkeit und Empörung. Eine Welle von Protestanrufen und -
schreiben erreichte die SPÖ-Zentrale. Allein am Tag vor der
Angelobung der Regierung traten angeblich über tausend Mitglieder
aus der Partei aus. Zahlreiche BetriebsrätInnen drohten an, dass sie
nicht mehr als sozialdemokratische Listen kandidieren würden. Unter
dem Druck der GewerkschafterInnen der VOEST und aus Steyr stellte
sich der oberösterreichische SPÖ-Chef Erich Haider öffentlich gegen
den Regierungspakt.
Unmittelbar nach der Einigung auf die neue Regierung demonstrierten
die sozialdemokratischen Jugend- und StudentInnenorganisationen SJ
und VSStÖ gegen den Pakt mit der ÖVP und insbesondere gegen die
Studiengebühren. Sie griffen die alte Losung in Bezug auf den Ersten
Weltkrieg auf und skandierten „Wer hat uns verraten?
Sozialdemokraten!" Schließlich wurde ein Teil der SPÖ-Zentrale in
der Wiener Innenstadt von den eigenen JugendaktivistInnen besetzt.
Am nächsten Abend, nachdem 75% des SPÖ-Vorstandes der
Regierungsvereinbarung zugestimmt hatten, versuchten 250-300
AktivistInnen, die verschiedenen Zugänge zu einem Empfang der SPÖ-
Führung im Wiener Museumsquartier zu blockieren. Unter den
AktivistInnen waren etwa 80% Mitglieder der SPÖ-
Jugendorganisationen, von der radikalen Linken waren nur AGM/AL in
relevanter Anzahl und in organisierter Weise vor Ort (unser
Transparent forderte „Klassenkampf statt Sozialpartnerschaft").
Durch die Aktion kamen viele SPÖ-SpitzenfunktionärInnen und
ParlamentarierInnen nicht oder nur über Umwege in die
Veranstaltungsräumlichkeiten, Gusenbauer selbst wurde von der
Polizei durch einen Keller hinein geschleust.
Als auf diese Weise immer mehr SPÖ-Spitzen zum Empfang gelangten,
durchbrachen die AktivistInnen zwei Polizeiabsperrungen. Die Polizei
hatte offensichtlich die Wut der sozialdemokratischen Jugend
unterschätzt. Obwohl einige uniformierte Schläger der Spezialpolizei
WEGA äußerst brutal vorgingen (zwei verletzte Aktivisten wurden mit
dem Krankenwagen abtransportiert), konnten die paar dutzend
anwesenden Beamten die anstürmenden AktivistInnen nicht aufhalten.
Diese nahmen nun direkt vor dem Veranstaltungsort Aufstellung und
riefen lautstark „Hier regiert die ÖVP!", immer wieder „Wer hat uns
verraten? Sozialdemokraten!" und schließlich auf unsere
Initiative „Was macht der Regierung Dampf? Klassenkampf!
Klassenkampf!". Als „kleine Gruppe von Gewalttätern" denunzierte
Gusenbauer in einem anschließenden Fernsehinterview nicht die
prügelnden Polizisten, sondern die erzürnten Mitglieder seiner
eigenen Jugendorganisationen.
Bei der Angelobung der neuen Regierung in der Hofburg am 11. Januar
demonstrierten 2000 Menschen am angrenzenden Heldenplatz unter den
schon bekannten Losungen. Obwohl diesmal diverse linke Gruppen
anwesend waren, dominierten erneut die sozialdemokratischen
Jugendorganisationen. Unter einem Pfeifkonzert überquerte die neue
Regierung den Ballhausplatz. Trotz fortgesetzter Unmutsäußerungen,
nun auch von den Spitzen der SPÖ-Landesorganisationen in der
Steiermark und in Vorarlberg, verteidigte die SPÖ-Führung den
Regierungspakt. In der Folge traten die Vorsitzenden des VSStÖ
(Silvia Kuba) und der Österreichischen HochschülerInnenschaft
(Barbara Blaha) aus der SPÖ aus.
Die große Empörung unter SPÖ-BasisfunktionärInnen ist im Kern der
Ausdruck einer Illusion, die nun enttäuscht wurde, der Illusion,
dass die SPÖ zu einer substantiell anderen Politik in der Lage wäre.
Die SPÖ-Spitze war nicht einmal bereit, nach dem (vorübergehenden)
Ausstieg der ÖVP aus den Verhandlungen den Weg einer
Minderheitsregierung zu beschreiten, um bei baldigen Neuwahlen mit
den Fragen Eurofighter, Studiengebühren und „soziale Gerechtigkeit"
und angesichts einer verunsicherten ÖVP einen klaren Sieg
einzufahren und eine Koalition mit den Grünen zu bilden. Das ist
nicht so sehr Ausdruck von Dummheit oder Feigheit, sondern davon,
dass für die SPÖ-Führung der Wunsch der großen Mehrheit des
Großkapitals nach einer Regierungsbeteiligung der ÖVP Befehl ist.
Gusenbauer, Norbert Darabos und Josef Cap haben sich mit Haut und
Haaren den Interessen „der österreichischen Wirtschaft"
verschrieben, sie fürchten soziale Ansprüche und Mobilisierungen der
Lohnabhängigen weit mehr als „die Freunde von der ÖVP" (wie das
neuerdings in der Sprachregelung der SPÖ-Führung heißt).
Teil der Illusionen der SPÖ-BasisfunktionärInnen ist auch die
Hoffnung, dass die Politik einer „rot"-grünen Regierung sich
ernsthaft von der der ÖVP unterscheiden würde. Sicher, der
regierungsamtliche Rassismus wäre nicht so schreiend, die
mörderische Abschottung der Festung Europa würde mit einem
technokratischen Liberalismus kaschiert; die Studiengebühren würden
vermutlich abgeschafft, sind sie doch ein sehr billiger Erfolg, der
sich in der liberal-akademischen Öffentlichkeit gut verkauften
lässt. Insgesamt würde aber die ganz normale EU-konforme neoliberale
Politik gegen die Lohnabhängigen, Frauen und MigrantInnen
fortgesetzt werden. Das haben die „rot"-grünen Regierungen in
Deutschland und Frankreich eindrucksvoll demonstriert – und es gibt
keinen Grund anzunehmen, dass das in Österreich anders wäre.
Schließlich betreibt die regionale SPÖ-Alleinregierung im Bundesland
Wien seit Jahren Privatisierungen und Ausgliederungen von
Gemeindeeigentum und damit auch die Verschlechterung von
Arbeitsverhältnissen. Schließlich hat die SPÖ dem rassistischen
Gesetzespaket der rechten Regierungsparteien im Parlament schon als
Oppositionspartei zugestimmt.
Einen fundamentalen Bruch mit ihrer bisherigen Politik und dem
Charakter der SPÖ stellt das neue Regierungsprogramm (und damit die
Nichteinhaltung der Wahlversprechen) und die Aufteilung der
Ministerien also freilich nicht dar. Die schwarz-grüne Koalition in
Oberösterreich zeigt, dass von den Grünen nicht mehr zu erwarten ist
als von der SPÖ: der grüne Umweltlandesrat Rudi Anschober darf ein
wenig mit Tempolimits spielen, ansonsten geht alles seinen gewohnten
neoliberalen Gang.
Die unter SPÖ-Linken verbreitete Vorstellung, dass die aktuelle
Politik der SPÖ lediglich auf eine reaktionäre und eingekaufte
Führung zurückzuführen sei, die sich in der „Arbeiterpartei" SPÖ
eingenistet habe, und dass durch die Entfernung dieser
SpitzenbürokratInnen die SPÖ „wieder" eine „sozialistische Politik"
machen könne, verkennt den Charakter von Sozialdemokratie und
Reformismus völlig. Die österreichische Sozialdemokratie ist seit
bald hundert Jahren eine reformistische Partei, oder, anders
ausgedrückt, eine bürgerliche ArbeiterInnenpartei, eine Partei also,
die sich dem „Kompromiss" mit der KapitalistInnenklasse verpflichtet
hat, sich aber auf organisierte Weise auf Teile der
ArbeiterInnenklasse stützt.
Die arbeiterInnenfeindliche Politik der Sozialdemokratie ist deshalb
nicht ein irgendwie zufälliger politischer Fehler, sondern sie hat
eine materielle Basis. Die SPÖ-Spitzen sind nicht nur über eigene
Privilegien etc. mit Teilen des Kapitals verbunden, sondern die SPÖ
stützt sich organisatorisch vor allem auf die besser gestellten
Teile der Lohnabhängigen, die ihr privilegiertes Verhältnis mit dem
Kapital nicht durch klassenkämpferische Aktivitäten gefährden
möchten, und besonders die bürokratischen Schichten, die mit ihren
Jobs in Partei, Gewerkschaft, Gemeinden und Staat ein bequemes Leben
führen. Ihnen geht es in erster Linie darum, die Grundlage ihrer
Existenz, die Zusammenarbeit mit dem Kapital und seinem Staat,
aufrecht zu erhalten. Dazu braucht die SPÖ die Unterstützung durch
die ArbeiterInnen und Angestellten, denn nur durch den Einfluss auf
die Lohnabhängigen ist die Sozialdemokratie für das Großkapital
überhaupt interessant. Die SPÖ mäßigt und kontrolliert die
ArbeiterInnenklasse und verkauft ihre Interessen als Gegenleistung
für bürokratische Privilegien.
Dementsprechend hat die österreichische Sozialdemokratie eine
hundertjährige Geschichte von prokapitalistischer Politik, von
Kapitulation und Verrat. Sie hat die Kriegspolitik der Habsburger-
Monarchie im Ersten Weltkrieg unterstützt und danach eine
proletarische Revolution verhindert, sie ist – in Hoffnung auf einen
Ausgleich mit der KapitalistInnenklasse – vor dem aufkommenden
Faschismus schrittweise zurückgewichen, sie hat nach 1945 mit wildem
Antikommunismus den kapitalistischen Wiederaufbau unterstützt und
mitgeholfen, die großen Lohnstreiks vom Herbst 1950 niederzuschlagen.
In den 1970er Jahren hat die SPÖ-Regierung unter Bruno Kreisky
einige politische und soziale Reformen durchgeführt, sie sind
freilich im Rahmen der ökonomischen Spielräume des damaligen
Wirtschaftsbooms und der kapitalistischen Bedürfnisse nach einer
Modernisierung zu sehen. Sobald das Kapital von dieser Politik genug
hatte und international auf den Neoliberalismus setzte, wurde die
neue Ausrichtung auch in Österreich durchgesetzt, noch unter Kreisky
in den frühen 1980er Jahren. Die neoliberale Politik, insbesondere
die Zerschlagung der verstaatlichten Industrie mit massivem
Arbeitsplatzabbau und diverse „Sparpakete" im Sozialbereich, wurden
in Österreich bis 1999 von der SPÖ exekutiert.
Angesichts dieser Tradition ist es kein Zufall, wenn auf Rhetorik-
Schulungen der Gewerkschaft den BetriebsrätInnen beigebracht, wie
man/frau einer Belegschaft Verschlechterungen am besten verkauft.
Und nicht zufällig wurden im Jahr 2003 die Streiks gegen die
Pensionskürzungen und gegen die Zerschlagung der Bundesbahn von der
sozialdemokratischen Gewerkschaftsspitze abgedreht. Die Ursache für
diese ganze Politik ist nicht einfach nur eine falsche Führung,
sondern dass ein großer Funktionärsapparat und eine ganze
privilegierte Schicht über die SPÖ mit dem bürgerlichen Staat
verbunden ist. Diese Verbindungen sind auch für viele unzufriedene
BasisaktivistInnen bei der Organisierung von Widerstand eine starke
Bremse, denn sie fürchten um ihre Jobs. Und auch so manche führenden
Funktionäre der SPÖ-Jugendorganisation werden sich nun genau
überlegen, ob sie ihren Kampf mit der Parteiführung auf die Spitze
treiben, waren ihre Funktionen doch stets sichere Sprungbretter für
Landtags- und Parlamentsmandate oder ähnliches, wie auch die
ehemaligen „frechen" und „rebellischen" SJler Gusenbauer und Cap
belegen.
Etliche der Konflikte, die in den letzten 1-2 Jahren in der
Sozialdemokratie aufgetreten sind, etwa der zwischen Parteispitze
und der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG),
sind innerbürokratische Auseinandersetzungen. Sie sind aber dennoch
nicht irrelevant, weil sie etwa das Potential einer
Auseinanderentwicklung von Partei und Gewerkschaft in sich tragen.
Die Schwächung der Gewerkschaften durch die BAWAG-Affäre hat auch
eine Schwächung der politischen Autorität der Gewerkschaftsführung
und ihrer Möglichkeit zur Verteilung von materiellen Privilegien im
Apparat bedeutet. In der Folge ist der Zugriff der FSG-Führung auf
die einzelnen Betriebsratskörperschaften nicht mehr überall so
eisern wie früher.
Die Proteste gegen den Pakt mit der ÖVP waren den SPÖ-Spitze
sicherlich unangenehm. Dass der Druck in der Partei groß war, zeigt
auch die Tatsache, das sich wichtige SPÖ-Landeschefs wie Erich
Haider oder Franz Voves (Steiermark) als Kritiker inszenierten, was
auch leicht zur bürokratischen Integration der Unzufriedenheit
führen kann. Die Frage ist also, welche Perspektive die Proteste
gegen die neue Regierung finden können.
Entscheidend wird sein, ob es gelingt, den aktiven Widerstand über
die Studierenden und die Jugend hinaus auszuweiten. Der Kompromiss
bei den Studiengebühren (dass sie bleiben, aber durch soziale Arbeit
abgearbeitet werden können) war ein sehr geschickter Schachzug der
Regierung, ist doch ein erheblicher Teil der Bevölkerung für
studierendenfeindliche Stimmung á la „die sollen doch mal was
arbeiten" empfänglich.
Demgegenüber muss sicherlich aufgeklärt werden, dass die
ausgerechneten Stundenlöhne niedriger sind als bei anderen
StudentInnenjobs, dass es sich dabei um Lohndumping in Sozialbereich
handelt, dass die Studierenden aus reichen Familien die
Studiengebühren einfach zahlen werden, während es für die ärmeren
die Studienzeit verlängert (zur Zeit arbeiten etwa 80% der
Studierenden neben dem Studium), dass die Mehrheit der Studierenden
Frauen sind und mit dem Regierungsmodell wieder mal Frauen schlecht
oder unbezahlte soziale Arbeit leisten müssen. Es geht aber auch
darum, den Eindruck zu vermeiden, dass es sich bei den Protesten
gegen den Regierungspakt nur um die Interessen der Studierenden
handelt, und darum, aus dem gescheiterten studentischen Widerstand
die richtigen Schlüsse zu ziehen.
2000/01 (und auch schon 1996) hatte die „linke" ÖH-Führung das
Potential für einen erfolgreichen studentischen Kampf mit ihrer
Orientierung auf die lächerlichen „kreativen Protestformen" in den
Sand gesetzt (siehe dazu die AGM-Bilanzartikel „Potentiale und
Grenzen von studentischen Protesten":
<http://www.agmarxismus.net/flugschriften/f13_potenz.htm,>http://www.agmarxismus.net/flugschriften/f13_potenz.htm,
„Chronologi
e eine Demobilisierung":
<http://www.agmarxismus.net/flugschriften/f13_chrono.htm>http://www.agmarxismus.net/flugschriften/f13_chrono.htm
und „Boycott
der Studiengebühren oder Verweigerung der Realität":
<http://www.agmarxismus.net/flugschriften/f18_agmuni.html>http://www.agmarxismus.net/flugschriften/f18_agmuni.html).
Während
die „linke" ÖH-Führung eine Ausrichtung auf Streiks und Besetzungen
systematisch bekämpft hat, hat im Sommersemester 2006 in
Griechenland eine StudentInnenbewegung mit wochenlangen Streiks, mit
Besetzungen der Unis, mit Orientierung auf ein Bündnis mit der
lohnabhängigen Bevölkerung und mit kämpferischen
Massenmobilisierungen die Pläne der Regierung zur neoliberalen
Zurichtung der Universitäten abgewehrt und der Regierung eine
schwere Niederlage beigebracht (siehe AGM-Flugschriftzeitung roter
stern, Nr. 8:
<http://www.agmarxismus.net/flugschriften/RS8/rs8_rueckseite.pdf>http://www.agmarxismus.net/flugschriften/RS8/rs8_rueckseite.pdf).
Wenn man/frau auch in Österreich Kurs auf einen erfolgreichen
studentischen Widerstand nehmen will, ist dazu auch ein Abschied von
einem positiven Bezug auf die bildungspolitischen Vorschläge der SPÖ
und der Grünen notwendig. Schon bisher ist das Bildungssystem auf
die Interessen des Kapitals zugeschnitten und sind die Universitäten
(trotz gewisser Spielwiesen) Teil des ideologischen
Herrschaftssystems des Kapitalismus. Statt hier einfach „mehr
Bildung" zu fordern, ist eine Kritik dieser Zustände und Funktionen
notwendig. Die Wahlkampfforderungen von SPÖ und Grünen nach mehr
Geld für Bildung, Wissenschaft und Forschung stehen für nichts
anderes als für eine Modernisierung des Systems und wurden auch ganz
offen damit argumentiert, dass das (ebenso wie eine
Höherqualifizierung der Arbeitskräfte durch eine Gesamtschule) für
die Konkurrenzfähigkeit der österreichischen Wirtschaft notwendig
sei.
Die SPÖ und insbesondere die Grünen bedienen mit diesen Forderungen
natürlich auch ganz gezielt eine bestimmte akademische Klientel. Als
staatlich verordnete Institution, die dem Bildungsministerium
weisungspflichtig ist, ist auch die ÖH in diese ständische Politik
integriert. Nicht zufällig sind ÖH-Funktionärsposten oft Stufen zu
einer akademischen Karriere. Angesichts ihres staatlichen Charakters
und der Erfahrungen mit dieser Art von studentischer
Interessensvertretung ist es mehr als fraglich, ob die ÖH ein
geeignetes Instrument für ernsthafte Kämpfe sein kann (siehe dazu in
der aktuellen Ausgabe der AL-Zeitung Morgenrot den Artikel „Den
Unisumpf trocken legen!").
Entscheidend für die Entwicklung einer breiteren Bewegung gegen die
Regierung und ihre Politik ist der Bereich, wo es dem Kapital
wirklich weh tut, nämlich die Betriebe. Die Gewerkschaften haben
freilich schon gegen die Rechtsregierung 2000-2006 nur sehr
zaghaften Widerstand geleistet, ihre sozialdemokratischen Führungen
eine tatsächliche Konfrontation gescheut. Zuletzt wurde die
Gewerkschaft durch die korrupten Machenschaften um die BAWAG auch
noch geschwächt. Bei vielen sozialdemokratischen
BasisfunktionärInnen in den Gewerkschaften, auch bei solchen mit
sozialistischem Selbstverständnis, ist heute nicht kämpferische
Entschlossenheit, sondern Verzweiflung über den Pakt mit der ÖVP
vorherrschend. Das ist auch darauf zurückzuführen, dass sich viele
an die Hoffnung, dass durch eine SPÖ-Minderheitsregierung oder
eine „rot"-grüne Regierung vieles besser würde, geklammert haben,
dass sie damit in der Logik von Regierungskombinationen denken und
nicht auf die eigene Stärke vertrauen.
Viele BasisaktivistInnen von SJ, FSG und SPÖ, die es ehrlich meinen
mit einer Politik im Interesse der Lohnabhängigen, sind massiv
angewidert vom Pakt der Parteiführung mit der ÖVP. Viele sind
ratlos, wie es weitergehen soll, zögern aber vor dem entscheidenden
Bruch mit der Illusion, dass die SPÖ vielleicht doch noch irgendwie
reformiert werden kann. Für viele ist es auch persönlich schwierig,
denn oftmals würde es sich auch um einen Bruch mit einer jahre- oder
jahrzehntelangen sozialen Existenz in einem breiten
sozialdemokratischen Milieu handeln und für so manchen würden damit
Karrieremöglichkeiten in Partei und Staat aufs Spiel gesetzt. Für
viele ist auch eine selbst organisierte politische Aktivität, ohne
Partei- und Gewerkschaftsfinanzen, kaum vorstellbar.
Von AktivistInnen der sozialdemokratischen Organisationen wurde
angesichts der offensichtlich treffenden Kritik an der Politik der
SPÖ oft argumentiert, dass die kleinen Gruppen der radikalen Linken
nichts erreichen könnten und es deshalb trotz allem im Rahmen „der
sozialdemokratischen Bewegung" zu verbleiben gelte. Einmal mehr
müssen sich diese AktivistInnen, auch die kritischen und
oppositionellen (etwa die Plattform Wir-sind-SPÖ), nun die Frage
stellen, ob sie sich nicht erneut als billige WahlkampfhelferInnen
für Gusenbauer & Co. missbrauchen haben lassen, ob sie nicht in
erster Linie das linke Feigenblatt für den SPÖ-Neoliberalismus
abgeben. Und sie müssen sich auch die Frage stellen, ob sie mit
einem Verbleib in den sozialdemokratischen Organisationen nicht dazu
beitragen, die Vorherrschaft der SPÖ in der ArbeiterInnenbewegung
festzuschreiben, anstatt die radikale Linke zu stärken, mit der sie
eigentlich viele Positionen teilen. Es besteht dabei durchaus die
Gefahr, dass durch die kämpferische Opposition von SJ und VSStÖ
gegen den Regierungspakt viele enttäuschte AktivistInnen weiter in
der Sozialdemokratie integriert bleiben – und beim nächsten
Wahlkampf, wenn sich der jetzige Sturm gelegt hat und von den SJ-
und VSStÖ-Spitzen wieder mal das Argument des „kleineren Übels" aus
dem Hut gezaubert wird, dann erneut für Gusenbauer & Co. den
Wahlkampf bestreiten.
Statt darauf zu warten, bis man/frau das nächste Mal verraten und
verkauft wird, statt die eigene Kraft und das eigene Engagement für
den Aufbau der Sozialdemokratie zu verschwenden, die hoffnungslos
mit den Interessen des Kapitals und dem bürgerlichen Staat verbunden
ist, sollten sich unzufriedene sozialdemokratische AktivistInnen
langsam mal eine Alternative überlegen. Wir denken, dass die
ArbeiterInnenklasse eine neue Organisation braucht. Dafür sind die
Konzepte, die heute wieder unter linken SJlerInnen herumgeistern,
nämlich sowohl die kapitalistische Modernisierungspolitik unter
Kreisky als auch der verbalradikale Reformismus des Austromarxismus
mit seiner parlamentarischen und defensiv-abwartenden Logik, keine
geeigneten Bezugspunkte. Wir denken, dass eine solche neue
ArbeiterInnenpartei eine revolutionäre, marxistische sein muss, die
sich nicht auf Kompromisse mit den KapitalistInnen und den
bürgerlichen Staat als Instrument der Veränderung orientiert,
sondern auf Klassenkampf, Massenmobilisierungen und
Internationalismus.
Gemeinsame Stellungnahme der Leitungen von Arbeitsgruppe Marxismus
(AGM) und AL-Antifaschistische Linke
Wien, 15. Januar 2007
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2. Gemeinsame Veranstaltung der Unigruppe von Arbeitsgruppe
Marxismus (AGM) & AL-Antifaschistische Linke am 17.1.:
Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!
Warum der Umfaller der SPÖ kein Zufall ist und was für Schlüsse wir
daraus ziehen können...
Nun ist es also fix. Die große Koalition steht. Die SPÖ hingegen
fällt um. Wurden Themen wie die Gruppenbesteuerung (unerhörte
Steuergeschenke an Großkonzerne) oder etwa das rassistische
Asylgesetz von Schwarz-Blau-Orange (dem die SPÖ ja damals schon
zugestimmt hatte) in den Koalitionsverhandlungen gar nicht erst
angesprochen, so ist die SP-Führung - wie zu erwarten - in der
Endphase der Verhandlungen nun auch in Bezug auf ihre zentralen
Wahlversprechen umgefallen. V.a. der "Kompromiss" in der Frage der
Studiengebühren (6-Euro-Jobs) erzürnt viele. Nun stellt sich aber
die Frage: Kommt dieser Verrat an den Studierenden überraschend,
oder war er angesichts der SPÖ-Politik der letzten Jahre und
Jahrzehnte (Stichwort: Sparpakete) abzusehen? Was für Schlüsse
können wir als junge AktivistInnen aus diesem Debakel ziehen? Was
ist überhaupt der Charakter der Sozialdemokratie? Diese und andere
Fragen wollen wir gemeinsam diskutieren.
Mi., 17.1., 19:30 Uhr im " Amerlinghaus",
Stiftgasse 8, 1070 Wien (U3 Neubaugasse/Ausgang Stiftgasse)
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3. Weitere gemeinsame Veranstaltungen von AL und AGM
Gruppe Wien Nord:
Gesundheit und Gesundheitspolitik
Gesundheitspolitik geht uns alle an. Doch was hat es mit der Debatte
um die steigenden Kosten im Gesundheitswesen auf sich? Wie sehen die
Arbeitsbedingungen von Pflegepersonal und ÄrztInnen aus? Wie geht es
Beschäftigten und PatientInnen in diesem System? Und wie könnte ein
Gesundheitswesen aussehen, das den Menschen und seine Bedürfnisse in
den Mittelpunkt stellt und nicht die Frage von Finanzen und die, wie
die PatientInnen wieder „fit für den Job" werden können?
Ein Krankenpfleger wird die Debatte einleiten, anschließend freuen
wir uns auf eine spannende Diskussion.
Dienstag, 16. Januar 2007, 19 Uhr
Piwnica, Jägerstraße 38, 1200 Wien (erreichbar mit den Linien U6, 5,
31, 33)
Gruppe Wien Süd/West:
Der Zypernkonflikt
Wie kam es zur nationalistischen Spaltung in Zypern? Was waren und
sind die imperialistischen Interessen auf der Insel? Welche Rolle
spielt(e) die zypriotische ArbeiterInnenbewegung? Wie ist die
aktuelle Situation einzuschätzen und wie kann eine marxistische
Position zum EU-Beitritt der Türkei aussehen?
Mittwoch, 17. Januar 2007, 19 Uhr
Cafe Berfin, Siebensterngasse 46, 1070 Wien (erreichbar mit den
Linien U3, 49, 13A)
__._,_.___
<http://groups.yahoo.com/group/al_newsletter/message/188;_ylc=X3oDMTMyM2dldGJpBF9TAzk3MzU5NzE0BGdycElkAzQyNzYxNDYEZ3Jwc3BJZAMxNzA1MDYwMDg1BG1zZ0lkAzE4OARzZWMDZnRyBHNsawN2dHBjBHN0aW1lAzExNjg4OTAzNjMEdHBjSWQDMTg4>Messages
in this topic (1)
<http://groups.yahoo.com/group/al_newsletter/post;_ylc=X3oDMTJvdHBhNWV2BF9TAzk3MzU5NzE0BGdycElkAzQyNzYxNDYEZ3Jwc3BJZAMxNzA1MDYwMDg1BG1zZ0lkAzE4OARzZWMDZnRyBHNsawNycGx5BHN0aW1lAzExNjg4OTAzNjM-?act=reply&messageNum=188>Reply
(via web post) |
<http://groups.yahoo.com/group/al_newsletter/post;_ylc=X3oDMTJlaTczNjg0BF9TAzk3MzU5NzE0BGdycElkAzQyNzYxNDYEZ3Jwc3BJZAMxNzA1MDYwMDg1BHNlYwNmdHIEc2xrA250cGMEc3RpbWUDMTE2ODg5MDM2Mw-->Start
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AL-Antifaschistische Linke
Gegen Rassismus, Sexismus, Sozialabbau!
Für Solidarität und Sozialismus!
mail: al at sozialismus.net
web: www.sozialismus.at
phon: ++43 (0) 699 817 15 915
post: AL c/o Amerlinghaus, Stiftgasse 8, A-1070 Wien
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21 Regierungsbildung/Glosse: Demo-Impressionen
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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Regierungsbildung/Glosse:
> Demo-Impressionen
Die Regierung zelebrierte ihren Marsch ueber den Ballhausplatz sehr weit
"vom Schuss". Der Zynismus, mit dem Gusenbauer dabei die Proteste laechelnd
und feixend quittierte, sagt wieder mal was zu seiner Geisteshaltung...
Wozu waren dann aber Eier und Tomaten und andere Wurfgeschosse gut? Ich
beobachtete, wie ein Kameramann von einem rosa Farbbeutel voll getroffen
wurde. Sein Filmmaterial wurde dadurch zerstoert. Uns sollte wichtig sein,
dass Demonstrationen medial "in die Welt" gehen. Was soll also die
Aggression gegen Journalisten?
Wie aus dem Nichts tauchte ploetzlich aus Richtung Aussenministerium die
VP-Regierungsriege auf und schlich am Rand des Bundeskanzleramtes in
Richtung Tor; als sie von Journalisten gesehen worden waren, stellten sie
sich zum Gruppenfoto kurz auf und verschwanden im Haus...
In ihrer Begleitung war eine Schar von ca. 20 Leuten mit Blumen und Taferln,
die ihnen zujubelten. Warum mussten DIE nicht ausserhalb der Absperrung
bleiben? Sind VP-Fans gleicher?
Dann kam Gusenbauers Gruppe aus der Richtung Volksgarten. Er laechelnd und
strahlend, von Kamerateams umringt (110 Journalisten waren akkreditiert,
noch mehr nicht akkreditierte warteten "draussen"), hinterdrein die uebrige
Mann- und Frauschaft, die von keinem der Journalisten beachtet wurde. Die
von mir geschaetzte Heidrun Silhavy (sie war die einzige Spitzenpolitikerin,
die aufmerksam die 1. Arbeitslosenkonferenz besuchte), jetzt
Staatssekretaerin (sie weiss selber noch immer nicht, wofuer sie in diesem
Amt ueberhaupt zustaendig ist) ging als letzte. Durch Koerpersprache
vermittelte sie: "Redet mich bitte lieber nicht an..."
Fast jeder der VP-Minister blieb stehen und gab den Kamerateams
Kurzinterviews und Statements. Die SP-Truppe verschwand rasch im Haus.
Nur Buchinger stellte sich ebenfalls (strahlend) zu einem ersten Interview
hin...
In der Schauflergasse (Richtung Michaelerplatz) gabs ebenfalls in sehr
grossem Abstand eine Absperrung. Dahinter standen ca. 100 Gewerkschafter,
eher ruhig. Nur als die Regierung am Platz unterwegs war, ertoente auch von
dieser Seite ein kurzes Pfeifkonzert. Und als die Regierung in der Burg
verschwunden war, waren diese Leute auch schon wieder weg.
Als um 10h die grosse Demo vom Ring kam, eilte ich zur Gewerkschaftsgruppe
und teilte denen das mit. Die nahmen das gleichgueltig bis eher angfressen
auf. Erst im nachhinein erfuhr ich, dass das die angekuendigte Demo der
Polizisten war.
Auch innerhalb der Absperrung gab es Demonstranten: Etwa ein Dutzend Leute
mit blauen Jacken, am Ruecken die Buchstaben "AUF" (Polizeigewerkschaft der
FP). Sie schlenderten mit Schachteln hin und her und verteilten an ihre
Kollegen Zuckerln und Mars-Riegel...
Nachtrag zur Orf-Berichterstattung: Ich war erstaunt, da ich gewohnt bin,
dass der ORF IMMER die Teilnahmezahlen bei Demonstrationen nach unten
korrigiert.
Ich zaehlte 1000 bis max. 1500 Teilnehmer -- Hanno Settele sprach von 2000!
Was ich ebenfalls fair fand, war sein Hinweis, dass die gewaltbereite Gruppe
aus hoechstens 50 Leuten bestand...
*Gerald Grassl*
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C) EDITORIAL
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* Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr *
* Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" *
* Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf *
* Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie.
Aber kurz und prägnant.*
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Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und
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III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III
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III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III
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