widerst at and mund - Dienstag, 24. April 2007
MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
analle at no-racism.net
Di Apr 24 06:01:29 CEST 2007
MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
www.no-racism.net/mund
Dienstag, 24. April 2007
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A) INHALT
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Kunst muß unpolitisch sein? - Zensur beim Q202-Atelierrundgang
Von: Martin Mair <mm at mediaweb.at>
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Narrenfreiheit für Islamfeindlichkeit:
zum Broder und Politically Incorrect
Von: Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen
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Sozial-Innovation Steuergutschrift
Von: Dietmar Köhler <ibd.koehler at utanet.at>
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MayDay-Parade 007 * 1. Mai um 14h * Viktor Adler Markt * 1100 Wien
Von: euromayday.at <contact at euromayday.at>
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AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN
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que[e]r am 25.04.: Bildet Bands statt Banden -
Kapitalismuskritik und G8-Protest
Von: Rosa Antifa Wien <raw at raw.at>
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Veranstaltungshinweis
Von: infoladen wels <info at infoladen-wels.at>
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Präsentation: Gleichheit/en - leere Verheißung?
Von: Initiative Minderheiten Newsletter
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VIENNA PRIDE und Regenbogenparade 2007 –
Wien zeigt Flagge
Von: Homosexuelle Initiative Wien <office at hosiwien.at>
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Erinnerung: Hanna Strack_Die Frau als Mit-Schöpferin.
Von: Evangelische Akademie Wien <akademie at evang.at>
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Graffiti
Von: Kindercafe Lolligo <lolligo at reflex.at>
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[kanalb_at_newsletter] kanalB beim underdogfilmfest 2007
Von: Flo <flo at kanalB.org>
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Newsletter 9/2007
Von: Zukunfts- und Kulturwerkstätte
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[kinoki-mikrokino] Peter Watkins: Filmschau,
Ausstellung, Diskussion (25.4.-4.5.)
Von: Peter Grabher <p at kinoki.at>
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INTERNATIONALE SOLIDARITÄT
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Guatemala, III. Kontinentales Treffen der Indigenen Völker
des Abya Yala: Vom Widerstand zur Macht
Von: GFBV <gfbv.austria at chello.at>
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[Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm
Von: Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe
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B) TEXTE
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Kunst muß unpolitisch sein? - Zensur beim Q202-Atelierrundgang
Von: Martin Mair <mm at mediaweb.at>
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Seitens des Vorstands des Vereins "Media Austria
- Gesellschaft für freie Medien, Kultur und
Kommunikation" erkläre ich mich
selbstverständlich solidarisch mit dem
zensurierten Projekt und hoffe, dass sich dem
noch viele andere anschiessen. Ich leite die
Mail, mal so weiter wie ich sie bekommen habe und
hoffe auf grossen Wirbel und verweise nur kurz
auf Karl Popper (;-)): "Keine Toleranz der
Intoleranz".
Liebe Grüsse
Martin Mair
--->x<---
Betreff: Kunst muß unpolitisch sein? - Zensur beim Wiener Q202-Atelierrundgang
Hallo an alle!
*Die Vorgeschichte:*
Es gibt Wien ein relativ große Kulturinitiative mit dem Namen Q202.
Diese veranstaltet jährlich eine großen Atelierrundgang mit ca. 80
teilnehmenden Ateliers. Ihre Selbstdefinition & Aktivitäten könnt Ihr
unter http://www.q202.at nachlesen. Der bestimmende Mann hinter dem
Ganzen ist Hans Heisz. Nachstehend findet sich ein offener Brief, den
ich via der Q202 Mailing-Liste an ihn gesendet habe. Seine Antwort auf
meinen offenen Brief?
Siehe AnhangSie haben sich erfolgreich aus der Mailingliste ausgetragen.
Ich würde Sie/Euch bitten , diesen Brief (gerne auch über Mailinglisten)
weiterzusenden bzw. Ihre/Eure Meinung zu diesem Thema an mich und Q202
(info at q202.at) zu senden.
*Offener Brief zu Q202 - Zensur in der Kunst*
Für mich stellt sich Q202 als offene Plattform und
Präsentationsmöglichkeit für Kunst- und Kulturschaffende dar.
Hans Heisz hat bei dem Vorbereitungstreffen im gesagt, er wünsche sich
unkonventionelle, auch öffentliche, Kunst. Daher wollte ich bei dem
Atelierrundgang - neben meiner Atelierausstellung - auch einen weiteren
Teil meiner Tätigkeit präsentieren - die künstlerische Intervention.
Die Aktion " Eatablierung einer temporären Verhüllung" wurde konzipiert.
Gemeinsam mit Kunst- und Kulturschaffenden sowie Anrainern wurde
kurzfristig eine Aktionsgruppe - das Stuwerkomitee - ins Leben gerufen.
Wir wollen die Arnezhoferstraße, benannt nach dem Organisator eines
Judenprogroms im 17. Jahrhundert in Selma-Steinmetz-Straße, eine
Widerstandskämpferin, umbenennen. Dazu planten wir ein Fest sowie die
Anbringen alternativer Straßenschilder. Näheres dazu unter
http://www.boukal.at
Diese Initiative wird von Bewohnern und Kulturschaffenden des
Stuwerviertels getragen, versteht sich als streng überparteilich und
wird auch von keiner Partei finanziert. Da ich die Aktion als Teil des
Atelierrundganges angemeldet habe, wurde in den Presseaussendungen sowie
auf den Plakaten selbstverständlich - wie in den Aussendungen von Q202
gewünscht - auf Q202 hingewiesen.
Bereits im Vorfeld gab es Probleme mit Hans Heisz. ich wollte - wie das
viele teilnehmende KünstlerInnen tun - die Veranstaltung über die
Q202-Liste ankündigen. Darauf erhielt ich einen Anruf von Hans Heisz,
der mir mitteilte, das ich den Text ändern müßte, sonst könne er das
Mail nicht senden (!). Ich nahm daraufhin den Erklärungsteil aus dem
Mail und beschränkte mich auf das Programm und eine 5-zeilige Erklärung,
dass die Straßenumbenennung seit vielen Jahren ein Anliegen vieler
Bewohner ist und bereits 3 Anträge in der Bezirksvertretung abgelehnt
wurden.
Das Mail wurde zensuriert und ohne den Satz "Alle drei wurden jedoch von
Gerhard Kubik, dem Bezirksvorsteher, und
der Bezirkskulturkommission ohne Benennung von Gründen abgewiesen."
weitergeleitet.
Radio Orange wollte über die Aktion im Rahmen einer Sendung über Q202
berichten. Am Nachmittag erhielt ich einen Anruf des Moderators, dass
ihn Hans Heisz gewarnt hätte, ich wolle nur politische Propaganda
verbreiten und Q202 damit schaden.
Gestern fand das Fest gemeinsam mit Irma Schwager (Widerstandskämpferin)
sowie diversen Beiträgen von Kunst- und Kulturschaffenden statt. Wir
hatten über 300 Besucher und zahlreiche interessante Diskussionen.
Heute kam nun das untenstehende Mail und ich kann und will nicht darüber
schweigen. Für mich stellt sich die Frage nach der Legitimation. Ist
Kunst nicht per se schon Konfrontation? Konfrontation mit
gesellschaftlichen Prozesses und Gegebenheiten? Erfüllt nicht
künstlerischer Ausdruck an sich schon den Tatbestand der Konfrontation?
Wendet sich Kunst nicht ausschließlich an "dritte", oder dürfen nur
eingetragene Mitglieder die Ausstellungen besuchen? Werden auch die
Ausstellungen auf "politische Propaganda" untersucht? Kleben bald
schwarze Balken auf meinen Werken, weil da Bush- und Rumsfeld-Zitate zu
lesen sind?
Was soll das? Definiert eine Person höchstselbst, welche Kunst an Q202
teilnehmen darf? Definiert eine Person gar, was Kunst ist? Definiert
eine Person, wer kritisiert, angesprochen und zur Auseinandersetzung
aufgefordert werden darf? Warum wird eine Bezug zur Bezirksvorstehung
wegzensuriert? Versteckt sich da etwea parteipolitische Einflussnahme?
Oder schlägt hier die Angst um Subventionen durch?
Sorry Hans, deine Intervention gleitet ins Lächerliche ab. Was heißt
"Stück für Stück erfahre ich, dass die Aktion von politischen Interessen
stark überlagert ist - und von der Einvernahme dafür des
Q202-Rundganges, ja sogar der Definition Q202 selbst"?
Natürlich ist das Anliegen politisch. Natürlich habe ich - und die
anderen Beteiligten - ein Interesse an der Durchsetzung dieses
Anliegens. Ist das ruchbar? Ist das Anliegen selbst nicht
unterstützenswert? Was ist das Problem?
Niemand hat Q202 widerrechtlich "entführt". Die Aktion wurde angekündigt
und ist im Rundgangprogramm aufgelistet. Wer bemächtigt sich da Q202
persönlich. Ich, die alle Informationen auf der Homepage offen stehen
hat oder du, der einfach Einladungs-E-Mails zurückhält und zensuriert?
Ängstlichkeit und vorauseilender Gehorsam sind keine guten Ratgeber für
KünstlerInnen. Kunst soll anecken (dürfen). Das sollte in Q202
diskutiert werden, das ist keine private Frage zwischen dir und mir, das
geht alle teilnehmenden KünstlerInnen an. Es muss klar sein, welche
Regeln gelten und wer diese Regeln macht. Eine Diskussion in einem
Q202-Treffen zu diesem Thema wäre ein geeigneter Rahmen, um diese Fragen
zu klären.
Kollegiale Grüße,
Tanja Boukal
-------- Original-Nachricht --------
Betreff: von hans heisz
Datum: Sat, 21 Apr 2007 11:42:17 +0200
Von: Hans Heisz <hans.heisz at utanet.at>
An: 'Tanja Boukal' <tanja.boukal at gmx.net>
Hallo Tanja Boukal,
Stück für Stück erfahre ich das diese Aktion von politischen Interessen
stark überlagert ist - und von der Einvernahme dafür des Q202-
Rundganges, ja sogar der Definition Q202 selbst.
Q202, damit meine ich die Arbeit der Gruppe die Q202 auf den Beinen
hält, die aus freien Stücken, ohne Gewinn-, Politik- und
Religionsinteressen agiert und dem Kulturschaffen dieses Bezirks gerade
deswegen dienlich ist, weil sie in dieser Vielfalt Kommunikation und
nicht Konfrontation anbietet.
Zur Klarstellung
1).
"Q202 feiert......" - ja, aber was ausschließlich Q202 organisiert und
das ist z.B. das Herbstfest (Bezug, euer Folder)
2).
Auch tote dritte Personen sind dritte Personen, die im Q202 Verteiler
nichts verloren haben, seien sie auch die bösesten der Welt.
Beides sind üblicherweise rückfragelose Austragungsgründe.
Sollte dir an der Begegnung mit Q202 was liegen, ersuche ich dich, die
in "Willkommen bei Q202" aus unserer Webseite angeführten Parameter auch
nicht unter dem Mantel der Kunstaktion zu umgehen.
Zu einem Gespräch bin ich nach dem Rundgang gerne bereit.
Liebe Grüße
Hans Heisz
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intern_q202
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Martin Mair - Publizist virtuell & traditionell
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Narrenfreiheit für Islamfeindlichkeit: zum Broder und Politically Incorrect
Von: Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen <dieinitiative at gmx.at>
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Narrenfreiheit für Anti-Moslemhetze
Gibt es Moslemfeindlichkeit in Deutschland?
Von Knut Mellenthin
http://www.berlinerumschau.com/index.php?set_language=de cccpage=23042007ArtikelPanorama3
Ja, sagen mehrere Studien auf nationaler und europäischer Ebene. Ihnen
zufolge sind antimoslemische Ressentiments und Diskriminierungen in
Deutschland sogar relativ weit verbreitet. Nicht nur unter den Dummen
im Land, sondern auch im sogenannten Bildungsbürgertum. Nein, sagt der
Spiegel-Journalist Henryk Broder, Autor der politischen
Aufklärungsfibel "Hurra, wir kapitulieren", in der er die
"Transformation Europas in einen islamischen Kontinent" und die
"vorauseilende Selbstaufgabe" der europäischen Eliten vor dieser
Entwicklung beklagt. Dem Zentralrat der Juden in Deutschland wirft
Broder die Beteiligung an einem Symposion unter dem Titel
"Antisemitismus, Islamophobie und Fremdenfeindlichkeit" vor. "Er gibt
damit dem Phantombegriff ,Islamophobie' den Anschein des Realen", so
Broder. Broders Urteil überrascht nicht. Findet sich doch unter den
Links auf seiner "Offiziellen Homepage" (www.henryk-broder.de) auch
ein Verweis auf die wohl übelste aller deutschsprachigen
antimoslemischen Internetseiten, Politically Incorrect
(www.politicallyincorrect.de). Neben tendenziös ausgewählten und
aufgemachten Nachrichten, in denen vor allem angebliche
"Moslemfreunde" angeprangert werden, bestehen die PI-Seiten
überwiegend aus Blogs, wo die Leser ihre Kommentare plazieren können.
Im Unterschied zur Mehrzahl der Internet-Blogs wird bei PI aber kaum
gestritten. Das lässt auf eine strenge Auswahl der veröffentlichten
Beiträge schließen. Umso mehr muss sich der Gründer und Betreiber von
PI, der Sportlehrer Stefan Herre, für die dort zu lesenden
volksverhetzenden Texte verantwortlich machen lassen. Was einige von
Herres Anhänger zum Besten geben, würde vermutlich zu einem schnellen
Ausschlussverfahren aus der NPD reichen. Moslems werden verächtlich
nur als "Musels" oder "Musel-Plebs" bezeichnet, Verhöhnungen wie
"Muselaffen" sind gleichfalls beliebt. Im NS-Jargon ist von
"Bazillen", "Parasiten" und "Unkraut" die Rede. Auch vor
Mordphantasien und -aufforderungen wird nicht zurückgeschreckt.
Friedel Frechen, der Pressesprecher der Stadt Bonn, gehört zu den
wenigen Politikern, denen PI ein kritisches Wort wert war. "Finden Sie
das rechtspopulistische Gesabbel in Ihrem Blog nicht selbst zum
Kotzen?", mailte er am 22. Januar an Stefan Herre. Der schlug die
feine Gelegenheit, sich der Form halber von seinem rechtsextremen
Gefolge zu distanzieren, jedoch aus. Stattdessen bezeichnete er
Frechen als "linken Islamliebhaber" und verwahrte sich gegen die
"Beschimpfung" seiner Anhänger. Es wirft ein schlechtes Licht auf
unsere Politiker, dass der Bonner Pressesprecher allein auf weiter
Flur steht und jetzt in PI einer Diffamierungskampagne ausgesetzt ist.
Internetseiten dürfen nicht länger ein rechtsfreier Raum für
Volksverhetzung sein. Und eine Webseite wie PI sollte öffentlich so
geächtet werden, dass kein Mainstream-Journalist sich mehr traut, sie
unter seinen Links zu führen.
Kontakt zum Autor:
Websites: www.knutmellenthin.de; www.holocaust-chronologie.de;
Veröffentlicht: 23. April 2007
--
Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen
www.islaminitiative.at
e-mail:dieinitiative at gmx.at
für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte:
Omar Al Rawi +43-650-3831942 al-rawi at gmx.at
Amina Tarafa Baghajati +43-1-2595449 baghajati at aon.at
Mouddar Khouja +43-6991-9685096 referent at derislam.at
Andrea Saleh +43-664-4147620 frauen at derislam.at
Liebe Brüder und Schwestern, liebe Interessierte!
Wir hoffen, dass die so an Euch zugehenden Informationen auf
Euer Interesse stoßen.
Wir versenden über den Verteiler nicht nur Neuigkeiten, die die
eigenen Aktivitäten betreffen, sondern auch Zeitungsartikel, die
im weitesten Sinn mit dem Islam und Integration zu tun haben
oder ähnliches.
Diese spiegeln natürlich nicht unbedingt unsere eigene Meinung
wieder, sind aber gut, um das Meinungsspektrum zu sichten. Wir
freuen uns über jede Rückmeldung.
Selbstverständlich kann auch alles an Freunde,Bekannte
usw.weitergemailt werden.
Für die Publikation in eigenen Homepages bitten wir jedoch um
vorherige Rücksprache.
Bitte achten Sie bei Zeitungsartikeln auf das Copyright.
Alle Inhalte dienen der persoenlichen Information.
Eine Weiterverwendung und Reproduktion ueber den
persoenlichen Gebrauch hinaus ist nicht gestattet.
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Sozial-Innovation Steuergutschrift
Von: Dietmar Köhler <ibd.koehler at utanet.at>
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In seinem Beitrag "Sozial-Innovation Steuergutschrift" (DER STANDARD v. 23.4.07) schreibt Professor Marin: "...geht es bei den Steuergutschriften für Niedrigverdiener um eine nachgerade bahnbrechende Neuerung im österreichischen Sozialsystem: den Regimewechsel von passiven Sozialtransfers auf aktivierende Lohnzuschüsse für Arbeitnehmer/innen, deren Anstrengung kein Auskommen für sie und ihre Kinder sichert."
Dazu ist festzustellen:
1) Arbeitslosengeld und Notstandshilfe sind Versicherungsleistungen, KEINE "passiven Sozialtransfers".
2) Steuergutschriften sind eine indirekte Wirtschaftsförderung zu Lasten der Steuerzahler/innen.
3) Die Europäische Sozialcharta spricht in Art. 4 vom Recht der Arbeitnehmer/innen auf ein Einkommen, dass ihnen und ihren Familienangehörigen einen menschenwürdigen Lebensstandard sichert. Die nahezu gleichlautende Formulierung findet sich in Art. 7 des Internationelen Paktes für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte. Diese Forderungen sind von den Arbeitgebern zu erfüllen! Siehe dazu auch die Stellungnahme des zuständigen UN-Kommittees v. Jänner 2006.
Es hätte also gereicht, wäre Prof. Marin für die Durchsetzung bestehender Menschenrechtskonventionen eingetreten, statt in der Kristallkugel nach "Sozialromantik" und "Armenhauskommunismus" zu suchen.
Das bedingungslose Grundeinkommen ist nämlich (auch) der Versuch, menschenwürdiges Leben dort zu sichern, wo sich Professoren und Berufspolitiker/innen nicht darum kümmern.
Das von Prof. Marin zitierte Beispiel USA spricht für sich: Armutsquote (trotz Negativsteuer): 31 Prozent! Das sind 91 Millionen MENSCHEN!
Enttäuscht
Dietmar Köhler
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MayDay-Parade 007 * 1. Mai um 14h * Viktor Adler Markt * 1100 Wien
Von: euromayday.at <contact at euromayday.at>
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MAYDAY-PARADE 007
1. Mai 2006, 14 Uhr
Treffpunkt: Viktor Adler Markt, 1100 Wien
http://www.euromayday.at
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Prekär arbeiten, prekär leben - zusammen kämpfen!
Wir rufen euch alle auf,
gemeinsam die dritte MayDay-Parade in Wien zu gestalten! Seid dabei!
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AUFRUF ZUR EUROMAYDAY-PARADE 007 IN WIEN
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Prekär arbeiten, prekär leben - zusammen kämpfen!
Zum dritten Mal findet am 1. Mai die MayDay-Parade in Wien statt, mit der
auf die fortschreitende Prekarisierung der Lebens- und Arbeitsverhältnisse
aufmerksam gemacht werden soll. Sinn der Parade ist nicht nur, durch
lustvolle Selbstorganisation auf diesen bedrohlichen Prozess hinzuweisen -
der Mayday ist auch eine Einladung, nicht fragmentiert, für sich alleine,
sondern vernetzt mit anderen zu kämpfen!
Wo sind denn die Prekären?
Eigentlich fast überall. Illegalisierte, saisonal und befristet
Beschäftigte, Schein- und so genannte "Neue Selbstständige",
NiedriglohnjobberInnen, Erwerbsarbeitslose und FreiberuflerInnen, Projekt-,
Reproduktions-, Pflege- und Hausarbeit, Teilzeit- oder LeiharbeiterInnen
sowie ihre Zwischen- und Mischformen haben eines gemeinsam - sie alle leben
und arbeiten mehr oder weniger prekär. Während Supermarktangestellte zu
Niedrigstlöhnen schuften und StudentInnen sich durch geringfügige Jobs und
unbezahlte Praktika wursteln, werken KulturarbeiterInnen und Putzleute
zumeist sozialversicherungslos.
Macht die Prekarisierung antisolidarisch?
Prekarisierung erzeugt Unsicherheit und Angst - das ist unbestritten.
Einerseits liegt darin ein Potential, denn Angst und Zorn können zum
Zusammenschluss und zur Organisierung führen - andererseits aber auch zum
Gegenteil. Und das scheint uns öfter der Fall zu sein: Nicht nur, dass
gewerkschaftliche Organisierung heute kaum mehr das bedeutet, was sie einst
intendierte; mit fortschreitender Prekarisierung sind auch neue Formen von
Rassismen und Sexismen sowie deren politische Instrumentalisierung
beobachtbar. Diesen Entwicklungen wollen wir gemeinsam entgegensteuern!
Was können wir tun?
Der Mayday soll wie eine Initialzündung funktionieren: ein Aufruf zum
vernetzten Agieren, zu einem gemeinsamen Kampf gegen die kapitalistische
Ausbeutung, die von den AusbeuterInnen mit steigendem Konkurrenzdruck in der
globalisierten Wirtschaftswelt legitimiert wird: Mit Totschlagargumenten wie
"notwendigen" Einsparungen und Flexibilisierung werden prekäre
Beschäftigungsformen zum "Normalarbeitsverhältnis" erklärt. Aber das muss
nicht so sein: Wir wollen unser Leben autonom gestalten!
Der MayDay ist ein Aufruf, sich kreativ mit Gegenmodellen und Utopien zu
beschäftigen und soll eine offene, prozesshafte Plattform für alle
Prekarisierten, Illegalisierten, Kriminalisierten, Flexibilisierten usw.
sein. Für alle, die selbstorganisiert kämpfen und alles wollen, unabhängig
von Beschäftigungs- und Aufenthaltsstatus!!!
Deshalb werden auch heuer wieder in vielen Städten hunderttausende Menschen
am Nachmittag des 1. Mai auf die Straße gehen. Und auch wir rufen Euch alle
dazu auf, gemeinsam die dritte MayDay-Parade in Wien zu gestalten!
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EUROMAYDAY-PARADE 007
Dienstag, 1. Mai 2006, 14 Uhr
Treffpunkt: Viktor Adler Markt, 1100 Wien
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EUROMAYDAY 007
Texte und Infos
http://www.euromayday.at
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AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN
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que[e]r am 25.04.: Bildet Bands statt Banden - Kapitalismuskritik und G8-Protest
Von: Rosa Antifa Wien <raw at raw.at>
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Mittwoch 25. April:
Bildet Bands statt Banden - Kapitalismuskritik und G8-Protest
"Kein Gott, kein Staat, keine Arbeit, kein Geld Mein Zuhause ist die
Welt"
Jeans Team
Manchmal ist der "Pop" auch einfach schneller als die "Linke".
Religionsgemseinschaften und Staatseroberinnen von Attac bis zu den
letzten Anhaengerinnen Lenins werden genauso zu den Protestierenden in
Heiligendamm gehoeren wie die dortigen (Neo-)Nazis. Wer doch lieber
protestiert, statt Musik zu machen, sollte die Gelegenheit nutzen, sich
mit den unterschiedlichen Formen von Kapitalismuskritik und ihren Vor-
und Nachteilen zu beschaeftigen.
Vortrag mit anschliessender Diskussion.
###############
Ort: que[e]r. Wipplingerstrasse 23 / 1010 Wien (die Stiegen hinunter)
Veranstaltungsbeginn: 20:00
(geoeffnet von 18:30-24:00)
###############
Naechste Woche: "Ich kann meine Träume steuern, aber meine Realität
nicht. Dabei sollte es umgekehrt sein"
Weitere Infos siehe: http://raw.at/queer/
--
############ RAW #############
Rosa Antifa Wien
c/o Rosa Lila Tip
Linke Wienzeile 102
A-1060 Wien
AUSTRIA
-------------------------
E-Mail: raw at raw.at
Web: http://www.raw.at
Board: http://www.n3tw0rk.org
-------------------------
PGP-Key available here:
http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc
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Veranstaltungshinweis
Von: infoladen wels <info at infoladen-wels.at>
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Guten Tag/Hallo! Wir bitten um Ankündigung folgender Veranstaltung:
Die neu gegründete Frauengruppe des Kulturvereines Infoladen Wels
veranstaltet am 30. April 2007 ein FRAUENFEST im Alten Schl8hof Wels
(Dragonerstraße 22).
Bisheriges Programm:
18.00 Uhr: Vortrag: Alexandra Ommert (Soziologin aus Frankfurt) wird
eine kurze Einführung zum Thema "Ladyfest" geben und dann noch über "Das
Private ist politisch", einen Slogan der neuen Frauenbewegung der 1970er
reden.
ab 20.00 Uhr: *Rocking Birds (swing, blues, country, rockabilly),
www.rockingbirds.de <http://www.rockingbirds.de/>
*Karin Steinbinder (noise, experimental, ambient, aber auch
melancholisch langsam), www.backlab.at/karin <http://www.backlab.at/karin>
* Nives (minimal, electrotech), www.artifex.cc,
www.myspace.com/nives_artifex <http://www.myspace.com/nives_artifex>
*Spoenk (indie, rock) aus wien
http://home.subnet.at/spoenk
http://www.myspace.com/spoenkrock <http://www.myspace.com/spoenkrocks>
*Anschliessend Ska, r'n'b, soul & hip hop-Auflegerei
* Feuershow
* Infostände/-plakate (zu Themen wie: Frauenfreiräume, -bewegung, Riot
Grrrls, Walpurgisnacht, ...)
* Volxküche
Da wir (noch) eine sehr kleine Gruppe sind, fordern wir alle Frauen auf,
uns in welcher Form auch immer zu unterstützen und sich zu beteiligen.
Warum machen wir ein Frauenfest?
Frauenfeste sind Konzerte und Feste, die von Frauen für Frauen
organisiert werden, bei denen Frauenbands auftreten, jede willkommen
ist, sich auf die Bühne zu stellen und ihre Kunst zu präsentieren. Immer
wieder taucht die Frage auf "Wozu das ganze?", vor allem beim Eingang
zurückgewiesene Männer verstehen es teilweise überhaupt nicht, wieso sie
nicht willkommen sind. Diese Frauen sind keine Männerhasserinnen und die
meisten sind auch oft gerne in Gesellschaft von Männern, jedoch behalten
sie sich das Recht vor, dann und wann Frauenfeiern zu veranstalten, bei
denen sie unter sich sind.
Gewöhnlich findet mensch Frauen im Musikbusiness als Konsumentinnen und
Fans, den Frauen wird meist der private Bereich zugeschrieben und die
Männer sind diejenigen, die ihre kulturellen Ansprüche öffentlich
ausleben. Wenn mensch Frauen als Musikerinnen findet, dann meist als
Sängerinnen oder Verzierung der Bühnenshow von Männern, die mehr nach
Aussehen und Styling als nach ihren musikalischen Fähigkeiten beurteilt
werden. Anfang der 80er gibt es eine leichte Tendenz hin zu mehr
weiblichen Instrumentalistinnen, jedoch ist mensch (auch heute noch)
weit von einer Gleichstellung entfernt.
Eine der wenigen Subkulturen in denen weibliche Musikerinnen nicht nur
auf Sex reduziert werden sind die Riot Grrrls, die selbstbewusst und
ironisch mit verschiedenen, Frauen auferlegten Rollen spielen und mit
energischer Wut gegen Gewalt an Frauen auf der Straße und zu Hause
kämpfen. Die in den 1990er im Punk-, Grunge- und Hardcore-Umfeld in den
USA aufkommenden Riot Grrrls veranstalteten 2000 in Olympia, Washington
das erste Ladyfest ("lady" als Gegenreaktion auf die verniedlichende
Kommerzialisierung von "girl"), auf welches weltweit weitere folgten.
"Ladyfest" hat sich zu einem Begriff für ein Fest von Frauen, Lesben &
Transgender für jeden Menschen entwickelt, deshalb verwenden wir nun
"Frauenfest".
Inhaltliche Vorgängerinnen waren die Trägerinnen der autonomen
Frauenbewegung der 1970er, die unter anderem auch für Freiräume für
Frauen eintraten, mit dem Hintergrund, dass Frauen in den letzten
Jahrhunderten zu Hause gehalten, auf Kinder und Hausarbeit reduziert und
vom öffentlichen Leben weggesperrt wurden.
Bei Konzerten und Abendveranstaltungen fällt bei einem rein weiblichen
Publikum von vornherein einiges weg: Keine Frau wird von einem Mann
sexistisch angesprochen und das Konkurrenzdenken zwischen Frauen und
etwaiges besonderes Verhalten, um einem Mann zu gefallen, fallen weg. Es
wird das Solidaritätsgefühl unter Frauen gefördert. Auch weiß zum
Beispiel jede Frau, dass es schmerzhaft ist, einen Ellbogen gegen die
Brust zu bekommen, was beim im Punk üblichen Pogo-Tanzen vorkommen kann,
wenn mensch nicht aufpasst. Das ist nicht so zu verstehen, dass mensch
Frauen mit Samthandschuhen behandeln soll, ganz im Gegenteil, sondern
als "ganz normale" Menschen.
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Vielen Dank im voraus für die Ankündigung unserer Veranstaltung,
MFG
Frauengruppe, (Kulturverein) Infoladen Wels
Spitalhof 3
4600 Wels
Rückfragehinweis für Medien: 0650-5714505
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Präsentation: Gleichheit/en - leere Verheißung?
Von: Initiative Minderheiten Newsletter <news at initiative.minderheiten.at>
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>>> Gleichheit/en - leere Verheißung?
Präsentation und Diskussion
Montag, 30. April, 19.00
depot
Breitegasse 3
1070 Wien
EU-Projekte, in deren Bemühungsmittelpunkt MigrantInnen stehen, sind in der Ambivalenz von Strukturadaptionen, Engagement und eigensinnigenEntwürfen verortet. An den Schnittstellen von Migration, Antirassismusund der Arbeit in kulturellen, sozialen und bildungspolitischenFeldern finden sich Beiträge zu Sichtbarkeitspolitiken und deren(Selbst-) Kritik.
Alles Equal! Über's (politische?) Arbeiten in EU-Projekten und
Fields of TRANSFER. MigrantInnen in der Kulturarbeit. Beide Publikationen werden von WIP - Migrantische Selbstorganisation und Arbeit herausgegeben (work-in-process.at).
Petja Dimitrova, Initiative Minderheiten
Birge Krondorfer, Frauenhetz
Rubia Salgado, maiz, Linz
Helga Suleiman, Dschanuub, Graz
Sylvia Köchl, IG Kultur Österreich
Radostina Patulova, IG Kultur Österreich
Vina Yun, IG Kultur Österreich
Moderation: Miss Participation
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VIENNA PRIDE und Regenbogenparade 2007 – Wien zeigt Flagge: Patenschaften für die Beflaggung der Wiener Straßenbahnen ab sofort erhältlich
Von: Homosexuelle Initiative Wien <office at hosiwien.at>
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VIENNA PRIDE und Regenbogenparade 2007 – Wien zeigt Flagge
Patenschaften für die Beflaggung der Wiener Straßenbahnen ab sofort erhältlich
Am Samstag, 30. Juni 2007, findet zum zwölften Mal die Regenbogenparade statt. Nicht nur der Vienna-Pride-Monat Juni macht mit Events darauf aufmerksam – auch die Garnituren aller 33 Wiener Straßenbahnlinien werden in den vier Wochen vor der Parade – wie in den Vorjahren – wieder mit Regenbogenfahnen beflaggt.
Damit diese Kooperation der HOSI Wien mit den Wiener Linien wieder ein Erfolg wird, brauchen wir eure Unterstützung: Übernehmt eine Patenschaft für eine der 33 Wiener Straßenbahnlinien und setzt damit ein Zeichen für Akzeptanz und Gleichberechtigung!
Eine Patenschaft kostet € 210,. Auch eine gemeinsame Patenschaft à € 105, ist möglich. Die PatInnen werden ab der endgültigen Buchung und Bezahlung auf der Paraden-Homepage sowie in der Juli-Ausgabe der LAMBDA-Nachrichten genannt und erhalten als Dankeschön eine Urkunde.
Nähere Informationen dazu und zur Regenbogenparade im Allgemeinen auf: www.regenbogenparade.at
Rückfragehinweis:
Straßenbahnaktion: Philipp Wagner, philipp.wagner at hosiwien.at
Pressebetreuung: Ute Stutzig, ute.stutzig at hosiwien.at, Mobil: 0650 90 80 188
Barbara Süss, barbara.suess at gmail.com, Mobil: 0680 301 15 75
www.hosiwien.at
ZVR-Nr.: 524 534 408
Du erhältst diese Aussendung über den Mailverteiler der HOSI Wien. Bitte um kurze Nachricht per E-Mail, falls du keine weiteren Informationen von uns wünschen solltest.
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Erinnerung: Hanna Strack_Die Frau als Mit-Schöpferin.
Von: Evangelische Akademie Wien <akademie at evang.at>
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Erinnerung an die Veranstaltung mit Hanna Strack.
Eine Auseinandersetzung mit dem heiligen Moment der Geburt und demUmgang damit.
DIE EVANGELISCHEAKADEMIE WIENlädt herzlichein
Buchpräsentation und Diskussion
Die Frau ist Mit-Schöpferin. Eine Theologieder Geburt
Über Hanna Strack
Hanna Strack ist Pastorin i.R. und war eine der ersten Frauen, die inDeutschland in das Pfarramt ordiniert wurden.
Viele Jahre war sie Mitherausgeberin und Verlegerin desFrauenKirchenKalenders. Als feministische Theologin engagiert sie sichbesonders für Frauenliturgien. Hanna Strack entfaltet in ihrem Buch einbreites Spektrum von Themen zu religionsgeschichtlichen, historischen,theologischen, philosophischen aber auch medizinischen undsoziologischen Aspekten von Geburt.
Sie plädiert für eine Revision des Evabildes wie der medikalisiertenGeburt und will eine dem Schöpfungsereignis „Geburt“ angemesseneGeburtskultur fördern.
Lesen Sie hier mehr überHanna Strack
Zeit: Donnerstag, 26. April 2007, 19.00 Uhr
Ort: Institut für Ethik und Recht in der Medizin
1. Stock Vortragssaal, Spitalgasse 2, Hof 2
Eingang 2.8 (gegenüber Billa)
Universitäts-Campus Altes AKH, 1090 Wien
Kostenbeitrag: Euro 7,- (ermäßigt Euro 5,-)
Referentin: Hanna Strack
Organisation: Waltraut Kovacic
Mitveranstalter: Hebammenzentrum Wien
Anmeldung bitte bis 20. April 2007!
Dies ist derInformations-Newsletter der Evangelischen Akademie Wien. Wir behandelnIhre Daten selbstverständlich streng vertraulich und geben IhreEmail-Adresse nicht an Dritte weiter. Sollte sich Ihre Adresse ändern,bitten wir Sie um entsprechende Information. Wenn Sie keine weiterenZusendungen mehr erhalten möchten, senden Sie bitte eine Email - mitdem Betreff oder Text "keine weiteren Zusendungen erwünscht". Vielen Dank.
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Nähere Informationen finden Sie unter:http://evang-akademie.at/unterstuetzen.asp
EvangelischeAkademie Wien
Blumengasse 4/10
A-1180 Wien
Tel.: 01/ 408 06 95-0
Fax: 01/ 408 06 95-33
e-Mail: akademie at evang.at
http://www.evang-akademie.at
ACHTUNG NEUEBANKVERBINDUNG:
Raiffeisen Landesbank
Kontoinhaber: Evangelische Akademie Wien
BLZ: 32000, KtoNr. 7.474.067
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Graffiti
Von: Kindercafe Lolligo <lolligo at reflex.at>
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Lolligo Kindercafé präsentiert:
Freitag 27.4.2007
19.00 Uhr
Lecture: Graffiti und die globale Krise
In den 70er Jahren endet die „goldene Phase“ des Kapitalismus samt
Wirtschaftswunder mit Ölpreisschocks, Umweltzerstörung und
Arbeitslosigkeit. Die Stadt New York ging bankrott und Graffiti trat von
dort aus einen weltweiten Siegeszug an: subkulturelle (Sprach-)Codes,
eigene(Szene-)Stars und die optische Okkupation des öffentlichen Raumes
weltweit sind offensichtliche Signale. Doch ist Graffiti in Zeiten der
Globalisierung, wo es zur scheinbaren Pflicht jeder KonsumentIn wurde, ein
abenteuerliches und abwechslungsreiches Leben zu führen, noch subversiv?
Ist Graffiti kritische Selbstverwirklichung und ein utopischer Vorschein
im bestehenden „falschen Ganzen“ oder ist es doch nur der ultimative
Egotrip, die Fortsetzung der gesellschaftlichen Atomisierung und des
Kampfes Aller gegen Alle mit anderen Mitteln?
Willkommen zu einer ca. 1.5-stündigen Show mit bewegenden Fotografien,
Videoausschnitten und Publikumsdiskussion.
Eintritt frei.
21.00 Uhr
Screening: Wholetrain (BRD/PL 2005, 90 min.)
WHOLETRAIN erzählt die Geschichte einer Crew von vier Graffiti-Writern,
die sich der Szene mit ihren eigenen Hierarchien, Werten, Regeln und Codes
verschrieben haben. KSB (Keep Steel Burning), so der Name der Crew, haben
die Stadt "im Griff". Besonders das U-Bahnsystem. Ihre Pieces auf den
Bahnen rollen selbst durch die entlegensten Viertel der Stadt und
verschaffen KSB Ruhm und Anerkennung. Als eine andere Crew in der Stadt
auftaucht und KSB in ihrer Writer-Ehre verletzt, entbrennt ein kreativer
Wettstreit, der das Leben der vier Protagonisten für immer verändern wird.
Eintritt frei.
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LOLLIGO
Fischerstiege 4-8 - 1010 Wien
Öffnungszeiten: Do & Fr 15-18 Uhr
Infotelefon: 0699 1966 76 10
www.lolligo.net
Spenden erbeten und notwendig:
"lolligo" / blz 14000 / konto-nr. 10010-036-203
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[kanalb_at_newsletter] kanalB beim underdogfilmfest 2007
Von: Flo <flo at kanalB.org>
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hallo,
im rahmen des underdogfilmfest 2007 ( http://underdogfilmfest.org ) wird
es die neue ausgabe nr_30: Der einzige Weg (
http://austria.kanalb.org/edition.php?clipId=79 ) zu sehen geben.
Freitag, 27.04.2007, 18:15, EKH Wien, Wielandgasse 2-4, 1100 Wien,
http://www.med-user.net/ekh/
Eintritt frei!
--
lg, flo
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pgpkey: http://kanalB.at/flo_kanalB.asc
fingerprint: 63F7 0F87 D8BD B54F 0C88 98BD 1592 D17B D246 4A5D
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kanalb_at_newsletter mailing list
kanalb_at_newsletter at kanalB.org
http://kanalB.org/cgi-bin/mailman/listinfo/kanalb_at_newsletter
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Newsletter 9/2007
Von: Zukunfts- und Kulturwerkstätte <LM.Sender at spoe.at>
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Wenn Sie diesen Newsletter nicht im HTML-Format sehen können,
klicken Sie bitte <http://www.diezuk.at/online/page.php?P=33282> hier
Zukunfts und Kulturwerkstätte
Newsletter 9/2007
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> Nähere Infos unter:
Zukunfts- und Kulturwerkstätte
Schönlaterngasse 9, 1010 Wien
Tel.: 01/513 86 82
www.diezuk.at
zuk at spoe.at
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[kinoki-mikrokino] Peter Watkins: Filmschau, Ausstellung, Diskussion (25.4.-4.5.)
Von: Peter Grabher <p at kinoki.at>
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hallo, es ist uns eine grosse freude, Sie/Euch zu der am mittwoch im filmmuseum
beginnenden werkschau zu peter watkins einzuladen. peter watkins ist einer der
radikalsten und faszinierendsten filmemacher nach 1945 und endlich ist sein
selten gezeigtes werk in wien zu sehen. in kooperation mit dem filmmuseum
findet am 1. mai im depot eine kinoki-diskussion zu watkins mit gaesten aus
paris statt. in der galerie martin janda widmet sich eine ausstellung dem werk
von peter watkins. alle programminfos finden sich unten. herzlich, kinok p
KINOKIS MIKROKINO
Politische Filmabende, 1x monatlich im depot bei freiem Eintritt.
depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien,
http://www.depot.or.at
kinoki. Verein für audio-visuelle Selbstbestimmung
mikrokino at kinoki.at | http://www.kinoki.at
Newsletter subskribieren bzw. abbestellen unter:
https://kooperative.at/mailman/listinfo/kinoki-mikrokino
Förderpreis Politische Kulturarbeit 2004 der IG
Kultur Österreich.
Peter Watkins
Mi 25. April bis Fr 4. Mai 2007
Österreichisches Filmmuseum - The Austrian Film Museum
Augustinerstrasse 1, A-1010 Wien
T +43/1/533 70 54-18
F +43/1/533 70 54-25
http://www.filmmuseum.at
Der gebürtige Brite Peter Watkins zählt zu den genuinen Visionären des
bewegten Bildes, aber seine provokanten, politisch vorausschauenden und mit
radikal unabhängiger Haltung realisierten Filme sind erst spät angemessen
gewürdigt worden. Das liegt an ihrer jahrzehntelangen Marginalisierung, die
sich der Kampfeslust der Werke wie ihres Autors verdankt. Bezeichnend ist der
Fall seines legendären Films The War Game (1965), der unerbittlichen
(hypothetischen) »Rekonstruktion« einer Nuklearattacke auf England und
ihrer verheerenden Folgen. Vom Auftraggeber BBC wurde der Film prompt für 20
Jahre verboten - und 1967 mit dem Oscar als bester Dokumentarfilm
ausgezeichnet (wiewohl geschrieben, gespielt und inszeniert).
Watkins inszeniert stets in »dokumentarischer« Form, das verstärkt die
Gegenwärtigkeit seiner radikalen politischen Entwürfe (z.B. Punishment Park,
ein erschreckendes Zukunftsporträt der USA nach Abschaffung der Bürgerrechte)
oder seiner semi-autobiografischen, vielschichtigen Studien des Künstlers in
seiner Zeit (wie das Meisterwerk Edvard Munch). Die Vérité-Methode dient aber
auch der intellektuellen Herausforderung: Watkins stellt nicht nur soziale,
sondern auch mediale Machtverhältnisse in Frage. Er liefert eine packende
Antithese und das Gegengift zur »Monoform«, wie er die normierte, auf
maximale und störungsfreie Konsumierbarkeit ausgerichtete Ästhetik der
Massenmedien nennt. Auf Watkins' Website www.mnsi.net/~pwatkins finden sich
zahlreiche seiner Schriften zur »Media Crisis«.
Zuletzt hat die Arbeit des Regisseurs immer stärker kollektiven Charakter
angenommen: The Journey (1983-87) ist ein immenses Epos (mit zahllosen
Mitwirkenden rund um den Globus) über die Prekarität des Lebens unter dem
Damoklesschwert des Rüstungswettlaufs und der Militärindustrie. La Commune
(2000), sein jüngstes Großprojekt, handelt von der Pariser Kommune 1871
ebenso wie von den gemeinsamen Erfahrungen, die alle Beteiligten des Films
machen und in die Handlung einbringen. Peter Watkins' Werk ist eine
praktische Form des Widerstands - und die Utopie einer kontinuierlichen
Ausweitung der »Kampfzone«. Die Filmschau findet in Zusammenarbeit mit
kinoki statt. Zwei Filme über den
Künstler, Gespräche mit Mitwirkenden von La Commune (darunter Peter Watkins'
Sohn Patrick) und eine kinoki-Podiumsdiskussion am 1. Mai um 20 Uhr im Depot
(7., Breite Gasse 3) ergänzen das Projekt. Am 27. April eröffnet die Galerie
Martin Janda (1., Eschenbachgasse 11; www.martinjanda.at) die Ausstellung On
Peter Watkins mit Arbeiten internationaler Künstler, die Watkins' Werk zum
Ausgangspunkt genommen haben.
Programm:
http://www.filmmuseum.at/jart/projects/fm/main.jart?rel=de&content-id=1167729015006&reserve-mode=
The Journey 1, Mittwoch, 25. April, 18.30 Uhr, Freier Eintritt
The Journey 2, Donnerstag, 26. April, 18.30 Uhr, Freier Eintritt
The Journey 3, Freitag, 27. April, 18.30 Uhr, Freier Eintritt
The Journey 4-8, Samstag, 28. April, 14.00 Uhr, Freier Eintritt
The Journey 9-13, Sonntag, 29. April, 14.00 Uhr, Freier Eintritt
The Journey 14, Montag, 30. April, 18.30 Uhr, Freier Eintritt
The Journey, 15-19, Dienstag, 1. Mai, 14.00 Uhr, Freier Eintritt
The Journey - Rësan (1983-87)
Ein Film von Peter Watkins. Gedreht von verschiedenen Teams, mit Hilfe lokaler
Unterstützungsgruppen in: Moçambique, Japan, Mexico, USA, Kanada, Tahiti,
Australien, Frankreich, Schottland, BRD, Norwegen, UdSSR, Dänemark, Finnland,
Neuseeland, Italien, Schweden. Farbe und s/w, 876 min. Engl. OF
»Dieser Film läuft jetzt seit einer Stunde und fünf Minuten, und in dieser
Zeit wurden weltweit 115 Millionen Dollar für Rüstung ausgegeben«, heißt
es in der 65. Minute dieser in zehnjähriger Arbeit entstandenen, 15 Stunden
langen Reise um die Welt, durch zwölf Nationen, zu den
Vernichtungsmaschinerien in Ost und West, den »Einflusszonen« der 3. Welt
und ans Ende der Nacht, einer Reise, die sich The Journey betitelt und »A
Film for Peace«. Watkins sammelt weltweit Fakten, stellt Beziehungen her und
lässt den Volkssouverän sprechen, der vom Waffendenken der Ein- und
Mehrparteien-»Demokratien« ausgeschlossen bleibt. Watkins befragt Menschen
aus den USA und der Sowjetunion, Mexiko und Japan, Europa und Asien nach ihrem
Verhältnis zur Rüstung, ihrer Atomangst, ihrem alltäglichen Widerstand, und
er konfrontiert ihre Antworten nicht am Schneidetisch, sondern direkt, während
der Dreharbeit, in der Begegnung. Film wird in The Journey zu einem bislang
ungenützten Medium der Kommunikation und des Widerstands - Möglichkeiten,
denen sich das vom Gespenst der Ausgewogenheit in Besitz genommene Fernsehen
unentwegt entzieht. (H.T.)
Die 19 Teile des Films sind jeweils ca. zwischen 40 und 50 Minuten lang und vom
Regisseur als selbständig rezipierbare Filme konzipiert. Im Rahmen der
längeren Blöcke (Sa., So., Di.) beginnt jeweils zur vollen Stunde ein neuer
Teil. Mit Dank an das National Film Board of Canada.
Montag, 25. April, 19.30 Uhr
Samstag, 28. April, 19.00 Uhr
The War Game (1965)
Regie, Drehbuch: Peter Watkins; Kamera: Peter Bartlett, Peter Suschitzky;
Darsteller: Michael Aspel, Peter Graham, Kathy Staff, Peter Watkins. s/w, 47
min. Engl. OF
Peter Watkins Lituanie 2001 (2002)
Ein Film von Patrick Watkins, Jean-Pierre Lenestour und Caroline Lensing-
Hebben.
Farbe, 30 min. Engl. OmfU
The War Game ist das berühmteste Beispiel der Watkins- Methode, fiktive wie
historische Ereignisse dokumentarisch zu filmen, 1966 sogar mit dem
Dokumentar-Oscar ausgezeichnet, was nichts daran änderte, dass sein Regisseur
erst viel zu spät als zentraler Meister der filmischen Revolte gewürdigt
wurde: The War Game, von der BBC produziert (und unterdrückt), zieht die
logische Bilanz zur nuklearen Aufrüstung laut Aktenstand von 1965, eine
erschreckend detaillierte Was-Wäre-Wenn-Konstruktion der atomaren
Auslöschung. Tod und Feuer im eigenen Haus, im ganzen Land. Peter Watkins
Lituanie 2001 ist ein Interviewfilm mit Peter Watkins zu seiner Arbeit, seiner
Position und der Krise der zeitgenössischen Medien sowie zur Entstehung seines
jüngsten Films La Commune (Paris, 1871). Als surreal anmutendes
Hintergrunddekor dient ein realer prosowjetischer Themenpark nahe Vilnius, der
Gruto Park. (C.H.)
Einführung von Patrick Watkins, Jean-Pierre Lenestour und Caroline Lensing-
Hebben am 28. April
Donnerstag, 26. April, 19.30 Uhr
Montag, 30. April, 21.30 Uhr
Punishment Park (1971)
Regie, Drehbuch: Peter Watkins; Kamera: Joan Churchill, Peter Smokler; Musik:
Paul Motian; Darsteller: Patrick Boland, Mark Keats, Kent Foreman, Carmen
Argenziano, Luke Johnson. Farbe, 87 min. Engl. OmfU
Der einzige große US-Film von Watkins, eine Zukunftsvision, die von einigen
Seiten als überzogen abgelehnt wurde und heute wieder sehr aktuell anmutet.
Ausgangsbasis: ein 1950 erlassenes Gesetz, der McCarran Internal Security Act,
der dem Präsidenten und den Bundesbehörden im Ausnahmefall Sonderrechte zum
Vorgehen gegen Gruppen ermöglicht, die als »internes Risiko« eingestuft
werden. Nixon verkündet den »internen Sicherheitsnotfall« wegen der
Antikriegsproteste: Dissidenten werden in Lagern interniert, von einem
Tribunal verhört und erhalten wahlweise lange Gefängnisstrafen oder können
um ihre Freiheit laufen. Drei Tage, 53 Meilen durch die Wüste, zur US-Flagge,
gejagt von der Nationalgarde. Brutal einmontiert in dieses (vom zunehmend
angewiderten Filmteam verfolgte)Todesspiel: aufgeheizte Debatten vor dem
Tribunal. Die Konflikte zwischen den hauptsächlich nach ihrer politischen
Haltung besetzten Laien waren so überzeugend, erzählt Watkins, dass er sich
sorgte, irgend jemand würde echte Kugeln benutzen. (C.H.)
Publikumsgespräch mit Patrick Watkins am 30. April
Donnerstag, 26. April, 21.15 Uhr
Montag, 30. April, 19.30 Uhr
Privilege (1967)
Regie: Peter Watkins; Drehbuch: Norman Bogner, Watkins nach einer Erzählung
von Johnny Speight; Kamera: Peter Suschitzky; Musik: Mike Leander; Darsteller:
Paul Jones, Jean Shrimpton, Mark London, William Job. Farbe, 103 min. Engl. OF
Watkins' letzter Film in seiner britischen Heimat, die er nach der feindlichen
Aufnahme von Privilege verlässt. Der Film entstand (wie Truffauts Fahrenheit
451) im Europa-Programm von Universal: Junge Regisseure wurden eingeladen,
billige Produktionen zu realisieren. Watkins verfertigte prompt eine Attacke
auf die Unterhaltungsindustrie mit beinharter Analogie zwischen Starkult und
Faschismus: die Geschichte eines beliebten englischen Popsängers, der benutzt
wird, die Massen im Sinne »fruchtbarer Konformität« mit konservativen
Inhalten zu zerstreuen (u.a. mit einer Rock-Version von Onward Christian
Soldiers). Zur Satire auf Macht und Musikgeschäft im Watkins-typischen
pseudodokumentarischen
Stil gesellen sich dramatische Elemente, als der Superstar zu rebellieren
beginnt, »aber Watkins untergräbt Dokumentation wie Fiktion mit subversiver
Brillanz« (Chris Fujiwara). (C.H.)
Freitag, 27. April, 19.30 Uhr
Donnerstag, 3. Mai, 19.00 Uhr
Culloden (1964)
Regie, Drehbuch: Peter Watkins; Kamera: Dick Bush; Darsteller: George McBean,
Alan Pope. s/w, 72 min. Engl. OF
Erster Peter-Watkins-Langfilm, in perfektem Vérité-Stil, zuvor in Kurzfilmen
geformt, die teilweise noch technische Mängel aufwiesen - davon ist hier
nichts mehr zu spüren, was der stets kritische Watkins retrospektiv als Mangel
sah: zuviel unmittelbarer Realismus, zu wenig reflexive Distanz für
Gegenwartsbezüge (etwa Vietnam und, zeitlos aktuell, imperialistische
Herrschaft). Culloden ist die Rekonstruktion der letzten Schlacht auf
britischem Boden. Ein Bericht aus Culloden, Schottland, 1745, als wären
Nachrichtenkameras dabei, mit Interviews von Kämpfern beider Seiten und
Live-Kommentar eines Historikers. Die blutige, entscheidende Niederschlagung
des Aufstands der von Hunger und Krankheit geschwächten, inkompetent
geführten Jakobiten durch die zahlenmäßig weit überlegenen
Regierungstruppen.
Verletzte und Überlebende der hauptsächlich aus Highlandern bestehenden
Rebellen werden bis auf wenige Ausnahmen brutal exekutiert. Schwarzer Tag
Schottlands. Der Erzähler: »They've created a desert and called it
peace.« (C.H.)
Samstag, 28. April, 20.30 Uhr
Freitag, 4. Mai, 19.30 Uhr
Edvard Munch (1973-76)
Regie, Drehbuch: Peter Watkins; Produktion: Norwegian Broadcasting Corporation
(NRK), Sveriges Television (SCT); Kamera: Odd-Geir Sæther; Darsteller: Geir
Westby, Gro Fraas, Eric Allum, Kerstii Allum, Inger Berit- Ollan. Farbe, 174
min. Engl./ Frz./Norwegische OmeU
»Das Werk eines Genies« (Ingmar Bergman), Werk über ein Genie, extrem
dichte Erforschung eines Künstlerlebens, einer ganzen Ära: Die
psychologischen und kausalen Krücken, die das Genre der Filmbiografie
ansonsten bevorzugt, nehmen sich angesichts der packenden Vielschichtigkeit
dieses Meisterwerks aus wie kümmerliche Zahnstocher. Ins Zentrum rückt
Watkins die Jahre 1884-94, mit Munchs bahnbrechender Überwindung der
realistischen Repräsentation, welche daheim - und auf Ausstellungsreisen -
mit beißend negativer Kritik quittiert wird. Die Geburt von Munchs
Expressionismus, der Kunstprozess bestechend materialistisch nachvollzogen,
steht zwischen Familientragödien, Liebesleid und radikalen künstlerischen
Freiheitsbestrebungen. Diese wiederum sind Teile eines gewaltigen Freskos der
entfremdeten Epoche der Industrialisierung, die in Munchs Kunst einen zutiefst
persönlichen Ausdruck findet. (C.H.)
Distributed worldwide by NBD Television
Sonntag, 29. April, 19.00 Uhr
La Commune (Paris, 1871) (2000)
Regie: Peter Watkins; Drehbuch: Watkins, Agathe Bluysen; Kamera: Odd-Geir
Sæther; Darsteller: Renaud Bazin, Jean-Pierre Lenestour, Maya Olaso, Pierre
Vergnaud, Elsy Mandelbaum, Tilly Mandelbaum u.v.a. s/w, 210 min. Frz. OmeU
Die kurze Utopie vom sozialen Umsturz und gerechteren Lebensbedingungen. Die
drei revolutionären Monate der Pariser Kommune bis zur blutigen
Niederschlagung, nachgestellt mit über 200 Darstellern, großteils Laien aus
Paris, auch »illegalen« Einwanderern aus Nordafrika, in einem verlassenen
Fabrikgebäude, gefilmt als Live- Nachrichtensendung, mit widersprüchlichen
Beiträgen vom staatstreuen Versailles-Sender und den Guerilla- Enthusiasten
von »Commune TV«. Dies ist der umfassendste Ausdruck von Kollektivität
entlang der Watkins-Konzeption: Die Auftretenden wurden ermutigt, zu
recherchieren und sich in die Rollen einzuschreiben. Mit fortschreitender Dauer
sprechen immer mehr Akteure, kostümiert, von der Bedeutung der Kommune für ihr
Leben. Die Spontaneität der Aktionen entspricht dem historischen Ereignis -
triumphaler Ausdruck einer weiteren Schlüsselidee im Watkins- Konzept: La
Commune begreift, vermittelt Geschichte als Gegenwart. (C.H.)
Publikumsgespräch mit Patrick Watkins und einigen Darstellern
Mittwoch, 2. Mai, 19.00 Uhr
The Universal Clock: The Resistance of Peter Watkins
(2000) Ein Film von Geoff Bowie, Petra Valier; Kamera: G. Dufaux, L. Durocher,
G. Papajak, P. Lapointe; mit: Peter Watkins, Renaud Bazin, Sara Louis. Farbe,
76 min. Engl./Frz. OmeU
Watkins kollektive Arbeitsweise bei La Commune ist der Herzschlag von The
Universal Clock. Auf französisch, mit englischem Akzent, dirigiert Watkins
Massenszenen, gibt prinzipielle Anweisungen (»Nicht in die Kamera zu sehen,
wirkt unnatürlich«) und diskutiert mit seinen Schauspielern über ihre
Rollen. Einer, der im Film einen staatlichen Nachrichtensprecher spielt,
fragt, welche Position er bei der Berichterstattung beziehen solle. Watkins
antwortet: »Be yourself. You must not search for a position, rather you must
express your position.« Dazwischen reflektiert Geoff Bowie über Zweifel an
seiner konventionelleren Methodik angesichts von Watkins'Kompromisslosigkeit
und zeigt Material von der größten TV-Messe in Cannes, wo alles gemäß der
von Watkins attackierten »Monoform« und der »Universal Clock« genormt
sein will (eine TV-Stunde entspricht 47,5 Minuten plus Werbung). Ein Manager
sagt, man respektiere das Recht von Regisseuren, persönliche Ausdrucksformen
zu wählen. Deren Filme kaufe man nicht. (C.H.)
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Dienstag 1.5.2007, 19.00 Uhr
Depot, 7. Breite Gasse 3
http://www.depot.or.at
kinoki special:
Media Crisis. Peter Watkins und die Medien
Diskussion mit Filmausschnitten
Seit den frühen 60er Jahren formuliert Peter Watkins in seinen Filmen vehemente
Kritik an den Medien. Regelmäßig bezieht er den Blick der Medien in die
Inszenierung mit ein. Watkins' Filme bilden eine Reihe von Modellen, die einen
grundsätzlich anderen Gebrauch von Bildern und Tönen vorschlagen als die
manipulativen und destruktiven Strategien der medialen "Monoform". Im Gespräch
mit AktivistInnen des "Rebond pour La Commune" (Paris), einer Assoziation von
MitarbeiterInnen an Watkins' Film über die Pariser Commune, wird anhand
einiger Filmausschnitte dessen Diagnose von einer tiefgreifenden "media crisis"
zur Diskussion gestellt.
Caroline Lensing-Hebben (Schauspielerin, "La Commune (Paris 1871)")
Patrick Watkins (Casting Director, Stagemanager und Schnittassistent, "La
Commune (Paris 1871)")
Renaud Bazin (Schauspieler, "La Commune (Paris 1871)")
Jean-Pierre Lenestour (Schauspieler, "La Commune (Paris 1871)")
Maya Olaso: (Schauspielerin, "La Commune (Paris 1871)")
Pierre Vergnaud (Schauspielerin, "La Commune (Paris 1871)")
Moderation:
Alexander Horvath (Direktor des Österreichischen Filmmuseums)
Peter Grabher (kinoki)
(in englischer Sprache)
Eine Veranstaltung des Österreichischen Filmmuseum in Kooperation mit kinoki im
Rahmen der Peter Watkins-Retrospektive im Filmmuseum.
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> On Peter Watkins: Gerard Byrne, Werner Feiersinger, Melik Ohanian, Corinna
Paltrinieri, Roman Signer
Eröffnung: Freitag, 27. April 2007, 19:00 Uhr
Dauer der Ausstellung: 28. 04. bis 26. 05. 2007
Die Galerie Martin Janda zeigt von 28. April bis 26. Mai 2007 die Ausstellung >
On Peter Watkins mit Werken von Gerard Byrne, Werner Feiersinger, Melik
Ohanian, Corinna Paltrinieri und Roman Signer: Filme, Fotografien und
skulpturale Positionen, die sich auf die Arbeiten des britischen Filmemachers
Peter Watkins beziehen oder Berührungspunkte mit diesen aufweisen.
Das Filmmuseum zeigt parallel dazu in Zusammenarbeit mit kinoki eine Peter
Watkins-Retrospektive (25. April bis 4. Mai 2007, Programm siehe
www.filmmuseum.at <http://www.filmmuseum.at/> ). Zwei Filme über den
Künstler, Gespräche mit Mitwirkenden von La Commune (darunter Peter Watkins'
Sohn Patrick) und eine kinoki-Podiumsdiskussion am 1. Mai um 20 Uhr im Depot
(7., Breite Gasse 3) ergänzen die Filmschau.
Eröffnung gemeinsam mit den Galerien Krobath Wimmer, Mezzanin, Meyer Kainer und
Steinek (Eschenbachgasse)
Galerie Martin Janda
Raum aktueller Kunst
Eschenbachgasse 11
A-1010 Wien
+43/1/585 73 71
+43/1/585 73 72
Öffnungszeiten: Di-Fr 13-18 Uhr, Sa 11-15 Uhr
http://www.martinjanda.at
galerie at martinjanda.at
revolution will not be televised
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mikrokino at kinoki.at
http://www.kinoki.at
><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><
INTERNATIONALE SOLIDARITÄT
><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><
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Guatemala, III. Kontinentales Treffen der Indigenen
Völker des Abya Yala: Vom Widerstand zur Macht
Von: GFBV <gfbv.austria at chello.at>
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> Gesellschaft für bedrohte Völker / Presseerklärung in
> www.gfbv.it/2c-stampa/2007/070420de.html
>
> Guatemala
> III. Kontinentales Treffen der Indigenen Völker des Abya Yala: Vom
> Widerstand zur Macht
>
> Bozen, 20. April 2007
>
> Von der Weltöffentlichkeit und den Medien beinahe ungeachtet hat vom 26.
> bis zum 30. März in Iximché/Guatemala das dritte kontinentale Treffen der
> Indigenen Völker des Abya Yala (amerikanischer Kontinent) statt gefunden.
> Zum Auftakt des Treffens, das die aktuelle Menschenrechtslage der
> indigenen Völker analysiert hat, ist auch des Jahresbericht des
> UN-Sonderberichterstatters der Vereinten Nationen für indigene
> Angelegenheiten Rodolfo Stavenhagen erschienen. Der Bericht prangert den
> auf kleiner Skala verübten Völkermord an indigenen Völkern an, denunziert
> die Hinrichtungen, Folter, willkürliche Verhaftungen, das Verschwinden
> lassen und die Drohungen gegen Indigene. Dem Bericht zufolge, ist dabei
gerade Guatemala das Land mit dem höchsten Prozentsatz an schweren
> Menschenrechtsverletzungen und der ausschlaggebende Grund für die
> Menschenrechtsverletzungen liegt in den Bestrebungen der multinationalen
> Konzerne, sich die Ausbeutung von Ressourcen wie Erdöl, Mineralien, Holz
> und Wasser zu sichern.
>
> In der Anklageliste Stavenhagens fehlt jedoch eine kaum wahrnehmbare aber
> dennoch tief greifende Menschenrechtsverletzung, der Indigene ausgesetzt
> sind, und zwar der Zwang, sich einer globalen Kultur und deren
> Wirtschaftsmodell anzupassen, dessen grundlegende Werte den Indigenen
> zutiefst fremd sind. So beginnt auch die Schlusserklärung des
> Iximché-Treffens mit dem Vorwurf der modernen Kolonisierung, die
> heutzutage durch das "Aufzwingen neoliberaler Politiken, die sich
> Globalisierung nennen" durchgeführt wird, und die "weiterhin unser Land
> und unsere Lebensgrundlagen ausbeuten und so Mutter Natur zerstören und
> Armut und Migration bewirken". Das Treffen hat sich auch mit dem
> "schlechten Willen der Vereinten Nationen" auseinander gesetzt, die nach
> 20 Jahren Diskussion noch immer nicht die "Allgemeinen Erklärung zu den
> Rechten indigener Völker" verabschiedet haben. Weiterhin klagen die
> indigenen Völker in Iximché die Politik der Internationalen Finanzträger
> und der nationalen Regierungen an, die ohne Zustimmung der Betroffenen
> Lizenzen zur Ausbeutung von Erdöl- und Gasvorkommen, Wasser und anderen
> Bodenschätzen vergeben. Die nationalen Regierungen, liest man in der
> Schlusserklärung, weigern sich auch, die Konvention ILO 169 zu
> ratifizieren und bekämpfen die rechtlichen Forderungen der Indigenen,
> indem sie indigene Regionen "militarisieren und ihre rechtlichen Kämpfe
> kriminalisieren". Ein letzter Protest gilt der US-Regierung unter
> Präsident George W. Bush, der mit dem Bau der Mauer zu Mexiko einerseits
> eine Politik der Marginalisierung verfolgt und andererseits versucht, sich
> durch "Expansionspläne und Kriegsmitteln" die Naturschätze der indigenen
> Völker des ganzen Kontinents anzueignen.
>
> Um die verheerenden Menschenrechtsverletzungen zu bekämpfen, haben die
> Vertreter der Indigenen In Iximché beschlossen, die Organisation der
> Aktivitäten rund um ihre Forderungen besser auszubauen und dazu auch einen
> kontinentalen Rat der Nationalitäten und indigenen Völker Abya Yalas zu
> gründen. Der Rat soll einen besseren Informationsaustausch ermöglichen,
> aber vor allem die verschiedenen Aktivitäten gegen die neoliberale
> Globalisierung und zum Schutz der Mutter Erde, des Wassers und der
> Naturschätze allgemein besser koordinieren. Konkrete Aktivitäten sollen
> ausserdem von einer intensiveren Diplomatie unterstützt werden, die u.a.
> auch die Legalisierung der Coca-Pflanze erreichen soll. Das Treffen in
> Iximché hat schliesslich beschlossen, ein Treffen der indigenen Frauen des
> Kontinents zu organisieren und am 12. Oktober einen Kontinentalen Marsch
> der indigenen Völker, um den Schutz der Natur zu fordern und gegen den
> neoliberalen Kapitalismus und seinen Folgen auf das Klima zu protestieren.
> Denn, so das Treffen, es ist Zeit vom Widerstand zur Macht über zu gehen.
>
> Erklärung von Iximché (auf Spanisch):
> www.movimientos.org/enlacei/cumbre-abyayala/show_text.php3?key=9622.
>
> Siehe auch:
> * www.gfbv.it: www.gfbv.it/2c-stampa/2007/070418de.html |
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[Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm
Von: Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe <gipfelsoli-l at lists.nadir.org>
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Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität
und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung
------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org --
- Aktion gegen G8-Sherpa-Treffen
- G8 und Zivilgesellschaft: kein Gegensatz
- BDI G8 Business Summit
- Warum Verbände einen eigenen G8-Gipfel wollen
- "Gerade in guten Zeiten ist Wachstumsvorsorge Pflicht"
-------------------------------------------------------------------------------
Aktion gegen G8-Sherpa-Treffen
Donnerstag, 26.04.2007 Bonn: Aktion an der Uni Bonn, Studentenprotest mit
inhaltlicher Verbindung zur Politik der G8, 9 Uhr, G8-Sherpa-Treffen in Bonn:
Aktion mit G8zilla und Straßentheather; großes Transparent auf der
gegenüberliegenden Strassenseite wird aus dem Fenster gehängt, 14 Uhr,
Beethovenhalle, Sandkaule, VA: Bündnis "BonnerInnen gegen G8"
[http://www.attac.de/bonn/gegeng8]
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G8 und Zivilgesellschaft: kein Gegensatz
Am 25. und 26. April findet in Bonn eine gemeinsame Diskussionsveranstaltung der
deutschen G8-Präsidentschaft mit Vertreterinnen und Vertretern der
Zivilgesellschaft statt. Im "G8-Dialog Zivilgesellschaft" sollen aktuelle
Fragestellungen der Globalisierung diskutiert werden.
Partner der G8-Präsidentschaft für die Ausrichtung ist das "Forum für Umwelt und
Entwicklung" aus Bonn. Die Veranstaltung findet in der Bonner Beethovenhalle
statt.
Mit dem Dialogforum setzt Deutschland die Tradition des Dialogs der G8 mit der
Zivilgesellschaft fort. Wie bereits in Gleneagles 2005 und St. Petersburg 20angelegter Dialog
Zunächst werden in drei Diskussionspanels die Hauptthemen Weltwirtschaft, Afrika
und Klima behandelt. Anschließend vertiefen sechs Gruppen die Schwerpunkte der
deutschen G8-Präsidentschaft:
* Klima/Energie
* Afrika
* Geistige Eigentumsrechte (IPR)
* Biodiversität
* Weltwirtschaft/Investitionen
* Rohstoffe
In jeder dieser - moderierten - Arbeitsgruppen gibt es Gelegenheit zur
ausführlichen Diskussion. So können die Positionen und Ansätze der G8 denen der
Zivilgesellschaft gegenübergestellt werden.
Höhepunkt der Veranstaltung wird eine Plenarsitzung mit den Sherpas sein. Eine
offene, interaktive Gesprächssituation gibt weiteren Raum für eine vertiefte
Behandlung der genannten Themen.
[http://www.g-8.de/Content/DE/Artikel/2007/03/2007-03-06-g8-treffen-zivilgesellschaft.html]
-------------------------------------------------------------------------------
BDI G8 Business Summit
Zur Vorbereitung des Weltwirtschaftsgipfels in Heiligendamm kommen zum ersten
Mal die Präsidenten der Wirtschaftsverbände aller G8-Staaten zu einem eigenen
Gipfeltreffen zusammen. Erwartet werden u.a. BK Merkel, BM Michael Glos
(Wirtschaft) und BM Brigitte Zypries (Justiz).
Infos
[http://www.politikagenda.de/termine/8351.php]
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Warum Verbände einen eigenen G8-Gipfel wollen
Die Wirtschaft plant einen eigenen G8-Gipfel. Kommenden Mittwoch treffen sich in
Berlin die Präsidenten der Industrieverbände aller führenden
Wirtschaftsnationen. Der "BDI G8 Business Summit" findet auf Initiative und
Einladung von Deutschlands Industriekapitän Jürgen Thumann statt.
Der erste G-8-Gipfel der Industrieverbände soll Lösungen für die derzeit
drängenden Fragen der Weltwirtschaft erarbeiten, wie der Präsident des
Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Jürgen Thumann, sagte. Die
entsprechenden Vorschläge werden in einer gemeinsamen Erklärung zusammengefasst
und an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) überreicht.
Weiterführende links
Als die drängenden Probleme haben die Gipfelteilnehmer den Schutz von Klima und
geistigem Eigentum sowie die Sicherung von grenzüberschreitenden Investitionen
und offenen Märkten identifiziert. Die Ergebnisse der Beratungen zu diesen
Themen dienen Thumann zufolge der Vorbereitung des Weltwirtschaftsgipfels
Anfang Juni in Heiligendamm.
Investitionsschutz: Das Thema beschäftigt Unternehmen laut BDI besonders mit
Blick auf Russland, weil sich Investoren dort kaum auf den Rechtstaat verlassen
können und der Rechtsrahmen häufig undurchschaubar ist.
Schutz geistigen Eigentums: Den Schaden für die Originalhersteller durch
Plagiate beziffern die Industriepräsidenten auf mehrere hundert Milliarden Euro
im Jahr.
Klimaschutz: Hier soll für den Einsatz fortschrittlicher Industrien geworben
werden.
Insgesamt erwartet der BDI 400 Gäste, darunter Merkel, Wirtschaftsminister
Michael Glos (CSU) und Justizministerin Brigitte Zypries (SPD). Im Mittelpunkt
aber stehen Thumanns Amtskollegen: aus England kommt Martin Broughton (CBI -
Confederation of British Industry), aus Frankreich Laurence Parisot (MEDEF -
Mouvement des Entreprises de France), aus Italien Luca Cordero de Montezemolo
(Confindustria), aus Japan Fujio Mitarai (Keidanren), aus Kanada Russel Marcoux
(Canadian Chamber of Commerce), aus Russland Alexander Shokhin (RSPP - Russian
Union of Industrialists ans Entrepreneurs) und aus den USA William G. Parrett
von der US-Handelskammer USCIB. Darüber hinaus hat Thumann Eurobusiness-Chef
Ernest-Antoine Seillière eingeladen.
[http://www.welt.de/wirtschaft/article828052/Warum_Verbaende_einen_eigenen_G8-Gipfel_wollen.html]
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BDI-Präsident Thumann auf der Hannover Messe: "Gerade in guten Zeiten ist
Wachstumsvorsorge Pflicht"
"Gerade in wirtschaftlich guten Zeiten ist eine Politik der
Wachstumsvorsorge Pflicht für die Bundesregierung", erklärte
BDI-Präsident Jürgen R. Thumann auf der Hannover Messe anlässlich der
Vorstellung des neuen BDI-Konjunkturreports. Trotz der guten
Wachstumsraten sei die deutsche Volkswirtschaft von einem nachhaltig
höheren Wachstumspfad nach wie vor deutlich entfernt. "Es besteht
kein Grund zum Übermut", so Thumann.
Der BDI erwarte für 2007 ein robustes Wirtschaftswachstum von bis
zu 2,5 Prozent sowie eine Exportsteigerung um bis zu 10 Prozent.
Thumann sprach von einer sehr guten wirtschaftlichen Entwicklung.
Exporterfolge, gestiegene Ausrüstungsinvestitionen sowie hohe
Auslastungsgrade in Maschinenbau, Stahlproduktion, Elektroindustrie
und in anderen Branchen sorgten für ein insgesamt optimistisches
Konjunktur-Szenario. Bei einem andauernden Rückgang der
Arbeitslosenzahlen werde sich die gute Stimmung in der Wirtschaft
auch auf den privaten Konsum positiv auswirken, wo die Stagnation der
Jahre 2004 und 2005 einer zunehmenden Kauflaune gewichen sei.
Trotz sinkender Arbeitslosigkeit und wachsenden Investitionen
warnte Thumann vor Übermut: "Bis zu 2,5 Prozent Wachstum sind im
internationalen Vergleich nicht viel. Die Große Koalition darf jetzt
nicht die Hände in den Schoß legen, sondern muss strukturelle
Reformen entschiedener anpacken", forderte der BDI-Präsident von der
Politik. Sie müsse grundlegende und zum Teil auch unpopuläre Reformen
durchsetzen. Mit Blick auf den Arbeitsmarkt erwarte Thumann eine
möglichst baldige Beendigung der Debatte um gesetzliche Mindestlöhne:
"Kein anderes Land in der EU kennt einen vergleichbare Kombination
aus Mindestlohn plus Existenzsicherung über Hartz IV plus hohen
Kündigungsschutz."
Zu den drängenden politischen Feldern zählte Thumann auch die
anstehende Unternehmenssteuerreform, bei der noch immer die Gefahr
bestünde, dass das Ziel einer deutlichen Steuersatzsenkung aus den
Augen verloren werde. "Die geplante Zinsschranke kann für viele
Unternehmen gefährlich werden, weil sie auch zahlreiche investierende
Unternehmen trifft, die auf Fremdkapital angewiesen sind", warnte
Thumann. Auch das von der Regierung gesetzte Ziel,
Kapitalgesellschaften und Personenunternehmen gleich zu belasten,
werde Berechnungen des BDI zufolge deutlich verfehlt. Thumann
unterstützte Minister Glos in seiner Absicht, weitere Steuersenkungen
durchzusetzen: "Der Grundgedanke ist richtig: Man sollte nicht alle
Probleme wie Haushaltskonsolidierung, Gesundheits- und
Arbeitsmarktpolitik allein über die Einnahmeseite -also
Steuererhöhungen- lösen." Wachstumsvorsorge schaffe auch Raum für
Haushaltskonsolidierung und mittelfristig für weitere
Steuersenkungen.
Thumann verwies auch auf den diesjährigen World Energy Dialogue
auf der Hannover Messe, der das Thema Energieeffizienz in den
Mittelpunkt stelle. "Es wird die Herausforderung unseres
Jahrhunderts, möglichst allen Menschen energieeffiziente
Energiedienstleistungen zugänglich zu machen. Die deutsche Wirtschaft
kann und will mit ihren Technologien erheblich zur Lösung des
weltweiten Klimaproblems beitragen", sagte Thumann. Zu diesem Zweck
hätten sich unter dem Dach des Industrieverbandes führende
Unternehmerpersönlichkeiten zur Initiative "Wirtschaft für
Klimaschutz" zusammengeschlossen, die die ganze Breite und Kompetenz
der gewerblichen Wirtschaft repräsentiere. "Unser Energiemix muss
alle Optionen umfassen: fossil, regenerativ und auch nuklear", so
Thumann, der sich dafür aussprach, die Laufzeiten der Kraftwerke eher
zu verlängern als zu kürzen.
Da Klimaschutz auch auf dem bevorstehenden G8-Gipfel in
Heiligendamm ein wichtiges Thema sei, habe der BDI die
Industriepräsidenten aus den beteiligten Ländern zu einem G8 Business
Summit am 25. April nach Berlin geladen. Es gehe beim BDI-G8 Business
Summit darum, gemeinsame Positionen der Wirtschaft zu den Themen des
G8-Gipfels zu erarbeiten, die den Staats- und Regierungschefs
empfohlen werden könnten. Neben dem Klimaschutz stünden die Themen
Investitionsfreiheit, Schutz des geistigen Eigentums sowie das Ziel
weltweit offener Märkte im Mittelpunkt der Veranstaltung.
[http://www.unternehmensnews.de/view/sonstiges/bdi-praesident-thumann-auf-der-hannover-messe-gerade-in-guten-zeiten-ist-wachstumsvorsorge.htm]
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Ausführlicher Pressespiegel rund um den G8 unter
http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp
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* Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf *
* Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie.
Aber kurz und prägnant.*
Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine
Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und
rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch
stillschweigend Zensur zu üben.
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