widerst at nd mund: Mittwoch, 3. Mai 2006
MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
analle at no-racism.net
Mit Mai 3 06:37:12 CEST 2006
widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr
www.no-racism.net/mund
Mittwoch, 3. Mai 2006
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A) INHALT
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01 Petition: Stoppt die Folter!
Von: IG BILDENDE KUNST <office at igbildendekunst.at>
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02 Innenministerkonferenz:
Ein Land ohne Kinder darf seine Kinder nicht vertreiben!
Von: GFBV Hans Bogenreiter <hans.bogenreiter at gfbv.at>
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TERMINE UND ANKÜNDIGUNGEN
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03 que[e]r am 03.05.: Denn allein machen sie dich ein!
/ Rechtshilfe Workshop
Von: Rosa Antifa Wien <raw at raw.at>
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04 Uni Linz (31.05.2006)
Erfolgsrezept oder Gewissensberuhigung:
die neuen Antidiskriminierungstatbestände
Von: RA Dr. Helmut Graupner <hg at graupner.at>
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05 10.6. Kult-Charity-Gala für DRAHDIWABERL-Film
Von: Rabenhof Presse <rabenhof_presse at gamuekl.org>
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06 LOLLIGO laesst Dich nicht im Regen stehen!
Von: Kindercafe Lolligo <lolligo at reflex.at>
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07 Veranstaltungshinweis
Von: infoladen wels <infoladen-wels at liwest.at>
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08 Graffitiforschung - Veranstaltungshinweise
Von: Thomas Northoff <thomas.northoff at gmx.at>
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PETITION
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09 [SOSMM - Info] Rassismus streichen
Von: SOS Mitmensch <office at sosmitmensch.at>
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MELDUNGEN UND MEINUNGEN
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10 Wiener Volksgruppengespräche - Minderheitenschulgesetz
Von: Initiative Minderheiten Newsletter
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11 GLB/ÖBB/Bilanz/Beschäftigte
Von: Gewerkschaftlicher Linksblock <glb at aon.at>
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12 Schuelerdaten fuer TIWAG-Pro/paganda
Von: "q/depesche" <depesche at quintessenz.org>
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13 Falter 18/2006: Allah und er (Amir Zaidan)
Von: WADI Austria <wadi.wien at gmx.at>
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ZUR INFORMATION
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14 Kontrolle gemeinsamer EU-Charterabschiebungen gefordert
Von: Günter Ecker, Verein Menschenrechte Österreich
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B) TEXTE
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01 Petition: Stoppt die Folter!
Von: IG BILDENDE KUNST <office at igbildendekunst.at>
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== Mitteilung
== der IG BILDENDE KUNST
==
Stoppt die Folterungen!
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Gerechtigkeit für Gloria Arenas und Jacobo Silva
"Holt mich hier raus!" ist der Titel eines Ölbildes des in Mexiko
inhaftierten Malers Jacobo Silva. Gloria Arenas Agis und ihr Mann Jacobo
Silva Nogales wurden im Oktober 1999 verhaftet. Nach einem durch anhaltende
Folterungen erzwungenen Geständnis sowie unter Verwendung gefälschter
Dokumente wegen Zugehörigkeit zu einer oppositionellen bewaffneten Bewegung
im Bundesstaat Puebla folgte die Verurteilung zu 50 Jahren Haft. Bereits im
November 1999 berichtete amnesty international Deutschland erstmals über
diesen Fall der schweren Menschenrechtsverletzung und Folterungen.
amnesty international hierzu: "In den vergangenen Jahren hat amnesty
international eine steigende Anzahl von Menschenrechtsverletzungen der
mexikanischen Sicherheitskräfte dokumentiert. Dazu gehören willkürliche
Inhaftierungen, Folter, Fälle von ,Verschwinden lassen' und Hinrichtungen
nach Schnellverfahren". Es gibt keine Rechtssicherheit, ob Verfahren
begründet oder Verurteilungen menschenrechtswidrig sind und auf Folterungen,
falschen Zeugenaussagen u.v.a.m. basieren. Dokumente von
Menschenrechtsorganisationen weisen nach, dass Jacobo Silva nach wie vor ein
Opfer von Torturen und Isolationsfolter ist. So wird ihm u. a. auch immer
wieder über lange Zeiträume das Malen verboten. 30 seiner Bilder wurden
beschlagnahmt.
Im Hinblick auf das bevorstehenden Gipfeltreffen der Staats- und
Regierungschefs aus Lateinamerika und der Europäischen Union von 11.-13. Mai
2006 in Wien haben Kunst- und Kulturschaffende eine Petition an den
Mexikanischen Präsidenten Vicente Fox verfasst und rufen zur Wahrung der
Menschenrechte auf: Stopp der Folter! Gerechte Gerichtsverfahren für die
Inhaftierten!
Die IG BILDENDE KUNST unterstützt diese Initiative und ruft zur
Unterzeichnung und Weiterleitung der Petition auf! Zur Unterzeichnung senden
Sie einfach ein Email an jacobosilvanog at yahoo.de.
PETITION
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An: Presidente de los Estados Unidos Mexicanos Vicente Fox Quesada
Sehr geehrter Herr Präsident Vicente Fox!
Bei zahlreichen Gelegenheiten haben Sie versichert, dass die Menschenrechte
für die Regierung ihres schönen, geschichtlich so bedeutenden und als
Reiseziel sehr geschätzten Landes von hoher Priorität sind. Die Abschaffung
der Todesstrafe im vergangenen Jahr sowie Ihr nationales
Menschenrechtsprogramm wurden offiziell und international gefeiert. Auch
haben Sie erklärt, dass es in Mexiko keine politischen Gefangenen gibt.
Doch leider ist die Realität eine andere: Und so führen wir hier den Fall
des Ehepaars Jacobo Silva Nogales (geb. 28.11.1958, z. Z. CEFERESCO de la
Palma) und Gloria Arenas Agís (geb. 16.5.1959, z. Z. CPRS de Ecatepec) an.
Beide erlitten willkürliche Verhaftungen, erzwungenes Verschwinden lassen
sowie Folterungen und wurden ohne ordentliches Gerichtsverfahren zu über 49
Jahren Haft verurteilt. Sie - und besonders der anhaltend gefolterte Jacobo
Silvas - leben unter brutalsten Haftbedingungen. So wird z.B. kein Arzt und
kein Anwalt zu ihnen gelassen und dem Ehepaar die Kommunikation miteinander
verwehrt.
Angesichts Ihrer eingangs erwähnten Erklärungen ist es uns unverständlich,
dass alle Empfehlungen internationaler Organisationen wie Amnesty
International, dem UNO-Hochkommissariat für Menschenrechte sowie der
Weltorganisation gegen Folter (OMCT) , die diese Fälle seit Jahren
dokumentieren (so amnesty international, Library - Online documentation
archive, AI Index: AMR 41/008/2001 vom 7. 6. 2001; OMCT Caso Mex 050602.2)
und an Ihre Regierung appellieren, in Mexiko nicht beachtet werden.
Anbetracht dieser Tatsachen ersuchen wir mit Nachdruck,
= sollten überhaupt nachvollziehbare Anklagepunkte vorhanden sein, um ein
gerechtes, internationalen Rechtsnormen entsprechendes und von Beobachtern
internationaler Menschenrechtsorganisationen begleitetes Gerichtsverfahren.
= Den sofortigen Stopp der Folter sowie menschengerechte Haftbedingungen -
vor allem auch für Jacobo Silva!! - mit ärztlicher Betreuung, Besuchsrecht
für beide - dies auch für Anwälte und Menschenrechtsorganisationen - und das
Recht der Eheleute, einander zu sehen.
= Auch muss Jacobo Silva wieder das Recht bekommen, sich der Malerei zu
widmen, und die beschlagnahmten Bilder sind der Familie zurückzugeben.
Sollte - ohne Folter und Erpressung ! - keine ordentliche Anklage möglich
sein, fordern wir die sofortige Freilassung von Jacobo Silva Nogales und
Gloria Arenas Agís.
Hochachtungsvoll,
Dieter Schrage (Kulturwissenschafter), Franziska Maderthaner (bildende
Künstlerin), Ricardo Loewe (Mexiko DF), Jörg Dobrovich (Maler), ......
INFORMATION
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Ausführlichere Information
Petition als PDF
Unterschriftenlisten zum Ausdrucken und Sammeln von Unterschriften
Siehe http://www.igbildendekunst.at
= RÜCKFRAGEN:
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= Dieter Schrage
= Tel. ++43 1 /98 8 98 256
= E-mail: dieter.schrage at chello.at
===================
= IG BILDENDE KUNST
= Gumpendorfer Straße 10-12
= A-1060 Wien
=
= Öffnungszeiten: Di - Fr 13-18 Uhr
=
= Tel +43 (0)1 524 09 09
= Fax +43 (0)1 526 55 01
=
= Interessenvertretung: office at igbildendekunst.at
= Galerie: galerie at igbildendekunst.at
=
= Url: http://www.igbildendekunst.at
=
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02 Innenministerkonferenz: Ein Land ohne Kinder darf seine Kinder nicht vertreiben!
Von: GFBV Hans Bogenreiter <hans.bogenreiter at gfbv.at>
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> GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER
> PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 02.05.2006
>
> Appell der Gesellschaft für bedrohte Völker an die 17 deutschen
> Innenminister und -senatoren:
> Stellen Sie die sinnlose Vertreibung tausender deutscher Kinder ein! Ein
> Land ohne Kinder darf seine Kinder nicht davonjagen!
>
> Sehr geehrte Herren Minister und Senatoren,
>
> täglich müssen Ihre Ausländerbehörden "geduldete" Familien vertreiben,
> Eltern von ihren Kindern und Männer von ihren Frauen trennen,
> deutschsprachige, gut integrierte Kinder und Jugendliche, die hier geboren
> sind oder hier seit acht, zehn oder 15 Jahren leben, in Länder
> deportieren,
> deren Sprache sie nicht verstehen.
>
> Es kümmert Sie offenbar nicht, dass diese Kinder ihre Heimat für immer
> verlieren, dass sie Deutsch mit bairischem, sächsischem oder
> holsteinischem Akzent sprechen. Sie nehmen von Innenminister- zu
> Innenministerkonferenz hin, dass ein kostenaufwändiger Riesenapparat
> von Ausländerbehörden, Polizei, Landeskriminalämtern und
> Abschiebegefängnissen ständig damit beschäftigt ist, diese insgesamt etwa
> 200.000 so genannten Geduldeten jahrelang zu diskriminieren, zu
> schikanieren, zu inhaftieren und schließlich abzuschieben.
>
> Bitte setzen Sie sich doch endlich über den einen oder anderen
> Paragraphen hinweg, der Tausenden Familien ohne deutsche
> Staatsbürgerschaft, die de facto längst zu Deutschen geworden sind,
> verbietet, in dem Lande zu leben, das ihre Heimat geworden ist.
>
> Weil sehr viele dieser Menschen Angehörige ethnischer oder religiöser
> Minderheiten sind, möchte ich Sie daran erinnern, dass schon die erste
> deutsche Republik diese gnadenlose Tradition eingeführt hat. Im
> November 1919 begründete der sozialdemokratische preußische
> Innenminister Heine vor der Landesversammlung seinen Erlass der
> Deportation der "Ostjuden" aus Deutschland so: "Was die unerwünschten
> Elemente der Ostjuden betrifft, stehe ich bereits in Verhandlungen. Ich
> bin
> der Ansicht, dass auf die Dauer nichts übrig bleiben wird als sie aus den
> besonders heimgesuchten Städten zu evakuieren und sie in
> Konzentrationslager zu überführen." Entsprechende Internierungslager für
> "Ostjuden" enstanden dann in Stargard/Pommern und in Cottbus unter
> Innenminister Carl Severing. (Damals umfasste Preußen bekanntlich zwei
> Drittel des Territoriums der Weimarer Republik.)
>
> Wir möchten nicht verhehlen, dass heute nicht wenige Abschiebungen bei
> Nacht und Nebel, wochenlange oder monatelange Inhaftierungen in
> Abschiebegefängnissen und manche behördliche Verfolgung durchaus an
> die Minderheitenverfolgung in der Weimarer Republik der 20er Jahre
> erinnern.
>
> Tilman Zülch
> (auch erreichbar unter Tel. 0151 153 09 888).
> ======================================================
> Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
> Inse Geismar, Pressereferentin
> Postfach 2024, D-37010 Goettingen
> Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028
> E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de
> ======================================================
>
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TERMINE UND ANKÜNDIGUNGEN
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03 que[e]r am 03.05.: Denn allein machen sie dich ein! / Rechtshilfe Workshop
Von: Rosa Antifa Wien <raw at raw.at>
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Achtung: Neue Location!
Wipplingerstrasse 23 / 1010 Wien
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Mittwoch 03. Mai:
Denn allein machen sie dich ein!
Wahllose Polizeikontrolle - duerfen die einfach so in meinen Rucksack
schauen? Wenn ein Brief vom Gericht kommt, soll ich den abholen? Wie
verhalte ich mich in Situationen, in denen die Staatsgewalt viel zu
deutlich ihre Macht demonstriert? Sind unangemeldete Demos illegal?
Nicht nur als politisch aktive Menschen sind wir staendig mit Polizei
und Gesetzen konfrontiert. Auch der ganz normale Alltag ist durchzogen
mit staatlichen Normen und Regelungen, die uns das Leben erschweren,
weil wir einfach nicht wissen, wo unsere Rechte beginnen - und wo sie
enden.
Wir wollen ein bisschen Licht ins Dunkel bringen und laden daher zum
Rechtshilfe-Workshop der Solidaritaetsgruppe Wien.
###############
Naechste Woche: Entering Mittenwald 2006
Weitere Infos siehe:
http://www.raw.at/queer/queer_inhalt.htm
--
############ RAW #############
Rosa Antifa Wien
c/o Rosa Lila Tip
Linke Wienzeile 102
A-1060 Wien
AUSTRIA
-------------------------
E-Mail: raw at raw.at
Web: http://www.raw.at
Board: http://www.n3tw0rk.org
-------------------------
PGP-Key available here:
http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc
############ RAW #############
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04 Uni Linz (31.05.2006)
Erfolgsrezept oder Gewissensberuhigung:
die neuen Antidiskriminierungstatbestände
Von: RA Dr. Helmut Graupner <hg at graupner.at>
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Erfolgsrezept oder Gewissensberuhigung:
die neuen Antidiskriminierungstatbestände
Diskriminierung aus Gründen der sexuellen Ausrichtung
31.05.2006, 18.30-20.30
Rep Raum G
(Uni-Center, Mensa, 2. Stock)
Vortrag:
Ao. Univ.Prof.in Dr.in Michaela Windisch-Graetz
Institut für Arbeits- und Sozialrecht, Universität Wien
Diskussion:
Mag.a Birgit Gutschlhofer
Anwältin für Gleichbehandlung, BMGF
RA Dr. Helmut Graupner
Rechtskomitee LAMBDA, European Commission on Sexual Orientation Law (ECSOL)
Edith Schmied
Gemeinderätin, Grüne Andersrum Oberösterreich
Moderation:
Dr.in Elisabeth Greif
Institut für Österreichische und Deutsche Rechtsgeschichte
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05 10.6. Kult-Charity-Gala für DRAHDIWABERL-Film
Von: Rabenhof Presse <rabenhof_presse at gamuekl.org>
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DRAHDIWABERLs
GALANACHT DER WELTREVOLUTION
Der große Charity-Event für Stefan Webers Drahdiwaberl-Film,
der ultimative Horror-Trash-Kultabend, der das Gemeindebautheater zum
Beben bringt – inklusive Mulatschag mit Fanbeteiligung und Kostümzwang.
am
10. Juni 2006 (Beginn: 20.00 Uhr)
im
RABENHOF THEATER
A-1030 Wien; Rabengasse 3
Tel. 01/712 82 82, http://www.rabenhof.at
Eintritt: € 20,-- / € 35,-- / € 50,--
Drahdiwaberl brauchen Kröten - wir besorgen sie Ihnen.
Alle Anwälte, Starchirurgen, Steuerberater, Fondsmanager sowie Mitglieder
ähnlich ehrenwerter Berufsgruppen, für die in ihrer Pubertät Drahdiwaberl
Religion und Stefan Weber der Messias war, haben jetzt Gelegenheit sich
angemessen zu bedanken.
Um endlich den Drahdiwaberl Film realisieren zu können fehlen der Truppe
€ 40.000,-- ,
€ 80.000,-- werden vom Wiener Filmförderungsfond zu Verfügung
gestellt, der Rest muß privat ermöglicht werden.
Wir bitten nun zur Kasse...
Alle aktuellen Detailinfos Rund um den Kult - Event und die daran
teilnehmenden Gaststars finden Sie unter http://www.weltrevolution.at
Beiliegendes Foto: Erwin Schuh, Abdruck bei Namensnennung honorarfrei.
Wir ersuchen um Berichterstattung und stehen in allen weiteren Fragen, für
die Vereinbarung von Interviewterminen und die Reservierung Ihrer
Pressekarten (limitiertes Kontingent) jederzeit sehr gerne unter Tel.
0699-1-913 14 11 oder rabenhof_presse at gamuekl.org zu Ihrer Verfügung.
PRESSEFOTOS können unter
http://www.gamuekl.org/rabenhof/drahdiwaberl/film.html downgeloadet werden.
Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Müller-Klomfar
Pressebetreuung
--
Rabenhof Presse
Gabriele Müller-Klomfar
Tel: +43-699-1-913 14 11
Fax: +43-1-913 14 11
rabenhof_presse at gamuekl.org
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06 LOLLIGO laesst Dich nicht im Regen stehen!
Von: Kindercafe Lolligo <lolligo at reflex.at>
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Liebe Große und Kleine,
liebe FreundInnen!
Die Parks sind voll, das Kindercafé bleibt leer: Der Frühling ist nun
wirklich da.
Deshalb stellen wir ab sofort unsere Öffnungszeiten auf
Schlechtwetterprogramm um:
Das Kindercafé gibt's nur, wenn's regnet und/oder kalt ist. Im
Zweifelsfall könnt Ihr unter dieser Telefonnummer nachfragen: 0699 1966 76
10.
Die Zeiten bleiben gleich: Freitag und Samstag von 15 bis 18 Uhr.
Bitte erzählt und leitet diese Info auch weiter!
Es freut sich auf Besuch:
das LOLLIGO-Team - Eure Rettung bei schlechtem Wetter!
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LOLLIGO
Fischerstiege 4-8 - 1010 Wien
Öffnungszeiten im Mai:
FR & SA 15-18 Uhr - nur bei Schlechtwetter!!
Infotelefon: 0699 1966 76 10
www.lolligo.net
Spenden erbeten und notwendig:
"lolligo" / blz 14000 / konto-nr. 10010-036-203
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07 Veranstaltungshinweis
Von: infoladen wels <infoladen-wels at liwest.at>
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Hallo!/Guten Tag: Wir bitten um Ankündigung folgender Veranstaltung und laden Dich/Sie herzlich dazu ein:
Freitag, 09. Juni 2006, 20 Uhr, Medienkulturhaus, Pollheimerstr. 17, 4600 Wels:
Präsentation des Buches „Unheilige Allianzen – Black Metal zwischen Satanismus, Heidentum und Neonazismus“, mit den beiden Autoren Christian Dornbusch und Hans Peter Killguss
Eine Veranstaltung von Medienkulturhaus Wels (http://www.medienkulturhaus.at) und Infoladen Wels – Kulturverein und Buchhandlung (http://www.infoladen-wels.at)
Buchbeschreibung:
Im Schatten des Black-Metal-Mainstreams hat sich eine Underground-Szene aus Bands, Fans und Magazinen entwickelt, die sich zwischen Satanismus, Heidentum und offener Glorifizierung des Nationalsozialismus bewegt. Die Anhänger eines sozialdarwinistisch geprägten Satanismus beanspruchen als selbsternannte ›Elite‹ ein ›Recht des Stärkeren‹ und propagieren die Vernichtung all dessen, was in ihren Augen schwach ist.
Um sich vom Christentum abzugrenzen, begeben sich andere Musiker auf die spirituelle Suche nach ihren ›eigenen‹ Wurzeln. Sie erheben das germanische Heidentum zur Heilsreligion, fordern ein Leben nach vermeintlichen Gesetzen der Natur und die Vertreibung derer, die nicht ihren Vorstellungen entsprechen. Obgleich von der Öffentlichkeit weniger beachtet, haben die extrem rechten Bands des Genres unter dem Label NS-Black-Metal den Schulterschluss mit ihren ›Brüdern im Geiste‹, den neonazistischen Skinheads, längst vollzogen.
Die Autoren recherchieren seit einigen Jahren in der Szene. Sie beschreiben die Entwicklungen des Black Metals und seiner Szene, analysieren die Motive des Genres sowie ihre Verknüpfung mit der Ideenwelt der extremen Rechten und benennen Bands und Akteure, die zum neonazistischen Untergrund in Deutschland und Europa gehören.
Rezensionen: http://www.unrast-verlag.de/unrast,3,0,267.html
Hans-Peter Killguss, Anfang der 90er-Jahre Herausgeber eines kleinen Heavy-Metal-Fanzines, arbeitet in der politischen Bildungsarbeit.
Christian Dornbusch, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus und Neonazismus an der FH Düsseldorf. Mitherausgeber des Sammelbandes »RechtsRock.«(2002). Veröffentlichte in den letzten Jahren diverse Aufsätze zu extrem rechten Tendenzen in Jugendkulturen.
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Dornbusch, Christian / Killguss, Hans P
Unheilige Allianzen
Black Metal zwischen Satanismus, Heidentum und Neonazismus
Verlag : Unrast
ISBN : 3-89771-817-0
Einband : Paperback
Seiten/Umfang : ca. 250 Seiten - 20,5 × 14,4 cm
Erschienen : 1. Auflage 05.10.2005
Preisinfo : 16,00 Eur[D] / 16,50 Eur[A]
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Vielen Dank im voraus! Grüsse, Infoladen Wels
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08 Graffitiforschung - Veranstaltungshinweise
Von: Thomas Northoff <thomas.northoff at gmx.at>
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Liebe FreundInnen, KollegInnen, sehr geehrte Damen und Herren!
Auf Grund der aktuellen Dsikussion um Löschen oder nicht Löschen rassistischer Graffiti möchte ich zuerst auf folgende Veranstaltung hinweisen:
Augen auf!
Symbole von
Rassismus
Antisemitismus
Fremdenfeindlichkeit
– auch auf den Wänden unserer Stadt!
Gewaltaufrufe oder andere inoffiziellen Wandbotschaften sind Parameter für rechtsextreme Aktivitäten und Ausdruck von Spannungen im Bereich der Interkulturalität.
Thomas Northoff, Schriftsteller und Graffitiforscher beleuchtet Motive dieses Phänomens. Heribert Schiedel, Experte für Rassismus und Antisemitismus vom Dokumentationsarchiv gibt Einblicke in die rechtsextreme Szene in Österreich.
In Kooperation mit der Grazer Autorenvereinigung
Ort: Gedenkstätte Karajangasse
Brigittenauer Gymnasium
1200 Karajangasse 14
Zeit: 15. Mai 2006 18:30
Eintritt frei
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Bezirksfestwochen statt
Weitere Veranstaltungshinweise:
Mittwoch, 3.5.2006, Literaturhaus Wien, 20h: "30:35" herbstpresse und edition freibord präsentieren: Christine Huber, Magdalena Knapp-Menzel, Thomas Northoff, Nikolaus Scheibner und Lisa Spalt. Lesungen aus eigenen Werken.
Dienstag, 9.5.2006, Österreichische Gesellschaft für Literatur: Lesung des 1. Wiener Lesetheaters aus Texten von Alois Vogel anlässlich des Alois Vogel - Symposiums. Es lesen Rolf Schwendter, Helmut Peschina, Thomas Northoff u.a. Gesamtprogramm unter http://www.ogl.at/
Mittwoch, 10.5.2006, Literaturhaus Wien: Lesungen zum Tag der Freiheit des Wortes. Im Gedenken an den Tag der Bücherverbrennung. Es lesen Eva Jancak, Konstantin Kaiser, Thomas Northoff, Rolf Schwendter u.a.
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Mag. Thomas Northoff
Österreichisches GraffitiArchiv für Literatur, Kunst und Forschung
Fischerstiege 1-7/1/6
1010 Wien
Tel.: 01-5321200
e-mail: thomas.northoff at gmx.at
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PETITION
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09 [SOSMM - Info] Rassismus streichen
Von: SOS Mitmensch <office at sosmitmensch.at>
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*** Rassismus-Paparazzi gegen Schmierereien
*** Appell an Bürgermeister Häupl unterstützen
*** Aktionstag am Donnerstag, den 11. Mai
*** RASSISMUS-PAPARAZZI GEGEN SCHMIEREREIEN
In Wien treten Rassismus-Paparazzi gegen die Gleichgültigkeit
gegenüber rassistischen Beschmierungen an. Mit Mobiltelefonen und
Digital-Kameras werden Parolen auf Hauswände fotografiert und per Email
oder MMS an eine Kampagnen-Website gesendet. Wo die Bilder automatisch
angezeigt und im Anti-Rassistischen Stadtplan eingetragen werden. Damit
will eine Plattform von Anti-Rassismus-, Menschenrechts- und
MigrantInnenorganisationen erreichen, dass sich die Stadt Wien auch für
die Entfernung von privatem Eigentum einsetzt. >>
http://www.rassismusstreichen.at
*** APPELL UNTERSTÜTZEN
Bislang wurde die Verantwortung für die Entfernung rassistischer
Schmierereien von Privateigentum zwischen Stadt und Privaten hin und her
geschoben. Deshalb wird nun Bürgermeister Häupl mit einem Appell
aufgefordert, die Regelungskompetenz der Stadt Wien wahrzunehmen und die
notwendigen Maßnahmen zu ergreifen. Der Appell kann online
unterschrieben oder als Unterschriftenliste aus dem Internet herunter
geladen werden. >> http://www.rassismusstreichen.at/stories/1785134/
*** AKTIONSTAG AM 11. MAI
Alle interessierten Privatpersonen und Initiativen treffen sich am
Donnerstag, den 11. Mai um 15.00 Uhr in der Galerie Blumberg, um weitere
Schritte zu beraten, die die Stadt Wien zum Handeln bewegen. Ab ca.
17.00 Uhr werden die Rassismus-Paparazzi losziehen, um Beschmierungen
mit Pickerln zu markieren und auf die Website zu blogen. Ort: Galerie
Blumberg, Blumberggasse 20, 1160 Wien. >>
http://www.rassismusstreichen.at/topics/aktuell
*** Ende
.......................................................
Keine Mails mehr:
Mail an mailto:info at sos-mitmensch.at
mit dem Betreff "unsubscribe kurier"
Listinfo und options:
http://mail.sos-mitmensch.at/mailman/listinfo/kurier
Mailinglist-Archiv:
http://resistor.mond.at/pipermail/kurier/
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MELDUNGEN UND MEINUNGEN
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10 Wiener Volksgruppengespräche - Minderheitenschulgesetz
Von: Initiative Minderheiten Newsletter <news at initiative.minderheiten.at>
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wiener volksgruppengespräche vier
„Minderheitenschulgesetz für Wien“
15. Mai 2006, 19.00 Uhr
ORF KulturCafe
Eintritt frei
Die Wiener Tschechen, Ungarn und Kroaten erhalten ihre muttersprachlichen Privatschulen und Kindergärten selbst. Seit langem ist es der Wunsch der autochthonen Volksgruppen, ein Minderheitenschulgesetz nach dem Model im Burgenland und in Kärnten auch für Wien einzurichten.
Nähere Informationen im Anhang!
Eine Veranstaltung der Volksgruppenredaktion ORF-Radio 1476.
ORF KulturCafe im RadioKulturhaus, Argentinierstraße 30a, 1040 Wien
http://backstage.orf.at/funk_lageplan.html
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11 GLB/ÖBB/Bilanz/Beschäftigte
Von: Gewerkschaftlicher Linksblock <glb at aon.at>
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Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110 Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 -
Mail glb at aon.at – Web www.glb.at – Ausgabe vom 2. Mai 2006
Leistungssteigerung durch fortgesetzte Arbeitsplatzvernichtung
ÖVP-Mann Huber setzt Tradition von Draxler und vorm Walde fort
Die von ÖBB-Generaldirektor Martin Huber und ÖVP-Verkehrsstaatssekretär Helmut Kukacka bejubelte ÖBB-Bilanz 2005 ist nicht ein
Erfolg einer geglückten „Reform“ sondern Ergebnis einer fortgesetzten Arbeitsplatzvernichtung, meint die Fraktion Gewerkschaftlicher
Linksblock im ÖGB (GLB) in der Gewerkschaft der EisenbahnerInnen (GdE).
Nicht weniger als 2.668 Arbeitsplätze wurden unter Regie Hubers innerhalb nur eines Jahres abgebaut, der Personalstand mit
Jahresende 2005 auf 46.059 Beschäftigte reduziert. Damit setzt Huber (ÖVP) die Tradition der Arbeitsplatzvernichter Helmut Draxler
(SPÖ) – er baute von 1993 bis 2001 rund 15.00 Arbeitsplätze ab – und Rüdiger vorm Walde (parteilos) – dieser vernichtete von 2001
bis 2004 weitere 1.600 Eisenbahnarbeitplätze – „würdig“ fort.
Wenn Huber mit Verweis auf 191,6 Millionen Fahrgäste im Personenverkehr und 87,8 Millionen Tonnen im Güterverkehr die ÖBB als
„modernen Dienstleister“ bejubelt, kehrt er gezielt die Negativfaktoren unter den Tisch: Als Folge der Vernichtung weiterer
Arbeitsplätze steigt der Leistungsdruck auf die verbleibenden EisenbahnerInnen. Der von Huber stolz verkündete Gewinn und eine um
15,2 Prozent gesteigerte Produktivität wurden somit aus den Beschäftigten regelrecht herausgequetscht.
Durch die Zergliederung in eine Holding mit neun Tochter- und einer unübersehbaren Zahl von Enkelgesellschaften wurden
jahrzehntelang selbstverständliche Synergieeffekte systematisch zerstört. So sind etwa teilweise enorme Zugverspätungen bereits zum
Normalzustand geworden. Fortgesetzt wird auch die Aushungerung der Bahn durch den Bund: Die Leistungsabgeltungen des Bundes sind auf
1,56 Milliarden Euro gesunken, die Beiträge der Länder betrugen 273 Millionen Euro. Bekanntlich will der Bund im Zuge der
Nahverkehrsreform verstärkt die Finanzierung den Ländern zuschieben.
Einziger Zweck der „Reform“ dürfte ohnehin nur sein, möglichst viele Versorgungsposten für Günstlinge der ÖVP und des BZÖ zu
schaffen. Kamen die ÖBB vorher mit sieben Vorständen, elf Prokuristen und 22 Aufsichtsräten aus, gibt es jetzt 17 Vorstände, 21
Prokuristen und 57 Aufsichtsräte. Zusätzlich wurden 90 Millionen Euro für externe Beraterkosten ausgegeben, wie auch vom
Rechnungshof bemängelt wurde.
„Der Ausgangspunkt für die Misere der ÖBB ist die bereits 1993 unter der damaligen SPÖ-ÖVP-Regierung erfolgte Ausgliederung der
Bahn aus dem Bundesbudget, vor deren negativen Folgen der GLB immer gewarnt hat“, stellt dazu Ernst Wieser, Bundessekretär des
GLB-GdE fest. Bevor die jahrzehntelang bewährte Bahn endgültig in einen verkehrspolitischen Kollaps nach dem Negativ-Beispiel der
britischen Bahn geführt wird, fordert der GLB eine grundlegende Änderung der Bahnpolitik.
Eine solche verlangt natürlich eine Absage an die EU-konforme Liberalisierung und die Aufhebung der Trennung von Infrastruktur und
Betrieb: „Notwendig ist der Rückbau der ÖBB zu einem einheitlichen integrierten Verkehrsunternehmen nach dem Muster der Eisenbahnen
in der Schweiz, Kanada oder Japan“, so Wieser abschließend.
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12 Schuelerdaten fuer TIWAG-Pro/paganda
Von: "q/depesche" <depesche at quintessenz.org>
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Subject: Schuelerdaten fuer TIWAG-Pro/paganda
q/depesche 2006-05-02T01:53:20
Schuelerdaten fuer TIWAG-Pro/paganda
Mit einer angeblichen Buerger/initiative versucht die TI/WAG
(Tiroler/Wasser/kraft/AG) umstrittene Kraftwerksprojekte durchzusetzen. Die
verdeckten /Aktivisten/ sammeln dazu sogar Adressen und Unterschriften vor
Schulen, berichtet /dietiwag.org/. Beraten wird die TIWAG durch Pleon
Publico, wo auch Micro/soft und Mc/Donald/s Lobyying machen lassen.
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Kritiker/Innen möchten der TIWAG bestimmte Kraftwerksprojekte ausreden.
Bürgerinitiativen machen politischen Druck - offenbar mit Erfolg. Ein
/Defensive End/ ist die letzte Hoffnung der TIWAG.
Wie die TIWAG-kritische Website dietiwag.org berichtet, hat die TIWAG auf
Geheiß ihrer Berater eine eigene, kraftwerksfreundliche /Bürgerinitiative/
initiiert. Die von ihr angeheuerten Studenten gingen vor Schulen auf
Unterschriften- und Datenfang.
http://www.dietiwag.org/index.php?id=1290
Unter dem Namen /Freshfuture/, aber ohne Impressum oder Kontaktinformation,
sammelt die angebliche /Bürgerinitiative/ Vorname, Nachname, Adresse,
Postleitzahl, Ort, E-Mail-Adresse und eben eine Unter/schrift. Das
Geburtsdatum ist nicht vorgesehen. Wäre womöglich unpassend. Auch aus
juristischen Gründen. Minderjährige können nicht so einfach dem Erhalt von
Spam zustimmen.
Spam? Ja richtig, Spam.
Oben bleibt das Unterschriften-Blatt recht unkonkret: /Ich bin dafür, dass
Tirol in Zukunft die Wasserkraft zur Stromerzeugung verstärkt nutzt. Die
geplanten Kraftwerke sollen daher unter Berücksichtigung der Interessen der
Natur und der Menschen in den Projektregionen gebaut werden./
Doch unten, im Kleingedruckten, wird es konkret: /Ich stimme der
elektronischen Erfassung meiner Daten zu und bin damit einverstanden, dass
mir in Zukunft Informationsmaterial per Mail und Post zugesendet werden
darf. Diese Erklärung ist jederzeit widerrufbar./
Bei wem widerrufen werden könnte, bleibt offen. Denn Impressum und
Kontaktdaten fehlen ja.
Die Domain freshfuture.at ist auf Viktor Skradski in 6020 Innsbruck
registriert. Er ist /Defensive End/ bei der Football-Mannschaft Tyrolean
Raiders. Auf seinem Helm prangt das Logo des Sponsors TIWAG.
PR/Berater der TIWAG sind Pleon Publico und Hofherr Communikation.
Georg Hofherr war von 1997 bis 1999 Mitarbeiter des damaligen
Landeshauptmann-Stellvertreter Tirols, Ferdinand Eberle, seines Zeichens
Aufsichtsratsvorsitzenden der TIWAG.
Zu den Kunden der Pleon Publico Public Relations & Lobbying GmbHs zählen
auch Micro/soft und Mc/Donald/s. Dessen Maskottchen Ronald McDonald tourte
2005 durch >500 österreichische Kindergärten und gab /Tips zur richtigen
Ernährung/. Unterstützt mit Steuergeldern aus dem Etat der
Gesundheitsministerin Maria Rauch/Kallat.
Doch nicht nur Bürger und Gemeinden sind gegen Kraftwerksprojekte, sondern
auch die Tourismusbranche. Hier soll ein /unabhängiger
Tourismus-Expertenbeirat/ abhelfen, erfahren wir unter
http://www.hofherr.com/pressearea/artikel/kundenverzeichnis/detail/article/482/39/kunde/49/
Die TIWAG versucht übrigens nach wie vor, die kritische Site dietiwag.org
durch Gerichtsverfahren zum Verstummen zu bringen. Insgesamt vier Klagen
wurden eingebracht.
Also, liebe TIWAGs, plant ruhig eure Kraftwerke, streitet euch mit den
Gegnern vor Gericht und anderswo, sammelt Unterschriften oder finanziert
Bürgerbeiräte und unabhängige Tourismusinitiativen - oder war's umgekehrt?
Naja, einer alten Babuschka ist das eh alles eins. Bis auf eins: Lasst/s
mir die Kinder in Ruhe! Vor Schulen und anderswo.
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relayed by Babuschka
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Online Version: http://quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100003593
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13 Falter 18/2006: Allah und er (Amir Zaidan)
Von: WADI Austria <wadi.wien at gmx.at>
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Allah und er
In Deutschland nannte man ihn einen Islamisten und scheuchte Amir Zaidan
nach Österreich. Hier ist er für die Fortbildung der islamischen
Religionslehrer zuständig und anerkannter Vordenker seiner Religion.
Also was jetzt? Der „Falter“ hat mit ihm Tee getrunken.
Für den Koran ist er Feuer und Flamme. Amir Zaidan sitzt breitbeinig auf
seinem Stuhl und spricht von der Verantwortung gegenüber seinem
Schöpfer. Das ist Allah. Wenn er redet, benutzt er beide Hände. Während
einer Stunde angeregten Gesprächs stößt Zaidan zweimal beim
Gestikulieren sein Teeglas um. Der eloquente Syrer scheint es gewohnt zu
sein, Monologe zu führen, und weniger gewohnt, dabei unterbrochen zu
werden. Häufig leitet er seine rhetorischen Fragen mit einem knappen
„Frage“ ein, um sie ausgiebig zu beantworten. „Frage: Was ist ein
Islamist? Einer, der den Islam praktizieren will? Dann bin ich einer.
Oder ist es jemand, der andere Menschen verachtet und eine einseitige
Sicht hat? Dann sage ich, meine Arbeit zeugt vom Gegenteil.“
Amir Zaidan sei ein „Islamist und Muslimbruder“, meinte beispielsweise
die deutsche CDU 2003 in einer Bundestagsanfrage. Er sei einer unter
vielen „islamistischen Wölfen im Schafspelz“, der noch dazu eine
„fundamentalistische Sichtweise“ lehre, schreibt der langjährige
Außenpolitikredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Udo Ulfkotte
in seinem 2003 erschienenen Buch „Der Krieg in unseren Städten“.
„Höflich gesagt ist Zaidan ein ultraorthodoxer Muslim“, meint Herbert
Müller, Leiter der Kompetenzgruppe Islamismus beim Verfassungsschutz in
Baden-Württemberg. Und die deutsche Islamwissenschaftlerin Claudia
Dantschke sagt: „Zaidan hat in Hessen faktisch versucht, für die
Mitglieder seiner Organisation eine Art parallele Rechtsordnung
durchzusetzen.“ In Deutschland ist Amir Zaidan, gelinde gesagt,
umstritten. In Österreich ist er nun für die Fortbildung der islamischen
Religionslehrer verantwortlich.
Darüber hinaus tritt er als interreligiöse Integrationsfigur in
Erscheinung, stets auf der Suche nach dem Dialog. Für Medien und Politik
ist der Syrer begehrter Repräsentant der muslimischen Community.
Unlängst stieg Zaidan auf der europäischen Imame-Konferenz in Wien kurz
nach EU-Kommissarin Benita Ferrero-Waldner aufs Podium und referierte
über seine Vorstellung eines „Islams europäischer Prägung“. Auf Ö1
spricht er gelegentlich die „Gedanken zum Tag“, und auch bei
Podiumsveranstaltungen ist Zaidan willkommener Gast, um über den „Dialog
zwischen Christentum und Islam“ oder den „Islam in einer pluralistischen
Gesellschaft“ zu diskutieren.
Wir ziehen die Schuhe aus“, empfängt Zaidan Gäste in seinem kleinen Büro
in der Wiener Neustiftgasse. Er selbst trägt Schlapfen. Hunderte Bücher,
viele davon mit goldenen Verzierungen, sind in Regalen geschlichtet, die
sich unter der Last biegen. Die gegen ihn vorgebrachte Kritik will der
stämmige Mann mit dem ergrauten Bart nicht gelten lassen. „Um Aussagen
von gewissen Leuten kümmere ich mich mittlerweile gar nicht mehr. Wer
mich als den Bösen hinstellen will, der soll das eben tun.“
Seit der Gründung des Islamischen Religionspädagogischen Instituts
(IRPI) im Jahr 2003 ist Zaidan dessen Leiter. Das IRPI ist in Österreich
für die Fortbildung der rund 300 islamischen Religionslehrer zuständig,
die jährlich zu mindestens 24 Stunden Schulung verpflichtet sind.
Zaidans Institut wird vom Bund finanziert, er selbst gibt das jährliche
Budget mit 20.000 Euro an. Ausgebildet werden die Religionslehrer seit
1997 an der Religionspädagogischen Akademie (IRPA), wo Zaidan auch
unterrichtet. Davor gab es keine institutionalisierte Ausbildung. Die
Organisation des Unterrichts obliegt der Islamischen
Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ). Der Staat beschränkt sich
darauf, die Gehälter der Lehrer zu bezahlen und den Lehrplan abzusegnen.
Zaidan kommt eine wichtige Rolle zu. Sein Hauptanliegen ist es, den
Religionslehrern Pädagogik und Fachdidaktitk zu vermitteln. Die Lehrer
sollen lernen, wie sie die fachlichen Inhalte am besten für die Schule
aufbereiten und weitergeben. „Die Lehrer brauchen das“, sagt Zaidan,
„vor allem jene, die nicht an der Akademie ausgebildet wurden“.
Der 1964 bei Damaskus geborene Zaidan hat zunächst in Syrien Medizin
studiert und ab den Achtzigerjahren in Deutschland erst Mathematik und
Kunststofftechnik und schließlich Islamologie und arabische Sprachen. In
Deutschland baute er außerdem ein Islamologisches Institut auf, das
bundesweit vier Ableger hat und dem er nach wie vor als akademischer
Leiter vorsteht. 1997 begründete er zudem die Islamische
Religionsgemeinde Hessen (IRH) mit, deren Vorsitzender er drei Jahre
lang war.
Ihre verfassungsfeindlichen Ziele werden von der IRH verschleiert“,
heißt es im aktuellen Hessischen Verfassungsschutzbericht. Außerdem
richte sich die IRH „massiv gegen Freiheits- und Grundrechte von
Frauen“. Dieser Vorwurf hat einen speziellen Grund: Die von den
deutschen Medien sogenannte Kamel-Fatwa, ein islamisches
Rechtsgutachten, das im Jahr 1998 erstellt worden ist und die
Unterschrift Zaidans trägt. Sie besagt, dass eine mehrtägige Reise für
muslimische Frauen ohne die Begleitung eines männlichen Verwandten nicht
erlaubt ist. Denn: Frauen dürfen sich laut Fatwa nicht weiter als 81
Kilometer von der elterlichen oder ehelichen Wohnung entfernen. „Dies
entspricht der Strecke, die eine Kamelkarawane von Sonnenaufgang bis
Sonnenuntergang zurücklegen kann“, stellt der Verfassungsschutz im
Bericht fest.
Im Gespräch sagt Zaidan zwar den Satz: „Dass eine Frau nicht alleine
reisen darf, ist Glaube aller islamischen Schulen.“ Gleichzeitig
relativiert er: „Es geht um die Sicherheit der Frau. Sie darf reisen,
wenn ihre Sicherheit gewährleistet ist.“ Das steht allerdings nicht in
der Fatwa, in der nur auf das Verbot von Klassenfahrten für muslimische
Schülerinnen hingewiesen wird. Zaidan argumentiert, sie sei nur für
einen konkreten Fall erstellt worden und nicht allgemein gültig. Doch
auch das ist aus dem Dokument nicht zu ersehen. „Außerdem haben wir das
Dokument nie veröffentlicht“, wie das bei allgemein gültigen Fatwas der
Fall gewesen wäre. „In der muslimischen Szene ist das Dokument kursiert.
Ich habe es von muslimischen Eltern bekommen“, sagt der deutsche
Journalist Ahmet Senyurt, der die Fatwa im Jahr 2000 in der Berliner taz
bekannt gemacht hat.
Das fragwürdige Rechtsgutachten ist nicht das Einzige, woran sich der
deutsche Verfassungsschutz stößt. Das einst von Zaidan herausgegebene
Freitagsblatt ist laut Hessischem Verfassungsschutz eingestellt worden,
„da dort immer wieder Anhaltspunkte für extremistische Bestrebungen zu
finden waren“. Ein Antrag der IRH auf die Organisation des
Religionsunterrichts in Hessen wurde 2001 aus ähnlichen Gründen
abgelehnt. Es gebe „Anhaltspunkte für personelle Verbindungen zu
fundamentalistisch-extremistischen Organisationen“, hieß es. Zaidan
selbst hält den Hessischen Verfassungsschutz für „ein Instrument der
Politik“, besonders der CDU unter Roland Koch, die Muslime nicht
anerkennen wolle. „In Hessen sind wir Menschen zweiter Klasse. Das ist
keine Integration, sondern Bevormundung.“
In Deutschland wurde dem Syrer nach der öffentlichen Aufmerksamkeit rund
um die Kamel-Fatwa und das Freitagsblatt die Luft zu dünn. Die Presse
war auf ihn aufmerksam geworden, er stand „als Vorsitzender einer
extremistischen Organisation unter genauer Beobachtung“, wie ein
Sprecher des Hessischen Verfassungsschutzes sagt. Zaidan selbst meint:
„Meine Arbeit machte in Deutschland keinen Sinn mehr. In Österreich
können wir wunderbare Arbeit machen – Pionierarbeit in Europa.“ Zaidan
sitzt oft schon um sechs Uhr morgens in seinem Büro, wenn es ganz still
ist und nur der Computer surrt. Dann denkt er über Inhalte für die
Fortbildungen oder mögliche Gastvortragende nach.
Auf Einladung der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich kam er
im Jahr 2002 nach Wien. Und zwar nicht alleine. Seine engste
Mitarbeiterin, mit der er zusammen das Freitagsblatt produziert hatte,
kam mit ihm und arbeitet heute als seine Sekretärin. „Herr Zaidan ist
ein anerkannter Wissenschaftler, ein gemäßigter Muslim“, sagt Anas
Schakfeh, Präsident der IGGiÖ. Von der Kamel-Fatwa will Schakfeh noch
nie etwas gehört haben. Mit deren Inhalt konfrontiert, sagt er: „In den
Neunzigerjahren hat Zaidan nicht seine eigene Meinung vertreten, sondern
Schriften übertragen. Jeder Mensch hat das Recht, eine Entwicklung zu
machen.“
Vergangenen Juni veranstaltete die österreichische Botschaft in Berlin
eine Diskussion zu „Islam in Europa“. Aus Österreich hatte man Amir
Zaidan geladen. „Wir wären fast vom Sessel gefallen, als wir die
Einladung bekommen haben“, sagt die Islamwissenschaftlerin Dantschke,
die Zaidan in Deutschland scharf kritisiert hat. „Da haben wir versucht,
der Öffentlichkeit zu zeigen, wer Zaidan wirklich ist, bis er nach
Österreich geht. Und dann kommt er wieder und wird uns als seriöser
Mensch präsentiert.“
Einbindung statt Ausgrenzung lautet hierzulande eben die Formel. Wird im
deutschen Fernsehen ausgiebig und mitunter sogar abendlich über
Integration debattiert, brauchen derlei Diskussionen hierzulande
offenbar Anlässe wie den Karikaturenstreit oder islamophobe
FPÖ-Kampagnen. Die muslimische Lehrerin Iyman Alzayed löste in
Deutschland eine monatelange Diskussion aus, weil sie mit ihrem Kopftuch
unterrichten und dieses Recht vor Gericht einklagen wollte. Nachdem sie
ihre Klage zurückgezogen hatte, ging auch sie nach Wien und unterrichtet
heute an der IRPA. Für Rüdiger Lohlker, Islamwissenschaftler an der Uni
Wien, ist der österreichische Umgang mit der muslimischen Gemeinde ein
„Erfolgsmodell“. Neben dem regen Engagement der Muslime betont Lohlker
den „Mut der Politik. Man lässt sich auf das Risiko ein, mit den
verschiedensten Vereinen und Personen in Kontakt zu treten.“ In
Deutschland herrsche für Muslime hingegen ein ständiger Druck, sich in
der Öffentlichkeit rechtfertigen und etablieren zu müssen, sagt Lohlker,
„während man sich in Österreich frei bewegen kann“.
Islamwissenschaftlerin Dantschke kritisiert Österreich genau dafür.
„Bisweilen werden Islamisten als Vertreter der Muslime vorgeführt und
salonfähig gemacht. Damit tut man den Tausenden Muslimen, die sich nicht
für Islamismus interessieren, nichts Gutes.“ Das Wort Islamismus weckt
spätestens seit dem 11. September 2001 ungute Assoziationen, hat aber
per definitionem nichts mit Terrorismus zu tun. Es ist die politische
Komponente, die den Islam vom Islamismus unterscheidet. Islamisten
streben – ob gewalttätig oder friedlich – einen islamischen Staat an.
Und nicht nur der Journalist Ulfkotte bezeichnet Amir Zaidan als
„islamistisch“. Die Islamwissenschaftlerin Ursula Spuler-Stegemann
nannte ihn auf einem Symposium des Verfassungsschutzes Thüringen einen
„syrischen Muslimbruder“ – ein Vorwurf, der noch schwerer wiegt. Die
Muslimbruderschaft gilt als weltweit einflussreichste islamistische
Bewegung. Zaidan wird bei diesem Vorwurf emotional: „Das stimmt
überhaupt nicht. Eine Lüge!“
Auch seine veröffentlichten Werke erregen seit Jahren harsche Kritik.
Kommt man auf eines seiner Bücher zu sprechen, holt er wie zum
Gegenbeweis gleich ein paar Exemplare aus dem Regal. In „Al-’Aqida“
definiert er jede Religion, „die man nicht unter der Definition ,Islam
in Bezug auf Allah‘ und ,Islam im islamischen Kontext’ einordnen kann“,
als „Kufr“. Das nannte die deutsche Verfassungsschutzexpertin Rita
Breuer im Oktober 2005 „bedenklich“. Denn: „Kufr bedeutet ewige
Verdammnis im Jenseits, kann aber auch das Lebensrecht der betreffenden
Personen im Diesseits infrage stellen.“ Auch die deutsche
Islamwissenschaftlerin Ursula Spuler-Stegemann hält solche Passagen für
„eindeutig antijüdisch und antichristlich“. Zaidan sagt, Worte wie Kufr
seien eben Begriffe des Korans und müssten nicht zwangsläufig negativ
besetzt sein. „Manche Leute interpretieren meine Schriften absichtlich
so, wie sie wollen.“ Er könne nur darüber staunen, dass ihn „diese
Menschen einfach nicht verstehen wollen.“ Es bleibt eine Glaubensfrage.
Was kann man Amir Zaidan glauben? Und was den Verfassungsschutzberichten
Deutschlands? Wer sich nicht eingehend mit dem Koran beschäftigt hat,
kann dieser Diskussion nur staunend folgen und sich für eine der beiden
Seiten entscheiden. In Deutschland werden diese Fragen immerhin
öffentlich gestellt und diskutiert, was die einen „Debatte“ und die
anderen „Druck und Bevormundung“ nennen. In Österreich redet man weniger
über und mehr mit den Muslimen und jenen, die anderswo für Islamisten
gehalten werden. Das ist für die einen dann ein „Dialog“ und für die
anderen „gefährlich“.
Der Frankfurter Kulturanthropologe Werner Schiffauer warnt vor einer
anderen Gefahr: „Wenn wir alles, was von unserer Vorstellung von
moderaten, europäischen Muslimen abweicht, kritisch beäugen, tun wir uns
selbst und den Muslimen nichts Gutes.“ Man gebe Muslimen dadurch das
Gefühl, für Strenggläubige gäbe es in unserer Gesellschaft keinen Platz,
meint Schiffauer. „Und das können wir uns nicht leisten.“ Orthodoxe
Muslime sehen – nicht anders als strenggläubige Christen oder Juden –
die Inhalte ihrer Offenbarungsschriften als die höchste Wahrheit an.
Manche der Inhalte scheinen mit dem heutigen System kaum vereinbar. Doch
sind die Orthodoxen deshalb gefährlich? Wo hört die kritische
Beobachtung auf, und wo beginnen Alarmismus und antiislamisches Denken?
Es gibt auf diese Fragen keine eindeutigen Antworten, bloß
unterschiedliche Meinungen.
Amir Zaidan ist der Meinung, für die Muslime in Europa brauche es auch
einen europäischen Islam. Sein Buch „Al-’Aqida“ ist zu einem
Standardwerk geworden, seine Koranübersetzung „At-tafsir“ zeichnet sich
durch einen besonderen Zugang zum Ursprungstext aus. Er übersetzt
verschiedene Begriffe nicht ins Deutsche, lieber erläutert er sie
ausführlich.
Ein Beispiel für die von ihm gepredigte Erneuerung: Es gibt im Koran
eine Aya (einzelner Abschnitt einer Sure), die das Verhalten eines
Mannes regelt, dessen Frau widerspenstig ist, Abneigung zeigt oder sich
auflehnt. „Ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie!“, heißt
es in einer gängigen Koranübersetzung. In Zaidans „At-tafsir“ liest sie
sich so: Man solle die Frauen „(zunächst) ermahnen, dann in den
Ehebetten meiden und (erst danach) einen (leichten) Klaps geben“. Zur
Erläuterung schreibt Zaidan in einer Fußnote: „Die letzte Stufe (vor der
Scheidung) sollte nur dann eingeleitet werden, wenn es unbedingt
notwendig ist und wenn Erfolgsaussicht (zur Rettung der Ehe) besteht und
wenn die sich zu Unrecht auflehnende Ehefrau von den bis dahin erfolgten
Schritten unbeeindruckt blieb.“ Wenn man ihn auf diese Stelle anspricht,
legt er eine „ausführliche Begründung“ von neun Seiten Länge vor, in der
er jedes einzelne Wort analysiert. „Für das Verständnis ist es
entscheidend“, so Zaidan, „den Hintergrund und den Kontext jeder Stelle
im Koran zu berücksichtigen.“
Der heilige Text ist für ihn die absolute Wahrheit. So steht Zaidan auch
heute noch zu einer schon früher geäußerten Ansicht, dass es „kein
islamischer Lebensstil“ sei, wenn eine Ehefrau arbeiten geht, während
ihr Mann zu Hause bleibt. „Die Eignung, außerhalb des Hauses zu
arbeiten, ist für den Mann mehr gegeben als für die Frau.“ Auch die
umstrittene Kamel-Fatwa würde er heute unter denselben Umständen
übrigens wieder unterschreiben.
Falter 18/2006 <http://www.falter.at/web/print/liste.php?issue_id=68>
vom 3.5.2006
Autor Stefan Apfl
<http://www.falter.at/web/print/liste.php?author_id=50>, Wolfgang Luef
<http://www.falter.at/web/print/liste.php?author_id=51>
--
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Entwicklungszusammenarbeit
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IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301
BIC: EVKRATW1
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ZUR INFORMATION
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14 Kontrolle gemeinsamer EU-Charterabschiebungen gefordert
Von: Günter Ecker, Verein Menschenrechte Österreich <ecker at verein-menschenrechte.at>
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EU/Inneres/Fremdenwesen/Abschiebungen
Kontrolle gemeinsamer EU-Charterabschiebungen gefordert
Utl.: BM Prokop soll während EU-Vorsitz Begleitung durch Menschenrechtsbeobachter durchsetzen
Die EU-Innenminister haben letzte Woche unter der österreichischen EU-Ratsvorsitzenden BM Liese Prokop beschlossen, gemeinsame Charterabschiebungen von illegal aufhältigen Fremden in ihre Herkunftsländer durchzuführen. Obwohl der Europarat seine Mitgliedsstaaten am 4. Mai 2005 mit „20 Richtlinien für Abschiebungen“ dazu aufgefordert hat, bei Abschiebungen ein effektives Monitoring-System einzuführen, haben die EU-Innenminister dazu in Luxemburg nichts verlautbart.
Österreich nimmt in der menschenrechtlichen Beobachtung von Charterabschiebungen eine Vorreiterrolle in der EU ein. Seit Oktober 2001 werden die Charterabschiebungen des österreichischen Innenministeriums von Günter Ecker als unabhängigen Menschenrechtsbeobachter begleitet – zuletzt am 29. April 2006. Dies geht auf eine Empfehlung des Menschenrechtsbeirats zurück, der dem Innenministerium 1999 in Aufarbeitung des Todes von Marcus Omofuma empfohlen hat "Vorwürfen mangelnder Kontrolle bei Charterflügen dadurch zu begegnen, dass ein in Bezug auf alle Beteiligten (einschließlich des Luftfahrtunternehmens) unabhängiger Menschenrechtsbeobachter am Flug teilnimmt".
Die erste gemeinsame EU-Charterabschiebung soll noch während der EU-Präsidentschaft Österreich unter der führenden Rolle des österreichischen Innenministeriums durchgeführt werden. Der „Verein Menschenrechte Österreich“ fordert Frau Bundesministerin Prokop auf, die positiven Erfahrungen mit diesem Monitoring von Charterabschiebungen im Rahmen des EU-Vorsitzes einzubringen und darauf hinzuwirken, dass gemeinsame EU-Charterabschiebungen durch einen Unabhängigen Menschenrechtsbeobachter begleitet werden.
Geschäftsführer Günter Ecker: „Gerade die Misshandlungsvorwürfe im Fall Bakary J. zeigen, wie wichtig präventive Maßnahmen zur Wahrung der Menschenrechte und zur Sicherstellung eines transparenten und menschenrechtliche einwandfreien Abschiebevorganges sind. Ganz besonders gilt dies bei Charterabschiebungen, da es sich hier regelmäßig um die schwierigsten Abschiebefälle handelt.“
Pressefoto Ecker
http://www.mediendienst.com/personen/76TQ1641.html
Rückfragehinweis:
Günter Ecker
Verein Menschenrechte Österreich
Mitglied des Menschenrechtsbeirats beim BM für Inneres
Alser Straße 20, A-1090 Wien
Tel. +43 (664) 300 32 24
Fax +43 (1) 4090 480-2
eMail: ecker at verein-menschenrechte.at
http://www.verein-menschenrechte.at
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* Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" *
* Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf *
* Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie.
Aber kurz und prägnant.*
Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine
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ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä
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