From analle at no-racism.net Thu Jan 4 07:03:45 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Thu, 4 Jan 2007 07:03:45 +0100 Subject: widerst@nd mund: Donnerstag, 4. =?iso-8859-1?Q?J=E4nner_2007?= Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Donnerstag, 4. Jänner 2007 Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund In eigener Sache und in Eurem Interesse ist eine kleine Umverteilung der MUND-Arbeit notwendig: DER WIDERSTANDS-MUND SUCHT DRINGEND LEUTE, DIE 1 X DIE WOCHE EINE AUSGABE ZUSAMMENSTELLEN WOLLEN ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN ================================================ ================================================ 01 Zurück in den Irak WADI Austria ================================================ 02 13. Jänner: Versammlung von ArbeiterInnenstandpunkt und REVOLUTION „Regierung neu - Politik alt?!“ von ASt-LFI ================================================ 03 Plattform „Bush Go Home“ - 26.1. Informationsveranstaltung zu Mobilisierung gegen G8-Gipfel im Juni 2007 in Deutschland von ASt-LFI ================================================ 04 Voraus in die Vergangenheit! > Radio Stimme - 4. Jänner 2007 von Radio Stimme ================================================ 05 Erstes Openhouse 2007 am 6. Januar in der AUF von AUF ================================================ 06 Nichts für uns. Alles für alle! 17.1.2007 von petja dimi ================================================ 07 4.1.:Mahnwache gg.Schwarzblauorange/3.1.:keine Kundgebung vor Innenministerium!! von "August Faschang" ================================================ ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ 08 23C3: Bastel/ware gegen Fingerprint/scanner von "q/depesche" ================================================ 09 Prokop ist tot von Asyl in Not ================================================ 10 Schönborn und die Caritas reden sich die verblichene Prokop schön von "FrauenLesben fuer das Selbstbestimmungsrecht der Frau" ================================================ 11 HOSI Wien: Prokops Wirken hatte auch viele Schattenseiten ================================================ 12 ASt - Solidarität mit der MLKP! von ASt-LFI ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 Zurück in den Irak WADI Austria ================================================ Quelle: asyl aktuell 4 / 2006 (s. 11 - 15) zeitschrift der asylkoordination österreich Abo- oder Heftbestellung: asylkoordination at asyl.at, infos unter: www.asyl.at Zurück in den Irak Mit der Verschärfung ethnisierter und sektiererischer Konflikte im Irak, zeigt die europäische Irak-Politik einmal mehr ihre Janusköpfigkeit. Während auf der einen Seite Horrorszenarien entworfen werden, gilt der Irak als „sicher“, sobald es darum geht Flüchtlinge dorthin abzuschieben. Text und Fotos: Thomas Schmidinger Wie katastrophal sich die Sicherheitssituation im Irak in den letzten Monaten entwickelt hat, muss hier kaum noch geschildert werden. Nach zwei Jahren Terrorkrieg gelang es Gihadisten und Postbaathisten den Irak in einen ethnisierten Bürgerkireg zu treiben, in dem täglich mehr tote ZivilistInnen zu beklagen sind. Frauen wagen sich in großen Teilen des Landes kaum mehr auf die Straße. Ethnische und religiöse Minderheiten, wie Christen, Mandäer oder Yezidi werden ebenso zwischen den großen Kriegsparteien zerrieben, wie irakische Intellektuelle, die sich einer Ethnisierung verweigern. Seit dem Sturz des Regimes von Saddam Hussein im April 2003 sind im Irak nach inoffiziellen Schätzungen bereits 160 Professoren von Universitäten und Gymnasien ermordet worden. Unter irakischen Intellektuellen gehen Gerüchte um, dass Milizen und ihre Unterstützer in den irakischen Nachbarstaaten gezielt die intellektuelle Elite des Landes beseitigen wollen. Aber auch für ganz normale IrakerInnen ist das Leben unter Terrorangst zunehmend unerträglich geworden. Dazu kommt noch, dass die Ethnisierung selbst in Gebieten mit relativer Sicherheit, wie den kurdischen Provinzen, einer zunehmend autoritären und nationalistischeren Politik den Weg ebnet. Kein Wunder, dass es angesichts des aktuellen Desasters genau das gibt, was 2003 vergeblich erwartet wurde: eine neue Welle irakischer Flüchtlinge in die Nachbarländer des Nahen Ostens und nach Europa. Autoritäre Tendenzen in den kurdischen Provinzen All dies ist in Europa gut bekannt und wird, v.a. von antiamerikanischen EuropäerInnen manchmal gar mit einem gewissen Triumphgefühl thematisiert. Sobald es jedoch um irakische Flüchtlinge geht, wird die irakische Katastrophe plötzlich klein geredet. Zumindest die kurdischen Provinzen werden zunehmend als sicher betrachtet und als mögliches Abschiebungsziel interessant. Ignoriert wird dabei, dass die kurdische Autonomie immer noch einen durchaus prekären Status besitzt und weiterhin mit den Geschicken der anderen Teile des Irak verbunden ist. Ignoriert wird jedoch ebenfalls, dass die prekäre Sicherheitslage und die Ethnisierung der Konflikte auch in den kurdischen Provinzen die Tendenz zu einer autoritäreren Politik der beiden kurdischen Regierungsparteien PDK und PUK verstärkt hat, die sich gegen Angehörige radikaler Oppositionsgruppen ebenso richtet, wie gegen die Presse- und Meinungsfreiheit. Vor den letzten Wahlen wurde im Dezember 2005 ein Parteibüro der Islamischen Union Kurdistans (Yekgirtu), einer den Muslim Brüdern nahestehende Oppositionspartei, von Anhängern der Demokratischen Partei Kurdistans (PDK) in Brand gesetzt. Vier Aktivisten der Oppositionspartei kamen dabei ums Leben. Assyrische Gruppen warfen der PDK während der Wahlen vor, in ihren Dörfern die Wahl behindert zu haben. Soziale Proteste werden auch in Irakisch-Kurdistan mit zunehmender Brutalität niedergeschlagen. In Halabja hatten im vergangenen März tausende BewohnerInnen die Gedenkstätte für die Giftgasangriffe unter Saddam Hussein gestürmt und verwüstet, nachdem kurdische Sicherheitskräfte einen jungen Demonstranten erschossen hatten. Eine Repressionswelle der kurdischen Sicherheitskräfte in der Stadt trieb in der Folge Jugendliche aus der Stadt in die Flucht. Im August 2006 kamen bei Protesten in mehreren kurdischen Städten zwei Demonstranten ums Leben, nachdem Sicherheitskräfte der Patriotischen Union Kurdistans (PUK) das Feuer auf die Protestierenden eröffnet hatten. Hunderte landeten im Gefängnis. Parteiunabhängige JournalistInnen wurden mehrmals verhaftet, Aktivisten der Arbeiterkommunistischen Partei oder anderer radikaler Oppositionsgruppen eingeschüchtert. Erste Abschiebungen Trotzdem preschen derzeit einige europäische Staaten vor, irakische Flüchtlinge wieder los zu werden. Während neue irakische Flüchtlinge eben erst Europa erreichen, droht tausenden IrakerInnen, die teilweise schon jahrelang in Europa sind, nun die Abschiebung in eine ungewisse Zukunft. Den Vorreiter spielte diesmal Großbritannien, wo seit den Zeiten des britischen Protektorats über den Irak die größte irakische Community Europas lebt. Bereits am 20. November 2005 ging der erste Deportationsflug abgewiesener irakischer AsylwerberInnen aus der EU in den Irak. 15 Irakis wurden direkt aus Großbritannien nach Arbil, der Hauptstadt des kurdischen Autonomiegebietes, geflogen. Dort wurden sie mit 100 U$ entlassen. Später stellte sich heraus, dass mindestens einer der Flüchtlinge widerrechtlich abgeschoben worden war. Dabei hatten die kurdischen Behörden sich offiziell geweigert, Abschiebungen entgegen zu nehmen. Als die Flüchtlinge da waren, sahen sich die Behörden vor Ort jedoch vor vollendete Tatsachen gestellt. Als nächstes folgt nun Deutschland, wo rund 75.000 IrakerInnen leben, davon zwischen 14.000 und 15.000, die lediglich über einen prekären Aufenthaltsstatus verfügen. Obwohl die Diktatur gestürzt wurde, von der die meisten von ihnen seit den 1970er-Jahren geflohen waren, will die überwiegende Mehrheit dieser ExilirakerInnen nicht in den Irak zurückkehren. Neben im Laufe der Zeit entstandenen familiären und beruflichen Bindungen in Europa, fürchten sie vor allem die neuen Unsicherheiten, die durch Terrorismus, Besatzung und Milizenherrschaft entstanden sind, die eine Rückkehr in den Irak für viele unmöglich machen. Seit 2004 versendet das Bundesamt für Migration trotz der zunehmend katastrophaleren Sicherheitslage im Irak so genannte Widerrufsbescheide an irakische Flüchtlinge. Mit der Begründung, der Fluchtgrund Saddam Hussein wäre nun weggefallen, wurden so aus anerkannten Flüchtlingen nur noch „Geduldete“. Von diesem Widerruf betroffen waren allein im vergangenen Jahr über 7.000 irakische Flüchtlinge, die nun ihren Wohnort bzw. dessen unmittelbare Umgebung nicht mehr verlassen dürfen, keine Beschäftigungsmöglichkeit mehr haben und so über Nacht zum Sozialfall degradiert werden. Verschärft wird die Situation jetzt noch durch die neue „Bleiberechtsregelung“ für „Geduldete“, von der IrakerInnen ausdrücklich ausgenommen werden sollen. Obwohl das UN-Flüchtlingskommissariat, NGOs und christliche Kirchen Anfang November vor genau dieser Ausnahme für IrakerInnen warnten, wird die Herausnahme von IrakerInnen aus der „Bleiberechtsregelung“ durch massives Betreiben des bayerischen Innenministers Günther Beckstein immer deutlicher Konsens unter deutschen Innenministern. Das niedersächsische Innenministerium fragte mittlerweile in einem Rundschreiben an die Ausländerbehörden des Landes bereits nach IrakerInnen, die für eine Deportation in Frage kommen. Druck zur „freiwilligen“ Rückkehr Bislang setzte Deutschland überwiegend darauf, IrakerInnen durch die Aberkennung des Flüchtlingsstatus so den Aufenthalt im Lande zu vergällen, dass diese „freiwillig“ in den Irak zurückkehren. In diesem Zusammenhang konnten auch einige kurdische und assyrische ExilirakerInnen gefunden werden, die mit Initiativen mit klingenden Namen wie „Coming Home“ oder „Heimatgarten“ ihre berufliche Karriere darauf bauen, andere Exilirakis zur „Rückkehr“ zu überreden. Dabei wird in eigens dafür organisierten Versammlungen die Zukunft im Irak in den schönsten Farben ausgemalt und nicht vergessen darauf hinzuweisen, dass wer jetzt nicht freiwillig ginge, vielleicht schon bald zwangsweise abgeschoben werde. Als „Starthilfe“ winken * 500.- pro Person, womit im Irak gerade einmal zwei Monatsmieten für eine Wohnung bezahlt werden können. Die Funktionäre dieser Organisationen, werden deutlich mehr verdienen. Immerhin finanziert das Bundesamt für Migration eine Deutschland-weite Tour des „Internationalen Vereins für die Menschenrechte der Kurden“ um diesen für die sanfte Abschiebung ihrer Landsleute einsetzen zu können. Neben den guten Verdienstmöglichkeiten in der Rückkehrbranche kann in den ethnisierten Konflikten im Irak so noch weiteres „Menschenmaterial“ für die eigene „Ethnie“ nachgeliefert werden. Wöchentliche Abschiebungen geplant Dass es Deutschland mit der Androhung in Zukunft eine härtere Gangart einzuschlagen tatsächlich ernst meint, zeigten die ersten beiden Zwangsabschiebungen. Bereits im Dezember 2005 wurde ein irakischer Flüchtling aus München, im Frühling 2006 einer aus Frankfurt am Main in den Irak abgeschoben. Der aus München abgeschobene Flüchtling berichtete später, er sei von Bundespolizisten in einer kleinen Maschine vom jordanischen Amman nach Erbil gebracht worden und während des gesamten Fluges gefesselt gewesen. Die kurdischen Behörden hätten sich darüber gewundert, dass er in Handschellen das Flugzeug verließ, und vorsichtshalber den kurdischen Geheimdienst gerufen. Dieser habe ihn mit verbundenen Augen zu einem Verhör gebracht, bei dem er stundenlang beschimpft und geschlagen worden sei. Während offiziell die irakischen Behörden keine Zwangsdeportierten entgegen nehmen, setzen die deutschen und britischen Behörden bislang auf die Macht des Faktischen. Für den Irak werden keine Heimreisezertifikate beantragt. In Arbil – so die Überlegung - werde man die Deportierten schon nicht mehr nach Europa zurückschicken. Tatsächlich ist mittlerweile alles für Abschiebungen in den Irak bereit. Mit der kurdischen Charterflug-Airline Zozik Air haben die deutschen Innenminister bereits eine Airline gefunden, die in Zukunft wöchentlich deportierte IrakerInnen mit deutschem Wachpersonal direkt nach Sulemaniya transportieren soll. Offizielle Reisewarnung Das Absurde daran: Was die deutschen Innenminister für sicher halten, halten andere deutsche Behörden noch lange nicht für einen sicheren Staat. Bereits vor einem Jahr hatte der deutsche Bundesnachrichtendienst (BND) davor gewarnt, der Irak könne sich in einen Failed State verwandeln. Und das deutsche Auswärtige Amt hält weiterhin eine Reisewarnung für den gesamten Irak aufrecht. Deutschen Staatsangehörigen wird auf der Website des Auswärtigen Amtes „dringend geraten, das Land zu verlassen“. Dabei wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die „genannten Sicherheitsrisiken […] grundsätzlich auch für den vergleichsweise ruhigeren und stabileren Teil der Provinzen Dohuk, Arbil und Sulaimaniya“, also die drei von den Innenministern als sicher eingestuften kurdischen Provinzen, gelten. Während der Irak also vom Auswärtigen Amt für eines der gefährlichsten Länder der Welt gehalten wird, sind die Innenminister der Meinung, dass in dieses Land problemlos abgeschoben werden kann. Auch vom österreichisches Außenministerum wird vor Reisen in den Irak „ausdrücklich gewarnt“. Wenn dabei die kurdischen Provinzen als vergleichsweise sicherer eingeschätzt werden, besteht laut Außenministerium „auch in dieser Region weiterhin die Gefahr von Terrorakten“. Konsequenterweise wird deshalb vor Reisen in den gesamten Irak gewarnt. Bislang sind aus Österreich noch keine Aberkennungen des Flüchtlingsstatus von irakischen Flüchtlingen bekannt. Von den 4.000 bis 5.000 IrakerInnen, die in Österreich leben, besitzen schätzungsweise über die Hälfte bereits eine österreichische Staatsbürgerschaft. Sollte es sich in anderen EU-Staaten jedoch durchsetzen, IrakerInnen wieder in ihr, vom Bürgerkrieg gebeuteltes Land, abzuschieben, könnte mittelfristig auch irakischen Flüchtlingen in Österreich Gefahr drohen. Ganz zu schweigen von der Situation neu ankommender Bürgerkriegsflüchtlinge, deren Zahl seit August 2006 deutlich zugenommen hat und deren Zukunft in der EU äußerst ungewiss ist. Thomas Schmidinger ist Lehrbeauftragter am Institut für Politikwissenschaft der Uni Wien, Flüchtlingsbetreuer in Niederösterreich, Obmann der im Irak tätigen NGO Wadi und Vorstandsmitglied der Österreichisch-Irakischen Freundschaftsgesellschaft Iraquna. Websiten mit Irak-Infos in Österreich: Wadi - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit: www.wadinet.at Österreichisch-Irakischer Freundschaftsverein Iraquna: www.iraquna.at Irakisches Haus: http://members.chello.at/iraqihouse/index.htm -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit WADI-Austria e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Neues Spendenkonto in Österreich: Knt. Nr.: 6.955.355 BLZ: 32.000 Raiffeisen Landesbank NÖ IBAN AT4432 0000 0006 955355 BIC (SWIFT) RLNWATWW Im Februar 2007 erscheint die dritte Ausgabe von: WADI-News, Schwerpunkt: Weibliche Genitalverstümmelung. Wird kostenlos per Post zugeschickt, schicken Sie uns Ihre Adresse! ================================================ 02 13. Jänner: Versammlung von ArbeiterInnenstandpunkt und REVOLUTION „Regierung neu - Politik alt?!“ von ASt-LFI ================================================ Samstag, 13. Jänner: Versammlung von ArbeiterInnenstandpunkt und REVOLUTION „Regierung neu – Politik alt?!“ Am Samstag, den 13. Jänner, findet um 15 Uhr eine Versammlung von ArbeiterInnenstandpunkt und REVOLUTION statt. Nach der vorgesehenen Regierungsbildung in der nächsten Woche sprechen wir über das Thema „Regierung neu – Politik alt?!“ Wir diskutieren Fragen wie „Wie schätzen wir die neue Regierung ein?“, „Welche Angriffe plant sie?“ und „Was können wir tun?“. Ebenso zeigen wir einen Film. Also nicht versäumen: Samstag 13.1. 15 Uhr, ASt/REVOLUTION-Versammlung „Regierung neu – Politik alt?!“ Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 Wien (U3 Neubaugase). Informationen unter www.arbeiterInnenstandpunkt.net, ast-lfi at gmx.net, 0650/406 83 14 ================================================ 03 Plattform „Bush Go Home“ - 26.1. Informationsveranstaltung zu Mobilisierung gegen G8-Gipfel im Juni 2007 in Deutschland von ASt-LFI ================================================ G8-Gipfel im Juni 2007 in Heiligendamm, Norddeutschland Auch die österreichischen Gegner von Krieg und Globalisierung mobilisieren Informations- und Vorbereitungsveranstaltung Freitag, 26.1.07, 19h Gußhausstraße 14/3, 1040 Wien Organisiert von der Plattform „Bush Go Home“ Es wird wohl kaum Zufall sein, dass die Mächtigen dieser Welt sich gerade die ärmste Ecke Deutschlands für ihr pompöses Treffen ausgesucht haben. Statt den versprochenen blühenden Landschaften hat Mecklenburg-Vorpommern durch die Einverleibung in den kapitalistischen Westen nichts als Industrieruinen und Arbeitslosigkeit zu bieten. Die Opfer der Globalisierung wandern massenhaft ab, zurück bleibt die soziale Wüste. Wahrscheinlich wollen die Weltenlenker zeigen, dass sie sich der Verlierer annehmen. Doch auch dem irakischen Volk versprachen sie Freiheit, Demokratie und Wohlstand. Tatsächlich überziehen die USA und ihre G8-Verbündeten die Welt mit Krieg, vergrößern systematisch die Kluft zwischen arm und reich und gefährden durch ihren alleinigen Machtanspruch die demokratischen Errungenschaften. Dem wollen wir unseren massiven Protest entgegenhalten, so wie wir es hier in Wien im Juni 2006 gegen den Besuch des US-Präsidenten George Bush taten. In Deutschland laufen die Vorbereitungen für dieses Großereignis bereits auf Hochtouren. Man erwartet mehrere 10.000 Protestanten. Wie auch in Wien ein Jahr zuvor, gibt es auch in der BRD Kräfte, die den Protest auf institutionelle Mühlen zurück lenken wollen. Hier wie dort geht es darum, ob man den Widerstand der unterdrückten Völker unterstützt oder auf den sozialliberalen Flügel des Systems setzt. Die Veranstaltung soll einerseits über den Stand der Mobilisierung unterrichten, andererseits diskutieren, wie eine breite Beteiligung aus Österreich möglich gemacht werden kann. Gleichzeitig soll die Demonstration am 17. März anlässlich des Jahrestages des Angriffs auf den Irak vorbesprochen werden, die im Rahmen eines internationalen Aktionstages stattfinden wird. ================================================ 04 Voraus in die Vergangenheit! > Radio Stimme - 4. Jänner 2007 von Radio Stimme ================================================ RADIO STIMME - DIE SENDUNG DER INITIATIVE MINDERHEITEN Do, 4. Jänner 2007 13 bis 14 Uhr, Orange 94.0, Wien Voraus in die Vergangenheit! Dem Mainstream entkommen, aber nicht dem Radio Stimme Jahresrückblick... Wir bringen Themen rund um Menschenrechte, Minderheiten, Gesellschaftskritik und lassen eine Auswahl unserer Beiträge des letzten Jahres noch einmal Revue passieren. Diese Sendung wird weiters ausgestrahlt auf: FREIRAD (Innsbruck) Do, 11. Jänner 2007, 12.00 Uhr Radio AGORA (Kärnten) Do, 11. Jänner 2007, 19.00 Uhr Radio HELSINKI (Graz) Sa, 13. Jänner 2007, 19.00 Uhr Radio FRO (Linz) So, 14. Jänner 2007, 11.00 Uhr ================================================ 05 Erstes Openhouse 2007 am 6. Januar in der AUF von AUF ================================================ wir wünschen allen Leserinnen ein politisch besseres 2007 und privat das Allerbeste und laden ein zum ersten Openhouse in der AUF, Kleeblattgasse 7, 1010 Wien am 6. Februar 2007 von 14:00 bis 19:00 Uhr • Reden, diskutieren, debattieren bei Kaffee und Kuchen • Alle AUF-Hefte sowie feministische Zeitschriften quer durch Europa kennenlernen und darin schmökern • Flohmarkt mit Büchern, Pflanzen, Sonstigem. • Verkauf von AUF-Büchern & Büchern und CD's befreundeter Kleinverlage bzw Autorinnen und • von 17:30 bis 18:30 Lesung Eva Geber Nächstes Openhouse Samstag den 3. Februar jeden ersten Samstag im Monat von 14:00 bis 19:00 Uhr "Eleganz und Stil sind der Revolution nicht abträglich" (Marietta Schneider) -- AUF EINE FRAUENZEITSCHRIFT & AUF INFO AUF Edition AUF Kultur Mit einem ABO (Österreich 19 Euro, EU 23 Euro) und/oder EINER Spende kann der AUF das Weiterbestehen ganz erheblich erleichtert werden: Konto AUF-Eine Frauenzeitschrift, Nr.10010 670 522, BLZ 14000 BAWAG, aus dem EU-Ausland: BIC BAWAATWW und IBAN AT69 14000 10010670522. Kontakt:Kleeblattgasse 7, A-1010Wien; T.+43/1/5339164, F.+43/720/554161 auf at auf-einefrauenzeitschrift.at, www.auf-einefrauenzeitschrift.at ================================================ 06 Nichts für uns. Alles für alle! 17.1.2007 von petja dimi ================================================ Nichts für uns. Alles für alle! Strategischer Universalismus und politische Zeichnung ============================================== Eröffnung 17. Januar 2007, 19 Uhr 18. Januar bis 2. März 2007 Galerie IG BILDENDE KUNST Gumpendorfer Straße 10-12 1060 Wien ============================================== KuratorInnen: Nora Sternfeld, Toledo i Dertschei Co-KuratorInnen: Jens Kastner (Bereich Zapatistas), Marty Huber und Erika Doucette (Bereich Queer), Beat Weber (Bereich Prekariat) Mit künstlerischen und theoretischen Beiträgen von: Bini Adamczak, Linda Bilda, Petja Dimitrova, FeMigra, [les.maus], Katharina Morawek und Erk Schilder, José Osorio, Recherchegruppe zu Schwarzer österreichischer Geschichte, Oliver Ressler, Sprengkomitee Bleiberecht für alle! (Ehe ohne Grenzen, VBKÖ-Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs, IG Bildende Kunst), Regina Wuzella, u.a. ============================================== Ausgehend vom zapatistischen Slogan "Alles für alle - für uns nichts!" fragt die Ausstellung nach Möglichkeiten eines "strategischen Universalismus" und damit nach der politischen Perspektive der Gleichheit. In Form von Informationswänden mit Reflexionen, Fotos und Dokumenten sowie mit künstlerischen Arbeiten und investigativen Videos findet eine Auseinandersetzung mit universalistischen (Identitätspolitik überschreitenden) Politiken und Perspektiven in gegenwärtigen aktivistischen Zusammenhängen statt. Schwerpunkte bilden dabei queere Positionen und Kämpfe, Strategien und Ansätze der Zapatistas und der Prekariatsbewegung. Drei Zeichnerinnen reagieren auf die Infoausstellung. Damit rückt die Zeichnung als politisches Medium mit der Möglichkeit der massenhaften Verbreitung, der Agitation und der Bildung in den Blick. Neben der Tradition der politischen Zeichnung in Zeitungen und auf Plakaten knüpft die Ausstellung auch an die Geschichte der öffentlichen Zeichnung/Malerei in Mexiko an - Wandmalereien in öffentlichen Gebäuden (Murales) als Form der Bildung für eine Gesellschaft mit hohem Analphabetismus und Zeichnungen auf den Holzhäusern zapatistischer Dörfer. ============================================== VERANSTALTUNGEN Mi., 24. Jänner, 19 Uhr KuratorInnenführung Mo., 29. Jänner, 19 Uhr Universalismus updaten. Kunst aufpolitisieren. Präsentation der (dritten) Publikation der Equal-Entwicklungspartnerschaft "work in process - Migrantische Selbstorganisation und Arbeit" mit Positionen, künstlerischen Praktiken und Utopien zu Kunst und Politik. Mi., 7. Februar, 19 Uhr Präsentation des Vienna Drawing Clubs Fr., 9. Februar, ab 18 Uhr und Sa. 10. Februar, ab 15 Uhr Strategischer Universalismus Gemeinsame Kämpfe. Politische Gleichheit. Mit Vorträgen und Diskussionsbeiträgen von: Boris Buden, Antonella Corsani, Natalie Deewan, Vlatka Frketi´c, Hakan Gürses, Marty Huber, Araba Evelyn Johnston-Arthur, Jens Kastner, Belinda Kazeem, Martin Krenn Konzept und Organisation: Therese Kaufmann, Daniela Koweindl, Nora Sternfeld In Kooperation mit dem eipcp/translate.eipcp.net Fr., 2. März 2007, ab 19 Uhr ALLES FÜR ALLE! Finissage und Release-Party des Bildpunkt - Zeitschrift der IG Bildende Kunst zum Thema ============================================== Galerie IG BILDENDE KUNST Gumpendorfer Straße 10-12 1060 Wien T ++43 5240909 M galerie at igbildendekunst.at www.igbildendekunst.at/allesfueralle ================================================ 07 4.1.:Mahnwache gg.Schwarzblauorange/3.1.:keine Kundgebung vor Innenministerium!! von "August Faschang" ================================================ Liebe Leute! ++++++++1) 4.1.:MAHNWACHE GEGEN SCHWARZBLAUORANGE ++++ Am Donnerstag (4.1.) findet von 20Uhr15-20Uhr30 die wöchentliche MAHNWACHE GEGEN SCHWARZBLAUORANGE am Ballhausplatz vor dem Bundeskanzleramt statt. Die schwarzorange Koalition regiert immer noch. Schwarzblauorange hat rechnerisch die Möglichkeit, gemeinsam auch wieder eine neue Regierung zu bilden. Schüssel hat zu Strache schon Kontakt aufgenommen.Und in Vorarlberg gibt es schon eine Koalition aus ÖVP und Strache-FPÖ. - Wir bleiben, bis sie wirklich gehen! Und danach sind wieder alle TeilnehmerInnen im Stammlokal in der Neustiftgasse willkommen! ++++++++2) 3.1.:AUSNAHMSWEISE KEINE MITTWOCHSKUNDGEBUNG VOR INNENMINISTERIUM (wegen Todesfall (Aorta) beim Abschiebepersonal) Weiterverbreitung erwünscht! ligrü Gustl ================================================ ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ 08 23C3: Bastel/ware gegen Fingerprint/scanner von "q/depesche" ================================================ q/depesche 2006-12-29T17:00:22 23C3: Bastel/ware gegen Fingerprint/scanner Magnetisches Farbpulver, Holzleim, Tixo, Wasserdampf, Gelatine, Sekundenkleber - das sind die Stoffe, mit denen man Fingerabdruck-Sensoren zu Leibe rückt. Erst dann kommen Hard/ und Software/sniffer oder Frequenzscanner an die Reihe. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- [...] "Alle Sensoren, die ich bislang in Händen gehalten habe, konnte man mit Attrappen überwinden", führte der Sicherheitstester am Mittwoch auf dem 23. Chaos Communication Congress in Berlin aus. Die Nachbildungen wiederum seien mit geschickten Händen unter Zuhilfenahme von Materialien im Wert von fünf Euro aus Baumarkt oder Bastelladen "in zwanzig Minuten zu bauen". [...] Die so genannten Latenzabdrücke - Fettspuren - lassen sich etwa von Gläsern häufig schon mit einem Streifen Tesa abnehmen. Ansonsten helfen magnetisches Farbpulver, Cyanacrylat-Sekundenkleber oder in der Profi-Variante das Auslesen der Fettschichten in einer Vakuumröhre weiter. Fingerabdrücke auf Papier wiederum können durch Aminosäure-Indikatoren oder mit Hilfe von Dampf einsatzbereit gemacht werden. Für Sensoren, über die man seinen Finger ziehen muss, habe sich zudem das Arbeiten mit Attrappen aus dünner Laserfolie als erfolgreich herauskristallisiert. Holzleim sei dabei ideal, um die Abdruckspuren festzuhalten. Früher hätte man dazu noch Gelatine auf Leiterplatten aufgebracht, geätzt und belichtet. Bei elektronischen Sensoren erhöhe zudem Graphitspray die Leitfähigkeit. "Am besten erhält man die Daten aber vom Sensor selbst", weiß starbug. Hier könne man mit Hard- oder Softwaresniffern ans Werk gehen oder die elektromagnetische Abstrahlung mit einem Frequenzscanner messen. Selbst wenn das System auf einen verschlüsselten oder verschleierten Datenverkehr setze, sei dies kein großes Problem. Der Schlüssel müsse schließlich irgendwo stecken, also entweder im Sensor oder in der biometrischen Applikation, sodass eine Dechiffrierung möglich werde. [...] Echte Hürden erwartet der Hacker erst von den Ankündigungen einzelner Hersteller, eine Schweißmessung in ihre Sensoren einzubauen. Da fällt ihm "spontan keine Gegenanwendung" ein. Angesichts der damit verbundenen steigenden Kosten geht starbug aber davon aus, dass nur Hochsicherheitsanwendungen aufgerüstet werden. Mehr davon http://www.heise.de/newsticker/meldung/83013 - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- relayed by Harkank - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Online Version: http://quintessenz.at/d/000100003776 quintessenz is powered by http://www.onstage.at subscribe/unsubscribe/digest http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe comments to depesche at quintessenz.org ================================================ 09 Prokop ist tot von Asyl in Not ================================================ Eine weniger. Was kommt danach? Die gute Meldung zum Jahresbeginn: Liese Prokop, Bundesministerin für Folter und Deportation, ist tot. Mit ihrem Namen wird für immer die Erinnerung an das Leid verzweifelter, vergebens schutzsuchender Menschen verbunden sein. Die Erinnerung an Menschen, die - in der Heimat verfolgt, der Folter und dem Tod entronnen - hier in Österreich neuerlich mißhandelt, gedemütigt, von ihren Familien getrennt, ins Gefängnis gesperrt, durch die Haft von neuem traumatisiert und abgeschoben wurden: An den 19jährigen Juscha, den Prokops Polizei vor den Augen seiner schwerkranken Eltern in Handschellen abführte. An die Frau, die - wahnsinnig vor Angst - nach Gugging gebracht werden musste, weil ihr Mann verhaftet worden war. An das 13jährige Mädchen, das einen Kollaps erlitt, als der Vater vor ihren Augen abgeführt wurde. Alles, wohlgemerkt: Menschen, die nichts Böses getan hatten, keine Kriminellen, sondern Flüchtlinge im Sinne der Konvention, nur leider nicht willkommen in Prokops Land. An Herrn A., der sich nachts schweißgebadet und schreiend in Albträumen wälzt; der sein neugeborenes Kind nur 5 Minuten am Gang sehen durfte; freigekämpft von Asyl in Not knapp vor dem Transporttermin. An Herrn T., für den jede Hilfe zu spät kam - abgeschoben nach Polen, weitergeschoben nach Russland, erschossen in Tschetschenien vor seinem Elternhaus. Die Erinnerung an Liebespaare, die durch Prokops Behörden auseinandergerissen wurden, an Frau Brichta, die noch immer in China darauf wartet, ob sie endlich zu ihrem Mann zurückkehren kann, und viele andere, die in ständiger Angst vor der Trennung leben, weil Frau Prokops Gesetz die Menschenrechte für „Fremde“ abgeschafft hat. Frau Prokop war eine Schreibtischtäterin, wie es viele gab in der grausamen Geschichte dieses Landes: völlig abgestumpft, gleichgültig gegen die Folgen ihrer Gesetze und Erlässe, ein willfähriges Werkzeug einer rassistisch verseuchten Beamtenschaft. Kein anständiger Mensch weint ihr eine Träne nach. Aber - was kommt danach? Eine große Koalition, die das herrschende Unrecht mit Verfassungsmehrheit einbetoniert? Oder ein neu aufgelegter Block der rechten Deportationsparteien, eine austrofaschistisch-nationalsozialistische Koalition? Daß ausgerechnet Schüssel, der Wegbereiter der Haiderei, Prokops Geschäfte weiterführt, läßt nichts Gutes hoffen für dieses Land. Oder hat endlich jemand den Mut, den Knoten zu durchschneiden, die unsagbar jämmerlichen Verhandlungsspielchen zu beenden und eine Reformregierung zu bilden, wie es dem Wahlergebnis entspricht? Die Regierung Schüssel-Haider ist nämlich abgewählt. Die Menschen wollten sie nicht mehr. Wir NGOs wollen nicht, dass an ihre Stelle eine „stabile“ Regierung mit „breiter Mehrheit“ tritt, oder wie alle diese Phrasen heißen. Sondern wir wollen, dass das Unrecht gesühnt wird. Daß ein neuer Minister die schlimmsten Folgen der Prokopzeit rasch - und das heißt: per Verordnung, mit einem Federstrich - saniert. Dafür kämpfen wir im neuen Jahr. Österreich muß wieder Asylland werden. Die Menschenrechte müssen wieder gelten in diesem Land! Michael Genner Obmann von Asyl in Not Währingerstraße 59 1090 Wien Tel.: 408 42 10-15, 0676 - 63 64 371 www.asyl-in-not.org Spendenkonto: Asyl in Not, P.S.K., Kontonummer 92.034.400 Spendenshop: Ihr Online-Einkauf für Asyl in Not. http://asyl.spendenshop.at/ ================================================ 10 Schönborn und die Caritas reden sich die verblichene Prokop schön von "FrauenLesben fuer das Selbstbestimmungsrecht der Frau" ================================================ Untiger Leidensartikel liest sich wie ein Vollkontrast-Programm zu Michael Genners/Asyl in Nots Statement zum Tod der Liese Prokop. Er beschreibt ausführlich, für wie viel Leid diese Frau verantwortlich ist, bishin zur Ermordung von Zurückgeschobenen Menschen - deren Ermordung absehbar war - zumal Behörden wie das Innenministerium wohl weit besser als jedeR normale StaatsbürgerIn bescheid wissen, in welche Gefahr sie die zu Schützenden deportieren. Genauer könnte wohl gar nicht beschrieben werden, wovor wir uns in diesem Land zu fürchten haben: Hier wird von einem hohen Kleriker inklusive der Caritas (die im "Flüchtlingssektor" sicher eine große Rolle spielt) einer Frau und Politikerin nachgetrauert, die sich beinhart wie andre SchreibtischtäterInnen ohne Genierer auf die Seite der Machttragenden, ja Diktierenden gestellt hat. Für ein Polizeiopfer, welches von Beamten dieser "Republik" spitalsreif geprügelt wurde, hatte sie nur öffentliche Denunziation und Vorverurteilung parat - keine Silbe von Entschuldigung für die Täter in ihrer Polizei, als sei es völlig normal, dass Polizeiwillkür und Brutalität für Schwarze bereits an der Tagesordnung zu sein scheint. Der Hoch"würden" Kardinal ist ja in Wahrheit auch auf der hardlinerischen, "konservativen" Seite: egal ob es um reproduktive Rechte von Frauen geht oder um die sogenannte "Grundsicherung" für Menschen, die keinen Lohnjob finden können - immer legt er sich mit den Rückschrittlichen in diesem Land ins Bett. Das passt zur katholischen Kirche, die eine Renaissance des Fundamentalismus präsentiert, dass sich die Balken einer freien Gesellschaft nur so biegen. Schönborn mit seiner post mortem Laudatio auf eine Täterin ist ein Proponent des österreichischen Intrigantenstadels. Weltklasse hat er keine, aber jede Menge an Feigheit. Diese Typen passen zur unverfrorenen Verdrängung in diesem Land. Die führt dort hin, wo diese 2. Republik herkommt: in faschistoid bis offen faschistische Zustände. In Spaltung und Aufstandsbekämpfung, "Privatisierung" von gesellschaftlichen Problemen und Missständen. Wehren wir uns gemeinsam gegen diese Art von politisch Tätigen samt ihrer Propaganda und die von ihnen gemeinsam mit den Medien fabrizierte Volksverblödung, gegen ihre Kaltschnäuzigkeit und ihre Erpressungen. Wir wollen eine andre Welt - auch in Österreich - und wir werden sie schaffen! Kurier Artikel vom 1.1.2007: Schönborn plant Gedenkgottesdienst "Innenressort ein menschliches und verantwortungsvolles Antlitz" gegeben, so der Kardinal. KURIER/Loebell "Österreich hat vielfachen Anlass, der verstorbenen Ministerin mit großer Dankbarkeit zu gedenken", sagte Schönborn. Kardinal Christoph Schönborn gedachte am Neujahrstag im Gebet der verstorbenen Innenministerin und kündigte an, dass er im Wiener Stephansdom einen Gedenkgottesdienst für Liese Prokop zelebrieren wird. Der Termin steht noch nicht fest. Schönborn würdigte in der "Kathpress" das "menschliche und christliche Engagement" der verstorbenen Innenministerin. Seine tiefe Anteilnahme gelte der Familie, der Bundesregierung, dem Land Niederösterreich und der Sportunion, betonte der Wiener Erzbischof. "Österreich hat vielfachen Anlass, der verstorbenen Ministerin mit großer Dankbarkeit zu gedenken", sagte Schönborn. In besonderer Weise sei es ihr gelungen, dem Innenressort ein "menschliches und verantwortungsvolles Antlitz zu geben". In Niederösterreich habe Liese Prokop als Landesrätin viel zur Mitmenschlichkeit und zur Überwindung sozialer Nöte beigetragen. Sowohl als Landespolitikerin wie als Innenministerin habe Liese Prokop auf jede Bitte um Hilfe für verzweifelte Menschen in schwierigen Situationen "sofort reagiert", so Schönborn. Landau: "Große Betroffenheit" Auch der Wiener Caritasdirektor Michael Landau, der sich derzeit im Heiligen Land aufhält, betonte seine "große Betroffenheit" über den plötzlichen Tod der Innenministerin. Er habe Liese Prokop immer als "sozial sensible und menschlich engagierte" Politikerin erlebt, so Landau im Gespräch mit "Kathpress". Artikel vom 01.01.2007, 14:54 | apa | bib -- FrauenLesben für das Selbstbestimmungsrecht der Frau mailto: Selbstbestimmungsrechtderfrau at gmx.net ---- detaillierte Informationen zur Abtreibung und den Methoden der radikalen Abtreibungsgegnerschaft auf http://www.die-abtreibung.at.tf ================================================ 11 HOSI Wien: Prokops Wirken hatte auch viele Schattenseiten ================================================ Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 2. Jänner 2007 HOSI Wien: Prokops Wirken hatte auch viele Schattenseiten "Wiewohl der Tod eines jeden Menschen ein trauriges Ereignis darstellt, finden wir die jetzt quer durch alle Parteien so einmütig geäußerten positiven Würdigungen nach dem Ableben von Innenministerin Liese Prokop übertrieben und sachlich keineswegs gerechtfertigt", erklärt Bettina Nemeth, Obfrau der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien. "Bei allem Verständnis für die Betroffenheit angesichts ihres Todes darf nicht in Vergessenheit geraten, dass der Name Prokop für eine menschenverachtende Verschärfung des Asyl- und Fremdenrechts steht. Das unter ihrer Federführung entstandene und im Juli 2005 verabschiedete Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz (NAG) brachte etwa noch nie dagewesene Verschlechterungen für ÖsterreicherInnen mit EhepartnerInnen aus Nicht-EWR-Ländern. Davon hat die Initiative 'Ehe ohne Grenzen', der sich auch die HOSI Wien von Anfang an angeschlossen hat, seither regelmäßig auf ihren Demonstrationen vor dem Innenministerium ein Lied singen müssen." Lesben und Schwule in die Emigration gezwungen "Zahlreiche österreichische Lesben und Schwule wurden durch Prokops Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz in die Emigration gezwungen, weil es durch das NAG praktisch unmöglich geworden ist, mit dem/der gleichgeschlechtlichen Partner/in aus einem Nicht-EWR-Land in Österreich zusammenzuleben, da diese/r keine Chance auf eine Arbeitserlaubnis hat", ergänzt HOSI-Wien-Generalsekretär Kurt Krickler. "Vielen dieser binationalen gleichgeschlechtlichen Paare blieb daher nur der Ausweg, Österreich zu verlassen und im Ausland zusammenzuleben. Auch der Umstand, dass im Ausland geschlossene gleichgeschlechtliche Ehen in Österreich nicht automatisch anerkannt werden, hat sowohl für die betroffenen ÖsterreicherInnen als auch NichtösterreicherInnen höchst negative Konsequenzen, wie der Fall Lon Williams gezeigt hat, der vor zwei Jahren Schlagzeilen machte (www.hosiwien.at/?p=434; www.hosiwien.at/?p=463). Bei aller Trauer über den Tod Prokops sind wir es den Leidtragenden ihrer Politik schuldig, dass über die vielen Schattenseiten ihres Wirkens jetzt nicht einfach gnädig der Mantel des Schweigens gebreitet wird." Rasche Reparatur durch Regierung Gusenbauer gefordert "Prokops Nachfolger/in in der Regierung Gusenbauer muss daher für eine entsprechende Kurskorrektur im Innenministerium und Reparatur des NAG sorgen. Diese unmenschlichen und viel Leid verursachenden Bestimmungen müssen raschest wieder aus dem Niederlassungs- und Aufenthaltsrecht beseitigt werden", fordert HOSI-Wien-Obmann Christian Högl abschließend. Rückfragehinweis: Bettina Nemeth, Obfrau: Tel. 0699-11965265 Christian Högl, Obmann: Tel. 0699-11811038 Kurt Krickler, Generalsekretär: Tel. (01) 5451310 oder 0664-5767466 office at hosiwien.at, www.hosiwien.at ZVR-Nr.: 5245 34 408 ================================================ 12 ASt - Solidarität mit der MLKP! von ASt-LFI ================================================ Solidarität mit der MLKP! (aus: Red Newsletter Nr. 250; Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 1. Jänner 2007, www.arbeiterInnenstandpunkt.net) Seit September sieht sich die „Marxistische Leninistische Kommunistische Partei Türkei/Nordkurdistan“ (MLKP) einer massiven Verfolgung durch den türkischen Staat ausgesetzt. Dutzende AktivistInnen befinden sich seitdem im Gefängnis und warten auf den Prozeß. Die GenossInnen werden vom türkischen Staat wegen ihrer Rolle im Widerstandskampf gegen die bürgerliche Herrschaft verfolgt. Deswegen gilt ihnen unsere uneingeschränkte Solidarität ungeachtet unserer Meinungsverschiedenheiten mit den GenossInnen, die aus einer stalinistischen Tradition kommen. Im folgenden veröffentlichen wir einen Solidaritätsaufruf der Kampagne „Wir wollen Freiheit“. Auf unserer Homepage www.arbeiterInnenstandpunkt.net findet ihr weiters ein ausführliches Dossier zu der Repression durch den türkischen Staat. Ausführliche Informationen finden sich auf der Solidaritätshomepage www.wewantfreedom.org. * * * * * Stoppen wir den Staatsterror in der Türkei! Freiheit für die 10. September-Gefangenen! Während die Türkei behauptet, sie würde demokratisch werden, wendet sie gleichzeitig im ganzen Land einen offenen Staatsterror an. Die demokratischen Einrichtungen werden angegriffen, ihre Mitarbeiter verhaftet, die Demonstrationen und Kundgebungen werden angegriffen und in ein Blutbad verwandelt, sogar Kinder werden auf offener Straße erschossen. Die Zahl der Menschen, die sich an den Menschenrechtsverein IHD wenden, weil sie gefoltert wurden, steigt weiterhin. Die Situation gleicht der Zeit der faschistischen Militärjunta und des Ausnahmezustandes. Nach der Einführung des neuen Antiterrorgesetzes, im Juni 2006, das von der demokratischen Öffentlichkeit als Antigesellschaftsgesetz bezeichnet wird und das trotz Appellen und Protesten von demokratischen Massenorganisationen, Menschenrechtlern, Intellektuellen, Gewerkschaftern, Arbeiter und Werktätigen eingeführt wurde, haben die Angriffe auf demokratische Rechte und Einrichtungen um den 10. September stark zugenommen. Vom 8. bis 12. September wurden in verschiedenen Städten der Türkei viele Wohnungen gestürmt, von denen aus den Wohnungen und auf der Straße Festgenommenen wurden 23 Journalisten, Schriftsteller und als Sozialisten bekannten Oppositionelle inhaftiert. Am 21. September wurde das zentrale Büro der Zeitung Atilim (www.atilim.org) in Istanbul und sämtliche Filialen auch in anderen Städten der Türkei sowie die Günes Agentur von Spezialeinheiten durchsucht. Außerdem wurden die Büros der Arbeiterzeitschrift Dayanisma, der Radiosender Özgür Radyo (www.ozgurradyo.com), die Wissenschafts-, Ästhetik-, Bildungs-, Kultur- und Forschungsstiftung (BEKSAV) (www.beksav.org), die Büros der Zeitschrift Sanat ve Hayat (Kunst und Leben), der Sozialistischen Plattform der Unterdrückten (ESP) in Istanbul-Taksim und die Büros in allen anderen Städten, mehrere Vereine in den Wohnvierteln der Werktätigen, sämtliche Filialen des Vereins Werktätiger Frauen (EKD), die Hauptstelle und alle Zweigstellen der Gewerkschaft Tekstil-Sen, die Gewerkschaft Limter-Is, Mitglied der Konföderation Revolutionärer Arbeitergewerkschaften (DISK), die Räume der Föderation der Sozialistischen Jugendvereine und die Mitgliedsvereine in allen Städten sowie zahlreiche Wohnungen durchsucht. Infolge der Razzien wurden etwa 130 Journalisten, Radiomitarbeiter, Frauenaktivistinnen und Jugendaktivisten festgenommen. Von diesen Festgenommenen wurden 45 Personen inhaftiert. Somit stieg die Gesamtzahl der im Rahmen dieses Angriffs inhaftierten Personen auf 68. Die Anzahl der in der Türkei und Nordkurdistan inhaftierten Journalisten erhöhte sich auf 25. Da die Akte, die als Vorwand für den Angriff angegeben wird, vom Gericht mit einem sechsmonatigen Geheimhaltungsbeschluss belegt wurde, wissen weder die Inhaftierten, noch die durchsuchten Einrichtungen, die Rechtsanwälte oder die Öffentlichkeit, was darin steht. Mit diesem Angriff wird versucht, die sozialistische und oppositionelle Presse zum Schweigen zu bringen, die Stimme der für ihre Rechte kämpfenden Gewerkschafter, der Arbeiter, Werktätigen, Jugendlichen und Frauen zum Verstummen zu bringen. Der türkische Staat hat mit dem neuen Antiterrorgesetz der ganzen Bevölkerung den Krieg erklärt und sich in den Einrichtungen, Wohnungen und auf den Straßen auf Menschenjagd begeben. Er tritt die Pressefreiheit, die Aktionsfreiheit und die Freiheit der Organisation mit Füßen und sperrt die Journalisten und Schriftsteller ins Gefängnis. Er antwortet mit Gewalt auf den Aufruf der kurdischen Nation für Freiheit und Frieden. Um die Solidarität mit den angegriffenen demokratischen Organisationen und inhaftierten Personen aus der Türkei und Nordkurdistan zu stärken, rufen wir alle demokratischen Organisationen und Einzelpersonen aus aller Welt dazu auf, sich mit ihnen zu solidarisieren und die Kampagne „Wir wollen Freiheit“ zu unterstützen. Wir rufen Sie dazu auf, gegen die antidemokratischen Maßnahmen des türkischen Staates zu protestieren, die sofortige Freilassung der Inhaftierten zu fordern und sich an den Delegationen zu beteiligen, die als Prozessbeobachter in die Türkei fahren werden. Kampagne „Wir wollen Freiheit“ ================================================ ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht berücksichtigt) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: do, 21.00 Uhr Nicht enthalten: Doubletten, Attachmentbeiträge nicht WR Beiträge nach wie vor aktuell: DER WIDERSTANDS-MUND SUCHT WEITERHIN DRINGEND LEUTE, DIE 1 X DIE WOCHE EINE AUSGABE ZUSAMMENSTELLEN WOLLEN III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Fri Jan 5 22:17:48 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Fri, 5 Jan 2007 22:17:48 +0100 Subject: widerst@nd! - MUND: Samstag, 6.1.2007 Message-ID: <20070105211747.GA21527@brandl.telekabel.at> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! Samstag, 06.01.2007 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 8.1.: Pressekonferenz Gastinger & Graupner "Rechtskomitee LAMBDA (RKL)" ================================================== 02 8.1.: kanalB Schikaneder Termin "Flo (kanalB)" ================================================== 03 PROTESTSONGCONTEST 2007 "PRESSE RABENHOF" ================================================== 04 Ab 10.1.: Okto :: Wien wird Berlin! Ute Springer ================================================== 05 11.1.: Filmpremiere "Das Biershampoo" hermann at liberda.at ================================================== 06 das que[e]r im Jaenner Rosa Antifa Wien ================================================== 07 19.2. Uraufführung SCHWINDLIG/Heli Deinboek GAMUEKL ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 08 STUDIENGEBÜHREN "ursula napravnik" ================================================== 09 GLB/Lehrlinge/Kündigungsschutz/Berufsausbildung "Furtlehner Leo" ================================================== 10 PA: Keine politische Willkür bei Medienförderung! Veronika Leiner ================================================== 11 AT: Sankt Message Service: Kirchenb/eitrags/grüße zum neuen Jahr "q/depesche" ================================================== 12 RKL-Forderung an KoalitionsverhandlerInnen "Rechtskomitee LAMBDA (RKL)" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< DISKUSSION ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 13 Prokop (Stellungnahme von Volker Kier, Ehrenobmann von Asyl in Not) Asyl in Not ================================================== 14 Schadenfreude über Prokop als Selbstbeschädigung Alexandra Bader ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 15 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================== 16 6.1.: Pressekonferenz in Dessau / updated Pogramm in online "The VOICE Refugee Forum" ================================================== 17 Who do YOU know in New Jersey? "Abraham J. Bonowitz" ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 8.1.: Pressekonferenz Gastinger & Graupner "Rechtskomitee LAMBDA (RKL)" ================================================== AVISO Pressekonferenz mit Justizministerin Gastinger und Dr. Helmut Graupner "1. Rehabilitierung der Opfer der anti-homosexuellen Sonderstrafgesetze, 2. moderne Rechtsstrukturen für Familien und Partnerschaften" Das Justizministerium lädt herzlich ein zur Pressekonferenz mit Justizministerin Mag. Karin Gastinger und Rechtsanwalt Dr. Helmut Graupner (Rechtskomitee LAMBDA, Österreichische Gesellschaft für Sexualforschung) Themen: Begnadigung der Opfer der anti-homosexuellen Sonderstrafgesetze, Staatliches Partnerschaftsmodell für gleichgeschlechtliche Beziehungen, Patchworkfamilien, Bilanz gemeinsame Obsorge Ort: Bundesministerium für Justiz, Neustiftgasse 2, 1070 Wien Datum: Montag 8.1.2007 Zeit: 11.00 Uhr Rückfragehinweis: 1. Bundesministerium für Justiz Christoph Pöchinger Pressesprecher Museumstraße 7, 1070 Wien Tel.: (++43-1) 52 1 52-2173 2. Rechtskomitee LAMBDA Tel.: (++43-1) 8763061, 0676/3094737 www.RKLambda.at ================================================== 02 8.1.: kanalB Schikaneder Termin "Flo (kanalB)" ================================================== hallo, diesmal am montag, 08.01.2007, ab 19:00 offenes treffen, 20:00-21:00 filmvorführung. gezeigt wird die ausgabe: nr_25: best of kanalB (http://austria.kanalb.org/edition.php?clipId=63) Wien, Schikaneder Kino, http://www.schikaneder.at/ -- lg, flo ---------------------------- pgpkey: http://kanalB.at/flo_kanalB.asc fingerprint: 63F7 0F87 D8BD B54F 0C88 98BD 1592 D17B D246 4A5D ================================================== 03 PROTESTSONGCONTEST 2007 "PRESSE RABENHOF" ================================================== Der Countdown läuft, der PROTESTSONGCONTEST 07 naht mit Riesenschritten: LETZTE EINSENDUNGEN AN: FM4 / Salon Helga, 1136 Wien Kennwort: "Protestsongcontest 07" EINSENDESCHLUSS: Mo., 8. Jänner 2007 (Poststempel) VORAUSSCHEIDUNG: Sa., 27. Jänner 2007 (19.00 Uhr) Öffentliches Hearing im Haus der Begegnung Rudolfsheim: A-1150 Wien; Schwendergasse 41 DETAILINFOS UNTER http://www.protestsongcontest.at FINALE: 12. Februar 2007 Beginn: 20.00 Uhr RABENHOF THEATER A-1030 Wien; Rabengasse 3 Kartenreservierungs-Hotline: Tel. 01/712 82 82 Infos + Online-Reservierung unter: http://www.rabenhof.at Eintritt: 15,-- _______________________________________________ Widerstand mailing list Widerstand at no-racism.net http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/widerstand ================================================== 04 Ab 10.1.: Okto :: Wien wird Berlin! Ute Springer ================================================== Wien wird Berlin Zumindest ab 10.1.2007 immer Mittwochs auf Okto ab 22:05 Uhr. Neustart der Berliner Kultserie Berlin Bohème! Soap ist nicht gleich Soap Okto startet wieder ab 10.1.2007 mit der ersten Staffel der Kultsoap Berlin Bohème. Herzschmerz, Lust und Frust gibt es in der Serie wie in jeder anderen Soap auch. Im Unterschied zur Lindenstraße oder Marienhof geht es in Berlin Bohéme aber ausschließlich um das Leben, Lieben und Leiden von Schwulen und Lesben. Dreh- und Angelpunkt der Berlin Bohème-Familie ist ein Atelier, das von FotografInnen und FilmemacherInnen genutzt wird. Intrigen, Streit, Konkurrenzkämpfe, Affären und vieles mehr sind vorprogrammiert. "Dallas, Denver Clan, Falcon Crest. Ich habe alles geguckt. Fünfzehn Stunden am Tag", bekennt der Berliner Seifenopernlibrettist Andreas Weiß, der zuerst Theaterstücke zum Thema Coming Out und später verschiedene Soaps dazu geschrieben und produziert hat. Dem 1968 geborenen Autor ist es vor allem wichtig, ein Gegenbild zu den herkömmlichen Schwulen- und Lesbenklischées zu entwerfen, dabei aber die Gestaltungselemente einer Soap zu nutzen. So dominieren nicht gutaussehende und gutverdienende Glückspilze die Bildfläche, sondern Menschen mit einem Alltag wie ihn die meisten (er)leben. Eine Serie, die eine bunte Berliner Szene witzig und ernst abbildet, ohne das Augenzwinkern zu vergessen. Vorsicht Soap mit Suchtfaktor! --- Okto Community TV-GmbH Missindorfstraße 21 | Objekt 12 | 2. OG 1140 Wien, Österreich www.okto.tv Mag.a Ute Springer us at okto.tv T +43 1 786 2442-16 F +43 1 786 2442 - 4 ================================================== 05 11.1.: Filmpremiere "Das Biershampoo" hermann at liberda.at ================================================== Es ist soweit! Der neue Film von Hermann und Hermann ist fertiggestellt und bereit für seinen Siegeszug rund um die Welt! "Das Biershampoo oder Die Wahrheit über die Welt. Ein Rückblick." ist der erste abendfüllende Spielfilm von Stefan Fent und Mathias Lenz und feiert am 11. 1. 2007 um 22 Uhr seine Premiere im Schikaneder in Wien. Alles weitere und natürlich noch viel mehr auf: http://wp1063731.wp098.webpack.hosteurope.de/hermann-hermann.htm Über Euer Kommen freuen sich Mathias Lenz und Stefan Fent. ================================================== 06 das que[e]r im Jaenner Rosa Antifa Wien ================================================== Hallo liebe Leute! Nach einer kurzen Winterpause geht es ab kommender Woche wieder weiter mit dem que[e]r, hier das dazu passende Programm! Viel Spass und bis bald eure que[e]rlis +++ Gilt fuer alle Veranstaltungen: Ort: que[e]r. Wipplingerstrasse 23, 1010 Wien (vor dem Haus die Treppe hinunter) Veranstaltungsbeginn: 20 Uhr, geoeffnet von 18:30-24:00 Uhr Der Eintritt ist immer kostenlos!!! +++ Mittwoch 10. Jaenner: Bedingungsloses Grundeinkommen jetzt! Es ist hoch an der Zeit, zumindest das Existenzgeld vom Zwang zur Arbeit zu entkoppeln. Die Diskussion um die Forderung nach einem Grundeinkommen wird in den letzten Jahren wieder intensiver gefuehrt - und auch innerhalb unserer Zusammenhaenge: Ist das Grundeinkommen ein neoliberales Projekt a la Milton Friedman, handelt es sich um eine AussteigerInnen- und Arbeitslosenpraemie, foerdert das Grundeinkommen den Abbau des Sozialstaates, draengt das Grundeinkommen die Frauen zurueck zum Herd, nuetzt das Konzept des Grundeinkommens - auch wenn seine Verwirklichung nicht in Sicht ist - in der alltaeglichen politischen Auseinandersetzung? Zu diesen und anderen Fragen rund um ein Grundeinkommen gibt es: Vortrag und Diskussion mit Karl Reitter http://www.grundeinkommen.at http://www.grundeinkommen.info http://homepage.univie.ac.at/karl.reitter +++ Mittwoch 17. Jaenner: Kuschelkino - Filmabend zum "deutschen Charakter" Wir zeigen einen Film aus den 50er Jahren, der in der ganzen Welt hohe Anerkennung erhielt. Lediglich in der Bundesrepublik Deutschland wurde er fuer 6 Jahre verboten und kam auch spaeter nur in einer um 12 Minuten gekuerzten Version ins Kino, da man den Film als Angriff auf die Bundesrepublik betrachtete, in der viele KritikerInnen Ansaetze eines erneuten Untertanenstaates sahen. Die Hauptfigur hat als Prototyp des "deutschen Charakters" nach dem Motto "nach oben buckeln und nach unten treten" nichts an Aktualitaet eingebuesst. +++ Mittwoch 24. Jaenner: Menschenrechte der Frau in der Tuerkei Die Tuerkei wird dank der kemalistischen Reformen gern als Musterland fuer Frauenrechte im nahen Osten praesentiert. Die "egalitaeren" tuerkischen Gesetze waren jedoch vor den Reformen bis ins letzte Jahr hinein im Zuge der EU-Beitrittsverhandlungen problematischer als weithin angenommen. So wurde u.a. Vergewaltigung einer Jungfrau strenger betraft und die Strafe bei nachfolgender "Wiedergutmachungsheirat" des Opfers sogar gaenzlich ausgesetzt; der Ehemann war nach Zivilrecht Oberhaupt der Ehe und alleiniger Entscheidungstraeger, die eheliche Gemeinschaft und die Kinder betreffend. Doch auch die positiven und umfangreichen Gesetzesreformen weisen aus menschenrechtlicher Sicht gravierende Mankos auf, insbesondere was die Bereitschaft des Staates und seine VertreterInnen, Frauen im Privat- und Familienleben vor Verletzung ihrer Menschenrechte effektiv zu schuetzen, angeht. Buchpraesentation mit der Autorin Christina Keinert +++ Mittwoch 31. Jaenner: AUFbrueche - Buchpraesentation und Lesung Die Textsammlung "AUFbrueche - Feministische Portraets und Lebensbilder" umfasst literarische und journalistische Portraets und Lebensberichte, die in der "AUF - Eine Frauenzeitschrift" in drei Jahrzehnten erschienen sind. Die Texte und Geschichten von und ueber Frauen erzaehlen von Bruechen und Aufbruechen. Vom Scheitern und vom Wiederversuchen, vom sich Aufraffen und vom Aufbegehren. Es gibt kein richtiges Leben im falschen, aber ein bisschen richtiges Leben findet sich doch. Praesentation, Lesung und Diskussion mit Herausgeberinnen und Autorinnen. http://auf-einefrauenzeitschrift.at http://mandelbaum.at -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# ================================================== 07 19.2. Uraufführung SCHWINDLIG/Heli Deinboek GAMUEKL ================================================== Am 19. Februar 2007 (19.30h) erlebt Heli Deinboeks erstes Theaterstück (Regie: Hubsi Kramar) im 3raum-anatomietheater/Wien seine Uraufführung: "SCHWINDLIG oder DIE LUST AUF MICH POSSE MIT GESANG von und mit HELI DEINBOEK Es spielen: Heli DEINBOEK, Sonja PENZ, Eva SCHUSTER, Hubsi KRAMAR, Sascha TSCHEIK Regie: Hubsi KRAMAR Kostüme: Caterina CZEPEK Musik: Paul RESCHENHOFER Eine Produktion von: TAT t.atr Theater SHOWinisten URAUFFÜHRUNG: 19. Februar 2007 Weitere Vorstellungen: 21. - 24. Februar 2007 1. - 31. März 2007 (jeweils Mi. - Sa., Beginn: 19.30 Uhr) 3raum-anatomietheater A-1030 Wien; Beatrixgasse 11 Information und Karten : http://www.3raum.or.at Tel. 0650/32 33 377 Eintritt: 12,-- / 18,-- ZUM STÜCK: Als "schwindlig" (genauer: als "Schwindlicher") gilt in Wien jeder, der die raue Wirklichkeit am Würstelstand mit seinen ehrgeizigen Lebensplänen verwechselt. Mit diesem nebelhaften Verhängnis befasst sich auch Heli Deinboeks Posse, die nun unter der Regie von Hubsi Kramar im 3raum-anatomietheater Ihre Uraufführung erlebt. Schwindlig, ein Magier mit reichlich turbulenter Vergangenheit, hat sich in den - seines Erachtens wohlverdienten - Ruhestand in die Wiener Bronx zurückgezogen. Als Besitzer eines unscheinbaren Caféhauses in Wien-Rudolfsheim glaubt er, von der Welt und ihren Irrungen und Verwirrungen nun endlich nichts mehr wissen zu müssen - bis ihn vier wahrhaft "Schwindlige" aus seinem jahrelangen Dornröschenschlaf reißen. Auf fanatischer Suche nach Glück und Erleuchtung versuchen sie, den menschenmüden Hexer für die Wiederaufnahme seiner einst so berühmten Seminar-Dienstleistung zu gewinnen. Was im Hoffnungsschimmer auf Wissen und Weisheit beginnt, endet für die vier Hungernden leider nicht ganz so paradiesisch. Denn wer ausgerechnet in sich selbst das göttliche Licht sucht, den wird in seinen untersten Schubladen zuerst ein ziemlich böser Schwindel heimsuchen HELI DEINBOEK Jahrgang 1955, ist mit seinem nicht weniger schwindelerregenden Lebenslauf der prädestinierte Autor und Hauptdarsteller seines ersten Theaterstückes. Sozialarbeiter, Texter, Musikanimateur, seit 1980 satirischer Liedermacher, Autor, Bluesgitarrist, Frontman zahlreichen Solo-, Duo- und Bandprogramme, Träger des Nestroyringes der Stadt Wien 1992, bisher 16 eigene Tonträger, mit Randy Newmans "Meier" und "Toy Story" dem Durchbruch zum Austropop-Olymp knapp entronnen. Jetzt von Hubsi Kramar auch als atemberaubend schräger nestroyanischer Gegenwarts-Autor "mobilisiert" und gewürdigt. ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 08 STUDIENGEBÜHREN "ursula napravnik" ================================================== STUDIENGEBÜHREN MÜSSEN FALLEN http://www.oeh.ac.at/oeh Bitte um Unterstützung des Protestes der ÖH gegen die Studiengebühren , es gibt auch seitens der BetriebsrätInnen im AKH (IMUNUG)die Unterstützung der ÖH. Ich habe an Alfred Gusenbauer gemailt. Ich musste als Alleinerzieherin mein Studium Politikwissenschaft und Frauenforschung nach Einführung der Studiengebühren aufgeben. Da eine soziale Benachteiligung als Alleinerziehende , Arbeiterin und Frau gegeben war. Ich möchte sie abermals erinnern 1., an ihr Wahlversprechen 2., ihre seinerzeitige konsumierte "Bummelstudienzeit". 3. eine Benachteiligung aus vieler Minderheiten bestehenden Menschen, 4., an die Umverteilung der Erbschaftssteuer der Reichen und Abschaffung der Studiengebühren -eintretender Politiker. Falls sie es doch vorziehen die Studiengebühren (durch ein Knielecken an Schüssel) - nicht abzuschaffen , wünsche ich Ihnen: eine unterirdische Angelobung, tägliche Demonstrationen, Schlafraub von den vielen sozial benachteiligten Menschen und vieles mehr. WIDERSTAND Ursula Napravnik ehem. Besetzerin der Botschaft der besorgten BürgerInnen 1010 Ballhausplatz 1, Organisatorin der Jahresdemonstrationen gegen schwarz/blau TRETET EIN GEGEN DIE STUDIENGEBÜHREN UN SONSTIGE "SCHWEINEREIN" ================================================== 09 GLB/Lehrlinge/Kündigungsschutz/Berufsausbildung "Furtlehner Leo" ================================================== Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110 Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 - Mail office at glb.at - Web www.glb.at - Ausgabe vom 4. Jänner 2007 Will rotschwarze Koalition der Jugend Ausbildungsperspektive rauben? GLB lehnt Verschlechterung des Kündigungsschutzes für Lehrlinge ab Zum Freiwild der Unternehmer machen will die künftige Regierung in trauter Eintracht mit den Sozialpartnern offensichtlich die Jugend mit der geplanten Verschlechterung des Kündigungsschutzes für Lehrlinge, kritisiert die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB): "Es ist ein Irrglaube von einer Lockerung des Kündigungsschutzes eine Lösung der Misere der Berufsausbildung und der Jugendarbeitslosigkeit zu erwarten", kritisiert GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger. Völlig unverständlich ist die Zustimmung der Gewerkschaften zu diesem Anschlag auf eine gesicherte Ausbildung. Derzeit dürfen Lehrverhältnisse nur während der dreimonatigen Probezeit oder bei schwerwiegenden Verfehlungen wie etwa Diebstahl gelöst werden. Künftig soll eine Kündigung mit Jahresende des ersten bzw. zweiten Lehrjahres möglich sein. Nach der Verlängerung der Arbeitszeit für Lehrlinge im Gastgewerbe von 22 auf 23 Uhr, Verkürzung der Behaltefrist nach Lehrabschluss von vier auf drei Monate und Verlängerung der Probezeit für von zwei auf drei Monate durch die schwarzblaue Regierung im Jahre 2000 will nun die künftige rotschwarze Regierung eine weitere Verschlechterung. Quasi als Prämie für diese Verschlechterung - über welche auch ein "Auffangnetz" für gekündigte Lehrlinge zum Abschluss der Ausbildung in Kursen etc. nicht hinwegtäuschen kann - wird der "Blum-Bonus" in Form einer Förderung der Lehrlingsausbildung aus Steuergeldern verlängert. Seit 1. September 2005 erhalten Betriebe für jeden zusätzlichen Lehrling im ersten Lehrjahr monatlich 400 Euro, im zweiten 200 Euro und im dritten 100 Euro. Der Mangel an geeigneten Lehrstellen und eine steigende Jugendarbeitslosigkeit bedeutet das zunehmende Fehlen einer beruflichen und damit auch Lebensperspektive für immer mehr Jugendliche. Die Unternehmer fordern zwar hochqualifizierte Fachkräfte, sind aber immer weniger bereit dafür auch zu investieren. Bis Ende der 80er Jahre bildeten die großen Lehrwerkstätten der Verstaatlichten und anderer im öffentlichen Eigentum stehenden Unternehmen (Voest, Chemie, Lenzing, AMAG, Steyr-Daimler-Puch AG, ÖBB usw.) weit über ihren eigenen Bedarf hinaus qualifizierte Fachkräfte aus und hatten damit eine Vorbildfunktion auch für die Privatwirtschaft. Nach der Zergliederung und weitgehenden Privatisierung dieser Betriebe wurde die Berufsausbildung massiv reduziert und den betriebswirtschaftlichen Erfordernissen und dem "Shareholder Value" angepasst. Mit der zunehmenden Vernichtung von qualitativ hoch stehenden Lehrstellen insbesondere in Großbetrieben werden Kosten von der Wirtschaft auf alle SteuerzahlerInnen - etwa durch die Förderung der Lehrlingsausbildung in den Betrieben aus Steuergeldern oder durch Kurse und ähnliche Maßnahmen für Jugendliche die keine Lehrstelle erhalten - übertragen werden. Der GLB unterstützt daher die Forderungen der Vida-Jugend nach Senkung der Probezeit von drei auf einen Monat, Einhaltung der Pausen und Arbeitszeiten, Einhaltung der Berufsbilder und einen respektvollen Umgang mit den Jugendlichen. Um der wachsenden Misere der Berufsausbildung wirksam zu begegnen sieht der GLB als Sofortmaßnahme eine Ausbildungsverpflichtung, derzufolge alle Unternehmen in einem bestimmten Prozentsatz der Beschäftigten Lehrlinge ausbilden müssen. Weiters verlangt der GLB eine Berufsausbildungsabgabe gemessen an der Wertschöpfung. Betriebe die sich von ihrer Verpflichtung zur Ausbildung drücken müssen über eine solche Abgabe wenigstens zur Finanzierung von Maßnahmen der betrieblichen oder überbetrieblichen Berufsausbildung wie etwa Lehrwerkstätten beitragen. Darüber hinaus ist eine grundlegende Reform der Berufsausbildung durch Eingliederung in das öffentliche Bildungswesen erforderlich. ================================================== 10 PA: Keine politische Willkür bei Medienförderung! Veronika Leiner ================================================== PRESSEMITTEILUNG 04. Jänner 2007 || |||| |||||| VERBAND FREIER RADIOS ÖSTERREICH (VFRÖ) |||| || "Medienförderung darf nicht von politischer Willkür abhängen!" VFRÖ fordert glaubwürdige Förderinstrumente für Medien- und Meinungsvielfalt "Wenn die Förderung Freier Radios durch den Bund von Förderungen durch andere Gebietskörperschaften abhängig gemacht wird, geht das vollkommen an der Realität vorbei", reagiert Helmut Peissl, Obmann des Verbands Freier Radios Österreich, verärgert auf Meldungen zur Ausgestaltung einer Medienförderung für elektronische Medien, wonach der Bund "nicht Hauptförderer sein" dürfe. "Tatsache ist, dass gerade die Bundesländer, in denen die Eigentümerkonzentration im Medienbereich jegliche Vielfalt ausschließt, Freie Radios gar nicht fördern: Proton, das Freie Radio in Vorarlberg, erhält weder vom Land Vorarlberg noch von Kommunen einen Groschen, das Radio überlebt ausschließlich durch Spenden, Mitgliegsbeiträge und viel ehrenamtliches Engagement. Auch in Kärnten, wo Meinungsvielfalt und Meinungsfreiheit für die Landesregierung keine Priorität haben, wird das slowenisch- deutschsprachige Freie Radio AGORA systematisch ausgehungert". Medien sind in Österreich laut Verfassung Bundesangelegenheit; was auch im Sinn der publizistischen Unabhängigkeit von Medien ist: Die Versuchung politischer Einflussnahme durch Förderpolitik auf die primär lokal bzw. regional agierenden Freien Radios ist auf kommunaler oder Länderebene wesentlich größer als auf Bundesebene. Der Verband Freier Radios Österreich fordert deshalb die gesetzliche Verankerung Freier Radios und in Verbindung damit die Einrichtung eines "Freie Radios-Fonds" aus dem Teil der Rundfunkgebühren, die nicht an den ORF gehen. Peissl: "Es muss im Interesse einer künftigen Bundesregierung sein, ein Förderinstrument zu entwickeln, das politische Einflussnahme auf die Verteilung der Gelder ausschließt. Macht man die Förderung Freier Radios weiterhin von der Willkür politischer Entscheidungsträger abhängig, so zeugt das von mangelnder Erkenntnis der demokratiepolitischen Relevanz von Medien." Rückfragen: Veronika Leiner Verband Freier Radios Österreich Mail: veronika.leiner at freie-radios.at Fon: 0676 - 538 0 539 Web: www.freie-radios.at ================================================== 11 AT: Sankt Message Service: Kirchenb/eitrags/grüße zum neuen Jahr "q/depesche" ================================================== q/depesche 2007-01-04T17:04:04 AT: Sankt Message Service: Kirchenb/eitrags/grüße zum neuen Jahr Mitglieder der katholischen Kirche sind ja schon durch Ihren Glauben an Himmelsmächte gewohnt. Aus heiterem Himmel und ebenfalls unsichtbar durch die Luft erreichten steiermärkische Mitglieder hingegen ganz profane Verpflichtungserinnerungen. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Fehlt da nicht noch die 0900er Nummer als Absender zwecks schnellerer Schuldbegleichung? post/scrypt: Datenabgleich mit Telefonbüchern,... so machen es ja auch Spammer und Adressverlage? Zugriff auf ZMR Daten wünschen sich letztere hingegen noch. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- SMS fordert Kirchenbeitrag ein Tausende steirische Katholiken wurden in den vergangenen Tagen per SMS aufgefordert, ihren Kirchenbeitragsrückstand zu begleichen. Diese Nachrichten der Kirchenbeitragsstelle sorgen für Diskussionen. Viele Empfänger rätseln, wie die Kirche zu ihren Nummern gekommen ist. Georg Plank von der Diözese Graz-Seckau: "Das haben wir wirklich rechtlich alles genau abgeklärt." Es seien nur öffentlich zugängliche Nummern verwendet worden. (...) http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=c&ressort=w&id=608943 http://oesterreich.orf.at/steiermark/stories/162006/ ARGE Daten ortet Gesetzesverstoß (...) "Üben pastorale Tätigkeiten aus" Laut Plank würde der Paragraf 107 nicht zutreffen, weil die Kirche im Rahmen des Kirchenbeitrags und ihrer pastoralen Tätigkeiten agiere und es sich nicht um eine gewerbliche Tätigkeit handle. Laut Hans Zeger stimmt das so nicht. Zeger: "Das ist wirklich Unsinn" "Das ist wirklich Unsinn. Die Bestimmung 107 Telekommunikationsgesetz gilt für alle, die elektronische Post verschicken. Mit der Argumentation könnte ja jeder beliebige Verein in Österreich nach Belieben SMS verschicken", so Zeger. (...) http://steiermark.orf.at/stories/162263/ - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- relayed by Mac Gyver - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Online Version: http://quintessenz.at/d/000100003778 quintessenz is powered by http://www.onstage.at subscribe/unsubscribe/digest http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe comments to depesche at quintessenz.org ================================================== 12 RKL-Forderung an KoalitionsverhandlerInnen "Rechtskomitee LAMBDA (RKL)" ================================================== Homosexuelle RKL FORDERT VON KOALITIONSVERHANDLERINNEN BEENDIGUNG DER SCHIKANEN GEGEN BINATIONALE PAARE Rechtskomitee LAMBDA: "Rückschritte durch das Fremdenpaket 2006 müssen zurückgenommen werden" Das Rechtskomitee LAMBDA (RKL) weist angesichts der nunmehr heissen Phase der Regierungsverhandlungen darauf hin, dass das Fremdenpaket 2006 zuvor bestehende Möglichkeiten der Familienzusammenführung für binationale gleichgeschlechtliche Paare abgeschafft hat und fordert die Koalitionsverhandler von SPÖ und ÖVP auf, wenigstens diese Rückschritte wieder zurückzunehmen. Während nämlich LebensgefährtInnen von ÖsterreicherInnen, EWR-BürgerInnen oder SchweizerInnen die völlig neu nach Österreich hereinkommen, auf Basis der Lebensgemeinschaft einwandern können, gibt es nach der neuen Rechtslage für jene Lebensgefährtinnen, die bereits legal in Österreich leben, etwa für ein Studium, keine Möglichkeit, auf Basis der Partnerschaft in Österreich bleiben zu können. Die vormalige Innenministerin Prokop begründete in einer parlamentarischen Anfrage die Verweigerung einer Niederlassungsbewilligung in diesen Fällen damit, dass die Partnerschaft nicht bereits im Herkunftsland bestanden hat. Zynisch merkte die Innenministerin an, dass solche LebensgefährtInnen ohnehin bereits einen Aufenthaltstitel hätten; wohl wissend, dass etwa Studierendenaufenthaltsbewilligungen nur für Dauer des Studiums gelten und Österreich anschliessend verlassen werden muss. Das heisst also, dass beispielsweise ein amerikanischer Student, der während seines Studiums eine dauerhafte Partnerschaft mit einem Österreicher eingeht, nach Ende seines Studiums nicht auf Basis der Partnerschaft hier bleiben kann, sondern das Land verlassen muss. Nach einiger Zeit im Ausland kann er dann jedoch plötzlich wieder kommen, weil dann ja die Beziehung im Ausland (eine gewisse Zeit) bestanden hat. Ganz besonders arm dran sind (gleichgeschlechtliche) Drittstaatspaare, also solche, bei denen beide PartnerInnen weder Österreicher noch EU/EWR-BürgerInnen oder SchweizerInnen sind. Diese Paare haben nämlich überhaupt keine Möglichkeit der Familienzusammenführung. Eine hier lebende Kanadierin kann also ihre brasilianische Partnerin nicht nach Österreich mitnehmen oder nachkommen lassen, selbst wenn sie in Kanada rechtsgültig verheiratet sind. Rückschritt gegenüber alter Rechtslage Nach der alten Rechtslage vor dem 01.01.2006 gab es für alle diese Fälle wenigstens die Möglichkeit, eine "Niederlassungsbewilligung-privat" zu erlangen, wenn der/die österreichische PartnerIn (oder EWR-BürgerIn) EUR 690,-- monatlich Unterhalt bezahlt hat. Die Mindestgrenze wurde durch die neuen Fremdengesetze auf nunmehr EUR 1.452,-- monatlich hochgeschraubt, sodass diese Möglichkeit für Normalsterbliche de facto abgeschafft wurde. Denn wer kann es sich leisten, seinem Partner EUR 1.452,-- monatlichen Unterhalt zu bezahlen und dabei mit dem verbleibenden Einkommen (nach Abzug finanzieller Verpflichtungen wie Kreditrückzahlungen etc.) noch selbst über dem Existenzminimum zu bleiben? Diesen Rückschritt zu begründen, weigerte sich die vormalige Innenministerin Prokop in ihrer o.a. Anfragebeantwortung Die Ehe verschafft eine sofortige Niederlassungsbewilligung samt Arbeitsmöglichkeit, doch die Ehe ist gleichgeschlechtlichen Paaren in Österreich nach wie vor verboten. "Die nächste Regierung muss diesem untragbaren Zustand ein Ende setzen", sagt der Wiener Rechtsanwalt Dr. Helmut Graupner, Präsident des Rechtskomitees LAMBDA, "Wenigstens die Rücknahme solcher schikanöser Rückschritte sollte eine Selbstverständlichkeit sein, wenn Menschlichkeit und der Gleichheitsgrundsatz unserer Verfassung auch nur ansatzweise noch etwas zählen". Anfrage und Anfragebeantwortung im Wortlaut (beachte insb. Fragen 1-6, 17-19, 21): http://www.parlinkom.gv.at/portal/page?_pageid=908,1068011&_dad=portal&_schema=PORTAL (29.06.2006) http://www.parlinkom.gv.at/portal/page?_pageid=908,1238640&_dad=portal&_schema=PORTAL (12.09.2006) Das 1991 gegründete Rechtskomitee LAMBDA (RKL) arbeitet überparteilich und überkonfessionell für die umfassende Verwirklichung der Menschen- und Bürgerrechte gleichgeschlechtlich l(i)ebender Frauen und Männer. In seinem Kuratorium vereinigt es so prominente Mitglieder wie den SPÖ-Vorsitzenden Dr. Alfred Gusenbauer, Präs. NRAbg. Peter Schieder,, NRAbg. Mag. Terezija Stoisits, den renommierten Kinder- und Jugendpsychiater Univ.-Prof. Dr. Max Friedrich und die Kinder- und JugendanwältInnen von Wien DSA Monika Pinterits und Dr. Anton Schmid, den Generalsekretär von Amnesty International Österreich Mag. Heinz Patzelt und die bekannten Menschenrechtsexperten Dr. Lilian Hofmeister und Univ.-Prof. Dr. Manfred Nowak, die Sexualwissenchafter ao.Univ.-Prof. Dr. Josef Christian Aigner, Prof. Dr. Rotraud Perner und Mag. Johannes Wahala, den Theologen Univ.-Prof. Dr. Kurt Lüthi, Günter Tolar u.v.a.m. Das 15jährige Bestehen des Rechtskomitees LAMBDA (RKL) wurde am 2. Oktober 2006 mit einem historischen Festakt im Nationalratssitzungssaal des Parlaments in Wien gefeiert. Dieser weltweit ersten Ehrung einer homosexuellen Bürgerrechtsorganisation in einem nationalen Parlament wohnten unter den über 500 TeilnehmerInnen auch höchste RepräsentantInnen aus Justiz, Verwaltung und Politik bei. Rückfragehinweis: 0676/3094737; 01/8766112, office at RKLambda.at, www.RKLambda.at 05.01.2007 ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< DISKUSSION ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 13 Prokop (Stellungnahme von Volker Kier, Ehrenobmann von Asyl in Not) Asyl in Not ================================================== de mortuis nil nisi bene ? Eine Klarstellung zum Tod von Liese Prokop Um Missverständnissen vorzubeugen: Selbstverständlich waren die Formulierungen Michael Genners in seiner Aussendung vom Neujahrstag 2006 "Eine weniger" und "Die gute Meldung zum Jahresbeginn: Liese Prokop ist tot" inakzeptabel und auch weder dem Geschehen angemessen noch seinen und unseren Anliegen entsprechend. Die Nachricht vom Tode eines Menschen kann grundsätzlich nie eine Gute sein; speziell nicht, wenn er unter derart tragischen Umständen eingetreten ist. Allein der Tod eines Menschen bietet aber per se auch noch keinen Anlass zu Glorifizierungen, wie sie ob der Verstorbenen derzeit quer durch alle politischen und nichtpolitischen Lager zu vernehmen sind. Sie habe dem Amt ein menschliches Antlitz verliehen (Kardinal Schönborn), sei eine Person des Ausgleichs gewesen (Bundespräsident Fischer), habe menschliche Politik gemacht (VP- Klubobmann Molterer), sich stets um die Aufrechterhaltung von Gesprächsbereitschaft bemüht (Grün-Obmann Van der Bellen). Ministerin Prokop sei ein anständiger Mensch gewesen (Grün-Abgeordneter Pilz). So wenig also hingenommen werden kann, Menschen noch nachzutreten, die ohnehin schon vor einem anderen Richter stehen, umso mehr muss es aber bei aller Pietät erlaubt sein, den in mehr oder weniger plötzlicher Sympathie für die Amtstätigkeit der Verstorbenen geeinten Nachrufern der politischen Wahrheit zu liebe doch auch das eine oder andere entgegen zu halten. Anderenfalls bliebe die Instrumentalisierung des Todes von Liese Prokop zur Verharmlosung ihrer menschenverachtenden Politik unwidersprochen. Aus der Fülle der bedenkenswerten politischen Fehler seien hier jene in Erinnerung gerufen, die Roland Hermann (Kanzlei Dr. Wolfgang Rainer) dieser Tage zusammengefasst hatte: 1. Auf die Frage von Armin Wolf in einer ZIB 2, ob gegenüber dem Folteropfer Bakary J. nicht eine Entschuldigung angebracht wäre, fiel Frau Ministerin Prokop bloß ein: "Man darf nicht vergessen, dass es sich um einen verurteilten Drogendealer handelt." Welcher Stein ihr mit einer Entschuldigung aus der Krone gefallen wäre, ist unerfindlich. Immerhin waren die rechtskräftig verurteilten Folterer Polizisten und auch verurteilte Drogendealer haben Anspruch darauf, nicht gefoltert zu werden. Eine Entschuldigung wäre also das Wenigste gewesen, was zur Wiedergutmachung hätte getan werden können. 2. "Ehe ohne Grenzen" - Frau Ministerin Prokop war bis zuletzt NICHT zu einem Gespräch mit den betroffenen inländischen Ehepartnern bereit. Den vollmundigen Versicherungen ihrer stattdessen zur Kopfwäsche durch die empörten Angehörigen vorgeschickten Ministerialbeamten zum Trotz sind dem Vernehmen nach bis dato gerade einmal zwei (!!!) von rund 100 bereits vor Monaten eingereichten Fällen gnadenhalber positiv erledigt worden. Dass in so genannten "Altfällen" im Erlasswege die Hürden bezüglich einer Inlandsantragstellung beseitigt worden wären, ist ein inzwischen bereits durch mehrere negative Höchstgerichtserkenntnisse widerlegtes Gerücht geblieben. 3. Das zwar in Grundzügen noch aus der "Ära" Strasser stammende, aber unter der Federführung der Ministerinnen Prokop und Gastinger endredigierte und dem Nationalrat zur Beschlussfassung vorgelegte (und mit den Stimmen der SPÖ beschlossene !) Fremdenrechtspaket 2005 hat unzählige Verschärfungen und Fallen für Asylsuchende mit sich gebracht, womit der Slogan "Schneller Schutz für jene, die ihn brauchen, aber Stopp dem Missbrauch" verlässlich verfehlt wurde. Asylverfahren dauern nun allein schon deshalb noch länger, weil sie um einiges komplizierter geworden sind, und die neu eingebauten Formalhürden sind eine Fundgrube, wenn es weniger um ein rasches sachgerechtes Ergebnis geht als vielmehr um bloßen Zeitgewinn, wohingegen gerade Traumatisierte, Folterüberlebende und andere "klassische" politische Flüchtlinge ohne das bis hin zur Selbstaufgabe reichende Eintreten der Ute Bocks und Michael Genners regelmäßig durch den Rost fallen würden. Alleine schon die Idee, Schubhäftlinge nötigenfalls zwangszuernähren, stellt einen menschenrechtlichen Tabubruch dar, der auf derselben Stufe steht wie etwa der bislang noch ausgebliebene- Vorschlag, für Falschparker das Standrecht einzuführen. Die Unterwerfung unter politische "Sach"zwänge ist keine Rechtfertigung, sondern in Wahrheit nichts als eine Ausrede. 4. Zwischen direkter politischer Verfolgung und der Schutzverweigerung gegenüber politisch Verfolgten besteht übrigens lediglich ein gradueller, in der Begehungsform (unmittelbare Täterschaft / Beitragstäterschaft) gelegener Unterschied. 5. Nicht zuletzt dürfen dank der von Frau Ministerin Prokop getätigten Aussagen zur von ihr vorgelegten "Moslem- Integrationsstudie" unsere rund 400.000 muslimischen MitbürgerInnen inzwischen auszählen, wer von ihnen nun zu den angeblich 45 % "Integrationsunwilligen" zu rechnen sein könnte und wer nicht. Die Studie hat zu dieser Frage nämlich keineswegs so klare Worte gefunden wie die Ministerin. Aber ein bisserl Addieren ersetzt wohl jedes Differenzieren. Frau Ministerin Prokop mag eine verdiente Spitzensportlerin, eine bewährte Landesrätin in Niederösterreich und anzunehmend auch privat ein anständiger Mensch gewesen sein. In Zusammenhang mit ihrer Amtstätigkeit als Innenministerin wirken aber die ihr aktuell verliehenen Prädikate "menschlich", "um Ausgleich bemüht", "gesprächsbereit" bzw. "anständig" vielmehr wie ein Schlag ins Gesicht sowohl der zahlreichen Opfer ihrer Politik als auch derjenigen, die - wie auch Michael Genner in langen mehr als 17 Jahren - unermüdlich dagegen angekämpft haben. Der jähe Tod der Innenministerin ist bedauerlich und tragisch und unser Mitgefühl gilt selbstverständlich den Angehörigen. Aber zumindest bei Würdigung ihrer Amtstätigkeit als Ministerin sollte die Wahrheit nicht ausgeblendet bleiben; speziell wo es daneben ohnehin auch noch genügend andere, unbestrittene Lorbeerkränze gibt. Volker Kier Ehrenobmann von Asyl in Not ================================================== 14 Schadenfreude über Prokop als Selbstbeschädigung Alexandra Bader ================================================== Manchmal frage ich mich, was manche treibt, die sich als links, widerständig, KämpferInnen für Menschenrechte usw. sehen. Darf das denn wahr sein, dass im MUND zwei Tage nach der Aufregung über Michael Genners Freude über den Tod von Innenministerin Liese Prokop das Ganze mal drei kommt (und keine moderateren Stimmen als Kontrast, wenigstens oder mindestens)? Wir haben eine Kundgebungsabsage für den Vortag (eine unsinnige Meldung, etwas für den 3. am 4.1. abzusagen) wo hämisch als Grund angeführt wird: (wegen Todesfall (Aorta) beim Abschiebepersonal) Dann Genners "gute Nachricht" zum Jahresbeginn, "eine weniger" Und dann vom selbsternannten (selbstbestimmten) Komitee (oder wie frau das nennen soll) "FrauenLesben für das Selbstbestimmungsrecht der Frau" ein Unterstützungstext für Genner, in dem Vorwürfe wiederholt werden und es z.B. heißt: "Genauer könnte wohl gar nicht beschrieben werden, wovor wir uns in diesem Land zu fürchten haben: Hier wird von einem hohen Kleriker inklusive der Caritas (die im 'Flüchtlingssektor' sicher eine große Rolle spielt) einer Frau und Politikerin nachgetrauert, die sich beinhart wie andre SchreibtischtäterInnen ohne Genierer auf die Seite der Machttragenden, ja Diktierenden gestellt hat. Für ein Polizeiopfer, welches von Beamten dieser 'Republik' spitalsreif geprügelt wurde, hatte sie nur öffentliche Denunziation und Vorverurteilung parat - keine Silbe von Entschuldigung für die Täter in ihrer Polizei, als sei es völlig normal, dass Polizeiwillkür und Brutalität für Schwarze bereits an der Tagesordnung zu sein scheint." Der Caritas ist viel zu verdanken in Sachen Schutz und Hilfe für Flüchtlinge (wie auch der Diakonie, die hier aber offenbar außen vor gelassen wird, obwohl katholische und evangelische Kirche einst Player in der Verfolgung von Frauen als "Hexen" waren; um einen Vorwurf zu nennen, den ich durchaus nachvollziehen kann). Wo wäre die Flüchtlingsbetreuung ohne Organisationen, die aus einem religiösen Weltbild heraus praktische Nächstenliebe zeigen? Die anderen Organisationen, wo auch Idealismus die Motivation darstellt, könnten dies nicht allein leisten. Kirchliche wie weltliche Organisationen übten immer wieder Kritik an der Asylpolitik ­ weniger daran, dass auch Österreich nicht jede/n aufnehmen kann, die/der hier um Asyl ansucht (überproportional viele im Vergleich zu manch einem anderen EU- Staat), sondern daran, wie lang sich Verfahren hinziehen und dass Menschen, die wegen ihrer Fluchtgründe Asyl bekommen, oft abgewiesen werden. Hierin unterscheidet sich unsere Situation aber nicht so sehr von anderen EU-Staaten, in denen die NGOs und kirchlichen HelferInnen aus der Sicht der Politik "zuviel" fordern und die Politik wiederum für HelferInnen zu restriktiv ist. Gerade in diesem Bereich spielt EU-Politik eine grosse Rolle, und gerade er ist Ministerien zugeordnet, denen besonders viel Personal überall in den Mitgliedstaaten unterstellt ist. Beharrungskräfte in etablierten Strukturen, die neuem "Personal" an der Spitze schon mal skeptisch begegnen, wird es überall geben. Mildere Behandlung von Polizisten, die sich etwas zuschulden kommen lassen, gibt es überall, obwohl dies abgestellt werden muss. Hierbei spielt auch die Justiz mit und Interessensvertretungen, die beide Korpsgeist gerne vor unteilbare Menschenrechte stellen. "Schönborn mit seiner post mortem Laudatio auf eine Täterin ist ein Proponent des österreichischen Intrigantenstadels. Weltklasse hat er keine, aber jede Menge an Feigheit. Diese Typen passen zur unverfrorenen Verdrängung in diesem Land. Die führt dort hin, wo diese 2. Republik herkommt: in faschistoid bis offen faschistische Zustände. In Spaltung und Aufstandsbekämpfung, "Privatisierung" von gesellschaftlichen Problemen und Missständen." So schlagen die selbstbestimmten "FrauenLesben" den Bogen zum Faschismus und weben Liese Prokop auch gleich mit rein. Das passt dazu, dass Genner zu seiner Rechtfertigung auch anführt, dass seine Mutter "Halbjüdin" sei. Im Widerspruch dazu bedauert die Kultusgemeinde Prokops Tod, weil sie bei ihr immer ein offenes Ohr fand ­ das kann ja wohl nicht auch nur "Feigheit" und Lüge und Unterwerfung unter den Weg in "faschistoid bis offen faschistische Zustände" sein. Ich bin für präzise Benennungen und lehne z.B. ab, an der Straffreiheit der Abtreibung zu rütteln. Das bedeutet jedoch nicht, dass Schönborn oder wer auch immer, wenn er den Abbruch am liebsten unter Strafe hätte oder dazu auffordert, Kinder auszutragen, auf dem Weg in den Faschismus ist oder als Superfeind bekämpft werden muss. Ich denke, frau soll ihm und anderen entschieden entgegentreten, und zwar in der Sache ­ nicht jedoch alles, was von ihm (und von anderen) kommt, in Bausch und Bogen verdammen. Wir sehen uns oft mit einer "fortschrittlichen" Einstellung gesellschaftlich in der Minderheit und wollen nicht, dass man uns das Gespräch verweigert und die Macht der (schweigenden?) Mehrheit demonstriert. Dann sollten wir aber selbst nicht alles dazu tun, Gesprächsunwilligkeit zur Schau zu stellen ­ denn dann wird "man" uns genau jene Macht zeigen, die wir doch verändern wollen. Sprache in unbedachten Superlativen signalisiert nicht Stärke, sondern Ausweglosigkeit und Verzweiflung. Dies kann an den politischen Verhältnissen liegen, oder am persönlichen Umgang mit ihnen, oder an einer Kombination aus beidem. Haßerfüllte Sprache verrät die Ziele, für die man/frau doch eigentlich angetreten ist. Sie zeigt, dass jedes Mittel recht ist, wenn es angeblich für das "Richtige" eingesetzt wird. Damit wird aber nicht Unmenschlichkeit per se abgelehnt, sondern nur jene, die den eigenen Zielen nicht dient. Hätte Genner (und seine Fans mit den beiden anderen MUND-Beiträgen) der NGO-Szene, dem "linken Lager", der Hilfe für Flüchtlinge, auch der Berichterstattung über die Anliegen in diesen Bereichen gezielt schaden wollen, er hätte es nicht besser hinkriegen können. Statt das einzusehen, setzt er noch eins drauf, vom Fanclub unterstützt. Prima hingekriegt, wirklich! Davon abgesehen hat das Ganze auch eine machoide Komponente: wäre ein Vorgänger Prokops im Amt gestorben, hätte man zwar sicher auch wenig Tränen vergossen, aber wohl kaum Freude über den Tod ausgedrückt. Aber Prokop ist ja eine ältere Frau ("dumme Strohfrau", "altes Mütterchen" etc. waren schon zu lesen), und die haben aus Machosicht auch mit der Erfahrung von fast drei Jahrzehnten Politik nichts in der Politik verloren. Der "dumme Strohmann" oder das "alte Väterchen" wird für keinen Politiker verwendet, egal bei welcher Partei er ist. Liese Prokop war die erste Ministerin in einem Ressortbereich, wo ganz überwiegend Männer tätig sind, und kümmerte sich zuvor in Niederösterreich lange auch um Frauenpolitik (sie war auch für NGOs ohne weiteres ansprechbar und unterstützte deren Anliegen auch dann, wenn andere zögerten). Sicher hat sie das Innenministerium und die Polizei nicht radikal verändert ­ aber wie sollte das auch so ohne weiteres gehen? Sie besuchte immerhin Traiskirchen im Gegensatz zu ihren Vorgängern und lud PolizistInnen zur Vorführung von "Welcome Home" ein. Natürlich hatte sie zuwenig Verständnis für die Situation von AsylwerberInnen, für binationale Ehen ­ aber es wird nun nie wieder die Chance geben, doch miteinander zu reden. Das sollte Anlass sein, darüber auch traurig zu sein und zu versuchen, von Anfang an Kontakt zu der Person zu etablieren, die in der neuen Regierung das Innenressort leiten wird. Dabei ist allerdings Genners Verhalten nicht gerade hilfreich ­ also nochmal danke, Michael! Alexandra Bader www.ceiberweiber.at alexdailynotes.blogspot.com ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 15 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - Overview about the mobilization against the G8-Summit in Germany 2007 - Police Say G8 Opponents Behind Attack on German Politician - Protesters Carry Out Series of Attacks Ahead of G8 Summit - Dissent!-night in BXL / 14th of January / 4 pm - Soiree-Dissent! à BXL - Dissent!-soiree in BXL - G8-Polizei in Containern - Attac: Anti-G8-Konzert in Rostock ohne große Stars - G8-Vorsitz - Geldof betet für Merkel -------------------------------------------------------------------------------- Smash G8 in Germany 2007 Overview about the mobilization against the G8-Summit in Germany 2007 :: INTRODUCTION -------------------- >From 4th to 7th of June 2007 the G8-Summit in Heiligendamm, in the proximity of Rostock, in Germany takes place. Also the mobilization of the Leftwing against the G8-Summit already runs on full speed. Different alliances are founded,several nationwide meetings did take place, also with international participation and an approximate plan of action for the protests is already fixed. Already now there are numerous actions, which mobilize to the events of protest against the G8-summit. Because of the 100.000 expected demonstrators at the Main Manifestation in the Rostock City at 2nd of June 2007 the policeforces are preparing since some time their operation and security plan for the whole region and for Rostock. Here comes an overview over the conditions of the mobilization. :: THE BEGINNING ------------------------------------ In October 2005 the first large meetings were held for the preparation of the Anti-G8-Proteste, among other meetings, there has been working groups at the European Social Forum or the first radical left-wing Dissent!-meeting in Hamburg/North Germany. Afterwards further meetings of the Dissent!-Network has been held in Berlin and other cities and later the nation-wide meetings of the so called "Action-Conference" initiated by the Interventionist Left with participation from ATTAC and some NGO's in Rostock. Apart from these spectra at the same time the "Anti G8 Alliance for a Revolutionary Perspective" has been founded, an alliance which participates like other groups in both of the meetings - the Dissent!-Network meetings and in the Action Conference. Apart from the nation-wide alliances also local Anti-G8-Groups and local allicances has been founded in many cities, which are/feel associated in one or other way with one of the nationwide allicances. :: ABOUT THE DIFFERENT PROTEST-ALLIANCES -------------------------------------------- At the first nation-wide meetings the different nation-wide wide alliances/currents of the Anti-G8-mobilization solidified: ANTI G8 ALLIANCE FOR A REVOLUTIONARY PERSPECTIVE [ http://www.antig8.tk/home_en.php - nationwide allicance ] The "Anti G8 Alliance for a Revolutionary Perspective" is a alliance of different radical left-wing groups, of anarchists, trotzkists, communists and autonomous groups with internationalist orientation. Also with the slogan "Stop G8. Imperialism. Capitalism. War." the alliance wants to organize a clear anti-capitalist and internationalist as well as anti-imperialist mobilization against the G8 summit in Heiligendamm/Rostock. The alliance campaigns for one big manifestation of all leftwing people in the city of Rostock as well as for a leftradical and clearly anticapitalist and internationalist as well as antiimperialist bloc. The alliance is in coordination with other alliances and groups, which also wants a radical left-wing, anticapitalist and internationalist orientation of the protests, like for example with groups from switzerland [ http://www.aufbau.org/images/stories/flyer/wef-g8-12.01.06.jpg ] or the Anti G8 Alliance against Imperialism and Fascism [ http://www.g8versenken.de ] or the Antiimperialist Current of the European Social Forum (turkish groups, basque groups, etc.). DISSENT! NETWORK [ https://dissentnetzwerk.org/node/49 - nationwide network ] [ https://hamburg.dissentnetzwerk.org/MainEnglish/HomePage - Dissent! Hamburg ] The "Dissent! Network" had a difficult developing phase in the first meetings, in which has been discussed, how to decide and which forms one could develop for an anti-hierachical organization and deciding-form but with a possibility to organize effectively a mobilization against the G8. In the Dissent! Spectrum different radical left-wing, anarchist as well as autonomous groups and different local connections are associated. Among other things the Dissent! Network organized the first large meetings of the Anti-G8-Preparation and the first Anti-G8-Camp [ http://camp06.dissentnetwork.org/Main_Page ] in the region where the G8-Gipfel will take place. The Dissent! Network wants to organize Convergence Centers and Anti-G8-Camps and calls to decentralized blockade actions. The framework of the Network is very broad in the meaning of action forms and the topics of leftradical protest, some topics among others are: Migration, the protest against the Military Place "Bombodrom" in the region or e.g. the idea of the Dissent!-Group from Hamburg to organize a radical left-wing internationalist congress on the day of the large demonstration at 2nd of June and the day after. INTERVENTIONIST LEFT [ http://cms.g8-2007.de/index.php?option=com_content&task=view&id=8&Itemid=21 - nationwide alliance ] The Interventionist Left is a nationwide alliance of anti-fascist groups and internationalists, and they stand for a broad co-operation of a broad left like with Attac, church-activists and different progressive NGO`s as well as with Working Groups from the Party of Democratic Socialism (PDS). Contentwise this composition was reflected above all also at the nationwide Action-Conferences [ http://www.heiligendamm2007.de/ ] in Rostock, organized by the Interventionist Left in co-operation with Attac, NGOs and the Party of Democratic Socialism (PDS), to which came up 300 or 400 delegated Members of the diverse currents of the left of germany as well es from different NGO`s. At this conferences and in the apron of this conferences most of the action plan - the "action choreographie" how it was called there - for June 2007 is already negotiated. The Interventionist Left also calls for blockades around the location of the G8-summit in Heiligendamm. LABOUR UNIONS / PARTIES [ http://www.linkspartei-berlin.de/nc/politik/aktuell/ - Party of Democratic Socialism (PDS) ] [ http://www.dgb-jugend.de/UNIQ116754852305525/doc1103679A.html - Youth of the labour union DGB ] [ http://www.gruene-jugend.de/suchen/320432.html?searchshow=g8 - Green Alternative Youth ] >From the labour unions its above all the union youth who wants to take part also in the Protests of the Anti-G8-activists as well at the Main Manifestation in Rostock City and at blockades in the region. They will also organize a union youth camp near Rostock. From the parties like the Green Party or the Party of Democratic Socialism (PDS) there will be different protest participation, too, but almost with reformist orientation. Within the Party of Democratic Socialism there are different groups of interests, which depends from Generation or orientation toward participation in local governments. The PDS will also call to all planed protest actions, in some parts it will be the PDS who can negotiate with the local administration for large meeting areas and it`s this party who has the possibility to spend more many for the protest-infrastructure. ATTAC / NGO-PLATFORM / CHURCHES [ http://www.attac.de/heiligendamm07 - globalisation-critical Organisation ] [ http://www.g8-germany.info/deutsch/index.htm - NGO-Platform ] [ http://www.deine-stimme-gegen-armut.de/ - "Your Voice against Poverty" ] The main focus in the mobilization by Attac as well as by the NGO platform is among other things the planned Counter-Summit/Alternative Summit in Rostock, the days after the main large demonstration will take place, with different globalization-critical contents. Topics how Disencumberment, gene patents, etc. will play a large role. The NGOs stands for a rather reformist orientation, in their understanding of protests they want to organize "citizen-friendly" manifestations. Like during the anti-g8-protests in Glenneagles their will be a Gelldorf-Initiative with a big concert from "Your Voice against Poverty" during the G8-Summit in the region, with the prominent german rock-folk-singer "Grönemeyer". :: DISCUSSION OF THEORIE AND PRAXIS AGAINST G8 ------------------------------------------------------ -- > DIFFERENT DISCUSSION PAPERS AND CALLS OF THE DIFFERENT CURRENTS: - Anti G8 Allicance for a revolutionary Perspektive / Stop G8. Imperialism. Capitalism. War: http://www.antig8.tk/aufruf_en.php - 11.November Bewegung / Block Germany! ANSWER to "22nd Ocober collective": https://dissentnetzwerk.org/node/105 - The 22nd october collective / Towards an inventive strategy for attacking and blocking summits: https://dissentnetzwerk.org/node/107 - Anti-G8 Action Conference: decicions are made from a small group: http://www.antig8.tk/home_en.php?subaction=showfull&id=1165425463&archive=&start_from=&ucat=14& - Anti-G8 Action Conference Invitation: http://cms.g8-2007.de/index.php?option=com_content&task=view&id=15 - NoG8 Kiel | Dissent! Puff Away the G8-summit!: https://dissentnetzwerk.org/node/261 -NoLager Bremen and other antirassist groups / Global Freedom of Movement and Equal Rights for All: http://cms.g8-2007.de/index.php?option=com_content&task=view&id=17&Itemid=21 - Interventionist Left / News from the Red Planet: http://cms.g8-2007.de/index.php?option=com_content&task=view&id=8&Itemid=21 - BLOCK THE BOMBODROME AND 2007 G-8!: http://www.gipfelsoli.org/Inhalt+Theorie/FROM_THE_HEATHLAND_TO_THE_BEACH.html - Antiracist Perspectives in regard to G-8 Summit 2007 / NoLager: http://www.gipfelsoli.org/Inhalt+Theorie/Autonomous_rear_Entrances.html - Action Conference Rostock / Small Overview: http://www.heiligendamm2007.de/index_en.html - A global call written at anti-G8 "Camp Inski / Dissent!: http://www.nadir.org/nadir/initiativ/agp/g82007/ ---- LOOK AT THE DIFFERENT WEBSITES FOR MORE ENGLISH NEWS AND INFORMATION The differentiation into different alliances - from radical left-wing to reformist - points out the different discussion lines, which has been discussed in the different nationwide meetings of Dissent!, but which did come more clearly and more conflictive to surface at the nationwide meetings of the Action-Conferences in Rostock. While during the first Dissent! meetings the discussions mostly concerned matters of the acclamation modus and in some working groups also ended in constructive disccussions about the orientation of the leftradical mobilization - for example point of views about a clear stand against capitalism and imperialism versus focused mobilization for different topics like migration, the bombodrome in the region and about the term "internationalism" or the relation towards liberation movements or against war, in the Rostock meetings fundamental discrepancies in the howto of the practical mobilization showed up. In the discussions of Dissent!-Network practically came out, that the Network will be a Mobilization Network of the different radical leftwing or anarchist currents who will mobilize in the context of Dissent! to different topics - like Migration, Anti-War, gene patents - in reference to each other. Main Activities will bei decentralized Blockades, Camps or Manifestations. The discussions, working groups and plena of the Action Conference in Rostock did show, that there are many discrepances between the mobilization and activity concepts from the different currents, discrepances which not all will be solved until the actiondays in June 2007. Also there will be no possibility for a collective Slogan of the whole left movement together with the NGOs in Germany. The range of the differences reaches from clearly anticapitalist and internationalst orientation (Anti G8 Alliance for a Revolutionary Perspektive) to fundamental reformist so-called "globalisation-critical" point of views. In the discussion about the Slogan " For Global Rights" from antirassist groups and some autonomous also differences in the general orientation against the G8-Summit became clear. While parts of the leftradical groups (Anti G8 Alliance and parts from Dissent!) stand for a clear radical opositional attitude against the G8-Summit and for the propaganda of the possibility of massive disturbance of the G8-Summit, parts of the radical left like from Interventionist Left and some parts of Dissent! want to make many concessions for ATTAC or the NGO's to force these reformist organisations to participate in the street protests. Whether this this concept will gain success is really questionably, because the top management of ATTAC and the majority of the NGO`s already are fixed in their main orientation for the Alternative Summit or "Counter-Summit" which will be parallel to all the street-protests, and Attac like the NGO`s are not favourisating one big common manifestation in the city from Rostock, the want a march from different start-points outside from Rostock. In this discussion about the main demonstration what is planned for 2nd of June 2007 in Rostock before the G8-Summit and before the Counter Summit at the Weekend at Saturday the differences in the practical orientation became clear. While for example the Anti G8 Alliance for a revolutionary Perspektive argued for one big manifestation of all protesters in the city of Rostock near the railway station, the NGOs and other reformists favourised many different start points and a end-manifastation point outside the city center of Rostock in an area of instustry and motorway. A big manifestation where all can march together would be better because all currents could represent themselves equaly and all the visitors from the different currents from other countries can participate visible in the major event in the protest-choreographie. But parts from the NGO`s and ATTAC are frightened about the possibility at a central manifestation of all protesters alltogether with the people from other countries, that the obligations from the police like the famous german police obligation not to have a side-banner at the demonstration, couln't be handled or in worther case that there will be disturbance in the city center. Other discrepances exists in the orientation of the Counter Summit or Alternative Summit, which until now alsmost only will be prepared by ATTAC and some NGOs. While at the last Dissent!-Meetings the discussions about the counter summit ended in clear consens not to organize such events parallel to the street-protests, action-day and blockades for not to seperate the protest-movement in June, it became clear that Attac & Co will go on in organizing it parallel to these protest activities and that the counter summit shell take place during the week and not at the weekand, parallel to the official summit, with almost reformist topics. Because there only is planned a concert in the end of the mass manifestation at Saturday, the 2nd of June 2007, parts of Dissent! - e.G. the Dissent!-group from Hamburg are planing a leftradical internationalist Conference at this day and also at Sunday (see timetable below) to open a space for a fundamental delegitimation of the G8-summit and to open a space and forum to all our foreign Guests from the different countries, which not all can stay all the following days in the region in north-east-germany. While the timetable of the protests and events is nearly fixed, we can't speak about a definitly protest-choreographie with a definitly fixed practical and theoretical orientation. After the last Action Conference in Rostock it became clear that many decicions are made from a small group. The group Arbeitermacht, organized in the Anti G8-Alliance described this in a report about the conference: http://www.antig8.tk/index.php?subaction=showfull&id=1165132727&archive=&start_from=&ucat=5& :: MOBILIZATION AND MEDIA REACTIONS IN THE RUN-UP ---------------------------------------------------- The Mobilization in Germany against the G8-Summit starts to speed up, like many homepages and articles are demonstrating. Also in different other countries the discussion about G8 in Germany and the mobilization is starting. Nearly at all demonstrations in Germany the upcoming protest against the G8 is a topic or there are held speeches of mobilization at this demonstrations. The upcoming mass manifestations like against the WORLD ECONOMIC FORUM in Davos/Switzerland, or against the NATO-Security Conference in Munich/South-Germany, or for the Revolutionary 1st of May Manifestations in Germany will also broach the issue of the mobilization agsinst the G8. There are many Information-Events and Info-Tours in Germany about the G8-topic now. [ WEF DAVOS: http://www.1mai06.ch/?q=node/194 | SIKO Müchen: http://www1.autistici.org/g8/eng/siko/ ] In newspapers and television the police and politicians are agitating against the upcoming protests and the police is prognosing riots because already there are many attacks against houses or cars of representants of the politicians or economy like in Hamburg or the Region of Berlin or in other cities nationwide, not only with declarations against war and colonialism but also with declarations against G8 and for a strong mobilization to the protests in June. Or there has been thrown colour-eggs and stones against the Hotel in Heiligendamm where the G8 will took place. The police declared that threatening letteres has been written to different Hotels in the region where officials from the G8 will sleep. [ http://www.dw-world.de/dw/article/0,,2292773,00.html?maca=en-rss-en-all-1573-rdf | http://www.upi.com/NewsTrack/view.php?StoryID=20061228-034803-2336r | http://cnews.canoe.ca/CNEWS/World/2006/12/28/3040957-ap.html ] :: REPRESSION --------------------- The security organs already began with their preparations, and due to an alleged security risk there will be build a 2 meter high fence several kilometers around the meeting place of the G8. Due to Security Strategies the place of the G8-meeting is at the Baltic sea and in the south sourrounded by far open fields. At numerous ways and roads checkpoints are to be established and there will be a kind of curfew for tourists. Also because of the large security operations the ammount of the costs of the G8-Summit will be over 100 Million Euro and there will be taskforces together with international police forces like Interpol and with civil police groups from the different countries, too. Pressure is exerted on the local administration, not to allow Camps in the proximity of the security fence and there will be many obligations for the large demonstration or the decentralized manifestations and demonstrations. Because of the estimated repression the leftwing scene and the antirepression-organizations like "red help" in Germany did join together in working groups to build up a common antirepression structure. During the protest-days and at the convergence centeres information will be provided about german laws and antirepression-tips will be given in different languages. Lawers and a common "Ermittlungsausschuss" will be established ("Ermittlungsausschuss: A central point reachable by telefon round the clock where people can call to report about arrested people, and the "Ermittlungsausschuss" will look for lawers and coordinate the prison-work). In the apron of the events there will be information events about repression in many different cities, the antirepression-information will be published in different languages in the above Internet-Sites from the different allicances. :: ACTION TIMETABLE AGAINST G8 ----------------------------------------- THUESDAY, 1st of MAY: Revolutionary 1st of May Manifestations in different cities. from 26th of May: Convergence Center in Hamburg, eventually in Berlin too. Beginning of June: "Block Germany", Decentralized Blockades all over Germany FRIDAY, 1st of JUNE: Opening of the Mediacenter in Rostock Occupation of the "Bombodrom" Camp und start of the caravan to Heiligendamm SATURDAY, 2nd JUNE: MASS DEMONSTRATION in the city of Rostock, near Central Railway Station Start of the Camp against G8 Internationalist Conference in Rostock SUNDAY, 3th of JUNE: Actionday in Rostock, Internationalist Conference in Rostock MONDY, 4th of JUNE: Actionday against War and Rascism Camp against G8 THUESDAY, 5th of JUNE: Actionday agsainst war / eventually blockade of the airport in Rostock-Laage Start of the Counter-Summit in Rostock Camp against G8 WEDNESDAY, 6th of JUNE: 1st Day of the G8-Summit, Blockade-Day in different Areas Counter-Summit in Rostock Camp against G8 THURSDAY, 7th of JUNE: G8-Summit, 2nd day in Heiligendamm Counter-Summit in Rostock Camp against G8 Blockade-Actions / March from different small local cities to Heiligendamm End Manifestation FRIDAY, 8th of JUNE: G8-Summit, 3rd Day End of the Camp against G8 :: MAPS: ---------------------- Google Maps - Heiligendamm und Rostock http://local.google.com/local?f=q&hl=en&sll=54.143849,11.842747&sspn=0.008949,0.020127&q=heiligendamm&om=1&ie=UTF8&z=11&ll=54.113358,11.99913&spn=0.23184,0.55481 Local Map Heiligendamm: http://www.nadir.org/nadir/initiativ/agp/g82007/news/heiligendamm.html anti g8 [http://www.indymedia.org.uk/en/2006/12/359075.html] -------------------------------------------------------------------------------- Police Say G8 Opponents Behind Attack on German Politician An arson attack on the home of the German deputy finance minister is believed to be the work of militant protesters opposed to the G8 summit slated to take place in Germany next year. Hamburg police say extremist left-wing opponents of a planned G8 summit in June next year in Germany were behind the arson attack this week on a car belonging to the wife of Social Democrat Deputy Finance Minister Thomas Mirow. Mirow, 53, is responsible for policy on Europe, financial markets and currency. The vandals also threw rocks and paint at his home. Mirow was economy minister in Hamburg from 1997 to 2001 and has been deputy finance minister since 2005. On Wednesday, Hamburg state police said a letter claiming responsibility for the attack led them to believe it was an act of protest against the G8 summit which is scheduled to take place in the Baltic Sea resort of Heiligendamm in June. The letter was sent to the Hamburger Morgenpost newspaper. Police said it claimed Mirow's position as deputy finance minister put him "at the controls of various strategic levers of power." Authorities did not disclose further information on the letter-writers, saying they didn't want to give the group any publicity. Shadow of Genoa? The crime appears to be one of a growing number of violent acts attributable to militant opponents of the Group of Eight wealthiest industrial nations. The German office for the protection of the constitution warned in early December of possible attacks from left-wing extremist groups opposed to the policies of the G8, a grouping of industrialised nations that comprises Britain, Canada, France, Germany, Italy, Japan, Russia and the United States. The annual G8 summits are often the focus of anti-globalization movement protests. The most notable of these was at the 27th G8 summit in Genoa, in 2001, which was overshadowed by riots in the city after a crackdown by police and the death of a 23-year-old protestor. Growing number of attacks A spokesperson for the police group responsible for next year's summit security said this was the 37th attack so far by miltant G8 opponents. Thirteen of the 37 attacks were arson attempts. Germany's Federal Criminal Police (BKA) has voiced concern over the rise in left-extremist violence. "In these arson cases, the perpetrators accept the fact that it could lead to personal harm," BKA President Jörg Ziercke told the AP news service. "Tht worries us." He added that the summit would be one of the biggest security deployments in German history. Security plans underway "The Federal Criminal Police will deploy more than 1000 people, and state and local police will put well over 10,000 employees on the case," Ziercke told AP. According to Lorenz Caffier, interior minister of Mecklenburg-Vorpomerania, the eastern German state hosting the summit, officials will soon begin building a security fence around the upscale Heiligendamm resort, including cameras and motion sensors. Mecklenburg-Vorpomerania Governor Harald Ringstorff said he is also committed to giving summit opponents a platform for peaceful protest. "Some of the criticism is absolutely justified," he told German news agency dpa. Germany will take over the leadership of the G8 in January. [http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,2292773,00.html] -------------------------------------------------------------------------------- Protesters Carry Out Series of Attacks Ahead of G8 Summit December 29, 2006 Protesters in Germany have attacked a luxury hotel where the next G8 summit will be held in June. The action comes just days after an arson attack on a politician's house. Meanwhile politicians bicker over who will pay for the massive security operation. Anti-globalization protests have become a routine part of the annual G8 economic summits, and activism against the meeting in Germany planned for June 2007 has already started -- with attacks this week on a politician's house and the luxury hotel that will host world leaders. The Kempinski Grand Hotel in Heiligendamm on Germany's Baltic coast was attacked with paint balls in the early hours of Thursday morning. According to the interior minister of the state of Mecklenburg-Western Pomerania, where the hotel is located, the attack caused damage to a value of 1,900 ($2,500). Leaders from the G8 member states will meet in the hotel at the summit in June 2007. An unnamed group sent a letter to the German news agency DPA claiming responsibility and writing that the attack was a prelude to a series of protests against the summit. "It doesn't matter how many police are on the ground," the letter read. "There are more of us and we want to be at the site. And we will manage to do that." According to a spokeswoman for the hotel, three or four paint balls were used in the attack. "The damage was small but ugly," she said. The paint was removed from the hotel by cleaners, and the hotel has since beefed up security on its grounds. It is the second anti-G8 attack in two days. In the early hours of Tuesday morning there was an arson attack on a house in Hamburg belonging to Thomas Mirow, a state secretary in the federal Finance Ministry. Mirow's wife's car was set on fire and paint balls were thrown against the wall of the house. Mirow described the attack as "an act of banal violence of rare senselessness," saying that it was not the way to gain support for a fair world order. The arson attack was the 37th protest in Germany to date by militant G8 opponents, according to a police spokesperson from the special "Kavala" police unit which has been created for the G8 summit. A massive fence around Heiligendamm The Group of Eight industrial nations, or G8, has for years been the target of protests from anti-globalization protesters, who call it a club of rich nations and criticize it for failing to solve global problems like climate change and abject poverty. Annual G8 summits have been the focus of at times violent protests, most notably at the 2001 summit in Genoa. Germany assumes the presidency of the G8 group at the start of 2007, and will host the summit on June 6-7. Heinz Fromm, president of Germany's Office for the Protection of the Constitution -- its domestic intelligence agency -- told German daily Die Welt on Friday that he expected more protests from globalization opponents ahead of the Heiligendamm summit. "We have been observing strong efforts towards mobilization (in the activist scene) for a long time," he said, adding that militants were planning a campaign of "continuous attacks on institutions and people who represent the phenomenon of globalization." Mecklenburg-Western Pomerania's state premier Harald Ringstroff told DPA on Wednesday that opponents of the summit would be given a platform for peaceful protests. "It's part of our democracy that each individual is allowed to give his or her opinion -- and there are very good reasons for some criticisms," said the politician, who belongs to the left-of-center Social Democratic Party. Still, a huge security operation is planned to cope with the 100,000 protesters which police are expecting. As part of security precautions, a massive fence will be built around the resort town of Heligendamm, with construction work planned to begin on January 2. The costs for the over 12- kilometer (7.5-mile) long and 2.5-meter (8.2-feet) high barrier are expected to be over 12.5 million ($16.5 million). Squabbles over money Ringstroff is currently embroiled in a debate about who will pay the summit's bills -- which are meant to be split between the federal government and the Mecklenburg-Western Pomerania state government. The summit is currently estimated to cost a total of€92 million, over twice an earlier estimate of €45 million, but still significantly below the 120 million cost of the 2005 summit in Gleneagles in Scotland. The federal government has said it will pay around 23 million of those costs -- leaving Mecklenburg-Western Pomerania to come up with the remainder, around 68 million. However, Ringstroff told DPA that the costs for the state would be significantly lower than the oft-quoted 68 million figure. He said Mecklenburg-Western Pomerania would "not bear the main share of the costs." The main sticking point is who will pay for the use of police from other German states, which is estimated to cost around 34 million. Currently Mecklenburg-Western Pomerania is responsible for these costs. However SPD politicians from the state have recently called for the federal government to pay for the extra police, warning that Mecklenburg-Western Pomerania might not be able to host the summit if the federal government does not provide more money. The federal government responded by saying that relocating the summit was not a serious proposition. Ringstroff told DPA that solutions for meeting the costs of police from other states were "in the offing." Originally the summit was supposed to cost the state only 10 million. Critics however claim that Ringstroff knew the real costs of the summit as early as January 2006 but did not want to make them public ahead of state elections in September 2006. [http://www.spiegel.de/international/0,1518,457017,00.html] -------------------------------------------------------------------------------- Dissent!-night in BXL / 14th of January / 4 pm All the artisans of the world, tree climbers, squatters, builders of barricades and genderfighters. All sambagroovers, boycotters, dreamers, fighters and peacekeepers. All of you are welcome in Brussels for a night about globalization, fighting G8 and other actions... Brussels, the capital of Belgium, the capital of Europe and at the same time in the middle of two slowly separating language regions. Dissent!, The network of worldwide resistance against the G8 and other crazy twists of globalizations, is welcoming you in this city. You will be invited in a youth centre in the middle of Brussels on the 14 th of January between 4 and 11 pm for an evening full of meetings, cosiness, food and movies. Dissent! organizes here a gathering to bring together mobilizations against Heiligendam and other struggles. Special attention will be given to borders at this meeting. We invite you to open up these language barriers, frontiers and other narrow minded struggles together with us! Program: - 4pm: meeting - topics Euromayday, G8 Heiligendamm,... all input is welcome - 6pm: planning Benelux-weekend -> a weekend in the near future for those who want to sit practically together and talk and work on action techniques and mobilizations such as the G8 - 6.30pm: FOOD-time! 7-7.30 pm: Films and documentaries Place to be! Jeugdhuis (Youth Center) Chicago, Kanaalstraat 47, 1000 Brussels. Closest metro station is Brouckère, there is a good connection from the railway station Brussels Central. Sleeping places can be provided, please contact: stopg8 at gmail.com -------------------------------------------------------------------------------- Soiree-Dissent! à BXL Toutes les bricoleurs du monde, les grimpants des arbres, occupantes des bâtiments, constructrices des barricades et luttants du genre. Tous les groovistes du samba, les boycotteuses, insoumis, rêveurs, révolteuses et flexières. Toutes ont la bienvenu en BXL pour une soirée sur la globalisation et G8, sur des luttes et des actions. BXL, la capitale du Belgique et Europe et au même moment la milieu entre deux régions langues qui s'éloignent l'un de l'autre. Dissent! Le réseau de la résistance internationale contre le G8 et autres créatures bizarres de la globalisation vous souhaite une bienvenu dans cette ville. Dimanche 14 janvier t'es invité entre 16 heure et 23 heure dans une maison de jeunesse pour une soirée plein de réunions, ambiance, bouffe et cinéma. Dissent! Y organise une rassemblement autour les mobilisations du G8 - 007 et des autres luttes afin de lier des luttes pour la peuple de ce monde. Il y a une grande attention pour les frontières et pour ça t' a la bienvenu de briser les barrières entre les langues, luttes et pays. Programma: * 16 heure: réunion - topics Euromayday, G8 Heiligendam, ... tout ce que tu t'imagine. * 18 heure: planning Benelux-weekend - week-end avec toutes qui veulent se mettre ensemble pour des choses bien concrètes comme la mobilisation autour du G8. * 18h30: Bouffe populaire * 19h où 19h30: Films et documentaires. Lieu : " Maison de Jeunesse " Chicago jeugdhuis, 47 Rue du Canal, 1000 Bruxxelles. Metro proche - Brouckère ; connections rapide avec la Gare Centrale. Si vous le souhaitez, il y aura des place à dormir. Contact: stopg8 at gmail.com -------------------------------------------------------------------------------- Dissent!-soiree in BXL Alle wereldversleuteraars, boomkruipers, huisbezetsters, barricadenbouwsters en gendervechters. Alle sambagroovers, boycotters, zwijgers, droomsters, vechtsters en vredesbewaarders. Allen zijn welkom in Brussel voor een avondje over globalisering en G8'ten strijden en acties. BXL, de hoofdstad van België en Europa en tegelijk het midden tussen twee van elkaar wegdrijvende taalgebieden. Dissent! Het netwerk van wereldwijd verzet tegen de G8 en andere gekke kronkels van de globalisering heet u welkom in die stad. In een jeugdhuis in de binnenstad wordt je op 14 januari tussen 16 en 23 uur uitgenodigd op een avondje vol vergadering, gezelligheid, eten en films. Dissent! Organiseert er een bijeenkomst om de mobilisaties voor Heiligendam en andere strijden dichter bij elkaar te brengen. Er is speciale aandacht voor grenzen op deze bijeenkomst en daarom mag je samen met ons taalbarrières, landsgrenzen en afgelijnde strijden komen openbreken. Programma: * 16 uur: vergadering - topics Euromayday, G8 Heiligendam, ... alle inbreng is welkom. * 18 uur: planning Benelux-weekend - een weekend in de nabije toekomst voor iedereen die zeer concreet wil samenzitten rond actietechnieken en mobilisaties als de G8 * 18u30: Volkskeuken * 19u à 19u30: Films en documentaires. Plaats: Jeugdhuis Chicago, Kanaalstraat 47, 1000 Brussel. Dichtbijzijnde metrohalte Brouckère; vlotte verbinding op die metrolijn vanuit het treinstation Brussel Centraal. -------------------------------------------------------------------------------- G8-Polizei in Containern Bis Ende Januar entsteht hinter der Polizieiinspektion ein Containerbau. Zusätzliche Büros werden auf 300 Quadratmetern für die Zeit des G8-Gipfels geschaffen. Nach dem Treffen wird alles demontiert. Bad Doberan Die große Schaufel greift tief ins Erdreich. Kubikmeter um Kubikmeter Lehm- und Sandgemisch bewegen Mitarbeiter der Peene-Baugesellschaft aus Demmin auf dem Gelände der Polizeiinspektion Bad Doberan. Sie schaffen zurzeit den Ablauf für das Regenwasser auf dem Areal. Reges Baugeschehen herrschte bereits am zweiten Tag des neuen Jahres. Am 15. November begann man dort, die Vorbereitungen für einen Containerkomplex in Angriff zu nehmen. "Im Zuge der Vorkehrungen der Polizei auf den G8-Gipfel in Heiligendamm besteht dringender Bedarf an zusätzlichen Büroräumen", erläuterte Polizeihauptkommissar Axel Falkenberg gestern auf OZ-Anfrage. Auf der Liegenschaft in Doberan wächst daher eine Bürolandschaft auf einer Nutzfläche von rund 300 Quadratmetern. Der Innenausbau gehe planmäßig voran. Bis Ende Januar sollen die Container bezugsfertig sein. Und was wichtig erscheint: Die gemieteten, hellen Quartiere stehen nur für ein paar Monate. Nach dem Meeting der Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, Russland und den USA vom 6. bis 8. Juni im traditionsreichen Seebad werden sie wieder verschwinden, an den Vermieter zurückgegeben, so Falkenberg. Wie viele Einsatzkräfte in Doberan ein zeitweiliges Obdach finden, wollte der Polizeiprecher gestern nicht beziffern. Nur so viel: 120 Polizisten bereiten von Waldeck aus den Schutz zum friedlichen Verlauf des Gipfeltreffens der mächtigsten Frauen und Männer der Welt vor. "Kavala" lautet der Name der Einsatzgruppe, die nach einer griechischen Stadt am Meer benannt wurde. Voraussichtlich 15 000 Beamte werden zum Gipfel präsent sein. Die gegenwärtig veranschlagten Sicherheitskosten belaufen sich auf rund 92 Millionen Euro. Darin sind unter anderem Investitionen wie der Ausbau des Objektes in Waldeck und der Containerbau in Doberan enthalten. Experten rechnen mit 100 000 Demonstranten, darunter viele Konzertbesucher im IGA-Park, die rund um den Gipfel Flagge zeigen wollen. Heiligendamm selbst wird mit einem 2,50 Meter hohen und 13 Kilometer langen Zaun umgeben. Das gigantische Bauwerk wird nach Angaben von Axel Falkenberg von Januar bis Mai errichtet. Nach dem Spitzentreffen an der Ostsee soll der Zaun wieder demontiert werden. [http://www.ostsee-zeitung.de/do/lokales_dob_32353539373134.phtml] -------------------------------------------------------------------------------- Attac: Anti-G8-Konzert in Rostock ohne große Stars Rostock (dpa) Das zeitgleich mit dem G8-Gipfel im Ostseebad Heiligendamm geplante Konzert in Rostock wird nach Angaben des globalisierungskritischen Netzwerks Attac voraussichtlich ohne Weltstars über die Bühne gehen. "Es werden Musiker aus den ärmsten Staaten der Erde wie Sierra Leone oder Burundi erwartet", sagte Attac-Sprecher Peter Wahl. Dies sei eine Reaktion auf die Live-8-Konzerte zum G8-Gipfel 2005 im schottischen Gleneagles. Im Anschluss war u. a. der Musiker Bob Geldof wegen umstrittener Äußerungen zu Gunsten von US-Präsident George W. Bush heftig kritisiert worden. "Diese Äußerungen waren politisch nicht haltbar", sagte Wahl. In Heiligendamm treffen sich vom 6. bis 8. Juni die Staats- und Regierungschefs der USA, Japans, Deutschlands, Kanadas, Großbritanniens, Frankreichs, Italiens und Russlands. Zum Rostocker Konzert werden mehrere zehntausend Zuschauer erwartet. "Die Botschaft der Musiker aus den ärmsten Ländern ist authentischer", sagte Wahl. Das Konzert unter dem Motto "Deine Stimme gegen Armut" ist eine von zahlreichen Protestaktionen zum G8-Gipfel. [http://www.ostsee-zeitung.de/archiv.phtml?Param=DB-Artikel&ID=2557584&Stichwort=g8&seite=archiv_anmeldung.phtml] -------------------------------------------------------------------------------- G8-Vorsitz - Geldof betet für Merkel Der irische Musiker Bob Geldof (52) appelliert an den deutschen G8-Vorsitz, mehr gegen Armut zu übernehmen. Geldof in der Bild : "Lasst uns hoffen und beten, dass Deutschland und seine Kanzlerin es endlich schaffen, die Politiker zum Handeln zu bewegen. [http://www.20-cent.de/aktuell/top-themen/art13067,1202632.html?fCMS=4daf8fc22d68907419de632421eec003] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli [at] nadir.org Pressearbeit: presse [at] gipfelsoli.org Ein- und Austragen Newsletter: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-l Ein- und Austragen Presseverteiler: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-presse Newsfeed für ALLE aktuellen Nachrichten (Newsletter, Pressemitteilungen, Repression): http://info.gipfelsoli.org/feeds/rss2/1 -------------------------------------------------------------------------- ================================================== 16 6.1.: Pressekonferenz in Dessau / updated Pogramm in online "The VOICE Refugee Forum" ================================================== The V0ICE Refugee Forum, Schillergässchen 5, 07745 Jena, Telefon: +49(0)3641-665214, Fax : +49 (0) 3641 - 420 270, E-mail: thevoiceforum at emdash.org, Info: www.thevoiceforum.org 02.01.2007 Information in Deutsch and English: Einladung zur Pressekonferenz in Dessau Im Namen des Koordinationskomitees der Afrikanischen Community Konferenz in Dessau am 6. Januar 2007 laden wir Sie ein zur Pressekonferenz anlässlich des 2. Jahrestages des Todes von Oury Jalloh in Dessau. Zeit: 11Uhr Datum: 6. Januar 2007 Ort: BeatClub, Humperdinckstr. Schlachthofstr. 25 in Dessau Pressekonferenz mit Delegierten und Koordinatoren der Afrikanischen Community Konferenz über rassistische polizeiliche Tötungen und die Kriminalisierung von Afrikanern und Schwarzen in Deutschland. Mit: Mouctar Bah (Gründer der Afrikanischen Flüchtlingsinitiative in Dessau und der Initiative im Gedenken an Oury Jalloh): Die politischen Solidaritätsinitiativen seit dem Tod Oury Jallohs 2005 in Dessau Christopher Nsoh (Gründungsmitglied der Flüchtlingsinitiative Brandenburg): Die Forderungen der Dessauer Afrikanischen Community Konferenz über rassistische polizeiliche Tötungen und die Kriminalisierung von Afrikanern und Schwarzen in Deutschland in Erinnerung an Oury Jalloh. Ayaba Cho Lucas ( Koordinator von The VOICE Africa Forum in Bochum; Autor des Buchs "Not Guilty - We Versus Them): Die Kampagne der Afrikanischen Familien der Opfer gegen Polizeibrutalität. Hintergrundinformation: Vor zwei Jahren wurde Oury Jalloh, nachdem er von Dessauer Polizeibeamten schwer geschlagen worden war, in eine Zelle eingesperrt. Diese Zelle ging später in Flammen auf. Obwohl Polizisten anwesend waren, rettete niemand Oury Jalloh. Im Gegenteil, die Lautstärke des Alarms wurde heruntergestellt und Oury Jalloh verbrannte. Die afrikanische Community ist überzeugt davon, dass die Dessauer Polizei Oury Jalloh getötet hat. Wir fordern ein schnelles Vorgehen gegen die Polizeitäter durch die Justiz. Wir fordern, dass nicht zur alten Strategie des "Zurückschreckens" zurückgegriffen wird. Diese alte Strategie des Zurückschreckens vor rassistischen Verbrechen, die an Afrikanern oder anderen in Deutschland lebenden Schwarzen verübt wurden, hat Polizeibrutalität gegen Afrikaner und andere Schwarze in Deutschland gefördert und eskaliert. Um an den brutalen Tod von Oury Jalloh zu erinnern, rufen die Afrikanische Community in Dessau in Zusammenarbeit mit bundesweiten Oury Jalloh Initiativen in Deutschland alle Afrikaner sowie "well-wishers" dazu auf, diesen Tag in Erinnerung an die anderen Afrikaner und Schwarzen zu nutzen, die von der Hand von Rassisten in diesem Land gestorben sind. Lasst uns an unsere von uns gegangenen Brüder und Schwestern denken; Dominique Kouamadio (Dortmund), Laye-Alama Condé (Bremen), John Achidi (Hamburg), N'deye Mareame Sarr (Aschaffenburg), Amir Ageeb (München), Kola Bankole (Frankfurt), Alberto Adriano (Dessau) and Amadeo Antoneo. In den letzten Jahren ist die afrikanische Community in Deutschland immer wieder auf die Straßen gegangen, um ihrer Stimme Gehör zu erschaffen: Sie protestierte gegen die Laxheit der deutschen Exekutive, der Legislative und der Gerichte und forderte, dass zügig gegen an Schwarzen erübte "Hassverbrechen" sowie Rassismus vorgegangen werden muss. Ein Beispiel dafür ist der Fall von Oury Jalloh, der in der Polizeizelle in Dessau getötet wurde. Die Afrikanische Community- Konferenz verlangt ein zügiges Gerichtsverfahren zur Aufklärung des Todes von Oury Jalloh! Wir fordern eine Ende der Polizeibrutalität und den gleichen Schutz für Afrikaner wie für jedes andere Individuum in Dessau. Wir fordern ein Aufenthaltsrecht für die Afrikaner, denen ihre Rechte bisher vorenthalten worden sind. Die Veranstaltungen werden von der Afrikanischen Community-Konferenz Dessau unter Beteiligung der Afrikanisch-Schwarzen Community koordiniert. Zu den Koordinatoren gehören die Afrikanische Flüchtlingsinitiative Dessau, The VOICE Refugee Forum, Flüchltingsinitiative Brandenburg (FIB) und die Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland (ISD) Zusätzlich koordinieren Oury Jalloh Inintiativen am Sonntag den 7. Januar Demonstrationen in Gedenken an Oury Jalloh in Dessau, um13 Uhr vom Hauptbahnhof und in Berlin, um 13 Uhr Hackescher Markt in Erinnerung an den zweiten Jahrestag des Todes von Oury Jalloh unter dem Motto: "BREAK THE SILENCE! WIR FORDERN AUFKLÄRUNG, GERECHTIGKEIT UND ENTSCHÄDIGUNG!" Mit freundlichen Grüßen Cornelius Yufanyi, Tel/Handy: 0170 8788124, Pressesprecher der Africanische Community-Konferenz in Dessau und Mitglied der Initiative Oury Jalloh in Deutschland. E-mail: Acf-community at emdash.org African Community Conference in Dessau: http://www.thevoiceforum.org ********* The V0ICE Refugee Forum, Schillergässchen 5, 07745 Jena, Telefon: +49(0)3641-665214,Fax : +49 (0) 3641 - 420 270, e-mail: thevoiceforum at emdash.org, Info: www.thevoiceforum.org Information in Deutsch and English on the Press Conference and Programm: http://thevoiceforum.org/PRESS_CONFERENCE_DESSAU http://thevoiceforum.org/Programm/update_Community_Konferenz2007 02.01.2007 Invitation to the Press Conference in Dessau. On behalf of the Co-ordinating committee of the African Community Conference in Dessau 06th January 2007, we invite you to the press conference on the occasion of the 2nd anniversary of the murder of Oury Jalloh in Dessau. Time: 11am Date: 6th January 2007 Place: BeatClub, Humperdinckstr. Schlachthofstr.25. in Dessau Press Conference with the delegates and co-ordinating activists of the African Community Conference on Racist Police Killings and Criminalisation of Africans and Blacks in Germany. With: Mouctar Bah (Founder of African Refugee Initiative in Dessau and the Initiative in Memory of Oury Jalloh): The Political struggles and the solidarity initiatives since the death of Oury Jalloh in 2005 in Dessau Christopher Nsoh (Founder of Refugee Initiative Brandenburg): The Demands of the Dessau African Community Conference on Racist Police Killing and Criminalisation for Oury Jalloh memorial. Ayaba Cho Lucas ( Co-ordinator of The VOICE Africa Forum in Bochum; Author of the Book "Not Guilty - We Versus Them): The African Family Campaign of victims against police brutality Background Information: Two years ago Oury Jalloh was locked up after severe beatings from the Dessau police officers in the cell and the cell later went into flames. Though the police officers were present, no one rescued Oury Jalloh. On the contrary, the sound of the alarm was reduced and Oury Jalloh burnt to death. The African community holds very strong that the police of Dessau killed Oury Jalloh. We are calling for a speedy action against the police perpetrator of this act in front of justice and not to use the old strategy of "shying away". This old strategy of shying away from racist crimes committed against Africans and other black people living in Germany has promoted and escalated police brutality against Africans and other blacks in Germany. In order to commemorate the brutal death of Oury Jalloh, the African community in Dessau with the nationwide initiative for Oury Jalloh in Germany are calling on all Africans and well wishers to use this day in remembrance of other Africans and Blacks who died in the racist hands of this country. We want to put in mind our departed brothers and sisters: Dominique Kouamadio (Dortmund), Laye-Alama Condé (Bremen), John Achidi, (Hamburg), N'deye Mareame Sarr (Aschaffenburg), Amir Ageeb (München), Kola Bankole (Frankfurt), Alberto Adriano (Dessau) and Amadeo Antoneo. Within the last few years, the African community in Germany has been on the streets to let their voices be heard in relation to the laxity of the German executive, judiciary and legislative bodies to speedily bring to justice "hate crimes" like racism committed against a Black man. An example is the case of Oury Jalloh, who was killed in the police cell in Dessau. The African Community Conference demands a speedy court procedure of the death of Oury Jalloh! We are calling for the stop of police brutality and for the protection of Africans like any other individual living in Dessau! We demand a right of residence to those Africans who have been refused their rights! The events are Organised and coordinated by The African Community Conference-Dessau with the participation of African-Black Community. African Refugee Initiative Dessau, The VOICE Refugee Forum Refugee, Initiative Brandenburg - (FIB) and Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland (ISD) On Sunday the 7th of January, the Oury Jalloh Initiatives are coordinating demonstrations to take place in Dessau. At 1 pm Central Train Station and Berlin. At 1 pm Hackescher Markt In remembrance of the second anniversary of the death of Oury Jalloh unter the motto: *BREAK THE SILENCE! WE DEMAND TRUTH, JUSTICE AND REPARATIONS!* Cornelius Yufanyi, Tel/Handy: 0170 8788124, Press Speaker of The African Community Conference in Dessau and Member of the Initiative Oury Jalloh in Germany. E-mail: Acf-community at emdash.org African Community Conference in Dessau: http://www.thevoiceforum.org ***** Information in Deutsch and English: -Einladung zur Pressekonferenz in Dessau / Press Conference of African Community in Dessau http://thevoiceforum.org/PRESS_CONFERENCE_DESSAU -Programm update: Africanische Community-Konferenz in Dessau 06.01.2007 http://thevoiceforum.org/Programm/update_Community_Konferenz2007 -Refugee News Network (RNN) -- 2 January 2007. The District Court of Dessau has today made public the decision to open up court proceedings against one of the two accused police officers for the murder of Oury Jalloh: http://thevoiceforum.org/oj_case_progress ================================================== 17 Who do YOU know in New Jersey? "Abraham J. Bonowitz" ================================================== Sent to CUADPUpdate & a Few Others Greetings All, Read the latest news items on the New Jersey situation at http://www.NJADP.org - including a link to this evening's interview on National Public Radio with former death penalty supporter James Abbott, Chief of Police for West Orange and a member of the NJ Death Penalty Study Commission..... For the first time in the modern era, a state-sponsored death penalty study commission has officially recommended that the Legislature end the death penalty for good. Now we must move that recommendation into action. I want to ask you to join us. Who do you know who lives in New Jersey? Please forward this message to them, or if they don't do e-mail, call them, and ask them to take the following simple actions immediately. Everyone who lives in New Jersey who opposes the death penalty needs to speak up loudly, clearly, and consistently until the abolition bill is signed. There are five more steps to final victory - the Assembly and Senate committees, the Assembly and Senate floor votes, and the Governor's signature. The first action in this final phase is to contact your state legislators about the report. Please do this as soon as possible. The New Jersey Legislature created the study commission and now it should heed its recommendations. To find your state legislators, go to http://www.njleg.state.nj.us/districts/municipalities.asp or email with the name of your city and I will send you their complete contact information. PLEASE take the time to send them in the regular postal mail a HAND WRITTEN note including your name, where you live, and in your own words, the following: "I oppose the death penalty. Now that the New Jersey Death Penalty Study Commission, which was created by the State Legislature, has recommended replacing the death penalty with life without parole, I strongly urge you to sponsor and actively support S-171 (A-795), bills that would accomplish that worthy and just goal." Also, make sure your information is up to date in the NJADP database. If you are unsure, just fill out the form at http://www.njadp.org/exec/gdmembership&what=join -- This way you will get all updates and subsequent action alerts as soon as they are issued. Then, please take time to celebrate. Rejoice. And, most importantly, rejuvenate. Because we need you for this last round and it's the most critical round of all. Finally, I want to say that there are many many people working on this both inside and outside of New Jersey, and it is my honor and privilege to be among them. paz! --abe Abraham J. Bonowitz Field Manager, New Jerseyans for Alternatives to the Death Penalty abe at njadp.org * http://www.NJADP.org mobile: 561-371-5204 * office: 609-278-6719 * fax: 609-278-6859 986 S. Broad St., Trenton, NJ 08611 ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ D) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: Zwei m.E. nicht widerstandsrelevante Beiträge Eine veraltete Terminankündigung Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 22:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Tue Jan 9 00:06:00 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Tue, 9 Jan 2007 00:06:00 +0100 Subject: =?ISO-8859-15?Q?widerst=40nd_mund=3A_Dienstag=2C_9=2E_J=E4nner_2007?= Message-ID: <896568861.20070109000600@nessizius.com> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund Dienstag, 9. Jänner 2007 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 EILMELDUNG: Lesben und Schwule von SPÖ verraten und verkauft Von: Andersrum Wien ================================================ 02 AKS: Neuer Vorschlag für Studiengebühren ist lächerlich! Von: Sophie Lojka ================================================ 03 Koalition/Hochschulpolitik Von: KPÖ-Information ================================================ 04 Umverteilung ist für rotschwarze Regierung kein Thema Von: KPÖ-Information ================================================ 05 que[e]r am 10.01.: Bedingungsloses Grundeinkommen jetzt! Von: Rosa Antifa Wien ================================================ ================================================ ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN ================================================ ================================================ 06 Programm ab 18.01.2007 Von: KosmosTheater ================================================ ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ 07 Entschuldigung! Von: office at asyl-in-not.org ================================================ ================================================ INTERNATIONAL ================================================ ================================================ 08 Newsletter] Heiligendamm Von: Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================ ================================================ ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 EILMELDUNG: Lesben und Schwule von SPÖ verraten und verkauft Von: Andersrum Wien ================================================ Lunacek: Lesben und Schwule von SPÖ verraten und verkauft Grüne: SPÖ hat im Wahlkampf alles versprochen und nichts gehalten Wien (OTS) - "Nicht nur bei den Studiengebühren orientiert sich der künftige Kanzler Gusenbauer voll an der Linie der ÖVP. Auch bei den Eingetragenen Partnerschaften für Lesben und Schwule hat die SPÖ eine 180 Grad Wendung vollzogen und ihre Versprechungen sind nur noch Schall und Rauch", kritisiert die Abgeordnete der Grünen, Ulrike Lunacek, in einer ersten Reaktion. Lediglich Ungleichbehandlungen in bestehenden Gesetzen wolle man lt. APA beseitigen. "Sollte sich dies tatsächlich bewahrheiten, so haben Gusenbauer und die SPÖ die österreichischen Lesben und Schwulen verraten und verkauft", so Lunacek. ============================ http://www.gruene-andersrum.at/ ============================ -- Die Grünen Andersrum Wien c/o Grüner Klub im Rathaus AT-1082 Wien Tel.+43-(0)1-4000 DW 81813 Fax +43-(0)1-4000 DW 99 81811 http://www.gruene-andersrum.at -- ================================================ 02 AKS: Neuer Vorschlag für Studiengebühren ist lächerlich! Von: Sophie Lojka ================================================ Pressemeldung der Aktion kritischer SchülerInnen 08. 01. 2007 AKS: Neuer Vorschlag für Studiengebühren ist lächerlich! Utl: Der Vorschlag, Studierende sollen, um sich die Studiengebühren zu ersparen, Sozialdienst leisten, ist ein Schlag in das Gesicht der Studierenden. Nachdem von Seiten der KoalitionsverhandlerInnen schon einige Vorschläge für eine, mehr oder weniger starke, Änderung bei den Studiengebühren gebracht wurden, scheint der heutige Vorschlag ein schlechter Scherz zu sein. Studierende sollen demnach soziale Arbeiten im Ausmaß von 60 Stunden im Semester verrichten, um sich die Studiengebühren wieder zurück zu verdienen. „Studierende, die zu einem Großteil sowieso schon arbeiten müssen, durch so einen Vorschlag noch weiter zu belastet, ist eine Frechheit!“, zeigt sich Sophie Lojka, Bundesvorsitzende der Aktion kritischer SchülerInnen, entsetzt. „Dass die SPÖ so einem Vorschlag zustimmt, ist ungeheuerlich. So ein Umfallen hätten wir nicht erwartet!“ Sozialarbeit müsse von ausgebildeten Personen verrichtet werden. „Studierende für einen Lohn von 6,05 Euro in der Stunde ihre Studiengebühren abarbeiten zu lassen, ist nicht einmal ein Kompromiss, sondern gleicht eher einem Lustigmachen über die gesamte Bevölkerung!“, so Lojka abschließend. Rückfragehinweis: Sophie Lojka, AKS Bundesvorsitzende - 0699 114 08 142 sophie.lojka at reflex.at ================================================ 03 Koalition/Hochschulpolitik Von: KPÖ-Information ================================================ KPÖ-Pressedienst – Drechslergasse 42, 1140 Wien – Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 – Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail info at kpoe.at – Web www.kpoe.at - News www.kpoe.at/lpd - Ausgabe vom 8. Januar 2007 Über 1.400 Personen unterstützten Online-Aktion der KPÖ KPÖ bekräftigt Forderung nach ersatzloser Streichung der Studiengebühren Als Unterwerfung unter die Politik der ÖVP verbunden mit einer Orientierung auf eine verstärkt autoritäre Politik kritisiert KPÖ-Bundessprecher Mirko Messner die Einigung der SPÖ mit der ÖVP bei den Koalitionsverhandlungen über die Studiengebühren. Nicht zuletzt weil gewichtige Stimmen auch in der SPÖ wie Wissenschaftssprecher Josef Broukal, der Wiener Bürgermeister Michael Häupl oder der ehemalige Sektionschef Sigurd Höllinger eindeutig für die Beibehaltung der Studiengebühren plädierten ist diese „Einigung“ mit der ÖVP aber nicht verwunderlich. Änderungen bei den Stipendien und ein Kreditmodell zur Finanzierung des Studiums ändern am unsozialen Charakter der Studiengebühren nichts. Mit der Möglichkeit durch eine bislang nicht näher definierte „gemeinnützige Arbeit“ von 15 Stunden monatlich sich der Studiengebühr zu entziehen wird ein weiterer Baustein einer autoritären Politik gesetzt, die zunehmend auf Zwang setzt, wie das etwa auch bei der geplanten Mindestsicherung der Fall ist. Dass rund zwei Tage einer solchen Sozialarbeit zum Niedriglohn von sechs Euro pro Stunde den Druck auf die Studienbedingungen weiter verschärfen liegt auf der Hand. Bereits jetzt müssen 70 Prozent der Studierenden arbeiten um sich ihr Studium zu finanzieren. Starken Zuspruch hat eine Online-Unterschriftenaktion der KPÖ zur ersatzlosen Abschaffung der Studiengebühren gefunden, die bislang von über 1.400 Personen unterzeichnet wurde. Die mit dem Wintersemester 2001/02 eingeführten Studiengebühren stellen mit derzeit 363 Euro pro Semester für die meisten Studierenden bzw. deren Eltern eine soziale Härte dar, denen angesichts überfüllter Hörsäle und fehlender Studienplätze nicht einmal eine Gegenleistung gegenübersteht. Während sich die Parlamentsgrünen positiv zur Forderung der KPÖ nach Abschaffung der Studiengebühren äußerten, demonstrierte der SPÖ-Parlamentsklub sein Verständnis von bürgernaher Politik indem den den SPÖ-Abgeordneten diese Aktion bislang nicht einmal eine Antwort wert war. „Durch die Studiengebühren wird der in Anfang der 70er Jahre als großer sozialer Fortschritt bewertete freie Hochschulzugang drastisch eingeschränkt und wieder zu einer Frage des Geldes“, bekräftigt Mirko Messner: „Nach Meinung der KPÖ darf die Finanzierung der Universitäten nicht auf Studiengebühren aufgebaut werden, sondern muss aus dem Budget erfolgen. Dafür ausreichende Mittel sind durch eine höhere Besteuerung von Kapital und Vermögen, den Verzicht auf Subventionen für Konzerne und die Stornierung des Eurofighter-Ankaufes aufgebracht werden.“ ================================================ 04 Umverteilung ist für rotschwarze Regierung kein Thema Von: KPÖ-Information ================================================ Umverteilung ist für rotschwarze Regierung kein Thema Die SPÖ hat sich inhaltlich voll der ÖVP-Politik unterworfen Als völlige inhaltliche Unterwerfung unter die Politik der ÖVP bewertet KPÖ-Bundessprecher Mirko Messner in einer ersten Stellungnahme die Einigung über die Neuauflage einer rotschwarzen Koalition: „Diese Koalition ist die Fortsetzung der neoliberalen und EU-konformer Politik der letzten zwanzig Jahre und ist in der Kontinuität der rotschwarzen Regierungen von 1986-2000 wie auch der schwarzblau/orangen Regierungen von 2000-2006 zu sehen“, so Messner. Die lange Dauer der Regierungsverhandlungen ist nicht so sehr den politischen Gegensätzen, sondern vielmehr der inhaltlichen Nähe der beiden Großparteien bzw. dem Abrücken von Wahlversprechen der SPÖ geschuldet. Die SPÖ hat sich um den Preis der Kanzlerschaft inhaltlich durchgehend der ÖVP unterworfen hat und dieser sogar alle wesentlichen Schlüsselministerien wie Finanzen, Inneres und Äußeres überlassen. Sie hat auch gar nicht ernsthaft versucht hat eine Gegenposition etwa durch Mobilisierung in Gemeinden, Betrieben, Gewerkschaften, Universitäten usw. durchzusetzen und auch die Option einer Minderheitsregierung nicht als Druckmittel genützt. Das Programm der künftigen Regierung lässt trotz allem Schönreden durch die SPÖ keine Abkehr von der Regierungspolitik der letzten Jahre erwarten. Unter dem Stichwort von „Reformen“ sind weitere Verschlechterungen zu erwarten, der Begriff Reform verkommt noch stärker zur sozialpolitischen Drohung. Die SPÖ hat ihre zentralen Wahlversprechen, nämlich den Ausstieg aus dem Eurofighter-Vertrag und die Abschaffung Studiengebühren auf dem Altar einer großen Koalition geopfert, sie hat sich auch mit dem forcierten neoliberalen Umbau der letzten sieben Jahre wie der Pensionsreform, der weitergeführten Privatisierung, den Steuerbegünstigungen für das Kapital usw. abgefunden. „Galt früher das Budget als die in Zahlen gegossene Politik, so wird heute Politik immer stärker auf das reduziert, was das Budget zulässt“, so Messner. Dahinter steht eine Unterordnung der Politik unter ökonomische Sachzwänge, dafür steht geradezu symbolisch, dass die Finanzhoheit der EU und ihrer Mitgliedsländer an die Europäische Zentralbank abgegeben wurde, die dezidiert frei von politischen Weisungen ist, keineswegs aber von den Einflüsterungen der Konzerne. Völlig Tabu ist auch für die künftige Regierung eine Umverteilung durch höhere Steuern auf Kapital und Vermögen. Der Kurs der Entlastung des Kapitals (Abschaffung Vermögenssteuer, Einführung Privatstiftungen unter Lacina, Senkung Körperschaftssteuer, Gruppenbesteuerung unter Grasser ) wird damit ausdrücklich bestätigt und fortgesetzt. Die KPÖ konnte im Wahlkampf mit dem Schwerpunkt „Es ist genug für alle da“ punkten und zeigt damit auch eine klare Alternative zum Regierungsprogramm. Zentrale Punkte einer solchen Umverteilung sind die Wiedereinführung der Vermögenssteuer, die Anhebung des Spitzensteuersatzes, die Einführung einer Wertschöpfungsabgabe zur Bemessung der Lohnnebenkosten, ein Mindestlohn von 1.300 Euro bzw. acht Euro pro Stunde, die Anhebung der Mindesthöhe von Arbeitslosengeld, Notstandshilfe, Sozialhilfe und Ausgleichszulagenrichtsatz und eine Arbeitszeitverkürzung mit vollem Lohnausgleich. ================================================ 05 que[e]r am 10.01.: Bedingungsloses Grundeinkommen jetzt! Von: Rosa Antifa Wien ================================================ Mittwoch 10. Jaenner: Bedingungsloses Grundeinkommen jetzt! Es ist hoch an der Zeit, zumindest das Existenzgeld vom Zwang zur Arbeit zu entkoppeln. Die Diskussion um die Forderung nach einem Grundeinkommen wird in den letzten Jahren wieder intensiver gefuehrt - und auch innerhalb unserer Zusammenhaenge: Ist das Grundeinkommen ein neoliberales Projekt a la Milton Friedman, handelt es sich um eine AussteigerInnen- und Arbeitslosenpraemie, foerdert das Grundeinkommen den Abbau des Sozialstaates, draengt das Grundeinkommen die Frauen zurueck zum Herd, nuetzt das Konzept des Grundeinkommens - auch wenn seine Verwirklichung nicht in Sicht ist - in der alltaeglichen politischen Auseinandersetzung? Zu diesen und anderen Fragen rund um ein Grundeinkommen gibt es: Vortrag und Diskussion mit Karl Reitter http://www.grundeinkommen.at http://www.grundeinkommen.info http://homepage.univie.ac.at/karl.reitter ############### Naechste Woche: Kuschelkino - Filmabend zum "deutschen Charakter" Weitere Infos siehe: http://raw.at/queer/ -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ================================================ ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN ================================================ ================================================ 06 Programm ab 18.01.2007 Von: KosmosTheater ================================================ Sehr geehrte Damen und Herren, geschätzte MedienpartnerInnen, im neuen Jahr steht als erstes die österreichische Erstaufführung von Rafael Spregelburds DIE DUMMHEIT in der Regie von Katrin Schurich am Programm. Premiere: Do, 18.01.07, 20:00 Uhr. Weitere Vorstellungen: Mi-Sa, bis inkl. 03.02., Beginn: 20:00 Uhr Ab 23.01.07 lädt der Weiberstammtisch wieder regelmäßig zur kabarettistischen LADIES NIGHT IN DEN KOSMOSKLUB. Beginn: 20:30 Uhr. Wir ersuchen um Ankündigung, stehen Ihnen für Informationen sowie Kartenwünsche sehr gerne zur Verfügung und freuen uns auf Ihren Besuch! Beate Schneider KosmosTeam, Öffentlichkeitsarbeit Tel. 01/523 12 26/12 Email: office at kosmostheater.at DIE DUMMHEIT von Rafael Spregelburd, ÖEA Koproduktion von KosmosTheater und DIE SCHWIMMERINNEN Inszenierung: Katrin Schurich Ausstattung: Stefanie Stuhldreier Dramaturgie: Annika Haller Es spielen: Marie-Christine Friedrich, Barbara Gassner, Georg Reiter, Christian Strasser, Sebastian Wendelin Was brauchen wir, um glücklich zu sein? Finnegan muss ein Geheimnis bewahren. Er sucht die Arche Noah. Emma Toogood will ein Bild verkaufen, das nicht existiert. Susan träumt von Wilcox, um ihren Ex-Mann Rosco zu vergessen. Officer Wilcox liebt seinen Kollegen Zielinsky. Zielinsky will nur noch weg. Ken spielt, um die Bank zu knacken. John will seine Ruhe, aber da ist seine Schwester Ivy, die hilflos im Rollstuhl sitzt, und Brad, Finnegans Sohn, versucht das Geheimnis seines Vaters zu Geld zu machen, um seine Schulden bei der Mafia loszuwerden. Alle sind sie Jäger und Gejagte, auf der atemlosen Suche nach dem irdischen Glück in einer Welt, die von der Sicherheit und Planbarkeit des modernen Lebens durch das Anhäufen von Geld besessen ist. In der Heptalogie des Hieronymus Bosch, einem Zyklus aus sieben Stücken, reflektiert der argentinische Autor Rafael Spregelburd die tradierten Todsünden. Der vierte Teil, DIE DUMMHEIT, bezieht sich auf die Sünde der Habgier und des Geizes. Rafael Spregelburd, geboren 1970, war mit DIE DUMMHEIT 2004 zum Festival Internationale Neue Dramatik (F.I.N.D. 4) in Berlin eingeladen. Pressebetreuung: GAMUEKL – Gabriele Müller-Klomfar 1040 Wien; Favoritenstrasse 58 / Top 15 Nur Fax: 01 / 913 14 11; Tel. 0699 / 1 913 14 11, e-mail: office at gamuekl.org Termin 18.01. (PREMIERE) bis 03.02., Mi-Sa | 20:00 Uhr Preis Euro 15,- | erm. EUR 13,- | Ö1-Card 13,50 >> Mehr Info Foto: Bettina Frenzel Ladies Night im KosmosKlub Der Weiberstammtisch lädt ab Jänner 07 wieder zur Ladies Night in den KosmosKlub. Mit: Eva D., Susanne Draxler, Christina Förster, Claudia Martini, Ingeborg Schwab, Gerti Tröbinger, Christa Urbanek u.v.a. Sie sind wieder da. Die legendären Ladies. Jetzt schon zur Prime Time. Vergessen Sie Rosamunde Pilcher + Co und kommen Sie in den KosmosKlub. Künstlerinnen aus den Bereichen Kabarett, Comedy, Clownerie, Mime, Figurentheater und Gesang präsentieren sich gemeinsam auf einer Bühne. Bunt schillernd, kraftvoll sinnlich und leidenschaftlich schräg. Die Augen weit geöffnet. Jedes Mal anders. Alles ist möglich. Nichts bleibt gleich. Ladies Night... macht müde Fische wieder munter! Pressekontakt: Susanne Draxler 1040 Wien, Karolinengasse 4/11 Tel.: 0699 / 1967 2033 Fax: 01 / 967 20 33 susanne.draxler at chello.at Termin 23.01.2007 | 20:30 Uhr *** Weitere Termine: 20.02., 20.03., 17.04., 15.05. | 20:30 Uhr Preis EUR 13,- | ermäßigt EUR 11,- | Ö1-Card EUR 11,- Foto: Weiberstammtisch KosmosTheater / A-1070 Wien Siebensterngasse 42 / Tel. 01 5231226 / http://www.kosmostheater.at / email: office at kosmostheater.at / Öffnungszeiten/Kassa: ab 90 Minuten vor Vorstellungsbegin / Büro Mo-Fr 11:00 bis 15:00 Ab 01.03.2006 gelten in Österreich neue Bedingungen für die Zusendung elektronischer Informationen. Wir möchten Sie auch zukünftig über unsere Veranstaltungen informieren, Sie in unserem Informationsverteiler behalten und freuen uns, Sie auch weiterhin über diesen Weg informieren zu können. Wenn Sie jedoch keine Informationen mehr von uns erhalten möchten, können Sie sich jederzeit hier von unserem Mailservice abmelden. ================================================ ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ 07 Entschuldigung! Von: office at asyl-in-not.org ================================================ Entschuldigung ! In den letzten Tage habe ich viele Zuschriften und Anrufe erhalten: Viele Menschen haben mir Glück, viele andere den Tod gewünscht. Eines möchte ich klarstellen: Meine Kritik, meine Angriffe sollen sich nur gegen Schuldige richten. Diesen Grundsatz habe ich vernachlässigt, denn Frau Prokops Familie, ihr Mann, ihre Kinder, deren Gefühle ich verletzt habe, können nichts dafür, dass die Innenministerin eine zutiefst menschenverachtende Politik betrieben hat. Daher bitte ich Frau Prokops Familie nun in aller Form um Entschuldigung. Damit folge ich nicht zuletzt dem Rat meines alten Freundes Volker Kier, dessen mutigen Einsatz für unsere Sache ich heute mehr denn je zu schätzen weiß. Diese Bitte um Entschuldigung ist an keine Bedingungen geknüpft. Nur eines füge ich, davon unabhängig, hinzu: Vom künftigen Innenminister verlange ich, dass er im Namen der Republik die Opfer der bisherigen Politik um Entschuldigung bittet. Ich nenne hier einige Namen; sie stehen stellvertretend für viele andere. Er muß Herrn Romzan Ch. und seine Angehörigen um Entschuldigung bitten, einen Flüchtling aus Tschetschenien, der im russischen Filtrationslager schwer gefoltert worden war und der in Österreich wieder im Gefängnis sitzen musste, aus dem einzigen Grund, daß er Schutz gesucht hat in unserem gastfreundlichen Land. Dank meinen Rechtsmitteln ist Herr Romzan wieder auf freiem Fuß; auf eine Entschuldigung oder gar Entschädigung wartet er bis heute vergebens. Folteropfer einzusperren, löst stets Retraumatisierung aus und ist nach Ansicht aller Experten Folter im Sinne der Menschenrechtskonvention. Der künftige Innenminister muß Frau Brichta um Entschuldigung bitten, die von ihrem Mann getrennt und nach China abgeschoben wurde, und er muß ihr die sofortige Rückkehr nach Österreich erlauben. Und er muß Herrn und Frau Bakary um Entschuldigung bitten. Herr Bakary wurde von Polizisten gefoltert; die Täter laufen frei herum und versehen wieder ihren Dienst; seine Frau lebt in ständiger Angst, ihn zu verlieren; Frau Prokop hat jedes Wort der Entschuldigung abgelehnt. Die hier Genannten werden die Bitte des künftigen Innenministers um Entschuldigung stellvertretend für alle Menschen annehmen, die in der Ära Prokop unschuldig im Gefängnis sitzen mussten, die gefoltert, von ihren Familien getrennt oder abgeschoben wurden. Meine Entschuldigung bei den Angehörigen der Frau Prokop gilt, wie gesagt, auf jeden Fall. Der künftige Minister ist gut beraten, sich für eine Entschuldigung ebenfalls nicht zu schade zu sein. Denn davon hängt es ab, ob er eine Gesprächsbasis mit den Opfern der Anti-Ausländer-Politik der letzten Jahre finden kann, und mit deren - oft genug inländischen - Angehörigen. Michael Genner Obmann von Asyl in Not Währingerstraße 59 1090 Wien Tel.: 408 42 10-15, 0676 – 63 64 371 www.asyl-in-not.org Spendenkonto: Asyl in Not, P.S.K., Kontonummer 92.034.400 Hinweis nach dem Telekommunikationsgesetz: Das ist kein anonymes Massenmail, sondern eine Aussendung an Menschen, die mit Asyl in Not in Kontakt sind. Sollten Sie irrtümlich auf der Liste stehen oder unsere Aussendungen nicht mehr wünschen, können Sie sich jederzeit abmelden. Dies gilt nicht für Personen, die es wegen ihrer öffentlichen Funktion nicht ablehnen können, Zuschriften besorgter BürgerInnen zu erhalten. Zum Abmelden besuchen Sie bitte folgenden Link: http://www.asyl-in-not.org/php/member.php?mode=signout ================================================ ================================================ INTERNATIONAL ================================================ ================================================ 08 Newsletter] Heiligendamm Von: Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - Hallo zusammen, - Flammender Protest - Für G8-Treffen fallen weitere Gebäude - Vorbereitungen zum G8 Treffen - Findling wird verückt - G8: Angst vor Randalierern - G8 Summit 2007 in Heiligendamm - 4 juin 2007: Pour la liberté de mouvement et des droits égaux pour tous ------------------------------------------------------------------------------ Hallo zusammen, wir möchten Euch alle recht herzlich zum nächsten dissent+x-Treffen nach Bremen einladen. Das Treffen wird am Freitag, 19. Januar 2007 um 17.00 Uhr beginnen und bis zum Sonntag, 21. Januar 2007 um 14.00 Uhr dauern. Näheres zum geplanten Ablauf, zu den bisher angekündigten Arbeitsgruppen und allem anderen findet Ihr weiter unten. Bevor wir aber zu den eher technischen Dingen kommen, möchten wir als Bremer Anti-G8-Plenum bzw. als GastgeberInnen Euch ganz kurz vorstellen, was aus unserer Sicht die aktuell dringendsten Punkte sind, über die wir im Januar diskutieren könnten und unserer Meinung nach auch sollten. Wir wollen damit der Tagesordnung, die ja bekanntlich erst am Freitagabend auf dem Auftaktplenum festgelegt wird, nicht allzu sehr vorgreifen, wollen aber hier schon mal ganz knapp vorstellen, welche Punkte nach unserem derzeitigen Eindruck von den geführten Diskussionen für das Januartreffen offenbar eine größere Bedeutung haben könnten. Wir wollen uns in dieser Einladung ersparen, den bisherigen Stand der einzelnen Diskussionsstränge noch einmal zusammen zu fassen - wer's nachlesen möchte, sollte die vorhandenen Protokolle des letzten Treffens in Osnabrück noch einmal lesen. Bis zum G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm sind es nur noch wenig mehr als 4 Monate, wenn wir uns hier in Bremen treffen. Seit dem letzten dissent+x-Treffen in Osnabrück sind einige Sachen vorwärts gekommen, andere sind nach unserem Stand unverändert offen. Da der Gipfel nun aber zeitlich doch immer näher rückt, stehen nach unserer Einschätzung auf jeden Fall folgende Punkte an, die im Plenum diskutiert werden sollten bzw. für die die Diskussionen aus den AGs eingebracht und zusammengeführt werden sollten (ohne Anspruch auf Vollständigkeit): Die Frage nach einem oder mehreren Camps, spektrenübergreifend oder nicht, sowie die Frage, wie es überhaupt mit Plätzen aussieht ist zu klären, ebenso wie die Frage: was tun, wenn es keine Plätze gibt bzw. vorher keine feststehen (erkämpfen/besetzen, wo, wie und wann). Auch sollte das dissent+x-Treffen sich zu den Planungen für die Auftakt-Demo, insbesondere aber auch zu den Planungen für die Donnerstag-Demo verständigen. Daran hängt aus unserer Sicht auch die Frage nach dem Verhältnis bzw. der Beteiligung von dissent+x am allgemeinen Hannoveraner G8-Koordinierungskreis bzw. dem G8-Ko-Kreis. Weitere wesentliche Punkte, die im Plenum behandelt und diskutiert werden sollten, sind die Themen dezentrale Aktionen/Blockaden, Mobilisierung und Vorfeldaktionen und die internationale Mobilisierung. Soweit erst einmal die Mischung aus unseren Vorschlägen und Eindrücken von den aktuellen Diskussionen und Diskussionswünschen. Zu den AGs weiter unten mehr. Nun kommen wir zum Ablauf Freitag, 19.01.2007 17:00 - 20:00 Ankommen 20:00 - 22:00 Auftakt-Plenum (1): Infos und Austausch Samstag, 20.01.2007 9:00 - 10:00 Frühstück 10:00 - 12:30 Plenum (2) 12:30 - 14:00 Mittagspause 14:00 - 16:00 AG-Phase 1 17:00 - 19:00 AG-Phase 2 19:00 - 20:30 Abendessen 20.30 AG-Phase 3 (als Möglichkeit für die AGs, die diese Zeit noch brauchen) Sonntag, 21.01.2007 9:00 - 10:00 Frühstück 10:00 - 14:00 Plenum (3) Für unsere konkreten Raumplanungen brauchen wir die Rückmeldungen aller AGs, die sich in Bremen treffen wollen. Bitte schickt uns unbedingt und möglichst bald eine Mail zu Eurem jeweiligen Raum- und Zeitbedarf. Ohne Eure Infos haben wir ansonsten Schwierigkeiten mit den notwendigen Vorbereitungen. Ausgehend von den letzten Treffen erwarten wir die folgenden AGs: - activist trauma - Antirepression - Blockaden - Bombodrom/Rostock-Laage/Antimilitarismus - Demo(s) - Fahrradkarawane Ost - Fahrradkarawane West - Globale Landwirtschaft - Migration - Video-AktivistInnen - Infotour - Infopunkt - Camps - Finanzen - Dezentrale Aktionen - Frauen-Lesben-Transgender Vernetzung - Internationale Mobilisierung/Vernetzung (international AG) - antisexist contact and awarenessgroup - convergence-center-rostock Bislang haben sich davon nur die folgenden AGs bei uns gemeldet: - Globale Landwirtschaft - Internationale Mobilisierung/Vernetzung (international AG) - convergence-center-rostock - antisexist contact and awarenessgroup - Infopunkt - Fahrradkarawanen/-aktionen ("Ost" und "West") Alle anderen AGs sollten sich so schnell wie möglich bei uns melden. Das dissent+x-Treffen in Bremen wird also am Freitag, 19. Januar 2007 ab 17.00 Uhr bzw. ab 20.00 Uhr (Auftaktplenum) beginnen. Der Ort fürs Ankommen am Freitag und fürs Auftaktplenum werden die Räume der "Spedition" im Bremer Güterbahnhof sein. Kurze Beschreibung der Anreise: mit der Bahn: Ihr geht aus dem Hauptbahnhof raus Richtung Innenstadt/Zentrum. Sobald Ihr das Bahnhofsgebäude verlassen habt, geht Ihr nach rechts und dann immer geradeaus (ca. 600 m), wobei Ihr zwischen dem Überseemuseum und den Bahnhofsgebäuden durchgeht und einen beschrankten Bahnübergang überquert. Sobald Ihr die Bahngleise überquert habt (und noch ca. 100 m weiter gegangen seid), habt Ihr links und rechts langgestreckte, nicht allzu hohe Lagergebäude mit Laderampen. Unseren Plenumsort (und Infopunkt bzw. Menschen, die Euch Infos geben und Fragen beantworten können) findet Ihr dort auf der linken Seite. mit dem Auto Am Bremer Kreuz fahrt Ihr auf die A 27 Richtung Bremerhaven und verlasst die Autobahn an der 2. Abfahrt "Bremen Vahr". Ab da fahrt Ihr erst einmal immer Richtung "Zentrum" bzw. später "Hauptbahnhof" und zwar über die folgenden Strassen: "Richard-Boljahn-Allee" (die heißt später:) "Kurfürsten Allee" (am Ende der "Kurfürsten Allee" fahrt Ihr nach links in die) "Schwachhauser Heerstrasse" (die fahrt Ihr weiter bis ans Ende bzw. bis ca. 100 m nach einer Bahnunterführung, dann nach rechts in:) "Außer der Schleifmühle" (bis zur nächsten Kreuzung, dann heißt diese Strasse) "An der Weide" Am Ende der Strasse "An der Weide" seht Ihr schräg rechts vorn schon den Hauptbahnhof. Ihr biegt aber links ab, fahrt ca. 50 m , biegt dann wieder rechts ab in den "Breitenweg": Diesen fahrt Ihr ca. 400 - 500 m und biegt hinter dem Cinemaxx-Kino rechts rein. Nun fahrt Ihr noch ca. 150 m und biegt dann (geraudeaus gehts eh nicht weiter) nach links ab und fahrt über einen beschrankten Bahnübergang. Nun parkt Ihr und seid da (genaue Beschreibung ab hier siehe Anfahrt mit der Bahn). Wir wissen aber nicht genau, ob oder besser wann mensch auf dem Gelände umsonst parken kann. Wenns nicht geht, müßtet Ihr Euch halt in der Nähe einen anderen Parkplatz suchen bzw. die Menschen am Infopunkt nach Möglichkeiten fragen. Der Infopunkt in der "Spedition " (Güterbahnhof) wird am Freitag ab 17.00 Uhr besetzt sein. Dort bekommt Ihr alle wichtigen Infos zur Lage der AG-Räume, der VoKü, Pennplätzen usw. In den nächsten Tagen werden wir Euch noch eine Aktualisierung der Einladung schicken, in der dann auch der Ort des Infopunktes am Samstag, Ort und Zeiten des Cafes usw. drinstehen werden. Wenn Ihr Leute in Bremen kennt, fragt doch bitte schon mal selbst nach einem Pennplatz. Mitbringen solltet Ihr auf jeden Fall Schlafsäcke und Isomatten und (wenn's geht) auch Geschirr. Auch solltet Ihr euch im Vorfeld schon einmal überlegen, wann und wo das nächste dissent+x-Treffen stattfinden soll, damit wir beim Bremer Treffen nicht erst mit den Überlegungen und Nachfragen beginnen müssen. Also dann bis bald und viele Grüße vom [Bremer Anti-G8-Plenum] ------------------------------------------------------------------------------ Flammender Protest Brandanschlag auf McDonald's-Filiale. Linksextreme machen mobil gegen Weltwirtschaftsgipfel Linksextremisten haben in der Nacht zu Sonnabend einen Brandanschlag auf eine McDonald's-Filiale in Marzahn verübt. Sie warfen einen Molotowcocktail in das Schnellrestaurant, der Lagerraum brannte vollständig aus. Passanten sahen die Flammen und alarmierten die Feuerwehr, diese konnte ein Übergreifen auf den eigentlichen Gaststättenbereich verhindern. Menschen wurden nicht verletzt, da die Filiale nachts um 4.30 Uhr geschlossen war. An die Fassade des Gebäudes in der Bitterfelder Straße schmierten die Täter "McDonalds killt" sowie "Smash Capitalism", zudem hinterließen sie das Symbol für Anarchie, das große A im Kreis. Der für politische Delikte zuständige Staatsschutz ermittelt. Obwohl bislang kein Bekennerschreiben einging, hält die Polizei einen Zusammenhang mit dem im Juni stattfindenden G-8-Gipfel in Heiligendamm für wahrscheinlich. Darauf lasse schon der Schriftzug mit der Kapitalismuskritik schließen. Die amerikanische Schnellrestaurant- Kette ist in der militanten Linken eins der verhasstesten Symbole des globalen Kapitalismus, mehrfach hatte es in der Vergangenheit weltweit Anschläge auf Filialen gegeben. In Berlin soll aber auch das Kempinski am Kurfürstendamm zu den gefährdeten Objekten gehören, da dass Treffen in Heiligendamm im dortigen Haus der Hotelkette stattfindet. Weit über 10 000 Polizisten sollen das Seebad in eine Festung verwandeln, bis zu 100 000 Demonstranten werden erwartet. Bereits im Dezember, nach dem Anschlag auf den Hamburger Finanzstaatssekretär Thomas Mirow, hatten Verfassungsschutz und Bundeskriminalamt vor weiteren Anschlägen gegen den G-8-Gipfel gewarnt. Seit Mitte 2005 gebe es eine steigende Tendenz zu Anschlägen, hieß es gestern beim Berliner Verfassungsschutz. Neu sei für die militante Linke, dass erstmals unterschiedliche Gruppen durch Anschläge zu einem Thema, nämlich gegen den Gipfel aufgefallen seien. Schwerpunkte seien Norddeutschland und Berlin gewesen. Keine Erkenntnisse gebe es darüber, ob und wie stark diese Gruppen vernetzt seien. In Berlin gibt es nach Angaben des Verfassungsschutzes 1225 "gewaltbereite aktionsorientierte Linksextremisten". Die vom Verfassungsschutz als "mobilisierungsstark" eingestufte Gruppe Antifaschistische Linke Berlin (ALB) engagiert sich gegen den Weltwirtschaftsgipfel. Unklar ist, inwieweit die Gewaltbereiten den 1. Mai in Berlin und die beiden Vorbereitungstreffen zum G-8-Gipfel in Brandenburg Mitte Mai zu Aktionen nutzen werden. Wie berichtet, treffen sich Mitte Mai die Finanzminister der G8 in Petzow und Ende Mai die Außenminister in Potsdam. Möglich sei, dass es im Umfeld dort Anschläge geben werde, quasi als Aufwärmübung, möglich sei aber auch, dass die Militanten ihre Energie auf Heiligendamm konzentrieren werden. Darüber sei eine Aussage noch zu früh, hieß es, dies sei Kaffeesatzleserei. In diesem Jahr blickt die Polizei ohnehin gespannt auf den 1. Mai, da sich in diesem Jahr die Krawalle zum 20. Mal jähren. 1987 hatte es erstmals Unruhen gegeben in Kreuzberg. Unter besonderer Beobachtung dürfte an diesem Wochenende ein Gipfel-Vorbereitungstreffen der linken Szene stehen, das in Neukölln stattfindet. Ha [http://www.tagesspiegel.de/berlin/archiv/06.01.2007/3006165.asp] ------------------------------------------------------------------------------ Für G8-Treffen fallen weitere Gebäude Die ehemalige Post, Garagen, das Haus "Tabea" und das einstige Wohnheim der Fachhochschule werden wie die Villa "Perle" bis zum Beginn des Weltwirtschaftsgipfels abgerissen. Heiligendamm Für den Weltwirtschaftsgipfel in Heiligendamm werden in den kommenden Wochen weitere Gebäude abgerissen. Außer der Villa "Perle" - sie gehört neben den Häusern "Möwe" und "Schwan" zu den drei Villen der so genannten Perlenkette, die abgerissen werden dürfen - werden die Post samt Garagen in der Prof.-Dr.-Vogel-Straße sowie das Haus "Tabea" und das ehemalige Wohnheim der Fachhochschule in der Kühlungsborner Straße dem Abrissbagger zum Opfer fallen. Das teilte gestern die Entwicklungscompagnie Heiligendamm (ECH) mit. Während die Villa "Perle" im Zusammenhang mit dem G8-Gipfel fallen wird, erfolgt der Abriss der beiden anderen Villen erst bei Sanierung der gesamten Perlenkette. Die Villa "Perle" habe ihren mediterranen Charakter durch verschiedene Umbauten in der Vergangenheit verloren. Nach Wiederaufbau des Gebäudes soll das Haus seinen einstigen Charme entfalten. Wann allerdings der Wiederaufbau über die Bühne gehe, wollte ECH-Projektentwickler Michael Giersberg nicht terminieren. "Eine Zeitschiene ist nicht zu benennen." Da könnten auch schon mal drei Jahre ins Land ziehen. Der Abriss der "Perle" erfolge auf Wunsch der Bundesregierung, heißt es seitens der ECH. Nach Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalschutz, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz sowie Restauratoren, Architekten und Planern könne dem Abriss zugestimmt werden, da die desolate Bausubstanz eine Restaurierung nicht mehr zulasse. Der Wiederaufbau im alten Erscheinungsbild nach historischen Vorlagen sei schon beschlossene Sache, heißt es seitens der Entwicklungscompagnie. Der Abriss der Gebäude in der Prof.-Dr.-Vogel-Straße und der Kühlungsborner Straße stehen letztendlich im Zusammenhang mit dem Gesamtkonzept für Heiligendamm, erläutert Michael Giersberg. So sollen an der Kühlungsborner Straße unter anderem Eigentumswohnungen und eine Tiefgarage entstehen. Vorstellbar sei es außerdem, in hinteren Bereichen der Areale Gewerbe anzusiedeln. Die heutige Villa "Perle" entstand als "Neues Logierhaus" im Jahr 1845, um dem Ansturm der Badegäste gerecht zu werden. Vom Großherzog Friedrich Franz wurde das Gebäude später in "Perle" umbenannt. Die Tochter des Großherzogs feierte 1874 ihre Hochzeit mit dem Großfürsten Wladimir von Russland in Heiligendamm. Dabei bezogen sie Quartier in einem neuen Anbau an die Villa "Perle". Dieser Anbau hieß anschließend "Großfürstin Maria". [Ostseezeitung 6. Januar 2007] ------------------------------------------------------------------------------ Vorbereitungen zum G8 Treffen - Findling wird verückt Für das Treffen der Staatsoberhäupter der acht bedeutendsten Wirtschaftsnationen wird die Villa "Perle" abgerissen. Das Gebäude ist eines von dreien der so genannten Perlenkette, die der Abrissbirne zum Opfer fallen dürfen. Die Villa würde nach dem Treffen wieder aufgebaut werden, so Fundus-Pressesprecher Johannes Beermann. An der Stelle des maroden Hauses direkt am Seebrückenvorplatz soll für das Gipfeltreffen ein Kamerastandort entstehen. Dabei handele es sich um eine Gerüstkonstruktion, auf der sich die Fernseh-Teams postieren könnten. Der Findling allerdings würde genau zwischen Kamerastandort und Kurhaus liegen, sollte er nicht verrückt werden. Dies sei verschiedenen Sendern während einer Besichtigung der örtlichen Gegebenheiten aufgefallen. Der Wunsch, den Findling zu entfernen, sei von einzelnen Sendeanstalten geäußert worden. [http://www.g8-deutschland-hotel.de/vorbereitungen-zum-g8-treffen-findling-wird-verueckt.htm] ------------------------------------------------------------------------------ G8: Angst vor Randalierern 4,5 Millionen Euro erhalten die Kreise Doberan und Güstrow sowie Rostock zur Sicherung des G8-Gipfels vom Land. Aber wer zahlt für Vandalismus-Schäden? Schwerin (OZ) Das Land lässt sich fünf Monate vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm nicht lumpen: 4,5 Millionen Euro stellt Mecklenburg-Vorpommern den Landkreisen Bad Doberan und Güstrow sowie der Hansestadt Rostock zur Absicherung des Weltwirtschaftsgipfels zur Verfügung. Das Geld dient der sogenannten nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr. Dazu zählen insbesondere der Brand- und Katastrophenschutz, das Rettungswesen sowie medizinische Notfall-Versorgung. Innenminister Lorenz Caffier (CDU) unterzeichnete gestern mit Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) sowie den Landräten Thomas-Jörg Leuchert (Bad Doberan) und Lutz da Cunha (Güstrow) eine entsprechende Verwaltungsvereinbarung. Alle Vertragspartner zeigten sich im Anschluss zufrieden. "Wir beklagen uns nicht. Wir sind uns unserer Verantwortung für das Gelingen des Gipfels bewusst", sagte Leuchert. Von den 4,5 Millionen Euro erhält Rostock 2,52 Millionen Euro, Bad Doberan 980 000 Euro und Güstrow eine Million Euro. 3,1 Millionen Euro entfallen auf Personalkosten, 400 000 Euro auf technische Ausstattung sowie eine Million Euro auf den Ausbau der integrierten Leitzentrale in Rostock. Außerdem erhalten die Kommunen für die Zeit des G8-Gipfels kostenlos Zugang zum BOS-Digitalfunk der Polizei. Bei den Personalkosten schlage vor allem der zu zahlende Verdienstausfall für ehrenamtliche Helfer zu Buche, so Caffier. Einen Pferdefuß hat der Vertrag aber doch: Nicht abgedeckt sind laut Methling die Kosten für mögliche Vandalismus-Schäden. Während des umstrittenen Treffens der acht mächtigsten Regierungschefs der Welt werden 100 000 teils militante Demonstranten aus aller Welt erwartet. Die Kosten aufgrund von möglichen Ausschreitungen könnten zu einem Fass ohne Boden werden. Bei vorangegangenen Gipfeln, wie in Seattle (2000) oder Genua (2001), war es zum Teil zu massiven Verwüstungen mit Plünderungen und brennenden Straßenbarrikaden gekommen. Methling: "Wie hoch die durch Vandalismus entstehenden Kosten genau werden, können wir nur schätzen. Wir rechnen aber mit mehreren Millionen Euro." Zwar signalisierte Caffier den drei Verwaltungsspitzen mit Blick auf mögliche zusätzliche Kosten Gesprächsbereitschaft. Methling sagte jedoch der OZ: "Zwischen einem Gespräch und der tatsächlichen Übernahme von Kosten liegt bekanntlich ein Unterschied." Nach Angaben des Innenministeriums sind die seit gestern verbindlich zugesagten Mittel in den laufenden Haushalt bereits eingestellt. Klartext: Die 4,5 Millionen Euro sind in der bislang veranschlagten Gesamtsumme von 92 Millionen Euro für die Sicherheitsmaßnahmen enthalten. [ http://www.ostsee-zeitung.de/archiv.phtml?Param=DB-Artikel&ID=2563104&Stichwort=g8&Pre=DB-Artikel&Typ=Artikel&Card=0 ] ------------------------------------------------------------------------------ G8 Summit 2007 in Heiligendamm The area of Heiligendamm and its surroundings will be divided into two security zones. * The inner cordon comprises the grounds of the Grand Hotel Kempinski and is within the jurisdiction of the Federal Office of Criminal Investigation. Residents of Heiligendamm will not be allowed to enter this zone. The implementation of this zone will be short before the start of the Summit. * The outer cordon will be a security fence, erected and maintained by the police. The fence will be situated on state property. Private estates will only be touched as minimal as possible. Within the next weeks police officers will get in touch with the land owners concerned to find solutions for the use of their property. The exact course of the fence is to be seen here: The start of the erection campaign will be on 2 January 2007, finish is planned for 1 May 2007. The above mentioned zones will be implemented after having finished the construction work. Safety precautions within the cordon will be limited to an indispensable extend. Those who will be authorized to enter the zones will be listed and provided with access passes. Authorized persons will be: residents of the Ostseebad Heiligendamm, owners and users of the premises within the cordon, businesses, employees, emergency and nursing services , registered visitors and guests as well as other people concerned. There will be two check points for entering the outer cordon. * Checkpoint "Rennbahn" is situated in the parking area by the race course. At this checkpoint only pedestrians may pass. Vehicles are to be parked at the site. There will be no public transport within the cordon. Therefore the police will provide shuttle transport. * Checkpoint " Hinter Bollhagen" is situated by the Road 12 on an area near the waterworks. This checkpoint can be passed with vehicles. During the days of the security operation searches of the vehicles will be necessary. Therefore you should be prepared for longer waiting periods. --- Who will be responsible for the security during the G8 Summit? There will be three forces to provide security - the Federal Police M-V, supported by police officers from different States of Germany, the Federal Police and the Federal Office of Criminal Investigation. Their jurisdiction is divided into different areas, according to local and factual states of affairs. However, there will be close co-operation. Will there be special security zones around the venue? Yes , there will be a fence around Heiligendamm. Its length will come to ca.12-13 km. Only authorized persons will be allowed to enter this outer cordon. The grounds of the Grand Hotel Kempinski will be the boundaries of the inner cordon. Access to this area will not be possible for residents. Around Heiligendamm there will not be any other places concerned. Will the Molli-train run between Kühlungsborn and Bad Doberan during the Summit? Will there be a stop in Heiligendamm? Train service for the public will not be provided during the time of the Summit. Which restrictions to traffic are planned? The traffic management scheme has not been finished by now. So, at the moment, we cannot give any statement . Where will traffic restrictions apply? There will probably occur restrictions in the towns around Heiligendamm (Kühlungsborn, Bad Doberan). There might be as well restrictions within the Hanseatic City of Rostock and around Laage airport. Will there be restrictions concerning the air traffic at Laage airport? There will be restrictions which cannot be defined at the moment. Will there be restrictions for maritime traffic on the Baltic Sea? There will be security zones at sea. Their extend and range has not been decided yet. Where will occur restrictions according to protests? The Hanseatic City of Rostock has already received applications for demonstrations. It has not been decided yet which of them will take place and which locations will be concerned. Who will be liable for possible damage to private and municipal property owing to the G8 Summit, e.g. caused by protesters? Basically the causation principle applies. The responsible party has to pay for the damage, which includes bodily harm as well as damage to property. Claims according to civil law have to be sued. Police and justice are preparing for prompt legal proceedings against potential troublemakers and offenders. Will there be special protection for certain shops against the background of the expected protests? It's the task of the police to take protective measures for public safety and order. In case of any disturbance or breaches of the law, the police will take effective and appropriate action. Will commuters be allowed to go about their daily business and enter and leave Bad Doberan without problems? Commuters will have access to the town of Bad Doberan. However, restrictions and checkpoints are to be expected. Will there be restrictions to tourism in the nearby villages around Heiligendamm? Around Heiligendamm restrictions due to checkpoints, road closures and transportation of police units have to be expected. In case of restrictions, who will be liable for compensation of losses? According to German law restrictions have to be accepted in principle. The protection of public safety and order regarding a safe and secure summit are the main priority. Claims for compensation are only justified in special cases. Such cases would involve sovereign encroachment on somebody?s live, health or personal freedom. --- [...] Who is an entitled person and how are these seized? Entitled are inhabitants of the Baltic Sea bath Heiligendamm as well as owners and users of possessing properties within the outside safety shut-off position possess. Further manufacturing, employees, workers, emergency and hospital services, courier services and suppliers are coverered Holidays guests and announced visitors of the inhabitants are also entitled persons. The determination and collection of the circle of acquaintances mentioned will be done by the police. You as an entitled person can support the police by being in connection with the police over the citizen telephone under 0180-5010766 (0.12 ?/min) or by E-Mail under buegerinfo at kavala.mv-regierung.de Separate documents of identification for the entitled and their vehicles are provided . Within the outside security zone a controlled person and vehicle traffic issue will take place. When should controls be expected? The building of the fence is to take place in the time from January to May 2007. First control measures should be expected aftercompletion, which will be intensified in the course of the time. Access controls into the range of the outside security zone begin after current planning conditions at the latest at the weekend before the summit. Do motor vehicles have to be removed for the time of the summit in Heiligendamm from public places, roads and ways? There will be ranges, in which for the time of the summit no motor vehicles are allowed. These ranges are however not yet accurately specified. Can I drive with my private passenger car? If you belong to the right circle of entitled persons. They must be open for controls and searches. Due to this issue the police recommends you to use the large parking lot at the racecourse. A shuttle oscillates - to traffic up to the locality Heiligendamm Where are entrance possibilities and boards of control situated? First board of control (course) is the parking lot range of the area of the gallopprace course. This range is passable by foot or with the bicycle, motor vehicles can locally be parked. A shuttle for you oscillates between the locality and the board of control. Within the outside security zone there will be no public suburban traffic. Second board of control is situated by the locality Hinter Bollhagen at the Landesstrasse 12. The board of control is passable with vehicles. However longer control times should be expected. Reasons for this are necessary searches of vehicles and persons. What is when short term changes concerning the private occupations of the state guests occur ? (Riding a bicycle or Jogging) Then temporal restrictions can result in a short term blockage . We would inform the citizens about it.in case of knowing it in advance .Be prepared to accept the fact that while driving "bumper to bumper" property access could be closed for a short time and shuttle traffic does not take place in this time. Do bicycles,baby carriages or other mobile articles have to be removed from public places and ways? There will be ranges where these should be removed. These ranges have not been designated . Will the Molli operate between Kühlungsborn and Bad Doberan with stop in Heiligendamm during the summit? The Molli is not at the disposal to course for the public during the summit . Which traffic restrictions will be applied? There is still no appropriate traffic concept , no statements can be made . Where will traffic restrictions apply? There will probably occur restrictions in the towns around Heiligendamm (Kühlungsborn, Bad Doberan). There might be as well restrictions within the Hanseatic City of Rostock and around Laage airport. Can Hoteliers, pension owners, owners of vacation homes provide reservations, which refer to the period of the summit and that are now inquired and booked? Yes, but it must be focused on the fact that persons, who make reservations for the meeting period must expect strong restrictions. Nevertheless promptly firm reservations can be made. How is the situation with the basket chairs ? How does it stand with a bath prohibition? Bath prohibition will be within the range of Heiligendamm. Exact times are still open, in the time of the G8 of summit setting up of basket chairs will be not possible. Are there impairments for my business (trade) concern? We want to inform the citizens not at short notice but on a long-term basis. We want to remain constant in contact and solve problems together. It is not yet regulated which impairments should be expected. I am a hunter. May I go hunting in the forests around Heiligendamm? Within the outside security zone a chase will not be possible. In which distance the chase will be possible outside of this zone, is not yet clarified. Are there closing hours during the time of the summit? Closing hours are not planned. --- Contract to build the technical barrier awarded - PR06 Contract to build the technical barrier awarded In Schwerin yesterday evening the State Parliament approved the supplementary budget amounting to 12.5 million Euros for the G8 Summit 2007 in Heiligendamm. The construction of a technical barrier to protect the world economic summit taking place in June next year will be pre-financed by means of this sum. The company of building and real estate MV (BBL) authorized by the police force could now award the contract to erect the complete technical barrier. MZS Metall-, Zaun-, Stahlbau GmbH & Co. KG from Bargeshagen (county Bad Doberan) got the contract to build the technical barrier measuring about 12,5 km in length. The technical barrier - a 2, 50 m high steel-lattice fence - will be equipped with an additional protection preventing people from climbing over or crawling under it. At the side the steel-lattice fence will be fixed to aboveground overlying concrete elements. According to the present planning stage the technical barrier will run as follows: Jemnitzschleuse - along the Mühlenfließ - Großer Wohld - gallop racecourse - Bollhäger Forst - Hinter Bollhagen - Kleiner Wohld - Kinderstrand The police force will set up two checkpoints - the first one at the gallop racecourse and the second one at the waterworks in Hinter Bollhagen. Mostly the fence will run on national property. If this is not possible, private properties have to be included, too. Police officers and representatives of the company BBL have already visited the owners involved to get into conversation with them. Binding license agreements will be signed soon. The head of the operations, LPD Knut Abramowski, is confident that the construction of the fence will be finished by May 2007. "The technical barrier is a significant aspect in the safety concept of the police and meets the international safety requirements." Subsequent to the G8 Summit the technical barrier will be completely removed. --- The Special Structural Organization (BAO) Kavala has moved into the new premises - PR5 On Monday 6th November 2006 the Special Structural Organization (BAO) of the police directorate Rostock moved into its new premises situated in the real estate Waldeck (near the Hanseatic City of Rostock) in order to plan, prepare and organize the G8 Summit 2007 in Heiligendamm. Already on 1st September 2005 the Ministry of Interior M-V instructed the police directorate Rostock to assume the entire operational control concerning the G8 Summit 2007 in Heiligendamm. Consequently, Leitender Polizeidirektor Knut Abramowski set up a Special Structural Organization (BAO) in the police directorate Rostock, named it "Kavala" standing for "White city on the sea" and started working together with four staff members. First of all, it is the duty of the police force to protect the G8 Summit in Heiligendamm and its members as well as to guarantee peaceful demonstrations and assemblies. However, if there are violent riots they take rigorous action. The police force, nevertheless, make every endeavour to limit detractions from public life being in store for the inhabitants of Heiligendamm and the adjoining communities to an indispensable extent. "Preparing an operation of such dimension requires both precise planning, personnel and organizational decisions which have to be made carefully", said commanding officer Knut Abramowski emphasizing the significance and extent of the police operation. The staff of BAO Kavala entrusted with the responsibility for the preparation has just moved into the real estate Waldeck which has been used by the riot police M-V since 1991. One of the two blocks was renovated and equipped with new technology and logistics. Now the working conditions for the employees are more pleasant in the offices and conference rooms. The other block will be renovated in the next months, too. The second standby squad of the riot police M-V moved to Rostock Schmarl. At present 126 police officers of the entire Federal State Police M-V are working with great commitment and motivation in order to make sure things run smoothly during the summit in June 2007 next year. >From December 2006 further territorial and functional operational sectors concentrating on the venues respectively places of special security interest, such as Heiligendamm, the security of air traffic and at sea as well as traffic-related measures and assemblies will be established. The field of activities includes drawing up concepts and orders, requesting tactical personnel from the entire federal territory, the equipping with technical command and operational resources, providing technology as well as motor vehicles, informing the public and taking care of the media. Since April 2006 the operational sector press work and public relations accompanying the operation has been working on informing the population as early and extensive as possible. Commanding officer Knut Abramowski emphasizes, "that the police want to deal fairly and qualified with the population who should be appreciate for the restrictions. In this connection it is very important to keep up contacts with the residents and to deal with the problems of each individual citizen. We want to be accessible that's why we again put our faith in the citizen hotline, the "Internet guard" and our homepage - as handled during the visit of the US President G.W. Bush in Stralsund." By now more than 5,000 accesses to our homepage www.polizei.mvnet.de could be registered. The press office in Waldeck can be reached in the following way: media hotline: 0180 - 50 10 767 citizen hotline: 0180 - 50 10 766 fax line: 038208 - 888 13 99 email: presse at kavala.mv-regierung.de [http://www.polizei.mvnet.de] ------------------------------------------------------------------------------ 4 juin 2007: Pour la liberté de mouvement et des droits égaux pour tous Appel transnational pour la journée d?action concernant la migration dans le cadre de la semaine de protestation contre le sommet du G8 à Rostock Partout dans le monde des mouvements et des luttes de réfugié(e)s et de migrant(e)s deviennent de plus en plus insistants. A San Diego ou Ceuta l?on brave les frontières, à Los Angeles ou Bruxelles on revendique la légalisation, à Hambourg et Bamako on s?oppose à la déportation, à Londres et Woomera on se révolte contre les prisons de déportation, à El Ejido et Séoul on lutte contre la précarisation... personne ne peut plus ignorer l?importance des luttes menées par les migrant(e)s et réfugié(e)s. Ce sont toujours deux choses en même temps : la réaction à l?exploitation massive, le ravage global continue dans les pays du sud et l?exigence à des droits sociaux égaux. La liberté de mouvement globale est un " droit fondamental et la condition pour d?autres droits fondamentaux " (déclaration de Rabat) Elle est un défis décisif pour le système d?exploitation qui lui-même sans frontière, construit de plus en plus des frontières à l?extérieure comme à l?intérieure. Les gouvernements du G8 tout comme l?OMC, FMI, la banque mondiale et les compagnies multinationales ont pour but commun un régime global d?Apartheid. Les organisations de réfugiés ont créé le slogan : "Nous sommes ici parce que vous détruisez nos pays. " Mais ils ne sont pas seulement responsable de l?exploitation néocoloniale des pays du sud. La militarisation des frontières entre le Mexique et les Etats-Unis ou entre l?Afrique et l?Europe sous le poids de milliers de morts recensés. Ce soi-disant l?aide au développement et le fond aux gouvernements corrompus sont liés aux contrôles de la migration qui se fait dans les pays de transit et les pays d?origine. La détention hors des frontières européennes la déportation devient l?issu clé pour globaliser la gestion de la migration. Simultanément ils produisent délibérément le processus intensifié de sélection et d?exclusion dans la partie nord du monde ; et hiérarchisent les droits au niveau social et politique. La criminelle fonction de filtre des frontières, l?illégalisation et déportation de migrant(e)s servent de moyens d?oppression, tous deux correspondant aux besoins du marché de travail du nord. Les ateliers d?exploitation tout comme les sites de construction, l?agriculture et les ménages et bien d?autres services dépendent de la main d??uvre moins chère, flexible et particulièrement obéissante de travailleurs(es) migrant(e)s. Dans l?intérêt du capitalisme d?étendre partout les travaux de petite rémunération, les migrant(e)s doivent être mis(es) en concurrence avec la population du nord. Ne sont pas seulement les réfugié(e)s et les migrant(e)s qui sont affecté(e)s par l?aliénation de leurs droits mais aussi leurs enfants et leurs petits fils le sont. Etre en Allemagne, en France ou aux Etats-Unis partout bien que la 2ième et la 3ième génération soient affectées par la discrimination systématique : dans le secteur du logement ou dans le marché de travail, dans le système d?éducation et dans le droit au vote. Et tous sont en danger permanent d?être des victimes des attaques racistes, fascistes ou policière. Les luttes de réfugié(e)s et de migrant(e)s luttent contre le nouveau concept global d?Apartheid et offrent la nécessité d?une perspective transnationale. N?ignorons pas les différences de réalités et de luttes de différents groupes, régions, pays ou continents. Mais nous sommes convaincus de la nécessité d?échanger et de communiquer ces différences tout en surmontant ces frontières aussi. Nous sommes appelés à un processus de lutte commune contre le même système mondial d?Apartheid et régime migratoire tout en revendiquant la liberté de mouvement et des droits égaux pour tous. La liberté de mouvement avait été aussi le slogan principal dans la manifestation de migrants pendant la mobilisation Anti-G8 à Gène en 2001. La liberté de mouvement venait en première ligne pour la journée d?action transnationale dans les trois dernières années, dernièrement aussi le 7 octobre 2006. La liberté de mouvement est aussi apparue comme revendication centrale aux forums sociaux à Bamako, Athènes, Rabat et à Nairobi cette année. Nous voulons suivre similairement ces traces pour une autre journée d?action transnationale le 4 juin 2007 " la liberté de mouvement et des droits égaux pour tous " dans le cadre de la mobilisation contre le G8. Du 2 au 8 juin toute une semaine d?activité aura lieu dans et autour de Rostock : avec des manifestations et des démonstrations, avec des blocages et des actions directes, avec des camps et des conférences portés par les différents mouvements sociaux. En tant que groupe de migrant(e)s et réseau nous voulons participer à cette mobilisation générale, connecter les contenus et les demandes, créer et développer du commun. Simultanément voulons nous donner une attention particulière à notre demande d?organiser notre propre journée d?action, incluse une grande manifestation le 4 juin, une journée avant le début des blocages contre le sommet du G8. Nous invitons les différents réseaux de migrant(e)s et des organisations de par le monde entier à participer et d?envoyer quelques délégués le 4 juin, mais aussi les jours avant et après, quand nous organiserions plus d?actions et de réunions et quand nous voudrons participer au proteste contre le G8. Nous voudrons donner une vision forte du caractère transnational du mouvement et de la lutte des réfugié(e)s et des migrant(e)s en ces jours de juin. -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli [at] nadir.org Pressearbeit: presse [at] gipfelsoli.org Ein- und Austragen Newsletter: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-l Ein- und Austragen Presseverteiler: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-presse Newsfeed für ALLE aktuellen Nachrichten (Newsletter, Pressemitteilungen, Repression): http://info.gipfelsoli.org/feeds/rss2/1 -------------------------------------------------------------------------- ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. 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(Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mo 3 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Wed Jan 10 05:56:35 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Wed, 10 Jan 2007 05:56:35 +0100 Subject: widerst@nd mund: Mittwoch, 10. =?iso-8859-1?Q?J=E4nner_2006?= Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Mittwoch , 10. Jänner 2006 Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund In eigener Sache und in Eurem Interesse in Zeiten wie diesen ist eine kleine Umverteilung der MUND-Arbeit notwendig: DER WIDERSTANDS-MUND SUCHT DRINGEND LEUTE, DIE 1 X DIE WOCHE EINE AUSGABE ZUSAMMENSTELLEN WOLLEN ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ ALFRED "SCHIZO" GUSENBANZLER ================================================ ================================================ 01 AUFRUF von "ursula napravnik" ================================================ 02 Protestkundgebung zum Zeitpunkt der Angelobung auf dem Ballhausplatz von "Helmuth Fellner" ================================================ 03 Regierungsbildung/Proteste: Loewelstrasse besetzt, Widerstandratschlag, Kundgebung zur Angelobung von "akin" ================================================ ================================================ AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN ================================================ ================================================ 04 The Politics of Culture: Re-engaging Uli von ursprung ================================================ 05 ASt - SPÖVP = Regierung für Reiche! Streiks und Demonstrationen JETZT! von ASt-LFI ================================================ 06 Marlen Schachinger von promedia at mediashop.at ================================================ 07 Veranstaltungen / neue Regierung von "agm" ================================================ ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ 08 Die eingetragene Partnerschaft ist tot von "RA. Dr. Helmut Graupner" ================================================ 09 Niederlage für Kunst, Kultur und Medien bei Regierungsverhandlungen! von Kulturrat Österreich ================================================ 10 Der Kuschel-Imam und die Öffentliche Sicherheit von WADI Austria ================================================ 11 in eigener Sache / Ortstafeln / Gender-Queer von Initiative Minderheiten Newsletter ================================================ 12 SPÖVP von Dietmar Köhler ================================================ 13 HOSI Wien über Koalitionsvereinbarung zutiefst enttäuscht von Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien ================================================ 14 Presseinformation der HOSI Linz: 09.01.2007/Gebrochene Versprechen von "HOSI Linz" ================================================ 15 Ereignisse des Jahres und ein fröhliches Neujahr von Jens Galschiøt ================================================ 16 Das Regierungsprogramm von "Rechtskomitee LAMBDA (RKL)" ================================================ 17 Termine ab Mittwoch, den 10.1.2007 von "akin" ================================================ 18 Regierungsbildung/Studiengebuehren/Glosse: "Gehts was hackeln!" von "akin" ================================================ 19 OeGB/Kommentar der Anderen/Termine : Lohnarbeit - kein Lebenszweck!, Diskussionsveranstaltungen von "akin" ================================================ 20 Gratiskleinanzeige: Gesucht: Neue MieterInnen fuer BG Schottengasse von "akin" ================================================ ================================================ STUDIENGEBÜHREN/zWANGSARBEIT/"grundeinikommen" ================================================ ================================================ 21 protestaktionen gegen soziale Ungerechtigkeit der sp-vp regierung von "Renate Vodnek" ================================================ ================================================ INTERNATIONALES ================================================ ================================================ 22 Bilanz 2006 - Gewalt gegen Indianer in Brasilien von "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================ ================================================ 23 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ ALFRED "SCHIZO" GUSENBANZLER ================================================ ================================================ 01 AUFRUF von "ursula napravnik" ================================================ Hallo, am Donnerstag findet die Angelobung der Regierung statt. Feuern wir diese Regierung an: Treffpunkt entweder 10:00 vor der Universität oder Ballhausplatz. WIDERSTAND GEGEN DEN SOZIALABBAU Ursula ================================================ 02 Protestkundgebung zum Zeitpunkt der Angelobung auf dem Ballhausplatz von "Helmuth Fellner" ================================================ Kommunistische Initiative [KI] Presseaussendung 09.01.2007 Große Koalition für Millionäre, Konzerne und EUROKraten Utl.: SPÖ-Bonzen im Liegen umgefallen – Protestkundgebung zum Zeitpunkt der Angelobung auf dem Ballhausplatz Nach der weitgehenden Aufteilung der Pfründen steht jetzt endgültig fest, dass die SPÖ-Verantwortlichen um Gusenbauer (und dazu zählen auch die 75 Prozent Handerlheber und Grüßauguste des Parteivorstandes der SPÖ) einmal mehr im Liegen umgefallen sind, gegenüber den eigenen Wählerinnen und gegenüber den so oft zitierten kleinen Männern und Frauen, für die man vorgibt, Politik zu machen. Die Eurofighter bleiben - im Interesse des EU-Imperialismus. Die Studiengebühren - vor allem zum Schaden der Arbeiterkinder - auch. Wohl nur die SPÖ konnte sich den widerwärtigen Zynismus mit einem Arbeitsdienst für finanzschwache Studentinnen erlauben, dieser Plan könnte von Haider oder Strache stammen. Die Mängelverwaltung des österreichischen Bildungsunwesens wird in geteilte Hände gelegt, es finden sich aber keine Vorschläge, wie man der Bildungsmisere begegnen kann. Die ersten Lobesstimmen zeigen, woher der Wind weht: Kapitalisten-Boss Veit Sorger ist nicht in Sorge, sondern voller Lob, ob des Mutes und der künftigen Schaffenskraft dieser kommenden Regierung. Und Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl ist überzeugt, dass die Schwerpunkte der neuen Regierung „den Wirtschaftsstandort Österreich stärken werden“. Besonders begrüßte Leitl, dass Wirtschaft und Arbeit – wie im einstigen austrofaschistischen Ständestaat - in einem Ministerium zusammenbleiben. Das Wein-Kabinett Gusenbauer wird die Interessen der Klientel Sorgers und Leitls, der Industriellen, der Konzerne wacker vertreten, darauf können diese jetzt schon mit edlen Toskana-Tropfen anstoßen. Erste Zeichen sind am Horizont schon sichtbar: Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge zu Lasten der einfachen ArbeiterInnen und Angestellten, während die Höchstbeitragsgrundlage für die Großverdiener unangetastet bleibt. Und auch die geplante Erhöhung der Mineralölsteuer, die auf die Preise umgeschlagen werden, wird vor allem die ArbeitnehmerInnen belasten. Der unappetitlichen Vorstellung des Standard, dass „Alfred Gusenbauer Bundeskanzler - mit heruntergelassenen Hosen“ sei, wollen wir hier nicht folgen, denn Gusenbauer lässt ja wie all die anderen, bisherigen SPÖ-Bonzen, vom Millionär Androsch über den Stronach-Rudas oder den VW-Klima bis zur Siemens-Gitti Ederer, nie die eigenen, sondern stets die Hosen der eigenen Parteimitglieder, AnhängerInnen und WählerInnen herunter. Sie selbst sind zunächst ja wohlversorgt durch Politikerprivilegien, über die in den Koalitionsverhandlungen einmal mehr der Mantel des Schweigens gebreitet worden war. Und verschwinden sie aus der Politik, so werden sie eben von irgendeinem Konzern eingekauft. Und in die Fixierung der auf 180 Seiten festgeschriebenen, kommenden sozialen Grausamkeiten der künftigen Regierung hat man seitens der SozialdemokratInnen von vornherein den auf den Hundstorfer gekommenen ÖGB mit eingebunden. Und willfährig wird sich der nicht schlafende, sondern inzwischen tönerne und durch sozialdemokratische Defraudanten zerzauste ÖGB der „sozialdemokratisch geführten“ Regierung Gusenbauer gegenüber verhalten, das steht jetzt schon fest. Und dies gilt wohl auch für die Beibehaltung der asozialen Pensionsregelungen der bisherigen Regierungen und für alle künftigen weiteren Anschläge auf die Pensionen und das Sozialsystem. Also: Was tun ? Nur durch die Entwicklung von entsprechendem Druck von unten, durch Klassenkampf, durch soziale Aktionen, Streiks und Demonstrationen können weitere Asozialitäten abgewendet oder zumindest gemildert werden. Dazu bedarf es einer stärkeren und kämpferischeren Bewegung als jene sozialdemokratisch-halblink-grüne Bewegung gegen Schwarzblau. Packen wir es an ! Es gibt keine sozialdemokratische Gesellschaft, auch diese ist nur nackter Kapitalismus ! Der Kampf um eine gerechte Gesellschaft, um den Sozialismus, wird uns durch nichts erspart bleiben ! Und auf dem Weg dorthin geht es mit Hilfe von Klassenkampf um radikale Reformen: Umverteilung von oben nach unten ! Hohe Vermögens- und Erbschaftssteuern ! Unentgeltliches Erziehungs- und Bildungswesen ! Polytechnische Gesamtschule für alle 7 – 16Jährigen ! Menschenwürdige kostendeckende Löhne, Gehälter und Pensionen ! Gegen weitere Aushöhlung des Sozial- und Pensionssystemssystems ! Arbeit für alle durch radikale Kürzung der Arbeitszeit, Wertschöpfungsabgabe und Demokratisierung der Arbeitswelt ! Stopp dem weiteren Ausverkauf öffentlichen Eigentums ! Kontakt: Kommunistische Initiative (KI) Post : Rankgasse 2, 1160 Wien Telefon: O676/6968852 e-mail: info at kommunisten.at Homepages: www.kominform.at und www.kommunisten.at ================================================ 03 Regierungsbildung/Proteste: Loewelstrasse besetzt, Widerstandratschlag, Kundgebung zur Angelobung von "akin" ================================================ ******************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 9. Jaenner 2007; 20:19 ******************************************** Regierungsbildung/Proteste: > Loewelstrasse besetzt Die Parteizentrale der SPOe in der Loewelstrasse wurde am Montag um 18h von ca. 60 AktivistInnen besetzt. Sie demonstrieren gegen die Studiengebuehren, die von der neuen schwarzen Regierung mit rotem Bundeskanzler beibehalten werden. Derzeit ist die Besetzung noch in Gang. Die AktivistInnen wollen die SPOe Zentrale bis zur Angelobung besetzen. Der stupide Vorschlag, Studierende die die Studiengebuehren nicht bezahlen wollen wuerden, sollten 120 Stunden Sozialarbeit pro Jahr leisten zeigt schon an wie die grosse Bildungsreform der SPOeVP Regierung aussehen wird. Besonders absurd: Die Entlohnung fuer die Sozialarbeit unterschreitet den im Koalitionprogramm vereinbarten Mindestlohn von 1000 Euro. Das Fremdenrechtspaket 06, welches die SPOe mitbeschlossen hat, wird wohl auch nicht so bald abgeschafft, die Gleichstellung homosexueller PartnerInnenschaften laesst weiter auf sich warten - die rotschwarze Regierung ist um keinen Deut besser als ihre Vorgaengerin. (Gruenalternative Jugend et al.) * > Widerstandratschlag Rot-Schwarz ist -- in beschaemender Weise -- in Kernbereichen bloss die Fortsetzung von Schwarz-Blau-Orange. Was ansteht ist neoliberale Fortwurstelei. Die Sozialdemokratie hat zentrale Punkte, mit denen sie die Wahlen gewinnen konnte, ueber Bord geworfen oder total verwaessert ( z. B. Grundeinkommen). Die Frage der Eurofighter wird "auf spaeter vertagt", Studiengebuehren gibt es weiter... Die Negativliste liesse sich beliebig fortsetzen. Gleichsam als Draufgabe bekam die OeVP alle Schluesselressorts zugeschanzt - selbst der ORF konnte nicht umhin, dies als "einmalig in der Geschichte der 2.Republik" zu klassifizieren. Obwohl die Regierung nicht einmal noch steht, gibt es bereits die ersten Proteste. Studentinnen gingen heute auf die Strasse, in den Gewerkschaften laufen die Telephone heiss. In einem "Ratschlag" wollen wir beraten, wie der Widerstand in den verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen ZUSAMMENGEFUeHRT werden kann. Nur GEMEINSAM sind wir stark! Ein erstes Treffen fand bereits heute statt, weitere sollen folgen. Hermann Dworczak, dworczak at hotmail.com, 0676 / 972 31 10 * > Kundgebung zur Angelobung Zu einer Protestkundgebung zum Zeitpunkt der Angelobung auf dem Ballhausplatz ruft die Kommunistische Initiative auf. Naeheres auf: http://www.kominform.at *************************************************** Der akin-pd ist die elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen Wiener Wochenzeitung 'akin'. Texte im akin-pd muessen aber nicht wortidentisch mit den in der Papierausgabe veroeffentlichten sein. Nachdruck von Eigenbeitraegen mit Quellenangabe erbeten. Namentlich gezeichnete Beitraege stehen in der Verantwortung der VerfasserInnen. Ein Nachdruck von Texten mit anderem Copyright als dem unseren sagt nichts ueber eine anderweitige Verfuegungsberechtigung aus. Der akin-pd wird nur als Abonnement verschickt. Wer versehentlich in den Verteiler geraten ist, kann den akin-pd per formlosen Mail an akin.buero at gmx.at abbestellen. ************************************************* 'akin - aktuelle informationen' a-1170 wien, Lobenhauerngasse 35/2 vox: ++43/1/535-62-00 (anrufbeantworter, unberechenbare buerozeiten) http://akin.mediaweb.at akin.buero at gmx.at Bankverbindung lautend auf: föj/BfS, Bank Austria, BLZ 12000, 223-102-976/00, Zweck: akin ================================================ ================================================ AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN ================================================ ================================================ 04 The Politics of Culture: Re-engaging Uli von ursprung ================================================ wir bitten um ankündigung! danke und herzliche grüsse, eva ursprung tel: 0650.9590513 The Politics of Culture Re-engaging Uli Nigerianische Kunst, diesmal wirklich in Graz: Das im Oktober aufgrund der abgelehnten Visa-Anträge gescheiterte Projekt mit der Pendulum Art Gallery (Lagos, Nigeria) kann nun im Jänner endlich in Graz “landen” - mit einer Ausstellung, Vorträgen und Workshops von: Krydz Ikwuemesi, Ndidi Dike, Angela Udeani Nkem, Okechukwu Nwafor, Peter Areh, einer Videodokumentation des kollektiven Prozesses klassischer Uli-Malerei und ausgewählten Arbeiten von Uli-Klassizisten. Workshops Fr 19. - So 21. Jänner von 10:00 – 17:00 Uhr Nach einer Einführung in Tradition, Techniken und Symbolik klassischer nigerianischer Uli-Malerei* werden gemeinsam mit der renommierten Künstlerin Ndidi Dike (www.ndididike.com/) und dem Theoretiker, Maler und Kurator C. Krydz Ikwuemesi (www.heavensgate-ng.com/) in einem mehrtägigen Workshop u.a. Wände im Kunstraum BAODO im NIL bemalt. Auf Basis der dabei gewonnenen Erfahrungen werden die Prinzipien der Uli-Malerei aus moderner bzw. postmoderner Perspektive reflektiert, und in einer zweiten Workshopphase auf Leinwand, Papier und anderen Materialien weitergeführt. Präsentation der Workshopergebnisse: Di 23. 1. um 19:00 Uhr im Kunstraum BAODO im NIL Dreihackengasse 42, 8020 Graz. Ausstellung bis 7. 2., Öffnungszeiten Mo – So 15:30 – 22:00 Workshopbeiträge für den dreitägigen Uli-Workshop (inkl. Materialkosten, Mittagessen und Snacks): Eur 75,-. Ermässigungen für StudentInnen und Mittellose möglich. Anmeldungen unter: 0316/32 44 34 oder p.riesel at aai-graz.at. Weitere Infos auf www.crossingcultures.at Do 25. Jänner 18:00 Uhr Vorträge: C. Krydz Ikwuemesi und Peter Areh: “Uli: History, Essence and Prospects” Der Vortrag ist in Englisch, wird jedoch zusammenfassend ins Deutsche übersetzt. 20:00 Uhr Vernissage Arbeiten von Krydz Ikwuemesi, Ndidi Dike, Angela Udeani Nkem, Okechukwu Nwafor, Uche Okeke, Obiora Udechukwu, Nneka Onwudinjo, Joseph Eze, Tayo Adenaike, George and Nneka Odoh sowie einer Auswahl der im Workshop entstandenen Arbeiten der TeilnehmerInnen. Öffnungszeiten: DI – SO 14:00 – 18:00 Uhr Ort: ESC, Jakoministrasse 16, 8010 Graz Uli: Vor der Christianisierung Nigerias war die Malerei Frauen vorbehalten: In einem gemeinsamen, kollektiven Prozess bemalten sie die Außenwände von Schreinen, Wohnhäusern und anderen öffentlichen Gebäuden. Diese abstrakte, symbolische Malerei („Uli“) wurde auch als Körperbemalung appliziert und ersetzte vor der Europäisierung die Kleidung. Elemente davon beeinflussten und befruchteten die Arbeiten von europäischen Künstlern wie Picasso, während sich zeitgleich an ihrem Entstehungsort deren Untergang ankündigte. In den letzten Jahren begann jedoch auch in Nigeria eine Wiederentdeckung von Uli: zeitgenössische KünstlerInnen setzen sich intensiv mit dieser Tradition auseinander und lassen sich davon inspirieren – in der Malerei, Skulptur, aber auch im Produkt- und Stoffdesign, in Performance und Musik. Die Pendulum Art Gallery in Lagos dokumentierte 2003 die Arbeit der noch lebenden Uli-Künstlerinnen und konzipierte eine Ausstellung, in der diese traditionelle Malerei mit den Arbeiten zeitgenössischer afrikanischer KünstlerInnen kontrastiert wird. Eine Veranstaltung des Afro-Asiatischen Instituts Graz in Zusammenarbeit mit The Syndicate“, ESC, Kunstraum BAODO im NIL und der Pendulum Art Gallery (Lagos) zum Auftakt von Crossing Cultures. “Crossing Cultures” - das Laboratorium für interkulturelle Kooperationen mit den Ländern des Südens in der Steiermark.ist eine innovative künstlerische Arbeits- und Begegnungsplattform des Afro-Asiatischen Instituts Graz. http://syn.mur.at, www.crossingcultures.at Wir danken dem Land Steiermark Kultur. und dem Kulturamt der Stadt Graz sowie allen KooperationspartnerInnen ================================================ 05 ASt - SPÖVP = Regierung für Reiche! Streiks und Demonstrationen JETZT! von ASt-LFI ================================================ Studiengebühren, Eurofighter, Hartz IV, Abgabenerhöhungen…. SPÖVP = Regierung für Reiche! Streiks und Demonstrationen JETZT! Erste Stellungnahme des ArbeiterInnenstandpunkt zur Bildung der Großen Koalition, 9. 1. 2007 Das Regierungsprogramm der SPÖVP-Koalition ist die Fortsetzung der neoliberalen Wende unter einem Kanzler Gusenbauer. Die Studiengebühren bleiben und StudentInnen können nun als Billigst-Arbeitskräfte mit einem Stundenlohn von 6,05 * ihr Studium finanzieren (Motto: Studieren durch Popo-Auswischen im Altersheim). Die Eurofighter bleiben bis auf weiteres. Und das Bundesheer – unter Leitung eines SPÖ-Verteidigungsminister – kann ab sofort an Kriegseinsätzen im Ausland auch ohne UNO-Beschluß teilnehmen. Der Kündigungsschutz für Lehrlinge wird gelockert – das heißt, Unternehmer können Jugendliche nach Lust und Laune feuern! Hinter der sogenannten Mindestsicherung verbirgt sich in Wirklichkeit ein Hartz IV-Programm, um Arbeitslose zur Annahme jedes noch so miesen Jobs zu zwingen. Auf die breite Masse der Bevölkerung – die ArbeiterInnenklasse – kommen mit der Erhöhung der Mineralölsteuer und Krankenversicherungsbeiträge weitere Belastungen zu. Die SPÖ wurde von Vielen gewählt, weil sie ein Ende der schwarz-blauen Politik für die Reichen wollten. Die Gusenbauer-SPÖ hat die ArbeiterInnen, Jugendlichen und PensionistInnen mit Wahlversprechen geködert … und nach gewonnener Wahl betrogen! In Wirklichkeit ist die neue Regierung Gusenbauer eine Fortsetzung der ÖVP-Alleinregierung unter einem roten Kanzler! Sie setzt die jahrelange neoliberale Politik für die Reichen fort. Diese Regierung ist durch Lügen an die Macht gekommen! Diese Regierung ist eine Gefahr für unsere Zukunft! Wir müssen sie stoppen! Wir können sie stoppen! Wie? Durch breiten Druck auf der Straße – durch große Streiks und Demonstrationen! Nur wenn sie unsere Wut spüren, können wir sie in die Knie zwingen! Deswegen werden wir bei der Angelobung der Regierung am Donnerstag, 11.1. ab 9 Uhr am Ballhausplatz sein. Deswegen brauchen wir umgehend Basisversammlungen an den Schulen, den Universitäten und in den Betrieben. Dort soll über das Regierungsprogramm diskutiert und der Kampf dagegen geplant! Alle AktivistInnen an den Schulen, Universitäten und in den Betrieben sollen sich in Aktionskomitees zusammenschließen um den weiteren Widerstand zu organisieren. So gut und wichtig Protestaktionen wie jene vor der SPÖ-Zentrale sind, so reichen sie bei weitem nicht aus. Nur Großdemonstrationen und Massenstreiks können die Regierung tatsächlich in die Knie zwingen. Deswegen fordern wir von der SJ-Führung und der ÖGB-Führung, daß sie sich umgehend an der Organisierung solcher breiten Proteste beteiligt. Wir vom ArbeiterInnenstandpunkt und der Jugendorganisation REVOLUTION arbeiten ab sofort für dieses Ziel. Um die Abwehrmaßnahmen genauer zu planen, treffen wir uns am Samstag, den 13. Jänner zu einer Aktionskonferenz. (15 Uhr im Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 Wien, Nähe U3 Neubaugasse) Kommt Alle! ================================================ 06 Marlen Schachinger von promedia at mediashop.at ================================================ Einladung zum ersten AutorInnengespräch im "Winter". Wir freuen uns auf Ihr Kommen. Wer? Marlen Schachinger wurde 1970 in Oberösterreich geboren, studierte Komparatistik, Germanistik und Französisch in Wien. Seit 1999 ist sie als freiberufliche Autorin sowie als Lehrende in der Erwachsenenbildung im Bereich Literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft tätig. Sie publizierte die Romane „morgen, vielleicht“, „Der Unschuld Verlust“ sowie den Kurzgeschichtenband „Störung“. Im Promedia Verlag ist von ihr vor kurzem der erste Wiener Frauenreiseführer „Wien. Stadt der Frauen“ erschienen. Wann? Dienstag, 16.1.2007, 18 Uhr Wo? Buchhandlung Winter, Landesgerichtsstr. 20, 1010 Wien Der Reiseführer: Marlen Schachinger WIEN. STADT DER FRAUEN Eine Reiseführerin ISBN 3-85371-260-6, br., bebildert, mit Stadtrundgängen, 240 Seiten, 19,90 Euro Grafische Gestaltung von Sigrid Haubenberger Mit freundlichen Grüßen Angelika Hipfinger Promedia Verlag Wickenburggasse 5/12 1080 Wien Fax: 01/405 71 5922 promedia at mediashop.at ================================================ 07 Veranstaltungen / neue Regierung von "agm" ================================================ 1) Veranstaltungen 2) neue Regierung 1) Gemeinsame Veranstaltungen von Arbeitsgruppe Marxismus (AGM) und AL-Antifaschistische Linke in Wien: Gruppe Wien Nord Gesundheit und Gesundheitspolitik Gesundheitspolitik geht uns alle an. Doch was hat es mit der Debatte um die steigenden Kosten im Gesundheitswesen auf sich? Wie sehen die Arbeitsbedingungen von Pflegepersonal und ÄrztInnen aus? Wie geht es Beschäftigten und PatientInnen in diesem System? Und wie könnte ein Gesundheitswesen aussehen, das den Menschen und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt und nicht die Frage von Finanzen und die, wie die PatientInnen wieder „fit für den Job“ werden können? Ein Krankenpfleger wird die Debatte einleiten, anschließend freuen wir uns auf eine spannende Diskussion. Dienstag, 16. Januar 2007, 19 Uhr Piwnica, Jägerstraße 38, 1200 Wien (erreichbar mit den Linien U6, 5, 31, 33) Gruppe Wien Südwest Der Zypernkonflikt Wie kam es zur nationalistischen Spaltung in Zypern? Was waren und sind die imperialistischen Interessen auf der Insel? Welche Rolle spielt(e) die zypriotische ArbeiterInnenbewegung? Wie ist die aktuelle Situation einzuschätzen und wie kann eine marxistische Position zum EU-Beitritt der Türkei aussehen? Der Vortrag bringt eine umfassende Analyse der Hintergründe des Zypern-Konfliktes Mittwoch, 17. Januar 2007, 19 Uhr Cafe Berfin, Siebensterngasse 46, 1070 Wien (erreichbar mit den Linien U3, 49, 13A) 2) Angesichts der aktuellen Lage um die Regierungsbildung und die vollständige Kapitulation der SPÖ verweisen wir auf unsere Einschätzung, was die Bildung einer großen Koalition für die Lohnabhängigen bedeutet: http://www.agmarxismus.net/flugschriften/RS9/rs9_vorderseite.pdf http://www.agmarxismus.net/flugschriften/RS9/rs9_rueckseite.pdf ================================================ ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ 08 Die eingetragene Partnerschaft ist tot von "RA. Dr. Helmut Graupner" ================================================ http://www.gayboy.at/news/10786 ================================================ 09 Niederlage für Kunst, Kultur und Medien bei Regierungsverhandlungen! von Kulturrat Österreich ================================================ _______/ PRESSEMITTEILUNG _______/ Kulturrat Österreich __/ Niederlage für Kunst, Kultur und Medien bei Regierungsverhandlungen! __/ Koalitionsergebnisse ohne Perspektive einer politischen Erneuerung _______/ http://kulturrat.at/ Nach annähernd sieben Jahren der so genannten "Wenderegierung" der ÖVP unter Einbeziehung rechtsextremer Gruppierungen haben die sozialen und demokratischen Grundlagen der Republik Österreich massiven Schaden genommen. Dem Wahlsieg der SPÖ am 1. Oktober 2006 folgte daher die Forderung nach einer fundamentalen Neuorientierung bei ihrer Rückkehr an die Regierung. Insbesondere die Bereiche Kunst, Kultur und Medien müssen in einem eigenständigen Ressort zusammengeführt werden, damit sie mit einer politischen Stimme gleichwertig vertreten werden. Die aktuellen Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen zeugen jedoch von einer politischen Ignoranz und Gestaltungsverweigerung, die einem ernst zu nehmenden Erneuerungsanspruch Hohn sprechen. Der Kulturrat Österreich protestiert gegen eine Zuordnung zu einem Unterrichtsministerium. Mit dieser Lösung laufen Kunst-, Kultur- und Medienagenden Gefahr, auch für die kommenden Jahre als Nebensache festgeschrieben zu werden. Ebenso unverständlich ist die Überlassung des Finanzressorts an den Regierungspartner ÖVP, der in der vergangenen Regierungsperiode im Bunde mit Jörg Haiders FPÖ und später BZÖ für die strukturelle Schwächung und Zerschlagung unabhängiger Strukturen von Kulturschaffenden Verantwortung trägt. Unter diesen Voraussetzungen ist keine Verbesserung und Veränderung der mangelnden sozialen Absicherung künstlerischer Arbeit zu erwarten. Nach wie vor betreffen allein die Existenz gefährdenden Rückzahlungsforderungen durch den Künstlersozialversicherungsfonds 850 Personen. Auch angesichts der geplanten Förderung nicht-kommerzieller elektronischer Medien muss eine Bundesregierung ihre demokratiepolitische Verantwortung wahrnehmen und ein Förderinstrument entwicklen, das willkürliche politische Einflussnahme auf die Verteilung der Gelder - wie zuletzt 2001 bei der Abschaffung der Bundesförderung Freier Radios - ausschließt. Im Bereich der Bildungspolitik ist die offenkundige Preisgabe der zentralen SP-Ankündigung, die von der rechtskonservativen Regierung 2001 eingeführten Studiengebühren mit sofortiger Wirkung aufzuheben, völlig unbegreiflich und stößt auf heftige Kritik des Kulturrat Österreich. Eine Wissensgesellschaft, die auf freie und gleichberechtigte Zugänge zu Information, Kultur und Bildung achtet, ist nicht mit einer Politik zu verwirklichen, die von uneingelösten Versprechen und gesellschaftlicher Spaltung geprägt ist. __/ Kulturrat-Zeitung Online __/ http://kulturrat.at/debatte/zeitung/ __/ Kulturrat-Zeitung Download (PDF-File) __/ http://kulturrat.at/debatte/zeitung/printkulturrat.pdf _______/ Rückfragen Sabine Kock Tel. +43 (1) 403 87 94 - 12 _______/ Kontakt Kulturrat Österreich Gumpendorfer Str. 63b A-1060 Wien contact at kulturrat.at http://kulturrat.at/ ================================================ 10 Der Kuschel-Imam und die Öffentliche Sicherheit von WADI Austria ================================================ Der Kuschel-Imam und die Öffentliche Sicherheit GASTKOMMENTAR VON THOMAS SCHMIDINGER (Die Presse) 09.01.2007 Die Anzeige gegen den Imam Scheich Adnan Ibrahim wegen Aufruf zum Terrorismus dürfte liberale Muslime in Österreich kaum verwundern. Mit der Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Wien gegen Scheich Adnan Ibrahim von der Wiener Schura-Moschee, rückt nicht nur einer der Lieblingsimame der österreichischen Öffentlichkeit plötzlich ins Rampenlicht. Vielmehr wird damit ein Schlaglicht auf den Doublespeak europäischer Islamisten geworfen, die es in der Öffentlichkeit verstehen, sich als gemäßigte Dialogvertreter darzustellen, während sie in ihren Moscheen ganz andere Positionen vertreten. Die Strafanzeige gegen Scheich Adnan beruht darauf, dass der Imam der Schura-Moschee auf seiner Website in arabischer Sprache unter anderem erklärt hatte, dass moslemische Männer keine Ehen mit Christinnen eingehen sollen, da dadurch "fremdes Blut in unsere Nachkommen" komme, was "ein soziales Verbrechen" sei. Zudem habe er das Märtyrertum gelobt und dem klassisch islamischen "Völkerrecht" folgend, jene Staaten, die nicht unter islamischer Herrschaft stehen, als dar al-harb, also als "Land des Krieges" bezeichnet, eine unter konservativen Muslimen durchaus weit verbreitete Auffassung. Adnan Ibrahim bestreitet zwar, für die Inhalte seiner Website verantwortlich zu sein, die Predigt war jedoch bis zur Abschaltung der Website nach der Anzeige ohne jede Distanzierung dort zu finden. Was die nicht-muslimische österreichische Öffentlichkeit verwundern mag, dass nämlich ausgerechnet jener Imam, der die erste medial gut vermarktete Anti-Terrorismus-Fatwa in Wien veröffentlicht hatte, nun selbst in den Geruch kommt, zum "Terrorismus und zum Aufruhr gegen staatliche Institutionen" aufgerufen zu haben, verwundert liberale Migranten mit islamischem Migrationshintergrund oder auch Nichtmuslime, die sich tatsächlich mit den Positionen von Muslimen in Europa auseinandergesetzt haben, weniger. Einerseits ist es sehr fraglich, ob diese Aussagen Scheich Adnans tatsächlich einen Aufruf zum "Terrorismus" darstellen, andererseits ist diesen schon lange bekannt, dass der in der Öffentlichkeit als Kuschel-Imam verkaufte Palästinenser aus Gaza keineswegs so kuschelig ist, wie ihn die österreichische Öffentlichkeit gerne hätte. Das Naheverhältnis Scheich Adnans zur Muslim-Bruderschaft ist unter Wiens Muslimen ein offenes Geheimnis. Dass die palästinensische Sektion der Muslim-Brüder 1987 als politische und militärische Vorfeldorganisation die "Islamische Widerstandsbewegung" Harakat al-muqawama al-islamiyya, bei uns unter dem Akronym Hamas bekannt, gründete und bis heute deren ideologische Basis bildet, mag mit dazu beitragen, dass sich auch Anhänger der Muslim-Brüder in Europa immer wieder politisch eindeutig zum Nahostkonflikt positionieren. Aber auch die sanfte Distanzierung von Anas Schakfeh, dem Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGiÖ), wonach diese Äußerungen "unverständlich und nicht nachvollziehbar" seien, gefolgt von einer Verteidigung Scheich Adnans durch die IGGiÖ-Pressesprecherin Baghajati sind wohl nichts als Schakfehs übliche Diplomatie. Schließlich gibt es seit langem ein enges Naheverhältnis zwischen der Führung der IGGiÖ und dem populären Scheich. Wie Tariq Ramadan und andere prominente Vertreter der Ideologie der Muslim-Bruderschaft in Europa auch, hat es der Scheich Adnan in den letzten Jahren sehr erfolgreich verstanden, sich in der nicht-arabischsprachigen Öffentlichkeit als gemäßigter Ansprechpartner des Islam zu präsentieren. Dazu diente nicht nur die medienwirksame Anti-Terror-Fatwa, sondern auch ein gut funktionierendes, aber weitgehend informell arbeitendes Netzwerk der Muslim-Brüder. Da die Muslim-Bruderschaft in Österreich, wie in den meisten europäischen Staaten, keine offizielle Organisation unterhält, gibt es auch keine offiziellen Mitgliedschaften. Die Zugehörigkeit einzelner Personen zur 1928 von Hassan Al-Banna in Ägypten gegründeten weltweit tätigen sunnitisch-islamistischen Organisation ist so kaum nachweisbar, ihre ideologische Nähe sehr wohl. In Österreich haben die SchülerInnen Hassan Al-Bannas in den letzten Jahren nicht nur die wichtigsten Positionen in der offiziellen Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGiÖ) besetzt, sondern sich auch als das Gesicht des Islam präsentieren können. An diesem Erfolg arbeiteten u. a. die deutsche Konvertitin Carla Amina Baghajati, Medienreferentin der Glaubensgemeinschaft, ihr Gatte Tarafa Baghajati, der sich erst kürzlich auf einer Konferenz gegen weibliche Genitalverstümmelung in Kairo als "österreichischer Vertreter" in Szene setzen konnte, und nicht zuletzt Omar Al-Rawi, Integrationsbeauftragter der IGGiÖ und Landtagsabgeordneter der Wiener SPÖ, und Mouddar Khouja, Mitbegründer diverser interreligiöser Dialogforen und Vertreter der Europäischen Islamischen Konferenz, mit. Alle vier haben sich als gemeinsame organisatorische Plattform in der Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen zusammengeschlossen, die wiederum sehr erfolgreiches Networking sowohl im linksliberalen NGO-Bereich als auch bei christlichen Kirchen oder eben der SPÖ betreibt. Tarafa Baghajati etwa ist Vorstandsmitglied des European Network against Racism (ENAR) und versucht immer wieder, "den Islam" in der Wiener Integrationskonferenz oder bei österreichischen und europäischen Sozialforen zu vertreten. Seine Frau Carla Baghajati ist beliebte Kommentatorin österreichischer Medien und versucht sich erfolgreich im Networking mit feministischen Gruppen. Allen gemeinsam ist die politische und organisatorische Nähe zu Anas Schakfeh, dem Präsidenten der IGGiÖ. Die Schura-Moschee Scheich Adnans spielte dabei in den letzten Jahren zunehmend die Rolle einer Vorzeigemoschee für die IGGiÖ. Zu Gast waren nicht nur regelmäßig grüne und sozialdemokratische Politiker, sondern etwa auch Fritz Edlinger, wichtigster österreichischer Lobbyist autoritärer Regime in der Arabischen Welt, der bereits im November 2003 in der Schura-Moschee für den Irak Geld sammelte. Wer genau dieses Geld bekam, wurde nie überprüft. Die Chimäre einer gemäßigten IGGiÖ, mit ihrem gemäßigten Vorzeige-Imam Scheich Adnan, war bislang jedoch trotz aller - auch innerislamischen - Kritik an der IGGiÖ ebenfalls im Interesse österreichischer Politiker. Die SPÖ konnte mit Al-Rawi, der etwa auch in der Wochenzeitung "Furche" den Terror im Irak zum legitimen Widerstand aus der Bevölkerung erklärt, in den Wiener Moscheen auf billigen Stimmenfang gehen, und auch alle anderen Parteien konnten sich der beruhigenden Vorstellung hingeben, die Islamische Glaubensgemeinschaft wäre erstens repräsentativ für alle Muslime und zweitens kuschelig und nett. Diese Selbstsuggestion ging so weit, dass Scheich Adnan noch vor einem halben Jahr in der "Öffentlichen Sicherheit" (3-4/06), der Zeitschrift des Innenministeriums, wohlwollend zum Islam interviewt wurde. Genaueres Hinsehen und wirkliche Auseinandersetzung mit den Vorstellungen von Muslimen in Österreich konnte man sich mit dieser Haltung ersparen. Dazu hätten ja auch islamische Mitbürger in ihren politischen Vorstellungen ernst genommen werden müssen, dazu hätte ein Dialog geführt werden müssen, der diesen Namen auch verdient. Die Anzeige gegen Scheich Adnan ändert daran wenig. Nicht er allein ist das Problem, und mit großer Wahrscheinlichkeit hat er auch nichts mit Terrorismus zu tun. Der politische Islam ist weniger ein polizeiliches als ein politisches Problem. Anhänger der Muslim-Brüder haben die Führung IGGiÖ übernommen und politisch erfolgreich monopolisiert, was in Österreich als "islamisch" wahrgenommen wird. Von kirchennahen Publikationen über antirassistische NGOs bis zur SPÖ haben sie längst Anerkennung und politischen Einfluss errungen, der nur dann zurückgedrängt werden kann, wenn auch säkulare Stimmen österreichischer Muslime hörbar gemacht würden. Thomas Schmidinger ist Lehrbeauftragter am Inst. für Politikwissenschaft der Uni Wien, Obmann der Hilfsorganisation WADI und Vorstandsmitglied von IRAQUNA. -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit WADI-Austria e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Neues Spendenkonto in Österreich: Knt. Nr.: 6.955.355 BLZ: 32.000 Raiffeisen Landesbank NÖ IBAN AT4432 0000 0006 955355 BIC (SWIFT) RLNWATWW ================================================ 11 in eigener Sache / Ortstafeln / Gender-Queer von Initiative Minderheiten Newsletter ================================================ Lieber FreundInnen der Initiative Minderheiten, aufgrund der vielen Anfragen, Termine, Presseaussendungen etc. über unseren Verteiler auszuschicken, haben wir uns entschlossen, Veranstaltungstips in Zukunft in einem mail zusammenzufassen. Wir hoffen, dadurch Ihre/Eure mailbox nicht mehr in dem Maße überzustrapazieren, wie in der Vergangenheit. Im übrigen sind wir auch im Neuen Jahr auf Ihre Spenden angewiesen: BAWAG: 01210600910 BLZ: 14000 lautet auf: Initiative Minderheiten Vielen Dank! Cornelia Kogoj Der KSŠŠD läd zur Veranstaltung / KSŠŠD vabi na prireditev: : Ortstafeln in Kärnten - Eine unendliche Geschichte... Diskussion / Diskusija 23. Jänner / Januar 2006 19 Uhr, Mondscheingasse 11, 1070 Wien/Dunaj Albert F. Reiterer, Politikwissenschaftler und Soziologe Lojze Wieser, Verleger und Initiator der Kampagne „Pro Kärnten – Za Koroškoâ*œ *œ Willi Langthaler, Antiimperialistische Koordination, Jugoslawisch-Österreichische Solidaritätsbewegung Die Verhandlungen über die zweisprachigen Ortstafeln in Kärntenschleppen sich endlos dahin. Das staatsvertraglich verbriefte Recht auf zweisprachige Aufschriften ist seit Jahrzehnten »wild umstrittener« Konfliktherd im Süden Österreichs. Den politischen Eliten gelingt es nach wie vor, das Minderheitenthema für ihren Machterhalt zu missbrauchen. Mit Versprechen, gegen »maßlose Forderungen« der Slowenen vorzugehen, lassen sich in Kärnten Wahlen gewinnen. Die politischen Vertreter der Kärntner Slowenen, in Jugendzeiten Aktivisten und Initiatoren der österreichweiten Solidaritätsbewegung für die Rechte der Kärntner Slowenen, haben neue Wege eingeschlagen. Die einen versuchen bei Konsenskonferenzen mit »Heimatverbänden« und höchstrangigen österreichischen Politikern, einen tragbaren Kompromiss auszuhandeln, die anderen wollen die Rechte auf nationaler und EU-Ebene einklagen. Die Diskussion soll die gegenwärtigen Strategien zur Durchsetzung der Rechte der Kärntner Slowenen einer kritischen Analyse unterziehen. Pogajanja o dvojeziÄnih krajevnih napisih na Koroškem so brezkonÄna zgodba. V dr avni pogodbi zagotovoljene pravice do dvojeziÄnih napisov so e desetletja sporna toÄka na avstrijskem jugu. PolitiÄnim elitam še vedno uspe zlorabiti manjšinskotematiko za ohranjanje oblasti. Z obljubami, da bodo »nezmerne zahteve« Slovencev zavrnili, se da na Koroškem zmagati na volitvah.PolitiÄni zastopniki koroških Slovencev, v mladosti aktivisti in pobudniki po vsej Avstriji razširjenega solidarnostnega gibanja, so ubrali nove poti. Nekateri skušajo pri konferencah o konsenzu z »domovinskimi« organizacijami in najvišjimi predstavniki avstrijske politike doseÄi sprejemljiv kompromis, drugi skušajo izto iti svoje pravice na nacionalni in evropski ravni. V diskusiji hoÄemo kritiÄno analizirati zdajšnje strategije za uresniÄitev pravic koroških Slovencev. Albert F. Reiterer 1948 in Kärnten geboren, ist Politikwissenschaftler und Soziologe und arbeitet als Lektor an der Universität Wien und Innsbruck. Mitarbeiter an zahlreichen Forschungsprojekten, Autor zahlreicher Studien zur Ethnizitätsforschung und ist Berater von Minderheitenorganisationen. Lojze Wieser 1954 in Kärnten geboren und engagiert sich seit jeher für die Minderheitenrechte u.a. im KSŠŠD. Gründer des Wieser Verlages. Vor einem Jahr ruf er die Initiative „Pro Kärnten – Za Koroškoâ*œ – â*“ eine europaweite Unterschriften-Aktion für zweisprachige Ortstafeln – ins Leben. Willi Langthaler Ist in der Solidaritäts- und Anti-Kriegsbewegung (Antiimperialistische Koordination) in Wien aktiv. Arbeitet als freier Journalist und ist Obmann der Jugoslawisch-Österreichischen Solidaritätsbewegung (JÖSB) die nach dem NATO-Krieg gegen Jugoslawien gegründet wurde. KSSSD Mondscheingasse 11 1070 Wien/Dunaj tel/fax: +43 (0)1 5264667 e-mail: ksssd at gmx.net www.ksssd.org ------------------------------------------------------------------------------------- Herzlich laden wir zu zwei Veranstaltungen mit Emma Hedditch und LTTR ein und freuen uns auf Ihr/Dein/Euer Kommen. Rosa Reitsamer, Manuela Schreibmaier Dienstag, 16.01.2007, 19.00 Uhr "All is touching, re-absorption" Vortrag, Videos und Diskussion mit Emma Hedditch, London Samstag, 20.01.2007, 20.00 Uhr Vortrag, Videos und Diskussion mit LTTR, New York Das feministische gender-queere Künstlerinnenkollektiv LTTR präsentiert seine Arbeitspraxen und politischen Ansätze. ORT: galerie aRtmosphere 15., Holochergasse 32/Top I, Veranstaltungen in englischer Sprache. Links und Details zu den Veranstaltungen http://www.artmosphere-vienna.net Emma Hedditch will talk about thinking production with others, in a place produced from thought. "The night before, the current beginning, aware of timing. I chose to come to Vienna now, when there would be specific people present. A distortion. The situation, we find ourselves in, all/awe, with the possibility for touching and being touched. We will attempt some major re-absorption processes, by which I mean, not giving each other up to vacant capitalist processes without a fight. I will not give you up." (Emma Hedditch) Veranstaltung in Kooperation mit der Klasse Marina Grzinic (Konzeptuelle Kunst, Akademie der Bildenden Künste Wien) LTTR * produces an annual independent art journal, performance series, events, screenings and collaborations. The group was founded in 2001 with an inaugural issue titled "Lesbians to the Rescue", followed by "Listen Translate Translate Record", "Practice More Failure", and most recently "Do You Wish to Direct me?" * is dedicated to highlighting the work of radical communities whose goals are sustainable change, queer pleasure, and critical feminist productivity. It seeks to create and build a context for a culture of critical thinkers whose work not only speaks in dialogue with one another, but consistently challenges its own form by shifting shape and design to best respond to contemporary concerns. Weitere Veranstaltung mit LTTR @ Generali Foundation Samstag, 19.01.2007 "A Wave of New Rage Thinking, 2007 - Radical Read-In for Vienna" ***** Newsletter der Initiative Minderheiten Gumpendorfer Straße 15/13 A-1060 Wien Tel. 586 12 49-18 Fax 586 82 17 http://www.initiative.minderheiten.at http://www.gastarbajteri.at ================================================ 12 SPÖVP von Dietmar Köhler ================================================ OFFENER BRIEF Sehr geehrter Herr Abgeordneter, es ist dem SPÖ-Vorstand bzw. dem SPÖ-Verhandlungsteam gelungen mit der ÖVP zu einer Koalitionsvereinbarung zu gelangen, die ein Schlag in´s Gesicht der SPÖ-Wähler ist. Kaum ein SPÖ-Wahlversprechen, das nicht gebrochen wurde. Kaum ein Fernsehinterview, in dem nicht die Unfähigkeit der Verhandler mit hohlen Phrasen kaschiert wird. Kaum ein Zeitungsinterview, das nicht vor Eigenlob stinkt. Kaum eine Aussage, in der nicht die Wähler - wenn auch indirekt - als politische Idioten hingestellt werden (das Schumpeter-Syndrom). Kaum eine Handlung, die nicht einen weiteren Abbau der in Österreich ohnehin nur spärlich vorhandenen Demokratie nach sich zieht (z.B. Verlängerung d. Legislaturperiode). Mit einer Partei, die die Wörter "sozial" und "demokratisch" meiner Ansicht nach zu Unrecht in ihrem Titel führt, möchte ich fortan nichts mehr zu tun haben. Ich ersuche Sie daher, von der weiteren Zusendung Ihres "Europäischen Tagebuches" (TOUR D`EUROPE) Abstand zu nehmen. Frustriert Ing. Dietmar Köhler 1230 WIEN ================================================ 13 HOSI Wien über Koalitionsvereinbarung zutiefst enttäuscht von Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien ================================================ Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 9. Jänner 2007 HOSI Wien über Koalitionsvereinbarung zutiefst enttäuscht "Wir sind über das Ergebnis der Koalitionsverhandlungen zutiefst enttäuscht", kommentiert Christian Högl, Obmann der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien, die gestern erzielte Einigung zwischen ÖVP und SPÖ. "Und nicht nur in Hinblick auf unsere Anliegen. Angesichts dieses Ergebnisses wären Neuwahlen wohl besser gewesen. Zwar waren wir nie so naiv zu glauben, eine große Koalition würde an der Eingetragenen PartnerInnenschaft für gleichgeschlechtliche Paare scheitern. Dennoch hätten wir erwartet, dass die SPÖ in dieser Frage wenigstens auf einem koalitionsfreien Raum im Nationalrat beharrt. Denn bei einer freien Abstimmung bestünde zumindest eine kleine Chance, die drei für dieses Projekt fehlenden Stimmen aus dem Lager von ÖVP und/oder BZÖ zu bekommen." "Dinosaurier" (in der) ÖVP schuld "Bei aller berechtigten Kritik an der SPÖ über das für sie so blamable Verhandlungsergebnis darf man aber nicht übersehen, dass es ausschließlich die ÖVP ist, die die Eingetragene PartnerInnenschaft ablehnt. Daher ist es einzig und allein die Schuld der ÖVP, wenn Österreich jetzt womöglich weitere vier Jahre das Schlusslicht in Europa abgeben wird, was die Gleichstellung von Lesben und Schwulen betrifft", betont HOSI-Wien-Obfrau Bettina Nemeth. "Es bleibt also nur zu hoffen, dass die Dinosaurier in der ÖVP, die mit ihren Ansichten und Haltungen zu Menschenrechten noch in der Steinzeit leben, bald das Feld räumen werden. Eine Erneuerung und Modernisierung der ÖVP in gesellschaftspolitischen Fragen ist offenbar erst zu erwarten, wenn Schüssel & Kho(l) endgültig von der politischen Bühne abgetreten sind." Rückfragehinweis: Bettina Nemeth, Obfrau: Tel. 0699-11965265 Christian Högl, Obmann: Tel. 0699-11811038 Kurt Krickler, Generalsekretär: Tel. (01) 5451310 oder 0664-5767466 office at hosiwien.at, www.hosiwien.at ZVR-Nr.: 5245 34 408 ================================================ 14 Presseinformation der HOSI Linz: 09.01.2007/Gebrochene Versprechen von "HOSI Linz" ================================================ Enttäuschung über Umfaller der SPÖ! Gebrochene Versprechen HOSI Linz ist über das Ergebnis der Regierungsverhandlungen bestürzt. Gegenüber der von der HOSI Linz mitherausgegebenen Zeitschrift PRIDE sagte SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer auf die Frage „Sind Ihre Wahlversprechen glaubwürdig? Immerhin hatte die SPÖ ja 25 Jahre Regierungsverantwortung, in denen in diesen Fragen so gut wie nichts passiert ist“ unter anderem: „Und zu ‚nichts passiert’: Als 1970/71 die SPÖ allein regierte, war eine der ersten Taten die Beseitigung des Totalverbotes. Versprochen - gehalten. Genau so werden wir es auch diesmal halten.“ Und weiter erklärte Gusenbauer: „Es gibt nur eine mehrheitsfähige Partei in Österreich, die garantiert, dass unser umfassendes Programm für Lesben, Schwule und TransGender-Personen endlich umgesetzt wird – und das ist nun einmal die SPÖ. Wir haben die besseren Konzepte: sei es beim Arbeitsmarkt, bei Gesundheit, Pensionen und Bildung. Neue Fairness braucht das Land! In allen Lebensbereichen!“ Und auch gegenüber der Internet-Plattform „gayboy.at“ und dem Rechtskomitee Lambda (RKL) zeigte sich die SPÖ im Wahlkampf unmissverständlich. Auf die Frage „Ist für Ihre Partei die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare eine Koalitionsbedingung?“ war die Antwort: „Ja. Wobei zu sagen ist, dass das sicher in Koalitionsverhandlungen ein harter Brocken werden wird.“ Wie sich jetzt zeigt, wird die Gleichstellung voraussichtlich weder Koalitionsbedingung, noch scheint die Bundes-SPÖ diesen „harten Brocken“ überhaupt nachhaltig verhandelt zu haben. Denn nicht nur, dass keine eingetragene PartnerInnenschaft kommt, ist auch sonst von den großen Versprechungen nichts mehr übrig. . „So schlimm habe ich mir das nicht erwartet. Ich bin nur noch enttäuscht und bestürzt,“ erklärt der Vereinssprecher der HOSI Linz, Mag. Gerhard Labacher. „Bis zuletzt bin ich – und sind wir alle – davon ausgegangen, dass sich SPÖ und ÖVP auf irgendeine Alibi-Gleichstellung einigen würden. Also die rechtliche Verankerung der Gleichbehandlung unverheirateter hetero– und homosexueller Paare zum Beispiel. Aber mit diesem völligen Ignorieren dieses Themas habe ich nicht gerechnet!“ Was hat die SPÖ im Wahlkampf den Lesben, Schwulen und TransGender-Personen nicht alles versprochen – von der Einführung einer Eingetragenen PartnerInnenschaft (ein entsprechender Gesetzesentwurf wurde sogar in der letzten Legislaturperiode bereits eingebracht!) über die Stief- und Fremdkindadoption bis zur Rehabilitierung der §209-Opfer usw. Zu allen Punkten wurden Anträge im Nationalrat versprochen und es wurde versprochen, solchen Anträgen anderer Parteien zuzustimmen. Nun findet sich die SPÖ in Koalition mit der Verweigerungspartei ÖVP wieder. Und keines der Versprechen wird umgesetzt werden und entsprechende Anträge der Grünen wird die SPÖ ablehnen müssen, denn beiden Parteien haben vereinbart, einander im Parlament nicht zu überstimmen. Dieses Verhandlungsergebnis ist mehr als enttäuschend und bedeutet nicht mehr und nicht weniger, dass sich die ÖVP durchgesetzt hat. Es wird die Schuld der ÖVP sein, wenn Österreich jetzt weitere vier Jahre das gleichstellungspolitische Schlusslicht in Europa sein wird. „Eine Modernisierung der ÖVP in gesellschaftspolitischen Fragen ist jedenfalls in absehbarer Zeit nicht zu erwarten. Österreichs Lesben, Schwule und TransGender-Personen haben jetzt also der SPÖ zu verdanken, die sich von der ÖVP vollständig über den Tisch hat ziehen lassen, dass die ÖVP auch weiterhin gesellschaftspolitisch das Sagen in dieser Republik hat. Das ist mehr als nur traurig“, so Labacher. Schon vorhersehend dass die Regierungsverhandlungen schwierig würden, habe Ende Oktober die HOSI Linz daher schon an die Bundes-SPÖ appelliert, die Versprechen gegenüber den Lesben, Schwulen und TransGender-Personen in den Regierungsverhandlungen angemessen zu verhandeln, und noch am 15. November versprach das Büro von Dr. Gusenbauer in einem Schreiben genau dies. „Dazu gehört für uns ebenso die Beseitigung aller Hürden, mit denen TransGender-Personen auf dem Weg zu einem ihrer Identität gemäßem Leben konfrontiert werden, wie die ‚Eingetragene PartnerInnenschaft’ und die rechtliche Aufwertung von Lebensgemeinschaften im allgemeinen“, heißt es unter anderem in dem Schreiben an die HOSI Linz. „Von wegen versprochen – gehalten! Die Versprechen sind schon gebrochen, bevor die Regierung überhaupt angelobt worden ist - ich bin von Alfred Gusenbauer und der Bundes-SPÖ tief enttäuscht“, so Labacher. Der Vereinssprecher der HOSI Linz weist abschließend darauf hin, dass man sich bei so einer Politik nicht wundern dürfe, wenn die Menschen immer weniger von ihrem Wahlrecht Gebrauch machten. „Politikverdrossenheit kann aber keine Antwort auf solche Umfaller sein, zumal ja gerade die SPÖ in Oberösterreich und in Linz den Lesben und Schwulen zeigt, dass es auch anders geht,“ erklärt Labacher. Für die HOSI Linz gez. Gernot Wartner, Geschäftsführer Linz, den 09.01.2007 Rückfragehinweis: Für allfällige Rückfragen stehen wir Ihnen unter der Linzer Telefonnummer 0732/60 98 98 bzw. 0664/25 36 701 (Hr. Wartner) oder über E-Mail jederzeit gerne zur Verfügung. ---------------------------------------------------------------------------- Homosexuelle Initiative Linz (HOSI Linz) The Lesbian and Gay Movement in Upper Austria Schubertstrasse 36/1, A-4020 Linz Phone/Fax: ++43/732-60 98 981 E-Mail: ooe at hosilinz.at http://www.hosilinz.at ================================================ 15 Ereignisse des Jahres und ein fröhliches Neujahr von Jens Galschiøt ================================================ An Für eine Welt ohne Rassismus widerstand at no-racism.net Liebe Infoliste, Wir schicken Ihnen von allen in unserer Werkstatt unsere besten Wünsche für das neue Jahr. Das vergangene Jahr ist äusserst arbeitsintensiv gewesen. Das ist eigentlich keine Neuigkeit, denn so ist es ja jedes Jahr. Eine Neuigkeit ist es aber dass wir bereits am Anfang 2007 alle Hände voll haben mit Projekten die schon geplant sind. Es handelt sich vor allem um unsere neue Skulptur ‚Im Namen Gottes'. Es liegt schon fest dass sie in Nairobi, Kenia ausgestellt wird im Rahmen des Globalen Sozialen Forums. Hoffentlich wird es uns auch gelingen im Laufe des Jahres die Skulptur in mehrere Manifestationen einzusetzen, so wie London anlässlich des Internationalen Frauentages, in Rom vor dem Vatikan und irgendwo in Texas. Wir werden natürlich die Infoliste über alle Ereignisse informieren. Wir haben eine Liste zusammengestellt von den Ereignissen im 2006, siehe www.aidoh.dk/2006. Dort findet man auch die Liste als Farbbroschüre im PDF-Format. Leider haben wir keine Möglichkeit, eine deutsche Fassung zu machen. Es fehlt uns einfach die Arbeitskräfte, deswegen haben wir es nur geschafft eine dänische und eine englische Fassung zu machen. Allerdings schicken wir Ihnen gern diesen Neujahrsgruss in deutscher Sprache. Die besten Wünsche fürs neue Jahr von Jens Galschiot und seinem Stab *************************** ********* Activities in 2006 ******** *January: The founding of an art school The beginning of a comprehensive conversion of the back halls in the workshop began. The conversion will end up as a 300 m2 art school, where you can learn the basic techniques for casting jewelry and smaller sculptures. Besides we will be able to expand Niller Madsen's tv-room to double size. Even though there has been some sporadic teaching from May 2006, the conversion is not expected to be complete until the summer of 2007. http://aidoh.dk/metalgaleriet *February: Scania Social Forum, Lund, Sweden The Hunger March and 'Survival of the Fattest' went to Sweden to be exhibited at the Scania Social Forum in Lund, where thousands of Scandinavian grassroots met to discuss whether another world is possible. We were invited by the Forum to decorate the event. http://www.aidoh.dk/Lund06 *March: The Balancing Act, India and the Danish Parliament In cooperation with Lars Myrthu-Nielsen from Eko-net, we put up 9 Balancing Act sculptures in Scandinavia, 3 in Oslo, 3 in Gothenburg and 3 in Copenhagen. The sculptures swayed above the cities for months and put focus on the fragile balancing act between humankind and nature. http://www.aidoh.dk/Balance When Galschiot was on vacation in Southern India, and the city Cochin he saw, to his big surprise, a lot of posters with his own sculptures hanging on the city walls. The explanation was that a tea-farmer from the area had been to the WTO meeting in Hong Kong, and there he had got hold of the pictures of Galschiot's sculptures. http://www.aidoh.dk/GB-India06 Steen Gade from the Danish socialist party SF asked the Danish Minister of Culture, why Galschiot has never been represented in Danish art museums. The minister gave a pretty random explanation. *April: A video installation about EU An interactive video installation with 15 monitors, pc's and a lot of sculptures was a part of our cooperation with Niller Madsen's project 'EU - What now?', which enlightens about the EU-treaty. The info part can be seen on the Internet. http://www.aidoh.dk/hvanueu *May: the European Social Forum, Athens In Athens 40.000 NGO grassroots met at the social forum. Krakagaarden and activists set out from the workshop with 20.000 posters with 'Athens aphorisms' and a truckload of sculptures, to be one of the cultural items in the event. http://www.aidoh.dk/hvanueu *June: Give the students of China their history back In cooperation with the Chinese democracy movement we have scanned and put out more than 4.000 pages on the internet that documents the massacre on Tianmen Square in 1989. We have also sent tens of thousands of faxes and e-mails to western educational institutions encouraging them to print out the documents and give them to the many Chinese students who study in the west. An action we will repeat every year around the annual day for the massacre on the 4th of June. http://www.aidoh.dk/4June89 *August: The Tree of Life 'The Three of Life' is the name of the new candle-lighting sculpture which Galschiøt have created in cooperation with DanChurchAid for the churches in Denmark. The bronze sculpture was launched at the parochial church council's national congress, and has already been put up in 5 churches. http://www.aidoh.dk/Kirkelys *September: Mexican chaos and Norway In connection with Rey Morale's exhibition at the gallery, we had called for a Mexican meeting with Jens Lohmann and Doris Palvio among others to discuss the situation in Mexico. http://www.aidoh.dk/Mexico06 *October: Hans Christian Andersen, Theater and Storytellers' Fountain The theater group Teatro Trono from Bolivia performed at the gallery with their own interpretations of famous Hans Christian Andersen's fairytales, like 'the Shadow', 'Little Claus and Big Claus' and 'the Emperors New Suit'. The municipality in Odense granted 4 million Kr. to the Storytellers' Fountain during the budget negotiations. This means that the project should be secured. The collection-comity got a larger amount, and Mayor Jan Boye is counting on raising the rest of the financial means through private sponsors in 2007. http://www.aidoh.dk/BO *November: Kasper Markus our young web-master has spend a good deal of his young life going through our chaotic website and it should now appear in a more organized way (we hope!). http://www.aidoh.dk *December: Pregnant teenager in front of the Cathedral of Copenhagen In December (the official AIDS day) we started our grand happening 'In the name of God'. The crucifix with the first pregnant teenager was put up in cooperation with Dean Anders Gadegaard and the parochial church council in the Cathedral. The project will put focus on the Catholics' and Bush's influence on the policy regarding sex and contraception. We are preparing for exhibitions in Kenya, Rome London and the US during 2007. http://www.aidoh.dk/InTheNameOfGod ================================================ 16 Das Regierungsprogramm von "Rechtskomitee LAMBDA (RKL)" ================================================ http://images.derstandard.at/20070109/regierungsprogramm_09012007.pdf Justiz: „Der Bereich des Familienrechts soll hinsichtlich der gesellschaftlichen Veränderungen und ihrer Form des familiären und partnerschaftlichen Zusammenlebens eingehend evaluiert und auf der Basis der Ergebnisse im Kontext mit dem Sozialrecht weiter entwickelt werden, wobei als Ziele insbesondere die Förderung der familiären Solidarität (Ehe, Lebensgemeinschaften und Patchwork-Beziehungen), eine Hebung der Erwerbsquote, Armutsbekämpfung, Beseitigung von Diskriminierungen und Altersabsicherung erreicht werden sollen. In diesem Sinn wird auch eine Weiterentwicklung des Unterhaltsrechts angestrebt. Der Kindesunterhalt soll unter Evaluierung des Unterhaltsvorschussrechts durch ein modifiziertes Modell(weg vom Gericht hin zur Verwaltungsbehörde) unter Verwendung der behördlicherseits verfügbaren Leistungsdaten effizienter und rascher durchsetzbar werden. Für Transgender-Personen sollen rechtliche Verbesserungen herbeigeführt werden." (S. 147) Verfassungsrecht: "Ferner sollen insbesondere Garantien gegen die Diskriminierung aus Gründen des Geschlechts, der Rasse, der sozialen oder ethnischen Herkunft, von Behinderungen oder aus anderen Gründen (z.B. Alter, sexuelle Orientierung) ausgebaut sowie Kinderrechte zur Umsetzung der Kinderrechtskonvention verankert werden." (S. 23) Gleichbehandlung (siehe zur Problematik http://www.rklambda.at/dokumente/news_2006/News-Diskriminierungsschutz-PA-06 1120.pdf): Dieser Bereich wird ausschliesslich unter dem Aspekt Frauenrechte behandelt. Andere diskriminierte Gruppen kommen (mit Ausnahme der Behinderten) nicht einmal vor (S. 126ff). Die Geschäftsführung der Gleichbehandlungsbeauftragten soll künftig bei der Volksanwaltschaft eingerichtet werden (S. Fremdenrecht (Binationale Paare, siehe zur Problematik (http://www.rklambda.at/dokumente/news_2007/News-de-binationale_paare_PA-070 105.pdf): "Zuwanderung ist eine globale Herausforderung. Österreich hat mit dem Fremdenrechtspaket 2005 rechtzeitig darauf reagiert ... Die so geschaffenen, abgestimmten Regelungen des Fremdenrechtspaketes sind beizubehalten" (S. 138) Innere Sicherheit: "Zum Schutz von Kindern und Jugendlichen wird eine Sexualstraftäterdatei eingeführt.“ (S. 137) Anmerkung: Eine (Sexual)Straftäterdatei besteht bereits, nämlich das bundesweite Strafregister, in dem alle Verurteilungen gespeichert werden. Dazu gibt es noch das EKIS (Elektronisches Kriminalpolizeiliches Informationssystem), in dem alle polizeilichen Anzeigen an die Staatsaanwaltschaft gespeichert werden. Eine zusätzliche Sexualstraftäterdatei macht nur Sinn, wenn man 1. die Zugriffsbeschränkungen (Strafregister: alle Behörden; EKIS: Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichte) umgehen will, 2. die (langjährigen) gesetzlichen Tilgungs- und Löschungsfristen umgehen und lebenslang speichern will. Ein erster Schritt zu einem öffentlichen (Internet)Register wie es die USA vorexerziert (und über die Jahre hinweg auch nur in Stufen nach und nach eingeführt) haben (siehe bspw. http://www.familywatchdog.us/, http://www.meganslaw.ca.gov/disclaimer.aspx (auf "continue" klicken), http://www.chicagopolice.org/ps/list.aspx, http://www.fbi.gov/hq/cid/cac/states.htm) und das BZÖ im letzten Wahlkampf vehement gefordert hat. All das auch für die § 209-Ersatzbestimmung, § 207b StGB! ================================================ 17 Termine ab Mittwoch, den 10.1.2007 von "akin" ================================================ akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 9. Jaenner 2007; 19:49 ********************************************* >>>>>>>>>>> Termine ab Mittwoch, den 10.1.2007 Aenderungen bitte uns bekanntzugeben! Telefonnummern ohne Vorwahl sind Wiener Festnetz-Nummern. > Allgemeines Juedisches Museum, 1010 Dorotheerg.11, Tel. 535 04 31, So - Fr 10-18h, Do - 20h, bis 18.3.07 Ausstellung: Felix Salten Schriftsteller, Journalist, Exilant: Von Josefine Mutzenbacher zu Bambi Wien Museum, Ausstellung bis 25.2.07: Grosser Bahnhof - Wien und die weite Welt. Freier Eintritt fuer Arbeitslose, Notstandshilfe- bzw.SozialhilfeempfaengerInnen. 1040 Karlsplatz MQ Zoom Kindermuseum/auch fuer Erwachsene - Ausstellung von Aerzte ohne Grenzen: Leben auf der Flucht. Dauer bis 25.2.07, M o - Fr 8 - 16h, Sa, So Feiertag und Ferien 9,30 - 15,30, Infos Tel. 524 79 08 oder www.kindermuseum.at. Vom Erwachsenen-Eintritt geht eine Spende an Aerzte ohne Grenzen. 1070 Museumsplatz 7 Oesterr. Theater Museum, bis 21.1.07: Arthur Schnitzler - Affairen und Affekte. 1010 Lobkowitzpl. 2, taegl. ausser Montag 10-18h Film-Museum, 10.1. bis 8.2.07: Roberto Rossellini und der italienische Neorealismus. 1010 Albertina > Mittwoch, 10.1. 1010 Herrengasse 7, 17h, Hochzeitsmarsch-Reloaded, woechentl.Kundgebung der Initiative: Ehe ohne Grenzen 1070 Wien, 18,30, Marcel Fink: Grundsicherung und Armutsbekaempfung. Neubaug.25/2 durch den Hof IWK, 18,30, feministische Theorie und Gender Studies: Geschlechterdifferenz in den fruehen USA. Attac, 19h, Entwicklungspolitik. 1090 Bergg.7/OeFSE > Donnerstag, 11.1. Ballhausplatz, ab 17h letzte Widerstands-Lesung gegen Schwarzblauorange? LETZTE (?) Mahnwache gegen SCHWARZBLAUORANGE von 20 bis 20,30 am Ballhausplatz vor dem Bundeskanzleramt. Anschl. Trefffen im Stammlokal in 1070 Neustiftgasse IWK, 18,30, Baustelle Soziales Europa, Disk: Wo bleibt die europaeische Gewerkschaftsbewegung? 1090 Bergg.17 7stern, 19h, Augenzeuge berichtet ueber die Wahlen in Venezuela. 1070 Siebensterng.31 Oesterr.Orientges., 18h, Vortrag: Afghanistan im Aufbruch - zwischen Fremdbestimmung und Terror. 1010 Dominikanerbastei 6/6 Graz, AAI, 20h, Afro Fest. Leechg.22 > Freitag, 12.1. NIG HS III, 19,30, Alex Gruber: Kosmopolitische Demokratie vs. unilaterale Weltordnungspolitik. Die Friedensmacht in Europa und ihre linke Avantgarde. 1010 Universitaetsstr.7 > Samstag, 13.1. 1050 Bacherpark, 14h, 1. Jahrestag der Parkbesetzung - Fest mit Dia-Show, Live-Musik von Zerstoerungswut und Insurgents & Operator Spice Kardinal Koenig Haus, 10-17h, Seminar: Menschenrechte - Papier ist geduldig? Moeglichkeiten und Grenzen der Durchsetzbarkeit. Lainzer Str.138, Info http://www.ai-academy.at/ und Anm: 78 008, e-mail: ai.academy at amnesty.at. Kosten: 55,-- euro ekh, 21h, Infomadenfest. 1100 Wielandg.2-4 > Dienstag, 16.1. AUGE-Buero, ab 19h, Buchpraes. und Diskussion mit dem Autor des Buches: Der wankende Riese - Gewerkschaften zwischen Globalisierung und Krise der Sozialpartnerschaft. Weiters gibt e s Infos vor dem OeGB Bundeskongress und die AUGE-Positionen dazu. 1040 Belvedereg.10 7stern, 19h, Fortsetzung des Kapitallesekreises Rep.Club, 19h, Lesungen zur Weltlage mit Tarek Eltayeb, Doron Rabinovici, Sabine Scholl, Bilderzyklus zur Weltlage von Leander Kaiser. 1010 Rockhg.1 Gruenes Haus, 19h, Open House mit Heidi Cammerlander. 1070 Lindeng.40 Industriellenvereinigung, 19h, Vortrag: Fair Share - eine protestantische Provokation d. Wirtschaft. 1030 Schwarzenbergpl. 4 Salzburg, ORF-Studio, 19,30, Vortrag und Disk. in der Reihe Konflikt aktuell: Die Wahrheit im Visier - in memoriam Anna Politkowskaja. Nonntaler Hauptstr.49a > Mittwoch, 17.1. iwk, 18,30, Rene kuppe: Moeglichkeiten und Grenzen des Schutzes fuer traditionelles Wissen indigener Voelker. 1090 Bergg.17 > Donnerstag, 18.1. Kolpinghaus, 19,30, Vortrag von Felicia Langer: Noch Chancen auf den Frieden im Nahen Osten? 1090 Althanstr.51/Liechtensteinstrasse iwk, 18,30, Frauen schreiben gegen Hindernisse: Zwischen den Stuehlen. Aspekte einer Forscherinnenkarriere in der Tschechoslowakei > Freitag, 19.1. Lhotzky-Literaturbuffet, 19h, Karl Fischbacher spricht ueber die Situation und naechste Perspektiven von Mumia Abu-Jamal. Viele Infos aus dem Buch: Wettlauf gegen den Tod - ein schwarzer Revolutionaer im weissen Amerika. 1020 Taborstr.28 ekh, 21h, 80er Party FZ Bar, 19,30, Filmvorfuehrung: Vernichtungslager Uckermark - das Maedchenkonzentrations- und spaetere Vernichtungslager. Veranst. nur fuer Frauen. 1090 Waehringer Str.59/6, Eingang Prechtlgasse - laeuten Linz, Volkshaus Kandlheim, 19h, Info- und Soliveranstaltung: Free the Five. Edlbacherstr.1, Infos unter www.cuba.or.at > Samstag, 20.1. Kulturverein Zwischenraum, Fuehrung im Wien Museum, Treffpunkt 14h: Grosser Bahnhof. 1040 Karlsplatz, Anm. bei Ilse Grusch Tel. 0664-923 94 60 Kommun. Initiative, 17h, 1160, Rankgasse 2: Diskussion: "Widerstand und Gegenwehr - die Politik der revolutionaeren und antiimperialistischen Linken in Oesterreich 2007" mit Otto Bruckner + "Der Kampf gegen Imperialismus und Krieg weltweit und die Aufgaben der KommunistInnen" mit Michael Opperskalski + anschl. ArbeiterInnenliederabend mit Christian "Gigs" Buchinger Salzburg, Brunauer Zentrum, 10-17h, Seminar: "(Menschenrechts-) Gerechter Krieg. Menschenrechte und militaerische Gewalt. Elisabethstr.45a, Anm: Tel. 0662-873931, office at friedensbuero.at > Sonntag, 21.1. Salzburg, Infoladen, 20h, Kino: Guerilleros in den kurdischen Bergend. Doku/F 2006. Lasserstr.26 > Montag, 22.1. Literaturhaus, 19h, Projektpraesentation in Bild und Ton: Literatur und Politik. Schriftsteller als Abgeordnete. 1070 Zieglerg.26a Austria Center, 10-16h UG/Unabhaengige GewerkschafterInnen-Konferenz. 1220 UNO City/Austria Center > Dienstag, 23.1. iwk, 18,30, Ferdinand Ruzicka: Mobilfunk und Gesundheit. 1090 Bergg.17 Gruenes Haus, 17h, IGS Jour fixe: Rette sich wer kann: von der Arbeitslosigkeit in die Pension. Vortrag von Willi Poell/AMS. 1070 Lindeng.40 Salzburg, GESWI, 20h, Vortrag & Disk: zum Thema: Geschichte und Praxis des Linksradikalismus. Rudolfskai 42 > Mittwoch, 24.1. Rotpunkt, 19,30, Kabarett : BZOe - B(enjamin) Z(erstoert) Oe(sterreich) oder der Kampf gegen die Realsatire. 1050 Reinprechtsdorferstr.6 7stern, 19h, Gedenkveranstaltung fuer Grete Jost. 1070 Siebensterng.31 Innsbruck, Uni Inst.fuer Alte Geschichte, 19h, Vortrag: Hamas - der Politische Islam in Palaestina. Innrain 52/IV > Donnerstag, 25.1. Oesterr.Orient Ges., 18h, Vortrag Gudrun Harrer: Irak - zwischen regionalen Interessen und internen Konflikten. 1010 Dominikanerbastei 6/6 > Freitag, 26.1. 7stern, 19h, Disk: Rifondazione Comunista/Italien als Teil der Regierung - erste Bilanz, Erfahrungen, Fragen und Probleme. Welche Herausforderungen stellen sich fuer die Europaeische Linke? Es spricht ein/e GenossIn der Rifondazione Comunista. Ein Veranst.des internat. Arbeitskreises der KPOe Amerlinghaus, 19h, Ausstellungseroeffnung: Zur Weltlage - Kampf der Zivilisationen? Posthistoire? Krieg der politischen Religionen? Terror des Kapitals? Exil: Vogelfreiheit oder neue Humanitaet? 1070 Stiftg.8 Graz, Maria Trost, bis 27.1. gesellschaftspolitische Tagung: Armutsfalle weiblich - Wege aus der Frauenarmut. Anm: Tel. 0316/391131-26, office at mariatrost.at > Montag, 29.1. Literaturhaus, 19h, Lesung: Erstes Wiener Lesetheater: Karl Kraus - Die letzten Tage der Menschheit. 1. Akt ab Szene 9. 1070 Zieglerg.26a Salzburg BH St.Virgil, Tagung bis 30.1.: Was veraendert ein Grundeinkommen? Tel.0662-65901-514, office at virgil.at > Mittwoch, 31.1. Hauptbuecherei am Guertel, 19h, Sachbuch im Gespraech: Christoph Reinprecht: Nach der Gastarbeit. Prekaeres Altern in der Einwanderungsgesellschaft. 1150 Urban Loritz Platz 2a ================================================ 18 Regierungsbildung/Studiengebuehren/Glosse: "Gehts was hackeln!" von "akin" ================================================ Regierungsbildung/Studiengebuehren/Glosse: > "Gehts was hackeln!" Wie war das nochmal mit den Studiengebuehren? Die SPOe wollte sie abschaffen. Nunja, war wohl nix. Aber warum sind der OeVP die Gebuehren gar so wichtig? Argumentiert wurden sie ja als Beitrag zum Bildungsbudget. Fuer ganz Bloede gab es auch noch das Argument, die Studierenden wuerden die Lehre viel mehr schaetzen lernen, wenn sie dafuer zahlen muessten. Wenn man sich die jetzigen Plaene aber anschaut, wird sehr viel klarer, worum es der OeVP wirklich geht. Ein Modell, das Studiengebuehren fuer diejenigen aufhebt, die entweder in kuerzester Zeit fertigwerden oder aber Fronarbeit leisten -- zu einem Stundenlohn, der sich aus den abzuarbeitenden Gebuehren errechnet und niedriger ist als die meisten klassischen Studentenjobs. Damit ist der Applaus des "gesunden Volksempfindens" sicher: "Die Studenten sollen was hackeln!" Ein Bummelstudent, der deswegen bummelt, weil er daneben sowieso arbeiten muss oder weil er sich vielleicht sich auch anderweitig weiterbilden will, blockiert viel weniger Seminarplaetze pro Semester und darf dafuer noch extra zahlen -- marktwirtschaftlich voellig unlogisch! Die Kinder aus besserem Hause, die sich nicht um ihren eigenen Unterhalt kuemmern muessen und daher auch die Moeglichkeit haben, sich auf ihr Studium zu konzentrieren, will die Regierung aber eventuell (ganz klar ist das Modell ja immer noch nicht) die Gebuehren ersparen, wenn sie sich tatsaechlich links und rechts nicht umschauen -- so produziert man eine Elite aus Fachidioten, die die Standesduenkel ihrer Eltern fortsetzen. Eine Rebellion gegen die Eltern, ein notwendiger Generationenkonflikt? -- vergesst es, potentielle Akademiker, das koennt ihr euch nicht leisten, wenn ihr fertigstudieren wollt! Das ist die unmissverstaendliche Botschaft. So erhaelt man eine "geistige Elite", die funktioniert und das althergebrachte Gesellschaftsmodell tradiert oder allerhoechstens fuer eine sich trotzigerweise doch noch wandelnde Gesellschaft adaptiert. Da baut man eine Schar von Schullehrern, Uniprofessoren, Primaraerzten, Richtern und Politikern auf, die dafuer sorgen, dass auch in Zukunft Oesterreich Oesterreich bleibt. "Ganzheitliches Denken", "Interdisziplinaere Forschung", "Schauen ueber den Tellerrand" etcetera ist gut fuer Sonntagsreden -- in Wirklichkeit ist sowas unerwuenscht. Zweiter Bildungsweg, Studium als Erweiterung des Horizonts? Vielleicht sogar in der Pension? Zu was brauch ma des? Der Zweck der Studiengebuehren ist also rein Disziplinierung -- denn bei allem Neoliberalismus ist die OeVP vor allem eines: Eine Partei mit einer Grundhaltung, die sich seit Kaisers Zeiten nicht geaendert hat. Schuessel verzichtet auf gar nichts, was er fuer gut haelt, aber lieber wuerde er die Weisheiten der Chicago-Boys vergessen als sein antirepublikanisches Weltbild. Gott erhalte! *Bernhard Redl* ================================================ 19 OeGB/Kommentar der Anderen/Termine : Lohnarbeit - kein Lebenszweck!, Diskussionsveranstaltungen von "akin" ================================================ OeGB/Kommentar der Anderen/Termine: > Lohnarbeit - kein Lebenszweck! Bei der Stilisierung der Arbeit als Lebenszweck der Menschheit duerfte die Arbeiterbewegung dem Kapital auf den Leim gegangen sein. Die Unternehmer sind zwar an der Arbeitsmoral, nicht aber an der Vollbeschaeftigung der Lohnabhaengigen interessiert. Kann vom bevorstehenden Bundeskongress des OeGB (22. bis 24. Jaenner) eine Wende in dieser Frage erwartet werden? (Vorabdruck aus AUGUSTIN) In einer Phase der gesellschaftlichen Entwicklung, in der selbst in den reichen Industriestaaten Vollbeschaeftigung als Utopie gilt, erscheint die Orientierung auf eine Gesellschaft naiv, in der die Berufsarbeit im Mittelpunkt steht. Der Gedanke, dass die industrielle Reservearme (Marx) keine Begleit- sondern eine Ausnahmeerscheinung der kapitalistischen Wirtschaft darstellt, konnte nur in der kurzen Periode der spaeteren 60-er und fruehen 70-er Jahre des vorigen Jahrhunderts gefasst werden, als in Oesterreich tatsaechlich Vollbeschaeftigung geherrscht hat. Damals empfahl der Bankenverband in der Wirtschaftskammer allen seinen Mitgliedern, es den Kreditinstituten im Wiener Raums nachzumachen und eine Vereinbarung abzuschliessen, einander kein Personal ab zu engagieren, um die Gehaelter nicht ins Uferlose steigen zu lassen. Diese Vorsichtsmassnahme musste nicht lange beibehalten werden: Bei Vollbeschaeftigung handelte es sich um einen Betriebsunfall: Grundsaetzlich ist der Kapitalismus nicht dazu da, die Realloehne zu steigern, sondern - ohne Ruecksicht auf soziale Verluste - die Profite zu maximieren. Der ganze Fortschritt, den der Kapitalismus gebracht hat, besteht darin, dass die Besitzlosen des Recht haben, ihre Arbeitskraft an den meistbietenden Unternehmer zu verkaufen, waehrend die Leibeigenen im Feudalismus an ihren Herren gebunden waren. Waren die Besitzer von Grund und Boden in letzter Konsequenz daran interessiert, das Ueberleben der Untergebenen zu sichern, beschraenkt der Kapitalist sich darauf, die Reproduktion der von ihm benoetigten Arbeitskraefte unter konkreten historischen und moralischen Bedingungen zu gewaehrleisten. In dieser Hinsicht ist interessant, dass die Unternehmer mit dem Verschwinden der sozialistischen Laender den sozialen Kompromiss aufgegeben haben, der ihnen nach 1945 das politische Ueberleben sicherte. Unter dem Vorwand der schon laengst vollzogenen Globalisierung werden nun soziale Errungenschaften - der Stolz der Gewerkschaften - massiv abbaut. Menschen, deren Arbeitskraft nicht nachgefragt wird, werden der oeffentlichen und/oder privaten Fuersorge ueberlassen. Statt vom Wohlstand fuer die gesamte Gesellschaft wird neuerdings nur mehr von Mindestsicherung gesprochen. Militaerische Disziplin als Vorbild Das Dilemma der Gewerkschaften besteht darin, dass sie sich als Transmissionsriemen der Arbeiterparteien (in Oesterreich praktisch der SPOe) in die Industriebetriebe betrachten und in dieser Rolle dazu beitragen, die Arbeitsmoral hoch zu halten. Die Fabrik, die das moderne Proletariat hervorgebracht hat, war nach dem Muster militaerischer Formationen gegliedert. Soldaten wie Arbeitskraeften wurde und wird Kadavergehorsam abverlangt. Marx nannte die seinerzeit verschwindend kleine Zahl von Angestellten in der Grossindustrie nicht zufaellig Offiziere und Unteroffiziere des Kapitals. Sie ueberwachten unter anderem den schwierigen Prozess, die aus der landwirtschaftlichen Unterbeschaeftigung los geeisten Arbeitskraefte an die erforderliche Disziplin in der Fabrik zu gewoehnen - mit rigidem Zeitregime und puenktlichen Beginnzeiten. In den Giessereien des suedlichen Niederoesterreich wurde - zur karnevalisierenden Entlastung - noch in der zweiten Haelfte des 19. Jahrhunderts der Blaue Montag gefeiert. Die Gewerkschaften sind aus zwei Wurzeln hervorgegangen: Einerseits aus Kulturvereinen, die bis in die zweite Haelfte des 19. Jahrhunderts den einzigen legalen Rahmen fuer die Artikulierung gemeinsamer Interessen der Arbeiterschaft gebildet haben und den Bildungsanspruch der Werktaetigen signalisierten. Anderseits aus der gegenseitigen Selbsthilfe von Berufsgruppen mit grosser Tradition und besonderem Stellenwert wie den Salzarbeitern im Salzkammergut. Die Hallstaetter Salzbergleute haben bereits im 18. Jahrhunderts Gemeinschaftskassen fuer die Versorgung von Arbeitsunfaehigen, Witwen und Waisen aus ihren Reihen sowie fuer die Bezahlung von Heilungskosten gebildet. Auf derartige Initiativen geht uebrigens der Selbsthilfecharakter der Sozialversicherung in Oesterreich zurueck, deren Verstaatlichung durch die schwarz-blauen Regierung von der Sozialdemokratie nahezu ohne Widerstand hingenommen wurde. Hatte die Sozialdemokratie lange Zeit (bis zum Ende des 1. Weltkriegs) gehofft, der Sozialismus koenne durch die Durchsetzung des allgemeinen Wahlrechts verwirklicht werden, hat sie sich nach der voruebergehenden Rolle am Krankenbett des Kapitalismus (in der Zwischenkriegszeit) mit seiner Verwaltung unter Beruecksichtigung von sozialen Mindeststandards (nach dem 2. Weltkrieg) begnuegt. Die Gewerkschaftsbewegung im Allgemeinen und der OeGB im Besonderen haben als Aufpasser gedient und im Proletariat fuer Zucht und Ordnung gesorgt. So wurde der Oktoberstreik 1950 - haeufig als Kommunistenputsch verunglimpft - nicht von der Exekutive, sondern von Rollkommandos der Gewerkschaft der Bauarbeiter nieder gewalzt. Idealbild des Arbeiters Die Gewerkschaftsbuerokratie orientierte ihre Politik auf das Ideal eines in einem regulaeren Arbeitsverhaeltnis taetigen Facharbeiters. Im Normalfall sollte sein Einkommen ausreichen, damit die Ehefrau nach der Geburt des ersten Kindes zu Hause bleiben konnte. Frauenfragen blieben im OeGB bis zur Herausbildung der Frauenbewegung im Gefolge der 68-er Bewegung voellig unterbelichtet. Das Menschenbild des OeGB richtet sich bis heute nach diesem Muster, das mit der sozialen Realitaet immer weniger uebereinstimmt. So gern die Moderne auf Wurzeln im griechischen Altertum zurueckgreift, so wenig Staat ist damit in puncto Arbeit zu machen. In der Antike galt Handarbeit als unrein; wer sie versah, wurde nicht als frei betrachtet. Platon sah die Musse als Voraussetzung an fuer die bewusste schoepferische Auseinandersetzung des Menschen mit Natur und Gesellschaft an. Derartige Aneignungsprozesse haben tatsaechlich mit hoechst entfremdeter Fabrik- und/oder Bueroarbeit nicht das Geringste zu tun. Waehrend Friedrich Engels, Kampfgenosse von Karl Marx, die Arbeitsfaehigkeit fuer den Kern der Definition des Menschen hielt, plaedierte Paul Lafargue, Schwiegersohn von Karl Marx, fuer das "Recht auf Faulheit". Die einst wie jetzt herrschende Arbeitsorientierung charakterisierte er folgendermassen: "Die kapitalistische Moral, eine jaemmerliche Kopie der christlichen Moral, belegt das Fleisch des Arbeiters mit einem Bannfluch: Ihr Ideal besteht darin, die Beduerfnisse des Produzenten auf das geringste Minimum zu reduzieren, seine Genuesse und Leidenschaften zu ersticken und ihn zur Rolle einer Maschine zu verurteilen, aus der man ohne Rast und ohne Dank Arbeit nach Belieben herausschindet." Betrachtet man die Ergebnisse der juengsten Studien zum Thema Arbeitsleid in Oesterreich, so hat sich - abgesehen von der Ausdrucksweise, von den weitgehend gesicherten Basisbeduerfnissen und vom Wegfall schwerster koerperlicher Arbeit - an der Grundsituation der Werktaetigen seit dem 19. Jahrhundert wenig geaendert. Der groesste Wandel besteht vielleicht darin, dass heute als normal betrachtet wird, was damals noch als Zumutung erkannt wurde. Drei Pilotprojekte des OeGB Der OeGB beschreitet weiterhin diesen Holzweg. Die Gewerkschaft fungiert zwar als Organisator, der das Bewusstsein der Werktaetigen wach haelt, zusammenhalten zu muessen, um von den Unternehmern etwas zu erreichen. Sie fuehlen sie sich jedoch bemuessigt, den Widerspruch zwischen Lohnarbeit und Kapital in die geordneten Bahnen der Sozialpartnerschaft zu lenken. Mit dem Ergebnis etwa, dass die Realloehne zwischen 1998 und 2005 nach einer Studie des Rechnungshofs in Oesterreich nicht gestiegen, sondern signifikant zurueckgegangen sind: Zuwaechse wurden lediglich im obersten Zehntel der Hoechstverdiener verzeichnet. Das ist ein Versagen des OeGB auf der ganzen Linie, das wesentlich schwerer wiegt als die Organisationskrise und das BAWAG-Debakel. Fuer die Gewerkschaftsbewegung bleibt die Berufsausuebung offenkundig ein wesentliches Kriterium fuer Mitgliedschaft und inhaltliche Orientierung. Dennoch ist ein bestimmter Wandel im Verhaeltnis der Gewerkschaften zu den nicht in die Arbeitswelt integrierten Gruppen der Bevoelkerung festzustellen. Was freilich kein Wunder ist, nachdem die Zahl der irregulaer beschaeftigten Gruppen bereits rund die Haelfte der Vollzeitarbeitskraefte ausmacht. Die Bestimmung, wonach die Mitgliedschaft in den Gewerkschaften mit Arbeitslosigkeit nicht vereinbar sei, wurde schon vor laengerer Zeit aufgehoben. In der Reformdebatte vor dem OeGB-Kongress wurden ueberdies neue Zielgruppen ins Visier genommen. Dazu heisst es in einer "Kurzfassung der Reformbeschluesse": "Der OeGB betrachtet die Zielgruppenarbeit als eine Kernaufgabe. Dazu werden vorerst drei Pilotprojekte ins Leben gerufen: Menschen in Sozialberufen; Arbeitslose, die in AMS-Massnahmen eingebunden sind; Atypisch Beschaeftigte." Man darf gespannt sein, ob vom OeGB-Kongress Signale ausgesandt werden, die als Botschaft an die prekaer an oder unter der Armutsgrenze Lebenden und an die immer vorhandene, aber von der Oeffentlichkeit jetzt wieder entdeckte Unterschicht verstanden werden koennen. Die Frage ist vor allem, welche Haltung der OeGB zur bedarfsorientierten Grundsicherung einnimmt. Die von der Regierung ins Auge gefasste Mindestsicherung schreibt bloss den Status quo der Armut fest; sie ist eine Exitstrategie aus dem sogenannten Sozial- bzw. Wohlfahrtsstaat. (Lutz Holzinger; Augustin) * > Der Kongress tanzt, andere diskutieren! > Diskussionsveranstaltung: Wo bleibt die europaeische > Gewerkschaftsbewegung? Donnerstag, 11. Jaenner 2007, 18h30 im IWK, Bergg.17, Wien 9 Ende Jaenner tagt der OeGB-Reformkongress: Was kann die Gewerkschaft von internationalen Erfahrungen und Kooperationen lernen? Was kann sie zu einer transnationalen Vernetzung beitragen? Im Rahmen der Podiumsdiskussion wird das neue Heft der Zeitschrift "Kurswechsel" zum Thema "Gewerkschaftsreform" vorgestellt. Georg Adam (Wien): Gibt es gewerkschaftliche Strategien fuer eine europaeische Sozialpolitik? Wolfgang Greif (Wien): Gewerkschaftsreform in Oesterreich und internationale Zusammenarbeit Nikolaus Hammer (Leicester): Transnationale Strategien in der gewerkschaftlichen Erneuerung Sandra Stern (Wien): Wie koennen Interessen atypisch Beschaeftigter transnational vertreten werden? Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe "Baustelle Soziales Europa. Zur Transnationalen Formierung von Interessen" > Buchpraesentation und Diskussion "Der wankende Riese - Gewerkschaften zwischen Globalisierung und Krise der Sozialpartnerschaft" (Molden Verlag, 2006) mit Reinhard Engel, Buchautor Kommentar: Klaudia Paiha, UG-Bundessekretaerin, Bundessprecherin der AUGE/UG Moderation: Markus Koza, Vertreter der UG im OeGB Bundesvorstand Ort: AUGE/UG Buero, Belvederegasse 10/1, 1040 Wien Zeit: Dienstag, 16. Jaenner 2007, 19.00 Uhr "Fuer die Gewerkschafter war es ein Alptraum: Die gewaltigen Spekulationsverluste der BAWAG brachten den OeGB selbst an den Rand des Konkurses. Jetzt ist der OeGB politisch geschwaecht und muss seine Finanzen mit einem drastischen Sparprogramm sanieren. Werden die Gewerkschaften aus fehlender Staerke aggressiver auftreten? Die Welt des OeGB war schon vorher nicht mehr heil gewesen: Die Mitgliederzahlen sanken bestaendig, Globalisierung und Verlagerung von Unternehmen setzten die Gewerkschaften unter Druck, auf die Herausforderungen der atypischenBeschaeftigten fand man bisher keine Antwort. Dieses Buch stellt die zwei wichtigsten Fragen: Braucht Oesterreich in einer globalisierten Wirtschaft noch Gewerkschaften? Mit Sicherheit ja. Und kann die derzeitige OeGB-Fuehrung die notwendigen Weichen fuer die Zukunft stellen? Es waere noch moeglich, aber sehr gut stehen die Chancen nicht." (Aus dem Klappentext) ================================================ 20 Gratiskleinanzeige: Gesucht: Neue MieterInnen fuer BG Schottengasse von "akin" ================================================ Gratiskleinanzeige > Gesucht: Neue MieterInnen fuer BG Schottengasse Die Buerogemeinschaft Schottengasse gibt es seit Jahrzehnten - wir stellen kritischen Initiativen und Vereinen Arbeitsraeume und Infrastuktur zur Verfuegung. Im Moment wird bei uns ein Raum teilweise frei. Das Buero koennt Ihr Euch mit bereits vorhandenen BenutzerInnen teilen. Wann: Spaetestens ab 1. Maerz 2007 zu beziehen. Wie gross: 14,23 Quadratmeter insgesamt und Mitbenuetzung von Kueche, Plenarraum (50 Quadratmeter). Wieviel: ca. 145,- Euro/Monat (inkl. MwSt) inkl. Strom/Gas, Zentralheizung, Betriebskosten, Internet-Breitbandzugang. Gemeinsames Fax und Kopierer vorhanden Wir, die Buerogemeinschaft Schottengasse, das sind u.a.: Internationaler Zivildienst (IZD), Arge Wehrdienstverweigerung und Gewaltfreiheit, Deserteurs- und Fluechtlingsberatung, SCI - Service Civil International, Context XXI, AMSA (Austrian medical students association) mit Projekt "Achtung Liebe", MASN Austria - Anthropologisches Kompetenzzentrum und Vernetzungsbuero. Wir wuerden uns ueber euer Interesse, bei uns einzuziehen, sehr freuen! Antworten bitte moeglichst bald an: Buerogemeinschaft Schottengasse Schottengasse 3a/1/59, A-1010 Wien, tel. 01/ 533 12 38, fax. 01/ 532 74 16, info at schottengasse.org ================================================ ================================================ STUDIENGEBÜHREN/zWANGSARBEIT/"grundeinikommen" ================================================ ================================================ 21 protestaktionen gegen soziale Ungerechtigkeit der sp-vp regierung von "Renate Vodnek" ================================================ Liebe FreundInnen! Die Ferien sind vorbei und wir haben bereits mit neuen Grauslichkeiten zu kämpfen. Die Beibehaltung der Studiengebühren und deren Erweiterung durch die Möglichkeit der Abarbeitung selbiger durch prekäre "Sozialzwangsdienste" stellen eine völlige Verarschung aller Studierenden durch die SPÖ dar, was bereits gestern erste, heftige Proteste ausgelöst hat: Gestern abend wurde im Zuge einer Spontandemo der Eingangsbereich der SPÖ- Zentrale in der Löwelstr. 18 besetzt. Diese Besetzung gilt es aufrecht zu halten. Daher: ALLE HINKOMMEN! Des Weiteren findet heute um 18h (vorläufige Info) die SPÖ-Neujahreskonferenz im Museumsquartier statt, zu der sich mehrere Parteigranden angekündigt haben. Treffpunkt für Aktionen hierzu: 17:30 (pünktlich) Museumsquartier. Donnerstag 1 Stunde vor der Angelobung gibt es eine Protestkundgebung + Demo: Treffpunkte Ballhausplatz und Uni Wien (-> Demo zum Ballhausplatz) (Termin der Angelobung vermutlich 11.00, ist aber noch nicht fix) nach der Angelobung findet ein Treffen zur Diskussion weiterer Aktivitäten im NIG (Universitätstr. 8, 1010 Wien statt. Plan für die kommenden Tage Aktionen sollen über Studiengebühren und Bildungsproblematik hinausgehen. Gemeinsamer roter Faden: „soziale Ungerechtigkeit wird weiter fortgesetzt“, unter diesem Bogen machen alle Gruppierungen und Organisationen ihre Flyer, Transpis, Aktionen zu ihren jeweiligen Bereichen. Bewerbung Alle Organisationen machen ihre Flyer selber, entsprechend dem gemeinsamen Tenor. Sobald Zeitpunkt für Angelobung bekannt ist, sollen Flyer mit Uhrzeit verteilt werden (Treffpunkte Ballhausplatz, Uni Wien). Koordinationspunkt für Bewerbung ist Löwelstraße: Flyer-Lager, Flip mit Bewerbungsplan. Wenn Löwelstraßen-Besetzung aufgelassen wird, dann UV Wien. Bitte über alle Info-Kanäle weiter kommunizieren. Mit widerständigen Grüßen, eure ÖH Uni Wien + Bundesvertretung ÖH ================================================ ================================================ INTERNATIONALES ================================================ ================================================ 22 Bilanz 2006 - Gewalt gegen Indianer in Brasilien von "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================ PRESSEMITTEILUNG der Gesellschaft für bedrohte Völker > > Göttingen, 9. Januar 2007 > > Bilanz des Schreckens in Brasilien: > Mindestens 40 Ureinwohner in 2006 ermordet > > > Die Gewalt in den Gebieten mit indigener Bevölkerung in Brasilien war auch > im Jahre 2006 enorm groß. Nach einer vorläufigen Bilanz des > Indianermissionsrates CIMI kamen mindestens 40 Ureinwohner gewaltsam > ums Leben, 20 von ihnen allein im Bundesstaat Mato Grosso do Sul. > Dieser Bundesstaat ist seit langem Brennpunkt der Gewalt gegen die > indianische Bevölkerung. Hauptursache sind die ungeklärten Landrechte. > Nirgendwo sonst in Brasilien verfügen die Indigenen über so wenig Land.. > Am Schlimmsten ist die Situation der 37.000 Guaraní-Kaiowá. In 64 ihrer > 87 Territorien hat der Prozess zur offiziellen Anerkennung ihres Landes > (Demarkierung) noch nicht einmal begonnen > > Besorgnis erregend ist dabei die enorme Zunahme von Gewalttaten, die > Angehörige indigener Völker innerhalb der eigenen Gruppe begehen. In > Mato Grosso do Sul waren sie für 10 der bislang bekannten 20 > Kapitalverbrechen in diesem Bundesstaat verantwortlich. Mangel an Land > und eine entsprechend unsichere Lebensgrundlage haben Not und Elend, > aber auch Verzweiflung und Ausweglosigkeit zur Folge. Werden die > Spannungen innerhalb der Gemeinschaft zu groß, so fand Cimi bei seinen > Untersuchungen heraus, dann entladen sie sich in Kämpfen, im > Missbrauch von Alkohol und Drogen und auch in Fällen von Mord innerhalb > der Gemeinschaften. > > Deshalb sei es vorrangig, dass die Regierung Lula da Silva zügig und > konsequent die Landrechte aller 235 indigenen Völker Brasiliens absichert > und vor dem illegalen Eindringen von Holzunternehmen, Viehzüchtern oder > Soja-Pflanzern schützt. Die Regierung müsse die dramatische Situation in > den Ureinwohnergebieten endlich ernst nehmen und darüber hinaus ihren > aus der Konvention 169 der Internationalen Arbeitsorganisation ILO > erwachsenen Verpflichtungen nachkommen: volle Gewährleistung der > Menschenrechte und Grundfreiheiten, Durchsetzung des Rechts auf > Gestaltung der eigenen Zukunft, kulturelle Identität und gemeinschaftliche > Strukturen und Traditionen, Land und Ressourcen, Beschäftigung und > angemessene Arbeitsbedingungen, Ausbildung und Zugang zu den > Kommunikationsmitteln, Beteiligung bei der Findung von Entscheidungen, > die diese Völker betreffen. Gleichberechtigung vor Verwaltung und Justiz.. > Brasilien hat die Konvention 169 der ILO im Juli 2002 ratifiziert. > > CIMI ist eine der wichtigsten Menschenrechtsorganisationen für die > Unterstützung der indigenen Völker Brasiliens und Partnerorganisation der > Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). Im Mittelpunkt steht dabei der > Kampf um die Landrechte der Ureinwohner, denn Land ist der Schlüssel > zum Wohlergehen und zum Überleben der Indianer in Brasilien. Cimi wurde > 1972 von der Nationalen Bischofsvereinigung von Brasilien (National > Confederation of the Bishops of Brazil /CNBB) gegründet. Durch seine > Mitarbeiter in den Gemeinschaften arbeitet CIMI eng mit den Betroffenen > zusammen. Der endgültige Jahresbericht "Gewalt gegen die indigenen > Völker in Brasilien - 2006" soll im April dieses Jahres erscheinen. > Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) > Inse Geismar, Pressereferentin > Postfach 2024, D-37010 Goettingen > Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 > E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ================================================ ================================================ 23 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - Das Geld zu Gast in Essen - Not für die Welt - Video: G8 Repression - G8 gebt auf, ihr seid umzeltet! - Bundeswehr zieht Kasernen in Dabel und Stern-Buchholz leer - Projekt "G8 im Fokus" - In Frankfurt (Oder) wollte der Verfassungsschutz offenbar einen linken Aktivisten anwerben - move to the coup - zum Umsturz bewegen - G8-Gipfel - Innenminister unterzeichnet Verwaltungsvereinbarung mit Kommunen - UK Meeting to discuss G8 Mobilisation for 2007, Jan 27th, Nottingham - Linkspartei.PDS berät am Samstag über G8-Gipfel ----------------------------------------------------------------------------- Das Geld zu Gast in Essen - Not für die Welt Aufruf zu Demo und Aktionen zum Treffen der G7-Finanzminister am 10. Februar 2007 in Essen Wissen Sie, was genau die Finanzminister der größten Industrieländer (G7) auf ihrem Treffen am 9./10.02.2007 aushecken werden? Nein? Wir auch nicht! Schon jetzt lässt sich aber erraten, dass sie ebenso wenig die Interessen der Menschen in der "3.-Welt" noch in den Industrieländern vertreten werden. In Vorbereitung des G8-Gipfels im Sommer in Heiligendamm sollen die G7-Finanzminister (G7 = G8 ohne Russland) das marktradikal, neoliberale Konzept weiterhin durchboxen. Sie nennen es: Liberalisierung, Freihandel, Deregulierung und Privatisierung. Dies bedeutet: Durch die Politik der G8 werden den Konzernen immer mehr Rechte und Möglichkeiten eingeräumt, um ihre Profite zu vergrößern; gleichzeitig werden unsere Rechte und Möglichkeiten der Teilhabe immer weiter eingeschränkt. Sehenden Auges vernichten die entfesselten Marktkräfte unsere sozialen und ökologischen Grundlagen. Nicht mehr die Wirtschaft soll den Menschen dienen, sondern die Menschen der Wirtschaft. Die Folgen: Erhöhung der Arbeitszeit bei gleichzeitiger Zunahme von Arbeitslosigkeit, Prekarisierung der Arbeits- und Lebensverhältnisse, Beschneidung bereits erkämpfter Rechte der Lohnabhängigen, Zwang zur privaten Risikovorsorge statt solidarischer Sicherungssysteme und globale Umweltzerstörung. Privatisierung bedeutet einen Verlust an demokratischen Einflussmöglichkeiten. Bildung und Gesundheit werden zur Ware. Zunehmend sind es die Kommunen, die dem vermeintlichen Druck zur Privatisierung ausgesetzt werden. Die Folgen: steigende Preise für die Daseinsvorsorge, z. B. Gas, Strom und Wasser, Öffentlichen Verkehr und weitere Verkäufe Öffentlichen - also unser aller -Eigentums. Öffentliche Verwaltungen ordnen sich der Logik des Marktes unter, so wird z. b. Umweltschutz unter dem Aspekt des "Standortvorteils" betrachtet. Ein wirksamer Schuldenerlass für die Länder der "3.-Welt" wird von diesen G7-Finanzministern abgelehnt. Der medienwirksam inszenierte "Schuldenerlass" aus dem Jahr 2005 reduzierte die gesamten Zahlungen von 300 auf "nur noch" 299 Mrd. US $ für das Jahr 2006. Die reichen Ökonomien der Staaten der G8 schotten sich ab. Dieser Abschottung fallen jährlich tausende Tote im Mittelmeer, im Atlantik, an der Grenze USA / Mexiko und anderswo zum Opfer. Die kapitalistische Ordnung der G8 beruht auf Gewalt und erzeugt zwangsläufig neue Gewalt. 80% der Menschheit wird an den Rand gedrängt, von wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung ausgeschlossen und der Zugang zu modernen Technologien verwehrt. Der Reichtum dieser Welt könnte die Versorgung aller Menschen mit Nahrung, Kleidung, Wohnung, Arbeit, Bildung und Gesundheit - den Grundbedürfnissen, und damit laut UN-Charta Menschenrechten - sicherstellen. Lasst uns am 10. Februar hierfür gemeinsam und machtvoll eintreten. Bündnis zum G7-Gipfel in Essen www.g7-protest.de; E-Mail: jclaudia at web.de Info zur Demo: Samstag, 10. Februar 2007, 11 - 13.00 Uhr Auftakt: Essen-Innenstadt, Porschekanzel - ab Essen Hbf: Ausgang Innenstadt, gut 500 m in die Fußgängerzone rein Abschluss: Essen-Rüttenscheid, HH Rüttenscheider Stern Im Anschluss: Aktionen u. a. in der Essener Innenstadt [http://www.g7-protest.de] ----------------------------------------------------------------------------- Video: G8 Repression Lieselotte Meyer Film Productions Ltd: G8 2007 Heiligendamn & the German Repression neuer Antirepressionsfilm für den G8 2007 Neuer 20_minuten_clip über deutsches Demorecht, speziell für den G8 und speziell für Menschen, die vielleicht aus dem Ausland kommen und die deutschen Besonderheiten nicht kennen. Download preview version: http://video.indymedia.org/download/%5BIndymedia%5D_(2007-01-08)_G8_Repression_preview_version.ogg Der Clip ist für Mobilisierungsveranstaltungen und Screenings geeignet. Höhere Auflösung und eine Version ohne die deutsche Tonspur gibts auf video.indymedia.org Zum Abspielen der files braucht ihr den vlc-player, oder eine neuere version des media player classic. Viel Spaß! English : New 20min Clip about german police strategies and laws, especially for the G8 2007 in Heiligendamm. For moblilization and preparation... Translations and/or subtitles needed! Translate the transkript and create another audio track (wav, avi, mp3, whatever) to add. a version without german speech, but with music will be published at video.indymedia.org use it with the free vlc-player or a quite new version of media player classic [http://germany.indymedia.org/2007/01/165675.shtml] ----------------------------------------------------------------------------- G8 gebt auf, ihr seid umzeltet! Im Juni 2007 werden ca. 100 000 Menschen aus vielen Ländern gegen den G8-Gipfel der führenden Industrienationen in Heiligendamm auf die Straße gehen. Mit ihren Aktionen sprechen sie den Herrschenden die Legitimation ab, weiterhin die Welt mit ihren Wirtschaftprogrammen zu verwüsten und noch mehr Armut zu verursachen. Wer an mehreren Tagen Veranstaltungen des Alternativgipfels besucht, vor Ort an Blockaden und Demos teilnimmt oder am "Heiligen Damm des Gebetes" mitmacht, muß auch mal schlafen, essen, sich mit anderen austauschen können, muß Raum für´s chillen finden, neue Energie tanken. Dafür arbeitet die "Camping 07" - Vorbereitungsgruppe Für ALLE, die in und um Heiligendamm und Rostock protestieren, demonstrieren, blockieren, Alternativen diskutieren und für eine gerechte und solidarische Welt leben und kämpfen, bereiten wir mindestens ein großes Camp vor. Das internationale Camp wird ein sicherer Ort und Ruheraum sein. Dort werden ALLE (FaschistInnen ausgenommen) Platz zum Zelten, warmes, auch veganes Essen, Veranstaltungszelte und aktuelle Informationen in verschiedenen Sprachen finden. "Camping 07" sucht Plätze , auf denen wir während der Gipfelproteste unser Zusammenleben selbst in die Hand nehmen - unsere Zeltstadt für 20 000 Menschen wird keine Zäune haben und auch keine private Security. Das Camp soll so nah wie möglich an den Orten des Geschehens sein, damit die Wege kurz bleiben und der Austausch klappt. Selbstverständlich lehnen wir jede Form von Kommerz auf dem Gelände ab und wollen auch Menschen mit wenig oder keinem Geld die Teilnahme ermöglichen. Bereits jetzt verhandeln wir mit den politisch Verantwortlichen vor Ort, um geeignetes Gelände und die dazugehörige Infrastruktur zu bekommen - wir wissen, daß auch sie kein Interesse an 20 000 Wild-CamperInnen rund um Bad Doberan haben und zur Mitarbeit bereit sind. Wir bitten um Mithilfe und Unterstützung bei der Selbstorganisation, tatkräftig oder als gedankliche Anregung bei der umfassenden Aufgabe. Als Teil (Modul) der Gesamt-Koordination der Gipfel-Proteste wünschen wir uns den Austausch mit den verschiedenen politischen Spektren und den anderen Modulen. Ø Wir laden ein zu einem Austausch- und Arbeitswochenende am 27. + 28. Januar 2007 Rosa-Luxenburg-Stiftung Franz-Mehring Platz 1 10243 Berlin S-Station: Ostbahnhof Punkte, die wir besprechen wollen: - Wie weit sind wir mit der Platzsuche und wie geht's weiter - Welche Strukturen brauchen wir - Was wollen wir untereinander abklären - Was ist schon Organisiert und was fehlt noch - Wer macht was Damit wir das Treffen besser Vorbereiten können, wäre es hilfreich, dass die, die kommen, sich kurz anmelden und auch gleich mitteilen was Sie besprechen und einbringen wollen, woran Sie arbeiten und was fehlt. Anmeldung und Anregungen bitte an: camping07 at listi.jpberlin.de oder telef.: 0175-4254928 Eine TO, die Anfahrtsbeschreibung und den Ablauf verschicken wir kurz vorher noch. [Die Camping07-Gruppe] ----------------------------------------------------------------------------- Bundeswehr zieht Kasernen in Dabel und Stern-Buchholz leer Schwerin (dpa) Die Bundeswehr hat im Zuge der Bundeswehrreform zum Jahresende ihre Kasernen in Dabel (Kreis Parchim) und Stern-Buchholz im Süden Schwerins leergezogen. Sie werden aber noch nicht an die Nachnutzer übergeben, wie ein Sprecher der Bundeswehr in Schwerin sagte. Dies soll erst nach dem G8-Gipfel im Juni in Heiligendamm geschehen. Während des G8-Treffens sollen in den Kasernen Polizisten untergebracht werden, die zur Absicherung des Gipfels eingesetzt sind. Die Berufs- und Zeitsoldaten des bisher in Dabel stationierten Panzerartilleriebataillons 405 und des Panzerbataillons 403 in Stern-Buchholz seien bereits an andere Bundeswehr-Standorte versetzt worden. In den Kasernen dienten rund 1200 Soldaten. [Ostseezeitung 2.1.2006 ] ----------------------------------------------------------------------------- Projekt "G8 im Fokus" Die Ausstellungsmacher Wir sind eine Gruppe von 6 Leuten und haben vor einigen Jahren eine Wanderausstellung zu "Toten an der Grenze" realisiert, die damals sehr erfolgreich in kommunalen Einrichtungen in Ostdeutschland gezeigt wurde. Jetzt bereiten wir anlässlich des G 8-Gipfels in Heiligendamm im Juni 2007 eine Wanderausstellung "G8 im Fokus" über Kritik an G8-Gipfeln und den Folgen von Globalisierung vor. Trägerverein und Antragsteller zur Finanzierung des Projektes ist der Berliner Verein Forschungsgesellschaft Flucht und Migration e.V. Kurzdarstellung des Projektes Aus Anlass des G8-Gipfels im Juni 2007 in Heiligendamm konzipieren wir ein Ausstellung, die die G8 und die Politikfelder der Gruppe Acht in den Fokus nimmt. Dabei haben wir uns zum einen das Ziel gesetzt die Gruppe der Acht, die Entstehung dieser Ländergruppe wie auch die Frage der sogenannten "Gipfelgegner" nach der Legitimität dieser Gruppe aufzugreifen. Zum anderen beschäftigt sich die Ausstellung konkret mit den Themen der G8. Aufgegliedert in diese sehr verschiedenen, beispielhaften Themenfelder wird der Zusammenhang zwischen der Politik der führenden Industrienationen und den Entwicklungen auf globaler sowie lokaler Ebene dargestellt werden. Die Ausstellung konzipieren wir als Wanderausstellung und zeigen sie in den letzten Monaten vor dem Gipfel, im April und Mai 2007 in verschiedenen Städten in Mecklenburg Vorpommern. Projektkonzeption Die verschiedenen Themenfelder sollen anhand von Ausstellungstafeln dargestellt und je nach Materiallage und örtlicher Infrastruktur durch Video- und Audiomaterial oder durch Schaukästen mit weiterem Anschauungsmaterialien ergänzt werden. Zu den jeweiligen Schwerpunktthemen erstellen wir zudem Faltblätter, die in der Ausstellung als "Flyer-to-go" ausliegen, aber auch als Werbe- bzw. Bildungsmaterial für lokale Einrichtungen einen ersten inhaltlichen Einstieg ermöglichen können. Themenblöcke der Ausstellung * Gruppe der Acht: Entstehung, Funktion und Wandel der letzten Jahre * globalisierte Wirtschaft (Abbau globaler Zoll- und Handelsschranken, Bildung von Freihandelszonen, Verlagerung der Produktionsstätten, geistiges Eigentum und Patentierung) * Krieg und Militarismus und die Rolle der G8 * Weltagrarmarkt, EU-Agrarmarkt, industrialisierte Agrarwirtschaft, Gentechnik * Energiesicherheit: Weltenergie- und Ressourcenmarkt * Flucht und Migration * Zusammenfassung: Argumente Für und Wider? Kritik der globalisierungskritischen Proteste Jeder Themenschwerpunkt soll anhand eines Beispiels aus der Alltagswelt aus Mecklenburg Vorpommern konkretisiert werden. An den Orten der Ausstellung findet zu Beginn ein Eröffnungsabend statt. Dort berichten jeweils zu einem der Themenblöcke geladene Referenten. Kosten und Finanzierung Als Ausstellungsmacher tragen wir die Kosten und haben entsprechende Finanzmittel bereits bei verschiedenen Stiftungen beantragt. Ausstellung_2007 at yahoo.de [Ausstellungsprojekt "G8 im Fokus"] ----------------------------------------------------------------------------- In Frankfurt (Oder) wollte der Verfassungsschutz offenbar einen linken Aktivisten anwerben Seit Sommer 2006 versuchte der Verfassungsschutz eine Person aus der linken Szene der Stadt Frankfurt (Oder) für Informantendienste anzuwerben. Mit dieser Information sind die Rote Hilfe und die Soligruppe Frankfurt (Oder) jetzt an die Öffentlichkeit gegangen. In einem mehrseitigen Protokoll, das unter anderem in der jüngsten Ausgabe der Rote Hilfe-Zeitung abgedruckt wurde, sind die drei Gespräche, die der junge Mann mit einem Mitarbeiter des Verfassungsschutzes geführt haben soll, ebenso aufgelistet wie Kontakte per E-Mail oder Handy. Die erste Begegnung gab es demnach Ende August, als ein Mann vor der Arbeitsstelle des jungen Aktivisten wartete. Der Wartende habe sich als Björn Kloppstock aus Berlin vorgestellt. Er sei Journalist und wolle ein Interview. Doch schon beim ersten Gesprächstermin habe Björn Kloppstock offen gesagt, dass er für den beim Bundesinnenministerium angesiedelten Verfassungsschutz arbeite. Der junge Aktivist sollte in unterschiedlichen Bereichen tätig werden. So sollte er Informationen über die Autonome Antifa Frankfurt (Oder) und deren Verbindungen sowie über die beginnenden Proteste gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm zusammentragen. Um die Gipfelgegner auszuspionieren, sollte der Gefragte an Vorbereitungstreffen des Dissent-Netzwerks teilnehmen. Besonderes Augenmerk sollte er dort auf Mailverteiler und Passwörter richten, habe ihm Kloppstock eingeschärft, heißt es. Der Einsatz des vermeintlichen Neu-Informanten sollte nicht auf Brandenburg beschränkt bleiben. Die Teilnahme an Veranstaltungen in anderen Bundesländern ist den Angaben zufolge ausdrücklich vorgesehen gewesen. Gleich zum Einstieg hätte es das Dissent-Vorbereitungstreffen in Osnabrück gegeben. Als Gegenleistung für die Spitzeltätigkeit sollen bis zu 500 Euro monatlich angeboten worden sein. Was Kloppstock nicht ahnen konnte: Der junge Mann ging nur zum Schein und in Absprache mit politischen Freunden darauf ein. Nach dem dritten Treffen brach er dann den Kontakt ab. "Es ist darum gegangen, die Arbeitsweise des Verfassungsschutzes bei Informantenanwerbungen genauer kennen zu lernen", begründet die Soligruppe Frankfurt (Oder) diese Herangehensweise. Auch in Potsdam und Bernau sind in der letzten Zeit Aktivisten aus linken Zusammenhängen auf die gleiche Weise von vermeintlichen Journalisten, die sich dann als Mitarbeiter des Verfassungsschutzes entpuppten, angesprochen worden. Ob sich die Geheimdienstler dort auch als Björn Kloppstock vorstellten, soll noch ermittelt werden. [http://www.nd-online.de/artikel.asp?AID=103111&IDC=5] ----------------------------------------------------------------------------- move to the coup - zum Umsturz bewegen Infoveranstaltung & Soli-Party am 13.Januar, Rote Flora, Hamburg mit ReferentInnen von: EA Rostock, Lobbi e.V., G8 Gruppe Greifswald, Solid(MV), "Keine Stimme den Nazis" - Kampagne, Andreas Speit (Journalist) 6.- 8.Juni 2007: Treffen der G8 in Deutschland in Heiligendamm, Mecklenburg Vorpommern Das Zusammentreffen der G8 ist für uns Grund genug, sich mit diesem Flecken Erde zu beschäftigen, der den Raum für diesen darstellt. Wir werden über das dünn besiedelte und hoch verschuldete Bundesland berichten und zu einer Diskussion über Perspektiven und Szenarien im Rahmen des Gipfels anregen. Seit Monaten werden in der Presse, in Parteien und staatlichen Organen des Landes Gewaltszenarien à la Genua für den kommenden Juni beschworen. Der einzige Kritikpunkt an diesem Zusammentreffen, der in der öffentlichen Diskussion existent ist, ist die Frage der Finanzierung des Gipfels und die damit verbundenen Belastungen für den Landeshaushalt. Zudem zeichnet sich ein eindeutiger Einfluss der Medien im Land ab, da bereits jetzt Anwohner die Polizei bitten in die "Roten Zone" aufgenommen zu werden, um Schutz vor den protestierenden "Chaoten" zu haben. Aufgrund dieser Zustände und Erfahrungen wollen wir die Situation für Außenstehende vor Ort beleuchten. Folgende Fragen sollen dabei Berücksichtigung finden: Kann es für AktivistInnen eine Zusammenarbeit mit der Bevölkerung vor Ort geben? Wie sind die linksalternativen Kräfte in Meck-Pom? Wo können wir sie finden und wie ist eine Vernetzung und Zusammenarbeitmöglich? Um einen realistischen Ausblick zu erhalten, ist es unumgänglich die rechten Strukturen zu beachten. Seit Jahren gehören Nazis zum Alltagsbild im Land und seit den Wahlen im September 2006 sitzen im Schweriner Landtag unter den NPD-Abgeordneten auch zwei Kameradschaftsführer. Nur in drei Wahlkreisen erreichte die NPD die 5% Hürde nicht. Wenngleich sich alle etablierten Parteien gegen die NPD aussprachen, zeigte sich entschiedener antifaschistischer Protest gegen den Wahlkampf der nazistischen Partei zeigte sich einzig in der Kampagne "Keine Stimme den Nazis", die landesweit von dem linken Spektrum getragen wurde. Offen propagierter nationaler Sozialismus wird von weiten Teilen im Land toleriert. Dies geht soweit, dass der 'Heimatschutz Pommern' zu Volksfesten eingeladen wird und Kampagnen wie "Opa war in Ordnung" der 'mecklenburgischen Aktionsfront' Anklang in der Bevölkerung finden. Diese Zustände zeugen davon, dass Nazis offensichtlich in die so genannte Zivilgesellschaft integriert sind. Die Veranstaltung soll Handlungen und Positionen der politischen Akteure von Links und Rechts aufzeigen. Darüber hinaus sind insbesondere Schnittmengen mit den traditionell globalisierungskritischen Organisationen vor Ort zu ermitteln und aufgrund dessen eine Einschätzung der Lage im Kampf gegen den G8 zu leisten. Die bis September 2006 regierende Rot-Rote-Koalition beschloss eines der "modernsten" Sicherheits- und Ordnungsgesetze der Bundesrepublik. Die Polizei ist darin mit weit reichenden Rechten zum Eingriff in die Bürgerrechte ausgestattet. Um einen Eindruck von der bestehenden staatlichen Repression zu bekommen, sollen die Geschehnisse des 1.Mai's in Rostock und die die andauernde Repression skizziert werden. Ziel ist es, aufzuzeigen wie sich Meck-Pomm für gegen den Widerstand für den kommenden Gipfel rüstet. Wir möchten euch zu dieser Veranstaltung einladen, die Informationen von Mecklenburg- Vorpommern, der linken Strukturen vor Ort und Hamburgern liefert und hoffen auf rege Beiträge zur sich anschließenden Diskussion. Des Weiteren wird es im Anschluss noch eine Soli-Party für die Unterstützung der linksalternativen Strukturen in MV geben. Alle, die das Tanzbein schwingen wollen, sollten gleich da bleiben... Informationsveranstaltung: Einlass 18.30 Uhr; Beginn 19.00 Uhr Soliparty: Ab 22.00 Uhr [Move To The Coup] ----------------------------------------------------------------------------- G8-Gipfel - Innenminister unterzeichnet Verwaltungsvereinbarung mit Kommunen 08.01.2007: Schwerin/MVr Innenminister Lorenz Caffier (Foto) hat heute mit dem Oberbürgermeister der Hansestadt Rostock Roland Methling sowie den Landräten Thomas-Jörg Leuchert und Lutz da Cunha (Landkreise Bad Doberan bzw. Güstrow) eine Verwaltungsvereinbarung unterzeichnet. Sie enthält Regelungen zur Finanzierung nichtpolizeilicher Aufgaben im Brand- und Katastrophenschutz sowie im Rettungswesen, die den genannten Kommunen zusätzlich durch die besonderen Sicherheitsanforderungen während des G8-Gipfels in Heiligendamm entstehen. Bei der Bewältigung dieser über das normale Maß hinausgehenden Anforderungen wird die Landesregierung die Kommunen finanziell unterstützen. Die Vereinbarung sieht vor, dass erforderliche Einsatzkosten (Personal- und Materialkosten) in vollem Umfang erstattet werden. Der notwendige Ausbau der integrierten Leitstelle in Rostock soll über Sonderbedarfszuweisung finanziell gefördert werden. Außerdem erhalten die Kommunen für die Zeit des G8-Gipfels kostenlos Zugang zum BOS-Digitalfunk der Polizei. Die Finanzierung der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr soll durch die im Haushalt des Innenministeriums für das Jahr 2007 eingestellten Mittel erfolgen. Minister Caffier lobte die sachliche und konstruktive Atmosphäre der Gespräche zur Vorbereitung der Vereinbarung. "Der G8-Gipfel in Heiligendamm wird ein herausragendes Ereignis von gesamtstaatlicher Bedeutung. Das Land und die Kommunen sind sich ihrer besonderen Verantwortung für das Gelingen des Gipfels bewusst." [http://www.mvregio.de/mvr/25554.html] ----------------------------------------------------------------------------- UK Meeting to discuss G8 Mobilisation for 2007, Jan 27th, Nottingham A UK-based meeting to discuss the mobilisation against the 2007 G8 Summit to be held near Rostock in Germany (June 6-8 2007). from imc uk: Meeting to discuss G8 Mobilisation for 2007 The G8 Summit in 2007 will be held in northern Germany. Some of the libertarian left in Germany were inspired by the original aims and actions of the Dissent Network in the UK. So much so that the libertarian left in Germany has taken the same name. Simply put, their aims are two fold. Stop the G8 summit and in order to do so create a network of ongoing solidarity on an international level. The mobilisation is committed to bottom up, decentralised organising. It follows that they have extensively toured internationally to involve as many people as possible. The tours arose from an international gathering for the mobilisation, called Campinski, near the German G8 summit venue last summer. The UK leg of the tour in October saw activists from the UK 2005 mobilisation, Russian 2006 mobilisation and Germany 2007 mobilisation working together. The tour visited the Anarchist Bookfair in London, Brighton, Reading, Glasgow, Edinburgh, Liverpool Leeds, Birmingham and Cardiff. People at all these venues felt that it would be good to have a one day gathering for feedback and discussions on the G8 2007 mobilisation. This callout is in consequence to those peoples wishes. There is to be a one day event in Nottingham on the 28th January. Limited accommodation is provided for those who wish to travel from afar. In particular, those wishing to travel to the venue on Saturday 27th to have informal pre-meetings. Please contact dissentprocess at yahoo.co.uk if you require accommodation. Food will be provided for by Veggies, for a small cost. Also contact dissentprocess at yahoo.co.uk with agenda items. Items for suggestion include lessons from G8 2005, Feedback on German processes and mobilisation, future meetings in the UK, and others [http://www.wombles.org.uk/article200612576.php] ----------------------------------------------------------------------------- Linkspartei.PDS berät am Samstag über G8-Gipfel Schwerin (dpa/mv) - Der Landesvorstand der Linkspartei.PDS wird sich am kommenden Samstag in Bad Doberan mit dem G8-Gipfel in Heiligendamm beschäftigen. Es gehe dabei noch nicht um konkrete Aktionen gegen das Treffen der Staats- und Regierungschefs der acht führenden Industrienationen, sagte Landesgeschäftsführer Friedemann Reinhold am Montag. Mit Vertretern anderer G8-kritischer Gruppen solle zunächst eine generelle Verständigung gesucht werden. Die Linkspartei.PDS wolle vor und während des Gipfeltreffens mit friedlichen und fantasievollen Protesten ihre ablehnende Haltung zur Politik der G8 deutlich machen. Gewalt werde prinzipiell abgelehnt. [Link: http://www.ln-online.de/news/norddeutschland/politik-mv/2036672] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli [at] nadir.org Pressearbeit: presse [at] gipfelsoli.org Ein- und Austragen Newsletter: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-l Ein- und Austragen Presseverteiler: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-presse Newsfeed für ALLE aktuellen Nachrichten (Newsletter, Pressemitteilungen, Repression): http://info.gipfelsoli.org/feeds/rss2/1 ================================================ ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht berücksichtigt) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: di, 22.00 Uhr Nicht enthalten: Doubletten, Attachmentbeiträge nicht WR Beiträge nach wie vor aktuell: DER WIDERSTANDS-MUND SUCHT WEITERHIN DRINGEND LEUTE, DIE 1 X DIE WOCHE EINE AUSGABE ZUSAMMENSTELLEN WOLLEN III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ _______________________________________________ From analle at no-racism.net Sun Jan 14 23:31:39 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Sun, 14 Jan 2007 23:31:39 +0100 Subject: widerst@nd! - MUND: Montag, 15.1.2007 Message-ID: <20070114223139.GA14149@brandl.telekabel.at> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! Montag, 15.01.2007 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 Das Letzte: Hietzinger Bezirksgeschicht "akin" ================================================== 02 [kanalb.at] kanalB.at video: SPÖ Parteizentrale besetzt webmaster at kanalB.org ================================================== 03 Filme "venezuela-info.net" ================================================== 04 Buchpräsentation Gruber Heimo [mailto:heimo.gruber at buechereien.wien.at] ================================================== 05 Prozeß "Feindaufklärung & Reeducation", Termine "Cafe Critique" ================================================== 06 Veranstaltungen zu SPÖ-Umfaller, Zypernkonflikt & Gesundheitspolitik "AL-Antifaschistische Linke" ================================================== 07 unkenruf: Diskussionsabend 16.01.07, 18.30 frauenhetz ================================================== 08 REMINDER -->> - NORTH COUNTRY - 15. - 17. Jänner im TOP KINO "DV8-Film NEWSLETTER" ================================================== 09 17.1.: SPÖ-Umfaller "agm" ================================================== 10 Vorbereitungsplenum für die 8. März Demo in Wien LesbenFrauenNachrichten at gmx.at ================================================== 11 25.1.: Tourismus in der Dritten Welt promedia at mediashop.at ================================================== 12 1.2.: ChristInnen und der Staat Israel "Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 13 Gratiskleinanzeige: Gesucht: Neue MieterInnen fuer BG Schottengasse akin" ================================================== 14 GLB/Studiengebühren/Sozialarbeit/Qualifikation/Lohndumping "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================== 15 16.01.2007: Diskussion "Wahlsieger - Verhandlungsverlierer SPÖ" mit Cornelia Berger, SJ-Wien "Transdanubien gegen Schwarzblau" ================================================== 16 SPÖ enttäuscht weiter "Rechtskomitee LAMBDA (RKL)" ================================================== 17 GLB/Koalitionsabkommen/ÖGB "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================== 18 Weg mit dieser Regierung Sozialistische LinksPartei ================================================== 19 Mindestsicherung Dietmar Köhler ================================================== 20 Morddrohungen Asyl in Not ================================================== 21 Ciao Bello Dietmar Köhler ================================================== 22 VGH Entscheid - Arbeitskräfteüberlasser und AMS Willkür - AK regtseichauf at gmx.net ================================================== 23 Werkstatt-Rundbrief 01-2007 Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================== 24 Wiener Imam: "Lasst uns als Märtyrer sterben" WADI Austria ================================================== 25 PNR: Die Flugdatenpu/del der EU "q/depesche" ================================================== 26 ASt - Analyse der neuen Regierung und Perspektiven der Protestbewegung ASt-LFI ================================================== 27 Neues Ambulatorium in der Lugner City und Human Life International "FrauenLesben fuer das Selbstbestimmungsrecht der Frau" ================================================== 28 Newsletter#12: Gegen die SPÖVP-Regierung! derneuekurs at gmx.at ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 29 Daenemark: Abriss des Ungdomshuset? "akin" ================================================== 30 Spanien: Bedenkliches Internetgesetz "akin" ================================================== 31 Is Female Genital Mutilation an Islamic Problem? WADI Austria ================================================== 32 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================== 33 Next Stop Kenya Jens Galschiot ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 34 bs newsletter 1/07 bloodshed ================================================== 35 Medienecho zu "Feindaufklärung & Reeducation" Café Critique ================================================== 36 WADI-News: Schwerpunkt - Weibliche Genitalverstümmelung WADI Austria ================================================== 37 kanalB.at video: G8 Repression webmaster at kanalB.org ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 Das Letzte: Hietzinger Bezirksgeschicht "akin" ================================================== ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 9. Jaenner 2007; 20:46 ********************************************************** Das Letzte: Hietzinger Bezirksgeschicht Im September erhielt "Life Ball"-Initiator Gery Keszler das Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien. Ein Hietzinger OeVP-Bezirksrat protestierte daraufhin in einem E-Mail an das Buero von Stadtraetin Brauner gegen die Verleihung, bezeichnete die Ehrung woertlich als "Katastrophe" und sprach von der SPOe als "Beschuetzerin der Andersartigen". (GA Hietzing/gek.) Quelle: http://hietzing.gruene.at/textneu/2006/homophob.htm ================================================== 02 [kanalb.at] kanalB.at video: SPÖ Parteizentrale besetzt webmaster at kanalB.org ================================================== titel des videoclips: SPÖ Parteizentrale besetzt --: - beschreibung: Die große Koalition zwischen SPÖ und ÖVP ist fix. Bundeskanzler wird SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer, doch dafür mußten einige Wahlversprechen gebrochen werden. Laut SPÖ sind die Studiengebühren (363,36 Euro pro Semester) de facto abgeschafft. Wer für sein Studium nichts zahlen will, muss eben dafür arbeiten, für 60 Stunden Sozialarbeit kann ein Semester "gratis" studiert werden. Vor und in der Parteizentrale der SPÖ in der Löwelstrasse in Wien wird dagegen demonstriert. Ein paar Impressionen und kurze Statements. ---: - kategorie: kurzdoku ----: - clipinfo: http://austria.kanalb.org/clip.php?clipId=1584 --------------: - laenge: 4,18 min team: kanalB erstellt: 2007-01-09 format: rm datenmenge: 10 MB -------------: - weitere informationen: http://de.indymedia.org/2007/01/165685.shtml ---------: - weitere clips zum thema studentInnenproteste in Wien: http://austria.kanalb.org/topic.php?clipId=73 ----------------: - video-player download: http://austria.kanalb.org/videoplayer.php -----------------: - kanalB ersetzt herkoemmliches fernsehen: http://austria.kanalb.org ================================================== 03 Filme "venezuela-info.net" ================================================== Filme aus Lateinamerika ----------------------------------------------------------- KINO ----------------------------------------------------------- Filmcasino: 5 FABRIKEN - Arbeiterkontrolle in Venezuela Ab 19-01-07 *** 21-01-07, 13h: Sonntagsmatinée *** http://www.venezuela-info.net/article.php?id780&rid=0 ----------------------------------------------------------- Filmtag *Filmland Kuba* 20.01.2007, ab 16:00 im AudiMax TU Wien 1060, Getreidemarkt 9 http://www.venezuela-info.net/article.php?id781&rid=0 http://lichtblick.kooperative.at/programm.html ----------------------------------------------------------- ================================================== 04 Buchpräsentation Gruber Heimo [mailto:heimo.gruber at buechereien.wien.at] ================================================== EINLADUNG ZUR BUCHPRÄSENTATION Konrad Hofer: Gestrandet. Aus dem Alltag von Asylwerberinnen Wien: Löcker Verlag 2006. ISBN 978-3-85409-453-1 Euro 17,-- Der Soziologe Konrad Hofer arbeitete als Nachtportier in Flüchtlingsheimen und besuchte Beratungsstellen und Lager, in denen Flüchtlinge um Hilfe bitten. Ihre Fluchtgründe, die Ankunft in Österreich und das lange Warten auf Asyl sind die Themen, aus denen nicht nur der Autor aus sozialwissenschaftlicher Sicht, sondern auch zwei anwesende Betroffene aus ihren Erfahrungen sprechen werden. Ort: Bücherei Penzing, Hütteldorfer Straße 130d, 1140 Wien Zeit: Dienstag, 16.Jänner 2007, 19 Uhr Im Anschluss an die Buchpräsentation lädt das Büchereiteam zu Getränk und Imbiss ein und bietet die Möglichkeit, ein mitgebrachtes Weihnachtsgeschenk, das vielleicht nicht ganz dem Geschmack entsprochen hat, versteigern zu lassen. Der Erlös der Versteigerung kommt der Flüchtlingshilfe zugute. ================================================== 05 Prozeß "Feindaufklärung & Reeducation", Termine "Cafe Critique" ================================================== In dieser Email: I. Prozeß wegen "Feindaufklärung und Reeducation" II. Neues Buch von Gerhard Scheit lieferbar III. Neu auf unserer Homepage IV. Termine _______________ I. Prozeß wegen "Feindaufklärung und Reeducation" Titelbild von "Feindaufklärung und Reeducation. Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus" weiter kriminalisiert David G. aus München wurde heute, am 10.01.2007, vom Amtsgericht Garmisch-Partenkirchen/ Oberbayern zu 60 Tagessätzen je 10 Euro verurteilt, weil er ca. 150 DinA 6 Flyer in seinem Rucksack "vorrätig" gehalten hatte, auf denen das Cover des Buches "Feindaufklärung und Reeducation. Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus" (erschienen im ca-ira-Verlag, Freiburg, 2006) abgebildet war. (Das Cover ist zu sehen auf: http://www.ca-ira.net/verlag/buecher/grigat-feindaufklaerung.reeducation.html) Aus dem auf dem Flyer genannten Buchtitel ging klar hervor, daß sie sich ausdrücklich gegen Islamismus und Neofaschismus richteten. Die Flyer bewarben eine Lesung und Buchvorstellung mit dem Herausgeber des Buches, dem Wiener Politikwissenschaftler Stephan Grigat. Das Gericht sah darin einen Verstoß gegen § 86a StGB (Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen). Die Flyer waren am 27. Mai 2006 in Mittenwald während einer polizeilichen Personenkontrolle bei David G. sichergestellt worden. Der Angeklagte wird Revision gegen das Urteil einlegen. Nächste Instanz wird das Oberlandesgericht München sein. Der Verurteilte bittet dringend um Spenden zu seiner Unterstützung auf folgendes Konto: Stichwort: "Prozesskosten Garmisch-Partenkirchen"; ISF e.V., Postbank Karlsruhe, Konto 2260 45-756, BLZ 660 100 75 Das bayerische Fernsehen (BR) berichtet heute (Mittwoch, 10.1.07) ausführlicher über den Fall, und zwar in der Sendung "Zeitspiegel", um 21.20 Uhr (Wdh. am Donnerstag, 11.01.07, um 01.50 Uhr und um 11.20 Uhr.) Ein Interview mit dem Angeklagten, das einige Wochen vor dem Prozeß von Radio Lora in München geführt wurde, findet sich unter http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=15201 Stephan Grigat (Hg.): Feindaufklärung und Reeducation. Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus. 316 Seiten, 14 EUR, ISBN: 3-924627-93-2 _______________ II. Neues Buch von Gerhard Scheit lieferbar: Gerhard Scheit: Jargon der Demokratie. Über den neuen Behemoth Freiburg 2006, ça ira, 248 Seiten, 18,- Euro, ISBN: 3-924627-95-9 http://www.isf-freiburg.org/verlag/buecher/scheit- jargon.demokratie.html Der neue Behemoth ist kein politisches Ungeheuer wie jedes andere. Man erkennt nur schwer seine Konturen: An einem Ende zutraulich wie ein sanftes Haustier oder die Kommunikationstheorie von Habermas; am anderen ein grausames Untier, das den Koran aufsagt und wahllos Menschen verschlingt. Denn das vollständige Monster erwächst aus dem Dialog mit dem Islam wie aus der Toleranz gegenüber islamistischen Rackets. _____________________ III. Neu auf unserer Homepage Stephan Grigat: Die Situationisten über Israel http://www.cafecritique.priv.at/SI_Israel.html _____________________ IV. Termine 20. 1. 2007 Oberhausen 13:00: German Djihad - deutsch-amerikanische Beziehungen seit 1945 Vortrag von Stephan Grigat 15:00 Nie wieder Deutschland - Woher kommen und was wollen die Antideutschen? Vortrag von Stephan Grigat 17:00 Aufstand der Anständigen - Antifaschismus als konformistische Rebellion Vortrag von Bastian Assion Druckluft Oberhausen, Am Förderturm 27 http://rar.ra.funpic.de/main/index.php 22. 1. 2007 Bonn, 19:00 Israel nach dem Libanonkrieg Vortrag von Stephan Grigat Carl-Schurz-Saal im Carl-Schurz-Haus Kaiserstraße/ Ecke Nassestraße 23. 1. 2007 Köln, 19:00 Antisemitismus und Islamismus Vortrag von Stephan Grigat Hörsaal XXIII im Hauptgebäde der Uni Köln veranstaltet von der Fachschaft Philosophie an der Uni Köln http://www.uni-koeln.de/phil-fak/fs-philo/rv_flyer_neu.pdf 28. 1. 2007 Berlin, 15:00 Demonstration gegen Antisemitismus, Shoah-Leugnung und atomare Aufrüstung im Iran. Kein Frieden für die Klerikalfaschisten in Teheran! Alexanderplatz 1. 2. 2007 Hamburg Meister der Krise Vortrag von Gerhard Scheit 5. 2. 2007 Köln, 19:30 Jean Améry Vortrag von Gerhard Scheit Probebühne der Studiobühne, Universitätsstrasse 16, Köln, Haltestelle Universität Veranstaltet von Altneuland e.V mit Unterstützung des AStA der Uni Köln. 7. 2. 2007 Freiburg, 20:00 Jargon der Demokratie. Über den neuen Behemoth Vortrag von Gerhard Scheit Jos Fritz-Café, Wilhelmstr. 15 (Spechtpassage) http://www.isf-freiburg.org/ Impressum: Café Critique Verein für Gesellschafts- und Kulturkritik Wickenburggasse 16/5 A-1080 Wien Email: cafe.critique at gmx.net Web: http://www.cafecritique.priv.at ================================================== 06 Veranstaltungen zu SPÖ-Umfaller, Zypernkonflikt & Gesundheitspolitik "AL-Antifaschistische Linke" ================================================== AL-Newsletter Nr. 184 ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Gemeinsame Veranstaltungen von AL und AGM Gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Marxismus laden wir in der nächsten Zeit zu einer Reihe an Diskussionsveranstaltungen ein: Gruppe Wien Nord Gesundheit und Gesundheitspolitik Gesundheitspolitik geht uns alle an. Doch was hat es mit der Debatte um die steigenden Kosten im Gesundheitswesen auf sich? Wie sehen die Arbeitsbedingungen von Pflegepersonal und ÄrztInnen aus? Wie geht es Beschäftigten und PatientInnen in diesem System? Und wie könnte ein Gesundheitswesen aussehen, das den Menschen und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt und nicht die Frage von Finanzen und die, wie die PatientInnen wieder "fit für den Job" werden können? Ein Krankenpfleger wird die Debatte einleiten, anschließend freuen wir uns auf eine spannende Diskussion. Dienstag, 16. Januar 2007, 19 Uhr Piwnica, Jägerstraße 38, 1200 Wien (erreichbar mit den Linien U6, 5, 31, 33) Gruppe Wien Süd/West Der Zypernkonflikt Wie kam es zur nationalistischen Spaltung in Zypern? Was waren und sind die imperialistischen Interessen auf der Insel? Welche Rolle spielt(e) die zypriotische ArbeiterInnenbewegung? Wie ist die aktuelle Situation einzuschätzen und wie kann eine marxistische Position zum EU-Beitritt der Türkei aussehen? Mittwoch, 17. Januar 2007, 19 Uhr Cafe Berfin, Siebensterngasse 46, 1070 Wien (erreichbar mit den Linien U3, 49, 13A) Unigruppe: "Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!" Warum der Umfaller der SPÖ kein Zufall ist und was für Schlüsse wir daraus ziehen können ... Nun ist es also fix. Die große Koalition steht. Die SPÖ hingegen fällt um. Wurden Themen wie die Gruppenbesteuerung (unerhörte Steuergeschenke an Großkonzerne) oder etwa das rassistische Asylgesetz von Schwarz-Blau-Orange (dem die SPÖ ja damals schon zugestimmt hatte) in den Koalitionsverhandlungen gar nicht erst angesprochen, so ist die SP-Führung - wie zu erwarten - in der Endphase der Verhandlungen nun auch in Bezug auf ihre zentralen Wahlversprechen umgefallen. V.a. der "Kompromiss" in der Frage der Studiengebühren (6-Euro- Jobs) erzürnt viele. Nun stellt sich aber die Frage: Kommt dieser Verrat an den Studierenden überraschend, oder war er angesichts der SPÖ-Politik der letzten Jahre und Jahrzehnte (Stichwort: Sparpakete) abzusehen? Was für Schlüsse können wir als junge AktivistInnen aus diesem Debakel ziehen? Was ist überhaupt der Charakter der Sozialdemokratie? Diese und andere Fragen wollen wir gemeinsam diskutieren. Mi., 17.1., 19:30 Uhr im " Amerlinghaus", Stiftgasse 8, 1070 Wien (U3 Neubaugasse/Ausgang Stiftgasse) ================================================== 07 unkenruf: Diskussionsabend 16.01.07, 18.30 frauenhetz ================================================== Diskussionsabend 16.01.07 Voraussetzungen, Bedingungen, Wünsche in Bezug auf Allianzen zwischen "weißen" feministischen und "migrantischen" oder "schwarzen" feministischen Organisationen. Liebe Frauen, anlässlich der aktuellen Diskussion um Ausschlüsse oder Nicht- Anerkennung migrantischer feministischer Positionen einerseits und andererseits um potenzielle Verwerfungen bestehender feministischer Strukturen möchten wir zu einer möglichst sorgfältigen und gewissermaßen verlangsamten Debatte einladen. Wir empfinden die Art und Weise, in der jüngst gestritten wurde - unabhängig von der jeweiligen Position - als polarisierend, verbittert und moralisierend. In einer sachlich moderierten Runde möchten wir deshalb versuchen, zu sortieren, welche Interessen und Ziele uns konkrete Zusammenschlüsse wünschen lassen und welche Voraussetzungen dafür notwendig erscheinen. Davon wollen wir unterscheiden und zur Kenntnis nehmen, welche Fantasien und Begehren oder auch Kränkungen uns mitunter leiten. Wir wollen voneinander hören, welche Handlungen und Rahmenbedingungen wir jeweils brauchen, um die nötige Anerkennung zu empfinden, die Zusammenschlüsse und Kooperationen erst ermöglichen. Wir wollen darüber sprechen, was für jede die Grundlage für einen Streit herstellt, in dem mehr als zwei Positionen sichtbar werden können, der weder durch eine künstliche Harmonisierung, noch durch die Totalisierung unübersetzbarer Positionen bedroht wäre. - Weil uns eine vielstimmige und gemeinsame Politik wichtig ist. Moderation: Aniko Kaposvari Ort: Frauenhetz, Untere Weißgerberstr.41, 1030 Wien, fon:01/7159888 e-mail: office at frauenhetz.at Zeit: Dienstag 16.01.2007 18.30 Uhr Kinderbetreuungswünsche bitte bis 09.01.07 bekanntgeben mit feministischen Grüßen Miriam Wischer ================================================== 08 REMINDER -->> - NORTH COUNTRY - 15. - 17. Jänner im TOP KINO "DV8-Film NEWSLETTER" ================================================== DV8-FILM präsentiert im Rahmen der Filmreihe [ W ] is for Women 15. - 17. Jänner Top Kino >NORTH COUNTRY<< (Kaltes Land) USA 2005, 126min, OF Regie: Niki Caro. Buch: Michael Seitzman, inspiriert vom Roman "Class Action" von Clara Bingham und Laura Leedy Mit Charlize Theron, Frances McDormand, Sissy Spacek, Woody Harrelson. Oscar-Nominierung für Charlize Theron und Frances McDormand Die Geschichte der ersten erfolgreichen Sammelklage gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz in den USA mit Charlize Theron in einer erneut oscarreifen Hauptrolle. Kalt ist das Land, in das Josey (Charlize Theron) nach einer letzten, abermals gewaltsamen Auseinandersetzung mit ihrem Mann zurückkehrt, gleich in mehrfacher Hinsicht. Ihre Eltern (Sissy Spacek, Richard Jenkins) machen nicht einmal den Versuch, zu verbergen, was sie von der Entscheidung ihrer Tochter halten. Ihre Wertvorstellungen verlangen, dass man sich in der Ehe arrangiert. Eine alleinerziehende Mutter empfinden sie als eine Schande. Ein Gefühl, mit dem sie in der kleinen, eingeschworenen Gemeinde nicht alleine sind. Minnesota ist eben konservativ. Unabhängige Frauen können hier bestenfalls vorsichtige Skepsis erwarten. Trotzdem: Josey hat keine Wahl, auch wenn die Aussichten für einen Neuanfang alles andere als rosig sind. Ihre alte Bekannte Glory (Frances McDormand) bringt Josey auf die Idee, sich um einen der gut bezahlten Jobs in der örtlichen Erzmine zu bewerben. Nicht ohne sie vor den Schattenseiten zu warnen: Die Arbeit ist hart, schmutzig und gefährlich, und die Grube ist eine reine Männerwelt. Nur widerwillig werden Frauen von den männlichen Kollegen geduldet. Das erfährt Josey schon sehr bald am eigenen Leib. Feindseligkeiten, Demütigungen und unmissverständliche Belästigungen stehen an der Tagesordnung. Während Glory gelernt hat, das herrschende Klima zu ignorieren, legt sich Josey mit den Männern an. Gespräche und Beschwerden bei Vorgesetzten verlaufen im Sand, das System ist robust. Sogar die Kolleginnen im Betrieb machen gegen ihre streitbare Geschlechtsgenossin mobil. Keine kann es sich leisten, den lukrativen Job zu verlieren. Joseys Verhalten wird als Bedrohung angesehen. Über allem, was passiert, scheint das Motto zu stehen: Wem es hier nicht passt, der kann ja gehen. Und Josey geht. Zu einem Anwalt (Woody Harrelson). Mit seiner Hilfe will sie ihre eingeschüchterten Arbeitskolleginnen auf ihre Seite holen und eine Sammelklage wegen sexueller Belästigung gegen den Grubenbetreiber einbringen... "Regisseurin Niki Caro (WHALE RIDER) nimmt sich viel Zeit für die Entwicklung und die Metamorphosen ihrer Charaktere. Keine Figur wird eindimensional dargestellt oder pauschal verurteilt. Sorgfältig und ohne ins Melodramatische abzugleiten werden die Motive der handelnden Personen beleuchtet, um der bewegende Geschichte dieser Frau einen glaubwürdigen Hintergrund zu geben." (Dina Maestrelli, SKIP) "Niki Caro zeigt ein bemerkenswert hässliches Amerika; die geistige Dumpfheit der male chauvinists korrespondiert mit der Trostlosigkeit des Kaffs, in das Josie mit ihren beiden Kindern vor dem prügelnden Boyfriend flüchtet. Als allein stehende Frau gilt sie als Hure, selbst der eigene Vater teilt diese Ansicht. NORTH COUNTRY ist auch deshalb interessant, weil er 2005 mit den Mitteln des klassischen 70er-Message-Movie eine Geschichte aus den späten 80ern erzählt - angemessen parteiisch und schwarz-weiß gezeichnet." (Andreas Ungerböck, ray Filmmagazin) "NORTH COUNTRY... erzählt ein Frauendrama, es zielt allerdings über das Individuelle hinaus. Aimes' Übertritt in die Arbeitswelt, in das Bergbauunternehmen Eveleth Mines, wird hier zur Bewährungsprobe für das Miteinander der Geschlechter. Die Firma liefert die Arbeitsgrundlage des Orts; sie ist eine Domäne der Männer, die erst vor Kurzem für Frauen geöffnet wurde. ... Im Gestus von Sozialdramen der 70er- und 80er-Jahre, Filmen wie Mike Nichols SILKWOOD, zeichnet Caro ein gesellschaftliches Panorama - die innerfamiliäre Zerrissenheit zwischen der ergebenen Mutter und dem knorrigen Vater, die solidarischen Freundschaften der Frauen und, natürlich, der allgegenwärtige männliche Chauvinismus, der sich bei der Arbeit am offensichtlichsten ausdrückt: in sexistischen Späßen bis hin zu tätlichen Übergriffen." (Der Standard) >KARTENRESERVIERUNG bei DV8-FILM<< unter T. 0699 120 96 100 oder women at identities.at >NORTH COUNTRY<< 15. - 17. Jänner jeweils 21 Uhr TOP KINO 6., Rahlgasse 1 (Ecke Theobaldgasse) www.topkino.at Ein spannendes Kinoerlebnis bei NORTH COUNTRY wünscht Ihnen Barbara Reumüller ------------------------ DV8-FILM Postfach 282 1071 Wien T. +43 1 524 62 74 F. +43 1 522 98 74 office at identities.at www.identities.at ================================================== 09 17.1.: SPÖ-Umfaller "agm" ================================================== Gemeinsame Veranstaltung der Unigruppe von Arbeitsgruppe Marxismus (AGM) & AL-Antifaschistische Linke W e r h a t u n s v e r r a t e n ? S o z i a l d e m o k r a t e n ! Warum der Umfaller der SPÖ kein Zufall ist und was für Schlüsse wir daraus ziehen können... Nun ist es also fix. Die große Koalition steht. Die SPÖ hingegen fällt um. Wurden Themen wie die Gruppenbesteuerung (unerhörte Steuergeschenke an Großkonzerne) oder etwa das rassistische Asylgesetz von Schwarz-Blau-Orange (dem die SPÖ ja damals schon zugestimmt hatte) in den Koalitionsverhandlungen gar nicht erst angesprochen, so ist die SP-Führung - wie zu erwarten - in der Endphase der Verhandlungen nun auch in Bezug auf ihre zentralen Wahlversprechen umgefallen. V.a. der "Kompromiss" in der Frage der Studiengebühren (6-Euro- Jobs) erzürnt viele. Nun stellt sich aber die Frage: Kommt dieser Verrat an den Studierenden überraschend, oder war er angesichts der SPÖ-Politik der letzten Jahre und Jahrzehnte (Stichwort: Sparpakete) abzusehen? Was für Schlüsse können wir als junge AktivistInnen aus diesem Debakel ziehen? Was ist überhaupt der Charakter der Sozialdemokratie? Diese und andere Fragen wollen wir gemeinsam diskutieren. Mi., 17.1., 19:30 Uhr im " Amerlinghaus", Stiftgasse 8, 1070 Wien (U3 Neubaugasse/Ausgang Stiftgasse) Veranstaltungen von den Untergruppen Wien Nord und Wien Süd/West: http://www.agmarxismus.net/termine.htm Außerdem finden sich zwei weitere AGM-Texte in englischer Übersetzung auf unserer website: Thesen zur "Zionismus, Palästina, Israel" http://www.agmarxismus.net/english/ZiPaIs_engl.htm Diskussionsbeitrag zur Frage von unabhängigen Jugendorganisationen http://www.agmarxismus.net/english/JugOrg_engl.htm ================================================== 10 Vorbereitungsplenum für die 8. März Demo in Wien LesbenFrauenNachrichten at gmx.at ================================================== Liebe FrauenLesben! Das erste Vorbereitungstreffen für die FrauenLesbenMädchen-Demo am 8.3.2007 hat bereits stattgefunden. Dabei gab es das Bedürfnis nach einer ausgedehnten Auftaktveranstaltung mit Infotischen (um mit vielen Frauen in Kontakt zu kommen), Performances, etc. und dafür einer kürzeren Demo/Route. Es soll also einen Flyer als Einladung und einen Aufruf zum 8.3. geben. FrauenLesbenbands zum Auftakt oder zum Abschluss der Demo wären ein Hit. Für den Vormittag wäre U-Bahnfahren als Aktion zum Frauentag wieder mal fällig! Auch das gezielte Flugi-Verteilen vor der Demo z.B. an Orten, wo sich viele Lesben aufhalten (Discos) oder am Naschmarkt und Brunnenmarkt, wo viele Frauen unterwegs sind, ist ein Ziel des Vorbereitungsplenums. Wir versuchen auch heuer wieder, mit möglichst vielen Gruppen in Verbindung zu treten und sie zur aktiven Teilnahme an der Demo bzw. Kundgebung einzuladen. Ein Vorschlag aus dem Vorjahr könnte heuer vielleicht verwirklicht werden: Eine Veranstaltung rund um den 8. März: Die gemischte Linke und was sie nach immerhin 30 Jahren 2. FrauenLesbenbewegung gegen patriarchale Strukturen und Verhältnisse und Sexismus tut? - gemeint ist hier in erster Linie der männliche Teil dieser gemischten Linken, der sich zu dieser Frage mal zu Wort melden soll. Als Veranstaltungsort gedacht ist z.B. das "Depot". Wir haben folgende Inhalte zum heurigen 8.3. erörtert: Armut, Pornografie (auch etwa die Softpornos und die Hotlinewerbung in ATV, etc., (strukturelle) Gewalt (zur Erinnerung: 50 Prozent des Weltvermögens befinden sich im Besitz von 2 Prozent der Weltbevölkerung und 50 Prozent der ärmeren Bevölkerung haben 1 Prozent des Weltvermögens zur Verfügung!) Nachhaltigkeit von "Grundsicherung" - auch in Bezug auf die derzeitigen Hartz-Tendenzen in den Koalitionssverhandlungen (die Bedingung von Zwangsarbeit gegen Lebensbedarf wird immer unverschämter/die damit einhergehende SchmarotzerInnenhatz auch, Anm. der Tippse) "Pest oder Cholera"-Abwägungen im Hinblick auf die zu erwartende "neue" Regierung Die sogenannte "Integrationsvereinbarung" Konsum (und was er mit uns macht) Krieg, Militarisierung, Gewalt (z. Beispiel "Söldner" und der wachsende Zweig der "Privatsecurities" als 2. Armee, z.B. im Irak) Die nächsten Plenumstermine wurden auch schon festgelegt: Freitag, 12.1., dann jeweils Donnerstag 18.1., 25.1., 1.2., 8.2., 15.2., 22.2, 1.3. um 19.00 Uhr im FZ, 2. Stock, 1090 Wien, Währinger Str. 59/Stiege 6 Wir zählen auf Eure rege Beteiligung, vermerken gleich, dass wir auch heuer wieder einen Bus und Geld brauchen, und allen, die sich nicht direkt an den Vorbereitungen aber sonst beteiligen können, steht auch heuer wieder die Anrufbeantworterin der FZ Büro Nr. 01 408 50 57 oder die e-mail-Adresse: Lesbenfrauennachrichten at gmx.at zur Verfügung. Und noch eine Bitte: nämlich diese Einladung an FrauenLesben, die sich an der Vorbereitung einer kraftvollen Kundgebung und Demo schätzometrisch beteiligen wollen, weiterleiten! Mit feministischen Grüßen - auf ein starkes feministisches Jahr 2007! die FrauenLesben des derzeitigen Vorbereitungsplenums In 44 Ländern unserer Erde ist lesbisch Leben per Gesetz verboten = In 68 weiteren Ländern wird lesbisch Leben in der Gesetzgebung nicht erwähnt - kommt aber oft dem Status "illegal" gleich = In vielen Ländern, wo lesbisches Leben legal ist, wird das Gesetz jedoch oft mißachtet = In vielen Ländern unserer Welt werden Lesben verachtet, verfolgt, inhaftiert, mißhandelt, gefoltert und auch getötet. Lassen Sie dies nicht zu! Setzen Sie sich ein für lesbisches Leben als anerkannten Asylgrund! ================================================== 11 25.1.: Tourismus in der Dritten Welt promedia at mediashop.at ================================================== Diskussion und Buchpräsentation: Baumhackl/ Habinger/ Kolland/ Luger (Hg.) TOURISMUS IN DER "DRITTEN WELT" Zur Diskussion einer Entwicklungsperspektive ISBN 3-85371-256-8, br., großes Format, 240 S., Euro 24,90 Edition Historische Sozialkunde/ Internationale Entwicklung Wo? Weltcafé , Schwarzspanierstraße 15, 1090 Wien Wann? Donnerstag, 25. Januar 2007, Beginn: 19 Uhr Wer? Christian Baumgartner (RESPECT- Institut für Integrativen Tourismus und Entwicklung) Christian Bruckmüller (Jumbo Touristik) Andreas Obrecht (Interdisziplinäres Forschungsinstitut für Entwicklungszusammenarbeit) Franz Kolland (Moderation, Institut für Soziologie, Universität Wien) Veranstalter: Promedia Verlag, Südwind und Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien Besten Dank Hannes Hofbauer, Promedia Verlag ================================================== 12 1.2.: ChristInnen und der Staat Israel "Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering" ================================================== Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde! Folgende Einladung, die mir Gerhilde Merz (Pax Christi Oberösterreich) geschickt hat, leite ich gerne weiter. Am Podium nimmt u. a. OKR. Thomas Hennefeld, der auch bei der Aktionsgemeinschaft Christinnen und Christen für die Friedensbewegung mitarbeitet, teil Mit den besten Wünschen für ein schönes Wochenende und einen gesegneten Sonntag sowie mit solidarischen Friedensgrüßen! Alois Reisenbichler Die Christen und der Staat Israel Eine Suche nach Positionen Do., 1. Februar 2007 17 bis 21 Uhr Otto Mauer Zentrum Wien 9., Währinger Strasse 2-4, Mezzanin links Die Kirchen haben die Christinnen und Christen aufgefordert, das Judentum und jüdische Menschen nach deren eigenem Selbstverständnis wahrzunehmen. Seit die Christenheit erkannt hat, dass ihre Identität sich aus der Quelle des Judentums speist, muss sie auch Position zum Staat Israel beziehen. Denn der Bezug zum Staat Israel ist Teil des jüdischen Selbstverständnisses: Eingottglauben, die Tora und der Staat Israel gehören zu den tragenden Säulen jüdischer Identität. Verschiedene Ebenen treffen bei der Beurteilung aufeinander: Die Existenzfrage des Staates Israel, die Bewertung seiner aktuellen Politik, der Blickpunkt ob als Bewohnerin oder Bewohner von Israel oder von außen, ganz besonders die Perspektive aus Wien, jener Stadt, in der Hitler den Antisemitismus in höchster Blüte kennen lernen sollte. Und die eines gläubig die Bibel Lesenden mit dem Bewusstsein, dass Gottes Verheißungen und der Bund mit seinem Volk Israel immer noch bestehen. In der Öffentlichkeit wird diskutiert, welche Kritik an Israel erlaubt und wann sie antisemitisch sei. Sollte aus dem Geist christlich-jüdischer Erneuerung nicht auch ausdrücklich Solidarität mit dem Staat Israel und seinen Bewohnerinnen und Bewohnern gewünscht und gefordert werden? 17 Uhr 1. Teil: Referate Zusammenhänge und Hintergründe - Gerhard Langer (Judaist, Salzburg): Die Christen und der Staat Israel - historische Entwicklung, Bewertungen in kirchlichen Stellungnahmen - Isolde Charim (Philosophin, Wien): Jüdische Identität und der Staat Israel Anfragen und Gespräch 19 Uhr 2. Teil: Diskussion Christliche Positionen zum Staat Israel Auf dem Podium: -Andreas Paul(VertreterIn von Pax Christi) - Helmuth Eiwen (Pastor freikirchliche Ichthys-Gemeinde, Wiener Neustadt) - Anton Kalkbrenner (kath. Theologe, Bibelwissenschaftler) - Thomas Hennefeld (OKR der Evang. Kirche H.B., Vertrauenspfarrer des Jerusalemvereins) Anfragen von: Rudolf Gelbard (jüd. Gemeinde) Moderation: Barbara Krenn 20.45 Uhr 3. Teil: Standpunkt Helmut Nausner (Präsident des Koordinierungsausschusses für christlich- jüdische Zusammenarbeit): Thesen für eine Position im Rahmen der christlich- jüdischen Zusammenarbeit Eine gemeinsame Veranstaltung von: Forum Zeit und Glaube - KAV Wien, Evangelische Akademie Wien, Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Die FURCHE Ich freue mich auf unser Wiedersehen und wünsche ein gutes und friedliches Jahr 2007! Liebe Grüße, Roland Werneck -------------------------------- r.werneck at evang.at Mag. Roland Werneck Studienleiter Evangelische Akademie Wien www.evang.at/akademie Blumengasse 4/10 A-1180 Wien Tel.: ++43-1-408 06 95/22 Fax: ++43-1-408 06 95/33 Alois Reisenbichler A-1110 Wien, Schneidergasse 15/9 Telefon 0043 - 664 - 39 51 809 Homepage in Arbeit: www.reisenbichler.at.tf Homepages der Friedensbewegung: www.hiroshima.at www.friedensbewegung.at.tf www.friedenschristinnen.at.tf ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 13 Gratiskleinanzeige: Gesucht: Neue MieterInnen fuer BG Schottengasse "akin" ================================================== ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 9. Jaenner 2007; 20:45 ********************************************************** Gratiskleinanzeige Gesucht: Neue MieterInnen fuer BG Schottengasse Die Buerogemeinschaft Schottengasse gibt es seit Jahrzehnten ­ wir stellen kritischen Initiativen und Vereinen Arbeitsraeume und Infrastuktur zur Verfuegung. Im Moment wird bei uns ein Raum teilweise frei. Das Buero koennt Ihr Euch mit bereits vorhandenen BenutzerInnen teilen. Wann: Spaetestens ab 1. Maerz 2007 zu beziehen. Wie gross: 14,23 Quadratmeter insgesamt und Mitbenuetzung von Kueche, Plenarraum (50 Quadratmeter). Wieviel: ca. 145,­ Euro/Monat (inkl. MwSt) inkl. Strom/Gas, Zentralheizung, Betriebskosten, Internet-Breitbandzugang. Gemeinsames Fax und Kopierer vorhanden Wir, die Buerogemeinschaft Schottengasse, das sind u.a.: Internationaler Zivildienst (IZD), Arge Wehrdienstverweigerung und Gewaltfreiheit, Deserteurs- und Fluechtlingsberatung, SCI ­ Service Civil International, Context XXI, AMSA (Austrian medical students association) mit Projekt "Achtung Liebe", MASN Austria ­ Anthropologisches Kompetenzzentrum und Vernetzungsbuero. Wir wuerden uns ueber euer Interesse, bei uns einzuziehen, sehr freuen! Antworten bitte moeglichst bald an: Buerogemeinschaft Schottengasse Schottengasse 3a/1/59, A-1010 Wien, tel. 01/ 533 12 38, fax. 01/ 532 74 16, info at schottengasse.org ================================================== 14 GLB/Studiengebühren/Sozialarbeit/Qualifikation/Lohndumping "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================== Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110 Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 - Mail office at glb.at - Web www.glb.at - Ausgabe vom 10. Jänner 2007 Studiengebühren-Regelung ist Frontalangriff auf Sozialarbeit GLB kritisiert Infragestellung von Qualifikation sowie Lohndumping Als großkoalitionären Bärendienst für die Sozialarbeit kritisiert die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) die geplante Regelung bei den Studiengebühren. Das "Angebot" von SPÖ und ÖVP, Studierende könnten die Studiengebühr in Höhe von 363 Euro pro Semester durch 60 Stunden "Sozialarbeit" im gemeinnützigen Bereich abarbeiten ist nämlich in mehrfacher Hinsicht eine fatale Ansage, so GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger, Betriebsratsvorsitzende von EXIT-sozial Linz. Im Koalitionsabkommen heißt es wörtlich, dass "künftig bestimmte gemeinnützige unentgeltliche Tätigkeiten im Ausmaß von 60 Stunden im Semester eine Refundierung der Studienbeiträge bewirken" sollen. Dazu wird konkret an "Betreuungs- und Unterstützungs- leistungen im Rahmen des Schulwesens und an Tätigkeiten im Rahmen neuer sozialer Herausforderungen (Hospiz- Bewegung u.ä.)" gedacht. "Mit diesem Modell der rotschwarzen Regierung wird somit einmal mehr die Qualifikation der Arbeit im Sozial-, Pflege- und im pädagogischen Bereich in Frage gestellt und der Eindruck vermittelt bzw. verstärkt, diese Tätigkeiten könnte jeder Mensch ohne entsprechende Ausbildung und Qualifikation ausüben", kritisiert Antlanger. Der GLB weist dazu auch auf die Kritik des Wiener Caritas- Präsidenten Michael Landau, welcher den Vorschlag zu den Studiengebühren als "recht unausgegoren" bezeichnete und darauf verwies, dass etwa die Begleitung von Sterbenden in der Hospiz kein Studentenjob sei. Darüber hinaus ist der den Studierenden angebotene Stundensatz von sechs Euro ein Untergriff ersten Ranges zum Lohndumping, beträgt doch der Mindestlohn für SozialarbeiterInnen laut BAGS-KV mehr als 1.300 Euro und sogar der Mindestlohn für Reinigungspersonal liegt laut diesem Kollektivvertrag über 1.200 Euro. Der GLB lehnt daher diese Regelung entschieden ab und tritt weiterhin für die ersatzlose Streichung der Studiengebühren ein, die unabhängig von Stipendien eine soziale Hürde darstellen und den in den 70er Jahren als große Errungenschaft gepriesenen freien Hochschulzugang in Frage stellen. ================================================== 15 16.01.2007: Diskussion "Wahlsieger - Verhandlungsverlierer SPÖ" mit Cornelia Berger, SJ-Wien "Transdanubien gegen Schwarzblau" ================================================== Liebe TransdanubierInnen und SymphatisantInnen! Die nun ja abgeschlossenen Regierungsverhandlungen bedeuten zunächst das Ende der schwarz-blau/orangen Koalition. Der Abschluss der großen Koalition zwischen rot und schwarz ist bereits heftig kritisiert worden, und zwar in den Massenmedien ebenso, wie vor allem auch SPÖ-intern. Darüber und über alle damit zusammenhängenden Fragen wollen wir mit Cornelia Berger, der stv. Vorsitzenden der SJ-Wien diskutieren am Dienstag 16.01. 2007 Wie jedes Monat auch diesmal wieder im Asia Restaurant "Sun", Donaufelderstrasse 229, 1120 Wien Am 16.01.2007 ab 19 Uhr (Diskussionsbeginn ca. 19:30) Auf Euer kommen freut sich Das Transdanubien - Komitee PS: Infos zu aktuellen Aktivitäten gegen das Regierungsprogramm von rot-schwarz finden sich z.B. unter: http://www.oeh.ac.at/ http://www.sjoe.at/content/oest/home/index.html ================================================== 16 SPÖ enttäuscht weiter "Rechtskomitee LAMBDA (RKL)" ================================================== Homosexuelle SPÖ-ENTTÄUSCHUNG GEHT WEITER Rechtskomitee LAMBDA: "Nicht einmal im eigenen Bereich Zeichen gesetzt" Das Rechtskomitee LAMBDA (RKL) hat den Bruch der Wahlversprechen seitens der SPÖ und die Kapitulation vor den ewiggestrigen Kreisen in der ÖVP in den beiden vergangenen Tagen scharf kritisiert. Nun stellt sich heraus, dass die SPÖ nicht einmal in ihrem eigenen Verantwortungsbereich bereit war, zumindest ein Zeichen zu setzen. Offen homo- oder bisexuell l(i)ebende Frauen und Männer sind weder in der Bundesregierung vertreten noch in der Parlamentsfraktion. Während sich die SPÖ bei inhaltlichen Themen auf die starre Haltung ÖVP ausreden kann, gegen die sie nichts auszurichten vermochte, gilt dies für jene Massnahmen nicht, die die Sozialdemokraten in ihrem eigenen Bereich setzen können. Dazu gehört die Auswahl der eigenen FunktionsträgerInnen. Während die Grünen im Wiener Landtag einen offen schwulen Abgeordneten und im Nationalrat eine offen lesbische Mandatarin haben, herrscht in den sozialdemokratischen Fraktionen diesbezüglich die Wüste. Und auch in der nunmehr designierten Bundesregierung findet sich keine offen homo- oder bisexuelle Person. Ganz anders als in immer mehr anderen Ländern. Das ist für die LesBiSchwule Bewegung ebenso inakzeptabel, wie eine Regierung und ein Parlament ohne Frauen für die Frauenbewegung. "Die SPÖ hält die offen homo- und bisexuellen Frauen und Männern in ihren Reihen offenbar nicht für höhere Ämter geeignet", sagt der Wiener Rechtsanwalt Dr. Helmut Graupner, Präsident des Rechtskomitees LAMBDA, "Bei einer solchen Einstellung verwundert es nicht, dass sich die Sozialdemokraten gegenüber der ÖVP inhaltlich nicht durchsetzen konnten". Das 1991 gegründete Rechtskomitee LAMBDA (RKL) arbeitet überparteilich und überkonfessionell für die umfassende Verwirklichung der Menschen- und Bürgerrechte gleichgeschlechtlich l(i)ebender Frauen und Männer. In seinem Kuratorium vereinigt es so prominente Mitglieder wie den SPÖ-Vorsitzenden Dr. Alfred Gusenbauer, Präs. NRAbg. Peter Schieder,, NRAbg. Mag. Terezija Stoisits, den renommierten Kinder- und Jugendpsychiater Univ.-Prof. Dr. Max Friedrich und die Kinder- und JugendanwältInnen von Wien DSA Monika Pinterits und Dr. Anton Schmid, den Generalsekretär von Amnesty International Österreich Mag. Heinz Patzelt und die bekannten Menschenrechtsexperten Dr. Lilian Hofmeister und Univ.-Prof. Dr. Manfred Nowak, die Sexualwissenchafter ao.Univ.-Prof. Dr. Josef Christian Aigner, Prof. Dr. Rotraud Perner und Mag. Johannes Wahala, den Theologen Univ.-Prof. Dr. Kurt Lüthi, Günter Tolar u.v.a.m. Das 15jährige Bestehen des Rechtskomitees LAMBDA (RKL) wurde am 2. Oktober 2006 mit einem historischen Festakt im Nationalratssitzungssaal des Parlaments in Wien gefeiert. Dieser weltweit ersten Ehrung einer homosexuellen Bürgerrechtsorganisation in einem nationalen Parlament wohnten unter den über 500 TeilnehmerInnen auch höchste RepräsentantInnen aus Justiz, Verwaltung und Politik bei. Rückfragehinweis: 0676/3094737; 01/8766112, office at RKLambda.at, www.RKLambda.at 10.01.2007 ================================================== 17 GLB/Koalitionsabkommen/ÖGB "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================== Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110 Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 - Mail office at glb.at - Web www.glb.at - Ausgabe vom 10. Januar 2007 Schwächung des ÖGB schlägt sich im Koalitionsabkommen nieder Gewerkschaften müssen auf Distanz zur neuen Regierung gehen Das insbesondere in der sozialdemokratischen Parteibasis und in Gewerkschaftskreisen umstrittene Koalitionsabkommen ist nach Meinung der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) maßgeblich der Schwächung der Gewerkschaften durch die BAWAG- Krise geschuldet: "Der ÖGB ist nach seinem Canossagang am 1. Mai zu Kanzler Schüssel für eine Bundeshaftung für die BAWAG zum politischen Leichtgewicht geworden", meint GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger. Dazu beigetragen hat freilich auch die jahrzehntelange Politik der Sozialpartnerschaft und damit die Unterordnung der ÖGB-Führung unter die Interessen der Kapitalvertretungen und Regierungen. Im Unterschied zu früheren Koalitionsverhandlungen hat der ÖGB diesmal keinen Einfluß auf die großkoalitionären Inhalte mehr wahrnehmen können und konnte auch nicht mehr in traditioneller Weise Minister nominieren. Dass die übermächtige FSG ihre Haltung zum Koalitionspakt erst genauer analysieren und behandeln muss, spricht ebenso Bände über die Position der Gewerkschaften wie die Kritik des Bauholz- Gewerkschafters Josef Muchitsch, dass es nicht auf den Kanzler ankommt, sondern auf die Themen, welche die Menschen berühren. Auch wenn der künftige Bundeskanzler Alfred Gusenbauer sich als Weltmeister im Schönreden neoliberaler Grauslichkeiten profilieren will haben Lohnabhängige, Erwerbslose, Prekarisierte und PensionistInnen von der künftigen Regierung nichts zu erwarten. Als einige der wichtigsten Negativpunkte sieht der GLB dabei die Ausdehnung der Höchstarbeitszeit und des Ladenschlusses, die Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge und der Mineralölsteuer, die Streichung des Arbeitslosengelders bei Pfusch, Verschlechterung des Kündigungsschutzes für Lehrlinge. Die Beibehaltung der Studiengebühr bedeutet für Studierende bzw. deren Eltern weiterhin eine unsoziale Belastung, ebenso hat sich die SPÖ mit der schwarzblauen Pensionsreform abgefunden. Die insbesondere von der SPÖ als europaweit innovatives Instrument zur Armutsbekämpfung hochgejubelte Mindestsicherung ist de facto nichts anderes als Hartz IV auf österreichisch. Der per General-Kollektivvertrag geplante Mindestlohn von tausend Euro brutto liegt mit 820 Euro netto unter der Armutsgrenze von 848 Euro. Hauptkritikpunkt des GLB am Koalitionsabkommen ist das Fehlen jeglicher Maßnahmen für die höchst notwendige Umverteilung: Die Steuerprivilegien von Kapital und Vermögen durch Aufhebung der Vermögenssteuer und Schaffung der Privatstiftungen unter Lacina sowie Senkung der Körperschaftssteuer und Gruppenbesteuerung unter Grasser bleiben aufrecht. Eine Wertschöpfungsabgabe ist für die künftige Regierung kein Thema. Eine Steuerreform wurde erst für das Ende der begonnenen Legislaturperiode angekündigt. In Hinblick auf den bevorstehenden ÖGB-Kongress tritt der GLB daher für eine sehr kritische und distanzierte Positionierung der Gewerkschaften gegenüber der neuen Regierung ein. Keinesfalls darf sich der ÖGB wie früher üblich dafür hergeben mit den "Sozialpartnern" Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung im Auftrag der Regierung unpopuläre Maßnahmen durchzusetzen: "Die Gewerkschaften müssen sich nur den Interessen ihres Klientels verpflichtet sehen und bereit sein, diese auch im Widerstand gegen die Regierung durchzusetzen, so Antlanger abschließend. ================================================== 18 Weg mit dieser Regierung Sozialistische LinksPartei ================================================== Eine Information der Sozialistischen LinksPartei (SLP) * WIE kann der Neoliberalismus von SPÖVP verhindert werden? Regierung führt schwarz-blau-orangen Kurs fort Das SPÖVP- Regierungsprogramm ist purer Neoliberalismus. Es beinhaltet Zwangsarbeitsdienst für Arbeitslose, fortgesetzte Privatisierung, Elitenbildung, verstärkte Ausbeutung von Beschäftigten, Schwächung der Gewerkschaften und die Fortsetzung der rassistischen Politik. Der Unmut darüber ist unter Jugendlichen und ArbeitnehmerInnen groß. Es gibt Demonstrationen, die Besetzung der SPÖ-Zentrale in der Löwelstraße und verschiedenste Proteste. Was kann getan werden, um die geplanten Maßnahmen zu verhindern? mehr unter: http://slp.at/index.php/artikel+M5284403f2cf/ * Erste Kommentare zum Regierungsprogramm Das Regierungsübereinkommen ist die fortführung des neoliberalen Kurses der letzten Jahre. Hinter manchen Plänen verbergen sich massive Drohungen, dh es sind Verschlechterungen zu erwarten, wenn von "Überprüfung", "Evaluierung", "Modernisierung" etc. geschrieben wird. Folgend einige Punkte, die Verschlechterungen für ArbeitnehmerInnen, Jugendliche, sozial Schwache, Frauen und MigrantInnen bedeuten. mehr unter http://slp.at/index.php/artikel+M56ca113ed3c/ * Auch führende ÖGB-Mitglieder haben im SPÖ-Bundesparteivorstand für das neoliberale Koalitionsübereinkommen mit der ÖVP gestimmt mehr unter http://slp.at/index.php/artikel+M549ff810e04/ ================================================== 19 Mindestsicherung Dietmar Köhler ================================================== Sehr geehrter Herr Dr. Gusenbauer, im Regierungsprogramm für die XXXIII. Gesetzgebungsperiode lese ich: "Die Höhe der Mindestsicherung beträgt im Jahr 2007 Euro 726,- brutto (14 mal)." Was bedeutet "brutto"? Werden von dem genannten Betrag Sozialversicherungsbeiträge abgezogen? Für Ihre Stellungnahme danke ich im voraus. Mit freundlichen Grüssen Dietmar KÖHLER Initiativgruppe ARBEITSLOSIGKEIT ================================================== 20 Morddrohungen Asyl in Not ================================================== Prokop-Nachlese: Morddrohungen Die "Kronen-Zeitung" hat mir kürzlich eine ganze Seite gewidmet, mit meinem Foto, umrahmt von vielen hausgemachten Briefen gegen mich. Auch manche Ortsgruppen der ÖVP fordern meinen Kopf. Manche nehmen letzteres wörtlich. Einige Tage lang war die Sprachbox meines Handys voll mit Beschimpfungen (die ich hier nicht wiedergeben will), Todeswünschen und Drohungen mit massiver Gewalt. Bemerkenswert dabei waren mehrere Anrufe, die klugerweise von einer Festnetznummer stammten: "Ich werde dich töten, du Schwein". - "Du wirst zerstückelt, du Ungeziefer." - "Es wäre besser, du würdest Selbstmord machen." - "Die verstümmelte Leiche von Michael Genner wird in Müllsäcken verpackt von der MA 48 entsorgt werden." Am selben Tag folgte ein Anruf von einer Handynummer: Der Anrufer nannte meine Privatadresse und fügte hinzu: "Ist das deine Adresse? Ich komme dich besuchen. Ich hab ein Rasiermesser..." Diese Nachricht habe ich einigen meiner Freunde vorgespielt, die sie also (ebenso wie die im Display gespeicherte Nummer) bezeugen können. Mittlerweile haben wir festgestellt, daß der Inhaber der Festnetznummer mit dem Handybesitzer identisch ist. Nicht daß mich solche Drohungen übermäßig schrecken. Aber es ist ein altes Spiel: Zuerst wird in manchen Medien gegen Kritiker gehetzt; dann finden sich einzelne Narren, die ernst machen wollen. Arbeitsteilung nennt man das. Ich habe daher der Staatsanwaltschaft Wien eine Sachverhaltsdarstellung übermittelt. Einem Strafverfahren gegen den Inhaber des Handys und des Rasiermessers schließe ich mich als Privatbeteiligter an. Wie ich Medienberichten entnehme, liegt auch eine anonyme Anzeige gegen mich wegen Beleidigung der Frau Prokop vor. Der Prozeß wird mir Gelegenheit bieten, noch einmal öffentlich darzulegen, wie menschenverachtend ihre Politik gegen die Flüchtlinge war. Allen, die mir in den letzten Tagen zur Seite gestanden sind, danke ich sehr. Michael Genner Obmann von Asyl in Not Währingerstraße 59 1090 Wien Tel.: 408 42 10-15, 0676 - 63 64 371 www.asyl-in-not.org Spendenkonto: Asyl in Not, P.S.K., Kontonummer 92.034.400 ================================================== 21 Ciao Bello Dietmar Köhler ================================================== In seinem Beitrag "Ciao Bello, oder: Gerechtigkeit für Alfred Gusenbauer" (DER STANDARD v. 11.1.07) versucht Robert Misik, die kritischen Kommentare zu Alfred Gusenbauers Verhandlungsergebnissen zu relativieren. Schon einleitend übersieht sein Hinweis auf die FPÖVP- Regierungsbildung, dass Viktor Klima mit einem "Unterwerfungsangebot" á la Gusenbauer im Jahr 2000 ohne Schwierigkeiten von Schüssel als Koalitionspartner akzeptiert worden wäre. Damals vereitelte das dem Vernehmen nach ein Gewerkschafter, der noch kronkrete Vorstellungen davon hatte, was das Wörtchen "sozial" bedeutet und wo der Spass (Kompromiss) seine Grenzen zu finden hat. Das hat sich gründlich geändert; genauer: In DER Beziehung ist die SPÖ stark "nach rechts" gerückt. Um das festzustellen, hätte Robert Misik für seine Einschätzung der "neuen sozialen Frage" besser einen Blick in das Regierungsprogramm (und in das SPÖ-Grundsatzprogramm!!), als in die Kristallkugel geworfen. Denn alle von ihm genannten Punkte (Grundsicherung, Bildung, etc.) erweisen sich eher als Fortschreibung des Bisherigen, denn als "neue Fairness" für das Land. Oder ist es tatsächlich eine "Pitesse", dass die Arbeitsmarktagenda weiterhin im Wirtschaftsministerium angesiedelt sind (BM Bartenstein: "Sozial ist was Arbeit schafft"), statt im Aufgabenbereich des Sozialministeriums? Oder kann sich Robert Misik daran erinnern, dass irgendjemand im Verlauf des Wahlkampfes die Verlängerung der Legislaturperiode (eine anti-demokratische Massnahme) auch nur am Rande erwähnt hätte? Das sollen die Massnahmen sein, die laut Robert Misik "den rechten Populisten den Wind aus den Segeln" nehmen? Da sehe ich mehr Blauäugigkeit, als Analyse am Werk! Dietmar KÖHLER Initiativgruppe ARBEITSLOSIGKEIT ================================================== 22 VGH Entscheid - Arbeitskräfteüberlasser und AMS Willkür - AK regtseichauf at gmx.net ================================================== Geschätzte AMS-Geschädigte! auf www.soned.at ist ein Artikel vom 9.1.07 über die AK und die illegale Zwangsvermittlung in Scheinfirmen des AMS wie Trendwerk oder IT-Works. http://www.soned.at/b7629827ae24beb6d3cc60357bd9c98c.html http://www.soned.at/e3b479a688791aad2324f298990a8131.html http://wien.arbeiterkammer.at/www-397-IP-21215.html Hier wird bezüglich der Vereinsstatuten von "Trendwerk" auf einen Anhang verwiesen, der nirgendwo beim Artikel zu finden ist. Wir würden sehr auf diesen Anhang reflektieren - könnt ihr uns den bitte zukommen lassen? Bei "IT-Works" ist ja nicht mal eine gewerbliche Domainregistrierung aussagekräftig, keine Firma, kein Name, lediglich UNIVIE und das gibt zu denken. Oder hat wer von Euch eine Erklärung dafür, was sagt uns das???? nachzulesen auf www .who-is.at und dann die Domain www.it-works.co.at eingeben und selber sehen. (Es riecht für uns so ekelig nach den "Kritischen Psychologen" an der Uni, die die Screenings von Langzeiterwerbslosen und SozialhilfeempfängerInnen für das AMS durchziehen). "IT-Works" hat übrigens nichts, das der Erklärung der AK entspräche, in der Website textlich verändert. Es geht immer noch um Schulung, Coaching und Vermittlungsüberlassung in einem Brei, was gesetzwidrig ist. Bitte anzeigen! Allerdings: Niemand sollte sich auf Gesetze verlassen! Das zeigt doch der hier vom AMS (mit mehr oder weniger Zustimmung auf der AK-Seite) nun schleunigst eingeschlagene Haken mit "5 Wochen Schulung unter Befristung", damit es wieder "legal" sei! In der Regierungserklärung ist von "Forcierung der gemeinnützigen Ärbeitskräfteüberlassung" die ausdrückliche Rede. Dazu bedarf es massiver Eingriffe in noch bestehendes Gesetz. Dann haben wir alle die Zwangsarbeit per Gesetz! Das AMS hat es sich ganz offensichtlich zur Aufgabe gemacht, zur Vorreiterin der Prekarisierung aller Erwerbstätigen aufzusteigen. Die entsprechende "Vermittlung" der Prekären erledigen dann die mit dem AMS zusammenarbeitenden und von ihm sogar fett geförderten "ArbeitskräfteüberlasserInnen". Die Unternehmer müssen sich nur noch bedienen. Eines zeigt das Beispiel AMS/IT-Works und dergleichen jedoch ganz eklatant: Willkür, permanenten Gesetzes- und damit Amtsmissbrauch, Nötigung, Erpressung, Freiheitsberaubung, Aushöhlung und vorsätzliche Missachtung des Arbeitsrechts, existenzvernichtende Maßnahmen im Namen der Staatsräson und dergleichen mehr. Und das zigtausendfach vorsätzlich wiederholt. Die dafür verantwortlíchen Sozialen-Fairness-Verteiler verdienen damit mindestens 150.000 Euro pro Jahr. Talkmaster Gusenbauer denkt nicht dran, hier etwas zum Besseren zu verändern: "Soziale Wärme, neue soziale Frage, neue Fairness für das Land, Solidarität einfordern, Hochleistungsgesellschaft, Leistungsbereitschaft...." Burli: wer soll dir den Schmus denn abnehmen? Wir verstehen diesen alten Neusprech ganz genau: er bedeutet das genaue Gegenteil von dem, was du sagst. "Soziale Wärme", welche Zwangsarbeit meint = Faschismus pur. Wenn Haider im sogen. "Ortstafelkonflikt" das Gesetz biegt und bricht, wann immer es ihm passt, schlagen die Wogen hoch. Wenn Buchinger und Brüder dasselbe mit den "Kunden" des AMS tun, stehn sie Haider in nix nach. Nur scheisst sich niemand drum. WIR SCHON! Auf Widerstand! -- regtseichauf at gmx.net ================================================== 23 Werkstatt-Rundbrief 01-2007 Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================== Werkstatt Frieden & Solidarität Waltherstr. 15, 4020 Linz Tel. 0732/771094 Fax 0732/797391 Mail: office at werkstatt.or.at Web: www.werkstatt.or.at Werkstatt Rundbrief Nr. 01-2007 Themen: (1) SP/VP-Koalition: EU-Regierung wird fortgesetzt Das Koalitionspapier liest sich wie ein Rapport gegenüber EU- Kommission und EU-Rat (2) Eurofighter: Offener Brief an Gusenbauer und Darabos Sofortiger Stopp des Beschaffungsvorgangs gemäß Entschließungsantrag vom 30.10.2006 (3) Weichenstellung - Atemberaubendes Privatisierungstempo seit 1994 - Übersicht: Politische Verantwortlichkeit für Privatisierungen - Petition Energie und Wasser im öffentlichen Eigentum erhalten! (4) Termine (1) SP/VP-Koalition EU-Regierung wird fortgesetzt Die neue Regierung will die zentralen EU-Vorgaben - Aufrüstung und Neoliberalismus - weiter vorantreiben Das Koalitionsübereinkommen von SPÖ und ÖVP liest sich seitenweise wie ein Rapport gegenüber EU-Kommission und EU-Rat. Immer wieder wird bekräftigt, dass die sog. Lissabon-Ziele der EU-Wirtschaftspolitik und die sog. ESVP (Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU) die unabdingbaren Leitlinien des Regierungshandelns sind. Unter anderem hält der Regierungspakt fest: - Volle Teilnahme an globalen EU-Militärmission - sogar ohne UNO- Mandat! - Volle Unterstützung des sog. "Headlinegoals 2010". Dieses militärische Großziel sieht vor, dass die EU mit der Aufstellung von superschnellen Angriffsverbänden, den sog. EU- Schlachtgruppen ("battle-groups"), sowie der Schaffung von Transportkapazitäten zur Luft und See (inkl. Flugzeugträger) und der Militarisierung des Weltraum bis 2010 die Fähigkeit zur globalen "netzwerkszentrierten Kriegsführung" erreicht. Vorbild dafür sind die US-Kriege gegen Afghanistan und Irak. - Ausdrücklich will sich die SP/VP-Regierung für eine stehende EU-Armee stark machen. - Das Bundesheer wird weiter auf den Kurs getrimmt, in vollem Umfang an der EU-Militarisierung teilzunehmen: nach den Eurofightern, deren Ankauf indirekt außer Zweifel gestellt wird ("Verträge müssen eingehalten werden") werden neue Aufrüstungsschritte im Bereich Transport und Aufklärung angekündigt. EADS wird sich freuen. - Alle befristeten und unbefristeten Berufssoldaten sollen in Hinkunft zu Auslandseinsätzen verpflichtet werden. Auch die sog. Lissabon-Strategie der EU wird zur unbedingten Richtschnur der österreichischen Wirtschafts- und Sozialpolitik erklärt. In der Lissabon-Strategie haben sich die EU-Chefs auf ein glasklar neoliberales Programm verständigt, das bis 2010 durchgezogen werden soll. Wichtige Punkte darin sind die Liberalisierung der netzgebundenen Infrastrukturen (Gas, Strom, Post, Eisenbahn, etc.) sowie die Deregulierung von Arbeitsverträgen und Arbeitszeit. Ersteres bekräftigt das SP/VP- Abkommen ("Schließung der Lücken im EU-Binnenmarkt"), zweiteres wird bereits konkretisiert: - Per Betriebsvereinbarung soll eine tägliche Höchstarbeitszeit von 12 Stunden und eine wöchentliche Höchstarbeitszeit bis zu 60 Stunden fast während der Hälfte eines Kalenderjahres (24 Wochen) ermöglicht werden. In betriebsratsfreien Betrieben soll das sogar durch Einzelvereinbarung erfolgen können. - Generelle Ermächtigung an den Kollektivvertrag, die tägliche Normalarbeitszeit auf 10 Stunden zu erhöhen - Durchlöcherung des Kündigungsschutzes für Lehrlinge - Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten Anstelle der vollmundig angekündigten Armutsbekämpfung tritt die die Bekämpfung der Armen und Arbeitslosen: So soll in Hinkunft die österreichweite Vermittlung von Jobs für Arbeitslose zumutbar sein. Also z.B. WienerInnen nach Vorarlberg und umgekehrt. Eine Verhöhnung für Studierende stellt der sog. Sozialdienst im Ausmaß von 60 Stunden dar, um von der Studiengebühr "befreit" zu werden. Ärmere Studierende werden damit zu 6 Euro-Jobs vergattert, reichere können sich davon leicht freikaufen. Zig-fach wird im Koalitionsübereinkommen die Nulldefizit- Ideologie des EU- Stabilitätspaktes beschworen und zur oberstes Prämisse der Budgetpolitik erklärt. Da bei der Rüstung keinesfalls gespart werden soll und mit einer Steuerreform der "Wirtschaft" zusätzliche Entlastungen versprochen werden, ist weiterer Sozialabbau vorprogrammiert. Resümee: Die Politik der bisherigen Regierung wird fortgeführt: Statt Arbeit und Reichtum gerechter zur verteilen - durch höhere Kapital- und Vermögenssteuern, durch Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich - wird der Druck auf Beschäftigte und Arbeitslose noch mehr erhöht. Das neue Regierungsprogramm zeigt einmal mehr die massive Entdemokratisierung, die über die EU-Ebene durchgesetzt wird. Die Machteliten, insbesondere der großen Nationalstaaten, haben sich damit eine zweite Herrschaftsebene geschaffen, auf der sie die grundlegende Richtung außer Streit stellen: Aufrüstung und Neoliberalismus. Es verwundert daher auch nicht, dass SPÖ- und ÖVP-Granden im Koalitionspapier wieder ein Bekenntnis zur EU- Verfassung ablegen, die die Verpflichtung aller EU-Staaten zur "schrittweisen Verbesserung der militärischen Fähigkeiten" und zu einer Wirtschaftspolitik "der offenen Marktwirtschaft mit freiem Wettbewerb" in Verfassungsrang einzementieren will. Zur Erfüllung dieser Vorgaben werden schamlos Versprechen gebrochen und die Lüge zur permanenten Geschäftsgrundlage des Regierungshandelns erhoben. So schafft es die neue Regierung tatsächlich, die volle Teilhabe an EU-Militärmissionen, EU- Schlachtgruppen und die Erfüllung des Headlinegoals 2010 als mit der Neutralität vereinbar und Ausdruck des "Friedensprojektes Europas" darzustellen. Ein Lügenkanzler gibt das Staffelholz an den nächsten weiter. Für die Werkstatt Frieden & Solidarität bestätigt sich, dass die demokratische Teilhabe der Menschen nur im scharfen Widerstand gegen die Europäischen Union, die ein Herrschaftsinstrument im Interesse von Konzern- und Großmachtsinteressen ist, durchgesetzt werden kann. Zu diesem Widerstand wollen wir angesichts der neuen EU-Regierung in Österreich, die in neuem Gewand die alte fortsetzt, aufrufen und ermutigen. Mit unseren Kampagnen gegen Eurofighter, Neutralitätsdemontage und den Ausverkauf der öffentlichen Dienste wollen wir dazu nach Kräften beitragen. (2) Eurofighter: Offener Brief der Werkstatt Frieden & Solidarität an Gusenbauer und Darabos An Herrn Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer, BMLV Dr. Norbert Darabos Sofortiger Stopp des Beschaffungsvorganges der Eurofighter gemäß Entschließungsantrag vom 30. Oktober 2006 Sehr geehrte Herren, wir dürfen zunächst daran erinnern, daß Sie, Dr. Gusenbauer, als Spitzenkandidat der SPÖ zur Nationalratswahl am 26. August 2006 im Kurier wortwörtlich äußerten: "Mit mir als Bundeskanzler gibt es keine Eurofighter". Und um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, stellten Sie auch klar: "Aus dem Eurofighter-Vertrag komme man in jedem Fall heraus. Die Frage sei nur, ob mit oder ohne Pönale. Jedoch sei auch ein Ausstieg mit Pönale in jedem Fall billiger als die sechs Milliarden Euro, die die Eurofighter über die Jahre gerechnet kosten würden". Wie Ihnen bekannt ist, hat der österreichische Nationalrat am 30. Oktober 2006 einen Entschließungsantrag beschlossen, mit dem die Bundesregierung aufgefordert wird, "sofort alle Schritte zu setzen, um den Vertrag betreffend der Beschaffung der Eurofighter kostengünstig aufzulösen und dazu den Beschaffungsvorgang jedenfalls solange zu unterbrechen, bis der Bericht des parlamentarischen Eurofighter-Untersuchungsausschusses dem Nationalrat vorliegt". Insbesondere soll laut diesem beschlossenen Antrag "die Abnahme von Leistungen, die von Vertragspartnern in diesem Zusammenhang erbracht werden" unterbrochen werden. Das Verteidigungsministerium unter der bisherigen Leitung von Günther Platter ließ klar erkennen, dass es keinesfalls bereit ist, diesen Beschluß des Nationalrates umzusetzen. Noch Anfang Dezember 2006 verkündete Platter: "Es gibt für die Eurofighter einen Lieferplan, an dem sich nichts geändert hat". Nachdem Sie beide den Entschließungsantrag vom 30. Oktober 2006 mitbeschlossen haben und Sie, Dr. Darabos das Verteidigungsministerium übernehmen, ersuchen wir Sie, uns in den nächsten 14 Tagen mitzuteilen, wie Sie diesen Entschließungsantrag umzusetzen gedenken. Die Nichteinhaltung von Wahlversprechen ist eine Sache. Die Nichteinhaltung von Nationalratsbeschlüssen würde insgesamt das Vertrauen in den demokratischen Rechtsstaat erschüttern. Mit freundlichen Grüßen! Günter Reder (Vorsitzender der Werkstatt Frieden & Solidarität) Unterstützt die Online-Aktion Eurofighter-Ausstieg SOFORT auf http://www.werkstatt.or.at/Forum/EurofighterAusstiegSofort.php (3) Weichenstellung Atemberaubendes Privatisierungstempo seit 1994 Dass der Zug der Entstaatlichung in atemberaubendem Tempo unterwegs ist, wissen wir, dass aber die Parlamentsparteien daran ungleich beteiligt sind, steht nicht im Fahrplan. War in den Anfängen 1994 bis 2000 großkoalitionär SPÖ-ÖVP die Verheizerpartie mit 4,8 Mrd. Euro, so übertraf Schwarz-Blau von 2000 bis 2006 mit knapp 6,0 Mrd. Euro Privatisierungvolumen ehrgeizig das Plansoll bei weitem. Kontrolliert die Bevölkerung alle Privatisierungsbilletts nach Parteilichkeit, dann kommen wir bei der Anzahl und Volumen unseres verschleuderten Staatsbesitzes ins Staunen. Mit unermüdlichem Fleiß an die Spitze der Privatisierer von öffentlichem Eigentum in der Höhe von 10,3 Mrd. Euro, schaffte es das Verheizerteam von SPÖ-ÖGB!! (sh. Tabelle unten). Denn die beiden größten Privatisierungen waren der Verkauf der Bank Austria (Stadt Wien) und der Gewerkschaftsbank BAWAG. Wahrlich eine gute Mann/Frauenschaft in der Priavtisierungslokomotive, die Betroffenen reiben sich die Augen vom Qualm. Doch wir haben die Weiche zum Handeln in der Hand, bevor die Heizbruderschaft der Parlamentsparteien noch den letzten Rest verschleudert. Mit der Unterstützung der Petition gegen die Privatisierung von öffentlichen Dienstleistungen und Wasserwirtschaft, legen wird die Schienen in eine andere Richtung. Rudi Schober (Werkstatt Frieden & Solidarität) Unterstützung der Petition "Energie und Wasser im öffentlichen Eigentum erhalten!" auf http://www.werkstatt.or.at/Solidaritaet/PetitionEnergieWasser.htm ÖIAG-Privatisierungen Unternehmen in Mio. Euro Jahr VA-Tech 499,8 1994 OMV 271,8 1994 VAE 33,9 1994 AMS 28,7 1994 AT&S 6,5 1994 Sonstige 0,5 1994 VA Stahl 169,8 1995 OMV 1,9 1995 Sonstige 1 1995 OMV 308,4 1996 BUAG 299,4 1996 VA Stahl 36,8 1996 Böhler Wonbau 8,4 1996 Sonstige 0,4 1996 ÖSAG 60,3 1997 Austria Tabak 384,4 1997 Bank Austria 570,4 1998 Telekom Austria 1977 1998 AUA 0,1 1999 Austria Tabak 127,6 1999 Telkeom Austria 1.009,3 2000 PSK 1.298,9 2000 Staatsdruckerei 2,9 2000 Flughafen 71,5 2000 Flughafen 72,3 2001 VA Stahl 10,1 2001 Austria Tabak 769,2 2001 Dorotheum 73,4 2001 Strohal 27,8 2002 VA Tech 33,3 2003 Postbus 119,2 2003 voestalpine 246,5 2003 BUAG 133,4 2003 Telekom Austria 1.109,3 2004 VA Erzberg 10 2004 VA Tech 146,3 2005 voestalpine 245,2 2005 Telekom Austria 8,5 2005 Post AG 600 2006 Stadt Wien Bank Austria 7.100 2000 ÖGB BAWAG 3.200 2006 (4) Termine: Freitag, 19. Jänner 2007, 19 Uhr (Einlass ab 18 Uhr) Fiesta Cubana - Solidarität mit Kuba - free the five* Solifest zur Freilassung der Fünf im Kandlheim (Edlbacherstraße 1, Andreas-Hoferplatz, Nähe Unionkreuzung) Programm: Funk & Soul mit Csoulution live, VertreterInnen der kubanischen Botschaft in Wien und der ÖKG, Filme * 5 Kubaner werden seit September 1998 in US- Hochsicherheitsgefängnissen festgehalten. In einem skandalösen Prozess wurden sie wegen "Spionage" zu langen Haftstrafen (zwischen 15 Jahren und 2 mal lebenslänglich) verurteilt. Die »Cuban Five« waren gegen Kuba operierenden Terrororganisationen auf der Spur und konnten dadurch zahlreiche Anschläge verhindern. Sie meldeten ihre Recherchen regelmäßig den US-Behörden. Mehr als 200 Komitees in rund 80 Ländern setzen sich für die rechtsstaatliche Behandlung und Freilassung der Fünf ein. Weitere Infos unter: www.miami5.de oder www.freethefive.org Samstag, 10. Februar 2007, 13 Uhr Werkstatt Frieden & Solidarität, Waltherstr. 15, A-4020 Linz Außerordentliche Vollversammlung der Werkstatt Frieden & Solidarität Diskussion und Beschluss eines neuen Programmes --------------------------------------------------------------------- JETZT UNTERSCHREIBEN! Petition: "Energie und Wasser im öffentlichen Eigentum erhalten!" Nähere Informationen auf www.werkstatt.or.at ================================================== 24 Wiener Imam: "Lasst uns als Märtyrer sterben" WADI Austria ================================================== http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabIDA03&Alias=wzo&cob&5088 "Gerne werde ich es widerrufen" Wiener Islamgelehrter nimmt Stellung zum Terorismus-Vorwurf und zu provokativer Verehelichungs-Fatwa Von Stephan Beig Der umstrittene Imam Adnan Ibrahim im WZ-Interview. "Habe Meinung zu Misch-Ehen wieder geändert". "Wiener Zeitung": Auf Ihrer Homepage haben Sie gleich drei Titel: Exzellenz, Scheich, Gelehrter. Ist das in so jungen Jahren nicht ungewöhnlich in der islamischen Welt? Adnan Ibrahim: Diese Titelvergabe ist seit hunderten Jahren nichts Ungewöhnliches. Sie war bei vielen Gelehrten üblich und hat nichts mit dem Alter zu tun, sondern mit Kompetenz und Wissensgrad des Trägers. Warum haben Sie die Hidaya Moschee am Wiener Nestroyplatz verlassen? Es gab Meinungsverschiedenheiten mit der damaligen Moschee- Verwaltung. Ich habe die Moschee mit den meisten Menschen, die jetzt in der Schura Moschee beten, verlassen. Nach unseren Informationen war Ihre politisierende Rede auf Widerstand gestoßen und ausschlaggebend für ihren Weggang. Das ist falsch. Diese Moschee ist eine wichtige Moschee der Glaubensgemeinschaft? Präsident Schakfeh besucht diese Moschee wie jede andere auch. Richtig ist, dass wir zur Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) sehr gute Kontakte pflegen und uns bemühen, in Harmonie zu leben. Ist es nicht schwierig, angehende Islamlehrer an der Religionspädagogischen Akademie (IRPA) auf Österreichs Schulen vorzubereiten, wenn Sie nicht ausreichend Deutsch können? Ich unterrichte auf Arabisch, aber wenn mich jemand nicht versteht, versuche ich Deutsch zu reden. Arabisch ist eine sehr wichtige Komponente beim Islamunterricht. Aber die meisten Muslime in Österreich sind Türken und Bosniaken, die nicht Arabisch sprechen. Nicht nur in Österreich, sondern auch in Pakistan und überall gilt: Wer sich in den Islam vertieft, hat ein Mindestmaß an Arabischkenntnissen zu bekommen. Ist für Sie Österreich ein "Haus des Islam" oder ein "Haus des Krieges"? Seit ich hier bin, betrachte ich alle westlichen Länder nicht als Haus des Krieges, natürlich auch nicht als Haus des Islam. Ich war immer ungehalten über Auslegungen, die etwa England oder Dänemark zu einem Haus des Krieges erklärten und zu Steuerhinterziehung und Schwarzfahren in der U-Bahn aufriefen. Wie vereinbaren Sie ihren liberalen Ruf damit, als Hamas- freundlich zu gelten? Ich möchte mit aller Klarheit betonen, dass ich nicht von der Hamas oder der Hisbollah bin und zu keiner islamischen Partei gehöre. Ich war und bin immer gegen jegliche Besatzung. Ich habe Solidarität mit Personen, die die Besatzung bekämpfen, seien es Muslime, Christen, Liberale, Kommunisten oder wer auch immer. In diesem Zusammenhang unterstütze ich Hamas und Hisbollah, solange sie laut UN-internationalem Recht gegen Besatzer kämpfen. Natürlich sind diese Widerstandskämpfer nicht Propheten. Sie machen Fehler, sie bringen Zivilisten um, gehen kriminell gegen Zivilisten vor, aber demgegenüber bringen auch die Besatzer Zivilisten um und zerstören sogar Spitäler. Wir haben immer Gewalttaten gegen Zivilisten abgelehnt. Würden Sie zögern, Personen, die gegen Besatzer in Österreich kämpfen, als Helden zu bezeichnen? Selbstmordattentate würde ich immer verurteilen. Alles, was gegen Zivilisten gerichtet ist, ist eine zu verurteilende Handlung. Was hat Österreich mit dem Nahostkonflikt zu tun? Wer beschuldigt einen Denker, über die Rechte von Minderheiten zu reden? Soll es uns verboten sein, darüber zu sprechen? Bei den Freitagspredigten kommen auch weltpolitische Themen zur Sprache, nicht nur Nahostthemen. Es heißt, der Großteil Ihrer Predigten sei politisierend und fordere zur Unterstützung von Terroristen im Irak und in Palästina auf. Das ist eine Lüge. Ein Zehntel des Inhalts ist politisch. Es wäre eine Verleumdung, ich würde irakische Terroristen unterstützen. Attentate gegen Sunniten wie Schiiten habe ich verurteilt. Meine ablehnende Haltung gegenüber Osama bin Laden, Zaraqawi und Al Quaida ist bekannt. Was meinen Sie in Ihrer Verehelichungs-Fatwa mit dem Aufruf: "Meine ägyptischen Brüder, heiratet keine Fremde"? Das klingt nach Muslimbruderschaft. Im Alten AKH habe ich am 1. Dezember 2006 bei einem Vortrag von "meinen christlichen Geschwistern" gesprochen. Bin ich jetzt Christ? Der Islam lehrt, dass alle Menschen Geschwister sind. Wie denkt Ihre Schwägerin, die als Christin mit Ihrem Bruder verheiratet ist, über Ihrer Verehelichungs-Fatwa? Diese Fatwa wurde vor zehn Jahren geschrieben. Ich war damals seit fünf Jahren in Österreich und hatte erlebt, dass hier Ehen in die Brüche gehen. Deshalb riet ich damals von solchen Heiraten ab. Ich habe die Fatwa wie viele andere mitgetragen, sie entspricht aber nicht meiner heutigen Meinung. Einige Jahre nach der Fatwa habe ich gesehen, dass das nicht passend für das Leben hier ist. Deshalb habe ich verboten, dass das publiziert wird. Und wie denken Sie heute? Wenn gesellschaftlich etwas passiert, das nicht förderlich ist, dann kann eine Fatwa dazu raten, etwas Erlaubtes nicht zu tun. Damals war ich wirklich - so wie auch andere Rechtsgelehrte - davon überzeugt, dass eine solche Ehe nicht eingegangen werden soll. Ich möchte Ihnen gerne erzählen, warum ich meine Meinung geändert habe: Damals, nachdem ich länger hier gelebt habe, bin ich darauf gekommen, dass es in den islamischen Ehen die gleichen Probleme gibt, wie in den gemischten und dass die Scheidungsrate bei den muslimischen Ehen genau so steigt. Außerdem wurden mir die Vorteile der gemischten Ehen bewusst: Patizipation, Integration, Staatsbürger sein. Eine Fatwa wird nie ohne Wissen des Verfassers ins Internet gestellt. Sie muss widerrufen werden, um aufgehoben zu werden. Gerne werde ich es schriftlich widerrufen. Ich bin dafür bekannt, dass ich meine Reden ungerne höre und meine Internet-Seite nicht überprüfe. Es sind meine Freunde von der Moschee, denen ich stets sage, dass wir nichts zu verstecken haben. Mit diesem gut gemeinten Vorsatz wurde alles, was sie in die Finger bekamen, veröffentlicht. Nun zeigt sich, dass das nicht richtig ist. Ich werde auf der Web-Seite manche Dinge entfernen. Zur Person Adnan Ibrahim wurde 1966 in Palästina geboren, wo er 1988 maturierte. In den folgenden zehn Jahren studierte er Medizin an der Uni Sarajewo, ohne das Studium abzuschließen. Seit 1994/95 lebt Adnan Ibrahim in Wien. Er absolvierte hier ein Fernstudium an der Al-Azwai Universität in Beirut und arbeitete Ende der 90er Jahre ein Jahr im Büro der Arabischen Liga. Danach wurde er Imam der Hidaya-Moschee beim Nestroyplatz. Seit 2000 unterrichtet Adnan Ibrahim an der Islamischen Religionspädagogischen Akademie angehende Islamlehrer und ist Mitglied der IGGiÖ. Seit 2002 predigt er an der Schura-Moschee. Der Imam im Interview: Hintergrund Ort des Interviews mit Imam Adnan Ibrahim war ein Hinterzimmer der Schura-Moschee. Als Übersetzer fungierte Tarafa Baghajati, ein guter Freund Ibrahims. Der gebürtige Syrer ist Mitbegründer der "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" und Ehemann von Carla Amina Baghajati, Pressereferentin der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ). "Herr Scheich Adnan Ibrahim ist ein wandelndes Lexikon", erklärte uns Baghajati. "Selbst Uni-Professoren, wenden sich an ihn, und er gibt ihnen sein Wissen weiter." Beim Interview waren vier weitere Personen anwesend, darunter Mouddar Khouja, persönlicher Referent von IGGiÖ-Präsident Anas Schakfeh, der zur Übersetzung Baghajatis noch eigene Zusätze hinzuzufügen versuchte. Adnan Ibrahim gab im Interview zu, dass beide Fatwas, deretwegen eine Strafanzeige gegen ihn eingereicht wurde, von ihm stammen. Seine Äußerungen zeigten, dass er seine Ansichten über interreligiöse Ehen in den letzten zehn Jahren geändert habe, auch wenn sich die Fatwa noch immer auf seiner Homepage befindet. Während des Interviews legte ihm die "Wiener Zeitung" Inhalte eines Tonbands vor, das seine Freitagspredigt wiedergab. Zu hören waren Aufrufe zum Dschihad gegen feindliche Besatzer und die Aufforderung, als Märtyrer zu sterben, um ins Paradies zu kommen. Adnan Ibrahim bestritt weder, dass das Band seine Predigt wiedergebe, noch den Inhalt. Die Echtheit der Zitate stellte er nicht in Abrede. Das Interview wurde bei der Übersetzung teilweise stark verändert. Wir drucken nur jene Passagen ab, wo sich gesprochener und übersetzter bzw. autorisierter Text nicht in wesentlichen Punkten widersprechen. Die weggefallenen Passagen bezogen sich u.a. auf Aussagen über die Verwendung der deutschen Sprache in der Religionspädagogischen Akademie. Außerdem wunderte sich Ibrahim darüber, dass Aussagen, die auf der Scharia basieren, von den Medien angegriffen werden. Donnerstag, 11. Jänner 2007 ----------------------------------------------------------------- http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabIDA03&Alias=wzo&cob&4713 Wiener Imam: "Lasst uns als Märtyrer sterben" Von Stefan Beig Neue, brisante Tonbandaufzeichnungen des angezeigten Wiener Imams. Vor über einer Woche sorgte eine Strafanzeige gegen den Wiener Imam Adnan Ibrahim bei der Staatsanwaltschaft für Aufregung. Ihm werden "Terrorismus und wiederholte Aufrufe zum bewaffneten Aufruhr gegen staatliche Institutionen", gestützt auf zwei seiner Fatwas (islamische Rechtsgutachten) zur Last gelegt. Der "Wiener Zeitung" liegen nun weitere Tonbandaufnahmen von Ibrahims Freitagspredigten vor, in denen er zum Dschihad im Irak und Palästina aufruft, um den "Widerstand" zu unterstützen. Die Aufzeichnungen werden in ganz Österreich und manchen europäischen Ländern verkauft und können auf arabischen Internetseiten heruntergeladen werden. Beispielhaft ist seine Predigt unter dem Titel "Dschihad-Philosophie und Märtyrertum", in der Adnan Ibrahim seine Anhänger dazu aufruft, nicht nur für Palästina und den Irak zu spenden, sondern auch dazu auffordert, "opferbereit zu sein und Märtyrer für Palästina und den Irak zu werden." In besagter Predigt prangert Ibrahim die ausbeuterische amerikanische und israelische Politik an und erklärt, er können keine andere Sichtweise über Israel und Amerika akzeptieren. Mit aufgeregter Stimme klagt Ibrahim, dass die Menschen in Palästina von den Israelis und im Irak von den Amerikanern "geschlachtet" werden. "Sie wollen die Welt mit Blut ertränken". Dann heroisiert er Märtyrer der Hamas, wie den Gründer Ahmed Yassin und dessen Nachfolger Abdul Aziz al Rantisi. Danach flucht er auf US- Präsident Bush und die "anglo-zionistischen Führer" (gemeint sind die Führer von Großbritannien und Israel) und stellt die Frage an seine Anhänger: "Wie lange wollt ihr als Zuschauer warten, was im Irak und in Palästina geschieht?" "Feiglinge unter uns" "Es ist sehr feige von uns, dass wir diese Märtyrer nicht anerkennen. Denn manche Feiglinge unter uns suchen nicht den Dschihad-Weg". "Es gibt für uns keinen anderen Weg als Dschihad". Die Amerikaner und Israelis übten durch ihre kriegerischen Auseinandersetzungen den Dschihad gegen die Moslems aus. "Aber wir dürfen den Dschihad nicht praktizieren, weil wir nach ihrer Meinung Terroristen sind". Darauf ruft er: "Wir sind keine Terroristen, wir sind Widerständige und haben das Recht, gegen die amerikanische und israelische Besatzung den Dschihad auszurufen." Und schließlich: "Lasst uns als Märtyrer sterben ..." Für den Integrationsbeauftragten der islamischen Glaubens- gemeinschaft und SPÖ-Abgeordneten Omar Al-Rawi ist Adnan Ibrahim der "Starprediger" von Wien. Über das Internet wurde nun 92 weitere Tonbänder und Videoclips von Adnan Ibrahim mit Aufrufen zum Dschihad und zum Sturz verschiedener Regierungen bekannt. Dienstag, 9. Jänner 2007 -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit WADI-Austria e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Neues Spendenkonto in Österreich: Knt. Nr.: 6.955.355 BLZ: 32.000 Raiffeisen Landesbank NÖ IBAN AT4432 0000 0006 955355 BIC (SWIFT) RLNWATWW Im Februar 2007 erscheint die dritte Ausgabe von: WADI-News, Schwerpunkt: Weibliche Genitalverstümmelung Wird kostenlos per Post zugeschickt, schicken Sie uns Ihre Adresse! ================================================== 25 PNR: Die Flugdatenpu/del der EU "q/depesche" ================================================== q/depesche 2007-01-12T23:08:21 PNR: Die Flugdatenpu/del der EU Mit seiner Verhandlungsleistung reiht sich EU-Kommissar Franco Frattini würdig in die Reihe seiner Vorgänger Frits Bolkestein und Chris Patten ein zum kommissarischen Daten/pudelbalett. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- post/scrypt: Wir blättern schon einmal im digitalen Schimpf/wörterbuch. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Privacy International und die American Civil Liberties Union [ACLU] haben EU-Kommission und -Parlament sowie die Datenschutzenbeauftragten aller EU-Länder dazu aufgefordert, das Abkommen mit den USA zur Übermittlung von Passagierdaten rückgängig zu machen. Anwälte der beiden Datenschutz- und Bürgerrechtsorganisationen stellten in einer Reihe von Verordnungen des US-Ministeriums für Heimatschutz nicht nur Verstöße gegen EU-Datenschutzrecht und bestehende Verträge fest. Das "Automated Targeting System" [ATS] des Heimatschutzministeriums stehe auch in Konflikt mit US- Datenschutzgesetzen, betont die älteste Bürgerrechtsorganisation der USA, die ACLU. Ein Beschluss beider Häuser des US-Kongresses hatte den Heimatschützern eine derartige Daten-Rasterfahndung bei US- Staatsbürgern explizit untersagt. Statt der im Flugdaten-Abkommen mit den Europäern vereinbarten drei Jahre Speicherzeit werden die vollständigen Datensätze der europäischen Flugpassagiere in den USA nun für 40 Jahre gespeichert. Zugang zu den Daten erhalten alle möglichen US-Regierungsstellen und sogar private Unternehmen, mit denen die US-Regierung zusammenarbeitet. Für die Betroffenen gibt es keinerlei Einsichtsrecht, was ebenfalls nach EU-Recht ungesetzlich ist. Der Brief von ACLU und Privacy International http://www.privacyinternational.org/article.shtml?cmd[347]=x-347-548477 Frits Bolkestein Daten/pudel http://quintessenz.org/d/000100002799 "Die Transtlantische Nadel in Silber für Debile Daten-Deals" http://quintessenz.org/d/000100002466 Mehr zum Thema http://futurezone.orf.at/it/stories/163947/ - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- relayed by Harkank - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Online Version: http://quintessenz.at/d/000100003786 quintessenz is powered by http://www.onstage.at subscribe/unsubscribe/digest http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe comments to depesche at quintessenz.org ================================================== 26 ASt - Analyse der neuen Regierung und Perspektiven der Protestbewegung ASt-LFI ================================================== Im folgenden drei Artikel des ArbeiterInnenstandpunkt zur Analyse zur neuen Regierung und den Perspektiven der Protestbewegung. SPÖVP-Regierung betreibt neoliberalen Bildungs- und Sozialabbau! Alle auf die Straße - Alle in den Streik! (aus: Red Newsletter Nr. 252; Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 13. Jänner 2007, www.arbeiterInnenstandpunkt.net) Diese Regierung ist durch Lügen und Wählerbetrug an die Macht gekommen. Jene Parteien, die für die Fortführung der neoliberalen Wendepolitik der vergangenen 6 Jahre standen - ÖVP und BZÖ - haben bei den Nationalratswahlen am 1. Oktober zusammen nur noch 38% der Wählerstimmen bekommen. Die SPÖ wurde Wahlsiegerin, weil sie ein Ende der rechts-konservativen Wende versprach, eine Umkehr des Bildungs- und Sozialabbaus, die Abschaffung der Eurofighter und der Studiengebühren usw. Doch wir leben in einer bürgerlichen Demokratie - das heißt einer Scheindemokratie. Der Wille des Volkes hat keine Bedeutung und am Verhandlungstisch haben die Spitzen von SPÖ und ÖVP das komplette Gegenteil ausverhandelt. Der Liebling des Großkapitals, "Sunnyboy" Karl- Heinz Grasser, brachte es in einem Interview mit dem ORF auf den Punkt: "Das Regierungsprogramm ist hervorragend, denn es ist die Fortsetzung der Wende" Diese Regierung ist eine Gefahr für unsere Zukunft! Wir müssen sie stoppen! Wir können sie stoppen! Wie? Durch breiten Druck auf der Straße - durch große Streiks und Demonstrationen! Nur wenn sie unsere Wut spüren, können wir sie in die Knie zwingen! Deswegen müssen die Proteste nach der Angelobung der Regierung am 11.1. weitergehen. Wir brauchen umgehend Basisversammlungen an den Schulen, den Universitäten und in den Betrieben. Dort soll über das Regierungsprogramm diskutiert und der Kampf dagegen geplant werden! Alle AktivistInnen an den Schulen, Universitäten und in den Betrieben sollen sich in Aktionskomitees zusammenschließen um den weiteren Widerstand zu organisieren. Es gilt nun, eine Zersplitterung des Widerstandes in die verschiedenen Bereiche zu verhindern. So gut und wichtig kleine Protestaktionen wie jene vor der SPÖ-Zentrale sind, so reichen sie bei weitem nicht aus. Nur Großdemonstrationen und Massenstreiks können die Regierung tatsächlich in die Knie zwingen. Diese gilt es nun in den kommenden Wochen zu organisieren bevor sich die Regierung festigen kann. Wir vom ArbeiterInnenstandpunkt und der Jugendorganisation REVOLUTION treten ein für: * Großdemonstrationen und Streiks in Schulen, Unis und Betrieben JETZT! * Basisversammlungen an Schulen, Uni und Betrieben - Aufbau von Aktionskomitees! * SJ- und ÖGB-Führung: Brecht mit der SPÖ und organisiert Massenproteste! ============================== Wie soll unser Widerstand weitergehen? Kämpfen und Organisieren! Die spontanen Proteste gegen die neue Regierung zeigen, wie groß die Ablehnung des neoliberalen Bildungs- und Sozialabbau ist. So wichtig die bisherigen Aktionen wie die Besetzung der SPÖ-Zentrale in der Löwelstraße oder die Gegenkundgebungen bei Auftritten der Parteispitze auch sind, so ist nichtsdestotrotz klar: die Unterstützung der Parteibürokratie für Gusenbauers Kurs und die Angelobung der Regierung können dadurch nicht verhindert werden. Entscheidend wird nun sein, daß sich die Protestbewegung eine klare Perspektive des Widerstandes gibt. Wir von ArbeiterInnenstandpunkt und der Jugendorganisation REVOLUTION schlagen folgendes vor. Massenproteste Erstens werden wir nur dann die Regierung in die Knie zwingen können, wenn die Aktionen über ein paar hundert TeilnehmerInnen hinausgeht und tatsächliche breitere Teile der Jugendlichen und ArbeiterInnen auf die Straße bringt. Wir brauchen Aktionen, die tausende und zehntausende Leute auf die Straße bringen. Deswegen treten wir für Streiks und Großdemonstrationen ein. Wir dürfen uns nicht in Kleinaktionen verstricken. Wir müssen systematisch eine Großdemonstration und einen Aktionstag mit Streiks im späteren Jänner organisieren. Zumindest im SchülerInnen- und StudentInnenbereich ist ein solcher Streik absolut möglich. Eine erfolgreiche Großdemo und Streiks könnten der Ausgangspunkt für weitere, noch größere Widerstandsaktionen darstellen. Den Widerstand zusammenführen Das kapitalistische Regierungsprogramm betrifft nicht nur StudentInnen, sondern ist ein Angriff auf Lehrlinge, ArbeiterInnen, ImmigrantInnen. Deswegen ist es jetzt vordringlich, den Widerstand nicht auf den universitären Bereich zu beschränken, sondern eine breite Solidarisierung in Worten und Taten herbeizuführen. Wir wollen einen gemeinsamen Kampf der Jugendlichen und der ArbeiterInnen. Nur so können wir auch ausreichenden Druck auf die Regierung ausüben, denn wenn die Wirtschaft und damit der Profit lahmgelegt wird, geht das Kapital in die Knie. Dafür ist es wichtig, Kontakte zu den Betrieben und zu fortschrittlichen GewerkschaftsaktivistInnen zu knüpfen. Die sozialdemokratische Gewerkschaftsspitze kniet natürlich vor der Parteiführung. Aber die Basis denkt anders! Gerade auch um die GewerkschafterInnen anzusprechen, ist es wichtig, Aktionen beim ÖGB-Kongreß am 22.-24. Jänner zu setzen. Organisierung an der Basis Entscheidend für Erfolg oder Mißerfolg der Bewegung wird sein, wie weit wir uns eigenständig an der Basis organisieren. Vergessen wir nicht die Lehren vergangenen Kämpfe! 2003 gelang es der ÖGB-Bürokratie, die Streikbewegung gegen die Pensionsreform unter Kontrolle zu halten und dadurch abzuwürgen als die Regierung nach 2 erfolgreichen Generalstreiks knapp vor dem Kippen stand. Die Protestbewegung an den Schulen und Universitäten im Jahr 2000, 2001 und 2005 scheiterte immer daran, daß die Jung-BürokratInnen an der Spitze der ÖH und der SJ die Bewegung kontrollieren konnten. Der Kampf kann nur dann konsequent geführt werden, wenn keine BürokratInnen mit Karriereplänen an der Spitze stehen, sondern die Basis in Versammlungen und Aktionskomitees selber entscheidet. Deswegen brauchen wir umgehend Basisversammlungen an Schulen, Uni und Betrieben sowie den Aufbau von Komitees der AktivistInnen. Welche Lehren kann man über die Sozialdemokratie ziehen? Unsere Einschätzung der SPÖ hat sich einmal mehr bestätigt. Sie ist eine bürgerliche Partei, die von einer Bürokratie beherrscht wird. Diese Bürokratie ist durch und durch an den Kapitalismus gebunden und über unzählige Privilegien und Posten an das System gebunden. Gusenbauer & Co. haben nicht aus Dummheit der Koalition zugestimmt, sondern weil es den Interessen ihrer eigentlichen Chefs - den Kapitalisten - entspricht. Natürlich unterstützen wir Forderung der GenossInnen in der SJ wie z.B. der nach einem Sonderparteitag. Aber klar ist, daß die Bürokratie die Partei kontrolliert und diese nicht reformierbar ist. Verschiedene Kräfte in der SJ (wie z.B. der Funke) wollen die Bewegung jetzt für innerparteiliche Manöver mißbrauchen und "einen linken Flügel in der Sozialdemokratie aufbauen". Aber anstatt ewig in dieser verrotteten Sozialdemokratie zu überwintern und darauf zu hoffen, daß sie irgendwann einmal eine sozialistische Partei wird, geht es jetzt darum, den Kampf auf der Straße zu organisieren und eine breite Massenbewegung aufzubauen. Neue Jugendbewegung, neue Partei! Darüber hinaus ist es jetzt dringender denn je, eine radikale Demokratisierung der Gewerkschaften und den Aufbau einer politische Alternative zur SPÖ anzugehen. Wir brauchen eine Erneuerung der Gewerkschaften - eine Wende zu einer kämpferischen Politik und die Beseitigung der Bürokraten! Wir brauchen eine neue Jugendbewegung und eine neue Partei der ArbeiterInnen und Jugendlichen, die nicht am Futtertrog einer bürokratischen Funktionärschicht hängt und bürgerliche Politik betreibt, sondern für eine revolutionäre Umwälzung der kapitalistischen Gesellschaft eintritt. ============================== Eine erste Analyse des SPÖVP-Regierungsprogramms Wunschprogramm der herrschenden Klasse Das Programm der SPÖVP-Regierungsprogramms macht die Reichen und Mächtigen mehr als glücklich. Kein Wunder, denn die rosarote- schwarze Regierung setzt die neoliberale Wende der letzten Jahre nahtlos fort. Im folgenden präsentieren wir eine erste Analyse des Regierungsprogramms. Absicherung der reaktionären Wende seit 2000 In keinem einzigen Bereich werden die tiefgreifenden, reaktionären Veränderungen der letzten Jahre rückgängig gemacht. Vergessen wir nicht: die breite Masse der Bevölkerung - die ArbeiterInnen und Jugendlichen - ist heute ärmer als 1998 (wie sogar der Rechnungshof in seinem aktuellen Einkommensbericht zugeben mußte). Dafür ist die breite Welle der Privatisierungen, die unternehmerfreundliche Flexibilisierung der Arbeitszeiten und des Kollektivvertrages, die Kürzung von Sozialleitungen, die Verschärfung der Lebensbedingungen für ImmigrantInnen, der massive Bildungsabbau, die Einführung der Studiengebühren usw. verantwortlich. Keine einzige dieser reaktionären Reformen von Schwarz-Blau wurde zurückgenommen oder auch nur nennenswert abgeändert. Die Sozialdemokratie - von der so viele die Rücknahme der neoliberalen Wende erhofft haben - hat diese Verschlechterungen einzementiert und wird die kapitalistische Sparpolitik ab nun gemeinsam mit der ÖVP fortsetzen. Studiengebühren Das bislang bekannteste, provokante Beispiel für die Fortsetzung der neoliberalen Bildungs- und Sozialabbaupolitik ist die Beibehaltung der Studiengebühren. (siehe "Regierungsprogramm für die XXIII. Gesetzgebungsperiode", S. 97 http://www.diepresse.com/download/pdf/regierungsprogramm.pdf) Die SPÖ-Führung bejubelt ihr Verhandlungsergebnis ("Freier Uni-Zugang wieder hergestellt") nun damit, daß StudentInnen der Zahlung der Gebühren dadurch entgehen können, indem sie im Semester 60 Stunden billigen Arbeitsdienst (Stundenlohn: 6,05 !) im Sozialbereich leisten. In der Praxis bedeutet dies, daß StudentInnen als billige Arbeitskräfte ausgenützt werden sollen und dadurch qualifiziertes Pflegepersonal leichter entlassen werden kann. Darunter leiden auch die Alten und Pflegebedürftigen, die sich dann von demotivierten und fachlich unqualifizierten StudentInnen betreuen lassen müssen. Die StudentInnen aus wohlhabenden Haus werden natürlich weiter die Studiengebühren bezahlen, die ärmeren dürfen Arbeitsdienst für das Kapital leisten. Klassengesellschaft pur! Angriff auf Lehrlinge Ein weiterer Angriff der SPÖVP-Regierung ist die Aufweichung des Kündigungsschutz für Lehrlinge. Eine Kündigung soll nun nicht mehr nur nach der Probezeit möglich sein, sondern auch nach Ende des ersten und zweiten Lehrjahres. (Regierungsprogramm, S. 48) Auch hier sorgt also die sozialdemokratisch-konservative Regierung dafür, daß den Kapitalisten junge, billige, leicht kündbare Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Dies ist genau die gleiche Stoßrichtung, in die die konservative Regierung Frankreichs im vergangenen Frühjahr mit dem CPE ging - eine Provokation, welche die Jugendlichen und ArbeiterInnen durch mehrere Generalstreiks zurückschlagen konnten. Angriff auf Arbeitsrechte Ebenso einschneidend sind die Angriffe auf die Errungenschaften der Lohnabhängigen im betrieblichen Bereich. (siehe Regierungsprogramm, S. 53f.) * Generelle Ermächtigung an den Kollektivvertrag, die tägliche Normalarbeitszeit auf bis zu 10 Stunden anzuheben, * 12-Stunden Schichten durch Kollektivvertrag bei arbeitsmedizinischer Unbedenklichkeit. * Flexibilisierung der Lage der Wochenendruhe im Schichtbetrieb. * Anhebung der täglichen Normalarbeitszeitgrenze bei Gleitzeit auf 10 Stunden. * Anhebung der täglichen und wöchentlichen Höchstarbeitszeitgrenzen (12/60) durch Ausweitung der bestehenden Regelung des § 7 Abs 4 AZG (Ausweitung der maximalen 12 Wochen auf bis zu 24 Wochen (3 mal 8, dazwischen jeweils zumindest 2 Wochen keine zusätzlichen Überstunden); * Öffnung auch für schriftliche Einzelvereinbarungen in Betrieben ohne Betriebsrat bei arbeitsmedizinischer Unbedenklichkeit Dies bedeutet zusammengefaßt, daß die Unternehmer die ArbeiterInnen zwingen können, länger zu arbeiten ohne ihnen Überstundenzuschläge zahlen zu müssen. Ein Beispiel mehr, wie sehr die SPÖVP-Regierung den Interessen des Kapitals dient. Verlängerung der Ladenöffnungszeiten Ein anderes Beispiel für die kapitalistische Politik der neuen Regierung ist die Ausweitung der Ladenöffnungszeiten. So müssen VerkäuferInnen - geht es nach dem Willen der rosarot-schwarzen Regierung - von Montag bis Freitag von 6 Uhr bis 21 Uhr und Samstag bis 18 Uhr möglich sein. (siehe Regierungsprogramm, S. 42) Österreichisches Hartz IV Was die SPÖ als großen Reformschritt der "bedarfsorentierten Mindestsicherung" anpreist, ist in Wirklichkeit die österreichische Version des deutschen Hartz IV-Gesetze. Arbeitslose werden durch verschärfte Zumutbarkeitsbestimmungen gezwungen, jeden auch noch so miesen Job anzunehmen. Anderenfalls können sie zur Weiterbildung oder "gemeinnütziger Arbeit" gezwungen werden. Darüber hinaus müssen sie - wollen sie die sogenannte bedarfsorentierte Mindestsicherung tatsächlich erhalten - vorhandenes Vermögen allerdings vorher auflösen oder verwerten Darunter fallen z.B. Sparbücher, ein Auto, das nicht für den Job nötig ist, Unterhaltszahlungen werden gegengerechnet, fiktive Einnahmen aus Eigentumswohnungen. (siehe Regierungsprogramm, S. 109ff.) Weitere Abgabenbelastungen Zu all dem kommen auch noch die Belastungen für die ArbeiterInnenklasse durch die Erhöhung der Abgaben. Insbesondere sind hier die Heraufsetzung der Krankenkassebeiträge - durch die die Regierung 150 Millionen Euro mehr einnehmen möchte - sowie die Erhöhung der Abgaben für Autofahrer zu nennen. (siehe Regierungsprogramm, S. 61 bzw. 117.) Für Wohlhabende sind das Peanuts, für die Masse der ArbeiterInnenklasse hingegen schmerzliche Einschnitte. Eine Schätzung lautet, daß die verschiedenen Mehrbelastungen für einen Großteil der Bevölkerung 40 bis 60 Euro weniger im Monat bedeutet. Und das noch ohne Einberechnung der Lohnkürzungen durch den Wegfall von Überstundenregelungen! Militarismus Die SPÖVP-Regierung steht nicht nur für Bildungs- und Sozialabbaus, sondern ebenso für Militarismus und der Beteiligung an imperialistischen Kriegseinsätzen. Darunter fallen nicht nur die Beibehaltung der Eurofigther, die ja weniger der Verteidigung Österreichs als der Beteiligung an Kampfeinsätzen der EU im Ausland dienen. Ebenso verpflichtet sich die Regierung zur Teilnahme an der "Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP)" - mit anderen Worten: an Kriegseinsätzen der Europäischen Union rund um den Globus ohne Zustimmung der UNO. Wörtlich werden als möglichen Orte für solche Kriegseinsätze der Balkan, sowie der Nahe Osten und Afrika genannt (siehe Regierungsprogramm, S. 16ff.) In diese Logik paßt dann auch gut der Ausbau der Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen - kurz: mehr Polizeistaat. (siehe Regierungsprogramm, S. 135f.) ImmigrantInnen Auch für MigrantInnen bedeutet die neue Regierung eine Fortsetzung der alten Politik. Darunter fällt der Zwang zur Kenntnis der deutschen Sprache, um die Staatsbürgerschaft zu erwerben sowie die "Einhaltung der österreichischen Rechts- und Grundordnung". Im Zentrum des Interesses des Staates steht die "selektive Immigration" nach den Bedürfnissen des Kapitals. Mit anderen Worten: Anwerben jener Arbeitskräfte, die das Kapital gerade als billige Ausbeutungsobjekte braucht. (siehe Regierungsprogramm, S. 51f.) Wem dient die Regierung? Diese Regierung ist eine Marionette des Kapitals. Sie steht für neoliberalen Angriff, für Bildungs- und Sozialabbau, für rassistischer Benachteiligung der ImmigrantInnen und für Militarismus. Es ist kein Wunder, daß das Zentralorgan der herrschenden Klasse, die Tageszeitung "Die Presse" - die Reaktionen des Kapitals in folgende Worte faßt: "An der Wiener Börse wurde die Einigung auf eine Regierung am Dienstag durchwegs positiv aufgenommen. (...) Von Seiten der Finanzexperten kamen durchwegs freundliche Reaktionen. 'Das ist ein Paket, mit dem der österreichische Kapitalmarkt gut leben kann', meint etwa Peter Brezinschek, Chefanalyst der Raiffeisen Zentralbank. Viele für den Kapitalmarkt wichtige Themen, wie die Gruppenbesteurung oder der Körperschaftsteuersatz von 25 Prozent, seien nun 'vom Tisch'. 'Das hat im Wahlkampf noch ganz anders geklungen', zeigt sich Brezinschek erleichtert." (Die Presse, 10.01.2007) In der Tat: Sie haben allen Grund zu jubeln, denn was gut für das Kapital ist, ist schlecht für uns ArbeiterInnen und Jugendliche. Die kapitalistische Gesellschaft ist in Klassen gespalten, deren Interessen einander vollständig entgegen gesetzt sind. Solange die herrschende Klasse der Kapitalisten an der Macht ist, wird ihr jede Regierung dienen. Nur wenn die ArbeiterInnenklasse sie durch eine sozialistische Revolution stürzt, ist der Weg in Freiheit und Wohlstand für Alle offen. ================================================== 27 Neues Ambulatorium in der Lugner City und Human Life International "FrauenLesben fuer das Selbstbestimmungsrecht der Frau" ================================================== Liebe Frauen! "Keine Angst vor billigen Drohungen" schmiert das rechtsrabiate, unter dem Deckmäntelchen "katholisch" agierende, scheinbar anonyme Stürmermedium im Internet, www.kreuz.net, unter http://www.kreuz.net/article.4530.html Es gibt nämlich ein neues Ambulatorium, welches auch Abbrüche anbietet. In der wiener Lugner City: Venusmed. Wir halten den Namen ja für etwas blöd - "Venus" - statt Frau. Scheint nicht sehr viel frauenbewusste Reflexion dahinter zu sein, wenn das Ambulatorium glaubt, dass Frauen solche Bezeichnungen für sich gerne haben. Aber: Fischers HLI Bagage schäumt, ist doch diese Praxis in der Lugner City von mehreren Eingängen aus zu erreichen - Schwerstarbeit für die rabiaten Stalkerstrategien von Marx, Reilly und Fischer. Die sogenannte "Jugend für das Leben", welche so furchtbar gerne ihre frauenfeindliche Propaganda in der Wiener Uni verbreiten würde, hat sofort reagiert (und selbstverständlich der geistliche Zweig dieser "Jugend", das Kath.net) bzw. publiziert: Protestbriefe und Boykottandrohung an den Eigentümer des Einkaufszentrums, Baumeister Lugner, und Unterschriftenlisten sind schon parat und werden auf den diversen Websites beworben. Ähnliches passierte schon Dr. Fiala, Eigentümer der Gyn-Med Klinik, als der ÖAMTC in seiner Mitgliederzeitung über die Gyn- Med berichtete, bzw. einen Artikel zu effizienter Verhütung publizierte. Die Boykottdrohungen haben dort jedenfalls zur gewünschten Wirkung geführt. Venusmed allerdings hat daraufhin mit Briefen ihres Anwaltes reagiert und droht Klagen an. Die weibliche Kundschaft Lugners wird hoffentlich zum bewährten Handtaschl greifen, wann immer sich die Gelegenheit dafür ergibt und es kräftig um die Ohren der HLIler sausen lassen. Es tritt nun also der "Rechtsexperte" von HLI und Pro Vita in den Ring, wohl in einer Art Anwalt-gegen-Anwalt-Duell. Der umtriebige Rechte, Dr. Alfons Adam, nimmt eine alte linke Parole zu Hilfe: "Wir müssen den Anfängen wehren". Adam vertritt nicht nur Dietmar Fischer und seine Mitarbeiter, sondern auch die Jugend für das Leben. Adam, ein extremer Fanatiker gegen den legalen Schwangerschaftsabbruch und Obmann von Pro Vita Österreich, hat schon viele Klagen verloren, z.B. jene von HLI gegen Claudia Sorger von der SLP. Es erging ein Urteil, welches es jeder und jedem erlaubt, in Zusammenhang mit den Praktiken von HLI/Ja zum Leben von (Psycho)Terror zu reden. Aber auch extrem Rechte neben Fischer hat Adam in der Vergangenheit rechtlichen Beistand geleistet - auch dort war er nicht erfolgreich. Interessant ist, dass Adam, der Anwalt (dessen Sozius Mag. Gernot Steyer übrigens im Vorstand der Österreichischen Lebensbewegung/Geborene für Ungeborene agiert, die vom Land Niederösterreich und von Rauch-Kallat unterstützt werden) nun von "einer neuen Dimension von Kampfmaßnahmen" spricht. Eine gefährliche Drohung? All die Praktiken von HLI - die offenen und die versteckten - wurden jahrelang in den USA von äußerst militanten Abtreibungsgegnern erprobt. Was wäre also als "neu" zu bezeichnen? Geht er in den Untergrund, um den Wegweisungen besser zu entgehen? Wird er sich löwenmutig stellen und die nächsten Prozesse verlieren? Macht nix, HLI hat ja genügend Kohle, um sie in den Sand zu setzen. Adam wiederum ist ein Hans-Dampf in Sachen richtigem, christlich-katholischem Leben: Er ruft zu Kirchenbeitragsboykotten mit seiner Aktion www.kirchentreu.info auf, weil sich Jugendliche der Diözese Linz dazu verstiegen, auf einer CD für Jugendliche auch das Thema Verhütung mit halbwegs normalem Menschenverstand anzugehen. Adam plärrt um die Gründung einer Christenpartei, um endlich wieder fundikatholischen Wind in die österreichische Parteienlandschaft zu bringen. Papsttreu und gottesfürchtig hätten die Österreicherinnen und -er zu leben. Katholische Taliban eben, wie es im Buche steht. Wir betrachten seine Bemühungen belustigt und warten gespannt ab, wie seine "neuen" Strategien in der Praxis aussehen werden, und hoffen sehr, dass es dabei kein Blutvergiessen geben wird! Text des Artikels auf (haken)kreuz.net: Keine Angst vor billigen Drohungen Eine Abtreibungsklinik im Einkaufszentrum "Lugner City" in Wien ist eine neue Dimension der Kultur des Todes. Es muß auch eine neue Dimension des Kampfes dagegen geben. Von Dr. Alfons Adam. Seit Mittwoch bietet ein österreichisches Einkaufszentrum auch Kinderabtreibungen feil.(kreuz.net) Wir müssen den Anfängen wehren. Der respektierte Papst Johannes Paul II. bezeichnet in seiner Enzyklika `Evangelium Vitae´, die sich an Katholiken und alle Menschen guten Willens richtet, die vorsätzliche Kinderabtreibung als Mord. Der verstorbene Papst hat auch festgestellt, daß die Abtreibung ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist - sogar wenn eine parlamentarische Mehrheit die Rechtmäßigkeit einer unter bestimmten Bedingungen vorgenommenen Tötung eines ungeborenen Menschen beschließt. Der Papst spricht von der schweren und klaren Gewissensverpflichtung, sich Gesetzen dieser Art zu widersetzen. In Linz hat die Organisation `Jugend für das Leben´ zu einer unterstützenswerten Unterschriftenaktion aufgerufen. Diese ist auch im Internet abrufbar. Beschwerdebriefe an den Eigentümer des Einkaufszentrums - Richard Lugner - haben bereits zu einer Reaktion der Abtreibungsklinik geführt, die von der Wiener Rechtsanwaltskanzlei Jürgen Kronberger vertreten wird. Abtreibungsleiche im Alter von 11 Wochen In einem Anwaltsbrief wird mit Strafanzeige wegen Verleumdung, mit Privatanklage wegen Kreditschädigung und mit Unterlassungsklage gedroht. Es ist in rechtlicher Hinsicht von Interesse, daß auch straffreie Abtreibungen - nach der Meinung von Rechtsgelehrten - rechtswidrig sind. In den österreichischen Gesetzesmaterialien - Erläuterungen, die der Gesetzgeber anläßlich des Gesetzesbeschlusses selber gegeben hat - wird betont, daß die Kinderabtreibung weder eine gesellschaftlich wünschenswerte noch eine medizinisch empfehlenswerte Methode der Geburtenkontrolle oder der Geburtenregelung sei. Weiters heißt es dort, es werde nach Paragraph 96 des Strafgesetzbuches der Grundsatz aufrecht erhalten, daß menschliches Leben nicht erst ab der Geburt mit den Mitteln des Strafrechts zu schützen sei. Es liegt daher nicht im Interesse der Rechtsordnung und des Gemeinwohls, daß aus Abtreibungen ein Geschäft gemacht wird - sogar wenn sie im straffreien Rahmen von Paragraph 97 des Strafgesetzbuches erfolgen. Deshalb dürfen und müssen wir das Recht der Freiheit der Meinungsäußerung in Anspruch nehmen und gegen jene auftreten, die aus der Tötung ungeborener Kinder ein solches Geschäft machen. Für gläubige Christen ist das auch ein Ausfluß ihres Rechtes auf Religionsausübung. Neben der Unterschriftenaktion sind persönliche Briefe sicherlich auch hilfreich. Kirchliche Institutionen, die ihre Aufgabe ernst nehmen und glaubwürdig sein wollen, müßten sich dem Protest anschließen. Baumeister Ing. Richard Lugner Gablenzgasse 5-13 1150 Wien Fax: 01/98 150 98 richard.lugner at lugner.at Dr. Alfons Adam ist Rechtsanwalt und Vorsitzender der Bewegung für Menschenrecht auf Leben `Pro Vita´ in Neulengbach, Niederösterreich. -- FrauenLesben für das Selbstbestimmungsrecht der Frau mailto: Selbstbestimmungsrechtderfrau at gmx.net ---- detaillierte Informationen zur Abtreibung und den Methoden der radikalen Abtreibungsgegnerschaft auf http://www.die-abtreibung.at.tf --- ================================================== 28 Newsletter#12: Gegen die SPÖVP-Regierung! derneuekurs at gmx.at ================================================== N e w s l e t t e r   #   1  2 der Zeitschrift Der Neue Kurs Nach Gusenbauers neuem Verrat: Den Widerstand gegen die neue Belastungswelle organisieren !! Solidarität mit den Studierenden und der Jugend !! Flugblatt von Der Neue Kurs und Gruppe für revolutionäre ArbeiterInnenpolitik Mit dem Koalitionspakt zwischen ÖVP und SPÖ, dessen Inhalt im Detail zwar noch nicht vorliegt, dessen Grundlinien aber bekannt sind, hat Alfred Gusenbauer etwas fulminantes geschafft - die Bildung einer SP-Minderheitsregierung neuen Typs. Denn was sonst ist diese Koalition, in der die Sozialdemokratie als Wahlsiegerin zwar den Bundeskanzler stellt, die abgestürzte offen bürgerliche ÖVP aber alle Schlüsselressorts besetzt? Oder, drastischer gesprochen: Kommentatoren wie Hans Rauscher (Der Standard) haben recht - die SPÖ-Führung hat die Hosen heruntergelassen. Aber nicht  nur aus Schwäche, sondern um ihren WählerInnen zu zeigen, was sie nun, "nach dem klaren Mandat für einen Wechsel" (Gusenbauer am Wahlsonntag) wirklich dürfen: Nämlich die SP- Bonzen am Arsch zu lecken. Wir, die AktivistInnen der revolutionären Organisationen Gruppe für revolutionäre ArbeiterInnenpolitik (GRA) und Der Neue Kurs (DNK), haben vor den Nationalratswahlen am 1. Oktober begründet, warum wir jegliche Form der Unterstützung der SPÖ bei den Wahlen - und sei sie auch noch so "kritisch" - ablehnten: Wir sahen keine massive Bewegung in der ArbeiterInnenklasse selbst, die massive Illusionen in die Sozialdemokratie und gleichzeitig Kritik an deren bürgerlichen Kurs geäußert hätte. Ein Ansetzen an Illusionen, um Brüche mit der sozialdemokratischen Führung voranzutreiben, war daher unmöglich. Ein weiteres gewichtiges Argument führte die GRA ins Treffen: Die Präsenz des Liberalen Zach auf einem wählbaren Listenplatz der SPÖ. Während sich Gusenbauer im Chor mit dem rechtesten Gesocks in BZÖ, FPÖ und bürgerlicher Journaille dafür stark machte, dass GewerkschafterInnen nichts im Parlament verloren hätten, konnte sich der Yuppie Zach in Erwartung eines sicheren Abgeordnetenmandats bequem zurücklehnen und über seine neuesten Attacken auf die Arbeitszeiten der Handelsangestellten brüten. GRA und DNK bezeichnen die SPÖ als bürgerliche ArbeiterInnenpartei. Wir meinen damit eine Partei, die sich auf Grund ihrer historischen Entwicklung auf die ArbeiterInnen stützt (vor allem über die in der Gewerkschaft organisierten ArbeiterInnenschichten), aber schon seit langem eine bürgerliche Politik betreibt. Also eine Politik, die nicht den Interessen ihrer WählerInnenbasis, sondern der UnternehmerInnen, der Konzerne, der Banken - kurz: der KapitalistInnen - dient. Wir haben oft in Diskussionen erlebt, dass GenossInnen, die in der SPÖ oder in Teilorganisationen dieser Partei aktiv sind, unsere Einschätzung als absurd zurückweisen. Für sie ist die SPÖ eine ArbeiterInnenpartei, lediglich eine Hand voll BonzInnen, ÄmterkumuliererInnen und BürokratInnen habe sich "widerrechtlich" an die Spitze der Partei gestellt - wenn man diesen Klüngel vertriebe, hätte man wieder eine lupenreine sozialistische Partei vor sich. Die jetzige Große Koalition sollte auch den letzten die Augen öffnen, die behaupten, die SPÖ und ihre Führung sei in irgendeiner Form eine Vertreterin der ArbeiterInneninteressen. Vom kreuzbraven Wahlprogramm der Gusenbauer-SPÖ ist nach diesen Koalitionsverhandlungen kein Stein auf dem anderen geblieben. Und das war auch gar nicht beabsichtigt. Natürlich ist der herrschenden Klasse eine Regierung ihrer eigenen, direkten, offen bürgerlichen Parteien immer am liebsten. Wie die ursprüngliche Wenderegierung aus ÖVP und FPÖ vorexerzierte kann eine derartige Regierung gegebenenfalls, unbelastet vom Druck einer eigenen Wählerbasis, in die Offensive gehen und grundlegende historische Errungenschaften der arbeitenden Bevölkerung (z.B. Pensionen, Eisenbahnerdienstrecht...) und der Jugend (Studiengebühren) angreifen - und, mit einer "sozialpartnerschaftlichen" SP- und Gewerkschaftsbürokratie als zahmen Gegenüber, auch zerschlagen. In manchen Situationen kann sich die Bourgeoisie aber durchaus mit Regierungen bürgerlicher ArbeiterInnenparteien anfreunden - z. B. dann, wenn durch die Einbindung der angeblichen "FührerInnen" der ArbeiterInnen Proteste gegen Sozialabbaupläne von Haus aus verhindert oder klein gehalten werden sollen. Nach 6 Jahren Schwarz-Blau-Orange mit zügigem Sozialabbau, Privatisierungen, einem durch Selbstzerstörung handlungsunfähigen ÖGB, ausländerInnenfeindlichen Zuwanderungsgesetzen und permanenter reaktionärer Berieselung im Staatsrundfunk denkt das heimische Kapital gar nicht daran, der durch ihre pro- kapitalistische Führung entpolitisierten und enttäuschten ArbeiterInnenklasse oder den Jugendlichen auch nur ansatzweise Zugeständnisse zu machen. Gewiss - ÖVP und BZÖ haben es im letzten Jahr aus Arroganz und übersteigertem Klassendünkel geschafft, die arbeitenden Menschen soweit gegen sich aufzubringen, dass sie am 1. Oktober einen kräftigen Denkzettel verpasst bekamen. Aber - mit dieser SPÖ als "Gegner&" konnte sich Schüssel bis zum Koalitionspakt ungestraft aufführen, als wäre er der Wahlsieger. Denn die SPÖ-Führung, die ihre edelste Mission darin sieht, die beste und bravste Verwalterin der bestehenden Ordnung zu sein ("sozial abgefedert", versteht sich!), war in erster Linie damit beschäftigt, ihre eigenen Wahlversprechen rückgängig zu machen, soweit diese den Wünschen des Kapitals auch nur ansatzweise zuwider laufen konnten. Mittlerweile blieb der ÖVP hinlänglich Zeit, ihre Figuren in Position zu bringen und im Verhandlungsendspiel ein hervorragendes Remis herauszuholen: Sie besetzt alle Schlüsselministerien. Und schwarze MinisterInnen in den Ressorts Finanzen, Inneres, Äußeres und Wirtschaft bedeuten eines: An der Kontinuität der Wendepolitik wird nicht gerüttelt, im Gegenteil, sie geht weiter. Die ArbeiterInnen, Angestellten, die Frauen und die Jugend können sich schon jetzt auf neue Belastungswellen vorbereiten. Im Gegensatz zu 2002 oder 2003 aber ist anzunehmen, dass der ÖGB - so es ihn in dieser Form überhaupt noch geben wird - höchstwahrscheinlich nicht einmal pro forma den Widerstand gegen den Sozialabbau anführen wird, um ihn dann in ruhigen Bahnen versanden zu lassen. Das wird die keineswegs tote Fraktion sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) schon zu verhindern wissen. Sich auf Angriffe vorbereiten heißt nicht, sie hinnehmen zu müssen! Auch wenn an der SPÖ-Basis die Unzufriedenheit wächst und sich die Parteiaustritte häufen - Österreich ist weit davon entfernt, dass sich in den Betrieben breiter Widerstand gegen die Koalition, den bevorstehenden Sozialabbau und den Verrat der SP-Führung formiert. Jetzt kommt es zunächst einmal darauf an, dass auch GenossInnen, die nach wie vor in der SPÖ organisiert sind, mit jenen solidarisch sind, die sich als erste - und zwar völlig zurecht - zur Wehr gesetzt haben, Nämlich den StudentInnen und SchülerInnen, denen Gusenbauer vor der Wahl die Beseitigung der Studiengebühren versprochen hat und die er heute mit seinem freiwilligen Sozialarbeitsdienst verarscht und klipp und klar zuruft: "Wer sich das Studieren nicht leisten kann, muss halt schauen, wo er bleibt" - eine klare Absage an die Öffnung der Universitäten für Kinder aus ArbeiterInnenfamilien. Die SPÖ steht heute ohne Hosen da. Jene GenossInnen in der SPÖ, die immer noch geglaubt haben,  die Partei durch zähneknirschende Mitarbeit auf den linken Weg bringen zu können, haben neuerlich die Erfahrung machen müssen, dass sie nichts anderes waren als billiges Stimmvieh für die abgehobene bürgerliche Führung ihrer Partei. Von der SPÖ und ihrem Umfeld konnten wir immer hören: "Mit euren kleinen Gruppen könnt ihr ja nichts bewegen" - und was habt ihr bewegt, GenossInnen? Ihr habt den Gusenbauer, Cap und Darabos gerade noch als StatistInnen dafür gedient, wenn sie mit den VertreterInnen des Kapitals verhandelt haben und sagen konnten: "Schaut her, sie vertrauen uns noch, wir halten sie für euch ruhig." Die Reaktion auf diesen neuen, zynischen Verrat der SP-Spitze kann es nicht sein, der Politik insgesamt angewidert den Rücken zu kehren. Dieser Partei - ja. Einer sozialistischen Perspektive - nein! Denn nur auf der Grundlage eines klaren marxistischen Programms wird es möglich sein, den kommenden Belastungswellen Widerstand zu leisten. Nur wenn wir selbst das tun, was die Bourgeoisie schon seit langem tut - nämlich einen unerbittlichen Klassenkampf um unsere Interessen zu führen - können wir siegen. Dafür müssen wir uns organisieren - für die Schaffung einer Partei, die einzig und allein den Interessen der ArbeiterInnen und der Jugend verpflichtet ist - einer revolutionären ArbeiterInnenpartei. Wien, 10. Jänner 2007 Wer hat uns verraten? - Sozialdemokraten! Kurzer Bericht von Rosa Gustav über die Proteste zur Regierungsangelobung. In etwa 2000 DemonstrantInnen äußerten letzten Donnerstag am Ballhausplatz ihren Unmut über die Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen von SPÖ und ÖVP. Den ewigen "SPÖ wählen dann wird alles besser"-Sagern wird klar, dass auch Gusenbauer nicht das Gelbe vom Ei ist und dass die Gelder die man für den Wahlkampf ausgegeben hat wohl doch besser investiert hätten werden können und ruckzuck sind die Massen mobilisiert. Auch nachdem der Bundeskanzler und sein Anhang den Ballhausplatz verlassen hatten, fanden die Parolen gegen eben diesen kein Ende. Die Demo wurde weiter zur Universität geführt um dort eine Versammlung zur Planung weiterer Aktionen abzuhalten. Auf dem Weg dorthin "stürmten" DemonstrantInnen die Rampe des Parlaments die überraschenderweise nicht von der Polizei abgesperrt worden war. Durch diese "Verzögerung" war es aber dem am Ballhausplatz verbliebenen Rest der Demo möglich nachzukommen. Nachdem die Parlamentsrampe geräumt wurde ging es weiter in Richtung Uni. In der Grillparzerstraße (kurz vor der Uni) bog ein Teil der Demo jedoch ab und machte sich auf den Weg zur ÖVP-Zentrale wo nach einigen Rangeleien mit der Polizei aber auch beschlossen wurde zurück zur Uni zu gehen und im Audimax eine Versammlung abzuhalten. Dort gab es außer Solidaritätsbekundungen zweier "Ex-Studenten" auch zahlreicher Vorschläge zur effektiven Weiterführung der Proteste. Unter anderem wurden der 17. bzw. der 27. Jänner 2007 für mögliche Protesttermine besprochen. Nach einiger Zeit leerte sich der anfangs volle Saal sich nach und nach und die Worte "Gehen wir raus auf die Straße" waren immer öfter zu hören. Beendet wurde die Versammlung durch die Worte des "Alt- Achtundsechziger" (wie er sich selbst bezeichnete) Leo Gabriel der die neue Generation grüßte und, wie alle seine VorrednerInnen, für eine Weiterführung der Proteste eintrat. Und auch nach der Versammlung wurde der Ring noch immer von verärgerten StudentInnen blockiert. Jetzt wo man merkt, dass das Wasser was einem bis zum Hals steht auch mit Gusenbauer als Kanzler nicht weniger wird, wird eben der Gedanke an Prüfungen und Co. noch ein bisschen weiter weg geschoben werden müssen. Wir, Der Neue Kurs, werden uns auf jeden Fall auch an den weiteren Protesten gegen den geplanten SPÖVP-Sozialabbau beteiligen! (rg) derneuekurs at gmx.at www.arbeiterinnenpolitik.net Der Neue Kurs Stiftgasse 8 A-1070 Wien -- derneuekurs at gmx.at www.arbeiterinnenpolitik.net Der Neue Kurs Stiftgasse 8 A-1070 Wien ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 29 Daenemark: Abriss des Ungdomshuset? "akin" ================================================== ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 9. Jaenner 2007; 20:40 ********************************************************** Daenemark: Abriss des Ungdomshuset? Gewerkschaft stellt sich quer In akin Nr. 32/06 (akin-pd 19.12.2006) berichteten wir ueber das Ungdomshuset in Kopenhagen und die Demonstrationen gegen den Verkauf und den geplanten Abriss des autonomen Jugendzentrums. Die Sache geht weiter: Am 3. 1. 2007 hat die rechtsradikale Sekte Faderhuset ("Haus des Vaters") bei der Gemeinde Kopenhagen den Abriss des Ungdomshuset, dessen Eigentuemer sie ist, beantragt. Die sozialdemokratische Buergermeisterin Kopenhagens, Ritt Bjerregaard, eine erbitterte Gegnerin des Ungdomshuset, hatte sich bereits mit der Sektenfuehrerin Ruth Evensen getroffen. Evensen hatte in letzter Zeit den Druck auf die Behoerden verstaerkt und war am 20. Dezember sogar unangemeldet in den Raeumen der Buergermeisterin erschienen, um ihre Absichten kundzutun, naemlich das Haus abreissen zu lassen. Urspruenglich trug sie sich mit der Absicht, an der Stelle des linksradikalen Jugendhauses ein "christliches Jugendhaus" zu errichten. Vor Weihnachten war der Abriss - den sie bereits mehrere Male angekuendigt hatte - aber noch nicht spruchreif. Die Kopenhagener Polizei hat ihre Ankuendigung voll unterstuetzt und hofft, dass nach der Raeumung sofort abgerissen werden koenne. Das Grundsstueck solle ein paar Jahre leer stehen, bis es seinen symbolischen Wert verliere, meint die Polizei. Noch ist es nicht so weit. Die Gemeinde hat vier Wochen Zeit, um zum Abrissantrag Stellung zu nehmen. Doch da gibt es noch andere Huerden. Die Bau- und Erdarbeitergewerkschaft stemmt sich gegen den Abriss. "Unter den derzeitigen Bedingungen wuerde ich meinen Mitgliedern raten, die Haende davon zu lassen", meinte Gewerkschaftssekretaer Henrik Lippert zur linksliberalen Tageszeitung "Information". "Es muss eine friedliche Loesung gefunden werden", bevor abgerissen wird, meint auch Anders Olesen, Vorsitzender des Fachverbandes Gesamt-Bau. (Aug und Ohr, Indymedia/bearb.) Quelle und mehr: http://de.indymedia.org/2007/01/165403.shtml ================================================== 30 Spanien: Bedenkliches Internetgesetz "akin" ================================================== ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 9. Jaenner 2007; 20:39 ********************************************************** Spanien: Bedenkliches Internetgesetz In Spanien herrscht helle Aufregung ueber ein geplantes Internetgesetz, dessen widerspruechlichen Formulierungen den Verdacht erwecken, die Zensur wiederherstellen zu wollen. Mehrere Uservereinigungen sehen in dem Gesetzestext des "Ley de Impulso de la Sociedad de la Información" Unregelmaessigkeiten, die verfassungswidrig sein koennten. Das Problem, das in dem ganzen Wirrwar hevorsticht, ist laut der Assoziation der InternetsurferInnen, dass im Vorkonzept des Gesetzes, das im Ministerium fuer Industrie, Tourismus und Handel entstanden ist, "angedeutet wird, dass sowohl ein administratives als auch ein gerichtliches Organ, Kompetenzen zur Anordnung einer Unterbrechung der Praesentation eines Dienstes der Informationsgesellschaft oder zur Zurueckhaltung bestimmter Inhalte, haben koennte." Wuerde dies in die Tat umgesetzt, waere der Artikel 11 des Konzepts verfassungswidrig, da Punkt 5 des Art. 20 der spanischen Verfassung bezueglich der Meinungs,-und Ausdrucksfreiheit bestimmt, dass "Publikationen, Aufnahmen und andere Formen der Information nur aufgrund eines gueltigen Gerichtsbeschlusses zurueckgehalten, eingezogen, geschlossen, beschlagnahmt etc. werden duerfen." Allerdings enthaelt der strittige Entwurf des Art. 11 dieser Rechtsreform in Punkt 3 die Bemerkung, dass "in allen Faellen (...) die vorgesehenen Massnahmen dieses Artikel nur durch die kompetente, gerichtliche Autoritaet gebilligt werden koennen." Die Komission fuer Informationsfreiheit (CLI) schloss sich den Einwaenden der SurferInnen-Vereinigungen an. Ihr Praesident Antonio Farriols von der Tageszeitung El Mundo erklaerte, dass das Beunruhigende "die konfuse Formulierung ist, mit welcher die Behoerden zur Schliessung von Websites autorisiert werden. (...) Wenn diesbezueglich keine Korrektur quer durch das Parlament erfolgt, werden wir den Ombudsmann einschalten, um gegen die Verfassungswidrigkeit Rechtsmittel einzulegen". Laut Farriols ist der besagte Art. 11 "Teil eines Massnahmepakets (zusammen mit der europaweiten Speicherung von Telefon-Daten), die einen Angriff auf die individuellen Freiheiten darstellen und die deshalb genauestens beobachtet werden muessen. (...) Es darf nicht sein, dass die Gesetze allesamt in Ausnahmegesetze verwandelt werden!" (El Mundo, Stand 30.12.06/indymedia/stark bearb.) Originaltext zitiert nach: http://www.rebelion.org/noticia.php?id=44005 Uebersetzung: http://de.indymedia.org/2007/01/165302.shtml ================================================== 31 Is Female Genital Mutilation an Islamic Problem? WADI Austria ================================================== Is Female Genital Mutilation an Islamic Problem? by Thomas von der Osten-Sacken and Thomas Uwer Middle East Quarterly Winter 2007 http://www.meforum.org/article/1629 Among social activists and feminists, combating female genital mutilation (FGM) is an important policy goal. Sometimes called female circumcision or female genital cutting, FGM is the cutting of the clitoris of girls in order to curb their sexual desire and preserve their sexual honor before marriage. The practice, prevalent in some majority Muslim countries, has a tremendous cost: many girls bleed to death or die of infection. Most are traumatized. Those who survive can suffer adverse health effects during marriage and pregnancy. New information from Iraqi Kurdistan raises the possibility that the problem is more prevalent in the Middle East than previously believed and that FGM is far more tied to religion than many Western academics and activists admit. Many Muslims and academics in the West take pains to insist that the practice is not rooted in religion[1] but rather in culture. "When one considers that the practice does not prevail and is much condemned in countries like Saudi Arabia, the center of the Islamic world, it becomes clear that the notion that it is an Islamic practice is a false one," Haseena Lockhat, a child clinical psychologist at North Warwickshire Primary Care Trust, wrote.[2] True, FGM occurs in non-Muslim societies in Africa. And in Arab states such as Egypt, where perhaps 97 percent of girls suffer genital mutilation,[3] both Christian Copts and Muslims are complicit. But at the village level, those who commit the practice believe it to be religiously mandated. Religion is not only theology but also practice. And the practice is widespread throughout the Middle East. Many diplomats, international organization workers, and Arabists argue that the problem is localized to North Africa or sub-Saharan Africa,[4] but they are wrong. The problem is pervasive throughout the Levant, the Fertile Crescent, and the Arabian Peninsula, and among many immigrants to the West from these countries. Silence on the issue is less reflective of the absence of the problem than insufficient freedom for feminists and independent civil society to raise the issue. Detecting Female Genital Mutilation It is perhaps understandable that many diplomats and academics do not recognize the scope of the problem. Should someone wish to understand the sexual habits of Westerners, he would not face a difficult task. He could survey personal advertisements, watch talk shows, and read magazine articles explaining the best ways to enhance sexual experience, not to mention numerous scientific publications on sex and gender relations. Public knowledge of trivial and even painful matters is incumbent in Western culture. The multitude of sexual habits and gender relations represents a vital element of life in the West, much the same as the economy, politics, sports, and culture. If, however, someone wants to study sexual relations and habits in Middle Eastern societies, it would be difficult to find comparable traces in public. Almost everything connected with sexuality and personal relations is hidden in a private sphere. Advisory books and research on sexual habits are almost nonexistent beyond comprehensive rules and prohibitions outlined by Islamic law or, in Shiite societies, beyond the questions and responses submitted to senior ayatollahs. Sex education is not taught at the university, let alone in any high school. Psychology remains a shadow discipline, almost absent in the eastern Middle East and only slightly more present in North Africa where more than a century of French rule offered more opportunity for it to take root. The Library of the British Psychoanalytical Society, for example, holds only one journal on psychotherapy or psychoanalysis in Arabic. Arab psychoanalyst Jihad Mazarweh gave an interview in the German weekly Die Zeit in which he said, "For most people, speaking about sexuality, as it happens in psychoanalysis, is almost unthinkable."[5] It would be a mistake to interpret lack of public discussion of many sexual issues in the Middle East as indicative of a lack of problems. Rather, the silence only reflects the strength of taboo. Female genital mutilation has been a top priority for United Nations agencies and nongovernmental organizations (NGOs) for almost three decades. As early as 1952, the U.N. Commission on Human Rights adopted a resolution condemning the practice.[6] International momentum against the practice built when, in 1958, the Economic and Social Council invited the World Health Organization to study the persistence of customs subjecting girls to ritual operations.[7] They repeated their call three years later.[8] The 1979 Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination against Women denounced the practice,[9] and the 1989 Convention on the Rights of the Child identified female genital mutilation as a harmful traditional practice.[10] According to the Demographic and Health Surveys Program, a project funded by the United States Agency for International Development to assist in undertaking medical and reproductive health surveys, FGM affects 130 million women in twenty-eight African countries.[11] Rather than diminishing as countries modernize, FGM is expanding.[12] Anthropologists and activists identify three main types of FGM. Pharaonic circumcision refers to the removal of the entire clitoris; the labia minora and medial part of the labia majora are cut with both sides of the organ stitched together to leave only a small opening. Clitorectomy requires the removal of the entire clitoris along with part of the labia minora. Sunna circumcision, the most common form in the Islamic world, requires removal of the prepuce of the clitoris. Genital Mutilation: An African Phenomenon? Many experts hold that female genital mutilation is an African practice. Nearly half of the FGM cases represented in official statistics occur in Egypt and Ethiopia; Sudan also records high prevalence of the practice.[13] True, Egypt is part of the African continent but, from a cultural, historical, and political perspective, Egypt has closer ties to the Arab Middle East than to sub-Saharan Africa. Egypt was a founding member of the Arab League, and Egyptian president Gamal Abdel Nasser came to personify Arab nationalism between 1952 until his death in 1970. That FGM is so prevalent in Egypt should arouse suspicion about the practice elsewhere in the Arab world, especially given the low appreciation for women's rights in Arab societies. But most experts dismiss the connection of the practice with Islam. Instead, they explain the practice as rooted in poverty, lack of education, and superstition. Few reports mention the existence of FGM elsewhere in the Middle East, except in passing. A UNICEF report on the issue, for example, focuses on Africa and makes only passing mention of "some communities on the Red Sea coast of Yemen." UNICEF then cites reports, but no evidence, that the practice also occurs to a limited degree in Jordan, Gaza, Oman, and Iraqi Kurdistan.[14] The German semigovernmental aid agency, the Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit, reports that FGM is prevalent in twenty-eight African countries but only among small communities "in a few Arab and Asian countries (e.g., Yemen, a few ethnic groups in Oman, Indonesia, and Malaysia).[15] Some scholars have asserted that the practice does not exist at all in those countries east of the Suez Canal.[16] Such assertions are wrong. FGM is a widespread practice in at least parts of these countries.[17] Latest findings from northern Iraq suggest that FGM is practiced widely in regions outside Africa. Iraqi Kurdistan is an instructive case. Traditionally, Kurdish society is agrarian. A significant part of the population lives outside cities. Women face a double-burden: they are sometimes cut off from even the most basic public services and are subject to a complex of patriarchal rules. As a result, living conditions for women are poor. Many of the freedoms and rights introduced by political leaders in Iraqi Kurdistan after the establishment of the safe-haven in 1991 are, for many women, more theoretical than actual. In early 2003, WADI, a German-Austrian NGO focusing on women's issues,[18] started to work with mobile teams to take medical aid and social support to women in peripheral Kurdish areas such as in the Garmian region of Iraqi Kurdistan. These all-female teams consisting of a physician, a nurse, and a social worker built trust and opened doors in local communities otherwise sealed against outsiders. After more than a year of working in the area, women began to speak about FGM. Kurds in the area practice Sunna circumcision. Midwives often perform the operation with unsterilized instruments or even broken glass and without anesthesia on girls four to twelve years old. The extent of mutilation depends on the experience of the midwife and the luck of the girl. The wound is then treated with ash or mud with the girls then forced to sit in a bucket of iced water. Many Kurdish girls die, and others suffer chronic pain, infection, and infertility. Many say they suffer symptoms consistent with posttraumatic stress disorder syndrome.[19] Subsequent research found that 907 out of 1,544 women questioned had undergone genital circumcision, a cutting rate of nearly 60 percent.[20] Follow-up research in the Irbil and Kirkuk governorates suggests rates of FGM consistent with those in Garmian. Nearly every woman questioned declared FGM to be a "normal" practice. Most women referred to the practice as both a tradition and a religious obligation. When asked why they subject their daughters to the operation, many women respond "it has always been like that." Because the clitoris is considered to be "dirty" (haram, the connotation is forbidden by religion), women fear that they cannot find husbands for their daughters if they have not been mutilated; many believe men prefer sex with a mutilated wife. Others stress the religious necessity of FGM even though Islamic law is unclear with regard to FGM. While Western scholars may dismiss the religious roots of the practice, what counts is that many Islamic clerics in northern Iraq advise women to practice FGM. Should a woman consider abandoning the practice, she must be aware that she could appear as disreputable in the public eye.[21] Men usually avoid offering a clear statement about whether FGM is a good practice; rather, they refer to FGM as a female practice in which men should not interfere. None of the men said he had ever discussed the question with his wife.[22] The reaction of locals to the findings has been instructive. When confronted with the study results, only a few women's activists in the Iraqi Kurdish city of Sulaimaniya expressed surprise although most said they did not realize just how high a proportion of women was affected.[23] While a local researcher and women's rights activist Ronak Faraj had published a study on female circumcision in Sulaimaniya in 2004,[24] the fact that an international NGO had become aware of the problem bolstered public attention. While many Kurdish authorities were at first reluctant to address the issue for fear that the Kurdish region might appear backward, they now acknowledge the problem and are working to confront it with both an awareness campaign and with legislation.[25] But some members of influential Islamic and Arabic organizations in the diaspora scandalized the findings, accusing WADI of trying to insult Islam and spread anti-Islamic propaganda. Tarafa Baghajati and Omar al- Rawi, both members of the Initiative of Muslim Austrians, called the data part of an "Islamophobic campaign" and declared no FGM exists in Iraq.[26] That Islamic and Arabic organizations in Austria, for example, make such arguments is indicative of the problem affecting FGM data: these groups believe that if there are no such anti-FGM campaigns or studies, then they can bypass an embarrassing problem. Such campaigns take time. In Egypt, anti-FGM education campaigns inaugurated in the mid-1990s are only now bearing fruit.[27] The idea that rooted practices cannot be changed is false. For centuries, foot-binding crippled Chinese women. An anti-foot- binding society formed only in 1874, but the activists were successful in scaling back and, eventually, eliminating the practice.[28] In Western societies, too, open public discourse on sexuality became possible only by persistent struggle in the face of stark opposition. The heated reactions to the 1948 Kinsey Report - and the portion concerning female sexuality published in 1953 - are a case in point.[29] How Widespread Is Female Genital Mutilation? The discovery of widespread FGM in Iraqi Kurdistan suggests the assumption to be incorrect that FGM is primarily an African phenomenon with only marginal occurrence in the eastern Islamic world. If FGM is practiced at a rate of nearly 60 percent by Iraqi Kurds, then how prevalent is the practice in neighboring Syria where living conditions and cultural and religious practices are comparable? According to Fran Hosken, late founder of the Women's International Network News and author of groundbreaking research on FGM in 1975, "There is little doubt that similar practices - excision, child marriage, and putting rock salt into the vagina of women after childbirth - exist in other parts of the Arabian Peninsula and around the Persian Gulf." [30] That no firsthand medical records are available for Saudi Arabia or from any other countries in that region does not mean that these areas are free of FGM, only that the societies are not free enough to permit formal study of societal problems. That diplomats and international aid workers do not detect FGM in other societies also should not suggest that the problem does not exist. After all, FGM was prevalent in Iraqi Kurdistan for years but went undetected by the World Health Organization, UNICEF, and many other international NGOs in the region. Perhaps the most important factor enabling an NGO to uncover FGM in Iraqi Kurdistan was the existence of civil society structures and popular demand for individual rights. Such conditions simply do not exist in Syria, Saudi Arabia, or even the West Bank and Gaza where local authorities fight to constrain individual freedoms rather than promote them. But the problem is not only that autocratic regimes tend to suppress the truth. There also must be someone in place to conduct surveys. Prior to Iraq's liberation, it was impossible to undertake independent surveys on issues such as malnutrition and infant mortality. Saddam Hussein's regime preferred to supply data to the U.N. rather than to enable others to collect their own data which might not support the conclusions the Baathist regime desired to show. The oft-cited 1999 UNICEF study claiming that U.N. sanctions had led to the deaths of 500,000 children was based on figures supplied by Saddam's regime, not an independent survey.[31] The U.N. undertook its first reliable statistical research on the living conditions in Iraq only after liberation.[32] Syrian, Saudi, and Iranian authorities simply do not let NGOs operate without restriction, especially when they deal with sensitive social issues. Taboo -not social but political - is another factor undercutting research on FGM in Arab countries. Many academics and NGO workers in the region find it objectionable to criticize the predominant Muslim or Arab cultures. They will bend over backwards to avoid the argument that FGM is rooted in Arab or Muslim cultures even though no one argues that FGM is exclusively an Arab or Muslim problem. Statistical data from African countries indicate no clear relationship between FGM and a specific religion.[33] Still, this does not mean that the causes of FGM do not vary across regions and that religion has no influence. As California State University anthropologist Ellen Gruenbaum has explained, "People have different and multiple reasons [for FGM] For some it is a rite of passage. For others it is not. Some consider it aesthetically pleasing. For others, it is mostly related to morality or sexuality."[34] Hanny Lightfoot-Klein, an internationally known expert on FGM who spent years in Kenya, Egypt, and Sudan, explains that "it is believed in the Sudan that the clitoris will grow to the length of a goose's neck until it dangles between the legs, in rivalry with the male's penis, if it is not cut."[35] Most studies speak of "justifications"[36] and "rationalizations"[37] for FGM but do not speak of causes since this could implicate Islamic rules relating to women and sexual morality. Islam is regarded as a wrong "justification," often with a citation that the Qur'an does not require FGM. That many women in northern Iraq - and presumably many women in Egypt - believe that the practice is rooted in religion is a factor ignored by Western universities and international organizations. Islamic Scholars on Female Genital Mutilation Islamic scholars disagree on FGM: some say no obligatory rules exist while others refer to the mention of female circumcision in the Hadith. According to Sami A. Aldeeb Abu Sahlieh, a Palestinian-Swiss specialist in Islamic law: The most often mentioned narration reports a debate between Muhammed and Um Habibah (or Um Atiyyah). This woman, known as an exciser of female slaves, was one of a group of women who had immigrated with Muhammed. Having seen her, Muhammad asked her if she kept practicing her profession. She answered affirmatively, adding: "unless it is forbidden, and you order me to stop doing it." Muhammed replied: "Yes, it is allowed. Come closer so I can teach you: if you cut, do not overdo it, because it brings more radiance to the face, and it is more pleasant for the husband."[38] Abu Sahlieh further cited Muhammad as saying, "Circumcision is a sunna (tradition) for the men and makruma (honorable deed) for the women."[39] While some clerics say circumcision is not obligatory for women, others say it is. "Islam condones the sunna circumcision … What is forbidden in Islam is the pharaonic circumcision,"[40] one religious leader explained. Others, such as the late rector of Al-Azhar University, Sheikh Gad al-Haq, said that since the Prophet did not ban female circumcision, it was permissible and, at the very least, could not be banned.[41] In short, some clerics condemn FGM as an archaic practice, some accept it, and still others believe it to be obligatory. It is the job of clerics to interpret religious literature; it is not the job of FGM researchers and activists. There is a certain tendency to confuse a liberal interpretation of Islam with the reality women face in many predominately Islamic regions. To counter FGM as a practice, it is necessary to accept that Islam is more than just a written text. It is not the book that cuts the clitoris, but its interpretations aid and abet the mutilation. Conclusions There are indications that FGM might be a phenomenon of epidemic proportions in the Arab Middle East. Hosken, for instance, notes that traditionally all women in the Persian Gulf region were mutilated.[42] Arab governments refuse to address the problem. They prefer to believe that lack of statistics will enable international organizations to conclude that the problem does not exist in their jurisdictions. It is not enough to consult Islamic clerics to learn about the mutilation of girls in Islamic societies - that is like asking the cook if the guests like the meal. U.N. agencies operating in the region ignore FGM statistics saying they have no applicable mandate to gather such data. Hosken describes it as a cartel of silence: men from countries were FGM is practiced "enjoy much influence at the U.N."[43] and show no interest in tackling pressing social problems. To tackle the problem, Western countries and human rights organizations need to continue to break down the wall of silence and autocracy that blights the Arab Middle East and better promote the notion of individual rights. They should withhold conclusions about the breadth of FGM and, for that matter, other social problems or political attitudes until they can conduct independent field research. Thomas von der Osten-Sacken and Thomas Uwer are, respectively, managing director and board member of WADI. [1] See, for example, Marie José Simonet, "FMG: Sunna oder Verbrechen aus Tradition," stopFMG.net, Vienna, June 24, 2005. [2] Haseena Lockhat, Female Genital Mutilation: Treating the Tears (London: Middlesex University Press, 2004), p. 16. [3] Weibliche Genitalverstümmelung: Geschichte, Ausmaß, Formen und Folgen (Vienna: Renner Institut, 2004), p. 6. [4] See, for example, Innocenti Digest: Changing a Harmful Social Convention: Female Genital Mutilation/Cutting (Florence: UNICEF, 2005). [5] Die Zeit (Hamburg), May 11, 2006. [6] See, for example, Changing a Harmful Social Convention, p. VII. [7] "Fact Sheet no. 23, Harmful Traditional Practices Affecting the Health of Women and Children," U.N. Office of the High Commissioner for Human Rights, Geneva, accessed Aug. 11, 2006. [8] ECOSOC resolution 821 II (XXXII); ibid. [9] "Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination against Women," U.N. General Assembly resolution 34/180, Dec. 18, 1979. [10] "Convention on the Rights of the Child," U.N. General Assembly resolution 44/25, Nov. 20, 1989, art. 24, 3. [11] Dara Carr, Female Genital Cutting: Findings from the Demographic and Health Surveys Program (Calverton, Md.: Macro International, 1997), p. 1. [12] Gerry Mackie, "A Way to End Female Genital Cutting," Female Genital Cutting education and Networking Project, Tallahassee, Fla., accessed Aug. 4, 2006. [13] Eiman Okro, "Weibliche Genitalverstümmelung im Sudan," PhD dissertation, Humboldt University, Berlin (Hamburg: Akademos Science Publishing House, 2001); "Female Genital Mutilation in Africa: Information by Country," Amnesty International, accessed Sept. 1, 2006. [14] Changing a Harmful Social Convention, p. 3. [15] "What Is Female Genital Mutilation?" Gesellschaft fuer Technische Zusammenarbeit, Frankfurt, Ger., 2005, accessed Aug. 4, 2006. [16] See, for example, "Female Genital Mutilation (FGM) in Africa, The Middle East and Far East: Where, Why and How It Is Done," Ontario Consultants on Religious Tolerance, updated Mar. 2005. [17] Fran P. Hosken, The Hosken Report: Genital and Sexual Mutilation of Females (Lexington: The Women's International Network News, 1993), pp. 275-8. [18] WADI, offices in Frankfurt and Sulaimaniya. [19] Janet Menage, "Post-Traumatic Stress Disorder in Women Who Have Undergone Obstetric and/or Gynecological Procedures. A Consecutive Series of 30 Cases of PTSD," Journal of Reproductive and Infant Psychology, 11(1993): 221-8. [20] Data derived from WADI field research in the Garmian region of Iraqi Kurdistan, 2005; Christian Science Monitor, Aug. 10, 2005; Radio Free Europe/Radio Liberty, Jan. 21, 2005; "Widespread FGM in Northern Iraq," Global Health Council, Jan. 6, 2005; "Iraq: Decades of Suffering, Now Women Deserve Better," Amnesty International, London, Feb. 22, 2005. [21] Mackie, "A Way to End Female Genital Cutting." [22] WADI field research, 2005. [23] U.N. Integrated Regional Information Networks (IRIN), Mar. 16, 2005. [24] Ronak Faraj, "Female Circumcision," Women Information and Culture Center, Sulaimaniya, Iraq, 2004. [25] The Irish Times (Dublin), Oct. 25, 2005. [26] Judith Götz, " Anmerkungen zu einer Veranstaltung‚ Die politische Lage im Irak," Jan. 28, 2005, accessed Oct. 11, 2006. [27] NBC News, Oct. 21, 2004. [28] Mackie, "A Way to End Female Genital Cutting"; Marie Vento, "One Thousand Years of Chinese Footbinding: Its Origins, Popularity and Demise," paper, City University of New York, Mar. 7, 1998. [29] "American Experience: Kinsey in the News," Public Broadcasting Service, Jan. 27, 2005. [30] Hosken, The Hosken Report, p. 278. [31] Michael Rubin, "Sanctions on Iraq: A Valid Anti-American Grievance?" Middle East Review of International Affairs, June, 2002. [32] "Iraq Living Conditions Survey 2004," United Nations Development Program, Baghdad, 2005. [33] Female Genital Mutilation/Cutting. A Statistical Exploration (New York: UNICEF, 2005), p. 10. [34] Ellen Gruenbaum, The Female Circumcision Controversy: An Anthropological Perspective. (Philadelphia: University of Pennsylvania Press, 2000), p. 33. [35] Hanny Lightfoot-Klein. "Prisoners of Ritual: Some Contemporary Developments in the History of Female Genital Mutilation," presented at the Second International Symposium on Circumcision in San Francisco, Apr. 30-May 3, 1991. [36] Julia M. Masterson and Julie Hanson Swanson, Female Genital Cutting: Breaking the Silence, Enabling Change (Washington, D.C.: International Center for Research on Women and the Center for Development and Population Activities, 2000), p. 5. [37] "Female Genital Mutilation: A Joint WHO/UNICEF/UNFPA Statement," Geneva, 1997. [38] Sami A. Aldeeb Abu Sahlieh, "To Mutilate in the Name of Jehovah or Allah: Legitimization of Male and Female Circumcision," Medicine and Law, July 1994, pp. 575-622. [39] Ibid. [40] Razor's Edge: The Controversy of Female Genital Mutilation, IRIN, Mar. 2005; Sheikh Omer, interview, IRINnews.org, U.N. Office for the Coordination of Humanitarian Affairs, Mar. 8, 2005. [41] "Appendix: Is Female Circumcision Required?" Jannah.org, accessed Aug. 11, 2005. [42] Hosken, The Hosken Report, p. 277. [43] Ibid., p. 375. To receive the full, printed version of the Middle East Quarterly, please see details about an affordable subscription. Printer-friendly version -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit WADI-Austria e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Neues Spendenkonto in Österreich: Knt. Nr.: 6.955.355 BLZ: 32.000 Raiffeisen Landesbank NÖ IBAN AT4432 0000 0006 955355 BIC (SWIFT) RLNWATWW Im Februar 2007 erscheint die dritte Ausgabe von: WADI-News, Schwerpunkt: Weibliche Genitalverstümmelung Wird kostenlos per Post zugeschickt, schicken Sie uns Ihre Adresse! ================================================== 32 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - IMK-Vorsitzender: Bedrohung bei G8-Gipfel größer als zu Fußball-WM - Bundeswehr steht bei G8-Gipfel im Notfall bereit - Baubeginn für Sicherheitszaun in Heiligendamm - antisexist contact and awareness group - Neonazis als Gipfelgegner - Anti-G8 Infotour USA February 18-April 7! - G8-Gipfel kostet Kreis kein Geld - Polizei überprüft G-8-Lieferanten ------------------------------------------------------------------------------ IMK-Vorsitzender: Bedrohung bei G8-Gipfel größer als zu Fußball-WM 10.01., 12:55 Uhr Nach Einschätzung des neuen Vorsitzenden der Innenministerkonferenz (IMK), Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD), ist die Sicherheitslage während des G8-Gipfels im Sommer stärker gefährdet als zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Es sei davon auszugehen, dass zu der Konferenz in Heiligendamm eine "Vielzahl an Störern" anreist, sagte Körting bei der offiziellen Amtsübergabe durch seinen Vorgänger, den bayrischen Innenminister Günther Beckstein (CSU), am Mittwoch in Berlin. Was die Bedrohung durch Extremisten anbetreffe, sei die Aufgabe dabei größer als zur Fußball-Weltmeisterschaft. Dem müssten sich die Sicherheitsbehörden bundesweit stellen. Nach den Worten Körtings wird in linksextremistischen Publikationen und im Internet derzeit europaweit zu Widerstand gegen den G8-Gipfel aufgerufen. Das Treffen von Vertretern der führenden Industriestaaten der Welt ist von 6. bis zum 8. Juni im Ostseebad Heiligendamm geplant. Dem IMK-Vorsitzenden zufolge werden alle Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern beim Polizeieinsatz unterstützen. Wie viele Beamten abgestellt werden könnten, hänge aber auch davon ab, wo Parallelveranstaltungen stattfinden. Als weitere Schwerpunkte der IMK während seiner Amtszeit nannte Körting unter anderem den Aufbau der bereits beschlossenen Anti- Terror-Datei, die Verbesserung des Verhältnisses zwischen deutschen Sicherheitsbehörden und muslimischen Verbänden sowie eine Neuordnung des Bevölkerungsschutzes. [http://www.berlinonline.de/aktuelles/berlin/_html/ddp_1684301410.html] ------------------------------------------------------------------------------ Bundeswehr steht bei G8-Gipfel im Notfall bereit Die Bundeswehr steht im Notfall für eine Unterstützung beim G8-Gipfel im Juni in Heiligendamm bereit. "Wenn ein Schadensfall eintritt und wir angefordert werden, wird die Bundeswehr mit jedem Soldaten, der zur Verfügung steht, helfen", sagte der Inspekteur der Streitkräftebasis, Vize-Admiral Wolfram Kühn, am Dienstag in Rostock. Die Bundeswehr stelle auf jeden Fall Kasernen zur Unterbringung von 6.000 Einsatzkräften sowie ein mobiles Krankenhaus. Im Bedarfsfall könnten ABC-Schutzkräfte, Sanitäter oder Fernmeldeeinheiten Unterstützung leisten. Polizei erarbeitet Plan Die Polizei erarbeitet derzeit einen Plan, welche Leistungen der Bundeswehr in welcher Situation angefordert werden könnten. Im Frühjahr soll es gemeinsame Notfallübungen der Stäbe geben. In der vergangenen Woche hatte Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) den betroffenen Kreisen Bad Doberan und Güstrow sowie der Stadt Rostock insgesamt 4,5 Millionen Euro für die Finanzierung des Brand- und Katastrophenschutzes sowie des Rettungswesens während des G8-Gipfels zugesagt. Davon entfallen 3,1 Millionen Euro auf Personalkosten, 400.000 Euro auf Materialkosten sowie eine Million Euro auf Investitionen für eine neue Leitzentrale in Rostock. Ansprechpartner für zivile Behörden Vize-Admiral Kühn hatte Rostock besucht, um die neue Struktur der zivil-militärischen Zusammenarbeit vorzustellen. Dabei richtet die Bundeswehr im ersten Halbjahr 2007 nach und nach in jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt Verbindungskommandos ein. Diese bestehen im Gegensatz zu früher nicht mehr aus aktiven Soldaten, sondern aus je zehn Reservisten. Sie sollen im Katastrophenfall, etwa bei Naturkatastrophen, Ansprechpartner für die zuständigen zivilen Behörden sein. Das Landeskommando Mecklenburg-Vorpommern wird am 17. Januar in Schwerin in Dienst gestellt. [http://www1.ndr.de/ndr_pages_std/0,,OID3534172_REF_SPC1729540,00.html] ------------------------------------------------------------------------------ Baubeginn für Sicherheitszaun in Heiligendamm Heiligendamm wird für das G8-Gipfeltreffen eingezäunt. Der Bau der 13 Kilometer langen und 2,50 Meter hohen Einfriedung hat gestern begonnen. Börgerende (OZ) Im Beisein der Polizei begannen gestern zwischen Heiligendamm und Börgerende (Landkreis Bad Doberan) die Arbeiten für den Bau des 13 Kilometer langen Sicherheitszauns rund um Heiligendamm für das Weltwirtschaftstreffen im Juni. Eine Brücke über den Zufluss zum Conventer See wurde mit Balkenpaketen verstärkt, eine Baustraße angelegt. So fleißig im Bereich der Jemnitz-Schleuse gearbeitet wurde, so beharrlich schwiegen die Bauarbeiter. Auskunft verboten. Das sei Bestandteil einer Belehrung gewesen, die die am Bau beteiligten Firmen über sich ergehen lassen mussten. So die Auskunft der Geschäftsführung der Brünnich Bau GmbH aus Kühlungsborn. Ein Geo-Vließ wurde verlegt, darauf kam eine dicke Schotterschicht. Zwei Sattelzüge ließen ihre Ladung auf die Unterlage rutschen. Derweil flogen auf dem Deich die Funken. Ein altes Geländer wurde abgesägt. Auf den ersten Metern wird der Sicherheitszaun auf dem Deich gebaut. In der weiteren Folge wird die 12,5 Millionen Euro teure Absperrung entlang eines Feldweges gebaut, der rund zweieinhalb Kilometer lang parallel zum Mühlenfließ ins Landesinnere führt. Außer der Polizeiüberwachung deutete wenig darauf hin, dass an der Stelle der Sicherheitszaun zu wachsen beginnt. Lediglich einige etwas abseits abgestellte Betonblöcke ließen auf "gewichtige" Tätigkeiten schließen. Rund 900 Kilogramm wiegt die kleinere Version der Quader. Die größeren Betonklötze werden für Tore verwendet. Über Sinn oder Unsinn der Baumaßnahme waren die Beschäftigten durchaus geteilter Meinung. Hinter der Hand wurde Unverständnis über die teure Absperrungseinrichtung geäußert. Die Kostenerstattung für den Besuch des amerikanischen Präsidenten Bush im vergangenen Jahr stehe noch aus und nun müsse das ärmste aller Bundesländer schon wieder tief in die Tasche greifen. "Aber dadurch haben wir Arbeit", meinte einer der Beschäftigten. Der Zaun, der zumeist auf öffentlichen Grund und Boden errichtet wird, erstreckt sich über eine Länge von 13 Kilometern und ist 2,50 Meter hoch. Er wird von der Firma MZS Metall-Zaun-Stahlbau in Bargeshagen errichtet. Die Erdarbeiten erledigt die Brünnich Bau GmbH. [http://www.ostsee-zeitung.de/mantel_m-v_32353637343835.phtml] ------------------------------------------------------------------------------ antisexist contact and awareness group Sexismus und sexualisierte Gewalt findet sich ebenso in der Antiglobalisierungsbewegung wie in der gesamten Gesellschaft, dies zeigen die jahrelangen Erfahrungen von großen Protestveranstaltungen wie auch der ganz normale Alltag von AktivistInnen innerhalb der radikalen Linken. Um dieser Realität zu begegnen, ihr etwas entgegenzusetzen und Betroffene von sexualisierter Gewalt zu unterstützen gibt es diese awareness group. Die Gruppe macht es sich zur Aufgabe das Themenfeld Sexismus und sexualisierte Gewalt zu politisieren. Wir wollen Räumen für Austausch und Diskussion schaffen, antisexistische Netzwerke bilden, Debatten anstoßen, auf Sexismus aufmerksam machen und Prävention betreiben. Das Hauptfeld der Arbeit ist es aber Betroffene nicht allein zu lassen, parteiliche Unterstützung anzubieten und Schutzräume zu schaffen. Grundlage dafür ist die alleinige Definitionsmacht der Betroffenen. Wir suchen noch Menschen, die vom 1.-8. Juni 2007 in der Gruppe mitarbeiten. Ein Einführungsworkshop in die Arbeit wird im April oder Mai 2007 stattfinden. [Kontakt: antisexist_awareness_group at riseup.net] ------------------------------------------------------------------------------ Neonazis als Gipfelgegner NPD kündigt Aktivitäten gegen G-8-Treffen in Heiligendamm an. Versuch, mit pseudoantikapitalistischer Rhetorik zu punkten NPD will sich mit scheinbar antiimperialistischen Phrasen profilieren. Gegen die Politik der acht mächtigsten Industriestaaten werden Anfang Juni in Heiligendamm bei Rostock nicht nur Linke protestieren. Auch die neofaschistische Szene bereitet sich intensiv vor. Wie ein Sprecher der NPD-Fraktion im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern gegenüber jW bestätigte, plant die Partei am 2. Juni eine Demonstration gegen das G-8-Treffen. Außerdem seien "weitere vielfältige Aktivitäten mit antikapitalistischer Stoßrichtung geplant", zu denen sich der Parteisprecher derzeit jedoch noch nicht genauer äußern wollte. Antifaschisten hatten in den letzten Wochen bereits mehrfach darauf hingewiesen, daß die NPD einen Aufmarsch mit bis zu 1500 Teilnehmern in Rostock plane, der vom NPD-Landeschef Stefan Köster angemeldet worden sein soll. Auch die Jugendorganisation der NPD, die Jungen Nationaldemokraten (JN), kündigten bereits Proteste und "gezielte Aktionen" anläßlich des G-8-Gipfels an. Man wolle 2007 "zu einem Kampfjahr für die deutsche Wiedergeburt" machen, heißt es in einer im Internet kursierenden Erklärung der JN-Führung. Die NPD-Fraktion im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern hatte den G-8-Gipfel, der vom 6. bis 8. Juni stattfinden soll, bereits mehrfach genutzt, um sich als Vertreter der sozial benachteiligten und ordnungsliebenden Deutschen aufzuspielen. Im Rahmen einer Landesparlamentssitzung im letzten November malte der Fraktionsvorsitzende Udo Pastörs in NPD-typischer Manier das Bild von aus aller Welt anreisenden "linken Krawallmachern". "Was linksautonome Chaoten im Zusammenhang mit dem G-8-Gipfel in unserem Land anstellen werden, wird wie eine Bürde auf Mecklenburg-Vorpommern lasten. Genua mit Verwüstungen und Toten läßt grüßen", behauptete er. Außerdem monierte der NPD-Frontmann die zu erwartenden hohen Kosten des G-8-Gipfels: Mecklenburg- Vorpommern brauche "kein international organisiertes, staatlich finanziertes Gala-Fressen", sondern Geld für die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Ein Antrag der Neonazis, dem zufolge der Gipfel abgesagt werden solle, blieb im Landtag chancenlos. Die NPD hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach versucht, sich einen "antikapitalistischen" Anstrich zu verpassen und so mehr Sympathien in der Bevölkerung zu erhaschen. Bereits 2001 hatte Udo Voigt, NPD-Bundesvorsitzender, getönt, sich "an die Spitze einer neuen deutschen Friedensbewegung und aller Globalisierungsgegner" zu stellen. Ein Jahr darauf forderte er, "den Nationalstaat zu stärken, damit die Interessen des Volkes wieder Vorrang vor den Interessen des Kapitals und der Konzerne erhalten" würden. "Neonazis nutzen die sozialen und politischen Folgen des kapitalistischen Systems für nationalistische Propaganda", heißt es dazu in der von linken Globalisierungsgegnern anläßlich des G8-Gipfels herausgegebenen Zeitung für eine interventionistische Linke. "Stellen wir klar, daß der Widerstand gegen Ausbeutung, Unterdrückung und Verwertungslogik nur solidarisch über Ländergrenzen hinweg zu führen ist. Eine 'deutsche Volksgemeinschaft', antisemitische Verschwörungstheorien und rassistische Ausgrenzung sind keine Lösungen, sondern Teil des Problems." [http://www.jungewelt.de/2007/01-10/050.php] ------------------------------------------------------------------------------ Anti-G8 Infotour USA February 18-April 7! The tickets are booked! The Anti-G8 Infotour will arrive in Los Angeles on February 18, travel by hook or by crook to Seattle, fly to New York City on March 30, then fly out of NYC on April 7. Contacts are needed in Vancouver, maybe Tijuana, and we have no contacts for NYC, Philly or DC. Please help out with at least a few East Coast contacts! We will send a proposal for specific tour dates soon, but please contact us ( send an email to goodniteg8 at riseup.net ) right away so we can firm up dates and try to get them in various magazines for February editions. Here's an overview below about what the presentation consists of: The first part that talks about the history of the G8, including going over Germany protest experience in Cologne '99 and Munich '92 (20-30,000 or more protestors each time.) The second part is about the latest going on in Germany with preparations for resistance against the July 6-8, 2007 G8 Summit. If you download any of our English language presentations, you will see that some are a few months old. They will be current for the USA Infotour and there will be English information about the German mobilization. Discussions will take place with local hosts to determine likely audiences and whether people already expect to come to Germany for the protests, or whether it is a more general audience that could benefit from other knowledge, such as about the G8 in general, or about how such activist mobilizations function in Germany/Europe. The presenter has over 10 years activist experience in USA, 4 years in Germany, and has been at G8 demonstrations in Germany '92 + '99, Denver USA '97, Scotland '05, and helped with Independent and Int'l press work for Russia '06. Hope to see you soon! Dissent! Infotour Germoney more details below: Presentation about G8 from Dissent! Network Wiki: http://dissentnetzwerk.org/wiki/Presentation_about_G8 almost all infos downloadable here: http://gipfelsoli.org/Media+Tools.html 1. Block on Background of the G8 (circa 40 Minutes) * Film "Why close the G8?" (Mobilisation film for G8 2005, Scotland; 14. min., Download with most other films and power points at http://gipfelsoli.org/Media+Tools.html ) * Background on the history of the G8-Summit and protests against it, (lecture with Power-Point-Presentation, ca. 15 min. * A summary of resistance to the G8, with the possible showing of short films. We also like to tell about the effects of the G8 from those not from the "Global North". Therefore we often show short films from the "Raised Voices" project made up of short Videoclips with Interviews from people from Africa or South America regarding the politics of the G8. We generally show one or two 3 minute film clips. 2. Block: Heiligendamm, G8 2007 (ca. 40 Minutes) * The political and geographic situation of the immediate region of Rostock, Bad Doberan and Heiligendamm using a Power-Point- Presentation * Explaination of the main relevant local groups, (Fundus-Gruppe, Kempinski, a Local Citizens initiative, the Left Party, Residents, City and Regional parlaments etc.) * The situation of various groups mobilising against the G8, their activities and next meetings: Left + radical groups * The International Mobilisation Camp in August 2006 * Left Network/Linkes Bündnis, BUKO * No Deportations/No Borders-Network * Attac * NGO'S * Militant Actions related to G8 2007 * Social Forum * Left Party (PDS/Linkspartei) * Bicycle Caravan * Rhythms of Resistance * WomenLesbianTransgender-Resistance, etc. At the close we like to start an open public discussion. Possible topics include: * Pro and Contra regarding large Summit Mobilisations * Would the resources for such a big mobilation not be better used for local projects? * Working together with other left groups * Concrete action plans and ideas * Possibilities to work together * How to build/support local structures (in the local place we are) [http://www.infoshop.org/inews/article.php?story=20070109223717286] ------------------------------------------------------------------------------ G8-Gipfel kostet Kreis kein Geld Land will auch für Schäden in Kommunen zahlen Bützow/Güstrow (Von Frank Pubantz) Der Landkreis Güstrow wird nicht auf den Kosten für den G8-Gipfel sitzen bleiben. Mit dem Land habe man sich geeinigt, dass die rund 2,5 Millionen Euro von Schwerin aus erstattet werden. "Das ist eine gute Nachricht", sagt Dr. Rainer Boldt. Der stellvertretende Landrat hatte von Beginn an die Meinung vertreten, dass der Landkreis die 2,5 Millionen Euro, die im Kreishaushalt für Aufgaben wie Rettungsdienst oder Katastrophenschutz rund um das Treffen der wichtigsten Industrienationen in Heiligendamm eingeplant sind, zurückerhält. Andere waren da skeptischer. Boldt verweist nun auf eine Verwaltungsvereinbarung mit dem Land, die das Finanzielle regelt, konkret: "dass die anfallenden Mehrkosten vom Land erstattet werden". Der Kreis müsse also nicht befürchten, dass das 27-Millionen-Defizit wegen des G8-Gipfels weiter anwächst. Die größten Kopfschmerzen hatte es wegen erforderlicher digitaler Funktechnik gegeben, die Kreismitarbeiter zum Gipfel haben sollen. Die Lösung: Polizei- Technik könne nun mitgenutzt werden. "Es entstehen keine Kosten", so Boldt. Die verbleibenden rund eine Million Euro für z.B. Personalkosten oder Lohnausfall trage das Land. Geregelt sei auch, dass Kommunen, die in irgendeiner Weise Schäden durch den G8-Gipfel erleiden, entschädigt werden. Wenn z.B. kommunales Eigentum wie Straßenlaternen beschädigt werden, zahle Schwerin. Haken im Detail: "Es gibt keine pauschale Zusage des Landes", erklärt Rainer Boldt. Das Land habe zugesagt, "berechtigte Ansprüche zu prüfen". Die Kommunen müssten selbst nachweisen, dass Schäden wirklich mit dem Gipfeltreffen in Heiligendamm zusammenhängen. [http://www.svz.de/newsmv/lr/bue/10.01.07/23-15537165/23-15537165.html] ------------------------------------------------------------------------------ Polizei überprüft G-8-Lieferanten Rostockerin beliefert das Kempinski-Grand-Hotel Rostock (mano) Seit dem vergangenen Jahr liefert Anita Rohde aus Rostock Biogemüse an das Kempinski-Grand-Hotel in Heiligendamm. Nun bekam sie Besuch von der Polizei. Ein Beamter von der Besonderen Aufbauorganisation (BAO), die sich mit der Planung und Vorbereitung des Gipfels beschäftigt, wollte sich Haus und Garten näher ansehen. "Der Beamte hat sich unsere Zufahrt angeschaut und nach den Katasterplänen für das Grundstück gefragt." Knapp sechs Monate vor dem G-8-Gipfel laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. "Die Polizei hat die Verantwortung für die Einwohner von Heiligendamm und für alle die, die in dieser Zeit dort zu tun haben", erklärt Axel Falkenberg von der BAO . "Wir nehmen mit den Personen Kontakt auf. Das betrifft auch die Zulieferer des Hotels. Sie bekommen Papiere, um während des Gipfels durch die Kontrollstellen rund um den Ort zu kommen." Diese Vorkehrungen sollen einen reibungslosen Ablauf der Konferenz gewährleisten. Warum das Grundstück von Anita Rohde inspiziert wurde, darf Axel Falkenberg nicht sagen. Die Biogärtnerin sieht das Ganze entspannt. "Wir sind auch gegen Vandalismus versichert", fügt sie lachend hinzu. Und auch ihr Hund Chip ist wachsam. [http://www.svz.de/nnn/newsnnn/NNNVermischtes/11.01.07/23-15557766/23-15557766.html] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli [at] nadir.org Pressearbeit: presse [at] gipfelsoli.org Ein- und Austragen Newsletter: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-l Ein- und Austragen Presseverteiler: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-presse Newsfeed für ALLE aktuellen Nachrichten (Newsletter, Pressemitteilungen, Repression): http://info.gipfelsoli.org/feeds/rss2/1 -------------------------------------------------------------------------- ================================================== 33 Next Stop Kenya Jens Galschiot ================================================== *** Press release, 12 January 2007 *** ***** Crucifix on its way to Kenya ***** Danish sculptor Jens Galschiot is going to crucify two of his pregnant teenagers on the World Social Forum in Nairobi, to focus on the Christian fundamentalists' crusade against contraception. The artist is allied with artists and actors from Uganda, Kenya and Denmark who will make invisible theatre among the 80,000 global roots gather in Kenya on 20 January. In the name of God is the title of the art installation that will fan a global debate about religious influence on the world's contraception and sexual policy. The artist hopes, that through World Social Forum, the project will spread worldwide. The art project has some worry in Nairobi, because of the many of the participant organizations is Christian or Muslim and might get offended by the happening. On the other hand many Christian organizations just shrug off the grotesque claims of the catholic Pope and President Bush, that God bans contraception and with that safe sex. Galschiot has for example set up his crucifix in front of the cathedral of Copenhagen with the dean and the parish council, where it will stay until the 31 January. Also the South African archbishop Desmond Tutu is supporting the use of contraception. Galschiot is well prepared. "I have made two crucifixion sculptures where a piece of fabric is covering the genitals, to avoid a barren heated discussion about nakedness, and since new year I have had people in Kenya paving the way for the project, and I have printed more than over 30,000 posters illustrating, documenting, and explaining the project." says the artist. "We have established a co-operation with a theatre troupe from Uganda, directed by the Danish director Lena Bjorn from the Dacapo Theatre. They will perform interactive theatre in front of the sculpture to discuss contraception and sexual policy with the participants at the World Social Forum." Jens Galschiot continues: "On the big stadium, the site of most events, we carry along a movable version of the crucified sculpture and through invisible theatre we'll ignite debates among the many grassroots." The art project is ending with a big workshop about the theme Art - powerful communication. At the meeting participants from Kenya, Uganda, Tanzania, Denmark and other countries, will exchange experience and debate the options to use art as a means of communication. The conference is arranged by Art In Defence Of Humanism (Galschiot), Council on Social Welfare, and the Dacapo Theatre, all from Denmark. ************ Info: Galschiot's staff will daily upload photos and diary notes about the events at the World Social Forum on the Internet: http://www.aidoh.dk/WSF2007 The information can be used for free by the press. We are in Kenya between the 17 and 29 January. TV documentation: The documentary photographer Niller Madsen will be joining the group to document the meeting and our art manifestations. He can deliver professional TV footage, contact aidoh at aidoh.dk or call the Kenya numbers above. More photos and info: http://www.aidoh.dk/InTheNameOfGod The artist: Jens Galschiot - Banevaenget 22 - 5270 Odense N Tel. +45 6618 4058 - fax +45 6618 4158 Contact in Kenya: 00254 (0)728 947 393 or 00254 (0)728 947 390 E-Mail: aidoh at aidoh.dk Internet: http://www.aidoh.dk ************************ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 34 bs newsletter 1/07 bloodshed ================================================== hallo liebe, wir sind in der gegenwart angekommen. bloodshed666 besitzt nun endlich eine email-verteiler-liste. hallo ihr! (hoff es funktioniert) falls ihr da drauf seit und gar nicht wisst um was es geht: wir sind ein LABEL! dh. wir machen platten-co-releases und konzerte in wien. schwerpunkt punk, hardcore, industrial, stoner, indie, experimentelles, elektronik. alles mögliche eigentlich. der duchgehende nenner ist, dass alle leute von, mit und um uns ihr herz am linken fleck haben, undogmatisch sind und frei von rockstarallüren. so einfach ist das. musikanten, die dir nicht stundenlang erzählen, wie toll ihre band sei (wenn sie dir ÜBERHAUPT erzählen, dass sie in einer band sind) und sich über lauwarmes catering aufregen. sondern solche, die davon träumen, dass diese welt eine etwas bessere sei, eine freiere und solidarischere zB. oder davon, dass alles zusammenbricht, brennt, in chaos versinkt und endlich endgültig kaputt wird. und dazu im eher gemütlicheren stil "prost" sagen. und halt gern in freiräumen wie squats und sonstigen schrägen, unkommerziellen orten musizieren. den begriff "DIY" will ich jetzt aber nicht strapazieren, das ist so kompliziert. ach ja, und eventuell auch noch die bereitschaft zur erkenntnis, dass alles nicht so einfach ist - aber auch nicht allzu tragisch. so ist das. möglicherweise seid ihr auf dieser liste ungewünscht gelandet und interessiert euch sowas ja gar nicht. oder mehrfach drauf. das tut mir dann leid. jedenfalls hat mir der admin von diesem hier gesagt, es gibt wo einen link, da kann man drauf drücken und schon ist man wieder abgemeldet. vielleicht habt ihr aber auch freunde, die unbedingt auf dieser liste drauf sein sollten. auch hierzu gibts angeblich wo einen link. wie auch immer, hier die bs-email-listen-hauptseite: http://www.med-user.net/wws/info/bloodshed666 - ich werd so nen newsletter übrigens ca. alle 3 monate verschicken. wünsch ne schöne zeit, viel spaß mit unseren platten & vielleicht sieht man sich ja auf dem einen oder anderen konzert?! and don't forget the fight... a.- www.bloodshed666.net www.myspace.com/bloodshed666records www.youtube.com/bloodshed666records www.last.fm/label/bloodshed666+records www.discogs.com/label/Bloodshed+666 und nun, diese sogenannten news: **************************************************************************** samstag, 13.1., 20h, Infoladen-Fest @ EKH/Wien: w\ NIN COM POOP, VALINA, VORTEX REX & SEPIX VALINA: tighter Gitarrenrock/Linz, www.trost.at/valina VORTEX REX: Power-Pop/Low-Fi-Indiepunk! www.vortexrex.com NIN COM POOP: dilletantisch, elektro-technoid tanzbar, glitzerglamourös lasziv und nicht immer ganz nüchtern. http://z.cccp.at/ncp SEPIX: NoiseCamp - Breakcore, D'n'B, Noise & mehr! www.sepix.net Dazu as usual Cocktails, Buffet, Filme und all der gewohnte schöne Schnick-Schnack - show by! www.med-user.net/infomaden www.med-user.net/ekh **************************************************************************** freitag, 26.1., 20h @ EKH/Wien: Vortrag "Linksradikalismus", anschl. 22h Konzert w\ DÜSENJÄGER (d) + BRAMBILLA 20h, Vortrag von Gerhard Hanloser zu Geschichte und Praxis des Linksradikalismus (Rätekommunismus, französischer Situationismus und italienischer Operaismus) 22h, 2x intelligenter, deutschsprachiger Punkrock im besten Sinne! Brambilla aus Wien/Steyr machen den Anfang und brauchen wohl keine Vorstellung mehr weil sie ja sowieso die beste Punk- Rock-Band des Landes sind! Im Sinne von Dackelblut, Against Me!, Dag Nasty, Descendents, Rites Of Spring. Danach werden die geistesverwandten Düsenjäger aus Osnabrück rocken. Das letzte Brambilla-Album "Einfach Angst" gibts nach wie vor bei uns und ist voll super! hier ein paar mp3s davon: http://www.med-user.net/bloodshed666/bs_mp3_brambilla_einfachangst_tr01-einfach%20angst.mp3 http://www.med-user.net/bloodshed666/bs_mp3_brambilla_einfachangst_tr03-eben.mp3 http://www.med-user.net/bloodshed666/bs_mp3_brambilla_einfachangst_tr09-sollen%20sie%20doch%20kuchen%20essen.mp3 http://www.med-user.net/bloodshed666/bs_mp3_brambilla_einfachangst_bonus-senile%20bettflucht%20-%20remix%20by%20phaldrk.mp3 www.duesenjaeger.org www.med-user.net/brambilla www.med-user.net/ekh **************************************************************************** samstag, 3.2., 21h @ EKH/Wien: ALPS OF NEW SOUTH WALES (australien) ALPS OF SOUTH NEW WALES ist eigentlich Chris Hearn aus Australien, der auf trashigen Keyboards, Pfeifen, mit seiner Stimme und einfach allen möglichen Dingen die er als Instrumente benutzt kleine wunderschöne Songs zimmert. Das klingt dann auch so ähnlich wie einige der MusikerInnen, mit denen er sich schon eine Bühne teilte: Casiotone For The Painfully Alone, Xiu Xiu, Kevin Blechdom, This Song is a Mess But So Am I oder Die! Die! Die!. Live wird am liebsten mit anderen Menschen spontan zusammengespielt und improvisiert. Hoffentlich mögen wir das, schreibt er fragend. Eigentlich tingelt er so die halbe Zeit herum, meistens im Zug. Voriges Jahr war er in USA, nun düst er grad durch Europa. In Wien wird er auch eine Woche bleiben und freut sich sicher, wenn ihr was mit ihm unternehmt. Ach ja, wieder mal einer, der uns durch das gute alte "Book Your Own Fucking Life" fand, sich als Anarchist vorstellte und nach entsprechenden Orten erkundigte, wo nicht nur Punk & Hardcore gefragt ist. - Aber sicher doch! www.myspace.com/alpsalps www.bootlegsbypeoplewhocare.com www.soundandfury.com.au www.pandabee.com/advarchive/pwc0014_alps/index.htm www.med-user.net/ekh **************************************************************************** neues CYRUSS - album kommt! Es wird "Hate Songs" heißen, von Bloodshed666 & Overgroundkiller Syndicate veröffentlicht und gewohnt misanthropisch dahinrotzen. Präsentationskonzert ist am Mittwoch, 14. Februar ab 20h in der Arena (kl. Halle), im Vorprogramm von CULT OF LUNA. hier gibts schon mal 3 mp3s davon: http://www.med-user.net/bloodshed666/bs_mp3_Cyruss%20-%20Hate%20Songs%20-%2001_Why%20Dance%20When%20Falling.mp3 http://www.med-user.net/bloodshed666/bs_mp3_Cyruss%20-%20Hate%20Songs%20-%2002_To%20The%20Static.mp3 http://www.med-user.net/bloodshed666/bs_mp3_Cyruss%20-%20Hate%20Songs%20-%2003_Totally%20Screwed%20Up.mp3 www.cyruss.cjb.net www.arena.co.at www.cultofluna.com www.overgroundkiller.com **************************************************************************** montag, 9.4., 21h @ FLUC/Wien: IN-KATA (bel) + ZIPPO (ita) IN-KATA aus Belgien sind QUETZAL mit neuem Drummer. Ihre erste Platte "Farewell Masquerade" schließt nahtlos an Quetzal's 2. Album "Dead End Tracks" (Conspiracy Rec./Interstellar Rec.) an. Melancholischer, experimenteller, technisch höchst versierter und songwriterisch schwerst begabter Indie-Rock, der Stimmungen aufbauen und entladen kann, wie das nur ganz wenige Bands schaffen. Motorpsycho, Tool, Mars Volta,... aber Quetzal, ups, sorry, IN-KATA sind ihre ganz eigene Klasse! ZIPPO aus Italien spielen psychedelischen Doom Rock, tendenziell auch immer etwas melancholisch. Ein Querschnitt aus Kyuss, Black Sabbath, Sleep, Isis, Electric Wizard, Mastodon, Brant Bjork, Explosions In The Sky und Tool lässt grüßen. www.fluc.at www.myspace.com/zippomusic www.in-kata.com **************************************************************************** freitag, 4.5., 20h @ Arena-3-Raum/Wien: THESE ARMS ARE SNAKES (us) TAAS aus minneapolis spielen heavy, chaotic kinda post-hardcore, feat. ex-members von BOTCH & KILL SADIE, bisher 3 platten auf JADE TREE, aktueller longplayer "easter", 2006, auch Jade Tree. www.jadetree.com/bands/artist/these_arms_are_snakes www.myspace.com/thesearmsaresnakes www.thesearmsaresnakes.org www.arena.org **************************************************************************** das neue GRRZZZ-album "Optima Ferox" gibts auf Bloodshed, Vinyl only und es ist brandheiß! (wow, ich glaub ich geh ins Marketing - baby!) hier 3 mp3s davon: http://www.med-user.net/bloodshed666/bs_mp3_grrzzz_optima%20ferox_01_no%20time.mp3 http://www.med-user.net/bloodshed666/bs_mp3_grrzzz_optima%20ferox_05_Yayaw.mp3 http://www.med-user.net/bloodshed666/bs_mp3_grrzzz_optima%20ferox_08_self-willed%20victim%20anthem.mp3 u. hier 3 videos von ihrem letzten konzert im november im ekh: http://www.youtube.com/watch?v=mesSRTEV9CE http://www.youtube.com/watch?v=xB-iUu-wyLg http://www.youtube.com/watch?v=EJ9qpI-vCcI **************************************************************************** das EKH (squat/wien) gibts immer noch! wenig szene-orte sind mir bekannt, die polarisierender & emotionalisierender wirken. derart begeistern und soviel liebe aber auch ablehnung (oft auch nahe beisammen liegend) erzeugen können. besonders die letzten 2 jahre waren ja besonders arg, zuerst der verkauf des hauses an ex-anr- unterstützer christian machowetz, dann die bedrohung durch die mögliche räumung, die gerichtsprozesse, die verhandlungen mit der gemeinde, interner personeller stress... ein wahnsinn alles. und noch lange nicht zu ende. jedenfalls ists extrem super und bereichernd, wenns in ner stadt ein squat gibt. (und bei uns gibts im ganzen land nur dieses eine!) und im jahresrückblick betracht, schaffts das ekh auch (sub/gegen/sozio-)kulturell immer wieder, einige der allerspannendsten veranstaltungen gehabt zu haben. es ist echt beeindruckend, wieviel (unentgeltliche) energie von menschen in solche projekte gesteckt wird und was für risken getragen werden. drum kann man sich sogar als gelernter wiener auch ruhig mal freuen: das EKH hat den ruf- und kreditschädigungsprozess gegen EKH-Käufer und Security-Unternehmer Christian Machowetz gewonnen: GEWOOOOONNEN, bäähhh!! über den ekh-kauf bzw. mietverträge bzw. legalisierte selbstverwaltung durch einen autonomen trägerverein wird mit dem Fonds Soziales Wien verhandelt. lt. interview mit Peter Hacker im Standard haben sie es schon gekauft und die lokalpolitik (ÖVFPÖ) und anrainerInnen formieren sich auch schon. jedenfalls zaht es sich. es ist zaach. lange geschichte. wir hoffen. und viele arbeiten verdammt viel daran. www.med-user.net/ekh www.ekhbleibt.info **************************************************************************** journalistInnen oder andere unsere sächelchen verbreitungsfähige/willige menschen können uns bitte gern wg. mehr infos und materialien mailen. cheers! ||| -(@ @)- -----------------------oOO--(_)--OOo------------------- Best regards, making emo a threat mailto:bloodshed666 at gmx.net www.bloodshed666.net www.med-user.net/phal www.cyruss.cjb.net www.med-user.net/infomaden www.med-user.net/ekh ================================================== 35 Medienecho zu "Feindaufklärung & Reeducation" Café Critique ================================================== Titelbild von "Feindaufklärung und Reeducation" weiter kriminalisiert Die Verurteilung David Goldner wegen der Bewerbung des Buches "Feindaufklärung und Reeducation. Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus" fand einige Beachtung. Nachstehend ausgewählte Hinweise auf Berichte und Reaktionen. Ein Interview mit David Goldner, das einige Wochen vor dem Prozeß von Radio Lora in München geführt wurde, findet sich unter http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=15201 Der Bayrische Rundfunk berichtete in seiner Sendung "Zeitspiegel": http://www.myvideo.de/watch/601359 Die bayrischen Grünen protestieren unter http://www.bayern.gruene.de/cms/presse/dok/164/164072.ist_protest_gegen_rechts_in_bayern_straf.htm Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete http://www.sueddeutsche.de/sz/2007-01-10/ebersberg/artikel/LKR-EBE-2007-01-10-003-8jINt_Kigp0qU7grzEAfHQ/ Spenden zur Unterstützung von David Goldner können auf folgendes Konto eingezahlt werden: ISF e.V., Postbank Karlsruhe, Konto 2260 45-756, BLZ 660 100 75 Stichwort: "Prozesskosten Garmisch-Partenkirchen" Stephan Grigat (Hg.): Feindaufklärung und Reeducation. Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus. 316 Seiten, 14 , ISBN: 3-924627-93-2 http://www.ca-ira.net/verlag/buecher/grigat- feindaufklaerung.reeducation.html http://www.cafecritique.priv.at ================================================== 36 WADI-News: Schwerpunkt - Weibliche Genitalverstümmelung WADI Austria ================================================== Die aktuelle Ausgabe der WADI-News kann nun online gelesen werden: http://www.wadinet.at/Media/wadinews.php Schwerpunkt: Weibliche Genitalverstümmelung - Praxis, Hintergründe, Rechtfertigung - Nordirak: Von der Negierung zur Bekämpfung - Eine Mauer des Schweigens: FGM in Europa - Corinna Milborn im Gespräch mit Waris Dirie -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit WADI-Austria e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Neues Spendenkonto in Österreich: Knt. Nr.: 6.955.355 BLZ: 32.000 Raiffeisen Landesbank NÖ IBAN AT4432 0000 0006 955355 BIC (SWIFT) RLNWATWW Im Februar 2007 erscheint die dritte Print-Ausgabe von: WADI-News, Schwerpunkt: Weibliche Genitalverstümmelung Wird kostenlos per Post zugeschickt, schicken Sie uns Ihre Adresse! Online zu lesen unter: http://www.wadinet.at/Media/wadinews.php Wir danken dem Team vom Restaurant Dionysos/Nosh für die Unterstützung! ================================================== 37 kanalB.at video: G8 Repression webmaster at kanalB.org ================================================== titel des videoclips: G8 Repression --: - beschreibung: Ein 20 minuten Clip über deutsches Demorecht, speziell für den G8 und speziell für Menschen, die sich mit deutschen Polizisten und besonderen Gesetzen noch nicht auskennen. ---: - kategorie: animation ----: - clipinfo: http://austria.kanalb.org/clip.php?clipId=1585 --------------: - laenge: 19,2 min team: Lieselotte Meyer Film Productions Ltd. erstellt: 2007-01-14 format: ogg datenmenge: 31 MB -------------: - weitere informationen: http://de.indymedia.org/2007/01/165675.shtml ---------: - weitere clips zum thema G-8 Treffen in Heiligendamm: http://austria.kanalb.org/topic.php?clipId=155 ----------------: - video-player download: http://austria.kanalb.org/videoplayer.php -----------------: - kanalB ersetzt herkoemmliches fernsehen: http://austria.kanalb.org ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ D) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: Veraltete Terminankündigungen Ein m.E. nicht widerstandsrelevanter Beitrag Ein Beitrag mit Bezug zum IL/Pal-Konflikt Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 21:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Tue Jan 16 05:58:20 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Mon, 15 Jan 2007 23:58:20 -0500 Subject: =?ISO-8859-15?Q?widerst=40nd_mund=3A_Dienstag=2C_16=2E_J=E4nner_2007?= Message-ID: <88043013.20070115235820@nessizius.com> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr widerstand at no-racism.net Dienstag, 16. Jänner 2007 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 Der Koalitionsvertrag: Migrationsabwehr, Militarisierung, Diskriminierung Von: flo at no-racism.net ================================================ 02 offener Brief an Fredi Gusenbauer und Gio Hahn Von: Kulturverein Kanafani ================================================ 03 WIE ENTSTEHT EIN GESAMTÖSTERREICHISCHES ARBEITSHAUS? Von: FLGZ at gmx.net ================================================ 04 KPÖ/Studiengebühren/Abschaffung/Proteste Von: KPÖ-Information ================================================ 05 SPÖ-Kapitulation und Proteste Von: agm ================================================ ================================================ ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN ================================================ ================================================ 06 que[e]r am 17.01.: Filmabend zum "deutschen Charakter" Von: Rosa Antifa Wien ================================================ 07 Neues Interview mit David Goldner zu "Feindaufklärung" Von: Café Critique ================================================ 08 „5 Fabriken“ im Filmcasino Wien, 19. – 25.01.2007 Von: Oliver Ressler ================================================ ================================================ MELDUNGEN ================================================ ================================================ 09 Tourismus in der "3.Welt" Von: promedia at mediashop.at ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 Der Koalitionsvertrag: Migrationsabwehr, Militarisierung, Diskriminierung Von: flo at no-racism.net ================================================ Der Koalitionsvertrag zwischen SPÖ und ÖVP beinhaltet eine große Zahl reaktionärer Pläne, von denen die neue Regelung der Studiengebühren nur einer unter vielen ist. Die Maßnahmen reichen von der verstärkten Bekämpfung von Flüchtlingen auf allen Ebenen bis zur Forcierung einer weiteren Militarisierung Österreichs im Rahmen der Europäischen Union. Im Schulbereich wird die von FPÖVP eingeleitete autoritäre Wende fortgesetzt, die Arbeitszeiten werden verlängert und der Kündigungsschutz für Lehrlinge soll fallen. Und gewählt wird in Zukunft auch nicht mehr so oft wie jetzt, denn die "Gesetzgebungsperiode wird ab der nächsten Gesetzgebungsperiode auf fünf Jahre verlängert" (S. 27). Und wenn's dann mit dem gewünschten Ergebnis immer noch nicht klappt, setzt man auf ein Erfolgsmodell aus dem Ausland: die "Prüfung der elektronischen Stimmabgabe (e-voting)" (S. 28). Denn was George W. Bush und Silvio Berlusconi bei Wahlmanipulationen hilft, kann vielleicht auch irgendwann Alfred Gusenbauer und Wilhelm Molterer die Macht - trotz unpopulärer Maßnahmen - erhalten. Asyl- und Fremdenrecht Im Bereich Asyl- und Fremdenrecht scheint die SPÖ nahtlos an die Zeit von Karl Schlögl und Franz Löschnak anschließen zu wollen und auch die ÖVP macht dort weiter, wo sie mit FPÖ und BZÖ aufgehört hat. Das kein Wille besteht am restriktiven österreichischen Asyl- und Fremdenrecht etwas zu ändern wird spätestens an dieser Stelle im SPÖVP-Koalitionsvertrag klar: "Zuwanderung ist eine globale Herausforderung. Österreich hat mit dem Fremdenrechtspaket 2005 rechtzeitig darauf reagiert und der gemeinsam umgesetzte Grundsatz des Vorranges der Integration vor Neuzuzug haben sich bereits im laufenden Jahr bewährt." Weiter heißt es, "ungeregelte Zuwanderung ist zu stoppen. Die so geschaffenen, abgestimmten Regelungen des Fremdenrechtspaketes sind beizubehalten, (...) zu verbessern und weiter zu entwickeln." (S. 138) Zusätzlich ist "die Schaffung eines Asylgerichts mit zweigliedrigem Instanzenzug" geplant, freilich ebenfalls zum Nachteil der AsylwerberInnen. Denn zur "weiteren Verfahrensbeschleunigung ist bei negativem Verfahrensausgang gleichzeitig die Ausweisung durch das Asylgericht direkt zu verfügen" (S. 141). Die oft beschworene "Verfahrensbeschleunigung" kommt hier - wer hätte es anders erwartet - also eher "Abschiebungsbeschleunigung" gleich. Als "Zentrale Aufgabe" bezeichnet die Regierung ihr "schärfstes Vorgehen gegen illegale Migration" (S. 138) Dazu bedarf es jedoch "einer strategischen Gesamtsteuerung im Asyl- und Fremdenwesen und einer Optimierung der Abschiebungspraxis." (ebd.) Die Frage, wer dann Überhaupt noch kommen darf ist recht schnell beantwortet: "Selektive Immigration durch Schlüsselkräfte mit Bedarfsprüfung" (S. 51) ist natürlich immer drinnen und auch am anderen Ende der Karriereleiter bleiben die Chancen in Österreich ausgebeutet zu werden intakt: "Im Bereich der Landwirtschaft soll nach dreijähriger Tätigkeit einer Person als Saisonier die Tätigkeitsdauer ab dem vierten Jahr auf neun Monate verlängert werden." (S. 51) "Sozialtourismus" (S. 111) - wie es die AutorInnen des Koalitionsvertrag nennen, wenn Menschen die in Österreich leben und Arbeiten ihre sozialen Rechte einfordern - soll hingegen durch "entsprechende Anknüpfung an das Recht auf dauernden Aufenthalt vermieden" werden (ebd.). Auch beim Stichwort ":: Integrationsvertrag" werden keine Fehler eingestanden. Stattdessen werden weitere Verschärfungen auch in diesem Bereich angekündigt: "Die Integrationsvereinbarung wird beibehalten und führt bei Nichterfüllung zu Konsequenzen." (S. 138) Schengen, Datenverknüpfung und Biometrie Die bevorstehenden Schengen-Erweiterung nach Osteuropa will die neue Regierung zur "Überführung der derzeit im Grenzdienst eingesetzten Beamten in ein neues System" (S. 134) nutzen. Selbiges soll "die Schleierfahndung und den Aufbau von Schwerpunktdienststellen im grenznahen Bereich und an Hauptverkehrsrouten" (ebd.) weiter verstärken. Die Verknüpfung europäischer Datenbestände wird von der der rotschwarzen Bundesregierung weiter forciert und gegen MigrantInnen eingesetzt: "Die Nutzung von Informationen und Daten von Europol und Interpol zur Bekämpfung der Illegalen Migration wird genauso angestrebt wie der verstärkte Einsatz der Biometrie in diesem Bereich." (S. 139) Auch die Überprüfung von "Visa-Stellen bzw. Biometrie-Zentren" zur "Optimierung des Mitteleinsatzes" (S. 14/15) wird für diese Legislaturperiode angepeilt. "Als adäquate Mittel werden die Möglichkeiten des Austausches von sicherheits-, asyl- und migrationsrelevaten Daten ausgebaut (...) Als einheitliche Grundparameter sollen hiezu eine einheitliche Asylstatistik und eine Antiterrordatei auf europäischer Ebene eingeführt werden." (S. 137) Schubhaftzentren und Charterabschiebungen "Modelle für Schubhaftzentren sind zu entwickeln", heißt es auf Seite 142 des Koaltionsvertrags. Eine "Verstärkung der Europäisierung von Charterabschiebungen" (S. 142) wird zum Ziel in dieser Legislaturperiode erklärt. Eine "faire Verteilung der Verantwortung bei Aufnahme und Betreuung von Asylwerbern" (S. 6) verbindet die SPÖVP-Regierung mit den Begriffen "Rückübernahmeabkommen, Datenaustausch" (ebd), die sie in Klammer dem Satz "Mehr europäische Zusammenarbeit im Bereich der Migration" beistellt. Dazu kommt noch eine "verbesserte grenzüberschreitende Polizei-Zusammenarbeit" (ebd.), die wohl ebenfalls eher wenig zu tatsächlicher Fairness beitragen dürfte. Videoüberwachung und "Gefährderdateien" "Ein höchst mögliches Maß an innerer und äußerer Sicherheit" (S. 3) wird bereits am Anfang des Koalitionsvertrags versprochen (oder besser gesagt angedroht). Auf den folgenden 164 Seiten nimmt diese vage Formulierung spät aber doch konkretere Gestalt an. "In gewissen Bereichen, wie Überwachung von Plätzen und Kriminalitäts-Hot-Spots" (S. 135) habe sich die bereits im Sicherheitspolizeigesetz geregelte Videoüberwachung "als sinnvoll erwiesen" (ebd.). "Neben diesen sinnvollen gesetzlichen Regelungen werden taugliche Rechtsgrundlagen für Videoüberwachung durch Private im öffentlichen Raum geschaffen (...) Dies auch im Hinblick auf bereits bestehende Kooperationen, z.B. mit öffentlichen Transportunternehmen wie den ÖBB oder den Wiener Linien." (S. 136) "Im Hinblick auf die Fußball-Europameisterschaft 2008" (S. 136) soll zudem eine bereits bestehende, als "Gefährderdatei" (ebd.) bezeichnete, Datenbank weiter ausgebaut werden. Nach welchen Kriterien Personen in diese Datei aufgenommen werden und - noch wichtiger - wie mensch da wieder herauskommt, ist der Regierung jedoch kein Wort in ihrem Koalitionsvertrag wert. Arbeitszeitverlängerung und Zwangsmaßnahmen Nichts weniger als eine österreichische Version von Hartz 4 kündigt sich hinter der versprochenen "Verstärkung der aktiven Arbeitsmarktpolitik" (S. 38) an. Über "Langzeitarbeitslose" heißt es kurz und bündig: "Beschäftigung bei privaten und gemeinnützigen Arbeitskräfteüberlassern forcieren" (S. 50). Auch die geplante "Gemeinsame Anlaufstelle für alle Angelegenheiten der Sozialhilfe und des Arbeitsmarktes" (S. 32) erinnert an die Hartz-Maßnahmen in Deutschland. Voraussetzung ist, "dass jene Behörden, die den One Stop Shop führen, über einen umfassenden Datenzugriff, insbesondere auf Daten der Finanzverwaltung bzw. der Sozialversicherungsträger (Krankenfürsorgeanstalten), verfügen." (S. 33) Was nicht im Koalitionsvertrag steht: Damit wird den Behörden natürlich auch ein weiteres Werkzeug der Repression gegen Arbeitslose in die Hand gegeben. Geplant sind zudem "Strengere Sanktionen gegen pfuschende Arbeitslose, Notstandshilfebezieher und Sozialhilfeempfänger, z.B. beim ersten Mal 6 Wochen Sperre, beim zweiten Mal 12 Wochen." (S. 52) Aber die Hände schmutzig machen, sollen sich dann doch lieber Andere. Denn unter "Verbesserung der Arbeitsvermittlung und Betreuung" (S. 50) versteht die Regierung den verstärkten "Einsatz privater Anbieter unter Verwendung erfolgsabhängiger Entgelte" (ebd.). Nichts gutes lässt auch das "Forcieren der Zusammenarbeit mit privaten und gemeinnützigen Arbeitskräfteüberlassern speziell für die Personengruppe der älteren ArbeitnehmerInnen" (S. 49) erwarten. Doch auch jene, die noch in geregelten Arbeitsverhältnissen arbeiten, sind unter dem Regierungskabinett Gusenbauer I nicht viel besser dran. Etwa droht die "Anhebung der täglichen und wöchentlichen Höchstarbeitszeitgrenzen (12/60) durch Ausweitung der bestehenden Regelung" (S. 53) und durch eine "Öffnung auch für schriftliche Einzelvereinbarungen in Betrieben" (S. 53), sollen kollektivvertragliche Regelungen rechtlich aufs Abstellgleis verschoben werden. Und auch innerhalb der Kollektivverträge wird sich einiges ändern. Kommen soll etwa die "Generelle Ermächtigung an den Kollektivvertrag, die tägliche Normalarbeitszeit auf bis zu 10 Stunden anzuheben." (S. 53) Auch der bisher vor allem von Seiten der SPÖ verteidigte Kündigungsschutz für Lehrlinge, soll aufgehoben und durch eine "Wechselseitige Kündigungsmöglichkeit (Kündigungsfrist 1 Monat) am Ende des ersten und zweiten Lehrjahres" (S. 48) ersetzt werden. Schulen und Disziplin Auch das Leben als Schülerin oder Schüler wird unter rotschwarz eher schwerer als leichter. Um die eklatanten Mißstände im bildungspolitischen Bereich zu überdecken, wird bereits seit dem Antritt der FPÖVP-Regierung wieder zunehmend auf Autorität gesetzt. Den sogenannten "Verhaltensvereinbarungen", die es Schulen unter Ex-Bildungsministerin Gehrer auf freiwilliger Basis ermöglichten, seit den 70er Jahren verbotene Maßnahmen wie Nachsitzen und Strafarbeiten wieder einzuführen, sollen ausgeweitet werden. Ziel ist nicht weniger als die "Schaffung von Verhaltensvereinbarungen an jeder Schule" (S. 90). Was mit der "Erarbeitung von Modellen für pädagogische Interventionsmöglichkeiten" (ebd.) zu erwarten ist, will mensch sich als SchülerIn wahrscheinlich lieber gar nicht ausmalen. Das weniger an finanziellen Mitteln scheint jedenfalls mit einem mehr an gegen SchülerInnen gerichteten autoritären Maßnahmen ausgeglichen werden. Militarisierung und Austro-Imperialismus Die "Verwirklichung der in Art. 17 des EU-Vertrags aufgezeigten Möglichkeit einer gemeinsamen europäischen Verteidigung" (S. 18) erklärt die neue Regierung - wie auch die alte - zu ihrem Ziel. Konkret bedeutet das: "Österreich wird sich aktiv an der Weiterentwicklung der Union, durch volle Teilnahme an der Integration in politischer, wirtschaftlicher, sozialer sowie außen- und sicherheitspolitischer Hinsicht beteiligen." (S. 3) Das inkludiert natürlich auch "sich aktiv an der weiteren Entwicklung der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik [zu] beteiligen" (S. 10) sowie den "Ausbau der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik Europas und solidarische Beiträge bei gemeinsamen EU-Missionen" (S. 6) Insbesonder die angestrebte "Erreichung des bestehenden EU-Planungsziels ('Headline Goal 2010') unter besonderer Berücksichtigung der Sicherstellung der raschen Reaktionsfähigkeit der EU" (S. 10), sollte Sorgen bereiten. Mit "Headline Goal 2010" ist nämlich nichts anderes verbunden als die Aufstellung sogenannter :: "Battle Groups", die schnell und flexibel die österreichischen Interessen im Rahmen der EU global und mit militärischen Mitteln durchsetzen sollen. Die moralische Legitimation weiterer militärischer Auslandseinsätze österreichischer SoldatInnen liefert der Koaltionsvertrag gleich mit. Es sei "wichtig, dass die EU - und in deren Rahmen auch Österreich - aktiv zur Sicherung des Friedens und der internationalen Stabilität beiträgt", denn zur "Stabilisierung internationaler Krisenherde wird auch in Zukunft militärische Präsenz notwendig sein." (S. 17) Wer sich fragt, woher das notwendige Personal für diese Vorhaben kommen soll, findet die Antwort drei Seiten später. Geplant ist in diesem Zusammenhang die "Modifikation der Freiwilligkeit für den Auslandseinsatz" (S. 20), was nicht weniger als deren Abschaffung bedeutet. Gemäß den Empfehlungen der Bundesheerreformkommission "ist in der Bundesverfassung Vorsorge zu treffen, dass künftig eintretende befristete und unbefristete Berufssoldaten und -soldatinnen zu Auslandseinsätzen verpflichtet sind." (S. 20) Und wenn man dann schon mal da ist, kann man gleich auch noch was für's eigene Geldbörsl tun: "Die österreichische Außenpolitik wird auch weiterhin in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer konsequent österreichische Unternehmen in deren Bemühungen, sich auf den innereuropäischen und internationalen Märkten erfolgreich zu verankern, unterstützen" (S. 14). Darunter versteht die Regierung dann auch schon mal die "Begleitung von Projekten österreichischer Unternehmen in Dritte-Welt-Staaten" (S. 38), die wohl kaum zum Vorteil letzterer Ausfallen wird. Was fehlt? Eine viel interessantere Frage ist jedoch, was es alles nicht in den Koalitionsvertrag geschafft hat. Beispielsweise die Gleichstellung homosexueller PartnerInnenschaften, die sogar BZÖ-Justizminsterin Gastinger laut angedacht hatte. Aber scheinbar lässt sich SPÖVP derzeit sogar von Jörg Haiders Abspaltungs-Partei "links" überholen. Und wenn wir schon beim Thema sind: Auch die Lösung der Kärntner Ortstafelfrage, sprich der slowenischen Minderheit ihre im Staatsvertrag zugestandenen Rechte nach über 50 Jahren endlich im vollen Umfang zu gewähren, wird weiterhin nur halbherzig verfolgt, obwohl sie im Koaltionsvertrag immerhin erwähnt wird. Und diese Erwähnung sieht dann folgendermaßen aus: "Die Regelung zur Umsetzung der Ortstafelerkenntnisse des VfGH soll in möglichst breitem Konsens mit den Volksgruppen auf Basis der bisherigen Vorschläge verfassungsrechtlich abgesichert werden. Dabei ist für Ortschaften im angestammten Siedlungsgebiet der Volksgruppen eine Öffnungsklausel vorzusehen, wonach auf Grund einer Petition eines bestimmten Prozentsatzes der Bevölkerung weitere zweisprachige Ortstafeln aufgestellt werden können. Diese Regelung wird bis Sommer 2007 umgesetzt" (S. 28). Ebenfalls zumindest erwähnt wird ein Antidiskriminierungs-Gesetz, dass sich jedoch schon aufgrund der Wortwohl seiner Ankündigung in sein Gegenteil verkehrt. Dort findet sich etwa die Passage in der "insbesondere Garantien gegen die Diskriminierung aus Gründen (...) der Rasse" (S. 23) gefordert wird. Doch wer ernsthaft von "Diskriminierung aus Gründen der Rasse" spricht hat nicht verstanden (oder will nicht verstehen), dass Rassismus bereits bei der Einteilung der Menschenheit in unterschiedliche "Rassen" beginnt und auch nur ansatzweise ernstzunehmender Antirassismus sich daher nicht auf rassistische Konstruktionen stützen kann. Einem hohen Grad an geistiger Umnachtung scheint auch die durchwegs selektive Anwendung geschlechsneutraler Schreibweise entsprungen zu sein. So gibt es für SPÖVP zwar "ArbeitnehmerInnen" und "AsylwerberInnen", dafür aber nur "Bürger", "Sozialhilfeempfänger", "Notstandshilfebezieher" und "Beamte". Was den LeserInnen damit mitgeteilt werden soll, müsste sogar den AutorInnen des Koalitionsvertrags selbst schleierhaft sein. Fazit Neben dem vielkritisierten Modell "Zwangsarbeit statt Studiengebühren" enthält der Koaltionsvertrag noch eine große Zahl weiterer Kürzungen und Verschärfungen und auch dieser Artikel erhebt in der Aufzählung der Grausamkeiten keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es bleibt zu sagen, dass Protest gegen diese Regierung ebenso angebracht ist, wie gegen ihre schwarzblauen VorgängerInnen. Schließlich hat sich programmatisch kaum etwas verändert und der gesellschaftliche Konsens bezüglich Homophobie, Rassismus und kapitalistischer Verwertungslogik wurde eher noch verbreitert. Die Koaltion aus SPÖ und ÖVP ist kein kleineres Übel, sondern genau so übel wie seine ÖVP/FPÖ/BZÖ-Vorläuferin, auch wenn letzere im Jahr 2000 einen Tabubruch darstellte. Das jene SozialdemokratInnen, die ständig von "Heuschrecken" sprechen und den "Ausverkauf Österreichs" beklagen, letztlich den "Ausverkauf" anderer kräftig forcieren, soll auch nicht unerwähnt bleiben: Ziel der neuen Bundesregierung ist die "Unterstützung der österreichischen Unternehmen bei ihrer Internationalisierung, insbesondere bei der Expansion durch Markterschließung, Übernahme ausländischer Unternehmen und Investitionen im mittel- und osteuropäischen Raum" (S. 38). Aber all jenen die glauben, dass die sich ständig wiederholenden "Anti-Ausverkaufs"-Parolen mehr sind als nationalistische Stimmungsmache, ist ohnehin kaum zu helfen. "Selbst wer nichts erwartet, wird enttäuscht" könnte das Motto dieses Koaltionsvertrages sein. Bleibt nur zu hoffen, dass selbiges nicht auch bald über eine sich lediglich auf StudentInnen betreffende Themen fixierende Protestbewegung gegen diese Regierung gesagt werden muss. -- This mail was sent through the strg.at network. http://strg.at ================================================ 02 offener Brief an Fredi Gusenbauer und Gio Hahn Von: Kulturverein Kanafani ================================================ Lieber Fredi, lieber Gio, Wir haben uns sehr gefreut, dass ihr das Problem mit den Studiengebühren so elegant gelöst habt. Es ist natürlich grundvernünftig, dass die sozial schwachen Studierenden für die Studiengebühren nochmals extra hackeln gehen sollen. Sechs Euro die Stunde halten wir auch für durchaus angemessen. Das hebt unseren Stundenlohn gewaltig, denn wegen des bisherigen de-facto-Arbeitsverbotes mussten wir ausländischen Studis mit weitaus geringer bezahlter Schwarzarbeit auskommen. Wie ihr wisst, müssen wir ausländische Studierende doppelt so hohe Studiengebühren bezahlen, was ja auch grundvernünftig ist, weil doppelt zahlen macht doppelt Sinn. Aber heißt das jetzt, dass wir auch doppelt soviel hackeln müssen wie unsere österreichischen KommilitonInnen um keine Studiengebühren bezahlen zu müssen? Das würde unseren Stundenlohn wieder auf drei Euro runterdrücken und da sind wir dann wieder da, wo wir schon einmal waren. Oder dürfen wir gar nicht arbeiten für die Gebühren, weil wir ja laut geltendem Arbeitsrecht gleichfalls unqualifizierten österreichischen ArbeitnehmerInnen die Arbeit nicht wegnehmen dürfen. Dafür hätten wir natürlich auch vollstes Verständnis, schließlich könnten sich die kleinen blonden österreichischen Kinder ganz schön erschrecken, wenn ihre neuen unterbezahlten NachhilfelehrerInnen aus Kanakistan kommen. Nicht dass ihr uns missversteht, es wäre uns natürlich eine Ehre euren dummen Kindern nachzuhelfen. Aber wenn ihr darauf besteht nehmen wir auch gerne die traditionell für uns reservierten Arbeiten an und putzen sozial bedürftigen österreichischen Familien auch gerne die Fenster (oder was auch immer). Es wäre natürlich süper, wenn wir nur soviel Studiengebühren zahlen müssten, wie die österreichischen Studis. Dafür würden wir dann auch gerne in den überfüllten Hörsälen auf den Stiegen Platz nehmen statt österreichischen Studis den Platz wegzunehmen. Aber wir wollen nicht frech sein und euch in eure Amtsgeschäfte dreinreden. Was verstehen wir denn schon davon, wo wir doch nicht einmal richtig Deutsch können. Aber bitte, bringt ein wenig Licht ins Dunkel, weil wir kennen uns jetzt gar nicht aus. Und wir versprechen euch dafür auch nach Abschluss des Studiums sogleich brav eure wunderschöne Heimat zu verlassen. Seid doppelt gegrüßt, eure Mituntertanen vom Kulturverein Kanafani P.S.: Sorry, dass wir euch nicht gewählt haben, aber die haben uns einfach nicht lassen Aber jetzt wisst ihr ja warum es auch besser so ist. ____________________ Kulturverein Kanafani Redaktion der.wisch Sensengasse 5/3, 1090 Wien 00431/4092480 0043/69981922556 kulturverein at kanafani.at frauen at kanafani.at der.wisch at kanafani.at al alamu baituna - die welt ist unser zuhause ================================================ 03 WIE ENTSTEHT EIN GESAMTÖSTERREICHISCHES ARBEITSHAUS? Von: FLGZ at gmx.net ================================================ Mit feministischen Grüßen Initiative FrauenLesben --- WIE ENTSTEHT EIN GESAMTÖSTERREICHISCHES ARBEITSHAUS? Gemein/nütziger Sozialdienst und Studiengebühren Den widerständigen Studentinnen ist zu gratulieren, weil sie es – gemeinsam mit politisch Aktiven aus unterschiedlichen anderen Gruppen geschafft haben – ihren Widerstand breit in die Medien und auf die Strasse zu bringen. Gusenbauer erlebt ein böses Erwachen, weil er und seine Parteispitze es sich mit den „’Falschen“ angelegt haben: mit einer entschiedenen Intelligenz, die sich nicht nur gegen Wahlbetrug, Vereinnahmung und Missbrauch in der Wahlpropaganda, sondern auch gegen den allgegenwärtigen Trend der „forced work“, dem Arbeitszwang, erfolgreich wehren. Ihr lasst Euch nicht so einfach in die Zwangsarbeit treten! Aber ihr seid die „Vorhut“ in einem beispiellosen „Pilotprojekt“ der Gefügigmachung aller Menschen, welche nicht über ein privates Budget verfügen, um ihr Leben genau so zu gestalten und zu planen, wie sie es möchten – jenseits von Existenzangst und totaler Kontrolle. Deshalb, möchten wir in dieser so entscheidenden Situation, in der unserer Einschätzung nach nun ernsthaft und nachhaltig die politischen Weichen in eine Richtung gelenkt werden, die niemand von uns wollen kann, zur Situation von Erwerbslosen und SozialhilfeempfängerInnen Stellung nehmen. Zwangsarbeit und „bedarfsorientierte Grundsicherung“ Die schöngefärbte „Grundsicherung“ ist dezidiert das Gegenteil von dem, was sie verspricht und hat weitreichende Konsequenzen für alle Werktätigen im Land, und ganz besonders für jene, für die kein ausreichend bezahlter und arbeitsrechtlich intakter Lohnjob oder die Flucht in die (Schein)Selbständigkeit (mehr) in Aussicht stehen. Sie steht im krassen Widerspruch zur weit verbreiteten Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen, welches Freiheit, freie Wahl von Ausbildung und Beruf, Kreativität und Kultur, politische Partizipation, etc. zulässt. Um in Zukunft überhaupt zu einer sogenannten Sozialleistung zu kommen, ist die Bereitschaft der Betroffenen, jeden erdenklichen „Job“ auf dem 1., 2. oder 3. Arbeitsmarkt zu sklavenhalterischen Bedingungen zu verrichten, Voraussetzung. Wer sich weigert, die zugewiesenen Arbeiten anzunehmen oder wer sich weigert, an einer vom Staat zugewiesenen „Maßnahme“ teilzunehmen, hat keinerlei Anspruch auf Unterstützung durch öffentliche Gelder, die bis jetzt noch Rechtsanspruch sind (Arbeitslosenversicherungsgeld, Notstandshilfe, Sozialhilfe). Daran ändern auch schönfärberische Slogans wie „soziale Wärme“, „neue Fairness“, „neue soziale Frage“, „Gerechtigkeit“ und „Vollbeschäftigung“ nichts. Es ist einfach stupid, wenn seitens der Politiker verkündet wird, dass hier Wahlfreiheit oder Freiwilligkeit bestünde, ganz nach dem Motto: „Sie wollen nicht essen? - dann brauchen Sie auch nicht zu arbeiten!“ Das AMS – die Zentralanstalt für Arbeitseinsatz Laut AMS-Geschäftsbericht 2005 waren 800.000 *1) „KundInnen“ mindestens 1 Mal im Jahr von Erwerbslosigkeit betroffen. Durch die geplante „Grundsicherung“ wird sich die Kundschaft des AMS vermehren, denn SozialhilfeempfängerInnen und Pleite gegangene „neue Selbständige“ werden zur zusätzlichen Klientel der Arbeitszuweisungszentrale AMS. Alle sollen nun plötzlich mit Arbeit jeglicher Form versorgt werden! Bei gleichzeitiger Ausdehnung der wöchentlichen Arbeitszeit ohne Überstundenabgeltung auf 60 Stunden und einen 12- Stunden-Arbeitstag – also einer Konzentration von immer weniger Beschäftigten auf die vorhandene Lohnarbeit! Während immer weniger Beschäftigte am sog. 1. Arbeitsmarkt bis zum Umfallen hackeln müssen, sollen die BezieherInnen dieser unsäglichen „Mindestsicherung“ den Frondienst für die „solidarische Gemeinschaft“ übernehmen. Denn unbezahlte Arbeit ist in Hülle und Fülle vorhanden – sie soll nun gratis von den Opfern dieses „Grundsicherungsmodells“ unter Strafandrohung und Kontrolle durch die Behörden erledigt werden - widrigenfalls sie aus dieser „solidarischen Gesellschaft“ ins soziale Out fliegen! Wer nicht kuscht und dient, ist draußen! Feminisierung der Arbeit Zynisch lässt die nun als Frauenministerin angelobte Doris Bures einer Erwerbsloseninitiative auf Anfrage nach den Verschärfungen der Zumutbarkeit durch die „Grundsicherung“ mitteilen: „Die Zumutbarkeitsbestimmungen werden gerechter und praxisnäher gestaltet. Langzeitarbeitslose werden in gemeinnützige oder private Arbeitsprojekte eingebunden und zur Weiterbildung verpflichtet.“ /Susanna Enk, Presse und Kommunikation,SPÖ-Bundesgeschäftsführung am 3.1.2007). Frau Bures wird als Frauenministerin starken Erklärungsbedarf haben: Das Subsidiaritätsprinzip in diesem „Grundsicherungsmodell“ bedeutet für tausende Frauen die Abhängigkeit vom „Partner“. Denn ein Hauptunterstützter bezieht beispielsweise 800,-- Euro monatlich, die „Zusatzunterstützte“ bekommt nur mehr 400,-- Euro (Satz für 2 Erwachsene: 1.200,-- Euro. Ein Kind zusätzlich 240,-- Euro). Jegliches Zusatzeinkommen wird von der „Stütze“ wieder abgezogen. Weder 800 Euro noch 400 Euro können existenzsichernd sein (lt. Berechnungen des Statistischen Zentralamtes ist ein Betrag von mindestens 900,-- Euro erforderlich, um nicht in die Armut abrutschen). Und trotzdem: sämtliche Einkommen einer Familie, mit Ausnahme der Familienbeihilfe, werden für die Berechnung der „Mindestsicherung“ lt. Erwin Buchinger zusammengerechnet. Verdient der „Partner“ mehr als diese Berechnungsgrundlage, geht die Partnerin vollkommen leer aus und ist Teilnehmerin an der unbezahlten Reproduktions- sprich Hausfrauenarbeit. Zusätzliche ehrenamtliche Tätigkeiten sind selbstverständlich wegen der „neuen sozialen Wärme“ in dieser Gesellschaft erwünscht. Damit ist der Ausschluss der Frauen aus dem 1. Arbeitsmarkt programmiert. Alleinerzieherinnen sind in diesem „Grundsicherungsmodell“ von der Zwangsarbeit bedingt ausgenommen. Es wird jedoch von der Zentralanstalt für Arbeitszuweisung (AMS) ständig überprüft, wie viele Stunden an gemeinnützigen Tätigkeiten doch noch verrichtet werden müssen. Bereits jetzt sind Frauen und MigrantInnen vorwiegend in prekären bis unbezahlten Beschäftigungsformen zu finden, auch wenn zunehmend mehr Männer in diesen Sektor gedrängt werden. So wird sich die Lohnschere noch weiter öffnen und eine Verarmung breitester Bevölkerungsschichten zur Folge haben. Frauen sind besonders von der Zerschlagung des „Sozialsystems“ betroffen, von einem „Rausholen aus der Armut“ kann überhaupt keine Rede sein. Vollbeschäftigung durch Zwangsarbeit Der Multimillionär und Arbeitsminister Bartenstein sinniert: „Die Arbeitslosigkeit weiter verringern hilft beispielsweise die Mindestsicherung, eine Art Übergang von der Hängematte zum Trampolin, also mehr Jobchancen für Sozialhilfeempfänger, indem wir sie beim AMS andocken.“ (Der Standard, 13.1.07) Das Trampolin verwandelt sich allerdings rasend schnell in ein Katapult als Endlösung der seit Jahren forcierten SchmarotzerInnenhatz. Im selben Fahrwasser bewegt sich der Arbeitsspender und Kreateur dieses verschärften Sozialhilfemodells für Alle aus dem Buchinger-Clan, Erwin Buchinger, SPÖ: „Die meisten Leistungen des österreichischen Sozialsystems knüpfen an die Erwerbsarbeit an“...„ Entscheidende Voraussetzung für die bedarfsorientierte Grundsicherung ist für alle arbeitsfähigen BezieherInnen bis zum Pensionsalter der Einsatz der eigenen Arbeitskraft. Nur wer bereit ist zu arbeiten, kann Grundsicherung beziehen. Als Kriterium für die Bereitschaft sollen die Zumutbarkeitsbestimmungen des AMS *2) (sic!) herangezogen werden. Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten kann, muss diese Gründe nachweisen“....“Wer eine angebotene Arbeit nicht annimmt, kann die Grundsicherung verlieren.“...“wer arbeitswillig ist, für den soll sich das System auch lohnen“... „Die bedarfsorientierte Grundsicherung bezieht sich nicht auf die einzelne Person, sondern auf das Haushaltseinkommen. Bei einem Paar, bei dem ein/e Partner/in gut verdient und der/die andere nicht, geht die Grundsicherung davon aus, dass das Haushaltseinkommen ausreicht“ ... usw. (E. Buchinger, Die bedarfsorientierte Grundsicherung. Auf Basis des Papiers des SPÖ-Kompetenzteams Soziales und der Stellunnahmen dazu, Version 3, Stand 1.12.2006). Nachzulesen auf http://www.scholemandfriends.com/Innenpolitik/Bedarfsorientierte_Grundsicherung_Buchinger_SPOE.pdf Je weniger die Lohnarbeit wird, um so vehementer wird gegen „Schmarotzer“ gehetzt. Die Spaltung in gute und böse Arbeitslose führt nicht nur zur völligen Entrechtung, sondern zur Entsolidarisierung und zu „selbstverschuldeten Einzel’Schicksalen’“, zur Verrohung und Verblödung einer ganzen Gesellschaft. Selbstverständlich rechnen die Versicherungsmathematiker schon jetzt damit, dass sich zahllose Menschen diesem Arbeitszwang und dieser Total-Kontrolle und dem Anschlag auf ihre Menschenrechte auf ein gewaltfreies Leben nicht aussetzen werden. Zahllose Menschen werden versuchen, irgendwie über die Runden zu kommen, um diesem Zwang zu entgehen. Schon bisher wurden Arbeitslose und NotstandshilfebezieherInnen durch Schikanen und sogenannten „Aktionen scharf“ dazu gebracht, sich „freiwillig“ vom Bezug abzumelden. Dieses kalkulierte „Einsparungspotenzial“ steht den Arbeitslosen-Kontrolloren zur Verfügung, um Druck auf jene auszuüben, die überhaupt keine Chance haben, sich dieser Zwangsbehandlung zu entziehen = aktive Arbeitsmarktpolitik! Massive Gesetzesänderungen stehen bevor! Um diese geplante lückenlose und flächendeckende Arbeitseinsatzpflicht in der österreichischen Gesellschaft zu implementieren, bedarf es massiver Eingriffe in das geltende Arbeitslosenversicherungsrecht und auch ins Sozialhilfegesetz, das Arbeitsrecht und die Menschenrechte und die massive Einschränkung des Rechtsanspruches auf Versicherungs- und Sozialleistungen. Ein zentraler Punkt in dieser gesetzlichen Änderung ist die Absicht zum Ausbau der sog. „aktiven Arbeitsmarktpolitik“, Forcierung sogenannter „sozialökonomische Betriebe“ sowie die „Forcierung der Zusammenarbeit mit gemein/nützigen und privaten Arbeitskräfteüberlassern und enge Verknüpfung von staatlicher und privater Arbeitsvermittlung“ (Regierungsvereinbarung) und vieles mehr. Die Tatsache, dass die Arbeitsvermittlung von Erwerbslosen im Zusammenhang mit dem Bezug von Versicherungsleistungen dem AMS alleine obliegt, soll gesetzlich abgeschafft werden! Damit ist der bisher schon tausendfach illegal praktizierten schikanösen Zwangsbehandlung und Vernaderung und Aussteuerung der Erwerbslosen Tür und Tor geöffnet: die Verramschung von Menschen kann hemmungslos beginnen. Entrechtung, Entmündigung und das Geschäft mit den Arbeitslosen Das AMS im Auftrag der „sozialen Fairnessverteiler’ war im Vorjahr massiv mit zahlreichen oberstgerichtlichen Urteilen des Verfassungs- und Verwaltungsgerichtshofes konfrontiert, die allerlei Praktiken des AMS als nicht zulässig feststellten. *3) So existieren beispielsweise Projekte bzw. Programme wie IT-Works, Integra, Trendwork, und dergleichen mehr. Sie praktizieren Schulung, Coaching, Berufsorientierung, Praktikum und Arbeits- Vermittlungsüberlassung in einem Brei, was gesetzwidrig ist, denn Vermittlung obliegt ausschließlich dem AMS. BezieherInnen von ALG und NH berichten permanent von der Willkür, dem permanenten Gesetzes- und damit Amtsmissbrauch, Nötigung, Erpressung, ungewünschte Einweisung in sinnlose Kurse und Maßnahmen, Aushöhlung und vorsätzliche Missachtung des Arbeitsrechts, über existenzvernichtende Maßnahmen des AMS im Namen der Staatsräson. Resultat: Mindestens 30.000 Sperren des Bezuges von ALG oder NH pro Jahr, womöglich noch ohne Bescheid und sorgfältige Prüfung – pure Willkür. Die permanente Rechtsbeugung soll nun durch diese Regierungsvereinbarung lapidar in legale Praxis umgemodelt werden. Dreht und beugt Haider das Verfassungsrecht im Ortstafelkonflikt, so führt dies zur Aufwallung und öffentlichen Empörung. Maria Berger, die neue Justizministerin, bezeichnet Haiders Frotzelei der Gerichte und der Minderheit in Kärnten als Skandal. Der VGH-Präsident Korinek fordert eine bessere „Qualitätssicherung“ für Gesetze. Wenn aber tausende Menschen vollkommen illegal unter Androhung der existenziellen Vernichtung von österreichischen Behörden wie dem AMS schikaniert werden, so müsste darüber ebensoviel Empörung entstehen. Derzeit herrscht allerdings leider ein übler Konsens: SchmarotzerInnen an die Arbeit – unter allen Umständen und unter jeder Bedingung. Die „Grundsicherung“ ist ein Harz IV-ähnliches Konstrukt und ein Ausdruck der Menschenverachtung. Sie muss verhindert werden. Ebenso die Verschärfung der „Zumutbarkeitsbestimmungen“ und die Einweisung von Erwerbslosen in private und gemein/nützige Personalüberlassungsfirmen und „sozial“-ökonomische Betriebe. Frauenrechte sind Menschenrechte – sie sind unteilbar. Es lohnt sich, für ihren Ausbau und ihr Fortbestehen zu kämpfen – gehen wir’s an – Widerstand, bevor es zu spät ist! Plattform FrauenLesben gegen Zwangsarbeit und strukturelle Gewalt/14.1.2007 Kontakt: flgz at gmx.net _________________________________________________________________ Quellen: *1) (Der Geschäftsbericht des AMS aus 2005 spricht dazu eine deutliche Sprache: http://www.ams.or.at/neu/001_Kurzversion_deutsch_2005.pdf) *2) Bisher wurden die Zumutbarkeitsbestimmungen durch das Gesetz und nicht durch das AMS bestimmt – zumindest auf dem Papier. Weiterführende Informationen zu diversen oberstgerichtlichen Entscheidungen auf: http://www.soned.at -- OOOOOOOOOOO +++++++++++ PLATTFORM FRAUENLESBEN GEGEN ZWANGSARBEIT und strukturelle Gewalt gegen Frauen mailto: flgz at gmx.net Der GMX SmartSurfer hilft bis zu 70% Ihrer Onlinekosten zu sparen! 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Ein verschiedentlich in Teilen der SPÖ jetzt als Reaktion auf den Schock des Regierungsabkommens gefordertes Nachverhandeln ist nur der durchsichtige Versuch, die Proteste zu kanalisieren und diese Belastung der Studierenden in modifizierter Form weiterzuführen wie das etwa von Bundespräsident Heinz Fischer als „Weiterentwicklung“ laut angedacht wird. Wie jetzt deutlich wird, beinhaltet das Koalitionsabkommen nicht nur die Aufrechterhaltung, sondern auch eine Erhöhung der mit dem Wintersemester 2001/02 eingeführten Studiengebühren von derzeit 363 Euro pro Semester. Im Regierungspakt von SPÖ und ÖVP heißt es nämlich ausdrücklich „Zur Abgeltung der Teuerung werden sämtliche Gebühren wie z.B. Vignette einer jährlichen Valorisierung unterzogen.“ Nach wie vor sieht die KPÖ dem Abrücken der SPÖ von einem ihrer zentralen Wahlversprechen nicht nur der Haltung der ÖVP geschuldet, sondern auch, weil gewichtige Stimmen auch in der SPÖ wie Wissenschaftssprecher Josef Broukal, der Wiener Bürgermeister Michael Häupl oder der ehemalige Sektionschef Sigurd Höllinger eindeutig für die Beibehaltung der Studiengebühren plädierten. Als interessanten Aspekt sieht die KPÖ auch die Feststellung im Koalitionsabkommen „Bei den Fachhochschulen treten keine Änderungen ein.“ Die Tatsache, dass an den Fachhochschulen in verschiedenen Bundeländern, so etwa in Oberösterreich und der Steiermark, keine Studiengebühren eingehoben werden beweist, dass es offensichtlich auch ohne diese Belastung möglich ist Hochschulen zu führen. Die KPÖ weist daher Bestrebungen der ÖVP, auch an den Fachhochschulen diese Gebühr einzuführen strikt zurück. Wie sehr sich die SPÖ (nicht nur) in dieser Causa auf eine neoliberale Position manövriert hat, zeigt der Widerspruch, dass einerseits die SPÖ-Regierungsteam aus einer Seilschaft ehemaliger SJ-FunktionärInnen besteht und gleichzeitig mit massiven Protesten aus der eigenen Partei und insbesondere der Parteijugend konfrontiert wird. Starken Zuspruch hat eine Online-Unterschriftenaktion der KPÖ zur ersatzlosen Abschaffung der Studiengebühren gefunden, die bislang von über 1.600 Personen unterzeichnet wurde. Während sich die Parlamentsgrünen positiv zur Forderung der KPÖ nach Abschaffung der Studiengebühren äußerten, hat der SPÖ-Parlamentsklub es bis heute nicht einmal der Mühe wert gefunden darauf zu antworten. „Durch die Studiengebühren wird der in Anfang der 70er Jahre als großer sozialer Fortschritt bewertete freie Hochschulzugang drastisch eingeschränkt und wieder zu einer Frage des Geldes“, bekräftigt Mirko Messner neuerlich: „Nach Meinung der KPÖ darf die Finanzierung der Universitäten nicht auf Studiengebühren aufgebaut werden, sondern muss aus dem Budget erfolgen. Dafür ausreichende Mittel sind durch eine höhere Besteuerung von Kapital und Vermögen, den Verzicht auf Subventionen für Konzerne und die Stornierung des Eurofighter-Ankaufes aufgebracht werden.“ ================================================ 05 SPÖ-Kapitulation und Proteste Von: agm ================================================ W e r h a t u n s v e r r a t e n ? S o z i a l d e m o k r a t e n ! Die Kapitulation der SPÖ und eine Zwischenbilanz der Proteste Das vorgelegte Regierungsprogramm ist neoliberal, arbeiterInnenfeindlich und reaktionär. Bei der großen Koalition handelt es sich um eine Fortsetzung der rechten Wende aus dem Jahr 2000 unter dem Vorsitz eines sozialdemokratischen Kanzlers. Die Aufhebung der so genannten Gruppenbesteuerung und anderer Steuerprivilegien, die die rechte Regierung dem Großkapital in den letzten Jahren geschenkt und die die SPÖ im Wahlkampf kritisiert hatten, standen in den Regierungsverhandlungen offenbar gar nicht zur Debatte; so wie es die KapitalistInnen bereits unmittelbar nach der Wahl gefordert hatten. Ganz in ihrem Sinne sieht das Regierungsprogramm hingegen eine Flexibilisierung der Arbeitszeit (bis zu 12 Stunden täglich oder 60 Stunden wöchentlich) vor und ist überhaupt ganz dem „Wirtschaftsstandort Österreich“ verpflichtet. Das Regierungsprogramm sieht Verschlechterungen für Lehrlinge vor (erleichterte Kündigung und Abbau anderer Schutzbestimmungen), macht Arbeitslosen das Leben noch schwerer (sie müssen „mehr Mobilität“ zeigen) und will den Personalstand „konsolidieren“ (also Arbeitsplätze abbauen). Die kaum mehr vorhandenen Steuerleistungen des Großkapitals werden durch die neue Regierung noch mehr durch Massensteuern kompensiert, etwa durch eine Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge und der Mineralölsteuer. Außerdem bleiben die Studiengebühren aufrecht, bei denen es aber weniger um die (geringen) eingebrachten Gelder als um den neoliberalen Umbau der Universitäten im Sinne des Kapitals geht. Die rassistische Politik gegen MigrantInnen wird wie gehabt fortgesetzt. Ein beabsichtigter Ausstieg aus dem Kauf der Eurofighter-Kampfflugzeuge, wie ihn der SPÖ-Wahlkampf versprochen hatte, steht nicht im Regierungsprogramm; mit dem Warten auf die Ergebnisse des parlamentarischen Untersuchungsausschusses werden sich Alfred Gusenbauer & Co. wohl schließlich den „geschaffenen Tatsachen beugen“. Dass die SPÖ-Führung diverse wichtige Ministerien (Finanzen, Wirtschaft&Arbeit, Inneres, Äußeres) der ÖVP überlassen hat, ist nur der augenscheinliche Ausdruck davon, dass hier die bisherige ÖVP-Politik fortgesetzt wird, dass die SPÖ-Spitze für die Kanzlerschaft zur totalen Unterwerfung bereit ist. Nachdem die Verhandlungsergebnisse bekannt geworden waren, herrschte unter vielen Basis-FunktionärInnen und -AktivistInnen der SPÖ Fassungslosigkeit und Empörung. Eine Welle von Protestanrufen und -schreiben erreichte die SPÖ-Zentrale. Allein am Tag vor der Angelobung der Regierung traten angeblich über tausend Mitglieder aus der Partei aus. Zahlreiche BetriebsrätInnen drohten an, dass sie nicht mehr als sozialdemokratische Listen kandidieren würden. Unter dem Druck der GewerkschafterInnen der VOEST und aus Steyr stellte sich der oberösterreichische SPÖ-Chef Erich Haider öffentlich gegen den Regierungspakt. Unmittelbar nach der Einigung auf die neue Regierung demonstrierten die sozialdemokratischen Jugend- und StudentInnenorganisationen SJ und VSStÖ gegen den Pakt mit der ÖVP und insbesondere gegen die Studiengebühren. Sie griffen die alte Losung in Bezug auf den Ersten Weltkrieg auf und skandierten „Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!“ Schließlich wurde ein Teil der SPÖ-Zentrale in der Wiener Innenstadt von den eigenen JugendaktivistInnen besetzt. Am nächsten Abend, nachdem 75% des SPÖ-Vorstandes der Regierungsvereinbarung zugestimmt hatten, versuchten 250-300 AktivistInnen, die verschiedenen Zugänge zu einem Empfang der SPÖ-Führung im Wiener Museumsquartier zu blockieren. Unter den AktivistInnen waren etwa 80% Mitglieder der SPÖ-Jugendorganisationen, von der radikalen Linken waren nur AGM/AL in relevanter Anzahl und in organisierter Weise vor Ort (unser Transparent forderte „Klassenkampf statt Sozialpartnerschaft“). Durch die Aktion kamen viele SPÖ-SpitzenfunktionärInnen und ParlamentarierInnen nicht oder nur über Umwege in die Veranstaltungsräumlichkeiten, Gusenbauer selbst wurde von der Polizei durch einen Keller hinein geschleust. Als auf diese Weise immer mehr SPÖ-Spitzen zum Empfang gelangten, durchbrachen die AktivistInnen zwei Polizeiabsperrungen. Die Polizei hatte offensichtlich die Wut der sozialdemokratischen Jugend unterschätzt. Obwohl einige uniformierte Schläger der Spezialpolizei WEGA äußerst brutal vorgingen (zwei verletzte Aktivisten wurden mit dem Krankenwagen abtransportiert), konnten die paar dutzend anwesenden Beamten die anstürmenden AktivistInnen nicht aufhalten. Diese nahmen nun direkt vor dem Veranstaltungsort Aufstellung und riefen lautstark „Hier regiert die ÖVP!“, immer wieder „Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!“ und schließlich auf unsere Initiative „Was macht der Regierung Dampf? Klassenkampf! Klassenkampf!“. Als „kleine Gruppe von Gewalttätern“ denunzierte Gusenbauer in einem anschließenden Fernsehinterview nicht die prügelnden Polizisten, sondern die erzürnten Mitglieder seiner eigenen Jugendorganisationen. Bei der Angelobung der neuen Regierung in der Hofburg am 11. Januar demonstrierten 2000 Menschen am angrenzenden Heldenplatz unter den schon bekannten Losungen. Obwohl diesmal diverse linke Gruppen anwesend waren, dominierten erneut die sozialdemokratischen Jugendorganisationen. Unter einem Pfeifkonzert überquerte die neue Regierung den Ballhausplatz. Trotz fortgesetzter Unmutsäußerungen, nun auch von den Spitzen der SPÖ-Landesorganisationen in der Steiermark und in Vorarlberg, verteidigte die SPÖ-Führung den Regierungspakt. In der Folge traten die Vorsitzenden des VSStÖ (Silvia Kuba) und der Österreichischen HochschülerInnenschaft (Barbara Blaha) aus der SPÖ aus. Die große Empörung unter SPÖ-BasisfunktionärInnen ist im Kern der Ausdruck einer Illusion, die nun enttäuscht wurde, der Illusion, dass die SPÖ zu einer substantiell anderen Politik in der Lage wäre. Die SPÖ-Spitze war nicht einmal bereit, nach dem (vorübergehenden) Ausstieg der ÖVP aus den Verhandlungen den Weg einer Minderheitsregierung zu beschreiten, um bei baldigen Neuwahlen mit den Fragen Eurofighter, Studiengebühren und „soziale Gerechtigkeit“ und angesichts einer verunsicherten ÖVP einen klaren Sieg einzufahren und eine Koalition mit den Grünen zu bilden. Das ist nicht so sehr Ausdruck von Dummheit oder Feigheit, sondern davon, dass für die SPÖ-Führung der Wunsch der großen Mehrheit des Großkapitals nach einer Regierungsbeteiligung der ÖVP Befehl ist. Gusenbauer, Norbert Darabos und Josef Cap haben sich mit Haut und Haaren den Interessen „der österreichischen Wirtschaft“ verschrieben, sie fürchten soziale Ansprüche und Mobilisierungen der Lohnabhängigen weit mehr als „die Freunde von der ÖVP“ (wie das neuerdings in der Sprachregelung der SPÖ-Führung heißt). Teil der Illusionen der SPÖ-BasisfunktionärInnen ist auch die Hoffnung, dass die Politik einer „rot“-grünen Regierung sich ernsthaft von der der ÖVP unterscheiden würde. Sicher, der regierungsamtliche Rassismus wäre nicht so schreiend, die mörderische Abschottung der Festung Europa würde mit einem technokratischen Liberalismus kaschiert; die Studiengebühren würden vermutlich abgeschafft, sind sie doch ein sehr billiger Erfolg, der sich in der liberal-akademischen Öffentlichkeit gut verkauften lässt. Insgesamt würde aber die ganz normale EU-konforme neoliberale Politik gegen die Lohnabhängigen, Frauen und MigrantInnen fortgesetzt werden. Das haben die „rot“-grünen Regierungen in Deutschland und Frankreich eindrucksvoll demonstriert – und es gibt keinen Grund anzunehmen, dass das in Österreich anders wäre. Schließlich betreibt die regionale SPÖ-Alleinregierung im Bundesland Wien seit Jahren Privatisierungen und Ausgliederungen von Gemeindeeigentum und damit auch die Verschlechterung von Arbeitsverhältnissen. Schließlich hat die SPÖ dem rassistischen Gesetzespaket der rechten Regierungsparteien im Parlament schon als Oppositionspartei zugestimmt. Einen fundamentalen Bruch mit ihrer bisherigen Politik und dem Charakter der SPÖ stellt das neue Regierungsprogramm (und damit die Nichteinhaltung der Wahlversprechen) und die Aufteilung der Ministerien also freilich nicht dar. Die schwarz-grüne Koalition in Oberösterreich zeigt, dass von den Grünen nicht mehr zu erwarten ist als von der SPÖ: der grüne Umweltlandesrat Rudi Anschober darf ein wenig mit Tempolimits spielen, ansonsten geht alles seinen gewohnten neoliberalen Gang. Die unter SPÖ-Linken verbreitete Vorstellung, dass die aktuelle Politik der SPÖ lediglich auf eine reaktionäre und eingekaufte Führung zurückzuführen sei, die sich in der „Arbeiterpartei“ SPÖ eingenistet habe, und dass durch die Entfernung dieser SpitzenbürokratInnen die SPÖ „wieder“ eine „sozialistische Politik“ machen könne, verkennt den Charakter von Sozialdemokratie und Reformismus völlig. Die österreichische Sozialdemokratie ist seit bald hundert Jahren eine reformistische Partei, oder, anders ausgedrückt, eine bürgerliche ArbeiterInnenpartei, eine Partei also, die sich dem „Kompromiss“ mit der KapitalistInnenklasse verpflichtet hat, sich aber auf organisierte Weise auf Teile der ArbeiterInnenklasse stützt. Die arbeiterInnenfeindliche Politik der Sozialdemokratie ist deshalb nicht ein irgendwie zufälliger politischer Fehler, sondern sie hat eine materielle Basis. Die SPÖ-Spitzen sind nicht nur über eigene Privilegien etc. mit Teilen des Kapitals verbunden, sondern die SPÖ stützt sich organisatorisch vor allem auf die besser gestellten Teile der Lohnabhängigen, die ihr privilegiertes Verhältnis mit dem Kapital nicht durch klassenkämpferische Aktivitäten gefährden möchten, und besonders die bürokratischen Schichten, die mit ihren Jobs in Partei, Gewerkschaft, Gemeinden und Staat ein bequemes Leben führen. Ihnen geht es in erster Linie darum, die Grundlage ihrer Existenz, die Zusammenarbeit mit dem Kapital und seinem Staat, aufrecht zu erhalten. Dazu braucht die SPÖ die Unterstützung durch die ArbeiterInnen und Angestellten, denn nur durch den Einfluss auf die Lohnabhängigen ist die Sozialdemokratie für das Großkapital überhaupt interessant. Die SPÖ mäßigt und kontrolliert die ArbeiterInnenklasse und verkauft ihre Interessen als Gegenleistung für bürokratische Privilegien. Dementsprechend hat die österreichische Sozialdemokratie eine hundertjährige Geschichte von prokapitalistischer Politik, von Kapitulation und Verrat. Sie hat die Kriegspolitik der Habsburger-Monarchie im Ersten Weltkrieg unterstützt und danach eine proletarische Revolution verhindert, sie ist – in Hoffnung auf einen Ausgleich mit der KapitalistInnenklasse – vor dem aufkommenden Faschismus schrittweise zurückgewichen, sie hat nach 1945 mit wildem Antikommunismus den kapitalistischen Wiederaufbau unterstützt und mitgeholfen, die großen Lohnstreiks vom Herbst 1950 niederzuschlagen. In den 1970er Jahren hat die SPÖ-Regierung unter Bruno Kreisky einige politische und soziale Reformen durchgeführt, sie sind freilich im Rahmen der ökonomischen Spielräume des damaligen Wirtschaftsbooms und der kapitalistischen Bedürfnisse nach einer Modernisierung zu sehen. Sobald das Kapital von dieser Politik genug hatte und international auf den Neoliberalismus setzte, wurde die neue Ausrichtung auch in Österreich durchgesetzt, noch unter Kreisky in den frühen 1980er Jahren. Die neoliberale Politik, insbesondere die Zerschlagung der verstaatlichten Industrie mit massivem Arbeitsplatzabbau und diverse „Sparpakete“ im Sozialbereich, wurden in Österreich bis 1999 von der SPÖ exekutiert. Angesichts dieser Tradition ist es kein Zufall, wenn auf Rhetorik-Schulungen der Gewerkschaft den BetriebsrätInnen beigebracht, wie man/frau einer Belegschaft Verschlechterungen am besten verkauft. Und nicht zufällig wurden im Jahr 2003 die Streiks gegen die Pensionskürzungen und gegen die Zerschlagung der Bundesbahn von der sozialdemokratischen Gewerkschaftsspitze abgedreht. Die Ursache für diese ganze Politik ist nicht einfach nur eine falsche Führung, sondern dass ein großer Funktionärsapparat und eine ganze privilegierte Schicht über die SPÖ mit dem bürgerlichen Staat verbunden ist. Diese Verbindungen sind auch für viele unzufriedene BasisaktivistInnen bei der Organisierung von Widerstand eine starke Bremse, denn sie fürchten um ihre Jobs. Und auch so manche führenden Funktionäre der SPÖ-Jugendorganisation werden sich nun genau überlegen, ob sie ihren Kampf mit der Parteiführung auf die Spitze treiben, waren ihre Funktionen doch stets sichere Sprungbretter für Landtags- und Parlamentsmandate oder ähnliches, wie auch die ehemaligen „frechen“ und „rebellischen“ SJlerGusenbauer und Cap belegen. Etliche der Konflikte, die in den letzten 1-2 Jahren in der Sozialdemokratie aufgetreten sind, etwa der zwischen Parteispitze und der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG), sind innerbürokratische Auseinandersetzungen. Sie sind aber dennoch nicht irrelevant, weil sie etwa das Potential einer Auseinanderentwicklung von Partei und Gewerkschaft in sich tragen. Die Schwächung der Gewerkschaften durch die BAWAG-Affäre hat auch eine Schwächung der politischen Autorität der Gewerkschaftsführung und ihrer Möglichkeit zur Verteilung von materiellen Privilegien im Apparat bedeutet. In der Folge ist der Zugriff der FSG-Führung auf die einzelnen Betriebsratskörperschaften nicht mehr überall so eisern wie früher. Die Proteste gegen den Pakt mit der ÖVP waren den SPÖ-Spitze sicherlich unangenehm. Dass der Druck in der Partei groß war, zeigt auch die Tatsache, das sich wichtige SPÖ-Landeschefs wie Erich Haider oder Franz Voves (Steiermark) als Kritiker inszenierten, was auch leicht zur bürokratischen Integration der Unzufriedenheit führen kann. Die Frage ist also, welche Perspektive die Proteste gegen die neue Regierung finden können. Entscheidend wird sein, ob es gelingt, den aktiven Widerstand über die Studierenden und die Jugend hinaus auszuweiten. Der Kompromiss bei den Studiengebühren (dass sie bleiben, aber durch soziale Arbeit abgearbeitet werden können) war ein sehr geschickter Schachzug der Regierung, ist doch ein erheblicher Teil der Bevölkerung für studierendenfeindliche Stimmung á la „die sollen doch mal was arbeiten“ empfänglich. Demgegenüber muss sicherlich aufgeklärt werden, dass die ausgerechneten Stundenlöhne niedriger sind als bei anderen StudentInnenjobs, dass es sich dabei um Lohndumping in Sozialbereich handelt, dass die Studierenden aus reichen Familien die Studiengebühren einfach zahlen werden, während es für die ärmeren die Studienzeit verlängert (zur Zeit arbeiten etwa 80% der Studierenden neben dem Studium), dass die Mehrheit der Studierenden Frauen sind und mit dem Regierungsmodell wieder mal Frauen schlecht oder unbezahlte soziale Arbeit leisten müssen. Es geht aber auch darum, den Eindruck zu vermeiden, dass es sich bei den Protesten gegen den Regierungspakt nur um die Interessen der Studierenden handelt, und darum, aus dem gescheiterten studentischen Widerstand die richtigen Schlüsse zu ziehen. 2000/01 (und auch schon 1996) hatte die „linke“ ÖH-Führung das Potential für einen erfolgreichen studentischen Kampf mit ihrer Orientierung auf die lächerlichen „kreativen Protestformen“ in den Sand gesetzt (siehe dazu die AGM-Bilanzartikel „Potentiale und Grenzen von studentischen Protesten“:http://www.agmarxismus.net/flugschriften/f13_potenz.htm, „Chronologie eine Demobilisierung“: http://www.agmarxismus.net/flugschriften/f13_chrono.htm und „Boycott der Studiengebühren oder Verweigerung der Realität“: http://www.agmarxismus.net/flugschriften/f18_agmuni.html).Während die „linke“ ÖH-Führung eine Ausrichtung auf Streiks und Besetzungen systematisch bekämpft hat, hat im Sommersemester 2006 in Griechenland eine StudentInnenbewegung mit wochenlangen Streiks, mit Besetzungen der Unis, mit Orientierung auf ein Bündnis mit der lohnabhängigen Bevölkerung und mit kämpferischen Massenmobilisierungen die Pläne der Regierung zur neoliberalen Zurichtung der Universitäten abgewehrt und der Regierung eine schwere Niederlage beigebracht (siehe AGM-Flugschriftzeitung roter stern, Nr. 8: http://www.agmarxismus.net/flugschriften/RS8/rs8_rueckseite.pdf). Wenn man/frau auch in Österreich Kurs auf einen erfolgreichen studentischen Widerstand nehmen will, ist dazu auch ein Abschied von einem positiven Bezug auf die bildungspolitischen Vorschläge der SPÖ und der Grünen notwendig. Schon bisher ist das Bildungssystem auf die Interessen des Kapitals zugeschnitten und sind die Universitäten (trotz gewisser Spielwiesen) Teil des ideologischen Herrschaftssystems des Kapitalismus. Statt hier einfach „mehr Bildung“ zu fordern, ist eine Kritik dieser Zustände und Funktionen notwendig. Die Wahlkampfforderungen von SPÖ und Grünen nach mehr Geld für Bildung, Wissenschaft und Forschung stehen für nichts anderes als für eine Modernisierung des Systems und wurden auch ganz offen damit argumentiert, dass das (ebenso wie eine Höherqualifizierung der Arbeitskräfte durch eine Gesamtschule) für die Konkurrenzfähigkeit der österreichischen Wirtschaft notwendig sei. Die SPÖ und insbesondere die Grünen bedienen mit diesen Forderungen natürlich auch ganz gezielt eine bestimmte akademische Klientel. Als staatlich verordnete Institution, die dem Bildungsministerium weisungspflichtig ist, ist auch die ÖH in diese ständische Politik integriert. Nicht zufällig sind ÖH-Funktionärsposten oft Stufen zu einer akademischen Karriere. Angesichts ihres staatlichen Charakters und der Erfahrungen mit dieser Art von studentischer Interessensvertretung ist es mehr als fraglich, ob die ÖH ein geeignetes Instrument für ernsthafte Kämpfe sein kann (siehe dazu in der aktuellen Ausgabe der AL-Zeitung Morgenrot den Artikel „Den Unisumpf trocken legen!“). Entscheidend für die Entwicklung einer breiteren Bewegung gegen die Regierung und ihre Politik ist der Bereich, wo es dem Kapital wirklich weh tut, nämlich die Betriebe. Die Gewerkschaften haben freilich schon gegen die Rechtsregierung 2000-2006 nur sehr zaghaften Widerstand geleistet, ihre sozialdemokratischen Führungen eine tatsächliche Konfrontation gescheut. Zuletzt wurde die Gewerkschaft durch die korrupten Machenschaften um die BAWAG auch noch geschwächt. Bei vielen sozialdemokratischen BasisfunktionärInnen in den Gewerkschaften, auch bei solchen mit sozialistischem Selbstverständnis, ist heute nicht kämpferische Entschlossenheit, sondern Verzweiflung über den Pakt mit der ÖVP vorherrschend. Das ist auch darauf zurückzuführen, dass sich viele an die Hoffnung, dass durch eine SPÖ-Minderheitsregierung oder eine „rot“-grüne Regierung vieles besser würde, geklammert haben, dass sie damit in der Logik von Regierungskombinationen denken und nicht auf die eigene Stärke vertrauen. Viele BasisaktivistInnen von SJ, FSG und SPÖ, die es ehrlich meinen mit einer Politik im Interesse der Lohnabhängigen, sind massiv angewidert vom Pakt der Parteiführung mit der ÖVP. Viele sind ratlos, wie es weitergehen soll, zögern aber vor dem entscheidenden Bruch mit der Illusion, dass die SPÖ vielleicht doch noch irgendwie reformiert werden kann. Für viele ist es auch persönlich schwierig, denn oftmals würde es sich auch um einen Bruch mit einer jahre- oder jahrzehntelangen sozialen Existenz in einem breiten sozialdemokratischen Milieu handeln und für so manchen würden damit Karrieremöglichkeiten in Partei und Staat aufs Spiel gesetzt. Für viele ist auch eine selbst organisierte politische Aktivität, ohne Partei- und Gewerkschaftsfinanzen, kaum vorstellbar. Von AktivistInnen der sozialdemokratischen Organisationen wurde angesichts der offensichtlich treffenden Kritik an der Politik der SPÖ oft argumentiert, dass die kleinen Gruppen der radikalen Linken nichts erreichen könnten und es deshalb trotz allem im Rahmen „der sozialdemokratischen Bewegung“ zu verbleiben gelte. Einmal mehr müssen sich diese AktivistInnen, auch die kritischen und oppositionellen (etwa die Plattform Wir-sind-SPÖ), nun die Frage stellen, ob sie sich nicht erneut als billige WahlkampfhelferInnen für Gusenbauer & Co. missbrauchen haben lassen, ob sie nicht in erster Linie das linke Feigenblatt für den SPÖ-Neoliberalismus abgeben. Und sie müssen sich auch die Frage stellen, ob sie mit einem Verbleib in den sozialdemokratischen Organisationen nicht dazu beitragen, die Vorherrschaft der SPÖ in der ArbeiterInnenbewegung festzuschreiben, anstatt die radikale Linke zu stärken, mit der sie eigentlich viele Positionen teilen. Es besteht dabei durchaus die Gefahr, dass durch die kämpferische Opposition von SJ und VSStÖ gegen den Regierungspakt viele enttäuschte AktivistInnen weiter in der Sozialdemokratie integriert bleiben – und beim nächsten Wahlkampf, wenn sich der jetzige Sturm gelegt hat und von den SJ- und VSStÖ-Spitzen wieder mal das Argument des „kleineren Übels“ aus dem Hut gezaubert wird, dann erneut für Gusenbauer & Co. den Wahlkampf bestreiten. Statt darauf zu warten, bis man/frau das nächste Mal verraten und verkauft wird, statt die eigene Kraft und das eigene Engagement für den Aufbau der Sozialdemokratie zu verschwenden, die hoffnungslos mit den Interessen des Kapitals und dem bürgerlichen Staat verbunden ist, sollten sich unzufriedene sozialdemokratische AktivistInnen langsam mal eine Alternative überlegen. Wir denken, dass die ArbeiterInnenklasse eine neue Organisation braucht. Dafür sind die Konzepte, die heute wieder unter linken SJlerInnen herumgeistern, nämlich sowohl die kapitalistische Modernisierungspolitik unter Kreisky als auch der verbalradikale Reformismus des Austromarxismus mit seiner parlamentarischen und defensiv-abwartenden Logik, keine geeigneten Bezugspunkte. Wir denken, dass eine solche neue ArbeiterInnenpartei eine revolutionäre, marxistische sein muss, die sich nicht auf Kompromisse mit den KapitalistInnen und den bürgerlichen Staat als Instrument der Veränderung orientiert, sondern auf Klassenkampf, Massenmobilisierungen und Internationalismus. Gemeinsame Stellungnahme der Leitungen von Arbeitsgruppe Marxismus (AGM) und AL-Antifaschistische Linke Wien, 15. Januar 2007 Veranstaltung der gemeinsamen Unigruppe von AGM und AL: Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten! Warum der Umfaller der SPÖ kein Zufall ist und was für Schlüsse wir daraus ziehen können... Mittwoch, 17. Januar, 19.30 Uhr Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 Wien (U3 Neubaugasse/Ausgang Stiftgasse) Veranstaltungen der Gruppen Wien Nord und Wien Süd/West siehe: http://www.agmarxismus.net/termine.htm ================================================ ================================================ ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN ================================================ ================================================ 06 que[e]r am 17.01.: Filmabend zum "deutschen Charakter" Von: Rosa Antifa Wien ================================================ Mittwoch 17. Jaenner: Kuschelkino - Filmabend zum "deutschen Charakter" Wir zeigen einen Film aus den 50er Jahren, der in der ganzen Welt hohe Anerkennung erhielt. Lediglich in der Bundesrepublik Deutschland wurde er fuer 6 Jahre verboten und kam auch spaeter nur in einer um 12 Minuten gekuerzten Version ins Kino, da man den Film als Angriff auf die Bundesrepublik betrachtete, in der viele KritikerInnen Ansaetze eines erneuten Untertanenstaates sahen. Die Hauptfigur hat als Prototyp des "deutschen Charakters" nach dem Motto "nach oben buckeln und nach unten treten" nichts an Aktualitaet eingebuesst. ############### Naechste Woche: Menschenrechte der Frau in der Tuerkei Weitere Infos siehe: http://raw.at/queer/ -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# ================================================ 07 Neues Interview mit David Goldner zu "Feindaufklärung" Von: Café Critique ================================================ Ein Interview mit David Goldner nach seiner Verurteilung wegen der Bewerbung des Buches "Feindaufklärung und Reeducation. Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus" findet sich hier: http://freie-radios.net/portal/content.php?id=15301 Spenden zur Unterstützung von David Goldner können auf folgendes Konto eingezahlt werden: ISF e.V., Postbank Karlsruhe, Konto 2260 45-756, BLZ 660 100 75 Stichwort: „Prozesskosten Garmisch-Partenkirchen“ Stephan Grigat (Hg.): Feindaufklärung und Reeducation. Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus. 316 Seiten, 14 ?, ISBN: 3-924627-93-2 http://www.ca-ira.net/verlag/buecher/grigat-feindaufklaerung.reeducation.html http://www.cafecritique.priv.at ================================================ ================================================ 08 „5 Fabriken“ im Filmcasino Wien, 19. – 25.01.2007 Von: Oliver Ressler ================================================ 5 FABRIKEN – ARBEITERKONTROLLE IN VENEZUELA Ein Film von Dario Azzellini & Oliver Ressler Ö/D/USA 2006 | 81 Min. | OmdU Sonntagsmatinée: 21. Januar 2007, 13:00 Uhr Filmcasino, 1050 Wien, Margaretenstr. 78, www.filmcasino.at Kartenreservierung: 587 90 62 Anschließend an die Filmvorführung von „5 Fabriken“ moderiert Ramón Reichert ein Podiumsgespräch mit dem Regisseur des Films, Oliver Ressler, und Axel Magnus (Aktivist „Hände weg von Venezuela“). Der Reinerlös der Matinée wird der Freteco (Front der besetzen Betriebe und Betriebe unter Arbeiterkontrolle) gespendet. Der Film läuft ab Freitag, 19.01.2007 bis zumindest 25.01.2007 täglich um 18:30 Uhr im Programm des Filmcasinos. Ein Programm von sixpackfilm www.sixpackfilm.com In ihrem Film „5 Fabriken – Arbeiterkontrolle in Venezuela“ dokumentieren Dario Azzellini und Oliver Ressler Praktiken der politischen Partizipation in Venezuela. Zwischen der Aluminiumhütte Alcasa in Ciudad Guayana, einer Textilfabrik in San Cristóbal, einer Tomatenfabrik in Altagracia de Orituco, einer Kakaofabrik in Cumaná und einer Papierfabrik in Morón zeigen sich vielschichtige Berührungspunkte: ein Aufstand des „unterdrückten Wissens“ (Michel Foucault) wird sichtbar. In kritischer Auseinandersetzung mit dem Staatskapitalismus der UDSSR und Kuba und mit dem Aktienbeteiligungs-Modell der Sozialdemokratie suchen nach der Regierungsübernahme durch Hugo Chávez 1998 Arbeiter/innen-Kooperativen nach neuen Formen des politischen Aktivismus. Arbeiter/innen werden zu Protagonist/innen ihrer eigenen Geschichte: „Wir denken nicht wie der Comandante Chávez. Es ist der Comandante Chávez, der denkt wie wir“, sagt ein Arbeiter der Kakaofabrik in Cumaná. Diese „neue politische Kultur“ forciert eine innerbetriebliche „Produktion von Subjektivität“ (Maurizio Lazzarato), die das politische Handeln der Stellvertreter und Fürsprecher ständig aufs Neue herausfordert. Demzufolge wird die „Mitverwaltung“ der Arbeiter/innen bloß als ein Übergang zur vollständigen „Arbeiterkontrolle“ und „Selbstverwaltung“ gesehen. Im Film kommen die strategischen Ziele dieser Transformation zur Sprache: die Veränderung der Produktionsverhältnisse, eine selbstorganisierte Arbeiterdemokratie und eine Egalisierung des Lohns. Wie bereits in „Venezuela von unten“ (2004) thematisiert „5 Fabriken“ die Potentiale des diskursiven Widerstands – eine Verflechtung von politischem Wissen und lokalen Erfahrungen, die es ermöglicht, ein historisches Wissen der Kämpfe zu erstellen und dieses Wissen in ein politisches Handeln einzubringen. (Ramon Reichert) Konzept, Interviews, Schnitt, Realisation: Dario Azzellini & Oliver Ressler Kamera: Volkmar Geiblinger Produktionsassistenz in Venezuela: Eduardo Daza Bildbearbeitung und Titeln: Markus Koessl Tonbearbeitung: Rudi Gottsberger Weitere Informationen: www.ressler.at ================================================ MELDUNGEN ================================================ ================================================ 09 Tourismus in der "3.Welt" Von: promedia at mediashop.at ================================================ Der Promedia Verlag, Südwind und das Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien dürfen Sie herzlich zu folgender Buchpräsentation einladen: Baumhackl/ Habinger/ Kolland/ Luger (Hg.) TOURISMUS IN DER „DRITTEN WELT“ Zur Diskussion einer Entwicklungsperspektive ISBN 3-85371-256-8, br., großes Format, 240 S., Euro 24,90, Edition Historische Sozialkunde/ Internationale Entwicklung Wo? Weltcafé , Schwarzspanierstraße 15, 1090 Wien Wann? Donnerstag, 25. Januar 2007, Beginn: 19 Uhr Wer? Christian Baumgartner (RESPECT- Institut für Integrativen Tourismus und Entwicklung) Christian Bruckmüller (Jumbo Touristik) Andreas Obrecht (Interdisziplinäres Forschungsinstitut für Entwicklungszusammenarbeit) Franz Kolland (Moderation, Institut für Soziologie, Universität Wien) Was? Das Wachstum der Tourismusbranche in Entwicklungsländern wird seit Jahrzehnten kontrovers diskutiert. Der Ausbau dieses Wirtschaftssektors führt zu einer stärkeren Integration in die Weltwirtschaft, deren ökonomische und politische Effekte je nach Einschätzung positiv oder negativ betrachtet werden. Einer positiven Betrachtung setzten kritische Studien, die im weitesten Sinn der Dependenzdiskussion zugeordnet werden können, eine deutlich skeptischere Einschätzung entgegen. Erst die Idee des „nachhaltigen Tourismus“ hat ab Mitte der 1990er Jahre zu einem Wandel der Einstellung geführt. Seit 2002 gilt der Tourismus wieder als Entwicklungsmotor – insbesondere in den am wenigsten entwickelten Ländern. Als neue Fragen stellen sich: Welches sind die wichtigsten ökonomischen Aktivitäten eines Landes? Wie ist es zu dieser Prioritätensetzung gekommen? Wer steht hinter diesen Aktivitäten und kontrolliert sie? Dieser Ansatz eröffnet die Möglichkeit, nach den bestimmenden Entwicklungsmustern im Tourismus zu fragen, d.h. die analytische Perspektive in den Vordergrund zu stellen. Das Buch ist im gut sortierten Buchhandel zu beziehen und kann auch direkt beim Verlag bestellt werden. ================================================ ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Di 5 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Thu Jan 18 07:59:31 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Thu, 18 Jan 2007 07:59:31 +0100 Subject: widerst@nd mund: Donnerstag, 18. =?iso-8859-1?Q?J=E4nner__2007?= Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Mittwoch , Donnerstag, 18. Jänner 2007 Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund In eigener Sache und in Eurem Interesse in Zeiten wie diesen ist eine kleine Umverteilung der MUND-Arbeit notwendig: DER WIDERSTANDS-MUND SUCHT DRINGEND LEUTE, DIE 1 X DIE WOCHE EINE AUSGABE ZUSAMMENSTELLEN WOLLEN ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN ================================================ ================================================ 01 RADIO STIMME - DIE SENDUNG DER INITIATIVE MINDERHEITEN von Radio Stimme ================================================ 02 The Politics of Culture: Re-engaging Uli von ursprung ================================================ 03 [literatur] neues vom uhudla von el awadalla ================================================ 04 Termine ab Mittwoch, den 17.Jaenner 2007 von "akin" ================================================ 05 Donnerstagsende/17.1.:Ehe ohne Grenzen vor Innenministerium/Prokop-Reaktionen von "August Faschang" ================================================ ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ 06 Zu Verschwörungstheorien von Thomas Schmidinger von "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" ================================================ 07 Prokop-Nachlese von Asyl in Not ================================================ 08 KPÖ/Mindestlohn/Gesetz/Regierungsgprogramm von KPÖ-Information ================================================ 09 KPÖ/Regierungserklärung/Koalition von KPÖ-Information ================================================ 10 ACUS: Freie Bildung ist ein Menschenrecht von "Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering" ================================================ 11 Regierungsbildung: Der Inhalt des Koalitionsvertrags: Migrationsabwehr, Militarisierung, Diskriminierung von "akin" ================================================ 12 EU/Moderne Zeiten: 1984? Jetzt kommt 2007! von "akin" ================================================ 13 Polizei/Fremdenrecht/UK: Pro Woche ein Toter von "akin" ================================================ 14 WWWebtip: U-Liste fuer Generika von "akin" ================================================ 15 die österreichische Untugend von "clemens ottawa" ================================================ 16 KPÖ/EU-Verfassung/Berger von KPÖ-Information ================================================ 17 GLB/Arbeitszeit/Flexibilisierung/Industrie von "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================ 18 Bartenstein und seine Pläne mit den Arbeitslosen von regtseichauf at gmx.net ================================================ 19 Mädchen- und Jugendarbeit im Nachkriegs-Irak von WADI Austria ================================================ ================================================ STUDENTENPROTESTE ================================================ ================================================ 20 [al_news] SPÖ-Kapitulation un d Proteste / Veranstaltungen von "AL-Antifaschistische Linke" ================================================ 21 Regierungsbildung/Glosse: Demo-Impressionen von "akin" ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 RADIO STIMME - DIE SENDUNG DER INITIATIVE MINDERHEITEN von Radio Stimme ================================================ RADIO STIMME - DIE SENDUNG DER INITIATIVE MINDERHEITEN Donnerstag, 18. Jänner 2007 13.00 Uhr, Orange 94.0 / Wien Erkennen Sie die blassrote Handschrift? Die Wende steht unmittelbar bevor! Tut sie das? Nach sieben Jahren schwarz-blau gibt es nun wieder einen roten Kanzler. Doch anstatt linken Jubel über das Ende der rechts-rechts Regierung gibt es wütende Demonstrationen gegen Alfred Gusenbauer. Unterscheidet sich die neue Regierung tatsächlich nur um Nuancen von der vorherigen? Radio Stimme hat ExpertInnen und NGO-VertreterInnen um kurze Stellungnahmen zum Regierungsabkommen zwischen SPÖ und ÖVP gebeten. Weitere Sendungsthemen: - Eine Reise in die Welt der Begriffsdefinitionen und Vorurteile mit dem Vergleichenden Wörterbuch der Ausländer/innenologie - Magisterstudium Gender Studies an der Universität Wien Diese Sendung wird weiters ausgestrahlt auf: FREIRAD (Innsbruck) Do, 25. Jänner 2007, 12.00 Uhr Radio AGORA (Kärnten) Do, 25. Jänner 2007, 19.00 Uhr Radio HELSINKI (Graz) Sa, 27. Jänner 2007, 19.00 Uhr Radio FRO (Linz) So, 28. Jänner 2007, 11.00 Uhr ****** -> Sendung verpasst? Das Internet-Archiv. Diese und alle anderen Ausgaben von Radio Stimme sind in unserem digitalen Sendungsarchiv jederzeit als Download und Stream abrufbar: http://www.initiative.minderheiten.at/Radio ****** -> Sendung über's Internet hören. Die Sendungen sind über den Internet-Livestream der Radiosender zur jeweils angegebenen Sendezeit auch über das Internet zu hören. Orange 94.0: http://streamintern.orange.or.at/live3.m3u FREIRAD: http://www.freirad.at/live.m3u Radio AGORA: http://www.cartwall.at/agora_mp3.m3u Radio FRO: http://www.fro.at/livestream.php HELSINKI: http://www.helsinki.at/live-stream.php ***** -- Radio Stimme - Die Sendung der Initiative Minderheiten Das politische Magazin zu den Themen Minderheiten - Mehrheiten - Machtverhältnisse on air: Wien - Do, 13.00 Uhr - Orange 94.0 - http://www.orange.or.at Innsbruck - Do, 12.00 Uhr - FREIRAD - http://www.freirad.at Kaernten - Do, 19.00 Uhr - Radio AGORA - http://www.agora.at Graz - Sa, 19.00 Uhr - Radio Helsinki - http://www.helsinki.at Linz - So, 11.00 Uhr - Radio FRO - http://www.fro.at on line: weltweit - jederzeit - http://www.initiative.minderheiten.at -- This mail was sent through the strg.at network. http://strg.at ================================================ 02 The Politics of Culture: Re-engaging Uli von ursprung ================================================ The Politics of Culture Re-engaging Uli Ausstellung, Workshop und Vorträge zur traditionellen nigerianischen Malerei. Zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler setzen sich mit der symbolischen bis abstrakten Kunst der Uli-Malerinnen auseinander, deren Werk die europäische Moderne wesentlich beeinflusste. Das im Oktober aufgrund der abgelehnten Visa-Anträge gescheiterte Projekt mit der Pendulum Art Gallery (Lagos, Nigeria) kann nun im Jänner endlich in Graz “landen” - mit einer Ausstellung, Vorträgen und Workshops von: Krydz Ikwuemesi, Ndidi Dike, Angela Udeani Nkem, Okechukwu Nwafor, Peter Areh, einer Videodokumentation des kollektiven Prozesses klassischer Uli-Malerei und ausgewählten Arbeiten von Uli-Klassizisten. Workshops Fr 19. - So 21. Jänner von 10:00 – 17:00 Uhr Nach einer Einführung in Tradition, Techniken und Symbolik klassischer nigerianischer Uli-Malerei* werden gemeinsam mit der renommierten Künstlerin Ndidi Dike (www.ndididike.com/) und dem Theoretiker, Maler und Kurator C. Krydz Ikwuemesi (www.heavensgate-ng.com/) in einem mehrtägigen Workshop u.a. Wände im Kunstraum BAODO im NIL bemalt. Auf Basis der dabei gewonnenen Erfahrungen werden die Prinzipien der Uli-Malerei aus moderner bzw. postmoderner Perspektive reflektiert, und in einer zweiten Workshopphase auf Leinwand, Papier und anderen Materialien weitergeführt. Präsentation der Workshopergebnisse: Di 23. 1. um 19:00 Uhr im Kunstraum BAODO im NIL Dreihackengasse 42, 8020 Graz. Ausstellung bis 7. 2., Öffnungszeiten Mo – So 15:30 – 22:00 Workshopbeiträge für den dreitägigen Uli-Workshop (inkl. Materialkosten, Mittagessen und Snacks): Eur 75,-. Ermässigungen für StudentInnen und Mittellose möglich. Anmeldungen unter: 0316/32 44 34 oder p.riesel at aai-graz.at. Weitere Infos auf www.crossingcultures.at Do 25. Jänner 18:00 Uhr Vorträge: C. Krydz Ikwuemesi und Peter Areh: “Uli: History, Essence and Prospects” Der Vortrag ist in Englisch, wird jedoch zusammenfassend ins Deutsche übersetzt. 20:00 Uhr Vernissage Es spricht LH-Stv. Dr. Kurt Flecker Arbeiten von Krydz Ikwuemesi, Ndidi Dike, Angela Udeani Nkem, Okechukwu Nwafor, Uche Okeke, Obiora Udechukwu, Nneka Onwudinjo, Joseph Eze, Tayo Adenaike, George und Nneka Odoh. Ausstellungsdauer: 26. 1. - 11.2. Öffnungszeiten: DI – SO 14:00 – 18:00 Uhr Ort: ESC, Jakoministrasse 16, 8010 Graz Uli: Vor der Christianisierung Nigerias war die Malerei Frauen vorbehalten: In einem gemeinsamen, kollektiven Prozess bemalten sie die Außenwände von Schreinen, Wohnhäusern und anderen öffentlichen Gebäuden. Diese abstrakte, symbolische Malerei („Uli“) wurde auch als Körperbemalung appliziert und ersetzte vor der Europäisierung die Kleidung. Elemente davon beeinflussten und befruchteten die Arbeiten von europäischen Künstlern wie Picasso, während sich zeitgleich an ihrem Entstehungsort deren Untergang ankündigte. In den letzten Jahren begann jedoch auch in Nigeria eine Wiederentdeckung von Uli: zeitgenössische KünstlerInnen setzen sich intensiv mit dieser Tradition auseinander und lassen sich davon inspirieren – in der Malerei, Skulptur, aber auch im Produkt- und Stoffdesign, in Performance und Musik. Die Pendulum Art Gallery in Lagos dokumentierte 2003 die Arbeit der noch lebenden Uli-Künstlerinnen und konzipierte eine Ausstellung, in der diese traditionelle Malerei mit den Arbeiten zeitgenössischer afrikanischer KünstlerInnen kontrastiert wird. Eine Veranstaltung des Afro-Asiatischen Instituts Graz und The Syndicate“zum Auftakt von Crossing Cultures. “Crossing Cultures” - das Laboratorium für interkulturelle Kooperationen mit den Ländern des Südens in der Steiermark.ist eine innovative künstlerische Arbeits- und Begegnungsplattform des Afro-Asiatischen Instituts Graz. http://syn.mur.at, www.crossingcultures.at Wir danken dem Land Steiermark Kultur und dem Kulturamt der Stadt Graz sowie allen KooperationspartnerInnen ================================================ 03 [literatur] neues vom uhudla von el awadalla ================================================ eine ganz großartige neuigkeit: der goarilla-srilla ist endlich da! ein gorilla bricht aus und kommt auf seiner flucht an die erstaunlichsten wiener plätze, hat dabei merkwürdige begegnungen und findet - häppy end! - schließlich (s)ein platzerl ... ein wiener road-movie im dialekt (und andere dialektgedichte) von el awadalla auf cd mit musik der gruppe splitter. das ganze natürlich auch zum nachlesen als buch. präsentation im salon uhudla: 16. 2. 2006, 19:30 salon uhudla, 1040 phorusgasse 7 bücher aus der edition uhudlaA gibts jetzt auf der neuen verlagshomepage http://uhudla.awadalla.at/ jeden freitag von 11 bis 19 uhr ist buchhandlung uhudla geöffnet (salon uhudla, 1040 phorusgasse 7). andere termine: "ICHT" von Christian Loidl Fr, 19. Jänner 2007, 19 Uhr, Literaturhaus Wien, 1070, Zeiglergasse 26a Leseaufführung - Christian Loidl Festival 3-Minuten-Textauszüge gelesen von EL AWADALLA, EUGEN BARTMER, MANFRED CHOBOT, JUDITH FISCHER, CHRISTINE HUBER, GERHARD JASCHKE, NILS JENSEN, OTTWALD JOHN, GÜNTHER KAIP, CHRISTIAN KATT (VA), KRISTA KEMPINGER, ILSE KILIC, THOMAS NORTHOFF, DINE PETRIK, MECHTHILD PODZEIT-LÜTJEN, KARIN SCHÖFFAUER, BIRGIT SCHWANER, ROLF SCHWENDTER, CHRISTA STIPPINGER, GABRIELE STÖGER, SUSANNE TOTH, FRITZ WIDHALM und RENATA ZUNIGA Klang: INSTITUT FÜR TRANSAKUSTISCHE FORSCHUNG Erstaufführung einer bislang unbekannten Tonaufnahme: Auszüge aus "ICHT" gelesen von Christian Loidl (In Kooperation von Grazer Autorinnen Autorenversammlung, farnblüte und 1. Wiener Lesetheater) 13. 2. 2007, 20 uhr dialekt-poetry-slam tschocherl, 1150 wien, wurmsergasse 42 -- http://www.awadalla.at/ ================================================ 04 Termine ab Mittwoch, den 17.Jaenner 2007 von "akin" ================================================ akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 16. Jaenner 2007; 18:28 *********************************************** >>>>>>>>>>>>>> Termine ab Mittwoch, den 17.Jaenner 2007 Aenderungen bitte uns bekanntzugeben! Telefonnummern ohne Vorwahl sind Wiener Festnetz-Nummern. > Staendiges KUNDGEBUNGEN: Critical Mass (aka Radldemo, vormals RaF), j. 3.Fr. i. Monat, 16:30, 1050 Margaretenpl., http://criticalmass.at/ > Derzeitiges Juedisches Museum, 1010 Dorotheerg.11, Tel. 535 04 31, So - Fr 10-18h, Do - 20h, bis 18.3.07 Ausstellung: Felix Salten Schriftsteller, Journalist, Exilant: Von Josefine Mutzenbacher zu Bambi Wien Museum, Ausstellung bis 25.2.07: Grosser Bahnhof - Wien und die weite Welt. Freier Eintritt fuer Arbeitslose, Notstandshilfe- bzw.SozialhilfeempfaengerInnen. 1040 Karlsplatz MQ Zoom Kindermuseum/auch fuer Erwachsene - Ausstellung von Aerzte ohne Grenzen: Leben auf der Flucht. Dauer bis 25.2.07, M o - Fr 8 - 16h, Sa, So Feiertag und Ferien 9,30 - 15,30, Infos Tel. 524 79 08 oder www.kindermuseum.at. Vom Erwachsenen-Eintritt geht eine Spende an Aerzte ohne Grenzen. 1070 Museumsplatz 7 Oesterr. Theater Museum, bis 21.1.07: Arthur Schnitzler - Affairen und Affekte. 1010 Lobkowitzpl. 2, taegl. ausser Montag 10-18h Film-Museum, bis 8.2.07: Roberto Rossellini und der italienische Neorealismus. 1010 Albertina Vorbereitungstreffen fuer die FrauenLesbenMaedchen-DEMO am 8.3.07 finden statt:: ab 18.1. jede Woche jew. Do um 19h. FZ 1090 Waehringer Str.59/Stiege 6 > Mittwoch, 17.1. KUNDGEBUNG ab 14h am Minoritenplatz 1010 Wien gegen Gusi-Umfaller Amerlinghaus, 19,30, Disk: Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten! Warum der Umfaller der SPOe kein Zufall ist und was fuer Schluesse sind daraus zu ziehen... 1070 Stiftg.8 Cafe Berfin, 19h, Disk: Der Zypernkonflikt. 1070 Siebensterng.46 iwk, 18,30, Rene Kuppe: Moeglichkeiten und Grenzen des Schutzes fuer traditionelles Wissen indigener Voelker. 1090 Bergg.17 Graz, KF-Uni ab 14h DEMO "Gegen die Fortsetzung der Wende". Abschluss um 15,30 am Grazer Hauptplatz Ibk. 19h, HoererInnenversamml. zu Gusi-Umfaller, HS 7 GeiWi Innsbruck. info: forum.oeh.cc > Donnerstag, 18.1. PIWNICA, 18h, Ungarn - historischer Rueckblick. 1200 Jaegerstr.38 Cafe Dreiklang, 19h, Attac-Entschuldungs-Treffen. 1090 Wasag.28 Team Wien, 19h, Lesekreis zum "Kritischen EU-Buch" 1050 Margaretenstr.166/3/25 Kolpinghaus, 19,30, Vortrag von Felicia Langer: Noch Chancen auf den Frieden im Nahen Osten? 1090 Althanstr.51/Liechtensteinstrasse iwk, 18,30, Frauen schreiben gegen Hindernisse: Zwischen den Stuehlen. Aspekte einer Forscherinnenkarriere in der Tschechoslowakei Metro-Kino, 19,30, Frauen im KZ, Film: Zeugin aus der Hoelle/D/Jug/1965/67. Vor Beginn jed. Spielsilms Impulsreferat von Univ.Prof.Dr.Frank Stern. 1010 Johannesg.4, Eintritt frei, Tel.531 26-3867 Linz: 11 Uhr, Demonstration gegen Gusi-Umfaller, Treffpunkt Hauptplatz Innsbruck, Buchh.Widerin, 19h, Buchpraes: 50 Vorschlaege fuer eine gerechtere Welt. Vortrag und Disk. mit Christian Felber. Sparkassenplatz > Freitag, 19.1. Metro-Kino, 19,30, Frauen im KZ, Film: Birkenau und Rosenfeld D/F/PL 2006. Vor Beginn: Impulsreferat von Univ.Prof.Stern. 1010 Johannesg.4, Eintritt frei, Tel. 531 26-3867 Amerlinghaus, 15h, Runder Tisch zum Grundeinkommen. 1070 Stiftg.8 Lhotzky-Literaturbuffet, 19h, Karl Fischbacher spricht ueber die Situation und naechste Perspektiven von Mumia Abu-Jamal. Viele Infos aus dem Buch: Wettlauf gegen den Tod - ein schwarzer Revolutionaer im weissen Amerika. 1020 Taborstr.28 ekh, 21h, 80er Party FZ Bar, 19,30, Filmvorfuehrung: Vernichtungslager Uckermark - das Maedchenkonzentrations- und spaetere Vernichtungslager. Veranst. nur fuer Frauen. 1090 Waehringer Str.59/6, Eingang Prechtlgasse - laeuten Linz, Volkshaus Kandlheim, 19h, Info- und Soliveranstaltung: Free the Five. Edlbacherstr.1, Infos unter www.cuba.or.at > Samstag, 20.1. Kulturverein Zwischenraum, Fuehrung im Wien Museum, Treffpunkt 14h, Ausstellung: Grosser Bahnhof. 1040 Karlsplatz, Anm. bei Ilse Grusch Tel. 0664-923 94 60 ekh, 21h, ArchitekturstudentInnen Party. 1100 Wielandg.2-4 Audi-Max der TU, ab 16h Filmland KUBA. 1060 Getreidemarkt 9 SOL Gernarlversammlung ab 10h im Fluechtlingsheim der Caritas. 1150 Robert Hamerlingg.7/Eingang Hangluessgasse - 5 min vom Westbahnhof. Kommun. Initiative, 17h, 1160, Rankgasse 2: Diskussion: "Widerstand und Gegenwehr - die Politik der revolutionaeren und antiimperialistischen Linken in Oesterreich 2007" mit Otto Bruckner + "Der Kampf gegen Imperialismus und Krieg weltweit und die Aufgaben der KommunistInnen" mit Michael Opperskalski + anschl. ArbeiterInnenliederabend mit Christian "Gigs" Buchinger Salzburg, Brunauer Zentrum, 10-17h, Seminar: "(Menschenrechts-) Gerechter Krieg. Menschenrechte und militaerische Gewalt. Elisabethstr.45a, Anm: Tel. 0662-873931, office at friedensbuero.at > Sonntag, 21.1. Filmcasino, Mateinee um 13h: Arbeiterkontrolle in Venezuela - 5 Fabriken. Anschl. Gespraech mit Oliver Ressler. Der Film laeuft auch im Abendprogramm des Filmcasino. 1050 Margaretenstr. Salzburg, Infoladen, 20h, Kino: Guerilleros in den kurdischen Bergen. Doku/F 2006. Lasserstr.26 > Montag, 22.1. Literaturhaus, 19h, Projektpraesentation in Bild und Ton: Literatur und Politik. Schriftsteller als Abgeordnete. 1070 Zieglerg.26a Austria Center, 10-16h UG/Unabhaengige GewerkschafterInnen-Konferenz. 1220 UNO City/Austria Center > Dienstag, 23.1. Inst.Wissensch. vom Menschen, 18h, Karl Oellinger, Cornelia Klinger: Was ist oeffentlich, was ist privat? 1090 Spittelauer Laende 3, U 4 Friedensbruecke Amerlinghaus, 19h Film & Disk. Gewaltfreier Widerstand im Westjordanland. 1070 Stiftg.8 iwk, 18,30, Ferdinand Ruzicka: Mobilfunk und Gesundheit. 1090 Bergg.17 Gruenes Haus, 17h, IGS Jour fixe: Rette sich wer kann: von der Arbeitslosigkeit in die Pension. Vortrag von Willi Poell/AMS. 1070 Lindeng.40 Salzburg, GESWI, 20h, Vortrag & Disk: zum Thema: Geschichte und Praxis des Linksradikalismus. Rudolfskai 42 > Mittwoch, 24.1. que(e)r, 20h, Buchpraes: Menschenrechte der Frau in der Tuerkei. 1010 Wipplingerstr.23 ekh, 20h, subversive Kantine: besetzte Fabriken in Argentinien. 1100 Wielandg.2-4 Rotpunkt, 19,30, Kabarett : BZOe - B(enjamin) Z(erstoert) Oe(sterreich) oder der Kampf gegen die Realsatire. 1050 Reinprechtsdorferstr.6 7stern, 19h, Gedenkveranstaltung fuer Grete Jost. 1070 Siebensterng.31 Linz, BH Betriebsseminar 18h, Arbeitrsgruppentreffen Tauschkreise und Regionalwaehrung. Kapuzinerstr.49 Innsbruck, Uni Inst.fuer Alte Geschichte, 19h, Vortrag: Hamas - der Politische Islam in Palaestina. Innrain 52/IV > Donnerstag, 25.1. Rep.Cklub, 19h, Vortrag und Buchpraes. in englischer Sprache: The Bush Years. 1010 Rockhg.1, Cafe Hebenstreit Piwnica, 18h, SLP-Disk: Ungarn - heute. 1200 Jaegerstr.38 Juedisches Museum, 18h puenktlich Museum unter der Lupe: Frauen - Geschichte/n. Kuratorin Gabriel Kohlbauer-Fritz bereitet gerade die Austellung: Beste aller Frauen. Weibliche Dimensionen im Judentum, vor. Dabei erlaeutert sie ihre Arbeit. 1010 Dorotheerg.11 Oesterr.Orient Ges., 18h, Vortrag Gudrun Harrer: Irak - zwischen regionalen Interessen und internen Konflikten. 1010 Dominikanerbastei 6/6 ekh, 20h unzumutBar > Freitag, 26.1. ekh, 20h, Vortrag Disk: Geschichte und Praxis des Linksradikalismus. Anschl. Konzert mit Duesenjaeger + Brambilla. 1100 Wielandg.2-4 7stern, 19h, Disk: Rifondazione Comunista/Italien als Teil der Regierung - erste Bilanz, Erfahrungen, Fragen und Probleme. Welche Herausforderungen stellen sich fuer die Europaeische Linke? Es spricht ein/e GenossIn der Rifondazione Comunista. Ein Veranst.des internat. Arbeitskreises der KPOe Amerlinghaus, 19h, Ausstellungseroeffnung: Zur Weltlage - Kampf der Zivilisationen? Posthistoire? Krieg der politischen Religionen? Terror des Kapitals? Exil: Vogelfreiheit oder neue Humanitaet? 1070 Stiftg.8 Graz, Maria Trost, bis 27.1. gesellschaftspolitische Tagung: Armutsfalle weiblich - Wege aus der Frauenarmut. Anm: Tel. 0316/391131-26, office at mariatrost.at > Montag, 29.1. TU, 9h ganztaegige Messe: fit - Frauen in der Technik.. 1040 Gusshausstr.27-29, Infos www.fitwien.at, tel. 789 45 45 Literaturhaus, 19h, Lesung: Erstes Wiener Lesetheater: Karl Kraus - Die letzten Tage der Menschheit. 1. Akt ab Szene 9. 1070 Zieglerg.26a Salzburg BH St.Virgil, Tagung bis 30.1.: Was veraendert ein Grundeinkommen? Tel.0662-65901-514, office at virgil.at > Dienstag, 30.1. I DA, 20h, Gratisfilm: Punks in Ostberlin & Slime: Wenn der Himmel brennt. 1080 Blindeng.38 > MIttwoch, 31.1. ekh, 20h, Politdiskubeisl INFOS zu AK57 Budapest. 1100 Wielandg.2-4 que/e/r, 18,30, AUFbrueche - Buchpraes. und Lesung: Textsammlung - feministische Portraets und Lebensbilder. 1010 Wipllinger Str.23/Stiegenabgang Hauptbuecherei am Guertel, 19h, Sachbuch im Gespraech: Christoph Reinprecht: Nach der Gastarbeit. Prekaeres Altern in der Einwanderungsgesellschaft. 1150 Urban Loritz Platz 2a MQ, 15h im Museum Moderner Kunst. Museum fuer SeniorInnen, Fuehrung und Kunstgespraech mit Dieter Schrage. 1070 Museumsplatz 1 > Donnerstag, 1.2. Rep.Club, 19h, Info-Veranstaltung des Frauenwohnprojekts ro*sa (urban, generationen- und kulturenuebergreifend, Maenner als Partner wilkommen, Alleinerzieherinnen wichtige Zielgruppe, Vertraege in Frauenhand) ueber aktuelle Plaene und vorauss. Standorte. 1010 Rockhg.1/Eingang Cafe Hebenstreit. Infos mariana.potocnik at chello.at Sargafbrik, 20h, Konzert mit Trixi 9dlinger und die geringfuegig Beschaeftigten. 1140 Goldschlagstr.169, Tel. 98898/111 > Freitag, 2.2. AUGE-Buero, 16h BetriebsraetInnen Jour fixe: Mitwirkungsrechte des Betriebsrates. Mit Albert Steinhauser. Anm: Tel. 50 51 952/0 , 1040 Belvedereg.10 Cafe Wunderer, 17h, IGS - Gruener 55 plus Stammtisch zum Thema: Sollen Gruene regieren wollen, und um welchen preis? mit David Ellensohn. 1140 Hadikg.62/ U 4 Kennedybruecke > Samstag, 3.2. AUF-Lokal, 14-19h, open house mit Lesungen von Autorinnen: Ditha Brickwell/Traude Korosa/Elisabeth Waeger. Auch Verkauf der Buecher der Autorinnen. 1010 Kleeblattg.7 St.Georgen/Ktn., Bildungshaus, 9-21h Seminarreihe: Sich gewaltfrei einmischen. Zu politische Ethik, staatsbuergerlicher Gehorsam und Ungehorsam, Religionssoziologie, Kulturethik. Anm. Tel. 04213/2046-33, office at bildhungshaus.at > Sonntag, 4.2. ekh, ab 10h weiberfruehstueck. 1100 Wielandg.2-4 > Montag, 5.2. ACHTUNG, heute keine Redaktionssitzung, die naechste ist am 12.2. ab 18h. 1170 Lobenhauerng.35/2 > Dienstag, 6.2. ACHTUNG, heute keine akin-produktion. Am 13.2. wird ab 13 uhr die akin nr. 5 34. Jahrgang, produziert. 1040 Belvedereg.10 Rep.Club, 19h, Buchpraes. und Disk: Zwischen Anspruch und Anpassung - Journalisten und der Presseclub Concordia im Dritten Reich. 1010 Rockhg.1 Gruenes Haus, 17h, IGS Jour fixe: Wenn der Verkehr die Menschen ueberrollt - Verkehrs/w/ende? 1070 Lindeng.40, Kantine *************************************************** Der akin-pd ist die elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen Wiener Wochenzeitung 'akin'. Texte im akin-pd muessen aber nicht wortidentisch mit den in der Papierausgabe veroeffentlichten sein. Nachdruck von Eigenbeitraegen mit Quellenangabe erbeten. Namentlich gezeichnete Beitraege stehen in der Verantwortung der VerfasserInnen. 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Deshalb wurde am Donnerstag, dem 11.1., nach einem letzten Besuch des Ballhausplatzes vereinbart, dass die Donnerstagsaktivitäten vor dem Bundeskanzleramt eingestellt werden. Weiters wurde gemeinsam festgelegt, dass es in Zukunft an jedem ersten Donnerstag im Monat ein Treffen im Käuzchen (Ecke Neustiftgasse/Gardegasse) geben soll. Das erste derartige Treffen wird daher am 1.2.2007 stattfinden. Bei diesen Treffen soll es u.a. die Möglichkeit geben, besonders unappetitliche politische Entwicklungen zu thematisieren und eventuell gemeinsame Aktivitäten zu besprechen. Treffen ab 20Uhr, etwaige Besprechungen gemeinsamer politischer Aktivitäten ab 20Uhr30. ++++++++2) 17.1.:EHE OHNE GRENZEN VOR INNENMINISTERIUM HOCHZEITSMARSCH - RELOADED EINLADUNG ZUR WÖCHENTLICHEN KUNDGEBUNG DER INITIATIVE: EHE OHNE GRENZEN Mittwoch 17.1.2006 17:00 Herrengasse 7 A-1010 Wien Die 38.Kundgebung der Initiative. Hat sich in all den Wochen etwas verändert, die Situation verbessert? Nein! Die einen warten noch immer darauf, dass ihre Anträge aus dem Vorjahr bearbeitet werden, die anderen fürchten noch immer, dass ihre PartnerInnen ausreisen müssen, Familien auseinandergerissen werden. Das Fremdengesetz ist jetzt seit über einem Jahr in Kraft - können Sie sich vorstellen wie sich (staalich erzeugte) Illegalität anfühlt, über Monate hinweg? Wie es sich anfühlt, seine Zukunft als Familie in keinster Weise planen zu können, über Monate hinweg. Wie es sich anfühlt, als qualifizierter, hoch motivierter Mensch nicht arbeiten zu dürfen? Nein? Wissen Sie nicht? Wir stehen für Fragen gerne zur Verfügung. Die Gruppe der Betroffenen wächst - täglich. Täglich neue Betroffene und doch immer die selben Probleme ....und täglich grüßt das Murmeltier ...und täglich wiehert der Amtsschimmel. Wir laden zum Hochzeitsmarsch - reloaded aufs Innenministerium. ++++++++3) PROKOP-REAKTIONEN Der Text zum Tod von Prokop in der letzten Donnerstagsaussendung hat zahlreiche Reaktionen hervorgerufen. Danke allen, die auf den Text geantwortet haben!!! Es tut wirklich gut, wenn mensch merkt, dass er die Aussendungen nicht ins Leere sendet! Ich bin natürlich auch für kritische Reaktionen immer dankbar, an denen ich meine Gedankengänge schärfen kann. Wenn es - wie im Fall des Prokop-Textes - einmal wirklich ausschließlich positive Rückmeldungen gibt, ist das ehrlich gesagt auch mal sehr angenehm für das Gemüt des Schreiberlings. Weiterverbreitung erwünscht! ligrü Gustl ================================================ ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ 06 Zu Verschwörungstheorien von Thomas Schmidinger von "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" ================================================ Zu Verschwörungstheorien von Thomas Schmidinger ******************************************** Wölfe im Schafspelz? KOMMENTAR VON OMAR AL-RAWI Replik auf Thomas Schmidinger, der versucht, eine Weltverschwörungstheorie von bedrohlicher muslimischer Unterwanderung in Österreich zu verbreiten. Nicht zuletzt seit der Aussage der ver storbenen Ministerin Prokop über die "Integrationsunwilligkeit von 45 Prozent der Muslime in Österreich", die sie aus einer umstrittenen Studie herauslas, reißt die Debatte über den Islam in Österreich nicht ab. Hinzu kommen weltpolitische Ereignisse. Fast alle Konflikte und Kriege haben muslimische Länder zum Schauplatz. Die schrecklichen Terrorangriffe in New York, Madrid und London wurden im Namen des Islam durchgeführt und trugen den Konflikt scheinbar bis vor unsere Haustür. So ist nicht verwunderlich, wie um den Islam und Muslime ein neuer Fokus entstanden ist. Dass man sich für diese Religion mehr interessiert, ist normal. Fragen ganz besonders an die hier lebenden Muslime zu stellen, wie sie zu all diesem stehen, ist eine logische Folge. In diesem Diskurs ist es aber immens wichtig, Klischees, Vorurteile und Verallgemeinerungen zu vermeiden. Auch rassistische Zuschreibungen wären als solche zu enttarnen. Fatal wäre es auch, wollte man abweichend vom Vertrauensgrundsatz Muslimen prinzipiell Doppelzüngigkeit und finstere Absichten unterstellen, wenn sie sich äußern. Gerade dieses Problem der Voreingenommenheit und letztlich zusammenfantasierter Ressentiments bildet den Nährboden für das Gift der Islamfeindlichkeit. Die zuletzt präsentierte Studie der Europäischen Beobachtungsstelle gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit über die Islamophobie in Europa zeigt solche Aspekte genau auf. Thomas Schmidinger tappt prompt in diese Falle, wenn er integre und durch ihre langjährige Arbeit anerkannte Personen mit ungeheuerlichen Aussagen und nicht nachweisbaren Unterstellungen zu diffamieren sucht. Er versucht mit einem Konstrukt angeblichen "Networkings islamistischer Muslimbrüder" eine Weltverschwörungstheorie von bedrohlicher muslimischer Unterwanderung in Österreich zu verbreiten. Belege für diese Behauptung bleibt der laut eigener Definition "Philozionist" und bekannte "Antideutsche" dabei schuldig, seine Argumentation beschränkt sich auf subjektive Bewertungen. Fakt ist aber, dass drei der von ihm auf diese Weise zur Zielscheibe erkorenen Personen syrischer Herkunft sind, was sie und ihre Familienangehörigen dort in Gefahr bringen kann. Denn in Syrien steht auf die Mitgliedschaft zur Moslembrüderschaft die Todesstrafe und werden Verwandte solcher Personen zum Teil systematisch schikaniert. Robert Misik beschrieb die Gedankenwelt und das Weltbild der "Antideutschen" unter anderem so: "Sie kommen, wie der Name schon vermuten lässt, ursprünglich aus der Bundesrepublik, haben da unter begabten Jungakademikern einen gewissen Einfluss erlangt, sind aber auch hierzulande rührig: Aktiv um das Café Critique, haben sie die einstige Zivildienerzeitung ContextXXI usurpiert und auch das bisher renommierte Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes ein bisschen angesteckt. Die grundlegende Gedankenreihe der antideutschen Narretei ist einfach - sie sind obsessiv auf Deutschland fixiert. Deutschland ist für sie, was es immer, vor allem so um 1940 war: faschistisch, eine Gefahr für den Weltfrieden, Agentur des Völkischen. Deutschland ist böse. Folglich sind alle, die von Deutschen kritisiert werden, gut. Also auch George W. Bush. Vor allem sind die Deutschen Antisemiten. Also sind alle Juden gut - auch Ariel Sharon. Die Moslems sind gegen die Juden, also gewissermaßen Deutsche." Für sie ist die Friedensbewegung nur "Demomob". Nach dem Fall Bagdads beglückwünschten sie in vollendeter Förmlichkeit "die Regierungen der Vereinigten Staaten von Amerika und Großbritanniens" zu ihrem Sieg. Und die antideutsche Berliner Zeitschrift "Bahamas" forderten nach dem 11. September amerikanische Bomben auf islamische Zentren in Deutschland. Und die Antiglobalisierungsbewegung hat für sie überhaupt faschistoide Tendenzen. Fairerweise muss aber erwähnt werden, dass gerade die radikalsten "Antideutschen" Thomas Schmidinger kritisiert haben. Gerade wegen seiner Kontakte zur Islamischen Irakischen Partei wurde er von den "Bahamas" als der "Mufti of Marxism" bezeichnet, und Stephan Grigat von Café Critique kritisierte in einem Artikel in der "Presse" seine Zurückhaltung und mangelnde Solidarität mit Israel während des Libanonkrieges. Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Arbeit und den Ergebnissen der "Initiative Muslimische ÖsterreicherInnen" wäre von Interesse. Durch Besuch der Homepage www.islaminitiative.at kann sich jeder selbst von der Haltung dieser Gruppierung überzeugen. Die Organisation der Europäischen Imame-Konferenzen, bei denen klar das Bekenntnis zu Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, Menschenrechten und Pluralismus im Zentrum steht, Wege der Integration besprochen werden und eine Absage an Terror und Gewalt erfolgt, ist doch etwas, worauf man wirklich stolz sein kann. Auch das Engagement gegen die Genitalverstümmelung bei Frauen, Rassismus, Antisemitismus und die Arbeit im NGO-Bereich und der interreligiöse Dialog mit den Kirchen und der jüdischen Gemeinde sowie der Kontakt zu feministischen Gruppen im Sinne der Vernetzung von Arbeit für Frauenrechte und das Verfassen von Artikeln und Kommentaren ist mehr als lobenswert. Und schließlich ist die politische Arbeit mit und innerhalb der österreichischen Parteienlandschaft, inklusive Wahlkampf, ein demokratisches Recht, das hoffentlich auch Muslimen in Österreich zusteht. Oder ist all dies, wie das Realisieren von Kommunalprojekten z. B. den ersten islamischen Friedhof in Wien, ein islamistisches Komplott? Die Schura-Moschee ist auch stolz, immer wieder humanitäre Projekte mit Spenden zu unterstützen. Dies geschah im Rahmen der Hochwasser-Katastrophe in Österreich, zu Gunsten von StundentInnen, die sich die Studiengebühr in Österreich nicht leisten konnten, und auch für das Projekt "Aladins Wunderlampe", bei der krebskranke Kinder in Basra betreut werden. Empfänger waren unter anderem die Volkshilfe, das Österreichische Hilfswerk und die Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen. Die Forderung Schmidingers, dass auch die Stimmen säkularer österreichischer Muslime hörbar gemacht werden sollen, kann ich voll unterstreichen, zähle ich mich doch auch dazu. Es sei denn, Thomas Schmidinger teilt jene Meinung, wie sie die Islamstudie des Innenministeriums durch die Unterteilung der Muslime in vier Gruppen vermittelt, wobei "säkular" ausschließlich als anti- bzw. unreligiös verwendet wird? In diesem Fall wüsste ich wiederum nicht, wie man sich dann zu religiösen Fragen und der Einstellung des Islam umfassend als Außenstehender äußern soll. Eine von den Muslimen anerkannte Auslegung und Interpretation des Korans wird trotzdem eine Domäne der Gelehrten und Imame bleiben. Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und vertritt die religiösen Angelegenheiten der Muslime in Österreich. Genauso wie es die katholische Kirche oder die israelitische Kultusgemeinde für ihre Mitglieder tut. Jede Muslima bzw. jeder Muslim in Österreich hat das Recht, dort aktives Mitglied zu sein. Die Tore für Mitarbeit sind offen, egal welcher ethnischen Zugehörigkeit bzw. Rechtschule Muslime angehören. Alle sind herzlich willkommen. Die Behauptung, dort handele es sich um einen Hort von Fundamentalisten, Islamisten oder Muslimbrüdern wird mit aller Entschiedenheit als völlig absurd zurückgewiesen. Schließlich gehört es bekanntlich zur Linie, als österreichische Institution frei von Außeneinflüssen und unabhängig zu sein. Wie Muslime in Österreich in den letzten Jahren unter dem Motto "Integration durch Partizipation" ein eigenständiges Gesicht gewinnen, spricht für sich und macht Schmidingers Artikel zu einem infamen Machwerk, das dem dienen soll, was er angeblich bekämpft: Hass unter die Leute zu bringen. Dipl.-Ing. Omar Al-Rawi ist Integrationsbeauftragter der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich und Mitbegründer der Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen. http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=m&ressort=g&id=611495 -- Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen www.islaminitiative.at e-mail:dieinitiative at gmx.at für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte: Omar Al Rawi +43-650-3831942 al-rawi at gmx.at Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449 baghajati at aon.at Mouddar Khouja +43-6991-9685096 referent at derislam.at Andrea Saleh +43-664-4147620 frauen at derislam.at -- Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen www.islaminitiative.at e-mail:dieinitiative at gmx.at für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte: Omar Al Rawi +43-650-3831942 al-rawi at gmx.at Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449 baghajati at aon.at Mouddar Khouja +43-6991-9685096 referent at derislam.at Andrea Saleh +43-664-4147620 frauen at derislam.at Liebe Brüder und Schwestern, liebe Interessierte! Wir hoffen, dass die so an Euch zugehenden Informationen auf Euer Interesse stoßen. Wir versenden über den Verteiler nicht nur Neuigkeiten, die die eigenen Aktivitäten betreffen, sondern auch Zeitungsartikel, die im weitesten Sinn mit dem Islam und Integration zu tun haben oder ähnliches. Diese spiegeln natürlich nicht unbedingt unsere eigene Meinung wieder, sind aber gut, um das Meinungsspektrum zu sichten. Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Selbstverständlich kann auch alles an Freunde,Bekannte usw.weitergemailt werden. Für die Publikation in eigenen Homepages bitten wir jedoch um vorherige Rücksprache. Bitte achten Sie bei Zeitungsartikeln auf das Copyright. Alle Inhalte dienen der persoenlichen Information. Eine Weiterverwendung und Reproduktion ueber den persoenlichen Gebrauch hinaus ist nicht gestattet. ================================================ 07 Prokop-Nachlese von Asyl in Not ================================================ Solidarität! Wir veröffentlichen Reaktionen zur Prokop-Affäre und zu den Drohungen gegen Michael Genner. „Große Zeit“ Lieber Genner, der Zweck dieses Briefes ist, mit Ihnen Solidarität zu üben. Solche Drohungen sind oft genug nicht mehr als das, aber leider ist das für die Person selbst wenig beruhigend. Es ist das selbe Gesindel wie die SA, hier der Ku Klux Klan, American Nazis u.s.w., es gibt hunderte davon. Wir leben wahrlich in einer "großen“ Zeit, die ich gerne etwas weniger interessant sehen würde. Falls ich irgend helfen kann, bitte lassen Sie es mich wissen. Dr. Erich H. Loewy Professor of Medicine (emeritus) Founding Alumni Association Chair of Bioethics Associate of Philosophy University of California, Davis Kälte und Heuchelei Ich teile nicht Michael Genners Befriedigung über den Tod von Frau Liese Prokop, wohl aber jedes Wort seiner Beurteilung ihres Wirkens als Innenministerin, vor allem soweit es ihre menschenverachtende Flüchtlings- und Fremdenpolitik betrifft. Mit einer Kälte, Heuchelei und Xenophobie ohnegleichen hat sie selbst den Zynismus ihres Vorgängers noch übertroffen. Die von ihr verantworteten Gesetze, von gewissenlosen Parteien parlamentarisch abgesegnet, hatten und haben unsägliches Leid der Ärmsten der Armen, der schutz- und hilflosen Frauen, Kinder, Gefolterten und Traumatisierten zur Folge. Es war die ach so menschliche, warmherzige Christin, die die Verfolgung von Ehepaaren eingeführt und das jahrelange Zerreißen von Familien noch verstärkt hat. Es war sie, die sich der Verdreifachung der Zahl der Schubhäftlinge rühmte, d.h. der Regierungskriminalität in Form der Inhaftierung schuldloser Menschen. Es waren ihre Beamten, die ungestraft gefoltert und getötet haben, und es waren und sind ihre Mitarbeiter, die ihre Gesetze als perfekte Schreibtischtäter in bester Tradition eines Adolf Eichmann exekutieren, Gesetze, die im moralischen, wenn schon nicht völkerrechtlichen Sinne Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellen. Michael Genner, der tagtäglich die Folgen dieser Politik, das Leiden ihrer Opfer erlebt, hat in einem Punkt leider nicht Recht: von einem Ministerwechsel ist eine menschenwürdige Politik, ist Achtung vor den Menschenrechten von der Mehrheit hiesiger Politiker nicht zu erwarten. Dennoch: es sei ihm gedankt, dass er die Wahrheit ausgesprochen hat. Dr. Irmgard Hutter Gründungsmitglied und ehemalige Vorsitzende von Amnesty International in Österreich, ehemaliges Mitglied des Internationalen Exekutivkomitees von Amnesty International Menschlich verständlich! Als Rechtsanwältin bin ich mit den Auswirkungen eines menschenverachtenden Fremdenrechts konfrontiert: Frauen werden von ihren Männern getrennt, Kinder von ihren Vätern, die in Länder abgeschoben werden, wo den Abgeschobenen Haft zu unvorstellbaren Bedingungen und die Todesstrafe droht. Erbarmungslos wird in Länder wie China abgeschoben! Und das auch bei noch anhängigen Verfahren! Für die Verhängung eines Aufenthaltsverbots reicht es, dass ein verzweifelter Asylwerber mittellos ist. Manche treten verzweifelt in den Hungerstreik - das unter Innenministerin Prokop in Kraft getretene Asylgesetz sieht dann Zwangsernährung vor. Wenngleich die Äußerungen Genners als pietätlos abzulehnen sind: Menschlich verständlich ist seine Reaktion allemal. Dr. Astrid Wagner Rechtsanwältin 1010 Wien Spendenkonto: Asyl in Not, P.S.K., Kontonummer 92.034.400 ================================================ 08 KPÖ/Mindestlohn/Gesetz/Regierungsgprogramm von KPÖ-Information ================================================ KPÖ fordert neuerlich gesetzlichen Mindestlohn Österreich bleibt hinter anderen EU-Ländern zurück Die Notwendigkeit eines gesetzlichen Mindestlohns wird indirekt auch vom ÖGB anerkannt, meint KPÖ-Bundessprecher Mirko Messner zu diesem Punkt im Regierungsprogramm. In der Stellungnahme des ÖGB heißt es nämlich dazu „es fehlt eine Regelung, um einen General-Kollektivvertrag mit Euro 1.000 Mindestlohn auch auf jene Arbeitnehmerinnen auszudehnen, die keinem Kollektivvertrag unterliegen“. Abgesehen davon, dass die Regierung Wirtschaftskammer und Gewerkschaften als Verhandlungspartner keinen General-KV verordnen sondern einen solchen bestenfalls empfehlen kann, gibt es Gruppen von Beschäftigten, für die überhaupt kein Kollektivvertrag existiert, so etwa Beschäftigte bei FreiberuflerInnen wie RechtsanwältInnen, ÄrztInnen, ArchitektInnen etc. Ein gesetzlich verankerter Mindestlohn würde daher nicht nur allen Berufsgruppen zugute kommen, sondern auch die Verhandlungsposition der Gewerkschaften stärken. Die KPÖ betont dazu, dass bekanntlich auch andere Regelungen für Lohnabhängige aus guten Gründen per Gesetz erfolgen. Laut Regierungsprogramm soll sowohl zur Armutsbekämpfung als auch für eine Besserstellung der Frauen „ein Mindestlohn von 1000 Euro im Monat auf Vollzeitbasis durch die Sozialpartner im Rahmen eines Generalkollektivvertrages umgesetzt werden“. Tausend Euro brutto bedeuten freilich nur 820 Euro netto und liegen also unter der offiziellen Armutsgrenze von 848 Euro und nur geringfügig über der geplanten Mindestsicherung von 726 Euro. Die KPÖ fordert daher einen gesetzlichen Mindestlohn von 1.300 Euro brutto für alle Vollzeitarbeitsverhältnisse bzw. acht Euro pro Stunde bei Teilzeitarbeit und verweist darauf, dass es bereits in 18 der 27 EU-Länder solche gesetzliche Mindestlöhne gibt. Von vergleichbaren Ländern gibt es in Luxemburg (8,69 Euro pro Stunde), Frankreich (8,03), den Niederlanden (7,96), Großbritannien (7,80), Irland (7,65) und Belgien (7,48) solche Mindestlöhne. In Deutschland wird von Gewerkschaften und der Linkspartei.PDS ein Mindestlohn von acht Euro pro Stunde gefordert. Österreich als eines der reichsten EU-Länder - das mittlerweile beim Bruttoinlandsprodukt sogar die Schweiz überholt hat - ist hingegen noch weit von einem vergleichbaren Mindestlohn entfernt. Derzeit gibt es in 49 Branchen in Österreich kollektivvertragliche Mindestlöhne unter tausend Euro brutto, in zwanzig davon sogar unter 900 Euro. Hingegen gibt es in der Metallindustrie bereits einen Mindestlohn von mehr als 1.300 Euro. „Angesichts der realen Einkommensverhältnisse in vielen Branchen, der schwachen Inlandsnachfrage durch seit Jahren stagnierende Löhne, der gestiegenen Produktivität und dem anhaltenden Teuerungsschub seit der Einführung des Euro ist ein gesetzlicher Mindestlohn von acht Euro pro Stunde voll gerechtfertigt“, bekräftigt Mirko Messner abschließend. ================================================ 09 KPÖ/Regierungserklärung/Koalition von KPÖ-Information ================================================ Koalition blind und taub in punkto Umverteilung KPÖ kritisiert Regierungserklärung als Fortsetzung neoliberaler Politik „Das Schönreden sozialer Grauslichkeiten ändert nichts daran, dass die Neuauflage der rotschwarzen Koalition die Fortsetzung der neoliberalen Regierungspolitik ist“, stellt KPÖ-Bundessprecherin Melina Klaus zur Regierungserklärung von Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) im Parlament fest. Entsprechend seinem Credo einer „solidarischen Hochleistungsgesellschaft“ will Gusenbauer offenbar ein mit dem neoliberalen Turbokapitalismus kompatibles Solidaritätsverständnis definieren, wie seine ausschweifenden Begründungen zur Beibehaltung der Studiengebühren beweisen. Gleiches gilt für die massiven Restriktionen bei der angekündigten Mindestsicherung (Arbeitswilligkeit, Verpflichtung zu gemeinnütziger Arbeit, Vermögensverwertung, Regresspflicht, Einrechnung Heizkostenzuschuss und Wohnbeihilfe), die letztlich nur Hartz IV auf österreichisch bedeutet. Während eine Steuerreform erst für das Ende der Legislaturperiode in Aussicht gestellt wird, beharrt die Regierung Gusenbauer eisern auf die Erhaltung der Steuerprivilegien von Kapital und Vermögen (Abschaffung der Vermögenssteuer, steuerschonende Privatstiftungen, Senkung der Körperschaftssteuer, Gruppenbesteuerung) und stellt sich zu einer längst fälligen Umverteilung blind und taub. Die angekündigte Lösung der Pflegemisere läuft neben einer fragwürdigen Legalisierung illegaler Pflegearbeit durch einen eigenen Beschäftigungstypus offensichtlich auf eine allgemeine Pflegeversicherung hinaus, die durch eine Volksabstimmung legitimiert werden soll. Anstatt der enormen Rationalisierung durch die längst fällige Wertschöpfungsabgabe zur Bemessung der Unternehmerbeiträge zur Sozialversicherung Rechnung zu tragen erhöht die Regierung lieber die Krankenversicherungsbeiträge. Von einer Abschaffung der unsozialen Selbstbehalte ist keine Rede, auch wenn für chronisch Kranke eine Obergrenze der Rezeptgebühren eine kleine Erleichterung ist. Den allgemeinen Floskeln zur Frauenpolitik steht als Fakt gegenüber, dass die seit Jahren immer stärker auseinanderklaffende Lohnschere zwischen Frauen- und Männereinkommen auch durch ein Mindesteinkommen von tausend Euro brutto (820 Euro netto) angesichts der drastisch steigenden Zahl der geringfügig oder teilzeitbeschäftigten Frauen nur marginal verkleinert werden kann. Fakt ist auch, dass das von schwarzblau eingeführte Kindergeld immer stärker zur „Ausstiegsprämie“ für Frauen aus dem Vollerwerb geworden ist. In der Bildungspolitik kann die Senkung der KlassenschülerInnenhöchstzahl auf 25 den Verzicht auf Gesamtschule und Ganztagsschule nicht wettmachen. Ebenso wie die Universitäten drohen auch die Schulen immer stärker zu sich selbstfinanzierenden Unternehmen zu werden. Eine Bankerin als Bildungsministerin ist ein fragwürdiges Signal. Wenig Hoffnung besteht auf einen Verzicht auf die Milliardenverschwendung für die Eurofighter, da sich SPÖ wie ÖVP gleichermaßen zur Luftraumüberwachung bekennen. Die Eurofighter sind ebenso wie die Teilnahme Österreichs am Aufbau von Interventionstruppen als Baustein der EU-Militarisierung zu werten und führen damit die Sonntagsreden der Parlamentsparteien zur Neutralität ad absurdum. Da die SPÖ bereits als „Opposition“ dem Fremdenrechtspaket zugestimmt hat ist es nicht verwunderlich, wenn Gusenbauer einen „straffen Kurs“ in der Ausländerpolitik ankündigt: „Ganz offensichtlich stehen die beiden Koalitionsparteien dabei unter dem Druck der Rechtsaußenparteien FPÖ und BZÖ, die sich bekanntlich im Wahlkampf gegenseitig hochlizitiert haben“, meint dazu Melina Klaus. Ein zentraler Punkt der künftigen Regierungspolitik ist auch ein striktes Bekenntnis zum Euro-Stabilitätspakt als Grundlage einer strikt monetären Budgetpolitik, das der Bund auch den zunehmend finanzmaroden Ländern und Gemeinden verordnet. Zwangsläufige Folgen dabei sind bekanntlich Tarif- und Gebührenerhöhungen, Reduzierung von Sozialleistungen, Ausgliederung und Privatisierung öffentlichen Eigentums. ================================================ 10 ACUS: Freie Bildung ist ein Menschenrecht von "Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering" ================================================ ACUS unterstützt Demonstrationen der ÖH: FREIE BILDUNG IST EIN MENSCHENRECHT Die Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) unterstützt die am 17. und 18. Jänner geplanten Demonstrationen der Österreichischen HochschülerInnenschaft und das von der Sozialistischen Jugend geplante Volksbegehren gegen Studiengebühren. "Freie Bildung ist ein Menschenrecht", betont der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) Richard Schadauer. "Wir wollen eine bessere Bildung, die jedem und jeder kostenlos zur Verfügung steht. Es geht uns dabei aber nicht nur um die Qualifikation für das Erwerbsleben, sondern Bildung dient zur Entwicklung der Persönlichkeit jedes Menschen und damit auch zur Stärkung einer lebendigen Demokratie", betont der ACUS-Bundesvorsitzende Richard Schadauer. "Soziales Engagement ist uns sehr wichtig. Wenn man aber arme Studentinnen und Studenten, die sich die Studiengebühren nicht oder nur sehr schwer leisten können, zwingt, die Studiengebühren abzuarbeiten, dann hat das überhaupt nix mit zivilgesellschaftlichem Aktivitäten zu tun. Es ist einfach nur unsozial", schloss der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) Richard Schadauer. Informationen: Richard Schadauer, Tel. 01 789 24 58 Alois Reisenbichler, Tel. 0664 39 51 809 ================================================ 11 Regierungsbildung: Der Inhalt des Koalitionsvertrags: Migrationsabwehr, Militarisierung, Diskriminierung von "akin" ================================================ Regierungsbildung: > Groesster Anzunehmender Umfaller: > Migrationsabwehr, Militarisierung, Diskriminierung Der 167-seitige Koalitionsvertrag zwischen SPOe und OeVP beinhaltet eine grosse Zahl reaktionaerer Plaene, von denen die neue Regelung der Studiengebuehren nur einer unter vielen ist. Die Massnahmen reichen von der verstaerkten Bekaempfung von Fluechtlingen auf allen Ebenen bis zur Forcierung einer weiteren Militarisierung Oesterreichs im Rahmen der Europaeischen Union. Im Schulbereich wird die von FPOeVP eingeleitete autoritaere Wende fortgesetzt, die Arbeitszeiten werden verlaengert und der Kuendigungschutz fuer Lehrlinge soll fallen. Und gewaehlt wird in Zukunft auch nicht mehr so oft wie jetzt, denn die "Gesetzgebungsperiode wird ab der naechsten Gesetzgebungsperiode auf fuenf Jahre verlaengert" (S. 27). Und wenn’s dann mit dem gewuenschten Ergebnis immer noch nicht klappt, setzt man auf ein Erfolgsmodell aus dem Ausland: die "Pruefung der elektronischen Stimmabgabe (e-voting)" (S. 28). Denn was George W. Bush und Silvio Berlusconi bei Wahlmanipulationen hilft, kann vielleicht auch irgendwann Alfred Gusenbauer und Wilhelm Molterer die Macht -- trotz unpopulaerer Massnahmen -- erhalten. Asyl- und Fremdenrecht Im Bereich Asyl- und Fremdenrecht scheint die SPOe nahtlos an die Zeit von Karl Schloegl und Franz Loeschnak anschliessen zu wollen und auch die OeVP macht dort weiter, wo sie mit FPOe und BZOe aufgehoert hat. Dass kein Wille besteht, am restriktiven oesterreichischen Asyl- und Fremdenrecht etwas zu aendern, wird spaetestens an dieser Stelle im SPOeVP-Koalitionsvertrag klar: "Zuwanderung ist eine globale Herausforderung. Oesterreich hat mit dem Fremdenrechtspaket 2005 rechtzeitig darauf reagiert und der gemeinsam umgesetzte Grundsatz des Vorranges der Integration vor Neuzuzug hat sich bereits im laufenden Jahr bewaehrt." Weiter heisst es, "ungeregelte Zuwanderung ist zu stoppen. Die so geschaffenen, abgestimmten Regelungen des Fremdenrechtspaketes sind beizubehalten, (...) zu verbessern und weiter zu entwickeln." (S. 138) Zusaetzlich ist "die Schaffung eines Asylgerichts mit zweigliedrigem Instanzenzug" geplant, freilich ebenfalls zum Nachteil der AsylwerberInnen. Denn zur "weiteren Verfahrensbeschleunigung ist bei negativem Verfahrensausgang gleichzeitig die Ausweisung durch das Asylgericht direkt zu verfuegen" (S. 141). Die oft beschworene "Verfahrensbeschleunigung" kommt hier -- wer haette es anders erwartet -- also eher einer "Abschiebungsbeschleunigung" gleich. Als "Zentrale Aufgabe" bezeichnet die Regierung ihr "schaerfstes Vorgehen gegen illegale Migration" (S. 138) Dazu bedarf es jedoch "einer strategischen Gesamtsteuerung im Asyl- und Fremdenwesen und einer Optimierung der Abschiebungspraxis." (ebd.) Die Frage, wer dann ueberhaupt noch kommen darf, ist recht schnell beantwortet: "Selektive Immigration durch Schluesselkraefte mit Bedarfspruefung" (S. 51) ist natuerlich immer drinnen und auch am anderen Ende der Karriereleiter bleiben die Chancen in Oesterreich ausgebeutet zu werden intakt: "Im Bereich der Landwirtschaft soll nach dreijaehriger Taetigkeit einer Person als Saisonier die Taetigkeitsdauer ab dem vierten Jahr auf neun Monate verlaengert werden." (S. 51) "Sozialtourismus" (S. 111) - wie es die AutorInnen des Koalitionsvertrag nennen, wenn Menschen, die in Oesterreich leben und arbeiten, ihre sozialen Rechte einfordern -- soll hingegen durch "entsprechende Anknuepfung an das Recht auf dauernden Aufenthalt vermieden" werden (ebd.). Auch beim Stichwort "Integrationsvertrag" werden keine Fehler eingestanden. Stattdessen werden weitere Verschaerfungen auch in diesem Bereich angekuendigt: "Die Integrationsvereinbarung wird beibehalten und fuehrt bei Nichterfuellung zu Konsequenzen." (S. 138) Schengen, Datenverknuepfung und Biometrie Die bevorstehende Schengen-Erweiterung nach Osteuropa will die neue Regierung zur "Ueberfuehrung der derzeit im Grenzdienst eingesetzten Beamten in ein neues System" (S. 134) nutzen. Selbiges soll "die Schleierfahndung und den Aufbau von Schwerpunktdienststellen im grenznahen Bereich und an Hauptverkehrsrouten" (ebd.) weiter verstaerken. Die Verknuepfung europaeischer Datenbestaende wird von der der rotschwarzen Bundesregierung weiter forciert und gegen MigrantInnen eingesetzt: "Die Nutzung von Informationen und Daten von Europol und Interpol zur Bekaempfung der Illegalen Migration wird genauso angestrebt wie der verstaerkte Einsatz der Biometrie in diesem Bereich." (S. 139) Auch die Ueberpruefung von "Visa-Stellen bzw. Biometrie-Zentren" zur "Optimierung des Mitteleinsatzes" (S. 14/15) wird fuer diese Legislaturperiode angepeilt. "Als adaequate Mittel werden die Moeglichkeiten des Austausches von sicherheits-, asyl- und migrationsrelevaten Daten ausgebaut (...) Als einheitliche Grundparameter sollen hiezu eine einheitliche Asylstatistik und eine Antiterrordatei auf europaeischer Ebene eingefuehrt werden." (S. 137) Schubhaftzentren und Charterabschiebungen "Modelle fuer Schubhaftzentren sind zu entwickeln", heisst es auf Seite 142 des Koaltionsvertrags. Eine "Verstaerkung der Europaeisierung von Charterabschiebungen" wird zum Ziel in dieser Legislaturperiode erklaert. Eine "faire Verteilung der Verantwortung bei Aufnahme und Betreuung von Asylwerbern" (S. 6) verbindet die SPOeVP-Regierung mit den Begriffen "Rueckuebernahmeabkommen, Datenaustausch" (ebd), die sie in Klammer dem Satz "Mehr europaeische Zusammenarbeit im Bereich der Migration" beistellt. Dazu kommt noch eine "verbesserte grenzueberschreitende Polizei-Zusammenarbeit" (ebd.), die wohl ebenfalls eher wenig zu tatsaechlicher Fairness beitragen duerfte. Videoueberwachung und "Gefaehrderdateien" "Ein hoechst moegliches Mass an innerer und aeusserer Sicherheit" (S. 3) wird bereits am Anfang des Koalitionsvertrags versprochen (oder besser gesagt: angedroht). Auf den folgenden 164 Seiten nimmt diese vage Formulierung spaet, aber doch, konkretere Gestalt an. "In gewissen Bereichen, wie Ueberwachung von Plaetzen und Kriminalitaets-Hot-Spots" (S. 135) habe sich die bereits im Sicherheitspolizeigesetz geregelte Videoueberwachung "als sinnvoll erwiesen" (ebd.). "Neben diesen sinnvollen gesetzlichen Regelungen werden taugliche Rechtsgrundlagen fuer Videoueberwachung durch Private im oeffentlichen Raum geschaffen (...) Dies auch im Hinblick auf bereits bestehende Kooperationen, z.B. mit oeffentlichen Transportunternehmen wie den OeBB oder den Wiener Linien." (S. 136) "Im Hinblick auf die Fussball-Europameisterschaft 2008" (S. 136) soll zudem eine bereits bestehende, als "Gefaehrderdatei" (ebd.) bezeichnete Datenbank weiter ausgebaut werden. Nach welchen Kriterien Personen in diese Datei aufgenommen werden und -- noch wichtiger -- wie mensch da wieder herauskommt, ist der Regierung jedoch kein Wort in ihrem Koalitionsvertrag wert. Arbeitszeitverlaengerung und Zwangsmassnahmen Nichts weniger als eine oesterreichische Version von Hartz 4 kuendigt sich hinter der versprochenen "Verstaerkung der aktiven Arbeitsmarktpolitik" (S. 38) an. Ueber "Langzeitarbeitslose" heisst es kurz und buendig: "Beschaeftigung bei privaten und gemeinnuetzigen Arbeitskraefteueberlassern forcieren" (S. 50). Auch die geplante "Gemeinsame Anlaufstelle fuer alle Angelegenheiten der Sozialhilfe und des Arbeitsmarktes" (S. 32) erinnert an die Hartz-Massnahmen in Deutschland. Voraussetzung ist, "dass jene Behoerden, die den One Stop Shop fuehren, ueber einen umfassenden Datenzugriff, insbesondere auf Daten der Finanzverwaltung bzw. der Sozialversicherungstraeger (Krankenfuersorgeanstalten), verfuegen." (S. 33) Was nicht im Koalitionsvertrag steht: Damit wird den Behoerden natuerlich auch ein weiteres Werkzeug der Repression gegen Arbeitslose in die Hand gegeben. Geplant sind zudem "Strengere Sanktionen gegen pfuschende Arbeitslose, Notstandshilfebezieher und Sozialhilfeempfaenger, z.B. beim ersten Mal 6 Wochen Sperre, beim zweiten Mal 12 Wochen." (S. 52) Aber die Haende schmutzig machen, sollen sich dann doch lieber Andere. Denn unter "Verbesserung der Arbeitsvermittlung und Betreuung" (S. 50) versteht die Regierung den verstaerkten "Einsatz privater Anbieter unter Verwendung erfolgsabhaengiger Entgelte" (ebd.). Nichts Gutes laesst auch das "Forcieren der Zusammenarbeit mit privaten und gemeinnuetzigen Arbeitskraefteueberlassern speziell fuer die Personengruppe der aelteren ArbeitnehmerInnen" (S. 49) erwarten. Doch auch jene, die noch in geregelten Arbeitsverhaeltnissen arbeiten, sind unter dem Regierungskabinett Gusenbauer I nicht viel besser dran. Etwa droht die "Anhebung der taeglichen und woechentlichen Hoechstarbeitszeitgrenzen (12/60) durch Ausweitung der bestehenden Regelung" (S. 53) und durch eine "Oeffnung auch fuer schriftliche Einzelvereinbarungen in Betrieben" (S. 53), sollen kollektivvertragliche Regelungen rechtlich aufs Abstellgleis verschoben werden. Und auch innerhalb der Kollektivvertraege wird sich einiges aendern. Kommen soll etwa die "Generelle Ermaechtigung an den Kollektivvertrag, die taegliche Normalarbeitszeit auf bis zu 10 Stunden anzuheben." (S. 53) Auch der bisher vor allem von Seiten der SPOe verteidigte Kuendigungsschutz fuer Lehrlinge soll aufgehoben und durch eine "Wechselseitige Kuendigungsmoeglichkeit (Kuendigungsfrist 1 Monat) am Ende des ersten und zweiten Lehrjahres" (S. 48) ersetzt werden. Schulen und Disziplin Auch das Leben als Schuelerin oder Schueler wird unter rotschwarz eher schwerer als leichter. Um die eklatanten Missstaende im bildungspolitischen Bereich zu ueberdecken, wird bereits seit dem Antritt der FPOeVP-Regierung wieder zunehmend auf Autoritaet gesetzt. Die sogenannten "Verhaltensvereinbarungen", die es Schulen unter Ex-Bildungsministerin Gehrer auf freiwilliger Basis ermoeglichten, seit den 70er Jahren verbotene Massnahmen wie Nachsitzen und Strafarbeiten wieder einzufuehren, sollen ausgeweitet werden. Ziel ist nicht weniger als die "Schaffung von Verhaltensvereinbarungen an jeder Schule" (S. 90). Was mit der "Erarbeitung von Modellen fuer paedagogische Interventionsmoeglichkeiten" (ebd.) zu erwarten ist, will mensch sich als SchuelerIn wahrscheinlich lieber gar nicht ausmalen. Das Weniger an finanziellen Mitteln scheint jedenfalls mit einem Mehr an gegen SchuelerInnen gerichteten autoritaeren Massnahmen ausgeglichen zu werden. Militarisierung und Austro-Imperialismus Die "Verwirklichung der in Art. 17 des EU-Vertrags aufgezeigten Moeglichkeit einer gemeinsamen europaeischen Verteidigung" (S. 18) erklaert die neue Regierung -- wie auch die alte -- zu ihrem Ziel. Konkret bedeutet das: "Oesterreich wird sich aktiv an der Weiterentwicklung der Union durch volle Teilnahme an der Integration in politischer, wirtschaftlicher, sozialer sowie aussen- und sicherheitspolitischer Hinsicht beteiligen." (S. 3) Das inkludiert natuerlich auch "sich aktiv an der weiteren Entwicklung der Europaeischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik [zu] beteiligen" (S. 10) sowie den "Ausbau der gemeinsamen Aussen- und Sicherheitspolitik Europas und solidarische Beitraege bei gemeinsamen EU-Missionen" (S. 6) Insbesondere die angestrebte "Erreichung des bestehenden EU-Planungsziels (‘Headline Goal 2010’) unter besonderer Beruecksichtigung der Sicherstellung der raschen Reaktionsfaehigkeit der EU" (S. 10), sollte Sorgen bereiten. Mit "Headline Goal 2010" ist naemlich nichts anderes verbunden als die Aufstellung sogenannter "Battle Groups", die schnell und flexibel die oesterreichischen Interessen im Rahmen der EU global und mit militaerischen Mitteln durchsetzen sollen. Die moralische Legitimation weiterer militaerischer Auslandseinsaetze oesterreichischer SoldatInnen liefert der Koaltionsvertrag gleich mit. Es sei "wichtig, dass die EU -- und in deren Rahmen auch Oesterreich -- aktiv zur Sicherung des Friedens und der internationalen Stabilitaet beitraegt", denn zur "Stabilisierung internationaler Krisenherde wird auch in Zukunft militaerische Praesenz notwendig sein." (S. 17) Wer sich fragt, woher das notwendige Personal fuer diese Vorhaben kommen soll, findet die Antwort drei Seiten spaeter. Geplant ist in diesem Zusammenhang die "Modifikation der Freiwilligkeit fuer den Auslandseinsatz" (S. 20), was nicht weniger als deren Abschaffung bedeutet. Gemaess den Empfehlungen der Bundesheerreformkommission "ist in der Bundesverfassung Vorsorge zu treffen, dass kuenftig eintretende befristete und unbefristete Berufssoldaten und -soldatinnen zu Auslandseinsaetzen verpflichtet sind." (S. 20) Und wenn man dann schon mal da ist, kann man gleich auch noch was fuer’s eigene Geldboersl tun: "Die oesterreichische Aussenpolitik wird auch weiterhin in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer konsequent oesterreichische Unternehmen in deren Bemuehungen, sich auf den innereuropaeischen und internationalen Maerkten erfolgreich zu verankern, unterstuetzen" (S. 14). Darunter versteht die Regierung dann auch schon mal die "Begleitung von Projekten oesterreichischer Unternehmen in Dritte-Welt-Staaten" (S. 38), die wohl kaum zum Vorteil letzterer Ausfallen wird. Was fehlt? Eine viel interessantere Frage ist jedoch, was es alles nicht in den Koalitionsvertrag geschafft hat. Beispielsweise die Gleichstellung homosexueller PartnerInnenschaften, die sogar BZOe-Justizminsterin Gastinger laut angedacht hatte. Aber scheinbar laesst sich SPOeVP derzeit sogar von Joerg Haiders Abspaltungs-Partei "links" ueberholen. Und wenn wir schon beim Thema sind: Auch die Loesung der Kaerntner Ortstafelfrage, sprich der slowenischen Minderheit ihre im Staatsvertrag zugestandenen Rechte nach ueber 50 Jahren endlich im vollen Umfang zu gewaehren, wird weiterhin nur halbherzig verfolgt, obwohl sie im Koaltionsvertrag immerhin erwaehnt wird. Und diese Erwaehnung sieht dann folgendermassen aus: "Die Regelung zur Umsetzung der Ortstafelerkenntnisse des VfGH soll in moeglichst breitem Konsens mit den Volksgruppen auf Basis der bisherigen Vorschlaege verfassungsrechtlich abgesichert werden. Dabei ist fuer Ortschaften im angestammten Siedlungsgebiet der Volksgruppen eine Oeffnungsklausel vorzusehen, wonach auf Grund einer Petition eines bestimmten Prozentsatzes der Bevoelkerung weitere zweisprachige Ortstafeln aufgestellt werden koennen. Diese Regelung wird bis Sommer 2007 umgesetzt" (S. 28). Ebenfalls zumindest erwaehnt wird ein Antidiskriminierungs-Gesetz, dass sich jedoch schon aufgrund der Wortwahl seiner Ankuendigung in sein Gegenteil verkehrt. Dort findet sich etwa die Passage in der "insbesondere Garantien gegen die Diskriminierung aus Gruenden (...) der Rasse" (S. 23) gefordert wird. Doch wer ernsthaft von "Diskriminierung aus Gruenden der Rasse" spricht, hat nicht verstanden (oder will nicht verstehen), dass Rassismus bereits bei der Einteilung der Menschenheit in unterschiedliche "Rassen" beginnt und auch nur ansatzweise ernstzunehmender Antirassismus sich daher nicht auf rassistische Konstruktionen stuetzen kann. Einem hohen Grad an geistiger Umnachtung scheint auch die durchwegs selektive Anwendung geschlechsneutraler Schreibweise entsprungen zu sein. So gibt es fuer SPOeVP zwar "ArbeitnehmerInnen" und "AsylwerberInnen", dafuer aber nur "Buerger", "Sozialhilfeempfaenger", "Notstandshilfebezieher" und "Beamte". Was den LeserInnen damit mitgeteilt werden soll, muesste sogar den AutorInnen des Koalitionsvertrags selbst schleierhaft sein. Fazit Neben dem vielkritisierten Modell "Zwangsarbeit statt Studiengebuehren" enthaelt der Koaltionsvertrag noch eine grosse Zahl weiterer Kuerzungen und Verschaerfungen und auch dieser Artikel erhebt in der Aufzaehlung der Grausamkeiten keinen Anspruch auf Vollstaendigkeit. Es bleibt zu sagen, dass Protest gegen diese Regierung ebenso angebracht ist, wie gegen ihre schwarzblauen Vorgaengerinnen. Schliesslich hat sich programmatisch kaum etwas veraendert und der gesellschaftliche Konsens bezueglich Homophobie, Rassismus und kapitalistischer Verwertungslogik wurde eher noch verbreitert. Die Koaltion aus SPOe und OeVP ist kein kleineres Uebel, sondern genau so uebel wie seine OeVP/FPOe/BZOe-Vorlaeuferin, auch wenn letzere im Jahr 2000 einen Tabubruch darstellte. Dass jene SozialdemokratInnen, die staendig von "Heuschrecken" sprechen und den "Ausverkauf Oesterreichs" beklagen, letztlich den "Ausverkauf" anderer kraeftig forcieren, soll auch nicht unerwaehnt bleiben: Ziel der neuen Bundesregierung ist die "Unterstuetzung der oesterreichischen Unternehmen bei ihrer Internationalisierung, insbesondere bei der Expansion durch Markterschliessung, Uebernahme auslaendischer Unternehmen und Investitionen im mittel- und osteuropaeischen Raum" (S. 38). Aber all jenen, die glauben, dass die sich staendig wiederholenden "Anti-Ausverkaufs"-Parolen mehr sind als nationalistische Stimmungsmache, ist ohnehin kaum zu helfen. "Selbst wer nichts erwartet, wird enttaeuscht" koennte das Motto dieses Koalitionsvertrages sein. Bleibt nur zu hoffen, dass selbiges nicht auch bald ueber eine sich lediglich auf StudentInnen-Themen fixierte Protestbewegung gegen diese Regierung gesagt werden muss. (no-racism.net) Quelle: http://no-racism.net/article/1952/ Der Pakt: http://www.dieanderezeitung.at/images/doku/Regierungsprogramm_2007-2010.pdf ================================================ 12 EU/Moderne Zeiten: 1984? Jetzt kommt 2007! von "akin" ================================================ EU/Moderne Zeiten: > 1984? Jetzt kommt 2007! Heuer kommen auf das EU-Volk mehrere Wellen von Ueberwachungsansinnen zu -- Widerstand ist dabei ein rares Gut Eine zwischen den Innenministern Oesterreichs, Deutschlands, Frankreichs, Spaniens, Belgiens, Luxemburgs und der Niederlande geschlossenen Durchfuehrungsvereinbarung zum sogenannten "Pruemer Vertrag" (2005 abgeschlossen, auch als "Schengen III" bezeichnet) ist mit Jahresbeginn in Kraft getreten. Sie ermoeglicht den Massenabgleich von DNA-, Fingerabdruck- und Kfz-Daten. Oesterreich und Deutschland sind nach der Vereinbarung die ersten Staaten weltweit, die einander auch praktisch schon Zugriff auf ihre Polizei-Datenbanken gewaehren. Die anderen Vertragsunterzeichner sollen folgen, doch damit nicht genug -- auch alle anderen EU-Staaten sollen in den Genuss des Datenaustausches kommen. Beim gestrigen Treffen der EU-Innen- und -Justizminister in Dresden zeichnete sich eine grosse Zustimmung zum Plan der deutschen Ratspraesidentschaft ab, den Vertrag von Pruem in europaeisches Recht zu uebertragen. Wer das wie nach welchen Richtlinien kontrollieren soll, bleibt dabei aber natuerlich vollkommen unklar, weil fuer die Innenminister voellig uninteressant. Hans Zeger von der ARGE Daten kritisiert, dass im Vertrag von Pruem nicht einmal klar definiert sei, bei welchen Strafdelikten ein grenzueberschreitender Datenzugriff in Frage kommen solle. "Der Deliktsbegriff ist extrem schwammig formuliert, es muesste ein Kanon von Delikten festgelegt werden, der EU-weit einheitlich gehandhabt wird", sagte der Datenschuetzer gegenueber dem ORF. Doch waehrend die Datenschuetzer noch kritisieren, denkt der deutsche Bundesinnenminister Schaeuble schon laut darueber nach, ob Deutschland nicht seine polizeiliche Gendatenbank kuenftig auch fuer die USA oeffnen koenne. Laut Schaeuble sei der Anstoss dafuer von US-Vertretern ausgegangen. Der Minister verweist dabei auf die Uebermittlung von Fluggastdaten an die USA -- die bekanntermassen schon seit laengerem Datenschuetzern die Grausbirnen aufsteigen lassen, nicht nur weil hochsensible Daten uebermittelt werden, sondern die USA sich keineswegs an die Vereinbarungen mit der EU halten, was die Verwendung dieser Informationen angeht. Beispielsweise werden die Daten in den USA statt der vereinbarten drei Jahre 40 Jahre lang gespeichert. Vorratsdatenspeicherung Auch im Bereich von Telekomunikationsverbindungsdaten wird sich heuer so einiges tun, denn ab Herbst 2007 tritt die 2005/2006 beschlossene Verpflichtung zur "Vorratsdatenspeicherung" EU-weit in Kraft. Dann wird von saemtlichen Telekommunikationsunternehmen erwartet, Daten ueber die Kommunikation all ihrer Kunden verdachtsunabhaengig auf Vorrat zu speichern. Zur verbesserten Strafverfolgung soll leicht nachzuvollziehen sein, wer mit wem im letzten halben Jahr per Telefon, Handy, E-Mail oder IP-Telefonie in Verbindung stand. Bei Handy-Telefonaten und SMS wuerde auch der jeweilige Standort des Benutzers festgehalten. Zudem wird festgehalten, wer wann welche Internetadressen angesurft hat -- wodurch in diesem Bereich sogar eine inhaltliche Protokollierung des Nutzerverhaltens moeglich ist. Allerdings ist die Vorratsdatenspeicherung noch kein europaweit abgeschlossener Akt, sondern wird auf verschiedenen Ebenen der Politik noch kontrovers diskutiert. Die Umsetzung in nationale Gesetze steckt noch in den Kinderschuhen. Auch Klagen nach der derzeitigen Gesetzeslage vor verschiedenen Gerichten wie dem Europaeischen Gerichtshof oder nationalen Hoechstinstanzen sind entweder noch offen oder bereits angekuendigt. Experten schaetzen, dass es zu Verzoegerungen bis zu zwei Jahren kommen koennte, bis die Richtlinie in der ganzen EU tatsaechlich in nationales Recht umgesetzt wird. Doch letztendlich ist bei weiter anhaltendem Desinteresse der europaeischen Bevoelkerung an Fragen des Datenschutzes davon auszugehen, dass Vorratsdatenspeicherung und Schengen III sehr bald in der ganzen EU unhinterfragte Realitaet sein werden -- so wie wir uns auf EU- wie auf nationalstaatlicher Ebene schon mit Schengen I und II, Reisepaessen mit biometrischen Kennzeichnungen und Fernauslesbarkeit, Flugpassagierdatenuebermittlung, Lauschangriff, Rasterfahndung, Videoueberwachung oeffentlicher Plaetze und, und, und... abgefunden haben, wird die Mehrheit in der EU auch die jetzigen Neuerungen nicht einmal achselzuckend, sondern gar nicht zur Kenntnis nehmen. Datenschutzstuenderl Dementsprechend wuerdigen auch die offiziellen Stellen dieses Interesse. Der EU selbst ist der Datenschutz bekanntermassen ziemlich egal. Doch zumindest der Europarat ruft ab heuer jaehrlich fuer den 28.Jaenner einen Datenschutztag aus und fordert die Mitgliedsstaaten zu diesbezueglichen Aktionen auf -- in Oesterreich verhallte dieser Ruf in diesem ersten Jahr ungehoert, denn bislang ist ueberhaupt keine einzige offizielle Veranstaltung angekuendigt. In Deutschland gibt es gerade mal zwei offizielle Events -- eine Ausstellung in Mainz und eine Diskussionsveranstaltung in Berlin, deren inhaltlicher Teil eineinhalb Stunden dauert, wovon allein schon fuer die Rede des bereits erwaehnten Herr Schaeuble 15 Minuten draufgehen. Dann gibt es noch die Rede eines Mitglieds des "Nationalen Ethikrates" und eine Podiumsdiskussion, die sogar eine ganze Stunde dauern darf.. So sieht es aus, dass staatliche Interesse an der Diskussion ueber den Datenschutz. Denn wenn kein Druck von unten kommt, kann man es sich leicht machen. *Bernhard Redl* Quellen u.a.: http://futurezone.orf.at/it/stories/164678/ http://de.indymedia.org/2007/01/165957.shtml http://www2.argedaten.at/php/cms_monitor.php?q=PUB-TEXT-ARGEDATEN&s=41207lzl http://www.datenschutz.de/eu_datenschutztag/ http://www.bfdi.bund.de/cln_029/nn_533554/DE/Oeffentlichkeitsarbeit/Termine/2007/EuropDatenschutztag.html http://www.coe.int/t/e/legal_affairs/legal_co-operation/data_protection/DATA%20PROTECTION%20DAY%20default.asp#TopOfPage ================================================ 13 Polizei/Fremdenrecht/UK: Pro Woche ein Toter von "akin" ================================================ Polizei/Fremdenrecht/UK: > Pro Woche ein Toter Die blosse Erwaehnung von Todesfaellen in Gefaengnissen erweckt das Bild von auslaendischen Diktaturen. Aber diese Todesfaelle geschehen in Grossbritannien im Durchschnitt einmal woechentlich -- nur im Polizeigewahrsam. Dann gibt es noch die Todesfaelle in Abschiebehaftanstalten und Gefaengnissen, wo auch Kinder sterben. Viele von diese Todesfaellen geschehen unter zweifelhaften Umstaenden. Die Selbstmordrate in Haft ist wesentlich hoeher, das 18fache des britischen Durchschnitts bei jungen Maennern, davon ueberdurchschnittlich viele Schwarze, besonders als Resultat von "exzessiver Gewaltanwendung von Organen des Staates", wie die Gruppe "Inquest"* berichtet. Der Tod kann auch eintreten auf Grund von bewusster polizeilicher Untaetigkeit. Es herrscht ein Mangel an Transparenz bei den Nachforschungen bei Todesfaellen in Gewahrsam und sehr lange Verzoegerungen bei Nachforschungen (in manchen Faellen bis zu 5 Jahren). In den Faellen, die Inquest seit 1990 bekannt wurden, und wo es zur Verhandlung kam, wurden alle 18 angeklagten Polizisten freigesprochen. Soweit bekannt ist, wurde wegen solcher Todesfaelle noch nie ein Polizist verurteilt. Die Menschenrechtsgruppe Liberty zeigt auf, dass der Umgang mit den Todesfaellen in Gewahrsam in England und Wales der Europaeischen Menschenrechtskonvention nicht entspricht. Der Bericht verurteilt das gaengige Verfahren als meist "ineffektiv, verheimlichend, langsam und ungenuegend unabhaengig. Die Organisation fordert unabhaengige Nachforschungen ueber Todesfaelle in Polizeigewahrsam, Gefaengnissen etc. Die Polizei versucht manchmal Beweise zu unterdruecken oder zu verschleiern. Die Ausstrahlung einer Dokumentation ueber die Erfahrungen von Angehoerigen einer verstorbenen Person wurden nach der Androhung von gesetzlichen Schritten zurueckgezogen. (Indymedia.org.uk/Ue. und Bearb.: -ig-) *) "Inquest" ist eine kleine karitative Organisation aus acht Personen und die einzige Organisation in England und Wales, die eine spezielle, umfassende Beratung fuer Hinterbliebene anbietet und Rechtsanwaelte, andere beratende Stellen, die Medien, Politiker und Oeffentlichkeit ueber zweifelhafte Todesfaelle informiert. Hauptarbeitsfelder sind Todesfaelle in Gewahrsam (Polizei, Gefaengnisse, Abschiebehaft). Besonderes Augenmerk richtet die Organisation auf Todesfaelle von Frauen, Schwarzen, jungen Menschen und Menschen mit psychischen Problemen. (aus der Selbstdarstellung) Quellen: http://www.indymedia.org.uk/en/2006/12/357852.html http://inquest.gn.apc.org/about_us.html ================================================ 14 WWWebtip: U-Liste fuer Generika von "akin" ================================================ > WWWebtip http://www.msf.org/petition_india/austria.html Millionen von Menschen weltweit sind auf erschwingliche Medikamente aus Indien angewiesen. Denn das indische Patentrecht verhindert, dass Patentschutz auf Medikamente gewaehrt wird, die keine innovative Neuheit darstellen. Beipielsweise ist es dort nicht moeglich, wie in vielen anderen Laendern, dass Pharmakonzerne zusaetzliche Patente auf Krebsmedikamente (wie zum Beispiel Zidovudine) erhalten, falls sie nur anders genutzt werden koennen (z.B. gegen HIV/AIDS). Auch geringfuegige, therapeutisch unbedeutende Aenderungen in der Molekularstruktur von Medikamenten koennen in Indien nicht zu einer Verlaengerung der Patentansprueche fuehren. Doch das Pharmaunternehmen Novartis versucht, dies durch Klagen bei den indischen Hoechstgerichten zu aendern. Aerzte ohne Grenzen (MSF) versucht Novartis mit Unterschriftensammlungen von diesem Vorhaben abzubringen -- an obangefuehrter URL. Mehr als die Haelfte der derzeit in aermeren Laendern eingesetzten HIV/Aids-Medikamente stammen aus Indien. MSF behandelt nach eigenen Angaben gut 80 Prozent seiner derzeit 80.000 Aids-Patienten mit Medikamenten aus indischer Herstellung. Sollte das Unternehmen mit seiner Klage Erfolg haben, droht eine Verschaerfung des Patentrechts. Dies wuerde es indischen Generika-Herstellern erschweren, die dringend benoetigten guenstigeren Nachahmerversionen herzustellen. (MSF et al./akin) ================================================ 15 die österreichische Untugend von "clemens ottawa" ================================================ Liebe Widerstand-Redaktion, Ich bin im Zuge meines Studiums an der Universität einerseits mit sehr vielen ausländischen Mitstudenten, aber leider auch immer wieder mit sehr reaktionären (vor allem die noch immer zum Uniusus gehörigen Burschenschaften) konfrontiert. Es ist anscheinend eine zutiefst österreichische / wienerische Attitüde diesen latenten Rassismus / Antisemitismus zu betreiben. Es herrscht bis heute keine Aufarbeitung (das ist eine glatte Utopie) Ich lebe in der Nähe eines jüdisch-israelischen Studentenheimes (im 19. Wiener Bezirk), das früher (bis vor 3 Jahren - ich kam vor sechs Jahren aus NÖ) eine geschlossene Anstalt für Geisteskranke war. Die älteren und alten Anrainer haben sich niemals über das Faktum, dass sich in unmittelbarer Nähe geisteskranke Menschen und tw. geistig abnorme Rechtsbrecher aufhalten, aufgeregt. Seitdem diese Anstalt jedoch aufgelassen wurde (die ´meisten Insassen kamen nach Steinhof oder Gugging - ich leistete hier auch gemeinnützige Arbeit) und ein Studentenheim mit großteils jüdischen Bewohnern dort hineinkam, ist die Umgebung der Hort der Intoleranz. Plötzlich gibt es Leute, die sich lärmbelästigt fühlen und einmal ist eine größere Gruppe von Studenten (auf dem Weg in die Synagoge) von zwei "Bezirksveteranen" (quasi:...unser Bezirk muss sauber bleiben) aufs Übelste beschimpft worden. Dies sind meine traurigen Erfahrungen zu einem Thema, dass leider immer allgegenwärtig bleiben wird. Ich unterstütze eurer Initiative aus tiefstem Herzen. lG, Clemens Ottawa ================================================ 16 KPÖ/EU-Verfassung/Berger von KPÖ-Information ================================================ Kritik an Vorstoß der Justizministerin für EU-Verfassung KPÖ lehnt Militarisierung und Neoliberalismus strikt ab „Bei ihrem Vorstoß für eine Wiederbelebung der 2005 gescheiterten EU-Verfassung weicht Justizministerin Maria Berger (SPÖ) den Kernfragen aus wie der Teufel dem Weihwasser“, kritisiert KPÖ-Bundessprecher Mirko Messner. Berger schwärmt im Zusammenhang mit dem Sicherheitstreffen der Justiz- und Innenminister der 27 EU-Mitgliedsländer in Dresden von einer „Stärkung der Bürgerrechte“ und einem Grundrechtskatalog. Mit ihrem Plädoyer für mehr Sicherheit und Maßnahmen zur Bekämpfung der Kriminalität wird aber deutlich, dass ihr ein Überwachungsstaat EU nach dem Szenario von Orwells „1984“ vor Augen schwebt. Vor allem aber verschweigt Berger bei ihrer „Herzensangelegenheit“ die Kernpunkte der EU-Verfassung, nämlich die neutralitätswidrige Militarisierung der Union und das Festschreiben des Neoliberalismus in Wirtschaft und Gesellschaft entsprechend der Lissabon-Strategie mit dem Anspruch neben den USA zur zweiten Supermacht zu werden. Ebenso redet Berger mit ihrem Bekenntnis zur Aufhebung des derzeit geltenden Einstimmigkeitsprinzips dem Drüberfahren über die Interessen der kleineren EU-Länder und damit einer Entdemokratisierung das Wort. Nach den Plänen der bestimmenden Kräfte der EU soll durch die deutsche Ratspräsidentschaft von Kanzlerin Angela Merkel in Abstimmung mit Frankreich ein Neuanlauf für die Verfassung gestartet werden. Um die im Frühjahr 2005 bei den Volksabstimmungen in Frankreich und den Niederlanden gescheiterte Verfassung leichter durchzuboxen ist auch ein Etikettenschwindel geplant, indem das Projekt anders benannt wird. Die geplante „Stärkung der Institutionen“ zielt darauf, den Einfluss der großen Länder - vor allem Deutschlands und Frankreichs - auf Kosten der kleineren zu erhöhen, wobei auch ein Rückgriff auf ein Europa „verschiedener Geschwindigkeiten“ erfolgen soll. Auf der Strecke bleiben dabei zwangsläufig sowohl die vielzitierten BürgerInnenrechte als auch der Anspruch auf ein „soziales“ Europa. Bekanntlich haben in Österreich ÖVP, SPÖ, Grünen und BZÖ im Jahre 2005 sowohl im Nationalrat als auch im Bundesrat dem Verfassungsentwurf zugestimmt und eine Volksabstimmung darüber strikt abgelehnt. Mit dem Nein in Frankreich und den Niederlanden ist das politische Establishment Österreichs dabei aber trotzdem politisch kräftig auf die Nase gefallen. Die KPÖ lehnt alle Versuche, den gescheiterten Verfassungsentwurf auch unter anderem Namen gegen die Interessen der Menschen durchzuboxen, grundsätzlich ab: „Die Menschen brauchen kein neoliberales Europa, das zu einer Supermacht hochrüstet und von Deutschland diktiert wird, sondern ein demokratisches, soziales und friedensorientiertes Europa. Dazu braucht es aber völlig andere Grundlagen als sie die gescheiterte Verfassung aufweist“, so Messner abschließend. ================================================ 17 GLB/Arbeitszeit/Flexibilisierung/Industrie von "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================ Unverständliche Zustimmung von AK und ÖGB zur Flexibilisierung GLB fordert neuerlich allgemeine Arbeitszeitverkürzung Als schweren Anschlag auf die Interessen der Lohnabhängigen bezeichnet die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) die weitere Flexibilisierung der Arbeitszeit im Regierungsprogramm der rotschwarzen Koalition. Unter dem Stichwort „Flexibilisierung des gesetzlichen Arbeitszeitrechts unter Berücksichtigung der EU-Arbeitszeitrichtlinie ist darin vorgesehen, dass bis zu 24 Wochen lang die tägliche Arbeitszeit auf zwölf und die wöchentliche Arbeitszeit auf 60 Stunden ohne Überstundenzuschläge ausgedehnt werden kann und die Mehrarbeit in schwächeren Zeiten ausgeglichen wird. Durch die von der Industrie zur Ermöglichung von temporären Zwölf-Stunden-Schichten vorgesehene Regelung ist ein Verlust für die Beschäftigten in dreistelliger Millionenhöhe zu befürchten, Details müssen erst „sozialpartnerschaftlich“ ausgehandelt werden. Arbeiterkammer und Gewerkschaften beschwichtigen, dass die von der Industrie ursprünglich verlangten Regelungen zum Verlust von Überstundenzuschlägen bis zu 2,2 Milliarden Euro geführt hätten. Weiters ist im Koalitionsabkommen die „generelle Ermächtigung an den Kollektivvertrag, die tägliche Normalarbeitszeit auf bis zu 10 Stunden anzuheben“ vorgesehen. Darüber hinaus sind „Jahresarbeitszeitmodelle auf KV-Basis möglich“ und der Zuschlag für Teilzeitkräfte bei Mehrarbeit entfällt „wenn das vertraglich vereinbarte Arbeitszeitausmaß angepasst wird“. „Unverständlich ist dabei die Zustimmung von AK und ÖGB zu dieser Regelung. Einmal mehr erweist sich die Sozialpartnerschaft als Instrument um den Lohnabhängigen Hemd und Hose auszuziehen“, kritisiert GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger. Es ist kein Wunder, dass die Industriellenvereinigung über diese Regelung in höchsten Jubel ausgebrochen ist und das Koalitionsabkommen nicht nur aus diesem Aspekt überschwänglich begrüßt. „Während der ÖGB seit 1987 regelmäßig die 35-Stundenwoche fordert hat er sich realpolitisch auf die Unternehmerformel der Flexibilisierung eingelassen. Das Ergebnis ist eine der längsten realen Arbeitszeiten Europas. Während als Kehrseite immer mehr Menschen in die Arbeitslosigkeit oder in prekäre Arbeitsverhältnisse abgedrängt werden“, kritisiert Antlanger. Die enorm gestiegene Produktivität der Wirtschaft hat sich in den letzten Jahren weder bei der Arbeitszeit noch bei den Löhnen niedergeschlagen. Laut der letzten Eurostat-Statistik ist Österreich nach Slowenien (43,3) mit einer tatsächlich geleisteten Arbeitszeit von 42,9 Stunden pro Woche „Vizeeuropameister“. Auf den Plätzen folgen Deutschland (42,3), Tschechien (42,0), Slowakei (41,6), Ungarn 41,4) und Italien (40,3). Österreich liegt mit seinem Wert sowohl über dem Durchschnitt der EU15 (40,8) als auch der neuen EU-Mitgliedsländer (41,9). Als notwendige Reaktion auf die Rationalisierung sieht der GLB daher eine rasche allgemeine Arbeitszeitverkürzung mit vollem Lohnausgleich. Ein solcher Schritt der Umverteilung müsste angesichts der enormen Entwicklung der Produktivität bereits in Richtung 30 Stunden pro Woche gehen. ================================================ 18 Bartenstein und seine Pläne mit den Arbeitslosen von regtseichauf at gmx.net ================================================ Zum gestrigen aussagekräftigen Artikel im MUND über die Zwangsarbeit für alle passt ein Standard Artikel über die "Maßnahmen" des Min. Grausam, Bartenstein: mit von der Gaude ist natürlich Min. "Arbeit", ein Rosaroter und AMS-Experte. Heute 17.1.07: Bartenstein will Arbeitslosenrate um ein Viertel senken Laut Arbeitsminister soll 2010 eine Quote von 3,9 Prozent erreicht werden, Sozialnetz ist "nicht Hängematte, sondern Trampolin" und was die Senkung um 10 % Arbeitslosenquote im Jahr 2006 angeht: sind die vielen TourismushacklerInnen, die jetzt ohne Schnee und Kundschaft da stehen, bereits Leibeigene der Wirte und werden von diesen ausgehalten, oder stimmt was mit der Statistik nicht? Auf Widerstand! Dringend! ---------------------------------------------------------------------------- ---- Wien - Arbeitsminister Martin Bartenstein (ÖVP) hat am Dienstag das ehrgeizige Ziel der rotschwarzen Regierung präzisiert, die Arbeitslosigkeit in den kommenden vier Jahren im gleichen Tempo zu senken wie im wachstumsstarken Jahr 2006: Laut Bartenstein soll 2010 eine Arbeitslosenquote von schlechtestenfalls 3,9 Prozent (EU-Definition) erreicht werden, was einer Senkung von kumuliert 25 Prozent entspricht. Der Wert wird von der Regierung als Vollbeschäftigung gesehen. Im vergangenen Jahr lag die Arbeitslosigkeit Wert bei 4,7 Prozent. Nach einer deutlichen Senkung der Arbeitslosenzahlen im Dezember sieht der Minister die Volkswirtschaft auch auf auf dem richtigen Weg dahin: "Zur Zeit sind wir auf einem Trip von minus 10 Prozent im Jahr." Im vergangenen Jahr ist die Wirtschaft mit 3,2 Prozent freilich so stark gewachsen wie schon seit fünf Jahren nicht mehr. Die geplante Verbesserungen werden aber auch "nicht nur über das Wachstum" möglich sein, sagte der Arbeitsminister bei einer Pressekonferenz am Mittwoch. In der Medienveranstaltung stellten er und die neue Staatssekretärin Christine Marek (V) die Arbeitsschwerpunkte der kommenden vier Jahre vor. Zusätzliche Entlastung am Frauen-Arbeitsmarkt Konkret rechnet man im Wirtschaftsministerium mit einer zusätzlichen Entlastung am Frauen-Arbeitsmarkt sowie "einer Abschwächung des Zustroms aus Deutschland". Gegenüber den neuen EU-Mitgliedern solle in den nächsten Jahren "nur so weit aufgemacht werden, wie dies unseren Bedürfnissen entspricht". Man könne die Türe in den Osten nämlich "nur schrittweise öffnen, weil wir sie nicht mehr zumachen können, auch wenn wir wollten". Die Kontingente für Tourismus und Agrarwirtschaft sollen etwa gleich hoch bleiben wie bisher, sagte Bartenstein. In Sachen Fachkräfte soll neu eine "Ersatzvornahme" ermöglicht werden, sofern ein entsprechendes Angebot in Österreich fehlt. So könnten künftig beispielsweise Schweißer aus den neuen EU-Ländern nach Österreich geholt werden, wenn keine österreichischen Schweißer verfügbar sind. Keine Prognose zur Jugendarbeitslosigkeit Staatssekretärin Marek wollte am Mittwoch keine konkrete Prognose über die Entwicklung der Jugendsarbeitslosigkeit in den nächsten vier Jahren abgeben. Ein wesentlicher Teil ihrer Aufgabe sei es aber, die "Beschäftigungsfähigkeit von Jugendlichen zu erhöhen", sagte sie. Beim Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf gehe es um bessere Kinderbetreuungsmöglichkeiten untertags, aber auch um Bewusstseinsarbeit: "Es geht nicht immer in erster Linie ums Geld, sondern auch um das Verständnis, dass Eltern nicht automatisch weniger verfügbare Mitarbeiter sind", sagte Marek. Die Mittel für die aktive Arbeitsmarktpolitik werden im kommenden Jahr um 200 Mio. Euro auf mehr als 800 Mio. Euro aufgestockt, sagte Bartenstein. Damit wolle man das hohe Niveau vom Jahr 2006 erhalten, hieß es. Sozialnetz "nicht Hängematte, sondern Trampolin" Voller Lob zeigte sich Bartenstein am Mittwoch über das Papier der Sozialpartner, das seiner Darstellung nach gute Teile des Regierungsübereinkommens erst ermöglicht hat: "Diesmal haben die Sozialpartner sehr viel an Konsens vorgelegt und uns damit Rückenwind verschafft". Konkret nannte Bartenstein in diesem Zusammenhang die Ausdehnung der Höchstarbeitszeit auf 12 Stunden und eine der Normalarbeitszeit auf 10 Stunden über den Kollektivvertrag. Sozialpartnerschaftseinigungen gebe es auch für die geplante Verschärfung bei den Zumutbarkeitsbestimmungen sowie den schärferen Strafen für "pfuschende Arbeitslose". Arbeitsrecht neu kodifizieren Gleichzeitig sei aber das "soziale Netz enger geknüpft worden, nicht im Sinn einer Hängematte, sondern eines Trampolins", so Bartenstein mit Hinweis auf den Mindestlohn von 1.000 Euro und die sogenannte bedarfsorientierte Mindestsicherung von 726 Euro. Im neuen Kabinett ist der Wirtschaftsminister jetzt dienstältestes Regierungsmitglied. In den nächsten vier Jahren soll auch das Arbeitsrecht neu kodifiziert werden, ein Arbeitsschwerpunkt der neuen Staatssekretärin. Was dabei auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber zukommt konnten die beiden Politiker am Mittwoch noch nicht präzisieren. Bartenstein nannte dabei zwei grundsätzliche Punkte: Zum einen solle "Wachstum und Beschäftigung" Priorität im neuen Arbeitsrecht bekommen und zweitens müsse das neue Arbeitsrecht an die immer stärkere Vermischung von "klassischen Arbeitnehmern" und "klassischen Arbeitgebern" angepasst werden. (APA) © 2007 derStandard.at - Alle Rechte vorbehalten. ================================================ 19 Mädchen- und Jugendarbeit im Nachkriegs-Irak von WADI Austria ================================================ Informationsabend Wie Feuer und Benzin? Mädchen- und Jugendarbeit im Nachkriegs-Irak DSA Alicia Allgäuer, Vorstandsmitglied von Wadi Österreich Mag.a Mary Kreutzer, Projektkoordinatorin von Wadi Österreich Die irakisch-deutsch-österreichische Hilfsorganisation WADI (www.wadinet.at) ist seit 1993 im Nordirak tätig und unterstützt Projekte zur Förderung des Demokratisierungsprozesses im Irak nach der Baath-Diktatur. Dazu gehören der Einsatz für die Rechte und der Schutz vor Gewalt von Frauen und Mädchen ebenso wie die Unterstützung von unabhängigen Jugendinitiativen, wie z.B. Radiostationen und Zeitschriften. Einen Schwerpunkt bildet derzeit die Kampagne gegen FGM (Female Genital Mutilation), von der in manchen Gegenden bis zu 100% der Mädchen und Frauen betroffen sind. An diesem Informationsabend soll einerseits auf die derzeitige Situation und die Bedingungen für soziale Arbeit im Nordirak eingegangen und andererseits die konkreten Projekte von WADI, vor allem im Bereich Jugendarbeit, vorgestellt werden. Denn das Kennenlernen der Herkunftsrealitäten von MigrantInnenkindern in Österreich kann auch hier zu einem besseren Verständnis der Jugendlichen und ihrer Wünsche/Probleme/Erfahrungen beitragen. Anmeldung unter: 01 / 4000 83 415, oder mail an: ifp at wienXtra.at Zeit: 14.03.2007 um 18.00 – 21.00 Uhr Ort: Institut für Freizeitpädagogik, 1080 Wien, Albertgasse 35/II Kosten: euro 9,- Infos unter: Tel: 01 / 4000 83 415 Mail: ifp at wienXtra.at http://www.wienxtra.at/detail.asp?er=8&ev=23678 Bitte an interessierte Menschen weiterleiten! -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit WADI-Austria e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Neues Spendenkonto in Österreich: Knt. Nr.: 6.955.355 BLZ: 32.000 Raiffeisen Landesbank NÖ IBAN AT4432 0000 0006 955355 BIC (SWIFT) RLNWATWW Im Februar 2007 erscheint die dritte Print-Ausgabe von: WADI-News, Schwerpunkt: Weibliche Genitalverstümmelung Wird kostenlos per Post zugeschickt, schicken Sie uns Ihre Adresse! Online zu lesen unter: http://www.wadinet.at/Media/wadinews.php Wir danken dem Team vom Restaurant Dionysos/Nosh für die Unterstützung! ================================================ ================================================ STUDENTinnenENPROTESTE ================================================ ================================================ 20 [al_news] SPÖ-Kapitulation un d Proteste / Veranstaltungen von "AL-Antifaschistische Linke" ================================================ AL-Newsletter Nr. 185 ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 1. Die Kapitulation der SPÖ und eine Zwischenbilanz der Proteste 2. Veranstaltung der Unigruppe von AL & AGM zum Umfaller der SPÖ 3. Veranstaltungen der Gruppen Wien-Nord und Wien-Süd/West von AL & AGM ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 1. Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten! Die Kapitulation der SPÖ und eine Zwischenbilanz der Proteste Das vorgelegte Regierungsprogramm ist neoliberal, arbeiterInnenfeindlich und reaktionär. Bei der großen Koalition handelt es sich um eine Fortsetzung der rechten Wende aus dem Jahr 2000 unter dem Vorsitz eines sozialdemokratischen Kanzlers. Die Aufhebung der so genannten Gruppenbesteuerung und anderer Steuerprivilegien, die die rechte Regierung dem Großkapital in den letzten Jahren geschenkt und die die SPÖ im Wahlkampf kritisiert hatten, standen in den Regierungsverhandlungen offenbar gar nicht zur Debatte; so wie es die KapitalistInnen bereits unmittelbar nach der Wahl gefordert hatten. Ganz in ihrem Sinne sieht das Regierungsprogramm hingegen eine Flexibilisierung der Arbeitszeit (bis zu 12 Stunden täglich oder 60 Stunden wöchentlich) vor und ist überhaupt ganz dem „Wirtschaftsstandort Österreich" verpflichtet. Das Regierungsprogramm sieht Verschlechterungen für Lehrlinge vor (erleichterte Kündigung und Abbau anderer Schutzbestimmungen), macht Arbeitslosen das Leben noch schwerer (sie müssen „mehr Mobilität" zeigen) und will den Personalstand „konsolidieren" (also Arbeitsplätze abbauen). Die kaum mehr vorhandenen Steuerleistungen des Großkapitals werden durch die neue Regierung noch mehr durch Massensteuern kompensiert, etwa durch eine Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge und der Mineralölsteuer. Außerdem bleiben die Studiengebühren aufrecht, bei denen es aber weniger um die (geringen) eingebrachten Gelder als um den neoliberalen Umbau der Universitäten im Sinne des Kapitals geht. Die rassistische Politik gegen MigrantInnen wird wie gehabt fortgesetzt. Ein beabsichtigter Ausstieg aus dem Kauf der Eurofighter- Kampfflugzeuge, wie ihn der SPÖ-Wahlkampf versprochen hatte, steht nicht im Regierungsprogramm; mit dem Warten auf die Ergebnisse des parlamentarischen Untersuchungsausschusses werden sich Alfred Gusenbauer & Co. wohl schließlich den „geschaffenen Tatsachen beugen". Dass die SPÖ-Führung diverse wichtige Ministerien (Finanzen, Wirtschaft&Arbeit, Inneres, Äußeres) der ÖVP überlassen hat, ist nur der augenscheinliche Ausdruck davon, dass hier die bisherige ÖVP-Politik fortgesetzt wird, dass die SPÖ-Spitze für die Kanzlerschaft zur totalen Unterwerfung bereit ist. Nachdem die Verhandlungsergebnisse bekannt geworden waren, herrschte unter vielen Basis-FunktionärInnen und -AktivistInnen der SPÖ Fassungslosigkeit und Empörung. Eine Welle von Protestanrufen und - schreiben erreichte die SPÖ-Zentrale. Allein am Tag vor der Angelobung der Regierung traten angeblich über tausend Mitglieder aus der Partei aus. Zahlreiche BetriebsrätInnen drohten an, dass sie nicht mehr als sozialdemokratische Listen kandidieren würden. Unter dem Druck der GewerkschafterInnen der VOEST und aus Steyr stellte sich der oberösterreichische SPÖ-Chef Erich Haider öffentlich gegen den Regierungspakt. Unmittelbar nach der Einigung auf die neue Regierung demonstrierten die sozialdemokratischen Jugend- und StudentInnenorganisationen SJ und VSStÖ gegen den Pakt mit der ÖVP und insbesondere gegen die Studiengebühren. Sie griffen die alte Losung in Bezug auf den Ersten Weltkrieg auf und skandierten „Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!" Schließlich wurde ein Teil der SPÖ-Zentrale in der Wiener Innenstadt von den eigenen JugendaktivistInnen besetzt. Am nächsten Abend, nachdem 75% des SPÖ-Vorstandes der Regierungsvereinbarung zugestimmt hatten, versuchten 250-300 AktivistInnen, die verschiedenen Zugänge zu einem Empfang der SPÖ- Führung im Wiener Museumsquartier zu blockieren. Unter den AktivistInnen waren etwa 80% Mitglieder der SPÖ- Jugendorganisationen, von der radikalen Linken waren nur AGM/AL in relevanter Anzahl und in organisierter Weise vor Ort (unser Transparent forderte „Klassenkampf statt Sozialpartnerschaft"). Durch die Aktion kamen viele SPÖ-SpitzenfunktionärInnen und ParlamentarierInnen nicht oder nur über Umwege in die Veranstaltungsräumlichkeiten, Gusenbauer selbst wurde von der Polizei durch einen Keller hinein geschleust. Als auf diese Weise immer mehr SPÖ-Spitzen zum Empfang gelangten, durchbrachen die AktivistInnen zwei Polizeiabsperrungen. Die Polizei hatte offensichtlich die Wut der sozialdemokratischen Jugend unterschätzt. Obwohl einige uniformierte Schläger der Spezialpolizei WEGA äußerst brutal vorgingen (zwei verletzte Aktivisten wurden mit dem Krankenwagen abtransportiert), konnten die paar dutzend anwesenden Beamten die anstürmenden AktivistInnen nicht aufhalten. Diese nahmen nun direkt vor dem Veranstaltungsort Aufstellung und riefen lautstark „Hier regiert die ÖVP!", immer wieder „Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!" und schließlich auf unsere Initiative „Was macht der Regierung Dampf? Klassenkampf! Klassenkampf!". Als „kleine Gruppe von Gewalttätern" denunzierte Gusenbauer in einem anschließenden Fernsehinterview nicht die prügelnden Polizisten, sondern die erzürnten Mitglieder seiner eigenen Jugendorganisationen. Bei der Angelobung der neuen Regierung in der Hofburg am 11. Januar demonstrierten 2000 Menschen am angrenzenden Heldenplatz unter den schon bekannten Losungen. Obwohl diesmal diverse linke Gruppen anwesend waren, dominierten erneut die sozialdemokratischen Jugendorganisationen. Unter einem Pfeifkonzert überquerte die neue Regierung den Ballhausplatz. Trotz fortgesetzter Unmutsäußerungen, nun auch von den Spitzen der SPÖ-Landesorganisationen in der Steiermark und in Vorarlberg, verteidigte die SPÖ-Führung den Regierungspakt. In der Folge traten die Vorsitzenden des VSStÖ (Silvia Kuba) und der Österreichischen HochschülerInnenschaft (Barbara Blaha) aus der SPÖ aus. Die große Empörung unter SPÖ-BasisfunktionärInnen ist im Kern der Ausdruck einer Illusion, die nun enttäuscht wurde, der Illusion, dass die SPÖ zu einer substantiell anderen Politik in der Lage wäre. Die SPÖ-Spitze war nicht einmal bereit, nach dem (vorübergehenden) Ausstieg der ÖVP aus den Verhandlungen den Weg einer Minderheitsregierung zu beschreiten, um bei baldigen Neuwahlen mit den Fragen Eurofighter, Studiengebühren und „soziale Gerechtigkeit" und angesichts einer verunsicherten ÖVP einen klaren Sieg einzufahren und eine Koalition mit den Grünen zu bilden. Das ist nicht so sehr Ausdruck von Dummheit oder Feigheit, sondern davon, dass für die SPÖ-Führung der Wunsch der großen Mehrheit des Großkapitals nach einer Regierungsbeteiligung der ÖVP Befehl ist. Gusenbauer, Norbert Darabos und Josef Cap haben sich mit Haut und Haaren den Interessen „der österreichischen Wirtschaft" verschrieben, sie fürchten soziale Ansprüche und Mobilisierungen der Lohnabhängigen weit mehr als „die Freunde von der ÖVP" (wie das neuerdings in der Sprachregelung der SPÖ-Führung heißt). Teil der Illusionen der SPÖ-BasisfunktionärInnen ist auch die Hoffnung, dass die Politik einer „rot"-grünen Regierung sich ernsthaft von der der ÖVP unterscheiden würde. Sicher, der regierungsamtliche Rassismus wäre nicht so schreiend, die mörderische Abschottung der Festung Europa würde mit einem technokratischen Liberalismus kaschiert; die Studiengebühren würden vermutlich abgeschafft, sind sie doch ein sehr billiger Erfolg, der sich in der liberal-akademischen Öffentlichkeit gut verkauften lässt. Insgesamt würde aber die ganz normale EU-konforme neoliberale Politik gegen die Lohnabhängigen, Frauen und MigrantInnen fortgesetzt werden. Das haben die „rot"-grünen Regierungen in Deutschland und Frankreich eindrucksvoll demonstriert – und es gibt keinen Grund anzunehmen, dass das in Österreich anders wäre. Schließlich betreibt die regionale SPÖ-Alleinregierung im Bundesland Wien seit Jahren Privatisierungen und Ausgliederungen von Gemeindeeigentum und damit auch die Verschlechterung von Arbeitsverhältnissen. Schließlich hat die SPÖ dem rassistischen Gesetzespaket der rechten Regierungsparteien im Parlament schon als Oppositionspartei zugestimmt. Einen fundamentalen Bruch mit ihrer bisherigen Politik und dem Charakter der SPÖ stellt das neue Regierungsprogramm (und damit die Nichteinhaltung der Wahlversprechen) und die Aufteilung der Ministerien also freilich nicht dar. Die schwarz-grüne Koalition in Oberösterreich zeigt, dass von den Grünen nicht mehr zu erwarten ist als von der SPÖ: der grüne Umweltlandesrat Rudi Anschober darf ein wenig mit Tempolimits spielen, ansonsten geht alles seinen gewohnten neoliberalen Gang. Die unter SPÖ-Linken verbreitete Vorstellung, dass die aktuelle Politik der SPÖ lediglich auf eine reaktionäre und eingekaufte Führung zurückzuführen sei, die sich in der „Arbeiterpartei" SPÖ eingenistet habe, und dass durch die Entfernung dieser SpitzenbürokratInnen die SPÖ „wieder" eine „sozialistische Politik" machen könne, verkennt den Charakter von Sozialdemokratie und Reformismus völlig. Die österreichische Sozialdemokratie ist seit bald hundert Jahren eine reformistische Partei, oder, anders ausgedrückt, eine bürgerliche ArbeiterInnenpartei, eine Partei also, die sich dem „Kompromiss" mit der KapitalistInnenklasse verpflichtet hat, sich aber auf organisierte Weise auf Teile der ArbeiterInnenklasse stützt. Die arbeiterInnenfeindliche Politik der Sozialdemokratie ist deshalb nicht ein irgendwie zufälliger politischer Fehler, sondern sie hat eine materielle Basis. Die SPÖ-Spitzen sind nicht nur über eigene Privilegien etc. mit Teilen des Kapitals verbunden, sondern die SPÖ stützt sich organisatorisch vor allem auf die besser gestellten Teile der Lohnabhängigen, die ihr privilegiertes Verhältnis mit dem Kapital nicht durch klassenkämpferische Aktivitäten gefährden möchten, und besonders die bürokratischen Schichten, die mit ihren Jobs in Partei, Gewerkschaft, Gemeinden und Staat ein bequemes Leben führen. Ihnen geht es in erster Linie darum, die Grundlage ihrer Existenz, die Zusammenarbeit mit dem Kapital und seinem Staat, aufrecht zu erhalten. Dazu braucht die SPÖ die Unterstützung durch die ArbeiterInnen und Angestellten, denn nur durch den Einfluss auf die Lohnabhängigen ist die Sozialdemokratie für das Großkapital überhaupt interessant. Die SPÖ mäßigt und kontrolliert die ArbeiterInnenklasse und verkauft ihre Interessen als Gegenleistung für bürokratische Privilegien. Dementsprechend hat die österreichische Sozialdemokratie eine hundertjährige Geschichte von prokapitalistischer Politik, von Kapitulation und Verrat. Sie hat die Kriegspolitik der Habsburger- Monarchie im Ersten Weltkrieg unterstützt und danach eine proletarische Revolution verhindert, sie ist – in Hoffnung auf einen Ausgleich mit der KapitalistInnenklasse – vor dem aufkommenden Faschismus schrittweise zurückgewichen, sie hat nach 1945 mit wildem Antikommunismus den kapitalistischen Wiederaufbau unterstützt und mitgeholfen, die großen Lohnstreiks vom Herbst 1950 niederzuschlagen. In den 1970er Jahren hat die SPÖ-Regierung unter Bruno Kreisky einige politische und soziale Reformen durchgeführt, sie sind freilich im Rahmen der ökonomischen Spielräume des damaligen Wirtschaftsbooms und der kapitalistischen Bedürfnisse nach einer Modernisierung zu sehen. Sobald das Kapital von dieser Politik genug hatte und international auf den Neoliberalismus setzte, wurde die neue Ausrichtung auch in Österreich durchgesetzt, noch unter Kreisky in den frühen 1980er Jahren. Die neoliberale Politik, insbesondere die Zerschlagung der verstaatlichten Industrie mit massivem Arbeitsplatzabbau und diverse „Sparpakete" im Sozialbereich, wurden in Österreich bis 1999 von der SPÖ exekutiert. Angesichts dieser Tradition ist es kein Zufall, wenn auf Rhetorik- Schulungen der Gewerkschaft den BetriebsrätInnen beigebracht, wie man/frau einer Belegschaft Verschlechterungen am besten verkauft. Und nicht zufällig wurden im Jahr 2003 die Streiks gegen die Pensionskürzungen und gegen die Zerschlagung der Bundesbahn von der sozialdemokratischen Gewerkschaftsspitze abgedreht. Die Ursache für diese ganze Politik ist nicht einfach nur eine falsche Führung, sondern dass ein großer Funktionärsapparat und eine ganze privilegierte Schicht über die SPÖ mit dem bürgerlichen Staat verbunden ist. Diese Verbindungen sind auch für viele unzufriedene BasisaktivistInnen bei der Organisierung von Widerstand eine starke Bremse, denn sie fürchten um ihre Jobs. Und auch so manche führenden Funktionäre der SPÖ-Jugendorganisation werden sich nun genau überlegen, ob sie ihren Kampf mit der Parteiführung auf die Spitze treiben, waren ihre Funktionen doch stets sichere Sprungbretter für Landtags- und Parlamentsmandate oder ähnliches, wie auch die ehemaligen „frechen" und „rebellischen" SJler Gusenbauer und Cap belegen. Etliche der Konflikte, die in den letzten 1-2 Jahren in der Sozialdemokratie aufgetreten sind, etwa der zwischen Parteispitze und der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG), sind innerbürokratische Auseinandersetzungen. Sie sind aber dennoch nicht irrelevant, weil sie etwa das Potential einer Auseinanderentwicklung von Partei und Gewerkschaft in sich tragen. Die Schwächung der Gewerkschaften durch die BAWAG-Affäre hat auch eine Schwächung der politischen Autorität der Gewerkschaftsführung und ihrer Möglichkeit zur Verteilung von materiellen Privilegien im Apparat bedeutet. In der Folge ist der Zugriff der FSG-Führung auf die einzelnen Betriebsratskörperschaften nicht mehr überall so eisern wie früher. Die Proteste gegen den Pakt mit der ÖVP waren den SPÖ-Spitze sicherlich unangenehm. Dass der Druck in der Partei groß war, zeigt auch die Tatsache, das sich wichtige SPÖ-Landeschefs wie Erich Haider oder Franz Voves (Steiermark) als Kritiker inszenierten, was auch leicht zur bürokratischen Integration der Unzufriedenheit führen kann. Die Frage ist also, welche Perspektive die Proteste gegen die neue Regierung finden können. Entscheidend wird sein, ob es gelingt, den aktiven Widerstand über die Studierenden und die Jugend hinaus auszuweiten. Der Kompromiss bei den Studiengebühren (dass sie bleiben, aber durch soziale Arbeit abgearbeitet werden können) war ein sehr geschickter Schachzug der Regierung, ist doch ein erheblicher Teil der Bevölkerung für studierendenfeindliche Stimmung á la „die sollen doch mal was arbeiten" empfänglich. Demgegenüber muss sicherlich aufgeklärt werden, dass die ausgerechneten Stundenlöhne niedriger sind als bei anderen StudentInnenjobs, dass es sich dabei um Lohndumping in Sozialbereich handelt, dass die Studierenden aus reichen Familien die Studiengebühren einfach zahlen werden, während es für die ärmeren die Studienzeit verlängert (zur Zeit arbeiten etwa 80% der Studierenden neben dem Studium), dass die Mehrheit der Studierenden Frauen sind und mit dem Regierungsmodell wieder mal Frauen schlecht oder unbezahlte soziale Arbeit leisten müssen. Es geht aber auch darum, den Eindruck zu vermeiden, dass es sich bei den Protesten gegen den Regierungspakt nur um die Interessen der Studierenden handelt, und darum, aus dem gescheiterten studentischen Widerstand die richtigen Schlüsse zu ziehen. 2000/01 (und auch schon 1996) hatte die „linke" ÖH-Führung das Potential für einen erfolgreichen studentischen Kampf mit ihrer Orientierung auf die lächerlichen „kreativen Protestformen" in den Sand gesetzt (siehe dazu die AGM-Bilanzartikel „Potentiale und Grenzen von studentischen Protesten": http://www.agmarxismus.net/flugschriften/f13_potenz.htm, „Chronologi e eine Demobilisierung": http://www.agmarxismus.net/flugschriften/f13_chrono.htm und „Boycott der Studiengebühren oder Verweigerung der Realität": http://www.agmarxismus.net/flugschriften/f18_agmuni.html). Während die „linke" ÖH-Führung eine Ausrichtung auf Streiks und Besetzungen systematisch bekämpft hat, hat im Sommersemester 2006 in Griechenland eine StudentInnenbewegung mit wochenlangen Streiks, mit Besetzungen der Unis, mit Orientierung auf ein Bündnis mit der lohnabhängigen Bevölkerung und mit kämpferischen Massenmobilisierungen die Pläne der Regierung zur neoliberalen Zurichtung der Universitäten abgewehrt und der Regierung eine schwere Niederlage beigebracht (siehe AGM-Flugschriftzeitung roter stern, Nr. 8: http://www.agmarxismus.net/flugschriften/RS8/rs8_rueckseite.pdf). Wenn man/frau auch in Österreich Kurs auf einen erfolgreichen studentischen Widerstand nehmen will, ist dazu auch ein Abschied von einem positiven Bezug auf die bildungspolitischen Vorschläge der SPÖ und der Grünen notwendig. Schon bisher ist das Bildungssystem auf die Interessen des Kapitals zugeschnitten und sind die Universitäten (trotz gewisser Spielwiesen) Teil des ideologischen Herrschaftssystems des Kapitalismus. Statt hier einfach „mehr Bildung" zu fordern, ist eine Kritik dieser Zustände und Funktionen notwendig. Die Wahlkampfforderungen von SPÖ und Grünen nach mehr Geld für Bildung, Wissenschaft und Forschung stehen für nichts anderes als für eine Modernisierung des Systems und wurden auch ganz offen damit argumentiert, dass das (ebenso wie eine Höherqualifizierung der Arbeitskräfte durch eine Gesamtschule) für die Konkurrenzfähigkeit der österreichischen Wirtschaft notwendig sei. Die SPÖ und insbesondere die Grünen bedienen mit diesen Forderungen natürlich auch ganz gezielt eine bestimmte akademische Klientel. Als staatlich verordnete Institution, die dem Bildungsministerium weisungspflichtig ist, ist auch die ÖH in diese ständische Politik integriert. Nicht zufällig sind ÖH-Funktionärsposten oft Stufen zu einer akademischen Karriere. Angesichts ihres staatlichen Charakters und der Erfahrungen mit dieser Art von studentischer Interessensvertretung ist es mehr als fraglich, ob die ÖH ein geeignetes Instrument für ernsthafte Kämpfe sein kann (siehe dazu in der aktuellen Ausgabe der AL-Zeitung Morgenrot den Artikel „Den Unisumpf trocken legen!"). Entscheidend für die Entwicklung einer breiteren Bewegung gegen die Regierung und ihre Politik ist der Bereich, wo es dem Kapital wirklich weh tut, nämlich die Betriebe. Die Gewerkschaften haben freilich schon gegen die Rechtsregierung 2000-2006 nur sehr zaghaften Widerstand geleistet, ihre sozialdemokratischen Führungen eine tatsächliche Konfrontation gescheut. Zuletzt wurde die Gewerkschaft durch die korrupten Machenschaften um die BAWAG auch noch geschwächt. Bei vielen sozialdemokratischen BasisfunktionärInnen in den Gewerkschaften, auch bei solchen mit sozialistischem Selbstverständnis, ist heute nicht kämpferische Entschlossenheit, sondern Verzweiflung über den Pakt mit der ÖVP vorherrschend. Das ist auch darauf zurückzuführen, dass sich viele an die Hoffnung, dass durch eine SPÖ-Minderheitsregierung oder eine „rot"-grüne Regierung vieles besser würde, geklammert haben, dass sie damit in der Logik von Regierungskombinationen denken und nicht auf die eigene Stärke vertrauen. Viele BasisaktivistInnen von SJ, FSG und SPÖ, die es ehrlich meinen mit einer Politik im Interesse der Lohnabhängigen, sind massiv angewidert vom Pakt der Parteiführung mit der ÖVP. Viele sind ratlos, wie es weitergehen soll, zögern aber vor dem entscheidenden Bruch mit der Illusion, dass die SPÖ vielleicht doch noch irgendwie reformiert werden kann. Für viele ist es auch persönlich schwierig, denn oftmals würde es sich auch um einen Bruch mit einer jahre- oder jahrzehntelangen sozialen Existenz in einem breiten sozialdemokratischen Milieu handeln und für so manchen würden damit Karrieremöglichkeiten in Partei und Staat aufs Spiel gesetzt. Für viele ist auch eine selbst organisierte politische Aktivität, ohne Partei- und Gewerkschaftsfinanzen, kaum vorstellbar. Von AktivistInnen der sozialdemokratischen Organisationen wurde angesichts der offensichtlich treffenden Kritik an der Politik der SPÖ oft argumentiert, dass die kleinen Gruppen der radikalen Linken nichts erreichen könnten und es deshalb trotz allem im Rahmen „der sozialdemokratischen Bewegung" zu verbleiben gelte. Einmal mehr müssen sich diese AktivistInnen, auch die kritischen und oppositionellen (etwa die Plattform Wir-sind-SPÖ), nun die Frage stellen, ob sie sich nicht erneut als billige WahlkampfhelferInnen für Gusenbauer & Co. missbrauchen haben lassen, ob sie nicht in erster Linie das linke Feigenblatt für den SPÖ-Neoliberalismus abgeben. Und sie müssen sich auch die Frage stellen, ob sie mit einem Verbleib in den sozialdemokratischen Organisationen nicht dazu beitragen, die Vorherrschaft der SPÖ in der ArbeiterInnenbewegung festzuschreiben, anstatt die radikale Linke zu stärken, mit der sie eigentlich viele Positionen teilen. Es besteht dabei durchaus die Gefahr, dass durch die kämpferische Opposition von SJ und VSStÖ gegen den Regierungspakt viele enttäuschte AktivistInnen weiter in der Sozialdemokratie integriert bleiben – und beim nächsten Wahlkampf, wenn sich der jetzige Sturm gelegt hat und von den SJ- und VSStÖ-Spitzen wieder mal das Argument des „kleineren Übels" aus dem Hut gezaubert wird, dann erneut für Gusenbauer & Co. den Wahlkampf bestreiten. Statt darauf zu warten, bis man/frau das nächste Mal verraten und verkauft wird, statt die eigene Kraft und das eigene Engagement für den Aufbau der Sozialdemokratie zu verschwenden, die hoffnungslos mit den Interessen des Kapitals und dem bürgerlichen Staat verbunden ist, sollten sich unzufriedene sozialdemokratische AktivistInnen langsam mal eine Alternative überlegen. Wir denken, dass die ArbeiterInnenklasse eine neue Organisation braucht. Dafür sind die Konzepte, die heute wieder unter linken SJlerInnen herumgeistern, nämlich sowohl die kapitalistische Modernisierungspolitik unter Kreisky als auch der verbalradikale Reformismus des Austromarxismus mit seiner parlamentarischen und defensiv-abwartenden Logik, keine geeigneten Bezugspunkte. Wir denken, dass eine solche neue ArbeiterInnenpartei eine revolutionäre, marxistische sein muss, die sich nicht auf Kompromisse mit den KapitalistInnen und den bürgerlichen Staat als Instrument der Veränderung orientiert, sondern auf Klassenkampf, Massenmobilisierungen und Internationalismus. Gemeinsame Stellungnahme der Leitungen von Arbeitsgruppe Marxismus (AGM) und AL-Antifaschistische Linke Wien, 15. Januar 2007 ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 2. Gemeinsame Veranstaltung der Unigruppe von Arbeitsgruppe Marxismus (AGM) & AL-Antifaschistische Linke am 17.1.: Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten! Warum der Umfaller der SPÖ kein Zufall ist und was für Schlüsse wir daraus ziehen können... Nun ist es also fix. Die große Koalition steht. Die SPÖ hingegen fällt um. Wurden Themen wie die Gruppenbesteuerung (unerhörte Steuergeschenke an Großkonzerne) oder etwa das rassistische Asylgesetz von Schwarz-Blau-Orange (dem die SPÖ ja damals schon zugestimmt hatte) in den Koalitionsverhandlungen gar nicht erst angesprochen, so ist die SP-Führung - wie zu erwarten - in der Endphase der Verhandlungen nun auch in Bezug auf ihre zentralen Wahlversprechen umgefallen. V.a. der "Kompromiss" in der Frage der Studiengebühren (6-Euro-Jobs) erzürnt viele. Nun stellt sich aber die Frage: Kommt dieser Verrat an den Studierenden überraschend, oder war er angesichts der SPÖ-Politik der letzten Jahre und Jahrzehnte (Stichwort: Sparpakete) abzusehen? Was für Schlüsse können wir als junge AktivistInnen aus diesem Debakel ziehen? Was ist überhaupt der Charakter der Sozialdemokratie? Diese und andere Fragen wollen wir gemeinsam diskutieren. Mi., 17.1., 19:30 Uhr im " Amerlinghaus", Stiftgasse 8, 1070 Wien (U3 Neubaugasse/Ausgang Stiftgasse) ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 3. Weitere gemeinsame Veranstaltungen von AL und AGM Gruppe Wien Nord: Gesundheit und Gesundheitspolitik Gesundheitspolitik geht uns alle an. Doch was hat es mit der Debatte um die steigenden Kosten im Gesundheitswesen auf sich? Wie sehen die Arbeitsbedingungen von Pflegepersonal und ÄrztInnen aus? Wie geht es Beschäftigten und PatientInnen in diesem System? Und wie könnte ein Gesundheitswesen aussehen, das den Menschen und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt und nicht die Frage von Finanzen und die, wie die PatientInnen wieder „fit für den Job" werden können? Ein Krankenpfleger wird die Debatte einleiten, anschließend freuen wir uns auf eine spannende Diskussion. Dienstag, 16. Januar 2007, 19 Uhr Piwnica, Jägerstraße 38, 1200 Wien (erreichbar mit den Linien U6, 5, 31, 33) Gruppe Wien Süd/West: Der Zypernkonflikt Wie kam es zur nationalistischen Spaltung in Zypern? Was waren und sind die imperialistischen Interessen auf der Insel? Welche Rolle spielt(e) die zypriotische ArbeiterInnenbewegung? Wie ist die aktuelle Situation einzuschätzen und wie kann eine marxistische Position zum EU-Beitritt der Türkei aussehen? Mittwoch, 17. Januar 2007, 19 Uhr Cafe Berfin, Siebensterngasse 46, 1070 Wien (erreichbar mit den Linien U3, 49, 13A) __._,_.___ Messages in this topic (1) Reply (via web post) | Start a new topic Messages ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ AL-Antifaschistische Linke Gegen Rassismus, Sexismus, Sozialabbau! Für Solidarität und Sozialismus! mail: al at sozialismus.net web: www.sozialismus.at phon: ++43 (0) 699 817 15 915 post: AL c/o Amerlinghaus, Stiftgasse 8, A-1070 Wien ================================================ 21 Regierungsbildung/Glosse: Demo-Impressionen von "akin" ================================================ Regierungsbildung/Glosse: > Demo-Impressionen Die Regierung zelebrierte ihren Marsch ueber den Ballhausplatz sehr weit "vom Schuss". Der Zynismus, mit dem Gusenbauer dabei die Proteste laechelnd und feixend quittierte, sagt wieder mal was zu seiner Geisteshaltung... Wozu waren dann aber Eier und Tomaten und andere Wurfgeschosse gut? Ich beobachtete, wie ein Kameramann von einem rosa Farbbeutel voll getroffen wurde. Sein Filmmaterial wurde dadurch zerstoert. Uns sollte wichtig sein, dass Demonstrationen medial "in die Welt" gehen. Was soll also die Aggression gegen Journalisten? Wie aus dem Nichts tauchte ploetzlich aus Richtung Aussenministerium die VP-Regierungsriege auf und schlich am Rand des Bundeskanzleramtes in Richtung Tor; als sie von Journalisten gesehen worden waren, stellten sie sich zum Gruppenfoto kurz auf und verschwanden im Haus... In ihrer Begleitung war eine Schar von ca. 20 Leuten mit Blumen und Taferln, die ihnen zujubelten. Warum mussten DIE nicht ausserhalb der Absperrung bleiben? Sind VP-Fans gleicher? Dann kam Gusenbauers Gruppe aus der Richtung Volksgarten. Er laechelnd und strahlend, von Kamerateams umringt (110 Journalisten waren akkreditiert, noch mehr nicht akkreditierte warteten "draussen"), hinterdrein die uebrige Mann- und Frauschaft, die von keinem der Journalisten beachtet wurde. Die von mir geschaetzte Heidrun Silhavy (sie war die einzige Spitzenpolitikerin, die aufmerksam die 1. Arbeitslosenkonferenz besuchte), jetzt Staatssekretaerin (sie weiss selber noch immer nicht, wofuer sie in diesem Amt ueberhaupt zustaendig ist) ging als letzte. Durch Koerpersprache vermittelte sie: "Redet mich bitte lieber nicht an..." Fast jeder der VP-Minister blieb stehen und gab den Kamerateams Kurzinterviews und Statements. Die SP-Truppe verschwand rasch im Haus. Nur Buchinger stellte sich ebenfalls (strahlend) zu einem ersten Interview hin... In der Schauflergasse (Richtung Michaelerplatz) gabs ebenfalls in sehr grossem Abstand eine Absperrung. Dahinter standen ca. 100 Gewerkschafter, eher ruhig. Nur als die Regierung am Platz unterwegs war, ertoente auch von dieser Seite ein kurzes Pfeifkonzert. Und als die Regierung in der Burg verschwunden war, waren diese Leute auch schon wieder weg. Als um 10h die grosse Demo vom Ring kam, eilte ich zur Gewerkschaftsgruppe und teilte denen das mit. Die nahmen das gleichgueltig bis eher angfressen auf. Erst im nachhinein erfuhr ich, dass das die angekuendigte Demo der Polizisten war. Auch innerhalb der Absperrung gab es Demonstranten: Etwa ein Dutzend Leute mit blauen Jacken, am Ruecken die Buchstaben "AUF" (Polizeigewerkschaft der FP). Sie schlenderten mit Schachteln hin und her und verteilten an ihre Kollegen Zuckerln und Mars-Riegel... Nachtrag zur Orf-Berichterstattung: Ich war erstaunt, da ich gewohnt bin, dass der ORF IMMER die Teilnahmezahlen bei Demonstrationen nach unten korrigiert. Ich zaehlte 1000 bis max. 1500 Teilnehmer -- Hanno Settele sprach von 2000! Was ich ebenfalls fair fand, war sein Hinweis, dass die gewaltbereite Gruppe aus hoechstens 50 Leuten bestand... *Gerald Grassl* ================================================ ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. 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(werden nicht berücksichtigt) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: mi 21.00 Uhr Nicht enthalten: Doubletten, Attachmentbeiträge nicht WR Beiträge nach wie vor aktuell: DER WIDERSTANDS-MUND SUCHT WEITERHIN DRINGEND LEUTE, DIE 1 X DIE WOCHE EINE AUSGABE ZUSAMMENSTELLEN WOLLEN III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Fri Jan 19 22:02:28 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Fri, 19 Jan 2007 22:02:28 +0100 Subject: widerst@nd! - MUND: Samstag, 20.1.2007 Message-ID: <20070119210228.GA8213@brandl.telekabel.at> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! Samstag, 20.01.2007 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 [rampenfiber_festival] Jubiläumsfibe r-Fest: 20.1.2007 Hanna Sohm fiber ================================================== 02 SONNTAGS/HOERBAR ABSTRAKT: PHILADELPHY/MARTINEK (a) live "Kim-pop.org" ================================================== 03 grüne andersrum trost & rat party am 25.1. im why not! "Andersrum Wien" ================================================== 04 Derwisch erzählt "INTERKULTTHEATER" ================================================== 05 Einladung: wärmespender-Spendenübergabe "lefoe info" ================================================== 06 24.1. poker-night | 25.1. marg's toy-party "Office - conqueer" ================================================== 07 Wiener Regenbogen-Ball 2007 in greifbarer Nähe Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 08 Presseinformation zum Thema "Altenpflege" "Angela Traussnig" ================================================== 09 Prokop-Nachlese, fortgesetzt Asyl in Not ================================================== 10 Erkennen Sie die blassrote Handschrift? > Radio Stimme - 18.01 Radio Stimme ================================================== 11 VwGH: Diskriminierung Homosexueller bleibt "Rechtskomitee LAMBDA (RKL)" ================================================== 12 Diskriminierung Homosexueller neuerlich vor dem VfGH "Rechtskomitee LAMBDA (RKL)" ================================================== 13 GLB/Bahnverkehr/Liberalisierung/EU-Parlament "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================== 14 Neonazi-Anwalt in Wiener Zeitung aktion at gegendenantisemitismus.at ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 15 Armenischer Intellektueller in Istanbul ermordet WADI Austria ================================================== 16 Turkey: Displaced Villagers Denied Fair Compensation WADI Austria ================================================== 17 9 Death Penalty Abolition Activists Arrested at U.S. Supreme Court "Abraham J. Bonowitz" ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 [rampenfiber_festival] Jubiläumsfibe r-Fest: 20.1.2007 Hanna Sohm fiber ================================================== Liebe KollegInnen und Interessierte, wir sind ungemein stolz und hochgradig erfreut, dass wir bald die Jubiläumsausgabe Nummer 10 von "fiber. werkstoff für feminismus und popkultur", die vor kurzem erschienen ist, befeiern können. "Musik" ist der Schwerpunkt dieser fettesten Ausgabe und musikalisch wird auch das Fest! fiber Präsentationsfest # 10 20. Jänner 2007 ab 20 Uhr werkzeugH Schönbrunnerstraße 61 1050 Wien U4 Pilgramgasse, 13a Margaretengürtel Mit den wunderbaren Musikacts... Bettina Köster (BRD) - u.a. bekannt durch die Bands "Malaria!" und "Autonervous" - http://www.myspace.com/bettinakoster Spoenk (AUT) - http://home.subnet.at/spoenk/ DJ Missus - http://www.myspace.com/missusx ..und der Performance... "Bad in Bed with Yoko and Love", einer Doppelbett-Conference von und mit Tanja Witzmann und Frauke Steiner ..und nicht zu vergessen: mit der neuen, musikalischen fiber #10, beliebt- berüchtigten fiberShirts und wie immer alles bei freiem Eintritt! Wir freuen uns auf Ankündigungen, Euer Kommen und Mitfeiern! die fiberinnen ================================================== 02 SONNTAGS/HOERBAR ABSTRAKT: PHILADELPHY/MARTINEK (a) live "Kim-pop.org" ================================================== KIMreminder SONNTAGS/HÖRBAR ABSTRAKT so 21.01.2007 SONNTAGS ABSTRAKT live: PHILADELPHY/MARTINEK (a) 20:30 postgarage, dreihackengasse 42, 8020 graz eintritt frei!!! alle cocktails um 4 €! fr 19.01.2007 HÖRBAR ABSTRAKT Alice Coltrane 1937 - 2007 20:30 - 22:30 auf der frequenz von radio helsinki - 92,6 MHz; moderiert von dr. nachtstrom wiederholungen der sendung am mittwoch, 00:00 - 02:00 uhr, ebenfalls auf radio helsinki Seit juni 2006 ist das hören unserer sendung noch viel komfortabler: alle sendungen sind sowohl als stream wie auch als podcast auf einer eigenen homepage verfügbar, unabhängig von der ausstrahlung auf radio helsinki; außerdem gibt es ein anhörbares archiv sämtlicher bisheriger sendungen mit beschreibungen! www.hoerbar.abstrakt.at _________________________________________________________ SONNTAGS ABSTRAKT: PHILADELPHY/MARTINEK (a) Martin Philadelphy, der gitarristische Reiter ohne Furcht und Tadel, hat mit dem Computermusiker und Synth-Beherrscher Christian Martinek die Pferde gesattelt: In Trab, Gallopp und oftmals im Sprint Tempo geht's ab in Richtung Niveau-Pop. Tanzbar sind die Stücke der beiden Musiker, mit zeitkritischen Texten versehen, und so könnte der Ritt in Richtung FM 4 abgehen, würden sich dort offene Ohren bereithalten. Philadelphy ist in verschiedensten musikalischen Stilen daheim, und wenn Patrick Pulsinger das Mastering übernimmt, dann sollten das die Zuhörer auch sein, bereit für ein musikalisches Zuhause, das sich Philadelphy und Martinek sehr geschmackvoll eingerichtet haben, nämlich, wie vielleicht am Cover zu bemerken, in einer Bim - und das ist kein schlechter Ort zum Wohnen, zu Haus zu sein und trotzdem unterwegs. Wie heißt es im Titelstück: »Zu Haus zu sein ist relativ«, (bak, Jazzzeit. 05.2006) Die cd wurde auch in der Village Voice (NY) zu den 10 besten Cds gewählt. HOERBAR ABSTRAKT: Alice Coltrane 1937 - 2007 Eine der ganz großen Musikerinnen und spirituellen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts ist am Freitag, dem 12.01. 2007 von uns gegangen: Alice Coltrane starb in einem Spital in Los Angeles an Atemversagen. Die Frau des Saxofonisten John Coltrane spielte in den 1960er/70er- Jahren richtungsweisende Platten an der Orgel, dem Klavier und der Harfe ein, oftmals in einer Trio- Besetzung, manchmal Solo und hin und wieder auch mit großem Orchester. Obwohl Alice Coltrane schwer um Anerkennung kämpfen mußte- ihre Musik wurde lange von (hauptsächlich männlichen) Jazz- Kritikern verschmäht und nicht ernst genommen- ging sie unbeirrbar ihren Weg, um das Erbe ihres Mannes weiterzuentwickeln und sich spirituell fortzubilden. Einen großen Teil ihres späteren Lebens verbrachte sie unter dem Namen Swamini Turiyasangitananda mit Gleichgesinnten in einem Ashram; im Jahr 2004 spielte sie unter Teilnahme ihrer beiden Söhne (beides Saxofonisten) noch die fantastische CD "Translinear Light" ein- ein absolut würdiges Spätwerk ihres langen Weges. Hörbar Abstrakt verschiebt aus Anlaß des Todes von Alice Coltrane das geplante Programm des aktuellen Podcasts auf die nächste Sendung und versucht sich an einer Würdigung der großen alten Dame. R.I.P.!!! powered by fetznetz! www.fetznetz.it http://kim-pop.org ================================================== 03 grüne andersrum trost & rat party am 25.1. im why not! "Andersrum Wien" ================================================== ------------------- KOPF HOCH! ------------------- Unzufrieden mit der neuen Regierung? Komm zu unseren Grüne Andersrum Trost + Rat Party am 25.01.2007 um 22:00 h ins Why Not, 1010 Wien, Tiefer Graben 21. Eintritt frei. Es gibt derzeit nicht viel Grund zu feiern. Mit der Großen Koalition kam auch die ernüchternde Erkenntnis: Es wird auch in dieser Legislaturperiode keine Gleichstellung für Lesben, Schwule und TransGender geben. Trotz der Wahlversprechen der SPÖ - von Eingetragener Partnerschaft bis zur mittelfristigen Öffnung der Ehe, von umfassendem Antidiskriminierungsschutz bis zu einer dafür zuständigen Stelle auf Bundesebene - es sieht nicht so aus, dass sich irgendetwas ändert. Die schwarz-blau- orange Politik wird gnadenlos fortgesetzt, nur mit anderen Farben aufgeschmückt. Wir wollen trotzdem feiern. Unter dem Motto "Kopf hoch! - Die Grüne Andersrum Trost & Rat-Party" laden Nationalratsabgeordnete Ulrike Lunacek, Landtagsabgeordneter Marco Schreuder und die Grünen Andersrum herzlich ein: Donnerstag, 25. Jänner, ab 22 Uhr KOPF HOCH! Die Grüne Andersrum Trost & Rat Party WHY NOT, Tiefer Graben 22, 1010 Wien Eintritt frei! Wir spendieren für alle einen Ramazzotti, um die aktuellen Ereignisse besser verdauen zu können. Wir wollen Euch damit sagen: Wir werden weiterkämpfen und uns nicht unterkriegen lassen. Queer bleiben und die Hoffnung nicht aufgeben! ============================ http://www.gruene-andersrum.at/ ============================ Fragen? E-Mail an: newsletter-andersrum-request at gruene.at -- Die Grünen Andersrum Wien c/o Grüner Klub im Rathaus AT-1082 Wien Tel.+43-(0)1-4000 DW 81813 Fax +43-(0)1-4000 DW 99 81811 http://www.gruene-andersrum.at -- ================================================== 04 Derwisch erzählt "INTERKULTTHEATER" ================================================== DERWISCH ERZÄHLT Geschichten aus dem Orient Wegen des großen Erfolges V E R L Ä N G E R T köstliche gedörrte Datteln und Feigen ... frischer türkischer Tee aus dem Samowar ... der Dunst des Tabakrauchs aus der Wasserpfeife ... berauschende Tänze ... ... dazu Geschichten aus dem Orient ab 24.Januar Beginn: 19.30 Uhr Mit: Aret Güzel Aleksanyan (Erzähler) und Mandana Alavi Kia (Gesang und Tanz) 15.- / 12.- INTERKULTTHEATER 1060 Wien, Fillgradergasse 16 Tel: 01 / 587 05 30 reservierung at interkulttheater.at www.interkulttheater.at ================================================== 05 Einladung: wärmespender-Spendenübergabe "lefoe info" ================================================== Liebe FreundInnen, Ihr habt mit und für uns getrunken und gegessen - jetzt möchten wir uns bei Euch bedanken und Euch zur Übergabe des großartigen Spendenerfolgs des "wärmespenders" einladen: -> Freitag, 26. Jänner 07 | 15:30 -> gasthaus ÖSTERREICHER IM MAK | www.oesterreicherimmak.at | 1., Stubenring 5 -> Buffet -> telefonische Anmeldung: 0660-8123637 Wir freuen uns, mit Euch zu feiern! DANKE für Eure solidarische Unterstützung!!! mit feministischen Grüßen, die LEFÖ-Frauen _________________________________________ LEFÖ Beratung, Bildung und Begleitung für Migrantinnen LEFÖ Information, Education and Support for Migrant Women ZVR-Zahl: 893710788 Kettenbrückengasse 15/II/4 1050 Wien, Austria tel: +43.1.581 18 81 fax: +43.1.581 18 82 mail: info at lefoe.at web: www.lefoe.at ================================================== 06 24.1. poker-night | 25.1. marg's toy-party "Office - conqueer" ================================================== 24.1. poker-night - ab 19 uhr Legendäre Pokernacht mit Final Table ab 22 Uhr. Dealerin: Gudrun, Hauptgewinn: Candle Light Dinner im conqueer und viele weitere Preise. ---------------------------------------------------------------------- 25.1.marg's toy-party - ab 18 uhr Alles was Ihr schon immer wissen wolltet und mehr. Ich zeige was es da so gibt und berichte über manch Handhabungen. Ideal für Einzelgängerinnen und kleine Frauengruppen, die sich mal in Ruhe informieren möchten. ---------------------------------------------------------------------- -> Samstag 27.1. - besuche uns am regenbogenball Schau doch mal bei unserer Gemeinschaftsbar, mit dem Cafe Willendorf, am Wiener Regenbogenball vorbei. -> Mittwoch 31.1. - maßhemden - ab 18h Lasse dir dein eigenes Maßhemd und die dazugehörigen Accessoires anfertigen. Jedes Hemd oder jeder Anzug wird für dich individuell zusammengestellt. Aktuelle Informationen auf www.conqueer.at ---------------------------------------------------------------------- conqueer - restaurant, bar & lounge - öffnungszeiten: sonntag, mittwoch & donnerstag: 18.00 - 24.00 uhr freitag & samstag: 18h - 2.00 uhr conqueer | große neugasse 31 | 1040 wien +43 (0)664 245 3245 | www.conqueer.at | office at conqueer.at ---------------------------------------------------------------------- ================================================== 07 Wiener Regenbogen-Ball 2007 in greifbarer Nähe Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien ================================================== Wiener Regenbogen-Ball 2007 in greifbarer Nähe Sie singt Piaf. Sie singt Brel. Sie singt Bill - special guest Maria Bill. "In bewährter Weise wird es ein klassischer Ball sein, wo man auch die Mama mitnehmen kann", so Christian Högl, Obmann der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien. Mit seinem Team organisiert er auch dieses Jahr den Wiener Regenbogen-Ball, der am Samstag, den 27. Jänner 2007, stattfindet und heuer ein Jubiläum feiert: Es ist bereits der 10. Ball. Das noble Ambiente des Parkhotels Schönbrunn bietet abermals den wunderbaren Rahmen für einen der interessantesten und abwechslungsreichsten Bälle Wiens. Durch den Abend führt - charmant und erfrischend spitzzüngig - die einzigartige und bezaubernde Lucy McEvil. "Wir wollen das traditionell Wienerische auf eine liebevoll- subtile Art zum Ausdruck bringen", betont Bettina Nemeth, Obfrau der HOSI Wien. So bezaubert bereits kurz vor der Eröffnung Vivaldis Jongleur Stephan Masur die Gäste mit seinen Künsten. Nach der Eröffnung durch das Ballkomitee wird die Tanzgruppe Les Schuh Schuh das Publikum wohl auch diesmal mit einer sehr originellen Einlage in Begeisterung versetzen. Für klassische Walzerklänge sorgt die "Wiener Damenkapelle Johann Strauß". Die Band "A-Live" (Latino-Pop-Disco), die Jazz-Funk-Soul-Formation "Desert Wind", ein Latin Danceflor und die Solid-Gold-Disco (powered by Why Not) erweitern die reichhaltige Programmpalette. Als Zuckerl warten der Sänger Stefan Fleischhacker und die Pianistin Antonia Lersch mit einer Melange aus Wienerliedern, Schlagern und Opernauszügen auf. Die Tanzlaune der Gäste nützt Tanzmeister Wolfgang Stanek, wenn er zur beliebten Mitternachts-Quadrille aufruft. Die Anweisung "rechts neben dem Herrn steht die Dame" wird wie immer mit zielsicherer Eleganz ausgeführt, und dem alle verbindenden Tanzvergnügen kann aus vollem Herzen gefrönt werden. Und dann ist es soweit. Sie ist großartig. Sie kommt in greifbare Nähe. Sie singt Piaf. Sie singt Brel. Sie singt Bill. Maria Bill als Höhepunkt des Abends. Der Kartenvorverkauf (Tickets ? 36,-, ermäßigt: ? 28,-) läuft nur noch kurze Zeit in zahlreichen Szenelokalen, allen Zweigstellen der Bank-Austria-Creditanstalt und auf www.regenbogenball.at. Die HOSI Wien freut sich über die Unterstützung des Mobilfunknetzbetreibers ONE, der als Hauptsponsor gewonnen werden konnte. Der Reinerlös des Balls kommt der Veranstaltung der Regenbogen-Parade am 30. Juni 2007 zugute. Rückfragehinweis: Mag. Ute Stutzig, Medienbetreuung ute.stutzig at hosiwien.at, Tel. 0650 9080188 Christian Högl, Organisation christian.hoegl at hosiwien.at, Tel. 0699 11811038 ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 08 Presseinformation zum Thema "Altenpflege" "Angela Traussnig" ================================================== Eine Presseinformation des Augustin. Abgebauter Pflege-Ombudsmann Werner Vogt im Augustin-Gespräch: Ich bleibe ein Störfaktor Am 31. Dezember vergangenen Jahres wurde entsprechend einer politischen Entscheidung in Wien das trotz seines kurzen Bestehens äußerst erfolgreiche Amt des Pflege-Ombudsmanns abgeschafft. Werner Vogt, Inhaber dieses Amtes, "war als kompromissloser Kritiker des Systems der Altenpflege zum Störfaktor geworden", schreibt der Augustin. In der aktuellen Ausgabe der Wiener Straßenzeitung versicherte Vogt, dass die Politik ihn nicht hindern werde, weiterhin die Rechte der in das "Entmündigungssystem Altenpflege" Geratenen im Auge zu behalten. Altenpflege-Einrichtungen der "Lainzer Art" neigen zur Entgleisung, betonte der Ex-Ombudsmann. "Ich bin ja auch schon alt, als 68jähriger. Aber ich lasse mir nicht vorschreiben, dass ich mich um 18 Uhr nieder legen und am nächsten Tag um 6 Uhr früh aufstehen muss. Das ist ein unmöglicher fremdbestimmter Zustand. Der Mensch muss seinen Eigenrhythmus behalten dürfen. Das System Heim setzt sich darüber hinweg. Weil kein durchschnittlicher Mensch 12 Stunden liegen kann, wird er im Heim mit Schlaftabletten ruhig gestellt. Es bedarf also Mitteln der Gewalttätigkeit, um diese inhumane Ordnung aufrecht zu erhalten", beschreibt Werner Vogt einen Aspekt der Entmündigung. "So ein System kann nur zerstört werden" Kommunikationslosigkeit und Isolation der Heiminsassen, so Vogt, führen zu einem Stopp der geistigen Bewegung: "Die Betroffenen werden tatsächlich still und stumm und depressiv - und das wird oft so gedeutet: Der ist ja schon ganz daneben! Der Sachwalter wird eingeschaltet, der eigene Verstand wird geraubt, ein fremder Verstand eingeführt. In den Großanstalten schreiten die Entmündigungsprozesse mit einem speziellen, rapiden Tempo voran. Daher kann so ein System nur zerstört werden." Wenn stationäre Pflege tatsächlich notwendig ist, dürfe sie für die PatientInnen und ihre Angehörigen nicht zum finanziellen Drama werden. Eine staatlich finanzierte Pflegesicherung müsse her. Die Pension, das Eigentum, das Ersparte, auch das Einkommen der Angehörigen - also all das, worauf die Pflegeheimträger Zugriff haben - müsse den Betroffenen bleiben, fordert Vogt im Augustin-Gespräch. "Fremde Mutter" - Alltag mit einer Alzheimerkranken Altenpflege ist der Themenschwerpunkt der aktuellen Augustin- Ausgabe. Neben dem Vogt-Interview enthält das Blatt den ersten Teil eines sensationell offenen Protokolls der privaten Pflege einer alzheimerkranken Frau. Unverhofft war eine in Wien lebende Journalistin in die Situation gekommen, ihre Mutter zu pflegen, ohne wirklich zu wissen, worauf sie sich da einlässt. Den Pflegealltag beschreibt die Autorin als "belastend, zermürbend, trotzdem aber insgesamt abenteuerlicher und menschlich bereichernder als sämtliche All Inclusive-Urlaube zusammen". Wenn 80 Prozent der zu pflegenden Menschen von ihren Angehörigen, meist weiblich, betreut werden, weise das auf einen akuten Pflegenotstand hin. Der Augustin publiziert das Tagebuch des Alltags mit der "fremden Mutter" in acht Teilen. Weitere Informationen: Tel (01) 587 87 90 redaktion at augustin.or.at ================================================== 09 Prokop-Nachlese, fortgesetzt Asyl in Not ================================================== Solidarität! Wir veröffentlichen weitere Reaktionen zur Prokop-Affäre und zur Hetzkampagne gegen Asyl in Not Sehr geehrter Michael Genner, ich möchte Ihnen hiermit meine Solidarität zum Ausdruck bringen. Sie leisten seit vielen vielen Jahren eine wichtige und gute Arbeit - gegen alle politischen und gesellschaftlichen Widrigkeiten.. Ich werde nicht müde - wo immer eine Diskussion zu ihrer Reaktion zum Ableben von Frau Prokop aufkommt - aufzuklären und zu erzählen was Sie und Ihre Organisation Asyl in Not seit vielen Jahren leisten. Die Kritik an Ihrer Person ist unfair, dumpf und nicht gerechtfertigt. Ich verneige mich vor Ihrem Engagement und ihrer Arbeit, Sonja A. Sehr geehrter Herr Genner! Mit großem Interesse habe ich Ihr Engagement in der Flüchtlingshilfe, in Zeiten verheerender politischer Mißstände verfolgt. Für Ihre Zivilcourage, Ihren Mut zur Aufrichtigkeit, Ihr bestimmtes Auftreten gegen Unrecht möchte ich Ihnen meine tiefste Bewunderung aussprechen. Ich wünsche Ihnen gerade in diesen "kritischen" Zeiten viel Kraft und solidarischen Halt. Doris K. Liebes Asyl in Not-Team! Verliert nicht die Nerven und lasst das Faschopack rechts liegen. Eure Arbeit ist unbezahlbar wichtig, denn es hängen sehr viele menschliche Existenzen davon ab. Auch wenn Krone & Konsorten es nicht wahr haben wollen, ein Antrag auf Asyl ist kein Verbrechen. Und wenn der Staat glaubt, er müsse so etwas wie eine "reine" Volksgemeinschaft aufrecht erhalten, soll er doch weiterhin in seiner Nazinostalgie vor sich hinschweben, wir nehmen`s nicht hin. Viel Glück und Kraft dir Michael, lass dich nicht unterkriegen. Christian P. Sehr geehrter Hr. Genner! Ich möchte Ihnen mitteilen, dass ich Ihre Stellungnahme zum Tod von Ministerin Prokop äußerst wohlwollend aufgenommen habe. Es war die einzige Stellungnahme, die sich angenehm von den verlogenen heuchlerischen Nachrufen sämtlicher PolitikerInnen abgehoben hat. Ich hoffe, Sie lassen sich von diesen Heuchlern nicht unterkriegen. Ich schätze die Arbeit ihres Vereins sehr und habe Sie auch schon finanziell unterstützt. Mit solidarischen Grüßen, Herbert N. Hallo, mir brauchen Sie keine Stellungnahme oder Erklaerung für die Worte von Herrn Genner zu schicken. Ich gehoere selber zu jenen, die Schubhaft, Abschiebung und die ganz spezielle Weltanschauung der hiesigen Fremdenpolizei am eigenen Leib erfahren mussten. Der natuerlich menschlich tragische Tod von Liese Prokop macht aber auch gar nichts von dem gut, was ihre Untergebenen in ihrem Namen begangen haben und Tag für Tag immer noch begehen. Ich jedenfalls ziehe den Hut vor Menschen wie Michael Genner, die den Mut haben, gegen den Strom zu schwimmen, die den Mut haben, eine eigene Meinung zu haben, und die sich nicht unterkriegen lassen trotz der zahllosen Schikanen, die ihnen durch eine Justiz und Exekutive widerfahren, welche sich durch ihr Vorgehen längst ausserhalb jeder Legitimität gestellt haben. Boban M. Sg. Asyl-in-Not-Team! Ich möchte mich ganz herzlich bei Hrn. Genner für seinen Mut und seine Ehrlichkeit bedanken mit der er mir und vielen anderen "heimgesuchten" Familien aus dem Herzen gesprochen hat! Mein Mann (Afrikaner) und ich saßen am Sylvester-Abend auch zusammen - und erfuhren vom Tod von Prokop. Nein, Tränen oder Trauer gab es bei uns nicht - ganz im Gegenteil, und auch bei keinem unserer Freunde! Ich denke im Schubhaus, in Kolpinghäusern und in Familien, wo man bis zu 5 Jahre darauf warten muß, bis Papi endlich den Paß und somit Chancen auf einen g'scheiten Job hat, wird sicher nicht getrauert! Prokop hat das Leben vieler Menschen erschwert und meiner Meinung nach hatte sie auch Menschen auf dem Gewissen. Denn die tollen von ihr so hochgelobten Polizisten haben ja schon 2 Schwarzafrikaner getötet und einen schwerst verletzt. Wehe ein Schwarzer würde auf einen Polizisten drauftreteten - na da wäre die Hölle los! Meine Kinder können ja auch nichts dafür, dass Papi schwarz ist, warum müssen sie büßen? Mein Mann ist seit fast 7 Jahren in Österreich - leider konnten wir erst vor 3 1/2 Jahren heiraten und deshalb findet er nur miese Jobs. Überall heißt es: Ja wenn er einen Paß hätte! Wie schön, daß Prokop das verhindert hat! Wir haben vor 6 Jahren meine geliebte Mami verloren und kein Mensch schrieb tagelang Bildberichte über sie in der Zeitung. Doch an Herzensgüte und Menschlichkeit hätte ihr Prokop nicht mal den kleinen Finger reichen können. Ich danke Ihnen für die großartige Arbeit, die Sie in Ihrem Verein leisten - vielen meiner Freunde haben Sie schon toll und menschlich geholfen! Gerne werde ich Ihren Verein auch unterstützen - wenn auch mit mehr als beschränkten Mitteln. Ich hoffe, Ihr Team wird sich auch in Zukunft nicht unterkriegen lassen. Margit M. und Familie Asyl in Not Währingerstraße 59 1090 Wien Tel. 0676 - 63 64 371 www.asyl-in-not.org Spendenkonto: Asyl in Not, P.S.K., Kontonummer 92.034.400 ================================================== 10 Erkennen Sie die blassrote Handschrift? > Radio Stimme - 18.01 Radio Stimme ================================================== RADIO STIMME - DIE SENDUNG DER INITIATIVE MINDERHEITEN Donnerstag, 18. Jänner 2007 13.00 Uhr, Orange 94.0 / Wien Erkennen Sie die blassrote Handschrift? Die Wende steht unmittelbar bevor! Tut sie das? Nach sieben Jahren schwarz-blau gibt es nun wieder einen roten Kanzler. Doch anstatt linken Jubel über das Ende der rechts-rechts Regierung gibt es wütende Demonstrationen gegen Alfred Gusenbauer. Unterscheidet sich die neue Regierung tatsächlich nur um Nuancen von der vorherigen? Radio Stimme hat ExpertInnen und NGO- VertreterInnen um kurze Stellungnahmen zum Regierungsabkommen zwischen SPÖ und ÖVP gebeten. Weitere Sendungsthemen: - Eine Reise in die Welt der Begriffsdefinitionen und Vorurteile mit dem Vergleichenden Wörterbuch der Ausländer/innenologie - Magisterstudium Gender Studies an der Universität Wien Diese Sendung wird weiters ausgestrahlt auf: FREIRAD (Innsbruck) Do, 25. Jänner, 12.00 Uhr Radio AGORA (Kärnten) Do, 25. Jänner, 19.00 Uhr Radio HELSINKI (Graz) Sa, 27. Jänner, 19.00 Uhr Radio FRO (Linz) So, 28. Jänner, 11.00 Uhr ****** -> Sendung verpaßt? Das Internet-Archiv. Diese und alle anderen Ausgaben von Radio Stimme sind in unserem digitalen Sendungsarchiv jederzeit als Download und Stream abrufbar: http://www.initiative.minderheiten.at/Radio ****** -> Sendung über's Internet hören. Die Sendungen sind über den Internet-Livestream der Radiosender zur jeweils angegebenen Sendezeit auch über das Internet zu hören. Orange 94.0: http://streamintern.orange.or.at/live3.m3u FREIRAD: http://www.freirad.at/live.m3u Radio AGORA: http://www.cartwall.at/agora_mp3.m3u Radio FRO: http://www.fro.at/livestream.php HELSINKI: http://www.helsinki.at/live-stream.php ****** -- Radio Stimme - Die Sendung der Initiative Minderheiten Das politische Magazin zu den Themen Minderheiten - Mehrheiten - Machtverhältnisse Diese Sendung wird weiters ausgestrahlt auf: FREIRAD (Innsbruck) Do, XX. XXXX, 12.00 Uhr Radio AGORA (Kärnten) Do, XX. XXXX, 19.00 Uhr Radio HELSINKI (Graz) Sa, XX. XXXX, 19.00 Uhr Radio FRO (Linz) So, XX. XXXX, 11.00 Uhr ****** -> Sendung verpasst? Das Internet-Archiv. Diese und alle anderen Ausgaben von Radio Stimme sind in unserem digitalen Sendungsarchiv jederzeit als Download und Stream abrufbar: http://www.initiative.minderheiten.at/Radio ****** -> Sendung über's Internet hören. Die Sendungen sind über den Internet-Livestream der Radiosender zur jeweils angegebenen Sendezeit auch über das Internet zu hören. Orange 94.0: http://streamintern.orange.or.at/live3.m3u FREIRAD: http://www.freirad.at/live.m3u Radio AGORA: http://www.cartwall.at/agora_mp3.m3u Radio FRO: http://www.fro.at/livestream.php HELSINKI: http://www.helsinki.at/live-stream.php ****** -- Radio Stimme - Die Sendung der Initiative Minderheiten Das politische Magazin zu den Themen Minderheiten - Mehrheiten - Machtverhältnisse on air: Wien - Do, 13.00 Uhr - Orange 94.0 - http://www.orange.or.at Innsbruck - Do, 12.00 Uhr - FREIRAD - http://www.freirad.at Kaernten - Do, 19.00 Uhr - Radio AGORA - http://www.agora.at Linz - So, 11.00 Uhr - Radio FRO - http://www.fro.at Graz - Mo, 08.00 Uhr - Radio Helsinki - http://www.helsinki.at on line: weltweit - jederzeit - http://www.initiative.minderheiten.at ================================================== 11 VwGH: Diskriminierung Homosexueller bleibt "Rechtskomitee LAMBDA (RKL)" ================================================== Verwaltungsgerichtshof DISKRIMINIERUNG HOMOSEXUELLER BEI DER ERBSCHAFTS- UND SCHENKUNGSSTEUER BLEIBT Rechtskomitee LAMBDA: "Ball liegt nun beim Verfassungsgerichtshof" Das Rechtskomitee LAMBDA (RKL) zeigt sich enttäuscht über das kürzlich zugestellte Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofs (18.12.2006, 2006/16/0124), mit dem dieser die Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Paare bei der Erbschafts- und Schenkungssteuer bestätigt. Der Fall liegt nun beim Verfassungsgerichtshof. Das Erbschafts- und Schenkungssteuergesetz sieht fünf Steuerklassen vor. EhepartnerInnen finden sich in der Klasse I und Fremde in der Klasse V. Fremde zahlen daher für Schenkungen und Erbschaften das bis zu 7fache an Schenkungs- und Erbschaftssteuer als Ehepaare, wobei die grössten Unterschiede gerade bei den kleinen Zuwendungen bestehen. Bei Erbschaften- und Schenkungen bis EUR 7.300,-- beträgt der Steuersatz bei Ehepaaren 2%, bei Fremden 14%. Bei Schenkungen und Erbschaften über 4.38 Millionen Euro bei Ehepaaren 15% und bei 60%, also bloss 4x so viel. Darüberhinaus haben Fremden einen Steuerfreibetrag von nur EUR 110,-- alle zehn Jahre; Ehepaare hingegen EUR 2.200,--, bei Schenkungen sogar noch zusätzlich EUR 7.300,--. Unverheiratete Paare (LebensgefährtInnen) werden traditionell in die Steuerklasse V eingeordnet. Das RKL hat Anfang 2005 eine Klagsoffensive zur Gleichstellung homosexueller Paare gestartet. Im Zuge dieser Klagsoffensive wurde mit Beschwerden an den Verfassungs- und den Verwaltungsgerichtshof auch diese Einordnung in die höchste Steuerklasse für Fremde bekämpft. Während verschiedengeschlechtlichen Paaren die Ehe offen steht und die Ehelosigkeit ihre freie Entscheidung ist, ist gleichgeschlechtlichen Paaren die Ehe in Österreich nach wie vor verboten. Homosexuelle Paare sind nicht aus eigener Entscheidung unverheiratet sondern weil sie staatlicherseits dazu gezwungen sind. Die Privilegierung von Ehepaaren stellt daher eine indirekte Diskriminierung homosexueller Paare dar. Dazu kommt, dass der Beschwerdeführer, RKL-Generalsekretär Walter Dietz, mit seinem Partner nur zusammenleben kann, weil er sich zu Unterhaltszahlungen verpflichtet hat. Nur dadurch hat sein Partner, der von ausserhalb der EU kommt, eine Niederlassungsbewilligung erhalten. Durch diese staatlicherseits auferlegten Unterhaltsverpflichtungen gleicht ihre Lebensgemeinschaft aber viel mehr einer Ehe als einer von staatlich auferlegten Verpflichtungen freien Lebensgemeinschaft. Der Verwaltungsgerichtshof hat die Einordnung von (gleichgeschlechtlichen) LebensgefährtInnen in die Steuerklasse V nun bestätigt und dies einzig mit dem Hinweis auf das Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs vom 12.10.2006 (B 771/06) begründet, demzufolge die unterschiedliche Behandlung von unverheirateten und verheirateten heterosexuellen Paaren nicht verfassungswidrig ist. In den 50er Jahren noch schwerer Kerker Darauf dass homosexuellen Paaren die Ehe verboten ist, und daher - anders als bei heterosexuellen Paaren - eine indirekte Diskriminierung vorliegt, ist der VwGH mit keinem Wort eingegangen. Ebensowenig auf das Argument, dass der Gesetzgeber aus den 50er Jahren, als homosexuelle Kontakte noch mit schwerem Kerker bestraft wurden, nicht im Traum daran gedacht hatte, dass dereinst der Staat selbst homosexuellen PartnerInnen Unterhaltspflichten auferlegt, und dass auf die so in Wahrheit ungeregelte Konstellation im Analogieweg die Steuerklasse I anzuwenden ist. "Der Verwaltungsgerichtshof hat es verabsäumt, das Erbschafts- und Schenkungssteuerrecht ein wenig an die Gesellschafts- wirklichkeit anzupassen und stattdessen den Kopf wahrhaftig in den Sand gesteckt", sagt der Wiener Rechtsanwalt Dr. Helmut Graupner, Präsident der Homosexuellen-Bürgerrechtsorganisation Rechtskomitee LAMBDA (RKL) und Anwalt des Beschwerdeführers vor dem VfGH, des RKL- Generalsekretärs Walter Dietz , "Der Ball liegt nun beim Verfassungsgerichtshof". Das 1991 gegründete Rechtskomitee LAMBDA (RKL) arbeitet überparteilich und überkonfessionell für die umfassende Verwirklichung der Menschen- und Bürgerrechte gleichgeschlechtlich l(i)ebender Frauen und Männer. In seinem Kuratorium vereinigt es so prominente Mitglieder wie den SPÖ-Vorsitzenden Dr. Alfred Gusenbauer, NR-Präsidentin Dr. Barbara Prammer, Präs. NRAbg.a.D. Peter Schieder, NRAbg. Mag. Terezija Stoisits, den renommierten Kinder- und Jugendpsychiater Univ.-Prof. Dr. Max Friedrich und die Kinder- und JugendanwältInnen von Wien DSA Monika Pinterits und Dr. Anton Schmid, den Generalsekretär von Amnesty International Österreich Mag. Heinz Patzelt und die Menschenrechtsexperten Dr. Lilian Hofmeister und Univ.-Prof. Dr. Manfred Nowak, die Verfassungsexperten Univ.-Prof. Dr. Christian Brünner, Univ-Prof. Dr. Bernd-Christian Funk und Univ.-Prof. Dr. Ewald Wiederin, die Sexualwissenschafter Univ.-Prof. Dr. Josef Christian Aigner, Prof. Dr. Rotraud Perner und Mag. Johannes Wahala, den Theologen Univ.-Prof. Dr. Kurt Lüthi, den Vorstandsvorsitzenden der D.A.S.-Rechtsschutzversicherung Dr. Franz Kronsteiner, den Präsidenten des Weissen Rings Dr. Udo Jesionek, die Vizepräsidentin der Rechtsanwaltskammer Wien Dr. Elisabeth Rech, Life-Ball-Organisator Gery Keszler, Entertainer Günter Tolar u.v.a.m. Das 15jährige Bestehen des Rechtskomitees LAMBDA (RKL) wurde am 2. Oktober 2006 mit einem historischen Festakt im Nationalratssitzungssaal des Parlaments in Wien gefeiert. Dieser weltweit ersten Ehrung einer homosexuellen Bürgerrechtsorganisation in einem nationalen Parlament wohnten unter den über 500 TeilnehmerInnen auch höchste RepräsentantInnen aus Justiz, Verwaltung und Politik bei. Rückfragehinweis: 0676/3094737; 01/8766112, office at RKLambda.at, www.RKLambda.at 05.01.2007 ================================================== 12 Diskriminierung Homosexueller neuerlich vor dem VfGH "Rechtskomitee LAMBDA (RKL)" ================================================== Homosexuelle DISKRIMINIERUNG BEI DER MITVERSICHERUNG NEUERLICH VOR DEM VFGH Rechtskomitee LAMBDA: "Affront gegen den Verfassungsgerichtshof kann nicht folgenlos bleiben" Im Zuge der RKL-Klagsoffensive hat der Verfassungsgerichtshof im Oktober 2005 die gesetzlichen Bestimmungen über die Mitversicherung von LebensgefährtInnen in der Krankenversicherung aufgehoben, weil sie homosexuelle Paare diskriminieren. ÖVP/BZÖ/FPÖ haben diese Diskriminierung im Sommer 2006 neuerlich beschlossen. Die Sozialversicherungsgesetze bestimmen, daß LebensgefährtInnen in der Krankenversicherung seines Partners/ihrer Partnerin anspruchsberechtigt sind. Allerdings bestimmte das Gesetz auch ausdrücklich, daß diese LebensgefährtInnen verschiedengeschlechtlich sein müssen. Das RKL hat Anfang 2005 eine Klagsoffensive zur Gleichstellung homosexueller Paare gestartet. Im Zuge dieser Klagsoffensive wurde mit zwei Beschwerden an den Verfassungsgerichtshof auch die Aufhebung dieser diskriminierenden Bestimmungen sowohl im ASVG (§ 123 Abs. 8 lit. b) als auch im GSVG (§ 83 Abs. 8) begehrt. Mit Urteil vom 10. Oktober 2005 hat der Verfassungsgerichtshof diese Bestimmungen per 01.08.2006 aufgehoben. Anstatt dieses Urteil zu akzeptieren hat die Parlamentsmehrheit aus ÖVP/BZÖ/FPÖ in der Plenarsitzung des Nationalrates vom 24. Mai 2006 beschlossen, die aufgehobene Diskriminierung für die Zeit nach dem 01.08.2006 - in anderen Paragrafen - einfach neu zu beschliessen. Der Bundesrat hat am 09.06.2006 mit den Stimmen von SPÖ und Grünen Einspruch erhoben, der Nationalrat am 05.07.2006 einen Beharrungsbeschluss gefasst. Zwar werden homo- und heterosexuelle LebensgefährtInnen nun grundsätzlich gleichbehandelt und sind sie in der Krankenversicherung des/der PartnerIn anspruchsberechtigt, wenn sie entweder minderjährige Kinder betreuen oder eine/r der PartnerInnen schwer pflegebedürftig ist (§ 123 Abs. 7a ASVG; § 83 Abs. 8 GSVG; § 78 Abs. 6a BSVG; § 56 Abs. 6a B-KUVG). Das gilt aber nur für jene Lebensgemeinschaften, die nach dem 01.08.2006 neu eingegangen werden. Neuerlicher Gang zu VfGH und EGMR Für die übergrosse Mehrheit der (am 31.07.2006) bereits bestehenden Lebensgemeinschaften wird die Diskriminierung jedoch prolongiert. Verschiedengeschlechtliche LebensgefährtInnen bleiben anspruchsberechtigt, auch wenn sie weder Kinder erziehen, noch selbst schwer pflegebedürftig sind noch eine/n solchen PartnerIn pflegen. Sind sie am 31.07.2006 noch nicht 27, dann bis 31.12.2009, sind sie bereits 27 sogar für ihr Leben lang (§ 628 Abs. 3a, 3b ASVG; § 314 Abs. 3, 4 GSVG; § 304 Abs. 3, 4 BSVG; § 216 Abs. 2, 3 B-KUVG). Derartige gleichgeschlechtliche PartnerInnen in (am 31.07.2006) bereits bestehenden Lebensgemeinschaften sind hingegen weiterhin nicht mitversichert. Es war genau diese Diskriminierung (bestehender Lebensgemeinschaften) derentwegen der VfGH die alten Bestimmungen aufgehoben hat. "Dieser Affront gegenüber dem Verfassungsgerichtshof ist inakzeptabel", sagt der Wiener Rechtsanwalt Dr. Helmut Graupner, Präsident der Homosexuellen-Bürgerrechtsorganisation Rechtskomitee LAMBDA (RKL) und Anwalt des Beschwerdeführers vor dem VfGH, des RKL-Generalsekretärs Walter Dietz , "Wir haben auch die neuen Bestimmungen wieder vor dem VfGH angefochten, die Beschwerden liegen dort seit letzten Oktober. Zusätzlich haben wir uns im August 2006 auch an den Europäischen Menschenrechtsgerichtshof (EGMR) gewandt". Das 1991 gegründete Rechtskomitee LAMBDA (RKL) arbeitet überparteilich und überkonfessionell für die umfassende Verwirklichung der Menschen- und Bürgerrechte gleichgeschlechtlich l(i)ebender Frauen und Männer. In seinem Kuratorium vereinigt es so prominente Mitglieder wie den Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer, NR-Präsidentin Mag. Barbara Prammer, die vormalige Justizministerin Mag. Karin Gastinger, Präs. NRAbg.a.D. Peter Schieder, NRAbg. Mag. Terezija Stoisits, den renommierten Kinder- und Jugendpsychiater Univ.-Prof. Dr. Max Friedrich und die Kinder- und JugendanwältInnen von Wien DSA Monika Pinterits und Dr. Anton Schmid, den Generalsekretär von Amnesty International Österreich Mag. Heinz Patzelt und die Menschenrechtsexperten Dr. Lilian Hofmeister und Univ.-Prof. Dr. Manfred Nowak, die Verfassungsexperten Univ.-Prof. Dr. Christian Brünner, Univ-Prof. Dr. Bernd-Christian Funk und Univ.-Prof. Dr. Ewald Wiederin, die Sexualwissenschafter Univ.-Prof. Dr. Josef Christian Aigner, Prof. Dr. Rotraud Perner und Mag. Johannes Wahala, den Theologen Univ.-Prof. Dr. Kurt Lüthi, den Vorstandsvorsitzenden der D.A.S.-Rechtsschutzversicherung Dr. Franz Kronsteiner, den Präsidenten des Weissen Rings Dr. Udo Jesionek, die Vizepräsidentin der Rechtsanwaltskammer Wien Dr. Elisabeth Rech, Life-Ball-Organisator Gery Keszler, Entertainer Günter Tolar u.v.a.m. Das 15jährige Bestehen des Rechtskomitees LAMBDA (RKL) wurde am 2. Oktober 2006 mit einem historischen Festakt im Nationalratssitzungssaal des Parlaments in Wien gefeiert. Dieser weltweit ersten Ehrung einer homosexuellen Bürgerrechtsorganisation in einem nationalen Parlament wohnten unter den über 500 TeilnehmerInnen auch höchste RepräsentantInnen aus Justiz, Verwaltung und Politik bei. Rückfragehinweis: 0676/3094737; 01/8766112, office at RKLambda.at, www.RKLambda.at 19.01.2007 ================================================== 13 GLB/Bahnverkehr/Liberalisierung/EU-Parlament "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================== Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110 Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 - Mail office at glb.at - Web www.glb.at - Ausgabe vom 18. Jänner 2007 GLB wendet sich strikt gegen Liberalisierung des Bahnverkehrs Bewusstes Bekenntnis der öffentlichen Hand zur ÖBB notwendig Strikt gegen die Liberalisierung des Bahnverkehrs durch das dritte Eisenbahnpaket der EU wendet sich die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB): "Die jetzt im EU- Parlament behandelte Liberalisierung zielt nach allen bisherigen Erfahrungen der Liberalisierung - wie etwa bei Energie, Post oder Telekommunikation - auf eine weitere Schwächung des Bahnverkehrs als wichtigsten Faktor des öffentlichen Verkehrs", meint dazu Ernst Wieser, Bundessekretär des GLB in der Gewerkschaft Vida. Im Kern zielt die Orientierung der EU auf die Bahn- Liberalisierung darauf, dass sich private Bahnbetreiber oder künftige AktionärInnen einer privatisierten Bahn die lukrativsten Linien herauspicken, während den noch im öffentlichen Eigentum befindlichen Bahnunternehmen defizitäre Strecken übrig bleiben. Die Liberalisierung zielt auch auf den Ausstieg des Staates aus der Bahnfinanzierung, indem künftig Länder und Gemeinden nach dem Bestellprinzip Leistungen kaufen. Angesichts der zunehmenden Finanzprobleme der Gebietskörperschaften ist damit eine weitere Ausdünnung des Regionalverkehrs vorprogrammiert und als Konsequenz wird der Straßenverkehr mit allen negativen Auswirkungen wie Umweltbelastung, Staus, Stress usw. weiter verstärkt. "Die als neoliberales Dogma mit religiösem Eifer propagierte Liberalisierung bedeutet einen tiefen Einschnitt nicht nur in die Daseinsvorsorge und für eine gute Infrastruktur, sondern auch die Demontage einer bewussten politischen Gestaltungsmöglichkeit für die Verkehrspolitik und damit im weiteren Sinne auch für die Beschäftigungs- und Sozialpolitik", betont Wieser. Der GLB verweist dabei allerdings auch darauf, dass damit alle wesentlichen Grundwerte der EU wie die vier Grundfreiheiten, das Binnenmarktprinzip, das Dogma des freien Wettbewerbs usw. in Frage zu stellen sind: "Wer ja zum Maastricht-Vertrag, der EU- Verfassung und den Richtlinien sagt, der darf sich dann über die negativen Auswirkungen nicht wundern", meint Wieser und erinnert an die jahrelangen Warnungen seiner Fraktion, etwa im Zusammenhang mit der Ausgliederung der ÖBB aus dem Bundesbudget im Jahre 1994. Alle bisherigen Maßnahmen zur Liberalisierung der Bahn haben sich nicht nur am Beispiel der ÖBB als negativ sowohl für die Fahrgäste durch zunehmende Verspätungen, überfüllte Züge etc., für die Infrastruktur durch Ausdünnung des Streckennetzes und für die Beschäftigten durch Personalabbau und soziale Verschlechterungen erwiesen. Der GLB sieht als Alternative zur zerstörerischen Liberalisierung Marke EU ein bewusstes politisches Bekenntnis der öffentlichen Hand zur ÖBB als notwendig an. Das bedeutet aus der Sicht des GLB allerdings auch einen Rückbau der in der schwarzblau/orangen Regierungszeit in zahlreiche Einzelgesellschaften aufgesplitterten ÖBB zu einem einheitlichen Unternehmen und eine eindeutige Absage an einen Börsegang und sonstige Privatisierungsabsichten. ================================================== 14 Neonazi-Anwalt in Wiener Zeitung aktion at gegendenantisemitismus.at ================================================== Schaller in Wiener Zeitung Der bekannte Wiener Neonazi-Anwalt Herbert Schaller bekam am 18. Jänner Gelegenheit, seine einschlägige Sicht auf das Verbotsgesetz-Verfahren gegen den britischen Holocaustleugner David Irving in der regierungsamtlichen Wiener Zeitung darzulegen. In seinem "Gastkommentar" verharmlost er einmal mehr die Leugnung des Holocaust als zuzulassende "Meinung". Dem SPÖ-Sprecher Hannes Jarolim, der die frühzeitige Haftentlassung Irvings kritisiert hatte, unterstellt Schaller, er sehne "sich offenbar nach einem totalitären Staat". Nur "faschistoide Machtmenschen" würden auf einer entschiedenen Strafverfolgung von Neonazis beharren. Schaller verteidigte in der Vergangenheit nicht nur die Elite des Neonazismus, sondern referierte seine Sicht auf den Holocaust und das Verbotsgesetz auch bei rechtsextremen und neonazistischen Gruppen im In- und Ausland. Zuletzt nahm er auf Vorschlag seines Mandanten und engen Weggefährten, dem vor Strafverfolgung nach Spanien geflohenen Neonazi Gerd Honsik, im Dezember 2006 an der internationalen Holocaustleugner-Konferenz in Teheran teil. Sein jahrzehntelanger Kampf "wider die Gaskammer" (HALT 57/1991) brachte ihm mehrere Disziplinarverfahren ein, einem Verfahren nach Verbotsgesetz entging er jedoch stets aufgrund juristischer Immunität. Dass jemandem wie Schaller im offiziellen Organ der Republik Österreich Platz für eine Apologie der Holocaustleugnung eingeräumt wird, stellt einen Skandal dar. In Schreiben an Chefredakteur Andreas Unterberger und den Herausgebervertreter machten Dr. Brigitte Bailer (für das DÖW) und Dr. Wolfgang Neugebauer (für die Aktion gegen den Antisemitismus in Österreich) dies deutlich. http://www.doew.at http://www.doew.at/aktuell/aktion/aktion.html ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 15 Armenischer Intellektueller in Istanbul ermordet WADI Austria ================================================== Armenischer Intellektueller in Istanbul ermordet Hrant Dink, der wohl prominenteste armenische Intellektuelle der Türkei, wurde heute vor der Redaktion seiner Zeitung "Agos" erschossen. Der 53-jährige Journalist war in der Türkei schon lange zur Hassfigur für türkische Nationalisten geworden, die es ihm verübelten, dass in seiner Zeitung auch der Genozid an den ArmenierInnen durch die Jungtürken 1915 und die Diskriminierung der überlebenden armenischen Minderheit zum Thema gemacht wurden. Aus Angst vor dem herrschenden türkischen Nationalismus hatten bis zur Gründung von "Agos" vor etwas mehr als zehn Jahren auch armenischen Publikationen in der Türkei den Begriff "Genozid" unter Anführungszeichen gesetzt. Die von Hrant Dink gegründete Zeitung spielte eine wichtige Rolle für das Wiedererstarken eines Selbstbewusstseins der armenischen Minderheit in der Türkei, die sich in die neuen Debatten über den Genozid einbringen wollte. Zu wenige türkische Intellektuelle stellten sich jedoch hinter die Forderungen der Nachkommen der Überlebenden. Nicht nur faschistische Turanisten, sondern auch die türkische Regierung half mit ein geistiges Klima zu verfestigen, in dem die Thematisierung des Genozids zum "Vaterlandsverrat" wurde. Wegen "Beleidigung des Türkentums" war Dink wiederholt vor Gericht gestanden und 2005 zu einer Haftstrafe von sechs Monaten verurteilt worden. Das Urteil war erst im vergangenen Jahr vom obersten Gericht der Türkei bestätigt worden. -------------------------------------------- 2005 gab Hrant Dink anlässlich des 90. Jahrestages des Genozids an den ArmenierInnen folgendes Interview der Wochenzeitung Jungle World: »Das Wort "Genozid" ist nicht entscheidend« Hrant Dink Am Sonntag jährte sich zum 90. Mal der Beginn des Massenmordes an den Armeniern in der Türkei, dem von 1915 bis 1923 schätzungsweise 1,5 Millionen Menschen zum Opfer fielen. Während an vielen Orten daran erinnert wird, leugnet die Türkei bis heute den Genozid. Wer die offizielle Version kritisiert, muss mit Repressalien rechnen, wie zuletzt der Schriftsteller Orhan Pamuk. Auf Initiative der Fraktion der CDU/CSU debattierte der Bundestag in der vorigen Woche über das Thema. Eine Resolution wurde nicht verabschiedet, weil man sich auf einen gemeinsamen Antragstext aller Fraktionen verständigen will. An der vorangegangenen Beratung in einem Ausschuss des Bundestages nahm auch Hrant Dink teil. Er ist Herausgeber der zweisprachigen türkisch-armenischen Wochenzeitung Agos, die seit 1996 in Istanbul erscheint. Mit ihm sprach Deniz Yücel. Wie haben Sie den 90. Jahrestag des Massakers verbracht? In den Tagen zuvor war ich auf einer internationalen wissenschaftlichen Konferenz in Eriwan. Erfreulich war, dass auch einige türkische Intellektuelle teilnahmen. Auch wenn es mitunter Meinungsverschiedenheiten gab, war es wichtig, dass alle Teilnehmer forderten, dass sich die Beziehungen zwischen der Türkei und Armenien verbessern müssen. Am 24. April selbst gab es in ganz Armenien die traditionellen Gedenkfeiern, an denen sich über eine Million Menschen beteiligte, also ein Drittel der Bevölkerung. Und in der Türkei? Dort haben die Armenier nie eine Tradition entwickeln können, um der Ereignisse zu gedenken. In den Jahren unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg gab es einige größere Veranstaltungen. Aber als in der Türkischen Republik das Thema tabuisiert wurde, war dies nicht mehr möglich, bis heute nicht. Etwas anderes ist es natürlich, dass viele in privatem Rahmen ihrer getöteten Vorfahren gedenken. Aber das gesellschaftliche Klima erlaubt keine öffentlichen Veranstaltungen. Unter den türkischen Armeniern herrscht Angst vor nationalistischen Reaktionen, aber auch die Furcht, missverstanden zu werden. Initiativen von außen, die sie unterstützen, gibt es nicht. Wenn die türkischen Armenier eines Tages in der Lage wären, ihrer getöteten Vorfahren zu gedenken, könnte das Problem wahrscheinlich als gelöst betrachtet werden. Ein Klima, in dem dies möglich wäre, würde zeigen, dass man Verständnis aufbringt. Eine solche Entwicklung würde meines Erachtens auch den Interessen der Türkei dienen. Wird in der Türkei überhaupt nicht über die Ereignisse gesprochen? Allenfalls unter anderen Vorzeichen. Es heißt, damals habe es einen Konflikt zwischen Türken und Armeniern gegeben. Zahlreiche Mahnmale erinnern heute an Türken, die von Armeniern getötet wurden, an vielen Orten gibt es alljährlich Gedenkveranstaltungen. Wenn es aber damals eine Auseinandersetzung zwischen zwei Seiten war, hatten auch die Armenier Verluste zu beklagen. Dann muss es heute möglich sein, dass auch sie das Andenken an ihre getöteten Vorfahren lebendig halten. Kann man über den Massenmord an den Armeniern reden und dabei von der offiziellen Sicht abweichen? Man muss dafür einiges in Kauf nehmen. Wenn Sie darüber schreiben, müssen Sie mit kampagnenartigen Reaktionen rechnen, die bisweilen eine Lynchstimmung erzeugen und versuchen, Sie zum Schweigen zu bringen. Haben die Umbrüche, die in den vergangenen Jahren in der Türkei stattgefunden haben, diese Frage unberührt gelassen? Wie bei anderen Themen, die lange tabuisiert worden sind, bewegt sich auch hier einiges. Das ist nicht nur ein Resultat des Drucks von außen, etwa von der Europäischen Union, sondern ebenso ein Ergebnis der inneren Demokratiebewegung. Gäbe es sie nicht, könnte auch von außen nichts bewirkt werden. Dennoch herrscht im Großen und Ganzen die alte Sicht vor. Aber sie wird sich ändern müssen. Die Türkei ist auf der Suche nach einer neuen Perspektive, und hierzu müssen wir alle beitragen. Warum sagt man in der Türkei nicht: Ja, dieses Verbrechen fand statt, die Türkische Republik erkennt die Schuld an, die das Osmanische Reich auf sich geladen hat? Lange Zeit hat die Türkei eine Politik des Verleugnens betrieben. Nun geht die Tendenz dazu, dass man sagt: »Wenn etwas passiert ist, dann handelte es sich um gegenseitiges Töten.« Aber vordringlich geht es heute weniger um Leugnung oder Anerkennung. Das Problem ist die mangelnde Kenntnis der Historie. Natürlich gibt es einige, die diese Kenntnisse besitzen, und sie sind es auch, die die Gesellschaft in ihrem Sinne lenken. Aber ich bin davon überzeugt, dass der größte Teil der türkischen Gesellschaft, von Politikern und Wissenschaftlern bis zu den einfachen Leuten, die historische Wahrheit nicht kennt. Die nächste Etappe besteht für uns darin, über die historischen Fakten aufzuklären. Erst wenn das Wissen verbreitet ist, kann die Frage nach Anerkennung gestellt werden. Sie haben in der vergangenen Woche vor dem Ausschuss des Bundestages gesagt, wer auf den Begriff »Genozid« beharre, sei nicht an einer Lösung interessiert. Warum vermeiden Sie das Wort »Genozid«? Das Wort »Genozid« ist für mich nicht entscheidend. Wenn wir uns der Geschichte mit juristischen Begriffen nähern, die international eine spezifische Bedeutung haben, verhindern wir, dass wir begreifen, was damals passiert ist. Wir brauchen eine ethische Annäherung an die Geschichte. Wie beurteilen Sie den Antrag der CDU, in dem auch von der deutschen Mitverantwortung die Rede ist? Unabhängig vom Wortlaut der Entschließung, über den das Parlament noch beraten will, ist mein grundsätzlicher Standpunkt gegenüber den westlichen Staaten folgender: Bei den historischen Ereignissen trug der Westen, insbesondere Deutschland, eine große Mitverantwortung. Bis jetzt ist man sich dieser Verantwortung nicht bewusst. Ihr kann man sich nicht entziehen, indem man im Parlament Resolutionen von ein, zwei Sätzen beschließt. Und man sollte sich davor hüten, den türkischen Umgang mit diesem Thema für die eigenen politischen Interessen zu instrumentalisieren. Die Initiative der CDU macht auf mich leider diesen Eindruck. Und das ist das Schlimmste für mich, dass die Katastrophe des Jahres 1915 zu einem politischen Instrument gemacht wird. Von Europa erwarte ich etwas anderes. Europa muss dabei helfen, dass sich die Beziehungen zwischen der Türkei und Armenien verbessern, und dies in jedem erdenklichen Sinne, auch materiell. Damit könnte Europa seiner historischen Mitverantwortung gerecht werden. Wie ist das alltägliche Verhältnis zwischen Armeniern und Türken heute? Natürlich gibt es viele Schwierigkeiten. Zum Beispiel wird unseren Kindern in der Schule gesagt, dass unsere Vorfahren die Türkei verraten und Türken ermordet haben. Ein anderes Problem ist die Frage der Besitztümer, die früher armenischen Institutionen gehörten und die im Laufe der Zeit aus verschiedenen Gründen verloren gingen, die Agos zur Zeit zu bilanzieren versucht. Trotz allem haben wir unsere Identität bewahren können. Aber etwas anderes wäre es, unsere Kultur weiter zu entwickeln. Dennoch sind wir insgesamt mit dem türkisch-armenischen Dialog zufrieden. Weil wir mit Türken zusammenleben, konnten wir uns besser von unserem Trauma befreien als die Armenier anderswo in der Welt. Deshalb sind wir türkischen Armenier, junge wie alte, an einer einvernehmlichen Lösung des Problems interessiert. Wir wollen, dass sich das Verhältnis zwischen Türken und Armeniern verbessert. Das unterscheidet uns von einem Teil der armenischen Diaspora. (Quelle: http://www.jungle-world.com/seiten/2005/17/5386.php) -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit WADI-Austria e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Neues Spendenkonto in Österreich: Knt. Nr.: 6.955.355 BLZ: 32.000 Raiffeisen Landesbank NÖ IBAN AT4432 0000 0006 955355 BIC (SWIFT) RLNWATWW Im Februar 2007 erscheint die dritte Print-Ausgabe von: WADI-News, Schwerpunkt: Weibliche Genitalverstümmelung Wird kostenlos per Post zugeschickt, schicken Sie uns Ihre Adresse! Online zu lesen unter: http://www.wadinet.at/Media/wadinews.php ================================================== 16 Turkey: Displaced Villagers Denied Fair Compensation WADI Austria ================================================== UMAN RIGHTS WATCH Turkey: Displaced Villagers Denied Fair Compensation Compensation Law's Promise Unfulfilled as Provincial Officials Apply Unjust Criteria (Brussels, December 14, 2006) - Despite its compensation law, the Turkish government is failing to provide fair compensation for hundreds of thousands of mainly Kurdish villagers displaced by the military's brutal counterinsurgency campaigns in the southeast, Human Rights Watch said in a briefing paper released today. Although a compensation law aimed at providing fair and appropriate redress to the displaced was adopted by the Turkish parliament in 2004, provincial assessment commissions have arbitrarily and unjustly reduced compensation amounts or denied compensation altogether to those displaced during counterinsurgency operations in the 1980s and 1990s. Human Rights Watch urged the Turkish government to suspend the commissions until their operating methods can be revised. "Turkey's compensation law offered hope that the government would finally compensate hundreds of thousands of displaced people for their losses at the hands of the military" said Holly Cartner, Europe and Central Asia director at Human Rights Watch. "Now these displaced villagers have been victimized yet again by the arbitrariness of a compensation process that was supposedly established to help them." The Law on Compensation for Damage Arising from Terror and Combating Terror (Compensation Law) of 2004 was intended to indemnify victims of the armed conflict between Turkish government forces and the Kurdish Workers' Party (PKK), which took place in southeastern Turkey from 1984 onward. Clashes continued this year, but the level of violence has fallen recently, and the PKK declared a ceasefire in September. Victims of the longstanding conflict include the 378,335 villagers - mainly Kurdish farmers and their families - who were forcibly displaced from their homes and livelihoods in the 1990s. Payments under the Compensation Law to this group were intended to cover losses arising from the original displacement, as well as those incurred during the decade or more that families were unable to return to their property. The Turkish government stated that the intent of the law was to "to deepen trust in the state, to strengthen the state-citizen relationship, to contribute to social peace and the fight against terrorism." The government committed itself to ensuring that the law would be effectively implemented. Initially, the law held out the promise that families would get enough compensation to allow them to return to their former homes or make a new life in the cities where they had taken up residence after being displaced. Two years later, that promise has not been fulfilled. Provincial assessment commissions travel to remote villages to evaluate families' loss by examining the rubble of torched homes and scarce paperwork. The sums proposed by assessment commissions had never fully compensated displaced persons for the losses they had suffered. But until this year, the sums in some cases were comparable with compensation sums for displaced families ordered by the European Court for Human Rights. This all changed in January, when the court rejected the application of a Tunceli villager in Içyer v. Turkey on the grounds that the Compensation Law was an effective domestic remedy. Thereafter, the more than 1,500 cases pending before the court were dismissed on the grounds that the applicants had not exhausted the effective domestic remedy provided by the Compensation Law. Since the European Court for Human Rights announced its decision in the Içyer case, there has been a noticeable deterioration in the implementation of the Compensation Law. Increasingly, damage assessment commissions appear to apply arbitrary and unjust criteria in calculating compensation, resulting in absurdly low compensation amounts in many cases. These calculations consistently seem to favor the government and appear to be biased against the victims of government abuse. "A compensation process to benefit the displaced has now become a way to relieve the state of its liability," said Cartner. "The derisory sums offered are not only unjust, but they also undermine any possibility for the villagers to rebuild their lives." In a briefing paper submitted to the Turkish government today, Human Rights Watch listed some of the methods used to drive down compensation payments: calculating house values on the basis of values for cowsheds; underestimating the extent of landholdings; and arbitrarily excluding any payments for livestock - in a region where animal husbandry was the main industry. The Compensation Law provides no viable opportunity to appeal assessments, and the mainly Kurdish peasants have no alternative but to accept whatever is offered. Background Security forces in Turkey forcibly displaced rural communities during the 1980s and 1990s in order to combat the PKK insurgency, which recruited and extracted logistical support from these communities. Turkish security forces required villages to show their loyalty by forming platoons of "provisional village guards" that were armed, paid and supervised by the local gendarmerie post. Those who became village guards were attacked by the PKK. Villagers who refused were driven from their homes by security forces. The army used helicopters, armored vehicles, troops and village guards to empty the villages. Troops burned crops, stored produce, agricultural equipment, orchards, forests, and livestock, and set fire to houses, often giving the inhabitants no opportunity to retrieve their possessions. Soldiers often abused and humiliated villagers, in some cases stole their property and cash, and ill-treated or tortured them before herding them out of the area. Scores of villagers "disappeared" or were extrajudicially executed during these counterinsurgency operations. More than 3,000 villages were virtually wiped off the map in the village destruction program. Successive Turkish governments announced initiatives for the return of the displaced, but these were always poorly funded and lacked the political backbone necessary to inspire substantial numbers of permanent returns. Village guards are still roaming the countryside, and present a serious threat to the security of returnees. In the past three and a half years, village guards have killed at least 13 unarmed villagers, and attacked many others (see Human Rights Watch's letter to Interior Minister Abdülkadir Aksu calling for the abolition of the village guard system). The situation of displaced people in Turkey, and the Turkish government's poor performance in caring for their interests, is monitored by intergovernmental bodies. The United Nations special representative on internal displacement visited Turkey in May 2002 and submitted a series of recommendations to the Turkish government. In June 2004, the Parliamentary Assembly of the Council of Europe recommended that the government "move from a dialogue to a formal partnership with UN agencies to work for a return in safety and dignity of those internally displaced by the conflict in the 1990s." The 2005 European Commission Regular Report on Turkey's progress observed that: "The situation of internally displaced persons (IDPs) remains critical, with many living in precarious conditions." Related Material Unjust, Restrictive, and Inconsistent: The Impact of Turkey's Compensation Law with Respect to Internally Displaced People Background Briefing, December 20, 2006 Turkey: Letter to Minister Aksu calling for the abolition of the village guards Letter, June 8, 2006 Turkey Country Page From: http://hrw.org/english/docs/2006/12/20/turkey14875.htm © Copyright 2003, Human Rights Watch    350 Fifth Avenue, 34th Floor    New York, NY 10118-3299    USA -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit WADI-Austria e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Neues Spendenkonto in Österreich: Knt. Nr.: 6.955.355 BLZ: 32.000 Raiffeisen Landesbank NÖ IBAN AT4432 0000 0006 955355 BIC (SWIFT) RLNWATWW Im Februar 2007 erscheint die dritte Print-Ausgabe von: WADI-News, Schwerpunkt: Weibliche Genitalverstümmelung Wird kostenlos per Post zugeschickt, schicken Sie uns Ihre Adresse! Online zu lesen unter: http://www.wadinet.at/Media/wadinews.php Wir danken dem Team vom Restaurant Dionysos/Nosh für die Unterstützung! ================================================== 17 9 Death Penalty Abolition Activists Arrested at U.S. Supreme Court "Abraham J. Bonowitz" ================================================== TO CUADPUpdate and a few others.... 9 Death Penalty Abolition Activists Arrested at U.S. Supreme Court Action punctuates news coverage of the day.... Greetings All! Visit http://www.abolition.org/jan17-2007.html to see the initial report and links to coverage of the action in the New York Times, the Washington Post, and the Legal Times. Photos and reflections of the participants will be posted shortly -- after Scott and others get some well deserved rest. They were freed shortly before 6pm after more than 30 hours under arrest in the notoriously nasty DC system. CUADP congratulates the 9 who were arrested (see below) and all those who supported them and helped make the action possible. I note that when we did this action in 1997 (18 arrested) and 2002 (7 arrested), the court was not in session and there were other big stories going on. Due to a confluence of factors, the timing of this action was perfect to allow for images that were used by major news agencies to punctuate articles about the goings on in the court on that day. This action would have happened regardless of the SCOTUS schedule. That it worked so well in so many ways this year is just further evidence that while Abolition is still down the road, the road is getting both shorter and flatter. Amen to that! ALSO - Amnesty International on Tuesday issued an in depth reflection on 30 years of executions in the United States. Check it out at http://web.amnesty.org/library/Index/ENGAMR510112007 Yours in the Struggle, --abe ********** MEDIA ADVISORY FOR IMMEDIATE RELEASE 17 January 2007 CONTACTS: SHEILA STUMPH or SCOTT LANGLEY 214-226-0503 (mobile) high resolution photos available for publication **************************************************** 9 Death Penalty Abolition Activists Arrested at U.S. Supreme Court to Commemorate 30th Anniversary of First Execution in 1977 **************************************************** WASHINGTON -- Thirty years after the first execution under contemporary laws of Gary Gilmore, nine members of the Abolitionist Action Committee were arrested at the U.S. Supreme Court on Wednesday. The group unfurled a 30-foot banner that read "STOP EXECUTIONS!" on the stairs of the Court. All nine members were arrested and jailed for more than 30 hours before being released by a Superior Court judge late Thursday afternoon. They have a court date set for March 5. Participants from North Carolina, South Carolina, Virginia, Kansas and Vermont were there to peacefully and visibly call for an immediate cessation of all executions in the United States through civil disobedience and the risk of arrest. "Whether by lethal injection, electrocution, hanging, or firing squad, the death penalty has proven to be a complete failure to the victims, to the families of the executed, and to our society as a whole. It is time for us all to recognize this and act upon it. We have tolerated a broken death penalty system for 3 decades too many," said Rachel Lawler, founding member of Vermonters Against the Death Penalty who was arrested outside the Court. Thirty years ago on this day, in 1977, the State of Utah shot to death Gary Gilmore, who "volunteered" to be killed in revenge for his murder of Ben Bushnell and Max Jenson. This state-assisted suicide was the first execution under the Supreme Court's upholding of the death penalty in 1976. In 1997 and 2002, on the 20th and 25th anniversaries of that first state-sponsored killing, a total of 25 arrests were made of death penalty abolitionists for unfurling banners at the top of the stairs leading to the front doors of the U.S. Supreme Court. At the time of the arrests today, 1059 executions had taken place since Gilmore, with another scheduled in Texas on the evening of January 17. "Public and legal opinion in the U.S. is strongly against executions. In 2006 we saw Maryland, California, Florida and New Jersey all stop lethal injections in their states, and in the last seven years, we have seen a dramatic decrease nationally in both death sentences and executions. Now is the time to end this practice once and for all," said Scott Langley, Abolitionist Action Committee organizer for the January 17th action. The Abolitionist Action Committee is an ad-hoc group of individuals committed to highly visible and effective public education for alternatives to the death penalty through nonviolent direct action. BIOGRAPHIES OF ARRESTEES JANUARY 17 DEATH PENALTY ACTION Beth Brockman, from Durham, NC, is the mother of two children, ages 10 and 5. She is a member of People of Faith Against the Death Penalty and has been arrested four times in the last year for trespassing outside of Central Prison in Raleigh while attempting to stop executions from taking place. She is active in the movement on various local and international human rights issues - including abolition of the death penalty, nuclear weapons and torture. Brian Buckley, 34, lives in Charlottesville, VA and he fancies himself as a handyman. Frank Dew is a 55-year old Presbyterian pastor from Greensboro, NC. Frank has been pastor at the New Creation Community Presbyterian Church for 21 years and is a member of People of Faith Against the Death Penalty, where he served as president of the Greensboro chapter. Frank has also been past president of organizations like the Greensboro Habitat for Humanity Board and the Servant Leadership School. He is former chairman of the Greensboro Human Relations Commission. Frank grew up in Lumberton, NC and graduated from Wake Forest and Duke Divinity School. Ron Kaz is a 53-year-old carpenter from Chas, SC. He is a lifelong abolitionist and one of the founding members of Charleston Peace in the 1980s. Ron is also a core member of groups such as Amnesty International, CAFE, the SC Progressive Network, and the Secular Humanists of the Lowcountry. Ron was arrested at the Supreme Court on January 17, 2002 as part of the action to commemorate the 25th anniversary of the Gilmore execution. Scott Langley is a 30-year old community activist who currently resides outside of Raleigh, NC at the Silk Hope Catholic Worker with his wife and 3 month-old daughter. Scott is an active member of People of Faith Against the Death Penalty and Amnesty International. He has been working on a death penalty photo documentary since 1999 and has had images from the exhibit published worldwide. Scott is a 24 year native of Texas, where he started his work as an abolitionist. Scott came to DC in a car that runs on used vegetable oil from a restaurant. Rachel Lawler lives in Montpelier, VT where she is studying Pre- Law at Woodbury College and is a team member of the C.O.S.A. re- entry program at the Montpelier Community Justice Center. She is a founding member of Vermonters Against the Death Penalty. Rachel has been actively involved against the death penalty in numerous states including Vermont, Connecticut, Washington DC, Virginia, and North Carolina. She has an undying love for hot sauce. Thomas W. Muther, Jr. is a 56 year-old psychiatric RN from Topeka, KS. A past vice-president of the Kansas Coalition Against the Death Penalty, he first became active in the abolition movement in 1994, the year Kansas reinstated capital punishment. In 1997, he was one of the "DC-18" who was arrested on the steps of the Supreme Court for peacefully demonstrating against the DP. He has also been active as an opponent of child-abuse -- advocating for legislation that would outlaw corporal punishment -- as well as other human rights and environmental issues. He is the proud uncle of 9 nieces and nephews and is a movie fanatic. Jack Payden-Travers is Director of Virginians for Alternatives to the Death Penalty. Since the late 1960's he has been active in the movement for peace and social justice. Since leaving his position as a history professor in 2002, Jack has worked solely on the death penalty, and also now serves on the Board of Directors of the National Coalition to Abolish the Death Penalty. Jack and his family presently reside in Lynchburg, VA where he has volunteered with Gateway, a residential treatment program for men in recovery and with Daily Bread, a local soup kitchen. He is past chair of the Local Human Rights Committee of Central VA. Anna Shockley, a 52-year-old mother of two grown daughters, immigrated to this country in 1973 and lives in South Carolina's Francis Marion National Forest with her husband and several retired farm animals. She works as a research assistant at South Carolina State University and is a student at the College of Charleston. She is a member of the Carolina Alliance for Fair Employment and the Webmaster of Charleston Peace. ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ D) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: nix Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 22:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Tue Jan 23 06:45:52 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Tue, 23 Jan 2007 00:45:52 -0500 Subject: =?ISO-8859-15?Q?widerst=40nd_mund=3A_Dienstag=2C_23=2E_J=E4nner_2007?= Message-ID: <1757910759.20070123004552@nessizius.com> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund Dienstag, 23. Jänner 2007 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 Dank/24.1.: Ehe ohne Grenzen vor Innenministerium/ 23.1.:Filmvorführung/Straches Kampfspiele Von: August Faschang ================================================ 02 feministisches Frauenzentrum MAMBO in Barcelona GERAEUMT Von: LesbenFrauenNachrichten at gmx.at ================================================ ================================================ ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN ================================================ ================================================ 03 The Politics of Culture - Uli im NIL Von: ursprung ================================================ 04 jungle party & micro media congress Von: petja dimi ================================================ 05 que[e]r am 24.01.: Menschenrechte der Frau in der Tuerkei Von: Rosa Antifa Wien ================================================ ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ 06 OeGB-Kongress: Proteste gegen Regierungsprogramm Von: Martin Mair ================================================ 07 Umfaller vor dem ÖGB-Kongress Von: Sozialistische LinksPartei ================================================ 08 PA: Preise für Freie RadiomacherInnen! Von: Veronika Leiner ================================================ ================================================ INTERNATIONAL ================================================ ================================================ 09 Marokkos Repression in der Westsahara nimmt zu: Fast 700 Verhaftete im Jahr 2006 Von: GFBV Hans Bogenreiter ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 Dank/24.1.: Ehe ohne Grenzen vor Innenministerium/ 23.1.:Filmvorführung/Straches Kampfspiele Von: August Faschang ================================================ Liebe Leute! ++++++++1) GROSSES DANKE, NÄCHSTES DONNERSTAGSTREFFEN ++++++++2) 24.1.:EHE OHNE GRENZEN VOR INNENMINISTERIUM ++++++++3) 23.1.: FILMVORFÜHRUNG: DIE LISTE - EIN FREMDENRECHTSKRIMI VON UND MIT EHE OHNE GRENZEN ++++++++4) STRACHES KAMPFSPIELE ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ++++++++1) GROSSES DANKE, NÄCHSTES DONNERSTAGSTREFFEN Bei den letzten Mahnwachen gegen Schwarzblauorange sind in einem Körberl Euro 135,- für einen Flüchtling zusammengekommen. Der betroffene Flüchtling möchte allen ganz herzlich danken! Das nächste Donnerstagstreffen im Käuzchen (Ecke Neustiftgasse/Gardegasse) wird am 1.2.2007 stattfinden. Treffen ab 20Uhr, etwaige Besprechungen gemeinsamer politischer Aktivitäten ab 20Uhr30. ++++++++2) 24.1.:EHE OHNE GRENZEN VOR INNENMINISTERIUM HOCHZEITSMARSCH - RELOADED EINLADUNG ZUR WÖCHENTLICHEN KUNDGEBUNG DER INITIATIVE: EHE OHNE GRENZEN Mittwoch 24.1.2006 17:00 Herrengasse 7 A-1010 Wien Die 39.Kundgebung der Initiative. Hat sich in all den Wochen etwas verändert, die Situation verbessert? Nein! Die einen warten noch immer darauf, dass ihre Anträge aus dem Vorjahr bearbeitet werden, die anderen fürchten noch immer, dass ihre PartnerInnen ausreisen müssen, Familien auseinandergerissen werden. Das Fremdengesetz ist jetzt seit über einem Jahr in Kraft - können Sie sich vorstellen wie sich (staalich erzeugte) Illegalität anfühlt, über Monate hinweg? Wie es sich anfühlt, seine Zukunft als Familie in keinster Weise planen zu können, über Monate hinweg. Wie es sich anfühlt, als qualifizierter, hoch motivierter Mensch nicht arbeiten zu dürfen? Nein? Wissen Sie nicht? Wir stehen für Fragen gerne zur Verfügung. Die Gruppe der Betroffenen wächst - täglich. Täglich neue Betroffene und doch immer die selben Probleme ....und täglich grüßt das Murmeltier ...und täglich wiehert der Amtsschimmel. Wir laden zum Hochzeitsmarsch - reloaded aufs Innenministerium. ++++++++3) 23.1.: FILMVORFÜHRUNG: DIE LISTE - EIN FREMDENRECHTSKRIMI VON UND MIT EHE OHNE GRENZEN HTU Cinestudio im Audimax der TU Wien, Getreidemarkt 9, 1060 Wien, Dienstag 23. JANUAR, 20 UHR Filmvorführung und im Anschluss Diskussion: DIE LISTE - ein Fremdenrechtskrimi von und mit EHE OHNE GRENZEN (A/2006) "1. Jaenner 2006: ein neues Gesetz bricht ueber uns herein ..." so beginnt der rund 40-min. Fremdenrechtskrimi DIE LISTE, von und mit EHE OHNE GRENZEN. Frauen in binationalen Partnerschaften nahmen die Kamera in die Hand und richteten sie auf die Wirklichkeit eines Gesetzes, das abgesehen von Chaos bei Behoerden und NGOs vor allem eine massive Verschlechterung der (arbeits- und aufenthalts-)rechtlichen wie emotionalen Situation der betroffenen binationalen Paare mit sich brachte. Die Initiative EHE OHNE GRENZEN versucht seit Fruehjahr 2006 mit woechentlichen Demonstrationen vor dem Innenministerium, zahlreichen Aktionen und Interventionen der Oeffentlichkeit, den Medien sowie den zustaendigen Behoerden und PolitikerInnen, die katastrophale Lage von OesterreicherInnen und ihren von Staats wegen illegalisierten auslaendischen EhepartnerInnen zu vermitteln. Der Film praesentiert die Chronologie der Ereignisse von Jaenner bis Oktober 2006 und lenkt dabei den Fokus auf ein "unmoralisches Angebot" seitens des Innenministeriums: DIE LISTE ... ++++++++4) STRACHES KAMPFSPIELE Ausnahmsweise mal was zum Schmunzeln (wenn es einer/m auch ein bisserl einfriert, wenn mensch dran denkt, welch grauslige Realität an gewaltbereitem rechtsextremen Sumpf dahintersteckt) Aus dem Profil (Danke dem Übermittler!): Dass man in die harmlosen Spiele des jungen Heinz-Christian Strache alles Mögliche hineininterpretiert, ist wieder einmal typisch. HC lag, als täuschend echte Wildschwein-Losung getarnt, am Fuße einer Eiche und wagte kaum zu atmen. Jetzt lag es an ihm. Über diesen Hügel würde er anrollen, der zwar zahlenmäßig, aber sicher nicht moralisch überlegene Feind. Und der Einzige, der ihn stoppen konnte, war HC. Dass er bereit war, alles dafür zu tun, hatte er schon in allen bisherigen Schlachten eindrucksvoll bewiesen. Die Verwundungen, die er bei seinen heldenhaften Einsätzen davongetragen hatte, konnte er kaum mehr zählen. Der böse Kratzer am Handrücken, den er sich in einer Kampfpause beim Brombeerpflücken zugezogen hatte, schien entzündet zu sein. HC würde vielleicht selbst im Feld eine Notamputation durchführen müssen. Auch der Schiefer, den er sich am Sitzbalken der Latrine eingezogen hatte, steckte immer noch tief und inoperabel in seinem Hintern. Wenn er dem Feind in die Hände fallen sollte, würde der ihn sicher grausam foltern, indem er ihn stundenlang auf einem nicht gepolsterten Sessel sitzen ließe. Aber ließ ihn dies irgendwie vorsichtiger werden? Beeinträchtigte es seinen legendären Mut, seine selbst für seine Kameraden mitunter erschreckende Kaltblütigkeit im Nahkampf, ja seine Unerbittlichkeit einem am Boden liegenden, wimmernden Feigling gegenüber? Nein. HC hatte keine Angst. Dieses Wort kannte er nicht. Schon früher war er immer der Einzige gewesen, der noch über den Zebrastreifen rannte, wenn die Ampel schon grün blinkte. Und selbst wenn "Derrick" wieder einmal noch so erschreckend gewesen war, ließ er höchstens draußen am Gang das Licht brennen - aber nicht in seinem Kinderzimmer. Das war ihm geblieben. Und wenn es galt, die germanische Welt zu retten, gab es natürlich kein Zurückweichen. Plötzlich begannen die feindlichen Geschütze zu grollen. Sie mussten ganz in der Nähe sein, so teuflisch krachte das Crescendo der Stalin-Orgeln - da flüsterte sein Kamerad HJ neben ihm: "Tschuldige - ich hab gestern Abend Bohnensuppe gegessen." HC konnte es kaum fassen. HJ, mit dem gemeinsam er schon so viel durchgemacht hatte. Mit dem er zahllose Stahlgewitter überstanden hatte. Von dem er gelernt hatte, wie man einem Feind von hinten mit einem einzigen, sauberen Schnitt die Kehle durchtrennt. Mit dem er Dinge erlebt hatte, die sich andere nicht einmal vorstellen möchten - kurz lief HC ein kalter Schauer über den Rücken, als er sich daran erinnerte, wie er damals auf diese tote Feldmaus getreten war - ausgerechnet der sollte jetzt ...? "War es eine serbische?", fragte HC tonlos, ohne die Hügelkuppe aus den Augen zu lassen, über die die Bolschewiken oder die Zionisten oder, wenn Gott das Reich heute völlig vergessen hatte, sogar die bolschewistischen Zionisten kommen würden. HJ senkte den Blick. Mit den Partisanen auf diese Weise zu fraternisieren - damit war er ein Fall fürs Kriegsgericht, das wusste er genau. Beowulf, Wulfdietrich und Wulf-Wulf, die obersten Richter, hatten schon Kameraden wegen weniger zu einer Scheinerschießung verurteilt. Der arme Ansgar hatte sich von seiner - er war verurteilt worden, weil er beim Singen der Hymne vollkommen geistesabwesend mit "Land der Berge" angefangen hatte - immer noch nicht erholt und nässte nachts ein. Und einmal war HC im Stockbett des Lagers unter ihm gelegen. HC biss sich auf die Lippen. Konnte er sich auf HJ noch verlassen? Würde er ihm im unmittelbar bevorstehenden Kampf den Rücken decken? HJ schien seine Gedanken lesen zu können: "Ich bin immer noch derselbe", flüsterte er. "Meine Ehre heißt Treue. Und wenn dein Name bald auf einem Kriegerdenkmal steht, dann auch meiner." Da knackte es mit einem Mal im Unterholz, kaum fünf Meter vor ihnen. Und dann links von ihnen. Schließlich auch noch rechts. Verdammt. Sie waren umzingelt. Dieses Gefecht hier würde wohl ihr letztes sein. Aber sie würden nicht alleine gehen, so viel stand für HC zweifelsfrei fest. Er würde so viele Feinde mitnehmen wie nur irgend möglich, würde dafür sorgen, dass man seinen Namen noch in tausend Jahren kennt und mit Ehrfurcht ausspricht, wie jenen von Hagen von Tronje oder Gerd Müller oder ... "Peng!", sagte da jemand hinter ihm und dann noch einmal: "Peng!" HC drehte sich um und sah einen grinsenden Ansgar, der eine gelbe Armbinde trug und offenbar eine trockene Hose hatte. "Ihr seid tot. Das Reich ist unser." HC seufzte. Schon wieder verloren. "Wo sind die anderen?", fragte er und konnte seine Enttäuschung kaum verbergen. "Der Horst-Friedrich ist schon heimgegangen, weil er Deutsch-Nachhilfe hat. Der Hans-Heinrich musste zum Mittagessen, weil sonst kriegt er wieder Hausarrest und fehlt uns dann bei der Entscheidungsschlacht um die Wolfsschanze. Und die anderen haben gesagt, sie gehen jetzt das Bier austrinken, bevor es ganz warm wird. Wir sollen nachkommen." HC stand auf und klopfte sich den Staub aus der Uniform. Eine Schlacht war vielleicht verloren, gut. Aber noch lange nicht der Krieg. Weiterverbreitung erwünscht! ligrü Gustl ================================================ 02 feministisches Frauenzentrum MAMBO in Barcelona GERAEUMT Von: LesbenFrauenNachrichten at gmx.at ================================================ Das seit Feb 2006 besetzte Frauenzentrum MAMBO in Barcelona wurde am 8.1.07 geräumt. Im folgenden der übersetzte Text von den MAMBO-Frauen aus Barcelona. Verschwinden um wieder aufzutauchen – überall . Meine Damen und meine Damen, die Vorstellung beginnt, vergessen Sie nicht, sich die Nase zu pudern, kleiden Sie sich in Ihren besten Roben und bitte, ziehen Sie sich nicht in Ihre Alkoven zurück, sondern bleiben Sie aufmerksam vor der Leinwand, denn die Vorstellung der „Bestien und Monsterinnen“ wird sogleich beginnen! Nach einem Jahr Bestehen wurde das von Frauen besetzte soziale Zentrum MAMBO (Momento Autónomo de Mujeres y Bolleras Osadas = Autonomer Moment(?)/ Autonome Bewegung verwegener Frauen und Lesben) heute um 8 Uhr früh von einem Großaufgebot an Polizei aus Saura auf illegale Weise geräumt, zur Überraschung der Amtsgerichte Nr. 3 (Strafprozess) und Nr. 13 (Zivilverfahren), die von der Räumung nicht informiert waren. Die Immobilienfirma Grupo Sastre S.A hat zu einer illegalen Vorgangsweise gegriffen, die ein- und dieselbe Rechtssache zum Gegenstand zweier parallel laufender aber verschiedener Gerichtsverfahren macht, eines zivilen und eines Strafverfahrens. Unter den gierigen und wachsamen Augen der Immobilienfirmen und anderer Stadtspekulanten, wie zum Beispiel unserer „fortschrittlichen“ Stadtverwaltung, wird das urbane Modell eines für seine Bevölkerung unerschwinglichen Barcelonas Wirklichkeit. Ihre Strategie: der Abriss unzähliger Gebäude, Rausschmiss der NachbarInnen aus ihren langjährigen Stadtvierteln, Spekulation nach der Logik des grenzenlosen Profits und Rumung unseres feministischen Projekts eines sozialen Zentrums. Ein Projekt on und für Frauen und Lesben. Eine Räumung, allerdings maskiert mit Diskursen über Stadtsanierung, Lebensqualität und Bürgersinn . bla, bla, bla, bla hohle TÖNE, die unsere Hirne martern!!!!! Wieso reden sie von sozialen Projekten, wenn sie in Wirklichkeit GELD sagen wollen? Die Mambo ist ein autonomer und selbstverwalteter Raum. Wir sind Frauen und Lesben, die darin übereinstimmen, dass es notwendig ist, andere Wirklichkeiten zu schaffen und uns dem existierenden, heteropatriarchalen Modell entgegenzustellen. Als „Politische aktive Subjekte“ wollen wir von unseren eigenen Sichtweisen und Wünschen ausgehend neue Räume schaffen, materielle und symbolische , wo wir uns (an)erkennen und verändern. Im Laufe eines Jahres wurde MAMBO zu einem Raum des Zusammenströmen von Frauen und Lesben, zu einem Entstehungszentrum feministischen Diskurs, der europaweit mit Frauennetzwerken in Verbindung stand. Hier gab es Workshops (Löten, feministische Selbstverteidigung, Kino, Katalanisch, Englisch, Elektrik, Theater, feministische Theorie, Pornografie und Feminismus .. etc.), Vorträge, feministische Kollektive, Diskussionen, und Treffen. Was wir NICHT suchen sind für Frauen verbilligte Freizeiträume passiven Konsums. Dieses Modell existiert bereits und gefällt uns nicht. Willkommen auf der Bühne des Lebens, wo es keine Löwen, sondern Spekulanten gibt, keine Clowns sondern Schleimer und Angreifer, keine Zauberkünstler, sondern Politiker, die ????.... Wir sind die Bestien und die Monsterinnen, abnormal im Zirkus der Silikonprinzessinnen. Mutantinnen eines aufgezwungenen Zirkus. Fremd durch unser Anders-Sein. SCHULDIG, SEIN ZU WOLLEN. Immer schon waren wir Feministinnen die Schuldigen, wieso sollte sich das ändern? „Die netten Mädchen kommen in den Himmel und die bösen überall hin“ Die Forderung nach/ das Bekenntnis zu den Unterschieden als Grundlage, auf der wir unseren Kampf als feministische Frauen und Lesben aufbauen, laden wir euch ein, euch unserem Wanderzirkus der „Bestien und Monsterinnen“ anzuschliessen und euch so an den Aktionen gegen die Räumung zu beteiligen. Demonstr-aktion Freitag 12. Jänner, 20:00 Rambla de Raval Wir alle sind / formen einen Teil unserer Geschichte, machen wir die feministische kollektive Kraft sichtbar! Verschwinden um andernorts wieder aufzutauchen . >--------------------------------------------------------------- >diese nachricht wurde ueber klingt.org gesendet >this message was sent through klingt.org's webmail. > >-- ================================================ ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN ================================================ ================================================ 03 The Politics of Culture - Uli im NIL Von: ursprung ================================================ The Politics of Culture Re-engaging Uli 2 WÃ?nde im NIL + Performance Di 23. 1. um 19:00 Uhr PrÃ?sentation der Ergebnisse des Uli-Workshops von Ndidi Dike, C. Krydz Ikwuemesi, Angela Nkem Udeani, Okechukwu Nwafor, Peter Areh mit: Bettina Fabian, Waltraud Chromec, Marita Filler, Helga Knöbl, Lilo Osagie-Strafella, Erika Trojer, Kathrin Velik 2 mit Naturfarben bemalte LehmwÃ?nde im Raumwerk, Lendkai 45 können nach Voranmeldung besichtigt werden: tel 0650.9933778 Kunstraum BAODO im NIL Dreihackengasse 42, 8020 Graz Ausstellung bis 11. 2. Öffnungszeiten Mo â?“ So 15:30 â?“ 22:00 Do 25. JÃ?nner 18:00 Uhr Vortrag C. Krydz Ikwuemesi und Peter Areh: â??Uli: History, Essence and Prospectsâ? Der Vortrag ist in Englisch, Ã?bersetzung ins Deutsche: Mag. Roman Fasching. 20:00 Uhr Vernissage Es spricht LH-Stv. Dr. Kurt Flecker Arbeiten von Krydz Ikwuemesi, Ndidi Dike, Angela Udeani Nkem, Okechukwu Nwafor, Uche Okeke, Obiora Udechukwu, Nneka Onwudinjo, Joseph Eze, Tayo Adenaike, George und Nneka Odoh. Ausstellungsdauer: 26. 1. - 11.2. Öffnungszeiten: DI â?“ SO 14:00 â?“ 18:00 Uhr Ort: ESC, Jakoministrasse 16, 8010 Graz Uli: Vor der Christianisierung Nigerias war die Malerei Frauen vorbehalten: In einem gemeinsamen, kollektiven Prozess bemalten sie die AuÃ?enwÃ?nde von Schreinen, WohnhÃ?usern und anderen öffentlichen GebÃ?uden. Diese abstrakte, symbolische Malerei (â??Uliâ??) wurde auch als Körperbemalung appliziert und ersetzte vor der EuropÃ?isierung die Kleidung. Elemente davon beeinflussten und befruchteten die Arbeiten von europÃ?ischen KÃ?nstlern wie Picasso, wÃ?hrend sich zeitgleich an ihrem Entstehungsort deren Untergang ankÃ?ndigte. In den letzten Jahren begann jedoch auch in Nigeria eine Wiederentdeckung von Uli: zeitgenössische KÃ?nstlerInnen setzen sich intensiv mit dieser Tradition auseinander und lassen sich davon inspirieren â?“ in der Malerei, Skulptur, aber auch im Produkt- und Stoffdesign, in Performance und Musik. Die Pendulum Art Gallery in Lagos dokumentierte 2003 die Arbeit der noch lebenden Uli-KÃ?nstlerinnen und konzipierte eine Ausstellung, in der diese traditionelle Malerei mit den Arbeiten zeitgenössischer afrikanischer KÃ?nstlerInnen kontrastiert wird. Eine Veranstaltung des Afro-Asiatischen Instituts Graz und The Syndicateâ??zum Auftakt von Crossing Cultures. â??Crossing Culturesâ? - das Laboratorium fÃ?r interkulturelle Kooperationen mit den LÃ?ndern des SÃ?dens in der Steiermark.ist eine innovative kÃ?nstlerische Arbeits- und Begegnungsplattform des Afro-Asiatischen Instituts Graz. http://syn.mur.at, www.crossingcultures.at Wir danken dem Land Steiermark Kultur und dem Kulturamt der Stadt Graz sowie allen KooperationspartnerInnen ================================================ 04 jungle party & micro media congress Von: petja dimi ================================================ > > >"JUNGLE WORLD ABO PROMOTION" > >am Freitag 09. Februar 2007 im Wiener RABENHOFTHEATER >(Rabeng. 3, U3 Kardinal-Nagel Platz vorne raus) >15 Uhr : micromediacongress >20 uhr :party > >Im Rahmen der Veranstaltung sollen >Bekanntheitsgrad und AbonenntInnenzahlen der >linken Wochenzeitung Jungle World gehoben, und >allgemein unabhängige Medien thematisiert und >promotet werden: > >ab 20 Uhr: >MitarbeiterInnen von Redaktion und Verlag >positionieren und präsentieren die JUNGLE WORLD. > >Die Redaktion der MALMOE interviewt die >Redaktion der MALMOE im performativen Diskurs zu >Produktionsbedingungen einer Zeitschrift. > >Beiträge zur Situation unabhängigen Medienschaffens. > >Es musizieren: > >S.V.DAMENKRAFT(wien) Femploitation Genderfuck >Exquisit (www.myspace.com/svdamenkraft) > >SHY(linz) POP-Ästhetik Kontinuum(www.shy.at); > >Treasure Island DJ Rayna > >Eintritt: freie Spende! > >VOR-ORT-ABO-SERVICE > >Im Zuge der Veranstaltung kommt es am selben Tag nachmittags zum > >MICRO MEDIA CONGRESS Rabenhof ab 15.00 >Treffen unabhängiger Medienschaffender; >JournalistInnentratsch und >Redaktionsgeheimnisse, >Informationswiederbeschaffung und >Manipulationstheorie, Inszenierung >medienspezifischer Diskurse für Bühne, Funk und >Fernsehn... >(Redaktionen JUNGLE WORLD, MALMOE, AN.SCHLÄGE, >Dokumentationsstelle für ost- und >mitteleuropäische Literatur, Asyl in Not, art in >migration, Augustin, Romano Centro, moment, liga >und hoffentlich etliche andere!) > >weitere inputs willkommen!!! >plakate und flyers gibts auch schon (auch im anhang) >weitere infos: jungleworld at gmx.at > > > ================================================ 05 que[e]r am 24.01.: Menschenrechte der Frau in der Tuerkei Von: Rosa Antifa Wien ================================================ Mittwoch 24. Jaenner: Menschenrechte der Frau in der Tuerkei Die Tuerkei wird dank der kemalistischen Reformen gern als Musterland fuer Frauenrechte im nahen Osten praesentiert. Die "egalitaeren" tuerkischen Gesetze waren jedoch vor den Reformen bis ins letzte Jahr hinein im Zuge der EU-Beitrittsverhandlungen problematischer als weithin angenommen. So wurde u.a. Vergewaltigung einer Jungfrau strenger betraft und die Strafe bei nachfolgender "Wiedergutmachungsheirat" des Opfers sogar gaenzlich ausgesetzt; der Ehemann war nach Zivilrecht Oberhaupt der Ehe und alleiniger Entscheidungstraeger, die eheliche Gemeinschaft und die Kinder betreffend. Doch auch die positiven und umfangreichen Gesetzesreformen weisen aus menschenrechtlicher Sicht gravierende Mankos auf, insbesondere was die Bereitschaft des Staates und seine VertreterInnen, Frauen im Privat- und Familienleben vor Verletzung ihrer Menschenrechte effektiv zu schuetzen, angeht. Buchpraesentation mit der Autorin Christina Keinert ############### Naechste Woche: AUFbrueche - Buchpraesentation und Lesung Weitere Infos siehe: http://raw.at/queer/ -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ 06 OeGB-Kongress: Proteste gegen Regierungsprogramm Von: Martin Mair ================================================ Hi! Beim ÖGB-Bundeskongress versucht die Plattform für eine kämpferische Gewerkschaft einen Antrag gegen das Regierungsprogramm, das insbesondere für Arbeitslose drastische Verschlechterung und Rechtsentzug vorsieht: * Flächendeckende Zwangsarbeit für Langzeitsarbeitslose * mehr Druck über "gemeinnützige Personalüberlasser" a la iworks mit Scheinarbeitsverträgen (für ausgelagerte AMS) * drastische Verschärfungen der Zumutbarkeitsbestimmungen mit Fall des Gehaltsschutzes und Zwangsumsiedelung (Vermittlung in andere Bundesländer) * Sonderbehandlung für Langszeitsarbeitslose durch eigene Betreuer * Auslagerung des AMS an privater Personalvermittler, die mit Kopfprämien belohnt werden * Unterwerfung aller Sozialhiflebezieher unter das AMS-Zwangsregime mit existenzgefährdenden Totalsperren!! (von wegen Midnestsicherung!!!) * Weitergabe von Daten über SozialhilfebezieherInnen der Länder an den Bund * offiziell soll in Österreich als Armutsgrenze nicht das was international gilt gelten, sondern das was die Regierung als Mindestsicherung den Armen zu geben bereit ist, womit es offiziell keine Armut mehr in Österreich gäbe Die zwanghafte Lüge der "Vollbeschäftigung" und das unrealistische Ziel, die offizielle Arbeitslosigkeit um 25 % zu senken führt also zu noch mehr Repressionen gegen Arbeitslose anstatt die wirklichen Ursachen der Arbeitslosigkeit - die im ungerechten Wirtschaftssystem liegen - zu bekämpfen. Das Regierungsprogramm propagiert auch Marktwirtschaft und Wettbewerb und ist vom Geiste neoliberaler Diktatur geprägt. (ich arbeite hoffentlich bald eine Stellungnahme für die work @ flex Wien aus und möchte den Antrag über die work @ it auf Bundesebene in der gpa einbringen) Lieder ist da offenbar die Gewerkschaftsführung mit Blindheit geschlagen und hat bislang noch keinen nennenswerten Widerstand organisiert. Wer systematische Rechtsbrüche und Zwangsprogramme gegen Arbeitslose akzeptiert, braucht sich nicht wundern, wenn eines Tages auch die ArbeitnehmeerInnenrechte abgebaut werden! Ich bitte daher um Unterstützung der Aktionen zum ÖGB-Bundeskongress lg Martin Die Plattform für kämpferische & demokratische Gewerkschaften nimmt sich eine Reihe von Aktivitäten im Zusammenhang mit dem ÖGB-Kongress vor und lädt alle Interessierten KollegInnen ein, daran teilzunehmen bzw. dabei mitzuarbeiten. 1. Aktionen am ÖGB-Kongress Die geplanten Kundgebung sind alle relativ aktionistisch angelegt und werden mit Mitteln des Straßen-Theaters arbeiten, sowie mittels Lautsprecheranlage die Möglichkeit bieten, Inhalte zu transportieren. Zu folgenden Zeiten wird es größere Kundgebungen vor dem Kongress geben: Montag, 22. Jänner 2007: Motto "Aufstehen statt Umfallen" 9.30 bis 11 Uhr (Beginn Fraktionskonferenzen) und 16.30 bis 17.30 Uhr (Beginn ÖGB-Kongress) Dienstag, 23. Jänner 2007: Motto "ÖGB neu: Alte Methoden in neuer Verpackung?" 8.30 bis 10 Uhr Mittwoch, 24. Jänner 2007: Motto "KeinE GewerkschafterIn darf Verschlechterungen zustimmen!" 8.30 bis 10 Uhr (mit "offenem Mikrophon") während des Tages (abhängig von Kongress-Tagesordnung): Übergabe der Unterschriften am Initiativ-Antrag (siehe Pkt. 3) VertreterInnen der Plattform werden mehr oder weniger die ganze Zeit am ÖGB-Kongress anwesend sein und Unterschriften für unseren Initiativantrag (siehe Pkt. 3) sammeln, sowie unsere Zeitung (siehe Pkt. 4) verteilen und versuchen Interessierte für unsere Veranstaltung anzusprechen. An allen 3 Tagen werden wir ein "Plattform-Treff" um jeweils 12 Uhr in der Cafeteria anbieten, dass Interessierten direkten Kontakt mit uns am Kongress ermöglich soll. 2. Veranstaltung Am Mittwoch, den 24. Jänner um 19 Uhr findet eine Veranstaltung der Plattform zum Thema "Nach dem ÖGB-Kongress: Was nun? Möglichkeiten für kämpferische Gewerkschaftsarbeit 2007" statt. An der Veranstaltung werden neben GewerkschafterInnen aus Wien und Oberösterreich auch Anthony Main, Gewerkschafter aus Australien für Erfahrungs- und Meinungsaustausch zur Verfügung stehen. Die Veranstaltung findet im Großen Saal des Amerlinghaus in Wien 7, Stiftgasse 8 (erreichbar mit U2/U3 Volkstheater) statt. 3. Initiativ-Antrag Wir werden versuchen möglichst viele Unterschriften unter untenstehenden Antrag zu bekommen und so eine Debatte/Abstimmung am ÖGB-Kongress zu erreichen. Antragstext: ÖGB-Spitze: Widerstand statt Zustimmung zum Regierungsprogramm Angesichts des Regierungsprogramms sowie der tiefen organisatorischen und politischen Krise der österreichischen Gewerkschaftsbewegung fordern wie eine strategische Neuausrichtung des ÖGB. Als UnterzeichnerInnen fordern wir als erste Ansatzpunkte folgenden Grundsatzbeschluss: KeinE GewerkschaftsvertreterIn darf in einem Parteigremium oder einer öffentlichen Körperschaft Sozialabbau und Privatisierung zustimmen. GewerkschafterInnen in Bezirks- oder Gemeinderäten, Landtagen und dem Nationalrat müssen gegen alle Maßnahmen stimmen, die zu Verschlechterungen für ArbeitnehmerInnen und Arbeitslose in Österreich und/oder auf internationaler Ebene führen! Der ÖGB-Kongress als höchstes Gremium der österreichischen Gewerkschaftsbewegung soll die Regierungspläne zur Verlängerung des Arbeitstages und der Ladenöffnungszeiten, sowie die massive Aufweichung des Kündigungsschutzes für Lehrlinge abstimmen und zurückweisen. GewerkschafterInnen müssen Kampfmaßnahmen gegen die von der Regierung angekündigten Angriffe unterstützen und organisieren. 4. Kongress-Zeitung Die Plattform wird 3 Ausgaben einer Kongresszeitung bestehend aus 4 A4 Seiten unter dem Titel "Gewerkschaft 2010" herausgeben. Diese Zeitung soll an den jeweiligen Kongresstagen in der Früh erscheinen. Die inhaltlichen Schwerpunkte der 3 Ausgaben: Montag: Aufstehen statt umfallen - Die Aufgaben einer Gewerkschaft angesichts des Regierungsprogramms. Preissteigerungen und Löhne Dienstag: ÖGB neu: Alte Methoden in neuer Verpackung? - Die ÖGB-Reform, Arbeitszeit Mittwoch: KeinE GewerkschafterIn darf Verschlechterungen zustimmen. In jeder Ausgabe wird es darüber hinaus ein Beispiel für erfolgreiche Arbeitskämpfe in Europa, eine Auseinandersetzung mit Unternehmer-Argumenten sowie einen Kommentar zum Kongresstag geben. Mitarbeit und Anregungen sind durchaus erwünscht! Für Rückfragen: wastun at gewerkschaftsplattform.org Michael Gehmacher Tel. 0650 408 23 85 -- ========================================== Martin Mair - Publizist virtuell & traditionell Krottenbachstrasse 40/9/6, A-1190 Wien Tel. + Fax: +43 1 3677487, Mobil: + 43 676 3548310 Email: mm at mediaweb.at http://www.mediaaustria.at - Webhosting & Webdesign http://www.bannertausch.info http://www.arbeitslosennetz.org ========================================== ________________________________________ ================================================ 07 Umfaller vor dem ÖGB-Kongress Von: Sozialistische LinksPartei ================================================ Die Plattform für kämpferische und demokratische Gewerkschaften organisiert im Rahmen des ÖGB-Kongresses die Aktion „Aufstehen statt Umfallen“ am Montag den 22. Jänner ab 16.30 vor dem Austria Center in Wien. Die Aktion dient auch dazu, den Initiativ-Antrag zum ÖGB-Kongress, der heute bereits auf reges Interesse gestoßen ist, zu präsentieren. Im Antrag wird u.a. folgendes gefordert: * KeinE GewerkschaftsvertreterIn darf in einem Parteigremium oder einer öffentlichen Körperschaft Sozialabbau und Privatisierung zustimmen. * GewerkschafterInnen müssen Kampfmaßnahmen gegen die von der Regierung angekündigten Angriffe unterstützen und organisieren. Am Mittwoch, den 24. Jänner um 19 Uhr findet eine Veranstaltung der Plattform zum Thema „Nach dem ÖGB-Kongress: Was nun? Möglichkeiten für kämpferische Gewerkschaftsarbeit 2007“ statt. An der Veranstaltung werden neben GewerkschafterInnen aus Wien und Oberösterreich auch Anthony Main, Gewerkschafter aus Australien für Erfahrungs- und Meinungsaustausch zur Verfügung stehen. Die Veranstaltung findet im Großen Saal des Amerlinghaus in Wien 7, Stiftgasse 8 (erreichbar mit U2/U3 Volkstheater) statt. ================================================ ================================================ 08 PA: Preise für Freie RadiomacherInnen! Von: Veronika Leiner ================================================ PRESSEMITTEILUNG 23. Jänner 2007 || |||| |||||| VERBAND FREIER RADIOS ÖSTERREICH (VFRÖ) |||| || Freie RadiomacherInnen gewinnen Radiopreise der Erwachsenenbildung! „Ein weiterer Beweis für die Bedeutung der Freien Radios in der österreichischen Medienlandschaft!“ Morgen Mittwoch wird im ORF-Radiokulturhaus der neunte Radiopreis der Erwachsenenbildung vergeben, zwei der insgesamt fünf ausgezeichneten Produktionen kommen von Freien Radios. In der Kategorie „Information“ geht der Preis neben einer Ö1-Produktion an Eva Reinbacher für den Beitrag „Westsahara – Der vergessene Konflikt“ auf ORANGE 94.0, dem Freien Radio in Wien. Der Beitrag setzt sich mit der aktuellen Situation in Westsahara auseinander und legt besonderes Augenmerk auf die Rolle der sahaurischen Frauen und die Rolle der EU bzw. Österreichs in diesem Konflikt. Die Sendung ist Teil des entwicklungspolitischen Bildungs- und Medienprojekts „Globale Dialoge“ des Wiener Freien Radios ORANGE 94.0 in Kooperation mit der „FRAUENSOLIDARITÄT“. In der Sparte „Interaktives / Experimentelles“ wird die Sendung „Das europäische Haus“ ausgezeichnet, die SchülerInnen der 3A Klasse der HBLA Pitzelstätten in Kärnten im Rahmen ihres Deutsch-Projekts „Erlebnisschreiben“ produziert haben. Die Sendung entstand in Kooperation mit Radio AGORA, dem deutsch-slowenischsprachigen Freien Radio in Kärnten, wo sie auch ausgestrahlt wurde. „RadiomacherInnen der Freien Radios gewinnen neben ProduzentInnen des ORF regelmäßig Radio- und Journalismuspreise für ihre innovativen, engagierten Produktionen. Die aktuellen Auszeichnungen veranschaulichen einmal mehr die Bedeutung der Freien Radios für die Medienlandschaft und die Meinungsvielfalt in Österreich: Die Auseinandersetzung mit medial vernachlässigten Themen und die aktive Medienproduktion durch SchülerInnen, Jugendliche, MigrantInnen und andere unterrepräsentierte Gesellschaftsgruppen finden so nur in Freien Radios statt. Ihre Relevanz in den Bereichen gesellschaftliche Integration, politische und kulturelle Partizipation aber auch im Bildungsbereich wird damit einmal mehr unter Beweis gestellt“, freut sich Helmut Peissl, Obmann des Verbands Freier Radios Österreich, über die Radiopreise. „Wir rechnen damit, dass die neue Bundesregierung diese Leistungen im Interesse der Allgemeinheit explizit anerkennt: Die gesetzliche Verankerung der Freien Radios und die Einrichtung eines ‚Freie Radios-Fonds’ muss endlich umgesetzt werden!“ Links zu den preisgekrönten Sendungen: „Westsahara“: http://o94.at/news/item?item%5fid=503559 „Das europäische Haus“: http://cba.fro.at www.o94.at www.agora.at Rückfragen: Veronika Leiner Verband Freier Radios Österreich Mail: veronika.leiner at freie-radios.at Fon: 0676 – 538 0 539 Web: www.freie-radios.at -- Veronika Leiner Verband Freier Radios Oesterreich Mobil: ++43 - (0)676 - 538 0 539 Mail: veronika.leiner at freie-radios.at Web: www.freie-radios.at ================================================ INTERNATIONAL ================================================ ================================================ 09 Marokkos Repression in der Westsahara nimmt zu: Fast 700 Verhaftete im Jahr 2006 Von: GFBV Hans Bogenreiter ================================================ Pressemitteilung der Gesellschaft für bedrohte Völker, Göttingen / Berlin, den 22. Januar 2007 > > Erstmals besuchte Menschenrechtler aus der von Marokko kontrollierten > Westsahara Deutschland - Marokkos Repression in der Westsahara nimmt zu: > Fast 700 Verhaftete im Jahr 2006 > > Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat am Montag über eine starke > Zunahme von Menschenrechtsverletzungen in den von Marokko besetzten > Gebieten in der Westsahara berichtet. Die Menschenrechtsorganisation > dokumentierte in einem Report die Verhaftung von 685 Saharauis im Jahr > 2006, > die friedlich Widerstand gegen die völkerrechtswidrige Besetzung geleistet > hatten. > Sippenhaft, Folter und die Verhaftung von Minderjährigen seien an der > Tagesordnung, stellte die GfbV in dem 23 Seiten umfassenden Bericht fest. > Im > Mai 2005 hatte in der Westsahara ein Volksaufstand gegen Marokkos > Herrschaft > begonnen. > > Drei Viertel der Festgenommenen würden innerhalb von 48 Stunden wieder > freigelassen, berichtet die Menschenrechtsorganisation. Vor ihrer > Freilassung > würden sie zumeist gefoltert und massiv bedroht. Oftmals würden die > Festgenommenen in die Wüste gefahren, dort geschlagen und in den > Strassengraben geworfen. "Marokkos brutales Vorgehen gegen die > Zivilbevölkerung in der Westsahara zielt darauf ab, die Menschen > einzuschüchtern und jede Kritik an Marokkos Willkürherrschaft im Keim zu > ersticken", erklärte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius. > > "Wer friedlich Widerstand gegen die marokkanische Besatzungspolitik > leistet, > wird willkürlich verhaftet", erklärte der saharauische Menschenrechtler > Ali Salem > Tamek bei einem Besuch in Deutschland. "Die Haftbedingungen in den > Gefängnissen in der Westsahara und in Marokko sind unmenschlich und > unzumutbar." Tamek verbrachte 14 Jahre seines Lebens in marokkanischer > Haft. > Zuletzt wurde er im Juli 2005 bei seiner Rückkehr von Gesprächen mit > Politikern > in Westeuropa verhaftet. Erst im April 2006 war Tamek freigelassen worden. > > Mit Ali Salem Tamek besuchte Deutschland in der vergangenen Woche erstmals > ein Menschenrechtler aus den von Marokko besetzten Gebieten in der > Westsahara. Bei Gesprächen mit den Obleuten aller im Bundestag vertretenen > Parteien in den Ausschüssen für Auswärtige Politik, > Entwicklungszusammenarbeit sowie Menschenrechte und humanitäre Hilfe bat > Tamek um Unterstützung für die bedrängte Zivilbevölkerung in der > Westsahara. > Dringend müsse das Mandat der UN-Friedenstruppe (MINURSO) um den Schutz > der Menschenrechte erweitert werden. Jede politische Lösung für die > Westsahara > müsse auf dem Selbstbestimmungsrecht der Völker beruhen und von der > Bevölkerung in einer freien Abstimmung befürwortet werden. Die > Parlamentarier > sicherten dem Gast aus der Westsahara zu, sich für einen wirksameren > Schutz > der Menschenrechte in der Westsahara und für bessere Haftbedingungen in > marokkanischen Gefängnissen einzusetzen. > > PS: Gerne senden wir Ihnen auf Anfrage den 23-seitigen Report zu. > Sie finden eine PDF des reports auch auf unserer Homepage zum Download: > http://www.gfbv.de/report.php?id=22 > > > ====================================================== > Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) > Inse Geismar, Pressereferentin > Postfach 2024, D-37010 Goettingen > Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 > E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de > ====================================================== > > ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Di 6.30 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Thu Jan 25 11:04:51 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Thu, 25 Jan 2007 11:04:51 +0100 Subject: widerst@nd mund: Donnerstag, 25. =?iso-8859-1?Q?J=E4nner__2007?= Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Mittwoch , Donnerstag, 25. Jänner 2007 Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund In eigener Sache und in Eurem Interesse in Zeiten wie diesen ist eine kleine Umverteilung der MUND-Arbeit notwendig: DER WIDERSTANDS-MUND SUCHT DRINGEND LEUTE, DIE 1 X DIE WOCHE EINE AUSGABE ZUSAMMENSTELLEN WOLLEN ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN ================================================ ================================================ 01 IT Ausbildungen für Frauen von Initiative Minderheiten Newsletter ================================================ 02 Scholems Studentenservice von "Peter Pils" ================================================ 03 27. Jänner - Kundgebung zur Befreiung von Auschwitz von markus zingerle ================================================ 04 Pressemitteilung: großartiger Spendenerfolg für LEFÖ von "lefoe info" ================================================ 05 Termine ab Mittwoch, den 24.Jaenner 2007 von "akin" ================================================ 06 Termine: Jeden Montag Uni-Plenum von "akin" ================================================ 07 27.1. Protestsongcontest 07 / Vorausscheidung von "PRESSE RABENHOF" ================================================ 08 Grüne Andersrum: Hol dir dein Pickerl / Fest morgen! von "Andersrum Wien" ================================================ 09 Readerpräsentation "Universalismus updaten - Kunst aufpolitisieren" von IG Kultur Österreich ================================================ 10 Ankündigung Studienfahrt Auschwitz auf Eurer Webseiten von "Waltraud Riegler" ================================================ 11 27.1.: tech:babbel cafe: creative commons, freie musik und netlabels von Rosa Antifa Wien ================================================ ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ 12 Islamophobie oder Kritik am politischen Islam? von WADI Austria ================================================ 13 Schubhaft von Asyl in Not ================================================ 14 Read my Lips! von Rosa Antifa Wien ================================================ 15 IG Kultur: Studiengebühren - Lohndumping oder Anerkennung? von IG Kultur Österreich ================================================ 16 Glosse/Politiker/Schicksale: Bravo, Broukal! von "akin" ================================================ 17 Glossen: Zwei interessante Initiativen von "akin" ================================================ 18 "Gesundheit"/Pflege: Interview mit einem Stoerfaktor von "akin" ================================================ 19 Buecher: Afrikanische Diaspora in Oesterreich von "akin" ================================================ 20 GLB/ÖGB/Kongress/Reform von "Furtlehner Leo" ================================================ 21 [al_news] Wehrsport-Heinzi und der Hitler-Gruß von "AL-Antifaschistische Linke" ================================================ ================================================ GIPFELSOLI/REPRESSION ================================================ ================================================ 22 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm -- Davos -- Gleneagles von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================ ================================================ INTERNATIONALES ================================================ ================================================ 23 Gipfel/World Social Forum: Logistische Herausforderung von "akin" ================================================ 24 Gipfel/World Social Forum: Europa und die multipolare Welt von "akin" ================================================ 25 Stop Islamic laws in Kurdistan von WADI Austria ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN ================================================ ================================================ 01 IT Ausbildungen für Frauen von Initiative Minderheiten Newsletter ================================================ Im abz*austria: Österreichs erste Frauenakademie für CISCO Netzwerktechnik! Sie wollen in die Netzwerktechnik einsteigen? Sie wollen Kenntnisse für das Erstellen von Netzwerke erlangen oder Ihre Kenntnisse und Qualifikationen im Netzwerkbereich erweitern? Wir ermöglichen es Ihnen, schon während der Ausbildung in einem praxisnahen Umfeld zu arbeiten! Infotage: 12. Februar 2007; 5. März 2007; 12. März 2007 jeweils 18 Uhr Kursstart: 22.März (Kursende: Dezember 2007) Kosten: * 950,- pro Modul (4 Module) Anmeldung: Telefon: +43 1 9553247-11, eMail: cisco-academy at abzaustria.at Im abz*austria: Linux für Frauen Das abz*austria bietet speziell für Frauen eine berufsbegleitende und praxisnahe Linux-System-Administrationsausbildung. Der Kurs dient zur Vorbereitung auf die Linux LPI – Zertifizierung. Parallel dazu gibt es die Möglichkeit mit einem Personal Coach Ihr zukünftiges Berufsbild zu erarbeiten oder Ihre Kommunikationsfähigkeit, Konfliktmanagement oder Zeitmanagement zu trainieren. Infotage: 14. Februar 2007; 7. März 2007; 14. März 2007, jeweils 18 Uhr Kursstart: 21. März 2007 (Ende: Dezember 2007) Kosten: * 950,- pro Modul (2 Module) Anmeldung: Telefon: +43 1 9553247-11; eMail: ursula.hermann at abzaustria.at abz*austria Arbeit Bildung Zukunft Chancen für Frauen - Chancen der Wirtschaft Mag.a Ursula Hermann MPOS abz*IT-Spezial & First Austrian Women`s CISCO Networking Academy des abz*austria Leiterin Alserbachstraße 18/3 A - 1090 Wien Tel.++43/1/9553247-11 Fax++43/1/9553247-20 e-mail: ursula.hermann at abzaustria.at http://www.abzaustria.at Jetzt online: Die neue Homepage des abz*austria - www.abzaustria.at ! Wir freuen uns über Ihren virtuellen Besuch ! ================================================ 02 Scholems Studentenservice von "Peter Pils" ================================================ 60 Stunden sind genug Download PDF im A4-Format ================================================ 03 27. Jänner - Kundgebung zur Befreiung von Auschwitz von markus zingerle ================================================ Bereits zum dritten Mal lädt die Go Dogma zu einer Kundgebung in Gedenken an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee am 27. Jänner 1945. Im Jahr 2005 wurde dieser Jahrestag von der UNO als internationaler Holocaust-Gedenktag ausgerufen. Die Kundgebung findet am Samtag 27. Jänner 2007 um 18 Uhr beim Denkmal am Judenplatz statt. Herr Mag. Raimund Fastenbauer, Generaldirektor der IKG-Wien, wird eine Rede halten. Nora Herman (Go Dogma) wird Auszüge aus Fred Wanders Erinnerungen an den Todesmarsch aus Auschwitz lesen. Um 19 Uhr zeigen wir in einem Lokal den kurzen Film "Nuit et brouillard" von Alain Resnais (1955). Wann: Samstag, 27. Jänner 2007, 18:00 Uhr Wo: Denkmal am Judenplatz, 1010 Wien Aufruftext der Go Dogma: http://god.kpoe.at/news/article.php/20070120144319561 Die Kundgebung wird unterstützt von: monochrom, BAGRU-POWI, Infoladen 10, LILI - KSV Wien, LOGO, Go Dogma ================================================ 04 Pressemitteilung: großartiger Spendenerfolg für LEFÖ von "lefoe info" ================================================ Sehr geehrte VertreterInnen der Presse! Attached senden wir Ihnen unsere aktuelle Pressemitteilung zum Spendenerfolg der Aktion "wärmespender" (www.waermespender.at). Die offizielle Spendenübergabe findet am Freitag, 26.1.07, 15:30 im Gasthaus Ã-sterreicher im MAK statt. Wir freuen uns über Ihr Interesse, Ihre Anwesenheit bei der Scheck-Übergabe und Berichterstattung. Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen, Faika Anna El-Nagashi _________________________________________ LEFÃ- Beratung, Bildung und Begleitung für Migrantinnen LEFÃ- Information, Education and Support for Migrant Women ZVR-Zahl: 893710788 Kettenbrückengasse 15/II/4 1050 Wien, Austria tel: +43.1.581 18 81 fax: +43.1.581 18 82 mail: info at lefoe.at web: www.lefoe.at presseaussendung_waermespender_ergebnis_jaenner07.pdf _______________________________________________ ================================================ 05 Termine ab Mittwoch, den 24.Jaenner 2007 von "akin" ================================================ akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 23. Jaenner 2007; 19:51 ******* >>>>>>>>>>> Termine ab Mittwoch, den 24.Jaenner 2007 Telefonnummern ohne Vorwahl sind Wiener Festnetz-Nummern. > Allgemeines Uniplenum jeden Montag um 18 Uhr im ersten Stock der Technischen Universitaet Wien im "Roten Bereich" (siehe auch weitere Aussendung von heute) Juedisches Museum, 1010 Dorotheerg.11, Tel. 535 04 31, So - Fr 10-18h, Do - 20h, bis 18.3.07 Ausstellung: Felix Salten Schriftsteller, Journalist, Exilant: Von Josefine Mutzenbacher zu Bambi Wien Museum, Ausstellung bis 25.2.07: Grosser Bahnhof - Wien und die weite Welt. Freier Eintritt fuer Arbeitslose, Notstandshilfe- bzw.SozialhilfeempfaengerInnen. 1040 Karlsplatz MQ Zoom Kindermuseum/auch fuer Erwachsene - Ausstellung von Aerzte ohne Grenzen: Leben auf der Flucht. Dauer bis 25.2.07, M o - Fr 8 - 16h, Sa, So Feiertag und Ferien 9,30 - 15,30, Infos Tel. 524 79 08 oder www.kindermuseum.at. Vom Erwachsenen-Eintritt geht eine Spende an Aerzte ohne Grenzen. 1070 Museumsplatz 7 Oesterr. Theater Museum, bis 21.1.07: Arthur Schnitzler - Affairen und Affekte. 1010 Lobkowitzpl. 2, taegl. ausser Montag 10-18h Film-Museum, bis 8.2.07: Roberto Rossellini und der italienische Neorealismus. 1010 Albertina Vorbereitungstreffen fuer die FrauenLesbenMaedchen-DEMO am 8.3.07 finden statt:: ab 18.1. jede Woche jew. Do um 19h. FZ 1090 Waehringer Str.59/Stiege 6 > Mittwoch, 24.1. que(e)r, 20h, Buchpraes: Menschenrechte der Frau in der Tuerkei. 1010 Wipplingerstr.23 ekh, 20h, subversive Kantine: besetzte Fabriken in Argentinien. 1100 Wielandg.2-4 Rotpunkt, 19,30, Kabarett : BZOe - B(enjamin) Z(erstoert) Oe(sterreich) oder der Kampf gegen die Realsatire. 1050 Reinprechtsdorferstr.6 Amerlinghaus, 19 Uhr: OeGB-Reform: Bilanz und Aussicht. Plattform fuer kaempferische und demokratische Gewerkschaften. 1070 Wien, Stiftg.8 Why not 22 Uhr: Trost und Rat-Party der Gruenen Andersrum (auch in dieser Legislaturperiode wird es keine Gleichstellung fuer Lesben, Schwule und Transgender geben). 1010 Wien, Tiefer Graben 21 7stern, 19h, Gedenkveranstaltung fuer Grete Jost. 1070 Siebensterng.31 Klagenfurt, Uni, Hoersaal 9, Mensagebaeude, 19 Uhr: Aids, Patente und Leben. Vortrag von Gottfried Mernyi. Linz, BH Betriebsseminar 18h, Arbeitrsgruppentreffen Tauschkreise und Regionalwaehrung. Kapuzinerstr.49 Innsbruck, Uni Inst.fuer Alte Geschichte, 19h, Vortrag: Hamas - der Politische Islam in Palaestina. Innrain 52/IV Attac Salzburg 19 Uh 30: Arbeitstreffen ARMut Macht REICHtum Macht ARMut. Friedensbuero Salzburg, Platzl 3 > Donnerstag, 25.1. Rep.Cklub, 19h, Vortrag und Buchpraes. in englischer Sprache: The Bush Years. 1010 Rockhg.1, Cafe Hebenstreit Piwnica, 18h, SLP-Disk: Ungarn - heute. 1200 Jaegerstr.38 Juedisches Museum, 18h puenktlich Museum unter der Lupe: Frauen - Geschichte/n. Kuratorin Gabriel Kohlbauer-Fritz bereitet gerade die Austellung: Beste aller Frauen. Weibliche Dimensionen im Judentum, vor. Dabei erlaeutert sie ihre Arbeit. 1010 Dorotheerg.11 Oesterr.Orient Ges., 18h, Vortrag Gudrun Harrer: Irak - zwischen regionalen Interessen und internen Konflikten. 1010 Dominikanerbastei 6/6 ekh, 20h unzumutBar Amerlinghaus 19 Uhr 30: "Leben waer eine prima Alternative" Lesung aus den Tagebuechern und Briefen von Maxie Wander. 1.Wr.Lesetheater. Stiftgasse 8, 1070 Wien Spittal/Drau, Fachhochschule Technikum, 20 Uhr: Globalisierung heute - Bedrohungen und Perspektiven. Dr.Karl A. Kumpfmueller > Freitag, 26.1. ekh, 20h, Vortrag Disk: Geschichte und Praxis des Linksradikalismus. Anschl. Konzert mit Duesenjaeger + Brambilla. 1100 Wielandg.2-4 7stern, 19h, Disk: Rifondazione Comunista/Italien als Teil der Regierung - erste Bilanz, Erfahrungen, Fragen und Probleme. Welche Herausforderungen stellen sich fuer die Europaeische Linke? Es spricht ein/e GenossIn der Rifondazione Comunista. Ein Veranst.des internat. Arbeitskreises der KPOe Amerlinghaus, 19h, Ausstellungseroeffnung: Zur Weltlage - Kampf der Zivilisationen? Posthistoire? Krieg der politischen Religionen? Terror des Kapitals? Exil: Vogelfreiheit oder neue Humanitaet? 1070 Stiftg.8 Graz, Maria Trost, bis 27.1. gesellschaftspolitische Tagung: Armutsfalle weiblich - Wege aus der Frauenarmut. Anm: Tel. 0316/391131-26, office at mariatrost.at Salzburg, Klausur - Alternatives Netzwerk. 16 bis 20 Uhr. Friedensbuero Salzburg, Platzl 3 > Samstag 27.1. Holocausttag - Kundgebung der Go Dogma zur Befreiung des Konzentrationslagers Ausschwitz durch die Rote Armee. 18 Uhr 1010 Wien, Judenplatz. > Montag, 29.1. TU, 9h ganztaegige Messe: fit - Frauen in der Technik.. 1040 Gusshausstr.27-29, Infos www.fitwien.at, tel. 789 45 45 Literaturhaus, 19h, Lesung: Erstes Wiener Lesetheater: Karl Kraus - Die letzten Tage der Menschheit. 1. Akt ab Szene 9. 1070 Zieglerg.26a Salzburg BH St.Virgil, Tagung bis 30.1.: Was veraendert ein Grundeinkommen? Tel.0662-65901-514, office at virgil.at > Dienstag, 30.1. I DA, 20h, Gratisfilm: Punks in Ostberlin & Slime: Wenn der Himmel brennt. 1080 Blindeng.38 Steyr: Attac Steyr Treffen 19 Uhr. AK Steyr Redtenbachergasse 1a socialAttac 19 Uhr: "Sozialarbeit" fuer Studierende? KIV-Club Grosse Mohrengasse 42, 1020 Wien. Assling/Osttirol: "Leben ausser Kontrolle". Filmvorfuehrung ueber Gentechnik 20 Uhr Volksschule Klausenberg AAI-Wien - Grosser Saal 19 Uhr: Integration - Wie weit wollen wir gehen? Podiumsdiskussion,. 1090 Wien, Tuerkenstr. 3 > MIttwoch, 31.1 ekh, 20h, Politdiskubeisl INFOS zu AK57 Budapest. 1100 Wielandg.2-4 que/e/r, 18,30, AUFbrueche - Buchpraes. und Lesung: Textsammlung - feministische Portraets und Lebensbilder. 1010 Wipllinger Str.23/Stiegenabgang Hauptbuecherei am Guertel, 19h, Sachbuch im Gespraech: Christoph Reinprecht: Nach der Gastarbeit. Prekaeres Altern in der Einwanderungsgesellschaft. 1150 Urban Loritz Platz 2a MQ, 15h im Museum Moderner Kunst. Museum fuer SeniorInnen, Fuehrung und Kunstgespraech mit Dieter Schrage. 1070 Museumsplatz 1 AUGE-KIV-Vernetzungsgruppe Soziales, 18:30 Uhr, AUGE, 1040 Wien, Belvederegasse 10/1: "Ilegale Pflege", "Sozialdienst" fuer Studierende, mehr Druck auf Langzeitsarbeitslose ... (siehe auch Beilage in der Druckausgabe) > Donnerstag, 1.2. Rep.Club, 19h, Info-Veranstaltung des Frauenwohnprojekts ro*sa (urban, generationen- und kulturenuebergreifend, Maenner als Partner wilkommen, Alleinerzieherinnen wichtige Zielgruppe, Vertraege in Frauenhand) ueber aktuelle Plaene und vorauss. Standorte. 1010 Rockhg.1/Eingang Cafe Hebenstreit. Infos mariana.potocnik at chello.at Sargafbrik, 20h, Konzert mit Trixi 9dlinger und die geringfuegig Beschaeftigten. 1140 Goldschlagstr.169, Tel. 98898/111 Attac Linz Treffen 19 Uhr. Bildungshaus Betriebsseminar Kapuzinerstr. 49, Linz > Freitag, 2.2. AUGE-Buero, 16h BetriebsraetInnen Jour fixe: Mitwirkungsrechte des Betriebsrates. Mit Albert Steinhauser. Anm: Tel. 50 51 952/0 , 1040 Belvedereg.10 Cafe Wunderer, 17h, IGS - Gruener 55 plus Stammtisch zum Thema: Sollen Gruene regieren wollen, und um welchen preis? mit David Ellensohn. 1140 Hadikg.62/ U 4 Kennedybruecke > Samstag, 3.2. AUF-Lokal, 14-19h, open house mit Lesungen von Autorinnen: Ditha Brickwell/Traude Korosa/Elisabeth Waeger. Auch Verkauf der Buecher der Autorinnen. 1010 Kleeblattg.7 St.Georgen/Ktn., Bildungshaus, 9-21h Seminarreihe: Sich gewaltfrei einmischen. Zu politische Ethik, staatsbuergerlicher Gehorsam und Ungehorsam, Religionssoziologie, Kulturethik. Anm. Tel. 04213/2046-33, office at bildhungshaus.at > Sonntag, 4.2. ekh, ab 10h weiberfruehstueck. 1100 Wielandg.2-4 Arge Wehrdienstverweigerung & Gewaltfreiheit Salzburg 4. und 5.2.: Friedensimpulse zur Erarbeitung von Perspektiven aus dem Libanon-Israel-Krieg 2006. Sonntag im Friedensbuero Sazlburg, Montag 10-17 Uhr im Kulturgelaende Nonntal. > Montag, 5.2. ACHTUNG, heute keine Redaktionssitzung, die naechste ist am 12.2. ab 18h. 1170 Lobenhauerng.35/2 > Dienstag, 6.2. ACHTUNG, heute keine akin-produktion. Am 13.2. wird ab 13 uhr die akin nr. 5 34. Jahrgang, produziert. 1040 Belvedereg.10 Rep.Club, 19h, Buchpraes. und Disk: Zwischen Anspruch und Anpassung - Journalisten und der Presseclub Concordia im Dritten Reich. 1010 Rockhg.1 Gruenes Haus, 17h, IGS Jour fixe: Wenn der Verkehr die Menschen ueberrollt - Verkehrs/w/ende? 1070 Lindeng.40, Kantine > Samstag, 10.2. ZARA:Monie. Benefizclubbing Palais Auersperg 1080 Wien, Auerspergstr.1. Linz: Werkstatt Frieden & Solidaritaet: Ausserordentliche Vollversammlung, 13 Uhr. Waltherstr 15, 4020 Linz > Vorschau: FrauenFruehlingsUni 10.3. bis 4.4.2007 Uni-Campus Wien 3 Acusen: Koerperpolitiken, Feminismus in Theorie, Kunst und Bewegung AUGE-Buero: Sozial- und gewerkschaftspolitische Gespraeche 9.3.(16 Uhr) -10.3. Anmeldung auge at ug-oegb.or.at *************************************************** Der akin-pd ist die elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen Wiener Wochenzeitung 'akin'. 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Es wurde bereits zwei Mal abgehalten, unter Beteiligung ausseruniversitaererer politischer Gruppen. Es ist dies ein Gesamtwiener Plenum, und keine Initiative, die sich auf die TU oder die HTU (OeH derTU) beschraenkt - ein Plenum, das aber nur dort, mangels anderer Raeumlichkeiten, stattfinden kann. In der kommenden Woche wird, zum gewohnten Zeitpunkt, ein Projekt diskutiert werden, das, wie bereits beschlossen wurde, nach den Semesterferien realisiert werden wird, naemlich eine Aktions- und Informationswoche zu den aktuellen Themen, also zum Kampf gegen die Grosse Koalition, mit Zentrierung auf die Frage der Studiengebuehren, sowie ein abschliessendes Grossplenum in Form eines Kongresses mit Referaten und Workshops. (Aug und Ohr) ================================================ 07 27.1. Protestsongcontest 07 / Vorausscheidung von "PRESSE RABENHOF" ================================================ !!!Abermals sensationeller Erfolg!!! PROTESTSONGCONTEST 07 http://www.protestsongcontest.at Bereits zum vierten Mal findet heuer der schon jetzt zum kulturellen Fixpunkt zählende Protestsongcontest im Rabenhof Theater statt. Nach dem grandiosen Erfolg in den letzten drei Jahren, bei denen Georg Freizeit und die Rosaroten (2004), Rainer von Vielen (2005) und Jörg Zemmler (2006) als Sieger hervorgingen, erreichten uns auch dieses Mal wieder eine Flut von Einsendungen aus dem In- und Ausland. Die Flammen des Protests lodern weiter! Thematisch wie musikalisch zeigt sich der Protestjahrgang 07 äußerst vielfältig und von hoher Qualität: Wie jedes Jahr dominierten auch heuer bei den Einsendungen Songs gegen George W. Bush, bzw. die US-amerikanische Außenpolitik und verschiedenste Anti-Krieg-Song-Variationen, innenpolitische Themen waren hingegen seltener vertreten. Generell reicht die Bandbreite vom allgemeinen Gefühl des „Dagegenseins“ bis zu konkretem Protest, der in Songs z.B. gegen das Mozartjahr, für Vegetarier oder über die vorherrschende „Ostalgie“ ausgedrückt wird. In tage- und nächtelangen Sitzungen hat sich das Protestsongcontest-Team (Mario Rossori, Roman Freigaßner, Mathias Zsutty und Gerald C. Stocker) alle Einsendungen angehört, um jene 25 TeilnehmerInnen herauszufiltern, die ihre Songs bei der Vorausscheidung im Haus der Begegnung Rudolfsheim (15., Schwendergasse 41) am 27. Januar 2007 präsentieren werden (19.00 Uhr bei freiem Eintritt). Live in Concert und auf FM4! Master of Ceremony an diesem Abend ist Mathias Zsutty (FM4), der einer musikkundigen Fachjury vorsitzen wird, die jene zehn Protestsongs auswählen wird, die am 12. Februar 2007 (20.00 Uhr) beim großen Finale im Rabenhof Theater live performt, und live auf FM4 übertragen werden. Protest-Altmeister Dirk Stermann und Christoph Grissemann führen wieder durch den Abend zusammen mit einer sechsköpfigen Jury, die an diesem Tag den „Protestsong-Superstar 07“ kürt. • VORAUSSCHEIDUNG: Sa., 27. Jänner 2007 (Beginn: 19.00 Uhr) HAUS DER BEGEGNUNG Rudolfsheim A-1150 Wien; Schwendergasse 41 !!! Eintritt frei !!! Hier die Liste der 25 TeilnehmerInnen an der Vorausscheidung zum „Protestsongcontest 2007“ in alphabetischer Reihenfolge, Auszüge aus den Contest-Songs sind unter http://www.protestsongcontest.at zu hören: 4 experimentelle die nur 2 sind (A)/ "Bundespräsident" Andreas Julius Fasching (A)/ "Bushnshank" D. Camillo (A) / "Hamm ham ham" Darm (A)/ "Pharisäer" Der Lobauer Frühling (A)/ "Spiel mit dem Biber" Die Freischwimmer AG (A)/ "Eigentlich schade" Dieselmensch (A)/ "Demonoid" Firewall (A)/ "Zuviel Natur" Gedi (A)/ "Cancel the chancellor" Jumbokoffer (D)/ "Lieber dafür" Madame Pacifista (D)/ "Wir schau’n weg" Manuel Normal (A)/ "Sicher ned Du" Mariachis de las Fiestas Locas (A)/ "Russnmadl" MGD9 (A)/ "Mozart 2006" Mieze Medusa & Tenderboy feat. Violetta Parisini (A)/ "Nicht meine Revolution" Mitzifranz (A)/ "I am in Austria" Phases of Life (D)/ "Bombs away" Pitch Pipe Project (D)/ "Kleiner Jungpionier" Rap Addicted feat. Apple Tree (Pronexus) (A)/ "Was geht da draußen vor?" Rare´n´Tasty (A)/ "Jamma Ma" Sabine Berthold (A)/ "Steirischer Herbst" Sliver (A)/ "Aufnahme läuft" Syncope (A)/ "Politics" Tiefseetaucher (A)/ "Unterschicht" WOSISIG (A)/ "is anzige liad" • FINALE: Mo., 12. Februar 2007 Beginn: 20.00 Uhr RABENHOF THEATER A-1030 Wien; Rabengasse 3 Kartenreservierungs-Hotline: Tel. 01/712 82 82 Infos + Online-Reservierung unter: http://www.rabenhof.at Eintritt: * 15,-- ================================================ 08 Grüne Andersrum: Hol dir dein Pickerl / Fest morgen! von "Andersrum Wien" ================================================ Hol dir dein Pickerl! -Danke! Eingetragene Partnerschaft! Schuessel und Gusi ein Herz und eine Seele! Die Gruenen Andersrum schicken Dir auf Wunsch ein Pickerl zu! Wenn Du unser Pickerl haben moechtest, schicke einfach eine Email an andersrum.wien at gruene.at oder hol es dir in deinem Lieblingslokal. Kopf hoch! Die Party kommt... Unzufrieden mit der neuen Regierung? Komm zu unseren Grüne Andersrum Trost + Rat Party am 25.01.2007 um 22:00 h ins Why Not, 1010 Wien, Tiefer Graben 21. Eintritt frei. http://www.gruene-andersrum.at/wien/artikel/lesen/12928/ http://www.gruene-andersrum.at/ -- Die Grünen Andersrum Wien c/o Grüner Klub im Rathaus AT-1082 Wien Tel.+43-(0)1-4000 DW 81813 Fax +43-(0)1-4000 DW 99 81811 http://www.gruene-andersrum.at -- ================================================ 09 Readerpräsentation "Universalismus updaten - Kunst aufpolitisieren" von IG Kultur Österreich ================================================ i:\dokume~1\schmafu\anwend~1\qualcomm\eudora\attach\presseaussendung_waermes pender_ergebnis_jaenner07.pdf ================================================ 10 Ankündigung Studienfahrt Auschwitz auf Eurer Webseiten von "Waltraud Riegler" ================================================ liebe FreundInnen von no-racism! Könnt Ihr wie im Vorjahr einen Hinweis auf diese Studienfahrt bringen? Danke! liebe Grüße Waltraud Riegler ************************* Waltraud Riegler Assistenz der Geschäftsführung BHWNÖ - Bildungswerk NÖ Wipplingerstraße 23/23 1010 Wien 01/ 533 18 99-10 E-Mail: w.riegler at bhwnoe.at www.bhwnoe.at ************************* PRESSEINFORMATIO Erinnern und daraus lernen Studienfahrt zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau 2007 Erstmalig organisiert das Bildungs- und Heimatwerk NÖ (BHW NÖ) die jährliche Studienfahrt zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau vom 31. März bis 6. April 2007. „Angesichts der auch in Österreich steigenden Aggression gegen Minderheiten jeglicher Art ist die bewusste Auseinandersetzung mit unserer jüngsten Vergangenheit ein wichtiger gesellschaftspolitischer Auftrag“, erläutert Waltraud Riegler, Projektleiterin, das Engagement des BHW NÖ. Der Name Auschwitz gilt heute als Synonym für die Konzentrationslager des Dritten Reiches und die Verbrechen des Holocaust. Seit einigen Jahren gilt der 27. Jänner als Befreiungstag von Auschwitz-Birkenau als internationaler Gedenktag. Ziel der Auseinandersetzung mit Auschwitz ist vor allem die Diskussion von Bezügen zur Gegenwart sowie die Sensibilisierung von möglichst vielen Menschen für das Thema Diskriminierung. Die Studienfahrt eröffnet die Möglichkeit, sich intensiv mit einem der einschneidenden Kapitel unserer jüngsten Vergangenheit zu beschäftigen und dabei nicht alleine gelassen zu sein. „Wir bieten in Kooperation mit der Gesellschaft für politische Aufklärung nicht nur die Organisation der Studienfahrt, sondern auch die gemeinsame Reflexion der aufgenommenen Eindrücke für die Teilnehmer/innen an“, Waltraud Riegler weiter. Um sich dem Thema behutsam anzunähern, steht am Beginn der Reise ein zweitägiges Vorbereitungsseminar. Filme, Audio-Dokumente, Vorträge und vor allem Begegnungen mit ZeitzeugInnen bilden den Einstieg für die anschließenden Erlebnisse vor Ort in Auschwitz. Das Angebot dieser Studienfahrt richtet sich bewusst an Personen jeden Alters, unabhängig von politischer Einstellung, sozialem bzw. beruflichem Hintergrund und Religionszugehörigkeit. Nähere Infos und Anmeldung: Waltraud Riegler, BHW NÖ w.riegler at bhwnoe.at Tel.: 01-533 18 99 - 10 ************************* Waltraud Riegler Assistenz der Geschäftsführung BHWNÖ - Bildungswerk NÖ Wipplingerstraße 23/23 1010 Wien 01/ 533 18 99-10 E-Mail: w.riegler at bhwnoe.at www.bhwnoe.at ************************* Studienfahrt zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau 31. März bis 6. April 2007 (Karwoche) Der 27. Jänner, der Tag der Befreiung von Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee 1945 gilt seit einigen Jahren als internationaler Gedenktag an den Holocaust. Auschwitz wurde mittlerweile zu einem Gedächtnisort europäischer, wenn nicht globaler Bedeutung. Das ehemalige nationalsozialistische Konzentrations- und Vernichtungslager steht synonym für die NS-Vernichtungspolitik und die Ermordung von europäischen Juden und Jüdinnen, von Roma, Sinti, homosexuellen Frauen und Männern, BibelforscherInnen, so genannten Asozialen, politisch Verfolgten und Menschen aus dem Widerstand. Die Studienreise eröffnet die Möglichkeit einer intensiven und differenzierten Beschäftigung mit diesem einschneidenden Kapitel unserer jüngeren Vergangenheit, jenseits von „Infotainment“, Pauschalisierung und Verallgemeinerung. Gerade angesichts nicht nur europaweit steigender Aggression und Gewalt gegen ethnische, religiöse und soziale Minderheiten sowie Ausgrenzungspolitiken gegenüber Flüchtlingen und Zuwanderern ist ein Blick auf unsere unmittelbare Vergangenheit notwendig und sinnvoll. Er zeigt, wohin in letzter Konsequenz die Diskriminierung von Menschen, wohin Antisemitismus, Rassismus und Minderheitenfeindlichkeit führen konnten. Ziel dieser Auseinandersetzung mit Auschwitz ist aber vor allem auch die Diskussion von Bezügen zur Gegenwart. Die Einladung, an dieser von der Gesellschaft für politische Aufklärung und vom Bildungswerk NÖ betreuten Studienfahrt teilzunehmen, richtet sich an Personen jeden Alters, unabhängig von politischer Einstellung, sozialem bzw. beruflichem Hintergrund und Religionszugehörigkeit. Wir würden uns über Ihr Interesse und Ihre Teilnahme freuen! Mit freundlichen Grüßen Karin Liebhart/ Waltraud Riegler Programm: 31. März (ca. 13-18 Uhr): Vorbereitungsseminar in Wien (Seminarraum am Institut für Politikwissenschaft, Univ.Wien, 1010 Wien, Universitätsstraße 7/2) Gespräche mit ZeitzeugInnen, Filme, Vorträge sowie Reiseinfos 1. April: Vorbereitungsseminar im Bildungshaus Großrußbach/ NÖ – Gespräch mit einem Zeitzeugen, Vorträge, Filme, Diskussionen Vortrag über die Verfolgung von Lesben und Schwulen in der NS-Zeit (Dr. Gudrun Hauer) 2. April: Abreise nach Oswiecim/ Auschwitz 3. April: Geführte Besichtigung der Gedenkstätte Auschwitz; geführte Besichtigung der Gedenkstätte Birkenau 4. April: Sonderführung im Archiv der Gedenkstätte, Besuch der Kunstsammlungen und der nationalen Ausstellungen 5. April: Besichtigung Krakau; Stadtführung durch das jüdische Viertel 6. April (Karfreitag): Rückfahrt (Ankunft in Wien ca. 16 Uhr) Kosten: * 450,- (darin sind Reise-, Aufenthalts-, Verpflegungs- und Eintrittskosten enthalten); Einzelzimmerzuschlag * 50,--. Für StudentInnen – * 50,-- Ermäßigung Informationen und Anmeldung: Karin Liebhart, Gesellschaft für politische Aufklärung, c/o Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien, 1010 Wien, Universitätsstraße 7/2, Tel.: 01/4277-47739, E-mail: karin.liebhart at univie.ac.at Waltraud Riegler, Bildungs- und Heimatwerk NÖ, Wipplingerstraße 23/23, 1010 Wien, Tel.: 01/533 18 99-10, E-Mail: w.riegler at bhwnoe.at Veranstalterin: Gesellschaft für politische Aufklärung, http://www2.uibk.ac.at/gfpa, Bildungs- und Heimatwerk Niederösterreich, http://www.bhwnoe.or.at Organisatorische Leitung: Waltraud Riegler (Bildungs- und Heimatwerk NÖ), Karin Liebhart (Gesellschaft für politische Aufklärung) Anmeldung bis 28. Februar 2007 erbeten - begrenzte TeilnehmerInnenzahl! ================================================ 11 27.1.: tech:babbel cafe: creative commons, freie musik und netlabels von Rosa Antifa Wien ================================================ ################ Samstag, 27. Jaenner 15:00 Wipplingerstrasse 23 1010 Wien ################ Ab sofort gibt es jeden letzten Samstag im Monat ein tech:babbel café und im Jaenner wollen wir uns einem inhaltlichen Schwerpunkt widmen: Freie Musik, Netlabels und Creative Commons. Was ist eigentlich freie Musik und die Creative Commons Lizenz und, fuer normale KonsumentInnen noch bedeutender, wo finde ich diese Musik? Wo gibt es Informationen ueber Neu-Erscheinungen und welche davon entsprechen meinem Musikgeschmack? Wir wollen Raum bieten, um die eigenen Lieblings-Netlabels und musik-Ressourcen mit anderen zu teilen und Strategien zu diskutieren, wie "gute" von "schlechter" Musik im Dschungel der Netlabels unterschieden werden kann. Neben diesem inhaltlichen Schwerpunkt wird es natuerlich weiterhin die Moeglichkeit geben, ueber saemtliche technischen und netzpolitischen Themen zu diskutieren, die dir am Herzen liegen. Und Kaffee und Waffeln duerfen natuerlich auch nicht fehlen ;-) weitere Infos zum Cafe und zu tech:babbel an sich findet ihr unter: http://techbabbel.raw.at -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# ================================================ ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ 12 Islamophobie oder Kritik am politischen Islam? von WADI Austria ================================================ http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=m&ressort=g&id=613011 Islamophobie oder Kritik am politischen Islam? VON THOMAS SCHMIDINGER (Die Presse) 23.01.2007 Replik auf Omar Al-Rawi, "Wölfe im Schafspelz" (16. Jänner 2006). Nicht eine mir von SP-Gemeinderat und Integrationssprecher der islamischen Glaubensgemeinschaft vorgeworfene "Weltverschwörungstheorie von bedrohlicher muslimischer Unterwanderung in Österreich" habe ich in meinem Gastkommentar formuliert, sondern eine Kritik: dass "Anhänger der Muslim-Brüder die Führung IGGiÖ übernommen" haben. Das Verbreiten von Halb- und Unwahrheiten zählt zu eben dieser Strategie, die eng mit dem Doublespeak verbunden ist, den ich Al-Rawi, Scheich Adnan Ibrahim und seinen Freunden Tarafa und Amina Baghajati von der Initiative Muslimischer ÖsterreicherInnen (IMÖ) vorgeworfen habe. Wie schon in unzähligen mündlichen Diffamierungsversuchen von Al-Rawi und Baghajati, die in der Vergangenheit immer wieder mit Interventionen versucht hatten, Veranstalter meiner Vorträge zum politischen Islam oder zu Fragen des Antisemitismus zu einer Ausladung meiner Person zu bewegen, versucht Al-Rawi auch in seinem jüngsten Kommentar, durch Diffamierung meiner Person als "antideutsch" und "philozionistisch" meine Kritik, die er in keinster Weise entkräften kann, zu delegitimieren. Obwohl ich nie Mitglied einer antideutschen Gruppe war und nie in einer antideutschen Zeitung publizierte, werde ich von Omar Al-Rawi zum "Antideutschen" erklärt, womit er glaubt, genug gesagt zu haben. Aus der Unterzeichnung eines Aufrufs in einer Zeitschrift aus dem Jahre 2002, der in ironischer Anspielung auf den Vorwurf gegen einige Unterzeichnende, sie wären "Philozionisten", mit dem Titel "Wir Philozionisten" übertitelt wurde, leitet Al-Rawi ab, ich wäre "laut eigener Definition ,Philozionist'". Diese absurde Fokussierung auf den israelisch-palästinensischen Konflikt, der mit keinem Wort Thema meines Artikels war, legt den Verdacht nahe, dass es Al-Rawi und Baghajati vor allem eben darum geht: die Verteidigung des Existenzrechtes Israels zu delegitimieren. Fakt ist, dass meine grundsätzliche Solidarität mit der Existenz des jüdischen Staates nie mit einer generellen Verteidigung israelischer Regierungspolitik verbunden war. Al-Rawis Wut gegen meinen angeblichen "Philozionismus" kann sich also nur gegen eine Position richten, die eine Zweistaatenlösung anstrebt, in der ein jüdischer Staat neben einem palästinensischen seinen Platz hat. Dass die in der Schura-Moschee gesammelten Gelder an Projekte der Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen (GÖAB) gingen, die auf den Listen der Ölgutscheinempfänger Saddam Husseins auftauchte und deren Generalsekretär Fritz Edlinger in den Sudan fuhr, um an den Feiern zum islamistischen Militärputsch Omar al-Bashirs teilzunehmen, kann wohl genauso wenig zur Verteidigung von Al-Rawis Freunden herangezogen werden wie ihr angebliches Engagement gegen weibliche Genitalverstümmelung. So bezichtigten Al-Rawi und Baghajati die Anti-FGM-Kampagne unserer NGO Wadi im Irak gar als "islamophob" und erklärten - öffentlich - FGM zu einem "afrikanischen Brauch", den es unmöglich im Irak geben könne. Al-Rawis Vorwurf der "Islamophobie", den er in seinem Gastkommentar wiederholt, ist damit nichts anderes als jener des "Philozionismus": der verzweifelte Versuch, Kritik am politischen Islam abzuwehren. Thomas Schmidinger ist Lehrbeauftragter am Institut für Politikwissenschaft der Uni Wien und Vorstandsmitglied von WADI und Iraquna. ----------------------- Links zu den vorangegangenen Artikeln: Der Kuschel-Imam und die öffentliche Sicherheit (Thomas Schmidinger) http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=m&ressort=g&id=609926 Wölfe im Schafspelz? (Omar Al-Rawi) http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=m&ressort=g&id=611495 -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit WADI-Austria e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Neues Spendenkonto in Österreich: Knt. Nr.: 6.955.355 BLZ: 32.000 Raiffeisen Landesbank NÖ IBAN AT4432 0000 0006 955355 BIC (SWIFT) RLNWATWW Im Februar 2007 erscheint die dritte Print-Ausgabe von: WADI-News, Schwerpunkt: Weibliche Genitalverstümmelung Wird kostenlos per Post zugeschickt, schicken Sie uns Ihre Adresse! Online zu lesen unter: http://www.wadinet.at/Media/wadinews.php ================================================ 13 Schubhaft von Asyl in Not ================================================ Schubhaft: Dienst nach Vorschrift So, hat sich die Aufregung gelegt? Dann kann es ja wie bisher weitergehen. Glauben manche. Dienst nach Vorschrift. Menschen werden abgeführt. In Handschellen, ins Gefängnis. Menschen, die nichts verbrochen haben. Haft ohne Urteil, ohne Delikt. Wie die 53jährige schwerkranke Tschetschenin Maus. Die nur zu ihrer Tochter Madina wollte, Madina ist hier in Österreich als Flüchtling anerkannt, auch sie ist psychisch schwer bedient, hat Depressionen, sie und die Mutter könnten einander Halt geben, Madina hat eine Wohnung, die Mutter könnte da wohnen, auf die Kinder aufpassen ein bißchen wenigstens. Aber nein. Wir leben - auch noch posthum - im Prokopland. Maus sitzt im Polizeigefängnis Rossauerlände. Ihre Tochter wollte sie besuchen. Aber Maus war zu schwach, um aufzustehen. Sie bekommt Tropfen gegen den Bluthochdruck. Aber was nützt das schon. Wie soll man gesund werden, wenn man schuldlos im Gefängnis sitzt? Maus hat mir Vollmacht erteilt. Ich habe eine Schubhaftbeschwerde eingebracht, an den „Unabhängigen“ Verwaltungssenat Wiener Neustadt, der noch nie einer Haftbeschwerde stattgegeben hat in den letzten Jahren. Er wird auch diese Beschwerde abweisen, wir werden zum Verwaltungs- und Verfassungsgerichtshof gehen, wie immer. Im Gefängnis sitzt auch Salambek, 29 Jahre alt, schwer gefoltert von den russischen Besatzern: mit Handschellen an der Decke aufgehängt, Folter mit Strom, Schläge in den Unterleib... Er kann nur schwer einschlafen, wacht bald „von diesen Träumen“ auf, wacht dann schweißgebadet auf, starke Herzklopfen, Angstzustände; manche Erinnerungen überfallen ihn immer wieder... Der Verein Hemayat, der seit Jahren Folteropfer und Kriegsüberlebende betreut, hat Salambek untersucht und die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung infolge serieller Traumatisierungen gestellt. Bei förderlichen Bedingungen (emotionale und rechtliche Sicherheit, traumaverarbeitende Psychotherapie) könne mit einer relativen Rehabilitierung gerechnet werden. Andernfalls sei mit einer bleibenden Persönlichkeitsveränderung zu rechnen. Im Gefängnis sitzt auch der 20jähige Tschetschene Usman T. Auch für ihn gibt es einen Befund, Erwin Klasek, Psychotherapeut bei Hemayat, ein bekannter Experte, hat ihn verfasst; auch bei ihm lautet die Diagnose: Post-traumatische Belastungsstörung im Übergang zur andauernden Persönlichkeitsveränderung. „Zu den Symptomen, zusammengefasst. Panik durch ‚Trauma-assoziierten Stimulus’, reduzierte Fähigkeit zur Alltagsbewältigung, Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme, Intrusionen. Herr T. setzt sich, wirkt schlaff, der Blick leer, der mimische Ausdruck starr. Auf der Straße habe er einen Polizisten gesehen, und da sei sein Körper kalt und steif geworden. Die Füße seien jetzt noch kalt, wie taub. „Sein Bruder begleite ihn immer, er schaffe nichts mehr alleine. Er habe zu viel gesehen, trage zu viel in sich. - Konkreter? - Er vergesse alles, verliere die Orientierung. Er werde oft von Erinnerungen abgelenkt. Zum Beispiel sehe er oft, ob er wolle oder nicht, das Bild des ermordeten Vaters vor sich. „Nervosität (Hyper arousal), Schlafstörungen, irrationale Angst, Somatisierung: Gestern habe er zehn Minuten nach sechs auf die Uhr geschaut. ‚Sie’ kämen stets in den Morgenstunden. Obwohl es nicht logisch sei, habe er oft Angst, daß ‚sie’ vor der Türe stünden. „Er habe öfter Träume, die ihn weckten. - Albträume? - Nicht immer. Oft sehe und höre er seine verstorbene Mutter, die ihm sage, was im Leben richtig sei. Er habe aber auch die Leichenteile seiner Nachbarn auf einer Plastikplane ausgebreitet und richtig zugeordnet. Und das sehe er auch immer wieder im Traum.“ Unter „Prognostische Erwägungen“ heißt es weiter im Befund: „Im allgemeinen kann unter förderlichen Bedingungen (emotionale wie rechtliche Sicherheit, konsequente traumaverarbeitende Psychotherapie ohne zeitliche Beschränkung) bei PTSD mit einer relativen Rehabilitierung gerechnet werden. Andernfalls ist mit einer Chronifizierung im Sinne einer bleibenden Persönlichkeitsveränderung (Depression, Antriebsarmut, Perspektivlosigkeit, sozialer Rückzug, erhöhtes Risiko von Suizid und Substanzabhängigkeit) zu rechnen. „Herr T. wäre für den Fall der Ignoranz seiner besonderen Schutz- und Schonungsbedürftigkeit einem Risiko der weiteren, anhaltenden Verschlechterung seines Gesundheitszustandes und von verstärkter Suizidalität ausgesetzt.“ Auch in diesem Fall habe ich eine Haftbeschwerde eingebracht. Ich habe geltend gemacht, daß mein Mandant haftunfähig ist und daß jeder Tag seiner Inhaftierung unmenschliche Behandlung, ja Folter im Sinne des Artikels 3 der Europäischen Menschenrechtskonvention ist. Diese drei unglücklichen Menschen sind Opfer jenes Gesetzes, das - von breiter Mehrheit beschlossen - am 1. Jänner 2006 in Kraft getreten ist und als „Prokopgesetz“ in die Geschichte eingehen wird. Mit diesem Unrecht schließen wir keinen Frieden. Die Menschenrechte müssen wieder gelten in diesem Land. Michael Genner Asyl in Not Währingerstraße 59 1090 Wien Tel. 0676 63 64 371 www.asyl-in-not.org Spendenkonto: Asyl in Not, P.S.K., Kontonummer 92.034.400 ================================================ 14 Read my Lips! von Rosa Antifa Wien ================================================ Read my Lips!* Es ist nichts Neues, aber trotzdem funktioniert es immer wieder: WaehlerInnen mit laut getrommelten Wahlversprechen zu koedern und diese dann dumm-dreist laechelnd zu verarschen. Versprechungen, fuer hoehere Bildungsstandards zu sorgen, die sozial Schwaecheren zu entlasten oder schlicht ein besseres Leben zu ermoeglichen, werden gerne gemacht - gehalten werden sie nie. Es liegt in der Natur der Parteipolitik so zu handeln, denn es geht nie um die beste Lebensqualitaet von Menschen, sondern immer um persoenliches Prestige von PolitikerInnen und um den Profit von FoerderInnen und Seilschaften und selbstverstaendlich um die Verwaltung des Elends! Freier Zugang zu Bildung Wir fordern einen freien Zugang zu Bildung. Fuer alle! Egal, wie alt, welcher sozialen Herkunft. Es muss ebenso egal sein, welche Ziele StudentInnen mit einem Studium verfolgen, denn es darf bei Wissen und Bildung nicht um "Verwertbarkeit" gehen. Wissen und Bildung - egal aus welchen Bereichen - muss allen Menschen offen stehen! Studierende hatten in Oesterreich nie einen guten Ruf. Staendig wurden StudentInnen als faul diskreditiert - vor allem wenn es darum ging, Geld aus dem universitaeren Bildungsbereich abzuziehen, um es anderen Ministerien (ein paar Panzerchen hier, ein paar Steuergeschenke fuer UnternehmerInnen dort) zuzufuehren. In Oesterreich gilt etwas zu lernen nicht als Arbeit, weil im allgemeinen Wertebild nur als Arbeit angesehen wird, was fuer UnternehmerInnen als produktiv genug gilt. Was vollkommen ignoriert wird, ist die Tatsache, dass Wissensaneignung immer mit einem Zeit-, Ressourcen- und Energieaufwand verbunden ist - und somit Arbeit ist. Nicht nur Lohnarbeit ist Arbeit! Es ist nicht im Interesse von OeVP, FPOe oder BZOe, allen Menschen in diesem Scheiss-Land einen freien Zugang zu Bildung zu bieten, denn die wollen nur ihre eigenen Eliten durch die Universitaeten in die Gerichte, Ministerien oder in die (Privat-)Wirtschaft schleusen, waehrend die SPOe so sehr ihrem antiquierten Arbeitsfetisch verhaftet ist, dass sie Bildung schlicht und ergreifend als geradezu unnoetigen "Luxus" ansieht. Die SPOe (und auch der OeGB) vertritt nach wie vor ein Arbeitsbild, das Arbeit mit Schweiss, Maennern und Fabriken verbindet. Was allzu gerne vergessen wird: Spaetestens seit 1996 hat die SPOe - damals ebenfalls als Regierungspartei - die Situation von Studierenden durch "Sparpakete" (also kreative Geldumlagerung in andere Ressorts) massiv verschlechtert. So kann es uns nicht verwundern, wenn jetzt selbst (oder eher gerade) der grosse Vorsitzende der "sozial"-"demokratischen" Partei wieder fuer StudentInnen eine kleine "Ueberraschung" hat: Die Studiengebuehren duerfen zukuenftig abgearbeitet werden - zum Beispiel "im Rahmen neuer Herausforderungen (Hospiz-Bewegung u.ae.)", wie es im Regierungsuebereinkommen woertlich heisst. Es gibt also einen 60 Stunden Lohn-Dumping-Dienst fuer jene, die sich die Studiengebuehren nicht leisten koennen! Das dann auch noch als soziale Massnahme zu verkaufen, ist an Perfidie kaum mehr zu ueberbieten. Ohne Lobby Was in den gesamten Protesten vollkommen untergeht, sind alle anderen Schweinereien, die im neuem Regierungsprogramm geplant sind. So ist zum Beispiel im Kapitel zu Frauenhandel zu lesen: "Krankenhilfe fuer Betroffene des Frauenhandels bis zur Klaerung des Aufenthaltsstatus", oder im Klartext: Pflaster drauf und Abschieben! So stellen sie sich den Schutz von Opfern vor. Und fuer Menschen ohne Lohnarbeit wird vorgesehen: "Beschaeftigung bei privaten und gemeinnuetzigen Arbeitskraefteueberlassern forcieren." Das kann wohl nur heissen, dass bislang illegale Praktiken des AMS legalisiert werden sollen. Auch die sogenannten "Zumutbarkeitsbestimmungen" sollen erneut verschaerft werden. Offensichtlich hat die neue Regierung ein "Herz fuer Zwangsarbeit". Noch deutlicher wird dies bei der allenthalben als Massnahme gegen Armut verkauften Vereinheitlichung der Sozialhilfe: Die "bedarfsorientierte Mindestsicherung" wird auch BezieherInnen niedriger Arbeitslosengelder und NotstandshilfeempfaengerInnen dem Vermoegenstest zufuehren: Schliesslich steigt der Bedarf an Habenichtsen, die fuer praktisch keinen Lohn hackeln gehen muessen, seit Jahren - ohne Aussicht auf Besserung. Und wer nichts mehr hat, ist - eh klar - leichter zu zwingen. Wer den Unklarheiten in der oeffentlichen Diskussion aufgesessen ist und zumindest eine Annaeherung an ein bedingungsloses existenzsicherndes Grundeinkommen erhofft hat, wird also durch das Regierungsuebereinkommen recht unzweideutig auf den Boden der Realitaet geholt. Der bestimmende Arbeitsfetisch der SPOe wird hier nur konsequent reaktionaer weitergedacht. Wer nix hackelt, ist nix wert, so einfach ist das im sozialdemokratischen Weltbild. Dass dieses Weltbild auch in sich schon immer verlogen war, wird nicht zuletzt am neuen Frauenministerium sichtbar: Wenn schon Haus- und Reproduktionsarbeit kaum wo bezahlt wird und fuer alle sichtbar fast ausschliesslich von Frauen erledigt wird, wieso sollte ein Frauenministerium dann ein eigenes Budget bekommen. Betteln gehen heisst wohl die Devise. Roter Rassismus Natuerlich koennen sich Menschen ohne oesterreichischen oder europaeischen Pass auf etwas gefasst machen, denn auch der Rassismus ist in der SPOe fest verankert. Vielleicht nicht ganz so plakativ wie bei der FPOe, an der menschenverachtenden Migrationspolitik von FPOe/BZOe/OeVP hatte man aber bereits in den letzten Jahren kaum etwas auszusetzen. Und es sei erinnert: Marcus Omofuma wurde von Polizisten unter einem rotem Innenminister ermordet. Dieser wusste von der gaengigen Praxis, sogenannte "Schubhaeftlinge" zu fesseln und zu knebeln. Ein Ruecktritt wurde nie in Betracht gezogen, stattdessen bekam er beinahe unisono Rueckendeckung aus der eigenen Partei! Entsprechend wird es niemanden verwundern, dass das Regierungsprogramm in diesem Punkt einschlaegige Worte findet: Als zentrale Aufgabe sieht man "schaerfstes Vorgehen gegen illegale Migration", konkret will man "Modelle fuer Schubhaftzentren (...) entwickeln" und ein "Asylgericht" schaffen, das vor allem ein Ziel hat: Abschiebungen zu beschleunigen. Mit welch menschenverachtender Kaelte solche Plaene entworfen werden, zeigt ein weiteres Zitat: Es beduerfe "einer strategischen Gesamtsteuerung im Asyl- und Fremdenwesen und einer Optimierung der Abschiebungspraxis", formulieren SPOe und OeVP ihr Verstaendnis von Migrationspolitik recht unmissverstaendlich. Scheuklappen ablegen! Solidarisieren! Es reicht nicht zu versuchen, nur die eigenen Schaefchen ins Trockene zu bringen! So beschissen die Situation fuer StudentInnen ohne finanziell potentes Elternhaus auch sein mag, es sind auch andere Menschen von den unsozialen Plaenen der neuen Regierung betroffen. Ein Blick in das Koalitionspaket genuegt um zu sehen, dass die unfassbar rassistische Migrationspolitik der letzten Jahre mit der neuen Regierung weder ein Ende gefunden, noch ihren Hoehepunkt erreicht hat. Auch arbeitslose Menschen werden nichts zu lachen haben, denn was die Regierung der Bevoelkerung als Grundsicherung verkauft, ist nichts anderes als ein Zwangsarbeitspaket. Es hat keinen Sinn nur fuer die eigenen Interessen einzutreten und darauf zu warten, ob im Zuge eines kleinen "Refoermchens" ein paar Brotkrumen fuer einEn selbst abfallen. Es hat auch keinen Sinn, kleinlaut reformistische Forderungen zu stellen, die vielleicht gerade mal die groessten sozialen Haerten ein wenig abschwaechen wuerden. Seien wir vernuenftig - fordern wir das Unmoegliche! Denn unmoeglich ist es nicht! Wir sind der Meinung: Wir leben nicht um zu arbeiten, und wir sollten auch alle nicht arbeiten muessen, um leben zu koennen! Es ist nicht unser Lebenszweck, Reiche noch reicher zu machen! Es ist auch ganz sicher nicht unser Lebensinhalt, als brave BuergerInnen diesem oder irgend einem Staat zu dienen! Wir wollen unser Leben geniessen und Spass haben! - Hier und jetzt! Wer hat euch verraten? Sozialdemokraten!** Wer verraet uns nie? Die Anarchie! Rosa Antifa Wien (RAW) Jaenner 2007 * Das vollstaendige Zitat lautet: "Read my Lips: No new taxes" und stammt von George Bush sen. Es ist zu einem Synonym fuer gebrochene Wahlversprechen geworden, nachdem Bush dies im US-Praesidentschaftswahlkampf 1988 zu einem zentralen Thema seiner Kampagne gemacht hatte und das Versprechen in der darauf folgenden Amtszeit gebrochen hat. Auch die SPOe hat das Bush-Zitat in Wahlspots gegen den damaligen Kanzler Schuessel zum Einsatz gebracht. ** gemeint sind natuerlich auch Sozialdemokratinnen, OeVPlerInnen, FPlerInnen, BZOelerInnen und ALLE anderen Parteien. -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ================================================ 15 IG Kultur: Studiengebühren - Lohndumping oder Anerkennung? von IG Kultur Österreich ================================================ ||| PRESSEMITTEILUNG ||| ||| IG Kultur Österreich ||| - --------------- ||| ||| Studiengebühren: Freiwilliges Lohndumping? Oder Anerkennung wofür? ||| Die SPÖ hat ein Wahlversprechen gebrochen, an und für sich nichts Unbekanntes in der Politik. Jedoch übersieht Bundeskanzler Alfred Gusenbauer völlig den mehrfachen Gesichtsverlust durch die Nicht- Abschaffung der Studiengebühren und die Forderung nach gemeinnütziger Arbeit im Austausch gegen die Gebühr. Wird die SPÖ etwa zur Erfüllungsgehilfin von der ÖVP einst geforderten Bürgergesellschaft? Mit dem Wahlkämpfer Gusenbauer war es kaum möglich über Kulturpolitik zu streiten ohne über Bildungspolitik zu verhandeln. Immer wieder betonte er die Wichtigkeit der Verbindung dieser beider Felder und das spiegelt sich auch in der Ressortaufteilung des neuen Ministeriums für Bildung, Kunst und Kultur wider. Aber anstatt die Studiengebühren abzuschaffen, fordert Gusenbauer die Studierenden auf zu Dumpingpreisen gemeinnützige Arbeit zu leisten. Abgesehen davon, dass die Generation „Praktikum“ schon jetzt neoliberaler Spielball im Wettbewerb um Praxiserwerb ist, sagt der Bundeskanzler all jenen, die sich in unbezahlten Tätigkeiten engagieren, wie wenig ihre Arbeit wert ist. Was aber wenn dieser Entscheid unabwendbar ist, wer soll dann darüber bestimmen, was als gemeinnützige Arbeit anerkannt wird? Das Wissenschaftsministerium? Wie verhält es sich mit StudentInnen aus Drittstaaten, dürfen sie ihre doppelten Gebühren auch abarbeiten oder werden sie aufgrund fehlender Arbeitsbewilligung mehrfach diskriminiert? Wenn diese Idee wirklich umgesetzt werden soll, dann kann nur möglichst breit für die Anerkennung unbezahlter Arbeit votiert werden: Und da gehören Kulturinitiativen auf jeden Fall dazu. Ohne tausende Stunden freiwilliger Arbeit in den Vereinen würde es mit der „Nahversorgung“ mit Kunst und Kultur in den Regionen schlecht ausschauen. Die IG Kultur Österreich besteht, wenn dieses mehr als fragwürdige Ansinnen umgesetzt werden soll, auf die Einbeziehung aller gemeinnütziger Vereine und Organisationen, sowie auf die Öffnung der interministeriellen Arbeitsgruppe für NGOs. ||| ||| Rückfragen ||| - --------------- | |--- | IG Kultur Österreich | Gumpendorfer Str. 63b | A-1060 Wien |--- | Tel. +43 (01) 503 71 20 | Fax. +43 (01) 503 71 20 - 15 |--- | http://www.igkultur.at/ ================================================ 16 Glosse/Politiker/Schicksale: Bravo, Broukal! von "akin" ================================================ Glosse/Politiker/Schicksale: > Bravo, Broukal! "Vielleicht sollten Sie noch wissen, ich gehe seit einem Jahr in einem Park im 6. Bezirk spazieren. Seit Ihre Wahlkampagne begonnen hat, steht dort auf jeder Parkbank »Auslaender raus« und auf einigen das Hakenkreuz. Herzlichen Dank." (ORF, 10.11.1991) "Nur fuer den, der zu Hause faul herumliegt, nichts macht und reiche Eltern hat, fuer den sind dann die Gebuehren auch da." (Die Presse, 19.1.2007) Zwischen diesen beiden Zitaten von Josef Broukal (das erste zu Joerg Haider, das zweite ueber die Studiengebuehren) liegen etwas mehr mehr als 15 Jahre. Was ist da passiert? Ist das noch derselbe Mensch, fuer den wir damals Solidaritaetsaktionen organisiert haben? Ist das derselbe, der damals ein grosses Plakat geschenkt bekam, auf dem geschrieben stand "BRAVO BROUKAL", und der dann mit diesem Plakat trotzig-stolz fuer das "profil" posierte? Ist das aber auch derselbe, der noch vor Wochen vehement und prinzipiell gegen Studiengebuehren gewettert hat? Ist das der, den viele Linke innerhalb und ausserhalb der Sozialdemokratie noch fuer einen der wenigen Intellektuellen und aufrechten Antifaschisten gehalten haben? Und jetzt diese Lieslgehreriade? Der Sager von Broukal ist viel schlimmer, als man im ersten Augenblick denken mag. Denn die neuen Regelungen zu den Studiengebuehren sind so ziemlich das Perfideste, was wir in den letzten Jahren so an Regierungsplaenen vernommen haben. Zwar war Vieles von Schwarzblauorange schlimmer. Neoliberaler Rollback und erzkonservative Atavismen allerorten, sicher. Aber, einmal abgesehen von den durchwegs amuesanten Vorschlaegen á la "Blasmusik statt Nachhilfe", ist das jetzt vorgeschlagene Modell aeusserst hinterhaeltig. Denn dieses Sozialdienstangebot wird kaum jemand annehmen, da der rechnerische Stundenlohn von 6 Euro unter dem Lohn so ziemlich jeden Studentenjobs liegt. Das wird wiederum dazu fuehren, dass der Stammtisch nach der Nichtannahme dieses "Angebots" sagen wird: "Die Studenten sind eh gstopft und nur faul, die sollen nur brennen, wenns nix hackeln wollen". Gerade weil Josef Broukal eben kein FPOe-Mandatar aus der dritten Reihe ist, sondern der SPOe-Wissenschaftssprecher, wirkt dieser Sager so besonders stark. Wenn sogar der das sagt, dann bestaetigt das ja nur "das gesunde Volksempfinden". Anti-Intellektualismus von einem Intellektuellen ist einfach besonders glaubwuerdig. Gerade in dieser Kombination aus Regierungsvereinbarung und Broukal-Zitat entsteht das Bild, dass sich diese, die ganze Zeit auf der faulen Haut resp. ihren Eltern auf der Tasche liegenden, Studierenden die Gebuehren sowieso locker leisten koennen. Ich halte Josef Broukal immer noch fuer einen ehrenwerten Menschen. Aber was passieren kann, wenn Intellektuelle an die vorderste Front der Regierungspolitik treten, ist doch immer wieder erschreckend. Auch Gusenbauers hanebuechenes Angebot, jede Woche zwei Stunden Nachhilfe zu geben, ein Angebot, das bei seinem Hauptjob wohl kaum auf die Dauer durchzuhalten sein wird, und nur als Populismus tiefster Schublade zu qualifizieren ist, haette man einem gebildeten Menschen wie ihm doch eigentlich nicht zutrauen wollen. Auf der anderen Seite faellt mir da aber auch ein Erhard Busek ein, dessen politische Meinung ich zwar noch weniger teile, der aber bis zu seiner Zeit als Vizekanzler durchwegs als Liberaler haette durchgehen koennen, dann aber in der ersten Reihe auslaenderfeindliche Toene von sich gab, dass mir die Spucke wegblieb. Solche Leute schieben dann Meldungen, an die sie eine Stunde spaeter wohl selbst nicht mehr erinnert werden wollen. Warum tun sie das? Weil es sie innerlich viel staerker als andere schmerzt, dass politisches Denken und politisches Handeln so gar nicht in Einklang sind, und sie deswegen in ihrer Not zu starken Worten greifen muessen, um sich zu betaeuben? Was weiss ich... Laienpsycholgische Erklaerungen kann man immer finden. Aber stellt sich vielmehr nicht auch die Frage, wie schlimm es um die politische Sphaere bestellt sein muss, wenn Menschen, die gebildet sind und gewohnt, die Welt mit Hilfe ihres Intellekts zu deuten, ploetzlich derart hilflose Ausfluechte zu suchen beginnen? Was ist das fuer eine Gesellschaft, in der Menschen dazu getrieben werden, krampfhaft bemueht, das Gesicht nicht zu verlieren, deftige Sprueche von sich zu geben, wodurch sie dieses eben erst recht verlieren? Ist Politik nur etwas fuer Menschen mit Bauernschlaeue und Saumagen, aber nicht fuer Intellektuelle? Muss das so sein? Wenn durch Broukals Sager ueber diese Fragen eine oeffentliche Debatte angeregt wuerde, dann koennte man ihm doch noch erneut "Bravo!" zurufen. Aber als gelernte Oesterreicher wissen wir: Die Chancen stehen dafuer nicht gut. *Bernhard Redl* ================================================ 17 Glossen: Zwei interessante Initiativen von "akin" ================================================ Glossen: > Zwei interessante Initiativen Am vergangenen Montag, nach einer Schnell-Besetzung des Audi-Max, entwickelte sich dort ein Plenum zu einer regelrechten Versammlung sozialer und politischer Kraefte. Es wurde auf brutale und primitive Weise abgewuergt - so wurde etwa eine Vertreterin der Gruppe "Virus" mitten in der Rede von bruellenden Typen unterbrochen und der AIK-Referent wurde von einer kleinen Clique niedergebruellt (das ganze unter der Duldung der gruenen OeH-Funktionaerinnen, die die Versammlung leiteten, ohne dazu aufgefordert zu sein). Nach dieser Versammlung hat es bei der Demonstration auf dem Ballhausplatz bei Gelegenheit der Angelobung eine interessante Linkswende gegeben, und zwar im Programm, das von der Vorsitzenden der Bundes-OeH, Spielbauer, vorgetragen wurde. Es scheint sich ein wenig abzuzeichnen, dass Teile der OeH ueber ihre bisherige beschraenkte - und auch erfolglose - Standespolitik - hinausgehen wollen und sich verstaerkt als Mitakteur (Mitactrice) in der allgemeinpolitischen Diskussion profilieren wollen. Das kann fuer die gesellschaftliche Gesamtentwicklung nur nuetzlich sein. Die Rede Spielbauers nahm explizit und vehement Bezug auf wesentliche allgemeinpolitische Forderungen, die bereits von den BesetzerInnen der SPOe-Zentrale formuliert und an die apa ausgeschickt worden waren, ohne dass dies jedoch in irgendeiner Weise von der Presse beruecksichtigt wurde. An erster Stelle erwaehnte Spielbauer die Forderung nach einem eigenstaendigen, mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestatteten Frauenministerium, das kein Anhaengsel des Bundeskanzleramtes sein duerfe, es wurde eine Mindestsicherung gefordert, die, und damit wurde die Originalformulierung der BesetzerInnen der SPOe-Zentrale aufgenommen, "die bisherigen Standards zumindest nicht unterlaeuft." Wenn, dann eine Mindestsicherung, "die diesen Namen auch verdient", so Spielbauer. "Wir wollen einen ordentlichen Kuendigungsschutz fuer Lehrlinge", hiess es dann. Die Anhebung der Wochenarbeitszeit wurde aufs schaerfste kritisiert, die Verschlechterungen im Arbeitsrecht wurden angeprangert und es hiess: "Es ist hoechste Zeit, in die andere Richtung zu gehen. Arbeitszeitverkuerzung jetzt!" Schliesslich wurde die Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren, die Einfuehrung der Gesamtschule und "die sofortige Ruecknahme des Asylrechts" gefordert. Zum letzten Punkt kam der staerkste Applaus. "AsylwerberInnen sind politische Fluechtlinge und keine VerbrecherInnen!" Praegnant und sehr bewusst hiess es: "Bleiberecht fuer alle, sonst gibt´s Krawalle!" Sind dies nicht erfreuliche Entwicklungen in einer bisher mehr als sterilen "linken" OeH, aus der in den letzten eineinhalb Jahrzehnten alle antagonistischen Gruppen, AnarchistInnen, TrotzkistInnen, von der KP unabhaengige KommunistInnen herausgesaeubert wurden? De ehemaligen Fakultutaetsvertretungen waren zu unbeweglichen, studentisch bornierten Insidertreffs geworden, in denen immer mehr die Parteien dominierten und die gesamtgesellschaftlich keine Relevanz mehr hatten. Im Gegensatz zu deutschen Universitaeten ist es nun der seit Jahren linken OeH nicht gelungen, auf ihrem eigenen Territorium einen der Mindeststandards, die in Deutschland seit der "Studentenbewegung" der Siebzigerjahre zu Gewohnheitsrecht geworden sind, auch hier einzufuehren, naemlich regelmaessige politische Grossplena in den groessten Hoersaelen, an denen selbstverstaendlich alle politischen Kraefte der ausserparlamentarischen Linken, nicht nur studentische, zu Wort kommen. An allen Universitaeten, an denen linke Asten im Amt sind, ist dies eine Selbstverstaendlichkeit - nicht in Wien. Existiert etwa eine geheime erpresserische Direktive eines Spitzenbeamten dieser Republik, mit der permanent sichergestellt wird, dass so etwas auf der Hauptuni nicht zustandekommen darf? Im Audi-Max hat man und frau bei allen Streik- und Besetzungsaktionen der letzten 10 Jahre beobachten koennen, dass das - zum Teil kommerzialisierte - Audi-Max immer der geeignete Ort war, an dem die Menschen sich und einander wahrnehmen und spueren konnten. Hier waren einige Male waehrend der letzten zwanzig Jahre Augenblicke der Kollektivitaet. 1987 waren auch GewerkschaftlerInnen und Arbeitslose an der Besetzung beteiligt. Das sind Orte politischer Vergesellschaftung der fragmentierten Einzelwillensimpulse, die nur auf einem grossen Forum, einem permanenten Tribunal ihre Bestrebungen und Absichten buendeln koennen. Die gruenen Funktionaerinnen - deren eine ein gutes Exempel fuer politische, ja leidenschaftlich politische Eloquenz geliefert hat, vielleicht, um als GRAS ein wenig in der Oeffentlichkeit punkten zu koennen, weichen aus in die sterile Technische Universitaet, und zwar in einen Vorraum der dortigen Hochschuelerschaft, der HTU, weil nur mehr dort, ausgerechnet unter den extrem unterpolitisierten TU-Studenten und -studentinnen, ueberhaupt noch Raeume existieren, in denen man und frau sich treffen kann, im Gegensatz zur sklerotischen und hieratischen und von burschenschaftlichem Ordnungsdenken verseuchten Haupt-Uni. Was anderes gibt´s in ganz Wien nicht? Aber das Plenum vor den Toren der HTU hat sich nun institutionalisiert und findet jeden Montag um 18 Uhr statt. Beim letzten Plenum waren VertreterInnen der ArbeitslosensprecherIn, des AST, der AIK praesent, und dadurch wurde ein gesundes Gleichgewicht zwischen studentischer Inzucht und separierten Splittergruppen geschaffen. Ein vernuenftiger Mensch wird also dieses Plenum, solange es existiert, als Forum verwenden und sich nicht scheuen, seine Meinung zu sagen. Noch staerker durch die radikale Linke gepraegt ist das neugegruendete Komitee gegen die Grosse Koalition, an dem folgende AktivistInnen teilnahmen: die SOAL, Vertreter (sic!) des (etwas geschrumpften) oesterreichischen Sozialforums, zwei Arbeitslosenorganisationen, weiters der KSV, die KJOe, die KI, die AIK, ein Aktivist der Kuba-Solidaritaet, der Anatolische Kulturverein, Vertreter der Slowenischen StudentInnen, sowie Leo Gabriel von der daz und vom Suedwind. Dieser Kern wird in naechster Zeit, wie zu hoffen ist, einen verstaerkten und systematischen Appell an NGOs richten, die von der Liquidierungspolitik von Gemeinde und Bundesregierung betroffen sind, er wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach erweitern. Es wird moeglicherweise noch weitere Initiativen geben, es waere aber gut, bei aller "natuerlichen" Unterschiedlichkeit der politischen Gruppen und auch gebotenen respektvollen Aufmerksamkeit fuereinander, wenn in wesentlichen Belangen ein gemeinsames Vorgehen gegen die Politik der Koalition im Rahmen von Kundgebungen, Veranstaltungen, Kampagnen, Aktionen und einer ausgeweiteten Gegeninformation verstaerkt vorangetrieben werden koennte. Die Tageszeitungen haben beinah alle, mit einer kleinen Ausnahme, einer unbedeutenden und verkuerzenden Meldung im elektronischen Standard, die allgemeinpolitischen Forderungen der OeH-Vorsitzenden unterschlagen, also zensuriert. Dadurch aber, dass eisern verschwiegen wird, dass StudentInnen Forderungen fuer Lehrlinge und andere Lohnabhaengige aufstellen, wird das Bild vom abgeschotteten, ghettoisierten Ausbildungsbereich bewusst noch verstaerkt. Dazu kommt, wie von "Oesterreich" berichtet, die infame Weigerung des Herrn Foglar von der Metallarbeitergewerkschaft, die studentische Mobilisierung zu unterstuetzen. Dem grosskoalitionaeren Revolverblatt, wie es ein Autor des Augustin kuerzlich treffend genannt hat, das natuerlich ebenfalls nichts ueber die gesamtpolitischen Forderungen Spielbauers berichtet hat, ist dies natuerlich nicht unangenehm. Die radikale, also auch die studentische radikale Linke, werden sich mit einigen Forderungen auf die Seite der Arbeiter und Arbeiterinnen stellen, wenn am kommenden Montag der OeGB tagt. Sie versuchen, die linken Kraefte in den Gewerkschaften zu unterstuetzen und sie wenden sich gegen das grosskoalitionaere Sozialdumping an der Spitze von OeGB und AK, sind gegen die Gewerkschaftsfuehrung, fuer die Gewerkschaftsbasis, fuer die Gewerkschaftslinke oder, wenn´s geht, fuer eine eigenstaendige Entwicklung ausserhalb der gelben Gewerkschaften: Zu diesem Zweck wird eine erste Kundgebung des neugegruendeten Komitees gegen die Grosse Koalition, das den Namen "Solidaritaet und Widerstand" traegt, am kommenden Montag um 16 Uhr vor dem Austria-Center, dem Tagungsgebaeude des OeGB eine Kundgebung abhalten. Das Minimum der Forderungen, die auch von der OeH erhoben wurden, wird bei dieser Gelegenheit an die Gewerkschaft gerichtet werden muessen. Wer gegen die Grosse Koalition ist, der kann sich mit zusaetzlichen Forderungen bei diesem Meeting einfinden und diese "Gewerkschaft" kritisch beim Wort nehmen. Aber die radikale Linke wird vor der Tuere bleiben muessen. *Aug und Ohr* (gek.) ================================================ 18 "Gesundheit"/Pflege: Interview mit einem Stoerfaktor von "akin" ================================================ > Interview mit einem Stoerfaktor Am 31. Dezember vergangenen Jahres wurde entsprechend einer politischen Entscheidung in Wien das trotz seines kurzen Bestehens aeusserst erfolgreiche Amt des Pflege-Ombudsmanns abgeschafft. Werner Vogt, Inhaber dieses Amtes, "war als kompromissloser Kritiker des Systems der Altenpflege zum Stoerfaktor geworden", schreibt der Augustin. In der aktuellen Ausgabe der Wiener Strassenzeitung versicherte Vogt, dass die Politik ihn nicht hindern werde, weiterhin die Rechte der in das "Entmuendigungssystem Altenpflege" Geratenen im Auge zu behalten. Altenpflege-Einrichtungen der "Lainzer Art" neigen zur Entgleisung, betonte der Ex-Ombudsmann. Vogt war nach den den beruehmten Toetungsdelikten 1989 im Krankenhaus Lainz und dem erneuten Pflegeskandal 2003 eingesetzt worden. Und so begann seine Zeit dort: "Als erstes bestand ich darauf, dass ich mein Buero mit meinen sieben MitarbeiterInnen hier eroeffne, im Pavillon 17. Also im Zentrum des Dramas. Mein erster Eindruck war, dass es ueberall an qualifiziertem Pflegepersonal fehlte. Das war auch das Thema der ersten Auseinandersetzung. Auf unsere Frage, wie viele Pflegepersonen in Lainz fehlten, bekamen wir die offizielle Antwort: 1,75 (eindreiviertel Personen). Unsere Erhebung ergab, dass mehr als 200 fehlen. Inzwischen ist der personelle Pflegenotstand dadurch verbessert worden, dass man bei gleich gebliebenem Personal die Bettenanzahl verringert hat. Der eigentliche Skandal von Lainz war aber die Dimension der Oede und der Langeweile, die das Leben der PatientInnen praegten. In den Zimmern leben nicht mehr 30 Menschen, sondern 4 - aber wie? Sie sitzen auf dem Gang, und es gibt nur die Wahl, in den Fernsehapparat zu schauen oder nicht." Und Vogt identifiziert sich mit den zu Pflegenden: ""Ich bin ja auch schon alt, als 68jaehriger. Aber ich lasse mir nicht vorschreiben, dass ich mich um 18 Uhr nieder legen und am naechsten Tag um 6 Uhr frueh aufstehen muss. Das ist ein unmoeglicher fremdbestimmter Zustand. Der Mensch muss seinen Eigenrhythmus behalten duerfen. Das System Heim setzt sich darueber hinweg. Weil kein durchschnittlicher Mensch 12 Stunden liegen kann, wird er im Heim mit Schlaftabletten ruhig gestellt. Es bedarf also Mitteln der Gewalttaetigkeit, um diese inhumane Ordnung aufrecht zu erhalten", beschreibt Werner Vogt einen Aspekt der Entmuendigung. Dabei sei das das Prinzip solcher Heime: "Diese Situation scheint ein systemisches Problem in den Heimen auszudruecken. Die Jugend- und Erziehungsheime wiesen oder weisen ja aehnliche Entwuerdigungs- Mechanismen auf. "So ein System kann nur zerstoert werden" Kommunikationslosigkeit und Isolation der Heiminsassen, so Vogt, fuehren zu einem Stopp der geistigen Bewegung: "Die Betroffenen werden tatsaechlich still und stumm und depressiv - und das wird oft so gedeutet: Der ist ja schon ganz daneben! Der Sachwalter wird eingeschaltet, der eigene Verstand wird geraubt, ein fremder Verstand eingefuehrt. In den Grossanstalten schreiten die Entmuendigungsprozesse mit einem speziellen, rapiden Tempo voran. Daher kann so ein System nur zerstoert werden." In Daenemark waere man da schon weiter, so Vogt, dort "wurde diese Pflegedebatte, wie sie heute in Oesterreich ablaeuft, schon in den 80er Jahren gefuehrt, mit der Konsequenz, dass solche Grossanstalten, die eine Tendenz zur Demuetigung der Insassen haben, aufgeloest wurden." Gesundheitsnotwendige Verteilungsgerechtigkeit Aber auch prinzipielle gesellschaftliche Fragen fuer die Beahndlung der Noch-nicht-Alten stellen sich. Vogt: Wer wird alt und bleibt gesund? Das sind die gut Gebildeten und die mit gutem Einkommen. Man muss also Bildung foerdern und Armut bekaempfen - das ist die Praevention gegen den Pflegenotstand. Man muss altengerechte und barrierefreie Wohnungen schaffen. Und es muss einen Rechtsanspruch auf Rehabilitation geben. Wenn sich einer trotz barrierefreier Musterwohnung einen Schenkelhalsbruch zuzieht, muss mit ihm drei Monat lang geuebt werden, auch wenn er alt ist. 80 Prozent der Betroffenen koennten dadurch nach dem Unfall wieder nach Hause kommen. Wenn man all das nicht macht, landen die Alten in der Langzeitpflege, die viel kostet und gleichzeitig viel Unglueck produziert. Dazu braucht es Aufklaerung ueber Alterskrankheiten. Es herrscht ein regelrechte Demenzhysterie in diesem Land. Alle glauben, aelter werden heisst dement werden. Wichtig waere auch, die Aerzte aufzuklaeren. Wenn stationaere Pflege aber tatsaechlich notwendig ist, duerfe sie fuer die PatientInnen und ihre Angehoerigen nicht zum finanziellen Drama werden. Eine staatlich finanzierte Pflegesicherung muesse her. Die Pension, das Eigentum, das Ersparte, auch das Einkommen der Angehoerigen - also all das, worauf die Pflegeheimtraeger Zugriff haben - muesse den Betroffenen bleiben, fordert Vogt im Augustin-Gespraech. ### Das komplette Gespraech ist nicht nur im aktuellen Augustin, sondern auch unter http://www.dieanderezeitung.at/index.php?option=com_content&task=view&id=422&Itemid=59 nachzulesen. ================================================ 19 Buecher: Afrikanische Diaspora in Oesterreich von "akin" ================================================ > Eine seit Jahrhunderten ansaessige Minderheit Walter Sauer (Hrsg.) "Von Soliman zu Omofuma: afrikanische Diaspora in Oesterreich" Studien-Verlag 2006 "Das Vergangene ist nicht ; es ist nicht einmal vergangen. Wir trennen es von uns ab und stellen uns fremd." (William Faulkner) Am Mittwoch, dem 17.1. fand in einem der repraesentativen Saele des Parlaments die Buchpraesentation "Von Soliman zu Omofuma" statt. Der grosse Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. Barbara Prammer, die Praesidentin des Nationalrates eroeffnete die Veranstaltung und verwies auf die Biographie Walter Sauers, einer der Gruender der Anti-Apartheid-Bewegung in Oesterreich Ende der 70er Jahre - der bis heute als Historiker und gesellschaftspolitischer Autor die Spuren Afrikas in Oesterreich und die Geschichte der afrikanischen Diaspora erforscht und dazu immer wieder erstmalig einzigartige Quellen veroeffentlicht hat. In "Das afrikanische Wien" - 1996 vom Mandelbaum-Verl. aufgelegt - ging es um verborgene Spuren aus der oesterreichisch-afrikanischen Geschichte im Stadtbild Wiens. Und das Thema von "K&K kolonial" - 2002 bei Boehlau erschienen - beleuchtete die weitaus unbekannte Kolonialgeschichte Oesterreichs Prammer betont die Rolle des Buches als Beitrag zur Internationalisierung Oesterreichs. Wenn Internationalisierung heisst, faehig werden, ueber den eigenen Tellerrand zu blicken, sich bewusst werden, in einer globalisierten Welt zu leben, die eigene Geschichte betrachten, um die Gegenwart realistisch erfassen zu koennen - dann stimmt das sicher. Der Herausgeber laesst einzelne Stimmen zu Wort kommen, die die Facetten afrikanischer Einwanderung in Oesterreich und Rezeption, Verstaendnis und Umgang der Oesterreicher mit der "visible minority" der Afrikaner im Land,.von den Anfaengen im 15. Jahrhundert bis in die Gegenwart darstellen. Die Nationalratspraesidentin weist in ihrer Einfuehrungsrede auf die Versuche ihrer Fraktion hin, die ablehnenden Verhaltens-Stereotypen immer wieder durch positive Ansaetze einer angestrebten weitergehenden Zusammenarbeit auf Gemeinde-, Laender- und Bundesebene zu ueberwinden. Prammer fordert und stellt in Aussicht - angesichts der Regierungs-Beteiligung ihrer Fraktion nun ein realistischeres Projekt - eine Integrations-Plattform mit Beteiligung aller Bereiche zu gruenden. Minderheitenvertrerinnen, Sozialpartner und Experten sollen gleichberechtigt ueber die die vorrangigen Themen der Integration und Immigration neben der Tagespolitik intensiv diskutieren, um wirksame Handlungsstrategien zu finden. Wie weit das zu realen Ergebnissen und einer Verbesserung der Situation der sichtbaren Minderheit der Afrikaner fuehren wird, bleibt offen. Man wird sehen. Bisher gab es von politischer Seite her wenig wirksame Anstrengung, das starr ablehnende fremdenfeindliche Bewusstsein vieler Oesterreicher nachhaltig zu veraendern. Medien und Politik tragen weiterhin dazu bei, irrationale alte Tabuisierungs-Aengste und Vorurteile der Bevoelkerung zu am Leben zu erhalten - z.B. ist - entgegen sicherlich abweichender Meinungen einzelner Abgeordneter und Regierungsmitglieder - im neuen Regierungsprogramm offiziell keine Rede mehr vom Ueberarbeiten des seit 2005 verschaerften, mit SPOe zusammen beschlossenem Fremdenrechts-Pakets. Walter Sauer setzt in seiner Rede bei der Geschichte der afrikanischen Migration nach Oesterreich an. Erste Einwanderung fand statt im Rahmen von Sklavenhandel - als Menschen als kostbare Mitbringsel oder Geschenke fuer Geschaeftsfreunden oder Politiker dienten - von Zirkus- und Voelkerschauen, wenn afrikanische Menschen als Schau-Objekte und Ausstellungsgegenstaende missbraucht wurden - er erwaehnt die von der Kirche zwangsrekrutierte Maedchen aus Afrika fuer hiesige Nonnen-Kloester - spaeter kamen Afrikaner als Diplomaten und Diplomatinnen ins Land, dann als Arbeitsmigranten vor allem im Bereich der Zeitungskolportage und noch spaeter, seit Anfang der 90er Jahre als Krisen-Immigranten Walter Sauer moechte in seinem Buch den Stellenwert der afrikanischen Minoritaet in Oesterreich vom 15. Jahrhundert an ueber das 17. bis ins 20. Jahrhundert widerspiegeln. Manche der einzigartigen Quellen stammen aus den Archiven Wiens und Kloestern der Monarchie. Sie weisen z.B. eine studentische Migration aus Aegypten seit 1820 nach. Es gibt einige wenige Nachweise ueber die Situation waehrend der Nazizeit und in den KZs, sowie spaeter waehrend der Besatzung. Kaum dokumentiert sind z.B. die Anwesenheit der marokkanischen Besatzungssoldaten in Vorarlberg, das franzoesische Besatzungszone war, sowie die Beziehungen der Marokkaner zu Vorarlberger und Tiroler Frauen und den daraus enstandenen Kindern. Niemand hat je zu dieser Thematik geforscht und versucht, Licht in die Tradition des Ausschlusses, der Verleugnung und Aechtung, die bis heute andauert, zu bringen - durch das Erzaehlen und Aufschreiben von Geschichte wird sie begreifbar und verstaendlich und fuehrt - fuer die Betroffenen - ueber das Verstaendnis der eigenen Geschichte - und fuer alle ueber das staunende Begreifen von Ausmass und Beschaffenheit kollektiver Verdraengung solcher Fakten - zum Relativieren des offiziell vermittelten Geschichtsbildes. Walter Sauer ist auf der Suche nach den Spuren von Afrika in Oesterreich und deren Dokumentation auf eine oesterreichische Tradition von fortschreitender Diskriminierung und Rassismus gestossen. Das Zeitalter der Aufklaerung, das allgemein als Beginn des Fortschritts, von Emanzipation und Gleichberechtigung und des Entstehens einer Vorstellung der Menschenrechte gilt, bedeutet im Hinblick auf Afrika den Beginn von Kolonialisierung und Inbesitznahme von Mensch und Raum. Das mag der Grund sein, warum die Berufung auf die "europaeischen Werte" in der Entwicklungs- und Wirtschaftspolitik mit Afrika - z.B. wenn es um die Haltung Europas zum Zugriff Chinas auf Bodenschaetze und Handel in Afrika geht - bei den Afrikanern immer fragwuerdig bleibt. Jahrhundertelang blieben die Beruehrungspunkte mit der afriklanischen Minderheit gering und die Zuwanderung war kaum spuerbar - 1961 wurden bei einer Volkszaehlung 626 Menschen mit afrikanischer Herkunft gezaehlt, die aus den verschiedensten Gruenden nach Oesterreich gekommen waren und die hier quasi Nischen fanden, in denen sie sich ihr Leben relativ ungestoert aufbauen konnten. Seit 1990 allerdings wurde die krisenbedingte Zuwanderung aus Afrika groesser und der Migrationsdruck auf die EU spiegelt die afrikanischen Verhaeltnisse, die von der Weltwirtschaft abhaengen. Statt nun hier anzusetzen und auf der Ebene der globalisierten Wirtschaft korrigierend einzugreifen, ist die Reaktion der EU-Staaten Abschottung gegen Afrika und eine zunehmende Verschaerfung der Immigrationsbestimmungen. Um Europa vor "illegaler" Einwanderung zu "schuetzen", wird zu einer Art Sonderrecht gefunden, das wie das Kriegsrecht Menschenrecht ausser Kraft setzt. Rechtliche und menschenrechtliche Diskriminierung bis zur Preisgabe dem sicheren Tod in der Wueste hinter der Grenze, im Ozean und durch das Ausliefern an Pluenderer und Verfolger, wird in Kauf genommen, um die unerwuenschten Zuwanderer abzuwehren. Es entstehen in den Staedten Europas Menschengruppen, die in auswegloser Illegalitaet im Untergrund leben. Durch die Abschottung des Arbeitsmarktes gegen alle - aber vor allem - afrikanische Immigranten wird die Entstehung einer Schattenwirtschaft beguenstigt. Es entsteht rechtloser Raum, in der in brutaler Konkurrenz mit anderen schwaechsten Gruppen aus dem sued-oestlichen Raum die afrikanischen Immigranten zu ueberleben versuchen. Die Folgen sind evident und werden lautstark beklagt und als Vorwand genommen, die Spirale des Druckes und der Separation zu verstaerken. Wenn der Sklavenhandel in der Geschichte als Verbrechen gegen die Menschlichkeit erkannt und abgelehnt wird, zu welchem Ergebnis werden dann wohl zukuenftige Generationen kommen, wenn sie eines Tages die heutige Migrationspolitik bewerten? Sauer schlaegt den geschichtlichen Bogen von den Anfaengen der Begegnungen von Oesterreichern mit Afrikanern bis zur Situation heute und es ist keine glorreiche Geschichte. Aber es ist notwendig, sie zu betrachten, um sich selbst zu verstehen. Auch wir Leserinnen und Zuhoererinnen, die wir uns von unserem Oesterreichertum emanzipiert haben, sind mehr oder weniger bewusst gepraegt von den Haltungen der Menschen am Ort unseres Aufwachsens. *Eva Kumar/DAZ/gek.* ================================================ 20 GLB/ÖGB/Kongress/Reform von "Furtlehner Leo" ================================================ ÖGB-Kongress als vergebene Chance für eine Reform GLB bezeichnet Ergebnisse als enttäuschend Als vergebene Chance für eine grundlegende Reform der Gewerkschaften bewertet die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) den 16. Bundeskongress des ÖGB. Die Ergebnisse des Kongresses sind enttäuschend, positive Überraschungen waren freilich angesichts des Verlaufs der Reformdebatte im Zuge der mit dem BAWAG-Skandal offensichtlich gewordenen tiefen Krise des ÖGB nicht zu erwarten. „Der Widerspruch zwischen der Notwendigkeit eines von Regierung und Kapital unabhängigen, einheitlichen, starken und offensiv handelnden ÖGB einerseits und einer weitgehend dem neoliberalen Zeitgeist angepassten realen Gewerkschaftspolitik ist mit diesem Kongress noch größer geworden“, meint GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger. Trotz marginaler Korrekturen wie einer Frauenquote oder einem Antragsrecht der Abteilungen bleibt der ÖGB weiterhin eine Gewerkschaft der FunktionärInnen anstatt eine solche der Mitglieder zu werden. Damit wird auch die traditionelle Stellvertreterpolitik fortgesetzt, eine Mobilisierung von unten statt Entscheidungen oben ist auch künftig nicht vorgesehen und wird höchstens als Konsequenz eines wachsenden Basisdruckes ihren Ausdruck finden. Der Kongress bringt auch keine Abkehr von der jahrzehntelang praktizierten Politik der institutionalisierten Sozialpartnerschaft, die letztlich die Ein- und Unterordnung unter die Politik von Regierung und Kapital mit allen negativen Konsequenzen für die die Lohnabhängigen bedeutet. Das Bekenntnis des ÖGB zum Regierungsprogramm der Neuauflage der rotschwarzen Koalition bestätigt diese falsche Orientierung demonstrativ. In den strukturellen Fragen wird mit der Möglichkeit einer Teilrechtsfähigkeit für einzelne Gewerkschaften nicht nur die schon bisherige Dominanz einiger starker Einzelgewerkschaften bekräftigt, sondern es droht sogar eine schleichende Aushungerung des ÖGB. Die sinnvolle Alternative eines einheitlichen und damit schlagkräftigen ÖGB mit KV-fähigen Untergliederungen in Form von Wirtschaftsbereichen wurde durch die Schrebergartenmentalität und das parteipolitische Hausmachtdenken einiger schwarzer wie roter Gewerkschaftskaiser vertan. Im Gegenteil droht der GPA als der am innovativsten geltenden Gewerkschaft, die sich vergleichsweise frühzeitig für neue Entwicklungen geöffnet hat, die Existenzberechtigung durch die mögliche Bildung von drei Gewerkschaftsblöcken für Produktion, Dienstleistungen und öffentlicher Dienst entzogen zu werden. Als Farce bezeichnet der GLB auch die Bezügebegrenzung für SpitzenfunktionärInnen: Als ÖGB-Präsident Hundstorfer 2006 eine Bezugsobergrenze von 11.000 Euro nannte, gab es massive Empörung, die jetzt beschlossene Obergrenze von 5.800 Euro netto bedeutet jedoch genau diese 11.000 Euro brutto. Damit wird nicht nur von wenigen Ausnahmen abgesehen weitgehend das Unwesen der MultifunktionärInnen zementiert, diese Grenze liegt auch weit über der von der Aktion „Zeichen setzen“ geforderten Obergrenze von 4.200 Euro. Auch wollte sich die rotschwarze Mehrheit im ÖGB nicht zu einer klaren Trennung von Spitzenfunktionen und Mandaten in Parlamenten durchringen. Die Entscheidungsfrage ob GewerkschafterInnen als Abgeordnete aus Parteiräson Verschlechterungen zustimmen oder für sie die Gewerkschaftsinteressen Vorrang haben bleibt damit weiter aufrecht. Keineswegs durchgehend sind auch Verbesserungen für den Status der Minderheitsfraktionen. So ist deren Vertretung im neuen Vorstand nicht vorgesehen sondern von einer präsidialen Gnade abhängig. Und in der ÖVP-dominierten Gewerkschaft öffentlicher Dienst wird etwa den Unabhängigen GewerkschafterInnen eine Vertretung im Zentralvorstand trotz Erfüllung der Fraktionskriterien strikt verweigert. ================================================ 21 [al_news] Wehrsport-Heinzi und der Hitler-Gruß von "AL-Antifaschistische Linke" ================================================ AL-Newsletter Nr. 186 ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 1. Wehrsport-Heinzi und der Hitler-Gruß 3. Von Mao zu Maoam: Kapitalismus in China 2. Veranstaltshinweise ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 1. Wehrsport-Heinzi und der Hitler-Gruß Über die Zusammenhänge zwischen FPÖ-Spitze und Neonazis Wehrsport-Photos von FPÖ-Chef Strache geistern durch die Medien - doch was steckt dahinter? Wie sehen sie aus, die Zusammenhänge zwischen FPÖ-Spitze und militanten Neonazis? Dumm gelaufen für den Sonnyboy HC. Nach einem parteiinternen Streit mit dem rechtsextremen Fundamentalkatholen Ewald Stadler musste er selbst Photos rausrücken, die ihn bei Nachmittagsunternehmungen zeigen, die verdächtig nach rechtsextremen Wehrsportübungen aussehen. Schon die erste Rechtfertigungslinie war eher dünn. Gotcha- Spiele mit Freunden im Wald. Gut und schön - doch mit Gummiknüppeln wird selten Gotcha gespielt und die Tarnkleidung im Nazilook ist auch nicht unbedingt die übliche Freizeitbekleidung professioneller Gotcha-SpielerInnen. In der ZIB 2 vom 23.1.2006 allerdings kam es noch dicker. Offenbar existieren noch weitere Photos, die Strache beim Posieren mit einem Gewehr und beim Zeigen des Hitler-Grußes darstellen! Auf Nachfrage dementierte er das nicht, meinte nur, dass, wenn es solche Photos gäbe, sie "dumme Provokation" gewesen seien, es sich eher um ein Spielzeuggewehr gehandelt hätte ("wenn, dann ein Spielgewehr, das kann ich nicht beurteilen"), um schließlich zu erklären: "Ich war ein junger dummer Bub", nicht zu vergessen natürlich ein aufrechter Demokrat, der sich immer sich vom Nationalsozialismus distanziert hätte. Strache konnte auch nicht ausschließen, dass er in den 80ern und 90ern Bekanntschaft mit den zu langen Haftstrafen verurteilten Naziführern und Bossen der VAPO (Volkstreue außerparlamentarische Opposition), Gottfried Küssel - der im Übrigen nun wieder aktiv geworden ist - und Hans-Jörg Schimanek, hatte und meinte, er sei im Umfeld des verstorbenen Naziführers und Gründers der österreichischen NDP, Norbert Burger, gewesen. Burger war militanter Südtirol-Terrorist, ehemaliger Vorsitzender des Rings freiheitlicher Studenten und Mitglied der einschlägig bekannten Burschenschaft Olympia (das sagte Strache natürlich alles nicht, er erwähnte schlicht Burger). Über Burger hätte er, Strache, auch solche Leute kennengelernt. Verstrickungen Doch scheinbar gehen die Verstrickungen tiefer: die Bilder, die Strache der Presse bisher übergeben hat, zeigen nur ihn, alle anderen Teilnehmer sind unkenntlich gemacht. Doch ExpertInnen glauben, zumindest drei Teilnehmer zu erkennen, die später wegen einschlägiger Delikte Bekanntschaft mit dem bürgerlichen Staat machten - verurteilte Neonazis also. Weiters soll auf den Photos auch Andreas Thierry zu sehen sein, zu dieser Zeit führender Kader des österreichischen Neofaschismus und für den Aufbau in Kärnten wesentlich verantwortlich. Auch die Photos, die Strache vorlegte, sind in Kärnten entstanden, am Fuße eines Areals beim Ulrichsberg, wo jedes Jahr große Treffen der österreichischen rechtsextremen Szene stattfinden. Hausherr des Areals in Zweikirchen in der Gemeinde Liebenfels ist Karl Kirchmayer. Auf diesem Areal fanden in der Vergangenheit auch Zeltlager der neonazistischen deutschen Wiking-Jugend statt. Die Photos aus Kärnten jedenfalls, die Strache vorlegte, erinnern verdächtig an Bilder von Wehrsportlagern, die die Zeitung "Österreich" am 23.1. veröffentlicht hat. Diese Bilder zeigen Übungen in der Umgebung von Langenlois, die von Küssel und Schimanek organisiert worden waren und ungefähr im gleichen Zeitraum stattfanden. Sehr ähnliche paramilitärischen Uniformen, ebenfalls Schlagstockübungen - ein Schelm, wer da überlegt, ob nicht die Kärntner und die Ostösterreicher parallel ähnliche Übungen abgehalten haben (und Strache, anstatt in Langenlois zu üben, zu einem Ausflug in den Süden aufgebrochen war) Passend zu dieser möglichen Strache-VAPO-Connection auch, dass Straches Nummer sich laut Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes im Telefonbuch eines weiteren VAPO-Kaders findet: Franz Radl, ebenfalls Führungskader der VAPO. Im Zusammenhang mit dem Briefbombenterror der 90er wurde ihm der Prozess gemacht, wo er aus Mangel an Beweisen freigesprochen wurde (und bis heute wird trotz zahlreicher Indizien die These vom Einzeltäter Franz Fuchs aufrechterhalten), im Jahr 2005 kandidierte Radl mit der rechtsextremen Liste "Franz" erfolglos bei der steirischen Gemeinderatswahl in Fürstenfeld. Das Bild des jungen "HC" wird abgerundet durch seine Teilnahme an einem Vortrag des britischen Holocaust-Leugners David Irving. Erwähnenswert auch noch, dass gerade in den 80ern und 90ern sehr viele VAPO-Kader, von Gottfried Küssel (Danubo Markomannia) und Franz Radl (Teutonia) abwärts, sich in burschenschaftliche Strukturen einklinkten um hier auf die Freunde zu treffen, die beispielsweise via Burschenschaft Olympia (die eine relevante Schnittstelle zwischen den Nazis innerhalb und außerhalb der FPÖ bildet) den Weg durch die FPÖ-Institutionen antraten. Klein-Heinzi als junger Penalburschenschafter saß hier scheinbar an der richtigen Stelle, um auf neue Freunde zu treffen, mit denen er dann im Wald spielen gehen konnte. Strache versucht nun, die Sache als Jugendstreich darzustellen. Doch Strache ist fest eingebunden in rechtsextreme Strukturen. Er ist "Alter Herr" der pennalen Burschenschaft Vandalia Wien (Wahlspruch: "Deutsch, einig, treu ohne Scheu"). Die Vandalia hat auf ihrer Homepage als einzigen Link zu einer Burschenschaft jenen zur Burschenschaft Olympia, einer der wichtigsten Nazi- Burschenschaften im gesamten deutschsprachigen Raum. Am 8. Mai 2004 hielt Strache am Wiener Heldenplatz die Rede zur Heldenehrung der deutschnationalen Burschenschaften. Auch der Kaderkern der FPÖ, vor allem jener ihrer Wiener Landesorganisation, ist streng rechtsextrem burschenschaftlich. Mit Martin Graf von der Burschenschaft Olympia wurde gar ein Mitglied einer Nazi- Burschenschaft zum Vorsitzenden des aktuellen Banken- Untersuchungsausschusses gewählt - übrigens mit den Stimmen aller sozialdemokratischen MandatarInnen. Mit Lutz Weinzinger (Burschenschaft Bruna Sudetia), Ewald Stadler (Sängerschaft Skalden), Reinhard Bösch (Burschenschaft Teutonia), Robert Aspöck (Alte Gymnasialverbindung Rugia) und Werner Neubauer (pennale Burschenschaft Teutonia) sowie dem FPÖ-Klubdirektor Norbert Nemeth (Burschenschaft Olympia) ist das burschenschaftliche Lager auch sonst im FPÖ-Klub gut vertreten. Für Ergänzung sorgen Lichtgestalten wie Barbara Rosenkranz, deren Mann, Horst Jakob Rosenkranz, eine der Kernfiguren des österreichischen Neonazismus ist. Befragt zu den Aktivitäten ihres Mannes sagte Barbara Rosenkranz 1993 gegenüber der Zeitung Der Standard: "Ich kann nicht sehen, dass mein Mann etwas Ehrenrühriges macht." (3/4.4.1993) Die Frage, ob sie seine Ideen teile, könne sie "nicht pauschal beantworten". (ebd.) Peinlich jedenfalls die aktuelle Reaktion der Sozialdemokratie: Kanzler Gusenbauer meinte, dass Strache seine "Jugendtorheiten" nicht vorgeworfen werden sollten und daraus "Strache kein Strick" gedreht werden dürfe. Wichtiger sei, wie er heute dazu stünde. Offenbar hat Gusenbauer voller Geilheit aufs Kanzleramt im Wahlkampf nicht darauf geachtet, welche Wahlwerbung denn die FPÖ macht, denn sonst müsste er sich an die MigrantInnenhetze der Freiheitlichen erinnern. Übel in jedem Fall, dass Gusenbauer nun Strache die Absolution erteilt. Oder hat Gusenbauer gar Angst, dass sich in Folge jemand daran erinnern könnte, dass er selbst in seiner Jugend bei seiner Ankunft am Flughafen den Boden des stalinistischen Moskaus küsste? Folgen und Analyse Es ist kaum davon auszugehen, dass die jetzige Affäre der FPÖ langfristig schadet. Mag sein, dass der/die eine oder andere FPÖ- WählerIn kurzfristig verunsichert ist, doch für die meisten sind diese Photos wohl kaum ein Hinderungsgrund. Wer die FPÖ wählt, weiß, dass sie rechts-außen steht und hat damit auch kein Problem. Es sollte jetzt allerdings auch niemand dem Fehler verfallen, die FPÖ als faschistische Partei zu analysieren. Dies würde die Unterschiede etwa zur deutschen NPD, die eine eindeutige Ausrichtung auf die NS-Ideologie hat, verschleiern. Auch haben die Freiheitlichen keine, für den klassischen Faschismus typische, Terrorbanden, die auf militante Konfrontationen mit den Organisationen der ArbeiterInnenbewegung ausgerichtet sind (wie es z.B. die SA für die NSDAP war, die sich Straßenschlachten mit SPD- und KPD-Mitgliedern geliefert hat). Die FPÖ ist eine rechtsextreme Partei mit zwei Flügeln, einem (deutsch-)nationalen und einem wirtschaftsliberalen, der allerdings durch den Austritt des BZÖ dramatisch geschwächt wurde bzw. aufgerieben wurde. Innerhalb des jetzt klar dominanten nationalen Flügels gibt es wiederum jene, die ein gefestigt rechtsextremes Weltbild haben und jene, die offen faschistisch auftreten. Im nationalen Flügel waren offene FaschistInnen in der Geschichte der FPÖ immer wichtige Ideologiegeber, die Partei selbst spielte aber seit ihrer Gründung nie die Rolle einer faschistischen Partei. Sie war und ist nicht interessiert an der Zerschlagung der bürgerlichen Demokratie und der Errichtung einer faschistischen Diktatur. Dies wäre auch im momentanen gesellschaftlichen Umfeld gar nicht möglich und für die FPÖ-freundlichen Kreise des Kapitals auch nicht wünschenswert. Faschismus als herrschende Ideologie kann nicht unabhängig von gesellschaftlichen und historischen Rahmenbedingungen existieren. Es ist allerdings für die Zukunft nicht ausgeschlossen, dass sich aus der FPÖ eine offen faschistische Partei entwickelt. Für revolutionäre Organisationen stellt sich weiterhin die Aufgabe, den Kampf gegen den Faschismus und gegen rechtsextreme Parteien zu führen. Zwingend notwendig ist dabei, diesen Kampf politisch mit dem Kampf gegen das kapitalistische System an sich zu verknüpfen. Die beste Möglichkeit, diesen Kampf zu führen, sehen wir darin, in den Betrieben, in den Schulen, in den ArbeiterInnenvierteln eine revolutionär-sozialistische Alternative anzubieten. Weiterführende Texte zum Thema finden sich auf unserer Homepage http://www.sozialismus.at ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 2. Von Mao zu Maoam Die Restauration des Kapitalismus in China 90% aller Handys, 50% aller Kameras, und 40% aller Schuhe weltweit werden in China produziert. China ist außerdem führender IT- Exporteur sowie Nr.1 in der Eisen-, Stahl- und Aluminium-Produktion. Vor kurzem hat das "Reich der Mitte" Deutschland vom 3. Platz bei der Automobilproduktion verdrängt. Die "Volksrepublik" China ist momentan die fünftstärkste Volkswirtschaft der Welt. Unglaubliche Wachstumsraten von durchschnittlich 9% in den letzten 20 Jahren schufen den Begriff des "chinesischen Wirtschaftswunders". Auf der anderen Seite der Medaille steht fürchterliches soziales Elend und eine zunehmende Polarisierung zwischen Arm und Reich. Ein Blick hinter die Kulissen der Werkbank der Welt ... Der Artikel findet sich auf unserer Homepage www.sozialismus.at in der Mittelspalte. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 3. Veranstaltungshinweise: Veranstaltung der AL&AGM-Ortsgruppe Wien-Nord: Soziale Situation und Klassenkämpfe in Peru Ein Genosse, der vor kurzem mehrere Monate in Peru zugebracht hat berichtet. Anschließend: Diskussion. 19:00 Uhr, "Piwnica", Jägerstraße 38, 1200 Wien Veranstaltung der AL&AGM-Ortsgruppe Wien-Süd/West Marxistische Krisentheorie - eine Einführung 19:00 Uhr, Café Berfin, Siebensterngasse 46, 1070 Wien __._,_.___ Messages in this topic (1) Reply (via web post) | Start a new topic Messages ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ AL-Antifaschistische Linke Gegen Rassismus, Sexismus, Sozialabbau! Für Solidarität und Sozialismus! mail: al at sozialismus.net web: www.sozialismus.at phon: ++43 (0) 699 817 15 915 post: AL c/o Amerlinghaus, Stiftgasse 8, A-1070 Wien ================================================ ================================================ GIPFELSOLI/REPRESSION ================================================ ================================================ 22 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm -- Davos -- Gleneagles von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - Hausdurchsuchung nun auch in Erlangen - Rote Hilfe goes Antirepressions-Infotour - Kirchen bei G8-Gipfel dabei - Die Segnungen des G-8-Gipfels - INFOS ZU DEN AKTIONEN GEGEN DIE KRIEGSKONFERENZ IN MÜNCHEN - Bundeskanzlerin Merkel nimmt am World Economic Forum in DAVOS teil - G8-Kritiker treffen Kommunalpolitiker - San Francisco: Charges dropped against 2005 anti-G8 protester Gabe Meyers ------------------------------------------------------------------------------ Hausdurchsuchung nun auch in Erlangen Am 22.01.07 bekam das selbstverwaltete Jugendhaus Erlangen unangemeledeten Besuch von mehreren Beamten der Kripo Erlangen, die eine Hausdurchsuchung durchführen wollten. Diese versuchten um 10 Uhr, einer Zeit zu der die meisten MitarbeiterInnnen des Jugendhauses eine Schule besuchen, natürlich vergeblich den Vorstand des eingetragenen Vereins zu erreichen. Daraufhin brach die gerufene Feuerwehr die Tür zu den Räumlichkeiten des Jugendhauses auf und machte dabei das Schloss unbrauchbar. Die 6 Beamten machten sich in den Räumen auf die Suche nach Flyern die im Zusammenhang mit der Großdemonstration gegen die Sicherheitskonferenz in München am 10. Februar auch zu Gegenaktivitäten gegen den im Juni stattfindenden G8-Gipfel in Heiligendamm aufrufen. In diesen soll offenbar der Tatbestand des "Aufrufs zu Straftaten" erfüllt werden. Nicht nur besagte Flyer, welche die Beamten auch fanden, wurden beschlagnahmt. Auch Aufkleber mit durchgestrichenen und zerschlagenen Hakenkreuzen wurden abfotografiert, da aktuell vermehrt Symboliken, in denen Hakenkreuze zerschlagen oder durchgestrichen werden, wie ein undurchgestrichenes Hakenkreuz als Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen angesehen werden, und Menschen die diese öffentlich zur Schau stellen mit Strafverfahren überzogen werden . Die Hausdurchsuchung reiht sich ein in die Repressionswelle, welche sich am 17. Januar gegen GegnerInnen der Sicherheitskonferenz in München richtete. Dort wurden mehrere Lokalitäten, darunter auch ein selbstverwalteter Jugendclub, sowie Privatwohnungen durchsucht. Dass auf Grund von Flyern, die zum einen von jeder Person in die Räumlichkeiten des Jugendhauses gebracht werden können, und die zum anderen einen berechtigten Protest gegen die Sicherheitskonferenz und den G8-Gipfel, auf denen jedes Jahr aufs neue Kriegspläne geschmiedet und Waffendeals gemacht werden und bei bester Laune die neoliberale Neuordnung der Welt geplant wird, zum Ausdruck bringen, ist für uns nicht hinnehmbar. Die bayerische Polizei versucht offenbar wie so oft wieder eine Vorreiterrolle in Sachen Repression gegen soziale Bewegungen und Projekte einzunehmen. Zum einen wird versucht den Widerstand gegen die bereits genannten Treffen zu kriminalisieren, zum anderen wird das Jugendhaus Erlangen, eines der wenigen, - oder gar das einzigste - in Bayern in den letzten Jahren entstandene Projekt, in dem Jugendliche selbstverwaltet und abseits von Konsumterror, Rassismus, Sexismus und Homophobie ihre Freizeit verbringen können, Ziel von Einschüchterungsversuchen der Behörden. Nicht nur in Erlangen werden alternative Räumlichkeiten und Freiräume Ziel von staatlicher Repression. Bundesweit werden selbstverwaltete Jugendzentren geschlossen und erkämpfte Freiräume und Hausprojekte geräumt. Auch in Kopenhagen, der Hauptstadt von Dänemark, wird versucht das seit Jahren existente alternative Jugend- und Kulturzentrum Ungdomshus zu räumen. Ob die Repressionswelle in Bayern nur der Startschuss für eine bundesweite ist, bleibt abzuwarten. Eines ist für uns jedenfalls klar: Die Kriminalisierung von Widerstand gegen die Sicherheitskonferenz und den G8-Gipfel ist für genauso wenig hinnehmbar wie die Repression gegen alternative und selbstverwaltete Projekte wie das Jugendhaus Erlangen. Unsere Solidarität geht an die von der Repression betroffenen GenossInnen in München und sonstwo! TAG - Temporäre Autonome Gruppe PS: Achtet auf weitere Ankündigungen! Es wird diesen Samstag um 15:30 eine Antirepressionsdemo in Erlangen geben! Ort wird noch bekannt gegeben! [http://de.indymedia.org/2007/01/166670.shtml] ------------------------------------------------------------------------------ Rote Hilfe goes Antirepressions-Infotour Die Proteste gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm werden mit Abstand das größte linke Event der letzten Jahre sein. Zehntausende an Menschen aus dem In- und Ausland werden sich auf den Weg nach Rostock und Heiligendamm machen, um gegen die zerstörerische Ausbeutungspolitik der G8 zu demonstrieren, sich an Blockaden und direkten Aktionen zu beteiligen sowie Alternativen zur G8-Politik aufzuzeigen. Selbst das Bundeskriminalamt geht mittlerweile von über 100.000 anreisenden AktivistInnen aus. Daher wird es für die Rote Hilfe umso wichtiger sein, möglichst viele anreisende AktivistInnen vor dem Gipfel mit Informationen zu versorgen über die zu erwartende staatliche Repression und wie mensch sich dagegen am besten schützt. Neben RH-Infomaterialien und verschiedensprachigen Ausgaben unserer Broschüre "Was tun wenns brennt" wird die Rote Hilfe dabei auch auf Informationsveranstaltungen im Vorfeld setzen. Gemeinsam mit der Gruppe Gipfelsoli aus Berlin hat die Rote Hilfe Greifswald eine Antirepressionsveranstaltung konzipiert, die im Rahmen einer sog. Antirepressions-Infotour möglichst viele Orte in der Bundesrepublik erreichen soll. Wir wollen damit v.a. grundlegende Verhaltensstandards gegenüber der Polizei vermittelt, aber auch die konkreten Polizeimaßnahmen zum G8-Gipfel in Heiligendamm ansprechen. Zusätzlich wollen wir auf der etwa 120-minütigen Veranstaltung auch auf den Umgang mit Trauma-Erfahrungen nach Polizeibrutalität eingehen, da gerade der G8-Gipfel in Genua 2001 gezeigt hat, daß hier innerhalb der linken Bewegung noch großer Informationsbedarf besteht. Mit diesem Veranstaltungsangebot wollen wir möglichst viele Spektren der Protestbewegung erreichen, also auch diejenigen, die wenig demonstrationserfahren sind. Unser Ziel ist es, daß Gruppen vor Ort (u.a. auch die Ortsgruppen der Roten Hilfe) dieses Veranstaltungskonzept aktiv aufgreifen und als Do-it-yourself-Veranstaltung eigenständig bei sich vor Ort durchführen können. Mit einem ähnlichen Konzept konnte die G8-Infotour des Dissent!-Spektrums im letzten Jahr über 200 Veranstaltungen (bei durchschnittlich etwa 25 TeilnehmerInnen sind das knapp 5.000 Personen) im In- und Ausland durchführen. Wenn auch bei euch die Antipressions-Infotour haltmachen soll, meldet euch bitte bei der Roten Hilfe Greifswald (greifswald at rote-hilfe.de) oder der Gipfelsoli Infogruppe (gipfelsoli at nadir.org). ReferentInnenkosten fallen für euch keine dabei an, aber Spenden für die Organisation der Tour werden sehr gerne gesehen. Infos zum Inhalt der Veranstaltung in Form einer power-point-Präsentation, eines Scriptes und Zusatzinfos findet ihr ab Februar 2007 auf www.gipfelsoli.org/Antirepression. Laßt uns gemeinsam den G8-Gipfel nutzen, das Bewußtsein für aktive Antirepressionsarbeit weiter zu streuen und die Idee der Roten Hilfe weiterzutragen! ------------------------------------------------------------------------------ Kirchen bei G8-Gipfel dabei Die Kirchen wollen sich am Rande des G8-Gipfels im Juni in Heiligendamm mit zahlreichen Aktionen für die Interessen armer Menschen einsetzen. Im Mittelpunkt stehen die Themen Globalisierung und Bewahrung der Schöpfung, wie der katholische Pfarrer Michael Sobania der in Hamburg erscheinenden "Neuen KirchenZeitung" sagte. Mit 30.000 Kerzen solle die Region zwischen Lübeck und Greifswald zu einem "Heiligen Damm des Gebets" werden. Die Veranstalter rechnen mit mehreren tausend Teilnehmern. Am G8-Gipfel vom 6. bis 8. Juni unter Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel nehmen die politischen Führer der sieben wichtigsten Industriestaaten und Russlands teil. Von katholischer Seite wollen sich unter anderen das Hilfswerk Misereor, der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) sowie Caritas international beteiligen. "Wir werden deutlich machen, dass die Industrienationen Verantwortung für die Entwicklung der armen Länder tragen", sagte ein Misereor-Vertreter der Zeitung. [http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=113888] ------------------------------------------------------------------------------ Die Segnungen des G-8-Gipfels Über die Kosten des Treffens der größten Industrienationen in Heiligendamm und die Vorkehrungen für die Sicherheit wird heftig gestritten. Über die wirtschaftlichen Folgen gibt es hingegen keinen Dissens: Die ganze Region wird davon profitieren. Hamburg - Auf Hartmut Polzin wartet in den nächsten Monaten viel Arbeit. Schon im Februar muss der Bad Doberaner Bürgermeister acht Delegationen aus den weltgrößten Industrieländern mit jeweils rund 20 Teilnehmern vor Ort erläutern, wie weit die Vorbereitungen der Kommune an der Ostsee für den geplanten Weltwirtschaftsgipfel der G 8-Staaten gediehen sind. Das Treffen der Mächtigen findet vom 6. bis 8. Juni im zu Bad Doberan gehörenden Stadtteil Heiligendamm, Deutschlands ältestem und einst vornehmstem Seebad, statt. Der Vorhut der Staatschefs wird Polzin gute Eindrücke vermitteln können - vom Tagungsort, dem "Kempinski Grand Hotel Heiligendamm", über die organisatorischen Vorbereitungen bis hin zu den in dieser Woche begonnenen Bau- arbeiten für den rund zwölf Kilometer langen und 2,5 Meter hohen Sicherheitszaun rund um Heiligendamm. Voller Stolz wird der Bürgermeister auch darauf hinweisen, in welch guter Verfassung sich Bad Doberan schon vor dem G8-Gipfel präsentiert. Denn die Stadt spürt die wirtschaftlichen Segnungen des Weltereignisses bereits direkt: Seit Herbst 2005 stehen der Stadt zusätzliche Einnahmen von rund fünf Millionen aus einem Förderprogramm des Schweriner Innenministeriums für Infrastrukturmaßnahmen zur Verfügung. Mit dem Geld wurden Straßen und Bürgersteige auf Vordermann gebracht und ein zusätzlicher Parkplatz gebaut. In Heiligendamm wurde damit sogar laut Polzin die komplette Infrastruktur erneuert. Hinzu kommen Investitionen des Landes für die umliegenden Verkehrswege und Autobahnzubringer. Polzin: "Wir haben dafür gesorgt, dass alle Aufträge an Firmen in der Region gehen." Für Bad Doberan kann Polzin die Folgen des Gipfels schon heute verdeutlichen: "Das ist ein gewaltiger Schub, ohne das G 8-Treffen hätte es fünf bis zehn Jahre länger gedauert." Auch wenn die Auswirkungen für die mit einer Arbeitslosenquote von 16,7 Prozent wirtschaftlich schwache Region zwischen Schwerin und Rostock noch nicht zu beziffern sind, steht für ihn fest, dass der Landstrich an der Ostsee nachhaltige Impulse erhalten wird. Denn wenn die mehr als 100 000 erwarteten Teilnehmer, Journalisten, Gäste und Demonstranten anrücken, werde Heiligendamm für drei Tage zum Mittelpunkt der Welt. Solange muss Frank Neumann, Chef der Bargeshagener Metall-Zaun-Stahlbau GmbH, nicht warten. Mit seinen 18 Beschäftigten und Subunternehmen zieht Neumann den umstrittenen Zaun hoch, stattet ihn mit Sicherheitstechnik wie Kameras aus und baut ihn nach dem Gipfel wieder ab. Neumann: "Wir werden wahrscheinlich noch zwei zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Am wichtigsten aber ist, dass wir Vollbeschäftigung während der Wintermonate haben." Gleiches gilt für die 22 Beschäftigten der Firma Wilhelm Siemsen Betonwerk Schwaan. Sie hatte den Auftrag für die 4000 Fundamente des Zauns erhalten. Auch der mehrheitlich dem Landkreis Bad Doberan gehörenden und im öffentlichen Nahverkehr fahrenden Nostalgie-Bahn Molli nutzt der G 8-Gipfel. Sie muss wegen des Zaunes den öffentlichen Betrieb während der drei Tage zwar einstellen, dient aber als Shuttle für Journalisten. Was das Bundespresseamt dafür zahlt, darüber schweigt sich Geschäftsführerin Angelika Münchow eisern aus. Welchen wirtschaftlichen Nutzen die Region insgesamt aus dem Treffen der führenden Industrienationen ziehen wird, darüber gibt es zwar im Wirtschaftsministerium von Mecklenburg-Vorpommern keine ernsthaften Schätzungen. Aber für Ministeriumssprecher Gerd Lange ist der Trend eindeutig: "Das wird durchweg positive Folgen haben. Vor allem im Einzelhandel, bei Transportbetrieben und im Tourismus dürften die Geschäfte gut laufen." Tobias Woitendorf vom Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern wagt dagegen für seine Branche eine Voraussage: "Die rund 100 000 Teilnehmer, Journalisten, Sicherheitskräfte, aber auch Demonstranten bedeuten rund 400 000 zusätzliche Übernachtung." Insgesamt dürfte die Zahl der Übernachtungen im Land durch den G 8-Gipfel in diesem Jahr erstmals seit 2003 wieder über 25 Millionen liegen - nachdem das Gewerbe 2006 durch die Vogelgrippe eine herbe Umsatzeinbuße von 40 Millionen Euro erlitten hatte. Uwe Barsewitz vom Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) des Landes bestätigt den Trend: "Schon heute sind die Hotels und Pensionen im Umkreis von etwa 40 Kilometern ausgebucht. Das betrifft die 14 Tage vor dem Gipfel und die anschließende Woche." Deshalb könnten auch im Juni verstärkt Unterkünfte am Rand der Region mit zusätzlichen Buchungen rechnen. Das hat für den Dehoga-Mann eindeutige Folgen: "Vor allem die ausländischen Gäste, auf die allein mehr als eine Million Übernachtungen entfallen, dürften zu Hause über die Vorzüge des Urlaubslandes Mecklenburg-Vorpommern berichten." Der Verband habe jedenfalls seine Mitglieder mit einer ausreichenden Zahl an Werbebroschüren versorgt. Die Branche setzt zudem auf einen weiteren Trend. Weil in den Hotels in und um Heiligendamm die Tagungsstätten technisch auf den modernsten Stand gebracht werden, seien beste Voraussetzungen für eine Zunahme des Tagungstourismus gegeben - Versammlungen, Schulungen und Kurse von Unternehmen, Verbänden und Organisationen. Die Freude über die mit dem G 8-Gipfel florierenden Geschäfte wird allerdings noch immer von der Sorge über die Kosten für die Sicherheit und den Polizeieinsatz getrübt: Bei 34,3 von insgesamt 92,1 Millionen Euro ist immer noch nicht geklärt, wie viel davon das Land tragen muss. [http://www.welt.de/data/2007/01/21/1183884.html ] ------------------------------------------------------------------------------ INFOS ZU DEN AKTIONEN GEGEN DIE KRIEGSKONFERENZ IN MÜNCHEN 1. AUF NACH MÜNCHEN GEGEN DIE NATO-SICHERHEITSKONFERENZ 2. BUSSE NACH MÜNCHEN 3. CONVERGENCE CENTER UND ERMITTLUNGSAUSSCHUSS 4. REPRESSION GEGEN G8- UND SIKO-GEGNERINNEN IN MÜNCHEN 5. AUFRUF "SIKO UND G8 ANGREIFEN" 1. AUF NACH MÜNCHEN GEGEN DIE NATO-SICHERHEITSKONFERENZ Vom 9. bis 11. Februar 2007 findet in München die Nato-Sicherheitskonferenz statt. Dort treffen sich Generäle, VertreterInnen der Rüstungsindustrie sowie PolitikerInnen und koordinieren und planen die weltweiten Kriegseinsätze der Nato-Staaten. Gegen dieses Treffen der Welt-Kriegselite wird es wie bereits in den vergangenen Jahren massenhaften Protest und Widerstand geben. Von Berlin wird Freitagmorgen ein Bus nach München zur Kundgebung um 17 Uhr und Großdemonstration am Samstag fahren. Die Tickets kosten 10 Euro und können über die Buchläden Schwarze Risse bezogen werden. Kundgebung auf dem Marienplatz Freitag | 9. Februar 2007 | 17 Uhr Anschließend (Fahrrad)Demo zur Finanzierungskonferenz im Dorint-Sofitel Großdemonstration vom Marienplatz Samstag | 10. Februar 2007 | 12 Uhr zum Tagungsort der Kriegsstrategen 2. BUSSE NACH MÜNCHEN Von Berlin nach München Die Tickets können in der Schwarze Risse in der Gneisenaustraße 2a in Kreuzberg oder in der Kastanienallee 85 im Prenzlauer Berg für 10 Euro (hin und zurück) abgeholt werden. Abfahrt in Berlin Freitag | 9. Februar 2007 | 7 Uhr Wassertorplatz an der Skalitzer Straße nähe U Kottbusser Tor Rückfahrt von München Samstag | 10. Februar 2007 | 21 Uhr Weitere Informationen gibt es unter www.antig8.tk und www.no-nato.de Von Rosenheim nach München Aus Rosenheim fährt ebenfalls ein Bus nach München. Mit Vorkontrollen am Bahnhof ist zu rechnen. Fahrpreis 4 Euro. Mehr Infos bei der Infogruppe Rosenheim . Abfahrt in Rosenheim Samstag | 10. Februar 2007 | 10 Uhr Hauptbahnhof Von Tübingen nach München Ein Bus fährt von Tübingen über Reutlingen nach München. Abfahrt in Tübingen Samstag | 10. Februar 2007 | 8 Uhr Europaplatz (gegenüber Bhf.) Von Reutlingen nach München Der Bus aus Tübingen fährt über Reutlingen nach München. Abfahrt Reutlingen Samstag | 10. Februar 2007 | 8.30 Uhr Alter Busbahnhof Von Nürnberg nach München Der Bus aus Tübingen fährt über Reutlingen nach München. Bitte per mail nachfragen: Kontakt Radikale Linke Nürnberg Von Stuttgart nach München Der Bus aus Tübingen fährt über Reutlingen nach München. Bitte per mail nachfragen: Kontakt Revolutionäre Aktion Stuttgart 3. CONVERGENCE CENTER UND ERMITTLUNGSAUSSCHUSS Convergence Center in München Thalkirchnerstraße 104/II U3/6 Goetheplatz www.kafemarat.tk Ermittlungsausschuss 089 | 448 96 38 4. REPRESSION GEGEN G8- UND SIKO-GEGNERINNEN IN MÜNCHEN Massive Repressionswelle in München Anti-G8-Plattform München | 18. Januar 2007 Kriminalisierung der Anti-SiKo- und Anti-G8-Aktionen: mindestens neun Büros und Privatwohnungen durchsucht, sechs Leute vorläufig festgenommen. Antirepressionsdemo in München am Freitag 19. Januar 2007 | 18.30 Uhr | Marienplatz Am Mittwoch, den 17. Januar 2007 ging das Staatsschutzdezernat der Münchner Polizei massiv gegen AntimilitaristInnen und AntikapitalistInnen sowie gegen die unabhängige Presse vor. Von 13 Uhr bis in die Nacht dauerte die Durchsuchungsaktion, die gestern unter dem Vorwand des "Aufrufs zu Straftaten" in Zusammenhang mit Protestankündigungen zur "Sicherheitskonferenz" und zum G8-Gipfel stattfand. Betroffen waren die Basis-Buchhandlung, die Selbstverwalteten Räume im ehemaligen Tröpferlbad, das Druckwerk München nebst angrenzenden Büroräumen linker Projekte, der Kulturladen Westend sowie mehrere Privatwohnungen. Neben Druckerzeugnissen werden auch Veröffentlichungen beziehungsweise Dokumentationen im Internet - konkret auf den Seiten no-nato.de und indynews.net - kriminalisiert. So wurde etwa gezielt die Redaktionsadresse von indynews.net im Kulturladen durchsucht, aber auch die Privatwohnungen angeblicher Domainverantwortlicher für die besagten Internetseiten. Während der Polizeiaktion wurden neben mehreren Druckerzeugnissen mindestens sieben zum Teil für das Überleben einiger Projekte notwendige Computer beschlagnahmt. Sechs Personen wurden vorläufig ins Polizeipräsidium zur Vernehmung und erkennungsdienstlichen Behandlung gebracht. Der konkrete Vorwurf bezieht sich offenbar auf einen Aufruf zu Aktionen gegen die "Sicherheitskonferenz" im Februar und den G8-Gipfel in Heiligendamm, in dem unter anderem zur Blockade des Militärflughafens in Rostock-Lage aufgerufen wird. Nach Auffassung der Polizei stellt dieser Aufruf eine Aufforderung zur Nötigung dar - ungeachtet der Tatsache, dass das Bundesverfassungsgericht bereits in den 80er Jahren friedliche Blockaden lediglich als Ordnungswidrigkeiten wertete. Dass aber die Münchner Staatsanwaltschaft und offenbar auch einige Ermittlungsrichter auch mit hanebüchenen Vorwürfen Razzien und Durchsuchungen anordnen, ist insbesondere aus der Geschichte der Aktionen gegen die Nato-Konferenz hinreichend bekannt. Dass mit indynews.net nun auch gegen unabhängige Medien vorgegangen wird, die Mobilisierungen und Protestaktionen dokumentieren, dürfte entsprechend auch nicht verwundern, stellt aber doch eine neue Qualität dar. Antirepressionsdemo Angesichts der neuerlichen Repression gegen AntikapitalistInnen und AntimilitaristInnen wollen diese am Freitag, den 19. Januar 2007 um 18.30 Uhr am Marienplatz demonstrieren und zeigen, dass sie ein solches Vorgehen der Polizei nicht einfach hinnehmen werden und sich der Protest nicht einfach verbieten lässt. Wir schließen uns diesem Aufruf an und bitten unsere LeserInnen um zahlreiches Erscheinen. 5. AUFRUF "SIKO UND G8 ANGREIFEN" Von München nach Heiligendamm - Nato-Kriegskonferenz und G8 angreifen! AK Internationalismus München, Radikale Linke Nürnberg, Revolutionäre Aktion Stuttgart, Libertad!Süd | 18. Januar 2007 Vom 9. bis 11.Februar 2007 werden wir der Welt-Kriegs-Elite in Münchenunseren Widerstand entgegensetzen. Denn hier treffen sich die VertreterInnen der Nato-Staaten und ihrer Verbündeten zur Münchner Sicherheitskonferenz. Zusätzlich findet in München am Freitag, 9. Februar, in enger Abstimmung mit der Siko, eine Nordafrika-Mittelost-Finanzierungskonferenz deutscher Wirtschaftslobbyverbände statt, bei der über die Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen in besagter Weltregion und deren militärische Absicherung verhandelt werden soll. Gründe für Wut und Widerstand gibt es genug Unter dem Vorwand von "Terrorbekämpfung" und "globaler Sicherheit" schicken die Nato-Staaten und ihre Verbündeten ihr Militär in alle Welt. Mit kriegerischer Gewalt schaffen sie sich Zugang zu Märkten und Rohstoffen und sichern damit die neokoloniale Aufteilung der Welt und den Fortbestand des globalen Kapitalismus, mit allen dazugehörigen mörderischen Folgen: Nato-Militärs bombardieren in Afghanistan tagtäglich Ortschaften, europäische und US-amerikanische Konzerne teilen sich im Windschatten des eskalierenden Krieges im Irak Ölförderrechte und Bauaufträge untereinander auf, israelisches Militär legt mit ausdrücklicher Billigung der Westmächte libanesische Wohnviertel in Schutt und Asche, EU-Truppen betätigen sich im Kongo, anknüpfend an ihre koloniale Tradition, als Wahlhelfer für ein autoritäres und korruptes Regime. Insbesondere sexistische Ausbeutung, Gewalt und (Zwangs-)prostitution eskaliert überall dort, wo unter Bedingungen von Krieg und Besatzung das Militär die Alltagsgeschicke der Menschen bestimmt. Die selbsternannten Vorkämpfer für Freiheit und Demokratie schaffen weltweit Zonen der Rechtlosigkeit in Form von Gefangenenlagern, Foltergefängnissen, Flüchtlingslagern: Orte, an denen Menschen dem unbeschränkten Zugriff staatlicher Gewaltapparate unterworfen und, auf ihr 'nacktes Leben' reduziert, ohne einklagbare Rechte, verwaltet werden. Aber auch die verschärfte Repression gegen MigrantInnen und soziale Bewegungen und die Durchsetzung und Akzeptanz vielfältiger Formen von Überwachung und Kontrolle im Alltagsleben ist integraler Bestandteil dieses globalen Krieges. Genau diese repressive Sicherheit der Herrschenden wird Jahr für Jahr von KriegsministerInnen, Generälen, MitarbeiterInnen militärischer Think-Tanks und VertreterInnen der Rüstungsindustrie auf der Münchner Nato-Kriegskonferenz verhandelt. Hier wurden die Kriege gegen Jugoslawien, Afghanistan und den Irak besprochen, die Weltraumrüstungspläne der USA diskutiert, Pläne für eine eigene EU-Streitmacht präsentiert, die Nato-Eingreiftruppe auf den Weg gebracht und der globale Krieg gegen den Terror koordiniert. Es geht um die für die militärischen Planungen nötigen Vorabsprachen und Verhandlungen, um das Ausloten von gemeinsamen Interessen und Konkurrenzen der militärischen Machtblöcke, insbesondere der EU und USA, sowie die Rolle des Nato-Bündnisses darin. Dabei ist die Siko nicht nur Ort konkreter Verhandlungen, sondern auch Teil der Propaganda-maschine des globalen Krieges. Setzen wir hier, in der Rüstungsmetropole München, ein lautes und deutliches Zeichen des Widerstands gegen die Weltordnung der KriegsplanerInnen! Zeigen wir ihnen, dass sie hier wie anderswo unerwünscht sind! Wer weltweit Kriege führt, darf sich nirgendwo sicher fühlen! Von Genua nach München ... war 2002 die Losung, unter der wir, anknüpfend an den massenhaften Widerstand gegen den G8-Gipfel in Genua, die Kämpfe gegen den globalen Kapitalismus und gegen Krieg und Militarisierung in der Mobilisierung gegen die Nato-Kriegskonferenz zusammengebracht haben - in dem Bewusstsein, dass eine Politik der Privatisierung, Kommerzialisierung und Verwertung aller greifbaren Ressourcen, eine Politik, die weltweit Menschen ihrer Existenzgrundlagen beraubt und alle Lebensbereiche kapitalistischer Profitlogik unterwirft, nur mit militärischer Absicherung und Gewalt machbar ist. Seit 2002 sind die KriegsplanerInnen im Nobelhotel Bayerischer Hof gezwungen, sich hinter einem Großaufgebot von tausenden Bullen zu verschanzen; seit 2002 haben wir gemeinsam dafür gesorgt, dass die Sicherheitskonferenz nicht mehr ohne Störung und öffentlich sichtbaren Widerspruch stattfinden kann. Und genau in diesem Sinn heißt es für uns in diesem Jahr ... Von München nach Heiligendamm, auf zum Widerstand und zur Blockade gegen den G8-Gipfel! Wir werden viele sein: BasisaktivistInnen aus der gewerkschaftlichen Linken, antirassistische Initiativen, Antifa-Gruppen, Flüchtlingsselbstorganisatinen, Erwerbsloseninitiativen, Sozialforen, Leute bei Attac und aus der autonomen Linken bereiten sich schon jetzt auf kraftvolleTage des Widerstands vor. Mit massenhaften, spektrenübergreifenden Blockaden des Gipfels sprechen wir der Macht der G8 und der kapitalistischen und patriarchalen Weltordnung, die sie repräsentieren, jegliche Legitimität ab. Ein wichtiger Anknüpfungspunkt an den Widerstand gegen die Nato-Kriegskonferenz in der Anti-G8-Mobilisierung ist die Blockade des Militärflughafens Rostock-Laage. Dieser hat nicht nur als Standort von Eurofightern und Tarnkappenbombern eine zentrale Bedeutung für die Kriegsplanungen von Bundeswehr und Nato, dort werden im Juni 2007 auch etliche G8-TeilnehmerInnen und Regierungschefs einschweben. Und künftig sollen von Rostock-Laage aus auch Kriegsflugzeuge bei Übungsflügen über dem Bombodrom-Gelände in der benachbarten Wittstocker Heide den Luftkrieg trainieren. Dagegen ist geplant, im Vorfeld des G8 gemeinsam mit AktivistInnen aus der ortsansässigen Protestbewegung zunächst das Bombodromgelände, zu besetzen, und anschließend, am 5. Juni, in Rostock-Laage die Anreise der G8-GipfelteilnehmerInnen zu blockieren. Denn die von der G8 dominierte Welt ist eine Welt der Kriege, der Armut und Ausbeutung, des weltweiten Angriffs auf soziale und demokratische Rechte, der fortwährenden Umweltzerstörung und der im Zusammenhang mit dem "Krieg gegen den Terror" praktizierten Politik der Entrechtung und der Folter. All dies nicht trotz, sondern wegen der Politik der G8-Staaten - darüber können die Alibibeschlüsse der G8 zum Schuldenerlass oder der angeblichen "Hilfe für Afrika" nicht hinwegtäuschen. Mit unserem Widerstand werden wir auch ein Zeichen der Solidarität setzen mit den sozialen und revolutionären Bewegungen des globalen Südens. Und wir werden unsere Anwesenheit in Mecklenburg Vorpommern nutzen für Aktionen gegen menschenunwürdige Flüchtlingslager, Nazistrukturen, Gentechnik-Felder und Militärstandorte. In der Menge, Vielfalt, Internationalität und Radikalität der TeilnehmerInnen werden wir dem Bild der Regierungschefs der acht stärksten Wirtschaftsnationen den Ansatz einer globalen Solidarität von unten entgegensetzen und die roten Zonen der Macht attackieren. Alles für Alle! Make capitalism history! Anti-G8-Bündnis für eine revolutionäre Perspektive www.antig8.tk | mail at antig8.tk ------------------------------------------------------------------------------ Bundeskanzlerin Merkel nimmt am World Economic Forum in DAVOS teil Pressemitteilung vom 19.01.2007 | 12:57 Bundesregierung Veröffentlicht am: Fr, 19.01.2007 Der Sprecher der Bundesregierung, Ulrich Wilhelm, teilt mit: Bundeskanzlerin Merkel nimmt am World Economic Forum in DAVOS teil Bundeskanzlerin Angela Merkel reist am 24. Januar 2007 nach DAVOS, um am 37. World Economic Forum teilzunehmen. Sie wird an diesem Tag um 17:30 Uhr die Eröffnungsrede des Forums halten. Das World Economic Forum findet vom 24. bis 28. Januar 2007 statt und steht dieses Jahr unter dem Motto Veränderungen im Gleichgewicht der Kräfte. Es werden circa 2.000 hochrangige Teilnehmer aus über 100 Ländern aus den Bereichen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft erwartet. [http://www.pressrelations.de/new/standard/dereferrer.cfm?r=264158] ------------------------------------------------------------------------------ Pressemitteilung Gipfelsoli Infogruppe 22. Januar 2007 G8-Kritiker treffen Kommunalpolitiker "Kavala" verunsichert G8-Kritiker, Bürger und Stadtverwaltung Im Januar haben Veranstaltungen und Treffen von Kritikern des G8-Gipfels mit Lokalpolitikern in Bad Doberan und Kühlungsborn stattgefunden. Die Zusammenkünfte ergaben sich aus der seit über einem Jahr gewachsenen Zusammenarbeit zwischen der Linkspartei Bad Doberan, der G8-Infotour, attac und der Gipfelsoli Infogruppe. Mit dabei auch "Camping07". Die nicht kommerzielle Gruppe baut die Infrastruktur für die 10-15.000 rund um Bad Doberan erwarteten Camp-Teilnehmer auf. Neben der Teilnahme an der Landesvorstandssitzung der Linkspartei zum G8-Gipfel trafen sich die G8-Kritiker letzte Woche auf Einladung der Stadtverordnetenvorsteherin Anke Bitter (Linkspartei.PDS) mit Bürgermeister und Vorsitzenden der Fraktionen Bad Doberans. Bürgermeister Hartmut Polzin (SPD) bedauerte, dass Bad Doberan über keine Flächen in der von Camping07 gesuchten Größenordnung verfüge. Man werde aber die Unterstützung für kleinere Camps oder geplante "Infopunkte" prüfen. Auch über einen höheren Takt des öffentlichen Nahverkehrs würde nachgedacht. Nach der Groß-Demonstration gegen G8 am 2. Juni in Rostock müssen mehrere Tausend Menschen zu den Camps in die Nähe Bad Doberans gelangen. Kommunalpolitiker Bad Doberans wollen mehr Bemühungen zur Platzsuche im Landkreis unternehmen. Hierfür werden Gespräche mit Bürgermeistern der Anrainerkommunen geführt. Nicht interessiert an der Diskussion war die CDU-Fraktion, sie blieb dem Austausch im Rathaus demonstrativ fern. In einem Schreiben erklärte der Vorsitzende Horst Gühler, er wolle sich gar nicht mit G8-Kritikern unterhalten. Stattdessen bezöge er seine Informationen lieber vom Chef der Sonderkommission "Kavala". Dabei hatte der ehemalige CDU-Abgeordnete Husar (parteilos) ein solches Treffen befürwortet. Ein entsprechendes Schreiben richtete er nach dem Besuch einer G8-kritischen Veranstaltung vergangenen Sommer an die Stadtverordnetenvorsteherin. "Kavala" steht in der Kritik von Gipfelgegnern, aber auch Kommunalvertretern. Bürgermeister Polzin bemängelte, dass nicht einmal geklärt sei ob Bad Doberan während des G8 für alle - Touristen und Demonstranten - zugänglich sei. Knut Abramowski, Chef von "Kavala", macht anscheinend in öffentlichen und Flur-Gesprächen widersprüchliche Angaben. Offenkundig wurde die fehlende Planungssicherheit durch unzureichende Informationspolitik der Polizei. Informationsveranstaltungen mit "Kavala" beschränken sich auf den Verlauf des Zauns, noch nicht präzisierbare Verkehrsbehinderungen oder die Frage der Erstattung von Schäden. Wie aber soll die Stadt Bad Doberan Kritik und Protest unterstützen, solange "Kavala" Einsatzplanungen geheim hält, etwaige Infopunkte oder Camps womöglich gar nicht zu erreichen wären? Polzin freute sich, dass G8-Kritiker sich um Aufklärung bemühen. Auch Kühlingsborn ist grundsätzlich bereit, den Protest zu unterstützen. Man brauche aber mehr Information über die Polizeiplanung, so Bürgermeister Rainer Karl (CDU). Kühlungsborn verfüge über wenig Ländereien mit mehreren Hektar, höchstens westlich der Stadt. Diese seien aber weit entfernt von Heiligendamm und damit eher uninteressant für die Protest-Camps. "Die Bundesregierung kümmert sich um die G8, dann müssen wir uns um die Demonstranten kümmern", erklärte ein Stadtverordneter unwidersprochen. Es wird im Februar und März weitere Informationsveranstaltungen und Treffen mit G8-Kritikern geben. Geplant wird auch eine größere Veranstaltung in Saanitz am 9. März. Neben aktuellen Informationen zum Gipfelprotest liegt der Focus auf Gentechnik. [Gipfelsoli Infogruppe] ------------------------------------------------------------------------------ San Francisco: Charges dropped against 2005 anti-G8 protester Gabe Meyers Charges Dropped Against Gabe Meyers No Trial for Gabe Meyers January 9, 2007 San Francisco Bay Area Indymedia http://www.indybay.org/ On January 8th, Gabriel Meyers walked out of court victorious when all charges from his arrest at a 2005 anti-G8 demonstration were formally dismissed by a superior court judge. The SF District Attorney's Office decided not to pursue the case because of potential witness testimony and video footage that indicated that police had unsafely sped into a crowd of demonstrators, which Meyers was part of. Prosecutors were originally saying that Gabriel Meyers was arrested that night for placing a styrofoam sign under this patrol car's wheels. Meyers was in final stages of jury selection when the decision to drop the charges was made. He had been awaiting trial for 15 months and had made some 40 court appearances in that time period. He made no statement as he left court, other than that he was glad and grateful to be free. --- What I got to say by Gabe Meyers January 12, 2007 It has been four days since the offical statement by the court that I was free and I have been very humble since then because I know that there are many people who do not share that same freedom. I have realized throughout this ordeal that being an opponenet of injustice can sometimes lead to you being a victim of it. There are many people still locked up in prisons because of their beliefs and their commitment to ending oppression in all forms. They must not be forgotten and we must not take our freedom for granted. I would like to start by thanking some people who helped me along the way. First of all my lawyer Eric Luce. Job well done! Also Henry Dohering and everyyone else who worked on my case at the SF Public Defenders Office. I would like to thank my legal support team from the Midnight Special Law Collective. Paul, Greg, Sam, Scott, Dan, and Kris, you all did a great job in your own positive contribution. I would like to thank the people over at the National Lawyers Guild, thanks for your support and help in revealing the truth about that night. Mark Vermulhen and Hunter Pyle for their legal advice and I am sorry that I did not attain you as counsel. I would like to thank California Anarchist Prisoner Support and Prisoner Resistance Project for letting me speak at their events. I would like to thank Bill Carpenter and the folks at Indybay for providing media coverage and letting me post articles and court appearances. I would like to thank Josh and Liz Wolf for their support and I hope Josh will get out of jail soon. Hopefully my release will lead to his. I would like to thank Manish Vadiya at Critical Resistance. Maybe we can write an op-ed about my realase. Slingshot newspaper for publishing an article about my case. Grand jury resisters Nadia Winstead and Richard Brown for their courtroom support and all of those who showed up to suppport me in the early hours of the morning at such a cold solemn place such as 850 Bryant street. I know you didn't want to be there as much as me; thanks for coming. If there is anyone I missed, don't worry you are not unappreciated. For the past 17 months the goverment has kept going throught he court process threatning to take me trial. For that period of time, the truth about what happened has not been made public. If I was to have gone to trial, the truth about what happened would of come out in a court room. This is one of the reasons why they dropped the charges and advoided trial. But the truth still need to come out. So if you really want to know, the truth is that I was about to go to trial for running out of the way of out of a police car that was recklessly speeding into a crowd of protestors on a dark unlit street, and that I inadvertently stopped them( thank god or peole would of been run over) by dropping a large styrofoam sign to run out of the way of the patrol car. The sign then then fell underneath the wheels of the car. When I ran out of the road and on to the sidewalk, I was chased to by Officer Michael Wolf, the cop riding in the passenger seat of the car. He takled me to the ground from behind on the sidewalk and held in me down in a choke hold where I was asphixiated by him (as it was made apparent by the photograh and video taken of me and largely ignored by the courts) I never tried to lynch myself. Being arrested that night and going through the court process, I felt that I was the one being lynched. That police officer had no right to of first strangle me and then charge me with a crime. It is he who is a criminal. I am very dissapointed that nothing has been done about him, or his partner for driving unsafely, by the internal affairs divison of the SF Police Department or the SF District Attorneys Office. There must not be a double standard about the investigation of this protest. The government must acknowldge that there was criminal misconduct by the police if they are going to say that was some from the protestors, and they must acknowledge that the police instigated this by driving into the crowd at a dangerous speed. I am sorry about how unfortunate the events and the aftermath of that night were. I don't believe that Offier Sheilds should of been hit over the head, it could of killed him, but Officer Sheilds shouldn't of driven into the crowd at that speed, someone could of been killed or hurt badlly by him. He was also reported using his baton on someone, even by his partner in his police report. These sort of actions usually have a tendency to anger people and sometimes they respond with physical force as they did that night. I am wrapping up this chapter in my life, but events like these continue on a daily basis throughout the world . We must continue to struggle for justice until all are free. No one is free when others are oppressed. What has happened on the 8th of July in 20005 should serve as an example that rights and freedom to dissent can be taken at anytime suh as they have done to Josh Wolf, threatened to do to me, and currently doing to Cody Tarlow. It should also serve as reminder that the state will even result to violence such as running people over, choking individuals, and beating them with batons and clubs. I am glad that things were not as worse than they have been from that night (as they are in other places of this globe), but their were still crimes by the police that were committed and they must not go unanswered. It is our duty to make sure they don't. Thank you everyone for your support and solidarity. I am sure I will see you all at another protest, Gabriel Mark Meyers [http://www.infoshop.org/inews/article.php?story=20070116130502382] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli [at] nadir.org Pressearbeit: presse [at] gipfelsoli.org Ein- und Austragen Newsletter: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-l Ein- und Austragen Presseverteiler: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-presse Newsfeeds: Newsletter: http://www.gipfelsoli.org/feeds/rss2/5 Pressemitteilungen: http://www.gipfelsoli.org/feeds/rss2/13 Repression: http://www.gipfelsoli.org/feeds/rss2/15 ================================================ ================================================ INTERNATIONALES ================================================ ================================================ 23 Gipfel/World Social Forum: Logistische Herausforderung von "akin" ================================================ Gipfel/World Social Forum: > Logistische Herausforderung Das VII. Weltsozialforum, das am Samstag in Nairobi, Kenia, mit einer farbenfrohen und lautstarken Kundgebung im Uhuru-Park ("Freiheitspark") eroeffnet wurde, ist bereits in vollem Gange. Viele hatten bis zum letzten Augenblick an seinem Zustandekommen gezweifelt. Nicht nur logistische Probleme waren es, die die Veranstalter in grosse Noete gebracht hatten, als bekannt wurde, dass nicht einmal ein Viertel des vorgesehenen Budgets aufgetrieben werden konnten. Von den grossspurig angekuendigten 100.000 TeilehmerInnen war letztlich kaum ein Drittel erschienen. Alle Traeume von Tausenden von Schwarzafrikanern, die in grossangelegten Karavanen aus allen Teilen des Kontinents haetten anreisen sollen, waren entweder an Visaproblemen oder den finanziellen Noeten geplatzt, mit denen sich das afrikanische Organisationskomitee konfrontiert sah. Hatte es in Porto Alegre, Brasilien, 2005 noch 13 Sprachen gegeben, in die jedes einzelne von Hunderten Seminaren uebersetzt wurde, reichte es diesmal meist nicht einmal fuer eine konsekutive Uebersetzung ins Englische oder Franzoesische. So setzte das Organisationskomitee kurzerhand die Beitraege, welche die TeilnehmerInnen zu zahlen hatten, ueberfallsartig hinauf. Menschen aus Europa oder den USA mussten zusaetzlich zu den exorbitant gestiegenen Hotelkosten 50.- US-Dollar fuer ihr Visum und 100.- als Tagungsbeitrag berappen. Noch schwerer hatten es die KenianerInnen selbst, die etwa 500.- kenianische Shillings (etwa 6.- Euro) hinlegen haetten muessen, was etwa den woechentlichen Mindestlohn entspricht. "Wir werden doch nicht unsere Familien hungern lassen, nur damit wir ueber die Armut reden koennen, die wir taeglich erleiden muessen", sagte eine Frau aus Kibera, einem der grossen Elendsviertel der Hauptstadt, deren Einwohnerzahl sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt hatte. Deshalb veranstalteten sie, die sich ausgegrenzt fuehlten, eigene Seminare in ihren Wellblechhuetten, weil sie auch nicht die Mittel hatten, zu dem 30 km ausserhalb der Hauptstadt gelegenen Kasarani-Stadium zu kommen, wo das VII. Weltsozialforum am Sonntag begann. Mit Unterstuetzung der VertreterInnen der Versammlung der weltweiten sozialen Bewegungen setzten die SlumbewohnerInnen dann aber im letzten Moment doch durch, dass sie die Sperren zum Stadium ohne Bezahlung durchschreiten durften. Das wurde von allen TeilnehmerInnen heftig begruesst. Die Menschen aus den Slums zeigten sich denn auch ueberrascht, als sie die raffiniert gestalteten Installationen zu sehen bekamen, die die Veranstalter vorbereitet hatten: In kuerzester Zeit hatten Dutzende von freiwilligen Helfern an der Innenseite der Raenge des Stadiums Zeltplanen errichtet, die die BesucherInnen vor der gleissenden Sonne abschirmten. Gleichzeitig trommelten in periodischen Abstaenden ostafrikanische Tanzgruppen ueber die Laufbahnen der Athleten, hinter denen Dutzende von Staenden errichtet waren, in denen die Nichtregierungsorganisationen den BesucherInnen ihre Informationsmaterialien anboten. Ausserhalb des Stadiumbereichs waren noch verschiedene Zelte unterschiedlicher Groesse erreichtet worden, die einzelnen veranstaltenden Organisationen wie ATTAC, Via Campesina oder Caritas fuer ihre Seminare zu Verfuegung stehen. Alles in allem also ein gelungenes Setting, in dem etwa doppelt so viele Menschen haetten Platz finden koennen. *Leo Gabriel/DAZ* ================================================ 24 Gipfel/World Social Forum: Europa und die multipolare Welt von "akin" ================================================ Gipfel/World Social Forum: > Europa und die multipolare Welt Der philippinische Alternativnobelpreistraeger Walden Bello sieht die neoliberale Globalisierung auf dem Rueckzug. Aber gleichzeitig ruestet Europa militaerisch auf, um seine Interessen global durchsetzen zu koennen. "Globalisation is on retreat" (Die Globalisierung ist auf dem Rueckzug), erklaerte am Sonntag bei einem von der lateinamerikanischen Alianza Social Continental veranstalteten Seminar Walden Bello, Chef einer der engagiertesten Nichtregierungsorganisationen (Focus on the Global South) aus Thailand auf dem Weltsozialforum in Nairobi. Damit meinte er aber keineswegs, dass sich die transnationalen Unternehmungen wie Boeing oder Airbus die Standpunkte des Weltsozialforums zu eigen gemacht haetten, sondern bloss dass "Europaeische wie US-amerikanische Transnationale Konzerne sich wieder hinter den Fahnen ihrer jeweiligen Nationalstaaten verstecken". Bellos These: Durch das Auftreten neuer Players auf dem Weltmarkt wie China, Indien und Brasilien, ziehen sich auch die wirtschaftlichen Supermaechte auf ihre Stammlaender zurueck. Es bilde sich also eine multipolare Struktur der Weltherrschaft heraus, in der die USA zunehmend an Einfluss verliere, meint Bello. Diesem Gedanken pflichtete auch der deutsche EU-Parlamentarier Tobias Pflueger bei, allerding mit dem Zusatz, dass Europa in diesem Gefuege die Rolle eines "oekonomischen Giganten, eines politischen Zwergs und eines militaerischen Wurms" zukomme - ein Zustand den die EU derzeit mit allen Mitteln zu ueberwinden suche. Unter Verweis auf ein so genanntes European Defence Paper, das derzeit im EU-Parlament auf heftige Kritik stoesst, kritisierte Pflueger die Aufruestungsplaene Bruessels. So sollen in den naechsten Jahren 19 verschiedene Battlegroups von je 1500 Mann geschaffen werden, die als naechstes auf Ersuchen Frankreichs im Kongo zum Einsatz kommen sollen. Dem gleichen Ziel diene auch ein geplantes Netz von europaeischen Militaerbasen, die auf der Grundlage der bestehenden Stuetzpunkte Frankreichs, Deutschlands und Italiens errichtet werden sollen. "Europa ist derzeit im Begriff, eine zweite imperiale Macht zu werden, die mit der Supermacht USA in Konkurrenz treten will", sagte Pflueger bei der Diskussion mit VertreterInnen der Anti-Kriegsbewegungen in Europa, Lateinamerika und Asien. So sieht es auch Juan Ramon Duran, ein spanischer Politologe, der einen so genannten "Plan Afrika" aufdeckt, durch den die EU seine Suedgrenze zu Afrika militarisieren will. Zwar seien die interventionistischen Plaene derzeit aufgrund des fuer die EU negativen Ausgangs der Referenden in Frankreich und Holland etwas aufs Eis gelegt. Trotzdem beduerfe es aber - wie das europaeische Engagement in Afghanistan zeige, nur eines kleinen Anstosses, um an den verschiedenen Kriegsschauplaetzen einzugreifen. Die Frage, was die europaeische Zivilgesellschaft unternehmen koenne, um die Militarisierung Europas zu vermeiden, beantworteten die Experten mit der Forderung, dass sich die europaeischen Laender so rasch wie moeglich aus Afghanistan zurueckziehen soll. "Um das zu erreichen gibt es nur eines: Mobilisieren, Mobilisieren, Mobilisieren!" *Leo Gabriel/DAZ* Laufende Berichte aus Nairobi gibt es unter http://www.dieanderezeitung.at ================================================ 25 Stop Islamic laws in Kurdistan von WADI Austria ================================================ Please send letters to support our campaign to remove Article No 7 from the proposed constitution for Kurdistan To all women's group, secularist organisations, trade unions and political activists, we need your help to prevent Islamic Sharia law being implemented in Kurdistan. In December, we declared a campaign to repeal Article 7 from the proposed constitution of Kurdistan. In our view, Article 7 clearly states that Islam is the main official religion, and that laws should be based on it. As we said then, this will only lead to the violation of the most fundamental and basic liberties of the people of Kurdistan, and most of all undermine the rights and freedoms of women. We thank all of you who have already signed our petition: you have been a great support for our campaign. Here is the link to our petition again: http://www.petitiononline.com/15122006/petition.html please forward it to all your lists if you can. Now we are asking organisations and activists to write letters in support of our campaign to repeal Article 7 and in favour of the separation of religion from the state and education, as well as equality and freedom for women. Please send your letters of support to one of the following email addresses: The initiators of this campaign: - Houzan Mahmoud: representative abroad of Organisation of Women’s Freedom in Iraq (and campaign coordinator): houzan73 at yahoo.co.uk - Marywan Halabjaee: Writer and researcher: halabjaee at maktoob.com - Sozan Shahab: Member of Kurdistan Parliament: susanshahab at hotmail.com - Nadir Abdul Hameed: political personality living in Denmark: nadr1506 at yahoo.com - Goran Abdulla: coordinator of Dangakan.com website: dangakan at yahoo.ca - Sakar Ahmad: activist and writer of a book titled "Victims of Honour Crimes": sakar_a at yahoo.com -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit WADI-Austria e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at ================================================ ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht berücksichtigt) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: mi 21.00 Uhr Nicht enthalten: Doubletten, Attachmentbeiträge nicht WR Beiträge nach wie vor aktuell: DER WIDERSTANDS-MUND SUCHT WEITERHIN DRINGEND LEUTE, DIE 1 X DIE WOCHE EINE AUSGABE ZUSAMMENSTELLEN WOLLEN III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Fri Jan 26 23:36:10 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Fri, 26 Jan 2007 23:36:10 +0100 Subject: widerst@nd! - MUND: Samstag, 27.1.2007 Message-ID: <20070126223610.GA16121@brandl.telekabel.at> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! Samstag, 27.01.2007 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 30.1. Gegenargumente auf Radio Orange "gegenargumente" ================================================== 02 30./31.1.: Veranstaltungshinweise "AL-Antifaschistische Linke" ================================================== 03 7stern-Februar 7stern kultur <7stern.kultur at kpoe.at> ================================================== 04 1.2.: Weltweite Aktion zum Klimawandel "Global-Mothers" ================================================== 05 AUFopenhouse Samstag, den 3. Februar 2007 AUF ================================================== 06 4./9.2.: Ereignisse! MALMOE ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 07 GEDENKDIENST/SCHALLER John Evers ================================================== 08 Viel Prominenz am Jubiläums-Regenbogen-Ball am 27. Jänner 2007 Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien ================================================== 09 KPÖ/Strache/SPÖ/Antifaschismus "Furtlehner Leo" ================================================== 10 Newsletter#13: SPÖ-Linke/Satire/Afrika derneuekurs at gmx.at ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< DISKUSSION ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 11 Zur Info: Antwort auf die Nach-Wahl-Berichterstattung im COXX Nr. 2/07 Kurt Krickler ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 12 Heiligendamm -- Davos Öffentlicher Newsletter der Gipfelsoli Infogruppe ================================================== 13 News & Opportunities. "Abraham J. Bonowitz" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 14 Stoppen Sie die Eskalation des Krieges in Irak Dachverband lateinamerikanischer Vereine in Österreich ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 30.1. Gegenargumente auf Radio Orange "gegenargumente" ================================================== Di 30.Jänner 2007 Radiosendung "Gegenargumente" auf Radio Orange 94.0 MHz (Telekabel 92.7 MHz oder per live-stream im Internet) Beginn: 20:30 Thema: "Die Grundsicherung - Wie der Staat die von ihm und seiner Wirtschaft produzierte Massenarmut organisiert" Diversen Zeitungsberichten, Armutsberichten, Studien usw. kann man entnehmen: "Ein fixer, unbefristeter Job ist in Europa zu einem immer selteneren "Luxus" geworden. Die Norm sind zunehmend "untypische" Beschäftigungsformen wie Teilzeit, Zeitarbeit oder Freelance-Verträge - ohne soziale Absicherung für den Arbeitnehmer." (Presse 23.11.2006) Auf Österreich bezogen heißt dies, Working poor - Menschen, die von ihrer Arbeit nicht leben können - zählen zur am stärksten anwachsenden Gruppe im Sozialhilfebereich. Mehr als die Hälfte der Arbeitslosengeldbezüge liegen unter dem Ausgleichszulagenrichtsatz der Pensionsversicherung. Geringfügig Beschäftigte, Beschäftigte mit einem Freien Dienstvertrag oder Werkvertrag haben gar keinen Anspruch aus der Arbeitslosenversicherung. Annähernd jede zweite Alterspension von Frauen liegt unter dem Ausgleichszulagenrichtsatz usw. Die SPÖ hat im vergangenen Nationalratswahlkampf diesbezüglich Handlungsbedarf angemeldet und eine "bedarfsorientierte Grundsicherung" zum Gegenstand der Koalitionsverhandlungen gemacht. Die Nützlichkeit einer solchen Mindestsicherung hat sich mittlerweilen auch die ÖVP einleuchten lassen. Deshalb findet sich im Regierungsprogramm der seit kurzem im Amt befindlichen rot-schwarzen Koalitionsregierung die "bedarfsorientierte Mindestsicherung" als politische Absichtserklärung, deren Umsetzung bis zum Jahr 2010 noch von den außer Streit stehenden Notwendigkeiten der Wirtschaft und der Budgets von Bund und Ländern abhängig gemacht wird. In der Sendung werden folgende Punkte besprochen: 1. Wie mit der Einführung einer Grundsicherung die unsichere Existenz derer, deren Lebensunterhalt vom Lohn abhängt, zum Normalzustand erklärt wird. 2. Was kann man daraus über den Kapitalismus und seine sozialstaatliche Verwaltung lernen? 3. Was ist von Kritiken zu halten, die an Stelle der Grundsicherung ein Grundeinkommen fordern? Der vollständige Text kann wenige Tage nach der Sendung auf der Homepage http://www.gegenargumente.at nachgelesen werden. ================================================== 02 30./31.1.: Veranstaltungshinweise "AL-Antifaschistische Linke" ================================================== Liebe LeserInnen! Leider ist uns beim Aussenden des letzten Newsletters ein dummer Fehler unterlaufen. Wir haben vergessen, bei den Veranstaltungen das jeweilige Datum einzufügen. Deshalb hier die Korrektur: Veranstaltung der AL&AGM-Ortsgruppe Wien-Nord: Soziale Situation und Klassenkämpfe in Peru Ein Genosse, der vor kurzem mehrere Monate in Peru zugebracht hat berichtet. Anschließend: Diskussion. Di., 30. Jänner, 19:00 Uhr, "Piwnica", Jägerstraße 38, 1200 Wien ---------------------------------------------------- Veranstaltung der AL&AGM-Ortsgruppe Wien-Süd/West Marxistische Krisentheorie - eine Einführung Mi., 31. Jänner, 19:00 Uhr, Café Berfin, Siebensterngasse 46, 1070 Wien ---------------------------------------------------- Die Unigruppe trifft sich am Mi., den 31. Jänner um 19:00 im Amerlinghaus (Stiftgasse 8, 1070 Wien). Thema: Streik, Besetzung, Medienaktion - Analyse verschiedener Formen des sozialen Protests. ================================================== 03 7stern-Februar 7stern kultur <7stern.kultur at kpoe.at> ================================================== 7STERN *1070, Siebensterngasse 31, Tel. 0699/15236157* *www.7stern.net * *7stern at action.at * *Koordinierung des Kulturprogramms und des Veranstaltungsraumes: 0676/5421638* * * *Veranstaltungen Februar* *Freitag, 2. Februar, 20 Uhr * *Konzert* *2 x 2 -- DOPPELDUOKONZERT* Duo 1: "flute and p.v.c. connection" (D/A) Angela Ertel: Flöte, Percussion Erich Wolfesberger: Percussion, Violine, Clarinette Duo 2: UNDUO (A) Stefan Krist: Posaune, Euphonium, Stimme Michael Fladerer: Gitarre, Trompete, Altsaxophon Das Duo "flute and p.v.c. connection" arbeitet sich von kammermusikalischen Klängen zum Jazzigen vor. *Das UNDUO serviert ein mehrklängiges Menü:* *Einstimmung:* wahlweise Frühlingsgrollen oder Pikante Tonsprungsuppe Kanon Art *Hauptklang:* wahlweise Klangspieße aus scharf angeblasenen Ohrwürmern oder Gedämpfte Tröten mit eingelegten Noten oder Chicken Swings auf Blechsalat *Süß-saurer Nachzisch:* wahlweise Kalte Klangschale oder Soundkuchen UKB: ¤ 7.-/ermässigt ¤ 5.-. *Samstag, 3. Februar, 20 Uhr * *Konzert* _Freakresort___ *Voc: Gigi, Guit: Fips, Bass Joesi, Keys: Alex, Drums: Markus*** Die Live Performance der Band ist tanzbar, treibend und außergewöhnlich! Freak out! ist die Message der Formation. Fünf Freaks laden ein zu einem musikalischen Aufenthalt in ihrem Ressort (Elektronik, Funk, Rock). _Fetz'n Fisch_ *Sax: Lisi, Drums: **Rio**, Bass: Roland, Guit: Bernhard *** Das Motto der Band lautet: Einmal die ausgetretenen Pfade der Rock- und Popmusik zu verlassen und sich anspruchsvolleren musikalischen Konzepten zuzuwenden. Als musikalische Inspiration diente dabei die Blütezeit des Jazz- und progressive Rock der 70er Jahre. UKB: ¤ 4,-- *Montag, 12. Februar, 20 Uhr * *WILDE WORTE* DES WETTA WIAD BETTA Gast: Wolfgang Kühn Gastgeber: Michaela Opferkuh, Franz Hütterer, Richard Weihs "Amüsant-subversive Dialektpoesie-Miniaturen" treffen auf "genial vernuschelte Dialektpoesie-Raps", dabei thematisch Wachau, Waldviertel & Wein abklappernd, kurz dem Leben am Land auf den Zahn fühlend ... "Du bist des Fettaug' in meiner Supp'n, am Wäschelein'l bist du die Klupp'n!" *Dienstag, 13. Februar, 18 Uhr * *Stammtisch* *"Ich lebe prekär"* Offen für alle prekär Beschäftigten, Arbeitslose wie interessierte Berufstätige oder PensionistInnen, die zum Thema solidarisch handeln, mit anderen etwas entwickeln wollen. Wir wollen uns einmal im Monat treffen, aktuelle Entwicklungen diskutieren, Forderungen entwickeln, Aktionen planen. Wir wollen prekäres Leben sichtbar machen. Wir wollen uns weitere ExpertInnen einladen, um mit Ihnen zu diskutieren oder uns beraten lassen. Wir wollen uns gegenseitig stärken, Projektideen sammeln. siehe auch: www.ich-lebe-prekaer.at *Donnerstag, 15. Februar, 20 Uhr * *Konzert* HERBIE SMITH PLAYS "ROCK FORCE" Die neue Super Group von & mit Herbie Smith. Herbie Smith halbamerikanischer Szenegitarrist kehrt mit diesem Projekt zu seinen Wurzeln zurück. Frei nach dem Motto: der klassische Trio Rock Sound gehört wieder gespielt. Mit diesem neuen Splitterprojekt wird der Trio-Rock-Sound wieder Salon fähig. Songs von Jimi Hendrix, Led Zeppelin ......... und andere Klassiker werden in diesen Rahmen geboten. Die Formation bietet den astreinen Trio Rocksound aller Jimi Hendrix. Der Stil der Cover-Versionen ist stark von den einzelnen Musikern geprägt. Besetzung: *Herbie Smith - Gitarre / Vocals. Karl Szalay -- Drums. Hans Schön - Bass*** UKB: 7.- Euro Weitere Info: www.herbiesmithdepartment.at *Samstag, 17. Februar, 20.30 Uhr * *Konzert* *Red Lites* Die Red Lites sind eine aus Wien stammende Band, die sich trotzdem eher an internationalen Vorbildern orientiert und dabei versucht, ihre eigene Vorstellung von Musik, welche zum Mitsingen, Mittanzen, genauso wie zum Nachdenken anregen soll, gekonnt und mit Spaß an der Sache umzusetzen. Wie sehr uns das gelungen ist, sollte jeder selbst beurteilen, entweder durch die Songs hier - www.myspace.com/redlites oder durch einen Konzertbesuch - am besten jedoch durch beides! UBK: 3.- Euro ----------------------------------------------------------------- *Samstag, 24. **Februar 2007* *Ball/ /**/Linke Tanz/*' mit:* "The Untouchables" * Schutzhaus "Zur Zukunft" 15. Auf der Schmelz, Eingang Stutterheimgasse Einlass 19:30, Beginn 20:30 Karten: Abendkassa 15.- Vorverkauf 13.- Euro. Erhältlich im 7STERN. Telefonische Karten- und Tischreservierung: 01-4808833 (MSZ) ----------------------------------------------------------------- * * *Feste feiern im 7STERN* *Es steht ein Veranstaltungsraum inklusive Technik (für DJ oder Live-Musik) zur Verfügung. Der Beitrag dafür beträgt 35.- Euro von 16 -- 2 Uhr. * *Ein Buffet darf mitgebracht werden. Getränke müssen über das Lokal bezogen werden. * *Wenn Sie Interesse haben, kontaktieren Sie uns (0676/5421638).* ================================================== 04 1.2.: Weltweite Aktion zum Klimawandel "Global-Mothers" ================================================== bitte weiterleiten und übersetzen...Text in 3 Sprachen folgt - Deutsch, English, Francais please forward and translate - text in 3 languages follows - German, English, French Alles ausschalten - turn everything off - On éteint tout Am 1.Februar 07 von 19h55 bis 20h00 - On February 1st between 7:55 p.m. until 8 p.m. - le 1er février de 19h55 à 20h00 dringend: Aktion gegen den Klimawechsel - urgent: action against climate change - Urgent : Action contre le changement climatique Am 1. Feb 2007: nehmen Sie an der weltweit größten Bewegung gegen den Klimawechsel teil!!! Verschiedene Naturschutz-Organisationen senden eine Aufforderung an alle Bewohner unseres Planeten, die 5 "Schweigeminuten": jeder soll Licht, Strom und sonstiges ausschalten, zwischen 19h55 und 20h00. Fünf Minuten, nicht nur um Energie zu sparen, sondern besonders, um die Bevölkerung, die Medien und Politiker auf die tägliche Energieverschwendung aufmerksam zu machen. Ein Akt, der nur 5 Minuten dauert, der nichts kostet, der aber der Regierung zeigt, dass die Klimakatastrophe ein schwerwiegendes Thema der Weltpolitik sein sollte. Warum diese Datum? : Am ersten Februar veröffentlicht die UNO die neuesten Erkenntnisse zum Thema Klimawechsel! ALSO......DREHEN SIE AB!!!!! Turn everything off On February 1st between 7:45 p.m. until 8 p.m. Urgent: action against climate change On February 1st you can participate in the worldwide greatest action against climate change!!! Various environmental organizations are asking the peoples of this planet to hold 5 minutes of silence: Everyone should turn off all lights, electricity etc. between 7:45 until 8 p.m. Five minutes to bring attention to other inhabitants, the media and politicians about the daily waste of energy. An act which takes only 5 minutes, which costs nothing, but shows the governments that climate change should be on the top agenda of world politics. Why this date? On February 1st the United Nations is publicizing the newest results and knowledge base on climate change. SO...TURN OFF!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Faites passer... On éteint tout le 1er février de 19h55 à 20h00 Urgent : Action contre le changement climatique Le 1er février 2007: Participez à la plus grande mobilisation des citoyens contre le Changement climatique ! L'Alliance pour la Planète (groupement d'associations environnementales) lance un appel simple à tous les citoyens, 5 minutes de répit pour la planète : tout le monde éteint ses veilles et lumières le 1er février 2007 entre 19h55 et 20h00. Il ne s'agit pas d'économiser 5 minutes d'électricité uniquement ce jour-là, mais d'attirer l'attention des citoyens, des médias et des décideurs sur le gaspillage d'énergie et l'urgence de passer à l'action ! 5 minutes de répit pour la planète : ça ne prend pas longtemps, ça ne coûte rien, et ça montrera aux candidats aux élections législatives de juin 2007 que le changement climatique est un sujet qui doit peser dans le débat politique. Pourquoi le 1er février ? Ce jour là sortira, à Paris, le nouveau rapport du groupe d'experts climatiques des Nations unies. Il ne faut pas laisser passer cette occasion de braquer les projecteurs* sur l'urgence de la situation climatique mondiale. * Est-ce vraiment le meilleur terme ? (CVE) Manuel de la Maduère 06 14 62 74 10 01 43 66 88 37 ================================================== 05 AUFopenhouse Samstag, den 3. Februar 2007 AUF ================================================== *Liebe Frauen! wir laden Euch ein zum Openhouse in der AUF, Kleeblattgasse 7, 1010 Wien am **Samstag den 3. Februar 2007 von 14:00 bis 19:00 Uhr * - Reden, diskutieren, debattieren bei Kaffehausatmosphäre - Alle AUF-Hefte sowie feministische Zeitschriften quer durch Europa kennenlernen und darin schmökern - Flohmarkt mit Büchern, Pflanzen, Sonstigem. - Verkauf von AUF-Büchern & Büchern und CD's befreundeter Kleinverlage bzw Autorinnen und - *von 17:30 bis 18:30 **Lesung **Ditha Brickwell und Traude Korosa ** **Nächstes Openhouse Samstag den 3. März **jeden ersten Samstag im Monat von 14:00 bis 19:00 Uhr* * **/"Eleganz und Stil sind der Revolution nicht abträglich" (Marietta Schneider)/ * AUF EINE FRAUENZEITSCHRIFT & AUF INFO AUF Edition AUF Kultur Mit einem ABO (Österreich 19 Euro, EU 23 Euro) und/oder EINER Spende kann der AUF das Weiterbestehen ganz erheblich erleichtert werden: Konto AUF-Eine Frauenzeitschrift, Nr.10010 670 522, BLZ 14000 BAWAG, aus dem EU-Ausland: BIC BAWAATWW und IBAN AT69 14000 10010670522. Kontakt: Kleeblattgasse 7, A-1010 Wien; T. 01/5339164, F. 0720/554161 auf at auf-einefrauenzeitschrift.at, www .auf-einefrauenzeitschrift.at ================================================== 06 4./9.2.: Ereignisse! MALMOE ================================================== Ab naechster Woche bietet sich Malmoe Heft 36 an: * Ethisch Wirtschaften: Das Versprechen von Profit ohne Reue * Bilder sind politisch: Funktion und Funktionalisierung von Bildpolitik * Alter, Angst und Abendland: Die Ueberalterungs-Panik * Utopie Haengematte: Wie weit kommt man mit Faulheit? * Porno-Intellektuelle: Endlich Politisierung der Sexualitaet? * Gewerkschaften und MigrantInnen: Neuer OeGB - neues Verhaeltnis? plus Feedback an die neue Regierung, Zorn und Unterhaltung in der bewaehrten Mixtur Texte der aktuellen Ausgabe sind Beitraege zum Zeitschriftenkooperationsprojekt der documenta 12. Abo-Bonus: MALMOE-AbonnentInnen erhalten mit der aktuellen Ausgabe exklusiv den Reader "Universalismus updaten! Kunst aufpolitisieren" als Bonus-Beilage. AbonnentIn werden? www.malmoe.org/abo ************************************************************** MALMOE/ KETE FILM- und DISKUSSIONS-SONNTAG 4. Februar 2007 14h/ 16h/ 18h Adresse: Kete, Schmalzhofgasse 6, 1060 Wien (http://sezuan.com/kete) Am Sonntag, 4. Februar um 14h und 16h laden die Malmoe-Redaktion und die Kete zu einem Filmnachmittag ein. Dieser findet in thematischer Anlehnung an das aktuelle Malmoe-Leitthema "Wie politisch kann das Private sein?" und als Fortsetzung der Kete-Filmbar "Raus aus den Toiletten, rein in die Strassen. Eine Film- und Diskussionsreihe ueber das Verhaeltnis des Persoenlichen und Politischen im kritischen Film", statt. Im Anschluss, um 18h, findet ein Diskussionsabend statt, bei dem wir ueber das aktuelle Malmoe-Leitthema "Wie politisch kann das Private sein?" diskutieren und gemeinsam auch ueber moegliche kuenftige Malmoe-Beitraege zu diesem Thema nachdenken wollen. Die Filme sind dabei nicht notwendige Grundlage der Diskussion, aber wir hoffen mit ihnen anregende Ideen zu erhalten. Eine Gelegenheit fuer alle Interessierten, mit der Malmoe-Redaktion ins Gespraech zu kommen. Wir freuen uns schon sehr! 14h "La Chinoise" von Jean-Luc Godard (http://www.imdb.com/title/tt0061473) 16h "The Raspberry Reich" von Bruce La Bruce (http://www.theraspberryreich.com) 18h Diskussion Waehrend der Veranstaltung ist der Barbetrieb geoeffnet ************************************************************** JUNGLE WORLD ABO PROMOTION am Freitag, 9. Februar im Wiener Rabenhoftheater 15h: micromediacongress 20h: party Die linke Wochenzeitung Jungle World (www.jungle-world.com) aus Deutschland braucht neue Abos! Im Rahmen der Veranstaltung sollen Bekanntheitsgrad und AbonnentInnenzahlen gehoben, und allgemein unabhaengige Medien thematisiert und promotet werden: ab 20 Uhr: MitarbeiterInnen von Redaktion und Verlag positionieren und praesentieren die JUNGLE WORLD. Die MALMOE-Redaktion interviewt die MALMOE-Redaktion im performativen Diskurs zu Produktionsbedingungen einer Zeitschrift. Beitraege zur Situation unabhaengigen Medienschaffens. Es musizieren: S.V.DAMENKRAFT (Wien) Femploitation Genderfuck Exquisit (www.myspace.com/svdamenkraft) SHY (Linz) POP-Aesthetik Kontinuum (www.shy.at) Treasure Island DJ Rayna Eintritt: freie Spende! VOR-ORT-ABO-SERVICE Im Zuge der Veranstaltung kommt es am selben Tag nachmittags zum MICRO MEDIA CONGRESS Rabenhof ab 15.00 Treffen unabhaengiger Medienschaffender; JournalistInnentratsch und Redaktionsgeheimnisse, Informationswiederbeschaffung und Manipulationstheorie, Inszenierung medienspezifischer Diskurse fuer Buehne, Funk und Fernsehen... (Redaktionen Jungle World, Malmoe, an.schlaege, Dokumentationsstelle für ost- und mitteleuropaeische Literatur, Asyl in Not, art in migration, Augustin, Romano Centro, moment, liga und hoffentlich etliche andere!) ************************************* Malmoe in print Abos: 10 Euro (fuer 5 Ausgaben) oder 35 Euro (fuer 20 Ausgaben): redaktion at malmoe.org ************************************* MALMOE Sensationsjournalismus fuer Fortgeschrittene http://www.malmoe.org redaktion at malmoe.org ************************************* ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 07 GEDENKDIENST/SCHALLER John Evers ================================================== Gedenkdienst/Neonazi-Anwalt Schaller/Wienerzeitung/IKG/Andreas Unterberger/Abberufung Der Verein Gedenkdienst entsendet jedes Jahr 20 österreichische Zivilersatzdienstleistende an ausländische Holocaustgedenkstätten. Die jungen Österreicher arbeiten vor Ort in Archiven, betreuen Holocaust-Überlebende und sind in der Bildungsarbeit tätig. Damit wollen sie ein Zeichen gegen den Konsens des Schweigens setzen, der die österreichische Mitverantwortung an den Verbrechen des NS-Regimes nach 1945 im Gedächtnis ungeschehen machen wollte. Viele der Gedenkdienstleistenden sind an ihren Einsatzstellen mit österreichischen Überlebenden konfrontiert, die trotz der traumatischen Erfahrungen mit ihrer alten Heimat bis heute eng verbunden sind. "Von London bis Jerusalem ist die Frage der Überlebenden, wenn jemand von uns seinen Dienst antritt, ganz oft die Gleiche: 'Wie ist es daheim?' erzählt Gedenkdienst-Obmann Florian Wenninger. Gemeint sei damit die Situation von Juden und Jüdinnen in Österreich. Der Schock, den der aufgehetzte Mob nach dem Anschluss im März 1938 in diesen Menschen ausgelöst hat, wirke eben bis heute nach. Seit dem Artikel des prominenten rechtsradikalen Advokaten Herbert Schaller in der republikseigenen "Wiener Zeitung" erreichen den Gedenkdienst dutzende Anfragen von Überlebenden. "Was sollen wir beispielsweise einer Frau sagen, die zwei Kinder in Auschwitz verloren hat und uns fassungslos fragt, wieso mit Schaller ausgerechnet ein Teilnehmer der berüchtigten Teheraner Holocaust-Konferenz in einer Zeitung der Republik den Straferlass für den Revisionisten David Irving kommentiert?", so Wenninger. "Von den Ausfällen Schallers gegen Befürworter des Verbotsgesetzes wie Hannes Jarolim gar nicht zu reden." Nun sei rasches und konsequentes Handeln seitens der Republik gefragt. Der Gedenkdienst unterstützt vollinhaltlich die Forderung nach Abberufung des verantwortlichen Chefredakteurs Andreas Unterberger. Es sei nun an der Zeit, antifaschistische Gesinnung nicht nur in salbungsvollen Sonntagsreden, sondern auch durch konkrete Taten unter Beweis zu stellen: Jene, die zwar alljährlich auf Gedenkfeiern aufträten, aber in einer solchen Situation abwiegelten oder schwiegen, müssten sich mit Recht Heuchler nennen lassen, schloss Wenninger. Rückfragehinweis: Florian Wenninger Florian.Wenninger at univie.ac.at 0650-9124082 mag. john evers gedenkdienstoffice wien 1010 rabensteig 3/18 01-581 04 90 0660 8169008 ================================================== 08 Viel Prominenz am Jubiläums-Regenbogen-Ball am 27. Jänner 2007 Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien ================================================== Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 25. Jänner 2007 Viel Prominenz am Jubiläums-Regenbogen-Ball am 27. Jänner 2007 Presseempfang um 19:30 Uhr "Viele Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens haben bereits ihre Teilnahme am 10. Regenbogen-Ball zugesagt", freut sich Christian Högl, Obmann der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien, die diesen Ball für Lesben, Schwule, Transgender-Personen und ihre FreundInnen am kommenden Samstag wieder im prunkvollen Ambiente des Parkhotels Schönbrunn organisiert. "Der Reinerlös dieser Benefizveranstaltung im Stil eines klassischen Wiener Balls kommt der Durchführung der nächsten Regenbogen-Parade zugute, die heuer am 30. Juni stattfinden wird." "Soviel Politprominenz wie dieses Jahr war noch nie am Regenbogen-Ball vertreten", ergänzt HOSI-Wien-Obfrau Bettina Nemeth. "Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, zweithöchste Repräsentantin der Republik, wird sich ebenso persönlich die Ehre geben wie Dritte Nationalratspräsidentin Eva Glawischnig- Piesczek. Beide haben gemeinsam mit Bürgermeister Michael Häupl auch den Ehrenschutz über unseren Jubiläumsball übernommen. Weiters haben Frauenministerin Doris Bures, die Nationalratsabgeordneten Ulrike Lunacek, Theresia Haidlmayr, Brigid Weinzinger und Caspar Einem, die neue Wiener Integrations- und Frauenstadträtin Sandra Frauenberger sowie Maria Vassilakou, Klubobfrau der Grünen im Wiener Landtag, ihr Kommen zugesagt. Überdies erwarten wir u. a. Hannah Lessing, Generalsekretärin des Nationalfonds für Opfer des Nationalsozialismus, den 'Starmania'-Finalisten Thomas 'Tom' Neuwirth und Alfons Haider." Stargast Maria Bill "Auf mehreren Bühnen in den verschiedenen Sälen wird es ein buntes Live-Programm für jeden Geschmack geben", berichtet Nemeth weiter. "Tanzfreudige werden wieder voll auf ihre Kosten kommen, speziell um Mitternacht, wenn Tanzmeister Wolfgang Stanek die beliebte Publikumsquadrille anleiten wird. Danach wird Maria Bill, eine der bekanntesten Sängerinnen Österreichs, als künstlerischer Stargast der Ballnacht auf der Hauptbühne auftreten. Durch den Abend wird Szeneliebling Lucy McEvil führen." Das genaue Programm ist auf www.regenbogenball.at nachzulesen. Hinweis für alle Spätentschlossenen: Die Abendkasse öffnet um 19 Uhr. Glückshafen "Um 2 Uhr morgens werden die Preise aus dem großen Glückshafen verlost", weist Högl auf einen weiteren Höhepunkt der Ballnacht hin. Unter den wertvollen Preisen finden sich u. a. ein Nokia- Mobiltelefon samt Gutschein für ein ganzes Jahr Gratis- Telefonieren - zur Verfügung gestellt vom Mobilfunknetzbetreiber ONE, den die HOSI Wien als Hauptsponsor des 10. Regenbogen-Balls gewinnen konnte. Presseempfang um 19:30 Uhr Die VertreterInnen der Medien werden herzlich zu einem Presseempfang in der Sissi-Bar des Parkhotels Schönbrunn eingeladen. Beginn: 19.30 Uhr. Rückfragehinweis: Ute Stutzig, Tel.: 0650-9080188 Christian Högl, Tel.: 0699-11811038 office at hosiwien.at, www.regenbogenball.at ZVR-Nr.: 524 534 408 ================================================== 09 KPÖ/Strache/SPÖ/Antifaschismus "Furtlehner Leo" ================================================== KPÖ-Pressedienst - Drechslergasse 42, 1140 Wien - Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 - Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail info at kpoe.at - Web www.kpoe.at - News www.kpoe.at/lpd - Ausgabe vom 26. Jänner 2007 Bärendienst von Gusenbauer und Cap für Kampf gegen rechtsextreme Umtriebe KPÖ kritisiert skandalöse Haltung der SPÖ-Spitze zu Strache-Fotos In anderen Ländern wäre es eine Selbstverständlichkeit, dass ein Politiker nach Bekannt werden von Fotos, auf denen er gemeinsam mit Neonazis Wehrsportübungen absolviert wie im Fall von FPÖ-Chef Hans-Christian Strache zurücktreten müsste, in Österreich hingegen bekommt er sogar noch Schützenhilfe des sozialdemokratischen Bundeskanzlers Alfred Gusenbauer und von SPÖ-Klubchef Josef Cap. "Einmal mehr wird damit der nachhaltig gestörte Umgang mit der eigenen österreichischen Geschichte und die Nichtbewältigung der NS-Vergangenheit deutlich" stellt dazu KPÖ-Bundessprecher Mirko Messner fest. Es ist bezeichnend, dass der von seiner Partei zum "lupenreinen Demokraten" geadelte Strache nicht einmal ausschließen kann, dass auch Fotos weiterer "Jugendstreiche" existieren, auf denen er mit dem Hitlergruß posiert. Der eigentliche Skandal sind aus der Sicht der KPÖ nicht so sehr die Strache-Fotos, da man von Politikern einer bekanntermaßen seit ihrer Gründung eng mit dem rechtsextremen Umfeld verbandelten Partei nichts anderes erwarten braucht. Der wirkliche Skandal ist vielmehr die Verharmlosung durch die SPÖ-Spitze, hinter welcher offensichtlich die Absicht steht, sich die Rechtsaußenpartei FPÖ als eventueller künftiger Koalitionspartner warm zu halten. Im Vergleich zu Gusenbauer und Cap ist der ehemalige Bundeskanzler Franz Vranitzky durch seine Abgrenzung zum damaligen FPÖ-Chef Jörg Haider geradezu ein Vorbild des Antifaschismus. Die heutige SPÖ-Spitze lässt sich hingegen offensichtlich von der mittlerweile gescheiterten "Chianti- Koalition" von SPÖ und FPÖ/BZÖ in Kärnten oder der Koalition der sozialdemokratischen Smer-Partei mit der rechtsextremen Nationalpartei in der Slowakei inspirieren. Es fragt sich welche politische Persönlichkeitsveränderung erfolgt sein muss, dass einst als "Linke" geltende Sozialdemokraten heute als Verteidiger eines Rechtsaußen- Politikers wie Strache auftreten: "Damit werden nämlich alle Bemühungen alten und neuen Rechtsextremismus zu bekämpfen konterkariert und Rechtsextremisten und Neonazis aller Couleur geradezu ermuntert und die auffallende Untätigkeit des Verfassungsschutz und die Milde der Justiz legitimiert, anstatt den Verfassungsauftrag der zweiten Republik zu erfüllen", so Messner. ================================================== 10 Newsletter#13: SPÖ-Linke/Satire/Afrika derneuekurs at gmx.at ================================================== N e w s l e t t e r   #   1  3 der Zeitschrift Der Neue Kurs 1) Ein Kommentar zur "Vernetzung der Linken in der SPÖ" 2) Satire zu den Vorgängen in der österreichischen Innenpolitik 3) Erklärung des CoReP: "Französische Truppen raus aus Afrika!"     - - * - - * - - * - - * - - * - - * - - *- - 1) Kommentar zur "Vernetzung der Linken in der SPÖ"   Was wurde aus den Protesten in der SPÖ? Ein Kommentar zur "Vernetzung der Linken in der SPÖ" von Dieter Reinprecht-Hinsch Der Unmut in der SPÖ nach der Regierungsbildung ist groß. Vor allem die Basis fühlt sich aufgrund des Regierungsabkommens vor den Kopf gestoßen. Dies zeigte sich auch an den Reaktionen diverser sozialdemokratischer Vorfeldorganisationen. Allen voran die Jugend (SJ und VSStÖ) schienen führend in den Reihen der protestierenden Parteimitglieder. Die Tage der Regierungsbildung waren geprägt von Protesten der Parteijugend. Und rasch wurde eine Diskussion mit der Mutterpartei angekündigt. Im Newsletter der SJÖ vom 10. Jänner 2007 findet man unter Punkt 3: "Enttäuscht und verraten - was nun?" Diskussionsveranstaltung über die Auswirkungen der Großen Koalition Donnerstag, 25. Jänner 2007, 19 Uhr Zukunfts- und Kulturwerkstätte Geplant war laut Newsletter eine Diskussion zwischen SJ und einem/einer VertreterIn der SPÖ. Wunderbar! Was gibt es in einer solchen Situation besserer als eine direkte Konfrontation der Mutterpartei mit dem Unmut der Basis! Doch nun sind die Kalender von SJÖ und SJ-Wien gähnend leer. Auch im Terminkalender der Zukunftswerkstätte findet sich keine Veranstaltung zu diesem Thema. Die SJ hat uns also ein wunderbares Beispiel geliefert, wie man eine - für die Mutterpartei wohl recht unbeliebte - Veranstaltung einfach wegzaubern kann. Das vorgehen ist wenig verwunderlich, spiegelt es doch den Charakter der "Vernetzung der Linken in der SPÖ", wie immer wieder so schön betont wird, wider. Mit der Regierungsbildung aus SPÖ und ÖVP bildeten sich mehrere Plattformen von SP-Mitgliedern, die mit dem Regierungsprogramm unzufrieden waren (www.protestsektion.at, www.protestwiki.at, www.abtreten.at). Sie alle spiegelten den Unmut der Basis wider. Doch die SPÖ-Bürokratie handelte rasch und nach einigen Tagen der Ungereimtheiten und massenhaften Parteiaustritte fand man ein adäquates Mittel um ein "vernünftiges" Ventil zu schaffen, mit dem der Unmut in kontrollierte Bahnen gelenkt werden konnte und so - verpufft. Dieses Ventil ist die Homepage Wir sind SPÖ (www.wirsindspoe.at). Dieselben BürokratInnen die den Unmut über den BAWAG-Skandal verpuffen ließen, in dem sie die Plattform Zeichen setzen (www.zeichensetzen.at) schufen, versuchen dasselbe nun mit Wir sind SPÖ: Seichte Forderungen, die ebenfalls zu keinen realen Verbesserungen für die österreichische ArbeiterInnenklasse führen aber dazu, dass sich kurzfristig kein Widerstand formieren wird. Ähnlichen Charakter haben auch die Parteiaustritte von Silvia Kuba (VSStÖ) und Barbara Blaha (ÖH). Jahrelang haben beide wenig gegen die Studiengebühren gemacht, jetzt aber soll plötzlich der Punkt erreicht sein, an dem die SPÖ keine "sozialdemokratische" Politik mehr betreibt? Nein, ihnen geht es wohl eher darum, den Unmut der Studierenden über die Nicht-Abschaffung der Studiengebühren in Sympathien für sich selbst zu verwandeln. Im Frühsommer stehen wieder ÖH-Wahlen ins Haus. Eine nach außen hin SPÖ-treue VSStÖ-Führung würde die Wahlen aufgrund des Bildungsabbaus von SPÖVP wohl verlieren. Die Parteiaustritte der Jungbürokratinnen sind also nicht anderes als der Beginn des ÖH-Wahlkampfes - und nach den gewonnenen Wahlen kommt dann wahrscheinlich eine leise und von den Medien unbemerkte Rückkehr in die Mutterpartei. Solche Ruhigstellungsversuche von Seiten der "linken" Hälfte der Bürokratie werden aber nicht immer funktionieren können. SPÖ-Mitglieder erzählten uns, dass viele Mitglieder der Basis "ehrlich enttäuscht" von der SPÖ-Führung seien. Etwas für revolutionäre MarxistInnen völlig unverständliches. Das neue Regierungsprogramm ist nichts anderes als der Ausdruck der Politik der SPÖ der letzten Jahren, gar Jahrzehnten. Der Sozialabbau der in den 1990er Jahren begonnen hat, von Schwarz-blau-orange ab 2000 verschärft wurde, wird nun einfach weitergeführt. Diese Regierung wird daher wohl einen qualitativen Schritt der SPÖ weg von einer bürgerlichen ArbeiterInnenpartei bedeuten. Der Widerspruch zwischen Führung und Basis wird offen zu Tage treten. Aufgrund dessen ist es bereits heute notwendiger denn je diesen enttäuschten Mitglieder und auch allen ArbeiterInnen Österreichs eine Perspektive zu geben. Diese kann aber nur in einer revolutionär-marxistischen Partei, leninistischen Typs liegen und nicht in der SPÖ! Heute ist es nicht an der Zeit in die SPÖ einzutreten, sondern endgültig mit ihr zu brechen! Alle anderen Versuche öffnen ausschließlich ein Ventil, durch das der Unmut verpuffen kann und das bei Bedarf (oder besser: Nicht-Bedarf) von der Bürokratie immer wieder geschlossen werden kann. Beschämend, dass aber auch vorgeblich "radikale" Linke innerhalb der SPÖ in diesem Spiel mitmacht und Wir sind SPÖ! sogar über Newsletter bewerben!   Und eine kurze Frage noch zum Abschluss: Was wurde eigentlich aus der groß angekündigten bundesweiten Demonstration gegen SPÖVP am Samstag, den 27. Jänner 2007, in Wien? 2) Satire zu den Vorgängen in der österreichischen Innenpolitik Buben im Hof Eine Satire von Paul Mazurka (GRA) Sie sind zwei rechte Lauser, der Heinz-Christian und der Ewald, oder: Christl und Waldi, wie sie ihre engsten Freunde nennen. Der HC ist eher der sportliche Typ - drum ist er ja auch früher gern im Wald Paintball schießen gegangen, im Tarnanzug und mit einer deutschen Fahne auf der Hendlbrust. Denn immerhin: "Opa war kein Mörder", also: Ihm nach! Aber das herumdödeln im Gebüsch allein war halt auch nicht ferienfüllend, also hat er auch ein bissl Schädeleinschlagen gespielt. Und damit der Opa unter der Erd' auch noch was vom fröhlichen Bubenlachen hat, ist die ganze Bande halt zum Kriegerdenkmal marschiert und hat so richtig stahlgebadet dreingeschaut. Der Waldi ist irgendwie der ernstere von den beiden. Der spielt gern Bischof - nein, nicht Nikolaus, mehr so Kreuzritter oder Templer oder so was. Der Christl zieht ihn eh immer auf damit: "Du und Deine Christen - seid's lauter Weicheier! Der Wotan, das war ein Bursch" ein Germane von den Hörndl'n bis zum Bundschuh. Aber der Jesus? Ich will ja gar nix sagen über den, weil sonst heißt's gleich, ich betätig mich wieder... Aber: Wer mir eine auf die linke Back haut, dem brat ich eine mit dem Säbel über - mindestens!" Aber der Waldi lässt sich dadurch nicht irre machen, zieht sich seine Kutte an, stellt seine selber gebastelte Monstranz auf und schaut schmerzensreich. Und jetzt haben sich die zwei zerstritten. Die größeren Buben lassen sie nämlich nicht mehr mitspielen. Obwohl der Fredl und der Wolfi und ihre Banden immer auf Mut und Brand gestritten haben, sind sie jetzt wieder dicke Freunde. Der Wolfi macht sich ein bisserl rar damit keiner merkt, dass er der wahre Boss ist, und der Fredl freut sich, dass er jetzt immer vorne marschieren und grinsen darf wie ein frisch lackiertes Hutschpferd. Der Waldi hat ja geglaubt, mit seiner Beterei kann er den Andi, den alten Hawara vom Wolfi, dazu bringen, dass er bei den Großen mitspielen darf. Der Christl wollt eher mit dem Fredl auf einen grünen Zweig kommen, aber die wollten ja eh immer nur die Wolferl-Partie. Und jetzt kommt der Waldi mit Fotos daher, die den Christl beim Spielen zeigen. Nein, nein - nicht solche Fotos, sondern solche! Mit Uniform und Kapperl und Gummiwurscht halt. Jetzt will ihn der Christl aus seiner eigenen Bande rausschmeißen. Das Fotospiel haben sie früher nämlich immer mit Buben gespielt, die sie nicht leiden haben können - zum Beispiel mit dem Petzi, der auf der anderen Seite vom Hof wohnt, genau gegenüber. Der hat sich, wie er kleiner war, einmal verlaufen und ist dann bei einer Clique gelandet, die sich für Trotzkisten gehalten haben. Da haben der Christl und der Waldi den Petzi immer damit aufgezogen - weil er auf einem Foto mit einer roten Fahne drauf ist, und "Marxist! Marxist!" haben's hinter ihm hergeplärrt. Sie wissen zwar nicht so genau, was das ist, aber der Opa, der kein Mörder war, hat gesagt, die Marxisten sind was ganz schiaches, und der Opa hat immer recht gehabt, weil er nämlich kein Mörder war. So richtig abhauen kann sich jetzt nur noch der Hojatsch-Bub, auf den sie in der letzten Zeit immer so hingehackt haben. "Hab ich's ned immer schon gesagt? Lauter Wappler! Höhöhö" Kein Friede im Hoif also? Na ja, so heiß, wies gekocht wird, wird noch lange nicht gegessen. Trotz allem halten sie ja immer noch zusammen, die Buben - der Fredl, der Wolferl, der Christl, der Hojatsch-Bub und sogar der Petzi. Wenn's nämlich um ihren Hof geht - weil stolz sind sie schon auf ihren Standort. Auf die Tschuschen und Kanaken draußen schimpfen sie alle gemeinsam - unterschiedlich laut und unterschiedlich ordinär, aber trotzdem: Wenn's um ihre kleine Heimat geht, raufen sie sich doch immer wieder zusammen. Sind halt doch liebe Buben, die kleinen Racker. Und? Was sagt ihr zu dieser Geschichte?   Der Chor: ZUM SPEIBEN!     3) Erklärung des Kollektiv Permanente Revolution (CoReP)   Französische Truppen, raus aus Afrika! Erklärung der Groupe Bolchevik (Bolschewistische Gruppe) (*)   Vom 24. November bis 10. Dezember 2006 intervenierte die französische Armee mit einer Fliegerstaffel des Typs Mirage F1 um die zentralafrikanische Armee zu unterstützen. Während derselben Periode unterstützte sie materiell (Treibstoffe, Aufklärung, Munition) die tschadische Staatsmacht, die ebenfalls mit Rebellionen aus dem Kreis ihrer nationalen Armee konfrontiert war. Die SoldatInnen und Flugzeuge des französischen Staates, begleitet durch die FOMUC (Multinationale Streitmacht in Zentralafrika), ermordeten zumindest 72 Personen in den Reihen der rebellierenden Gruppe der zentralafrikanischen Armee. Die Konfrontationen im Tschad verursachten auch dutzende Tote und hunderte Verletze. Am 14.Dezember nahmen die Armeen der beiden "Freunde Frankreichs" der Präsident Zentralafrikas, Francois Bozizé, und der Präsident des Tschad, Idriss Déby, die Positionen, die sie aufgegeben hatten wieder ein, indem sie ihre ihrer Rivalen zurückschlugen. Die zentralafrikanischen Dissidenten flohen an die Grenze zum Sudan, nicht weit von Darfur. Im Tschad unterzeichnete am 26. Dezember ein Teil der ehemaligen Militärs in Anwesenheit des libyschen Präsidenten Mouammar Ghadafi und mit dem Segen von Chirac und Villepin einen Friedensvertrag. Wie die Oppositionellen im Norden von Côte d'Ivoire angesichts von Präsident Gbagbo folgten die rebellierenden Offiziere der zentralafrikanischen Republik und des Tschad dem Beispiel der an der Macht befindlichen Staatschefs. Idriss Déby ergriff die Macht, nachdem er 1990 den Diktator Issen Habré davongejagt hatte; Francois Bozizé stürzte 2003 den zentralafrikanischen Tyrannen Ange-Félix Patassé. Beide hatten den Nachbarstaat Sudan als Hinterland und beide erhielten die Unterstützung der französischen Regierungen, also Mitterrand-Rocard und Chirac-Raffarin. Bei einem Besuch in N'Djamena unterstrich Premierminister Villepin, dass der französische Imperialismus nicht vorhabe, seinen Konkurrenten Platz zu machen: "In der ganzen Region ist das französische Militär präsent und es ist eine Region, in der  wir eine historische Verantwortung haben, daher hoffen wir, unseren Beitrag  für die Stabilität dieser Länder leisten zu können." (Domnique de Villepin, RFI, am 30.11.2006) Im Tschad sind 1.200 französische SoldatInnen, in der Zentralafrikanischen Republik 300, und auf dem ganzen Kontinent insgesamt fast 10.000 (Djibouti, Senegal, Kongo, Gabun, Coté d'Ivoire,...) stationiert. Um ihre ökonomische und strategische Stellung zu garantieren, vereinbarte die V. Republik mit den einstigen Kolonien zahlreiche "Verteidigungspakte" und "militärische Kooperationen", die Basen für das französische Militär gewähren. Sei es de Gaulle, Giscard, Mitterand oder Chirac - nichts hat sich geändert. Der französische Staat hat mehr als einmal Diktaturen unterstützt, wenn nicht sogar eingesetzt; die französische Armee hat die Architekten des Völkermordes an den Tutsi in Ruanda im Jahr 1994 ausgebildet und gedeckt; die französische Armee hat vor kurzem eine Demonstration ihrer Macht gegeben, indem sie die Luftstreitkräfte Coté d'Ivoires im Jahr 2004 wegen der Forderungen von Präsidenten Gbagbo zerstörte. Die Entdeckung von Erdöl und die Förderung von 200.000 Barrel Rohöl seit 2004 im Tschad ist Quelle der Profitgier, genauso wie bei den Erdölreserven in der sudanesischen Provinz Darfur. Die US-amerikanischen Konzerne teilten sich den Hauptteil der tschadischenen Fördergebiete, aber Total konnte Exxon und Shell einen Anteil von 20% an dem Konsortium, das zur Ausbeutung des größten Erdölfeldes, das jemals in Zentralafrika entdeckt wurde, errichtet wurde, dank der Intervention von [Tschads Präsident] Deby entreißen. Im gleichen Moment, in dem die Armee Chiracs in Zentralafrika intervenierte, unterstützte die Administration Bush offen die Invasion von Äthiopien in Somalia. Afrika bleibt unterentwickelt trotz seiner natürlichen Ressourcen. Die korrumpierten politischen Mächte der Region bleiben in politischer, militärischer und wirtschaftlicher Weise unter Druck des Imperialismus, vor allem Frankreichs und der Vereinigten Staaten. Die Plünderung und die Rivalitäten zwischen den kapitalistischen Kräften verschlimmern die Unterdrückung der ArbeiterInnenbewegung, die Unterdrückung der Frauen, die politische Instabilität, den Militarismus, die ethnischen Konfrontationen, die Massenumsiedlungen, die Genozide,... Die Hilfswerke, die NGOs und die humanitären Einrichtungen sind das ergänzende Element der europäischen und US-amerikanischen Einmischung und Kontrolle. Jeglicher Fortschritt, kann nur durch das Ende der imperialistischen Einmischung, einer wirklichen Unabhängigkeit und einer Zusammenarbeit zwischen den Völkern der ganzen Welt geschehen. Aber die Gewerkschaften (CGT, CFDT, FO,...) und die alten ArbeiterInnenparteien (PS, PCF) decken die militärischen Interventionen des Präsidenten Chirac und der Regierung Villepin, Alliot-Marie, Sarkozy. Gegen den Geheimdienst und die französische Armee - ihre schlimmsten Feinde - muss die ArbeiterInnenklasse und die Jugend diese schändliche Mitschuld [der ArbeiterInnenparteien und der Gewerkschaften] bekämpfen und den FührerInnen der ArbeiterInnenbewegung eine Einheitsfront an der Seite des afrikanischen Proletariats aufzwingen. Die Vorhut Afrikas, Europas, Amerikas und der ganzen Welt muss sich in einer revolutionären ArbeiterInneninternationalen zusammenschließen. Der Kampf der französischen ArbeiterInnenklasse und der Jugend gegen die imperialistischen Einmischungen wird zum Sturz der VertreterInnen der lokalen ausbeutenden Klassen, die Schaltstellen der imperialistischen Herrschaft sind, durch die ProletarierInnen und armen BäuerInnen Afrikas beitragen, zugunsten der Schaffung von ArbeiterInnen- und BäuerInnenregierungen in jedem Land als erstem Schritt hin zu den Vereinigten Sozialistischen Staaten von ganz Afrika. Der Kampf der französischen ArbeiterInnenklasse gegen ihre eigene Bourgeoisie wird auch den Zusammenschluss der französischen ArbeiterInnen fördern, von denen hunderttausende aus Afrika kommen, um mit der V. Republik Schluss zu machen, eine ArbeiterInnenregierung zu errichten und den Weg für die Vereinigten Sozialistischen Staaten von Europa freizumachen.   Nieder mit der Intervention der französischen Armee in Zentralafrika und dem Tschad! Aufkündigung aller "Verteidigungsverträge"! Rückzug der französischen Truppen aus Afrika! Schließung aller französischen Militärstützpunkte! Einwanderungs- und Aufenthaltsrechte für alle afrikanischen StudentInnen und ArbeiterInnen!   Paris, 5. Jänner 2006   Übersetzung: Der Neue Kurs (*) Die Groupe Bolchevik ist die französische Sektion des Kollektiv Permanente Revolution (CoReP, www.revolution-socialiste.info).     Mit sozialistischen Grüßen, die Zeitschrift Der Neue Kurs derneuekurs at gmx.at www.arbeiterinnenpolitik.net Der Neue Kurs Stiftgasse 8 A-1070 Wien -- derneuekurs at gmx.at www.arbeiterinnenpolitik.net Der Neue Kurs Stiftgasse 8 A-1070 Wien ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< DISKUSSION ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 11 Zur Info: Antwort auf die Nach-Wahl-Berichterstattung im COXX Nr. 2/07 Kurt Krickler ================================================== Liebe Leute (von der COXX-Redaktion)! Zu Eurer Nach-Wahl-Berichterstattung im COXX Nr. 2/07 folgende Zuschrift. Vielleicht habt Ihr ja Platz, sie ungekürzt abzudrucken, immerhin erwartet Ihr ja von der HOSI Wien eine "Distanzierung" ­ diese wird es allerdings nicht geben. Liebe Grüße Kurt Krickler Generalsekretär Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien ­ 1. Lesben- und Schwulenverband Österreichs Novaragasse 40, 1020 Wien www.hosiwien.at ZVR-Nr. 524 534 408 Politisch naiv Irgendwie ist Eure Enttäuschung über das Ergebnis der Regierungsverhandlungen schon ziemlich irrational. Nach der Wahl am 1. Oktober war doch klar, daß die ÖVP trotz ihrer Erdrutschniederlage weiterhin am längeren Ast sitzt. An den politischen Verhältnissen hat sich nämlich wieder nichts grundlegend geändert. Ich habe schon in einem Kommentar für die "Glocalist Review" am 3. Oktober (der auch auf Rainbow.or.at veröffentlicht wurde: www.rainbow.or.at/news/1159891413) geschrieben: "Jetzt steht Österreich wieder genau dort, wo das Land auch 1999 schon gestanden ist." Und die ÖVP könne weiterhin eine wichtige, ja entscheidende Rolle spielen. Das Land sei wieder in die Zeit 1986-1999 zurückkatapuliert, die seit 1983 bestehende rechte Mehrheit im Nationalrat wieder nicht gebrochen worden. Im Gegensatz zur ÖVP hat die SPÖ keine alternative Mehrheit jenseits der großen Koalition. Die SPÖ hatte also kein Druckmittel. Da hätte Gusenbauer noch so kopfstehen oder Purzelbäume schlagen können. Hätte er der ÖVP mit der Opposition drohen sollen? Das hätte diese wohl kaum beeindruckt. Und hätte er die Verhandlungen platzen lassen, hätte Schüssel wohl mit Orange und Blau weiterregiert. Es gab also gar keine wirkliche Alternative zur großen Koalition um jeden Preis. Mit 68 von 183 Mandaten kann man nun einmal nicht alle seine Anliegen durchsetzen. Insofern verdienen Gusenbauer und die SPÖ eigentlich höchste Hochachtung, daß sie sich fast bis zur ideologischen Selbstaufgabe geopfert haben, um dem Land weitere vier schwarz-blau-orange Jahre zu ersparen. Und ich persönlich finde das auch sehr lobenswert. Denn sieben Jahre von dieser unfähigen Chaoten- und Wapplerpartie (Sickl, Reichhold, Forstinger, Böhmdorfer, Gorbach und wie sie alle hießen ­ Gott sei dank hat man die Namen der meisten längst schon wieder vergessen) regiert zu werden war ohnehin eine ziemliche Zumutung, die nicht viel länger zu ertragen gewesen wäre. Und Schüssel ist auch weg aus der Regierung. Was will man eigentlich noch? Natürlich gab es die Wahlversprechen: Weg mit den Eurofightern und Studiengebühren und her mit der Eingetragenen Partnerschaft. Aber es wird doch hoffentlich niemand so politisch naiv sein, anzunehmen, daß die ÖVP unter den gegebenen Voraussetzungen hier zustimmen und damit bei nur zwei Mandaten weniger eine De-facto- SPÖ-Alleinregierung zulassen würde! Die jetzt geäußerten Vorwürfe hätte man der SPÖ machen können, wäre sie bei einer rot-grünen Mehrheit eine große Koalition mit der ÖVP zu diesen Bedingungen eingegangen ­ aber so? Ja, das Grundübel ist, daß drei Mandate im Parlament auf eine rot-grüne Mehrheit fehlen. Den einzigen Vorwurf, den man in diesem Zusammenhang der SPÖ machen kann, ist daher, daß sie nicht noch mehr Wahlversprechen gemacht hat, um nicht auch noch diese drei Mandate zu erobern. Denn wie die COXX-Autoren und die vielen anderen Reaktionen einmal mehr beweisen, scheinen viele Leute tatsächlich ihr Wahlverhalten von einzelnen Wahlversprechen abhängig zu machen. Bloß: Auch hier sehe ich keine wirklichen Alternativen: Wen hätte man sonst wählen sollen, wollte man etwa die Eingetragene Partnerschaft oder die Abschaffung der Studiengebühren? ÖVP, BZÖ, FPÖ? Wohl nicht! Die Grünen? Glaubt denn tatsächlich irgend jemand, daß die Grünen als ÖVP-Juniorpartner ein Wunder bewirkt und sich eher in diesen Punkten durchgesetzt hätten? Na eben! Auch den Grünen wäre nichts anderes übriggeblieben, als entweder auf eine Regierungsbeteiligung oder auf die Umsetzung ihrer Wahlversprechen zu verzichten. Warum hätte die ÖVP den Grünen einen Gefallen tun und ihnen da entgegenkommen sollen? Und so gesehen, sind mir bei einer ­ leider unvermeidlichen ­ ÖVP- Regierungsbeteiligung eine starke SPÖ und ein Kanzler Gusenbauer allemal lieber als eine grüne Juniorpartnerin und ein Kanzler Schüssel. Ich habe jedenfalls meine Stimme für die SPÖ keine Sekunde bereut und war noch nie so entschlossen und zufrieden mit meinem Wahlverhalten wie dieses Mal. Günter Tolar mag sich zerknirscht in alter ma(s)o(ch)istischer Selbstkritik ergehen, ich verliere jedenfalls nicht aus den Augen, wo unsere tatsächlichen Feinde sitzen, die unsere Menschenrechte mit Füßen treten und uns volle Gleichstellung vorenthalten: nämlich in der ÖVP. Es ist grotesk und geradezu verrückt, wenn jetzt der SPÖ die Schuld in die Schuhe geschoben wird, daß die ÖVP sich weigert, uns als gleichberechtigte BürgerInnen zu behandeln. Solange es nicht gelingt, eine rot-grüne Mehrheit ins Parlament zu wählen, werden wir immer vom Goodwill der ÖVP abhängig sein. Allerdings befürchte ich, wird das schwer gelingen angesichts dieser politischen Bewußtlosigkeit bei vielen Schwulen, wie sie auch in Euren Kommentaren und Berichten so deutlich wird oder in dieser bizarren Unverhältnismäßigkeit zum Ausdruck kommt, wenn jetzt dazu eingeladen wird, SPÖ-PolitikerInnen am Regenbogen-Ball auszubuhen (womöglich dann durch Leute, die sich kein einziges Mal auf einer Donnerstags-Demo blicken ließen!). Und wenn man der SPÖ bei den nächsten Wahlen einen Denkzettel erteilen will, dann wird sich noch länger nichts an unserer Situation ändern, denn die Alternative heißt ja dann erst recht wieder ÖVP + BZÖ und/oder FPÖ. Und das hatten wir jetzt sieben Jahre! Bei aller Frustration wäre es ein Schuß ins eigene schwul- lesbische Knie, die SPÖ zu schwächen. Im Gegenteil: Wenn die ÖVP nicht umschwenkt, müssen wir uns noch stärker für die SPÖ ins Zeug legen, um dann spätestens 2010 die seit 1983 andauernde konservative Mehrheit im Nationalrat zu brechen. Auch die HOSI Wien hat sich nichts vorzuwerfen. Wir haben uns 2000 sofort der Widerstandsbewegung gegen Blau-Schwarz angeschlossen und seither für die Überwindung dieser Koalition mit den rassistischen und fremdenfeindlichen Rechtsparteien gekämpft. Wir haben aufgrund unserer bald 30jährigen Erfahrungen nie ein Hehl daraus gemacht, daß unseren Anliegen nur die Stärkung der fortschrittlichen Kräfte und die Verhinderung einer rechten Mehrheit im Nationalrat weiterhelfen können. Und unser Ziel, die rechte Koalition und Schüssel als Kanzler wegzukriegen, haben wir ja erreicht. Wir sehen also nicht den geringsten Grund, jetzt besonders unzufrieden oder selbstkritisch zu sein. Natürlich hätten wir uns über eine rot-grüne Mehrheit noch mehr gefreut, aber das hat¹s halt wieder nicht gespielt. Daß die in den LAMBDA-Nachrichten abgegebenen Wahlbekenntnisse (von "Wahlempfehlungen" zu sprechen ist wohl etwas übertrieben) im Verhältnis 7:3 für rot:grün ausgefallen sind, ist auch nicht wirklich erstaunlich und im Verhältnis zum Wahlergebnis insgesamt (35,3 % zu 11 %) sogar eher unverhältnismäßig grünlastig. Wir hätten auch Wahlbekenntnisse für ÖVP, BZÖ oder FPÖ veröffentlicht, hätte sich jemand als WählerIn dieser Parteien geoutet. Wir können also angesichts der Umstände und politischen Realitäten nicht wirklich einen Verrat an unseren Anliegen erkennen. Solange die SPÖ gemeinsam mit den Grünen keine Mehrheit und daher gar keine Möglichkeit hat, ihre diesbezüglichen Wahlversprechen umzusetzen bzw. zu brechen, gilt für uns die Unschuldsvermutung. Auf den Unsinn, den ein Daniel Berg auf Seite 27 verzapft, der von Grün-Schwarz träumt, will ich gar nicht erst weiter eingehen. Das ist dermaßen oberflächlich und tiefstes Kronenzeitungsniveau, daß sich jeder Kommentar erübrigt. Nur eins: Jemand ihre Übergewichtigkeit vorzuwerfen und diese als Ausschlußgrund für das Amt der Gesundheitsministerin ins Treffen zu führen ist nicht nur letztklassig, sondern beängstigend faschistoid und menschenverachtend. So etwas Diskriminierendes in einer Zeitschrift einer "diskriminierten" Minderheit zu lesen tut wirklich weh. Dürfen jetzt nur mehr Leute mit einer Model-Figur GesundheitsministerIn werden? Was kommt als nächstes? Und warum soll ein Pazifist nicht Verteidigungsminister werden? Es ist wohl auszuschließen, daß in den nächsten vier Jahren einer unserer EU-Nachbarn uns militärisch angreifen wird ­ Darabos wird daher nicht in die Verlegenheit kommen, einen Schießbefehl geben zu müssen. Und wenn die Liechtensteiner in Vorarlberg einmarschieren, sollten wir sie gewähren lassen. Dann gibt's wenigstens dort wieder mehr Briefkästen! Kurt Krickler ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 12 Heiligendamm -- Davos Öffentlicher Newsletter der Gipfelsoli Infogruppe ================================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - The European Security Strategy - G-8-Gipfel: In Heiligendamm drohen Anschläge von Islamisten - EU meetings - Gute Nacht in Bützow - Rechtshilfe braucht Geld! - Einladung zur Gründung eines "Thüringer Netzwerkes gegen den G8-Gipfel" 2007 - G8-Gipfel-Hotel auf finanziellem Schlingerkurs - Infos zur NoDemo (update 23.1.) - Einladung zum 1. Tortenwurf-Wettbewerb am WEF 07 in Davos ----------------------------------------------------------------------------- The European Security Strategy Concepts and Technologies against Terrorism The 10th European Police Congress (12 - 14 February 2007) deals with new concepts and technologies for counterterrorism. This is one of the main points of the upcoming EU-Presidencies of Germany, Portugal and Slowenia in 2007 and 2008 that includes the implementation of a common European Security Strategy against Terrorism. At the 10th European Police Congress, the following topics will be discussed in a main programme of two days and eight panel Sessions: Main Programme: * Cooperation Concepts of international Secret Services * European Alliances and Intelligence as a Prerequisite in the Fight against Terrorism * The Capabilities of the "THW" for the European Security Network * The European Police Mission in Bosnia and Herzegovina * The new way ahead in the Fight against Terrorism * The Security Architecture of the G8-Summit in Germany * The transformation of the national Security Identity * Transformation of the ESDP? Which Approaches of Member States and Europe are Required for Optimised Counterterrorism? * Transformation, Bundling and increased Sufficiency of the National Security Architecture Panel Programme: * Counterterrorism in Europe: Financing, Detection and Reaction * Network Europe: Information and Telecommunication Systems * European Border Protection: Chances and Challenges of the Schengen-Enlargement * Security Networks: Bundling of Resources - A future Perspective? * European Police Missions: International Missions and Concepts * The Policeman of the Future: Equipment, Capabilities, Reuirements The Conference is free of charge for MoP´s, Members of Embassies, Policemen, Militaries, Blue-Light-Organisations and Administrations. [http://www.europaeischer-polizeikongress.de] ----------------------------------------------------------------------------- G-8-Gipfel: In Heiligendamm drohen Anschläge von Islamisten Extremisten von links und rechts rüsten sich für scharfe Proteste gegen das Staatstreffen an der Ostsee. Selbst Neonazis wollen sich in die erwarteten Massenproteste der Globalisierungsgegner einreihen. Die wahre Bedrohung der Sicherheitslage im Ostseebad kommt jedoch von militanten Islamisten. Berlin - Die Polizei rechnet zum Treffen der Staats- und Regierungschefs der G-8-Staaten im Ostseebad Heiligendamm mit Anschlägen. "Das Bundeskriminalamt beobachtet die Mobilisierung gegen den Gipfel intensiv", sagte BKA-Präsident Jörg Ziercke WELT.de. Zwar seien Aussagen zur Dimension und Form der geplanten Proteste noch nicht abschließend möglich. "In der Vergangenheit hat sich jedoch gezeigt, dass es bei derartigen Veranstaltungen ein erhebliches Protestpotenzial gibt." Konrad Freiberg, Chef der Gewerkschaft der Polizei, erwartet zum Anfang Juni beginnenden Gipfel zahlreiche Gewalttaten. "Man muss davon ausgehen, dass es zumindest Brandanschläge geben wird", sagte er WELT.de. In Heiligendamm soll ein mit Nato-Draht bewehrter Zaun Protestierende fernhalten. Die Behörden rechnen mit bis zu 100 000 linken Demonstranten, die gegen den "neoliberal globalisierten Kapitalismus" protestieren wollen, wie es im Aufruf des Blockade-Netzwerks Block G 8 heißt. Die Organisatoren rufen zu gewaltlosen Aktionen auf; dennoch rechnen Sicherheitskreise mit einem sehr kleinen Kreis, der im Schatten der Massenproteste Gewalttaten plant. Doch auch religiöse Fanatiker und Rechtsextremisten richten ihr Augenmerk auf den Gipfel. "Ohne dass uns hierzu konkrete Hinweise vorliegen, muss aufgrund der Teilnehmerstaaten und der hochrangigen Persönlichkeiten zudem davon ausgegangen werden, dass die Veranstaltung auch im Zielspektrum islamistischer Täter liegen könnte", sagte Ziercke. Und: Nach Informationen von WELT.de mobilisieren Neonazis gerade im Internet, um gegen den Gipfel vorzugehen. In einschlägigen Chats diskutieren Rechtsextreme aus dem Umfeld der gewaltbereiten und neonazistischen "freien Kameradschaften", wie sie sich gegen das Treffen der Staats- und Regierungschefs engagieren sollen. Unter der Parole "G 8 2007 rocken" rufen sie zu Protesten auf. Allerdings nicht zu eigenständigen: Die Neonazis wollen sich in die linken Massenproteste einreihen. "Wir haben doch das gemeinsame Ziel, den G-8-Gipfel zu zerschlagen oder wenigstens zu behindern", schreibt ein Chat-Teilnehmer im rechtsextremen Internet-Forum Freier Widerstand. "Bald gibt es kein links und rechts mehr, dann gibt es nur noch das System und seine Feinde", schreibt apokalyptisch ein anderer. "Um Gewalttaten seitens der Antideutschen vorzubeugen", warnt ein anderer Chat-Teilnehmer mit Blick auf die linken Demonstranten, "sollten wir schon auf diese szenetypische Kleidung verzichten." Sprich: Nicht mit Springerstiefeln und Bomberjacke, sondern in Turnschuh und Pullover wollen sich Neonazis unter die anderen Proteste mischen. Rechtsextreme kritisieren den G-8-Gipfel, weil die internationale Politik in ihren Augen Grenzen verwische, nationale Identitäten angreife und sich zu sehr an der Marktwirtschaft orientiere. Den Gedanken, zusammen mit Linken zu protestieren, nennen Rechtsextreme "Querfrontstrategie". Damit nichts gemein hat die NPD. Unter dem Motto "Für eine Welt freier Völker" wollen die Nationaldemokraten ihren eigenen Protest in Schwerin auf die Straße bringen. Doch die radikaleren Kameradschaften kann die rechtsextreme NPD, die im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern sechs Abgeordnete stellt, für ihre Demonstration kaum begeistern. Die NPD erscheint den Neonazis als zu bürgerlich - bleibt ihnen der Protest der Linken. Die demokratischen Organisatoren der Gipfelproteste zeigen sich alarmiert. "Wir werden mit aller Kraft verhindern, dass sich Neonazis unseren Aktivitäten anschließen", sagte Frauke Distelrath, Sprecherin des globalisierungskritischen Netzwerks Attac. Die Leute von Attac haben noch die Montagsdemonstrationen in Ostdeutschland gegen die Hartz-IV-Reform in Erinnerung. Damals mischten sich 2004 vielfach junge Neonazis aus den Kameradschaften meist unbehelligt unter die Demonstranten. Selbst in Blöcken konnten sie mitmarschieren. "Unsere Kritik an der Globalisierung hat nichts mit der Kritik der Neonazis zu tun", sagte Pedram Shahyar vom Attac-Koordinisierungskreis. "Wir werden alle nötigen Mittel einsetzen, damit sie bei uns nicht mitmachen. Die wären lebensmüde, wenn sie kämen." [http://www.welt.de/data/2007/01/25/1188067.html] ----------------------------------------------------------------------------- EU meetings Overview 14. - 16.January informal EU meeting of the minister of inner affairs and law in Dresden 18.-20.January informal EU meeting for working and social aspects in Berlin 9. - 10.February EU ministers of finance meets in Essen 12. - 13.February in Berlin informal meeting culture and media 01. - 02.March in Heidelberg informal meeting education 01. - 02.March in Wiesbaden informal meeting "defence" 12. - 13.March in Bonn/Petersberg informal ministers meeting cooperation with trikont 30. - 31.March in Bremen informal meeting of ministers of foreign affairs ("Gymnich-Treffen") 19. - 20.April in Aachen informal meeting health 20. - 22.May in Mainz/Rheingau informal meeting of the agriculture-ministers 23. - 25.May in Leipzig informal ministers meeting about city planning and territorial cohesion 01. - 03. June in Essen informal ministers meeting enviroment [https://hamburg.dissentnetzwerk.org/EUmeetings/Overview] ----------------------------------------------------------------------------- Gute Nacht in Bützow Camp von Kritikern des G8-Gipfels auf dem Weg / Agentur wirbt im Internet Neues vom geplanten Camp für G8-Gegner in Bützow: Die Organisatoren freuen sich über grünes Licht des Landkreises und werben unter dem Slogan "G8 - Gute Nacht" um Gäste. Die Stadt Bützow hat noch nicht zugesagt. Hier ist das Camp umstritten. André Harder frohlockt: Das Umweltamt des Landkreises Güstrow habe die erforderliche naturschutzrechtliche Genehmigung für das Camp im Bützower Gewerbegebiet erteilt, erklärt der Organisator vom "Büro VIP". "Damit darf vom 1. bis 10. Juni eine Zeltstadt am Rande des Gewerbegebietes entstehen." Die Zusage der Stadt in Ordnungsfragen stehe noch aus, sagt Bützows Bürgermeister Lothar Stroppe. Er rechne mit einem Termin nach dem 30. Januar. Stroppe zeigte sich gestern "verwundert" über den Vorstoß der Agentur. Zusage und Auflagen hatte Harder stets zur Voraussetzung dafür gemacht, ob es überhaupt ein Camp von Globalisierungsgegnern in Bützow geben wird. Nun sei klar, dass die Zeltstadt eingezäunt wird, um das angrenzende Nebeltal zu schützen. "Die Teilnehmer gelangen ausschließlich über einen ausgewiesenen Eingang ins Camp", so Harder. Die Agentur "Büro VIP" hat begonnen, das Bützower Camp massiv zu bewerben. Motto: "G 8 - Gute Nacht". Ziel sei es, Bützow als Ausgangspunkt für Aktionen gegen den Weltwirtschaftsgipfel in Heiligendamm zu nutzen. Im Internet ist eine Seite freigeschaltet (www.g8-gute-nacht.de), die Interessierte informiert. Demnach sind Familien-, Einzel- und Gruppentickets jeweils für die Dauer von zehn Tagen im Angebot. Die Organisatoren versprechen u.a. 3000 Parkplätze, IC-Bahnanschluss, Sicherheitsdienst, Seminare, Konzerte, Kanufahrten und Kinderprogramm. Menschen aus Bayern und Baden-Württemberg wird ein Familienurlaub in Bützow ans Herz gelegt, da in diesen Bundesländern im Juni bereits Ferien sind. Beantwortet werden im Internet auch mögliche praktische Fragen von Gästen: Waschen sei umsonst, Duschen koste einen Euro, gefeiert werden könne 23 Stunden am Tag - von 6 bis 5 Uhr morgens. Unter dem Stichwort "Mecklenburger" ist zu lesen: "Denkt dran: Die Bützower waren vor euch da." Unterdessen machen sich in der Stadt Bützow Sorgen wegen des Camps breit. Der Polizeichef im Kreis, Hans-Detlef-Henkel, hatte im SVZ-Interview erklärt, dass er bei Tausenden Menschen mit Krawallen rechne. Bürgermeister Lothar Stroppe war aus Sicherheitsgründen von Beginn an gegen das Camp. Heute hat er Gewerbetreibende und Fraktionschefs der Stadtvertretung zum Gespräch geladen. Am Dienstag, 6. Februar, 18 Uhr, findet eine Einwohnerversammlung im Rathaus statt. Ein Thema: das G8-Camp. Die CDU-Stadtfraktion wollte das Camp sogar positiv begleiten. Einen Antrag zur Bildung eines zeitweiligen Ausschusses für die Sitzung der Stadtvertreter am Montag werde er jedoch wieder zurückziehen, sagt Fraktionschef Frank Schröder. Begründung: Er sei "nicht mehrheitsfähig". In Bad Doberan könnte es ein zweites Camp von G8-Gegnern geben. Das Netzwerk ATAC will 5000 Besuchern Platz bieten. [http://www.svz.de/newsmv/lr/bue/24.01.07/23-15709047/23-15709047.html] ----------------------------------------------------------------------------- Rechtshilfe braucht Geld! Spendenaufruf für einen Anwaltsnotdienst zum G8-Gipfel Anlässlich des G8 Gipfels in Heiligendamm wird es voraussichtlich zu erheblichen Einschränkungen von Grund- und Freiheitsrechten kommen. Die Freiheit zur Meinungsäußerung und zur Versammlung muss verteidigt werden; mitunter auch auf der Strasse, auf Veranstaltungen, vor der Einsatzleitung der Polizei und den Bereitschaftsgerichten. Hier setzt die Arbeit des anwaltlichen Notdienstes an. Der Republikanische Anwältinnen- und Anwälteverein und die Strafverteidigervereinigung Mecklenburg-Vorpommern schaffen zur Zeit Strukturen, um unrechtmäßige Masseningewahrsamnahmen, Einreiseverbote, Zurückhalten von Bussen mit Demonstranten, Beschlagnahme von Flugblätter und Transparenten u. ä. zu verhindern bzw. gegen solche Maßnahmen effektiven Rechtsschutz zu gewährleisten. In Rostock werden für die Dauer von etwa 3 Wochen Büros eingerichtet, in denen Anwältinnen und Anwälte neben dem Ermittlungsausschuss arbeiten können. Für die Einrichtung der Büros, die Anschaffung von Arbeitsmitteln oder die Anmietung von Unterkünften wird Geld benötigt. Der Anwaltsnotdienst wird für alle da sein. Er kann nur arbeiten, wenn sich auch alle an seiner Finanzierung beteiligen! Spenden für den Anwaltsnotdienst sollen auf das Konto des RAV * Postbank Hannover * Konto-Nr. 9004 - 301 * BLZ 250 100 30 * Stichwort: Anwaltsnotdienst G8-Gipfel 2007 überwiesen werden. ----------------------------------------------------------------------------- Einladung zur Gründung eines "Thüringer Netzwerkes gegen den G8-Gipfel" 2007 Liebe Freundinnen und Freunde, KollegInnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren, mit dem G8-Gipfel im Ostseebad Heiligendamm findet vom 5.-8. Juni 2007 ein internationales politisches Großevent statt. Alle Kameras werden sich auf die Regierungsspitzen der sieben mächtigsten Industrienationen und Russlands richten. Auch die bereits angekündigten Proteste werden im Mittelpunkt der internationalen Berichterstattung stehen. Den jährlichen Treffen dieser acht wirtschaftlich und militärisch dominierenden Staaten stehen seit Jahren Proteste und Aktionen der sozialen und globalisierungskritischen Bewegungen und der Gewerkschaften gegenüber. Sie erheben dort gemeinsam ihre Stimmen gegen die globalen ökonomischen und sozialen Missstände, die durch die Politik der G8 forciert werden. Auf parallel stattfindenden Gegengipfeln werden Vorstellungen über eine andere Welt debattiert. Auch der G8-Gipfel 2007 in Deutschland wird eines der zentralen Ereignisse für diese Bewegungen sein. 2007 wollen wir uns in Thüringen im Vorfeld des Gipfels mit der Politik der Staaten der G8 beschäftigen und zu Protesten dagegen mobilisieren. Dafür möchten wir Euch / Sie zu einer Veranstaltung einladen am Dienstag, 30. Januar 2007 um 17:30 Uhr in Hörsaal 5.E.11 der Fachhochschule Erfurt (Altonaer Straße 25). In einem kurzen Input werden wir die Kritik an den Institution der G8 und ihrer Politik verdeutlichen und zudem den aktuellen Stand der welt- und bundesweiten Protestvorbereitung vorstellen. Im Anschluss daran wollen wir dann ein "Thüringer Netzwerk gegen den G8-Gipfel" gründen, zu dessen ersten Treffen wir Euch/ Sie hiermit herzlich einladen. Unser Vorschlag zur Tagesordnung für die Netzwerkgründung ist: I. Klärung der Grundlagen der Zusammenarbeit II. Aufgaben und Ziele eines G8-Bündnisses in Thüringen - weitere Mobilisierungsschritte - Überlegungen zu ersten Projekten, Veranstaltungen, Aktionen III. Organisatorisches (Struktur, Tagungsrhythmus, Tagungsort) Als Grundlage für das Bündnis und unsere Zusammenarbeit schlagen wir vier Punkte vor: * Die Ablehnung der Politik und Institutionen der G8, * verbindliche Absprachen und gleichberechtigte Entscheidungen, * die klare Abgrenzung gegen jedweden Rechtsextremismus und Rechtspopulismus, * und die Akzeptanz unterschiedlicher Protestformen. Wir würden uns über Euer/ Ihr Kommen zur Veranstaltung und/oder dem Netzwerktreffen freuen! Mit freundlichen Grüßen DGB-Jugend Thüringen Jugendbüro RedRoXX Anti-G8-Plenum BergsteigerInnen Hinweis: Entsprechend § 6 Abs. 1 VersG weist der Veranstalter darauf hin, dass Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Versammlung ausgeschlossen sind. ----------------------------------------------------------------------------- G8-Gipfel-Hotel auf finanziellem Schlingerkurs Das Kempinski Grand Hotel in Heiligendamm, Tagungsort des G8-Gipfels im Sommer, ist offenbar in akuter Geldnot. Wie die "tageszeitung" (taz) am Donnerstag berichtet, verliert der Hoteleigner - die Fundus-Gruppe - einen Millionen-Kredit der HypoVereinsbank. In einem internen Schreiben, das dem Blatt vorliegt, heißt es, das Geldinstitut habe sich "nicht mehr bereit erklärt, den Kredit in Höhe von 15 Millionen Euro zu verlängern". Das Schriftstück ging dem Bericht zufolge an die Anteilseigner der Kommanditgesellschaft, der das Luxushotel in dem Ostsee- Badeort gehört. Die Gesellschaft ist die Rechtsform für einen Immobilienfonds, der von der Fundus-Gruppe im nordrhein- westfälischen Düren aufgelegt wird. Fundus hat weite Teile des historischen Seebads Heiligendamm nach der Wende aufgekauft. "Gipfel ist nicht gefährdet" Die Fundus-Gruppe bestätigte der "taz" den Rückzieher der HypoVereinsbank. "Ja, es findet eine Umfinanzierung statt", sagte Fundus-Sprecher Johannes Beermann. Nach Ansicht von Fundus sei der G8-Gipfel dadurch aber nicht gefährdet. "Er ist definitiv nicht betroffen", beteuerte Beermann. Um "frisches Geld" gebeten In dem Brief an die Gesellschafter kündigt die Geschäftsführung den Ausfall des Geldes der HypoVereinsbank an. Außerdem bittet sie die Investoren um frisches Geld, mit dem sie das Finanzloch stopfen kann. Wie die "taz" weiter berichtet, lagen dem Schreiben entsprechende Darlehensverträge bei. Hinter Fundus steht der Investor August Anno Jagdfeld, zugleich Geschäftsführer der Kommanditgesellschaft. Mit dem Kreditausfall wäre das Gipfel- Hotel gefährdet. Der Namensgeber Kempinski stellt in Heiligendamm nur das Know-how für das Management des Hotels. Das Geld soll nun möglichst schnell fließen. Bis zum 15. Februar wünscht sich Geschäftsführer Jagdfeld die Verträge "mit möglichst properen Beträgen" zurück: "Wir wollen die Fondssicherung im ersten Quartal 2007 vor dem G8-Gipfel abgeschlossen haben." Eile ist auch geboten. Schließlich sollen vom 6. bis 8. Juni die mächtigsten Staats- und Regierungschefs der Welt in Heiligendamm logieren. Überschüsse gefordert Die HypoVereinsbank droht dem Brief zufolge an, ihren Kreditanteil an "eine ausländische Finanzierungsgesellschaft (so genannte Heuschrecke) zu veräußern". Die Bank habe sich zu dem Thema bisher nicht geäußert, so das Blatt. Der Grund für den Rückzug der Bank könne sein, dass das Hotel derzeit offenbar nicht sonderlich gut laufe, heißt es. Aus unterschiedlichen Gründen sei es "dem Grand Hotel Heiligendamm bis heute nicht gelungen, Überschüsse zu erwirtschaften", so Jagdfeld. Als Ursachen führt er der "taz" zufolge die Vogelgrippe an und dass Tagestouristen durch die Hotelanlagen spazierten. Dabei ist das Areal rund um das Hotel auf Betreiben von Fundus schon weitgehend für Normalbürger gesperrt. Für den Gipfel wird bereits sogar ein Sicherheitszaun weiträumig um die Hotelanlage gezogen. Zehn Prozent des Kapitals der Kommanditgesellschaft Wie die "tageszeitung" schreibt, ist der Brief an die Gesellschafter "in dringlichem Ton" gehalten. Es heiße darin, "jeder ist gefordert". Den Erhalt des Hotels sieht Fundus-Sprecher Beermann auch nach dem Gipfel nicht in Gefahr. Die 15 Millionen Euro der HypoVereinsbank machten gerade einmal zehn Prozent des Kapitals der Kommanditgesellschaft aus. Der größere Teil des Guthabens der Grand-Hotel-Eigentümer setzt sich aus 127 Millionen Euro der Anteilseigner und 50 Millionen Euro Investitionszuschuss zusammen. Um das Hypo-Geld zu ersetzen, müssten alle Gesellschafter ihr Kapital um 15 Prozent aufstocken. Einige von ihnen sollen bereits schon jetzt nicht mehr zahlen können - oder wollen, so die "taz". [http://www1.ndr.de/ndr_pages_std/0,,OID3619640_REF_SPC1729540,00.html] ----------------------------------------------------------------------------- Infos zur NoDemo (update 23.1.) In Davos stinkt es schon gewaltig nach WEF: überall stehen (weissverkleidete) Gitter und Stacheldraht herum, Polizei und Militär sind auf der Strasse präsent und nicht wenige WEF- TeilnehmerInnen und Journis waren schon heute geschäftig auf der Promenade unterwegs. Höchste Zeit für einige News zum Aktionstag vom nächsten Samstag. Das wichtigste zuerst: Heute wurden der Infostand und die von Einheimischen organisierte Demo bewilligt. Anreise: Da am Samstag in Davos auch eine bewilligte Demo stattfindet, sollte die Anreise auch für Personen, die kostümiert oder mit Transpis, Infomaterial, etc. anreisen, kein Problem darstellen. Wie erwartet wird am Samstag in Fideris zwischen 9.00 und ca.14.30 Uhr die Kontrollschleuse in Betrieb genommen. Zugreisende von Landquart nach Davos müssen dort aussteigen und sich einer Gepäck- und in Einzelfällen einer Identitätskontrolle unterziehen. Wer sich diesem Prozedere nicht aussetzen will, findet auf www.dadavos.ch/mediawiki/index.php?title=Infos_zur_Nodemo alternative Anreiserouten. Der Zug über Filisur fährt voraussichtlich nur bis Frauenkirch. Dort besteht die Möglichkeit auf den Ortsbus umzusteigen. Die übrigen Kurse verkehren fahrplanmässig. SBB-Rail Service: 0900 300 300 Einige hilfreiche Links: Rhätische Bahn: www.rhb.ch Medienmitteilung der RhB zum WEF-Samstag: www.rhb.ch/aktuell/WEF_2007.pdf Ortsbus Davos: www.vbd.ch Situation in Davos: Der Infostand steht auf dem Bubenbrunnenplatz beim Migros in Davos Platz (Karte auf www.dadavos.ch/Karte_Davos.pdf) und ist am 27.1. von 10 bis 20 Uhr in Betrieb. Es ist möglich, dass die Polizei versuchen wird, AktivistInnen von der Promenade fernzuhalten. Dies betrifft v.a. Personen, die kostümiert oder sonstwie als WEF-GegnerInnen erkennbar sind. Währendessen sollten sich Personen, die unauffällig bekleidet sind, in (fast) ganz Davos relativ frei bewegen können. So oder so gilt für alle: "Viele Wege führen auf die Promenade!" Die Demo, die von der Grünen Partei Davos organisiert wird, führt vom Bahnhof Platz über die (wenig belebte) Talstrasse zum Bahnhof Dorf. Die Demo beginnt um 13.30 Uhr beim Bahnhof Platz. Am Open Forum finden am Samstag drei Veranstaltungen statt (12.45 - 14.15; 15.30 - 17.00; 18.00 -19.30). Das detaillierte Programm ist auf www.weforum.org/en/events/AnnualMeeting2007/OpenForum/index.htm . Am Abend findet in der Box in Davos von 20 -24 Uhr ein Metalcore- Konzert mit Prejudice (Genf), Elision (D), Set The Destroyer (Davos) statt. Link zur Box: www.punkrockcity.ch/box.html Es besteht keine Möglichkeit in der Box zu übernachten. Bei ausreichender Standfestigkeit, kann man sich aber in Davos gut die ganze Nacht um die Ohren schlagen. Infos auf www.davosbynight.ch. Weitere Infos zu Aktionen, Anreise, Situation in Davos und Antirep auf www.dadavos.ch/mediawiki/index.php?title=Infos_zur_Nodemo Antirep-Nummer: 079/ 568 60 83 In diesem Sinne: Den Geist von Davos vertreiben! [http://www.no-wef.ch.vu] ----------------------------------------------------------------------------- Einladung zum 1. Tortenwurf-Wettbewerb am WEF 07 in Davos Zur Förderung des Tortenwurfs als Protestdisziplin prämiert die Revolutionäre Torten Front (RTF) zum ersten Mal Tortenwürfe auf WEF-Mitglieder. Das WEF erscheint uns als ideale Plattform, weil hier eine grosse Anzahl würdiger Zielpersonen auf kleinem Raum versammelt ist. Unser Ziel ist die Demaskierung jener globalen Elite, welche sich anmasst, unsere Zukunft gestalten zu wollen. Doch das können wir selbst viel besser! Runter vom hohen Ross, wir lachen euch aus! Ablauf: Die Torten-Teams agieren autonom, ohne Anmeldung und Bewilligung. Sie kümmern sich selbst um die Dokumentation ihrer Treffer und veröffentlichen diese auf Indymedia.ch - die Prämierung erfolgt aufgrund dieser Berichte. Wir empfehlen, die Anfahrtswege und die Tage Mittwoch bis Freitag einzubeziehen, um die Trefferwahrscheinlichkeit zu erhöhen. Es sollten mindestens drei Personen pro Team sein: Eine macht die Torte bereit, eine wirft, eine filmt oder photographiert. Torte aus kurzer Distanz ins Gesicht drücken. Vorsicht vor nervösem Sicherheitspersonal! Tortenwürfe sind ein Antragsdelikt (d.h. sie werden nur aufgrund einer Anzeige des Getroffenen verfolgt), ausser bei offiziellen Personen (Beamtenbeleidigung). Siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Tortung Bewertungskriterien: Art der Torte: Selbst gebackene, bio und vegane Torten werden besonders geschätzt. Bündner Nusstorten sind wegen Verletzungsgefahr ausgeschlossen. Keine Verschwendung von Esswaren: Triff oder iss es auf! Wer wurde getroffen? Treffer auf besonders niederträchtige WEF- TeilnehmerInnen werden höher bewertet. Z.Bsp. Felipe Calderón, Wahlbetrüger und Unterdrücker der Volksbewegung von Oaxaca, nennt sich Präsident von Mexiko und trägt die Verantwortung für zahlreiche verschwundene politische GegnerInnen; Gloria Macapagal Arroyo, Präsidentin der Philippinen, Unterdrückerin von Arbeitskämpfen und verantwortlich für die Ermordung und das Verschwinden vieler GewerkschafterInnen; Maria Consuelo Araujo, kolumbianische Aussenministerin, hat enge Verbindungen zu den paramilitärischen Verbänden, welche seit Jahren eine Politik des Terrors durch Massaker, Verschwindenlassen, Folter und Mord betreiben; sie hat versucht, ihren Einfluss spielen zu lassen und die Justiz von einer Strafuntersuchung gegenüber ihrer Familie abzubringen, welcher die Bildung von paramilitärischen Gruppen vorgeworfen wird; Peter Brabeck, Nestlé-Chef, beschuldigt der Zusammenarbeit mit paramilitärischen Gruppierungen, welche ArbeiterInnen in Nestlé-Betrieben bedrohen und umbringen. Begründung: Schreibt eine Begründung, wieso ihr eine bestimmte Person betortet habt. Stichhaltige Gründe erhalten Zusatzpunkte! Gesamtbeurteilung: Stil, Eleganz, Originalität und Treffgenauigkeit. Prämierung: Die Prämierung erfolgt durch eine anonyme Jury von erfahrenen KonditorInnen und TortenwerferInnen. Die ersten 3 Ränge werden mit dem Titel 'Master of Pie' (MP) ausgezeichnet. Das Sieger-Team gewinnt die gravierte, rot-schwarze Tortenform. Treffer auf den Gründer und Gastgeber des WEFs werden mit dem Klaus-Schwab- Sonderpreis belohnt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. [http://gipfelblockade.immerda.ch/Index.php?Site=News_details&ID=380] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli [at] nadir.org Pressearbeit: presse [at] gipfelsoli.org Ein- und Austragen Newsletter: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-l Ein- und Austragen Presseverteiler: https://lists.nadir.org/mailman/listinfo.cgi/gipfelsoli-presse Newsfeeds: Newsletter: http://www.gipfelsoli.org/feeds/rss2/5 Pressemitteilungen: http://www.gipfelsoli.org/feeds/rss2/13 Repression: http://www.gipfelsoli.org/feeds/rss2/15 -------------------------------------------------------------------------- ================================================== 13 News & Opportunities. "Abraham J. Bonowitz" ================================================== Greetings All! See www.ABOLITION.org for photos and updates on the January 17 action at SCOTUS. Today was another one of those banner news days for our movement..... CONTENTS Abolition Bill Introduced in Maryland - Governor says he'll sign it. Executions on Hold in NC Human Rights Travel Tours - NEW! Abolitionist Spring Break - Register NOW! Rawanda to Abolish the Death Penalty Quote of the Week Remembering Neil Walker ***************** ABOLITION BILL INTRODUCED IN MARYLAND - GOVERNOR SAYS HE'LL SIGN IT Congrats to all who had a hand in this.... Now the *really* hard work begins! ttp://www.baltimoresun.com/news/local/politics/bal-death0125,0,2192676.story?coll=bal-mdpolitics-headlines Md. lawmakers seek to repeal death penalty O'Malley says he would sign bill that favors life without parole as alternative By Brian Witte The Associated Press January 25, 2007, 5:59 PM EST Lawmakers announced plans today to introduce legislation that would repeal the death penalty in Maryland -- a measure Gov. Martin O'Malley said he would sign if the General Assembly approves it. State Sen. Lisa Gladden, D-Baltimore, and Delegate Samuel Rosenberg, D-Baltimore, are sponsoring bills that would replace the state's death penalty with a prison sentence of life without parole. O'Malley, a Democrat who personally opposes the death penalty, said he "sure would" sign a bill repealing the death penalty in favor of life without parole. "We waste a lot of money pursuing a policy that doesn't work to reduce crime or to save lives, but we could be putting that money into crime reduction," O'Malley said in a brief interview not long after legislators supporting the measure held a news conference. "I'm much more in favor of life without parole." Although Gladden and Rosenberg both said they believe support for a repeal has grown, they said they would need to find more votes to get the measure through both chambers. "While I think that it's a difficult task, I don't think it's impossible," Gladden said. Kirk Bloodsworth, a Maryland man who spent two years on death row and was later released from prison because of DNA evidence, said at the news conference that he was "living proof that the criminal justice system makes serious mistakes." Bloodsworth was convicted twice of killing a 9-year-old girl in 1984. He was placed on death row following his first trial. He was convicted again in a second trial, but received a life sentence instead of capital punishment. He was exonerated by DNA evidence in 1993. Bloodsworth said his experience proved an innocent person can end up on death row. "If it can happen to me, it can happen to anybody in this room and anybody in the state of Maryland," Bloodsworth said. Gladden said Bloodworth's case demonstrated a need for ending capital punishment. "I think that we have standing examples of why it's important that we repeal this," she said. "It doesn't work. The system's broken." Last month, the state's highest court ruled that executions in Maryland can't go forward until a legislative committee reviews Maryland's lethal injection protocol. The Court of Appeals ruling was made four days after executions were halted in California and Florida over concerns that lethal injections, as carried out, constitute cruel and unusual punishment. Delegate Anne Healey, who co-chairs the committee that would have to hold hearings on the protocol, said it was up to the governor to decide whether the committee should take up the review. She said she hasn't heard from O'Malley on the matter. Healey, D-Prince George's, said she's not sure lawmakers want to wade into such a divisive debate this year. "I think it's a big question mark whether people are interested taking it up this year," said Healey, who opposes the death penalty. Senate Minority Leader David Brinkley, a death penalty supporter who represents parts of Frederick and Carroll counties, said he believes the lethal injection review should be taken up to affirm the use of capital punishment in the state. However, the Republican said he didn't think the committee would bother this session, because lawmakers want to focus on budget issues. "I think it's going to put it on the back burner," Brinkley said. Sen. Paul Pinsky, a death penalty opponent who co-chairs the Joint Legislative Committee on Administrative Review that would have to hold hearings on the state's lethal injection protocol, said it was unclear whether the committee would take up the matter this year. "Right now, we have a default moratorium, which I think is fine," Pinsky said. ************ EXECUTIONS ON HOLD IN NC NOTE: Superior Court Judge Donald Stephens is the former director of the NC Attorney General's Office's death penalty unit­the state's arm for prosecuting the death penalty. He has a record of being especially pro-death penalty. We don't expect the NC Supreme Court to overturn the ruling if the state were to appeal it today. Of course, anything can happen. (01/25/07 -- RALEIGH) - A Wake County judge has suspended executions in North Carolina, putting a halt to an execution scheduled for 2 a.m. Friday morning. Marcus Robinson, 33, was scheduled to receive a lethal injection at Raleigh's Central Prison. Superior Court Judge Donald Stephens suspended his execution, two others scheduled for the coming weeks until the governor and Council of State approve an execution protocol that doesn't include a doctor participating. The judge says the law requires such approval. Attorneys for Marcus Reymond Robinson also want the U.S. Supreme Court to stop his execution so the courts can review evidence that he has a long- standing brain injury. The lawsuit was filed in conjunction with inmate James Edward Thomas, who is scheduled to be executed February 2nd for a slaying and sexual assault he says he doesn't remember. SCOTT WRITES IMAGE UPDATE: Photos of scenes from the courtroom today in Wake County, NC where Judge Donald W. Stephens halted two planned executions until Gov. Mike Easley and the Council of State can approve a new procedure for having a doctor present. http://www.langleycreations.com/photo/deathpenalty/stay-of-executions-2007/index.html Scott Langley Death Penalty Photo Documentary Project www.langleycreations.com/photo/deathpenalty photo at langleycreations.com 214-226-0503 **************** HUMAN RIGHTS TRAVEL TOURS WITH RICK HALPERIN http://www.smu.edu/humanrights ******************* ABOLITIONIST SPRING BREAK - REGISTER NOW! Hooman writes: I hope everybody is doing great. I just wanted to let you know about the 2007 Anti-Death Penalty Alternative Spring Break that Students Against the Death Penalty is organizing. This year's spring break will be featured on "The Amazing Break," a MTV show featuring alternatives to beer and beaches. Last year's spring break was featured on the mtvU (MTV's University channel), NPR and etc. You can register online at: http://www.springbreakalternative.org and also join the facebook group at: http://utexas.facebook.com/group.php?gid=2204628751 This event is also co-sponsored by TCADP, TMN, CEDP, EJUSA, MVFHR, Campus Progress, NCADP and ACLU. Alternative Spring Breaks are designed to give students something more meaningful to do during their week off, rather than just spending time at the beach or sitting at home catching up on school work. The specific purpose of this Alternative Spring Break is to bring students to Austin for five days of anti-death penalty activism, education and entertainment. We will provide participants with workshops that will teach them skills they can use to go back home and set up new anti-death penalty student organizations or improve ones that may already exist. The skills participants will learn can also be used in other issues besides the death penalty. Activities include a Death Penalty Issues Lobby Day and a direct action day. Students will gain valuable training and experience in grassroots organizing, lobbying, preparing a direct action and media relations. They can apply what they learn against the death penalty or in their activities involving other issues. Texas leads the nation by far in number of executions. Texas performed 45 percent of all the executions in the United States in 2006. Twenty-four people were executed in Texas 2006. There were 53 executions in the U.S. in 2006. Since the U.S Supreme Court ruling in 1976 that allowed executions to resume after a four-year period during which they were considered unconstitutional, there have been 1058 executions in the United States. Texas has performed 380 of those executions, which amounts to about 35 percent of the national total. According to the 2000 census, Texas has only 7.4 percent of the nation's entire population. Although the majority of the participants will be students, it is also a good opportunity for young people who are not students to become active. There are after all lots of young people who for various reasons don't go to college, but who may want to do something against the death penalty. The events and workshops are also open to the general public of any age, although the housing is reserved for young people. Participation in the Annual Anti-Death Penalty Alternative Spring Break is an invaluable experience. Participants will come away with firsthand knowledge of the anti-death penalty movement, a new perspective on issues facing our country, and will form new friendships that could last a lifetime. During the spring break students will have plenty of free time to enjoy Austin, the Live Music Capital of the World. The spring break is at the same week as the SXSW Film and Music festival (also the only Carbon Neutral festival in US 2007.sxsw.com). There is no participation fee for the Anti-Death Penalty Alternative Spring Break except for those people who need housing. If you do not need housing, because you live in Austin or you are making your own housing arrangements, then your participation is free, but please register so we know how many people to expect. Participants are expected to travel to Austin at their own expense and pay for most of their meals and incidental expenses while in Austin. Housing is available for a fee of $25. We will house participants in double rooms at a dormitory near the University of Texas at Austin. Most students will be at The Goodall Wooten, a few people will stay in a dorm near the Wooten. You will share the room with one or two other students. http://www.springbreakalternative.org If your organization is interested to co-sponsor this event please let me know. You can send $1+ donations to the following address or just donate online with a credit card: http://www.springbreakalternative.org/donate.htm Texas Students Against the Death Penalty Attn: Hooman Hedayati 1600 Wickersham Ln #3084 Austin, Texas 78741 I will appreciate if you include the alternative spring break in your next newsletter and/or send the website link to local student groups. Please let me know if you have any questions or if you are interested to get a student group from your State and come to Austin. Thanks Hooman Hedayati Texas Students Against the Death Penalty ************* RAWANDA TO ABOLISH THE DEATH PENALTY Rwanda set to abolish death penalty Rwanda's Government has approved plans to scrap the death penalty which has been a major obstacle to the transfer back home of defendants facing trial over the 1994 genocide, says a report on the Mail & Guardian Online site. http://www.legalbrief.co.za/article.php?story=20070122082526751 *************** QUOTE OF THE WEEK Thanks to Connie Nash for sending this: QUOTE OF THE WEEK at Sojourners Sojo.net Jan 25 2007 "The most effective answer to this leadership vacuum would be a new era of political activism by ordinary citizens. The biggest, most far-reaching changes of the past century ­ the labor movement, the civil rights movement, the women's movement ­ were not primarily the result of elective politics, but rather the hard work of committed citizen-activists fed up with the status quo. It's time for thoughtful citizens to turn off their TVs and step into the public arena. Protest. Attend meetings. Circulate petitions. Run for office. I suspect the public right now is way ahead of the politicians when it comes to ideas about creating a more peaceful, more equitable, more intelligent society." - Bob Herbert, New York Times columnist. (Source: from "Long on Rhetoric, Short on Sorrow The New York Times, January 25, 2007) http://www.nytimes.com/top/opinion/editorialsandoped/oped/columnists/bobherbert/ ************** REMEMBERING NEIL WALKER I remember Neil Walker as "that really tall lawyer" who came to Amnesty International gatherings back when I first started going to such things in the late '80's. I have not seen him in a long time and didn't really know him, but he's one of those human rights giants who should be remembered.... Here are a few recollections... >>> "Bart Stapert" 1/24/2007 4:38 PM >>> Dear friends, As some of you may have heard by now, Louisiana death penalty attorney Neal Walker passed away this weekend. Although I am far away and have not worked with Neal as much as many others on this list, I would like to express a few of my feelings about this deep and tragic loss. We have lost a big one. Neal was very intense, 6'9" of true integrity, yet non-assuming and a real mentor to all who have entered the death penalty field when he was around. Non-judgmental in his efforts to explain the ins and outs of what needed to be done to people who were still learning. I keep thinking of a letter to a client I once read when I was in his office at the Louisiana Resource Center. It said something to the effect of "At this office, we do not cut corners. We will do whatever it takes to represent you." Those who have worked with Neal much more than I have will undoubtedly second that this was truly his credo. Clients felt it, juries and judges sensed it, and as colleagues we just knew it. Neal was very private in a way; other than his love for Zydeco and other music I at least never knew all that much about him. When he was in the bad bike accident years ago, it was mostly his colleagues who came to the rescue: Clive, Jelpi Picou, Ben Cohen, David Utter, Danalynn and several others literally took turns to care for him 24/7 and they made sure he was transferred from Charity Hospital to better care. Neal seemed to have a certain lonesome quality about him. Yet he absolutely loved his clients: those on death row, but post-Katrina also the hundreds of evacuees who were spread around jails and prisons in the state. Single-focused determination is the word that comes to mind when thinking about Neal. And also, at a time like this I wonder if we as a movement look out for each other enough, for how people are really doing. Bart Stapert Bart Stapert Willem Pompe Institute for Criminal Law and Criminology Utrecht University **** didn't know him really beyond a few weeks, about to go into a desperate trial for me, last year where he had really great thoughts and was on call email, cell phone or otherwise (without me asking for this). Can't say even that I ever met him in person. Just know that he was THERE and responding every time I sent out a phone call or email for help trying to respond for years. But, I will say a loud AMEN to your thought! Teresa L. Norris **** >>> "Denny LeBoeuf" 1/25/2007 8:41 PM >>> Here are the details regarding Neal's Memorial/Celebration. Date: February 3, 2007 (Saturday) Time: 4:30pm Place: 2616 Royal Street (at Franklin Avenue) New Orleans, LA 70117 Everyone is invited. Please spread the word far and wide. Thanks. I've been trying to write about Neal all day. I have some adjectives: valiant, eccentric, private, industrious. He had a truly deep, analytic mind. He was pretty left-brained but once he'd marched from start to finish through a case he had it whole, for good. He had good ideas and good instincts too. When Neal argued before the state Supreme Court, which he did many times as the head of the Capital Appellate Project, every decent appellate lawyer in town went if they could get away. He was brilliant, brave, conversational, persuasive, and unflinching. It was a master class, every single time. He won too, in some pretty unfriendly courts, more often than almost any of us. I've known him a long time, since he came to town in '91. He and Nick both interviewed me for my job at the Loyola Resource Center. He said: she's tried some cases and she knows some music, we should hire her. In our first digs we were all sharing offices - Jack and Nick on the phone in the same room at the same time, how did they do that? - and me and Gary in one room, Barbara practically in a hallway - but Neal had a door that he could close. That was the private Neal. He would shut that door and work for days, then come out and do an imitation of an opponent or a witness or one of us - and we would fall down laughing. One night, under warrant, Scalia's clerk called to ask when we were going to file the latest cert petition. When Neal said he didn't know - Nick and I were in federal district court at the time - the clerk called back to warn him that there would be no single-justice stay from Scalia. "Oh sure, take all the suspense out of it, why don't you" said Neal. He was implacable and fearless in a trial court. I have seen him take the state's witness all the way down, whimpering, crawling off the stand, and turning, no doubt, to drink for oblivion. It wasn't personal, and I rarely saw him lose his cool. If you got between him and the life of his client, you had to go. Going hard or going easy, that wasn't his problem. He could pick at the state's case endlessly, until one that looked just awful started to unravel. He really got mitigation, knew the power and the science of mental health evidence. He was a great teacher. When the Resource Centers were killed off Neal headed the Louisiana Capital Appellate Project. He was also trying cases with Clive Stafford Smith, his dear friend, at Louisiana Capital Assistance Center, LCAC. When Clive left, Neal took over as Director. He was one of the finest capital defenders in the country, in the opinion of many who have earned the right to that opinion. He was fair. He was funny. He was masculine. I can't believe he's dead. He loved New Orleans. He did not romanticize his clients or his friends, didn't feel the need, but he might have had rosy glasses looking at this city. He was a fixture at zydeco dances, he drove to Opelousas on weekends for the music, he played a fine blues harmonica. I have a poster of one of his gigs, a show at Moma's Blues on Rampart Street. "You can see the Zulu king, down on Rampart on Dumaine" sings Professor Longhair. Neal and I listened to Fess one night in the office, and I think I introduced him to Fess's last bass player at JazzFest. He turned his love for the city into action after Katrina. Here's what Pam Metzger wrote: Neal was one of those brave few lawyers who stayed on after Katrina. Along with Phyllis Mann and others, Neal spent those first unspeakable weeks after Katrina combing the jails across the state. He freed, literally, hundreds of prisoners. He has saved lives across three decades. He was a gentle giant in our small criminal justice community. I do not know how many more deaths this little group can take before we are too diminished to continue fighting as Neal would have. As sad as I feel, I cannot imagine how bereft Neal's clients feel. People at LCAC, the office he headed, bravely and wisely decided to go to Death Row to give them the news in person. There was much love for him there, and he will be truly mourned. Neal was in Kentucky for years, he and Kevin McNally worked side by side. Their old friend Gary Johnson said people used to think they were brothers. Much pain in Kevin's voice Tuesday, but I asked him if he would write something. Maybe he can. I went to my storage unit today, dug into the boxed remainders of my old office on Elk Place, (never reopened after Katrina). I found the picture taken at the LACDL banquet one year - mid-90's, I guess - the very first Sam Dalton award for capital defense. It went to all of us at the Resource Center, which was also, at that time, the very beginning of what became LCAC. Eight of us. Nick Trenticosta, David Utter, Clive Stafford Smith, Gary Clements, me, Carol Kolinchak. No Barbara Warren, Kim Watts, or Jack Holdridge, although in my memory they were there that night. And Marie LeBoeuf Campbell, and Neal Walker, may they both rest in peace. I'll bring the picture to the party. Denny LeBoeuf *************** Have a lovely weekend.... --abe ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 14 Stoppen Sie die Eskalation des Krieges in Irak Dachverband lateinamerikanischer Vereine in Österreich ================================================== Unterstützungslink: http://www.avaaz.org/de/iraq_campaign_jan_2007/ Stoppen Sie die Eskalation des Krieges in Irak George Bush gießt mehr Öl in die Flammen in Irak. Aber der Amerikanische Kongress kann diese Flammen löschen. Wenn er von uns allen hört, dann wird er den Mut ergreifen, das zu tun! Erheben Sie Ihre Stimme JETZT um Bushs militärische Eskalierung zu stoppen und verlangen Sie einen effektiven Plan um den Krieg zu beenden. Bushs Vorschlag wird Leben kosten, die Welt weniger sicher machen und wird es erschweren, eine effektive politische Lösung zu finden. Amerikanische Bürger stehen aufrecht und protestieren. Wir wollen helfen, indem wir diese Anzeige in einer der einflussreichen amerikanischen Zeitungen anbringen, einer, die jeden Senator und Abgeordneten erreicht. Fügen Sie Ihren Namen dieser Kampagne bei und verbreiten Sie nun das Wort Petition: President Bushs Plan den Irak-Krieg zu eskalieren wird weder von der irakischen Bevölkerung, der internationalen Gemeinschaft, noch von der Irakischen Arbeitsgruppe und der Mehrheit der amerikanischen Bevölkerung unterstützt. Wir appellieren an den Amerikanischen Kongress, die militärische Eskalierung in Irak zu stoppen, und verlangen eine diplomatische Lösung sowie einen effektiven Plan, um den Irak-Krieg zu beenden 46,559 46,559 haben die Petition unterschrieben. Helfen Sie uns 75,000 Erheben Sie Ihre Stimme jetzt! Unterstützen Sie die Anzeige ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ D) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: nix Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 22:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Sun Jan 28 19:11:58 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Sun, 28 Jan 2007 19:11:58 +0100 Subject: =?iso-8859-1?Q?MUND:_Montag=2C_27._J=E4nner_2007?= Message-ID: <012201c74307$cef2d000$43277254@chello.at> MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Montag, 27. Jänner 2007 ================================================ A) INHALT ================================================ ============================================== 01 Universalismus updaten - Kunst aufpolitisieren (Readerpräsentation) From: dpetja at gmx.net ============================================== 02 IMA salon #5 07 resonierende gedächtnisspuren From: starsky at silverserver.at ============================================== 03 sa., 3.2. @ EKH/Wien: ALPS OF NEW SOUTH WALES (australien) + LIGER + SIR TRALALA (beide wien) From: bloodshed666 at gmx.net ============================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 01 Universalismus updaten - Kunst aufpolitisieren (Readerpräsentation) From: dpetja at gmx.net ============================================== Universalismus updaten - Kunst aufpolitisieren der neue Reader der EQUAL-Entwicklungspartnerschaft "wip - work in process"*www.work-in-process.at Reader-Präsentation: mt Andrea Ellmeier, Fouad Asfour und die Redaktion (Bratic/Dimitrova/Kazeem) Montag, 29.01.2007, 19 Uhr IG Bildende Kunst 1060, Gumpendorfer Straße 10-12 *Die Publikation ist an diesem Abend kostenlos erhältlich. EQUAL-Entwicklungspartnerschaft "wip - work in process" (Hg.): "Universalismus updaten - Kunst aufpolitisieren", mit Beiträgen von Jens Kastner, Rubia Salgado, Peter R. Horn, Gabriele C. Pfeiffer, Ljubomir Bratic, Radostina Patulova, Usnija Buligovic, Dejan Kaludjerovic, Martin Krenn, Tuncay Kulaoglu, Sedat Pero, Birge Krondorfer u.a. Was ist heute das politische Subjekt, an dem sich die Kunst anbindet oder hat die Kunst selbst die Rolle des politischen Subjekts übernommen? Gibt es eine antihegemoniale Kunst (heute) oder ist die Rolle der Kunst (indem sie zur Ware wird) die Festigung der Hegemonie? Warum erscheint uns der Satz: "In einer kommunistischen Gesellschaft gibt es keine Maler, sondern höchstens Menschen, die unter anderem auch malen" so antiquiert? Gibt es heute eine Utopie, die KünstlerInnen jenseits der "exklusiven Individuen" reproduziert und sie als Teil eines Prozesses/einer Bewegung betrachtet, der/die zur Gleichheit für alle Menschen führt und die damit verbundene Idee der freien Betätigung aller einschließt? Ist die Kunstproduktion notwendig an die Partikularismen gebunden oder besteht gerade jetzt die Notwendigkeit, sie mit einem wieder zu entdeckenden Universalismus zu verknüpfen? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigt sich die dritte Publikation der EQUAL-Partnerschaft "wip - work in process". Interne und externe AutorInnen haben sich den Fragestellungen aus unterschiedlichen Perspektiven und Feldern der Kunst genähert. Dabei fokussierten nicht alle "das Subjekt MigrantInnen" und dessen diskursive Untiefen und künstlerische Vorantreibung, sondern zielten auf eine breitere Diskursivierung als Bestandteil der allgemeinen gesellschaftlichen Veränderungsbestrebungen ab. www.work-in-process.at ============================================== 02 IMA salon #5 07 resonierende gedächtnisspuren From: starsky at silverserver.at ============================================== IMA ist mit dem salon #5 07 resonierende gedächtnisspuren auf der Transmediale / Berlin / Akademie der Künste vertreten. MI 31 01 07 18:00 - 20:00 theorie / resonanzraum MI 31 01 07 21:00 - 23:00 nightline mit Cordula Bösze, Martin Breindl, Ann Cotten, Elena Golovasheva, Seppo Gründler, Ushi Reiter, Elisabeth Schimana, starsky, Liesl Ujvary und Rebekah Wilson aka Netochka Nezvanova Genaueres wie immer auf der IMA-Seite http://www.ima.or.at/?p=326&language=de ============================================== 03 sa., 3.2. @ EKH/Wien: ALPS OF NEW SOUTH WALES (australien) + LIGER + SIR TRALALA (beide wien) From: bloodshed666 at gmx.net ============================================== ALPS OF SOUTH NEW WALES ist eigentlich Chris Hearn aus Australien, der auf trashigen Keyboards, Pfeifen, mit seiner Stimme und einfach allen möglichen Dingen die er als Instrumente benutzt kleine wunderschöne Songs zimmert. Das klingt dann auch so ähnlich wie einige der MusikerInnen, mit denen er sich schon eine Bühne teilte: Casiotone For The Painfully Alone, Xiu Xiu, Kevin Blechdom, This Song is a Mess But So Am I oder Die! Die! Die!. Live wird am liebsten mit anderen Menschen spontan zusammengespielt und improvisiert. Hoffentlich mögen wir das, schreibt er fragend. Eigentlich tingelt er so die halbe Zeit herum, meistens im Zug. Voriges Jahr war er in USA, nun düst er grad durch Europa. In Wien wird er auch eine Woche bleiben und freut sich sicher, wenn ihr was mit ihm unternehmt. Ach ja, wieder mal einer, der uns durch das gute alte "Book Your Own Fucking Life" fand, sich als Anarchist vorstellte und nach entsprechenden Orten erkundigte, wo nicht nur Punk & Hardcore gefragt ist. - Aber sicher doch! www.myspace.com/alpsalps, www.bootlegsbypeoplewhocare.com, www.soundandfury.com.au, www.pandabee.com/advarchive/pwc0014_alps/index.htm LIGER aus Wien konstruieren Authentizität. Ihre ehrliche Leidenschaft mit überschäumendem Pathos braucht sich die Authentizitätsfrage weder stellen noch infrage stellen lassen, ist tierisch ernst und braucht sich trotzdem nicht so ernst zu nehmen. Alles klar? Beat Is Murder! Und das ist keine Verharmlosung von Tierversuchen sondern die bitter notwendige Feststellung, dass dieser Hochgeschwindigkeitswahn in den linkslinken Subkulturen in Wirklichkeit doch ein Unterwanderungsversuch des hyperkapitalistischen Selbstfremdausbeutungsprofitmehrwertmördersystems ist verdammt, musste echt einmal gesagt werden! Wunderschöner kind of Ambient Folk zwischen Björk, Xiu Xiu, This Song Is A Mess But So Am I und Edgar Varese. Gebaut aus einem kindlichen Glockenspiel, Keyboards, Percussion, Stimme und noch allerlei Klimsbims. Einige Platten inkl. ner Split mit den 1000 Fuegos gibts auch schon. www.iheartsinewaves.com, www.myspace.com/postfolk SIR TRALALA weiß niemand so genau was es ist, auf alle Fälle ein freakiges Popkultur Gemüsebeet und Ein-Mann-Orchester mit Freunden; und ein Guter! www.sirtralala.net, www.myspace.com/sirtralala EKH X., Wielandg. 2-4 www.med-user.net/ekh www.bloodshed666.net ||| -(@ @)- -----------------------oOO--(_)--OOo------------------- Best regards, making emo a threat mailto:bloodshed666 at gmx.net www.bloodshed666.net www.med-user.net/phal www.cyruss.cjb.net www.med-user.net/infomaden www.med-user.net/ekh ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich und somit MedieninhaberInnen: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) alles drin Redaktionsschluss für diese Ausgabe: So 19:00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Tue Jan 30 08:28:34 2007 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Mon, 29 Jan 2007 23:28:34 -0800 Subject: =?iso-8859-15?Q?widerst@and_MUND=2C_Dienstag_30._J=E4nner_2007?= Message-ID: <1273827986.20070129232834@nessizius.com> MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Dienstag, 28. Jänner 2007 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 [kanalb.at] kanalB.at video: RFID Song Von: webmaster at kanalB.org ================================================ 02 [kanalb_at_newsletter] kanalB im Schikaneder, dienstag: 6.2.2007 Von: Flo ================================================ 03 que[e]r am 31.01.: AUFbrueche - Buchpraesentation und Lesung Von: Rosa Antifa Wien ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 04 Werkstatt-Rundbrief 02-2007 Von: Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================ 05 Öffentlicher Newsletter Von: Gipfelsoli Infogruppe ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ^ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 [kanalb.at] kanalB.at video: RFID Song Von: webmaster at kanalB.org ================================================ titel des videoclips: RFID Song --: - beschreibung: "Users, there's trouble ahead I said users, it is totally sad But users, the future lies in your hand Cause it's all about surveillance" - Mit diesen Zeilen beginnt der RFID song der Gruppe monochrom, hier zu sehen die Erstaufführung am 23C3 (23. Chaos Communication Congress) in Berlin im Dezember 2006. ---: - kategorie: musikvideo ----: - clipinfo: http://austria.kanalb.org/clip.php?clipId=1586 --------------: - laenge: 3,54 min team: Chaos TV team team_homebase: http://chaosradio.ccc.de/chaos_tv.html erstellt: 2007-01-29 format: m4v datenmenge: 45 MB -------------: - weitere informationen: http://www.monochrom.at/rfid/ ----------------: - video-player download: http://austria.kanalb.org/videoplayer.php -----------------: - kanalB ersetzt herkoemmliches fernsehen: http://austria.kanalb.org _______________________________________________ clips_kanalb_at mailing list clips_kanalb_at at kanalB.org http://kanalB.org/cgi-bin/mailman/listinfo/clips_kanalb_at ================================================ 02 [kanalb_at_newsletter] kanalB im Schikaneder, dienstag: 6.2.2007 Von: Flo ================================================ hallo, diesmal wie gewohnt dienstags, am 6.2.2007, ab 19:00 offenes treffen, 20:00-21:00 filmvorführung. gezeigt wird die ausgabe: nr_20: grenzcamp Koeln 2003 (http://austria.kanalb.org/edition.php?clipId=46) Wien, Schikaneder Kino, http://www.schikaneder.at/ -- lg, flo ================================================ 03 que[e]r am 31.01.: AUFbrueche - Buchpraesentation und Lesung Von: Rosa Antifa Wien ================================================ Mittwoch 31. Jaenner: AUFbrueche - Buchpraesentation und Lesung Die Textsammlung "AUFbrueche - Feministische Portraets und Lebensbilder" umfasst literarische und journalistische Portraets und Lebensberichte, die in der "AUF - Eine Frauenzeitschrift" in drei Jahrzehnten erschienen sind. Die Texte und Geschichten von und ueber Frauen erzaehlen von Bruechen und Aufbruechen. Vom Scheitern und vom Wiederversuchen, vom sich Aufraffen und vom Aufbegehren. Es gibt kein richtiges Leben im falschen, aber ein bisschen richtiges Leben findet sich doch. Praesentation, Lesung und Diskussion mit Herausgeberinnen und Autorinnen. http://auf-einefrauenzeitschrift.at http://mandelbaum.at Ort: que[e]r. Wipplingerstrasse 23 / 1010 Wien (die Stiegen hinunter) Veranstaltungsbeginn: 20:00 geoeffnet von 18:30-24:00 ############### Naechste Woche: Wii-Gaming-Party! Weitere Infos siehe: http://raw.at/queer/ -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 04 Werkstatt-Rundbrief 02-2007 Von: Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================ Werkstatt Frieden & Solidarität Waltherstr. 15, 4020 Linz Tel. 0732/771094 Fax 0732/797391 Mail: office at werkstatt.or.at Web: www.werkstatt.or.at Werkstatt Rundbrief Nr. 02-2007 Themen: (1) Eurofighter-Ausstieg SOFORT! Gusenbauer und Darabos kneifen vor Antwort auf offenen Brief Vorbereitungstreffen für Fortsetzung des Widerstandes gegen den Eurofighter-Ankauf am 01.02. in Wien. (2) EU-Kommission für Studiengebühren und Schulgeld Die EU-Kommission macht sich in verschiedenen Papieren für die (weitere) Privatisierung des Bildungsbereichs stark. (3) EU beschließt Liberalisierung des Eisenbahnverkehrs - Privatisierung der ÖBB droht Mitte Jänner hat das Europäische Parlament die Liberalisierung des grenzüberschreitenden Eisenbahnpersonenverkehrs beschlossen. Die EU-Kommission will die Trennung von Infrastrukur und Betrieb - damit droht mittelfristig die Privatisierung der ÖBB. (4) Regierung ermöglicht deutschen Behörden Zugriff auf persönliche Daten ihrer BürgerInnen Seit Dezember 2006 haben deutsche Behörden direkten Zugriff auf persönliche Daten österreichischer StaatsbürgerInnen. Konkret davon betroffen sind folgende Datenbanken: Kraftfahrzeugregister, Fingerabdrücke und die DNA - Datenbank (Gendatenbank). (5) Veranstaltungen "Französisch-Guyana- Das Gesetz des Dschungels" am 08.02. (Linz) und 09.02. (Salzburg) Der Goldabbau in Französisch-Guyana bedroht die indigene Bevölkerung. Veranstaltung mit dem französischen Ethnologen Thierry Sallantin. (6) Weitere Termine (1) Eurofighter-Ausstieg SOFORT! Gusenbauer und Darabos kneifen vor Antwort auf offenen Brief Vorbereitungstreffen für Fortsetzung des Widerstandes gegen den Eurofighter-Ankaufs Vor zwei Wochen hat die Werkstatt Frieden & Solidarität einen offenen Brief an Bundeskanzler Gusenbauer und Verteidigungsminister Darabos geschickt, in dem diese aufgefordert werden, den Entschließungsantrag des Nationalrates vom 30. Oktober 2006, den sie selbst mitgetragen haben, nun in der Regierung endlich umzusetzen. Unter anderem forderte der Nationalrat in diesem Antrag die Regierung auf, „sofort alle Schritte zu setzen, um den Vertrag betreffend der Beschaffung der Eurofighter kostengünstig aufzulösen und dazu den Beschaffungsvorgang jedenfalls solange zu unterbrechen, bis der Bericht des parlamentarischen Eurofighter-Untersuchungsausschusses dem Nationalrat vorliegt“. Insbesondere soll „die Abnahme von Leistungen, die von Vertragspartnern in diesem Zusammenhang erbracht werden unterbrochen werden." (auf.http://www.werkstatt.or.at/Abfangjaeger/EurofighterAusstiegSofortOffenerBrief2.htm findet sich der volle Wortlaut des offenen Briefs). Was die Nationalräte Gusenbauer und Darabos gefordert haben, davon wollen die Regierungsmitglieder Gusenbauer und Darabos, die nun die Mittel zur Umsetzung hätten, offensichtlich nichts mehr wissen. Der Beschaffungsvorgang geht unvermindert weiter. Vor einer Antwort auf den offenen Brief kneifen sie bisher. Umso wichtiger ist es daher, dass der Widerstand gegen dieses teuerste Rüstungsprojekt der 2. Republik weitergeht. Um über weitere Schritte im Widerstand gegen den Abfangjäger-Ankauf zu beraten, lädt die Werkstatt Frieden & Solidarität zu einem Vorbereitungstreffen ein: Donnerstag, 1. Februar 2007; Beginn: 19 Uhr, Büro in der Rosensteingasse 69/6, 1170 Wien. Nicht vergessen! Unterstützt die Online-Unterschriftenaktion "Eurofighter-Ausstieg SOFORT" auf www.werkstatt.or.at Aktuelle Informationen zum Widerstand gegen die Eurofighter auch in der guernica - Zeitung der Werkstatt Frieden & Solidarität. Ein Probeexemplar schicken wir gerne kostenlos zu. Bestellung: office at werkstatt.or.at (2) EU-Kommission für "höhere Studiengebühren" und "Schulgeld" Bereits 2004 sprach sich die EU-Kommission in einem Arbeitspapier (1) zur Umsetzung der "Lissabon-Strategie" für die Einführung von "(höheren) Studiengebühren" aus, um "Effizienz und private Investitionen im Bildungsbereich zu erhöhen." Wenig verklausuliert wird in diesem Papier der EU-Kommission die Einführung von Schulgeld und die weitere Privatisierung des Bildungsbereiches vorgeschlagen. So heißt es weiters: "Mehr finanzielle Anreize sollten in die Europäischen Bildungs- und Trainingssysteme eingeführt werden, um die beschränkten öffentlichen Budgets zu kompensieren und stärkere Leistungselemente einzuführen. Solche Anreize (z.B. im Bereich der nicht-verpflichtenden Bildung) würden eine stärkere Diversifizierung der Finanzierungsmöglichkeiten und eine bessere Mischung aus öffenlicher und privater Finanzierung miteinander verbinden. .. Beispielsweise könnte die Einführung von Schuldgeld oder anderer Gebühren mit einigen Einschränkungen und begleitenden Finanzierungsmaßnahmen die generelle Ausweitung der Finanzierung höherer Bildungseinrichtungen unterstützen." Die Forderung nach Studiengebühren wird in einer Mitteilung der EU-Kommission an den Rat und das Europäische Parlament (2) im September 2006 wiederholt. So wird auf Beispiele in EU-Ländern wie z.B. Österreich, Belgien, Spanien, Niederlande, Portugal und Großbritannien verwiesen, da die "durch die Studiengebühren entstehenden Markteffekt sich auch positiv auf die Lehre und das Hochschulmanangemnt auswirken und die Motivation der Studierenden steigt". Selbst das System der USA mit Studiengebühren bis zu 50.000 Dollar und mehr im Jahr wird von der EU-Kommission als Beispiel zitiert "dass Studiengebühren, wenn sie durch ein gezielte finanzielle Unterstützung ergänzt werden, zu einer Steigerung der Studierendenzahlen führen können, ohne dass sich dies negativ auf die Gerechtigkeit auswirkt." Große private Konzerne sehen offensichtlich auch im Bildungsbereich die EU-Ebene als Chance, um den Bildungsbereich als Profitquelle auszubeuten. Das sture Festhalten der neuen Regierung an den Studiengebühren ist wohl nicht zuletzt das Ergebnis dieses über die EU-Ebene vorgetragenen Offensive zur Privatisierung und Liberalisierung des Bildungsbereichs. Der Vorstoß von Wissenschaftsminister Hahn in Richtung Freigabe der Studiengebühren liegt voll auf der Linie der EU-Kommission in Richtung "höhere Studiengebühren". Anmerkungen: (1) Implementation of "Education & Training 2010", Working Group E "Making the Best Use of Resources", Dezember 2004 (2) Effizienz und Gerechtigkeit in den europäischen Systemen der allgemeinen und beruflichen Bildung, Brüssel, 08.09.2006 (3) EU beschließt Liberalisierung des Eisenbahnverkehrs Privatisierung der ÖBB droht Das EU-Parlament hat am 18. Jänner 2007 dafür gestimmt, den grenzüberschreitenden Eisenbahn-Personenverkehr ab 2010 zu liberalisieren. Nur die Öffnung des inländischen Personenverkehrs fand bislang keine Zustimmung und befindet sich nun im Vermittlungsverfahren zwischen Parlament und EU-Kommission. Damit treibt Brüssel die Zerstörung des kooperativen Eisenbahnsystems weiter voran. Mehr Wettbewerb im Eisenbahnverkehr wird nicht nur die Arbeitsbedingungen der EisenbahnerInnen weiter verschlechtern, sie wird auch den BahnkundInnen und der Umwelt schaden. Denn die Privaten werden sich auf die lukrativen Hauptstrecken konzentrieren ("Rosinenpicken"), während der für viele PendlerInnen notwendige Verkehr in der Fläche immer weiter ausgedünnt wird, weil er zuwenig profitabel ist. Die Synergien eines kooperativen Systems (gemeinsame Auskunft, gemeinsame Fahrscheine und Ermäßigungen, Taktverkehr und Anschlussmöglichkeiten, Ausgleich zwischen profitablen und nicht-profitablen Strecken, usw.) gehen durch die Liberalisierung verloren. Die Hauptgewinner der Liberalisierung wird die jetzt in Privatisierung befindliche Deutsche Bahn sein, der mit Abstand größte Eisenbahnkonzern, der damit zum neuen privaten, demokratisch nicht beeinflussbaren Monopolisten aufzusteigen droht. Denn die Liberalisierung zieht auch hier die Privatisierung im Schlepptau mit sich. Im Standard vom 19.1.2007 heißt es dazu: "Für Österreich könnte die Liberalisierung bedeuten, dass sich die Republik mittelfristig entweder vom Streckennetz trennen müsste (was aber sehr unwahrscheinlich ist) oder vom ÖBB-Zugsbetrieb. Denn wie im Energiebereich, hält es die EU-Kommission auch im Bahnbereich für stark wettbewerbsverzerrend, wenn die Infrastruktur in der Hand eines Anbieters ist, der dann in Konkurrenz zu anderen Bahnunternehmen steht." Die Liberalisierung des Schienenverkehrs ist Bestandteil des EU-Lissabonziel, dem im SP/VP-Koalitionspapier oberste Priorität eingeräumt wird. Die SPÖ unter Gusenbauer liefert damit die ÖBB als nächstes der Privatisierungsbegierde der großen europäischen Kapitalgruppen aus. Die Werkstatt Frieden & Solidarität betreibt derzeit die Kampagne "Energie und Wasser im öffentlichen Eigentum erhalten!" (Petition zu unterstützen auf http://www.friwe.at/Solidaritaet/PetitionEnergieWasser.htm). Auch alle, die sich gegen die Liberalisierung und Privatisierung der Eisenbahn wehren, finden in uns verlässlich Bündnispartner. Wer in diesem Bereich aktiv werden will, laden wir recht herzlich ein, sich mit uns in Verbindung zu setzen. Werkstatt Frieden & Solidarität, Waltherstraße 15, 4020 Linz, Tel. 0732/771094, Fax 0732/797391, email: office at werkstatt.or.at (4) Regierung ermöglicht deutschen Behörden Zugriff auf persönliche Daten ihrer BürgerInnen Seit Dezember 2006 haben deutsche Behörden direkten Zugriff auf persönliche Daten österreichischer StaatsbürgerInnen. Konkret davon betroffen sind folgende Datenbanken: Kraftfahrzeugregister, Fingerabdrücke und die DNA-Datenbank (Gendatenbank). Hier ist auch bereits ein Abgleich der Datensätze erfolgt, der wie der deutsche Bundesinnenminister Schäuble stolz verkündete, 1500 Treffer mit deutschen Datensätzen und 1400 Treffer mit österreichischen Datensätzen brachte. Grundlage dieses automatisierten Datenzugriffs bildet der am 27. Mai 2005 zwischen Deutschland, Frankreich, Belgien, Niederlande, Luxemburg, Spanien und Österreich abgeschlossene "Prümer Vertrag" über polizeiliche Zusammenarbeit. Während sich aber in den meisten Staaten der Vertrag noch in der Ratifikationsphase befindet oder technisch nicht umgesetzt werden kann, sind Österreich und Deutschland, laut BM Platter, die ersten Staaten weltweit, die einander Zugriff auf Polizei-Datenbanken gewähren. Ziel der deutschen Ratspräsidentschaft ist nunmehr den Prümer Vertrag in EU-Recht überzuführen. (siehe informelles EU-Innen- und Justizministertreffen vom 14.-16. Jänner 2007 in Dresden) Der Prümer Vertrag, vielmehr aber noch die Praxis insbesondere auch der österreichischen (alten und neuen) Regierung sind Beispiele einer gelebten Kerneuropakonzeption. Begleitet von den schönen Klängen der Europahymne verwandelt sich Österreich so in eine Provinz Deutschlands. (5) Veranstaltungen: Französisch-Guyana - Das Gesetz des Dschungels Film, Vortrag und Diskussion mit dem Ethnologen Thierry Sallantin Linz: Donnerstag, 8. Februar 2007, 19 Uhr Ort: Büro der Werkstatt Frieden & Solidarität (Waltherstraße 15, 4020 Linz) Salzburg: Freitag, 9. Februar 2007, 19.30 Uhr Ort: Friedensbüro Salzburg (Platzl 3, 5020 Salzburg) Weitere Termine sind in Vorbereitung und sind sobald sie fixiert sind auf www.werkstatt.or.at zu finden. Wenigen Menschen ist bekannt, dass zur Zeit im einzigen Regenwald Europas in Französisch-Guyana ein Ethnozid an der indigenen Bevölkerung verübt wird. Die Zusammenhänge sind komplex, die Inhalte politisch brisant: Denn Jacques Chirac möchte noch vor der französischen Präsidentschaftswahl am 22. April sein Wahlversprechen, in Französisch-Guyana einen Nationalpark zu errichten, einlösen. Sein Plan berücksichtigt jedoch nicht den von Yanomami-Indianern erhobenen Einspruch, in dem das Verbot des Goldabbaus im Nationalpark gefordert wird. Mittlerweile kommen immer mehr indigene Kinder mit Mißbildungen auf die Welt, die auf den Einsatz von Quecksilber im Goldabbau zurückzuführen sind (sh. dazu untenstehenden offenen Breif an Jacques Chirac). Der Ethnologe Thierry Sallantin lebte selbst neun Jahre lang mit den Yanomami in Französisch-Guyana, aufgrund seiner politischen Aufmüpfigkeit verbrachte er weitere fünf Jahre im Gefängnis von Cayenne. Zur Zeit betreibt er Solidaritätsarbeit in Europa, sein Ziel ist jedoch der Aufbau eines Ökodorfes im Regenwald, um den Indigenas den Rücken zu stärken und ein Gefühl der Wertschätzung ihrer eigenen Kultur zu vermitteln. Offener Brief an den französischen Präsidenten An Herrn Jacques Chirac Präsident der französischen Republik Palais de l’Elysée 55, rue du Faubourg Saint Honoré 75008 Paris Betreff: Nationalpark in Französisch-Guyana Sehr geehrter Herr Präsident, Ihre Entscheidung, die Empfehlungen der Untersuchungskommission zur Errichtung eines Nationalparks in Französisch-Guyana zu missachten, können wir nicht nachvollziehen. In Übereinstimmung mit dem unmissverständlichen Willen der indigenen Völker Wayana und Emerillon empfiehlt die Untersuchungskommission, den Lebensraum der indigenen Bevölkerung von Haut-Maroni in die Kernzone des Parks aufzunehmen. Offensichtlich sehen Sie die betroffene Bevölkerung als Bürgerinnen und Bürger zweiter Klasse an. Andernfalls kann Ihre Entscheidung, den eindeutig ausgedrückten Willen der betroffenen Bürgerinnen und Bürger zu missachten, nur als Verrat an der Demokratie interpretiert werden. Indem Sie die vorgeschlagene Grenzziehung des Nationalparks ablehnen, verweigern Sie einer bedrohten Bevölkerungsgruppe den Schutz, wie im Folgenden dargelegt wird. Im September 2006 haben wir in der betroffenen Region Quecksilber-Analysen durchgeführt. Dabei haben wir eine Belastung festgestellt, die bis zum fünffachen über den Grenzwerten der Weltgesundheitsorganisation WHO und der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA liegt. Es ist erwiesen, dass diese Belastung (um nicht zu sagen Vergiftung) auf den illegalen Goldabbau in der Region zurückzuführen ist. Die von Ihnen vorgeschlagene Grenzziehung des Nationalparks würde diesen Raubbau legalisieren, wodurch die Quecksilberbelastung weiter zunehmen würde. Gleichzeitig wurden wir Zeugen von Auseinandersetzungen zwischen Goldgräbern und indigener Bevölkerung. Da die staatlichen Autoritäten ihre Schutzfunktion nicht ausüben, haben Indigene Barrikaden entlang des Flusses errichtet, um ihren Lebensraum zu schützen. Es ist absehbar, dass es früher oder später zu Zusammenstössen kommen wird, womöglich mit Todesfolgen. Dafür werden Sie die Verantwortung tragen, genau so wie Sie für sämtliche gesundheitlichen Folgen der zunehmenden Quecksilberbelastung verantwortlich sind. Wir können und wollen nicht glauben, dass Sie auf dem Altar der Präsidentschaftswahlen die indigene Bevölkerung Guyanas opfern. Wir können und wollen nicht glauben, dass Sie Ihre letzte Amtshandlung betreffend den Überseedepartements gegen den Willen der guyanaschen Bevölkerung durchboxen wollen. Wir können und wollen nicht glauben, dass Sie sich an der Zerstörung eines Stücks Natur beteiligen wollen, das dem Weltkulturerbe angehört. Doch wir geben die Hoffnung nicht auf, dass Sie sich auf Ihre Rede vor der internationalen Gemeinschaft in Bezug auf indigene Bevölkerung und Umwelt besinnen und danach handeln. Andernfalls wäre Ihr Präsidentschaftsmandat für immer besudelt. Mit freundlichen Grüßen Solidarité Guyane http://www.solidarite-guyane.org/ (5) Weitere Termine: Sonntag/Montag, 4./5. Februar 2007 Friedensimpulse in Salzburg - Friedensarbeit und gewaltfreie Konfliktlösungsansätze nach dem Krieg zwischen Israel und Libanon 2006 Diskussion mit: Gal Harmat: Wehrdienstverweigerin aus Israel; Eurgene Sensenig: Research Associate Eugene Richard Sensenig-Dabbous, MA, Phd, Lebanese Emigration Research Center (LERC), Notre Dame University; Noah Salameh: Center for Conflict Resolution & Reconciliation - CCRR Director; Fr. Dr. Hania Fedorowicz, MA: GBKL – Europäisches Institut für Gemeinschaftsbasierende Konfliktlösung; Moderation: Fr. Elisabeth Riedl. Sonntag, 4.Februar 2007, 16.00 bis 21.00 Uhr im Friedensbüro Salzburg Montag 5. Februar, 10.00 bis 17.00 Uhr im Kulturgelände Nonntal Samstag, 10. Februar 2007, 13 Uhr Werkstatt Frieden & Solidarität, Waltherstr. 15, A-4020 Linz Außerordentliche Vollversammlung der Werkstatt Frieden & Solidarität Zur Programm-Debatte: Beschluss eines neuen Programmes Samstag, 10. Februar 2007, 9 bis 16 Uhr Sun-Day - Tag der offenen Tür bei den Solariern in Katsdorf/Engerwitzdorf Ausstellung, Veranstaltungen und vieles mehr zum Thema Erneuerbare Energien Programm auf www.solarier.at Freitag/Samstag, 30./31 März in Stuttgart "EU gobal - fatal?!" II: Einladung zur Konferenz EUropa - Traum oder Alptraum im Osten? Attac-EUropa-Konferenz zur kritischen Begleitung der deutschen Ratspräsidentschaft ----------------------------------------------------------------------------------------------- JETZT UNTERSCHREIBEN! Petition: "Energie und Wasser im öffentlichen Eigentum erhalten!" Nähere Informationen auf www.werkstatt.or.at ================================================ ================================================ 05 Öffentlicher Newsletter Von: Gipfelsoli Infogruppe ================================================ Tragicomedy in the Bavarian Alps By Lizas Welt It is well known that anti-American jokes are in fashion nowadays here in Germany. Whoever, for example, pokes the usual fun at George W. Bush can be more or less sure to have the laughs on his side. And then those "Amis" have such absurd laws: in America, for example, one can sue the tobacco industry for damages if one gets lung cancer >from smoking too much. The [average] German just shakes his head, because that he finds crazy. When, however, what goes on in his own country is far more bizarre, he barely takes notice. This although hardly anything could surpass the tragicomedy involved in three neo-Nazis who use the phrase "Glory and Honor of the Waffen-SS!" being acquitted of charges of having violated paragraph 86a of the German Criminal Code, which prohibits the "use of symbols of unconstitutional organizations," while a declared anti-Nazi who wanted to distribute leaflets promoting a talk against Nazism and Islamism is found guilty on the very same charge. The contemplative little German town of Mittenwald is a magnet for tourists from just about all over the world. But it is not only vacationers and sightseers who enjoy coming to Mittenwald. Wehrmacht veterans and former SS men also gather there every year for the last 50 years, usually around the Pentecost, on the backdrop of the Karwendel mountain range. Together with former and current Bundeswehr soldiers, they come as members of the Mountain Troops Association [Kameradenkreis der Gebirgstruppe: literally the "Circle of Comrades of the Mountain Troops"] to commemorate their "fallen comrades" at the "Mountain Troops Memorial" that was inaugurated in 1957 at the Hohe Brendten mountain knoll. The crimes committed by mountain troop units in the context of the National Socialist war of extermination and under the pretext of "anti-partisan campaigns" or "retaliatory actions" have never yet been a topic at these reunions: neither the over 50 massacres committed in Greece, Italy, France, Finland, Yugoslavia, Poland, Albania and the Soviet Union; nor the murder of 317 civilians in the Greek village of Kommeno; nor the slaughter of over 4000 unarmed Italian troops at Kefalonia, an island near Corfu. But since 2002, the traditional meetings of the "circle of comrades" at least do not come off as smoothly as before. For starting in that year, a "Work Group on Assailable Tradition" [http://www.nadir.org/nadir/kampagnen/mittenwald/] [this and all subsequent links in German] organizes protests against the reunions of the German heroes, if albeit frequently under difficult conditions. In Mittenwald, you see, one is less put off by the yearly nostalgia-fests of the National Socialist war criminals than by the demonstrations of those who refuse to let such meetings take place undisturbed. Again and again, demonstrators have been arrested and prosecuted, while the friends of the mountain troops are left unmolested. In 2002, for example, the public prosecutor's office shelved a case against two Austrian WII veterans [http://www.merkur-online.de/regionenalt/gap/art47,49642.html?fCMS=399eb82322cb018eaf67dd2f16d924a3] who had worn medals with swastikas during the reunion of the "comrades" in Mittenwald. The prosecutor's office cited the case's "triviality" as justification. And in summer of last year, someone who has significantly more to show for himself [http://www.indynews.net/gegenrechts0/article/2272/978/e05050e67e/ ] than the medal-wearers likewise got away with a suspended prosecution: in 1943, Ottmar Mühlhauser assembled the commando group and ordered the shooting of the above-mentioned 4000 captured Italian soldiers and officers on Kefalonia. But apparently this is not of any importance for the Munich Public Prosecutors Office, on whose reckoning the crime committed by the Wehrmacht, "evaluated from an ethical standpoint, is not necessarily of the basest sort," since it occurred without "political motives": "it was more a matter of military considerations that led to the shooting." The perpetrators, moreover - who executed helpless prisoners of war [http://www.indynews.net/gegenrechts0/article/2276/978/2f287bd3c8/] - could plead "human weakness" on their behalf, such that they could not be suspected of murder. One way or another, the German myth of the untainted, upstanding Wehrmacht [i.e. as opposed to the criminal SS - translator's note] has, after all, also to be legally secured. Given all this understanding shown for ex-Nazis, anyone daring to detract even a little from the graveyard-like peace and quiet must be ready for anything in a place that is above all concerned about preventing disturbances of the pastoral idyll - and does not perceive the presence of the old "comrades" as one. And the 28-year-old political scientist and declared anti-Nazi, David Goldner, knew what to expect when he set off to participate in last year's protest against the comrades' reunion in late May. But the fact that the police, during one of their numerous inspections, took 150 leaflets from his knapsack and kept them surprised even him. The leaflets were seized, Goldner was informed, because they represented a violation of Paragraph 86a of the German Criminal Code inasmuch as unconstitutional symbolism was to be seen on them. What was meant by this is a photo that appears on a book cover and that shows Arab Islamists giving the Hitler salute. The photo was used for the book Feindaufklärung und Reeducation: Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus [http://www.ca-ira.net/verlag/buecher/grigat-feindaufklaerung.reeducation.html] [Reconnaissance and Reeducation: Critical Theory Against Post-Nazism and Islamism], published by the Ça-Ira publishing house. The book's editor, Stephan Grigat, was supposed to present it at a book-reading [http://www.ca-ira.net/verlag/sonstiges/pe-feindaufklaerung.2.html] shortly after the protest against the mountain troops. David Goldner wanted to publicize the event with his leaflets, which featured an image of the book cover. That it was a matter of an appeal that was unambiguously opposed to Nazism and Islamism was also obvious to the police. But they were sure that this point was irrelevant. The district court of Garmisch-Partenkirchen was of the same opinion and summoned Goldner to pay a fine at a rate of 40 euros a day for 60 days [http://www.isf-freiburg.org/verlag/sonstiges/pe-feindaufklaerung.html] or 2400 euros in all: an illegal use of unconstitutional symbols had, on the Court's judgment, occurred. The accused contested the decision, and thus it came to pass that his case was heard before the said court earlier this month, on January 10. Barely six months earlier, the Federal Court of Justice [Germany's supreme court for criminal and civil matters - translators note] ruled that the use of the phrase "Glory and Honor of the Waffen-SS!" is not punishable and found three neo-Nazis from Karlsruhe who had used the motto on the answering machine of their "National Info Line" not guilty of having violated Article 86a [http://www.hrr-strafrecht.de/hrr/3/05/3-60-05.php]. The Court's reasoning? The formula was not identical either with the motto of the Waffen-SS ("Our Honor is Loyalty") or with that of the Hitler Youth ("Blood and Honor"), nor was it sufficiently similar to them. And thereby the three fascists were home free. The fact that they had glorified a National Socialist organization was of no concern to the judicial organs of the state. By contrast, a 22-year-old, who last March finally got back a button that was seized from him ten months before [http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,407112,00.html] had considerably more trouble obtaining his acquittal. A crossed-out (!) swastika was depicted on the button. The youngster was originally supposed to pay a 200 euro fine - for having used an unconstitutional symbol. That there was a thick red stripe over the swastika, thus making clear that the wearer of the button was an anti-Nazi, was of no interest to the Tübingen District Court. The judge did reduce the fine to 50 euros, but she upheld the conviction and she justified her ruling by the argument that a Japanese tourist would not be able to recognize that a crossed-out swastika was an antifascist symbol. The tourist would just see the Nazi symbol. The appeals court, then, had a somewhat more favorable opinion of the powers of judgment of Asian vacationers. Perhaps the Federal Court of Justice ought to have called on the services of this target group and let them hear the energetic staccato on the answering machine of the Karlsruhe neo-Nazis. But back to David Goldner, on whom the Court was sitting in judgment in Garmisch-Partenkirchen earlier this month following the filing of his appeal. The proceedings lasted some 45 minutes. That is all it took for Judge Dieter Klarmann to uphold the fine [http://www.ca-ira.net/verlag/sonstiges/pe-feindaufklaerung.2.html], while merely reducing the daily rate from 40 euros to 10. The Hitler salute was clearly to be recognized on the leaflets and the text of the appeal had not distanced itself explicitly enough from the salute - thus the reasoning of the Judge, as related by Goldner to Lizas Welt. It would seem that the Judge must not have read the leaflet, since otherwise he could hardly have overlooked how the editor's lecture was presented in it [http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/11/antifaschismus-bizarr-in-bayern/]: The radicality of the best products of critical theory consists in the fact that the critique of a capitalist society becomes conscious of the necessity of defending against what is a both compulsive and voluntary reaction to such a society: the exterminationist delirium of regressive anti-capitalists that targets Jews. Thus, the experience of the National Socialist persecution became the foundation of the critique of these left intellectuals who had to leave Marxism behind in order to be able still to conceive of emancipation with Marx's critical theory. The whole actuality of these thinkers in a post-Nazi society lies therein. Of course, it is also possible that these lines simply exceeded Klarmann's horizon. Nonetheless, it is really not so difficult to recognize the "exterminationist delirium of regressive anti-capitalists" in the form of the Islamists giving the Hitler salute in the photo, and to find the demand to defend oneself against such delirium in the text, and finally, in light of the book's title, to make the logical connection between the former and the latter. It likewise should not have been too much of a problem to find out that the book has long been distributed and sold without the slightest objection. David Goldner reports: "At least twice he called the book 'Reconnaissance and Reduction' rather than 'Reeducation'. That alone shows how little he had considered it." A propos, Klarmann must have himself had at least a bit of such re-education in his younger years. But, of course, it is well known that you quickly forget what did not have a great impact on you in the first place. But even if one does not want to take notice of a book published by a small independent publisher from Freiburg, one could at least take notice of the tabloid newspaper with the largest circulation of any paper in Germany. For the latter had committed a "crime" just like that of the political scientist - as Goldner made clear in his presentation in his own defense: On Wednesday, July 26, 2006, the BILD-Zeitung published on page 2 of its daily edition a 30 centimeter by 15 centimeter photo that shows children of the Lebanese Hezbollah raising their right arms in a salute that strongly resembles the Hitler salute. I have the page in question with me. According to Wikipedia, the BILD-Zeitung currently has a paid daily circulation of around 3.8 million copies (2005). Thereby, it reaches some 18.8% of the German population over 14 years of age, which makes 12,110,000 persons. As far as I know, no German public prosecutors office - and likewise no Bavarian public prosecutors office - has charged the Axel-Springer publishing house with using symbols of unconstitutional organizations. But it was all of no use. Besides, as David Goldner relates, the prosecutor deflected his observation with the argument: "Concerning the BILD-Zeitung, unfortunately, I cannot comment, since this newspaper does not figure among the newspapers that I read." Goldner's conviction was upheld. Displaying a truly fascinating sense of logic, Judge Klarmann noted that the accused had, in the first place, participated in the protests against the mountain troops reunion and, in the second place, some of the latter - nota bene! - had taken part in war crimes. Which, once and for all, goes to show that Goldner had wanted to hand out flyers during the demonstrations and the persons depicted on these leaflets are giving the Hitler salute. Just like the mountain troop divisions once did, this is presumably meant to imply. (And whoever has trouble following such argumentative rigor should not despair, but just be amazed.) It was David Goldner's bad luck to have his case heard before a typical German provincial court. And when such a court wants to play an important political role, rather than being incessantly occupied with smiting traffic violations, the result is frequently a botched job. During last year's controversy over the Mohammed cartoons, for example, the District Court of Lüdingshausen sentenced a man to a year in prison with probation because he had distributed rolls of toilet paper with the word "Koran" printed on them. Now another bizarre chapter in German legal history had been written by Dieter Klarmann: a judge who, as the daily the Süddeutsche Zeitung has noted (May 9, 2003), is notorious in the Bavarian countryside for "a certain roughness in his dealings with trial participants who, for whatever reason, displease him, whether they be defendants, witnesses or defense lawyers": Once, in the year 2000, he himself was put in the dock, because he had described a defendant as "thick-headed" [saudumm: literally "dumb as a pig"]. He avoided a conviction only because he apologized in court and the plaintiff withdrew his complaint. When the local paper reported on the episode, a lawyer from Garmisch-Partenkirchen sent a letter to the editor relating further bloopers: once Klarmann called the arguments of a defense lawyer "feeble-minded"; another time he treated an inn-keeper to the remark "whoever will do nothing with their life becomes an inn-keeper." An Iraqi, who had been naturalized a year earlier and who was stopped by the police in Garmisch for speeding, got to hear from Klarmann that "in the desert you can drive as fast as you like." Yet another complaint caught up with the judge [http://www.rgt-stiftung.de/agr/gelesen.php] because he is supposed to have described two Turkish men as "cattle, oxen, and cows." In another case, he found a 41-year-old medical school student guilty [http://www.rgt-stiftung.de/agr/gelesen.php] of aiding her Nigerian husband to stay in the country illegally. The judge's ruling explained that in light of his "appearance" and "origins," and despite her "being in love" with him, the woman must have suspected that her husband had obtained his residency "by trickery." Because she consciously neglected to look into the matter, she was required to pay a fine of 2,550 euros. The woman's defense lawyer was left aghast, spoke of discrimination in the case and considered taking legal steps against the headstrong jurist. David Goldner, Klarmann's latest victim, is far from ready to concede defeat and looks upon the grotesque ruling with a certain serenity. "When all is said and done," he told Lizas Welt, "one can't take it seriously. I hope the appeals court will rule differently. Otherwise, I'll have to take the matter to the Federal Court of Justice if necessary." And the Federal Court will have indeed a great deal to set right. This article originally appeared on the pseudonymous German blog Lizas Welt [http://lizaswelt.blogspot.com/]. Since its launch in February 2006, Lizas Welt has quickly established itself as one of the most influential "essay blogs" in German. The English translation is by John Rosenthal. Stephan Grigat (ed.): Feindaufklärung und Reeducation. Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus. Freiburg: ça ira publishing house 2006, 316 pages, 14,- Euro, ISBN: 3-924 627-93-2 ================================================ ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich und somit MedieninhaberInnen: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! 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Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. 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