widerst@nd mund: Mittwoch, 15. März 2006
MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
analle at no-racism.net
Mit Mar 15 03:31:40 CET 2006
widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr
www.no-racism.net/mund
Mittwoch, 15. März 2006
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A) INHALT
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01 Salzburg: Angriff auf Kulturbesetzung, Kessel bei Demo
Von: akin <akin.buero at gmx.at>
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ANKÜNDIGUNGEN
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02 EuroMayDay Plenum jeden Dienstag, 19h
Von: d a n i e l a <danieladuemila at supereva.it>
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03 fast-live Videoberichterstattung von der Konferenz zu Biosicherheit
in Curitiba, Brasilien
Von: flo (kanalB) <flo at kanalB.org>
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04 Mozart Remappen! Aber wie? > Radio Stimme - 16.03.
Von: Radio Stimme
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05 Protestmarsch gegen Post-Privatisierung, 17.3., Linz
Von: Werkstatt Frieden & Solidarität <office at werkstatt.or.at>
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06 bildungsbetroffenengipfel 16.3./vorbereitungstreffen finanzmin.treffen
Von: Renate Vodnek
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07 Thomas Rothschild und Peter Henisch
Von: Promedia <promedia at mediashop.at>
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08 Einladung zum Augustin TV Fest #004
Von: Angela Traussnig <angela at augustin.or.at>
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09 AKS: Europas SchülerInnenorganisationen tagen in Wien
Von: Ingrid Gogl
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10 Faschismus konkret
Von: akin
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11 (K)ein EU-Buch
Von: akin
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MEINUNGEN UND MELDUNGEN
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12 Asyl in Not - Vorstandsbeschluß
Von: office at asyl-in-not.org
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13 Netzkultur-Kritik am neuen Telekommunikationsgesetz
Von: konsortium.Netz.kultur
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14 Letzte Worte: Sorgsam ausgesucht
Von: akin
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15 WWWebtips: Volksgaragen, Atomkraft
Von: akin
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16 Reine Selbstueberschaetzung
Von: akin <akin.buero at gmx.at>
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INTERNATIONALE SOLIDARITÄT
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17 Verbot von Demonstrationen zur Verherrlichung
von Völkermord gefordert
Von: GFBV Hans Bogenreiter
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18 Leben im Nordirak
Von: WADI Austria <wadi.wien at gmx.at>
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19 EU/Tuerkei/Irak/USA: Der "Krieg gegen den Terror" in Europa
Von: akin
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B) TEXTE
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01 Salzburg: Angriff auf Kulturbesetzung, Kessel bei Demo
Von: akin <akin.buero at gmx.at>
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Salzburg:
> Angriff auf Kulturbesetzung
Nach wie vor ist das ehemalige Gelaende der Arge Nonntal besetzt. In der
Nacht auf Sonntag kam es allerdings zu einem raetselhaften Zwischenfall
waehrend eines Konzerts. 20 vermummte Personen stuermten das Auditorium und
es kam zu einer wilden Pruegeleien, bis die Angreifer vertreiben werden
konnten. Resultat: Ein Lehrling aus Buermoos brach nach einer
Jochbein-Verletzung zusammen und musste wiederbelebt werden, ein anderer
Konzertbesucher wurde auch beinahe bewusstlos geschlagen.
Wer die Angreifer waren, ist unklar. Einige wollen sie der Gangsta-Rap-Szene
zugeordnet wissen. Angeblich sei eine Woche vorher ein dieser Szene
Angehoeriger im besetzten Haus verpruegelt worden sein.
Einer der Verletzten wird allerdings von salzburg.orf.at dahingehend
zitiert, dass er vermute, dass die Schlaeger als "Hip-Hopper verkleidete
Rechte" gewesen waeren.
(indymedia, orf.at, SN/akin)
*
> Kessel bei Demo
Ebenfalls in Salzburg fand am Wochenende eine Demo gegen das
EU-Aussenministertreffen statt. Die Beteiligung soll so etwa 300-600 Leute
gewesen sein -- die zahlreichen Polizisten nicht mitgezaehlt. Laut
Beobachtern soll sich die Polizei lange Zeit zurueckgehalten haben, nur am
Ende der Demo haette es einen etwa viertelstuendigen Kessel gegeben, aus dem
letztlich nur ein einzelner Mann herausgefischt wurde. Auch dieser soll
nachher relativ bald wieder freigelassen worden sein -- Hintergrund koennten
Farbbeutel auf ein Burschenschafterhaus gewesen sein.
Die Rechtshilfe Salzburg (0699/818 75 379, salzrecht at web.de) bittet darum,
sie zu kontaktieren, sollten in Folge der Demo und der massiven
Videoueberwachung Strafanzeigen eintrudeln. Die Rechtshilfe sucht ausserdem
Video- und Photomaterial von Seiten der Demo, bittet aber darum, aus
Sicherheitsgruenden das Material nicht ohne vorherige Kontaktaufnahme zu
versenden.
(indymedia, Rechtshilfe/akin)
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ANKÜNDIGUNGEN
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02 EuroMayDay Plenum jeden Dienstag, 19h
Von: d a n i e l a <danieladuemila at supereva.it>
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EuroMayDay
Parade 1. Mai 006 Wien
VORBEREITUNGSTREFFEN JEDEN DIENSTAG
19 UHR
AMERLINGHAUS, 1070 WIEN, STIFTGASSE 8
Die Prekarisierung der Arbeits- und Lebensverhältnisse schreitet munter
voran. Aber nicht nur diese: Auch 2006 wird es am 1. Mai wieder eine
MayDay-Parade in Wien geben. Da diese allerdings nur so toll wird, wie die
Mitwirkenden und -werkenden eben sind, ist dies bereits jetzt ein lauter
Auf- und Ausruf, auch MayDay zu sein!
- Bildet Banden oder was auch immer!
- Seid dabei!
- Everyday is Mayday!
- Es geht um unsere Leben!
- Wir wollen alles!
- U.v.a.m.
Wir laden alle Interessierten zu den Vorbereitungsplena ein!
EuroMayDay: http://www.euromayday.at
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03 fast-live Videoberichterstattung von der Konferenz zu Biosicherheit
in Curitiba, Brasilien
Von: flo (kanalB) <flo at kanalB.org>
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hi,
unter http://biotech-trade-watch.org/ und
http://kanalb.org/topic.php?clipId=157 berichten wir zusammen mit dem EED
über die Themen, Hintergründe und Ereignisse in und ausserhalb der
Konferenz über das Cartagena Protokoll zur Biologischen Sicherheit,
das vom 13.-17. März in Curitiba, Brasilien, stattfindet.
Im Mittelpunkt der Verhandlungen steht die Frage, ob die unkontrollierte
Verbreitung genmanipulierter Pflanzen und Lebensmittel überhaupt noch
verhindert werden kann und unter welchen Bedingungen internationaler
Handel mit genmanipulierten Organismen möglich sein soll.
Die ersten einführenden Videoclips, die die Standpunkte der
Verhandlungsteilnehmer, sowie die Positionen der vor Ort vertretenen
NGOs darstellen, sind bereits online. Und es gibt einen Clip, der den
Themenkomplex für Einsteiger erklärt.
Ab heute werden wir täglich mit mehreren Clips aus Curitiba
berichten.
lg, flo
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web: http://kanalB.at
skype: kanalB_at
pgpkey: http://kanalB.at/flo_kanalB.asc
fingerprint: 63F7 0F87 D8BD B54F 0C88 98BD 1592 D17B D246 4A5D
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04 Mozart Remappen! Aber wie? > Radio Stimme - 16.03.
Von: Radio Stimme <radio.stimme_news at initiative.minderheiten.at>
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RADIO STIMME - DIE SENDUNG DER INITIATIVE MINDERHEITEN
Donnerstag, 16. März 2006
13.00 Uhr, Orange 94.0 / Wien
Mozart remappen! Aber wie?
Nationale Selbstbeweihräucherung bleibt hoch im Kurs. Kaum das "Gedankenjahr" 05
überstanden, folgt schon die nächste Zumutung - das Mozartjahr 06. Mit gerührtem
Blick wird dem Genie gedacht - und die Brust schwillt stolz: das war einer "von
uns"! Auf den ersten Blick scheint das Mozartjahr wohl nicht der prädestinierte
Ort für kritische Gegenerzählungen. Beim zweiten Hinsehen ergeben sich aber
gerade hier Möglichkeiten der Infragestellung von liebgewordenen Gewissheiten
über "uns". Dieses Ziel setzt sich das Projekt "remapping Mozart". Mittels
Ausstellungen und anderer künstlerischer Interventionen werden hier "verborgene
Geschichte/n" aufgespürt und nachgegangen. Wie das geht und was dabei
herauskommt ist Thema eines Studiogesprächs mit Araba Evelyn Johnston-Arthur
und Cornelia Kogoj, Mitarbeiterinnen des Projekts "remapping Mozart".
Weitere Sendungsthemen:
Frauen- contra Männerbericht?
Sybille Pirklbauer (AK) über den Status quo und
Perspektiven der Gleichstellungspolitik in Österreich.
Diese Sendung wird weiters ausgestrahlt auf:
FREIRAD (Innsbruck) Do, 23. März, 12.00 Uhr
Radio AGORA (Kärnten) Do, 23. März, 19.00 Uhr
Radio HELSINKI (Graz) Sa, 25. März, 19.00 Uhr
Radio FRO (Linz) So, 02. April, 11.00 Uhr
******
-> Neu: Radio Stimme jetzt auch in Kärnten.
Seit Jahresbeginn wird Radio Stimme nun auch in Kärnten auf Radio AGORA
ausgestrahlt. Sendezeit ist Donnerstag, 19.00 Uhr - http://www.agora.at
******
-> Sendung verpaßt? Das Internet-Archiv.
Diese und alle anderen Ausgaben von Radio Stimme sind in unserem digitalen
Sendungsarchiv jederzeit als Download und Stream abrufbar:
http://www.initiative.minderheiten.at/Radio
******
-> Sendung über's Internet hören.
Die Sendungen sind über den Internet-Livestream der Radiosender zur jeweils
angegebenen Sendezeit auch über das Internet zu hören.
Orange 94.0: http://streamintern.orange.or.at/live3.m3u
FREIRAD: http://www.freirad.at/live.m3u
Radio FRO: http://www.fro.at/livestream.php
HELSINKI: http://www.helsinki.at/live-stream.php
******
--
Radio Stimme – Die Sendung der Initiative Minderheiten
Das politische Magazin zu den Themen Minderheiten - Mehrheiten -
Machtverhältnisse
on air:
Wien - Do, 13.00 Uhr - Orange 94.0 - http://www.orange.or.at
Innsbruck - Do, 12.00 Uhr - FREIRAD - http://www.freirad.at
Kaernten - Do, 19.00 Uhr - Radio AGORA - http://www.agora.at
Linz - So, 11.00 Uhr - Radio FRO - http://www.fro.at
Graz - Mo, 08.00 Uhr - Radio Helsinki - http://www.helsinki.at
on line:
weltweit - jederzeit - http://www.initiative.minderheiten.at
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05 Protestmarsch gegen Post-Privatisierung, 17.3., Linz
Von: Werkstatt Frieden & Solidarität <office at werkstatt.or.at>
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Werkstatt Frieden & Solidarität
Waltherstr. 15, 4020 Linz
Tel. 0732/771094
Fax 797391
Mail: office at werkstatt.or.at
Web: www.werkstatt.or.at
Werkstatt-Rundbrief 08-2006
(1) Protestmarsch "Nein zur Privatisierung der Post - Schluss mit der Demontage der öffentlichen Dienste", 17. März 2006 in Linz
(2) Termine
(3) Neue Infozeitung der Werkstatt kann bestellt werden!
(1) Protestmarsch gegen die Postprivatisierung
Freitag, 17. März 06
Treffpunkt: 17.00 Uhr, Schillerpark/Linz
Bereits über 70 BetriebsrätInnen unterstützen den Aufruf des Aktionskomitees gegen die Privatisierung der Post und die Demontage der öffentlichen Dienste. Bei der Abschlusskundgebung wird unter anderem der Vorsitzende der Postgewerkschaft OÖ Gottfried Zauner reden.
Aufruf des Aktionskomitees gegen die Privatisierung der Post
Nein zur Privatisierung der Post!
Schluss mit der Demontage der öffentlichen Dienste!
Wir lehnen die Privatisierung der Post grundsätzlich ab,
... weil die Privatisierung in erster Linie den Aktionären nützt und auf Kosten von Beschäftigten und KundInnen der Post geht.
... weil die Privatisierung zu einem weiteren Abbau von Beschäftigten und der Erhöhung des Drucks auf die Beschäftigten führt. Schon in Vorbereitung auf die Postprivatisierung wurden 9.000 Beschäftigte abgebaut, weitere Tausende sollen folgen.
... weil die Privatisierung zur Verschlechterung der Versorgung mit Postdienstleistungen führt. Bereits bisher wurden fast die Hälfte aller Postämter geschlossen. Weitere sollen folgen.
... weil wir für qualitativ hochstehende Postdienstleistungen für alle - auch in den ländlichen Gebieten - eintreten statt maximale Dividenden für eine kleine Zahl von Aktionären.
... weil Privatisierung und Liberalisierung bei der Post ein weiterer Dominostein bei der Demontage der öffentlichen Dienste darstellt. Als nächstes droht die Liberalisierung und Privatisierung bei Trinkwasser, Spitälern, Gesundheitsversorgung, Schulen, Eisenbahnen, öffentlichem Verkehr, Altersversorgung und kommunalen Dienstleistungen. Öffentliche Dienste dürfen nicht dem Markt und Profitkalkül ausgeliefert werden, sondern müssen allen Menschen auf hohem Niveau ohne soziale Hürden zugänglich sein.
Deshalb halten wir Widerstand und öffentlichen Protest gegen Postprivatisierung und Demontage der öffentliche Dienste für notwendig!
Diesen Aufruf unterstützen u.a.:
//liste//
Wir sammeln weiter UnterstützerInnen für diesen Aufruf. Wer diesen Aufruf unterstützen möchte bzw. Flugblätter und Plakate zur Bewerbung des Protestmarsches will, bitte wenden an: Komitee gegen die Privatisierung der Post, Waltherstr. 15, 4020 Linz, Tel. 0732/771094, Fax 0732/797391, e-mail: office at werkstatt.or.at Ein Flugblatt zur Bewerbung des Protestmarsches kann auch von der Web-Page www.werkstatt.or.at heruntergeladen werden. Bitte weiterbewerben!
Alle die sich noch an der Vorbereitung des Protestmarsches beteiligen wollen, sind herzlich zum nächsten Treffen des Aktionskomitees gegen die Privatisierung der Post eingeladen: Mittwoch, 15. März 2006, 19 Uhr, Büro der Werkstatt Frieden & Solidarität (Waltherstr. 15, 4020 Linz)
Rund 2.000 Menschen haben bisher die Petition der Werkstatt "Für den Erhalt der Post im öffentlichen Eigentum!" unterschrieben. Wer das noch nicht getan hat, kann das auf der Web-Page der Werkstatt tun: http://www.werkstatt.or.at Eine Unterschriftenliste bzw. Plakat schicken wir gerne auch zu. Mailto: office at werkstatt.or.at
(2) Termine:
Donnerstag, 16. März 2006
Vorbereitungstreffen für Aktionen anlässlich des EU-FinanzministerInnen-Treffens am 8. April in Wien (Arbeitstitel: "Um/zug der
Abscheulichkeiten")
ab 20.00 besprechen im Büro der Werkstatt Frieden & Solidarität Wien
Rosensteing. 69/6, 1170 Wien (bei schulheft läuten)
Donnerstag, 16. März 2006.
Auf zum Gipfel! Gegen die europäische Bildungspolitik
Bildungsbetroffenengipfel anlässlich des informellen Treffens der BildungsministerInnen der EU.
Workshops, Musik, Volkxküche, Aktionen ...
10:00-16.00 Uhr
Michaelaplatz 1010 Wien
Freitag, 17. März 2006
17.00, Schillerpark
Protestmarsch/Linz
Nein zur Privatisierung der Post!
Schluss mit der Demontage der öffentlichen Dienste!
Nähere Informationen: office at werkstatt.or.at
Freitag, 17. März 2006
20.00, Kongreßsaal der Arbeiterkammer Linz
"Bürger, hört die Skandale"
Kabarettabend mit Dietrich Kittner
Karten um 10 und 8 Euro (nur für AK-Mitglieder) sind bei der Werkstatt unter:
office at werkstatt.or.at oder Tel. 0732-771094 bzw. 0676-6552695 erhältlich.
Freitag/Samstag, 24./25. März 2006
Festival Gegentöne 2006
Das Gegenton-Kunst-Fest mit sozialpolitischer Vision
Ort: Kongresssaal der Arbeiterkammer Linz
Veranstalter: Gegenton Orchester, Attac, VÖGB, AK
mit dem OÖ Gegenton Orchester, Samba-Attac, World Cafe Europa, uvm.
Programm und Gedanken zur sozialpolitischen Vision unter
www.freitoenen.at/index.php?include=aktuell.inc
Samstag, 01. April 2006, 15.00 - 18.00
Kolpinghaus, 1090 Wien, Althansstr. 51 (vis a vis D-Wagenstation Augasse)
TEAM (The European Alliance of EU-critical Movements)
Internationaler Kongress: Europa der Konzerne und Generäle?
Referate:
Lukas Reimann, Kantonsrat, Young4FUN, Schweiz
“Sind die EU-Verträge gut für die Schweiz?”
Emre Ertem, Student, Friedensvereinigung, Istanbul
„EU-Beitritt: Folgen für die Türkei.“
Franz Parteder, steirischer KPÖ-Vorsitzender
„Die EU kommt uns zu teuer! EU-Kritik und Internationalismus“
Magdalena Sulanova, Nasa Europa, Slowakei
„Was hat die EU für unser Land gebracht?“
Per Gahrton, grüner Parlamentsabgeordneter a.D., Schweden
„Widerstand gegen die EU in Schweden“
Boris Lechthaler, Werkstatt Frieden und Solidarität, Linz
„Militarisierung der EU und die Folgen“
Sonntag, 02. April 2006, 14.30 - 17.00
Podiumsdiskussion, Amerlinghaus, Stiftgasse 8
Wem nützt der Krieg gegen den Terrorismus?
mit Boris Lechthaler, Werkstatt Frieden&Solidarität, u. a.
veranstaltet von der Sozialistischen Linkspartei
(3) Die neue Infozeitung der Werkstatt Frieden&Solidarität ist erschienen:
Nein zum Europa der Konzerne und Generäle!
Für ein neutrales, solidarisches und weltoffenes Österreich!
Aus dem Inhalt:
- EU-Schlachtgruppen: Archaische Kämpfer
- Bundesheer: Heute der Balkan und morgen die ganze Welt?
- Österreich: Verdoppelung der Rüstungsausgaben
- 11 Jahre EU-Mitlgiedschaft Österreichs - Die etwas andere Bilanz
- Europa der Konzerne&Generäle: die aktuellen Projekte
- Petition gegen die Post-Privatitisierung
- Aufruf der Werkstatt Frieden&Solidarität
- Aktionstermine
Diese Zeitung eignet sich gut zur Verteilung vor und während Aktionen anläßlich der EU-Ratspräsidentschaft und kann zu folgenden Preisen in unserem Büro office at werkstatt.or.at , per Telefon: 0732-771094 oder per Fax: 0732-797391 bestellt werden:
bis 500 Exemplare a EUR 0,10
ab 500 Exemplaren a EUR 0,05 zuzüglich Versandspesen
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Nein zur Privatisierung der Post - Schluss mit der Demontage der öffentlichen Dienste!
Protestmarsch am Fr, 17. März 2006 in Linz
Treffpunkt: 17 Uhr, Schillerpark
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06 bildungsbetroffenengipfel 16.3./vorbereitungstreffen finanzmin.treffen
Von: Renate Vodnek <Renate.Vodnek at reflex.at>
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Auf zum Gipfel!
Gegen die europäische Bildungspolitik
Bildungsbetroffenengipfel
anlässlich des informellen Treffens der
bildungsministerInnen der EU.
Workshops, Musik, Volkxküche, Aktionen ...
16.3. 10:00-16.00
Michaelerplatz 1010 Wien
wir, die werkstatt frieden & solidarität, wollen am Samstag, 8.4.06,
anlässlich des treffens der eu-finanzministerInnen einen „um/zug der
abscheulichkeiten“ (arbeitstitel) machen.
angedacht ist auf einer noch festzulegenden route durch die stadt mit
verkleidungen, u.ä., auf umverteilung zugunsten der reichen, konzerne,..
hinzuweisen.
dazu wärs nett wenn möglichst viel organisationen / einzelpersonen
mitmachen. (auch deshalb, weil wir glauben dass eine große demo
unwahrscheinlich ist, und es darum geht, sichtbar zu sein)
das ganze wollen wir am Donnerstag, 16.3. ab 20.00 besprechen
ort: rosensteing. 69/6, 1170 wien (bei schulheft läuten)
ich würd mich freuen, euch zu sehn bzw. von euch zu hören!
liebe grüße
renate
renate.vodnek at oeh.univie.ac.at
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07 Thomas Rothschild und Peter Henisch
Von: Promedia <promedia at mediashop.at>
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Einladung zur Buchpräsentation im Wiener Literaturhaus:
Thomas Rothschild liest aus seinem neuen Buch. Peter Henisch diskutiert mit dem Autor. Das Buch:
Thomas Rothschild
ALLES LÜGE
Das Ende der Glaubwürdigkeit. Kurze Essays zum Zeitgeschehen
ISBN 3-85371-252-5, br., 160 Seiten, 11,90 Euro
Wo?
Literaturhaus Wien, Eingang Zieglergasse 26a, 1070 Wien
Wann?
Donnerstag, 30. März 2006 um 19 Uhr 30
Die Privatisierung von Bahn und Post erhöht deren Effizienz? Alles Lüge! Den Politikern geht es um Glaubwürdigkeit? Alles Lüge! Der Verlust dieser Authentizität, der die Politik und von dort ausgehend auch das private Zusammenleben der Menschen nachhaltig prägt, birgt kaum abschätzbare Gefahren in sich. Thomas Rothschild kommentiert in gewohnt sarkastischer Manier die zunehmende Heuchelei im öffentlichen Leben. Er nimmt Stellung zu Missständen in Österreich, wo er aufwuchs, und in Deutschland, wo er seit bald vier Jahrzehnten lebt. Zustände, die für das 21. Jahrhundert bezeichnend geworden sind, werden als verallgemeinerbares Phänomen skizziert. Verdientes Lob, etwa dem Fernsehmoderator Thomas Roth oder dem vergessenen Otto Krayer, wird ebenso ausgesprochen.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen.
Mit freundlichen Grüßen
Hannes Hofbauer, Promedia Verlag
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08 Einladung zum Augustin TV Fest #004
Von: Angela Traussnig <angela at augustin.or.at>
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Augustin TV#004
DONNERSTAG 16. März
Gemeinsam Tv schauen (20.00 -20.25)
und feiern ( ab 19 - ?)
27 Minuten Augustin TV zum Thema Asylpolitik und Alltagsrassismus
mit den Interviewpartner/innen:
Martin Schenk: Sozialexperte
www.armutskonferenz.at
Philipp Sonderegger: SOS Mitmensch
www.sosmitmensch.at
Harald Schmutzhard: social impact.
Künstlergruppe aus Linz.
Setzte sich in einer Serie von Projekten mit
Alltagsrassismus und Migration auseinander. Das Projekt
Border Rescue oder die Agentur no_milk///no_honey
" .seit 1993 sind über 6000 Menschen sind gestorben
bei dem Vesuch Westeuropa zu erreichen."
www.social-impact.at
Frau Bock zu der Situation ihrer Schützlinge
"..ich hab Einen, der traut sich nicht einmal zur Post zu gehen, weil er
Angst hat auf dem Weg dorthin eingesperrt zu werden"
www.fraubock.at
Karin Bischof und Monika Muhr von ZARA
Zu Alltagsrassismus und rassistische Beschmierungen im öffentlichen Raum
www.zara.or.at
Irmela Mensah-Schramm aus Berlin
Anti-Faschistin im Kampf gegen rechtsextreme
Kommunikationselemente .
Wurde für ihren Mut 2005 mit dem Erich Kästner Preis ausgezeichnet
" Handeln trägt auch dazu bei , nicht als passiver
Beobachter mitverantwortlich dafür zu sein, dass das Klima des
Zusammenlebens der Menschen verschiedener Kulturen und sozialer Gruppen
vergiftet wird mit Hass!"
wiederholt wird die Sendung ( OKTO im Wiener Telekabel: www.okto.at)am:
Do. 16.März: 24 Uhr
Fr. 17.März: 17 Uhr
Sa.18. März :15 Uhr und 1 Uhr
Mo. 20. März : 15 Uhr
Di. 21. März : 13 Uhr
Mi. 22.März: 11 Uhr
Kommentare zu Augustin Sendungen sind unter folgender
Adresse willkommen:
http://okto.tv/augustin/
Christina Steinle
Florian Binder
tv at augustin.or.at
Der Augustin fordert:
Freifahrt für Obdachlose, Sozialhileempfänger/innen,
Asylwerber/innen und Flüchtlinge!
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09 AKS: Europas SchülerInnenorganisationen tagen in Wien
Von: Ingrid Gogl <ingrid.gogl at aks.at>
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AKS: Europas SchülerInnenorganisationen tagen in Wien
Utl. : Pädagogische Konzepte im Mittelpunkt
Im Vorfeld des Treffens der EU-BildungsministerInnen tagen auch die
VertreterInnen der europäischen SchülerInnen. Im Zuge einer vom
Dachverband der europäischen SchülerInnenorganisationen (OBESSU) in
Zusammenarbeit mit der Aktion kritischer SchülerInnen (aks) organisierten
Konferenz, beraten SchülerInnenvertreterInnen aus 20 europäischen Ländern
über unterschiedliche pädagogische Methoden.
„In einem sind wir uns alle einig: die Anliegen von SchülerInnen müssen
europaweit eine gewichtige Rolle spielen“, richtet Ingrid Gogl,
Bundesvorsitzende der gastgebenden AKS, einen Appell an die
EU-BildungsministerInnen. Diese seien gefordert, ein starkes Bekenntnis
zur Mitbestimmung von SchülerInnen abzugeben. „Bildungsministerin Gehrer
hat als Vertreterin der Ratspräsidentschaft die Möglichkeit,
SchülerInnenrechte auf die Tagesordnung zu bringen. Dadurch könnte sie
beweisen, dass ihr die Anliegen von SchülerInnen wichtig sind“, so Gogl.
Ilia Dib, OBESSU-Vizepräsidentin, freut sich insbesondere über die breite
Beteiligung an der SchülerInnenkonferenz: „Mit TeilnehmerInnen vom Balkan
bis nach Großbritannien über pädagogische Konzepte diskutieren zu können,
ist eine große Gelegenheit. Am Ende der Konferenz werden wir sehen, welche
Konzepte die SchülerInnen europaweit für die Besten halten.“
Die Konferenz dauert noch bis kommenden Freitag. Neben den ausgedehnten
Diskussionen stehen noch Schulbesuche und Vernetzungsphasen am Programm.
Rückfragehinweis: Ingrid Gogl (aks Bundesvorsitzende): 0699/ 11 40 81 42
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10 Faschismus konkret
Von: akin <akin.buero at gmx.at>
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akin-Pressedienst.
Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 14. Maerz 2006; 17:18
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Buecher:
> Faschismus konkret
Robert O. Paxton:
Anatomie des Faschismus
uebersetzt von Dietmar Zimmer,
Muenchen 2006, Deutsche Verlagsanstalt, 447 S., Gebunden, EUR 24,90,
ISBN: 3-421-05913-6
Original: The Anatomy of Fascism. New York 2004
Paxtons herausragendes Buch ueberrascht auch durch seine prozesshafte
Methode. Statt eine im Hegelschen und Marxschen Sinne "abstrakte" Formel
fuer den Faschismus zu geben, wird zu Beginn an dessen konkret - historische
Funktion erinnert: Schaffen einer "Diktatur gegen die Linke unter der
begeisterten Zustimmung der Bevoelkerung" (S.11).
Ein weiter methodischer Baustein ist fuer Paxton wichtig:"Ich konzentriere
mich im Gegenssatz zur ueblichen Praxis staerker auf die Handlungen der
Faschisten als auf ihre Worte." (S.9).
Genesis und Entwicklung des Faschismus werden als "Zyklus von fuenf Stadien"
studiert: "(1) Die Entstehung einer Bewegung; (2) ihr Verankerung im
politischen System; (3) ihr Griff nach der Macht ; (4) die Machtausuebung
und schliesslich, (5) die laengerfristige Entwicklung, wobei fuer
faschistische Regimes hier die Alternative Radikalisierung oder Niedergang
lautete. Obwohl jedes Stadium eine Voraussetzung fuer das aechste ist, muss
keine faschistische Bewegung sie alle durchlaufen oder gar nur in eine
Richtung." (S.41).
Der Erste Weltkrieg war die "entscheidenste direkte Vorbedingung fuer den
Faschismus " (S.48). Nach Kriegsende und seinen sozialen und poltischen
Verwerfungen stuerzte "eine Bevoelkerung, die gelernt hatte, oeffentliche
Loesungen der oekonomischen Probleme zu erwarteten , ins Ungewisse" (S.50).
Bereits die faschistischen "Urprogramme", die die Krisenlage reflektierten
und erst die Praxis zeigten, dass der "Antikapitalismus der Faschisten
hoechst selektiv war "(S.86). Um an die Macht zu kommen, trafen Mussolini
und Hitler "pragmatische Entscheidungen" (S.87) -- gegen die faschistischen
"Puristen".
Entgegen allen Mythenbildungen kamen Mussolini und Hitler nicht via Coup
d`Etat, sondern durch Zusammenarbeit mit (Teilen von) konservativen Eliten
an die Macht (S.142ff.). Es kam zu einem "Herrschaftskompromiss" (S.149).
Paxton durchaus differenziert: "Das Nazi-Regime und die Wirtschaft hatten
konvergierende, aber keine identische Interessen" (S.145).
Die Machtergreifung von Mussolini und Hitler war in keiner Weise
"unvermeidlich"(S.151). Die Politik liberaler und konservativer Eliten bzw.
das Versagen der ArbeiterInnengewegung machte sie moeglich. Paxton bewusst
provokant: "Die genauere Betrachtung wie faschistische Fuehrer
Regierungschefs wurden , ist eine Uebung in Antideterminismus " (ebd.).
Im Schlusskapitel wird die Frage diskutiert, ob ein "updated" Faschismus
heute moeglich ist (S.252ff.). Paxton bejaht diese Moeglichkeit, verweist
jedoch auf wesentliche Unterschiede zurZwischenkriegsszeit: u. a. das andere
oekonomische Ambiente im Gegensatz zur Grossen Depression oder den
weitgehenden Verzicht der aktullen extremen Rechten auf den "Primat der
Politik", also das Setzen auf den "freien Markt".
*Hermann Dworczak*
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11 (K)ein EU-Buch
Von: akin <akin.buero at gmx.at>
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akin-Pressedienst.
Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 14. Maerz 2006; 17:16
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Buecher:
> (K)ein EU-Buch
Ilka Schroeder (Hg.):
Weltmacht Europa – Hauptstadt Berlin?
Ein EU-Handbuch
213 Seiten, ISBN 3-930786-44-3, Konkret Verlag, Hamburg, 2005, EUR 15,50
Kurz bevor die EU, nach den ablehnenden Referenden zur neuen EU-Verfassung
in Frankreich und den Niederlanden – in Oesterreich und Deutschland hatten
es die Regierungen ja vorgezogen, den Ratifizierungsprozess gleich ohne
Volksabstimmung im Parlament durchzupeitschen – in eine der schwersten
Krisen ihrer Existenz gestuerzt ist, hat die ehemalige
EU-Parlamentsabgeordnete Ilka Schroeder am Ende ihrer EU-politischen
Karriere einen Sammelband zum – nach Meinung der AutorInnen -- deutsch
dominierten imperialistischen Projekt EU herausgegeben.
Neben den Beitraegen der Herausgeberin versammelt der Band u.a. auch Texte
von Markus Euskirchen zur "militaerischen Aussenpolitik" der EU, von Frank
Oliver Sobich zur aussenwirtschaftspolitischen Kokurrenz zwischen den USA
und der EU, von Giovanni Krowalczyk zur Waehrungskonkurrenz zwischen Euro
und Dollar und Sebastian Bischoff zum europaeischen Antiamerikanismus.
Schwerpunkt des Bandes stellt somit eindeutig der Konkurrenzimperialismus
der EU gegenueber den USA dar, der etwa auch in einem gemeinsamen Beitrag
von Ilka Schroeder und André Anchuelo am Beispiel der Nahostpolitik als
"Testfeld europaeischer Grossmachtinteressen" dargelegt wird.
Innereuropaeische Fragen der Sozial- und Wirtschaftspolitik, der
Osterweiterung oder des Beitritts der Tuerkei werden jedoch bestenfalls
periphaer angesprochen. So gesehen ist Schroeders Buch auch weder ein
EU-Buch, noch eine Abhandlung ueber die gegenwaertige Krise der EU, sondern
eben ein thematisch sehr spezifischer Sammelband, der versucht gegen den
wachsenden Antiamerikanismus und die Grossmachtbestrebungen der EU
anzuschreiben. Dass dies nicht von einer politikwissenschaftlichen
Perspektive, sondern aus der Sicht einer sehr jungen Politikerin geschieht,
die als Jugendkandidatin der deutschen Gruenen in das EU-Parlament gewaehlt
wurde, sich aber nach der rotgruenen Kriegsfuehrung gegen Jugoslawien
selbststaendig gemacht hatte und in der Fraktion der Europaeischen Linken
ueberwinterte, verhilft dem Buch einerseits zu einigem Insiderwissens,
laesst aber manchmal den Wunsch nach einer theoretischen Diskussion, die
ueber das blosse Postulieren eigener Positionen hinausgeht, aufkommen.
So ist es zum Beispiel etwas duerftig, wenn Birger Siebert und Frank Oliver
Sobich in ihrem Beitrag ueber die Begeisterung von Nationalisten fuer
Europa, regionalistische Stroemungen in Schottland, Katalonien oder im
Baskenland einfach nur als "durchgeknallte Projekte" (S. 164) oder
"regionalistische Idiotien" (S. 163) bezeichnen ohne den Versuch zu
unternehmen, zu erklaeren, warum denn nun der schottische oder baskische
Nationalismus "idiotischer" oder "durchgeknallter" als der britische oder
spanische sein soll.
Waehrend die grosse Staerke des Bandes in der Aufarbeitung selten oder nur
schwer aufzufindenden Materials liegt, so liegt die Schwaeche in manchmal zu
rasch und zu geradlinig entworfenen Schluessen, die daraus gezogen werden.
In manchen Passagen scheint die zur Verstaendlichmachung notwendige
Vereinfachung und Zuspitzung, die Vielfalt der AkteurInnen innerhalb der EU,
aber auch in Nahost oder den USA und die Widersprueche derselben etwas
auszublenden.
Trotzdem stellt das Buch mit der Fuelle an bearbeiteten Fragen und an
zugaenglich gemachtem Material, einen unverzichtbarer Beitrag fuer die
Debatte ueber die Entwicklung der EU hin zu einem politischen
imperialistischen Projekt dar.
*Thomas Schmidinger*
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MEINUNGEN UND MELDUNGEN
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12 Asyl in Not - Vorstandsbeschluß
Von: office at asyl-in-not.org <office at asyl-in-not.org>
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Ein muslimischer Wortführer hat unsere islamkritischen Aussendungen zum Anlaß genommen, einzelne Mitglieder des Vorstands von Asyl in Not, deren Adressen er ermitteln konnte, persönlich anzuschreiben und sie zu einer Distanzierung vom Vereinsobmann Michael Genner aufzufordern.
Der Vorstand von Asyl in Not hat daher auf seiner Sitzung am 13. März 2006 einstimmig beschlossen, ihm folgenden Antwortbrief zu schicken:
„Sehr geehrter Herr Baghajati,
wir ersuchen Sie herzlich, uns nicht länger mit Ihren Schreiben zu belästigen, die mit unserer Vereinsarbeit nichts zu tun haben. Wir stehen zu hundert Prozent hinter unserem Obmann Michael Genner, der im übrigen von unserer Generalversammlung gewählt worden ist.
Wir sind eine säkulare politische Organisation, die sich ohne Ansehen der Religion, Herkunft oder sexuellen Vorlieben für ihre Klienten einsetzt, die unsere Hilfe benötigen. Uns ist daher jedwede Diskriminierung im politischen Raum fremd.
Leider kann man das von manchen Religionsgemeinschaften nicht behaupten. Aber wir respektieren auch deren Meinungsfreiheit, solange sie sich an die Gesetze der Republik halten und sich im Rahmen der Menschenrechte bewegen.
Die Art und Weise aber, wie Sie einen persönlichen Konflikt in den politischen Raum stellen und permanent versuchen, Ihr Beleidigtsein und Ihre religiösen Stimmungslagen in den Mittelpunkt der politischen Argumentation zu stellen, weisen wir scharf zurück.
Mit freundlichen Grüßen,
der Vorstand von Asyl in Not.“
Asyl in Not
Währingerstraße 59
1090 Wien
Tel.: 408 42 10-15, 0676 – 63 64 371
www.asyl-in-not.org
Spendenkonto:
Asyl in Not,
P.S.K., Kontonummer 92.034.400
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13 Netzkultur-Kritik am neuen Telekommunikationsgesetz
Von: konsortium.Netz.kultur <contact at konsortium.at>
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-- MEDIENINFORMATION ---------<
-- konsortium.Netz.kultur ----<
-< Anti-Spam: Unsicherheiten für Kunst und Kultur beseitigen! >-
-< Netzkultur-Kritik am neuen Telekommunikationsgesetz >--------
-- http://konsortium.at/ -----<
Seit 1. März 2006 ist eine Novelle des Telekommunikationsgesetzes (TKG)
in Kraft, die eine Zusendung von e-Mails unter Strafe stellt, sobald
keine vorherige Einwilligung der EmpfängerInnen vorliegt bzw. wenn diese
an mehr als 50 Personen gerichtet ist. Dabei wird nicht unterschieden,
ob der Mail-Versand kommerzielle Absichten verfolgt oder gemeinnützigen
Zwecken dient.
"Wie schon im Vorjahr die Novellierung des Mediengesetzes haben die
neuen Bestimmungen des TKG vor allem die Realitäten von Kunst- und
Kulturschaffenden nicht berücksichtigt", stellt der Vorstand des
konsortium.Netz.kultur in einem offenen Schreiben an den Nationalrat
fest. "Es ist zu begrüßen, dass die Privatsphäre von
Internet-NutzerInnen mit Maßnahmen gegen unliebsamen Spam geschützt
wird. Es ist aber auch zu beachten, dass e-Mails in der Praxis der
Kulturarbeit einen wichtigen Beitrag zur Herstellung von demokratischen
Öffentlichkeiten leisten."
Kunst- und Kulturorganisationen, Interessenverbände und zahlreiche
Projekte sind angesichts der neuen Regelung und der hohen Strafandrohung
von bis zu 37.000 Euro stark verunsichert. "Viele Organisationen wissen
nicht, wem sie welche Informationen zukommen lassen dürfen. Aus Angst
vor Existenz bedrohenden Konsequenzen wählen schon jetzt gar nicht so
wenige die Selbstzensur", berichtet Gabi Kepplinger vom Linzer
Netzknoten servus.at.
Das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung muss auch im Hinblick auf den
e-Mail-Versand unangetast bleiben. Das konsortium.Netz.kultur fordert
daher eine Nachbesserung des TKG, die eine so genannte Opt-out-Lösung
bei einer Zusendung von nicht-kommerziellem Informationen vorsehen soll.
Damit wäre sicher gestellt, dass die EmpfängerInnen jederzeit eine
Austragung aus dem Verteiler verlangen können.
"Gesellschaftspolitisches Engagement braucht Öffentlichkeit", meint
Sarah Schönauer, Vorsitzende der Salzburger Netzkultur-Initiative
subnet. "Gerade für kleine Organisationen ist die Information durch
e-Mail unverzichtbar. Ohne Nachbesserung des TKG ist die Nutzung von
Netztechnologien als Mittel demokratiepolitischer Meinungsäußerung und
Information in erheblichen Maße gefährdet."
-- Kontakt --<
konsortium.Netz.kultur
Kirchengasse 4
A-4040 Linz
contact at konsortium.at
http://www.konsortium.at/
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14 Letzte Worte: Sorgsam ausgesucht
Von: akin <akin.buero at gmx.at>
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akin-Pressedienst.
Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 14. Maerz 2006; 17:21
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Letzte Worte:
> Sorgsam ausgesucht
Der Zeitung der Kultusgemeinde "Die Gemeinde" vom Februar 2006 entnehme ich
mit ganz leichtem Erstaunen -- vermutlich teile ich es mit der Person, die
den betreffenden Artikel verfasst hat -- dass der deutsche
Bundesnachrichtendienst (BND) der "befreundeten" Bruderorganisation Mossad
(israelischer Geheimdienst) fuer Agenten im Nahen Osten deutsche Paesse zur
Verfuegung gestellt hat. Nun lauten diese Paesse nicht auf irgendwelche
Phantasienamen, sondern "beziehen sich auf Identitaeten tatsaechlich
lebender Personen, die nichts davon wissen und Deutschland wahrscheinlich
nicht verlassen... Diese Personen haben von der Zweitverwertung ihrer
Identitaet keine Kenntnis... Die Verwendung von Duplikaten falle nicht auf,
weil die betroffenen Deutschen sorgsam ausgesucht wuerden... Frueher habe
der Mossad Identitaeten Verstorbener benutzt; dies sei im Computerzeitalter
mit einem schnellen Datenaustausch weltweit nicht mehr moeglich" (Zitate Die
Gemeinde). Der BND gab nach Zeitungsberichten dazu keinen Kommentar ab.
Mein -- allerdings nur geringes -- Erstaunen ueber dieses Verfahren
(immerhin traut man Geheimdiensten allerlei Seltsamkeiten zu) ruehrt von
mehreren Fragen her, die sich mir aufgedraengt haben:
1.) Wie kann ein Geheimdienst wissen, ob jemand "Deutschland wahrscheinlich
nicht verlassen" werde, ausser er/sie sitzt fuer mehrere Jahre hinter
Gittern?
2.) Wenn jemand fuer mehrere Jahre hinter Gittern sitzt -- oder sonstwie
verwahrt wird -- ist das nicht auch dem Internet zu entnehmen -- wie wenn
er/sie verstorben waere?
3.) Teilt die Polizei dem Geheimdienst mit, wer einen Pass beantragt?
4.) Welche Konsequenzen kann das fuer die Person haben, wenn ein Agent unter
ihrem Namen im Nahen Osten agiert und auffliegt? Ich mag mirŽs nicht
wirklich vorstellen.
5.) Wie kommt der Mossad zu den Personen, die "sorgsam ausgesucht werden"?
Wer leistet da Vorarbeiten?
6.) Was der BND tut, tut das auch der eine oder der andere oesterreichische
Geheimdienst?
Wir werden’s nie erfahren, nehm ich an.
*Ilse Grusch*
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15 WWWebtips: Volksgaragen, Atomkraft
Von: akin <akin.buero at gmx.at>
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> WWWebtips
http://www.baeume-statt-garage.psido.at/
http://bacherpark.softxl.at
http://www.parks-ohne-autos.qube.at/Netz/
Langsam wird die Praesenz der Bacherpark-Homepages (URLs 1&2) ein bisserl
inflationaer. Aber vielleicht bringen die mehr als die bisherigen. URL 3
geht die Sache ein bisserl allgemeiner an und ist die Vernetzungshomepage
aller greifbar gewesenen Wiener Anti-Volksgaragen-Initiativen. Die
Argumentation ist ueberall aehnlich: Erstens wird der Park beschaedigt,
zweitens wird Geld rausgeschmissen, das zumeist bei rathausnahen Firmen
landet und drittens ist der Volksgaragenboom wieder mal ein Versuch, das
Auto in der Stadt attraktiver zu machen -- was Wien ja unbedingt braucht. Am
meisten aber duerfte die BIs darueber erzuernt sein, dass Bedarfserhebungen
nur sehr schleissig, Buergerbefragungen jedoch gar nicht gemacht worden
waren.
http://www.global2000.at/index3.htm?/pages/auli_einleitungstext.htm
"Trotz der Risiken der Atomkraft strebt die Atomlobby zur Zeit ein Comeback
in Europa an. Finnland baut bereits einen neuen Reaktor, den ersten in
Westeuropa seit 1991. Frankreich will in Kuerze mit einem Neubau folgen.
Neue Reaktoren werden auch in der Slowakei, in Slowenien und in Tschechien
diskutiert. Und die Mittel fuer die Atomforschung in Europa sollen nach
Plaenen der EU-Kommission mehr als verdoppelt werden." So stehts auf der
Homepage von Global 2000. Und deswegen sammeln sie gemeinsam mit
niederlaendischen, franzoesischen und finnischen Organisationen
Unterschriften. Ziel sind 1 Million europaeische UnterstuetzerInnen. Halts
euch also ran!
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16 Reine Selbstueberschaetzung
Von: akin <akin.buero at gmx.at>
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akin-Pressedienst.
Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 14. Maerz 2006; 17:10
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Glosse:
> Reine Selbstueberschaetzung
Schwer zu sein ein Sicherheitssprecher, denkt sich derzeit wohl wieder mal
Peter Pilz. Wenn er ueberhaupt darueber nachdenkt. Oder wenn er darueber
nachdaechte, dass er sich frueher noch als "Friedenssprecher" titulieren
liess. Aber das ist lange her.
Vor kurzem liess er wieder mal was fallen bezueglich "EU-Vergemeinschaftung
der Sicherheitspolitik". Freudig berichtete darueber das OeVP-Organ "Neues
Volksblatt": "Pilz kann sich bei gemeinsamer EU-Verteidigungspolitik
Empfehlung fuer Nein zur Neutralitaet vorstellen". Und von etlichen linken
Gruppen bezog er wieder einmal die ueblichen Pruegel.
Doch die Aufregung ist natuerlich Routine, wiederholte Pilz doch nur einen
schon damals heftig gescholtenen Beschluss des Erweiterten Bundesvorstandes
der Gruenen von 2004.
Und irgendwie tut man Pilz auch unrecht, denn verknuepft mit dieser
Forderung will er auch, dass sich die EU zur Nichtteilnahme an Kriegen
verpflichte und einen Abzug fremder Truppen sowohl aus dem
Gemeinschaftsgebiet als auch aus dem uebrigen Europa -- uebersetzt heisst
das wohl: "Ami go home". Mit diesen Verknuepfungen sieht die Sache schon ein
wenig anders aus, kaeme doch ein solches Statut der oesterreichischen
Neutralitaet ziemlich nahe.
Das will aber niemand von den linken Kritikern hoeren -- und sie haben recht
damit! Denn wenn die oesterreichischen Gruenen so ein Programm postulieren,
sind die Details europapolitisch ziemlich egal. Kaeme der Vorschlag vom
franzoesischen Praesidenten und von der deutschen Bundeskanzlerin koennte
man (sofern man ihnen so etwas glaubte) durchaus den Ansatz ernstnehmen und
wirklich in seinen Details als umsetzbar ansehen. Wenn das hingegen eine
kleine Oppositionspartei in einem bedeutungslosen Land verbreitet, bleibt in
der Oeffentlichkeit dieses Landes nur uebrig, dass auch die Gruenen schon
die Neutralitaet abschaffen wollen -- siehe Volksblatt. Im uebrigen Europa
wird das sowieso geflissentlich ignoriert. Eine Presseaussendung ist halt
nur so gut wie das daraus resultierende Echo.
Einem politischen Anfaenger kann man derlei Stuemperhaftigkeiten schon
verzeihen. Pilz, ein Meister auf der medialen Klaviatur, muesste es aber
besser wissen. So koennte man vermuten, dass die Gruenen eine
Doppelstrategie fahren -- einerseits sich beim zukuenftigen
Koalitionspartner einschleimen, andererseits den Kritikern vorhalten zu
koennen, sie haetten nicht das ganze Konzept gelesen.
Aber das glaube ich nicht. Ich glaube eher daran, dass diese Partei immer
noch daran krankt, sich in ihrer eigenen Bedeutung zu ueberschaetzen. So wie
die Gruenen ueberzeugt sind, eine Koalition mit der OeVP unbeschadet zu
ueberleben, so glauben sie, die Militaerpolitik der EU in ihrem Sinne
beeinflussen zu koennen -- und erreichen damit genau das Gegenteil.
Lenin haette sie wahrscheinlich "nuetzliche Idioten" genannt...
*Bernhard Redl*
Materialien:
http://www.gruene.at/frieden_sicherheit/artikel/lesen/5493/
http://www.volksblatt.at/folgeseite.asp?inc=artikel/artikel_politik25
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INTERNATIONALE SOLIDARITÄT
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17 Verbot von Demonstrationen zur Verherrlichung von Völkermord gefordert
Von: GFBV Hans Bogenreiter <hans.bogenreiter at gfbv.at>
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GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER
PRESSEMITTEILUNG Göttingen/Berlin, den 14.03.2006
Leugnung von Völkermord nicht zulassen!
Generelles Verbot von Demonstrationen zur Verherrlichung von Verbrechen
gegen die Menschlichkeit gefordert
Nach dem Verbot von zwei türkischen Demonstrationen in Berlin im
Zusammenhang mit dem Völkermord an den Armeniern und assyrisch-
aramäischen Christen 1915 bis 1918 in der Türkei hat die Gesellschaft für
bedrohte Völker (GfbV) am Mittwoch ein generelles Verbot von
Demonstrationen zur Verherrlichung von gegenwärtigen oder vergangenen
Verbrechen gegen die Menschlichkeit - wie Völkermord und Vertreibung -
gefordert.
"Es darf in Deutschland nicht möglich sein, die Öffentlichkeit dazu
aufzurufen, Völkermord zu leugnen oder sogar gutzuheißen, und
Kriegsverbrecher für ihre ungeheuerlichen Taten zu ehren", erklärte der
GfbV-Generalsekretär Tilman Zülch. Genau dies sei jedoch das Ziel der beiden
nun endlich verbotenen Demonstrationen in Berlin gewesen. Deren Veranstalter
wollten fordern, dass die Türkei nicht mehr des Völkermordes an den
Armeniern bezichtigt wird. Außerdem sollte für einen der
Hauptverantwortlichen für diesen Genozid, den 1921 in Berlin von einem
Überlebenden getötete türkisch-osmanische Politiker Talat Pascha, ein Kranz
niedergelegt werden.
Während des Ersten Weltkrieges sind bis zu 1,5 Millionen Armenier in der
Türkei einem Völkermord zum Opfer gefallen. Die Christen starben bei
Massakern, an Hunger und Seuchen. Sie wurden ertränkt oder lebendig in
Häusern, Kirchen und Höhlen verbrannt. Mit ihnen wurden rund 500.000
assyrisch-aramäische Christen ermordet. Außerdem wurden Zehntausende
Pontosgriechen Opfer von Massenmord und Deportation. Das schreckliche
Schicksal der Ermordeten vor Augen legte der jüdisch-amerikanische
Rechtsanwalt Rafael Lemkin dem Völkerbund 1934 eine internationale
Konvention gegen Genozid vor und berief sich dabei auf den Völkermord an den
Armeniern. Dieser Vorschlag wird erst 1948 durch Verabschiedung der
UN-Konvention zur Verhütung Bestrafung des Völkermordes Wirklichkeit.
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Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
Inse Geismar, Pressereferentin
Postfach 2024, D-37010 Goettingen
Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028
E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de
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18 Leben im Nordirak
Von: WADI Austria <wadi.wien at gmx.at>
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Quelle: http://www.arte-tv.com/de/70.html
Leben im Nordirak: "Ernüchterung hat sich breit gemacht"
Sandra Strobel ist Mitarbeiterin der Hilfsorganisation WADI, die sich vor allem im kurdischen Norden des Irak engagiert. "Die Situation der Menschen dort hat sich seit 2003 verbessert", sagt sie. Trotzdem hat sich Ernüchterung breit gemacht, denn die Folgen von Verfolgung und Vertreibung sind immer noch spürbar.
Frau Strobel, Sie waren im Dezember 2005 im Irak das letzte Mal im Irak. Wie geht es den Menschen heute?
Sandra Strobel: Die Menschen im Nordirak haben mehr als 40 Jahre Krieg, Mord und Vertreibung hinter sich. Deshalb sind sie über den Sturz Saddam Husseins natürlich glücklich. Ihr Lage allerdings ist immer noch schwierig: Die Strom- und Wasserversorgung ist sehr schlecht. Selbst in Suleymaniah, der modernsten Stadt Nordirak, haben die Menschen nur unregelmäßig Strom, oft nicht mehr als drei Stunden am Tag. Es gibt außer in den großen Städten kaum Krankenhäuser und wenig Schulen. Dazu kommt: Noch liegen über zwölf Millionen Minen allein im Nordirak. In manchen Dörfern fehlen zwei Dritteln der Bevölkerung irgendwelche Körperteile, weil sie sich an einer Mine verletzt haben. Die Minenräumung ist von den Vereinten Nationen begonnen worden – aber inzwischen hat die Zentralregierung diese Aufgabe übernommen. Und die hat einfach zu viel zu tun, um sich darum zu kümmern.
Können die Menschen ausreichend versorgt werden?
Verglichen mit der Situation vor der Befreiung hat sich die Lage für die Kurden im Nordirak eindeutig verbessert. Es gibt endlich wieder genügend Lebensmittel, denn die Bevölkerung hat ja jahrelang unter dem Embargo gelitten. Trotzdem gibt es große Unterschiede zwischen Stadt und Land: Auf dem Land ist vor allem die medizinische Versorgung sehr schlecht. Deshalb sterben die Menschen an ganz einfachen Krankheiten, z.B. an Infektionen, Durchfallerkrankungen oder Schlangenbissen. Viele Frauen und Säuglinge überleben die Geburt nicht – nur, weil das nächste Krankenhaus oder der nächste Arzt zwei oder drei Stunden entfernt sind. Und selbst im Krankenhaus kann vielen nicht geholfen werden – weil Ärzte. Apparate und Medikamente fehlen. Dazu kommt eine sehr hohe Arbeitslosenquote, die dazu führt, dass die Familien kein Geld haben, ihre Kinder in die Schule zu schicken.
Wie ist die Sicherheitslage?
Für die Kurden ist die Lage im Nordirak heute zumindest wesentlich besser als unter der Saddam Husseins. In Suleymaniah, wo wir viel arbeiten, ist es relativ ruhig – für irakische Verhältnisse. Es gab im Oktober terroristische Attentate auf die Zivilbevölkerung und Politiker. Aber in Mossul, wo Saddam Hussein viele Anhänger hatte, ist es bis heute sehr gefährlich. Ich habe noch keinen Nordiraker getroffen, der nicht Angst hat, sich dort zu bewegen. Hier im Westen wird nicht wahrgenommen, dass sich die Attentate und die Bomben ja vor allem auch gegen die eigene Bevölkerung richten. Und die Kurden wünschen sich nichts so sehr wie endlich Frieden und ein normales Leben.
Wie gehen die Menschen damit um, im Alltag ständig mit diesen Gefahren konfrontiert zu sein?
Die Menschen in Kurdistan haben 40 Jahre Krieg, Flucht und Vertreibung erlebt. Die kurdischen Kinder haben nie etwas anderes kennen gelernt. Für die Menschen ist es Alltag – sie können nicht weg, müssen sich also damit arrangieren. Ein gewisser Fatalismus scheint da durch, nach dem Motto „Uns hilft ja eh’ keiner“. Natürlich passen die Menschen ständig auf – jeder, der unbekannt ist, wird registriert. Es gibt nach wie vor sehr viele Polizisten und Straßensperren, man ist quasi ständig auf der Hut.
Macht diese ständige Anspannung auf Dauer nicht krank?
Ich bin mir sicher, dass sie krank macht – auch wenn es momentan dazu noch keine Untersuchungen oder Studien gibt. Allerdings standen die Menschen auch bis zum Sturz Saddam Husseins unter dieser ständigen Anspannung. Erst jetzt können die Menschen beginnen, dies zu verarbeiten und erst jetzt besteht die Möglichkeit, dass sich lokale Organisationen herausbilden, die diese Themen in Angriff nehmen. Allerdings war ich schon schockiert, dass es zum Beispiel in Halabdja
der Stadt, in der Saddam Hussein 1988 bei einem Giftgasangriff 3.000 bis 5.000 Kurden tötete und 10.000 verletzte
keinerlei psychologische Hilfe für die Menschen gibt. Zwei Drittel der Stadt sind durch den Giftgasangriff unmittelbar oder als Folge ums Leben gekommen. Und trotzdem gibt es bis heute niemanden, der sie betreut.
Im Dezember 2005 ist das erste reguläre Parlament gewählt worden. Verbinden die Menschen damit Hoffnung auf eine bessere Zukunft?
Auf der einen Seite ja: Am Wahltag sind die Menschen voller Stolz und mit Freude in ihren besten Kleidern in die Wahllokale geströmt. Auf der anderen Seite kam auch schnell die Ernüchterung: Die Wahllisten, die aus Bagdad kamen, waren nicht vollständig, es gab viele Menschen, deren Namen sich dort nicht fand. Das hat zu Unmut geführt und zu dem Eindruck, dass die Menschen im Nordirak schon wieder betrogen werden sollen. Ingesamt hat sich nach den großen Hoffnungen, die es 2003 gab, die Ernüchterung breit gemacht, denn die Menschen haben sehr viel von dieser Demokratisierung erwartet.
Laut Verfassung müssen im Parlament auch 25 Prozent Frauen sitzen – das ist nicht nur für ein arabisches Land eine hohe Quote. Verändert das die Situation der Frauen?
Insgesamt ist die Situation der Frauen in Kurdistan nicht so extrem wie in anderen arabischen Ländern. Hier wird generell sehr viel Wert auf Bildung gelegt. Und hier fängt das Problem an: Die jahrelange Verfolgung, Flucht und Vertreibung hat nicht nur Bildung unmöglich gemacht, sie hat auch andere Konsequenzen: Aus Armut schicken Eltern – wenn überhaupt – nur noch ihre Söhne in die Schule. Mädchen werden so früh wie möglich verheiratet – möglichst an ältere Männer. Gleichzeitig haben wir ein neues Phänomen kennen gelernt: Den so genannten Frauentausch. Traditionell müssen Männer einen gewissen Wohlstand mitbringen, um heiraten zu können. Die meisten aber sind durch den Krieg arm, deshalb tauschen Freunde und Familien ihre Mädchen untereinander – auch gegen deren Willen. Die Analphabeten-Rate unter Frauen und Mädchen ist sehr hoch und es fehlen grundlegende Kenntnisse zum Beispiel was den eigenen Körper oder die Gesundheit angeht. In dieser Situation ist eine Diskussion über die Frauenquote einfach zu abstrakt.
Das heißt, die Verfassung ist der Realität voraus?
So könnte man das sagen. Die Frauen kommen schon mit zum Wählen – aber ihre Bedürfnisse fangen viel weiter unten an. Der reine Kampf ums Überleben hat so viel Energie in Anspruch genommen, dass keine Zeit da war, um über Frauenrechte, Zwangsheirat oder Beschneidung nachzudenken. Erst jetzt bilden sich langsam Gruppen und Organisationen heraus, die sich mit diesen Themen befassen und dann auch Ansprechpartner für Frauen werden
Sie sind mit mobilen Einsatzteams vor Ort. Wie reagieren die Frauen auf Sie?
Die Besuche werden allgemein sehr positiv aufgenommen – was auch daran liegt, dass wir hauptsächlich mit lokalen Mitarbeitern arbeiten. Die mobilen Einsatzteams bestehen aus einer Ärztin, einer Krankenschwester und einer Sozialarbeiterin. Für viele Frauen – gerade in den ländlichen Gegenden – ist das zum Beispiel der erste Arzt, den sie in ihrem Leben sehen.
Insgesamt sind die Menschen im Nordirak dem Westen gegenüber sehr aufgeschlossen. Das Faszinierende ist: Die Mädchen und Frauen haben letzten Endes die selben Wünsche und Träume wie bei uns auch. Mir wurde letztens von jungen Mädchen gesagt, dass sie gerne ein Schwimmbad hätten und Sportunterricht
Und wie reagieren die Männer darauf, dass Sie die Frauen so unterstützen?
Es klingt komisch: Aber auch die sind oft dankbar über unsere Aufklärung, z.B. was die Beschneidung angeht. Denn es herrscht einfach ein eklatanter Mangel an Aufklärung. Ich finde es sehr interessant, dass sich extrem viele Männer in unserer NGO beim Thema Beschneidung engagieren. Und wie gesagt: Die Kurden sind insgesamt sehr bildungshungrig. Es gibt gerade in den Städten viele Väter, die ihre Töchter auf gute Schulen schicken, alle wollen Englisch lernen. Die Internetcafés schießen aus dem Boden und die Satelliten auf den Dächern zeigen auch nicht gerade nach Mekka.
Das Gespräch führte Susanne Amann
--
WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische
Entwicklungszusammenarbeit
e-mail: wadi.wien at gmx.atwebsite: www.wadinet.atTel.: 0699-11365509
Postfach 105
A-1181 Wien
Spendenkonto in Österreich:
Kontonummer 07.405.301
Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800
IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301
BIC: EVKRATW1
Website mit weiteren Informationen zu Projekten von
Wadi und Veranstaltungshinweisen:www.wadinet.at
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19 EU/Tuerkei/Irak/USA: Der "Krieg gegen den Terror" in Europa
Von: akin <akin.buero at gmx.at>
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akin-Pressedienst.
Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 14. Maerz 2006; 17:11
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EU/Tuerkei/Irak/USA:
> Der "Krieg gegen den Terror" in Europa
Zwei Meldungen und ein Kommentar
*
Belgien: 6 Jahre Haft fuer DHKP/C-Unterstuetzung
Am 28. Februar wurden politische Aktivisten in Belgien zu schweren Strafen
verurteilt, von 4 bis zu 6 Jahren Haft. Der Grund: Mitgliedschaft
beziehungsweise politische Unterstuetzung fuer die tuerkische
"Revolutionaere Befreiungsparteifront" (DHKP-C). Diese Urteile wurden
moeglich durch die "antiterroristischen" Gesetze, welche im Zuge des
US-amerikanischen praeemptiven Terrorkrieges beschlossen worden waren.
In dem Prozess in Brugge standen 11 Personen vor Gericht, von denen vier
freigesprochen und 7 verurteilt wurden. Die entscheidende politische Neuheit
hierbei ist, dass das Urteil sich nicht auf irgendein Vergehen bezieht, das
gemaess den traditionellen Strafgesetzbuechern zu verurteilen waere. Auch
ging es nicht um die konkrete Beteiligung an militaerischen Aktionen gegen
den tuerkischen Staat bei diesem Prozess. Die Grundlage des Urteils war,
dass alle schuldig befunden wurden, Mitglieder in einer von der EU als
terroristisch bezeichneten Organisation zu sein.
Besonders pikant ist dabei der Fall von Feriye Erdal. Vor einigen Jahren
wurde sie freigesprochen von der Anklage des Terrorismus und die
Auslieferung an die Tuerkei wurde von eben derselben belgischen Justiz
abgelehnt. Die tuerkische Presse sah daraufhin rot und der diplomatische
Druck auf Belgien wurde seit damals immer groesser. Jetzt wurde sie (in
Abwesenheit) zu vier Jahren Haft verurteilt.
(Aussendung Antiimperialistische Koordination (1)/bearb.)
*
Berlin: Polizei erteilte Redeverbot
Die Polizei hat am Wochenende in Berlin und Hamburg Veranstaltungen mit dem
Mitbegruender der »Irakischen Patriotischen Allianz« (IPA), Awni Al Kalemji,
verhindert. Al Kalemji wollte aus Anlass des dritten Jahrestages des
US-Angriffs auf den Irak im Rahmen einer Vortragsreise ueber die
Kriegsverbrechen der US-Streitkraefte und den Widerstand dagegen referieren.
Bereits am Samstag nachmittag war eine Hundertschaft der Berliner Polizei
vor dem Veranstaltungsraum aufgezogen und hatte wahllos Personalien von
Passanten kontrolliert. Zwei Beamte des Landeskriminalamtes versuchten, sich
als »Mitarbeiter der Gewerbeaufsicht« Zugang zum Veranstaltungsraum zu
verschaffen. Eine Begruendung fuer das martialische Polizeiaufgebot wurde
den Veranstaltern verweigert. Ebenso erging es der um Unterstuetzung
gebetenen Bundestagsabgeordneten und innenpolitischen Sprecherin der
Linkspartei, Ulla Jelpke. Erst nach diversen Telefonaten mit verschiedenen
Polizeidienststellen gelang es ihr, die Gruende fuer den Einsatz zu
erfahren. Gegen Al Kalemji sei ein Rede- und Auftrittsverbot erlassen
worden, sagte ein Mitarbeiter des LKA. Widersetze er sich, werde er sofort
festgenommen. Ein Sprecher der Polizeidirektion Berlin-Mitte sagte, der
Auftritt eines »Hasspredigers« solle verhindert werden.
Das gleiche spielte sich am Sonntag in Hamburg ab. Auch hier wartete eine
Hundertschaft der Polizei vor dem Veranstaltungslokal auf das Erscheinen von
Al Kalemji. Der war jedoch vorgewarnt und kam nicht.
In Deutschland ist seit Anfang 2005 der Hassprediger-Paragraph zum
Zuwanderungsgesetzes in Kraft. Eine Person auslaendischer Nationalitaet, die
"in einer Weise, die geeignet ist, die oeffentliche Sicherheit und Ordnung
zu stoeren, zum Hass gegen Teile der Bevoelkerung aufstachelt oder zu
Gewalt- oder Willkuermassnahmen gegen sie auffordert oder die Menschenwuerde
anderer dadurch angreift, dass er Teile der Bevoelkerung beschimpft,
boeswillig veraechtlich macht oder verleumdet." (§55 Abs. 2 Nr 8b ZuWG) ist
seither — neben einer strafrechtlichen Sanktionierung — auch von Ausweisung
bedroht.
Ein Gesetzesvorhaben der britischen Regierung, nach dem Hassprediger haetten
bestraft werden koennen, wurde Anfang 2006 mit 283 zu 282 Stimmen wegen
Bedenken bezueglich der Meinungsfreiheit vom Parlament abgelehnt.
(Junge Welt(2), Wikipedia/akin)
*
Kommentar: Die Werte der EU
Die DHKP-C ist sicher kein Lamperl-Verein. Die AIK ist auch nicht unbedingt
eine Quelle, der ich bedingungslos vertrauen wuerde. Und nicht mit jedem
Aktivisten des Widerstands gegen die neue irakische Regierung und die
US-Truppen wuerde ich gerne freundschaftlich auf einen Kaffee gehen. Aber:
Die Quellenlage bezueglich solcher Geschichten beschraenkt sich derzeit
nunmal entweder nur auf solidarische Berichterstattung oder man darf sich
noch ueber ein paar wenige journalistische Brosamen aus der buergerlichen
Presse stuerzen, die offensichtlich Polizeiberichten entstammen. Und: Die
Zustaende in jenen Laendern, gegen die sich die kriminalisierten Aktivisten
richten, sind alles andere als demokratisch. Die Tuerkei ist eine nur
schlecht getarnte Militaerdiktatur und der Irak ist in seiner Souveraenitaet
wohl von seinen Besatzern immer noch wesentlich eingeschraenkt — um es
hoeflich auszudruecken.
Nur will man halt, was den Irak angeht, es sich nicht mit den USA
verscherzen. Und bei der Tuerkei handelt es sich um einen Nato-Staat, den
man derzeit gerne in eine Demokratie umschwindeln will, damit es mit dem
EU-Beitritt irgendwann einmal doch klappen koennte.
Da muss man die Opposition gegen diese Regierungen mundtot machen — nur das
kann man aus diesen Meldungen herauslesen. Und zwar mundtot im
wortwoertlichen Sinne, denn es geht ja offensichtlich kaum um eine
tatsaechliche Verbindung mit militanten Aktionen, sondern um
Meinungsdelikte. Jetzt ist es schon verstaendlich, wenn Gesetzgeber
versuchen, gefaehrliche Verhetzung einzudaemmen. Aber wenn das geschieht,
ist wohl groesste Vorsicht geboten. Doch die findet wohl immer weniger
Anwendung. Was eine erlaubte Meinung ist und was nicht, scheint in vielen
Laendern der EU derzeit immer weiter eingeschraenkt zu werden und das macht
schon ein wenig nachdenklich. Sind das die vielzitierten humanistischen
Werte der EU?
Bald sind wir soweit, dass in der EU Kritik an fremden Regierungen, mit
denen sie im Bandl ist, generell kriminalisiert werden wird. Dann kommt bald
auch die Kritik an der eigenen Regierung dran — das wird die Folge sein,
wenn nicht rechtzeitig solchen Tendenzen Einhalt geboten wird.
Von der buergerlichen Presse ist da nicht viel zu hoffen — die schaffen es
ja nicht mal, diese Dinge einigermassen serioes zu berichten. Von kritischen
Kommentaren ganz zu schweigen.
*Bernhard Redl*
Quellen:
(1)
http://www.antiimperialista.org/index.php?option=com_content&task=view&id=4237&Itemid=82
(2) http://www.jungewelt.de/2006/03-13/026.php
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B) TERMINE
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Mittwoch
http://www.mund.at/butt/Termine/März/1503.htm
Donnerstag
http://www.mund.at/butt/Termine/ März/1603.htm
Freitag
http://www.mund.at/butt/Termine/März/1703.htm
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D) EDITORIAL
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9 beiträge nicht genommen: unaktuell, doubletten, nwr
Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 3.00 Uhr
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