widerst at nd! - MUND: Donnerstag, 14.9.2006
MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
analle at no-racism.net
Don Sep 14 07:26:55 CEST 2006
widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
www.no-racism.net/mund
MedieninhaberInnen seid Ihr!
Donnerstag, 14.9.2006
*** DIE MUND-REDAKTION BRAUCHT IMMER NOCH VERSTÄRKUNG!!! ***
*** 1 ABEND PRO WOCHE FÜR DEN MEDIENUNABHÄNGIGEN NACHRICHTENDIENST ***
*** BEZAHLT WIRD NICHT, WIDERSTAND IST UNBEZAHLBAR!!! ***
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A) INHALT
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AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN
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01 BZÖ und FPÖ vor Gericht in Wien und Graz - Einladung zur PK
von "Nasila Berangy" <info at wik-vernetzungsbuero.at>
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02 Grünes Einwanderungsmodell: Die Guten ins Töpfchen, ... >
Radio Stimme - 14.09 von <radio.stimme_news at initiative.minderheiten.at>
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03 WAHLRECHT FÜR ALLE! Remapping Busto ur - Sa 30. September 14 Uhr
von remapping Mozart <remapping.mozart at initiative.minderheiten.at>
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04 ZARA:ART Benefizkonzert
von ZARA - Caroline Manahl <caroline.manahl at zara.or.at>
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05 Den_Kaerntner_Konsens_angreifen!_Schluss_mit_dem_Ulrichsbergtreffen!
von Rosa Antifa Wien <raw at raw.at>
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06 Ausstellung in der Schaufenstergalerie von maiz in Linz
von "arbeiten gegen rassismen" <mail at arbeitengegenrassismen.net>
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07 [Depot-news] Programm 20.-21. September
von depot-news at mailman.sil.at
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MITTEILUNGEN, MELDUNGEN UND KOMMENTARE
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08 Infos zu Frauen von "Madner, Martina" <m.madner at oe24.at>
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09 Korun:Grüne reaktion: wer rassismus sät, wird gewalt ernten!
von "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" <dieinitiative at gmx.at>
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WAHLEN
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10 KPÖ/Nationalratswahl/Oberösterreich/Pressegespräch
von KPÖ-Oberösterreich <ooe at kpoe.at>
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11 KPÖ/Europapolitik/Nationalratswahl
von KPÖ-Information <info at kpoe.at>
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SOLIDARITÄT WELTWEIT/GIPFELSOLI
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12 [gipfelsoli] Heiligendamm
von gipfelsoli-l at lists.nadir.org
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13 Chinas Wirtschaftsboom auf Kosten der Menschenrechte
von "GFBV Hans Bogenreiter" <hans.bogenreiter at gfbv.at>
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B) TEXTE
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AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN
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01 BZÖ und FPÖ vor Gericht in Wien und Graz - Einladung zur PK
von "Nasila Berangy" <info at wik-vernetzungsbuero.at>
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Einladung zur PK am 14. September:
Maßnahmen gegen hetzerische Äußerungen politischer Parteien - BZÖ und FPÖ
vor Gericht in Wien und Graz
WIK-VB und MigrantInnebeirat in Graz starten gleichzeitig gerichtliche
Verfahren
Beim derzeit laufenden „Ausländerwahlkampf“ überbieten sich Teile der
politischen Parteien mit „Abschiebungen“, „weitere Verschärfung der
gesetzlichen Bestimmungen“ sowie mit Diffamierungen und Hetze gegen
AsylwerberInnen und MigrantInnen. Kriminalisierung und
Pauschalverdächtigungen stehen an der Tagesordnung.
Wir laden Sie in diesem Zusammenhang zu einer Pressekonferenz, bei der wir
unsere Forderungen an die Politik und Medien sowie eine
Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft vorstellen werden.
Wann: Do., 14. Sept. 2006, 10.00 Uhr
Wo: Cafe Stein, Währingerstraße 6-8, 1090 Wien
Die Sachverhaltsdarstellung bezieht sich auf einen möglichen Verstoß gegen
den Verhetzungsparagraph durch Peter Westenthaler, BZÖ und David Lazar, FPÖ.
Ablauf:
- Strafanzeige von RA Mag. Ertl durchgeführt.
- RA Mertens stellt einen Vergleich der rechtlichen Lage dar und
bietet Vorschläge über weitere rechtliche Maßnahmen.
Präsentation der Initiative Demokratie für Alle, präsentiert von Charles
Ofoedu präsentiert.
- Präsentation der Integrationscharta und dem Integrationsmodell des
WIK-VB durch Mag. Alexis Neuberg
Moderation: Dr. Di Tutu Bukasa – WIK-VB-Obmann Stv.
Auf Ihr Kommen freuen wir uns!
Mit freundlichen Grüßen
Nasila Berangy
__
Nasila Berangy
PR und Medien
WIK-Vernetzungsbüro
Margaretengürtel 96/4/1A
1050 Wien
Tel.: 01 - 641 84 30
Fax.: 01 - 641 84 20
E-Mail: info at wik-vernetzungsbuero.at
www.wik-vernetzungsbuero.at
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02 Grünes Einwanderungsmodell: Die Guten ins Töpfchen, ... >
Radio Stimme - 14.09 von <radio.stimme_news at initiative.minderheiten.at>
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RADIO STIMME - DIE SENDUNG DER INITIATIVE MINDERHEITEN
Donnerstag, 14. September 2006
13.00 Uhr, Orange 94.0 / Wien
Grünes Einwanderungsmodell: Die Guten ins Töpfchen, ...
Anfang Juni präsentierten die Grünen ihre Vorstellungen von einem "fairen"
Einwanderungsmodell, das sich an angeblich vorbildhaften
Einwanderungsländern wie Kanada und Australien orientiert. Bei einigen
wenigen innerhalb der Grünen löste das Punkteprogramm ungehörten Protest
sowie Diskussionen über Menschenrechte, Bewegungsfreiheit und die Vision
offener Grenzen aus.
Radio Stimme fragt: Wofür steht das Einwanderungsmodell der Grünen
tatsächlich? Steht es für Emanzipation und Selbstbestimmung von
MigrantInnen, oder steht es für ein rigides System der Selektion, bei dem
allein der wirtschaftliche Nutzen für die Aufnahmegesellschaft im
Vordergrund steht?
Weitere Sendungsthemen:
- Der Prozessausgang im Fall Leopold Stocker Verlag. Ines Aftenberger
(Mayday 2000) im Gespräch
Diese Sendung wird weiters ausgestrahlt auf:
FREIRAD (Innsbruck) Do, 21. September, 12.00 Uhr
Radio AGORA (Kärnten) Do, 21. September, 19.00 Uhr
Radio HELSINKI (Graz) Sa, 23. September, 19.00 Uhr
Radio FRO (Linz) So, 01. Oktober, 11.00 Uhr
*****
und ausserdem:
Freitag, 22. September 2006
im StimmUmbruch - das Radio Stimme Fest
im StimmUmbruch
das Radio Stimme Fest 2006
live: Bonanza Jellybean
DJ Vina Yun
DJ Lovelong
Fr., 22. September 2006
Club U (1040 Wien, Karlsplatz - U4 Ausgang Resselpark)
--
Radio Stimme – Die Sendung der Initiative Minderheiten
Das politische Magazin zu den Themen Minderheiten
- Mehrheiten - Machtverhältnisse
on air:
Wien - Do, 13.00 Uhr - Orange 94.0 - http://www.orange.or.at
Innsbruck - Do, 12.00 Uhr - FREIRAD - http://www.freirad.at
Kaernten - Do, 19.00 Uhr - Radio AGORA - http://www.agora.at
Graz - Sa, 19.00 Uhr - Radio Helsinki - http://www.helsinki.at
Linz - So, 11.00 Uhr - Radio FRO - http://www.fro.at
on line:
weltweit - jederzeit - http://www.initiative.minderheiten.at
******
-> aus der Mailinglist austragen?
leeres Mail bitte an radio.stimme_news-unsubscribe at initiative.minderheiten.at
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03 WAHLRECHT FÜR ALLE! Remapping Busto ur - Sa 30. September 14 Uhr
von remapping Mozart <remapping.mozart at initiative.minderheiten.at>
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REMAPPING BUSTOUR - ES IST KEIN TRAUM!
WAHLRECHT FÜR ALLE!
***** *** *****
Treffpunkt: Parlament (vor der Pallas Athene), Dr. Karl-Renner-Ring 3,
1010 Wien
Samstag, 30. September 2006, 14.00 bis 18.00 Uhr
ANMELDUNG bitte mit dem Betreff "Bustour" unter
remapping.mozart at initiative.minderheiten.at
kostenlose Veranstaltung
Mit der Entwicklung einer bürgerlichen Öffentlichkeit, der
Französischen Revolution und der Idee der Menschenrechte rückt im
ausgehenden 18. Jahrhundert die Forderung nach Teilhabe und
Definitionsmacht aller in der Gesellschaft in den Vordergrund. Und
damit die Frage, wer unter „alle“ subsumiert wird und wer
ausgeschlossen bleibt. Diese Forderungen sind bis heute nicht erfüllt.
Eine Form der Diskriminierung findet trotz aller
Antidiskriminierungspakete und Menschenrechtsoffensiven überhaupt keine
öffentliche Resonanz: Die Diskriminierung, die an die
Staatsbürgerschaft gebunden ist. Eines der wesentlichen Kennzeichen
dieser Diskriminierung ist, dass zehn Prozent der Bevölkerung
Österreichs seit Jahrzehnten aus allen Partizipationsmöglichkeiten
ausgeschlossen sind. Die Bustour nimmt sich dieses Themas an und
versucht entlang diverser Orte in Wien einen Weg zu zeichnen, wie
dieses Problem zu lösen wäre.
Begrenzte TeilnehmerInnenzahl, die Anmeldungen werden in der
Reihenfolge ihres Eintreffens berücksichtigt
Dank an Ariadne - Österreichische Nationalbibliothek und Karin König
mit anschließender
***** *** *****
KURATORiNNENFÜHRUNG - Es ist kein Traum!
Führung durch die Ausstellung mit den KuratorInnen Ljubomir Bratic,
Luisa Ziaja und Ko-Kuratorin Nora Sternfeld
***** *** *****
Samstag, 30. September 2006, 18 Uhr
brick-5, Fünfhausgasse 5, 1150 Wien
***** *** *****
VERBORGENE GESCHICHTE/N - REMAPPING MOZART
Konfiguration IV: Es ist kein Traum!
(aus "Die Zauberflöte", 1. Aufzug, 19. Auftritt, Tamino)
brick-5, Fünfhausgasse 5, 1150 Wien
Dauer 7. September - 15. Oktober 2006
Schließtage 7. und 8. Oktober 2006
Öffnungszeiten Di 11-16 Uhr, Mi-So 14-19 Uhr, Mo geschl.
***** *** *****
verborgene geschichte/n - remapping mozart
gumpendorferstr. 15/13, 1060 wien
t: 01 - 58 61 249 - 15
f: 01 - 58 68 217
m: 0699 - 81 98 45 51
www.remappingmozart.mur.at
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04 ZARA:ART Benefizkonzert
von ZARA - Caroline Manahl <caroline.manahl at zara.or.at>
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Sehr geehrte Damen und Herren,
am 25.09.06 lädt ZARA:ART zum 2. Mal zu einem Benefizkonzert gegen
Rassismus zugunsten der ZARA Beratungsstelle für
Opfer & ZeugInnen von Rassismus ein.
Unter dem Titel „NAHE UND FERNE LIEDERâ*œ wird ein Liederabend mit Johanna
Arrouas und Hakan Güres stattfinden.
Deshalb bitte ich sie die Veranstaltung auf ihrer Homepage anzukündigen.
Anbei finden Sie den Ankündigungs- sowie den Pressetext.
Die Kampagnensujets finden sie unter
http://www.zaramonie.at/zaraart/index.htm zum download.
Für Ihre Unterstützung wäre ich sehr dankbar.
Um eine kurze Rückmeldung wird gebeten.
mit freundlichen Grüßen,
Caroline Manahl
--
Unterstützen Sie unsere aktuelle Kampagne â*œclean politics - Keine Stimme
für Rassismusâ*œ und unterzeichnen Sie die Online-Petition unter:
www.zara.or.at/cleanpolitics/ <http://www.zara.or.at/cleanpolitics/>
Caroline Manahl
ZARA-Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit
Luftbadgasse 14-16
1060 Wien
Tel: ++43/1/929 13 99-17
Fax: ++43/1/929 13 99-99
e-mail: caroline.manahl at zara.or.at <mailto:karin.bischof at zara.or.at>
web: www.zara.or.at <http://www.zara.or.at>
Bitte leisten Sie 6 Euro ZARA-Mitgliedsbeitrag im Monat (75 * für ein
Jahr): Kto. 05211362800, BLZ 12000, BA-CA
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05 Den_Kaerntner_Konsens_angreifen!_Schluss_mit_dem_Ulrichsbergtreffen!
von Rosa Antifa Wien <raw at raw.at>
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Wir wollen hiermit auf die antifaschistischen Aktionstage gegen das
Ulrichsbergtreffen vom 15. bis 17.9. 2006 in Kaernten/Koroska hinweisen.
Saemtliche Informationen zum Thema sowie das Programm der Aktionstage findet
ihr auf http://www.u-berg.at lg raw Im folgenden der dazu gehoerige Aufruf:
Den Kaerntner Konsens angreifen! Schluss mit dem Ulrichsbergtreffen! /
Napasti koroški konsenz! Konec s srecanjem na Ulrichsbergu/Vrhu!
Traditionspflege in Kaernten / Negovanje tradicije na Koroškem Seit 1958
treffen sich alljaehrlich im Herbst Veteranen der Wehrmacht und (Waffen-)SS,
sowie deren Angehoerige und ideologische "Nachfahren" bei der
"Europa-Heimkehrergedenkstaette" am Ulrichsberg in Kaernten/Koroška.
Unterstuetzt vom oesterreichischen Bundesheer, gehuldigt durch (fast) alle
politischen Parteien, reisen zu den Feierlichkeiten Delegationen und
Kameradschaften aus Deutschland, Norwegen, Belgien, Finnland, Frankreich,
Schweden, Daenemark, Italien und den Niederlanden an. Gedacht wird der
gefallenen Kameraden und ihrer "anstaendigen Pflichterfuellung" als
Soldaten. Dabei wird der Mythos vom "Kampfes- und Opfertod" fuer die
"Freiheit des Vaterlandes" in beiden Weltkriegen, wie auch im Kaerntner
"Abwehrkampf", genaehrt. Im Gegensatz dazu, wurde den Opfer der SS und des
verbrecherischen Krieges der Wehrmacht beim Gedenken am Ulrichsberg, der in
den letzten Jahren immer staerker als "Europaeische Freidensgedenkstaetteâ*œ
hochstilisiert/umfunktionalisiert wurde, bis heute kein Platz eingeraeumt.
Organisiert und ausgerichtet werden die Feiern vom "Verein fuer die
Heimkehrergedenkstaette â*™Ulrichsbergâ*™" (Ulrichsberggemeinschaft), dessen
Aktivitaeten sich bis in die unmittelbare Nachkriegszeit zurueck verfolgen
lassen. Die Ulrichsberggemeinschaft stellt einen Zusammenschluss von u.a.
dem "Ã-sterreichischen Kameradschaftsbund", dem "Kaerntner
Abwehrkaempferbund", dem "Kaerntner Heimatdienst", der "Kameradschaft
ehemaliger Gebirgsjaeger", dem "Heimkehrerverband Kaernten", Vertretern der
"Kaerntner Landsmannschaft" und der "Volksdeutschen Landsmannschaft" dar.
Eine Schluesselstelle beim Ulrichsbergtreffen nimmt als staendige
Mitgestalterin des Festaktes die Kameradschaft IV (KIV), eine
Veteranenorganisation ehemaliger Angehoeriger der Waffen-SS, ein. Darueber
hinaus veranstaltet die KIV am Tag vor dem Ulrichsbergtreffen traditioneller
Weise eine eigene Begleitveranstaltung in Krumpendorf/Kriva Vrba, auch als
"Krumpendorftreffen" bekannt geworden, welche als Brueckenschlag zwischen
"jung" und "alt" fungieren soll. Prominentester Referent war dort Joerg
Haider, Kaerntner Landeshauptmann und (ideologischer) Chef der
Regierungspartei BZÃ-, der 1995 in einer Aufsehen erregenden Rede den
versammelten SS-Soldaten Dank und Anerkennung aussprach. "Deutsches
Kaernten" / "Nemška Koroška" Auftritte vvon SpitzenpolitikerInnen am
Ulrichsberg sind, jedoch keine "einmaligen Ausrutscher", sondern gelebte
Normalitaet. Denn auch abseits von (Ex-)FPÃ-/BZÃ- PolitikerInnen ist diese
Art der Geschichtsauffassung in Kaernten/Koroška politischer Alltag. Der
deutschnationale Konsens besteht ueber alle Parteigrenzen hinweg. So war in
den letzten 20 Jahren Politprominenz aus den Reihen von Ã-VP und SPÃ-
zahlreich beim Ulrichsbergtreffen zu finden: amtierende wie ehemalige
BundesministerInnen, genauso wie sozialdemokratische Landeshauptleute, sowie
(fast) alles, was Kaernten/Koroška an Lokalpolitikern zu bieten hat.
Anschauliche Beispiele dafuer, wie die Kameradschaft ueber Parteigrenzen und
Generationen hinweg funktioniert, sind Rudolf Gallob, ehemalige
SP-Landeshauptmannstellvertreter, heute Praesident der
Ulrichsberggemeinschaft und Harald Scheucher, der derzeitige Klagenfurter
VP-Buergermeister und Sohn des Mitbegruenders des Ulrichsbergtreffens
Blasius Scheucher. Die Unbeirrtheit mit der er seine schuetzende Hand ueber
die Ulrichsberggemeinschaft haelt, ist Ausdruck der verbreiteten
Identifizierung mit den soldatischen Tugenden der Wehrmacht, sowie dem in
Kaernten/Koroška bis heute gefuehrten "Abwehrkampf" der "Deutsch-Kaerntner".
Mit dem voelkischen Deutschnationalismus als grundlegender Ideologie der
Ulrichsberggemeinschaft, bzw. ihrer Mitgliedorganisationen, geht die
Paranoia vor allem Slowenischen Hand in Hand. Der politische Kampf der
PartisanInnen gegen den Nationalsozialismus wird von den VerteidigerInnen
der Deutschen Wehrmacht zu einer Kette von angeblich
jugoslawisch-nationalistisch inspirierten Verbrechen umgelogen - da klingt
noch die "Bandenbekaempfung" der nationalsoozialistischen Propaganda nach.
Waehrend der bewaffnete antifaschistische Kampf der PartisanInnen in voellig
verzerrter Form im „deutsch-kaerntnerâ*œ Geschichtsbewusstssein
instrumentalisiert wird, werden andere Kapitel der slowenischen Geschichte
Kaerntens/Koroškas voellig verschwiegen - z.B. die "Aussiedlung" von ca.
1000 Kaerntner SlowenInnen am 14./15. April 1942. Binnen einer Stunde
mussten die Menschen ihre Haeuser verlassen, sie wurden zunaechst nach
Ebenthal gebracht, mussten dort die Übergabe ihres Vermoegens bestaetigen,
erhielten eine Nummer statt ihres Namens und wurden weiter in Lager im
"Altreich" geschickt. Diese Opfer sind ebenso wenig Teil des
"deutsch-kaerntner" Gedaechtnisses, wie die Toten vom Peršmanhof, wo eine
SS-Polizeieinheit noch am 25. April 1945 ein Massaker veruebte, dem 11
Menschen zum Opfer fielen. Angreifbare Traditionspflege: Von Mittenwald ...
Dieses Jahr trafen sich in Mittenwald zum 49. Mal Wehrmachtsveteranen,
ehemalige und aktive Bundeswehrsoldaten sowie deren SympathisantInnen zum
Gedenken. Bei der Traditionspflege der Gebirgstruppen werden die
Kriegsverbrechen im Rahmen des nationalsozialistischen Vernichtungskrieges
unter den Tisch gekehrt. Unter dem Deckmantel der "Bandenbekaempfung", als
"Vergeltungsmassnahmen" fuer (angebliche oder tatsaechliche)
Widerstandsaktionen der Zivilbevoelkerung und der PartisanInnen, veruebten
Einheiten der Gebirgsjaeger ueber 50 Massaker in Griechenland, Italien,
Frankreich, Finnland, Jugoslawien, Polen, Albanien und in der Sowjetunion.
Im nordgriechischen Dorf Kommeno ermordeten sie 317 ZivilistInnen und auf
Kephallonia, einer Insel bei Korfu, metzelten sie ueber 5000 entwaffnete
italienische Soldaten nieder. Seit einigen Jahren konfrontieren
AntifaschistInnen die Ã-ffentlichkeit mit der moerderischen Tradition der
Gebirgstruppe im bayerischen Mittenwald. Zu Pfingsten 2002 gab es zum ersten
Mal Proteste von AntifaschistInnen gegen das Treffen und in den vergangenen
drei Jahren wurde verstaerkt nach Mittenwald mobilisiert: Gegen den Skandal
eines Taetergedenkens, an dem sich nicht nur die noch lebenden Taeter,
sondern auch die Bundeswehr beteiligt; gegen den Skandal, dass unbeirrt an
der Maehr von Ehre und Tugend der Gebirgstruppe gestrickt wird; gegen den
Skandal, dass antifaschistische AktivistInnen Jahr fuer Jahr mit
Strafverfahren eingedeckt und polizeilicher Repression ausgesetzt werden,
waehrend es die bundesdeutsche Justiz bislang noch nicht fertig gebracht
hat, auch nur einen einzigen Wehrmachtsoffizier wegen Beteiligung an
Kriegsverbrechen zu verurteilen. Die Reaktionen des Kameradenkreises seit
Beginn der Kampagne reichen vom Leugnen der Fakten bis hin zum Versuch,
Massaker dadurch zu legitimieren, dass man sich ja nur gegen PartisanInnen
geschuetzt habe. Diejenigen, die am Ort der Taeter das Gedenken an die
Ermordeten einfordern, werden angegriffen - so geschehen 2002, als einige
AntifaschistInnen bei einem Festmahl des Kameradenkreises zum ersten Mal
eine Gedenkminute fuer die bei Massakern Getoeteten abhalten wollten.
Seither zeigt sich immer wieder, was der Kameradenkreis ist: eine
Selbsthilfegruppe fuer Kriegsverbrecher. Dem generationenuebergreifenden
soldatischen Geist wird seit 2002 von antifaschistischer Seite aber nicht
nur durch Protest, sondern auch durch Veranstaltungen mit Überlebenden der
Massaker der Gebirgstruppe und PartisanInnen, die dadurch am Ort der Taeter
eine Stimme erhalten, entgegnet. Das Traditionstreffen ist vom
alljaehrlichen normalen Vorgang zum brisantesten Thema der lokalpolitischen
Debatten geworden. ... ueber Kreta ... 2005 weitete sich die Kampagne gegen
die Gebirgsjaeger bis nach Kreta aus. Vor 65 Jahren erfolgte der erste
Grosseinsatz deutscher Gebirgsjaeger in Griechenland. Unterstuetzt von
Fallschirmjaegern begann die 5. Gebirgsjaegerdivision am 20. Mai 1941 mit
der Invasion Kretas. Im Zweiten Weltkrieg waren in Griechenland zu
verschiedenen Zeiten u.a. zwei Gebirgsjaegerdivisionen im Einsatz, wobei die
5. Gebirgsjaegerdivision mit ca. 14.000 Soldaten die militaerische
Hauptkraft zur Besetzung Kretas war. Bei der Invasion stiessen die Deutschen
auf unerwartet starken Widerstand der BewohnerInnen Kretas. Die deutschen
Verluste waren um circa 20 Prozent hoeher als bei den vorausgegangenen
Feldzuegen gegen Jugoslawien und das griechische Festland zusammen. Auf den
bewaffneten wie auch unbewaffneten Widerstand der Zivilbevoelkerung Kretas
reagierten die deutschen Einheiten mit unglaublicher Brutalitaet und
begingen noch waehrend der Kaempfe um Kreta Massenerschiessungen und
zerstoerten Doerfer. Generalmajor Ringel, Kommandeur der 5.
Gebirgsjaegerdivision befahl: '... fuer jeden deutschen Verwundeten oder
Gefallenen sind 10 Kreter zu erschiessen, Gehoefte und Doerfer, in denen
deutsche Truppen beschossen werden, sind niederzubrennen, in allen Orten
sind Geiseln sicherzustellen.' In Befolgung des Befehls wurden innerhalb
weniger Wochen ueber 2.000 BewohnerInnen Kretas brutal ermordet. Auf Kreta
findet jaehrlich am 20. Mai eine revisionistische Gedenkveranstaltung auf
dem "Deutschen Soldatenfriedhof" in Maleme statt. Jahrelang wurde ungestoert
das faschistische Lied der Fallschirmjaeger "Rot scheint die Sonne" gesungen
und Kraenze mit Texten wie "Treue fuer Treue" abgelegt. 2005 reisten
AntifaschistInnen aus Deutschland nach Kreta, um gemeinsam mit griechischen
GenossInnen dem revisionistischen Treiben ein fuer alle mal ein Ende zu
bereiten - die Veteranen mussten schliesslich auf ihre traditionelle
Gedenkfeier verzichten. Waehrend auf Kreta die Zeiten fuer Gebirgsjaeger
nicht mehr so rosig aussehen, wurde der Spuk am Ulrichsberg bis heute nicht
beendet. Querverbindungen gibt es aber genuegend. So haengt am Ulrichsberg
bis heute eine Gedenktafel mit der Aufschrift: "Unseren gefallenen
Fallschirmjaegern - Treue um Treue -â*“ 1939-1945" - lediglich das
Hakenkreuz wurde aus dem auuf der Tafel abgebildeten Abzeichen der
Fallschirmjaeger weggelassen. Andere Tafeln am Ulrichsberg erinnern wiederum
an die Gebirgsjaeger, die, unter Fuehrung von General Ringel, an der
Invasion von Kreta beteiligt waren. Ringel war nach dem Krieg nicht nur
gerne gesehener Gast am Ulrichsberg, seine Uniform und Erinnerungsstuecke
lagen bis vor kurzem als traditionsstiftende Andenken in einer steirischen
Kaserne des oesterreichischen Bundesheeres. ... zum Ulrichsberg "In Kaernten
traut sich ja schon laengst kein Linker zu demonstrieren", war der Kaerntner
Landeshauptmann noch vor wenigen Jahren ueberzeugt. Nichtsdestotrotz fanden
sich letztes Jahr rund 150 AntifaschistInnen in Kaernten/Koroška ein, um
gegen die Verherrlichung von Kriegskameradschaft durch ehemalige SS- und
Wehrmachtsveteranen sowie Angehoerige des Bundesheeres zu protestieren, die
moerderische Traditionspflege anzugreifen und auf die Opfer eines
verbrecherischen Krieges aufmerksam zu machen. All dies ging 2005 auch nicht
spurlos an der Ulrichsbergfeier vorbei. Unter dem Eindruck der Proteste sah
sich der Festredner, Ã-VP-Landesrat Martinz, erstmals zu einer teilweisen
Distanzierung von anwesenden Veteranen genoetigt, als er von einem
Unterschied zwischen Wehrmachtsangehoerigen sowie Mitgliedern von Waffen-SS
und Totenkopfverbaenden, sprach. Auch wenn diese Aussagen fuer hoer- und
sichtbaren Unmut unter vielen TeilnehmerInnen des Treffens sorgten, steckt
hinter solchen Aussagen vor allem der Wunsch das Andenken an die Wehrmacht
unberuehrt zu lassen, waehrend verdraengt wird, dass viele Kriegsverbrechen,
wie am Beispiel der Gebirgsjaeger nachzuweisen ist, nur unter massiver
Beteiligung der Wehrmacht vollzogen werden konnten. Entschaedigung fuer die
Opfer / Odškodnine za rtve Waehrend die Moerder von einst strafrechtlich
nicht verfolgt wurden und sich ihre "Dienstjahre" fuer die Pension anrechnen
koennen, wird die Entschaedigung von NS-Opfern in Ã-sterreich bis heute
verzoegert. Wehrmachtsdeserteure werden vom oesterreichischen Staat nicht
als Opfergruppe anerkannt, sondern muessen individuell nachweisen, dass sie
aus "politischer" Überzeugung Widerstand geleistet haben und - im Rahmen
eines verbrecherischen Krieges - nicht "bloss" aus "Drueckebergerei" und
soldatischer "Ehr- und Pflichtverletzung". Opfer von Wehrmachtsverbrechen
haben bis heute zumeist gar keine Chance Entschaedigungen zu bekommen, da
solche "Kollateralschaeden" an ZivilistInnen ins offizielle Geschichtsbild
von Soldaten die einer "Kameradschaft", sowie "Ehre und Treue" verpflichtet
sind - wie dies beim Ulrichsbergtreffen derr Fall ist - keinen Platz finden
koennen. Aber auch, weiil die Laender der Taeter - Ã-sterreich und
Deutschland - nicht bereit sind fuer die Verbrechen der Wehrmacht
Verantwortung zu uebernehmen. Kein Vergeben, kein Vergessen! / Ne odpustiti,
ne pozabiti! Wir rufen daher alle AntifaschistInnen und AntimilitaristInnen
zur Teilnahme an den geplanten Protestveranstaltungen gegen die
Traditionspflege der "Heimkehrer" am 15.-17. September 2006 auf. Auch heuer
wollen wir dazu beitragen, dass dieses Soldatentreffen gebuehrend gewuerdigt
wird! Gegen revisionistische Opfer-Mythen! / Proti revizionisticnim mitom o
rtvah! Fuer die Aufloesung des Ulrichsbergtreffens! / Za razpustitev
srecanja na Ulrichsbergu! Fuer die Bestrafung der letzten lebenden
Kriegsverbrecher! / Za kaznovanje zadnjih ivih vojnih zlocincev! Fuer die
sofortige Rehabilitierung der Wehrmachtsdeserteure! / Za takojšnjo
rehabilitacijo dezerterjev "wehrmacht-a"! Fuer die sofortige Entschaedigung
aller NS-Opfer! / Za takojšnjo odškodnino vsemm NS-zrtvam! --
############ RAW ############# Rosa Antifa Wien
c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien
AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at
Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org
------------------------- PGP-Key available here:
http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc
############ RAW #############
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06 Ausstellung in der Schaufenstergalerie von maiz in Linz
von "arbeiten gegen rassismen" <mail at arbeitengegenrassismen.net>
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..........
.......... Noch bis 20. September 2006:
.......... Ausstellung in der Schaufenstergalerie von maiz in Linz
..........
..........
.......... arbeiten gegen rassismen
..........
.......... Plakatserie von AktivistInnen und KünstlerInnen
..........
.......... Projektbeteiligte:
Schwarze Frauen Community, Ljubomir Bratic, Petja Dimitrova, Richard Ferkl,
Klub Zwei (Simone Bader, Jo Schmeiser), Anna Kowalska, Daniela Koweindl,
Martin Krenn.
..........
.......... Ausstellung 1. bis 31. Juli 2006
.......... maiz Schaufenstergalerie
.......... 4020 Linz, Hofgasse 11
..........
.......... http://www.maiz.at
.......... http://www.arbeitengegenrassismen.net
..........
..........
Eine Ausstellung im Rahmen des Jahresschwerpunktes 2006 von maiz zum Thema:
..........
Partizipation heute - Formen, Voraussetzungen, Räume, Grenzen ...
..........
Die Auseinandersetzung mit dem Ansatz der Partizipation im Zusammenhang mit
der Konzipierung und Durchführung von Kunst- und Kulturprojekten, die sich
mit Themen wie Migration und Antirassismus beschäftigen, bildet 2006 einen
Schwerpunkt der Kulturarbeit von maiz.
Anhand des Projektes Partizipation 2006 plant maiz die Realisierung von
eigenen partizipatorischen Projekten und wird im Rahmen einer
Veranstaltungsreihe diese Projekte und 3 Projekte von anderen
Organisationen, Gruppen und/oder KünstlerInnen in den Räumlichkeiten von
maiz (Schaufenstergalerie) präsentieren und unter dem Schwerpunkt
Partizipation zur Diskussion stellen. Weitere Aktivitäten sind die
Dokumentation des Prozesses, sowie die Erstellung einer Publikation zum
Thema Partizipation.
Als erste Veranstaltung dieser Reihe präsentiert maiz das Projekt arbeiten
gegen rassismen - ein von KünstlerInnen und AktivistInnen gemeinsam
entwickeltes Projekt für den öffentlichen Raum. Die Plakate hingen im Juli
2005 entlang der Straßenbahnlinie D in Wien. Zu gleichem Zeitraum dieses
Jahr werden sie nun in der Schaufenstergalerie von maiz in der Linzer
Altstadt der Öffentlichkeit präsentiert.
.......... Partizipation 2006 ist ein Projekt von maiz.
Konzept und Organisation: Galia Stadlbauer-Baeva und Rubia Salgado.
Finanziert von: Stadt Linz (Linz Kultur), Land OÖ (Kulturdirektion) und
Bundeskanzleramt (Sektion II/8).
.......... Kontakt
maiz - Autonomes Integrationszentrum von & für Migrantinnen
Hofgasse 11
4020 Linz
Email: kultur at maiz.at
Tel.: 0732/890077 - 3
http://www.maiz.at
.......... Katalog
arbeiten gegen rassismen
Kunst im öffentlichen Raum Wien. Eine Plakatserie entlang der
Straßenbahnlinie D.
Eigenverlag, Wien 2005
32 Seiten, zahlreiche Farbabbildungen, mit einem Text von Luisa Ziaja sowie
Kurztexten der KünstlerInnen und AktivistInnen zu allen Plakaten.
Preis: EUR 5,-
Bestellung: mail at arbeitengegenrassismen.net
..........
.......... arbeiten gegen rassismen
.......... http://www.arbeitengegenrassismen.net
..........
.......... Sollten Sie keine Informationen mehr erhalten wollen, bitte
schicken Sie ein Antwortmail mit dem Betreff "Nein".
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07 [Depot-news] Programm 20.-21. September
von depot-news at mailman.sil.at
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Mittwoch, 20. September, 19.00
Was heißt Integration?
Podiumsdiskussion
Mit der Aufforderung zur „Integration“ werden oft
nur Aufgaben und Pflichten von
MigrantInnen eingemahnt: Sie sollen die Sprache lernen, über österreichische
Geschichte und einheimisches Brauchtum Bescheid wissen, fleißig und unauffällig
sein. Seltener wird unter Integration die Schaffung von Grundlagen verstanden,
die den neu Hinzukommenden einen gleichberechtigten Zugang zu Bildung, Wohnen,
Arbeit und Sozialleistungen ermöglichen. Kaum gefragt werden VertreterInnen von
MigrantInnenorganisationen nach ihren Vorschlägen
für ein besseres Zusammenleben
in dieser Gesellschaft.
Beatrice Achaleke, Schwarze Frauen Community
Carla Amina Baghajati, Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich
Darko Miloradovic Serbische Gemeinschaft in Österreich
Moderation: Hikmet Kayahan, Migrationsexperte
Donnerstag, 21. September, 19.00
Gestrandet
Buchpräsentation
Gestrandet schildert die typischen Karrieren von Flüchtlingen aus deren Sicht,
analysiert die Fluchtgründe, beschreibt die Probleme mit Schlepperbanden sowie
das Verhalten der Behörden, die den AsylwerberInnen mit Misstrauen begegnen.
Deren Alltag ist vom Warten auf einen höchst ungewissen Ausgang des
Asylverfahrens geprägt. Das vorliegende Buch schließt mit einem Plädoyer für
eine offene Gesellschaft, zu der es aus Sicht des Autors keine Alternative
gibt.
Konrad Hofer, Soziologe, im Gespräch mit einer Asylwerberin aus Nigeria und
ihrem Mann, Österreicher mit Geburtsland Türkei
Konrad Hofer (Hg.): Gestrandet. Aus dem Alltag
von AsylwerberInnen. Wien: Löcker
Verlag 2006.
Depot
Breitegasse 3
A-1070 Wien
Tel: +43 1 522 76 13
www.depot.or.at
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Depot-news mailing list
Depot-news at mailman.sil.at
http://mailman.sil.at/mailman/listinfo/depot-news
Sollten Sie den Newsletter nicht mehr erhalten wollen,
genügt ein E-mail an depot at depot.or.at.
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MITTEILUNGEN, MELDUNGEN UND KOMMENTARE
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08 Infos zu Frauen von "Madner, Martina" <m.madner at oe24.at>
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Liebe Frauen! Liebe AktivistInnen!
Seit kurzer Zeit bin ich nun bei der Tageszeitung "Österreich" und hier
für Frauenpolitik im engeren, aber auf (gesellschaftspolitische) Themen,
die Frauen im weiteren betreffen zuständig. Deshalb würde ich mich sehr
darüber freuen, wenn ich regelmäßig Infos oder auch Einladungen und
Ankündigungen von Veranstaltungen von Ihnen bekomme.
Vielen herzlichen Dank schon jetzt!
Liebe Grüße
Martina Madner
österreich
Das neue Zeitungsprojekt
Martina Madner
Ressort Life Aktuell
Österreich-Zeitungsverlag GmbH
1010 Wien, Friedrichstrasse 10
Tel: +43 (1) 58811-2633
Fax: +43 (1) 58811-992699
Mobil: +43 (699) 11 55 71 40
m.madner at oe24.at
www.oe24.at
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09 Korun:Grüne reaktion: wer rassismus sät, wird gewalt ernten!
von "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" <dieinitiative at gmx.at>
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OTS0216 5 II 0160 GKR0006
CI
Menschenrechte/Grüne/Wien/Korun
Grüne Wien verurteilen den rassistischen Attentatsversuch gegen
dieMuslimische Jugend Österreichs
Utl.: Korun: Wer Rassismus sät, wird Gewalt ernten =
Wien (OTS) - Die Grünen Wien verurteilen das versuchte Attentat
miteinem Bombenpaket vor dem Büro der Muslimischen Jugend im 15.Bezirkaufs
Schärfste: "Das gesellschaftliche Klima, dass rassistische
undislamfeindliche PolitikerInnen wesentlich miterzeugen, zeigt
leiderwieder einmal dramatische Auswirkungen und Folgen", zeigt sich
dieMenschenrechtssprecherin der Grünen Wien, Alev Korun bestürzt:
"WerRassismus sät, wird Gewalt ernten".
Das Schüren von Ängsten gegen Österreichs Muslime ermutige
rassistischeund islamfeindliche Kräfte, offen gewalttätig zu werden, so
Korun. DieGrünen Wien erinnern alle PolitikerInnen an ihre
Verantwortlichkeit,das friedliche Zusammenleben und den Respekt der
Menschen voreinanderfür billige Parteipolitik nicht zu gefährden: "Die
Grünen sindGarantInnen für gleiche Rechte und Respekt gegenüber allen
Menschen undtreten entschieden gegen Rassismus und Islamophobie ein",
betont Korunabschließend.
Rückfragehinweis:
~
Pressereferat
Erik Helleis
Tel.: (++43-1) 4000 - 81766
Mobil: 0664 52 16 831
mailto: erik.helleis at gruene.at
http://wien.gruene.at
~
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG
UNTER AUSSCHLIESSLICHERINHALTLICHER
VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT***
OTS0216 2006-09-13/13:22
131322 Sep 06
--
Alev Korun
Gemeinderätin und Landtagsabgeordnete
Integrations-und
Menschenrechtssprecherin der Wiener
Grünen
alev.korun at gruene.at
www.wien.gruene.at
Tel: 4000 81823
Fax: 4000
99 81800
--
Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen
www.islaminitiative.at
e-mail:dieinitiative at gmx.at
für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte:
Omar Al Rawi +43-650-3831942 al-rawi at gmx.at
Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449 baghajati at aon.at
Mouddar Khouja +43-6991-9685096 referent at derislam.at
Andrea Saleh +43-664-4147620 frauen at derislam.at
Liebe Brüder und Schwestern, liebe Interessierte!
Wir hoffen, dass die so an Euch zugehenden Informationen auf
Euer Interesse stoßen.
Wir versenden über den Verteiler nicht nur Neuigkeiten, die die
eigenen Aktivitäten betreffen, sondern auch Zeitungsartikel, die
im weitesten Sinn mit dem Islam und Integration zu tun haben
oder ähnliches.
Diese spiegeln natürlich nicht unbedingt unsere eigene Meinung
wieder, sind aber gut, um das Meinungsspektrum zu sichten. Wir
freuen uns über jede Rückmeldung.
Selbstverständlich kann auch alles an Freunde,Bekannte
usw.weitergemailt werden.
Für die Publikation in eigenen Homepages bitten wir jedoch um
vorherige Rücksprache.
Bitte achten Sie bei Zeitungsartikeln auf das Copyright.
Alle Inhalte dienen der persoenlichen Information.
Eine Weiterverwendung und Reproduktion ueber den
persoenlichen Gebrauch hinaus ist nicht gestattet.
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10 KPÖ/Nationalratswahl/Oberösterreich/Pressegespräch
von KPÖ-Oberösterreich <ooe at kpoe.at>
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Linker Pressedienst - Herausgegeben vom KPÖ-Landesvorstand Oberösterreich,
Melicharstraße 8, 4020 Linz, Telefon (0732) 65 21 56,
Mail ooe at kpoe.at - Web www.kpoe.at/ooe - Ausgabe vom 13. September 2006
Pressegespräch der KPÖ-Oberösterreich
Die KPÖ kandidiert in Oberösterreich als Liste 6
Als Liste 6 steht die KPÖ in Oberösterreich bei der Nationalratswahl am 1.
Oktober 2006 auf dem Stimmzettel. Die KPÖ hat ihre
Wahlvorschläge für die fünf Regionalwahlkreise sowie für den Landeswahlkreis
mit insgesamt 50 KandidatInnen am 22. August 2006 bei
der Landeswahlbehörde mit 524 amtlich beglaubigten Unterstützungserklärungen
eingereicht.
Spitzenkandidatin auf der Landesliste ist die Juristin,
Betriebsratsvorsitzende von EXIT-sozial Linz und Bundesvorsitzende der
Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB), Mag. Karin Antlanger
(Jahrgang 1958), gefolgt vom Attnanger KPÖ-Gemeinderat und
Kuba-Solidaritätsaktivisten Stefan Krenn (Jahrgang 1944) und der engagierten
Antifaschistin Margit Kain (Jahrgang 1937) aus Bad
Goisern.
SpitzenkandidatInnen der KPÖ sind für den Wahlkreis Linz-Umgebung Leo
Furtlehner (Journalist und KPÖ-Bezirksvorsitzender), im
Innviertel Claudia Spindlbeck (VS-Lehrerin aus Wildenau), im Hausruckviertel
Stefan Krenn, im Traunviertel Margit Kain und im
Mühlviertel Karin Antlanger. Auf der Bundesliste der KPÖ kandidiert neben
Antlanger, Krenn und Kain auch der bekannte Künstler und
gebürtige Oberösterreicher Kurt Palm.
Schwerpunkt Umverteilung - Petition für Millionärssteuer
Die Schere zwischen reich und arm wird auch in Österreich immer größer. Auf
der einen Seite stehen 67.000 (Dollar-)Millionäre, ein
Prozent der Bevölkerung besitzt ein Drittel des Vermögens, die Profite der
Konzerne so etwa der ATX-Unternehmen explodieren,
Österreich ist zum Steuerparadies für Kapital und Vermögen verkommen. Auf
der anderen Seite stehen über eine Million
armutsgefährdete Menschen, 250.000 sind trotz Arbeit arm, betroffen davon
sind vor allem Frauen.
Eine Umverteilung, etwa durch eine andere Steuerpolitik, wird immer
dringender notwendig. Dazu hat die KPÖ die Petition
„Euro-Millionenvermögen besteuern“ gestartet. Mit Verweis auf den berühmten
Ausspruch von Bertolt Brecht „Wär ich nicht arm, wärst
du nicht reich“ wird darin verlangt: „Vermögen von mehr als einer Million
Euro sollen mit einer Vermögenssteuer von fünf Prozent,
zweckgebunden für Existenzsicherung und Armutsbekämpfung, besteuert werden.“
Darüber hinaus fordert die KPÖ eine höhere Besteuerung
von Kapital und Vermögen, die Abschaffung von Steuerprivilegien wie der
Privatstiftungen und eine Wertschöpfungsabgabe zur
Finanzierung des Sozialsystems.
Während der Export boomt, bleibt die Binnennachfrage durch mangelnde
Kaufkraft immer mehr zurück. Die Ursache dafür sind
stagnierende oder sinkende Löhne, Gehälter und Pensionen. Notwendig ist
daher eine aktive Lohnpolitik, welche nicht nur die
Inflation ausgleicht, sondern auch eine Produktivitätsabgeltung umfasst. Die
KPÖ tritt für einen Mindestlohn 1.300 Euro bzw. acht
Euro pro Stunde ein und fordert eine Arbeitszeitverkürzung gegen die
wachsende Arbeitslosigkeit. Auch hält die KPÖ eine Debatte über
Maßnahmen zur Existenzsicherung und ein bedingungsloses Grundeinkommen
notwendig.
Das Totschlagargument von Politik, Medien und Experten über die angebliche
Unfinanzierbarkeit von Pensionen, Gesundheit, Pflege und
Sozialstaat weist die KPÖ entschieden zurück. Damit soll nur der Rückzug des
Staates aus der Finanzierung des Sozialstaates und der
Zwang zur Eigenvorsorge legitimiert werden.
Die KPÖ lehnt in diesem Zusammenhang auch die Milliardenverschwendung für
Abfangjäger ab und tritt für die Auflösung des
Bundesheeres ein. Ebenso fordert die KPÖ die Aufhebung des
Euro-Stabilitätspaktes und der Maastricht-Auflagen für die Budgetpolitik,
da diese nur als Druckmittel für eine EU-weite Umverteilung zugunsten von
Kapital und Vermögen und damit zum Sozialabbau dienen.
Wahlziel der KPÖ
Wäre bei der Nationalratswahl jede Stimme gleichviel wert hätte die KPÖ
bereits 2002 ein Mandat im Nationalrat erreicht. Durch die
4-Prozent-Klausel bzw. Grundmandatshürde soll verhindert werden, dass
kleinere Gruppen ins Parlament einziehen. Wahlziel der KPÖ ist
ein deutlicher Stimmenzuwachs und bundesweit das Überspringen der
1-Prozent-Grenze.
Wie schon bei der Kampagne zur Aufbringung der für die Kandidatur
erforderlichen Unterstützungserklärungen - die in Oberösterreich
gestützt auf eine intensive Kontaktarbeit der KandidatInnen und
AktivistInnen faktisch im Selbstlauf aufgebracht wurden -
festgestellt werden konnte und sich jetzt bei den Straßenaktionen bestätigt
gibt es ein zunehmendes Interesse an der KPÖ.
Stärker als früher interessieren sich die Menschen für die Politik und Ziele
der KPÖ, informieren sich bei den Infoständen und
erklären vielfach auch offen in der KPÖ eine Alternative zu den
Parlamentsparteien zu sehen. Dazu trägt sicher auch bei, dass sich
die KPÖ bewusst nicht an der Schlammschlacht bzw. dem „Dirty Campaigning“
der anderen Parteien beteiligt.
Zur Person der SpitzenkandidatInnen
Dr. Mirko Messner, geboren 1948 in Slovenj Gradec (Jugoslawien), Studium der
Slawistik und Germanistik an der Universität Wien,
Mitautor des 2002 erschienenen Buches „Haiders Exerzierfeld - Kärntens
SlowenInnen in der deutschen Volksgemeinschaft“, seit März
2005 Bundessprecher der KPÖ, Spitzenkandidat der KPÖ bei der
Nationalratswahl 2006
Mag. Karin Antlanger, geboren 1958 in Vöcklabruck, Juristin und
Sozialpädagogin, BRV EXIT-sozial Linz, Bundesvorsitzende der
Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB), Mitglied des
ÖGB-Bundesvorstandes, Spitzenkandidatin der KPÖ in Oberösterreich
und Listenzweite auf der Bundesliste
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11 KPÖ/Europapolitik/Nationalratswahl
von KPÖ-Information <info at kpoe.at>
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KPÖ-Pressedienst - Drechslergasse 42, 1140 Wien -
Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 - Fax +43 (1) 50 36
580 - 499 - Mail info at kpoe.at -
Web www.kpoe.at - News www.kpoe.at/lpd - Ausgabe vom 13. September 2006
Verfassung, Dienstleistungsrichtlinie und
Stabilitätspakt als zentrale Kritikpunkte
Europapolitik der KPÖ als Teil EU-weiter Bewegung für ein anderes Europa
Als schizophren bezeichnet KPÖ-Europasprecher Günter Hopfgartner die Bilanz
der Europapolitik von Regierung und Parlament.
Einerseits profilieren sich die etablierten Parlamentsparteien seit Jahren
als Musterknaben bei der vorauseilenden Umsetzung von
EU-Auflagen für Liberalisierung, Privatisierung und Sozialabbau, die sie
selbst mitbeschlossen haben. Andererseits wird bei
negativen Auswirkungen der EU-Politik nur allzu gerne die Schuld auf
„Brüssel“ geschoben. Gemäß dieser Haltung hat es die Regierung
auch verabsäumt, während der österreichischen Ratspräsidentschaft
Initiativen für eine andere Europapolitik zu setzen.
An der Einschätzung der EU als „Europa der Konzerne und Generäle“ durch die
KPÖ hat sich seit dem Beitritt Österreichs zur Union im
Jahre 1995 nichts grundsätzliches geändert, meint Hopfgartner, der auf der
Bundesliste der KPÖ für die Nationalratswahl kandidiert.
Angesichts der fortschreitenden neoliberalen Globalisierungsprozesse - in
deren Rahmen die EU als dynamischer Teil derselben und
nicht etwa als Alternative dazu gesehen werden muss - führt allerdings eine
auf die Austrittsforderung verkürzte EU-Kritik in eine
nationalistische Sackgasse.
Die KPÖ sieht vielmehr die Entwicklung eines breiten, gesamteuropäischen
Widerstandes von Gewerkschaften, Sozialbewegungen und
Linksparteien gegen den neoliberalen Kapitalismus als notwendig. Als
bewusste Entscheidung in dieser Hinsicht ist die KPÖ daher auch
seit 2004 Mitglied der Europäischen Linken (EL).
Während rechte EU-Kritik von unverkennbar fremdenfeindlichen Motiven nach
dem Motto „Österreich zuerst“ bestimmt ist oder sich auf
oberflächliche Momente der Europäischen Union wie Bürokratie und Privilegien
reduziert, hat Kritik von links einen eindeutig
internationalistischen Charakter und zielt auf Kritik am kapitalistischen
System des neoliberalen Projekts EU.
In diesem Sinne hat die KPÖ gemeinsam mit EU-kritischen Kräften in anderen
Mitgliedsländern der Union die Kampagne gegen den vorerst
am „Nein“ in Frankreich und den Niederlanden gescheiterten
Verfassungsvertrag geführt - ein Vertrag, der die Militarisierung der EU
sowie die neoliberale Wirtschaftspolitik im Verfassungsrang verankern
sollte. Bekanntlich haben die österreichischen
Parlamentsparteien die geplante EU-Verfassung sowohl im Nationalrat als auch
im Bundesrat einträchtig beschlossen und die Forderung
nach einer Volksabstimmung dazu kalt abgeschmettert.
Ähnlich aktiv war die KPÖ auch in der Kampagne gegen die mit massivem
Dumping (Löhne, Sozialleistungen, Umweltschutz,
Konsumentenschutz) verbundene Dienstleistungsrichtlinie
(Bolkestein-Richtlinie). In beiden Fragen ist das dahinter stehende Anliegen
der transnationalen Konzerne und ihrer Regierungsvertreter jedoch nur
aufgeschoben, weil die Kommission und die Regierungen der
meisten Mitgliedsländer massiv deren Neuauflage betreiben.
In ihrem Wahlaufruf setzt sich die KPÖ „daher für demokratische und soziale
Alternativen zum Wirtschaftsblock Europäische Union ein,
der eine immer stärkere militärische Rolle spielen will“. Ein Kernpunkt
dabei ist der Kampf für die Erhaltung und Weiterentwicklung
der Neutralität. Als Alternative zum Kauf von Abfangjägern und der
Beteiligung Österreichs an einer Euro-Armee fordert die KPÖ
dementsprechend die Auflösung des Bundesheeres.
Militarisierung und Protektionismus kennzeichnen aber nicht nur die
Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik wie auch das Agieren
der EU in der WTO, sondern auch die Migrationspolitik der Union. Während im
Süden der „Festung Europa“ der militärische Einsatz
gegen MigrantInnen hunderte Todesopfer fordert, diskutieren
MigrationspolitikerInnen der Union ihr künftiges Migrationsmanagement,
mit dem künftig das für die Interessen der EU-Wirtschaft verwertbare
„Humankapital“ zielsicher ins Land geholt werden soll. Alle
anderen sollen in menschenunwürdigen Lagern außerhalb der EU
zusammengefangen und schließlich wieder in ihre Heimatländer
zurückgeschoben werden.
Gegen diese Politik setzt die KPÖ gemeinsam mit sozialen Bewegungen und
Linksparteien aus ganz Europa die Forderung nach Bleiberecht
und gleichen Rechten für alle Menschen, die in der EU ihren
Lebensmittelpunkt wählen, unabhängig von ihrer Staatsbürgerschaft, so
Hopfgartner.
Grundlegende Alternativen zur gegenwärtigen Perspektive der Europäischen
Union fordert die KPÖ auch in der Wirtschafts-, Sozial- und
Steuerpolitik der Union. Ein zentrales Element der EU-Politik sind ja der
Euro-Stabilitätspakt und die Maastricht-Kriterien für die
Budgetpolitik von Bund, Ländern und Gemeinden. Die dabei zugrunde gelegten
Auflagen führen, so Hopfgartner abschließend,
zwangsläufig zur Aushöhlung des für unfinanzierbar erklärten Sozialstaates,
zu massiven Tarif- und Gebührenerhöhungen auf der
Grundlage der Kostendeckung und zur Ausgliederung bzw. öffentlicher
Dienstleistungen und Einrichtungen.
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SOLIDARITÄT WELTWEIT/GIPFELSOLI
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12 [gipfelsoli] Heiligendamm
von gipfelsoli-l at lists.nadir.org
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Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität
und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung
------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org --
- Bezugsgruppen
- Demosanis/ Streetmedics
- Stand der Diskussion
- Anmeldung und Info
- A Call for Worldwide Actions against Global
Agri-Business during the G8 Summit
in June 2007
- Kneipenabend des Cafe AntiSistema mit Infos und Soli-Cocktails
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Bezugsgruppen
aus Dissent, der freien Wissensdatenbank
Hier eine Übersetzung eines Textes über Bezugsgruppen der gewaltfreien
Direkte-Aktion Bewegung in den USA.
Bezugsgruppen und Unterstützung
von Nancy Alach (US gewaltfreie Aktion)
Bezugsgruppen sind autonome Unterstützungssysteme mit 5 bis 15 Leuten. Mehrere
Bezugsgruppen können bei einer grösseren Aktion zusammenarbeiten, oder eine
Bezugsgruppe plant eine Aktion und führt sie allein durch. Manchmal bleiben
Bezugsgruppen über einen längeren Zeitraum zusammen, z.B. als politische Gruppe
und nehmen nur gelegentlich an Aktionen teil.
Wenn ihr plant, zivilen Ungehorsam zu leisten, ist es eine gute Idee, eine
Bezugsgruppe zu gründen oder einer schon existierenden beizutreten.
Bezugsgruppen dienen der Unterstützung und Solidarität ihrer Mitglieder. Das
Gefühl isoliert oder von der Bewegung, der Szene oder der Welt allgemein
entfremdet zu sein, kann aufgefangen werden durch die Vertrautheit und das
Vertrauen, das entsteht, wenn eine Bezugsgruppe gemeinsam arbeitet und agiert.
Aufgrund dieser Vertrautheit ist in Zusammenhängen mit Bezugsgruppen die Gefahr
der Unterwanderung durch aussenstehende Provokateure geringer. Dennoch sollten
die Teilnehmenden an einer Aktion darauf vorbereitet sein, von ihrer
Bezugsgruppe getrennt zu werden.
Bezugsgruppen sind die grundlegenden Entscheidungs-Orte bei Massenaktionen. So
lange sie sich an die Übereinkunft der Gewaltfreiheit halten, werden
Bezugsgruppen ermutigt, jede Form der Teilnahme zu entwickeln, die sie sich
aussuchen. Jede Bezugsgruppe muss für sich selbst entscheiden, wie sie
Entscheidungen trifft und was sie tun will. Dieser Prozess beginnt, wenn sich
eine Bezugsgruppe bildet. Wenn eine neue Person der Bezugsgruppe beitreten
möchte, sollte er/sie herausfinden, woran die Gruppe glaubt und was sie
vorhaben und dann entscheiden, ob sie/er dies teilen kann. Einige Gruppen
verlangen von allen Mitgliedern eine feministische Grundhaltung, andere eine
Grundhaltung der Gewaltfreiheit. Andere, die sich zusammengetan haben, um eine
bestimmte Aktion durchzuführen haben vielleicht weniger dramatische
Vereinbarungen.
Eine Gruppe kann in Entscheidungen keinen Konsens finden, ohne eine
grundsätzliche Basis. Wenn sich auf diese Basis geeinigt wurde, ist es nicht so
schwierig, die Einzelheiten für spezifische Themen und Aktionen auszuarbeiten,
vorausgesetzt dass es eine Bereitschaft gibt, eine gute Idee weiter zu
verfolgen, auch wenn sie von einem/einer anderen stammt. Wenn du das Gefühl
hast, dass du in deiner Gruppe nicht effektiv arbeiten kannst, könnte es besser
sein, eine neue zu finden.
Bezugsgruppen für Massenaktionen werden oft während Trainings in Gewaltfreiheit
gebildet. Es ist eine gute Idee, dich vor einer Aktion ein paar Mal mit deiner
Bezugsgruppe zu treffen, um sie besser kennen zu lernen wenn ihr nicht schon
befreundet seid, und Themen wie Aussageverweigerung und Beziehung zum
Justizapparat, die Rolle die eure Gruppe (in einer grösseren Aktion) spielen
wird, etc. zu diskutieren. Nach einer Aktion ist es auch hilfreich dich noch
mal mit deiner Gruppe zu treffen um eure Erfahrungen zu teilen und auszuwerten.
Unterstützer/in
Die Rolle der/des Unterstützer/in in einer Aktion des zivilen Ungehorsams ist
wesentlich. UnterstützerInnen übernehmen die Verantwortung, nach aussen ein
sichtbare, engagierte Kontaktperson zu sein, wenn eine/r aus der Bezugsgruppe
verhaftet wird. Sie sind eine persönliche Erweiterung der Unterstützung und
Fürsorge, die eine Bezugsgruppe ihren Mitgliedern bietet, eine Erweiterung der
Notwendigkeit die alle Teilnehmenden eine Gewaltfreien direkten Aktion
einschliesst, durch ihre politische Überzeugung nicht isoliert, vernachlässigt
oder übermässig belastet zu werden.
Es kann für dich schwierig sein zu entscheiden, ob du zivilen Ungehorsam oder
Unterstützung leisten willst. Diejenigen, die Unterstützung leisten wollen
sollten auf jeden Fall auch ein Gewaltfreiheits-Training machen. Wenn du dich
entscheidest, sollest du berücksichtigen, wie jeder der Rollen deine Familie,
deine Arbeitsstelle, andere Verpflichtungen und auch deinen rechtlichen Status
(z.B. auf Bewährung sein; kein/e US-Bürger/in sein, etc.) beeinflussen werden.
Während und nach einer Massenaktion solltest du mit UnterstützerInnen anderer
Bezugsgruppen in Kontakt bleiben, um Informationen auszutauschen und emotionale
Unterstützung zu erhalten.
Vor einer Aktion:
Hilf der Bezugsgruppe sich für eine Aktion zu entscheiden, biete praktische und
moralische Unterstützung und teile die Begeisterung und die Entschlossenheit.
* Kenne die Namen und Beschreibungen der Leute deiner Bezugsgruppe.
* Erkundige dich, wo Gefangene wahrscheinlich hingebracht werden.
Macht eine vertrauliche Liste mit den folgenden Informationen:
* Name der/des Verhafteten
* Ob und wann der/diejenige auf Kaution raus möchte.
* Wen die/der Verhaftete informiert haben möchte und unter welchen Umständen.
* Spezielle medizinische Informationen oder Infos über andere spezielle
Bedürfnisse.
* Ob und wie der/diejenige kooperieren will.
* Ob die Person minderjährig ist.
* Ob die Person eine/n Anwält/in möchte.
Für eine Massenaktion:
* Kenne die Unterstützungs-KoordinatorInnen.
* Kenne die Telefonnummer des Aktionsbüros.
* Füllt als Bezugsgruppe eine Check-in Liste aus.
* Versichere dich, dass dein Name, Telefonnummer und wie lange du für
Unterstützung zur Verfügung stehst auf die Liste deiner Bezugsgruppe
geschrieben werden.
Während der Aktion:
* Halte dich aus der direkten Aktion heraus.
* Gib einer anderen Unterstützenden Person Infos über dich selbst für den
Notfall.
* Denk an Papier und Stifte und viel Essen für
dich selbst und für die Leute auf
der Aktion.
* Verwahre Perso, Geld, Schlüssel und andere Gegenstände für die Leute auf der
Aktion.
* Bleib so lange wie möglich in Kontakt mit den Leuten auf der Aktion,
beobachte, ob es Veränderungen in Verhaftungsstrategien etc. gibt.
* Wenn die Verhaftungen beginnen, schreibe die Namen jeder/s Einzelnen auf, den
Zeitpunkt und die Art der Verhaftung, die Aktivität der/des Verhafteten, die
Behandlung des/der verhaftenden Beamten (möglichst mit Dienstnummer).
* Mindestens eine unterstützende Person eurer Bezugsgruppe sollte am Platz der
Aktion bleiben, bis alle Mitglieder eurer Gruppe verhaftet sind, und mindestens
eine Person sollte dorthin gehen, wohin die Verhafteten gebracht werden, sobald
das erste Mitglied eurer Gruppe verhaftet ist.
Vor der/dem Haftrichter/in: (wenn die Verhafteten dorthin gebracht werden)
Sei anwesend während der Vorführung vor dem Haftrichter, und versuche die
folgenden Infos für jedes Mitglied deiner Gruppe zu erhalten. Während einer
Massenaktion, gib diese Infos an das Aktionsbüro weiter.
* Name der/des Richer/in.
* Name der/des Verhafteten.
* Anklage
* Antwort der/des Angeklagten (nicht schuldig, kreative Antwort, schuldig,
etc.).
* Wenn schuldig gesprochen, Art und Dauer der Strafe.
* Wenn nicht schuldig:
* Kautionssumme, wenn möglich.
* Ob die Person eine Kaution bezahlt oder nicht.
* Datum, Zeit und Ort des Prozesses.
* Wenn ein/e Anwält/in vor Ort ist, frag nach ihrem/seinem Namen.
* Jede andere Information, die relevant erscheint.
Nach der Aktion:
* Ruft die Menschen an, die informiert werden sollten, wenn die Leute verhaftet
werden.
* Geht zu den Prozessterminen; bietet Mitfahrmöglichkeiten.
* Helft Informationen zusammen zu tragen für diejenigen, die sich selbst vor
Gericht vertreten.
* n einer Massenaktion: informiert das Büro wenn
ihr die Stadt verlasst und gebt
ihnen alle relevanten Infos über die Leute, die ihr unterstützt.
* Wenn Leute im Knast sitzen ist es wichtig, dass jemand in der Nähe eines
Telefons bleibt, damit ein Anruf aus dem Knast entgegengenommen werden kann.
Evtl. werdet ihr auch die Kontaktpersonen für die Mitglieder der Bezugsgruppe,
die nicht im gleichen Knast sitzen.
* Sagt im Büro Bescheid (bei einer Massenaktion)
wie viele Leute im Knast sitzen
und wo sie festgehalten werden.
* Bringt Medikamente in den Knast für diejenigen, die welche benötigen und
kümmere dich darum, ob die Leute sie erhalten oder nicht.
* Besucht eure Leute im Knast, und überbringt Nachrichten.
* Kümmert Euch um Haustiere, Pflanzen, Autos etc. der Verhafteten.
* Schreibt Briefe an die Leute im Knast; organisiert eine Mahnwache vor dem
Knast.
* Holt die Leute vom Knast ab, wenn sie freigelassen werden.
* Unterstützt andere UnterstützerInnen - Zusammenarbeit wird die Belastung
verringern.
[http://dissentnetzwerk.org/wiki/index.php?title=Bezugsgruppen]
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Demosanis/ Streetmedics
aus Dissent, der freien Wissensdatenbank
Hallo !
Wir sind die Autonome Sanität aus verschiedenen Städten und verstehen uns als
Teil des linksradikalen Widerstandes. Wir arbeiten zusammen mit den
legalteams/EA´s und anderen selbstorganisierten Antirepressionsgruppen. Wir
kümmern uns vor, während und nach Aktionen um verletzte GenossInnen.
Wir finden es existenziell wichtig, das die Linke sich um diejenigen kümmert,
die die physischen und psychischen Konsequenzen von Repression erfahren haben.
Saniarbeit in unserem Sinne soll unter anderem dazu beitragen, dass ihr, wenn
ihr bei Aktionen verletzt worden seid, nicht auch noch strafrechtlich verfolgt
werdet. Oft haben wir erlebt, dass Verletzte an die Bullen ausgeliefert worden
sind oder ihre Personalien von Rettungsdiensten und Krankenhäusern bereitwillig
an diese weitergeleitet wurden. Deshalb haben wir eine eigene Struktur
aufgebaut. Saniarbeit ist für uns also in erster Linie Anti-Repressionsabeit
und notwendige Selbsthilfe. Wir finden es auch wichtig, dass ihr euch Gedanken
darüber macht, welche Konsequenzen euer Handeln für euch und andere haben kann.
("Wer sich mit dem Tiger anlegt, soll hinterher nicht sagen er wollte doch nur
mit der Katze spielen")
Um den Selbstschutz zu befördern, bieten wir Erste Hilfe Kurse an, damit
Menschen sich selbst, bzw. ihren FreundInnen helfen können. Dabei geht es
weniger um ausgeprägtes medizinisches Fachwissen, als vielmehr um die
Bereitschaft sich Wissen anzueignen und auseinander zusetzen, wie ihr mit den
erfahrungsgemäß häufigsten Demoverletzungen umgehen könnt, bzw. wie Mensch sich
im Vorfeld davor schützen kann.
Während der Zeit des Anti-G8-Widerstand im Juni 2007 in Mecklenburg Vorpommern
werden wir unsere Struktur -in Zusammenarbeit mit internationalen Sanigruppen-
einbringen, um eure medizinische Versorgung zu gewährleisten und euch in
stressbedingten psychischen Ausnahmesituationen zu unterstützen.
Sehr erfreut sind wir über die neu entstandene Gruppe "Out of Aktion", deren
Schwerpunkt eher die emotionale Erste Hilfe ist.
Kontakt zu den Berliner Sanis bekommt ihr unter folgender Adresse: sanis [at]
so36.net
Hier erreicht ihr alle internationalen bisher beteiligten Sanigruppen:
g8-2007-medics [at] puscii.de
[http://dissentnetzwerk.org/wiki/index.php?title=Demosanis/streetmedics]
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Stand der Diskussion
aus Dissent, der freien Wissensdatenbank
G8 & Globale Landwirtschaft: Erste Annäherungen
Zu behaupten, der Themenkomplex ‚globale Landwirtschaft' sei innerhalb der
überwiegend städtisch geprägten Bewegungslinken (wieder) im Kommen, wäre wohl
etwas voreilig. Und doch: die Dinge sind in Bewegung geraten - so viel darf
festgehalten werden: Bereits auf der BUKO-Konferenz Ende Mai in Berlin haben
sich zu einem von der Biopiraterie-Kampagne und dem attac-Agrarnetz initiierten
Workshop unter dem Titel "Weltweiter Kampf um
Nahrung, Land und Würde - ohne die
deutsche Linke? Perspektiven für eine Wiederentdeckung des Themas globale
Landwirtschaft" ca. 60 Leute mit z.T. sehr unterschiedlichen Hintergründen
eingefunden. Ziel des Workshops war es, überhaupt ins Gespräch in Sachen
Landwirtschaft zu kommen - ausgehend von einer gemeinsamen Bestandsaufnahme,
weshalb das Thema innerhalb der Bewegungslinken als weitgehend ‚out' gilt bzw.
noch nie wirklich ‚in' gewesen ist (auch nicht in den internationalistisch
gesonnenen 1980er Jahren, wie ein Teilnehmer bissig anmerkte). Ein Protokoll
dieses Workshops soll alsbald zur Verfügung stehen. Einige Wochen später fand
ein erneutes Treffen statt - diesmal auf einem Bauernhof in Norddeutschland.
Ca. 25 AktivistInnen waren gekommen, etwa die Hälfte von ihnen ist derzeit in
der Landwirtschaft tätig. Auch hier ging es darum, sich zunächst einmal
grundsätzlich zu verständigen. Dies ist jedoch mit der konkreten Frage
verknüpft gewesen, ob und auf welche Weise im Rahmen des G8-Gipfels 2007 in
Heiligedamm Aktionen rund um den Themenkomplex ‚globale Landwirtschaft' an den
Start gebracht werden könnten bzw. sollten. Während der Diskussionen wurde zwar
deutlich, dass viele der Anwesenden Gipfelmobilisierungen reichlich reserviert
gegenüberstehen. Trotzdem konnte sich auf einen ersten Aktionsvorschlag
verständigt werden. Denn Einmütigkeit bestand zumindest darüber, dass es schon
lange überfällig ist, auch hier zu Lande die landwirtschatlichen Verhältnisse
(von einem globalen Standpunkt aus) zum Tanzen zu bringen. Wir möchten Euch in
diesem Text wissen lassen, was es mit diesem Aktionsvorschlag auf sich hat und
wie bzw. weshalb wir bei ihm gelandet sind. Denn natürlich ist uns daran
gelegen, dass wir mehr werden. Nicht nur grundsätzlich, sondern auch deshalb,
weil unser Vorschlag darauf angewiesen ist, dass sich noch viele weitere
Gruppen und Personen miteinbringen - einschließlich Feedback und eigener Ideen.
1. Einstiege
Im Laufe des Wochenendes gab es drei thematische Inputs, aus denen sich jeweils
längere Diskussionen ergaben:
a) Eingestiegen sind wir mit einem Input zu den Umstrukturierungsprozessen,
welche in den vergangenen ca. 25 Jahren in der globalen Landwirtschaft erfolgt
sind. Zum einen ging es um die Rolle zentraler Akteure wie IWF, Weltbank, die
Regierungen der EU und der USA, WTO, Konzerne etc. Zum anderen wurden die
Konsequenzen eben jener Umstrukturierungen skizziert, insbesondere: Hunger und
Unterernährung, weltweite Zerstörung kleinbäuerlicher Existenzgrundlagen
(zugunsten industrialisierter Großlandwirtschaft), vermehrte
Lebensmittelimportabhängigkeit der Länder des globalen Südens (bei
gleichzeitigem Sinken der Devisen-Einnahmen aus cash-crop-Exporten), negative
Zuspitzungen innerhalb der patriarchalen Geschlechterverhältnisse, Landflucht
sowie ökologische Zerstörungen allergrößten Ausmaßes. Bezugspunkt war ein in
der ak 502 erschienenes Diskussionspapier von Gregor Samsa unter dem Titel
"Über die Notwendigkeit einer Wiederentdeckung", welches auch am Anfang des
BUKO-Workshops gestanden hat. Das Diskussionspapier kann unter
http://www.akweb.de abgerufen werden. b) Ein weiterer Input hat sich mit der
aktuellen Situation in der Schweiz beschäftigt. In der Schweiz sollen
(anlässlich der WTO-Verhandlungen) ca. 35.000 Bauern zur Aufgabe ihrer Betriebe
gebracht und somit große Teile des Bodens erstmalig zu Spekulationszwecken frei
gegeben werden. Im Gegenzug sollen den Schweizer Banken zukünftig noch
weiterreichende Möglichkeiten eingeräumt werden, weltweit ihren Geschäften
nachzugehen. Das Vorhaben der Schweizer Regierung stößt mittlerweile auf
massive öffentliche Proteste, nicht zuletzt dank einer kleinen Broschüre,
welche die Europäische Kooperative Longo Mai unter dem Titel "Das Essen kommt
nicht aus dem Supermarkt. Stoppt die Landflucht" veröffentlicht hat. Die
Broschüre argumentiert überwiegend realpolitisch und richtet sich in erster
Linie an ein städtisches Publikum, d.h. sie will keine gewerkschaftliche
Interessenvertretung für die betroffenen Bauern sein. Die Broschüre ist
ebenfalls im Internet abrufbar unter: http://stoppt-die-landflucht.org/ c) Ein
dritter Input war vorrangig praktischer Natur: Ein Aktivist des Barnimer
Aktionsbündnisses gegen Gentechnik stellte die Idee vor, anlässlich des
G8-Gipfels 2007 einerseits in Mecklenburg-Vorpommern ein Feld mit
genmanipuliertem Saatgut öffentlich aufzusuchen und dies andererseits mit einem
weltweiten Aktionstag gegen Saatgutkonzerne zu verbinden. Hintergrund ist, dass
Saatgutkonzerne nichts unversucht lassen, in möglichst großem Maßstab die
Kontrolle über Saatgut und somit die Produktion landwirtschaftlicher Rohstoffe
zu erringen. Wie das mit genmanipuliertem und somit auch patentiertem Saatgut
zusammenhängt und welche Gefahren außerdem drohen, kann z.B. auf der Website
des Barnimer Aktionsbündnisses nachgelesen werden:
http://www.dosto.de/gengruppe/
2. Fragen über Fragen
Aus diesen Inputs hat sich im Zuge des Wochenendes ein zunehmend breiterer
Debattenstrom ergeben. Einige Schlaglichter mögen einen groben Eindruck von den
Diskussionen vermitteln:
a) In welchem Verhältnis stehen Analyse auf der einen und eigene
Positionierungen, ja utopische Gegenentwürfe auf der anderen Seite? Ein Teil
der Anwesenden sprach sich für die Notwendigkeit präziser(er) Analysen der
gegenwärtigen Situation aus: Es gebe zwar viele Spezialstudien, es würden aber
umfassende Analysen der hochgradig widersprüchlichen EU-Agrarpolitik fehlen: So
würde die EU einerseits die Verlagerung auf Energielandwirtschaft fördern und
die Lebensmittelproduktion durch die Streichung von Subventionen dem
Preisniveau und den Produktionsbedingungen auf dem Weltmarkt anpassen;
andererseits würden die Exportsubventionen für Agrarprodukte beibehalten
werden, nicht zuletzt um europäischen Lebensmittel- und Agrokonzernen die
Beherrschung des Weltmarktes zu erleichtern. Damit nicht nur in den armen
Ländern die selbständige Lebensmittelversorgung zerstört würde, fördere die EU
des weiteren durch Flächenprämien die Konzentration des Bodens in der Hand von
immer weniger Agrargroßbetrieben und plane außerdem - zumindest sieht es danach
aus - die Förderungen für den biologischen Anbau zu streichen, mit der
Konsequenz, dass auch die letzten Klein- und Mittelbetriebe liquidiert würden.
Demgegenüber hat zwar niemand die Notwendigkeit weitergehender Analysen
bestritten, dennoch sprachen sich viele dafür aus, die utopischen Ansätze (die
es bereits bei so mancher landwirtschaftlichen Kooperative gebe) möglichst
offensiv sichtbar zu machen. Die Schärfe der Alternativen müsse sichtbar
werden, nicht zuletzt im Hinblick auf viele NGOs. Konkret ging es um
verschiedene Fragen, etwa wie regionale Wirtschaftskreisläufe etabliert werden
könnten, ja wie eine nicht-kapitalistische, d.h. eine nicht-marktvermittelte
Landwirtschaft praktisch aussehen könnte. Auch dieses Ansinnen stieß nicht auf
unmittelbaren Widerspruch, es wurde aber darauf hingewiesen, dass etwaige
Utopien der Realität nicht abstrakt übergestülpt werden dürften. Vielmehr gelte
es, auch die Zwischenschritte auf dem Weg dorthin zu diskutieren, z.B. die
Frage, wie mensch es mit Subventionen halten würde. Last but not least: Wir
waren uns einig, dass jede Beschäftigung mit globaler Landwirtschaft stets aus
einer Perspektive globaler Solidarität erfolgen müsse. Die Unheimlichkeit, die
viele Menschen z.B. aus dem grün-alternativen Bioladen-Mileu ob der Auswüchse
industrialiserter Nahrungsmittelproduktion empfinden würden, sei zwar legitim.
Politisch müsse allerdings weitergegangen werden, die globalen Macht- und
Herrschaftsverhältnisse dürften auf keinen Fall aus dem Blick geraten (vgl.
Input 1).
b) Verhältnis Stadt-Land: Viele der Anwesenden erklärten, dass sie die
(ökologisch und sozial verträgliche) Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln als
zentrales Anliegen ihrer eigenen Landwirtschaft begreifen würden. Das warf die
Frage auf, wie das Verhältnis zu denen gestaltet werden kann, die nicht in der
Landwirtschaft tätig sind und überwiegend in Städten leben. Letztlich ging es
auch hier um die Frage nach Alternativen, unter anderem danach, wie die
gesellschaftlich notwendige Arbeit unter nicht-kapitalistischen Bedingungen
verteilt werden soll. Oder dahingehend, ob und in welchem Sinne die
Auseinandersetzung mit (globaler) Landwirtschaft auch als "Infragestellung
globalisierter, neoliberaler, ‚städtischer Lebenskultur' aufzufassen ist - mit
New York und Shanghai als Leuchttürmen", wie es ein Teilnehmer in einer Mail
nach dem Treffen formulierte.
c) Die Frage, wie Aktionen gegen Gentechnik und Saatgutkonzerne in den
ländlichen Gebieten aufgenommen werden, wurde ebenfalls angesprochen. Sie muss
in jedem Einzelfall neu überlegt werden.
3. Aktionstag zu globaler Landwirtschaft: Ein erster Vorschlag
Weil wir uns einig waren, dass sich der Themenkomplex ‚globale Landwirtschaft'
nicht auf genmanipuliertes Saatgut einschmelzen lässt (als demjenigern Bereich,
wozu es in Deutschland derzeit die ausgefeilteste linke Bewegungspraxis in
Sachen globaler Landwirtschaft gibt), landeten wir in unseren praktischen
Diskussionen bei dem Vorschlag, uns im Rahmen des G8-Gipfels mit
unterschiedlichen Facetten der so genannten Agrarwertschöpfungskette
auseinandersetzen zu wollen. Die Idee lautet, im Zuge der G8-Gipfeltage
(angekündigt oder nicht - das müsste diskutiert werden), erstens ein Feld,
zweitens einen Supermarkt, z.B. Lidl (Supermärkte sind diejenigen Akteure, die
derzeit am stärksten die ProduzentInnenpreise nach unten treiben), drittens
eine Tierfabrik (Schweine, Puten etc.), viertens einen Saatguthersteller und
fünftens eine staatliche Institution aufzusuchen. Welche Orte das konkret sein
können - und ob nicht weitere dazukommen sollen, was wir dort tatsächlich tun,
ob dies gleichzeitig oder über mehrere Tage verteilt stattfindet (und außerdem
mit weiteren Aktionen an ganz anderen Orten verknüpft ist - Stichwort: globaler
Aktionstag), wie die Aktionen im Vorfeld bzw.
anschließend begründet werden etc.
etc., all dies sind Dinge, die erst noch diskutiert werden müssten. Klar ist
einzig, dass der von uns angedachte Aktionsreigen nur unter der Bedingung
Erfolg haben dürfte, dass wir ab sofort in eine breite, vor allem inhaltlich
fundierte Mobilisierung einsteigen. Denn, wie oben schon angedeutet: Es geht
nicht darum, eine aktionistische Eintagsfliege zu produzieren. Stattdessen ist
geplant, die kritische Auseinandersetzung mit globaler Landwirtschaft zukünftig
wieder stärker auf die (linke) Tagesordnung zu setzen. Der G8-Gipfel spielt in
diesem Sinne in erster Linie eine wichtige Rolle als bewegungspolitischer
Katalysator, und bietet sich darüber hinaus deshalb an, weil zahlreiche der auf
G8-Gipfeln gemeinhin verhandelten Themen direkt oder indirekt mit globaler
Landwirtschaft zu tun haben. Was unter inhaltlich fundierter Mobilisierung
tatsächlich zu verstehen ist, müsste ebenfalls noch diskutiert werden: Während
des Wochenendes haben wir an Workshops, Veranstaltungstouren oder
Aktionszeitungen genauso gedacht wie an eine direkte Beteiligung am
G8-Alternativgipfel (wobei letzteres bei vielen auf nicht all zu große
Gegenliebe gestoßen ist). Last but not least: Die Aussage, wonach es sich um
einen bloßen Vorschlag handelt, ist durchaus ernst gemeint. Inwieweit sich mehr
oder weniger viel von dem hier Skizzierten in die Tat umsetzten lässt, hängt
letztlich davon ab, wieviele MitstreiterInnen noch dazustoßen und ob es uns
gelingt, einen gemeinsamen, sowohl politischen als auch aktionistischen Nenner
zu finden. Und doch - eine Ausnahme sei ebenfalls erwähnt: Selbst wenn aus
unseren hochfliegenden Plänen nichts werden sollte, ein genmanipuliertes Feld
wird im Rahmen des G8-Gipfels auf jeden Fall besucht werden, ganz gleich, ob
mit 2000 oder 200 Leuten; darüber haben einschlägig interessierte AktivistInnen
aus unserer Runde bereits verbindliche Absprachen getroffen!
4. Wie es weitergeht
a) Im Rahmen des Anti-G8-Camps im Sommer (4.-13.
August) gab es am Mittwoch, den
9. August inhaltliche Veranstaltungen und am 10.8. einen Ausflug rund um das
Thema globale Landwirtschaft geben (Protokoll hier). b) Am 2./3. Oktober (der
3. Oktober ist ein Feiertag) möchten wir uns an einem halbwegs zentral
gelegenen Ort treffen: Das Treffen soll am Montag, den 2. Oktober um 20 Uhr
beginnen. Geplant ist, mit einem längeren Inputreferat zur WTO einzusteigen -
mit anschließender Diskussion. Der 3. Oktober soll ausschließlich der
Diskussion des skizzierten Aktionsvorschlags gewidmet sein. Der Termin ist
nicht zufällig gewählt. Am 11./12. November wird eine weitere, wahrscheinlich
auch international besuchte G8-Aktionskonferenz in Rostock stattfinden. Vor
diesem Hintergrund erschien es uns sinnvoll, unseren eigenen
Meinungsbildungsprozess bereits vor Rostock II etwas präzisiert zu haben, nicht
zuletzt deshalb, um ggf. bereits während der Aktionskonferenz mit einem ersten
Vorschlag an die breitere Öffentlichkeit treten zu können. c) Vom 1.-3.
Dezember möchten wir uns abermals treffen - vorausgesetzt, es sollte sich
tatsächlich eine größere Runde zusammengefunden haben, die in Sachen globale
Landwirtschaft aktiv werden möchten (was wir natürlich sehr hoffen). d) Wir
haben am Ende des Treffens eine längere Liste von Leuten und Gruppen erstellt,
die wir auf jeden Fall ansprechen und für das Treffen Anfang Oktober gewinnen
möchten. Prinzipiell gilt, dass alle willkommen sind, so denn sie es spannend
finden, zusammen mit uns an den bereits begonnenen Fäden weiterzuspinnen.
[http://dissentnetzwerk.org/wiki/index.php?title=Stand_der_Diskussion]
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Anmeldung und Info
aus Dissent, der freien Wissensdatenbank
Wenn Ihr bei dem Treffen am 2./3. 10. dabeisein wollt, meldet Euch bitte an bei
roulotte [at] gmx.net - oder telefonisch unter 030 49781701
Das Treffen richtet sich an Menschen, die Interesse haben, konkret was auf die
Beine zu stellen! das heisst nicht, dass Ihr schon totale ExpertInnen sein
müsst, um teilzunehmen. allerdings sollte Euer Engagement ernstgemeint sein, da
wir nur begrenzt Leute unterbringen können. Also, zum reinschnuppern gibts es
bestimmt in Rostock wieder Workshops, dieses Treffen ist dafür nicht geeignet.
If you want to participate in the preparation meeting on the 2nd and 3rd of
october, please contact roulotte [at] gmx.net - or phone 0049 30 49781701
please note that this is a meeting for people who
actually want to get involved.
that does not mean that you need to be an expert
to take part, but you should be
serious!!
[http://dissentnetzwerk.org/wiki/index.php?title=Anmeldung_und_Info]
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A Call for Worldwide Actions against Global Agri-Business during the G8 Summit
in June 2007
In June 2007, the political elite of the world's strongest economies (the group
of G8 states) will meet in Germany at Heiligendamm near Rostock to coordinate
their politics. A basic tenet of this is the creation and widening of better
conditions for profit making by transnational companies from the North. At the
same time, thousands of people will gather to demonstrate global resistance to
exploitation, oppression and capitalism. One topic will be the global politics
of agriculture, and in particular genetic technology.
The Companies of the North - Hand in Hand with
the IMF, World Bank and WTO =46or
years, multinational companies such as Monsanto, Syngenta, DuPont, Bayer and
BASF have been trying to impose agricultural technology worldwide. This has
been nothing less than an attempt at the total control of agricultural
production. With biopiracy, patenting, the buying up of land, the Protection of
Species Agreement, WTO rulings and terminator technology an attempt has been
made to take the freedom to decide what they grow on their fields away from
farmers. The globalisation of agriculture has brought a worldwide
standardisation of food habits and in particular the methods of industrialised
growing and cultivation. Genetic technology has accelerated this process
through monoculture farming and a total dependence on the fertiliser and seed
industries. Furthermore, it has involved the systematic destruction of the
means of subsistence for small scale and indigenous communities with
catastrophic consequences, especially in the global South. The context in which
all this has taken place are the structural adjustment programmes of the IMF,
the free trade agreements of the WTO and the agricultural subsidies of the
United States and EU governments.
The consequences of agriculture politics are
visible globally. More than half of
humanity, be it small scale farmers or agricultural labourers, live from
agriculture.
Resistance in the South The farmers' movements in the South are the force for
resistance against the politics of agricultural industrialisation. There are
reports - even if they are limited - of diverse forms of resistance. Over the
last few years, in India, thousands of cotton farmers have, again and again,
stormed local branches of Monsanto. In South Brazil, in March 2006, 1500
farmers destroyed 5million eucalyptus trees which were sucking up groundwater.
In Brazil, Ghana, Malawi and Zimbabwe, land occupations have been a part of
everyday political life.
The right, in particular, to "food sovereignty" is demanded, amongst others, by
Via Campesina, a worldwide association of small scale farmers, agricultural
labourers and landless people with more than 200million members. Food
sovereignty means more than just the right to free access to enough healthy,
wholesome and culturally typical food. Moreover, it means the right to
agricultural - which means non-industrialised - food production, and therefore
the right to control the means of production, especially land, water and seeds.
Answers to fundamental questions concerning
property and distribution need to be
rethought in the context of food sovereignty.
Resistance in the North? In Europe and the
industrialised North, the issue plays
a smaller role, only coming to the surface in
extreme circumstances. One example
was the articulation of support for mistreated, hyper-exploited migrant
agricultural workers on vegetable plantations in southern Spain. Another is the
activities against the planting of genetically modified food. For example, in
2004, 2500 "Voluntary Mowers" destroyed genetically modified fields in the
south of France.
Now, some activists involved with the mobilisation against the G8 Summit also
want to support the resistance in the North. The aim is not only to make the
worldwide resistance to globalised agriculture and genetic technology visible,
but also to help it grow. This is no small task as problems manifest themselves
in very different ways.
In the "South": through hunger; displacement; incredibly fast-growing slum
cities; exploitation in the countryside; the worldwide worsening of the social
situation of women in particular; catastrophic environmental destruction.
In the "North": through the widespread closure of
farms; the erosion of villages
and their replacement by advanced capitalist agro-export monocultures; growing
alienation in cities and the countryside. Everywhere, the tendency is visible:
more and more land is being controlled by fewer and fewer actors, namely,
landlords and transnational companies.
The First Successes in Cooperation There has
already been successful cooperation
between the South and the North in resistance to genetic agriculture. Worldwide
protests and actions have severely limited its development. Again and again,
genetic engineering companies have been forced to withdraw from various regions
and countries. Of course, they are always looking for ways to return. The
genetic companies are global actors and their politics are a part of capitalist
globalisation. For this reason, successful resistance needs to be globally
networked and part of the worldwide movement against neoliberalism!
Hopefully, a broad coalition of farmers, consumers, trade unionists and
opponents to economic globalisation will take action against the global
agri-business, gaining publicity around the G8 Summit in spring 2007. The
objective is to carry out actions at various points within the agricultural
production chain. For example: to blockade the sowing of genetically modified
crops; to address the outrageous working conditions of employees and the
ruinous prices paid by the head buyers at the multinational supermarket, Lidl;
to criticise the agricultural policies of the European Union and the
collaboration between different departments at the University of Rostock and
agri-business in front of a pig-fattening factory. With a diversity of actions,
it should be possible to show who are the winners and losers in globalised
agriculture. We will demonstrate to the world media gathered in Rostock that we
won't accept this insanity without resistance. Also in agriculture: another
world - without profit, exploitation and environmental destruction - is
possible!
We hope that lots of people from different parts of Europe will take part.
Beyond this, we want to appeal to the movements in the South to support our
project. We hope that there will be coordinated actions during the 2007 G8
Summit, for example, against seed multinationals. Not only in Europe and North
America, and not only in India or Brazil, but rather, in every country
throughout the whole world resistance needs to demonstrate that they are
responsible for hunger, exploitation and displacement. They simply have to go -
worldwide!
This proposal has been discussed in Germany and amongst some other European
movements.
We request that you make this proposal known globally, that you discuss it, and
that you modify it. We also request that, if you decide not to support this
Call, you tell us wh= y.
Contact: herhan [at] gmx.net and g8_landwirtschaft [at] yahoo.de
23rd July 2006.
[http://dissentnetzwerk.org/wiki/index.php?title=
A_Call_for_Worldwide_Actions_against_Global_AgriBusiness_during_the_G8_Summit_in_June_2007]
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Kneipenabend des Cafe AntiSistema mit Infos und Soli-Cocktails zur Vorbereitung
der alternativen Karawane zum G8 2007 und den Protesten in Heiligendamm.
Veranstaltet durch: Cafe AntiSistema
13. September 2006, 20:00 Uhr Exzess
Leipziger Str. 91, 60487 Frankfurt/Main (Bockenheim)
Tel.: 069- 774670
Weitere Infos zur Karawane: http://projekte.free.de/bankrott/karawane.html
[cafeantisistema at hotmail.com]
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gipfelsoli infogruppe
Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen,
Debatten und Repression im Zusammenhang mit
Gipfelprotesten.
Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns
verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen.
Wir können leider keine Verantwortung für die
Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben
die Beiträge
nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder.
Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches
Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org.
Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org
gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe
https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l
==================================================
13 Chinas Wirtschaftsboom auf Kosten der Menschenrechte
von "GFBV Hans Bogenreiter" <hans.bogenreiter at gfbv.at>
==================================================
> PRESSEERKLÄRUNG der GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER
>
> Hamburg, den 13. September 2006
>
>
> Wirtschaftsgipfel und China-Time: China zeigt nur seine Schokoladenseite
> in Hamburg
>
> Chinas Wirtschaftsboom wird mit Menschenrechtsverletzungen teuer erkauft
>
> Zur Eröffnung des Chinesisch-Europäischen Wirtschaftsgipfels und des
> China-Time
> Festprogramms in Hamburg protestierte die Gesellschaft für bedrohte Völker
> (GfbV) am
> Mittwoch gemeinsam mit Tibetern, Uiguren und der Tibet Initiative
> Deutschland, e.V. gegen
> Chinas Raubbau an den Bodenschätzen dieser Völker. "Ohne die Plünderung
> der Wälder
> und Flüsse, der Bergbau-, Erdöl- und Erdgasvorkommen in Tibet und
> Ostturkistan (Xinjiang)
> wäre Chinas Wirtschaftsboom undenkbar", erklärte der GfbV-Asienreferent
> Ulrich Delius.
> "Hamburg zeigt nur die Schokoladenseiten Chinas", kritisierte Delius. Die
> katastrophalen
> Folgen des Energie- und Rohstoffhungers der Volksrepublik für Tibeter und
> Uiguren seien in
> der Hansestadt kein Thema. "Doch wer so sehr wie Hamburg von Chinas
> Wirtschaftsboom
> profitiert, darf die Augen vor den katastrophalen Folgen des dadurch
> ausgelösten Wettlaufs
> um die Ressourcen nicht verschließen", forderte Delius.
>
> Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao und Bundeswirtschaftsminister
> Michael Glos
> eröffneten heute in Hamburg einen dreitägigen Europäisch-Chinesischen
> Wirtschaftsgipfel.
> Die Hansestadt gilt mit ihrem Hafen als eines der wichtigsten Zentren des
> europäischen
> China-Handels.
>
> Für Tibets Nomaden und für hunderttausende Uiguren im benachbarten
> Ostturkestan
> bedeutet der Wirtschaftsboom den Untergang ihrer traditionellen
> Gesellschaft. Denn um die
> Rohstoffe zu sichern, fördert China systematisch die Ansiedlung von
> Han-Chinesen sowie
> den Bau von Staudämmen, Erdgas- und Erdölpipelines sowie Eisenbahnlinien."
> Durch den
> Raubbau an der Natur werden immer mehr in den ländlichen Regionen lebende
> Tibeter und
> Uiguren ihre Lebensgrundlage verlieren", warnte Delius. "Zugleich
> verschärfen die Behörden
> in beiden Regionen auch die Repression gegen die gesamte traditionell
> ansässige
> Bevölkerung, um sich langfristig die Kontrolle über die Bodenschätze zu
> sichern."
>
> Auch in Burma oder Indonesien führe der Kahlschlag im Namen des
> chinesischen
> Wirtschaftsbooms zur Zerstörung der Lebensgrundlage von mehreren
> hunderttausend
> Ureinwohnern. Für Chinas Rohstoffhunger würden in Burma zehntausende
> Hektar Wald
> gefällt und in Indonesien große Tropenwaldgebiete gerodet, um
> Palmölplantagen
> einzurichten.
>
>
> Ulrich Delius ist erreichbar unter Tel. 0160 / 95671403
>
> ======================================================
> Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
> Inse Geismar, Pressereferentin
> Postfach 2024, D-37010 Goettingen
> Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028
> E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de
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Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND
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Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage:
* Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr *
* Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" *
* Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf *
* Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie.
Aber kurz und prägnant.*
Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine
Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und
rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch
stillschweigend Zensur zu üben.
Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge
hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die
Nichtaufnahme geliefert.
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III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III
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