widerst at nd! - MUND: Samstag, 4.11.2006

MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst analle at no-racism.net
Fr Nov 3 21:43:23 CET 2006


widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
    www.no-racism.net/mund

MedieninhaberInnen seid Ihr!

Samstag, 04.11.2006

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A) INHALT
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AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN
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01 Programm 7. November
depot-news at mailman.sil.at
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02 Gedenkkundgebungen zum Novemberprogrom
GAJ Wien <buero at gajwien.at>
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03 5./22.11.: post Israel denkarium
Institute for research and creation of rites and ceremonies
<denkarium at ritesinstitute.org>
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MELDUNGEN UND KOMMENTARE
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04 Aktualisierte Unterstützerliste 9. 11. Zirkusgasse
Café Critique <cafe.critique at gmx.net>
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SOLIDARITÄT WELTWEIT
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05 Heiligendamm
gipfelsoli-l at lists.nadir.org
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06 ASt - Mexiko: Stoppt die staatliche Repression gegen  die
   Volksversammlung von Oaxaca!
ASt-LFI <ast-lfi at gmx.net>
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07 Heiligendamm
gipfelsoli-l at lists.nadir.org
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B) TEXTE
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AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN
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01 Programm 7. November
depot-news at mailman.sil.at
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Dienstag, 7. November, 19.00
Kärnten. Slowenenfrage? Koroka. Vpraanje Slovencev?
kinokis mikrokino # 139

Einem Kärntner Slowenen wird versehentlich ein Paket zugestellt,
das eigentlich für Jörg Haiders Tochter bestimmt war. So beginnt
der Dokumentarfilm F.A.Q. - Frequently Asked Questions des
Regisseurs Stefan Hafner, der das Schicksal und die Situation der
slowenischen Minderheit in Kärnten aus einer gleichermaßen
souveränen wie humorvollen Perspektive zeigt.

Helmuth Qualtinger sollte 1980 im Rahmen der Klagenfurter Oktober
Arena auftreten, einer Veranstaltung zugunsten der slowenischen
Minderheit in Kärnten. Da er verhindert war, wurde seine Lesung
aus Harald Irnbergers Roman Sieg in deutscher Nacht von der
Medienwerkstatt aufgezeichnet und bei der Veranstaltung
vorgeführt.

F.A.Q. - Frequently Asked Questions (A 2005) Regie: Stefan
Hafner, Alexander Binder, 85 Min. "Nenavaden pogled nove
generacije na staro temo."

Helmut Qualtinger liest Texte zur Slowenenfrage (A 1980)
Medienwerkstatt Wien, 40 Min.

Anschließend Gespräch mit Stefan Hafner.

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Depot
Breitegasse 3
A-1070 Wien
Tel: +43 1 522 76 13
www.depot.or.at

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02 Gedenkkundgebungen zum Novemberprogrom
GAJ Wien <buero at gajwien.at>
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wir wollen euch auf zwei gedenkkundgebungen zum novemberprogrom
hinweisen, die die gaj wien unterstützt:

*mahnwache und kundgebung beim antifaschistischen gedenkstein
aspangbahnhof* /09. november - 17 uhr -  aspangstraße 2/platz der
deportierten, 1030 wien - antifaschistischer gedenkstein/

in den jahren 1939-1942 wurden vom ehemaligen aspangbahnhof
zehntausende österreichische jüdinnen und juden deportiert und
kehrten nicht mehr zurück.

der aufruftext ist hier zu finden:
http://www.gajwien.at/aktuell/2006/november/aspangbahnhof.htm

*gedenkkundgebung in der zirkusgasse* /09. november - 18:30 uhr -
zirkusgasse/ecke schmelzgasse, 1020 wien/

in der zirkusgasse 22 stand bis zu ihrer zerstörung und
plünderung durch den nazi-mob am 10. november 1938 die synagoge
der seit 1736 bestehenden türkisch-jüdischen gemeinde, auch
"türkischer tempel" genannt. erst 1988, ein halbes jahrhundert
nach der zerstörung der synagoge, wurde eine von der stadt wien
gestiftete gedenktafel an ihrem ehemaligen ort angebracht.

der aufruftext ist hier zu finden:
http://www.cafecritique.priv.at/091106.html

*niemals vergessen!
gegen antisemitismus und den antizionistischen konsens!*

liebe grüße,

*die grünalternative jugend wien.*


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03 5./22.11.: post Israel denkarium
Institute for research and creation of rites and ceremonies
<denkarium at ritesinstitute.org>
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Sehr geehrte Damen und Herren,

nach unserer Rückkehr aus Israel ist das eine spontane,
informelle Einladung zum Kochen/Essen/Diskutieren mit einem
unserer Israelischen Freunde  am Sonntag den 5. November sowie
eine Erinnerung an den Althusser-Abend mit Josef Fröschl am
Mittwoch den 22. November.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen  und bedanken uns nochmals bei
allen, die unsere Reise begleiteten, unterstützten, ermöglichten
und interessiert verfolgten. Dank auch insbesonders an Klub Zwei
und Abbé Libansky für ihre inputs, präsentationen, beiträge!

Karin Schneider / Friedemann Derschmidt - rites intitute

*****

1)
15. denKarium / tailoring thinking
the circle

Reihe: denKarium spontan: slow food-fast talk; sunday with rafram
chaddad
am: 2006-11-05
ab: 12:00 Uhr (Vormittag)

Auf einem spontanen Kurzbesuch in Wien wird einer unserer Freunde
aus Israel, der Slow-food Aktivist und Künstler Rafram Chaddad
mit uns kochen ("workshop"), essen und über seine Sicht der Dinge
diskutieren. Die lecture "the circle" wird in englischer Sprache
gehalten. Für alle, die nicht so gut englisch können, werden wir
übersetzen.

In unserer Wohnung: Gentzgasse 122/18
Sonntag, 05. November ab 11:00 Kochen, Essen, lecture;

mehr Text: http://www.ritesinstitute.org/denkarium/

******
2)
16. denKarium / tailoring thinking
Louis Althusser ? Begegnungen mit dem Nicht-Zeitgenössischen

Reihe: Josef Fröschl über...
am: 2006-11-22
um. 20:00 Uhr

Am 22. November (Mittwoch)
zeigt uns Josef Fröschl wieder einen Einstieg in das Hirn eines Denkers,
der sonst viel schwieriger zu finden wäre:
Loius Althusser. Ab 20.00 Gentzgasse 120/Gassenlokal.
Mit: Chilli von Josef

mehr Text: http://www.ritesinstitute.org/denkarium/

*****



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MELDUNGEN UND KOMMENTARE
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04 Aktualisierte Unterstützerliste 9. 11. Zirkusgasse
Café Critique <cafe.critique at gmx.net>
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Aktualisierte Unterstützerliste

Gedenkkundgebung am 9. November 2006 in der Zirkusgasse
Wien, 2. Bezirk, 18.30 Uhr

Niemals Vergessen!
Gegen Antisemitismus und Faschismus!
Gegen den antizionistischen Konsens!
Solidarität mit Israel!

Bisher unterstützende Gruppen:
Bnei Akiva
Bund sozialdemokratischer Juden Avoda
Cafè Critique
Context XXI
Friends of Israel / Österreich
Hashomer Hazair
Israelitische Kultusgemeinde
Jüdische österreichische HochschülerInnen
KPÖ - GO Dogma
LICRA Österreich
Likud Österreich
monochrom
Scholars for Peace in the Middle East (SPME) Austria
Studienvertretung Judaistik
Studienvertretung Politikwissenschaft
www.antifa-on.org
www.juedische.at
ZPCL der B'nai B'rith

http://www.cafecritique.priv.at



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SOLIDARITÄT WELTWEIT
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05 Heiligendamm
gipfelsoli-l at lists.nadir.org
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Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität
   und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung
------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org --

- Weltwirtschaftsgipfel G8 2007 in Heiligendamm - Allgemeines
- Weltwirtschaftsgipfel G8 2007 in Heiligendamm - Heiligendamm
- Camp zum G8-Gipfel abgelehnt
- G8: Gipfelgegner rüsten zu massiven Protesten
- G-8-Gipfel im Visier

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Weltwirtschaftsgipfel G8 2007 in Heiligendamm - Allgemeines

Wer ist für die Sicherheit während des G8 Gipfels verantwortlich?

Für die Sicherheit während des G8 Gipfels zeichnen die
Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern mit eigenen und
Unterstützungskräften, die Bundespolizei und das
Bundeskriminalamt verantwortlich. Diese drei Organisationen sind
grundsätzlich in verschiedenen sachlichen und örtlichen
Zuständigkeitsbereichen tätig, werden aber auf Grund einer
Vielzahl von Nahtstellen eng miteinander zusammen arbeiten.

Werden um den Veranstaltungsort besondere Sicherheitszonen
eingerichtet?

Ja. Um Heiligendamm wird ein Absperrzaun in einer Länge von
ca.12-13 km errichtet. Andere Orte sind von dieser Umzäunung
nicht betroffen. Zutritt in diese äußere Sicherheitszone erlangen
nur Berechtigte. Innerhalb des Zaunes befindet sich die innere
Sicherheitszone, die das Gelände des Grand Hotels Kempinski
umfasst. Hier ist das Betreten für Einwohner nicht möglich.

Wird während der Zeit des Gipfels der Molli zwischen Kühlungsborn
und Bad Doberan mit Halt in Heiligendamm verkehren?

Für die Öffentlichkeit steht die Molli - Bahn während des Gipfels
nicht zur Verfügung.

Welche Verkehrseinschränkungen wird es geben?

Da momentan noch kein entsprechendes Verkehrskonzept existiert,
können hierzu keine Aussagen gemacht werden.

Wo kann es Verkehrseinschränkungen geben?

Es kann zu Verkehrseinschränkungen für die Ortschaften um
Heiligendamm (Kühlungsborn, Bad Doberan) kommen. Weiterhin kann
es zu Verkehrseinschränkungen in der Hansestadt Rostock sowie im
Umfeld des Airport Laage kommen.

Gibt es Einschränkungen für den Flugverkehr des Airport Laage?

Es wird zu Einschränkungen kommen, die zum jetzigen Zeitpunkt
noch nicht näher bezeichnet werden können.

Gibt es Einschränkungen zum Schiffsverkehr auf der Ostsee?

Ja, auch hier werden Sicherheitszonen eingerichtet. Wie diese
genau und in welchem Umfang eingerichtet werden, ist noch nicht
endgültig entschieden.

Wo werden Einschränkungen bezüglich des Demonstrationsgeschehens
erwartet?

Es liegen bereits Anmeldungen für Demonstrationen in der
Hansestadt Rostock vor. Inwieweit diese stattfinden und welche
genauen Örtlichkeiten genutzt werden, sind zum jetzigen Zeitpunkt
noch nicht bekannt.

Wer haftet für mögliche Personenschäden, Schäden am
Privateigentum und Schäden am städtischen Eigentum im Rahmen des
G8-Gipfels, z.B. durch Globalisierungsgegner?

Grundsätzlich gilt das Verursacherprinzip. Der Verursacher hat
für den Schaden einzustehen. Dies umfasst sowohl Personen- als
auch Sachschäden. Zivilrechtliche Ansprüche sind über ein
Zivilrechtsverfahren geltend zu machen. Die Polizei und die
Justiz bereiten sich darauf vor, Störer oder Straftäter vor Ort
zügig verfahrensrechtlich zu bearbeiten.

Ist ggf. vor dem Hintergrund zu erwartender Gegenkundgebungen mit
dem Schutz für besondere Geschäfte zu rechnen?

Auftrag der Polizei ist die Abwehr von Gefahren für die
öffentliche Sicherheit und Ordnung. Sollte es durch unfriedliche
Demonstrationsteilnehmer zu Störungen kommen, ist die Polizei
verpflichtet, diese zu unterbinden.

Werden berufstätige Ein- und Auspendler unproblematisch das
Stadtgebiet Bad Doberans verlassen und wieder betreten können?

Für Berufspendler wird das Betreten und Verlassen der Stadt Bad
Doberan möglich sein. Mit Einschränkungen durch Sperrungen sowie
Zugangskontrollen ist zu rechnen.

Gibt es Einschränkungen im Tourismus in den anliegenden
Nachbarorten von Heiligendamm?

Es muss auch im Umfeld von Heiligendamm mit Einschränkungen durch
Kontrollen, Straßensperrungen und Bewegungen von Polizeieinheiten
gerechnet werden.

Wenn Einschränkungen im Tourismus bestehen, wer haftet für die
hieraus entstehenden Schäden?

Nach herrschender Rechtsmeinung sind Einschränkungen
grundsätzlich hinzunehmen. Der Schutz der öffentlichen Sicherheit
und Ordnung im Zusammenhang mit der Gewährleistung eines
ordnungsgemäßen Ablaufs des G8 Gipfels überwiegt. Ansprüche auf
Entschädigung bestehen nur bei Vorliegen eines sog. Sonderopfers.
Die Voraussetzung für das Bejahen einer Sonderopferstellung ist
ein hoheitlicher in die Rechtsgüter Leben, Gesundheit,
körperliche Unversehrtheit und Freiheit.

[http://www.polizei.mvnet.de/index.php?option=content&task=view&id=3070&Itemid=271]

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Weltwirtschaftsgipfel G8 2007 in Heiligendamm - Heiligendamm

[...]

Werden um den Veranstaltungsort besondere Sicherheitszonen
eingerichtet?

Ja. Um Heiligendamm wird ein Absperrzaun in einer Länge von
ca.12-13 km errichtet. Andere Orte sind von dieser Umzäunung
nicht betroffen. Zutritt in diese äußere Sicherheitszone erlangen
nur Berechtigte. Innerhalb des Zaunes befindet sich die innere
Sicherheitszone, die das Gelände des Grand Hotels Kempinski
umfasst. Hier ist das Betreten für Einwohner nicht möglich.

Wer ist Berechtigter und wie werden diese erfasst?

Berechtigt sind Einwohner des Ostseebades Heiligendamm sowie
Eigentümer und Nutzer von Grundstücke innerhalb der äußeren
Sicherheitsabsperrung besitzen. Weiterhin umfasst dies
Gewerbetreibende, Angestellte, Arbeiter, Not- und Pflegedienste,
Kurierdienste und Zulieferer. Auch angemeldete Feriengäste und
Besucher der Einwohner sind berechtigte Personen. Die Ermittlung
und Erfassung des genannten Personenkreises erfolgt durch die
Polizei. Sie als Berechtigter können die Polizei dabei
unterstützen, indem Sie sich über das Bürgertelefon unter
0180-5010766 (0,12 / min) oder per E-Mail unter
buegerinfo at kavala.mv-regierung.de mit der Polizei selber in
Verbindung setzen. Für die Berechtigten und ihre Fahrzeuge werden
gesonderte Ausweise erstellt. Innerhalb der äußeren
Sicherheitszone wird daher ein kontrollierter Personen- und
Fahrzeugverkehr stattfinden.

Ab wann ist mit Kontrollen zu rechnen?

Der Bau des Zauns soll in der Zeit von Jan. bis Mai 2007
erfolgen. Nach Fertigstellung ist mit ersten Kontrollmaßnahmen zu
rechnen, die im Laufe der Zeit intensiviert werden.
Zugangskontrollen in den Bereich der äußeren Sicherheitszone
beginnen nach jetzigem Planungsstand spätestens am Wochenende vor
dem Gipfeltreffen.

Müssen Kraftfahrzeuge für die Zeit des Gipfels in der Ortschaft
Heiligendamm von öffentlichen Plätzen, Straßen und Wegen entfernt
werden?

Es wird Bereiche geben, in welchen zum Zeitpunkt des Gipfels
keine Kraftfahrzeuge stehen dürfen. Diese Bereiche sind aber noch
nicht genau bezeichnet.

Kann ich mit meinem privaten PKW fahren?

Wenn Sie zum Berechtigtenkreis gehören ja. Sie müssen jedoch mit
Kontrollen und Durchsuchungen rechnen. Aufgrund dessen empfiehlt
Ihnen die Polizei den Großparkplatz an der Rennbahn zu nutzen.
Von der Rennbahn pendelt ein Shuttle - Verkehr bis zur Ortschaft
Heiligendamm.

Wo befinden sich Zugangsmöglichkeiten/ Kontrollstellen?

Erste Kontrollstelle (Rennbahn) ist der Parkplatzbereich des
Geländes der Galopprennbahn. Dieser Bereich ist zu Fuß oder mit
dem Fahrrad passierbar, Kraftfahrzeuge können vor Ort geparkt
werden. Ein für Sie eingerichteter Shuttle-Verkehr pendelt
zwischen der Ortschaft und der Kontrollstelle. Innerhalb der
äußeren Sicherheitszone wird es keinen öffentlichen Nahverkehr
geben. Zweite Kontrollstelle ist bei der Ortschaft Hinter
Bollhagen an der Landesstrasse 12. Die Kontrollstelle ist mit
Fahrzeugen passierbar. Jedoch ist hier mit längeren
Kontrollzeiten zu rechnen. Grund dafür sind erforderliche
Durchsuchungen von Fahrzeugen und Personen.

Was ist bei kurzfristigen Änderungen bezüglich der privaten
Beschäftigungen der Staatsgäste? (Radfahren oder Joggen)

Es kann dann zu kurzfristigen Sperrung und zeitlichen
Einschränkungen kommen. Bei frühzeitigem Bekannt werden, sind wir
bemüht, die Bürger darüber zu informieren. Es muss auch damit
gerechnet werden, dass bei Kolonnenfahrten die Grundstücke für
kurze Zeit nicht verlassen werden können und Shuttleverkehr in
dieser Zeit nicht stattfindet. Müssen Fahrräder, Kinderwagen oder
andere bewegliche Gegenstände von öffentlichen Plätzen und Wegen
entfernt werden? Es wird Bereiche geben wo diese entfernt werden
müssen. Diese Bereiche sind jedoch noch nicht konkret benannt.
Wird während der Zeit des Gipfels der Molli zwischen Kühlungsborn
und Bad Doberan mit Halt in Heiligendamm verkehren? Für die
Öffentlichkeit steht die Molli - Bahn während des Gipfels nicht
zur Verfügung.

Welche Verkehrseinschränkungen wird es geben?

Da momentan noch kein entsprechendes Verkehrskonzept existiert,
können hierzu keine Aussagen gemacht werden.

Wo kann es Verkehrseinschränkungen geben?

Es kann zu Verkehrseinschränkungen für die Ortschaften um
Heiligendamm (Kühlungsborn, Bad Doberan) kommen. Weiterhin kann
es zu Verkehrseinschränkungen in der Hansestadt Rostock sowie im
Umfeld des Airport Laage kommen.

Können Hoteliers, Pensionsinhaber, Eigentümer von Ferienwohnungen
Buchungen, die sich auf den Zeitraum des Gipfels beziehen und
jetzt schon angefragt und gebunden werden sollen, eingehen?

Ja, aber es muss damit gerechnet werden, dass Personen, die
Buchungen für den Veranstaltungszeitraum vornehmen, mit starken
Einschränkungen rechnen müssen. Gleichwohl können frühzeitig
feste Buchungen vorgenommen werden. Was ist mit den Strandkörben?
Wie steht es mit einem Badeverbot? Badeverbot wird es im Bereich
Heiligendamm geben. Genaue Zeiten sind noch offen, in der Zeit
des G8 Gipfels wird das Aufstellen von Strandkörben nicht möglich
sein. Gibt es Beeinträchtigungen für meinen Gewerbebetrieb? Wir
sind bestrebt, die Bürger nicht kurzfristig sondern langfristig
zu informieren. Wir wollen ständig in Kontakt bleiben und
Probleme gemeinsam lösen. Welche Einschränkungen die
Gewerbetreibenden erfahren ist noch nicht geregelt.

Ich bin Jäger. Darf ich in den Wäldern um Heiligendamm jagen
gehen?

Innerhalb der äußeren Sicherheitszone wird ein Jagen nicht
möglich sein. In welchem Abstand das Jagen außerhalb dieser Zone
möglich sein wird, ist noch nicht geklärt.

Gibt es während der Zeit des Gipfels Sperrstunden?

Sperrstunden sind nicht geplant.

[http://www.polizei.mvnet.de/index.php?option=content&task=view&id=3071&Itemid=272]

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Camp zum G8-Gipfel abgelehnt

Die Bürgermeisterin positionierte sich gestern zu den Angriffen
auf die Marokkaner in Wismar und kündigte Aktionen an. Wismar
"Durch die Schlägerei mit den Marokkanern sind wir wieder in die
Schlagzeilen geraten. Wir kriegen es mit der rechten Szene zu
tun", stellte Bürgermeisterin Rosemarie Wilcken (SPD) in der
Bürgerschaft fest. Zwei Marokkaner waren am Montag in Wismar von
einer Gruppe Jugendlicher angegriffen worden (OZ berichtete).

Wichtig sei es, dass sich jeder positionieren müsse. Neben dem
Handlungsfeld Jugendpolitik müsse sich auch die Schule
einbringen. "Wir brauchen ein tragfähiges Konzept", betonte die
Bürgermeisterin. Eine Aktion mit Plaketten sei in Vorbereitung.
Außerdem werden Angebote an die Schulen gemacht, dass Politiker
am Sozialkundeunterricht teilnehmen. Bürgerschaftsmitglied
Michael Ankermann (CDU) und Senator Thomas Beyer (SPD) hätten
bereits ihre Bereitschaft bekundet. "Ich werde weiter das
Gespräch mit allen Fraktionen suchen und die Kontakte mit der
Netzwerkstelle vertiefen", kündigte Rosemarie Wilcken an.

Dieses Plädoyer nicht zuletzt dafür, dass Wismar sich weltoffen
zeigen wolle, griff Uwe Boldt (Die Linke.PDS) auf, um für den
Antrag seiner Fraktion zu argumentieren. So soll ein
Geländeabschnitt des Bürgerparks im Juni anlässlich des
G8-Gipfels vom 6. bis 8. Juni der Protestbewegung gegen diesen
Gipfel für die Errichtung eines Camps zur Verfügung gestellt
werden. Das würde "uns gut zu Gesicht stehen", sagte Boldt. Seit
geraumer Zeit formiere sich gegen den G8-Gipfel eine breite
Protestbewegung. Sebastian Wenzel (CDU) lehnte diesen Antrag ab.
Als er von "Vermummten" sprach, wehrte sich Uwe Boldt entschieden
gegen "diese Unterstellung, dass jeder, der sich in einem Camp
anmeldet, Gewaltbereitschaft zeigt". Auch Ulrich Litzner (SPD)
lehnte im Namen seiner Fraktion diesen Antrag ab. Letztendlich
hatte das Ansinnen der Linke.PDS keine Chance.

[Ostseezeitung 27. Oktober 2006]

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G8: Gipfelgegner rüsten zu massiven Protesten

Frankfurt/Main (AP) Das globalisierungskritische Netzwerk Attac
rechnet mit zahlreichen Protesten beim G-8-Gipfel im kommenden
Jahr in Heiligendamm. "Wir erwarten die größte internationale
Demonstration seit vielen Jahren in Deutschland", erklärte Pedram
Shahyar, Mitglied der G-8-Projektgruppe und des Attac-
Koordinierungskreises, gestern zum Abschluss eines Treffens der
Organisation in Frankfurt am Main.

Die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden
Industriestaaten und Russlands kommen vom 6. bis 8. Juni 2007
nach Heiligendamm. "Bereits heute zeichnet sich ab, dass den G8
heftiger Gegenwind um die Ohren blasen wird", sagte Shahyar.
Arvid Bell, Vertreter der Grünen Jugend im Koordinierungskreis,
erklärte, die Industrieländer seien maßgeblich verantwortlich für
den Klimawandel, unter den Folgen der Erderwärmung aber litten
vor allem die Menschen in den Entwicklungsländern.

Nach Informationen der Polizei konzentrieren die Globalisierungs-
gegner ihre Proteste gegen den G-8-Gipfel 2007 in Heiligendamm im
Raum Rostock. "100 000 Demonstranten sind nicht unrealistisch",
sagte Knut Abramowski, Chef der G-8-Polizei.

Bei den Gipfeln kommt es immer wieder zu massiven Protesten. 2001
wurde in Genua ein Demonstrant erschossen. Der Gipfel findet
einmal im Jahr in einem der Mitgliedsländer statt - neben
Russland die USA, Deutschland, Frankreich, Italien, Japan,
Großbritannien und Kanada. In diesem Jahr trafen sich die
Vertreter der G-8-Staaten in Sankt Petersburg.

[Ostseezeitung 30. Oktober 2006]

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G-8-Gipfel im Visier

Attac-Globalisierungskritiker planen großen "Alternativ-Kongress"
Ein breites Bündnis soll den Protest gegen den G-8-Gipfel im Juni
2007 in Heiligendamm tragen. Die globalisierungs-kritische
Organisation Attac sieht sich dabei als "Brückenbauer".

Frankfurt a. M. - Noch kein Programm, "aber wenigstens eine
Plattform" konnte Peter Wahl vom Attac-Koordinierungskreis in
Frankfurt präsentieren. Vom 6. bis 8. Juni 2007 treffen sich in
Mecklenburg die Regierungen der acht Wirtschaftsmächte (USA,
Kanada, Russland, Japan, Deutschland, Frankreich, Großbritannien,
Italien). Auf einem "Alternativ-Kongress" wollen die Kritiker
dann mit vielen Formen zivilen Ungehorsams ihre Forderungen nach
"globalen sozialen Rechten" erheben.

So bunt wie die Aktionenvielfalt ist das Spektrum, das dahinter
steht. Es reicht von Nichtregierungsorganisationen, die in ihrer
Arbeit "von staatlicher Unterstützung abhängig" seien, bis zu
Gruppen, die sich selbst als "radikale Linke" jenseits des
Parteienspektrums verstünden. Entsprechend stark, sagte Wahl, sei
"das gegenseitige Misstrauen". Attac, selbst ein Netzwerk, dem
etwa 17 000 Einzelpersonen und rund hundert Organisationen
angehören, könne da "Brücken bauen". Dessen Bandbreite wurde auch
auf dem Ratschlag in Frankfurt, der jährlichen Attac-
Delegiertenversammlung, deutlich. Während die einen den
G-8-Gipfel pauschal als "Lügen-Show" der "Blutsauger" abwerteten,
erhofften sich andere inhaltlichen Einfluss, um etwa die
Entschuldung der armen Länder voranzutreiben.

Attac sieht den Protest zugleich als Chance, sich selbst "als
politischen Akteur wieder etwas besser" herauszustellen, sagte
Wahl. Die Jahresbilanz fiel auf dem Ratschlag gemischt aus. Stolz
verkündeten Attac-Leute, sie seien "an der einen oder anderen
Schramme und blutigen Nase des Neoliberalismus mit Schuld". Sie
verwiesen auf Kampagnen gegen die Privatisierung der Bahn, den
Discounter Lidl und die EU-Dienstleistungsrichtlinie. Astrid
Hölscher

[http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=999997&]


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06 ASt - Mexiko: Stoppt die staatliche Repression gegen die
   Volksversammlung von Oaxaca!
ASt-LFI <ast-lfi at gmx.net>
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Mexiko:

Stoppt die staatliche Repression gegen die Volksversammlung von
Oaxaca!

Stellungnahme der Liga für die Fünfte Internationale, 
1. November 2006

(aus: Red Newsletter Nr. 239; Informationsdienst des
ArbeiterInnenstandpunkt, 3. November 2006,
www.arbeiterInnenstandpunkt.net)

Am 29.10.2006 stürmten Truppen der mexikanischen Regierung das
Zentrum von Oaxaca in einem Vorstoß zur Beendigung der Besetzung
der zentralen Plaza, dem Zocalo, und zur Rückeroberung von
Regierungs- und Mediengebäuden, die von der Bevölkerung seit Juni
besetzt worden waren. Etliche KämpferInnen wurden dabei getötet
und verwundet, viele verhaftet. Am 30.10 demonstrierten in
Mexiko-Stadt 50.000 aus Protest gegen die Repression. 

Alle AntikapitalistInnen und die Arbeiterbewegung müssen auch
gegen diese Repression protestieren und den sofortigen Rückzug
von Armee und Polizei, die Freilassung der politischen Gefangenen
und die Übergabe der Mörder an die Justizorgane der Bevölkerung
fordern.

Vier Monate lang haben die Massen, angeführt von streikenden
LehrerInnen, die Volksversammlung der Bevölkerung von Oaxaca
(APPO) organisiert, die sich gegen den Staat und die
Stadtverwaltung gestellt haben. Ihr Ziel war die Amtsenthebung
des korrupten und repressiven Gouverneurs, U. Ruiz, der ein
Mitglied der "Partei der Institutionellen Revolution" (PRI) ist,
die Mexiko von 1929 bis 2000 regiert hat.

Die APPO hat lokale Radiosender betrieben, die Selbstverteidigung
organisiert und eine Situation von Doppelmacht im Staat Oaxaca
geschaffen. Diese Ereignisse fielen zusammen mit einer
allgemeinen nationalen Krise, die den Präsidentschaftswahlen
folgte, bei dem der Sieg dem linkspopulistischen Anwärter Lopez
Obrador praktisch von dem neoliberalen Kandidaten Felipe Calderon
gestohlen wurde.

Die Massenbesetzung der Zocalos in Mexiko-Stadt und die Abhaltung
von Massenkundgebungen mit millionenfacher Teilnahme schützte die
Besetzungen von Oaxaca gegen die Angriffe der Regierung. Doch
Lopez Obrador mobilisierte nicht weiter und überließ den
paramilitärischen Banditen des Oaxaca-Gouverneurs das Feld, die
dazu übergingen, die LehrerInnen und die Bevölkerung zu
attackieren. Vergangene Woche wurde ein junger amerikanischer
Indymedia-Journalist, Brad Roland, von ihnen getötet. Die
Abschwächung der landesweiten Mobilisierung im Oktober und die
fehlende Perspektive für den LehrerInnen-Streik und die
Straßenmobilisierungen haben dazu beigetragen, Ruiz und Vicente
Fox wieder in die Offensive zu bringen.

Letzte Woche haben die Spitzen der Lehrergewerkschaft eine
Abstimmung zur Beendigung des fünfmonatigen Streiks der
LehrerInnen in Oaxaca durchgeboxt. Dies hing auch mit dem
Unvermögen der Führungen verschiedener Teile der Massenbewegung
zusammen, die Volksversammlungen wie APPO in ganz Mexiko zu
etablieren und die Kräfte der organisierten Arbeiterschaft in den
Kampf zu ziehen. Als Hindernis dafür stehen stark bürokratisierte
,offizielle' Gewerkschaften im Weg, die an die PRI bzw. an die
Nationale Aktionspartei (PAN) von Fox gebunden sind.

Die Unfähigkeit der Bewegung, vorwärts zu gelangen und die
Beendigung des Streiks gaben den Kräften der Reaktion die erste
Gelegenheit, auf die Bewegung von Oaxaca einzuschlagen. Der
scheidende mexikanische Präsident Fox hat den "Ausbruch von
Gewalt", d. h. die Provokation von Ruiz PRI-Banditen, als Vorwand
benutzt, um gegen dieselben Menschen vorzugehen, die von jenen
Schlägern attackiert worden sind. Er will die als "Oaxaca-
Kommune" bezeichneten Doppelmachtorgane zerschlagen.

Ob er damit durchkommt, wird von den Aktionen der Bevölkerung und
der Arbeiterbewegung sowie dem internationalen Rückhalt und
dessen Wirkung abhängen. Die Massenkräfte, die sich für Obrador
gegen den gestohlenen Wahlsieg engagiert haben, müssen nun für
den Schutz Oaxacas in Marsch gesetzt werden. Obrador, obwohl
bürgerlicher Politiker, hätte seine Stellung nutzen können (er
hatte sich immerhin zum legitimen Präsidenten ausgerufen), um
einen unbefristeten Generalstreik zu fordern. Er hätte die
Soldaten auffordern müssen, den Gehorsam für die Unterdrückung
der Bevölkerung zu verweigern. Aber schändlicherweise weigerte er
sich, dies zu tun. Das zeigt ganz klar: Er ist kein "Präsident
des Volkes".

Nun sollten die Massenorganisationen, die ihn unterstützt haben,
ihm die Gefolgschaft aufkündigen und die städtische und ländliche
Armut aufrufen, die Straßen zu blockieren und das Leben des
Landes zum Erliegen bringen, bis die Repression gegen die APPO
beendet ist.

Die Strategie der Hoffnung auf einen Wandel zu Gunsten der
verarmten Menschen durch einen Präsidentenwechsel, die Hoffnungen
in eine neue "orangene Revolution", d.h. die Besetzung
öffentlicher Plätze und die Abhaltung riesiger
Massenversammlungen, um den Wahlbetrug zu revidieren, reichen
nicht aus! Mit solchen Methoden kann keine Regierung gestürzt
werden, die noch von der Armee, der Kapitalistenklasse und v.a.
von Mexikos mächtigem Nachbarn, den USA mit seinen Medien,
unterstützt wird. Bushs Haltung zur "Volksmacht" in der Ukraine,
wo er den Regimewechsel wollte, ist nicht zu vergleichen mit
seiner Distanzierung von einer oppositionellen Bewegung in
Mexiko, dessen Regierung er erhalten wissen will. Der
Nachrichtensender CNN berichtete seiner Zeit stündlich von den
Ereignissen in Kiew, während die Ereignisse in Mexiko Stadt
beinahe tot geschwiegen werden.

Die Strategie der Zapatisten (EZLN), niedergelegt in "der andere
Feldzug", hat sich als genauso unnütz erwiesen. Diese
anarchistische Strategie beschränkt sich auf symbolische
Auseinandersetzungen und die angebliche "Ermächtigung" auf
lokalem Sektor, vermeidet aber unter allen Umständen einen
Massenkampf um die Macht auf Staatsebene. Ihr Spitzenvertreter,
Unterführer Marcos, hat den Norden bereist und örtliche
Kundgebungen abgehalten. Aber das war reine Ablenkung, als der
kritische Punkt in den Massenkämpfen in Mexiko Stadt und Oaxaca
erreicht worden war.

Jetzt hat die EZLN landesweite Massenaktionen, Blockaden und
sogar einen Generalstreik gefordert, aber nicht vor dem 20.11.!
Das ist zwar ein Fortschritt, aber noch immer zu wenig und kommt
v.a. viel zu spät. Marcos sollte die ArbeiterInnen in Stadt und
Land aufrufen, sofort zu streiken, ehe die "Aufwisch"operation
vollendet ist.

Beide Strategien, Elektoralismus, ergänzt durch eine
Scheinrevolution einer "Volksmacht" oder "Gegenmacht" in
ländlichen Gemeinden, ermöglicht es der mexikanischen
Bourgeoisie, die Kräfte des Widerstands zu spalten und ihre
Hochburgen einzunehmen.

Der hohe Grad an Massenmobilisierung, die Diskreditierung und die
Krise der mexikanischen bürgerlichen Demokratie sowie die
monatelange Lähmung des Staats weisen auf die Anbahnung einer
revolutionären Situation hin. Aber solche Situationen dauern
nicht ewig, ebenso wenig wie die Massen unbefristet auf den
Straßen gehalten werden können, wenn ihnen nicht klar ist, wie
das Ziel erreicht werden kann.

Revolutionäre Situationen enthalten das Potenzial, dass in ihnen
eine Revolution ausbricht, aber dies geschieht selten spontan.
Wenn die Führer der Massen falsche Strategien verfolgen, wenn die
Gewerkschaftsbürokratie den Weg zur Aktion versperren, dann
werden sich die Kräfte der Konterrevolution von ihrem Schrecken
erholen, ihre Verwirrung überwinden und zurückschlagen - je
wilder, desto tiefer dieser Schrecken saß.

Wenn die ArbeiterInnen und BäuerInnen Mexikos sich ein solches
Schicksal ersparen wollen, müssen sie diese populistischen
Strategien über Bord werfen und die Waffen eines konsequenten
Klassenkampfes ergreifen. Ausgangspunkt muss der Generalstreik
sein, organisiert von den Bevölkerungsversammlungen, in deren
Mitte die Arbeiterinnenabordnungen aus Bergwerken, Fabriken und
den Bahn- und Busdepots stehen.

Die unabhängigen kämpferischeren Gewerkschaften, die mit
mobilisiert haben, müssen hervortreten und die ArbeiterInnen an
der Basis in den Gewerkschaften, die mit PRI und Pan verbunden
sind, für Aktionen gewinnen. Ein konsequenter Klassenkampf muss
geführt werden, um die Soldaten zu gewinnen, die Massen zu
bewaffnen und die Arbeitermacht durch einen bewaffneten Aufstand
zu erringen. Das oberste Gebot für die militante Vorhut in den
Kämpfen ist der Aufbau einer revolutionären Partei.

- Hinaus mit allen staatlichen Truppen, Polizei und
paramilitärischen Einheiten aus Oaxaca!

- Bringt die Mörder vor ein Massentribunal!

- Für einen umfassenden Generalstreik, um die APPO zu verteidigen
und Ruiz und Fox zu Fall zu bringen!

- Volksversammlungen von Arbeiter- und Bauernabordnungen in jeder
Stadt und in ländlichen Gemeinschaften!

- Nieder mit Fox und Calderon! Kein linkes Caudillo-Regime unter
Obrador! Stattdessen eine revolutionäre Arbeiter- und
Bauernregierung, die sich auf den Arbeiter- und
Bevölkerungsversammlungen und bewaffneten Milizen gründet!

- Das Land den Bauern; die Fabriken, Bergwerke und Verkehrsmittel
den ArbeiterInnen!

- Für ein sozialistisches Mexiko als Teil von Vereinigten
Sozialisten Staaten von Lateinamerika!


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07 Heiligendamm
gipfelsoli-l at lists.nadir.org
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Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität
   und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung
------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org --

- Kapitalismus angreifen und blockieren, ein Aufruf für eine innovative
Strategie
- "Wir haben noch viel Arbeit vor uns"

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Kapitalismus angreifen und blockieren, ein Aufruf für eine
innovative Strategie

Aus den Erfahrungen voangehender Gegen-Gipfelmobilisierungen
können wir schließen, dass wir immer dann als SiegerInnen
hervorgingen, wenn wir neue Taktiken erfanden und nicht wenn wir
uns wiederkehrenden ritualisierten Konfrontationen aussetzten.

In Seattle 1999 beispielsweise erwarteten die Herrschenden keine
Massenmobilisierung, deren Ziel es war, das Treffen scheitern zu
lassen. In Genua (2001) wurde der Sturm auf die Rote Zone
erwartet, doch  wir waren woanders. Während des G8 Treffens 2003
brannte die Konsummeile in der  Genfer Innenstadt, der Angriff
hatte keine Festnahmen zur Folge, denn wieder hatten wir das
Moment der Überraschung auf unserer Seite.

Seit Genua hatten wir nur wenige Erfolge, hauptsächlich weil wir
immer ein zweites Genua als Ziel hatten, während die Polizei dies
zu verhindern lernte. Thessaloniki, St Petersburg, Gleneagles und
andere Gipfel waren Mißerfolge in Bezug auf Sabotage des
kapitalistischen Systems.

Es waren Wiederholungen des selben zentralisierten Spektakels.
Trotzdem waren es kraftvolle Events im Sinne von Vernetzung und
dem Knüpfen von Kontakten zwischen verschiedensten engagierten
Menschen und Gruppen.

Da stellt sich die Frage: Wer blockiert hier eigentlich wen?
Organisieren wir eine große Mobiliserung zu einem Ort hin, ist
die Strategie von Kapital und Staat klar: Sie werden auch dorthin
mobilisieren. In der Natur des Staatskapitalismus liegt es, dass
sie immer größere Ressourcen haben werden als wir sie haben.

Zusätzlich haben sich die Bedingungen der politischen
Auseinandersetzung geändert; nächtliche Sabotageakte sind
mitlerweile sicherer als öffentliche Demonstrationen. Das neue
Auftreten des Kapitalismus heißt Terrorismus, Angst ist die
Legitimation uns zu verfolgen, zu spalten und einzusperren. Wir
spielen ihnen den Ball zu, wenn wir einschätzbar sind, weil wir
an einen einzigen Ort mobilisieren.

Heute heißt der erfolgreiche Kampf gegen den Kapitalismus, den
Wirtschaftsbetrieb zu stören. Die Aufständischen in Algerien, die
Piqueteros in Argentinien oder die Anti-CPE-Bewegung in
Frankreich haben folgenden gemeinsamen Fokus: den Angriff auf den
Kapitalfluss - auf allen Ebenen.

Deshalb sprechen wir uns dafür aus, dass durch gezielte Angriffe
auf die Wirtschaft und deren Infrastruktur sowie durch Stören des
Kapitalflusses weltweit, einem möglichen Aufstand die Türen
geöffnet werden. Es gab schon viel Kritik an
Gipfelmobilisierungen, besonders weil dabei der Fokus auf
medialer Präsenz liegt.

Dies wird der gewaltigen Kraft nicht gerecht, die die
Zusammenkünfte und Netzwerke für neue inspirierende Kämpfe
bereithalten. Wir denken, dass die Kraft des Zusammentreffens
nicht verloren gehen soll, sondern vielmehr Konspirativität, der
Austausch von Erfahrungen und Fähigkeiten im Mittelpunkt stehen
sollten. Wir würden Zusammenkunft und Aktion trennen, weil es
schwieriger ist Ideen auszutauschen unter der Repression, die
Aktionen folgt. Dort zuzuschlagen wo es weh tut ist einfacher,
wenn mensch nicht beobachtet wird.

Treffen und der Austausch von Ideen sind vor allem vor und nach
einem Event von Bedeutung. Dies sollte im Vordergrund einer
zentralen Organisierung stehen, da ihm eine eigene Bedeutung
zusteht. Wir brauchen Möglichkeiten für strategische
Vorbereitungen. Wir fühlen uns verbunden mit all den
transnationalen Sabotageaktionen. Wir müssen jedoch lernen, Wege
zu finden über diese theoretisch zu diskutieren, gerade weil die
Polizei auf all unseren Treffen dabei ist.

Deswegen schlagen wir vor, in Deutschland 2007 die Zusammenkünfte
für Vorbereitungen und Entwicklung von Strategien für
internationalen Protest gegen Gipfeltreffen zu nutzen und ihre
Auswirkungen zu analysieren.

Das Ziel soll nicht Heiligendamm sondern die weltweite Wirtschaft
sein.

Das bedeutet, dass es große internationale Treffen vor und nach
den direkten Aktionen gegen den G8 Gipfel gibt, die uns den Raum
bieten, uns gegenseitig zu inspirieren und Pläne zu schmieden.
Aber während der drei Gipfeltage (6.-8. Juni 2007) rufen wir zu
Aktionen in der ganzen Welt auf, mit dem Ziel die globale
Wirtschaft lahmzulegen.

Weiter rufen wir dazu auf diese Ideen in jedem Zusammenhang der
internationalen Gipfelvorbeitungen zu diskutieren.

Dieser Vorschlag ist nicht ausdrücklich gegen Massenaktionen, nur
gegen eine einzige Massenaktion an einem Ort gegen den G8-Gipfel.
Symbolische Aktionen sind nicht sinnlos, jedoch sind die Angriffe
der Herrschenden auch nicht nur symbolisch. Unsere Grenzen sind
einzig die Grenzen unserer Vorstellungskraft!

[Kollektiv 22. Oktober, http://www.indymedia.org.uk/en/2006/10/354175.html]

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"Wir haben noch viel Arbeit vor uns"
Mona Bricke über die Pläne für die Proteste gegen den G 8-Gipfel
2007 in Heiligendamm

Kommendes Wochenende findet in Rostock eine Aktionskonferenz
statt, die helfen soll, die Aktivitäten gegen den G 8-Gipfel 2007
in Heiligendamm besser zu bündeln. Mona Bricke ist G
8-Projektbeauftragte des Forums Umwelt und Entwicklung in Bonn.
Für ND sprach Peter Nowak mit ihr über den Stand der
Vorbereitungen.

ND: Die Pläne für die Proteste gegen den G 8-Gipfel in
Heiligendamm werden konkreter. Womit können wir im Sommer 2007
rechnen?

Bricke: Es wird vom 2. bis 9. Juni eine Woche voller Aktivitäten
geben. Sie soll mit einer Großdemonstration am 2. Juni in Rostock
beginnen. Innerhalb dieser Woche soll es eine ganze Palette
unterschiedlicher Aktionen geben. Das Spektrum reicht von einem
großen Konzert mit Herbert Grönemeyer bis zu antimilitaristischen
und antirassistischen Aktionstagen. Vom 5. bis 7. Juni soll ein
Alternativgipfel mit internationaler Beteiligung organisiert
werden. Es ist geplant, über das im Januar 2007 in Nairobi
stattfindende Weltsozialforum internationale Kontakte zu knüpfen
und vor allem Stimmen und Themenschwerpunkte aus Afrika mit
aufzunehmen. Auch im europäischen Rahmen soll mobilisiert werden.
Hierfür soll die zweite Aktionskonferenz, die vom 10. bis 12.
November in Rostock stattfinden wird, Impulse geben.

Wie würden Sie den Stand der Vorbereitungen knapp sieben Monate
vor dem Gipfel beschreiben?

Wir haben noch viel Arbeit vor uns. Die Vorbereitung für die
Großdemonstration und den Alternativgipfel braucht noch viele
Impulse. Auch die Internationalisierung des gesamten Prozesses
steht noch am Anfang. Außerdem brauchen die Aktivisten vor Ort in
Mecklenburg-Vorpommern dringend Unterstützung. Der
Bundesregierung und auch den zuständigen Behörden in Mecklenburg-
Vorpommern muss klar sein, dass sie sich den demokratischen
Protest mit einladen, wenn man so einen Gipfel ins Land holt.

Wer plant diesen Protest?

Es gibt regelmäßige Koordinierungstreffen, an denen rund 60
Gruppen teilnehmen. Das Spektrum reicht von
Nichtregierungsorganisationen (NGO) wie VENRO, dem Eine-Welt-
Landesnetzwerk Mecklenburg-Vorpommern oder dem Forum Umwelt und
Entwicklung über die Koordinierungsstelle "Kirche und G 8" der
Mecklenburgischen Landeskirche bis zu Attac und der
Interventionistischen Linken. Im Vordergrund steht die
Koordinierung der Aktionen. Aufrufe und politische Erklärungen
werden in diesem Rahmen bisher nicht verfasst.

An den Vorbereitungen ist also ein recht breites Bündnis
beteiligt. Wie läuft die Kooperation?

Sicherlich gibt es im Koordinationskreis auch Konflikte. Die sind
meist Resultat von Missverständnisse und
Kommunikationsschwierigkeiten. So verstehen NGO unter
Mobilisierung beispielsweise etwas anderes als linke Initiativen.
Auch die unterschiedlichen Arbeitsweisen spielen dabei eine
Rolle. So sind bei einem Koordinierungstreffen am Sonntag viele
Vertreter politischer Initiativen anwesend. Bei Treffen unter der
Woche überwiegen hingegen die hauptamtlichen NGO-Vertreter. Doch
nicht alle Kontroversen verlaufen an der Bruchlinie politische
Initiativen versus NGOs. So gibt es zur Frage der Beteiligung
politischer Parteien am Koordinierungskreis Gegner und
Befürworter sowohl bei NGOs als auch beim eher
bewegungsorientierten Spektrum.

Bei früheren G 8-Protesten gab es teils schwere
Auseinandersetzungen mit der Polizei. Wurde auch über die
Gewaltfrage diskutiert?

Es gibt im Koordinierungskreis einen Konsens, dass an der
Großdemonstration auch Familien mit Kindern teilnehmen können und
sollen. Auch für die Planung der anderen Aktivitäten gibt es
Übereinstimmung darüber, dass von diesem Kreis aus nur an
gewaltfreien Aktivitäten gearbeitet wird.

Beim G 8-Gipfel im Sommer 2005 in Schottland haben Künstler wie
Bono mit ihrer Initiative "Make Poverty History" den politischen
Gruppen die Show gestohlen. Könnte sich das 2007 in Heiligendamm
wiederholen?

Das glaube ich nicht. In Deutschland ist das Bündnis schon jetzt
viel breiter als in Schottland. Auch Herbert Grönemeyer hat sein
Interesse an einer Zusammenarbeit mit den NGOs bekundet. Daher
ist es wichtig, die Proteste und Aktivitäten zu G 8 2007 auf eine
so breite Basis zu stellen, dass die unterschiedlichen
Vorstellungen dort Platz haben.

[www.nd-online.de/artikel.asp?AID=99618&IDC=41]



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