widerst at nd mund: Dienstag, 3. Oktober 2006
MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
analle at no-racism.net
Die Okt 3 08:21:27 CEST 2006
widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr
www.no-racism.net/mund
Dienstag, 3. Oktober 2006
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A) INHALT
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01 5.10.:Mahnwache und Widerstandslesung-wie weitermachen nach der Wahl?
August Faschang <august.faschang at oeticket.com>
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02 Big Brother Awards 2006 - die Nominees
Von: "q/depesche" <depesche at quintessenz.org>
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03 ausschreibung zum thema literatur der arbeitswelt
Von: Petra Öllinger <p.oellinger at utanet.at>
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ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN
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04 30.+31.10. DRAMA X / Dokumentarfilm auf der Bühne
Von: PRESSE RABENHOF <presse at rabenhof.at>
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CHINA AUF DEM WEG ZUM KAPITALISMUS, SOZIALISMUS ODER WOHIN?
05Von: Josef Baum <baum.josef at utanet.at>
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06 Diskussion um Idomeneo-Absetzung mit irakischem Journalisten Najem Wali
Von: WADI Austria <wadi.wien at gmx.at>
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07 Presseinformation F13
Von: Angela Traussnig <angela at augustin.or.at>
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08 16.10. Silbernes Ehrenzeichen für Escribano
Von: GAMUEKL <office at gamuekl.org>
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09 Einladung zur Diskussionsveranstaltung:
Romakinder in der EU - BürgerInnen zweiter
Von: ZARA - Presse <presse at zara.or.at>
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10 Europäischer Lesben- und Schwulenkongress 2008 in Wien
- Auftakt zum 30-Jahr-Jubiläum der HOSI Wien
Von: Homosexuelle Initiative Wien <office at hosiwien.at>
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11 kanalB screening im Schikaneder Kino, 03.10.2006, 20:00
Von: Flo (kanalB) <flo at kanalB.org>
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12 que[e]r am 04.10.: Und alles nur aus Liebe!?
Von: Rosa Antifa Wien <raw at raw.at>
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13 Germinal Civikov: Der Milosevic-Prozess
Von: Promedia <promedia at mediashop.at>
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14 ltnc salon tv - join the stream!
Von: ursprung <ursprung at mur.at>
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MELDUNGEN UND MEINUNGEN
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15 ASt - Unsere Haltung zur ÖGB-Mitgliederbefragung 2006
Von: ASt-LFI <ast-lfi at gmx.net>
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16 ASt - Erfolgreiche Demonstration gegen Krieg
und Besatzung im Nahen Osten
Von: ASt-LFI <ast-lfi at gmx.net>
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17 Petition gegen Sexismus in der Arena
Von: mnt at public-files.de
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18 NRW/Steiermark/Stellungnahme/Parteder/KPÖ
Von: KPÖ Steiermark <kpoe_stmk at hotmail.com>
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19 Cursos de Alemán
Von: Dachverband Lateinamerikanischer Vereine
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B) TEXTE
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01 5.10.:Mahnwache und Widerstandslesung-wie weitermachen nach der Wahl?
August Faschang <august.faschang at oeticket.com>
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Liebe Leute!
++++++++1) 5.10.:MAHNWACHE/WIDERSTANDSLESUNG & WIE WEITERMACHEN NACH DER WAHL...
++++++++2) WARUM DIE ÖVP DIE WAHL VERLOREN HAT...
++++++++3) SPEAKERSCORNER IN SALZBURGER NACHRICHTEN
++++++++4) TERMINE VON EHE OHNE GRENZEN
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++++++++1) 5.10.:MAHNWACHE, WIDERSTANDSLESUNG & WIE WEITERMACHEN NACH DER WAHL...
Am Donnerstag (5.10.) wird es keinen Speakerscorner geben. Sehr wohl findet aber von 20Uhr-20Uhr15 eine MAHNWACHE GEGEN SCHWARZBLAUORANGE am Ballhausplatz vor dem Bundeskanzleramt statt. Und danach sind wie immer alle Teilnehmenden im Stammlokal in der Neustiftgasse willkommen!
Das Wahlergebnis vom 1.10. ist sehr knapp. Schwarzblauorange regiert noch. Nach dem vorläufigen Endergebnis haben ÖVP, FPÖ und BZÖ insgesamt ca. 3% verloren, aber dennoch gemeinsam eine Mehrheit. Zwar würden viele Wahlversprechen gebrochen, wenn Schüssel, Westenthaler-Hojac und Strache gemeinsam eine Koalition bilden würden, doch bei diesen Kumpanen würde mensch sich über gebrochene Versprechen besonders wenig wundern. Außerdem gibt es entgegen allen Beteuerungen Schüssels, mit Strache nicht koalieren zu wollen, bereits eine Koalition der Schüssel-ÖVP mit der Strache-FPÖ in Vorarlberg.
Es gibt allerdings noch die Möglichkeit, dass nach der Bekanntgabe des endgültigen Endergebnisses (unter Einbeziehung der WahlkartenwählerInnen) das BZÖ aus dem Parlament rausfliegt, was der schwarzblauorangen Mehrheit ein Ende setzen würde. Daher gibt es am 5.10. nur eine Mahnwache gegen Schwarzblauorange. Am ersten Donnerstag nach Bekanntgabe des endgültigen Wahlergebnisses, also am 12.10. treffen wir uns unabhängig von diesem Ergebnis auf jeden Fall zur üblichen Zeit am Ballhausplatz und danach wollen wir im Käuzchen besprechen, ob und gegebenenfalls wie wir angesichts der neuen Verhältnisse weitermachen wollen. (Ursprünglich war diese Besprechung schon für den 5.10. vereinbart, wegen des wackeligen Wahlausgangs, haben die Speakerscornermenschen, die am Wahlabend im Käuzchen waren, den Termin auf den 12.10. verschoben.)
Und wie jeden Donnerstag gibt es schon ab 17Uhr die WIDERSTANDSLESUNG (Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz).
++++++++2) WARUM DIE ÖVP DIE WAHL VERLOREN HAT...
Unmittelbar nach der ersten Hochrechnung rätselte ÖVP-Generalsekretär Lopatka über die Gründe für die Schlappe der ÖVP. Ähnlich ahnungslos gaben sich die anderen ÖVP-Bonzen und Haider-Kollaborateure. Dabei ist es ganz einfach: Wer sich den Speakerscorner zum Gegner macht, verliert...
In strategischer Planung haben wir die ÖVP sich in hervorragenden Meinungsumfragen in Sicherheit wiegen lassen und erst zu einem Zeitpunkt zu einem wahlentscheidenden Doppelschlag ausgeholt, als keine Umfragen mehr gemacht wurden. Einen Tag vor der Wahl, am Samstag (30.9.) wurde das Schicksal der ÖVP besiegelt.
+++A) An diesem Tag verteilten einige Speakerscornermenschen Anti-ÖVP-Flugblätter in der Gegend von Schüssels Wahlkampfabschlussveranstaltung, ums Museumsquartier herum. Dabei sprang auch eine bekennende Schüssel-Fanatikerin hilfreich zur Seite, in dem sie sich in einer Straßendiskussion prächtig dazu bringen ließ, offenzulegen, für welch rückständige, arbeitnehmerInnenfeindliche Politik die ÖVP steht: Sie berichtete von der guten alten Zeit, als Lehrlinge noch dafür zahlen mussten, eine Lehre machen zu dürfen. Darüber hinaus meinte sie z.B., es sei heute schon alles so verkommen, dass BerwerberInnen für eine Arbeitsstelle schon beim Vorstellungsgespräch nach dem Gehalt fragen würden! Anstatt sich bewusst zu sein, dass es doch eine Gnade sei, einen Arbeitsplatz zu bekommen, und die Bezahlung der Arbeitgeberin, also z.B. ihr zu überlassen. Natürlich müsse man, um das Wohlergehen der "Wirtschaft" zu sichern, "leider" auch Koalitionen mit Nazisympathisanten in Kauf nehmen... Das ist ja schon seit mehr als 6 Jahren der Grundsatz der ÖVP: Geht es der Wirtschaft gut, geht es der ÖVP gut, geht es den Rechtsextremen gut... Einer der parallel zu uns ÖVP-Unfug verteilenden Schüssel-Aktivisten ließ sich auch in eine Diskussion verwickeln und wollte plötzlich nicht mehr wissen, dass Haider Mitglied des Koalitionspartners BZÖ ist. Ist halt doch ein bisschen peinlich, mit so wem verbandelt zu sein...
Der Inhalt der Flugblätter ist ja schon vom ÖVP-Erntedankfest bekannt (siehe Speakerscorneraussendung vom 10.9.2006 bzw. www.do-speakerscorner.org), wurde allerdings nach Schüssels Emanzensager noch um folgenden Punkt erweitert: Darum legen sich meine verklemmten Phantasien flach, wenn ich mich vor selbständigen Frauen fürchte (Ihr kleiner Kanzler Wolfgang Schüssel).
+++B) Und der zweite Teil des Doppelschlags bestand in einer Drittelseite der Ausgabe der Salzburger Nachrichten am Vortag der Wahl - siehe Punkt 3 dieser Aussendung!
++++++++3) SPEAKERSCORNER IN SALZBURGER NACHRICHTEN
Einen Tag vor der Wahl gab es noch eine Drittelseite für den Speakerscorner gegen Schwarzblauorange in den Salzburger Nachrichten. Der Artikel ist inhaltlich relativ okay, auch wenn sarkastische Untertöne (die uns ja selbst auch nicht fremd sind) nicht ausbleiben. Er transportiert aber jedenfalls die zentrale Botschaft des Speakerscorner (Gegen eine Regierung mit Rassisten und Naziverharmlosern) in Wort und Bild. Falsch ist leider die Zahlenangabe. Das liegt wohl daran, dass die Journalistin im Gegensatz zu einigen von uns pünktlich am Ballhausplatz war und dann nicht nochmals zählte. Wir waren nicht 8 sondern 14 Leute, aber es kommt ja ohnehin auf die Botschaft an...
Hier der Wortlaut des ARTIKELs (von Maria Zimmermann, Printausgabe vom 30.9.2006, Seite 6):
TITEL: BLEIBEN BIS SIE GEHEN
BILD: Einige Speakerscornerleute mit unserer Tafel "Gegen eine Regierung mit Rassisten und Naziverharmlosern" (durchgestrichenes Schwarzblauorangelogo) vor dem Kanzleramt
Bildunterschrift: Einsamer Protest: "Die Empörung über die Regierung lässt uns durchhalten"
FETT-TEXT:
Die Donnerstags-Demos sind längst Vergangenheit - doch unbeirrt protestiert ein Grüppchen nach wie vor jeden Donnerstag gegen die Regierung.
TEXT:
Wien (SN): Wir schreiben das Jahr 2006. Während sich die Spitzenkandidaten Donnerstagabend für das letzte TV-Gefecht vor der Wahl rüsten, leistet ein Grüppchen Regierungskritiker vor dem dunklen Kanzleramt auf dem fast menschenleeren Ballhausplatz Widerstand. Immer noch.
Inkonsequenz kann man der Truppe nicht vorwerfen: Seit Bildung der blau-schwarzen Regierung - also seit sechs Jahren - tritt sie jeden Donnerstag samt Antiregierungs-Stickern und dem Plakat "Gegen eine Regierung mit Rassisten und Naziverharmlosern" zum Protest an: Die acht Leute (Anm.: eigentlich 14, siehe oben,G.F.) sind der letzte Rest der Donnerstags-Demos, bei denen einst Tausende regelmäßig gegen ÖVP-FPÖ marschierten. Obwohl die Demos seit 2002 Vergangenheit sind, gab der harte Kern nicht auf. Wöchentlich findet seither ein Speakerscorner auf dem Ballhausplatz statt, wo jeder seinem Ärger über die Regierung und was sonst noch anfällt Luft machen darf. Oder es gibt Mahnwachen. So wie an diesem Donnerstag.
Zwei Polizisten schauen gelangweilt zu. "Wir kennen die schon seit Jahren", sagt einer. "Es ist die Empörung über Schwarz-blau-orange, die uns durchhalten lässt", sagt ein Demonstrant. Die anderen nicken ernst und bestärkend. Werfen ihnen Passanten Realitätsferne vor, stört sie das gar nicht: "Selbst wenn wir das letzte Zeichen des Widerstands sind, reicht uns das als Motivation." Ob sie aufhören, wenn der Grund ihrer Empörung - FPÖ bzw. BZÖ - bald nicht mehr in der Regierung sitzt? "Möglich", heißt es.
Frau Millionen-Show bei der Widerstandslesung
Auch ein anderes Relikt aus der Zeit der Donnerstagsdemos hat sich beharrlich gehalten: Die "Widerstandslesungen", die je kurz vor der Mahnwache über die Bühne gehen. Organisatorin Elfriede El-Awadalla, Mundartdichterin und besser bekannt als Gewinnerin bei der Millionen-Show im Vorjahr, gibt sich kämpferisch: "Wir bleiben, bis sie gehen", sagt sie, nachdem sie ihren Text über Mozart zu Ende gelesen hat. Warum Mozart? "Es ist ja auch Mozartjahr", gibt sie zurück, bevor sie mit vier Freunden und den Lautsprecher hinterher ziehend, wieder abgeht.
++++++++4) TERMINE VON EHE OHNE GRENZEN
Mittwoch 4.10., 17Uhr, Herrengasse 7 (Innenministerium), 1010 Wien : Nach einem halben Jahr Kundgebungen vor dem Innenministerium erstmals eine Wanderung. Route: Innenministerium - SPÖ-Zentrale - Bundeskanzleramt - Rathaus - ÖVP-Parteizentrale.
Samstag 7.10., 18Uhr, Schikaneder Kino, Margaretenstr. 25, 1040 Wien: Die Liste - Ein Fremdenrechtskrimi - von und mit Ehe ohne Grenzen. Eintritt frei, Reservierung möglich (01/5852867)
www.do-speakerscorner.org Weiterverbreitung erwünscht!
ligrü Gustl
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02 Big Brother Awards 2006 - die Nominees
Von: "q/depesche" <depesche at quintessenz.org>
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Von: "q/depesche" <depesche at quintessenz.org>
Subject: AT: Big Brother Awards 2006 - die Nominees
q/depesche 2006-09-28T13:06:22
AT: Big Brother Awards 2006 - die Nominees
Die Jury hat getagt, die Kategorie "Volkswahl" läuft noch bis 24. Oktober,
also reichen Sie Ihren Lieblingskandidaten auf die Schnelle ein.
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Big Brother Awards 2006 - Land der Spanner
http://www.bigbrotherawards.at/index.php
Einreichen zur Kategorie "Volkswahl"
http://www.bigbrotherawards.at/2006wiki/index.php/Nominieren
Die Nominees
http://www.bigbrotherawards.at/2006wiki/index.php/Nominierungen
Etwas verspätet, wie es in technischen Dingen hierzulande manchmal
vorkommt, dafür aber umso gründlicher fällt das Land Österreich dem
Kamerawahn anheim. Vor der Nationalratswahl 2006 werden noch schnell alle
Register gezogen, um dem Volk zu zeigen, was eine Ordnung ist und eine
öffentliche Sicherheit.
Als sich die Frau Innenminister zu Linz von TV-Kameras vor
Überwachungskameras abfeiern ließ, die man extra für den TV-Auftritt im
öffentlichen Raum drapiert hatte, gab das einen garstigen Vorgeschmack
darauf, was auf uns zukommt: Video-Überwachung in allen Lebenslagen. Egal
ob sie nicht mehr bewirkt, als das "subjektive Sicherheitsgefühl" zu
steigern, was eines der erklärten Ziele des Kamera-Einsatzes ist.
In Linz und Salzburg randaliert der jugendliche Übermut nun halt woanders
als auf den überwachten Beisl-Meilen. In Wien hat sich die
Kleindealer-Szene vom Schwedenplatz in weniger überwachte Teile des
städtischen Weichbilds wegbewegt, die schwer Suchtkranken auf dem
Karlsplatz hingegen sind geblieben und mittlerweile Akteure im Reality-TV.
In dieser Version der "Big Brother"-Show wird für ein noch exklusives
TV-Publikum von Polizeibeamt/inn/en vor dutzenden Kameras weiterhin
gedealt, gedrückt und auch gestorben. Aus dieser Variante der Reality-Show
werden die Akteure nämlich durch Verhaftung, Krankheit oder Tod
hinausgewählt.
All das läßt man sich auch etwas kosten. Allein in Wien werden 3,7
Millionen Euro in die Vollüberwachung aller U-Bahnzüge investiert, um zu
erwartende Vandalenschäden von 200.000 Euro pro Jahr zu verhindern. Hat
schon mal irgendwer nachgerechnet, wann sich diese massive Investition von
Steuergeldern frühestens amortisieren wird?
Vor Amtszeitende wurde von der österreichischen Regierung noch schnell mit
den benachbarten Innenministern die flächendeckende Video-Überwachung von
Zügen ausgemacht. Die neuesten Garnituren der ÖBB wurden schon davor mit
Kameras bestückt geliefert, sie brauchen nur noch eingeschaltet werden. Das
österreichische LKW-Mautsystem ist wiederum so konstruiert, dass auch alle
PKWs schon jetzt von den Maut-Kameras erfasst und eingelesen werden. Bis
jetzt - wenn es denn wahr ist - werden diese Daten noch gelöscht.
Wie lange noch? Der deutsche Innenminister hat bereits angekündigt, das
deutsche Mautsystem im Kampf gegen den Terror einzusetzen. Bald ist es auch
hier so weit, dass die Regierung anfängt, systematisch und flächendeckend
Zeit-Weg-Diagramme von ihren Bürger/inne/n anzulegen. Dafür darf dann über
einige vollüberwachte Strecken mit Tempo 160 gebrettert werden. Ein
österreichischer Versicherungskonzern bietet billigere Prämien an, wenn das
Fahrzeug rund um die Uhr via Satellit geortet werden kann.
Wer sich im öffentlichen Raum bewegt, muss erst einmal durch sein Verhalten
beweisen, dass er die öffentliche Sicherheit nicht gefährdet.
Das auch in Österreich zu erwartende, nächste Stadium des Kamerawahns kann
dort, wo er zuallererst ausgebrochen ist, bereits besichtigt werden. In
Großbritannien sind die urbanen Überwachungssysteme bereits zum Teil in
ihre interaktive Phase eingetreten. Die Bilder der Überwachungskameras
werden via TV live in Haushalte übertragen, die Teilnehmer an diesem
Nachbarschafts-Reality-TV sind aufgerufen, verdächtiges Verhalten sofort
per E-Mail oder Telefon bei der Polizei zu melden.
Das ist das eigentliche Ziel.
Staatsbürger/innen sollen sich gefälligst gegenseitig bespitzeln und das
bitte gleich ordentlich. Statt einem Blockwart braucht man jetzt halt
viele, weil die Polizei mit der Auswertung so vieler Bilder längst
überfordert ist. Ein Nebenprodukt ist die Unterhaltung derer, die nicht am
öffentlichen Arbeitsleben teilnehmen, weil sie Arbeitslose, Hausfrauen,
Pensionisten oder Jugendliche sind.
Während sich das gemeine Volk solchermaßen durch wechselweises Belauern
unterhalten soll, wird auch das subjektive Gefühl des Wohlbefindens
gestärkt. Man trägt zur öffentlichen Sicherheit und Ordnung bei, man spielt
auf einmal wieder eine gesellschaftliche Rolle - und sei es die eines
kleinen Spitzels in der großen Spanner-Republik.
Der Tag scheint nicht mehr fern, an dem man auch in Österreichs Haushalten
Drogenkranke live vor der Überwachungskamera zusammenbrechen oder man
U-Bahn-Selbstmörder zur Steigerung des Nervenkitzels der kommenden
Voyeurs-Gesellschaft bei ihren letzten Schritten sieht.
Nachsatz:
Nur ein Großereignis von weltweitem Interesse haben die Kameras der
öffentlichen Verkehrsmittel in Wien anscheinend verpasst. Der Selbstmord
des Entführers von Natascha K. geschah außerhalb des Bahnhofs Praterstern
und damit außerhalb des Bereichs von Überwachungskameras.
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relayed by Harkank
- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.-
Online Version: http://quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100003686
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03 ausschreibung zum thema literatur der arbeitswelt
Von: Petra Öllinger <p.oellinger at utanet.at>
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Zweistufiger Literaturpreis und Anthologie "Der Duft des Doppelpunktes"
Thema: Literatur der Arbeitswelt
„
selbst zu versuchen, durch Schreiben seine Welt
neu zu sehen, neu zu bewerten, sich wieder einmal die
Frage vorzulegen: Wer bin ich, und wo stehe ich. Täglich
eine neue Standortbestimmung, denn nur dann kann man
Bestehendes in Frage stellen, wenn man sich selbst in
Frage stellt.
Bin ich der, der ich bin, oder bin ich ein anderer,
ist die Welt, in der ich lebe, so, wie ich glaube, daß
sie ist, oder ist sie ganz anders; das zu klären, ist
immer eine der vornehmsten Aufgaben der Literatur
gewesen.“
Aus der Einleitung von Max von der Grün zu:
Geschichten aus der Arbeitswelt . Wien: Europaverlag,
1982.
Der erste Teil, vom 1. Mai bis 30.November 2006, wendet
sich an alle Menschen, die den Begriff der Arbeit respektive
ihr Arbeitsleben in literarischer Form reflektieren möchten.
Es werden drei Geld- und sieben Buchpreise vergeben.
Einsendeschluß ist der 30. 11. 2006. Anfang 2007 werden
die PreisträgerInnen bekanntgegeben.
Der zweite Teil, vom 31. Jänner bis 30. November 2007, möchte
den zuvor von der Jury ausgewählten zehn PreisträgerInnen
im Rahmen eines Tutoriensystems die Möglichkeit bieten, sich
literarisch weiterzuentwickeln. Der letzte Tag der Einreichung
ist der 30. November 2007.
Höhepunkt und Abschluß der Ausschreibung bildet eine Lesung
im Mai 2008. In diesem Rahmen wird die Anthologie mit den
Beiträgen der PreisträgerInnen beider Stufen vorgestellt und
der symbolische Preis “Der Duft des Doppelpunktes” an die
drei GewinnerInnen der zweiten Stufe überreicht.
Kontakt, Rückfragemöglichkeiten und weitere Informationen:
Literaturblog:
http://petra-oellinger.at/blog/ (im Menü des Blogs
unter Literaturpreis) oder der direkte Link zur
Ausschreibung
http://petra-oellinger.at/blog/literaturpreis-der-duft-des-doppelpunktes/
e-mail:
literaturpreis at petra-oellinger.at
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ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN
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04 30.+31.10. DRAMA X / Dokumentarfilm auf der Bühne
Von: PRESSE RABENHOF <presse at rabenhof.at>
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DRAMA X HERBSTAUSFLUG:
NEW NEW WEST
5 Regisseure dramatisieren 5 Dokumentarfilme für die Bühne
Drama X – ein Projekt von Ali M. Abdullah und Harald Posch
(http://www.drama-x.net )
Start der Reihe ist im Rabenhof Theater:
30. + 31. Oktober 2006
(Beginn: 20.00 Uhr)
RABENHOF THEATER
A-1030 Wien; Rabengasse 3
Kartenreservierungs-Hotline: Tel. 01/712 82 82
Infos + Online-Kartenkauf unter: http://www.rabenhof.at
Karten: € 16,-- / € 9,--
Nachdem DRAMA X sich in den letzten drei Jahren bei seinen Projekten mit
den Möglichkeiten politisch-gesellschaftlicher Intervention mittels
zeitgenössischer Dramatik auseinandergesetzt hat, wird diese Idee mit dem
neuen Projekt, DRAMA X-HERBSTAUSFLUG, weiter entwickelt und im Rabenhof
Theater gestartet:
Das Motto NEW NEW WEST dient als verbindende Klammer für alle fünf
geplanten Produktionen,
die einen utopisch in Aussicht gestellten „schönen neuen Westen“ als
Ausgangspunkt emanzipativen Denkens behaupten und zugleich die repressiven
Disziplinar- und Kontrollmechanismen heutiger westlicher Gesellschaften
untersuchen wollen.
Fünf renommierte Regisseure der jüngeren Generation werden eingeladen, je
einen Dokumentarfilm aus einer themenspezifischen Vorauswahl für die Bühne
zu dramatisieren.
Im Rabenhof Theater kommen die ersten drei Stücke zur Aufführung:
• „Hans Joachim Klein - my life as a terrorist“ von Alexander Oey (NED
2005)
Inszenierung: Ali M. Abdullah
Assistenz: Carina Riedl
Es spielen: Alexander Simon, Paul Sigmund, Erol Ünsalan
• „mardis gras: made in china“ von David Redmon (USA 2005)
Inszenierung: Philine Velhagen & Barbara Te Kock
Nach einem Film von David Redmnon (USA 2005
Assistenz: Sophie Pachner
Es spielen: Pilar Aguilera, Daniela Kong, Christina Lederhaas, Mirco
Monshausen
• „Darwins Nightmare“ von Hubert Sauper (Ö/D 2005)
Inszenierung: Marlon Metzen
Assistenz: Sigrid Blauensteiner
Es spielen: Doris Dexl, Nicola Kisch, Alice Schneider, Christian Banzhaf,
Dirk Warme
Drama X – ein Projekt von Ali M. Abdullah und Harald Posch
(http://www.drama-x.net )
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CHINA AUF DEM WEG ZUM KAPITALISMUS, SOZIALISMUS ODER WOHIN?
05
Von: Josef Baum <baum.josef at utanet.at>
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CHINA AUF DEM WEG ZUM KAPITALISMUS, SOZIALISMUS ODER WOHIN?
Ein Bericht zu China anlässlich der Teilnahme an einer Konferenz (Konferenz "Globalisierung und
Marxismus")
in Shanghai
von Josef Baum und Univ. Prof. Peter Fleissner
Veranstaltung im Kulturzentrum Siebenstern
1070 Wien, Siebensterngasse 31
Am Dienstag, 3. Oktober 2006, 19:00 Uhr
Demnächst wird in Österreich darüber verhandelt, in welcher
Farbkonstellation der Regierungsweg fortgesetzt wird. Mindestens ebenso
wichtig für die Welt ist, wohin China mit seinen 1,3 Milliarden Menschen
geht. In Shanghai fand unlängst eine Konferenz "Globalisierung und
Marxismus" statt. Der Hintergrund dazu ist, dass es in China nicht zuletzt
als Reaktion auf die Verankerung kapitalistischer Elemente in der Wirtschaft
Gegenbewegungen und eine Entwicklung gibt, die in westlichen Medien als
"Neue Linke" beschrieben wird.
Die Konferenz begann spektakulär damit, dass der offizielle Festredner sein
Manuskript (wohlformuliert im Konferenzreader nachzulesen) aus der Hand
legte und frei und frank weitermeinte, es wäre besser, wenn eine solche
Konferenz nicht stattfände. Trotzdem ging die Konferenz weiter.......Auf jeden Fall ist zum Verständnis dieser
Entwicklungen ein bißchen Geschichte notwendig. Und drückenden ökologische Probleme
sind im Zentrum der politischen Diskussion in China.
Josef Baum und Peter Fleissner berichten über ihre
Einschätzungen und Eindrücke einer Reise
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06 Diskussion um Idomeneo-Absetzung mit irakischem Journalisten Najem Wali
Von: WADI Austria <wadi.wien at gmx.at>
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http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kulturinterview/547826/
"Vielleicht ist die Situation jetzt schlimmer"
Der irakische Journalist Najem Wali zum Wirbel um "Idomeneo"
Moderation: Christine Deggau
*Der irakische Schriftsteller und Journalist Najem Wali glaubt, dass die
Aufregung um die Absetzung der Oper "Idomeneo" erst recht zu
Provokationen führen wird. Durch die Öffentlichkeit treten die
Islamisten auf den Plan, glaubt Wali. "Man hätte das auch unter sich
ausmachen können", sagte er im Deutschlandradio Kultur.
*
Deggau: Sie haben es vielleicht in der Zeitung schon gelesen: Die
Deutsche Oper Berlin hat die Inszenierung von Mozarts "Idomeneo" in der
Inszenierung von Hans Neuenfels aus dem Programm genommen. In dieser
Aufführung, die bereits im Jahr 2003 Premiere hatte, schleift Idomeneo,
König von Kreta, die abgeschlagenen Köpfe der Religionsvertreter Jesus,
Buddha und Mohammed auf die Bühne. Frei nach dem Motto: Gott ist tot, es
lebe der Mensch! Nun meldete sich das Landeskriminalamt bei der
Deutschen Oper und warnt: die Inszenierung stelle ein zur Zeit
"unkalkulierbares Risiko für das Haus" dar. Die Deutsche Oper reagierte
sofort. "Idomeneo" wurde umgehend abgesetzt. Eine Entscheidung, die auf
wenig Verständnis stieß. Von einer "kolossalen Fehlentscheidung sprach
gestern Kulturstaatsminister Neumann, SPD-Fraktionschef von einer
"Kapitulation". Von "Selbstzensur" und "vorauseilendem Gehorsam" ist
allerorts die Rede. Der Publizist Henryk M. Broder hat dazu eine
dezidierte Meinung. Am 11. September dieses Jahres war er hier im
Deutschlandradio Kultur
<http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/541601/> zu Gast:
Broder: "Was jetzt schiefgeht: Der Streit um die Mohamed-Karikaturen,
den wir erlebt haben, als praktisch ganz Europa einknickte, und als
praktisch jede europäische Zeitung sich mit Jylands Posten hätte
solidarisieren müssen, zeigt, für was für einen geringen Anlass wir
bereit sind, zurückzustecken. Dieser Mohamed-Karikaturenstreit war eine
Art von Generalprobe. Was der Westen machen könnte, wäre erst einmal
entschieden auftreten."
Deggau: Sie ist entschieden aufgetreten und hat gezeigt, wie schnell man
einknicken kann. Kirsten Harms' Begründung für die Absetzung der
Mozart-Oper gestern auf einer Pressekonferenz
<http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/547684/>:
"Eine Sicherheitsbehörde, die eine Fachbehörde ist, hat eine
Einschätzung abgegeben. Würde ich diese ignorieren und sagen, wir
spielen trotzdem oder jetzt erst recht, und es würde etwas passieren, so
würde jeder im Nachhinein mit Recht sagen, sie hat sich über die Warnung
des Innensenators als auch des Landeskriminalamtes hinweggesetzt."
Deggau: Zensur, Selbstzensur, vorauseilender Gehorsam, darüber wollen
wir jetzt mit dem irakischen Schriftsteller Najem Wali sprechen. Er
flüchtete 1980 vor Zensur und Folter aus dem Irak und lebt heute als
Schriftsteller und Journalist in Hamburg. Guten Tag, Najem Wali.
Wali: Guten Tag, Frau Deggau.
Deggau: Wer hat Recht, Henryk M. Broder oder Kirsten Harms?
Wali: Broder hat schon Recht dabei, aber es geht jetzt nicht - weder
noch. Für mich ist dieser Vorfall auch nicht der erste. Also gestern hat
der "Tagesspiegel" in der gestrigen Ausgabe viele Fälle aufgezählt, und
die waren mir alle bekannt. Für mich persönlich - seit Jahren, oder
genauer gesagt seit der Fatwa gegen Salman Rushdie, beobachte ich die
Lage auch hier in Deutschland mit Besorgnis.
Deggau: Sie sind ja vor mehr als 20 Jahren nach Deutschland gekommen,
auch um hier die künstlerische Freiheit zu leben. Wie ist das, wenn
jetzt so eine deutsche Oper, die ja ein großes Haus ist, ihr Programm
umschmeißt, aus Angst vor islamischen Reaktionen?
Wali: Natürlich, die künstlerische Freiheit. Wäre ich an ihrer Stelle,
hätte ich das nicht gemacht. Also ich bin jemand, der ins Exil gegangen
ist, weil ich mich der Zensur im Irak nicht beugen wollte. Erlauben Sie
mir bitte, kurz zu sagen: Ich habe zwei Mal Zensur in meinem Leben
erlebt. Einmal in Bagdad, als ich im Bagdader Rundfunk gearbeitet habe.
Und man hat mich vor die Tür gesetzt, weil ich das nicht akzeptiert
habe, weil ich machen wollte, genau nach dem Gewissen eines freien
Künstlers. Und das zweite Mal habe ich hier in Deutschland erlebt, in
einer Medienkulturanstalt, bei der Deutschen Welle. Da hat man mich und
später meine Frau vor die Tür gesetzt.
Deggau: Und warum das?
Wali: Warum? Genau wegen dieser islamischen Tendenzen. Das war schon vor
dem Tod des holländischen Filmemachers van Gogh, dessen Tod viele
Kollegen in Schrecken und Entsetzen gestürzt hat. Da musste ich selbst
an meiner Haut den Arm der Zensur erfahren, auf eine brutale,
unverschämte Weise. Ich werde Ihnen zitieren, ein Zitat, das ich in
einem Artikel im "Spiegel", im September 2004, im Rahmen der damaligen
Buchmesse geschrieben habe. Und da habe ich geschrieben: "Die
Fundamentalisten bestimmen heute weitgehend das Geschehen. Sie haben die
wichtigen audiovisuellen Medien infiltriert und zwar nicht nur in der
arabischen Welt. Zwei aktuelle Beispiele belegen, wie weit die mediale
Unterwanderung in Westeuropa vorangekommen ist". Und da rede ich von der
Deutschen Welle und sage, die in der Deutschen Welle praktizieren einen
journalistischen Arbeitsstil, der nichts mit Sorgfaltspflicht und
sauberer, gewissenhafter Recherche zu tun hat. Die im Westen geltenden
Grundwerte missachtet diese Art von Journalismus durchgehend. Im Falle
der Deutschen Welle steht zu befürchten, dass auf Kosten deutscher
Steuerzahler Programminhalte mit islamistischer Tendenz verbreitet
werden. Nach diesem Zitat bekam ich ein Hausverbot. Der Programmchef,
ich habe mit ihm gesprochen, der kennt natürlich die Vorwürfe. Dieser
Mann bezieht sich auf einen anonymen Brief eines Mitarbeiters, der auf
dem Tisch des Programmdirektors lag. Und daraufhin haben er und der
Chefredakteur von Fremdsprachen zu einer Vollversammlung der arabischen
Redaktion zusammengerufen. Ich war dabei und der Programmdirektor
betonte in der Versammlung, er sagte, es dürfe nicht die kleinste
Schattierung einer inhaltlichen Veränderung betreffend der Kommentare,
die von der Zentralredaktion der DW stammen, geben. Und mithin dürfte es
dort auch keinen Platz für die Verbreitung islamistischer Tendenzen geben.
Deggau: Herr Wali, kommen wir vielleicht noch einmal auf die Oper jetzt
zu sprechen. Wie empfinden Sie denn selbst diese geschilderten
Regietaten von Hans Neuenfels, der ist ja bekannt als Provokateur, wie
empfinden Sie das, wenn die Köpfe von Mohammed, Jesus und Buddha blutend
da aus dem Sack geholt werden? Beleidigt Sie das in Ihren religiösen
Gefühlen?
Wali: Mich beleidigt kein Künstler, was er macht. Und wie Heinrich Böll
gesagt hat: Die Kunst muss selber wissen, wenn geschossen wird, dann
wird auf sie geschossen. An ihrer Stelle, wenn ich Angst gehabt hätte,
dann hätte ich das nicht machen sollen, überhaupt diese Inszenierung.
Ich kann jetzt nicht mit einer Inszenierung anfangen, total davon
überzeugt, und danach kurzerhand sage ich das ab.
Deggau: Aber ich meine, man muss sich nun auch einmal ein bisschen in
die Situation hineinversetzen von Kirsten Harms: Sie bekommt Meldung,
dass das Haus gefährdet ist. Wie hätte sie reagieren sollen? Sie sagt ja
auch, wenn etwas passiert wäre, wäre sie natürlich verantwortlich
gewesen, das ist ein Dilemma.
Wali: Ja, dann will sie auch nächstes Jahr die Inszenierung
weiterführen. Dann wird das Gleiche passieren. Was wird sich ändern in
einem Jahr? Vielleicht ist die Situation schlimmer. Jetzt, durch die
Presse und durch diese Anmeldung, wissen viele, die nicht einmal wissen
sollten - wer geht in die Oper, es geht eine bestimmte Schicht. Und
jetzt weiß es die ganze Welt, auch einige, selbst Islamisten, werden
sagen, das ist eine gezielte Provokation. Man hätte das auch unter sich
machen können, aber jetzt durch die Öffentlichkeit ist die ganze
Geschichte rausgeflogen.
Deggau: Und dadurch, dass Kirsten Harms jetzt auch buckelt, dass sie
sich wirklich geschlagen gibt, hat sie natürlich auch Fundamentalisten
womöglich auf den Plan gerufen. Ist es denn so, dass der lange Arm
wirklich jetzt schon so weit rein reicht, dass die westlichen
Grundwerte, wie Meinungsfreiheit und Freiheit der Kunst, hier in Frage
gestellt werden?
Wali: Ja, ich habe Ihnen erzählt, wenn jetzt im arabischen Programm der
Deutsche Welle, dass man Hamas als islamische Widerstandsbewegung nennt.
Stellen Sie sich vor, dass Sie das machen, jetzt in Deutschlandradio.
Wie wäre da die Reaktion der Hörer? Ich meine, wenn Hamas als
wortwörtlich [
] auf arabisch die islamische Widerstandsbewegung, und
der Chefredakteur weiß das und der Chefprogrammdirektor, und alle im
Haus das wissen. Und derjenige, der das sagt, wird befördert sogar, zum
neuen TV Deutsche Welle, der neu gegründeten arabischen Redaktion, wird
befördert und arbeit dort. Dann erzählen Sie mir, wer hatte die Hand
hier in diesem Land.
Deggau: Selbstzensur, wo fängt sie an? Sie haben das ja wahrscheinlich
selbst auch erlebt. Wie verändert sie einen kreativen Menschen, den
Prozess der Arbeit?
Wali: Das ist, wenn man Angst hat, die Zensur fängt draußen erst einmal
an, und dann diese [unverständlich] schleicht sich ein, innerhalb der
Menschen. Und ich kenne das auch bei vielen Kollegen. Viele Kollegen,
die um ihr Brot kämpfen, viele haben Angst. Herr Struck oder der
Kulturminister können uns nicht garantieren, wenn jemand couragiert, wie
sie von uns verlangen, wenn jemand couragiert eintritt, dass er nicht
rausgeworfen wird, oder dass er nicht arbeitslos wird, oder dass ihm
nicht Gefahren lauern. Das können sie ihm nicht garantieren. Und deshalb
haben viele Kollegen auch Angst, den Mund aufzumachen.
Deggau: Aber wie ist es denn bei Ihnen? Wie ist es bei Ihnen, wenn Sie
jetzt - ich weiß nicht, schreiben Sie gerade an einem neuen Buch?
Wali: Ich schreibe jetzt an einem neuen Buch.
Deggau: Und dieses Gefühl der Selbstzensur, wie Sie es vielleicht im
Irak erlebt haben, das ist jetzt schon eine Weile her, dringt das
manchmal noch zu Ihnen vor? Dass Sie denken: Nein, das kann ich jetzt so
nicht schreiben, es könnte irgendwie etwas mit sich ziehen, was ich
jetzt gar nicht überblicke.
Wali: Manchmal kommt diese Stimme bei mir und gerade wenn ich diese
Stimme zuhöre, das provoziert mich wirklich, dass ich das Gegenteil
mache. Es ist, als ob ich gegen mich auch kämpfe, gegen diese Stimme,
die bei mir manchmal auftaucht, das ist legitim. Ich will jetzt nicht
heldenhaft von mir reden. Aber das tauchte im Irak, als ich da war -
diese Selbstzensur war drin und deshalb habe ich auch nicht geschrieben.
Ich habe zwei, drei Jahre, die letzten drei Jahre im Irak, geschwiegen,
also ich habe kein Wort geschrieben. Allein das war verdächtig, das war
verurteilt von der Regierung: Wieso hat er kein Wort geschrieben? Und
jetzt im Ausland, wo auch die Islamisten im Irak auf dem Vormarsch sind,
dann bekommt man Angst. Und hier, ich habe gedacht, in einem
demokratischen Land - wenn ich jetzt mit Verwandten, Freunden im Irak,
von den Islamisten hier in Europa rede, oder sie die Nachrichten lesen,
die schütteln den Kopf und sagen: Wo lebt Ihr, in Teheran? Glauben Sie
mir, als ich als Mitarbeiter der arabischen Redaktion der Deutschen
Welle gearbeitet habe, ich habe das Gefühl gehabt, ich arbeite in
Damaskus, unter der Führung der Baath-Partei.
Deggau: Aber Sie waren bei der Deutschen Welle. Najem Wali, ich danke
Ihnen sehr. Das war der Schriftsteller und Journalist, Najem Wali, aus
Hamburg. Auf Wiedersehen.
Wali: Ja, vielen Dank. Tschüss.
--
WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische
Entwicklungszusammenarbeit
e-mail: wadi.wien at gmx.at
website: www.wadinet.at
Tel.: 0699-11365509
Im Juni erschien die erste Ausgabe von: WADI-News,Schwerpunkt: Frauen im Irak. Wird kostenlos per Post zugeschickt, schreiben oder mailen Sie uns Ihre Adresse!
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Zwei Radio Ö1-Tips zum anhören: http://www.wadinet.at/Media/audio.php
Website mit weiteren Informationen zu Projekten von
Wadi und Veranstaltungshinweisen:
www.wadinet.at
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07 Presseinformation F13
Von: Angela Traussnig <angela at augustin.or.at>
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Presseaussendung des Augustin
Noch 13 Tage, dann ist es wieder einmal so weit! Ein Freitag der Dreizehnte
scheint in unserem Kalender auf. Durch verschiedene Aktionen und
Interventionen im öffentlichen Raum, machen AktivistInnen und KünstlerInnen,
wie z.B. Otto Lechner, Krzysztof Dobrek. Graffitiforscher Norbert Siegl
u.v.m, auf marginalisierte Menschen und deren Situation aufmerksam.
Freitag der Dreizehnte, für viele immer noch vermeintlicher Unglückstag,
wird seit 2002 Träger eines neuen Volxsbrauches:
Seit damals begehen verschiedene Gruppierungen (so auch der Augustin) und
Einzelpersonen unter dem Namen F13 diesen Tag als einen Glückstag für alle,
und im speziellen für jene, die aufgrund mangelnder Konsumkraft nicht auf
der gesellschaftlichen Bildfläche aufscheinen.
Durch verschiedene Aktionen und Interventionen im öffentlichen Raum werden
Forderungen wie etwa "Freifahrt für Obdachlose, SozialhilfeempfängerInnen,
Flüchtlinge und AsylwerberInnen" gestellt.
Die Einbeziehung der Betroffenen ist ein Grundprinzip von F13, es geht also
auch darum, Menschen eine Plattform zu bieten, auf welcher sie ihre
Bedürfnisse selbst aus- und ansprechen können.
Ein weiteres Grundprinzip besteht darin, dass F13 niemandem gehört, sondern
viel mehr eine Gesinnungsströmung ist, der sich jede und jeder anschließen
kann, um aktiv zu werden.
So entsteht auch die Diversität der einzelnen Aktionen, die am Freitag den
Dreizehnten die Stadt auf sich aufmerksam machen.
Diese Aktionen fühlen sich inhaltlich im Niemandsland zwischen Kunst und
Sozialem zu hause, und versuchen diese klare Abgrenzung aufzulösen.
Für den F13 im Oktober können wir daher auch wieder spannende, kritische,
unterhaltsame und subversive Aktionen ankündigen:
a.. Permanent Breakfast, 6., Bundesländerplatz, ab 9.30
b.. Aktion "Keine Gitter für Flüchtlinge", 8., Poilzeigefängnis Hernalser
Gürtel, 10 Uhr
c.. Es lebe das Akkordeon der Armen (mit Otto Lechner, Krzysztof Dobrek,
Martin Ljubenow, u.a.), Treffpunkt 11Uhr, Karlsplatzpassage, Ausgang
Resselpark
d.. F13 Street Art Safari, Treffpunkt um 14 Uhr in der Kassenhalle des
Bahnhofs Heiligenstadt
e.. Leben aus dem Müllcontainer, Treffpunkt um 16 Uhr vor dem Marktsamt am
Naschmarkt
f.. Pyjama-Demo für freies Schlafen, Treffpunkt um 16.30 Karlsplatz,
Bahnsteig der U4-Station
g.. Hübl bequemisiert Parkbänke, ab 18 Uhr, vor dem Eingang des
Amerlinghauses
h.. Feuer für Stenzltown, ab 18 Uhr am Stephansplatz
i.. Slow Forward , ebenfalls ab 18 Uhr am Stephansplatz
j.. F13 in Amstetten: Stadtsache, ab 18.30 im Arbeiterkammersaal Amstetten
Genaue Informationen zu den einzelnen Aktionen finden sie auf der F13
Homepage (www.f13.at), sowie im Anhang dieser E-Mail.
Und zum Abschluss lädt der Augustin zum F13 Fest ins Amerlinghaus, wo
Donnergott Frieslautenbach performen wird, die Niftys ordentlich aufgeigen
werden, und wir gemeinsam den F13 noch einmal feiern und ausklingen lassen
wollen.
Ab 18 Uhr im Amerlinghaus (Stiftgasse 8, 1070 Wien)
Wir ersuchen Sie, F13 in Ihrer Berichterstattung zu berücksichtigen, und
würden uns freuen, Sie beim Fest begrüßen zu dürfen.
Nähere Infos und Bildmaterial unter:
Redaktion Augustin (01) 587 87 90-10
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08 16.10. Silbernes Ehrenzeichen für Escribano
Von: GAMUEKL <office at gamuekl.org>
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Sehr geehrte Damen und Herren,
werte Redaktion,
wir freuen uns sehr, Ihnen mitteilen zu können dass die
Sängerin, Kabarettistin und seit über 50 Jahren hier beheimatete
Wahlwienerin
MARIE THÉRÈSE ESCRIBANO
Am Mo., 16. Oktober 2006
um 10 Uhr
im Wiener Rathaus / Stadtsenat Sitzungssaal
für ihr Lebenswerk mit dem
SILBERNEN EHRENZEICHEN DER STADT WIEN
ausgezeichnet wird.
Das Silberne Ehrenzeichen wird von Kulturstadtrat Dr. Andreas
Mailath-Pokorny
verliehen. Die Laudatio hält der bekannte Chirurg Dr. Johannes Poigenfürst,
der die Karriere der Escribano von Anbeginn an begleitet hat und ihr bis
heute ein guter Freund geblieben ist.
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09 [ZARA-presse] Einladung zur Diskussionsveranstaltung: Romakinder in der EU - BürgerInnen zweiter
Von: ZARA - Presse <presse at zara.or.at>
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Sehr geehrte Damen und Herrn,
ZARA möchte Sie auf folgende spannende und informative Veranstaltung hinweisen und würde sich über Ihren Besuch,
sowie einen redaktionellen Beitrag darüber sehr freuen.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung! Karin Bischof
Bei Fragen, Infos und für Ihre Anmeldung wenden Sie sich bitte an: barbara.liegl at zara.or.at
***
Einladung zur Podiumsdiskussion: Romakinder in der EU – BürgerInnen zweiter Klasse?
Eine Veranstaltung von der Internationalen Romani Union (JRU), dem Jüdischen Museum und ZARA-Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit
Mittwoch, 11. Oktober 2006, 18.00-20.00 Uhr
Jüdisches Museum, Palais Eskeles, Dorotheergasse 11, 1010 Wien
DiskutantInnen
Fevzije Bahar, Sprecherin der Internationalen Romani Union (JRU)
Ute Bock, Verein Flüchtlingsprojekt Ute Bock
Mag. Michael Braunsberger, Kriminaldirektion 1
Norbert Ceipek, Leiter der Drehscheibe Augarten (MA11)
Mag. Helmut Sax, Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte
Mag. Helmut Schüller, Universitätsseelsorger der katholischen Hochschulgemeinde Wien
Dr.in Brigitte Sindelar, Klinische Psychologin – Psychotherapeutin
Moderation
Mag.a Barbara Liegl, ZARA-Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit
Um Anmeldung bis 6. Oktober unter barbara.liegl at zara.or.at wird gebeten.
--
Unterstützen Sie unsere aktuelle Kampagne “clean politics - Keine Stimme für Rassismus“
und unterzeichnen Sie die Online-Petition unter: www.zara.or.at/cleanpolitics/
Karin Bischof
ZARA-Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit
Luftbadgasse 14-16
1060 Wien
Tel: ++43/1/929 13 99-18
Mobil: ++43/650/539 65 64
Fax: ++43/1/929 13 99-99
e-mail: karin.bischof at zara.or.at
web: www.zara.or.at
Bitte leisten Sie 6 Euro ZARA-Mitgliedsbeitrag im Monat (75 € für ein Jahr): Kto. 05211362800, BLZ 12000, BA-CA
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10 Europäischer Lesben- und Schwulenkongress 2008 in Wien - Auftakt zum 30-Jahr-Jubiläum der HOSI Wien
Von: Homosexuelle Initiative Wien <office at hosiwien.at>
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Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 2. Oktober 2006
Europäischer Lesben- und Schwulenkongress 2008 in Wien
Auftakt zum 30-Jahr-Jubiläum der HOSI Wien
Ende Oktober wird der europäische Lesben- und Schwulenverband ILGA-Europa auf seiner Jahrestagung in Sofia, Bulgarien, über den Austragungsort seiner Jahreskonferenz in zwei Jahren entscheiden. "Da bis zum Ende der Bewerbungsfrist nur die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien eine Bewerbung eingereicht hat, wird Wien den Zuschlag zur Abhaltung der ILGA-Europa-Tagung 2008 erhalten", freut sich schon jetzt HOSI-Wien-Generalsekretär Kurt Krickler, der auch Vorstandsmitglied der ILGA-Europa ist.
Würdiger Auftakt zum 30. Geburtstag der HOSI Wien
"Wir sind auch deshalb so erfreut, im Herbst 2008 die Tagung des europäischen Regionalverbands der 'International Lesbian and Gay Association' nach Wien zu holen, da sie ein toller Auftakt zum 30-Jahr-Jubiläum der HOSI Wien sein wird, das wir dann im Jahr darauf feiern werden", ergänzt Bettina Nemeth, Obfrau des 1979 gegründeten ersten Lesben- und Schwulenverbands Österreichs.
"Seit 1981 ist die HOSI Wien auch eine der aktivsten und engagiertesten Mitgliedsorganisationen der ILGA und seit 1996, als diese gegründet wurde, auch der ILGA-Europa", betont Krickler weiter. "Keine andere Organisation hat bisher schon so viele ILGA-Tagungen ausgerichtet wie die HOSI Wien." Als Austragungsort zweier Weltkonferenzen (1983, 1989), einer Regionaltagung für Ost- und Südosteuropa (1993) und dreier ILGA-Europa-Seminare (1999, 2000, 2001) hält die Bundeshauptstadt bereits jetzt den diesbezüglichen Rekord. "Allerdings", so Krickler, "fand noch nie ein ILGA-Europa-Jahreskongress in Wien statt."
Neue Regierung muss Eingetragene Partnerschaft bis 2008 einführen
"Wir hoffen", so HOSI-Wien-Obmann Christian Högl, "dass wir dann 2008 weitere innenpolitische Erfolge aufweisen können, wozu natürlich die rechtliche Anerkennung und Gleichstellung lesbischer und schwuler PartnerInnenschaften gehören. Wir erwarten daher von einer künftigen, SPÖ-geführten Regierung die Einführung der Eingetragenen PartnerInnenschaft noch vor 2008. Dieses Projekt muss Bestandteil jeder Koalitionsvereinbarung sein, egal ob es zu einer Regierungszusammenarbeit mit der ÖVP oder den Grünen kommt. Darüber hinaus hoffen wir, dass die Stadt Wien das Mahnmal für die homosexuellen NS-Opfer am Morzinplatz bis dahin errichtet haben wird."
HINWEIS: Ausführliche Informationen über die bisherigen Erfolge der HOSI Wien und ihr Engagement innerhalb der ILGA finden sich auf der entsprechenden Abteilung des Website der HOSI Wien unter: www.hosiwien.at/?page_id=4
Rückfragehinweis:
Kurt Krickler, Generalsekretär, Tel. (01) 5451310 oder 0664-5767466
Christian Högl, Obmann, Tel. 0699-11811038
Bettina Nemeth, Obfrau, Tel. 0699-11965265
office at hosiwien.at, www.hosiwien.at
ZVR-Nr.: 5245 34 408
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11 kanalB screening im Schikaneder Kino, 03.10.2006, 20:00
Von: Flo (kanalB) <flo at kanalB.org>
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jeden 1. Dienstag im Monat (außer im Dezemeber, da erst am 12.12) bei
freiem Eintritt.
diesesmal: nr_29: Das Gorlebengefühl:
Eine Videocollage als Beitrag zur kulturellen Landpartie.
Dieser wunderschöne Film beleuchtet den Atom-Widerstand im Wendland quer
durch alle Gesellschaftsschichten.
Ein Film der Videogruppe Bürgerinitative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg.
http://austria.kanalb.org/edition.php?clipId=78
ab 19:00 offenes Treffen: alle sind eingeladen sich aktiv bei kanalB zu
beteiligen!
Schikaneder
Margaretenstraße 24
A-1040 Wien
Tel. Kino: +43 (0)1 58 52 867 (täglich ab 18:00 erreichbar)
http://www.schikaneder.at
--
lg, flo
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pgpkey: http://kanalB.at/flo_kanalB.asc
fingerprint: 63F7 0F87 D8BD B54F 0C88 98BD 1592 D17B D246 4A5D
_______________________________________________
kanalb_at_newsletter mailing list
kanalb_at_newsletter at kanalB.org
http://kanalB.org/cgi-bin/mailman/listinfo/kanalb_at_newsletter
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12 que[e]r am 04.10.: Und alles nur aus Liebe!?
Von: Rosa Antifa Wien <raw at raw.at>
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Achtung: Neue Location!
Wipplingerstrasse 23 / 1010 Wien (die Stiegen hinunter)
###############
Mittwoch 4. Oktober:
Und alles nur aus Liebe!?
Ehen werden aus unterschiedlichsten Gruenden geschlossen - Liebe ist
einer davon, legalen Aufenthalt erlangen zu wollen, koennte ein weiterer
sein - waere dies nicht strafbar! Die Situation vor allem fuer Ehepaare
OesterreicherInnen / "Drittstaatsangehoerigen" hat sich durch das
Fremdenrecht 2006 massiv verschaerft - ist die Intention des
Gesetzgebers die Verhinderung binationaler Ehen?
Vortrag und Diskussion mit Filmspot und -ausschnitten zum weiten Feld
der Liebes- und anderer Ehen und zur staatlichen Überpruefung auf
Echtheit der Gefuehle
Veranstaltungsbeginn: 20:00
geoeffnet von 18:30-24:00
###############
Naechste Woche: queerbeograd - film/soliabend
Weitere Infos siehe:
http://raw.at/queer/
--
############ RAW #############
Rosa Antifa Wien
c/o Rosa Lila Tip
Linke Wienzeile 102
A-1060 Wien
AUSTRIA
-------------------------
E-Mail: raw at raw.at
Web: http://www.raw.at
Board: http://www.n3tw0rk.org
-------------------------
PGP-Key available here:
http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc
############ RAW #############
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13 Germinal Civikov: Der Milosevic-Prozess
Von: Promedia <promedia at mediashop.at>
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Der "Promedia Verlag" lädt zur Präsentation des Buches „Der Milosevic-Prozess“ von Germinal Civikov. Das Buch:
Germinal Civikov
DER MILOSEVIC-PROZESS
Bericht eines Beobachters
ISBN 3-85371-264-9, br., 216 Seiten, 13,90 Euro, 24,70 sFr.
Wann?
Donnerstag, 19. Oktober 2006, 20 Uhr
Wo?
Neues Institutsgebäude der Universität Wien (NIG), Hörsaal II
Universitätsstraße 7, 1010 Wien
Was?
Es diskutieren:
Germinal Civikov (Autor),
Heinz Vana (Rechtsanwalt)
Dario Brentin (Moderation)
Zum Buch:
Am 11. März 2006 wurde Slobodan Milosevic tot in seiner Zelle in Den Haag aufgefunden. Damit fand der so genannte „Prozess des Jahrhunderts“ gegen den Präsidenten des dritten und letzten Jugoslawien ein jähes, unerwartetes Ende. Der 1995 vom UNO-Sicherheitsrat ins Leben gerufene Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) hatte am 27. Mai 1999, mitten im Bombenkrieg der NATO gegen Belgrad, Anklage gegen den damaligen jugoslawischen Präsidenten wegen Kriegsverbrechen in der Provinz Kosovo erhoben. Im Oktober und November 2001 erweiterte das Tribunal die Anklageschrift auf Kriegsverbrechen und Vertreibungen in Kroatien 1991-1992 sowie auf Völkermord in Bosnien 1992-1995. Im Februar 2002 wurden die drei Anklagen zu einem Gesamtprozess gebündelt. Nach 300 Zeugen der Anklage lief seit September 2005 die Beweisführung der Verteidigung.
In der Essenz der Anklage warf der Strafgerichtshof Milosevic vor, eine kriminelle Vereinigung (Joint Criminal Enterprise) angeführt zu haben, die auf den Trümmern des zerfallenen Jugoslawien ein Groß-Serbien errichten wollte. Als Mittel zu diesem Zweck hätten Milosevic und seine Vereinigung die Kriege in Kroatien, Bosnien und im Kosovo entfacht, systematische ethnische Säuberungen durchgeführt und verschiedene Kriegsverbrechen verübt, darunter auch einen Völkermord in Bosnien. In seiner Verteidigung klagte Milosevic seinerseits die führenden westlichen Staaten an, politisch und militärisch die separatistischen Kräfte unterstützt und auf diese Weise den blutigen Zerfall Jugoslawiens vorangetrieben zu haben.
Germinal Civikov, während des Prozesses von Beginn an als Journalist anwesend, berichtet in diesem Buch vom Verlauf und Wesen des Verfahrens, wie er es beobachtet hat. Die Beweisführung der Anklage erfuhr ein komplettes Fiasko, das Verfahren erwies sich als politischer Schauprozess, in dem Richter und Ankläger in ihren Rollen oft nicht zu unterscheiden waren, während die so genannte „Wahrheitsfindung“ zu einer Farce geriet, deren Drehbuch politischen Vorgaben folgte. Alles in allem war es ein der europäischen Rechtsstaatlichkeit und der strafrechtlichen Kultur wesensfremder Prozess, den schon aus diesem Grund die Öffentlichkeit nie hätte zulassen dürfen.
Zum Autor:
Germinal Civikov ist 1945 in der bulgarischen Donaustadt Russe geboren und lebt sein 1975 in den Niederlanden. Er hat in Sofia und Leiden Germanistik und Slavistik studiert und war bis 2004 Redakteur bei der Südosteuropa-Redaktion der „Deutschen Welle“. Seine kritischen Beobachtungen zum Milosevic -Prozess veröffentlicht der Autor seit 2002 in zahlreichen Artikeln für niederländische, deutsche und bulgarische Zeitungen. 2004 war er am dreiteiligen Dokumentarfilm „Der Fall Milosevic“ beteiligt, den der Regisseur Jos de Putter für das niederländische Fernsehen gedreht hat und der dort mehrmals zu sehen war.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen.
Mit freundlichen Grüßen
Hannes Hofbauer / Promedia Verlag
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14 ltnc salon tv - join the stream!
Von: ursprung <ursprung at mur.at>
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ltnc (lady tigers night club) presents as part of IMA at City of Women 2006, Ljubljana:
Salon TV
Experimental Internet TV Streaming Project
Participating artists:
DIVANOVA 06, Bettina Fabian, Sol Haring, Anita Hofer, Reni Hofmüller, Ursula Kiesling, Peter Mörth, Andrea Schlemmer, Maki Stolberg, Eva Ursprung and guests.
Streamings:
6 – 8 October 14:00 – 15:00
6 October 17:00 – 24:00 IMA-Salon
http://ltnc.mur.at/
Streaming studio: Kiberpipa, Zavoda K6/4, Kersnikova 6, SL-1000 Ljubljana, www.kiberpipa.org
Remote stations: Machfeld Studio,Max Winter-Platz 21/1, A-1020 Vienna, www.machfeld.net
SMARTlab/UEL (London), www.uel.ac.uk/
ESC im Labor, Jakoministrasse 16, 8010 Graz, http://esc.mur.at/
Thanks to: IMA (Institut für Medienarchäologie), www.ima.or.at; City of Women, www.cityofwomen-a.si and to all our partners and activists.
With friendly support of: Land Steiermark Kultur. Kulturamt der Stadt Graz, Frauenreferat der Stadt Graz
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MELDUNGEN UND MEINUNGEN
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15 ASt - Unsere Haltung zur ÖGB-Mitgliederbefragung 2006
Von: ASt-LFI <ast-lfi at gmx.net>
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Wie können wir die Gewerkschaften verändern?
Unsere Haltung zur ÖGB-Mitgliederbefragung 2006
Von Martin Seelos
(aus: Red Newsletter Nr. 231, Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 2. Oktober 2006, www.arbeiterinnenstandpunkt.net)
Bis zum 18. Oktober 2006 sollte jeder, dem etwas an einer Veränderung des ÖGB liegt mitmachen. Auch Arbeiter, Schüler und StudentInnen, die noch nicht Mitglied bei einer Gewerkschaft sind, können daran teilnehmen: (Der Fragebogen kann im Internet unter http://www.oegbreform.at heruntergeladen werden)
Seit Jahrzehnten ist der ÖGB das Synonym für Sozialpartnerschaft. Sozialpartnerschaft ist das Synonym für die Unterordnung der Arbeiterklasse unter die Unternehmer. Diese Unterordnung konnte nur existieren, weil die Gewerkschaftsmitglieder im ÖGB nichts zu reden hatten. Sie hatten nichts zu reden, weil eine Funktionärsschicht (wir sagen dazu „Bürokratie“) alles unter sich ausmachte.
Nur so war die ungeheuerliche Verstrickung der ÖGB-Führung unter Verzetnitsch mit den Karibikspekulationen der BAWAG möglich. Als dies aufflog, schlitterte der ÖGB in die stärkste politische, moralische und finanzielle Krise seit einem halben Jahrhundert. Verzetnitsch machte Rudolf Hundstorfer Platz, der die finanzielle Gesundung einleiten sollte (mittels Verkauf der BAWAG P.S.K. u.ä.).
Weshalb Mitgliederbefragung?
Die neue ÖGB-Führung ist aber nicht wirklich gefestigt. Die Mitgliederbefragung soll dem ÖGB-Präsidium den Nimbus eines Aufbruchs und moralischen Neubeginn verschaffen. Ein wirklicher Neubeginn kann freilich nur von der Gewerkschaftsbasis kommen: Mit einem harten und entschlossenen Programm: Gegen jedes Nachgeben, für militante Kampfmassnahmen (Streiks) und Arbeiterdurchschnittslohn für Gewerkschaftsfunktionäre.
Einzig die ÖGB-Mitgliederbefragung ist diese Erneuerung nicht. Ihre Ergebnisse sind nicht bindend, die Fragen zu allgemein gehalten. Nötig ist der Druck auf die Betriebsräte, Komitees an der Basis, um den Widerstand in den Betrieben gegen die Unternehmerdiktatur zu koordinieren. Nötig sind Fraktionsarbeit in FSG, GE und GLB (wo diese die besten Arbeiter und Gewerkschafter an der Basis organisieren) und ähnliches mehr. Jede Möglichkeit, auch nur den geringsten Druck für eine „Militarisierung“ der Gewerkschaften auszuüben, muss unbedingt genutzt werden. Gerade in Österreich sind solche Gelegenheiten selten genug.
Wird bei der ÖGB-Befragung publik, dass möglichst viele eine klassenkämpferische Perspektive wollen, so ist dies immerhin ein erster Schritt in die richtige Richtung.
Die wichtigen Fragen
Die Punkte 2 und 3 der Befragung – was Du bisher schon von Gewerkschaft bzw. Betriebsrat hattest – kann natürlich nur jeder individuell beantworten.
Unter Punkt 4 wird gefragt „Wie wichtig sind aus Ihrer Sicht die folgenden Aufgaben für die Gewerkschaft?“. Folgende Aufgabe ist die wichtigste: „Konfliktaustragung, Organisation von Streiks und anderen gewerkschaftlichen Kampfmassnahmen“ – dies sollte uns „sehr wichtig“ sein. Dafür sollte „gesellschaftlicher Interessensausgleich, Wirken in der Sozialpartnerschaft“ mit „gar nicht wichtig“ abgewertet werden. Dass nämlich die Sozialpartnerschaft die Gewerkschaften lähmt, an die Unternehmer bindet und zum abgehobenen Bonzenunwesen a la Verzetnitsch führt, sollte doch spätestens jetzt klar sein.
Genauso sollte bei Punkt 7 - „Wie soll die Gewerkschaft die Interessen der ArbeitnehmerInnen gegenüber der Regierung und der Arbeitgeberseite in Zukunft vertreten?“ – „...eher kämpferisch“ angekreuzt werden.
Das ist das wichtigste.
Darüber hinaus sollten folgende Ziele der Punkte 4. und 6. mit „sehr wichtig“ bewertet werden:
• „Vertretung von atypischen Beschäftigungsgruppen (frei DienstnehmerInnen, Neue Selbstständige usw.)“
• „Sprachrohr für benachteiligte Gruppen in Arbeitswelt und Gesellschaft“
• „Mehr direkte Demokratie und Mitbestimmungsmöglichkeiten (z.B. Urabstimmungen, regelmäßige Mitgliederbefragungen)“
• „Internationalisierung, grenzüberschreitende Gewerkschaftsarbeit“
• „EngereZusammenarbeit mit sozialen Organisationen sowie mit Menschenrechts-, Umweltschutz- und 3.-Welt-Gruppen“
Die Punkte 1. und 5. – die eine globale Bilanz der ÖGB-Arbeit befragen – sollten klarerweise nicht mit „sehr zufriedenstellend“, „eher zufriedenstellend“, „sehr gut“ oder „eher gut“ beantwortet werden. Denn das wäre für die Gewerkschaften ein Signal, dass kein Bedarf an Änderungen existiert. Die Bürokratie würde dies gegenüber den Mitgliedern als Argument verwenden werden, dass es so weiter gehen kann.
Viele andere in der Mitgliederbefragung angeführten Aufgaben der Gewerkschaften wie etwa „Verhandeln von Kollektivverträgen...“ oder „Absicherung kollektivvertraglicher Rechte...“ sind natürlich ebenfalls wichtig. Aber diese Sachen macht der ÖGB ja so oder so ständig, das gehört zum täglichen Geschäft einer jeden Gewerkschaft. Hier ist also kein Änderungsbedarf gegeben. Diese Aufgaben sollten daher auch nicht mit „sehr wichtig“ bewertet werden, um die oben genannten „sehr wichtigen“ Ziele (Streiks usw.) besser hervorzuheben.
Es geht ja bei der Mitgliederbefragung nicht um eine wissenschaftlich akkurate Aufzählung, was die Gewerkschaften alles machen, sondern es geht darum, die Notwendigkeit einer Trendwende aufzuzeigen und den Bürokraten a la Hundsdorfer unter die Nase zu reiben.
Vorwärts, für einen klassenkämpferischen ÖGB!
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16 ASt - Erfolgreiche Demonstration gegen Krieg und Besatzung im Nahen Osten
Von: ASt-LFI <ast-lfi at gmx.net>
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Wien 30. September:
Erfolgreiche Demonstration gegen Krieg und Besatzung im Nahen Osten
(aus: Red Newsletter Nr. 231, Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 2. Oktober 2006, www.arbeiterinnenstandpunkt.net)
Vergangenen Samstag, dem 30. September, demonstrierten in Wien 300 Menschen gegen Krieg und Besatzung im Nahen Osten. Damit wurde ein weiteres wichtiges Zeichen gegen die Kriegsoffensive der imperialistischen Großmächte im Nahen Osten gesetzt, der bislang Palästina, Afghanistan, Irak und Libanon und demnächst vielleicht auch noch der Iran zum Opfer gefallen sind.
Unsere Demonstration fand vor dem Hintergrund der internationalen Aktionswoche der Antikriegsbewegung statt. Höhepunkt dieser Aktionswoche war zweifellos die Großdemonstration in der britischen Stadt Manchester am 23. September mit 60.000 TeilnehmerInnen – der größten Demonstration in dieser Stadt seit 1848.
Auch wenn unsere Demonstration im Vergleich dazu natürlich viel kleiner war – nicht zuletzt auch aufgrund des alles überlagernden Nationalratswahlkampfes – bewerten wir die Demonstration als Erfolg. Es gelang uns einen politisch breiten UnterstützerInnenkreis zu gewinnen. So riefen für die Demonstration neben ArbeiterInnenstandpunkt und REVOLUTION u.a. auch so politisch unterschiedliche Kräfte auf wie Franz Stephan Parteder (Landesvorsitzender der KPÖ-Steiermark), die Libanesische Gemeinde, Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost, die Steirische Friedensplattform, die Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialismus Tirol, die Palästinensische Gemeinde sowie das Palästina-Forum, Leo Gabriel und Hermann Dworczak sowie die Kommunistische Initiative, die Antiimperialistische Koordination und der Arabischer Palästina-Club (eine vollständige Liste der UnterstützerInnen findet sich auf unsere Homepage unter http://arbeiterinnenstandpunkt.net/phpwcms/index.php?id=0,136,0,0,1,0)
ArbeiterInnenstandpunkt und REVOLUTION waren auch diesmal wieder mit einem lautstarken, kämpferischen und gut organisierten Block mit rund 60 AktivistInnen vertreten. Fast alle von ihnen waren Jugendliche, darunter viele SchülerInnen und ImmigrantInnen. Mit unseren Losungen, Liedern sowie in der Rede unserer Sprecherin, Nina Gunic, bekräftigten wir unsere Standpunkte: Konsequent gegen den imperialistischen Krieg, Solidarität mit dem Widerstand der unterdrückten Völker und für eine internationalistische, sozialistische Perspektive der Revolution, um ein für alle Mal Schluß zu machen mit Krieg und Besatzung.
Die Demonstration war ein positiver Schritt für die zukünftige Arbeit gegen die Offensive der imperialistischen Kriegstreiber und wir wollen daher die Zusammenarbeit mit den anderen Organisationen im Bündnis fortsetzen. Ebenso bestätigte die Erfahrung bei der Mobilisierung für die Demonstration an verschiedenen Schulen Wiens unsere Ansicht, daß es unter Jugendlichen – und hier besondern auch unter Immigrantenjugendlichen – ein großes Interesse an politischen Aktivitäten gibt. In diesem Sinne werden wir daher unsere Arbeit fortsetzen.
Die Rede von Nina Gunic kann auf unserer Homepage www.arbeiterinnenstandpunt.net als Audiofile heruntergeladen werden. (http://arbeiterinnenstandpunkt.net/phpwcms/download.php?7d61db3bb3d06052810ba0c3cfd6d4a2)
Dort finden sich ebenso zahlreiche Bilder von der Demonstration und dem Block von ASt und REVOLUTION.
Ebenso hat auch die Palästinensische Gemeinde viele Photos von der Demonstration veröffentlicht (http://www.palaestinensische-gemeinde.at)
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17 Petition gegen Sexismus in der Arena
Von: mnt at public-files.de <mnt at public-files.de>
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bitte weiterleiten und unterschreiben:
http://www.arena-ohne-sexismus.at.tt
lg
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18 NRW/Steiermark/Stellungnahme/Parteder/KPÖ
Von: KPÖ Steiermark <kpoe_stmk at hotmail.com>
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Pressemitteilung der steirischen KPÖ
Graz, am 1. Oktober 2006-
Nationalratswahl: Steirische KPÖ zieht positive Bilanz
Das wichtigste Ergebnis dieser Nationalratswahl ist die Abwahl von
Bundeskanzler Schüssel und seines Wirtschaftsministers Bartenstein.
Die steirische KPÖ erzielte unter diesen Bedingungen das beste Ergebnis bei
einer Nationalratswahl seit dem Jahr 1962.
Mit 13.180 (7.081) Stimmen (ohne Wahlkarten) und 1.90 (0,97) % hat die
steirische KPÖ auch bei dieser Wahl gezeigt, dass die anderen politischen
Kräfte mit ihr rechnen müssen.
Der steirische KPÖ-Vorsitzende Franz Stephan Parteder nannte dieses
Abschneiden am Sonntag Abend eine wichtige Etappe auf dem Weg der
steirischen KPÖ: „Dazu hat die gemeinsame Arbeit unserer GenossInnen und
Freunde in allen steirischen Bezirken beigetragen.
Wir haben die Frage der Umverteilung von oben nach unten auf die
Tagesordnung gesetzt und werden eine neue Bundesregierung mit unseren
Forderungen konfrontieren. Wir werden immer für die arbeitenden Menschen da
sein und an ihrer Seite stehen, wenn massive soziale Verschlechterungen
geplant werden.“
KPÖ-Steiermark
Lagergasse 98 a
8020 Graz
Tel.: 0316 71 24 36
Fax 0316 71 62 91
email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com
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19 Cursos de Alemán
Von: Dachverband Lateinamerikanischer Vereine <e.medina at dvlatinos.org>
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?Federico:
Apreciados amigos:
El "Dachverband Lateinamerikanischer Vereine" ofrece cursos de Alemán de acuerdo a los criterios del "Integrationsvertrag" que son exigidos de acuerdo a la nueva ley de inmigración. Estos cursos son especialmente concebidos para personas latinoamericanas y son subvencionados por el magistrado 17 y por ello solo se paga 10€ fijos (una sola vez!). Y 1€ por unidad de clase.
Sí desean inscribirse o tienen conocidos que deseen asistir, regístrense por esta misma vía, tenemos todavía vacantes.
Hay dos tipos de cursos:
-Curso "Anfänger 1" para personas sin ningún conocimiento previo del idioma alemán:
El curso se inició el Lunes 25 de septiembre y se realizará los días lunes y miércoles de 19:00 a 21:00 horas en el Verein Basena, Wolfgangschmälzlgasse 12, 1020 Wien. U1 hasta Praterstern y una estación con el tranvía 21 dirección "Messegelände".
-Curso "Anfänger 2" para personas con conocimientos básicos del idioma alemán y que quieren profundizar y mejorar la base ya adquirida en cursos anteriores:
El curso se inició el miércoles 27 de septiembre. El curso se llevará a cabo los días martes y jueves de 19:00 y 21:00 horas en el Verein Basena, Wolfgangschmälzlgasse 12, 1020 Wien.
Ciao, Edgar
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C) EDITORIAL
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Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND
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Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage:
* Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr *
* Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" *
* Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf *
* Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie.
Aber kurz und prägnant.*
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Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mo 5 Uhr
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