MUND: Freitag, 24. März 2006

MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst analle at no-racism.net
Fre Mar 24 08:55:42 CET 2006


MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
              www.no-racism.net/mund

Freitag, 24. März 2006

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A) INHALT
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01 Initiative Thara-Haus: Premiere
From: lydia.anstiss at thara.at
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AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN
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02 Argumentationstraining gegen Stammtischargumente
From: news at initiative.minderheiten.at
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03 Ausstellungseröffnung
From: news at initiative.minderheiten.at
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04 SERÇAVAN - Kurdische Filmtage
From: wadi.wien at gmx.at
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05 Depot-Programm
From: depot-news at mailman.sil.at
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06 Buchpräsentation: Feindaufklärung
From: cafe.critique at gmx.net
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07 Interkulturpreis
From: ig.kultur at aon.at
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08 Polylog: Zeitschriftenpräsentation
From: vicki.frysak at gmx.at
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09 Buchpräsentation: Mitten in Europa
From: promedia at mediashop.at
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10 Kulturrisse 0106
From: office at igkultur.at
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MELDUNGEN UND KOMMENTARE
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11 Kirkuk, quo vadis?
From: wadi.wien at gmx.at
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12 Halabja: Kein Zutritt für Parteifürsten
From: wadi.wien at gmx.at
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13 Gipfelsoli Genua
 From: gipfelsoli-l at lists.nadir.org
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14 Arktis
From: hans.bogenreiter at gfbv.at
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15 Abschiebung nach Georgien
From: hans.bogenreiter at gfbv.at
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16 Pax Christi D zum Militäreinsatz im Kongo
From: verin.stadtteilz.simmering at chello.at
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B) TEXTE
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01 Initiative Thara-Haus: Premiere
From: lydia.anstiss at thara.at
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NEWSLETTER  der Initiative THARA Haus   - EQUAL EP nEwC_baselines


Initiative THARA Haus
EQUAL EP nEwC_baselines

Reinprechtsdorferstaße 31 - im Hof
A-1050 Wien
www.thara.at


Theaterpremiere am 6. April
Die Premiere des im Rahmen der Initiative THARA Haus erarbeiteten
Theaterstücks steht unmittelbar bevor. Diese Produktion wurde vom Verein
Romano Drom mit Roma-Jugendlichen als Teil der Berufsorientierung durch
Roma-Kulturarbeit produziert und wird zweisprachig, Deutsch und Romanes,
aufgeführt.



„Zeit der Zigeuner“
am 6.April 2006

(2. Vorstellung am 7.4.06)

im Theater Brett, Münzwardeing. 2, 1060 Wien

Beginn 20 h (Dauer ca. 45 Min)



Kartenbestellungen: Bitte bis 31. März reservieren, die Karten sind
kostenlos.

Kartenreservierungen per E-mail bitte an: melanie.widder at romanodrom.at

oder anrufen: 0676 83 402 451 (Mo. Bis Fr.  v. 9 –18 Uhr)



PartnerInnen Update

Seit März ist es offiziell: Die Initiative THARA Haus konnte zwei neue
Partner gewinnen, die beide sehr viel Know-how und Expertise einbringen.
Beide Partner, die Online Schulungs- und Beratungsges. mbH und das
polycollege Stöbergasse bieten im Rahmen der Initiative THARA Haus
verschiedene Qualifizierungsmaßnahmen an.



Das polycollege Stöbergasse hat eigens für die Zielgruppe der Initiative
THARA Haus einen Externistenlehrgang für den Hauptschulabschluss für Roma
und Sinti ins Leben gerufen. Parallel dazu bietet der bekannte
Medienspezialist eine Medienausbildung an. Diese umfasst EDV-Grundlagen (aus
dem Office Paket), Radio- und Online-Journalismus und schließlich Podcasting
mit der Produktion eigener Radio-Sendungen.

Nähere Informationen dazu gibt es auf unserer Homepage unter Thara - AKTUELL
. Interessenten können sich aber auch telefonisch bei Muadin Memis

06991 198 18 66 melden oder ihm eine E-Mail schicken: muadin.memis at thara.at

Beide Kurse beginnen Anfang Mai.



Wir bitten alle Freunde der Initiative THARA Haus diese Information an junge
Roma und Sinti weiterzuleiten, da noch Plätze frei sind.



Die Online Schulungs- und Beratungsges.mbH wird für die im THARA Haus
stattfindende Lernhilfe und Nachhilfe für AHS und HAK SchülerInnen sowie
Computerworkshops verantwortlich sein. Zusätzliche
ECDL-Vorbereitungsseminare, und das Seminar ‚Business Behaviour’ werden bei
der Online selbst, im 8. Bezirk, stattfinden.



MitarbeiterIn gesucht!
Die Online Schulungs- und Beratungsges.mbH sucht für den Bereich Lernhilfe,
Nachhilfe und Computerkurse im THARA Haus eine LeiterIn im Ausmaß von 20
Wochenstunden / Arbeitsbeginn: ab 3.April 2006. Nähere Informationen und die
vollständige Jobbeschreibung finden Sie unter: Stellenangebot online



Abschied von kanonmedia
Gleichzeitig mit dem Eintreten der neuen PartnerInnen beendete der Verein
kanonmedia seine operativen Tätigkeiten innerhalb der Initiative THARA Haus.
An dieser Stelle ein Dankeschön an die Initiatorin des Projekts
nEwC_baselines, Alexandra Reill, für ihren beachtlichen Einsatz. Die
Initiative THARA Haus hofft weiterhin auf ihre freundliche Unterstützung.



TCA in Wien und Budapest
Am 26. + 27. Februar kamen die internationalen Partner der EQUAL EP
nEwC_baselines (Initiative THARA Haus) nach Wien, um sich vor Ort ein Bild
von den Aktivitäten und Plänen des Wiener Projekts zu machen. Bei dieser
Gelegenheit sahen die Gäste aus Finnland, der Slowakei und Ungarn zum ersten
Mal das neue THARA Haus.

Nach den Präsentationen führte die Hip Hop Truppe (als Teil des Projektes
von Back Bone gehostet) geradezu akrobatisch anmutende Kunststücke vor, die
bei den Gästen großen Anklang fanden. Nachmittags hatten alle Partner noch
die Gelegenheit offene Fragen mit THARA MitarbeiterInnen zu besprechen, oder
sich mit den eingeladenen Vertretern der Roma Gemeinden und Vereinen aus
Wien auszutauschen. Am Dienstag zogen die TCA-Beauftragten gemeinsam nach
Budapest, um sich über die Arbeit des Projekts Ec-Pec in Ungarn zu
informieren.























Die Initiative THARA Haus - EQUAL EP nEwC_baselines - wird aus Mitteln des
Europäischen Sozialfonds und aus Mitteln des Österreichischen
Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit gefördert.











Ihre Wünsche, Anregungen und Kommentare sind uns willkommen:
lydia.anstiss at thara.at



Impressum:

Volkshilfe Österreich EQUAL gem. GmbH

Geschäftsführung: Erich Fenninger / Auerspergstraße 4,  1010 Wien



Redaktion und Absender:

Initiative THARA Haus

EQUAL EP nEwC_baselines

Lydia Anstiss  /  Öffentlichkeitsarbeit/Presse

Volkshilfe Österreich Equal gem. GmbH

Reinprechtsdorferstraße 31 – im Hof - / 1050 Wien

Tel.: +43-(0) 676-83 402 233  //  E-Mail: lydia.anstiss at thara.at

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AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN
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02 Argumentationstraining gegen Stammtischargumente
From: news at initiative.minderheiten.at
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Die Oesterreichische Gesellschaft für politische Bildung lädt in Kooperation
mit ZARA und der Initiative Minderheiten ein:

Argumentationstraining gegen Stammtischparolen
2-tägige TrainerInnenausbildung


Mittwoch, 26. April 2006: 9.00 – 17.00
Donnerstag, 27.April 2006: 9.00 – 17.00

ÖGB Seminarzentrum Strudlhof
Strudlhofgasse 10, 1090 Wien
Tel. 01/3192522-300


Programm:

1. Tag
Über die Trainingsmethode in Österreich
Zum Gebrauch der Materialien
Definitionen und Begriffe
Sammlung und Sichtung der Parolen
1. Rollenspiel (Am Stammtisch)
Interpretation und Analyse (emotional, rhetorisch-gesprächstaktisch,
inhaltlich)
Erarbeitung von Strategien
Inhaltliche Vertiefung der Thematik
Psychologische Hintergründe
Vorurteile in der politischen Argumentation
2. Rollenspiel (Am Stammtisch)
Moderationshinweise
Zusammenfassung der Ergebnisse der Rollenspiele

2. Tag
Über die Ursachen von Aggressionen
Der autoritäre Charakter, Autoritarismus
Rechtsextremismus, Xenophobie
3. Rollenspiel
Analyse und Interpretation (emotional, rhetorisch-gesprächstaktisch,
inhaltlich)
Erarbeitung weiterer Strategien
Theorie der kognitiven Dissonanz
Üben subversiver Argumentation
Erarbeitung einer Agenda für Trainings
Hinweise zur Organisation von Argumentationstrainings
Feedback

Projektförderung ÖGPB:
Da die ÖGPB eine Einrichtung zur Förderung von Projekten der politischen
Bildung für Erwachsene ist, werden im Rahmen der jährlichen
Projektfördermittelvergabe auch Argumentationstrainings gegen
Stammtischparolen unterstützt. TrainerInnen, die selbst Trainings in
Kooperation mit einer Bildungseinrichtung veranstalten möchten, können ihre
Projekte bis 19. Mai 2006 einreichen. Nähere Informationen und Tipps zur
Einreichung erhalten Sie von den MitarbeiterInnen der ÖGPB.

TrainerInnenpool:
Auf der Website www.politischebildung.at der ÖGPB findet sich eine
ModeratorInnenliste. ErwachsenenbildnerInnen, die eine Ausbildung absolviert
haben, werden auf Wunsch in diese Liste aufgenommen und bei Anfragen auch
weiter vermittelt.

Zielgruppe:
Die TrainerInnenausbildung richtet sich an ErwachsenenbildnerInnen,
LehrerInnen, MitarbeiterInnen in der Jugend-, Sozial und Bildungsarbeit und
NGOs sowie an alle, die an der Thematik interessiert sind und selbst
Trainings dieser Art durchführen möchten.

Moderation:
Dr. Hakan Gürses, Philosoph, Österreichische Gesellschaft für Politische
Bildung, Chefredakteur der „STIMME von und für Minderheiten“,
Lehrbeauftragter an der Uni Wien.

Dr. Marion Wisinger, Historikerin, Österreichische Gesellschaft für
Politische Bildung, arbeitet in der Erwachsenenbildung im Bereich der
Entwicklung von Lernmodellen und innovativen Programmen. Trainerin für
interkulturelle Kommunikation von Erwachsenen und Jugendlichen.










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Newsletter der Initiative Minderheiten
Gumpendorfer Straße 15/13
A-1060 Wien
Tel. 586 12 49-18
Fax 586 82 17
http://www.initiative.minderheiten.at
http://www.gastarbajteri.at

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03 Ausstellungseröffnung
From: news at initiative.minderheiten.at
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Die Initiative Minderheiten leitet folgende Einladungen weiter:


Einladung zur Ausstellungseröffnung
am Samstag, 1. April 2006, 15.00 Uhr


Nix für Ungut
Admont 1938-1945. Lebensspuren heute
Portraits. Erinnerungen. Plätze.



Eine Fotoausstellung von Felicitas Kruse

Ausstellungsdauer: 2. 4.-21.5.2006
Ort: Museum für Gegenwartskunst, 2. Stock, Stift Admont, 8911 Admont 1,
www.stiftadmont.at

Nix für Ungut ist eine Spurensuche zu den Geschehnissen in der Zeit von
1938-1945 in Admont, einem exemplarischen Ort in Österreich.


Nix für Ungut sind Portraits von Opfern, Tätern und Mitläufern des
Nationalsozialismus, und sind Gespräche über ihre Erinnerungen und
Erfahrungen. Es ist das Schweigen und Reden einer Generation.
Nationalsozialismus und Holocaust sind in Österreich, so wie in Deutschland
Familiengeschichte. Die Gesichter der Portraitierten widerspiegeln die
Normalität einer Zeit, die jenseits jeder Normalität war. Nix für Ungut sind
aber auch Aufnahmen von Plätzen und Orten in Admont, deren Bedeutung während
des Nationalsozialismus heute verdrängt, verschüttet oder einfach vergessen
sind.



Nix für Ungut fördert bewusst keine Sensationsgeschichten zutage. Es ist
eine Ausstellung die jenseits der Täter-Opfer-Diskussion steht. Das ist eine
andere, möglicherweise fruchtbarere, keineswegs aber mildere Sicht auf die
Zeit des Nationalsozialismus. Nix für Ungut ist eine Suche nach der
Geschichte eines Orte und seiner BewohnerInnen, die Suche nach dem
Alltäglichen und nicht nach dem Besondern. Es ist das Alltägliche, das uns
prägt.

Begrüßung: Michael Braunsteiner
Eröffnung: Abt Bruno Hubl
Zur Ausstellung: Barbara Eisner-Braunsteiner



www.felicitas-kruse.at / fk at felicitas-kruse.at


Felicitas Kruse, Fotografin
Mattersburgerstraße 80
7202 Bad Sauerbrunn
0650/5407788
www.felicitas-kruse.at







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Newsletter der Initiative Minderheiten
Gumpendorfer Straße 15/13
A-1060 Wien
Tel. 586 12 49-18
Fax 586 82 17
http://www.initiative.minderheiten.at
http://www.gastarbajteri.at

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04 SERÇAVAN - Kurdische Filmtage
From: wadi.wien at gmx.at
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EMPFEHLUNG!


SERÇAVAN - Kurdische Filmtage

Filmbeschreibungen, Termine, Infos unter: http://www.votivkino.at/sercavan/

20. bis 27. April 2006
Kino: DE FRANCE
Schottenring 5
1010 Wien
Tel.: 317 52 36


Do., 20.4.   20.00 Uhr   KILOMETRE ZERO (VOTIV KINO)
Fr., 21.4.  19.00 Uhr  UND DIE NARZISSEN BLÜHEN . . .
Fr., 21.4.  21.00 Uhr  REQUIEM OF SNOW
Sa., 22.4.  17.00 Uhr  UND DIE NARZISSEN BLÜHEN . . . *
Sa., 22.4.  19.00 Uhr  KOPF ODER ZAHL
Sa., 22.4.  21.00 Uhr  SCHILDKRÖTEN KÖNNEN FLIEGEN
So., 23.4.  17.00 Uhr  SCHILDKRÖTEN KÖNNEN FLIEGEN *
So., 23.4.  19.00 Uhr  WAITING FOR THE CLOUDS
So., 23.4.  21.00 Uhr  KILOMETRE ZERO *
Mo., 24.4.  19.00 Uhr  REQUIEM OF SNOW *
Mo., 24.4.  21.00 Uhr  KOPF ODER ZAHL *
Di., 25.4.  19.00 Uhr  REQUIEM OF SNOW *
Di., 25.4.  21.00 Uhr  WAITING FOR THE CLOUDS *
Mi., 26.4.  19.00 Uhr  DIE UNERWÜNSCHTEN | WIR SIND ALLE NOMADEN
Mi., 26.4.  21.00 Uhr  THE WOMAN OF MOUNT ARARAT
Do., 27.4.  17.45 Uhr  VENDETTA SONG  | A WINDOW FACING THE SUN  | ESCAPE
Do., 27.4.  19.15 Uhr  13 KUGELN | SATELLITE | BROKEN SOLDIER
Do., 27.4.  21.00 Uhr  OMA | MIRROR AND WATER  | TAMBOURIN
* Wiederholung
--
WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische
Entwicklungszusammenarbeit
e-mail: wadi.wien at gmx.at
website: www.wadinet.at
Tel.: 0699-11365509

Postfach 105
A-1181 Wien

Spendenkonto in Österreich:
Kontonummer 07.405.301
Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800

IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301
BIC: EVKRATW1


Website mit weiteren Informationen zu Projekten von
Wadi und Veranstaltungshinweisen:
www.wadinet.at

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05 Depot-Programm
From: depot-news at mailman.sil.at
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Dienstag, 28. März, 19.00
Die Rolle der Kunstkritik
Wer macht die Kunst?

Die Aufgabe der Kunstkritik ist es, Kunst und das Ausstellungswesen zu
analysieren, zu bewerten und die Öffentlichkeit darüber zu informieren. Sie
hat
verstärkende Wirkung auf bestehende Tendenzen in der Kunst und übernimmt
damit
einen substantiellen Part im Kunstsystem. Und doch scheint der Einfluss
heute
geringer zu sein. Was kann die Kunstkritik noch leisten?

Sabeth Buchmann, Kunsttheoretikerin
Matthias Dusini, Kunstkritiker
Rainer Metzger, Kunstkritiker
Moderation: Horst Christoph, Journalist



Donnerstag, 30. März, 19.00
Politik der kulturellen Übersetzung
Podiumsdiskussion

Wie kann es sein, dass jedes Individuum hybrid ist und sich trotzdem vom
anderen
in seiner Identität unterscheidet? Der Begriff der "kulturellen Übersetzung"
stellt uns diese Frage und verspricht sie auch zu beantworten. Vermag er
das?
Angesichts der glänzenden Karriere, die dieser ursprünglich bescheidene
Begriff
der linguistischen Praxis in den letzten Jahren in der internationalen
Theorie-Szene gemacht hat, kann man ihm das zutrauen. Doch kann er sich auch
in
der politischen Realität behaupten?

Encarnación Gutiérrez Rodríguez, Kulturwissenschafterin, Manchester
Dieter Lesage, Philosoph, Brüssel
Rastko Mo&#269;nik, Philosoph, Ljubljana
Moderation: Boris Buden, Philosoph, Berlin

In Kooperation mit eipcp im Rahmen des Projekts translate. Beyond Culture:
The
Politics of Translation.
http://translate.eipcp.net/



Freitag, 31.März, 19.30
Feministische Kapitalismuskritik
Vortrag und Diskussion

Kritik am Kapitalismus wird vielfach auf die Kritik an ökonomischen
Verhältnissen reduziert. Daraus folgte lange Zeit die linke Strategie,
"Wirtschaft" ins Zentrum politischen Handelns zu stellen. Andere
Themenfelder,
wie die Frauenemanzipation, wurden als zweitrangig abgewertet. Frigga Haug
stellt die Emanzipation von Frauen ins Zentrum ihrer Herrschaftskritik:
"Geschlechterverhältnisse als Produktionsverhältnisse zu behaupten,
unterstellt, dass alle Praxen in der Gesellschaft durch
Geschlechterverhältnisse bestimmt sind, einen Geschlechtersubtext haben,
auch
in dieser Weise herrschaftlich kodiert sind."

Frigga Haug, InkriT Institut für kritische Theorie, Berlin
Moderation: Marietta Schneider, AUF eine Frauenzeitschrift


Depot
Breitegasse 3
A-1070 Wien
Tel: +43 1 522 76 13
www.depot.or.at

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06 Buchpräsentation: Feindaufklärung
From: cafe.critique at gmx.net
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Montag, 27. März 2006
Wien, 19:30
Buchpräsentation
Feindaufklärung und Reeducation – Kritische Theorie gegen Postnazismus und
Islamismus

depot, Breitegasse 3, 1070 Wien

Theodor W. Adorno und Max Horkheimer flohen vor dem Nationalsozialismus in
die Vereinigten Staaten. Die USA wurden zu einem Bezugspunkt bei ihrer
Kritik der postnazistischen deutschen und österreichischen Gesellschaft. Das
trägt ihnen bei Nazis bis heute den Ruf ein, „Säulenheilige der
Umerziehungsrepublik“ zu sein. So sehr die Kritische Theorie von Adorno und
Horkheimer, an Marx geschult, die bürgerlich-kapitalistische Gesellschaft in
ihrer Gesamtheit angriff, so klar war ihr doch der Unterschied zwischen dem
US-amerikanischen Liberalismus und der deutschen Volksgemeinschaft – ein
Unterschied, der sie zu einer Parteilichkeit anhielt, die bis heute aktuell
ist. Vor diesem Hintergrund diskutieren der Herausgeber Stephan Grigat sowie
die Autoren Florian Markl und Gerhard Scheit über Islamismus, die USA und
die Position der Kritik in der postnazistischen Gesellschaft.

Stephan Grigat (Hg.): Feindaufklärung und Reeducation. Kritische Theorie
gegen Postnazismus und Islamismus
316 Seiten, 14,- Euro, ISBN: 3-924 627-93-2, Ça ira-Verlag, Freiburg 2006

________________

Impressum:
Café Critique
Verein für Gesellschafts- und Kulturkritik
Wickenburggasse 16/5
A-1080 Wien
Email: cafe.critique at gmx.net
Web: http://www.cafecritique.priv.at

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07 Interkulturpreis
From: ig.kultur at aon.at
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From: Bernhard Seyringer <ik_kultur at aon.at>
Subject: INTER.KULTUR.PREIS 2006


Sehr geehrte Damen und Herren,
wir würden uns sehr freuen, wenn sie die
Ausschreibung des INTER. KULTUR. PREIS 2006
in ihrem Umfeld bekanntmachen würden. Freuen
würden wir uns auch über einen link zum Projekt
Inter.Kultur.Preis auf ihrer homepage.
<http://www.gfk-ooe.at/ikp06>

Freundliche Grüße
Bernhard Seyringer

_________________________
gesellschaft für kulturpolitik
landstr.36
a-4020 linz
<http://www.gfk-ooe.at>
<http://www.xing.at>

Der INTER KULTUR PREIS 2006 wird von der Gesellschaft für
Kulturpolitik OÖ, der SPÖ OÖ und der Volkshilfe Flüchtlingsbetreuung OÖ in
Kooperation mit der Stadt Steyr und der Stadt Wels für
das kulturelle, soziale und wissenschaftliche Engagement aus- und
inländischer Menschen verliehen.

Teilnahmeberechtigt sind Einzelpersonen, Vereine oder Gruppen, die in
Betrieben, an Schulen, Hochschulen oder Universitäten, in
Weiterbildungseinrichtungen, Gemeinden, ihrer Wohnumgebung oder an Orten
des Zusammenlebens ein "interkulturelles" Projekt im Laufe des Jahres
2005 oder 2006 realisiert haben bzw. realisieren werden und ihren
Arbeits- bzw. Lebensmittelpunkt in Österreich haben.

Zum INTER KULTUR PREIS 2006 können Projekte, Arbeiten und Konzeptionen
aus den Bereichen: Medien, Zivilgesellschaftlichen Engagement, Wissenschaft,
Kunst/Kultur...  eingereicht werden.

Die Gesamtdotierung beträgt ¤ 9.000,-

Einreichfrist: 26. Mai 2006 (Poststempel)

Juryvorsitz: Dr. Franz Vranitzky, Bundeskanzler a. D.

Information / Ausschreibungsunterlagen: <http://www.gfk-ooe.at/ikp06>

   <http://www.xing.at>

<http://www.gfk-ooe.at/ikp06>


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08 Polylog: Zeitschriftenpräsentation
From: vicki.frysak at gmx.at
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Präsentation: "Menschenrechte zwischen Wirtschaft, Recht und Ethik"
(polylog. Zeitschrift für interkulturelle Philosophie, Nr. 14, 2005)

Montag, 27. März 2006, 18h30
IWK (Institut für Wissenschaft und Kunst)
Berggasse 17, 1090 Wien

In den "freien Wirtschaftszonen" herrschen zumeist menschenunwürdige
Arbeits- und Lebensverhältnisse; die Grundrechte werden von zahlreichen
Staaten mit der Ausrede auf wirtschaftliche Entwicklung oder kulturelle
Werte verletzt; um die "Migrationsströme" zu dämmen oder die "nationale
Sicherheit" zu schützen, werden die Menschenrechte in den
Aufnahmeländern zunehmend über Bord geworfen; Kriege werden neuerdings
im Namen der Menschenrechte geführt. Wie kann das Menschenrechtssystem
auf diese neuen Entwicklungen reagieren, wie kann es  sich konzeptuell
weiter entwickeln? Das Heft enthält Beiträge der internationalen
Konferenz, die zu diesem Thema in Wien 2004 durchgeführt wurde. Es wird
präsentiert von Mag. Mathias Thaler, Univ. Prof. Dr. Franz M. Wimmer und
anderen Mitgliedern der Redaktion von "polylog" und der Wiener
Gesellschaft für interkulturelle Philosophie (WiGiP).


Mehr Infos unter:
www.wigip.org
und
www.polylog.net

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09 Buchpräsentation: Mitten in Europa
From: promedia at mediashop.at
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Einladung zu Buchpräsentation und Diskussion im Literaturhaus Wien
Das Thema:
Mitten in Europa
Politische Reiseberichte aus Bosnien-Herzegowina, Belarus, der Ukraine,
Transnistrien/Moldawien und Albanien

Es diskutieren:
Hannes Hofbauer (Autor des Buches)
Susan Zimmermann (Central European University, Budapest)

Wo?
Literaturhaus Wien, Zieglergasse 26a, 1070 Wien

Wann?
Mittwoch, den 5. April 2006 um 19 Uhr 30

Anschließend wird zu einer kleinen Erfrischung geladen.
Der Promedia Verlag freut sich auf Ihr Kommen
Sarah Wiener

Das Buch:
Hannes Hofbauer
MITTEN IN EUROPA
Politische Reiseberichte aus Bosnien-Herzegowina, Belarus, der Ukraine,
Transnistrien/Moldawien und Albanien
ISBN 3-85371-250-9, br., ausführlich bebildert, 224 Seiten, 15,90 Euro;
Edition „Brennpunkt Osteuropa


Europa ist größer und vielfältiger als die „Europäische Union“. Jenseits des
Brüsseler Blocks, in der geographischen Mitte des Kontinents, sind Menschen
und Regierungen dabei, ihr Leben und ihr Überleben zwischen der Sogkraft
EU-Europas und den Begehrlichkeiten Russlands einzurichten. Die politischen
Reaktionen auf neokoloniale Erweiterungspläne aus dem Westen, oligarchische
Zugriffe aus dem Osten und militärische Drohgebärden von beiden Seiten
fallen in Sarajewo, Minsk, Kiew, Tiraspol und Tirana recht unterschiedlich
aus. Gemeinsame Antworten auf im Kern ähnliche Herausforderungen fehlen. Und
genau darin liegt die Schwäche der Mitte Europas zu Beginn des 21.
Jahrhunderts. Die Regionen und Völker dieser Weltgegend zahlen, wie schon in
den Jahrhunderten zuvor, den Preis für die Integrationsversuche in den
Zentren.

Hannes Hofbauer hat in den Jahren nach der großen Runde der
EU-Osterweiterung jenes Zwischeneuropa bereist, um sich und den Lesenden ein
Bild vom fast vergessenen Rand der Europäischen Union machen zu können.
Geworden sind daraus Berichte in Form von fünf Essays, die einem
interessierten Publikum politische, wirtschaftliche und soziale Verhältnisse
nahe bringen sollen. Ein historische Grundlagen berücksichtigender,
weltsystemischer Blickwinkel erlaubt es dem Autor, hinter nationalen
Politiken und persönlichen Lebensentwürfen globale ökonomische und
politische Strukturen zu erkennen, die wiederum die sehr unterschiedlichen
Entwicklungen in den besuchten Ländern erklären helfen.

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10 Kulturrisse 0106
From: office at igkultur.at
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  ||| KULTURRISSE 0106 "True Stories? Dokumentarismus revisited"
  |||
  |||  IG Kultur Österreich
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  |||  Die aktuelle Kulturrisse zu Dokumentarfilm: Wahre Geschichten
oder wieder nur Fiktion?
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Der österreichische Dokumentarfilm ist so erfolgreich, aber auch
umstritten, wie noch nie: Die Oscar Nominierung von „Darwins
Nightmare“, sowie die Diskussionen um einen vom ORF abgesetzten Film
rund um den Kärtner Ortstafelstreit seien zur Erinnerung erwähnt. Die
neue Kulturrisse Ausgabe „True Stories? Dokumentarismus revisited

widmet sich kritisch den Themen von (vermeintlicher) Neutralität und
Unparteilichkeit, oder auch dem vagen Anspruch an eine wie immer
geartete „Objektivität“ in dokumentarischen Filmen. Aktuelle
Diskussionen wie um den Film „Artikel 7 – Unser Recht“ finden genauso
Platz wie Fragen zu „Authentizität“ und Dokumentarismus von
Performances.

Daniela Koweindl nimmt in ihrem Beitrag zum Schwerpunkt der
vorliegenden Ausgabe der Kulturrisse zum Anlass, um die Causa
„Artikel 7“ einer eingehenden Betrachtung zu unterziehen. Auch in
Dominik Kamalzadehs Abhandlung zum aktuellen „Hype“ um den
politischen Dokumentarfilm spielt besagte Causa eine Rolle, belegt
sie seines Erachtens doch das zunehmende Desinteresse des Fernsehens
an einer nachhaltigen Durchdringung politischer Komplexe.
Dass mit der dadurch forcierten Abwanderung (politischer)
Dokumentarfilme in Richtung Kino allerdings auch die Hoffnung auf
Entfaltung ihrer emanzipatorischen Potenziale verbunden sein kann,
macht Ascan Breuers Artikel deutlich – und zwar gerade weil der
Kinoraum als politischer Raum eine Verabschiedung von den Dogmen des
Fernsehens, allem voran vom Gebot der Objektivität, erlaubt. Kurt
Hofmanns Artikel fokussiert auf jene Filme, welche über die
behauptete „Wahrheit“ der von ihnen erzählten Geschichten eine
Annäherung an das Dokumentarische versuchen und darüber bei ihrem
Publikum auf einen „Blankoscheck in Sachen Authentizität

spekulieren. Michaela Pöschl wiederum beschäftigt sich in ihrem
Beitrag mit zwei Beispielen der filmischen Dokumentation von
Performances und legt darüber die Problematik offen, welche bei einer
unreflektierten Bezugnahme auf vermeintlich „Authentisches“ fast
schon zwangsläufig zu Tage tritt.


  |||
  |||  Bestellungen:
  |||  Kulturrisse 0106
  |||  "True Stories? Dokumentarismus revisited"
  |||  Einzelpreis: 6,00
  |||  Jahresabo: 22,00  StudentInnenabo: 17,00 (erscheint mind. 4x
im Jahr)
  ||| Diese Ausgabe ist auch im Kunsthaus Graz Shop erhältlich!

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   |||
   |||  IG Kultur Österreich
   |||  Gumpendorfer Straße 63b
   |||  A-1060 Wien
   |||
   |||  Tel: +43 (1) 503 71 20
   |||  Fax: +43 (1) 503 71 20 - 15
   |||
   |||  http://www.igkultur.at/
   |||  office at igkultur.at


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    ||| Erklärung gemäß § 107 TKG

Angesichts einer zunehmend erdrückenden Medienkonzentration leistet
der nicht-kommerzielle Versand von kulturpolitischen Informationen
einen wichtigen Beitrag zur Herstellung diskursiver Öffentlichkeiten.
Die neuen Bestimmungen des Telekommunikationsgesetzes (TKG § 107)
bedeuten eine diesbezügliche Einschränkung, denn seit 1. März 2006
dürfen e-Mail-Zusendungen ausschließlich mit dem Einverständnis der
EmpfängerInnen zugesendet werden.

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MELDUNGEN UND KOMMENTARE
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11 Kirkuk, quo vadis?
From: wadi.wien at gmx.at
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Quelle: Aktuelle Informationen (akin), 21.3.2006

Kirkuk, quo vadis?
Über den Sonderstatus einer Ölstadt im Nordirak

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Ali Zangana ist Parteichef der Kommunistischen Partei Kurdistans in Kirkuk
sowie Mitglied des Zentralkomitees und des Politbüros. Er berichtet über die
Ethnisierung der Politik im Irak und den Sonderstatus von Kirkuk, einer
Stadt, die nach den Vertreibungen unter Saddam Hussein nun zum
Musterbeispiel einer Stadt zwischen Ethnisierung und einem demokratischen
Neuanfang darstellt.

Mit Ali Zangana sprachen Mary Kreutzer und Thomas Schmidinger

    Die Kommunistische Partei war immer die einzige wirklich gesamtirakische
Partei des Landes, die sich nicht entlang ethnischer oder religiöser Gruppen
aufgespalten hat. Nun gibt es aber seit den Neunzigerjahren eine Irakische
und eine Kurdische KP, die bei den Wahlen im Dezember auch auf zwei
getrennten Listen kandidiert haben. Ist das nicht eine Kapitulation vor der
Ethnisierung des Landes?

Nein. Wir haben uns in den Neunzigerjahren bewusst nicht Kurdische
Kommunistische Partei, sondern Kommunistische Partei Kurdistans genannt.
Damit brachten wir zum Ausdruck, dass wir eine Partei für alle Bewohnerinnen
und Bewohner Kurdistans sein wollen und nicht nur für Kurden. In Kurdistan
leben auch Assyrer, Turkmenen und andere Minderheiten. Etliche Mitglieder
dieser Minderheiten sind Mitglieder unserer Partei. Die Abtrennung von der
damals klandestin im Untergrund arbeitenden Irakischen KP war nach der
Schaffung der kurdischen Autonomie 1991 einfach eine organisatorische
Notwendigkeit um hier in Irakisch-Kurdistan legal politisch arbeiten zu
können. Sie hatte nichts mit einer Ethnisierung der Partei zu tun. Wir haben
uns auch nie gespalten. Die Kommunistische Partei Kurdistans ist ja aus der
Kurdistan-Sektion der irakischen KP hervorgegangen und immer eine
Schwesterpartei der Irakischen Kommunistischen Partei geblieben. So sitzen
zum Beispiel immer Vertreter der Kommunistischen Partei Kurdistans im
Zentralkomitee der Irakischen KP. Zudem sprechen wir unsere politische
Generallinie immer noch miteinander ab.

    Der Grund für die Trennung wäre nun aber nach dem Sturz des
Ba´th-Regimes weggefallen. Vor allem gäbe es keinen Grund weiter getrennt zu
kandidieren.

Es gibt im Irak zurzeit leider die Realität, dass eine gewisse Ethnisierung
der Politik stattgefunden hat und Programmparteien wie die Kommunisten
weniger Chancen haben als Parteien, die auf eine gemeinsame ethnische oder
religiöse Identität zurückgreifen können. Schuld an dieser Entwicklung ist
nicht nur das Ba´th-Regime, sondern vor allem auch die derzeitige
Sicherheitssituation. Solange der Terror anhält, werden die Wählerinnen und
Wähler eher in der eigenen ethnischen und religiösen Gruppe Rückhalt suchen
als eine politische Plattform mit einem politischen Programm zu wählen. Für
uns Kommunistinnen und Kommunisten macht es keinen Sinn diese Realität zu
leugnen. Allein hätten wir keine Chance und wären vielleicht gerade noch im
Parlament vertreten. Wenn wir uns als KP Kurdistans an der Kurdistan-Liste
beteiligen und zugleich die Irakische KP im Rahmen einer breiteren säkularen
Liste unter Iyad Allawi kandidiert, wie dies bei den letzten Wahlen der Fall
war, sind in der gegenwärtigen Situation einfach mehr Sitze im irakischen
Parlament zu holen, als wenn wir aus ideologischer Sturheit allein
kandidieren würden.

    Gerade Kirkuk gilt ja als besonders sensible Region was diese
Ethnisierung betrifft. Die Frage des Status der Stadt und Provinz ist eine
der wichtigsten Streitfragen zwischen kurdischen und arabischen Parteien.
Welche Lösungsansätze hat die Kommunistische Partei hier zu bieten?

Die Kirkuk-Frage kann man nicht beantworten ohne zumindest einen kurzen
historischen Rückgriff zu machen. Kirkuk war immer eine multiethnische
Stadt, in der neben Kurden auch Turkmenen und Christen gelebt haben. Ein
Problem wurde dies erst als Saddam Hussein zur Sicherung der Ölvorräte der
Region die kurdische Bevölkerung massenhaft vertreiben ließ und an ihrer
Stelle arme meist ungebildete Araber aus dem Süden ansiedeln ließ. Die Stadt
wurde damit ihrer Seele beraubt, die gesamte intellektuelle Elite
vertrieben. Nun wollen die vertriebenen Kurden, die oft jahrelang in Zelten
und Flüchtlingslagern leben mussten, wieder in ihre Häuser zurück und finden
dort arabische Bewohner vor, die wiederum nicht aus den Häusern ausziehen
wollen. Dafür kann es nur eine humane Lösung geben, die die arabischen
Siedler entsprechend finanziell entschädigt, damit sie woanders eine neue
Existenz aufbauen können und den Kurden ihr Besitz rückerstattet wird.

    Sie plädieren also für eine Umsiedlung der arabischen Siedler? Können
sie nicht in Kirkuk bleiben, wenn sie wollen?

Nein, verstehen sie mich nicht falsch, wir wollen niemanden aus Kirkuk
vertreiben. Das Ba´th-Regime hatte die Kurden vertrieben. Wir wollen dieses
Verbrechen nicht durch ein anderes Verbrechen wieder rückgängig machen. Wir
plädieren für eine freiwillige Rücksiedlung mit entsprechend hoher
finanzieller Entschädigung. Wenn wer unbedingt in Kirkuk bleiben will, kann
er sich selbstverständlich auch hier niederlassen. Wir werden niemanden
vertreiben. Zugleich muss man aber die rechtmäßigen Ansprüche der kurdischen
Bevölkerung auf ihre Häuser anerkennen und sie in ihre Wohnsitze
zurückkehren lassen.

    Aber welchen politischen Status soll die Stadt haben? Soll Kirkuk Teil
des kurdischen Autonomiegebietes werden, einen Sonderstatus bekommen oder
außerhalb Kurdistans bleiben?

Wir plädieren dafür Kirkuk in das Autonomiegebiet zu integrieren, der Stadt
aber zugleich eine Selbstverwaltung innerhalb Kurdistans zuzugestehen, damit
sich die anderen Minderheiten in der Stadt entsprechend politisch einbringen
können und sich nicht von den Kurden überfahren fühlen.

    Also eine Autonomie innerhalb der Autonomie?

Ja, das mag etwas kompliziert klingen, ist aber die einzige Möglichkeit
sicherzustellen, dass Kurden, Turkmenen, Chaldo-Assyrer und Araber gemeinsam
die Stadt verwalten können.

    Kirkuk ist ja nicht zuletzt aufgrund des dortigen Erdöls so umstritten.
Wer soll über die Einnahmen der Erdölförderung entscheiden?

Wir sind auf jeden Fall dafür, dass die irakische Ölindustrie verstaatlicht
bleibt. Im Falle Kirkuks müssen aber zumindest Teile der Einnahmen für
längere Zeit in die Region fließen um den Wiederaufbau der Stadt und der
umliegenden Siedlungen wieder zu ermöglichen. Kirkuk ist heute in einem
katastrophalen Zustand. Selbst die wichtigste Grundversorgung mit
Fließwasser und Strom funktioniert nur selten. Es fehlt an Schulen, Straßen
und jeglicher anderer Infrastruktur. Dafür muss auch Geld aus den
Erdöleinnahmen der Region zur Verfügung gestellt werden.

    Wir danken für das Gespräch und wünschen ihnen alles Gute für die
Zukunft.


--
WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische
Entwicklungszusammenarbeit
e-mail: wadi.wien at gmx.at
website: www.wadinet.at
Tel.: 0699-11365509

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12 Halabja: Kein Zutritt für Parteifürsten
From: wadi.wien at gmx.at
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Quelle: http://jungle-world.com/seiten/2006/12/7421.php

Kein Zutritt für Parteifürsten

Im Nordirak stürmten Demonstranten das Halabja Memorial Museum und
protestierten gegen die Korruption der kurdischen Regionalregierung. von
mary kreutzer
Für viele war es zunächst ein Schock, die Bilder des in Flammen aufgehenden
Halabja Memorial Museums und des zertrümmerten Schilds mit der
Aufschrift »Kein Zutritt für Ba’athisten« zu sehen, das seit Bestehen der
Gedenkstätte vor der Einfahrt stand. Wer ist verantwortlich für die
Verwüstungen? Ba’athisten, Islamisten oder gar ausländische Provokateure,
wie die kurdischen Behörden behaupten?

»Schande über den Mob von Halabja!« schreibt der Blogger Vahal Abdulrahman
in seinem erbosten Kommentar auf KurdMedia.com. Doch in hunderten von Mails
und Artikeln bringen namhafte sowie unbekannte Kurden und Kurdinnen ihre
Meinung zum Ausdruck, dass die Regierung sich schämen sollte. »Was die
kurdischen Si­cher­heits­be­hör­den den Demonstanten angetan haben,
unterscheidet sie von Ba’athisten in rein gar nichts«, sagt Mariwan
Halabjaee, Autor des Buches »Sex, Sharia und Frauen in der islamischen
Geschichte« und einer der Mitorganisatoren der Proteste.

Wie jedes Jahr seit 2003 wollten Vertreter der kurdischen Regionalregierung
am 16.?März, dem Jahrestag des Giftgasangriffs auf Halabja, bei dem 1988 5
000 Menschen von Saddam Husseins Regime ermordet wurden, eine offizielle
Gedenkfeier in Erinnerung an die Opfer abhalten. Doch die aufgebrachten
Bewohner der Stadt wollten die ritualisierte Veranstaltung, bei der sich die
Parteifürsten vor ausländischen Gästen und Journalisten profilieren, nicht
mehr hinnehmen. »Seit Monaten verlangen die Leute hier von der Regierung,
ihre Forderungen nach Entschädigung der Opfer, nach sozialen und
wirtschaftlichen Projekten und nach dem lange versprochenen Wiederaufbau
endlich zu erfüllen, andernfalls könne niemand sie davon abhalten, die
Gedenkfeier im Halabja Memorial Museum zu stürmen. Die Stadt versinkt in
Armut, doch die Behörden stellten sich taub und blind«, sagt Fallah
Mordakhin, ein Jurist aus Halabja. Er selbst überlebte als Kind den
Giftgasangriff in den Berghöhlen an der irakisch-iranischen Grenze.

Als dann am Donnerstag voriger Woche eine Menge von etwa 7?000 aufgebrachte
Kurdinnen und Kurden, darunter etliche Angehörige der Opfer von Halabja, die
Zeremonie mit Zwischenrufen unterbrach, gegen die Vereinnahmung der Opfer
durch die Regionalregierung und gegen die Korruption der Parteien
protestierte, geriet die Situation außer Kontrolle. Die Demonstranten
stürmten die Gedenkstätte, entfernten die Fotos ihrer Toten, setzten das
Gebäude in Brand, zerstörten das Schild an der Einfahrt und blockierten die
Zufahrtsstraßen mit brennenden Reifen. Die anwesenden Männer der kurdischen
Geheimpolizei schossen in die Menge. Augenzeugen des Institute for War and
Peace Reporting berichten, dass ein bereits angeschossener Jugendlicher mit
einem zweiten gezielten Schuss getötet worden sei. Etliche Schwerverletzte
wurden ins Krankenhaus gebracht.

In einer gemeinsamen Erklärung der beiden kurdischen Parteien PUK und KDP,
der islamis­tischen Partei der Islamischen Einheit und der Kommunistischen
Partei Kurdistans wurden dann auch gleich die Schuldigen ausgemacht. »Leute,
die niemand kennt, völlig Unbekannte« hätten das Desaster zu verantworten.
Andererseits erklären sich die Parteien bereit, eine Kommission zu bilden
und die Forderungen der Bewohner von Halabja zu prüfen.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Kurdinnen und Kurden aufgrund ihrer
wirtschaftlichen und sozialen Interessen gegen die Regionalregierung
organisieren. Bereits im September 2005 kam es im nordirakischen Kallar zu
sozialen Unruhen, einige Forderungen der Protestierenden wurden anschließend
erfüllt. »Auch das ist der neue Irak, trotz aller Rückschritte«, meint
Mordakhin. »Bis zur Befreiung im April 2003 herrschten rund um Halabja
islamistische Terrorbanden. Wer damals demonstrierte, dem wurde der Kopf
abgehackt.«


Jungle World, Nummer 12 vom 22. März 2006
--
WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische
Entwicklungszusammenarbeit
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13 Gipfelsoli Genua
 From: gipfelsoli-l at lists.nadir.org
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Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität
   und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung
------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org --

Polizei darf mauern

Oberverwaltungsgericht urteilt: Meldeauflagen während des G-8-Gipfels 2001
waren
rechtens

Die polizeiliche Meldeauflage für einen Angehörigen der linken Szene während
des
Genua-Gipfels 2001 war rechtens. Gestern bestätigte das
Oberverwaltungsgericht
eine Entscheidung, die das Verwaltungsgericht bereits im Dezember 2003
gefällt
hatte. Demnach durfte die Polizei im Juli 2001 anordnen, dass sich der junge
Mann während des G-8-Gipfels täglich unter Vorlage eines gültigen
Personaldokuments bei der Polizei zu melden hatte. Die Ausreise nach Italien
war ihm damit nicht mehr möglich.
Die Polizei lag nach Auffassung des Richters mit der Einschätzung richtig,
dass
der heute 26-Jährige nach damaliger Einschätzung der Sicherheitsbehörden ein
potenzieller Gewalttäter war, der sich an den entsprechenden Veranstaltungen
beteiligen würde. "Die Prognose der Polizei war in Ordnung", sagte eine
Gerichtssprecherin. Damit wies das Gericht die Klage auf Feststellung der
Rechtswidrigkeit dieser Auflagen ab.
Wolfgang Kaleck, Anwalt des Klägers, ist nach eigenen Worten "erschüttert"
über
die Entscheidung des Richters. Kaleck, zugleich Vorsitzender des
Republikanischen Anwaltsvereins, ist weiter überzeugt, dass es sich bei der
Meldeauflage um eine "eklatante rechtswidrige Maßnahme" handelt. Sie
schränke
das "grundlegende Bürgerrecht auf Reise- und Meinungsfreiheit" massiv ein.
Er
kündigte an, bis vor das Bundesverwaltungsgericht zu ziehen.
Möglich wurden solche Reiseverbote mit einer Änderung des Pass- und
Personalausweisrechts im Jahr 2000. Sie hatte eine ganz andere Zielgruppe im
Visier: Fußball-Hooligans. Kaleck beharrte bei der mündlichen Verhandlung
gestern darauf, dass Personen, die das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit
wahrnehmen, nicht mit Hooligans verglichen werden dürfen.
Während der Proteste gegen den G-8-Gipfel im Juli 2001 konnten 16
BerlinerInnen
die Stadt nicht verlassen, weil ihnen auferlegt wurde, die Meldeauflagen
einzuhalten. In Genua kam es zu schweren Auseinandersetzungen zwischen
Polizei
und Demonstranten.

[taz Berlin 22.3.2006, Seite 21]


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gipfelsoli infogruppe

Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im
Zusammenhang mit Gipfelprotesten.

Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit
eckigen Klammern versehen.
Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge
übernehmen. Auch geben die Beiträge
nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder.

Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches Archiv des Newsletters unter
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Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org

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14 Arktis
From: hans.bogenreiter at gfbv.at
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> GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER
> PRESSEERKLÄRUNG  Potsdam/Göttingen, den 22.03.2006
>
> Potsdam: Polarforscher und Arktischer Rat beraten auf Arktiskonferenz
> über Klimawandel (22.-29.3)
> Ureinwohner der Arktis bangen um ihr Überleben
>
> Anlässlich der heute in Potsdam beginnenden Arktiskonferenz hat die
> Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Mittwoch vor den  Gefahren
> des Klimawandels für die 400.000 Ureinwohner der Arktis gewarnt. Die
> mehr als 30 indigenen Völker seien die ersten Opfer des Klimawandels
> weltweit. Ihnen drohe die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen. Seit
> Jahren beobachteten die Ureinwohner die katastrophalen Folgen des
> Klimawandels in ihrer unmittelbaren Umgebung. Wissenschaftler sollten
> dieses Wissen noch stärker berücksichtigen, appellierte die GfbV an
> die in Potsdam tagenden führenden Polarforscher aus aller Welt.
>
> Die indigenen Völker in Sibirien, Alaska, Grönland, Labrador und in
> Nunavut (Nordwestkanada) lebten seit Jahrhunderten von der Jagd auf
> Eisbären, Walrosse, Robben und Karibus, der Rentierhaltung, dem
> Fischfang und dem Sammeln von Wildpflanzen. Aufgrund des Klimawandels
> verändere sich die Natur so grundlegend, dass die Ureinwohner es
> nicht mehr schafften, sich wie gewohnt den veränderten Bedingungen
> anzupassen. So änderten Wildtierherden ihre Wanderwege sowie
> Futterplätze. Eisbären, Walrosse und Robben litten unter
> Nahrungsmangel.
>
> Die indigenen Völker der Arktis seien in ihrem Überleben gleich
> mehrfach bedroht, da aufgrund des Klimawandels auch immer mehr Öl-
> und Erdgasfelder erschlossen würden. Diese massiven Eingriffe in die
> Umwelt machten es den Ureinwohnern immer schwerer zu überleben. "Der
> Klimawandel darf nicht genutzt werden, um die Ressourcen der Arktis
> auszuplündern", appellierte die GfbV an den Arktischen Rat, der im
> Rahmen der Potsdamer Arktiskonferenz über das Internationale
> Polarjahr 2007/2008 berät. Der Arktische Rat ist ein
> zwischenstaatliches Forum der acht Anrainerstaaten der Arktis und der
> in den Polarregionen lebenden indigenen Völker.
>
> ======================================================
> Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
> Inse Geismar, Pressereferentin
> Postfach 2024, D-37010 Goettingen
> Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028
> E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de
> ======================================================
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15 Abschiebung nach Georgien
From: hans.bogenreiter at gfbv.at
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> Selbstmordversuch nach Abschiebung
> Landkreis Hameln: Hartherzige Nacht- und Nebelaktion treibt
> jezidische Mutter aus Georgien zu Verzweiflungstat
>
> Die überraschende Abschiebung ihres in Deutschland aufgewachsenen
> Sohnes hat eine kurdische Jezidin aus Georgien am Dienstag im
> Landkreis Hameln (NICHT: Bielefeld) zu einer Verzweiflungstat
> getrieben: Sie liegt nach einem Suizidversuch inzwischen auf der
> Intensivstation in einem Krankenhaus in Hildesheim.
>
> Scharf kritisiert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in
> Göttingen diese "hartherzige Nacht- und Nebelaktion". "Die
> behandelnden Ärzte aus der Psychiatrie Bethel in Bielefeld hatten der
> Mutter des jungen Mannes, der als Achtjähriger nach Deutschland kam
> und hier aufgewachsen ist, glaubhaft bescheinigt, suizidgefährdet zu
> sein", berichtete die GfbV-Europareferentin Sarah Reinke. "Es ist
> herzlos und unmenschlich, dass die Familie auseinander gerissen
> wurde." Im sechsten Monat schwanger, bliebe auch die Frau des
> Abgeschobenen in Deutschland zurück. Die beiden seien "nur" nach
> jezidischem Brauch verheiratet gewesen. Dem Anwalt der Familie, der
> seine Kanzlei in Bielefeld hat, habe keine Chance gehabt, gegen den
> Beschluss vorzugehen. Ein Gericht hatte in einem Eilverfahren der
> Abschiebung zugestimmt.
>
> In einem dringenden Schreiben hat sich die GfbV an die Deutsche
> Botschaft in Georgien gewandt und um Informationen über den Verbleib
> des jungen Mannes gebeten, der nach elf Jahren in Deutschland nur
> deutsch spricht und keine Verwandten oder Freunde in Georgien hat.
> "Ein Lebenszeichen könnte die Familie und vor allem die schwerkranke
> Mutter vielleicht etwas beruhigen, die jetzt in furchtbarer Angst um
> ihren Sohn schwebt", sagte Reinke.
>
> In Georgien könnten dem jungen Mann unkalkulierbare Gefahren drohen.
> Der GfbV sei mehrfach berichtet worden, dass Jeziden in Georgien
> bedroht, von der Polizei schikaniert und zu Schutzgeldzahlungen
> gezwungen worden seien. Vor einigen Jahren sei ein Jezide nach seiner
> erzwungenen Rückkehr aus Deutschland sogar ermordet worden, weil er
> das Schutzgeld nicht mehr zahlen konnte.
> ======================================================
> Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
> Inse Geismar, Pressereferentin
> Postfach 2024, D-37010 Goettingen
> Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028
> E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de
> ======================================================
>

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16 Pax Christi D zum Militäreinsatz im Kongo
From: verin.stadtteilz.simmering at chello.at
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Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,

hiermit sende ich eine Aussendung von PAX CHRISTI DEUTSCHLAND zum
MILITÄREINSATZ IM KONGO.

Mit solidarischen Friedensgrüßen!

Alois Reisenbichler

Langfristige Aufbauarbeit statt militärischem Aktionismus

Eine Stellungnahme der pax-christi-Kommission "Solidarität mit Zentralafrika
" zur aktuellen Debatte um einen EU-Militäreinsatz in der DR Kongo


Die aktuelle Debatte über einen EU-Militäreinsatz in der Demokratischen
Republik Kongo lenkt die Aufmerksamkeit auf einen der schlimmsten Konflikte
seit dem Zweiten Weltkrieg. Das dieses Konflikt in die deutschen Medien
kommt, ist an sich schon einmal erfreulich. Seit Jahren haben sich
entwicklungs- und friedenspolitisch engagierte Organisationen mit mäßigem
Erfolg bemüht, in diesem Kontext internationale Verantwortung überhaupt zu
thematisieren. Es geht um Solidarität, nicht um Mitleid. Das Problem der
Debatte ist aber ihre verzerrte Perspektive: Die ungeheure Leidsituation
eines ganzen Volkes wird auf die Fragestellung um das Für und Wider einer
EU-Militärintervention eng geführt.

Die anstehenden Parlaments- und Präsidentenwahlen im Kongo sind wichtige
Episoden auf dem mühsamen Weg des kriegsmüden Landes. Ob sie zu einer
tragfähigen Regierung führen werden, hoffen wir zusammen mit den
kongolesischen Partnerorganisationen im "pax christi Netzwerk Große Seen in
Afrika". Die von der Bundesregierung anvisierte Mission mit 200 deutschen
Wahlbeobachtern ist hier angesichts des Aufwandes für die anvisierte
Militärmission lächerlich niedrig angesetzt. Das von allen erhoffte Licht am
Ende des Tunnels sind aber nicht die Wahlen als Selbstzweck, sondern
Frieden, Gerechtigkeit und Entwicklung für die extrem leidgeprüfte
Bevölkerung.

Diese Ziele einer nachhaltig angelegten Kongo-Solidarität sind durch den
derzeit anvisierten zeitlich befristeten EU-Militäreinsatz unter deutscher
Führung nicht zu ersetzen. Im Gegenteil: Sie drohen, konterkariert zu
werden. Es besteht akute Gefahr, dass die Beschränkung auf quasi
ordnungspolizeiliche Aufgaben sich als Illusion herausstellt. Verheerend
wäre es vor allem, wenn sich das europäische Militärkontingent außerhalb der
Blauhelmtruppe MONUC den Ruf der Parteinahme zuzieht. Immer weniger ist
klar, um was es eigentlich geht: Gewährleistung von freien und fairen
Wahlen? Sicherung von Recht und Ordnung? Militärische Einschüchterung
angesichts möglicher Störmanöver der Präsidialgarde und der Milizen in der
Hauptstadt? Schutz von UN-Soldaten, gar von internationalen Wahlbeobachtern?
Evakuierung aller Ausländer im Bürgerkriegsfall?

Mehr als alles andere braucht das Land dringend eine internationale
Aufbauagentur im Stil des Marshall-Plans mit einem langfristigen Mandat.
Dazu gehören zunächst die entsprechenden festen Finanzzusagen der
Geberländer. Es geht aber nicht nur um Finanzielles. Für
Konflikttransformation gibt es kein Geheimrezept, doch wird auf diesem
Gebiet bisher viel zu wenig Unterstützung von außen geleistet. Die
kongolesischen Partner machen immer wieder deutlich, wie wichtig es für sie
ist, über den eigenen Tellerrand ihrer komplexen Konfliktszenarios
hinauszuschauen und von Erfahrungen in der Versöhnungs- und Friedensarbeit
in anderen Konfliktsituationen der Welt zu profitieren. pax christi bedauert
insbesondere, dass für Projekte des Zivilen Friedensdienstes jahrelang zu
wenig Geld da war. Chancen und Möglichkeiten der zivilen
Konfliktintervention sind in den letzten Jahren systematisch vernachlässigt
worden. Hier ist kontinuierliche und nachhaltige Arbeit erforderlich.

Ob man will oder nicht: Der teure militärische Aktionismus ehemaliger
Kolonialmächte ist so oder so Bestandteil der im Aufbau begriffenen
militärischen EU-Interventionsstrategie, auch wenn er von manchen aus der
Eine-Welt-Szene in Deutschland und auch aus dem Kongo selbst als Zeichen der
Solidarität eingefordert wird. Es stellen sich - über den Kongo hinaus -
aber auch grundsätzlichere Fragen. Der Umgang der Staatengemeinschaft mit
fragilen Staaten und Staatszerfall stellt sich immer mehr als
Schlüsselproblem internationaler Sicherheits- und Entwicklungspolitik
heraus. Hier müssen dringend Methoden der zivilen Konfliktprävention
und -intervention entwickelt und implementiert werden. Rein reaktive
militärische ad-hoc-Strategien führen in die Sackgasse - wenn man sich auch
über die militärischen Bedenkenträger wundern muss, die Deutschland am
Hindukusch, aber nicht in Kinshasa verteidigen wollen.

Der gesellschaftliche Ausgleich und die dringend erforderliche Versöhnung
muss von der kongolesischen Bevölkerung mit ihrer lebendigen
Zivilgesellschaft selbst vollzogen werden. Doch es bleibt skandalös, dass
trotz dem vom UN-Sicherheitsrat ausgesprochenen Waffenembargo vor allem an
der Grenze zu Uganda und Ruanda Waffenschmuggler und bewaffnete
Rebellengruppierungen ins Land einsickern, dass die Warlords ihre Geschäfte
problemlos über europäische Banken abwickeln und dass die reichen Ressourcen
des Kongo ungehindert zur Fortsetzung von Leid und kriegerischem Konflikt
führen.

Die Bevölkerung hat von den Reichtümern des Landes mehr Schaden als Nutzen.
Insbesondere auf dem Gebiet der Rohstoffökonomie muss die internationale
Gemeinschaft, deren Endverbraucher an der kriminellen Abschöpfung der
Rohstoffe indirekt beteiligt sind, mit Geduld und Sachverstand auf eine
Kehrtwende hinarbeiten. Es besteht die Gefahr, dass die Initiative für einen
spektakulären Militäreinsatz den Blick auf diese strukturellen
Konfliktursachen verstellt. Wichtig ist vor allem die notwendige unbedingte
Selbstverpflichtung Deutschlands und der EU vereint mit den Vereinten
Nationen für ein langfristiges solidarisches Engagement in der Partnerschaft
mit der Demokratischen Republik Kongo.

Bad Vilbel, 22.3.2006




Newsletter der pax christi-Bewegung
Sekretariat der deutschen Sektion
Postfach 13 45, 61103 Bad Vilbel

Tel.: 06101 20 73, Fax: 06101 65 16 5
E-Mail: sekretariat at paxchristi.de

Alois Reisenbichler
1110  Wien, Schneidergasse 15/9, Telefon (043-664) 39 51 809
E-Mail: stadtteilzentrum at simmeringonline.at, Alois.Reisenbichler at reflex.at
Homepage in Arbeit: www.reisenbichler.at.tf
Lieblingshomepage: www.hiroshima.at

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C)  TERMINE
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Freitag
http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2403.htm

Samstag
http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2503.htm

Sonntag
http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2603.htm
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Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND
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Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage:
* Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr *
* Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" *
* Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf *
* Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie.
Aber kurz und prägnant.*

Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine
Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und
rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch
stillschweigend Zensur zu üben.
Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge
hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die
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REDAKTIONELLES:

Diese Ausgabe hat claudia.volgger at chello.at aus Einsendungen an
<widerstand at no-racism.net> zusammengestellt.
Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen)

nicht drin:
veraltete termine, unpolitische werbung, mehreres nwr, 1 sexistisch

Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Do 2:00


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                               ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä
III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III

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