widerst@nd MUND: Donnerstag, 16.3.2006

MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst analle at no-racism.net
Don Mar 16 17:51:33 CET 2006


widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst

Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr
www.no-racism.net/mund


Donnerstag, 16.3.2006



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A) INHALT
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AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN
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01   Diskussion "EU und Türkei" - AU SNAHMSWEISE am 28.3. !!!
   von <transdanubien at gegenschwarzblau.net> 
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02   terminnachtrag von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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03   5.4. PK / Hubsi Kramar eröffnet neues Theater
   von GAMUEKL <office at gamuekl.org>
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04   ASt - Streik im Öffentlichen Dienst in Deutschland spitzt sich zu
   von ASt-LFI <ast-lfi at gmx.net>
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05   GLB/Protestmarsch/Post/Privatisierung
   von "Gewerkschaftlicher Linksblock" <glb at aon.at>
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06   Protestmarsch gegen Postprivatisierung, 17.3., Linz
   von Werkstatt Frieden & Solidarität <office at werkstatt.or.at>
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07   Tausch- und Schenkbörse , 2. April 06, 16-19 Uhr, Frauenhetz
   von "Frauenhetz - feministische Bildung, Kultur & Politik"
   <office at frauenhetz.at>
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08   monochrom präsentiert : Die Taugshow II / Neuerscheinung:
   "Quo vadis logo?!" von presse-monochrom at monochrom.at
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MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE
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09   SWPAT: Das neue Gemeinschaftspatent
   von "q/depesche" <depesche at quintessenz.org>
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10   Gedenken an Lennart Meri von <hans.bogenreiter at gfbv.at>
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B) TEXTE
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AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN
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01   Diskussion "EU und Türkei" - AU SNAHMSWEISE am 28.3. !!!
   von <transdanubien at gegenschwarzblau.net> 
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Liebe TransdanubierInnen und SymphatisantInnen!

Unsere nächste Diskussionsveranstaltung findet statt am Dritten Dienstag im
März

!!!ausnahmsweise!!! erst am 28.3.2006 statt.

Thema der Veranstaltung:

"Türkei in die EU?"

mit:
         * Nurten Yilmaz (SPÖ)
         * Alev Korun (Grüne)
         (angefragt: eine VerterterIn der KPÖ)


Während gerade die FPÖ das Thema "Türkei" in Ihrem Volksbegehren
populistisch für Ihre Werbezwecke auszuschlachten versucht hat, wollen wir
das Thema aus einer nüchtern-sachlichen Perspektive betrachten.

Wir wollen, gemeinsam mit unseren ReferentInnen unter anderem folgenden
Fragen nachgehen: gehört die Türkei in die EU? Was spricht dafür, was
dagegen? Menschenrechtslage in der Türkei? etc.

Die Diskussion findet wie immer im

Asia Restaurant "Sun",
Donaufelderstrasse 229
1220 Wien

Diskussions- - Beginn ist wie immer um ca. 19:30.

Stefan
für
Transdanubien gegen Schwarzblau

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02   terminnachtrag von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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>  > fr. 17.März, 19 Uhr: La Mula,  Kellerraum des Kaffee Pause,
>  > Josefstädterstraße 35, Ecke Strotzigasse:
>  > Mexiko: Die "andere Kampagne", Verbindung der Zapatistas mit der mex.
>  > Zivilgesellschaft...
>  > Kontakt: www.mexiko-Plattform.org

**********************************************************
'akin - aktuelle informationen'
Lobenhauerng. 35/2, 1170 Wien
vox: ++43 (0222) 535-62-00
(anrufbeantworter)
http://akin.mediaweb.at
Bank Austria, BLZ 12000,
223-102-976/00, Zweck: akin


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03   5.4. PK / Hubsi Kramar eröffnet neues Theater
   von GAMUEKL <office at gamuekl.org>
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Sehr geehrte Damen und Herren,
werte Redaktion,

Hubsi Kramar eröffnet  im April 2006 das 3raum-Anatomietheater
im Anatomiegebäude des ehemaligen Veterinärmedizinischen  Instituts.
Er folgt damit seinem Kurs, architektonisch interessante Räume, die brach
liegen, Künstlerinnen und einer interessierten Öffentlichkeit als
Veranstaltungsräume zu öffnen, bevor sie der Spitzhacke zum Opfer fallen.

In diesem Zusammenhang bitten wir zur

PRESSEKONFERENZ + FÜHRUNG
Am Mi., 5. April 2006
Beginn: 10.30 Uhr
im
3raum-Anatomietheater
A-1030 Wien; Beatrixgasse 11

U. A. w. g. unter Tel. 0699-1-913 14 11 oder e-mail: office at gamuekl.org 
oder per hier beiliegendem Antwortfax.

Wir würden uns sehr freuen, Sie persönlich begrüßen zu dürfen.
Sollten Sie keine Zeit finden, zu PK zu kommen, informieren Sie uns und
wir senden Ihnen ausführlicheres Pressematerial gerne zu.

Hier eine kurzer Blick in den kommenden Spieplan:

·	ERÖFFNUNGSPREMIERE:
„SCHLUSS MIT DEM THEATER!
GUGGING GOES BALLHAUSPLATZ“

Ein gar schröckliches Theater über den politischen Notstand, eine
Staats-Groteske mit Untertreibungen  und Chor
von und mit HUBSI KRAMAR

Es spielen:
Andrea Amort, Heidi Gross, ER-ICH, Nicola Filipelli, Werner Kaizar, Hubsi
Kramar,
Hannes Lengauer, Eva Schuster, Sascha Tscheik, Stefan Weber, Christian
Viszterczill u.a.

Premiere: Mo., 24. 4. 2006 (20.30 Uhr)
Weitere Vorstellungen:
26., 27., 28., 29. 4. 2006 (20.30h)

Eine Produktion von: TAT t.atr Theater SHOWinisten

Eintritt: * 15,--/ * 10,--


·	SONDERVORSTELLUNG

SCHÜLER HITLER
mit Hubsi Kramar und Hermann J. Kogler
Do., 20. 4. 2006 (20.30h)
Eintritt: * 15,-- / * 10,--


·	VORSCHAU MAI:
Gastspiel THEATER WOZEK
http://www.theater-wozek.at

!!! Uraufführung !!!
LUDWIG / EGON / ROMY
Warteraum zum Glück
9. (Premiere) - 20. 5. 06  (20h)
Eintritt: * 15,-- / * 10,--

3raum-Anatomietheater
A-1030 Wien; Beatrixgasse 11
Information und Karten :
http://www.hubsikramar.net
Tel. 0650/32 33 377



Gabriele Müller-Klomfar
Pressebetreuung

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04   ASt - Streik im Öffentlichen Dienst in Deutschland spitzt sich zu
   von ASt-LFI <ast-lfi at gmx.net>
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Streik im Öffentlichen Dienst in Deutschland:

5 Wochen Streik: Die Kampf spitzt sich zu

(aus: Arbeitermacht-Infomail Nr. 250, der Informationsdienst der
Arbeitermacht, deutsche Schwesterorganisation des ArbeiterInnenstandpunkt)

Am 6.3. fand in Stuttgart eine Großdemonstration mit mehr als 25.000
TeilnehmerInnen statt, diese richtete sich gegen die Landesregierung von
Baden-Württemberg und speziell gegen den Stuttgarter Oberbürgermeister
Schuster und den zuständigen Bürgermeister Murawski. Ein breites Bündnis von
Gewerkschaften zeigte Solidarität mit den Streikenden von verdi. Die IG
Metall, die IG BAU und einige Flaggen der IG BCE zeigten, dass die
Gewerkschaften im Ländle den Streik unterstützen.

Mehr als vier Stunden dauerte die Protestaktion, eine Eröffnungskundgebung
und eine Abschlussveranstaltung rundeten die gelungene Demo ab. Von
politischer Seite war besonders die WASG mit ihrem Spitzenkandidaten
Riexinger präsent, als einzige Partei zeigte sie Unterstützung für den
Streik und hatte auch einen eigenen Stand bei der Schlusskundgebung. Neben
uns - der Gruppe Arbeitermacht - unterstützten andere Gruppierungen und
lokale Bündnisse den Streik, wie die RAS (Revolutionäre Aktion Stuttgart),
die SAV und die MLPD.

Die Stimmung an der Basis ist heiß und auf Arbeitskampf eingestellt, zu
viele Zugeständnisse mussten die Beschäftigten des ÖD in den letzten Jahren
hinnehmen. Weihnachts- und Urlaubsgelder wurden drastisch gekürzt oder
komplett gestrichen, durch vorherige Arbeitszeitverlängerungen viele Stellen
im ÖD abgebaut.

Dies zeigte sich auch auf einer Streikversammlung im Stuttgarter
Bürgerhospital. Neue, unverschämte Forderungen der öffentlichen
Arbeit“geber“ mobilisieren die Angestellten zum Streik. Gerade in den
Klinikbetrieben wird seit Jahren massiv gespart, Klinikzusammenschlüsse
werden von oben angeordnet, somit Stellen abgebaut und den Beschäftigten
werden Lohnkürzungen abgerungen.

Leider fehlt in Stuttgart die Unterstützung der höheren Angestellten und
insbesondere der Ärzte - diese erwiesen sich im Streik zum Handlanger der
Arbeitgeber. In den Krankenhäusern wurden Notdienstvereinbarungen für den
Streik getroffen, die Ärzte forderten immer mehr Personal als nötig war,
zogen Operationen vor und versuchten so, den Streik zu behindern. Es sind
besonders die einfachen Angestellten und ArbeiterInnen (technisches
Personal, Pflege, Reinigungskräfte), die den Streik tragen; vor allem sie
haben die Einsparungen der letzten Jahre massiv zu spüren bekommen. Gerade
die Konflikte an den Kliniken werden von den Medien aufgegriffen, dort wird
teilweise abartige Propaganda betrieben - angeblich gefährden die Streiks
von einigen Hundert Angestellten das Leben der Patienten. Das ist besonders
irreführend, da nach dem Willen der Kommunen ohnehin viele Stellen
eingespart werden sollen. Beim angesprochenen Bürgerhospital geht man von
180 Stellen aus, die bei erhöhter Wochenarbeitszeit gestrichen werden können.

Von den drei Kliniken zogen dann auch mehr als 500 Streikende zur Demo,
zuvor gab es vor dem Klinikum noch einen Redebeitrag. Dort wurde auch die
bislang spektakulärste Streikaktion unterstützt: am Wochenende vor der Demo
wurde die Müllverbrennungsanlage der Stadt Stuttgart blockiert, mehr als 80
LKW mussten ihre Fracht wieder zu den Deponien fahren, diese Aktion kostete
die Stadt eine Viertelmillion Euro.

An dieser Aktion zeigt sich, dass die Möglichkeiten dieses Streiks noch
lange nicht voll ausgenutzt werden. Ver.di-Chef Bsirske sagte offen: „man
müsse anfangen zu überlegen, ob man nicht in den Bereichen streikt, in denen
auch private Unternehmen getroffen werden“. Erst nach fünf Wochen darüber
nachzudenken, zeigt ein weiteres Mal die Unfähigkeit der
Gewerkschaftsführung, dem Willen ihrer Basis Rechnung zu tragen. Jede
entschlossene Gewerkschaftsführung würde in diesen Bereichen mit dem Streik
anfangen, um den Druck auf die öffentlichen Arbeit“geber“ zu erhöhen.

Man stelle sich vor, das Flughafenpersonal hätte im winterlichen März
gestreikt, die Autobahnmeistereien wären komplett in den Streik getreten,
die gesamte Logistik der süddeutschen Wirtschaft hätte immensen Schaden
genommen und die öffentlichen Arbeitgeber wären dann von den privaten
Unternehmen unter Druck gesetzt worden, den Streik zu beenden.

So haben wir es leider mit einer Spitze zu tun, die in der Person von
Bsirske den Abschluss in Hamburg vor den Streikenden in Stuttgart lobt und
in jedem dritten Satz die eigene Kompromissbereitschaft beteuert.

Er verweist auf die „arme Stadt Hamburg“ die den Abschluss unterschrieben
hat und wettert gegen die böse „reiche Stadt Stuttgart“, die keinen
Kompromiss haben will. Dies führt die Beschäftigten in die Irre, hier wird
zwischen „guten und schlechten Arbeitgebern“ unterschieden. Nicht der
Generalangriff auf die öffentlichen Beschäftigten wird thematisiert - denn
dann müsste Bsirske über sein eigenes „Reformwerk“ sprechen, welches er mit
dem Bund und den Beamten ausgehandelt hat und das Tür und Tor für die
jetzigen Angriffe geöffnet hat. Dort sind die Arbeitszeitregelungen geöffnet
worden, dort wurde die Flexibilisierung, sprich Erhöhung der Arbeitszeit,
festgeschrieben. Dann müsste Bsirske vom Inhalt der „vorbildlichen“
Hamburger Vereinbarung sprechen, die für die Beschäftigten insgesamt eine
Arbeitszeitverlängerung vorsieht!

Diese „Flexibilität“ war auch Thema der Beschäftigten im Krankenhaus. Ein
älterer Arbeiter fand Gefallen an einer Arbeitszeitverkürzung, bekam aber
auch die Antwort eines jüngeren Kollegen, der nicht damit einverstanden ist,
dass er die Verkürzung auf der einen Seite mit eigener Verlängerung der
Arbeitszeit ausbaden muss. Er argumentierte auch, dass er sowieso alle
Reformen ausbaden muss, sei es Rente oder Gesundheit, gleichzeitig auch noch
Kinder in die Welt setzen soll – besonders Letzteres aber schwieriger wird,
wenn er mehr arbeitet und weniger „Freizeit“ hat.

In vielen Gesprächen wurde klar, dass die Beschäftigten bereit sind, lange
und intensiv für ihre Rechte zu streiken, sich aber auch über mangelnde
Unterstützung von KollegInnen beschweren und davon ausgehen, dass am Ende
ein Kompromiss rauskommt, der nicht alle ihre Forderungen erfüllt. Sie
berichteten von früheren Arbeitskämpfen mit mehr Beteiligung und einer
größeren Organisierung in den Betrieben. So sind beim Bürgerhospital heute
nur noch etwas mehr als 10 % organisiert.

Andererseits können die aktiven GewerkschafterInnen auch über Unterstützung
durch Nicht-Gewerkschafter berichten und über neue Eintritte während des
Streiks. Nur durch erfolgreiche Arbeitskämpfe können die Gewerkschaften ihre
„Attraktivität“ erhöhen und dem Mitgliederschwund begegnen.

Der Streik steht vor einem Wendepunkt. Für Kommunen und Länder ist der
Angriff keineswegs „nur“ ein Tarifkampf. Es geht neben der Arbeitszeit auch
darum, die Beschäftigten und ihre gewerkschaftliche Kampfkraft zu brechen,
um - siehe die Forderung nach der 42-Stunden-Woche durch den Thüringer
Ministerpräsidenten Althaus - nachzulegen und gleichzeitig auch massive
Privatisierungen öffentlicher Versorgung durchzusetzen.

Es droht die Gefahr, dass die ver.di-Spitze entweder einen faulen Kompromiss
durchzieht oder den Kampf durch ihre zögerliche Taktik mehr und mehr
ausdünnt. Denn für die Unternehmerseite handelt es sich um einen politischen
Angriff.

Dagegen braucht es eine politische, gesellschaftliche Antwort, dazu muss der
Streik als politische Auseinandersetzung geführt werden! Die Öffentlichen
Arbeit“geber“ können in die Knie gezwungen und die 38,5 Stunden erfolgreich
verteidigt werden, wenn der Streik ausgeweitet und der Kampf als politischer
Kampf geführt wird!


- Ausweitung des Streiks zum Vollstreik im Öffentlichen Dienst!

- Verbindung des Streiks mit den Kämpfen gegen Schließungen und mit der
Tarifrunde der IG-Metall!

- Offene Verhandlungen, keine faulen Kompromisse hinter verschlossenen
Türen! Kein Abschluss, keine Streikunterbrechung ohne vorherige Diskussion
und Abstimmung unter den Mitgliedern.

- Streikpostenketten und Aufbau von Solidaritätskomitees zur Verteidigung
des Streiks gegen Streikbruch!
- Wahl der Streikleitungen und Tarifkommissionen durch regelmäßige
Streikversammlungen, die den Streikenden rechenschaftspflichtig und von
diesen abwählbar sind!


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05   GLB/Protestmarsch/Post/Privatisierung
   von "Gewerkschaftlicher Linksblock" <glb at aon.at>
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Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110
Wien - Telefon +43 1 718 26 23-0 - Fax +43 1 718 26 23-30
- Mail glb at aon.at - Web www.glb.at - Ausgabe vom 15. März 2006



GLB ruft zur Teilnahme am Protestmarsch auf

Widerstand gegen die Privatisierung der Post

Die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) ruft zur Teilnahme
an dem von einem überparteilichen Aktionskomitee
organisierten und von rund 70 gewählten MandatarInnen (BetriebsrätInnen,
PersonalvertreterInnen usw.) unterstützten Protestmarsch
gegen die Privatisierung der Post am 17. März 2006 in Linz (Treffpunkt 17
Uhr, Schillerplatz) auf.

Der GLB fordert den ÖGB, die Gewerkschaft der Post- und
Fernmeldebediensteten und alle anderen Teilgewerkschaften zur Unterstützung
dieser Kundgebung auf: „Es ist bedauerlich, dass trotz eines
Streikbeschlusses für den Fall der Privatisierung der Post die
Gewerkschaft bislang dem Privatisierungskurs der Regierung bei der Post
keinen wirksamen Widerstand entgegengesetzt hat“, meint
GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger.

Im Unterschied zu Postgewerkschaft und SPÖ - die lediglich den Zeitpunkt für
verfrüht halten - lehnt der GLB eine Privatisierung der
Post aus grundsätzlichen Erwägungen ab: „Die Privatisierung von 49 Prozent
der Post AG via Börsengang ist nur die Einstiegsdroge für
die Vollprivatisierung“, so Antlanger. In einer am 9. November 2005 an
Nationalratspräsident Andreas Khol übergebenen  Petition des
GLB heißt es dazu: „Die Post ist eine elementare Einrichtung einer
funktionierenden Infrastruktur und darf daher nicht privatisiert
werden, egal ob durch einen Verkauf oder einen Börsengang. Die Post muss im
öffentlichen Eigentum erhalten bleiben. Ein
verfassungsmäßiger Schutz des öffentlichen Eigentums ist notwendig“.

Der Verkauf von 49 Prozent der Post AG via Börse hat also eine weit über das
betroffene Unternehmen hinaus Bedeutung. Die
Post-Privatisierung ist nämlich ein Dammbruch für weitere Bereiche des
öffentlichen Eigentums. So hat WKÖ-Chef Christoph Leitl
bereits einen Vorstoß für die Vollprivatisierung der E-Wirtschaft gemacht.
Auf dem Speisezettel privater in- und ausländischer
Anleger stehen weiters Spitäler, Kommunalbetriebe, Bildungseinrichtungen und
die lukrativen Teile der Bahn. Der GLB bekräftigt, dass
die öffentlichen Dienste nicht dem Markt und Profitkalkül ausgeliefert
werden dürfen, sondern allen Menschen auf hohem Niveau ohne
soziale Hürden zugänglich sein müssen.


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06   Protestmarsch gegen Postprivatisierung, 17.3., Linz
   von Werkstatt Frieden & Solidarität <office at werkstatt.or.at>
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Aktionskomitee gegen die Privatisierung der Post
Waltherstr. 15
4020 Linz


Linz, 15.03.2006

MEDIENINFORMATION

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir ersuchen Sie, in Ihrem Medium den Protestmarsch "Nein zur Privatisierung
der Post - Schluss mit der Demontage der öffentlichen Dienste" zu bewerben,
der am Freitag, 17. März in Linz stattfindet. Der Aufruf des
überparteilichen Aktionskomitees gegen die Privatisierung der Post wird
mittlerweile von über 70 BetriebsrätInnen unterstützt (siehe unten). Bei der
Abschlusskundgebung wird unter anderem der Vorsitzende der Postgewerkschaft
OÖ Gottfried Zauner sprechen.

mit freundlichen Grüßen
f. d. Komitee gegen die Privatisierung der Post
Gerald Oberansmayr

Rückfragen bitte unter Tel. 0732/771094 oder 0676-6552695


PROTESTMARSCH
Nein zur Privatisierung der Post!
Schluss mit der Demontage der öffentlichen Dienste!

Freitag, 17. März 2006
Treffpunkt: 17.00 Uhr, Schillerpark/Linz

Aufruf des Aktionskomitees gegen die Privatisierung der Post
Nein zur Privatisierung der Post!
Schluss mit der Demontage der öffentlichen Dienste!

Wir lehnen die Privatisierung der Post grundsätzlich ab,

... weil die Privatisierung in erster Linie den Aktionären nützt und auf
Kosten von Beschäftigten und KundInnen der Post geht.

... weil die Privatisierung zu einem weiteren Abbau von Beschäftigten und
der Erhöhung des Drucks auf die Beschäftigten führt. Schon in Vorbereitung
auf die Postprivatisierung wurden 9.000 Beschäftigte abgebaut, weitere
Tausende sollen folgen.

... weil die Privatisierung zur Verschlechterung der Versorgung mit
Postdienstleistungen führt. Bereits bisher wurden fast die Hälfte aller
Postämter geschlossen. Weitere sollen folgen.

... weil wir für qualitativ hochstehende Postdienstleistungen für alle -
auch in den ländlichen Gebieten - eintreten statt maximale Dividenden für
eine kleine Zahl von Aktionären.

... weil Privatisierung und Liberalisierung bei der Post ein weiterer
Dominostein bei der Demontage der öffentlichen Dienste darstellt. Als
nächstes droht die Liberalisierung und Privatisierung bei Trinkwasser,
Spitälern, Gesundheitsversorgung, Schulen, Eisenbahnen, öffentlichem
Verkehr, Altersversorgung und kommunalen Dienstleistungen. Öffentliche
Dienste dürfen nicht dem Markt und Profitkalkül ausgeliefert werden, sondern
müssen allen Menschen auf hohem Niveau ohne soziale Hürden zugänglich sein.

Deshalb halten wir Widerstand und öffentlichen Protest gegen
Postprivatisierung und Demontage der öffentliche Dienste für notwendig!

Diesen Aufruf unterstützen u.a.:

Altenhofer Wolfgang (Betriebsratsvorsitzender, Fa. Franz Plasser, FSG),
Antlanger Karin (Betriebsratsvorsitzende Exit Sozial), Atteneder Hubert
(VPA-Vorsitzender Braunau), Aybakar Ali (Neue Demokratische Jugend), Bartl
Rainer (ao. Univ. Prof., Univ. Linz), Berneder Walter (Gemeinderat
Steinerkirchen), Brandstetter Werner (Arbeiter-Betriebsrat MCE), Bruckner
Otto (KI-Vorsitzender), Buchendorfer Gerhard (Gemeinderat Steinerkirchen),
Buchinger Christian (Betriebsratsvorsitzender E+E Elektronik), Chiste
Michael (Betriebsrat, Fa. Franz Plasser), Daxner Stefan (Werkstatt Frieden &
Solidarität), Dedinszky Jürgen (Betriebsrat Lebenshilfe Wien), Derntl
Gerhard (Ang.-Betriebsratsvorsitzender MCE Linz), Eder Friedrich
(VPA-Vorsitzender Klam), Eiter Robert (Betriebsrat AK OÖ), Erlach Thomas
(stv. Betriebsratsvorsitzender Exit Sozial), Fischer Heike (stv.
BR-Vorsitzende Zentrum Spattstraße), Fellner Helmuth (stv. BR-Vorsitzender
Maturaschule Roland, Wien), Forstinger Werner (Betriebsrat, Energie AG),
Gehmacher Michael (Betriebsrat ÖHTB, SLP), Gerner Horst (VPA-Vorsitzender
Braunau), Größwang Johannes (stv. Vorsitzender des VPA, Schwanenstadt),
Grusch Sonja (Bundessprecherin SLP), Hager Fritz (Betriebsrat Firma
Quester), Hannerer Robert (Betriebsrat, Fa. Franz Plasser), Herzberger
Martin (ZBR-Vorsitzender Pro Mente OÖ), Hausotter Alfred (Betriebsrat, Pro
Mente OÖ), Hilberth Sven (Betriebsrat Radio Orange), Hochstöger Manuel
(Betriebsrat FZ Steyr), Hobek Robert (VPA Vorsitzender Postamt 1230 Wien
Vorsitzender GLB Post), Holzleitner Gernot (stv. Betriebsratsvorsitzender
Management Service Linz GmbH), Hosner Bernhard (VPA-Vorsitzender
Ried/Innkreis), Huber Richard (Lehrer, Unabhängige GewerkschafterInnen),
Humer Peter (ÖGB-Bezirkssekretär Wels), Iraschko Mari (kfm. Angestellte),
Jonischkeit Oliver (GLB-Bundessekretär), Käferböck-Stelzer Fritz (Leiter
Treffpunkt Mensch und Arbeit, Betriebsseelsorge Nettingsdorf), Kasper
Barbara (Lehrerin, eh. Frauenbeauftragte der Stadt Graz), Kaspar Fritz
(Bürgermeister Marchtrenk), Keck Vivian (Betriebsrätin, Zentrum
Spattstraße), Kenndler Christian (VPA-Vorsitzender Wels), Kogler Günter
(Gemeinderat Thalheim, Vorsitzender Bezirksgruppe GPF-Wels), Krall Christian
(Organisationssekretär AUGE OÖ), Krotenmüller Granz (Gemeinderat
Steinerkirchen), Landerl Thomas (Betriebsrat Diakoniewerk, SJ
Gallneukirchen), Lasinger Thomas (BR-Vorsitzender des Diakoniewerks
Gallneukirchen), Lehner Rudi (stv. BR-Vorsitzender AK OÖ), Leisch Walter
(Personalausschuss Linz, GPF), Lindenbauer Roland (VPA-Vorsitzender
Grieskirchen), Lindmayr Thomas (Betriebsrat, Fa. Franz Plasser), Madlmayr
Josef (Bezirksvorsitzender ÖGB-Wels), Martelschlager Peter (Betriebsrat, Fa.
Franz Plasser), Maurerberger Egon (Bürgermeister Krenglbach), Miterhuemer
Johann (VPA-Wels, Gemeinderat Steinerkirchen), Moser Hermann
(VPA-Vorsitzender Oberweis), Novakovic Branko (Personalvertreter AKH Linz),
Oberansmayr Gerald (Werkstatt Frieden & Solidarität), Oberhuber Gustav
(Telekom Austria AG), Oberleitner Günther (VPA-Vorsitzender
Steyr-Grünmarkt), Pay Herbert (Betriebsratsvorsitzender AK OÖ), Pfeiffer
Erna (ao. Univ. Prof., Institut für Romanistik), Pichler Hartmut
(VPA-Vorsitzender Schärding), Pichler Rudolf (Betriebsrat ÖBB), Poor Manfred
(stv. Betriebsratsvorsitzender Fa. Gast), Rafetseder Erwin (Werkstatt
Frieden & Solidarität), Rammerstorfer Thomas (Ersatzbetriebsrat APH
Thalheim), Reisinger Johann (VPA-Vorsitzender Schwanenstadt), Reisinger
Renate (BR-Vorsitzende, Zentrum Spattstraße), Rögner Doris (Betriebsrätin
Zentrum Spattstraße), Rössl Ingrid (Betriebsrätin, Lebenshilfe Wien), Sammer
Markus (VPA-Vorsitzender St. Wolfgang), Schacht Selma
(Betriebsratsvorsitzende Wr. Kinder- und Jugendbetreuung), Schatz Sabine
(SJÖ Verbandsssekretärin), Schmeisser Matthias (VPA-Vorsitzender Zipf),
Schober Rudolf (Ersatzgemeinderat Ottensheim), Schramm Ludwig (Ang.
Betriebsrat MCE), Schwarz Johann (VPA-Vorsitzender Linz), Singhuber Günther
(Betriebsrat, Fa. Franz Plasser, FSG), Spach Franz (SPÖ-Vorsitzender
Steinerkirchen), Stadler Jupp (Arbeiterbetriebsrat VÖEST), Steinhuber Renate
(VPA-Vorsitzender Personaladministration Linz), Steinkellner Gabriele (stv.
Vorsitzende GPF OÖ), Stelzer-Peherstorfer Berta (stv. BR-Vorsitzende Pro
Mente OÖ), Stoppel Hermann (Monteur), Tohumcu Yavuz (Föderation der Arbeiter
und Jugendlichen aus der Türkei in Österreich), Ulbrica Wolfgang
(Betriebsrat, Fa. Franz Plasser), Wagner Peter (Betriebsrätin, Zentrum
Spattstraße), Weidner Peter (eh. Betriebsrat, OÖ-Vorsitzender der
Sozialdemokratischen Freiheitskämpfer und Opfer des Faschismus sowie aktiver
AntifaschistInnen), Weilguny Wilhelm (Betriebsrat, Fa. Franz Plasser, FSG),
Weiß Jörg (Betriebsrat Verein Neustart), Wiesner Klaus (AK-Rat und Sprecher
der Alternativen und Grünen GewerkschafterInnen OÖ), Winkler Helmut
(Betriebsrat, Plasser und Theurer), Zauner Gottfried (Vorsitzender der
Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten OÖ), Ziegler Gerhard
(Plattform für kämpferische und demokratische Gewerkschaften), Zweiner
Manuela (Betriebsrätin Zentrum Spattstraße), uvm
.

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07   Tausch- und Schenkbörse , 2. April 06, 16-19 Uhr, Frauenhetz
   von "Frauenhetz - feministische Bildung, Kultur & Politik"
   <office at frauenhetz.at>
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Tausch- und Schenk-Börse

Sonntag, 02. April 2006 von 16 bis 19 Uhr
Frauenhetz, Untere Weißgerberstrasse 41, 1030 Wien
Tel: 01-7159888
mail: office at frauenhetz.at
www.frauenhetz.at


Was frau glaubt, dass sie brauchen kann oder anbieten/weggeben möchte.

Liebe Frauen!
Zu Frühlingsbeginn veranstalten wir im Sinne der direkten Umverteilung einen
Nachmittag in der Frauenhetz, wo ihr Sachen und Tätigkeiten, die ihr
anbieten oder haben möchtet "unter die Frauen bringen könnt".

Wir stellen uns einen gemeinsamen Nachmittag mit Kaffee und Kuchen und
Würstel (auch für Vegane) und Bier vor, bei dem wir miteinander kramen,
tauschen, schenken, redenŠ
Ein gemeinsamer "Markt" also, bei dem es neben den stofflichen Dingen aller
Art auch eine Wand geben wird, auf der ihr Tätigkeiten, die ihr bietet/haben
möchtet, veröffentlichen könnt.

Also räumt eure Schränke aus, bringt Sachen (Bücher, Kleidung, Geschirr,
Spielzeug, was auch immerŠ) vorbei und nehmt mit, was ihr haben möchtet.

Im Sinne eines bunten Nachmittags haben wir bei dieser Veranstaltung keine
gesonderte Kinderbetreuung organisiert, sondern wuseln mit den diversen Kids
gemeinsam herum.


Liebe Grüße und bis zum 2. April in der HETZ!


WANN: Sonntag, 2.4. 06 - 16.00-19.00 Uhr
WO: Frauenhetz
Untere Weißgerberstrasse 41

1030 Wien


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08   monochrom präsentiert : Die Taugshow II / Neuerscheinung:
   "Quo vadis logo?!" von presse-monochrom at monochrom.at
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Die TAUGSHOW II mit Buchpräsentation: "Quo vadis Logo?!"

Am Freitag, den 17. März 2006 (20 Uhr) ist es wieder soweit. Die Wiener
KünstlerInnengruppe monochrom präsentiert die zweite Ausgabe der Taugshow.

Im dietheater/Konzerthaus wird das Format mit Livepublikum aufgezeichnet und
in den nächsten Wochen (Samstag Abend) auf dem Wiener Kabelsender okto (
www.okto.tv) ausgestrahlt. Im Anschluss gibt es die Release-Party des neuen
Buches "Quo vadis Logo?!" aus der edition mono
(www.monochrom.at/edition-mono), das im Rahmen der Show vorgestellt wird.

Die Gäste des Abends:

Herbert Hrachovec
Ao.Univ.Prof. am Institut für Philosophie an der Universität Wien. Mitautor
von "Quo vadis Logo?!"

Hannes Auinger
Ich-AG mit Schwerpunkten in den Bereichen Film und Medien

Für die musikalische Begleitung sorgen: "Cunning Dorx"

Für genauere Informationen:
Johannes Grenzfurthner +43 676 7831453
(http://www.monochrom.at/taugshow/taugshow2.htm)

== Themen, ausführlich ==

Quo vadis Logo?!
Konzerndomänen bestehen aus legal geschützten Symbolen, Logotypes und
anderen grafischen Marken, die sich weltweit bewegen und den Konzern direkt
repräsentieren. Diese Marken verkörpern den Konzern, personalisieren ihn und
stellen ein Interface für die Öffentlichkeit dar. Die Marke ergänzt das
Produkt, vielmehr noch, sie wird zum Produkt. Angepriesen werden nicht mehr
die greifbaren Dinge hinter den Brands, sondern Images und Lebenshaltungen.
Als Reaktion kommt es zu einem verstärkten Bewusstsein von KonsumentInnen
hinsichtlich de-branding und trend-zapping. AutorInnen wie Naomi Klein (No
logo) kritisieren mit ihren Arbeiten offen die Machenschaften der Konzerne.
es stellt sich nun die Frage, ob mit dieser Kritik nicht der Grundstein
einer neuen Generation von Werbestrategien und Marken gelegt wird.

Verlag: edition mono/monochrom.

Herausgeber: Günther Friesinger, Johannes Grenzfurthner. Mit Beiträgen von:
Leo Findeisen, Anette Baldauf, Norval Baitello, Robert Kana, Karin
Mairitsch, Christian Zillner, Herbert Hrachovec, Anita Aigner, Thomas
Ballhausen, Günter Krenn, Holm Friebe, Beat Weber, Christian Rupp, Gruppe
or-om. ==

== Die Gäste ==

Herbert Hrachovec
Ao.Univ.Prof. am Institut für Philosophie an der Universität Wien. Längere
Lehr- und Forschungsaufenthalte in Oxford, Münster, Cambridge,
Massachusetts, Berlin, Essen und Weimar.
Arbeiten über analytische Philosophie, Metaphysik und Ästhetik.
Gegenwärtiger Arbeitsschwerpunkt: Neue Medien. Seit 2001 stellvertretender
Institutsvorstand des Instituts für Philosophie.
Seit April 2005 Vorsitzender der Curricularkommission der Universität Wien.
Weitere Informationen unter http://hrachovec.philo.at

Hannes Auinger
Zur Person: Hannes Auinger ist eine forschende, schreibende und vortragende
Ich-AG mit Schwerpunkten in den Bereichen Film und Medien, Drehbuch,
männliche Sozialisation und geschlechtsspezifische Jugendarbeit.

Zum Thema: Politik und Filmsynchronisation. Übersetzungen sollen uns helfen
sprachliche und kulturelle Differenzen zu überwinden. Wer Original- und
Synchronfassungen von Spielfilmen und TV-Serien miteinander vergleicht,
stößt oft auf Stellen, die in einer eigenen Übersetzung anders lauten
würden. Es gibt nun einmal keine „perfekte“ sprachliche Übersetzung. Es
sollte einem aber sauer aufstoßen, wenn in deutschen Synchronfassungen Nazis
und KommunistInnen zu DrogenhändlerInnen und deutsche zu holländischen
TerroristInnen werden. Da muss etwas faul sein. Und damit ist nicht die
Faulheit oder Schlampigkeit der Synchronverantwortlichen gemeint, denn die
investieren einen teilweise nicht unerheblichen Mehraufwand in das Textbuch
und den Schnitt, um gesellschaftspolitisch unerwünschte Inhalte verschwinden
zu lassen. Es handelt sich also sicher nicht um „Übersetzungsfehler“. Aber
was steckt dahinter? Wer ermöglicht diesen Mehraufwand? Warum darf Mr. Spock
im deutschen Fernsehen keinen echten Sextrieb haben? Wer hat Angst vor Woody
Allens Hitlerwitzen? Und weshalb darf Bruce Willis in den deutschen Kinos
keine deutschen TerroristInnen niedermetzeln? Wem ist mit solchen
„Übersetzungen“ geholfen und was ist daraus zu lernen? Über diese und
ähnliche Fragen werden sich Herr Grenzfurthner und Herr Auinger unterhalten.
Denn nur der Vergleich macht sie sicher!

== monochrom INFO ==

monochrom, gegründet 1993, ist eine international agierende
Kunst-Technologie-Philosophie-Neigungsgruppe. monochrom ist eine
uneigenartige Mischung aus proto-ästhetischer Randarbeit, Popattitüde,
Subcultural Science und politischem Aktivismus. Die KernmitgliederInnen der
Gruppe sind: Johannes Grenzfurthner, Evelyn Fürlinger, Harald List, Anika
Kronberger, Franz Ablinger, Frank Apunkt Schneider, Daniel Fabry, Günther
Friesinger und Roland Gratzer. Die Gruppe arbeitet mit den verschiedensten
Medien und Kunstformaten und veröffentlicht die Buch- und Magazinreihe
monochrom. monochrom ist für ihre linkslinkspolitische und
extremzivilgesellschaftliche Arbeit bekannt. Wenn monochrom keine Kunst
machen, machen sie >>Kunst<< oder "Kunst". Das ist aber ganz launeabhängig.
Sie sind doch nicht die Otto Mühl-Kommune des längst fälligen
Slacker-Revivals.
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MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE
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09   SWPAT: Das neue Gemeinschaftspatent
   von "q/depesche" <depesche at quintessenz.org>
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From: "q/depesche" <depesche at quintessenz.org>
Subject: SWPAT: Das neue Gemeinschaftspatent

q/depesche 2006-03-15T11:33:59

SWPAT: Das neue Gemeinschaftspatent

Das Gemeinschaftspatent ist tot. Es lebe das Gemeinschaftspatent. Um den
Sprachenzwist der Staaten zu lösen beraten die Parlamentarier über radikale
Lösung: Neustart.

-.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.-
Durch den Zwist der Mitgliedsstaaten darüber in welche Sprachen ein Patent
übersetzt werden muss, ist das Projekt ein günstiges Gemeinschaftspatent zu
schaffen hoffnungslos blockiert. Die Parlamentarier beraten über einen
Vorschlag diese Hürde zu überwinden. Die alte Richtlinie soll weggeworfen
und durch eine neue Ersetzt werden. Der Vorschlag der diskutiert wird:
Gegenseitige Anerkennung der Patente.

So sinnvoll ein günstiges Gemeinschaftspatent wäre: Der Vorschlag hat auch
einen Haken: Das Europäische Patentamt könnte zur zentralen europäischen
Behörde werden und sein Qualitätsverfall zur Messlatte der Harmonisierung.

Damit könnte die Leitung des Europäische Patentamtes und seine Anhänger in
lokalen Patentämtern den Traum der Harmonisierung zum USPTO endlich
durchsetzen und auch das missliebige Abstimmungsergebnis des Parlaments
korrigieren: Die Trivial- und Softwarepatente, die man laufend erteilt
wären abgesichert.

Über die Positionen wird noch beraten. Worum es in etwa geht, lässt sich
aus dem Memorandum vom Klaus Heiner Lehne ersehen, der wohl die Linie der
Volkspartes mitbestimmen wird.

http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100003556

- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.-
   relayed by Bernhard Mayer
- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.-

Online Version: http://quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100003557
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comments to depesche at quintessenz.org

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10   Gedenken an Lennart Meri von <hans.bogenreiter at gfbv.at>
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>  GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER INTERNATIONAL
>  PRESSEMITTEILUNG   Göttingen, den 15. März 2006
>
>  Zum Gedenken an Lennart Meri
>  Meri war ein großer Europäer: Kleine Nationalitäten und Minderheiten
>  haben einen mutigen Anwalt verloren
>
>  Mit Lennart Meri verlieren die kleineren europäischen Nationalitäten
>  einen großherzigen Freund und mutigen Anwalt ihrer Menschen- und
>  Minderheitenrechte, erinnert sich der Präsident der Gesellschaft für
>  bedrohte Völker International (GfbV), Tilman Zülch. Er würdigte den
>  verstorbenen früheren Präsidenten Estlands als "großen Europäer, der
>  sich durch eine besondere Sensibilität für das Schicksal von
>  diskriminierten und bedrohten Minderheiten auszeichnete". Meri, der
>  unter Stalin wie Zehntausende seiner estnischen Landsleute nach
>  Sibirien deportiert worden war und sich noch unter sowjetischer
>  Herrschaft für die Unabhängigkeit Estlands, Lettlands und Litauens
>  engagiert hatte, anerkannte den Beitrag der Baltendeutschen zur
>  Kultur seines Landes und verschloss auch nicht die Augen vor dem Leid
>  der deutschen Vertriebenen.
>
>  Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ist eine internationale
>  Menschenrechtsorganisation mit beratendem Status beim Wirtschafts-
>  und Sozialrat der Vereinten Nationen und mitwirkendem Status beim
>  Europarat. Die GfbV setzt sich für die Rechte bedrohter und
>  verfolgter ethnischer, sprachlicher und religiöser Minderheiten und
>  Ureinwohnergemeinschaften ein, bekämpft Völkermord und Vertreibung,
>  Unterdrückung und Verfolgung.
>
>
>  PRESS RELEASE
>  Göttingen, 15 March 2006
>
>  In Memory of Lennard Meri:
>  Meri was a great European man: Small nationalities and minorities
>  have lost a brave advocate.
>
>  In Lennard Meri smaller European nationalities lose a generous friend
>  and a brave advocate of their human and minority rights, as Tilman
>  Zülch, President of the Society for Threatened Peoples International,
>  points out. He praised the deceased former President of Estonia as a
>  "great European man, who distinguished himself by his enormous
>  sensibility towards the fate of marginalised and threatened
>  minorities". Meri himself had been deported to Siberia under the
>  Stalin regime as a result of standing up for the independence of
>  Estonia, Latvia and Lithuania; nations that were then under Soviet
>  rule. He acknowledged the contribution of the Baltic Germans to the
>  culture of his country and did not turn away in the face of the agony
>  experienced by German displaced persons.
>
>  The Society for Threatened Peoples (GfbV) is an international human
>  rights organisation in consultative status with the Economic and
>  Social Council of the United Nations and in participatory status with
>  the Council of Europe. The Society for Threatened Peoples stands up
>  for the rights of threatened and persecuted ethnic, linguistic, and
>  religious minorities and indigenous groups, and battles genocide,
>  displacement, oppression, and persecution.
>  ======================================================
>  Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
>  Inse Geismar, Pressereferentin
>  Postfach 2024, D-37010 Goettingen
>  Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028
>  E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de

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C)  TERMINE
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Donnerstag
http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/1603.htm

Freitag
http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/1703.htm

Samstag
http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/1803.htm




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D) EDITORIAL
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Für den Inhalt verantwortlich: Ihr.
Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr


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widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web:
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Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die
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politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu
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Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt.
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Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht
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Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND
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Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage:
* Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr *
* Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" *
* Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf *
* Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie.
Aber kurz und prägnant.*

Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine
Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und
rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch
stillschweigend Zensur zu üben.
Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge
hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die
Nichtaufnahme geliefert.
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z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten
Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.)
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Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne
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REDAKTIONELLES:

Diese Ausgabe hat Angela Mores aus Einsendungen an
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Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen)

1 Beitraege nicht WR


Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 22.30 Uhr


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