widerst at nd! - MUND: Samstag, 11.11.2006

MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst analle at no-racism.net
Fr Nov 10 22:28:31 CET 2006


widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
    www.no-racism.net/mund

MedieninhaberInnen seid Ihr!

Samstag, 11.11.2006

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A) INHALT
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AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN
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01 11.11. Treffen Eingreiftruppe Arbeitslose
Martin Mair <mm at mediaweb.at>
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02 13.11.: Rotes Kino zu Chile / Neue Broschüren / Veranstaltung am 24.11.
"AL-Antifaschistische Linke" <al at sozialismus.net>
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03 13./16.11.: Veranstaltungen zum Thema Rechtsextremismus und Faschismus
Sozialistische LinksPartei <slp at slp.at>
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04 22.-25.11.: le.f.t - lesbische.film.tage graz
".ursprung" <ursprung at left.at>
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05 23.11.: Buchpräsentation "Lenin - Träumer und Realist"
Promedia <promedia at mediashop.at>
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MELDUNGEN UND KOMMENTARE
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06 KI-Presseaussendung: Daseinsvorsorge darf nicht  privatisiert werden !
"Helmuth Fellner" <helmut.fellner at chello.at>
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07 Diskussion zur Prekarisierung im Kunst-,  Kultur- und Wissensbereich
Kulturrat Österreich <contact at kulturrat.at>
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SOLIDARITÄT WELTWEIT
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08 Wahlsieg der Demokraten gibt Gwich'in-Indianern  Hoffnung
"GFBV Hans Bogenreiter" <hans.bogenreiter at gfbv.at>
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LINKS / VERWEISE / HINWEISE
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09 neue Broschüren
agm <agm at agmarxismus.net>
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B) TEXTE
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AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN
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01 11.11. Treffen Eingreiftruppe Arbeitslose
Martin Mair <mm at mediaweb.at>
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11.11.: Schnelle Eingreiftruppe für Arbeitslose: AktivistInnen gesucht

Beim zweiten Treffen der Schnellen Eingreiftruppe 
für Arbeitslose werden Flugblatt und Flyer für 
die ersten Direktaktionen vor den "gemeinnützigen 
Personalvermittlern" fixiert und die weiter 
Organisation der Aktionen besprochen.

Für die ersten Aktionen sind Informations- und 
Soldiaritätskundgebungen vor den sogenannten 
"gemeinnützigen Personalüberlassern" (itworks, 
trendwerk, job transfer) geplant, bei denen das 
geltende Recht systematisch verletzt wird und die 
zu den härtesten Massnahmen gegen 
Erwerbsarbeitslose gelten.

Das erste Vorbereitungstreffen für die Bildung 
der "Schnellen Eingreiftruppe" wird gemeinsam mit 
dem "syndikat Wien" organisiert:

Samstag, 11.11.2006, 17 Uhr
Amerlinghaus, Raum 3
Stiftgasse 8, 1070 Wien

Kontakt: Martin Mair
0676 3548310
mm at mediaweb.at
Auch Anlaufstelle für Rechtsberatung und Fallbegleitung

Anmerkungen zu meinen Rechtstipps: Viele 
Arbeitslose sind leider nicht in der Lage, bei 
den "Infoterminen" den üblen Tricks der 
"gemeinnützigen Personalvermittler" zu 
widerstehen und die meines Erachtens 
sittenwidrigen/gesetzwidrigen "Arbeitsverträge" 
nicht zu unterschreiben. Fernbleiben ist aber nur 
via Krankenstand möglich (schon alleine der 
Psychostress kann krank machen). Auf jeden Fall 
darf bei Verweigerung der "Arbeitsverträge" laut 
Anweisung des Wirtschaftsministerium bzw. laut 
Rundschreiben des AMS Österreich, die mir nun im 
Wortlaut vorliegen (und in Kürze online gestellt 
werden) der AMS Bezug nicht gesperrt werden.

Auf jeden Fall mich über derartige Zuweisungen informieren!

Weitere Informationen:

Vorsicht Falle: AMS tarnt Zwangsmaßnahmen als 
"Jobs"! (Artikel erschienen in "Die Alternative" 
und "malmö")
http://www.arbeitslosennetz.org/arbeitslosigkeit/news/200608alternative_falle.html

AMS Fälle & Berichte:
http://www.arbeitslosennetz.org/arbeitslosigkeit/ams-berichte/index.html

Urteile des Verwaltungsgerichtshofes:
http://www.arbeitslosennetz.org/arbeitslosigkeit/rechtshilfe/gesetzestexte_urteile/verwaltungsgerichtshofurteile/index.html

AK-Portal: Arbeitsvertrag
http://www.arbeiterkammer.at/www-49.html
-- 

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Martin Mair - Publizist virtuell & traditionell
Krottenbachstrasse 40/9/6, A-1190 Wien
Tel. + Fax: +43 1 3677487,
Mobil: + 43 676 3548310
Email: mm at mediaweb.at

http://www.mediaaustria.at - Webhosting & Webdesign
http://www.bannertausch.info
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02 13.11.: Rotes Kino zu Chile / Neue Broschüren / Veranstaltung am 24.11.
"AL-Antifaschistische Linke" <al at sozialismus.net>
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AL-Newsletter Nr. 180

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1. Rotes Kino am 13.11.: "Die großen Alleen"

2. Neue Broschüren zu Mittel- und Südamerika sowie zu Ungarn 1956

3. Veranstaltung am 24.11.: "Antikapitalismus" von Rechts

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1. Rotes Kino am 13.11.: "Die großen Alleen"

Chile gilt als wirtschaftliches und soziales Vorzeigemodell
Lateinamerikas. Der Film erzählt dagegen eine andere Geschichte: Sie
führt von der Diktatur Pinochets direkt zum heutigen entfesselten
Neoliberalismus. Mit dem Putsch 1973 begann ein tiefgreifender Umbau
der ökonomischen und gesellschaftlichen Struktur.

Die für viele Menschen unvorstellbaren Privatisierungsmaßnahmen und
die vollkommene Liberalisierung des Marktes haben in Chile nicht nur
zu hohen Wachstumsraten geführt, wie gerne von der ausländischen
Presse und von "WirtschaftsexpertInnen" hervorgehoben wird, sondern
initiierten gleichermaßen einen praktischen Ausverkauf des Landes an
multinationale Konzerne. Heute wird das Land durch ansteigende Armut
und den praktischen Ausverkauf der öffentlichen Sektoren
erschüttert. Durch die persönlichen, kritisch reflektierenden
Erzählungen der verschiedenen ProtagonistInnen begibt sich der Film
zugleich auf die Spur des früheren und heutigen Widerstands.

Las grandes alamedas - Die großen Alleen
Chile/Deutschland 2004, 76 Min.
Regie: Colectivo Presente
Original mit deutschen Untertiteln.

Eintritt frei! (Die AL freut sich über Spenden)
Großbildleinwand

Montag, 13.11., 19.30 Uhr
Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 Wien
(U3 Neubaugasse, Ausgang Stiftgasse)

Wir freuen uns auf euer Kommen!
Eure AL-Antifaschistische Linke

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2. Neue Broschüren:

Thesen zu Mittel- und Südamerika

Lateinamerika war in den letzten Jahren der Kontinent, in dem der
Widerstand gegen die Zumutungen der neoliberalen imperialistischen
Weltordnung am stärksten in eine linke und klassenkämpferische
Richtung geht. Nach der Broschüre zu Venezuela vom Frühjahr dieses
Jahres haben wir nun zusammen mit der Arbeitsgruppe Marxismus, in
einer gemeinsamen Mitgliederversammlung Mitte September 2006, Thesen
zu Mittel- und Südamerika beschossen. Die hieraus entstandene
Broschüre kann auf www.sozialismus.at im Shop bestellt werden.

Ungarn 1956 - Aufstand gegen den Stalinismus

Der Aufstand der ungarischen ArbeiterInnen und StudentInnen im Jahr
1956 bewegt die bürgerlichen Zeitungen, die ihn zu einem generellen
antikommunistischen Aufstand umdeuten wollen. Sie "vergessen" dabei,
dass die meisten Forderungsprogramme der revoltierenden
ArbeiterInnen und StudentInnen das Bekenntnis zum Sozialismus
enthielten.

Aus Anlaß des Jubiläums des Aufstandes hat die AGM in ihrer
Reihe "Schulungstexte und Materialien" den ausgezeichneten Text "Die
ungarische Revolution 1956" des französischen trotzkistischen
Historikers Pierre Broué neu aufgelegt. Der Text hat 48 Seiten (A4)
und ist um 2 Euro plus Versandkosten bei der AGM unter
agm at agmarxismus.net zu bestellen. Wir wünschen dieser Broschüre
viele LeserInnen!

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Veranstaltung der gemeinsamen Jugend/Uni-Strukturen von AL-
Antifaschistische Linke und Arbeitsgruppe Marxismus (AGM):

"ANTIKAPITALISMUS" VON RECHTS

Von SA bis NPD: Das Elend des nationalen "Sozialismus"

Ein historischer und aktueller Überblick über "nationalrevolutionäre"
Strömungen sowie eine Kritik an der verkürzten "Kapitalismuskritik"
der Rechten.

Fr., 24.11., 19:00 Uhr
im Amerlinghaus
Stiftgasse 8, 1070 Wien
(U3 Neubaugasse, Ausgang Stiftgasse)


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03 13./16.11.: Veranstaltungen zum Thema Rechtsextremismus und Faschismus
Sozialistische LinksPartei <slp at slp.at>
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Liebe AntifaschistInnen,

nach der erfolgreichen Demonstration vom 9.11. möchten wir Euch zu
folgenden Veranstaltungen zum Thema einladen:

Montag, 13.11. um 18:00
Veranstaltung: Austrofaschismus - Österreich war kein Opfer
"Amerlinghaus", Wien 7.; Stiftgasse 8

Donnerstag, 16.11. um 18:00
Strategiediskussion: Wer, wie & womit Rechtsextremismus und Faschismus
bekämpfen?
"Piwnica", Wien 20.; Jägerstraße 38


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04 22.-25.11.: le.f.t - lesbische.film.tage graz
".ursprung" <ursprung at left.at>
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liebe redaktion,
die lesbischen.film.tage graz rücken näher, dieses jahr mit schwerpunkt
asien. wir bitten um kenntnisnahme und ankündigung!
im attachment finden sie filmstills aus Hu Die ­ Butterfly, sowie ein foto
der organisatorinnen Uma Höbel, Martina Kump und Eva Kuntschner (von links
nach rechts).
sollten die bilder in höherer auflösung benötigt werden, schicke ich sie auf
anfrage gerne und stehe auch für weitere fragen zur verfügung:
eva ursprung, tel: 0650.9590513, ursprung at left.at
herzliche grüsse,
eva ursprung
für le.f.t.

le.f.t ­ lesbische.film.tage graz 2006

East of Bollywood?

Im November 2006 machen sich die lesbischen.film.tage graz wieder auf, Filme
von und über Lesben jenseits von Männerphantasien und Hollywood-Kitsch
aufzuspüren und einem breiten Publikum zugänglich zu machen.
Waren in den Jahren zuvor die Sichtbarmachung von lesbischen L(i)ebensweisen
in Filmen aus der ganzen Welt die selbst gewählte Aufgabe der
Organisatorinnen, so konzentriert sich le.f.t 2006 auf ein ganz bestimmtes,
in seiner Vielfalt und Breite kaum zu übertreffendes Gebiet: die immer
lebendiger werdende filmische Subkultur über frauenliebende Frauen und
queere Menschen in Asien. Und dies bedeutet auch, dass le.f.t 2006 das seit
drei Jahren verfolgte Ziel, filmische Darstellungen von Lesben jenseits von
Hollywood aufspüren zu wollen, um einen Buchstaben abändert: 2006 geht es um
Lesben jenseits von Bollywood und Kung-Fu-Fighting. Dieser Diskurs, der sich
in den letzten Jahren auch in Europa und Nordamerika filmisch zu Buche
geschlagen hat, wird mit seinen Darstellungen von Sexualität und Liebe,
Schmetterlingen und Cybersex auch 2006 wieder mindestens so viele Fragen
aufwerfen wie beantworten und ist somit wie geschaffen für die
lesbischen.film.tage graz 2006.
Ein neuer Programmpunkt, der le.f.t 2006 zusätzlich bereichert, ist das
Kurzfilmprogramm le.f.t out, das junge, lesbisch/queere Kurzfilme aus den
USA, Deutschland und Österreich erstmals dem Grazer Publikum präsentieren
wird.

Ort: Filmzentrum im Rechbauer
Rechbauerstrasse 6, A-8010 Graz

Programm:

Mittwoch, 22. 11. um 19:30
Hu Die ­ Butterfly
(Regie: Yan Yan Mak, China 2004, Englisch/Kantonesisch/meU)
Eine magische Liebesgeschichte in farbenprächtiger Hongkong-Ästhetik. Einer
der besten Filme der letzten 5 Jahre!

Donnerstag, 23. 11. um 20:00
Ho Yuk ­ Let's Love Hongkong
(Regie: Yau Ching, China 2002, Kantonesisch/meU)
Eine andere, melancholischere Sicht auf Hongkong, die Liebe und Cybersex.

Freitag, 24. 11. um 20:00
Fremde Haut
(Regie: Angelina Maccarone, Deutschland 2005, Deutsch/Farsi/mdtU)
Fariba (Jasmin Tabatabai), die als Lesbe aus dem Iran flüchten muss, wird
politisches Asyl in Deutschland verwehrt. Um der Abschiebung zu entgehen,
nimmt sie die Identität eines Mannes an...

Samstag, 25. 11. ab 18:00
18:00 Kurzfilmprogramm le.f.t out präsentiert ein buntes, kurzweiliges
Programm über lesbische Mütter, Cowboys und Safer Sex.

20:00: Sancharram - The Journey
Regie: Ligy J. Pullappally, Indien 2004, Englisch/Malayalam/meU)
Basierend auf einer wahren Begebenheit erzählt dieser Film die Geschichte
von der Freundschaft und Liebe zwischen zwei jungen Frauen in Südindien.

Ab 21:00: le.f.t-Abschlussfest im Forum Stadtpark (Women Only, Transgender
Welcome!)
live: Bonanza Jellybean (Wien)
Djanes: Queen Claudine, Shushu (Quote, Wien)

Alle Filme werden im Filmzentrum im Rechbauer (Rechbauerstrasse 6, A-8010
Graz) gezeigt.
Kartenpreise: Euro 6,-
Für die Filme am Donnerstag, Freitag und Samstag wird ein Kartenkontingent
für KulturpassinhaberInnen bereitgestellt.

Für mehr Informationen besuchen sie bitte www.left.at

Eva Kuntschner
Uma Höbel
Martina Kump

Verein Frauenservice Bildung
in Kooperation mit Labrys

Kontakt:
Eva Ursprung, 0650.9590513

Gefördert von:  Cinestyria, Land Steiermark Frauenreferat, Kulturamt der
Stadt Graz,  Frauenreferat der Stadt Graz, Österr. Gesellschaft für
Politische  Bildung, ÖH Uni Graz, HTU Graz, Grüne Steiermark,  KPÖ


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05 23.11.: Buchpräsentation "Lenin - Träumer und Realist"
Promedia <promedia at mediashop.at>
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Der Promedia Verlag lädt zur

Buchpräsentation und Podiumsdiskussion

von

Stefan Bollinger (Hg.)
LENIN
Träumer und Realist
ISBN 3-85371-261-4, br., 176 S., 12,90 Euro, 23,50 sFr.
Edition "Linke Klassiker"

Wann?
Donnerstag, 23. November, Beginnzeit:19 Uhr

Wo?
Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 Wien

Wer?

Moderation: Hannes Hofbauer (Promedia Verlag)
Stefan Bollinger (Herausgeber)
Christoph Augustynowicz
(Institut für Osteuropäische Geschichte, Universität Wien)



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MELDUNGEN UND KOMMENTARE
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06 KI-Presseaussendung: Daseinsvorsorge darf nicht  privatisiert werden !
"Helmuth Fellner" <helmut.fellner at chello.at>
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Kommunistische Initiative [KI] Presseaussendung 09.11.2006
Daseinsvorsorge darf nicht privatisiert werden!

Utl.: Stromausfall zeigt: bürgerliche Politik in der Energie-
Sackgasse

Der großflächige Stromausfall, von dem am Wochenende weite Teile
Westeuropas betroffen waren, ist weder den Umweltschützern, die
jeden Baum retten wollen, noch der gierigen E-Wirtschaft
zuzuschreiben, sondern einzig und allein den PolitikerInnen,
welche die Stromversorgung in blindem Vertrauen in irgendwelche
Kräfte des "Marktes" verschleudert haben.

Stromversorgung war, ist und bleibt eine Kernaufgabe des Staates.
Der Wahn vom freien Spiel der Marktkräfte, die ja angeblich alles
richten, hat erneut seine Opfer gefordert. Die Gewinne werden
privatisiert. Das Verlustrisiko aber tragen die Stromkonsumenten.

Strom wird in Europa immer knapper und teurer. Statt
Ausbaukonzepten, die leistbaren Strom für alle Menschen
sicherstellen, lässt die kapitalistische Politik der bürgerlichen
und/oder sozialdemokratischen Parteien die Elektrizitätskonzerne
tun und lassen, was diese will.

Die Energiepolitik wird von wenigen Konzernen auf Kosten der
Stromverbraucher gemacht. In Österreich sind darüber hinaus
Landesgesellschaften beliebte Spielwiesen für eitle
Landesfürsten, liefert Versorgungsposten für den jeweiligen
Parteinachwuchs oder abgetakelte PolitikerInnen und dient nicht
selten versteckter Parteienfinanzierung.

Wer Energiepolitik machen will, braucht Eigentum an der
E-Wirtschaft, daher führt kein weg vorbei an einer neuerlichen
und  konsequenten Neuverstaatlichung der Daseinsvorsorge, einer
Zusammenlegung der Landesgesellschaften und einem Ausbau
heimischer Kraftwerke statt des praktizierten
Einkaufskolonialismus auf dem Balkan, der nicht nur zu Lasten der
österreichischen Interessen, sondern auch zu Lasten der
arbeitenden Bevölkerung in den jeweiligen Ländern geht.

Kontakt:

Kommunistische Initiative (KI)

Post : Rankgasse 2, 1160 Wien

Telefon: O676/6968852 e-mail: info at kommunisten.at

Homepages: www.kominform.at und www.kommunisten.at


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07 Diskussion zur Prekarisierung im Kunst-,  Kultur- und Wissensbereich
Kulturrat Österreich <contact at kulturrat.at>
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_______/ PRESSEMITTEILUNG
_______/ Kulturrat Österreich

__/ Die Kunst, sich arm zu arbeiten ...
__/ Diskussion zur Prekarisierung im Kunst-, Kultur- und Wissensbereich

_______/ http://kulturrat.at/

"Die Kunst, sich arm zu arbeiten" - unter diesem Titel veranstaltete der
Kulturrat Österreich gemeinsam mit dem Dachverband Salzburger
Kulturstätten und der Netz-Initiative Subnet am Mittwoch, 8. November
2006, im Salzburger Toihaus eine Podiumsdiskussion.

Die zunehmende Prekarisierung ist ein zentrales Thema des
kulturpolitischen Aktions- und Forderungsprogramms des Kulturrat
Österreich. Und an diesem Abend wurde deutlich, dass es immer weniger
möglich ist, von Kunst und Kultur zu leben. Besonders betroffen ist die
freie Szene, die seit Jahren systematisch ausgehungert wird. Allerdings
sind Einkommen, die weit unter der Armutsgrenze liegen, auch in besser
subventionierten Institutionen keine Seltenheit.

Myrto Dimitriadou, Leiterin des Toihauses Salzburg, merkte kritisch an,
dass es gegen die Menschenwürde verstoße, wenn in einem der reichsten
Länder der EU die Einkommen aus künstlerischer Arbeit so niedrig sind,
dass die Betroffenen sogar auf  Kinder verzichten müssen.

"Nur eine breite Kooperation von Interessenvertretungen kann einer
weiteren Prekarisierung und Verelendung Widerstand entgegensetzen",
nannte Elisabeth Mayerhofer vom Kulturrat Österreich als eine der
wichtigsten Schlussfolgerungen aus der Situation. Die Einführung eines
bedingungslosen Grundeinkommens für alle wäre ein wichtiger Schritt zur
Absicherung von im Kunst-, Kultur- und Wissensbereich Tätigen vor einem
Absturz in die Armut. "Das muss auch für jene gelten, die sich in
Österreich aufhalten und bisher keinen Zugang zu regulierten
Arbeitsverhältnissen haben", so Mayerhofer abschließend.

__/ Kulturrat-Zeitung Online
__/ http://kulturrat.at/debatte/zeitung/

__/ Kulturrat-Zeitung Download (PDF-File)
__/ http://kulturrat.at/debatte/zeitung/printkulturrat.pdf

_______/ Rückfragen

Elisabeth Mayerhofer
Tel: +43 (1) 503 71 20

_______/ Kontakt

Kulturrat Österreich
Gumpendorfer Str. 63b
A-1060 Wien

contact at kulturrat.at
http://kulturrat.at/



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SOLIDARITÄT WELTWEIT
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08 Wahlsieg der Demokraten gibt Gwich'in-Indianern  Hoffnung
"GFBV Hans Bogenreiter" <hans.bogenreiter at gfbv.at>
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GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER
PRESSEERKLÄRUNG   Göttingen, den 08.11.2006

US-Kongresswahlen
Deutlicher Sieg für Demokratische Partei gibt Gwich´in-Indianer in Alaska
Hoffnung - Kommt das Aus für Ölförderung in Naturschutzgebiet ANWR?

Der Sieg der Demokratischen Partei bei den Wahlen zum US-Kongress
kann für die Gwich´in-Indianer in Alaska zur entscheidenden Wende im
Kampf Ölförderung im Alaska National Wildlife Refuge (ANWR) werden.
Denn anders als die Republikanische Partei unterstützen die Demokraten
seit jeher den Erhalt dieses auch als "Serengeti der Arktis" bezeichneten
Schutzgebietes. "Nur wenn das ANWR, eines der ältesten
Naturschutzgebiete der USA, von der Öllobby verschont bleibt, haben die
rund 7000 Gwich´in-Indianer eine Chance zur Bewahrung ihrer
traditionellen Lebensweise", erklärte die Gesellschaft für bedrohte Völker
(GfbV) am Mittwoch.

Als Jäger sind die Gwich´in bis heute von der 130.000 Tiere zählenden
Porcupine-Karibu-Herde abhängig, die im ANWR ihre Jungen zur Welt
bringt und aufzieht. Schon durch den Aufbau einer für die Ölbohrungen
notwendigen Infrastruktur werden die Tiere so gestört, dass sie ihre
Wanderwege ändern und damit für die Indianer unerreichbar werden.

Präsident George W. Bush will mit der Erschließung heimischer Ölquellen
sein Land von Ölimporten aus Staaten wie Iran oder Venezuela
unabhängiger machen und die Benzinpreise senken. Er ist bereit, dafür
auch Naturschutzgebiete zu opfern. Doch das Vorkommen im ANWR, dem
letzten noch unberührten Naturparadies der USA, würde den US-Bedarf
höchstens sechs Monate decken, meinen unabhängige Studien. Auch
würde es den Benzinpreis allenfalls um einen Cent senken helfen, erklären
Umweltschützer.

Seit 1995 versucht die Republikanische Partei mit immer neuen
Gesetzesinitiativen, den Schutzstatus des ANWR aufzuheben. Zuletzt war
sie damit im Frühjahr mit einer Abstimmung im damals noch republikanisch
dominierten Repräsentantenhaus erfolgreich. Doch Gesetze bedürfen der
Zustimmung beider Kammern des Kongresses. Eine Zustimmung des
Senats aber, in dem die Demokraten ebenfalls kräftig hinzugewonnen
haben, ist kaum noch zu erwarten.
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Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
Inse Geismar, Pressereferentin
Postfach 2024, D-37010 Goettingen
Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028
E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de
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LINKS / VERWEISE / HINWEISE
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09 neue Broschüren
agm <agm at agmarxismus.net>
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Wir haben zwei neue Broschüren herausgebracht:

1) Stellungnahmen der Arbeitsgruppe Marxismus 2000-2005

2) Österreich in der Kommunistischen Internationale 1919-1924

1) Stellungnahmen der Arbeitsgruppe Marxismus 2000-2005
Schulungstexte 10, 46 Seiten A4, 3 Euro (plus Porto)

Inhalt:

Vorwort
Stellungnahme zu Tschetschenien (Januar 2000)
Thesen zur objektiven Situation in Österreich (Mai 2000)
Stellungnahme der AGM zu Palästina (November 2000)
Göteborg und danach (Juni 2001)
Von Seattle bis Genua (August 2001)
Antikriegsbewegung und Islamismus (November 2001)
Skizze der Internationalen Lage 2002 (Februar 2002)
Solidarität mit dem palästinensischen Widerstand! Nein zum 
Antisemitismus! (April 2002)
Polarisierung in Frankreich (Mai 2002)
Einheitsfronten, Wahlen und Bündnisse (März 2003)
Erklärung zum Zusammenschluss von AGM und IRO (Mai 2003)
Erklärung zum Austritt einiger Genoss/inn/en (Dezember 2003)
Skizze der internationalen Lage 2004 (Januar 2004)
Thesen zu revolutionärer Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit (Mai 2004)
Europäische Antikapitalistische Linke (EAL) (Juli 2004)
10 Jahre AGM (August 2004)
Bedeutung der Agenda 2010 (November 2004) .
Franz Drexler (1912 - 2005) (Juni 2005)
Stellungnahme zur Europäischen Union (November 2005)

Vorwort
Mit dieser kleinen Broschüre legen wir eine Sammlung unserer 
Stellungnahmen vor, die in den Jahren 2000 bis 2005 von der AGM 
veröffentlicht wurden. Alle 19 Texte sind auch über die homepage der 
Arbeitsgruppe Marxismus zugänglich, aber nicht alle sind bisher in 
Papierform erschienen.
Die Texte sind nahezu alle als "offizielle" Stellungnahmen der AGM 
erschienen und zum Teil auch Ergebnis von Konferenzbeschlüssen oder 
Mitgliederversammlungen, in denen die Positionen diskutiert und 
beschlossen wurden. Dabei wird ein breites thematisches Feld abgedeckt, 
das die entscheidenden Diskussionen der revolutionären Linken in den 
letzten Jahren umfasst: Zwei Stellungnahmen zu Palästina sind ebenso zu 
finden wie Positionen zur Antiglobalisierungsbewegung oder zur 
Europäischen Union. Analysiert wurde 2002 und 2004 die internationale 
Lage, 2000 die Situation in Österreich nach der Regierungsübernahme von 
Schwarz-Blau etc.
Die beiden Texte Einheitsfronten, Wahlen und Bündnisse und die Thesen 
zur revolutionären Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit sind in diesem 
Zusammenhang von besonderer Wichtigkeit: Stellen sie doch eine 
Handlungsanleitung für unsere Außeninterventionen dar. Dazu kommen noch 
Texte, die das innerorganisatorische Leben und die Geschichte der AGM 
betreffen, etwa den Text 10 Jahre AGM, der kurz gerafft die Geschichte 
unserer 1994 gegründeten Arbeitsgruppe Marxismus Revue passieren lässt, 
oder der Text zum Tod unseres Genossen Franz Drexler.
Wenn wir diese Texte hier gemeinsam publizieren, so denken wir, dass 
auch ein wichtiger Grundzug unseres Politikverständnisses offen gelegt 
wird: Die Texte zur objektiven Lage sind ebenso frei von übertriebenem 
Zweckoptimismus wie von überzogenen Erwartungen in künftige 
Klassenkampfentwicklungen und zeichnen, bei allen Unschärfen im Detail, 
die da oder dort auffallen könnten, und ohne in einen objektivistischen 
Fatalismus zu verfallen, ein realistisches Bild der objektiven Situation 
und der Möglichkeiten einer revolutionären Strömung, das sich wohltuend 
abhebt von euphorischen und überzogenen Erwartungen, die sehr oft 
Positionierungen linker Organisationen auszeichnen.
Und wir denken, dass beim Studium der nun auch in Broschürenform 
vorliegenden Texte klar wird, dass wir unseren Anspruch ernst nehmen, 
den wir anlässlich des zehnjährigen Bestehens unserer Organisation 
formuliert haben:
"Trotz aller Erfolge der letzten 10 Jahre bleibt die AGM natürlich noch 
immer eine sehr kleine Organisation, die in der Klasse, die das einzig 
mögliche Subjekt zur Überwindung des Kapitalismus darstellt, in der 
Arbeiter/inn/enklasse, keine reale Kraft darstellt. (...) Wir haben aber 
freilich auch nicht den ebenso größenwahnsinnigen wie lächerlichen 
Anspruch mancher Gruppierungen, dass alle anderen Revisionist/inn/en, 
Zentrist/inn/en oder ähnliches seien. Wir sehen uns vielmehr als Teil 
des Spektrums von subjektiven Revolutionär/inn/en, die nach bestem 
Wissen und Gewissen versuchen, eine revolutionäre Organisation zum Sturz 
der kapitalistischen Klassenherrschaft aufzubauen. Wir sind überzeugt, 
dass eine neue revolutionäre Internationale nur durch einen 
Umgruppierungsprozess in diesem Spektrum in Wechselwirkung mit 
verschärften Klassenkämpfen entstehen kann. In diesen zukünftigen 
Prozess wollen wir mit einer politisch und numerisch möglichst starken 
Organisation eintreten."

Manfred Scharinger

2) Österreich in der Kommunistischen Internationale 1919-1924
Kleine Schriftenreihe zur österreichischen Arbeiter/innen/geschichte 15, 
56 Seiten A5, 2,5 Euro (plus Porto)

Vorwort von Manfred Scharinger

Diese Ausgabe der Kleinen Schriftenreihe ist der Diskussion der 
österreichischen Situation nach dem Ersten Weltkrieg bis Mitte der 
1920er Jahre in der zentralen Zeitschrift der Kommunistischen 
Internationale gewidmet. Die Zeitschrift Kommunistische Internationale 
erschien ab August 1919 in russischer, französischer, deutscher und 
englischer Sprache in unregelmäßigen Abständen und war als zentrales 
theoretisches Organ der im März 1919 neu gegründeten Komintern gedacht. 
Im ersten Jahr erschien die vom Exekutivkomitee der Kommunistischen 
Internationale (EKKI) publizierte Zeitschrift in 8 Nummern (davon 2 
Doppelnummern), 1920 und 1921 erschienen je fünf weitere, zum Teil recht 
voluminöse Ausgaben (die Nummer 16 hatte über 700, die Nummer 17 über 
500 Seiten). Damit wurde die Zeitschrift vom Informationsgehalt zwar 
immer wichtiger, aber durch ihren Umfang immer mehr zur bloßen 
politischen Dokumentation und immer weniger zur tagtäglichen Anleitung 
und Information geeignet.
Nach dem III. Weltkongress wurde mit der Nummer 18 (1921) die zentrale 
Publikation der Komintern auf Beschluss des EKKI umgestaltet: Die 
Kommunistische Internationale sollte als Zeitschrift entlastet, die 
immer umfangreicher gewordenen Ausgaben wieder verkleinert und dafür die 
Frequenz erhöht werden. Mit der Herausgabe der Internationalen 
Presse-Korrespondenz wurde dem neuen Mitteilungsblatt die Aufgabe der 
möglichst raschen Informationsweitergabe übertragen. Die Kommunistische 
Internationale sollte demgegenüber zum führenden Organ der Komintern in 
den Hauptfragen der Theorie, Taktik und Organisation werden. Die 
angestrebte monatliche Erscheinungsweise konnte jedoch nicht 
durchgehalten werden, schon die erste Ausgabe des Jahres 1924 musste als 
Dreifachnummer geführt werden. Unter wechselndem Namen erschien die 
Zeitschrift jedoch weiter bis zum Beginn der 1940er Jahre und ist damit 
eine erstklassige Dokumentations- und Informationsquelle für die 
Geschichte der III. Internationale und ihre stalinistische Degeneration.
In die vorliegende Nummer unserer Kleinen Schriftenreihe haben wir aus 
den ersten Jahren (1919 bis 1924) -- konkret aus den Nummern 1 bis 30 -- 
alle in der Kommunistischen Internationale abgedruckten Artikel 
aufgenommen, die sich ausschließlich bzw. vorrangig mit Österreich 
beschäftigen. Natürlich gibt es unzählige weitere Arbeiten, in denen 
Österreich einen zum Teil recht prominenten Platz einnimmt -- das 
beginnt schon beim in den ersten Nummern dokumentierten I. Weltkongress 
der Komintern, auf dem Österreich (bzw. die zerfallene 
österreichisch-ungarische Monarchie) ein nicht unwichtiger Platz 
eingeräumt wurde. Aber die Aufnahme all dieser Artikel hätte den Platz 
dieser Ausgabe bei weitem gesprengt.
Insgesamt haben wir 13 Artikel von unterschiedlicher Länge hier 
aufgenommen. Der erste Beitrag stammt vom österreichischen Delegierten 
beim Gründungskongress der Komintern, Karl Steinhardt (der dort als J. 
Gruber in den Dokumenten aufgeführt ist). Steinhardt berichtete der 
Versammlung von der revolutionären Situation in Deutsch-Österreich und 
der Bereitschaft der Arbeiter/innen, dem russischen Vorbild zu folgen. 
Er zeichnete ein überaus hoffnungsvolles Bild von den Aussichten der 
Kommunist/inn/en in Europa und trug damit nicht unwesentlich zur 
Gründung der Komintern bei. Text 2 gibt die kurze Resolution der KPÖ 
wieder, mit der sich die Partei zur Internationale bekannte. Text 3 
berichtet über die Situation der KPÖ ein gutes halbes Jahr nach ihrer 
Gründung. Obwohl auch dieser Text nicht frei ist von Übertreibungen (so 
wird das System der Arbeiterräte in Österreich wohl nicht ganz zu Recht 
auf die Intervention der KPÖ zurückgeführt), wird doch das Bild einer 
Partei geboten, der es nicht gelungen war, die Massenstimmung zu 
konsolidieren und eine wirklich aktive kommunistische Organisation 
aufzubauen (S.18 unserer Ausgabe).
Text 4 zeichnet die trostlose ökonomische Situation Österreichs nach, 
Text 5 (von Hilde Wertheim) und Text 8 (Franz Koritschoner) befassen 
sich mit den Arbeiterräten in Deutsch-Österreich und zeigen einmal mehr 
das überragende politische Gewicht, das der Sozialdemokratie in 
Österreich auch nach dem Ersten Weltkrieg in der organisierten 
Arbeiter/innen/bewegung zukam. Auf die Situation der ungarischen 
politischen Emigrant/inn/en in Österreich nach der Niederlage der 
ungarischen Räterepublik geht Text 6 ein.
Text 7 ist der Intervention des EKKI der Komintern gewidmet, mit der die 
KPÖ zur Aufgabe ihres ultralinken Kurses, der sich u.a. in der Wahlfrage 
ausdrückte, bewogen werden sollte. Es ist das wohl bedeutendste 
politisch-theoretische Dokument dieser Sammlung und zeigt, wie intensiv 
sich das höchste Gremium der III. Internationale mit der Situation der 
KPÖ Mitte 1920 zu befassen hatte. Auch der Text 10, der Auszüge aus den 
Protokollen des EKKI wiedergibt, ist der Krise der KPÖ gewidmet und den 
Versuchen der III. Internationale, die Partei zur Aufgabe ihrer 
ultralinken Position des Boykotts des bürgerlichen Parlaments zu bewegen.
Zu Beginn des Jahres 1921 hoffte die Komintern, dass durch die 
Vereinigung der KPÖ mit der sozialdemokratischen Linken um Josef Frey 
die Partei ihre Kinderkrankheiten überwinden könnte. Auf diesen 
Vereinigungsparteitag geht Text 9 ein.
Ab etwa 1921 wird die Beschäftigung der Kommunistischen Internationale 
mit Österreich weniger intensiv; nicht nur die Frequenz der auf 
Österreich Bezug nehmenden Artikel vermindert sich stark, auch der 
politische Gehalt geht zurück. Nach dem Januar 1921 haben bis zur Nummer 
28-30 (1924) nur mehr drei Artikel einen expliziten Österreich-Bezug, 
ohne dass allerdings die theoretische Dichte früherer Arbeiten erreicht 
worden wäre.
Text 11, sicher einer der schwächsten dieses Bandes, beschäftigt sich 
mit der Verfolgung von Kommunist/inn/en in Österreich, ein ansonsten 
politisch kaum fassbarer Fall von Klassenjustiz wird hier aufgerollt. 
Text 12 (von Eugen Varga) und Text 13 (von Paul Friedländer) befassen 
sich mit den gravierenden ökonomischen Schwierigkeiten Österreichs, ohne 
sich allerdings genauer mit den politischen Konsequenzen zu 
beschäftigen. Sie bilden den zeitlichen Schlusspunkt dieses Bandes.
Unsere Zusammenstellung zeigt recht klar, welche Bedeutung Österreich 
von der Kommunistischen Internationale um 1919/1920 als Brücke von der 
russischen Revolution nach Mitteleuropa und insbesondere nach 
Deutschland beigemessen wurde. Und sie gibt ein recht anschauliches Bild 
über die Diskussionen und Schwierigkeiten, aber auch die Hoffnungen 
einer jungen, in den Massen nur wenig verankerten Partei.

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