widerst at nd mund: Mittwoch, 10. Jänner 2006

MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst analle at no-racism.net
Mi Jan 10 05:56:35 CET 2007


widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst

Mittwoch , 10. Jänner 2006

Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr
www.no-racism.net/mund


In eigener Sache
und
in Eurem Interesse
in Zeiten wie diesen
ist eine kleine Umverteilung der MUND-Arbeit notwendig:

DER WIDERSTANDS-MUND SUCHT DRINGEND LEUTE,
DIE 1 X DIE WOCHE EINE AUSGABE ZUSAMMENSTELLEN WOLLEN



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A) INHALT
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ALFRED "SCHIZO" GUSENBANZLER
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01   AUFRUF
   von "ursula napravnik" <aon.912510997 at aon.at>
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02   Protestkundgebung zum Zeitpunkt der Angelobung auf dem Ballhausplatz
   von "Helmuth Fellner" <helmut.fellner at chello.at>
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03   Regierungsbildung/Proteste: Loewelstrasse besetzt, Widerstandratschlag,
Kundgebung zur Angelobung von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN
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04   The Politics of Culture: Re-engaging Uli
  von ursprung <ursprung at mur.at>
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05   ASt - SPÖVP = Regierung für Reiche! Streiks und Demonstrationen JETZT!
   von ASt-LFI <ast-lfi at gmx.net>
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06   Marlen Schachinger von promedia at mediashop.at
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07   Veranstaltungen / neue Regierung
   von "agm" <agm at agmarxismus.net>
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MELDUNGEN UND MEINUNGEN
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08   Die eingetragene Partnerschaft ist tot
   von "RA. Dr. Helmut Graupner" <hg at graupner.at>
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09   Niederlage für Kunst, Kultur und Medien bei Regierungsverhandlungen!
   von Kulturrat Österreich <contact at kulturrat.at>
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10   Der Kuschel-Imam und die Öffentliche Sicherheit
   von WADI Austria <wadi.wien at gmx.at>
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11   in eigener Sache / Ortstafeln / Gender-Queer
   von  Initiative Minderheiten Newsletter <news at initiative.minderheiten.at>   
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12   SPÖVP von Dietmar Köhler <ibd.koehler at utanet.at>
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13   HOSI Wien über Koalitionsvereinbarung zutiefst enttäuscht
   von Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien <office at hosiwien.at>
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14   Presseinformation der HOSI Linz: 09.01.2007/Gebrochene Versprechen
   von "HOSI Linz" <ooe at hosilinz.at> 
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15   Ereignisse des Jahres und ein fröhliches Neujahr
   von Jens Galschiøt <aidoh at aidoh.dk>
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16   Das Regierungsprogramm
   von "Rechtskomitee LAMBDA (RKL)" <office at RKLambda.at>
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17   Termine ab Mittwoch, den 10.1.2007  von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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18   Regierungsbildung/Studiengebuehren/Glosse: "Gehts was hackeln!"
   von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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19   OeGB/Kommentar der Anderen/Termine : Lohnarbeit - kein Lebenszweck!,
Diskussionsveranstaltungen  von "akin" <akin.buero at gmx.at> 
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20   Gratiskleinanzeige: Gesucht: Neue MieterInnen fuer BG Schottengasse
   von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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STUDIENGEBÜHREN/zWANGSARBEIT/"grundeinikommen"
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21   protestaktionen gegen soziale Ungerechtigkeit der sp-vp regierung
   von "Renate Vodnek" <Renate.Vodnek at reflex.at>
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INTERNATIONALES
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22   Bilanz 2006 - Gewalt gegen Indianer in Brasilien
   von "GFBV Hans Bogenreiter" <hans.bogenreiter at gfbv.at>
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23   [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm
   von Öffentlicher Verteiler der 
Gipfelsoli-Infogruppe 
<gipfelsoli-l at lists.nadir.org>
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B) TEXTE
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ALFRED "SCHIZO" GUSENBANZLER
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01   AUFRUF
   von "ursula napravnik" <aon.912510997 at aon.at>
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Hallo,


am Donnerstag findet die Angelobung der Regierung statt. Feuern wir diese
Regierung an: Treffpunkt entweder 10:00 vor der Universität oder Ballhausplatz.


WIDERSTAND GEGEN DEN SOZIALABBAU

Ursula


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02   Protestkundgebung zum Zeitpunkt der Angelobung auf dem Ballhausplatz
   von "Helmuth Fellner" <helmut.fellner at chello.at>
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Kommunistische Initiative [KI] Presseaussendung   09.01.2007


Große Koalition für Millionäre, Konzerne und EUROKraten

Utl.: SPÖ-Bonzen im Liegen umgefallen – Protestkundgebung zum Zeitpunkt der
Angelobung auf dem Ballhausplatz



Nach der weitgehenden Aufteilung der Pfründen steht  jetzt endgültig fest,
dass die SPÖ-Verantwortlichen um Gusenbauer (und dazu zählen auch die 75
Prozent Handerlheber und Grüßauguste des Parteivorstandes der SPÖ) einmal
mehr im Liegen umgefallen sind, gegenüber den eigenen Wählerinnen und
gegenüber den so oft zitierten kleinen Männern und Frauen, für die man
vorgibt, Politik zu machen. Die Eurofighter bleiben - im Interesse des
EU-Imperialismus.  Die Studiengebühren - vor allem zum Schaden der
Arbeiterkinder - auch. Wohl nur die SPÖ konnte sich den widerwärtigen
Zynismus mit einem Arbeitsdienst für finanzschwache Studentinnen erlauben,
dieser Plan könnte von Haider oder Strache stammen. Die Mängelverwaltung des
österreichischen Bildungsunwesens wird in geteilte Hände gelegt, es finden
sich aber keine Vorschläge, wie man der Bildungsmisere begegnen kann.



Die ersten Lobesstimmen zeigen, woher der Wind weht: Kapitalisten-Boss Veit
Sorger ist nicht in Sorge, sondern voller Lob, ob des Mutes und der
künftigen Schaffenskraft dieser kommenden Regierung. Und
Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl ist überzeugt, dass die
Schwerpunkte der neuen Regierung „den Wirtschaftsstandort Österreich stärken
werden“. Besonders begrüßte Leitl, dass Wirtschaft und Arbeit – wie im
einstigen austrofaschistischen Ständestaat - in einem Ministerium
zusammenbleiben. Das Wein-Kabinett Gusenbauer wird die Interessen der
Klientel Sorgers und Leitls, der Industriellen, der Konzerne wacker
vertreten, darauf können diese jetzt schon mit edlen Toskana-Tropfen
anstoßen. Erste Zeichen sind am Horizont schon sichtbar: Erhöhung der
Sozialversicherungsbeiträge zu Lasten der einfachen ArbeiterInnen und
Angestellten, während die Höchstbeitragsgrundlage  für die Großverdiener
unangetastet bleibt. Und auch die geplante Erhöhung der Mineralölsteuer, die
auf die Preise umgeschlagen werden, wird vor allem die ArbeitnehmerInnen
belasten.



Der unappetitlichen Vorstellung des Standard, dass „Alfred Gusenbauer
Bundeskanzler - mit heruntergelassenen Hosen“ sei, wollen wir hier nicht
folgen, denn Gusenbauer lässt ja wie all die anderen, bisherigen SPÖ-Bonzen,
vom Millionär Androsch über den Stronach-Rudas oder den VW-Klima bis zur
Siemens-Gitti Ederer, nie die eigenen, sondern stets die Hosen der eigenen
Parteimitglieder, AnhängerInnen und WählerInnen herunter. Sie selbst sind
zunächst ja wohlversorgt durch Politikerprivilegien, über die in den
Koalitionsverhandlungen einmal mehr der Mantel des Schweigens gebreitet
worden war. Und verschwinden sie aus der Politik, so werden sie eben von
irgendeinem Konzern eingekauft. 



Und in die Fixierung der auf 180 Seiten festgeschriebenen, kommenden
sozialen Grausamkeiten der künftigen Regierung hat man seitens der
SozialdemokratInnen von vornherein den auf den Hundstorfer gekommenen ÖGB
mit eingebunden. Und willfährig wird sich der nicht schlafende, sondern
inzwischen tönerne und durch sozialdemokratische Defraudanten zerzauste ÖGB
der „sozialdemokratisch geführten“ Regierung Gusenbauer gegenüber verhalten,
das steht jetzt schon fest. Und dies gilt wohl auch für die Beibehaltung der
asozialen Pensionsregelungen der bisherigen Regierungen und für alle
künftigen weiteren Anschläge auf die Pensionen und das Sozialsystem.



Also: Was tun ? Nur durch die Entwicklung von entsprechendem Druck von
unten, durch Klassenkampf, durch soziale Aktionen, Streiks und
Demonstrationen können weitere Asozialitäten abgewendet oder zumindest
gemildert werden. Dazu bedarf es einer stärkeren und kämpferischeren
Bewegung als jene sozialdemokratisch-halblink-grüne Bewegung gegen
Schwarzblau. Packen wir es an ! Es gibt keine sozialdemokratische
Gesellschaft, auch diese ist nur nackter Kapitalismus ! Der Kampf um eine
gerechte Gesellschaft, um den Sozialismus, wird uns durch nichts erspart
bleiben ! Und auf dem Weg dorthin geht es mit Hilfe von Klassenkampf um
radikale Reformen:


Umverteilung von oben nach unten !
Hohe Vermögens- und Erbschaftssteuern !
Unentgeltliches Erziehungs- und Bildungswesen !
Polytechnische Gesamtschule für alle 7 – 16Jährigen !
Menschenwürdige kostendeckende Löhne, Gehälter und Pensionen !
Gegen weitere Aushöhlung des Sozial- und Pensionssystemssystems !
Arbeit für alle durch radikale Kürzung der Arbeitszeit, Wertschöpfungsabgabe
und Demokratisierung der Arbeitswelt !
Stopp dem weiteren Ausverkauf öffentlichen Eigentums !



Kontakt:



Kommunistische Initiative (KI)

Post : Rankgasse 2, 1160 Wien

Telefon: O676/6968852

e-mail: info at kommunisten.at

Homepages: www.kominform.at und www.kommunisten.at

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03   Regierungsbildung/Proteste: Loewelstrasse besetzt, Widerstandratschlag,
Kundgebung zur Angelobung von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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akin-Pressedienst.
Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 9. Jaenner 2007; 20:19
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Regierungsbildung/Proteste:

>  Loewelstrasse besetzt

Die Parteizentrale der SPOe in der Loewelstrasse wurde am Montag um 18h von
ca. 60 AktivistInnen besetzt. Sie demonstrieren gegen die Studiengebuehren,
die von der neuen schwarzen Regierung mit rotem Bundeskanzler beibehalten
werden. Derzeit ist die Besetzung noch in Gang. Die AktivistInnen wollen die
SPOe Zentrale bis zur Angelobung besetzen.

Der stupide Vorschlag, Studierende die die Studiengebuehren nicht bezahlen
wollen wuerden, sollten 120 Stunden Sozialarbeit pro Jahr leisten zeigt
schon an wie die grosse Bildungsreform der SPOeVP Regierung aussehen wird.
Besonders absurd: Die Entlohnung fuer die Sozialarbeit unterschreitet den im
Koalitionprogramm vereinbarten Mindestlohn von 1000 Euro. Das
Fremdenrechtspaket 06, welches die SPOe mitbeschlossen hat, wird wohl auch
nicht so bald abgeschafft, die Gleichstellung homosexueller
PartnerInnenschaften laesst weiter auf sich warten - die rotschwarze
Regierung ist um keinen Deut besser als ihre Vorgaengerin.
(Gruenalternative Jugend et al.)

*

>  Widerstandratschlag

Rot-Schwarz ist -- in beschaemender Weise -- in Kernbereichen bloss die
Fortsetzung von Schwarz-Blau-Orange. Was ansteht ist neoliberale
Fortwurstelei. Die Sozialdemokratie hat zentrale Punkte, mit denen sie die
Wahlen gewinnen konnte, ueber Bord geworfen oder total verwaessert ( z. B.
Grundeinkommen). Die Frage der Eurofighter wird "auf spaeter vertagt",
Studiengebuehren gibt es weiter... Die Negativliste liesse sich beliebig
fortsetzen. Gleichsam als Draufgabe bekam die OeVP alle Schluesselressorts
zugeschanzt - selbst der ORF konnte nicht umhin, dies als "einmalig in der
Geschichte der 2.Republik" zu klassifizieren.
Obwohl die Regierung nicht einmal noch steht, gibt es bereits die ersten
Proteste. Studentinnen gingen heute auf die Strasse, in den Gewerkschaften
laufen die Telephone heiss.
In einem "Ratschlag" wollen wir beraten, wie der Widerstand in den
verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen ZUSAMMENGEFUeHRT werden kann. Nur
GEMEINSAM sind wir stark!
Ein erstes Treffen fand bereits heute statt, weitere sollen folgen.
Hermann Dworczak, dworczak at hotmail.com, 0676 / 972 31 10

*

>  Kundgebung zur Angelobung

Zu einer Protestkundgebung zum Zeitpunkt der Angelobung auf dem
Ballhausplatz ruft die Kommunistische Initiative auf. Naeheres auf:
http://www.kominform.at


***************************************************
Der akin-pd ist die elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen
Wiener Wochenzeitung 'akin'. Texte im akin-pd muessen aber nicht
wortidentisch mit den in der Papierausgabe veroeffentlichten sein. Nachdruck
von Eigenbeitraegen mit Quellenangabe erbeten. Namentlich gezeichnete
Beitraege stehen in der Verantwortung der VerfasserInnen. Ein Nachdruck von
Texten mit anderem Copyright als dem unseren sagt nichts ueber eine
anderweitige Verfuegungsberechtigung aus. Der akin-pd wird nur als
Abonnement verschickt. Wer versehentlich in den Verteiler geraten ist, kann
den akin-pd per formlosen Mail an akin.buero at gmx.at abbestellen.

*************************************************
'akin - aktuelle informationen'
a-1170 wien, Lobenhauerngasse 35/2
vox: ++43/1/535-62-00
(anrufbeantworter, unberechenbare buerozeiten)
http://akin.mediaweb.at
akin.buero at gmx.at
Bankverbindung lautend auf: föj/BfS,
Bank Austria, BLZ 12000,
223-102-976/00, Zweck: akin
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AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN
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04   The Politics of Culture: Re-engaging Uli
  von ursprung <ursprung at mur.at>
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wir bitten um ankündigung!
danke und herzliche grüsse,
eva ursprung
tel: 0650.9590513

The Politics of Culture
Re-engaging Uli

Nigerianische Kunst, diesmal wirklich in Graz: Das im Oktober aufgrund der
abgelehnten Visa-Anträge gescheiterte Projekt mit der Pendulum Art Gallery
(Lagos, Nigeria) kann nun im Jänner endlich in Graz “landen” - mit einer
Ausstellung, Vorträgen und Workshops von: Krydz Ikwuemesi, Ndidi Dike,
Angela Udeani Nkem, Okechukwu Nwafor, Peter Areh, einer Videodokumentation
des kollektiven Prozesses klassischer Uli-Malerei und ausgewählten Arbeiten
von Uli-Klassizisten.

Workshops Fr 19. - So 21. Jänner von 10:00 – 17:00 Uhr
Nach einer Einführung in Tradition, Techniken und Symbolik klassischer
nigerianischer Uli-Malerei* werden gemeinsam mit der renommierten Künstlerin
Ndidi Dike (www.ndididike.com/) und dem Theoretiker, Maler und Kurator C.
Krydz Ikwuemesi (www.heavensgate-ng.com/) in einem mehrtägigen Workshop u.a.
Wände im Kunstraum BAODO im NIL bemalt. Auf Basis der dabei gewonnenen
Erfahrungen werden die Prinzipien der Uli-Malerei aus moderner bzw.
postmoderner Perspektive reflektiert, und in einer zweiten Workshopphase auf
Leinwand, Papier und anderen Materialien weitergeführt.

Präsentation der Workshopergebnisse:
Di 23. 1. um 19:00 Uhr im Kunstraum BAODO im NIL
Dreihackengasse 42, 8020 Graz. Ausstellung bis 7. 2., Öffnungszeiten Mo – So
15:30 – 22:00

Workshopbeiträge für den dreitägigen Uli-Workshop (inkl. Materialkosten,
Mittagessen und Snacks): Eur 75,-. Ermässigungen für StudentInnen und
Mittellose möglich. Anmeldungen unter: 0316/32 44 34 oder
p.riesel at aai-graz.at. Weitere Infos auf www.crossingcultures.at

Do 25. Jänner
18:00 Uhr Vorträge: C. Krydz Ikwuemesi und Peter Areh: “Uli: History,
Essence and Prospects”
Der Vortrag ist in Englisch, wird jedoch zusammenfassend ins Deutsche
übersetzt.

20:00 Uhr Vernissage
Arbeiten von Krydz Ikwuemesi, Ndidi Dike, Angela Udeani Nkem, Okechukwu
Nwafor, Uche Okeke, Obiora Udechukwu, Nneka Onwudinjo, Joseph Eze, Tayo
Adenaike, George and Nneka Odoh sowie einer Auswahl der im Workshop
entstandenen Arbeiten der TeilnehmerInnen.
Öffnungszeiten: DI – SO 14:00 – 18:00 Uhr

Ort: ESC, Jakoministrasse 16, 8010 Graz

    


Uli: Vor der Christianisierung Nigerias war die Malerei Frauen vorbehalten:
In einem gemeinsamen, kollektiven Prozess bemalten sie die Außenwände von
Schreinen, Wohnhäusern und anderen öffentlichen Gebäuden. Diese abstrakte,
symbolische Malerei („Uli“) wurde auch als Körperbemalung appliziert und
ersetzte vor der Europäisierung die Kleidung. Elemente davon beeinflussten
und befruchteten die Arbeiten von europäischen Künstlern wie Picasso,
während sich zeitgleich an ihrem Entstehungsort deren Untergang ankündigte.
In den letzten Jahren begann jedoch auch in Nigeria eine Wiederentdeckung
von Uli: zeitgenössische KünstlerInnen setzen sich intensiv mit dieser
Tradition auseinander und lassen sich davon inspirieren – in der Malerei,
Skulptur, aber auch im Produkt- und Stoffdesign, in Performance und Musik.
Die Pendulum Art Gallery in Lagos dokumentierte 2003 die Arbeit der noch
lebenden Uli-Künstlerinnen und konzipierte eine Ausstellung, in der diese
traditionelle Malerei mit den Arbeiten zeitgenössischer afrikanischer
KünstlerInnen kontrastiert wird.

Eine Veranstaltung des Afro-Asiatischen Instituts Graz in Zusammenarbeit mit
The Syndicate“, ESC, Kunstraum BAODO im NIL und der Pendulum Art Gallery
(Lagos) zum Auftakt von Crossing Cultures. “Crossing Cultures” - das
Laboratorium für interkulturelle Kooperationen mit den Ländern des Südens in
der Steiermark.ist eine innovative künstlerische Arbeits- und
Begegnungsplattform des Afro-Asiatischen Instituts Graz.

http://syn.mur.at, www.crossingcultures.at

Wir danken dem Land Steiermark Kultur. und dem Kulturamt der Stadt Graz
sowie allen KooperationspartnerInnen


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05   ASt - SPÖVP = Regierung für Reiche! Streiks und Demonstrationen JETZT!
   von ASt-LFI <ast-lfi at gmx.net>
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Studiengebühren, Eurofighter, Hartz IV, Abgabenerhöhungen….

SPÖVP = Regierung für Reiche!

Streiks und Demonstrationen JETZT!

Erste Stellungnahme des ArbeiterInnenstandpunkt zur Bildung der Großen
Koalition, 9. 1. 2007



Das Regierungsprogramm der SPÖVP-Koalition ist die Fortsetzung der
neoliberalen Wende unter einem Kanzler Gusenbauer. Die Studiengebühren
bleiben und StudentInnen können nun als Billigst-Arbeitskräfte mit einem
Stundenlohn von 6,05 * ihr Studium finanzieren (Motto: Studieren durch
Popo-Auswischen im Altersheim). Die Eurofighter bleiben bis auf weiteres.
Und das Bundesheer – unter Leitung eines SPÖ-Verteidigungsminister – kann ab
sofort an Kriegseinsätzen im Ausland auch ohne UNO-Beschluß teilnehmen. Der
Kündigungsschutz für Lehrlinge wird gelockert – das heißt, Unternehmer
können Jugendliche nach Lust und Laune feuern! Hinter der sogenannten
Mindestsicherung verbirgt sich in Wirklichkeit ein Hartz IV-Programm, um
Arbeitslose zur Annahme jedes noch so miesen Jobs zu zwingen. Auf die breite
Masse der Bevölkerung – die ArbeiterInnenklasse – kommen mit der Erhöhung
der Mineralölsteuer und Krankenversicherungsbeiträge weitere Belastungen zu.

Die SPÖ wurde von Vielen gewählt, weil sie ein Ende der schwarz-blauen
Politik für die Reichen wollten. Die Gusenbauer-SPÖ hat die ArbeiterInnen,
Jugendlichen und PensionistInnen mit Wahlversprechen geködert … und nach
gewonnener Wahl betrogen! In Wirklichkeit ist die neue Regierung Gusenbauer
eine Fortsetzung der ÖVP-Alleinregierung unter einem roten Kanzler! Sie
setzt die jahrelange neoliberale Politik für die Reichen fort.

Diese Regierung ist durch Lügen an die Macht gekommen! Diese Regierung ist
eine Gefahr für unsere Zukunft! Wir müssen sie stoppen! Wir können sie
stoppen! Wie? Durch breiten Druck auf der Straße – durch große Streiks und
Demonstrationen! Nur wenn sie unsere Wut spüren, können wir sie in die Knie
zwingen!

Deswegen werden wir bei der Angelobung der Regierung am Donnerstag, 11.1. ab
9 Uhr am Ballhausplatz sein. Deswegen brauchen wir umgehend
Basisversammlungen an den Schulen, den Universitäten und in den Betrieben.
Dort soll über das Regierungsprogramm diskutiert und der Kampf dagegen
geplant! Alle AktivistInnen an den Schulen, Universitäten und in den
Betrieben sollen sich in Aktionskomitees zusammenschließen um den weiteren
Widerstand zu organisieren.

So gut und wichtig Protestaktionen wie jene vor der SPÖ-Zentrale sind, so
reichen sie bei weitem nicht aus. Nur Großdemonstrationen und Massenstreiks
können die Regierung tatsächlich in die Knie zwingen. Deswegen fordern wir
von der SJ-Führung und der ÖGB-Führung, daß sie sich umgehend an der
Organisierung solcher breiten Proteste beteiligt. Wir vom
ArbeiterInnenstandpunkt und der Jugendorganisation REVOLUTION arbeiten ab
sofort für dieses Ziel.

Um die Abwehrmaßnahmen genauer zu planen, treffen wir uns am Samstag, den
13. Jänner zu einer Aktionskonferenz. (15 Uhr im Amerlinghaus, Stiftgasse 8,
1070 Wien, Nähe U3 Neubaugasse) Kommt Alle!

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06   Marlen Schachinger von promedia at mediashop.at
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Einladung zum ersten AutorInnengespräch im "Winter". Wir freuen uns auf Ihr
Kommen.

Wer?
Marlen Schachinger wurde 1970 in Oberösterreich geboren, studierte
Komparatistik, Germanistik und
Französisch in Wien. Seit 1999 ist sie als freiberufliche Autorin sowie als
Lehrende in der
Erwachsenenbildung im Bereich Literarisches Schreiben und
Literaturwissenschaft tätig. Sie
publizierte die Romane „morgen, vielleicht“, „Der Unschuld Verlust“ sowie
den Kurzgeschichtenband
„Störung“. Im Promedia Verlag ist von ihr vor kurzem der erste Wiener
Frauenreiseführer „Wien. Stadt der Frauen“ erschienen.

Wann?
Dienstag, 16.1.2007, 18 Uhr

Wo?
Buchhandlung Winter, Landesgerichtsstr. 20, 1010 Wien

Der Reiseführer:
Marlen Schachinger
WIEN. STADT DER FRAUEN
Eine Reiseführerin
ISBN 3-85371-260-6, br., bebildert, mit Stadtrundgängen, 240 Seiten, 19,90
Euro
Grafische Gestaltung von Sigrid Haubenberger

Mit freundlichen Grüßen
Angelika Hipfinger

Promedia Verlag
Wickenburggasse 5/12
1080 Wien
Fax: 01/405 71 5922
promedia at mediashop.at


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07   Veranstaltungen / neue Regierung
   von "agm" <agm at agmarxismus.net>
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1) Veranstaltungen

2) neue Regierung



1)



Gemeinsame Veranstaltungen von Arbeitsgruppe Marxismus (AGM) und
AL-Antifaschistische Linke in Wien:

Gruppe Wien Nord

Gesundheit und Gesundheitspolitik


Gesundheitspolitik geht uns alle an. Doch was hat es mit der Debatte um die
steigenden Kosten im Gesundheitswesen auf sich? Wie sehen die
Arbeitsbedingungen von Pflegepersonal und ÄrztInnen aus? Wie geht es
Beschäftigten und PatientInnen in diesem System? Und wie könnte ein
Gesundheitswesen aussehen, das den Menschen und seine Bedürfnisse in den
Mittelpunkt stellt und nicht die Frage von Finanzen und die, wie die
PatientInnen wieder „fit für den Job“ werden können?
Ein Krankenpfleger wird die Debatte einleiten, anschließend freuen wir uns
auf eine spannende Diskussion.


Dienstag, 16. Januar 2007, 19 Uhr
Piwnica, Jägerstraße 38, 1200 Wien (erreichbar mit den Linien U6, 5, 31, 33)


Gruppe Wien Südwest

Der Zypernkonflikt

Wie kam es zur nationalistischen Spaltung in Zypern? Was waren und sind die
imperialistischen Interessen auf der Insel? Welche Rolle spielt(e) die
zypriotische ArbeiterInnenbewegung? Wie ist die aktuelle Situation
einzuschätzen und wie kann eine marxistische Position zum EU-Beitritt der
Türkei aussehen?
Der Vortrag bringt eine umfassende Analyse der Hintergründe des
Zypern-Konfliktes

Mittwoch, 17. Januar 2007, 19 Uhr
Cafe Berfin, Siebensterngasse 46, 1070 Wien (erreichbar mit den Linien U3,
49, 13A)



2)

Angesichts der aktuellen Lage um die Regierungsbildung und die vollständige
Kapitulation der SPÖ verweisen wir auf unsere Einschätzung, was die Bildung
einer großen Koalition für die Lohnabhängigen bedeutet:

http://www.agmarxismus.net/flugschriften/RS9/rs9_vorderseite.pdf

http://www.agmarxismus.net/flugschriften/RS9/rs9_rueckseite.pdf

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MELDUNGEN UND MEINUNGEN
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08   Die eingetragene Partnerschaft ist tot
   von "RA. Dr. Helmut Graupner" <hg at graupner.at>
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  http://www.gayboy.at/news/10786

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09   Niederlage für Kunst, Kultur und Medien bei Regierungsverhandlungen!
   von Kulturrat Österreich <contact at kulturrat.at>
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_______/ PRESSEMITTEILUNG
_______/ Kulturrat Österreich

__/ Niederlage für Kunst, Kultur und Medien bei Regierungsverhandlungen!
__/ Koalitionsergebnisse ohne Perspektive einer politischen Erneuerung

_______/ http://kulturrat.at/


Nach annähernd sieben Jahren der so genannten "Wenderegierung" der ÖVP
unter Einbeziehung rechtsextremer Gruppierungen haben die sozialen
und demokratischen Grundlagen der Republik Österreich massiven Schaden
genommen. Dem Wahlsieg der SPÖ am 1. Oktober 2006 folgte daher die
Forderung nach einer fundamentalen Neuorientierung bei ihrer Rückkehr an
die Regierung. Insbesondere die Bereiche Kunst, Kultur und Medien müssen
in einem eigenständigen Ressort zusammengeführt werden, damit sie mit
einer politischen Stimme gleichwertig vertreten werden.

Die aktuellen Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen zeugen jedoch von
einer politischen Ignoranz und Gestaltungsverweigerung, die einem ernst
zu nehmenden Erneuerungsanspruch Hohn sprechen. Der Kulturrat Österreich
protestiert gegen eine Zuordnung zu einem Unterrichtsministerium. Mit
dieser Lösung laufen Kunst-, Kultur- und Medienagenden Gefahr, auch für
die kommenden Jahre als Nebensache festgeschrieben zu werden.

Ebenso unverständlich ist die Überlassung des Finanzressorts an den
Regierungspartner ÖVP, der in der vergangenen Regierungsperiode im Bunde
mit Jörg Haiders FPÖ und später BZÖ für die strukturelle Schwächung und
Zerschlagung unabhängiger Strukturen von Kulturschaffenden Verantwortung
trägt. Unter diesen Voraussetzungen ist keine Verbesserung und
Veränderung der mangelnden sozialen Absicherung künstlerischer Arbeit zu
erwarten. Nach wie vor betreffen allein die Existenz gefährdenden
Rückzahlungsforderungen durch den Künstlersozialversicherungsfonds 850
Personen. Auch angesichts der geplanten Förderung nicht-kommerzieller
elektronischer Medien muss eine Bundesregierung ihre
demokratiepolitische Verantwortung wahrnehmen und ein Förderinstrument
entwicklen, das willkürliche politische Einflussnahme auf die Verteilung
der Gelder - wie zuletzt 2001 bei der Abschaffung der Bundesförderung
Freier Radios - ausschließt.

Im Bereich der Bildungspolitik ist die offenkundige Preisgabe der
zentralen SP-Ankündigung, die von der rechtskonservativen Regierung 2001
eingeführten Studiengebühren mit sofortiger Wirkung aufzuheben, völlig
unbegreiflich und stößt auf heftige Kritik des Kulturrat Österreich.
Eine Wissensgesellschaft, die auf freie und gleichberechtigte Zugänge zu
Information, Kultur und Bildung achtet, ist nicht mit einer Politik zu
verwirklichen, die von uneingelösten Versprechen und gesellschaftlicher
Spaltung geprägt ist.


__/ Kulturrat-Zeitung Online
__/ http://kulturrat.at/debatte/zeitung/


__/ Kulturrat-Zeitung Download (PDF-File)
__/ http://kulturrat.at/debatte/zeitung/printkulturrat.pdf


_______/ Rückfragen

Sabine Kock
Tel. +43 (1) 403 87 94 - 12


_______/ Kontakt

Kulturrat Österreich
Gumpendorfer Str. 63b
A-1060 Wien

contact at kulturrat.at
http://kulturrat.at/

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10   Der Kuschel-Imam und die Öffentliche Sicherheit
   von WADI Austria <wadi.wien at gmx.at>
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Der Kuschel-Imam und die Öffentliche Sicherheit

GASTKOMMENTAR VON THOMAS SCHMIDINGER (Die Presse) 09.01.2007

Die Anzeige gegen den Imam Scheich Adnan Ibrahim wegen Aufruf zum
Terrorismus dürfte liberale Muslime in Österreich kaum verwundern.

Mit der Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Wien gegen Scheich Adnan
Ibrahim von der Wiener Schura-Moschee, rückt nicht nur einer der
Lieblingsimame der österreichischen Öffentlichkeit plötzlich ins
Rampenlicht. Vielmehr wird damit ein Schlaglicht auf den Doublespeak
europäischer Islamisten geworfen, die es in der Öffentlichkeit verstehen,
sich als gemäßigte Dialogvertreter darzustellen, während sie in ihren
Moscheen ganz andere Positionen vertreten. Die Strafanzeige gegen Scheich
Adnan beruht darauf, dass der Imam der Schura-Moschee auf seiner Website in
arabischer Sprache unter anderem erklärt hatte, dass moslemische Männer
keine Ehen mit Christinnen eingehen sollen, da dadurch "fremdes Blut in
unsere Nachkommen" komme, was "ein soziales Verbrechen" sei.

Zudem habe er das Märtyrertum gelobt und dem klassisch islamischen
"Völkerrecht" folgend, jene Staaten, die nicht unter islamischer Herrschaft
stehen, als dar al-harb, also als "Land des Krieges" bezeichnet, eine unter
konservativen Muslimen durchaus weit verbreitete Auffassung. Adnan Ibrahim
bestreitet zwar, für die Inhalte seiner Website verantwortlich zu sein, die
Predigt war jedoch bis zur Abschaltung der Website nach der Anzeige ohne
jede Distanzierung dort zu finden.

Was die nicht-muslimische österreichische Öffentlichkeit verwundern mag,
dass nämlich ausgerechnet jener Imam, der die erste medial gut vermarktete
Anti-Terrorismus-Fatwa in Wien veröffentlicht hatte, nun selbst in den
Geruch kommt, zum "Terrorismus und zum Aufruhr gegen staatliche
Institutionen" aufgerufen zu haben, verwundert liberale Migranten mit
islamischem Migrationshintergrund oder auch Nichtmuslime, die sich
tatsächlich mit den Positionen von Muslimen in Europa auseinandergesetzt
haben, weniger. Einerseits ist es sehr fraglich, ob diese Aussagen Scheich
Adnans tatsächlich einen Aufruf zum "Terrorismus" darstellen, andererseits
ist diesen schon lange bekannt, dass der in der Öffentlichkeit als
Kuschel-Imam verkaufte Palästinenser aus Gaza keineswegs so kuschelig ist,
wie ihn die österreichische Öffentlichkeit gerne hätte.

Das Naheverhältnis Scheich Adnans zur Muslim-Bruderschaft ist unter Wiens
Muslimen ein offenes Geheimnis. Dass die palästinensische Sektion der
Muslim-Brüder 1987 als politische und militärische Vorfeldorganisation die
"Islamische Widerstandsbewegung" Harakat al-muqawama al-islamiyya, bei uns
unter dem Akronym Hamas bekannt, gründete und bis heute deren ideologische
Basis bildet, mag mit dazu beitragen, dass sich auch Anhänger der
Muslim-Brüder in Europa immer wieder politisch eindeutig zum Nahostkonflikt
positionieren.

Aber auch die sanfte Distanzierung von Anas Schakfeh, dem Präsidenten der
Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGiÖ), wonach diese Äußerungen
"unverständlich und nicht nachvollziehbar" seien, gefolgt von einer
Verteidigung Scheich Adnans durch die IGGiÖ-Pressesprecherin Baghajati sind
wohl nichts als Schakfehs übliche Diplomatie. Schließlich gibt es seit
langem ein enges Naheverhältnis zwischen der Führung der IGGiÖ und dem
populären Scheich. Wie Tariq Ramadan und andere prominente Vertreter der
Ideologie der Muslim-Bruderschaft in Europa auch, hat es der Scheich Adnan
in den letzten Jahren sehr erfolgreich verstanden, sich in der
nicht-arabischsprachigen Öffentlichkeit als gemäßigter Ansprechpartner des
Islam zu präsentieren.

Dazu diente nicht nur die medienwirksame Anti-Terror-Fatwa, sondern auch ein
gut funktionierendes, aber weitgehend informell arbeitendes Netzwerk der
Muslim-Brüder. Da die Muslim-Bruderschaft in Österreich, wie in den meisten
europäischen Staaten, keine offizielle Organisation unterhält, gibt es auch
keine offiziellen Mitgliedschaften. Die Zugehörigkeit einzelner Personen zur
1928 von Hassan Al-Banna in Ägypten gegründeten weltweit tätigen
sunnitisch-islamistischen Organisation ist so kaum nachweisbar, ihre
ideologische Nähe sehr wohl. In Österreich haben die SchülerInnen Hassan
Al-Bannas in den letzten Jahren nicht nur die wichtigsten Positionen in der
offiziellen Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGiÖ) besetzt, sondern sich
auch als das Gesicht des Islam präsentieren können. An diesem Erfolg
arbeiteten u. a. die deutsche Konvertitin Carla Amina Baghajati,
Medienreferentin der Glaubensgemeinschaft, ihr Gatte Tarafa Baghajati, der
sich erst kürzlich auf einer Konferenz gegen weibliche Genitalverstümmelung
in Kairo als "österreichischer Vertreter" in Szene setzen konnte, und nicht
zuletzt Omar Al-Rawi, Integrationsbeauftragter der IGGiÖ und
Landtagsabgeordneter der Wiener SPÖ, und Mouddar Khouja, Mitbegründer
diverser interreligiöser Dialogforen und Vertreter der Europäischen
Islamischen Konferenz, mit.

Alle vier haben sich als gemeinsame organisatorische Plattform in der
Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen zusammengeschlossen, die wiederum
sehr erfolgreiches Networking sowohl im linksliberalen NGO-Bereich als auch
bei christlichen Kirchen oder eben der SPÖ betreibt. Tarafa Baghajati etwa
ist Vorstandsmitglied des European Network against Racism (ENAR) und
versucht immer wieder, "den Islam" in der Wiener Integrationskonferenz oder
bei österreichischen und europäischen Sozialforen zu vertreten. Seine Frau
Carla Baghajati ist beliebte Kommentatorin österreichischer Medien und
versucht sich erfolgreich im Networking mit feministischen Gruppen. Allen
gemeinsam ist die politische und organisatorische Nähe zu Anas Schakfeh, dem
Präsidenten der IGGiÖ.

Die Schura-Moschee Scheich Adnans spielte dabei in den letzten Jahren
zunehmend die Rolle einer Vorzeigemoschee für die IGGiÖ. Zu Gast waren nicht
nur regelmäßig grüne und sozialdemokratische Politiker, sondern etwa auch
Fritz Edlinger, wichtigster österreichischer Lobbyist autoritärer Regime in
der Arabischen Welt, der bereits im November 2003 in der Schura-Moschee für
den Irak Geld sammelte. Wer genau dieses Geld bekam, wurde nie überprüft.

Die Chimäre einer gemäßigten IGGiÖ, mit ihrem gemäßigten Vorzeige-Imam
Scheich Adnan, war bislang jedoch trotz aller - auch innerislamischen -
Kritik an der IGGiÖ ebenfalls im Interesse österreichischer Politiker. Die
SPÖ konnte mit Al-Rawi, der etwa auch in der Wochenzeitung "Furche" den
Terror im Irak zum legitimen Widerstand aus der Bevölkerung erklärt, in den
Wiener Moscheen auf billigen Stimmenfang gehen, und auch alle anderen
Parteien konnten sich der beruhigenden Vorstellung hingeben, die Islamische
Glaubensgemeinschaft wäre erstens repräsentativ für alle Muslime und
zweitens kuschelig und nett. Diese Selbstsuggestion ging so weit, dass
Scheich Adnan noch vor einem halben Jahr in der "Öffentlichen Sicherheit"
(3-4/06), der Zeitschrift des Innenministeriums, wohlwollend zum Islam
interviewt wurde.

Genaueres Hinsehen und wirkliche Auseinandersetzung mit den Vorstellungen
von Muslimen in Österreich konnte man sich mit dieser Haltung ersparen. Dazu
hätten ja auch islamische Mitbürger in ihren politischen Vorstellungen ernst
genommen werden müssen, dazu hätte ein Dialog geführt werden müssen, der
diesen Namen auch verdient.

Die Anzeige gegen Scheich Adnan ändert daran wenig. Nicht er allein ist das
Problem, und mit großer Wahrscheinlichkeit hat er auch nichts mit
Terrorismus zu tun. Der politische Islam ist weniger ein polizeiliches als
ein politisches Problem. Anhänger der Muslim-Brüder haben die Führung IGGiÖ
übernommen und politisch erfolgreich monopolisiert, was in Österreich als
"islamisch" wahrgenommen wird. Von kirchennahen Publikationen über
antirassistische NGOs bis zur SPÖ haben sie längst Anerkennung und
politischen Einfluss errungen, der nur dann zurückgedrängt werden kann, wenn
auch säkulare Stimmen österreichischer Muslime hörbar gemacht würden.

Thomas Schmidinger ist Lehrbeauftragter am Inst. für Politikwissenschaft der
Uni Wien, Obmann der Hilfsorganisation WADI und Vorstandsmitglied von IRAQUNA.
--
WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische
        Entwicklungszusammenarbeit

WADI-Austria

e-mail: wadi.wien at gmx.at
website: www.wadinet.at
Tel.: 0699-11365509

Postfach 105
A-1181 Wien

Neues Spendenkonto in Österreich:
Knt. Nr.: 6.955.355
BLZ: 32.000 Raiffeisen Landesbank NÖ

IBAN  AT4432 0000 0006 955355
BIC (SWIFT)  RLNWATWW


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11   in eigener Sache / Ortstafeln / Gender-Queer
   von  Initiative Minderheiten Newsletter <news at initiative.minderheiten.at>   
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Lieber FreundInnen der Initiative Minderheiten,
aufgrund der vielen Anfragen, Termine, 
Presseaussendungen etc. über unseren Verteiler 
auszuschicken, haben wir uns
entschlossen, Veranstaltungstips in Zukunft in 
einem mail zusammenzufassen. Wir hoffen, dadurch 
Ihre/Eure mailbox nicht
mehr in dem Maße überzustrapazieren, wie in der Vergangenheit.

Im übrigen sind wir auch im Neuen Jahr auf Ihre Spenden angewiesen:
BAWAG: 01210600910
BLZ: 14000
lautet auf: Initiative Minderheiten

Vielen Dank!
Cornelia Kogoj


Der KSŠŠD läd zur Veranstaltung / KSŠŠD vabi na prireditev:
:

Ortstafeln in Kärnten - Eine unendliche Geschichte...

Diskussion / Diskusija
23. Jänner / Januar 2006
19 Uhr, Mondscheingasse 11, 1070 Wien/Dunaj

Albert F. Reiterer, Politikwissenschaftler und Soziologe
Lojze Wieser, Verleger und Initiator der Kampagne „Pro Kärnten – Za Koroškoâ*œ
*œ
Willi Langthaler, Antiimperialistische 
Koordination, Jugoslawisch-Österreichische
Solidaritätsbewegung

Die Verhandlungen über die zweisprachigen 
Ortstafeln in Kärntenschleppen sich endlos dahin.
Das staatsvertraglich verbriefte Recht auf 
zweisprachige Aufschriften ist seit Jahrzehnten
»wild umstrittener« Konfliktherd im Süden 
Österreichs. Den politischen Eliten gelingt es 
nach
wie vor, das Minderheitenthema für ihren 
Machterhalt zu missbrauchen. Mit Versprechen, 
gegen
»maßlose Forderungen« der Slowenen vorzugehen, 
lassen sich in Kärnten Wahlen gewinnen. Die
politischen Vertreter der Kärntner Slowenen, in 
Jugendzeiten Aktivisten und Initiatoren der
österreichweiten Solidaritätsbewegung für die 
Rechte der Kärntner Slowenen, haben neue Wege
eingeschlagen. Die einen versuchen bei 
Konsenskonferenzen mit »Heimatverbänden« und 
höchstrangigen
österreichischen Politikern, einen tragbaren 
Kompromiss auszuhandeln, die anderen wollen die
Rechte auf nationaler und EU-Ebene einklagen. Die 
Diskussion soll die gegenwärtigen Strategien
zur Durchsetzung der Rechte der Kärntner 
Slowenen einer kritischen Analyse unterziehen.

Pogajanja o dvojeziÄnih krajevnih napisih na 
Koroškem so brezkonÄna zgodba. V dr avni pogodbi

zagotovoljene pravice do dvojeziÄnih napisov so 
e desetletja sporna toÄka na avstrijskem jugu.
PolitiÄnim elitam še vedno uspe zlorabiti 
manjšinskotematiko za ohranjanje oblasti. Z 
obljubami,

da bodo »nezmerne zahteve« Slovencev zavrnili, 
se da na Koroškem zmagati na volitvah.PolitiÄni
zastopniki koroških Slovencev, v mladosti 
aktivisti in pobudniki po vsej Avstriji 
razširjenega

solidarnostnega gibanja, so ubrali nove poti. 
Nekateri skušajo pri konferencah o konsenzu z
»domovinskimi« organizacijami in najvišjimi 
predstavniki avstrijske politike doseÄi 
sprejemljiv
kompromis, drugi skušajo izto iti svoje pravice 
na nacionalni in evropski ravni. V diskusiji

hoÄemo kritiÄno analizirati zdajšnje strategije 
za uresniÄitev pravic koroških Slovencev.


Albert F. Reiterer
1948 in Kärnten geboren, ist 
Politikwissenschaftler und Soziologe und arbeitet 
als Lektor an der
Universität Wien und Innsbruck. Mitarbeiter an 
zahlreichen Forschungsprojekten, Autor zahlreicher
Studien zur Ethnizitätsforschung und ist Berater 
von Minderheitenorganisationen.

Lojze Wieser
1954 in Kärnten geboren und engagiert sich seit 
jeher für die Minderheitenrechte u.a. im KSŠŠD.

Gründer des Wieser Verlages. Vor einem Jahr ruf 
er die Initiative „Pro Kärnten – Za Koroškoâ*œ –
â*“
eine europaweite Unterschriften-Aktion für 
zweisprachige Ortstafeln – ins Leben.


Willi Langthaler
Ist in der Solidaritäts- und Anti-Kriegsbewegung 
(Antiimperialistische Koordination) in Wien 
aktiv. Arbeitet als freier Journalist und ist 
Obmann der Jugoslawisch-Österreichischen 
Solidaritätsbewegung (JÖSB) die nach dem 
NATO-Krieg gegen Jugoslawien gegründet wurde.

KSSSD
Mondscheingasse 11
1070 Wien/Dunaj

tel/fax: +43 (0)1 5264667
e-mail: ksssd at gmx.net
www.ksssd.org

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Herzlich laden wir zu zwei Veranstaltungen mit

Emma Hedditch und LTTR ein und freuen uns auf Ihr/Dein/Euer Kommen.

Rosa Reitsamer, Manuela Schreibmaier


Dienstag, 16.01.2007, 19.00 Uhr
"All is touching, re-absorption"
Vortrag, Videos und Diskussion mit Emma Hedditch, London


Samstag, 20.01.2007, 20.00 Uhr
Vortrag, Videos und Diskussion mit LTTR, New York
Das feministische gender-queere Künstlerinnenkollektiv LTTR präsentiert
seine Arbeitspraxen und politischen Ansätze.

ORT: galerie aRtmosphere
15., Holochergasse 32/Top I,


Veranstaltungen in englischer Sprache.

Links und Details zu den Veranstaltungen

http://www.artmosphere-vienna.net


Emma Hedditch

will talk about thinking production with others, in a place produced
from thought.

"The night before, the current beginning, aware of timing. I chose to
come to Vienna now, when there would be specific people present. A
distortion. The situation, we find ourselves in, all/awe, with the
possibility for touching and being touched. We will attempt some major
re-absorption processes, by which I mean, not giving each other up to
vacant capitalist processes without a fight. I will not give you up."
(Emma Hedditch)

Veranstaltung in Kooperation mit der Klasse Marina Grzinic (Konzeptuelle
Kunst, Akademie der Bildenden Künste Wien)


LTTR

* produces an annual independent art journal, performance series,
events, screenings and collaborations. The group was founded in 2001
with an inaugural issue titled "Lesbians to the Rescue", followed by
"Listen Translate Translate Record", "Practice More Failure", and most
recently "Do You Wish to Direct me?"

* is dedicated to highlighting the work of radical communities whose
goals are sustainable change, queer pleasure, and critical feminist
productivity. It seeks to create and build a context for a culture of
critical thinkers whose work not only speaks in dialogue with one
another, but consistently challenges its own form by shifting shape and
design to best respond to contemporary concerns.



Weitere Veranstaltung mit LTTR @ Generali Foundation

Samstag, 19.01.2007

"A Wave of New Rage Thinking, 2007 - Radical Read-In for Vienna"






*****
Newsletter der Initiative Minderheiten
Gumpendorfer Straße 15/13
A-1060 Wien
Tel. 586 12 49-18
Fax 586 82 17
http://www.initiative.minderheiten.at
http://www.gastarbajteri.at

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12   SPÖVP von Dietmar Köhler <ibd.koehler at utanet.at>
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OFFENER  BRIEF

Sehr geehrter Herr Abgeordneter,

es ist dem SPÖ-Vorstand bzw. dem SPÖ-Verhandlungsteam gelungen mit der ÖVP
zu einer Koalitionsvereinbarung zu gelangen, die ein Schlag in´s Gesicht der
SPÖ-Wähler ist.

Kaum ein SPÖ-Wahlversprechen, das nicht gebrochen wurde.
Kaum ein Fernsehinterview, in dem nicht die Unfähigkeit der Verhandler mit
hohlen Phrasen kaschiert wird.
Kaum ein Zeitungsinterview, das nicht vor Eigenlob stinkt.
Kaum eine Aussage, in der nicht die Wähler - wenn auch indirekt - als
politische Idioten hingestellt werden (das Schumpeter-Syndrom).
Kaum eine Handlung, die nicht einen weiteren Abbau der in Österreich ohnehin
nur spärlich vorhandenen Demokratie nach sich zieht (z.B. Verlängerung d.
Legislaturperiode).

Mit einer Partei, die die Wörter "sozial" und "demokratisch" meiner Ansicht
nach zu Unrecht in ihrem Titel führt, möchte ich fortan nichts mehr zu tun
haben.

Ich ersuche Sie daher, von der weiteren Zusendung Ihres "Europäischen
Tagebuches" (TOUR D`EUROPE) Abstand zu nehmen.

Frustriert

Ing. Dietmar Köhler
1230 WIEN


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13   HOSI Wien über Koalitionsvereinbarung zutiefst enttäuscht
   von Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien <office at hosiwien.at>
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Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 9. Jänner 2007

HOSI Wien über Koalitionsvereinbarung zutiefst enttäuscht

"Wir sind über das Ergebnis der Koalitionsverhandlungen zutiefst
enttäuscht", kommentiert Christian Högl, Obmann der Homosexuellen Initiative
(HOSI) Wien, die gestern erzielte Einigung zwischen ÖVP und SPÖ. "Und nicht
nur in Hinblick auf unsere Anliegen. Angesichts dieses Ergebnisses wären
Neuwahlen wohl besser gewesen. Zwar waren wir nie so naiv zu glauben, eine
große Koalition würde an der Eingetragenen PartnerInnenschaft für
gleichgeschlechtliche Paare scheitern. Dennoch hätten wir erwartet, dass die
SPÖ in dieser Frage wenigstens auf einem koalitionsfreien Raum im
Nationalrat beharrt. Denn bei einer freien Abstimmung bestünde zumindest
eine kleine Chance, die drei für dieses Projekt fehlenden Stimmen aus dem
Lager von ÖVP und/oder BZÖ zu bekommen."

"Dinosaurier" (in der) ÖVP schuld

"Bei aller berechtigten Kritik an der SPÖ über das für sie so blamable
Verhandlungsergebnis darf man aber nicht übersehen, dass es ausschließlich
die ÖVP ist, die die Eingetragene PartnerInnenschaft ablehnt. Daher ist es
einzig und allein die Schuld der ÖVP, wenn Österreich jetzt womöglich
weitere vier Jahre das Schlusslicht in Europa abgeben wird, was die
Gleichstellung von Lesben und Schwulen betrifft", betont HOSI-Wien-Obfrau
Bettina Nemeth. "Es bleibt also nur zu hoffen, dass die Dinosaurier in der
ÖVP, die mit ihren Ansichten und Haltungen zu Menschenrechten noch in der
Steinzeit leben, bald das Feld räumen werden. Eine Erneuerung und
Modernisierung der ÖVP in gesellschaftspolitischen Fragen ist offenbar erst
zu erwarten, wenn Schüssel & Kho(l) endgültig von der politischen Bühne
abgetreten sind."

Rückfragehinweis:
Bettina Nemeth, Obfrau: Tel. 0699-11965265
Christian Högl, Obmann: Tel. 0699-11811038
Kurt Krickler, Generalsekretär: Tel. (01) 5451310 oder 0664-5767466
office at hosiwien.at, www.hosiwien.at
ZVR-Nr.: 5245 34 408


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14   Presseinformation der HOSI Linz: 09.01.2007/Gebrochene Versprechen
   von "HOSI Linz" <ooe at hosilinz.at> 
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Enttäuschung über Umfaller der SPÖ!



Gebrochene Versprechen



HOSI Linz ist über das Ergebnis der Regierungsverhandlungen bestürzt.



Gegenüber der von der HOSI Linz mitherausgegebenen Zeitschrift PRIDE sagte
SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer auf die Frage „Sind Ihre Wahlversprechen
glaubwürdig? Immerhin hatte die SPÖ ja 25 Jahre Regierungsverantwortung, in
denen in diesen Fragen so gut wie nichts passiert ist“ unter anderem: „Und
zu ‚nichts passiert’: Als 1970/71 die SPÖ allein regierte, war eine der
ersten Taten die Beseitigung des Totalverbotes. Versprochen - gehalten.
Genau so werden wir es auch diesmal halten.“ Und weiter erklärte Gusenbauer:
„Es gibt nur eine mehrheitsfähige Partei in Österreich, die garantiert, dass
unser umfassendes Programm für Lesben, Schwule und TransGender-Personen
endlich umgesetzt wird – und das ist nun einmal die SPÖ. Wir haben die
besseren Konzepte: sei es beim Arbeitsmarkt, bei Gesundheit, Pensionen und
Bildung. Neue Fairness braucht das Land! In allen Lebensbereichen!“



Und auch gegenüber der Internet-Plattform „gayboy.at“ und dem Rechtskomitee
Lambda (RKL) zeigte sich die SPÖ im Wahlkampf unmissverständlich. Auf die
Frage „Ist für Ihre Partei die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare
eine Koalitionsbedingung?“ war die Antwort: „Ja. Wobei zu sagen ist, dass
das sicher in Koalitionsverhandlungen ein harter Brocken werden wird.“

Wie sich jetzt zeigt, wird die Gleichstellung voraussichtlich weder
Koalitionsbedingung, noch scheint die Bundes-SPÖ diesen „harten Brocken“
überhaupt nachhaltig verhandelt zu haben. Denn nicht nur, dass keine
eingetragene PartnerInnenschaft kommt, ist auch sonst von den großen
Versprechungen nichts mehr übrig.

.

„So schlimm habe ich mir das nicht erwartet. Ich bin nur noch enttäuscht und
bestürzt,“ erklärt der Vereinssprecher der HOSI Linz, Mag. Gerhard Labacher.
„Bis zuletzt bin ich – und sind wir alle – davon ausgegangen, dass sich SPÖ
und ÖVP auf irgendeine Alibi-Gleichstellung einigen würden. Also die
rechtliche Verankerung der Gleichbehandlung unverheirateter hetero– und
homosexueller Paare zum Beispiel. Aber mit diesem völligen Ignorieren dieses
Themas habe ich nicht gerechnet!“

Was hat die SPÖ im Wahlkampf den Lesben, Schwulen und TransGender-Personen
nicht alles versprochen – von der Einführung einer Eingetragenen
PartnerInnenschaft (ein entsprechender Gesetzesentwurf wurde sogar in der
letzten Legislaturperiode bereits eingebracht!) über die Stief- und
Fremdkindadoption bis zur Rehabilitierung der §209-Opfer usw.

Zu allen Punkten wurden Anträge im Nationalrat versprochen und es wurde
versprochen, solchen Anträgen anderer Parteien zuzustimmen. Nun findet sich
die SPÖ in Koalition mit der Verweigerungspartei ÖVP wieder. Und keines der
Versprechen wird umgesetzt werden und entsprechende Anträge der Grünen wird
die SPÖ ablehnen müssen, denn beiden Parteien haben vereinbart, einander im
Parlament nicht zu überstimmen. Dieses Verhandlungsergebnis ist mehr als
enttäuschend und bedeutet nicht mehr und nicht weniger, dass sich die ÖVP
durchgesetzt hat. Es wird die Schuld der ÖVP sein, wenn Österreich jetzt
weitere vier Jahre das gleichstellungspolitische Schlusslicht in Europa sein
wird. „Eine Modernisierung der ÖVP in gesellschaftspolitischen Fragen ist
jedenfalls in absehbarer Zeit nicht zu erwarten. Österreichs Lesben, Schwule
und TransGender-Personen haben jetzt also der SPÖ zu verdanken, die sich von
der ÖVP vollständig über den Tisch hat ziehen lassen, dass die ÖVP auch
weiterhin gesellschaftspolitisch das Sagen in dieser Republik hat. Das ist
mehr als nur traurig“, so Labacher.

Schon vorhersehend dass die Regierungsverhandlungen schwierig würden, habe
Ende Oktober die HOSI Linz daher schon an die Bundes-SPÖ appelliert, die
Versprechen gegenüber den Lesben, Schwulen und TransGender-Personen in den
Regierungsverhandlungen angemessen zu verhandeln, und noch am 15. November
versprach das Büro von Dr. Gusenbauer in einem Schreiben genau dies. „Dazu
gehört für uns ebenso die Beseitigung aller Hürden, mit denen
TransGender-Personen auf dem Weg zu einem ihrer Identität gemäßem Leben
konfrontiert werden, wie die ‚Eingetragene PartnerInnenschaft’ und die
rechtliche Aufwertung von Lebensgemeinschaften im allgemeinen“, heißt es
unter anderem in dem Schreiben an die HOSI Linz.

„Von wegen versprochen – gehalten! Die Versprechen sind schon gebrochen,
bevor die Regierung überhaupt angelobt worden ist - ich bin von Alfred
Gusenbauer und der Bundes-SPÖ tief enttäuscht“, so Labacher.



Der Vereinssprecher der HOSI Linz weist abschließend darauf hin, dass man
sich bei so einer Politik nicht wundern dürfe, wenn die Menschen immer
weniger von ihrem Wahlrecht Gebrauch machten. „Politikverdrossenheit kann
aber keine Antwort auf solche Umfaller sein, zumal ja gerade die SPÖ in
Oberösterreich und in Linz den Lesben und Schwulen zeigt, dass es auch
anders geht,“ erklärt Labacher.





Für die HOSI Linz

gez. Gernot Wartner, Geschäftsführer



Linz, den 09.01.2007



Rückfragehinweis:

Für allfällige Rückfragen stehen wir Ihnen unter der Linzer Telefonnummer
0732/60 98 98 bzw. 0664/25 36 701 (Hr. Wartner) oder über E-Mail jederzeit
gerne zur Verfügung.

----------------------------------------------------------------------------
Homosexuelle Initiative Linz (HOSI Linz)
The Lesbian and Gay Movement in Upper Austria
Schubertstrasse 36/1, A-4020 Linz
Phone/Fax: ++43/732-60 98 981
E-Mail: ooe at hosilinz.at
http://www.hosilinz.at


================================================
15   Ereignisse des Jahres und ein fröhliches Neujahr
   von Jens Galschiøt <aidoh at aidoh.dk>
================================================
An Für eine Welt ohne Rassismus widerstand at no-racism.net


Liebe Infoliste,

Wir schicken Ihnen von allen in unserer Werkstatt unsere besten Wünsche für das
neue Jahr.

Das vergangene Jahr ist äusserst arbeitsintensiv gewesen. Das ist eigentlich
keine Neuigkeit, denn so ist es ja jedes Jahr. Eine Neuigkeit ist es aber dass
wir bereits am Anfang 2007 alle Hände voll haben 
mit Projekten die schon geplant
sind. Es handelt sich vor allem um unsere neue Skulptur ‚Im Namen Gottes'. Es
liegt schon fest dass sie in Nairobi, Kenia 
ausgestellt wird im Rahmen des Globalen
Sozialen Forums. Hoffentlich wird es uns auch gelingen im Laufe des Jahres die
Skulptur in mehrere Manifestationen einzusetzen, so wie London anlässlich des
Internationalen Frauentages, in Rom vor dem Vatikan und irgendwo in Texas. Wir
werden natürlich die Infoliste über alle Ereignisse informieren.

Wir haben eine Liste zusammengestellt von den 
Ereignissen im 2006, siehe www.aidoh.dk/2006.
Dort findet man auch die Liste als Farbbroschüre im PDF-Format.

Leider haben wir keine Möglichkeit, eine deutsche Fassung zu machen. Es fehlt
uns einfach die Arbeitskräfte, deswegen haben wir 
es nur geschafft eine dänische
und eine englische Fassung zu machen. Allerdings schicken wir Ihnen gern diesen
Neujahrsgruss in deutscher Sprache.

Die besten Wünsche fürs neue Jahr
von Jens Galschiot und seinem Stab



***************************



********* Activities in 2006 ********

*January: The founding of an art school

The beginning of a comprehensive conversion of the back halls in the workshop
began. The conversion will end up as a 300 m2 art school, where you can learn
the basic techniques for casting jewelry and 
smaller sculptures. Besides we will
be able to expand Niller Madsen's tv-room to double size.
Even though there has been some sporadic teaching from May 2006, the conversion
is not expected to be complete until the summer of 2007.
http://aidoh.dk/metalgaleriet

*February: Scania Social Forum, Lund, Sweden  

The Hunger March and 'Survival of the Fattest' went to Sweden to be exhibited
at the Scania Social Forum in Lund, where thousands of Scandinavian grassroots
met to discuss whether another world is possible. We were invited by the Forum
to decorate the event.
http://www.aidoh.dk/Lund06



*March: The Balancing Act, India and the Danish Parliament

In cooperation with Lars Myrthu-Nielsen from Eko-net, we put up 9 Balancing Act
sculptures in Scandinavia, 3 in Oslo, 3 in Gothenburg and 3 in Copenhagen.
The sculptures swayed above the cities for months and put focus on the fragile
balancing act between humankind and nature.
http://www.aidoh.dk/Balance


When Galschiot was on vacation in Southern India, and the city Cochin he saw,
to his big surprise, a lot of posters with his own sculptures hanging on the
city walls. The explanation was that a tea-farmer from the area had been to the
WTO meeting in Hong Kong, and there he had got 
hold of the pictures of Galschiot's
sculptures.
http://www.aidoh.dk/GB-India06


Steen Gade from the Danish socialist party SF 
asked the Danish Minister of Culture,
why Galschiot has never been represented in Danish art museums. The minister
gave a pretty random explanation.



*April: A video installation about EU

An interactive video installation with 15 
monitors, pc's and a lot of sculptures
was a part of our cooperation with Niller Madsen's project 'EU - What now?',
which enlightens about the EU-treaty. The info 
part can be seen on the Internet.
http://www.aidoh.dk/hvanueu



*May: the European Social Forum, Athens

In Athens 40.000 NGO grassroots met at the social 
forum. Krakagaarden and activists
set out from the workshop with 20.000 posters 
with 'Athens aphorisms' and a truckload
of sculptures, to be one of the cultural items in the event.
http://www.aidoh.dk/hvanueu



*June: Give the students of China their history back

In cooperation with the Chinese democracy movement we have scanned and put out
more than 4.000 pages on the internet that documents the massacre on Tianmen
Square in 1989. We have also sent tens of 
thousands of faxes and e-mails to western
educational institutions encouraging them to print out the documents and give
them to the many Chinese students who study in 
the west. An action we will repeat
every year around the annual day for the massacre on the 4th of June.
http://www.aidoh.dk/4June89



*August: The Tree of Life

'The Three of Life' is the name of the new 
candle-lighting sculpture which Galschiøt
have created in cooperation with DanChurchAid for the churches in Denmark. The
bronze sculpture was launched at the parochial 
church council's national congress,
and has already been put up in 5 churches.
http://www.aidoh.dk/Kirkelys



*September: Mexican chaos and Norway

In connection with Rey Morale's exhibition at the gallery, we had called for
a Mexican meeting with Jens Lohmann and Doris Palvio among others to discuss
the situation in Mexico.
http://www.aidoh.dk/Mexico06



*October: Hans Christian Andersen, Theater and Storytellers' Fountain

The theater group Teatro Trono from Bolivia performed at the gallery with their
own interpretations of famous Hans Christian Andersen's fairytales, like 'the
Shadow', 'Little Claus and Big Claus' and 'the Emperors New Suit'. 

The municipality in Odense granted 4 million Kr. to the Storytellers' Fountain
during the budget negotiations. This means that the project should be secured.
The collection-comity got a larger amount, and Mayor Jan Boye is counting on
raising the rest of the financial means through private sponsors in 2007.
http://www.aidoh.dk/BO


*November:

Kasper Markus our young web-master has spend a 
good deal of his young life going
through our chaotic website and it should now appear in a more organized way
(we hope!).
http://www.aidoh.dk

*December: Pregnant teenager in front of the Cathedral of Copenhagen

In December (the official AIDS day) we started our grand happening 'In the name
of God'. The crucifix with the first pregnant 
teenager was put up in cooperation
with Dean Anders Gadegaard and the parochial church council in the Cathedral.
The project will put focus on the Catholics' and Bush's influence on the policy
regarding sex and contraception. We are preparing 
for exhibitions in Kenya, Rome
London and the US during 2007.
http://www.aidoh.dk/InTheNameOfGod


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16   Das Regierungsprogramm
   von "Rechtskomitee LAMBDA (RKL)" <office at RKLambda.at>
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http://images.derstandard.at/20070109/regierungsprogramm_09012007.pdf   

Justiz:
„Der Bereich des Familienrechts soll hinsichtlich der gesellschaftlichen
Veränderungen und ihrer Form des familiären und partnerschaftlichen
Zusammenlebens eingehend evaluiert und auf der Basis der Ergebnisse im
Kontext mit dem Sozialrecht weiter entwickelt werden, wobei als Ziele
insbesondere die Förderung der familiären Solidarität (Ehe,
Lebensgemeinschaften und Patchwork-Beziehungen), eine Hebung der
Erwerbsquote, Armutsbekämpfung, Beseitigung von Diskriminierungen und
Altersabsicherung erreicht werden sollen. In diesem Sinn wird auch eine
Weiterentwicklung des Unterhaltsrechts angestrebt. Der Kindesunterhalt soll
unter Evaluierung des Unterhaltsvorschussrechts durch ein modifiziertes
Modell(weg vom Gericht hin zur Verwaltungsbehörde) unter Verwendung der
behördlicherseits verfügbaren Leistungsdaten effizienter und rascher
durchsetzbar werden. Für Transgender-Personen sollen rechtliche
Verbesserungen herbeigeführt werden." (S. 147)

Verfassungsrecht:
"Ferner sollen insbesondere Garantien gegen die Diskriminierung aus Gründen
des Geschlechts, der Rasse, der sozialen oder ethnischen Herkunft, von
Behinderungen oder aus anderen Gründen (z.B. Alter, sexuelle Orientierung)
ausgebaut sowie Kinderrechte zur Umsetzung der Kinderrechtskonvention
verankert werden." (S. 23)

Gleichbehandlung (siehe zur Problematik
http://www.rklambda.at/dokumente/news_2006/News-Diskriminierungsschutz-PA-06
1120.pdf):
Dieser Bereich wird ausschliesslich unter dem Aspekt Frauenrechte behandelt.
Andere diskriminierte Gruppen kommen (mit Ausnahme der Behinderten) nicht
einmal vor (S. 126ff).
Die Geschäftsführung der Gleichbehandlungsbeauftragten soll künftig bei der
Volksanwaltschaft eingerichtet werden (S.

Fremdenrecht (Binationale Paare, siehe zur Problematik
(http://www.rklambda.at/dokumente/news_2007/News-de-binationale_paare_PA-070
105.pdf): 
"Zuwanderung ist eine globale Herausforderung. Österreich hat mit dem
Fremdenrechtspaket 2005 rechtzeitig darauf reagiert ... Die so geschaffenen,
abgestimmten Regelungen des Fremdenrechtspaketes sind beizubehalten" (S.
138)

Innere Sicherheit:
"Zum Schutz von Kindern und Jugendlichen wird eine Sexualstraftäterdatei
eingeführt.“ (S. 137)
Anmerkung: Eine (Sexual)Straftäterdatei besteht bereits, nämlich das
bundesweite Strafregister, in dem alle Verurteilungen gespeichert werden.
Dazu gibt es noch das EKIS (Elektronisches Kriminalpolizeiliches
Informationssystem), in dem alle polizeilichen Anzeigen an die
Staatsaanwaltschaft gespeichert werden. Eine zusätzliche
Sexualstraftäterdatei macht nur Sinn, wenn man 1. die Zugriffsbeschränkungen
(Strafregister: alle Behörden; EKIS: Polizei, Staatsanwaltschaften,
Gerichte) umgehen will, 2. die (langjährigen) gesetzlichen Tilgungs- und
Löschungsfristen umgehen und lebenslang speichern will.
Ein erster Schritt zu einem öffentlichen (Internet)Register wie es die USA
vorexerziert (und über die Jahre hinweg auch nur in Stufen nach und nach
eingeführt) haben (siehe bspw. http://www.familywatchdog.us/,
http://www.meganslaw.ca.gov/disclaimer.aspx (auf "continue" klicken),
http://www.chicagopolice.org/ps/list.aspx,
http://www.fbi.gov/hq/cid/cac/states.htm) und das BZÖ im letzten Wahlkampf
vehement gefordert hat.
All das auch für die § 209-Ersatzbestimmung, § 207b StGB!


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17   Termine ab Mittwoch, den 10.1.2007  von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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akin-Pressedienst.
Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 9. Jaenner 2007; 19:49
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>>>>>>>>>>> Termine ab Mittwoch, den 10.1.2007

Aenderungen bitte uns bekanntzugeben! Telefonnummern ohne Vorwahl sind
Wiener Festnetz-Nummern.

>  Allgemeines

Juedisches Museum, 1010 Dorotheerg.11, Tel. 535 04 31, So - Fr 10-18h, Do -
20h, bis 18.3.07 Ausstellung: Felix Salten Schriftsteller, Journalist,
Exilant: Von Josefine Mutzenbacher zu Bambi

Wien Museum, Ausstellung bis 25.2.07: Grosser Bahnhof - Wien und die weite
Welt. Freier Eintritt fuer Arbeitslose, Notstandshilfe-
bzw.SozialhilfeempfaengerInnen. 1040 Karlsplatz

MQ Zoom Kindermuseum/auch fuer Erwachsene - Ausstellung von Aerzte ohne
Grenzen: Leben auf der Flucht. Dauer bis 25.2.07, M o - Fr 8 - 16h, Sa, So
Feiertag und Ferien 9,30 - 15,30, Infos Tel. 524 79 08 oder
www.kindermuseum.at. Vom Erwachsenen-Eintritt geht eine Spende an Aerzte
ohne Grenzen. 1070 Museumsplatz 7

Oesterr. Theater Museum, bis 21.1.07: Arthur Schnitzler - Affairen und
Affekte. 1010 Lobkowitzpl. 2, taegl. ausser Montag 10-18h

Film-Museum, 10.1. bis 8.2.07: Roberto Rossellini und der italienische
Neorealismus. 1010 Albertina

>  Mittwoch, 10.1.

1010 Herrengasse 7, 17h, Hochzeitsmarsch-Reloaded, woechentl.Kundgebung der
Initiative: Ehe ohne Grenzen

1070 Wien, 18,30, Marcel Fink: Grundsicherung und Armutsbekaempfung.
Neubaug.25/2 durch den Hof

IWK, 18,30, feministische Theorie und Gender Studies: Geschlechterdifferenz
in den fruehen USA.

Attac, 19h, Entwicklungspolitik. 1090 Bergg.7/OeFSE

>  Donnerstag, 11.1.

Ballhausplatz, ab 17h letzte Widerstands-Lesung gegen Schwarzblauorange?

LETZTE (?) Mahnwache gegen SCHWARZBLAUORANGE von 20 bis 20,30 am
Ballhausplatz vor dem Bundeskanzleramt. Anschl. Trefffen im Stammlokal in
1070 Neustiftgasse

IWK, 18,30, Baustelle Soziales Europa, Disk: Wo bleibt die europaeische
Gewerkschaftsbewegung? 1090 Bergg.17

7stern, 19h, Augenzeuge berichtet ueber die Wahlen in Venezuela. 1070
Siebensterng.31

Oesterr.Orientges., 18h, Vortrag: Afghanistan im Aufbruch - zwischen
Fremdbestimmung und Terror. 1010 Dominikanerbastei 6/6

Graz, AAI, 20h, Afro Fest. Leechg.22

>  Freitag, 12.1.

NIG HS III, 19,30, Alex Gruber: Kosmopolitische Demokratie vs. unilaterale
Weltordnungspolitik. Die Friedensmacht in Europa und ihre linke Avantgarde.
1010 Universitaetsstr.7

>  Samstag, 13.1.

1050 Bacherpark, 14h, 1. Jahrestag der Parkbesetzung - Fest mit Dia-Show,
Live-Musik von Zerstoerungswut und Insurgents & Operator Spice

Kardinal Koenig Haus, 10-17h, Seminar: Menschenrechte - Papier ist geduldig?
Moeglichkeiten und Grenzen der Durchsetzbarkeit. Lainzer Str.138, Info
http://www.ai-academy.at/ und Anm: 78 008, e-mail: ai.academy at amnesty.at.
Kosten: 55,-- euro

ekh, 21h, Infomadenfest. 1100 Wielandg.2-4

>  Dienstag, 16.1.

AUGE-Buero, ab 19h, Buchpraes. und Diskussion mit dem Autor des Buches: Der
wankende Riese - Gewerkschaften zwischen Globalisierung und Krise der
Sozialpartnerschaft. Weiters gibt e s Infos vor dem OeGB Bundeskongress und
die AUGE-Positionen dazu. 1040 Belvedereg.10

7stern, 19h, Fortsetzung des Kapitallesekreises

Rep.Club, 19h, Lesungen zur Weltlage mit Tarek Eltayeb, Doron Rabinovici,
Sabine Scholl, Bilderzyklus zur Weltlage von Leander Kaiser. 1010 Rockhg.1

Gruenes Haus, 19h, Open House mit Heidi Cammerlander. 1070 Lindeng.40

Industriellenvereinigung, 19h, Vortrag: Fair Share - eine protestantische
Provokation d. Wirtschaft. 1030 Schwarzenbergpl. 4

Salzburg, ORF-Studio, 19,30, Vortrag und Disk. in der Reihe Konflikt
aktuell: Die Wahrheit im Visier - in memoriam Anna Politkowskaja. Nonntaler
Hauptstr.49a

>  Mittwoch, 17.1.

iwk, 18,30, Rene kuppe: Moeglichkeiten und Grenzen des Schutzes fuer
traditionelles Wissen indigener Voelker. 1090 Bergg.17

>  Donnerstag, 18.1.

Kolpinghaus, 19,30, Vortrag von Felicia Langer: Noch Chancen auf den Frieden
im Nahen Osten? 1090 Althanstr.51/Liechtensteinstrasse

iwk, 18,30, Frauen schreiben gegen Hindernisse: Zwischen den Stuehlen.
Aspekte einer Forscherinnenkarriere in der Tschechoslowakei

>  Freitag, 19.1.

Lhotzky-Literaturbuffet, 19h, Karl Fischbacher spricht ueber die Situation
und naechste Perspektiven von Mumia Abu-Jamal. Viele Infos aus dem Buch:
Wettlauf gegen den Tod - ein schwarzer Revolutionaer im weissen Amerika.
1020 Taborstr.28

ekh, 21h, 80er Party

FZ Bar, 19,30, Filmvorfuehrung: Vernichtungslager Uckermark - das
Maedchenkonzentrations- und spaetere Vernichtungslager. Veranst. nur fuer
Frauen. 1090 Waehringer Str.59/6, Eingang Prechtlgasse - laeuten

Linz, Volkshaus Kandlheim, 19h, Info- und Soliveranstaltung: Free the Five.
Edlbacherstr.1, Infos unter www.cuba.or.at

>  Samstag, 20.1.

Kulturverein Zwischenraum, Fuehrung im Wien Museum, Treffpunkt 14h: Grosser
Bahnhof. 1040 Karlsplatz, Anm. bei Ilse Grusch Tel. 0664-923 94 60

Kommun. Initiative, 17h, 1160, Rankgasse 2: Diskussion: "Widerstand und
Gegenwehr - die Politik der revolutionaeren und antiimperialistischen Linken
in Oesterreich 2007" mit Otto Bruckner + "Der Kampf gegen Imperialismus und
Krieg weltweit und die Aufgaben der KommunistInnen" mit Michael Opperskalski
+ anschl. ArbeiterInnenliederabend mit Christian "Gigs" Buchinger

Salzburg, Brunauer Zentrum, 10-17h, Seminar: "(Menschenrechts-) Gerechter
Krieg. Menschenrechte und militaerische Gewalt. Elisabethstr.45a, Anm: Tel.
0662-873931, office at friedensbuero.at

>  Sonntag, 21.1.

Salzburg, Infoladen, 20h, Kino: Guerilleros in den kurdischen Bergend.
Doku/F 2006. Lasserstr.26

>  Montag, 22.1.

Literaturhaus, 19h, Projektpraesentation in Bild und Ton: Literatur und
Politik. Schriftsteller als Abgeordnete. 1070 Zieglerg.26a

Austria Center, 10-16h UG/Unabhaengige GewerkschafterInnen-Konferenz. 1220
UNO City/Austria Center

>  Dienstag, 23.1.

iwk, 18,30, Ferdinand Ruzicka: Mobilfunk und Gesundheit. 1090 Bergg.17

Gruenes Haus, 17h, IGS Jour fixe: Rette sich wer kann: von der
Arbeitslosigkeit in die Pension. Vortrag von Willi Poell/AMS. 1070
Lindeng.40

Salzburg, GESWI, 20h, Vortrag & Disk: zum Thema: Geschichte und Praxis des
Linksradikalismus. Rudolfskai 42

>  Mittwoch, 24.1.

Rotpunkt, 19,30, Kabarett : BZOe - B(enjamin) Z(erstoert) Oe(sterreich) oder
der Kampf gegen die Realsatire. 1050 Reinprechtsdorferstr.6

7stern, 19h, Gedenkveranstaltung fuer Grete Jost. 1070 Siebensterng.31

Innsbruck, Uni Inst.fuer Alte Geschichte, 19h, Vortrag: Hamas - der
Politische Islam in Palaestina. Innrain 52/IV

>  Donnerstag, 25.1.

Oesterr.Orient Ges., 18h, Vortrag Gudrun Harrer: Irak - zwischen regionalen
Interessen und internen Konflikten. 1010 Dominikanerbastei 6/6

>  Freitag, 26.1.

7stern, 19h, Disk: Rifondazione Comunista/Italien als Teil der Regierung -
erste Bilanz, Erfahrungen, Fragen und Probleme. Welche Herausforderungen
stellen sich fuer die Europaeische Linke? Es spricht ein/e GenossIn der
Rifondazione Comunista. Ein Veranst.des internat. Arbeitskreises der KPOe

Amerlinghaus, 19h, Ausstellungseroeffnung: Zur Weltlage - Kampf der
Zivilisationen? Posthistoire? Krieg der politischen Religionen? Terror des
Kapitals? Exil: Vogelfreiheit oder neue Humanitaet? 1070 Stiftg.8

Graz, Maria Trost, bis 27.1. gesellschaftspolitische Tagung: Armutsfalle
weiblich - Wege aus der Frauenarmut. Anm: Tel. 0316/391131-26,
office at mariatrost.at

>  Montag, 29.1.

Literaturhaus, 19h, Lesung: Erstes Wiener Lesetheater: Karl Kraus - Die
letzten Tage der Menschheit. 1. Akt ab Szene 9. 1070 Zieglerg.26a

Salzburg BH St.Virgil, Tagung bis 30.1.: Was veraendert ein Grundeinkommen?
Tel.0662-65901-514, office at virgil.at

>  Mittwoch, 31.1.

Hauptbuecherei am Guertel, 19h, Sachbuch im Gespraech: Christoph Reinprecht:
Nach der Gastarbeit. Prekaeres Altern in der Einwanderungsgesellschaft. 1150
Urban Loritz Platz 2a

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18   Regierungsbildung/Studiengebuehren/Glosse: "Gehts was hackeln!"
   von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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Regierungsbildung/Studiengebuehren/Glosse:

>  "Gehts was hackeln!"

Wie war das nochmal mit den Studiengebuehren? Die SPOe wollte sie
abschaffen. Nunja, war wohl nix. Aber warum sind der OeVP die Gebuehren gar
so wichtig? Argumentiert wurden sie ja als Beitrag zum Bildungsbudget. Fuer
ganz Bloede gab es auch noch das Argument, die Studierenden wuerden die
Lehre viel mehr schaetzen lernen, wenn sie dafuer zahlen muessten.

Wenn man sich die jetzigen Plaene aber anschaut, wird sehr viel klarer,
worum es der OeVP wirklich geht. Ein Modell, das Studiengebuehren fuer
diejenigen aufhebt, die entweder in kuerzester Zeit fertigwerden oder aber
Fronarbeit leisten -- zu einem Stundenlohn, der sich aus den abzuarbeitenden
Gebuehren errechnet und niedriger ist als die meisten klassischen
Studentenjobs. Damit ist der Applaus des "gesunden Volksempfindens" sicher:
"Die Studenten sollen was hackeln!"

Ein Bummelstudent, der deswegen bummelt, weil er daneben sowieso arbeiten
muss oder weil er sich vielleicht sich auch anderweitig weiterbilden will,
blockiert viel weniger Seminarplaetze pro Semester und darf dafuer noch
extra zahlen -- marktwirtschaftlich voellig unlogisch!

Die Kinder aus besserem Hause, die sich nicht um ihren eigenen Unterhalt
kuemmern muessen und daher auch die Moeglichkeit haben, sich auf ihr Studium
zu konzentrieren, will die Regierung aber eventuell (ganz klar ist das
Modell ja immer noch nicht) die Gebuehren ersparen, wenn sie sich
tatsaechlich links und rechts nicht umschauen -- so produziert man eine
Elite aus Fachidioten, die die Standesduenkel ihrer Eltern fortsetzen. Eine
Rebellion gegen die Eltern, ein notwendiger Generationenkonflikt? -- 
vergesst es, potentielle Akademiker, das koennt ihr euch nicht leisten, wenn
ihr fertigstudieren wollt! Das ist die unmissverstaendliche Botschaft.

So erhaelt man eine "geistige Elite", die funktioniert und das
althergebrachte Gesellschaftsmodell tradiert oder allerhoechstens fuer eine
sich trotzigerweise doch noch wandelnde Gesellschaft adaptiert. Da baut man
eine Schar von Schullehrern, Uniprofessoren, Primaraerzten, Richtern und
Politikern auf, die dafuer sorgen, dass auch in Zukunft Oesterreich
Oesterreich bleibt. "Ganzheitliches Denken", "Interdisziplinaere Forschung",
"Schauen ueber den Tellerrand" etcetera ist gut fuer Sonntagsreden -- in
Wirklichkeit ist sowas unerwuenscht. Zweiter Bildungsweg, Studium als
Erweiterung des Horizonts? Vielleicht sogar in der Pension? Zu was brauch ma
des?

Der Zweck der Studiengebuehren ist also rein Disziplinierung -- denn bei
allem Neoliberalismus ist die OeVP vor allem eines: Eine Partei mit einer
Grundhaltung, die sich seit Kaisers Zeiten nicht geaendert hat. Schuessel
verzichtet auf gar nichts, was er fuer gut haelt, aber lieber wuerde er die
Weisheiten der Chicago-Boys vergessen als sein antirepublikanisches
Weltbild. Gott erhalte!
*Bernhard Redl*


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19   OeGB/Kommentar der Anderen/Termine : Lohnarbeit - kein Lebenszweck!,
Diskussionsveranstaltungen  von "akin" <akin.buero at gmx.at> 
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OeGB/Kommentar der Anderen/Termine:

>  Lohnarbeit - kein Lebenszweck!

Bei der Stilisierung der Arbeit als Lebenszweck der Menschheit duerfte die
Arbeiterbewegung dem Kapital auf den Leim gegangen sein. Die Unternehmer
sind zwar an der Arbeitsmoral, nicht aber an der Vollbeschaeftigung der
Lohnabhaengigen interessiert. Kann vom bevorstehenden Bundeskongress des
OeGB (22. bis 24. Jaenner) eine Wende in dieser Frage erwartet werden?
(Vorabdruck aus AUGUSTIN)


In einer Phase der gesellschaftlichen Entwicklung, in der selbst in den
reichen Industriestaaten Vollbeschaeftigung als Utopie gilt, erscheint die
Orientierung auf eine Gesellschaft naiv, in der die Berufsarbeit im
Mittelpunkt steht. Der Gedanke, dass die industrielle Reservearme (Marx)
keine Begleit- sondern eine Ausnahmeerscheinung der kapitalistischen
Wirtschaft darstellt, konnte nur in der kurzen Periode der spaeteren 60-er
und fruehen 70-er Jahre des vorigen Jahrhunderts gefasst werden, als in
Oesterreich tatsaechlich Vollbeschaeftigung geherrscht hat.

Damals empfahl der Bankenverband in der Wirtschaftskammer allen seinen
Mitgliedern, es den Kreditinstituten im Wiener Raums nachzumachen und eine
Vereinbarung abzuschliessen, einander kein Personal ab zu engagieren, um die
Gehaelter nicht ins Uferlose steigen zu lassen. Diese Vorsichtsmassnahme
musste nicht lange beibehalten werden: Bei Vollbeschaeftigung handelte es
sich um einen Betriebsunfall: Grundsaetzlich ist der Kapitalismus nicht dazu
da, die Realloehne zu steigern, sondern - ohne Ruecksicht auf soziale
Verluste - die Profite zu maximieren.

Der ganze Fortschritt, den der Kapitalismus gebracht hat, besteht darin,
dass die Besitzlosen des Recht haben, ihre Arbeitskraft an den
meistbietenden Unternehmer zu verkaufen, waehrend die Leibeigenen im
Feudalismus an ihren Herren gebunden waren. Waren die Besitzer von Grund und
Boden in letzter Konsequenz daran interessiert, das Ueberleben der
Untergebenen zu sichern, beschraenkt der Kapitalist sich darauf, die
Reproduktion der von ihm benoetigten Arbeitskraefte unter konkreten
historischen und moralischen Bedingungen zu gewaehrleisten.

In dieser Hinsicht ist interessant, dass die Unternehmer mit dem
Verschwinden der sozialistischen Laender den sozialen Kompromiss aufgegeben
haben, der ihnen nach 1945 das politische Ueberleben sicherte. Unter dem
Vorwand der schon laengst vollzogenen Globalisierung werden nun soziale
Errungenschaften - der Stolz der Gewerkschaften - massiv abbaut. Menschen,
deren Arbeitskraft nicht nachgefragt wird, werden der oeffentlichen und/oder
privaten Fuersorge ueberlassen. Statt vom Wohlstand fuer die gesamte
Gesellschaft wird neuerdings nur mehr von Mindestsicherung gesprochen.

Militaerische Disziplin als Vorbild

Das Dilemma der Gewerkschaften besteht darin, dass sie sich als
Transmissionsriemen der Arbeiterparteien (in Oesterreich praktisch der SPOe)
in die Industriebetriebe betrachten und in dieser Rolle dazu beitragen, die
Arbeitsmoral hoch zu halten. Die Fabrik, die das moderne Proletariat
hervorgebracht hat, war nach dem Muster militaerischer Formationen
gegliedert. Soldaten wie Arbeitskraeften wurde und wird Kadavergehorsam
abverlangt.

Marx nannte die seinerzeit verschwindend kleine Zahl von Angestellten in der
Grossindustrie nicht zufaellig Offiziere und Unteroffiziere des Kapitals.
Sie ueberwachten unter anderem den schwierigen Prozess, die aus der
landwirtschaftlichen Unterbeschaeftigung los geeisten Arbeitskraefte an die
erforderliche Disziplin in der Fabrik zu gewoehnen - mit rigidem Zeitregime
und puenktlichen Beginnzeiten. In den Giessereien des suedlichen
Niederoesterreich wurde - zur karnevalisierenden Entlastung - noch in der
zweiten Haelfte des 19. Jahrhunderts der Blaue Montag gefeiert.

Die Gewerkschaften sind aus zwei Wurzeln hervorgegangen: Einerseits aus
Kulturvereinen, die bis in die zweite Haelfte des 19. Jahrhunderts den
einzigen legalen Rahmen fuer die Artikulierung gemeinsamer Interessen der
Arbeiterschaft gebildet haben und den Bildungsanspruch der Werktaetigen
signalisierten. Anderseits aus der gegenseitigen Selbsthilfe von
Berufsgruppen mit grosser Tradition und besonderem Stellenwert wie den
Salzarbeitern im Salzkammergut. Die Hallstaetter Salzbergleute haben bereits
im 18. Jahrhunderts Gemeinschaftskassen fuer die Versorgung von
Arbeitsunfaehigen, Witwen und Waisen aus ihren Reihen sowie fuer die
Bezahlung von Heilungskosten gebildet. Auf derartige Initiativen geht
uebrigens der Selbsthilfecharakter der Sozialversicherung in Oesterreich
zurueck, deren Verstaatlichung durch die schwarz-blauen Regierung von der
Sozialdemokratie nahezu ohne Widerstand hingenommen wurde.

Hatte die Sozialdemokratie lange Zeit (bis zum Ende des 1. Weltkriegs)
gehofft, der Sozialismus koenne durch die Durchsetzung des allgemeinen
Wahlrechts verwirklicht werden, hat sie sich nach der voruebergehenden Rolle
am Krankenbett des Kapitalismus (in der Zwischenkriegszeit) mit seiner
Verwaltung unter Beruecksichtigung von sozialen Mindeststandards (nach dem
2. Weltkrieg) begnuegt. Die Gewerkschaftsbewegung im Allgemeinen und der
OeGB im Besonderen haben als Aufpasser gedient und im Proletariat fuer Zucht
und Ordnung gesorgt. So wurde der Oktoberstreik 1950 - haeufig als
Kommunistenputsch verunglimpft - nicht von der Exekutive, sondern von
Rollkommandos der Gewerkschaft der Bauarbeiter nieder gewalzt.

Idealbild des Arbeiters

Die Gewerkschaftsbuerokratie orientierte ihre Politik auf das Ideal eines in
einem regulaeren Arbeitsverhaeltnis taetigen Facharbeiters. Im Normalfall
sollte sein Einkommen ausreichen, damit die Ehefrau nach der Geburt des
ersten Kindes zu Hause bleiben konnte. Frauenfragen blieben im OeGB bis zur
Herausbildung der Frauenbewegung im Gefolge der 68-er Bewegung voellig
unterbelichtet. Das Menschenbild des OeGB richtet sich bis heute nach diesem
Muster, das mit der sozialen Realitaet immer weniger uebereinstimmt.

So gern die Moderne auf Wurzeln im griechischen Altertum zurueckgreift, so
wenig Staat ist damit in puncto Arbeit zu machen. In der Antike galt
Handarbeit als unrein; wer sie versah, wurde nicht als frei betrachtet.
Platon sah die Musse als Voraussetzung an fuer die bewusste schoepferische
Auseinandersetzung des Menschen mit Natur und Gesellschaft an. Derartige
Aneignungsprozesse haben tatsaechlich mit hoechst entfremdeter Fabrik-
und/oder Bueroarbeit nicht das Geringste zu tun.

Waehrend Friedrich Engels, Kampfgenosse von Karl Marx, die Arbeitsfaehigkeit
fuer den Kern der Definition des Menschen hielt, plaedierte Paul Lafargue,
Schwiegersohn von Karl Marx, fuer das "Recht auf Faulheit". Die einst wie
jetzt herrschende Arbeitsorientierung charakterisierte er folgendermassen:
"Die kapitalistische Moral, eine jaemmerliche Kopie der christlichen Moral,
belegt das Fleisch des Arbeiters mit einem Bannfluch: Ihr Ideal besteht
darin, die Beduerfnisse des Produzenten auf das geringste Minimum zu
reduzieren, seine Genuesse und Leidenschaften zu ersticken und ihn zur Rolle
einer Maschine zu verurteilen, aus der man ohne Rast und ohne Dank Arbeit
nach Belieben herausschindet."

Betrachtet man die Ergebnisse der juengsten Studien zum Thema Arbeitsleid in
Oesterreich, so hat sich - abgesehen von der Ausdrucksweise, von den
weitgehend gesicherten Basisbeduerfnissen und vom Wegfall schwerster
koerperlicher Arbeit - an der Grundsituation der Werktaetigen seit dem 19.
Jahrhundert wenig geaendert. Der groesste Wandel besteht vielleicht darin,
dass heute als normal betrachtet wird, was damals noch als Zumutung erkannt
wurde.

Drei Pilotprojekte des OeGB

Der OeGB beschreitet weiterhin diesen Holzweg. Die Gewerkschaft fungiert
zwar als Organisator, der das Bewusstsein der Werktaetigen wach haelt,
zusammenhalten zu muessen, um von den Unternehmern etwas zu erreichen. Sie
fuehlen sie sich jedoch bemuessigt, den Widerspruch zwischen Lohnarbeit und
Kapital in die geordneten Bahnen der Sozialpartnerschaft zu lenken. Mit dem
Ergebnis etwa, dass die Realloehne zwischen 1998 und 2005 nach einer Studie
des Rechnungshofs in Oesterreich nicht gestiegen, sondern signifikant
zurueckgegangen sind: Zuwaechse wurden lediglich im obersten Zehntel der
Hoechstverdiener verzeichnet. Das ist ein Versagen des OeGB auf der ganzen
Linie, das wesentlich schwerer wiegt als die Organisationskrise und das
BAWAG-Debakel.

Fuer die Gewerkschaftsbewegung bleibt die Berufsausuebung offenkundig ein
wesentliches Kriterium fuer Mitgliedschaft und inhaltliche Orientierung.
Dennoch ist ein bestimmter Wandel im Verhaeltnis der Gewerkschaften zu den
nicht in die Arbeitswelt integrierten Gruppen der Bevoelkerung
festzustellen. Was freilich kein Wunder ist, nachdem die Zahl der irregulaer
beschaeftigten Gruppen bereits rund die Haelfte der Vollzeitarbeitskraefte
ausmacht.

Die Bestimmung, wonach die Mitgliedschaft in den Gewerkschaften mit
Arbeitslosigkeit nicht vereinbar sei, wurde schon vor laengerer Zeit
aufgehoben. In der Reformdebatte vor dem OeGB-Kongress wurden ueberdies neue
Zielgruppen ins Visier genommen. Dazu heisst es in einer "Kurzfassung der
Reformbeschluesse": "Der OeGB betrachtet die Zielgruppenarbeit als eine
Kernaufgabe. Dazu werden vorerst drei Pilotprojekte ins Leben gerufen:
Menschen in Sozialberufen; Arbeitslose, die in AMS-Massnahmen eingebunden
sind; Atypisch Beschaeftigte."

Man darf gespannt sein, ob vom OeGB-Kongress Signale ausgesandt werden, die
als Botschaft an die prekaer an oder unter der Armutsgrenze Lebenden und an
die immer vorhandene, aber von der Oeffentlichkeit jetzt wieder entdeckte
Unterschicht verstanden werden koennen. Die Frage ist vor allem, welche
Haltung der OeGB zur bedarfsorientierten Grundsicherung einnimmt. Die von
der Regierung ins Auge gefasste Mindestsicherung schreibt bloss den Status
quo der Armut fest; sie ist eine Exitstrategie aus dem sogenannten Sozial-
bzw. Wohlfahrtsstaat.

(Lutz Holzinger; Augustin)


*

>  Der Kongress tanzt, andere diskutieren!


>  Diskussionsveranstaltung: Wo bleibt die europaeische
>  Gewerkschaftsbewegung?

Donnerstag, 11. Jaenner 2007, 18h30 im IWK, Bergg.17, Wien 9

Ende Jaenner tagt der OeGB-Reformkongress: Was kann die Gewerkschaft von
internationalen Erfahrungen und Kooperationen lernen? Was kann sie zu einer
transnationalen Vernetzung beitragen? Im Rahmen der Podiumsdiskussion wird
das neue Heft der Zeitschrift "Kurswechsel" zum Thema "Gewerkschaftsreform"
vorgestellt.

Georg Adam (Wien): Gibt es gewerkschaftliche Strategien fuer eine
europaeische Sozialpolitik?
Wolfgang Greif (Wien): Gewerkschaftsreform in Oesterreich und internationale
Zusammenarbeit
Nikolaus Hammer (Leicester): Transnationale Strategien in der
gewerkschaftlichen Erneuerung
Sandra Stern (Wien): Wie koennen Interessen atypisch Beschaeftigter
transnational vertreten werden?

Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe "Baustelle Soziales Europa. Zur
Transnationalen Formierung von Interessen"


>  Buchpraesentation und Diskussion

"Der wankende Riese - Gewerkschaften zwischen Globalisierung und Krise der
Sozialpartnerschaft" (Molden Verlag, 2006) mit Reinhard Engel, Buchautor

Kommentar: Klaudia Paiha, UG-Bundessekretaerin, Bundessprecherin der AUGE/UG
Moderation: Markus Koza, Vertreter der UG im OeGB Bundesvorstand

Ort: AUGE/UG Buero, Belvederegasse 10/1, 1040 Wien
Zeit: Dienstag, 16. Jaenner 2007, 19.00 Uhr

"Fuer die Gewerkschafter war es ein Alptraum: Die gewaltigen
Spekulationsverluste der BAWAG brachten den OeGB selbst an den Rand des
Konkurses. Jetzt ist der OeGB politisch geschwaecht und muss seine Finanzen
mit einem drastischen Sparprogramm sanieren. Werden die Gewerkschaften aus
fehlender Staerke aggressiver auftreten? Die Welt des OeGB war schon vorher
nicht mehr heil gewesen: Die Mitgliederzahlen sanken bestaendig,
Globalisierung und Verlagerung von Unternehmen setzten die Gewerkschaften
unter Druck, auf die Herausforderungen der atypischenBeschaeftigten fand man
bisher keine Antwort.

Dieses Buch stellt die zwei wichtigsten Fragen: Braucht Oesterreich in einer
globalisierten Wirtschaft noch Gewerkschaften? Mit Sicherheit ja. Und kann
die derzeitige OeGB-Fuehrung die notwendigen Weichen fuer die Zukunft
stellen? Es waere noch moeglich, aber sehr gut stehen die Chancen nicht."
(Aus dem Klappentext)

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20   Gratiskleinanzeige: Gesucht: Neue MieterInnen fuer BG Schottengasse
   von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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Gratiskleinanzeige

>  Gesucht: Neue MieterInnen fuer BG Schottengasse

Die Buerogemeinschaft Schottengasse gibt es seit Jahrzehnten - wir stellen
kritischen Initiativen und Vereinen Arbeitsraeume und Infrastuktur zur
Verfuegung. Im Moment wird bei uns ein Raum teilweise frei.
Das Buero koennt Ihr Euch mit bereits vorhandenen BenutzerInnen teilen.
Wann: Spaetestens ab 1. Maerz 2007 zu beziehen. Wie gross: 14,23
Quadratmeter insgesamt und Mitbenuetzung von Kueche, Plenarraum (50
Quadratmeter).
Wieviel: ca. 145,- Euro/Monat (inkl. MwSt) inkl. Strom/Gas, Zentralheizung,
Betriebskosten, Internet-Breitbandzugang. Gemeinsames Fax und Kopierer
vorhanden
Wir, die Buerogemeinschaft Schottengasse, das sind u.a.: Internationaler
Zivildienst (IZD), Arge Wehrdienstverweigerung und Gewaltfreiheit,
Deserteurs- und Fluechtlingsberatung, SCI - Service Civil International,
Context XXI, AMSA (Austrian medical students association) mit Projekt
"Achtung Liebe", MASN Austria - Anthropologisches Kompetenzzentrum und
Vernetzungsbuero.
Wir wuerden uns ueber euer Interesse, bei uns einzuziehen, sehr freuen!
Antworten bitte moeglichst bald an:
Buerogemeinschaft Schottengasse
Schottengasse 3a/1/59, A-1010 Wien, tel. 01/ 533 12 38, fax. 01/ 532 74 16,
info at schottengasse.org
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STUDIENGEBÜHREN/zWANGSARBEIT/"grundeinikommen"
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21   protestaktionen gegen soziale Ungerechtigkeit der sp-vp regierung
   von "Renate Vodnek" <Renate.Vodnek at reflex.at>
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Liebe FreundInnen!

Die Ferien sind vorbei und wir haben bereits mit neuen
Grauslichkeiten zu kämpfen. Die Beibehaltung der Studiengebühren und deren
Erweiterung durch die Möglichkeit der Abarbeitung selbiger durch prekäre
"Sozialzwangsdienste" stellen eine völlige Verarschung aller Studierenden
durch
die SPÖ dar, was bereits gestern erste, heftige Proteste ausgelöst hat:
Gestern abend wurde im Zuge einer Spontandemo der Eingangsbereich der SPÖ-
Zentrale in der Löwelstr. 18 besetzt. Diese Besetzung gilt es aufrecht zu
halten.
Daher: ALLE HINKOMMEN!

Des Weiteren findet heute um 18h (vorläufige Info) die
SPÖ-Neujahreskonferenz im
Museumsquartier statt, zu der sich mehrere Parteigranden angekündigt haben.
Treffpunkt für Aktionen hierzu: 17:30 (pünktlich) Museumsquartier.

Donnerstag 1 Stunde vor der Angelobung gibt es eine Protestkundgebung +
Demo:
Treffpunkte Ballhausplatz und Uni Wien (-> Demo zum Ballhausplatz)
(Termin der Angelobung vermutlich 11.00, ist aber noch nicht fix)

nach der Angelobung findet ein Treffen zur Diskussion weiterer Aktivitäten
im NIG
(Universitätstr. 8, 1010 Wien statt.


Plan für die kommenden Tage


Aktionen sollen über Studiengebühren und Bildungsproblematik hinausgehen.
Gemeinsamer roter Faden: „soziale Ungerechtigkeit wird weiter
fortgesetzt“, unter diesem Bogen machen alle Gruppierungen und
Organisationen ihre Flyer, Transpis, Aktionen zu ihren jeweiligen
Bereichen.



Bewerbung


Alle Organisationen machen ihre Flyer selber, entsprechend dem gemeinsamen
Tenor.
Sobald Zeitpunkt für Angelobung bekannt ist, sollen Flyer mit Uhrzeit
verteilt werden
(Treffpunkte Ballhausplatz, Uni Wien).
Koordinationspunkt für Bewerbung ist Löwelstraße: Flyer-Lager, Flip mit
Bewerbungsplan.
Wenn Löwelstraßen-Besetzung aufgelassen wird, dann UV Wien.


Bitte über alle Info-Kanäle weiter kommunizieren. 


Mit widerständigen Grüßen,

eure ÖH Uni Wien + Bundesvertretung ÖH

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INTERNATIONALES
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22   Bilanz 2006 - Gewalt gegen Indianer in Brasilien
   von "GFBV Hans Bogenreiter" <hans.bogenreiter at gfbv.at>
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PRESSEMITTEILUNG der Gesellschaft für bedrohte Völker
>
>  Göttingen, 9. Januar 2007
>
>  Bilanz des Schreckens in Brasilien:
>  Mindestens 40 Ureinwohner in 2006 ermordet
>
>
>  Die Gewalt in den Gebieten mit indigener Bevölkerung in Brasilien war auch
>  im Jahre 2006 enorm groß. Nach einer vorläufigen Bilanz des
>  Indianermissionsrates CIMI kamen mindestens 40 Ureinwohner gewaltsam
>  ums Leben, 20 von ihnen allein im Bundesstaat Mato Grosso do Sul.
>  Dieser Bundesstaat ist seit langem Brennpunkt der Gewalt gegen die
>  indianische Bevölkerung. Hauptursache sind die ungeklärten Landrechte.
>  Nirgendwo sonst in Brasilien verfügen die Indigenen über so wenig Land..
>  Am Schlimmsten ist die Situation der 37.000 Guaraní-Kaiowá. In 64 ihrer
>  87 Territorien hat der Prozess zur offiziellen Anerkennung ihres Landes
>  (Demarkierung) noch nicht einmal begonnen
>
>  Besorgnis erregend ist dabei die enorme Zunahme von Gewalttaten, die
>  Angehörige indigener Völker innerhalb der eigenen Gruppe begehen. In
>  Mato Grosso do Sul waren sie für 10 der bislang bekannten 20
>  Kapitalverbrechen in diesem Bundesstaat verantwortlich. Mangel an Land
>  und eine entsprechend unsichere Lebensgrundlage haben Not und Elend,
>  aber auch Verzweiflung und Ausweglosigkeit zur Folge. Werden die
>  Spannungen innerhalb der Gemeinschaft zu groß, so fand Cimi bei seinen
>  Untersuchungen heraus, dann entladen sie sich in Kämpfen, im
>  Missbrauch von Alkohol und Drogen und auch in Fällen von Mord innerhalb
>  der Gemeinschaften.
>
>  Deshalb sei es vorrangig, dass die Regierung Lula da Silva zügig und
>  konsequent die Landrechte aller 235 indigenen Völker Brasiliens absichert
>  und vor dem illegalen Eindringen von Holzunternehmen, Viehzüchtern oder
>  Soja-Pflanzern schützt. Die Regierung müsse die dramatische Situation in
>  den Ureinwohnergebieten endlich ernst nehmen und darüber hinaus ihren
>  aus der Konvention 169 der Internationalen Arbeitsorganisation ILO
>  erwachsenen Verpflichtungen nachkommen: volle Gewährleistung der
>  Menschenrechte und Grundfreiheiten, Durchsetzung des Rechts auf
>  Gestaltung der eigenen Zukunft, kulturelle Identität und gemeinschaftliche
>  Strukturen und Traditionen, Land und Ressourcen, Beschäftigung und
>  angemessene Arbeitsbedingungen, Ausbildung und Zugang zu den
>  Kommunikationsmitteln, Beteiligung bei der Findung von Entscheidungen,
>  die diese Völker betreffen. Gleichberechtigung vor Verwaltung und Justiz..
>  Brasilien hat die Konvention 169 der ILO im Juli 2002 ratifiziert.
>
>  CIMI ist eine der wichtigsten Menschenrechtsorganisationen für die
>  Unterstützung der indigenen Völker Brasiliens und Partnerorganisation der
>  Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). Im Mittelpunkt steht dabei der
>  Kampf um die Landrechte der Ureinwohner, denn Land ist der Schlüssel
>  zum Wohlergehen und zum Überleben der Indianer in Brasilien. Cimi wurde
>  1972 von der Nationalen Bischofsvereinigung von Brasilien (National
>  Confederation of the Bishops of Brazil /CNBB) gegründet. Durch seine
>  Mitarbeiter in den Gemeinschaften arbeitet CIMI eng mit den Betroffenen
>  zusammen. Der endgültige Jahresbericht "Gewalt gegen die indigenen
>  Völker in Brasilien - 2006" soll im April dieses Jahres erscheinen.

>  Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
>  Inse Geismar, Pressereferentin
>  Postfach 2024, D-37010 Goettingen
>  Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028
>  E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de
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23   [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm
   von Öffentlicher Verteiler der 
Gipfelsoli-Infogruppe 
<gipfelsoli-l at lists.nadir.org>
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Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität
    und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung
------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org --

- Das Geld zu Gast in Essen - Not für die Welt
- Video: G8 Repression
- G8 gebt auf, ihr seid umzeltet!
- Bundeswehr zieht Kasernen in Dabel und Stern-Buchholz leer
- Projekt "G8 im Fokus"
- In Frankfurt (Oder) wollte der Verfassungsschutz offenbar einen linken
Aktivisten anwerben
- move to the coup - zum Umsturz bewegen
- G8-Gipfel - Innenminister unterzeichnet Verwaltungsvereinbarung mit Kommunen
- UK Meeting to discuss G8 Mobilisation for 2007, Jan 27th, Nottingham
- Linkspartei.PDS berät am Samstag über G8-Gipfel

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Das Geld zu Gast in Essen - Not für die Welt

Aufruf zu Demo und Aktionen zum Treffen der G7-Finanzminister
am 10. Februar 2007 in Essen

Wissen Sie, was genau die Finanzminister der größten Industrieländer (G7) auf
ihrem Treffen am 9./10.02.2007 aushecken werden? Nein? Wir auch nicht!
Schon jetzt lässt sich aber erraten, dass sie ebenso wenig die Interessen der
Menschen in der "3.-Welt" noch in den Industrieländern vertreten werden.
In Vorbereitung des G8-Gipfels im Sommer in Heiligendamm sollen die
G7-Finanzminister (G7 = G8 ohne Russland) das marktradikal, neoliberale Konzept
weiterhin durchboxen. Sie nennen es: Liberalisierung, Freihandel, Deregulierung
und Privatisierung.
Dies bedeutet:
Durch die Politik der G8 werden den Konzernen immer mehr Rechte und
Möglichkeiten eingeräumt, um ihre Profite zu vergrößern; gleichzeitig werden
unsere Rechte und Möglichkeiten der Teilhabe immer weiter eingeschränkt.
Sehenden Auges vernichten die entfesselten Marktkräfte unsere sozialen und
ökologischen Grundlagen. Nicht mehr die Wirtschaft soll den Menschen dienen,
sondern die Menschen der Wirtschaft. Die Folgen: Erhöhung der Arbeitszeit bei
gleichzeitiger Zunahme von Arbeitslosigkeit, Prekarisierung der Arbeits- und
Lebensverhältnisse, Beschneidung bereits erkämpfter Rechte der Lohnabhängigen,
Zwang zur privaten Risikovorsorge statt solidarischer Sicherungssysteme und
globale Umweltzerstörung.

Privatisierung bedeutet einen Verlust an demokratischen Einflussmöglichkeiten.
Bildung und Gesundheit werden zur Ware. Zunehmend sind es die Kommunen, die dem
vermeintlichen Druck zur Privatisierung 
ausgesetzt werden. Die Folgen: steigende
Preise für die Daseinsvorsorge, z. B. Gas, Strom und Wasser, Öffentlichen
Verkehr und weitere Verkäufe Öffentlichen - also unser aller -Eigentums.
Öffentliche Verwaltungen ordnen sich der Logik des Marktes unter, so wird z. b.
Umweltschutz unter dem Aspekt des "Standortvorteils" betrachtet.
Ein wirksamer Schuldenerlass für die Länder der "3.-Welt" wird von diesen
G7-Finanzministern abgelehnt. Der medienwirksam inszenierte "Schuldenerlass"
aus dem Jahr 2005 reduzierte die gesamten Zahlungen von 300 auf "nur noch" 299
Mrd. US $ für das Jahr 2006. Die reichen Ökonomien der Staaten der G8 schotten
sich ab. Dieser Abschottung fallen jährlich tausende Tote im Mittelmeer, im
Atlantik, an der Grenze USA / Mexiko und anderswo zum Opfer. Die
kapitalistische Ordnung der G8 beruht auf Gewalt und erzeugt zwangsläufig neue
Gewalt.
80% der Menschheit wird an den Rand gedrängt, von wirtschaftlicher und sozialer
Entwicklung ausgeschlossen und der Zugang zu modernen Technologien verwehrt.
Der Reichtum dieser Welt könnte die Versorgung aller Menschen mit Nahrung,
Kleidung, Wohnung, Arbeit, Bildung und Gesundheit - den Grundbedürfnissen, und
damit laut UN-Charta Menschenrechten - sicherstellen. Lasst uns am 10. Februar
hierfür gemeinsam und machtvoll eintreten.

Bündnis zum G7-Gipfel in Essen
www.g7-protest.de; E-Mail: jclaudia at web.de
Info zur Demo:

Samstag, 10. Februar 2007, 11 - 13.00 Uhr
Auftakt: Essen-Innenstadt, Porschekanzel - ab 
Essen Hbf: Ausgang Innenstadt, gut
500 m in die Fußgängerzone rein
Abschluss: Essen-Rüttenscheid, HH Rüttenscheider Stern
Im Anschluss: Aktionen u. a. in der Essener Innenstadt

[http://www.g7-protest.de]


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Video: G8 Repression

Lieselotte Meyer Film Productions Ltd: G8 2007 Heiligendamn & the German
Repression

neuer Antirepressionsfilm für den G8 2007
Neuer 20_minuten_clip über deutsches Demorecht, 
speziell für den G8 und speziell
für Menschen, die vielleicht aus dem Ausland kommen und die deutschen
Besonderheiten nicht kennen.

Download preview version:
http://video.indymedia.org/download/%5BIndymedia%5D_(2007-01-08)_G8_Repression_preview_version.ogg

Der Clip ist für Mobilisierungsveranstaltungen und Screenings geeignet.
Höhere Auflösung und eine Version ohne die deutsche Tonspur gibts auf
video.indymedia.org

Zum Abspielen der files braucht ihr den 
vlc-player, oder eine neuere version des
media player classic.

Viel Spaß!

English :

New 20min Clip about german police strategies and laws, especially for the G8
2007 in Heiligendamm. For moblilization and preparation...

Translations and/or subtitles needed!

Translate the transkript and create another audio track (wav, avi, mp3,
whatever) to add.
a version without german speech, but with music will be published at
video.indymedia.org

use it with the free vlc-player or a quite new version of media player classic

[http://germany.indymedia.org/2007/01/165675.shtml]


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G8 gebt auf, ihr seid umzeltet!

Im Juni 2007 werden ca. 100 000 Menschen aus vielen Ländern gegen den G8-Gipfel
der führenden Industrienationen in Heiligendamm auf die Straße gehen. Mit ihren
Aktionen sprechen sie den Herrschenden die Legitimation ab, weiterhin die Welt
mit ihren Wirtschaftprogrammen zu verwüsten und noch mehr Armut zu verursachen.

Wer an mehreren Tagen Veranstaltungen des Alternativgipfels besucht, vor Ort an
Blockaden und Demos teilnimmt oder am "Heiligen Damm des Gebetes" mitmacht, muß
auch mal schlafen, essen, sich mit anderen austauschen können, muß Raum für´s
chillen finden, neue Energie tanken.

Dafür arbeitet die "Camping 07" - Vorbereitungsgruppe

Für ALLE, die in und um Heiligendamm und Rostock protestieren, demonstrieren,
blockieren, Alternativen diskutieren und für eine gerechte und solidarische
Welt leben und kämpfen, bereiten wir mindestens ein großes Camp vor. Das
internationale Camp wird ein sicherer Ort und Ruheraum sein. Dort werden ALLE
(FaschistInnen ausgenommen) Platz zum Zelten, warmes, auch veganes Essen,
Veranstaltungszelte und aktuelle Informationen in verschiedenen Sprachen
finden.

"Camping 07" sucht Plätze , auf denen wir während der Gipfelproteste unser
Zusammenleben selbst in die Hand nehmen - unsere Zeltstadt für 20 000 Menschen
wird keine Zäune haben und auch keine private Security. Das Camp soll so nah
wie möglich an den Orten des Geschehens sein, damit die Wege kurz bleiben und
der Austausch klappt. Selbstverständlich lehnen wir jede Form von Kommerz auf
dem Gelände ab und wollen auch Menschen mit wenig oder keinem Geld die
Teilnahme ermöglichen.

Bereits jetzt verhandeln wir mit den politisch Verantwortlichen vor Ort, um
geeignetes Gelände und die dazugehörige Infrastruktur zu bekommen - wir wissen,
daß auch sie kein Interesse an 20 000 
Wild-CamperInnen rund um Bad Doberan haben
und zur Mitarbeit bereit sind.

Wir bitten um Mithilfe und Unterstützung bei der Selbstorganisation, tatkräftig
oder als gedankliche Anregung bei der umfassenden Aufgabe.

Als Teil (Modul) der Gesamt-Koordination der Gipfel-Proteste wünschen wir uns
den Austausch mit den verschiedenen politischen Spektren und den anderen
Modulen.

Ø Wir laden ein zu einem Austausch- und Arbeitswochenende am 27. + 28. Januar
2007
Rosa-Luxenburg-Stiftung
Franz-Mehring Platz 1
10243 Berlin
S-Station: Ostbahnhof

Punkte, die wir besprechen wollen:
- Wie weit sind wir mit der Platzsuche und wie geht's weiter
- Welche Strukturen brauchen wir
- Was wollen wir untereinander abklären
- Was ist schon Organisiert und was fehlt noch
- Wer macht was

Damit wir das Treffen besser Vorbereiten können, wäre es hilfreich, dass die,
die kommen, sich kurz anmelden und auch gleich mitteilen was Sie besprechen und
einbringen wollen, woran Sie arbeiten und was fehlt.
Anmeldung und Anregungen bitte an: camping07 at listi.jpberlin.de oder telef.:
0175-4254928
Eine TO, die Anfahrtsbeschreibung und den Ablauf verschicken wir kurz vorher
noch.

[Die Camping07-Gruppe]


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Bundeswehr zieht Kasernen in Dabel und Stern-Buchholz leer

Schwerin (dpa) Die Bundeswehr hat im Zuge der Bundeswehrreform zum Jahresende
ihre Kasernen in Dabel (Kreis Parchim) und Stern-Buchholz im Süden Schwerins
leergezogen. Sie werden aber noch nicht an die Nachnutzer übergeben, wie ein
Sprecher der Bundeswehr in Schwerin sagte. Dies soll erst nach dem G8-Gipfel im
Juni in Heiligendamm geschehen. Während des G8-Treffens sollen in den Kasernen
Polizisten untergebracht werden, die zur Absicherung des Gipfels eingesetzt
sind.
Die Berufs- und Zeitsoldaten des bisher in Dabel stationierten
Panzerartilleriebataillons 405 und des Panzerbataillons 403 in Stern-Buchholz
seien bereits an andere Bundeswehr-Standorte versetzt worden. In den Kasernen
dienten rund 1200 Soldaten.

[Ostseezeitung 2.1.2006 ]


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Projekt "G8 im Fokus"

Die Ausstellungsmacher
Wir sind eine Gruppe von 6 Leuten und haben vor einigen Jahren eine
Wanderausstellung zu "Toten an der Grenze" realisiert, die damals sehr
erfolgreich in kommunalen Einrichtungen in Ostdeutschland gezeigt wurde. Jetzt
bereiten wir anlässlich des G 8-Gipfels in Heiligendamm im Juni 2007 eine
Wanderausstellung "G8 im Fokus" über Kritik an G8-Gipfeln und den Folgen von
Globalisierung vor.
Trägerverein und Antragsteller zur Finanzierung des Projektes ist der Berliner
Verein Forschungsgesellschaft Flucht und Migration e.V.

Kurzdarstellung des Projektes
Aus Anlass des G8-Gipfels im Juni 2007 in Heiligendamm konzipieren wir ein
Ausstellung, die die G8 und die Politikfelder der Gruppe Acht in den Fokus
nimmt. Dabei haben wir uns zum einen das Ziel gesetzt die Gruppe der Acht, die
Entstehung dieser Ländergruppe wie auch die Frage der sogenannten
"Gipfelgegner" nach der Legitimität dieser Gruppe aufzugreifen. Zum anderen
beschäftigt sich die Ausstellung konkret mit den Themen der G8.
Aufgegliedert in diese sehr verschiedenen, beispielhaften Themenfelder wird der
Zusammenhang zwischen der Politik der führenden Industrienationen und den
Entwicklungen auf globaler sowie lokaler Ebene dargestellt werden.
Die Ausstellung konzipieren wir als Wanderausstellung und zeigen sie in den
letzten Monaten vor dem Gipfel, im April und Mai 2007 in verschiedenen Städten
in Mecklenburg Vorpommern.

Projektkonzeption
Die verschiedenen Themenfelder sollen anhand von Ausstellungstafeln dargestellt
und je nach Materiallage und örtlicher Infrastruktur durch Video- und
Audiomaterial oder durch Schaukästen mit weiterem Anschauungsmaterialien
ergänzt werden.
Zu den jeweiligen Schwerpunktthemen erstellen wir zudem Faltblätter, die in der
Ausstellung als "Flyer-to-go" ausliegen, aber auch als Werbe- bzw.
Bildungsmaterial für lokale Einrichtungen einen ersten inhaltlichen Einstieg
ermöglichen können.

Themenblöcke der Ausstellung
* Gruppe der Acht: Entstehung, Funktion und Wandel der letzten Jahre
* globalisierte Wirtschaft (Abbau globaler Zoll- und Handelsschranken, Bildung
von Freihandelszonen, Verlagerung der Produktionsstätten, geistiges Eigentum
und Patentierung)
* Krieg und Militarismus und die Rolle der G8
* Weltagrarmarkt, EU-Agrarmarkt, industrialisierte Agrarwirtschaft, Gentechnik
* Energiesicherheit: Weltenergie- und Ressourcenmarkt
* Flucht und Migration
* Zusammenfassung: Argumente Für und Wider? 
Kritik der globalisierungskritischen
Proteste

Jeder Themenschwerpunkt soll anhand eines Beispiels aus der Alltagswelt aus
Mecklenburg Vorpommern konkretisiert werden. An den Orten der Ausstellung
findet zu Beginn ein Eröffnungsabend statt. Dort berichten jeweils zu einem der
Themenblöcke geladene Referenten.

Kosten und Finanzierung
Als Ausstellungsmacher tragen wir die Kosten und haben entsprechende
Finanzmittel bereits bei verschiedenen Stiftungen beantragt.

Ausstellung_2007 at yahoo.de

[Ausstellungsprojekt "G8 im Fokus"]


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In Frankfurt (Oder) wollte der Verfassungsschutz offenbar einen linken
Aktivisten anwerben

Seit Sommer 2006 versuchte der Verfassungsschutz eine Person aus der linken
Szene der Stadt Frankfurt (Oder) für Informantendienste anzuwerben. Mit dieser
Information sind die Rote Hilfe und die Soligruppe Frankfurt (Oder) jetzt an
die Öffentlichkeit gegangen.
In einem mehrseitigen Protokoll, das unter anderem in der jüngsten Ausgabe der
Rote Hilfe-Zeitung abgedruckt wurde, sind die drei Gespräche, die der junge
Mann mit einem Mitarbeiter des Verfassungsschutzes geführt haben soll, ebenso
aufgelistet wie Kontakte per E-Mail oder Handy.
Die erste Begegnung gab es demnach Ende August, als ein Mann vor der
Arbeitsstelle des jungen Aktivisten wartete. Der Wartende habe sich als Björn
Kloppstock aus Berlin vorgestellt. Er sei Journalist und wolle ein Interview.
Doch schon beim ersten Gesprächstermin habe Björn Kloppstock offen gesagt, dass
er für den beim Bundesinnenministerium angesiedelten Verfassungsschutz arbeite.
Der junge Aktivist sollte in unterschiedlichen 
Bereichen tätig werden. So sollte
er Informationen über die Autonome Antifa Frankfurt (Oder) und deren
Verbindungen sowie über die beginnenden Proteste gegen den G8-Gipfel in
Heiligendamm zusammentragen.
Um die Gipfelgegner auszuspionieren, sollte der 
Gefragte an Vorbereitungstreffen
des Dissent-Netzwerks teilnehmen. Besonderes Augenmerk sollte er dort auf
Mailverteiler und Passwörter richten, habe ihm Kloppstock eingeschärft, heißt
es.
Der Einsatz des vermeintlichen Neu-Informanten sollte nicht auf Brandenburg
beschränkt bleiben. Die Teilnahme an Veranstaltungen in anderen Bundesländern
ist den Angaben zufolge ausdrücklich vorgesehen gewesen. Gleich zum Einstieg
hätte es das Dissent-Vorbereitungstreffen in Osnabrück gegeben. Als
Gegenleistung für die Spitzeltätigkeit sollen bis zu 500 Euro monatlich
angeboten worden sein.
Was Kloppstock nicht ahnen konnte: Der junge Mann ging nur zum Schein und in
Absprache mit politischen Freunden darauf ein. Nach dem dritten Treffen brach
er dann den Kontakt ab. "Es ist darum gegangen, die Arbeitsweise des
Verfassungsschutzes bei Informantenanwerbungen genauer kennen zu lernen",
begründet die Soligruppe Frankfurt (Oder) diese Herangehensweise.
Auch in Potsdam und Bernau sind in der letzten Zeit Aktivisten aus linken
Zusammenhängen auf die gleiche Weise von vermeintlichen Journalisten, die sich
dann als Mitarbeiter des Verfassungsschutzes entpuppten, angesprochen worden.
Ob sich die Geheimdienstler dort auch als Björn Kloppstock vorstellten, soll
noch ermittelt werden.

[http://www.nd-online.de/artikel.asp?AID=103111&IDC=5]


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move to the coup - zum Umsturz bewegen

Infoveranstaltung & Soli-Party am 13.Januar, Rote Flora, Hamburg mit
ReferentInnen von: EA Rostock, Lobbi e.V., G8 Gruppe Greifswald,
Solid(MV), "Keine Stimme den Nazis" - Kampagne, Andreas Speit (Journalist)

6.- 8.Juni 2007: Treffen der G8 in Deutschland in Heiligendamm,
Mecklenburg Vorpommern

Das Zusammentreffen der G8 ist für uns Grund genug, sich mit diesem
Flecken Erde zu beschäftigen, der den Raum für diesen darstellt. Wir
werden über das dünn besiedelte und hoch verschuldete Bundesland
berichten und zu einer Diskussion über Perspektiven und Szenarien im
Rahmen des Gipfels anregen.

Seit Monaten werden in der Presse, in Parteien und staatlichen Organen
des Landes Gewaltszenarien à la Genua für den kommenden Juni beschworen.
Der einzige Kritikpunkt an diesem Zusammentreffen, der in der
öffentlichen Diskussion existent ist, ist die Frage der Finanzierung des
Gipfels und die damit verbundenen Belastungen für den Landeshaushalt.
Zudem zeichnet sich ein eindeutiger Einfluss der Medien im Land ab, da
bereits jetzt Anwohner die Polizei bitten in die "Roten Zone"
aufgenommen zu werden, um Schutz vor den protestierenden "Chaoten" zu
haben. Aufgrund dieser Zustände und Erfahrungen wollen wir die Situation
für Außenstehende vor Ort beleuchten.

Folgende Fragen sollen dabei Berücksichtigung finden: Kann es für
AktivistInnen eine Zusammenarbeit mit der Bevölkerung vor Ort geben?
Wie sind die linksalternativen Kräfte in Meck-Pom? Wo können wir sie
finden und wie ist eine Vernetzung und Zusammenarbeitmöglich?

Um einen realistischen Ausblick zu erhalten, ist es unumgänglich die
rechten Strukturen zu beachten. Seit Jahren gehören Nazis zum
Alltagsbild im Land und seit den Wahlen im September 2006 sitzen im
Schweriner Landtag unter den NPD-Abgeordneten auch zwei
Kameradschaftsführer. Nur in drei Wahlkreisen erreichte die NPD die 5%
Hürde nicht. Wenngleich sich alle etablierten Parteien gegen die NPD
aussprachen, zeigte sich entschiedener antifaschistischer Protest
gegen den Wahlkampf der nazistischen Partei zeigte sich einzig in der
Kampagne "Keine Stimme den Nazis", die landesweit von dem linken
Spektrum getragen wurde.
Offen propagierter nationaler Sozialismus wird von weiten Teilen im Land
toleriert. Dies geht soweit, dass der 'Heimatschutz Pommern' zu
Volksfesten eingeladen wird und Kampagnen wie "Opa war in Ordnung" der
'mecklenburgischen Aktionsfront' Anklang in der Bevölkerung finden.
Diese Zustände zeugen davon, dass Nazis offensichtlich in die so
genannte Zivilgesellschaft integriert sind.

Die Veranstaltung soll Handlungen und Positionen der politischen Akteure
von Links und Rechts aufzeigen. Darüber hinaus sind insbesondere
Schnittmengen mit den traditionell globalisierungskritischen
Organisationen vor Ort zu ermitteln und aufgrund dessen eine
Einschätzung der Lage im Kampf gegen den G8 zu leisten.

Die bis September 2006 regierende Rot-Rote-Koalition beschloss eines der
"modernsten" Sicherheits- und Ordnungsgesetze der Bundesrepublik. Die
Polizei ist darin mit weit reichenden Rechten zum Eingriff in die
Bürgerrechte ausgestattet. Um einen Eindruck von der bestehenden
staatlichen Repression zu bekommen, sollen die Geschehnisse des 1.Mai's
in Rostock und die die andauernde Repression skizziert werden. Ziel ist
es, aufzuzeigen wie sich Meck-Pomm für gegen den Widerstand für den
kommenden Gipfel rüstet.

Wir möchten euch zu dieser Veranstaltung einladen, die Informationen von
Mecklenburg- Vorpommern, der linken Strukturen vor Ort und Hamburgern
liefert und hoffen auf rege Beiträge zur sich anschließenden Diskussion.
Des Weiteren wird es im Anschluss noch eine Soli-Party für die
Unterstützung der linksalternativen Strukturen in MV geben. Alle, die
das Tanzbein schwingen wollen, sollten gleich da bleiben...

Informationsveranstaltung: Einlass 18.30 Uhr; Beginn 19.00 Uhr
Soliparty: Ab 22.00 Uhr

[Move To The Coup]


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G8-Gipfel - Innenminister unterzeichnet Verwaltungsvereinbarung mit Kommunen
08.01.2007: Schwerin/MVr Innenminister Lorenz Caffier (Foto) hat heute mit dem
Oberbürgermeister der Hansestadt Rostock Roland Methling sowie den

Landräten Thomas-Jörg Leuchert und Lutz da Cunha (Landkreise Bad Doberan bzw.
Güstrow) eine Verwaltungsvereinbarung unterzeichnet.
Sie enthält Regelungen zur Finanzierung nichtpolizeilicher Aufgaben im Brand-
und Katastrophenschutz sowie im Rettungswesen, die den genannten Kommunen
zusätzlich durch die besonderen Sicherheitsanforderungen während des G8-Gipfels
in Heiligendamm entstehen. Bei der Bewältigung dieser über das normale Maß
hinausgehenden Anforderungen wird die Landesregierung die Kommunen finanziell
unterstützen.
Die Vereinbarung sieht vor, dass erforderliche Einsatzkosten (Personal- und
Materialkosten) in vollem Umfang erstattet werden. Der notwendige Ausbau der
integrierten Leitstelle in Rostock soll über Sonderbedarfszuweisung finanziell
gefördert werden. Außerdem erhalten die Kommunen für die Zeit des G8-Gipfels
kostenlos Zugang zum BOS-Digitalfunk der Polizei.
Die Finanzierung der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr soll durch die im
Haushalt des Innenministeriums für das Jahr 2007 eingestellten Mittel erfolgen.
Minister Caffier lobte die sachliche und konstruktive Atmosphäre der Gespräche
zur Vorbereitung der Vereinbarung. "Der G8-Gipfel in Heiligendamm wird ein
herausragendes Ereignis von gesamtstaatlicher Bedeutung. Das Land und die
Kommunen sind sich ihrer besonderen Verantwortung für das Gelingen des Gipfels
bewusst."

[http://www.mvregio.de/mvr/25554.html]


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UK Meeting to discuss G8 Mobilisation for 2007, Jan 27th, Nottingham

A UK-based meeting to discuss the mobilisation against the 2007 G8 Summit to be
held near Rostock in Germany (June 6-8 2007).
from imc uk: Meeting to discuss G8 Mobilisation for 2007
The G8 Summit in 2007 will be held in northern Germany. Some of the libertarian
left in Germany were inspired by the original aims and actions of the Dissent
Network in the UK. So much so that the libertarian left in Germany has taken
the same name. Simply put, their aims are two fold. Stop the G8 summit and in
order to do so create a network of ongoing solidarity on an international
level.
The mobilisation is committed to bottom up, 
decentralised organising. It follows
that they have extensively toured internationally to involve as many people as
possible. The tours arose from an international gathering for the mobilisation,
called Campinski, near the German G8 summit venue 
last summer. The UK leg of the
tour in October saw activists from the UK 2005 mobilisation, Russian 2006
mobilisation and Germany 2007 mobilisation working together. The tour visited
the Anarchist Bookfair in London, Brighton, Reading, Glasgow, Edinburgh,
Liverpool Leeds, Birmingham and Cardiff. People at all these venues felt that
it would be good to have a one day gathering for feedback and discussions on
the G8 2007 mobilisation.
This callout is in consequence to those peoples wishes.
There is to be a one day event in Nottingham on the 28th January. Limited
accommodation is provided for those who wish to travel from afar. In
particular, those wishing to travel to the venue on Saturday 27th to have
informal pre-meetings.
Please contact dissentprocess at yahoo.co.uk if you require accommodation. Food
will be provided for by Veggies, for a small cost.
Also contact dissentprocess at yahoo.co.uk with agenda items. Items for suggestion
include lessons from G8 2005, Feedback on German processes and mobilisation,
future meetings in the UK, and others

[http://www.wombles.org.uk/article200612576.php]


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Linkspartei.PDS berät am Samstag über G8-Gipfel

Schwerin (dpa/mv) - Der Landesvorstand der Linkspartei.PDS wird sich am
kommenden Samstag in Bad Doberan mit dem G8-Gipfel in Heiligendamm
beschäftigen. Es gehe dabei noch nicht um konkrete Aktionen gegen das Treffen
der Staats- und Regierungschefs der acht führenden Industrienationen, sagte
Landesgeschäftsführer Friedemann Reinhold am Montag. Mit Vertretern anderer
G8-kritischer Gruppen solle zunächst eine generelle Verständigung gesucht
werden. Die Linkspartei.PDS wolle vor und während des Gipfeltreffens mit
friedlichen und fantasievollen Protesten ihre ablehnende Haltung zur Politik
der G8 deutlich machen. Gewalt werde prinzipiell abgelehnt.

[Link: http://www.ln-online.de/news/norddeutschland/politik-mv/2036672]
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