widerst at nd! - MUND: Samstag, 25.11.2006

MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst analle at no-racism.net
Fr Nov 24 22:30:59 CET 2006


widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
    www.no-racism.net/mund

MedieninhaberInnen seid Ihr!

Samstag, 25.11.2006

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A) INHALT
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AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN
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01 24.11.-23.12.: wärmespender unterstützt LEFÖ
"lefoe info" <info at lefoe.at>
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02 24.11.: Antikapitalismus von rechts?
"agm" <agm at agmarxismus.net>
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03 29.11.: Erstpräsentation der "Bibel in gerechter Sprache" in Österreich
Evangelische Akademie Wien <akademie at evang.at>
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04 5.12.: Einladung zur Jahreshauptversammlung
aktion at gegendenantisemitismus.at
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MELDUNGEN UND KOMMENTARE
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05 Offener Brief aus dem EKH an den FSW!!
ekhaus at med-user.net
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06 HOSI Wien schockiert über ÖVP- und FPÖ-Beiträge zur Pflegeeltern-Debatte
Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien <office at hosiwien.at>
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07 Forderungen an die Kunst- und Kulturförderpolitik
Kulturrat Österreich <contact at kulturrat.at>
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08 Abschiebung,  Ertrinken und Geldnot verhindern
"SOS Mitmensch" <info at sosmitmensch.at>
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09 SWIFT: Illegal ja, aber wie?
q/depesche" <depesche at quintessenz.org>
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SOLIDARITÄT WELTWEIT
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10 Lieber hybrid. Der Konflikt in Darfur
WADI Austria <wadi.wien at gmx.at>
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11 Heiligendamm -- Genua
Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe
<gipfelsoli-l at lists.nadir.org>
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12 UN-Tag gegen Gewalt gegen Frauen: 500 Opfer von  Gewaltverbrechen in Kanada
"GFBV Hans Bogenreiter" <hans.bogenreiter at gfbv.at>
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13 EU-Russlandgipfel: Gedenkminute für Politikoskaja und Litvinenko gefordert
"GFBV Hans Bogenreiter" <hans.bogenreiter at gfbv.at>
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LINKS / VERWEISE / HINWEISE
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14 Unterschriften für Esther und Christian
office ehe ohne grenzen <office at ehe-ohne-grenzen.at
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B) TEXTE
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AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN
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01 24.11.-23.12.: wärmespender unterstützt LEFÖ
"lefoe info" <info at lefoe.at>
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Sehr geehrte VertreterInnen der Presse!

Wir möchten folgende Veranstaltung ankündigen:

Die Aktion wärmespender (http://www.waermespender.at) verbindet -
bereits zum 4. Mal - künstlerische Intervention, soziale Anliegen
und Wirtschaftspartnerschaften zu einem vernetzten
Wärmekreislauf.

Der wärmespender 06 steht von 24. November bis 23. Dezember
täglich von 16 bis 24 Uhr am Karlsplatz/Resselpark in Wien. In
dieser Zeit werden Suppen der Wiener Haubengastronomie
ausgeschenkt. Wiener Szeneclubs bespielen den wärmespender mit
ihrer Musik.

Die Aktion wärmespender spendet damit für den Verein LEFÖ.

LEFÖ arbeitet als Migrantinnenorganisation seit über 20 Jahren in
Wien und setzt sich u.a. für die Rechte von Sexarbeiterinnen ein.
Seit Anfang der 1990er Jahre arbeitet LEFÖ als erste Organisation
in Österreich mit und für Sexarbeiterinnen und fordert Rechte für
Sexarbeiterinnen und eine Anerkennung ihrer Selbstbestimmung als
Frauen und Migrantinnen. Die Finanzierung von LEFÖ ist immer
wieder akut gefährdet.

Durch die Aktion wärmespender können Sie die Arbeit von LEFÖ
unterstützen.

wärmespender

suppe + soul

DJs von sieben Wiener Connaisseur Clubs präsentieren ihr
Musikprogramm. All Directions Soul!

Sieben Köche der Wiener Hauben- und Szenegastronomie kochen dazu
ihre ausgewählte Suppe.

Karlsplatz/Resselpark | 24 November bis 23 Dezember | täglich von
16 bis 24 Uhr

Infos: http://www.waermespender.at/, http://www.lefoe.at/

Rückfragen: info at lefoe.at, 01-581 18 81, Faika Anna El-Nagashi


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02 24.11.: Antikapitalismus von rechts?
"agm" <agm at agmarxismus.net>
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Veranstaltung von AL/AGM-Jugend

"Antikapitalismus" von Rechts
Von SA bis NPD: Das Elend des nationalen "Sozialismus"
Fr, 24. November 2006, 19 Uhr
Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 Wien

Veranstaltung von AGM/AL-Betrieb

ÖGB und AK
Die Entwicklung der Gewerkschaftsbewegung in Österreich
Fr, 24. November 2006, 19 Uhr
Berfin (Hinterzimmer), Siebensterngasse 46, 1070 Wien

Die Einleitung zu unserer Broschüre zur ungarischen Revolution
1956 gibt es auf unserer website nun auch in italienischer
Sprache:
http://www.agmarxismus.net/ital/ung56_it.htm
<http://service.gmx.net/de/cgi/derefer?DEST=http%3A%2F%2Fwww.agmarxismus.net%2Fital%2Fung56_it.htm>


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03 29.11.: Erstpräsentation der "Bibel in gerechter Sprache" in Österreich
Evangelische Akademie Wien <akademie at evang.at>
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Presseinfo der EVANGELISCHE
AKADEMIE WIEN 

Religion/Gesellschaft

Bibellesen wird wieder spannend
Erstpräsentation der "Bibel in gerechter Sprache"
in Österreich

Am 29.11.2006 wird um 19.30 im Kardinal König Haus nach einer
5jährigen Übersetzungs- Diskussions- und Erprobungsphase die
"Bibel in gerechter Sprache" nun der Öffentlichkeit in Österreich
vorgestellt.

Das Motiv der mehr als 40 ÜbersetzerInnen war eine Sprache zu
finden, die dem Original wie der Sprache unserer Zeit sowie
Frauen und Männern gerecht wird und Sensibilität für das
christlich-jüdische Gespräch zeigt. Zusätzlich macht die "Bibel
in gerechter Sprache" soziale Gegebenheiten in biblischen Zeiten
deutlich.

Die erste Auflage war in wenigen Tagen vergriffen, gleichzeitig
aber hat auch eine heftige Kritik an diesem epochemachendem
Projekt eingesetzt. In einer Diskussion werden über die
Motivationen für die neue Bibelübersetzung, die Entstehung und
die Gegenstimmen diskutiert.
Am Podium:
OKR Dr. Michael Bünker (Evang. Kirche Österreich), Dr. Luise
Metzler (Projektleiterin),
Dr. Ursula Rapp (kath. Theologin, Übersetzerin der BigS) 
Moderation: Dr. Ursula Baatz

AUSGEBUCHT: Am Nachmittag (ab 15.00
Uhr) besteht die Gelegenheit, in Workshops, geleitet von
Übersetzerinnen und mit dem Projekt vertrauten Theologinnen spezielle
Textstellen und Besonderheiten der Bibel in gerechter Sprache zu
bearbeiten.

Ort: Kardinal König Haus, Kardinal König Platz 3, 1130 Wien

Veranstaltet von:
Evangelische Akademie Wien
Evangelische Frauenarbeit i.Ö.
Karholische Frauenbewegung
Kardinal König Haus

Rückfragen an:
Georg Nuhsbaumer, Kardinal König Haus
Tel:  01- 8047593-639, Email: nuhsbaumer at kardinal-koenig-haus.at
oder Waltraut Kovacic, Evangelische Akademie
Tel: 01-4080695-24, Email: w.kovacic at evang.at

Evangelische
Akademie Wien
Blumengasse 4/10
A-1180 Wien
Tel.: 01/ 408 06 95-0
Fax: 01/ 408 06 95-33
e-Mail: akademie at evang.at 
http://www.evang.at/akademie


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04 5.12.: Einladung zur Jahreshauptversammlung
aktion at gegendenantisemitismus.at
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Aktion gegen den Antisemitismus in Österreich
c/o DÖW, Wipplingerstr. 6-8, 1010 Wien, Tel: +43-1-2289469 /
329 oder 317
aktion at gegendenantisemitismus.at
http://www.doew.at/aktuell/aktion/aktion.html

Sehr geehrtes Mitglied!
Werte KollegInnen!

Im Auftrag von Kammerschauspielerin Elisabeth Orth lade ich Sie
für Dienstag, 5. Dezember 2006, 17 Uhr, zur
Generalversammlung der Aktion gegen den Antisemitismus in
Österreich ein. Die Generalversammlung findet im
Veranstaltungsraum der permanenten Ausstellung des DÖW
statt: 1010 Wien, Altes Rathaus, Wipplinger Str. 6-8, Eingang im
Hof.

Tagesordnung:

1. Tätigkeitsbericht
2. Kassabericht
3. Bericht der Kontrolle und Entlastung des Vorstandes
4. Neuwahl des Vorstandes
5. Anpassung der Vereinsstatuten an das aktuelle Vereinsrecht
6. Allfälliges

Im Anschluss an die Generalversammlung laden wir Sie herzlich
zu einem Vortrag im Veranstaltungsraum um 18 Uhr ein:

Mag.a Elisabeth Kübler:
"Pluralismus oder Philosemitismus ¯ Antisemitismusbekämpfung
in Europa"

Mit freundlichen Grüßen

Christine Schindler
Generalsekretärin



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MELDUNGEN UND KOMMENTARE
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05 Offener Brief aus dem EKH an den FSW!!
ekhaus at med-user.net
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Offener Brief an den Fond Soziales Wien (FSW) z.H.Peter Hacker
Kopien ergehen an ENOLA (Tochterfirma der PORR), Bürgermeisterbüro,...

Fond Soziales Wien
Guglg 7-9 Top 130
1030 Wien

Wien 23.11.2006

Sehr geehrter Herr Peter Hacker,

Seit nunmehr 1 Jahr und 6 Monaten verhandeln VertreterInnen des
Ernst Kirchweger Hauses (EKH) mit Ihnen persönlich als Vertreter
des Fond Soziales Wien (FSW) über den Erhalt und die Zukunft des
EKHs.

Nach mehreren Absagen von Verhandlungsterminen Ihrerseits sehen
sich die NutzerInnen, MieterInnen und BewohnerInnen der
Liegenschaft weiterhin in einer rechtlich prekären Situation. Die
nicht eindeutig klargelegten Besitzverhältnisse, das
Stillschweigen der angeblich neuen Eigentümer und deren
unbekannte Absichten, sowie die ständigen Aufschübe des
konkreten, konstruktiven Abschlusses der Verhandlungen stellen
für alle  am Projekt Arbeitenden und Lebenden eine Bedrohung
besonderen Ausmaßes dar. Alle Vereinbarungen seitens der im
Projekt "EKH" Beteiligten sind seit Monaten erfüllt. Dennoch
herrscht weiterhin Unklarheit betreffend unserer Zukunft. Ihr
Schweigen trägt erheblichen Anteil daran.

Wir fordern daher von Ihnen ,dem Verhandlungspartner der Stadt
Wien (Fond Soziales Wien) und dem derzeitigen Eigentümer bis
spätestens 5 Dezember 2006:


- Klarheit über die Besitzverhältnisse
- Offenlegung der Kaufverträge und sämtlicher Nebenvereinbarungen
- sofortigen Wechsel des Eigentümeranwalts Dr.Hübner und die
Einstellung sämtlicher Verfahren, insbesondere der Räumungs- und
Exekutionsverfahren
- unbefristete Mietverträge für sämtliche noch nicht vermieteten
Bereiche der Liegenschaft
- Die Gründung des bereits ausgearbeiteten Trägerverein
- sofortigen Wechsel der Hausverwaltung

Verein zum Erhalt des Ernst Kirchwegerhaus
ATIGF, DIDF, Verein für Gegenkultur, Infoladen , Infoladen
Archiv, Bibliotheksgruppe, Druckwerkstatt, Hausfrauen,
Wohnbereichskollektive 2,3,4 Stock, Dachverband der serbischen
Vereine, Volxtheater Favoriten, Medienwerkstatt,
d.constructionsite, Underdogfilmfest, Cactüss (Zeitungsprojekt),
Subversive Kantine , Mittwochspolitbeisl, Ranzibar, Proberaum,
Weiberfrühstück, Fahrradwerkstatt, Tonstudio, Food not Bombs
Gruppe

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06 HOSI Wien schockiert über ÖVP- und FPÖ-Beiträge zur Pflegeeltern-Debatte
Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien <office at hosiwien.at>
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HOSI Wien schockiert über ÖVP- und FPÖ-Beiträge zur Pflegeeltern-
Debatte

"Wir sind entsetzt über das unglaublich tiefe Niveau der Beiträge
von ÖVP und FPÖ in der heutigen Debatte zu ihren fast gleich
lautenden Anträgen im Wiener Landtag betreffend
Pflegeelternschaft", erklärt Bettina Nemeth, Obfrau der
Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien. "Die beiden Rechtsparteien
wollen mit ihren Anträgen eine Änderung des Wiener
Jugendwohlfahrtsgesetzes dahingehend erreichen, dass
Pflegeelternschaft in Hinkunft nur mehr für heterosexuelle Paare
bzw. Einzelpersonen möglich ist. Die Begründungen einzelner
Abgeordneter sind wirklich haarsträubend, sie ergehen sich in
pseudowissenschaftlichen Erörterungen und bedienen verzopfte
Vorurteile aus der Mottenkiste. Es ist kaum zu glauben, welche
Ignoranz hier wieder zutage kommt, die zahlreichen
internationalen Studien zu diesem Thema diametral widerspricht.
Wir gehen davon aus, dass der Wiener Landtag diesen Anträgen eine
klare Absage erteilen wird."

ÖVP zeigt wahres Gesicht

"Dieser ÖVP-Vorstoß zeigt einmal mehr, dass sich in dieser Partei
letztlich immer die reaktionären Hardliner durchsetzen", ergänzt
HOSI-Wien-Obmann Christian Högl. "Die liberalen Stimmen innerhalb
der ÖVP wurden wieder mundtot gemacht." Nach dem Start der
Kampagne der Gemeinde Wien Anfang November, verstärkt
gleichgeschlechtliche Paare und Alleinerziehende als Pflegeeltern
zu gewinnen, hatte etwa ÖVP-Landtagsabgeordnete Ingrid Korosec
noch erklärt, sie könne sich gleichgeschlechtliche Paare als
Plegeeltern durchaus vorstellen, dies sei besser als die
Unterbringung in einem Waisenheim. "Auch das liberale Mäntelchen,
das sich der Wiener ÖVP-Obmann Johannes Hahn vor Wahlen gerne
umhängt, wurde gleich beim ersten Windstoß wieder weggeweht.
Entlarvend!"

Rückfragehinweis:
Bettina Nemeth, Obfrau: Tel. 0699-11965265
Christian Högl, Obmann: Tel. 0699-11811038
Kurt Krickler, Generalsekretär: Tel. (01) 5451310 oder 0664-5767466
office at hosiwien.at, www.hosiwien.at
ZVR-Nr.: 5245 34 408


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07 Forderungen an die Kunst- und Kulturförderpolitik
Kulturrat Österreich <contact at kulturrat.at>
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_______/ PRESSEMITTEILUNG
_______/ Kulturrat Österreich

__/ Verzögerung der Regierungsbildung gefährdet Planungssicherheit!
__/ Forderungen an die Kunst- und Kulturförderpolitik

_______/ http://kulturrat.at/

Wenn SPÖ und ÖVP in dieser Woche erneut ihre Verhandlungen zur Bildung
einer großen Koalition aufnehmen, werden auch wichtige Entscheidungen
für die österreichische Bundeskulturpolitik getroffen.

Die Verantwortung für die Kunst-, Kultur- und Medienentwicklung darf
dabei nicht zum Spielball der Ressortverteilung werden, sondern es
bedarf einer Verankerung in einem eigenständigen Ministerium, wie es von
den Kunstschaffenden seit langem gefordert wird. Die Qualität und
Weiterentwicklung der österreichischen Kunst-, Kultur- und
Medienlandschaft wird nicht zuletzt von einer angemessenen, d.h.
deutlich erhöhten budgetären Ausstattung abhängen. Für die
zeitgenössische Kunst fordert der Kulturrat Österreich eine Erhöhung des
Budgets auf 0,5% des Staatshaushaltes.

Ein besonderes Augenmerk hat der Transparenz und der Zuverlässigkeit der
Kunst- und Kulturförderung zu gelten. Angesichts der mit der
Regierungsbildung verbundenen Verzögerung der Budgeterstellung
befürchtet der Kulturrat Österreich Finanzierungsengpässe für zahlreiche
Institutionen und Projekte. Aus diesem Grund fordert der Zusammenschluss
der Interessenvertretungen Planungssicherheit durch einen raschen
Abschluss, damit die Sicherstellung der Fördergrundlagen keine Einbrüche
erleidet.

Die offenkundig parteipolitisch motivierte Besetzung der
Kunstsektionsleitung durch den vormaligen ÖVP-Kabinettschef im
Kunststaatssekretariat Helmut Wohnout ist in dieser Hinsicht ein fatales
Signal. Sowohl auf politischer wie auch auf Verwaltungsebene bedarf es
kompetenter Personen, die das Vertrauen der Kunst- und Kulturschaffenden
genießen und die notwendigen Verbesserungen in Angriff nehmen. Die neue
Regierung ist angehalten, diesen Erfordernissen Rechnung zu tragen und
bei Personalentscheidungen auch für Genderbalance zu sorgen.

__/ Kulturrat-Zeitung Online
__/ http://kulturrat.at/debatte/zeitung/

__/ Kulturrat-Zeitung Download (PDF-File)
__/ http://kulturrat.at/debatte/zeitung/printkulturrat.pdf

_______/ Rückfragen

Martin Wassermair
Mobil: +43 (676) 309 49 86

_______/ Kontakt

Kulturrat Österreich
Gumpendorfer Str. 63b
A-1060 Wien

contact at kulturrat.at
http://kulturrat.at/

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08 Abschiebung,  Ertrinken und Geldnot verhindern
"SOS Mitmensch" <info at sosmitmensch.at>
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*** Abschiebung verhindern
   *** Ende einer Rettungsfahrt
   *** Straßensammlung

   *** ABSCHIEBUNG VERHINDERN
Vergangene Woche versuchten AktivistInnen von Ehe ohne Grenzen
unter Begleitung von ORF-Kameras die Abschiebung einer
AsylwerberIn zu verhindern. Diese war neun Tage vor ihrem
Hochzeitstermin mit einem Tiroler in Schubhaft genommen und
abgeschoben worden. Weder Heirat noch ausstehende Berufung wollte
die Behörde abwarten. 

Der Bräutigam reiste kurzfristig aus dem Westen Österreichs an,
um seine Frau um fünf Uhr früh wenigstens noch kurz am Flughafen
zu verabschieden. Vergebens. Ehe ohne Grenzen kämpft jetzt
juristisch für eine Wiedereinreise. 

Alle juristischen Mittel ausgeschöpft hat die Gemeinde Grein in
Oberösterreich. Die Familie Ganiji ist nur noch durch öffentliche
Empörung vor der Abschiebung in eine ungewisse Zukunft zu retten.
Die Flüchtlinge aus Mazedonien leben seit mehreren Jahren hier
und haben sich gut eingelebt. Die Donaugemeinde hat eine
Unterschriftenaktion gestartet und bittet um Unterstützung. Der
Vizebürgermeister: "Ich beginne den Glauben an unsere
demokratischen Grundwerte zu verlieren..."
> http://www.sosmitmensch.at/stories/1237/, http://ehe-ohne-grenzen.at

   *** ENDE EINER RETTUNGSFAHRT
So nennt Elias Bierdel seine Erzählung über die "Affäre" Cap
Anamur: 37 schiffbrüchige Flüchtlinge wurden im Juli 2004 durch
die Besatzung des Schiffes Cap Anamur der gleichnamigen
Hilfsorganisation gerettet. In Italien hielt sich die Freude in
Grenzen: Die Retter wurden wegen Mithilfe zur illegalen
Einwanderung verhaftet, die Geretteten in Schubhaft genommen und
abgeschoben. Am 27. November beginnt der Prozess auf Sizilien. Am
1. Dezember veranstalten Asylkoordination, die Liga für
Menschenrechte und SOS Mitmensch einen Studientag mit Bierdel und
anderen.>> http://www.sosmitmensch.at/stories/1236/

   *** Straßensammlung
Vom 14. bis zum 17. Dezember sind wieder in der ganzen Stadt
Sammelbüchsen unterwegs, in die mensch Geld einwerfen kann. Sinn
der Übung: Wir können weiterhin lästig sein. Die Frage, wie SOS
Mitmensch sich eigentlich finanziert, wird ja eher selten
gestellt. Drum tun wir das jetzt selbst und liefern die Antwort
gleich mit: durch SIE!! Deshalb bitte - wenn Sie auf Menschen mit
Sammelbüchsen treffen, werfen Sie doch ein paar Münzen ein. Und
wenn Sie kein Geld, dafür aber etwas Zeit über haben, dann
sammeln Sie doch mit. Es winken tolle Preise.
>>http://www.sosmitmensch.at/stories/1232/


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09 SWIFT: Illegal ja, aber wie?
q/depesche" <depesche at quintessenz.org>
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q/depesche 2006-11-24T00:40:28

SWIFT: Illegal ja, aber wie?

Die EU/Datenschützer haben gesprochen. Allein, was haben sie
genau gesagt? Was ist Sache? Wird nicht gesagt. Die ganze
"Diskussion" spielt sich nämlich - beamtete Datenschützer
eingeschlossen - auf dem Hochplateau der großkopfer/ten
Büro/kraten ab.

-.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.-
Eine Sprecherin der EU-Kommission sagte am Donnerstag in Brüssel,
neue Gespräche zwischen der EU und den USA seien notwendig,
nachdem ein EU-Ausschuss von Datenschützern die bisherige Praxis
als illegal bezeichnet hatte.

Die Datenbank SWIFT, die internationale Überweisungsdaten
zwischen 7.800 Banken aus 206 Staaten transportiert, ist in
Brüssel ansässig und betreibt sowohl in den Niederlanden als auch
in den USA Computer, über die internationale Überweisungen
laufen. Automatisch wird wegen der Gefahr eines Rechnerausfalls
dafür gesorgt, dass die Daten fast zeitgleich in Europa und in
den USA gespeichert werden.

Datenschützer protestieren 

Die Datenschützer monierten, es gebe keine Rechtsgrundlage dafür,
dass die US-Terrorfahnder seit den Angriffen auf die USA vom 11.
September 2001 Einsicht in bestimmte Überweisungsdaten nähmen.
"SWIFT hat gegen die Datenschutzbestimmungen verstoßen", befanden
die Datenschutzexperten.

Die private Datenbank müsse nun sofortige Schritte unternehmen,
um die Rechtsverstöße zu beseitigen. Die Kommissionssprecherin
sagte, Aufgabe der Behörde sei es, für eine korrekte Umsetzung
der EU-Datenschutzrichtlinie zu sorgen.

Die ersten Signale aus Brüssel deuten darauf hin, dass die
Kommission den Transfer der SWIFT-Daten an die US-Fahnder nicht
unterbinden, sondern, ähnlich wie beim Abkommen über die
Übermittlung der Flugdaten, lediglich neu regulieren will.

Source
http://futurezone.orf.at/it/stories/152879/

- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.-
  relayed by Harkank
- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.-

Online Version: http://quintessenz.at/d/000100003742
quintessenz is powered by http://www.onstage.at
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comments to depesche at quintessenz.org


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SOLIDARITÄT WELTWEIT
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10 Lieber hybrid. Der Konflikt in Darfur
WADI Austria <wadi.wien at gmx.at>
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Quelle: Jungle World, 22. November 2006

Lieber hybrid
Der Konflikt in Darfur

von thomas schmidinger

Kofi Annan hat sich wohl zu früh gefreut. »Im Prinzip« habe der Sudan
zugesagt, die Stationierung einer Friedenstruppe unter UN-Kommando zu
akzeptieren, sagte der UN-Generalsekretär am Donnerstag voriger Woche.
Eigentlich hatte der UN-Sicherheitsrat in der Resolution 1706
beschlossen, 20000 UN-Soldaten und Polizeieinheiten nach Darfur zu
entsenden. Doch der Militärdiktator Umar al-Bashir weigerte sich, der
Stationierung zuzustimmen, und drohte, man werde das Land in einen
zweiten Irak verwandeln, wenn die Blauhelme ohne Zustimmung der
Regierung den Sudan betreten sollten.

Die »Hybridstreitkräfte«, die aus Einheiten der Uno und der
Afrikanischen Union (AU) bestehen sollen, schienen ein auch für das
sudanesische Regime akzeptabler Kompromiss zu sein, und eine
öffentliche Erklärung des sudanesischen Präsidentenberaters Majzoub
al-Khalifa wurde als Zustimmung gewertet. Am Samstag stellte
Außenminister Lam Akol jedoch klar, dass der Sudan nur »tech­nische
Hilfe« für die AU-Truppe akzeptieren werde, nicht aber ein UN-Kommando
und die Erhöhung der Truppenzahl von 7000 auf 17300.

Eine Abkehr des sudanesischen Militärregimes von der genozidalen
Politik in Darfur ist daher nicht zu erwarten. Kofi Annan braucht
dringend Erfolge und war bereit, den Machthabern im Sudan
entgegenzukommen. Die Generäle tun jedoch weiterhin alles, um die
Stationierung von Friedenstruppen zu verhindern, die den der
Regierung nahe stehenden Milizen gefährlich werden könnten. Die kleine
und schlecht ausgerüstete AU-Truppe hat bisher an Ort und Stelle wenig
ausrichten können, sie wird von den oppositionellen Guerillagruppen
beschuldigt, auf der Seite der Regierung zu stehen.

Ändern wird sich in Darfur wenig, und der Konflikt hat sich auf den
benachbarten Tschad ausgeweitet. Der Präsidenten­berater Majzoub
al-Khalifa forderte Ende Oktober den Tschad ultimativ dazu auf, jede
Unterstützung für die in der National Redemption Front
zusammengeschlossenen Guerillaorganisationen, das Justice and Equality
Movement (JEM), einen Teil des Sudan Liberation Movement (SLM) und die
Sudan Federal Democratic Alliance (SFDA), zu beenden.

Das sudanesische Regime aber unterstützt nicht nur Guerillagruppen im
Tschad, sondern hat mit den der Regierung nahe stehenden
Janjawid-Milizen, teilweise auch mit regulären Soldaten, immer wieder
grenznahe Regionen im Nachbarland überfallen. In der vorigen Woche hat
die Regierung des Tschad nach wochenlangen Kämpfen, die Hunderte von
Toten zur Folge hatten, den Notstand für die Hauptstadt N'Djamena und
drei östliche Landesteile ausgerufen.

Aber auch in Darfur selbst haben sich in den vergangenen Wochen, trotz
eines Friedensvertrags der sudanesischen Militärregierung mit einer von
Minni Minnawi geführten SLM-Fraktion, die Kämpfe zwischen
Regierungstruppen, Janjawid-Milizen und Guerillagruppen verschärft.
Nach der Vertragsunterzeichnung im Mai kam es zudem zu internen Kämpfen
zwischen Anhängern Minnawis und Angehörigen der SLM, die sich gegen
dessen angebliche »Kapitulation« wehren. Mehr als drei Jahre nach dem
offenen Ausbruch des Konflikts hat die Uno keinen Weg gefunden, die
Kämpfe, Vertreibungen und Massaker an der Zivilbevölkerung zu beenden.
Dazu bräuchte es wohl nicht nur ein anderes Regime im Sudan, sondern
auch eine andere Uno. 

http://jungle-world.com/seiten/2006/47/8897.php
--
WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische
Entwicklungszusammenarbeit

e-mail: wadi.wien at gmx.at
website: www.wadinet.at
Tel.: 0699-11365509

Im Oktober 2006 erschien die zweite Ausgabe von: WADI-News,
Schwerpunkt: Minderheiten und Dominanzkultur im Nahen Osten.
Wird kostenlos per Post zugeschickt, schicken Sie uns Ihre Adresse!

Postfach 105
A-1181 Wien

Spendenkonto in Österreich:
Knt. Nr.: 6.955.355
BLZ: 32.000 Raiffeisen Landesbank NÖ

IBAN  AT4432 0000 0006 955355
BIC (SWIFT)  RLNWATWW

Zwei Radio Ö1-Tips zum anhören: www.wadinet.at/Media/audio.php
Medien berichten über Wadi: www.wadinet.at/Media/spiegel.php


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11 Heiligendamm -- Genua
Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe  <gipfelsoli-l at lists.nadir.org>
==================================================
Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität
   und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung
------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org --

- Reisesperren für gewaltbereite G-8-Gegner
- Für G 8-Gipfel mehr Personal im Krankenhaus
- G8-Etat flog von der Tagesordnung
- Bis zu 100.000 Globalisierungsgegner erwartet
- Erklärung von Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern
- Update zum Verfahren G8 2001 in Genua

-------------------------------------------------------------------------------
Reisesperren für gewaltbereite G-8-Gegner

Rostock (AP) Reisesperren für gewaltbereite Globalisierungskritiker sollen die
Sicherheit des G-8-Gipfels im Juni 2007 in Heiligendamm sichern. Nach den guten
Erfahrungen bei der Fußball-WM will die Polizei Gewalttäter aus dem In- und
Ausland schon vor Reiseantritt zum Gipfel in Mecklenburg-Vorpommern stoppen,
wie der Präsident des Bundeskriminalamtes, Jörg Ziercke, heute in Rostock
sagte. Auch der Einsatz szenekundiger Sicherheitsbeamter gehöre dazu.

Das G-8-Treffen im Ostseebad Heiligendamm im Juni 2007 stelle die Bundesrepublik
als Bestandteil eines weltweiten Gefahrenraums vor "bisher nicht gekannte
Sicherheitsanforderungen", betonte Ziercke. Es handele sich um den ersten
Gipfel nach dem 11. September 2001 in Deutschland. Das Gewaltpotenzial sei
nicht vorhersehbar. Fest stehe allerdings, dass umfangreiche und vernetzte
Vorbereitungen der G-8-Gegner liefen. Der BKA-Chef äußerte sich am Rande der
internationalen Sicherheitskonferenz SECON, die am Mittwoch in der Hansestadt
begann.

Ziercke rechnet mit bis zu 100.000 Demonstranten aller Couleurs zum G-8-Gipfel.
Terroranschläge seien da nicht ausgeschlossen, zumal Deutschland ohnehin schon
Ziel von Anschlägen sei, wie etwa die verhinderten Kofferbombenattentate von
Koblenz und Dortmund bewiesen. Dem solle mit einer abgestimmten
Anti-Terrorstrategie begegnet werden. Dazu gehören unter anderem hoher
Fahndungsdruck, Prävention und internationale Zusammenarbeit, wie Ziercke
betonte.

Von der Lage und vom Umfeld her, bezeichnete Ziercke Heiligendamm als "idealen
Austragungsort" für den G-8-Gipfel. Zum Streit um die Finanzierung des Treffens
mit seinen Sicherheitsforderungen wollte sich Ziercke nicht äußern, da das nicht
Sache der Polizei sei.

[OZ Mittwoch, 22. November 2006]

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Für G 8-Gipfel mehr Personal im Krankenhaus

Im Doberaner Krankenhaus laufen die Vorbereitungen auf den G 8-Gipfel auf
Hochtouren. Rund um das Treffen wird die Einrichtung personell aufgestockt.

Bad Doberan Während des Weltwirtschaftsgipfels im kommenden Juni in Heiligendamm
wird das Krankenhaus in Bad Doberan personell aufgestockt, sämtliche
Bereitschaftsdienste werden davon profitieren. Außerdem wurde für die Zeit rund
um das Gipfeltreffen eine Urlaubssperre verhängt.

Verwaltungschef Uwe Borchmann geht davon aus, dass eher Patienten mit
Alltagskrankheiten den Weg in das Bad Doberaner Krankenhaus finden als solche
mit Verletzungen nach gewalttätigen Auseinandersetzungen.
Magen-Darm-Erkrankungen werde die Belegschaft aufgrund der wahrscheinlich
überfüllten Zeltplätze und Camps überwiegend beschäftigen. Vor Ort würden
Anlaufstellen für die Erstversorgung beispielsweise von Platzwunden oder
Flüssigkeitsverlust eingerichtet.

Laut Krankenhausgesetz sei die Einrichtung zur Mitwirkung während solcher
Großereignisse wie dem G 8-Gipfel verpflichtet. "Dem kommen wir gerne nach",
sagt Borchmann. Grundsätzlich bringe es aber nichts, jetzt in Panik zu
verfallen.

Wie hoch der zusätzliche Personalbedarf sei, konnte der Verwaltungsleiter des
Krankenhauses nicht beziffern. Derzeit sind in dem Krankenhaus 220 Mitarbeiter
beschäftigt. "Wir erwarten die Anforderungen seitens der Landesregierung und
deren Vorstellung, wie die Kosten dafür übernommen werden sollen."

Gipfelgegner gehen davon aus, dass die geplanten Kosten für das Treffen um einen
zweistelligen Millionenbetrag nach oben korrigiert werden müssten, da zurzeit
viele Positionen, etwa nachfolgende Gerichtsverfahren, überhaupt noch nicht
eingerechnet seien, heißt es seitens der Gipfelsoli Infogruppe.

[OZ Mittwoch, 22. November 2006]

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G8-Etat flog von der Tagesordnung

Einen Nachtragshaushalt über 12,5 Millionen Euro für den Gipfel sollte der
Landtag gestern beschließen. Dazu kam es nicht.

Schwerin (dpa) Die strittigen Kosten des G8-Gipfels 2007 in Heiligendamm haben
gestern erneut den Schweriner Landtag beschäftigt. Statt aber wie geplant einen
Nachtragshaushalt für 2006 über 12,5 Millionen Euro für Sicherheitsmaßnahmen -
vor allem einen 2,50 Meter hohen Zaun rund um Heiligendamm - zu verabschieden,
haben die Abgeordneten nur einen Zwischenbericht des vorläufigen Ausschusses
erhalten.

Der Entwurf für den Nachtragsetat flog von der Tagesordnung und wurde zur
Beratung an den Finanz- und den Innenausschuss überwiesen. Das Parlament
stimmte dem Antrag der SPD/CDU-Koalition mit den Stimmen der Regierungsparteien
und der FDP zu. Die Abgeordneten der Linkspartei.PDS stimmten dagegen, die
NPD-Abgeordneten enthielten sich der Stimme.

Der Landtag beschloss zudem, in der neuen Legislaturperiode neun Fachausschüsse
einzusetzen. In diesen werden die Entscheidungen des Parlaments inhaltlich
vorbereitet. Die Vorsitze werden heute nach einem neuen Zugriffsverfahren
vergeben.

Der vorläufige Ausschuss unter Vorsitz von Landtagspräsidentin Sylvia
Bretschneider (SPD) hatte am Montagabend empfohlen, die Abstimmung zum
Nachtragshaushalt zu verschieben und die für Ende November angekündigte
Verwaltungsvereinbarung zwischen Land und Bund über die Kostenverteilung
abzuwarten. In der Vorwoche hatte es dazu ein Spitzengespräch im
Bundeskanzleramt gegeben.

Die Finanzexpertin der Linkspartei.PDS, Angelika Gramkow, sagte, bei den
Sicherheitskosten müssten auch die mitberechnet werden, die der Stadt Rostock
und den Kreisen Güstrow und Bad Doberan entstünden. "Wir reden nicht mehr über
92, sondern über 102 Millionen Euro", sagte sie. Gramkow warnte davor, einen
"Deal" mit dem Bund einzugehen, bei dem die noch offenen Kosten des Besuchs von
US-Präsident George W. Bush in Höhe von 14 bis 15 Millionen Euro verrechnet
werden.

Laut Zwischenbericht ist das Land Mecklenburg-Vorpommern für die Gewährleistung
der Sicherheit beim Weltwirtschaftsgipfel zuständig.

Nach derzeitigem Kenntnisstand werden die dafür nötigen Gesamtkosten auf
insgesamt 92,1 Millionen Euro geschätzt. Davon werden in diesem Jahr 11,6
Millionen, im nächsten Jahr 80,5 Millionen Euro fällig. Im Doppelhaushalt
2006/07 des Landes war lediglich ein "Ermächtigungsrahmen" von zehn Millionen
Euro veranschlagt worden.

Inzwischen hat sich die Landesregierung aber schon zur Übernahme von 34
Millionen Euro bereit erklärt. Umstritten ist bislang, wer den Einsatz von
Polizeikräften aus anderen Bundesländern zur Absicherung des G8-Gipfels in
Heiligendamm bezahlt. Dabei geht es um gut 30 Millionen Euro.

Die Zusagen des Bundes decken im Moment erst 24 Millionen Euro der gesamten
Sicherheitskosten für das Treffen der Staats- und Regierungschefs der acht
wichtigsten Industrienationen im Juni 2007 ab.

Die deutschen EU-Rats- und G8-Präsidentschaften im kommenden Jahr werden allein
den Bund voraussichtlich rund 140 Millionen Euro kosten. Dies geht aus einer
internen Kostenaufstellung der Bundesregierung für den Bundestag hervor, die
der dpa vorliegt. Insgesamt werden die Kosten inklusive der zusätzlichen
Ausgaben der Länder jedoch wesentlich höher geschätzt.

[OZ Mittwoch, 22. November 2006]

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Bis zu 100.000 Globalisierungsgegner erwartet

Der G-8-Gipfel im Juni 2007 in Heiligendamm stellt die deutschen
Sicherheitsbehörden vor bislang nicht gekannte Herausforderungen. Die Behörden
kündigten beispiellose Sicherheitsanforderungen an. BKA-Präsident Ziercke
schließt Anschläge nicht aus - Gewalttäter müssen zu Hause bleiben
Rostock - Das Bundeskriminalamt (BKA) rechnet mit 100.000 Globalisierungs-
gegnern und schließt auch Anschläge nicht aus, wie BKA-Präsident Jörg
Ziercke am Rande einer internationalen Sicherheitskonferenz in Rostock
sagte. Der Landesinnenminister von Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier,
sieht die Landespolizei vor dem größten Einsatz ihrer Geschichte.
Wie Ziercke sagte, handelt es sich um den ersten Gipfel nach dem 11. September
2001 in Deutschland, dieser sei mit keinem Vorgängertreffen vergleichbar. Schon
jetzt sei Deutschland Ziel von Anschlägen, wie etwa die verhinderten
Kofferbombenattentate von Koblenz und Dortmund zeigten.
Das Gewaltpotenzial beim G-8-Treffen ist noch nicht vorhersehbar, wie Ziercke
einräumte. Es gebe aber schon umfangreiche und vernetzte Vorbereitungen der
G-8-Gegner.
Ziercke kündigte eine Anti-Terrorstrategie für die drei Tage im Juni an, wenn
die mächtigsten Staatenlenker der Welt in dem Ostseebad zusammenkommen. Dazu
gehören unter anderem hoher Fahndungsdruck, Prävention und internationale
Zusammenarbeit, wie Ziercke betonte.
Unter anderem sollen Reisesperren für gewaltbereite Globalisierungsgegner den
Gipfel sichern. Er erinnerte an die guten Erfahrungen mit Reiseverboten bei dem
Fußball-WM. Auch der Einsatz szenekundiger Sicherheitsbeamter gehöre dazu.
"Idealer Austragungsort"
Von Lage und Umfeld her bezeichnete Ziercke das Ostseebad Heiligendamm als
"idealen Austragungsort für Ereignisse wie den G-8-Gipfel". Insgesamt sei die
Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern für die Sicherheit zuständig, allerdings
in enger Abstimmung mit den Bundesbehörden und den ausländischen
Sicherheitskräften.
Ziercke sicherte Caffier volle Unterstützung zu. Zum Streit um die Finanzierung
des mit 92 Millionen Euro veranschlagten Gipfel mit seinen umfangreichen
Sicherheitsanforderungen wollte Ziercke sich nicht äußern, da das "nicht Sache
der Polizei ist". Je nach Bedrohungslage, Sicherheitsbedarf und
Aufgabenstellung sei bei solchen Ereignissen ein entsprechender Mitteleinsatz
unumgänglich. Zum Nulltarif sei Sicherheit nicht zu haben, ergänzte Caffier.
Die Bundesregierung und die Schweriner Landesregierung streiten noch um die
Verteilung. Bislang hat der Bund 24 Millionen Euro zugesagt, das Land erklärte
sich zur Übernahme von 34 Millionen Euro bereit.

[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,450111,00.html]

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Erklärung von Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern

Vom 10. - 12. November haben VertreterInnen sozialer Bewegungen und Initiativen
in Rostock auf einer Internationalen Aktionskonferenz über die Proteste gegen
den im Juni 2007 in Heiligendamm stattfindenden G8-Gipfel beraten.

Die teilnehmenden Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter aus verschiedenen
europäischen Ländern laden ihre Gewerkschaftskolleginnen und -kollegen sowie
die Gewerkschaften ein, sich an diesen Protesten und an lokalen
Anti-G8-Bündnissen zu beteiligen.

Mit diesen Protesten soll ein Zeichen gegen Sozialabbau, Rentenklau,
Massenarbeitslosigkeit, Standortkonkurrenz und Privatisierung öffentlichen
Eigentums gesetzt werden.

Infineon, AEG, Bosch-Siemens-Hausgeräte, BenQ, Allianz - das ist nur die Spitze
eines Eisberges. Arbeitsplätze werden im Tausenderpack vernichtet, durch
Rationalisierung und Arbeitsplatzverlagerung. Das Kapital macht sich mit dem
von Generationen von Arbeitern und Angestellten erarbeiteten Reichtum davon;
dorthin, wo niedrige Löhne und Sozialleistungen hohe Profite versprechen und
keine gewerkschaftliche Kraft die Unternehmermacht einschränkt.

Die Regierenden der G8 haben dafür das globale Feld politisch bereitet und eine
grenzenlose Spirale des Lohn- und Sozialdumpings durch die Standortkonkurrenz
ausgelöst.

Deshalb protestieren wir gegen das Gipfeltreffen der G8. Wir rufen auf, der
internationalen Standortkonkurrenz unsere gewerkschaftliche Solidarität
entgegenzusetzen.

Rostock, 11. November 2006

[AG "GewerkschafterInnen und G8-Protest" bei der zweiten (internationalen)
Aktionskonferenz in Rostock]

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Update zum Verfahren G8 2001 in Genua

[Auszug aus: "Processi G8", herausgegeben von der Segreteria Legale des Genoa
Social Forum - Juli 2006]

Das Verfahren wegen des Mords an Carlo Giuliani wurde im Jahre 2003 von der
zuständigen Ermittlungsrichterin Elena Daloiso eingestellt, die damit einem
entsprechenden Antrag des Staatsanwalts Silvio Franz stattgab. Franz begründete
seinen Antrag mit der These, die Kugel, die Carlo Giuliani tötete, sei von
einem Stein abgelenkt worden und zudem habe es sich bei dem Schuss des
Carabiniere Placanica in jedem Fall um legitime Notwehr gehandelt. In
keiner Weise in Betracht gezogen wurde hingegen die Rekonstruktion der
Sachverständigen der Anklage, die die Bilder des Steinwurfs mit den
Geräuschen des Schusses abgeglichen und einander gegenübergestellt und auf
diese Weise die physikalische Unmöglichkeit der Erklärung des Staatsanwalts
nachgewiesen hatten.

Auffällig ist zudem, dass die Ermittlungsrichterin in ihrer Begründung zur
Einstellung des Verfahrens sorgfältig vermeidet, den Ablauf der Ereignisse zu
rekonstruieren, die dem Tod Carlos unmittelbar vorausgehen, jener Ereignisse
also, die durch die Angriffe der Carabinieri auf den genehmigten
Demonstrationszug der "disobbedienti" ausgelöst worden waren. Auf diese Weise
wurden die Reaktion der Demonstranten auf die Angriffe und schließlich deren
letztlich dramatische Konsequenzen ihres eigentlichen Kontexts enthoben. Gerade
die Rekonstruktion der Ereignisse am und um den Piazza Alimonda aber standen im
Lauf des Jahres 2005 im Zentrum einer Reihe von Anhörungen im Rahmen eines
Prozesses gegen 25 Demonstranten, denen Verwüstung und Plünderung vorgeworfen
wurden. Einige der Anklagepunkte betrafen eben gerade den Angriff auf den
Defender, an Bord dessen sich Mario Placanica befand.

Die Situation, in der der Mord passiert, entsteht als Folge einer Attacke der
Carabinieri in Via Caffa, auf dem Abschnitt, der Via Tolemaide und Piazza
Alimonda verbindet. Die CCIR Echo ("Compagnie Di Contenimento e Intervento
Risolutivo", eine der Polizei-Einheiten, die speziell für das Eindämmen von
Ausschreitungen bei Demonstrationen ausgebildet werden und die anlässlich des
G8 in Genua ins Leben gerufen worden waren) kommt in Kontakt mit dem
Demonstrationszug, wird aber zurückgedrängt. Es folgt ein ungeordneter Rückzug.
Ein Polizeijeep vom Typ Defender mit Placanica an Bord fährt sich vor einem
Müllcontainer fest. Der Angriff der Carabinieri, für den letztlich der
Vize-Polizeipräsident Adriano Lauro die Verantwortung übernommen hat,
resultiert aus einer Fehleinschätzung der Situation: Die Carabinieri sind
sowohl in Unterzahl als auch in schlechter psychophysischer Verfassung. Im
Übrigen ist die Präsenz zweier Defender-Fahrzeuge hinter dem Demonstrationszug
nicht erklärbar. Der Polizei-Hauptmanns Claudio Cappello, der die CCIR
anführte, gab Placanica den Befehl, auf einen der Wagen einzusteigen, da dieser
"psychomotorische Problemen" hatte. Infolgedessen interessiert sich Cappello
nicht weiter um die Wagen, in der Meinung, sie würden sich von der Stelle
entfernen. Nach seiner Aussage seien diese nicht-gepanzerten Fahrzeuge nicht
für den Einsatz im öffentlichen Raum, jedenfalls nicht zur Wiederherstellung
der öffentlichen Ordnung geeignet, und hätten also keinen Grund gehabt, sich in
diesem Bereich aufzuhalten. Cappello ist ein Experte der Wiederherstellung
öffentlicher Ordnung: Anführer des Fallschirmjägerverbands "Tuscania"; mehrere
Missionen im Ausland, unter anderem in Israel, Bosnien, Somalia (wo das
italienische Militär in Episoden von Folterung und Gewaltaktionen gegen die
Bevölkerung verwickelt war); zur Zeit im Irak beschäftigt. Er ist zudem einer
der ersten, der sich sofort dem am Boden liegenden Carlo nähert, auch wenn er
im Lauf des Prozesses behauptet, er habe angenommen, Carlo sei angefahren
worden, und das völlig ungeachtet der Tatsache, dass es Fotos gibt, die ihn am
Körper des Demonstranten zeigen, während ein dünner Strahl Blut aus dessen
Backenknochen rinnt. Polizei-Oberst Truglio, der ranghöchste Beamte der
Carabinieri, der in Piazza Alimonda zugegen war, konnte zu den Ereignissen
bisher nicht aussagen, da auch er zur Zeit im Irak im Einsatz ist.

Es bleiben eine Reihe von Zweifeln in Bezug darauf, was genau in den wenigen
Momenten vor dem Schuss im Inneren des Defender vor sich gegangen ist. Die
Zeugenaussagen der zwei Carabinieri Cavataio und Raffone, die sich außer
Placanica an Bord befanden, sind gelinde ausgedrückt konfus, während der
Ex-Carabiniere Placanica selbst von seinem Recht auf Aussageverweigerung
Gebrauch machte, da gegen ihn als Beschuldigten in Rahmen des eingestellten
Verfahren zur Ermordung Carlos ermittelt wurde, das mit diesem in Bezug steht.
Ein weiteres Detail, das im Laufe der Anhörungen ans Licht kam, bleibt zudem so
unklar wie grauenerregend. Indem es den chronologischen Ablauf der Ereignisse
anhand von Bildern unmittelbar nach dem Mord nachstellte, hat das
Verteidigungskollegium das Vorhandensein einer Wunde in Form eines Sterns auf
dem Vorderkopf von Carlo Giuliani nachgewiesen. Diese Wunde ist in dem Moment
sichtbar, als die Sanitäter ihm die Mütze vom Kopf ziehen. Gleichzeitig lässt
sich mit Hilfe der Auswertung der Bilder die Präsenz eines blutbefleckten
Steins in der Nähe des Körpers zeigen, und zwar kurz nachdem die Ordnungskräfte
den Piazza zurückerobert und einen Ring um Carlos Körper gebildet hatten.

Inzwischen haben die Anwälte der Familie Giuliani beim Europäischen Gerichtshof
für Menschenrechte in Straßburg Berufung gegen die Einstellung des Verfahrens
eingelegt, und darin vor allem die Behauptung der "legitimen Notwehr" in Frage
gestellt und die Abwesenheit einer unabhängigen Untersuchung beklagt. Der
Gerichtshof in Straßburg hat daraufhin die italienische Regierung zu
Klarstellungen aufgefordert, und zwar insbesondere in Bezug auf die ergangenen
Anweisungen an die Ordnungskräfte vor Ort, die Handhabung der öffentlichen
Ordnung und den Einsatz von Waffen. Damit hat er  für die Handhabung der
öffentlichen ordnung auf der Straße und die Rekonstruktion der  Ereignisse, die
zum Tod von Carlo geführt haben, Interesse signalisiert.

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gipfelsoli infogruppe

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12 UN-Tag gegen Gewalt gegen Frauen: 500 Opfer von  Gewaltverbrechen in Kanada
"GFBV Hans Bogenreiter" <hans.bogenreiter at gfbv.at>
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GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER
PRESSEMITTEILUNG   Göttingen, 23.11.2006

Internationaler Tag für die Beseitigung der Gewalt gegen Frauen (25.11.)
Mindestens 500 Opfer von Gewaltverbrechen in Kanada: Indianische
Frauen brauchen besonderen Schutz!

Mindestens 500 indianische Frauen und Mädchen sind in den
vergangenen 20 Jahren in Kanada Gewaltverbrechen zum Opfer
gefallen oder ganz einfach "verschwunden". Darauf macht die
Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) anlässlich des UN-Tags
zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen (Samstag, 25. November)
aufmerksam.

"500 Opfer in zwei Jahrzehnten, das bedeutet durchschnittlich
zwei ermordete, vergewaltigte oder verschleppte Frauen in jedem
Monat seit 1986", kritisierte die GfbV-Referentin für Indigene
Völker., Yvonne  Bangert, am Donnerstag in Göttingen. "Diese
dramatischen Zahlen zeigen, in welch großem Elend die Ureinwohner
Kanadas bis heute leben. Gerade die Frauen sind besonders
wehrlos, denn sie werden doppelt diskriminiert, als Indianerin
und als Frau."  Die Menschenrechtsorganisation appellierte
deshalb an den kanadischen Premierminister Stephen Harper, sofort
Maßnahmen zum Schutz dieser Frauen zu ergreifen.

Die GfbV unterstützt neben anderen europäischen
Menschenrechtsorganisationen die Kampagne der Vereinigung der
indianischen Frauen Kanadas (Native Women´s Association of Canada
NWAC) und von ai-Kanada "Sisters in Spirit". Sie fordern von der
kanadischen Regierung, die von 180 Staaten unterzeichnete UN-
Konvention zur Abschaffung aller Formen der Diskriminierung gegen
Frauen (1979) für alle Frauen ohne Unterschied der ethnischen
Zugehörigkeit endlich in die Tat umsetzen.

Die NWAC, Initiatorin der Kampagne, verlangt einen sofortigen und
umfassenden Aktionsplan, um der Gewalt gegen indianische Frauen
Einhalt zu gebieten. Dazu gehören die grundlegende Verbesserung
der Lebensbedingungen in den indigenen Gemeinschaften, die
Einrichtung einer Sondereingreiftruppe und mehr Einrichtungen zum
Schutz der indianischen Frauen (z.B. Frauenhäuser). Den
Organisationen der Indigenen müssen für die weitere Dokumentation
der Vorfälle mehr Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden, und
unabdingbar ist auch eine konsequente Strafverfolgung der Täter,
die viel zu häufig straflos  bleiben, heißt es in den
Forderungen.

Besonders auffällig ist die Gewalt gegen indigene Frauen in
British Columbia. Entlang des  "Highway of Tears", des Highway 16
in der kanadischen Pazifikprovinz wurden seit 1989 neun
Indianerinnen im Alter von 15-25 Jahren vergewaltigt und
ermordet. Doch erst als 2002 auch eine 26 Jahre alte nicht-
indianische Tramperin an der Straße ermordet wurde, erwachte das
Interesse der Medien. Anfang Februar 2006 wurde die Leiche von
Aielah Saric-Auger gefunden. Die Indianerin aus Prince George
wurde nur 14 Jahre alt.

Der Aufruf der kanadischen indianischen Frauen, den die GfbV auch
mit einer E-Mail-Aktion unterstützt, wird in Europa mitgetragen
von der Aktionsgruppe Indianer und Menschenrechte (AGIM),
Menschenrechte 3000 in Deutschland, dem Arbeitskreis Indianer
Nordamerikas (AKIN) in Österreich und Incomindios-Internationales
Komitee für die Indianer Amerikas in der Schweiz .

Die GfbV-Referentin für indigene Völker, Yvonne Bangert, ist für
Nachfragen und Interviews erreichbar unter Tel. 0551 499 06-14.
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Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
Inse Geismar, Pressereferentin
Postfach 2024, D-37010 Goettingen
Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028
E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de
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13 EU-Russlandgipfel: Gedenkminute für Politikoskaja und Litvinenko gefordert
"GFBV Hans Bogenreiter" <hans.bogenreiter at gfbv.at>
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GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER
PRESSEMITTEILUNG   Göttingen/Helsinki, den 23.11.2006

EU-Russlandgipfel in Helsinki (24.11.)
Gedenkminute für Politkowskaja und Litvinenko auf EU-
Russlandgipfel gefordert

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat die Europäische
Union dazu aufgefordert, den am morgigen Freitag geplanten EU-
Russlandgipfel in Helsinki mit einer Gedenkminute für die in
Moskau ermordete Journalistin Anna Politkowskaja und den in
Großbritannien um sein Leben kämpfenden Regime-Kritiker Alexander
Litvinenko zu beginnen. Er liegt nach einem Giftanschlag am
vergangenen Wochenende im Sterben. "Während Sie mit Russland über
Energiepolitik verhandeln, werden kritische Oppositionelle im
Land und im Exil mit allen Mitteln mundtot gemacht", heißt es in
den Schreiben der GfbV an die Teilnehmer des Gipfels. "Bitte
machen Sie der russischen Delegation deutlich, dass Europa
größten Wert auf Pressefreiheit, Demokratie und Menschenrechte
legt."

Die EU müsse endlich erkennen, mit wem sie es in Russland zu tun
hat und entsprechend reagieren, schrieb die
Menschenrechtsorganisation. Das Interesse an russischen
Ressourcen dürfe den EU-Verantwortlichen nicht den Blick
verstellen auf die sich ständig verschlechternde
Menschenrechtssituation in Russland. Rassismus, die Gängelung von
Pressefreiheit und Nichtregierungsorganisationen sowie andauernde
systematische Folter in Tschetschenien und Straflosigkeit für die
Verbrechen an der tschetschenischen Zivilbevölkerung seien im
Moment die schwersten Probleme.

"Sprechen Sie den russischen Präsidenten Putin auf den Mord an
Anna Politkowskaja an und fragen Sie ihn nach Alexander
Litvinenko. Lassen Sie es nicht tatenlos zu, dass in  Russland
Menschenrechte mit Füßen getreten werden", endet der Appell der
GfbV.

Für Nachfragen und Interviews ist die GfbV-Referentin für die GUS-
Staaten, Sarah Reinke, erreichbar unter Tel. 0551 499 06-28.
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Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
Inse Geismar, Pressereferentin
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14 Unterschriften für Esther und Christian
office ehe ohne grenzen <office at ehe-ohne-grenzen.at
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UNTERSCHREIBEN SIE ONLINE :

Esther und Christian - Recht auf Ehe und Familienleben in Österreich!

Am Donnerstag 16.11.2006 wurde Esther in einer Blitzaktion von
Österreich nach Nigeria abgeschoben. (Wie es dazu kam -
nachzulesen auf: www.ehe-ohne-grenzen.at) Esther und Ihr Tiroler
Verlobter Christian hätten am 25.11.2006 den  Hochzeitstermin
gehabt.

Wir fordern für Esther und Christian, dass sie hier in Österreich
heiraten und als Familie leben dürfen - unbehelligt von weiteren
"Maßnahmen" durch  Behörden. Die Initiative Ehe ohne Grenzen
fordert den Respekt und Schutz der Republik Österreich für
binationale Ehepaare.

Online unterschreiben auf : www.ehe-ohne-grenzen.at: 
Unterschreiben/Esther&Christian

PLEASE SIGN ON-LINE:

Esther and Christian - right for marriage and family life in Austria!

Ester has on the spot been deported to Nigeria on Thursday 16.11.2006. 
(More infos can be found on www.ehe-ohne-grenzen.at)
Ester and her austrian fiancè Christian were supposed to get married on 
25.11.2006.

We demand for Esther and Christian possibility of getting married and 
living as an undepreciated family in Austria - not disturbed by 
authorities´ obstructions.

Ehe ohne Grenzen group fights for respect and safeguard to be given to 
bi-national couples in Austria.

Please sign on-line at www.ehe-ohne-grenzen.at: 
Unterschreiben/Esther&Christian

Initiative:Ehe ohne Grenzen
0699 81868336
office at ehe-ohne-grenzen.at
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Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage:
* Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr *
* Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" *
* Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf *
* Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie.
Aber kurz und prägnant.*

Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine
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rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch
stillschweigend Zensur zu üben.
Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge
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