widerst at nd! - MUND: Samstag, 21.10.2006
MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
analle at no-racism.net
Mo Okt 23 13:20:41 CEST 2006
widerst at nd MUND: medienunabh?ngiger Nachrichtendienst
www.no-racism.net/mund
MedieninhaberInnen seid Ihr!
Samstag, 21.10.2006
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A) INHALT
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AKTIONEN UND ANK?NDIGUNGEN
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01 Filmtip "Bamako" - Gartenbau, nur am 21.10. 20:30
"Judit Wlaschitz" <j.wlaschitz at utanet.at>
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02 mikrokino #139
"augustine.leisch at gmx.at" <augustine.leisch at gmx.at>
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03 25.10.: politdiskuBeisl
ekhaus at med-user.net
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04 26.-29.10.: Tagung zu Feministischer Demokratiekritik
Verein Frauenhetz <office at frauenhetz.at>
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05 9.11.: REVOLUTION - Das Ergebnis der Nationalratswahlen 2006
ASt-LFI <ast-lfi at gmx.net>
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MELDUNGEN UND KOMMENTARE
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06 GLB/Post/Personalabbau/Privatisierung
"Gewerkschaftlicher Linksblock" <office at glb.at>
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07 19.10.:Mahnwache-neue Beginnzeit&Zukunft/Widerstandslesung/
18.10.:Ehe ohne Grenzen/schwarzblaue Sozialpolitik/
Petition:Kongogesch?fte
"August Faschang" <august.faschang at oeticket.com>
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08 Offener Brief: V?lkermord an den Armeniern
"GFBV Hans Bogenreiter" <hans.bogenreiter at gfbv.at>
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SOLIDARIT?T WELTWEIT
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09 Heiligendamm
gipfelsoli-l at lists.nadir.org
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LINKS / VERWEISE / HINWEISE
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10 WWWebtips: On Air online
"akin" <akin.buero at gmx.at>
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11 ASt - Neue Brosch?re: Vatikan, Islam und der Kampf der Klassen
ASt-LFI <ast-lfi at gmx.net>
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B) TEXTE
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AKTIONEN UND ANK?NDIGUNGEN
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01 Filmtip "Bamako" - Gartenbau, nur am 21.10. 20:30
"Judit Wlaschitz" <j.wlaschitz at utanet.at>
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Im Viennale-Empfehlungstext im Samstang-Standard:
Im Hof eines Wohnhauses in Bamako (Mali) findet ein denkw?rdiges
Gerichtsverfahren statt: B?rgerinnen und B?rger des Landes,
einfache Arbeiter und gebildete Lehrer, M?nner und Frauen,
klagen die Weltbank an. Sie werfen der int. Organisation vor,
mit ihrer Schulden- und Ausbeutungspolitik Afrika in die
wachsende Verarmung getrieben zu haben. Unter freiem Himmel,
inmitten des allt?glichen Lebens, legen sie Zeugnis von den
verheerenden Auswirkungen der Globalisierung ab. W?rdevoll,
w?tend, bestimmt.
..... Mit Weltstar Danny Glover....
Fast ein Muss f?r Attac-Mitglieder und SympatisantInnen!
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02 mikrokino #139
"augustine.leisch at gmx.at" <augustine.leisch at gmx.at>
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KINOKIS MIKROKINO
Politische Filmabende, 1x monatlich im depot bei freiem Eintritt.
depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien, http://www.depot.or.at
kinoki. Verein f?r audio-visuelle Selbstbestimmung
mikrokino at kinoki.at | http://www.kinoki.at
Newsletter subskribieren bzw. abbestellen unter:
https://kooperative.at/mailman/listinfo/kinoki-mikrokino
F?rderpreis Politische Kulturarbeit 2004 der IG Kultur ?sterreich.
Depot, Di, 7.11. 19 Uhr
kinokis mikrokino # 139
K?rnten. Slowenenfrage? Naziproblem!
Koroka. Vpraanje Slovencev? Problem nacistov!
In K?rnten/Koroska versucht man seit Jahrzehnten als Frage zu
behandeln, was woanders eine Selbstverst?ndlichkeit oder eine
erfreuliche Tatsache ist: da? eine Volksgruppe oder "Minderheit"
einen Landstrich mit einer zweiten Landessprache bereichert.
"F.A.Q. ist ein Film ?ber das Schicksal der slowenischen Sprache in
K?rnten und somit ?ber das Schicksal der slowenischen Minderheit
selbst. Das Spezielle daran ist der lockere, souver?ne und witzige
Umgang mit dem Thema. Der Film beginnt mit einer absurden Geschichte in
Comicform: Regisseur Hafner erh?lt ein irrgelaufenes Paket von Claudia
Haider, der Frau des K?rntner Landeshauptmanns, an ihre Tochter.
Hafner l??t haupts?chlich Menschen erz?hlen, kommentieren, erkl?ren,
inmitten ihrer Landschaft, inmitten ihrer Arbeit. Und findet dabei
Bilder, die in ihrer Lustigkeit Abgr?nde aufrei?en. Der ungew?hnliche
Blick einer neuen Generation auf ein altes Thema."
(Gustav Ernst)
Die Aufzeichnung von Helmut Qualtingers Lesung entstand als
Beitrag zur Oktober-Arena 1980 in Klagenfurt, einer Veranstaltung
zugunsten der slowenischen Minderheit in Kaernten. Da Qualtinger
verhindert war, am 10. Oktober in Klagenfurt aufzutreten, wurde
seine Lesung aus dem Roman <Sieg in deutscher Nacht> von Harald
Irnberger, aufgezeichnet und im Rahmen der Veranstaltung
vorgef?hrt.
(Medienwerkstatt Wien)
FAQ - Frequently Asked Questions
Von Stefan Hafner und Alexander Binder, ? 2005, 85 min
"Nenavaden pogled nove generacije na staro temo."
Helmut Qualtinger liest Texte zur Slowenenfrage
Medienwerkstatt Wien, A 1980, 40 Min., Video
Anschlie?end Diskussion mit Stefan Hafner 19.10.2006 um 19:00 Uhr: -
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03 25.10.: politdiskuBeisl
ekhaus at med-user.net
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mittwoch, 25.10. politdiskuBeisl 20 Uhr
EKH, wielandgasse 2-4, 1100 wien (U1 keplerplatz)
Zwischen Macht und Kriminal: Rechtsextremismus und Neonazismus in
?sterreich heute
Mit der Regierungsbeteiligung der FP? wurde auch deren
Gedankengut endg?ltig salonf?hig. Viel zu viele scheinen sich
wieder an Antisemitismus und Rassismus gew?hnt zu haben. In
f?hrenden Positionen sitzen heute Mitglieder jener v?lkischen
Studentenverbindungen, denen das Innenministerium noch 1999
attestierte, eine "Akzeptanz f?r nationalsozialistisches
Gedankengut" schaffen zu wollen.
Die Hegemonieverschiebung nach rechts wurde begleitet von einer
immer offener und selbstbewusster auftretenden Neonazi-Szene, die
sich zudem eines immer reger werdenden Zuspruchs erfreut. Nach
dem mehr oder weniger erfolgreichen beh?rdlichen Vorgehen gegen
die neonazistische Szene im Gefolge des rassistisch motivierten
Terrors der 90er Jahre hat sich diese mittlerweile auf noch
h?herem Niveau reorganisiert. In engem Kontakt mit
Gesinnungskameraden in Deutschland werden die konspirative
Strukturen gefestigt und unangreifbarer gemacht.
Zu beobachten ist auch eine Zunahme der Gewalt, die auch schon
wieder terroristische Formen annimmt. Parallel zur j?ngsten
rassistischen Kampagne insbesondere gegen Muslime h?uften sich
Drohungen und ?bergriffe gegen MigrantInnen und Linke.
Daneben wurden in letzter Zeit die ohnehin immer schon sehr
durchl?ssigen Grenzen zwischen (legalem) Rechtsextremismus und
(illegalem) Neonazismus fast g?nzlich verwischt. Dass Gottfried
K?ssel ungehindert an einer FP?-Veranstaltung in Braunau
teilnehmen konnte oder bei der FP?-Abschlusskundgebung am Viktor
Adler Markt Neonazis ihre Gesinnung offen zur Schau stellten, ist
Ausdruck der neuen alten Einheit im v?lkischen Milieu.
Diese traute Einheit l?sst sich jedes Jahr zu Allerheiligen auch
am Wiener Zentralfriedhof beobachten: Ehemalige SS-Recken pilgern
gemeinsam mit Nazi-Skins und freiheitlichen Kadern ans Grab des
Nazi-Heroen Walter Nowotny.
Vortrag und Diskussion mit Wolfgang Purtscheller und Heribert
Schiedel ?ber die FP?, die nach der Abspaltung des BZ? wieder
ist, was sie war, Burschenschaften, Nazi-Skinheads, den ganz
gew?hnlichen Alltagsfaschismus in ?sterreich und was das alles
f?r AntifaschistInnen bedeutet.
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04 26.-29.10.: Tagung zu Feministischer Demokratiekritik
Verein Frauenhetz <office at frauenhetz.at>
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Liebe KollegInnen, liebe Frauen!
Wir m?chten mit dieser Aussendung nochmals auf eine
aussergew?hnliche Tagung aufmerksam machen, die kommende Woche in
Wien stattfindet.
Tagung zu Feministischer Demokratiekritik
Von 26.-29.10. 2006 veranstaltet die Frauenhetz
- Feministische Bildung, Kultur und Politik in Wien eine
internationale Tagung zum Thema Frauen und Demokratie.
Frauensprecherinnen ?sterreichischer Parteien nahmen im Vorfeld
zur Thematik Stellung.
Die Gr?ne Frauensprecherin Brigid Weinzinger sieht "Feministische
Demokratiekritik als Pflicht", Gabriele Heinisch-Hosek,
Frauensprecherin der SP? fordert die Einhaltung der Quote und die
Auseinandersetzung mit dem Thema Demokratie, "um die Mechanismen
der Machtstrukturen zu erkennen, diese aufzudecken und
gleichzeitig Wege zu finden diese zu ver?ndern".
F?r Katarina Ferro, Frauensprecherin der KP? ist die
"Einforderung sozialer Grundrechte wie z.B. eines?
bedingungslosen Grundeinkommens untrennbar verbunden mit dem
Ringen um die Erweiterung demokratischer Freir?ume".?"Solange die
Verwaltung der Demokratie fest in M?nnerhand ist - z.B. mit
satten 2/3 Mehrheiten f?r die M?nner in allen ?sterreichischen
Parlamenten - und solange in Demokratien die weibliche
Bev?lkerungsmehrheit diskriminiert bis ausgeblendet bleibt, ist
feministische Demokratiekritik nicht nur notwendig, sondern
Pflicht." (Brigid Weinzinger, Frauensprecherin der Gr?nen)
"Zwar ist in den letzten Jahrzehnten der Anteil der Frauen in
verschiedenen politischen Gremien langsam angestiegen, jedoch ist
die m?nnliche Dominanz in den politischen Machtzentren erhalten
geblieben. Ein wesentlicher Punkt ist daher die Einhaltung der
Quote, denn nur durch eine st?rkere Pr?senz von Frauen in
F?hrungs- und Entscheidungspositionen, werden deren Anliegen auch
ernst genommen. Die Auseinandersetzung mit dem Thema Demokratie
im Zusammenhang mit Geschlechtergleichstellung ist deshalb so
wichtig, um die Mechanismen der Machtstrukturen zu erkennen,
diese aufzudecken und gleichzeitig Wege zu finden diese zu
ver?ndern."(Gabriele Heinisch-Hosek, Frauensprecherin der SP?)
"Neben den offenen demokratiepolitischen Angriffen,
Versch?rfungen von Repressionen, Fremden- und
Frauenfeindlichkeiten, geht auch die Prekarisierung der Arbeits-
und Lebensverh?ltnisse mit erheblichen Demokratiedefiziten
einher. Die Einforderung sozialer Grundrechte wie z.B. eines?
bedingungslosen Grundeinkommens ist untrennbar verbunden mit dem
Ringen um die Erweiterung demokratischer Freir?ume." (Katarina
Ferro, Frauensprecherin der KP?)
Auf der Tagung wird die Thematik unter dem Titel "Nachrichten aus
Demokratien - Feministische Positionen und Auseinandersetzungen"?
in zahlreichen Vortr?gen, Workshops und Diskussionen aus
unterschiedlichen feministischen Perspektiven beleuchtet.
Vortr?ge besch?ftigen sich mit pluralistischen
Demokratiekonzepten (Chantal Mouffe), Fragen nach der
demokratiepolitischen Relevanz von ?konomie (Luise Gubitzer),
Demokratie als Normalisierungs- und Disziplinierungssystem
(Gerburg Treusch Dieter), dem Entstehen einer
postkapitalistischen wie postpatriarchalen Zivilisation (Claudia
von Werlhof) und mit Demokratisierung in postkolonialen Kontexten
(Mar?a do Mar Castro Varela und Nikita Dhawan).
Die Workshops befassen sich mit Themen wie Migration, Medien und
Demokratiebewusstsein, Gender Budgeting, der Demokratie und ihren
Ausgrenzungen, der matriarchalen Praxis der Konsensfindung oder
Neuen Technologien und Geschlechterdemokratie.
Eine Lesung (Barbara Hundegger), Kabarett (Marie Th?r?se
Escribano - die am 16. Oktober das Silberne Ehrenzeichen der
Stadt Wien verliehen bekommt) und eine Podiumsdiskussion runden
das vielf?ltige Programm ab.
Am Ende der Tagung ist eine ?ffentliche Erkl?rung zu
feministischer Demokratiekritik geplant.Im Rahmen der Tagung
feiert die Frauhetz auch ihr 15j?hriges Bestehen als
selbstorganisiertes feministisches Bildungsprojekt mit einem
gro?en Fest, bei dem die Schweizer Frauenband Les Reines
Prochaines ihr neuestes Programm pr?sentiert.
Veranstaltungsort:
Jugend am Werk
Landstra?er Hauptstra?e 146/6, 1030 Wien
F?r Frauen allen Alters, aller Herk?nfte und Geschlechter
Die R?ume sind rollstuhlgerecht.?
Fest Szene Wien
Hauffgasse 26, 1110 Wien?
Infos und Anmeldungen:
Frauenhetz-feministische Bildung, Kultur und Politik
Untere Wei?gerberstra?e 41, 1030 Wien
www.frauenhetz.at, office at frauenhetz.at
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05 9.11.: REVOLUTION - Das Ergebnis der Nationalratswahlen 2006
ASt-LFI <ast-lfi at gmx.net>
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Demonstration gegen Rassismus und Faschismus am 9.November in Wien
REVOLUTION und ArbeiterInnenstandpunkt mobilisieren gemeinsam mit
anderen Organisationen f?r eine Demonstration gegen Rassismus und
Faschismus am 9.November. Dies ist der Jahrestag der sogenannten
"Reichspogromnacht" im Jahre 1938, in der die Nazis zahlreiche Juden
ermordeten und j?dische Einrichtungen zerst?rten. Angesichts der
rassistischen Hetzkampagne von FP? und BZ? vor den Wahlen ist diese
Demonstration mehr als ?berf?llig.
Zur Vorbereitung dieser Demonstration gibt es am Freitag, den 27.Oktober
um 17.00, eine Aktionskonferenz im Amerlinghaus. Wir werden dort einen
Film zeigen, ?ber den Hintergrund des zunehmenden Rassismus reden und
die Demonstration vorbereiten.
Im folgenden ver?ffentlichen wir den Aufruf von REVOLUTION f?r diese
Demonstration.
Aufruf von REVOLUTION zur antifaschistischen Demonstration am
9. November 2006
400 Tote, brennende Synagogen, Pl?nderungen, Vergewaltigungen und der
Beginn der systematischen Verfolgung und Ermordung zehntausender Juden
und J?dinnen - der 9. November 1938, die "Reichspogromnacht", ist eines
der sch?ndlichsten Kapitel der Geschichte. 68 Jahre nach dieser
grausamen Untat trauen sich rechtsextreme, faschistische Kr?fte noch
immer auf die Strasse und feiern die damals ver?bten Pl?nderungen und Morde.
Der Rechtsextremismus ist keineswegs Vergangenheit. Im Gegenteil: Immer
mehr Menschen, besonders Jugendliche, scheinen die rechtsextremen
Ideologien anzunehmen. Besonders in Deutschland ist dieses Ph?nomen zu
beobachten. So hat mit der deutschen NPD eine offen rassistische,
rechtsextreme Partei bei den j?ngsten Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern
7,3% gewonnen! Und auch die Zahl rechtsextremer Straftaten in
Deutschland ist von Januar bis Ende August 2006 im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum um 20 Prozent auf fast 8.000 gestiegen.
In ?sterreich ist rechtsextremen Kr?ften zwar bislang nichts
Vergleichbares gelungen. Nichts desto trotz ist der Rassismus auch in
?sterreich im Wachsen begriffen wie das Wahlergebnis von FP? und BZ?
beweisen. Auch Burschenschaften gewinnen zunehmend an Einfluss und Zulauf.
Dies h?ngt nicht mit einer "Verdummung" der Bev?lkerung oder
Unwissenheit zusammen, wie oft behauptet wird. Allein das Wissen um
vergangene Ereignisse h?lt rechtsextreme Kr?fte nicht zur?ck. Die realen
Umst?nde heute, die wachsende Arbeitslosigkeit und die somit gr??er
werdende Verarmung der Bev?lkerung, die f?r viele Jugendliche fehlende
Perspektive, sch?rt den Willen nach Widerstand und den Wunsch in
organisierter Form zur?ckzuschlagen. Rechtsextreme Organisationen bieten
sich und ihre faschistische Ideologie als L?sung an und definieren ein
klares, wenn auch falsches Feindbild.
Schuld an den Problemen der bestehenden Gesellschaft, des
kapitalistischen Systems, seien nicht die Konzerne und ihre Regierung,
die den Abbau des Sozialsystems stetig vorantreiben, um angesichts der
versch?rften Konkurrenz des "freien Marktes" weiterhin viel Gewinn f?r
sich herausschlagen zu k?nnen.
Als Schuldige werden MigrantInnen genannt, die angeblich den
?sterreichischen ArbeiterInnen die Arbeitspl?tze streitig machen.
Doch die Probleme der heutigen Gesellschaft lassen sich nicht mit der
Vertreibung bestimmter Bev?lkerungsschichten l?sen, wie es die Rassisten
von FP? und BZ? fordern. MigrantInnen werden nicht nur st?rker
unterdr?ckt und investieren mehr in die ?sterreichische Wirtschaft und
das ?sterreichische Sozialsystem als ihnen ?ber Sozialleistungen etc.
zur?ckgegeben wird, sie haben auch in den wenigsten F?llen eine
einflussreiche Position in der Gesellschaft. Der Anteil der MigrantInnen
ist unter den ArbeiterInnen tats?chlich enorm hoch, nimmt aber stark ab,
je h?her der Durchschnittslohn wird. Sie sind also direkt von
Unterdr?ckung und Ausbeutung betroffen und ziehen den geringsten
"Nutzen" aus diesem System. Mehr noch, sie sind unter den tats?chlichen
Feinden der ArbeiterInnen, den KapitalistInnen, kaum vertreten.
Der wahre Grund, warum es unter den ArbeiterInnen so viele
ImmigrantInnen gibt, ist die Tatsache, dass sie einem h?heren
moralischen wie gesetzlichem Druck, einer gr??eren Notwendigkeit,
(irgend eine) Arbeit zu finden und st?rkerer Unterdr?ckung ausgesetzt
werden, und deshalb auch um weniger Geld arbeiten. Sie sind f?r den
Kapitalismus ?u?erst profitabel, aber tragen in keiner Weise Schuld an
der Arbeitslosigkeit. Denn wer ist Schuld daran, wenn ein ?sterreicher
entlassen und an seiner Stelle ein "billigerer" Migrant angestellt wird?
Der Migrant, der die unterbezahlte Stelle annimmt um sich ?ber Wasser zu
halten oder der Kapitalist, der den Migrant besser ausbeuten kann als
den ?sterreicher und so noch mehr Profit scheffelt? Sie als Feindbild zu
sehen, st?rkt nur den wahren Feind: den Kapitalisten. F?r diesen ist
eine starke, organisierte ArbeiterInnenbewegung die gr??te Gefahr. Je
h?her die Feindschaft zwischen den ArbeiterInnen, umso schw?cher die
M?glichkeiten, Widerstand gegen Lohnk?rzungen, Stellenabbau, etc. zu
f?hren.
Rechtsextreme, rassistische Kr?fte schw?chen somit unsere M?glichkeit,
Widerstand gegen Sozial- und Bildungsabbau leisten zu k?nnen. Mehr noch:
Sie terrorisieren einen Teil unserer Klasse - der Jugendlichen und
ArbeiterInnen - im Kampf gegen das unterdr?ckerische System.
Der 9. November, der f?r viele rechtsextreme Gruppen ein Gedenktag an
das Nazi-Reich ist, wird von uns nicht in stiller Trauer an die Opfer
verbracht. Die Grausamkeiten der damaligen Zeit d?rfen sich nicht
wiederholen und nur wir, die Jugendlichen und ArbeiterInnen, k?nnen die
Rechtsextremen daran hindern, stark zu werden. In dem wir jedes Mal
gegen sie aufmarschieren, wenn sie sich auf die Strasse trauen. In dem
wir uns nicht auf die Regierung oder die Polizei verlassen, die nicht
nur oft genug rechtsextreme Aufm?rsche sch?tzt, sondern auch genug
Anh?nger dieser Szene in ihren Reihen verbirgt. In dem wir auch am
9.November daran erinnern, dass wir den Opfern gedenken und nicht
vergessen, dass es unsere Aufgabe ist, nie wieder einen solchen Tag
geschehen zu lassen.
Dies zeigen wir durch einen breiten, lautstarken, organisierten und
k?mpferischen Protestmarsch am 9. November!
Deshalb treffen wir uns am 27. Oktober zu einer Aktionskonferenz und
planen die Demonstration mit anderen Organisationen. Deshalb werden wir
am 9.November auf die Strasse gehen und den Rechtsextremen klar machen:
Kein Fu?breit dem Faschismus!
One Solution- Revolution!
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MELDUNGEN UND KOMMENTARE
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06 GLB/Post/Personalabbau/Privatisierung
"Gewerkschaftlicher Linksblock" <office at glb.at>
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Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB),
Hugogasse 8, A-1110 Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder
+43 1 53 444-308 - Mail office at glb.at - Web www.glb.at -
Ausgabe vom 18. Oktober 2006
Post AG: Im Ausland expandieren, in ?sterreich abbauen
Rationalisierung und Privatisierung auf Kosten der
Postbediensteten
Als Best?tigung daf?r, dass die Politik des Vorstandes mit
R?ckendeckung durch die Regierung voll auf Kosten der
Besch?ftigten der Post AG sowie der Infrastruktur erfolgt,
bewertet die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ?GB (GLB)
die Aussagen von GD Anton Wais: "Der Generaldirektor hat leicht
lachen. W?hrend die Post im Ausland expandiert, werden in
?sterreich Arbeitspl?tze am laufenden Band vernichtet und der
Arbeitsdruck f?r die Besch?ftigten st?ndig gr??er", so GLB-
Postsprecher Robert Hobek.
Wenn Wais jetzt auf zunehmende Beschwerden ?ber immer l?ngere
Warteschlangen auf den Post?mtern reagiert, best?tigt dies nur,
dass bereits soviel Personal abgebaut worden ist, dass der
normale Postbetrieb darunter leidet. Von 1999 bis 2006 wurde die
Zahl der Post-Arbeitspl?tze von 35.493 auf 24.994 um ?ber
zehntausend reduziert. In den n?chsten Jahren sollen j?hrlich
weitere 400 Arbeitspl?tze abgebaut werden. Den aus dieser
Arbeitsplatzvernichtung f?r das verbleibende Personal
resultierenden Arbeitsdruck best?tigt GD Wais indirekt mit der
Aussage "Es stimmt, dass die Postler mehr arbeiten m?ssen als
fr?her".
Mangels weiterer Zuckerbrote setzt der Post-Vorstand k?nftig
verst?rkt auf die Peitsche: 500 wegen Pragmatisierung unk?ndbare
Postbedienstete sollen in einem zynisch als "Karriere- und
Entwicklungszentrum" bezeichneten Pool offensichtlich solange
"permanent umgeschult" und f?r "tempor?re Arbeiten" eingesetzt
werden, bis sie selbst das Handtuch werfen und k?ndigen. Das
Mobbing macht dabei auch vor gew?hlten Personalvertretern nicht
halt, wie am Beispiel von Robert Hobek (VPA-Vorsitzender am
Postamt 1230 Wien) deutlich wird, der mit einer Klage der Post AG
konfrontiert ist.
Freuen ?ber diese Entwicklung k?nnen sich nur die Aktion?rInnen
der seit dem B?rsegang im Fr?hjahr 2006 zu 49 Prozent
teilprivatisierten Post AG. Freuen darf sich auch der als Dank
f?r seine Leist wiederbestellte vierk?pfige Vorstand, GD Wais
geh?rt laut "Format" mit 460.000 Euro Jahresbezug zu den
bestbezahlten Managern staatsnaher Unternehmen. Wenn es nach dem
Vorstand geht, soll der Staatsanteil sogar auf 25 Prozent
reduziert werden: "Nachdem Gewerkschaftschef Gerhard Fritz (FSG)
bereits den B?rsengang bef?rwortet hat, fragt sich was seine
jetzt ge?u?erte Ablehnung einer weiteren Privatisierung letzten
Endes wert ist", meint Robert Hobek.
Ein wesentlicher Hintergrund f?r die desastr?se Entwicklung der
Post ist die von der EU - mit Zustimmung ?sterreichs -
beschlossene Liberalisierung der Postdienstleistungen, die ab
2009 voll wirksam werden soll. Als Vorleistung daf?r wurde nicht
nur das Personal massiv reduziert, sondern auch rund tausend
Post?mter zugesperrt. Mit der Liberalisierung sollen letztlich
alle lukrativen Postdienstleistungen dem Privatkapital
ausgeliefert werden.
W?hrend die SP?-Mehrheit in Gewerkschaft und Personalvertretung
alle Verschlechterungen f?r die PostlerInnen in der rotschwarzen
Regierungs?ra bis 2000 voll mitgetragen und sich auch in der
schwarzblauen Regierungszeit mit verbalem Dampfablassen begn?gt
hat, steht der GLB entschieden gegen diese Politik auf Kosten der
Postbediensteten und der Funktion der Post f?r die ?ffentliche
Infrastruktur. In einer 2005 an das Parlament gerichteten
Petition lehnte der GLB eine Privatisierung der Post
grunds?tzlich ab und forderte eine verfassungsrechtliche
Verankerung des ?ffentlichen Eigentums.
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07 19.10.:Mahnwache-neue Beginnzeit&Zukunft/Widerstandslesung/
18.10.:Ehe ohne Grenzen/schwarzblaue Sozialpolitik/
Petition:Kongogesch?fte
"August Faschang" <august.faschang at oeticket.com>
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Liebe Leute!
++++++++1) 19.10.:MAHNWACHE - NEUE BEGINNZEIT&N?HERE ZUKUNFT/
WIDERSTANDSLESUNG
++++++++2) 18.10.:EHE OHNE GRENZEN VOR INNENMINISTERIUM
++++++++3) 18.10.:DISKUSSION: SCHWARZBLAUE SOZIALPOLITIK
++++++++4) ONLINE-PETITION GEGEN SCHMUTZIGE ?STERR. KONGO-
GESCH?FTE IM SCHWARZBLAUORANGEN UMFELD
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++++++++1) 19.10.:MAHNWACHE - NEUE BEGINNZEIT&N?HERE ZUKUNFT/ WIDERSTANDSLESUNG
Am Donnerstag (19.10.) wird es keinen Speakerscorner geben. Sehr
wohl findet aber von 20Uhr15-20Uhr30 eine MAHNWACHE GEGEN
SCHWARZBLAUORANGE am Ballhausplatz vor dem Bundeskanzleramt
statt.
Und wie jeden Donnerstag gibt es schon ab 17Uhr die
WIDERSTANDSLESUNG (Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz).
ERGEBNIS DER ZUKUNFTSBESPRECHUNG vom letzten Donnerstag:
Schwarzorange regiert noch und ?VP, FP? und BZ? haben gemeinsam
die n?tige Mehrheit, um eine "neue" Regierung bilden zu k?nnen.
Sch?ssel hat ja am Wochenende auch schon von der M?glichkeit
einer Dreierkoalition gesprochen. Und in Vorarlberg gibt es ja
bereits eine Koalition der Sch?ssel-?VP mit der Strache-FP?.
Mindestens solange, wie Sch?ssels Koalition mit Rechtsextremen
regiert, und solange es nicht klar ist, ob es nicht doch eine
Neuauflage dieser Schandregierung gibt, werden wir am
Ballhausplatz bleiben. Mindestens bis zur Angelobung der n?chsten
Regierung wird es jeden Donnerstag eine Mahnwache gegen
Schwarzblauorange geben. Allerdings wird es in dieser
?bergangsphase der Regierungsverhandlungen kein w?chentliches
Speakerscorner-Referatsprogramm geben. Wenn jemand ein Referat
halten m?chte, ist dies jederzeit m?glich - bitte einfach
sp?testens eine Woche vor dem gew?nschten Referatstermin melden
(rechtzeitig f?r die Wochenaussendung). Nach der Angelobung der
n?chsten Regierung wird neu entschieden, ob und gegebenenfalls
wie wir gemeinsam weiter politisch t?tig sein wollen. Nachdem es
f?r einige leichter geht, wenn die Mahnwachen etwas sp?ter
beginnen, und die Mahnwachen ja trotzdem fr?her zu Ende sind als
Speakerscorner-Referats-Abende, wurde vereinbart, dass die
Mahnwachen ab sofort von 20Uhr15- 20Uhr30 stattfinden.
KURZ: Ab sofort jeden Donnerstag von 20Uhr15-20Uhr30 Mahnwache
gegen Schwarzblauorange vor dem Kanzleramt. Speakerscorner-
Referate sind, wenn gew?nscht, m?glich.
++++++++2) 18.10.:EHE OHNE GRENZEN VOR INNENMINISTERIUM
HOCHZEITSMARSCH - RELOADED
EINLADUNG ZUR W?CHENTLICHEN KUNDGEBUNG DER INITIATIVE: EHE OHNE GRENZEN
Mittwoch 18.10.2006 17:00 Herrengasse 7 A-1010 Wien
Die 28.Kundgebung der Initiative. Hat sich in all den Wochen
etwas ver?ndert, die Situation verbessert? Nein! Die einen warten
noch immer darauf, dass ihre Antr?ge aus dem Vorjahr bearbeitet
werden, die anderen f?rchten noch immer, dass ihre PartnerInnen
ausreisen m?ssen, Familien auseinandergerissen werden. Das
Fremdengesetz ist jetzt seit fast acht Monaten in Kraft - k?nnen
Sie sich vorstellen wie sich (staalich erzeugte) Illegalit?t
anf?hlt, ?ber Monate hinweg? Wie es sich anf?hlt, seine Zukunft
als Familie in keinster Weise planen zu k?nnen, ?ber Monate
hinweg. Wie es sich anf?hlt, als qualifizierter, hoch motivierter
Mensch nicht arbeiten zu d?rfen? Nein? Wissen Sie nicht? Wir
stehen f?r Fragen gerne zur Verf?gung. Die Gruppe der Betroffenen
w?chst - t?glich. T?glich neue Betroffene und doch immer die
selben Probleme ....und t?glich gr??t das Murmeltier ...und
t?glich wiehert der Amtsschimmel. Wir laden zum Hochzeitsmarsch -
reloaded aufs Innenministerium.
++++++++3) 18.10.:DISKUSSION: SCHWARZBLAUE SOZIALPOLITIK
in den R?umen des Republikanischen Clubs - Neues ?sterreich,
Rockhgasse 1, 1010, Eingang Cafe Hebenstreit: Mittwoch, 18.
Oktober 2006, 19 Uhr, im Rep. Club:
BILANZ schwarz-blauer Sozialpolitik - Wie sollte eine andere
Sozialpolitik aussehen? Armutsvermeidung und soziale
Grundsicherung Diskussion mit Emmerich T?LOS (Univ. Prof. f?r
Politikwissenschaften), Markus SCHLAGNITWEIT (Direktor der
Katholischen Sozialakademie), Hans STEINER, Moderation: Sibylle
SUMMER (RC)
++++++++4) ONLINE-PETITION GEGEN SCHMUTZIGE ?STERR. KONGO-GESCH?FTE IM
SCHWARZBLAUORANGEN UMFELD
Die Friedenswerkstatt fordert die parlamentarische Untersuchung
der Kongo-Gesch?fte eines Haider-Freundes, der in K?rnten den
Zuschlag bei der Privatisierung der Treibacher AG bekam. H?chste
Organe dieses Unternehmens wurden von der schwarzblauen Regierung
in die Aufsichtsr?te von ?BB, AUA und Verbund gehievt...
Unter A) KONGO I: mehr ?ber die schmutzigen Gesch?fte im
B?rgerkriegsland und die Petition.
Unter B) KONGO II: mehr zur Person des Haider-Freundes und
Gesch?ftemachers August von Finck, sein rechtsextremes Umfeld und
seine guten Beziehungen zur schwarzblauen Regierung.
A) KONGO I:
"Schmutzige Gesch?fte - Nein Danke!"
Start einer Online-Unterschriftenaktion f?r eine parlamentarische
Untersuchung der Kongo-Gesch?fte von ?sterreichischen
Unternehmungen. Gro?konzern klagt Friedensaktivisten wegen
Kongo-Berichterstattung
Gerald Oberansmayr, Aktivist der Werkstatt Frieden & Solidarit?t,
publizierte in der Rubrik "Kommentar der anderen" am 30. Mai 2006
im Online-Standard den Artikel "Der Bock als G?rtner", in dem er
sich mit der damals bevorstehenden EU-Milit?rmission in den Kongo
auseinander setzte. Dabei verwies er auch auf die Rolle
westlicher Konzerne bei der Ausbeutung der Rohstoffe dieses vom
B?rgerkrieg gepeinigten Landes. Unter anderem zitierte er aus
einem Urteilsspruch, in dem auf die Verbindungen des
?sterreichischen Gro?konzerns Treibacher Industrie AG mit dem
deutschen Gesch?ftsmann Karl-Heinz Albers Bezug genommen wird,
der von der UNO schwer beschuldigt wird, in die illegale
Rohstoffausbeutung im Kongo bzw. der damit verbundenen
B?rgerkriegsfinanzierung verwickelt zu sein. Konkret geht es um
die Ausbeutung von Pyrochlor aus der Mine Lueshe im Osten des
Kongo. Pyrochlor ist eine extrem hitzebest?ndige Kombination
verschiedener strategischer Metalle (u. a. Niobium und Tantal)
und findet z. B. f?r Flugzeug- und Raketentriebwerke Verwendung.
Lueshe gilt als die weltweit gr??te Fundst?tte von Pyrochlor in
hoher Konzentration und Reinheit.
Die Treibacher AG hielt dieses im Standard-Artikel verwendete
Zitat f?r unzul?ssig und kreditsch?digend und forderte einen
Widerruf. Gerald Oberansmayr war bereit, das Zitat zu widerrufen,
wenn die diesem Zitat zugrunde liegenden Fakten in diesem
Widerruf ebenfalls der ?ffentlichkeit zug?nglich gemacht werden,
damit sich die LeserInnen selbst ein Urteil bilden k?nnen. Der
Konzern reagierte auf dieses Angebot mit einer Klage, deren
Gesamtkosten bis zu EUR 240.000,- ausmachen k?nnten.
Um welche Fakten handelt es sich:
- Die Treibacher Industrie AG hat im Jahr 2000 eine von diesem
deutschen Gesch?ftsmann aus Lueshe stammende Pyrochlor-Probe in
ihrem K?rntner Werk untersucht. In einer Gegendarstellung der
Treibacher Industrie AG im Online-Standard vom 1. Juli 2006
stellt diese u. a. fest: "Die Treibacher Industrie AG hat
nachweislich eine Laborprobe Pyrochlor von 1 kg erhalten und sich
aufgrund der (durch die B?rgerkriegswirren resultierenden)
unklaren Eigentumsverh?ltnisse an den Minen in Lueshe in weiterer
Folge zur?ckgezogen".
- Worauf die Treibacher Industrie AG in ihrer Gegendarstellung
jedoch nicht hinweist: Die Treibacher Industrie AG war ab 2002,
als tonnenweise Lieferungen aus der Mine Lueshe an die estnische
Firma Silmet erfolgten, mit 25 % (mit der Option auf weitere 25 %
plus eine Aktie) an Silmet beteiligt. Diese Lieferungen sind dem
Vorstand der Treibacher Industrie AG laut seiner eigenen
Zeugenaussage beim Handelsgericht Wien bekannt gewesen.
- Die Treibacher Industrie AG hat gemeinsam mit dem von der UNO
beschuldigten Gesch?ftsmann ein Joint-Venture, die Niobium
Resources B.V., gegr?ndet, deren Direktoren Karl-Heinz Albers und
Reinhard Iro (Vorstandsvorsitzender der Treibacher Industrie AG)
gewesen sind. Der 50 %-Eigent?mer der Niobium Resources B.V. ,
eine weitere Firma von K.H. Albers in England, finanzierte
nachweislich die illegale T?tigkeit von Somikivu, jener Firma
?ber die er die Mine in Lueshe ausbeutete. Die Treibacher
Industrie AG m?chte offensichtlich ein Debatte um diese
Zusammenh?nge verhindern. Dabei k?nnte eine Rolle spielen, dass
der K?rntner Konzern derzeit versucht, eine Tochterfirma der
Bayer AG, die HC Starck, zu erwerben, der von
Menschenrechtsorganisationen vorgeworfen wird, jahrelang
Gesch?fte mit illegalen Rohstoffen aus dem Kongo betrieben zu
haben.
Start der Online-Unterschriftenaktion "Schmutzige Gesch?fte -
Nein Danke!"
F?r einzelne ist es offensichtlich gef?hrlich, ?ber solche
Zusammenh?nge zu berichten. Rasch ist man mit gewaltigen
Klagsdrohungen konfrontiert. Umso wichtiger ist es, dass eine
l?ckenlose parlamentarische Untersuchung der allf?lligen
Involvierung ?sterreichischer Unternehmen in den illegalen
Rohstoffabbau im Kongo stattfindet. Denn ?ber schmutzige
Gesch?fte westlicher Konzerne wurde laut UNO dieser B?rgerkrieg,
der mit bis zu 4 Millionen Toten der blutigste nach Ende des 2.
Weltkrieges gewesen ist, am Laufen gehalten. Die UNO hat daher
ihre Mitgliedsstaaten aufgerufen, solche schmutzigen Gesch?fte
aufzukl?ren und zu verfolgen. Es gab bereits vor den Wahlen erste
positive Reaktionen von SP?- und Gr?n-Abgeordneten zu dieser
Forderung der Werkstatt. Jetzt ist es wichtig, an den neu
gew?hlten Nationalrat diese Forderung mit Nachdruck
heranzutragen. Unterst?tzt daher die Online-Unterschriftenaktion
"Schmutzige Gesch?fte - Nein Danke!". Leitet diese Information an
Eure FreundInnen, Bekannte, usw. weiter! Unterst?tzung auf
www.werkstatt.or.at <http://www.werkstatt.or.at>
Online-Unterschriftenaktion
Schmutzige Gesch?fte - Nein Danke!
Umfassende Aufkl?rung und Verfolgung von Kongo-Gesch?ften
?sterreichischer Unternehmen!
Die UNO hat wiederholt darauf aufmerksam gemacht, dass westliche
Konzerne in die illegale Rohstoffausbeutung in der DR Kongo
verwickelt sind. Durch diese schmutzigen Gesch?fte wurde der
B?rgerkrieg - einer der blutigsten Kriege nach Ende des 2.
Weltkrieges mit bis zu vier Millionen Toten - am Laufen gehalten.
Die UNO hat alle Mitgliedstaaten aufgefordert, solche
Verstrickungen ihrer Unternehmen aufzukl?ren und zu verfolgen,
weil sie sich sonst selbst "zu Komplizen machen" (UNO-Bericht
S/2002/1146). Wir halten es daher f?r unerl?sslich, dass der neu
gew?hlte Nationalrat alle ihm zur Verf?gung stehenden Mittel
einsetzt, um die allf?llige Verwicklung ?sterreichischer
Unternehmen in solche schmutzigen Gesch?fte aufzukl?ren und zu
verfolgen.
Kritischer Journalismus darf nicht mundtot gemacht werden!
Die Werkstatt Frieden & Solidarit?t ersucht um Spenden, um die
m?glicherweise horrenden Klage- und Prozesskosten zu mildern. Wir
ersuchen um Spenden auf das Konto der Werkstatt Frieden &
Solidarit?t, Kt. Nr. 6274146, BLZ 34777, Raiffeisenbank Perg,
Kennwort: Kongo. Sollten nach dem Begleichen allf?lliger
Gerichts- und Urteilsver?ffentlichungskosten sowie sonstiger mit
der Kampagne zusammenh?ngender Kosten Spendengelder ?brig
bleiben, werden diese Gelder f?r weitere Recherchen ?ber die
Hintergr?nde des B?rgerkrieges in der DR Kongo, insbesondere
etwaiger Verwicklungen von europ?ischen Firmen im Kongo verwendet
werden. Als kleines Dankesch?n erhalten alle SpenderInnen, die
das wollen, ein Dossier ?ber die illegale Rohstoffausbeutung im
Kongo. Zu bestellen bei: Werkstatt Frieden & Solidarit?t,
Waltherstr. 15, 4020 Linz, E-Mail office at werkstatt.or.at
<mailto:office at werkstatt.or.at>, Tel. 0732/771094, Fax
0732/797391
Wer konkrete Solidarit?tsaktionen starten will, kann sich auch an
das Solidarit?tskomitee "Keine schmutzigen Gesch?fte im Kongo!"
wenden. Mailto: solikomitee at reflex.at
<mailto:solikomitee at reflex.at>
(B) KONGO II:
"Rechts vom Gustl ist nur mehr der Dschingis Kahn!"
Hintergr?nde zur Person des Eigent?mers der Treibacher AG Baron
August von Finck
Bekanntlich hat die Treibacher Industrie AG einen Aktivisten der
Werkstatt Frieden & Solidarit?t wegen dessen Artikel zur
Rohstoffausbeutung im Kongo geklagt (sh. oben). Die Werkstatt hat
sich die Hintergr?nde des Eigent?mers der Treibacher AG, Baron
August von Finck, etwas n?her angeschaut.
Finanzier des Aufbaus einer Haider-Partei in Deutschland Bis zum
Jahr 2000 geh?rte die Treibacher AG zum Bank-Austria
/Creditanstalt-Konzern. Im Jahr 2000 wurde die Treibacher
Industrie AG privatisiert und an den deutschen Baron August von
Finck verkauft. Dieser Baron ist ein schillernde Figur. ?ber
seinen Vater August von Finck senior entnehmen wir dem Internet-
Lexikon Wikipedia: "Er geh?rte zu den ersten Bewunderern Adolf
Hitlers und hat mit seiner damaligen Privatbank 'Merck, Finck &
Co.' zahlreiche j?dische Banken arisiert."
(<http://de.wikipedia.org/wiki/August_von_Finck_senior)>. So
?bernahm er nach dem "Anschluss" ?sterreichs an Nazi-Deutschland
die Rothschildbank in Wien. August von Finck senior hinterlie?
seinen S?hnen ein Milliarden-Erbe. August von Finck junior, der
jetzigen Treibacher-Eigent?mer, liegt mit einem gesch?tzten
Verm?gen von 6,3 Milliarden Dollar auf Platz 70 der Forbes-Liste
der reichsten Menschen der Welt. Er z?hlt zu den zehn reichsten
M?nnern Deutschlands.
Und auch ?ber die politischen Vorlieben von August von Finck
junior ist einiges bekannt. So unterst?tzte er in den 90er Jahren
einen gewissen Manfred Brunner vom "Bund freier B?rger" mit acht
Millionen DM (rd. vier Millionen Euro). Dieser "Bund freier
B?rger" war ein Versuch, am rechten Rand in Deutschland eine
Partei nach dem Vorbild der damals h?chst erfolgreichen
Freiheitlichen in ?sterreich zu etablieren. J?rg Haider, ein
Duzfreund Manfred Brunners, unterst?tzte diese Ambitionen h?chst
pers?nlich. ?ber die Versammlungen des "Bundes freier B?rger"
wird in der S?ddeutschen Zeitung berichtet: "Brunner bedient mit
seiner Partei und deren Parolen das ultrarechte Spektrum ...
Brunner setzt auf einen Kurs zwischen gutb?rgerlich und
rechtslastig, wobei in den gut besuchten Versammlungen auch
v?lkische und sogar antisemitische T?ne laut wurden." (SZ, zit.
nach antifa-nachrichten Okt.-Dez. 2002) Die S?ddeutsche Zeitung
zitiert den Bankier-Kollegen Ferdinand Graf von Galen ?ber die
politischen Positionen des Brunner-Sponsors August von Finck:
"Rechts vom Gustl steht blo? noch der Dschingis-Khan". (SZ
10.10.2002) Nachdem diese politischen Ambitionen Ende der 90er
Jahre gescheitert waren, erh?lt der rechte Baron den Zuschlag bei
der Privatisierung der Treibacher AG - also just im Heimrevier
von J?rg Haider, mit dem er zuvor noch gemeinsam den Aufbau eines
FP?-Klons in der BRD geprobt hatte. Die Treibacher d?rften
offensichtlich ?ber gute Kontakte zur schwarz-blauen Regierung
verf?gt haben. Immerhin wurden h?chste Organe der Treibacher AG
in die Aufsichtsratsfunktionen staatlicher Unternehmungen
bef?rdert (?BB, Verbund, Austrian Airlines).
Mit der R?stungsindustrie im Boot
Auch die ?konomischen Ambitionen August von Fincks sind
aufschlussreich. So hat sich der Milliard?r mittlerweile als
Hauptaktion?r beim gr??ten deutschen Baukonzern Hochtief AG
eingekauft. Die Hochtief AG ist ein deutsches Leitunternehmen,
das von der deutschen Regierung massiv protegiert wird. So konnte
die Hochtief AG gro?e Bauauftr?ge im kriegszerst?rten Afghanistan
an Land ziehen, nachdem dort Bundeswehrtruppen stationiert worden
waren. Massiv interventierte die deutsche Regierung f?r Auftr?ge
an Konzerne wie Hochtief im zerst?rten und besetzten Irak. Neben
August von Finck ist bei der Hochtief AG auch das "who is who"
der deutschen R?stungsindustrie an Bord: so finden sich im
Aufsichtsrat der Hochtief AG Vertreter, die den R?stungskonzernen
Thyssen-Krupp und Siemens sowie der Deutschen Bank -
Hauptaktion?re von Daimler-Chrysler (Koeigent?mer des deutsch-
franz?sischen R?stungsgiganten EADS) - zugerechnet werden k?nnen.
Die wirtschaftliche Logik dieses Engagements der
R?stungsindustrie bei diesem Baukonzern ist wohl einfach: zuerst
Gesch?fte mit dem Krieg, danach Gesch?fte beim Wiederaufbau.
Diese Verflechtungen lassen vermuten, dass der Treibacher-
Eigent?mer August von Finck eine wichtige Drehscheibe in diesem
Geflecht zwischen R?stungsindustrie und deutscher bzw.
?sterreichischer Regierung (gewesen) ist. Mit der
?sterreichischen Regierung d?rfte ihn die politische
Gesinnungsgemeinschaft mit J?rg Haider verbunden haben, mit der
deutschen die strategische Bedeutung der Hochtief AG. Das wirft
auch Fragen in Hinblick auf die Kongo-Gesch?fte der Treibacher AG
auf. Denn immerhin agiert der von der UNO des illegalen
Rohstoffabbaus und der B?rgerkriegsfinanzierung beschuldigte
deutsche Gesch?ftsmann Karl-Heinz Albers im Namen des
Unternehmens Simikivu, ein Unternehmen, das sich treuh?nderisch
im Eigentum der BRD befindet. Wiederholt sind Berichte an die
?ffentlichkeit gedrungen, dass die Beh?rden der BRD diesen
illegalen Rohstoffabbau nicht nur geduldet, sondern ?ber ihr
diplomatisches Personal sogar unterst?tzt haben. Gleichzeitig
hatte die Treibacher AG enge Kontakte zu Karl-Heinz Albers, unter
anderem gr?ndete sie mit diesem ein Joint-Venture zur Exploration
von Rohstoffen in Zentralafrika, deren gemeinsame Direktoren
Karl-Heinz Albers selbst und Reinhard Iro, der Vorstandsdirektor
der Treibacher AG, waren.
www.do-speakerscorner.org Weiterverbreitung erw?nscht!
ligr? Gustl
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08 Offener Brief: V?lkermord an den Armeniern
"GFBV Hans Bogenreiter" <hans.bogenreiter at gfbv.at>
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Offener Brief an
?VP Wien
z. Hdn. Dr. Johannes Hahn
Rathausplatz 9
1010 Wien
Wien, am 18. Okt. 2006
Sehr geehrter Herr Dr. Hahn!
Von der Armenischen Gemeinde in Wien wurden wir k?rzlich ?ber die
Wahlwerbung des VP-Bezirksrates Mustafa Iscel in Wien-Favoriten
informiert. Die auf den Plakaten angef?hrte Wahlbotschaft
versprach auf T?rkisch, die ?VP werde sich im ?sterreichischen
Nationalrat gegen eine Anerkennung des t?rkischen Genozids an den
Armeniern einsetzen. Herr Iscel betreibt seine Politik unter dem
?VP-Logo, das Besorgnis erregende Plakat konnte sogar von der
?VP-Homepage heruntergeladen werden.
Der V?lkermord an den Armeniern ist historisch nachgewiesen und
vom Europ?ischen Parlament (Beschl?sse vom 18. Juni 1987 und vom
1. April 2004) anerkannt. Wiederholt hat das EU-Parlament die
T?rkei aufgefordert, den V?lkermord an den Armeniern anzuerkennen
und einen Weg der Vers?hnung beider V?lker einzuschlagen. Auch
der eben mit dem Literaturnobelpreis 2006 ausgezeichnete
t?rkische Schriftsteller Orhan Pamuk fordert seit Jahren eine
ehrliche historische Auseinandersetzung mit diesem traurigen
Kapitel in der t?rkischen Geschichte. Die Anerkennung des
V?lkermords an den Armeniern durch das ?sterreichische Parlament
w?rde ein Zeichen der Solidarit?t setzen und die ?berzeugung
gemeinsamer europ?ischer Werte verdeutlichen.
Die in ?sterreich lebenden Armenier, h?ufig vor politischer
Verfolgung und Verleumdung aus der T?rkei geflohen, sind
befremdet, dass die ?VP Mustafa Iscel eine Plattform bietet, um
seine die historische Wirklichkeit verleugnenden Gedanken und der
Vers?hnung zuwiderlaufende Politik zu verbreiten. Wir hoffen,
davon ausgehen zu k?nnen, dass die Meinung der ?VP und ihrer
W?hlerschaft sich nicht mit jener von Herrn Iscel deckt.
Wir ersuchen Sie daher, sich von der politischen Botschaft auf
dem Wahlplakat sowie den daf?r verantwortlichen Personen zu
distanzieren.
Mit freundlichen Gr??en,
Dr. Hans Bogenreiter (GF der GfbV-?)
Mag. Alfred Brandhofer (Obmann der GfbV-?)
Gesellschaft f?r bedrohte V?lker - ?sterreich
Menschenrechtsorganisation, ZVR: 97659597
Untere Viaduktgasse 53/7A
A-1030 Wien
Tel: +43/1/503 49 90
Fax: +43/1/503 13 36
Homepage: www.gfbv.at
E-mail: office at gfbv.at
Vereinskonto: 7.238.909 BLZ: 60000
><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><
SOLIDARIT?T WELTWEIT
><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><
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09 Heiligendamm
gipfelsoli-l at lists.nadir.org
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Gipfelinfo - Meldungen ?ber globalisierte Solidarit?t
und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung
------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org --
- G 8: Doberaner PDS kritisiert eigenen Landesverband
- Gr?nemeyer holt Stars zum G8-Gipfel
- Merkel will sich um Afrika k?mmern
- AG8-aktuell
- Kriegerische Optionen
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G 8: Doberaner PDS kritisiert eigenen Landesverband
Bad Doberan Die Position der Landes-PDS, den Widerstand gegen die Ausrichtung
des Weltwirtschaftsgipfels im kommenden Jahr in Heiligendamm zu unterst?tzen,
wird von der Stadtfraktion der Linkspartei.PDS der Stadt Bad Doberan nicht
geteilt. Die Fraktionsvorsitzende Anke Bitter unterstreicht: "Die Stadtfraktion
distanziert sich ausdr?cklich von der Haltung und den Aktionen auf Bundes- und
Landesebene zum G 8-Treffen.
Die Linkspartei.PDS war beziehungsweise ist noch als Koaltionspartnerin der SPD
in Mecklenburg-Vorpommern Teil der Landesregierung. Die damit verbundene
Verantwortung als Gastgeber des G 8-Gipfels ist mit der derzeitigen Haltung
unserer Partei unvereinbar. In einer Demokratie ist nicht nur das Prinzip der
Meinungsfreiheit ein entscheidendes Element dieses Systems, sondern auch der
Loyalit?t, der aufgrund der Regierungsverantwortung in diesem Fall die h?here
Priorit?t einzur?umen ist."
Des Weiteren lehne die Fraktion der Linkspartei.PDS Bad Doberan die Art und
Weise der Proteste der G 8-Gegner ab, da diese in erster Linie in Provokationen
m?ndeten. Alternativen w?rden nicht aufgezeigt, so Anke Bitter. "Wir k?nnen uns
des Eindrucks nicht erwehren, dass die Proteste in erster Linie um ihrer selbst
willen durchgef?hrt werden. Polizeiliche und milit?rische Gewalt, die
dem Schutz
unserer Gesellschaft - damit dem Schutz der Freiheit - dienen, werden
provoziert, um letztendlich die mit ihnen verbundenen staatlichen Institutionen
zu verunglimpfen. Diese Art der Ausnutzung der Meinungsfreiheit lehnen wir als
Fraktion ab."
[Ostseezeitung 13.10.2006]
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Gr?nemeyer holt Stars zum G8-Gipfel
Internationale Gr??en der Popmusik wollen bei einem Mega-Konzert ihre Stimme
gegen die Armut erheben.
Rostock (OZ) Mit einem Konzert der Superlative will Herbert Gr?nemeyer mit
K?nstlern aus aller Welt beim G 8-Gipfel in Heiligendamm die Stimme gegen Armut
erheben. Das ganzt?gige Konzert, zu dem die Veranstalter 100 000 Menschen
erwarten, wird voraussichtlich am 7. Juni 2007 stattfinden. Spielen k?nnte
unter anderem auch die irische Band U2 mit ihrem S?nger Bono.
Zwei Orte sind f?r das Konzert im Gespr?ch. Gr?nemeyer und der Verband
Entwicklungspolitik (Venro), die Tr?ger der Aktion "Deine Stimme gegen Armut"
sind, favorisieren die Galopprennbahn Bad Doberan. Weil diese gro?e Fl?che
unmittelbar an den vorgesehenen Absperrungen des Gipfel-Gel?ndes auch von der
Polizei zur Unterbringung ihres Personals verplant ist, ist die Standortsuche
noch nicht abgeschlossen. Als Alternative ist der Rostocker IGA-Park im
Gespr?ch. In zwei Wochen soll es die Tickets geben. Sehr g?nstig. Zwei Euro pro
Karte sind im Gespr?ch.
Eine Zusammenarbeit mit Widerstandsgruppen oder Parteien gegen den
Gipfel lehnen
die Initiatoren der Aktion "Deine Stimme gegen Armut" ab. "Auch die B?hne, die
Herbert Gr?nemeyer f?r das Konzert zur Verf?gung stellen w?rde, ist keiner
Partei zur Mitnutzung angeboten worden", sagte Sprecherin Claudia Kaloff.
"Deine Stimme gegen Armut" ist der deutsche Arm der weltweit in 80 L?ndern
agierenden Bewegung "Global Call to Action Against Poverty", die die
Regierungen aller L?nder und speziell der G 8-Staaten auffordert, die Armut auf
der Welt bis zum Jahr 2015 zu halbieren.
Auch die UNO verlangt, dass sich der G 8-Gipfel mit der Bek?mpfung der
weltweiten Armut befasst. Der entsprechenden UN-Aktion "Stand Up" (Steh auf)
schlie?t sich ab Sonntag auch Mecklenburg-Vorpommern an, wie der fr?here
Landtagspr?sident Hinrich Kuessner gestern sagte. Landesweit w?rden zu Festen,
Aktionen und Gottesdiensten Tausende Menschen erwartet. "Wir wollen den G
8-Gipfel nicht st?ren, aber ihn dazu dr?ngen, sich mit dem Thema zu befassen",
erkl?rte Kuessner, der selbst Entwicklungshilfe-Projekte initiiert.
Die erste "Stand Up"-Aktion hat es laut Kuessner bereits beim L?nderspiel
Deutschland gegen Georgien in Rostock gegeben, als 28 000 Menschen symbolisch
gegen Armut aufstanden. Weitere Aktionen soll es am Sonntag in den
Gottesdiensten der evangelischen und katholischen Kirchen in Gessin (Kreis
Demmin) und am Montag in Wismar, Schwerin, Neubrandenburg und Pasewalk geben.
[Ostseezeitung, Freitag, 13. Oktober 2006]
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Merkel will sich um Afrika k?mmern
Morgen beschlie?t die Bundesregierung ihr Programm f?r den G-8-Staaten-Gipfel
2007: Wachstum f?r Afrika, Klimaschutz und die Stabilit?t der Finanzm?rkte
stehen im Mittelpunkt. Kritiker sind auch ein bisschen zufrieden: "Unsere
Lobbyarbeit wirkt"
Auf den ersten Blick sieht das Programm der Bundesregierung aus wie eine
Themenliste der Globalisierungskritiker. Deutschland wolle die Entwicklung in
Afrika unterst?tzen, der Klimaschutz m?sse vorankommen, und den internationalen
Finanzm?rkten seien Z?gel anzulegen - so steht es auf der Agenda von
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) f?r den Gipfel der wichtigsten
Wirtschaftsnationen. Dieser findet vom 6. bis 8. Juni 2007 im Ostseebad
Heiligendamm statt.
Die Staats- und Regierungschefs treffen sich kommendes Jahr in
Deutschland, weil
die Bundesregierung im Jahr 2007 die Pr?sidentschaft der G-8-Staatengruppe
innehat. Dazu geh?ren die USA, Kanada, Gro?britannien, Frankreich, Italien,
Japan, Deutschland und Russland. Die aufstrebenden ?konomien China, Indien und
Brasilien sind keine Mitglieder - bei Gelegenheit l?dt man sie als G?ste ein.
F?r die morgige Kabinettssitzung hat Wirtschaftsstaatsekret?r Bernd Pfaffenbach
ein Papier erarbeitet, das der taz vorliegt. Darin hei?t es, dass "von der
deutschen G-8-Pr?sidentschaft eine positive Botschaft des Vertrauens in die
Zukunft Afrikas ausgehen" solle. Die Bundesregierung will an den G-8-Gipfel von
Gleneagles im vergangenen Jahr ankn?pfen, der die Verdoppelung der
Entwicklungsfinanzierung auf 50 Milliarden Dollar pro Jahr beschlossen hatte.
Mehr Geld reiche allerdings nicht. "Reformpartnerschaften" zwischen einzelnen
G-8-Staaten und afrikanischen Regierungen sollen helfen, die wirtschaftlichen
und verwaltungsm??igen Rahmenbedingungen zu verbessern. Besonders will sich die
Bundesregierung daf?r einsetzen, dass mehr private Investitionen nach Afrika
flie?en und diese nicht gegen internationale Sozial- und ?kostandards
versto?en.
Als weiteren Schwerpunkt nennt die Bundesregierung den Klimaschutz. Ein
Nachfolgemodell f?r das Klima-Abkommen von Kioto soll erarbeitet werden.
Pfaffenbach will mit den anderen Regierungen unter anderem ?ber die F?rderung
von Kohlekraftwerken ohne Kohlendioxid-Emissionen, Geb?uded?mmung und die
Entwicklung sparsamer Kraftfahrzeugmotoren reden. Damit hofft die
Bundesregierung auch, deutschen Unternehmen, die derartige Technologie
herstellen, einen Vorsprung auf dem Weltmarkt verschaffen zu k?nnen. In den
Hedgefonds, einer besonders risikoreichen Form der Spekulation, sieht die
Bundesregierung eine Gefahr f?r die Stabilit?t der Weltfinanzm?rkte. Man will
sich um gr??ere "Transparenz" bem?hen, etwa den Fonds mehr Berichtspflichten
auferlegen.
Entwicklungsorganisationen sind mit dem Programm zumindest teilweise zufrieden.
"Unsere Lobbyarbeit tr?gt Fr?chte", sagte Ulla Mikota vom Entwicklungsverband
Venro der taz. Sie bem?ngelte aber die "nebul?sen" Formulierungen und das
Fehlen von konkreten Ma?nahmen gegen die Krankheit Aids. Gegen den Gipfel
werden bei Heiligendamm und in Berlin mehrere Demonstrationen stattfinden. Um
den Ort herum soll demn?chst ein 13 Kilometer langer und 2,50 Meter hoher
Sicherheitszaun gebaut werden.
[17.10.2006 taz]
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AG8-aktuell
Inhaltliche und aktionistische Plattform rund um das Thema Globalisierung /
Anti-G8-Gipfelproteste 2007.
AG8 am Start!
Beim Auftakttreffen der AG8 sind viele Ideen entstanden, wie man mit dem
Jahresthema 2007 Globalisierung/G8-Heiligendamm umgehen k?nnte. Zur optimalen
Umsetzung dieser haben sich innerhalb der AG8 mehrere Arbeitsgruppen gebildet.
Das sind die AG Inhalt, die AG ?ffentlichkeitsarbeit, eine AG zur Vorbereitung
des SJ Camps + Konzert und ein Kalenderredaktionsteam.
Die AG8 steht jedem/r offen, der/die zum Thema Globalisierung etwas bewegen
m?chte oder sich erst mal in das Thema reinarbeiten m?chte.
Kontakt: ag8 [at] falken-berlin.de
Die AG8 ist die Inhalts- und Aktionsplattform der Berliner Falken/ der Berliner
Jugendlichen zum Thema Globalisierung/G8 Gipfel.
[http://www.falken-berlin.de/aktuelles/meldungen/155506.html]
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Kriegerische Optionen
BERLIN/PULLACH/TEHERAN/URUMQI (Eigener Bericht) - Die deutsche Auslandsspionage
soll die weltweiten Transporte von Energieressourcen noch st?rker als bisher
?berwachen. Dabei werde der staatliche Geheimdienst eng mit der privaten
Energiebranche kooperieren. Entsprechende Ank?ndigungen verbreitet das Berliner
Bundeskanzleramt. Wie Kanzleramtsminister Thomas de Maizi?re in der vergangenen
Woche mitteilte, wird sich der Bundesnachrichendienst (BND) in Zukunft auch mit
den globalen Verteilungsk?mpfen befassen, in deren Zentrum die Wasserversorgung
steht. Wasserknappheit betreffe unter anderem den Nahen Osten und Nordchina,
teilte der Minister mit. Ressourcenfragen sind derzeit Gegenstand zahlreicher
Initiativen der Bundesregierung auf nationaler und internationaler Ebene, um
den deutschen Energienachschub zu sichern. Bei der "Verteidigung der
europ?ischen Energieinteressen in der Welt" m?sse die EU eine "st?rkere Rolle"
spielen, fordert der f?r Energie zust?ndige Staatssekret?r im
Bundeswirtschaftsministerium, Joachim Wuermeling. Man werde "mit harten
Bandagen" k?mpfen m?ssen.
Chokepoints
Wie Kanzleramtschef de Maizi?re auf einem Symposium des
Bundesnachrichtendienstes (BND) mitteilte, wird sich die deutsche
Auslandsspionage st?rker als bisher der ?berwachung der weltweiten
Infrastruktur zum Transport von Energieressourcen widmen. Der BND ist de
Maizi?re unmittelbar unterstellt. Gro?e Bedeutung schreibt der
Kanzleramtsminister vor allem der "Beobachtung und Analyse der sogenannten
Chokepoints" zu; dabei handelt es sich um Meeresengen, die von ?ltankern
durchfahren werden.[1] Ausdr?cklich nannte de Maizi?re den Zugang zum
Persischen Golf ("Stra?e von Hormuz"), die fast 30 Prozent der globalen
?ltransporte passieren, sowie die Stra?e von Malakka in S?dostasien. Durch die
Stra?e von Malakka werden mehr als drei Viertel der chinesischen und
japanischen ?limporte abgewickelt. Auch die "?linfrastruktur zu Lande" sei
gef?hrdet: "F?r die Nachrichtendienste ergeben sich hier umfangreiche
Bet?tigungsfelder f?r Pr?vention und Aufkl?rung." Dazu geh?re auch die
"Information von Unternehmen aus der Energiebranche".
Besonders betroffen
De Maizi?re zufolge gewinnt die Sicherung der globalen Transport-Infrastruktur
an Bedeutung, da bei zunehmender internationaler Konkurrenz die deutsche
Abh?ngigkeit von Erd?l- und Erdgasimporten steigen wird. Insbesondere der
Mittlere Osten sei f?r die deutsche ?lversorgung "langfristig unverzichtbar",
sagte de Maizi?re. In diesem Gebiet sind Iran und Saudi-Arabien die
bedeutendsten ?lf?rderstaaten, die sich in der OPEC (Organization of the
Petroleum Exporting Countries) organisiert haben. Wie der Kanzleramtsminister
vermutet, werden Deutschland und die EU von dem erwarteten Machtgewinn der OPEC
"in besonderem Ma?e betroffen sein", da "die USA und China einen
gro?en Teil des
derzeitigen Zuwachses der ?lproduktion in den Nicht-OPEC-Staaten - vor allem in
Sub-Sahara-Afrika und in Zentralasien - bereits f?r sich gesichert haben".[2]
Umfangreiche ?l- und Gasvorkommen "vor der Haust?r Europas" werden de Maizi?re
zufolge gegenw?rtig von den globalen Konkurrenten aufgekauft, etwa in Libyen
und Norwegen (durch die USA) und wom?glich bald auch in Nordwestsibirien (durch
die Volksrepublik China). Die Analyse des Kanzleramtsministers prognostiziert
Bruchlinien k?nftiger B?ndnis- und Kriegsszenarios.
Gesamtstrategie
Ressourcenfragen sind derzeit Gegenstand zahlreicher Initiativen der
Bundesregierung auf nationaler und internationaler Ebene, in deren Mittelpunkt
die Sicherung der deutschen Energieversorgung f?r die kommenden Jahrzehnte
steht. Mit einer Serie von "Energiegipfeln", die im April begonnen hat und
Spitzenvertreter von Regierung und deutschen Wirtschaftsverb?nden zu
Verhandlungen zusammenf?hrt, will Berlin eine "energiepolitische
Gesamtstrategie" erarbeiten, die im zweiten Halbjahr 2007 verk?ndet werden
soll.[3] Bereits einflie?en k?nnen dann die Ergebnisse des G8-Gipfeltreffens,
das im kommenden Sommer im deutschen Seeort Heiligendamm stattfindet und unter
deutschem Vorsitz Schwerpunktfragen der Energieeffizienz und
Ressourcensicherheit behandeln wird. Zur Vorbereitung des G8-Gipfels hat das
Ausw?rtige Amt vor wenigen Tagen gemeinsam mit der Konrad-Adenauer-Stiftung
(CDU) und dem New Yorker EastWest Institute eine Konferenz abgehalten (Thema:
"Globale Ressourcensicherheit"). Bei dem Treffen wurde die internationale
Tragf?higkeit der auf Deutschland zentrierten Energiekonzepte ausgelotet.
Mehrere Ministerien, verschiedene hochrangig besetzte Arbeitsgruppen und
zahlreiche Regierungsberater sind in Berlin mit der Thematik befasst und
beziehen auch die Versorgung Deutschlands mit weiteren industriellen Rohstoffen
ein. Im M?rz 2007 soll zus?tzlich eine "rohstoffwirtschaftliche
Gesamtstrategie"
verk?ndet werden.[4]
Harte Bandagen
In die "energiepolitische Gesamtstrategie" der Bundesregierung wird der
"Energie-Aktionsplan" einflie?en, der auf dem EU-Gipfeltreffen im Fr?hjahr 2007
unter deutscher Ratspr?sidentschaft zur Verabschiedung ansteht. Darin m?ssten
"Antworten" auf die "weltweit wachsende(...) Energienachfrage" sowie die
"wachsenden Instabilit?ten in bestimmten Weltregionen gegeben werden", fordert
der f?r Energie zust?ndige Staatssekret?r im Bundeswirtschaftsministerium,
Joachim W?rmeling. Mit dem Begriff "Instabilit?ten" verweist Wuermeling auf
Kriege und B?rgerkriege, die das Ergebnis ausl?ndischer Interessenkonkurrenz in
zahlreichen Ressourcenstaaten sind (Mittlerer Osten, Sudan, Kongo u.a.).[5] Bei
der "Verteidigung der europ?ischen Energieinteressen in der Welt" m?sse Br?ssel
zuk?nftig "mit einer Stimme sprechen", verlangt der Berliner Staatssekret?r.
Laut W?rmeling ben?tigt die EU eine "konstante Formation" und muss "mit harten
Bandagen" k?mpfen k?nnen.[6] Die Umschreibungen k?ndigen eine weitere
Fokussierung der deutschen Energiepolitik auf die europ?ischen Kernstaaten an -
mit der Bundesrepublik als F?hrungsnation.[7]
Kritische Rohstoffe
Nach der Ank?ndigung, den deutschen Auslandsgeheimdienst mit der
?berwachung der
globalen Energie-Infrastruktur st?rker zu befassen, werden in den kommenden
Wochen auch Erkl?rungen zu milit?rischen Aktivit?ten erwartet, die der
deutschen Energieversorgung zugeordnet sind. Die Bundesrepublik habe ein
"elementare(s) Interesse" an "einem offenen Welthandelssystem und freien
Transportwegen", hei?t es in dem Entwurf zu einem Bundeswehr-"Wei?buch", mit
dem die deutsche Energiepolitik zur vornehmsten Aufgabe der Landesverteidigung
erkl?rt wird. Zuk?nftig gelte es, "sich insbesondere den Regionen, in denen
kritische Rohstoffe und Energietr?ger gef?rdert werden, zuzuwenden", empfehlen
die Milit?r-Autoren.[8] Der Berliner "Wei?buch"-Text und parallele Aktivit?ten
offener sowie verdeckter Au?enpolitik best?tigen die partei?bergreifende
Entschlossenheit, f?r den deutschen Energienachschub kriegerische Optionen
jederzeit bereit zu halten.
[1], [2] "Unsere Energieversorgung ist keineswegs gesichert"; Rede des
Kanzleramtsministers Thomas de Maizi?re bei einem Symposium des
Bundesnachrichtendienstes (BND), 12.10.2006
[3] s. dazu Energie f?r Deutschland (I)
[4] s. dazu Krieg um Rohstoffe
[5] Noch 100 Tage: Das BMWi vor der deutschen Ratspr?sidentschaft. Rede von
Staatssekret?r Dr. Joachim Wuermeling anl?sslich der Vortragsreihe
"EU-Countdown: In 100 Tagen zur EU-Ratspr?sidentschaft"; Berlin 21.09.2006
[6] Wuermeling: Im globalen Kampf um Energiequellen muss EU h?rtere Bandagen
anlegen; Pressemitteilung des Bundesministeriums f?r Wirtschaft und Technologie
22.09.2006
[7] s. auch Die Gro?en Drei
[8] Armee soll ?lversorgung sichern; Handelsblatt 17.05.2006
[http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/56563]
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10 WWWebtips: On Air online
"akin" <akin.buero at gmx.at>
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akin-Pressedienst.
Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 17. Oktober 2006; 18:39
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WWWebtips:
On Air online
http://sendungsarchiv.o94.at/showStation.php?id=094st3
oder http://o94.at/ und auf "Podcast und Sendungsarchive"
(Bandcassettensymbol) klicken
Radio ist, wenn man rechtzeitig drauf schaut, dass man es hoert,
wenn es gesendet wird. Speziell bei den Freien Radios, mit ihrem
doch sehr vielseitigen und zum Teil anspruchsvollen Programmen,
kann man leicht mal etwas Interessantes verpassen. Oder man
interessiert sich fuer ein Thema und hoert dann, da war einmal
eine interessante Sendung dazu bspw. auf Radio Orange.
Unter der angegebenen URL finden sich Sendungen der Sendereihen
von "A Palaver" bis "Zoom" im mp3-oder ogg-Format.
http://minderheiten.at/Radio/nachlese.htm
Da sich aber nicht alles, was auf Radio Orange je zu hoeren war,
auch im Netz wiederfindet, gibt es auch so manche
Spezialadresse, die einem da weiterhilft. Ausserdem gibt es ja
auch Sendungen, die im Verbund der Freien Radios gelaufen sind
und entweder gar nie auf Orange zu hoeren waren oder deren
Downloads sich wegen des Verbunds nicht auf dem Orange-Server,
sondern auf der Homepage der Sendungsverantwortlichen
wiederfindet. Die angefuehrte URL enthaelt das komplette
Sendungsarchiv seit 2003 des "Radio Stimme", der Sendereihe der
"Initiative Minderheiten".
http://www.noso.at/nosoaudio.php
Hier gilt das gleiche: Die URL fuehrt zu Sendungen ueber
Entwicklungspolitik.
http://www.clifford.at/noa/
Und hier sind die Leute zuhause, die sich ganz besonders mit URLs
auskennen. Es ist das Archiv der Computersendung "Nerds on Air "
http://cba.fro.at/
Wer unter all diesen Sendungen nicht das Gesuchte gefunden hat,
dem bleibt noch das Cultural Broadcasting Archive. Trotz seines
neudeutschen Namens findet man hier deutschsprachige Sendungen.
Nach eigenen Angaben sind dort derzeit 4897 Eintraege vorhanden,
die 2922 Stunden Radio versprechen. Jetzt braucht ihr nur noch
eine schnelle Internet-Verbindung, eine Flatrate und gute
Suchbegriffe, sowie ein wenig Zeit, um euch das Richtige
herauszusuchen. -br-
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11 ASt - Neue Brosch?re: Vatikan, Islam und der Kampf der Klassen
ASt-LFI <ast-lfi at gmx.net>
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Neue Brosch?re des ArbeiterInnenstandpunkt erschienen!
Vatikan, Islam und der Kampf der Klassen
Das Christentum als Rechtfertigungsideologie des
imperialistischen "Krieg gegen den Terror"
von Michael Pr?bsting
Inhaltverzeichnis
Zu den islamfeindlichen Aussagen von Papst Benedikt XVI: Das
Christentum als Rechtfertigungsideologie des imperialistischen
"Krieg gegen den Terror"
Was sagte und was meinte der Papst wirklich?
Historische Verf?lschung
Das Christentum als wehrhafte Ideologie
des imperialistischen "Krieg gegen den Terror"
Der imperialistische Kampf der Kulturen
Das Christentum als offizielle Religion der imperialistischen EU
Die Emp?rung der islamischen Welt
Marxismus und Religion
Fu?noten
Stellungnahme zu den Auseinandersetzungen um die Mohammed-
Karikaturen
Glossar/Begriffserkl?rung
Wer Wir Sind
28 Seiten
Preis: 2,- Euro
Die Brosch?re kann ?ber unsere Kontaktadresse bestellt werden.
ArbeiterInnenstandpunkt:
Stiftgasse 8, 1070 Wien
E-Mail: info at arbeiterinnenstandpunkt.net
<mailto:info at arbeiterinnenstandpunkt.net>
Tel.: 0650/406 83 14
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Terminank?ndigungen bitte nach folgender Vorlage:
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* Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" *
* Wo: Villa Morgenrot, Gr?ner Anger 42, 2001 Wendendorf *
* Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie.
Aber kurz und pr?gnant.*
Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine
Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und
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