widerst at nd mund: Freitag, 16. Februar 2007

MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst analle at no-racism.net
Fr Feb 16 09:30:01 CET 2007


  widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst

Freitag, 16. Februar 2007

Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr
<http://www.no-racism.net/mund>



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A) INHALT
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AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN
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01   SONNTAGS/HOERBAR ABSTRAKT: HELMUT SCHAEFER & KARLJENSAC (a) live

    von Kim-pop.org <info at kim-pop.org>

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02   Halbmond & Hakenkreuz: Buchpräsentation in Wien

    von   Café Critique <cafe.critique at gmx.net>
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03   15.2.07.00_starsky_ at _rosenball

    von juja
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04   Einladung TUPEC Konferenz

     von survey at tupec.org <survey at tupec.org>

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MELDUNGEN UND MEINUNGEN
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04   The Women's Museum in Denmark Grants Asylum toPregnant Teenager

    von Jens Galschiøt <aidoh at aidoh.dk>
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05   GLB/Ladenöffnungszeiten/Arbeitsplätze/Kaufkraft

    von Gewerkschaftlicher Linksblock <office at glb.at>
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06   NR Hannes Bauer

    von Dietmar Köhler <ibd.koehler at utanet.at>
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07   GLB/Pflege/Selbständigenmodelle/Finanzierung

    von      Gewerkschaftlicher Linksblock <office at glb.at>
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08   besetzung asfinag

    von NGO Resistance for Peace <office at resistanceforpeace.org>
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09   Café Critique <cafe.critique at gmx.net>

    von David Goldner abermals von bayrischer Justiz verurteilt
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B) TEXTE
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AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN
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01   SONNTAGS/HOERBAR ABSTRAKT: HELMUT SCHAEFER & KARLJENSAC (a) live

    von Kim-pop.org <mailto:info at kim-pop.org>
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  SONNTAGS/HÖRBAR ABSTRAKT



so 18.02.2007 SONNTAGS ABSTRAKT

live: HELMUT SCHÄFER &  KARL JENSAC (a)

20:30
postgarage, dreihackengasse 42, 8020 graz
eintritt frei!!!
alle cocktails um 4 *!

fr 16.02.2007 HÖRBAR ABSTRAKT

Die Frühvollendeten: Wai Cheng/ Krzysztof Komeda

20:30 - 22:30
auf der frequenz von radio helsinki - 92,6 MHz; moderiert von dr. nachtstrom
wiederholungen der sendung am mittwoch, 00:00 - 
02:00 uhr, ebenfalls auf radio helsinki
Seit juni 2006 ist das hören unserer sendung noch 
viel komfortabler: alle sendungen sind sowohl als 
stream wie auch als podcast auf einer eigenen 
homepage verfügbar, unabhängig von der 
ausstrahlung auf radio helsinki; außerdem gibt es 
ein anhörbares archiv sämtlicher bisheriger 
sendungen mit beschreibungen!
<http://www.hoerbar.abstrakt.at/>www.hoerbar.abstrakt.at

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SONNTAGS ABSTRAKT: HELMUT SCHÄFER &  KARL JENSAC (a)

Das Stück "Hotel Peking" eine Premiere für Graz:
Als klangliche Basis wird der akustische 
Spannungsbogen zwischen  Tradition und rasanter 
Modernisierung der Millionenmetropole Peking 
herangezogen. Ein Stück als abstrakte Reflexion 
des persönlichen Erlebens dieses Schmelzofens der 
kommunistisch kapitalistischen Neuordnung. 
Gesänge der fahrenden Müllkollektierer gepaart 
mit den Rufen mächtiger Baukräne,  Fragmentierung 
der akustischen Realität als musikalische Sprache.
Als Gast wird Karl Jensac unter Benutzung von 
Lärm eine Auslotung menschlicher Gefühlsebenen 
vornehmen.


HOERBAR ABSTRAKT: Die Frühvollendeten: Wai Cheng/ Krzysztof Komeda

In der zweiten Ausgabe unserer Hör- Bar verneigen 
wir uns vor zwei Genies, die trotz ihres 
tragischen frühen Todes einen unveränderlichen 
Eindruck in der musikalischen Landschaft abseits 
des Mainstreams hinterlassen haben: Zum einen ist 
das der Amerikaner Wai Cheng, der unter dem Namen 
"Optic" seit den 90er- Jahren bahnbrechende 
elektronische Musik produzierte; sein Label 
"Isolate Records" war einer der wichtigsten 
Impulsgeber innerhalb der Broken Beats- Szene. 
Wai Cheng verstarb vor kurzem im Alter von 33 
Jahren unter bis heute ungeklärten Umständen 
während eines Europaaufenthalts- wir haben von 
dem Wiener Künstler (und Isolate- Artist) Tomoroh 
Hidari eine Auswahl von Tracks aus den 
wichtigsten Isolate Records - Releases zur 
Verfügung gestellt bekommen, die wir euch in der 
ersten Stunde gerne vorspielen werden.
Danach zollen wir musikalisches Tribut an den 
polnischen Musiker und Komponisten Krzysztof 
Komeda, der im Jahr 1969 in Los Angeles im Alter 
von 38 Jahren durch einen Autounfall ums Leben 
kam. Neben seiner Karriere als Jazzpianist 
schrieb er die Musik zu insgesamt 65 Filmen; 
seine Scores zeichnen sich durch Phantasie und 
unorthodoxe musikalische Einfälle aus. Seine 
schönsten Arbeiten hat er wohl für seinen Freund, 
den Regisseur Roman Polanski und dessen 
Meisterwerke "Tanz der Vampire" und "Rosemary`s 
Baby" abgeliefert. Aus diesen zwei Soundtracks 
haben wir euch in der zweiten Stunde der Hör- Bar 
ein Potpourri zusammengestellt.

powered by fetznetz!
<http://www.fetznetz.it/>www.fetznetz.it




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02   Halbmond & Hakenkreuz: Buchpräsentation in Wien

    von   Café Critique <cafe.critique at gmx.net>
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16. März 2007

Wien, 19.30

Halbmond & Hakenkreuz. Das "Dritte Reich", die Araber und Palästina

Vortrag und Buchpräsentation mit Martin Cüppers (Forschungsstelle Ludwigsburg)

Neues Institutsgebäude, Hörsaal II, Universitätsstraße 7

Eine Veranstaltung von Café Critique und der 
Studienvertretung Politikwissenschaft der 
Universität Wien



Klaus-Michael Mallmann/Martin Cüppers: Halbmond 
und Hakenkreuz. Das Dritte Reich, die Araber und 
Palästina. 
<http://www.wbg-darmstadt.de/>Wissenschaftliche 
Buchgesellschaft: Darmstadt) 2006 
(Veröffentlichungen der Forschungsstelle 
Ludwigsburg der Universität Stuttgart, Band 
8) 287 Seiten. ISBN 3-534-19729-1. 49,90 EUR

<http://www.cafecritique.priv.at/>




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03   15.2.07.00_starsky_ at _rosenball

    von juja
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zwar wiedamal unerwähnt und nicht angekündigt,  ; )

fährt sie dennoch ein umso fetteres set :  aus 
ca. 23 großbild, kleinbild und 
videoprojektoren....

high end - wild tech - mix aus dem archiv mit den 
neuesten produktionen aus starskys virtueller 
werkstatt



starsky_ at _rosenball_15.2.07_ab00uhr_palais auersperg_wintergarten_



raum !   bewegung  !   sinn lich t  ! !   !      !



feed our belly, feed our soul !

feinster kommerz vom art prolo



gruß

ju



niemand wird angekündigt, niemand kümmert sich 
drum, niemand tobt sich aus.....       sehen sie 
selbst !



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04   Einladung TUPEC Konferenz

     von survey at tupec.org <survey at tupec.org>

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Sehr geehrte Damen und Herren!
Liebe Interessierte!
Vor einiger Zeit haben wir Ihnen im Rahmen des Projektes "TUPEC- time use
patterns in european countries" den Online-Fragebogen gemailt. Die
Ergebnisse der Untersuchung zu Zeitverwendungsmustern in europäischen
Ländern liegen nun vor und werden in einer Abschlusskonferenz am 21. Februar
2007 von 10 bis 16 Uhr in Graz, Hotel Bokan präsentiert.
Dazu laden wir Sie herzlichst ein!
Anmeldung, nähere Tagungsinformationen und ab Ende Februar 07 den
Tagungsbericht, erhalten Sie unter 
<http://www.projectoffice.at/> oder 
<http://www.tupec.org/>.
Im Namen des gesamten Teams bedanken wir uns für die rege Teilnahme und die
vielen Rückmeldungen!
Mit freundlichen Grüßen
Das Projektteam

EU-Projekt: Time Use Patterns in European Countries
<http://www.tupec.org/>
<mailto:office at tupec.org>

Projektbüro für innovative Sozialpolitik
Roseggerkai 5
A 8010 Graz
tel:+43/316/890483 fax:dw 15

<mailto:office at projectoffice.at>
<http://www.projectoffice.at/>




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MELDUNGEN UND MEINUNGEN
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05   The Women's Museum in Denmark Grants Asylum toPregnant Teenager

    von Jens Galschiøt <aidoh at aidoh.dk>
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    Press release, 14 February 2007

This Press release as Word file:
<http://www.aidoh.dk/new-struct/Happenings-and-Projects/2007/Aarhus/GB-Aarhus.doc>


**The Women's Museum in Denmark Grants Asylum to Pregnant Teenager**

The Women's Museum in Denmark harbours Danish sculptor Jens Galschiot's artwork
'In the Name of God'. The 7 metre high sculpture depicts a crucified pregnant
teenager. The crucifix was put up on Wednesday 14 
February at the Women's Museum,
neighbouring the Cathedral of Aarhus.

At the inauguration there were speeches by Mr 
Bjarne Oerum, chairman of the parish
council, curator of the museum Ms Merete Ipsen and the sculptor Jens Galschiot.
Mr Oerum stressed the role of art for the renewal 
of the churches. Ms Ipsen emphasized
the role of Mathilde Fibiger, born 1830, who had given name to the square of
the exhibition. She was a pioneer for the Danish women's emancipation. Ms Ipsen
stressed the affinity between the pioneers and the cause of the sculpture.

*From cathedral to cathedral*
The controversial sculpture has been exhibited for a couple of months in front
of the Cathedral of Copenhagen, where it was put up in co-operation with the
Dean and Parish Council. The exhibition in Aarhus has also a connection to the
Cathedral, although the sculpture is displayed 
under the auspices of the Women's
Museum.

Jens Galschiot's new art manifestation In the 
Name of God is launched to highlight
Christian fundamentalists' attempt to the world's 
policy on contraception, alleging
that the use of condoms is a kind of abortion and therefore contrary to God's
will. About this policy the artist declares: The 
consequences for the proliferation
of AIDS are disastrous and the advances of the women's movement are being set
back to the Victorian era."

*From woman to woman
The artist has recently been to Nairobi where he 
displayed his crucifixion sculpture.
The reactions of the 66,000 participants of the 
World Social Forum were generally
benevolent. Especially the women in the 
demonstrations in the streets of Nairobi
and at the venue of the WSF adopted the sculpture and saw it as a symbol of the
oppression women that usually follows in the wake 
of the fundamentalists' campaign,
Jens Galschiot declares and continues: So I'm 
delighted that exactly the Women's
Museum is the driving force for launching the sculpture here in Aarhus.

**For more info and photos of the event, see
<http://www.aidoh.dk/Aarhus>www.aidoh.dk/Aarhus

**The artist: Jens Galschiot
Banevaenget 22 - DK-5270 Odense N
Tel.: +45 6618 4058 - Fax: +45 6618 4158
E-mail: <mailto:aidoh at aidoh.dk>aidoh at aidoh.dk - 
Internet: <http://www.aidoh.dk/>www.aidoh.dk

**The Women's Museum in Denmark
Curator Ms Merete Ipsen
Domkirkepladsen 5 DK-8000 Aarhus C - Tel.: +45 86 1864 84
E-mail: <mailto:mi at womensmuseum.dk>mi at womensmuseum.dk
Internet: <http://www.womensmuseum.dk/>www.womensmuseum.dk

**Chairman of the parish council - Mr Bjarne Oerum
Skt. Olufs Gade 1, 1. - DK-8000 Aarhus C - Tel.: +45 8612 5497







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06   GLB/Ladenöffnungszeiten/Arbeitsplätze/Kaufkraft

    von Gewerkschaftlicher Linksblock <office at glb.at>
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Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks 
(GLB), Hugogasse 8, A-1110 Wien - Telefon +43 664 
61 45 012 oder +43 1 53 444-308 -
Mail <mailto:office at glb.at> - Web 
<http://www.glb.at/> - Ausgabe vom 15. Februar 
2007


GLB entschieden gegen Erweiterung der Öffnungszeiten

Ein makabres Geschenk zum Internationalen Frauentag?

Während dem Handelsverband, dem die großen 
Konzerne wie IKEA angehören, die 
Geschäftsöffnungszeiten nicht lang genug sein 
können und
er in einer Petition sogar 96 Stunden 
Öffnungszeit pro Woche fordert, lehnt die 
Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB 
(GLB)
jede Erweiterung der Öffnungszeiten entschieden ab.

"Das Argument, es würden mehr Arbeitsplätze 
geschaffen, stimmt einfach nicht", so Oliver 
Jonischkeit, GLB-Bundessekretär im ÖGB:
"Gerade im Handel haben wir das Problem, dass es 
immer mehr Teilzeitarbeit und geringfügig 
Beschäftigte gibt - zudem können die
KonsumentInnen, nicht zuletzt bedingt durch 
stagnierende Einkommen infolge niedriger 
Lohnabschlüsse und gleichzeitig massiv
steigende Tarife und Gebühren nicht mehr ausgeben."

Betroffen von der per Gesetz geplanten 
Verlängerung der Öffnungszeiten sind die im 
Handel vorwiegend beschäftigten Frauen: "Offenbar
plant die neue Bundesregierung, diesen zum 
Internationalen Frauentag am 8. März ein 
besonders makabres Geschenk zu machen", so
Jonischkeit. Der Gewerkschaftliche Linksblock hat 
eine Petition an den Nationalrat gestartet - mit 
dem Ziel, jede Ausweitung der
Öffnungszeiten zu verhindern.



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07   NR Hannes Bauer

    von Dietmar Köhler <ibd.koehler at utanet.at>

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From: <mailto:ibd.koehler at utanet.at>Dietmar Köhler

To: <mailto:alfred.gusenbauer at bka.gv.at>BK Gusenbauer Dr Alfred

Sent: Thursday, February 15, 2007 10:44 AM

Subject: NR Hannes Bauer



Sehr geehrter Herr Parteivorsitzender,

werter Herr Bundeskanzler!



Am 13.2. trat anlässlich einer Veranstaltung im 
Österreichischen Gesellschafts- und 
Wirtschaftsmuseum auch der SPÖ-NR Hannes Bauer 
auf.

Er "glänzte" mit der Behauptung, die 
Mindestsicherung von 726,- Euro brutto entspräche 
der Armutsschwelle.



Hannes Bauer wurde von mehreren Personen des 
Auditoriums informiert, dass der genannte Betrag 
UNTER der Armutsschwelle liege.

Das focht allerdings den Redner nicht an, der 
steif und fest bei seiner Behauptung blieb.



Das wiederum löste verschiedene Reaktionen im Auditorium aus.

Personen, die eher der SPÖ nahestanden, waren 
entsetzt über die Unwissenheit von Hannes Bauer.

Andere wiederum amüsierten sich über den Umstand, 
dass es sich offensichtlich um einen Abgeordneten 
handelt, der gerne über Angelegenheiten spricht, 
von denen er wenig bis keine Ahnung hat.

Und das noch dazu als Vorsitzender des 
"Zukunftsforum Österreich"! Die DAZU abgegebenen 
Kommentare erspare ich Ihnen.



Es ist mir gleichgültig, ob sich Hannes Bauer in 
der Öffentlichkeit derart blamiert.



Was aber werden Sie unternehmen, damit in Zukunft 
die Blamage eines SPÖ-Abgeordneten nicht mit 
einer Blamage der SPÖ gleichgesetzt wird?

Was werden Sie unternehmen, damit Auftritte von 
SPÖ-Funktionären nicht wieder zu einem Desaster 
führen?

Was werden Sie unternehmen, damit ALLE 
SPÖ-Funktionäre die bestehenden Fakten (EU-SILC, 
Statistik Austria, etc.) endlich zur Kenntnis 
nehmen?



In Erwartung Ihrer Stellungnahme verbleibe ich



mit freundlichen Grüssen



Dietmar Köhler


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08   GLB/Pflege/Selbständigenmodelle/Finanzierung

    von      Gewerkschaftlicher Linksblock <office at glb.at>
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Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks 
(GLB), Hugogasse 8, A-1110 Wien - Telefon +43 664 
61 45 012 oder +43 1 53 444-308 -
Mail <mailto:office at glb.at>office at glb.at - Web 
<http://www.glb.at/>www.glb.at - Ausgabe vom 15. 
Februar 2007


Frontalangriff auf elementare arbeits- und 
sozialrechtliche Regelungen verhindern

GLB gegen dubiose Selbständigen-Modelle für Pflegebereich

Auf ein massives Lohn- und Sozialdumping 
verbunden mit einem Frontalangriff auf akzeptable 
Arbeitszeitregelungen zielen die Pläne
der Regierung im Bereich der häuslichen Pflege, 
kritisiert die Fraktion Gewerkschaftlicher 
Linksblock im ÖGB (GLB).

Nach dem Modell von Arbeitsminister Martin 
Bartenstein (ÖVP) sollen Pflegekräfte eine 
Betreuung rund um die Uhr um 3.000 Euro im
Monat leisten und dabei zwei volle Wochen 
durcharbeiten. WKÖ-Mann Reinhold Mitterlehner 
legte die Latte mit 2.200 Euro monatlich
sogar noch wesentlich billiger. Laut einem Papier 
der von der ehemaligen steirischen 
Landeshauptfrau Waltraud Klasnic geleiteten
Arbeitsgruppe Pflege werden Kosten sogar nur mehr 
mit 1.500 bis 1.800 Euro angeführt.

Mit der Forcierung von selbständigen PflegerInnen 
durch ÖVP-Seniorenbundpräsident Andreas Khol und 
WKÖ-Chef Christoph Leitl soll die
derzeit in der privaten Pflege dominante illegale 
Beschäftigung durch höchst prekäre Modelle in 
Form eines freien Gewerbes ohne
Befähigungsnachweis für eine Pflege und Betreuung 
rund um die Uhr abgelöst werden: "Die Pflege und 
Betreuung soll offenbar nach dem
Muster von Aushilfskräften zum Schneeschaufeln 
und Rasenmähen organisiert werden, die Festlegung 
auf eine gesetzliche Regelung ab 1.
Juli 2007 wird dabei als Druckmittel verwendet", 
kritisiert GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger.

Der GLB begrüßt die Ablehnung dieser aus 
Gewerkschaftssicht katastrophalen Orientierung 
durch den Vida-Sektionsvorsitzenden
Willibald Steinkellner: "Gleichzeitig fordern wir 
die GewerkschafterInnen im Parlament zu einem 
strikten Nein zu einem Gesetz auf,
das elementare arbeits- und sozialrechtliche 
Aspekte mit Füßen tritt", so Antlanger.

Es muss in aller Deutlichkeit betont werden, dass 
bei einer Durchschnittspension von 1270 Euro für 
Männer und 750 Euro für Frauen
und der höchsten Pflegestufe mit 1562 Euro eine 
häusliche Pflege rund um die Uhr legal und bei 
Einhaltung elementarer
arbeitsrechtlicher Bestimmungen und 
Arbeitszeitregelungen nicht finanzierbar ist. 
Ebenso muss klar sein, dass die finanziell ohnehin
ausgehungerten Gemeinden keinesfalls zu einer 
Finanzierung herangezogen werden können, wie dies 
SPÖ-Sozialminister Erwin Buchinger
ventilierte.

Die Koalition will offensichtlich die politische 
Verantwortung und damit auch die Finanzierung der 
Pflege von der öffentlichen Hand
auf die private Verantwortung abladen. Die im 
Regierungsübereinkommen vorgesehene 
Volksabstimmung über die Pflege soll offenbar zur
Legitimierung einer allgemeinen Pflegeversicherung dienen.

Der GLB sieht hingegen die Pflege als öffentliche 
Aufgabe die vorrangig in entsprechenden 
professionell geführten
Pflegeeinrichtungen der öffentlichen Hand 
erfolgen muss. Ebenso wie zur Finanzierung von 
Pensionen und des Gesundheitswesens muss
auch für die Pflege die enorme Wertschöpfung 
herangezogen werden. Der GLB begrüßt daher auch 
das Plädoyer von Vida-Steinkellner für
"wertschöpfungsbezogene Komponenten bei den 
Sozialabgaben" zur Finanzierung der Pflege.



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09   besetzung asfinag

    von NGO Resistance for Peace <mailto:office at resistanceforpeace.org>

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Resistance for Peace
Menschenrechts-Tierrechts-Umweltschutzorganisation
Nobilegasse 26/22
1150 Wien
Tel. 0664-505 18 61
<http://www.resistanceforpeace.org/>


Presseinformation Wien, 15.2.2007

- NGO "Resistance for Peace" besetzt Asfinag-Haus
- Sofortiger Stopp der Bohrungen in der Lobau gefordert, da Tunnel
nicht gebaut wird (?)

Heute, Donnerstag, 15.2.2007 besetzen 8 Aktivisten der NGO "Resistance
for Peace" seit ca. 13:30 das Asfinag-Haus im 23. Bezirk,
Klingerstr.10. Sie sind auf die 1. Dachebene geklettert und zeigen ein
Banner, auf dem zu lesen ist: "Stopp Lobau-Bohrungen. Stopp A5."

Je ein Informant aus der Asfinag und dem Infrastruktur-Ministerium
haben Resistance for Peace mitgeteilt, daß der Lobautunnel zur S1 nicht
gebaut wird. Gründe sind die unerwartet ungünstige Bodenbeschaffenheit,
was die Kosten des 8,5 km langen Tunnels auf über 3 Mrd. Euro erhöhen
würde und politische Divergenzen innerhalb der Regierung. So hat z.B.
Kanzler Gusenbauer den Spatenstich zur A5 schon mehrmals verschoben.
Die A5 würde im Norden an die S1 anschließen, nach der jetzigen Lage
jedoch in die Südosttangente in den Wiener Stadtverkehr einmünden.

Resistance for Peace fordert den sofortigen Stopp der Bohrungen in der
Lobau, da andernfalls ca. 350.000 Euro verschwendet werden würden
(Gesamtvolumen des Bohrauftrags ist lt. Asfinag 500.000 Euro).
"Die Asfinag und die Stadt Wien haben schon bisher einige Millionen
Euro vergeudet, indem sie bei Informations-veranstaltungen und in
Massenmedien falsche Tatsachen und Desinformation verbreitet haben.
Zudem hat die Asfinag private Grundstückseigentümer mittels Androhung
von Zwangsenteignungen zum Verkauf genötigt." sagt Peter Rosenauer,
Sprecher von Resistance for Peace.

Es ist an der Zeit, daß die Politik endlich eine vernünftige
Verkehrpolitik macht. So fährt z.B.
die Rollende Landstraße mit geringer Auslastung und Öffentliche
Verkehrsmittel sind oft unattraktiv gestaltet. Das Grundrecht auf die
gesundheitliche Unversehrtheit muß höher bewertet werden als der freie
Warenverkehr, da durch den Straßenverkehr und dessen Emissionen
zigtausende Menschen sterben.


Mehr Information bei Peter Rosenauer, Tel. 0664-505 18 61



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10   Café Critique <cafe.critique at gmx.net>

    von David Goldner abermals von bayrischer Justiz verurteilt
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Die bayrische Justiz scheint Antifaschisten wie 
David Goldner wahrlich nicht zu mögen. Nach 
seiner Verurteilung wegen der Bewerbung des 
Buches "Feindaufklärung & Reeducation. Kritische 
Theorie gegen Postnazismus und Islamismus" wurde 
er nun wegen "Widerstand gegen die Staatsgewalt" 
im Rahmen einer Protestveranstaltung gegen die 
NPD verurteilt. Wie im Falle des 
"Feindaufklärung"-Prozesses hat Goldner auch 
dieses mal Berufung gegen das Urteil eingelegt. 
Nachstehend ein Bericht von Lizas Welt.



Fiat iustitia!

<http://lizaswelt.blogspot.com/2007/02/fiat-iustitia.html>




Solidarität ist eine Waffe, lautet ein schon 
etwas älterer Slogan der Linken – doch er kann 
auch jenseits dieser politischen Herkunft 
gehaltvoll und richtig sein: Es gibt hierzulande 
zwar nur wenige Aktivitäten für Israel, aber 
deren Gewicht wird dadurch nicht geringer, im 
Gegenteil. Denn wer an ihnen teilnimmt, wird von 
nicht wenigen seiner Mitmenschen günstigstenfalls 
mitleidig belächelt und sieht sich ansonsten 
nicht selten heftig-ablehnenden Reaktionen 
ausgesetzt. Besonders aggressiv reagieren Gegner 
und selbst ernannte Kritiker des jüdischen 
Staates dabei auf das öffentliche Zeigen der 
israelischen Fahne; in Saarbrücken beispielsweise 
<http://lizaswelt.blogspot.com/2006/11/blau-weie-delinquenz.html>stürzten 
sich im vergangenen Sommer knapp fünfzig Personen 
unter Rufen wie „Israel – Kindermörder“, „Juden 
raus!“ und „Judenhuren“ auf drei einsame Leute, 
die ihren Protest gegen eine 
„Friedensdemonstration“ durch das Zeigen des 
nämlichen Symbols zum Ausdruck gebracht hatten. 
Die Polizei schritt nicht ein und ließ die 
Angreifer unbehelligt; dafür erhielt einer der 
Attackierten Mitte September 2006 eine Vorladung 
des Landeskriminalamtes wegen eines angeblichen 
Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz; Ende 
Oktober wurden dann sogar seine Wohnung 
durchsucht und mehrere Computer beschlagnahmt. 
Die schriftliche Erlaubnis des Amtsgerichts 
Saarbrücken, das Privateste des Angeklagten 
mittels einer Razzia nachhaltig durchkämmen zu 
dürfen, erging dabei auf Antrag der 
Staatsanwaltschaft mit der folgenden, 
<http://saar.antifa.net/archiv/beschluss.jpg>wirklich 
bemerkenswerten Begründung:

„D[er] Beschuldigte ist [...] verdächtig, mit 
weiteren Personen [...] während einer genehmigten 
Demonstration des Vereins ‚Albatoul’ durch 
Hochheben israelischer Flaggen und Rufen ‚hoch 
lebe Israel’ bei einem Teil der, wie ihm bekannt, 
antiisraelisch eingestellten Demonstranten 
emotionsgeladene Wutausbrüche und infolge dessen 
von diesen ausgehende Handgreiflichkeiten und 
volksverhetzende Äußerungen wie ‚Tod den Juden’ 
verursacht zu haben, wobei er beabsichtigte, dass 
infolge der durch seine Provokation ausgelösten 
und von ihm durch seine Aktion allein bezweckten 
Tumulte und Straftaten die Demonstration 
gesprengt und die weitere Durchführung vereitelt 
wurde.“

Noch einmal zum Mitschreiben: Wer sich einer 
Zusammenrottung von Judenhassern entgegenstellt 
und dabei eine israelische Fahne präsentiert, 
kann keine lauteren Motive, sondern nur eins im 
Sinn haben: Randale. Denn er nötigt den Mob 
vorsätzlich zu antisemitischen Hassausbrüchen und 
körperlicher Gewalt – darauf muss man erst einmal 
kommen. Ende November 
<http://saar.antifa.net/archiv/israelsoli.htm>kassierte 
das Landgericht Saarbrücken zwar den 
Durchsuchungsbeschluss und veranlasste die 
Rückgabe des entwendeten Eigentums an seinen 
Besitzer. Eingestellt ist das 
Ermittlungsverfahren jedoch immer noch nicht. 
Einstweilen gilt deshalb weiterhin die nur noch 
absurd zu nennende Rechtsauffassung von Polizei 
und Justiz, die das eingangs zitierte Motto 
augenscheinlich besonders eigenwillig 
interpretierten – indem sie nämlich ein Stück 
Tuch in blau und weiß zu einer Waffe erklärten, 
mit der sich eine Versammlung sprengen lässt.



Doch man kann mit diesem offenbar 
mordsgefährlichen Utensil noch mehr anstellen: 
Gefangene befreien beispielsweise, gefährliche 
Körperverletzung begehen und Widerstand gegen die 
Staatsgewalt leisten. Das behaupten zumindest 
zwei Beamte einer Einheit des 
Unterstützungskommandos der Polizei (USK), die am 
25. April letzten Jahres in der bayerischen 
Landeshauptstadt eingesetzt waren. An diesem Tag 
<http://aida.open-lab.org/index.php?option=com_content&task=blogcategory&id=101&Itemid=218>inszenierten 
dort nämlich rund 20 Neonazis der NPD München und 
Oberbayern eine so genannte Mahnwache zum 
„Gedenken an den Ostfrontkämpfer Reinhold 
Elstner“, der sich 1995 an der Feldherrnhalle 
selbst verbrannt hatte, „um ein Fanal gegen die 
Verleumdung und Verteufelung des deutschen 
Volkes“ zu setzen. Gegen diese ungeheuerliche 
Manifestation (Foto) – die auch noch an Yom 
haShoah stattfand, dem Holocaust-Gedenktag also – 
demonstrierten knapp einhundert Menschen; einer 
von ihnen war der Politologe David Goldner (28), 
der seine Beweggründe so schilderte:*

„In Israel läuteten um 10 Uhr morgens zum 
Gedenken an sechs Millionen von den 
Nationalsozialisten ermordeten Juden landesweit 
die Sirenen. Menschen stiegen sogar aus ihren 
Autos und verharrten in stiller Erinnerung. Die 
traditionellen Gedenkveranstaltungen begannen 
direkt im Anschluss daran. Im israelischen 
Parlament wurden die Namen jüdischer Opfer 
verlesen. Neben Gedenkveranstaltungen in Israel 
fand an jenem Tag unter anderem auch der Marsch 
der Lebenden ins ehemalige Vernichtungslager 
Auschwitz-Birkenau statt. 8.000 Menschen gingen 
den drei Kilometer langen Todesweg vom einstigen 
Konzentrationslager Auschwitz bis zum 
Vernichtungslager Birkenau. An genau diesem 25. 
April 2006 veranstalte die neofaschistische NPD 
eine so genannte ‚Mahnwache’ [...] – sanktioniert 
von deutschen Behörden, geschützt durch die 
deutsche Polizei. Um meinem Protest gegen diesen 
Affront Ausdruck zu verleihen, trug ich die Fahne 
des Staates Israel mit mir.“

Das wiederum gefiel den eingesetzten 
Polizeibeamten offenbar gar nicht: Es kam zu 
körperlichen Auseinandersetzungen und Festnahmen. 
Goldner beschreibt, was ihm widerfuhr:

„Während einer dieser [...] Rangeleien wurde 
stürzte sich [...] mindestens ein USK-Beamter von 
hinten auf mich und würgte mich. [...] Mir wurde 
schwindelig, ich ging zu Boden, wurde ohnmächtig 
und verlor Fahne und Fahnenstange aus den Händen. 
[...] Mir wurde [...] Gefangenenbefreiung 
vorgeworfen. Da ich nicht freiwillig aufstand 
bzw. nicht aufstehen konnte, trugen mich die 
USK-Beamten nach etwa drei bis vier Minuten in 
eine Seitenstraße weg, um meine Personalien 
aufzunehmen. Während dieser Zeit [...] drohten 
sie mir Gewalt an: ‚Steh auf, sonst tut’s weh!’, 
rief einer mehrmals. [...] Während der Aufnahme 
meiner Personalien, [...] die knapp zwei Stunden 
dauerte, [...] bekam ich trotz wiederholter 
Bitten und meinem Hinweis, dass ich bei der 
Festnahme ohnmächtig geworden sei, nichts zu 
trinken. Nachdem ich noch mehr als 36 Stunden 
nach diesem Vorfall starke Schmerzen an meinem 
Hals und an meinem Rücken verspürte, begab ich 
mich in die ärztliche Notaufnahme, [...] um mich 
untersuchen zu lassen. Es wurden unter anderem 
Strangulation, HWS-Distorsion und 
Spannungskopfschmerzen festgestellt.“

All dies berichtete er gestern in der Verhandlung 
vor dem Amtsgericht München, in der er die gegen 
ihn gerichteten Anschuldigungen als „unverschämte 
Lüge und Verleumdung“ zurückwies und betonte: 
„Ich habe an besagtem Tag niemanden mit der 
Fahnenstange geschlagen oder gestoßen, weder 
absichtlich noch unabsichtlich, und ich bin gerne 
bereit, dies unter Eid auszusagen. [...] Ich 
leistete während meiner Festnahme keinen 
Widerstand und wäre dazu auch gar nicht in der 
Lage gewesen. Während meiner Festnahme lag meine 
Israel-Fahne längst am Boden, und Beamte des USK 
hatten offensichtlich kein Problem, auf ihr 
herumzutrampeln.“ Doch es half nichts, genauso 
wenig wie das Gutachten des Krankenhauses, in dem 
sich Goldner nach den polizeilichen Maßnahmen 
behandeln ließ: Zwar wurden die Vorwürfe der 
Gefangenenbefreiung und gefährlichen 
Körperverletzung gegen Vollstreckungsbeamte 
aufgrund widersprüchlicher respektive ungenauer 
Angaben der beiden USK-Beamten fallen gelassen; 
dennoch glaubte die Richterin den Darstellungen 
der beiden Polizisten, nach denen Goldner sich 
generell des Widerstands gegen die Staatsgewalt 
schuldig gemacht habe, und verurteilte den 
Münchner zu 60 Tagessätzen à 30 Euro. Das war 
zwar weniger als die 90 Tagessätze, die der 
ursprüngliche Strafbefehl vorgesehen hatte, aber 
immer noch erklecklich und zudem ein Vielfaches 
dessen, was dem derzeit arbeitslosen Angeklagten 
monatlich an Einkommen zur Verfügung steht. Doch 
das focht den Staatsanwalt Goldner zufolge nicht 
an; vielmehr ließ er lakonisch verlautbaren, der 
Verurteilte könne doch mit seinem abgeschlossenen 
Hochschulstudium „einmal etwas Anständiges tun“ 
und sicher „auch viel verdienen“, anstatt „ein 
Praktikum nach dem anderen“ zu absolvieren. 
Deshalb sei die hohe Geldstrafe angemessen.



Und David Goldner, der Berufung gegen den 
Urteilsspruch eingelegt hat, war nicht der 
einzige, der wegen seines Protests gegen die 
NPD-Kundgebung vor Gericht erscheinen musste: 
Zuvor war unter anderem bereits die 29-jährige 
Julia R. mit 80 Tagessätzen zu je 40 Euro bedacht 
worden, weil sie es beim angeblichen Versuch, 
einen Festgenommenen zu befreien, mit gleich zehn 
Polizisten gleichzeitig aufgenommen und einige 
von ihnen verletzt haben soll. Die Frau, die 
ebenfalls in die Berufung geht, bestreitet die 
Vorwürfe energisch, wie die Süddeutsche Zeitung 
berichtete:**

„Sie habe sich damals nur nach der [israelischen] 
Fahne gebückt, die in den Schmutz gefallen sei 
und auf der alle herumgetrampelt seien. ‚Das fand 
ich unsittlich.’ Die Staatsanwaltschaft hat drei 
Zeugen aufgeboten, alle Polizisten. Der erste 
kann sich an nichts mehr erinnern, obwohl er 
(nach Aussagen seines Kollegen) direkt daneben 
stand. Der zweite hat dagegen eine sehr gute 
Erinnerung, er will genau gesehen haben, wie 
Julia R. ‚den Herrn durch massive Gewaltanwendung 
aus der Mitte herauszuziehen’ versuchte. Der 
dritte schließlich ist nur der Sachbearbeiter. Er 
hat einen Videofilm des Tumults ausgewertet, doch 
auf dem ist nach seinen Angaben nichts zu sehen.“

Es war in der jüngeren Vergangenheit nicht das 
erste Mal, dass die Ordnungsmacht in der 
Bayernmetropole mit solcher Vehemenz gegen 
Nazigegner und Freunde Israels vorging. Bereits 
im September 2003 etwa verurteilte das 
Amtsgericht 
<http://www.sueddeutsche.de/muenchen/artikel/93/100992/>den 
heute 82-jährigen Martin Löwenberg zu einer 
Strafe von 20 Tagessätzen, weil dieser im 
November 2002 dazu aufgerufen hatte, sich in der 
<http://de.wikipedia.org/wiki/Weltstadt_mit_Herz>Weltstadt 
mit Herz einem Neonazi-Aufmarsch in den Weg zu 
stellen. Löwenberg – der in Breslau als Sohn 
eines jüdischen Vaters geboren wurde, miterleben 
musste, wie fünfzehn seiner Angehörigen 
deportiert wurden, selbst zur Zwangsarbeit nach 
Lothringen verschleppt wurde, dort tote jüdische 
Zwangsarbeiter aus den Stollen herausholen musste 
und zu den wenigen überlebenden Breslauer Juden 
gehört – begründete vor Gericht, warum er in 
seiner Rede eine Blockade der nazistischen 
Demonstration gefordert hatte: „Es ist legitim, 
ja, es ist legal, sich den Totengräbern der 
Demokratie entgegenzustellen.“ Das sahen die 
Verfolgungsbehörden jedoch völlig anders; 
besonders beachtlich war dabei das 
Einsatzprotokoll der Polizei, das „voller 
peinlicher Fehler“ steckte, 
<http://www.sueddeutsche.de/muenchen/artikel/93/100992/>wie 
die Süddeutsche Zeitung schrieb: „Da wird aus dem 
NS-Propagandachef Goebbels ein Herr ‚Göppel’, und 
die Abschrift der Rede eines anderen Nazi-Opfers 
wird eingeleitet mit diesem Satz: ‚Es folgt die 
Rede eines in die Kluft eines Insassen 
Kfz-Häftlings bekleideter Mann.’“



Ein ähnlich profundes historisches Bewusstsein 
offenbarte auch der Münchner Oberstaatsanwalt 
August Stern, als er mit einer Kundgebung von 
Neonazis am 9. November 2005 
<http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/357448>partout 
kein Problem haben mochte: Der gescheiterte 
Hitlerputsch – dessen die Ultrarechten in der 
früheren Hauptstadt der Bewegung „gedenken“ 
wollten, noch dazu an einem Tag, an dem sich auch 
die Reichspogromnacht jährte – habe bereits 1923 
stattgefunden; eine Erinnerung an ihn sei deshalb 
keine Verharmlosung der nationalsozialistischen 
Terrorherrschaft, denn die habe schließlich erst 
zehn Jahre später begonnen. Stern sorgte sich gar 
um „das geistige und politische Klima“, wenn man 
das Strafrecht zu strikt anwende – und stellte 
folgerichtig im vergangenen Sommer 
<http://lizaswelt.blogspot.com/2007/01/garmischer-tragikomdie.html>auch 
das Verfahren gegen Ottmar Mühlhauser ein. 
Mühlhauser hatte 1943 ein Massaker-Kommando 
zusammengestellt und die Erschießung von 4.000 
kriegsgefangenen italienischen Soldaten und 
Offizieren auf Kephallonia befehligt. 
Oberstaatsanwalt Stern fand jedoch, dieses 
Wehrmachtsverbrechen stehe „nach sittlicher 
Wertung nicht notwendig auf tiefster Stufe“, denn 
es sei ohne „politische Beweggründe“ erfolgt: „Es 
ging vielmehr um militärische Belange, die zur 
Erschießung führten“; zudem könnten die Täter 
„menschliche Schwäche“ in Anspruch nehmen, 
weshalb sie des Mordes unverdächtig seien.



Und wenn es dann doch mal einer ein bisschen 
übertrieben hat, kann er im Zweifelsfall darauf 
zählen, dass seine Taten nicht mehr geahndet 
werden. So verweigerte kürzlich das 
Oberlandesgericht (OLG) in der bayerischen 
Kapitale die Auslieferung 
<http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,464212,00.html>des 
in Kempten lebenden SS-Angehörigen Søren Kam 
(Foto) an Dänemark, wo dieser wegen Mordes 
gesucht wird, begangen 1943 an einem Journalisten 
in Lyngby bei Kopenhagen. Zur Begründung für die 
Nichtauslieferung hieß es von Seiten des 
Gerichts, der Angeklagte habe sich nicht des 
Mordes, sondern nur des Totschlags schuldig 
gemacht, und der sei verjährt. 
<http://www.n24.de/politik/zeitgeschichte/article.php?articleId=96639>Efraim 
Zuroff, Direktor des Wiesenthal-Centers in 
Jerusalem, sprach daraufhin von „einem weiterer 
Fall von unangebrachtem Wohlwollen der deutschen 
Justiz für einen verachtenswerten 
Nazi-Kollaborateur“; die deutsche Justiz habe 
„alles in ihrer Macht stehende unternommen, ihn 
seiner gerechten Strafe zu entziehen“.



Man darf nun gespannt sein, wie just dieses 
Münchner OLG in einem seiner nächsten Fälle 
entscheiden wird – dem Berufungsprozess 
ausgerechnet gegen David Goldner nach dessen 
erstinstanzlicher Verurteilung 
<http://lizaswelt.blogspot.com/2007/01/garmischer-tragikomdie.html>im 
Zuge der Tragikomödie von Garmisch-Partenkirchen. 
Dort war er vom Richter wegen des Verwendens von 
Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen 
zur Zahlung einer Geldstrafe verpflichtet worden, 
weil er Flugblätter im Gepäck hatte, mit denen 
für eine Buchvorstellung gegen Nazismus und 
Islamismus geworben werden sollte und deren 
Vorderseite ein Foto mit arabischen Islamisten 
zeigte, die den Hitlergruß entbieten. Eine 
bayerische Provinzposse, sollte man eigentlich 
meinen – doch wie es scheint, sind auch Polizei 
und Justiz in der Landeshauptstadt kein bisschen 
klüger. Das ist allerdings erst recht ein Grund, 
den von ihnen in die Mangel Genommenen 
Solidarität zu erweisen – auch wenn man bisweilen 
den Eindruck haben kann, als bräuchte es dafür 
einen Waffenschein.



* Verteidigungsrede von David Goldner in seinem 
Gerichtsprozess am 14. Februar 2007

** Süddeutsche Zeitung vom 30. November 2006




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