widerst at nd! - MUND: Donnerstag, 7.9.2006

MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst analle at no-racism.net
Don Sep 7 11:30:05 CEST 2006


widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
          www.no-racism.net/mund

MedieninhaberInnen seid Ihr!

Donnerstag, 7.9.2006

*** DIE MUND-REDAKTION BRAUCHT IMMER NOCH VERSTÄRKUNG!!! ***
*** 1 ABEND PRO WOCHE FÜR DEN MEDIENUNABHÄNGIGEN NACHRICHTENDIENST ***
*** BEZAHLT WIRD NICHT, WIDERSTAND IST UNBEZAHLBAR!!! ***




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A) INHALT
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AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN
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01   25.10. BIG BROTHER AWARDS 2006
   von "PRESSE RABENHOF" <presse at rabenhof.at>
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02   Unkenruf: Freitagslesung 22.September, 19 Uhr
   von Verein Frauenhetz <office at frauenhetz.at>  
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03   Veranstaltung Energiepolitik, 07.09., Linz
   von Werkstatt Frieden & Solidarität <office at werkstatt.or.at>
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04   [Depot-news] Programm 11.-13. September
   von depot-news at mailman.sil.at
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05   Reporter ohne Grenzen Preis "Best of Blog"
   von Martin Mair <martin.mair at mediaaustria.at>
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MITTEILUNGEN, MELDUNGEN UND KOMMENTARE
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06  korrigierter link
   von "Andersrum Wien" <andersrum.wien at gruene.at>
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07   GLB/ÖBB/Klage/Dienstrecht
   von "Gewerkschaftlicher Linksblock" <office at glb.at>
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08  GLB/Sorger/Industrie/Umverteilung/Kaufkraft
   von "Gewerkschaftlicher Linksblock" <office at glb.at>
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09   KPÖ/Dienstleistungsrichtlinie/Liberalisierung/Grundversorgung
   von KPÖ-Information <info at kpoe.at>
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10   [al_news] SPÖ packelt mit Neoliberalen / Rotes Kino wieder da
   von "AL-Antifaschistische Linke" <al at sozialismus.net> 
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SOLIDARITÄT WELTWEIT/GIPFELSOLI
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11  Ecuador: Umweltkatastrophe in der Lagune des Naturparks Cuyabeno
   von "GFBV" <gfbv.austria at chello.at>
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B) TEXTE
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AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN
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01   25.10. BIG BROTHER AWARDS 2006
   von "PRESSE RABENHOF" <presse at rabenhof.at>
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BIG BROTHER AWARDS 2006
- Name them and shame them


Ihr Auftrag lautet "Mehr Kontrolle - über Menschen und Daten".
Unser Auftrag ist, sie zu nennen:

BIG BROTHER AWARDS 2006
am
25. Oktober 2006 (Beginn: 20.00 Uhr)
im
RABENHOF THEATER
A-1030 Wien; Rabengasse 3
Kartenreservierungs-Hotline: Tel. 01/712 82 82
Infos + Online-Kartenkauf unter: http://www.rabenhof.at
Eintritt frei!!

Ein Projekt von:
Verein zur Wiederherstellung der Bürgerrechte im Informationszeitalter: 
www.quintessenz.at
Verein für Internet-Benutzer Österreichs: www.vibe.at
Verein zur Förderung Freier Software: www.ffs.or.at


Mit den Big Brother Awards bekommen Überwacher, Datenschnüffler und allzu 
willfährige Rädchen in der Maschinerie der Überwachung das, was sie 
verdienen: Ein Rampenlicht, dem sie selbst am liebsten großflächig 
ausweichen würden.

Die Kategorien der Big Brother Awards spiegeln die traurige Bandbreite des 
Missbrauchs der Privatsphäre wieder: "Business und Finanzen", "Politik",
"Behörden und Verwaltung", "Kommunikation", "Lebenswerk" und
"Öffentliche Volkswahl" heißen die Kategorien, für die 
Negativauszeichnungen verliehen werden.

Verdienste um biometrische Erfassung der Bevölkerung, Überwachung 
jeglicher Kommunikation im europäischen Raum oder Gesundheitsdatenbanken 
werden erfasst und in einer Gala gewürdigt.

Am Vorabend zum Österreichischen Nationalfeiertag findet die öffentliche 
Schmähung der GewinnerInnen nun schon zum zweiten Mal im 
Gemeindebautheater statt.

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02   Unkenruf: Freitagslesung 22.September, 19 Uhr
   von Verein Frauenhetz <office at frauenhetz.at>  
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Freitagslesung


in der Frauenhetz


22. September, 19 Uhr


mit  Autorinnen




Nur wenn Sinnhaftigkeit zur zentralen Kategorie für politisches Handeln wird,


fühlen sich Menschen angesprochen und können einen Ort in der Welt finden.


Daher entwickeln die Autorinnen ein neues Verständnis von Institutionen, vom
Staat,


von ökonomischen Prozessen und davon, wie Menschen sich organisieren.


  Zentral ist dabei die Frage nach Männerorten und Frauenräumen. Und sie
fordern dazu auf,


diese so zu gestalten, dass darin vor allem auch Frauen viele


Faktoren ihres Lebens – Kinder, Beruf, Ehrenamt,


BürgerInnen-Engagement oder politisches Amt – gleichzeitig leben können.




Von den Autorinnen sind dabei:


Andrea Günter, Andrea Kölzer, Birge Krondorfer, Silke Petersen



www.christel-goettert-verlag.de


Einladung zu Buchpräsentation


Lesung Gespräch und Sektglas


Für FRAUEN

>_________________
>
>Frauenhetz
>Feministische Bildung, Kultur und Politik
>Untere Weißgerberstrasse 41
>1030 Wien
>www.frauenhetz.at
>email: <mailto:office at frauenhetz.at>office at frauenhetz.at
>tel/fax: +43-1-715 98 88
>Kontonummer: PSK 92022807, PSK 60000
>




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03   Veranstaltung Energiepolitik, 07.09., Linz
   von Werkstatt Frieden & Solidarität <office at werkstatt.or.at>
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Werkstatt Frieden & Solidarität
Waltherstr. 15
4020 Linz
Tel. 0732/771094
Fax 0732/797391
e-mail: office at werkstatt.or.at
www.werkstatt.or.at

Medieninformation

VERANSTALTUNGSANKÜNDIGUNG

Kriege und Machtpolitik um Energie: nein danke!
Energieautonome Gemeinden - energieautonomes Österreich?
Wege in Richtung einer sozial-ökologischen Energiewende

Informationsabend mit Josef Baum (Altstadtrat von Purkersdorf, Ökonom)

Donnerstag, 7. September 2006, 19 Uhr
Ort: Werkstatt Frieden & Solidarität, Waltherstr. 15, A-4020 Linz

Wir laden Sie recht herzlich zu dieser Veranstaltung ein und ersuchen um
Ankündigung.

mit freundlichen Grüßen
f. d. Werkstatt Frieden & Solidarität
Gerald Oberansmayr

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JETZT UNTERSCHREIBEN!
Petition: "Energie und Wasser im öffentlichen Eigentum erhalten!"
Nähere Informationen auf www.werkstatt.or.at


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04   [Depot-news] Programm 11.-13. September
   von depot-news at mailman.sil.at
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Mit diesem ersten Newsletter zum September/Oktober-Programm melden wir uns nach
dem Sommer zurück, müssen aber gleichzeitig darauf hinweisen, dass zum
jetzigen Zeitpunkt die Depot-Finanzierung bis Jahresende nicht gesichert
ist. Ob
es noch ein November/Dezember Programm geben wird oder ob das Depot eine lange
Winterpause einlegen muss, hängt von der Kulturpolitik der Stadt und des Bundes
ab.
Wir werden Sie über den weiteren Verlauf informieren und freuen uns auf Ihren
Besuch bei den kommenden Veranstaltungen.


Montag, 11.September, 10.00
Was wird hier gespielt?
Präsentation und Brunch

Die IG Freie Theaterarbeit lädt zur Präsentation von www.theaterspielplan.at



Dienstag, 12. September, 19.00
Anstöße zur Kultur- und Medienpolitik
Kulturrat Österreich

Die politische Auseinandersetzung im Vorfeld der österreichischen
Nationalratswahlen zeichnet sich durch einen Mangel an Inhalten und
gesellschaftspolitischen Entwürfen aus. Diesem Trend will der Kulturrat
Österreich - ein Zusammenschluss der Interessenvertretungen von Kunst-, Kultur-
und Medienschaffenden - entgegentreten, indem er die Kulturpolitik als wichtige
Querschnittsmaterie ins Blickfeld rückt. Grundlegende und aktuelle
kulturpolitische Themen werden in einer Publikation im Zeitungsformat unter dem
Titel Kulturrat Österreich - Kulturpolitik Diskurs Vernetzung zusammengefasst.
Aktuelle Problemfelder wie Kunstförderung, Niederlassungsrecht, Medienfreiheit
und Grundeinkommen sollen präsentiert und diskutiert werden.

Petja Dimitrova, Künstlerin
Sabine Kock, Kulturrat Österreich
Joachim Riedl, Die Zeit
Sarah Schönauer, Subnet Salzburg

In Kooperation mit dem Kulturrat Österreich.



Mittwoch, 13. September, 19.00
Film wider das Vergessen
Vortrag und Diskussion

In den 80er Jahren griff der West-Berliner Verein Aktives Museum im Kampf gegen
das Vergessen auf die Methode und Metapher der Archäologie zurück. So entstand
am ehemaligen Gestapogelände in Berlin die Topographie des Terrors. Der
ehemalige Archäologiestudent Frederick Baker setzt nicht auf den
archäologischen Umgang mit den Ruinen des Dritten Reiches, sondern auf die
filmische Aufarbeitung der Geschichte.

Frederick Baker, Filmemacher

In Kooperation mit GEDENKDIENST.



Donnerstag, 14. September, 19.00
Großvater, wer warst du?
kinokis mikrokino #137

Angehörige der Enkelgeneration hinterfragen Auswirkungen des
Nationalsozialismus
auf ihre eigene Familie. Dabei werden Verdrängung und Trauer genauso
aufgearbeitet wie Schuld und familiärer Opportunismus. Die präsentierten Filme
gehen von den konträren Ausgangssituationen der Opfer- und Täterperspektive
aus. Szepannek rekonstruiert das Leben ihres Großvaters, der als Kommunist 1942
hingerichtet wurde. Carney beschäftigt sich mit der Unfähigkeit zu trauern, die
seit der vielschichtigen Verwicklung in den Nationalsozialismus auf seiner
Familie lastet. Er schlägt einen Bogen in das heutige Österreich und zeigt, wie
die Familienmitglieder mit dem Vermächtnis umgehen, nicht ohne daran zu
scheitern. Als Carneys Mutter während der Dreharbeiten lebensbedrohlich
erkrankt, beginnt die Bewältigung für den Filmemacher selbst.

Großvater, wer warst du? (A 2006), Regie: Katharina Szepannek, 53 Min.
Prescreening: The End of the Neubacher Project (A 2006), Regie: Marcus J.
Carney, 74 Min.


Depot
Breitegasse 3
A-1070 Wien
Tel: +43 1 522 76 13
www.depot.or.at


_______________________________________________
Depot-news mailing list
Depot-news at mailman.sil.at
http://mailman.sil.at/mailman/listinfo/depot-news
Sollten Sie den Newsletter nicht mehr erhalten wollen, genügt ein E-mail an
depot at depot.or.at


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05   Reporter ohne Grenzen Preis "Best of Blog"
   von Martin Mair <martin.mair at mediaaustria.at>
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Bitte an in Frage kommende Projekte weiter leiten ...

lg

Martin

--->x<---

Dienstag, 05.09.2006, 10:51
ROG prämiert "Best of Blogs" zur Verteidigung der Pressefreiheit

Einsendeschluss ist der 30. September.

Reporter ohne Grenzen führt auch heuer wieder gemeinsam mit dem Radiosender
"Deutsche Welle" einen Wettbewerb der besten Blogs ("Best of the blogs" -
BOBS) durch. Gesucht werden Weblogs für die Kategorie "freie Meinungsäußerung.

Vorschläge werden bis 30. September 2006 erbeten und können mit dem Link und
einer kurzen Beschreibung an internet at rsf.org gesendet werden. Die Sprache
der Blogs spielt keine Rolle.
Der "Reporter ohne Grenzen-Preis des Vorjahres ging an den ägyptischen Blog
Manal Alaa's Bit Bucket (http://www.manalaa.net/). Weitere Auszeichnungen
gingen an den Weblog des chinesischen Staatsbürgers Wang Yi (behördlich
geschlossen) und den Blog des Tunesiers Mokhtar Yahyaoui (vorübergehend
nicht erreichbar).

Weiter Informationen:


http://www.thebobs.de/

--

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Martin Mair - Publizist virtuell & traditionell
Krottenbachstrasse 40/9/6, A-1190 Wien
Tel. + Fax: +43 1 3677487,
Mobil: + 43 676 3548310
Email: mm at mediaweb.at
http://www.mediaaustria.at - Webhosting & Webdesign
http://www.bannertausch.info

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MITTEILUNGEN, MELDUNGEN UND KOMMENTARE
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06  korrigierter link
   von "Andersrum Wien" <andersrum.wien at gruene.at>
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für alle die barcelona gewinnen wollen: korrekter link: http://
www.axelhotels.com/de/

sorry....
die grünen andersrum wien

--
Die Grünen Andersrum Wien
c/o Grüner Klub im Rathaus
AT-1082 Wien

Tel.+43-(0)1-4000 DW 81813
Fax +43-(0)1-4000 DW 99 81811

http://www.gruene-andersrum.at


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07   GLB/ÖBB/Klage/Dienstrecht
   von "Gewerkschaftlicher Linksblock" <office at glb.at>
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Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110
Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 -
Mail office at glb.at - Web www.glb.at - Ausgabe vom 6. September 2006




Drohen nach der Wahl weitere Verschlechterungen für EisenbahnerInnen?

GLB sieht AK-Verweigerung für Klage als Indiz für große Koalition

Als weiteres Indiz für die Weichenstellung auf eine große Koalition von ÖVP
und SPÖ bewertet Ernst Wieser, Bundessekretär der
Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) in der Gewerkschaft der
Eisenbahner (GdE) die Verweigerung der Unterstützung für
eine Klage durch die von einer SPÖ-Mehrheit geführten Arbeiterkammer
Oberösterreich.

„Es ist unverständlich, dass eine fertige Klageschrift zur Feststellung, ob
die Urlaube bei den ÖBB dem Arbeitsrecht entsprechen,
nicht beim Arbeitsgericht eingebracht wird“, so Ernst Wieser. Anders als
allgemein üblich werden bei den ÖBB Urlaube nicht nach
ganzen Werktagen, sondern unter Zugrundelegung fiktiver Werte nach Stunden
abgerechnet.

Während ÖVP-Verkehrsstaatssekretär Helmut Kukacka zur Ablenkung wilde
Attacken auf GdE-Vorsitzenden Wilhelm Haberzettl reitet und
diesen als Multifunktionär abstempelt, die ÖBB im Gefolge der Umfärbung auf
Günstlinge von ÖVP, FPÖ und BZÖ zu einem
„Privilegienstadl“ unvorstellbaren Ausmaßes geworden sind und ÖBB-Chef
Martin Huber das Unternehmen börse- und damit
privatisierungsreif macht, wollen sich die beiden Großparteien
offensichtlich nicht wirklich wehtun.

Die Verweigerung der Unterstützung für die Klage von Eisenbahnern durch die
Arbeiterkammer lässt auch für künftige
Auseinandersetzungen um die Rechte der ÖBB-Bediensteten nichts Gutes
erwarten. Bekanntlich wurde nach dem unter
sozialpartnerschaftlichen Druck von ÖGB-Führung und Wirtschaftskammer
beendeten Eisenbahnerstreik im Herbst 2003 als Kompromiss
vereinbart, dass das ÖBB-Dienstrecht nicht per Gesetz, sondern durch
Verhandlungen neu geregelt werden sollte.

Im Ergebnis kam es zu deutlichen Verschlechterungen für die
EisenbahnerInnen, während die Drohung einer Regelung per Gesetz durch
die Regierung nach wie vor nicht vom Tisch ist: „Weil dazu aber eine
Zweidrittelmehrheit im Parlament erforderlich ist, kommt der
SPÖ eine Schlüsselrolle zu“, so Ernst Wieser. Deutliche Verschlechterungen
für die EisenbahnerInnen gab es bekanntlich schon im
Gefolge der Ausgliederung der ÖBB aus dem Bundesbudget, die 1994 durch die
damalige rotschwarze Regierung erfolgte.



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08  GLB/Sorger/Industrie/Umverteilung/Kaufkraft
   von "Gewerkschaftlicher Linksblock" <office at glb.at>
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Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110
Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 -
Mail office at glb.at - Web www.glb.at - Ausgabe vom 6. September 2006



GLB weist Crash-Programm der Industrie zurück

Erhöhung der Kaufkraft wird immer mehr zur Schlüsselfrage

Als Kampfansage an die Lohnabhängigen bezeichnet die Fraktion
Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) die Wünsche von
Industriellenpräsident Veit Sorger an eine künftige Bundesregierung

Auf dem Speisezettel des für seine BZÖ-Nähe bekannten Frantschacher-Chefs
Sorger stehen unter anderem: Senkung des
Spitzensteuersatzes von 50 auf 40 Prozent bei gleichzeitiger Erhöhung des
damit zu besteuernden Einkommens von 51.000 auf 100.000
Euro, Abschaffung der Erbschaftssteuer, Zehnstunden-Normalarbeitstag ohne
Überstundenzuschläge mit 60-Stundenwoche bei zwei Jahren
Durchrechnungszeitraum, „Alternative“ Beschäftigungsmodelle im Sinne von
Ein-Euro-Jobs, Greencard für Arbeitskräfte aus den
Ostländern unter ausdrücklichem Bezug auf einen Vorschlag der Grünen sowie
die Freigabe der Ladenöffnungszeiten und Sonntagsöffnung.

Der hochdotierte Manager Sorger - er rangierte bereits 2003 mit 766.000 Euro
Jahreseinkommen auf Platz 16 der bestbezahlten
ManagerInnen - brüskiert mit diesen Vorschlägen nicht nur die
Lohnabhängigen, sondern auch die Gewerkschaften, die wider besseren
Wissens immer noch auf die überkommene Sozialpartnerschaft setzen: „Für
Manager vom Schlage Sorgers ist diese Sozialpartnerschaft
längst zu einem Fetzen Papier verkommen, ein weiterer Anlass für den ÖGB
eine härtere Gangart gegen die immer frecheren
Unternehmerwünsche einzuschlagen“, meint dazu GB-Bundesvorsitzende Karin
Antlanger.

Der GLB hält dem Crash-Programm der Industriellenvereinigung die reale Lage
gegenüber: Trotz Wirtschaftswachstum und
überdurchschnittlich steigenden Gewinnen stagnieren die Lohneinkommen. Die
leichte Konjunkturbelebung stützt sich nur auf Exporte
und reicht durch das Zurückbleiben des privaten Konsums nicht aus um die
hohe Arbeitslosigkeit zu reduzieren.

Laut Arbeiterkammer Oberösterreich ist der Anteil der Löhne und Gehälter am
Volkseinkommen von 1993 bis 2006 von 73,8 auf 66,3
Prozent gesunken. Gleichzeitig haben sich allein 2005 die Gewinne der
ATX-Unternehmen gegenüber 2004 um 53 Prozent, die Dividenden
um 58 Prozent, der Personalaufwand aber nur um ein Prozent erhöht. Während
sich Erwerbstätige heute um nur vier Prozent mehr leisten
können als vor zehn Jahren ist im selben Zeitraum der geschaffene Wohlstand
mehr als dreimal so stark gewachsen.

Im Jahre 2004 entfielen auf die obersten 20 Prozent der ArbeitnehmerInnen
46,2 Prozent, auf die mittleren 60 Prozent 51,5 Prozent,
auf die untersten 20 Prozent aber nur 2,3 Prozent der Einkommen. Während die
Zahl der Dollar-Millionäre in Österreich auf
mittlerweile 67.700 gestiegen ist, gelten 1,03 Millionen Menschen als
armutsgefährdet. Bereits 250.000 Menschen gelten trotz
Erwerbstätigkeit als arm und für immer mehr Lohnabhängige reicht das Geld
nicht mehr für das tägliche Leben.

Immer mehr wird daher die Erhöhung der Kaufkraft nicht nur für Menschen mit
geringem Einkommen sondern auch für die Wirtschaft zur
Schlüsselfrage. Im Gegensatz zu den Plänen der Industrie tritt der GLB daher
für eine aktive Lohnpolitik mit Abgeltung von Inflation
und Produktivitätswachstum, einen Mindestlohn von 1.300 Euro bzw. acht Euro
pro Stunde, Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn, eine
höhere Besteuerung von Kapital und Vermögen und Bemessung der
Unternehmerbeiträge zur Sozialversicherung nach der gesamten
Wertschöpfung ein: „Nur so kann einer weiteren Verschlechterung für
Lohnabhängige, Prekarisierte und Erwerbslose und damit auch der
wachsenden sozialen Verunsicherung gegengesteuert werden“, so Antlanger
abschließend.


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09   KPÖ/Dienstleistungsrichtlinie/Liberalisierung/Grundversorgung
   von KPÖ-Information <info at kpoe.at>
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KPÖ-Pressedienst - Drechslergasse 42, 1140 Wien - Telefon +43 (1) 50 36 580
- 0 - Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail info at kpoe.at -
Web www.kpoe.at - News www.kpoe.at/lpd  - Ausgabe vom 6. September 2006




Lohn- und Sozialdumping nach dem Herkunftslandsprinzip durch die Hintertür

KPÖ fordert Ablehnung der EU-Dienstleistungsrichtlinie

Die KPÖ fordert die 18 österreichischen EU-Abgeordneten auf, bei der für die
Plenartagung vom 13. bis 16. November 2006 geplanten
Beschlussfassung die umstrittene Dienstleistungsrichtlinie
(„Bolkestein-Direktive“) abzulehnen: „Wie sich jetzt herausstellt, wurde
die im Ergebnis massiver Proteste am 4. April 2006 von der EU-Kommission
vorgelegte modifizierte Richtlinie zwischenzeitlich vom Rat
am 29./30. Mai 2006 bereits soweit verwässert, dass  formell gestrichene
Herkunftslandsprinzip durch die Hintertür droht“, meint
KPÖ-Kommunalsprecher Leo Furtlehner.

Unter dem Titel einer „wettbewerbsorientierten Deregulierung“ wurden
mittlerweile die schon ursprünglich vorgesehenen drei
Prinzipien um eine Liste mit sieben Anforderungen erweitert. Im Ergebnis
dürfen die EU-Mitgliedsländer diese Vorschrift nicht
umgehen und etwa die „Aufnahme oder Ausübung einer Dienstleistungstätigkeit
gezielt regeln oder beeinflussen“.

Wurde im ursprünglichen Bolkestein-Entwurf noch Klartext gesprochen, so
verbirgt sich der Freibrief für Dumping bei Löhnen,
Sozialleistungen, Umwelt- und Verbraucherschutz hinter schwammigen
Formulierungen. Im Ergebnis wird die Richtlinie es somit nach dem
Prinzip der „Selbstverwaltung der Wirtschaft“ im Sinne einer „schlanken
Gesetzgebung“ („better regulation“) ermöglichen,
Dienstleistungen nicht nach den Bestimmungen des Bestimmungslandes, sondern
des Herkunftslandes durchzuführen.

Vom Europäischen Gerichtshof wird in diesem Sinne eine „gerechte Balance“
zwischen den Grundrechten einerseits und den zum Dogma
erklärten vier Grundfreiheiten (Kapital, Waren, Personen, Dienstleistungen)
erwartet. Wer dabei den Kürzeren zieht, kann man sich
leicht ausrechnen. Bezeichnenderweise wurde von Kommission und Rat das vom
Parlament vorgesehene Recht auf „gewerkschaftliche
Maßnahmen“ mittlerweile gestrichen. Verwässert wurden auch die Regelungen
betreffend das Entsenderecht, Zeitarbeitsagenturen,
Gesundheitswesen und Soziale Dienstleistungen. Auf Betreiben des zuständigen
Beschäftigungskommissars Vladimir Spidla werden sogar
soziale Dienste als „wirtschaftliche Tätigkeit“ definiert.

Nach wie vor will die EU-Kommission die öffentliche Daseinsvorsorge durch
die Einstufung als „Dienstleistungen von allgemeinen
wirtschaftlichen Interesse“ und damit als „Wirtschaftstätigkeit“ ihrem
Liberalisierungswahn unterwerfen und damit dem Privatkapital
ausliefern. Durch die Richtlinie droht daher eine Reduzierung der
Daseinsvorsorge auf eine Restgröße „nicht-wirtschaftlicher
Dienste“ von Militär, Justiz und Polizei.

Die KPÖ hatte die Dienstleistungsrichtlinie von Anfang an kritisiert und
lehnt auch die modifizierte Version ab: „Damit würde mit
dem Herkunftslandsprinzip massiven Lohn- und Sozialdumping Tür und Tor
geöffnet und der elementare Bereich der öffentlichen
Grundversorgung durch den Liberalisierungszwang privaten Profitinteressen
ausgeliefert“, so Furtlehner abschließend.


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10   [al_news] SPÖ packelt mit Neoliberalen / Rotes Kino wieder da
   von "AL-Antifaschistische Linke" <al at sozialismus.net> 
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AL-Newsletter Nr. 176

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1. SPÖ lässt die Hosen runter und packelt mit Neoliberalen

2. Rotes Kino zurück aus der Sommerpause

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1.
SPÖ lässt die Hosen runter und packelt mit Neoliberalen

Über die Sozialdemokratie, das Liberale Forum und die Kapitalismus-
Kritik von Rechts-Außen

Diese Meldung entfachte Diskussionen: Die SPÖ und das Liberale Forum
(LIF) haben die Bildung einer gemeinsamen Wahlallianz für die
kommenden Nationalratswahlen bekannt gegeben. Der Clou: Alexander
Zach, Bundessprecher des LIF, bekommt ein fixes Mandat auf der
Bundesliste der SozialdemokratInnen, im Gegenzug rufen die Liberalen
zur Wahl der SPÖ auf. SP-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos
erwartet sich von dieser Zweckehe ein zusätzliches Potential von 1 -
3% der Stimmen und verteidigt den Pakt damit, "dass es eine breitere
Basis gegen die Politik Schüssels gibt, als die ÖVP annimmt."

Dieses Bündnis ist ein weiterer Schritt bei der Neoliberalisierung
der Sozialdemokratie. Zwar vertritt das LIF im
gesellschaftspolitischen Bereich (Drogenpolitik,
gleichschlechtlichte Ehe, MigrantInnen, etc.) recht fortschrittliche
Positionen, sozial- und wirtschaftspolitisch aber stehen die
Liberalen eindeutig rechts. Abbau des Sozialstaats, weitere
Privatisierungen, Abschaffung von Ladenöffnungsregulativen oder
Arbeitsschutzbestimmungen ... all das und noch viel mehr findet sich
im Grundsatzprogramm des LIF. Garniert wird diese Politik mit einer
absolut abgehobenen Herangehensweise, die wohl am klarsten im
akademischen Sprachstil der Parteigründerin Heide Schmidt zum
Ausdruck kommt.

Viele Liberale träumen von einer freien Marktwirtschaft, wie sie
historisch gesehen lediglich in den Büchern verwirrter
WirtschaftsprofessorInnen existiert hat. Aber eine solche
Marktwirtschaft gefällt nicht einmal dem Großteil der
KapitalistInnen. Sie brauchen einen starken Staat, der
als "individueller Gesamtkapitalist" (Engels) in den
Wirtschaftsprozess interveniert und dazu imstande ist, die oftmals
widersprüchlichen Interessen der Einzelunternehmen unter einen Hut
zu bekommen. Dies ist einer der Gründe, warum sich nur die wenigsten
Bürgerlichen für das Liberale Forum interessieren - ihre Interessen
werden in Österreich immer noch am besten von der ÖVP vertreten.
Dazu kommt, dass das österreichische Bürgertum traditionell sehr
konservativ eingestellt ist. Letztendlich stellt das LIF eine
bürgerliche Partei dar, die mit dem Versuch, mittels linker Stimmen
rechte Politik zu machen, gescheitert ist. Ginge es nach uns,
könnten die Liberalen ja in Frieden ruhen. Es bleibt der SPÖ-Führung
überlassen, dieser politischen Leiche neues Leben einzuhauchen.

Quo vadis, SPÖ?

Was ist der Grund für Gusenbauers Schachzug? Offenbar giert die SP-
Spitze nach neuen WählerInnen-Schichten bei gleichzeitiger
zunehmender Vernachlässigung der traditionellen AnhängerInnenschaft.
Mit dem Neoliberalen Forum im Rücken und der Ankündigung, die
hochgelobten "Klein und Mittelunternehmen" (die in Wirklichkeit um
nichts besser sind als die "bösen" Großkonzerne, meistens sogar noch
schlechtere Arbeitsbedingungen und geringere Löhne aufweisen) zu
entlasten, will die Gusenbauer-Clique anscheinend liberale ÖVP-
WählerInnen abwerben. Was aber will sie für NiedriglohnbezieherInnen
machen? Was für PensionistInnen? Was für Lehrlinge? Gusenbauer
verspricht, die Jugendarbeitslosigkeit halbieren zu wollen, also
wieder auf das Niveau der Sparpaket-Regierungen unter den SP-
Kanzlern Vranitzky und Klima zu senken.

Laut Gusenbauer, Darabos und anderen SP-Spitzen geht es um
ein "breites Bündnis" gegen den "konservativen, von sozialer Kälte
geprägten Kurs des Wolfgang Schüssel und gegen die falsche
Ausrichtung der Politik dieser Regierung". Hochinteressant! Wenn die
vermutlich zweitstärkste Partei Österreichs ein Bündnis mit
einer "weniger als 1%"-Partei eingeht, handelt es sich nach
sozialdemokratischer Logik also um zusätzliche "Breite".
Konsequenterweise müsste die SPÖ also auch gemeinsam mit der KPÖ
oder anderen linken Listen zur Wahl antreten und dem KP-
Spitzenkandidaten Mirko Messner einen Fixplatz im Parlament
garantieren. Immerhin wurde die KPÖ bei der letzten Landtagswahl in
der Steiermark mit 6,3% drittstärkste Kraft, erreichte bei den
Gemeinderatswahlen in Wien 2005 1,47% (zu diesen Wahlen trat das LIF
nicht einmal an) und lag bei den letzten Nationalratswahlen nur etwa
0,4% hinter den Liberalen.

Nun denn, warum wird die SP-Führung nie auf diese Idee kommen? Ganz
einfach: Einerseits offen nach rechts und in Richtung neoliberaler
und bürgerlicher Parteien zu schielen und andererseits mit aller
Kraft nach links und in Richtung anderer Parteien der
ArbeiterInnenbewegung zu treten ist eisernes Prinzip der
österreichischen Sozialdemokratie. Mit dem Durchpeitschen der
Eisenstädter Erklärung von 1969 (Anm: Beschluss, jedwede
Zusammenarbeit mit der KPÖ abzulehnen,) im proletarischen und
gewerkschaftlichen Milieu trug die SPÖ wesentlich zum in der
österreichischen Gesellschaft tief verankerten Antikommunismus bei.

Während KapitalistInnen, ManagerInnen und der
sogenannte "Mittelstand" bei den SozialdemokratInnen hochwillkommen
sind, werden "fremde" ArbeiterInnen-Organisationen wild bekämpft.
Und während Gusenbauer keine GewerkschaftsführerInnen mehr im
Parlament sehen will, öffnet er dem neoliberalen Forum Tür und Tor.
Freilich könnte eingewendet werden, dass die Herren Verzetnitsch,
Nürnberger und Co. im Parlament ohnehin nicht die Interessen der
Lohnabhängigen vertreten haben. Das ist zweifelsohne richtig. Aber
hier geht es ums Prinzip: Eine Partei, die gemeinhin als Partei der
ArbeitnehmerInnen gilt und die von großen Teilen der politisch
bewusstesten und gewerkschaftlich organisierten Beschäftigten in
Österreich als "ihre" Partei gesehen wird, versperrt
GewerkschafterInnen den Zugang zum Parlament!

Weg mit Schüssel! Und dann?

Naturgemäß können sich die SPÖ-Spitzen für ihre eigenen Ideen
begeistern. Die Parteibasis der Sozialdemokratie wird sich für
diesen Flirt wohl eher weniger erwärmen können. Wo bleiben die
Reaktionen der Parteilinken, die sich momentan wohl am ehesten noch
in der Sozialistischen Jugend konzentriert? Wie viele linke SJ-
lerInnen dürfen eigentlich auf aussichtsreichen Listenplätzen
kandidieren? Höchstwahrscheinlich werden die GenossInnen in der SJ
nicht besonders erfreut über das Bündnis mit dem LIF sein. Den
Kofferträger für die SPÖ werden sie im Wahlkampf trotzdem machen.
Mit ihrer aktuellen "Ich wähl mein Leben zurück"-Kampagne schüren
sie unter linken und kämpferischen Jugendlichen Illusionen in einen
Politikwechsel durch eine SPÖ-geführte Regierung. Zwar geben die
Linken in der SJ durchaus zu, dass mit dieser verkommenen Partei
zwar ein Staat, aber keine Politik für ArbeiterInnen und Jugendliche
zu machen ist. Aber unter dem Motto "holen wir uns unsere Partei
zurück" wollen sie uns weißmachen, es müsste nur die Führung der SPÖ
ausgetauscht werden, und, schwupsdiwups, hätten wir eine echte
sozialistische Partei. Ein fataler Irrglaube.

Natürlich verstehen wir den Wunsch vieler, der Schüssel-Regierung
endlich ein Ende zu setzen. Aber die ÖVP muss weg, nicht weil sie
die ÖVP ist, sondern weil sie neoliberale und reaktionäre Politik
macht. Das Problem dabei ist: Die Sozialdemokratie macht es nicht
besser. Der Sozialabbau wurde nicht von Schwarz-Blau begonnen,
sondern von SP-geführten Regierungen mit ihren Sparpaketen und
Steuererleichterungen für Reiche. Deshalb ist eine Stimme für die
SPÖ (oder auch für die Grünen) keine Stimme gegen Sozialabbau. In
einer Zeit wie dieser, in der der Kapitalismus immer tiefer in die
Krise schlittert und keine Lösungen für die dringlichsten Probleme
der Menschheit zu bieten hat (da er diese ja selbst produziert hat)
ist es unmöglich, Politik für die arbeitende Bevölkerung zu machen,
wenn mensch sich weigert, das Kapital ernsthaft anzugreifen. Alle
sozialdemokratische Regierungen Europas in den letzten Jahren und
Jahrzehnten haben Sozialabbau betrieben. Nicht weil sie unfähig
waren, sondern weil sie sich im Rahmen der Profitlogik des
Kapitalismus bewegten.

FPÖ profitiert vom Rechtsruck der SPÖ!

Die SPÖ spielt für das österreichische Kapital traditionell die
äußerst wichtige Rolle, die ArbeiterInnenbewegung ruhig zu halten.
Doch die arbeitende Bevölkerung Österreichs hat diese Ruhe zunehmend
satt. Die fortschrittlichsten Elemente, die momentan noch eine
kleine Minderheit darstellen, suchen links der SPÖ nach
Alternativen. Ein immer größerer Teil verfällt in Apathie und
Perspektivlosigkeit und nimmt an den Wahlen nicht teil. Und ein
beträchtlicher Teil der rückständigeren Elemente der
ArbeiterInnenklasse wendet sich der FPÖ zu. Für die beiden
letztgenannten Gruppen gibt es auf der Linken momentan keine
annehmbare Alternative. Es gibt keine Partei, die stark genug ist
und die die ArbeiterInnen dort abholt, wo sie stehen (ohne natürlich
dabei die rassistischen Vorurteile der FP-WählerInnen zu teilen, zu
verteidigen oder gar zu reproduzieren). Die oftmals intellektuell
abgehobene und mit dem Kainsmal des Stalinismus behaftete KPÖ kann
diese Rolle jedenfalls nicht spielen. In dieses Vakuum stößt die
FPÖ.

Die Freiheitlichen (Anm.: Die Partei von H.C. Strache) sprechen im
Fall SPÖ-LIF übrigens von einem "Kniefall vor dem
Heuschreckenkapitalismus" bezeichnen die SPÖ als "neoliberale
Wirtschaftspartei" und wollen "künftig die Interessen der
Arbeitnehmer kompetent (...) vertreten". FPÖ-Vizebundesparteiobmann
Norbert Hofer fordert Alfred Gusenbauer u.a. dazu auf, zu folgenden
Stellen aus dem Programm des LIF, welches sich "gegen vitale
Interessen der österreichischen Arbeitnehmer" stellt, Stellung zu
nehmen:
"… Die Privatisierung staatsnaher Unternehmen ist konsequent
weiterzuführen, bestehende staatliche Marktbeschränkungen sind
weiter abzubauen ..."
"… Die Ladenöffnungszeiten sind weitgehend freizugeben, damit
Österreichs Unternehmen selbst entscheiden können, welche für sie
die günstigsten Offenhaltezeiten sind ..."

Die FPÖ hat also festgestellt (Gratulation!), was wir bereits seit
Jahren sagen: Dass das Liberale Forum ungehemmte Politik fürs
Kapital machen will. Doch die Kapitalismuskritik der FPÖ ist
unglaubwürdig, platt und falsch. In der neuen Sondernummer des
Morgenrot anlässlich der kommenden Nationalratswahlen schreiben wir
darüber:

"Erstens wurden die Freiheitlichen stets von zahlreichen
österreichischen GroßkapitalistInnen finanziert (z.B. vom
Waffenfabrikant Gaston Glock, der deutschen Kaufhauserbin Heidi
Horten, dem Lebensmittelfabrikanten Georg Mautner Markhof, Billa-
Chef Veit Schalle und Friedrich Karl Flick, einem der reichsten
Männer Europas). Zweitens haben sie sich in der Vergangenheit immer
wieder für Konzepte wie eine Flat Tax (gleicher Steuersatz für
alle!) ausgesprochen und zahlreiche Sozialabbau-Vorschläge gemacht.
Drittens ist die Trennung in bösen
ausländischen "Raubtierkapitalismus" und guten österreichischen
Kapitalismus absurd. Es gibt keine "guten" oder "bösen"
KapitalistInnen - sie alle handeln nur nach den Gesetzen des
kapitalistischen Markts, der sie dazu zwingt, die Löhne zu senken
oder Stellen abzubauen. Viertens und vor allem hat diese Partei in
der Regierung von 2000 bis 2005 den Sozialabbau führend vertreten."

Wo war der Pseudo-Robin Hood HC Strache eigentlich in diesen Jahren?
Interessant also, wie eine Partei nun in Opposition gegen ihre
eigene Politik geht. Und während die möchtegern-antikapitalistischen
Anklagen der FPÖ heuchlerisch sind, so sind ihre Lösungsvorschläge
zutiefst reaktionär. Nicht die Konzerne, die tagtäglich Stellen
abbauen sind schuld an der Arbeitslosigkeit, nein, die MigrantInnen
sollen für die Krise des Kapitalismus büßen.

Klar ist aber auch, dass die sozialen Töne der Freiheitlichen bei
gleichzeitiger Unfähigkeit und Unglaubwürdigkeit der SPÖ, wenn es um
die Vertretung von ArbeiterInnen-Interessen geht, zahlreiche
WählerInnen vom rosa-roten ins blaue Lager bringen wird. Dieser
Trend ist zwar traurig, aber mittel- und längerfristig nicht
unaufhaltsam. Vorrausetzung für eine Trendwende ist jedoch eine
tatsächlich antikapitalistische Alternative. An dieser gilt es zu
arbeiten ...



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~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


2.
Das Rote Kino ist zurück aus der Sommerpause!

Nach zwei Monaten Sommerpause gibt es im September wieder einen
Roten Kinomontag. Anlässlich der Nationalsratswahlen im Oktober
zeigen wir:

Videos aus dem Jahr 2000, welche die Bewegung gegen Schwarz/Blau
dokumentieren - kommentiert von einem Zeitzeugen ;-)

Februar 2000 wurde die erste schwarz-blaue Koalition der
österreichischen Geschichte angelobt. Nach 30 Jahren war die SPÖ
nicht mehr in der Regierung vertreten, der Bürgerblock, der bereits
seit 1983 die Mehrheit im Parlament hatte, fühlte sich erstmals
stark genug, ohne die Sozialdemokratie zu regieren. Was folgte, war
eine der größten sozialen Bewegungen, die Österreich in den letzten
Jahrzehnten gesehen hatte ...

Bereits während der Koalitionsverhandlungen waren im November 1999
70.000 gegen Schwarz-Blau auf die Straße gegangen. (Das Motto dieser
Demonstration war der auf die FPÖ gemünzte Slogan "Keine Koalition
mit dem Rassismus" - ein großes Mißverständnis, denn der Rassismus
war in Gestalt diverser SPÖ-Innenminister bereits seit Jahren Teil
der rot-schwarzen Koalition.) Am 2. Februar wurde dann die ÖVP-
Zentrale besetzt, zwei Tage später, am Tag der Angelobung, besetzten
über zehntausend Menschen den Ballhausplatz, die Regierung musste
sich durch einen Tunnel zur Angelobung schleichen.

In den folgenden Wochen waren Hunderttausende auf der Straße.
Höhepunkte waren zweifellos die Demonstration mit 250.000 Menschen
am Wiener Heldenplatz, der von der AL und der SAP
(SchülerInnenaktionsplattform) in Wien organisierte Schulstreik, an
dem sich 2/3 der Wiener OberstufenschülerInnen beteiligten, die
25.000, die am 12. Februar zum Karl-Marx-Hof marschierten oder die
legendäre stundenlange Demonstration von über 20.000 zum ORF-Zentrum
am Wiener Stadtrand. Daneben gab es zahllose Demonstrationen und
Aktionen in allen Landeshauptstädten und vielen kleineren Städten,
die - hochgerechnet auf die Bevölkerung - oft ebenso viele Menschen
auf die Straße brachten wie die Großdemonstrationen in Wien.

Anlässlich der Nationalratswahlen im Oktober wollen einen Rückblick
auf die Bewegung gegen Schwarz-Blau machen und zeigen Videos, die
die ersten Anti-Regierungs-Demonstrationen dokumentieren -
kommentiert von einem Zeitzeugen ;-)



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AL-Antifaschistische Linke

Gegen Rassismus, Sexismus, Sozialabbau!
Für Solidarität und Sozialismus!

mail:     al at sozialismus.net
web:      www.sozialismus.at
phon:     ++43 (0) 699 817 15 915
post:     AL c/o Amerlinghaus, Stiftgasse 8, A-1070 Wien

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SOLIDARITÄT WELTWEIT/GIPFELSOLI
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11  Ecuador: Umweltkatastrophe in der Lagune des Naturparks Cuyabeno
   von "GFBV" <gfbv.austria at chello.at>
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>  Gesellschaft für bedrohte Völker / Presseerklärung in
>  www.gfbv.it/2c-stampa/2006/060905de.html
>
>  Ecuador: Umweltkatastrophe in der Lagune des Naturparks Cuyabeno
>  Erdölleck gefährdet die unschätzbar reiche Biodiversität der Region
>
>  Bozen, 5. September 2006
>
>  Am 18. August ist aus einem Leck in der Ölpipeline der Gesellschaft
>  Petroecuador, die das Erdöl von Block 8 Campo Cuyabeno in der Provinz
>  Sucumbíos zur Grenze des Naturreservats fördert, Erdöl in den Fluss
>  Cuyabeno Chico ausgeflossen. Der Fluss führt Wasser in das gesamte
>  Lagunensystem des Reservats, das auf Grund seiner hohen Biodiversität als
>  eines der weltweit wichtigsten Umweltareale gilt.
>
>  Trotz der hohen Verseuchungsgefahr hat Petroecuador den Unfall drei Tage
>  lang verschwiegen und erst dann die Bevölkerung und die zuständigen
>  Behörden (Umweltministerium und die indigene Gemeinschaften Puerto Bolívar
>  und Tarapuy) informiert. Laut Petroecuador selbst wurde das Leck durch ein
>  Attentat verursacht. Wäre dem so, versteht sich allerdings nicht, warum
>  der Konzern ganze drei Tage gebraucht, um die Behörden zu verständigen.
>  Den Bewohnern der Umgebung nach, ist das Leck eher dem schlechten Zustand
>  der Pipeline zu zu schreiben, zudem Petroecuador bereits beschuldigt
>  wurde, öfters Probleme mit Erdöldurchsickerungen zu haben.
>
>  Ausserdem hat Petroecuador die Folgen des Lecks weitgehend unterschätzt
>  und nur unzureichende Notmassnahmen ergriffen, die die Verseuchung des
>  Lagunensystems und schwerste Folgen für das Ekosystem des Reservats nicht
>  verhindern konten. Das Ausmass des Erdölverlusts und die Unangemessenheit
>  des Noteingriffs wurden auch von der Insepktion, die am 24. August von
>  Vertretern der Gemeinschaften von Siona de Puerto Bolívar, Journalisten
>  von Radio Sucumbíos und Personal des Umweltministerium durchgeführt wurde,
>  bestätigt. Die Umweltkatastrophe ist unschätzbar: die gesamte Vegetation
>  längst der Ufer des Flusses Cuyabeno Chico und der Lagunen ist von Erdöl
>  verklebt, wodurch alle grasfressenden Spezies direkt gefährdet sind.
>  Ebenfalls verschmutzt ist ungefähr 50% der Wasseroberfläche, mit schweren
>  Folgen für den Fischbestand, Kaimane, Eidechsen und Anacondas, für alle
>  Wassersäugetiere, wie der rosa und der graue Delphin - alles Tiere, die in
>  die Kategorie der vom Aussterben bedrohten Tiere fallen und deren Habitat
>  eben diese Lagunen, weitab von jeglicher menschlicher Aktivität sind.
>
>  Das ist nicht der erste Unfall dieser Art. Bereits im Oktober 1989 hatte
>  ein bedeutend kleineres Leck das Ökosystem der gleichen Zone auf harte
>  Probe gestellt. 17 Jahre danach wurden mehrere Säcke, vollgestopft mit
>  verhärtetem Erdöl, mitten im Wald, in nur 50 cm Tiefe vergraben, gefunden.
>  Eine Zeitbombe für die Umwelt. Den Bewohnern der umstehenden Gemeinden
>  nach, wurden Tausende solcher Säcke in der Umgebung verscharrt. Das
>  Naturreservat von Cuyabeno besteht aus 603.800 Hektar geschützten
>  Amazonasurwald, von dem 430.000 Hektar als unantastbare Zone gelten. In
>  genau diesem Gebiet befinden sich auch die Lagunen von Cuyabeno, die auf
>  Grund der hohen Anzahl von endemischen Pflanzen und Tieren, den
>  verschiedenen Ökosystemen, die vom feuchten Wald mit seinen permanenten
>  und jahreszeitbedingten Sümpfen bis zum Trockenwald reichen, als weltweit
>  einzigartig gelten. Will man diese unvorstellbare Umwelt retten, muss
>  sofort eingegriffen werden und es muss unverzüglich mit der Reinigung des
>  Gebiets angefangen werden.
>
>  Bis zu diesem Zeitpunkt wurden am ersten Kontrollposten 350 Barrel Erdöl
>  aufgesammelt, aber das Umweltministerium schätzt, dass ungefähr 1000
>  Barrel Erdöl aus der Pipeline ausgeflossen sind. Die restlichen 650 Barrel
>  Erdöl lagern verstreut auf den Gewässern des Cuyabeno Chico und fliessen
>  dank der heftigen Regenfälle der letzten Tage, bereits der Laguna Grande,
>  dem wohl wichtigsten Tourismusgebiets des Reservats, zu. Die Gesellschaft
>  für bedrohte Völker (GfbV) ist auch sehr um das Wohlergehen der indigenen
>  Bevölkerungen des Gebiets besorgt. Alle sie entrichten den Grossteil ihrer
>  Aktivitäten, die auch ihre Lebensgrundlage bilden (Tourismus, Fischerei,
>  Jagd, Hygiene), in der nun verseuchten Zone. Die GfbV appelliert deshalb
>  an die Regierung Ecuadors, damit diese Petroecuador zu einer
>  zufriedenstellenden Säuberung des Gebiets verpflichtet, diese überprüft
>  und den Bewohnern der umliegenden Gemeinschaften einen angemessenen
>  Schadensersatz zahlt.
>
>  Siehe auch:
>  * www.gfbv.it: www.gfbv.it/2c-stampa/2006/060323de.html |
>  www.gfbv.it/2c-stampa/03-1/030414de.html |
>  www.gfbv.it/2c-stampa/03-1/030311de.html |
>  www.gfbv.it/2c-stampa/02-2/020528de.html |
>  www.gfbv.it/2c-stampa/02-3/021113de.html |
>  www.gfbv.it/3dossier/diritto/ilo169-conv-de.html |
>  www.gfbv.it/3dossier/ind-voelker/bolivia-de.html
>
>  * www: www.conaie.org | www.ran.org | www.amazonwatch.org | www.ilo.org

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Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage:
* Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr *
* Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" *
* Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf *
* Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie.
Aber kurz und prägnant.*

Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine
Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und
rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch
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Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge
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