widerst at nd mund: Mittwoch, 17. Mai 2006

MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst analle at no-racism.net
Mit Mai 17 05:02:38 CEST 2006


widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst

Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr
www.no-racism.net/mund


Mittwoch, 17. Mai 2006

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A) INHALT
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01 Venezuela-Veranstaltungs-Bericht / WASG
Von:    AL-Antifaschistische Linke <al at sozialismus.net>
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02 Zusammenfassung n. Aussagen v. Innenministerin Prokop
Von:    Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen
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03 MigrantInnenbeirat der Stadt Graz / Aussagen v.
   Innenministerin
Von:    Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen
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04 Schuessel und die Sozialdemokraten
Von:    akin <akin.buero at gmx.at>
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ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE
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05 KuratorInnenführung durch das Stuwerviertel 
   zu "Verborgene Geschichte/n 
   - remapping Mozart", 18. Mai, 17 Uhr
Von:    remapping Mozart
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06 DIE HUMANLIFE INTERNATIONAL CONNECTION AM DONAUINSELFEST
Von:    FrauenLesben fuer das Selbstbestimmungsrecht der Frau
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07 Sondertermin 22. MAI!
Von:    Transdanubien gegen Schwarzblau <transdanubien at gegenschwarzblau.net>
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08Veranstaltung: ÖGB-Krise: Ursachen - 
  Lösungen (mit Willi Mernyi - Mitinitiator von "Zeichen setzen")
Von:    Sozialistische LinksPartei <slp at slp.at>
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09 DARSHAN im Votivkino
Von:    Eva Brantner <eva.brantner1 at chello.at>
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10 [kanalb_at_newsletter] kanalB infostand beim tuewi festival + neue ausgabe
Von:    Flo (kanalB) <flo at kanalB.org>
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11 REMINDER: HEUTE 17.5. Zwischentöne - Welchen Wert hat Unterhaltung?
Von:    Zukunfts- und Kulturwerkstätte <LM.Sender at spoe.at>
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12 Transmitter-Festival: Kampftage gegen Armut und Bildungsnot
Von:    Martin Wassermair <wassermair at t0.or.at>
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13 11. Regenbogen-Parade in Wien am 1. Juli 2006
Von:    Kurt Krickler <Kurt.Krickler at hosiwien.at>
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MELDUNGEN UND MEINUNGEN
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14 PA-Tolar/PA-Jarolim
Von:    SoHo - Sozialdemokratie & Homosexualität
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15 renitent.at, G8 in Russland
Von:    akin <akin.buero at gmx.at>
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16 Aussendung:Rassistische Hymne
Von:    Parteder Franz <Franz.Parteder at stadt.graz.at>
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17 Arge abgerissen, Parke nicht-Pickerln, Mittenwalt, AUGE/UG
Von:    akin <akin.buero at gmx.at>
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18 Ueberwachungsskandale: Mit Data Retention ganz einfach
Von: "q/depesche" <depesche at quintessenz.org>
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19 Prinzipielles: Denkblockaden
Von:    akin <akin.buero at gmx.at>
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20 Zuvieldienst/Recht: Verpflegungsgeld einfordern!
Von:    akin <akin.buero at gmx.at>
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21 HOSI Wien begrüßt Mahnmal für die homosexuellen NS-Opfer
Von:    Kurt Krickler <Kurt.Krickler at hosiwien.at>
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INTERNATIONALE SOLIDARITÄT
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22 NSA: Datamining the USA
Von: "q/depesche" <depesche at quintessenz.org>
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23 EU: Die andere Verfassung (Europaeisches Sozialforum)
Von:    akin <akin.buero at gmx.at>
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24 BRD: Superhelden im Supermarkt
Von:    akin <akin.buero at gmx.at>
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25 Russland: Kaum noch Tschetschenen da...
Von:    akin <akin.buero at gmx.at>
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26 Pressegespräch "Ilisu-Staudamm" mit Delegation 
   aus der Türkei
Von:    WADI Austria <wadi.wien at gmx.at>
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B) TEXTE
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01 Venezuela-Veranstaltungs-Bericht / WASG

Von:    AL-Antifaschistische Linke <al at sozialismus.net>
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1. Erfolgreiche Veranstaltungsreihe mit Stalin Pérez Borges
2. Bundesvorstand der WASG setzt Berliner WASG-Leitung ab

Termine:
3. Rotes Kino: Venezuela – Ein anderer Weg ist möglich
4. Diskussion: Perspektiven für die Revolution in Lateinamerika

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1.

„Für eine sozialistische Revolution in Venezuela und weltweit!"

Veranstaltung mit Stalin Pérez Borges

Über 150 BesucherInnen folgten der Einladung der „Plattform für ein 
sozialistisches Venezuela" zur Diskussionsveranstaltung mit dem 
venezolanischen Gewerkschaftsführer Stalin Pérez Borges. Pérez 
Borges ist einer der Vorsitzenden des Gewerkschaftsdachverbandes UNT 
sowie führendes Mitglied der klassenkämpferischen 
Gewerkschaftsströmung C-CURA („clasistas") und Mitbegründer der aus 
trotzkistischer Tradition stammenden „Partei: Revolution und 
Sozialismus" (PRS). 

Den Anfang machten Vertreter der an der Plattform beteiligten 
Organisationen AL-Antifaschistische Linke, Arbeitsgruppe Marxismus 
(AGM) und Gruppe für revolutionäre ArbeiterInnenpolitik (GRA), die 
jeweils kurze Einleitungen zur Situation in Lateinamerika und 
speziell in Venezuela hielten. Anschließend begann Stalin Pérez 
Borges mit seinem Vortrag. Er erzählte über die politische Situation 
in Venezuela und bezeichnete sie als „revolutionären Prozess". 

Pérez Borges strich die Errungenschaften der Regierung Chávez, wie 
etwa die Programme zur Gesundheitsversorgung in den Armenvierteln 
heraus, scheute aber gleichzeitig nicht davor zurück, problematische 
Eigenschaften und Maßnahmen der Regierung zu kritisieren. Die 
widersprüchliche Rolle Chávez' und die Widersprüchlichkeit der 
politische Lage Venezuelas an sich brachte er gut auf den Punkt. 
Während er die prinzipielle Freiheit gewerkschaftlicher 
Organisierung seit dem Amtsantritt des Präsidenten lobte, berichtete 
er von zahlreichen Fällen von Angriffen auf klassenkämpferische 
GewerkschafterInnen durch RegierungsbürokratInnen. Das Argument, 
wonach Chávez von solchen Vorfällen nichts wisse, guten Willens wäre 
und ja bloß von einem Meer aus korrupten, den revolutionären Prozess 
bremsenden, BeamtInnen umgeben sei, akzeptierte Pérez Borges nicht. 

Auf die zahlreichen interessanten Fragen aus dem Publikum antwortete 
der sympathische Gewerkschafter sehr ausführlich – wobei nicht nur 
die Ausdauer des vorbildlichen Übersetzers Lukas Neißl auf die Probe 
gestellt wurde. Stalin Pérez Borges betonte wiederholt die führende 
Rolle, die die ArbeiterInnenklasse im Kampf gegen den Imperialismus 
spielen müsse. Im neuen und bereits größten Gewerkschaftsdachverband 
Venezuelas, der UNT, organisieren sich mittlerweile über 1,2 Mio. 
ArbeiterInnen. Und viele kommen bereits zum Schluss, dass ein Bruch 
mit dem Kapitalismus notwendig wäre. Befragt über die Rolle 
revolutionärer Theorie, insbesondere über den Trotzkismus, meinte 
Pérez Borges, der Trotzkismus sei keineswegs falsch oder veraltet, 
sondern könne in Lateinamerika eine wichtige Rolle spielen.  

In der äußerst solidarisch geführten Diskussion trafen teilweise 
sehr unterschiedliche Meinungen aufeinander. Wobei sich jedoch alle 
einig waren war, dass das Beispiel der UNT die Notwendigkeit 
demokratischer und klassenkämpferischer Gewerkschaften (auch für 
Österreich) aufzeigt. Einige RednerInnen und auch Pérez Borges 
selbst stellten fest, dass die beste Form der Solidarität mit der 
venezolanischen ArbeiterInnenbewegung der Kampf gegen den „eigenen" 
Imperialismus hierzulande und auf dem europäischen Kontinent 
darstellt. 

In diesem Sinn, im Sinne der internationalen Solidarität, beendete 
Pérez Borges mit seinem Schlusswort dann auch die über drei Stunden 
lange Veranstaltung. Im Anschluss daran gab es noch die Möglichkeit 
zur Diskussion sowie die Vorführung von Ausschnitten aus dem neuen 
Film von Oliver Ressler und Dario Azzellini „Fünf Fabriken – 
Arbeiterkontrolle in Venezuela". Wir betrachten diese Veranstaltung 
als einen wichtigen Schritt im Aufbau der kämpferischen Solidarität 
mit den Clasistas, aber auch im Aufbau einer kritisch-solidarischen 
Herangehensweise an den Prozess in Venezuela. 

Die Veranstaltung am Freitag abend und die Teilnahme und Rede von 
Stalin auf der Demonstration am Samstag waren zweifellos die 
Höhepunkte seiner Besuchswoche in Österreich. Doch Stalin konnte 
auch an einer Reihe von Veranstaltungen und Diskussionen mit 
österreichischen GewerkschafterInnen teilnehmen und dort die Sache 
der Clasistas vortragen. Unter anderem sprach er auf einer 
Veranstaltung der Fraktion sozialdemokratischen GewerkschafterInnen 
(FSG) im Favoritner Arbeiterheim und saß bei einer von den 
Gewerkschaften GPA (Privatangestellte), GdG (Gemeindebedienstete) 
und GdE (EisenbahnerInnen) organisierten Diskussionsrunde auf dem 
Podium. Die GPA-Jugend organisierte für ihn ein „politisches 
Grillfest", dass mit zahllosen Debatten erst weit nach Mitternacht 
zu Ende ging.. Sogar der bürgerliche „Kurier" druckte – auf Seite 
3! – ein Artikel über den revolutionären Gewerkschaftsführer ab. 
Montag früh brach Stalin Pérez Borges nach Deutschland auf und wird –
 auf Bestreben unserer Plattform – in München, Hannover und Berlin 
sprechen.

Leider haben wir in den letzten Wochen auch den einen oder anderen 
Querschuss erlebt. So konnten die im Vorfeld abgesprochene 
Pressekonferenz mit Stalin und auch seine Rede auf der 
Abschlussdemonstration erst nach massivem Druck durchgesetzt werden. 
Offensichtlich waren treue Chávez-AnhängerInnen der Meinung, dass 
kritische Worte unangebracht wären. Aber auch die zeitgleich 
angesetzte Veranstaltung in der Wiener Arena, die sich ebenfalls – 
allerdings eher unkritisch – mit Venezuela beschäftigte (und zu der 
folgerichtig und schlussendlich auch Hugo Chávez selbst kam) war 
nicht eben hilfreich. 

Auffallenderweise konnte ein anderes Mitglied von UNT und PRS, Ruben 
Linares, der im Vorfeld für die Veranstaltung in der Arena 
angekündigt war, dann dort nicht zu Wort kommen. Mag sein, dass 
seine kritischen Worte Chávez nicht gefallen hätten. Berichte lassen 
jedenfalls darauf schließen, dass die Veranstaltung in der Arena 
bereits im Vorfeld sehr bewusst auf den gleichen Tag gesetzt wurde. 
Wir bedauern das und finden es schade, denn zweifelsohne gibt es 
zahlreiche Interessierte, die gerne beide Veranstaltungen besucht 
hätten. Jedenfalls betrachten wir gegen diese Konkurrenz die 
Teilnahme an unserer Veranstaltung als sehr beeindruckendenden 
Erfolg.

Abschließend möchten wir noch einige Dankesworte aussprechen:

Wir bedanken uns bei Stalin Pérez Borges für sein Kommen, seine 
interessanten Berichte und für die nette Zeit, die wir gemeinsam mit 
ihm verbringen durften. Wir bedanken uns bei den Organisationen der 
Plattform für die gute Zusammenarbeit in den letzten Wochen und 
Monaten (im Rahmen derer wir auch eine Reihe an Texten der 
venezolanischen ArbeiterInnenbewegung erstmalig ins Deutsche 
übersetzt haben, die als Broschüre zu erwerben sind). Wir bedanken 
uns bei Lukas Neißl für dessen qualitativ hochwertige 
Übersetzungstätigkeiten und seine Ausdauer in den letzten Tagen. Und 
ganz besonders bedanken wir uns bei all jenen, die diese 
Veranstaltungsreihe, sei es durch finanzielle Zuwendungen oder durch 
unermüdliche Bewerbung, überhaupt erst möglich gemacht haben. Und 
natürlich bedanken wir uns auch bei allen BesucherInnen der 
Veranstaltung. Danke! 

Hoch die internationale Solidarität! Für eine sozialistische 
Revolution in Venezuela und weltweit!


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2.

Bundesvorstand der WASG setzt Berliner WASG-Leitung ab.

Der Bundesvorstand der Wahlalternative Arbeit und soziale 
Gerechtigkeit hat
an diesem Wochenende den Berliner Landesvorstand abgesetzt. mehr ...

Hintergrund dieser Entscheidung ist, dass der Berliner Vorstand, in 
dem
TrotzkistInnen eine wesentliche Rolle spielen, bei den 
Abgeordnetenwahlen im
Herbst gegen die PDS kandidieren wollte, die in Berlin gemeinsam mit 
der SPD
wüsten Sozialabbau betreibt. Gemeinsam mit dem Vorstand von Berlin 
wurde
auch der Vorstand von Mecklenburg-Vorpommern abgesetzt, wo es 
ähnliche
Debatten gibt. Die Bundes-WASG hingegen bildet eine gemeinsame
Bundestags-Fraktion mit der PDS und ist auf Fusionskurs. Linke 
Kritik ist da
offensichtlich nicht willkommen. 

Im Folgenden dokumentieren wir eine Erklärung des Berliner 
Landesvorstands
der WASG:


Für eine demokratische und konsequent anti-neoliberale Partei

Erklärung vom 14.5.2006 

Zur Absetzung des Landesvorstands der WASG Berlin durch den 
Bundesvorstand
der Partei erklärt Lucy Redler, abgesetztes Mitglied des 
geschäftsführenden
Landesvorstands der WASG Berlin und Spitzenkandidatin zu den
Abgeordnetenhauswahlen:

Nicht der Landesverband Berlin der WASG, sondern der Bundesvorstand 
verstößt
gegen die Grundsätze der Partei. Die WASG wurde als breite, 
demokratische
Sammlungsbewegung gegen den Neoliberalismus gegründet. Das 
Gründungsprogramm
schließt eine Teilnahme an Regierungen, die Sozialabbau und 
Privatisierungen
betreiben, aus. Die eigenständige Kandidatur der WASG Berlin steht im
Einklang mit den Grundsätzen der Partei. Sie ist eine traurige 
Notwendigkeit
aufgrund der unsozialen Politik des SPD/Linkspartei.PDS-Senats in 
der Stadt.
Sie wird - wie die schnelle erfolgreiche Sammlung von 2300
Unterstützungsunterschriften bezeugt - von vielen BerlinerInnen 
begrüßt. 

Der Bundesvorstand geht mit Ordnungsmaßnahmen gegen einen 
Landesverband vor,
der nur das Recht für sich in Anspruch nimmt, selbständig über 
Landespolitik
zu entscheiden. Dieses Vorgehen hat nichts mit der demokratischen 
Kultur der
neuen Linken zu tun; es zeugt vielmehr von der autoritär-
zentralistischen
Kultur, an der die "alte" Linke gescheitert ist. 

Ich bin sicher, dass diese Maßnahme vor Gericht keinen Bestand hat. 
Der
Landesparteitag der WASG Berlin wird am kommenden Dienstag über die
Absetzung des demokratisch gewählten Vorstandes befinden und 
endgültig über
die Frage der eigenständigen Kandidatur entscheiden. 

Es geht nicht um einen Konflikt zwischen dem Berliner Landesverband 
und dem
Rest der WASG. 48 Prozent der Delegierten des Bundesparteitags 
hatten sich
gegen administrative Maßnahmen ausgesprochen. Mit seinem 
rücksichtslosen
Vorgehen bringt der Bundesvorstand die Partei an den Rand der 
Spaltung und
agiert gegen eine größtmögliche Einheit der Linken. 

Ich rufe alle WASG-Mitglieder auf, in der Partei zu bleiben und 
gemeinsam
für eine demokratische und konsequent anti-neoliberale Partei zu 
kämpfen. 

Das ist eine wichtige Voraussetzung, um eine vereinigte neue Linke zu
schaffen, die diesen Namen auch verdient.

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Der Beschluss des WASG-Bundesvorstands:

Der Bundesvorstand der Partei Arbeit und soziale Gerechtigkeit - Die
Wahlalternative (WASG) (nachfolgend Bundesvorstand) hat auf seiner 
Sitzung
am 13.05.2006 in Fürth beschlossen:

1. Der Vorstand des Landesverbandes Berlin der Partei Arbeit und 
soziale
Gerechtigkeit - Die Wahlalternative - (WASG)(nachfolgend 
Landesvorstand)
wird mit sofortiger Wirkung des Amtes enthoben. Dem Landesvorstand 
wird
verboten, die Aufgaben des Landesverbandes Berlin der Partei Arbeit 
und
soziale Gerechtigkeit - Die Wahlalternative (WASG) (nachfolgend
Landesverband) und die Aufgaben des Landesvorstandes wahrzunehmen
insbesondere Landesparteitage einzuberufen bzw. durchzuführen. 

2. Dem Landesvorstand ist es mit sofortiger Wirkung untersagt, im
Rechtsverkehr gegenüber Dritten und Mitgliedern der Partei Arbeit und
soziale Gerechtigkeit - Die Wahlalternative (WASG) 
Willenserklärungen mit
Wirkung für oder gegen den Landesverband Berlin der Partei Arbeit und
soziale Gerechtigkeit -Die Wahlalternative- (WASG) (nachfolgend
Landesverband) abzugeben oder entgegenzunehmen. Dem Landesvorstand 
wird
verboten, über das Vermögen des Landesverbandes zu verfügen. Es wird 
eine
Postsperre angeordnet. Dem Landesvorstand wird die Schlüsselgewalt 
entzogen.
Dem Landesvorstand wird es untersagt, im Namen des Landesverbandes
Presseerklärungen abzugeben. 

3. Der Landesvorstand wird verpflichtet, sämtliche in seinem Besitz
befindlichen Parteiunterlagen und Vermögenswerte des Landesverbandes 
an den
Bundesvorstand sowie sämtliche in seinem Besitz befindlichen 
Schlüssel zu
allen Räumlichkeiten der Partei bzw. des Landesverbandes 
herauszugeben und
alle notwendigen Erklärungen und Auskünfte zur Umsetzung dieses 
Beschlusses
abzugeben. Die Herausgabe kann auch an einen vom Bundesvorstand 
ernannten
Beauftragten erfolgen. 

4. Der Bundesvorstand bestellt hiermit zum Beauftragten Herrn 
Hüseyin Aydin,
stellvertretend Peter Vetter, mit der Aufgabe, bis zur Wahl eines
ordentlichen Landesvorstandes den Landesverband zu führen, 
insbesondere die
Geschäfte des Landesverbandes und die Geschäfte des Landesvorstandes 
zu
führen 

5. Der Beauftragte erhält hiermit im Rahmen der Satzungen der Partei 
Arbeit
und soziale Gerechtigkeit-Die Wahlalternative (WASG) sowie des
Landesverbandes Generalvollmacht zur Vertretung des Landesverbandes 
im
Rechtsverkehr gegenüber Dritten und Mitgliedern der Partei Arbeit und
soziale Gerechtigkeit - Die Wahlalternative (WASG) insbesondere zur 
Abgabe
und Entgegennahme von Willenserklärungen mit Wirkung für und gegen 
den
Landesverband, Entgegennahme und Bearbeitung eingehender Post,
Parteiunterlagen und sonstiger Unterlagen und Sendungen und zur 
Erfüllung
aller Aufgaben des Landesvorstandes und Landesverbandes. Er/Sie darf 
hierzu
alle erforderlichen Maßnahmen treffen und durchführen. Der/die 
Beauftragte
ist berechtigt, Landesparteitage einzuberufen oder bereits 
einberufene
Landesparteitage zu verlegen oder festzulegen, dass diese nicht 
stattfinden.


6. Der Beauftragte ist insbesondere befugt, über das Vermögen des
Landesverbandes zu verfügen, Kontoguthaben, Forderungen und sonstige
Vermögenswerte sowie Parteiunterlagen und sonstige Sachen Schlüssel 
des
Landesverbandes einzuziehen sowie aus dem Vermögen des 
Landesverbandes die
aus seiner Beauftragung entstehenden Kosten zu decken. 

7. Der Beauftragte ist insbesondere berechtigt, gegenüber dem
Landeswahlleiter Berlin Erklärungen mit Wirkung für oder gegen den
Landesverband abzugeben oder zurückzunehmen bzw. Anträge mit Wirkung 
für
oder gegen den Landesverband zu stellen bzw. zurückzunehmen. Der 
Beauftragte
ist berechtigt und bevollmächtigt, für den Landesverband bei dem
Landeswahlleiter Berlin eingereichte Wahlbeteiligungsanzeigen und
Wahlvorschläge zurückzuziehen. 

8. Die für den Landesverband bei dem Landeswahlleiter Berlin 
eingereichte
Wahlbeteiligungsanzeige sowie die eingereichten Wahlvorschläge zur
Abgeordnetenhauswahl im September 2006 werden gegenüber dem 
Landeswahlleiter
Berlin zurück genommen. Die Erklärung erfolgt durch den 
Bundesvorstand und
den/die Bundesbeauftragte. 


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3.

Dienstag, 16.05.: Rotes Kino: Venezuela – Ein anderer Weg ist möglich

„Venezuela - Ein anderer Weg ist möglich" handelt von der aktuellen
politischen Situation in Venezuela und beschreibt sie als Revolution.
Was die Medien als Konflikt zwischen Regierung und Opposition
bezeichnen, ist für die Leute, die im Film zu Wort kommen,
Klassenkampf. Der Film erzählt also nicht nur von Venezuela, sondern
beschreibt auch den medialen Verschleierungszusammenhang, dem wir
permanent ausgesetzt sind. (Venezuela 2003, 80 min)

Di., 16.05., 19:30 Uhr, Amerlinghaus
Stiftgasse 8, 1070 Wien (U3 Neubaug./ Ausgang Stiftg.)


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4.

Mittwoch, 17.05.: Perspektiven für die Revolution in Lateinamerika

Venezuela, Bolivien, Brasilien, Argentinien, Uruguay, Chile oder
Ecuador stehen heute für einen Linksruck der lateinamerikanischen
Länder. Doch das, was in Europa als einheitliche Linkswende
verstanden wird, ist in Wahrheit weit komplexer. Regierungen wie
jener in Venezuela steht der Sozialabbau in Lulas Brasilien
gegenüber. Auch das politische Bewusstsein der Massen ist in den
verschiedenen Ländern unterschiedlich weit entwickelt.

Anders jedoch als in Österreich, ist der Begriff „Revolution" etwa in
Bolivien oder Venezuela kein Fremdwort. In den Stadtteilen, Dörfern
und Fabriken diskutieren die Menschen über Sozialismus oder
ArbeiterInnenkontrolle in der Produktion und stellen den Kapitalismus
zunehmend in Frage.

Ein Überblick über die sozialen Bewegungen und die Debatten in
verschiedenen Ländern Lateinamerikas ...

Mi., 17.05., 19:30 Uhr, Amerlinghaus
Stiftgasse 8, 1070 Wien (U3 Neubaug./ Ausgang Stiftg.)








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AL-Antifaschistische Linke

Gegen Rassismus, Sexismus, Sozialabbau!
Für Solidarität und Sozialismus!

mail:     al at sozialismus.net
web:      www.sozialismus.at
phon:     ++43 (0) 699 817 15 915
post:     AL c/o Amerlinghaus, Stiftgasse 8, A-1070 Wien

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02 Zusammenfassung n. Aussagen v. Innenministerin Prokop

Von:    Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen <dieinitiative at gmx.at>
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eine umfassende Zusammenfassung der Diskussion nach den Aussagen von
Innenministerin Prokop:

http://religion.orf.at/projekt03/news/0605/ne060515_prokop_fr.htm
 
Christlich-muslimische Plattform": "Studie gehört rasch auf den Tisch"
Die "christlich-muslimische Plattform für Österreich" bedauert jüngste
Äußerungen von Innenministerin Liese Prokop (VP) über die mangelnde
Integrationswilligkeit von angeblich 45 Prozent der in Österreich lebenden
Muslime. Kritik an den Aussagen Prokops übten auch Vertreter der Islamischen
Glaubensgemeinschaft und Oppositionspolitiker.

Die Studie müsse "so rasch wie möglich auf den Tisch". Dann könne ihre
wissenschaftliche Seriosität sowie die Frage beurteilt werden, ob die Studie
womöglich Unklarheiten bei den Begriffen "Integration", "Assimiliation" und
"Anpassung" beinhaltet, so die Plattform-Vertreter Peter Pawlowsky, Paul
Schulmeister und Carla Amina Baghajati am Montag in einer Aussendung. Über
das gesamte Spektrum dieser Begriffsfragen sollte rasch ein Dialog mit den
Betroffenen geführt werden. "Wir begrüßen die entsprechende Bereitschaft der
Innenministerin. Wir nehmen sie auch beim Wort, wenn sie verspricht, dass
die Thematik nicht zum Zweck einer neuen Ausländerfeindlichkeit hochgespielt
werden sollte. Gerade in Wahlkampfzeiten sollten verantwortliche Politiker
bei dieser sensiblen Thematik zurückhaltend agieren", so die Vertreter der
Plattform.
"Plakative Erklärungen" sind nicht hilfreich

Bedauert wurde, dass die Diskussion über Prokops Interviewäußerungen die
unter ihrem Vorsitz stehende große EU-Konferenz in der Wiener Hofburg über
den Dialog der Kulturen und Religionen überschatte. Bei dieser Konferenz am
kommenden Freitag gehe es auch darum, das international viel beachtete
österreichische Modell der Integration in europaweitem Rahmen vorzustellen.
"Plakative Erklärungen, denen derzeit jede erkennbare wissenschaftliche
Grundierung zu fehlen scheint, sind für diese große Aufgabe Österreichs nach
innen und nach außen nicht hilfreich. Sie stehen auch in einem
Spannungsverhältnis zu vielen erfolgreichen Initiativen Österreichs im
interkulturellen und interreligiösen Gespräch, die dem Land Achtung und
innere Sicherheit gebracht haben", so die Plattform-Vertreter.
Neue Dialog-Plattform

Die im März neu gebildete Plattform "Christen und Muslime in Österreich" hat
sich zum Ziel gemacht, das Zusammenleben von Christen und Muslimen in
Österreich auf der Basis von Vertrauen, Respekt und besserem gegenseitigem
Verständnis krisenfest zu entwickeln. Die Plattform war der Öffentlichkeit
im März u.a. von Paul Schulmeister von der Katholischen Aktion Österreich
(KAÖ), vom Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich
(IGGÖ), Anas Schakfeh, von den katholischen Publizisten Heinz Nussbaumer und
Barbara Coudenhove-Kalergi, der Islambeauftragten der Diözese Feldkirch,
Elisabeth Dörler, von Diakonie-Direktor Michael Chalupka und dem Wiener
Pfarrer Erwin Neumann als Vertreter der evangelischen Kirche präsentiert
worden.
Schakfeh: Prokop-Äußerungen "nicht ganz geschickt"

"Befremdet" zeigte sich der Präsident der islamischen Glaubensgemeinschaft,
Anas Schakfeh über die Aussage von Innenministerin Liese Prokop, dass 45
Prozent der Muslime in Österreich integrationsunwillig seien. Es stelle sich
die Frage, welche Kriterien die Macher der Studie angelegt hätten. "Erst
wenn wir die Parameter genau kennen, können wir angemessen darauf
reagieren", sagte Schakfeh in einem Interview mit der Tageszeitung "Die
Presse" (Montagausgabe). Dass Prokop in diesem Zusammenhang auch von einer
"Zeitbombe" sprach, hält Schakfeh zwar für "eine noch drastischere Aussage",
doch glaubt er nicht, dass die Ministerin dies gezielt geäußert habe: "Das
ist ihr wohl nur passiert."
Politiker sollte sich "vorsichtiger verhalten"

Die Aussage der Innenministerin, wonach Menschen, die sich nicht
integrierten, in Österreich nichts zu suchen hätten, kritisierte Schakfeh
als "nicht ganz geschickt". Eine Politikerin "in dieser wichtigen Funktion"
sollte sich "vorsichtiger verhalten". Es gebe "verschiedene Gruppen in der
Bevölkerung", die solche Wortmeldungen ausschlachten würden, warnte
Schakfeh.
Baghajati vermutet ungenaue Fragestellungen

Die Pressesprecherin der Islamischen Glaubensgemeinschaf, Carla Amina
Baghajati, forderte am Montag eine baldige Veröffentlichung der umstrittenen
Studie. Erst danach wäre eine objektive Bewertung möglicht, betonte
Baghajati gegenüber der APA. Sie vermutet, dass es bei den Fragestellungen
der Umfrage keine klare Trennung zwischen Integration und Assimilation
gegeben hat. Viele Muslime in Österreich hätten Angst davor, sich völlig
anpassen zu müssen und ihre Identität aufgeben zu müssen. Entscheidend sei
die Ermöglichung einer Identifikation als Muslim, als Österreicher und als
Europäer. Das sei auch das Ziel der Glaubensgemeinschaft, so Baghajati.
Al-Rawi: Aussagen sind kontraproduktiv

"Sauer" stößt dem Integrationsbeauftragten der Islamischen
Glaubensgemeinschaft, Omar Al-Rawi, Prokops "Metapher mit der Zeitbombe"
auf. Man solle "von solchen Aussagen, die in Richtung verstärkt auftretende
Islamfeindlichkeit gehen, Abstand nehmen. Solche Schlagwörter sind
kontraproduktiv", sagte Al-Rawi gegenüber der APA. Gerade bei der
Integration sei "der sensible Bereich der Sprache von immenser Bedeutung",
betonte Al-Rawi.
Zahlen sind nicht nachvollziehbar

"Überhaupt nicht nachvollziehen" kann der Integrationsbeauftragte der
Islamischen Glaubensgemeinschaft und Wiener SPÖ-Gemeinederat, dass laut
Prokop 45 Prozent der Muslime nicht integrationsbereit seien. "Unsere Arbeit
mit Moscheen und Vereinen spricht eine ganz andere Sprache". Man müsse sich
allerdings fragen, ob es um Integration oder Assimilation gegangen sei.
Al-Rawi verwies auf die Erklärung der Imame-Konefrenz, in der eine
Stellungnahme zur Integration enthalten sei. Und hier gebe es die
Aufforderung zum Erlernen der Sprache der Länder, in denen die Muslime
leben.
Prokop: "Zeitbombe" Integrationsunwilligkeit

Innenministerin Prokop hatte gegenüber der "Tiroler Tageszeitung"
(Samstagausgabe) Auszüge aus einer noch nicht fertigen Studie bekannt
gegeben, die sich mit der Integrationsbereitschaft der Muslime in Österreich
beschäftigt. Der Studie zufolge wollen sich 45 Prozent der Muslime nicht
integrieren. Als Gegenmaßnahme werde man den Dialog suchen und den
Integrationsfonds massiv aufstocken, betonte Prokop. Allerdings müsse klar
sein, "wer sich nicht integrieren will, hat bei uns nichts zu suchen". Die
fehlende Integration bezeichnete die Ministerin als das noch brennendere
Problem als die Asylfrage. Dies gelte auch für die anderen EU-Länder. Man
müsse auch vorsichtig sein, dass in Österreich "nicht irgendwann Ähnliches
passiert wie zuletzt bei den Unruhen in Frankreich oder Berlin". Dies sei
eine "Zeitbombe".
"Wir wollen sehen, wie die Situation in Österreich ist"

Am Montag erklärte Prokop gegenüber der APA, die Studie werde "in den
nächsten Tagen" präsentiert. Die Studie sei "im Fertigwerden". Sie müsse
noch von den wissenschaftlichen Experten der Universität Erlangen
"abgesegnet" werden, die gemeinsam mit der Sicherheitsakademie und dem
Integrationsfonds die Studie erstellt haben. Anlass für die Studie seien die
Anschläge in London gewesen, die von integrierten Einwanderern der zweiten
und dritten Generation verübt wurden. "Wir wollten sehen, wie die Situation
in Österreich ist", so die Ministerin. "Wir werden aus der Studie dann
Schlüsse ziehen und den Dialog mit jenen suchen, die bereits sind, mit uns
zusammenzuarbeiten." In ihrem Einleitungsstatement für die "Rede zur Lage
der Nation" von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (VP) erklärte Prokop am
Montag, Integration heiße "nicht Anpassung oder Assimilation", es heiße
aber, "die Werte der neuen Heimat zu akzeptieren".
Studie noch nicht abgeschlossen

Die noch unter Verschluss gehaltene Studie wurde von November bis Februar
von der Sicherheitsakademie für das Innenministerium durchgeführt. Obwohl
die Studie erst Ende Mai fertig gestellt wird, lässt sich laut
Prokop-Sprecher Johannes Rauch bereits jetzt sagen, dass 20 Prozent der
befragten Muslime aufgrund ihres religiösen Hintergrundes Schwierigkeiten
mit der Integration hätten. Weitere 25 Prozent hätten Problem aufgrund ihres
kulturellen Hintergrundes, so Rauch. Insgesamt seien 500 Muslime
telephonisch befragt worden, 100 weitere "qualitativ", also mit eigenen
Interviews. Die Zielgruppe seien "Muslime mit Migrationshintergrund"
gewesen. Dies könne der Gastarbeiter aus dem Kosovo oder aus der Türkei, ein
Asylwerber aus Tschetschenien oder auch der österreichische Staatsbürger mit
türkischer Herkunft in dritter Generation sein.
Wissenschaftler sind skeptisch

Mit Skepsis begegnen renommierte österreichische Migrations- und
Integrationsforscher der Studie des Innenministeriums. Barbara
Herzog-Punzenberger von der Akademie der Wissenschaften etwa kritisiert,
dass hier vorläufige Ergebnisse einer Studie vorgestellt wurden, ohne dass
die Studie selbst zugänglich wäre.  

- mehr dazu auf oe1.ORF.at...
Wehsely: "Versagen" und "Versäumnis"

Überwiegend negativ waren die politischen Reaktionen auf Prokops Aussagen in
der "Tiroler Tageszeitung". Die Wiener Integrationsstadträtin Sonja Wehsely
(SP) warf Prokop "Versagen" und "Versäumnis" in der Integrationspolitik vor.
Es stelle sich die Frage, warum die zuständige Innenministerin bisher nichts
getan habe. Positiv bewertete sie die Ansage von Prokop, den
Integrationsfonds massiv aufstocken zu wollen. Das sei "eine langjährige
Forderung des Landes Wien". Aber auch hier müsse man fragen, warum Prokop
das nicht schon gemacht habe.

Außerdem dürfe man nicht alle Muslime in einen Topf werfen, betonte Wehsely.
"Für Wien stimmt das keinesfalls". Und man könne auch nicht sagen, dass
Muslime eine eigenartige Gruppe sei. Auch bei den Katholiken gebe es
unterschiedliche Ansichten, "da gibt es sehr reaktionäre und andere, die nur
getauft sind". Deshalb sei es mehr als entbehrlich, "einfach Stimmung gegen
eine Gruppe von Menschen" zu machen, kritisierte Wehsely.
Stoisits: "Völlig unverantwortliche Wortwahl"

Nach Ansicht der Menschenrechtssprecherin der Grünen, Terezija Stoisits,
eröffnete Prokop mit ihrem "pauschalen Verdacht gegenüber Muslimen in
Österreich den Anti-Ausländerwahlkampf". Die Innenministerin stütze sich in
ihrer Argumentation "auf eine pseudowissenschaftliche Abhandlung" der
Sicherheitsakademie, verfasst von Mitarbeitern des Innenministeriums und
nicht von seriösen und unabhängigen Wissenschaftern. Prokop schüre "Ängste,
statt seriös zu informieren", so Stoisits. Besonders kritisierte die
Grünen-Politikerin die "völlig unverantwortliche Wortwahl" der
Innenministerin. 
Strache: Warnungen bestätigt

FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache sieht "alle Warnungen der FPÖ bestätigt".
Unter Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und Kärntens Landeshauptmann Jörg
Haider habe sich die Zuwanderung verdoppelt. Die FPÖ trete für eine
Minuszuwanderung für Österreich ein, bekräftigte Strache.
Haider: "Doppelbödiges Spiel"

Auch seitens des BZÖ reagierte man verärgert auf Prokops Aussagen. Der
Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider warf der Innenministerin ein
doppelbödiges Spiel vor. Die "sündteure Studie" komme zu spät. Prokop sei
verantwortlich für die Absage des von der BZÖ verlangten
Auslädnerreformdialogs und habe bisher keine Vorschläge zur Lösung des
Integrationsproblems vorgelegt.

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03 MigrantInnenbeirat der Stadt Graz / Aussagen v. Innenministerin

Von:    Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen <dieinitiative at gmx.at>
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Leiten wir gerne zur Information weiter ... IMÖ:

Offener Brief 

Sehr geehrte Frau Ministerin Prokop! 

Integration oder Stimmung gegen MigrantInnen in der Wahlkampfzeit? 

Integration ist ein beidseitiger Prozess und stellt Anforderungen sowohl an
die Aufnahmegesellschaft als auch an die Einwanderer. 

Mit einer nicht näher definierten Studie und ohne die dazugehörigen
Parameter für die Datenauswertung zu nennen, haben Sie 45 % der in
Österreich lebenden Moslems für "Integrationsunwillig" erklärt. 

Im Interesse einer sachlichen Diskussion sollten Sie die Eckdaten Ihrer
Studie der Öffentlichkeit mitteilen. Erst danach können Sie seriöse
Feststellungen treffen, ansonsten entsteht der Eindruck von Stimmungsmache
und Schüren der Ausländerfeindlichkeit. 

Sie sind als Ministerin dafür verantwortlich, die Rahmenbedingung für eine
erfolgreiche Integration zu schaffen. 

Mit der Novellierung des Staatsbürgerschaftsgesetzes (mit weiteren Hürden
und Einschränkungen) unter Berücksichtung der medialen Diskussion, haben Sie
in der Öffentlichkeit nicht den Eindruck hinterlassen, MigrantInnen
integrieren zu wollen. 

In der Tat signalisieren Sie den MigrantInnen, wir wollen euch nicht, und
andererseits werfen Sie Ihnen Integrationsunwilligkeit vor. 

Darüber hinaus wurden die Mittel der im Migrationsbereich tätigen Beratungs-
und Betreuungseinrichtungen in den letzten Jahren massiv gekürzt. 

Mit Kürzungen, Verschärfung der gesetzlichen Bestimmungen und ohne positiv
ausgerichtetes Integrationskonzept haben Sie die Schaffung von notwendigen
Rahmenbedingungen für Integration schwer vernachlässigt. 

Integration ist eben ein beidseitiger Prozess und keine Einbahnstraße. Mit
Aufhetzen von Bevölkerungsgruppen gegeneinander können keine Probleme gelöst
werden. 

In der Wahlkampfzeit müssen MigrantInnen immer wieder als Objekt der
Wahlwerbung und als Sündenbock für Stimmenfang herhalten. 

Eine Ministerin, darf sich dieses Mittels der Wahlwerbung nicht bedienen,
weil es den Interessen der Gesamtbevölkerung zuwider läuft. Sie sollte
Menschen zusammenbringen statt auseinander zu dividieren. 

16. Mai 2006 
MigrantInnenbeirat der Stadt Graz 

******************************** 
MigrantInnenbeirat der Stadt Graz 
Schmiedgasse 26/Stiege III/P 
8010 Graz 
Telefon:     ++43 316 872-3067 
Fax & Anrufbeantworter: -3069 
http://www.graz.at/politik 
********************************

-- 
   Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen

           e-mail:dieinitiative at gmx.at
für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte:
Omar Al Rawi                 +43-650-3831942 al-rawi at gmx.at
Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449    baghajati at aon.at
Mouddar Khouja             +43-1-9685096    mouddar at gmx.net
Andrea Saleh                +43-1-7965652     salehand at gmx.at

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04 Schuessel und die Sozialdemokraten

Von:    akin <akin.buero at gmx.at>
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> Schuessel und die Sozialdemokraten

Es war eigentlich ziemlich klar: Schuessel wuerde sich vor den NR-Wahlen 
noch Zuenftiges einfallen lassen. Seiner Cleverness und Raffiness ist auf 
der blassrosa Linken keiner gewachsen. Allerdings brauchte er die Hilfe der 
SPOe. Und die lieferte ihm Gusenbauer ‘frei Haus’. Die BAWAG-Story duerfte 
allen gelaeufig sein; was Gusenbauer daraus machte, wird der SP den Wahlsieg 
kosten. Gusenbauer distanzierte sich ohne Probleme von der ‘Arbeiterbank’, 
ueberliess sie sofort den Machenschaften eines rechts-konservativen 
Kabinetts -- und glaubte damit, mit einem Problem weniger zur Wahl gehen zu 
koennen. Das hoechstwahrscheinlich keinesfalls mehr geneigte SP-waehlende 
Publikum durfte jedoch beim Abendessen im Fernsehen betrachten, dass die 
Ministerriege der VP zum Schutz der BAWAG Sparbuecher bei der BAWAG 
eroeffnete. Der zufaelligerweise schwarze Rundfunk brachte dieses ‘Ereignis’ 
frontal und von allen Seiten, die einen Tag folgende Reaktion der SP war an 
Duerftigkeit und Kuerze kaum zu unterbieten.

Natuerlich tut sich eine Oppositionspartei schwer, in diesem von der VP 
dominierten wichtigsten Medium wie dem ORF gegen den Medienprofi Schuessel 
irgendwas Nuetzliches auf die Beine zu stellen, aber so ungeschickt brauchen 
‘die Linken’ auch nicht zu sein. Waehrend die VP knallhart und konsequent 
ihren Kurs fortfuehrt, wirken die Sozialdemokraten wie ein Haufen 
aufgestoerter Fledermaeuse. Gerade jetzt waere der Zusammenhalt wichtig --  
der braucht doch eh nur bis zu den Wahlen so sein -- aber nein: die SP tut 
so, als gehe sie das ganze rein ueberhaupt nichts an: BAWAG weg, Zuschauen 
bei der Zerbroeselung des OeGB, sonderbare Sprueche des Parteihaeuptlings 
zur Lage der Nation, waehrend hinter ihm bereits alles brennt und dem 
Untergang geweiht ist.

Abgesehen, dass solch ein Abgang einer ruhmreichen Bewegung doch ziemlich 
erschuetternd ist, stellen sich fuer die Linken samt den Gruenen schon die 
Frage: "Wen waehlen wir?" Es bleiben schliesslich zur Wahl: eine 
desavouierte SPOe, die Gruenen, wo sich van der Bellen mehr Gewinn mit der 
OeVP verspricht -- und jede Menge Kleinparteien wie KPOe, SLP etc., die es 
aus monarchistischen Gruenden nie zu einem Wahlbuendnis bringen werden. Aber 
kein Problem, die uebernaechsten Wahlen kommen ja auch irgendwann.
*Fritz Pletzl*



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ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE
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05 KuratorInnenführung durch das Stuwerviertel zu "Verborgene Geschichte/n 
   - remapping Mozart", 18. Mai, 17 Uhr

Von:    remapping Mozart <remapping.mozart at initiative.minderheiten.at>
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Verborgene Geschichte/n - remapping Mozart
Ein Projekt von WIENER MOZARTJAHR 2006


Im Rahmen der
*Konfiguration II: Frisch zum Kampfe! Frisch zum Streite!*
(aus: Die Entführung aus dem Serail, 2. Aufzug, Nr. 13 Arie, Pedrillo)
Ein Projekt im Stuwerviertel über Normierung, Rebellion und Ausschlüsse 
in Mozarts Zeit und in der Gegenwart
Dauer: 4. Mai - 11. Juni 2006


laden wir herzlich ein zu einer Führung durch das Stuwerviertel mit den 
KuratorInnen Ljubomir Bratic und Nora Sternfeld


*Alle die hier sind, sind von hier*

Ein Rundgang entlang der einzelnen Locations der Konfiguration eröffnet 
StadtstreicherInnen eine Auseinandersetzung mit dem Stuwerviertel heute 
und der Welt im 18. Jahrhundert.


*Treffpunkt im zentralen Ausstellungsraum: Molkereistraße 
2/Max-Winter-Platz 17, 1020 Wien*

*Termin: 18. Mai 2006, 17.00 Uhr*

weitere Termine: 25. Mai und 1. Juni 2006, jeweils 17.00 Uhr



___
verborgene geschichte/n - remapping mozart
gumpendorferstr. 15/13, 1060 wien
t:  01 58 61 249 - 15
f:  01 58 68 217
m:  0699 81 98 45 51
www.remappingmozart.mur.at
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06 DIE HUMANLIFE INTERNATIONAL CONNECTION AM DONAUINSELFEST

Von:    FrauenLesben fuer das Selbstbestimmungsrecht der Frau <selbstbestimmungsrechtderfrau at gmx.net>
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Human Life International am Donauinselfest    

 
und zwar gemeinsam mit der sog. "Jugend" für das Leben: 
(nachzulesen auf www.youthforlife.net ) 

Die wahnsinnig tolle Idee eines Textwettbewerbes ist zur Köderung der
Jugendlichen angesetzt. 
Danke. Für den wiederholten Nachweis, wie eng die Sektierer Jugend f.d.L und
Human Life International/Austria zusammen arbeiten! (Was ja öffentlich immer
bestritten wird, denn die Jugend ist ja "harmlos" und hat mit dem
Pro-Life-Terror von HLI ja gar, gar, gar nichts zu tun! Und mit HLI schon
gar nicht, alles ist anders in Österreich...Denn das könnste sich z.B. auf
die vielgepriesenen Aufklärungsunterrichtangebot in öffentlichen Schulen
negativ auswirken. Der Terror von HLI wird ja mittels Wegweisungsrecht
zumindest in Wien bekämpft und demnächst auch in Graz!). 
Blöd ist nur, wenn man sich dann doch so eng und vertraulich
zusammenarbeitend in der Öffentlichkeit anpreist. 

Der Juror Johannes Bucher ist einer der agressivsten Aktivisten vor der
Mairo/Lucina-Klinik in Wien über Jahre gewesen. ("Zitat Bucher gegen die
Klinik: "Ihr gherts ja in die Luft gsprengt") Der Sonnyboy Bucher verschwand
dann plötzlich und tauchte im Seminar von Bischof Krenn in Niederösterreich
als Seminarist wieder auf. Dieses Seminar ist berühmt für seine Ausbildungen
zur katholischen Thaliban und wurde von Krenn, als er noch was zu sagen
hatte, extra etabliert. 

Bucher ist jedoch seit längerem Leiter des HLI-Lebenszentrums Salzburg, dort
wurde der Arzt Schlebaum mit Hilfe von HLI liquidiert, will heissen, er
musste zusperren. Das Zentrum gibt es immer noch, HLI kann sich das ja
leisten. 

Schreibt doch ein bissi was für den Textwettbewerb! 
Schreibt doch, was ihr davon hält, dass die Jugend die Abtreibung nicht nur
verbieten, sondern abtreibende Frauen auch gestraft sehen möchte. 
Vom tollen Angebot des Schulunterrichtes ganz zu schweigen. Dort werden die
Mädels mit Brustkrebsdrohung bei Abtreibung und mit ewiger Verdammnis
deppert gemacht, damit sie nur ja nie auf die Idee kommen, mal eine
medizinische Leistung, wie einen Abbruch in Erwägung zu ziehen. 

Die Jugend wird also auf der Donauinsel - vermutlich gemeinsam mit den
Organisatoren von Kardinal Schönborn gemeinsam - vertreten sein, um die Musi
aufspielen zu lassen. 
Hingehen, ansehen, dabeisein ist alles! 


Textwettbewerb für das Leben 



Alles Leben kommt aus dem Atem Gottes. Der Himmel, die Erde, du. Spürst du
dieses Wunder? Hast du Worte dafür? Dann schick sie uns - als Gedicht,
Kurzgeschichte oder Liedtext. Schreib uns einfach deine Gedanken zum
Geschenk des Lebens. 
1. Preis: Bahnfahrt und Backstage-Tickets für 2 Personen zum Konzert von
CARDIAC MOVE am 24. Juni 2006 auf der Donauinsel. Backstage-Treffen mit der
Band! 
Einsendeschluss: Dienstag 6. Juni Jury: Johannes Bucher (Lebenszentrum
Salzburg), Norbert Steinacher (Jugend für das Leben), Giovanni (Bandleader
Cardiac Move), Maria Honsig-Erlenburg, Karl Roithinger
(Rupertusblatt)Preisvergabe: Montag 12. Juni 2006 
Alle Teilnehmer werden per Mail benachrichtigt und erhalten eine Sammlung
der besten Texte. Du erklärst dich einverstanden, dass dein eingereichter
Text namentlich gekennzeichnet veröffentlicht wird. 

Reich deinenText per Mail ein: 
Eine Aktion des Lebenszentrums Salzburg.
 

-- 
Aktionskomitee für das Selbstbestimmungsrecht der Frau
Selbstbestimmungsrechtderfrau at gmx.net
<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++>
detailierte Infos zum Schwangerschaftsabbruch in Österreich auch auf: 
---
www.die-abtreibung.at.tf
---

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07 Sondertermin 22. MAI!

Von:    Transdanubien gegen Schwarzblau <transdanubien at gegenschwarzblau.net>
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Liebe TransdanubierInnen und  SymphatisantInnen!

Auf zwei wichtige Termine möchten wir Euch diesmal  hinweisen:

Erstens findet morgen, Dienstag den 15. Mai wieder unser  monatliches Treffen statt, bei 
dem wir gemütlich bei gutem Essen über die  Ereignisse der letzten Zeit plaudern wollen.

Ein wahres Highlight findet allerdings eine Woche später  statt:

Am 22. Mai ab 19 Uhr - ebenfalls im  Asiarestaurant Sun:

"Blick zurück im Zorn"
ein kabarettistischer Rückblick auf die letzten Jahre  schwarz-blau-orange
mit Christoph Krall und  Pepi Hopf!
Unbedningt vormerken und hinkommen - ausnahmsweise  ;o) ist der Eintritt frei ;o)
Beide Termine finden im Asia Restaurant Sun,  Donaufelderstrasse 229 statt.
Stefan
für  Transdanubien gegen Schwarzblau

  
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08Veranstaltung: ÖGB-Krise: Ursachen - 
  Lösungen (mit Willi Mernyi - Mitinitiator von "Zeichen setzen")

Von:    Sozialistische LinksPartei <slp at slp.at>
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Die Plattform für kämpferische und demokratische Gewerkschaften lädt zu
folgender Veranstaltung ein:

ÖGB-Krise: Ursachen - Lösungen

* Willy Mernyi (Mitinitiator von "Zeichen setzen", Leiter des
Kampagnenreferates im ÖGB und kooptiertes Mitglied des
ÖGB-Bundesvorstandes)
* Harald Mahrer (Plattform für kämpferische und demokratische
Gewerkschaften)
* Thomas Kerschbaum (Unabhängige GewerkschafterInnen im ÖGB - UG)
* Oliver Jonischkeit (Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB - GLB)

Ort: "Piwnica", Wien 20.; Jägerstraße 38

Datum: Donnerstag, 18.05.'06 um 19:00

Rückfragen unter 0650-424 63 10

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09 DARSHAN im Votivkino

Von:    Eva Brantner <eva.brantner1 at chello.at>
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Sehr geehrte Damen und Herren, 
ab Freitag, 19. Mai, bringt das Votivkino den Film DARSHAN von Jan Kounen  
in engl/franz/malayam OmU (F/DL/Japan 2005). DARSHAN ist eine Reise tief  
ins Herz Indiens, zu einer der "großen Seelen" des Hinduismus: Amma  
("Mutter"), wie Mata Amritanandamayi von ihren Anhängern liebevoll genannt  
wird, ist eine der populärsten und einflussreichsten lebenden Mahatmas
Indiens.  
Regisseur Jan Kounen hat die Trägerin des Gandhi-King-Preises der UNO auf  
einer Reise nach Kalkutta, Benares, Delhi und Jaipur begleitet und sich auf
die Spuren archaischer indischer Traditionen begeben. Zum ersten Mal durfte
ein europäischer Filmemacher Amma, die von ihren Schülern als Heilige und  
Reinkarnation der göttlichen Mutter verehrt wird, begleiten. 

Ich ersuche um Vorankündigung und stehe für Fragen gerne zur Verfügung. Mit
besten Grüssen, Eva Brantner 

Infos zum Film: 
http://www.votivkino.at/textkurz/k8056dar.htm








Eva Brantner
VOTIVKINO Marketing
Mariahilferstrasse 58/7, 1070 Wien
T: (01)523 43 62-28
e.brantner at votivkino.at
www.votivkino.at




Dr. Eva Brantner
Votivkino Marketing
Mariahilferstrasse 58/7
1070 Wien
mailto:e.brantner at votivkino.at
phone: 01/523 43 62/28
http://www.votivkino.at/




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Von:    ZARA - Hikmet Kayahan <hikmet.kayahan at zara.or.at>
To:      widerstand at no-racism.net <widerstand at no-racism.net>
Date:    Tuesday, May 16, 2006, 10:44:13 AM
Subject: ZARA nimmt Stellung: Die Biertisch-Integrationsdebatte der Regierung ist rassistisch
Files:   <none>
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Zivilcourage und Anti-Rassismus-NEWSLETTER

Sonderausgabe: Nr. 3 (16. Mai 2006)



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ZARA nimmt Stellung:

Die Biertisch-Integrationsdebatte der Regierung ist rassistisch

ZARA ist über Prokop/Schüssel-Aussagen entsetzt

(Wien, 16. Mai 2006) - Wenn eine amtierende Innenministerin von einer 
„Zeitbombe“ spricht, dann ist das eine ernste Sache. Wenn sie behauptet, 
dass 45 Prozent der hier lebenden Muslime nicht „integrationswillig“ 
seien, dann ist das sehr ernst. Wenn sie dann noch den Schluss zieht, 
dass diese Personen „bei uns“ nichts zu suchen hätten, dann wird es 
wirklich äußerst gefährlich.

Die Frau Ministerin zitiert dazu aus einer – praktischerweise noch 
unfertigen und unveröffentlichten –

„Studie“ der Sicherheitsakademie. Über Nachfrage der APA ist dann zu 
erfahren, dass eine Befragung von 600 Moslems ergeben habe, dass 20 
Prozent aufgrund ihres religiösen Hintergrundes und 25 Prozent aufgrund 
ihres kulturellen Hintergrundes „Schwierigkeiten mit der Integration“ 
hätten.

Wie die Ministerin diese Daten interpretiert, wissen wir ja bereits: 
etwa die Hälfte der Muslime wollen sich nicht integrieren – sind also 
„nicht integrierbar“ – und sollten daher des Landes verwiesen werden – 
schnell – bevor sie als „Zeitbombe“ in die Luft gehen.  

„Wir zwingen niemanden, dass er herkommt“, sagt sie, als oberste 
Verantwortliche für den Zwang der bei der „Ausreise“ – in Form von 
Zurück- und Ausweisung, Abschiebung und Schubhaft sehr wohl ausgeübt wird.

Paradebeispiel für Rassismus

Diese Vorgangsweise ist geradezu ein Paradebeispiel dafür, wie Rassismus 
geschürt werden kann. Bestehende Vorurteile werden mit Hilfe von – nicht 
öffentlich zugänglichen – „Studien“ bestätigt. Die bestehende Autorität 
eines Ministeramtes wird als Instrument genützt um eine Gruppe von 
Menschen zu isolieren und als „Problemfall“ darzustellen. Wundervolle 
Nachricht für alle die „es ja eh schon immer gewusst“ haben und an den 
näheren Fakten gar nicht interessiert sind. Sie werden sich auch von 
nachfolgenden kalmierenden „Berichtigungen“ nicht mehr beeindrucken 
lassen. Sie haben ja schon gehört was sie hören wollten. Aber auch 
bisher noch nicht rassistisch „Infizierte“ werden durch die evozierten 
Bilder von „Zeitbomben“ und „Zuständen wie in Paris“ alarmiert und 
verunsichert. Wer will denn schon mit einer Zeitbombe leben? Leider ist 
der wahre Inhalt der Studie dadurch bereits irrelevant geworden – der 
Schaden ist bereits eingetreten und nicht mehr wirklich gutzumachen – 
außer durch klare und unmissverständliche Worte der gesamten Regierung. 
Leider aber sind Kanzler Schüssels Worte tatsächlich unmissverständlich: 
Er legt in seiner Rede „Zur Lage der Nation“ noch ein gewaltiges 
Schäuflein nach und bringt auch noch Ehrenmorde und „Zwangsehen“ sowie 
„österreichische Traditionen“ ins Spiel. Jetzt muss allen klar sein: Wir 
haben Wahlkampf und die ÖVP hat sich bereits festgelegt. Es wird ein 
schmutziger Wahlkampf! Der rechte Rand soll ganz abgeschöpft werden. Mit 
hingeworfenen Halbwahrheiten und unter Berufung auf das ach so wohlige 
„Wir-Gefühl“ werden Muslime dämonisiert. Schakfeh, Präsident der 
Islamischen Glaubensgemeinschaft, ist leider widerlegt: Diese Aussagen 
sind Prokop nicht „passiert“ – und sie war auch nicht ungeschickt. Das 
ist der volle Ernst der größeren Regierungspartei.

Rassistische Sündenbockstrategie der Regierung 

Diese Debatte ist Strategie, und das Thema ist Integration als 
„Problem“. Und dieses „Problem“ ist dieser Regierung so wichtig, dass 
die Verantwortung dafür den Bürgern und Bürgerinnen überlassen wird. 
Integration kann aber nur dann erfolgreich sein, wenn sie einen 
beidseitigen Prozess darstellt, kann nur dann erfolgreich sein, wenn der 
einseitige Wunsch nach Anpassung an vorgegebene Werte, an Sprache etc. 
verbunden ist mit ausreichenden Möglichkeiten gestalterisch an der 
Gesellschaft teilzunehmen – durch Anerkennung von Ausbildungen und 
Qualifikationen, durch Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, durch 
gleichberechtigten Zugang zu Bildung. Diese Aufgaben sind von Seiten des 
österreichischen Staates zu erfüllen, und diese Aufgaben nimmt diese 
Regierung so ernst, dass erst der EUGH drohen muss, bis 
Antidiskriminierungsrichtlinien umgesetzt werden, dass die Ressourcen, 
die für die konkrete Bekämpfung von Diskriminierungen zur Verfügung 
stehen peinlich gering sind, dass im Schulbereich Lehrpersonal zur 
Unterstützung von Kindern mit Migrationshintergrund gekürzt wird.

Die nun proklamierte Haltung der Regierung ist gefährlich, insbesondere 
auch für zukünftige Integrationsprozesse. Jeglicher Forderung an den 
Staat, seine Verantwortung wahrzunehmen, Integration, 
Anti-Diskriminierung und Gleiche Chancen in unserer Gesellschaft zu 
verankern, steht nun ein „aber, die sind ja gar nicht integrationswillig“, entgegen.

Diese Biertisch-Integrationsdebatte ist rassistisch. Das will jetzt aber 
auch keiner hören. /Hört doch auf mit der ewigen Rassismuskeule! Sollen 
denn die Probleme gar nicht mehr angesprochen werden dürfen? Immer 
gleich „Rassismus!“ schreien, das nimmt doch keiner mehr ernst./

Tatsächlich tut sich die Anti-Rassismus Szene schwer mit der Reaktion 
auf derartig offensichtliche Angriffe. Es scheint oft unmöglich, gegen 
populistische Einwürfe erfolgreich zu sein. Freilich kann man mit 
wohlüberlegten Worten versuchen, ein paar der Scherben wieder 
zusammenzukleben. Aber: Differenzierte Betrachtungen sind mühsam und 
erwecken leicht den Eindruck langweilig zu sein. Sie sind immer 
schwächer als die vorgeblich einfachen populistischen „Lösungen“.

ZARA bleibt dennoch dabei: Diese Sündenbockstrategie der Regierung ist 
zutiefst rassistisch. Und: Rassismus ist das weitaus größte 
Integrationshindernis in diesem Land.



Rückfragehinweis:

Karin Bischof – ZARA-Öffentlichkeitsarbeit

Tel.: 929 13 99-18

E-Mail: presse at zara.or.at

www.zara.or.at


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10 [kanalb_at_newsletter] kanalB infostand beim tuewi festival + neue ausgabe

Von:    Flo (kanalB) <flo at kanalB.org>
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hi,
auch dieses jahr wieder wird kanalB mit einem infostand beim tuewi
festival vertreten sein, vor ort kann auch die soeben erschienene
ausgabe nr_28 "Festung Europa" gekauft werden.

infos zum tuewi gibts hier: http://tuewi.action.at/
tuewi auf kanalB: http://austria.kanalb.org/topic.php?clipId=113

und hier noch die infos zur aktuellen ausgabe:

Täglich versuchen tausende Flüchtlinge das sichere Euopa
zu erreichen und nehmen dafür lebensgefährliche Strapazen
auf sich. Im Film kommen Migrantinnen in Benyounes, einem
kleinem Dorf nahe der europäischen Aussengrenze von Ceuta
in Marokko, Nordafrika, zu Wort und schildern warum sie
sich auf den Weg gemacht haben und wie ihre Situation vor
Ort ist.
(Die deutsche UT Version wurde im Auftrag vom Flüchlingsrat
Schleswig-Holstein e.V erstellt).

Vorneweg findet sich auf der Ausgabe eine kurze Doku
über eine Demonstration vor der spanischen Botschaft in
Berlin am 17.10.2005 anlässlich des Vorgehens der
spanischen Behörden in den Enklaven Ceuta und Melilla
in Marrokko, wo Flüchtlinge, beim Versuch auf spanisches
Territorium zu gelangen, ermordet wurden.

unter http://austria.kanalb.org/edition.php?clipId=76 kannst du
die Ausgabe online sehen.

unter http://kanalb.org/shop/product_info.php?products_id=77&language=de
kannst du eine DVD, das AVI zum runterladen oder eine VHS bestellen.

-- 
lg, flo
----------------------------
web:  http://kanalB.at
skype: kanalB_at
pgpkey: http://kanalB.at/flo_kanalB.asc
fingerprint: 63F7 0F87 D8BD B54F 0C88  98BD 1592 D17B D246 4A5D
_______________________________________________
kanalb_at_newsletter mailing list
kanalb_at_newsletter at kanalB.org
http://kanalB.org/cgi-bin/mailman/listinfo/kanalb_at_newsletter

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11 REMINDER: HEUTE 17.5. Zwischentöne - Welchen Wert hat Unterhaltung?

Von:    Zukunfts- und Kulturwerkstätte <LM.Sender at spoe.at>
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Terminerinnerung 
  
ZWISCHENTÖNE
Eine Gesprächsreihe mit Menschen, die etwas zu sagen haben


Welchen Wert hat Unterhaltung?
Gertraud KNOLL im Gespräch mit Barbara STÖCKL 
  

Mittwoch, 17. Mai 2006, 19 Uhr 
  
Zukunfts- und Kulturwerkstätte, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien 
  

Anmeldung:
zuk at spoe.at, 01/513 86 82

Weitere Infos: 
http://www.diezuk.at/online/page.php?P=28627 <http://www.diezuk.at/online/page.php?P=28627&GO=0&PHPSESSID=18a6c2c8d1138c599aa9c77040be031c> &GO=0&PHPSESSID=18a6c2c8d1138c599aa9c77040be031c


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Zukunfts- und Kulturwerkstätte 
Schönlaterngase 9, A-1010 Wien 
Tel. 01/513 86 82, Fax 01/513 86 81 
http://www.diezuk.at 

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12 Transmitter-Festival: Kampftage gegen Armut und Bildungsnot

Von:    Martin Wassermair <wassermair at t0.or.at>
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------ // Pressemitteilung


--// Transmitter-Festival 7. - 11. Juni 2006

--// Kampftage gegen Armut und Bildungsnot


Das 15. Jugendkultur-Festival Transmitter in Hohenems (Vorarlberg)
widmet sich in diesem Jahr erneut einem wichtigen
gesellschaftspolitischen Thema und erklärt den Zeitraum von 7. bis 11.
Juni 2006 zu "Kampftagen gegen Armut und Bildungsnot".

"Vor allem Jugendliche müssen heute sehr dramatisch erleben, was es
heißt, mit den vielen Kehrseiten unserer Wohlstandsgesellschaft
konfrontiert zu sein", erklärt Transmitter-Obmann Bernhard Amann die
inhaltliche Entscheidung. "Neben Existenzängsten und vielfach auch
Perspektivlosigkeit müssen die Jungen nun auch zur Kenntnis nehmen, dass
mittlerweile mehr über Elite-Universitäten gesprochen wird, als über die
Herausforderungen, auf dem Bildungssektor faire und gleiche Chancen für
alle zu schaffen."

Mit einem umfangreichen künstlerischen und kulturellen Programm will das
Transmitter-Festival zum Ausdruck bringen, dass Armut und die zunehmende
Verelendung vieler Menschen in unserer Wissensgesellschaft kein
Schicksal sind. Es handelt sich dabei um eine Missachtung von
Grundrechten und Grundbedürfnissen, der man kompromisslos entgegen
treten muss. Dafür konnten auch junge Künstlerinnen und Aktionsgruppen
gewonnen werden. Esther Straganz und Elke Auer beschäftigen sich in
ihrem Projekt "Working On Fire" mit den Lebensrealitäten von Mädchen und
jungen Frauen in Hohenems und werden die Ergebnisse ihrer
Interview-Serie auditiv dokumentieren und im freien Radio Proton
veröffentlichen. Die "Gruppe WEG" sowie auch die "United Aliens" werden
sich im Rahmen von Workshops und Aktionen im öffentlichen Raum mit der
Frage von Überlebensstrategien und Widerstandsformen beschäftigen. Einen
Höhepunkt verspricht die Einrichtung des ersten Kost-Nix-Ladens in
Vorarlberg.

"Das diesjährige Transmitter-Festival eröffnet die Möglichkeit,
Denkanstöße zu bieten, Modelle einer politischen und kämpferischen
Selbstermächtigung vorzustellen, wichtige künstlerische und mediale
Vermittlungskanäle einzurichten und das öffentliche Bewusstsein damit
nachhaltig zu schärfen", so Bernhard Amann abschließend.


--// Programm-Informationen

--// http://www.transmitter.at/


--// Plakat "Kampftage gegen Armut und Bildungsnot" (PDF-Download)

--// http://www.transmitter.at/pix/plakat1.pdf
--// http://www.transmitter.at/pix/plakat2.pdf


--// Keine Kompromisse mehr! Warum Kampftage gegen Armut und
--// Bildungsnot?

--// http://www.transmitter.at/bartist.htm#mw


--// Prekär, jung und - ohne gesetzliche Rahmenbedingungen

--// http://www.transmitter.at/bartist.htm#sr


--// Esther Straganz, Elke Auer
--// I Am, She Is, We Are - Working On Fire

--// http://www.transmitter.at/bartist.htm#esea


--// Gruppe WEG*
--// Workshop "Kapitalismus ist Scheiße!" + Kost-Nix-Laden

--// http://www.transmitter.at/bartist.htm#gw


--// United Aliens
--// Aktionen, nicht Theater

--// http://www.transmitter.at/bartist.htm#ua


--// Rückfragen

--// Martin Wassermair
--// Tel. +43 (676) 309 49 86


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13 11. Regenbogen-Parade in Wien am 1. Juli 2006

Von:    Kurt Krickler <Kurt.Krickler at hosiwien.at>
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Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 16. Mai 2006



11. Regenbogen-Parade in Wien
Come together – come out!

 Am Samstag, 1. Juli 2006, findet zum elften Mal die Regenbogen-Parade statt. Tausende Schwule, Lesben, Bisexuelle, Transgenders, FreundInnen und SympathisantInnen werden an diesem Tag einmal mehr für Gleichberechtigung und Toleranz demonstrieren. „Die Regenbogen-Parade ist mehr als nur ein farbenfroher Umzug“, erklärt Bettina Nemeth, Obfrau der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien. „Sie ist auch eine politische Demonstration, die an das erste gemeinsame Aufbegehren von Lesben, Schwulen und Transsexuellen gegen Polizeiwillkür und -gewalt im Juni 1969 in der New Yorker Christopher Street erinnern soll. Die Schaffung gleicher rechtlicher Rahmenbedingungen für unsere Beziehungen ist eine unserer zentralen Forderungen. Wir verlangen die Einführung der Eingetragenen PartnerInnenschaft bzw. – wenn gleichzeitig die Ehe modernisiert und reformiert wird – die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare.“

Demo und Celebration

 Ab 15 Uhr wird sich der bunte Demonstrationszug vom Stadtpark aus gegen die Fahrtrichtung über Ring, Kai und Ring bis zum Heldenplatz bewegen, diesmal unter dem Motto „Come together – come out!“. HOSI-Wien-Obmann Christian Högl erläutert: „Damit soll zweierlei signalisiert werden. Erstens: Lesben, Schwule, Transgender-Personen und solidarische heterosexuelle Männer und Frauen kommen zusammen und demonstrieren gemeinsam für den Abbau von Vorurteilen und für Gleichberechtigung. Und zweitens ist es ein Aufruf an alle versteckt lebenden Lesben und Schwulen, aus ihrer Isolation auszubrechen und den Tag der Regenbogen-Parade für ein selbstbewusstes Coming-out zu nutzen. Homosexualität ist eine Form der Liebe und nichts, wofür man sich schämen und verstecken müsste.“

 Am Heldenplatz wird die Schlusskundgebung („Celebration“) stattfinden. Dort erwartet die TeilnehmerInnen ein Showprogramm mit u. a. Jimmy Somerville, bekannt als ehemaliger Leadsänger der legendären 80er-Jahre-Bands „Bronski Beat“ und „The Communards“.

Regenbogenbeflaggte Straßenbahnen

 Es besteht noch die Möglichkeit, die Patenschaft für einige der 33 Wiener Straßenbahnlinien zu übernehmen, deren Garnituren die vier Wochen vor der Parade mit Regenbogenfahnen beflaggt durch Wien fahren werden. Die Aktion wird über Spenden finanziert: Eine Patenschaft für eine Linie kostet 210 Euro. Auch eine gemeinsame Patenschaft für zwei Personen, Organisationen oder Firmen um je 105 Euro ist möglich. Die PatInnen werden sofort nach Übernahme der Patenschaft im Internet und in der Juli-Ausgabe der LAMBDA-Nachrichten genannt und erhalten als Dankeschön eine Urkunde. Nähere Informationen dazu und zur Regenbogen-Parade im Allgemeinen gibt es auf www.regenbogenparade.at 
  
 Rückfragehinweis:
 Philipp Kainz, Tel.: 0650/850 45 76, philipp.kainz at hosiwien.at
Barbara Süss, Tel.: 0650/9091312, barbara.suess at hosiwien.at
www.hosiwien.at, office at hosiwien.at; ZVR-Nr.: 5245 34 408
  
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MELDUNGEN UND MEINUNGEN
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14 PA-Tolar/PA-Jarolim

Von:    SoHo - Sozialdemokratie & Homosexualität <office at soho.or.at>
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Tolar: Wieder  Reparaturbedarf bei ÖVP-Gesetz
Utl.: Mitversicherung für homosexuelle  Paare

   Wien (SK) - "In Homosexuellenfragen überlässt  die derzeitige schwarz/bunte Bundesregierung die Arbeit dem  Verfassungsgerichtshof", ärgerte sich Günter Tolar (Vorsitzender der  SoHo-Sozialdemokratie und Homosexualität). In den von der Bundesregierung im  Vorjahr beschlossenen gesetzlichen Bestimmungen zur Mitversicherung von  LebenspartnerInnen kamen die Homosexuellen nicht vor, also hob es der  Verfassungsgericht im November 2005 als diskriminierend auf. Neun Monate hat die  Regierung Zeit bekommen, das Gesetz zu reparieren. Nichts ist geschehen. Jetzt  drohen unverheiratete PartnerInnen ab August überhaupt aus der Mitversicherung  hinauszufliegen. ****

   "Der Grund liegt ja tiefer", so Tolar  weiter. "Die ÖVP und ihr derzeitiger Partner wollen einfach die  Lebensgemeinschaft nicht als gültige Form des Zusammenlebens anerkennen, vor  allem, wenn es dabei um Homosexuelle geht. Daher schiebt die Regierung die  Entscheidung an den VfGH ab, um sagen zu können: Wir waren's nicht. Es geht  dabei um das sture Festhalten am klassischen  Familienbegriff."

   Tolar abschließend: "Es tut weh, dass wir  Homosexuelle immer wieder als Grund herhalten müssen, dass ganzen  Menschengruppen, die in Lebensgemeinschaften leben wollen, gesetzliche  Schädigung droht. Unsere einzige Chance gegen Ungleichbehandlung liegt also  wieder einmal darin, dass der VfGH die Bundesregierung zwingt, ihre  diskriminierende Haltung uns gegenüber korrigieren zu müssen." 
 
Jarolim gegen  "Khol-Fekter Justizkurs" in der Frage neuer Familienformen  
Utl.: SPÖ-Justizsprecher fordert  verantwortliche Justizgesetzgebung 

   Wien (SK)  - "Wir haben uns an gesellschaftliche Entwicklungen und an den  gesellschaftlichen Bedürfnissen zu orientieren", erklärte SPÖ-Justizsprecher  Hannes Jarolim im Rahmen der Enquete "Familie heute" am Montag im  Justizministerium. ÖVP-Justizsprecherin Fekter orientiere sich in ihrer  Argumentation in der Diskussion um die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die  neuen Formen von Familie jedoch  "überhaupt nicht an den gesellschaftlichen  Gegebenheiten", so Jarolim. Der "Khol-Fekter Justizkurs" sei bezeichnend und  dürfe nicht wegweisend sein. ****

   Man könne nicht einen Wert  wie das Sakrament der Ehe als gegeben in den Raum stellen und als unantastbar  erklären, so Jarolim. Wie es im Justizausschuss zugehe, könne man sich in etwa  vorstellen, wenn man sich die Aussage von Fekter in Erinnerung rufe, in der sie  eingetragene Partnerschaften als "Ehe zweiter Klasse" bezeichnete, die Fekter  wie die Homosexuellenehe ablehne. Solche "Killerphrasen" seien unangebracht, so  Jarolim. "Die 70er Ehereform" war an sich eine sehr fortschrittliche und  weitgehende gewesen. Die Aufgabe der Justizgesetzgebung müsse es sein, die  gesetzlichen Rahmenbedingungen abzuschätzen und immer einen Schritt voraus zu  sein, um auf gesellschaftliche Veränderungen reagieren zu können und die  Konfliktminimierung als Ziel zu haben, so Jarolim. Wichtig sei, dass Kinder  nicht zum Gegenstand und zur Waffe in der Konfliktaustragung  werden.

   Dass partnerschaftliche Beziehungen nicht immer so  stabil sind um ein ganzes Leben zu halten, sei ein Faktum, mit dem man umgehen  müsse. Deshalb gelte es vor allem die Kinder zu schützen. In der Frage des  Unterhalts dürfe es keine Regelung geben, die das Kind de facto zum Gegenstand  und zum Schuldigen macht. Ein wesentlicher Bestandteil im Familienrecht und  Arbeitsrecht sei, eine größtmögliche Sicherheit zu schaffen, so Jarolim. "Die  Angst ist nie etwas, was eine Gesellschaft weiter gebracht hat", erklärte der  SPÖ-Justizsprecher.

   Die SPÖ begrüße die Vorschläge zur  Schaffung von gesetzlichen Rahmenbedingungen für Patchworkfamilien von Haubner  und Gastinger weitgehend, erklärte Jarolim. "Wir werden zwar nicht überall den  gleichen Weg haben aber große Übereinstimmungen." Ein Aufholtrend, um gesetzlich  wieder dorthin zu gelangen, "wo wir gesellschaftlich schon angelangt sind", sei  nötig. Der Gesetzgeber habe die Verpflichtung, die Rahmenbedingungen für  Unterhalt, Versorgung und soziale Ansprüche zu schaffen, betonte Jarolim. "Zu  sagen, die Leute sollen machen was sie wollen, aber gesetzlich mischen wir uns  nicht ein", sei verantwortungslos.

   "Es wäre Vernünftig an  sich die Lebensgemeinschaft als gesellschaftlich akzeptierte Form des  Zusammenlebens darzustellen. Formen des Zusammenlebens, die sich als  gesellschaftlich etabliert darbieten, müssen gesetzliche Rahmenbedingungen  gegenübergestellt werden." Dabei gehe es nicht um Bevormundung, sondern um die  Frage:
"Wie gehen wir als Gesellschaft miteinander um", betonte Jarolim.  "Partnerschaft ist eine Form des Zusammenlebens an die man gesetzliche  Rahmenbedingungen anpassen muss." Die von Gastinger vorgesehene  Pflegefreistellung für Stiefeltern begrüßt Jarolim. "Karenz und die  Pflegebereitstellung" müsse die Obsorge "beider Eltern für das Kind zulassen und  nicht verhindern", erklärte Jarolim, der für eine weitere Diskussion des Themas  Patchworkfamilien im Parlament eintrat. Die zuständigen Parlamentarier sollen  sich zu Wort melden, um der Öffentlichkeit ihre Argumentation nachvollziehbar zu  machen, so Jarolim.

   Es stelle sich die Frage: "Wie gehe ich  mit der Art und Weise des Zusammenlebens der Partner um und wie mit der Art des  Zusammenlebens zwischen Partner und Kindern." Eine Trennung dieser Fragen sei  nicht möglich, betonte Jarolim. Es gehe nicht darum, die Ehe zu zerstören,  sondern Bedürfnisse und neue Werte zu berücksichtigen. "Wir haben hier eine  europäische Menschenrechtskonvention, die selbstverständlich sein sollte, es  aber nicht ist", erinnerte Jarolim. Das Familienpaket zur Besserstellung von  neuen Formen von Familien soll nach Gastinger in vielen Punkten noch in dieser  Legislaturperiode umgesetzt werden. 

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Impressum/Offenlegung gem. §§ 24, 25 MedienG:
http://www.soho.or.at/soho/?page_id=322
SoHo - ArGe  Sozialdemokratie & Homosexualität Arbeitsgemeinschaft 
für Lesben,  Schwule, Bisexuelle und Transgender-Personen 
in der Sozialdemokratie 
Löwelstraße 18, 1014 Wien

Tel.: 0810 810  211 (aus ganz Österreich zum  Ortstarif)
Email: office at soho.or.at http://www.soho.or.at
Web: www.soho.or.at
ZRN 795244200
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15 renitent.at, G8 in Russland

Von:    akin <akin.buero at gmx.at>
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> WWWebtips

http://www.renitent.at/

"Die renitenten Konsumenten - Die renitenten Konsumentinnen" steht auf der 
Site. Schon bloed, wenn man sich zwischen beidgeschlechtlicher Schreibweise 
und einem Reim entscheiden muss. Zum Inhalt: "Wissen Sie sich am Samstag 
etwas Besseres, als ins naechste Shopping-Center zu fahren? Kuemmert es Sie, 
unter welchen Bedingungen Produkte erzeugt werden? Fuerchten Sie sich schon 
vor den naechsten Weihnachten? Ist Ihnen der Klimaschutz nicht voellig egal? 
Haben sie noch immer kein Zweit-Handy? Wenn Sie mindestens drei Fragen mit 
JA beantworten koennen - dann sind sie reif fuer die "renitenten 
Konsumenten"!!"

Die Site beinhaltet eine Sammlung kurzer Texte zu etlichen Themenbereichen, 
in denen es darum geht, wie der Kapitalismus von unten her sabotiert werden 
koennte -- einfach durch ein anderes Konsumverhalten

*

http://spb8.hardcore.lt/postcategory/english/

Eines der letzten Abenteuer -- demonstrieren in Russland. Viele Kundgebungen 
finden dort nur mehr ohne Anmeldung statt, denn die Chance einer Untersagung 
ist gross -- oft kuendigt man die Aktion nur clandestin im kleinsten Kreis 
an und verschwindet nach 10 Minuten wieder, bevor die Polizei kommt.

Besonders lustig wird das wohl im Juli werden, wo lokale Gruppen den Protest 
in St.Petersburg organisieren und auch Auslaender dabei haben wollen. Ein 
Organisator im Interview: "Persoenlich wuerde ich mich natuerlich freuen, 
alle meine Freunde aus vielen Laendern zu sehen. Aber es waere 
unverantwortlich zu sagen: ‘okay, kommt alle her und wir werden lustige Tage 
mit Protest und Feiern haben’ -- wenn ich an die moeglichen Repressalien und 
so weiter denke. Daher wuerde ich sagen, dass Menschen willkommen sind, die 
am Protest teilnehmen wollen und mutig genug dazu sind."

Das sagt wohl alles ueber die Situation. Reise- und Rechtsinfos gibt es auch 
auf der Site. -br-



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Wiener Wochenzeitung 'akin'. Texte im akin-pd muessen aber nicht 
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16 Aussendung:Rassistische Hymne

Von:    Parteder Franz <Franz.Parteder at stadt.graz.at>
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Presseinformation der KPÖ Steiermark


Rassistische Reime: KJÖ unterstützt Anzeige der SJ voll und  ganz


Mitglieder der SJ-Bruck/Mur entdeckten unlängst einen auf rassistischem  Gedankengut basierenden "Reim" in einem Schaukasten der Brucker FPÖ. Die SJ  erstattete Anzeige.
Als Teil der antifaschistischen Aktionseinheit und des  Antifa-Steiermark-Bündnisses unterstützt die KJÖ diesen Schritt. 
"Die FPÖ und ihr Brucker Bezirksobmann Kletus Schranz als Polizist müssten  eigentlich wissen, dass gerade Österreich mit dem Umgang anderer Völker und  Kulturen ein schweres Erbe hat.
Es müsste für uns zur Selbstverständlichkeit werden, dass rassistisches,  ausländerInnenfeindliches, sexistisches oder anderweitig diskriminierendes  Gedankengut aus dem Alltagsleben - und mehr noch aus der Politik -  verschwindet." zeigt sich Jakob Matscheko, Vorsitzender der Kommunistischen  Jugend Steiermark, besorgt. 
Leider hat die FPÖ eine Vorreiterrolle im ausländerInnenfeindlichen Milieu  eingenommen. Nicht erst seit dem Wiener Wahlkampf wird versucht, durch dumpfe,  menschenverachtende Parolen politisches Kapital zu schlagen. 
Niemals darf es zur Anerkennung oder Verharmlosung solcher Aussagen kommen. 
Die KJÖ fordert personelle wie inhaltliche Konsequenzen, und hofft, dass
die Strafanzeige erfolgreich verläuft.
 
 
 
Rückfragehinweis: 0699 12534965


  
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17 Arge abgerissen, Parke nicht-Pickerln, Mittenwalt, AUGE/UG

Von:    akin <akin.buero at gmx.at>
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akin-Pressedienst.
Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 16. Mai 2006; 15:58
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Notizen:

> Salzburg: Abriss der alten Arge

Am 12.Mai begannen die Abrissarbeiten am seit 24.2. besetzten Gelaende der 
alten Arge Kultur in Salzburg. Bereits einer Woche vorher wurde den 
BesetzerInnen ohne Vorwarnung seitens der Stadt der Strom abgedreht. Als 
Reaktion darauf beschloss die Gruppe, welche den Betrieb bis dahin organiert 
hatte, sich wieder verstaerkt dem Aktionismus und der Oeffentlichkeitsarbeit 
zuzuwenden. Die Besetzung der alten Arge dauerte damit beinahe 11 wochen.
Quelle: http://at.indymedia.org/newswire/display/55570/index.php
Infos: http://sbg-freiraum.iwoars.net

*

> Pickerln

"Parke nicht auf unseren Wegen" -- Ja, es gibt sie noch, diese legendaeren 
Pickerln. Und zwar im XL-Format (A5, selbstklebend ohne Spucke). Wir haben 
noch einen ganzen Packen davon. Und wuerde sie gerne an Interessierte 
loswerden (eine Spende dafuer waere nett). Wer welche haben will, maile uns 
zwecks Terminvereinbarung zum Abholen an akin.buero at gmx.at.

*

> Bus nach Mittenwald

Auch dieses Jahr finden wieder Gegenveranstaltungen zum Gebirgsjaegertreffen 
in Mittenwald/Bayern statt. Dafuer faehrt ein Bus von Wien/Linz/Salzburg 
dorthin.
Der Kameradenkreis der Gebirgsjaeger laedt nun schon seit 49 Jahren zum 
"Ehrenmal" der Gebirgsjaeger am Hohen Brendten bei Mittenwald in Bayern, um 
dort seiner Toten zu gedenken. Diesem Aufruf folgen jaehrlich tausende 
ehemalige Wehrmachtssoldaten, gegenwaertige Bundeswehrsoldaten sowie ihre 
jungen und alten Gesinnungsgenossinnen. Durch die Haende dieser "ehrenwerten 
Soldaten" kamen allein in Kommeno, einem Dorf in Nordgriechenland, 317 
ZivilistInnen ums Leben. Und dies ist nur ein Ort von ueber 50, an denen 
Wehrmachtssoldaten aus Gebirgsjaegereinheiten nationalsozialistische Gewalt- 
und Kriegsverbrechen begangen haben.
Weitere Infos: http://www.nadir.org/mittenwald
Der Bus der Plattform gruenalternativer Jugendorganisationen: 
selbstkostenbeitrag: 10 euro.anfahrt: fr. 26. 05., wien/westbahnhof: 12:00, 
linz/hauptbahnhof 14:30, salzburg/hauptbahnhof: 16:30. abfahrt: so. 28. 05., 
mittenwald: ca. 16:00, salzburg: ca. 19:00, linz: ca. 21:00, wien: ca. 
23:00. Weitere info + anmeldung: mail an gaj at gaj.at -- dieses mail gilt 
nicht als anmeldung, du bekommst in den darauffolgenden tagen ein mail von 
der plattform gaj mit ausfuehrlicheren informationen zu uebernachtung und 
anfahrt -- erst mit antwort auf dieses mail kannst du dich definitiv 
anmelden. (Aussendungstext/gek)

*

> AUGE/UG-Bundeskonferenz

Wir muessen mit unseren Vorbereitungsarbeiten beginnen, um unsere 
AUGE-Bundeskonferenz -- die von Freitag, 23. Juni, 19.30 Uhr bis Samstag, 
24. Juni 2006 18 Uhr in Salzburg stattfindet -- zufriedenstellend abwickeln 
zu koennen:
Ungefaehre Tagesordnung: Freitag: Nachmittag Anreise - Abendessen - als 
Abendprogramm: Woher kommt die GE/AUGE (mit Schani Margulies, Heinz Duerr) - 
und Perspektiven - wohin geht sie.... (Klaudia Paiha)
Samstag: am Vormittag:
- Diskussion mit Impulsreferat: Grundeinkommen, Grundsicherung
am Nachmittag:
- Aktuelles zum OeGB - moegliche Auswirkungen auf AUGE-UG
- Organisatorisches (= AUGE-Generalversammlung):
- Wahl des neuen AUGE-Bundesvorstandes, Wahl der neuen AUGE-Bundeskontrolle,
- ueberarbeitete Statuten - kurze Diskussion dazu
Vorbereitung GPA-Bundesforum:
- Wahl von oesterreichweit zwei Delegierten (1 Mann, 1 Frau) zum 
GPA-Bundesforum - wer kann - wer will??
- AUGE-Antraege an GPA-Bundesforum beschliessen - bitte DRINGEND eure 
Ideen/Anliegen/Vorschlaege an uns schicken!
Wir brauchen von Euch dringend Eure SOFORTIGE verbindliche Anmeldung - bis 
Freitag, 19. Mai! (Aussendung AUGE/UG)
AUGE - Alternative und Gruene GewerkschafterInnen/UG, 1040 Wien, 
Belvederegasse 10, Tel: ++43/01/505 19 520, Fax: -22 DW, auge at ug-oegb.at


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18 Ueberwachungsskandale: Mit Data Retention ganz einfach

Von: "q/depesche" <depesche at quintessenz.org>
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Ueberwachungsskandale: Mit Data Retention ganz einfach

q/depesche 2006-05-16T20:31:54

Ueberwachungsskandale: Mit Data Retention ganz einfach

Kein Tag vergeht, ohne dass Medien weitere Details über Abhör- und
Überwachungsskandale in Deutschland, Frankreich oder USA aufdecken. Es geht
um Bespitzelung von unangenehmen Journalisten(de) und ihren Quellen,
politischen Gegnern(fr) oder allgemein der ganzen Bevölkerung mit
gigantischen Telefondatensammlungen (us).

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Unerwähnt bleibt meist, dass genau so ein System kürzlich als EU-Richtlinie
beschlossen wurde, mit 3.Mai europäisches Recht wurde und auch in
Österreich innerhalb der nächsten 18 Monate eingeführt wird.

Die Beispiele aus anderen Ländern zeigen indes, dass mit dieser
'Vorratsdatenspeicherung' (engl. Data retention) ein unkalkulierbares
Missbrauchspotential und -verlockung  erzeugt. Der Betrieb großer
Datenbanken die lückenlos das Leben aller Bürger anhand ihrer
Webinteressen, eMail und Telefonkontakte dokumentiert, ist ein fahrlässiger
Angriff auf Grundpfeiler einer offenen demokratischen Gesellschaft.

Investigativer Journalismus wird wirksam behindert. Redaktions-, Anwalts-
und Artztgeheimnis werdern untergraben. Sind die Daten einmal
gespeichert, werden sich auch bald neue Verwendungsmöglichkeiten abseits
der Terrorismus- und Schwerverbrecherbekämpfung auftun.

Die VIBE (Verein der Internetbenutzer Österreichs) und die quintessenz
(Verein zur Wiederherstellung der Bürgerrechte im Informationszeitalter)
unterstützen daher die nachfolgende Presseaussendung unserer deutschen
Kollegen.

-.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.-

Pressemitteilung vom 15.05.2006, 23 Uhr:

Deutsche Bürgerrechtsorganisationen: Amerikanischer Abhörskandal
erfordert Umdenken auch in Europa

In den letzten Tagen ist bekannt geworden, dass der amerikanische
Geheimdienst NSA die Telefon-Verbindungsdaten von 200 Millionen
Amerikanern sammelt. Es handelt sich dabei um die "größte Datenbank
der Welt". Die gespeicherten Kommunikationsdaten werden automatisch
auf Auffälligkeiten geprüft; "soziale Netzwerke" der
Gesprächsteilnehmer werden offengelegt.

Die EU-Staaten haben im Februar 2006 ebenfalls eine systematische und
verdachtslose Vorratsspeicherung der Verbindungsdaten der gesamten
Bevölkerung beschlossen. In Deutschland hätten nicht nur
Strafverfolger Zugriff auf die Kommunikationsdaten, sondern auch
Geheimdienste aufgrund des "Terrorismusbekämpfungsgesetzes". Auch die
Musikindustrie soll auf die Daten zugreifen dürfen, so der Entwurf
eines "Gesetzes zur Verbesserung der Durchsetzung von Rechten des
geistigen Eigentums". Daneben hätten ausländische Staaten wie die USA
aufgrund internationaler Verträge (z.B. "Cybercrime-Konvention")
Zugriffsrechte, wie die EU-Kommission kürzlich bestätigt hat.

Sollten die Pläne zur Vorratsdatenspeicherung umgesetzt werden, sind
Missbräuche der Daten zu erwarten. Zahlreiche Beispiele in der
Vergangenheit zeigen, dass sich der Missbrauch geheimer
Überwachungsbefugnisse nicht verhindern lässt. Bekannt geworden ist
etwa die Bespitzelung kritischer Journalisten und Aktivisten in
Deutschland, politischer Gegenspieler in Frankreich sowie von
Menschenrechts- und Umweltverbänden in Großbritannien und den USA.
Auch die regierungsinterne und andere sicherheitsrelevante
Kommunikation wäre nicht mehr vor unbefugtem Zugriff geschützt, wie
der Abhörskandal in Griechenland vor drei Monaten gezeigt hat.

Der Jurist Patrick Breyer vom bundesweiten Arbeitskreis
Vorratsdatenspeicherung erklärt dazu: "Die einzige Möglichkeit, um
Missbräuche unserer Kommunikationsdaten im In- und Ausland effektiv zu
verhindern, ist der Verzicht auf die verdachtslose
Vorratsdatenspeicherung. Andernfalls werden sich regierungskritische
Personen verstärkt auf Überwachung, Durchsuchungen, Befragungen und
Grenzzurückweisungen einstellen müssen - mit entsprechenden Folgen für
unsere demokratische Gesellschaft."

Bettina Winsemann (Twister) von der Datenschutzinitiative STOP1984
schließt sich der Einschätzung an: "Für eine freie und demokratische
Gesellschaft ist eine Vorratsdatenspeicherung nicht vorstellbar.
Datenvorräte, die, einmal angelegt, bei Bedarf abgesucht werden
können, wecken hierzulande Assoziationen mit den Stasi-Akten der DDR.
Für eine weitere Fortentwicklung des demokratischen Staates ist es
wichtig, dass der Bürger sich frei und unbeobachtet in seiner
Kommunikation fühlen kann. Eine verdachtslose Vorratsdatenspeicherung
lähmt den demokratischen Prozess, da dessen wichtigster Bestandteil,
der Bürger, unter Pauschalverdacht gestellt wird und elektronische
"Akten" über den Bürger angelegt werden. Eine solche Beobachtung würde
sich auf die Meinungsfreiheit und Willensbildung mehr als negativ
auswirken."

Der Politikwissenschaftler Ralf Bendrath vom Netzwerk Neue Medien
kritisiert die geplanten Auskunftspflichten an die Musikindustrie: "In
den USA gerät die Regierung gerade unter Feuer, weil sie im Zuge der
Terrorismusbekämpfung Millionen unverdächtiger Amerikaner bespitzelt.
Hierzulande will die Bundesregierung das gleiche sogar privaten
Unternehmen bei mutmaßlichen Bagatelldelikten erlauben. Dieses
Vorhaben liegt jenseits aller legitimen Strafverfolgungsbedürfnisse
und schädigt das Vertrauen der Verbraucher in das Internet
nachhaltig."

Bürgerrechtler wie der ehemalige Bundesinnenminister Gerhart Baum
(FDP) haben bereits eine Verfassungsbeschwerde gegen die geplante
Totalprotokollierung der Telekommunikation in Europa angekündigt.

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Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung ist ein bundesweiter
Zusammenschluss von Bürgerrechtlern, Datenschützern und
Internet-Nutzern, der die Arbeit gegen die geplante
Vollprotokollierung der Telekommunikation koordiniert.
<http://www.vorratsdatenspeicherung.net>

Die Initiative STOP1984 ist ein offener bundesweiter Zusammenschluss
von Verfechtern der informationellen Selbstbestimmung und Gegnern von
Überwachung. <http://www.stop1984.de>

Das Netzwerk Neue Medien e.V. setzt sich für den Erhalt und Ausbau von
Bürgerrechten im digitalen Zeitalter ein. <http://www.nnm-ev.de>

KONTAKT für Nachfragen:
Patrick Breyer, AK VDS, Tel. 0170-5190598, P.Breyer at daten-speicherung.de
Bettina Winsemann (Twister), STOP1984, Tel. 0208-4374729,
twister at stop1984.com
Ralf Bendrath, NNM e.V., Tel. 0179-2154614, bendrath at zedat.fu-berlin.de
padeluun, FoeBuD e.V., Tel. 0521-175254, mail at foebud.org




- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.-
  relayed by Mac Gyver
- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.-

Online Version: http://quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100003607
quintessenz is powered by http://www.onstage.at
subscribe/unsubscribe/digest
http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe
comments to depesche at quintessenz.org

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19 Prinzipielles: Denkblockaden

Von:    akin <akin.buero at gmx.at>
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akin-Pressedienst.
Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 16. Mai 2006; 15:55
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Prinzipielles:

> Denkblockaden

Wir stehen am Rande des Abgrunds -- machen wir den entscheidenden Schritt 
vorwaerts


Dem Handeln von Einzelnen (etwa als Konsument/in), einzelnen Projekten oder 
auch Grossvorhaben wie dem Global Marshall Plan(1) wird im allgemeinen viel 
Bedeutung beigemessen. Zu Recht? Oder handelt es sich dabei um eine Falle?

Urspruenglich wollte ich darauf eingehen, warum der bei vielen wohlmeinenden 
Menschen so beliebte Global Marshall Plan (GMP) aus meiner Sicht ein 
gefaehrlicher Irrweg sei. Die Absurditaet eines Ansatzes, der in einer schon 
weit uebernutzten Welt auf ein Weltwirtschaftswunder setzt, sollte ja 
offensichtlich sein ... Die offiziellen Ziele des Global Marshall Plans: 
"Weltwirtschaftswunder und Wachstumsschub durch Investitionsimpulse sowie 
steigende Kaufkraft"; "Etablierung einer weltweiten Oekosozialen 
Marktwirtschaft als ordnungspolitisches Konzept fuer die Globalisierung"

WARUM reagiert eine Oeko-Szene, die ja sonst sehr ruehrig ist, nicht mit 
einem Proteststurm auf den Global Marshall Plan, sondern begruesst diesen 
teilweise sogar? Unsere "Szene" – also jene Menschen, die nicht die Augen 
vor den weltweiten Ungeheuerlichkeiten (Hunger in einer Welt mit genug 
Nahrungsmitteln, wachsender oekologischer Raubbau 
) verschliessen – hat 
meines Erachtens ein entscheidendes Defizit:

Die Gesetzmaessigkeiten unseres Gesellschaftssystems bleiben meist 
unhinterfragt.

Zwar werden Fehlentwicklungen beklagt, die Schweinereien einzelner Konzerne 
skandalisiert 
, aber kaum einmal wird nachgefragt, ob dahinter nicht 
systembedingte Ursachen stehen koennten.

Wachstumszwang

Dass wir ein System haben, in dem das Kapital entweder waechst oder wir eine 
oekonomische Krise haben, wird einfach ignoriert oder als scheinbar 
unveraenderbar/"naturgegeben" hingenommen. Der "Erfolg" und die 
"Attraktivitaet" des Kapitalismus beruhen ja tatsaechlich darauf, dass den 
einzelnen (exakter: den vereinzelten !!!) Wirtschaftsakteur/innen ein ganz 
einfaches Richtig/Falsch-Signal fuer wirtschaftliches Handeln gegeben wird: 
Profit oder Untergang! Das ist logisch in einem System, das nicht auf 
Absprache, Ausreden 
 beruht, sondern in dem die Koordination der 
gesellschaftlichen Arbeitsteilung "blind" – also ueber die "heilige Kuh" 
Markt bzw. das Medium Geld – erfolgt. Selbstverstaendlich ist da nicht der 
einzelne "Profiteur" in einem moralischen Sinn schuld, wenn auch noch das 
letzte Fleckchen Erde vernutzt wird, sondern wenn da ueberhaupt von Schuld 
gesprochen wird, dann ist es die Schuld des Systems "Kapitalismus". Auf den 
Punkt gebracht: Ein Geldmodell ist ohne Wirtschaftswachstum nicht denkbar, 
ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum gibt es aber auf Dauer nicht.

Wirtschaftskrieger/innen und Belieferungsbeduerftige Maengelwesen

Weitere Kennzeichen dieses Marktsystem sind Konkurrenz/Verdraengung und das 
permanente Herauskitzeln von immer neuen Beduerfnissen – aber 
selbstverstaendlich nur bei denen, die Geld haben! Marktteilnehmer/innen 
muessen notgedrungen zu "belieferungsbeduerftigen Maengelwesen" werden! 
Beduerfnisse DUeRFEN gar nicht "nachhaltig" befriedigt werden, denn dann 
wuerde ja die Kette der Tauschakte reissen. Nur ueber den Kauf-Verkaufsakt 
koennen ansonsten "private" Wesen ihre Isolation ueberwinden – im 
Unterschied etwa zu einer Solidaroekonomie, bei der ausgeredet wird, was man 
braucht und wie man dazu mit geringstmoeglichem Aufwand kommt. Wie wenig 
diese Grundkonstellation unseres System kritisch hinterfragt wird, moechte 
ich an Wolfgang Sachs und Franz Fischler(2) thematisieren, die beide in der 
Nachhaltigkeitsdiskussion eine wichtige Rolle spielen.

Der Oekologe und Theologe Wolfgang Sachs vom Wuppertaler Institut nennt als 
Kriterien fuer Nachhaltigkeit neben Klugheit und Lebenskunst "Fairness".

"‘Fairness’, was heisst, den Schwachen nicht zu treten, ‘denn sonst hoert er 
zum Mitspielen auf’. In der komplexen Weltgesellschaft wechselseitiger 
Verletzbarkeit sei, so Sachs, Kooperation zur Grundkonstante geworden, 
Gerechtigkeit daher ein Imperativ fuer ‘Realisten’. Klingt im ersten Moment 
sehr humanistisch und kritisch, ist aber bei genauerem Hinsehen nur die 
Bejahung des Kapitalismus: Denn wenn Sachs davon spricht, dass ‘Kooperation 
zur Grundkonstante’ geworden sei, dann kann er damit nur die kapitalistische 
Form der ‘Kooperation’ meinen, die eben nur eine indirekte ueber 
Tauschakte/Geld ist."

Zu dieser real existierenden entfremdeten Form der "Kooperation" ueber 
Konkurrenz und Profitmaximierung passt aber der ebenfalls von Sachs 
verwendete Begriff der "Fairness". Damit nennt Sachs ein Schlagwort, das 
ueberall, wo es nicht neoliberal-brutal hergehen soll, Furore 
macht."Fairness bedeutet, beim Austausch von Waren und Dienstleistungen 
keinen Betrug und keine Gaunerei zu begehen, und dasselbe gilt fuer den 
Austausch von Gefuehlen. "Was du mir gibst, gebe ich dir", lautet in der 
kapitalistischen Gesellschaft die vorherrschende ethische Maxime sowohl fuer 
die Waren als auch fuer die Liebe. ... Die Gruende fuer diese Tatsache 
liegen im Wesen der kapitalistischen Gesellschaft begruendet. ... Sie [die 
Naechstenliebe] bedeutet, den Naechsten zu lieben, das heisst sich fuer ihn 
verantwortlich und mit ihm eins zu fuehlen; die Moral der Fairness dagegen 
bedeutet, sich nicht verantwortlich und eins zu fuehlen, sondern als 
getrennt - also die Rechte der Naechsten zwar zu respektieren, nicht jedoch 
ihn zu lieben."

Die Bejahung des bestehenden Systems bei gleichzeitiger voelliger Ignoranz 
gegenueber dessen inneren Gesetzmaessigkeiten geht aber in einem zweiten 
Punkt weiter, dort naemlich, wo Wolfgang Sachs und Franz Fischler ein 
bescheidenes Leben einfordern. Sachs:

"Nicht Mangel, sondern Ueberfluss sei unser Hauptproblem. Dieser erfordere 
die Kraft der Orientierung in der Vielzahl der Angebote, die Faehigkeit zum 
Nein-Sagen. So wie Musik nicht bedeute, moeglichst viele Toene zu erzeugen, 
sondern ein bestimmtes Set an Toenen in wohl gestalteter Form zum Klingen zu 
bringen, bestehe Lebenskunst im ‘Finden des richtigen Masses’"

Franz Fischler, langjaehriger EU-Kommissar und nun Praesident des 
Oekosozialen Forums Europa, unterstreicht, dass "unser bisheriges 
Verstaendnis von Wohlstand zu kurz gegriffen" sei. "Mehr Wohlstand durch 
weniger Konsum" schaffe hingegen Platz fuer Sinnliches, fuer 
Zwischenmenschliches. Die Menge vorhandener Arbeit auf alle zu verteilen, 
ueberwinde den Zeitstress der einen und die Existenzsorge der anderen. 
"

Klingt das alles nicht toll? Koennte das nicht direkt aus Oeko-Feder 
stammen? Aber denken wir uns das mal durch, was die beiden Herren da 
vorschlagen. Was wuerde INNERHALB des bestehenden, von ihnen als GEGEBEN 
hingenommenen Systems passieren, wenn etwa die Menschen bei uns zu 90% aus 
innerer Einsicht auf die Autos verzichten wuerden? Wenn zusaetzlich in China 
nicht mehr der westliche Entwicklungsweg Leitbild sein wuerde, sondern auch 
dort die Schlussfolgerung gezogen werden wuerde, dass hunderte Millionen 
Fahrraeder im Wesentlichen ausreichen wuerden?

Wuerde dann nicht der sinnvolle Verzicht der Einen zur Not der Anderen 
werden (Verlust von Arbeitsplaetzen) und dieser dann wiederum auf alle 
zurueckschlagen? Wuerde dann nicht ganz einfach eine Wirtschaftskrise 
ausbrechen, Arbeitslosigkeit, soziale Verelendung und und und 
?

Die Frage, die Fischler rhetorisch stellt, naemlich "ob wir als Menschheit 
lernfaehig und zur Umsteuerung bereit sind" ist gleichzeitig zu bejahen und 
zu verneinen, und zwar in mehrerlei Hinsicht:

1. Die "Masse der Menschen", auf die wir "Aufgeklaerten" so gerne 
hinunterschauen, haben schon laengst die traurige Lektion gelernt, dass sie 
gar nicht aufhoeren duerfen immer neuen Konsumidiotien hinterherzuhecheln, 
denn sonst braeche das ganze Gebilde zusammen.

2. Viele von uns – so fuerchte ich – sind nicht lernfaehig, wenn sie diesen 
Systemzwang ausblenden.

3. Ob wir gemeinsam – die "Umweltbewussten" und die "Anderen" – zu einem 
Umsteuern im Sinne eines Nachdenkens ueber Systemalternativen bereit sind, 
ist fuer mich eine offene Frage.

*Walter Schuetz (gek.)*

Quelle:
http://195.16.237.164/cgi-bin/kaernoel/comax.pl?page=page.std;job=CENTER:articles.single_article;ID=1926


(1) Die Idee fuer einen Global Marshall Plan wurde 1990 von Al Gore in 
seinem Buch "Wege zum Gleichgewicht - Ein Marshall Plan fuer die Erde" 
entwickelt und in den 90er Jahren u.a. von Franz Alt und Joschka Fischer und 
einer Vielzahl von Buergern unterstuetzt. Bedingt durch die geringen 
Fortschritte des Rio-Johannesburg-Prozesses, massiver Finanzierungsprobleme 
fuer eine global nachhaltige Entwicklung, wurde 2003 in Stuttgart die Global 
Marshall Plan Initiative mit prominenter Unterstuetzung gegruendet. In 
diesem Plan wird als Ziel eine Entwicklung hin zur Aufhebung des 
Nord-Sued-Gefaelles anvisiert ueber den Aufbau einer weltweiten 
"Oekosozialen Marktwirtschaft" sowie einer "Ueberwindung des globalen 
Marktfundamentalismus". Finanziert soll diese Entwicklung durch 
Tobin-Steuer, Umweltabgaben, den Verzicht auf wettbewerbsverzerrende 
Agrarexportsubventionen etc. werden.
( http://de.wikipedia.org/wiki/Global_Marshall_Plan_Initiative )

(2) Anm. d. Red.: Die Zitate von Sachs und Fischler duerften von einem 
Symposium von SOL 2005 stammen.



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20 Zuvieldienst/Recht: Verpflegungsgeld einfordern!

Von:    akin <akin.buero at gmx.at>
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Zuvieldienst/Recht:

> Verpflegungsgeld einfordern!

Am 1.3. wurde im Parlament von allen Parteien einstimmig das 
Zivildienstgesetz- Uebergangsrecht beschlossen. Es regelt die Ansprueche auf 
nicht ausbezahltes Verpflegungsentgelt von Ex-Zivildienern an ihre 
Zivildienst- Traegerorganisationen und ist rueckwirkend gueltig bis zum 
01.01.2001. Doch das Gesetz schraenkt die Rechte der Zivis auf angemessene 
Verpflegung (lt. VFGH) weiterhin ein.

Die vom VFGH als angemessen gesehenen 13,60 Euro (sofern keine 
Naturalverpflegung erfolgt) wird nach jetziger Gesetzeslage kaum ein 
(Ex-)Zivi erhalten. Denn von diesem Betrag koennen Abzuege erfolgen:

-15% bei gleich bleibendem Dienstort (!?)

-10% bei geringer koerperlicher Belastung

-10% bei Vorhandensein einer Kochgelegenheit in der Dienstverrichtungsstelle

Der Gesetzgeber scheint davon auszugehen, dass bei einem Grossteil der 
Zivildiener zwei dieser Abzugsmoeglichkeiten zutreffen, denn 
interessanterweise entspricht der Betrag von 4,20 Euro, den der Bund je Zivi 
& Tag den Einrichtungen zuschiesst, genau der Differenz zwischen den in der 
Regel ausbezahlten 6 Euro und 10,20 Euro. Dieser Betrag wiederum entspricht 
13,60Euro minus 25%(!). Auch erwaehnenswert ist, dass diese Unterstuetzung 
nur jenen Organisationen zugute kommt, die das Verpflegungsgeld nicht 
ordentlich ausbezahlt haben und daher nun Nachzahlungen zu taetigen haben. 
Rotes Kreuz, Caritas & Co. werden also dafuer belohnt, dass sie ueber Jahre 
ihre Zivis besonders "kosteneffektiv" genutzt haben.


W uerden alle 50.000 betroffenen Zivis die ihnen zustehenden Betraege 
einfordern (immerhin bis zu 2744 Euro), so wuerde das den Bund mit 116 Mio. 
Euro belasten (Zahlen sind dem Falter 11/06 entnommen und fuer mich leider 
nicht ganz nachzuvollziehen).

Deshalb bemuehte sich der Gesetzgeber redlich, mittels kurzer Fristen und 
komplizierter Verfahren den Zugang zum Verpflegungsgeld zu erschweren, das 
den Zivis rechtmaessig zusteht. Um jedoch trotzdem zu seinem Geld zu kommen, 
sollte mensch Folgendes beachten:


Ab In-Kraft-Treten des ZDG-Uebergangsrechts mit 28.03.2006, besteht 6 
Monate, also bis 28.09.2006 die Moeglichkeit, ausstehende Zahlungen per 
Bescheid zu fordern. Nach Verstreichen dieser Frist erloeschen saemtliche 
Ansprueche.

Vorgehensweise:

* Als erster Schritt sind beim Rechtstraeger der Zivildiensteinrichtung 
entstandene Forderungen nachweislich einzufordern.

* Kommt eine einvernehmliche Einigung zustande, hat eine Ueberweisung des 
festgelegten Betrages binnen 3 Monaten zu erfolgen.

* Erfolgt keine Einigung bzw. keine fristgerechte Zahlung (trotz Einigung), 
so hat der Ex-Zivi 4 Wochen Zeit, um bei der Zivildienstserviceagentur einen 
"Antrag auf Feststellung" zu stellen. Ansonsten verfaellt der Anspruch 
ebenfalls. Nach einer bescheidmaessigen Feststellung durch die 
Zivildienstserviceagentur, hat die Ueberweisung binnen 6 Wochen zu erfolgen.

* Fuer Ex-Zivis, die bereits vor in Kraft treten des ZDG- Uebergangsrechts 
einen "Antrag auf Feststellung" gestellt haben, gilt Folgendes:

Die Zivildienstserviceagentur hat diesen Antrag an den Rechtstraeger der 
Einrichtung weiterzuleiten. Von diesem Zeitpunkt an gilt wiederum die 
3-monatige Frist, um den Differenzbetrag auszubezahlen. Das Perfide daran 
ist, dass der Zivi keine Kenntnis ueber den Zeitpunkt erlangt, ab dem diese 
Frist zu laufen beginnt, weil mensch nicht wissen kann, wann die 
Serviceagentur den Antrag tatsaechlich weiterleitet.

* Erfolgt keine Zahlung, muss analog zum oben dargestellten Fall ein 
erneuter "Antrag auf Feststellung" an die Serviceagentur gestellt werden, 
und zwar ebenfalls binnen 4 Wochen.

Um einen Ablauf von Verjaehrungsfristen moeglichst zu vermeiden, sollte also 
3 Monate nach In-Kraft-Treten des Gesetzes (also ab 28.06.2006) automatisch 
ein erneuter "Antrag auf Feststellung" an die Zivildienstserviceagentur 
geschickt werden und in weiterer Folge in einem Rhythmus von 4 Wochen, so 
lange bis die Zahlung erfolgt ist.

Es ist ratsam, alle Forderungen an den Rechtstraeger auch an die 
Zivildienstserviceagentur und die Schlichtungsstelle beim Bundesland zu 
senden (in Wien MA62), damit diese ausreichend nachgewiesen sind.


Aber Achtung! Bevor eine Einigung mit dem Rechtstraeger der Einrichtung 
getroffen wird, solltet ihr folgendes ueberlegen:

* ob ihr euch mit deren Angebot abfindet, das wahrscheinlich gewisse 
Abschlaege (siehe oben) enthalten wird, dafuer werdet ihr das Geld jedoch 
relativ bald erhalten (binnen 4 Wochen)

* oder das Abgebot ablehnt und auf euren Rechten auf die volle Nachzahlung 
(laut Zivi- Plattform sogar zuzueglich Saeumniszinsen von 4% moeglich) 
beharrt. Die entsprechenden Verfahren werden wohl einige Jahre dauern, denn 
auch in der Vergangenheit wurde der Weg der Zivildiener zu ihrem Recht 
aeusserst steinig gestaltet.

OeH-Zivildienstberatung
(aus einer OeH-Zeitschrift/gek.)


Weitere Infos und Formulare:

http://www.zivildienst.at/index.php?option=com_content&task=view&id=146&Itemid=9
oder http://www.zivildienst.at und auf "FAQ zur Nachzahlung" klicken

http://verweigert.at/

Formulierungen der Vereinbarung: http://verweigert.at/wdvzivi/formular/


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21 HOSI Wien begrüß t Mahnmal f ü  r die homosexuellen NS-Opfer

Von:    Kurt Krickler <Kurt.Krickler at hosiwien.at>
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Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 16. Mai 2006


Wien setzt mit Mahnmal für homo- und transsexuelle NS-Opfer deutliches Zeichen 

 „Wir sind sehr zufrieden mit der gestern präsentierten Entscheidung, Hans Kupelwiesers Entwurf eines Mahnmals für die homosexuellen und Transgender-Opfer des Nationalsozialismus zu verwirklichen”, erklärt Christian Högl, Obmann der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien. „Es freut uns, dass VertreterInnen der lesbisch-schwulen und Transgender-Community in die Entscheidungsfindung im Rahmen des künstlerischen Wettbewerbs eingebunden waren und ihre Präferenzen zu den eingereichten Entwürfen mitteilen konnten. Das nun ausgewählte Projekt zählte auch zu unseren absoluten Favoriten.”

 „Wir sind der Stadt Wien auch sehr dankbar, dass sie dieses wichtige Zeichen setzt”, ergänzt HOSI-Wien-Obfrau Bettina Nemeth. „Wir begrüßen auch sehr den Ansatz, nicht bloß einen leicht zu übersehenden Gedenkstein irgendwo in der Stadt aufzustellen, sondern ein ungewöhnliches und auffälliges Mahnmal auf einem zentralen und stark frequentierten Platz in der Innenstadt zu verwirklichen, das durchaus ein neues Wahrzeichen Wiens werden kann.”

Wohltuender Kontrapunkt zur ÖVP

 „Wir werten das Mahnmal aber auch als politische Aussage und Positionierung der Wiener Stadtregierung gegen die Haltung der ÖVP nicht nur in aktuellen Fragen der Gleichstellung von Lesben und Schwulen, sondern etwa auch in der Frage der Anerkennung der wegen ihrer sexuellen Orientierung verfolgten NS-Opfer”, merkt HOSI-Wien-Generalsekretär Kurt Krickler an. „Bekanntlich hat sich ja die ÖVP bis vor einem Jahr vehement dagegen gewehrt, diese Opfergruppe ins Opferfürsorgegesetz aufzunehmen. Mit ihrer Haltung hat sie die Wertungen der Nazis nachvollzogen und in dieser Frage quasi deren Gedankengut 60 Jahre lang weiter vertreten. Auf die diesbezügliche Kritik der HOSI Wien an der ÖVP-Haltung reagierte ein ÖVP-Abgeordneter mit einer Klagsflut. Die Initiativen der Stadt Wien sind da ein wohltuender Kontrapunkt zur reaktionären ÖVP-Politik.”

 Rückfragehinweis:
 Christian Högl, Tel. 0699-11811038
 Bettina Nemeth, Obfrau: Tel. 0699-11965265
 Kurt Krickler, Tel. (01) 5451310 oder 0664-5767466
office at hosiwien.at, www.hosiwien.at
 ZVR-Nr.: 5245 34 408
  
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INTERNATIONALE SOLIDARITÄT
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22 NSA: Datamining the USA

Von: "q/depesche" <depesche at quintessenz.org>
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Subject: NSA: Datamining the USA

q/depesche 2006-05-15T17:33:16

NSA: Datamining the USA

Erst waren es "nur" die Kundendaten von AT&T, dann kamen Verizon und
BellSouth dazu - die notorisch öffentlichkeitsscheue Agency gibt
mittlerweile Pressekonferenzen in Permanenz. Gegen die am Backbone
eingesetzten Datenfresser - IBM-Maschinen mit der Narus Insight
Interception Suite - nimmt sich der FBI-Carnivore wie ein Kampf/karnickel
aus.


-.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.-
Die von der NSA für die Überwachung des Internets eingesetzte Technologie
zur Datenanalyse verarbeitet den 10-Gigabit-Verkehr von
Hochleistungs-Rechenzentren hart an der Echtzeit. Am Freitag wurde nach
AT&T auch die US-Telekom Verizon wegen Datenweitergabe an die NSA ohne
Gerichtsbeschluss geklagt.

[...]

An sich dürfen die Militärs des Auslandsnachrichtendienstes NSA
US-Staatsbürger nicht überwachen, andererseits müssen sie das tun - aus
technischen Gründen.

Nicht nur müssen jene US-Anschlüsse überwacht werden, von denen Telefonate
in bestimmte Länder geführt werden, auch mischt sich in den Datenzentren
von Verizon und AT&T nationaler und internationaler Telefonie- und
Datenverkehr.

[...]

Analog zu den seit den 90ern immer mehr perfektionierten "Monitoring
Centers" für Telefonnetze - die z. B. in Sekundenschnelle die letzten zehn
Telefonnummern auswerfen, von denen aus mit Kirkuk im Irak telefoniert
wurde - haben die großen Telekoms und Carrier auch ihre TCP/IP-Netze für
den Internet-Verkehr "sicherheitstechnisch" hochgerüstet.

Der Telekom-Riese A&T, der im Dezember 2005 als erstes Unternehmen wegen
der Überwachungsaffäre geklagt wurde, steht auf der Referenzkunden-Liste
der Firma Narus ganz oben. Die ist spezialisiert auf Programme zur
Netzwerküberwachung der so genannten Carrier-Class, also der größten
Netzbetreiber.

[...]

Derlei monströse Datenfilter sitzen direkt an den Backbones, an den
Halsschlagadern der größten Telekoms der Welt. Damit werden nicht nur Viren
und DDoS-Attacken schnell entdeckt, es ist auch möglich, per Mausklick
einzelne Dienste wie etwa Skype, eDonkey und Chatprogramme herauszufiltern
und deren Verkehr samt IP-Adressen der Benutzer gesondert darzustellen.

Ein besonderes Feature dieser "Sicherheits"-Suites ist, dass eine dem
Design der Netzwerküberwachung durch Techniker genau angepasste
Teilfunktion für Polizei und Nachrichtendienste integriert ist.

Während etwa AT&T die Verkehrsanalyse-Tools samt Lastausgleichsmanagement
und Virenfrüherkennung im Netz etc. erwirbt, heißt der Kunde für die "Narus
Insight Intercept Suite" in dem Fall NSA.

Mehr dazu mit Links
http://futurezone.orf.at/it/stories/109199/



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  relayed by Harkank
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Online Version: http://quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100003605
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comments to depesche at quintessenz.org

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23 EU: Die andere Verfassung (Europaeisches Sozialforum)

Von:    akin <akin.buero at gmx.at>
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akin-Pressedienst.
Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 16. Mai 2006; 15:53
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EU:

> Die andere Verfassung

Auf dem Europaeischen Sozialforum in Athen diskutierte die 
globalisierungskritische Bewegung ueber ein sozialeres Europa

Knapp ein Jahr ist vergangen, seit in Frankreich und den Niederlanden der 
Europaeische Verfassungsvertrag per Referendum abgewiesen wurde. Seitdem 
liegt er auf Eis, und die EU-Offiziellen zoegern noch, ihn wieder 
aufzutauen. Vor den Wahlen in Frankreich und den Niederlanden Mitte 2007 ist 
wenig zu erwarten. So hat etwa auch Bundeskanzlerin Angela Merkel am 
Dienstag klargestellt, dass waehrend der deutschen EU-Ratspraesidentschaft 
in der ersten Haelfte des kommenden Jahres keine Initiative in dieser 
Richtung ergriffen wird.

Die sozialen Bewegungen der EU feiern dies als Sieg. Neoliberale 
Wirtschaftspolitik und Aufruestung sollten Verfassungsrang erhalten, und das 
konnte gestoppt werden. Ueber 800 lokale Basiskollektive hatten seinerzeit 
in Frankreich Aufklaerungsarbeit zu Form und Inhalt des Textes geleistet. 
Einen «beispiellosen Akt der Demokratie der Buergerinnen» nannte das der 
kommunistische Europaabgeordnete Francois Wurtz auf dem Europaeischen 
Sozialforum (ESF) Anfang Mai in Athen. Die Freude sei berechtigt, doch komme 
sie vielleicht zu frueh, warnt Jean-Luc Melanchon. Er ist Vorstandsmitglied 
der franzoesischen Sozialistinnen und hatte als einer der wenigen 
hochrangigen Mitglieder seiner Partei fuer das Nein geworben. Tatsaechlich 
denken nicht nur Europas Konservative laut darueber nach, die abgelehnte 
Verfassung leicht modifiziert neu ins Rennen zu schicken, sondern auch 
fuehrende Sozialdemokratinnen. Fuer Melanchon waere das ein Desaster. «Wenn 
wir Europa nicht demokratisch neu gruenden», mahnte er in Athen, «dann 
profitieren davon nur die Nationalisten.» Schliesslich waren auch die 
Rechtsaussenparteien gegen die EU-Verfassung.

Doch was heisst, Europa neu zu gruenden? Welches Europa ist gemeint, geht es 
um die EU, oder geht es um mehr? Wie lassen sich Alternativen verwirklichen? 
Solche Fragen wurden in verschiedenen Veranstaltungen des von 35 000 
Menschen besuchten Europaeischen Sozialforums aufgeworfen. Dabei zeigte 
sich, wie produktiv das Konzept des Forums als «offener Raum» sein kann. In 
Athen debattierten nicht nur Verfassungsgegnerinnen unterschiedlicher 
Couleur, auch BefuerworterInnen des Entwurfs mischten mit. Marc Becker von 
den christlichen Gewerkschaften Belgiens etwa hob die Vorzuege der 
Grundrechtecharta hervor. Fuer sein Eingestaendnis, dem Verfassungsentwurf 
etwas abgewinnen zu koennen, erntet er allerdings massive Unmutsbekundungen. 
Giorgio Cremaschi von der italicnischen Metallergewerkschaft FIOM-CGII. 
kritisiert.- seinen europaeischen Kollegen hart:. Die Gewerkschaften, sagte 
er, haettenn die Krise Europas nicht erkennen koennen - sie seien «ein Teil 
von ihr, da sie den Neoliberalismus umsetzen halfen». Um handlungsfaehig zu 
werden, muessten Alternativen zum Europaeischen Gewerkschaftsbund entwickelt 
werden, denn dieser sei nur ein Zusammenschluss, gebraucht werde aber eine 
europaeische Gewerkschaft. Immerhin haben zahlreiche Einzelgewerkschaften 
den Schulterschluss mit den sozialen Bewegungen nunmehr deutlich vollzogen: 
Auf dem Sozialforum zeigten sie sich so praesent wie nie zuvor.

In Athen wurde zudem ein Papier diskutiert, das sich etwas umstaendlich 
«Charta unserer gemeinsamen Prinzipien fuer ein anderes Europa» nennt. Doch 
aehnelt ihre jetzige Fassung einem Teppich, der verschiedene Webstile 
erkennen laesst. So wird einerseits formuliert, Europa muesse «alle 
militaerischen Herrschaftsstrategien zurueckweisen, ebenso wie 
Nationalismus, einschliess-lich des europaeischen Nationalismus. Ein paar 
Seiten weiter findet sich andererseits die ziemlich zahme Forderung, die 
Wochcnarheitszeit auf vierzig Stunden zu begrenzen. Wirtschaftsdemokratie 
wird gross geschrieben: Die Charta verlangt ein Recht auf europaweite 
Streiks, einen Mindestlohn und europaeische Steuern. Soziale Rechte will man 
zu Konvergenzkriterien erheben, das heisst, auch Bedingungen etwa im Bereich 
Altersvorsorge oder Arbeitslosenunterstuetzung muessen erfuellt sein, damit 
man in die Euro-Zone aufgenommen wird.

Ihre Initiatorinnen verstehen die Charta als «work in progress». Sie sei 
"nicht in Marmor gemeisselt," sagte Katja Kipping von der deutschen 
Linkspartei . Auch Walter Baier von der KPOe plaedierte fuer eine breite 
Diskussion in ganz Europa: Nicht nur die EU muesse die Methoden ihrer 
Politik aendern, sondern auch die Linke.

Einig waren sich in Athen alle, dass es an einer europaeischen 
Oeffentlichkeit fehlt. Viele politische Entscheidungen werden schon lange 
transnational gefallt, debattiert wird aber meist innerhalb der 
Staatsgrenzen, in nationalen Medien, Gewerkschaften und Organisationen. 
Darueber koennen auch grenzueberschreitende Kampagnen wie juengst gegen die 
EU-Dienstleistungs- und Hafenrichtlinien nicht hinwegtaeuschen. Was 
europaeische Oeffentlichkeit heissen koennte, zeigten am Forum knapp zwanzig 
Journalistinnen. Sie legten in Athen mit Unterstuetzung des Schriftstellers 
Tariq Ali die vierte Ausgabe des « Eurotopia-Magazine» vor. Es erscheint 
bislang in acht europaeischen Laendern in der jeweiligen Landessprache. 
Vertrieben wird es ueber ein Netzwerk mittelgrosscr Zeitschriften. Dazu 
zaehlen das italienische Wochenmagazin «Carta» mit einer Auflage von 15000 
Exemplaren genauso wie die von Literaturnobelpreistraeger Harold Pinter 
herausgegebene Monatsschrift «Red Pepper» oder die mehrfach ausgezeichnete 
kroatische "Feral Tribune". Im Unterschied etwa zum «Le Monde diplomatique» 
gibt es bei «Eurotopia» keine Zentralredaktion, sondern ein kontinentales 
Netzwerk von Redaktorinnen.

Auf dem Sozialforum in Athen waren neben Migrantinnen auch grosse 
Delegationen aus europaeischen Nicht-EU-Staaten vertreten. Allein aus der 
Tuerkei kamen ueber tausend Menschen. Europa, darueber war man sich einig, 
endet nicht an den stark befestigten Aussengrenzen der EU.(Steffen Vogel, 
WoZ 19/06)



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24 BRD: Superhelden im Supermarkt

Von:    akin <akin.buero at gmx.at>
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> Superhelden im Supermarkt

Am 28.April haben 30 als Superhelden verkleidete AktivistInnen Champagner, 
Hirschkeulen und andere Delikatessen aus dem Gourmet-Supermarkt "Frische 
Paradies" an der Grossen Elbstrasse in Hamburg entwendet. Anschliessend 
verteilten sie die Delikatessen an ErzieherInnen, PraktikantInnen, 
Putzfrauen und Ein-Euro-JobberInnen. Mit dieser Aktion machten sie darauf 
aufmerksam, dass trotz des immensen Reichtums in Hamburg das Ueberleben fuer 
prekaer Beschaeftigte immer schwieriger wird.

Nachdem die "prekaeren Superhelden" unvermittelt im "Frische Paradies" 
aufgetaucht waren, eigneten sie sich mehrere Koerbe mit Delikatessen an. 
Bevor sie nach kurzer Zeit wieder verschwanden, hinterliessen sie einen 
Blumenstrauss fuer die VerkaeuferInnen und eine kurze Mitteilung mit der 
Ueberschrift "5 Sterne to go II". Darin stellten sich die "prekaeren 
Superhelden" als "Spider Mum", "Operaistorix", "Superflex" und "Santa 
Guevara" vor und erklaerten: "Ob als vollvernetze Dauerpraktikantin, 
Callcenterangel, aufenthaltlose Putzfrau oder ausbildungsplatzloser 
Ein-Euro-Jobber: Ohne die Faehigkeiten von Superhelden ist ein Ueberleben in 
der Stadt der Millionaere nicht moeglich." Und weiter "Obwohl wir den 
Reichtum dieser Stadt produzieren, haben wir kaum etwas davon. Das muss 
nicht so bleiben. Von dem Gourmetfruehstueck auf dem Suellberg bis zu 
Wildschweinkeule und Champagner vom Frische Paradies: Die Orte des Reichtums 
sind so zahlreich wie die Moeglichkeiten sich diesen Reichtum zu nehmen." Im 
Anschluss an die Aktion verteilten die AktivistInnen die Delikatessen an 
ErzieherInnen und Eltern einer Kindertagesstelle, an PraktikantInnen einer 
Werbeagentur, an Putzfrauen an der Universitaet und an Ein-Euro-Jobber des 
Beschaeftigungstraegers Hamburger Arbeit. Damit machten sie auf Orte 
aufmerksam, an denen sich die zunehmende Verschlechterung von Arbeits- und 
Lebensbedingungen besonders deutlich zeigen."

Bei einem anderen Fischzug leerten die Superhelden ein riesiges Buffet in 
einem Nobelrestaurant, wobei einer ein Schild hochielt: "Die fetten Jahre 
sind vorbei" -- fuer Cineasten ein eindeutige Anspielung.

Und so kommt sogar die Polizei ins Gruebeln. "Der Spiegel" zitierte einen 
Beamten: "Sie sind politisch motiviert!" Man sollte die Polizei in ihrem 
Auffassungsvermoegen vielleicht doch nicht unterschaetzen...
(indymedia.germany/akin)

Weitere Infos: http://germany.indymedia.org/2006/04/145010.shtml


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25 Russland: Kaum noch Tschetschenen da...

Von:    akin <akin.buero at gmx.at>
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akin-Pressedienst.
Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 16. Mai 2006; 15:48
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Russland:

> Kaum noch Tschetschenen da...

Der erste russische Krieg gegen Tschetschenien endete -- nach dem 
Gegenangriff der Aufstaendischen Ende August 1996 -- mit einem 
Waffenstillstand und Vereinbarungen ueber wirtschaftliche und politische 
Fragen(1). Doch 1999 begann der Krieg erneut. Und er dauert, trotz 
gegenteiliger Behauptungen aus Moskau, bis heute an(2). Fragen wie diese 
bleiben unbeantwortet: Kann man bei diesem Krieg von einem Voelkermord 
sprechen? Hat Russland im Laufe der Zeit seine Ziele veraendert? Spielt der 
Islam eine wichtige Rolle, oder wird er nur instrumentalisiert?

Die UNO-"Konvention ueber die Verhuetung und Bestrafung des Voelkermordes" 
vom 9. Dezember 1948 definiert dieses Verbrechen gegen die Menschlichkeit 
als Handlung, "die in der Absicht begangen wird, eine nationale, ethnische, 
rassische oder religioese Gruppe als solche ganz oder teilweise zu 
zerstoeren"(3).

Die Mehrheit der Tschetschenen glaubt, dass die Operationen, die von der 
russischen Armee in ihrer Republik durchgefuehrt werden, diesen Tatbestand 
erfuellen. Sie wollen nicht wahrhaben, dass dies, streng juristisch gesehen, 
mit Sicherheit nicht der Fall ist.

In Moskau hoert man vorsichtigere Einschaetzungen. General Eduard Worobiow 
etwa, der sich 1994 weigerte, den Befehl zum Angriff auf Tschetschenien zu 
erteilen, und deshalb entlassen wurde, haelt auch zwoelf Jahre spaeter die 
Militaerintervention fuer falsch, weil "es stets noch andere Moeglichkeiten 
zur Loesung der Frage" gegeben habe.

Aber von einem Voelkermord in Tschetschenien will er nicht sprechen. In 
seinen Augen handelt es sich um einen Kampf gegen den Separatismus. Dabei 
werde das Ziel verfolgt, das tschetschenische Territorium als Teil der 
Russischen Foederation zu erhalten.

Die Tschetschenin Lida Jusupowa hat viele Jahre das Buero der russischen 
Menschenrechtsorganisation "Memorial" in Grosny geleitet. Auch sie haelt es 
fuer schwierig, das Wort Voelkermord, das in die Alltagssprache Eingang 
gefunden hat, im streng juristischen Sinne zu benutzen. Lida Jusupowa, die 
seit kurzem in Moskau am Abschluss ihrer rec