widerst@nd MUND: Donnerstag, 23.3.2006

MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst analle at no-racism.net
Don Mar 23 08:32:46 CET 2006


widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst

Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr
www.no-racism.net/mund


Donnerstag, 23.3.2006



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A) INHALT
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AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN
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01   Aufruf für die internationalistische Demonstration am 1. Mai 2006
    von ASt-LFI <ast-lfi at gmx.net>
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02   Argumentationstraining gegen Stammtischparolen
    von Initiative Minderheiten Newsletter <news at initiative.minderheiten.at>
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03   Vorbereitungstreffen für Mauthausen-Gedenkfeier 2006
    von LesbenFrauenNachrichten at gmx.at
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MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE
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04    KPÖ/Armut/EU/Umverteilung/Soziale Gerechtigkeit
    von KPÖ-Information <info at kpoe.at>
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05     KPÖ/Weltwassertag/Privatisierung/Grundversorgung
    von KPÖ-Information <info at kpoe.at>
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06     Aks: PISA für  LehrerInnen - Evaluation muss laufend passieren!
    "Ingrid Gogl" <ingrid.gogl at aks.at>
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B) TEXTE
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AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN
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01   Aufruf für die internationalistische Demonstration am 1. Mai 2006
    von ASt-LFI <ast-lfi at gmx.net>
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Aufruf für die internationalistische Demonstration am 1. Mai 2006:

Internationale Solidarität – Einheit im Kampf - Widerstand!



Wir demonstrieren am 1. Mai gemeinsam, weil wir die Tradition dieses
internationalen Kampftages der ArbeiterInnenklasse im besten Sinne hoch
halten wollen. Weil wir genügend Gründe dafür sehen, gemeinsam zu sagen:
WIDERSTAND tut Not!



WIDERSTAND gegen imperialistischen Kriegen und Besatzung!

WIDERSTAND gegen das Europa der Konzerne und Generäle!

WIDERSTAND gegen Folter, Isolationshaft, „Antiterrorkampf“, „Schwarze
Listen“ und Entdemokratisierung!

WIDERSTAND gegen die Verharmlosung des Faschismus und Kriminalisierung des
Kommunismus!

WIDERSTAND gegen die immer unverschämtere Anhäufung von Reichtum bei
gleichzeitiger Verarmung immer breiterer Bevölkerungsschichten!

WIDERSTAND gegen Sozialabbau, Privatisierung und Lohnraub!

WIDERSTAND gegen die weiteren Verschlechterungen im Gesundheitssystem und
„Zwei-Klassen-Medizin“!

WIDERSTAND gegen Bildungsabbau und Elite-Unis!

WIDERSTAND gegen den Besuch des „Oberterroristen“ Bush im Juni in Österreich!

WIDERSTAND gegen Staatsrassismus und alle diskriminierenden
AusländerInnengesetze!



Wir sind der Überzeugung, dass global, europaweit und auch in Österreich
eine internationalistische und solidarische Bewegung entstehen muss und
wird, die dem Wahnsinn des kriegstreiberischen und menschenverachtenden
kapitalistischen System massiven Widerstand entgegensetzt. Wir sind
optimistisch, daß letzten Endes Milliarden von Menschen stärker sein werden,
als eine Hand voll Milliardäre und deren Helfer und Helfershelfer.



Wir sehen in den sozialen und politischen Kämpfen der jüngsten Zeit
wertvolle Lernschritte und Anknüpfungspunkte. Der Kampf der europäischen
HafenarbeiterInnen soll uns ein Vorbild sein. Sie haben es geschafft, eine
unsoziale EU-Richtlinie durch einheitlichen und massiven Protest zu
verhindern. Die ArbeiterInnen und Angestellten aller Branchen und Länder
können aus solchen Kämpfen lernen, dass nicht die Gewerkschaftsbürokratien
und reformistischen Abwiegler ihre Interessen vertreten, sondern es in ihren
eigenen Händen liegt, dem Kapital erfolgreichen Widerstand entgegenzusetzen.



Wir erklären an diesem 1. Mai unsere Solidarität mit allen vom
imperialistischen System gefangenen, entrechteten und gefolterten Menschen,
sei es im Irak, in Afghanistan, Palästina, der Türkei, in Guantanamo oder
sonst wo auf der Welt.



Wir erklären unsere Solidarität mit allen unter imperialistischer Besatzung,
Unterstützung und Krieg leidenden Völker, im Besonderen den Völkern des Irak
und Palästinas und ihrem Widerstand gegen den neuen Kolonialismus.



Wir wenden uns gegen neue Kriegs- und Interventionspläne der Imperialisten
und fordern: Hände weg von Iran, Korea, Syrien, Kuba und Venezuela!



Wir erklären unsere Entschlossenheit, breite und kämpferische Proteste gegen
den Besuch des größten Kriegsverbrecher auf diesem Planeten – US-Präsident
George W. Bush – um den 21. Juni in Österreich zu organisieren. Verwandeln
wir Wien in eine Anti-Bush-Stadt!



Wir fordern: Schluss mit der Verschleuderung öffentlichen Eigentums. Keine
Privatisierung der Post.



Wir sagen: Gleiche Rechte für alle. Weg mit allen Gesetzen, die unsere
Rechte und Freiheiten einschränken!



Wir treten für eine Gesellschaft ein, in der es heißt: „Jeder nach seinen
Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen“. Wir sind der tiefen
Überzeugung, dass die arbeitenden Menschen und unterdrückten Völker das
globale Räubersystem des Imperialismus früher oder später besiegen und durch
solidarische, gerechte, sozialistische Gesellschaften ersetzen werden.



Dafür kämpfen wir, auch am 1. Mai.



Solidarität – Einheit im Kampf – Widerstand!



Treffpunkt: ab 9.00 Oper

Abschlusskundgebung:

Vor dem Parlament



Erstunterzeichnende Organisationen:



Gewerkschaftlicher Linksblock in der GPA-Wien

ATIGF – Föderation der Arbeiter aus der Türkei in Österreich

KI - Kommunistische Initiative

Anatolische Föderation

ASt – ArbeiterInnenstandpunkt

Atilim

Antiimperialistische Koordination

HÖC - Front für Rechte und Freiheiten

AL-ANTIFASCHISTISCHE LINKE

YDG – Neue demokratische Jugend

Sozialistische Jugend/Stamokap-Strömung

REVOLUTION


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02   Argumentationstraining gegen Stammtischparolen
    von Initiative Minderheiten Newsletter <news at initiative.minderheiten.at>
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Die Oesterreichische Gesellschaft für politische Bildung lädt in Kooperation
mit ZARA und der Initiative Minderheiten ein:

Argumentationstraining gegen Stammtischparolen
2-tägige TrainerInnenausbildung


Mittwoch, 26. April 2006: 9.00 – 17.00
Donnerstag, 27.April 2006: 9.00 – 17.00

ÖGB Seminarzentrum Strudlhof
Strudlhofgasse 10, 1090 Wien
Tel. 01/3192522-300


Programm:

1. Tag
Über die Trainingsmethode in Österreich
Zum Gebrauch der Materialien
Definitionen und Begriffe
Sammlung und Sichtung der Parolen
1. Rollenspiel (Am Stammtisch)
Interpretation und Analyse (emotional, rhetorisch-gesprächstaktisch,
inhaltlich)
Erarbeitung von Strategien
Inhaltliche Vertiefung der Thematik
Psychologische Hintergründe
Vorurteile in der politischen Argumentation
2. Rollenspiel (Am Stammtisch)
Moderationshinweise
Zusammenfassung der Ergebnisse der Rollenspiele

2. Tag
Über die Ursachen von Aggressionen
Der autoritäre Charakter, Autoritarismus
Rechtsextremismus, Xenophobie
3. Rollenspiel
Analyse und Interpretation (emotional, rhetorisch-gesprächstaktisch,
inhaltlich)
Erarbeitung weiterer Strategien
Theorie der kognitiven Dissonanz
Üben subversiver Argumentation
Erarbeitung einer Agenda für Trainings
Hinweise zur Organisation von Argumentationstrainings
Feedback

Projektförderung ÖGPB:
Da die ÖGPB eine Einrichtung zur Förderung von Projekten der politischen
Bildung für Erwachsene ist, werden im Rahmen der jährlichen
Projektfördermittelvergabe auch Argumentationstrainings gegen
Stammtischparolen unterstützt. TrainerInnen, die selbst Trainings in
Kooperation mit einer Bildungseinrichtung veranstalten möchten, können ihre
Projekte bis 19. Mai 2006 einreichen. Nähere Informationen und Tipps zur
Einreichung erhalten Sie von den MitarbeiterInnen der ÖGPB.

TrainerInnenpool:
Auf der Website www.politischebildung.at der ÖGPB findet sich eine
ModeratorInnenliste. ErwachsenenbildnerInnen, die eine Ausbildung absolviert
haben, werden auf Wunsch in diese Liste aufgenommen und bei Anfragen auch
weiter vermittelt.

Zielgruppe:
Die TrainerInnenausbildung richtet sich an ErwachsenenbildnerInnen,
LehrerInnen, MitarbeiterInnen in der Jugend-, Sozial und Bildungsarbeit und
NGOs sowie an alle, die an der Thematik interessiert sind und selbst
Trainings dieser Art durchführen möchten.

Moderation:
Dr. Hakan Gürses, Philosoph, Österreichische Gesellschaft für Politische
Bildung, Chefredakteur der „STIMME von und für Minderheiten“,
Lehrbeauftragter an der Uni Wien.

Dr. Marion Wisinger, Historikerin, Österreichische Gesellschaft für
Politische Bildung, arbeitet in der Erwachsenenbildung im Bereich der
Entwicklung von Lernmodellen und innovativen Programmen. Trainerin für
interkulturelle Kommunikation von Erwachsenen und Jugendlichen.






*****
Newsletter der Initiative Minderheiten
Gumpendorfer Straße 15/13
A-1060 Wien
Tel. 586 12 49-18
Fax 586 82 17
http://www.initiative.minderheiten.at
http://www.gastarbajteri.at


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03   Vorbereitungstreffen für Mauthausen-Gedenkfeier 2006
    von LesbenFrauenNachrichten at gmx.at
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Liebe Frauen Lesben,

am 8. Mai 2006 wird erstmalig im ehemaligen Konzentrationslage Mauthausen
der Frauen gedacht die in den Jahren 1938 - 1945 durch die Nazi-Diktatur
ermordet wurden.
Ein Gedanktafel wird enthüllt.
Auch in den anderen Gedenkstätten in Österreich wird  der Frauen gedacht.

In den letzten Jahren haben autonome Frauen unter dem Namen "Feministischer
Widerstand"  durch die Kranzniederlegungen vor dem Lagerbordell und eigene
Gedenkfeiern für Frauen, erst beim Kinder- und Jugenddenkmal und in den
letzten beiden Jahren vor dem Lagerbordell, Bewußtsein für die Versäumnisse
geschaffen.

Daher wird  an dieser Feier keine Militätmusik teilnehmen.
Ruth  Klüger war für die Gedenkrede vorgesehen. Sie ist leider schwer
erkrankt und hat alle Termine in Europa absagen müssen.



Um unseren  Betrag zur Gedenkfeier zu besprechen treffen laden wir alle
interessierte Frauen Lesben zu einer Besprechung.

am Freitag, 31. März 2006 um 17 Uhr im FZ 2. Stock ein.


Es gib bisher folgende Vorschläge und Überlegungen:

Wir wollen uns wieder als Autonome Feministinnen, FrauenLesben, gemeinsam
beim Einzug (ab 11 h) beteiligen.
Wir organisieren für 10 h und 13 h eine Frauenführung im ehemaligen
Lagerbordell.
Es gibt Überlegungen für eine Mahnwache beim Kranz vor dem Lagerbordell.

Liebe Grüße

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MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE
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04    KPÖ/Armut/EU/Umverteilung/Soziale Gerechtigkeit
    von KPÖ-Information <info at kpoe.at>
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KPÖ-Pressedienst - Drechslergasse 42, 1140 Wien - Telefon +43 (1) 50 36 580
- 0 - Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail
bundesvorstand at kpoe.at - Web www.kpoe.at - News www.kpoe.at/lpd  - Ausgabe
vom 22. März 2006



Wirksame Armutsbekämpfung braucht grundlegend andere Politik

Thema Soziale Gerechtigkeit hat zentrale Bedeutung

72 Millionen Arme bzw. Armutsgefährdete und 32 Millionen Arbeitslose sind
Beweis genug, dass mit dieser EU ein „soziales Europa“
nicht zu machen ist. Die Warnung der Armutskonferenz soziale Fragen als
drittrangig zu behandeln ist daher mehr als berechtigt.
Allerdings greift es zu kurz den sozialen Zusammenhalt als dritte Säule der
Lissabon-Strategie neben Wachstum und Jobs einzumahnen.

Fakt ist nämlich, dass die mit einem Supermachtsanspruch verbundene
Lissabon-Strategie mit dem Ziel die EU als „Europa der Konzerne“
zur stärksten Wirtschaftsmacht der Welt zu werden mittlerweile gescheitert
ist: „Es sind nämlich die elementaren Grundlagen der EU
wie die vier Grundfreiheiten des Maastricht-Vertrages, der Stabilitätspakt
und die Liberalisierungsrichtlinien, die eine wirksame
Sozial- und Beschäftigungspolitik unmöglich machen“, meint
KPÖ-Bundessprecherin Melina Klaus.

Durch rigide Budgetauflagen und eine streng monetaristische Politik - mit
Zustimmung Österreichs - sind die Mitgliedsländer bis
hinunter auf die Ebene der untersten Gebietskörperschaften gezwungen
einzusparen. Konkret bedeutet das Tarif- und
Gebührenerhöhungen, Kürzung oder Streichung sozialer Leistungen und
Ausgliederung und Privatisierung öffentlicher Dienste.

Während die Gewinne der EU-Großkonzerne immer neue Rekordwerte erreichen,
tendiert ihre Steuerleistung zunehmend gegen Null.
Österreich hat zum Steuerdumping mit der Abschaffung der Vermögenssteuer,
der Schaffung steuerschonender Privatstiftungen und
zuletzt mit der Senkung der Körperschaftssteuer von nominell 34 auf 25
Prozent dazu beigetragen. Allein durch die Gruppenbesteuerung
verliert das Bundesbudget 70 Millionen Euro jährlich.

Der Reichtum ist hierzulande besonders stark konzentriert: Die reichsten
zehn Prozent der Bevölkerung besitzen in Deutschland 47
Prozent des Vermögens, in Österreich hingegen 68 Prozent. Die Kehrseite sind
460.000 Arme bzw. über eine Million Armutsgefährdete.
Und die Zahl der Privatkonkurse stieg von 1995 bis 2005 von 789 auf 6.446
Personen.

Wirksame Armutsbekämpfung und Beschäftigungspolitik braucht daher eine
Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums. Eine
Schlüsselfrage dabei ist eine andere Steuerpolitik durch gebührende
Besteuerung von Kapital und Vermögen. Notwendig ist die
Schaffung einer Grundsicherung um Armut zu verhindern und eine allgemeinen
Arbeitszeitverkürzung um der wachsenden Arbeitslosigkeit
entgegenzuwirken: „Für die KPÖ ist daher das Thema soziale Gerechtigkeit von
zentraler Bedeutung“, so Melina Klaus abschließend.

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05     KPÖ/Weltwassertag/Privatisierung/Grundversorgung
    von KPÖ-Information <info at kpoe.at>
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KPÖ-Pressedienst - Drechslergasse 42, 1140 Wien - Telefon +43 (1) 50 36 580
- 0 - Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail
bundesvorstand at kpoe.at - Web www.kpoe.at - News www.kpoe.at/lpd  - Ausgabe
vom 22. März 2006





Weltwassertag: Privatisierung hat sich als Irrweg erwiesen

Hochwertiges Trinkwasser ist elementarer Teil der Grundversorgung

Die Bedeutung einer im Besitz der öffentlichen Hand befindlichen
Wasserversorgung unterstreicht die KPÖ anläßlich des
Weltwassertages am 22. März. KPÖ-Kommunalsprecher Leo Furtlehner verweist
dazu auf negative Beispiele in anderen EU-Ländern, wo eine
Privatisierung erhebliche Kostensteigerungen und gleichzeitig eine
schlechtere Versorgung mit sich gebracht hat.

In Frankreich ist seit der Privatisierung der Wasserpreis um 146 Prozent
gestiegen, gleichzeitig aber die Qualität des Trinkwassers
massiv gesunken. Die Finanzzeitung „Financial Times“ bezeichnete die
Privatisierung im Referenzmodell Großbritannien als „Raubzug“,
„legalisierter Überfall“, „Schwindel“ und „Piraterie“. In Berlin wird die
Privatisierung der Wasserbetriebe als schwerer Fehler
erkannt.

Wasser ist neben Luft nicht durch andere Ressourcen ersetzbar. Österreich
kann auf eine hervorragende Qualität der Wasserversorgung
verweisen: 99 Prozent des Trinkwassers stammt aus Quell- oder Grundwasser,
während etwa im benachbarten Bayern bereits 40 Prozent
des Wassers aufbereitet werden müssen. Allerdings steigt auch die Gefährdung
des Wassers: So warnt etwa der Verkehrsclub Österreichs
(VCÖ) vor einer Bedrohung der Wasservorräte durch die Auswirkungen des
wachsenden Verkehrs.

Die KPÖ betrachtet die Wasserversorgung als elementaren Teil der kommunalen
Grundversorgung, diese muss daher unbedingt in
öffentlicher Hand durch die Gemeinden oder durch Wassergenossenschaften
betrieben werden. So hat bereits der 51. österreichische
Städtetag im Juni 2001 in Villach gewarnt, dass bei einer Privatisierung
„lediglich ein öffentliches Monopol durch ein privates, der
Einflußnahme der öffentlichen hand entzogenes Monopol ersetzt wird, welches
dem Shareholder-Value verpflichtet ist.“

In der EU wird die Wasserversorgung jedoch von Großkonzernen beherrscht:
Vivendi und Suez (beide F) versorgen bereits jeweils 100
Millionen Menschen, RWE (D) 56 Millionen, United Utilities (GB) 27, Saur (F)
26, Seven Trent (GB) 20, Anglican Water (GB) 9
Millionen Menschen. Ein Objekt deren Begierde sind auch die 4.250
Wasserversorger in Österreich, zumeist Gemeinden und
Wassergenossenschaften.

Bereits seit 2004 schreibt die mit Zustimmung Österreichs beschlossene
EU-Wasserrichtlinie eine wirtschaftliche Analyse vor, ab 2010
wird die Kostendeckung vorgeschrieben. Eine vom Wirtschaftsministerium bei
Price Waterhouse 2003 in Auftrag gegebene Studie versucht
mit den Stichworten Wettbewerb, Effizienz und Optimierung einer fragwürdigen
Liberalisierung den Boden aufzubereiten. Der Städtebund
lehnt hingegen mit Recht einen Ausschreibungszwang für die Wasserversorgung
ab und fordert diesen Sektor vom Beihilfen- und
Wettbewerbsrecht auszunehmen.


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06     Aks: PISA für  LehrerInnen - Evaluation muss laufend passieren!
    "Ingrid Gogl" <ingrid.gogl at aks.at>
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Aks: PISA für LehrerInnen - Evaluation muss laufend passieren!

Utl.: Feedback muss durch SchülerInnen erfolgen


Die Aktion kritischer SchülerInnen (aks) spricht sich klar für eine
Evaluation der Fähigkeiten von Lehrerinnen und Lehrern aus. Nicht das
Wissen der LehrerInnen sollte jedoch erhoben werden, sondern die
didaktische Umsetzung, das Anwenden unterschiedlicher Methoden und die
individuelle Förderung einzelner SchülerInnen. „Das Feedback muss außerdem
von den Schülerinnen und Schülern kommen, schließlich sind sie diejenigen,
die den Unterricht hautnah erleben und am besten wissen, was verändert
werden muss“, so aks-Bundesvorsitzende Ingrid Gogl.

Negativ sieht die SchülerInnenvertreterin jedoch, dass Diskussionen über
die Rückmeldung an LehrerInnen erst durch internationalen Konkurrenzdruck
entstehen. „Die laufende Evaluation eines Bildungssystems sollte
eigentlich fester Bestandteil der Bildungspolitik sein. Die aks fordert
schon seit über zehn Jahren verpflichtendes Feedback für LehrerInnen, das
auch Konsequenzen nach sich zieht. SchülerInnen werden tagtäglich
beurteilt, LehrerInnen hingegen bekommen viel zu selten Rückmeldung auf
ihre Arbeit“, so Gogl weiter.

Verständlich sei für die aks die Weigerung seitens der Volkspartei an
einer solchen Studie teilzunehmen: „Es ist absehbar, dass Österreich
aufgrund der starken Differenzierung im Schulsystem und der
undurchsichtigen LehrerInnenausbildung nicht besonders gut abschneiden
wird. Schönreden wird dann auch nicht mehr helfen“, schließt die aks
Bundesvorsitzende.


Rückfragehinweis: Ingrid Gogl (aks Bundesvorsitzende): 0699/ 11 40 81 42

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C)  TERMINE
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Donnerstag
http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2303.htm

Freitag
http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2403.htm

Samstag
http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2503.htm




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D) EDITORIAL
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widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web:
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unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts-
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betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND
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Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND
archiviert.

Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage:
* Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr *
* Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" *
* Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf *
* Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie.
Aber kurz und prägnant.*

Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine
Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und
rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch
stillschweigend Zensur zu üben.
Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge
hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die
Nichtaufnahme geliefert.
(Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind
z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten
Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.)
Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert.

Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne
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Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt.


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REDAKTIONELLES:

Diese Ausgabe hat Angela Mores aus Einsendungen an
<widerstand at no-racism.net> zusammengestellt.
Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen)

1 Beitraege nicht WR


Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 21.30 Uhr


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