From analle at no-racism.net Wed Mar 1 06:13:57 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Wed, 1 Mar 2006 00:13:57 -0500 Subject: =?ISO-8859-15?Q?widerst=40nd_mund=3A_Mittwoch=2C_1=2E_M=E4rz_2006?= Message-ID: <1933733949.20060301001357@nessizius.com> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund Mittwoch, 1.März 2006 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 Das ist Euer Gesetz ! Von: office at asyl-in-not.org ================================================ 02 OPERATION SPRING - Resümee & Dank Von: Tristan Sindelgruber ================================================ ================================================ ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE ================================================ ================================================ 03 01.03.2006 - quasi 03 screening Von: flo (kanalB) ================================================ 04 Hinweis auf Radiosendung Von: gegenargumente ================================================ 05 Präsentation Sozialkompendium (deutsch) Von: ksoe ================================================ 06 Neue Horizonte für Europa Von: Peter Steyrer ================================================ 07 Demo am 2. M ä rz 2006 in Wien gegen angek ü ndigtes Verbot der geplanten Regenbogen-Parade in Moskau Von: Kurt Krickler ================================================ 08 FrauenFilmTage Schwerpunkt "Frauenwelten" Von: WADI Austria ================================================ 09 Internationalistische 1. Mai Demonstration Von: ASt-LFI ================================================ 10 10.3. 15.00: Gegenkundgebung gegen FPÖ-Abschlußveranstaltung Von: ASt-LFI ================================================ 11 Veranstaltungstipp: Migrantisches Handeln Von: IG Kultur Österreich ================================================ 12 MÄRZPROGRAMM `06 Von: Interkulttheater ================================================ ================================================ MELDUNGEN AUS ÖSTERREICH ================================================ ================================================ 13 Sozialhilfe Von: a7820142 ================================================ 14 GLB/Post/Bilanz/Börsengang/Protest Von: Gewerkschaftlicher Linksblock ================================================ 15 Aks: 180 SchülerInnenvertreterInnen für eine andere Schule Von: Ingrid Gogl ================================================ ================================================ MEINUNGEN UND INTERNATIONALES ================================================ ================================================ 16 Links ist viel Platz. Wohin gehört die neue Linke? Von: Wilfried Hanser-Mantl ================================================ 17 Was Faschingsprinzen vom Patentamt lernen wollen Von: "q/depesche" ================================================ 18 [CUADPUpdate] New Exoneration and Abolition Day!!! Von: Abraham J. Bonowitz ================================================ 19 [gipfelsoli] Evian -- Heiligendamm Von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ 20 [kanalb_at_newsletter] 01.03.2006 - quasi 03 screening Von: flo (kanalB) ================================================ 21 Dänische Cartoons: Sind SPÖ und Grüne noch zu retten? Von: Kurt Krickler ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 Das ist Euer Gesetz ! Von: office at asyl-in-not.org ================================================ Das ist Euer Gesetz ! Aufschrei der Betroffenen - an diejenigen Roten, die dafür waren. Das ist das Asyl- und Fremdenrecht, das ihr mitbeschlossen habt: An den Grenzen, in Traiskirchen, in Thalham finden massenweise Verhaftungen statt. Tschetschenische Familienväter, die sich seit Monaten in Österreich aufgehalten haben und völlig unbescholten sind, wurden sofort nach Inkrafttreten des neuen Gesetzes völlig willkürlich in Haft genommen. Eine Ehefrau wurde vor Angst wahnsinnig, sie wurde stationär in Gugging aufgenommen. Ein 13 jähriges Mädchen, deren Vater inhaftiert wurde, leidet an wiederkehrenden Kollapsen, die ihren Herzschlag um 50 Schläge pro Minute steigern. Eine sechsköpfige Familie wurde getrennt: die halbwüchsige Tochter und der Vater wurden in Schubhaft genommen, die Mutter mit den kleineren Kindern befindet sich in Traiskirchen. Dabei hatten sie sozusagen noch Glück: Das Asylamt hat ausnahmsweise entschieden, dass ihr Verfahren in Österreich geführt wird und die ganze Familie für die Dauer des Verfahrens aufenthaltsberechtigt ist; die gesetzlichen Voraussetzungen für die Schubhaft sind weggefallen. Aber das schert die berühmt-berüchtigte Bezirkshauptmannschaft Gmünd nicht: weil sie mit der Entscheidung des Asylamts nicht einverstanden ist, lässt sie den Ehemann und die Tochter weiterhin in Schubhaft sitzen. Wird nicht halten, hoffen wir sehr. Aber ein Beispiel mehr für Behördenwillkür in diesem Staat. Eine im 9. Monat schwangere Frau wird an der Grenze von ihrem Gatten getrennt, er muss die Geburt seines ersten Kindes in der Schubhaft erleben oder eben nicht erleben. Frauen warten den ganzen Tag in der Erstaufnahmestelle darauf, dass ihre Männer von der Befragung durch die Polizei wieder zurückkehren. Sie kehren nicht zurück, sie sind in Schubhaft. Niemand teilt den Ehefrauen mit, dass ihre Männer verhaftet wurden, niemand sagt ihnen, wo sich ihre Männer befinden. Durch Günter Eckers perfekte Abschiebeberatung (er „berät“ mehr als die Hälfte aller Schubhäftlinge in Österreich) geben Dutzende Flüchtlinge einen „Berufungsverzicht“ ab; dass darunter von Serben gefolterte Kosovo-Albaner sind, dass die Bescheide ohne ordnungsgemäßes Verfahren erlassen werden, das kümmert niemanden. Günter Ecker ist der vom Innenministerium eingesetzte und bezahlte Chef der „Schubhaftbetreuung“ in Wien, Linz und neuerdings auch in Tirol. Man kann sich die Beratung, die seine Handlanger durchführen, gut ausmalen: Ihr habt keine Chance (obwohl unzählige Verfahrensfehler passieren) und ihr werdet zehn Monate in Schubhaft sein, besser ist es doch, keine Berufung einzubringen. Minderjährige Afghanen und Tschetschenen sind in Schubhaft. Bei der Verhandlung beim Unabhängigen Verwaltungssenat, der über Schubhaftbeschwerden entscheidet, gibt das Senatsmitglied dem Behördenvertreter gute Tipps, wie die Schubhaft doch noch rechtmäßig werden kann und fordert den Asylwerber auf, die Beschwerde zurück zu ziehen. Die Schubhaftbeschwerden werden vom Unabhängen Verwaltungssenat zum größten Teil entgegen der eindeutigen Rechtssprechung des Verfassungsgerichtshofs, dass Familien grundsätzlich nicht zu trennen sind, mit unwürdigen Begründungen abgewiesen. Den Beamten wurden durch das neue Gesetz Waffen in die Hand gegeben, angeblich um Missbrauch abzustellen. Jeder halbwegs politisch Interessierte und Gebildete musste wissen: allzu viele Beamten in diesem Land sind unfähig, zwischen gut und böse zu unterscheiden; sie zielen auf die leichtesten Opfer: Frauen, Kinder, Alte, Schwache, Traumatisierte. Das musstet ihr Roten wissen - oder noch schlimmer, ihr wolltet es. Asyl in Not Währingerstraße 59 1090 Wien Tel.: 408 42 10-15, 0676 – 63 64 371 www.asyl-in-not.org Spendenkonto: Asyl in Not, P.S.K., Kontonummer 92.034.400 Aus dem Leitbild von Asyl in Not: „Das Unrecht hat Namen und Adresse. Wir decken Mißstände und Gesetzesverletzungen auf und sagen, wer dafür die Verantwortung trägt.“ „Wir sind bereit, jede demokratische Regierung zu unterstützen, die die Menschenrechte wiederherstellt. Daher treten wir für eine grundlegende Neuordnung des Staatsapparates ein: Fremdenfeindliche, antidemokratische Kräfte dürfen in der Justiz, in der Polizei, im Heer und der gesamten Verwaltung keinen Platz haben!“ ================================================ 02 OPERATION SPRING - Resümee & Dank - Ausblick - Kino/Festival/DVD/TV Von: Tristan Sindelgruber ================================================ 28.2.2006 - Neuigkeiten rund um OPERATION SPRING 1.) Vorläufiges Resümee und Dank 22 Wochen lang lief OPERATION SPRING ohne Unterbrechung in Wien im Kino - bislang haben den Film mehr als 12.000 BesucherInnen in ganz Österreich gesehen. Wir haben auf eine lange Laufzeit und viele BesucherInnen gehofft, viel Arbeit investiert um es zu ermöglichen - gerechnet haben wir mit dieser großen Resonanz nicht. Ermöglicht wurde dies durch die äußerst angenehme und professionelle Zusammenarbeit mit dem Stadtkino - Filmverleih und durch die Zusammenarbeit mit vielen engagierten Menschen aus den Bereichen der NGO?s, der Medien etc. Ihnen allen gilt unser Dank - es waren wunderschöne Monate! Mit OPERATION SPRING ist es gelungen, eine breite Diskussion - vom Kinosaal ausgehend - zu initiieren und das freut uns besonders. Die Diskussionen halten bis heute an und vieles wurde durch den Film in Gang gesetzt. Die letzten diesbzüglichen Beispiele: "Richter pochen auf neuen Grundrechtskatalog" (Quelle APA, erschienen z.B in DerStandard.at), wo es u.a. heisst: "... Als erstes Projekt der Fachgruppe will sich Co-Vorsitzender Oliver Scheiber der Qualität der Gerichtsdolmetscher annehmen, die zuletzt im Zusammenhang mit dem Dokumentarfilm "Operation Spring" unter Beschuss gekommen war. Derzeit gebe es in Österreich keinen einzigen Gerichtsdolmetsch für afrikanische Sprachen, kritisierte der Richter am Bezirksgericht Leopoldstadt." Oder das heutige Journalpanorama auf Ö1 ab 18.25 Uhr: "Die Reform der Geschworenengerichtsbarkeit" Gestaltung: Teresa Arrieta Einst waren die Laienrichter ein wichtiges Korrektiv zur Übermacht der kaiserlichen Justiz. Heute fühlen sich manche als Kontrollorgan der Richter. Diese wiederum halten Geschworene bisweilen für überfordert. Die Reformdebatte ist angelaufen. Während also vielerlei in Gang gesetzt wurde und vielleicht zu einer zukünftigen positiven Entwicklung führt, möchten wir jedoch auch auf folgendes hinweisen: Wie schon zuletzt berichtet kam es am 29.12. 2005, im letzten "Operation Spring" Prozess gegen den Angeklagten Emmanuel C., zum Urteilsspruch und er lautete auf "schuldig". Die verhängte Strafe beträgt 4 Jahre und 9 Monate unbedingter Haft - ziemlich exakt jenes Ausmaß, das der Angeklagte bereits in der Untersuchungshaft verbracht hatte. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, der Verteidiger Lennart Binder legte sofort nach Urteilsverkündung Nichtigkeitsbeschwerde ein. Bis zum heutigen Tag liegt dem Anwalt kein schriftliches Urteil vor, er kann also bislang nicht berufen. Dieses Verfahren wird wohl noch lange andauern, während der Angeklagte ohne finanzielle Unterstützung auf der Strasse steht, von Almosen nichtstaatlicher Hilfsorganisationen abhängig ist, um sein seit 1999 laufendes Verfahren zu Ende führen zu können und um sich zu überlegen wie er die Kosten seiner Diabetes finanzieren soll, die er in der Haft bekam. Solange dieses Verfahren läuft, will das Justizministerium von weiteren Schritten absehen. Damit wird aber weiterhin all jenen Operation Spring-Verurteilten, die auf ähnliche Art und Weise wie Emmanuel C. in seinem ersten Rechtsgang (hier wurde er zu neun Jahren verurteilt) angeklagt und rechtskräftig verurteilt wurden, das Recht auf ein faires Verfahren verwehrt und verweigert. 2.) Ausblick - Kino/Festival/DVD/TV An dieser Stelle zurück zum Film. OPERATION SPRING wird immer wieder im Kino zu sehen sein, die aktuellen Vorstellungstermine finden sich stets unter: www.operation-spring.com Sondervorstellungen sind jederzeit und bundesweit möglich. Diesbezüglich bitten wir um Kontaktaufnahme mit unserem Verleih: Stadkino - Filmverleih Spittelberggasse 3, 1070 Wien office at stadtkinowien.at Telefonische Reservierung: Büro: (01) 522 48 14 Montag bis Donnerstag 8.30 - 17.00 Uhr, Freitag 8.30 - 14.00 Uhr www.stadtkinowien.at OPERATION SPRING ist auch weiterhin auf internationalen Festivals präsent. Neu hinzugekommen ist nunmehr folgende Festivaleinladung, die uns besonders freut: 8th Amnesty International Film Festival Amsterdam, Utrecht and The Hague; Niederlande 8.-12.3.2006 http://www.amnesty.nl/filmfestival/index_en.shtml All jenen, die den Film unbedingt ihr eigen nennen wollen, sei folgendes gesagt: Ab 10.10.2006 ist es soweit - OPERATION SPRING ist ab dann als DVD verfügbar. Docushop ist nunmehr unser Partner im DVD-Verkauf, wir freuen uns über diese Zusammenarbeit. Vorbestellungen von OPERATION SPRING sind ab sofort möglich und zwar unter: https://docushop.at/de/detail.asp?p_id=151' Falls internationale TV-RedakteurInnen dieses mail erhalten, auch für sie haben wir Neuigkeiten: OPERATION SPRING wurde in den Vertrieb von autlook filmsales übernommen. Wir sind schon gespannt auf die Reaktion der internationalen TV-Stationen und hoffen auf zahlreiche Ausstrahlungen in den nächsten Jahren ... OPERATION SPRING im ORF? Immer wieder werden wir auch gefragt, wann und wie OPERATION SPRING im ORF zu sehen sein wird. Die Antwort ist ganz einfach: Der ORF ist an OPERATION SPRING als Koproduzent beteiligt und hat nach Ablauf einer 18-monatigen Kinosperrfrist die Möglichkeit den Film auszustrahlen. Der frühest mögliche Zeitpunkt ist also der 23.3.2007.. Das ist also noch ganz schön lange, daher nach wie vor ab ins Kino und/oder ab 10.10.2006 die DVD bestellen. Wir verbleiben mit der Bitte um Veröffentlichung / Weiterleitung. Etwaige Mehrfachzusendungen bitten wir zu entschuldigen. Sindelgruber Tristan, Schuster Angelika Schnittpunkt - Sindelgruber Tristan, Film- & Multimediaproduktion Große Sperlgasse 19/3 1020 Wien Austria UID-Nr.: ATU 46990608 e-mail: schnittpunkt at gmx.at web: www.schnittpunkt-film.com www.operation-spring.com Entwicklung und Produktion von OPERATION SPRING wurde unterstützt durch: Sundance Institute Documentary Fund (USA) The Documentary Channel (Canada) Media Plus Filmfonds Wien ORF (Film-Fernsehabkommen) Bundeskanzleramt - Kunstsektion Entwickelt im Rahmen des Media Programms Eurodoc-Script ================================================ ================================================ ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE ================================================ ================================================ 03 01.03.2006 - quasi 03 screening Von: flo (kanalB) ================================================ quasi 03 In unserer März Ausgabe berichten wir über folgende Themen: * Musik und Essen ohne Kohle: Während ein Großteil der Gesellschaft davon ausgeht, dass die scheinbar unerschöpflichen und für jede und jeden zugänglichen Konsummöglichkeiten selbstverständlich sind, sind andere Menschen von diesen ausgesperrt. Wir waren am 23.2.06 auf der Mariahilferstraße wo anhand einer kostenlosen Essensausgabe auch politische Forderungen gestellt wurden. * Asylrecht: Seit 1.1.2006 ist ein neues komplett neu strukturiertes Asylgesetz in Kraft. Wir sprachen mit Ute Bock und Asyl in Not, welche Probleme AsylwerberInnen in Österreich haben. * Zara:Monie 2006: Das Soli-Clubbing von Zivilcourage und Anti-Rassismus Arbeit (ZARA). * Street Art – Die lesbare Stadt: Wir besuchten die Ausstellung über die Graffiti- und Aufkleber Sub-Kultur im Wiener Museumsquartier . Präsentation: 1. März 2006, 20.00 Uhr im B.A.C.H., Bachgasse 21, 1160 Wien, Eintritt frei. Alle sind herzlich eingeladen! Die Produzentinnen sind anwesend. Außerdem spielen nach der sendung noch live Brown vs. Brown (http://www.brownvsbrown.com/) Ausgabe 03, März 2006 Länge: 27 Min. Erstausstrahlung: Mi (01.03.06) 21:00 Uhr Wiederholungen: Do (02.03.) 18.00 Uhr; Fr (03.03.) 16.00 Uhr; Mo (06.03.) 14.00 Uhr; Di (07.03.) 12:00 Uhr ================================================ 04 Hinweis auf Radiosendung Von: gegenargumente ================================================ Di 28.Februar 2006 Radiosendung "Gegenargumente" auf Radio Orange 94.0 MHz (Telekabel 92.7 MHz oder per live-stream im Internet) Beginn: 20:30 Thema: Zwei Beiträge des Gegenstandpunktes im Freien Radio für Stuttgart 1. "Bedingungsloses Grundeinkommen" - Kapitalismus mit menschlichem Antlitz? 2. Entlassungen bei Continental, Werkschließung bei AEG: Das Kapital macht Profit und entlässt Belegschaften - was soll sich da widersprechen? Den vollständigen Text zur Sendung gibt es wenige Tage später auf http://www.gegenargumente.at ================================================ ================================================ 05 Präsentation Sozialkompendium (deutsch) Von: ksoe ================================================ Einladung zur Buchpräsentaion KOMPENDIUM der SOZIALLEHRE der Kirche (deutsche Ausgabe!) am Dienstag, 7. März 2006 um 19 Uhr in der Buchhandlung HERDER, Wollzeile 33, 1010 Wien Nähere Informationen auf der homepage zum Download: Sozialkompendium-Einladung Mit freundlichen Grüßen ksoe Kath. Sozialakademie Österreichs Schottenring 35 DG A-1010 Wien Tel: 0043 - 1 - 310 51 59 Fax: 0043 - 1 - 310 68 28 www.ksoe.at ================================================ ================================================ 06 Neue Horizonte für Europa Von: Peter Steyrer ================================================ Liebe Freunde idB sende ich Euch die Einladung zur Veranstaltung Neue Horizonte für Europa Eine Veranstaltung der Grünen Bildungswerkstatt Donnerstag 9.März 2006, 19.30 Uhr, Schlosstheater Schönbrunn, Schloss Schönbrunn, 1130 WIEN, Haupteingang rechts Mit: Dany Cohn-Bendit, Ko-Präsident der Grünen/EFA im Europa-Parlament Reiner Hoffmann, Europäischer Gewerkschaftsbund, gf. Generalsekretär Irena Lipowicz,Botschafterin, Sonderbeauftragte des polnischen Außenministers Ségolène Royal,Sozialistische Partei Frankreichs Nicolas Schmidt, Europaminister Luxemburgs Johannes Voggenhuber, Europasprecher der Grünen Österreichs Moderation:Tessa Szyszkowitz, Profil Korrespondentin für Russland (Simultanübersetzung deutsch-englisch-französisch) Anmeldung unter sumaya.musa at gruene.at Wenn möglich wärs fein, wenn Ihr diese Veranstaltung ankündigen könntet mit Dank und freundlichen Grüßen Peter Steyrer -- Peter Steyrer - Europakoordinator Grüner Klub im Parlament - 1017 Wien Tel: 00431-40110-6704 Fax: 00431-40110-6675peter.steyrer at gruene.atwww.gruene.at ================================================ ================================================ 07 Demo am 2. M ä rz 2006 in Wien gegen angek ü ndigtes Verbot der geplanten Regenbogen-Parade in Moskau Von: Kurt Krickler ================================================ Liebe Leute! Bitte, diese Demo-Ankündigung über Eure Verteiler ankündigen und Eure Medien verbreiten und Leute motivieren, hinzukommen! Übrigens: Direkt gegenüber der Russisch-Orthodoxen Kirche in der Jaurèsgasse befindet sich die Iranische Botschaft. Wer vorigen August bedauert hat, daß wir damals vor der iranischen Fluglinie und nicht vor der Botschaft demonstriert haben, kann das also am Donnerstag nachholen! Im Ernst: Liebe Leute von der Rosa Lila Villa: Falls Ihr das Transparent “Iran: Justiz mordet Homosexuelle” noch habt, nehmt es bitte mit. Es schadet nichts, das auch noch dort vor Ort zu entrollen! Vielen Dank und beste Grüße Kurt Krickler Generalsekretär Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien – 1. Lesben- und Schwulenverband Österreichs Novaragasse 40, 1020 Wien www.hosiwien.at Tel. privat: (01) 545 13 10; 0664 57 67 466 GEGEN VERBOT DER REGENBOGEN-PARADE IN MOSKAU! VERSAMMLUNGSFREIHEIT AUCH FÜR RUSSLANDS LESBEN UND SCHWULE! HOMOSEXUELLE INITIATIVE (HOSI) WIEN UND GRÜNE ANDERSRUM RUFEN ZUR KUNDGEBUNG VOR DER RUSSISCHEN BOTSCHAFT IN WIEN AUF Zeitpunkt: Donnerstag, 2. März 2006, 11.30 – ca. 12.30 Uhr Ort: Vor der Russischen Botschaft, Wien 3, Reisnerstraße 45-47; Sammeln der TeilnehmerInnen auf dem Gehsteig und der Straße vor dem Gebäude der Russischen Botschaft; Fußmarsch um die Ecke bis vor die Russisch-Orthodoxe Kirche in der Jaurèsgasse 2; eventuell (bei größerer Beteiligung) Weiterzug über den Rennweg zum Denkmal der Roten Armee auf dem Schwarzenbergplatz Öffentliche Verkehrsmittel: S-Bahn Rennweg; Straßenbahnen O und 71. Hintergrund: Der Moskauer Bürgermeister Juri Luschkow hat mehrfach angekündigt, die für 27. Mai 2006 im Rahmen des fünftägigen lesbisch/schwulen Festivals „Moscow Pride 06“ geplante Regenbogen-Parade nicht zu genehmigen. Die Untersagung der Parade wäre eine schwerwiegende Verletzung des Grundrechts auf Versammlungsfreiheit, das sowohl durch die russische Verfassung als auch alle Menschenrechtskonventionen garantiert wird. Luschkow begründet seine Ablehnung mit der negativen Einstellung der Bevölkerung. Mittlerweile haben sich sowohl der russisch-orthodoxe Patriarch, der muslimische Mufti und der jüdische Rabbi von Moskau vehement gegen die Parade ausgesprochen. Groß-Mufti Talgat Tajuddin hat sogar dazu aufgerufen, die ParadenteilnehmerInnen gewaltsam von der Straße zu prügeln und zu töten. Diese Einschränkung der Menschenrechte von Lesben und Schwule durch reaktionäre Politiker und religiöse Führer kann nicht hingenommen werden. Deshalb werden am 2. März in zahlreichen Städten, wie Berlin, London, Paris, Stockholm, Warschau und eben auch Wien Demonstrationen gegen das angekündigte Verbot der Moskauer Parade stattfinden. Wir rufen zu zahlreicher Beteiligung auf! Ausführliche Informationen auf englisch unter: www.gayrussia.ru/en Gezeichnet: Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien – 1. Lesben- und Schwulenverband Österreichs Rückfragehinweis: Kurt Krickler, Generalsekretär: Tel. 5451310 oder 0664-5767466 Grüne andersrum, c/o Grüner Klub im Rathaus, Tel. 4000-81813 DW ================================================ ================================================ 08 FrauenFilmTage Schwerpunkt "Frauenwelten" Von: WADI Austria ================================================ fwd: Gesamtes Programm unter: http://www.profrau.at/de/veranstaltungen/index.htm ------------------------------------------------- FrauenFilmTage Schwerpunkt "Frauenwelten" vom 2.3. bis 9.3.2006 im Filmcasino, 1050 Wien. Wir eröffnen die Filmreihe am 2.3.2006 um 19:30 Uhr mit dem Film "Grbavica" in Anwesenheit von Jasmila Zbanic, Hauptdarstellerin Mirjana Karanovic und Produzentin Barbara Albert. Der Film ist ausgezeichnet mit dem Goldenen Bären der Berlinale 2006, dem Preis der Ökumenischen Jury und dem Friedensfilmpreis. (Moderatorin ist Christine von Kohl). Mit im Programm ist "Bulutlari Beklerken/Waiting for the Clouds" ein mutiger Film von Yesim Ustaoglu, bekannt durch ihren Film "Reise zur Sonne", ebenfalls zeigen wir "Fremde Haut" eine deutsch/österreichische Koproduktion von Angelina Maccarone, mit einer überzeugend spielenden Jasmin Tabatabai sowie "Durch diese Nacht sehe ich keinen einzigen Stern" von Dagmar Knöpfel, über die bei uns fast unbekannte berühmte tschechische Schriftstellerin Bozena Nemcova. Eingeleitet wird der Film von Eva Kalivodova aus Prag, Philosophin und Mitbegründerin des Universitätszentrums der Genderstudien. Witziges und ironisches gibt es dann am 4.3. "In the Land of Milk and Money", Regisseurin Susan Emshwiller ist hier in Wien. Der Fim ist eine witzige Satire im Stil der 50iger-Jahre über den Kult der Mutterschaft, über Propagandamaschinerie, Diskriminierung und Gewinnmaximierung. In "Lous Waschsalon" folgen wir Lou auf ihrem Weg zum eigenen Waschsalon, den sie mit ihrem schwulen Freund Manfred übernehmen will. Tagsüber wäscht sie die Wäsche und abends soll Manfred nette Parties veranstalten. Zum UnternehmerInnenglück fehlt nur eines: GELD. Mit ihrem Film "Les Petites Couleurs" gelingt es Patricia Plattner, mit viel Farbe und Humor ein gar nicht einfaches Thema in der Schweiz zu einem Publikumserfolg zu machen. Wunderbar spielen Anouk Grinberg, die um Eigenständigkeit ringende Christelle und Bernadette Lafont die lebensfrohe Hotelbesitzerin Mona. Zum Thema Frauen in Lateinamerika zeigen wir am 3.3. um 17 Uhr "Unser America" von Kristina Konrad. Ein sehr persönlicher Film über Frauen, die vor über 25 Jahren die Revolution mit gestalteten. Kristina ist persönlich anwesend und wird sind im Publikumgespräch mit Eleonore Köck über die Frauen in Nicarague heute unterhalten. Mit "Adelante Muchachas" zeigen wir am 7.3. um 17:30 nicht nur Mädchenfußball in Honduras, sondern auch gleichzeitig die sozialen Unterschiede in diesem Land. Zu Fußball in Entwickungsländern und FairPlay haben wir Heidi Thaler eingeladen. Zu Frauenfußball in Österreich erwarten wir auch eine Expertin und Spielerin. Österreichpremiere hat bei uns auch "Maria Bethania" von Georges Gachot, über diese populäre brasilianische Sängerin. Ein Film mit Musik und über die Musik - Musica e Perfume -, wie auch der Filmtitel verspricht.Zu sehen am 4.3. um 17:30 Uhr Bei den Dokumentarfilmen ist "Born into Brothels" mit dabei (5.3. um 17:30). Die engagierte Arbeit von Zana Briski mit den Kindern in den Slums von Kalkutta belohnten die Juroren mit dem Oscar 2005 für den besten Dokumentarfilm. Ebenfalls vielfach ausgezeichnet, wenn auch nicht mit dem Oscar, ist "Et Sheaava Nafshi/Keep not silent" von Ilil Alexander über drei Frauen aus der Gruppe der Ortho-Dykes, die den Mut hatten, über ihre schwierige Situation zu sprechen und Einblick zu geben in ihre Gesellschaft. Ebenfalls erstmalig in Österreich zu sehen ist "Sisters in Law" von Kim Longinotto, ein Film über zwei Anwältinnen in Kamerun, die sich gegen die täglich Gewalt engagieren. Einen Blick hinter die Kulissen wagt "Telefonsex", ein Bericht über den Sex im Minutentakt, komisch, entlarvend und schonungslos ehrlich. Mehr Details zum Programm gibt es auf www.proFRAU.at/filmtage bzw. www.filmcasino.at Kartenreservierung unter 587 90 62 ---------------------------------------------------------------------------- ================================================ 09 Internationalistische 1. Mai Demonstration Von: ASt-LFI ================================================ Internationalistische 1. Mai Demonstration (aus: Red Newsletter Nr. 200, Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 27. Februar 2006, www.arbeiterinnenstandpunkt.net) Auch dieses Jahr wird es in Wien wieder eine kämpferische, internationalistische 1. Mai Demonstration geben. Dies wurde auf einer Aktionseinheitssitzung der folgenden Organisationen beschlossen: Anatolische Föderation in Österreich (AAF), ArbeiterInnenstandpunkt (ASt), ATILIM, Föderation der Arbeiter und Studenten aus der Türkei in Österreich (ATIGF), Front für Rechte und Freiheit (HÖC), KOMAK-ML, Kommunistische Initiative (KI), Kommunistische Jugend Österreich (KJÖ), Konföderation für demokratische Rechte in Europa (ADHK), REVOLUTION, Sozialistische Jugend – Stamokap-Strömung. Weitere Organisationen entschuldigten sich, bekundeten jedoch ihre Absicht, die Demonstration zu unterstützen und dafür zu mobilisieren. Ein entsprechender Aufruf wird nun von einer Vorbereitungsgruppe entworfen und soll beim nächsten Treffen der 1.Mai-Aktionseinheit beschlossen werden. Das nächste Treffen findet am Donnerstag, 16.3. 19.00 in den Räumlichkeiten der ATIGF (im EKH, U1 Keplerplatz) statt. Abschließend sei erwähnt, daß auch die KPÖ zu diesem Treffen eingeladen wurde. In einer Stellungnahme machte jedoch der führende Parteifunktionär Günther Hopfgartner klar, daß die KPÖ uns „viel Glück wünscht“, aber nicht zu einer Zusammenarbeit mit uns und der Abhaltung einer gemeinsamen Demonstration bereit ist. Unser Angebot zu einer gemeinsamen Demonstration bleibt aufrecht. Aber letztlich liegt es an der KPÖ-Führung, ob sie sich wieder – wie schon im vergangenen Jahr – sektiererisch selber isolieren möchte oder Teil einer gemeinsamen Demonstration sein möchte. ================================================ ================================================ 10 10.3. 15.00: Gegenkundgebung gegen FPÖ-Abschlußveranstaltung Von: ASt-LFI ================================================ Freitag, 10. März, 15.00 Gegenkundgebung gegen FPÖ-Abschlußveranstaltung Ort: U1 Keplerplatz, Victor-Adler-Markt Die FPÖ plant für 16.00 ihre Abschlußkundgebung für ihr rassistisches Volksbegehre am Victor-Adler-Markt. Folgende Organisationen rufen zu einer Gegenkundgebung für 15.00 auf: Anatolische Föderation, ArbeiterInnenstandpunkt, ATIGF, ATILIM, Front für Rechte und Freiheit (HÖC), Konföderation für demokratische Rechte in Europa (ADHK), Neue Demokratische Jugend (YDG), REVOLUTION, SJ 12 ================================================ ================================================ 11 Veranstaltungstipp: Migrantisches Handeln Von: IG Kultur Österreich ================================================ ||| ||| VERANSTALTUNGSANKÜNDIGUNG ||| ||| IG Kultur Österreich ||| - --------------- ||| ||| Migrantische Selbstorganisation als politische Handlung ||| Präsentation der Publikation Migrantische Selbstorganisation als politische Handlung* Diskussionsforum mit: Beatrice Achaleke, Petja Dimitrova, Andreas Görg, Birge Krondorfer, Boban Stojkov, Rubia Salgado ||| Freitag, 03. März 06, 19h - --------------- ||| Amerlinghaus ||| Stiftgasse 8 ||| 1070 Wien Im Rahmen des EU-Projekts 'work-in process (wip) - migrantische Selbstorganisation und Arbeit', haben sich 10 - hauptsächlich migrantische - Vereine/Selbstorganisationen (aus Wien, Linz, Graz) zusammengefunden, um die Relevanz von Selbstorganisation zu erschliessen und zu vermitteln und um Rassismen, Sexismen und Diskriminierungen am Arbeitsmarkt zu bekämpfen. Eine erste Publikation zu dieser politischen Strategie wurde - in Kooperation mit weiteren migrantischen Kontexten - erarbeitet und beinhaltet unterschiedliche Aspekte und Motive zu autonomen Selbstgestaltungen und selbstbestimmten (Arbeits-) Strukturen. Den/ die MigrantIn gibt es nicht, aber Zusammenschlüsse sind ein gesellschaftlicher Kompetenz- und Machtprozess. Eingeladen sind alle MigrantInnen, die sich organisieren wollen, bzw. jene, die sich über bereits bestehende Erfahrungen mit Selbstorganisierung austauschen möchten. Die Publikation enthält u.a. Beiträge von: Schwarze Frauen Community, maiz, Marhama, Initiative Minderheiten, Frauenhetz, Peregrina, Romani dori, Universität Graz in Kooperation mit Verein FFF - Frauen für Frauen * Publikation kostenlos erhältlich an diesem Abend und über: dpetja at gmx.net DIe Entwicklungspartnerschaft "work in process (wip) - migrantische Selbstorganisationen und Arbeit" wird von der IG Kultur Österreich finanzverantwortlich und von MAIZ - Autonomes Integrationszentrum von & für Migrantinnen inhaltlich koordiniert und im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative EQUAL aus Mitteln des BMWA und des ESF gefördert. http://www.work-in-process.at ||| ||| Rückfragen ||| - --------------- | | IG Kultur Österreich | Gumpendorfer Str. 63b | A-1060 Wien |--- | Tel. +43 (01) 503 71 20 | Fax. +43 (01) 503 71 20 - 15 |--- | http://www.igkultur.at/ ================================================ 12 MÄRZPROGRAMM `06 Von: Interkulttheater ================================================ INTERKULTTHEATER 1060 Wien, Fillgradergasse 16 . Tel: 01/587 05 30 reservierung at interkulttheater.at . www.interkulttheater.at MÄRZPROGRAMM 2006 Ruzsa Nikolic-Lakatos & The Gipsy Family "Euch zu Ehren" sagt Ruzsa nach jedem Lied, mit dem sie ihr Publikum beschenkt. Mit ihrer unvergleichlichen Stimme und warmen Ausstrahlung dringt sie tief in die Herzen ihrer ZuhörerInnen. Im harmonischen Einklang mit ihrer liebenswerten Familie gelingt es Ruzsa Sehnsüchte zu wecken und Lebenslust zu versprühen. Sa, 4.März , 20.00 Uhr Mit:Ruzsa Nikolic-lakatos und The Gipsy Familie Musiccomedy Musiccomedy vom Feinsten, Die Diva Mrs M, der Bürokrat Hr Hainz und Latin Lover Don Ricardo spielen Musiccrossover Popular mit eigenen Texten von Jazz zu Pop über Country nach Schlager. Mi, 8.März, 20.00 Uhr Mit: Miriam Papst (Gesang), Marcus Harrison (Gitarre), Michael Schöner (Bass) MUAMMER KETENCOGLU FOLK TRIO Das Ketencoðlu Folk Trio präsentiert türkische Volkslieder aus ganz Anatolien und dem Balkan in zeitgenössischer Interpretation. Do, 9.März und Fr, 10.März , 19.30 Uhr Mit: Muammer Ketencoðlu ( Akkordeon, Gesang), Gülcan Kaya (Gesang), Rahmi Göçmen (Perkussion) Südindischer klassischer Tanz Bharata Natyam, ein südindischer klassicher Tanzstil, ist eine der weitverbreitetsten traditionellen Kunstformen in Indien, besonders im Bundesstaat Tamil Nadu. So, 12.März 19.00 Uhr Mit: Elisabeth Wolf Freie Erzählkunst Geschichten aus dem Leben Parvis Mamnun erzählt Das erste Jahr der Begegnung mit dem Okzident Erzählen und Zuhören ist ein Brückenschlag zwischen den Menschen und den Kulturen. Wer erzählt, gibt etwas „von sich“ für andere. Und wer zuhört, der erfährt und lernt etwas über andere Menschen, ihre Gedanken, ihre Wertvorstellungen. Mi, 15.März und Do,16,März, 19.30 Uhr Mit: Parvis Mamnun _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________ Ensemble OffBroadway Nachdem die Mitglieder des Ensemble OffBroadway im Rahmen ihrer Ausbildung bzw. ihrer beruflichen Tätigkeit stets neue Nummern einstudieren, lohnt es sich durchaus, diesen Nummern einmal größere Aufmerksamkeit zu widmen. Mit: A. Bolyos, A. Wallner, T. Reisinger u.v.a. Band Johannes Kurz jun. (p), Johannes G. Hauer (b), Paul Öller (dr) Fr, 17.März, Sa,18.März 20.00 Uhr ___________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ NOVECENTO – Der Ozeanpianist von Alessandro Baricco Musical Version von Charles Kalman NOVECENTO – ein Mann, das Meer und die Musik – einzigartiges Ein-Mann-Musical von Charles Kalman nach der, durch den wunderbaren Film zu Weltruhm gelangten Geschichte von Alessandro Baricco. NOVECENTO - ein poetisches Musical über die Grenzenlosigkeit der Freundschaft, des Ozeans - und der Musik Mo, 20.März Di, 21.März Mi, 22.März 20.00 Uhr Mit: Jürgen Pöckel (Inszenierung), Harumichi Fujiwara, (Musikalische Leitung, Klavier), Wolfgang Dosch (Novecento) ___________________________________________________________________________________________________________________________________________________ Dornen oder Wattebäuschchen? Studenten der Gesangsklasse präsentiert... Wir, die doch alle Marionetten von Begier und Gezeit sind haben unendlich viele Wesen in uns. Einmal Gaukler-, Vampier-, Aschenputtel-, Feen-, Hexen- oder sogar erdiges Operettendasein gefällig? Dann rein ins Geschehen und verfolgen Sie, wieviel "Dornen und Watte" jedes der Wesen abbekommt. Fr, 24.März Sa,25.März 19.30 Uhr Regie: Birgit Moser Interpreten: Studenten der Gesangsklasse Birgit Moser =================================================================================== ================================================ MELDUNGEN AUS ÖSTERREICH ================================================ ================================================ 13 Sozialhilfe Von: a7820142 ================================================ Stellungnahme der Erwerbsarbeitsloseninitiative AMSand zur Jubelmeldung über die Erhöhung des Sozialhilferichtsatzes in Wien Renate Brauner, Stadträtin für Soziales, kündigt an, dass die Sozialhilfe in Wien ab April um 5,2 Prozent erhöht wird, von 405 auf 420 Euro monatlich. Das bedeutet, daß alleinstehende Sozialhilfeempfänger etwa um 50 Cent pro Tag mehr bekommen. Wir meinen, das ist eine glatte Verhöhnung der Arbeitslosen. Die SPÖ aber feiert das als Errungenschaft. Die lächerliche Erhöhung sei „die stärkste in Österreich“ rühmt Brauner. Sie vergißt, zu erwähnen, dass Wien einen der niedrigsten Sozialhilferichtsätze in Österreich hatte, und weiter beibehält. Selbst wenn man die Miet- und Heizbeihilfe dazurechnet, kommt man bei Einzelpersonen auf 712 Euro, eine Summe, die schwer zum Überleben reicht. Die Forderungen der Grünen gehen etwas weiter, werden aber im allgemeinen kaum mit genügender Vehemenz vorgetragen. Auch die „Generelle Grundsicherung“ der Grünen in Höhe von 800 Euro liegt nur um 86 Euro höher als die „neue“ Wiener Sozialhilfe, bedeutet also keine wesentlich effizientere Sicherung des Überlebens. Wir bekräftigen die Forderung nach einem Garantierten Grundeinkommen in Höhe von 1.100 Euro monatlich, die schon von der Ersten Erwerbsarbeitslosenkonferenz im vergangenen Oktober aufgestellt wurden. Im Vorgriff auf ein künftiges Grundeinkommen, das zahlreichen Menschen soziale, wissenschaftliche, humane, körperlichen Spielräume ermöglichen würde, die sie jetzt noch entbehren, fordern wir von der Wiener Sozialdemokratie die auf Landesebene realisierbare Erhöhung des Soziahilferichtsatzes auf 800 Euro monatlich und die Erhöhung der maximalen Mietbeihilfe auf 300 Euro. Angesichts der enorm steigenden Mieten ist die derzeitige maximale Mietbeihilfe von 251,60 Euro politisch nicht zu verantworten. Der Bürgermeister könnte seine vor einiger Zeit vorgetragene Forderung nach einer Grundsicherung durch die real vorbereitende Erhöhung der Sozialhilfe in der von uns vorgeschlagenen Höhe Glaubwürdigkeit verschaffen. Bis jetzt ist nicht ersichtlich, dass den Sozialdemokraten - wie auch den Regierungsparteien - der Kampf gegen Elend und Marginalisierung wirklich ein ernstes Anliegen ist. Die Forderungen der Grünen sind ehrlich gemeint, müssen aber ausgebaut werden, wenn sie ernst genommen werden sollen. Insbesondere vermissen wir den Stellenwert der Sozialen Frage in den Äußerungen Van der Bellens. Von den Regierungsparteien ist ohnehin nichts einzufordern, ihre Sozialpolitik läuft auf ein generelles Almosenwesen hinaus. ================================================ 14 GLB/Post/Bilanz/Börsengang/Protest Von: Gewerkschaftlicher Linksblock ================================================ Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110 Wien - Telefon +43 1 718 26 23-0 - Fax +43 1 718 26 23-30 - Mail glb at aon.at – Web www.glb.at – Ausgabe vom 28. Februar 2006 Weitere Arbeitsplatzvernichtung als Kehrseite des Rekordgewinns Viele Argumente sprechen gegen die Privatisierung der Post Als Argument gegen den von der Regierung verordneten Börsengang der Post bewertet die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) die Bilanz der Österreichischen Post AG für das Jahr 2005: Laut vorläufigen Zahlen wurde der Umsatz um 2,9 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro und der Gewinn um 25 Prozent auf 103 Millionen Euro gesteigert – als Kehrseite wurde der Personalstand um 4,4 Prozent auf 25.192 Beschäftigte reduziert. Mit 75,8 Prozent Anteil am gesamten Geschäftsvolumen ist nach wie vor die Division Brief der wichtigste Sektor der Post AG. Allerdings wird 2009 im Zuge der EU-weiten Postliberalisierung das derzeit noch vorhandene Monopol für Briefsendungen bis 50 Gramm aufgehoben. Im Zuge des Börsenganges ist auch zu befürchten, dass die Post einen Teil ihres erheblichen Immobilienbesitzes veräußert um das Unternehmen für private Aktionäre „herauszuputzen“. Im Unterschied zu Postgewerkschaft und SPÖ – die lediglich den Zeitpunkt für verfrüht halten – lehnt der GLB eine Privatisierung der Post aus grundsätzlichen Erwägungen ab: „Die Privatisierung von 49 Prozent der Post AG via Börsengang ist nur die Einstiegsdroge für die Vollprivatisierung“, meint GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger. Der GLB erinnert in diesem Zusammenhang an seine am 9. November 2005 an Nationalratspräsident Andreas Khol übergebene Petition „Für die Erhaltung der Post im öffentlichen Eigentum“. Darin heißt es wörtlich: „Die Post ist eine elementare Einrichtung einer funktionierenden Infrastruktur und darf daher nicht privatisiert werden, egal ob durch einen Verkauf oder einen Börsengang. Die Post muss im öffentlichen Eigentum erhalten bleiben. Ein verfassungsmäßiger Schutz des öffentlichen Eigentums ist notwendig“. Die Regierung enteignet hingegen die Post zugunsten privater Spekulanten und verschleudert somit Volksvermögen. Die Privatisierung der Post droht zum Dammbruch für den gesamten öffentlichen Dienst zu werden. Spitäler, Kommunalbetriebe, E-Wirtschaft, Bildungseinrichtungen und Bahn sind ohnehin schon im Visier der Privatisierungslobby. Der GLB meint hingegen, dass die öffentlichen Dienste nicht dem Markt und Profitkalkül ausgeliefert werden dürfen, sondern allen Menschen auf hohem Niveau ohne soziale Hürden zugänglich sein müssen. Daher unterstützt der GLB auch das Aktionskomitee gegen die Privatisierung der Post, das für 17. März 2006 in Linz einen Protestmarsch plant und hofft, dass auch die Postgewerkschaft zu einem breiten öffentlichen Protest mobilisiert und der ÖGB bzw. die anderen Branchengewerkschaften diesen aus Solidarität unterstützen. ================================================ 15 Aks: 180 SchülerInnenvertreterInnen für eine andere Schule Von: Ingrid Gogl ================================================ Aks: 180 SchülerInnenvertreterInnen für eine andere Schule Utl. : aks SchülerInnenvertretungskongress in Velden: „Schule kann auch anders“ Von 24. bis 26. Februar fand in Velden (Kärnten) der SchülerInnenvertretungskongress der Aktion kritischer SchülerInnen (aks) statt. Rund 180 Schüler- und SchülerinnenvertreterInnen aus rund 150 Schulen diskutierten dort unter dem Motto „Schule kann auch anders“ Probleme an Österreichs Schulen und mögliche Lösungsvorschläge. „Schülerinnen und Schüler wollen ihre Schule selbst gestalten und mit ihren Ideen ernst genommen werden. Die Probleme an unseren Schulen lassen sich durch die Verschleierungsversuche der Bildungsministerin nicht verstecken, die SchülerInnenvertreterInnen haben das schon länger durchschaut“ resümiert aks Bundesvorsitzende Ingrid Gogl. Mit einer Studie im zweiten Semester will die SchülerInnenorganisation die Missstände an den Schulen erheben. Die Studie soll als Grundlage für die Erarbeitung von Projekten dienen, die im Rahmen der Initiative „Schule kann auch anders“ an die Öffentlichkeit getragen werden sollen. „SchülerInnen haben viele Ideen wie Schule anders gestaltet werden kann. Wir wollen erheben wo der Schuh drückt und gemeinsam mit den SchülerInnenvertretungen Konzepte für eine Schule der SchülerInnen erarbeiten“ schließt Gogl. Fotos des Kongresses auf Anfrage Rückfragehinweis: Ingrid Gogl (aks Bundesvorsitzende): 0699/ 11 40 81 42 ================================================ ================================================ MEINUNGEN UND INTERNATIONALES ================================================ ================================================ 16 Links ist viel Platz. Wohin gehört die neue Linke? (Edith Bartelmus-Scholich, WASG) Von: Wilfried Hanser-Mantl ================================================ Links ist viel Platz. Wohin gehört die neue Linke? Diskussionsbeitrag von Edith Bartelmus-Scholich Welche Bedingungen findet die neue Linke vor? Kapital und Regierende zeigen sich wenig beeindruckt vom Wahlerfolg der Linken. Die große Koalition knüpft an die Politik der rot-grünen Regierung an und setzt diese fort. 100 Tage nach der Wahl der Kanzlerin steht schon einmal fest: Die Regelleistung für junge ALG II-BezieherInnen bis 25 Jahre wird um 20% abgesenkt und das Renteneintrittsalter für Männer und Frauen ab 2012 Zug um Zug auf 67 Jahre erhöht. Verantwortet werden beide Gesetzesänderungen von Franz Müntefering (SPD). Angriffe auf die Errungenschaften der ArbeitnehmerInnen werden mit früher unvorstellbaren Mitteln selbst aus den Reihen der öffentlichen Arbeitgeber vorgetragen. Die Gewerkschaft ver.di meldet, dass im Streik gegen die Arbeitszeitverlängerung von 38,5 auf 40 Wochenstunden die kommunalen Arbeitgeber Streikbrecher, darunter sogar 1-?-Jobber, einsetzen. Unvermindert geht die Arbeitsplatzvernichtung in den Großbetrieben weiter. In einem Atemzug verkünden VW, Deutsche Bank und andere Großkonzerne Rekordgewinne und Streichung von Zehntausenden von Arbeitsplätzen. Die massiven Angriffe von Arbeitgebern und Regierung haben Einfluss auf die öffentlicheMeinung. Bei einer Umfrage im Februar hatte die Bundesregierung für ihre Politik noch Zustimmung bei 53% der Bevölkerung, die SPD sackte auf unter 30% ab. Im Kontrast dazu sagte im gleichen Monat eine Mehrheit der Befragten, die Forderungen der Streikenden im öffentlichen Dienst seien berechtigt – ein Novum für die Bundesrepublik. Gegen Werksschließungen und Massenentlassungen sowie gegen weitere Verschlechterungen bei Arbeitszeit und Lohn wollen die Belegschaften kämpfen. Es zeichnet sich ab, dass jeder dieser Arbeitskämpfe von den Arbeitgebern mit unerbittlicher Härte geführt werden wird. In diesen Auseinandersetzungen und nicht im Bundestag wird entschieden, ob Kapital und Regierende ihren Kurs weiter fortsetzen oder, ob sie durch den Widerstand gestoppt werden können. Der Ausgang dieser Kämpfe bestimmt das Kräfteverhältnis von Kapital und Arbeit in der Bundesrepublik und eröffnet oder verschließt Möglichkeiten für linke Politik in den Parlamenten. Nichts desto weniger kann linke Politik dazu beitragen, diese Kämpfe zu gewinnen. In diesen Auseinandersetzungen ist der Platz der Linken an der Seite der kämpfenden Beschäftigten und nirgendwo anders. Die Bundestagsabgeordneten, die der WASG angehören, handeln danach. Oskar Lafontaine stärkt den ArbeiterInnen des von Schließung bedrohten AEG-Werks in Nürnberg mit einer Rede demonstrativ den Rücken. Nicht begriffen haben dies führende PolitikerInnen der Linkspartei.PDS Berlin. In ihrer Eigenschaft als öffentliche Arbeitgeber beteiligen sie sich an den Angriffen auf die Errungenschaften der Beschäftigten, so z.B. an der Berliner Charité. Linkspartei.PDS und WASG ringen derzeit um ein Profil und ein Programm für eine vereinigte linke Partei. 74% der 4,1 Mio. WählerInnen zur Bundestagswahl, also 3 Millionen, erwarten von der neuen Linken Oppositionspolitik. Die von Soziallabbau und Angriffen der Arbeitgeber betroffenen Bevölkerungsteile wollen eine Linke, die mit ihnen diese Angriffe abwehrt. Eine linke Partei, die sich an neoliberaler Politik beteiligt, braucht kein Mensch. Es gibt sie nämlich schon. Sie heißt SPD und links von ihr ist noch viel Platz. Die Verhandlungen um Profil und Programm der neuen Linken finden im sterilen Raum der Parteivorstände statt. In kleinen Zirkeln, fern ab von den sozialen Kämpfen, wird über Ziele, Strategie und Taktik der zukünftigen Linkspartei gesprochen. Die Linkspartei.PDS ist bestrebt, strategische Optionen durchzusetzen, die ihr erlauben, in der Auseinandersetzung zwischen Kapital und Arbeit, durch Eintritt in neoliberale Regierungen weiter auf Seiten des Kapitals zu agieren. Sie erweist damit der neuen Linken einen Bärendienst. Jeder Angriff einer Regierung an der die neue Linke beteiligt ist, auf die Errungenschaften der arbeitenden und erwerbslosen Bevölkerungsmehrheit, kostet diese Vertrauen und Wählerstimmen. Mit jeder unglaubwürdigen Handlung eines linken Parlamentariers oder Ministers stirbt ein Stück Hoffnung in das was in die neue Linke sein könnte. Welche Bedeutung kommt der „Berlin-Frage“ zu? Parallel zu den Verhandlungen spitzt sich in Berlin die Auseinandersetzung um einen eigenständigen Antritt der WASG zur Abgeordnetenhauswahl zu. Die Mehrheit der WASG Berlin steht zur Grundsatzprogrammatik der WASG und an der Seite der von Sozialabbau und Lohndumping Betroffenen. Die Linkspartei.PDS Berlin möchte weiter mitregieren, in Berlin Sozialabbau betreiben, öffentliches Eigentum privatisieren, die Bedingungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst verschlechtern. Die Linkspartei.PDS Berlin mit ihren 10.000 Mitgliedern hat Geld, bekannte PolitikerInnen und einen Apparat. Die WASG Berlin mit ihren 850 Mitgliedern besitzt von alledem fast nichts. Trotzdem sagten in einer Umfrage im Februar 4,3% der BerlinerInnen, dass sie die WASG wählen wollen. Eine Partei, deren politisches Programm den Interessen der Menschen entspricht, ist nicht zu stoppen, wenn sie zur Wahl steht. In Berlin zeigt sich, dass neben einer Linkspartei.PDS, die mitregiert, auch heute noch Platz für eine weitere linke Partei ist. Es kann erwartet werden, dass, ein eigenständiger Wahlantritt der WASG die Regierungsbeteiligung der Linkspartei.PDS in Berlin beenden wird. Dies gilt auch für den Fall, dass die WASG den Sprung über die 5%-Hürde nicht schaffen sollte. Das mögliche Ausscheiden der Linkspartei.PDS aus der Regierung in Berlin wäre auch unter diesen widrigen Umständen objektiv dem Parteineubildungsprozess der Linken förderlich, weil in der Opposition auch die Linkspartei.PDS Berlin eine qualitativ andere Politik betreiben muss. Darüber hinaus wird jeder Prozentpunkt, den die WASG in diesem Wahlkampf erringt, ein Argument für die inhaltlichen Positionen und die strategischen Optionen der WASG im Parteineubildungsprozess werden. Die WASG hat alle Möglichkeiten gestärkt aus diesem Wahlkampf heraus zu gehen und es ist im Interesse der ganzen WASG den Landesverband Berlin und damit die Positionen der WASG zu unterstützen. Es war die WASG, die in diesem Land einen linken Aufbruch gewagt hat. Ihr Aufbauprozess ist von einmaliger Dynamik. Bis jetzt haben ihre Mitglieder fast alles richtig gemacht und rasche Erfolge errungen. Eine Grundlage ihrer Erfolge ist die deutliche Absage an neoliberale Politikentwürfe und die klare Parteilichkeit für die arbeitende und erwerbslose Bevölkerungsmehrheit. Die WASG hat als originäre Gründung von Aktiven aus sozialen Bewegungen und Gewerkschaften in ihrer jungen Geschichte eine engere Verbindung mit diesen erreicht als die PDS in 15 Jahren. Diese Verbindung bewahrt sie bis auf weiteres davor, die Interessen dieser Menschen zu verraten. Durch das unvermeidliche Antreten auf offenen Listen der Linkspartei.PDS zur Bundestagswahl wurde im weiteren Verlauf des Prozesses die Linkspartei.PDS führend. Die Tatsache, dass die Linkspartei.PDS bis zur gemeinsamen Listenaufstellung mit der WASG eine Partei mit bröckelnder Wählerbasis im Osten und vollständig ohne Wählerbasis im Westen Deutschlands war, trat in den Hintergrund. Nun besteht die Gefahr, dass die politischen Fehler, die zu den Misserfolgen der PDS geführt haben, übernommen werden. Die WASG als junge Partei wurde durch den Neuformierungsprozess der Linken in eine Krise gestürzt, die derzeit in eine innere Konstituierung mündet. Durch den gemeinsamen Antritt zur Bundestagswahl mit der Linkspartei.PDS wurde zunächst die WASG nach links geöffnet, viele Mitglieder haben antikommunistische Vorbehalte überwunden. In der Zusammenarbeit der linken Kräfte, und in der Auseinandersetzung mit dem Wahlprogramm zur Bundestagswahl und der realen Politik der Linkspartei.PDS in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern hat danach eine Abgrenzung stattgefunden, in deren Verlauf sich die Mehrheit der WASG-Mitgliedschaft auf den Gründungskonsens der WASG zurück begeben hat. Dieser Prozess wurde begleitet von einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit der Programmatik der WASG und den Ansprüchen an praktische Politik. Das Ergebnis ist, dass sich die WASG mehrheitlich nun ihrer Identität als anti-neoliberale und kapitalismuskritische Partei sicher ist. Dieser Prozess hat nichts mit einer Linksradikalisierung der WASG zu tun, wie dies Klaus Ernst und Fritz Schmalzbauer in ihrem Beitrag „Zum Widerspruch zwischen Parteientwicklung und Linksradikalisierung“ (siehe unter: www.w-asg.de/1201.html )glauben machen wollen. Die unterstellte Linksradikalisierung ist in Wirklichkeit ein Beharren auf dem Gründungskonsens der WASG. Wenn Klaus Ernst und Fritz Schmalzbauer, diese Positionen nun als linksradikal empfinden, kann das darauf zurück geführt werden, dass sie selbst unter Aufgabe von Positionen der WASG eine Rechtsentwicklung durchgemacht haben. Was beeinflusst die Entwicklung der neuen Linken? Die Entwicklung in der WASG ist zum Vorteil auch für die Bildung der neuen linken Partei. Mit einer selbstbewussten WASG wird die neue Linke in der Lage sein, die Vertretungslücke in den Parlamenten zu schließen und einen Politikwechsel einzuleiten. Die WASG wird allerdings auch darauf bestehen, dies zu tun. Ihre weiteren Entwicklungsmöglichkeiten und die der neuen linken Partei werden als erstes davon abhängen, wie sich die sozialen Kämpfe entwickeln und in welchem Umfang die WASG bzw. die neue linke Partei daran teilnimmt. Die Annahme von Klaus Ernst und Fritz Schmalzbauer, dass es für die neue linke Partei und eine glaubwürdige Politik dieser Partei, überlebenswichtig ist eine solide Verankerung in der Arbeiterbewegung, insbesondere in den Gewerkschaften zu erreichen, ist grundsätzlich richtig. Allerdings sollten Klaus Ernst und Fritz Schmalzbauer unter dieser Voraussetzung eher Ängste in Bezug auf einen Vereinigungsprozess mit der Linkspartei.PDS haben; denn diese Partei war noch nie tief in den Gewerkschaften verankert. Die von Klaus Ernst und Fritz Schmalzbauer hingegen als gefährlich eingestufte Partei-Linke verfügt über zahlreiche bedeutende Vertreter der Gewerkschaftslinken und noch mehr aktive Gewerkschaftsmitglieder. Kollegen wie Bernd Riexinger und Wolfgang Zimmermann finden für ihre Positionen Zustimmung sowohl in den Gewerkschaften als auch in der WASG. Zum zweiten wird die Entwicklung der WASG und der neuen linken Partei davon abhängen, ob und wie es gelingt, die soziale Basis der Partei, die Arbeitenden und Erwerbslosen, zur Mitarbeit in der Partei zu gewinnen und in der Mehrheit zu erhalten. Die Veränderungen in den Politikkonzepten der Grünen beruhen zuallererst darauf, dass die soziale Basis dieser Partei sich in den Jahren nach ihrer Gründung gewandelt hat. Heute gehören die WählerInnen und die meisten Mitglieder der Grünen zum gut verdienenden Bildungsbürgertum. Die Partei vertritt deren Interessen. Folglich ist es falsch zu schließen, die Grünen seien gescheitert, weil die innerparteiliche Demokratie nicht funktioniert habe. Die Veränderung der Politik der Grünen ist vor allem auf den raschen Austausch der Parteibasis zurück zu führen. Eine Partei, die über lange Zeit in der Arbeiterschaft gut verankert war, ist die SPD. Selbst heute, nach einigen Jahren der Erosion, setzt die Mitgliedschaft der SPD sich noch immer hauptsächlich aus Arbeitern, Angestellten und Rentnern zusammen, von denen viele zudem gewerkschaftlich aktiv sind oder waren. Diese Parteibasis hat über Jahrzehnte Fehlentwicklungen zwar nicht auf Dauer verhindern, aber doch im Tempo bremsen können. Die Politik der SPD hat über lange Zeit den Erwartungen ihrer sozialen Basis im Großen Ganzen entsprochen. Zum dritten wird die Entwicklung der WASG und der neuen linken Partei von den Strukturen bestimmt werden, in denen sich die politische Willensbildung und die Umsetzung des politischen Willens in praktische Politik vollziehen soll. Vorausgesetzt, die soziale Basis einer Partei ist in ihrer Mitgliedschaft ausreichend vertreten, kommt es darauf an, dass die Parteibasis die Partei wirklich regiert. Hier liegen u.a. Schwächen der SPD und auch der Linkspartei.PDS. Apparat, Führung und die Ebene der mittlere FunktionsträgerInnen haben eine starke Stellung inne, die Parteibasis ihnen gegenüber eine schwache. Führung und mittlere FunktionsträgerInnen geben die wesentlichen Impulse und handeln stellvertretend für die Parteibasis. Die Führung übt über gezielte Förderung einen erheblichen Einfluss auf die Auswahl der mittleren FunktionsträgerInnen aus. Unter diesen Voraussetzungen ist in der SPD in den letzten 10 Jahren ein weit gehender Austausch der mittleren FunktionsträgerInnen gelungen. Heute sind dort überwiegend VertreterInnen tätig, die die neoliberale Wende bejahen und ihre politische Aufgabe losgelöst von der Parteibasis verstehen. Die SPD hat sich von einer Partei, in der Stellvertreterpolitik betrieben wurde, zu einer Ansammlung von „Politikfachpersonal“ für von oben vorgegebene Aufgaben fehlentwickelt. Ihre Erosion ist gekennzeichnet durch Massenaustritte und den Rückzug der Parteibasis in die innere Emigration. Bezeichnenderweise kommen die meisten Anforderungen an Basisdemokratie und Transparenz in der WASG von Mitgliedern die aus der SPD stammen. Die WASG und die neue linke Partei müssen durch eine Struktur, die die Rechte der Mitglieder stärkt und die Rechte der Führung begrenzt, solchen Fehlentwicklungen vorbeugen um auf Dauer eine glaubwürdige, den Interessen ihrer sozialen Basis dienende Politik entwickeln zu können. Weniger bedeutend sind die Impulse einzelner Personen für die Entwicklung der WASG und der neuen linken Partei. Hier gilt, auch wenn über die Medien das Gegenteil vermittelt wird, in einer Partei, die im Aufbau begriffen ist, werden nur Impulse Wirkung zeigen, die in den Köpfen und Herzen der Mitglieder und der sozialen Basis Wiederhall finden. Auch Oskar Lafontaine und Gregor Gisy machen hiervon keine Ausnahme. Ihre Initiative wurde im Sommer 05 zur Erfolgsgeschichte, weil sie an die Bedürfnisse der Linken und von Millionen Menschen anknüpfte. Wäre dies nicht so gewesen, wäre sie verpufft. Spekulationen, ob Oskar Lafontaine die neue linke Partei nach links treiben könne und werde, sind daher müßig. Er könnte dies tun, wenn die gesellschaftlichen Bedingungen für eine solche Linksentwicklung da sind, aber unter diesen Bedingungen wird sich eine im Aufbau befindliche und unter den arbeitenden und erwerbslosen Menschen verankerte Partei, die von ihren Mitgliedern regiert wird, ohnehin nach links entwickeln. 27.2.06 ================================================ ================================================ 17 Was Faschingsprinzen vom Patentamt lernen wollen Von: "q/depesche" ================================================ Subject: Was Faschingsprinzen vom Patentamt lernen wollen q/depesche 2006-02-27T18:21:34 Was Faschingsprinzen vom Patentamt lernen wollen Angesichts eisiger Temperaturen und heisser Faschingsfeiern versuchen wir, rote Nasen im Gesicht, der Umgehung des Verbotes der Softwarepatentierung per Patentamtsbeschluss auch gutes abzugewinnen. Warum sollten Patentbeamte ein Gesetz umgehen können, und wir Faschingsprinzen und -Prinzessinnen nicht? -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Sollte also ein Wachmann, wegen fortgeschrittener Alkoholisierung, Ihre Fahrtüchtigkeit in Zweifel ziehen wollen - lallen Sie ihm folgende Ableitung der "allgemein anerkannten Rechtssprechung" der Patentamtsbeamten vor: "Die Strassenverkehrsordnung ist ja grundsätzlich dazu da, die Beförderung von Personen zu gewährleisten. Deswegen ist alkoholisiertes Fahren als solches natürlich verboten. Somit kann eine betrunkene Person aber trotzdem als fahrtüchtig betrachtet werden, wenn sie in der Lage ist, beim Betrieb eines Autos eine Beförderungswirkung hervorzubringen, welche über die normale Wechselwirkung zwischen einem Fahrer und einem Auto hinausgeht." Für den Gesetzeshüter ist ja offensichtlich, dass das Fahren von einem Gschnas zum nächsten, insbesondere unter Benutzung der vollen Fahrbahnbreite, wohl kaum eine Wechselwirkung lediglich zwischen Fahrer und Auto sein kann. Sollte dies, im alkoholisierten Zustande, zu kompliziert sein, so benutzen Sie einfach den Satz: "Im übrigen ist das Erfordernis des Beförderungscharakters einer Fahrt erfüllt, wenn dazu Gedanken über die Beförderung erforderlich sind." Falls Sie, zur Unterstützung Ihrer Argumente, als Ergänzung der Krankenakte oder einfach als Messlatte für die Erfindungshöhe Ihrer Büttenrede ein offizielles Amtsdokument benötigen, so finden Sie das Original dieses Beitrages am Europäischen Patentamt. http://www.european-patent-office.org/legal/gui_lines/d/c_iv_2_3_6.htm - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- relayed by Bernhard Mayer - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Online Version: http://quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100003540 quintessenz is powered by http://www.onstage.at subscribe/unsubscribe/digest http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe comments to depesche at quintessenz.org ================================================ 18 [CUADPUpdate] New Exoneration and Abolition Day!!! Von: Abraham J. Bonowitz ================================================ Sent to ALL Abolitionists - At Least Once! Feel Free to Forward Please Excuse Cross-Posts CONTENTS New Florida Exoneration!!! International Death Penalty Abolition Day *** NEW FLORIDA EXONERATION Late Friday night, John Robert Ballard became the 26th prisoner in Florida to be exonerated and released from death row (#123 on the national list!). Read all about it at www.FADP.org And please -- Florida has no compensation program for the wrongly convicted. Ballard received the standard $100 upon his release. If you would like to help John land on his feet, please contribute to FADP's Exonerated Prisoner Relief Fund via the form at http://www.fadp.org/relief_fund.html -- ALL proceeds go directly to John. **** INTERNATIONAL DEATH PENALTY ABOLITION DAY is upon us - THIS WEDNESDAY! Please Visit http://www.cuadp.org/ to learn more and to TAKE ACTION! Here is what was sent on Friday to the members of NJADP: >March 1st - International Death Penalty Abolition Day > >International Death Penalty Abolition Day, March 1, marks the day that >Michigan became the first English-speaking territory in the world to >abolish the >death penalty. Please mark this special day in New Jersey by making one >phone >call - to former Governor Richard Codey, who signed the nation's first >moratorium bill on January 12, 2006! > >Tell former Governor Codey, who is the current New Jersey Senate President, >that you oppose the death penalty and appreciate his leadership on the >moratorium bill. Reach him at his district office at 973-731-6770. > >"I think Michigan made a wise decision 150 years ago (when the state >abolished capital punishment). We're pretty proud the of the fact that >we don't >have the death penalty." > -former Michigan Governor John Engler (R), New York Times, Sept. 22, > 2000 > ************** Have an excellent week.... --abe ================================================ 19 [gipfelsoli] Evian -- Heiligendamm Von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - G8 2003 Berufung - Globalisierungs-Gegner mobilisieren Nordosten ---------------------------------------------------------------------------- G8 2003 Berufung AktivistInnen legen Berufung gegen den Freispruch für Polizeibrutalität ein. Nach dem Freispruch für die zwei schweizer Polizeibeamten, die sie während der G8 Proteste im Sommer 2003 fast getötet hätten, haben Gesine Wenzel und Martin Shaw beschlossen Berufung gegen den Beschluss des regionalen Gerichts einzulegen. Press Contacts: www.aubonnebridge.net Gesine Wenzel oder Martin Shaw: +41 7868 36405, aubonnepress at yahoo.com Während des G8 Gipfels 2003 in Evian, Frankreich organisierten einige AktivistInnen eine Autobahnblockade, um Delegierte an der Anfahrt zu hindern. Um den Delegiertenkonvoi weiter zu verzögern, seilten sich Gesine Wenzel und Martin Shaw von einer Brücke ab. Die schweizer Polizisten Claude Poget und Michael Deiss waren nach kurzer Zeit vor Ort. Deiss schnitt das Kletterseil, an dem die beiden hingen durch und töte damit beinahe Shaw, der 23 Meter tief stürzte. Ein schweizer Gericht sprach die beiden Beamten letzte Woche unter großer nationaler und internationaler Medienpräsenz frei von jeglicher Verantwortung für die Folgen ihres Handelns. Die AktivistInnen werden jetzt in Berufung gehen. "Dieser Prozess war ein reines Theater, das dazu diente die öffentliche Meinung zu manipulieren und das Blut von den Händen der Polizeibeamten zu waschen" , erklärte Gesine Wenzel. "Dieses Urteil ist nur ein weiterer Beweis, dass die Polizisten in der Schweiz nahezu vollständige Straffreiheit genießen. Es ist als würde ihnen eine Blankocheque für alle Misshandlungen und Gewalttaten ausgestellt. Mit unserer Berufung wollen wir die Tatsache aufzeigen, dass dieses System von oben bis unten korrupt ist". Ihr Anwalt Jean-Pierre Garbade erklärt dazu: "Die Polizisten sind schuldig. Der Einsatzleiter Claude Poget hat mehrere Fehler begangen. Er ignorierte seine Anweisungen den Dialog mit den AktivistInnen zu suchen und drängte sie einfach von der Straße, ohne die Situation näher zu untersuchen. Außerdem ist es unverantwortlich, dass er seinen Untergebenen nicht über die beiden KletterInnen unterichtete. Desweiteren hätte Michael Deiss nicht aktiv werden dürfen, ohne um Einverständnis zu fragen. Der Freispruch in dieser Instanz ist eine Fehlentscheidung". Martin Shaw sagte: "Die Argumentation der Verteidiger ist vorhersehbar und dennoch erschreckend. Der gesamte Prozess hat sich angefühlt, als würde er gegen uns und nicht gegen die Polizisten geführt. Die Opfer zu beschuldigen ist eine der feigsten möglichen Reaktionen. Sie behaupten unsere Aktion sei unsicher gewesen, als ob wir unser eigenes Seil durchgeschnitten hätten. Ihre Entschuldigung ist, dass die Polizei gestresst war und ihnen die Aktionsform unbekannt war. Tatsächlich war es ihnen viel wichtiger den Verkehr wieder zum fließen zu bringen, weil die G8-Delegation unterwegs war, als unser Leben zu schützen. Der gesamte juristische Prozess dient der Verschleierung dieser Polizeigewalt". Die UnterstützerInnengruppe erklärte unterdessen: "Die Straffreiheit für die Polizei hat in der Schweiz eine lange Tradition. Zum ersten mal seit mehr als 20 Jahren mussten sich Polizeibeamten für Mißbrauch ihrer Position vor einem so hohen Gericht verantworten. Das Rechtssystem ist so gestaltet, dass es die Verurteilung von Polizisten nahezu unmöglich macht. Gericht und Anklage arbeiten Tag für Tag mit eben diesen Polizisten zusammen. Schon deshalb werden sie sie nicht verurteilen. Die einzige Institution, die halbwegs unabhängig entscheiden könnte wäre das Bundesgericht, aber ein Gesetz unterbindet jegliche Klagen gegen Beamte vor dem Bundesgericht. Somit haben sie ein System geschaffen, das die Verfahren gegen Polizeibeamte immer ihren Kollegen überlässt. "Nach dem G8 Gipfel in Evian gab es zahlreiche Beschwerden wegen Polizeigewalt, die von dem Staatsanwalt abgelehnt wurden. 15 Menschen haben in den letzten Jahren einen Teil ihres Augenlichts durch Gummigeschosse verlohren, die auf ihren Kopf abgeschossen wurden. Die Polizei behauptet immer sie könnte den Polizisten, der den Schuß abgegeben hat nicht identifizieren. So auch im Fall von Guy Smallman, einem Journalisten, der während der G8 Proteste 2003 mit einer Schockgranate beschoßen wurde, die seinen Unterschenkelmuskel schwer verletzte". Die Antwort des Berufungsgerichts, der höchsten in diesem Fall möglichen Instanz, wird in diesem Sommer erwartet. Sollte die Berufung abgelehnt werden, bleibt als einzige rechtliche Option die Eröffnung eines zivilrechtlichen Entschädigungsverfahrens gegen den Kanton Vaud, der für die Handlungen seiner BeamtInnen haftet. Doch auch hier dürften die Chancen nicht gut stehen, da die Polizei in der Schweiz Straffreiheit zu genießen scheint. Weitere Informationen unter: www.aubonnebridge.net [indymedia.de, von Aubonne Support Gruppe - 24.02.2006 01:49] ---------------------------------------------------------------------------- Globalisierungs-Gegner mobilisieren Nordosten Von Andreas Zecher Rostock/Heiligendamm. Straßenkämpfe, brennende Autos, Blockaden, massive Polizeieinsätze sagen militante Globalisierungsgegner im Zusammenhang mit dem für Mai/Juni 2007 geplanten G8-Gipfel in Heiligendamm voraus. In Rostock wird seit Ende vergangenen Jahres an einem Netzwerk gearbeitet, das die friedlichen Protestbewegungen aus dem Land und der Region verbinden soll. Es versteht sich als Teil von nationalen und internationalen Aktions- und Widerstandsformen, die in den letzten Jahren gegen "die globalen und lokalen Auswirkungen des kapitalistischen Weltsystems" aufgetreten sind. Koordinator der hiesigen Initiativen ist Monty Schädel. Der ehemalige Landtagsabgeordnete (1998-2002) mit einem Mandat der PDS hat dieser Tage die Mobilisierungspläne in der Hansestadt vorgestellt und für die nächste Zeit die Einrichtung eines Koordinierungsbüros angekündigt. Ziel sei "eine Kampagne gegen die Politik der G8 anlässlich ihres Gipfels in Heiligendamm", so Schädel. Eine erste regionale Koordination solle auf einer Aktionskonferenz am 25./26. März in Rostock stattfinden. Lokale Sozialforen, der Landes-Arbeitslosenverband, Jusos und Linkspartei, 3. Welt- und Kirchengruppen hätten ihre Teilnahme bereits zugesagt, heißt es. Monty Schädel sagt, er gehe davon aus, dass die Konferenz "das Startsignal für ein breites Anti-G8-Bündnis setzt". Zu den Hauptorganisatoren gegen die G8-Gipfel auf nationaler und internationaler Ebene zählt "Attac". Vertreter dieses Aktionsbündnisses haben sich im Nordosten bereits umgesehen. Erste Kontakte zur Bürgerbewegung "pro Heiligendamm" sind beiderseits bestätigt worden. Nach Informationen von Nordkurier wurden den Haushalten im Seebad anonym Handzettel zugestellt, die vor einem Belagerungszustand während des Gipfels warnen. Den Bürgern wird empfohlen, für diese Zeit den Ort zu verlassen. Es wird davon ausgegangen, dass Globalisierungsgegner in nächster Zeit versuchen werden, Bürger von Heiligendamm und Bad Doberan in ihre Vorhaben einzubinden. Anknüpfungspunkte bietet eine unter den Einheimischen verbreitete Unzufriedenheit mit der bereits praktizierten Abgrenzung des Nobelbades. Nach Angaben eines Attac-Sprechers wollen die Globalisierungsgegner zeitgleich mit der diesjährigen Hanse Sail ein G8-Protest Camp mit internationaler Beteiligung einrichten. Neben Kontaktaufnahmen zu Aktivisten aus der Region dürfte dabei die Sondierung der örtlichen Gegebenheiten im Vordergrund stehen. Zur Störung der Abläufe des G8-Gipfels im kommenden Jahr wird mit 50 000 bis 100 000 Globalisierungsgegnern aus aller Welt gerechnet. [Nordkurier - Mecklenburg-Vorpommern, Artikel vom 18.02.2006] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l ================================================ 20 [kanalb_at_newsletter] 01.03.2006 - quasi 03 screening Von: flo (kanalB) ================================================ quasi 03 - auf okto (http://okto.tv) In unserer März Ausgabe berichten wir über folgende Themen: * Musik und Essen ohne Kohle: Während ein Großteil der Gesellschaft davon ausgeht, dass die scheinbar unerschöpflichen und für jede und jeden zugänglichen Konsummöglichkeiten selbstverständlich sind, sind andere Menschen von diesen ausgesperrt. Wir waren am 23.2.06 auf der Mariahilferstraße wo anhand einer kostenlosen Essensausgabe auch politische Forderungen gestellt wurden. * Asylrecht: Seit 1.1.2006 ist ein neues komplett neu strukturiertes Asylgesetz in Kraft. Wir sprachen mit Ute Bock und Asyl in Not, welche Probleme AsylwerberInnen in Österreich haben. * Zara:Monie 2006: Das Soli-Clubbing von Zivilcourage und Anti-Rassismus Arbeit (ZARA). * Street Art – Die lesbare Stadt: Wir besuchten die Ausstellung über die Graffiti- und Aufkleber Sub-Kultur im Wiener Museumsquartier . Präsentation: 1. März 2006, 20.00 Uhr im B.A.C.H., Bachgasse 21, 1160 Wien, Eintritt frei. Alle sind herzlich eingeladen! Die Produzentinnen sind anwesend. Außerdem spielen nach der sendung noch live Brown vs. Brown (http://www.brownvsbrown.com/) Ausgabe 03, März 2006 Länge: 27 Min. Erstausstrahlung: Mi (01.03.06) 21:00 Uhr Wiederholungen: Do (02.03.) 18.00 Uhr; Fr (03.03.) 16.00 Uhr; Mo (06.03.) 14.00 Uhr; Di (07.03.) 12:00 Uhr http://quasi.tv lg, flo ---------------------------- web: http://kanalB.at skype: kanalB_at pgpkey: http://kanalB.at/flo_kanalB.asc fingerprint: 63F7 0F87 D8BD B54F 0C88 98BD 1592 D17B D246 4A5D ================================================ ================================================ 21 Dänische Cartoons: Sind SPÖ und Grüne noch zu retten? Von: Kurt Krickler ================================================ Liebe Ulrike! Danke für Deine Reaktion: Ich wundere mich schon etwas über Deine Wahrnehmung, dass Du nämlich Van der Bellens Haltung im profil als "windelweich" und einen "Skandal" bezeichnest. Was an Aussagen wie "Und wir sind jetzt auch alle gefordert, für dieses europäische Grundrecht [nämlich die Meinungsfreiheit, UL] auf die Barrikaden zu gehen." und "dass wir uns die Meinungsfreiheit nicht nehmen lassen" oder" Man muss aber mit Nachdruck darauf hinweisen, dass es in Österreich Regeln gibt, die nicht verhandelbar sind. Die Teilnahme von Mädchen am Schwimmunterricht ist so ein Fall. Es ist auch inakzeptabel, wenn manche Buben meinen, eine Lehrerin sei keine Respektsperson." windelweich und ein Skandal sein soll, mußt Du mir erst erklären. Diese Passagen meinte ich eh nicht – die sind ja wohl eh selbstverständlich. Aber van der Bellen hat ja im selben Atemzug alles wieder relativiert, indem er meinte, Meinungsfreiheit sei ja nicht dazu da, daß jeder jeden niedermachen darf. Und wenn er in diesem ganz spezifischen Zusammenhang meint: “Dennoch sollte die Pressefreiheit mit einer gewissen Verantwortung wahrgenommen werden”, dann heißt das wohl im Klartext: Selbstzensur der Medien, damit eine religiöse Minderheit sich nicht aufregt, weil sie sich womöglich gekränkt fühlt! Und das meinst Du ja letztlich auch, wenn Du schreibst: Ich finde, dass die Karikaturen nicht ohne das dänische politische Umfeld gesehen werden dürfen: In einer mehr und mehr xenophoben politischen Umwelt, mit 'Gesetzesverschärfungen, mußte den Redakteuren bewußt sein, (wenn es nicht sogar ihre Absicht war), dass sie mit der Veröffentlichung die für (muslimische aber auch andere) AusländerInnen in Dänemark in den letzten Jahren schon angeheizte Stimmung (und Du kennst Dänemark noch besser als ich) noch mehr aufheizen. Und da verlange ich schon so etwas wie eine "soziale Verantwortung", ein Bewußtsein darüber, was damit ausgelöst werden kann. Und wenn es absichtliche Provokation war, umso schlimmer. Die Xenophobie einiger PolitikerInnen kann ja wohl kein Grund für Selbstzensur sein! Oder meinst Du auch, daß Du als Feministin die Stellung der Frau im (“offiziellen”) Islam jetzt nicht mehr kritisieren darfst, weil Strache im Wiener Wahlkampf “Pummerin statt Muezzin” plakatiert hat und jede Kritik an der Unterdrückung der Frauen unter muslimischen Einwanderern wegen des möglichen “aufheizenden” Effekts und aus “Verantwortung” zu unterlassen ist? Da halte ich es wirklich lieber mit Ayaan Hirsi Ali, die die dänischen Karikaturen ausdrücklich für notwendig und wichtig bezeichnet hat. Nicht alles, wogegen die Rechten kämpfen, muß von den Linken automatisch in Schutz genommen werden! Aber Johannes Voggenhuber hat mich eh wieder mit den Grünen versöhnt, weil er Heinz Fischer für dessen peinliche Rede vor dem EP in Straßburg kritisiert hat. Unabhängig davon (weil wir über Voggenhubers Reaktion erst später gelesen haben), hat die HOSI Wien an Fischer geschrieben und seine Worte heftig kritisiert. Abschließend noch eine Anmerkung: Bestimmte Gruppen anders zu behandeln, an sie andere Standards anzulegen, weil man sie für noch nicht “reif”, “aufgeklärt” oder “demokratisch” genug hält, finde ich nicht nur arrogant und herablassend, sondern auch für gefährlich, weil man damit die Botschaft aussendet, man ist zu feig zur Konfrontation. Denn wie soll man Frauen- und Menschenrechte verteidigen, wenn man aus Angst vor negativen Reaktionen von vornherein niedrigere Standards anlegt? Und noch etwas: Religionen und kirchliche Institutionen zu kritisieren ist auch “gerechter” als pauschal die Gruppe von Menschen, die daran glaubt, weil man dann irrigerweise unterstellt, alle Gläubigen wären 100%ig mit den jeweiligen Religionsinhalten einverstanden. Den mosaischen Glauben lächerlich zu machen, ist daher etwas anderes als Antisemitismus, also wenn man “den Juden” pauschal bestimmte Eigenschaften zuschreibt. Muslimische Glaubensdogmen zu ironisieren ist nicht Islamophobie oder gar Araber- oder Ausländerhetze. Und wenn die MuslimInnen es zulassen, daß Regierungen in islamischen Ländern oder muslimische Interessenvertretungen in Österreich alle MuslimInnen in Geiselhaft nehmen und behaupten, alle MuslimInnen seien durch die paar Karikaturen persönlich tief gekränkt und bestehen auf eine Entschuldigung und anderen Sanktionen, ja dann dürfen sie sich nicht wundern, wenn der Eindruck entsteht, alle MuslimInnen stellten einen monolithischen Block dar und diese Haltung sei die generelle muslimische Haltung. Liebe Grüße Kurt ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/März/0103.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/März/0203.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/März/0303.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) 2 beiträge nicht genommen: ipal konflikt Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 6.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Thu Mar 2 14:55:45 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Thu, 2 Mar 2006 14:55:45 +0100 Subject: widerst@nd MUND: Donnerstag, 2.3.2006 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund Donnerstag, 2.3.2006 ================================================ A) INHALT ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 01 8. März - Internationaler FrauenLesbenMädchen-Kampftag Aufruf zur Demonstration von Vorbereitungsplenum 8. März Demo ================================================ 02 Vorführungstermine von "Artikel 7- Unser Recht!" in Wien und Dornbirn von Eva ================================================ 03 Asyl/Schnorrbrief der Woche: Wohnprojekt fuer Nichtversorgte von "akin" ================================================ 04 United ALiens - Newsletter ... nummer ???b von "pot" ================================================ 05 RFJ Islamfeindliche Plakataktion in Linz am 27.02.2006 von "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" ================================================ 06 Offene Anfrage von ================================================ 07 "Kulturindustrie(n)" im Medienkunstlabor Graz von IG Kultur Österreich ================================================ 08 [gipfelsoli] Heiligendamm von gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ 09 Do2.3./B.in Schubhaft/4.3. :antirassistische Demo zu FPÖ-"Volksbegehren"/orangeroter Exitus von "August Faschang" ================================================ 10 "Hören mit Augen" > Radio Stimme - 02.03 von Radio Stimme ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 11 Post: Von "Fixen", "Befristeten" und "Geleasten" von "akin" ================================================ 12 EU/Verfassung/Demokratie: Traute EUnigkeit von "akin" ================================================ 13 Solidarität mit SEAT-Entlassenen von "Wilfried Hanser-Mantl" ================================================ 14 GLB/Aiginger/Kombilohn/Lohnnebenkosten/Arbeitsmarkt von "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================ 15 Mosambik-Info 27, 01.03.2006 von "Peter Pils" ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 01 8. März - Internationaler FrauenLesbenMädchen-Kampftag Aufruf zur Demonstration von Vorbereitungsplenum 8. März Demo ================================================ Heraus zum 8. März! Internationaler Frauenkampftag Treffpunkt: U6, Josefstädterstrasse/Gürtel, * 17 Uhr Auftaktkundgebung. Abmarsch ca. 18 Uhr. * Abschluss: U3 Volkstheater - Museumsquartier mit Feuershow und Frauenzirkus * Lärminstrumente mitbringen! * kostenlose Kinderbetreuung während der 8.-März-Demo, ab 16:30 im Kindercafe Lolligo, Fischerstiege 4-8/2/3, 1010 Wien * weitersagen, weitermailen DEMONSTRATIONSAUFRUF Heraus zum 8. März ! INTERNATIONALER FRAUENKAMPFTAG Was fallen soll, muss gestürzt werden! Was aufhören soll, muss gestoppt werden! Am 8. März gehen wir gemeinsam auf die Straße, mit unserer Wut, Entschlossenheit und Solidarität - für unseren Kampf um Frauenachtung, Frauenrechte und Gerechtigkeit für alle, gegen Ausbeutung, Unterdrückung und Kriegstreiber. Wir demonstrieren mit unseren Unterschiedlichkeiten und Gemeinsamkeiten als Frauen, mit unserem Begehren, unserer Zärtlichkeit und Wildheit für eine gerechte und solidarische Welt. Der 8. März als internationaler Kampftag ist auch ein Ausdruck unserer internationalistischen Solidarität mit unseren Schwestern überall auf der Welt, die sich gegen Ausbeutung und Unterdrückung wehren und für ein selbstbestimmtes Leben kämpfen. Wir grüssen alle Frauen, die in vielen Städten und Dörfern dieser Welt am 8.März in den Straßen demonstrieren, sich Gehör verschaffen und gemeinsam kämpfen. Frauen gemeinsam gegen Sexismus und Patriarchat Das Patriarchat, in seinen unterschiedlichen Formen, schafft hierarchische und ausbeuterische Beziehungen von Männern gegen Frauen. Frauenverachtung, Benachteiligung von Frauen im Alltag und bei der Arbeit und sexistische Männergewalt gegen Frauen und Mädchen erleben wir alltäglich - weltweit. In dieser sexistischen Gesellschaft werden Frauen nicht als eigenständige, denkende, handelnde Menschen wahrgenommen, sondern mit sexistischen Vorurteilen und Normen, wie Frau zu sein hat, beurteilt. Wir leben jedoch die Vielfältigkeit und Lebendigkeit von Frauen. Wir pfeifen auf den sexistischen Blick der Männer, der Frauen als sexuelle Objekte betrachtet, oder unsere Sichtbarkeit als "unmoralisch" oder "verführerisch" ansieht. Wir widersetzten uns jeglichen religiösen Erklärungen für die Unterordnung der Frau unter den Mann. Wir widersprechen den "wissenschaftlichen" Erklärungen von der "Minderwertigkeit", "Hilfsbedürftigkeit" oder "Andersartigkeit" der Frauen. Wir stellen die herrschende Medizin in Frage, die Frauen als verrückt und Frauenkörper als krank beurteilt. Wir bekämpfen die sexistische Vermarktung von Frauen in der Werbung, in den Medien und in der Pornoindustrie. Und wir kleiden uns so, wie es uns gefällt - leicht bekleidet oder verhüllt, mit und ohne Kopftuch, in Hosen, Röcken, Kleidern oder Tüchern. Die Frauenbewegungen der Welt haben die sexistische Männergewalt gegen Frauen und Mädchen, gegen Lesben, gegen Frauen mit Behinderungen, gegen Arbeiterinnen, gegen Migrantinnen öffentlich und ihre Lebensbedingungen sichtbarer gemacht. Aber die sexistische Gewalt existiert weiterhin mit aller Härte und verschärft sich - wie u.a. frauenverachtende Bilder, sexistische Belästigungen, körperliche Misshandlungen, Vergewaltigungen, sexuelle Ausbeutung, Einschränkung der Bewegungsfreiheit und Ausgehverbote, Absprechen der eigenständigen Existenz, weniger Lebensmittel, geringerer Zugang zu Bildung, schlechtere Bezahlung und sexistische Arbeitsteilung, Abtreibungsverbot oder Zwangsabtreibung, Zwangssterilisierung, Zwangsverheiratung, Zwangsprostitution, Frauenhandel und Frauenmorde. Gewalt und Diskriminierung sind nach einer neuen Studie des DCAF die Haupttodesursachen für Frauen weltweit. Für Frauen zwischen 15 und 44 ist die Gefahr, durch männliche Gewalt getötet oder verletzt zu werden, höher, als das Risiko an Krebs, Malaria, Autounfällen und Kriegen zu sterben zusammen. Es wird geschätzt, dass weltweit jährlich 2–3 Millionen Frauen wegen ihres Geschlechtes getötet werden! Aus vielfältigen Gründen, aber aufgrund der Tatsache, weil vielen Menschen das Leben und die Würde einer Frau weniger wert sind als die eines Mannes; Und weil Männer die Unterordnung der Frau durchsetzen wollen. Als Feministinnen stehen wir auf - als Betroffene und Handelnde – als Frauen in der Welt frei zu sein und Mensch zu sein. Wir nehmen uns das Recht mit allen Mitteln und Möglichkeiten gegen jede Form der sexistischen Gewalt und Ausbeutung zu kämpfen – im Alltag und im Staat. Denn für unser Selbstverständnis: frei zu sein, müssen wir das Patriarchat stürzen und Sexismus beenden. Radikaler Feminismus ist eine Politik von LesbenFrauen, die an die patriarchalen Wurzeln geht, Solidarität lebt, aber auch um die Mit-/Täterinnenschaft von Frauen Bescheid weiß und sie nicht verdrängt. Lesbischer radikaler Feminismus sieht die Unterschiede zwischen Frauen und die Spaltung von Frauen im Heterosexismus und setzt dem die Leidenschaft für und die Anerkennung von Frauen und ein gemeinsames politisches Handeln mit Frauen entgegen. Von Männern fordern wir, dass sie ihr patriarchales Selbstverständnis in Frage stellen und gegen sexistische Gewalt ihrer "Geschlechtskollegen" aufstehen und eingreifen. Frauen gemeinsam gegen Rassismus Wir wissen, dass Kapitalismus, Imperialismus und Patriarchat weltweit Elend, Hunger, unerträgliche Lebensumstände und Kriege produziert und viele Frauen zwingt zu flüchten, z.B in Richtung Europa. Die EU ist Teil des imperialistischen, patriarchalen Weltsystems. Ausbeutung, und Unterdrückung existieren auch hier. Auf Asylsuchende warten menschenverachtende Gesetze, die beispielsweise in Österreich zu Beginn dieses Jahres noch weiter verschärft wurden, Rassismus wird auch dadurch geschürt, Rassismus ist den Herrschenden genehm – er dient der Spaltung und legitimiert Verfolgung und Ausschluss von Menschen. Das Asylrecht wird seit Mitte der 1980er-Jahren ausgehöhlt und verschwindet immer mehr. Die neuerliche Novelle, die mit 1. Jänner 2006 in Kraft trat, macht klar: Schon allein dein Ansuchen um Asyl macht dich zur Kriminellen. Traumatisierung ist kein Asylgrund mehr, Vergewaltigung wurde noch nie als solcher anerkannt. Während der Zeit, wo geprüft wird, ob dein Asylantrag überhaupt bearbeitet wird (dem sogenannten Zulassungsverfahren), darfst du den Bezirk nicht verlassen, wo du untergebracht bist. Höchstwahrscheinlich bist du in ein Lager gepfercht. Es kann auch sein, dass du in Schubhaft gesperrt wirst, obwohl dein Verfahren noch gar nicht abgeschlossen ist, einfach weil du da bist. Die mögliche Schubhaft wurde auf 10 Monate verlängert. Du kannst abgeschoben werden, auch wenn über deinen Asylantrag noch gar nicht entschieden ist. Das Rechtmittel der Berufung sollst du dann aus einem angeblich sicheren Drittland oder dem Herkunftsland stellen. Zynischer ist schwer denkbar. Wahrscheinlich hast du während der Zeit in Österreich wenige Möglichkeiten gehabt, dir deine Rechte erklären zu lassen; denn du wirst verschoben - von einer Stelle zur anderen. Rechtsberatung gibt es de facto keine mehr, du erfährst nur mehr von Rückkehr“beratung“. Noch dazu, wo dir die vielen Papiere nur auf Deutsch, ohne Übersetzung, vorgelegt werden. Wenn du gegen die Schubhaft und Abschiebung mit Hungerstreik, einem dir wenigen möglichen Mittel, kämpfst, wollen sie dich mit brachialer Gewalt zwangsernähren. Auch wer dir hilft, an dein Recht auf Asyl zu kommen, läuft Gefahr, kriminalisiert zu werden. Das heißt dann "Beihilfe zur Asylerschleichung". Wer dich unterstützt, wer dir Unterkunft gewährt, wer dir hilft zu flüchten, macht sich des Gesetzesbruches schuldig. Und auch Lebensgemeinschaften zwischen ÖsterreicherInnen und Flüchtlingen oder MigrantInnen werden speziell registriert, überwacht und kriminalisiert. Der Grauslichkeiten ließe sich noch mehr auflisten. Wir spucken auf die Menschenverachter, Gesetzesverfasser, Gesetzesbeschließer, Schreibtischtäter! In Österreich wird die Mehrsprachigkeit der Menschen mit Füßen getreten, und ein deutschsprachiger Chauvinismus macht sich breit. Die FPÖ wirbt mit "Deutsch statt nix verstehen". MigrantInnen werden von der Regierung gezwungen, Deutschkurse zu absolvieren, ansonsten können sie abgeschoben werden. Der slowenischsprachigen Bevölkerung in Kärnten wir ihr minimales Recht auf zweisprachige Ortstafeln verweigert, obwohl es ihnen laut Verfassung seit 1955 zusteht! Im Kampf gegen Rassismus - im Alltag und im Staat - brauchen wir die Anerkennung unserer unterschiedlichen Lebensformen und Lebensbedingungen und unsere gegenseitige Menschenachtung und Solidarität. Wir müssen rassistische Verfolgung und Abschiebungen verhindern und Fluchtwege und Asyl ermöglichen. Wir brauchen unser Auftreten gegen jede Form von "Religionskrieg" und den Kampf gegen (Neo)Kolonialismus und imperialistische Kriege. Frauen gemeinsam gegen Kapitalismus Die Arbeitsverhältnisse im Kapitalismus sind weltweit davon bestimmt, dass möglichst Viele für immer weniger Lohn arbeiten sollen und erkämpfte Arbeitsrechte beschnitten und abgeschafft werden. Hier und heute setzen dies UnternehmerInnen und PolitikerInnen durch, mit Druck und Konkurrenz in den Betrieben, Privatisierung von gesellschaftlichem Reichtum, Auslagerung von Betrieben und mit EU-Maßnahmen und WTO-Richtlinien zur "Liberalisierung" und "Globalisierung". Der Kapitalismus macht alles zur Ware, die Arbeitskraft, die Menschen, die Beziehungen zwischen den Menschen, Emotionen, Träume, Körperteile, Tiere und Pflanzen. Jene, die auf der Welt nicht gebraucht werden, die nicht verbraucht werden, müssen verhungern, werden umgebracht, werden in Flüchtlingslager deportiert. Das ist das Geschäft des Kapitalismus - für Reichtum und "Fortschritt" für Wenige. Der Kapitalismus nährt sich u.a. von Rassismus und Sexismus und schafft sie durch ökonomische Ungleichheit immer wieder neu. MigrantInnen werden durch rassistische Sondergesetze (so genannte "Ausländergesetze"), durch Illegalisierung und Kriminalisierung einerseits von Arbeitsmöglichkeiten ausgeschlossen und damit in schlecht bezahlte oder illegalisierte Arbeit gezwungen, oder als "SaisonarbeiterInnen" und "GastarbeiterInnen" ins Land geholt, und wieder abgeschoben. Die Arbeit von Frauen wird aufgrund des Sexismus weniger anerkannt und geringer bezahlt. Berufe, in denen Frauen arbeiten, z.B als Putzarbeiterinnen, im Pflegebereich oder im Grund-Bildungswesen, werden am niedrigsten bezahlt. Für Lohnarbeit verdienen Frauen in Österreich heute im Schnitt nach wie vor um ein Drittel weniger als Männer - das trifft sowohl sog. Niedriglohnberufe (das sind im Allgemeinen "typische Frauenberufe") als auch bei gleicher Tätigkeit und Qualifikation zu. In Zeiten von "Sparen" und "Privatisierung" werden öffentliche Dienstleistungen wieder privatisiert, die medizinische Versorgung abgebaut, Kindergärten und Kantinen zugesperrt, das Bildungswesen auf eine gesellschaftliche Elite hin zugeschnitten usw. Frauen sollen dann, zu Hause die gleiche Arbeit, diesmal "privat", noch unsichtbarer und diesmal ganz unbezahlt machen. Die sexistische Arbeitsteilung ist eine der Grundlagen für die ökonomische Ausbeutung von Frauen im Kapitalismus. Von Frauen wird erwartet, dass sie Lohnarbeit und persönliche Hausarbeit und das Leben mit Kindern individuell "unter einen Hut bringen". Das System der Lohnarbeit im Kapitalismus funktioniert nur, wenn (Ehe)Frauen, Lebensgefährtinnen, Mütter oder Großmütter die persönliche Hausarbeit für den Mann als "Ernährer" selbstverständlich "aus Liebe" übernehmen. Oder es werden Kinderbetreuungseinrichtungen geschaffen (in denen dann Frauen arbeiten). Oder: jene Männer und Frauen, die es sich leisten können, bezahlen Hausarbeiterinnen (vor allem Migrantinnen) einen geringen Lohn ohne Anstellung. Wir stellen als Feministinnen die Arbeitsverhältnisse und Arbeitsteilung grundsätzlich in Frage. Wir wollen nicht für die Ausbeutung und Unterdrückung funktionieren. Wir fordern "Brot und Rosen" - eine alte und noch immer wichtige Forderung und Vision der Arbeiterinnenbewegung. Statt "Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen", wollen wir einen Arbeitstag von 12 Stunden für ALLE: 4 Stunden Erwerbsarbeit, 4 Stunden Reproduktionsarbeit und 4 Stunden politische Arbeit - und Zeit für FreundInnen, Kultur und Vergnügungen. Wir brauchen Erwerbsarbeit, um unabhängig das eigene Auskommen zu sichern. Wir brauchen reproduktive Arbeit – Pflege und Erziehung, Hausarbeit, Lehren und Lernen –, weil sie notwendig ist und sie gehört auf alle verteilt, auf Männer und Frauen. Wir brauchen Politische Arbeit, weil noch viel zu tun ist, für zukunftsfähige und menschenwürdige Formen des Zusammenlebens. Die Aufhebung der sexistischen Arbeitsteilung, von ökonomischer Ungleichheit und Ausbeutung, verlangt die Zerschlagung des Kapitalismus und des Patriarchats. gegen Ohnmacht und Biedermeier für gemeinsamen Kampf und soziale Revolution Die Regierung muss weg! gegen Kapitalismus mit all seinen verschiedenen Formen ökonomischer Ausbeutung für die Vergesellschaftung der Produktionsmittel und der natürlichen Ressourcen, denn sie gehören uns allen für radikale Umverteilung und Aufteilung von Besitz und Vermögen auf alle für ArbeiterInnenselbstverwaltung für die Aufteilung der notwendigen Arbeiten auf alle und die Anerkennung und gleiche Bezahlung unterschiedlicher Fähigkeiten, Arbeiten und Berufe für eine garantierte Existenzsicherung, unabhängig von Versicherung, Lohnarbeit, Arbeitszwang, Geschlecht und Staatsbürgerschaft gegen imperialistische Kriege und patriarchale Kriegshetze für internationale Solidarität gegen Faschismus und Repression für viele verschiedene Formen des Widerstandes und Kampfes gegen alle HERRschenden Verhältnisse gegen alltäglichen und staatlichen Rassismus für gegenseitige Achtung und Anerkennung, unabhängig von Staatsbürgerschaft, Muttersprache, Hautfarbe und Religion für die Durchsetzung gleicher sozialer, politischer, ökonomischer Rechte für alle Menschen; Eigenständiges Aufenthaltsrecht für Migrantinnen unabhängig von Ehe oder sonstigen Männern; Anerkennung frauenspezifischer Fluchtgründe; Asylrecht bei Verfolgung als Lesben und Schwule; Bleiberecht für alle; Wahlrecht für MigrantInnen; Zugang zu Lohnarbeit und Sozialleistungen für alle; Recht auf die eigene Muttersprache. für das Recht auf Migration, Flucht, Fluchthilfe, Asyl gegen Patriarchat und alltäglichen und staatlichen Sexismus gegen Heterosexismus und Zwangsheterosexualität für das Selbstverständnis von uns Frauen als eigenständig Handelnde für unser Recht als Frauen, Wünsche, Ziele Vorstellungen eigenständig durchzusetzen und zu leben für die Aufhebung der sexistischen Arbeitsteilung und für gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit für das Selbstbestimmungsrecht über unsere Körper in allen Lebensbereichen; Abtreibung, Geburt und Verhütung in Frauenhände; Selbstbestimmte Sexualität - denn Nein heißt Nein und Erotik und Begehren sind keine Ware und keine Pflicht, sondern eine respektvolle Begegnung und Beziehung zwischen Subjekten. für gemeinsames Handeln gegen sexistische Gewalt und Ausbeutung für den Sturz des patriarchalen Systems für Leidenschaft, persönliche Beziehungen und politische Solidarität unter Frauen und gemeinsames politisches Handeln von Frauen gegen Sexismus, Rassismus, Kapitalismus _________________________________________________________________ DAS FEST für FrauenLesben! anschließend an die Demo: das Fest zum Internationalen FrauenLesben-Kampftag in der FZ-Bar, Währinger Strasse 59/Stg. 6 - Eingang Prechtlgasse Beginn 21 Uhr mit Tent à Bulles - Internationaler FrauenLesben Zirkus mit offener Feuershow (die FZ-Bar hat am 8.3. bereits ab 19 Uhr geöffnet) ================================================ 02 Vorführungstermine von "Artikel 7- Unser Recht!" in Wien und Dornbirn von Eva ================================================ Liebe FreundInnen und KollegInnen! Bitte die folgenden Termine weiterleiten und ankündigen, vielen Dank, hvala lepa! ------------------------------------------------------------- "Artikel 7 - Unser Recht!" (R: Thomas Korschil/Eva Simmler, A/Slo 2005) 07.03.2006, 20:30: Spielboden - Mikrokino, Dornbirn (Färbergasse 15, Rhombergs Fabrik) www.spielboden.at 10.03.2006, 19:00: FZ Wien (Autonomes feministisches FrauenLesbenMädchen-Zentrum) (1090; Währingerstraße 59/Eingang Prechtlgasse) nur für Frauen! mit anschl. Filmgespräch mit Eva Simmler 14.03.2006, 18:00: TÜWI-Baracke, Wien (1190; Peter Jordanstraße. 76/Ecke Dänenstr.) http://tuewi.action.at anschl. Diskussion mit den FilmemacherInnen ------------------------------------------------------------- und noch immer: "Artikel 7 - Unser Recht!" im Schikaneder Kino bis 9. März 2006, 21 Uhr Schikaneder-Kino: 1040 Wien; Margaretenstr. 24; www.schikaneder.at ------------------------------------------------------------- Weitere Infos zum Film: www.artikel7.at "Simmler und Korschil versuchen das Schwierigste, nämlich die Rekonstruktion einer Epoche mittels der Freilegung des Verlaufes ihrer historischen Zeitstränge in die Vergangenheit hinab und die Gegenwart herauf." (Samo Kobenter) "Der Artikel 7-Gesetzes-Text hat für Minderheiten starken Symbolcharakter. Ihm auch generell einen hohen Stellenwert beizumessen, wie es der Film tut, und damit ein Bekenntnis zur kulturellen Vielfalt Österreichs abzugeben, wäre heute mehr denn je gefragt, misst sich die Stärke und die Reife einer Demokratie doch nicht in Jahren, sondern in der Toleranz, die man Minderheiten gegenüber hat." (Brigitte Mayr) ------------------------------------------------------------------------ Data retention is no solution! http://www.dataretentionisnosolution.com/ Use free software & encrypt your mail! This message was sent using kooperative.at webmail (powered by IMP) ================================================ 03 Asyl/Schnorrbrief der Woche: Wohnprojekt fuer Nichtversorgte von "akin" ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 28. Februar 2006; 22:07 ********************************************************** Asyl/Schnorrbrief der Woche: > Wohnprojekt fuer Nichtversorgte Ute Bocks Schuetzlinge brauchen Unterstuetzung Das Fluechtlingsprojekt von Ute Bock (http://www.fraubock.at) befindet sich derzeit in einer sehr prekaeren Situation, da Ende Februar mehrere Wohnungen auslaufender Vertraege wegen aufgegeben werden muessen und dringend Mittel fuer die Anmietung bzw. Renovierung neuer Wohnungen benoetigt werden. Frau Bock kuemmert sich bekanntlich vor allem um jene Fluechtlinge, die aufgrund der Zustaendigkeitsstreitigkeiten zwischen Laendern und Bund aus dem System der sogen. "Grundversorgung" ausgeschlossen wurden und damit ohne Unterkunft, ohne Krankenversicherung und ohne jegliche Form finanzieller Unterstuetzung auskommen muessen. Erschwert wird die Situation fuer AsylwerberInnen ohne Grundversorgung dadurch, dass es auch bei karitativen Einrichtungen zu wenige Betreuungsplaetze gibt, oft auch dadurch bedingt, dass viele NGOs mit der Gemeinde Wien Vertraege zur Unterbringung innerhalb der Grundversorgung abgeschlossen haben und daher kaum Kapazitaeten fuer "Nicht-Grundversorgte" zur Verfuegung haben bzw. diese Menschen auch nicht aufnehmen duerfen - daher ist Frau Bock fuer viele die wichtigste Anlaufstelle und gleichzeitig die einzige Alternative zur Obdachlosigkeit, und weit mehr als die Haelfte der Menschen im Wohnprojekt gehoeren zu dieser Gruppe (darunter auch zahlreiche Familien mit Kindern aus Kriegsgebieten wie Tschetschenien). Die laufenden Kosten des Wohnprojekts (neben Mieten, Betriebskosten, Stromkosten auch Auszahlungen fuer Verpflegung, medizinische Behandlungen, Kleidung usw) koennen derzeit nur mit Muehe durch Spenden gedeckt werden. Zusaetzliche Ausgaben, wie sie aktuell fuer die Adaptierung neuer Wohnungen noetig sind, ueberfordern unser Budget leider voellig. Frau Bock wuerde akut insgesamt rund 5.000 * benoetigen (und jeder Beitrag zu dieser Summe ist mehr als willkommen!). Da wir bis Mitte des Jahres zwei weitere Haeuser absiedeln muessen (hier handelt es ebenfalls sich um befristete und daher kostenguenstige Mietverhaeltnisse) sind wir auch mittelfristig auf der Suche nach guenstigen Mietwohnungen sowie nach Foerderern, die uns bei der Adaptierung neuer Unterkuenfte mit Geldspenden oder Sachsponsoring unterstuetzen. *Juergen Stowasser* Spenden an: Verein Ute Bock, BAWAG (BLZ 14000), Konto-Nummer 01910-807-249, Kennwort "Wohnprojekt" *************************************************** Der akin-pd ist die elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen Wiener Wochenzeitung 'akin'. Texte im akin-pd muessen aber nicht wortidentisch mit den in der Papierausgabe veroeffentlichten sein. Nachdruck von Eigenbeitraegen mit Quellenangabe erbeten. Namentlich gezeichnete Beitraege stehen in der Verantwortung der VerfasserInnen. Ein Nachdruck von Texten mit anderem Copyright als dem unseren sagt nichts ueber eine anderweitige Verfuegungsberechtigung aus. Der akin-pd wird nur als Abonnement verschickt. Wer versehentlich in den Verteiler geraten ist, kann den akin-pd per formlosen Mail an akin.buero at gmx.at abbestellen. ************************************************* 'akin - aktuelle informationen' a-1170 wien, Lobenhauerngasse 35/2 vox: ++43/1/535-62-00 (anrufbeantworter, unberechenbare buerozeiten) http://akin.mediaweb.at akin.buero at gmx.at Bankverbindung lautend auf: föj/BfS, Bank Austria, BLZ 12000, 223-102-976/00, Zweck: akin ================================================ 04 United ALiens - Newsletter ... nummer ???b von "pot" ================================================ Wie immer ... wenn es nervt > email an pot at unitedaliens.at betreff "NO MORE" ansonsten, viel spaß beim lesen! spaet aber doch besser als gar nicht c YA 2morrow ******************************************* Quasi, das Magazin von United Aliens TV und kanalB auf Okto präsentiert seine neueste Ausgabe: Mittwoch, 1. März 2006, B.A.C.H (Bachgasse 21, 1160 Wien), Ab 20 Uhr Nach dem Quasi Screening spielen live Brown vs. brown http://www.brownvsbrown.com/ aus den Niederlanden. Eintritt frei! Die Quasi-Produzenten sind ansprechbar. Das Ganze findet im Rahmen 1 Jahr B.A.C.H Wiedergeburt statt Birthday Special: Krügerl Stiegl 2,20 quasi 03 - auf okto http://okto.tv In unserer März-Ausgabe berichten wir über folgende Themen: -Musik und Essen ohne Kohle Wir waren am 23.2.06 auf der Mariahilferstraße wo anhand einer kostenlosen Essensausgabe auch politische Forderungen gestellt wurden. -Zara:Monie 2006 Ein Bericht über das Soli-Clubbing von Zivilcourage und Anti-Rassismus Arbeit (ZARA) -Asylrecht Seit 1.1.2006 ist ein neues komplett neu strukturiertes Asylgesetz in Kraft. Wir sprachen mit Ute Bock und Asyl in Not, welche Probleme AsylwerberInnen in Österreich haben. -Street Art Die Ausstellung im MQ über die Graffiti- und Aufkleber Sub-Kultur. Erstausstrahlung auf Okto: Mi (01.03.06) 21:00 Uhr Wiederholungen: Do (02.03.) 18.00 Uhr; Fr (03.03.) 16.00 Uhr; Mo (06.03.) 14.00 Uhr; Di (07.03.) 12:00 Uhr ================================================ 05 RFJ Islamfeindliche Plakataktion in Linz am 27.02.2006 von "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" ================================================ RFJ Islamfeindliche Plakataktion in Linz am 27.02.2006 http://www.mlv.or.at/vorfall/rfj.keine.kopftuecher.linzer.schulen/rfj.aktion.htm Die Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen verurteilt aufs schärfste die islamfeindliche Plakataktion des „Ring Freiheitlicher Jugend“ am Eingangstor der Linzer Otto-Glöckl-Schule (siehe den oben angeführten Link). Diese Plakate sind nicht nur islamfeindlich, sondern rassistisch, sexistisch und zutiefst frauenfeindlich. Nach den emotionsgeladenen Diskussionen um die Schule in Linz haben alle Seiten sich um einen ehrlichen und konstruktiven Dialog bemüht, so dass die Missverständnisse weitgehend ausgeräumt werden konnten. Es wurde gemeinsam ein Weg der Konfliktlösung in solchen Situationen gefunden, offensichtlich zum Missfallen des RFJ. Die Schulleitung war über deren Beklebungsaktion entsetzt und meldete den Fall sofort der Polizei. Mit Verwunderung verzeichnen wir, dass der islamfeindliche Charakter der FPÖ Werbung allgemein bisher kaum von einer politischen Partei in der breiten Öffentlichkeit thematisiert wurde. Während europäische und internationale Institutionen wie EUMC, OSCE aber auch die UNO längst das gesellschaftliche Gefährdungspotential von Islamfeindlichkeit erkennen und gemeinsam mit Wissenschaftlern und NGOs zur Sprache bringen, ist leider Schweigen auch in den österreichischen Medien diesbezüglich auf der Tagesordnung. Die FPÖ hat wiederholt auf dem Rücken von Minderheiten xenophobe Politik geführt. Im letzten Wiener Wahlkampf haben die geschmacklosen Versuche Hass, Neid und Intoleranz zu säen eine untragbare Dimension erreicht. Über das populistische Ausschlachten von Ressentiments und die altbekannte Sündenbockpolitik hinaus wird darauf aufbauend die Unversöhnlichkeit von Menschen verschiedener Religion oder Kultur gepredigt. So wie der Islam explizit als Feindbild angegriffen wird, ist dies eine Bedrohung des sozialen und religiösen Friedens. Unser Appell geht an Gesellschaft, Politik und Medien nicht durchgehend ausschließlich von „Fremden- und Ausländerfeindlichkeit“ zu reden. Muslime und schwarze Menschen sind längst ein Teil Österreichs und keine Fremden. Diese nur als Fremde oder Ausländer anzuführen, lässt gesellschaftliche Anerkennung vermissen. Für die Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen Dipl.-Ing. Tarafa Baghajati Mitgründer der Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen und Vizepräsident von ENAR - European Network against Racism baghajati at aon.at, 0664-521 50 80 ************ -- Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen e-mail:dieinitiative at gmx.at für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte: Omar Al Rawi +43-650-3831942 al-rawi at gmx.at Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449 baghajati at aon.at Mouddar Khouja +43-1-9685096 mouddar at gmx.net Andrea Saleh +43-1-7965652 salehand at gmx.at Liebe Brüder und Schwestern, liebe Interessierte! Wir hoffen, dass die so an Euch zugehenden Informationen auf Euer Interesse stoßen. Wir versenden über den Verteiler nicht nur Neuigkeiten, die die eigenen Aktivitäten betreffen, sondern auch Zeitungsartikel, die im weitesten Sinn mit dem Islam und Integration zu tun haben oder ähnliches. Diese spiegeln natürlich nicht unbedingt unsere eigene Meinung wieder, sind aber gut, um das Meinungsspektrum zu sichten. Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Selbstverständlich kann auch alles an Freunde,Bekannte usw.weitergemailt werden. Für die Publikation in eigenen Homepages bitten wir jedoch um vorherige Rücksprache. Bitte achten Sie bei Zeitungsartikeln auf das Copyright. Alle Inhalte dienen der persoenlichen Information. Eine Weiterverwendung und Reproduktion ueber den persoenlichen Gebrauch hinaus ist nicht gestattet. ================================================ 06 Offene Anfrage von ================================================ hallo geschätzte leute von mund dieses e-mail (siehe unten) erging unter anderem an gusenbauer, sämtlicher spö palamentarier und an einige medien. ich bedanke mich für veröffentlichung. schöne grüsse christian Verein ArbeitslosensprecherIn Offene Anfrage an den Parteivorsitzenden der SPÖ Alfred Gusenbauer Sehr geehrter Herr Dr. Gusenbauer, Als Parteivorsitzender sollten Sie über Äußerungen ihrer Parteifunktionäre, die in den Medien wiedergegeben werden, einigermaßen im Bilde sein, besonders dann, wenn diese eine Form annehmen, die sich mit Ihrer Parteilinie nicht vereinbaren lässt oder lassen sollte. Wir können uns nicht vorstellen, dass der Ausspruch des SPÖ-Bürgermeisters von Haag am Hausruck, Anton Grausgruber, den dieser in einem am 13.2. kolportierten Interview mit dem ORF Oberösterreich bezüglich des Einsatzes von Arbeitslosen und Asylanten zur Schneeräumung getätigt hatte, Ihrer Aufmerksamkeit entgangen ist. Der Bürgermeister meinte, dass „wir eine Zahl von männlichen Asylwerbern haben, die vor Kraft strotzen“. „Die gehören zusammengefangt und an den Einsatzort gebracht“. Dasselbe gelte in Bezug auf Arbeitslose: „Die werden ja von unseren Steuergeldern bezahlt“. Abgesehen davon, dass der Haager Parteigrande offenbar nicht weiß, dass das Arbeitslosengeld aus der Sozialversicherung stammt und nicht aus Steueraufkommen, und daher einen Rechtsanspruch darauf haben, sowie davon, dass er sich hier über das Arbeitsverbot für AsylwerberInnen – die oft von sich aus vergeblich ihre Hilfe antragen- hinwegsetzt, lässt die Brachialrhetorik Grausgrubers eine Gesinnung erkennen, die jedes sozialen Verständnisses entbehrt, den Betroffenen die Humanität aufkündigt und die SPÖ um mindestens 60 Jahre zurückwirft. Es ist noch nicht lange her, als das einfache Parteimitglied der FPÖ Jörg Haider die „ordentliche Beschäftigungspolitik“ im Nationalsozialismus lobte, als man mangels sozialpolitischer Lösungen Arbeitslose kurzerhand zur Zwangsarbeit abkommandierte. Hat die SPÖ solche Rhetorik nötig?. Denn vor dem Fangen kommt das Jagen und das Treiben. Gerade in Oberösterreich mahnen uns schaurige Denkstätten an die Folgen politischer Dummheit und machtgeiler Mobilisierung niedrigster Instinkte. Gerade Oberösterreich mit dem Braunauer Bezirk sollten politisch alles tun, um keine Assoziationen zu seiner menschenverachtenden Vergangenheit aufkommen zu lassen. Dazu fehlt es allerdings an Sensibilitiät. Ist Herr Grausgruber doch sogar stolz auf seine Plumpheit im Umgang mit dieser hochsensiblen Materie? Scheinbar glaubt Herr Grausgruber die billige Polemik mit marginalisierten Gruppen, der missbilligende Blick auf jene, die sich ins gemachte Nest setzen nötig zu haben. Damit ist der Haager Bürgermeister als politischer Vertreter der Sozialdemokraten nicht nur in seinem Ortskreis, sondern auch darüber hinaus für das Ansehen der österreichischen Sozialdemokratie untragbar geworden. Der Verein ArbeitslosensprecherIn fordert den Rücktritt Grausgrubers und ersucht Sie, Herr Dr. Gusenbauer um eine Stellungnahme zum Haager Vorfall und Information darüber, welche Konsequenzen die SPÖ in der Causa zieht. Maria Hintersteiner Stv. Obfrau Christian Moser Obmann ArbeitlsosensprecherIn e.V. Selbstvertretung der österr. Erwerbsarbeitslosen ArbeitslosensprecherIn (Armutskonferenz) Gumpendorferstr. 83 1060 Wien www.arbeitslosensprecherIn.at e-mail: office at arbeitslosensprecherin.at ================================================ 07 "Kulturindustrie(n)" im Medienkunstlabor Graz von IG Kultur Österreich ================================================ ||| ||| VERANSTALTUNGSANKÜNDIGUNG ||| ||| IG Kultur Steiermark & IG Kultur Österreich ||| - --------------- ||| ||| Kulturrisse Präsentation: "Kulturindustrie(n)" im Medienkunstlabor Graz ||| Die IG Kultur Österreich zieht eine Zwischenbilanz zum Polithype der Kreativwirtschaft. Anlässlich des Erscheinens der Kulturrisse-Ausgabe „Kulturindustrie(n)" diskutieren ExpertInnen aus den unterschiedlichsten Feldern die Auswirkungen der mit den Creative Industries verbundenen Politiken auf die Praxis der Stadtentwicklung, auf die Instrumente der Kulturförderung, sowie auf die Arbeitsverhältnisse von Kultur- und KunstproduzentInnen. ||| 07. März 06, 19.00 Uhr - --------------- ||| Medienkunstlabor des Kunsthaus Graz ||| Lendkai 1 ||| 8020 Graz Mit: Elisabeth Mayerhofer (IG Kultur Österreich, FOKUS) Franz Niegelhell (Falter, Steiermark) Moderation: Marty Huber (IG Kultur Österreich, Kulturrisse) - -------------- Mit dem Hype um die so genannte "Kreativwirtschaft" einher geht seit Jahren eine schleichende Neudefinition der gesellschaftlichen Funktion von Kultur im Allgemeinen. Während der kommerzielle, nach privatwirtschaftlichen Kriterien funktionierende Sektor eine staatlich be- und geförderte Aufwertung erfährt, wird die Notwendigkeit der Existenz eines öffentlichen Sektors kultureller Produktion zunehmend infrage gestellt. Diejenigen Initiativen im kulturellen Feld, welche nicht über entsprechende Profitraten verfügen, um sich aus eigener Kraft auf den Beinen zu halten, sollten - bei drohendem Verlust ihrer Subventionen - über das Kriterium der Umwegrentabilität zumindest indirekt dazu in der Lage sein, die Bilanz des Wirtschafts- und Tourismusstandorts aufzufetten. Die sozialen und politischen Funktionen von autonomer Kulturarbeit, ihre Existenz als Voraussetzung für die Ausbildung einer nicht-staatlichen Öffentlichkeit und mithin für die Entwicklung einer (radikal-) demokratischen Gesellschaft, bleiben angesichts des skizzierten Paradigmenwechsels in der Kulturpolitik zunehmend auf der Strecke. Mehr Infos unter: www.kulturrisse.at | Rückfragen: | |--- | IG Kultur Österreich | Gumpendorfer Str. 63b | A-1060 Wien |--- | Tel. +43 (01) 503 71 20 | Fax. +43 (01) 503 71 20 - 15 |--- | http://www.igkultur.at/ ================================================ 08 [gipfelsoli] Heiligendamm von gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - G8 2007: Infos von der G8-Infotour - Anti-G8-Kundgebung am Heinrichsplatz ---------------------------------------------------------------------------- ---- G8 2007: Infos von der G8-Infotour Bild Die G8-Infotour geht weiter, nach den Veranstaltungen in Stuttgart, in der Schelling in Tübingen, in Heidelberg und der Ex-Steffi in Karlsruhe, reist die Infotour jetzt über Bochum und Mülheim in die Niederlande. Inhaltlich ging es bei den vergangenen Veranstaltungen vor Allem um das Aubonne-Bridge Verfahren und einen Überblick über die Mobilisierung zum G8-Gipfel 2007. Wir konzentrierten uns mit der Zeit fast nur auf diese zwei Schwerpunkte, weil sich der gesamte Themenkomplex G8 als zu umfangreich für eine einzige Veranstaltung herausstellte. Über den G8-Gipfel in St. Petersburg (www.g8-2006.plentyfact.net) haben wir nur relativ wenig gesagt und auf die wichtigen Prozesse bezüglich des blutigen Angriffes der Polizei auf die Diaz-Schule während des G8-Gipfels in Genua und der gegen die 25 Demonstranten, die wegen Verwüstung und Plünderung vor Gericht stehen, gingen wir leider fast gar nicht ein. (siehe z.B. http://gipfelsoli.org/Gipfelinfo/060223_Genua.html) Ausführlicher und mit vielen Bildern wurde über das Aubonne-Verfahren vor zwei Wochen in der Schweiz berichtet, das zu einem Freispruch für die zwei Polizeibeamten führte, die Gesine Wenzel und Martin Shaw während der G8 Proteste im Sommer 2003 fast getötet haben. Einleitend zeigen wir das Video der Blockadeaktion, bei der ein Polizist das Kletterseil an dem Gesine und Martin hängen durchschneidet. (runterzuladen unter: http://aubonnebridge.net/deu/video.php). Dann erzählt ein Aktivist der aubonne support group, der bei dem Prozess vom 13.-15. Februar dabei war, über die Gründe vor Gericht zu gehen. (Aus der Deklaration "Wir glauben nicht an euren Rechtsstaat und wir glauben nicht an euer Justizsystem. Wir spielen dieses Theaterstück mit, um euch eure Repression nicht so leicht zu machen."). Dabei ging es sowohl um das Gerichtsverfahren als auch die Pressearbeit und die begleitenden Theateraktionen. Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen, da Gesine und Martin in Berufung gehen. Weitere Infos: http://aubonnebridge.net Im zweiten Teil ging es um die Mobilisierung gegen den G8-Gipfel 2007. Mit einer Bilderserie über den Ort berichteten wir vom Kempinskihotel und über die lokalpolitischen Auseinandersetzungen um Privatisierung, Infrastrukturmaßnahmen, Fragen der Finanzierung des Gipfels. Danach referierten wir über die verschiedenen Gruppen und Bündnisse die gegen die G8 mobilisieren. Eine gute Übersicht und Links und Informationen findet ihr hierzu unter: http://gipfelsoli.org/Heiligendamm.html Es war viel Interesse da und es kamen einige neue Ideen, trotzdem fielen die Diskussionen eher bescheiden aus, was wahrscheindlich auch an dem zu frontalen Charakter der Veranstaltungen lag. Das Konzept der Infotour kann gerne auch von anderen linken Gruppen oder Personen für das Veranstalten von Infoveranstaltungen benutzt werden, sowie die Materialien runtergeladen unter: http://gipfelsoli.org/Media+Tools.html Informationen zur Infotour: http://wiki.de.dissent.org.uk/index.php/Infotour frühere Artikel auf indy: http://de.indymedia.org//2006/01/137343.shtml http://de.indymedia.org//2006/02/137899.shtml einige Termine: 4./5. März: Erstes Treffen zur Initiierung eines Revolutionären Bündnisses, Berlin 25./ 26. März: Bündnis-Konferenz, Rostock 31. März - 2. April: 3. linksradikales Vorbereitungstreffen G8 2007, Leipzig 29./ 30. April: Kosten rebellieren, Kongreß, Hamburg 4. - 7. Mai: Europäisches Sozialforum, Athen 4. - 7. Mai: "Autonomous Spaces" / Open Public Ephemeral Zone, Athen 25. - 28. Mai: BUKO 29 in Berlin, Schwerpunkte: Sicherheits- & Kontrollpolitiken, G8, Energie, Kolonialismus/Migration, Ag-Treffen und G8-Inforaum 1. Juli: Antikapitalistische Demonstration gegen G8, Berlin 15. - 17. Juli: G8-Gipfel, St. Petersburg 4. - 13. August: Internationales Mobilisierungscamp für G8, Mecklenburg-Vorpommern 14. Juli: Globaler Aktionstag [indymedia.de, von ix - 01.03.2006 12:11] ---------------------------------------------------------------------------- ---- Anti-G8-Kundgebung am Heinrichsplatz Freitag, 24. Februar, abend kamen trotz eisiger Temperatur zwischen 60-80 Menschen zum Heinrichplatz, Berlin, um dort gegen den kommenden G8 Gipfel zu protestieren. Freitag, 24. Februar, abend kamen trotz eisiger Temperatur zwischen 60-80 Menschen zum Heinrichplatz, Berlin, um dort gegen den kommenden G8 Gipfel zu protestieren. Die Kälte konnte der Stimmung aber keinen Abruch tun. Es spielte eine Samba-Band und eine Strassenmusik-Gruppe, eine Theatergruppe spielte ein kurzes Stück über Kapitalismus, Kampf, Konkurrenz, K..., bei Vokü und Glühwein konnte mensch sich wärmen, bei einer Infowand und Infotischen(Plataforma& new yorck) sich informieren, und an einer Holzpyramide seine Gedanken ausdrücken. Im Anschluss wurde ein Film gezeigt ("Von Mauern und Favelas-Polizeigewalt in Rio de Janeiro"), doch da die Leinwand etwas verblasen wurde, war es schwer, dem Film zu folgen. Deswegen verliesen die meisten zu diesem Zeitpunkt die Kundgebung. Ein harter Rest wärmte sich noch an Feuertonnen, spuckte Feuer und hörte Musik. Die Polizei hielt sich trotz verschlampter Anmeldung (ihrerseits) zurück, es waren auch nur 2 Busse und ein paar Zivis vor Ort. Die Pyramide, die unser Gesellschaftssystem symbolisierte, blieb noch 1 1/2 Tage stehen, bevor sie von Unbekannten entfernt wurde. Insegesammt sehen die meisten von uns den Abend als Erfolg an. Kritikpunkte waren ein schwerverständlicher Redebeitrag, der verwehte Film und dass es zuwenig Auseinadersetzungen mit PassantInnen gab. Leider gingen uns an diesem Abend 2 Fotoapparate ein, weswegen wir keine Bilder haben. sollte jemand welche gemacht haben, wird er/sie/es gebeten, sie zu ergänzen. [indymedia.de, von schwarzrot - 28.02.2006 19:03] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l ================================================ 09 Do2.3./B.in Schubhaft/4.3. :antirassistische Demo zu FPÖ-"Volksbegehren"/orangeroter Exitus von "August Faschang" ================================================ Liebe Leute! +++++++1) DONNERSTAG 2.3.:MAHNWACHE UND WIDERSTANDSLESUNG +++++++2) B. ERNEUT IN SCHUBHAFT +++++++3) 4.3.:ANTIRASSISTISCHE DEMO ZUM FPÖ-"VOLKSBEGEHREN" +++++++4) ZUM ENDE VON ORANGEROT IN KÄRNTEN +++++++1) DONNERSTAG 2.3.:MAHNWACHE UND WIDERSTANDSLESUNG Da am Donnerstag (2.3.) einige Speakerscornermenschen auch zu Mittag schon demonstrieren, wird es an diesem Donnerstag keinen Speakerscorner geben, damit der lange Kundgebungstag kein all zu spätes Ende findet. Sehrwohl gibt es aber von 20Uhr-20Uhr15 eine MAHNWACHE gegen SCHWARZBLAUORANGE am Ballhausplatz vor dem Bundeskanzleramt. Und danach sind wieder alle Teilnehmerinnen zu Erholung, Diskurs usw. im Stammlokal in der Neustiftgasse willkommen! Und wie jeden Donnerstag gibt es schon ab 17Uhr die WIDERSTANDSLESUNG (Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz). +++++++2) B. ERNEUT IN SCHUBHAFT Am 16.2.2006 wurde B. erneut verhaftet und kurz darauf wieder ins Schubhaftgefängnis überstellt! Das zynische Spiel kann von vorne beginnen. Zum viertenmal innerhalb von nicht einmal eineinhalb Jahren, einfach im Caritas-Heim verhaftet, ohne dass er sich irgendwas zu Schulden kommen lassen hätte... B. wird immer mehr zum Opfer des österreichischen Willkürsystems. Rein ins Schubhäfen. Raus aus dem Schubhäfen, weil er nicht abgeschoben werden kann, weil die Behörden ihre Behauptungen nicht belegen können. Raus, aber womöglich noch mit einer riesigen Rechnung für die Kosten des (unfreiwilligen!) Aufenthalts und mit einem dezenten Hinweis, dass er sich draussen möglichst nicht erwischen lassen solle. Rein ins Schubhäfen, weil er keine Papiere bekommt. Raus. Rein. Raus... Am liebsten wäre es den herrschenden Herrschaften wohl, wenn er sich irgendwo in einem Kellerloch verstecken würde, ohne Perspektive, bis...? Ein Recht auf ein menschenwürdiges Leben gibt es... nicht in diesem Land. Und ein Recht für einen knapp über 20jährigen, sich ein Leben aufzubauen, schon gar nicht. B. war erstmals am 19.8.04 im Rahmen einer rassistischen Razzia am Heldenplatz während der wöchentlichen Donnerstagsproteste verhaftet worden (angebliche Drogenrazzia, bei der nur Leute mit für manche Dumme und für manche Mächtige zu dunkler Hautfarbe kontrolliert wurden. Drogendelikt konnte keines geahndet werden, also wurde als einzige Ausbeute der Razzia wegen mangelnder Papiere B. mitgenommen. - genauer Bericht in der "Donnerstagsaussendung" vom 24.8.04). Nach mehreren Wochen Schubhaft, Spendenkörberln bei Widerstandslesung und Speakerscorner und dem großteils unentgeltlichen Einsatz von Anwalt L. Binder wurde B. am 5.10.04 freigelassen. Mitgegeben wurde ihm eine Rechnung für die Aufenthaltskosten im Schubhäfen! Am 8.3.2005 wurde er von ca. 10 ExekutivbeamtInnen, die angeblich eigentlich nach einer anderen Person suchten, erneut verhaftet und verbrachte wieder mehr als 11Wochen in Schubhaft. Wieder wurden ähnliche Aktivitäten wie 2004 entfaltet und am 25.5.05 wurde B. aus der Schubhaft entlassen. Nur um am 29.6.05 erneut verhaftet und in Schubhaft genommen zu werden, einfach von der Straße weg, ohne dass er sich irgendwas zu Schulden kommen lassen hätte... Die nun schon fast gewohnten Aktivitäten für ihn wurden erneut gestartet und nach 4 Wochen war B. wieder frei, allerdings wieder mit der Aufforderung, Österreich zu verlassen, und wieder mit einer Rechnung von über 800Euro für die "Schubhaftkosten". Vielen Dank an alle, die sich in ihrer Unterstützung für B. trotz allem nicht entmutigen lassen, besonders an T. für ihren bewundernswerten Einsatz, Anwalt L.Binder und allen, die an den letzten beiden Donnerstagen dafür gesorgt haben, dass das gemeinsame Spendenkörberl von Widerstandslesung und Speakerscorner nicht leer geblieben ist! Weitere Spenden können gut gebraucht werden, einerseits damit der Anwalt wenigstens nicht ständig zur Gänze gratis arbeiten muss, andererseits um durch regelmäßige kleine Zuwendungen B. das Leben in der Schubhaft (zu acht in einer Zelle) etwas erträglicher zu machen! +++++++3) 4.3.:ANTIRASSISTISCHE DEMO ZUM FPÖ-"VOLKSBEGEHREN" Stoppt den Rassismus! Aufruf für die anti-rassistische Demonstration am 4. März Ganz Europa wird von einer Welle des Rassismus überzogen. Überall werden - auch auf Initiative der EU - diskriminierende Gesetze gegen ImmigrantInnen erlassen. In Österreich versucht die Strache-FPÖ die Frage des EU-Beitritts zu benützen, um ein rassistisches Klima aufzupeitschen. Zu diesem Zweck veranstaltet sie zwischen 6. und 13. März ein Volksbegehren unter dem Motto "Österreich bleib frei". Unter dem Vorwand des EU-Beitritts der Türkei wird wieder massive Hetze - wie schon im Wiener Wahlkampf - gegen die türkischen KollegInnen sowie alle ImmigrantInnen betrieben. In Wirklichkeit soll mit dem Mittel des Rassismus von sozialen Problemen wie Armut und Arbeitslosigkeit abgelenkt werden. Diese Probleme betreffen jedoch viele Menschen in diesem Land - egal welcher Herkunft sie sind. Gleichzeitig werden ImmigrantInnen durch das neue Asylgesetz 2005, Fremdenpolizeigesetz 2005 sowie das Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz 2005 diskriminiert. Darüber hinaus wurden auf Betreiben der EU sogenannte "Anti-Terror-Gesetze" erlassen, welche Menschen treffen, die für demokratische Rechte eintreten. Wir lassen uns nicht spalten, sondern wehren uns gemeinsam gegen den Rassismus und seine Einpeitscher - egal in welchen Land wir geboren wurden und welche Hautfarbe wir haben! Deswegen rufen wir alle fortschrittlichen Organisationen und Einzelpersonen zur Teilnahme an der anti-rassistischen Demonstration am 4. März 2006 auf. * Nein zum rassistischen FPÖ-Volksbegehren! * Weg mit dem Asylgesetz, Fremdenpolizeigesetz sowie dem Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz! * Weg mit den "Schwarzen Listen" der EU und den sogenannten "Anti-Terror-Gesetzen"! * Für gemeinsamen Widerstand gegen den Rassismus und Sozialraub! Demonstration: Samstag, 4. März 2006, 14.00, Westbahnhof Unterzeichnende Organisationen: Anatolische Föderation ArbeiterInnenstandpunkt ATIGF Front für Rechte und Freiheiten (HÖC) Konföderation für demokratische Rechte in Europa (ADHK) LeserInnen der Zeitschrift Atilim in Österreich REVOLUTION SJ 12 +++++++4) ZUM ENDE VON ORANGEROT IN KÄRNTEN Erfreulicherweise hat die SPÖ-Haiderei in Kärnten ihr Ende gefunden. Die wirkliche Ursache dafür bleibt in den Medien bisher unerwähnt. Dabei ist sie doch sonnenklar. Wer hat denn jeden Donnerstag gegen diese schamlose Koalition mahngewacht, hm? na? Dieselbe mediale Ignoranz ist wohl auch zu erwarten, wenn wir die schwarzblauorange Bundesregierung weggespeakerscornert haben werden. Die Schüsselhaiderei steht ja auch auf unserer Liste. Wir jedenfalls wissen, wer die Regierungen hierzulande stürzt! Sie dürfen sich schon fürchten, Herr Schüssel! Denn: Wer, wenn nicht wir... ;-))) www.do-speakerscorner.org Weiterverbreitung erwünscht! ligrü Gustl ================================================ 10 "Hören mit Augen" > Radio Stimme - 02.03 von Radio Stimme ================================================ RADIO STIMME - DIE SENDUNG DER INITIATIVE MINDERHEITEN Donnerstag, 02. März 2006 13.00 Uhr, Orange 94.0 / Wien "Hören mit augen" Ein Gespräch mit Helene Jarmer und Verena Krausneker vom Österreichischen Gehörlosenbund über die "Sprachgruppe" Gehörloser Menschen und die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten "gehörloser" Mediennutzung. Weitere Sendungsthemen: - Fragebogen an Muslime - Gipsy Info Diese Sendung wird weiters ausgestrahlt auf: FREIRAD (Innsbruck) Do, 09. März, 12.00 Uhr Radio AGORA (Kärnten) Do, 09. März, 19.00 Uhr Radio HELSINKI (Graz) Sa, 11. März, 19.00 Uhr Radio FRO (Linz) So, 19. März, 11.00 Uhr ****** -> Neu: Radio Stimme jetzt auch in Kärnten. Seit Jahresbeginn wird Radio Stimme nun auch in Kärnten auf Radio AGORA ausgestrahlt. Sendezeit ist Donnerstag, 19.00 Uhr - http://www.agora.at ****** -> Sendung verpaßt? Das Internet-Archiv. Diese und alle anderen Ausgaben von Radio Stimme sind in unserem digitalen Sendungsarchiv jederzeit als Download und Stream abrufbar: http://www.initiative.minderheiten.at/Radio ****** -> Sendung über's Internet hören. Die Sendungen sind über den Internet-Livestream der Radiosender zur jeweils angegebenen Sendezeit auch über das Internet zu hören. Orange 94.0: http://streamintern.orange.or.at/live3.m3u FREIRAD: http://www.freirad.at/live.m3u Radio FRO: http://www.fro.at/livestream.php HELSINKI: http://www.helsinki.at/live-stream.php ****** -> aus der Mailinglist austragen? leeres Mail bitte an radio.stimme_news-unsubscribe at initiative.minderheiten.at ****** -- Radio Stimme - Die Sendung der Initiative Minderheiten Das politische Magazin zu den Themen Minderheiten - Mehrheiten - Machtverhältnisse on air: Wien - Do, 13.00 Uhr - Orange 94.0 - http://www.orange.or.at Innsbruck - Do, 12.00 Uhr - FREIRAD - http://www.freirad.at Kaernten - Do, 19.00 Uhr - Radio AGORA - http://www.agora.at Linz - So, 11.00 Uhr - Radio FRO - http://www.fro.at Graz - Mo, 08.00 Uhr - Radio Helsinki - http://www.helsinki.at on line: weltweit - jederzeit - http://www.initiative.minderheiten.at -- This mail was sent through the strg.at network. http://strg.at ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 11 Post: Von "Fixen", "Befristeten" und "Geleasten" von "akin" ================================================ Post: > Von "Fixen", "Befristeten" und "Geleasten" Jener Kollege, der durch Streikaufrufe seinen Job verloren hat (s. akin 4/06; akin-pd 31.1.2006), berichtet ueber die feinen Arbeitsbedingungen im Briefverteilzentrum Linz der Post AG. Es stimmt. Die Post bringt wirklich jedem was. Zumindest Werbung und Rechnungen. Mit der frueher fast schon legendaeren Gemuetlichkeit bei der Post ist es fuer die ArbeiterInnen, die nicht die "alten" Rechte geniessen, allerdings vorbei. Umstrukturierung und neue Maschinen brachten ihnen nur Arbeitshetze und unbezahlte Flexibilitaet. Der Arbeitsalltag besteht aus staendig schnell und monoton arbeiten, rumlaufen, Maschinenlaerm. Eine halbe Minute "Leerlaufzeit" ist selten. Regelmaessig extremer Stress, durchgehend rumhetzen und nicht nachkommen ist die Regel. Wenn wenig Arbeit da ist, wird man auf Minusstunden nachhause geschickt, bis dahin Vollgas. In den 10 Minuten Pause schnell eineinhalb Zigaretten rauchen, gegessen wird am Arbeitsplatz neben der Schufterei. Den meisten ist klar, dass sie das nicht bis zur Pension durchhalten werden, haben aber keinerlei Aussichten, was sie tun, wenn sie nicht mehr koennen. Alles in allem sind die dort Beschaeftigten extrem produktiv, ihre Arbeitskraft wird sozusagen bis aufs Letzte "ausgelutscht". Fast alle dort haben Angst davor, in Krankenstand zu gehen, wenn sie krank sind, nicht mehr zu koennen, durch Leasing-Arbeiter ersetzt zu werden, nein zu sagen, wenn man spontan irgendwann seine Minusstunden abbauen soll, zu viel Zeit fuers Klo gehen zu verbrauchen usw. Letzteres fuehrt dazu dass fast alle aufs Klo rennen. Streitereien, gegenseitige Vorwuerfe und Antreiberei sind die Folge. Der Post sind ihre Mitarbeiter ziemlich egal. Vor ca. zwei Jahren starb eine Frau an der Maschine und die Leitung liess nicht mal die Maschine kurz abschalten. Die anderen mussten daneben weiterarbeiten! Fuer diese Arbeit mit deutlichem Fabriks-Charakter, totaler Flexibilitaet und verdichteter Arbeit erhalten die "Fixen" und "Befristeten" etwas mehr als 7 Euro netto die Stunde, Leasing-Arbeiter (meistens Maenner) lediglich ca. 5,40. Letztere bekommen, wenn sie frueher nachhause geschickt werden, nicht mal Minusstunden "gutgeschrieben" sondern einfach weniger Lohn. So verdienten zwei Kollegen fuer ein Monat 20 Stunden die Woche wegen 15 Minusstunden lediglich ca. 340 Euro netto. Bis sie nach Hause geschickt wurden liess man ihnen die Hoffnung, vielleicht fix uebernommen zu werden, wodurch bei einigen von ihnen fuer diese miese Bezahlung trotzdem eine relativ hohe Arbeitsmotivation vorhanden war. Natuerlich wurde dann keiner uebernommen. So gut wie alle dort Arbeitenden sind teilzeitbeschaeftigt, die meisten sind Frauen ueber 40 mit geringen beruflichen Qualifikationen. Viele haben vorher in einem Supermarkt oder in einer Fabrik gearbeitet, ein guter Teil ist aber auch schon lange bei der Post. Alle sagen, dass das, was sie vorher gearbeitet haben, besser war, aber aus verschiedenen Gruenden sind sie nun hier, meistens wegen der mit der Familie noch relativ gut zu vereinbarenden Arbeitszeit. Die Belegschaft ist fragmentiert: Leasing-Leute, die kommen und gehen, Befristete, Fixe ohne "alte Rechte", Techniker und "Pragmatisierte". Letztere sind kaum dazu zu bewegen, die Arbeit zu machen, welche die anderen erledigen. Besonders gegen den Arbeitseinsatz an den Maschinen straeuben sich fast alle jene, die ueber das Post-interne Job-Center dorthin vermittelt worden waren, erfolgreich. Ohnmacht der ArbeiterInnen? Einerseits herrscht durch die Angst um den Arbeitsplatz ein Gefuehl der Ohnmacht und der Resignation. Es ist wohl kein Zufall dass besonders jene in der Halle an den Maschinen arbeiten, die am Arbeitsmarkt schlechte Karten haben und so ihren Job weniger leicht riskieren. Andererseits birgt die Konzentration der gesamten Briefsortierung auf eine Halle mit wohl weniger als 100 Beschaeftigten jedoch auch eine hoehere "Arbeitermacht". Ein Streik an einem derartigen Knotenpunkt haette den Stillstand des Briefverkehrs im ganzen Bundesland zur Folge, unabhaengig davon ob sich Brieftraeger, Fahrer usw. beteiligen. Nur relativ wenig Leuten, koennen, wenn sie nur gemeinsam handeln, einen sehr grossen Druck ausueben. Wichtig fuer zukuenftige Kaempfe ist somit, sich und anderen diese potenziell existierende Macht bewusst zu machen. Vielleicht hilft dies auch, die vorhandene Angst zu ueberwinden und neue Perspektiven zu eroeffnen. (Aus: soziale haengematte nr.4/gek.) Kontakt: Allgemeines Syndikat Wien, Redaktionskollektiv der anarchosyndikalistischen Zeitung "die soziale Haengematte", haengematte(AT)linuxmail.org *************************************************** Der akin-pd ist die elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen Wiener Wochenzeitung 'akin'. Texte im akin-pd muessen aber nicht wortidentisch mit den in der Papierausgabe veroeffentlichten sein. Nachdruck von Eigenbeitraegen mit Quellenangabe erbeten. Namentlich gezeichnete Beitraege stehen in der Verantwortung der VerfasserInnen. Ein Nachdruck von Texten mit anderem Copyright als dem unseren sagt nichts ueber eine anderweitige Verfuegungsberechtigung aus. Der akin-pd wird nur als Abonnement verschickt. Wer versehentlich in den Verteiler geraten ist, kann den akin-pd per formlosen Mail an akin.buero at gmx.at abbestellen. ************************************************* 'akin - aktuelle informationen' a-1170 wien, Lobenhauerngasse 35/2 vox: ++43/1/535-62-00 (anrufbeantworter, unberechenbare buerozeiten) http://akin.mediaweb.at akin.buero at gmx.at Bankverbindung lautend auf: föj/BfS, Bank Austria, BLZ 12000, 223-102-976/00, Zweck: akin ================================================ 12 EU/Verfassung/Demokratie: Traute EUnigkeit von "akin" ================================================ EU/Verfassung/Demokratie: > Traute EUnigkeit Ein kurzer Bericht ueber Politikerstellungnahmen von der Podiumsdiskussion "Demokratie und Verfassung in der EU" am Donnerstag in der Hauptbuecherei am Guertel in Wien -- mit Othmar Karas (VP), Andreas Schieder (SP Wien), Johannes Voggenhuber (G), Hannes Swoboda (SP), Dieter Segert (Politikwissenschafter Uni Wien) Der Moderator (Otmar Lahodynsky, profil) erklaerte zu Beginn die Vorteile der Verfassung (sonst wuerd der Vertrag von Nizza weitergelten ...) und dass das Nein in Frankreich und den Niederlanden kein Nein zur Verfassung, sondern zu innenpolitischen Problemen war. Die Podiumsteilnehmer waren eigentlich alle einig darin, dass eine Verfassung noetig ist, gerade wenn mensch die Globalisierung beeinflussen/einschraenken will. Ausserdem sind die nationalen Regierungen die Boesen und die Linken (bzw. Teile der Linken) verhelfen durch ihre nationalistische EU-Kritik bzw. Ablehnung der Verfassung den Rechten zur Mehrheit. Eine Abstimmung ueber die Verfassung darf nur als europaeisches Referendum passieren und nicht in nationalstaatlichen Abstimmungen -- auch um eine "europaeische Oeffentlichkeit" zu schaffen. Sie beklagten auch die nicht (oder schlecht) stattfindende Medienberichterstattung ueber "Europa". Swoboda findet die Verfassung als einen im wesentlichen sehr guten Text. Dinge wie Militarisierung und Aufruestungsverpflichtung stehen nicht in der Verfassung drin. Und im uebrigen kann er nicht lange bleiben, da er zum Opernball muss. Voggenhuber hat guten Gewissens der Verfassung zugestimmt, die europaeische Demokratie hat den Kampf gewonnen (durch die Klaerung der sozialen Frage). Durch ein Nein zur Verfassung triumphieren die nationalen Regierung. Er kritisiert die Verliebtheit in die nationale Dunstglocke, waehrend dazwischen Geschichte passiert, sowie den Aufbau von Feindbildern von den linken EU-GegnerInnen. (errichtet aus einer Hilflosigkeit, die Lage zu thematisieren). Fuer NGOs wie die Friedensbewegung ist die Verfassung in Wirklichkeit positiv, da damit die Moeglichkeit EU-weiter Volksbegehren gegeben ist. Die Gegner der Verfassung sind die nationalen Regierungen, Nationalisten und der Neoliberalismus. Durch die Verfassung sind die Menschen nicht mehr erpressbar durch die Konzerne. Es kam sozusagen zu einer Revolution: die sozialen Rechte werden zu einklagbaren Menschenrechten. Die EU muss nicht mehr die Kriege der USA mitfuehren und finanzieren, bis jetzt musste die EU ihre Sicherheit einkaufen. Er ist nicht dagegen, dass "Europa" Verteidigungskraefte hat. Karas freut sich ueber die grosse TeilnehmerInnenzahl an der Diskussion und sieht das als Bereitschaft zur Beteiligung am europaeischen Projekt. Der Verfassungsvertrag fuehrt zur Staerkung der Demokratie, alles wird transparenter und buergerInnennaeher. Er ist eine bessere Antwort auf die Rolle der EU in der Welt als Nizza und eine bessere Antwort auf die Erweiterung als Nizza. Fuer Segert ist die Demokratie wichtig an der Verfassung, und dass der Weg zur Verfassung nicht hinter verschlossenen Tueren passiert ist. Auch Schieder sieht in der EU eine Gegenstrategie zur Globalisierung, meint es ist besser mit Verfassung als ohne Verfassung. Ein Schelm, der anderer Meinung ist. (akin) *************************************************** Der akin-pd ist die elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen Wiener Wochenzeitung 'akin'. Texte im akin-pd muessen aber nicht wortidentisch mit den in der Papierausgabe veroeffentlichten sein. Nachdruck von Eigenbeitraegen mit Quellenangabe erbeten. Namentlich gezeichnete Beitraege stehen in der Verantwortung der VerfasserInnen. Ein Nachdruck von Texten mit anderem Copyright als dem unseren sagt nichts ueber eine anderweitige Verfuegungsberechtigung aus. Der akin-pd wird nur als Abonnement verschickt. 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Das Besondere dabei ist, dass die betrieblichen Gewerkschaftsführungen sowohl der "Comisiones Obreras" (CC.OO) als auch der UGT, der beiden größeren Gewerkschaftsverbände im Spanischen Staat, den Entlassungen zugestimmt hatten. Viele ArbeiterInnen und Angestellte und die kritische Strömungen in den Gewerkschaften sprechen vom "Pakt der Schande". Auf entschiedenen Widerspruch stießen die Pläne bei der in einigen SEAT-Werken stark vertretenen CGT (Confederación General de los Trabajadores), die aus einer anarcho-syndikalistischen Tradition kommt, jedoch nicht mehr generell oder ausschließlich diese politische Ausrichtung hat; bei SEAT gehört ein Genosse, der seit vielen Jahren in der IV. Internationale aktiv ist, zu den führenden Repräsentanten der CGT – und denen, die von Betriebs- und Gewerkschaftsleitungen auf die Liste der zu Entlassenden gesetzt wurden. Die Entlassenen haben sich organisiert und halten Vollversammlungen ab. Außerdem entstand ein "Gemeinsames Komitee für die Solidarität mit den entlassenen SEAT-ArbeiterInnen", in dem verschiedene Verbände, Bewegungen, Gewerkschaftsgliederungen, Parteien, Stadtteilkomitees usw. vertreten sind. Es fanden und finden zahlreiche Protestaktionen und Solidaritätsdemonstrationen mit den Entlassenen statt, in Katalonien, aber auch in Valencia, Murcia, Navarra usw. SEAT gehört zu dem größten europäischen Autounternehmen, der Volkswagen AG, die weltweit knapp 345 000 Menschen beschäftigt. Größter Aktionär seit kurzem Porsche ist, es folgt das Land Niedersachsen. Volkswagen wies einen Gewinn nach Steuern in der Höhe von 1.12 Milliarden Euro aus; da den größten Teil die Tochterfirma Audi und die Finanzdienstleistungen lieferten, stehen nun 20 000 Arbeitsplätze bei der "Kernmarke" VW auf dem Spiel. Eine breitere internationale Solidarität mit den Entlassenen, vor allem von KollegInnen von VW und der IG Metall, ist wegen der Haltung von CC.OO und UGT schwierig, aber um so wichtiger. Weitere Informationen finden sich (allerdings nur auf spanisch) auf der Website www.moviments.net/despedidosseat. Solidaritätsadressen können per E-Mail an einen der entlassenen Kollegen geschickt werden: diostole at diostole.jazztel.es Erklärung des Internationalen Komitees der IV. Internationale Solidarität mit den entlassenen SEAT-Beschäftigten Die Leitung des VW-Konzerns hat für das Werk von SEAT (einer der Marken, die zu dem Konzern gehören) in Barcelona die Entlassung von 600 Beschäftigten angeordnet. Dieser Angriff ist Teil einer Offensive gegen die Arbeitsplätze und die Arbeitsbedingungen aller Beschäftigten dieses Multis, wie die Ankündigung von weiteren, gegen die Arbeiter gerichteten Schritten zeigt, von denen andere Werke in Europa betroffen sein werden. Anstatt eine Antwort auf die Offensive VW zu organisieren, die gemeinsame Mobilisierung der Beschäftigten in allen Betrieben des VW-Konzerns zu fördern und die Solidarität mit den betroffenen Beschäftigten zu entwickeln, haben die Gewerkschaftsleitungen sich damit begnügt, den Konflikt in ihrem eigenen Land zu regeln und im Fall von SEAT den Konflikt mit einem Abkommen beendet, bei dem zum ersten Mal Repräsentanten der beiden großen Gewerkschaften erzwungenen Entlassungen in einem Großbetrieb per Unterschrift ihre Zustimmung erteilen. Zudem haben sie direkt an der Anfertigung der Liste der zu Entlassenden mitgewirkt und dabei Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts, der Zugehörigkeit zu Gewerkschaftsverbänden, der physischen Beeinträchtigung usw. vorgenommen. Die Genehmigung der Entlassungen durch die Abteilung für Arbeit bei der Regierung der pluralen Linken in Katalonien ist ein ausgesprochen schwerwiegender Umstand, der aufzeigt, dass diese Regierung einen sozialliberalen Charakter hat, ihre soziale Basis demoralisiert und zur Vorbereitung der Rückkehr der Rechten ins Amt beiträgt. Die schändliche Praxis von GewerkschafterInnen, Abkommen über Zwangsentlassungen zuzustimmen, muss aus der Gewerkschaftsbewegung verbannt werden. Würde dies Allgemeingut, würde es zu einer schweren Niederlage der internationalen Arbeiterbewegung führen. Infolgedessen sind die Solidarität mit den entlassenen SEAT-Beschäftigten und die Unterstützung des Kampfs für ihre Wiedereinstellung ohne Verlust von Rechten eine Aufgabe, die alle solidarischen, internationalistischen und antikapitalistischen Kräfte angehen sollten. Wir rufen dazu auf, Solidaritätserklärungen an die Versammlung der von SEAT Entlassenen zu schicken, von der Leitung des VW-Konzerns und von SEAT eine Beendigung der Offensive gegen die ArbeiterInnen und Angestellten und die Wiedereinstellung der entlassenen Beschäftigten zu verlangen und den Einspruch vonseiten gegen ihren Willen entlassener Beschäftigter gegen das Vorgehen zu unterstützen, mit dem von der Generalitat de Catalunya die Annullierung der Entlassungen verlangt wird. Amsterdam, Februar 2006 Aus dem Spanischen: Friedrich Dorn. ================================================ 14 GLB/Aiginger/Kombilohn/Lohnnebenkosten/Arbeitsmarkt von "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================ Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110 Wien - Telefon +43 1 718 26 23-0 - Fax +43 1 718 26 23-30 - Mail glb at aon.at - Web www.glb.at - Ausgabe vom 1. März 2006 Kombilohn und Senkung der Lohnnebenkosten sind rückwärtsorientiert Scharfe Kritik des GLB an Wifo-Chef Aiginger Als „Mister Dumping“ will offensichtlich Wifo-Chef Karl Aiginger in die Geschichte eingehen, wenn man ihn an seinen „Rezepten“ gegen die wachsende Arbeitslosigkeit misst, kritisiert die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB). Als Antwort auf eine bis 2014 anhaltende bzw. wachsende Arbeitslosigkeit fällt dem hochbezahlten Experten Aiginger offenbar nichts anderes ein, als die Lohnnebenkosten für den Niedriglohnsektor zu senken und vermehrt mit den berüchtigten Kombilohn-Modellen zu experimentieren. Von Arbeitszeitverkürzung, Mindestlohn oder Wertschöpfungsabgabe hat der gute Mann anscheinend noch nie etwas gehört. Laut Aiginger werden bis 2014 jährlich 40.000 bis 50.000 Personen infolge der Hinaufsetzung des Pensionsalters sowie durch Zustrom aus angrenzenden EU-Ländern auf den Arbeitsmarkt drängen. Wenn als Gegensteuerung vermehrte öffentliche Investitionen gefordert sind spricht dies freilich gegen die derzeit praktizierte äußerst restriktive mit dem Stabilitätspakt sanktionierte EU-Budgetpolitik. Deren Kern sind bekanntlich Einsparungen um ein Budgetdefizit zu vermeiden, damit fehlen aber auf allen Ebenen vom Bund bis zu den Gemeinden die erforderlichen Mittel um die Wirtschaft durch öffentliche Aufträge anzukurbeln. Die von Aiginger verstärkt geforderten Kombilöhne weiten den Niedriglohnsektor enorm aus. Nach einschlägigen Erfahrungen aus Deutschland führen Kombilöhne zu einer Senkung der von den Unternehmen bezahlten Löhne, während der Staat dazu Ausgleichszahlungen leisten darf um den Betroffenen überhaupt eine Existenzmöglichkeit zu schaffen. In die falsche Richtung geht auch Aigingers Vorstoß, die Lohnnebenkosten für niedrige Einkommen von durchschnittlich 22 auf zehn Prozent zu senken: „Der Herr Professor darf daran erinnert werden, dass Lohnnebenkosten Sozialleistungen darstellen und eine Kürzung derselben ein weiterer Einschnitt in den Sozialstaat darstellt, das lehrt das kleine Einmaleins der Sozialpolitik“, so GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger. Der GLB stellt den abstrusen Ideen des Wifo-Chefs klare Alternativen für wirksame Maßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit und weitere Senkung des Lohn- und Sozialniveaus gegenüber, die angesichts der enorm hohen Produktivität der Wirtschaft auch finanzierbar sind: - Arbeitszeitverkürzung auf 30 Wochenstunden - Mindestlohn von 1.300 Euro für Vollzeitarbeitsverhältnisse - Bemessung der Dienstgeberbeiträge für die Sozialversicherung nach der gesamten Wertschöpfung statt wie derzeit nur nach der Lohnsumme - Volle Sozialversicherungspflicht auch für alle geringfügigen und atypischen Dienstverhältnisse - Offensive öffentliche Beschäftigungspolitik - Steuerreform mit höherer Besteuerung von Kapital und Vermögen bei Entlastung der kleinen und mittleren Einkommen ================================================ 15 Mosambik-Info 27, 01.03.2006 von "Peter Pils" ================================================ Mosambik-Info 27, 01.03.2006 KoordinierungsKreis Mosambik Vorläufige Schadenserhebungen nach Erdbeben Die vorläufigen Schadenserhebungen nach dem starken Erdbeben in der letzten Woche weisen darauf hin, dass vier Menschen getötet und 36 verletzt wurden. Mindestens 288 Häuser, sechs Schulen, ein Wassertank, drei Wasserstellen und zwei kleine Brücken wurden zerstört. Die UN hat zwei Helikopter zur Verfügung gestellt, um Regierungsbeamten im Süden von Manica und im Norden von Gaza bei der Schadenserhebung zu unterstützen. Das Erdbeben war mit 7,5 auf der Richterskala eines der stärksten Beben der Region in über hundert Jahren. Die verursachten Schäden sind jedoch insgesamt sehr gering. 2. Nationales Biokraftstoffprojekt Die mosambikanische Regierung will Anbau und Herstellung von Biokraftstoffen fördern. Dies teilte der Energieminister Salvador Namburete auf einer Veranstaltung zur Vorstellung des Vorhabens mit. Das Projekt soll in einer Partnerschaft zwischen der Regierung und der nationalen und internationalen Wirtschaft entwickelt und durchgeführt werden. Es ist geplant, Biokraftstoff aus zwei Pflanzen zu gewinnen: Jatropha, in Mosambik unter dem Namen "galamaluco" gekannt und Maniok. Aus diesen Pflanzen kann Bio-Diesel und Bio-Äthanol gewonnen werden. Die ersten Experimente des Projektes, das in diesem Jahr seine Arbeit aufnimmt, werden in den Provinzen Nampula und Zambezia durchgeführt und dann bis auf sieben Provinzen ausgedehnt. Das Projekt ist eine Reaktion auf die hohen Preise für fossile Brennstoffe, die die nationale Entwicklung behindern. "Mosambik fördert kein Öl und hat nicht immer das Geld für Importe", argumentiert Bernardo Ferraz, der Direktor des Projektes und frühere Umweltminister. Biokraftstoffe zählten zu den erneuerbaren Energien und seien umweltfreundlich. Quellen: Allafrica.com, Expresso África, UN News Service ================================================ ================================================ C) TERMINE ================================================ Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/0203.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/0303.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/0403.htm ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) einige Beitraege nicht WR, bzw. nicht mehr aktuell, Doubletten. Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 22.30 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Mon Mar 6 15:53:59 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Mon, 6 Mar 2006 15:53:59 +0100 Subject: MUND_060306 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhŠngiger Nachrichtendienst Montag, 6. MŠrz 2006 www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! ================================================ A) INHALT ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANK†NDIGUNGEN <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 8. MŠrz - Internationaler FrauenLesbenMŠdchen-Kampftag Aufruf zur Demonstration von: LesbenFrauenNachrichten at gmx.at ================================================ 02 Eršffnung 9. MŠrz 19 Uhr von: news at initiative.minderheiten.at ================================================ 03 Internationaler Frauentag in Wien-Simmering von: verin.stadtteilz.simmering at chello.at ================================================ 04 TerminankŸndigung von: Renate.Vodnek at reflex.at ================================================ 05 Studienfahrt GedenkstŠtte Auschwitz 2006 von: waltraud.riegler at utanet.at ================================================ 06 Veranstaltungen und Filme im FZ zu feministische Strategien und Filme zu Artikel 7-unser Recht von: LesbenFrauenNachrichten at gmx.at ================================================ 07 4.-17. MŠrz: SLP aktiv - International * Frauentag* FP… * Festung Europa * Postprivatisierung von: slp at slp.at ================================================ 08 Populisten an der Macht? Populismus und Demokratiedefizite im Wahljahr 2006 von: news at initiative.minderheiten.at ================================================ 09 [Depot-news] Programm 6.-9.MŠrz von: depot-news at mailman.sil.at ================================================ 10 LINZ: Demo gegen Privatisierung der Post von: helmut.fellner at chello.at ================================================ 11 [al_news] FilmvorfŸhrung: "Der 36. Breitengrad" - Zeit und Ort von: al at sozialismus.net ================================================ 12 Das spŠte Menschenrecht (UniversitŠt Innsbruck) von: hg at graupner.at ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 13 Demo in Wien gegen Verbot der geplanten Regenbogen-Parade in Moskau von: Kurt.Krickler at hosiwien.at ================================================ 14 Eng/Dt/Frz: RACIST STATE VIOLENCE: DEMONSTRATION - 1ST OF APRIL IN DESSAU] von: thevoiceforum at emdash.org ================================================ 15 ErklŠrung kurdischer Organisationen zum tŸrkischen Actionfilm "Tal der Wšlfe-Irak" von: wadi.wien at gmx.at ================================================ 16 Mord an Gisberta von: jo at transgender.at ================================================ 17 Klaus Hartmann: NATO-NIEDERLAGE AN DER WEINSTRASSE von: helmut.fellner at chello.at ================================================ 18 GLB/AMAG/Mitarbeiterbeteiligung von: glb at aon.at ================================================ 19 ASt - TV-Diskussion Ÿber Polizei und Demonstrationsrecht mit ASt- Aktivist von: ast-lfi at gmx.net ================================================ 20 ASt - Strache verschŠrft die Hetze bei FP…-Volksbegehrenskampagne von: ast-lfi at gmx.net ================================================ 21 GfbV begrŸ§t deutliche Worte Steinmeiers in Serbien von: hans.bogenreiter at gfbv.at ================================================ 22 1966/KP…-Wahlempfehlung/Nationalratswahl 2006/Parteder von: kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ 23 KP…/Volksbegehren/FP…/Europapolitik von: leo.furtlehner at liwest.at ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< WELTWEIT <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 24 The U.S. Committee for the United Nations ( Vacancy ). von: vacancy1 at camaracs.org ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS/HINWEISE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 25 Newsletter andersrum.gruene.at von: andersrum-newsletter at listen.gruene.at ================================================ 26 boeses:oesterreich 0306 von: raw at raw.at ================================================ 27 [Werkstatt] Werkstatt-Rundbrief 07-2006 von: office at werkstatt.or.at ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANK†NDIGUNGEN <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 8. MŠrz - Internationaler FrauenLesbenMŠdchen-Kampftag Aufruf zur Demonstration von: LesbenFrauenNachrichten at gmx.at ================================================ Heraus zum 8. MŠrz! Internationaler Frauenkampftag Treffpunkt: U6, JosefstŠdterstrasse/GŸrtel, * 17 Uhr Auftaktkundgebung. Abmarsch ca. 18 Uhr. * Abschluss: U3 Volkstheater - Museumsquartier mit Feuershow und Frauenzirkus * LŠrminstrumente mitbringen! * kostenlose Kinderbetreuung wŠhrend der 8.-MŠrz-Demo, ab 16:30 im Kindercafe Lolligo, Fischerstiege 4-8/2/3, 1010 Wien DEMONSTRATIONSAUFRUF Heraus zum 8. MŠrz ! INTERNATIONALER FRAUENKAMPFTAG Was fallen soll, muss gestŸrzt werden! Was aufhšren soll, muss gestoppt werden! Am 8. MŠrz gehen wir gemeinsam auf die Stra§e, mit unserer Wut, Entschlossenheit und SolidaritŠt - fŸr unseren Kampf um Frauenachtung, Frauenrechte und Gerechtigkeit fŸr alle, gegen Ausbeutung, UnterdrŸckung und Kriegstreiber. Wir demonstrieren mit unseren Unterschiedlichkeiten und Gemeinsamkeiten als Frauen, mit unserem Begehren, unserer ZŠrtlichkeit und Wildheit fŸr eine gerechte und solidarische Welt. Der 8. MŠrz als internationaler Kampftag ist auch ein Ausdruck unserer internationalistischen SolidaritŠt mit unseren Schwestern Ÿberall auf der Welt, die sich gegen Ausbeutung und UnterdrŸckung wehren und fŸr ein selbstbestimmtes Leben kŠmpfen. Wir grŸssen alle Frauen, die in vielen StŠdten und Dšrfern dieser Welt am 8.MŠrz in den Stra§en demonstrieren, sich Gehšr verschaffen und gemeinsam kŠmpfen. Frauen gemeinsam gegen Sexismus und Patriarchat Das Patriarchat, in seinen unterschiedlichen Formen, schafft hierarchische und ausbeuterische Beziehungen von MŠnnern gegen Frauen. Frauenverachtung, Benachteiligung von Frauen im Alltag und bei der Arbeit und sexistische MŠnnergewalt gegen Frauen und MŠdchen erleben wir alltŠglich - weltweit. In dieser sexistischen Gesellschaft werden Frauen nicht als eigenstŠndige, denkende, handelnde Menschen wahrgenommen, sondern mit sexistischen Vorurteilen und Normen, wie Frau zu sein hat, beurteilt. Wir leben jedoch die VielfŠltigkeit und Lebendigkeit von Frauen. Wir pfeifen auf den sexistischen Blick der MŠnner, der Frauen als sexuelle Objekte betrachtet, oder unsere Sichtbarkeit als "unmoralisch" oder "verfŸhrerisch" ansieht. Wir widersetzten uns jeglichen religišsen ErklŠrungen fŸr die Unterordnung der Frau unter den Mann. Wir widersprechen den "wissenschaftlichen" ErklŠrungen von der "Minderwertigkeit", "HilfsbedŸrftigkeit" oder "Andersartigkeit" der Frauen. Wir stellen die herrschende Medizin in Frage, die Frauen als verrŸckt und Frauenkšrper als krank beurteilt. Wir bekŠmpfen die sexistische Vermarktung von Frauen in der Werbung, in den Medien und in der Pornoindustrie. Und wir kleiden uns so, wie es uns gefŠllt - leicht bekleidet oder verhŸllt, mit und ohne Kopftuch, in Hosen, Ršcken, Kleidern oder TŸchern. Die Frauenbewegungen der Welt haben die sexistische MŠnnergewalt gegen Frauen und MŠdchen, gegen Lesben, gegen Frauen mit Behinderungen, gegen Arbeiterinnen, gegen Migrantinnen šffentlich und ihre Lebensbedingungen sichtbarer gemacht. Aber die sexistische Gewalt existiert weiterhin mit aller HŠrte und verschŠrft sich - wie u.a. frauenverachtende Bilder, sexistische BelŠstigungen, kšrperliche Misshandlungen, Vergewaltigungen, sexuelle Ausbeutung, EinschrŠnkung der Bewegungsfreiheit und Ausgehverbote, Absprechen der eigenstŠndigen Existenz, weniger Lebensmittel, geringerer Zugang zu Bildung, schlechtere Bezahlung und sexistische Arbeitsteilung, Abtreibungsverbot oder Zwangsabtreibung, Zwangssterilisierung, Zwangsverheiratung, Zwangsprostitution, Frauenhandel und Frauenmorde. Gewalt und Diskriminierung sind nach einer neuen Studie des DCAF die Haupttodesursachen fŸr Frauen weltweit. FŸr Frauen zwischen 15 und 44 ist die Gefahr, durch mŠnnliche Gewalt getštet oder verletzt zu werden, hšher, als das Risiko an Krebs, Malaria, AutounfŠllen und Kriegen zu sterben zusammen. Es wird geschŠtzt, dass weltweit jŠhrlich 2Ð3 Millionen Frauen wegen ihres Geschlechtes getštet werden! Aus vielfŠltigen GrŸnden, aber aufgrund der Tatsache, weil vielen Menschen das Leben und die WŸrde einer Frau weniger wert sind als die eines Mannes; Und weil MŠnner die Unterordnung der Frau durchsetzen wollen. Als Feministinnen stehen wir auf - als Betroffene und Handelnde Ð als Frauen in der Welt frei zu sein und Mensch zu sein. Wir nehmen uns das Recht, mit allen Mitteln und Mšglichkeiten gegen jede Form der sexistischen Gewalt und Ausbeutung zu kŠmpfen Ð im Alltag und im Staat. Denn fŸr unser SelbstverstŠndnis: frei zu sein, mŸssen wir das Patriarchat stŸrzen und Sexismus beenden. Radikaler Feminismus ist eine Politik von LesbenFrauen, die an die patriarchalen Wurzeln geht, SolidaritŠt lebt, aber auch um die Mit-/TŠterinnenschaft von Frauen Bescheid wei§ und sie nicht verdrŠngt Lesbischer radikaler Feminismus sieht die Unterschiede zwischen Frauen und die Spaltung von Frauen im Heterosexismus und setzt dem die Leidenschaft fŸr und die Anerkennung von Frauen und ein gemeinsames politisches Handeln mit Frauen entgegen. Von MŠnnern fordern wir, dass sie ihr patriarchales SelbstverstŠndnis in Frage stellen und gegen sexistische Gewalt ihrer "Geschlechtskollegen" aufstehen und eingreifen. Frauen gemeinsam gegen Rassismus Wir wissen, dass Kapitalismus, Imperialismus und Patriarchat weltweit Elend, Hunger, unertrŠgliche LebensumstŠnde und Kriege produziert und viele Frauen zwingt zu flŸchten, z.B in Richtung Europa. Die EU ist Teil des imperialistischen, patriarchalen Weltsystems. Ausbeutung, und UnterdrŸckung existieren auch hier. Auf Asylsuchende warten menschenverachtende Gesetze, die beispielsweise in …sterreich zu Beginn dieses Jahres noch weiter verschŠrft wurden, Rassismus wird auch dadurch geschŸrt, Rassismus ist den Herrschenden genehm Ð er dient der Spaltung und legitimiert Verfolgung und Ausschluss von Menschen. Das Asylrecht wird seit Mitte der 1980er-Jahre ausgehšhlt und verschwindet immer mehr. Die neuerliche Novelle, die mit 1. JŠnner 2006 in Kraft trat, macht klar: Schon allein dein Ansuchen um Asyl macht dich zur Kriminellen. Traumatisierung ist kein Asylgrund mehr, Vergewaltigung wurde noch nie als solcher anerkannt. WŠhrend der Zeit, wo geprŸft wird, ob dein Asylantrag Ÿberhaupt bearbeitet wird (dem sogenannten Zulassungsverfahren), darfst du den Bezirk nicht verlassen, wo du untergebracht bist. Hšchstwahrscheinlich bist du in ein Lager gepfercht. Es kann auch sein, dass du in Schubhaft gesperrt wirst, obwohl dein Verfahren noch gar nicht abgeschlossen ist, einfach weil du da bist. Die mšgliche Schubhaft wurde auf 10 Monate verlŠngert. Du kannst abgeschoben werden, auch wenn Ÿber deinen Asylantrag noch gar nicht entschieden ist. Das Rechtmittel der Berufung sollst du dann aus einem angeblich sicheren Drittland oder dem Herkunftsland stellen. Zynischer ist schwer denkbar. Wahrscheinlich hast du wŠhrend der Zeit in …sterreich wenige Mšglichkeiten gehabt, dir deine Rechte erklŠren zu lassen; denn du wirst verschoben - von einer Stelle zur anderen. Rechtsberatung gibt es de facto keine mehr, du erfŠhrst nur mehr von RŸckkehrÒberatungÒ. Noch dazu, wo dir die vielen Papiere nur auf Deutsch, ohne †bersetzung, vorgelegt werden. Wenn du gegen die Schubhaft und Abschiebung mit Hungerstreik, einem dir wenigen mšglichen Mittel, kŠmpfst, wollen sie dich mit brachialer Gewalt zwangsernŠhren. Auch wer dir hilft, an dein Recht auf Asyl zu kommen, lŠuft Gefahr, kriminalisiert zu werden. Das hei§t dann "Beihilfe zur Asylerschleichung". Wer dich unterstŸtzt, wer dir Unterkunft gewŠhrt, wer dir hilft zu flŸchten, macht sich des Gesetzesbruches schuldig. Und auch Lebensgemeinschaften zwischen …sterreicherInnen und FlŸchtlingen oder MigrantInnen werden speziell registriert, Ÿberwacht und kriminalisiert. Der Grauslichkeiten lie§e sich noch mehr auflisten. Wir spucken auf die Menschenverachter, Gesetzesverfasser, Gesetzesbeschlie§er, SchreibtischtŠter! In …sterreich wird die Mehrsprachigkeit der Menschen mit FŸ§en getreten, und ein deutschsprachiger Chauvinismus macht sich breit. Die FP… wirbt mit "Deutsch statt nix verstehen". MigrantInnen werden von der Regierung gezwungen, Deutschkurse zu absolvieren, ansonsten kšnnen sie abgeschoben werden. Der slowenischsprachigen Bevšlkerung in KŠrnten wir ihr minimales Recht auf zweisprachige Ortstafeln verweigert, obwohl es ihnen laut Verfassung seit 1955 zusteht! Im Kampf gegen Rassismus - im Alltag und im Staat - brauchen wir die Anerkennung unserer unterschiedlichen Lebensformen und Lebensbedingungen und unsere gegenseitige Menschenachtung und SolidaritŠt. Wir mŸssen rassistische Verfolgung und Abschiebungen verhindern und Fluchtwege und Asyl ermšglichen. Wir brauchen unser Auftreten gegen jede Form von "Religionskrieg" und den Kampf gegen (Neo)Kolonialismus und imperialistische Kriege. Frauen gemeinsam gegen Kapitalismus Die ArbeitsverhŠltnisse im Kapitalismus sind weltweit davon bestimmt, dass mšglichst Viele fŸr immer weniger Lohn arbeiten sollen und erkŠmpfte Arbeitsrechte beschnitten und abgeschafft werden. Hier und Heute setzen dies UnternehmerInnen und PolitikerInnen durch, mit Druck und Konkurrenz in den Betrieben, Privatisierung von gesellschaftlichem Reichtum, Auslagerung von Betrieben und mit EU-Ma§nahmen und WTO-Richtlinien zur "Liberalisierung" und "Globalisierung". Der Kapitalismus macht alles zur Ware, die Arbeitskraft, die Menschen, die Beziehungen zwischen den Menschen, Emotionen, TrŠume, Kšrperteile, Tiere und Pflanzen. Jene, die auf der Welt nicht gebraucht werden, die nicht verbraucht werden, mŸssen verhungern, werden umgebracht, werden in FlŸchtlingslager deportiert. Das ist das GeschŠft des Kapitalismus - fŸr Reichtum und "Fortschritt" fŸr Wenige. Der Kapitalismus nŠhrt sich u.a. von Rassismus und Sexismus und schafft sie durch škonomische Ungleichheit immer wieder neu. MigrantInnen werden durch rassistische Sondergesetze (so genannte "AuslŠndergesetze"), durch Illegalisierung und Kriminalisierung einerseits von Arbeitsmšglichkeiten ausgeschlossen und damit in schlecht bezahlte oder illegalisierte Arbeit gezwungen, oder als "SaisonarbeiterInnen" und "GastarbeiterInnen" ins Land geholt und wieder abgeschoben. Die Arbeit von Frauen wird aufgrund des Sexismus weniger anerkannt und geringer bezahlt. Berufe, in denen Frauen arbeiten, z.B als Putzarbeiterinnen, im Pflegebereich oder im Grund-Bildungswesen, werden am niedrigsten bezahlt. FŸr Lohnarbeit verdienen Frauen in …sterreich heute im Schnitt nach wie vor um ein Drittel weniger als MŠnner - das trifft sowohl sog. Niedriglohnberufe (das sind im allgemeinen "typische Frauenberufe") als auch bei gleicher TŠtigkeit und Qualifikation zu. In Zeiten von "Sparen" und "Privatisierung" werden šffentliche Dienstleistungen wieder privatisiert, die medizinische Versorgung abgebaut, KindergŠrten und Kantinen zugesperrt, das Bildungswesen auf eine gesellschaftliche Elite hin zugeschnitten usw. Frauen sollen dann, zu Hause, die gleiche Arbeit, diesmal "privat", noch unsichtbarer und diesmal ganz unbezahlt machen. Die sexistische Arbeitsteilung ist eine der Grundlagen fŸr die škonomische Ausbeutung von Frauen im Kapitalismus. Von Frauen wird erwartet, dass sie Lohnarbeit und persšnliche Hausarbeit und das Leben mit Kindern individuell "unter einen Hut bringen". Das System der Lohnarbeit im Kapitalismus funktioniert nur, wenn (Ehe)Frauen, LebensgefŠhrtinnen, MŸtter oder Gro§mŸtter die persšnliche Hausarbeit fŸr den Mann als "ErnŠhrer" selbstverstŠndlich "aus Liebe" Ÿbernehmen. Oder es werden Kinderbetreuungseinrichtungen geschaffen (in denen dann Frauen arbeiten). Oder: jene MŠnner und Frauen, die es sich leisten kšnnen, bezahlen Hausarbeiterinnen (vor allem Migrantinnen) einen geringen Lohn ohne Anstellung. Wir stellen als Feministinnen die ArbeitsverhŠltnisse und Arbeitsteilung grundsŠtzlich in Frage. Wir wollen nicht fŸr die Ausbeutung und UnterdrŸckung funktionieren. Wir fordern "Brot und Rosen" - eine alte und noch immer wichtige Forderung und Vision der Arbeiterinnenbewegung. Statt "Vereinbarkeit von Beruf und Familie fŸr Frauen", wollen wir einen Arbeitstag von 12 Stunden fŸr ALLE: 4 Stunden Erwerbsarbeit, 4 Stunden Reproduktionsarbeit und 4 Stunden politische Arbeit - und Zeit fŸr FreundInnen, Kultur und VergnŸgungen. Wir brauchen Erwerbsarbeit, um unabhŠngig das eigene Auskommen zu sichern. Wir brauchen reproduktive Arbeit Ð Pflege und Erziehung, Hausarbeit, Lehren und Lernen Ð, weil sie notwendig ist, und sie gehšrt auf alle verteilt, auf MŠnner und Frauen. Wir brauchen politische Arbeit, weil noch viel zu tun ist, fŸr zukunftsfŠhige und menschenwŸrdige Formen des Zusammenlebens. Die Aufhebung der sexistischen Arbeitsteilung, von škonomischer Ungleichheit und Ausbeutung, verlangt die Zerschlagung des Kapitalismus und des Patriarchats. gegen Ohnmacht und Biedermeier fŸr gemeinsamen Kampf und soziale Revolution Die Regierung muss weg! gegen Kapitalismus mit all seinen verschiedenen Formen škonomischer Ausbeutung fŸr die Vergesellschaftung der Produktionsmittel und der natŸrlichen Ressourcen, denn sie gehšren uns allen fŸr radikale Umverteilung und Aufteilung von Besitz und Vermšgen auf alle fŸr ArbeiterInnenselbstverwaltung fŸr die Aufteilung der notwendigen Arbeiten auf alle und die Anerkennung und gleiche Bezahlung unterschiedlicher FŠhigkeiten, Arbeiten und Berufe fŸr eine garantierte Existenzsicherung, unabhŠngig von Versicherung, Lohnarbeit, Arbeitszwang, Geschlecht und StaatsbŸrgerschaft gegen imperialistische Kriege und patriarchale Kriegshetze fŸr internationale SolidaritŠt gegen Faschismus und Repression fŸr viele verschiedene Formen des Widerstandes und Kampfes gegen alle HERRschenden VerhŠltnisse gegen alltŠglichen und staatlichen Rassismus fŸr gegenseitige Achtung und Anerkennung, unabhŠngig von StaatsbŸrgerschaft, Muttersprache, Hautfarbe und Religion fŸr die Durchsetzung gleicher sozialer, politischer, škonomischer Rechte fŸr alle Menschen; EigenstŠndiges Aufenthaltsrecht fŸr Migrantinnen unabhŠngig von Ehe oder sonstigen MŠnnern; Anerkennung frauenspezifischer FluchtgrŸnde; Asylrecht bei Verfolgung als Lesben und Schwule; Bleiberecht fŸr alle; Wahlrecht fŸr MigrantInnen; Zugang zu Lohnarbeit und Sozialleistungen fŸr alle; Recht auf die eigene Muttersprache. fŸr das Recht auf Migration, Flucht, Fluchthilfe, Asyl gegen Patriarchat und alltŠglichen und staatlichen Sexismus gegen Heterosexismus und ZwangsheterosexualitŠt fŸr das SelbstverstŠndnis von uns Frauen als eigenstŠndig Handelnde fŸr unser Recht als Frauen, WŸnsche, Ziele Vorstellungen eigenstŠndig durchzusetzen und zu leben fŸr die Aufhebung der sexistischen Arbeitsteilung und fŸr gleichen Lohn fŸr gleichwertige Arbeit fŸr das Selbstbestimmungsrecht Ÿber unsere Kšrper in allen Lebensbereichen; Abtreibung, Geburt und VerhŸtung in FrauenhŠnde; Selbstbestimmte SexualitŠt - denn Nein hei§t Nein und Erotik und Begehren sind keine Ware und keine Pflicht, sondern eine respektvolle Begegnung und Beziehung zwischen Subjekten. fŸr gemeinsames Handeln gegen sexistische Gewalt und Ausbeutung fŸr den Sturz des patriarchalen Systems fŸr Leidenschaft, persšnliche Beziehungen und politische SolidaritŠt unter Frauen und gemeinsames politisches Handeln von Frauen gegen Sexismus, Rassismus, Kapitalismus _________________________________________________________________ DAS FEST fŸr FrauenLesben! anschlie§end an die Demo: das Fest zum Internationalen FrauenLesben- Kampftag in der FZ-Bar, WŠhringer Strasse 59/Stg. 6 - Eingang Prechtlgasse Beginn 21 Uhr mit Tent ˆ Bulles - Internationaler FrauenLesben Zirkus mit offener Feuershow (die FZ-Bar hat am 8.3. bereits ab 19 Uhr gešffnet) ================================================ 02 Eršffnung 9. MŠrz 19 Uhr von: news at initiative.minderheiten.at ================================================ Ein Projekt von WIENER MOZARTJAHR 2006 Verborgene Geschichte/n Ð remapping Mozart Konfiguration I - Wer alles zu verlieren hat, muss alles wagen! (aus Die EntfŸhrung aus dem Serail, 2. Aufzug, 8. Auftritt, Pedrillo) Eine Ausstellung zu ReprŠsentation, …ffentlichkeit und BŸhne Eršffnung 9. MŠrz 2006, 19 Uhr Dauer 10. MŠrz Ð 18. April 2006 …ffnungszeiten Di 11-17 Uhr, Mi-So, 13-19 Uhr 15. bis 17. April geschlossen www.remappingmozart.mur.at Ort: Bšsendorfer Klavierfabrik, Habig Foyer Graf-Starhemberg-Gasse 14, 1040 Wien KŸnstlerische und wissenschaftliche BeitrŠge von: Beatrice Achaleke, Nana-Gyan Ackwonu, Afro TV Berlin, Arif Akkõlõ, Aret GŸzel Aleksanyan, SongŸl Boyraz, Boris Buden, der braune mob Ð schwarze deutsche in medien und šffentlichkeit, Petja Dimitrova, Vlatka Frketic (Femigra), Dominic Mariochukwu Gilbert, Guerilla Girls, Beate Hammond, Di Harewood, Lubaina Himid, Marty Huber, Gloria Ikonge, ISD Ð Initiative Schwarze Menschen in Deutschland, Sejla Kameric, GŸlsŸn Karamustafa, Belinda Kazeem, Cornelia Kogoj, Christian Kravagna, Aisha Lindsey, Mara, Abi-Sara Machold, Oliver Marchart, Gini MŸller, PAMOJA, Adela Peeva, Lisl Ponger/Gamze Ongan, Oliver Rathkolb, Chima Rameez Okpalaugo Habib Roohi, Jude Sentongo, Tim Sharp, Noah Sow, Robert Sturm, Topoke (tresmonos), Claudia Unterweger, Zelimir Zilnik, u.a. Kuratiert von: Araba Evelyn Johnston-Arthur und Luisa Ziaja Mit der ersten Konfiguration findet das vierteilige Ausstellungsprojekt Verborgene Geschichte/n Ð remapping Mozart seinen Ausgangspunkt in zwei der meistgespielten Opern Mozarts, der EntfŸhrung aus dem Serail und der Zauberflšte. Zitate aus beiden Opernlibretti umspannen ein Bedeutungsnetz, das der Ausstellung als Leitsystem dient. Im Mittelpunkt steht eine gegenwŠrtige Perspektive auf ReprŠsentation, …ffentlichkeit und BŸhne. Dabei begreift sich die Ausstellung selbst als BŸhne der Bedeutungsproduktion, die danach strebt das vorherrschende, goldgerahmte Geschichtsbild auf vielfŠltige Weise in Frage zu stellen. Selbstbestimmte, emanzipatorische Bildpolitiken, die verborgene Geschichte/n erzŠhlen und sichtbar machen, stehen hier im Rampenlicht. So basiert der eigens produzierte Rapsong und das Video Let it be known auf den Ergebnissen der Recherchegruppe zu Schwarzer šsterreichischer Geschichte und setzt diese im populŠren Format eines Musikvideos um. Die Installation BŸhne der in Istanbul lebenden KŸnstlerin GŸlsŸn Karamustafa verdeutlicht den Zusammenhang von staatlicher ReprŠsentation und Repression, von BŸhne und Regime. Videoarbeiten von KŸnstlerInnen wie SongŸl Boyraz, Petja Dimitrova, Tim Sharp oder Zelimir Zilnik hinterfragen die Konstruktion nationaler Mythen und JubliŠen, NationalitŠt und StaatsbŸrgerschaft. Programmatischen Charakter hat die Arbeit Cut and Sew/Word not found der Schwarzen britischen KŸnstlerin und Theoretikerin Lubaina Himid: In ihrer BeschŠftigung mit der geografischen Karte (englisch map) geht sie Fragen nach, die ganz wesentlich das gesamte Projekt Verborgene Geschichte/n Ð remapping Mozart geprŠgt haben. Wie kann die Karte als mŠchtiges Symbol festgeschriebener territorialer Grenzen und nationaler IdentitŠten selbst ãremappedÒ Ð neu und anders geschrieben werden? Und im Ÿbertragenen Sinne: Welche Mšglichkeiten und Perspektiven eršffnet das ãremappingÒ einer nationalen Identifikationsfigur wie jener Mozarts? Alle Eintritte zu Ausstellungen und Veranstaltungen, sowie das begleitende Handbuch und die CD-ROM sind gratis. Das Ausstellungsprojekt begleitende Drucksorten, die CD-ROM und die Website sind viersprachig (Deutsch, Bosnisch/Kroatisch/Serbisch, Englisch, TŸrkisch). KuratorInnenteam Verborgene Geschichte/n Ð remapping Mozart: Ljubomir Bratic, Araba Evelyn Johnston-Arthur, Lisl Ponger, Nora Sternfeld, Luisa Ziaja Ausstellungsgestaltung und Grafik Design: Toledo i Dertschei Dank an Vera Albert, Arash, Ulrike Arnold, Maija Asunta-Johnston, Gabriele Bargehr, Raphael Barth, Alfred Bartosch, Thomas Bass, Padma Bhatt, Jessica Beer, Roman Berka, Hannes Bšck, Siglinde Bolbecher, Brigittenauer Gymnasium (Direktion und die Klasse 7ab), Horst Campman, Miryam Charim, Isolde Christandl, Eva Dertschei, Peter Dertschei, Sabine Dortschy, Zena Eggough, Gerlinde Ehrenreich, Barbara Eppensteiner, Vlatka Frketic, Harald Fugger, Ronald Geissler, Lorenz Giorgi, Gštz BuryÕs Traumfabrik, Peter Grabherr, Hakan GŸrses, Karin Haas, Peter Habison, Thomas Haffner, Helmut Hafner, Werner Hanak, Renate Hšllwart, Dominik Hruza, Maria HŸndler, Peter Horn, Alexander Horwath, Alexander Ivanceanu, Jasmina Jankovic, Katharina Jeschke, Konstantin Kaiser, Ulla Kalchmair, Hikmet Kayahan, Kurt Kladler, Cornelia Kogoj, Helga Kovriga, Andreas Ladengruber, RenŽ Latzke, Uschi Lichtenegger, Monika Linder, Michael Loebenstein, Franziska Maderthaner, Peter Marboe, Oliver Marchart, Beno”t Martin, Charlotte Martinz-Turek, Rolf Milde, Berthold Molden, Goran Novakovic, Stefan Nowotny, Gamze Ongan, Maximilian Pavlovics, Silke Pirolt, Peter Ponger, Michael Popescu, Prince Zeka, Stefan Radschiner, Petra Reiner, Arcadio Ruiz, Brigitte Salanda, Anja Salomonowitz, Thomas Sandri, schnittpunkt. ausstellungstheorie & praxis, Franz Schwartz, Sabine Schweighofer, Peter Sellars, Tim Sharp, Oliver Sima, HŸseyin Simsek, Elke Smodics, Dominik Spritzendorfer, Raphael Sternfeld, Friedrich Tietjen, Carlos Toledo, Gerhard Unterthurner, Christian Vollenhofer, Beat Weber, Katharina Weingartner, Ingo Zechner, Marco Zimprich, Daniele Zitin -- Verborgene Geschichte/n - remapping Mozart Gumpendorfer Strasse 15/13 A 1060 Wien Austria ph> +43.1.586 12 49-15 fax> +43.1.586 82 17 www.remappingmozart.mur.at Ein Projekt von WIENER MOZARTJAHR 2006 ================================================ 03 Internationaler Frauentag in Wien-Simmering von: verin.stadtteilz.simmering at chello.at ================================================ CentrOnce - Stadtteilzentrum Simmering: Internationales Fest zum Tag der Frau Das CentrOnce - Stadtteilzentrum Simmering stellt den Monat MŠrz unter das Motto "Alles Frau". Rund um den Frauentag (8.3.) gibt es zahlreiche AktivitŠten von Frauen aus aller Frauen LŠnder. Am Samstag, 4. MŠrz wird ein Internationales Fest zum Tag der Frau von vielen Frauen aus unterschiedlichen LŠndern mit ebenso unterschiedlichen BeitrŠgen gestaltet: Zum Tag der Frau sprechen Simmerings Bezirksvorsteherin Renate Angerer, die chilenische Konsulin Irene Acevedo und die KŸnstlerin Ludovica Schmill von der Gruppe Araucaria. "Die Sprache der FrauenhŠnde" wird in einer Keramikausstellung gezeigt. Ein buntes Musikprogramm mit Eva Parra, Veronika Mayer, Juan Neira, Gerda Kirnig, Olympia Goulia (Orientalischer Bauchtanz), Irene Fernandez (Chile), Monica Borja (Ecuador), Muriell Garfias (Flamenco) und Nanne Schmutz sowie ein Auftritt des Theaters CentrOnce und eine Lesung von Monik Matchornikova gibt es bei diesem Internationalen Fest zum Tag der Frau. Das Fest beginnt am Samstag, 4. MŠrz 2006 um 19.30 Uhr im Centro Once - Stadtteilzentrum Simmering, 1110 Wien, Schneidergasse 15/5 (U3 Zipperstra§e, Stra§enbahn 71 Molitorgasse). FŸr den Wiener Terminkalender: Samstag, 4. MŠrz 2006 19.30 Uhr, Internationales Fest zum Tag der Frau, mit Kunst und Musik aus aller Frauen LŠnder CentrOnce Stadtteilzentrum Simmering 1110 Wien, Schneidergasse 15/5 U3 Zippererstra§e, Stra§enbahn 71 Molitorgasse Eintritt: freie Spende. Weitere Termine im Monat MŠrz unter dem Motto "ALLES FRAU": Sa., 11. MŠrz, 19.30 Uhr, Oldies but goldies, Lieder und Songs aus fŸnf Jahrzehnten und drei Kontinenten Mo., 13. MŠrz, 19.00 Uhr, La Feminidad - eine Komposition der Weiblichkeit, Keramikausstellung Fr., 17. MŠrz, 19.30 Uhr, Frauenthemen, GemŠldeausstellung von Hedvig und Eszter Pongracz Sa., 25. MŠrz, ab 14.00 Uhr, Frauenaktivtag - verschiedene Workshops fŸr Frauen Di., 28. MŠrz, 19.30 Uhr, Teresa Frisch Soto, Lateinamerikanische Frauen im Widerstand (Vortrag in SPANISCH) Fr., 31. MŠrz, 19.30 Uhr; Podiumsdiskussion "Frau sein trotz Herd und Herde" mit Johanna Dohnal, Brigid Weinzinger und Renate Angerer. Ort: CentrOnce - Stadtteilezentrum Simmering, 1110 Wien, Schneidergasse 15/5 Informationen: CentrOnce Tel. 01 963 03 26 ================================================ 04 TerminankŸndigung von: Renate.Vodnek at reflex.at ================================================ Die Werkstatt Frieden & SolidaritŠt lŠdt ein: Film & Diskussionsabend EU, quo vadis? -oder- die Illusion einer gerechten und friedlichen EU mit Andreas Wehr (Autor des Buches ãEuropa ohne Demokratie?Ò) Donnerstag 9. MŠrz, 19:30 HS 16 Hauptuni Schottentor Eintritt frei ãEuropa in schlechter Verfassung Ð Kritische Stimmen zur EU-VerfassungÒ ein Film von Elke Zwinge (30 min) In dem Film beurteilen ein Všlkerrechtler, ein Theologe, VertreterInnen der Friedensbewegung und der globalisierungskritischen Bewegung, Beobachter von Lobbyismus, Gewerkschafter und EuropaparlamentarierInnen und PolitikerInnen den EU-Verfassungsvertrag. Sie sprechen in Interviews zu den Themen: Integration Europas durch Privatwirtschaft, Integration durch militŠrische StŠrke, Intervention in DrittlŠnder, Grundrechtcharta, VerhŠltnis zum Všlkerrecht und nationaler Verfassung und VerhŠltnis zu LŠndern des SŸdens. Anschlie§end an den Film wollen wir mit Euch und Andreas Wehr diskutieren: Welche Strategie verfolgt SchŸssel wŠhrend der šsterreichischen RatsprŠsidentschaft, um die wesentlichen Neuerungen des EU-Verfassungsvertrages doch noch durchzusetzen? Sind die Krisensitzungen nur ein Manšver, um der Bevšlkerung weiszumachen, dass Ÿber eine echte Neuorientierung der EuropŠischen Union nachgedacht wird? LŠsst sich die EU der Konzerne und GenerŠle in ein Europa des Friedens und der SolidaritŠt umwandeln? Mit freundlicher UnterstŸtzung der …H Uni Wien und der GrŸnen Bildungswerkstatt Wien Werkstatt Frieden & SolidaritŠt Rosensteingasse 69/6, 1170 Wien www.werkstatt.or.at ================================================ 05 Studienfahrt GedenkstŠtte Auschwitz 2006 von: waltraud.riegler at utanet.at ================================================ Die Gesellschaft fŸr politische AufklŠrung lŠdt ein: Studienfahrt zur GedenkstŠtte Auschwitz-Birkenau 8. bis 14. April 2006 (Karwoche) mit Vortrag Ÿber die Verfolgung von Lesben und Schwulen in der NS-Zeit Diese Studienfahrt eršffnet die Mšglichkeit einer intensiven BeschŠftigung mit einem der einschneidendsten Kapitel unserer jŸngsten Vergangenheit. Ziel ist die Auseinandersetzung mit Auschwitz als Synonym der NS-Verbrechen und die Diskussion von BezŸgen zur Gegenwart. Gerade angesichts europaweit steigender Aggression und Gewalt gegen Minderheiten ist der Blick auf unsere unmittelbare Vergangenheit notwendig. Er zeigt, wohin in letzter Konsequenz die Diskriminierung von Menschen, wohin Antisemitismus und Minderheitenfeindlichkeit fŸhren konnten. Bei der Studienfahrt wird besonderes Augenmerk darauf gelegt, die Vielfalt der verfolgten und ermordeten Menschen aufzuzeigen: Roma, Sinti, Juden, JŸdinnen, homosexuelle Frauen und MŠnner, Bibelforscher, Asoziale, politisch Verfolgte, SlowenInnen, Angehšrige vieler anderer Nationen, Menschen aus dem religišsen oder politischem Widerstand. Das Angebot, an dieser Studienfahrt teilzunehmen, richtet sich bewusst an Personen jeden Alters, unabhŠngig von politischer Einstellung, sozialem bzw. beruflichem Hintergrund und Religionszugehšrigkeit. 8. April: (ca. 13-18 Uhr): Vorbereitungsseminar am Institut fŸr Politikwissenschaft, Univ. Wien - GesprŠche mit ZeitzeugInnen, Filme, VortrŠge 9. April: Vorbereitungsseminar im Bildungshaus Gro§ru§bach - VortrŠge, Filme, Diskussionen Ð Vortrag Ÿber die Verfolgung von Lesben und Schwulen in der NS- Zeit (Dr. Gudrun Hauer) 10. April: Abreise nach Oswiecim/ Auschwitz 11. April: Besichtigung der GedenkstŠtte Auschwitz; Besichtigung der GedenkstŠtte Birkenau 12. April: Besuch des Archivs der GedenkstŠtte, der Kunstsammlungen und der nationalen Ausstellungen 13. April: Stadtbesichtigung Krakau/ Besuch des jŸdischen Viertels 14. April (Karfreitag): RŸckfahrt (Ankunft in Wien ca. 16 Uhr) Kosten: Û 440,- (darin sind Reise-, Aufenthalts-, Verpflegungs- und Eintrittskosten enthalten); Einzelzimmerzuschlag Û 40,--. FŸr StudentInnen - 20 % - ermЧigter Preis: Û 384,-- EZ; Û 352,-- DZ. Informationen und Anmeldung: Karin Liebhart, Gesellschaft fŸr politische AufklŠrung, c/o Institut fŸr Politikwissenschaft der UniversitŠt Wien, 1010 Wien, UniversitŠtsstra§e 7/2, E-mail: karin.liebhart at univie.ac.at , Tel.: 01/4277-47739 Waltraud Riegler, Tel.: 0650/ 7 44 77 11. E-Mail: waltraud.riegler at utanet.at Anmeldeformular unter: http://www2.uibk.ac.at/gfpa/ablage/dokumente/ Anmeldeformular_Studienfahrt_2006.doc Veranstalterin: Gesellschaft fŸr politische AufklŠrung, http:// www2.uibk.ac.at/gfpa Organisatorische Leitung: Waltraud Riegler, Karin Liebhart (Gesellschaft fŸr politische AufklŠrung) Anmeldung bis 15. MŠrz 2006 erbeten - begrenzte TeilnehmerInnenzahl! ================================================ 06 Veranstaltungen und Filme im FZ zu feministische Strategien und Filme zu Artikel 7-unser Recht von: LesbenFrauenNachrichten at gmx.at ================================================ Wir zeigen, in Verbindung mit dem 8.MŠrz, zur Auseinandersetzung um die Zweisprachigkeit in KŠrnten und zum Abstzen des Artikel 7- Unser Recht den Film im FZ Ausserdem setzen wir die Filmreihe zu Feministische Strategien gegen sexistische MŠnnergewalt im MŠrz fort; Ausserdem die WEN DO-Kurse im FZ im MŠrz bis Mai Bitte die FilmankŸndigungen veršffentlichen, weiterleiten und weitererzŠhlen mit feministische GrŸ§en AnlŠsslich der aktuellen Auseinandersetzung um die Aufstellung der zweisprachigen Ortstafeln in KŠrnten und der Weigerung des ORF den Film "Artikel 7-Unser Recht" im ORF zu zeigen, zeigen wir - in Verbindung mit dem 8. MŠrz-Internationaler Frauenkampftag - im FZ "Artikel 7-Unser Recht/ Člen 7-Naŝa pravica" A/SLO 2005, 83 min, von Eva Simmler und Thomas Korschil Der Film "Artikel 7-Unser Recht" sollte im Dezember im ORF ausgestrahlt werden und wurde kurzfristig abgesetzt, mit der BegrŸndung, dass er nicht objektiv und ausgewogen sei. Der Film zeigt die historische Entwicklung und KŠmpfe der slowenisch-sprachigen Bevšlkerung fŸr die Umsetzung des Artikel 7 in der šsterreichischen Verfassung fŸr die Zweisprachigkeit in KŠrnten Es wird der Umgang und die Verweigerung des šsterreichischen Staates aufgezeigt und die deutsch-nationale Mobilisierung der deutschsprachigen Bevšlkerung. Im Film kommen primŠr die Betroffenen und AktivistInnen im Kampf um Recht und Anerkennung fŸr die Zweisprachigkeit zu Wort. Eine der FilmemacherInnen wird anwesend sein und Frauen des "Club slowenischer StudentInnen" in Wien sind angefragt. Zeit: Fr. 10. MŠrz 2006, 19.00 h Ort: FZ, FZ-Bar, Eingang Prechtlgasse, 1090, rot-schwarze TŸr - lŠuten fŸr Frauen WEN DO - Feministische Selbstverteidigung fŸr Frauen, Lesben und MŠdchen Termine MŠrz - Mai 2006 Kursort: FZ, WŠhringerstr. 59/Stiege 6, 2. Stock Kurskosten: gestaffelt nach Einkommen Infos - Tel.: 01 - 408 50 57 18./19. MŠrz 2006 WEN DO-Grundkurs Sa. und So. 10-19 h mit 1 Std. Mittagspause Anmeldung: †berweisung der KursgebŸhren bis 8.3.06 Achtung !! Verschoben auf: 29./30. April 2006 WEN DO-Grundkurs mit tŸrkischer †bersetzung Sa. und So. 10-19 h mit 1 Std. Mittagspause Anmeldung: †berweisung der KursgebŸhren bis 8.4.06 27./28. Mai 2006 WEN DO - Schwerpunkt Wochenende zu: Konfrontation mit TŠtern Sa. und So. 10-19 h mit 1 Std. Mittagspause Die Erfahrungen eines WEN DO - Grundkurses wŠren gut, sind aber keine Voraussetzung. "Konfrontation mit TŠtern" als Aktionsform entstand in den 80-er Jahren aus der Bewegung gegen Vergewaltigung und der Auseinandersetzung um sexuelle Ausbeutung von MŠdchen. In Selbsthilfegruppen ging es darum gemeinsam, d.h. auch šffentlich Ÿber Gewalterfahrungen zu reden, sich gegenseitig zu unterstŸtzen und zu handeln. "Konfrontation mit TŠtern" bedeutet, unter anderem, als Frauengruppe in den Wohnraum oder zum Arbeitsplatz des TŠters zu gehen, um dort šffentlich zu sagen, was er getan hat und die Vergewaltigungen und sexuelle Ausbeutung zu benennen; auch die Forderung zu stellen, dass er Verantwortung Ÿbernimmt, und Aktionen zu setzen, dass die Gewalt aufhšrt und nie wieder passiert. Anmeldung: †berweisung der KursgebŸhren bis 13.5.06 In der Filmreihe zur Auseinandersetzung zu feministischen Strategien gegen sexistische MŠnnergewalt, am Do. 30.3.06, 19.30 h, zum Schwerpunkt: Sexuelle Gewalt gegen MŠdchen. Sexueller "Missbrauch" ¥ Panorama "Das schlimmste Geheimnis". ORF, 1984, 20 min Erste Fernsehdokumentation (mit Interviews) Ÿber sexuellern"Missbrauch". ¥ "VŠter als TŠter". Sexueller "Missbrauch" …, 34 min, 1987, von Ricki Reichl Dokumentation mit Interviews ¥ "Laut und deutlich. Leben nach sexuellem Mi§brauch", …, 67 min, 2002, 3sat Dokumentation mit Interviews von Maria Arlamovsky Zeit: Do. 30.3.06, 19.30 h Ort: FZ, FZ-Bar, Eingang Prechtlgasse, 1090, rot-schwarze TŸr - lŠuten fŸr Frauen ================================================ 07 4.-17. MŠrz: SLP aktiv - International * Frauentag* FP… * Festung Europa * Postprivatisierung von: slp at slp.at ================================================ Neues VorwŠrts erschienen: http://slp.at/index.php/vorwaerts/ ------------ 4. MŠrz: Jahreskonferenz der SLP Im Rahmen der Jahreskonferenz der SLP finden zwei zentrale Debatten statt: 11.00 Krieg der Klassen statt Kampf der Kulturen sowie 15.00 FŸr den Aufbau einer neuen Partei fŸr ArbeitnehmerInnen und Jugendliche http://slp.at/index.php/termine+M574e84018be/ ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ 8. und 9. MŠrz: Internationaler Frauentag AnlŠsslich des Internationalen Frauentages beteiligt sich die SLP an einer Aktion von SWI gegen die frauenfeindliche Politik der Regierung und an der Demonstration in Wien. Au§erdem gibt es am 9. MŠrz um 18.30 eine Veranstaltung zum Thema "Neue BeschŠftigungsformen - wie die Zukunft von Frauen verteidigen?" mit Sylvia Ledwinka - …GB-BundesfrauensekretŠrin http://slp.at/index.php/termine+M567d3c46f76/ +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ 10. MŠrz: Kundgebung: Nein zu Strache und seinem "Volksbegehren" um 16.00 Viktor-Adler-Markt gegen die FP…-Kundgebung Von 6.-13. MŠrz ist Eintragungsfrist fŸr das FP…-ãVolksbegehrenÒ. Strache & Co. beginnen den Nationalratswahlkampf. Mit rassistische geprŠgten Scheinargumenten will man von der wachsenden Anti-EU- Stimmung profitieren. Um Frauenrechte, Frieden oder Demokratie geht es der FP… nicht. Am 10. MŠrz versucht Strache wieder einmal in Wien 10 seine rassistischen Reden loszulasen. Wir kontern mit einer starken Kundgebung gegen Rassismus und Sozialabbau und gegen die FP…! http://slp.at/index.php/artikel+M56e51324dca/ ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ 11. MŠrz: Demonstration: Nein zur Festung Europa in Salzburg: 15.00 Bahnhof gemeinsame Anreise aus Wien und Linz http://slp.at/index.php/termine+M5b4d4e52552/ +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ 17. MŠrz: Demonstration in Linz - Nein zur Privatisierung der Post! 17.00 Schillerpark http://slp.at/index.php/termine+M5db6e0cba70/ ================================================ 08 Populisten an der Macht? Populismus und Demokratiedefizite im Wahljahr 2006 von: news at initiative.minderheiten.at ================================================ Populisten an der Macht? Populismus und Demokratiedefizite im Wahljahr 2006 Donnerstag, 16. MŠrz 2006, 18.30 Institut fŸr Zeitgeschichte, Aula Uni Campus, Altes AKH, Hof 1 Spitalgasse 2Ð4, 1090 Wien Es diskutieren: Rainer Baubšck (Institut fŸr EuropŠische Integrationsforschung, …AW) Susanne Fršlich-Steffen (Geschwister-Scholl-Institut fŸr Politische Wissenschaft, Ludwig-Maximilians-UniversitŠt MŸnchen) Anton Pelinka (Institut fŸr Konfliktforschung in Wien und Institut fŸr Politikwissenschaft, UniversitŠt Innsbruck) Lars Rensmann (Geschwister-Scholl-Institut fŸr Politische Wissenschaft, Ludwig-Maximilians-UniversitŠt MŸnchen) Sieglinde Rosenberger (Institut fŸr Politikwissenschaft, UniversitŠt Wien) Gerd Valchars (Institut fŸr Staatswissenschaft, UniversitŠt Wien) 2006 finden in …sterreich, Italien und der Slowakei Parlamentswahlen statt. In allen drei LŠndern sind bzw. waren Parteien an der Regierung beteiligt, die als ãpopulistischÒ bezeichnet wurden. Die Beteiligung von FP…/BZ…, Forza Italia, Lega Nord und HZDS an der Macht haben Auswirkungen auf die gesamte Parteienlandschaft der jeweiligen LŠnder, wenngleich sie letztlich vor allem selbst an der Regierungsverantwortung gescheitert zu sein scheinen. Doch leben Totgesagte lŠnger? Wird es dem BZ… gelingen, noch einmal WŠhlerInnen fŸr sich zu mobilisieren? Und wie wahrscheinlich ist eine VerlŠngerung des blau-schwarzen BŸndnisses? Zum Wahlkampfauftakt in …sterreich stellen Politologen wie Anton Pelinka und Gerd Valchars eine kŸhne Frage: WŠre eine Ausweitung des Wahlrechts auf Nicht-StaatsbŸrgerInnen ein wirkungsvolles Heilmittel gegen populistische auslŠnderfeindliche Wahlkampf-Rhetorik? In 14 europŠischen LŠndern machen Nicht-StaatsbŸrgerInnen von ihrem aktiven Wahlrecht auf kommunaler Ebene Gebrauch, in …sterreich wurde eine solche Ausweitung am 30. Juni 2004 als verfassungswidrig abgelehnt. AuslŠndische StaatsbŸrgerInnen als WŠhlerInnen wŸrden es fŸr Parteien weniger reizvoll machen, so genannte ãAuslŠnderpolitikÒ in ausschlie§lich problembehaftetem Zusammenhang darzustellen und als Politikfeld zur populistischen Stimmenmaximierung zu instrumentalisieren. Immerhin rund neun Prozent gemessen an der šsterreichischen Bevšlkerung sind in …sterreich lebende Nicht- StaatsbŸrgerInnen. Ein WŠhlerInnenpotenzial, bei dem man mit Wahlkampfslogans wie ãWien darf nicht Istanbul werdenÒ ImageschŠden und damit Stimmenverluste riskieren wŸrde. Susanne Fršlich-Steffen, Lars Rensmann Populisten an der Macht. Populistische Regierungsparteien in West- und Osteuropa. 248 Seiten, ISBN 3-7003-1521-X, Û 24,90 Seit Ÿber 20 Jahren sehen sich Europas Demokratien mit Erfolgen populistischer Parteien konfrontiert. Etliche verloren rasch wieder ihre WŠhlerbasis oder zerfielen. Andere fanden den Weg zu lokaler Machtbeteiligung, Ÿber Koalitionen auch zu nationaler Regierungsverantwortung. Mit AutorenbeitrŠgen von Anton Pelinka, Sieglinde Rosenberger, Dieter Segert u.a. werden in diesem Buch erstmals Rolle, Leistung, innere Entwicklung und politische Wirkung populistischer Regierungsbeteiligungen in Europa untersucht. Gerd Valchars DefizitŠre Demokratie. StaatsbŸrgerschaft und Wahlrecht im Einwanderungsland …sterreich 144 Seiten, ISBN 3-7003-1538-4, Û 21,90 ã…sterreich ist eine demokratische Republik. Ihr Recht geht vom Volk ausÒ (Art. 1 B-VG). Aus Sicht des Verfassungsgerichtshofs gehšren diesem ãVolkÒ nur šsterreichische Staatsangehšrige an. Demokratische LegitimitŠt aber hei§t, so Gerd Valchars, dass jene, die dauerhaft dem Recht unterworfen sind, auch in der Rechtssetzung reprŠsentiert werden. Demokratische Inklusion von Einwanderern kann Ÿber EinbŸrgerung erreicht werden oder Ÿber die Abkoppelung des Wahlrechts von der StaatsbŸrgerschaft. Gerd Valchars plŠdiert dafŸr, beide ZugŠnge zum Wahlrecht gleichzeitig zu šffnen. Sein Buch ist der bisher wichtigste Denkansto§ zu einer notwendigen Debatte Ÿber demokratische LegitimitŠt im Einwanderungsland …sterreich. ================================================ 09 [Depot-news] Programm 6.-9.MŠrz von: depot-news at mailman.sil.at ================================================ Montag, 6. MŠrz, 19.00 Unkeusch wider die Natur BuchprŠsentation Der Begriff Sodomie war ursprŸnglich ein Sammelbegriff fŸr alle sexuellen Praktiken, die nicht auf Fortpflanzung zielten. Als SŸnde konnte Sodomie gebeichtet werden, doch als Delikt wurde sie streng bestraft. Stand bislang vor allem die strafrechtliche Verfolgung gleichgeschlechtlicher Beziehungen im historischen Interesse, so untersucht die vorliegende Studie die Verfolgung vor allem sexueller Praktiken mit Tieren und sucht nach den ideologischen HintergrŸnden. Andrea Griesebner, Historikerin, UniversitŠt Wien Susanne Hehenberger, Historikerin Alexander Lellek, Lšcker Verlag Christina Lutter, Kulturwissenschafterin, bm:bwk Anschlie§end szenische Lesung aus den Quellen mit Elisabeth Frysak, Markus KatzenschlŠger und Stephan Steiner Susanne Hehenberger: Unkeusch wider die Natur. Sodomieprozesse im frŸhneuzeitlichen …sterreich. Wien: Lšcker 2006. Dienstag, 7. MŠrz, 19.00 Die Kulturfšrderungsverwaltung PrŠsentation einer Studie Seit 1971 erscheint jŠhrlich der staatliche Kunstbericht, der die Fšrderungen der Kunstsektion detailliert dokumentiert. Ohne analytische Kommentare allerdings und ohne Auflistung der abgelehnten AntrŠge sowie der Fšrderquoten. Ein faires Fšrderungsverfahren indes benštigt Berechenbarkeit und Transparenz. Mit dem Forschungsprojekt "Good Governance" in der Kulturfšrderungsverwaltung hat sich deshalb das Institut fŸr Kulturmanagement und Kulturwissenschaft die Abwicklung der Kunstfšrderung auf Bundesebene angesehen und dabei die Abteilungen II/2 (Theaterfšrderung) und II/8 (Kulturinitiativen) miteinander verglichen. Tasos Zembylas, Institut fŸr Kulturmanagement und Kulturwissenschaft Tasos Zembylas: "Good Governance" in der Kulturfšrderungsverwaltung. Einsichten aus einer empirischen Untersuchung. Wien: 2005. Donnerstag, 9. MŠrz, 19.00 Geschichte der Filmzensur in …sterreich BuchprŠsentation und Filmbeispiele Mit der Popularisierung des Films in den ersten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts kam es in …sterreich zu einer Vielzahl sozialer, škonomischer und politischer VerŠnderungen. Eine fŸr das neue Medium einschneidende Ma§nahme war die Einrichtung der Filmzensur, mit der sich auch die Presse massiv auseinandergesetzt hat. Aus bisher unveršffentlichten Quellen haben die Autoren eine reprŠsentative, kommentierte Sammlung erstellt und bieten zusŠtzlich einen †berblick zur Geschichte der Zensur. Thomas Ballhausen, Paolo Caneppele, Autoren Thomas Ballhausen, Paolo Caneppele: Die Filmzensur in der šsterreichischen Presse bis 1938. Geschichte Ð Aspekte Ð Quellen. Wien: Verlag Turia + Kant 2005. Depot Breitegasse 3 A-1070 Wien Tel: +43 1 522 76 13 www.depot.or.at ================================================ 10 LINZ: Demo gegen Privatisierung der Post von: helmut.fellner at chello.at ================================================ LINZ: Demo gegen Privatisierung der Post -------------- nächster Teil -------------- Ein Dateianhang mit Binärdaten wurde abgetrennt... Dateiname : speck.gif Dateityp : image/gif Dateigröße : 43 bytes Beschreibung: nicht verfügbar URL : -------------- nächster Teil -------------- Nein zur Privatisierung der Post - Schluss mit der Demontage der öffentlichen Dienste Protestmarsch, Freitag 17. März 2006 Treffpunkt: 17 Uhr, Schillerpark/Linz ================================================ 11 [al_news] Filmvorführung: "Der 36. Breitengrad" - Zeit und Ort von: al at sozialismus.net ================================================ Montag, 06.03., 19.30 Uhr Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 Wien (U3 Neubaugasse, Ausgang Stiftgasse) ================================================ 12 Das späte Menschenrecht (Universität Innsbruck) von: hg at graupner.at ================================================ Univ.-Lekt. Dr. Helmut Graupner Das späte Menschenrecht Sexualität und Recht Universität Innsbruck Wahlfachstudiengang Interdisziplinäre Sexualwissenschaft (Koordinator: Univ.-Prof. Dr. Josef Christian Aigner) 07.04./08.04.2006 09.06./10.06.2006 jeweils 10.00-17.00 (Lv.Nr.:603202) Inhalt: In den Augen des Rechts ist Sexualität traditionell etwas zu Bändigendes, vor dem Rechtsunterworfene geschützt werden müssen. Wenn auch in unseren Breiten heute niemand mehr für "widernatürliche Unzucht" verbrannt oder für Selbstbefriedigung in die Verbannung geschickt wird, so ist die negative Grundeinstellung des Gesetzgebers zu Sexualität und geschlechtlicher Lust in unserer Rechtsordnung doch immer wieder anzutreffen. Einseitig wird all zu oft nur die Freiheit vor Sexualität geschätzt. Erst in jüngster Zeit entwickelt sich die Überzeugung, dass auch die Freiheit zu Sexualität ein schützenswertes (Grund)Recht ist. Dieses neu erkannte Menschenrecht ist aber von einer konsequenten und umfassenden Umsetzung und Respektierung noch weit entfernt. In Form von theoretischen Erklärungen und illustrativen Fallbeispielen soll deshalb der gegenwärtige Umgang unserer Rechtsordnung mit Sexualität in all seiner Widersprüchlichkeit dargestellt und künftige Entwicklungsmöglichkeiten diskutiert werden. http://orawww.uibk.ac.at/public_prod/owa/pk30.p002? lvnr_id_in=603201&Sem_id_in=06S&unterrichtssprache_id_in= <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 13 Demo in Wien gegen Verbot der geplanten Regenbogen-Parade in Moskau von: Kurt.Krickler at hosiwien.at ================================================ Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 2. März 2006 Demo in Wien: Versammlungsfreiheit für Lesben und Schwule in Russland gefordert Heute vormittag haben rund 20 Personen vor der Russischen Botschaft und der Russisch-Orthodoxen Kirche in Wien gegen ein Verbot der für 27. Mai 2006 geplanten schwul/lesbische Pride-Parade in Moskau demonstriert. Der Moskauer Bürgermeister Juri Luschkow hatte angekündigt, die Parade nicht zu genehmigen. Er begründet seine Ablehnung mit der negativen Einstellung der Bevölkerung. Mittlerweile haben sich sowohl der russisch-orthodoxe Patriarch, der muslimische Groß-Mufti und der jüdische Oberrabbiner von Moskau vehement gegen die Parade ausgesprochen. ?Wir haben ein Schreiben für Botschafter Stanislaw Ossadtschij übergeben?, berichtet Christian Högl, Obmann der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien, die gemeinsam mit den Grünen andersrum die Kundgebung organisiert hat. ?Darin fordern wir Präsident Wladimir Putin und die russische Regierung auf, dafür zu sorgen, dass die Parade im Rahmen des Festivals ?Moscow Pride 06? wie geplant stattfinden kann ? wenn nötig durch Ausübung entsprechenden Drucks auf Bürgermeister Luschkow.? ?Es ist einfach völlig inakzeptabel, dass einer Minderheit die demokratischen Grundrechte abgesprochen werden?, erläutert HOSI-Wien- Obfrau Bettina Nemeth. ?Die Menschenrechte gelten für alle, auch wenn es der Mehrheit nicht passt. Es darf in Europa einfach nie wieder geschehen, dass Minderheiten aufgrund von Entscheidungen der Mehrheit ihrer Grundrechte beraubt werden! Die Versammlungsfreiheit von Lesben und Schwulen einzuschränken ist eine klare Menschenrechtsverletzung.? Eine Demonstration mit dem Hinweis zu verbieten, man könne nicht für die Sicherheit der Demonstranten garantieren, wäre gleichfalls eine Verletzung der Europäischen Menschenrechtskonvention. 1988 war in einem einschlägigen Fall übrigens Österreich in Straßburg verurteilt worden, weil es mit einer solchen Begründung eine Kundgebung untersagte. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte stellte ausdrücklich klar, dass ein Staat verpflichtet ist, das Recht aller Bürger/innen, sich friedlich zu versammeln, zu gewährleisten. Der Staat hat eine friedliche Demonstration vor Gegendemonstranten zu schützen, anstatt die Demonstration zu untersagen. ?Abgesehen davon wäre es ein ausgesprochenes Armutszeugnis für eine Weltmacht wie Russland, wenn es nicht in der Lage wäre, einige tausend friedliche Demonstrant/innen vor einem gewalttätigen Mob zu schützen, geben wir in unserem Brief an den Botschafter zu bedenken?, meint Högl weiter. ?Sollte das wirklich nicht möglich sein, müsste wohl der russische Innenminister konsequenterweise seinen Rücktritt erklären.? HOSI Wien lädt Luschkow zur Regenbogen-Parade nach Wien ein ?Außerdem haben wir in unserem Schreiben eine Einladung an Luschkow zur Regenbogen-Parade in Wien am 1. Juli 2006 ausgesprochen, damit er dabei sein kann, wenn wieder rund 100.000 Menschen ? Lesben, Schwule, Transgender-Personen, ihre Familien und FreundInnen sowie viele andere heterosexuelle SympathisantInnen ? mit viel Freude und Spaß die menschliche Vielfalt ausgelassen feiern?, erklärt Nemeth abschließend. Hinweis: Der Brief der HOSI Wien an den russischen Botschafter sowie Fotos von der heutigen Kundgebung finden sich auf dem Website der HOSI Wien unter www.hosiwien.at/?p=252. Rückfragehinweis: Christian Högl, Obmann: Tel. 0699-11811038 Bettina Nemeth, Obfrau: Tel. 0699-11965265 Kurt Krickler, Generalsekretär: Tel.: 5451310 oder 0664-5767466 office at hosiwien.at; www.hosiwien.at ================================================ 14 Eng/Dt/Frz: RACIST STATE VIOLENCE: DEMONSTRATION - 1ST OF APRIL IN DESSAU] von: thevoiceforum at emdash.org ================================================ Eng/Dt/Frz: RACIST STATE VIOLENCE: DEMONSTRATION - 1ST OF APRIL IN DESSAU AGAINST RACIST STATE VIOLENCE, COVER-UP AND IMPUNITY For TRUTH, JUSTICE, COMPENSATION!!! OURY JALLOH: MURDER IN A POLICE JAIL CELL NATION-WIDE DEMONSTRATION ON THE 1ST OF APRIL IN DESSAU 2P.M. CENTRAL TRAIN STATION DESSAU MEETING POINT IN BERLIN: 10:15AM - ALEXANDERPLATZ For TRUTH, JUSTICE, COMPENSATION!!! Can a person burn himself to death while tied at his hands and feet? How is it possible that a person in a so-called security area of a jail cell burns alive and the causes as to his death remain unclear for over a year? Why did the responsible police officer turn off the acoustic surveillance? .......http://thevoiceforum.org/node/364 First Died Oury Jalloh - Now Mouctar Bah's Telecafé Is To Be Closed. Press release: Intiative in memory of Oury Jalloh, Berlin/Dessau 30 January-2006 Berlin,?http://thevoiceforum.org/node/352 Info in English,deutsch,French,Italian, Arabic pdf-text: http://thecaravan.org/files/caravan/dessau300106.pdf Archives: http://thevoiceforum.org/node/353 http://plataforma-berlin.de Why did Oury Jalloh supposedly have a lighter in his pocket, when according to the police officers who carried out the body search it would have been impossible not to have found a lighter? Why did the lighter first appear in the inventory of items found in the cell only days later? Is it really possible that the death screams of a person engulfed in flames CANNOT be heard and the smoke emanating from the cell IS NOT noticeable? Especially in a police station, where absolute control is the norm? On the 7th of January, 2005, Oury Jalloh was murdered in a police cell: Over one year later and there are still no court proceedings! IT WAS NOT SUICIDE Oury Jalloh, a 21 year-old refugee from Sierra Leone died on the 7th of January, 2005, in a police station in Dessau, tied with handcuffs to a fire-proof mattress at his hands and feet. Cause of death: heat shock. The official version: The victim set fire to the mattress with a lighter, caused the mattress to burn thus burning himself. Suicide? Over one year ago this version provoked a lot of doubts. Since then they have only increased and become more serious. According to the investigators, the fire broke out in the cell around midday. The fire alarm went off on two occasions. Noises and cries of help coming from the acoustically controlled cell were registered but ignored. Supposedly, the supervising police officer turned off the sound of the acoustic system shortly before twelve because he could not understand a telephone conversation. Only when the air-control alarm went off did he go down into the basement where the cell was located. Too late. Oury Jalloh was lying on a burning mattress, his body practically charcoaled. The remains of a lighter were only found in later ?investigations.? WHEREAS THE INVESTIGATIONS ARE SOLELY FOCUSING ON THE POSSIBILITY OF SUICIDE, THE EVENTS REMAIN UNCLEAN AND THE SUSPECTS REMAIN FREE TO THIS DAY AND CONTINUE WITH THEIR WORK 13 months following the death of Oury Jalloh there is still no clarity neither as to the circumstances of his death nor who is responsible for it. In spite of massive and publicly known irregularities and contradictions no legal proceedings seem likely. The responsible police and doctor continue their work. In spite of the fact that the State Prosecutor of Dessau has made formal accusations of negligent homicide and bodily harm with fatal consequences, new excuses are nevertheless found to close the case?to the point of absurdity. Now it is said that the formal complaints lodged by the lawyers in the name of the family are invalid due to the fact that there is not enough evidence to prove whether or not the family of Oury Jalloh is truly his family. Although the press, on several occasions, reported on the racist background in relation to the unclear circumstances of the death of Oury Jalloh and a few initiatives have demanded a complete clarification of the contradictions, the court is until today blocking legal proceedings. It is common to speak about the racism of nazis on the streets, yet as usual there is silence regarding the racism within state institutions. Taken from the protocol of a conversation between one of the police officers and the medical doctor involved in the death of Oury Jalloh: Police Officer: Can you prick a black African? Doctor: Oh, Shit. I never find any veins by those dark-skinned people. Police Office: [laughing] Well, just bring along a special needle! > From a second protocol between two police officers: > Police Officer 1: Did he hang himself or what? Police Officer 2: No, it?s burning down there. Police Officer 1: How?s that? Police Officer 2: I have no idea. They went down and it was full of black smoke. Police Officer 1: Yeah, I almost said good. O.K. Have a good weekend. Ciao, ciao. Now, Mouctar Bah, the person who has most engaged himself for truth and justice in the case of the murder of Oury Jalloh, is being criminalized and persecuted. On the 7th of February, the local authorities closed Mouctar?s Telecafé?out of ?public interest.? The accusation: Mouctar allows people who sell drugs into his store. The Telecafé was the basis of Mouctar?s financial existence and the meeting place for the Initiative in Memory of Oury Jalloh. We are of the opinion that hidden behind these measures are state attempts to create fear and punish those who fight for the truth and call this what it was?murder. Throughout Europe, the reality of refugees and migrants is becoming more and more dramatic each day. Increased persecution and criminalization characterized the daily experience of non-Europeans in the form of more violence, more police controls, more deportations. In this way, the already existing hate and exclusion of the host countries is strengthened. There is a serious need to create sufficient pressure NOW so that there will at least be a hearing. STOP THE IMPUNITY OF THOSE RESPONSIBLE AND THE CRIMINALIZATION OF INNOCENT PEOPLE! WE DEMAND: TRUTH, JUSTICE, COMPENSATION!!! AGAINST RACISM AND STATE VIOENCE The grass cannot hide all the truths STOP POLICE TERROR AGAINST REFUGEES AND MIGRANTS! BREAK THE SILENCE! Initiative in Memory of Oury Jalloh http://plataforma-berlin.de / http://thevoiceforum.org, For more information: 0176 - 254 33750 Pressinfo: First Died Oury Jalloh - Now Mouctar Bah's Telecafé Is To Be Closed. Press release: Intiative in memory of Oury Jalloh, Berlin/Dessau 30 January-2006 ?.http://thevoiceforum.org/node/352 info in English,deutsch,French,Italian, Arabic pdf-text: http://thecaravan.org/files/caravan/dessau300106.pdf Archives: http://thevoiceforum.org/node/353 http://plataforma-berlin.de ------ Deutsch: GEGEN RASSISTISCHE STAATSGEWALT, VERTUSCHUNG UND STRAFLOSIGKEIT Submitted by samad Deutsch OURY JALLOH: MORD IN DER POLIZEIZELLE Bundesweite Demo am 1. April 2006 in Dessau für A U F K L Ä R U N G , G E R E C H T I G K E I T , E N T S C H Ä D I G U N G Aufruf zum Download // francais: http://plataforma-berlin.de/oury_jalloh_1_april_dessau_fr.htm english: http://plataforma-berlin.de/oury_jalloh_1_april_dessau_en.htm Kann sich ein Mensch selbst verbrennen, wenn er an Händen und Füßen fixiert worden ist? Wie ist es möglich, dass ein Mensch ausgerechnet in einer Gefängniszelle im sogenannten ?Sicherheitsgewahrsam? verbrennt und die Todesumstände über ein Jahr lang ungeklärt bleiben? Wieso stellten die diensthabenden Polizisten die akustische Verbindung leise? Warum hatte Jalloh ein Feuerzeug, wenn ? so die Polizeibeamten - vor dem Arrest die rechtlich vorgeschriebene Durchsuchung durchgeführt worden waren? Warum tauchte das Feuerzeug in der Asservatenliste erst später auf? Ist es überhaupt möglich, die Todesschreie eines Menschen, der Minuten lang in den Flammen verbrennt NICHT zu hören und den Rauch NICHT zu bemerken? Ausgerechnet in einem Polizeirevier, wo absolute Kontrolle die Norm stellt? Oury Jalloh, ein 21-Jähriger Flüchtlinge aus Sierra Leone, starb am 7. Januar 2005 in Polizeigewahrsam, mit Handschellen an Händen und Füßen auf das Zellenbett gefesselt. Todesursache: Hitzeschock. Die offizielle Version: Das Opfer habe die Matratze mit einem Feuerzeug angezündet, Feuer gefangen und sei verbrannt. Also Selbstmord? Diese Version warf vor einem Jahr schon schwerwiegende Zweifel auf, die bis jetzt nicht entkräftet worden sind, sondern sich erhärtet und ausgeweitet haben. Das Feuer brach, den Ermittlungen zufolge, gegen Mittag in der Zelle aus. Der Rauchmelder in der Zelle schlug zweimal Alarm. Geräusche und Hilferufe, von einer Gegensprechanlage übertragen, wurden von den diensthabenden Beamten registriert, aber ignoriert. Angeblich hatte der Dienstgruppenleiter die Anlage kurz vor zwölf Uhr leise gestellt, weil er ein Telefongespräch nicht verstehen konnte. Erst als auch der Lüftungsschalter Alarm schlug, ging er in den Keller. Zu spät. Oury Jalloh lag auf einer brennenden Matratze, sein Körper quasi verkohlt. Reste eines Feuerzeugs wurden erst bei späteren ?Ermittlungen? in der Zelle gefunden. WÄHREND ES EINSEITIG IN RICHTUNG SELBSTMORD ERMITTELT WIRD, BLEIBEN DIE VERDACHTE UNGEKLÄRT UND DIE VERDÄCHTIGEN UNBERÜHRT. 13 Monaten nach dem Tod Oury Jallohs gibt es immer noch keine Klarheit über die Umstände und die Verantwortungen. Trotz massiver, mittlerweile der Öffentlichkeit bekannter Unregelmässigkeiten und Widersprüche wird kein Gerichtsprozess angestrengt. Die verantwortlichen Polizeibeamten und der Arzt, der den Todesschein ausstellte, sind immer noch im Dienst. Die Dessauer Staatsanwaltschaft hat zwar Anklage wegen Körperverletzung mit Todesfolge und wegen fahrlässiger Tötung gegen zwei Polizisten erhoben. Mit immer neue Einwände wird aber versucht, die Verfahren einzustellen - bis ins Absurdum. Jetzt heisst es, die Anklage der Rechtsanwälte der Familie Jalloh sei nicht gültig, denn es beständen nicht genügend Beweise, dass es sich tatsächlich um die Familie Jalloh handele. Die Zeit vergeht. Bestimmte Verbrechen vergisst man. Die Geschehnisse in Dessau sind nur der Gipfel des Eisbergs. Die Realität von Flüchtlingen und MigrantInnen in ganz Europa wird von Tag zu Tag dramatischer. Zunehmende Verfolgung und Kriminalisierung kennzeichnen den Alltag von nicht-Europäern in Form von immer mehr Gewalt, Kontrollen, Abschiebungen. Damit werden Hass und Ausgrenzung noch tiefer in der Gesellschaft verankert. Allein zwischen 1990 und 2004 starben in Deutschland elf MigrantInnen im Zuge polizeilicher Maßnahmen, zwölf wurden durch rassistische Angriffe auf der Straße umgebracht. Es ist wohl üblich, über den Rassismus zu sprechen, der von Nazis auf die Straße getragen wird. Über den Rassismus innerhalb der Institutionen wird hingegen wie gewöhnlich geschwiegen. Aus dem Protokoll der Gespräche zwischen dem diensthabenden Polizeibeamten und dem zuständigen Arzt im Fall Jalloh: Polizist: "Pikste mal 'nen Schwarzafrikaner?" Arzt: "Ach du Scheiße. Da finde ich immer keine Vene bei den Dunkelhäutigen." Lachen. Polizist: "Na, bring doch 'ne Spezialkanüle mit!" Ein zweites Protokoll hält den Dialog zweier Polizeibeamter unmittelbar nach dem Tod fest. "Hat er sich aufgehangen, oder was?" "Nee, da brennt's." "Wieso?" "Weiß ich nicht. Die sind da runtergekommen, da war alles schwarzer Qualm." "Ja, ich hätte fast gesagt gut. Alles klar, schönes Wochenende, ciao, ciao." Nun wird auch Mouctar Bah, der Mensch, der im Mordfall Oury Jalloh am Entschiedensten für Wahrheit und Gerechtigkeit gekämpft hat, kriminalisiert und verfolgt. Am 7. Februar schlossen die Behörden sein Telecafe - im ?öffentlichen Interesse?, so hieß es, da er angeblich Drogendealer in seinem Laden tolerierte. Das Cafe war Bahs finanzielle Grundlage und ein zentraler Treffpunkt für die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh. Obwohl die Presse an verschiedenen Stellen Aufmerksamkeit auf die rassistische Hintergründe des Todes erregt hat (z. B. Spiegel, ARD) und einige Initiativen eine Rückhaltlose Aufklärung der Widersprüche forderten, bleibt die Neigung zum Verschweigen und Vergessen in dieser Gesellschaft bis heute stärker. Es bedarf JETZT einen entschiedenen öffentlichen Druck, damit der Prozess tatsächlich eröffnet wird. SCHLUSS MIT DER STRAFLOSIGKEIT DER VERANTWORTLICHEN UND DER KRIMINALISIERUNG VON UNSCHULDIGEN! WIR LASSEN UNS NICHT EINSCHÜCHTERN! WIR FORDERN: AUFKLÄRUNG, GERECHTIGKEIT, ENTSCHÄDIGUNG GEGEN RASSISMUS UND STAATLICHE GEWALT Nicht über alles wächst Gras... STOPPT DEN POLIZEITERROR GEGEN FLÜCHTLINGE UND MIGRANTINNEN! BREAK THE SILENCE! Initiative in Gedenken an Oury Jalloh, unterstützt von ARI, Plataforma, THE VOICE http://plataforma-berlin.de / http://thevoiceforum.org Für mehr Information: 0176 - 254 33750 ------ French : DEMONSTRATION NATIONALE LE 1er AVRIL A DESSAU A PARTIR DE 14 HOURS A LA STATION CENTRALE DE DESSAU CONTRE LA VIOLENCE RACISTE ETATIQUE, PROTECTION ET IMPUNITE OURY JALLOH : TUE DANS UNE CELLULE DE POLICE POINT DE RENCONTRE A BERLIN: 10.15 HEURES- ALEXANDERPLATZ Est-il possible que quelqu´un puisse se brûler à mort pendant que ses pieds et mains sont attachés ? Comment est-il possible que quelqu´un dans une zone dite de sécurité de la prison brûle vif et que les causes de sa mort restent toujours inconnues au-delà d´un an ? Pourquoi est-ce que les responsables des officiers de la police ont arrêté la surveillance acoustique ? Pourquoi est-ce qu´Oury Jalloh était supposé avoir un briquet dans sa poche, qui selon les officiers de police qui ont mené la fouille qu´il aurait été impossible de ne pas trouver un briquet ? Pourquoi est-ce que le briquet est apparu sur la liste seulement des jours après que l´inventaire des objets trouvés dans la cellule fut fait ? Est-ce possible que les cris de détresse d´un individu engouffré dans les tenailles des flammes ne puissent être entendus et que la fumée émanant de la cellule ne puisse être aperçue ? Plus spécialement dans une station de police où le contrôle est la norme absolue ? Le 7 janvier 2005,Oury Jalloh fut assassiné dans une cellule de prison: Plus d´un an après pas de poursuites judiciaires! CE NE FUT PAS UN SUICIDE Oury Jalloh, un réfugié de 21ans de la Sierra Léone est mort le 7 janvier 2005 dans une station de police à Dessau menotté des mains et pieds à un matelas anti-inflammatoire. Cause de la mort: coup de chaleur. La version officielle: la victime a mis feu au matelas grâce à un briquet, de ce fait amenant le matelas à s´enflammer et de causant la mort de ce dernier. Suicide? Il y a de cela un an cette version des faits avait crée tant de doutes. Dès lors ces doutes se sont amplifiés et devenus plus sérieuses. Selon les enquêtes le feu est survenu dans la cellule aux alentours de minuit. L´alarme signalant le feu s´est arrêté à deux occasions. Bruits et cris de secours furent enregistrés, émanant de la cellule acoustique de contrôle, mais cependant ignorés. Supposons que les officiers en question aient arrêté le son du système acoustique brièvement avant minuit parce qu´il ne pouvait comprendre une conversation électronique. Seulement quand l´alarme de contrôle aérien s´arrêta, il descendit au sous-sol où se trouva la cellule. Très tard. Oury se trouvait couché, brûlé sur un matelas, son corps pratiquement calciné. Les restes du briquet furent retrouvés dans les après « investigations ». ALORS QUE LES INVESTIGATIONS SE CONCENTRENT SUR UN POSSIBLE SUICIDE, LES FAITS RESTENT NON-CLARIFIES ET LES SUSPECTS LIBRES JUSQU´AU JOUR D´AUJOURD´HUI ET VAQUENT A LEURS OCCUPATIONS. 13 mois après la mort d´Oury Jalloh aucune lumière n´a encore faite sur les circonstances de la mort de ce dernier et voir même les responsabilités des coupables n´ont pas encore été mises à jour. Malgré des irrégularités publiques massives et contradictions aucune procédure judiciaire n´est en cours. Les responsables de police et docteur continuent avec leur boulot. Malgré le fait que le procureur de Dessau a fait des accusations formelles de négligence corporelle et d´homicide avec pour fin fatale, de nouvelles excuses sont néanmoins trouvées afin de clore ce sujet, cas- allant jusqu´au point de l´absurdité. Maintenant il se dit que les plaintes faites auparavant par l´avocat de la famille ne sont plus valables compte tenu du fait qu´il n´y ait pas assez de preuves pour identifier la famille d´Oury comme la sienne. Quoique la presse à plusieurs occasions reportât de l´arrière plan raciste en relation aux sombres circonstances de la mort d´Oury Jalloh et quelques initiatives aient exigé une clarification complète des contradictions, le tribunal bloque toujours les procédures légales. C´est d´usage de parler du racisme des nazis dans les rues, et par contre le silence est de mise quand il s´agit du racisme dans les institutions étatiques. Récupéré du protocole d´une conversation entre l´un des officiers de police et le médecin impliqués dans la mort d´Oury Jalloh: Officier de police: Peux-tu passer une injection à un africain noir? Docteur: Oh, merde je ne trouve jamais de veines chez ces minces personnes de couleur sombre. Officier de police: [riant] Bien, viens avec une aiguille spéciale! D´un second protocole ente les deux officiers de police : Officier de police 1: S´est-il pendu ou quoi? Officier de police 2: Non, il brûle là en bas. Officier de police 1 : Comment est-ce possible ? Officier de police 2 : Je n´ai aucune idée. Ils sont descendus et il y avait beaucoup de fumée. Officier de police 1 : Yeah, j´ai presque dit bien. O.K! Bon week-end! Ciao, Ciao!! Maintenant Mouctar Bah, la personne s´étant engagée le plus pour la recherché de la vérité et de justice dans le cas de meurtre d´Oury Jalloh est criminalisé et persécuté. Le 7 février les autorités locales ont fermé son « télécafé » hors de ?l´intérêt public?. Les accusations sont les suivantes : Mouctar permet aux gens vendant la drogue de visiter son magasin. Le « télécafé » était la base d´existence de ce dernier et lieu de rencontre en l´initiative à la mémoire d´Oury Jalloh. Nous sommes de l´avis selon lequel les mesures derrière ceci sont des tentatives étatiques afin de créer la peur et punir quiconque se soulèverait pour la recherche de la vérité et dire ce qui en ait été - meurtre. Partout en Europe, la réalité de la vie des réfugiés et émigrés s´empire de plus en plus au jour le jour. L´accroissement de la persécution et criminalisation caractérisent l´expérience quotidienne des non-européens sous forme de plus de violence, plus de contrôles policiers, plus de refoulements. De cette manière, la haine existante et l´exclusion des pays hôtes se sont de plus en plus renforcées. Il y a une nécessité de créer une pression suffisante maintenant afin qu´on puisse avoir au moins un jugement. ARRETEZ L´IMPUNITE DES RESPONSABLES ET LA CRIMINALISATION DES PERSONNES INNOCENTES! NOUS EXIGEONS: VERITE, JUSTICE, COMPENSATION!!! CONTRE LE RACISME ET VIOLENCE ETATIQUES La forêt ne peut pas cacher toutes les vérités ARRETEZ LA TERREUR POLICIERE CONTRE LES REFUGIES ET EMIGRES ! BRISEZ LE SILENCE! Initiative en la mémoire d´Oury Jalloh http://plataforma-berlin.de / http://thevoiceforum.org Pour plus d´informations: 0176 - 254 33750 ================================================ 15 Erklärung kurdischer Organisationen zum türkischen Actionfilm "Tal der Wölfe-Irak" von: wadi.wien at gmx.at ================================================ *Öffentliche Erklärung * zum türkischen Aktionsfilm *"Tal der Wölfe-Irak"* In den deutschen Kinos sorgt der zur Zeit laufende türkische Action-Film "Tal der Wölfe - Irak" für Furore bei türkischen Migranten, besonders Jugendlichen, sowie in der deutschen Politik und den Medien. Er scheint nach einer als Demütigung empfundenen, tatsächlichen Begebenheit aus dem Jahr 2003 zur Beruhigung der "türkischen Seele" und Wiederherstellung "der verletzten türkischen Ehre und des beleidigten türkischen Stolzes" beitragen zu sollen. Die Ausgangssituation für den Film ist ein Ereignis, das sich am 04. Juli 2003 in der Stadt Sulaymaniya/Irakisch-Kurdistan zutrug. Damals wurden 11 Offiziere und Angehörige der türkischen Spezialeinheiten von amerikanischen Militärs gefangen genommen und mit über ihren Köpfen gestülpten Säcken zur Vernehmung abgeführt. Diesen Vorgang haben der türkische Generalstab, die Regierung und Medien sowie die türkische Öffentlichkeit als Beleidigung und Schmach empfunden. Man behauptete, dass die US-Amerikaner dies bewusst inszeniert hätten, um sich an den Türken zu rächen, da diese sich kurz vorher geweigert hatten, die Amerikaner im Irak-Krieg zu unterstützen. Man verlangte von der Bush-Administration für die Beleidigung sogar eine Entschuldigung. Als die amerikanische Administration erklärte, dass sie Pläne und Material über einen Anschlag dieser Sonder-Einheit in der Hand habe, hörte die Diskussion über dieses Thema schlagartig auf. Denn tatsächlich hatte die gefangen genommene Sondereinheit ein Attentat auf den Gouverneur der Provinz Kirkuk vorbereitet. Der kurdische Geheimdienst, der die Aktivitäten und den Plan dieser Einheit erfahren und beobachtet hatte, benachrichtigte kurz vor dem Attentat die amerikanischen Sicherheitskräfte, die durch die Gefangennahme die Tat vereitelten . Sowohl für die Amerikaner als auch für die Kurden war damals klar, dass diese türkische Sondereinheit nicht selbstständig, sondern im Auftrag des türkischen Staates gehandelt hatte. Diese Tatsache wurde der türkischen Öffentlichkeit allerdings bis heute verschwiegen. In dem Film beschließt nun - ähnlich wie in den Hollywood-Rambo- Filmen - der türkische Rambo Polat Alemdar für diese Schmach Rache an den US-amerikanischen Beauftragten im Irak zu nehmen. Dabei ist es für die ZuschauerInnen, die einigermaßen Sachkenntnisse über die Verhältnisse im Irak und Irakisch-Kurdistan haben, offensichtlich, dass weder die Handlung des Filmes noch die Zielsetzung mit der Realität zu tun haben. Hier werden Ressentiments und bewusst Hass und Vorurteile erzeugt, und zwar gegen: · Kurden · Juden und Israel · den Westen, insbesondere gegen die USA Kurden, Araber und Juden werden in dem Film im Gegensatz zu den Turkmenen, die als "Soydas", türkisch sprechende Stammesverwandte und damit als die "Guten" auf der richtigen Seite die Filmhelden in ihrem Kampf unterstützen, als primitive "Eingeborene" dargestellt . Einer der RAMBO-Typen spricht sogar von "dreckigen Kurden", eine Aussage, die in der Türkei immer noch geläufig ist. Der Westen und insbesondere die US-Amerikaner sind in dem Film ausnahmslos arrogant, brutal, christlich-fundamentalistisch und ziehen mordend durch den Irak. Die scharfen Reaktionen mancher deutschen PolitikerInnen und der Jüdischen Gemeinde sind verständlich, weil derartige Filme den Graben zwischen den MigrantInnen aus der Türkei und der deutschen Mehrheitsgesellschaft vertiefen, die angestrebte Integration hemmen und die Bildung der so genannten "Parallelgesellschaft" forcieren. Die antichristliche Haltung mancher muslimischer Gruppen in den europäischen Staaten wird gestärkt. Allerdings sind wir nicht der Meinung, dass die weitere Aufführung dieses Filmes in Deutschland verboten werden sollte. Denn während wir von der Türkei die Meinungs- und Pressefreiheit fordern und die dort immer noch übliche Zensur kritisieren, können wir selber nicht die Meinungsfreiheit unterdrücken bzw. Presse- oder Filmerzeugnisse verbieten. ·Wir fordern aber, dass das Alter der Besucher dieses Filmes auf 18 Jahre angehoben wird; der Film ist wie jeder andere Gewalt verherrlichende Film oder Porno zu behandeln, der in deutschen Kinos gezeigt wird. · Wir fordern die Öffentlichkeit auf, diesen völker- und menschenfeindlichen Film zu boykottieren. · Wir fordern insbesondere die türkischen und türkischstämmigen Organisationen auf, sich von diesem andere Völker diskriminierenden, nationalistischen Machwerk zu distanzieren und sich ebenfalls für ein derartiges Boykott einzusetzen. *UnterzeichnerInnen:* 1.) IMK e.V. - Internationales Zentrum für die Menschenrechte der Kurden, Bonn 2.) AWADANI e.V. - Kurdisches Forum in Deutschland e.V., Berlin 3.) KOMKAR - Verband der Vereine aus Kurdistan e.V., Köln 4.) Yezidisches Forum in Deutschland e.V., Oldenburg 5.) Gemeinde der syrischen Kurden in Berlin und Brandenburg e.V., Berlin 6.) Verein Kurdischer Ärzte in Deutschland e.V., Berlin 7.) SOZK - Soziales und Organisatorisches Zentrum für Kurden, Berlin 8.) PEN-KURD, Bremen 9.) KOMJIN - Frauenbüro, Wuppertal 10.) KOMCIWAN - Verband der kurdischen Jugendlichen in Deutschland, Dortmund 11.) Kurdische Frauen im Exil e.V., Berlin aus http://www.kurden.de/sites/index_deutsch.htm -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 ================================================ 16 Mord an Gisberta von: jo at transgender.at ================================================ Liebe Community, liebe Freundinnen und Freunde ! Gisberta ist tot und keine Macht der Welt kann sie wieder zum Leben erwecken. Wir sind tief betroffen, traurig und zornig. Vom portugisischen TransGender-Verein "at." und der Gruppe "Rosa Panther" gibt es inzwischen umfassende Informationen und einen Aufruf zu Reaktionen aus aller Welt. -> http://tgeu.net [Appell] [Fakten] [Presse-Erklärung] [Protest-Brief] [Protest-Adressen] "at." ist eine der Gruppen, die an der "Ersten Europäischen TransGender-Ratsversammlung" im November 2005 in Wien teilgenommen haben. Der Wiener Council hat über 68 gemeinsam getragene Forderungen abgestimmt. Die Forderung nach "SCHUTZ VOR HASSVERBRECHEN" lag im Ergebnis an erster Stelle bezogen auf Gruppen-Stimmen und an vierter Stelle bezogen auf die Stimmen einzelner Mitglieder. Mehr Informationen: http://tgeu.net -> [Voting]. Bitte folgt dem Aufruf von "at." und "Pink Panthers"! Bitte leitet die Informationen weiter! Bitte setzt Euch, wo ihr könnt, für eine sensible Berichterstattung ein! Jo (TransX) *** Kurzfassung für Information und Aufruf in Österreich: Diskutiert und abgestimmt auf der TG-Mailing-liste, http:// transgender.at Gisberta ist tot und keine Macht der Welt kann sie wieder zum Leben erwecken. Wir sind tief betroffen, traurig und zornig. Lissabon: 14 Jugendliche im Alter von zehn bis 15 Jahren, alle Schüler in einer katholischen Lehranstalt für schwer Erziehbare, haben in Porto eine Transsexuelle brutal zu Tode gefoltert. Sie traktierten ihr Opfer über vier Tage lang mit Steinen und Schlägen und vergewaltigten die Frau mehrfach mit diversen Gegenständen. In den ersten drei Tagen ließen sie die Schwerverletzte in einem leer stehenden Parkhaus zurück, am vierten Tag verscharrten sie die Sterbende in einem metertiefen Graben. Die Schüler haben die Tat gestanden, sind jedoch nach portugiesischem Recht noch nicht strafmündig. Der Leiter des Heimes, in dem die Jungen leben, der katholische Priester Lino Maia, Präsident der IPSSs Union, gestand den Jungen "mildernde Umstände" zu. Er versucht, die Institution, die er leitet und die Jungen für die er verantwortlich ist, zu entschuldigen: die Jungen hätten "Gerechtigkeit mit ihren eigenen bloßen Händen" geübt, das Opfer sei nur zufällig "da" gewesen, hätte quasi als "Ersatz" für einen Erzieher gedient, der die Jungen angeblich sexuell belästigt haben soll. In Portugal herrscht noch immer ein Klima der Gewalttätigkeit und sozialer Ausgrenzung gegen Homosexuelle und Transgender, das in weiten Bereichen von der katholischen Kirche (mit)geschürt wird. Die Polizei versucht die Übergriffe zu vertuschen, die portugiesische Presse, so sie überhaupt über den Vorfall berichtet, hebt die (zeitweise) Obdachlosigkeit des Opfers hervor. Vom portugiesischen TransGender-Verein "at." und der Gruppe "Rosa Panther" gibt es inzwischen umfassende Informationen und einen Aufruf zu Reaktionen aus aller Welt: http://tgeu.net/Gisberta/Gisberta.htm ================================================ 17 Klaus Hartmann: NATO-NIEDERLAGE AN DER WEINSTRASSE von: helmut.fellner at chello.at ================================================ Klaus Hartmann: NATO-NIEDERLAGE AN DER WEINSTRASSE -------------- nächster Teil -------------- Ein Dateianhang mit Binärdaten wurde abgetrennt... Dateiname : speck.gif Dateityp : image/gif Dateigröße : 43 bytes Beschreibung: nicht verfügbar URL : -------------- nächster Teil -------------- ABER WER ZAHLT DIE REPARATIONEN? In aufopfernder Pflichterfüllung forschten in den vergangenen Monaten deutsche Beamte Banken, Konten und Spender aus, um den Spendengeldern auf die Spur zu kommen, die Slobodan Milo?evic in Den Haag die Selbstverteidigung ermöglichen. Vor jenem ad-hoc-Tribunal, das die Zerstörer Jugoslawiens zur Vertuschung ihrer Umtriebe installiert haben. Als verlängerter Arm der NATO müht sich die Oberfinanzdirektion Koblenz, die Spendensammlung für die Verteidigungskosten von Slobodan Milo?evi? zu sabotieren und lahmzulegen. Durch dezente Hinweise wurde erst die Volksbank Darmstadt, dann die Postbank veranlasst, Spendenkonten zu kündigen, in einem Fall sogar das Privatkonto einer Mitarbeiterin des Verteidigungsteams. Obwohl das Amtsgericht Darmstadt im Jahr 2004 urteilte, das Spendensammeln für eine strafgerichtliche Vereidigung falle nicht unter die EU-Verordnung, mit der die Gelder von "Milo?evic und seinem Umfeld eingefroren" werden sollten, war an ein Rückgängigmachen der Kontenkündigung nicht zu denken. Und trotz dieses Urteils ließen sich Del Pontes Häscher nicht von ihrem Auftrag abbringen, die Spendensammlung zu torpedieren. Als nächste Bank nahmen sie die Kreis- und Stadtsparkasse Darmstadt ins Visier und beschlagnahmten im Oktober 2005 das dort eingerichtete Konto, Beamte der Essener Zollfahndung durchsuchten auf Geheiß aus Koblenz die Privatwohnung des Finanzbevollmächtigten Peter Betscher in Darmstadt, wobei sie Computer, Kontounterlagen und Akten mitgehen ließen. Zum Jahresende wurde Peter Betscher mit einem "Bußgeld" von über 10.000 Euro bestraft, und als vorerst "letzten Streich" wurde die Wiener Bank Austria-Creditanstalt bedroht und veranlasst, das dortige Ersatz-Spendenkonto einzufrieren. Gegen das Bußgeld legte Peter Betscher Rechtsmittel ein, und das Amtsgericht in Neustadt an der Weinstraße hatte darüber am 14.02.2006 zu entscheiden. Die Koblenzer Finanzfahn-der verteidigten ihren Bußgeld- und Einziehungsbescheid damit, dass der Beschuldigte "Konten eingerichtet und darauf Finanzmittel zur Verteidigung von Slobodan Milo?evic gesammelt" habe, somit habe es "wissentlich und absichtlich an Maßnahmen teilgenommen, um Gelder für Herrn Milo?evi? bereitzustellen". Darin läge ein Verstoß gegen die Verordnungen (EG) Nr. 2488/2000 vom 14. November 2000 und Nr. 1205/2001 vom 20. Juli 2001 nebst § 33 Außenwirtschaftsgesetz und § 70 Außenwirtschaftsverordnung. Del Pontes Häscher des Rechtsbruchs überführt Das sah nun das Amtsgericht in Neustadt völlig anders: "Entgegen der Auffassung der Verwaltungsbehörde ist das Sammeln von Spendengeldern zur Verteidigung von Milo?evic in der von dem Betroffenen durchgeführten Form nicht als Ordnungswidrigkeit im Sinne der oben genannten Vorschriften anzusehen", da "über die Guthaben der fraglichen Konten lediglich der Kontoinhaber, nicht jedoch Herr Milo?evi? oder ihm nahe stehende Personen im Sinne der Verordnung verfügen konnten." Unter die fraglichen Verordnungen "kann jedenfalls das streng zweckgerichtete Sammeln von Geldern zur Verteidigung des Herrn Milo?evic, die diesem selbst direkt nicht zugute kommen und auf die er keinerlei Zugriffsmöglichkeiten hat, nicht fallen. Eine andere Betrachtungsweise wäre auch mit dem Grundsatz eines fairen Verfahrens (Artikel 6 Abs. 3 c Europäische Menschenrechtskonvention) nicht zu vereinbaren". Hieraus folgerte das Gericht messerscharf: "Der Betroffene war deshalb aus rechtlichen Gründen freizusprechen. Die Beschlagnahmung der Guthaben auf den oben genannten Konten war aufzuheben. Die Kosten des Verfahrens und die notwendigen Auslagen des Betroffenen fallen der Staatskasse zur Last." (Az. 5131 Js 4060/06.2b OWi) Damit wird nochmals unmissverständlich klargestellt: Die Behinderung der Spendensammlung verstößt gegen den rechtsstaatlichen Grundsatz eines fairen Verfahrens und damit gegen die Europäische Menschenrechtskonvention. Damit sind die Häscher Del Pontes eindeutig als Rechtsbrecher gekennzeichnet, mitsamt ihren willigen Vollstreckern in Koblenz und Essen, von den "Helden" in den Bankvorständen ganz zu schweigen. Verloren - trotz gewonnenem Prozess? Doch bei aller Genugtuung über diesen Sieg des Rechts bleibt wie so oft ein schaler Beigeschmack, denn für den angerichteten Schaden kommen nicht die Rechtsbrecher auf, der bleibt am Komitee für die Verteidigung von Slobodan Milo?evic hängen. Obwohl immer nur kleine Geldbeträge durch Einfrieren blockiert werden, viele Spender sind durch die Schließung und den Wechsel der Bankkonten verunsichert. Manche zweifelten an der Rechtmäßigkeit ihrer Spende, andere an der Korrektheit der Spendenverwendung, wieder andere erhielten ihre Spende von der Bank zurück oder fanden kein Ersatzkonto. All dies hat die Arbeitsmöglichkeiten des Finanzbeauftragten und der Verteidigung selbst erheblich eingeschränkt. Ohne den Schaden genau beziffern zu können, ging das Spendenaufkommen deutlich zurück, so dass die deutsche Mitarbeiterin im Verteidigungsteam nur noch sporadisch in Den Haag sein konnte, was aufgrund der ohnehin minimalen Ausstattung eine Personalreduzierung um 50% bedeutet. Damit wurde die Verteidigungsarbeit direkt behindert und gestört. Nach den eigenen Statuten des ad-hoc-Tribunals stellt das Agieren der deutschen (und österreichischen) Behörden eine "Missachtung des Gerichts" dar, und zwar nicht nur durch Worte, sondern "tätlich". In diesem speziellen Fall scheint das "Tribunal" jedoch nach dem Motto "eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus" verfahren zu wollen: Aufforderungen, gegen die Behinderung der Verteidigung aktiv zu werden, stießen bei der Verwaltung des Sondergerichts auf demonstratives Desinteresse, die Anfrage hierzu von Rechtsanwalt Kaleck im Januar 2006 ist bis heute unbeantwortet. Damit wird indirekt bestätigt, was die Milo?evi?-Unterstützer von Anfang an behaupteten: dass die Behinderung der Spendenaktion Teil einer umfassenden Kampagne von Del Ponte und der hinter ihr stehenden NATO-Kreise ist, um dem "Angeklagten" das Recht auf Selbstverteidigung zu nehmen, ihn (zumindest) mundtot zu machen, die NATO-Version über die Zerstörung Jugoslawiens als alleinseligmachend an die Stelle der historischen Wahrheit zu setzen. Neben der fortgesetzten Verweigerung ärztlich empfohlener Prozesspausen und der gebotenen ärztlichen Behandlung, so zuletzt die Verweigerung einer vorübergehenden klinischen Behandlung in Moskau, setzt die Regie des "Tribunals" alles daran, den Stress ihres "Star- Angeklagten" zu verschärfen. Auf die 300 Tage beanspruchende "Anklage" wurde ihm nur die Hälfte der Zeit zur Erwiderung eingeräumt, und diese zusätzlich durch Konfiszierung der bescheidenen Finanzmittel für Verteidigungsaufwendungen erschwert. Dies alles zeigt die ausweglose Lage dieses Sondergerichts, vor dem bis dato kein einziger Anklagepunkt bewiesen werden konnte, aber bisher alle von Slobodan Milo?evic widerlegt wurden, soweit dazu zeitlich Gelegenheit war. Die mindeste Forderung zum Ausgleich des von den Tribunalshandlangern angerichteten Schadens lautet daher, den Zeitraum zur Erwiderung auf Del Ponte und Co. um ein halbes Jahr zu verlängern. Und wer verhindern will, dass die ertappten Rechtsbrecher am Ende triumphieren, wer den Ganoven im NATO-Sold, die sich als Bankräuber versucht haben, aktiv entgegentreten will, kann dies durch eine Spende auf das "derzeit offene Spendenkonto" in den Niederlanden tun: COMITE INTERSOL Amsterdam 1e Hugo de Grootstraat 11-3,1052 KK Amsterdam Postbank N.V., Niederlande Konto: 4766774 IBAN: NL07 PSTB 0004766774 BIC/Swiftcode: PSTBNL21 Kennwort "Legal Aid" * Klaus Hartmann ist Sprecher der Deutschen Sektion des Internationalen Komitees für die Verteidigung von Slobodan Milosevic (ICDSM) ================================================ 18 GLB/AMAG/Mitarbeiterbeteiligung von: glb at aon.at ================================================ Nachhaltige Schädigung von AK und ÖGB befürchtet Mitarbeiterbeteiligung ist kein Ersatz für öffentliches Eigentum Eine nachhaltige Schädigung von Arbeiterkammer und Gewerkschaft durch den Konflikt um den Verkauf der Mitarbeiterbeteiligung bei der AMAG befürchtet die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB). Bekanntlich hatten bei einer Urabstimmung 93 Prozent der Belegschaft für den Verkauf des 20-Prozent-Anteils der in eine Stiftung eingebrachten Mitarbeiterbeteiligung gestimmt. Die Stiftungsvorstände AK-Präsident Johann Kalliauer und GMT-Landessekretär Walter Schopf lehnen hingegen einen Verkauf der Mitarbeiterbeteiligung ab. SPÖ-Landeschef Erich Haider führte sogar eigenmächtig Verhandlungen mit der zu 40 Prozent an der AMAG beteiligten Constantia, um im Abtausch für eine Sonderdividende für die Beschäftigten den Verkauf der Mitarbeiterbeteiligung als ?österreichische? Lösung zu verhindern. Die Reaktion darauf sind massenhafte Austritte aus Gewerkschaft und SPÖ, darunter auch der amtierende Betriebsratsvorsitzende Otto Höfl und sein Vorgänger Ludwig Hoffmann. ?AK, ÖGB und SPÖ müssen sich eingestehen, dass das Instrument einer Mitarbeiterbeteiligung an der Macht des Faktischen ? nämlich am Geld ? gescheitert ist und keinerlei Ersatz für öffentliches Eigentum und damit verbundene politische Entscheidungen sein kann?, meint GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger. Bei der Privatisierung der vormals staatlichen AMAG im Jahre 1996 wurde die ? maßgeblich auch mit Lohnverzicht und sozialen Verschlechterungen verbundene ? Mitarbeiterbeteiligung von der politisch verantwortlichen SPÖ als Beschwichtigung für Öffentlichkeit und Belegschaft geschaffen. Tatsache ist, dass die AMAG-Mitarbeiterbeteiligung von Anfang an am Gängelband von AMAG-Boss Klaus Hammerer ? der jetzt seinen 40-Prozent-Anteil verkaufen will, wobei die Constantia ein Vorkaufsrecht hat ? hing und von diesem instrumentalisiert wurde. Ganz dem neoliberalen Zeitgeist entsprechend wollen die Beschäftigten der AMAG angesichts einer eher unsicheren Zukunft offensichtlich jetzt lieber die Mitarbeiterbeteiligung zu Geld zu machen und verstehen diese nicht als Garantie gegen Ausverkauf und für Erhaltung der Arbeitsplätze. Der GLB sieht das Debakel der AMAG-Mitarbeiterbeteiligung als Lehrbeispiel auch für andere ehemals staatlichen Betriebe wie etwa die Voest, wo die Mitarbeiterbeteiligung mit dem ?Österreich-Konsortium? unter Führung der Raiffeisen-Landesbank verschränkt ist: ?Sicherheit gegen einen Ausverkauf namhafter österreichischer Unternehmen kann nach dieser Erfahrung nur die Erhaltung des öffentlichen Eigentums selbst sein?, meint Karin Antlanger. Von diesem Standpunkt hat sich freilich die SPÖ mittlerweile weit entfernt, wie ihre mit Zustimmung von AK und ÖGB erfolgte Privatisierungspraxis bis zum Jahre 2000 beweist. Ex- Verstaatlichtenminister Chef Rudolf Streicher hat diese neoliberale Philosophie mit den Worten ?Unser Katechismus ist das Aktienrecht? sehr treffend auf den Punkt gebracht. ================================================ 19 ASt - TV-Diskussion über Polizei und Demonstrationsrecht mit ASt- Aktivist von: ast-lfi at gmx.net ================================================ TV-Diskussion über Polizei und Demonstrationsrecht mit ASt-Aktivist (aus: Red Newsletter Nr. 201, Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 27. Februar 2006, www.arbeiterinnenstandpunkt.net) Am 1. März fand eine 30-minütige TV-Live-Diskussion über Polizei und Demonstrationsrecht zwischen Michael Pröbsting, als Vertreter des ArbeiterInnenstandpunkt und Werner Autericky, vom Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) und Polizei- Sicherheitsbeauftragter statt. Auf unserer website www.arbeiterInnenstandpunkt.net findet sich ein link zur wienweb.at Homepage, über den man die gesamte Debatte verfolgen kann. ================================================ 20 ASt - Strache verschärft die Hetze bei FPÖ-Volksbegehrenskampagne von: ast-lfi at gmx.net ================================================ Strache verschärft die Hetze bei FPÖ-Volksbegehrenskampagne Jetzt erst recht: Alle heraus zur anti-rassistischen Demonstration am 4. März! Von Michael Pröbsting (aus: Red Newsletter Nr. 201, Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 27. Februar 2006, www.arbeiterinnenstandpunkt.net) Mit dem Slogan ?Zuwanderungsstop statt Türkei-Beitritt? wirbt die FPÖ mit einer neuen Plakatserie für ihr reaktionäres Volksbegehren ?Österreich bleib frei?. Damit wiederholen Strache & Co. die übliche rassistische Leier, laut der die ImmigrantInnen für die wachsende Armut und Arbeitslosigkeit in Österreich verantwortlich wären. Das ist die Logik des geistig minderbemittelten Rassismus. Nicht jene sind an der Arbeitslosigkeit Schuld, die Lohnabhängige entlassen, nicht jene sind Schuld an der Armut, die jedes Jahr aufs Neue Sozialabbau betreiben und bei Löhne kürzen. Nein, nicht Konzernherren und ihre Handlanger auf Regierungsebene seien für die wachsenden sozialen Probleme verantwortlich, sondern die Ärmsten der Armen, jene die ihr Leben auf der untersten Stufenleiter der Gesellschaft fristen müssen, jene die ausgebeutet und diskriminiert werden ? die ImmigrantInnen! Wahrlich, nach dieser verqueren Logik von Strache & Co. könnte man die Erde getrost als Scheibe definieren. 400.000 Menschen sind in Österreich und über 15 Millionen in der EU arbeitslos, weil in diesem System der Profitlogik Konzerne nur dadurch bestehen können, indem sie ihre Beschäftigten brutal auspressen. Immer mehr Menschen finden sich in der Armutsfalle wieder, weil nicht nur die Regierungen dieser Welt Sklaven des Kapitals und seiner Politik des neoliberalen Sozialabbaus sind. Die FPÖ ist als bürgerliche Partei organischer Bestandteil der herrschenden Klasse. Sie ist Fleisch vom Fleische des Kapitalismus. Jahrelang betrieb sie mit der Schüssel-ÖVP eine Politik des rabiaten Sozialabbaus. Unter der schwarz-blauen Regierung erreichte die Arbeitslosigkeit ihren höchsten Wert seit 1945. Die FPÖ ? mit Strache als führenden Wiener Parteifunktionär ? war bei jeder Schweinerei dabei: angefangen von der Pensionsreform, über die Teilnahme österreichischer Truppen an den EU-Battlegroups und dem Auslandseinsatz in Afghanistan bis hin zur Annahme der EU-Verfassung. Erst als die WählerInnen die FPÖ gnadenlos abstraften und die Existenz der Partei am Spiel stand (und damit unzählige Pfründe und Privilegien), vollzog Strache einen taktischen Schwenk und mimt wieder den Fürsprecher des sogenannten ?kleinen Mannes?. Natürlich spielt diese Rhetorik dem österreichischen ?kleinen Mann? nur etwas vor. Sie dient ausschließlich dazu, im Interesse der ?großen Männer? den ?kleinen Mann? gegen die ?noch kleineren Männer? auszuspielen. Österreichische ArbeiterInnen und Jugendliche sollen gegen ihre Immigranten-KollegInnen aufgehetzt werden, damit sie sich nicht gemeinsam gegen die wirklichen Verantwortlichen für die soziale Misere wehren. Genau das ist aber die zentrale Aufgabe für uns als marxistische RevolutionäreInnen und für alle fortschrittlichen ArbeiterInnen und Jugendliche: den gemeinsamen Kampf der ArbeiterInnen und Jugendlichen unabhängig von ihrer Herkunft und Hautfarbe gegen Rassismus, gegen Bildungs- und Sozialabbau und gegen imperialistischen Krieg zu organisieren. Denn nur durch einen solchen gemeinsamen Kampf kann eine revolutionäre Integration und der Kampf gegen den Kapitalismus vorangetrieben und somit die Voraussetzungen für eine tatsächliche Gleichberechtigung geschaffen werden. Deswegen haben ArbeiterInnenstandpunkt und REVOLUTION die Initiative ergriffen, angesichts des reaktionären FP-Volksbegehren eine antirassistische Gegenkampagne ins Leben zu rufen. Gemeinsam mit einer Reihe anderer Organisationen ? darunter die Anatolische Föderation, ATIGF, ATILIM, HÖC, ADHK und SJ 12 ? rufen wir zu einer Demonstration gegen Rassismus am 4. März auf. Ebenso rufen wir zu einer Protestkundgebung gegen Straches Abschlußveranstaltung am 10. März am Victor-Adler-Markt auf. Strache sagt: ?Zuwanderungsstop statt Türkei-Beitritt?. Wir sagen: Stoppt Strache - Für volle ImmigrantInnen-Gleichberechtigung und gegen Einwanderungsbeschränkung! Samstag 4. März 14.00, Westbahnhof: Demonstration gegen Rassismus Freitag, 10. März 15.00, Victor-Adler-Markt (Ausgang U1 Keplerplatz): Gegenkundgebung gegen FPÖ- Abschlußveranstaltung ================================================ 21 GfbV begrüßt deutliche Worte Steinmeiers in Serbien von: hans.bogenreiter at gfbv.at ================================================ Gesellschaft für bedrohte Völker P R E S S E M I T T E I L U N G GfbV begrüßt die eindeutige Stellungnahme des Bundesaußenministers zur notwendigen Festnahme von Ratko Mladic als Voraussetzung für die Demokratisierung Bosnien-Herzegowinas Göttingen, 3. März 2006 Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) begrüßt die eindeutigen Äußerungen von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier in Serbien zur notwendigen Festnahme des Hauptkriegsverbrechers Ratko Mladic und dessen umgehende Auslieferung an das Internationale Kriegsverbrechertribunal in Den Haag. Erfreulich ist nicht zuletzt der unmissverständliche Hinweis des Außenministers auf die andernfalls zwangsläufige Aussetzung der Assoziierungsgespräche zwischen Serbien und der Europäischen Union (EU). Die GfbV weist auf den unerträglichen Zustand der in Dayton festgeschriebenen Teilung Bosnien-Herzegowinas hin. 1995 wurden die Ergebnisse der Massenvertreibung der nicht-serbischen Bevölkerung aus den zur Republik Srpska erklärten nördlichen Hälfte Bosniens zementiert. Diese Hälfte steht bis heute unter dem starken Einfluss der von Radovan Karadzic und Ratko Mladic geformten ehemals serbischen Kriegspartei. Die permanente Diskriminierung, Zurücksetzung und Benachteiligung der nichtserbischen Bevölkerung, die vor dem Krieg 50 Prozent der Einwohner dieses Landesteiles stellte, hat unter diesen Menschen zu einem vollkommenen Vertrauensverlust geführt. Heute machen sie nur noch fünf Prozent der Bevölkerung der sogenannten Republik Srpska aus. Die Festnahme der beiden Architekten der Massenvertreibungen und Massenliquidierungen der nichtserbischen Bevölkerung Bosniens ist eine der unabdingbaren Voraussetzungen für eine Demokratisierung Bosnien- Herzegowinas und seine Annäherung an die EU. Nur diese kann unter den in drei Kontinente Vertriebenen wieder das Vertrauen in eine sichere Zukunft herstellen und sie veranlassen, in die ethnisch gesäuberten Landesteile zurückzukehren. Für Nachfragen steht Tilman Zülch zur Verfügung: +49 (0)151 15 30 98 88 ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ================================================ 22 1966/KPÖ-Wahlempfehlung/Nationalratswahl 2006/Parteder von: kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ PRESSEMITTEILUNG DER STEIRISCHEN KPÖ Graz, am 5. März 2006 Der 6. März 1966 und Fragestellungen für die KPÖ 40 Jahre danach Vor 40 Jahren, am 6. März 1966, erzielte die ÖVP bei der Nationalratswahl die absolute Mehrheit. Neben anderen innenpolitischen Fragen, die dieser Tage vielfach kommentiert werden, hatte dieser Urnengang auch für unsere Bewegung eine besondere Bedeutung. Die ÖVP erzielte ihren Erfolg mit einer rabiaten antikommunistischen Kampagne, die in ihrer Losung ?Die rote Volksfront droht? ihren komprimierten Ausdruck fand. Gleichzeitig war dies die einzige Nationalratswahl, bei der in der Steiermark die KPÖ nicht auf dem Stimmzettel zu finden war. Die damalige KPÖ-Führung hatte einen Wahlaufruf für die SPÖ erlassen. Aus heutiger Sicht war diese kommunistische Wahlempfehlung für die Sozialdemokratie ein schwerer Fehler, der die krisenhafte Entwicklung der kommunistischen Bewegung in unserem Land beschleunigte. In unserem Bundesland führte sie dazu, dass die KPÖ tausende bisher kommunistische WählerInnen vor allem in den obersteirischen Industrieregionen dauerhaft an die SPÖ verlor. Erst bei der steirischen Landtagswahl am 2. Oktober 2005 konnten diese Verluste mehr als ausgeglichen werden. Der steirische ÖVP-Landtagswahlkampf 2005 war in seiner Schlussphase eine Kopie des ?Volksfront-Wahlkampfes? aus dem Jahr 1966 ? mit einem wesentlichen Unterschied. Er hatte keinen Erfolg, weil die steirische KPÖ mit Ernest Kaltenegger ihre Positionen selbstbewusst vertreten hat. Für die bevorstehende Nationalratswahl im Herbst 2006 können diese Erfahrungen nur bedeuten, dass die KPÖ selbständig und österreichweit kandidiert. Gleichzeitig ist es notwendig zu zeigen, dass dies eine Kandidatur auf steirische Art ist. Ich gehe davon aus, dass das Erscheinungsbild, die Losungen (unter dem Obertitel ?Helfen statt reden?) und die KandidatInnenliste dies deutlich demonstrieren werden. Franz Stephan Parteder Steirischer KPÖ-Vorsitzender KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ 23 KPÖ/Volksbegehren/FPÖ/Europapolitik von: leo.furtlehner at liwest.at ================================================ Keine Unterstützung für den rassistischen Wahlkampf der FPÖ KPÖ fordert zum Boykott des FPÖ-Volksbegehrens auf Vom 6. bis 13. März 2006 findet die Eintragungswoche für das FPÖ- Volksbegehren ?Österreich bleib frei? statt. Die KPÖ fordert zum Boykott dieses Volksbegehrens auf und appelliert an alle DemokratInnen und AntifaschistInnen der mit dem Volksbegehren verbundenen demagogischen, fremdenfeindlichen und rechtspopulistischen Hetze der FPÖ offensiv entgegenzutreten. In einer Erklärung des KPÖ-Bundesausschusses vom 2. März 2006 heißt es wörtlich: ?Einmal mehr missbraucht die FPÖ das Instrument eines Volksbegehrens als Vorwahlkampfthema, da Parteien ohnehin die Möglichkeit haben, ihre Anliegen direkt im Parlament zur Sprache zu bringen. Neben den von der FPÖ selbst für das Volksbegehren aufgewendeten Steuermitteln aus der Parteienförderung verschlingt die Durchführung weitere hohe Summen im Rahmen der Verwaltung. Dass sich die FPÖ jetzt als großer Kritikerin der EU-Verfassung aufspielen kann, wurde allerdings erst durch die Politik der Regierung, aber auch der parlamentarischen ?Opposition? von SPÖ und Grünen ermöglicht, nachdem die Parlamentsparteien in seltener Eintracht sowohl im Nationalrat als auch im Bundesrat die EU- Verfassung beschlossen und gleichzeitig eine Volksabstimmung darüber abgelehnt haben. Mit der Verweigerung dieses elementaren demokratischen Instruments wurde auch die Möglichkeit vertan, eine wirklich breite öffentliche Auseinandersetzung über die Verfassung und Alternativen zur EU als ?Europa der Konzerne? zu führen. Demagogisch benützt die FPÖ bei ihrem Volksbegehren die Tatsache, dass laut Umfragen 80 Prozent der ÖsterreicherInnen in der Neutralität einen positiven Wert sehen. Dem steht gegenüber, dass der FPÖ-Vorläufer VdU 1955 als einzige Partei im Parlament gegen das Neutralitätsgesetz gestimmt hat, die FPÖ jahrzehntelang gegen die Neutralität und für einen Beitritt zur NATO eingetreten ist und gerade die FPÖ als Regierungspartei aktiv an der Zerstörung der Neutralität beteiligt war. Auch bei diesem Punkt ermöglichte die Politik aller Parlamentsparteien der FPÖ sich jetzt als Verteidigerin der Neutralität aufzuspielen. Haben doch die etablierten Parteien seit Jahren durch Einbindung in die EU-Militärstrukturen und durch den Beitritt zur NATO-Partnerschaft die Neutralität systematisch zersetzt. Nicht vergessen werden darf, dass die FPÖ weiter für die Aufrüstung des Bundesheeres eintritt, anstatt dieses im Rahmen eines Konzepts zur Weiterentwicklung der Neutralität mit einer aktiven Rolle Österreichs für Abrüstung und Entspannung als Gegenmodell zur Aufrüstung der EU abzuschaffen. Wie bereits im Wiener Wahlkampf will die FPÖ offensichtlich auch während der österreichischen EU-Präsidentschaft im ersten Halbjahr 2006 eine massive Anti-Türkei-Hetze entfalten und mit einer ausgesprochen fremdenfeindlichen Stimmung die Nationalratswahl 2006 bestreiten. Ein EU-Beitritt der Türkei muss aber in erster Linie in der Türkei selbst entschieden werden und nicht unter dem Druck einer hysterischen Hetze in Österreich. Die Frontstellung verläuft hier wie bei den bisherigen EU-Beitritten nicht zwischen einzelnen Ländern, sondern zwischen dem Kapital und den politischen Eliten als Gewinner einerseits und der breiten Masse der Lohnabhängigen andererseits als Verliererinnen innerhalb jeden Landes. Ermöglicht wird das demagogische FPÖ-Volksbegehren durch den immer deutlicher erkennbaren Charakter der EU als ?Europa der Konzerne und Generäle? auf der Grundlage einer strikt neoliberalen Politik und Hochrüstung mit dem Ziel als eine mit den USA gleichwertige Supermacht zu agieren, wie das auch in der geplanten Verfassung festgeschrieben werden soll. Verdrängt wird bei dieser Kritik an der EU, dass alle EU-Vorgaben letztlich auf der Zustimmung der einzelnen Mitgliedsländer, also auch Österreich und damit auch der FPÖ-Regierungsmitglieder seit 2000, zurückgehen. Mit dieser EU ist daher auch kein ?soziales Europa? machbar. Notwendig ist vielmehr ein anderes Europa, das sich grundsätzlich anderen Werten verpflichtet als die EU. Dafür tritt die KPÖ gemeinsam mit Linksparteien, Gewerkschaften und sozialen Bewegungen europaweit ein und stellt damit klar soziale Interessen vor verlogene demagogisch nationalistische Phrasen.? <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< WELTWEIT <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 24 The U.S. Committee for the United Nations ( Vacancy ). von: vacancy1 at camaracs.org ================================================ Our Mission The U.S. Committee for the U.N supports the work of the United Nations to improve the quality of life for millions of people around the world by promoting democratic governance, poverty reduction, rural development,crisis prevention and recovery, energy and environmental issues, and reducing the impact of the HIV/AIDS pandemic. It accomplishes these aims by building a broad-based American constituency that educates for international development and by identifying U.S. resources for specific UN projects that support U.S. national interests. US COMMITTE FOR THE U.N New Entry Professional Program The NEW ENTRY PROFESSIONAL (NEP) PROGRAM is the Agency's program for bringing well qualified applicants into the Agency's Foreign Service. UN-USA's Foreign Service provides successful applicants with a career-long system of rotational assignments in Washington D.C. and overseas. Promotion is based upon merit with selections being made for promotion at various established points in an employee's career. Unlike the competitive U.S. Civil Service and most private industry, pay is set based upon a person's grade level regardless of duty assignments. Like the U.S. Department of State and other agencies employing Foreign Service personnel, successful applicants are offered a clear path for planning their career from the intake level through the most senior executive positions. I. SELECTION: Selection for the NEP program is based upon a highly competitive screening process. Consequently, applicants meeting the basic requirements may not go through the entire screening /interview /selection process. Candidates are evaluated on the basis of academic credentials, related overseas and/or domestic development professional experience, and other relevant factors. Applications are screened for basic eligibility, such as: education, and experience which demonstrates the applicant's ability to accomplish professional development work. Following the screening, the successful applicants for each occupational category are invited to come to Washington at their own expense for training although all Expenses made are reimbursed along with salary. II. GENERAL REQUIREMENTS/SELECTION: Applicants are selected on the basis of academic credentials , experience andother relevant factors. Successful Applicants are invited to come to Washington for Training Candidates are interviewed on their related knowledge, skills and abilities. Application is open to all interested applicants from any nationality. III. SPECIALIZED REQUIREMENTS: Applicants are strongly encouraged to submit a supplemental statement with their application addressing the specific knowledge, skills and abilities listed in the announcement. Computer Skills: Computer skills is also used as selection criteria. IV. PROFESSIONAL TARGET DISCIPLINES: A. Democracy and Governance Officers: Responsible for development, oversight, management (staff, financial, and technical resources), and evaluation of Mission democracy and governance programs that may include any or all of the following areas: Rule of Law and human rights programs, civil society, media and labor programs to promote democratic pluralism, improved governance, competitive political processes and elections, and strategic planning for political development. Democracy and Governance Officers apply both a technical knowledge of their program area and a variety of management and program evaluation expertise in order to ensure that projects meet the needs of UN-USA's partners and customers in a cost-effective manner. B. Environment Officers: Responsible for development oversight, management, and evaluation of programs in the following areas: bio-diversity conservation, forestry, wildlife management, water and coastal resources management, environmental education, environmental policy, environmentally sustainable agriculture, community based natural resources management, urban and industrial pollution reduction, urban planning and management (including such areas as housing, water and sanitation), urban and housing finance, energy efficiency and conservation, renewable energy applications, clean energy technologies, energy sector planning and global climate change. Environment Officers apply both a technical knowledge of their program area and a variety of management and program evaluation knowledge in order to ensure that projects meet the needs of UN-USA's partners and customers in a cost-effective manner. C. Financial Management Officers: Direct the accounting and payment operations in UN-USA missions worldwide. In addition, they provide significant levels of advisory services to all levels of the mission and host country governments. This includes administrative, operational and program matters concerning financial, budgetary and resource management and implementation issues. D. Population/Health/Nutrition Officers: Responsible for development, oversight, management (staff, financial, and technical resources), and evaluation of PHN programs that may include any or all of the following areas: primary health care (including immunizations, acute respiratory infections, diarrheal diseases), maternal/child health (including safe motherhood), population/family planning (reproductive health). HIV/AIDS, sexually transmitted diseases, infectious diseases (including malaria, TB, antimicrobial resistance, surveillance), nutrition/micronutrients, water and sanitation, environmental health, social marketing, demography, population, health or nutrition policy, operations research in population, health or nutrition, biomedical/clinical research (including vaccines, antimicrobial resistance, malaria, TB, neonatal, contraceptive technology), epidemiology, logistics management, national pharmaceutical management and health economics. Population/Health/Nutrition Officers apply both a technical knowledge of their program area and a variety of management and program evaluation expertise in order to ensure that projects meet the needs of UN-USA's partners and customers in a cost-effective manner. E. Program/Project Development Officers: Responsible for strategy development, policy formulation, performance reporting, programming/budgeting of resources, coordinating with other donor assistance and USG agencies, project management, and, public outreach. They are looked upon to ensure that the Mission's operational procedures are designed to elicit teamwork, emphasize shared values, make known programming priorities, and reward innovation. Program/Project development officers must be able to apply leadership and management skills in order to ensure that program activities are designed and implemented to achieve stated objectives, within resource constraints and in a timely manner. F. Contracting Officers: Plan, negotiate, award and administer contracts, grants and other agreements with individuals, firms and institutions to carry out UN-USA financed projects. Duties include providing technical guidance and assistance to UN-USA's overseas and Washington staffs, and host country officials in the negotiation and awarding of contracts, grants and cooperative agreements. G. Executive Officers: Oversee a wide range of administrative and logistical support functions including personnel management, contracting, procurement, property management, motor pool management, travel management, employee/family housing and maintenance management. In addition to having direct responsibility for providing the daily support of the agency's field mission, duties include planning for future personnel and procurement requirements at the assigned duty station. H. Lawyers: Provide legal counsel to planners and administrators of UN-USA's overseas programs, such as interpretation and counsel on application of U.S. and cooperative country laws and regulations, agency directives and delegations of authority, bilateral agreements, loan and grant agreements, contracts and other agreements pertaining to country or regional programs. They advise on reconciliation of problems resulting from differences between U.S. and cooperating country laws. They advise mission or regional personnel on the drafting and promotion of legislation and regulations to be proposed for enactment or adoption by the cooperating country government Ministry of Justice and advise regional staff on U.S. support for multicountry programs, treaties and agreements. I. Education Development Officers: Analyze, advise, and assist with the development of host country education human resources and manpower planning systems. Strategies are designed to improve existing education programs as well as to promote organizational competencies and skills acquisition related to both individual and institutional development. Duties include participation in Agency policy formulation, sector analysis, program and project design, program monitoring, and evaluation of activities in education and human resources. J. Private Enterprise Officers: Advise and assist host country leaders from both the public and private sectors in furthering the emergence of a market economy in the host country. They assist in the development of the UN-USA mission's economic growth strategy and design, manage and evaluate UN-USA programs that encompass a broad range of activities to support the growth of market economies, including support for economic policy reform, financial sector reform, the design and implementation of microfinance programs, trade liberalization; effective privatization, small business development, the expansion of indigenous private sector activities and institutions, and the involvement of the U.S. private sector in the development process. K. Agriculture/Rural Development Officers: Advise senior UN-USA and host government officials on agriculture and rural development projects. They identify problems and propose solutions, participate in project design and development, and manage and evaluate programs. Duties include coordinating the flow of resources for projects, analyzing the effects of proposed policies, legislation, and programs and advising on interdisciplinary rural development programs. L. Food for Peace Officers: Assist in the planning, analysis, negotiation and implementation of UN-USA food and emergency projects/programs. They are responsible for programming and monitoring all uses of UN-USA supplied food. They provide assistance to host government authorities and to Private Voluntary Organizations (PVOs) and Non-Governmental Organizations (NGOs) on technical and financial aspects of project/program design, accountability, monitoring and reporting. Duties include ensuring that proposed projects/programs meet UN-USA criteria and are properly documented. M. Program Economists: Serve as advisors to missions on all economic factors related to all mission programs and as advisors to the cooperating government on all aspects of economic development analysis and planning. They conduct analyses of both the macroeconomic conditions of host countries and the microeconomic feasibility of individual projects. The main purpose of these studies and analyses is to provide a basis for sound decisions for U.S. assistance within the framework of U.S. objective and cooperating country needs and capabilities and to help determine the economic feasibility and justification of specific projects within the overall country, mission or regional development strategy. New Entrants at both levels are evaluated yearly by their supervisor. These evaluations are then reviewed by Selection Boards which rank all Foreign Service Officers by class and functional group for promotion based upon relative performance standing. RETIREMENT AND ANNUITIES: New Entrants employed with UN-USA may retire voluntarily after 20 Years of service. Retirement is mandatory at age 65. The maximum period of Creditable service is 35 years. HOW TO APPLY: Send your resume/CV to: vacancy at un-usa.gr.st Dr. David Cameron Recruitment Officer U.S. Committee for UN Two UN Plaza, 24th Floor New York, NY 10017 <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS/HINWEISE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 25 Newsletter andersrum.gruene.at von: andersrum-newsletter at listen.gruene.at ================================================ ******************************************** Newsletter andersrum.gruene.at mit den neuen Headlines seit 23. 2. 2006 09:01 ********************************************* ******* INHALT ******* - Gegen Verbot der geplanten Regenbogen-Parade in Moskau! - Der vergessene jüdische Friedhof ***************************************** *** Gegen Verbot der geplanten Regenbogen-Parade in Moskau! *** 28. Februar 2006 Demo am 2.3. um 11.30 Uhr, vor der Russischen Botschaft. Versammlungsraum auch für Russlands Lesben und Schwule. http://www.gruene-andersrum.at/international/artikel/lesen/5430/ ***************************************** *** Der vergessene jüdische Friedhof *** 27. Februar 2006 Der Jüdische Friedhof in Währing verfällt. Wir wollen, dass der einzigartige kulturhistorische Ort endlich saniert wird. http://www.gruene-andersrum.at/andersrumgrueneat/kultur_medien/ artikel/lesen/5408/ ============================ http://andersrum.gruene.at/ ============================ Diese E-Mail wurde dir geschickt, weil du den Newsletter andersrum.gruene.at abonniert hast. Newsletter abbestellen? E-Mail an: newsletter-andersrum-unsubscribe at listen.gruene.at Fragen? E-Mail an: newsletter-andersrum-request at gruene.at ================================================ 26 boeses:oesterreich 0306 von: raw at raw.at ================================================ Willkommen zur neuen Ausgabe von boeses:oesterreich! Ganz schoen lang ist es schon her, dass ihr die letzte Ausgabe dieses Newsletters in euren virtuellen Haenden gehalten habt, aber anstatt uns faule Ausreden fuer das letzte Jahr einfallen zu lassen, schicken wir euch einfach eine neue Ausgabe. In diesem Sinne, wie ueblich, rasch weiter zum wichtigeren Part. Jetzt noch schnell (fuer Neulinge) die Erklaerung was dieser Newsletter sein soll, und warum wir ihn machen: boeses:oesterreich ist unser Newsletter, der ueber die aktuelle Situation in Oesterreich (und ueber die Auswirkungen der FPOe/OeVP Regierung) informieren soll. Entschlossen haben wir uns dazu, da wir bemerkt haben, dass die Wissenslage ueber den realen Zustand in Oesterreich speziell in anderen Laendern sehr gering ist. Die Regierung hat es geschafft, dass mit der Diskussion ueber die EU-"Sanktionen" der alltaegliche Wahnsinn dieses Landes aus dem Blickfeld der internationalen Oeffentlichkeit verschwand. Mittlerweile sind die "Sanktionen" aufgehoben, etwas das in Oesterreich durch (fast) alle politischen Gruppierungen als Sieg gefeiert wurde, das "Interesse" an der Entwicklung Oesterreichs noch weiter geschrumpft. Die befuerchtete "Normalisierung" der rechts-rechtsextremen oesterreichischen Regierung schreitet voran, Informationen ueber die Verschaerfung der Zustaende in Oesterreich sind darum wichtiger denn je. Gerade deshalb ist es auch aeusserst erwuenscht, dass dieser Newsletter so breit wie moeglich verteilt wird, damit so viele Menschen wie moeglich von den Zustaenden in Oesterreich erfahren. Also: Verbreiten, verbreiten, verbreiten! Natuerlich ist es ebenso moeglich dieses Material (auch auszugsweise) fuer Zeitschriften zu verwenden, schickt uns halt zumindestens ein Mail, wenn ihr dies tut. Kritik und Anmerkungen (wenn moeglich schreibt bitte in deutsch oder englisch!!) an: raw at raw.at Viel Spass beim Lesen! <<<<<<<<<<<<<<<< ;begin inhalt >>>>>>>>>>>>>>>> ******************************************************* [1] Asylgesetz ******************************************************* [2] Wer hat Angst vor der "Scheinehe"? ******************************************************* [3] Tod in Schubhaft! ******************************************************* [4] Operation Spring ******************************************************* [5] Kaernten/Koroska ******************************************************* [6] ORF 1 ******************************************************* [7] ORF 2 ******************************************************* [8] Gudenus ausser Immunitaet ******************************************************* [9] FPOe Neujahrstreffen ******************************************************* [10] David Irving ******************************************************* [11] Milde fuer Froehlich ******************************************************* [12] Popcornnazis ******************************************************* [13] Kleinstadthools und andere oberoesterreichische Jungnazis ******************************************************* [14] Blumen der Bloeden ******************************************************* [15] Hitler bist du grosser Soehne ******************************************************* [16] Laun im Verfolgungswahn ******************************************************* <<<<<<<<<<<<<<<<< ;end inhalt >>>>>>>>>>>>>>>>> ******************************************************* [1] Asylgesetz ******************************************************* Oesterreichs Parteien scheinen geeint: im Bereich der Asylgesetzgebung geht es noch strenger. Im Detail kennt sich eh niemand aus und was ankommt, soll ankommen: wir machen es "den Auslaendern" eh moeglichst schwer! Weil wir schliesslich eine "Auslaenderproblematik" haben - und keines mit einem rassistischen Mainstream - wo doch auch die Gruenen versprechen, sich dem "Tabuthema Asylmissbrauch" anzunehmen. Seit 1. Jaenner 2006 ist nun ein Asylgesetz in Kraft, fuer das SPOe, OeVP und FPOe im Parlament gestimmt haben. Viele der Neuerungen der Asylgesetzesnovelle widersprechen der Genfer Fluechtlingskonvention sowie der Europaeischen Menschenrechtskonvention. - Beispielsweise koennen laut Gesetz in Oesterreich geborene Kinder von Migrantinnen wegen einer zweijaehrigen Haftstrafe in die Laender ihrer Eltern abgeschoben werden. - Die Schubhaft wird auf zehn Monate ausgeweitet. - Erlaubt wird per Gesetz die Zwangsernaehrung von Schubhaeftlingen. - Kinder und Jugendliche duerfen in Zukunft ebenfalls in Schubhaft genommen werden. - Bescheide ueber den Ausgang von Asylantraegen werden laut Gesetz in Hinkunft direkt von der Fremdenpolizei zugestellt: so koennen Fluechtlinge sofort in das Gefaengnis und also in Schubhaft mitgenommen werden. - So bezeichnete "Scheinehen" koennen mit bis zu drei Jahren Haft bestraft werden. Bei Unterstuetzung von illegalisierten Menschen droht bis zu einem halben Jahr Gefaengnis. Dies alles regt in Oesterreich nur wenig auf. Kritik wird seit Jahren von verschiedenen - auch kirchennahen - NGOs geaeussert, das Innenministerium juckt dies nur wenig. Dort wissen sie schliesslich auch - mit der Devise lebten bereits die SPOe-MinisterInnen -, dass mit dem Bedienen des oesterreichischen Verlangens nach Ueberwachung, Stigmatisierung, Bestrafung und Wegbringung von "Auslaendern" Wahlen gewonnen werden und nicht mit antirassistischer Politik. Denn eines muss klar sein: Antirassismus oder Anti-Antisemitismus gelten in Oesterreich nicht als ethische Werte, nach denen gehandelt wird bzw. Handeln beurteilt wird. (Quellen: http://no-racism.net, https://www.n3tw0rk.org) ******************************************************* [2] Wer hat Angst vor der "Scheinehe"? ******************************************************* "Scheinehen" - so werden Ehen von auslaendischen EhepartnerInnen mit OesterreicherInnen bezeichnet, die dazu dienen, einen Aufenthaltstitel in Oesterreich zu erhalten. Fuer BZOe und OeVP ein so "grosses Problem" und Grund genug, im vergangenen Jahr das neue Asyl- und Fremdenrecht auch dahingehend massiv zu verschaerfen. Unter anderem muessen nun alle Ehen, die OesterreicherInnen mit Menschen ohne oesterreichischem oder EU-Pass eingehen, der Fremdenpolizei gemeldet werden. Dass die Befugnisse der Fremdenpolizei bei der Kontrolle und Ueberwachung dieser Ehen massiv ausgeweitet wurden, sei nebenbei auch erwaehnt. Es bleibt zumindest ein schwacher Trost, dass nach Protesten von NGOs im Vorjahr erreicht wurde, ein geplantes Heiratsverbot fuer Personen ohne Aufenthaltsbewilligung zu verhindern. -- Eine kurze Erklaerung: - Aufenthaltsbewilligungen erlauben einen zeitlich begrenzten Aufenthalt auslaendischer StaatsbuergerInnen in Oesterreich - Niederlassungsbewilligungen erlauben einen zeitlich unbegrenzten Aufenthalt Bis jetzt war es so, dass nach einer Ehe von OesterreicherInnen mit AsylwerberInnen oder illegal ins Land eingereisten EhepartnerInnen, in Oesterreich eine Niederlassungsbewilligung beantragt werden konnte, die normalerweise auch bewilligt wurde. -- Mit Anfang dieses Jahres kann eine Niederlassungsbewilligung nicht mehr in Oesterreich beantragt werden, sondern nur mehr aus dem Herkunfsland des auslaendischen Ehepartners. Verschaerfend kommt hinzu, das eine Niederlassungsbewilligung nur beantragt werden kann, wenn ein laufendes Asylverfahren zurueckgelegt wird. Damit wurden hunderte EhepartnerInnen illegalisiert, die Ende des Vorjahres gemaess offizieller Richtlinien ihren Asylantrag zurueckzogen und einen Antrag auf Niederlassungsbewilligung stellten. Der Grund - die vorherigen AsylwerberInnen hatten ihre Aufenthaltsgenehmigung auf Grund des Asylverfahrens verloren und halten sich illegal in Oesterreich auf, solange keine Niederlassungsbewilligung erteilt wird. Die Erteilung der Niederlassungsbewilligungen wird uebrigens seit Anfang des Jahres von regionalen Behoerden uebernommen, die von den Aktenbergen noch voellig ueberfordert sind. Im Innenministerium werden die Zustaende und die bestehende Regelung verteidigt und Innenministerin Liese Prokop (OeVP) steht voll hinter ihrem Ministerium. Das zeigt wieder deutlich, das der oesterreichischen Regierung jedes Mittel recht ist, um zu verhindern, das AsylwerberInnen oder illegalisierte Menschen durch Heirat an einen dauerhaften Aufenthaltstitel kommen. Wo wuerde denn das wohl hinfuehren, wenn der buerokratische und unsichere jahrelange Spiessrutenlauf durch die Asylbehoerden umgangen oder sogar Oesterreich als Lebensmittelpunkt gewaehlt werden wuerde? (Quelle: http://derstandard.at) ******************************************************* [3] Tod in Schubhaft! ******************************************************* Bereits Anfang Oktober 2005 starb der 18-jaehrige Yankuba Ceesay waehrend der Schubhaft in einer euphemistisch als "Sicherungszelle" bezeichneten Zelle im Linzer Gefaengnis. Der Mann befand sich in einem Hungerstreik und war im September 2005 in Schubhaft genommen worden, weil laut Behoerden ueber seine Identitaet Unklarheit bestanden habe. Nach dem Tod behauptete die Polizei in guter rassistischer Manier - die guten OesterreicherInnen schlucken es sowieso - Ceesay sei wegen seines aggressiven Verhaltens in die "Sicherungszelle" gesperrt worden. Hinweise, dass jene "Sicherungszellen" mit speziellen Heizsystemen ausgestattet seien, um eine Temperatur von bis zu 45 Grad zu erreichen, wurden auch von einem Linzer Arzt bestaetigt. Die Presselandschaft bescheinigte den Verantwortlichen korrektes Handeln, NGOs sind praktischerweise seit dem Jahre 2003 quasi von der Betreuung oder Rechtsberatung von Schubhaeftlingen abgeschnitten. Dabei ist die Linzer Polizei zuvor bereits in einem Bericht des Anti-Folter-Komitees des Europarates im Zusammenhang mit Pruegel fuer Verdaechtige in die Schlagzeilen gekommen. Bei ersten Vorerhebungen der Staatsanwaltschaft Linz kam zu Tage, dass der Verstorbene innerhalb von nur drei Wochen fast 17,5 Kilo verloren hatte, bei einer kurz vor seinem Tod durchgefuehrten Untersuchung bereits mehrmals aus einem Transportwagen gestuerzt war und dass fuer seinen Tod offensichtlich auch ein akuter Fluessigkeits- und Kalorienmangel mitverantwortlich war. Offiziell klingt das dann folgenderweise: "Eine erbbedingte Sichelzellenanaemie sei in Kombination mit einem Fluessigkeits- und Kalorienmangel toedlich verlaufen". Am 25. Jaenner 2006 legte die Staatsanwaltschaft Linz trotz der widerspruechlichen Erkenntnisse und offenen Fragen die Strafanzeige gegen unbekannte Taeter zurueck. Es gaebe keine Gruende fuer ein Strafverfahren, so die weisungsgebundene Staatsanwaltschaft. (Quellen: http://derstandard.at, http://no-racism.net, https://www.n3tw0rk.org) ******************************************************* [4] Operation Spring ******************************************************* Der letzte Prozess im Rahmen der "Operation Spring" (zur Thematik siehe zahlreiche vergangene Ausgaben von boeses:oesterreich) gegen Emmanuel Chukwujekwu - sein Dritter - endete mit einem Schuldspruch und einer Haftstrafe von vier Jahren und neun Monaten. Zu Beginn der umfangreichen Prozesse vor allem gegen nigerianische Migranten war Emmanuel C. als einer der sogenannten "Drogenbosse" gehandelt worden. Ein Gericht verurteilte ihn damals aufgrund anonymer Zeugenaussagen, die sich spaeter als Luegen herausstellen sollten, zu neun Jahren Haft. Dann wurde er frei gesprochen, um in einem neuen Prozess retour in die erste Instanz geschickt zu werden. Sein Rechtsanwalt hat erneut Einspruch gegen den Schuldspruch erhoben. Besonders skandaloes ist die Verurteilung aufgrund vager Vermutungen, er habe "eine unbekannte Menge an Drogen an unbekannte Personen an unbekannten Orten zu unbekannten Zeiten verkauft". Als "Boss" konnte er nun zwar nicht mehr wirklich gehandelt werden, als "Verpacker" sei er jedoch laut Staatsanwaltschaft in der mittleren Hierachie anzusiedeln. Im Herbst 2005 hatte eine Filmdokumentation die Diskussion rund um die Ereignisse der "Operation Spring" erneut angeheizt. Der Film zeigt, auf welch duennen Beinen die gesamten Beweisfuehrungen der unzaehligen Prozesse gegen Schwarzafrikaner gestanden haben, dazu kamen falsche Uebersetzungen und ein enormer Druck, die Prozesse im Zusammenhang mit dem ersten grossen Lauschangriff auch zu einem vertraeglichen Ende zu fuehren. Genau jene Filmaufnahmen - immer als Beweis gefuehrt - werfen in ihrer miserablen Qualitaet (und ohne synchroner Tonspur) groebste Zweifel an der Vorgehensweise der Anklage und Richter auf. Amnesty International meinte diesbezueglich :"Der gesamte Operation Spring-Komplex muss neu verhandelt werden und alle Beschuldigten muessen endlich ein faires Verfahren erhalten". Bei den Prozessen waren immerhin ueber einhundert Menschen aus Afrika zu insgesamt mehreren hundert Jahren Haft verurteilt worden. "Wenn die Oeffentlichkeit nun sieht, wie hier systematisch Unrecht gesprochen wurde und trotzdem niemand etwas unternimmt, dann handelt es sich nicht um eine unvorstellbar naive Justiz, sondern um Rassismus." Die Justizministerin (BZOe) soll derweilen ueber ihren Sprecher ausgerichtet haben, sich den Film ansehen zu wollen. (Quelle: http://derstandard.at, http://no-racism.net, https://www.n3tw0rk.org) ******************************************************* [5] Kaernten/Koroska ******************************************************* Der Landeshauptmann von Kaernten/Koroska Joerg Haider ignoriert weiter konsequent den Bescheid des Verfassungsgerichtshofs, nach dem in mehreren Kaerntner Ortschaften zweisprachige Ortstafeln aufzustellen sind. Wie es im Minderheitenschutz der oesterreichischen Bundesverfassung festgeschrieben steht. Unterstuetzt in seinem Treiben wird Haider auch von der SPOe bzw. der OeVP, die hier auch keine besondere Eile verspueren, gegen den karntnerischen "Volkswillen" zu reden. Den Kaerntner Gruenen ergeht es aehnlich zahnlos, sie fordern "Machen wir einen Frieden!" und machen sich Sorgen um eine internationale Diskreditierung Kaerntens. In der politischen Arbeit zeigen sich in Kaernten/Koroska vor allem verschiedene slowenische Verbaende bzw. vereinzelte AntifaschistInnen, auch eine SchuelerInnendemo fand in Klagenfurt/Celovec statt. Von dem ganzen zeigt sich Haider natuerlich recht unbeeindruckt, schließlich soll mit einer neuen Ortstafelerregung das Kaerntner Wahlvolk hinter seinem Landesvater versammelt werden. Immerhin geht es um das politische Ueberleben von Haiders Buendnis Zukunft Oesterreich (BZOe), denn in den Landtagswahlen der letzten Monate rangierte dieses immer nur unter "ferner liefen". Die Partei die von Bundeskanzler Schuessel zum Machterhalt gebraucht wird, koennte so schon bei den Nationalratswahlen im Herbst abhanden kommen. Logisch, dass in so einer Situation jedes Mittel recht ist, um sich selbst erneut in die so gern gespielt Rolle des "Vollstreckers des Volkswillens" zu bringen. Bisheriger Hoehepunkt im Schildbuerger-Wettbewerb: Anfang Februar liess Haider die umstrittenen Ortstafeln um jeweils sechs Meter verruecken. Damit sei der Verfassungsgerichtshofbeschluss nicht mehr von Interesse, da sich der ja nur auf die "alten" Ortstafeln bezogen hat, diese durch die Umpflanzung nun aber als "neu" zu behandeln seien. Bundeskanzler Schuessel schweigt uebrigens wie gewohnt zu solcherlei Absurditaeten. Auch nicht weiter ueberraschend. (Quelle: http://derstandard.at) ******************************************************* [6] ORF 1 ******************************************************* "Artikel 7 - Unser Recht!" (Pravica Nasa! Clen 7): so lautet der Titel eines Films, der dem sogenannten "Ortstafelstreit" im suedlichen Kaernten nachgeht. Weitgehend haben die beiden jungen FilmemacherInnen darin eigene Interviewsequenzen und Archivmaterialien aus den Bestaenden des ORF montiert. Entstanden ist dabei ein ueber Strecken irrwitzig anmutender Streifen, der vor allem durch die Fuelle an Archivbildern zu jenem Thema besticht. Der Film zeigt aber auch, dass es seit Jahrzehnten umfangreiche politische Kaempfe (und AkteurInnen) fuer die Durchsetzung von Minderheitenrechten in Kaernten gibt. Die Bilder verweisen auch darauf, wie oeffentlich und wohl akzeptiert ein revisionistisches bzw. antislawisches oder rechtsextremes Auftreten von Kaerntner Heimatdienst und Co. stets verlaufen ist. Mitfinanziert vom ORF war den FilmemacherInnen ein Ausstrahlen noch 2005 zugesagt worden, kurzfristig kickte der Programmchef des ORF, Franz Grabner, den Film jedoch aus dem Programm. Begruendet wurde die Zensur mit dem - wer den ORF kennt darf hier lachen - Objektivitaetsgebot des oeffentlich-rechtlichen Rundfunks. "Artikel 7" "widerspricht diesem Grundgesetz in einigen Aspekten deutlich und darf daher aus rechtlichen Gruenden nicht ausgestrahlt werden". Erinnert sei hier an zurueckliegende Eingriffe des ORF in Dokumentarfilme, wo beispielsweise ein KZ-leugnender FPOe-Politiker einfach aus einem Film herausgeschnitten worden war. Objektiv ist im ORF alles in Ordnung, so lange strunz-dumme Orschgeigen taeglich vier Stunden - im Sinne der Bildung - von Skirennen berichten koennen. (Quellen: http://derstandard.at, http://no-racism.net, http://www.orf.at, https://www.n3tw0rk.org) ******************************************************* [7] ORF 2 ******************************************************* Manchmal spiegeln einzelne "Wuerschtel" das Boese in Oesterreich gar facettenreich wieder. In Schuessels (OeVP) Gedankenjahr 2005 zeigte sich z.B. der zentrale Chef-Redakteur des ORF, Walter Seledec - auch zustaendig fuer aussenpolitische Berichterstattung ? bei der Abwicklung des Gedenkjahres bzw. der grossen Gedenkparade des Militaers von seiner besten Seite. Schwierig genug erreichte er von der Anstalt gegen Ende des Jahres tatsaechlich eine sog. "Zwangsbeurlaubung", er ist jedoch unveraendert bis Ende 2006 weiter fuer den ORF taetig. Arbeitete er lange Zeit ganz offen und unberuehrt von kritischen Kommentaren fuer den ORF einer Monika Lindner (resp. Wolfgang Schuessel), so regte sich erstmals die liberale Publizistik, als er eine von vielen - FPOe Obmann Strache inklusive - Unterschriften auf eine Gedenkpate fuer den verstorbenen frueheren FPOe-Chef und SS-Angehoerigen Friedrich Peter setzte. Sein Autogramm unter einen SS-Leitspruch zu pflanzen regt in Oesterreich allerdings nicht mal den Sturm im eh schon wissen. Im Herbst - nach getaner Buben-Militaerschau - konnte er allerdings nicht widerstehen, am Zentralfriedhof an einer Kranzniederlage fuer den Nazi-Flieger Walter Nowotny teilzunehmen. Das Grab von Nowotny ist seit wenigen Jahren - seitdem dem ehedem strammen Nazi vom Wiener Landtag die Ehrengrabwuerde aberkannt worden war - in Oesterreich ein zentraler Ort neonazistischen und rechtsextremen Treibens. Bekannte Neonazis von KS-Germania, immer wieder Junge Scheitelbubis des Ringes Freiheitlicher Jugend (RFJ 22!) oder aelterer - auch FPOe - Herren rund um den "Verein zur Pflege des Grabes Walter Nowotny" pflegen dort vorzueglich um Allerseelen dem abgeschossenen Flieger ihre Aufwartung zu machen. Von der leisen Kritik in seinem Wesen angespornt, lobt er die "vielen Facetten Nowotnys", der ein "mutiger, kameradschaftlicher, tuechtiger Soldat" gewesen sei. Er weiss dies von seinem Vater, der als Offizier unter Nowotny bereits in der Wehrmacht geflogen sei. Und was er bei seinen KritikerInnen vermisse, erlaeutert er auch huebsch: "Es trifft mich schon hart, dass meine Kollegen nicht in offener Feldschlacht, sondern verdeckt gegen mich auftreten, sozusagen im Partisanenkampf." Die angesprochenen "Partisanen" verhandelten derweilen in einer Sitzung des Publikumsrats ueber Konsequenzen. In der offenen Diskussion wird General Seledec gemein als "Arschlecker" und "Wuerschtel" und "Charakterschwein" diffamiert. Hier fuehlte sich wiederum FPOe-Neoobmann HC. Strache angesprochen: ihm fielen diesbezueglich freilich gleich die Methoden einer "Roten Khmer" bzw. eines "Pol Pot" ein. An diesem Punkt verlief das Gerede. Naechstes Jahr wird es wohl erneut einen Aufmarsch Rechtsextremer am Zentralfriedhof geben. Und was kann uns die Szene lehren? Genau: Filme ueber den "Ortstafelsturm" entsprechen nicht dem Objektivitaetsgebot des ORF, Gedenkjahre sind lustig und die Seledecs in und unterhalb des Kuenigelbergs bewegen sich objektiv gesehen innerhalb der oesterreichischen Normalitaeten. ORFer und AUT. (Quellen: http://derstandard.at, http://no-racism.net, https://www.n3tw0rk.org) ******************************************************* [8] Gudenus ausser Immunitaet ******************************************************* Auch der ehemalige FPOe-Bundesrat John Gudenus wird sich wegen nationalsozialistischer Wiederbetaetigung verantworten muessen. Der Prozess duerfte im Fruehjahr stattfinden. Die Immunitaet von J. Gudenus wurde Ende Juni im Wiener Landtag aufgehoben. Zuvor hatte er wiederholt die Existenz von Gaskammern geleugnet. In einem Interview forderte er die Untersuchung der Existenz von Gaskammern, um in einem zweiten Gespraech mit der Tageszeitung "Der Standard" nachzulegen: "Es gab Gaskammern, aber nicht im Dritten Reich, sondern in Polen." Bei einem spaeteren Besuch der Gedenkstaette Mauthausen kommentierte er Fotos von KZ-Haeftlingen mit den Worten: sie wuerden "eigentlich ganz gut aussehen". Strafrahmen innerhalb des Prozesses: Ein bis zehn Jahre Haft. (Quellen: http://www.apa.at, http://derstandard.at, https://www.n3tw0rk.org) ******************************************************* [9] FPOe Neujahrstreffen ******************************************************* Nach der fuer die Strache-FPOe erfreulichen Rueckkehr der oberoesterreichischen Landesfraktion in die Arme der Bundes-FPOe, durfte der - nach Wiener Wahlkampf und Scheidungskrieg - stimmlich immer noch nicht ganz retournierte Strache in Wels im naemlichen Bundesland eine Rede schwingen. Vor der Halle demonstrierten rund fuenfzig AntifaschistInnen. In der Halle sprach Strache vor dem Slogan "Oesterreich bleib frei!" von Wolfgang Schuessel als "Mini-Metternich" - mit aehnlichen Worten hatten auch die oesterreichischen Nationalsozialisten vor dem Anschluss den austrofaschistischen Diktator Engelbert Dollfuss bedacht. Ansonsten klang auch alles recht vertraut. (Quellen: http://derstandard.at, https://www.n3tw0rk.org) ******************************************************* [10] David Irving ******************************************************* Bekanntlich wurde bereits Mitte November der britische Rechtsextremist und Holocaustleugner David Irving auf einer Autobahnraststaette aufgrund eines Haftbefehls aus dem Jahre 1989 verhaftet. Eingeladen worden war er von der rechtsextremen Burschenschaft Olympia, zu deren Mitgliedern neben (von der OeVP bestellten) Uni-Raeten auch fuehrende FPOe-Politiker wie ein Martin Graf zaehlen. Am 20. Februar war es dann soweit, unter großem medialen Interesse kam die Stunde der Wahrheit für Irving. Seine Strategie vor Gericht: Reue zeigen. Alles sei gar nicht so gewesen, außerdem habe er in der Zwischenzeit dazu gelernt. Im Jahr 1989 hatte das alles noch ein bisschen anders geklungen, so begeisterte er seine revisionistische Fan-Gemeinde mit Aussagen wie Hitler habe "schützend seine Hand über die Juden gehalten". Staatsanwaltschaft, Richter und die Geschworenen schenkten unisono dem Auftritt des "geläuterten" Irvings wenig Glauben, der Brite wurde zu drei Jahren unbedingter Haft verurteilt. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig, sowohl Irving als auch die Staatsanwaltschaft, die gern eine höhere Strafe gehabt hätte, haben Berufung eingelegt. Mittlerweile erweist sich Irving erneut als groesster Feind seiner eigenen Interessen, da er einfach sein revisionistisches Maul nicht halten kann: In Interviews mit britischen Fernsehsendern schlug er - direkt aus seiner Zelle heraus - erneut die alte Leier an. So gab er etwa gegenueber der BBC zu Protokoll, dass die Vernichtung von Juden unter Hitler "absolut falsch und nicht beweisbar" sei. Irvings Aussichten auf eine Strafminderung in der naechsten Instanz sind dadurch natuerlich nicht gerade gestiegen, zusaetzlich hat die Staatsanwaltschaft frische Ermittlungen aufgenommen. Parallel zum Prozess ist in Oesterreich eine Diskussion ueber das "Verbotsgesetz" (zur nationalsozialistischen Wiederbetaetigung) losgegangen. In dem Land, das sich bis heute nicht ernsthaft um das Aufspueren alter Nazi-Kriegsverbrecher kuemmert ? und regelmaessig dafuer in die internationale Kritik kommt ? soll die Entsorgung der legistischen Massnahmen nun wohl die mangelhafte Geschichtsaufarbeitung ersetzen. Neben einer Reihe von liberalen KritikerInnen des Gesetzes, die mit dem Verweis auf die Meinungsfreiheit recht absurd am Thema vorbei gehen ? immerhin ist die Frage nach der Existenz des Holocausts keine "Meinung" sondern eine geschichtliche Tatsache ? fordert dies nun auch FPOe-Chef Strache. Der wohl aber aus weniger uneigennuetzigen Motiven, hat er doch einige Leute in seinen Reihen, die selbst 1A-Kandidaten fuer eine entsprechende Verurteilung sind. (Quellen: http://derstandard.at, http://www.orf.at, https://www.n3tw0rk.org) ******************************************************* [11] Milde fuer Froehlich ******************************************************* Mehrmals hat uns in der Vergangenheit in diesem Newsletter bereits der ehemalige FPOe-Bezirksrat Wolfgang Froehlich beschaeftigt. Denn auch er gehoert zur notorischen Fraktion der Holocaust-Leugner, die sich deswegen regelmaessig vor Gericht verantworten muessen. Im August des vergangenen Jahres war es dann wieder einmal so weit, denn kaum aus seiner letzten Haft freigelassen, hatte Froehlich erneut seine Propaganda aufgenommen. Von so viel Uneinsichtigkeit sichtlich beeindruckt brummte der zustaendige Richter Froehlich eine laengere Nachdenkpause von vier Jahren auf. Froehlich zog durch die Instanzen, und landete schließlich im Februar vor dem Obersten Gerichtshof, der sich schließlich milde gegenüber dem Ex-FPOeler zeigte: Seine Strafe wurde auf 18 Monate reduziert. Die Begruendung des OGH laesst dabei durchaus eine generelle lockerere Linie gegenueber Holocaust-Leugnern vermuten: Der Paragraf 3h Verbotsgesetz sei "ein abstraktes Gefährdungsdelikt", das Gefährdungspotenzial im gegenständlichen Fall "als eher gering anzusehen", das Urteil dadurch "zu hoch" gegriffen, so der Pressesprecher der Behoerde. (Quelle: http://derstandard.at) ******************************************************* [12] Popcornnazis ******************************************************* Verschiedene oesterreichische Neonazi-Seiten und rechtsextreme Zeitschriften warben vor kurzem fuer einen Gang ins Wiener Lugner Kino. Dort sollte an vier Tagen im Februar "ungekuerzt und unzensiert" der geschichtsrevisionistische Film "Geheimakte Hess" laufen. Der Dokumentarfilm wurde vom bekannten rechtsextremen Historiker Olaf Rose gedreht. Er reproduziert darin die bekannten revisionistischen Luegen rund um Rudolf Hess und seinen sog. "Friedensflug", so wie dies auch jaehrlich im rechtsextremen Gedenk-Aufmarsch in Wunsiedel passiert. In Deutschland war es den Filmemachern gelungen, einen Werbetrailer auf n-tv zu platzieren. Seitdem verkaufen Neonazis in ihren Foren den Film geradezu mit dem "Guetesiegel n-tv". Mittlerweile hat sich das Wiener Kino geaeussert und meint, der Film werde "nicht in der Lugner Kino City gezeigt werden." Dabei hatte unter anderem der neonazistische BFJ bereits offen dazu aufgerufen sich den Film anzusehen. Von der Heimstatt der AFP (Arbeitsgemeinschaft fuer demokratische Politik - rechtsextreme Vorbildorganisation des Bundes freier Jugend, BFJ) waere es dorthin wenigstens nicht sehr weit gewesen. (Quellen: http://derstandard.at, https://www.n3tw0rk.org) ******************************************************* [13] Kleinstadthools und andere oberoesterreichische Jungnazis ******************************************************* Der Ausflug des Fanclubs "Bulldogs" des FC Braunau in die Gedenkstaette des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen brachte fuer die Ausfluegler nicht viel Gutes und zeitigte eine ausserordentlich breite Medienberichterstattung zu Neonazis und Fussballhooligans in Oberoesterreich. Die Braunauer Fussballfans waren naemlich "klug" genug sich mit Hitlergruss und "Bulldog-Transparent" in Mauthausen abzulichten, bzw. das Bildmaterial auf ihrer Fanseite der Oeffentlichkeit zugaenglich zu machen. Waren die Fotos bereits vor einem halben Jahr im Fussballfanzine "Ballesterer" abgedruckt und kommentiert, so entwickelte sich nach neuerlichem "Entdecken" der Fotos Anfang 2006 eine in Ansaetzen echte Diskussion. Der Vorstand des FC Braunau erteilte den "Jugendlichen" Stadionverbote und verbot ihnen, sich weiterhin "als Fanclub des FC Braunau zu bezeichnen". Die Stadt war eher darum bemueht, reflexartig den eigenen "guten Ruf" zu wahren, dem Buergermeister (SPOe) erschien der Fall unfalltechnisch als "Entgleisung von so hirnlosen Jugendlichen". Viel interessanter duerften allerdings die Beziehungen des Fanclubs zu Fans des Rapid Club Wels sein. Gemeinsam posieren sie ebenfalls mit Hitlergruss. Mitglieder des "Rapid Club Wels" marschierten wiederum bereits bei Kundgebungen des neonazistischen BFJ (Bund Freier Jugend) auf, der ebenfalls in Oberoesterreich ansaessig ist Der BFJ brachte ueberraschend auch eine eigene Interpretation zum Thema Hitlergruss in Mauthausen zu Papier: "Womoeglich ein wirres Aufbegehren gegen den allseits verordneten Schuldkult, nach welchem alle Nachkommen des ehemals nationalsozialistischen Deutschlands ab dem 3. Lebensjahr auf Knien rutschend um Vergebung zu sabbern haben??". Einige Zeilen weiter echauffiert sich die "freie Jugend" ueber das Verbotsgesetz und eine "Geisteswelt (...), in der Kinder und Jugendliche in den Knast sollen, weil sie falsch gruessen." Stimmt: selbst die Kinder koennen heute in Oesterreich nicht mehr ordentlich gruessen. Stimmt: Der falsche Gruss zur falschen Zeit bringt Kummer und Sorgen, bzw. die Kinderlein Oesterreichs in Kinderknaeste und Kinderkerker. Stimmt: In Oesterreichs Knaesten krabbeln sabbernd Dreijaehrige ihre Haftstrafen wegen Falsch-Gruessens ab. (Quellen: http://derstandard.at, http://no-racism.net, https://www.n3tw0rk.org) ******************************************************* [14] Blumen der Bloeden ******************************************************* Fuer den 10. November 2005 war an der Universitaet Graz eine Veranstaltung unter dem Titel "Palaestina - selbstaendiger Staat oder israelische Kolonie?" geplant. Organisiert von der "Gesellschaft fuer oesterreichisch-arabische Beziehungen", sollte der Abend vom Generalsekretaer der Gesellschaft, Fritz Edlinger, geleitet und moderiert werden. Als UnterstuetzerInnen traten unter anderen auf: "Palaestina Forum", OeH-Uni Graz, KPOe, Die Steirische Friedensplattform oder das Renner Institut. Fritz Edlinger ist mit seiner Gesellschaft aber kein Unbekannter. Er hat im Jahr 2005 das wuest antisemitische Buch "Blumen aus Galilaea" von Israel Shamir herausgegeben. Das "Dokumentationsarchiv des oesterreichischen Widerstands" qualifiziert das Buch als eine der "antisemitischsten Hetzschriften, die nach 1945 in Oesterreich veroeffentlicht wurde." Darin werden alle ueblichen antisemitischen Denkmuster reproduziert. In einer umfangreichen Recherche hat die Grazer Gruppe mayday die Veranstaltung zum Thema einer Diskussion gemacht und forderte den Rektor dazu auf, die Raeumlichkeiten fuer derartige Referenten nicht zur Verfuegung zu stellen. Dieser untersagte daraufhin die Veranstaltung, die dann abgespeckt mit einer Referentin und mit Unterstuetzung des Instituts fuer Voelkerrecht doch noch ueber die Buehne ging. An Stelle einer Beschaeftigung mit dem Thema und mit eigenen antisemitischen Stereotypen reagierten die unterstuetzenden Grazer Gruppen beleidigt bis wuetend, sahen gar verschwoererische Zusammenhaenge bzw. schwafelten in bester rechtsextremer Manier von der "Antisemitismus-Keule". Die Steirische Friedensplattform empfindet das Canceln der Veranstaltung als Zensur, bzw sehen sie - abstrus genug - eine "Verantwortung, auch aus der oesterreichischen Geschichte zu lernen und das bedeutet konkret, nicht weiter Schuld auf uns zu laden, indem wir zu den Verbrechen am palaestinensischen Volk schweigen." Edlinger selbst, der immer noch die Werbetrommel fuer das besagte Buch ruehrt, aeusserte sich schliesslich auch noch zur Causa. In einer Stellungsnahme schreibt er von den KritikerInnen als "politsch korrekte junge Leute", wettert in bester FPOe-Tradition gegen das Dokumentationsarchiv des oesterreichischen Widerstands und merkt an, dass "Anti-Antisemitismus immer mehr zur offiziellen Parole Israels und seiner internationalen Lobby und damit direkt zu einem der wichtigsten Propagandainstrumente der israelischen Politik verkommen ist." (Quellen: http://derstandard.at, http://www.doew.at, https://www.n3tw0rk.org, http://mayday.widerstand.org) ******************************************************* [15] Hitler bist du grosser Soehne ******************************************************* Heimatmuseen, Volkstrachtenstadeln, Goldhauben- oder Stick-Museen existieren in Oesterreich zum Schweinefuettern. Seltener haengt dort auch ein Hitler-Portraet. So geschehen im Heimathaus des Saalbacher Malers und Fuehrerverehrers Fritz Reichel. Der Buergermeister (OeVP) des Salzburger Oertchens aeusserte wenig Bedenken, raeumte aber ein, dass denkbar sei, dass "ein - sagen wir einmal - interessierter Rechtsradikaler den Adolf vielleicht einmal in Form des Reichel Fritz anschaut." Waehrend der Buergermeister per Du ins Naepfchen tritt, meint die Kustodin auch nicht unwitzig ueber ihre BesucherInnen: "Die Leute (...) sind ja nicht dumm. Die sind sehr wohl in der Lage - gerade nach dem Gedenkjahr - selber daraus ihre Schluesse zu ziehen." Das Bild bleibt. Nachsatz: Mitte Jaenner musste die Leiterin des Heimatmuseums trotzdem aufstecken. "Die Ereignisse haben sich ueberschlagen", so Frau Mitterer. Loesung des Problems: sie schickte das Bild nach Wien, ins Kunsthistorische Museum. Dort sollen ExpertInnen das Gemaelde bewerten. Na, ob dort Hitler in sicheren Haenden ist? (Quellen: http://derstandard.at, http://n3tw0rk.org) ******************************************************* [16] Laun im Verfolgungswahn ******************************************************* Im heutigen Oesterreich spazieren die Herrn Bischoefe in guter alter Tradition nicht selten bei politischen Anlaessen, Meetings oder Konferenz den Landeshauptleuten oder dem Kanzler zur Seite. Besonders schoene Allianzen bilden sich nicht zuletzt zwischen den AbtreibunggegnerInnen innerhalb einer OeVP, den militanten AbtreibungsgegnerInnen etwa von "Pro Life" und hohen oesterreichischen Kirchenwuerdentraegern. In einem Interview warnte kuerzlich der Salzburger Bischof Andreas Laun vor einem Bevoelkerungsrueckgang in Europa. Mit Blick auf die Fristenloesung sagte Laun: "Wenn Europa die eigene Bevoelkerung ausrottet, wird es zu einem grossen Altersheim. Es entstehe ein Vakuum, in das andere Voelker einstroemen", um schoenheilig anzumerken, dass dies keine Kritik "an Arabern oder Tuerken, sondern an uns" sei. Aus dem Stephansdom koennte eine Moschee werden, so der Moraltheologe. Und in der Karlskirche koennte die modernste Abtreibungsklinik Mitteleuropas entstehen... (Briefe ans Christkind II) (Quellen: http://derstandard.at, http://n3tw0rk.org) ******************************************************* EPILOG ******************************************************* Falls ihr diese Aussendung nicht mehr von uns haben moechtet, schreibt uns einfach ein kurzes Mail. Bitte schaut aber zuerst, ob ihr das betreffende Mail auch wirklich DIREKT von uns bekommen habt, sonst muesst ihr euch halt an die netten Leute wenden, die diese Aussendung weitergeschickt haben Wink)))) Umgekehrt geht das natuerlich auch (und freut uns auch viel mehr). Wer/welche in Zukunft direkt von uns, und damit auch garantiert alle unsere Aussendungen, kriegen moechte mailt uns einfach mit dem Wunsch in unseren Verteiler aufgenommen zu werden (Und auch hier noch mal der Hinweis: Schreibt wenn moeglich bitte in deutsch oder englisch!). Noch einfacher koennt ihr den Newsletter auf unserer Homepage (http://www.raw.at) im Bereich "Kontakt" bestellen. Einfach e-mail-Adresse ausfuellen, die gewuenschte(n) Sprache(n) auswaehlen und ab damit! In diesem Sinne bis zum naechsten Mal KEIN FRIEDE MIT OESTERREICH!!! Rosa Antifa Wien (RAW) -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# ================================================ 27 [Werkstatt] Werkstatt-Rundbrief 07-2006 von: office at werkstatt.or.at ================================================ Werkstatt Frieden & Solidarität Waltherstr. 15, 4020 Linz Tel. 0732/771094 Fax 797391 Mail: office at werkstatt.or.at Web: www.werkstatt.or.at Wer diesen Rundbrief nicht mehr erhalten möchte, ersuchen wir um ein E-Mail unter folgendem Link: mailto:mailfriwe-request at friwe.at?subject=unsubscribe Werkstatt-Rundbrief 07-2006 (1) Österreichische Post - Vorläufige Zahlen 2005: Gewinn fast verdoppelt (2) Freitag, 17. März, 17.00, Schillerpark, Linz: Protestmarsch gegen die Postprivatisierung (3) Nein zum Europa der Konzerne und Generäle! Für ein neutrales, solidarisches und weltoffenes Österreich! Die neue Infozeitung der Werkstatt Frieden&Solidarität ist erschienen. (4) Termine (1) Österreichische Post - Vorläufige Zahlen 2005: Gewinn fast verdoppelt Die Post wird für den drohenden Börsegang fit gemacht. Um für die privaten Anleger attraktiv zu werden, werden Arbeitsplätze abgebaut, Postämter geschlossen und der Druck auf die Bediensteten gesteigert. So konnte nach den vorliegenden vorläufigen Ergebniszahlen für 2005 der Gewinn von 50 Millionen Euro auf 99,9 Mio fast verdoppelt werden. 1.150 MitarbeiterInnen der Post wurden alleine 2005 abgebaut. "Die konsequente Fortführung der Kosten-Senkungsprogramme und die erfolgten Restrukturierungen sind erhebliche Beiträge der vorliegenden Ergebnisse des Jahres 2005", meinte Post-Finanzvorstand Rudolf Jettmar. Der SP-Abg. z. NR Moser rechnet vor: "Der Verkauf der Post bedeutet eine dritte Schließungswelle. Das heißt: 400 weitere Postämter werden geschlossen. Bis zu 2.000 weitere Arbeitsplätze werden abgebaut." (OTS0122 2006-01-11/12:22) Seit 2001 wurden mehr als 1.050 Filialen geschlossen. Das ist fast jedes zweite Postamt. Mehr als 8.000 Mitarbeiter haben ihren Arbeitsplatz verloren. Mag. Gerald Oberansmayr, Redakteur der Zeitschrift "guernica": "Die auf dem Rücken der Beschäftigten und der KundInnen erzielten Gewinne der Post sollen in Zukunft dem Finanzkapital in den Rachen geschoben werden. Deshalb wird die Post privatisiert." Die Werkstatt Frieden & Solidarität ruft dazu auf, die Widerstandsaktionen gegen die Postprivatisierung weiterzuführen: (2) Protestmarsch gegen die Postprivatisierung Freitag, 17. März 06 Treffpunkt: 17.00 Uhr, Schillerpark/Linz Aufruf des Aktionskomitees gegen die Privatisierung der Post Nein zur Privatisierung der Post! Schluss mit der Demontage der öffentlichen Dienste! Wir lehnen die Privatisierung der Post grundsätzlich ab, ... weil die Privatisierung in erster Linie den Aktionären nützt und auf Kosten von Beschäftigten und KundInnen der Post geht. ... weil die Privatisierung zu einem weiteren Abbau von Beschäftigten und der Erhöhung des Drucks auf die Beschäftigten führt. Schon in Vorbereitung auf die Postprivatisierung wurden 9.000 Beschäftigte abgebaut, weitere Tausende sollen folgen. ... weil die Privatisierung zur Verschlechterung der Versorgung mit Postdienstleistungen führt. Bereits bisher wurden fast die Hälfte aller Postämter geschlossen. Weitere sollen folgen. ... weil wir für qualitativ hochstehende Postdienstleistungen für alle - auch in den ländlichen Gebieten - eintreten statt maximale Dividenden für eine kleine Zahl von Aktionären. ... weil Privatisierung und Liberalisierung bei der Post ein weiterer Dominostein bei der Demontage der öffentlichen Dienste darstellt. Als nächstes droht die Liberalisierung und Privatisierung bei Trinkwasser, Spitälern, Gesundheitsversorgung, Schulen, Eisenbahnen, öffentlichem Verkehr, Altersversorgung und kommunalen Dienstleistungen. Öffentliche Dienste dürfen nicht dem Markt und Profitkalkül ausgeliefert werden, sondern müssen allen Menschen auf hohem Niveau ohne soziale Hürden zugänglich sein. Deshalb halten wir Widerstand und öffentlichen Protest gegen Postprivatisierung und Demontage der öffentliche Dienste für notwendig! Diesen Aufruf unterstützen u.a.: Altenhofer Wolfgang (Betriebsratsvorsitzender, Plasser und Theurer, FSG), Antlanger Karin (Betriebsratsvorsitzende Exit Sozial), Atteneder Hubert (VPA-Vorsitzender Braunau), Berneder Walter (Gemeinderat Steinerkirchen), Brandstetter Werner (Arbeiter- Betriebsrat MCE), Buchendorfer Gerhard (Gemeinderat Steinerkirchen), Buchinger Christian (Betriebsratsvorsitzender E+E Elektronik), Chiste Michael (Betriebsrat, Plasser und Theurer), Daxner Stefan (Werkstatt Frieden & Solidarität), Derntl Gerhard (Ang.-Betriebsratsvorsitzender MCE Linz), Eder Friedrich (VPA-Vorsitzender Klam), Eiter Robert (stv Betriebsratsvorsitzender AK OÖ), Erlach Thomas (stv. Betriebsratsvorsitzender Exit Sozial), Gehmacher Michael (Betriebsrat ÖHTB, SLP), Gerner Horst (VPA-Vorsitzender Braunau), Größwang Johannes (stv. Vorsitzender des VPA, Schwanenstadt), Grusch Sonja (Bundessprecherin SLP), Hannerer Robert (Betriebsrat, Plasser und Theurer), Hilberth Sven (Betriebsrat Radio Orange), Hochstöger Manuel (Betriebsrat FZ Steyr), Holzleitner Gernot (stv. Betriebsratsvorsitzender Management Service Linz GmbH), Hosner Bernhard (VPA-Vorsitzender Ried/Innkreis), Huber Richard (Lehrer, Unabhängige GewerkschafterInnen), Iraschko Mari (kfm. Angestellte), Jonischkeit Oliver (GLB-Bundessekretär), Käferböck-Stelzer Fritz (Leiter Treffpunkt Mensch und Arbeit, Betriebsseelsorge Nettingsdorf), Kasper Barbara (Lehrerin, eh. Frauenbeauftragte der Stadt Graz), Kenndler Christian (VPA-Vorsitzender Wels), Kogler Günter (Gemeinderat Thalheim, Vorsitzender Bezirksgruppe GPF-Wels), Krall Christian (Organisationssekretär AUGE OÖ), Krotenmüller Granz (Gemeinderat Steinerkirchen), Landerl Thomas (Betriebsrat Diakoniewerk, SJ Gallneukirchen), Lasinger Thomas (Betriebsratsvorsitzender des Diakoniewerks Gallneukirchen), Lehner Rudi (stv. Betriebsrats-vorsitzender AK OÖ), Leisch Walter (Personalausschuss Linz, GPF), Lindenbauer Roland (VPA-Vorsitzender Grieskirchen), Lindmayr Thomas (Betriebsrat, Plasser und Theurer), Martelschlager Peter (Betriebsrat, Plasser und Theurer), Miterhuemer Johann (VPA-Wels, Gemeinderat Steinerkirchen), Moser Hermann (VPA- Vorsitzender Oberweis), Novakovic Branko (Betriebsrat AKH Linz), Oberansmayr Gerald (Werkstatt Frieden & Solidarität), Oberhuber Gustav (Telekom Austria AG), Oberleitner Günther (VPA-Vorsitzender Steyr-Grünmarkt), Pay Herbert (Betriebsratsvorsitzender AK OÖ), Pfeiffer Erna (ao. Univ. Prof., Institut für Romanistik), Pichler Hartmut (VPA-Vorsitzender Schärding), Pichler Rudolf (Betriebsrat ÖBB), Poor Manfred (stv. Betriebsratsvorsitzender Gast), Rafetseder Erwin (Werkstatt Frieden & Solidarität), Rammerstorfer Thomas (Ersatzbetriebsrat APH Thalheim), Reisinger Johann (VPA-Vorsitzender Schwanenstadt), Sammer Markus (VPA-Vorsitzender St. Wolfgang), Schatz Sabine (SJÖ Verbandsssekretärin), Schmeisser Matthias (VPA- Vorsitzender Zipf), Schober Rudolf (Ersatzgemeinderat Ottensheim), Schramm Ludwig (Ang. Betriebsrat MCE), Schwarz Johann (VPA- Vorsitzender Linz), Singhuber Günther (Betriebsrat, Plasser und Theurer, FSG), Spach Franz (SPÖ-Vorsitzender Steinerkirchen), Stadler Jupp (Arbeiterbetriebsrat VÖEST), Steinhuber Renate (VPA-Vorsitzender Personaladministration Linz), Steinkellner Gabriele (stv. Vorsitzende GPF OÖ), Stoppel Hermann (Monteur), Ulbrica Wolfgang (Betriebsrat, Plasser und Theurer), Weidner Peter (eh. Betriebsrat, Vorsitzender der Sozialdemokratischen Freiheitskämpfer und Opfer des Faschismus sowie aktiver AntifaschistInnen), Weilguny Wilhelm (Betriebsrat, Plasser und Theurer, FSG), Wiesner Klaus (AK-Rat und Sprecher der Alternativen und Grünen GewerkschafterInnen OÖ), Winkler Helmut (Betriebsrat, Plasser und Theurer), Zauner Gottfried (Vorsitzender der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten OÖ), Ziegler Gerhard (Plattform für kämpferische und demokratische Gewerkschaften), uvm... Wir sammeln weiter UnterstützerInnen für diesen Aufruf. Wer diesen Aufruf unterstützen möchte bzw. Flugblätter und Plakate zur Bewerbung des Protestmarsches will, bitte wenden an: Komitee gegen die Privatisierung der Post, Waltherstr. 15, 4020 Linz, Tel. 0732/771094, Fax 0732/797391, e-mail: office at werkstatt.or.at Freitag, 17. März 06 Treffpunkt: 17.00 Uhr, Schillerpark/Linz Es reden: Gottfried Zauner (Vorsitzender Postgewerkschaft OÖ) sowie Vertreter/innen des Aktionskomitees gegen die Privatisierung der Post Veranstalter: Aktionskomitee gegen die Privatisierung der Post Imp.: Aktionskomitee gegen die Privatisierung der Post, Waltherstr. 15, 4020 Linz (Tel. 0732/771094) Rund 2.000 Menschen haben bisher die Petition der Werkstatt "Für den Erhalt der Post im öffentlichen Eigentum!" unterschrieben. Wer das noch nicht getan hat, kann das auf der Web-Page der Werkstatt tun: http://www.werkstatt.or.at Eine Unterschriftenliste bzw. Plakat schicken wir gerne auch zu. Mailto: office at werkstatt.or.at (3) Nein zum Europa der Konzerne und Generäle! Für ein neutrales, solidarisches und weltoffenes Österreich! Die neue Infozeitung der Werkstatt Frieden&Solidarität ist erschienen. Aus dem Inhalt: EU-Schlachtgruppen: Archaische Kämpfer Bundesheer: Heute der Balkan und morgen die ganze Welt? Österreich: Verdoppelung der Rüstungsausgaben 11 Jahre EU-Mitlgiedschaft Österreichs - Die etwas andere Bilanz Europa der Konzerne&Generäle: die aktuellen Projekte Petition gegen die Post-Privatitisierung Aufruf der Werkstatt Frieden&Solidarität Aktionstermine Diese Zeitung eignet sich gut zur Verteilung vor und während Aktionen anläßlich der EU-Ratspräsidentschaft und kann zu folgenden Preisen in unserem Büro office at werkstatt.or.at , per Telefon: 0732-771094 oder per Fax: 0732-797391 bestellt werden: bis 500 Exemplare a EUR 0,10 ab 500 Exemplaren a EUR 0,05 zuzüglich Versandspesen (4) Termine: 3. März, 19.00 Vortrag Gerald Oberansmayr, Linz EUropäische Aussenpolitik ARGE-Kulturgelände, Salzburg veranstaltet von Mono Poly Aktionen gegen den EU-Militärgipfel in Innsbruck Samstag, 4. März, 11-20 Uhr ?Gegengipfel? Z6: Referate: Winfried Wolf (Berlin): Neoliberalismus, Globalisierung und Krieg zur inneren Logik von Kapitalismus, Ölwirtschaft und der Aufrüstung in den USA und in der EU Gerald Oberansmayr (Linz): EU auf dem Weg zur (militärischen) Supermacht? Josef Berghold (Univ. Ibk)): Feindbilder Alois Reisenbichler (Wien): ArbeiterInnen - und Friedensbewegung (Gemeinsamkeiten, Unterschiede, aktuelle Entwicklungen) Corinna Milborn : Festung Europa Conrad Schuhler (ISW-München): US-Globalstrategie und die EU ab 21 Uhr Konzert mit HAOZE ONE / COMING FIRST / KNÖTARÖT im Jugendzentrum Z 6 (Dreiheiligenstraße 9) Sonntag, 5. März 10 Uhr Demoworkshop 14 Uhr DEMO (ab Landhausplatz) Aktualisierte Informationen und Einladungen zu den Vorbereitungstreffen bei: w.hanser at gmx.at Montag, 6. März 11 - 15 Uhr: Kundgebung Franziskanerplatz, Innsbruck Die Friedensinitiative der Stadt Linz und Bürgermeister Franz Dobusch laden gemeinsam zur Ausstellungseröffnung: Ceija Stojka: Z 6399 Eine Romni erzählt ihr Leben in Bildern. Dienstag, 7. März 2006, 19:30 Uhr Altes Rathaus, Großes Foyer Hauptplatz 1, 4020 Linz 7. März, 19.30 Manfred Nowak "Folter von China bis Guantanamo" SN-Saal, Salzburg (Co-Veranstalter: AI, Friedensbüro, KAB, Renner-Institut, etc.) Mittwoch, 8. März 2006, Wien Aktion am Frauentag Ja zur Neutralität - Nein zur Teilnahme Österreichs an EU - Kampftruppen 14 - 17 Uhr, Stock im Eisenplatz ( Stephansplatz) Seit November 2004 gibt es die Zusage unserer Regierung zur Teilnahme an EU-Kampftruppen (battle-groups). Ihr Einsatzgebiet ist weltweit geplant - auch ohne UNO-Mandat, nach Gutdünken und Interessenslage der EU-Machthaber. So heißt es in einem EU-Strategiepapier, die EU- Kampftruppen dienen "zum Schutz der Handelswege und des freien Flusses von Rohstoffen." Wer garantiert uns, dass die EU-Machthaber mit diesen Truppen keine Angriffskriege wie die USA im Irak führen? Die Teilnahme an diesen Kampftruppen trägt nichts zu unserer Sicherheit und nichts zum Frieden bei! Eine Teilnahme Österreichs an diesen Kampftruppen widerspricht unserer Neutralität, die sich als Grundlage einer aktiven Politik friedlicher Konfliktlösung bestens bewährt hat! Helfer für Aktionen und zum Flugblattverteilen gesucht! Bitte mail an arge at arge-ja.at 8. März, 17.00 Internationaler Frauentag, Aktion "Pizzapanzer" am Platzl/Linzergasse, Salzburg Donnerstag, 9. März 2006 EU, quo vadis? - oder - die Illusion einer gerechten und friedlichen EU Vortrag und Diskussion mit Andreas Wehr (Referent im Europ. Parlament, Buchautor) mit dem Film: "Europa in schlechter Verfassung" ein Film von Elke Zwinge (30 min) 19.30 Uhr, Universität Wien (HS 16), Karl-Lueger-Ring 1 Freitag, 10. März 2006, Salzburg 19.30 Diskussion Die Illusion einer gerechten und friedlichen EU. Lässt sich die EU der Konzerne und Generäle in ein Europa des Friedens und der Solidarität umwandeln? Filmpräsentation "Europa in schlechter Verfassung" v. Elke Zwinge- Makamizilie, Texte für den Frieden (Literaturgruppe Lachmeer) Moderation: Elke Renner Ort: noch offen Samstag, 11. März 2005, Salzburg 15.00 Demonstration gegen AussenministerInnentreffen Treffpunkt: 15 Uhr, Hauptbahnhof Salzburg Veranstalter: Netzwerk gegen ein Europa der Konzerne und Militärs 19.00 Veranstaltung zum Internationalen Frauentag: Film "Bread and Roses" von Ken Loach und Diskussion - Migrantinnen kämpfen um faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen Ausstellung: "Den Schrecken besiegen" (Veranstalterin: TALK TOGETHER - Zeitung für MigrantInnen und Nicht- MigrantInnen) Montag, 13.März 2006, 20.00 Ernesto Cardenal: Gedichte von Liebe, Mystik und Revolution (Musik: Grupo Sal) ARGE Kulturgelände Donnerstag, 16. März 2006. Bildungsbetroffenengipfel anlässlich des EU- BildungsministerInnentreffen; Aktion 11-16 Uhr Nähere Informationen: Renate.Vodnek at reflex.at Freitag, 17. März 2006 17.00, Schillerpark Protestmarsch/Linz Nein zur Privatisierung der Post! Schluss mit der Demontage der öffentlichen Dienste! Nähere Informationen: office at werkstatt.or.at Freitag, 17. März 2006 20.00, Kongreßsaal der Arbeiterkammer Linz "Bürger, hört die Skandale" Kabarettabend mit Dietrich Kittner Karten um 10 und 8 Euro (nur für AK-Mitglieder) sind bei der Werkstatt unter: office at werkstatt.or.at oder 0732-771094 erhältlich. Samstag, 01. April 2006, 15.00 - 18.00 Kolpinghaus, 1090 Wien, Althansstr. 51 (vis a vis D-Wagenstation Augasse) TEAM (The European Alliance of EU-critical Movements) Internationaler Kongress: Europa der Konzerne und Generäle? Referate: Lukas Reimann, Kantonsrat, Young4FUN, Schweiz ?Sind die EU-Verträge gut für die Schweiz?? Emre Ertem, Student, Friedensvereinigung, Istanbul ?EU-Beitritt: Folgen für die Türkei.? Franz Parteder, steirischer KPÖ-Vorsitzender ?Die EU kommt uns zu teuer! EU-Kritik und Internationalismus? Magdalena Sulanova, Nasa Europa, Slowakei ?Was hat die EU für unser Land gebracht?? Per Gahrton, grüner Parlamentsabgeordneter a.D., Schweden ?Widerstand gegen die EU in Schweden? Boris Lechthaler, Werkstatt Frieden und Solidarität, Linz ?Militarisierung der EU und die Folgen? Sonntag, 02. April 2006, 14.30 - 17.00 Podiumsdiskussion, Amerlinghaus, Stiftgasse 8 Wem nützt der Krieg gegen den Terrorismus? mit Boris Lechthaler, Werkstatt Frieden&Solidarität, u. a. veranstaltet von der Sozialistischen Linkspartei ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Montag http://www.mund.at/butt/Termine/März/0603.htm Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/März/0703.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/Märzr/0803.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: So, 17.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Tue Mar 7 07:58:06 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Tue, 7 Mar 2006 07:58:06 +0100 Subject: widerst@nd! - MUND: Dienstag, 7.3.2006 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! Dienstag, 07.03.2006 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 8.3.: SAISON OPENING Kulturtransfer über ostdeutsch-tirolerische Migrationsrouten Initiative Minderheiten Newsletter ================================================== 02 09.03.2006 - eröffnungsgala underdogfilmfest 2006 underdogfilmfest 2006 ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 03 1.000 DemonstrantInnen in Innsbruck ================================================== 04 GLB/Arbeitslosigkeit/Oberösterreich/Leitl "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 05 Kongo: Europa muss mehr tun als nur Soldaten entsenden! "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 06 Kommunismus und Frauenbefreiung "agm" ================================================== 07 Blätter für deutsche und internationale Politik 03/06 mit Beiträgen zu Tschad, Sudan und Iran WADI Austria ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 8.3.: SAISON OPENING Kulturtransfer über ostdeutsch-tirolerische Migrationsrouten Initiative Minderheiten Newsletter ================================================== SAISON OPENING Kulturtransfer über ostdeutsch-tirolerische Migrationsrouten Einladung zur Präsentation des Buches von Michael Zinganel, Hans-Hermann Albers, Michael Hieslmair, Marua Sagadin Mi. 08.03.06, 18.30 Secession, Friedrichstrasse 12, A-1010 Wien http://www.secession.at/ Als 1999/2000 Arbeitsvermittlungen in den neuen Bundesländern offensiv Saisonarbeitskräfte für die Wintersaisonen anzuwerben begannen, drängten immer mehr Deutsche in die Alpen - um dort zu arbeiten, wo andere Urlaub machen. Von Jahr zu Jahr werden es immer mehr Saisonniers, die im Frühjahr mit Kapital, Dienstleistungs-Know-how und alpiner Kultur in ihre Heimat zurück kehren. Deren Netzwerke aus touristischen Subkulturen können sich mit lokalen Initiativen produktiv verdichten. Aus heterogenen touristischen Erfahrungen entstehen so unerwartete Chancen für die regionale Entwicklung, die einen alternativen Umgang mit leer stehenden baulichen Infrastrukturen einschließen. Die Einleitung zum Buch und Bilder zum Projekt siehe: http://www.zinganel.mur.at/gfzk.html http://www.zinganel.mur.at/gfzk_txt.html Verlag: Revolver - Archiv für aktuelle Kunst, ISBN 3-86588-239-0 http://www.revolver-books.de/ Moderation: Martin Fritz, Festival der Regionen OÖ anschließend Party im Futuregarden, mit DJ's Christine N. und Susi K. Anmerkung gemäß Mediengesetz: Bedingt durch die neue Gesetzeslage ab 1.3.2006 ersuchen wir Sie um Ihre Zustimmung, weiterhin elektronische Post von unseren Aktivitäten zu erhalten. Wenn Sie kein weiteres Interesse haben, senden Sie bitte diese Mail mit einem NEIN im Betreff zurück; sollten Sie nicht antworten, dürfen wir dies als Bestätigung werten, dass Sie weiterhin an unseren Informationen interessiert sind. ***** Newsletter der Initiative Minderheiten Gumpendorfer Straße 15/13 A-1060 Wien Tel. 586 12 49-18 Fax 586 82 17 http://www.initiative.minderheiten.at http://www.gastarbajteri.at ***** ================================================== 02 09.03.2006 - eröffnungsgala underdogfilmfest 2006 underdogfilmfest 2006 ================================================== liebe leute, wir möchten euch herzlich zum underdogfilmfest 2006 einladen, welches vom 9.3.-12.3.2006 abseits der gewohnten projektionsräume stattfinden wird. das detaillierte programm, inklusive filmbeschreibungen, workshop, lesung und adressen, gibts unter www.underdogfilmfest.org!!!! katalog gibt es dann beim festival dazu. die eröffnungsgala findet am 9. märz ab 21.00 uhr im EKH (ernst kirchweger haus), wielandgasse 2-4, 1100 wien, statt. zur eröffnung werden vier filme präsentiert, die die vielfalt der unterschiedlichen einsendungen wiederspiegeln. dieser filmblock wurde mit dem überthema "arbeit" betitelt. 21:00 no title markus hahn experimentalfilm österreich 2005 2:00 minuten wo die zitronen blühen jonny bauer und holga hahn musik/kurzfilm deutschland 2005 12:00 minuten [ ] - I went to work today, I don't think I'll go tomorrow julia kläring und nils olger kurzspielfilm mit dokumentarischen rlementen österreich 2005 9:00 minuten im schatten der zelte imma harms dokumentation deutschland 2003 88:00 minuten im anschluss ist für buffet und party mit commandyoursoul (www.commandyoursoul.com) gesorgt. wir freuen uns auf zahlreiches kommen, bewerbung und ein spannendes filmfest. euer underdogteam Dear everyone! We'd like to invite you warmly to the Underdog film festival 2006, which will take place from the 9th of march to the 12th of march apart the usual projection possibilities. The detailed program including descriptions of the films, readings, workshops and adresses is at your disposition under www.underdogfilmfest.org Also a catalogue will be available at the festival. The opening event will take place the 12th of march at 21.00 in the EKH (Ernst Kirchweger Haus), wielandgasse 2 - 4, 1100 Vienna. As opener four films will be presented, which reflect the diversity of the different deliveries. This thematic film complex was titeled with the hypertheme "work". 21:00 no title markus hahn experimentalfilm ästerreich 2005 2:00 minuten wo die zitronen blühen jonny bauer und holga hahn musik/kurzfilm deutschland 2005 12:00 minuten [ ] - I went to work today, I don't think I'll go tomorrow julia kläring und nils olger kurzspielfilm mit dokumentarischen rlementen österreich 2005 9:00 minuten im schatten der zelte imma harms dokumentation deutschland 2003 88:00 minuten Afterwards a buffet and a party with commandyoursoul (http://www.commandyoursoul.com) will take place and we are looking forward to having a great number of guest and a vivid film festival Your underdogteam ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 03 1.000 DemonstrantInnen in Innsbruck ================================================== Tausend DemonstratInnen in der Maria Theresienstrasse von Innsbruck waren wir heute, Sonntag, 5. Mai, anlässlich des informellen EU-Militärministertreffens in Innsbruck. Kämpferische und solidarische Stimmung und klare Worte der Kritik, gute Reaktionen der Bevölkerung - die Sympathien waren klar mit uns. Anfänglich wurden wir von den Medien ziemlich ignoriert, aber hunderte Plakate, ca. 7.000 Flugblätter, unzählige Mails und vor allem die Info von Mund zu Mund haben gewirkt. Gestern haben wir einen erfolgreichen Gegengipfel mit ca. 100 TeilnehmerInnen mit profunden Referaten, Workshops und heissen Diskussionen in der Mensa absolviert. Die Referate werden in Kürze auf der Homepage nachzulesen sein: http://www.kriegsgipfel.oeh.cc Soweit in Kürze, ich bin im Moment etwas müde. Wilfried ================================================== 04 GLB/Arbeitslosigkeit/Oberösterreich/Leitl "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================== Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110 Wien - Telefon +43 1 718 26 23-0 - Fax +43 1 718 26 23-30 - Mail glb at aon.at - Web www.glb.at - Ausgabe vom 6. März 2006 Polemik statt Sozialpartnerschaft wenn es um die Fakten geht Oberösterreich holt bei der Arbeitslosigkeit auf "Nicht weit her ist es mit den sozialpartnerschaftlichen Sonntagsreden, wenn es um harte Fakten geht", stellt Karin Antlanger, Bundesvorsitzende der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) zur Polemik von WKÖ-Chef Christoph Leitl über die Arbeitsmarktentwicklung in Oberösterreich fest. Um sich nicht mit Alternativen zur Entwicklung am Arbeitsmarkt auseinandersetzen zu müssen wird die Kritik der Arbeiterkammer von Leitl als "niveaulose Polemik" und "entstellte Darstellung" heruntergemacht. Fakt ist, dass Ende Februar 2006 Oberösterreich mit 48.124 Arbeitslosen einen Höchstwert erreicht hat. Auch wenn die Arbeitslosenrate damit noch niedriger als jene anderer Bundesländer ist, so holt Oberösterreich rasch auf. Mit 10.648 Jugendarbeitslosen bzw. einem Anteil von 18,3 Prozent liegt Oberösterreich sogar weit über dem Bundesdurchschnitt. Wenn Leitl der Prekarisierung das Wort redet und davon schwärmt, dass Frauen eine Teilzeitbeschäftigung anstreben, um so "Familie und berufliche Tätigkeit besser vereinbaren zu können", verwechselt er bewusst "können" mit "müssen". Denn laut dem "Arbeitsklima-Index" der Arbeiterkammer beklagen viele Frauen das geringe Einkommen durch Teilzeitarbeit und würden gerne eine Vollzeitarbeit. Eine solche scheitert oft auch am Mangel an Kinderbetreuungseinrichtungen. Nach wie vor gibt es in 35 Prozent der oö Gemeinden weder einen Kindergarten mit Mittagsbetreuung noch ein Betreuungsangebot für Kleinkinder noch eine Nachmittagsbetreuung für Volksschulkinder. Mit der anhaltenden Empörung über das "Schwarzbuch" der Arbeiterkammer - in dem ohnehin nur die zehn am auffälligsten gegen geltendes Arbeitsrecht verstoßenden Unternehmen namentlich genannt wurden - lässt sich die Wirtschaftskammer offenbar von den "schwarzen Schafen" ihrer Mitglieder in Geiselhaft nehmen: "Es müsste eigentlich im Interesse aller korrekt arbeitenden Betriebe liegen, sich von solchen Verstößen abzugrenzen", meint dazu Karin Antlanger. Die Argumentation Leitls, er würde nie auf die Idee kommen ein "Schwarzbuch" über Pflichtverletzungen von Beschäftigten zu machen geht ins Leere, denn in solchen Fällen werden genug Sanktionen praktiziert, die von Kündigungen bis Entlassungen reichen. Leitls ÖVP-Parteifreund Alfred Gajdosik, ÖAAB-Fraktionschef in der Wiener Arbeiterkammer, kritisierte jetzt, dass immer mehr ArbeitnehmerInnen wegen wachsender Überstundenleistung "unter dauerndem Starkstrom stehen", die Unternehmen sie "wie Zitronen am Arbeitsplatz ausquetschen" - um sie dann über das AMS zu entsorgen. Vom Arbeitsmarktservice wiederum verstärken sich die Restriktionen: 2005 wurden in 87.445 Fällen das Arbeitslosengeld oder die Notstandshilfe für mehrere Wochen verweigert, in 16.000 Fällen das Arbeitslosengeld wegen "Arbeitsunwilligkeit" oder Verweigerung oft zweifelhafter Job- und Schulungsangebote gestrichen. Anstelle billiger Polemik sollte sich Leitl ernsthafte Gedanken über eine allgemeine Arbeitszeitverkürzung, eine Stärkung der Kaufkraft zur Erhöhung der Inlandsnachfrage und ein öffentliches Beschäftigungsprogramm durch gezielte Investitionen in beschäftigungsintensive Bereiche wie Wohnbau, Nahverkehr, erneuerbare Energie usw. machen. ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 05 Kongo: Europa muss mehr tun als nur Soldaten entsenden! "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================== GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEMITTEILUNG Göttingen/Innsbruck, den 06.03.2006 EU-Verteidigungsminister beraten über Kongo-Einsatz GfbV: Europa muss für den Kongo mehr tun als nur Soldaten zu entsenden Die geplante Entsendung einiger hundert EU-Soldaten in den Kongo wird nach Auffassung der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) nicht genügen, um das zentralafrikanische Land zu stabilisieren und zu befrieden. "Die heutigen Beratungen der EU- Verteidigungsminister über einen möglichen Kongo-Einsatz sind zwar ein wichtiges Zeichen dafür, dass Europa den Kongo nicht vergisst und keine weitere Verzögerung der nun für Juni geplanten Wahlen hinnehmen wird", sagte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Montag in Göttingen. "Doch für die wirkungsvolle Förderung von Rechtsstaatlichkeit und Frieden braucht der Kongo vor allem politische Initiativen und eine umfassende Überprüfung der bislang geleisteten Hilfe." So seien die massiven Menschenrechtsverletzungen der kongolesischen Armee, deren Aufbau von der EU gefördert wird, nicht hinnehmbar. Auch müsse die EU mehr darauf dringen, dass die von ihr besonders unterstützten Anrainerstaaten Ruanda und Uganda den Kongo nicht länger destabilisieren. Ein EU-Militäreinsatz von wenigen hundert Soldaten zur Sicherung der Wahlen könne nur symbolische Bedeutung haben, um den in der kongolesischen Übergangsregierung vertretenen Warlords zu signalisieren, dass es keine Alternative zum Aufbau rechtsstaatlicher Strukturen in ihrem Land gibt, meinte Delius. Doch rund 4,5 Millionen Kriegstote seit 1996 und 40.000 Menschen, die jeden Monat vor Menschenrechtsverletzungen fliehen müssen, müssten der EU Ansporn genug sein, die von ihr koordinierte Reform der neuen kongolesischen Armee (FARDC) voranzutreiben. Außerdem müssten der Aufbau einer unabhängigen Justiz stärker gefördert und die Korruption effektiver bekämpft werden. Wie groß der Handlungsbedarf allein bei der Reform der neuen kongolesischen Armee sei, machten jüngste Berichte der UN- Friedenstruppen MONUC über massive Menschenrechtsverletzungen der FARDC deutlich. Mehrere Dutzend Vergewaltigungen, extralegale Hinrichtungen, willkürliche Verhaftungen und Vertreibungen von Zivilisten durch Soldaten der regulären Armee waren in den Monaten November und Dezember 2005 von der MONUC registriert worden. "Wenn die EU hier nicht auf größeren Respekt vor den Menschenrechten dringt, wird die FARDC bereits ihre Glaubwürdigkeit bei der Zivilbevölkerung verloren haben, bevor sie endgültig aufgebaut ist", warnte Delius. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 06 Kommunismus und Frauenbefreiung "agm" ================================================== Neue Marxismus-Nummer erschienen! Kommunismus und F r a u e n b e f r e i u n g Marxismus Nr. 28 März 2006, 520 Seiten, Euro 18 (plus Porto) ISBN 3-901831-24-X Bestellungen an: agm at agmarxismus.net Editorial Die vorliegende Marxismus-Nummer ist der kritischen Auseinandersetzung mit Theorie und Praxis kommunistischer Frauenpolitik gewidmet. Im Zentrum des überwiegend von Manfred Scharinger verfassten Bandes steht das russische/sowjetische Beispiel. Mit dem ersten ArbeiterInnenstaat wurde immerhin die Voraussetzung geschaffen, auch die sozialistischen Konzeptionen der Frauenbefreiung in die Praxis umzusetzen. In Teil 1 setzt sich Scharinger mit der Positionsentwicklung in der "Frauenfrage" im vorrevolutionären Russland auseinander. Er beschäftigt sich mit den frühen Ansätzen von Alexandra Kollontai, Inessa Armand und W.I. Lenin und zeichnet die Entwicklung der ersten sozialistischen Frauenorganisationen nach. Im (deutlich längsten) Teil 2 wird klar, welchen riesigen Sprung vorwärts das revolutionäre Russland und die junge Sowjetunion in Bezug auf die Situation von Frauen gemacht hat; das an sich relativ rückständige Land überholte die ökonomisch fortgeschrittenen westlichen Länder in zahlreichen Aspekten. Scharinger zeigt im folgenden auf, wie sich Bürgerkrieg, Mangel und Bürokratisierung auf die Möglichkeiten zur Forcierung der Frauenbefreiung auswirkten. Er arbeitet dabei aber auch sehr deutlich heraus, dass nicht nur die schwierigen äußeren Umstände schuld am schleppenden Fortgang der Frauenbefreiung waren, sondern auch die beschränkten politischen Ansätze der kommunistischen Partei. Sogar für Kollontai, die führendste Protagonistin der proletarischen Frauenbewegung im revolutionären Russland, war Frauenbefreiung übermäßig auf Mutterschutz orientiert. Im Mittelpunkt von Teil 3 stehen die - überwiegend in Russland und dem deutschsprachigen Raum geführten - Diskussionen um eine neue Sexualmoral. Scharinger spannt dabei den Bogen der Auseinandersetzung von Ruth Fischer und Otto Rühle über die Kontroverse zwischen Kollontai, Armand und Lenin um "freie Liebe" bis hin zu A. Salkind, Felix Halle und Wilhelm Reich. In Teil 4 analysiert Scharinger die verheerenden Auswirkungen des stalinistischen Bürokratismus auf die Geschlechterverhältnisse - darunter die Kriminalisierung der Homosexualität, das Verbot der Abtreibung, ein massiv gehypter Mutterkult und die Propagierung der bürgerlichen Kleinfamilie zur Reproduktion von sexistischen Rollenbilder. Teil 5 beleuchtet die internationale Ebene der proletarischen Frauenbewegung und beschäftigt sich mit der Entwicklungsgeschichte des Internationalen Frauensekretariats und seines Verhältnisses zur Kommunistischen Internationale. In Teil 6 untersucht Johannes Wolf die Frauenpolitik der frühen KPD. Mit Kommunismus und Frauenbefreiung legen wir nun den zweiten Band zum Themenbereich Frauenunterdrückung- Geschlechterverhältnisse vor. Die Arbeit Sozialistischer und marxistischer Feminismus. Positionsentwicklungen in den letzten 35 Jahren haben wir vor einigen Monaten heraus gebracht. Weitere Publikationen zu diesem Themenbereich sind in Arbeit. Maria Pachinger www.agmarxismus.net ================================================== 07 Blätter für deutsche und internationale Politik 03/06 mit Beiträgen zu Tschad, Sudan und Iran WADI Austria ================================================== Blätter für deutsche und internationale Politik Ausgabe 03/06 März 2006 u.a. mit folgenden Beiträgen erschienen: Tschad vs. Sudan: Plündern und Herrschen Von Thomas Schmidinger Countdown für Golfkrieg IV? Chronologie einer globalen Krise Von Behrouz Khosrozadeh Bestellbar oder (für AbonentInnen) online lesbar unter: http://www.blaetter.de/ausgabe.php -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/0703.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/0803.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/0903.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: zwei nicht widerstandsrelevante Beiträge Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 20:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Wed Mar 8 16:44:56 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Wed, 8 Mar 2006 10:44:56 -0500 Subject: =?ISO-8859-15?Q?widerst=40nd_mund=3A_Mittwoch=2C_8=2E_M=E4rz_2006?= Message-ID: <1098277285.20060308104456@nessizius.com> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund Mittwoch, 8. März 2006 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 ACUS zum Frauentag Von: Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering ================================================ 02 9.3.:Speakerscorner:Lesben unter den Nazis /8.3.:gg.frauenfeindliche Regierung/10.3.:gg.Strache-Hetzrede Von: August Faschang ================================================ 03 Veranstaltungen: Frauenpolitik der Regierung - Durchgefallen Von: Sozialistische LinksPartei ================================================ ================================================ SUCHE ================================================ ================================================ 04 Zivildiener gesucht! Von: office at asyl-in-not.org ================================================ ================================================ ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE ================================================ ================================================ 05 09.03.2006 - eröffnungsgala underdogfilmfest 2006 Von: underdogfilmfest 2006 ================================================ 06 Ankündigung Von: Promedia ================================================ 07 ankündigung (gegenargumente; 14.3.; 7stern; 19 uhr) Von: baikonur at gmx.net ================================================ 08 Demonstration am 18. März Von: Otto Bruckner ================================================ 09 ASt - 18.3. Demonstration gegen Krieg und Besatzung Von: ASt-LFI ================================================ 10 ASt - Veranstaltung zum Iran Von: ASt-LFI ================================================ 11 ASt - Fr. 10.3. Protestkundgebung gegen Strache Von: ASt-LFI ================================================ 12 Reminder Eröffnung 9. März 19 Uhr Von: Initiative Minderheiten Newsletter ================================================ ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ 13 Manifest der 12: "Gemeinsam gegen den neuen Totalitarismus" Von: WADI Austria ================================================ 14 Türkei: Ranghöchste Militärs in Bombenanschlag von Semdinli verwickelt Von: WADI Austria ================================================ 15 Tschetschenien: Jahrestag der Ermordung von Aslan Maschadow Von: GFBV Hans Bogenreiter ================================================ 16 kanalB.at video: San José de Apartadó Von: webmaster at kanalB.org ================================================ 17 Prozess gegen österreichischen Staatsbürger in kurdischer Haft wird fortgesetzt Von: WADI Austria ================================================ 18 Kongo: Europa muss mehr tun als nur Soldaten entsenden! Von: GFBV Hans Bogenreiter ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 ACUS zum Frauentag Von: Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering ================================================ ACUS-Frauensprecherin Maria Rettenbacher: DIE Ausbeutung ist weiblich. Die Frauensprecherin der Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) Maria Rettenbacher kritisiert, dass in Österreich, in Europa und auch weltweit die Schere zwischen Armen und Reichen immer größer werde: "Die soziale Schieflage entwickelt sich immer mehr in Richtung Senkrechte." "Frauen sind viel stärker betroffen: Armut ist weiblich - Reichtum männlich", sagt die ACUS-Frauensprecherin Maria Rettenbacher. "Die Ausbeuter sind meistens männlich, die Ausgebeuteten in ihrer Mehrheit weiblich." "Aus der großen Zahl der Beispiele nenne ich nur zwei aus der Arbeitswelt in Österreich: Das mittlere Monatseinkommen einer Arbeiterin beträgt nur zwei Drittel eines männlichen Kollegen (bei den ArbeiterInnen 2004 62 %, bei den Angestellten 59 %). Vom gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit sind wir weit entfernt. Die gläserne Decke ist noch immer eine Realität. Von den ManagerInnen sind 2,9 % Frauen, beim Reinigungspersonal ist es umgekehrt." (Quelle AK-Frauenbericht, Wien, Feb. 2006) "Wir brauchen eine Umverteilung von oben nach unten, im Besonderen zu Gunsten der Frauen in allen Lebensbereichen, bei Arbeit, Einkommen, Vermögen und Lebenschancen ebenso bei der Familien- und Hausarbeit", fordert die Frauensprecherin der Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) Maria Rettenbacher abschließend. Informationen: Maria Rettenbacher, Tel. 0699 121 28 333 ================================================ 02 9.3.:Speakerscorner:Lesben unter den Nazis/8.3.:gg.frauenfeindliche Regierung/10.3.:gg.Strache-Hetzrede Von: August Faschang ================================================ Liebe Leute! ++++++++1) 9.3.: DONNERSTAGSSPEAKERSCORNER: LESBISCHE FRAUEN UNTER DER NAZIHERRSCHAFT ++++++++2) 8.3.:KUNDGEBUNG GEGEN DIE SCHWARZBLAUORANGE FRAUENPOLITIK ++++++++3) 10.3.: GEGENKUNDGEBUNG ZU RASSISTISCHER STRACHEREDE ++++++++1) 9.3.: DONNERSTAGSSPEAKERSCORNER: LESBISCHE FRAUEN UNTER DER NAZIHERRSCHAFT Auch am DONNERSTAG (9.3.) gibt es zusätzlich zur wöchentlichen Mahnwache gegen Schwarzblauorange vor dem Kanzleramt wieder einen SPEAKERSCORNER, diesmal - anlässlich des Jahrestags des Anschlusses Österreichs an Nazideutschland am 12.3., aber auch passend zum Frauentag am 8.3. - mit einem Referat über die GEFÄHRLICHE LEBENSSITUATION LESBISCHER FRAUEN IN ÖSTERREICH UNTER DER NAZIHERRSCHAFT. - Am 12.3.1938 begann mit dem Einmarsch deutscher Truppen (und der Zustimmung weiter Teile der Bevölkerung) die Mordherrschaft der Nazis in Österreich, die bis 1945 dauern sollte. - Aus der Speakerscornerserie gegen die Geschichtsverdrehungen der Regierenden. Treffpunkt ist um 19Uhr45 Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz, Beginn 20Uhr. Und danach sind wieder alle Teilnehmerinnen im Stammlokal in der Neustiftgasse willkommen! Und wie jeden Donnerstag gibt es schon ab 17Uhr die WIDERSTANDSLESUNG (Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz). ++++++++2) 8.3.:KUNDGEBUNG GEGEN DIE SCHWARZBLAUORANGE FRAUENPOLITIK Im Rahmen der vielfältigen Aktivitäten am Internationalen Frauentag am Mittwoch (8.3.) gibt es auch eine Kundgebung, die ausdrücklich gegen die frauenfeindliche Politik der schwarzblauorange Regierung gerichtet ist: Mittwoch (8.3.), 15Uhr, Palais Auersperg, Auerspergstr. 8, 1080 Wien: Die Frauenministerin will bei einer "Frauenmesse" die "tolle" Frauenpolitik der Regierung präsentieren. Tatsächlich hat Schwarzblauorange für Frauen v.a. Verschlechterungen gebracht. Die Protestaktion wird organisiert von "Sozialistischer Widerstand International" und "Sozialistische Linkspartei". ++++++++3) 10.3.: GEGENKUNDGEBUNG ZU RASSISTISCHER STRACHEREDE Am Freitag (10.3.) hat FPÖ-Chef Strache im Rahmen seines Wahlkampfs für das FPÖ-"Volks"begehren wieder einmal eine Rede am Viktor Adler Markt (1100 Wien) angekündigt. Mit rassistischen Hasstiraden muss - wie immer bei seinen Auftritten - gerechnet werden. Zur Gegenkundgebung rufen viele Gruppierungen auf. Als Treffzeitpunkt wird teilweise 15Uhr teilweise 16Uhr angegeben. Straches Rede soll jedenfalls um 16Uhr30 beginnen. Treffpunkt für Gegendemonstrantinnen ist bei der U1-Station Keplerplatz. Als Beispiele die Aufruftexte von "Zivilcourage gegen rassistische Hetzparolen" und von "Sozialistische Linkspartei": ++++A) Aufruftext von "Zivilcourage gegen rassistische Hetzparolen" AUFRUF: ZUR GEGENKUNDGEBUNG: "STRACHE HETZT-WIR PROTESTIEREN!!" Am Fr., den 10. März 06 hat Strache wieder mal einen seiner hetzerischen Auftritte am Viktor Adler Markt angekündigt. Vom 6.-13.3.06 findet das von der FPÖ organisierte Volksbegehren " Österreich bleib frei" statt, in dem Strache systematisch gegen den EU- Beitritt der Türkei hetzt. Dieses Volksbegehren wird mit massivem Einsatz unser aller Steuergelder von Straches FPÖ propagiert. Durch die gesamte FPÖ-Propaganda zieht sich rassistische Hetze gegen Muslime, welche ausschließlich als religiöse Fanatiker dargestellt werden, gegen die sich "Europa wehren muss." Mit einer Mischung aus gerechtfertigter Kritik an "EU-Skandalen" und rassistischen Stereotypen über Muslime versucht die FPÖ Menschen auseinanderzudividieren ("keine Ausländer im Gemeindebau"). Wir dürfen nicht zu lassen, das die FPÖ soziale Missstände benutzt um Menschen gegeneinander aufzusetzen. Denn das ist sicher kein Weg die soziale Misere zu ändern. Das kann nur durch solidarische gemeinsame Kämpfe aller hier lebenden Menschen passieren. Lassen wir uns nicht mundtot machen! Der Islam ist nicht der Feind - Rassismus hat im öffentlichen Raum nichts verloren! Zur Gegenkundgebung rufen auf: ZIVILCOURAGE GEGEN RASSISTISCHE HETZPAROLEN, LINKSWENDE u.a. TREFFPUNKT: Fr., 10. März 2006 um 16 Uhr am Viktor Adler Markt in 1100 Wien. (U1 Station Keplerplatz ) +++++B) Aufruftext von "Sozialistische Linkspartei" 10. März: Kundgebung: Nein zu Strache und seinem "Volksbegehren" um 16Uhr Viktor Adler Markt gegen die FPÖ-Kundgebung Von 6.-13. März ist Eintragungsfrist für das FPÖ-"Volksbegehren". Strache & Co beginnen den Nationalratswahlkampf. Mit rassistisch geprägten Scheinargumenten will man von der wachsenden Anti-EU-Stimmung profitieren. Um Frauenrechte, Frieden oder Demokratie geht es der FPÖ nicht. Am 10. März versucht Strache wieder einmal in Wien 10 seine rassistischen Reden loszulassen. Wir kontern mit einer starken Kundgebung gegen Rassismus und Sozialabbau und gegen die FPÖ! www.do-speakerscorner.org Weiterverbreitung erwünscht! ligrü Gustl ================================================ 03 Veranstaltungen: Frauenpolitik der Regierung - Durchgefallen Von: Sozialistische LinksPartei ================================================ Eine Presseinformation der Sozialistischen LinksPartei (SLP) Die Regierung will uns weismachen, dass die Welt für Frauen in Österreich “eh in Ordnung“ ist. Wir meinen: frauenpolitische Bilanzder Regierung: durchgefallen! * Rekordarbeitslosigkeit bei Frauen * Fehlende Kinderbetreuungsplätze * Der Widereinstieg nach der Karenz wird immer schwerer * Bildungs- und Sozialabbau trifft Frauen besonders hart * Pensions”reform” treibt Fraen in die Armut ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ Veranstaltung Neue Beschäftigungsformen - wie die Zukunft von Frauen verteidigen? Donnerstag, 9.3. um 18:30 "Piwnica" Wien 20.; Jägerstraße 38 Mit Sylvia Ledwinka - ÖGB-Bundesfrauensekretärin Claudia Sorger - SLP-Frauensprecherin Sonja Grusch - SLP-Bundessprecherin +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ Aktion gegen Regierungspolitik: Die "Frauenministerin" will im Rahmen einer "Frauenmesse" die tolle Frauenpolitik der Bundesregierung präsentieren. Tatsächlich hat blau-orange-schwarz für Frauen v.a. Verschlechterungen gebracht. Mittwoch, 8.3. um 15:00 Wien 8, Palais Auersperg, Auerspergstr.8 Demonstration anlässlich des Internationalen Frauentags Mittwoch, 8.3. um 17:00 Wien - U6-Station Josefstädterstrasse ================================================ SUCHE ================================================ ================================================ 04 Zivildiener gesucht! Von: office at asyl-in-not.org ================================================ Zivildiener gesucht. Asyl in Not sucht einen Zivildiener für den Junitermin. Er soll in der rechtlichen Beratung und Betreuung von Asylwerbern eingesetzt werden; juristische Vorkenntnisse sind daher erwünscht. Einsatzbereitschaft, Flexibilität und antifaschistische Grundhaltung ebenso. Bitte weitersagen! Da unsere am Juridikum ausgehängten Zetteln heruntergerissen werden, versuchen wir es nun mit dieser Aussendung. Asyl in Not, Währingerstraße 59 1090 Wien Anmeldungen bitte an: office at asyl-in-not.org Markus Wachter, (01) 408 42 10-12 Michael Genner, 0676 – 63 64 371. ================================================ ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE ================================================ ================================================ 05 09.03.2006 - eröffnungsgala underdogfilmfest 2006 Von: underdogfilmfest 2006 ================================================ liebe leute, wir möchten euch herzlich zum underdogfilmfest 2006 einladen, welches vom 9.3.-12.3.2006 abseits der gewohnten projektionsräume stattfinden wird. das detaillierte programm, inklusive filmbeschreibungen, workshop, lesung und adressen, gibts unter www.underdogfilmfest.org!!!! katalog gibt es dann beim festival dazu. die eröffnungsgala findet am 9. märz ab 21.00 uhr im EKH (ernst kirchweger haus), wielandgasse 2-4, 1100 wien, statt. zur eröffnung werden vier filme präsentiert, die die vielfalt der unterschiedlichen einsendungen wiederspiegeln. dieser filmblock wurde mit dem überthema "arbeit" betitelt. 21:00 no title markus hahn experimentalfilm österreich 2005 2:00 minuten wo die zitronen blühen jonny bauer und holga hahn musik/kurzfilm deutschland 2005 12:00 minuten [ ] - I went to work today, I don?t think I?ll go tomorrow julia kläring und nils olger kurzspielfilm mit dokumentarischen rlementen österreich 2005 9:00 minuten im schatten der zelte imma harms dokumentation deutschland 2003 88:00 minuten im anschluss ist für buffet und party mit commandyoursoul (www.commandyoursoul.com) gesorgt. wir freuen uns auf zahlreiches kommen, bewerbung und ein spannendes filmfest. euer underdogteam Dear everyone! We?d like to invite you warmly to the Underdog film festival 2006, which will take place from the 9th of march to the 12th of march apart the usual projection possibilities. The detailed program including descriptions of the films, readings, workshops and adresses is at your disposition under www.underdogfilmfest.org Also a catalogue will be available at the festival. The opening event will take place the 12th of march at 21.00 in the EKH (Ernst Kirchweger Haus), wielandgasse 2 - 4, 1100 Vienna. As opener four films will be presented, which reflect the diversity of the different deliveries. This thematic film complex was titeled with the hypertheme ?work?. 21:00 no title markus hahn experimentalfilm österreich 2005 2:00 minuten wo die zitronen blühen jonny bauer und holga hahn musik/kurzfilm deutschland 2005 12:00 minuten [ ] - I went to work today, I don?t think I?ll go tomorrow julia kläring und nils olger kurzspielfilm mit dokumentarischen rlementen österreich 2005 9:00 minuten im schatten der zelte imma harms dokumentation deutschland 2003 88:00 minuten Afterwards a buffet and a party with commandyoursoul (www.commandyoursoul.com ) will take place and we are looking forward to having a great number of guest and a vivid film festival Your underdogteam ================================================ ================================================ 06 Ankündigung Von: Promedia ================================================ Bitte ankündigen: am 27.03.06 um 19:00 Uhr im EGA Frauen im Zentrum Windmühlgasse 26 1060 Wien findet eine Lesung zu dem Buch "Die abgeschaffte Mutter. Der männliche Gebärneid und seine Folgen" von Hilde Schmölzer (ISBN 3-85371-241-X, 21,90 Euro) statt, mit anschließendem Gespräch mit Susanne Feigl. Das Buch ist im Wesentlichen eine patriachatskritische Analyse der neuen Gen- und Reproduktionstechnologien, welche, laut Schmölzer, einen neuen Prozeß der Enteignung und Entmachtung, der Ausbeutung und Vermarktung des weiblichen Körpers mit sich bringen. Hilde Schmölzer, die ihren Schwerpunkt auf Frauengeschichten und Frauenbiographien gesetzt hat, war lange Zeit Mitglied bei den IG-AutorInnen und ist im deutschen Sprachraum eine bekannte Autorin. Mit ihren Büchern setzt sie neue Akzente im Gender-Diskurs. ================================================ 07 ankündigung (gegenargumente; 14.3.; 7stern; 19 uhr) Von: baikonur at gmx.net ================================================ liebe Leute, könntet Ihr bitte diese Veranstaltungankündigung veröffentlichen. Vielen Dank und schöne Grüsse Roland ------- GEGENARGUMENTE IM SIEBENSTERN Die Meinungsfreiheit – was sie ist und wem sie nützt, oder: Einige Argumente gegen den guten Ruf der Meinungsfreiheit gibt’s am Dienstag den 14.3. um 19:00 im Café Siebenstern, in der Siebensterngasse 31, 1070 Wien Die Medien, die sog. “4. Gewalt” in der Demokratie, als die maßgeblichen Nutznießer des Rechts auf Meinungsfreiheit bringen unbekümmert und ziemlich sendungsbewußt einige vordergründig durchaus widersprüchliche Momente unter einen Hut: Von ihrer Überzeugung, hierzulande im Reich der Meinungsfreiheit zu hausen, lassen sie sich nicht so schnell abbringen, schon gar nicht von der allseits bekannten und begrüßten Tatsache, dass neulich ein Ausländer für nichts als eine verbotene Meinung zum Thema “Auschwitz” zu drei Jahren Haft verurteilt wurde. Dass die “Herabwürdigung religiöser Lehren” (§ 188 StGB) hierzulande verboten und mit “Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten” (ebd.) belegt ist, das tut der Meinungsfreiheit nach Meinung der Profis der öffentlichen Meinung ebenfalls keinen Abbruch. Und ebensowenig das Verlangen mancher Verfechter dieser Meinungsfreiheit, gewissen “Hasspredigern” die ihrige abzudrehen – es sei denn, es handelt sich um eine Hasspredigt in Form einer Karikatur, die eine in Europa etwas suspekte religiöse Lehre herabwürdigen soll. Dann ist der mutige Nachdruck ein Fanal im Kampf der Kulturen, wo die eine – die mit der Meinungsfreiheit – gegen die andere steht, der dieses hohe Gut angeblich fremd ist. Wer soll sich da noch auskennen? Und vor allem, was ist denn an der Geschichte mit der Meinungsfreiheit nun tatsächlich dran? Denn alle obrigkeitlich ohnehin erlaubten Meinungen darf man natürlich auch in jeder Diktatur frei äußern, wohingegen man für die verbotenen erwiesenermaßen auch in der Demokratie belangt wird ... Kein normaler Mensch braucht übrigens von sich aus ein Recht auf Meinungsäußerung. Denn wenn jemand ein Interesse anmelden, ein Urteil bekanntgeben, eine wie auch immer geartete Einsicht mitteilen will, dann braucht er dafür sicher kein Recht. (Bestenfalls braucht er Interessenten, die zuhören, und ev. ein trockenes und warmes Plätzchen wegen der Bequemlichkeit.) Falls er darüber hinaus das eigenartige Bedürfnis entwickelt, solches nicht nur zu TUN, sondern es auch zu DÜRFEN, dann deswegen, weil die ihm übergeordnete Obrigkeit sein Meinen längst zu ihrer Angelegenheit gemacht, es mit ihren sonstigen Angelegenheiten verknüpft und es an ihre Genehmigung geknüpft hat. Die Frage ist, was wurde denn dann – “Sire, geben Sie Gedankenfreiheit!” – eigentlich genehmigt? Zumindest die eine weithin bekannte, als Volksvorurteil überall präsente, mit dieser generösen Genehmigung angeblich untrennbar verbundene Auflage hat mit dem unbefangenen Bedürfnis, etwas mitzuteilen, wieder gar nichts zu tun: Wie jede andere, so ist auch die Freiheit zum Meinen schon sprichwörtlich mit einer “Verantwortung” verbunden und wer immerhin meinen darf, wird damit moralisch zur geistigen Selbstkontrolle verpflichtet. Besteht der Unterschied zur Diktatur also letztlich bloß darin, dass in der Demokratie die mit dem Recht zum freien gegebene Pflicht zum verantwortungsbewußten Meinen den behördlichen Zensor ersetzt? Ganz so schlicht verhält es sich auch wieder nicht. Mehr dazu am 14.3. um 19:00 im Café Siebenstern, in der Siebensterngasse 31, 1070 Wien. ================================================ 08 Demonstration am 18. März Von: Otto Bruckner ================================================ 18. März: DEMONSTRATION Wir wollen keine Komplizen der US-Verbrechen sein! Treffpunkte/Demonstrationsroute: 14.30, Wien Oper 15.30, Stephansplatz 17.00 US-Botschaft Schluss mit der Besatzung von Irak und Palästina! Frieden durch Selbstbestimmung! Unterstützt den Widerstand des irakischen, palästinensischen und afghanischen Volkes! Stoppt die Aggression gegen Syrien und Iran! Keine Unterordnung unter US- und EU-Interessen! Unterstützer: Antiimperialistische Koordination, Arabischer Palästina Club, Palästinensische Gemeinde, Irakische Gemeinde, Syrische Gemeinde, Kommunistische Initiative, ArbeiterInnenStandpunkt, REVOLUTION, SJ Stamokap, KJÖ - Ost ================================================ ================================================ 09 ASt - 18.3. Demonstration gegen Krieg und Besatzung Von: ASt-LFI ================================================ Samstag, 18. März, 14.30 Solidarität mit dem Widerstand in Irak und Palästina! Hände weg vom Iran! Demonstration am internationalen Aktionstag gegen Krieg und Besatzung anläßlich des 3. Jahrestages des imperialistischen Überfalls auf den Irak Ort: Karlsplatz/Oper ================================================ ================================================ 10 ASt - Veranstaltung zum Iran Von: ASt-LFI ================================================ Freitag, 10. März, 19.00 Der kommende Krieg gegen den Iran – welche Haltung sollen Linke dazu einnehmen? Offenes Treffen des ArbeiterInnenstandpunkt Ort: Amerlinghaus, Stiftg. 8, 1070 Wien (U3 Neubaugasse) ================================================ ================================================ 11 ASt - Fr. 10.3. Protestkundgebung gegen Strache Von: ASt-LFI ================================================ Freitag, 10. März, 15.00 Protestkundgebung gegen die Abschlußveranstaltung der Strache-FPÖ Ort: Victor-Adler-Markt (U1 Keplerplatz), 1100 Wien Es rufen auf: Anatolische Föderation ArbeiterInnenstandpunkt ATIGF ATILIM Front für Rechte und Freiheit (HÖC) Konföderation für demokratische Rechte in Europa (ADHK) Neue Demokratische Jugend (YDG) REVOLUTION SJ 12 ================================================ ================================================ 12 Reminder Eröffnung 9. März 19 Uhr Von: Initiative Minderheiten Newsletter ================================================ Verborgene Geschichte/n – remapping Mozart/ Ein Projekt von WIENER MOZARTJAHR 2006 Ein Ausstellungsprojekt in vier Konfigurationen Kuratiert von Ljubomir Bratic, Araba Evelyn Johnston-Arthur, Lisl Ponger, Nora Sternfeld und Luisa Ziaja Konfiguration I Wer alles zu verlieren hat, muss alles wagen! über Repräsentation, Öffentlichkeit und Bühne mit künstlerischen Arbeiten, Recherchematerialien und Dokumenten, Vorträgen, Filmpräsentationen, Podiumsgesprächen und Führungen. Kuratiert von Araba Evelyn Johnston-Arthur und Luisa Ziaja * Eröffnung: 9. März 2006, 19 Uhr 10. März bis 18. April 2006 Bösendorfer Klavierfabrik, Habig-Foyer, 1040 Wien, Graf Starhemberg-G. 14 Öffnungszeiten: Di 11–17 Uhr, Mi– So 13–19 Uhr Weitere Informationen unter: www.remapping.mozart.mur.at ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ 13 Manifest der 12: "Gemeinsam gegen den neuen Totalitarismus" Von: WADI Austria ================================================ Manifest der 12 "Gemeinsam gegen den neuen Totalitarismus" Nachdem die Welt den Faschismus, den Nazismus und den Stalinismus besiegt hat, sieht sie sich einer neuen weltweiten totalitären Bedrohung gegenüber: dem Islamismus. Wir Schriftsteller, Journalisten, Intellektuellen rufen zum Widerstand gegen den religiösen Totalitarismus und zur Förderung der Freiheit, Chancengleichheit und des Laizismus für alle auf. Die jüngsten Ereignisse nach der Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen in europäischen Zeitungen zeigt die Notwendigkeit des Kampfes für die universellen Werte. Dieser Kampf kann nicht mit Waffen, sondern muß auf dem Feld der Ideen gewonnen werden. Es handelt sich nicht um ein Aufeinanderprallen der Kulturen oder einen Gegensatz von Okzident und Orient, sondern um einen weltweiten Kampf der Demokraten gegen die Theokraten. Wie alle Totalitarismen nährt sich der Islamismus aus der Angst und der Frustration. Auf diese Gefühle setzen die Haßprediger, um mit ihren Bataillonen eine Welt der Unfreiheit und Ungleichheit zu erzwingen. Wir aber sagen laut und deutlich: Nichts, nicht einmal Verzweiflung, rechtfertigt Massenverdummung, Totalitarismus und Haß. Der Islamismus ist eine reaktionäre Ideologie. Überall, wo er sich breit macht, zerstört er Gleichheit, Freiheit und Laizismus. Wo er erfolgreich ist, führt er nur zu einer Welt des Unrechts und der Unterdrückung: Der Frauen durch die Männer und aller anderen durch die Integristen. Wir lehnen den "kulturellen Relativismus" ab, der im Namen der Achtung der Kulturen und der Traditionen hinnimmt, daß den Frauen und Männern der muslimischen Kultur das Recht auf Gleichheit, Freiheit und Laizität vorenthalten wird. Wir weigern uns, wegen der Befürchtung, die "Islamophobie" zu fördern, auf den kritischen Geist zu verzichten. Dies ist ein verhängnisvolles Konzept, das die Kritik am Islam als Religion und die Stigmatisierung der Gläubigen durcheinanderbringt. Wir plädieren für allgemeine Meinungsfreiheit, damit sich der kritische Geist auf allen Kontinenten gegen jeden Mißbrauch und gegen alle Dogmen entfalten kann. Wir richten unseren Appell an die Demokraten und freien Geister aller Länder, damit unser Jahrhundert eines der Aufklärung und nicht eines der Verdummung wird. /Ayaan Hirsi Ali, Chahla Chafiq, Caroline Fourest, Bernard-Henri Lévy; Irshad Manji, Mehdi Mozaffari, Maryam Namazie, Taslima Nasreen, Salman Rushdie, Antoine Sfeir, Philippe Val, Ibn Warraq / -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================ 14 Türkei: Ranghöchste Militärs in Bombenanschlag von Semdinli verwickelt Von: WADI Austria ================================================ Türkei: Ranghöchste Militärs in Bombenanschlag von Semdinli verwickelt Laut türkischen Medienberichten kommt es nun zu einer Untersuchung gegen den Kommandeur der türkischen Bodentruppen General Yasar Büyükanit wegen seiner Beteiligung an einem Anschlag in Türkisch-Kurdistan. Büyükanit und mehrere Männer unter seinem Befehl würden von der Staatsanwaltschaft in Van wegen Machtmissbrauchs und Gründung einer kriminellen Untergrundorganisation verdächtigt, berichteten gestern die beiden größten türkischen Tageszeitungen Hürriyet und Sabah. Bei einer Bombenexplosion in einem Buchladen in der Stadt Semdinli, die von türkischen Militärs der kurdischen Guerilla PKK in die Schuhe geschoben werden sollte, waren im November 2005 ein Mensch getötet und sechs weitere verletzt worden. Leute auf der Straße konnten den mutmaßlichen Bombenleger stellen, als er versuchte, in ein Auto zu steigen, in dem noch zwei weitere Personen saßen. Beim Attentäter handelte es sich um ein ehemaliges PKK-Mitglied, das zu den türkischen Sicherheitskräften übergelaufen war. Das Auto stellte sich als ein Fahrzeug der Gendarmerie heraus. Im Kofferraum des Fahrzeuges wurden verschiedene Dokumente gefunden, darunter ein Kalender, aus dem hervorgeht, dass die Zufahrtsstraße zum Ort beobachtet wurde. Außerdem wurde ein Lageplan des Buchgeschäftes, in dem sich die Explosion ereignet hatte, gefunden. Eine Liste mit mehr als hundert Namen zählte mögliche PKK-Sympathisanten auf, eine weitere Liste Informanten der türkischen Sicherheitskräfte. Der Anschlag durch türkische Sicherheitskräfte hatte eine Protestwelle der lokalen Bevölkerung ausgelöst. General Büyükanit soll in der Folge die Justizbehörden zugunsten eines Unteroffiziers beeinflusst haben, dem Anstiftung zu dem Attentat zur Last gelegt wurde. Büyükanit ist die Nummer zwei der türkischen Armee und sollte eigentlich im Laufe des heurigen Jahres zum Armeechef ernannt werden. ================================================ 15 Tschetschenien: Jahrestag der Ermordung von Aslan Maschadow Von: GFBV Hans Bogenreiter ================================================ GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 07.03.2006 Ein Jahr nach dem Mord an dem tschetschenischen Präsidenten Aslan Maschadow (8. März) - Tschetschenische Zivilbevölkerung wird zwischen allen Fronten zerrieben Ein Jahr nach dem Mord an dem letzten frei gewählten Präsidenten Tschetscheniens, Aslan Maschadow, am 8. März 2005 zieht die Gesellschaft für bedrohte Völker eine niederschmetternde Bilanz: Für die tschetschenische Zivilbevölkerung ist die Menschenrechtssituation unerträglich. Sie wird zwischen allen Fronten zerrieben, da sie dem Terror der russischen Armee, des russischen Geheimdienstes, der Todesschwadrone des prorussischen tschetschenischen Premierministers Ramzan Kadyrow und radikalisierter tschetschenischer Islamisten schutzlos ausgeliefert ist. Auch die internationale islamistische Szene gewinnt in Tschetschenien an Einfluss. Das Leben der Zivilisten ist geprägt von einer Atmosphäre der ständigen Angst vor Verschleppung. Folter, Vergewaltigung und Mord. Zusätzlich leidet sie unter katastrophalen humanitären und ökologischen Bedingungen. Durch die Kriege 1994-1996 und 1999 bis heute ist bis zu einem Viertel des knapp eine Million umfassenden tschetschenischen Volkes ums Leben gekommen. Für die Überlebenden ist eine politische Lösung des Konfliktes in weite Ferne gerückt. Aslan Maschadow hatte sich seit seiner Wahl am 27.1.1997, die von OSZE-Beobachtern als fair beurteilt worden war, für eine politische Lösung des Tschetschenienkonfliktes eingesetzt. Diese wurde dann im Frieden von Chasavjurt mit dem damaligen russischen Präsidenten Boris Jelzin ausgearbeitet. Auch als der zweite Krieg in Tschetschenien 1999 begann, setzte Maschadow auf eine gemäßigte politische Lösung. Daran hatte Wladimir Putin jedoch kein Interesse, der auf der Woge des Tschetschenienkrieges an die Macht gekommen war. Maschadow hatte immer wieder versucht, die islamistischen Kräfte in Tschetschenien in den Griff zu bekommen und Unterstützung aus Europa erbeten. Er hatte sich gegen Terrorakte gewandt und sich verhandlungsbereit gezeigt. Seit der Ermordung von Maschadow radikalisierte sich die tschetschenische Führung unter seinem Nachfolger Abdul Khamit Sadulaev. Verbrecher wie der Terrorist Schamil Basajew haben an Einfluss gewonnen. Es fanden interne Auseinandersetzungen zwischen Gemäßigten und Radikalen statt, in denen die Vertreter der Islamisten die Oberhand bekamen. Mit Maschadow hat sich Russland des einzigen politischen Verhandlungspartners entledigt. Die russische Regierung hat mittlerweile alle wichtigen politischen Positionen in Tschetschenien mit kollaborationswilligen Tschetschenen besetzt. Ramzan Kadyrow, der 29-jährige Regierungschef, ist seit dem Mord an seinem Vater, dem pro-russischen Präsidenten Achmad Kadyrow Moskaus starker Mann in Grosny. Er befehligt eine Leibgarde aus bis zu 5.000 Mann, die für mindestens zwei Drittel der Menschenrechtsverletzungen in Tschetschenien verantwortlich ist. Kadyrow ist ein Kriegsverbrecher, der sich selbst an der Folterung und Ermordung von Zivilisten beteiligt hat. Er und seine Schergen verbreiten in Tschetschenien Angst und Schrecken. Als Todesschwadronen verschleppen sie Nacht für Nacht Zivilisten, sperren diese in Folterkeller, morden und vergewaltigen. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ================================================ 16 kanalB.at video: San José de Apartadó Von: webmaster at kanalB.org ================================================ titel des videoclips: San José de Apartadó --: - beschreibung: 29minütiger Fernsehbeitrag über die Friedensgemeinde San José de Apartadó, im Nordwesten Kolumbiens. Die Gemeinde hat sich 1997 als allen bewaffneten Gruppen gegenüber neutral erklärt. Seitdem wurden 163 Gemeindemitglieder ermordet. In dem Beitrag erzählt die Friedensgemeinde von dem letzten grossen Massaker, das am 21. Februar 2005 stattfand, als Soldaten der kolumbianischen Armee und Paramilitärs 8 Menschen ermordeten, darunter drei Kinder. Der Beitrag aus der Reihe Contravía wurde im kolumbianischen Fernsehen ausgestrahlt. Den in Bogotá lebenden Autoren wurden daraufhin Trauerkränze als Morddrohung zugeschickt. (Das Video ist mit deutschen Untertiteln von kanalB.) ---: - kategorie: kurzdoku ----: - clipinfo: http://austria.kanalb.org/clip.php?clipId=1296 -----: - video: http://austria.kanalb.org/video.php?clipId=1296&Viam=Clip ------: - download: http://austria.kanalb.org/download.php?clipId=1296 --------------: - laenge: 29 min team: Contravía/zen team_homebase: http://www.morrisproducciones.com/ erstellt: 2006-02-23 format: rm datenmenge: 72 MB -------------: - weitere informationen: http://www2.amnesty.de/internet/deall.nsf/Druck/8DD83764F7EDF383C125700B002AFC59?OpenDocument ---------: - weitere clips zum thema San José de Apartadó: http://austria.kanalb.org/topic.php?clipId=156 ----------------: - video-player: http://austria.kanalb.org/realplayer.php -----------------: - kanalB ersetzt herkoemmliches fernsehen: http://austria.kanalb.org _______________________________________________ clips_kanalb_at mailing list clips_kanalb_at at kanalB.org http://kanalB.org/cgi-bin/mailman/listinfo/clips_kanalb_at _______________________________________________ ================================================ 17 Prozess gegen österreichischen Staatsbürger in kurdischer Haft wird fortgesetzt Von: WADI Austria ================================================ Die Gerichtsverhandlung gegen den seit Oktober 2005 im nordirakischen Erbil/Hawler inhaftierten österreichischen Staatsbürgers Kamal Qadir soll am Donnerstag den 9. März 2006 weitergeführt werden. Nachdem der irakische Außenminister Hoshyar Zebari gegenüber der österreichischen Gesandten im Irak, Gudrun Harrer bereits Ende Jänner mitgeteilt hatte Kamal Qadir wäre bereits frei sitzt der psychisch kranke Gefangene immer noch in Haft. Seit einigen Tagen befindet er sich wieder im Hungerstreik. Laut seinen Verwandten wolle er diesen bis zu seiner Freilassung oder seinem Tod fortsetzen. Sein Gesundheitszustand wäre bereits sehr schlecht. Mittlerweile sei er bereits drei mal in ein Krankenhaus eingeliefert worden, da er in Ohnmacht gefallen wäre. Kamal Qadir war im ersten Prozess im Dezember 2005 wegen „Entehrung der kurdischen Führung und ihres Kampfes“ zu dreißig Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte in einem offenen Brief den Regierungschef der kurdischen Regionalregierung und Vorsitzenden der Demokratischen Partei Kurdistans (PDK) Masud Barzani, sowie Mitglieder seiner Familie massiv beschimpft, sich aber später für seine Entgleisungen entschuldigt. -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================ 18 Kongo: Europa muss mehr tun als nur Soldaten entsenden! Von: GFBV Hans Bogenreiter ================================================ GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEMITTEILUNG Göttingen/Innsbruck, den 06.03.2006 EU-Verteidigungsminister beraten über Kongo-Einsatz GfbV: Europa muss für den Kongo mehr tun als nur Soldaten zu entsenden Die geplante Entsendung einiger hundert EU-Soldaten in den Kongo wird nach Auffassung der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) nicht genügen, um das zentralafrikanische Land zu stabilisieren und zu befrieden. "Die heutigen Beratungen der EU-Verteidigungsminister über einen möglichen Kongo-Einsatz sind zwar ein wichtiges Zeichen dafür, dass Europa den Kongo nicht vergisst und keine weitere Verzögerung der nun für Juni geplanten Wahlen hinnehmen wird", sagte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Montag in Göttingen. "Doch für die wirkungsvolle Förderung von Rechtsstaatlichkeit und Frieden braucht der Kongo vor allem politische Initiativen und eine umfassende Überprüfung der bislang geleisteten Hilfe." So seien die massiven Menschenrechtsverletzungen der kongolesischen Armee, deren Aufbau von der EU gefördert wird, nicht hinnehmbar. Auch müsse die EU mehr darauf dringen, dass die von ihr besonders unterstützten Anrainerstaaten Ruanda und Uganda den Kongo nicht länger destabilisieren. Ein EU-Militäreinsatz von wenigen hundert Soldaten zur Sicherung der Wahlen könne nur symbolische Bedeutung haben, um den in der kongolesischen Übergangsregierung vertretenen Warlords zu signalisieren, dass es keine Alternative zum Aufbau rechtsstaatlicher Strukturen in ihrem Land gibt, meinte Delius. Doch rund 4,5 Millionen Kriegstote seit 1996 und 40.000 Menschen, die jeden Monat vor Menschenrechtsverletzungen fliehen müssen, müssten der EU Ansporn genug sein, die von ihr koordinierte Reform der neuen kongolesischen Armee (FARDC) voranzutreiben. Außerdem müssten der Aufbau einer unabhängigen Justiz stärker gefördert und die Korruption effektiver bekämpft werden. Wie groß der Handlungsbedarf allein bei der Reform der neuen kongolesischen Armee sei, machten jüngste Berichte der UN- Friedenstruppen MONUC über massive Menschenrechtsverletzungen der FARDC deutlich. Mehrere Dutzend Vergewaltigungen, extralegale Hinrichtungen, willkürliche Verhaftungen und Vertreibungen von Zivilisten durch Soldaten der regulären Armee waren in den Monaten November und Dezember 2005 von der MONUC registriert worden. "Wenn die EU hier nicht auf größeren Respekt vor den Menschenrechten dringt, wird die FARDC bereits ihre Glaubwürdigkeit bei der Zivilbevölkerung verloren haben, bevor sie endgültig aufgebaut ist", warnte Delius. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/März/0803.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/ März/0903.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/März/1003.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) 7 beiträge nicht genommen: unaktuell, doubletten, nwr Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 16.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Fri Mar 10 00:45:29 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Fri, 10 Mar 2006 00:45:29 +0100 Subject: widerst@nd MUND: Freitag, 10.3.2006 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund Freitag, 10.3.2006 ================================================ A) INHALT ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 01 nächste konzerte im EKH von bloodshed ================================================ 02 [7stern] veranstaltungen im märz von 7stern kultur <7stern.kultur at kpoe.at> ================================================ 03 [Depot-news] Programm 13.-18. März von depot-news at mailman.sil.at ================================================ 04 Ehrenbeleidigungsprozess Ö VP-Tancsits gegen HOSI Wien geht in nächste Runde von Kurt Krickler ================================================ 05 [slp-info] 10.3. um 16.00 Nein zur FPÖ - Nein zur EU von Sozialistische LinksPartei ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 06 Kunstförderverwaltung auf dem Prüfstand von Kulturrat Österreich ================================================ 07 Stellungnahme des Komitees gegen den Kriegsgipfel zu den Ergebnissen bzw. Ablauf des informellen EU-MilitärministerInnentreffens von "Wilfried Hanser-Mantl" ================================================ 08 Sudan: AU-Kommissionspräsident in Berlin - UN-Friedenstruppen für Darfur jetzt! von "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================ 09 Newsletter andersrum.gruene.at von Andersrum Newsletter ================================================ 10 Mosambik-Info 28, 09.03.2006 von "Peter Pils" ================================================ 11 Neue Publikation: Medien. Macht. Meinung. von Zukunfts- und Kulturwerkstätte ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 01 nächste konzerte im EKH von bloodshed ================================================ hallo beste, wie immer, mit der bitte um veröffentlichung. falls wer mehr infos zu ner einzelnen veranstaltung will/braucht, bitte gerne melden, danke! ansonsten: www.med-user.net/ekh, www.ekhbleibt.info, www.bloodshed666.net lieben gruß & besten dank, alfred für die bande upcoming dates @ EKH: 09.-12.03. Underdog-Filmfestival 15.3.: "Eine Frau allein" (Theater, it) 17.03. CEREBRAL TURBULENCY (cz), LYCANTHROPHY (cz), NOISEBAZOOKA 18.03. 270 BEAT BENEFIT PARTY (http://270beat.squat.net) 23.03. OHUZARO (ita) & SIRENS 24.03. BAGRU THEATERWISSENSCHAFT FEST 25.03. InfoMaden - Fest 2, w\ AGENDA LOBKOV, NITRO MAHALIA, PHAL/ANGST, GÜLSÜM 01.04. NAGUEL, DELILAH 04.04. ALLEE DER KOSMONAUTEN (ger) 07.04. FREE APN COMBO (ita) 13.04. WHEN MY AUTHORITY FAILS (let) + support 15.04. TODD ANDERSON (ger) + support 21.04. VALHALLA PACIFISTS (uk) + KNEEL BUCHANAN (uk) + ABNORMI (fin) + ARSYKE (fin) 11.05. APATIA (pol) + support 21.05. OS REPLICANTES (bra) + support 25.05. LEADERSHIT (esp) + support 07.06. MANIFESTO JUKEBOX (fin) + support 09./10.06. MORE NOISE FOR LIFE FEST 4 ||| -(@ @)- -----------------------oOO--(_)--OOo------------------- Best regards, making emo a threat mailto:bloodshed666 at gmx.net www.bloodshed666.net www.med-user.net/phal www.cyruss.cjb.net www.med-user.net/infoladen10 www.med-user.net/ekh ================================================ 02 [7stern] veranstaltungen im märz von 7stern kultur <7stern.kultur at kpoe.at> ================================================ Kulturzentrum 7stern Siebensterngasse 31 Tel. 0699/15236157 www.7stern.net Koordinierung des Kulturprogrammes und des Veranstaltungsraumes: 0676/5421638 Veranstaltungen im März INTERNATIONALES KÜNSTLERiNNENFESTIVAL HER POSITION IN TRANSITION 04. - 18. März 2006, Wien Neubau http://www.herpositionintransition.at/ Mittwoch bis Freitag 8., 9., 10. März 21 – 21.45 Uhr im 7Stern Fall or How Do I Look... dance performance The Hat Theatre Company serbisch mit englischer Übersetzung Fall or How Do I Look... ist die vierte Show des Jahreszeitenzyklus von The Hat Theatre Company. Es geht um Frauen, ihre Probleme in der heutigen Gesellschaft und wie sie mit ihrer Umgebung zurechtkommen. Es geht um ihre Unzufriedenheiten und Unsicherheiten, und um die Arten, wie sie diese zu verstecken versuchen. Die Show nimmt auf - für die Company charakteristische Art - Bezug auf den sozialen Wandel, auf Tagespolitik, die sich ändernde Stellung der Frau oder auf die Beziehungen zwischen Männer und Frauen im heutigen Serbien. Wie es für die Gruppe typisch ist, prägen Ausstattung und Kostüme die Präsentation dieses Theaters. Während die Geschichte erzählt wird, verändern sich diese ständig und dienen dabei selbst als Bühnendesign. Die Performance unter der Regie von Ljudmila Stratimirovic umfasst Bewegung, elektronische Musik, Kabarett und Video Projektion. Director/costume design/author: Ljudmila Stratimirovic Dancers: Masa Mileusnic, Bojana Zecevic, Vladislava Djordjevic Actor: Milos Vlalukin Music composed by: Ivana Grahovac Light Design: Aleksandra Daggfeldt ------------------------------------ Montag, 13. März, 20 Uhr WILDE WORTE Gastgeber: Michaela Opferkuh, Franz Hütterer, Richard Weihs Gast: Michael Stiller LICHTSPIELE Warum zieht sich Klaus Nendig in einen Altpapiercontainer zurück? Ein Loch in der Plastikwand, das zur Projektionsquelle retrospektiver Lichtspiele wird, eröffnet ihm Einblicke in seine verloren geglaubte Familiengeschichte. Menschen aus seiner Vergangenheit tauchen auf und führen Nendig auf seine eigene Fährte. -------------------------------------------- Dienstag den 14. März, 19 Uhr Gegenargumente im Siebenstern Die Meinungsfreiheit – was sie ist und wem sie nützt, oder: Einige Argumente gegen den guten Ruf der Meinungsfreiheit Die Medien, die sog. “4. Gewalt” in der Demokratie, als die maßgeblichen Nutznießer des Rechts auf Meinungsfreiheit bringen unbekümmert und ziemlich sendungsbewußt einige vordergründig durchaus widersprüchliche Momente unter einen Hut: Von ihrer Überzeugung, hierzulande im Reich der Meinungsfreiheit zu hausen, lassen sie sich nicht so schnell abbringen, schon gar nicht von der allseits bekannten und begrüßten Tatsache, dass neulich ein Ausländer für nichts als eine verbotene Meinung zum Thema “Auschwitz” zu drei Jahren Haft verurteilt wurde. Dass die “Herabwürdigung religiöser Lehren” (§ 188 StGB) hierzulande verboten und mit “Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten” (ebd.) belegt ist, das tut der Meinungsfreiheit nach Meinung der Profis der öffentlichen Meinung ebenfalls keinen Abbruch. Und ebenso wenig das Verlangen mancher Verfechter dieser Meinungsfreiheit, gewissen “Hasspredigern” die ihrige abzudrehen – es sei denn, es handelt sich um eine Hasspredigt in Form einer Karikatur, die eine in Europa etwas suspekte religiöse Lehre herabwürdigen soll. Dann ist der mutige Nachdruck ein Fanal im Kampf der Kulturen, wo die eine – die mit der Meinungsfreiheit – gegen die andere steht, der dieses hohe Gut angeblich fremd ist. Wer soll sich da noch auskennen? Und vor allem, was ist denn an der Geschichte mit der Meinungsfreiheit nun tatsächlich dran? Denn alle obrigkeitlich ohnehin erlaubten Meinungen darf man natürlich auch in jeder Diktatur frei äußern, wohingegen man für die verbotenen erwiesenermaßen auch in der Demokratie belangt wird ... Kein normaler Mensch braucht übrigens von sich aus ein Recht auf Meinungsäußerung. Denn wenn jemand ein Interesse anmelden, ein Urteil bekannt geben, eine wie auch immer geartete Einsicht mitteilen will, dann braucht er dafür sicher kein Recht. (Bestenfalls braucht er Interessenten, die zuhören, und ev. ein trockenes und warmes Plätzchen wegen der Bequemlichkeit.) Falls er darüber hinaus das eigenartige Bedürfnis entwickelt, solches nicht nur zu TUN, sondern es auch zu DÜRFEN, dann deswegen, weil die ihm übergeordnete Obrigkeit sein Meinen längst zu ihrer Angelegenheit gemacht, es mit ihren sonstigen Angelegenheiten verknüpft und es an ihre Genehmigung geknüpft hat. Die Frage ist, was wurde denn dann – “Sire, geben Sie Gedankenfreiheit!” – eigentlich genehmigt? Zumindest die eine weithin bekannte, als Volksvorurteil überall präsente, mit dieser generösen Genehmigung angeblich untrennbar verbundene Auflage hat mit dem unbefangenen Bedürfnis, etwas mitzuteilen, wieder gar nichts zu tun: Wie jede andere, so ist auch die Freiheit zum Meinen schon sprichwörtlich mit einer “Verantwortung” verbunden und wer immerhin meinen darf, wird damit moralisch zur geistigen Selbstkontrolle verpflichtet. Besteht der Unterschied zur Diktatur also letztlich bloß darin, dass in der Demokratie die mit dem Recht zum freien gegebene Pflicht zum verantwortungsbewußten Meinen den behördlichen Zensor ersetzt? Ganz so schlicht verhält es sich auch wieder nicht. Eine Veranstaltung von „Gegenargumente“ -------------------------------------------- Donnerstag, 23. März, 20 Uhr Das erste Wiener Lesetheater bringt: „Tschobls Furor“ von Josef Rieser, ein Monolog: Elli ist einsam, sie hat ihre bürgerliche Existenz aufgegeben und zieht als Sandlerin durch die Straßen - als Sandlerin und als Racheengel. Es ist ihr geschiedener Mann, an dem sie sich rächen will, für das, was ihr nach der Geburt ihres Kindes angetan wurde. "Das Kind ist ein mongoloides Kind gewesen", erzählt Autor Josef Rieser, "und wurde ihr von ihrem Mann ohne ihr Wissen zur Adoption freigegeben. Über Jahre hinweg arbeitet das in ihr und irgendwann kommt es dann zum Eklat." In Elli hausen drei Mächte, die Pläne schmieden gegen “den Filser", ihrem Exmann. Auf ihrem Weg über die Straßen und durch die Gassen sind ihr diese Racheengel entstanden und die fordern jetzt ihr Recht. Es liest Helga Eichler ------------------------------------ Freitag, 24. März, 19 Uhr Fest und Informationsabend Enlazando Alternativas - Alternativen Verknüpfen Unter diesem Titel treffen sich im Mai, parallel zum Wiener EU-Lateinamerika-Karibik Gipfel, AktivistInnen aus Lateinamerika und Europa, ebenfalls in Wien. Zum Arbeits-, Meinungs- und Ideenaustausch, um Kontakte herzustellen, ... Zur Einstimmung auf die Themen, die die beiden Kontinente heute gemeinsam bewegen laden wir zu diesem Info- und Festabend: 60minütiger Infofilm zur Themenvielfalt von "Enlazando Alternativas" LiveMusik mit "The Palomita Show" Die junge Band, im Stil von Manu Chao, spielt Latin Ska, ProtestaPop, Trovaritma. "The Palomita Show“ bringt Protest mit Sound. Es darf getanzt werden. Eintritt gegen Spende zugunsten des Alternativengipfels _______________________________________________ 7stern mailing list 7stern at kpoe.at http://www.kpoe.at/mm/listinfo/7stern ================================================ 03 [Depot-news] Programm 13.-18. März von depot-news at mailman.sil.at ================================================ Montag, 13. März, 21.15 Raum, Zeit und Gedächtnis Film und Theorie Der argentinische Regisseur Gustavo Mosquera schließt an das Erbe des „Magischen Realismus“ der Science-Fiction- und Mystery-Kultur an. In seinem Low-Budget-Film Moebius wird das U-Bahn-System von Buenos Aires zum Labyrinth einer Parallelwelt, die beunruhigenderweise direkt unter der Oberfläche der Alltagsrealität zu existieren scheint. Die Entdeckung des Mathematikers Moebius verknüpft sich raffiniert mit den Erzählungen Jorge Luis Borges’ und den Parabeln Franz Kafkas. Mit seinen narrativen und visuellen Anspielungen kann der Film aber auch als Metapher für ein kollektives Gedächtnis und die jüngere Geschichte Argentiniens gelesen werden. Gerald Weber, Filmwissenschafter Moebius (Argentinien 1996) Regie: Gustavo Mosquera, wird am 13. März um 19.00 im Top Kino, Rahlgasse 1, 1060 Wien, gezeigt. Dienstag, 14. März, 19.00 Transitraum Gürtel SurfingVIENNA Mit der Neugestaltung des Gürtels erlebte Wien Mitte der 90er-Jahre eine deutliche Verschiebung des urbanen Erlebnismilieus. An der Peripherie entstand eine Schnittlinie heterogener Szenen. Der Mix aus neu angesiedelten Lokalen, dem Rotlichtmilieu, den MigrantInnenwohngebieten führte zu einer Verdichtung und Vermischung vielfältiger Angebote und funktional unterschiedlicher Sphären. Silja Tillner, Architektin, Projekt Urbion Rupert Weinzierl, Kulturwissenschafter WIWIPOL Moderation: Siegfried Mattl, Zeithistoriker, Universität Wien, Robert Buchschwenter, Dramaturg In Kooperation mit Drehbuchforum Wien und Filmfonds Wien. http://www.drehbuchforum.at/SurfingVienna.html Donnerstag 16. März, 19.00 Das Kapital verfilmen kinokis mikrokino #133 Sergej Eisenstein träumte davon, Das Kapital von Karl Marx zu verfilmen. Er hat das Projekt niemals ausgeführt, verfasste aber präzise Notizen und beispielhafte Filmsequenzen. kinokis mikrokino #133 präsentiert filmische Versuche, die abstrakte Vorgänge in konkrete Bilder umsetzen: Griffith kontrastiert das harte Leben von Brotpreisen abhängigen Farmern mit dem Luxusleben eines Weizenspekulanten, Richter zeigt den Verfall der Geldwährung, Borgstädts Film versucht sich in der Darstellung der marxistischen Gesellschaftstheorie, Drew illustriert den Text des kommunistischen Manifests mit Cartoons und Lewis schließlich eröffnet einen reflexiven Raum, in dem der Zuschauer über die Utopie des Eisenstein-Projekts nachdenken kann. A Corner in Wheat (USA 1909), Regie: David Ward Griffith, 14 Min. Inflation (D 1928), Regie: Hans Richter, 3 Min. Des Geistes Schwert (D 1931), Regie: Jam Borgstädt, 37 Min. Die Börse als Markt (CH 1939), Regie: Hans Richter, 20 Min. Manifestoon (USA 1995), Regie: Jesse Drew, 8 Min. Two Impossible Films (GB 1995), Regie: Mark Lewis,16 Min. Thomas Tode, Filmwissenschafter und Filmemacher, Hamburg Samstag, 18. März, 12.00 her position in transition Resümee zum Internationalen Künstlerinnenfestival "Das Private ist politisch", so lautete in den 70er-Jahren das Credo der Frauenbewegung. Im Zuge der neoliberalen Politik allerdings wurde das Politische privat. Aus vielen Bereichen des öffentlichen Lebens zieht sich der Staat mit schwerwiegenden Auswirkungen zurück -auch aus dem Kunstbereich. Derzeit wird den KünstlerInnen eine große Bereitschaft zu Mobilität und schneller Orientierung abverlangt. Der "professionelle Nomadismus" wirkt sich auf das Selbstverständnis der Künstlerinnen aus. An welche feministische Tradition kann die „mobile Künstlerin" heute anknüpfen? Gibt es ein unterstützendes Lobbying im Kunstbetrieb, das Frauen nützen? mit Katharina Pewny, Sabine Prokop, Barbara Klein, Margit Niederhuber Cristina Castrillo, Umbral/Argentinien, Schweiz Jill Greenhalgh, The Magdalena Project/Great Britain Shailja Patel, Migritude/Indien, Kenya, USA In Kooperation mit her position in transition. http://www.herpositionintransition.at Depot Breitegasse 3 A-1070 Wien Tel: +43 1 522 76 13 www.depot.or.at _______________________________________________ Depot-news mailing list Depot-news at mailman.sil.at http://mailman.sil.at/mailman/listinfo/depot-news ================================================ 04 Ehrenbeleidigungsprozess ÖVP-Tancsits gegen HOSI Wien geht in nächste Runde von Kurt Krickler ================================================ Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 9. März 2006 HOSI-Wien-Aktivisten droht bis zu einem Jahr Gefängnis! Der vom ÖVP-Nationalratsabgeordneten Walter Tancsits gegen die HOSI-Wien-Aktivisten Christian Högl und Kurt Krickler angestrengte Ehrenbeleidigungsprozess geht in eine weitere Runde. Nachdem die beiden Beklagten am 28. April 2005 in erster Instanz vom Landesgericht für Strafsachen Wien freigesprochen worden waren, legte Tancsits dagegen Berufung ein. Das Oberlandesgericht Wien hat nun am 30. Jänner 2006 der Berufung „Folge gegeben, das angefochtene Urteil aufgehoben und dem Erstgericht nach Verfahrensergänzung die neuerliche Entscheidung aufgetragen“. Ergreift Oberlandesgericht Partei für Tancsits? Der dreiköpfige RichterInnensenat vertritt in seinem Urteil die Auffassung, Högl und Krickler hätten mit ihren Äußerungen einen Wertungsexzess vorgenommen, nicht zuletzt auch dadurch, dass sie nicht vollständig über Tancsits’ Haltung berichtet hätten, etwa dass er damals im Parlament sehr wohl gemeint habe, durch das Nationalfondsgesetz bestehe bereits eine symbolische Anerkennung der homosexuellen NS-Opfer und er eine individuelle (Einzelfall-)Anerkennung einer neuerlichen kollektiven Anerkennung im Opferfürsorgegesetz (OFG) vorziehe. Diese Einschätzung zeigt indes deutlich, dass auch die drei RichterInnen am OLG offenbar nicht verstanden haben (oder nicht verstehen wollten), dass das Nationalfondsgesetz im Gegensatz zum OFG gar keinen Rechtsanspruch auf Entschädigung vorsieht und es ohne einen solchen Rechtsanspruch im OFG weder eine kollektive noch eine individuelle Wiedergutmachung geben kann. Rechtsanwalt Thomas Höhne, der die HOSI Wien in diesem Verfahren vertritt, hat in seiner Gegenausführung zur Berufung diese Aspekte ausführlich dargelegt, aber das OLG hat diese Argumente vollkommen ignoriert. Es drängt sich daher der starke Verdacht auf, dass das OLG hier einseitig für Tancsits Partei ergriffen hat. Gilt Meinungsfreiheit in Österreich nicht für Schwulenaktivisten? „Es erstaunt auch”, erklärt Christian Högl, „dass in ähnlich gelagerten Fällen prominente Journalisten und Professoren (z. B. Oberschlick, Pelinka), aber auch Politiker sehr wohl Recht bekommen haben und ihre Verfahren entweder schon vor dem OLG oder in Straßburg gewonnen haben, obwohl sie schärfere Aussagen formuliert haben als wir. Es ist nicht zu übersehen, dass hier mit zweierlei Maß gemessen bzw. geurteilt wird. Offenbar haben Schwulenaktivisten in Österreich geringere Meinungsfreiheit. Bloß: Wir gingen aufgrund der Judikatur davon aus, dass auch wir dasselbe Recht auf Meinungsfreiheit hätten.” Will ÖVP-Politiker auch ÖVP-kritische HOSI Wien finanziell ruinieren? „Wir sind überrascht über diese Extrarunde vor dem Landesgericht”, ergänzt Kurt Krickler. „Das OLG hätte das erstinstanzliche Urteil ja aufheben und uns gleich verurteilen können. Dann hätten wir jetzt gleich nach Straßburg gehen und dieses Urteil dort beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) anfechten können. So aber kommen jetzt noch unnötige Kosten für diese Extrarunde sowie danach für die neuerliche Befassung des OLG dazu. Sollten wir jetzt in erster Instanz verurteilt werden, werden wir sicherlich berufen, und vermutlich wird es auch Tancsits tun, sollten wir neuerlich freigesprochen werden, was indes nach der OLG-Entscheidung vom Jänner unwahrscheinlich ist.” „Sollte es die ÖVP darauf angelegt haben – oder gar das OLG, was wir indes nicht annehmen wollen –, die HOSI Wien mit diesem Verfahren finanziell ruinieren zu wollen, dann wird ihr das nicht gelingen”, so Krickler weiter, „wiewohl inzwischen über 10.000 Euro an Verfahrenskosten angefallen sind. Mit den möglichen Geldstrafen und noch immer drei Instanzen vor uns könnte sich dieser Betrag noch leicht verdoppeln. Die mögliche Absicht der ÖVP, eine ihrer entschiedensten KritikerInnen auf diese Art mundtot machen zu wollen und bei diesem Vorhaben Österreichs Gerichte als willige Vollstrecker zu benutzen, wird trotzdem nicht aufgehen. Wir werden international um Spenden aufrufen und auch in Österreich Benefizveranstaltungen durchführen, um die Verfahrenskosten aufzubringen.” Bekanntlich hat sich die HOSI Wien von Anfang an der Widerstandsbewegung gegen Schwarz-Blau angeschlossen und ruft regelmäßig zur Abwahl der Regierung Schüssel auf. Krickler hat im August 2000 auch eine NGO-Delegation bei ihrem Besuch bei den drei EU-Weisen in Heidelberg angeführt. „Politisch haben wir die Sache ja auf jeden Fall schon gewonnen”, tröstet sich Krickler. „Mit dem Anerkennungsgesetz 2005 wurde ja bekanntlich das OFG novelliert und die wegen ihrer sexuellen Orientierung vom NS-Regime Verfolgten endlich in den Kreis der Anspruchsberechtigten aufgenommen. Auch diesen Umstand hat das Oberlandesgericht übrigens ignoriert, was ein weiteres bezeichnendes Licht auf seine ‚sorgfältige‘ Arbeit wirft! Es wird vielleicht für uns ein teurer Sieg, aber er ist auf jeden Fall diese Kosten wert!” SOS Meinungsfreiheit: Versäumen Sie nicht den Schauprozess gegen ÖVP-kritische NGO-Aktivisten! Am Landesgericht für Strafsachen Wien wird nun am Dienstag, 14. März 2006 um 9 Uhr (Saal 305, 3. Stock, Wickenburggasse 22) eine weitere – öffentliche – Hauptverhandlung stattfinden. Die HOSI Wien ladet Interessierte, insbesondere VertreterInnen der Medien, zu dieser Gerichtsverhandlung ein und hat auch wieder Menschenrechtsorganisationen, wie die Internationale Helsinki-Föderation für Menschenrechte und amnesty international ersucht, ProzessbeobachterInnen zur Verhandlung zu entsenden. Zum bisherigen Geschehen hat die HOSI Wien eine eigene Web-Abteilung erstellt: www.hosiwien.at/sos Rückfragehinweis: Christian Högl, Obmann: Tel. 0699-11811038 Kurt Krickler, Generalsekretär: Tel.: (01) 5451310 oder 0664-5767466 office at hosiwien.at, www.hosiwien.at ================================================ 05 [slp-info] 10.3. um 16.00 Nein zur FPÖ - Nein zur EU von Sozialistische LinksPartei ================================================ Kundgebung gegen die FPÖ Nein zu Strache und seinem "Volksbegehren" Freitag, 10.03. 16:00 Wien 10 - Viktor-Adler-Markt (Zugang von U1-Keplerplatz) „Nein zur EU“ UND „Nein zur FPÖ“ Von 6.-13.März ist Eintragungsfrist für das FPÖ-„Volksbegehren“. Strache & Co. beginnen den Nationalratswahlkampf. Mit rassistische geprägten Scheinargumenten will man von der wachsenden Anti-EU-Stimmung profitieren. Um Frauenrechte, Frieden oder Demokratie geht es der FPÖ nicht. 10 Jahre EU-Mitgliedschaft haben die Hoffnungen in ein „soziales Europa“ zerstört. Die EU wird realistisch gesehen: ein Wirtschaftsblock um den Sozialstaat zu zerschlagen und die Einkommen und Arbeitsbedingungen der ArbeitnehmerInnen zu verschlechtern. Laut einer SWS-Umfrage halten nur 49 % den EU-Beitritt für richtig. Der Ärger ist groß und reicht von neuen Postkästen über die Dienstleistungsrichtlinie bis zu den Privilegien der EU-PolitikerInnen. Diese Stimmung versucht die FPÖ zu nutzen. Da die anderen Parlamentsparteien offen für die EU sind, fällt es der FPÖ leicht, „Opposition“ zu spielen. Bei näherem Hinsehen wird aber klar, dass die FPÖ für genau jene Politik steht, die sie vordergründig ablehnt. Die Inhalte im Widerspruch zu den Phrasen Laut FPÖ geht es bei dem „Volksbegehren“ um „die Bewahrung der österreichischen Neutralität“, „die Vereitelung des EU-Beitritts der Türkei“ und „die Abwehr der EU-Verfassung in der vorliegenden Form“. Die Wahrheit sieht anders aus. 1955 stimmte die FPÖ-Vorgängerorganisation VdU gegen die Neutralität. Noch 1998 schrieb Mölzer dass die FPÖ in Bezug auf einen Nato-Beitritt Österreichs „zumindest seit 1991, die treibende Kraft“ gewesen sei und „in dieser Frage die Themenführerschaft“ gehabt habe. (http://www.jf-archiv.de/archiv98/028aa8.htm) Er sprach damals von einer „Verpflichtung (Österreichs, Anm.).. Vermittler...in Richtung europäische Integration zu werden und damit sogar eine der treibenden Kräfte dieser EU-Osterweiterung“ zu sein. Bei der Abstimmung über die EU-Verfassung im Parlament 2005 stimmten fast alle Abgeordneten des Freiheitlichen Clubs - von denen einige heute der FPÖ angehören - dafür. Doch auch die Gründe der Ablehnung der Verfassung durch die einzige angeblich „echte“ FPÖ-Abgeordnete (Barbara Rosenkranz) und die „neue Linie“ der FPÖ haben nicht mit dem Widerstand gegen Militarisierung, Abbau von sozialen und Menschenrechten zu tun. Gerade die Kampagne gegen den Türkei-Beitritt mit Verweis auf Frauenrechte ist zynisch. Prominent findet sich auf der FPÖ-Homepage „Mehr Babies - Europäer müssen Einstellung ändern“. Mölzer & Stadler sprechen sich für Verschärfungen in Bezug auf das Recht auf Abtreibung aus. Was die FPÖ wirklich will Es geht der FPÖ nicht um Demokratie: eine Diskussion im Parlament -mehr kann ein Volksbegehren nicht erreichen - kann sie leichter haben. Es geht nicht um den Schutz der österreichischen ArbeitnehmerInnen, schließlich fordert sie in ihrem Programm die „umfassende Deregulierung des Wirtschaftslebens“, „echte Privatisierung“ und tritt gegen Kollektivverträge ein um „die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter zu steigern“. Es geht nicht um Frieden, schließlich ist sie für eine „gemeinsame europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik“. Nach der Parteispaltung geht es darum, bei den kommenden Wahlen als „Opposition“ aufzutreten und so Stimmen zu gewinnen. Es geht aber auch darum, die schwer angeschlagene Partei wieder aufzubauen. Durch das Volksbegehren erhofft sich die FPÖ auch inaktive und neue AktivistInnen zu gewinnen, die dann im nächsten Wahlkampf als WahlhelferInnen eingesetzt werden können. Natürlich geht es der Führung rund um Strache-Stadler-Mölzer aber auch um ein inhaltliches Zeichen. Nicht zufällig wird mit brutaler, rassistischer Propaganda auf Stimmen/Unterschriften-Fang gegangen. Die - berechtigte - Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes wird mit „Ausländer-Raus“ Hetze beantwortet. Damit soll davon abgelenkt werden, dass gerade die von der FPÖ geforderte „Liberalisierung“ und „Privatisierung“ Jobs vernichtet. Keine Unterschrift sondern Widerstand Sie sind auch gegen die EU-Verfassung und gegen eine Militarisierung Österreichs? Dann ist eine Unterschrift für das FPÖ-Volksbegehren der falsche Weg. Erstens vertritt die FPÖ diese Ziele nicht wirklich (siehe oben). Zweitens bedeuten viele Unterschriften eine Stärkung der FPÖ. Und damit die Stärkung einer rassistischen Partei, die für die Einschränkung demokratischer Rechte, für eine Aufrüstung Österreichs und die Einschränkung von Frauenrechten eintritt. Die FPÖ ist keine Opposition zum Europa des Kapitals. Eine solche echte Opposition, die die Interessen von ArbeitnehmerInnen und Jugendlichen - egal ob In- oder AusländerInnen - vertritt, gilt es aufzubauen. Die Antwort kann daher nur lauten: „Nein zur EU“ UND „Nein zur FPÖ“. _______________________________________________ slp-info at slp.at - Info-Mailliste der SLP Mails abbestellen/Einstellungen ändern: http://slp.at/mailman/listinfo/slp-info Für weitere Infos: http://www.slp.at ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 06 Kunstförderverwaltung auf dem Prüfstand von Kulturrat Österreich ================================================ / PRESSEMITTEILUNG /___________________/ / Kulturrat Österreich /______________/ / Kunstförderverwaltung auf dem Prüfstand / Kulturrat Österreich fordert mehr Transparenz und Rechtssicherheit / http://kulturrat.at/agenda/transparenz/20060309 Das Institut für Kulturmanagement (IKM) hat die Verwaltung der Bundeskunstförderung empirisch untersucht und die Ergebnisse nunmehr vorgelegt. Die Verfahrensqualität wurde dabei vor allem im Hinblick auf eine "aktive Informationspolitik", die "soziale Nähe der Kulturverwaltung" und auf die Effizienz in der Bearbeitung von Förderanträgen überprüft. Das besondere Augenmerk galt - bei 96 beantworteten Fragebögen - den Abteilungen II/2 (Theater) sowie II/8 (Kulturinitiativen) in der Kunstsektion im Bundeskanzleramt. Die Ergebnisse machen deutlich, dass sich viele FörderwerberInnen angesichts einer Bearbeitungsdauer von durchschnittlich 3 Monaten Planungsunsicherheiten ausgesetzt sehen. Seitens der Kunstsektion gibt es keine Informationen, wie viele Anträge abgelehnt werden. Zentraler Kritikpunkt ist auch die Intransparenz der Entscheidungen. So zeigt die Studie sehr deutlich auf, dass im Falle einer Ablehnung der Förderung nur knapp die Hälfte eine Begründung erhielt. Der Kulturrat Österreich nimmt die IKM-Studie zum Anlass, um erneut für mehr Transparenz und Rechtssicherheit in der Kunstförderverwaltung einzutreten. Auch die Kunstsektion ist an Vorgaben wie das Sachlichkeitsgebot gebunden und hat daher für nachvollziehbare Verfahrensabläufe zu sorgen. Der Kulturrat Österreich fordert daher neben der Offenlegung von inhaltlichen Förderkriterien auch mehr Transparenz in den administrativen Abläufen. Dazu zählt vor allem eine schriftliche Erklärung zur Förderentscheidung. Schließlich muss auch mit mehrjährigen Fördervereinbarungen die Voraussetzung geschaffen werden, der vielfachen Forderung nach Kontinuität und struktureller Stabilität Rechnung zu tragen. / Studie zum Download /____________/ http://kulturrat.at/agenda/transparenz/Studie_Kulturfoerderung.pdf / Rückfragen /____________/ Sabine Kock IG Freie Theaterarbeit Tel: +43 (1) 403 87 94 -12 / Kontakt /____________/ Kulturrat Österreich Gumpendorfer Str. 63b A-1060 Wien mailto:contact at kulturrat.at http://kulturrat.at/ / Erklärung gemäß § 107 TKG /____________/ Angesichts einer zunehmend erdrückenden Medienkonzentration leistet der nicht-kommerzielle Versand von kulturpolitischen Informationen einen wichtigen Beitrag zur Herstellung diskursiver Öffentlichkeiten. Die neuen Bestimmungen des Telekommunikationsgesetzes (TKG § 107) bedeuten eine diesbezügliche Einschränkung, denn seit 1. März 2006 dürfen e-Mail-Zusendungen ausschließlich mit dem Einverständnis der EmpfängerInnen zugesendet werden. Sollten Sie keine weiteren Informationen des Kulturrat Österreich beziehen wollen, so ersuchen wir Sie um eine kurze Verständigung. ================================================ 07 Stellungnahme des Komitees gegen den Kriegsgipfel zu den Ergebnissen bzw. Ablauf des informellen EU-MilitärministerInnentreffens von "Wilfried Hanser-Mantl" ================================================ Medienaussendung: Stellungnahme des Komitees gegen den Kriegsgipfel zu den Ergebnissen bzw. Ablauf des informellen EU-Militärministertreffens in Innsbruck: Das informelle Treffen der EU-MilitärministInnentreffens hat leider alle unsere Befürchtungen erfüllt: Die Fortsetzung des Aufrüstungsprogrammes gemäß Headline-Goal 2010. Diese sieht vor, dass die EU die Fähigkeit erreicht, Kriege wie im Irak und größer, selbst zu führen. Konkret wurde die Aufstellung der Schlachtgruppen (battle groups), die Abarbeitung des aktuellen Meilensteines in diesem Programm, bestätigt. Österreich beteiligt sich – unter klarem Bruch der Neutralität – gemeinsam mit Deutschland und Tschechien an der Bildung einer solchen Schlachtgruppe. Das sind Spezial-Elitetruppen, die innerhalb weniger Tage an jedem Punkt der Erde einsatzbereit sein sollen. Weiters beteiligt sich Österreich an der Bildung eines stehenden europäischen Heeres mit einem Mindestanteil von 3.000 SoldatInnen. Es wurde ein Einsatz im Kongo ins Auge gefasst. Wir lehnen einen solchen Einsatz ab, weil es dabei nicht um die Sicherung von Demokratie geht, wie behauptet wird. Die Beteiligung der ehemaligen Kolonialmacht Belgien, die Sicherung der Ölrechte an der schmalen Küste durch den Ölkonzern TOTAL, die Aktivitäten der deutschen Gesellschaft für Elektrometalle, die Bodenschätze Pyrochlor, Coltan (für die Gewinnung von Taltan, das in unseren Handies steckt) und Zinnerz sowie die strategische Position des Kongo deuten auf ganz andere Motive hin. Kathastropeheinsätze wären super, aber dazu braucht es keine Raketen, Schlachtgruppen usw., sondern medizinische Hilfe, Trinkwasseraufbereitung, Brücken, logistische Versorgung, Nahrungsmittelversorgung, Kommunikation usw. Militär ist dazu nicht erforderlich. Vom Aufbau einer zivilen Hilfsorganisation bzw. der Verstärkung bestehender privater war nicht die Rede. Genauso wichtig ist das, was nicht behandelt wurde: Vor 3 Jahren haben in Innsbruck 3 x 2.000 Menschen gegen den mit erlogenen Begründungen gerechtfertigten Krieg gegen den Irak demonstriert. Beim EU-Minstertreffen waren mehrere Kriegsminster vertreten, die immer noch Truppen im Irak stationiert haben, insbesondere Großbritannien, Tschechien, Italien und Polen. Nur Spanien hat in der Zwischenzeit seine Truppen zurückgezogen, weil die Regierung, die sich am Krieg beteiligt hat, deswegen abgewählt wurde. Der Rückzug aus dem Irak oder eine Kritik an Ländern, die sich immer noch an der Besetzung des Irak beteiligen, waren kein Thema. Auch nicht die Folterpraxis in Afghanistan, Guantanamo oder Abu Ghraib. Zumindest in letztere ist auch der britische Geheimdienst verstrickt. Die Flugzeugentführungen und Folterungen von Menschen, die ohne Prozess des Terrrorismus verdächtigt werden. Mehrere europäische Länder sind darin verstrickt. Laut UN-Entwicklungsprogramm 2004 wären jährlich ca. 80 Mia. Dollar, die gezielt eingesetzt werden, über 10 Jahre notwendig, um die gesamte Menschheit von elementaren Geiseln zu befreien: Damit könnte erreicht werden, dass die gesamte Menschheit über genügend Nahrung, sauberes Trinkwasser, elementare Schulbildung, elementare Gesundheitsversorgung, gynäkologische Versorgung und Geburtshilfe und ein Dach über dem Kopf verfügt. Das Rüstungsbudget hat inzwischen weltweit die 1.000 Mia. Dollar-Grenze überschritten. Es handelt sich also nur um 8% der Rüstungsausgaben oder um den Betrag, der jährlich mehr für Rüstung ausgegeben wird! Warum schlägt keiner der Militärminister etwas dazu vor? Auch befremdet es, wenn Herr Minister Platter zum Abschluss den Befehl zur Schnapsausgabe gibt. Ist das ein sinnvolles Signal an die Jugend und Bevölkerung, wenn bekannt ist, dass viele SoldatInnen während des Militärdienstes alkoholabhängig werden? Kontaktadresse: Mag. Wilfried Hanser-Mantl Salvatorg. 2a 6060 Hall Tel. 0676/ 630 5500 E-Mail: w.hanser at gmx.at ================================================ 08 Sudan: AU-Kommissionspräsident in Berlin - UN-Friedenstruppen für Darfur jetzt! von "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================ > GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER > PRESSEMITTEILUNG Göttingen/Berlin, den 09.03.2006 > > Außenminister Steinmeier empfängt Präsident der AU-Kommission > Appell an Afrikanische Union: UN-Friedenstruppen für Darfur jetzt! > > Anlässlich des Besuches des Präsidenten der Kommission der > Afrikanischen Union (AU), Alpha Oumar Konaré, in Berlin am heutigen > Donnerstag appelliert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) an > die AU, den Einsatz von UN-Friedenstruppen in Darfur im Westen des > Sudan nicht zu blockieren. "Jede weitere Verzögerung einer > Stationierung von Blauhelmsoldaten wird mehrere tausend Menschenleben > im Monat kosten", warnt der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius. Nicht > Staatsräson, sondern Menschlichkeit zähle bei der Entscheidung über > die Zukunft der Darfur-Mission der AU am Freitag. Dann wird der > Friedens- und Sicherheitsrat der AU in Addis Abeba darüber > entscheiden, ob die Darfur-Mission der AU wie geplant auf die > Vereinten Nationen übertragen wird. Die sudanesische Regierung hatte > sich in den vergangenen Tagen massiv gegen eine Stationierung von UN- > Blauhelmsoldaten im Westen des Sudan ausgesprochen. > > Die Lage in Darfur wird auch im Mittelpunkt des heutigen Gesprächs > von Außenminister Frank-Walter Steinmeier mit dem Präsidenten der AU- > Kommission stehen. Konaré hatte am Mittwoch bereits in Brüssel mit > der Europäischen Kommission, den Vereinten Nationen, den USA und dem > sudanesischen Vizepräsidenten Ali Osman Mohamed Taha über die > Modalitäten einer Darfur-Mission der Vereinten Nationen beraten. > Grundsätzlich hatte sich die AU am 12. Januar 2006 bereit erklärt, > ihre Mission auf die UN zu übertragen. Doch der Sudan hatte in den > letzten Tagen mit seinem Rückzug aus der AU gedroht, sollte die AU > der Bitte des UN-Generalsekretärs nachkommen und den Weg für einen > Blauhelm-Einsatz freimachen. > > Ein UN-Einsatz sei kein Ausdruck des "Neokolonialismus", wie der > Sudan behaupte, sondern die Folge systematischer und fortgesetzter > Verletzungen grundlegender internationaler Konventionen zum Schutz > der Zivilbevölkerung durch die Regierung in Khartum, sagte Delius und > forderte: "Die internationale Staatengemeinschaft darf sich nicht > länger vom Sudan einschüchtern und hinhalten lassen. Bis zu 400.000 > Menschen sind der Verzögerungstaktik der sudanesischen Führung und > ihrer unmenschlichen Politik in Darfur bislang zum Opfer gefallen. > Der AU-Mission ist es in den letzten 23 Monaten nicht gelungen, den > Schutz der Zivilbevölkerung im Westen des Sudan spürbar zu > verbessern." Aus diesem Scheitern müssten nun endlich Konsequenzen > gezogen werden. Denn schließlich gehe es in Darfur nicht um ein > Planspiel zur regionalen Konfliktlösung, sondern ganz konkret um das > Leben hunderttausender Menschen. > > Die AU sei von Beginn an mit dieser Mission überfordert gewesen und > jeder habe dies auch gewusst. So sei schon wenige Wochen nach > Eintreffen der AU-Beobachter in Darfur deutlich geworden, dass die > sudanesischen Behörden mit ihnen ein Katz-und-Maus-Spiel betrieben, > indem sie zum Beispiel die Einreise der AU-Vertreter behinderten und > ihren Hubschraubern den Treibstoff verweigerten. > > Für Nachfragen ist der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius auch > erreichbar unter Tel. 0160 95 67 14 03. > ====================================================== > Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) > Inse Geismar, Pressereferentin > Postfach 2024, D-37010 Goettingen > Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 > E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ================================================ 09 Newsletter andersrum.gruene.at von Andersrum Newsletter ================================================ ******************************************** Newsletter andersrum.gruene.at mit den neuen Headlines seit 2. 3. 2006 09:01 ********************************************* ******* INHALT ******* - Solidarität mit Opfer von transphober Gewalt - Neues Telekommunikationsgesetz - FRAUEN.MACHT - 10 Jahre Grüne andersrum - Tolles Ergebnis für Van der Bellen - Protestschreiben an russischen Botschafter - Antrag bzgl. Namensänderungsgesetz - Ausschreibung für den agpro Förderpreis 2006 ***************************************** *** Solidarität mit Opfer von transphober Gewalt *** 08. März 2006 Wir unterstützten die Mahnwache für in Portugal ermordete Transsexuelle. http://www.gruene-andersrum.at/international/artikel/lesen/5538/ ***************************************** *** Neues Telekommunikationsgesetz *** 07. März 2006 Unsere EmpfängerInnen des Newsletters der Grünen Andersrum haben sich entweder auf der Website oder bei Veranstaltungen eingetragen. Das Ein- und Austragen ist ganz einfach. Wir erklären wie es geht. http://www.gruene-andersrum.at/andersrumgrueneat/kultur_medien/artikel/lesen /5519/ ***************************************** *** FRAUEN.MACHT *** 06. März 2006 http://wien.gruene.at/frauen/artikel/lesen/5488/ ***************************************** *** 10 Jahre Grüne andersrum *** 06. März 2006 Präsentation der Grünen andersrum auf dem BUKO in Linz. http://www.gruene-andersrum.at/oesterreich/artikel/lesen/5499/ ***************************************** *** Tolles Ergebnis für Van der Bellen *** 04. März 2006 http://www.gruene.at/topstories/artikel/lesen/5478/ ***************************************** *** Protestschreiben an russischen Botschafter *** 02. März 2006 Wir fordern Einhaltung des Grundrechts auf Versammlungsfreiheit. http://www.gruene-andersrum.at/international/artikel/lesen/5465/ ***************************************** *** Antrag bzgl. Namensänderungsgesetz *** 02. März 2006 Am 25.1.2006 haben die Grünen gemeinsam mit der SPÖ einen Initiativantrag zur Änderung des Namensänderungsgesetzes eingebracht. Am 2.3. 2006 erfolgt eine Erste Lesung des Gesetzesantrags im Plenum... http://www.gruene-andersrum.at/oesterreich/artikel/lesen/5457/ ***************************************** *** Ausschreibung für den agpro Förderpreis 2006 *** 02. März 2006 Studien zur Homosexualität in den Bereichen Wirtschaft, Recht und Gesellschaft. http://www.gruene-andersrum.at/oesterreich/artikel/lesen/5455/ ============================ http://andersrum.gruene.at/ ============================ Diese E-Mail wurde dir geschickt, weil du den Newsletter andersrum.gruene.at abonniert hast. Newsletter abbestellen? E-Mail an: newsletter-andersrum-unsubscribe at listen.gruene.at Fragen? E-Mail an: newsletter-andersrum-request at gruene.at ================================================ 10 Mosambik-Info 28, 09.03.2006 von "Peter Pils" ================================================ Mosambik- Info 28, 09.03.2006 KoordinierungsKreis Mosambik Inhalt: 1. Karikaturenstreit verdeutlicht Differenzen unter Muslimen 2. Auswirkungen der EU- Zuckermarktreform 3. Wieder Flutalarm am Zambezi 4. Schwierigkeiten bei Einführung des zweisprachigen Unterrichts 5. Parlament tagt hinter verschlossenen Türen 1. Karikaturenstreit verdeutlicht Differenzen unter Muslimen Nachdem im vergangenen Monat die Zeitung "Savana" die umstrittenen Mohammed- Karikaturen nachdruckte, kam es zu spontanen Protesten der muslimischen Gemeinden (siehe Mosambik-Info 23). Trotz dieser gemeinsamen Empörung über die Karikaturen, sind sich die Muslime in ihrem weiteren Vorgehen nicht einig. So war für die einen die Entschuldigung von Savana ausreichend, die anderen bestehen aber auf einen Boykott der Zeitung bis zum Rücktritt des Direktors Kok Nam und des Redakteurs Fernando Goncalves. Muslime sind, mit einem Anteil von ca. 18% der Gesamtbevölkerung, einflussreiche Mitglieder der mosambikanischen Gesellschaft. Die Mehrheit lebt in den nördlichen Provinzen Nampula, Zambézia und Cabo Delgado. Neuerdings ist auch ein verstärkter Einfluss von zugewanderten Muslimen aus Asien zu verzeichnen, welche den Einzelhandel in Maputo dominieren. So zeigt sich ein westlicher Diplomat beunruhigt über eine radikalere Form des Islams, der sich in der mosambikanischen Gesellschaft ausbreite. Sheik Cassimo, ein Mitglied des Muslimischen Rates, widerspricht dieser Aussage und vertritt die Ansicht, dass die zugezogenen Muslime keinen Einfluss auf wichtige Entscheidungen hätten. Zudem weist er eine auf Reichtum basierende Spaltung der muslimischen Gemeinde zurück: "In religiösen Angelegenheiten können die Reichen nicht ohne die Armen entscheiden. Es gibt keine Spaltung, es herrscht Einigkeit zwischen uns." Bayano Valy, ein mosambikanischer Journalist und Muslim, widerspricht mit der Aussage, dass "es eine grundlegende ethnische Trennung zwischen den reichen Leuten asiatischer Abstammung gibt, die im Namen der afrikanischen Muslime sprechen." Er betont, dass die mosambikanischen Muslime traditionellerweise einer liberalen Schule angehören. Diesen würde aber in der Debatte über die Entschuldigung Savanas nicht die Möglichkeit gegeben sich zu äußern. Neto, ein in Europa geborener afrikanischer Muslim betont den Unterschied zwischen der älteren und der jüngeren Generation. Er sagt, dass die ältere Generation einen eher diskreten Islam wolle, die jüngere Generation hingegen verfolge die Anerkennung ihrer Identität. 2. Auswirkungen der EU-Zuckermarktreform Die stellvertretende Landwirtschaftsministerin Mosambiks, Catarina Pajuma, sprach am Montag davon, dass die Beschlüsse der EU den garantierten Abnahmepreis des Zuckers der AKP-Staaten (Afrika, Karibik und Pazifik) zu reduzieren negative Konsequenzen für die mosambikanischen Zuckerexporte zur Folge hätten. Zur finanziellen Unterstützung der AKP-Länder, die zu den Unterzeichnern des AKP-EU Zuckerprotokolls gehören, kündigte die EU ein Packet von 40 Millionen Euro an. Um die Zuckerproduzenten für weitere sieben Jahre zu unterstützen, müssen die Länder bis Ende April eine formelle Anfrage vorlegen, aus der hervorgeht warum die Länder das Geld benötigen und der einen Aktionsplan für den Zuckersektor beinhaltet. Laut Pajume sind seit dem Ende des Destabilisierungskrieges im Jahr 1992 insgesamt über 300 Millionen US- Dollar an Investitionen (hauptsächlich aus Mauritius und Südafrika) in die vier funktionierenden Zuckerplantagen und -fabriken geflossen. Innerhalb von fünf Jahren stieg die Zuckerproduktion von 39.000 Tonnen (1998) auf 265.000 Tonnen (2005). Bis zum Jahr 2008 wird sogar eine weitere Steigerung auf 325.000 t pro Jahr erwartet. Momentan schafft der Sektor Zucker Arbeit für 30.000 Personen. Nach Pajume leistet dieser Industriezweig einen wertvollen Beitrag zur Linderung der absoluten Armut. So verarbeiten die Kompanien nicht nur ihr eigenes angebautes Zuckerrohr, sondern steigern mit dem Ankauf von Zuckerrohr das Einkommen von Kleinbauern. Zusätzlich nehmen die Gesellschaften eine bedeutende soziale Rolle ein, indem sie Häuser, Gesundheitsversorgung und Schulen für die Arbeiter und deren Familien bereitstellen. Vorteilhaft könnten sich die Abschaffung der Quotenregelung und auch die der festgelegten Preise auswirken. Vom Jahr 2009 an wird Mosambik durch die EBA- Initiative (EBA: Everything but Arms; alles außer Waffen) als einer der LDC- Staaten (Least Developed Countries: die ärmsten Entwicklungsländer) einen quoten- und zollfreien Zugang zum EU- Markt besitzen. Die direkten Wirkungen der EU-Reform sind gering, da die 6.000 Tonnen Quotenregelung nicht sehr signifikant sind im Vergleich zu einer Gesamtproduktion von 265.000 Tonnen. Dennoch haben die Unsicherheiten, welche die EU-Reform umgeben, zu einer Verlangsamung der Investitionen in die mosambikanische Industrie geführt. Teilweise weil die Höhe der zukünftigen Preise unklar ist, teilweise aufgrund der verspäteten Öffnung des EU- Marktes für mosambikanischen Zucker. 3. Wieder Flutalarm am Zambezi In den letzten Tagen hat es in weiten Teilen des Landes wieder heftig geregnet und zahlreiche Flüsse sind stark angeschwollen. Nach einer letzten Meldung der Nationalen Wasserbehörde (DNA) ist der Zambezi an mehreren Stellen über das Flutwarnungsniveau angestiegen. Der Wasserstand des Zambezi hängt stark vom Stausee Cahora Bassa ab. Der See ist mit einem Wasserstand von 324,15 m fast voll. Die Wasserstände der Flüsse im Süden des Landes, die am Wochenende über Flutwarnungsniveau angestiegen waren, sinken langsam wieder ab. Wolkenbruchartige Regenfälle machten die Nationalstraße, die den Norden und den Süden des Landes verbindet, auf der Strecke zwischen Muxungue (Sofola) und Inchope (Manica) in Zentralmosambik unpassierbar. Die Regenfälle hinderten 50 auf der Straße stecken gebliebene Trucks an der Weiterfahrt. 4. Schwierigkeiten bei Einführung des zweisprachigen Unterrichts Der Bildungsminister Aires Aly Mosambiks sprach sich am Dienstag auf einer internationalen Konferenz für zweisprachige Erziehung für die Rechte der Kinder in ihrer Muttersprache unterrichtet zu werden aus. Unter den Kolonialherren war die alleinige Unterrichtssprache Portugiesisch, was bis zum Jahr 2003 (28 Jahre nach der Unabhängigkeit!) beibehalten wurde. Und das, obwohl Portugiesisch den meisten mosambikanischen Kindern, hauptsächlich auf dem Land, vollkommen fremd ist. Diese Sprachenpolitik führte zu hohen Misserfolgsquoten, obwohl die Unabhängigkeit einer großen Menge von Kindern erstmals den Schulbesuch ermöglichte. Unter weitreichenden Reformen wurde der zweisprachige Unterricht im Jahr 2003, wenn auch in sehr wenig Schulen, eingeführt. Daten des Zensus von 1997 belegen, wie wichtig eine Einführung des Unterrichts in der jeweiligen Muttersprache in den Grundschulen ist. So bezeichnen lediglich 6.5% der Bevölkerung Portugiesisch als ihre Muttersprache und 8.8% sprechen es regelmäßig zu Hause. Nur 39.6% besitzen Kenntnisse der portugiesischen Sprache, lediglich 25.4% der Bevölkerung auf dem Land und davon nur 15.6% der Frauen. Trotz der Verpflichtung der mosambikanischen Regierung, zeigt das Programm nur sehr langsam Veränderungen. So nutzen bis jetzt lediglich 29 von ca. 8.000 Grundschulen die bilingualen Programme. Der Rest der Grundschüler wird immer noch in Portugiesisch unterrichtet. 5. Parlament tagt hinter verschlossenen Türen Das mosambikanische Parlament traf sich am Montag in einer geschlossenen Sitzung, um einen Bericht der Petitionskommission zu diskutieren. Dies ist ein Bruch zu der vorherigen Praxis, bei der die Presse und Öffentlichkeit bei der Diskussion der Papiere anwesend sein konnte. Nach Aussagen von FRELIMO tun sie dies, um die "Ehre und den guten Namen" einiger in dem Bericht erwähnten Personen zu schützen. Das letzte Mal wurde eine geschlossene Sitzung auf Verlangen der RENAMO im April 2002 durchgeführt, bei der es um den Bericht über die Aufstände des 9.November 2000 in Montepuez in der Provinz Cabo Delgado ging, bei denen 41 Personen starben. Es wird allerdings damit gerechnet, dass die Inhalte des Berichtes trotz der nichtöffentlichen Sitzung bekannt werden. "Bei 250 Abgeordneten und all den Parlamentsangestellten kann man keine Geheimnisse wahren," teilte ein RENAMO-Abgeordneter der Presse mit. Quellen: IRIN News, Expresso África, allafrica.com ================================================ 11 Neue Publikation: Medien. Macht. Meinung. von Zukunfts- und Kulturwerkstätte ================================================ Wenn Sie diesen Newsletter nicht im HTML-Format sehen können, klicken Sie bitte hier Zukunfts und Kulturwerkstätte Newsletter 6/2006 ================================================= Die neueste Publikation der Zukunfts- und Kulturwerkstätte ist soeben erschienen: Medien. Macht. Meinung. Journalist Lectures (7 -10) Der Wettbewerb um Schlagzeilen, immer neue Strategien zur Bindung von Aufmerksamkeit, aber auch der wachsende ökonomische Druck sind ernstzunehmende "Gegenspieler" verantwortungsvoller, unabhängiger und kritischer Medien. Medienprofis aus dem In- und Ausland analysieren die aktuelle Situation und geben spannende Einblicke in ihr journalistisches Arbeitsumfeld. Hg.: Zukunfts- und Kulturwerkstätte / Friedrich Austerlitz-Institut für JournalistInnenausbildung Wien 2006, 79 Seiten, ISBN 3-901485-25-2, Euro 5,- Medien. Macht. Meinung. Journalist Lectures (7-10) > Bestellungen via Antwortmail oder telefonisch: 01/513 86 82 * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Aus dem Inhalt: > Vorwort Manfred Lang > Einleitung Monika Juch > Politik. Macht. Meinung. Wie unpolitisch kann Journalismus sein? Bascha Mika > Geld. Macht. Meinung. Wer bestimmt die Spielregeln in der Medienlandschaft? Siegmar Schlager > Bild. Macht. Meinung. Die Sprache der Bilder in den Medien Peter Bitzer > Ethik. Macht. Meinung. Wieviel Voyeurismus braucht die Aufmerksamkeit? Petra Grimm * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Autorinnen und Autoren: Peter Bitzer, laif Agentur für Photos & Reportagen GmbH Petra Grimm, Hochschule für Medien, Stuttgart Monika Juch, Zukunfts- und Kulturwerkstätte Manfred Lang, Friedrich Austerlitz-Institut für JournalistInnenausbildung Bascha Mika, Chefredakteurin der taz, Berlin Siegmar Schlager, Geschäftsführer der Falter Verlagsgesellschaft mbH * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * > Nähere Infos unter: Zukunfts- und Kulturwerkstätte Schönlaterngasse 9, 1010 Wien Tel.: 01/513 86 82 www.diezuk.at zuk at spoe.at An- und Abmeldung des Veranstaltungsabos: Gehen Sie bitte auf die Seite www.diezuk.at/online/page.php?P=10180 Impressum/Offenlegung gem. §§ 24, 25 MedienG: www.diezuk.at/online/page.php?P=10942 ================================================ ================================================ C) TERMINE ================================================ Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/1003.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/1103.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/1203.htm ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) einige Beitraege nicht WR, bzw. nicht mehr aktuell, Doubletten. Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 22.30 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Tue Mar 14 10:09:43 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Tue, 14 Mar 2006 10:09:43 +0100 Subject: widerst@nd! - MUND: Dienstag, 14.3.2006 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! Dienstag, 14.03.2006 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 11.3.-18.4.: Veranstaltungen im Rahmen von Verborgene Geschichte/n Initiative Minderheiten Newsletter ================================================== 02 14.3.: Diskussionsveranstaltung der Gegenargumente "gegenargumente" ================================================== 03 16.3.-8.6.: Vorträge: Religionskritik Café Critique ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 04 Folter in der Slowakei (Teil 2) Asyl in Not ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 05 Eng/Dt.- Invitation to open discussion: Living in the globalized apartheid of Europe. "The VOICE Refugee Forum" ================================================== 06 [womeninblack] March 8th, Belgrade angela mores ================================================== 07 Kongo / Kindersoldaten: Versachlichung der Debatte um Bundeswehreinsatz gefordert "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================== 08 Eine Mauer des Schweigens. Irakische Frauen zwischen Terror und Hoffnung WADI Austria ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 09 N E U E R S C H I E N E N : "Bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen" (1993 - 2005) 13. aktualisierte Auflage "ARI_DOKUMENTATION_in_NewYorck59" ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 11.3.-18.4.: Veranstaltungen im Rahmen von Verborgene Geschichte/n Initiative Minderheiten Newsletter ================================================== Verborgene Geschichte/n remapping Mozartn Projekt von WIENER MOZARTJAHR 2006 Konfiguration I: Wer alles zu verlieren hat, muss alles wagen! ORT: Bösendorfer Klavierfabrik, Habig-Foyer Graf Starhemberg-Gasse 14, 1040 Wien Öffnungszeiten Di 11-17 Uhr, Mi - So 13-19 Uhr 15. bis 17. April 2006 geschlossen Veranstaltungen: Sa., 11. März 2006, 16 Uhr Kuratorinnenführung mit Araba Evelyn Johnston-Arthur und Luisa Ziaja Sa., 11. März 2006, 17 Uhr KünstlerInnengespräch mit Gülsün Karamustafa (Istanbul) und Arif Akkl Ñ(Wien) Sa., 11. März 2006, 19 Uhr The allure of the harem: Orientalism and the European imagination, Vortrag von Reina Lewis (London) Mi., 15. März 2006, 19 Uhr Nationale Mythenbildungen Mozart und die "Kulturnation" Österreich, Vortrag von Oliver Rathkolb (Wien) Mi., 22. März 2006, 19 Uhr Zur Hybridität und darüber hinaus, Filmpräsentation mit einer Einführung von Boris Buden (Berlin) Whose is this song?, Regie: Adela Peeva, 70 min, Bulgarien 2003 Mo., 27. März 2006, 19 Uhr Auf der Bühne des Politischen. Die Straße, das Theater und die politische Ästhetik des Erhabenen Vortrag von Oliver Marchart (Wien/Basel) Fr., 7. April 2006, 19 Uhr Darstellungstraditionen Schwarzer Frauen auf der Bühne und emanzipatorische Gegenbilder Podiumsgespräch mit Beatrice Achaleke (Wien), Belinda Kazeem (Wien), Noah Sow (Hamburg), Moderation: Claudia Unterweger (Wien) Mi., 12. April 2006, 19 Uhr Walking the colour line. Schwarze Kunst und Weiße Mythen, Vortrag von Christian Kravagna (Wien) Di., 18. April 2006, 14 Uhr Kuratorinnenführung mit Araba Evelyn Johnston-Arthur und Luisa Ziaja Di., 18. April 2006, 19 Uhr Die Bühne als Ort widerständiger politischer Praxis, Podiumsgespräch mit Aret Güzel Aleksanyan (Wien), Marty Huber (Wien), Gini Müller (Wien) Details zu den Veranstaltungen per mail an: remapping.mozart at initiative.minderheiten.at www.remapping.mozart.mur.at ***** Newsletter der Initiative Minderheiten Gumpendorfer Straße 15/13 A-1060 Wien Tel. 586 12 49-18 Fax 586 82 17 http://www.initiative.minderheiten.at http://www.gastarbajteri.at ***** ================================================== 02 14.3.: Diskussionsveranstaltung der Gegenargumente "gegenargumente" ================================================== GEGENARGUMENTE - Diskussionsveranstaltung im Cafe Siebenstern Die Meinungsfreiheit - was sie ist und wem sie nützt, oder: Einige Argumente gegen den guten Ruf der Meinungsfreiheit Dienstag den 14.3. um 19:00 im Café Siebenstern, in der Siebensterngasse 31, 1070 Wien Die Medien, die sog. "4. Gewalt" in der Demokratie, als die maßgeblichen Nutznießer des Rechts auf Meinungsfreiheit bringen unbekümmert und ziemlich sendungsbewusst einige vordergründig durchaus widersprüchliche Momente unter einen Hut: Von ihrer Überzeugung, hierzulande im Reich der Meinungsfreiheit zu hausen, lassen sie sich nicht so schnell abbringen, schon gar nicht von der allseits bekannten und begrüßten Tatsache, dass neulich ein Ausländer für nichts als eine verbotene Meinung zum Thema "Auschwitz" zu drei Jahren Haft verurteilt wurde. Dass die "Herabwürdigung religiöser Lehren" (§ 188 StGB) hierzulande verboten und mit "Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten" (ebd.) belegt ist, das tut der Meinungsfreiheit nach Meinung der Profis der öffentlichen Meinung ebenfalls keinen Abbruch. Und ebensowenig das Verlangen mancher Verfechter dieser Meinungsfreiheit, gewissen "Hasspredigern" die ihrige abzudrehen - es sei denn, es handelt sich um eine Hasspredigt in Form einer Karikatur, die eine in Europa etwas suspekte religiöse Lehre herabwürdigen soll. Dann ist der mutige Nachdruck ein Fanal im Kampf der Kulturen, wo die eine - die mit der Meinungsfreiheit - gegen die andere steht, der dieses hohe Gut angeblich fremd ist. Wer soll sich da noch auskennen? Und vor allem, was ist denn an der Geschichte mit der Meinungsfreiheit nun tatsächlich dran? Denn alle obrigkeitlich ohnehin erlaubten Meinungen darf man natürlich auch in jeder Diktatur frei äußern, wohingegen man für die verbotenen erwiesenermaßen auch in der Demokratie belangt wird ... Kein normaler Mensch braucht übrigens von sich aus ein Recht auf Meinungsäußerung. Denn wenn jemand ein Interesse anmelden, ein Urteil bekanntgeben, eine wie auch immer geartete Einsicht mitteilen will, dann braucht er dafür sicher kein Recht. (Bestenfalls braucht er Interessenten, die zuhören, und ev. ein trockenes und warmes Plätzchen wegen der Bequemlichkeit.) Falls er darüber hinaus das eigenartige Bedürfnis entwickelt, solches nicht nur zu TUN, sondern es auch zu DÜRFEN, dann deswegen, weil die ihm übergeordnete Obrigkeit sein Meinen längst zu ihrer Angelegenheit gemacht, es mit ihren sonstigen Angelegenheiten verknüpft und es an ihre Genehmigung geknüpft hat. Die Frage ist, was wurde denn dann - "Sire, geben Sie Gedankenfreiheit!" - eigentlich genehmigt? Zumindest die eine weithin bekannte, als Volksvorurteil überall präsente, mit dieser generösen Genehmigung angeblich untrennbar verbundene Auflage hat mit dem unbefangenen Bedürfnis, etwas mitzuteilen, wieder gar nichts zu tun: Wie jede andere, so ist auch die Freiheit zum Meinen schon sprichwörtlich mit einer "Verantwortung" verbunden und wer immerhin meinen darf, wird damit moralisch zur geistigen Selbstkontrolle verpflichtet. Besteht der Unterschied zur Diktatur also letztlich bloß darin, dass in der Demokratie die mit dem Recht zum freien gegebene Pflicht zum verantwortungsbewußten Meinen den behördlichen Zensor ersetzt? Ganz so schlicht verhält es sich auch wieder nicht. Mehr dazu am 14.3. um 19:00 im Café Siebenstern, in der Siebensterngasse 31, 1070 Wien. ================================================== 03 16.3.-8.6.: Vorträge: Religionskritik Café Critique ================================================== Religions- und Ideologiekritik Eine Veranstaltungsreihe der Studienvertretung Politikwissenschaft an der Universität Wien http://www.univie.ac.at/politikwissenschaft/strv/ 16. 3. 2006, 20 Uhr Religions- und Ideologiekritik Eine Einführung mit Stephan Grigat NIG, Universitätsstr. 7, HS III Karl Marx schrieb 1843: "Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks des Volkes ist die Forderung seines wirklichen Glücks. Die Forderung, die Illusionen über einen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf. Die Kritik der Religion ist also im Keim die Kritik des Jammertales, dessen Heiligenschein die Religion ist." In dem Vortrag soll erläutert werden, inwiefern Religions- und Gesellschaftskritik zusammenhängen, wie sich die Ideologiekritik als Kritik religiöser Vorstellungen entwickelt hat, und warum, wie Marx wußte, die "Kritik der Religion die Voraussetzung aller Kritik" ist. Ausgehend von der Unterscheidung zwischen politischer und allgemeiner Emanzipation soll vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse daran erinnert werden, daß die Verteidigung der bürgerlichen Freiheiten von Leuten wie Ayaan Hirsi Ali, die den Propheten einen perversen Tyrannen nennt, von Hip-Hoppern, die Jesus als "Bastard" titulieren und von israelischen Poplinken, die verkünden, daß der Messias nicht kommen wird, die Voraussetzung jeglicher Bemühung um eine befreite Gesellschaft ist. Zugleich ist zu fragen, warum die beiden Letztgenannten mit Kritik und Empörung leben müssen, Ayaan Hirsi Ali aber mit Mordaufrufen konfrontiert ist. 27. 4. 2006, 20 Uhr Religion als universelle Zwangsneurose Über Vergeistigung im Judentum und Regression im Christentum Vortrag von Gerhard Scheit NIG, Universitätsstr. 7, HS III Nach Sigmund Freud wäre "die Neurose als eine individuelle Religiosität, die Religion als eine universelle Zwangsneurose" aufzufassen. Beide entspringen unerhellten Schuldgefühlen. Religion und Neurose sind damit aber keineswegs gleichgesetzt. So ist das Verhältnis der Religionen zueinander ein wesentlich anderes als das der Neurosen beim Individuum. In der Unterscheidung der Religionen geht nun Freud vom Judentum aus: dessen abstrakte Gottesidee ließ "das Volk Israel alle Schicksalsschläge überstehen"; sie verschmäht "Opfer und Zeremoniell" und fordert stattdessen ein Leben "auf der Grundlage der Gesetze und der heiligen Texte". Das Christentum erscheint demgegenüber als "eine kulturelle Regression": es "hielt die Höhe der Vergeistigung nicht ein", übernahm magische Elemente und stellte die Muttergottheit wieder her. Im Zentrum steht das vergöttlichte, von Jesus verkörperte Selbstopfer, das schließlich auch ein bestimmtes Verhältnis der Individuen zum Staat anbahnt: in der Identifikation mit dem Gekreuzigten entwickelt das Subjekt ganz von sich aus und fallweise ohne Rücksicht auf die Gesetze jene unbedingte Opferbereitschaft, die der Souverän im Ausnahmezustand einfordert. Soweit das Judentum die falsche Versöhnung verweigert, die Christentum und Islam missionarisch im Selbstopfer als Erlösung und Eingang ins Paradies verbreiten, hält es zugleich die Möglichkeit grundlegender Veränderung der Gesellschaft offen. Darin erkennen dann Adorno und Horkheimer den Unterschied dieser Religion zu den anderen: "Hoffnung knüpft sie einzig ans Verbot, das Falsche als Gott anzurufen, das Endliche als das Unendliche, die Lüge als Wahrheit." 18. 5. 2006, 20 Uhr "Die Knechtschaft aus Überzeugung" Über die protestantische Modernisierung des Katholizismus Vortrag von Florian Ruttner NIG, Universitätsstr. 7, HS III Religionskritik heute steht vor dem Problem, daß sie meist mit einer "Religion aus zweiter Hand" konfrontiert wird, die sich mit Äußerungen wie der, daß es doch schön sei, an irgend etwas zu glauben, um eine Auseinandersetzung mit den Inhalten und Widersprüchen der einzelnen Glaubensrichtungen herumdrückt. Sonst könnte es ja jemanden auffallen: Wenn der Papst begeisterten jungen Menschen in Köln erklärt, daß das größte Geheimnis des katholischen Glaubens in der Wandlung der Hostie läge, so verweist er unfreiwilligerweise auf die Elemente magischen Denkens im Katholizismus, die diesem innewohnen, auch wenn er einen partiellen Fortschritt gegenüber einem Polytheismus darstellt. Demgegenüber erscheint der Protestantismus als liberalere und aufgeklärtere Variante des christlichen Glaubens. Es soll gezeigt werden, daß und wie das magische Denken von Luther nicht abgeschafft, sondern modernisiert und rationalisiert wird, wie äußere Autorität internalisiert wird und wie diesem Denken Luthers Hexenwahn und Antisemitismus entspringen. 8. 6. 2006, 20 Uhr Der Islam als politische Religion - Unterwerfung als Programm? Vortrag von Florian Markl NIG, Universitätsstr. 7, HS III Ebenso wie es im Katholizismus verschiedene Strömungen oder Orden gibt, die sich auf einen Kern gemeinsamer dogmatischer Behauptungen stützen, existiert auch im Islam die Differenz nur vor dem Hintergrund der Gemeinsamkeit. Sobald jedoch wieder einmal unter Berufung auf den Propheten und seine Lehre Geiseln geköpft, Botschaften angezündet oder Menschen in die Luft gesprengt werden, stehen die Apologeten der "Religion des Friedens" bereit: Derartige Grausamkeiten hätten nichts mit dem Islam zu tun, und überhaupt gäbe es ja so viele verschiedene Strömungen, dass von "dem" Islam keine Rede sein könne. Von Seiten so genannter "Islam-ExpertInnen" wird immer wieder der Einwand formuliert, der militante Djihadismus der heutigen Zeit sei nicht mit der islamischen Tradition in Einklang zu bringen. Über Jahrhunderte hinweg sei die islamische Welt die bei weitem fortschrittlichste Zivilisation gewesen. So richtig der Verweis auf die "modernen" Strömungen des Islam historisch auch ist, so notwenig ist es jedoch festzustallen, dass sich gegen diese mit konsequenter Brutalität immer die rückschrittlichsten Bewegungen durchgesetzt haben. Es wäre aber falsch, den Siegeszug des islamischen Fundamentalismus als Prozess der Re-Islamisierung zu bezeichnen, da dies unterstellt, der Islam habe zwischenzeitlich einmal an Bedeutung verloren. Doch die Islamisten, allen voran die Muslimbruderschaft, mussten keine neue Tradition erfinden, sondern konnten erfolgreich an ohnehin vorhandene Traditionen anknüpfen und diese für ihre von Märtyrerkult, Gewalt und Antisemitismus geprägte "Re-Politisierung des Sakralen" benützen. Bei genauerer Betrachtung bleibt also nicht viel übrig, das den Anspruch einer "Religion des Friedens" begründen könnte. Impressum: Café Critique Verein für Gesellschafts- und Kulturkritik Wickenburggasse 16/5 A-1080 Wien Email: cafe.critique at gmx.net Web: http://www.cafecritique.priv.at ###################### Zur Finanzierung unserer Aktivitäten sind wir auf Spendengelder angewiesen. Bank Austria - Creditanstalt Nr. 00740 381 330 BLZ 12000 Verwendungszweck: Café Critique IBAN: AT30 1200 0007 4038 1330 BIC: BKAUATWW ######################### ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 04 Folter in der Slowakei (Teil 2) Asyl in Not ================================================== Im "sicheren Dublin-Staat" Slowakei wird weiter gefoltert Immer mehr Klienten berichten über menschenverachtende Zustände Die Foltermeldungen über den "sicheren" Dublin-Staat Slowakei reißen nicht ab. Nachdem erst in der letzten Woche Flüchtlinge von schweren Misshandlungen durch slowakische Polizisten berichtet haben, haben uns nun neue Meldungen erreicht. Eine Gruppe von 5 Flüchtlingen berichtete ebenfalls, in einem slowakischen Lager oder Gefängnis (so genau konnten sie das nicht sagen) misshandelt worden zu sein. Alle fünf waren zusammen eingesperrt und haben sich in Österreich wieder getroffen. So berichtet Herr B. aus der Türkei: Nach meine Einreise in die Slowakei "wurden wir in Haft gebracht. Es wurden keine Fragen gestellt. Am Anfang waren in dem Gefängnis oder Flüchtlingslager 40 Leute, nach einem Monat waren wir 200." Das Lager war also völlig überbelegt. Herr B. erzählte auch, dass im Laufe der Zeit 80 Prozent der Insassen krank wurden, weil das Lager "schmutzig war". Aufgrund der extrem dramatischen Situation in dem Lager begann Herr B. einen 20tägigen Hungerstreik. "Ich war im Hungerstreik und wurde nach 20 Tagen noch immer geschlagen auf die Hände und Füße. Die Beamten haben auch die Hunde im Lager Insassen beißen lassen. Als ich gefragt habe, warum sie das machen, sagten sie: "Die Hunde müssen auch lernen." Herr I. ergänzt: "Wenn jemand einen Hungerstreik macht, kommen die und lachen dich aus." Der psychische Druck wurde für Herrn B. schließlich so groß, dass er versuchte, Selbstmord zu begehen. Herr I: "Wir können alle bezeugen, dass Herr B. Selbstmord machen wollte. Wir haben dann die Wache gerufen, aber die haben gesagt: 'Wir kommen, wenn er tot ist. Ruft uns dann.' Wir haben ihm dann geholfen. Das war am frühen Abend. Um Mitternacht brach im Lager dann Panik aus, dann haben die Beamten ihn ins Krankenhaus gebracht. Das war nicht der einzige Selbstmordversuch. Auch ein Jugendlicher hat versucht, sich zu töten" Herr I. berichtet, dass es im Lager keinerlei medizinische Unterstützung gegeben habe. "Ich habe darum gebeten, dass wir noch gesunden Insassen von den kranken getrennt untergebracht werden, aber das wurde uns verweigert. Die einzigen Tabletten, die sie bekommen hätten, seien vermutlich Schmerzmittel gewesen. Neben der medizinischen Unterversorgung berichtete die Gruppe übereinstimmend, "alle" in dem Lager seien geschlagen worden. "Sie haben mich geschlagen, wenn sie das Essen gebracht haben. Sie hatten auch immer Gaspistolen oder eine ähnliche Gaswaffe. Sie haben mir gesagt, dass ich noch "um die Deportation betteln" werde. Ein junger Insasse des Lager, der jetzt ebenfalls in Österreich ist, berichtet: "Ich habe zum Direktor gesagt, dass ich minderjährig bin und dort nicht bleiben kann. Der Direktor sagte zu mir: 'Das ist gut für dich, dann wirst du psychisch krank und bekommst einen Platz in der Psychiatrie.' Die Klienten saßen zwei Stunden lang bei Asyl in Not und berichteten noch weitere Grausamkeiten, die sie und andere Flüchtlinge in der Slowakei erdulden mussten. Klingt das nach einem Land, das für Flüchtlinge sicher ist? Asyl in Not Währingerstraße 59 1090 Wien Tel.: 408 42 10-15, 0676 - 63 64 371 www.asyl-in-not.org Spendenkonto: Asyl in Not, P.S.K., Kontonummer 92.034.400 ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 05 Eng/Dt.- Invitation to open discussion: Living in the globalized apartheid of Europe. "The VOICE Refugee Forum" ================================================== Dear all, Here is the invitation to the open meeting and discussion on the struggle of refugees and migrants for freedom of movement. Your comments and interest to support the events will be appreciated. thanks osaren Igbinoba + + Hallo alle zusammen, hier ist nun die Einladung zum offenen Treffen und Diskussion über den Kampf von Flüchtlingen und Migranten für Bewegungsfreiheit. Eure Beiträge und euer Interesse sind wichtig um die Veranstaltung zu einem Erfolg werden zu lassen. Danke osaren Igbinoba --------------- Living in the globalized apartheid of Europe. Deportation by all means - Are democracy and freedom a global order or a national order? Invitation to open discussion We wish to invite activists, political critics, supporters and donors to join us and to participate with the activists in The VOICE Refugee Forum network for the ongoing political campaign events with discussions on the chances to strengthening the political community of activists in the different regions of Germany. At 11.00am, on 25.03.06 in Dritte Welt-Haus, Falkstr. 74 60487 Frankfurt am Main Discussions on the actual struggles of the refugees and migrants for freedom of movement Exchange of information with the participants on the call of the meeting. For Comments and inputs on: The ongoing resistance in solidarity with the struggles of the refugees and migrants in Germany against state criminalisation and their exploitation here in Europe and in the home countries of migrants. The experiences of refugees and migrants in the autonomy of our resistance and struggles against racism and discrimination, including the colonial collaboration with the African reactionary states of the "western global orders" in furthering their exploitations of the continent. The human rights abuses, the tortures and state criminalisation of refugees and migrants by the German state and the militarization of the borders by the fortress Europa regime in their continuous exclusion of refugees from Europe by all means possible through death, murder, imprisonment, deportation, persecution, including their restriction of movement to camps, lager, and discrimination will be part of the regular evaluation in our struggles to reflect the mentality of daily punishment and the reality of the situation of refugees and migrants here. Proposals for Discussions and activities: -Developing the wider perspective and concepts for actions within the political struggle against deportation and restriction of movement in the regions. -For a conference on Deportation to Africa and the exile political protest against the dictatorial regimes in Africa . . . "The Dictators and the colonies". -Meeting on the documentation of refugee protest and resistance of the activists in Germany Annoncement: -Information and mobilisation for Oury Jalloh with the WDR film- documentation "Tod in der Zelle" on his death on 07.01.2005 in Dessau (scheduled to start at 8pm) -The Murder of Oury Jalloh in the police cell breaks the silence against the Police racist conspiracy - a demonstration is planned for 01.04.2006 in dessau (contakt: Aitak - Karawane Frankfurt, Tel: 01632417244. - "Residenzpflicht-Gesetz" versus freedom of movement "A right once extinguished may never be regained". We demand full restoration of this right not only for our purpose today but for future generations and for posterity. " Those who fail to condemn evil, commit it to be done". The dignity of man is non negotiable and must be upheld in all cases. The primary motive of this initiative is to develop a common ground for and with refugees and migrants in the various regions of Germany and in Europe to support The VOICE Refugee Forum and the ongoing campaigns for the rights of refugees and migrants: links to the campaigns: Residenzpflicht/Deporation/oury jalloh; http://www.thevoiceforum.org Osaren Igbinoba - The VOICE Refugee Forum Jena Information about The VOICE Refugee Forum Jena, http://thevoiceforum.org/about, e-mail:thevoiceforum at emdash.org Donation: Förderverein The VOICE e.V., Bankverbindung: Kto.Nr.: 127 829, BLZ: 260 500 01, Sparkasse Göttingen. + + + + Deutsch Leben in der globalisierten Apartheid Europas. Abschiebung um jeden Preis Sind Demokratie und Freiheit eine globale oder eine nationale Ordnung? Einladung zu einer offenen Diskussion Wir möchten politische AktivistInnen und KritikerInnen, UnterstützerInnen und SpenderInnen dazu einladen, gemeinsam mit den Aktivisten im Netzwork von The VOICE Refugee Forum teilzunehmen an den laufenden politischen Kampagnenereignissen sowie an den Diskussionen über die Chancen zur Stärkung der politischen Gemeinschaft von Menschenrechtsaktivisten in den verschiedenen Regionen Deutschlands. Am 25.03.2006, 11:00 Uhr, Dritte Welt-Haus. Falkstr. 74 60487 Frankfurt am Main Diskussionen zum aktuellen Stand des Kampfes der Flüchtlinge und MigrantInnen für uneingeschränkte Bewegungsfreiheit in Deutschland Treffen mit Diskussionen und Workshops zu folgenden Themen: Der aktuelle Widerstand in Solidarität mit dem Kampf der Flüchtlinge und MigrantInnen in Deutschland gegen staatliche Kriminalisierung und ihre Ausbeutung in Europa wie auch in ihren Heimatländern. Die Erfahrungen der Flüchtlinge und MigrantInnen in der Autonomie unseres Widerstands und unseres Kampfes gegen Rassismus, Diskriminierung und gegen die koloniale Kollaboration mit den reaktionären afrikanischen Staaten im Sinne der "westlichen globalen Ordnung" mit dem Ziel die Ausbeutung des Kontinents voranzutreiben. Menschenrechtsverletzungen, Folter und staatliche Kriminalisierung von Flüchtlingen und MigrantInnen durch den deutschen Staat und die Militarisierung der Grenzen durch das Regime der Festung Europa in der kontinuierlichen Ausgrenzung von Flüchtlingen aus Europa mit allen möglichen Mitteln - durch Tod, Mord, Gefangennahme, Abschiebung, Verfolgung, einschließlich der Beschränkung ihrer Bewegungsfreiheit auf Flüchtlingslager, und Diskriminierung - wird Teil der regelmäßigen Evaluation in unseren Kämpfen sein um die allgegenwärtige Bestrafungsmentalität sowie die reale Situation von Flüchtlingen und MigrantInnen hier zu reflektieren. Vorschläge für Diskussionen und Aktivitäten: - Die Entwicklung weiterführender Perspektiven und Konzepte für Aktionen im Kampf gegen Abschiebung und Beschränkung der Bewegungsfreiheit in den Regionen. - Vorbereitungstreffen für eine Konferenz zu Abschiebungen nach Afrika und zu den exilpolitischen Protesten gegen die diktatorischen Regime in Afrika: "Die Diktatoren und die Kolonien." - Treffen zur Dokumentation des Flüchtlingsprotestes und des politischen Widerstandes der Aktivisten in Deutschland Ankündigung: Information und Mobilisierung für Oury Jalloh mit der WDR Film- Dokumentation "Tod in der Zelle" über seinen Tod am 07.01.2006 im Dessauer Polizeigewahrsam. Der Mord an Oury Jalloh in einer Gefängniszelle der Polizei lässt das einvernehmliche Schweigen über die rassistische Verschwörung der Polizei brechen. - Eine Demonstration in Dessau ist für den 01.04.2006 geplant (Kontakt: Aitak - Karawane Frankfurt, Tel: 01632417244.) - "Residenzpflicht-Gesetz" gegen Bewegungsfreiheit "Ist ein Grundrecht erst einmal beseitigt, könnte es für immer verloren bleiben!". Wir fordern die uneingeschränkte Wiederherstellung der menschlichen Bewegungsfreiheit nicht nur für unsere, sondern auch für zukünftige Generationen und die Nachwelt! "Wer das Böse nicht verurteilt, unterstützt dessen Wirken!". Die Würde des Menschen ist nicht verhandelbar und muss unter allen Umständen aufrechterhalten werden! Der primäre Beweggrund für diese Initiative ist es eine gemeinsame Grundlage zu entwickeln für und mit Flüchtlingen und MigrantInnen in den verschiedenen Regionen Deutschlands und in Europa um The VOICE Refugee Forum und die aktuellen Kämpfe der Flüchtlinge und MigrantInnen zu stärken. links: Residenzpflicht/Deporation/oury jalloh; http://www.thevoiceforum.org Osaren Igbinoba - The VOICE Refugee Forum Jena Für mehr Information kontaktieren Sie bitte The VOICE Refugee Forum, Email: thevoiceforum at emdash.org; http://thevoiceforum.org/about: Spende: Förderverein The VOICE e.V., Bankverbindung: Kto.Nr.: 127 829, BLZ: 260 500 01, Sparkasse Göttingen. ================================================== 06 [womeninblack] March 8th, Belgrade angela mores ================================================== Code Pink/ Women in Black, Belgrade Sunny freezing day, 8th of March; at ten sharp we spread our banners in front of the US embassy in Belgrade facing the marines with machine guns and few startled visa seekers: Women Say No to War, Code Pink, Not in our names Not with our Money, Women in Black ...Security gets nervous but since we were on the other side of the street they can only warn us not to take any photos of them: we don't, we take photos of our beautiful selves; it is International Women's Day. A pretty girl approaches us:" Please, I am looking for this very famous hairdresser somewhere here. Dressed in pink and black with fuzzy hairs and funny eyeglasses we must seem the right people to ask. - Who are you, she wonders - We are women for peace - Are you against Americans -We are against all military She gets it in a second: careful gals...they will shoot you from the windows from all sides like pigeons and she runs away... Not really; two women are entering the US embassy to meet the political matters person and deliver him the signatures we collected for the "Women say no to war" Code Pink international action. The meeting goes on for 45 minutes: the embassy person is eager to convince us, he claims he read everything about Code Pink and Women in Black initiatives but he still thinks that peace can be brought by weapons, that powers like US have moral issues to intervene... Oil as blood trail, is that a moral issue? Did you protest when NATO bombed you, he asks No Bush, No Saddam No NATO no Milosevic Back on the streets, to the Russian embassy: Niet, not working day, says the sleepy single guard... We have a letter to deliver, we women for peace, we protest against Putin who fights the Chechens and hosts our war criminals... Ha, says the guard, speaking between Serbian and Russian give it to me, I deliver tomorrow. No machine guns, no security, no official reply or refusal. Russians do not even fake democracy as Americans do. We rush to deliver a press conference on women who write against war, it is well attended, but the press has questions, we have them. In the republic square, a performance follows ; international banners, lots of cameras and a personal security squad led by an elderly policeman not in uniform. He claims he is in charge of our safety and seems proud of it. Until recently police were are main source of danger though. Winded chinese baby dolls are squeaking in the middle of our circle symbolizing the forced birth of a nation. Some male onlookers are sulking but in silence. Then we march the local streets of Belgrade to the parliament. We are shouting Mladic to Hague, More condoms less religion, Crime has no nationality...At the front door of the parliament a woman delegate is waiting for us: we are delivering two letters to the officials; one a women's security resolution and the other against financing the war criminals in Hague. Both ignored for months on end by the parliament. These are hot days in Serbia, only two days ago the major leader and accomplice of the Serbian criminal regime Milan Babic, now witness of the accusation committed suicide in prison in Hague. Seems like ordered suicide and Hague neglect. The same day in the major film theatre in Belgrade "Grbavica" a film on war rape in Bosnia directed by a Sarajevo woman featured by a Serbian actress was screened: the theatre was full, the police were everywhere, few nationalists tried to intervene with insults and provocations at the beginning but were thrown out and the show was an utmost success. The film won the first prize in Berlin film festival this year, Belgrade managed to cope with that. There are two kinds of globalization we conclude at the Women in Black network workshop; a good one and a bad one. When war and war crimes are committed in our names by different kinds of war fundamentalists, it is a bad one; when we gather together all over the planet to make sure they will not get away with it, it is a good one. Crime has no nationality, time or place border. Warriors of the world beware, women of all colors are everywhere...We don't want your flowers, we demand your weapons... ================================================== 07 Kongo / Kindersoldaten: Versachlichung der Debatte um Bundeswehreinsatz gefordert "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================== GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEERKLÄRUNG Berlin/Göttingen, den 10.03.2006 Debatte um möglichen Kongo-Einsatz der Bundeswehr muss versachlicht werden! Konfrontation deutscher Soldaten mit Kindersoldaten nicht zu erwarten Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat am Freitag gefordert, die Debatte um einen möglichen Kongo-Einsatz der Bundeswehr zu versachlichen. "Politiker und Vertreter des Bundeswehrverbandes schüren unnötig Ängste, wenn sie vor einer möglichen Konfrontation deutscher Soldaten mit Kindersoldaten im Kongo warnen", sagte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius. Wer dieses Argument benutze, verkenne offenkundig die Geographie und militärische Lage im Kongo. "Kindersoldaten kämpfen im Osten des Kongo, beraten wird jedoch ausdrücklich über einen Bundeswehr- Einsatz in der Hauptstadt Kinshasa. "Das ist, als wenn über das Nordkap geredet wird, um einen Einsatz in Sizilien zu verhindern. Wenn denn so sehr eine Konfrontation der Bundeswehr mit Kindersoldaten befürchtet wird, so ist es umso erstaunlicher, dass die 8.000 in Afghanistan kämpfenden Kindersoldaten niemals Thema bei der Diskussion des Afghanistan- Einsatzes waren." Delius erinnerte daran, dass nirgendwo in der Welt seit dem Zweiten Weltkrieg mehr Menschen eines gewaltsamen Todes gestorben seien als im Kongo. 4,5 Millionen Menschen in dem zentralafrikanischen Land seien durch Krieg, Hunger und Vertreibung in den letzten Jahren umgekommen. Um das Sterben zu beenden, müsse der Kongo unbedingt stabilisiert werden. Die Wahlen, um deren Absicherung durch EU- Truppen nun gestritten werde, seien ein wichtiger Schritt, um mehr Frieden und Menschenrechte im Kongo durchzusetzen. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ================================================== 08 Eine Mauer des Schweigens. Irakische Frauen zwischen Terror und Hoffnung WADI Austria ================================================== Eine Mauer des Schweigens Irakische Frauen zwischen Terror und Hoffnung Manal Omar berichtet von verblüffenden Meinungsumfragen im Irak, über den Kampf gegen die islamische Rechtssprechung, über die Vertuschung sexualisierter Gewalt und den Terror gegen Frauen und religiöse Minderheiten. Als Regionalkoordinatorin von Women for Women International bereist sie den Irak, Afghanistan und den Sudan. Das Gespräch über die aktuelle Lage im Irak führte Mary Kreutzer. ------------------------------------------------------ m.k.: Auf der Pressekonferenz in Wien, bei der du gemeinsam mit Frauen ohne Grenzen und weiteren sechs irakischen AktivistInnen euer aktuelles Projekt vorstelltest, kam als erste Journalistenfrage, ob euch denn bewusst sei, dass die alliierten Truppen den Irak aus 'imperialistischen Gründen' und nicht aus `Nächstenliebe´ überfallen hätten. m.o.: Ich höre diese Fragen hier oft, auch heute noch, drei Jahre nach dem Krieg. Die Irakis sind nicht dumm und natürlich wussten sie, dass die Befreiung einen Preis haben würde. Die Menschen im Irak hatten zu keinem Zeitpunkt Illusionen über die Kriegsgründe, doch sie hatten eines, Hoffnung. Und die haben sie trotz der katastrophalen Lage auch heute noch. Über die europäischen Regierungen und diverse Firmen und Vereine, die jahrelang von der Terrorherrschaft des Baath-Systems profitierten, wusste man übrigens ebenfalls immer bescheid. Trotzdem strecken Irakis heute ihre Arme aus und sind bereit, mit Europa zu kooperieren. m.k.: Für viele mag es verwunderlich klingen, dass du von Hoffnung im Zusammenhang mit dem Irak sprichst. Die Bilder, die tagtäglich in den Medien gezeigt werden, vermitteln ein hoffnungsloses Bild des von islamistischen und baathistischen Rackets gebeuteteln Landes. m.o.: Wir führten im Jahr 2004 eine Studie unter Frauen in sechs großen Städten des Zentral- und Südiraks durch und die Ergebnisse waren im Anbetracht der Lage überraschend: über 90 % der Frauen sehen der Zukunft mit Hoffnung entgegen, eine große Mehrheit fordert selbstbewusst Mitbestimmung, legale Verankerung spezifischer Frauenrechte, gleichberechtigten Zugang zum Arbeitsmarkt. Vor ein paar Monaten folgte eine weitere Studie unter Jugendlichen, die Resultate sind ähnlich: trotz Angst, Unsicherheit und Orientierungslosigkeit sind die Jugendlichen zukunftorientiert, Mädchen noch mehr als Jungs. Die meisten Mädchen gaben in der Umfrage an, den Islam als einschränkend für ihr Leben zu empfinden. Sie fordern Bewegungsfreiheit, freie Partner- und Berufswahl. m.k.: Der demokratische Prozess hat nun auch eine neue Verfassung, über die per Referendum abgestimmt wurde, hervorgebracht. Trotz Proteste irakischer Frauenorganisationen wurde darin die Sharia, die islamische Rechtssprechung, als Quelle der Gesetzgebung verankert. m.o.: Im Jahr 2003, als das Baath-Regime zum Sturz gebracht wurde, waren die irakischen Frauen wie aus dem Häuschen, sie waren in Ekstase, sie galten als Potential um die Zukunft des Irak neu zu gestalten, für sie gab es keine Grenzen der Hoffnung. Sie dachten, sie würden in überdurchschnittlichem Ausmaß Teil des politischen demokratischen Prozesses, doch die hochgeschraubten Hoffnungen erwiesen sich als falsch. So waren von den 23 Mitgliedern der Übergangsregierung nur drei Frauen, eine davon wurde bald ermordet. Ihre Nachfolgerin war dann auch keine Frauenrechtsaktivistin sondern eine sehr konservative Frau. Die Höhepunkt der Enttäuschung war erreicht, als versucht wurde, im Jänner 2004 mittels der Resolution 137 die islamische Sharia einzuführen. Irakische Frauen fühlten sich betrogen und merkten, dass sie nun darum kämpften müssten, wenigstens ihren Status Quo zu behalten. Nur dank ihres Kampfes wurde die Einführung der Sharia und die Abschaffung des Personenstandrechtes damals verhindert. In der neuen Verfassung ist die Sharia nun doch verankert. Trotzdem ist auch im Irak nicht alles verloren, denn es kommt nach wie vor auf weitere, auch legale, Entwicklungen an. Zum Beispiel: werden die Verfassungsrichter von Sekulären oder Religiösen besetzt? Wenn erstere das Sagen haben, dann stellt diese Verfassung keine Gefahr für Frauen dar. Wenn es Geistliche - wie im Iran der Wächterrat - sind, sieht die Situation komplett anders aus. Diese Entscheidungen wurden noch nicht gefällt. m.k.: Konnten die Frauen, die im Verfassungskonvent mitarbeiteten, keinerlei Einfluss gewinnen? m.o.: Doch, sie setzten z.B. das Recht auf Staatsbürgerschaft für Frauen durch. Dieses Recht ist nicht in allen Ländern der Region in Kraft. Auch wenn Frauen ihre Kinder im Ausland zur Welt bringen, können diese trotzdem die irakische Staatsbürgerschaft erhalten. Das ist fortschrittlicher als beispielsweise Ägypten und Jordanien. Aber die große Kontroverse wird kommen, wenn es darum geht, das Personenstandsrecht auszuarbeiten. Gerade für ein kriegsgeschütteltes Land sind Fragen wie Erbrecht, Scheidung, Recht auf Eigentum uvm. für Frauen von grundlegender Bedeutung. m.k.: Im Südirak kommt es vermehrt zu Übergriffen durch lokale Parteimilizen, die die "Ordnung" wiederherstellen wollen. m.o.: Frauen werden gezwungen sich zu verschleiern, da es das Risiko vermindert, von Milizen angegriffen, vergewaltigt oder von Terroristen entführt zu werden. Aus Basra erreichen uns immer wieder die Nachrichten von Säure-Attacken auf unverschleierte Frauen. Sicherheitsaspekte führen verstärkt zum Verlust von Freiheit: viele Eltern lassen ihre Töchter nicht mehr aus dem Haus gehen, damit ihnen nichts passiert. Dieser Handel: Freiheit gegen Sicherheit, ist ein sehr gefährlicher. Denn die Spirale geht endlos weiter. Frauen wehren sich jedoch gegen diese Logik, deshalb werden sie ja ermordet. m.k.: Eine Umfrage der Hilfsorganisation Wadi, die seit 14 Jahren im Nordirak emanzipatorische Frauenprojekte unterstützt, hat ergeben, dass über 60 % der Frauen in der Region Germian genital verstümmelt wurden. Existiert FGM ( weibliche Genitalverstümmelung), auch im Zentral- oder Südirak? m.o.: Das wissen wir noch nicht. Diverse Frauengruppen sagen zwar Nein, es existiert nicht, aber ich habe den Verdacht, dass es zu früh ist, um definitiv eine Antwort zu geben. Erst wenn sich die Sicherheitslage normalisiert und das Leben stabilisiert hat, wird es möglich sein, Umfragen durchzuführen. Was Vergewaltigungen betrifft, so wird uns ebenfalls - selbst von Frauengruppen - wiederholt erklärt: das gibt es bei uns nicht. Sexualisierte und innerfamiliäre Gewalt gegen Frauen, auch Ehrenmord, wird vertuscht. Doch ständig wenden sich Vergewaltigungsopfer direkt an uns. Wenn wir dann Hilfe für sie organisieren wollen, stoßen wir auf eine Mauer des Schweigens. m.k.: Religiöse Minderheiten wie z.B. Christen, Mandäer, Yeziden werden verstärkt zu Angriffszielen der islamistischen Banden. Auf ihre Kirchen und Heiligtümer werden gezielte Anschläge verübt. Eine meiner Mitarbeiterinnen ist eine Christin aus Basra, wo ihre Familie seit Generationen in friedlicher Koexistenz lebten. Sie sind nun aus Basra geflüchtet und leben zur Zeit in Bagdad. Von Angehörigen religiöser Minderheiten höre ich vermehrt, dass sich die Frauen verschleiern, um nicht aufzufallen. Eine der gängigen Verschwörungstheorien im Irak lautet, dass ChristInnen reich sind, was natürlich Blödsinn ist. Christliche Frauen aus der Unterschicht nehmen deshalb nicht an unseren Programmen teil, weil sie Angst haben, das Haus zu verlassen. Weiters werden sie zwischen den verschiedenen christlichen Parteien aufgerieben. Plötzlich ist es relevant, ob man katholisch oder assyrisch ist. Diese fragwürdige Ethnisierung findet also nicht nur unter Muslimen statt. Es herrscht Verunsicherung bezüglich der Urheber von Gewalt: sind es die Syrer, die über die Grenzen schleichen und Kirchen in die Luft jagen? Die Yezidi, die von den Islamisten als "Teufelsanbeter" attackiert werden, stehen vor dem Dilemma die Gewalt, die gegen sie verübt wird, anzuprangern und der Angst, dass sie dadurch erst recht Ziel der Attentate werden. Minderheiten und auch Frauen sehen sich zusätzlich immer wieder mit dem Argument konfrontiert, dass es keine spezifische Gewalt gegen sie gäbe, dass die Gewalt generalisiert sich gegen alle wende. ----------------------------------------------------------------- Nähere Informationen zum Irak-Projekt von Women for Women International und Frauen ohne Grenzen, welches von Manal Omar koordiniert wird, sind unter www.frauen-ohne-grenzen.org und www.womenforwomen.com nachzulesen. Im Jänner 2006 war Manal Omar gemeinsam mit weiteren sieben irakischen MultiplikatorInnen auf einem Workshop in Österreich zu Gast. Im laufe der nächsten Monate soll im Rahmen des Projektes ein Treffen von verschiedenen irakischen Jugendlichen im Norden des Landes organisiert werden. Mary Kreutzer ist Mitherausgeberin des Sammelbandes "Irak. Von der Republik der Angst zur bürgerlichen Demokratie?" (ca ira- Verlag, 2004) und bereiste den Nordirak als Mitarbeiterin der Hilfsorganisation WADI (www.wadinet.at) zuletzt im März 2005. -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 09 N E U E R S C H I E N E N : "Bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen" (1993 - 2005) 13. aktualisierte Auflage "ARI_DOKUMENTATION_in_NewYorck59" ================================================== ANTIRASSISTISCHE INITIATIVE E.V. Dokumentationsstelle Mariannenplatz 2 - Haus Bethanien - Südflügel - 10997 Berlin Fon 030 - 743 95 432 - Funk 0177 - 37 55 924 - Fax 030 - 627 05 905 ari-berlin-dok at gmx.de - www.anti-rar.de/doku/titel.htm NEU ERSCHIENEN ! 13. aktualisierte Auflage der Dokumentation Berlin, 8.3.2006 "Bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen " (1993 bis 2005) Die Zahl der Flüchtlinge, die in der BRD Asyl beantragten, war 2005 mit 28.914 die niedrigste seit 1983. Zugleich wurden bei 48.102 Entscheidungen des Bundesamtes nur 411 Personen als Asylberechtigte anerkannt (0,9 %). Die Vorstellung der aktuellen Statistik verband Bundesinnenminister Schäuble am 8.1.2006 mit der Ankündigung, "die Ausreisepflicht bei nicht bleibeberech- tigten Personen noch effektiver durchzusetzen". Die Hoffnung der meisten Flüchtlinge, die seit 10, 12 Jahren oder länger hier leben, durch das im Januar 2005 in Kraft getretene sogenannte Zuwanderungsgesetz ein Bleiberecht zu erhalten, hat sich nicht erfüllt. Einerseits werden weiterhin Ketten-Duldungen ausgestellt. Eine Behördenmaßnahme, die die Menschen über Jahre hinweg in einen Wartezustand zwingt, der - abgesehen von der Beschneidung sozialer Rechte - durch die ständige Angst vor Abschiebung auf die Betroffenen eine extrem traumatisierende Wirkung hat. Besonders schwer trifft es Kinder und die durch Krieg und Folter seelisch schwer erkrankten Flüchtlinge. Andererseits ist in der vorliegenden Dokumentation auffällig, daß die Methoden der Abschiebebehörden immer brutaler werden. Es wird z.B. beschrieben, wie Menschen aus psychiatrischen Kliniken nachts mit Gewalt aus ihren Betten zur Abschiebung weggeschleppt werden. Flüchtlinge werden zur Einnahme von Beruhigungsmitteln genötigt. Minderjährige Kinder werden durch die Abschiebung von Mutter oder Vater getrennt. Noch "effektiver", wie Schäuble fordert, ist nicht mehr vorstellbar. Tod nach der Abschiebung: Ein besonders tragischer Fall, der sich bereits im Jahre 2004 ereignete, konnte jetzt genauer recherchiert werden. Familie B. lebte mit ihren drei Kindern seit fast 10 Jahren in der BRD. Nach einer Abschiebung, die nach dem Zusammenbruch des Ehemannes in Amsterdam gestoppt wurde, tauchte die Familie B. unter. Als die schwangere Tschianana Nguya aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustandes versuchte, einen Krankenschein zu bekommen, erfolgte ihre Festnahme. Nach längerer Abschiebehaft wurde sie in desolatem Zustand mit zweien ihrer Kinder (2 und 10 Jahre alt) in den Kongo (DRK) abgeschoben. Dort erfolgte ihre sofortige Inhaftierung - zunächst in Polizeihaft, später in einem Militärcamp. Durch die Haftbedingungen verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand weiter. Erst eine Woche vor der Niederkunft erfolgte ihre Einweisung in ein Krankenhaus. Das Kind lebte nach der Geburt nur eine Stunde - die 34 Jahre alte Mutter starb acht Stunden später. Zurück bleiben ihre kleinen Kinder, deren Aufenthalt im Kongo völlig ungewiß ist. Zurück bleiben ihr Mann und ihr heute 16-jähriger Sohn, die beide versuchen, irgendwo in Europa zu überleben. Die vorliegende Dokumentation beschreibt in über 4700 Einzelgeschehnissen die Auswirkungen des institutionellen Rassismus auf die Betroffenen. Auf Flüchtlinge, die gehofft hatten, in diesem Land Schutz und Sicherheit zu finden, und letztlich an diesem System zugrunde gingen oder zu Schaden kamen. Die jährlichen Zahlen der Dokumentation sind im Vergleich n i c h t sinkend, sondern bleiben konstant. Auszugehen ist von einer wesentlich höheren Dunkelziffer. Die Dokumentation umfaßt den Zeitraum vom 1.1.1993 bis 31.12.2005. 162 Flüchtlinge starben auf dem Wege in die Bundesrepublik Deutschland oder an den Grenzen, davon allein 121 an den deutschen Ost-Grenzen*, 439 Flüchtlinge erlitten beim Grenzübertritt Verletzungen, davon 259 an den deutschen Ost-Grenzen*, 131 Flüchtlinge töteten sich angesichts ihrer drohenden Abschiebung oder starben bei dem Versuch, vor der Abschiebung zu fliehen, davon 49 Menschen in Abschiebehaft, 629 Flüchtlinge haben sich aus Angst vor der Abschiebung oder aus Protest gegen die drohende Abschiebung (Risiko-Hungerstreiks) selbst verletzt oder versuchten, sich umzubringen, davon befanden sich 393 Menschen in Abschiebehaft, 5 Flüchtlinge starben während der Abschiebung und 299 Flüchtlinge wurden durch Zwangsmaßnahmen oder Mißhandlungen während der Abschiebung verletzt, 23 Flüchtlinge kamen nach der Abschiebung in ihrem Herkunftsland zu Tode, und mindestens 397 Flüchtlinge wurden im Herkunftsland von Polizei oder Militär mißhandelt und gefoltert, 62 Flüchtlinge verschwanden nach der Abschiebung spurlos, 12 Flüchtlinge starben bei abschiebe-unabhängigen Polizeimaßnahmen, 380 wurden durch Polizei oder Bewachungspersonal verletzt, davon 127 Flüchtlinge in Haft. 67 Menschen starben bei Bränden oder Anschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte, 725 Flüchtlinge wurden z.T. erheblich verletzt, 13 Menschen starben durch rassistische Angriffe auf der Straße. Ein Fazit: Durch staatliche Maßnahmen der BRD kamen 333 Flüchtlinge ums Leben - durch rassistische Übergriffe oder bei Bränden in Unterkünften starben 80 Flüchtlinge. * die Angaben für 2005 werden sich noch erhöhen, weil die offiziellen Zahlen des Bundesinnenministeriums noch nicht vorliegen Die Dokumentation ist bei uns auf Papier (DIN A4 - 358 Seiten, Ringbindung) und demnächst auf CD-Rom erhältlich zum Preis von 13,00 ? (bei Versand: plus 1,60 ? für Porto & Verpackung); im Netz (zur Zeit noch die 12. Auflage) unter der Adresse: www.anti-rar.de/doku/titel.htm ----------------------------------------------------------------- Auszug aus der Dokumentation bzgl. der Familie B. 17. Februar 04 Bundesland Niedersachsen. In Emmenthal bei Hameln wird morgens um 3.30 Uhr die Familie B. aus dem Schlaf gerissen. Dies geschieht ohne vorherige Ankündigung seitens der Behörden. Polizisten und eine Vertreterin der Ausländerbehörde teilen den Eheleuten Tschianana Nguya (34 Jahre alt) und A. B. (41 Jahre alt) mit, sie würden jetzt mit ihren Kindern (14, 9 und knapp 2 Jahre alt) abgeschoben. Wegen politischer Aktivitäten mußte die Familie aus der Demokratischen Republik Kongo fliehen. Seit fast zehn Jahren lebt sie in der BRD, ist gut integriert und durch eine unbefristete Tätigkeit von Herrn B. seit zwei Jahren nicht mehr auf Sozialhilfe angewiesen. Alle Asylanträge wurden abgelehnt; beim Antrag der am 7. April 2002 in Deutschland geborenen Tochter Priscilla ist das Urteil zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht rechtskräftig. Während Mutter und Kinder in der Wohnung bleiben und packen sollen, wird Herr B. in Handschellen abgeführt und zum Amtsgericht gebracht, das erst jetzt einen Abschiebungsbeschluß formuliert. Als die Polizisten bemerken, daß der 14-jährige Sohn nicht mehr in der Wohnung ist, fordern sie die Familie auf, sofort mit dem Packen ihrer Sachen aufzuhören. So kommt es, daß Frau Tschianana Nguya für die kleine Priscilla nur eine Windel und keine Babynahrung eingepackt hat. Dann werden die Eltern und die zwei jüngeren Kinder zum Flughafen gebracht. Herr B., dem schon mehrmals während dieser überfallartigen Aktion schlecht geworden war, erleidet während des Fluges nach Amsterdam einen Atemstillstand, so daß er nach der Landung umgehend in eine Klinik gebracht werden muß. Als er - im Rollstuhl sitzend - am selben Tag zum Flughafen zurückgebracht wird, ist der Flug nach Afrika weg; der nächste soll in zwei Tagen stattfinden. Die Familie verbringt die Nacht auf dem Boden des Flughafenareals. Am nächsten Tag bekommen sie von der niederländischen Polizei zwei Euro, um telefonisch nach ihrem älteren Sohn zu forschen. Er ist auf der Flucht und bleibt verschwunden. Die niederländischen Behörden unterbrechen daher die Abschiebung und organisieren den Rückflug der Familie in die BRD. Aus Angst vor der weiterhin drohenden Abschiebung kehrt die Familie nicht nach Emmenthal zurück. (siehe auch 7. Dezember 04) FRat NieSa Heft 102 Okt. 2004; Emmi Gleim-Msemo - Rechtsanwältin 7. Dezember 04 Tschianana Nguya stirbt acht Stunden nach der Geburt ihres Kindes, das nur eine Stunde lebte. Sie war Anfang September zu Beginn des siebten Schwangerschaftsmonats mit dem zehnjährigen Josephat und der zweijährigen Priscilla aus Niedersachsen in den Kongo abgeschoben worden. Die kongolesische Familie B. / Nguya sollte bereits am 17. Februar 2004 über Amsterdam abgeschoben werden (siehe dort). Diese Abschiebung wurde jedoch von den niederländischen Behörden abgebrochen und die Familie in die BRD zurückgeschickt. Aus Angst vor einem erneuten Abschiebungsversuch durch die Ausländerbehörde in Hameln kehrte sie nicht in die ihnen zugewiesene Gemeinde Emmenthal bei Hameln zurück und hoffte auf eine positive Entscheidung des Niedersächsischen Landtags, bei dem ihre Rechtsanwältin umgehend eine Petition einreichte. Da es Frau Nguya gesundheitlich sehr schlecht ging - sie war wieder schwanger und fand keinen Arzt, der sie ohne Krankenschein behandeln wollte -, fuhr sie am 21. Juni nach Hameln, um einen entsprechenden Behandlungsschein zu besorgen. Als die Ausländerbehörde in Hameln von der Rückkehr erfuhr, wurde Frau Nguya mit den Kindern kurzerhand festgenommen und in die Abschiebehaft nach Hannover-Langenhagen gebracht. Das Jugendamt Hannover brachte Josephat und Priscilla an unbekanntem Ort unter; Angehörigen wurde der Kontakt zu den Kindern verwehrt. Anfang September erfolgte die Abschiebung von Frau Nguya mit den zwei Kindern; ihr Ehemann A. B. und der inzwischen 15-jährige Sohn - er war beim ersten Abschiebeversuch der Familie geflüchtet - blieben mit unbekanntem Aufenthalt in Europa. Nach der Ankunft in Kinshasa wurde Frau Nguya sofort in Polizeihaft genommen. Dort hielt man sie trotz ihres sehr schlechten Gesundheitszustandes über einen längeren Zeitraum ohne Wasser und Nahrung fest; anschließend wurde sie in einem Militärcamp arrestiert. Die Kinder blieben zunächst bei ihr, da sie aus Scham wegen der Abschiebung aus Deutschland, wegen der Inhaftierung in Kinshasa und wegen ihres desolaten Zustandes keinen Kontakt zu den im Lande verbliebenen sehr entfernten Verwandten aufnahm. Mitgefangenen teilte sie jedoch eine Adresse mit, so daß die Kinder schließlich abgeholt wurden. Eine Woche vor ihrem Tod wurde Tschianana Nguya endlich in ein Krankenhaus gebracht; das war jedoch viel zu spät. Über das weitere Schicksal der beiden Kinder im Kongo gibt es keine zuverlässigen Informationen. Die Petition vom 8. März 2004 ist trotz dreimaliger Nachfrage der Rechtsanwältin bis zum Februar 2006 noch nicht beantwortet worden! Emmi Gleim-Msemo - Rechtsanwältin; Antirassistische Initiative Berlin --------------------------------------------------------------- Seit der polizeilichen und gewaltsamen Räumung des Hausprojektes YORCK59 (www.yorck59.net) mit seinen politischen und kulturellen Projekten am 6.6.05 und der Besetzung des Südflügels vom Haus Bethanien am 11.6.05 hat die Dokumentationsgruppe der Antirassistischen Initiative eine neue Adresse: Antirassistische Initiative Berlin >> DokumentationsStelle << Mariannenplatz 2 - 10997 Berlin - Haus Bethanien - Südflügel Kontakt: ari-berlin-dok at gmx.de - Fon 030 743 95 432 - Fax 030 627 05 905 "Bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen": www.anti-rar.de/doku/titel.htm --------------------------------------------------------------- ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/1403.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/1503.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/1603.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an ein mail mit dem Text unsubscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! REDAKTIONELLES: Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: Eine veraltete Terminankündigung Ein Beitrag mit IL/Pal-Bezug Diese Ausgabe hat Albert Brandl aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 20:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Wed Mar 15 03:31:40 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Tue, 14 Mar 2006 21:31:40 -0500 Subject: =?ISO-8859-15?Q?widerst=40nd_mund=3A_Mittwoch=2C_15=2E_M=E4rz_2006?= Message-ID: <63562861.20060314213140@nessizius.com> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund Mittwoch, 15. März 2006 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 Salzburg: Angriff auf Kulturbesetzung, Kessel bei Demo Von: akin ================================================ ================================================ ANKÜNDIGUNGEN ================================================ ================================================ 02 EuroMayDay Plenum jeden Dienstag, 19h Von: d a n i e l a ================================================ 03 fast-live Videoberichterstattung von der Konferenz zu Biosicherheit in Curitiba, Brasilien Von: flo (kanalB) ================================================ 04 Mozart Remappen! Aber wie? > Radio Stimme - 16.03. Von: Radio Stimme ================================================ 05 Protestmarsch gegen Post-Privatisierung, 17.3., Linz Von: Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================ 06 bildungsbetroffenengipfel 16.3./vorbereitungstreffen finanzmin.treffen Von: Renate Vodnek ================================================ 07 Thomas Rothschild und Peter Henisch Von: Promedia ================================================ 08 Einladung zum Augustin TV Fest #004 Von: Angela Traussnig ================================================ 09 AKS: Europas SchülerInnenorganisationen tagen in Wien Von: Ingrid Gogl ================================================ 10 Faschismus konkret Von: akin ================================================ 11 (K)ein EU-Buch Von: akin ================================================ ================================================ MEINUNGEN UND MELDUNGEN ================================================ ================================================ 12 Asyl in Not - Vorstandsbeschluß Von: office at asyl-in-not.org ================================================ 13 Netzkultur-Kritik am neuen Telekommunikationsgesetz Von: konsortium.Netz.kultur ================================================ 14 Letzte Worte: Sorgsam ausgesucht Von: akin ================================================ 15 WWWebtips: Volksgaragen, Atomkraft Von: akin ================================================ 16 Reine Selbstueberschaetzung Von: akin ================================================ ================================================ INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ================================================ ================================================ 17 Verbot von Demonstrationen zur Verherrlichung von Völkermord gefordert Von: GFBV Hans Bogenreiter ================================================ 18 Leben im Nordirak Von: WADI Austria ================================================ 19 EU/Tuerkei/Irak/USA: Der "Krieg gegen den Terror" in Europa Von: akin ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 Salzburg: Angriff auf Kulturbesetzung, Kessel bei Demo Von: akin ================================================ Salzburg: > Angriff auf Kulturbesetzung Nach wie vor ist das ehemalige Gelaende der Arge Nonntal besetzt. In der Nacht auf Sonntag kam es allerdings zu einem raetselhaften Zwischenfall waehrend eines Konzerts. 20 vermummte Personen stuermten das Auditorium und es kam zu einer wilden Pruegeleien, bis die Angreifer vertreiben werden konnten. Resultat: Ein Lehrling aus Buermoos brach nach einer Jochbein-Verletzung zusammen und musste wiederbelebt werden, ein anderer Konzertbesucher wurde auch beinahe bewusstlos geschlagen. Wer die Angreifer waren, ist unklar. Einige wollen sie der Gangsta-Rap-Szene zugeordnet wissen. Angeblich sei eine Woche vorher ein dieser Szene Angehoeriger im besetzten Haus verpruegelt worden sein. Einer der Verletzten wird allerdings von salzburg.orf.at dahingehend zitiert, dass er vermute, dass die Schlaeger als "Hip-Hopper verkleidete Rechte" gewesen waeren. (indymedia, orf.at, SN/akin) * > Kessel bei Demo Ebenfalls in Salzburg fand am Wochenende eine Demo gegen das EU-Aussenministertreffen statt. Die Beteiligung soll so etwa 300-600 Leute gewesen sein -- die zahlreichen Polizisten nicht mitgezaehlt. Laut Beobachtern soll sich die Polizei lange Zeit zurueckgehalten haben, nur am Ende der Demo haette es einen etwa viertelstuendigen Kessel gegeben, aus dem letztlich nur ein einzelner Mann herausgefischt wurde. Auch dieser soll nachher relativ bald wieder freigelassen worden sein -- Hintergrund koennten Farbbeutel auf ein Burschenschafterhaus gewesen sein. Die Rechtshilfe Salzburg (0699/818 75 379, salzrecht at web.de) bittet darum, sie zu kontaktieren, sollten in Folge der Demo und der massiven Videoueberwachung Strafanzeigen eintrudeln. Die Rechtshilfe sucht ausserdem Video- und Photomaterial von Seiten der Demo, bittet aber darum, aus Sicherheitsgruenden das Material nicht ohne vorherige Kontaktaufnahme zu versenden. (indymedia, Rechtshilfe/akin) ================================================ ================================================ ANKÜNDIGUNGEN ================================================ ================================================ 02 EuroMayDay Plenum jeden Dienstag, 19h Von: d a n i e l a ================================================ EuroMayDay Parade 1. Mai 006 Wien VORBEREITUNGSTREFFEN JEDEN DIENSTAG 19 UHR AMERLINGHAUS, 1070 WIEN, STIFTGASSE 8 Die Prekarisierung der Arbeits- und Lebensverhältnisse schreitet munter voran. Aber nicht nur diese: Auch 2006 wird es am 1. Mai wieder eine MayDay-Parade in Wien geben. Da diese allerdings nur so toll wird, wie die Mitwirkenden und -werkenden eben sind, ist dies bereits jetzt ein lauter Auf- und Ausruf, auch MayDay zu sein! - Bildet Banden oder was auch immer! - Seid dabei! - Everyday is Mayday! - Es geht um unsere Leben! - Wir wollen alles! - U.v.a.m. Wir laden alle Interessierten zu den Vorbereitungsplena ein! EuroMayDay: http://www.euromayday.at ================================================ 03 fast-live Videoberichterstattung von der Konferenz zu Biosicherheit in Curitiba, Brasilien Von: flo (kanalB) ================================================ hi, unter http://biotech-trade-watch.org/ und http://kanalb.org/topic.php?clipId=157 berichten wir zusammen mit dem EED über die Themen, Hintergründe und Ereignisse in und ausserhalb der Konferenz über das Cartagena Protokoll zur Biologischen Sicherheit, das vom 13.-17. März in Curitiba, Brasilien, stattfindet. Im Mittelpunkt der Verhandlungen steht die Frage, ob die unkontrollierte Verbreitung genmanipulierter Pflanzen und Lebensmittel überhaupt noch verhindert werden kann und unter welchen Bedingungen internationaler Handel mit genmanipulierten Organismen möglich sein soll. Die ersten einführenden Videoclips, die die Standpunkte der Verhandlungsteilnehmer, sowie die Positionen der vor Ort vertretenen NGOs darstellen, sind bereits online. Und es gibt einen Clip, der den Themenkomplex für Einsteiger erklärt. Ab heute werden wir täglich mit mehreren Clips aus Curitiba berichten. lg, flo ---------------------------- web: http://kanalB.at skype: kanalB_at pgpkey: http://kanalB.at/flo_kanalB.asc fingerprint: 63F7 0F87 D8BD B54F 0C88 98BD 1592 D17B D246 4A5D ================================================ ================================================ 04 Mozart Remappen! Aber wie? > Radio Stimme - 16.03. Von: Radio Stimme ================================================ RADIO STIMME - DIE SENDUNG DER INITIATIVE MINDERHEITEN Donnerstag, 16. März 2006 13.00 Uhr, Orange 94.0 / Wien Mozart remappen! Aber wie? Nationale Selbstbeweihräucherung bleibt hoch im Kurs. Kaum das "Gedankenjahr" 05 überstanden, folgt schon die nächste Zumutung - das Mozartjahr 06. Mit gerührtem Blick wird dem Genie gedacht - und die Brust schwillt stolz: das war einer "von uns"! Auf den ersten Blick scheint das Mozartjahr wohl nicht der prädestinierte Ort für kritische Gegenerzählungen. Beim zweiten Hinsehen ergeben sich aber gerade hier Möglichkeiten der Infragestellung von liebgewordenen Gewissheiten über "uns". Dieses Ziel setzt sich das Projekt "remapping Mozart". Mittels Ausstellungen und anderer künstlerischer Interventionen werden hier "verborgene Geschichte/n" aufgespürt und nachgegangen. Wie das geht und was dabei herauskommt ist Thema eines Studiogesprächs mit Araba Evelyn Johnston-Arthur und Cornelia Kogoj, Mitarbeiterinnen des Projekts "remapping Mozart". Weitere Sendungsthemen: Frauen- contra Männerbericht? Sybille Pirklbauer (AK) über den Status quo und Perspektiven der Gleichstellungspolitik in Österreich. Diese Sendung wird weiters ausgestrahlt auf: FREIRAD (Innsbruck) Do, 23. März, 12.00 Uhr Radio AGORA (Kärnten) Do, 23. März, 19.00 Uhr Radio HELSINKI (Graz) Sa, 25. März, 19.00 Uhr Radio FRO (Linz) So, 02. April, 11.00 Uhr ****** -> Neu: Radio Stimme jetzt auch in Kärnten. Seit Jahresbeginn wird Radio Stimme nun auch in Kärnten auf Radio AGORA ausgestrahlt. Sendezeit ist Donnerstag, 19.00 Uhr - http://www.agora.at ****** -> Sendung verpaßt? Das Internet-Archiv. Diese und alle anderen Ausgaben von Radio Stimme sind in unserem digitalen Sendungsarchiv jederzeit als Download und Stream abrufbar: http://www.initiative.minderheiten.at/Radio ****** -> Sendung über's Internet hören. Die Sendungen sind über den Internet-Livestream der Radiosender zur jeweils angegebenen Sendezeit auch über das Internet zu hören. Orange 94.0: http://streamintern.orange.or.at/live3.m3u FREIRAD: http://www.freirad.at/live.m3u Radio FRO: http://www.fro.at/livestream.php HELSINKI: http://www.helsinki.at/live-stream.php ****** -- Radio Stimme – Die Sendung der Initiative Minderheiten Das politische Magazin zu den Themen Minderheiten - Mehrheiten - Machtverhältnisse on air: Wien - Do, 13.00 Uhr - Orange 94.0 - http://www.orange.or.at Innsbruck - Do, 12.00 Uhr - FREIRAD - http://www.freirad.at Kaernten - Do, 19.00 Uhr - Radio AGORA - http://www.agora.at Linz - So, 11.00 Uhr - Radio FRO - http://www.fro.at Graz - Mo, 08.00 Uhr - Radio Helsinki - http://www.helsinki.at on line: weltweit - jederzeit - http://www.initiative.minderheiten.at ================================================ 05 Protestmarsch gegen Post-Privatisierung, 17.3., Linz Von: Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================ Werkstatt Frieden & Solidarität Waltherstr. 15, 4020 Linz Tel. 0732/771094 Fax 797391 Mail: office at werkstatt.or.at Web: www.werkstatt.or.at Werkstatt-Rundbrief 08-2006 (1) Protestmarsch "Nein zur Privatisierung der Post - Schluss mit der Demontage der öffentlichen Dienste", 17. März 2006 in Linz (2) Termine (3) Neue Infozeitung der Werkstatt kann bestellt werden! (1) Protestmarsch gegen die Postprivatisierung Freitag, 17. März 06 Treffpunkt: 17.00 Uhr, Schillerpark/Linz Bereits über 70 BetriebsrätInnen unterstützen den Aufruf des Aktionskomitees gegen die Privatisierung der Post und die Demontage der öffentlichen Dienste. Bei der Abschlusskundgebung wird unter anderem der Vorsitzende der Postgewerkschaft OÖ Gottfried Zauner reden. Aufruf des Aktionskomitees gegen die Privatisierung der Post Nein zur Privatisierung der Post! Schluss mit der Demontage der öffentlichen Dienste! Wir lehnen die Privatisierung der Post grundsätzlich ab, ... weil die Privatisierung in erster Linie den Aktionären nützt und auf Kosten von Beschäftigten und KundInnen der Post geht. ... weil die Privatisierung zu einem weiteren Abbau von Beschäftigten und der Erhöhung des Drucks auf die Beschäftigten führt. Schon in Vorbereitung auf die Postprivatisierung wurden 9.000 Beschäftigte abgebaut, weitere Tausende sollen folgen. ... weil die Privatisierung zur Verschlechterung der Versorgung mit Postdienstleistungen führt. Bereits bisher wurden fast die Hälfte aller Postämter geschlossen. Weitere sollen folgen. ... weil wir für qualitativ hochstehende Postdienstleistungen für alle - auch in den ländlichen Gebieten - eintreten statt maximale Dividenden für eine kleine Zahl von Aktionären. ... weil Privatisierung und Liberalisierung bei der Post ein weiterer Dominostein bei der Demontage der öffentlichen Dienste darstellt. Als nächstes droht die Liberalisierung und Privatisierung bei Trinkwasser, Spitälern, Gesundheitsversorgung, Schulen, Eisenbahnen, öffentlichem Verkehr, Altersversorgung und kommunalen Dienstleistungen. Öffentliche Dienste dürfen nicht dem Markt und Profitkalkül ausgeliefert werden, sondern müssen allen Menschen auf hohem Niveau ohne soziale Hürden zugänglich sein. Deshalb halten wir Widerstand und öffentlichen Protest gegen Postprivatisierung und Demontage der öffentliche Dienste für notwendig! Diesen Aufruf unterstützen u.a.: //liste// Wir sammeln weiter UnterstützerInnen für diesen Aufruf. Wer diesen Aufruf unterstützen möchte bzw. Flugblätter und Plakate zur Bewerbung des Protestmarsches will, bitte wenden an: Komitee gegen die Privatisierung der Post, Waltherstr. 15, 4020 Linz, Tel. 0732/771094, Fax 0732/797391, e-mail: office at werkstatt.or.at Ein Flugblatt zur Bewerbung des Protestmarsches kann auch von der Web-Page www.werkstatt.or.at heruntergeladen werden. Bitte weiterbewerben! Alle die sich noch an der Vorbereitung des Protestmarsches beteiligen wollen, sind herzlich zum nächsten Treffen des Aktionskomitees gegen die Privatisierung der Post eingeladen: Mittwoch, 15. März 2006, 19 Uhr, Büro der Werkstatt Frieden & Solidarität (Waltherstr. 15, 4020 Linz) Rund 2.000 Menschen haben bisher die Petition der Werkstatt "Für den Erhalt der Post im öffentlichen Eigentum!" unterschrieben. Wer das noch nicht getan hat, kann das auf der Web-Page der Werkstatt tun: http://www.werkstatt.or.at Eine Unterschriftenliste bzw. Plakat schicken wir gerne auch zu. Mailto: office at werkstatt.or.at (2) Termine: Donnerstag, 16. März 2006 Vorbereitungstreffen für Aktionen anlässlich des EU-FinanzministerInnen-Treffens am 8. April in Wien (Arbeitstitel: "Um/zug der Abscheulichkeiten") ab 20.00 besprechen im Büro der Werkstatt Frieden & Solidarität Wien Rosensteing. 69/6, 1170 Wien (bei schulheft läuten) Donnerstag, 16. März 2006. Auf zum Gipfel! Gegen die europäische Bildungspolitik Bildungsbetroffenengipfel anlässlich des informellen Treffens der BildungsministerInnen der EU. Workshops, Musik, Volkxküche, Aktionen ... 10:00-16.00 Uhr Michaelaplatz 1010 Wien Freitag, 17. März 2006 17.00, Schillerpark Protestmarsch/Linz Nein zur Privatisierung der Post! Schluss mit der Demontage der öffentlichen Dienste! Nähere Informationen: office at werkstatt.or.at Freitag, 17. März 2006 20.00, Kongreßsaal der Arbeiterkammer Linz "Bürger, hört die Skandale" Kabarettabend mit Dietrich Kittner Karten um 10 und 8 Euro (nur für AK-Mitglieder) sind bei der Werkstatt unter: office at werkstatt.or.at oder Tel. 0732-771094 bzw. 0676-6552695 erhältlich. Freitag/Samstag, 24./25. März 2006 Festival Gegentöne 2006 Das Gegenton-Kunst-Fest mit sozialpolitischer Vision Ort: Kongresssaal der Arbeiterkammer Linz Veranstalter: Gegenton Orchester, Attac, VÖGB, AK mit dem OÖ Gegenton Orchester, Samba-Attac, World Cafe Europa, uvm. Programm und Gedanken zur sozialpolitischen Vision unter www.freitoenen.at/index.php?include=aktuell.inc Samstag, 01. April 2006, 15.00 - 18.00 Kolpinghaus, 1090 Wien, Althansstr. 51 (vis a vis D-Wagenstation Augasse) TEAM (The European Alliance of EU-critical Movements) Internationaler Kongress: Europa der Konzerne und Generäle? Referate: Lukas Reimann, Kantonsrat, Young4FUN, Schweiz “Sind die EU-Verträge gut für die Schweiz?” Emre Ertem, Student, Friedensvereinigung, Istanbul „EU-Beitritt: Folgen für die Türkei.“ Franz Parteder, steirischer KPÖ-Vorsitzender „Die EU kommt uns zu teuer! EU-Kritik und Internationalismus“ Magdalena Sulanova, Nasa Europa, Slowakei „Was hat die EU für unser Land gebracht?“ Per Gahrton, grüner Parlamentsabgeordneter a.D., Schweden „Widerstand gegen die EU in Schweden“ Boris Lechthaler, Werkstatt Frieden und Solidarität, Linz „Militarisierung der EU und die Folgen“ Sonntag, 02. April 2006, 14.30 - 17.00 Podiumsdiskussion, Amerlinghaus, Stiftgasse 8 Wem nützt der Krieg gegen den Terrorismus? mit Boris Lechthaler, Werkstatt Frieden&Solidarität, u. a. veranstaltet von der Sozialistischen Linkspartei (3) Die neue Infozeitung der Werkstatt Frieden&Solidarität ist erschienen: Nein zum Europa der Konzerne und Generäle! Für ein neutrales, solidarisches und weltoffenes Österreich! Aus dem Inhalt: - EU-Schlachtgruppen: Archaische Kämpfer - Bundesheer: Heute der Balkan und morgen die ganze Welt? - Österreich: Verdoppelung der Rüstungsausgaben - 11 Jahre EU-Mitlgiedschaft Österreichs - Die etwas andere Bilanz - Europa der Konzerne&Generäle: die aktuellen Projekte - Petition gegen die Post-Privatitisierung - Aufruf der Werkstatt Frieden&Solidarität - Aktionstermine Diese Zeitung eignet sich gut zur Verteilung vor und während Aktionen anläßlich der EU-Ratspräsidentschaft und kann zu folgenden Preisen in unserem Büro office at werkstatt.or.at , per Telefon: 0732-771094 oder per Fax: 0732-797391 bestellt werden: bis 500 Exemplare a EUR 0,10 ab 500 Exemplaren a EUR 0,05 zuzüglich Versandspesen ----------------------------------------------------------------------------------------------- Nein zur Privatisierung der Post - Schluss mit der Demontage der öffentlichen Dienste! Protestmarsch am Fr, 17. März 2006 in Linz Treffpunkt: 17 Uhr, Schillerpark ================================================ 06 bildungsbetroffenengipfel 16.3./vorbereitungstreffen finanzmin.treffen Von: Renate Vodnek ================================================ Auf zum Gipfel! Gegen die europäische Bildungspolitik Bildungsbetroffenengipfel anlässlich des informellen Treffens der bildungsministerInnen der EU. Workshops, Musik, Volkxküche, Aktionen ... 16.3. 10:00-16.00 Michaelerplatz 1010 Wien wir, die werkstatt frieden & solidarität, wollen am Samstag, 8.4.06, anlässlich des treffens der eu-finanzministerInnen einen „um/zug der abscheulichkeiten“ (arbeitstitel) machen. angedacht ist auf einer noch festzulegenden route durch die stadt mit verkleidungen, u.ä., auf umverteilung zugunsten der reichen, konzerne,.. hinzuweisen. dazu wärs nett wenn möglichst viel organisationen / einzelpersonen mitmachen. (auch deshalb, weil wir glauben dass eine große demo unwahrscheinlich ist, und es darum geht, sichtbar zu sein) das ganze wollen wir am Donnerstag, 16.3. ab 20.00 besprechen ort: rosensteing. 69/6, 1170 wien (bei schulheft läuten) ich würd mich freuen, euch zu sehn bzw. von euch zu hören! liebe grüße renate renate.vodnek at oeh.univie.ac.at ================================================ 07 Thomas Rothschild und Peter Henisch Von: Promedia ================================================ Einladung zur Buchpräsentation im Wiener Literaturhaus: Thomas Rothschild liest aus seinem neuen Buch. Peter Henisch diskutiert mit dem Autor. Das Buch: Thomas Rothschild ALLES LÜGE Das Ende der Glaubwürdigkeit. Kurze Essays zum Zeitgeschehen ISBN 3-85371-252-5, br., 160 Seiten, 11,90 Euro Wo? Literaturhaus Wien, Eingang Zieglergasse 26a, 1070 Wien Wann? Donnerstag, 30. März 2006 um 19 Uhr 30 Die Privatisierung von Bahn und Post erhöht deren Effizienz? Alles Lüge! Den Politikern geht es um Glaubwürdigkeit? Alles Lüge! Der Verlust dieser Authentizität, der die Politik und von dort ausgehend auch das private Zusammenleben der Menschen nachhaltig prägt, birgt kaum abschätzbare Gefahren in sich. Thomas Rothschild kommentiert in gewohnt sarkastischer Manier die zunehmende Heuchelei im öffentlichen Leben. Er nimmt Stellung zu Missständen in Österreich, wo er aufwuchs, und in Deutschland, wo er seit bald vier Jahrzehnten lebt. Zustände, die für das 21. Jahrhundert bezeichnend geworden sind, werden als verallgemeinerbares Phänomen skizziert. Verdientes Lob, etwa dem Fernsehmoderator Thomas Roth oder dem vergessenen Otto Krayer, wird ebenso ausgesprochen. Wir freuen uns auf Ihr Kommen. Mit freundlichen Grüßen Hannes Hofbauer, Promedia Verlag ================================================ ================================================ 08 Einladung zum Augustin TV Fest #004 Von: Angela Traussnig ================================================ Augustin TV#004 DONNERSTAG 16. März Gemeinsam Tv schauen (20.00 -20.25) und feiern ( ab 19 - ?) 27 Minuten Augustin TV zum Thema Asylpolitik und Alltagsrassismus mit den Interviewpartner/innen: Martin Schenk: Sozialexperte www.armutskonferenz.at Philipp Sonderegger: SOS Mitmensch www.sosmitmensch.at Harald Schmutzhard: social impact. Künstlergruppe aus Linz. Setzte sich in einer Serie von Projekten mit Alltagsrassismus und Migration auseinander. Das Projekt Border Rescue oder die Agentur no_milk///no_honey " .seit 1993 sind über 6000 Menschen sind gestorben bei dem Vesuch Westeuropa zu erreichen." www.social-impact.at Frau Bock zu der Situation ihrer Schützlinge "..ich hab Einen, der traut sich nicht einmal zur Post zu gehen, weil er Angst hat auf dem Weg dorthin eingesperrt zu werden" www.fraubock.at Karin Bischof und Monika Muhr von ZARA Zu Alltagsrassismus und rassistische Beschmierungen im öffentlichen Raum www.zara.or.at Irmela Mensah-Schramm aus Berlin Anti-Faschistin im Kampf gegen rechtsextreme Kommunikationselemente . Wurde für ihren Mut 2005 mit dem Erich Kästner Preis ausgezeichnet " Handeln trägt auch dazu bei , nicht als passiver Beobachter mitverantwortlich dafür zu sein, dass das Klima des Zusammenlebens der Menschen verschiedener Kulturen und sozialer Gruppen vergiftet wird mit Hass!" wiederholt wird die Sendung ( OKTO im Wiener Telekabel: www.okto.at)am: Do. 16.März: 24 Uhr Fr. 17.März: 17 Uhr Sa.18. März :15 Uhr und 1 Uhr Mo. 20. März : 15 Uhr Di. 21. März : 13 Uhr Mi. 22.März: 11 Uhr Kommentare zu Augustin Sendungen sind unter folgender Adresse willkommen: http://okto.tv/augustin/ Christina Steinle Florian Binder tv at augustin.or.at Der Augustin fordert: Freifahrt für Obdachlose, Sozialhileempfänger/innen, Asylwerber/innen und Flüchtlinge! ================================================ ================================================ 09 AKS: Europas SchülerInnenorganisationen tagen in Wien Von: Ingrid Gogl ================================================ AKS: Europas SchülerInnenorganisationen tagen in Wien Utl. : Pädagogische Konzepte im Mittelpunkt Im Vorfeld des Treffens der EU-BildungsministerInnen tagen auch die VertreterInnen der europäischen SchülerInnen. Im Zuge einer vom Dachverband der europäischen SchülerInnenorganisationen (OBESSU) in Zusammenarbeit mit der Aktion kritischer SchülerInnen (aks) organisierten Konferenz, beraten SchülerInnenvertreterInnen aus 20 europäischen Ländern über unterschiedliche pädagogische Methoden. „In einem sind wir uns alle einig: die Anliegen von SchülerInnen müssen europaweit eine gewichtige Rolle spielen“, richtet Ingrid Gogl, Bundesvorsitzende der gastgebenden AKS, einen Appell an die EU-BildungsministerInnen. Diese seien gefordert, ein starkes Bekenntnis zur Mitbestimmung von SchülerInnen abzugeben. „Bildungsministerin Gehrer hat als Vertreterin der Ratspräsidentschaft die Möglichkeit, SchülerInnenrechte auf die Tagesordnung zu bringen. Dadurch könnte sie beweisen, dass ihr die Anliegen von SchülerInnen wichtig sind“, so Gogl. Ilia Dib, OBESSU-Vizepräsidentin, freut sich insbesondere über die breite Beteiligung an der SchülerInnenkonferenz: „Mit TeilnehmerInnen vom Balkan bis nach Großbritannien über pädagogische Konzepte diskutieren zu können, ist eine große Gelegenheit. Am Ende der Konferenz werden wir sehen, welche Konzepte die SchülerInnen europaweit für die Besten halten.“ Die Konferenz dauert noch bis kommenden Freitag. Neben den ausgedehnten Diskussionen stehen noch Schulbesuche und Vernetzungsphasen am Programm. Rückfragehinweis: Ingrid Gogl (aks Bundesvorsitzende): 0699/ 11 40 81 42 ================================================ ================================================ 10 Faschismus konkret Von: akin ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 14. Maerz 2006; 17:18 ********************************************************** Buecher: > Faschismus konkret Robert O. Paxton: Anatomie des Faschismus uebersetzt von Dietmar Zimmer, Muenchen 2006, Deutsche Verlagsanstalt, 447 S., Gebunden, EUR 24,90, ISBN: 3-421-05913-6 Original: The Anatomy of Fascism. New York 2004 Paxtons herausragendes Buch ueberrascht auch durch seine prozesshafte Methode. Statt eine im Hegelschen und Marxschen Sinne "abstrakte" Formel fuer den Faschismus zu geben, wird zu Beginn an dessen konkret - historische Funktion erinnert: Schaffen einer "Diktatur gegen die Linke unter der begeisterten Zustimmung der Bevoelkerung" (S.11). Ein weiter methodischer Baustein ist fuer Paxton wichtig:"Ich konzentriere mich im Gegenssatz zur ueblichen Praxis staerker auf die Handlungen der Faschisten als auf ihre Worte." (S.9). Genesis und Entwicklung des Faschismus werden als "Zyklus von fuenf Stadien" studiert: "(1) Die Entstehung einer Bewegung; (2) ihr Verankerung im politischen System; (3) ihr Griff nach der Macht ; (4) die Machtausuebung und schliesslich, (5) die laengerfristige Entwicklung, wobei fuer faschistische Regimes hier die Alternative Radikalisierung oder Niedergang lautete. Obwohl jedes Stadium eine Voraussetzung fuer das aechste ist, muss keine faschistische Bewegung sie alle durchlaufen oder gar nur in eine Richtung." (S.41). Der Erste Weltkrieg war die "entscheidenste direkte Vorbedingung fuer den Faschismus " (S.48). Nach Kriegsende und seinen sozialen und poltischen Verwerfungen stuerzte "eine Bevoelkerung, die gelernt hatte, oeffentliche Loesungen der oekonomischen Probleme zu erwarteten , ins Ungewisse" (S.50). Bereits die faschistischen "Urprogramme", die die Krisenlage reflektierten und erst die Praxis zeigten, dass der "Antikapitalismus der Faschisten hoechst selektiv war "(S.86). Um an die Macht zu kommen, trafen Mussolini und Hitler "pragmatische Entscheidungen" (S.87) -- gegen die faschistischen "Puristen". Entgegen allen Mythenbildungen kamen Mussolini und Hitler nicht via Coup d`Etat, sondern durch Zusammenarbeit mit (Teilen von) konservativen Eliten an die Macht (S.142ff.). Es kam zu einem "Herrschaftskompromiss" (S.149). Paxton durchaus differenziert: "Das Nazi-Regime und die Wirtschaft hatten konvergierende, aber keine identische Interessen" (S.145). Die Machtergreifung von Mussolini und Hitler war in keiner Weise "unvermeidlich"(S.151). Die Politik liberaler und konservativer Eliten bzw. das Versagen der ArbeiterInnengewegung machte sie moeglich. Paxton bewusst provokant: "Die genauere Betrachtung wie faschistische Fuehrer Regierungschefs wurden , ist eine Uebung in Antideterminismus " (ebd.). Im Schlusskapitel wird die Frage diskutiert, ob ein "updated" Faschismus heute moeglich ist (S.252ff.). Paxton bejaht diese Moeglichkeit, verweist jedoch auf wesentliche Unterschiede zurZwischenkriegsszeit: u. a. das andere oekonomische Ambiente im Gegensatz zur Grossen Depression oder den weitgehenden Verzicht der aktullen extremen Rechten auf den "Primat der Politik", also das Setzen auf den "freien Markt". *Hermann Dworczak* ================================================ 11 (K)ein EU-Buch Von: akin ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 14. Maerz 2006; 17:16 ********************************************************** Buecher: > (K)ein EU-Buch Ilka Schroeder (Hg.): Weltmacht Europa – Hauptstadt Berlin? Ein EU-Handbuch 213 Seiten, ISBN 3-930786-44-3, Konkret Verlag, Hamburg, 2005, EUR 15,50 Kurz bevor die EU, nach den ablehnenden Referenden zur neuen EU-Verfassung in Frankreich und den Niederlanden – in Oesterreich und Deutschland hatten es die Regierungen ja vorgezogen, den Ratifizierungsprozess gleich ohne Volksabstimmung im Parlament durchzupeitschen – in eine der schwersten Krisen ihrer Existenz gestuerzt ist, hat die ehemalige EU-Parlamentsabgeordnete Ilka Schroeder am Ende ihrer EU-politischen Karriere einen Sammelband zum – nach Meinung der AutorInnen -- deutsch dominierten imperialistischen Projekt EU herausgegeben. Neben den Beitraegen der Herausgeberin versammelt der Band u.a. auch Texte von Markus Euskirchen zur "militaerischen Aussenpolitik" der EU, von Frank Oliver Sobich zur aussenwirtschaftspolitischen Kokurrenz zwischen den USA und der EU, von Giovanni Krowalczyk zur Waehrungskonkurrenz zwischen Euro und Dollar und Sebastian Bischoff zum europaeischen Antiamerikanismus. Schwerpunkt des Bandes stellt somit eindeutig der Konkurrenzimperialismus der EU gegenueber den USA dar, der etwa auch in einem gemeinsamen Beitrag von Ilka Schroeder und André Anchuelo am Beispiel der Nahostpolitik als "Testfeld europaeischer Grossmachtinteressen" dargelegt wird. Innereuropaeische Fragen der Sozial- und Wirtschaftspolitik, der Osterweiterung oder des Beitritts der Tuerkei werden jedoch bestenfalls periphaer angesprochen. So gesehen ist Schroeders Buch auch weder ein EU-Buch, noch eine Abhandlung ueber die gegenwaertige Krise der EU, sondern eben ein thematisch sehr spezifischer Sammelband, der versucht gegen den wachsenden Antiamerikanismus und die Grossmachtbestrebungen der EU anzuschreiben. Dass dies nicht von einer politikwissenschaftlichen Perspektive, sondern aus der Sicht einer sehr jungen Politikerin geschieht, die als Jugendkandidatin der deutschen Gruenen in das EU-Parlament gewaehlt wurde, sich aber nach der rotgruenen Kriegsfuehrung gegen Jugoslawien selbststaendig gemacht hatte und in der Fraktion der Europaeischen Linken ueberwinterte, verhilft dem Buch einerseits zu einigem Insiderwissens, laesst aber manchmal den Wunsch nach einer theoretischen Diskussion, die ueber das blosse Postulieren eigener Positionen hinausgeht, aufkommen. So ist es zum Beispiel etwas duerftig, wenn Birger Siebert und Frank Oliver Sobich in ihrem Beitrag ueber die Begeisterung von Nationalisten fuer Europa, regionalistische Stroemungen in Schottland, Katalonien oder im Baskenland einfach nur als "durchgeknallte Projekte" (S. 164) oder "regionalistische Idiotien" (S. 163) bezeichnen ohne den Versuch zu unternehmen, zu erklaeren, warum denn nun der schottische oder baskische Nationalismus "idiotischer" oder "durchgeknallter" als der britische oder spanische sein soll. Waehrend die grosse Staerke des Bandes in der Aufarbeitung selten oder nur schwer aufzufindenden Materials liegt, so liegt die Schwaeche in manchmal zu rasch und zu geradlinig entworfenen Schluessen, die daraus gezogen werden. In manchen Passagen scheint die zur Verstaendlichmachung notwendige Vereinfachung und Zuspitzung, die Vielfalt der AkteurInnen innerhalb der EU, aber auch in Nahost oder den USA und die Widersprueche derselben etwas auszublenden. Trotzdem stellt das Buch mit der Fuelle an bearbeiteten Fragen und an zugaenglich gemachtem Material, einen unverzichtbarer Beitrag fuer die Debatte ueber die Entwicklung der EU hin zu einem politischen imperialistischen Projekt dar. *Thomas Schmidinger* ================================================ MEINUNGEN UND MELDUNGEN ================================================ ================================================ 12 Asyl in Not - Vorstandsbeschluß Von: office at asyl-in-not.org ================================================ Ein muslimischer Wortführer hat unsere islamkritischen Aussendungen zum Anlaß genommen, einzelne Mitglieder des Vorstands von Asyl in Not, deren Adressen er ermitteln konnte, persönlich anzuschreiben und sie zu einer Distanzierung vom Vereinsobmann Michael Genner aufzufordern. Der Vorstand von Asyl in Not hat daher auf seiner Sitzung am 13. März 2006 einstimmig beschlossen, ihm folgenden Antwortbrief zu schicken: „Sehr geehrter Herr Baghajati, wir ersuchen Sie herzlich, uns nicht länger mit Ihren Schreiben zu belästigen, die mit unserer Vereinsarbeit nichts zu tun haben. Wir stehen zu hundert Prozent hinter unserem Obmann Michael Genner, der im übrigen von unserer Generalversammlung gewählt worden ist. Wir sind eine säkulare politische Organisation, die sich ohne Ansehen der Religion, Herkunft oder sexuellen Vorlieben für ihre Klienten einsetzt, die unsere Hilfe benötigen. Uns ist daher jedwede Diskriminierung im politischen Raum fremd. Leider kann man das von manchen Religionsgemeinschaften nicht behaupten. Aber wir respektieren auch deren Meinungsfreiheit, solange sie sich an die Gesetze der Republik halten und sich im Rahmen der Menschenrechte bewegen. Die Art und Weise aber, wie Sie einen persönlichen Konflikt in den politischen Raum stellen und permanent versuchen, Ihr Beleidigtsein und Ihre religiösen Stimmungslagen in den Mittelpunkt der politischen Argumentation zu stellen, weisen wir scharf zurück. Mit freundlichen Grüßen, der Vorstand von Asyl in Not.“ Asyl in Not Währingerstraße 59 1090 Wien Tel.: 408 42 10-15, 0676 – 63 64 371 www.asyl-in-not.org Spendenkonto: Asyl in Not, P.S.K., Kontonummer 92.034.400 ================================================ 13 Netzkultur-Kritik am neuen Telekommunikationsgesetz Von: konsortium.Netz.kultur ================================================ -- MEDIENINFORMATION ---------< -- konsortium.Netz.kultur ----< -< Anti-Spam: Unsicherheiten für Kunst und Kultur beseitigen! >- -< Netzkultur-Kritik am neuen Telekommunikationsgesetz >-------- -- http://konsortium.at/ -----< Seit 1. März 2006 ist eine Novelle des Telekommunikationsgesetzes (TKG) in Kraft, die eine Zusendung von e-Mails unter Strafe stellt, sobald keine vorherige Einwilligung der EmpfängerInnen vorliegt bzw. wenn diese an mehr als 50 Personen gerichtet ist. Dabei wird nicht unterschieden, ob der Mail-Versand kommerzielle Absichten verfolgt oder gemeinnützigen Zwecken dient. "Wie schon im Vorjahr die Novellierung des Mediengesetzes haben die neuen Bestimmungen des TKG vor allem die Realitäten von Kunst- und Kulturschaffenden nicht berücksichtigt", stellt der Vorstand des konsortium.Netz.kultur in einem offenen Schreiben an den Nationalrat fest. "Es ist zu begrüßen, dass die Privatsphäre von Internet-NutzerInnen mit Maßnahmen gegen unliebsamen Spam geschützt wird. Es ist aber auch zu beachten, dass e-Mails in der Praxis der Kulturarbeit einen wichtigen Beitrag zur Herstellung von demokratischen Öffentlichkeiten leisten." Kunst- und Kulturorganisationen, Interessenverbände und zahlreiche Projekte sind angesichts der neuen Regelung und der hohen Strafandrohung von bis zu 37.000 Euro stark verunsichert. "Viele Organisationen wissen nicht, wem sie welche Informationen zukommen lassen dürfen. Aus Angst vor Existenz bedrohenden Konsequenzen wählen schon jetzt gar nicht so wenige die Selbstzensur", berichtet Gabi Kepplinger vom Linzer Netzknoten servus.at. Das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung muss auch im Hinblick auf den e-Mail-Versand unangetast bleiben. Das konsortium.Netz.kultur fordert daher eine Nachbesserung des TKG, die eine so genannte Opt-out-Lösung bei einer Zusendung von nicht-kommerziellem Informationen vorsehen soll. Damit wäre sicher gestellt, dass die EmpfängerInnen jederzeit eine Austragung aus dem Verteiler verlangen können. "Gesellschaftspolitisches Engagement braucht Öffentlichkeit", meint Sarah Schönauer, Vorsitzende der Salzburger Netzkultur-Initiative subnet. "Gerade für kleine Organisationen ist die Information durch e-Mail unverzichtbar. Ohne Nachbesserung des TKG ist die Nutzung von Netztechnologien als Mittel demokratiepolitischer Meinungsäußerung und Information in erheblichen Maße gefährdet." -- Kontakt --< konsortium.Netz.kultur Kirchengasse 4 A-4040 Linz contact at konsortium.at http://www.konsortium.at/ ================================================ 14 Letzte Worte: Sorgsam ausgesucht Von: akin ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 14. Maerz 2006; 17:21 ********************************************************** Letzte Worte: > Sorgsam ausgesucht Der Zeitung der Kultusgemeinde "Die Gemeinde" vom Februar 2006 entnehme ich mit ganz leichtem Erstaunen -- vermutlich teile ich es mit der Person, die den betreffenden Artikel verfasst hat -- dass der deutsche Bundesnachrichtendienst (BND) der "befreundeten" Bruderorganisation Mossad (israelischer Geheimdienst) fuer Agenten im Nahen Osten deutsche Paesse zur Verfuegung gestellt hat. Nun lauten diese Paesse nicht auf irgendwelche Phantasienamen, sondern "beziehen sich auf Identitaeten tatsaechlich lebender Personen, die nichts davon wissen und Deutschland wahrscheinlich nicht verlassen... Diese Personen haben von der Zweitverwertung ihrer Identitaet keine Kenntnis... Die Verwendung von Duplikaten falle nicht auf, weil die betroffenen Deutschen sorgsam ausgesucht wuerden... Frueher habe der Mossad Identitaeten Verstorbener benutzt; dies sei im Computerzeitalter mit einem schnellen Datenaustausch weltweit nicht mehr moeglich" (Zitate Die Gemeinde). Der BND gab nach Zeitungsberichten dazu keinen Kommentar ab. Mein -- allerdings nur geringes -- Erstaunen ueber dieses Verfahren (immerhin traut man Geheimdiensten allerlei Seltsamkeiten zu) ruehrt von mehreren Fragen her, die sich mir aufgedraengt haben: 1.) Wie kann ein Geheimdienst wissen, ob jemand "Deutschland wahrscheinlich nicht verlassen" werde, ausser er/sie sitzt fuer mehrere Jahre hinter Gittern? 2.) Wenn jemand fuer mehrere Jahre hinter Gittern sitzt -- oder sonstwie verwahrt wird -- ist das nicht auch dem Internet zu entnehmen -- wie wenn er/sie verstorben waere? 3.) Teilt die Polizei dem Geheimdienst mit, wer einen Pass beantragt? 4.) Welche Konsequenzen kann das fuer die Person haben, wenn ein Agent unter ihrem Namen im Nahen Osten agiert und auffliegt? Ich mag mir?s nicht wirklich vorstellen. 5.) Wie kommt der Mossad zu den Personen, die "sorgsam ausgesucht werden"? Wer leistet da Vorarbeiten? 6.) Was der BND tut, tut das auch der eine oder der andere oesterreichische Geheimdienst? Wir werden’s nie erfahren, nehm ich an. *Ilse Grusch* ================================================ 15 WWWebtips: Volksgaragen, Atomkraft Von: akin ================================================ > WWWebtips http://www.baeume-statt-garage.psido.at/ http://bacherpark.softxl.at http://www.parks-ohne-autos.qube.at/Netz/ Langsam wird die Praesenz der Bacherpark-Homepages (URLs 1&2) ein bisserl inflationaer. Aber vielleicht bringen die mehr als die bisherigen. URL 3 geht die Sache ein bisserl allgemeiner an und ist die Vernetzungshomepage aller greifbar gewesenen Wiener Anti-Volksgaragen-Initiativen. Die Argumentation ist ueberall aehnlich: Erstens wird der Park beschaedigt, zweitens wird Geld rausgeschmissen, das zumeist bei rathausnahen Firmen landet und drittens ist der Volksgaragenboom wieder mal ein Versuch, das Auto in der Stadt attraktiver zu machen -- was Wien ja unbedingt braucht. Am meisten aber duerfte die BIs darueber erzuernt sein, dass Bedarfserhebungen nur sehr schleissig, Buergerbefragungen jedoch gar nicht gemacht worden waren. http://www.global2000.at/index3.htm?/pages/auli_einleitungstext.htm "Trotz der Risiken der Atomkraft strebt die Atomlobby zur Zeit ein Comeback in Europa an. Finnland baut bereits einen neuen Reaktor, den ersten in Westeuropa seit 1991. Frankreich will in Kuerze mit einem Neubau folgen. Neue Reaktoren werden auch in der Slowakei, in Slowenien und in Tschechien diskutiert. Und die Mittel fuer die Atomforschung in Europa sollen nach Plaenen der EU-Kommission mehr als verdoppelt werden." So stehts auf der Homepage von Global 2000. Und deswegen sammeln sie gemeinsam mit niederlaendischen, franzoesischen und finnischen Organisationen Unterschriften. Ziel sind 1 Million europaeische UnterstuetzerInnen. Halts euch also ran! ================================================ 16 Reine Selbstueberschaetzung Von: akin ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 14. Maerz 2006; 17:10 ********************************************************** Glosse: > Reine Selbstueberschaetzung Schwer zu sein ein Sicherheitssprecher, denkt sich derzeit wohl wieder mal Peter Pilz. Wenn er ueberhaupt darueber nachdenkt. Oder wenn er darueber nachdaechte, dass er sich frueher noch als "Friedenssprecher" titulieren liess. Aber das ist lange her. Vor kurzem liess er wieder mal was fallen bezueglich "EU-Vergemeinschaftung der Sicherheitspolitik". Freudig berichtete darueber das OeVP-Organ "Neues Volksblatt": "Pilz kann sich bei gemeinsamer EU-Verteidigungspolitik Empfehlung fuer Nein zur Neutralitaet vorstellen". Und von etlichen linken Gruppen bezog er wieder einmal die ueblichen Pruegel. Doch die Aufregung ist natuerlich Routine, wiederholte Pilz doch nur einen schon damals heftig gescholtenen Beschluss des Erweiterten Bundesvorstandes der Gruenen von 2004. Und irgendwie tut man Pilz auch unrecht, denn verknuepft mit dieser Forderung will er auch, dass sich die EU zur Nichtteilnahme an Kriegen verpflichte und einen Abzug fremder Truppen sowohl aus dem Gemeinschaftsgebiet als auch aus dem uebrigen Europa -- uebersetzt heisst das wohl: "Ami go home". Mit diesen Verknuepfungen sieht die Sache schon ein wenig anders aus, kaeme doch ein solches Statut der oesterreichischen Neutralitaet ziemlich nahe. Das will aber niemand von den linken Kritikern hoeren -- und sie haben recht damit! Denn wenn die oesterreichischen Gruenen so ein Programm postulieren, sind die Details europapolitisch ziemlich egal. Kaeme der Vorschlag vom franzoesischen Praesidenten und von der deutschen Bundeskanzlerin koennte man (sofern man ihnen so etwas glaubte) durchaus den Ansatz ernstnehmen und wirklich in seinen Details als umsetzbar ansehen. Wenn das hingegen eine kleine Oppositionspartei in einem bedeutungslosen Land verbreitet, bleibt in der Oeffentlichkeit dieses Landes nur uebrig, dass auch die Gruenen schon die Neutralitaet abschaffen wollen -- siehe Volksblatt. Im uebrigen Europa wird das sowieso geflissentlich ignoriert. Eine Presseaussendung ist halt nur so gut wie das daraus resultierende Echo. Einem politischen Anfaenger kann man derlei Stuemperhaftigkeiten schon verzeihen. Pilz, ein Meister auf der medialen Klaviatur, muesste es aber besser wissen. So koennte man vermuten, dass die Gruenen eine Doppelstrategie fahren -- einerseits sich beim zukuenftigen Koalitionspartner einschleimen, andererseits den Kritikern vorhalten zu koennen, sie haetten nicht das ganze Konzept gelesen. Aber das glaube ich nicht. Ich glaube eher daran, dass diese Partei immer noch daran krankt, sich in ihrer eigenen Bedeutung zu ueberschaetzen. So wie die Gruenen ueberzeugt sind, eine Koalition mit der OeVP unbeschadet zu ueberleben, so glauben sie, die Militaerpolitik der EU in ihrem Sinne beeinflussen zu koennen -- und erreichen damit genau das Gegenteil. Lenin haette sie wahrscheinlich "nuetzliche Idioten" genannt... *Bernhard Redl* Materialien: http://www.gruene.at/frieden_sicherheit/artikel/lesen/5493/ http://www.volksblatt.at/folgeseite.asp?inc=artikel/artikel_politik25 ================================================ INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ================================================ ================================================ 17 Verbot von Demonstrationen zur Verherrlichung von Völkermord gefordert Von: GFBV Hans Bogenreiter ================================================ GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEMITTEILUNG Göttingen/Berlin, den 14.03.2006 Leugnung von Völkermord nicht zulassen! Generelles Verbot von Demonstrationen zur Verherrlichung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit gefordert Nach dem Verbot von zwei türkischen Demonstrationen in Berlin im Zusammenhang mit dem Völkermord an den Armeniern und assyrisch- aramäischen Christen 1915 bis 1918 in der Türkei hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Mittwoch ein generelles Verbot von Demonstrationen zur Verherrlichung von gegenwärtigen oder vergangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit - wie Völkermord und Vertreibung - gefordert. "Es darf in Deutschland nicht möglich sein, die Öffentlichkeit dazu aufzurufen, Völkermord zu leugnen oder sogar gutzuheißen, und Kriegsverbrecher für ihre ungeheuerlichen Taten zu ehren", erklärte der GfbV-Generalsekretär Tilman Zülch. Genau dies sei jedoch das Ziel der beiden nun endlich verbotenen Demonstrationen in Berlin gewesen. Deren Veranstalter wollten fordern, dass die Türkei nicht mehr des Völkermordes an den Armeniern bezichtigt wird. Außerdem sollte für einen der Hauptverantwortlichen für diesen Genozid, den 1921 in Berlin von einem Überlebenden getötete türkisch-osmanische Politiker Talat Pascha, ein Kranz niedergelegt werden. Während des Ersten Weltkrieges sind bis zu 1,5 Millionen Armenier in der Türkei einem Völkermord zum Opfer gefallen. Die Christen starben bei Massakern, an Hunger und Seuchen. Sie wurden ertränkt oder lebendig in Häusern, Kirchen und Höhlen verbrannt. Mit ihnen wurden rund 500.000 assyrisch-aramäische Christen ermordet. Außerdem wurden Zehntausende Pontosgriechen Opfer von Massenmord und Deportation. Das schreckliche Schicksal der Ermordeten vor Augen legte der jüdisch-amerikanische Rechtsanwalt Rafael Lemkin dem Völkerbund 1934 eine internationale Konvention gegen Genozid vor und berief sich dabei auf den Völkermord an den Armeniern. Dieser Vorschlag wird erst 1948 durch Verabschiedung der UN-Konvention zur Verhütung Bestrafung des Völkermordes Wirklichkeit. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ================================================ 18 Leben im Nordirak Von: WADI Austria ================================================ Quelle: http://www.arte-tv.com/de/70.html Leben im Nordirak: "Ernüchterung hat sich breit gemacht" Sandra Strobel ist Mitarbeiterin der Hilfsorganisation WADI, die sich vor allem im kurdischen Norden des Irak engagiert. "Die Situation der Menschen dort hat sich seit 2003 verbessert", sagt sie. Trotzdem hat sich Ernüchterung breit gemacht, denn die Folgen von Verfolgung und Vertreibung sind immer noch spürbar. Frau Strobel, Sie waren im Dezember 2005 im Irak das letzte Mal im Irak. Wie geht es den Menschen heute? Sandra Strobel: Die Menschen im Nordirak haben mehr als 40 Jahre Krieg, Mord und Vertreibung hinter sich. Deshalb sind sie über den Sturz Saddam Husseins natürlich glücklich. Ihr Lage allerdings ist immer noch schwierig: Die Strom- und Wasserversorgung ist sehr schlecht. Selbst in Suleymaniah, der modernsten Stadt Nordirak, haben die Menschen nur unregelmäßig Strom, oft nicht mehr als drei Stunden am Tag. Es gibt außer in den großen Städten kaum Krankenhäuser und wenig Schulen. Dazu kommt: Noch liegen über zwölf Millionen Minen allein im Nordirak. In manchen Dörfern fehlen zwei Dritteln der Bevölkerung irgendwelche Körperteile, weil sie sich an einer Mine verletzt haben. Die Minenräumung ist von den Vereinten Nationen begonnen worden – aber inzwischen hat die Zentralregierung diese Aufgabe übernommen. Und die hat einfach zu viel zu tun, um sich darum zu kümmern. Können die Menschen ausreichend versorgt werden? Verglichen mit der Situation vor der Befreiung hat sich die Lage für die Kurden im Nordirak eindeutig verbessert. Es gibt endlich wieder genügend Lebensmittel, denn die Bevölkerung hat ja jahrelang unter dem Embargo gelitten. Trotzdem gibt es große Unterschiede zwischen Stadt und Land: Auf dem Land ist vor allem die medizinische Versorgung sehr schlecht. Deshalb sterben die Menschen an ganz einfachen Krankheiten, z.B. an Infektionen, Durchfallerkrankungen oder Schlangenbissen. Viele Frauen und Säuglinge überleben die Geburt nicht – nur, weil das nächste Krankenhaus oder der nächste Arzt zwei oder drei Stunden entfernt sind. Und selbst im Krankenhaus kann vielen nicht geholfen werden – weil Ärzte. Apparate und Medikamente fehlen. Dazu kommt eine sehr hohe Arbeitslosenquote, die dazu führt, dass die Familien kein Geld haben, ihre Kinder in die Schule zu schicken. Wie ist die Sicherheitslage? Für die Kurden ist die Lage im Nordirak heute zumindest wesentlich besser als unter der Saddam Husseins. In Suleymaniah, wo wir viel arbeiten, ist es relativ ruhig – für irakische Verhältnisse. Es gab im Oktober terroristische Attentate auf die Zivilbevölkerung und Politiker. Aber in Mossul, wo Saddam Hussein viele Anhänger hatte, ist es bis heute sehr gefährlich. Ich habe noch keinen Nordiraker getroffen, der nicht Angst hat, sich dort zu bewegen. Hier im Westen wird nicht wahrgenommen, dass sich die Attentate und die Bomben ja vor allem auch gegen die eigene Bevölkerung richten. Und die Kurden wünschen sich nichts so sehr wie endlich Frieden und ein normales Leben. Wie gehen die Menschen damit um, im Alltag ständig mit diesen Gefahren konfrontiert zu sein? Die Menschen in Kurdistan haben 40 Jahre Krieg, Flucht und Vertreibung erlebt. Die kurdischen Kinder haben nie etwas anderes kennen gelernt. Für die Menschen ist es Alltag – sie können nicht weg, müssen sich also damit arrangieren. Ein gewisser Fatalismus scheint da durch, nach dem Motto „Uns hilft ja eh’ keiner“. Natürlich passen die Menschen ständig auf – jeder, der unbekannt ist, wird registriert. Es gibt nach wie vor sehr viele Polizisten und Straßensperren, man ist quasi ständig auf der Hut. Macht diese ständige Anspannung auf Dauer nicht krank? Ich bin mir sicher, dass sie krank macht – auch wenn es momentan dazu noch keine Untersuchungen oder Studien gibt. Allerdings standen die Menschen auch bis zum Sturz Saddam Husseins unter dieser ständigen Anspannung. Erst jetzt können die Menschen beginnen, dies zu verarbeiten und erst jetzt besteht die Möglichkeit, dass sich lokale Organisationen herausbilden, die diese Themen in Angriff nehmen. Allerdings war ich schon schockiert, dass es zum Beispiel in Halabdja der Stadt, in der Saddam Hussein 1988 bei einem Giftgasangriff 3.000 bis 5.000 Kurden tötete und 10.000 verletzte keinerlei psychologische Hilfe für die Menschen gibt. Zwei Drittel der Stadt sind durch den Giftgasangriff unmittelbar oder als Folge ums Leben gekommen. Und trotzdem gibt es bis heute niemanden, der sie betreut. Im Dezember 2005 ist das erste reguläre Parlament gewählt worden. Verbinden die Menschen damit Hoffnung auf eine bessere Zukunft? Auf der einen Seite ja: Am Wahltag sind die Menschen voller Stolz und mit Freude in ihren besten Kleidern in die Wahllokale geströmt. Auf der anderen Seite kam auch schnell die Ernüchterung: Die Wahllisten, die aus Bagdad kamen, waren nicht vollständig, es gab viele Menschen, deren Namen sich dort nicht fand. Das hat zu Unmut geführt und zu dem Eindruck, dass die Menschen im Nordirak schon wieder betrogen werden sollen. Ingesamt hat sich nach den großen Hoffnungen, die es 2003 gab, die Ernüchterung breit gemacht, denn die Menschen haben sehr viel von dieser Demokratisierung erwartet. Laut Verfassung müssen im Parlament auch 25 Prozent Frauen sitzen – das ist nicht nur für ein arabisches Land eine hohe Quote. Verändert das die Situation der Frauen? Insgesamt ist die Situation der Frauen in Kurdistan nicht so extrem wie in anderen arabischen Ländern. Hier wird generell sehr viel Wert auf Bildung gelegt. Und hier fängt das Problem an: Die jahrelange Verfolgung, Flucht und Vertreibung hat nicht nur Bildung unmöglich gemacht, sie hat auch andere Konsequenzen: Aus Armut schicken Eltern – wenn überhaupt – nur noch ihre Söhne in die Schule. Mädchen werden so früh wie möglich verheiratet – möglichst an ältere Männer. Gleichzeitig haben wir ein neues Phänomen kennen gelernt: Den so genannten Frauentausch. Traditionell müssen Männer einen gewissen Wohlstand mitbringen, um heiraten zu können. Die meisten aber sind durch den Krieg arm, deshalb tauschen Freunde und Familien ihre Mädchen untereinander – auch gegen deren Willen. Die Analphabeten-Rate unter Frauen und Mädchen ist sehr hoch und es fehlen grundlegende Kenntnisse zum Beispiel was den eigenen Körper oder die Gesundheit angeht. In dieser Situation ist eine Diskussion über die Frauenquote einfach zu abstrakt. Das heißt, die Verfassung ist der Realität voraus? So könnte man das sagen. Die Frauen kommen schon mit zum Wählen – aber ihre Bedürfnisse fangen viel weiter unten an. Der reine Kampf ums Überleben hat so viel Energie in Anspruch genommen, dass keine Zeit da war, um über Frauenrechte, Zwangsheirat oder Beschneidung nachzudenken. Erst jetzt bilden sich langsam Gruppen und Organisationen heraus, die sich mit diesen Themen befassen und dann auch Ansprechpartner für Frauen werden Sie sind mit mobilen Einsatzteams vor Ort. Wie reagieren die Frauen auf Sie? Die Besuche werden allgemein sehr positiv aufgenommen – was auch daran liegt, dass wir hauptsächlich mit lokalen Mitarbeitern arbeiten. Die mobilen Einsatzteams bestehen aus einer Ärztin, einer Krankenschwester und einer Sozialarbeiterin. Für viele Frauen – gerade in den ländlichen Gegenden – ist das zum Beispiel der erste Arzt, den sie in ihrem Leben sehen. Insgesamt sind die Menschen im Nordirak dem Westen gegenüber sehr aufgeschlossen. Das Faszinierende ist: Die Mädchen und Frauen haben letzten Endes die selben Wünsche und Träume wie bei uns auch. Mir wurde letztens von jungen Mädchen gesagt, dass sie gerne ein Schwimmbad hätten und Sportunterricht Und wie reagieren die Männer darauf, dass Sie die Frauen so unterstützen? Es klingt komisch: Aber auch die sind oft dankbar über unsere Aufklärung, z.B. was die Beschneidung angeht. Denn es herrscht einfach ein eklatanter Mangel an Aufklärung. Ich finde es sehr interessant, dass sich extrem viele Männer in unserer NGO beim Thema Beschneidung engagieren. Und wie gesagt: Die Kurden sind insgesamt sehr bildungshungrig. Es gibt gerade in den Städten viele Väter, die ihre Töchter auf gute Schulen schicken, alle wollen Englisch lernen. Die Internetcafés schießen aus dem Boden und die Satelliten auf den Dächern zeigen auch nicht gerade nach Mekka. Das Gespräch führte Susanne Amann -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.atwebsite: www.wadinet.atTel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen:www.wadinet.at ================================================ ================================================ 19 EU/Tuerkei/Irak/USA: Der "Krieg gegen den Terror" in Europa Von: akin ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 14. Maerz 2006; 17:11 ********************************************************** EU/Tuerkei/Irak/USA: > Der "Krieg gegen den Terror" in Europa Zwei Meldungen und ein Kommentar * Belgien: 6 Jahre Haft fuer DHKP/C-Unterstuetzung Am 28. Februar wurden politische Aktivisten in Belgien zu schweren Strafen verurteilt, von 4 bis zu 6 Jahren Haft. Der Grund: Mitgliedschaft beziehungsweise politische Unterstuetzung fuer die tuerkische "Revolutionaere Befreiungsparteifront" (DHKP-C). Diese Urteile wurden moeglich durch die "antiterroristischen" Gesetze, welche im Zuge des US-amerikanischen praeemptiven Terrorkrieges beschlossen worden waren. In dem Prozess in Brugge standen 11 Personen vor Gericht, von denen vier freigesprochen und 7 verurteilt wurden. Die entscheidende politische Neuheit hierbei ist, dass das Urteil sich nicht auf irgendein Vergehen bezieht, das gemaess den traditionellen Strafgesetzbuechern zu verurteilen waere. Auch ging es nicht um die konkrete Beteiligung an militaerischen Aktionen gegen den tuerkischen Staat bei diesem Prozess. Die Grundlage des Urteils war, dass alle schuldig befunden wurden, Mitglieder in einer von der EU als terroristisch bezeichneten Organisation zu sein. Besonders pikant ist dabei der Fall von Feriye Erdal. Vor einigen Jahren wurde sie freigesprochen von der Anklage des Terrorismus und die Auslieferung an die Tuerkei wurde von eben derselben belgischen Justiz abgelehnt. Die tuerkische Presse sah daraufhin rot und der diplomatische Druck auf Belgien wurde seit damals immer groesser. Jetzt wurde sie (in Abwesenheit) zu vier Jahren Haft verurteilt. (Aussendung Antiimperialistische Koordination (1)/bearb.) * Berlin: Polizei erteilte Redeverbot Die Polizei hat am Wochenende in Berlin und Hamburg Veranstaltungen mit dem Mitbegruender der »Irakischen Patriotischen Allianz« (IPA), Awni Al Kalemji, verhindert. Al Kalemji wollte aus Anlass des dritten Jahrestages des US-Angriffs auf den Irak im Rahmen einer Vortragsreise ueber die Kriegsverbrechen der US-Streitkraefte und den Widerstand dagegen referieren. Bereits am Samstag nachmittag war eine Hundertschaft der Berliner Polizei vor dem Veranstaltungsraum aufgezogen und hatte wahllos Personalien von Passanten kontrolliert. Zwei Beamte des Landeskriminalamtes versuchten, sich als »Mitarbeiter der Gewerbeaufsicht« Zugang zum Veranstaltungsraum zu verschaffen. Eine Begruendung fuer das martialische Polizeiaufgebot wurde den Veranstaltern verweigert. Ebenso erging es der um Unterstuetzung gebetenen Bundestagsabgeordneten und innenpolitischen Sprecherin der Linkspartei, Ulla Jelpke. Erst nach diversen Telefonaten mit verschiedenen Polizeidienststellen gelang es ihr, die Gruende fuer den Einsatz zu erfahren. Gegen Al Kalemji sei ein Rede- und Auftrittsverbot erlassen worden, sagte ein Mitarbeiter des LKA. Widersetze er sich, werde er sofort festgenommen. Ein Sprecher der Polizeidirektion Berlin-Mitte sagte, der Auftritt eines »Hasspredigers« solle verhindert werden. Das gleiche spielte sich am Sonntag in Hamburg ab. Auch hier wartete eine Hundertschaft der Polizei vor dem Veranstaltungslokal auf das Erscheinen von Al Kalemji. Der war jedoch vorgewarnt und kam nicht. In Deutschland ist seit Anfang 2005 der Hassprediger-Paragraph zum Zuwanderungsgesetzes in Kraft. Eine Person auslaendischer Nationalitaet, die "in einer Weise, die geeignet ist, die oeffentliche Sicherheit und Ordnung zu stoeren, zum Hass gegen Teile der Bevoelkerung aufstachelt oder zu Gewalt- oder Willkuermassnahmen gegen sie auffordert oder die Menschenwuerde anderer dadurch angreift, dass er Teile der Bevoelkerung beschimpft, boeswillig veraechtlich macht oder verleumdet." (§55 Abs. 2 Nr 8b ZuWG) ist seither — neben einer strafrechtlichen Sanktionierung — auch von Ausweisung bedroht. Ein Gesetzesvorhaben der britischen Regierung, nach dem Hassprediger haetten bestraft werden koennen, wurde Anfang 2006 mit 283 zu 282 Stimmen wegen Bedenken bezueglich der Meinungsfreiheit vom Parlament abgelehnt. (Junge Welt(2), Wikipedia/akin) * Kommentar: Die Werte der EU Die DHKP-C ist sicher kein Lamperl-Verein. Die AIK ist auch nicht unbedingt eine Quelle, der ich bedingungslos vertrauen wuerde. Und nicht mit jedem Aktivisten des Widerstands gegen die neue irakische Regierung und die US-Truppen wuerde ich gerne freundschaftlich auf einen Kaffee gehen. Aber: Die Quellenlage bezueglich solcher Geschichten beschraenkt sich derzeit nunmal entweder nur auf solidarische Berichterstattung oder man darf sich noch ueber ein paar wenige journalistische Brosamen aus der buergerlichen Presse stuerzen, die offensichtlich Polizeiberichten entstammen. Und: Die Zustaende in jenen Laendern, gegen die sich die kriminalisierten Aktivisten richten, sind alles andere als demokratisch. Die Tuerkei ist eine nur schlecht getarnte Militaerdiktatur und der Irak ist in seiner Souveraenitaet wohl von seinen Besatzern immer noch wesentlich eingeschraenkt — um es hoeflich auszudruecken. Nur will man halt, was den Irak angeht, es sich nicht mit den USA verscherzen. Und bei der Tuerkei handelt es sich um einen Nato-Staat, den man derzeit gerne in eine Demokratie umschwindeln will, damit es mit dem EU-Beitritt irgendwann einmal doch klappen koennte. Da muss man die Opposition gegen diese Regierungen mundtot machen — nur das kann man aus diesen Meldungen herauslesen. Und zwar mundtot im wortwoertlichen Sinne, denn es geht ja offensichtlich kaum um eine tatsaechliche Verbindung mit militanten Aktionen, sondern um Meinungsdelikte. Jetzt ist es schon verstaendlich, wenn Gesetzgeber versuchen, gefaehrliche Verhetzung einzudaemmen. Aber wenn das geschieht, ist wohl groesste Vorsicht geboten. Doch die findet wohl immer weniger Anwendung. Was eine erlaubte Meinung ist und was nicht, scheint in vielen Laendern der EU derzeit immer weiter eingeschraenkt zu werden und das macht schon ein wenig nachdenklich. Sind das die vielzitierten humanistischen Werte der EU? Bald sind wir soweit, dass in der EU Kritik an fremden Regierungen, mit denen sie im Bandl ist, generell kriminalisiert werden wird. Dann kommt bald auch die Kritik an der eigenen Regierung dran — das wird die Folge sein, wenn nicht rechtzeitig solchen Tendenzen Einhalt geboten wird. Von der buergerlichen Presse ist da nicht viel zu hoffen — die schaffen es ja nicht mal, diese Dinge einigermassen serioes zu berichten. Von kritischen Kommentaren ganz zu schweigen. *Bernhard Redl* Quellen: (1) http://www.antiimperialista.org/index.php?option=com_content&task=view&id=4237&Itemid=82 (2) http://www.jungewelt.de/2006/03-13/026.php ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/März/1503.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/ März/1603.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/März/1703.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) 9 beiträge nicht genommen: unaktuell, doubletten, nwr Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 3.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Thu Mar 16 17:51:33 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Thu, 16 Mar 2006 17:51:33 +0100 Subject: widerst@nd MUND: Donnerstag, 16.3.2006 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund Donnerstag, 16.3.2006 ================================================ A) INHALT ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 01 Diskussion "EU und Türkei" - AU SNAHMSWEISE am 28.3. !!! von ================================================ 02 terminnachtrag von "akin" ================================================ 03 5.4. PK / Hubsi Kramar eröffnet neues Theater von GAMUEKL ================================================ 04 ASt - Streik im Öffentlichen Dienst in Deutschland spitzt sich zu von ASt-LFI ================================================ 05 GLB/Protestmarsch/Post/Privatisierung von "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================ 06 Protestmarsch gegen Postprivatisierung, 17.3., Linz von Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================ 07 Tausch- und Schenkbörse , 2. April 06, 16-19 Uhr, Frauenhetz von "Frauenhetz - feministische Bildung, Kultur & Politik" ================================================ 08 monochrom präsentiert : Die Taugshow II / Neuerscheinung: "Quo vadis logo?!" von presse-monochrom at monochrom.at ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 09 SWPAT: Das neue Gemeinschaftspatent von "q/depesche" ================================================ 10 Gedenken an Lennart Meri von ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 01 Diskussion "EU und Türkei" - AU SNAHMSWEISE am 28.3. !!! von ================================================ Liebe TransdanubierInnen und SymphatisantInnen! Unsere nächste Diskussionsveranstaltung findet statt am Dritten Dienstag im März !!!ausnahmsweise!!! erst am 28.3.2006 statt. Thema der Veranstaltung: "Türkei in die EU?" mit: * Nurten Yilmaz (SPÖ) * Alev Korun (Grüne) (angefragt: eine VerterterIn der KPÖ) Während gerade die FPÖ das Thema "Türkei" in Ihrem Volksbegehren populistisch für Ihre Werbezwecke auszuschlachten versucht hat, wollen wir das Thema aus einer nüchtern-sachlichen Perspektive betrachten. Wir wollen, gemeinsam mit unseren ReferentInnen unter anderem folgenden Fragen nachgehen: gehört die Türkei in die EU? Was spricht dafür, was dagegen? Menschenrechtslage in der Türkei? etc. Die Diskussion findet wie immer im Asia Restaurant "Sun", Donaufelderstrasse 229 1220 Wien Diskussions- - Beginn ist wie immer um ca. 19:30. Stefan für Transdanubien gegen Schwarzblau ================================================ 02 terminnachtrag von "akin" ================================================ > > fr. 17.März, 19 Uhr: La Mula, Kellerraum des Kaffee Pause, > > Josefstädterstraße 35, Ecke Strotzigasse: > > Mexiko: Die "andere Kampagne", Verbindung der Zapatistas mit der mex. > > Zivilgesellschaft... > > Kontakt: www.mexiko-Plattform.org ********************************************************** 'akin - aktuelle informationen' Lobenhauerng. 35/2, 1170 Wien vox: ++43 (0222) 535-62-00 (anrufbeantworter) http://akin.mediaweb.at Bank Austria, BLZ 12000, 223-102-976/00, Zweck: akin ================================================ 03 5.4. PK / Hubsi Kramar eröffnet neues Theater von GAMUEKL ================================================ Sehr geehrte Damen und Herren, werte Redaktion, Hubsi Kramar eröffnet im April 2006 das 3raum-Anatomietheater im Anatomiegebäude des ehemaligen Veterinärmedizinischen Instituts. Er folgt damit seinem Kurs, architektonisch interessante Räume, die brach liegen, Künstlerinnen und einer interessierten Öffentlichkeit als Veranstaltungsräume zu öffnen, bevor sie der Spitzhacke zum Opfer fallen. In diesem Zusammenhang bitten wir zur PRESSEKONFERENZ + FÜHRUNG Am Mi., 5. April 2006 Beginn: 10.30 Uhr im 3raum-Anatomietheater A-1030 Wien; Beatrixgasse 11 U. A. w. g. unter Tel. 0699-1-913 14 11 oder e-mail: office at gamuekl.org oder per hier beiliegendem Antwortfax. Wir würden uns sehr freuen, Sie persönlich begrüßen zu dürfen. Sollten Sie keine Zeit finden, zu PK zu kommen, informieren Sie uns und wir senden Ihnen ausführlicheres Pressematerial gerne zu. Hier eine kurzer Blick in den kommenden Spieplan: · ERÖFFNUNGSPREMIERE: „SCHLUSS MIT DEM THEATER! GUGGING GOES BALLHAUSPLATZ“ Ein gar schröckliches Theater über den politischen Notstand, eine Staats-Groteske mit Untertreibungen und Chor von und mit HUBSI KRAMAR Es spielen: Andrea Amort, Heidi Gross, ER-ICH, Nicola Filipelli, Werner Kaizar, Hubsi Kramar, Hannes Lengauer, Eva Schuster, Sascha Tscheik, Stefan Weber, Christian Viszterczill u.a. Premiere: Mo., 24. 4. 2006 (20.30 Uhr) Weitere Vorstellungen: 26., 27., 28., 29. 4. 2006 (20.30h) Eine Produktion von: TAT t.atr Theater SHOWinisten Eintritt: * 15,--/ * 10,-- · SONDERVORSTELLUNG SCHÜLER HITLER mit Hubsi Kramar und Hermann J. Kogler Do., 20. 4. 2006 (20.30h) Eintritt: * 15,-- / * 10,-- · VORSCHAU MAI: Gastspiel THEATER WOZEK http://www.theater-wozek.at !!! Uraufführung !!! LUDWIG / EGON / ROMY Warteraum zum Glück 9. (Premiere) - 20. 5. 06 (20h) Eintritt: * 15,-- / * 10,-- 3raum-Anatomietheater A-1030 Wien; Beatrixgasse 11 Information und Karten : http://www.hubsikramar.net Tel. 0650/32 33 377 Gabriele Müller-Klomfar Pressebetreuung ================================================ 04 ASt - Streik im Öffentlichen Dienst in Deutschland spitzt sich zu von ASt-LFI ================================================ Streik im Öffentlichen Dienst in Deutschland: 5 Wochen Streik: Die Kampf spitzt sich zu (aus: Arbeitermacht-Infomail Nr. 250, der Informationsdienst der Arbeitermacht, deutsche Schwesterorganisation des ArbeiterInnenstandpunkt) Am 6.3. fand in Stuttgart eine Großdemonstration mit mehr als 25.000 TeilnehmerInnen statt, diese richtete sich gegen die Landesregierung von Baden-Württemberg und speziell gegen den Stuttgarter Oberbürgermeister Schuster und den zuständigen Bürgermeister Murawski. Ein breites Bündnis von Gewerkschaften zeigte Solidarität mit den Streikenden von verdi. Die IG Metall, die IG BAU und einige Flaggen der IG BCE zeigten, dass die Gewerkschaften im Ländle den Streik unterstützen. Mehr als vier Stunden dauerte die Protestaktion, eine Eröffnungskundgebung und eine Abschlussveranstaltung rundeten die gelungene Demo ab. Von politischer Seite war besonders die WASG mit ihrem Spitzenkandidaten Riexinger präsent, als einzige Partei zeigte sie Unterstützung für den Streik und hatte auch einen eigenen Stand bei der Schlusskundgebung. Neben uns - der Gruppe Arbeitermacht - unterstützten andere Gruppierungen und lokale Bündnisse den Streik, wie die RAS (Revolutionäre Aktion Stuttgart), die SAV und die MLPD. Die Stimmung an der Basis ist heiß und auf Arbeitskampf eingestellt, zu viele Zugeständnisse mussten die Beschäftigten des ÖD in den letzten Jahren hinnehmen. Weihnachts- und Urlaubsgelder wurden drastisch gekürzt oder komplett gestrichen, durch vorherige Arbeitszeitverlängerungen viele Stellen im ÖD abgebaut. Dies zeigte sich auch auf einer Streikversammlung im Stuttgarter Bürgerhospital. Neue, unverschämte Forderungen der öffentlichen Arbeit“geber“ mobilisieren die Angestellten zum Streik. Gerade in den Klinikbetrieben wird seit Jahren massiv gespart, Klinikzusammenschlüsse werden von oben angeordnet, somit Stellen abgebaut und den Beschäftigten werden Lohnkürzungen abgerungen. Leider fehlt in Stuttgart die Unterstützung der höheren Angestellten und insbesondere der Ärzte - diese erwiesen sich im Streik zum Handlanger der Arbeitgeber. In den Krankenhäusern wurden Notdienstvereinbarungen für den Streik getroffen, die Ärzte forderten immer mehr Personal als nötig war, zogen Operationen vor und versuchten so, den Streik zu behindern. Es sind besonders die einfachen Angestellten und ArbeiterInnen (technisches Personal, Pflege, Reinigungskräfte), die den Streik tragen; vor allem sie haben die Einsparungen der letzten Jahre massiv zu spüren bekommen. Gerade die Konflikte an den Kliniken werden von den Medien aufgegriffen, dort wird teilweise abartige Propaganda betrieben - angeblich gefährden die Streiks von einigen Hundert Angestellten das Leben der Patienten. Das ist besonders irreführend, da nach dem Willen der Kommunen ohnehin viele Stellen eingespart werden sollen. Beim angesprochenen Bürgerhospital geht man von 180 Stellen aus, die bei erhöhter Wochenarbeitszeit gestrichen werden können. Von den drei Kliniken zogen dann auch mehr als 500 Streikende zur Demo, zuvor gab es vor dem Klinikum noch einen Redebeitrag. Dort wurde auch die bislang spektakulärste Streikaktion unterstützt: am Wochenende vor der Demo wurde die Müllverbrennungsanlage der Stadt Stuttgart blockiert, mehr als 80 LKW mussten ihre Fracht wieder zu den Deponien fahren, diese Aktion kostete die Stadt eine Viertelmillion Euro. An dieser Aktion zeigt sich, dass die Möglichkeiten dieses Streiks noch lange nicht voll ausgenutzt werden. Ver.di-Chef Bsirske sagte offen: „man müsse anfangen zu überlegen, ob man nicht in den Bereichen streikt, in denen auch private Unternehmen getroffen werden“. Erst nach fünf Wochen darüber nachzudenken, zeigt ein weiteres Mal die Unfähigkeit der Gewerkschaftsführung, dem Willen ihrer Basis Rechnung zu tragen. Jede entschlossene Gewerkschaftsführung würde in diesen Bereichen mit dem Streik anfangen, um den Druck auf die öffentlichen Arbeit“geber“ zu erhöhen. Man stelle sich vor, das Flughafenpersonal hätte im winterlichen März gestreikt, die Autobahnmeistereien wären komplett in den Streik getreten, die gesamte Logistik der süddeutschen Wirtschaft hätte immensen Schaden genommen und die öffentlichen Arbeitgeber wären dann von den privaten Unternehmen unter Druck gesetzt worden, den Streik zu beenden. So haben wir es leider mit einer Spitze zu tun, die in der Person von Bsirske den Abschluss in Hamburg vor den Streikenden in Stuttgart lobt und in jedem dritten Satz die eigene Kompromissbereitschaft beteuert. Er verweist auf die „arme Stadt Hamburg“ die den Abschluss unterschrieben hat und wettert gegen die böse „reiche Stadt Stuttgart“, die keinen Kompromiss haben will. Dies führt die Beschäftigten in die Irre, hier wird zwischen „guten und schlechten Arbeitgebern“ unterschieden. Nicht der Generalangriff auf die öffentlichen Beschäftigten wird thematisiert - denn dann müsste Bsirske über sein eigenes „Reformwerk“ sprechen, welches er mit dem Bund und den Beamten ausgehandelt hat und das Tür und Tor für die jetzigen Angriffe geöffnet hat. Dort sind die Arbeitszeitregelungen geöffnet worden, dort wurde die Flexibilisierung, sprich Erhöhung der Arbeitszeit, festgeschrieben. Dann müsste Bsirske vom Inhalt der „vorbildlichen“ Hamburger Vereinbarung sprechen, die für die Beschäftigten insgesamt eine Arbeitszeitverlängerung vorsieht! Diese „Flexibilität“ war auch Thema der Beschäftigten im Krankenhaus. Ein älterer Arbeiter fand Gefallen an einer Arbeitszeitverkürzung, bekam aber auch die Antwort eines jüngeren Kollegen, der nicht damit einverstanden ist, dass er die Verkürzung auf der einen Seite mit eigener Verlängerung der Arbeitszeit ausbaden muss. Er argumentierte auch, dass er sowieso alle Reformen ausbaden muss, sei es Rente oder Gesundheit, gleichzeitig auch noch Kinder in die Welt setzen soll – besonders Letzteres aber schwieriger wird, wenn er mehr arbeitet und weniger „Freizeit“ hat. In vielen Gesprächen wurde klar, dass die Beschäftigten bereit sind, lange und intensiv für ihre Rechte zu streiken, sich aber auch über mangelnde Unterstützung von KollegInnen beschweren und davon ausgehen, dass am Ende ein Kompromiss rauskommt, der nicht alle ihre Forderungen erfüllt. Sie berichteten von früheren Arbeitskämpfen mit mehr Beteiligung und einer größeren Organisierung in den Betrieben. So sind beim Bürgerhospital heute nur noch etwas mehr als 10 % organisiert. Andererseits können die aktiven GewerkschafterInnen auch über Unterstützung durch Nicht-Gewerkschafter berichten und über neue Eintritte während des Streiks. Nur durch erfolgreiche Arbeitskämpfe können die Gewerkschaften ihre „Attraktivität“ erhöhen und dem Mitgliederschwund begegnen. Der Streik steht vor einem Wendepunkt. Für Kommunen und Länder ist der Angriff keineswegs „nur“ ein Tarifkampf. Es geht neben der Arbeitszeit auch darum, die Beschäftigten und ihre gewerkschaftliche Kampfkraft zu brechen, um - siehe die Forderung nach der 42-Stunden-Woche durch den Thüringer Ministerpräsidenten Althaus - nachzulegen und gleichzeitig auch massive Privatisierungen öffentlicher Versorgung durchzusetzen. Es droht die Gefahr, dass die ver.di-Spitze entweder einen faulen Kompromiss durchzieht oder den Kampf durch ihre zögerliche Taktik mehr und mehr ausdünnt. Denn für die Unternehmerseite handelt es sich um einen politischen Angriff. Dagegen braucht es eine politische, gesellschaftliche Antwort, dazu muss der Streik als politische Auseinandersetzung geführt werden! Die Öffentlichen Arbeit“geber“ können in die Knie gezwungen und die 38,5 Stunden erfolgreich verteidigt werden, wenn der Streik ausgeweitet und der Kampf als politischer Kampf geführt wird! - Ausweitung des Streiks zum Vollstreik im Öffentlichen Dienst! - Verbindung des Streiks mit den Kämpfen gegen Schließungen und mit der Tarifrunde der IG-Metall! - Offene Verhandlungen, keine faulen Kompromisse hinter verschlossenen Türen! Kein Abschluss, keine Streikunterbrechung ohne vorherige Diskussion und Abstimmung unter den Mitgliedern. - Streikpostenketten und Aufbau von Solidaritätskomitees zur Verteidigung des Streiks gegen Streikbruch! - Wahl der Streikleitungen und Tarifkommissionen durch regelmäßige Streikversammlungen, die den Streikenden rechenschaftspflichtig und von diesen abwählbar sind! ================================================ 05 GLB/Protestmarsch/Post/Privatisierung von "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================ Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110 Wien - Telefon +43 1 718 26 23-0 - Fax +43 1 718 26 23-30 - Mail glb at aon.at - Web www.glb.at - Ausgabe vom 15. März 2006 GLB ruft zur Teilnahme am Protestmarsch auf Widerstand gegen die Privatisierung der Post Die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) ruft zur Teilnahme an dem von einem überparteilichen Aktionskomitee organisierten und von rund 70 gewählten MandatarInnen (BetriebsrätInnen, PersonalvertreterInnen usw.) unterstützten Protestmarsch gegen die Privatisierung der Post am 17. März 2006 in Linz (Treffpunkt 17 Uhr, Schillerplatz) auf. Der GLB fordert den ÖGB, die Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten und alle anderen Teilgewerkschaften zur Unterstützung dieser Kundgebung auf: „Es ist bedauerlich, dass trotz eines Streikbeschlusses für den Fall der Privatisierung der Post die Gewerkschaft bislang dem Privatisierungskurs der Regierung bei der Post keinen wirksamen Widerstand entgegengesetzt hat“, meint GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger. Im Unterschied zu Postgewerkschaft und SPÖ - die lediglich den Zeitpunkt für verfrüht halten - lehnt der GLB eine Privatisierung der Post aus grundsätzlichen Erwägungen ab: „Die Privatisierung von 49 Prozent der Post AG via Börsengang ist nur die Einstiegsdroge für die Vollprivatisierung“, so Antlanger. In einer am 9. November 2005 an Nationalratspräsident Andreas Khol übergebenen Petition des GLB heißt es dazu: „Die Post ist eine elementare Einrichtung einer funktionierenden Infrastruktur und darf daher nicht privatisiert werden, egal ob durch einen Verkauf oder einen Börsengang. Die Post muss im öffentlichen Eigentum erhalten bleiben. Ein verfassungsmäßiger Schutz des öffentlichen Eigentums ist notwendig“. Der Verkauf von 49 Prozent der Post AG via Börse hat also eine weit über das betroffene Unternehmen hinaus Bedeutung. Die Post-Privatisierung ist nämlich ein Dammbruch für weitere Bereiche des öffentlichen Eigentums. So hat WKÖ-Chef Christoph Leitl bereits einen Vorstoß für die Vollprivatisierung der E-Wirtschaft gemacht. Auf dem Speisezettel privater in- und ausländischer Anleger stehen weiters Spitäler, Kommunalbetriebe, Bildungseinrichtungen und die lukrativen Teile der Bahn. Der GLB bekräftigt, dass die öffentlichen Dienste nicht dem Markt und Profitkalkül ausgeliefert werden dürfen, sondern allen Menschen auf hohem Niveau ohne soziale Hürden zugänglich sein müssen. ================================================ 06 Protestmarsch gegen Postprivatisierung, 17.3., Linz von Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================ Aktionskomitee gegen die Privatisierung der Post Waltherstr. 15 4020 Linz Linz, 15.03.2006 MEDIENINFORMATION Sehr geehrte Damen und Herren, wir ersuchen Sie, in Ihrem Medium den Protestmarsch "Nein zur Privatisierung der Post - Schluss mit der Demontage der öffentlichen Dienste" zu bewerben, der am Freitag, 17. März in Linz stattfindet. Der Aufruf des überparteilichen Aktionskomitees gegen die Privatisierung der Post wird mittlerweile von über 70 BetriebsrätInnen unterstützt (siehe unten). Bei der Abschlusskundgebung wird unter anderem der Vorsitzende der Postgewerkschaft OÖ Gottfried Zauner sprechen. mit freundlichen Grüßen f. d. Komitee gegen die Privatisierung der Post Gerald Oberansmayr Rückfragen bitte unter Tel. 0732/771094 oder 0676-6552695 PROTESTMARSCH Nein zur Privatisierung der Post! Schluss mit der Demontage der öffentlichen Dienste! Freitag, 17. März 2006 Treffpunkt: 17.00 Uhr, Schillerpark/Linz Aufruf des Aktionskomitees gegen die Privatisierung der Post Nein zur Privatisierung der Post! Schluss mit der Demontage der öffentlichen Dienste! Wir lehnen die Privatisierung der Post grundsätzlich ab, ... weil die Privatisierung in erster Linie den Aktionären nützt und auf Kosten von Beschäftigten und KundInnen der Post geht. ... weil die Privatisierung zu einem weiteren Abbau von Beschäftigten und der Erhöhung des Drucks auf die Beschäftigten führt. Schon in Vorbereitung auf die Postprivatisierung wurden 9.000 Beschäftigte abgebaut, weitere Tausende sollen folgen. ... weil die Privatisierung zur Verschlechterung der Versorgung mit Postdienstleistungen führt. Bereits bisher wurden fast die Hälfte aller Postämter geschlossen. Weitere sollen folgen. ... weil wir für qualitativ hochstehende Postdienstleistungen für alle - auch in den ländlichen Gebieten - eintreten statt maximale Dividenden für eine kleine Zahl von Aktionären. ... weil Privatisierung und Liberalisierung bei der Post ein weiterer Dominostein bei der Demontage der öffentlichen Dienste darstellt. Als nächstes droht die Liberalisierung und Privatisierung bei Trinkwasser, Spitälern, Gesundheitsversorgung, Schulen, Eisenbahnen, öffentlichem Verkehr, Altersversorgung und kommunalen Dienstleistungen. Öffentliche Dienste dürfen nicht dem Markt und Profitkalkül ausgeliefert werden, sondern müssen allen Menschen auf hohem Niveau ohne soziale Hürden zugänglich sein. Deshalb halten wir Widerstand und öffentlichen Protest gegen Postprivatisierung und Demontage der öffentliche Dienste für notwendig! Diesen Aufruf unterstützen u.a.: Altenhofer Wolfgang (Betriebsratsvorsitzender, Fa. Franz Plasser, FSG), Antlanger Karin (Betriebsratsvorsitzende Exit Sozial), Atteneder Hubert (VPA-Vorsitzender Braunau), Aybakar Ali (Neue Demokratische Jugend), Bartl Rainer (ao. Univ. Prof., Univ. Linz), Berneder Walter (Gemeinderat Steinerkirchen), Brandstetter Werner (Arbeiter-Betriebsrat MCE), Bruckner Otto (KI-Vorsitzender), Buchendorfer Gerhard (Gemeinderat Steinerkirchen), Buchinger Christian (Betriebsratsvorsitzender E+E Elektronik), Chiste Michael (Betriebsrat, Fa. Franz Plasser), Daxner Stefan (Werkstatt Frieden & Solidarität), Dedinszky Jürgen (Betriebsrat Lebenshilfe Wien), Derntl Gerhard (Ang.-Betriebsratsvorsitzender MCE Linz), Eder Friedrich (VPA-Vorsitzender Klam), Eiter Robert (Betriebsrat AK OÖ), Erlach Thomas (stv. Betriebsratsvorsitzender Exit Sozial), Fischer Heike (stv. BR-Vorsitzende Zentrum Spattstraße), Fellner Helmuth (stv. BR-Vorsitzender Maturaschule Roland, Wien), Forstinger Werner (Betriebsrat, Energie AG), Gehmacher Michael (Betriebsrat ÖHTB, SLP), Gerner Horst (VPA-Vorsitzender Braunau), Größwang Johannes (stv. Vorsitzender des VPA, Schwanenstadt), Grusch Sonja (Bundessprecherin SLP), Hager Fritz (Betriebsrat Firma Quester), Hannerer Robert (Betriebsrat, Fa. Franz Plasser), Herzberger Martin (ZBR-Vorsitzender Pro Mente OÖ), Hausotter Alfred (Betriebsrat, Pro Mente OÖ), Hilberth Sven (Betriebsrat Radio Orange), Hochstöger Manuel (Betriebsrat FZ Steyr), Hobek Robert (VPA Vorsitzender Postamt 1230 Wien Vorsitzender GLB Post), Holzleitner Gernot (stv. Betriebsratsvorsitzender Management Service Linz GmbH), Hosner Bernhard (VPA-Vorsitzender Ried/Innkreis), Huber Richard (Lehrer, Unabhängige GewerkschafterInnen), Humer Peter (ÖGB-Bezirkssekretär Wels), Iraschko Mari (kfm. Angestellte), Jonischkeit Oliver (GLB-Bundessekretär), Käferböck-Stelzer Fritz (Leiter Treffpunkt Mensch und Arbeit, Betriebsseelsorge Nettingsdorf), Kasper Barbara (Lehrerin, eh. Frauenbeauftragte der Stadt Graz), Kaspar Fritz (Bürgermeister Marchtrenk), Keck Vivian (Betriebsrätin, Zentrum Spattstraße), Kenndler Christian (VPA-Vorsitzender Wels), Kogler Günter (Gemeinderat Thalheim, Vorsitzender Bezirksgruppe GPF-Wels), Krall Christian (Organisationssekretär AUGE OÖ), Krotenmüller Granz (Gemeinderat Steinerkirchen), Landerl Thomas (Betriebsrat Diakoniewerk, SJ Gallneukirchen), Lasinger Thomas (BR-Vorsitzender des Diakoniewerks Gallneukirchen), Lehner Rudi (stv. BR-Vorsitzender AK OÖ), Leisch Walter (Personalausschuss Linz, GPF), Lindenbauer Roland (VPA-Vorsitzender Grieskirchen), Lindmayr Thomas (Betriebsrat, Fa. Franz Plasser), Madlmayr Josef (Bezirksvorsitzender ÖGB-Wels), Martelschlager Peter (Betriebsrat, Fa. Franz Plasser), Maurerberger Egon (Bürgermeister Krenglbach), Miterhuemer Johann (VPA-Wels, Gemeinderat Steinerkirchen), Moser Hermann (VPA-Vorsitzender Oberweis), Novakovic Branko (Personalvertreter AKH Linz), Oberansmayr Gerald (Werkstatt Frieden & Solidarität), Oberhuber Gustav (Telekom Austria AG), Oberleitner Günther (VPA-Vorsitzender Steyr-Grünmarkt), Pay Herbert (Betriebsratsvorsitzender AK OÖ), Pfeiffer Erna (ao. Univ. Prof., Institut für Romanistik), Pichler Hartmut (VPA-Vorsitzender Schärding), Pichler Rudolf (Betriebsrat ÖBB), Poor Manfred (stv. Betriebsratsvorsitzender Fa. Gast), Rafetseder Erwin (Werkstatt Frieden & Solidarität), Rammerstorfer Thomas (Ersatzbetriebsrat APH Thalheim), Reisinger Johann (VPA-Vorsitzender Schwanenstadt), Reisinger Renate (BR-Vorsitzende, Zentrum Spattstraße), Rögner Doris (Betriebsrätin Zentrum Spattstraße), Rössl Ingrid (Betriebsrätin, Lebenshilfe Wien), Sammer Markus (VPA-Vorsitzender St. Wolfgang), Schacht Selma (Betriebsratsvorsitzende Wr. Kinder- und Jugendbetreuung), Schatz Sabine (SJÖ Verbandsssekretärin), Schmeisser Matthias (VPA-Vorsitzender Zipf), Schober Rudolf (Ersatzgemeinderat Ottensheim), Schramm Ludwig (Ang. Betriebsrat MCE), Schwarz Johann (VPA-Vorsitzender Linz), Singhuber Günther (Betriebsrat, Fa. Franz Plasser, FSG), Spach Franz (SPÖ-Vorsitzender Steinerkirchen), Stadler Jupp (Arbeiterbetriebsrat VÖEST), Steinhuber Renate (VPA-Vorsitzender Personaladministration Linz), Steinkellner Gabriele (stv. Vorsitzende GPF OÖ), Stelzer-Peherstorfer Berta (stv. BR-Vorsitzende Pro Mente OÖ), Stoppel Hermann (Monteur), Tohumcu Yavuz (Föderation der Arbeiter und Jugendlichen aus der Türkei in Österreich), Ulbrica Wolfgang (Betriebsrat, Fa. Franz Plasser), Wagner Peter (Betriebsrätin, Zentrum Spattstraße), Weidner Peter (eh. Betriebsrat, OÖ-Vorsitzender der Sozialdemokratischen Freiheitskämpfer und Opfer des Faschismus sowie aktiver AntifaschistInnen), Weilguny Wilhelm (Betriebsrat, Fa. Franz Plasser, FSG), Weiß Jörg (Betriebsrat Verein Neustart), Wiesner Klaus (AK-Rat und Sprecher der Alternativen und Grünen GewerkschafterInnen OÖ), Winkler Helmut (Betriebsrat, Plasser und Theurer), Zauner Gottfried (Vorsitzender der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten OÖ), Ziegler Gerhard (Plattform für kämpferische und demokratische Gewerkschaften), Zweiner Manuela (Betriebsrätin Zentrum Spattstraße), uvm . ================================================ 07 Tausch- und Schenkbörse , 2. April 06, 16-19 Uhr, Frauenhetz von "Frauenhetz - feministische Bildung, Kultur & Politik" ================================================ Tausch- und Schenk-Börse Sonntag, 02. April 2006 von 16 bis 19 Uhr Frauenhetz, Untere Weißgerberstrasse 41, 1030 Wien Tel: 01-7159888 mail: office at frauenhetz.at www.frauenhetz.at Was frau glaubt, dass sie brauchen kann oder anbieten/weggeben möchte. Liebe Frauen! Zu Frühlingsbeginn veranstalten wir im Sinne der direkten Umverteilung einen Nachmittag in der Frauenhetz, wo ihr Sachen und Tätigkeiten, die ihr anbieten oder haben möchtet "unter die Frauen bringen könnt". Wir stellen uns einen gemeinsamen Nachmittag mit Kaffee und Kuchen und Würstel (auch für Vegane) und Bier vor, bei dem wir miteinander kramen, tauschen, schenken, redenŠ Ein gemeinsamer "Markt" also, bei dem es neben den stofflichen Dingen aller Art auch eine Wand geben wird, auf der ihr Tätigkeiten, die ihr bietet/haben möchtet, veröffentlichen könnt. Also räumt eure Schränke aus, bringt Sachen (Bücher, Kleidung, Geschirr, Spielzeug, was auch immerŠ) vorbei und nehmt mit, was ihr haben möchtet. Im Sinne eines bunten Nachmittags haben wir bei dieser Veranstaltung keine gesonderte Kinderbetreuung organisiert, sondern wuseln mit den diversen Kids gemeinsam herum. Liebe Grüße und bis zum 2. April in der HETZ! WANN: Sonntag, 2.4. 06 - 16.00-19.00 Uhr WO: Frauenhetz Untere Weißgerberstrasse 41 1030 Wien ================================================ 08 monochrom präsentiert : Die Taugshow II / Neuerscheinung: "Quo vadis logo?!" von presse-monochrom at monochrom.at ================================================ Die TAUGSHOW II mit Buchpräsentation: "Quo vadis Logo?!" Am Freitag, den 17. März 2006 (20 Uhr) ist es wieder soweit. Die Wiener KünstlerInnengruppe monochrom präsentiert die zweite Ausgabe der Taugshow. Im dietheater/Konzerthaus wird das Format mit Livepublikum aufgezeichnet und in den nächsten Wochen (Samstag Abend) auf dem Wiener Kabelsender okto ( www.okto.tv) ausgestrahlt. Im Anschluss gibt es die Release-Party des neuen Buches "Quo vadis Logo?!" aus der edition mono (www.monochrom.at/edition-mono), das im Rahmen der Show vorgestellt wird. Die Gäste des Abends: Herbert Hrachovec Ao.Univ.Prof. am Institut für Philosophie an der Universität Wien. Mitautor von "Quo vadis Logo?!" Hannes Auinger Ich-AG mit Schwerpunkten in den Bereichen Film und Medien Für die musikalische Begleitung sorgen: "Cunning Dorx" Für genauere Informationen: Johannes Grenzfurthner +43 676 7831453 (http://www.monochrom.at/taugshow/taugshow2.htm) == Themen, ausführlich == Quo vadis Logo?! Konzerndomänen bestehen aus legal geschützten Symbolen, Logotypes und anderen grafischen Marken, die sich weltweit bewegen und den Konzern direkt repräsentieren. Diese Marken verkörpern den Konzern, personalisieren ihn und stellen ein Interface für die Öffentlichkeit dar. Die Marke ergänzt das Produkt, vielmehr noch, sie wird zum Produkt. Angepriesen werden nicht mehr die greifbaren Dinge hinter den Brands, sondern Images und Lebenshaltungen. Als Reaktion kommt es zu einem verstärkten Bewusstsein von KonsumentInnen hinsichtlich de-branding und trend-zapping. AutorInnen wie Naomi Klein (No logo) kritisieren mit ihren Arbeiten offen die Machenschaften der Konzerne. es stellt sich nun die Frage, ob mit dieser Kritik nicht der Grundstein einer neuen Generation von Werbestrategien und Marken gelegt wird. Verlag: edition mono/monochrom. Herausgeber: Günther Friesinger, Johannes Grenzfurthner. Mit Beiträgen von: Leo Findeisen, Anette Baldauf, Norval Baitello, Robert Kana, Karin Mairitsch, Christian Zillner, Herbert Hrachovec, Anita Aigner, Thomas Ballhausen, Günter Krenn, Holm Friebe, Beat Weber, Christian Rupp, Gruppe or-om. == == Die Gäste == Herbert Hrachovec Ao.Univ.Prof. am Institut für Philosophie an der Universität Wien. Längere Lehr- und Forschungsaufenthalte in Oxford, Münster, Cambridge, Massachusetts, Berlin, Essen und Weimar. Arbeiten über analytische Philosophie, Metaphysik und Ästhetik. Gegenwärtiger Arbeitsschwerpunkt: Neue Medien. Seit 2001 stellvertretender Institutsvorstand des Instituts für Philosophie. Seit April 2005 Vorsitzender der Curricularkommission der Universität Wien. Weitere Informationen unter http://hrachovec.philo.at Hannes Auinger Zur Person: Hannes Auinger ist eine forschende, schreibende und vortragende Ich-AG mit Schwerpunkten in den Bereichen Film und Medien, Drehbuch, männliche Sozialisation und geschlechtsspezifische Jugendarbeit. Zum Thema: Politik und Filmsynchronisation. Übersetzungen sollen uns helfen sprachliche und kulturelle Differenzen zu überwinden. Wer Original- und Synchronfassungen von Spielfilmen und TV-Serien miteinander vergleicht, stößt oft auf Stellen, die in einer eigenen Übersetzung anders lauten würden. Es gibt nun einmal keine „perfekte“ sprachliche Übersetzung. Es sollte einem aber sauer aufstoßen, wenn in deutschen Synchronfassungen Nazis und KommunistInnen zu DrogenhändlerInnen und deutsche zu holländischen TerroristInnen werden. Da muss etwas faul sein. Und damit ist nicht die Faulheit oder Schlampigkeit der Synchronverantwortlichen gemeint, denn die investieren einen teilweise nicht unerheblichen Mehraufwand in das Textbuch und den Schnitt, um gesellschaftspolitisch unerwünschte Inhalte verschwinden zu lassen. Es handelt sich also sicher nicht um „Übersetzungsfehler“. Aber was steckt dahinter? Wer ermöglicht diesen Mehraufwand? Warum darf Mr. Spock im deutschen Fernsehen keinen echten Sextrieb haben? Wer hat Angst vor Woody Allens Hitlerwitzen? Und weshalb darf Bruce Willis in den deutschen Kinos keine deutschen TerroristInnen niedermetzeln? Wem ist mit solchen „Übersetzungen“ geholfen und was ist daraus zu lernen? Über diese und ähnliche Fragen werden sich Herr Grenzfurthner und Herr Auinger unterhalten. Denn nur der Vergleich macht sie sicher! == monochrom INFO == monochrom, gegründet 1993, ist eine international agierende Kunst-Technologie-Philosophie-Neigungsgruppe. monochrom ist eine uneigenartige Mischung aus proto-ästhetischer Randarbeit, Popattitüde, Subcultural Science und politischem Aktivismus. Die KernmitgliederInnen der Gruppe sind: Johannes Grenzfurthner, Evelyn Fürlinger, Harald List, Anika Kronberger, Franz Ablinger, Frank Apunkt Schneider, Daniel Fabry, Günther Friesinger und Roland Gratzer. Die Gruppe arbeitet mit den verschiedensten Medien und Kunstformaten und veröffentlicht die Buch- und Magazinreihe monochrom. monochrom ist für ihre linkslinkspolitische und extremzivilgesellschaftliche Arbeit bekannt. Wenn monochrom keine Kunst machen, machen sie >>Kunst<< oder "Kunst". Das ist aber ganz launeabhängig. Sie sind doch nicht die Otto Mühl-Kommune des längst fälligen Slacker-Revivals. ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 09 SWPAT: Das neue Gemeinschaftspatent von "q/depesche" ================================================ From: "q/depesche" Subject: SWPAT: Das neue Gemeinschaftspatent q/depesche 2006-03-15T11:33:59 SWPAT: Das neue Gemeinschaftspatent Das Gemeinschaftspatent ist tot. Es lebe das Gemeinschaftspatent. Um den Sprachenzwist der Staaten zu lösen beraten die Parlamentarier über radikale Lösung: Neustart. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Durch den Zwist der Mitgliedsstaaten darüber in welche Sprachen ein Patent übersetzt werden muss, ist das Projekt ein günstiges Gemeinschaftspatent zu schaffen hoffnungslos blockiert. Die Parlamentarier beraten über einen Vorschlag diese Hürde zu überwinden. Die alte Richtlinie soll weggeworfen und durch eine neue Ersetzt werden. Der Vorschlag der diskutiert wird: Gegenseitige Anerkennung der Patente. So sinnvoll ein günstiges Gemeinschaftspatent wäre: Der Vorschlag hat auch einen Haken: Das Europäische Patentamt könnte zur zentralen europäischen Behörde werden und sein Qualitätsverfall zur Messlatte der Harmonisierung. Damit könnte die Leitung des Europäische Patentamtes und seine Anhänger in lokalen Patentämtern den Traum der Harmonisierung zum USPTO endlich durchsetzen und auch das missliebige Abstimmungsergebnis des Parlaments korrigieren: Die Trivial- und Softwarepatente, die man laufend erteilt wären abgesichert. Über die Positionen wird noch beraten. Worum es in etwa geht, lässt sich aus dem Memorandum vom Klaus Heiner Lehne ersehen, der wohl die Linie der Volkspartes mitbestimmen wird. http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100003556 - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- relayed by Bernhard Mayer - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Online Version: http://quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100003557 quintessenz is powered by http://www.onstage.at subscribe/unsubscribe/digest http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe comments to depesche at quintessenz.org ================================================ 10 Gedenken an Lennart Meri von ================================================ > GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER INTERNATIONAL > PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 15. März 2006 > > Zum Gedenken an Lennart Meri > Meri war ein großer Europäer: Kleine Nationalitäten und Minderheiten > haben einen mutigen Anwalt verloren > > Mit Lennart Meri verlieren die kleineren europäischen Nationalitäten > einen großherzigen Freund und mutigen Anwalt ihrer Menschen- und > Minderheitenrechte, erinnert sich der Präsident der Gesellschaft für > bedrohte Völker International (GfbV), Tilman Zülch. Er würdigte den > verstorbenen früheren Präsidenten Estlands als "großen Europäer, der > sich durch eine besondere Sensibilität für das Schicksal von > diskriminierten und bedrohten Minderheiten auszeichnete". Meri, der > unter Stalin wie Zehntausende seiner estnischen Landsleute nach > Sibirien deportiert worden war und sich noch unter sowjetischer > Herrschaft für die Unabhängigkeit Estlands, Lettlands und Litauens > engagiert hatte, anerkannte den Beitrag der Baltendeutschen zur > Kultur seines Landes und verschloss auch nicht die Augen vor dem Leid > der deutschen Vertriebenen. > > Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ist eine internationale > Menschenrechtsorganisation mit beratendem Status beim Wirtschafts- > und Sozialrat der Vereinten Nationen und mitwirkendem Status beim > Europarat. Die GfbV setzt sich für die Rechte bedrohter und > verfolgter ethnischer, sprachlicher und religiöser Minderheiten und > Ureinwohnergemeinschaften ein, bekämpft Völkermord und Vertreibung, > Unterdrückung und Verfolgung. > > > PRESS RELEASE > Göttingen, 15 March 2006 > > In Memory of Lennard Meri: > Meri was a great European man: Small nationalities and minorities > have lost a brave advocate. > > In Lennard Meri smaller European nationalities lose a generous friend > and a brave advocate of their human and minority rights, as Tilman > Zülch, President of the Society for Threatened Peoples International, > points out. He praised the deceased former President of Estonia as a > "great European man, who distinguished himself by his enormous > sensibility towards the fate of marginalised and threatened > minorities". Meri himself had been deported to Siberia under the > Stalin regime as a result of standing up for the independence of > Estonia, Latvia and Lithuania; nations that were then under Soviet > rule. He acknowledged the contribution of the Baltic Germans to the > culture of his country and did not turn away in the face of the agony > experienced by German displaced persons. > > The Society for Threatened Peoples (GfbV) is an international human > rights organisation in consultative status with the Economic and > Social Council of the United Nations and in participatory status with > the Council of Europe. The Society for Threatened Peoples stands up > for the rights of threatened and persecuted ethnic, linguistic, and > religious minorities and indigenous groups, and battles genocide, > displacement, oppression, and persecution. > ====================================================== > Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) > Inse Geismar, Pressereferentin > Postfach 2024, D-37010 Goettingen > Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 > E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ================================================ ================================================ C) TERMINE ================================================ Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/1603.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/1703.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/1803.htm ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) 1 Beitraege nicht WR Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 22.30 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Mon Mar 20 08:03:24 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Mon, 20 Mar 2006 08:03:24 +0100 Subject: MUND_200306 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Montag, 20. März 2006 www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! ================================================ A) INHALT ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 ZARA lädt zur Präsentation des Rassismus Reports 2005 von: presse at zara.or.at ================================================ 02 Veranstaltung mit Barbara Duden 30./31. März 2006 Ankündigung von: angela.mores at chello.at ================================================ 03 eipcp discursive lines | translate. Beyond Culture: The Politics of Translation von: contact at eipcp.net ================================================ 04 [Depot-news] Programm 22.- 23.März von: depot-news at mailman.sil.at ================================================ 05 neue ausgabe, neue veranstaltung von: grundrisse at gmx.net ================================================ 06 27.3.: Was bleibt vom Europäischen Sozialmodell? von: LM.Sender at spoe.at ================================================ 07 Einladung zur Lesung von: promedia at mediashop.at ================================================ 08 Tausch- und Schenkbörse , 2. April 06, 16-19 Uhr, Frauenhetz von: office at frauenhetz.at ================================================ 09 ALTERNATIVER ECOFIN - Wirtschaftspolitik für ein anderes Europa von: presse at attac.at ================================================ 10 Einladung zur Film Premiere Meisterschaft von: meisterschaft at ritesinstitute.org ================================================ 11 Wien, 21.3., Opensounds Release Party von: depesche at quintessenz.org ================================================ 12 Dringende Korrektur / GUGGING GOES BALLHAUSPLATZ von: office at gamuekl.org ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 13 Demonstration des neonazistischen BFJ in Ried i. I. von: infoladen-wels at liwest.at ================================================ 14 Juli: Rechtsextremes Sommerlager in Kärnten/Koroska von: frketic at gmx.at ================================================ 15 Heinisch-Hosek: Regierungsparteien blockieren die freie Namenswahl für Transgender-Personen von: office at soho.or.at ================================================ 16 Tolar: Nun auch Tschechien wesentlich fortschrittlicher als Österreich von: office at soho.or.at ================================================ 17 So spammen Sie richtig von: depesche at quintessenz.org ================================================ 18 für MUND von: zach at kpoe.at ================================================ 19 AUFRUF zum KSVF: Schluss mit Rueckzahlungsforderungen! von: office at igbildendekunst.at ================================================ 20 Gedenken an Lennart Meri von: hans.bogenreiter at gfbv.at ================================================ 21 Aufruf zur Offenheit und gegenseitigen Wertschätzung von: helga.koecher at chello.at ================================================ 22 ASt - Neue Bilder des imperialistischen Horrors aus Abu Ghraib veröffentlicht! von: ast-lfi at gmx.net ================================================ 23 AKS: 100 Hände für mehr Mitbestimmung von: ingrid.gogl at aks.at ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< WELTWEIT <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 24 Mosambik-Info 29 von: peter-pils at chello.at ================================================ 25 Ein Toter und etliche Verletzte bei Protesten gegen Kurdische Behörden in Halabja von: wadi.wien at gmx.at ================================================ 26 [gipfelsoli] Heiligendamm von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ 27 Programme: \"Proposed Africa Conference\", 25.03.06 in Frankfurt/Main von: thevoiceforum at emdash.org ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS/HINWEISE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 28 Neues Buch: Feindaufklärung und Reeducation von: cafe.critique at gmx.net ================================================ 29 Soeben erschienen: 1-06 von: GegenStandpunkt at gmx.at ================================================ 30 CROPfm - Newsletter: Joytopia [17.03.2006] von: tarek at sime.com ================================================ 31 Kanafani - Newsletter März von: kulturverein at kanafani.at ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 ZARA lädt zur Präsentation des Rassismus Reports 2005 von: presse at zara.or.at ================================================ ZARA - Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit lädt zur Präsentation des RASSISMUS REPORTS 2005 Pressekonferenz: Freitag, 24. März 2005, 10 Uhr, Café Landtmann, 1010 Wien, Dr. Karl-Lueger-Ring 4 ZARA präsentiert zum sechsten Mal den Rassismus Report, die einzige jährlich erscheinende qualitative Datenquelle über Struktur und Ausmaß von Rassismus in Österreich. Knapp 1200 Fälle von rassistischen Übergriffen sind im Jahr 2005 der Beratungsstelle für Opfer und ZeugInnen von Rassismus gemeldet worden. Immer mehr Menschen setzen sich gegen rassistische Übergriffe zur Wehr und fordern ihr Recht auf Nicht-Diskriminierung ein. Dennoch zeigt der Report nur die “Spitze des Eisberges" und macht sichtbar, dass Rassismus in Österreich tabuloser und aggressiver geworden ist. Podium: - Xiane Kangela, Redakteurin des Rassismus Reports, ZARA- Vorstandsmitglied - Hikmet Kayahan, Leiter der Beratungsstelle für Opfer und ZeugInnen von Rassismus - Mag. Dieter Schindlauer, geschäftsführender ZARA-Obmann Rückfragehinweis: ZARA-Öffentlichkeitsarbeit: Karin Bischof Tel.: 929 13 99-18, E-Mail: presse at zara.or.at www.zara.or.at -- PS.: ZARA-Mitglieder ermöglichen das Fortbestehen der Beratungsstelle für ZeugInnen und Opfer von Rassismus. Karin Bischof ZARA-Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit Luftbadgasse 14-16 1060 Wien Tel: ++43/1/929 13 99-18 Mobil: ++43/650/539 65 64 Fax: ++43/1/929 13 99-99 e-mail: karin.bischof at zara.or.at web: www.zara.or.at Bitte leisten Sie 6 Euro ZARA-Mitgliedsbeitrag im Monat (75 ¤ für ein Jahr): Kto. 05211362800, BLZ 12000, BA-CA ================================================ 02 Veranstaltung mit Barbara Duden 30./31. März 2006 Ankündigung von: angela.mores at chello.at ================================================ 30. März / marzo 2006 31. März / marzo 2006 Seminar 14-17 Uhr “Zügige Entkörperung? Zur Geschichte des Frauenkörpers zwischen 1970 und der Jetzt-Zeit" Barbara Duden spricht über den Bruch mit der “Ur-Zeit" der Medizin, d.h. der Zeit vor 1980, also vor Ul traschall und Amniozentese, die Zeit vor dem Fötus, vor Aids und Hormonschweinen. In jener Urzeit war der absolute Vorrang des Erlebens und Befindens als Kriterium des Wohlseins nicht durch das Monopol des technischen Denkens bedroht. Das Handeln und die politische Kalkulation mit Menschen-Mengen in einer Welt technischer Normen, in der das Denken in systembezogenen Begriffen für das Erlebnis maß geblich geworden ist, spiegelt für Duden einen End punkt in der Körpergeschichte. Frauenarchiv, Pfarrplatz 15, Bozen in deutscher Sprache Vortrag 20 Uhr “Mein Körper - mein Risiko" - ein folgenreiches, praxisleitendes Missverständnis Für eine Serie von potentiellen Erkrankungen be stimmt die Medizin Risikofaktoren, und heutzutage gibt es in der “zivilisierten Welt" die Möglichkeit der Prädiktion und Prävention. Dabei entsteht die Illusion, dass Krankheit grundsätzlich vermeidbar sei, wenn die Einzelnen einen gesunden Lebensstil pflegen, sich ausreichend informieren und gezielt Risikomanagement betreiben. Barbara Duden äußert sich als Historikerin zu einer Me dizin der Risikokalkulation, indem sie aufzeigt, dass “Propaganda für Chance und Risiko, Wahrscheinlich keit und Inzidenz unvermeidlich zur öffentlichen Ver-wirrung durch eine gezielte Belehrung über prinzipiell Unverständliches" führt. Sie zeigt, dass durch Informa tion beispielsweise über Krebsrisiko beunruhigende Angst erzeugt wird, die Frauen verunsichert und hilflos macht. Landhaus 1 - Innenhof, Crispistraße 3, Bozen in deutscher Sprache mit italienischer Simultanüber setzung Conferenza ore 20 "Il mio corpo - il mio rischio" - un malinteso dalle tante conseguenze Barbara Duden rileva che le informazioni condizionate, manipolate, superficiali e anche illusorie sui rischi lega-ti alle malattie generano in noi un'oscura ed inquietan te paura. Inoltre rafforzano l'opinione che la malattia sia in fondo facilmente evitabile: per non ammalarsi basta seguire uno stile di vita sano, informarsi e evita re determinati rischi. I giochi numerici delle statistiche sostituiscono le percezioni personali e rendono insicu ri, rendono la verità impercettibile, senza senso, senza sensi. Palazzo Provinciale 1, Cortile Interno, Via Crispi 3, Bolzano tedesco con traduzione simultanea Seminar 9-12 Uhr Das Alltags-Gen. Über die sozialen Folgen öffentlichen Gen-Geredes Wie bei keinem anderen Fachwort klaffen beim “Gen" wissenschaftliches Konzept und öffentliche Wahrnehmung auseinander: Während Fortschritte in der molekularbiologischen Forschung die Hypo these widerlegt haben, es gäbe definierbare Grund einheiten der Vererbung und Entwicklung - also “Gene" - ist das Wort außerhalb des Labors zum Sinnbild für den “Grundbaustein des Lebens" und seine technische Manipulation geworden. Im Projekt “Das Alltags-Gen" hat Barbara Duden die Bedeutung, die in der Umgangssprache dem “Gen" gegeben wird, auf die sozialen Folgen dieses Ver ständnisses hin untersucht. Was besagt, fordert und diktiert “Gen", wenn es in familiären oder ratgeben den Gesprächen auftaucht? Was meinen die Leute, wenn sie von “meinen Genen" oder “deinen Genen" sprechen? Diskussionsforum 14-16 Uhr Inhaltliche Vertiefung und politische Handlungsan sätze Frauenarchiv, Pfarrplatz 15, Bozen in deutscher Sprache Für die Teilnahme an den Seminaren ist eine Anmeldung innerhalb 23. März erforderlich: Frauenbüro, Crispistraße 3, Bozen Tel. 0471 41 11 80/81 - frauenbuero at provinz.bz.it Barbara Duden 1942 geboren, studierte Geschichte und Anglistik in Wien und Berlin. Von 1985-1990 unterrichtete sie Frauengeschichte und Geschichte von Wissenschaft und Technologie an verschiedenen Universitäten in den USA. Professorin am Institut für Soziologie und Sozial psychologie der Universität Hannover. Lehr- und Forschungsschwerpunkte: Geschichte des erlebten Körpers Wissenschafts- und Technologiegeschichte Genetik in der Alltagswahrnehmung Blickgeschichte Nata nel 1942, ha studiato storia e anglistica a Vien na e Berlino, ha insegnato Storia delle donne, Storia delle scienze e tecnologie presso diverse università negli Stati uniti dal 1985-1990. Professora ordinaria di Sociologia e Psicologia socia le presso l'Università Hannover. Ambiti di ricerca e insegnamento: storia del corpo vissuto storia delle scienze e tecnologie la genetica nella percezione ordinaria storia dello sguardo Marisol Escobar: Visit, 1964 Wo bleibt der Körper? Eine Körperhistorikerin über die Folgen der modernen Medizin E il Corpo? Una storica del corpo si confronta con la medicina moderna Barbara Duden 30./31. März/marzo 2006 “Ich möchte als eine Frau protestieren, die bei ihrem Körper, bei ihren Sinnen bleiben will" Barbara Duden "Vorrei protestare come donna, che vuole restare fedele al proprio corpo, ai propri sensi." Wir danken der Ärztin Ingrid Windisch und der Historikerin Siglinde Clementi sowie den KVW-Frauen für ihre inhaltliche und organisatorische Mitarbeit. Eine Initiative des Landesbeirates für Chancengleichheit - Frauenbüro Un'iniziativa del Comitato per le Pari Opportunità- Servizio donna ================================================ 03 eipcp discursive lines | translate. Beyond Culture: The Politics of Translation von: contact at eipcp.net ================================================ eipcp discursive lines translate. Beyond Culture: The Politics of Translation Linz und Wien, 28.-31.3.2006 http://translate.eipcp.net/calendar Rien ne vaut que la vie, mais la vie même ne vaut rien Nichts ist wie das Leben, aber das Leben selbst ist nichts Linz, KunstRaum Goethestrasse 28.3.2006, 20.00 Der Film wurde zu einem großen Teil in einem Heim für Asylsuchende in Zerbst, Sachsen-Anhalt, gedreht. Sein Interesse gilt der Erzählung von Lebensumständen, alle Beteiligten sind dabei DarstellerInnen in ihrem eigenen Film. Immer wieder wird die Filmerzählung mit Überlegungen darüber verknüpft, wie jemand überhaupt, durch die Erfahrungen in den Heimen, zum Flüchtling wird. Dasselbe gilt auch für die andere Seite der Erfahrung des Films: nämlich während seiner Herstellung zur FilmemacherIn zu werden. Filmscreening und Diskussion mit den FilmemacherInnen Mabouna II Moise Merlin & Brigitta Kuster, Moderation: Stefan Nowotny, eipcp In Kooperation mit maiz und KunstRaum Goethestrasse Politik der kulturellen Übersetzung Übersetzung, was kann sie eigentlich? Wien, Depot, Breite Gasse 3 30.3.2006, 19.00 Du bist hybrid. Ich bin hybrid. Wieso haben wir dann verschiedene Identitäten? Und schlagen uns deshalb sogar gegenseitig die Köpfe ein? Der Begriff der (kulturellen) Übersetzung, der uns diese Fragen stellt, verspricht auch, sie zu beantworten. Kann er das? Betrachtet man die glänzende Karriere, die dieser ursprünglich bescheidene Begriff der linguistischen Praxis in den letzten Jahren in der internationalen Theorie-Szene gemacht hat, gibt es keinen Grund, daran zu zweifeln. Doch nicht einmal der politischen Realität ist es gelungen, auch die erfolgreichsten Theorien zu überlisten. Wird der Begriff der Übersetzung dem gleichen Schicksal anheim fallen oder kann er sich auch im reality check behaupten? Mit Wort-, Film- und Bildmaterial diskutieren darüber: Rastko Mocnik, Ljubljana, Encarnación Gutiérrez Rodríguez, Manchester, Dieter Lesage, Brüssel; Moderation: Boris Buden, Berlin In Kooperation mit Depot Postkoloniale Theorien und Strategien Buchpräsentation und Diskussion Linz, KunstRaum Goethestrasse 31.3.2006, 19.30 Die Autorinnen María do Mar Castro Varela und Nikita Dhawan im Gespräch mit Rubia Salgado, maiz "Strategy works through a persistent (de)constructive critique of the theoretical. 'Strategy' is an embattled concept-metaphor and unlike 'theory', its antecedents are not disinterested and universal." (Gayatri C. Spivak) In den letzten Jahren ist Postkoloniale Theorie zu einem bedeutenden kritischen Diskurs aufgestiegen. Ihr theoretischer Zugang ist interdisziplinär und stellt ein Zusammenspiel von Marxismus und poststrukturalistischer Theoriebildung dar. Indem sie kritische Perspektiven gegenüber eurozentrischer und neo-kolonialistischer Bilderwelten entwickelt und streitbare politische Strategieentwicklungen fördert, gestattet sie nicht nur einen Blick auf (post-)koloniale Wissens-/und Kunstproduktionen, sondern stellt auch ein gegendiskursives Instrumentarium bereit. In Kooperation mit maiz und KunstRaum Goethestrasse --- translate. Beyond Culture: The Politics of Translation http://translate.eipcp.net/ eipcp - european institute for progressive cultural policies a-1060 vienna, gumpendorfer strasse 63b a-4040 linz, harruckerstrasse 7 contact at eipcp.net http://www.eipcp.net Falls Sie keine weiteren Informationen des eipcp erhalten wollen, senden Sie bitte ein e-mail mit dem subject 'unsubscribe' an contact at eipcp.net. ================================================ 04 [Depot-news] Programm 22.- 23.März von: depot-news at mailman.sil.at ================================================ Mittwoch, 22. März, 19.00 XING_ Magazin für politische Kultur Zeitschriftenpräsentation XING_ Magazin für politische Kultur erscheint seit November 2004. Zusammen mit Partnerinstitutionen wie dem Int. Forschungszentrum für Kulturwissenschaften und dem LBI für Europäische Geschichte und Öffentlichkeit werden die Themen aufbereitet. Bisherige Schwerpunkte waren “Wachstumskoalitionen", “Erinnern & Vergessen" und “Was Wissen schafft". Die Rubrik “Transkulturalität" beschäftigt sich vor allem mit europäischer Kulturpolitik. Die aktuelle Ausgabe widmet sich dem Thema “Fluchtorte". Fritz Betz, Mediensoziologe, FH Eisenstadt Manuel Schilcher, XING Mitherausgeber Bernhard Seyringer, XING Mitherausgeber http://www.xing.at Donnerstag, 23. März, 19.00 Theaterreform: Eine Zwischenbilanz Podiumsdiskussion Drei Jahre nachdem die Stadt Wien eine groß angelegte Theaterreform des gesamten OFF-Bereichs initiiert hat, stagniert der Prozess auf der Ebene politischer und budgetärer Umsetzbarkeiten. Zeit für eine Zwischenbilanz: Welche Ziele konnten bislang erreicht werden oder müssen revidiert werden? Was ist offen geblieben? Wie leben die TheatermacherInnen mit der Praxis der Reform? Gibt es noch Visionen für die Zukunft des Freien Theaters in Wien? Welche dringlichen Forderungen sind an die Kulturpolitik zu stellen? Nicolas Dabelstein, Theater Turbine/IGFT Corinne Eckenstein, Theater Foxfire/IGFT Günter Lackenbucher, Kulturreferent Theater Stadt Wien Marco Schreuder, Kulturausschuss Grüne Wien Franz Ferdinand Wolf, Kultursprecher ÖVP Wien Moderation: Sabine Kock, Geschäftsführerin IG Freie Theaterarbeit Depot Breitegasse 3 A-1070 Wien Tel: +43 1 522 76 13 www.depot.or.at ================================================ 05 neue ausgabe, neue veranstaltung von: grundrisse at gmx.net ================================================ liebe leserInnen, liebe interessierte, zwei einladungen: klassenkämpfe in china und grundrisse #17: A) redaktion grundrisse und die Subversive Kantine laden ein: China: Klassenkämpfe im "Wirtschaftswunder" 24.3.2006, 19 Uhr Amerlinghaus, Stiftg. 8, 1070 Wien In den letzten Jahren wurde China zum Mekka des internationalen Kapitals und zum “Motor der Weltwirtschaft". Trotz welthistorischem Wirtschaftswachstum ist China nicht stabil. Lokale Bauernunruhen, Streiks und “subversive" Aktivitäten von mysteriösen religiösen Gruppierungen breiten sich landesweit aus. 2003 soll es nach offiziellen Angaben zu 58.000 “Zwischenfälle" sozialer Unruhen gekommen sein, an denen 3 Millionen Menschen teilnahmen. Diese Veranstaltung gibt einen Einblick in die Klassenkämpfe in China, die Kampfformen und die Forderungen der verschiedenen Akteure. Es wird analysiert, wie der chinesische Staat versucht, Streiks der ArbeiterInnen durch Gewalt und Ungeständnisse zu unterdrücken. Außerdem wird die Frage aufgeworfen, wie die heutigen Kämpfe mit den Erfahrungen der Mao-Ära wie der "Kulturrevolution" und der Hungersnot des "Großen Sprungs nach vorne" zusammenhängen. Steht in China eine soziale Revolution vor Tür? Da eine Krise in China die ganze Weltwirtschaft beeinflussen würde, ist es für internationalistische Linke längst Zeit sich mit dem "Reich der Mitte" und seinen Klassenkämpfen zu beschäftigen. Zwei deutsche GenossInnen werden zu den aktuellen Kämpfen referieren und Anton Pam von den grundrissen zu den historischen Hintergründen dieser Auseinandersetzungen. Zum Einlesen wird empfohlen: Texte von "umwälzung.de" http://www.umwaelzung.de/china.html http://www.umwaelzung.info/Entwicklung.html http://www.wildcat-www.de/wildcat/69/w69china.htm Texte von Anton Pam http://www.unet.univie.ac.at/~a9709070/texte_2/texte_2_china.htm http://www.rote-ruhr-uni.com/texte/pam_mao.shtml B) Die neuen grundrisse sind da, noch dazu in neuem gewande. wie immer - das editorial: Liebe Leserinnen und Leser! Uje, zwei Tippfehler auf der 16er-Umschlagseite, der Korrekturleseburnout forderte Opfer. Aber was sind schon zwei alte Fehler gegen einen Umschlag, der sich gewaschen hat. Grundrisse proudly presents: Die neue Kollektion. Nach zwei Jahren im strengen Streifenlook ist uns der Kragen geplatzt - und prompt auf dem Cover gelandet. Wir hoffen, das gefällt. Mit Gewinnspiel! Und es geht weiter mit den Selbstbezichtigungen: Bei den MitarbeiterInnen der letzten Nummer sind uns gleich zwei durch die Lappen gegangen: Slave Cubela und Nemo Klee fielen den Aussetzern unserer Gehirnaktivitäten zum Opfer. Tut leid! Nun aber zu dem, was euch auf den kommenden 60 Seiten erwartet: Der erste Text freut uns besonders, weil er dem Untertitel der grundrisse etwas mehr an Wahrheitsgehalt gibt: Als kritische Anknüpfung an den Artikel zu den “Rot-Schwarzen Flitterwochen" von Paul Pop (grundrisse #14) versteht sich Philippe Kellermanns Text über Gustav Landauer. Da es auch der Redaktion ein Anliegen ist, die Debatte über das Verhältnis zwischen Marxismen und Anarchismen produktiv fortzuführen, würden wir uns auch über weitere Beiträge zur Thematik freuen. “Das Kapital wieder lesen" kann ebenfalls als Fortführung einer in der letzten Ausgabe geführten Auseinandersetzung gelesen werden, nämlich jener um den Gebrauchswert der wertkritischen Lesart des Marxschen Kapitals. Der Beitrag von Karl Reitter geht aber über die kritische Auseinandersetzung hinaus und versucht grundsätzliche Bestimmungen für eine an der Zentralität des Klassenkampfes orientierten Interpretation der Kritik der politischen Ökonomie zu geben. Andrea Benino und Max Henninger widmen sich den Aufständen in den Pariser banlieues im vergangenen November. Die Analyse bezieht dabei ein ansonsten - und vor allem in den Kommentaren der bürgerlichen Öffentlichkeit - nur allzu gerne ver- und beschwiegenes Themenfeld in die Betrachtung ein bzw. ins Zentrum der Aufmerksamkeit: die koloniale Vergangenheit Frankreichs. Zum anderen versuchen die Autoren, sich mit begrifflichen Instumentarien der strukturalen Marx-Lektüre, aber auch mit postoperaistischen Zugängen und Begriffen Carl Schmitts der europäischen (und politischen) Dimension der Riots anzunähern. In “Auf Uhren schießen" macht sich Martin Birkner Gedanken über ein Symposium zu John Holloways “Die Welt verändern ohne die Macht zu übernehmen", das vor kurzem in der britischen Zeitschrift “Historical Materialism" dokumentiert wurde. Zwei Themenfelder stehen dabei im Mittelpunkt: Die Frage nach dem Ausgangspunkt eines möglichen Kommunismus - müssen wir vom Schrei, vom NEIN zum Kapitalismus ausgehen, oder braucht die Theorie einer “anderen Welt" eine Vielfalt konstituierender JAs als Startpunkt? Das zweite Feld handelt von der Notwendigkeit bzw. Unmöglichkeit einer Theorie der Organisation. In der ebenfalls behandelten Antwort Holloways auf seine Kritiker eröffnet sich hier ein anderer, jedoch nicht weniger spannender Ansatzpunkt: Die Revolution, so Holloway, muss - vor allem in den Zentren - eine der Zeitlichkeit selbst sein. Nicht ein vorher-nachher Schema sondern das Zerbrechen der kapitalistischen Dauer hier und jetzt ermöglicht die Konstitution kommunistischer Verhältnisse. Verbindungslinien zwischen der Theorie von Marx und jener von Gilles Deleuze und Felix Guattari zeichnet Gerald Raunig in “Einige Fragmente über Maschinen" nach. Dabei steht schon im Titel das berühmte “Maschinenfragment" Marxens aus einem Werk Pate, das wiederum schon vor mittlerweile mehr als vier Jahren bei der Gründung einer Zeitschrift weit mehr als nur Pate stand ... Der Maschinenbegriff und seine Bedeutungen und Bedeutungsverschiebungen, ausgeführt nicht nur anhand der oben beschriebenen Theoretiker, sondern auch anhand von künstlerisch-politischen Praktiken. Auch der EuroMayday als Maschine wird dabei über seine doppelte Zeitlichkeit - und es ist eben jene, die auch bei Holloway zur Sprache kommt - der Dauer wie auch der “lange[n] Zeit der instituierenden Praxis" ins Spiel gebracht. Darauf wird noch zurückzukommen sein. In der Rubrik “MIT NACHDRUCK" präsentieren wir diesmal einen Text, der 1983 als Kollektivarbeit in einem römischen Gefängnis entstand: “Do You Remember Revolution" gibt aus der Sicht von 11 inhaftierten Aktivisten und Theoretikern der Autonomia Operaia einen politisch-analytischen Rückblick auf die sozialen Kämpfe der 1970er Jahre, ihre Verschärfung, ihre Vervielfältigung, ihre Militarisierung und schließlich ihre Zerschlagung durch den staatlichen Repressionsapparat. Nicht nur als historischer Bericht ist dieser Text von Bedeutung, sondern auch als theoretischer Hinweis auf die sozialen Veränderungen jener Periode, die nicht zuletzt die fordistisch-keynesianischen Modelle kapitalistischer Vergesellschaftung endgültig zum Einsturz gebracht haben. So, jetzt wird aber zurückgekommen. Auch heuer wird es nämlich eine Mayday-Parade in Wien geben. Der Treffpunkt ist bereits fix (1160 Wien, Yppenplatz), sonst aber noch nix! Und genau deshalb rufen wir euch hiermit auf: Beteiligt euch, es wird euch bereichern! Nähere Informationen unter www.euromayday.at Und noch eine web-Adresse gilt es zu verlautbaren: “Die Linke", Zeitung der Sozialistischen Alternative, ist nicht mehr - auf dem Papier zumindest. Postfordismus und Postgebührenerhöhungen um ein vielfaches bescheren uns aber dafür eine nagelneue Netzzeitung aus dem bewegungslinken Spektrum. Wir empfehlen hiermit nachdrücklich www.dielinke.at und wünschen alles Gute und zahlreiche LeserInnen! Herzlich bedanken möchten wir uns bei Julia Kläring und Nils Olger für die Bildleisten (unter Verwendung von Stills aus dem film "I went to work today, I don't think I'll go tomorrow", kläring/olger, 2005) Und hier der Aufruf: Nachdem die grundrisse es sich zum Ziel gesetzt haben, die Grenzen zwischen TheorieproduzentInnen, politischen AktivistInnen und künstlerischem Aktivismus niederzureissen oder zumindest durchlässig zu machen: Wir bieten hiermit definitiv ab der Nummer 18 die Mittelseite Künstlerinnen und Künstlern zur Gestaltung an. Es kann also ein ganzer A3-Bogen verwendet werden, eine Seite eventuell auch färbig. Da die nächste Ausgabe zum Mayday herauskommen soll, würden wir uns natürlich über die Bearbeitung des weiten Feldes Prekarisierung/Prekarität besonders freuen. Ansonsten gilt es anzustreben, “alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist" (Marx). Interessierte mögen mailen: grundrisse - ät - gmx. Punkt net Viel Spaß beim Lesen, Abonnieren, und www.grundrisse.net ansurfen Die grundrisse-redaktion Nicht zuletzt wegen dem wunderbaren neuen Telekommunikationsgesetzes (TKG): Falls Sie diesen Newsletter nicht mehr beziehen möchten, dann schicken Sie bitte ein Mail an grundrisse at gmx.net mit Betreff: grundrisse newsletter aus. Bitte melden Sie sich unbedingt unter der Mail-Adresse ab, unter der Sie diesen Newsletter empfangen haben. ================================================ 06 27.3.: Was bleibt vom Europäischen Sozialmodell? von: LM.Sender at spoe.at ================================================ Wir möchten unsere Interessentinnen und Interessenten auf eine Kooperationsveranstaltung mit WIWIPOL hinweisen. * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Vranitzky-Kolloquium WAS BLEIBT VOM EUROPÄISCHEN SOZIALMODELL? * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Montag, 27. März 2006, 10.30 - 12.00 Uhr im Kassensaal der Oesterreichischen Nationalbank Otto Wagner-Platz 3, 1090 Wien > Key Note > Dr. Franz Vranitzky Bundeskanzler a. D. > Podium > Dr. Bernd Marin Executive Director des Europäischen Zentrums für Wohlfahrtspolitik und Sozialforschung Robert Misik Autor und Journalist Dr. Gaby Schaunig SPÖ-Landesparteivorsitzende und 2. Landeshauptmannstellvertreterin von Kärnten, Leiterin des SPÖ-Kompetenzteam Soziales Moderation Dr. Rupert Weinzierl Sozialwissenschaftler; WIWIPOL > Um Anmeldung wird gebeten! > WIWIPOL Arbeitsgemeinschaft für wissenschaftliche Wirtschaftspolitik Maria Theresien-Straße 24/4, 1010 Wien Tel.: 01/319 44 47, Fax: 01/319 44 49, office at wiwipol.at, www.wiwipol.at * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * > Nähere Infos unter: Zukunfts- und Kulturwerkstätte Schönlaterngasse 9, 1010 Wien Tel.: 01/513 86 82 www.diezuk.at zuk at spoe.at > An- und Abmeldung des Veranstaltungsabos: Gehen Sie bitte auf die Seite www.diezuk.at/online/page.php?P=10180 Impressum/Offenlegung gem. §§ 24, 25 MedienG: www.diezuk.at/online/page.php?P=10942 ================================================ 07 Einladung zur Lesung von: promedia at mediashop.at ================================================ Einladung zur Lesung Dr. Hilde Schmölzer (Autorin) liest aus ihrem Buch: “Die abgeschaffte Mutter" Der männliche Gebärneid und seine Folgen Anschließendes Gespräch mit Dr. Susanne Feigl (Journalistin) und Publikumsdiskussion wann: Mo, 27. März 06 um 19.00 Uhr wo: im ega: frauen im zentrum: Windmühlgasse 26, 1060 Wien Tel: 01-589 80-0 office at ega.or.at zum Buch: Das neue Buch von Hilde Schmölzer mit dem Titel "Die abgeschaffte Mutter. Der männliche Gebärneid und seine Folgen" ist im Wesentlichen eine patriachatskritische Analyse der neuen Gen- und Reproduktionstechnologien. Diese bringen, laut Schmölzer, einen neuen Prozeß der Enteignung und Entmachtung, der Ausbeutung und Vermarktung des weiblichen Körpers mit sich. Hilde Schmölzer, die ihren Schwerpunkt auf Frauengeschichten und Frauenbiographien gesetzt hat, war lange Zeit Mitglied bei den IG- AutorInnen und ist im deutschen Sprachraum eine bekannte Autorin. Mit ihren Büchern setzt sie neue Akzente im Gender-Diskurs. Wir freuen uns auf Ihr Kommen! Mit freundlichen Grüßen Ihr Promedia Verlag ================================================ 08 Tausch- und Schenkbörse , 2. April 06, 16-19 Uhr, Frauenhetz von: office at frauenhetz.at ================================================ Tausch- und Schenk-Börse Sonntag, 02. April 2006 von 16 bis 19 Uhr Frauenhetz, Untere Weißgerberstrasse 41, 1030 Wien Tel: 01-7159888 mail: office at frauenhetz.at www.frauenhetz.at Was frau glaubt, dass sie brauchen kann oder anbieten/weggeben möchte. Liebe Frauen! Zu Frühlingsbeginn veranstalten wir im Sinne der direkten Umverteilung einen Nachmittag in der Frauenhetz, wo ihr Sachen und Tätigkeiten, die ihr anbieten oder haben möchtet "unter die Frauen bringen könnt". Wir stellen uns einen gemeinsamen Nachmittag mit Kaffee und Kuchen und Würstel (auch für Vegane) und Bier vor, bei dem wir miteinander kramen, tauschen, schenken, redenS Ein gemeinsamer "Markt" also, bei dem es neben den stofflichen Dingen aller Art auch eine Wand geben wird, auf der ihr Tätigkeiten, die ihr bietet/haben möchtet, veröffentlichen könnt. Also räumt eure Schränke aus, bringt Sachen (Bücher, Kleidung, Geschirr, Spielzeug, was auch immerS) vorbei und nehmt mit, was ihr haben möchtet. Im Sinne eines bunten Nachmittags haben wir bei dieser Veranstaltung keine gesonderte Kinderbetreuung organisiert, sondern wuseln mit den diversen Kids gemeinsam herum. Liebe Grüße und bis zum 2. April in der HETZ! WANN: Sonntag, 2.4. 06 - 16.00-19.00 Uhr WO: Frauenhetz Untere Weißgerberstrasse 41 1030 Wien ================================================ 09 ALTERNATIVER ECOFIN - Wirtschaftspolitik für ein anderes Europa von: presse at attac.at ================================================ 4. - 6. April 2006, Rathaus Wien: ALTERNATIVER ECOFIN - Wirtschaftspolitik für ein anderes Europa Attac Österreich veranstaltet gemeinsam mit namhaften Partnerorganisationen den ALTERNATIVEN ECOFIN, die EU-kritische Konferenz zur europäischen Wirtschafts- und Finanzpolitik mit fachlich hochkarätiger Besetzung. Zwei Tage vor der Tagung der EU-Finanz- und Wirtschaftsminister (ECOFIN) in der Wiener Hofburg, werden im Wiener Rathaus die konkrete Programmatik und Umsetzung der EU-Wirtschafts- und Finanzpolitik transparent gemacht, analysiert und Alternativen für eine sozial gerechte und ökologisch nachhaltige EU-Politik aufgezeigt. MEHR TRANSPARENZ: “Die Entscheidungen, die im ECOFIN getroffen werden, erfolgen fernab von öffentlicher Diskussion und Information über Inhalte und Konsequenzen der wirtschafts- und finanzpolitischen Maßnahmen. Dies ist angesichts der direkten Betroffenheit vieler Menschen von Massenarbeitslosigkeit, sinkenden Reallöhnen und dem Abbau der Sozialsysteme ein großes demokratiepolitisches Problem", erklärt Karin Küblböck, EU-Sprecherin von Attac Österreich. Ziel des Alternativen Ecofins ist es, in Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Workshops die europäische Finanz- und Wirtschaftspolitik einer breiten öffentlichen Kritik und Diskussion zugänglich zu machen. Hochkarätige internationale ExpertInnen diskutieren über Alternativen für eine sozial gerechte und ökologisch nachhaltige EU-Politik. Den Auftakt macht am 4. April um 18:30 Uhr eine große öffentliche Abendveranstaltung mit dem US-Ökonomen und Bestseller-Autor Jeremy Rifkin im Wiener Rathaus. Als Ergebnis der Konferenz wird am 6. April eine gemeinsame Erklärung (“Wiener Deklaration") für eine alternative EU-Wirtschaftspolitik verabschiedet und an den ECOFIN-Rat in der Wiener Hofburg übergeben. Weitere Informationen und Programm: http://www.alternativer-ecofin.org Presseakkreditierung: http://www.unsereuropa.at/2601.html Am 4. April findet eine Pressekonferenz zum Alternativen ECOFIN statt: Ort: Cafe Landtmann, Löwelzimmer; Dr. Karl Luegerring 4, 1010 Wien Zeit: 10:00 Teilnehmer: Fritz Verzetnitsch, Präsident ÖGB Herbert Tumpel, Präsident Arbeiterkammer Karin Küblböck, Attac Österreich Jörg Huffschmid, Professor i.R., Universität Bremen Rückfragehinweis und Kontakt: David Walch, Attac Österreich Tel: ++43 1/544 00 10, Mobil: ++43 650/544 00 10 Email: presse at attac.at ================================================ 10 Einladung zur Film Premiere Meisterschaft von: meisterschaft at ritesinstitute.org ================================================ Sehr geehrte Damen und Herren, ich lade ein zu MEISTERSCHAFT ein Film von Friedemann Derschmidt A 2005 Friedemann Derschmidt 70 Minuten Kamera: Friedemann Derschmidt Andreas Gartner und Walter Pucher Mit: Erich und Helga Kritsch, Alfred Hahn und Viktor Knierling Musik: Cornelia Mayer Ton Postproduktion: Ingo Pusswald Farbkorrektur Herbert Bednarik Das Projekt Meisterschaft ist eine lyrisch angelegte Portraitminiatur dreier Handwerker: Ein Fleischermeister, ein Schneider und ein Uhr- macher mit ihrem Geschäftslokal um die Ecke zum jeweils anderen, werden bei ihrer Arbeit gezeigt. Alle drei führen ihr Geschäft seit vielen Jahrzehnten. Ein Stück zu Tempo, Rhythmus und Ästhetik. PREMIERE: Donnerstag, 30.03.06, 19:00 weitere Termine Freitag, 31.03.06, 19:00 Samstag, 01.04.06, 19:00 Sonntag, 02.04.06, 19:00 Montag, 03.04.06, 19:00 Dienstag, 04.04.06, 19:00 Mittwoch, 05.04.06, 18:00 Donnerstag, 06.04.06, 18:00 Freitag, 07.04.06, 18:00 Samstag, 08.04.06, 18:00 TOP-KINO Rahlgasse 1 / 1060 Wien Bitte Karten reservieren unter +43 1 208 30 00 Friedemann Derschmidt http://www.derschmidt.com ================================================ 11 Wien, 21.3., Opensounds Release Party von: depesche at quintessenz.org ================================================ From: "q/depesche" Subject: Wien, 21.3., Opensounds Release Party q/depesche 2006-03-19T02:20:54 Wien, 21.3., Opensounds Release Party Am 21.3. veröffentlicht die internationale Musikdatenbank female:pressure den ersten Release mit 16 Tracks unter der Creative Commons Lizenz. Am gleichen Abend findet ab 22:30 eine Release Party im Wiener Flex statt. Innerhalb der seit 1998 bestehenden Plattform können 800 Künstlerinnen die Werke frei verändern, anderen zur Verfügung stellen und öffentlich aufführen. Den ersten Output als Album darf jedermann downloaden und frei tauschen. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Die 1998 gestartete Initiative female:pressure - eine internationale Datenbank für Frauen, die sich im Bereich der elektronischen Musik und Clubkultur betätigen und die zur Zeit rund 800 Künstlerinnen aus 46 Ländern beinhaltet - wurde im Mai 2005 um eine Soundbank zum gegenseitigen Austausch musikalischer Produktionen erweitert: open:sounds. Bedingung für die Nutzung von open:sounds ist die Übereinkunft, dass Soundfiles, die von den Musikerinnen online gestellt werden, allen Teilnehmerinnen zwecks Bearbeitung unter der liberalen Creative Commons Lizenz attribution-noncommercial-share alike zur Verfügung gestellt werden und dass die daraus entstehenden Musikstücke und/oder Klänge wiederum in die Soundbank zurückfließen. [ ... ] Tracklisting der ersten CD: 01. Catarina Pratter - Let Me Go 3:09 02. Ravissa - Track3 4:24 03. Chra - land(of)mine 2:48 04. Tibcurl - Uma 4:08 05. Dunja - Pirol 8:37 06. Catarina Pratter - Give It Up 4:40 07. Silly - Xylish 5:09 08. irradiation - wunschtraum nr1 6:06 09. Shroombab & Terra - Oh Johnny 5:14 10. Electric Indigo feat. Barca Baxant - Dirty Floor/o:s edit 4:53 11. Ravissa & Dunja - JF 5:00 12. Shroombab - Night Owl 4:26 13. Dunja - 1000 Miles 4:08 14. Electric Indigo - Beautiful Angelica/o:s edit 5:02 15. June feat. Suetoyou - No Angel 2:58 16. Catarina Pratter - Groove, Bastard! 5:03 CD Grafikdesign: visual affairs Opensounds Credits: Idee: Andrea Mayr Sponsoring: Verein Stadtimpuls, Wien Konzept & Design: Andrea Mayr & Electric Indigo Datenbankprogrammierung: Andrea Mayr Datenbankhosting: Silverserver - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- relayed by Chris - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Online Version: http://quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100003564 quintessenz is powered by http://www.onstage.at subscribe/unsubscribe/digest http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe comments to depesche at quintessenz.org ================================================ 12 Dringende Korrektur / GUGGING GOES BALLHAUSPLATZ von: office at gamuekl.org ================================================ Liebe MedienpartnerInnen, der Fehlerteufel hat zugschlagen: ich beeile mich daher Ihnen mitzuteilen, dass in der Besetzung von Hubsi Kramars Groteske “ GUGGING GOES BALLHAUSPLATZ" nicht Andrea sondern SILVIA AMORT zu finden ist und bitte Sie daher, die hier beiliegende korrigierte Presseinformation für Ihre Berichterstattung zu benützen. Premiere: Mo., 24. 4. 2006 (20.30 Uhr) Weitere Vorstellungen: 26., 27., 28., 29. 4. 2006 (20.30h) Eintritt: ¤ 15,--/ ¤ 10,-- Eine Produktion von: TAT t.atr Theater Showinisten Es spielen: Silvia Amort, Heidi Gross, Helmi Eichberger, ER-ICH, Nicola Filipelli, Werner Kaizar, Hubsi Kramar, Hannes Lengauer, Eva Schuster, Sascha Tscheik, Biggie Waite, Stefan Weber, Christian Viszterczill u.a. 3raum-Anatomietheater A-1030 Wien; Beatrixgasse 11 Information + Karten: Te. 0650/32 33 377 http://www.hubsikramar.net PRESSEFOTO-DOWNLOAD unter http://www.gamuekl.org/theater/3raum.html Mit herzlichem Dank für Ihr Verständnis Gabriele Müller-Klomfar Pressebetreuung -- GAMUEKL - Gabriele Müller-Klomfar A-1040 Wien; Favoritenstraße 58/Top 15 (im Hof) Tel. 0699-1-913 14 11 Nur Fax: 01/913 14 11 e-mail: office at gamuekl.org http://www.gamuekl.org Hinweis auf Grund einer geänderten Gesetzeslage im Rahmen des Telekommunikationsgesetzes (TKG § 107) ab 1.3.2006: Sollten Sie unsere Presseinformationen nicht mehr erhalten wollen, ersuchen wir um ein kurzes Rückmail mit der genauen Angabe Ihrer Mailadresse und dem Vermerk "unsubscribe". <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 13 Demonstration des neonazistischen BFJ in Ried i. I. von: infoladen-wels at liwest.at ================================================ Demonstration des neonazistischen "Bund freier Jugend" in Ried/Innkreis Am gestrigen Samstag, 18.03.2006, fand in Ried im Innkreis eine ausländerfeindliche Demonstration statt, die von dem Welser Rechtsextremisten Ludwig Reinthaler, der erst kürzlich wegen Verleumdung rechtskräftig verurteilt wurde, angemeldet wurde. Die Demo fand unter maßgeblicher Beteiligung der Neonazigruppierung "Bund freier Jugend" statt. Einige BFJ-Mitglieder waren als Demo-Ordner eingesetzt. Auch der Ex-VAPO-Aktivist Rene Lang war unter den TeilnehmerInnen zu finden. Stefan Mairinger, einer der Führungskader des BFJ, brüllte migrationsfeindliche Parolen wie "Ali, Mehmed, Mustafa, geht zurück nach Ankara" oder "Ausländer rein? Wir sagen nein!" durch eine Mikrofonanlage, die auf einem von Reinthaler gelenkten Fahrzeug angebracht war. Auch Neonaziparolen wie "Hier marschiert der nationale Widerstand", "Frei, sozial und national" oder "Gegen System und Kapital - Unser Kampf ist national" wurden gebrüllt. An der Demonstration, die vom Messegelände startete und sich durch weite Teile der Rieder Innenstadt zog, nahmen ca. 150 Personen teil, die der rechtsextremen bis neonazistischen Szene zugeordnet werden können. Am Endpunkt der Demo, dem Stelzhamer-Platz, angelangt, hetzte Reinthaler gegen antifaschistische Tätigkeiten, die auf antisemitische Tendenzen bei dem Mundartdichter Stelzhamer hingewiesen hatten. Auch der als "Pornojäger" bekannte, selbst ernannte Moralapostel Martin Humer nutzte die Gelegenheit, um sein Anti-Abtreibungs-Propagandamaterial unter den Neonazis zu verteilen. Nach der Demonstration begaben sich etliche TeilnehmerInnen zu ihren Autos, um zum alljährlichen Treffen des BFJ, dem "Tag der volkstreuen Jugend", an dem jedes Jahr zahlreiche Neonazis aus dem In- und Ausland teilnehmen, zu fahren. Diesmal dürfte das Treffen in Passau stattgefunden haben. Versuche von AntifaschistInnen, den Neonazis zu ihrem geheim gehaltenen Treffpunkt zu folgen, wurden von deutschen Teilnehmern durch ein lebensgefährliches Auto-Blockiermanöver mitten auf einer deutschen Bundesstrasse beendet. "Es ist skandalös, dass eine derartige Neonazi-Demonstration von den Behörden genehmigt wurde. Bereits zwei Tage davor schrieb eine oberösterreichische Tageszeitung, dass unter anderem für die 'Zukunft der weißen Europäer' demonstriert werden solle, ein offen rassistisches Motto", sagt Markus Rachbauer vom Kulturverein Infoladen Wels. "Es war aufgrund der Anmeldung der Demonstration durch Ludwig Reinthaler, der in engem Kontakt mit dem 'Bund freier Jugend' steht, sowie dem ebenfalls für Samstag, 18.3.2006, angekündigten 'Tag der volkstreuen Jugend' bereits vorab sehr wahrscheinlich, dass es sich um eine Veranstaltung dieser Gruppierung handelt. Spätestens als bei Beginn der Veranstaltung klar ersichtlich war, dass es sich um eine Demonstration des neonazistischen BFJ handelt, hätte diese aufgelöst werden müssen". Anstatt gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit entschieden aufzutreten, äußerten erst kürzlich manche Rieder Lokal-Politiker Verständnis für migrationsfeindliche Einstellungen in ihrem Ort. Der ÖVP-Bürgermeister Albert Ortig sprach von einer "sensibilisierten" Bevölkerung aufgrund des hohen Anteils von Nicht-ÖsterreicherInnen in Ried, gleichzeitig betonte er, dass man in Ried "auf keinen Fall ausländerfeindlich" sei (Der Standard, 17.3.06, S. 9). Die Erteilung einer Schwimmabend-genehmigung für Musliminnen durch die Pächter des Rieder Hallenbades führte dennoch zu massiven Protesten in Ried. Sehr erfreulich war, dass es zumindest gegen die Demonstration des BFJ spontane Proteste gab, an denen sich etwa 200 RiederInnen beteiligten. Falls Interesse an Bildmaterial zur Demonstration besteht, bitte unter folgender Nummer melden: 0650/4600790 (Markus Rachbauer) Folgende Parolen wurden auf der Demonstration skandiert bzw. waren auf Transparenten und Schildern zu lesen: "Jugend leistet Widerstand für das Volk und Vaterland" "Ausländer rein? Wir sagen Nein!" "Heute seid ihr tolerant, morgen fremd im eignen Land" "Hoch die nationale Solidarität" "Wer hat uns verraten? Pseudodemokraten" "Temelin und Asylbetrug - Von dieser EU haben wir genug" "Asylweltmeister der ganzen Welt, für unsre Kinder fehlt das Geld" "Ali, Mehmet, Mustafa - geht zurück nach Ankara" "Benzinpreis hoch, die Wirtschaft kracht, das hat die EU gebracht" "Unser Land in unsre Hand, wir sind das Volk" "Frei, sozial und national" "Gegen System und Kapital, unser Kampf ist national" "Bürger lasst das Glotzen sein, reiht euch in die Demo ein" "Ob Ost, ob West, nieder mit der roten Pest" "Intolerant und ohne Gewissen, selbsternannte Antifaschisten" "USA = Internationale Völkermordzentrale" "Für Familie, Volk und Vaterland" "Heimatrecht ist Menschenrecht - Nein zum Türkensturm" "Kinder statt Inder" "Ausländer rein? Wir sagen Nein!" "Besatzer. Raus Raus Raus!" "Nein zur Masseneinwanderung" "Tauscht die Politiker aus, bevor sie das Volk austauschen" "Heimreise statt Einreise" "EU = Europas Untergang" "Es wird Zeit sich unser Land zurückzuholen" "Raus aus der EU" "Zukunft durch Familie" "Multi-Kulti - Nein Danke" "Kein Halbmond über Europa" ================================================ 14 Juli: Rechtsextremes Sommerlager in Kärnten/Koroska von: frketic at gmx.at ================================================ Juli: Rechtsextremes Sommerlager in Kärnten/Koroska im Juli Zwischen 8. und 16. Juli planen österreichische RechtsextremistInnen in der Gemeinde Arriach bei Villach/Beljak in kärnten/Koroska ein sogenanntes "Sommerlager" zu veranstalten. Nationalistische Jugendliche spielen dort eine Woche lang Volksgemeinschaft und ein wenig Krieg - ganz im Sinne der großdeutschen Vaterlandsliebe. Dieser Text befasst soll Informationen über den rechtsextremen Hintergrund des "Sommeralagers" verbreiten und ist gleichzeitig als Aufruf an AntifaschistInnen zu vertsehen, Widerstand gegen das Neonazi-Treffen zu organisieren. Auf den ersten Blick unterscheidet das "Sommerlager" wenig von einem (zB.) PfadfinderInnencamp. Jugendliche zwischen 8 und 18 Jahren übernachten ein paar Tage in Zelten, Tagsüber gibt's ein wenig Wildlife-Thrill für Arme mit Räuber und Gendarm Spielen im Wald, Fischfang und allem was dazugehört, am "Bunten Abend"[1] sitzt mensch dann zusammen ums Lagerfeuer und trällert mit der Gitarre bewaffnet ein paar alte Songs ("Volkslieder") mit dämlichen Texten. Hört sich alles recht harmlos an und warum sollten "Wanderungen auf den Dachstein als Gefährdung der Demokratie gesehen werden", wie es die Arbeitsgemeinschaft Sommerlager in einer Presseaussendung im letzten Jahr formuliert hat? Außerdem wehre mensch sich gegen "jede Verunglimpfung des jugendbewegten Heimat- und Kulturgedankens durch die subtile Verknüpfung mit politischen Anschauungen jeder Art" - mit Politik habe das ganze also gar nichts zu tun, es handle sich schlicht um ein Jugendlager wie hunderte andere auch. Nun, allein schon ein Blick auf die OrganisatorInnen lässt einen rechtsextremen Hintergrund mehr als nur vermuten. Organisiert wird das ganez Treiben von der "Arbeitsgemeinschaft Sommerlager" organisiert. Das Personal der ArGe kommt hauptsächlich aus der wiener Burschenschaft "Olympia", die ihre rechtsextreme Einstellung offen zur schau stellt. Der Webmaster der Sommeplager-Homepage ist beispielsweise Sebastian Ploner, Mitglied und Webmaster des Ring Freiheitlicher Studenten (RFS), die Adresse ist die gleiche wie die der "Olympia" (Gumpendorferstraße 149, Wien), ein "alter Herr" der gleichen Burschenschaft wird auf der Page als Kontakt angegeben: Walter Asperl, vormaliger parlamentarischer Mitarbeiter des FPÖ-Nationalrates Martin Graf. Für Asperl ist die rechtsextreme, rassistische belgische Partei "Vlaams Blok" eine "demokratisch legitimierte Partei", über die Ansichten des deutschen Nazi-Publizisten Horst Mahler meint er, sie stünden "dem national-freiheitlichen Milieu sehr nahe".[2] Über die "Olympia" selber noch ein paar interessante Sachen: Im Juni 2000 organisierten die Olympen ein Konzert mit dem deutschen Nazi-Liedermacher und NPD-Mitglied Frank Rennicke statt, im Jänner 2003 fand in Wien ein weiterer "nationaler Liederabend" mit dem deutschen Nazi-Barden Michaerl Müller, der auf NPD-Veranstaltungen ein Lied von Udo Jürgens umänderte zu "Mit 6 Millionen Juden, da fängt der Spaß erst an, bis 6 Millionen Juden, da ist der Ofen an. [...] Wir haben reichlich Zyklon B. [...] Bei 6 Millionen Juden, ist noch lange nicht Schluss.". Ebenfalls ein Olympe war es, der 1965 auf einer antifaschistischen Demonstration den Widerstandskämpfer Ernst Kirchweger angriff und tötete. Der FPÖ-Politiker Martin Graf ist ebenfalls Mitglied der "Olympia", was zeigt, wie nachlässig der Umgang mit Rechtsextremismus in Österreich ist. Das "Sommerlager" selber fand das erste mal 2005 in Gosau (Bezirk Gmunden, OÖ) statt, etwa 20 Personen beteiligten sich daran, und machten ein Programm mit, das irgendwo zwischen Sonnwendfeier und Wehrsportübung anzusiedeln ist. Angeboten wird beispielsweise "das "Erlernen des Fechtsports, ein Zielschießen mit Armbrust und Luftdruckgewehr sowie Unterricht in diversen Arten der Selbstverteidigung". Das Logo der ARGE-Sommerlager besteht aus einer "Tyr-Rune" und einem Adler. Die "Tyr-Rune" wurde während der NS-Zeit als Divisionsabzeichen der 32. SS-Freiwilligen-Grenadierdivision "30. Januar", als Ärmelemblem für Absolventen der "SA-Reichsführerschulen" und auf den Kragenspiegeln der "Sturmführer" im Stab der "SA-Reichsführerschulen" verwendet. Daneben kann man auf der Homepage der ARGE Sommerlager einen Vorgeschmack auf die Lieder bekommen, die am Lagerfeuer wohl gesungen werden: Zu hören ist "Der Freiheit gehört unser Leben" aus dem 1934 erschienenen Büchlein "Unser Lied". Es stammt von Hans Baumann, der als NS-Funktionär für die "Feierkultur" der HJ verantwortlich war. Der Camp-Leitsatz "Jugend führt Jugend" ist aus dem Gedicht "Kameradschaft", verfasst von Herybert Menzel (1906 - 1945), NSDAP- und SA-Mitglied und einer der "meistgenannten" NS-Dichter. Die diesjährige Location ist ein Gelände eines Jugenderholungsheimes in der kärntner Gemeinde Arriach bei Villach/Bejak stattfinden, das dem Verein "Stiftung soziales Friedenswerk" gehört. Die Stiftung gibt zwar vor, nichts über den rechtsextremen Hintergrund des "Sommerlagers" gewusst zu haben[3], was aber eine glatte Lüge sein dürfte, schließlich unterhält die Stiftung Kontakte zu mehreren rechtsextremen Organisationen, der mittlerweile verstorbene Herausgeber der Stiftungseigenen Zeitung, Dr. norbert Scharnagl war Referent bei Veranstaltungen des mittlerweile verbotenen rechtsextremen Vereins "Dichterstein Offenhausen". [1]www.sommerlager.at [2]http://www.doew.at/frames.php?/search? q=cache:KHmSOxVYpdYJ:www.doew.at/projekte/rechts/chronik/2002_05/ burschen2.html+walter+asperl&hl=de&gl=at&ct=clnk&cd=12) [3] http://derstandard.at/?id=2344451 PS.: Mehr Informationen zu den hier aufgeführten rechtsextremen Organisationen gibt's auf www.doew.at. ================================================ 15 Heinisch-Hosek: Regierungsparteien blockieren die freie Namenswahl für Transgender-Personen von: office at soho.or.at ================================================ Heinisch-Hosek: Regierungsparteien blockieren die freie Namenswahl für Transgender-Personen Utl.: Und wieder heißt es: Bitte warten! Wien (SK) - Als "unerträgliche Ignoranz gegenüber den Schwierigkeiten und Benachteiligungen von Transgender-Personen" bezeichnete SPÖ-Gleichbehandlungssprecherin Gabriele Heinisch-Hosek am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst den Verlauf des heutigen Petitionsausschusses, der sich mit dem Thema des Rechts auf freie Wahl des Vornamens - auch bei Personen, die sich keiner Geschlechtsoperation unterzogen haben - hätte befassen sollen. Konkret wurde die Causa vertagt, nachdem die SPÖ auf eine Zuweisung an das Innenministerium unter Beiziehung des Justizministeriums auf Einsetzung einer Arbeitsgruppe gedrängt hatte. **** "Die Regierungsfraktionen waren nicht einmal bereit zu dieser schriftlichen Ausschussfeststellung zur Einsetzung einer Arbeitsgruppe", erklärte Heinisch-Hosek und erinnerte daran, dass bereits im Petitionsausschuss im Dezember diese Thematik vertagt worden war. "Jetzt heißt es wieder: Bitte warten! Die Regierungsfraktionen sind offensichtlich nicht an den berechtigten Anliegen der Transgender-Personen interessiert und versuchen nun, die Sache damit aus der Welt zu schaffen, indem sie sie immer wieder auf die lange Bank schieben", so Heinisch-Hosek abschließend. (Schluss) up - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Impressum/Offenlegung gem. §§ 24, 25 MedienG: http://www.soho.or.at/Impressum/impressum.htm SoHo - ArGe Sozialdemokratie & Homosexualität Arbeitsgemeinschaft für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender-Personen in der Sozialdemokratie Löwelstraße 18, 1014 Wien Tel.: 0810 810 211 (aus ganz Österreich zum Ortstarif) Email: office at soho.or.at http://www.soho.or.at Web: www.soho.or.at ================================================ 16 Tolar: Nun auch Tschechien wesentlich fortschrittlicher als Österreich von: office at soho.or.at ================================================ SPÖ/SoHo/Tolar/Tschechien Tolar: Nun auch Tschechien wesentlich fortschrittlicher als Österreich Utl.: Tschechien beschließt Eingetragene Partnerschaft für Lesben und Schwule Wien (SK) - "Das Unterhaus in Prag hat gestern das Gesetz zur Eingetragenen Partnerschaft für Lesben und Schwule verabschiedet und damit das Veto von Präsident Vaclav Klaus überstimmt" freut sich Günter Tolar, Bundesvorsitzende der sozialdemokratischen Homosexuellenorganisation SoHo am Mittwoch gegenüber dem SPÖ- Pressedienst. "Österreich wird in der Gleichstellungspolitik im Eiltempo nicht nur von vielen Ländern dieser Welt, sondern jetzt auch schon von einigen neuen EU-Staaten überholt." **** "Die österreichische Bundesregierung, allen voran Bundeskanzler Schüssel und der Klubobmann des BZÖ Herbert Scheibner, hält eisern an Österreichs Schlusslichtposition fest. Sie verhindern vehement auch nur ansatzweise die längst überfällige Entdiskriminierung von Lesben, Schwulen und Transgender-Personen. Die SPÖ hat bereits im April 2005 als erste Partei Österreichs einen fixfertig beschlussfähigen Gesetzesentwurf zur Eingetragenen Partnerschaft im Parlament eingebracht. Die Bundesregierung lässt diesen schlicht und einfach im Justizausschuss verschimmeln", führte Tolar aus. Dominik Mungenast, Bundessekretär der SoHo lässt Bundeskanzler Schüssel ausrichten: "Wir Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender- Personen, haben unseren Siegeszug in der Gleichstellungspolitik bereits seit langem gestartet. Die Diskriminierungspolitik dieser Bundesregierung ist unhaltbar. Gleich viel Recht für gleich viel Liebe ist ein Grundgedanke, der längst in fast ganz Europa Fuß gefasst hat. Dem wird sich auch Österreich nicht entziehen können. Allerdings nicht mit dieser Bundesregierung. Aber das wird sich ja bald ändern!", so Mungenast abschließend. - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Falls Sie keine weiteren Zusendungen wünschen, bitten wir Sie uns eine Email mit dem Betreff "Newsletter-Abbestellung" an office at soho.or.at zu senden. Wir werden Sie dann sofort aus dem Verteiler enfernen. Impressum/Offenlegung gem. §§ 24, 25 MedienG: http://www.soho.or.at/ Impressum/impressum.htm SoHo - ArGe Sozialdemokratie & Homosexualität Arbeitsgemeinschaft für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender-Personen in der Sozialdemokratie Löwelstraße 18, 1014 Wien Tel.: 0810 810 211 (aus ganz Österreich zum Ortstarif) Email: office at soho.or.at http://www.soho.or.at Web: www.soho.or.at ================================================ 17 So spammen Sie richtig von: depesche at quintessenz.org ================================================ From: "q/depesche" Subject: So spammen Sie richtig q/depesche 2006-03-19T03:51:03 So spammen Sie richtig Endlich weiß die Wirtschaftskammer Nieder/oesterreich, was sie für die Kammerumlage bieten will: Intensivseminare in Sachen legales Spammen. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- /Die Sparte Information und Consulting der WKNÖ lädt Sie herzlich zum Intensivseminar ein: So spammen Sie richtig!/ Anzeige der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) in Niederösterreichische Wirtschaft, Nr. 9, 17. März 2006. Zwar sei das Spam-Verbot verschärft worden. /Dennoch sind Werbe-Emails nicht völlig verboten/, freut sich die Kammer. Und bittet interessierte Mitglieder für den 6. April ins WIFI Mödling. Für 25 Euro können sie dort nicht nur einen Imbiss genießen, sondern auch /kompakt und kompetent/ erfahren, was man /als Berater bzw. Versender von Werbe-Emails, Newsletter und Co. in der Praxis beachten/ muss. Die neuen Ausnahmen vom Spamverbot dürfen dabei ebenso wenig fehlen, wie /Praxistipps bei Klagsandrohung durch Anwälte/. Die Begrüßungsworte spendet Mag. Wolfgang Schwärzler - allerdings nicht in seiner Funkion als Geschäftsführer der Arge proEthik http://portal.wko.at/wk/kontakt_dst.wk?AngID=1&DstID=7170 in der Wirtschaftskammer Österreich, sondern in seiner Funktion als Geschäftsführer der Sparte Information und Consulting der WKNÖ. Als Referent der zweistündigen Veranstaltung zeigt sich Dr. Peter Kubanek, stellvertretender Leiter der Abteilung für Rechtspolitik, erbötig. http://portal.wko.at/detail_person.asp?JobID=4358&PerID=4418 Eure Babuschka fragt sich, was jene Mitglieder der Wirtschaftskammer von diesem Einsatz ihrer Kammerumlage halten, die nicht zur Gruppe der / Berater bzw. Versender von Werbe-Mails/, sondern zur weitaus größeren Gruppe der /Empfänger bzw. Löscher von Werbe-Mails/ gehören ... - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- relayed by Babuschka - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Online Version: http://quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100003565 quintessenz is powered by http://www.onstage.at subscribe/unsubscribe/digest http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe comments to depesche at quintessenz.org ================================================ 18 für MUND von: zach at kpoe.at ================================================ Klaus (*KPÖ*): Es ist ein Skandal, dass OMV trotz Rekordgewinn nur 25 % an Körperschaftssteuer abführen muss* Utl.: OMV profitiert durch Steuererleichterungen allein im Jahr 2005 um rund 140 Mio. Euro = Wien (OTS) - Melina Klaus, Bundessprecherin der *KPÖ*, bezeichnet es "als Skandal, dass die OMV trotz Rekordgewinn nur 25 % an Körperschaftssteuer abführen muss." Wie gestern von der OMV bekannt gegeben, konnte der Jahresüberschuss um 117 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro gesteigert werden. Bezüglich der Steuern, die abzuführen sind, kann sich die OMV jedoch die Hände reiben. Im Investor-Relations Bericht heißt es: "Die Steuerquote des Konzerns, basierend auf dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, lag mit 25% um 7%-Punkte unter jenem für 2004. Der deutliche Rückgang des Effektivsteuersatzes ist auf die Reduktion des Körperschaftssteuersatzes in Österreich von 34% auf 25% mit Wirksamkeit 1. Jänner 2005 zurückzuführen." Übersetzt heißt dies, dass dem Finanzminister aufgrund der Steuererleichterungen alleine bei der OMV im Geschäftsjahr 2005 rund 140 Mio. Euro an Mehreinnahmen entgangen sind. Klaus: "Es ist bezeichnend, dass die Parteien, und auch SPÖ und Grüne sind da keine Ausnahme, es nicht wagen, über diese Ungeheuerlichkeit zu reden. Während Tarife und Gebühren andauernd erhöht werden, wodurch vor allem kleine und mittlere Einkommen zur Kasse gebeten werden, dürfen sich die Shareholder der OMV und anderer Konzerne ins Fäustchen lachen, da unter dem lächerlichen Vorwand des Standortwettbewerbs die Körperschaftssteuer gesenkt wurde." Das Beispiel OMV zeigt, so Klaus, "dass es eine Alternative zum neoliberalen Wahnsinn braucht". Die *KPÖ* wird sich - nicht nur im bevorstehenden Nationalratswahlkampf - "bemühen, aufzuzeigen, dass soziale Grundrechte realisierbar sind, wenn dem Profitfetischismus entgegen getreten wird. Die *KPÖ* jedenfalls steht - im Unterschied zu den Parlamentsparteien - für soziale Gerechtigkeit, die erst ein selbstbestimmtes Leben aller Menschen ermöglicht." ================================================ 19 AUFRUF zum KSVF: Schluss mit Rueckzahlungsforderungen! von: office at igbildendekunst.at ================================================ / AUFRUF betreffend Künstlersozialversicherungsfonds (KSVF) /_______/ / jetzt UNTERZEICHNEN /___________________/ / mailto:contact at kulturrat.at /___________/ ___ / An Staatssekretär für Kunst Franz Morak /______________/ ___ / An Bundeskanzler Wolfgang Schüssel /___________________/ ___ / Schluss mit Rückzahlungsforderungen! ___ / Weg mit der Mindesteinkommensgrenze als Voraussetzung für einen Zuschuss! ___ / http://kulturrat.at/agenda/sozialerechte/aufruf2006 600 KünstlerInnen sollen ihren Zuschuss zur Pensionsversicherung zurückzahlen, weil sie vor fünf Jahren zu wenig verdient haben. So will es das Gesetz: Wer wider Erwarten die Mindesteinkommensgrenze nicht erreicht, muss Jahre später mit Rückzahlungsforderungen rechnen. Eine solche Gesetzeslage ignoriert die Lebensrealität von KünstlerInnen. KünstlerInnen, die wenig Gewinn erwirtschaften, sind finanziell doppelt benachteiligt. Einschränkungen der Erwerbstätigkeit werden zur sozialen Falle: ___ / Mutterschutz Wer ein Kind bekommt, läuft Gefahr den Zuschuss zu verlieren! ___ / Kinderbetreuungspflichten Wer Kinderbetreuungspflichten hat, läuft Gefahr den Zuschuss zu verlieren! ___ / Krankheit Wer krank wird, läuft Gefahr den Zuschuss zu verlieren! ___ / Stipendien und Preise Wer von einem einkommensteuerbefreiten Stipendium oder Preis lebt, läuft Gefahr den Zuschuss zu verlieren! ___ / Investitionen Wer seine Einnahmen in die künstlerische Arbeit investiert, läuft Gefahr den Zuschuss zu verlieren! Denn für den Künstlersozialversicherungsfonds zählt nur das Endergebnis im Einkommensteuerbescheid. Von KünstlerInnen mit ohnehin geringem Einkommen Rückzahlungen zu fordern ist unangemessen gegenüber den Betroffenen und widerspricht dem Grundzweck des Fonds. Eine Gesetzesnovelle ist längst überfällig und unumgänglich. Wir fordern daher: ___ / Schluss mit Rückzahlungsforderungen! ___ / Weg mit der Mindesteinkommensgrenze! ___ / Gesetzesnovelle JETZT! ___ / ErstunterzeichnerInnen: Juliane Alton (Kulturarbeiterin), Christian Ludwig Attersee (bildender Künstler), Ute Meta Bauer (Professorin Akademie der bildenden Künste Wien), Konrad Becker (Informationskünstler), Ulli Billaudet (Vereinigung österreichischer AufnahmeleiterInnen und ProduktionskoordinatorInnen), Zepp Berensmeier (Aufnahmeleiter), Helmut Berger (Schauspieler, Regisseur, Verband Österreichischer Filmschauspieler), Stefano Bernardin (Schauspieler), Nicole Beutler (Schauspielerin), Wolfgang Böck (Schauspieler), Erwin Bohatsch (bildender Künstler), Silvia Both (Mutter, Tänzerin, Choreographin, Managerin, Nachwuchsbetreuerin), Zuzana Brejcha (Filmschaffende), Werner Brix (freiberuflicher Schauspieler und Regisseur), Norbert Brunner (bildender Künstler), Götz Bury (freischaffender Künstler), Heinz Cibulka (bildender Künstler), Victoria Coeln (Lichtkünstlerin), Jacqueline Csuss (literarische Übersetzerin), Canan Dagdelen (freischaffende Künstlerin, Universität für angewandte Kunst), Babsi Daum (freischaffende bildende Künstlerin, Grafikerin), Carola Dertnig (bildende Künstlerin), Petja Dimitrova (bildende Künstlerin), Andrea Maria Dusl (Regisseurin und Autorin), Sylvia Eckermann (Digital Artist, Game Developer), Corinne Eckenstein (Regisseurin, Schauspielerin), Valie Export (bildende Künstlerin), Marcus Geiger (bildender Künstler), Silvia Maria Grossmann (Bildhauerin), Josef Hader (Kabarettist), Rosa Hausleitner (bildende Künstlerin), Matthias Herrmann (bildender Künstler, Präsident der Secession), Rudolf Hinterdorfer (Komponist), Dagmar Höss (bildende Künstlerin), Electric Indigo (DJ und Musikerin), Elfriede Jelinek (Schriftstellerin), Silvia Santangelo Jura (Kulturschaffende), Gudrun Kampl (bildende Künstlerin), Kitti Kino (Autorin und Regisseurin), Sabine Kock (Kulturwissenschaftlerin), Maria Anna Kollmann (Germanistin, Theaterwissenschafterin), Willi Kopf (bildender Künstler), Michael Kos (Bildhauer, Objektkünstler, Autor), Daniela Koweindl (Interessenvertreterin), Hubert Kramar (Regisseur, Schauspieler), Martin Krenn (bildender Künstler), Brigitte Lacina (Ingenieurkonsulentin für Landschaftsplanung), Niki List (Regisseur), Franziska Maderthaner (bildende Künstlerin), Miki Malör (Freie Theaterschaffende), Gabriele Mathes (Filmemacherin, Drehbuchforum), Célia Mara Pereira Da Silva (Musikerin), Doris Mayer (Autorin, Vorstandsmitglied Pen Club), Kurt Mayer (Regisseur, Dachverband der Filmschaffenden), Hanne Muthspiel-Payer (Musikerin, freischaffende Musikvermittlerin, Konzertpädagogin), Mario Neugebauer (Musikproduzent), Maria Niklas (kaufmännische Angestellte), Alexander Nikolic (Künstler), Paul Poet (Filmdirector/Journalist/Mediascientist/Projectmanager) Martin Pollack (Schriftsteller und literarischer Übersetzer), Lisl Ponger (bildende Künstlerin), Linde Prelog (Schauspielerin, Autorin, Liedermacherin), Barbara Putz-Plecko (bildende Künstlerin), Doron Rabinovici (Schriftsteller), Helmut Rainer (bildender Künstler), Brigitte Rapp (literarische Übersetzerin), Werner Richter (Literaturübersetzer), Utta Roy-Seifert (literarische Übersetzerin), Gerhard Ruiss (Autor), Hedwig Saxenhuber (freie Kuratorin), Helga Schager (Künstlerin, freie Radiomacherin), Herbert Schager (Grafiker, Filmemacher), Bernhard Schärfl (Drehbuchforum Wien), Leo Schatzl (bildender Künstler), Meina Schellander (bildende Künstlerin), Othmar Schmiderer (Filmemacher), Götz Spielmann (Regisseur), Eva Spreitzhofer (Schauspielerin, Autorin), Johannes Strasser (Double Bassist/Jazzmusician), Marlene Streeruwitz (Schriftstellerin), Ingeborg Strobl (bildende Künstlerin), Karl Heinz Ströhle (bildender Künstler), Bärbl Stüwe-Essl (Kulturmanagerin), Rini Tandon (bildende Künstlerin), Gerlinde Thuma (bildende Künstlerin), Alexandra Wacker (bildende Künstlerin), Andrea Wälzl (Interessenvertreterin), Martin Wassermair (Medien- und Kulturkrieger), Virgil Widrich (Filmschaffender), Charlotte Wiesmann (freischaffende Künstlerin), Michael Wörgötter (bildender Künstler), Werner Würtinger (Bildhauer, 1995-1999 Präsident der Secession) Ingeburg Wurzer (Kunsthistorikerin), Otto Zitko (Künstler), Leo Zogmayer (bildender Künstler), . Verband der Filmregisseure Österreichs // IG Kultur Vorarlberg // Verein GLOBALISTA: Grenzüberschreitende Kulturarbeit und Forschung // Österreichischer Verband Film- und Videoschnitt (AEA) // Verband Österreichischer Filmausstatter (VÖF) // Verband Österreichischer Kameraleute (AAC) // Kulturrat Österreich - ASSITEJ Austria / Association International du Théâtre pour IZEnfance et la Jeunesse, Dachverband der Filmschaffenden, Gewerkschaft Kunst Medien Freie Berufe, IG Architektur, IG Autorinnen Autoren, IG Bildende Kunst, IG Freie Theaterarbeit, IG Kultur Österreich, konsortium.Netz.kultur, Musikergilde, Österreichischer Musikrat, Übersetzergemeinschaft, Verband Freier Radios Österreich, VOICE / Verband der Sprecher und Darsteller Wir rufen auf, diese Forderungen zu unterzeichnen. ================================================ 20 Gedenken an Lennart Meri von: hans.bogenreiter at gfbv.at ================================================ > GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER INTERNATIONAL > PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 15. März 2006 > > Zum Gedenken an Lennart Meri > Meri war ein großer Europäer: Kleine Nationalitäten und Minderheiten > haben einen mutigen Anwalt verloren > > Mit Lennart Meri verlieren die kleineren europäischen Nationalitäten > einen großherzigen Freund und mutigen Anwalt ihrer Menschen- und > Minderheitenrechte, erinnert sich der Präsident der Gesellschaft für > bedrohte Völker International (GfbV), Tilman Zülch. Er würdigte den > verstorbenen früheren Präsidenten Estlands als "großen Europäer, der > sich durch eine besondere Sensibilität für das Schicksal von > diskriminierten und bedrohten Minderheiten auszeichnete". Meri, der > unter Stalin wie Zehntausende seiner estnischen Landsleute nach > Sibirien deportiert worden war und sich noch unter sowjetischer > Herrschaft für die Unabhängigkeit Estlands, Lettlands und Litauens > engagiert hatte, anerkannte den Beitrag der Baltendeutschen zur > Kultur seines Landes und verschloss auch nicht die Augen vor dem Leid > der deutschen Vertriebenen. > > Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ist eine internationale > Menschenrechtsorganisation mit beratendem Status beim Wirtschafts- > und Sozialrat der Vereinten Nationen und mitwirkendem Status beim > Europarat. Die GfbV setzt sich für die Rechte bedrohter und > verfolgter ethnischer, sprachlicher und religiöser Minderheiten und > Ureinwohnergemeinschaften ein, bekämpft Völkermord und Vertreibung, > Unterdrückung und Verfolgung. > > > PRESS RELEASE > Göttingen, 15 March 2006 > > In Memory of Lennard Meri: > Meri was a great European man: Small nationalities and minorities > have lost a brave advocate. > > In Lennard Meri smaller European nationalities lose a generous friend > and a brave advocate of their human and minority rights, as Tilman > Zülch, President of the Society for Threatened Peoples International, > points out. He praised the deceased former President of Estonia as a > "great European man, who distinguished himself by his enormous > sensibility towards the fate of marginalised and threatened > minorities". Meri himself had been deported to Siberia under the > Stalin regime as a result of standing up for the independence of > Estonia, Latvia and Lithuania; nations that were then under Soviet > rule. He acknowledged the contribution of the Baltic Germans to the > culture of his country and did not turn away in the face of the agony > experienced by German displaced persons. > > The Society for Threatened Peoples (GfbV) is an international human > rights organisation in consultative status with the Economic and > Social Council of the United Nations and in participatory status with > the Council of Europe. The Society for Threatened Peoples stands up > for the rights of threatened and persecuted ethnic, linguistic, and > religious minorities and indigenous groups, and battles genocide, > displacement, oppression, and persecution. > ====================================================== > Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) > Inse Geismar, Pressereferentin > Postfach 2024, D-37010 Goettingen > Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 > E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de > ====================================================== > > ================================================ 21 Aufruf zur Offenheit und gegenseitigen Wertschätzung von: helga.koecher at chello.at ================================================ Nachdem Michael Genner auch den MUND zu seinen Hetztiraden gegen die muslimische Minderheit und ihre VertreterInnen benützt, möchte ich dazu aufrufen, dieses im Widerstand gegen Rassismus gegründetes Medium nicht zu einem Spiegel solcher abstoßenden und gefährlichen Tendenzen, gegen die wir so ausgiebig protestiert haben, verkommen zu lassen. Es macht mich sehr traurig zu sehen, dass in der NGO-Szene der alte Ungeist nach wie vor lebt, diese widerliche Haltung, die eigene Position hoch zu heben und alle anderen Positionen runter zu machen. Dieser selbstgerechte Diskurs "Wir sind die Guten, die anderen sind die Bösen" hat endlos Spaltungen und Feindschaften produziert und ist in jeder Weise kontraproduktiv. Auf diese Art wird sich in der Gesellschaft nichts zum Guten wenden, denn diese Haltung ist nur die Kehrseite der Medaille, die zu bekämpfen man vorgibt. Tatsächlich wäre etwas anderes als Kampf nötig: nämlich respektvolle Offenheit für Andere und Anderes. Und ein Tun aus diesem Geist wäre dem allgemeinen Klima wesentlich zuträglicher. Ich bitte alle um Achtsamkeit und Ehrfurcht voreinander! Und begreift doch bitte, dass wir nur gemeinsam etwas ändern können. Liebe Grüße Helga Köcher ================================================ 22 ASt - Neue Bilder des imperialistischen Horrors aus Abu Ghraib veröffentlicht! von: ast-lfi at gmx.net ================================================ Neue Photos und Videos von Abu Ghraib: Neue Bilder des imperialistischen Horrors veröffentlicht! (aus: Red Newsletter Nr. 204, Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 17. März 2006, www.arbeiterinnenstandpunkt.net) Die fortschrittliche US-amerikanischen website salon.com hat allen KriegsgegnerInnen einen großen Dienst erwiesen, in dem sie die Ergebnisse eines internen Untersuchungsbericht der US-Armee über die grauenhaften Verbrechen in Abu Ghraib veröffentlichten. Neben dem ausführlichen Bericht der beiden Journalisten Michael Scherer and Mark Benjamin veröffentlicht salon.com auch 279 Photos sowie 19 Videos, die die amerikanische Foltermaschinerie im Irak in all ihren grausigen Details zeigt. Eine Reihe der Photos gelangten bereits zuvor an die Öffentlichkeit (wir veröffentlichten sie auf unseren websites www.arbeiterInnenstandpunkt.net und www.revolution- austria.at), viele sind jedoch neu. Über dieses neue Bildmaterial kann und muß man sehr viele Worte verlieren Š und gleichzeitig fühlt man, daß hier Worte nicht notwendig sind. Diese Bilder sagen tatsächlich mehr als 1000 Worte. Sie dokumentieren das jedem reaktionären Unterdrückerregime eigene System des Brutalität, des Sadismus und der Demütigung kombiniert mit den modernen Techniken. Sie dokumentieren die banale und grauenvolle Wirklichkeit einer imperialistischen Besatzungsmacht, die angesichts der breiten Ablehnung und des Widerstandes des irakischen Volkes und der großen Mehrheit der Weltbevölkerung sich nur noch mit Folter und offener Gewaltherrschaft an der Macht halten kann. Diese Bilder müssen verbreitet werden, damit die Menschen die Wahrheit über die heuchlerische “Demokratie und Menschenrecht" des amerikanischen Imperialismus erfahren. Deswegen verlinken wir diese Bilder und Videos auf unserer website. Die neuesten Enthüllungen über die imperialistischen Verbrechen im Irak zeigen einmal mehr die Notwendigkeit und Dringlichkeit unseres Kampfes gegen die US-amerikanische Kriegspolitik und gegen die Besatzung. Sie bestärken uns in unserer Solidarität mit dem politischen und militärischen Widerstand gegen die Besatzung im Irak und Palästina. Und sie unterstreichen, daß wir einen drohenden Krieg gegen den Iran verhindern müssen. Solange der Kapitalismus und damit der Imperialismus existiert, solange wird es auch Kriege, Besatzung und Folter geben. Wer immer an die friedliche Reformierbarkeit des kapitalistischen Systems glaubt, dem sollten die Bilder deutlich machen, zu welcher Brutalität dieses System fähig ist. Imperialismus = Abu Ghraib, alles andere ist Naivität. Und den Imperialismus bekämpfen wir nicht mit Naivität, sondern mit der Organisierung breiter Teile der ArbeiterInnenklasse, der Jugend und der Unterdrückten für die sozialistische Weltrevolution. Genau darin sehen wir auch die zentrale Aufgabe von ArbeiterInnenstandpunkt und REVOLUTION und unseren internationalen MitstreiterInnen in der LFI und WORLD REVOLUTION. Schließlich bestärken uns diese Enthüllungen in unserem Entschluß, breite und massive Protestaktionen gegen den anstehenden Besuch des Kriegsverbrechers Nr. 1 George Bush in Wien zu organisieren. Um den 21. Juni kommt jener, der verantwortlich ist für die Kriege der letzten Jahre und die hunderttausenden Opfer im Irak und Afghanistan und der politisch verantwortlich ist für die systematische Folter in Abu Ghraib, in Bagram, in Guantanamo und in den geheimen CIA- Gefängnissen in Europa. Im Juni heißt es: Bush kommt - bereiten wir ihm einen Empfang, der eines Kriegsverbrechers und Massenmörders würdig ist! ****** Photos und Videos aus Abu Ghraib können über www.arbeiterInnenstandpunkt.net angesehen werden. ================================================ 23 AKS: 100 Hände für mehr Mitbestimmung von: ingrid.gogl at aks.at ================================================ AKS: 100 Hände für mehr Mitbestimmung Utl: Europäische SchülerInnenvertreterInnen beenden Konferenz in Wien Heute, Freitag 17.März, ging die, vom Dachverband der europäischen SchülerInnenorganisationen (OBESSU) gemeinsam mit der AKS (Aktion kritischer SchülerInnen), veranstaltete Konferenz der europäischen SchülerInnenvertreterInnen in Wien zu Ende. “Trotz der großen Unterschiede in Struktur und Funktionsweise der verschiedenen europäischen Schulsysteme, gibt es viele ähnliche Probleme und gemeinsame Ziele unter den SchülerInnen" resümiert die Bundesvorsitzende der aks, Ingrid Gogl. Zum Abschluss der Konferenz gestalteten die Rund 50 SchülerInnenvertrerInnen aus 20 europäischen Nationen ein gemeinsames Transparent. Unter dem Motto “100 Hände für mehr Mitbestimmung" hinterließen alle TeilnehmerInnen ihre Handabdrücke auf einem Transparent, welches heute im Rahmen einer Aktion als Aufforderung an die EU- BildungsministerInnen präsentiert wurde. Der Schwerpunkt der Konferenz war die Diskussion über pädagogische Methoden und Unterrichtsgestaltung. Als Resümee werden die verschiedensten Ideen in einem Handbuch zusammengefasst, welches LehrerInnen sowie SchülerInnen die verschiedensten Möglichkeiten zur Gestaltung von Unterrichtsstudnen skizzieren soll. “Mitbestimmung für Schülerinnen und Schüler in der Schule, aber auch für deren VertreterInnen auf Landes- und Bundesebene ist nicht nur in Österreich Mangelware. Nur wenn die SchülerInnen im Mittelpunkt der Schule stehen, kann ein angenehmes, motivierendes Lernklima entstehen", schließt Gogl. Fotos der Aktion auf Anfrage Rückfragehinweis: Ingrid Gogl (aks Bundesvorsitzende): 0699/ 11 40 81 42 <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< WELTWEIT <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 24 Mosambik-Info 29 von: peter-pils at chello.at ================================================ Mosambik- Info 29, 15.03.06 KoordinierungsKreis Mosambik *1. Zambezi weiterhin über Flutwarnungsniveau* Die mosambikanischen Behörden und die Nothilfepartner sind aufgrund des hohen Wasserstandes des Zambezis beunruhigt, der immer noch weit über dem Flutwarnungsniveau liegt. Nach Messungen des Nationalen Katastrophen- Managements (INGC) stieg der Wasserpegel des Zambezi- Flusses in Caia (Sofola) auf 6,36 Meter. Das Flutwarnungsniveau liegt bei 5 Meter. Laut Aussagen des Direktors des INGC der Provinz Zambezia ist diese Höhe besorgniserregend. Seine größte Sorge sei die Notwendigkeit von Nothilfemaßnahmen zur Evakuierung der lokalen Bevölkerung im Falle eines weiteren Anstiegs. So gäbe es in Zambezia lediglich drei Boote, die jeweils zwischen 10 und 15 Personen gleichzeitig transportieren könnten. Zudem würden elementare Vorräte wie Zelte und Nahrung benötigt. Nach offiziellen Angaben starben seit Anfang des Jahres bereits 31 Personen aufgrund der starken Regenfälle. Die meisten Gemeinden, die sich in Gefahr befinden, da sie nahe des Zambezi und des Pungue- Flusses leben, haben zugestimmt in sichere Gebiete umzusiedeln, auch wenn sie zur Bewirtschaftung in die fruchtbaren Flutebenen zurückkehren wollen. * 2. Hohe Zuckerernten in 2005 * Laut des jährlichen Berichts des Nationalen Zucker Instituts (INA) war das Jahr 2005 das beste Jahr seit drei Dekaden für die mosambikanische Zuckerproduktion. So wurden insgesamt 2,2 Millionen Tonnen Rohrzucker von einer Anbaufläche von 31.000 Hektar geerntet. Damit wurden 265.000 Tonnen raffinierter Zucker und 81.000 Tonnen Sirup hergestellt. Verglichen mit dem Jahr 2004 ist ein Anstieg von 20% bei der Rohrproduktion, 29% bei der Zuckerproduktion und 23% bei der Sirupproduktion zu verzeichnen. Obwohl der Großteil des Zuckers auf dem heimischen Markt abgesetzt wird, fiel der Absatz des mosambikanischen Zuckers im Inland im Jahr 2005 um 4,5%. Ein wesentlicher Faktor hierfür war die rückläufige Nachfrage von Großabnehmern (wie z.B. bei dem lokalen Coca-Cola- Zweig oder den Brauereien), die eine Verbilligung des Zuckers forderten. Um auf die mosambikanische Zuckerindustrie Druck auszuüben, importierten sie Zucker aus Südafrika. Dieser war wegen der Zusatzsteuer allerdings im Endeffekt teurer. Letztendlich brauchten sie 6 Monate für eine Einigung auf einen Vorzugspreis für industrielle Abnehmer; in diesem Zeitraum wurden 6.500 Tonnen Zucker importiert. Zudem verzeichnet der Bericht einen Rückgang des geschmuggelten Zuckers nach Mosambik. Waren es im Jahr 2000 noch 100.000 Tonnen, die illegal ins Land eingeführt wurden und dem nationalen Zucker Konkurrenz machten, waren es im Jahr 2005 lediglich 8.600 Tonnen. Ein weiterer Faktor, der die positive Bilanz bewirkte, waren die höheren Exporte in die USA und die EU, die mehr Zucker einführten als es die Quoten vorsahen. Grund des höheren Imports der USA waren die Wirbelstürme Katrina und Rita, die Teile der Zuckeranbaugebiete zerstörten. In die EU konnte mehr exportiert werden, weil andere LDC- Länder (ärmste Entwicklungsländer) ihre Quoten nicht erfüllen konnten. Je nach Land sind die erzielten Einnahmen pro Tonne Zucker sehr unterschiedlich. So erzielt Mosambik bei der Einfuhr in die USA 403 US-Dollar pro Tonne (Export insgesamt: 18.650 Tonnen), in die EU 588 Dollar (Export: 16.800) bzw. 564 Dollar bei der “Everything But Arms"- Vereinbarung (siehe Mosambik- Info 28) und auf dem “freien" Weltmarkt 292 Dollar pro Tonne (Export: 32.000). Insgesamt brachten die 87.851 Tonnen exportierter Zucker 37,7 Millionen Dollar ins Land, was einen Durchschnitt von 429 Dollar pro Tonne ergibt. Große Bedeutung hat immer auch der auf dem “freien" Weltmarkt erzielte Preis für Zucker. So fiel im Jahr 2003 der Preis für weißen Zucker auf unter 200 Dollar/ Tonne, stieg jedoch während des Jahres 2004, sodass er im Jahr 2005 über 330 Dollar/ Tonne (brauner Zucker: 292 Dollar) lag. Dies ist der höchste Weltmarktpreis seit 11 Jahren. In Zukunft wird ein weiterer Anstieg des Preises erwartet. Ausschlaggebend hierfür ist ein Rückgang der Zuckerproduktion weltweit. *3. RENAMO- Abgeordneter ermordet aufgefunden* Am Donnerstag wurde die Leiche von José Gaspar de Mascarenhas, Parlamentsabgeordneter der RENAMO, in der Stadt von Beira gefunden. In einer Parlamentssitzung sprach Eduardo Mulembue, der Vorsitzende der Versammlung, davon, dass Schussverletzungen zu seinem Tod geführt hätten. Dies lässt vermuten, dass Mascarenhas umgebracht wurde. Noch sind aber keine weitern Einzelheiten bekannt. Mascarenhas desertierte vor der portugiesischen Kolonialarmee im Jahr 1974 und schloss sich der Befreiungsbewegung FRELIMO in Tansania an. Nach der Unabhängigkeit diente er in der mosambikanischen Armee und arbeitete für den Sicherheitsdienst SNASP. Hier wurde er Direktor der Sicherheitsbehörde. Mitte der 1980er Jahre floh er von Mosambik nach Südafrika, wo er kurzzeitig festgenommen wurde. Von dort aus ging er nach Portugal, wo er sich der RENAMO anschloss und der Direktor des Magazins “Mosambique- Tempos Novos" wurde. Im Jahr 1994 wurde er schließlich in das mosambikanische Parlament gewählt, in das er auch 1999 und 2004 wieder gewählt wurde. Das “Radio Mosambik" verkündete am Freitag, dass die RENAMO eine eigene Kommission zur Untersuchung des Mordes eingesetzt hätte. Quellen: IRIN News, Expresso África, allafrica.com ================================================ 25 Ein Toter und etliche Verletzte bei Protesten gegen Kurdische Behörden in Halabja von: wadi.wien at gmx.at ================================================ Presseaussendung Ein Toter und etliche Verletzte bei Protesten gegen Kurdische Behörden in Halabja Angehörige der Opfer des Giftgasangriffes auf Halabja stürmen Gedenkstätte und protestieren gegen Korruption Wie jedes Jahr, wollten Vertreter der Kurdischen Regionalregierung am heutigen Jahrestag des Giftgasangriffes auf Halabja, bei dem 5000 Menschen im Jahr 1988 von Saddam Husseins Regime ermordet wurden, eine Gedenkfeier in Erinnerung an die Opfer abhalten. Diese musste jedoch abgebrochen werden, als eine Menge von etwa 7000 protestierenden Kurdinnen und Kurden, darunter etliche Angehörige der Opfer von Halabja, die Feier mit Protestrufen unterbrachen und gegen die Vereinnahmung der Opfer durch die Kurdischen Behörden protestierten. DemonstrantInnen und Angehörige der Opfer des Giftgasangriffes von 1988 stürmten das Halabja Memorial Museum, entfernten die Fotos ihrer Toten, und setzte die Gedenkstätte in Brand. “Seit Wochen protestieren die Menschen in Halabja gegen die rituelle und staatlich organisierte Gedenkfeier. Die kurdischen Behörden erinnern sich nur ein Mal im Jahr an den Ort des Grauens, dann wird das Museum aufpoliert, die ausländische Presse wird angekarrt, die üblichen Reden abgehalten, und dann verlässt man den Ort wieder. Doch nichts wurde bis heute unternommen, um den von Saddams Truppen zerstörten Ort wieder aufzubauen. Die wirtschaftliche und soziale Situation hier ist nach wie vor eine Katastrophe und die Lage für die Menschen ist unerträglich", so Fallah Mordakhin, der regionale Projektkoordinator der deutsch-österreichischen Hilfsorganisation WADI. Er selbst hat den Giftgasangriff von 1988 in den Höhlen der irakisch-iranischen Grenze als Kind überlebt. “Die Behörden benutzen Halabja, um an Gelder heranzukommen, doch die Angehörigen, die Überlebenden des Giftgasangriffes, wurden bis heute nicht entschädigt", so Mordakhin. Die Proteste eskalierten, als anwesende Asaish (kurdische Geheimpolizei) einen 14-jährigen Demonstranten anschossen, der wenig später im Krankenhaus verstarb. Mittlerweile soll die Anzahl der Todesopfer gestiegen sein, weitere Verletzte befinden sich im Spital. Die Polizei nahm über unzählige DemonstrantInnen fest. “Zur Zeit ist das Polizeigebäude von Halabja von einer großen protestierenden Menge umstellt, die die Freilassung der Gefangenen fordert. Sie drohen damit, auch das Regierungsgebäude in Brand zu setzen, wenn man auf ihre Forderungen nicht eingeht", so Mordakhin. Weitere DemonstrantInnen versuchen indes, die Einfahrtsstraßen zu blockieren. “Weg, weg, weg mit dieser Regierung!", so ertönt es heute in den Straßen Halabjas, welches von der PUK, der Partei des irakischen Präsidenten Talabanis, kontrolliert wird. Die kurdischen Behörden ließen unterdes verlautbaren, dass “fremde Mächte" die Proteste organisiert hätten. “Das ist definitiv Unsinn", sagt Mordakhin, “seit über einem Monat warnen die EinwohnerInnen, Studenten, Jugendliche und Gruppen von Überlebenden von Halabja, dass sie es heuer nicht tolerieren werden, dass die Regierung sich auf ihre Kosten ins Rampenlicht stellt, während der Ort in Armut versinkt. Allein die Tatsache, dass das Museum nicht im Zentrum, sondern außerhalb, an der Einfahrtsstraße gebaut wurde, sagt einiges aus. Die Zeremonien sollen dort in aller Ruhe abgehalten werden, ausländische Gäste oder Journalisten werden gleich darauf hin wieder abgekarrt. Den seit 18 Jahren verwahrlosten und zerstörten Ort bekommt somit niemand je zu sehen. Die Menschen wollen diese Situation nicht mehr hinnehmen." “Doch die Verantwortung für eine angemessene Entschädigung der Opfer und für einen Wiederaufbau Halabjas tragen in erster Linie die deutsche Regierung - für die Lieferung von Giftgas, mit dem am 1.6.3.1988 an einem einzigen Tag über 5000 Menschen ermordet wurden - als auch Österreich, dessen Waffenlieferungen (z.B. die gefürchtete “Nimsawi"-Kanonen") sowohl an das irakische Terrorregime Saddam Husseins als auch an das iranische Mullah-Regime während des Iran- Irak-Krieges die massenhafte Ermordung von KurdInnen auf beiden Seiten der Grenzen mitzuverantworten hat", sagt Mary Kreutzer, Projektreferentin von WADI Österreich. Thomas Schmidinger, Obmann von Wadi-Österreich, fordert zu einer friedlichen Beilegung des Konflikts auf: “Gerade in einer Situation, in der der gesamte Irak sich unter den Händen privater Gewaltunternehmer aufzulösen droht, wäre es fatal, wenn sich nun auch in den kurdischen Gebieten eine Strategie der militärischen Lösung von Konflikten anbahnen würde. Die kurdischen Sicherheitskräfte sollen sich besser für die Sicherheit der einfachen Bevölkerung des Irak einsetzen, als auf DemonstrantInnen zu schießen. In einer solchen Situation können wir nur an alle Beteiligten appellieren eine friedliche Lösung des aktuellen Konflikts zu suchen und die Ursachen für die Proteste durch eine konsequente Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen in Halabja zu beseitigen." “Die heutigen Proteste, die sich bereits seit Wochen ankündigten, zeigen jedoch auch die positiven Entwicklungen im Nordirak. Vor der Befreiung vom April 2003, als radikal-islamistische Gruppen ein Terrorregime in der Region rund um Halabja installiert hatten, wäre es ausgeschlossen gewesen, dass sich die Bevölkerung organisiert und auf die Straßen geht. Damals hätte es nicht einen Toten, sondern Tausende gegeben. Dass heute Leute auf die Straßen gehen und gegen Korruption und soziale Vernachlässigung protestieren können, und konkrete soziale und ökonomische Rechte einfordern, ist als positive Entwicklung einer aufkeimenden Zivilgesellschaft zu werten, die es auch weiterhin zu unterstützen gilt", sagt Thomas von der Osten- Sacken, der Direktor von WADI in Deutschland. Die deutsch-österreichische Hilfsorganisation Wadi ist seit 1993 im Nordirak mit Projekten aktiv und unterstützt u.a. in Halabja ein Frauenzentrum sowie den von Jugendlichen und Frauen geleiteten unabhängigen Radiosender “Dengue Nwe". Fotos der Proteste unter: http://www.kurdmedia.com/ Links: www.wadinet.at www.wadinet.de -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien ================================================ 26 [gipfelsoli] Heiligendamm von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- Linksextremismus Hamburger G8-Gegner veröffentlichen Positionspapier Eine linksextremistische Gruppe "Hamburger Anti-G8-Bündnis" verbreitet in Hamburg ein Flugblatt, das dafür plädiert, "den G8 2007 anzugreifen, zu stören und zu verhindern" und das Gründe nennt, warum gegen den G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm (Mecklenburg-Vorpommern) protestiert werden sollte. In dem Papier stellt sich die Gruppe als "Bündnis von Einzelpersonen und Gruppen aus linken Zusammenhängen in Hamburg und Umgebung" vor. Das "Hamburger Anti-G8-Bündnis" will als Basis für "eine tragfähige und offene Struktur in Hamburg und darüber hinaus" fungieren und sieht sich als "Teil eines bundesweiten Netzwerkes, das sich unter den ’pga-eckpunkten'" zusammengefunden hat. Diese "PGA-Eckpunkte" des anarcho-sozialrevolutionären Netzwerkes "Peoples Global Action" beinhalten folgende Grundsätze: 1. Eine klare Ablehnung von Kapitalismus, Imperialismus und Feudalismus; und aller Handelsabkommen, Institutionen und Regierungen, die zerstörerische Globalisierung vorantreiben. 2. Wir lehnen alle Formen und Systeme von Herrschaft und Diskriminierung ab, einschließlich aber nicht beschränkt auf Patriarchat; Rassismus und religiösen Fundamentalismus aller Art. Wir anerkennen die vollständige Würde aller Menschen. 3. Eine konfrontative Haltung, da wir nicht glauben, dass Lobbyarbeit einen nennenswerten Einfluss haben kann auf undemokratische Organisationen, die maßgeblich vom transnationalen Kapital beeinflusst sind; dies beinhaltet: 4. Einen Aufruf zu direkten Aktionen und zivilem Ungehorsam, Unterstützung für die Kämpfe sozialer Bewegungen, die Respekt für das Leben und die Rechte der unterdrückten Menschen maximieren, wie auch den Aufbau von lokalen Alternativen zum Kapitalismus und 5. Eine Organisationsphilosophie, die auf Dezentralisierung und Autonomie aufgebaut ist. Das Positionspapier schließt mit dem Zitat "Wir erhoffen uns nichts von dem System, dass die G8 vertreten, außer den Untergang an seinen eigenen Widersprüchen." (Schreibweise wie im Original) Vorbild des "Hamburger Anti-G8-Bündnis" ist das von britischen Globalisierungskritikern anlässlich des G8-Treffens in Gleneagles/ Schottland im Juli 2005 initiierte militante "Dissent!"-Netzwerk, als dessen deutscher Ableger es sich versteht. Die sich zurzeit formierenden G8-Gegner sind sich noch uneins über Art, Inhalte und Ausmaß ihrer Zusammenarbeit. Die von Linksextremisten dominierten beiden Flügel der globalisierungskritischen Organisationen, die sog. Interventionistische Linke (IL) und die "Dissent!"-Bewegung, haben unterschiedliche Vorstellungen vom Charakter und von der Intensität der geplanten Widerstandsformen und des Spektrums, mit dem sie jeweils gegen den G8-Gipfel 2007 antreten wollen. Die IL, die sich aktuell mit der ersten Ausgabe einer eigenen Zeitung "G8Xtra Nr. 01 Frühjahr 06" (Redaktion in Hamburg) zu Wort meldete, möchte über den linksextremistischen Rahmen hinaus "quer durchs außerparlamentarische Spektrum der örtlichen Gruppen und Initiativen bis rein in die Linkspartei und die großen Verbände, Ost und West, Funktionäre und Basisaktivistlnnen, Gewaltfreie und Militante" zusammenbringen und so einen "Zusammenhang von Vielen" erreichen. Die Protagonisten der "Dissent!"-Bewegung sehen die Zusammenarbeit mit der IL kritisch. Sie können sich nicht vorstellen, gemeinsam mit Gewerkschafts- oder kirchlichen Gruppen aufzutreten und sehen sich dadurch gehindert, ihre an den "PGA-Eckpunkten" festgemachten Ziele zu verwirklichen. Ihnen geht es um eine praktische Auseinandersetzung mit dem Gipfeltreffen, die die üblichen autonomen Aktions- und Widerstandsformen bis hin zu Anschlägen umfasst. Sie wollen sich nicht reglementieren und disziplinieren lassen. Bei zwei überregionalen Treffen der Globalisierungskritiker in Hamburg (Oktober 2005) und Berlin (Januar 2006) wurde keine Übereinstimmung über eine Form der Zusammenarbeit erzielt. Militante G8-Gegner haben seit Sommer 2005 bis heute sechs Brandanschläge (drei in Hamburg und einer im Hamburger Umland, zwei in Berlin) verübt. Die Tatbekennungen stehen auch in einem Begründungszusammenhang mit "G8". Angesichts der bisherigen Aktivitäten muss mit der Fortsetzung einer "breiten, auch militanten Kampagne" gerechnet werden. Die Anwesenheit der wichtigsten Regierungschefs der Welt in Heiligendamm und die große Medienpräsenz wird auch für Hamburger Linksextremisten ein Ziel ersten Ranges für öffentlichkeitswirksame Proteste bieten. Globalisierungskritische Gruppen gehen in einer realistischen Einschätzung davon aus, dass sie 2007 kaum die Möglichkeiten haben werden, den Tagungsort Heiligendamm zu erreichen. Deshalb gibt es erste Diskussionen, einen Teil des demonstrativen Geschehens in die "nahen" Großstädte Hamburg oder Berlin zu verlagern. Stand: 06.März 2006 http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/behoerden/inneres/landesamt-fuer- verfassungsschutz/aktuelles/hh-g8-gegner-positionspapier-artikel.html ------------------------------------------------------------------------ -- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l ================================================ 27 Programme: \"Proposed Africa Conference\", 25.03.06 in Frankfurt/Main von: thevoiceforum at emdash.org ================================================ Information in English,Deutsch & French: Programme: "Proposed Africa Conference", 25.03.06 in Frankfurt/Main Dierct link to the Programme: Meeting/Treffen/Réunion http://thevoiceforum.org/node/367 Invitation/Einladung: http://thevoiceforum.org/node/365 - Living in the globalized apartheid of Europe - Leben in der globalisierten Apartheid Europas. - Vivant dans lZapartheid global de lZEurope We do appreciate that you help to spread the invitation and make it public. Hello everybody, To make sure the focus of the meeting in Frankfurt is clear, here is a note: The main subject of the meeting is 'deportations to Africa'. We really want to concentrate on the question of how we can develop or strengthen the local structures of self organisation with migrants communities, antiracist activists - initiatives, associations and other networks in connection to "Deportationstop to Africa" For this the analysis of the current situation in Africa and our experiences in the struggles will be crucial. We will discuss a common plan for the main preparatory meeting on Deportation to Africa. Organisation: who is interested to come to Frankfurt should register at e-mail: aitakbarani at web.de, Telephone 01632417244. Here a short description of the way: U6/U7 direction: Heerstraße/Hausen. Station: Leipziger Straße. Falkstraße is a parallel street next to Leipziger Straße. Coordination network The VOICE Refugee Forum Jena, e-mail: thevoiceforum at emdash.org http://www.thevoiceforum.org + + + Deutsch. Programme: Meeting/Treffen/Réunion http://thevoiceforum.org/node/367 Treffen in Frankfurt am 25. März 2006 Eng,Dt&Frz: Living in the globalized apartheid of Europe // Leben in der globalisierten Apartheid Europas. Einladung http://thevoiceforum.org Treffen in Frankfurt am 25. März 2006 Wir wären sehr dankbar, wenn ihr helfen könntet diese Information weiterzuleiten und zu veröffentlichen! Hallo allerseits, Hier eine Mitteilung um den inhaltlichen Schwerpunkt des Treffens in Frankfurt klarzustellen. Das Hauptthema des Treffens ist "Abschiebungen nach Afrika". Wir wollen uns wirklich auf die Frage konzentrieren, wie wir die lokalen Strukturen von Selbstorganisation - gemeinsam mit MigrantInnen-Communities, Antirassismus-Aktivisten, Initiativen, Vereinen und anderen Netzwerken - in Verbindung mit der Forderung nach einem "Abschiebestopp nach Afrika" entwickeln und stärken können. Daher wird die Analyse der aktuellen Situation in Afrika und unserer Erfahrungen in unseren Kämpfen von ausschlaggebender Bedeutung sein. Wir werden einen gemeinsamen Plan für ein zentrales Vorbereitungstreffen zum Thema "Abschiebungen nach Afrika" diskutieren. Organisation: Wer sich dafür interessiert nach Frankfurt zu kommen, solch sich anmelden bei : aitakbarani at web.de, Telephone 01632417244 Nun eine kurze Wegeschreibung: U6/U7 in Richtung Heersstraße/Hausen, Station: Leipziger Straße. Die Falkstraße ist eine Parallelstraße gleich bei der Leipziger Straße. Das Koordinatinosnetzwerk The VOICE Refugee Forum Jena, e-mail: thevoiceforum at emdash.org http://www.thevoiceforum.org ++++ French. Programme: Meeting/Treffen/Réunion http://thevoiceforum.org/node/367 Réunion à Francfort le 25.03.06 Cela nous ferait tellement plaisir si vous aidez à distribuer lZinvitation et la faire connaître du public. Invitation: http://thevoiceforum.org Salut à tous, Afin que chacun puisse savoir de quoi il sera question à Francfort, je vous fait parvenir cette note: Le sujet principal sera: "Déportations pour lZAfrique". Nous voulons axer notre concentration sur la question de développement et de renforcement des structures locales des différentes organisations de réfugiés, émigrés, anti-racistes, initiatives et associations en relation avec lZarrêt des déportations pour lZAfrique. De ce fait notre analyse de la situation actuelle qui prévaut en Afrique et des expériences faites lors des diverses luttes seront très primordiales. Nous discuterons dZun plan commun pour la réunion préparatoire générale au sujet de la "déportation pour lZAfrique". Organisation: Ceux dZentre vous intéressés dZêtre à Francfort, veuillez vous tourner au contact suivant : e-mail: aitakbarani at web.de; Téléphone: 01632417244. Voici une courte description du chemin: U6/U7 direction Heerstraße/ Hausen. Station: Leipziger Straße. Falkstraße est la rue parallèle à la rue Leipziger Straße The VOICE Refugee Forum Jena, e-mail: thevoiceforum at emdash.org http://www.thevoiceforum.org _______________________________________________ Refugee-Info mailing list Refugee-Info at lists.idash.org http://idash.org/mailman/listinfo/refugee-info <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS/HINWEISE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 28 Neues Buch: Feindaufklärung und Reeducation von: cafe.critique at gmx.net ================================================ Soeben erschienen: Stephan Grigat (Hg.): Feindaufklärung und Reeducation Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus 316 Seiten, 14,- Euro ISBN: 3-924 627-93-2 Ça ira-Verlag, Freiburg 2006 Die Radikalität der besten Arbeiten der Kritischen Theorie von Theodor W. Adorno, Max Horkheimer und den anderen Mitarbeitern des Frankfurter Instituts für Sozialforschung resultiert daraus, in der Kritik der kapitalistischen Gesellschaft sich dessen bewußt zu werden, daß allererst die ebenso zwanghafte wie selbstgewählte Reaktion auf diese Gesellschaft abzuwehren ist: der Vernichtungswahn der regressiven Antikapitalisten, der auf Juden und Jüdinnen zielt. Darin ist die Erfahrung der nationalsozialistischen Verfolgung bei diesen linken Intellektuellen zur Grundlage einer Kritik geworden, die den Marxismus hinter sich lassen mußte, um die Befreiung mit der kritischen Theorie von Marx noch denken zu können. Darin liegt ihre ganze Aktualität in der postnazistischen Gesellschaft. Der Band versammelt Vorträge, die auf dem Symposium “Feindaufklärung und Reeducation - Über die Notwendigkeit Kritischer Theorie heute" im November 2004 in Wien gehalten wurden. Er wird durch weitere Beiträge zum Thema ergänzt. Inhalt: Stephan Grigat: Kritische Theorie gegen Burschenschaftler, Islamisten, antizionistische Antifaschisten und althusserianische Antirassisten Zur Einleitung Johann Dvorák: Adorno als Ruhestörer Anmerkungen zur Wirkung seiner kulturkritischen Texte in Österreich Clemens Nachtmann: Freiheitsbewegung und autoritärer Staat Die Rezeption der Kritischen Theorie in der deutschen Studentenbewegung Stephan Grigat: Die Realität des Scheins Zu Adornos Kritik des Fetischismus Ljiljana Radonic: Psychopathologie der Normalität Die Bedeutung der Psychoanalyse für die Kritische Theorie Gerhard Scheit: Dialektik und Erfahrung Jean Améry, Theodor W. Adorno und der kategorische Imperativ nach Auschwitz Stephan Grigat: Befreite Gesellschaft und Israel Zum Verhältnis von Kritischer Theorie und Zionismus Florian Markl: Beschädigtes Leben und Judenhaß Kritik des Antisemitismus als Gesellschaftskritik Manuel Frischberg: Das Konzept “Islamophobie" als Abwehr westlicher Zumutungen Zur Genese eines Kampfbegriffs Florian Markl: “Freiheit, Islam, Friede" - ein Aufruf zum allgemeinen Krieg Gerhard Scheit: Mitmachen oder Dagegensein? Zum Verhältnis von Kritik und Identifikation Alex Gruber: Deutschland - Amerika Die Kritische Theorie im Kampf gegen Nazi-Deutschland und die Bedeutung der USA für die Kritik Manfred Dahlmann: Souveränität und Gegensouverän Amerikanische und deutsche Form negativer Vergesellschaftung Thomas Uwer & Thomas von der Osten-Sacken: Reeducation und Debaathisierung Der Nachkriegsirak und Karl August Wittfogels Kritik der Despotie Erhältlich im Buchhandel oder direkt über den Verlag ça ira-Verlag Wilhelmstr. 15 D - 79098 Freiburg Tel. 0761 . 285 95 06 Fax 0761 37 94 9 EMail: info at ca-ira.net Web: www.ca-ira.net Der Herausgeber und einige der Autoren stehen für Präsentationen und Diskussionsveranstaltungen zur Verfügung. Anfragen bitte an cafe.critique at gmx.net ================================================ 29 Soeben erschienen: 1-06 von: GegenStandpunkt at gmx.at ================================================ Soeben erschienen: GegenStandpunkt 1-06 Zum Thema 'Mohammed': Ein Kreuzzug für die Meinungsfreiheit Randale mit Toten in der islamischen Welt - bloß wegen ein paar Karikaturen? Und umgekehrt: Mit der Lizenz, ein paar Zeichnungen zu drucken, stehen gleich die Grundprinzipien unserer Freiheit und demokratischen Lebensweise auf dem Spiel? Das kann ja wohl beides nicht ganz wahr sein! Ist es auch nicht: Erstens drücken die Karikaturen mehr aus als eine unverbindliche abfällige Meinung über einen fremden Glauben. Sie geben ein offiziell verbreitetes und öffentlich gepflegtes Urteil über den Zusammenhang von Islam und Gewalt wieder. Zweitens entdecken die angesprochenen Völker darin die verächtliche Haltung des Westens ihnen gegenüber, die sie auch im Antiterrorkrieg der USA ausmachen. Sie stehen - gar nicht so unterschieden vom obersten Freiheitskämpfer in Washington - auf dem Standpunkt, es gelte sich eines 'Kreuzzug' gegen ihre - islamischen - Werte zu erwehren. Drittens landen die Verteidiger der Meinungsfreiheit gegen die randalierenden Muslime ziemlich umstandslos bei genau der Sicht der Dinge, die die Karikaturen bebildern: Den Anhängern des Islam fehlt es fundamental am Geist unserer Freiheit. Das disqualifiziert sie, macht 'uns' überlegen und gibt uns recht: Gegen die muss die Freiheit verteidigt, denen erst noch Toleranz beigebracht werden - womöglich geht das nicht ohne Gewalt. So bestätigt sich ein fertiges Feindbild: das des Antiterrorkriegs. Die Gründe der Feindschaft liegen anderswo. * Wie Staaten ihren wirklichen Kampf gegen diejenigen führen, die sie zu ihren Feinden erklärt haben - nicht nur mit offenen Kriegen, sondern auch mit denen ihrer Geheimdienste nämlich -; wie diese ehrenwerten Institutionen - im Auftrag der Regierungen und neben ihnen her - gerade im Kampf gegen den 'weltweiten Terrorismus' gefordert und engagiert sind und wie sich die beteiligten Staaten mit ihrer demokratischen Öffentlichkeit über deren Notwendigkeiten streiten und einig werden, das alles behandelt der Artikel: Von wegen 'undurchsichtige Welt der Geheimdienste': Die gar nicht zu übersehenden nützlichen Dienste von CIA, BND & Co. für ihre Demokratien * Vom Volk ist allenthalben die Rede: Hochachtungsvoll zumeist. Schon gleich, wenn es um das Lob der Volks-Herrschaft geht. Da firmiert das Kollektiv der Bürger eines Landes als der eigentliche Souverän, als Auftraggeber seiner politischen Herren und als ein Zusammenhalt, der diesen Bürgern - jenseits ihrer vielfältigen und ziemlich gegensätzlichen ökonomischen Lebenslagen und Interessen - eine gemeinsame 'Identität' verleiht. Dass diese politische 'Natur' eines jeden von all dem abstrahiert, was er ansonsten und im alltäglichen ökonomischen Getriebe unter der Hoheit 'seines' Staates darstellt und zu bewältigen hat, denunziert das Volk offenkundig nicht, sondern adelt es. Es ist schon verrückt: Dass eine zuständige Staatsmacht Bürger zu ihren Angehörigen erklärt und sie auf ihr Programm verpflichtet, für die sie als Volk einzustehen haben, das erklären Untertanen als Volk zu ihrer ureigensten Sache. Sie identifizieren sich mit der Herrschaft über sich - so gründlich, dass sie sich von anderen Völkern abgrenzen, ihre Herren immer zum Regieren ermächtigen, sich darauf viel zugute halten, sich auch und gerade in einer Welt des global agierenden Kapitals um die Bewährung der eigenen Nation sorgen - und überhaupt alles vom Standpunkt eines nationalen 'wir' aus beurteilen. Das hat seine schlechten Gründe und fatalen Folgen. Anlass für den GegenStandpunkt, gründlich anzuschreiben gegen Das Volk: Eine furchtbare Abstraktion * Erhältlich u.a.: Bücherzentrum, Mariahilferstraße 1c, 1060 Wien Zentralbuchhandlung, Schulerstraße 1-3, 1010 Wien Winter, Landesgerichtsstraße 20, 1010 Wien Kuppitsch am Campus, Alserstraße 4, 1090 Wien Bartalszky, Währingerstraße 26, 1090 Wien * www.gegenstandpunkt.com www.gegenargumente.at ================================================ 30 CROPfm - Newsletter: Joytopia [17.03.2006] von: tarek at sime.com ================================================ Die nächste live Sendung ist am 17. März 2006 um 19.00 auf 92.6 Mhz - der Frequenz von Radio Helsinki - im Raum Graz/Steiermark als auch on- line (>> http://helsinki.at/live-stream.php) zu hören. Für Fragen und Kommentare während der Sendung steht Ihnen CROPcom zur Verfügung - der liveChat (>> http://pia.mur.at/croppage/ccd/ccd_fs.htm). Titel der Sendung: Joytopia Die Natürliche Ökonomie, auch Joytopia-Modell (>> http:// www.joytopia.net/naturoekonomie.html) genannt, hat die Natur zum Vorbild, mit ihrem ewigen Kreislauf von Werden und Vergehen. Dieser sich selbst regulierende Kreislauf funktioniert seit Milliarden von Jahren. Übertragen auf die Wirtschaft ist er der Schlüssel zu nachhaltigem Wohlstand in Harmonie mit der Natur. Als Ergänzung zum so genannten Kreditgeld soll das Lebensgeld alle bisher bekannten geldbedingten Wirtschaftsprobleme lösen. Bernd Hückstädt, einer der Protagonisten dieses Projekts, ist in der kommenden Sendung zu Gast und wir werden herausfinden welche Hindernisse der Einführung von FReien Energie Einheiten (FREE) im Wege stehen. Utopie oder mögliche Alternative? Joytopia website >> http://www.joytopia.net/ Big Brother News >> http://crop.mur.at/g7/bigbrother Studiogast zur Sendung: Bernd Hückstädt (Toningenieur, Joytopia Projekt, >> http:// www.joytopia.net/kontakt.html) Lieber Gruß, Tarek Al-Ubaidi ================================================ 31 Kanafani - Newsletter März von: kulturverein at kanafani.at ================================================ 1) SO 19.3., 11.00: Frühschoppen mit BARD.ALLAH 2) SA 25.3., 19.30: Friedensball im OST 3) SO 26.3., 16.00: Die Geschichte vom weinenden Kamel 4) DO 30.3., 19.00: Diskussion türkischspr. Medien in Ö 5) SO 2.4., 18.00: Kanafani - Kino präs. LAGAAN 6) SA 15.4., 19.00: Kanafani - Frauentanzfest 7) Türkisch - Kurse bei Kanafani ---------- Liebe Freundinnen und Freunde, Es geht wieder los, die Semesterferien sind längst vorbei und auch der Kulturverein Kanafani nimmt langsam wieder seine Arbeit auf. Das der März-Newsletter euch allerdings gar so spät erreicht, war nicht beabsichtigt. Aus technischen Gründen konnten wir ihn nicht zeitiger verschicken. Sorry. Die seit 1. März 2006 in Kraft getretene Novelle des Telekommunikationsgesetzes soll Mail-UserInnen verstärkt vor Spam schützen. Wir hoffen, dass ihr unseren monatlichen Newsletter auch weiterhin nicht als solchen einstuft. Andernfalls könnt Ihr euch selbstverständlich, so wie auch bisher gehandhabt, jederzeit vom Verteiler des Kanafani-Newsletters streichen lassen. Ein simples Antwortmail mit "unsubscribe" im Betreff gebügt. Die allerbesten Grüsse, Eure Kanafanis ---------- 1) Kulturverein Kanafani freut sich einladen zu dürfen zum Frühschoppen mit BARD.ALLAH am Sonntag den 19. März 2006 um 11:00 vormittags in der "Sense - das Lokal zum Verein" Sensengasse 5/3, 1090 Wien vegetarisches Frühstücksbuffet, Fruchtsäfte, Tee und Kaffee und Live - Musik aus Österreich das Ensemble BARD.ALLAH sind: Gernot Galib Stanfel (Ud, Cenk, Ney, Tanbur, Rhebab.., Gesang) Gertrud Janscha (keltische Harfe, Gesang) Hidayet Kav (Percussion, Baglama, Gesang) Gerald Ilyas Klawatsch (Rübab, Rhebab, Gitarre, Gesang) Christian Scholl (Violine, Gesang) Ignatio Musa Bejar(E) (Saxophon, Klarinette, Querflöte, Ney) BARD.ALLAH ist der gelungene Versuch einen Bogen von der Quelle der Sufi-Traditionen, dem Orient, hin zu der Kultur des deutschsprachigen Raumes im Okzident, zu schlagen. Musik für Allah / Gott, gespielt von Menschen aus Österreich, Deutschland und Spanien auf traditionellen Instrumenten und mit Musikformen aus dem Osten und dem Westen. Sufimusik, als ein Teil der mitteleuropäischen Kultur. weitere Infos: http://members.aon.at/bard.allah/index.htm 5,- ¤ Selbstkostenpreis für das Frühstück ---------- 2) Solidarität mit dem ÖFD: Erster Wiener Friedensball Die Österreichischen Friedensdienste veranstalten am 25. März im Ost-Klub (Schwindgasse 1, 1040 Wien) den 1. Wiener Friedensball. 19:30 Einlass Bühne 1: 20:30 - 21:00: Eröffnung Begrüßung, Programmablauf, Info ÖFD & Kampagne 21:00 - 22:15: Martin Lubenov & Jazzta Prasta (Balkan Jazz - Wien/Sofia) 22:30 - 24:00: Bilk (Drum 'n' Base - Zagreb) 24:00 - 01:00: Mitternachtseinlage und Tombola ab 01:00: [dunkelbunt] (Balkan Hot Step - Wien) Bühne 2: 21:30 - 22:30: Niftys (Klezmer - Wien) Klubbereich durchgehend DJ-Line (dj mrkvica, petra p., jimmy rosas) außerdem: Chill-&Info-Zone, Foto-Ausstellung von Lisbeth Kovacic, Visuals ... Eintritt: 15,--/ermäßigt 12,-- Der Reinerlös des 1.Wiener Friedensballes kommt der Arbeit der Österreichischen Friedensdienste zugute, welche ausschließlich von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen geleistet wird und von der beständigen Lukrierung von Spenden abhängig ist. ---------- 3) Die Geschichte vom weinenden Kamel Ein Film für Groß und Klein Spielfilm, Mongolei/Deutschland 2003 Deutsche Synchronisation In der Sense. Das Lokal zum Verein. Sensengasse 5/3, 1090 Wien Eintritt frei. Im weiten Süden der Mongolei, in der unwirklichen Landschaft der Wüste Gobi, kommt ein kleines, weißes Kamel zur Welt. Die Mutter, geschwächt und verstört von der schmerzhaften Geburt, verstößt ihr Junges. Ohne die nahrhafte Muttermilch scheint das Kalb, das sich seiner Mutter immer wieder verzweifelt nähert, dem Tod geweiht. In ihrer Not erinnern sich die Hirtennomaden an ein uraltes Ritual... Gedreht mit Laien dokumentiert der Film ein Nomadenleben im Einklang mit der Natur, wie es auch in der Mongolei zu verschwinden droht. ---------- 4) Migrantische Medien in der Diskussion Ein Gespräch mit & über türkischsprachigen Medien in Österreich Eingeladen sind die ZeitungsmacherInnen von Aktuel, Mediatik, Öneri, Post, Pusula, Selam, Toplum, Yeni Hareket, Yeni Vatan, Zaman ... Donnerstag 30. März 2006. Beginn 19:00 Die Sense. Das Lokal zum Verein. Sensengasse 5/3, 1090 Wien Eine Veranstaltung in deutscher und türkischer Sprache. Moderation: Sümeyye Soku und Yunus Mert Kaum ein/e Österreicher/in ist sich bewusst, wie vielfältig Die türkischsprachige Printmedienlandschaft ist. Doch wie Bewertet die türkischsprachige Community das Angebot? Mit welchen Problemen kämpfen die ZeitungsmacherInnen? Was fehlt und was wird geboten ...? Eintritt frei. ---------- 5) Kanafani - Kino: LAGAAN Indien 2001, OmdU ein Film von Aamir Khan Sonntag 2. April 2006, Einlass 17:30, Beginn 18:00 Spitalgasse 2-4, 1090 Wien, AAKH, Unicampus Hof 2, Hörsaalzentrum, HS C1 Lagaan spielt im Indien des späten 19. Jahrhunderts. Captain Russell, der boshafte kommandierende Offizier des britischen Quartiers, unterdrückt die Leute in der Region mit hohen Steuern (lagaan), während diese zusätzlich noch unter einer ungewöhnlichen Dürre leiden. Dann aber bietet Russell den Bauern des Dorfs Champaner eine Wette an: Er wird für ganze drei Jahre auf die Steuern der gesamten Provinz verzichten, wenn eine Dorfmannschaft seine Männer beim Cricket schlagen kann - eine Sportart, die bisher den Bewohnern völlig unbekannt ist. Angeführt von Bhuvan (Aamir Khan) und mit Hilfe der gutherzigen Schwester des Offiziers, Elizabeth, beginnen die Bewohner für das Spiel zu trainieren, das über ihr Schicksal entscheiden wird. Lagaan wurde mehrfach ausgezeichnet und ist ein antikolonialer und gleichzeitig überaus unterhaltsamer Bollywood-Film. Wegen Überlänge mit Pause. Während der Pause gibt es indische Getränke und Imbisse Zum Selbstkostenpreis. Eintritt frei. ---------- 6) Kanafani - Frauentanzfest Wegen zahlreicher Nachfragen ein kurzer Ausblick in den April: Das nächste Frauentanzfest findet statt am ... Samstag den 15. April 2006 von 19:00 bis 24:00 im Barada Barada, Robert Hammerling Gasse 1, 1150 Wien (unmittelbar am Westbahnhof) Eine Hafla nur für Frauen! Moderne und traditionelle Tanzmusik aus dem Süden, d.h. Arabischer Raum (von Rai bis Dabka), Balkan, Türkei, Iran, Indien, Pakistan, Afrika usw. Musikwünsche werden berücksichtigt, scheut euch also nicht eure Lieblingsmusik mitzunehmen. Es erwartet euch desweiteren: ein grosser Tanzsaal, rauch- und schuhfreie Zonen, Raucherinnenbereich (alle Räume sind von aussen nicht einsehbar), ein ergiebiges Gratisbuffet sowie Getränke zum Selbstkostenpreis (kein Alkohol). Und nicht zuletzt: Eine herzliche Atmosphäre. Unkostenbeitrag: 4,- ---------- 7) Ab April bieten wir wieder Türkisch - Kurse an, sowohl für AnfängerInnen als Fortgeschrittene. Fortgeschrittene: Montag und Freitag abend Jeweils 1,5 Stunden April und Mai (auf Wunsch kann der Kurs bis Ende Juni fortgesetzt werden) Kursbeitrag 110,- ¤ Handouts sind gratis Lehrerin: Sümeyye Soku (native speakerin) AnfängerInnen: Samstag mittag Jeweils 2 Stunden April und Mai (auf Wunsch kann der Kurs bis Ende Juni fortgesetzt werden) Kursbeitrag 90,- ¤ Handouts sind gratis Lehrer: Yunus Mert (native speaker) Kursort: die Sense. Das Lokal zum Verein. Sensengasse 5/3, 1090 Wien Weitere Infos und Anmeldungen unter kulturverein at kanafani.at oder 069981922556 kulturverein kanafani - redaktion der.wisch sensengasse 5/3, 1090 wien www.kanafani.at, 00431/4092480 die welt ist unser zuhause - al alamu bajtuna ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Montag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2003.htm Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2103.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2203.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: So, 22300 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Tue Mar 21 07:10:22 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Tue, 21 Mar 2006 07:10:22 +0100 Subject: widerst@nd! - MUND: Dienstag, 21.3.2006 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! Dienstag, 21.03.2006 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 22.3.: lesung im bacherpark el awadalla ================================================== 02 24.-26.3.: CULTURAL DIVERSITY AND THE URBAN AREA Initiative Minderheiten Newsletter ================================================== 03 28.3.: Diskussion "EU und Türkei" "Transdanubien gegen Schwarzblau" ================================================== 04 4.4.: offene AUF-Redaktionssitzung AUF Eine Frauenzeitschrift ================================================== 05 ASt - Veranstaltungen im April ASt-LFI ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 06 Künstlersozialversicherung: Gesetzesnovelle jetzt! Kulturrat Österreich ================================================== 07 GLB/Überstunden/Arbeitszeitverkürzung/Arbeitsmarkt "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 08 Kongo braucht mehr politische Initiativen! "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 09 Pressemitteilung iz3w 292 - Linke in Lateinamerika "Oeffentlichkeitsarbeit iz3w-freiburg" ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 22.3.: lesung im bacherpark el awadalla ================================================== mittwoch, 22. 3. 2006, 17h lesen Christine Werner, Amir P. Peyman, Gerhard Ruiss, el awadalla und andere warum? der park ist besetzt, weil es den einen um mehr mitbestimmung, den anderen um mehr park oder auch um ein besseres verkehrskonzept geht - doch es soll eine tiefgarage gebaut werden, der spielplatz wurde schon geschleift. trotz seltsamer koalitionen (z.b. die öpv-bezirksvosteherin aus dem 1. bezirk, die ihre parks in der nacht zusperren will, weil sie dort unzulässiges vergnügen ortet; z. b. altgrüne, die seit hainburg nicht mehr gesehen wurden) unter den besetzerInnen, ist der park vorallem das anliegen der anrainerInnen und einer der wenigen parks mit spielplatz im 5. bezirk. -- widerstandslesung jeden donnerstag 17 bis 19 uhr 1010 wien, ballhausplatz 1a. http://www.awadalla.at/ ================================================== 02 24.-26.3.: CULTURAL DIVERSITY AND THE URBAN AREA Initiative Minderheiten Newsletter ================================================== Die Initiative Minderheiten leitet folgende Einladung weiter: * CULTURAL DIVERSITY AND THE URBAN AREA: EXPLORATIONS IN URBAN ETHNOMUSICOLOGY MARCH 24-26, 2006 INTERNATIONAL SYMPOSIUM UNESCO WORKING - GROUP VIENNA UNIVERSITY FOR MUSIK AND PERFORMING ARTS VIENNA * *PROGRAMM* *Friday, 24.3.2006* /Fanny Hensel-Mendelssohn-Saal/ *9:30 Opening* *Manfried Welan,* President of the UNESCO Working-Group Vienna *Irmgard Bontinck,* Vice-Dean of the University of Music and Performing Arts Vienna *Gerlinde Haid*, Head of the Institute for Folk Music Research and Ethnomusicology *Ursula Hemetek*, Symposium Chair *10:00* Adelaida Reyes: * Urban Ethnomusicology Revisited. An Assessment of Its Role in the Development of Its Parent Discipline* / Discussion/ Chair: Ursula Hemetek 11:00 Coffee break *11:30 Panel* Lars Koch, Sebstian Klotz, Philip Bohlman: *Tales of Three Cities: Berlin, Chicago, Kolkata at the Metropolitan Musical* *Crossroads* / Discussion/ 13:00 Lunch break *15:00* Salwa El-Shawan Castelo-Branco: * Folklore, Modernity and the Urban Area in Twentieth Century Portugal* / Discussion/ Chair: Dietrich Schüller *15:45* Christiane Fennesz-Juhasz: * Musical Worlds in the City of Vienna. A source-critical overview of documents* * in the Phonogrammarchiv* / Discussion/ Chair: Dietrich Schüller 16:30 Coffee break *17:00* Gerda Lechleitner: * The community of Bukharian Jews in Vienna. A preliminary report* / Discussion/ Chair: Philip Bohlman *18:00 Final Discussion * Chair: Adelaida Reyes *Saturday, 25.3.2006* /Fanny Hensel-Mendelssohn-Saal/ *9:30 Panel* Ursula Hemetek, Sofija Bajrektarevic', Hande Sag(lam: * Musical practice of immigrants from former Yugoslavia and Turkey in Vienna* / Discussion/ 11:00 Coffee break *11:30* Barbara Kostner, Paolo Vinati: * Italian Music in Vienna* / Discussion/ Chair: Gerlinde Haid 12:15 Lunch break *14:00* Emil H. Lubej, Regine Allgayer-Kaufmann: * Urbanization goes Global. From early broadcast to webradio. * * The Emap.FM example* / Discussion/ Chair: Oskár Elschek *14:45 Panel* Research group African Music: * African Music in Vienna - Seen through the eyes of various African artists* / Discussion/ Chair: August Schmidhofer 16:15 Coffee break *16:45 Panel* Regine Allgayer-Kaufmann, Christoph Reuter, Silke Aichberger: * The Online Content Management System for Vienna Music Institutions. * * What do we get out of it?* / Discussion/ *Saturday, 25.3.2006* *20.00 Concert and Reception* /Joseph Haydn-Saal/ *Unexpected Viennese Musical Worlds * * Wiener musikalische Welten der anderen Art* Akasyalar Azra and her Group Mansur Bildik Davul-Zurna-Ensemble Ensemble Fijaker Nata¨a Mirkovic' & Matthias Loibner ¦evko Pekmezovic' free entrance *Sunday 26.3.2006* /Fanny Hensel-Mendelssohn-Saal/ *11:00 Closing Plenary* * Ethnomusicological Contributions to the Diversity Management in the Urban* * Area: Concepts and Applications * * Musikalisches Diversitäts-Management im urbanen Raum: * * Was kann die Ethnomusikologie beitragen? Konzepte und Anwendungen.* Chair: Ursula Hemetek *12:30 Closing Reception* Aichberger Silke Universität Wien Allgayer-Kaufmann Regine, o. Univ. Prof. Dr. Universität Wien Bajrektarevic' Sofija, Mag. Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Bohlman Philip, o. Univ. Prof. Dr. University of Chicago Elschek Oskár, o. Univ. Prof. Dr. Slovenská Akadémia Vied, Bratislava El-Shawan Castelo-Branco Salwa, o. Univ. Prof. Dr. Universidade Nova de Lisboa Fennesz-Juhasz Christiane, Dr. Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Haid Gerlinde, o. Univ. Prof. Dr. Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Hemetek Ursula, ao. Univ. Prof. Dr. Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Klotz Sebastian, Univ. Prof. Dr. Universität Leipzig Koch Lars, Privatdozent Dr. Berliner Phonogramm-Archiv Kostner Barbara, Dr. Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Lechleitner Gerda, Dr. Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Lubej Emil H., Ass. Prof. Dr. Universität Wien Research Group African Music Universität Wien Reuter Christoph, Privatdozent Dr. Universität Köln Reyes Adelaida, Emer. Univ. Prof. Dr. New Jersey City University, New York Sag(lam Hande, Mag. Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Schmidhofer August, Ass. Prof. Dr. Universität Wien Schüller Dietrich, Hofrat Dr. Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vinati Paolo, Dr. Universität für Musik und darstellende Kunst Wien For most of its history, ethnomusicology neglected the urban area as field of research. Not until the early 1970s did this situation begin to change with the discovery of popular music as an urban phenomenon that also called attention to its socio- cultural context. The urban area has been and is a multicultural area because contemporary urban centres inevitably attract migration. This also found its expression in ethnomusicological studies. As Bruno Nettl observed in his article "New Directions in Ethnomusicology" on ethnomusicological research in the urban area (1992): "In carrying out these studies, ethnomusicologists have been made particularly aware of the importance of music as a cultural emblem, as something that is used by a population group to express its uniqueness to other groups, bringing about cohesion but also serving as a medium of intercultural communication." In the proposed symposium we aim to explore methodological and theoretical issues and to present studies of different urban settings of comparative purposes. Vienna and current research projects on the musical diversity in the capital of Austria will be one focus. Studies from other parts of the world - Lisbon, Berlin, New York, Chicago, Calcutta - will foster a global perspective. Ethnomusicologists from Europe and the USA have been invited to participate by giving presentations and joining the panel discussions. One final Roundtable will explore ethnomusicological contributions to the management of urban musical diversity. A concert will present some of Vienna's minority music activities. *Organizer and Venue: * Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Anton-von-Webern-Platz 1 A-1030 Vienna www.mdw.ac.at/ive Symposium Chair: Ursula Hemetek *Information and Registration: * Krammer at mdw.ac.at Tel: (+43 1) 711 55 - 4201 No registration fee ================================================== 03 28.3.: Diskussion "EU und Türkei" "Transdanubien gegen Schwarzblau" ================================================== Liebe TransdanubierInnen und SymphatisantInnen! Unsere nächste Diskussionsveranstaltung findet statt am Dritten Dienstag im März !!!ausnahmsweise!!! erst am 28.3.2006 statt. Thema der Veranstaltung: "Türkei in die EU?" mit: * Nurten Yilmaz (SPÖ) * Melina Klaus (Sprecherin der KPÖ) * eineR VertreterIn der Grünen Während gerade die FPÖ das Thema "Türkei" in Ihrem Volksbegehren populistisch für Ihre Werbezwecke auszuschlachten versucht hat, wollen wir das Thema aus einer nüchtern-sachlichen Perspektive betrachten. Wir wollen, gemeinsam mit unseren ReferentInnen unter anderem folgenden Fragen nachgehen: gehört die Türkei in die EU? Was spricht dafür, was dagegen? Menschenrechtslage in der Türkei? etc. Die Diskussion findet wie immer im Asia Restaurant "Sun", Donaufelderstrasse 229 1220 Wien Diskussions- - Beginn ist wie immer um ca. 19:30. Stefan für Transdanubien gegen Schwarzblau ================================================== 04 4.4.: offene AUF-Redaktionssitzung AUF Eine Frauenzeitschrift ================================================== Liebe Frauen! Wir wünschen euch einen wunderschönen Frühlingsbeginn und laden Euch herzlichst zur nächsten offenen Redaktionssitzung ein! Wieder wollen wir - wie es sich bei den letzten Ausgaben schon sehr bewährt hat - in diesem Rahmen die Konzeption für den kommenden Schwerpunkt gemeinsam erarbeiten. Das nächste Thema hat den Arbeitstitel "Frauen - Stadt - Raum. Wir wünschen uns, dass Ihr zahlreich kommen möget! Der Termin ist am Dienstag, 4.April 2006 um 18:30 Uhr in der AUF (Kleeblattgasse 7, 1010) Liebe Grüße, die Redaktion - AUF eine frauenzeitschrift AUF info AUF edition AUF kultur Kleeblattgasse 7, A-1010 WIEN T. +43 1 533 91 64, F. +43 (720) 55 41 61 auf at auf-einefrauenzeitschrift.at, www.auf-einefrauenzeitschrift.at ================================================== 05 ASt - Veranstaltungen im April ASt-LFI ================================================== Veranstaltungen des ArbeiterInnenstandpunkt Freitag, 1. April 2006, 19.00, Amerlinghaus Chavez, Morales, Lula, Castro, Kirchner, FARC, Zapatistas, linker Wahlsieg in Uruguay, etc. Lateinamerika auf den Weg in den Sozialismus? Offenes Treffen des ArbeiterInnenstandpunkt Ort: Amerlinghaus, Stiftg. 8, 1070 Wien (U3 Neubaugasse) Freitag, 14. April 2006, 19.00, Amerlinghaus 90 Jahre irische Unabhängigkeitserklärung: Was blieb vom Kampf um die Freiheit? Offenes Treffen des ArbeiterInnenstandpunkt Ort: Amerlinghaus, Stiftg. 8, 1070 Wien (U3 Neubaugasse) ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 06 Künstlersozialversicherung: Gesetzesnovelle jetzt! Kulturrat Österreich ================================================== PRESSEMITTEILUNG Kulturrat Österreich ünstlersozialversicherung: Gesetzesnovelle jetzt! Eindrucksvolle Unterstützung unter Kunst- und Kulturschaffenden http://kulturrat.at/agenda/sozialerechte/20060320 Der Kulturrat Österreich ruft in einem offenen Brief Bundeskanzler Schüssel und Kunststaatssekretär Franz Morak dazu auf, die fatalen Konsequenzen des Künstlersozialversicherungs- fondsgesetzes endlich zum Anlass für eine Gesetzesnovelle zu nehmen. Konkret zielt die Forderung auf einen sofortigen Stopp aller Forderungen zur Rückzahlung von Pensionsversicherungs- zuschüssen ab. Außerdem muss die Mindesteinkommensgrenze als Voraussetzung für einen Zuschuss beseitigt werden. Die Kampagne findet von Beginn an eine eindrucksvolle Unterstützung unter den Kunst- und Kulturschaffenden. Neben Elfriede Jelinek, Helmut Berger, Electric Indigo, Josef Hader, Marlene Streeruwitz, Miki Malör, Christian Ludwig Attersee, Valie Export, Lisl Ponger, Virgil Widrich, Niki List und Barbara Albert bekunden schon jetzt viele hunderte Unterschriften ihre Solidarität mit jenen 600 KünstlerInnen, die von Rückzahlungsforderungen betroffen sind. Damit soll auch ein Bewusstsein geschaffen werden, dass die aktuelle Gesetzeslage für viele im Falle von Krankheit oder Kinderbetreuungspflichten eine reale Existenzbedrohung bedeutet. Wer bei Einschränkung der Erwerbsarbeit nicht trotzdem ausreichend Gewinne erwirtschaftet, läuft Gefahr, den Zuschuss zu verlieren. Diese Konsequenzen drohen auch allen KünstlerInnen, die von einkommensteuerbefreiten Stipendien oder Preisen leben. Der Kulturrat Österreich sieht in dem Vorgehen gegen KünstlerInnen mit ohnehin geringem Einkommen eine Missachtung des eigentlichen Zwecks des Fonds. Aus diesem Grunde ist neben der sofortigen Suspendierung der Rückzahlungsforderungen insbesondere eine Novellierung des KSVF-Gesetzes unumgänglich. Künstlerischer Arbeit darf nicht die Existenzgrundlage entzogen werden! Unterstützungsmöglichkeiten http://kulturrat.at/agenda/sozialerechte/aufruf2006 Rückfragen Daniela Koweindl Tel: +43 (1) 524 09 09 Kontakt Kulturrat Österreich Gumpendorfer Str. 63b A-1060 Wien mailto:contact at kulturrat.at http://kulturrat.at/ Erklärung gemäß § 107 TKG Angesichts einer zunehmend erdrückenden Medienkonzentration leistet der nicht-kommerzielle Versand von kulturpolitischen Informationen einen wichtigen Beitrag zur Herstellung diskursiver Öffentlichkeiten. Die neuen Bestimmungen des Telekommunikations- gesetzes (TKG § 107) bedeuten eine diesbezügliche Einschränkung, denn seit 1. März 2006 dürfen e -Mail-Zusendungen ausschließlich mit dem Einverständnis der EmpfängerInnen zugesendet werden. Sollten Sie keine weiteren Informationen des Kulturrat Österreich beziehen wollen, so ersuchen wir Sie um eine kurze Verständigung. ================================================== 07 GLB/Überstunden/Arbeitszeitverkürzung/Arbeitsmarkt "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================== Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110 Wien - Telefon +43 1 718 26 23-0 - Fax +43 1 718 26 23-30 - Mail glb at aon.at - Web www.glb.at - Ausgabe vom 20. März 2006 Abbau von Überstunden und Arbeitszeitverkürzung sind notwendig Österreich gehört zur EU-Spitze bei realen Wochenarbeitszeiten Die Dringlichkeit einer Arbeitszeitverkürzung wird im Zusammenhang mit der wachsenden Überstundenleistung deutlich, stellt die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) fest: "Leider hat die ÖGB-Führung die Forderung nach einer Arbeitszeitverkürzung zunehmend vergessen und einer wachsenden Bereitschaft sich auf fragwürdige Flexibilisierungen einzulassen geopfert", kritisiert GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger. Trotz seit 1987 regelmäßiger Beschlüsse der ÖGB-Kongresse für eine 35-Stundenwoche ist die Arbeitszeitverkürzung zu einem Tabu- Thema in den Gewerkschaften geworden. Laut einer Arbeiterkammer-Statistik (Stand 3. Quartal 2005) leisten 748.500 ÖsterreicherInnen durchschnittlich 9,4 Überstunden pro Woche. Die Summe von 7,04 Millionen Überstunden wöchentlich entspricht umgerechnet auf eine 40-Stundenwoche einem Arbeitskräftepotential von 175.900 zusätzlichen Arbeitsplätzen. Laut dieser Statistik erfolgt nur bei 57,2 Prozent der geleisteten Überstunden eine volle Abgeltung, für 18,7 Prozent gibt es Zeitausgleich, 5,8 Prozent erhalten nur eine teilweise, 18,3 Prozent hingegen keine Abgeltung. Bezeichnend ist auch, dass Überstundenleistung eine Männer-Domäne ist: 508.600 Männer, aber nur 239.900 Frauen leisten regelmäßig Überstunden. Diese Überstundenleistung ist vor allem auch vor dem Hintergrund zu sehen, dass Österreich laut Eurostat (Stand Frühjahr 2005) mit 44,1 Wochenstunden nach Griechenland (44,3) die zweitlängste reale Wochenarbeitszeit aufweist: "Aus dem Volumen geleisteter Überstunden lässt sich unschwer ausrechnen, welche Effekte eine allgemeine Arbeitszeitverkürzung zur Bekämpfung der bereits auf fast 400.000 gewachsenen Zahl von Arbeitslosen hätte", so Antlanger. Nach Meinung des GLB ist daher die Reduzierung der Überstunden im Zusammenhang mit einer allgemeinen Arbeitszeitverkürzung eine Schlüsselfrage. Durch beide Maßnahmen kann Druck auf die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze entstehen um der wachsenden Arbeitslosigkeit gegenzusteuern. Hingegen ist die Behauptung durch eine weitere Flexibilisierung und Abschaffung der Überstundenzuschläge würden Arbeitsplätze geschaffen nur Lug und Trug und hält keiner seriösen Prüfung stand. Der ÖGB und vor allem die ArbeiterInnen und Angestellten sind schlecht beraten, wenn sie weiterhin der Erpressung der Unternehmer mit verstärkter Flexibilisierung nachgeben. ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 08 Kongo braucht mehr politische Initiativen! "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================== GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEERKLÄRUNG Göttingen, den 20.03.2006 Kongo: Massive Menschenrechtsverletzungen durch Soldaten Kongo braucht mehr politische Initiativen der EU zur Stabilisierung des Landes! Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat am Montag mehr politische Initiativen der Europäischen Union (EU) zur Stabilisierung des Kongo angemahnt. "Wenn Frieden und Stabilität im Kongo langfristig gesichert werden sollen, muss die von der EU geförderte Reform der regulären kongolesischen Armee konsequent vorangetrieben werden", erklärte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Montag. "Dabei muss den Menschenrechten viel mehr Bedeutung geschenkt werden. So lange sie für viele kongolesische Soldaten Fremdworte sind, wird sich bei der Zivilbevölkerung das Gefühl von Sicherheit und rechtsstaatlicher Ordnung nicht einstellen." Mit ständigen Übergriffen verspiele die Armee ihre Glaubwürdigkeit bei der Zivilbevölkerung, warnte Delius. Auch im Februar 2006 hätten kongolesische Soldaten erneut zahlreiche Zivilisten entführt, willkürlich verhaftet, vergewaltigt, gefoltert, erschossen und Dörfer geplündert. Mehr als 70 Mädchen und Frauen im Alter zwischen 12 und 70 Jahren seien im vergangenen Monat von regulären Soldaten in der im Osten des Landes gelegenen Region Ituri vergewaltigt worden. Regelmäßig berichteten Verhaftete über grausame und unmenschliche Behandlung durch Soldaten. Willkürlich festgenommene Zivilisten seien tagelang in Erdlöchern festgehalten und systematisch geschlagen worden. Dank der EU-Beratungsmission zur Unterstützung der Armeereform im Kongo (EUSEC) wisse man nun zumindest, dass die reguläre Armee nicht wie offiziell in Kinshasa behauptet 340.000 Soldaten, sondern nur 100.000 Mann zähle. Zahlreiche Generäle hätten eine Geisterarmee geschaffen, um den Sold fiktiver Soldaten einzustreichen. Bis Ende März 2006 muss die EU über die Fortführung ihrer seit Mai 2005 arbeitenden Beratungsmission EUSEC entscheiden. Für Nachfragen ist Ulrich Delius auch erreichbar unter Tel. 0160 95 67 14 03. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 09 Pressemitteilung iz3w 292 - Linke in Lateinamerika "Oeffentlichkeitsarbeit iz3w-freiburg" ================================================== Wir möchten Sie auf das Erscheinen der aktuellen Ausgabe Nr. 292 der nord-süd-politischen Zeitschrift iz3w aufmerksam machen. Die Zeitschrift kann für Euro 4.- plus Porto beim Informationszentrum 3. Welt (iz3w) bezogen werden. iz3w Nr. 292 (April/Mai 2006) Themenschwerpunkt: Einfach unwiderstehlich - Linke in Lateinamerika Politische BeobachterInnen gleich welcher Couleur sind sich einig: Seit einigen Jahren geht ein Linksruck durch Lateinamerika. Nach dem Fall der Militärdiktaturen und der Welle der Re-Demokratisierung in den 1990er Jahren sei das "der aktuelle Großtrend in Lateinamerika" (Tagesspiegel). Inzwischen gelten zwei Drittel der lateinamerikanischen Länder als mehr oder minder links regiert. Und es werden immer mehr. Manche Kommentatoren haben gar ein neues Zeitalter ausgerufen: Den "Post-Neoliberalismus". Doch was geht tatsächlich vor in Venezuela, Argentinien, Bolivien & Co? Handelt es sich bei der Regierungsübernahme durch linke Regierungen um eine echte Alternative zum Neoliberalismus? Oder ergeht es der Regierungslinken in Lateinamerika nicht anders als anderswo, wo sie als linker Tiger gesprungen und als realpolitisierter Bettvorleger gelandet sind? Themen im Schwerpunkt: Von oben und von unten - Ein Überblick über Linke in Lateinamerika + Kontroverse: Chávez in Venezuela + Abwahl der Machos - Frauenpolitik in Chile und Venezuela + Mein Freund, der Präsident - In Argentinien kooperiert eine angepasste Linke mit der Regierung + Eine Linke erfindet sich neu - Die Regierung in Uruguay + Pauke und Trompete - Ein ungleiches Paar in Bolivien + Keine Macht für niemand - Die Zapatistas unterlaufen viele Erwartungen Weitere Themen im Heft: Politik und Ökonomie: Kontroverse: Wird sich die Hamas mäßigen? + Uganda: Demokratie mit dem Panzer + Liberia: Die erste Präsidentin Afrikas + Syrien: Interview mit dem syrisch-kurdischen Oppositionspolitiker Kheredin Murad + Vergangenheitspolitik: Die Franko-Diktatur in Spanien wird weitgehend verdrängt Kultur und Debatte: Film: Generationen und Revolutionen auf dem Kinderfilmfest der Berlinale + Debatte um städtische soziale Bewegungen + Aufstieg und Fall der Whiteness Studies in den USA Weitere Informationen zum aktuellen Heft finden Sie unter: www.iz3w.org/iz3w/index.htm iz3w - Verlag und Redaktion Tel: 0049-(0)761-74003 Fax: -709866 Postfach 5328 E-mail: info at iz3w.org D-79020 Freiburg Internet: www.iz3w.org Rosaly Magg Redaktion + Öffentlichkeitsarbeit informationszentrum 3. welt - iz3w Postfach 5328 D-79020 Freiburg Tel. 0761-74003 Fax. 0761-709866 Mail: oeff at iz3w.org Internet: www.iz3w.org ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2103.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2203.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2303.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: Ein Beitrag mit veralteten Terminen Ein Beitrag mit IL/Pal-Bezug Ein Beitrag, der nur aus einem Attachment besteht Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 20:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Wed Mar 22 17:12:52 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Wed, 22 Mar 2006 11:12:52 -0500 Subject: =?ISO-8859-15?Q?widerst=40nd_mund=3A_Mittwoch=2C_22=2E_M=E4rz_2006?= Message-ID: <1752342539.20060322111252@nessizius.com> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund Mittwoch, 22. März 2006 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 1 U-Berg: ZeugInnen gesucht!] Von: r. rattzom ================================================ 2 Keine Trauerfeier für Milosevic im "Haus der Demokratie"! Von: GFBV Hans Bogenreiter ================================================ 3 Kuenstlersozialversicherung/Protest, Von: akin ================================================ 4 Initiativen: "Weg der Erinnerung" durch die Leopoldstadt Von: akin ================================================ ================================================ ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE ================================================ ================================================ 5 Vortrag morgen, 22. 3. 19 Uhr Von: Initiative Minderheiten Newsletter ================================================ 6 "Blaugelbes Wunschkonzert" - zum Bundesstrassengesetz Von: akin ================================================ 7 kanalB.at video: kapital und arbeit Von: webmaster at kanalB.org ================================================ 8 Kampf der Kulturen? Von: ================================================ 9 Termine/Initiativen: RaF lebt! Von: akin ================================================ 10 Alternativengipfel: Einladung zur Pressekonferenz Von: Hermann Klosius ================================================ 11 Konzert: Wiener musikalische Welten der anderen Art Von: Initiative Minderheiten Newsletter ================================================ 11 Kunst und Kultur: Streetart-Kongress, Werbefreier Tag Von: akin ================================================ 12 Jean Ziegler in Wien Von: Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering ================================================ ================================================ INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ================================================ ================================================ 13 Paris: Aktivist im Koma Von: akin ================================================ 14 Kirkuk, quo vadis? Von: akin ================================================ 15 Geschichte/USA/Deutschland: Big Brother zeigt sich nackt Von: akin ================================================ 16 Brief des ZK der Irakischen Kommunistischen Partei an Schwesterparteien in Europa Von: BASI AMIN ================================================ 17 Heiligendamm Von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 1 U-Berg: ZeugInnen gesucht!] Von: r. rattzom ================================================ Subject: U-Berg: ZeugInnen gesucht! Von: rechtshilfe at u-berg.at U-Berg: ZeugInnen gesucht! Nach dem ersten juristischen Erfolg im Dezember des Vorjahres – der UVS erklärte die Verhängung der Schubhaft gegen E., der im Zuge der Proteste gen das Ulrichsbergtreffen verurteilt worden war, für rechtswidrig – sieht der AK gegen den Kärntner Konsens der neuen Hauptverhandlung optimistisch entgegen. Für die Verhandlung sucht der AK noch ZeugInnen, die aussagen können, was E. auf der Demonstration tatsächlich genau gemacht (oder nicht gemacht) hat bzw. ZeugInnen, die das Eingreifen der PolizeibeamtInnen und die Festnahme beobachtet haben. Bitte meldet euch unter rechtshilfe at u-berg.at! Zum Hintergrund: In der Berufungsinstanz wurde vom Oberlandesgericht Graz das skandalöse Urteil (9 Monate bedingt auf 3 Jahre) aus dem Schnellverfahren im September wegen diverser Unklarheiten in der Beweiswürdigung zur Gänze aufgehoben. Praktisch heißt das soviel wie: Zurück an den Start - eine neue Hauptverhandlung am Landesgericht Klagenfurt/Celovec kommt auf E. zu. Darüber hinaus bitten wir euch immer noch dringend um Spenden für die Verfahrenskosten, leider haben die juristischen Siege keine positiven finanziellen Folgen für E... Konto-Nr.: 285-353-950-00, lautend auf VK Rechtshilfe (GaJ) Erste Bank, BLZ 20111 IBAN: AT422011128535395000 / BIC: GIBAATWW rechtshilfe at u-berg.at www.u-berg.at ================================================ 2 Keine Trauerfeier für Milosevic im "Haus der Demokratie"! Von: GFBV Hans Bogenreiter ================================================ PRESSEMITTEILUNG Göttingen/Berlin, den 21. März 2006 Das so genannte Internationale Komitee für die Verteidigung von Slobodan Milosevic will am kommenden Samstag, den 25. März 2006, um 18.30 Uhr in im Hause der Demokratie in Berlin, Greifswalder Straße 4, eine Trauerfeier zum Gedenken an den "heldenhaften Verteidiger Jugoslawiens und des Völkerrechts, einen Internationalisten, Antiimperialisten und Sozialisten" veranstalten. Dies wurde in der Tageszeitung Junge Welt vom 18./19.März 2006 (Nr.66) auf Seite 8 mit einer Anzeige angekündigt. Dazu erklärt der Generalsekretär der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), Tilman Zülch: Keine Trauerfeier für Milosevic! Im "Haus der Demokratie" darf kein Platz sein für die Rechtfertigung von Völkermord und Kriegsverbrechen Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) appelliert an die im "Haus der Demokratie" ansässigen Vereine, Organisationen und Arbeitsgruppen, nicht zuzulassen, dass von ihrem Haus Propaganda für die Rechtfertigung von Völkermord, Vertreibung und Massenvergewaltigung ausgeht. Auch nach seinem Tod sollte der für diese Verbrechen verantwortliche Slobodan Milosevic keine Heimat im Geiste erhalten, schon gar nicht in einem Haus, das die Verteidigung der Demokratie und Menschenrechte auf seine Fahnen geschrieben hat. Der verstorbene serbische Diktator Slobodan Milosevic hat vier Angriffskriege geführt: gegen Slowenien, Kroatien, Bosnien- Herzegowina und Kosovo. Er ist verantwortlich für Verbrechen gegen die Menschlichkeit und somit für den Mord an Tausenden Zivilisten in Ostslawonien und Kosovo sowie für den Völkermord an den bosnischen Muslimen. Deswegen musste er sich auch vor dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag verantworten. Bisher wurden in Bosnien-Herzegowina 324 Massengräber entdeckt. Dort wurden mindestens 16 Vergewaltigungslager, 60 Konzentrations- und Internierungslager betrieben. Der Internationale Gerichtshof in Haag hat Ende Februar 2006 die Klage der Republik Bosnien-Herzegowina gegen Serbien wegen Angriffskrieg und Genozid angenommen. Vor dem Gerichtsgebäude erinnerten Hunderte von Überlebenden - die meisten von ihnen Frauen aus Srebrenica - an das Schicksal der mindestens 8106 ermordeten Männer und Knaben aus der ehemaligen UN-Schutzzone. Tilman Zülch ist für Nachfragen auch erreichbar unter Tel. 0151 153 09 888. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ================================================ 3 Kuenstlersozialversicherung/Protest, Von: akin ================================================ > WWWebtips http://kulturrat.at/agenda/sozialerechte/aufruf2006 http://www.igbildendekunst.at/05prekaer.pdf Kein Geld zu haben war immer schon teuer. Normalerweise sorgen Kreditinstitute und Inkassobueros dafuer, in manchen Faellen tut es aber auch der Staat: 600 KuenstlerInnen sollen ihren Zuschuss zur Pensionsversicherung zurueckzahlen, weil sie zu wenig verdient haben. Diese Zuschuss wurde 2001 gewaehrt. Wer jetzt aber wider Erwarten die Mindesteinkommensgrenze nicht erreicht, muss Jahre spaeter mit Rueckzahlungsforderungen rechnen. Das erscheint widersinnig, dass ausgerechnet diejenigen, die zu wenig haben, auch noch bei den Zuschuessen geschroepft werden. Doch die Argumentation dahinter hat ihre ganz eigene Logik: KuenstlerInnen, die das festgelegte Mindesteinkommen nicht erreichen, arbeiteten ohnehin nicht professionell – sagt Franz Morak, seines Zeichens Staatssekretaer fuer Kunst, vormals Kuenstler. Wer so wenig verdiene, solle auch keinen Zuschuss zur Bezahlung der Sozialversicherungsbeitraege erhalten. Dies sei schliesslich auch ein "Ansporn". Irgendwo waere diese Argumentation, wenn auch in ihrer Praxis unsozial, so doch verstaendlich, koennte doch ein jeder, der so nebenbei ein bisserl Kuenstler ist, so einen Zuschuss ergattern. Nur: Auch wer von einem Stipendium oder Preis lebt, laeuft Gefahr, den Zuschuss zu verlieren. Denn diese sind in der Regel steuerbefreit und scheinen daher nicht in der Einkommenssteuererklaerung auf -- und nur die zaehlt. Womit klar ist, was mit "professionell" gemeint ist: Die kommerzielle Verwertbarkeit der Kunst auf dem freien Markt. Wer da nicht erfolgreich ist, hat kein Recht auf einen staatlichen Zuschuss. Nur leider, dieses Kuenstlerpack findet diese Logik inakzeptabel und protestiert. Unter URL 1 kann man das ebenfalls tun. Mehr Infos zu dem Thema gibt es unter URL 2. * http://www.ramus.at/erkenntnis/ERKENNTNIS_E014.pdf Wer noch weniger gut auf den Staat zu sprechen ist wie obgenannte Kuenstler dem sei diese URL empfohlen -- da gehts um nichts weniger als die Fragestellung, warum man denn eigentlich ueberhaupt einen Staat brauche. Die Nr.14 der Zeitschrift "Erkenntnis" der anarchistischen Pierre Ramus-Gesellschaft ist dort abrufbar. Auf rund 100 Seiten (beim Download etwas mehr als ein Megabyte) geht es u.a. um folgende Themen: Revolution und Buergerkrieg in Spanien 1936-1939, Max Stirner, Wahlen und das zehnjaehrigen Bestehen der dada-website: http://www.dadaweb.de. Aber das ist ein anderer Webtip... Das Ramus-Symposion findet uebrigens heuer am 21. und 22.April statt. (siehe Termine) -br- ================================================ 4 Initiativen: "Weg der Erinnerung" durch die Leopoldstadt Von: akin ================================================ Initiativen: > "Weg der Erinnerung" durch die Leopoldstadt Die "Strasse der Erinnerung" auf dem Volkertplatz, unser erstes Projekt (s.a. akin 23/05), hat sehr viele Menschen bewegt. Eine Besonderheit dieser "Strasse" sind die in den Boden gesetzten Steine, die an einzelne juedische EinwohnerInnen erinnern. Das Projekt wurde von grosser Zustimmung seitens der Bevoelkerung getragen und von Seiten vieler juedischer Menschen als Geschenk empfunden. Unser neues, umfassenderes Projekt, der "Weg der Erinnerung" wird einerseits zu vielen fuer das fruehere juedische Leben in der Leopoldstadt bedeutsamen Punkten fuehren und andererseits die Geschichte der Vertreibung und Ermordung der juedischen Bevoelkerung sichtbar machen. Er wird den Alltag des juedischen Lebens beruehren und er wird beispielhaft der vielen Menschen gedenken, die hier gelebt haben. Auf diese Weise wollen wir symbolisch den von hier vertriebenen und ermordeten juedischen EinwohnerInnen wieder einen Platz in ihrem Heimatbezirk geben; und den Angehoerigen die Chance, ihre Eltern, Grosseltern und Geschwister zu verewigen. Durch unsere Beispiele wollen wir die Erinnerung an das juedische Leben und an die von den Nazis zerstoerte Kultur in der Leopoldstadt wach halten. Jede der 30 Stationen wird folgende Elemente beinhalten: a) Erklaerungstafeln (20x20cm): Vor dem Haus Schmelzgasse 9 gibt es bereits 5 "Steine". Daneben soll eine Tafel mit einer Erklaerung gesetzt werden: "In diesem Haus befanden sich Sammelwohnungen, in die 143 Menschen gepfercht wurden, ehe sie deportiert wurden Nur 11 von ihnen haben ueberlebt." b) Steine der Erinnerung an ermordete juedische EinwohnerInnen: Jeder "Stein" ist 10X10cm, er werden immer Bloecke mit vier Steinen verlegt. Die Zahl der Bloecke wird den oertlichen Gegebenheiten der Stationen angepasst. Eine umfassende Recherche in aller Welt soll allen Angehoerigen die Moeglichkeit geben, fuer ihre ermordeten Verwandten, die in der Leopoldstadt gelebt haben, "Steine der Erinnerung" zu setzen. Eine aehnlich grosse Zahl von Steinen soll fuer die Menschen ohne Angehoerige gesetzt werden. c) Wegmarkierungen: als Erkennungszeichen Der "Weg der Erinnerung" soll in 3 Etappen innerhalb von 2 Jahren gestaltet werden. Die Eroeffnung der ersten Haelfte wird im November 2006 stattfinden. Sowohl der Bezirksvorsteher Gerhard Kubik als auch Kulturstadtrat Mailath–Pokorny stehen hinter unserem Projekt. Bei der Planung und Durchfuehrung dieses Projektes erfreuen wir uns der Unterstuetzung der Gebietsbetreuung Leopoldstadt Ein Teil der Finanzierung wird voraussichtlich vom Nationalfonds getragen. Den Grossteil der Kosten wollen wir durch Patenschaften, Bausteine und Spenden decken. Patenschaften koennen fuer die persoenlichen Steine uebernommen werden. Die Bausteine finanzieren die Erklaerungstafeln und Wegmarkierungen. Patenschaften fuer die "Steine der Erinnerung": 120 Euro. Bausteine fuer die Erklaerungstafeln und Wegmarkierungen: 18 Euro, 36 Euro oder 72 Euro. Sollten Sie Interesse an einer Patenschaft, einem Baustein oder Fragen zu dem Projekt haben, dann schreiben Sie mir unter: steinedererinnerung at gmx.at *Elisabeth Ben David-Hindler (Obfrau des Vereins "Steine der Erinnerung")* ================================================ ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE ================================================ ================================================ 5 Vortrag morgen, 22. 3. 19 Uhr Von: Initiative Minderheiten Newsletter ================================================ Im Rahmen der Ausstellung Verborgene Geschichte/n - remapping Mozart Konfiguration I: Wer alles zu verlieren hat, muss alles wagen! Mittwoch, 22. März 2006, 19 Uhr Bösendorfer Klavierfabrik, Habig- Foyer Graf-Starhemberg-Gasse 14 1040 Wien Zur Hybridität und darüber hinaus Filmpräsentation mit einer Einführung von Boris Buden (Berlin) Whose is this song?, Regie: Adela Peeva, 70 min, Bulgarien 2003 Wenn der Film von Adela Peeva eine Botschaft hat, dann ist diese einfach und klar: Kulturelle Identität ist ein Missverständnis wenn nicht sogar ein Betrug. Whose is this song erzählt von einem Volkslied, das jede balkanische Nation für sich beansprucht und zwar als ein seit Jahrhunderten tief verwurzeltes Element der eigenen kulturellen Identität. Das, was eine fortgeschrittene Theorie schon längst weiß, demonstriert Peeva auf glänzende Weise: unsere Identitäten sind hybrid und jeder Anspruch auf ihre Originalität bzw. Essenzialität ist lächerlich. Und trotzdem: unsere Nationalstaaten und Nationalkulturen bauen weiterhin auf dieser Illusion auf – mit der gleichen Selbstverständlichkeit mit der wir von einem bulgarischen Film bzw. von einer bulgarischen Filmemacherin reden. Der Widerspruch ist nicht dort draußen am Balkan, sondern hier in uns. Boris Buden Publizist. Promotion in Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität Berlin. Seit 1982 Veröffentlichungen in Zeitungen, Magazinen, Kulturzeitschriften im ehem. Jugoslawien, Europa, USA. Zahlreiche Publikationen, zuletzt: Der Schacht von Babel, Berlin 2004. VERBORGENE GESCHICHTE/N - REMAPPING MOZARTKonfiguration I: Wer alles zu verlieren hat, muss alles wagen!Eine Ausstellung zu Repräsentation, Öffentlichkeit und Bühnekuratiert von Araba Evelyn Johnston-Arthur und Luisa Ziaja*Bösendorfer Klavierfabrik, Habig Foyer*Graf-Starhemberg-Gasse 14, 1040 Wien*(U1 Taubstummengasse)Dauer 10. März – 18. April 2006Öffnungszeiten Di 11-17 Uhr, Mi-So, 13-19 Uhr15. bis 17. April geschlossenwww.remappingmozart.mur.atVERBORGENE GESCHICHTE/N - REMAPPING MOZARTEin Ausstellungsprojekt in vier KonfigurationenKuratorInnenteam:Ljubomir Bratic, Araba Evelyn Johnston-Arthur, Lisl Ponger, NoraSternfeld, Luisa ZiajaEin Projekt von WIENER MOZARTJAHR 2006 ================================================ 6 Termin/Initiativen: "Blaugelbes Wunschkonzert" - zum Bundesstrassengesetz Von: akin ================================================ Aktionsaufruf: > "Blaugelbes Wunschkonzert" WANN: Donnerstag 23.3.2006 ab 10:30 (Ende ist noch offen, derzeit geschaetzte Dauer ca 1-1,5 Stunden). WO: vor dem Parlament in Wien WAS: An diesem Tag wird die Novelle zum Bundesstrassengesetz im Verkehrsausschuss des Nationalrates behandelt (ab 14:00). Es sollen 5 Strassenprojekte neu aufgenommen werden, davon 3 in Niederoesterreich (Marchfeldschnellstrasse S8, Weinviertelschnellstrasse S3, Traisentalschnellstrasse S34), 1 in Wien (A24) und 1 in Kaernten/Steiermark S37). Ein besonderer Schwerpunkt der Aktion liegt auf den niederoesterreichischen Projekten, weil hier die politischen Begleiterscheinungen besonders fragwuerdig waren - daher wird im Namen der Aktion auf Niederoesterreich Bezug genommen.. WER? Adressaten des Aufrufs sind Umweltorganisation(en) BuergerInneninitiativen und Einzelpersonen, - alle, denen es moeglich ist, sich trotz der fuer Berufstaetige widrigen Umstaende - Termin unter der Woche an einem Werktag - zur Aktion einzufinden. Initiator ist die Umweltorganisation VIRUS. Unterstuetzt wird die Aktion von Abordnungen der Buergerintitiative Marchfeld (BIM) sowie weiteren Verkehrsinitiativen, die sich mit diesen neuen, oder schon altbekannten Problemfaellen der Verkehrspolitik auseinandersetzen, wie die BI "Rettet die Lobau", weitere BIs bzw. Umweltorganisationen sollen im Idealfall dazustossen. WORUM GEHTS GENAUER 1)Probleme einer verfehlten Verkehrsinfrastrukturpolitik (Ring um Wien), die auf Umweltaspekte wie Laerm, Emissionen, Klima, Energieverbrauch keine Ruecksicht nimmt. Fehlende Evaluation des Generalverkehrsplans (GVP) in Form einer Umweltpruefung durch eine verkehrswissenschaftlichen Untersuchung. 2) Zum ueberladenen und nicht ausfinanzierten GVP kommen jetzt noch 5 neue Projekte, teilweise in Feinstaubsanierungsgebieten. Das Problem, das die Politik gesetzwidrig ignoriert, wird so noch verschaerft durch Ansiedlung von emittierenden Betrieben. Die neue Strategische Pruefung Verkehr, Voraussetzung fuer Neuaufnahme von Bundesstrassen, wurde zum Buergerpflanz: die Umweltberichte der Initiatoren waren vor allem bei den niederoesterreichischen Projekten aeusserst mangelhaft und wurden in zahlreichen Stellungnahmen (auch des Umweltministeriums) kritisiert. Das Verkehrsministerium ist in keiner Zeile seines Berichts auf irgendeinen Punkt dieser Stellungnahmen inhaltlich eingegangen. 3) Besonders im Fokus von VIRUS und BIM steht die Marchfeldautobahn S8, die unter anderem die hochrangig geschuetzten oesterreichischen und slowakischen Marchauen beeintraechtigen wuerde. Eine bilaterale Abstimmung sowie Pruefung der Genehmigungsfaehigkeit und der Auswirkungen auf das restliche hochrangige Strassennetz (Konkurrenz zur A6) hat nie stattgefunden. Aber auch die anderen Projekte haben im verkehrspolitischen Ueberblick und im Detail ihre Angriffsflaechen und Tuecken. (Aussendung VIRUS/bearb.) Kontakt: virus.umweltbureau at wuk.at ================================================ 7 kanalB.at video: kapital und arbeit Von: webmaster at kanalB.org ================================================ titel des videoclips: kapital und arbeit --: - beschreibung: menschen, die geld haben das sie investieren können, investieren es da, wo die höchste rendite anfällt. deshalb befinden sich alle unternehmen in einem wettlauf um die besten renditen zu erzielen. im rahmen dieses wettlaufs wird rationalisiert: löhne werden gesenkt, die arbeit wird verdichtet, menschen werden entlassen etc. jene, die die renditen einstreichen, kommen so zu immer mehr geld, während alle anderen, auch die öffentlichen hände, immer weniger zur verfügung haben. ---: - kategorie: animation ----: - clipinfo: http://austria.kanalb.org/clip.php?clipId=1221 -----: - video: http://austria.kanalb.org/video.php?clipId=1221&Viam=Clip ------: - download: http://austria.kanalb.org/download.php?clipId=1221 --------------: - laenge: 3 min team: Björn/Pierre Maite/Bärbel Schönafinger/Tanja v. Dahlern/Britta Schneider erstellt: 2005-11-18 format: rm datenmenge: 11 MB -------: - ausgabe nr_27 details: http://austria.kanalb.org/edition.php?&clipId=75 --------: - VHS / Video-CD / DVD ausgabe nr_27 bestellen: http://kanalb.org/shop/product_info.php?products_id=76&language=de ----------------: - video-player: http://austria.kanalb.org/realplayer.php -----------------: - kanalB ersetzt herkoemmliches fernsehen: http://austria.kanalb.org ================================================ 8 Kampf der Kulturen? Von: ================================================ GegenStandpunkt & Diskussion Kampf der Kulturen? Feindbild Islam: Der Westen rüstet seine Bürger ideologisch auf. Die Marktwirtschaft-Fundis bereiten den nächsten Krieg vor. Am 27.3.2006 um 19:30 Uhr im Neuen Institutsgebäude (NIG) HS 2, Universitätsstraße 7, 1010 Wien * Islamische Massen sind empört über eine ­ so sehen sie es ­ Beleidigung ihres Propheten. Sie demonstrieren vor ausländischen Botschaften und greifen sie an. Mit ihren wütenden Protesten entlarven sie sich vor den Augen des aufgeklärten abendländischen Journalismus als genau die unverständigen Feinde der Freiheit, als die der zum Demokratie-Export angetretene „Westen“ sie schon längst verdächtigt. Diese ganze Kultusgemeinde hat es offensichtlich noch nicht zu dem großen zivilisatorischen Fortschritt gebracht, ohne den heutzutage endgültig nirgends mehr Staat gemacht werden darf; sie disqualifiziert sich als Gegner von Werten, die die freie Welt schon längst für global und allgemein verbindlich erklärt hat; sie widersetzt sich dem freiheitlichen Konsens der modernen Völkerfamilie ­ und bestätigt damit genau den Korrekturbedarf, den die USA schon des längeren angemeldet haben und dem sie mit ihrer Demokratisierungs-Initiative kompromisslos und mit vorbildlicher Tatkraft nachkommen. * Frühere Beschwerden großer Teile der europäischen Öffentlichkeit über ein „einseitiges“, „hegemoniales“, gar „menschenrechtsverletzendes“ Vorgehen der USA sind jetzt erst einmal vergessen. Stattdessen herrscht ein selbstkritischer Ton: Man hat sich ­ zivilisiert und höflich, wie man hierzulande nun mal ist ­ lange Zeit einer zu großen Nachgiebigkeit gegenüber der „islamischen Welt“ befleißigt, zu sehr Rücksicht auf deren „religiöse Gefühle“ genommen. „Die“ haben sich davon überhaupt nicht bremsen lassen, sind vielmehr in voller Offensive gegen das zurückhaltende Abendland: „Die Islamisten wollen der Welt ihre Werte aufzwingen“. Das ist darum so gefährlich, weil „wir“ gegen einen solchen „Fanatismus“ überhaupt nicht gewappnet sind ­ aufgrund innerer Schwäche. Werte-vergessene Politiker richten sich mit ihren Überzeugungen nach dem großen Geld ­ „Die Islamisten rechnen damit, dass vor ihren Drohgebärden manche westliche Politiker, deren Werte am Börsenindex hängen, in die Knie gehen. Ihre Rechnung geht manchmal auf.“ (NZZ, 6.2.06) ­, und „wir alle“ sind um keinen Deut besser, weil „wir“ bloß noch an „unseren“ Wohlstand denken und unfähig sind zur Auseinandersetzung mit „existenziellen Problemen“: „Die Europäer sind vom Wohlstand korrumpiert, weil sie schon lange keinen echten Krieg mehr erlebt haben. Ihnen ist die Fähigkeit abhanden gekommen, auf existenzielle Probleme angemessen zu reagieren“ (Henryk M. Broder in der FAZ). * Absurde Übertreibungen, gewiss; zudem eine absurde Umdrehung der wirklichen Machtverhältnisse in einer Welt, in der die Zentren von Geld & Gewalt wirklich nicht Riad oder Amman heißen. Aber so geht nun mal die Konstruktion und Ausschmückung eines Feindbildes: Man selbst ist selbstverständlich die angegriffene Partei, die gar nicht anders kann, als sich zu verteidigen, will sie nicht der „Werte“, die sie angeblich im Innersten zusammenhalten, verlustig und anschließend untergehen. Und wenn man sich dann noch selber dabei ertappt, wie verweichlicht und permissiv man mittlerweile geworden ist, dann unterstreicht das nur ein weiteres Mal die Dringlichkeit und Notwendigkeit, mit der nun entschlossene Gegenwehr auf dem Programm steht. Die Insassen der europäischen „Wertegemeinschaft“ werden also darauf vorbereitet, dass zur Verteidigung ihrer „Werte“ härtere Bandagen angebracht sind. Den muslimischen Völkern, Predigern, Staatsmännern, Kulturschaffenden, den Nationen insgesamt tut „unsere“ Aufklärung Not. Die besteht in einem Erziehungsprogramm, das „der Westen“ der gesamten Region angedeihen lassen muss. Nötigenfalls mit Gewalt, wenn die rückständigen Mohammed-Anhänger sich ihre Umerziehung nicht gewaltlos gefallen lassen. Als nächstes Umerziehungslager im Visier: Teheran www.gegenstandpunkt.com www.gegenargumente.at ================================================ 9 Termine/Initiativen: RaF lebt! Von: akin ================================================ Termine/Initiativen: > RaF lebt! "Nicht-organisiertes Zusammentreffen von RadlerInnen". Also dem treuen akin-Publikum wird das von irgendwoher bekannt vorkommen. Ja, es gibt wieder regelmaessige Radldemos. Die Initiatoren der "Critical Mass Vienna" behaupten zwar steif und fest, das eben jenes Konzept der reglmäßigen Radldemo als Protestform gegen den Autoverkehr 1992 in San Francisco erfunden worden ist, aber wir wollen ihnen diese geschichtliche Unkenntnis nicht weiter ankreiden, sondern nur an dieser Stelle erwaehnen, dass in Wien bereits im Juni 1990 derartiges initiiert worden war ("Radfahren am Freitag" -- kurz: RaF; siehe auch akin 21a/1990). Schoen, die Sachen muessen halt aus den USA kommen, um sie hierzulande nachmachen zu koennen, aber Hauptsache ist, sie werden gemacht. Laut Website der "Critical Mass Vienna" trafen sich also letzten Freitag um 16 Uhr zehn Menschen bei der Pilgramgasse, um kreuz und quer durch Wien zu fahren und so den Autoverkehr zu beruhigen. Ab sofort soll es jeden dritten Freitag im Monat so eine "Kritische Masse" geben. Treffpunkte sollten rechtzeitig auf der Website nachzulesen sein. -br- Link zur aktuellen Site: http://cmvienna.at.tf/ Historischer Link: http://akin.mediaweb.at/andere.gruppen/critical.htm ================================================ 10 Alternativengipfel: Einladung zur Pressekonferenz Von: Hermann Klosius ================================================ -------------Weitergeleitete Nachricht----------------- Von: INTERNET:robert.gerstbach at dka.at, INTERNET:robert.gerstbach at dka.at An: Datum: 20.03.06 14:03 BE: Alternativengipfel: Einladung zur Pressekonferenz Einladung zur Pressekonferenz "Eine andere Welt ist möglich!" Der Alternativengipfel EU - Lateinamerika/Karibik von 10. bis 13. Mai 2006 in Wien Donnerstag, 23. März 2006, 9:30 Uhr Presseclub Concordia, Bankgasse 8, 1010 Wien Wien, 20. März 2006: In Wien wird im Mai 2006 im Rahmen der EU-Präsidentschaft Österreichs ein Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union und der Staaten Lateinamerikas und der Karibik stattfinden. Parallel zu diesem offiziellen Gipfel werden soziale Bewegungen, kirchliche Gruppen, Nicht-Regierungsorganisationen, Gewerkschaften und andere AkteurInnen aus Lateinamerika, der Karibik und Europa vom 10. bis 13. Mai 2006 in Wien einen Alternativengipfel abhalten: "Enlazando Alternativas 2" ("Alternativen verknüpfen"). Dieser Alternativengipfel möchte die Auswirkungen neoliberaler Politik sowohl in Lateinamerika und der Karibik als auch in Europa aufzeigen und ein neues Netzwerk zwischen zivilgesellschaftlichen Bewegungen in Nord und Süd schaffen. Während dieser vier Tage des Alternativengipfels werden die Verträge zwischen Lateinamerika/Karibik und der EU analysiert, deren Entwicklungspolitik und die Militarisierung in beiden Kontinenten in Frage gestellt und ein Tribunal der Völker veranstaltet, im Rahmen dessen die Machtmechanismen der europäischen transnationalen Konzerne in Lateinamerika und Europa untersucht werden sollen. Am 13. Mai 2006 wird es eine Abschlussveranstaltung geben, welche die Einheit in der Vielfalt in Europa und Lateinamerika zum Ausdruck bringt. Der Alternativengipfel wird von einer Vorbereitungsgruppe aus Österreich, Europa und Lateinamerika organisiert und von über 160 Organisationen weltweit unterstützt. Am Podium: Dolores Bauer (freie Journalistin und Autorin) Carlos Aguilar (Alianza Social Continental, Costa Rica) Pia Lichtblau (ATTAC) Heinz Hödl (Koordinierungsstelle der österreichischen Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission) Walter Sauer (Internationales Referat des ÖGB) Moderation: Leo Gabriel (Bewegung der Sozialforen) Informationen unter www.alternativas.at Rückfragenachweis: Robert Gerstbach-Muck Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar Österreichs gerstbach at dka.at ; Mobil: 0676-88011-1072 ================================================ 11 Konzert: Wiener musikalische Welten der anderen Art Von: Initiative Minderheiten Newsletter ================================================ EINLADUNG ZUM KONZERT Wiener musikalische Welten der anderen Art Unexpected Viennese Musical Worlds IM RAHMEN VON CULTURAL DIVERSITY AND THE URBAN AREA: EXPLORATIONS IN URBAN ETHNOMUSICOLOGY Samstag, 25.03.2006 20:00 Uhr Joseph-Haydn-Saal, 1030 Wien, Anton-von-Webern-Platz 1 freier Eintritt mit anschließendem Buffet Programm Askin-Coskun Kardesler: Davul und Zurna Wien/Türkei Türkische Brauch- und Festmusik Metin Meto / Aqua - Perkussion Wien/Türkei Experimentelle Perkussion von einem freischaffenden Künstler ?evko Pekmezovic / Gesang und Toplica Stojanovic / Akkordeon Wien/Bosnien/Serbien Sevdalinke – bosnische städtische Volkslieder Mansur Bildik / Saz Wien/Türkei Volkslieder aus Anatolien Ansamble Fijaker: Tamburizzaorchester Wien/Kroatien/Bosnien Alte städtische Lieder aus dem Balkanraum Nata?a Mirkovic / Gesang und Matthias Loibner / Drehleier Bosnien/Österreich Eine musikalische Fusion - Schwerpunkt: Balkan Azra und her Group / Gesang, Keyboard, Gitarre Wien/Türkei Türkische Popmusik Konzept und Moderation: Ursula Hemetek, Sofija Bajrektarevic, Hande Saglam -- Dr. Cornelia Kogoj Initiative Minderheiten Gumpendorfer Straße 15/13 A-1060 Wien Tel. 586 12 49-18 Fax 586 82 17www.initiative.minderheiten.atwww.gastarbajteri.at ================================================ ================================================ 12 Kunst und Kultur: Streetart-Kongress, Werbefreier Tag Von: akin ================================================ Kunst und Kultur: > Streetart zwischen brav und boese In Wien versammelte sich fuer eine Woche einiges, was in der Graffitiwelt Rang und Namen hat. Dabei waren Volkskundler, Proffs, Streetartaktive, Writer bis zu Harald Naegeli*. Es ist schon eine reife Leistung, diese Leute alle nach Wien zu kriegen, auch manche wie etwa Naegeli, der heute die Oeffentlichkeit eher meidet. Dafuer demonstrierte er, dass er, wenn’s sein muss, noch Strichmaennchen spruehen kann. Nicht dass er noch jemandem was beweisen muesste, zumal er mit den Writern nichts zu tun hat und die moegen ihn nicht. Das beruht auf Gegenseitigkeit, wie ich mal zu hoeren bekam, als er bei einer Kunstveranstaltung in Frankfurt war. Ja, er ist beruehmt, aber wenn wir im Yard erwischt werden, dann gibt’s was aufs Maul. Ein weiterer Aspekt ist einfach Futterneid. Naegeli hat halt das, was die Writer wollen, aber nicht bekommen, Fame. Die Writer sagen, sie wollen Ruhm. Wie denn? Es gibt zu viele davon, Tags und Pieces findest in jeder Stadt und fuer Aussenstehende sieht das alles gleich aus. Wer spruehen will, sollte sich nicht erwischen lassen, aber doch bitte den Quatsch mit Fame lassen, das ist ein Mythos, mehr nicht. Dazu gab es eine Styropormauer auf der in geballter Form alle Formen der Streetart vertreten waren. Vom Sticker bis zur Schablone. Eine fast perfekte Graffitisimulation im Museum. Auf engstem Raum war konzentriert, was sonst ueber die Staedte verteilt ist. Da koennten die Filmemacher noch was lernen, wenn sie ihre Pseudograffiti auf den Pappwaenden im Studio spruehen lassen. Warum der neue Oberbegriff Street Art? Der globale Triumph der Street Art ist indes nicht aufzuhalten. Unabhaengig vom Grad der staatlichen Repression werden die Staedte ueberschwemmt mit den Ausdrucksformen des Kommunikationsbeduerfnisses junger Menschen. Zu den vertrauten bunten grossflaechigen Bildern der SprayerInnen, wie sie gehaeuft entlang der Eisenbahnrouten vorkommen, gesellen sich in den letzten Jahren Papierbildchen auf Mauern, Waenden und Stromkaesten und viele andere innovative Formen der Strassenkunst, deren ProtagonistInnen immer neue Freiraeume erobern und fuer immer neue technische und inhaltliche Weiterentwicklungen sorgen. Sie reichen weit ueber die klassischen Graffiti-Formen hinaus. Deshalb auch der neue Oberbegriff Street Art... Alle diese Street-Art-Formen seien ein Geschenk an die Oeffentlichkeit, eine Bereicherung des Stadtbildes abseits der traditionellen Orte der offiziellen Kulturvermittlung, sagt ein Wiener Graffiti-Experte. Vielleicht sehen das nach dem Kongress auch die Stadtverwaltungen und die Polizeifuehrungen Europas so. Schliesslich muessen die Jobs in den Gebaeudereinigungsfirmen gesichert werden! (Indymedia/stark bearbeitet) Originaltext: http://at.indymedia.org/newswire/display/55305/index.php Links: http://www.graffitieuropa.org/ http://www.graffitieuropa.org/kongress.htm http://www.graffitieuropa.org/frankfurt/01.htm http://www.graffitieuropa.org/frankfurt.htm http://de.geocities.com/ostendfaxpost/graffitigeschichte.html * Harald Naegeli wurde als Sprayer von Zuerich Ende der siebziger Jahre weltweit bekannt. Wegen seiner Strichfiguren wurde er letztendlich mit internationalem Haftbefehl gesucht und musste nach seiner Verhaftung 1984 eine neunmonatige Haftstrafe absitzen. Ironie der Geschichte: Eines der letzten erhaltenen Strichmaennchen aus seiner Zuericher Zeit, an der Fassade des Deutschen Seminars in der Schoenbergstrasse, liess der Kanton 2004 als Kunstwerk restaurieren und konservieren. (Quelle: Wikipedia) *** Kasten: Werbefreier Tag "KONSUM fuegt Ihnen und den Menschen in Ihrer Umgebung erheblichen Schaden zu" Unter diesem Motto stand der "Werbefreie Tag" am 16.Maerz in Wien, ein Aktionstag politischer Street Art. Ein paar Leute haben sich eingefunden um Werbetafeln zu bespruehen oder zu bekleben. Und dann wurde auch schon mal aus: "Achten Sie auf die Marke" ein Aufruf: "Verachten Sie die Marke". Die Initiatoren fragen in einer Aussendung: "Es stellte sich die Frage wieso Konzerne wie McD oder andere uns mit taeglich mit Werbung einlullen duerfen und wie wir das veraendern koennen. Haben sie sich schon mal Gedanken gemacht wie oft sie am Tag von Werbung penetriert werden? Wie oft und wie stark sie von Werbung beeinflusst werden? Und muss das so sein?" Quelle: http://at.indymedia.org/newswire/display/55298/index.php ================================================ 13 Jean Ziegler in Wien Von: Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering ================================================ Liebe Kolleginnen und Kollegen, gerne leite ich die Einladung der Arbeiterkammer zur Veranstaltung mit JEAN ZIEGLER am DONNERSTAG, 23. MÄRZ 2006 im Bildungszentrum der Arbeiterkammer Wien weiter. Mit solidarischen Friedensgrüßen! Alois Reisenbichler Neue Diskussionsreihe: "Wiener Stadtgespräch" mit UNO-Sonderberichterstatter Jean Ziegler Am 23. März startet unsere neue Diskussionsreihe „Wiener Stadtgespräch" in Kooperation mit der Stadtzeitung Falter: Mit Peter Huemer als Moderator wird Jean Ziegler unter dem Titel „Das tägliche Massaker des Hungers – Wo ist Hoffnung?" über die Folgen der Globalisierung und die Möglichkeiten der Veränderung diskutieren. Im Anschluss signiert der Autor seine Bücher. UNO-Sonderberichterstatter Jean Ziegler ... Der Schweizer Soziologe Jean Ziegler reist als UN-Sonderbericht-erstatter in Länder, die von Hunger betroffen sind. Er soll feststellen, ob das Recht auf Nahrung, das jüngste offiziell deklarierte Menschenrecht, respektiert wird. Bisher hat Ziegler die Länder Niger, Bangladesch, Brasilien und Palästina besucht. Seine Berichte sind schonungslos und haben auch schon politische Wirkung gezeigt. Dass der UNO-Sonderberichterstatter sein Engagement lebt, zeigt die Tatsache, dass er auf Honorar verzichtet und um eine Spende zur Unterstützung eines Projekts für südamerikanische Straßenkinder gebeten hat. Dies hat uns überzeugt und wir verdoppeln diese Spende. ... im Bildungszentrum der AK-Wien 23. März 2006, 19:00 Uhr Bildungszentrum der AK-Wien 1040, Theresianumgasse 16-18 Alois Reisenbichler 1110 Wien, Schneidergasse 15/9, Telefon (043-664) 39 51 809 E-Mail: stadtteilzentrum at simmeringonline.at, Alois.Reisenbichler at reflex.at Homepage in Arbeit: www.reisenbichler.at.tf Lieblingshomepage: www.hiroshima.at ================================================ INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ================================================ ================================================ 14 Paris: Aktivist im Koma Von: akin ================================================ Paris: > Aktivist im Koma Es wurde gestern, Montag, bekannt (1): Cyril Ferez, ein 39-jaehriger Aktivist der Postgewerkschaft SUD-PTT wurde in Paris am vergangenen Samstag von der Polizei derart misshandelt, dass er sich nunmehr im Koma befindet. Die Polizei habe ihn bei einem Sturmangriff "niedergetrampelt" (1), so SUD-PTT, etwa dreissig Polizisten der Spezialeinheiten CRS haetten ihn "gelyncht", beschreibt es die CNT (2). Sandra Demarcq, Mitglied des Bundesvorstands von SUD-PTT und neue Generalsekretaerin, berichtet: "Er lag auf der Seite, bewegte sich fast nicht mehr, konnte kaum reden. Zwei Studentinnen haben dann die Rettung und die Feuerwehr benachrichtigt." (4) Die Gewerkschaft beschuldigt die Polizei, sie habe sich geweigert, die Rettung zu rufen, als Cyril bereits schwer verletzt am Boden lag (4). Auch Demarcq bestaetigt, dass die Polizei angesichts des Opfers, das in einem eindeutig schwerverletzten Zustand am Boden lag, nichts unternommen habe (6). Er liegt nun mit einem schweren Schaedeltrauma in der Intensivstation und wird kuenstlich beatmet. Die Gewerkschaft SUD ist eine der wichtigsten Kraefte der derzeitigen Mobilisierungen. Das Polizeiopfer sei ein schwerer Alkoholiker, hiess es im reaktionaeren Privatsender TF1, dies sei wohl die Ursache fuer das Koma. (Aug&Ohr) (1) Un anti-CPE dans le coma, AP, 20.3.; (2) La grève, maintenant!, Confédération Nationale du Travail, 19.3.; (3) Un manifestant ant-CPE dans le coma Libération/Reuters, 20.3.; (4) Manifestation anti-CPE à Paris: un blessé hospitalisé dans un état grave, AP; (5) Justice nulle par, police partout, indymedia Paris; (6) Un syndicaliste dans le coma après es heurts de samedi, TF1, 20. 3. ================================================ 15 Kirkuk, quo vadis? Von: akin ================================================ Irak/Kurdistan/Interview: > Kirkuk, quo vadis? Ueber den Sonderstatus einer Oelstadt im Nordirak Ali Zangana ist Parteichef der Kommunistischen Partei Kurdistans in Kirkuk sowie Mitglied des Zentralkomitees und des Politbueros. Er berichtet ueber die Ethnisierung der Politik im Irak und den Sonderstatus von Kirkuk, einer Stadt, die nach den Vertreibungen unter Saddam Hussein nun das Musterbeispiel einer Stadt zwischen Ethnisierung und einem demokratischen Neuanfang darstellt. Mit Ali Zangana sprachen Mary Kreutzer und Thomas Schmidinger. Frage: Die Kommunistische Partei war immer die einzige wirklich gesamtirakische Partei des Landes, die sich nicht entlang ethnischer oder religioeser Gruppen aufgespalten hat. Nun gibt es aber seit den Neunzigerjahren eine Irakische und eine Kurdische KP, die bei den Wahlen im Dezember auch auf zwei getrennten Listen kandidiert haben. Ist das nicht eine Kapitulation vor der Ethnisierung des Landes? AZ: Nein. Wir haben uns in den Neunzigerjahren bewusst nicht Kurdische Kommunistische Partei, sondern Kommunistische Partei Kurdistans genannt. Damit brachten wir zum Ausdruck, dass wir eine Partei fuer alle Bewohnerinnen und Bewohner Kurdistans sein wollen und nicht nur fuer Kurden. In Kurdistan leben auch Assyrer, Turkmenen und andere Minderheiten. Etliche Mitglieder dieser Minderheiten sind Mitglieder unserer Partei. Die Abtrennung von der damals klandestin im Untergrund arbeitenden Irakischen KP war nach der Schaffung der kurdischen Autonomie 1991 einfach eine organisatorische Notwendigkeit, um hier in Irakisch-Kurdistan legal politisch arbeiten zu koennen. Sie hatte nichts mit einer Ethnisierung der Partei zu tun. Wir haben uns auch nie gespalten. Die Kommunistische Partei Kurdistans ist ja aus der Kurdistan-Sektion der irakischen KP hervorgegangen und immer eine Schwesterpartei der Irakischen Kommunistischen Partei geblieben. So sitzen zum Beispiel immer Vertreter der Kommunistischen Partei Kurdistans im Zentralkomitee der Irakischen KP. Zudem sprechen wir unsere politische Generallinie immer noch miteinander ab. Der Grund fuer die Trennung ist nun aber nach dem Sturz des Baath-Regimes weggefallen. Vor allem gibt es keinen Grund, weiter getrennt zu kandidieren. AZ: Es gibt im Irak zurzeit leider die Realitaet, dass eine gewisse Ethnisierung der Politik stattgefunden hat und Programmparteien wie die Kommunisten weniger Chancen haben als Parteien, die auf eine gemeinsame ethnische oder religioese Identitaet zurueckgreifen koennen. Schuld an dieser Entwicklung ist nicht nur das Baath-Regime, sondern vor allem auch die derzeitige Sicherheitssituation. Solange der Terror anhaelt, werden die Waehlerinnen und Waehler eher in der eigenen ethnischen und religioesen Gruppe Rueckhalt suchen als eine politische Plattform mit einem politischen Programm zu waehlen. Fuer uns Kommunistinnen und Kommunisten macht es keinen Sinn, diese Realitaet zu leugnen. Allein haetten wir keine Chance und waeren vielleicht gerade noch im Parlament vertreten. Wenn wir uns als KP Kurdistans an der Kurdistan-Liste beteiligen und zugleich die Irakische KP im Rahmen einer breiteren saekularen Liste unter Iyad Allawi kandidiert, wie dies bei den letzten Wahlen der Fall war, sind in der gegenwaertigen Situation einfach mehr Sitze im irakischen Parlament zu holen, als wenn wir aus ideologischer Sturheit allein kandidieren wuerden. Gerade Kirkuk gilt ja als besonders sensible Region, was diese Ethnisierung betrifft. Die Frage des Status der Stadt und Provinz ist eine der wichtigsten Streitfragen zwischen kurdischen und arabischen Parteien. Welche Loesungsansaetze hat die Kommunistische Partei hier zu bieten? AZ: Die Kirkuk-Frage kann man nicht beantworten ohne zumindest einen kurzen historischen Rueckgriff zu machen. Kirkuk war immer eine multiethnische Stadt, in der neben Kurden auch Turkmenen und Christen gelebt haben. Ein Problem wurde dies erst, als Saddam Hussein zur Sicherung der Oelvorraete der Region die kurdische Bevoelkerung massenhaft vertreiben liess und an ihrer Stelle arme, meist ungebildete Araber aus dem Sueden ansiedeln liess. Die Stadt wurde damit ihrer Seele beraubt, die gesamte intellektuelle Elite vertrieben. Nun wollen die vertriebenen Kurden, die oft jahrelang in Zelten und Fluechtlingslagern leben mussten, wieder in ihre Haeuser zurueck und finden dort arabische Bewohner vor, die wiederum nicht aus den Haeusern ausziehen wollen. Dafuer kann es nur eine humane Loesung geben, die die arabischen Siedler entsprechend finanziell entschaedigt, damit sie woanders eine neue Existenz aufbauen koennen und den Kurden ihr Besitz rueckerstattet wird. Aber welchen politischen Status soll die Stadt haben? Soll Kirkuk Teil des kurdischen Autonomiegebietes werden, einen Sonderstatus bekommen oder ausserhalb Kurdistans bleiben? AZ: Wir plaedieren dafuer Kirkuk in das Autonomiegebiet zu integrieren, der Stadt aber zugleich eine Selbstverwaltung innerhalb Kurdistans zuzugestehen, damit sich die anderen Minderheiten in der Stadt entsprechend politisch einbringen koennen und sich nicht von den Kurden ueberfahren fuehlen. Also eine Autonomie innerhalb der Autonomie? AZ: Ja, das mag etwas kompliziert klingen, ist aber die einzige Moeglichkeit sicherzustellen, dass Kurden, Turkmenen, Chaldo-Assyrer und Araber gemeinsam die Stadt verwalten koennen. Kirkuk ist ja nicht zuletzt aufgrund des dortigen Erdoels so umstritten. Wer soll ueber die Einnahmen der Erdoelfoerderung entscheiden? AZ: Wir sind auf jeden Fall dafuer, dass die irakische Oelindustrie verstaatlicht bleibt. Im Falle Kirkuks muessen aber zumindest Teile der Einnahmen fuer laengere Zeit in die Region fliessen, um den Wiederaufbau der Stadt und der umliegenden Siedlungen wieder zu ermoeglichen. Kirkuk ist heute in einem katastrophalen Zustand. Selbst die wichtigste Grundversorgung mit Fliesswasser und Strom funktioniert nur selten. Es fehlt an Schulen, Strassen und jeglicher anderer Infrastruktur. Dafuer muss auch Geld aus den Erdoeleinnahmen der Region zur Verfuegung gestellt werden. ### ================================================ 16 Geschichte/USA/Deutschland: Big Brother zeigt sich nackt Von: akin ================================================ Geschichte: > Big Brother zeigt sich nackt Ueber die Dialektik "anti-subversiver" Repression anlaesslich der Premiere von "Muenchen" Wir Medienleute machen uns oft Sorgen ueber Big Brother, wie die USA, ihre zahlreichen Agenten, Polizeikraefte uns ausspionieren. Patriot Acts in den USA, das gleiche oder aehnliches in Grossbritannien. Wir tun recht daran, uns Sorgen zu machen. Aber bevor wir uns solange fuerchten bis wir in Passivitaet und Konformismus untergehen, sollten wir uns daran erinnern, dass jede These, manchmal mit Verzoegerung, ihr Gegenteil, eine Antithese erzeugt. Daran musste ich denken, als ich Spielbergs Film "Muenchen" sah. Ich schreibe hier keine Filmkritik, aber einige Erinnerungen tauchten auf, daran wie diese Ereignisse von Muenchen indirekt mein persoenliches und berufliches (journalistisches) Leben beeinflussten. Ein Blick zurueck 1973 arbeitete ich als Journalist in Heidelberg unter anderem fuer die "Overseas Weekly". Die meisten unserer Leser waren durchschnittliche GIs der 7.US-Armee, die in Westdeutschland stationiert waren. Bei den Kommandanten waren wir nicht sehr beliebt. Ich hatte gerade ueber ein Kriegsgericht gegen Larry Johnson, eine schwarzen GI berichtet, der mit Streikmassnahmen gegen die Unterstuetzung des portugiesischen Kolonialkrieges durch die US-Armee protestiert hatte. Der Leiter der Untersuchung des Militaergerichts argumentierte mit einer, wie sich spaeter herausstellte, falschen Information, die er hoechstwahrscheinlich durch Abhoeren von Telefonverbindungen erlangt hatte. Der Richter fragte den Leiter der Untersuchung, ob es solche Abhoermassnahmen gegeben habe. Dieser, hoechst ungehalten, sagte: "Natuerlich nicht!" Wir veroeffentlichten eine ziemlich sarkastische Geschichte ueber die illegalen Abhoermassnahmen an unseren (deutschen zivilen) Telefonanschluessen und deren angebliche Inexistenz. Die GIs lasen sie und lachten darueber. Ich muss sagen, ich war ziemlich ueberrascht, als ein paar Wochen spaeter zwei Soldaten des militaerischen Geheimdienstes, die in Kaiserslautern stationiert waren, Transkriptionen dieser angeblich inexistenten abgehoerten Telefongespraeche unserer privaten und beruflichen A nschluesse ueber zehn Tage auf den Tisch legten. Sie enthielten Gespraeche, die sich direkt mit dem oben angefuehrten Johnson-Fall beschaeftigten, mit Details von Zeugenaussagen der Verteidigung. Sie forderten uns auf, dieses Material zu veroeffentlichen. Das taten wir und die Folgen waren nicht gering. Ein fremdes Idiom Was war der Grund fuer ihre Entscheidung, an die Oeffentlichkeit zu gehen und ein Risiko zu wagen? Sie fuehrten verschiedene Gruende an. Einer fuehrt uns zu den Ereignissen bei den Olympischen Spielen 1972, die von dem Spielberg-Film "Muenchen" in Erinnerung gerufen wurden. Ein palaestinensisches "Kommando" (heute wuerden sie Terroristen genannt) hatten israelische Sportler gefangengenommen und etliche getoetet. Die US-Geheimdiensteinheiten, die zum Gegenkommando gehoerten, fanden zu ihrem Schrecken heraus, dass sie die abgehoerten Gespraeche nicht verstehen konnten, weil die Terroristen Arabisch sprachen. Ich fragte McDougal, ob die sehr konfus agierenden Deutschen keine Arabisch-Dolmetscher gehabt haetten. Die haetten sie gehabt, aber die Unterlagen trugen alle den Vermerk "NOFORN" (No Foreigner) und wurden den Deutschen nicht uebergeben. McDougal und andere erzaehlten spaeter, dass die Ereignisse in Muenchen total schief gelaufen seien, nicht nur was die beteiligten US-Geheimdienstler betraf, sondern "die Deutschen waren noch schlimmer": Bei der Obuktion der 11 israelischen Athleten sei herausgekommen, dass 9 davon durch Geschosse der untrainierten deutschen Polizisten getoetet worden waren.(1) Spaeter wurden dann Arabisch-Spezialisten nach Deutschland geschickt. McDougal, der von der US-Armee als Arabisch-Spezialist ausgebildet worden war, wurde nach Kaiserslautern entsandt. Aus Mangel an Arabern, die ausspioniert haetten werden koennen, wurden diese Spezialisten zur Ueberwachung von "Dissidenten" wie Vietnam-Kriegs-Gegnern, Rechtsanwaelten, Journalisten, amerikanischen Demokraten im Ausland, deutschen christlichen Gruppen, Priestern, deutschen und amerikanischen Kriegsgegnern eingesetzt. McDougall und andere hatten es satt, Leute "wie sie selbst" auszuspionieren und gingen an die Oeffentlichkeit. Kurz nachdem die ersten Geschichten in den grossen Medien aufgetaucht waren (2), versuchte das Hauptquartier des militaerischen Geheimdienstes in Muenchen, das Leck aufzuspueren und abzudichten. Ein spezielles Team wurde zu diesem Zweck gebildet und prompt McDougal mit der Leitung beauftragt. Stunden vor seiner Enttarnung gab er ein CBS-Interview mit seinem Namen. Nach seinen Motiven befragt, antwortete McDougal: "Als ich in die Armee eingetreten bin, habe ich einen Eid auf die Verfassung abgelegt. Viele der Dinge, die wir hier tun, sind gegen die Verfassung. Ich habe mich beschwert, aber meine Vorgesetzten haben mir befohlen, den Mund zu halten, weil das nur in Amerika gegen die Verfassung sei, aber hier, in Deutschland, koennten wir tun, was wir wollten, auch wenn es sich gegen andere Amerikaner richte... Gerichtliche Nachspiele Gegen McDougal wurde ein Militaer-Strafverfahren eingeleitet. Nachdem aber bekannt wurde, dass die US-amerikanischen Geheimdienste deutsche Staatsbuerger ausspioniert hatten, zogen es die hoechsten Vorgesetzten doch vor, alle Anklagen gegen McDougal fallen zu lassen. McDougal wurde zur Infanterie versetzt, ehrenhaft entlassen, bekam allerdings nicht die versprochene Befoerderung und arbeitete spaeter als Arabisch-Dolmetsch fuer amerikanische Medien in Kairo. Das ganze hatte aber doch noch ein Nachspiel: McDougal und andere Geheimdienstler unterstuetzten mit Hilfe der American Civil Liberties Union (ACLU) eine Reihe von Individualklagen vor US-Bundesgerichten. Die Armee leugnete zuerst und verschleppte dann angesichts von Beweisen die teuren Zivilverfahren. 1980 gestand sie ihre Aktionen ein, bezahlte etliche Entschaedigungen, lieferte den 23 Klaegern gut eine halbe Million Dokumente aus -- und versprach, sowas nie wieder zu tun. *Max Watts / Ue.:akin* 1) Die Untersuchung der Todesursachen wurde bis vor kurzen sowohl in Israel als auch in Deutschland geheimgehalten. Aber Spielberg, der dies in seinem Film nicht thematisierte, sollte davon gewusst haben. Quelle: Uri Avnery, The Other Israel, 4.2.06 2) New York Times 28.7.1973, S.1ff; CBS (Jack Sheanhan/Walter Cronkite 28.7.73) Spiegel 6.8.73; Stern 8.8.73, et. al. ================================================ 17 Brief des ZK der Irakischen Kommunistischen Partei an Schwesterparteien in Europa Von: BASI AMIN ================================================ CENTERAL COMMITTEE OF THE IRAQI COMMUNIST PARTY Zentralkomitee der Irakischen Kommunistischen Partei Brief an brüderliche und befreundete Parteien über die Situation im Irak und die Position der Irakischen Kommunistischen Partei Liebe Genossen und Freunde, herzliche Grüße Die Situation im Irak stand im ganzen Jahr 2005 im internationalen Blickpunkt und wurde in einigen Ländern sogar eine wichtige nationale Frage. Sie war auch Thema von Diskussionen innerhalb von progressiven und demokratischen Kreisen, vor allem wegen der fortgesetzten Instabilität und der extremen Gewalt, die jeden Tag das Leben zahlreicher unschuldiger Bürger fordert. Alles das findet statt in Gegenwart von mehr als 140.000 ausländischen Soldaten. Gleichzeitig entwickelt sich ein politischer Prozess, in einem Klima scharfer konfessioneller und ethni­scher/na­tio­na­listischer Polarisierung und in Kämpfen zwischen unterschied­lichen politischen und gesellschaftlichen Anschauungen und Agendas. Nun, nachdem fast drei Jahre nach Krieg, Besetzung und der Niederlage des diktatorischen Regimes vergangen sind und mit dem Blick auf die zurückliegenden Wahlen für ein dauerhaftes Parlament und feste Regierungseinrichtungen, denken wir, dass es wichtig ist, brüderliche und befreundete Parteien und Kräfte über die theoretischen und politischen Analysen in Kenntnis zu setzen, die die Grundlage der politischen Arbeit und der Positionen unserer Partei waren, und zwar sowohl in der Zeit vor dem Krieg als auch in der Zeit der Okkupation und des Zusammenbruchs des irakischen Staates. Um die Aufmerksamkeit auf grundsätzliche Fragen zu lenken, werden wir uns hier auf die wichtigsten politischen und theoretischen Themen konzentrieren, die gegenwärtig diskutiert werden. Außergewöhnliche Situation Die Lage, die sich im Irak nach dem Krieg und dem Zusammenbruch des diktatorischen Regimes entwickelte, ist gekennzeichnet durch nie dagewesene Besonderheiten und Komplikationen. Sie unterscheidet sich von den bekannten historischen Fällen von Besatzung in den vergangenen Jahrzehnten, die in Zusammenhang mit kolonialen Kriegen standen und mit der Besetzung Europas durch die Nazis. So entstehen Meinungsverschiedenheiten und Irrtümer in den Analysen dadurch, dass Vergleiche gezogen werden, die den historischen Kontext und die konkreten Bedingungen nicht berücksichtigen, die die Situation im Irak kennzeichnen. Wer die Situation im Irak so analysiert, dass es sich um ein besetztes Land handelt, das Hilfe für den nationalen Befreiungskampf seines Volkes benötigt, mit dem Ziel, die Besatzer hinauszutreiben und Unabhängigkeit zu erlangen, lässt wichtige Faktoren außer acht, die aber berücksichtigt werden müssen. Derartige Analysen ignorieren nicht nur die Verantwortung des ehemaligen dikta­torischen Regimes, das die Voraussetzungen schuf, die die fremde Intervention begünstigten, sie ignorieren auch die Haltung der großen Mehrheit des irakischen Volkes, das den Zusammenbruch des Regimes begrüßte, aber die Eroberer nicht mit Blumen empfing. Darüber hinaus erfasst eine solche Analyse auch nicht vollständig die komplexe Situation nach dem völligen Zusammenbruch des irakischen Staates, was einerseits ein institutionelles und Sicherheitsvakuum nach sich zog, und auf der anderen Seite eine aktive Teilnahme der irakischen Bürger an der politischen Entwicklung, in allen sozialen und politischen Elementen. Gerade deshalb kann man mittlerweile die Frage der Beendigung der Besatzung und die Erlangung der vollen nationalen Souveränität (was im Augenblick eines der wichtigsten Ziele ist) nicht mehr behandeln ohne die notwendige Berücksichtigung der inneren Situation und die anhaltenden Auseinandersetzungen über Form und Inhalt des Wiederaufbaus der irakischen staatlichen und zivilen Einrichtungen. Es ist unser Ziel, dass dieser Staat national und demokratisch wird, und zwar in politischer und gesellschaftlicher Hinsicht. Die Rolle fremder Intervention im Umbruch und in der Errichtung der Demokratie Was die Meinungsverschiedenheiten über die fremde Intervention angeht und ihre Möglichkeit, eine Demokratie zu errichten, möchten wir an die Positionen unserer Partei am Vorabend des Krieges erinnern. Wir lehnten den Krieg als Instrument der Veränderung ab und betrachteten ihn als die schlechtest mögliche Option. Wir haben wiederholt betont, dass Krieg, militärischer Einmarsch und Besatzung als Mittel zur Befreiung von dem diktatorischen Regime nicht akzeptiert werden können. Wir wiesen darauf hin, dass die Option des Krieges nicht zu einer wirklichen Demokratie führen würde, weil dies enorme Gefahren und unvorhersehbare und gefährliche Auswirkungen mit sich bringen würde. Die Erfahrungen im Irak seit dem Fall der Diktatur haben dies in hohem Maß bestätigt. Demokratie als historischer Prozess Wir sind uns vollkommen darüber im klaren, dass Demokratie ein historischer Prozess mit vielseitigen Dimensionen ist, politisch, sozial, ökonomisch und kulturell. Ohne Zweifel sind die institutionellen Voraussetzungen für eine Demokratie in der irakischen Gesellschaft nicht richtig gewachsen oder vollständig ausgebildet. Aber die Errichtung einer Demokratie, mit allen ihren Aspekten, ist ein langwieriger und komplexer Prozess. Nach unserer Meinung hat dieser Prozess im Irak begonnen, wir haben jedoch keine Illusionen über seinen noch ungenügenden Stand der Entwicklung. Aber wir kämpfen darum, die breitest mögliche Front von Kräften zu schaffen, um diesen Prozess voranzutreiben und die Bedingungen für seinen Erfolg zu schaffen und zu konsolidieren. Ein solcher Prozess kann, wie es tatsächlich geschehen ist, unter einer Besatzungsherrschaft beginnen, aber die notwendigen Voraussetzungen nicht entwickeln ohne Wiedererlangung der nationalen Souveränität, deren einzige Basis der freie Wille des Volkes ist. Deshalb ist es nicht richtig, alles für ungültig zu erklären, was in diesem Prozess bisher erreicht wurde, nur weil es unter der Präsenz fremder Truppen im Land geschieht. Im Gegenteil, der Kampf um die Konsolidierung der Demokratie, mit allen ihren grundlegenden Bestandteilen, ist nicht nur eng verknüpft mit der Beendigung der Besatzung, sondern es wird als eine treibende Kraft dazu betrachtet. Position nach der Besetzung Der Krieg fand im Zusammenhang mit einer globalen Strategie der USA statt, die damit ihre eigenen Interessen durchsetzen und das Ziel verfolgen, ihre Hegemonie in dieser Region und weltweit zu etablieren. Die Doktrin des “Präventivschlags” ist die konkrete Verkörperung dieser Strategie. Das Ziel des Krieges war, die politische Landkarte der Region neu zu erstellen, im Rahmen des Greater Middle East Plan. Unserer Partei sind alle diese Fakten sehr wohl bewusst. Deshalb waren wir gegen den Krieg. Aber als Nachwirkung des Krieges und in der Folge des Zusammenbruchs des Regimes und des irakischen Staates traten neue Erscheinungen auf, mit denen sich die Partei befassen muss, mit dem Ziel, sie im Sinn des nationalen demokratischen Prozesses zu beeinflussen. In diesem Bewusstsein unternahmen wir in den ersten Monaten, die dem Zusammenbruch folgten, die größten Anstrengungen, die patriotischen Kräfte des Irak zu mobilisieren, um das politische Vakuum zu füllen und das bestmögliche Kräftegleichgewicht gegenüber den Besatzungskräften aufzubauen, um eine nationale Einheit der Bevölkerung aufzubauen. Aus verschiedenen Gründen wurde aber dieses Ziel nicht erreicht. Als wir die Möglichkeit hatten, uns am Regierungsrat und am politischen Prozess zu beteiligen, beschlossen wir nach sorgfältiger Prüfung der Situation und nach Beratungen mit einem großen Kreis von Kadern und Mitgliedern der Partei, der Versammlung beizutreten, wobei wir gleichzeitig die Notwendigkeit betonten, den Kampf innerhalb der entstehenden Einrichtungen mit dem außerhalb dieser Institutionen zu verbinden, in unterschiedlichen Formen von Massenaktionen. Unsere damalige Einschätzung, die immer noch gilt, ist die, dass unter den herrschenden Bedingungen und Kräfteverhältnissen im Irak außer dem gegenwärtig stattfindenden kein alternativer Prozess möglich ist, der eine politische Perspektive zeigt, wie Sicherheit und Ordnung hergestellt und das Land auf den Weg des Aufbaus und der Entwicklung gebracht werden können. Die Anwendung bewaffneter Aktionen mag erfolgreich darin sein, den politischen Prozess teilweise zu behindern, Probleme zu schaffen und denen, die diesen Weg gewählt haben, bessere Verhandlungspositionen zu schaffen. Aber es öffnet keine politische Aussicht auf die Lösung der politischen Probleme des Landes, sei es das Ende der Besatzung oder des Wiederaufbaus des Staates, ganz zu schweigen vom Aufbau einer Demokratie. Dieses Fehlen einer politischen Perspektive bei bewaffneten Aktionen wurde durch den Fortschritt des politischen Prozesses und das Abhalten von allgemeinen Wahlen im Januar 2005 bestätigt. Widersprüche im politischen Prozess Der politische Prozess steht zwei Arten von Widersprüchen oder Konflikten gegenüber: Der erste ist der zwischen denen, die ihn unterstützen, als einem Ganzen und den Kräften, die ihm ablehnend gegenüberstehen, meist Anhänger des ehemaligen Regimes und extremistischen Islamisten. Ein zweites Feld von Widersprüchen existiert unter den am Prozess teilnehmenden politischen Kräften und Strömungen, die unterschiedliche, teilweise gegensätzliche Vorstellungen und Agendas haben. Infolge des schweren Vermächtnisses des vorangegangenen Regimes, der Art und Weise, wie der Wechsel stattfand und der Veränderungen in der Welt sind die politischen und sozialen Kräfte, die in der nationalen demokratischen Agenda vertreten sind, nicht in der besten Verfassung; sie sind in einer schwächeren Position als diejenigen Kräfte, deren politische Basis auf religiösen, sektiererischen oder ethnischen Prinzipien gründet. Sie waren nicht so schwer von Tyrannei und Repression betroffen wie zivile Organisationen und demokratische Kräfte. Sie zogen Nutzen aus der Tatsache, dass Orte der religiösen Verehrung heilig waren und damit als Verbreitungsorte für Indoktrinierung und politische Mobilisierung genutzt werden konnten. Diese Situation ist aber nicht unveränderlich. Die USA und ihre Verbündeten sind zentrale Figuren in den Angelegenheiten des Irak. Es ist aber falsch, die Rolle der inneren Faktoren und der irakischen Akteure zu unterschätzen. Die Ereignisse und Entwicklungen im Irak zeigen, dass gerade sie es sind, die die Richtung, den Inhalt und die Gangart der Entwicklung des politischen Prozesses effektiv beeinflussen können. Dieser Einfluss wird stärker, je mehr es den irakischen Kräften gelingt, ihre Reihen zu einigen und in gemeinsam beschlossenen nationalen Fragen zusammenzuarbeiten. Aus diesem Grund betrachten wir die Entwicklungen und ihren Verlauf als das Resultat eines Kampfes und nicht als die Ausführung eines von den Besatzungsmächten beschlossenen Planes. Es besteht kein Zweifel, dass diese Mächte ihre eigene, Vorstellungen und Pläne haben, aber diese können durch die irakischen Kräfte verhindert oder verändert werden. Wir betrachten den politischen Prozess als eine Kampfarena mit dem Ziel, sie enger an der nationalen demokratischen Agenda auszurichten. Widerstand ist ein legitimes Recht des Volkes Widerstand gegen eine Besatzungsmacht ist ein allgemein anerkanntes, legitimes Recht. Wir meinen aber, es ist falsch, Widerstand auf bewaffneten Kampf zu reduzieren. Er ist ohne jede Frage eine denkbare Form des Kampfes, wenn die anderen Möglichkeiten an ihre Grenzen gelangt sind oder nicht greifen. Seit dem Zusammenbruch des Regimes im Irak gab es und wird es in vorhersehbarer Zukunft mehrere Formen des politischen Kampfs geben. Wir – und die meisten politischen Kräfte – sind weit davon entfernt, sie ausgeschöpft zu haben, vor allem in den Bereichen der Massenbewegung, Gewerkschaftsbewegung, zivilgesellschaftlichen Organisationen usw. Andererseits, und im Gegensatz zu allen früheren Beispielen, die wir kennen, haben die Kräfte, die den bewaffneten Widerstand gegen die Besatzung führen, kein politisches und soziales Programm vorgelegt und ihre politischen Vertreter nicht öffentlich genannt. Tatsächlich ist ihr wirkliches Ziel despotisch und brutal antidemokratisch. Obwohl wir glauben, dass das Zurückgreifen auf Waffen im derzeitigen irakischen Kontext kontraproduktiv ist, sind wir bereit, uns für einen Dialog mit den Kräften einzusetzen, die wirklich die Besatzung bekämpfen, andererseits aber von Terror und Angriffen gegen die Zivilbevölkerung und die Infrastruktur Abstand nehmen. Obwohl wir die Existenz solcher Kräfte nicht bestreiten, stellen sie nicht den Hauptanteil an den bewaffneten Aktionen, die generell dominiert sind von extremen Islamisten und Unterstützern des früheren Regimes. Position zum Abzug fremder Truppen Wir kämpfen darum, Bedingungen zu schaffen, die dazu führen, dass die fremden Truppen zum frühest möglichen Zeitpunkt abziehen. Wir meinen aber, dass der Ruf nach einem sofortigen Rückzug nicht die gegenwärtige scharfe Polarisierung in unserem Land berücksichtigt, die Existenz von paramilitärischen Organisationen und den unzureichenden Zustand der irakischen Sicherheitskräfte. Deshalb fordern wir einen Zeitplan für den Rückzug, was verbunden sein muss mit einer Verdopplung der Anstrengungen, die internen politischen, institutionellen und Sicherheitsbedingungen für einen Abzug herzustellen. Wie in der Erklärung der National Accord Conference in Kairo im letzten November deutlich wurde, gibt es im Irak einen Konsens über einen solchen Zeitplan für den Rückzug, um Chaos und weiteres Leid zu vermeiden. Das ist eine realistische Agenda, und sie kann in einer relativ kurzen Zeit umgesetzt werden. Wir hoffen, dass die Kräfte, die den Krieg ablehnen, die Komplexität der Situation im Irak in Betracht ziehen. Gleichzeitig respektieren wir das Recht aller Parteien und Organisationen in den Ländern, die Truppen in den Irak gesandt haben, ihren sofortigen Rückzug zu fordern. Das ist ihre eigene, interne Angelegenheit, während wir andererseits das Recht in Anspruch nehmen, unsere eigene Position zu vertreten, entsprechend dem, was wir als das Interesse unseres Landes betrachten. Eine solche Annäherung kann eine effektive und praktikable Basis für gemeinsame Aktionen bilden, die dem hohen Ziel des Friedens in der Welt und dem Kampf für Freiheit, Demokratie, Menschenrechte und sozialen Fortschritt dienen. Wir begrüßen eine verstärkte Teilnahme der UN in dieser Übergangsperiode, in Hinblick auf das Erreichen voller nationaler Souveränität, auf einen Abzug aller ausländischer Truppen zum frühest möglichen Zeitpunkt und auf eine Unterstützung für den Wiederaufbau des Landes. Wir fordern ebenso eine aktive Teilnahme der UN, damit der Irak und unser Volk in die Lage versetzt werden können, den politischen Prozess abzuschließen, demokratische Einrichtungen und eine legitimierte Regierung einzurichten, und freie, korrekte und durchschaubare Wahlen abzuhalten. Internationale Solidarität Wir müssen mit Bedauern anmerken, dass die irakischen demokratischen Kräfte in ihrem schwierigen Kampf von den internationalen Kräften der Linken keine wirkliche Solidarität und Unterstützung erfahren haben. So haben sich die meisten von ihnen leider mehr auf die Beobachtung von Ereignissen beschränkt, als auf den derzeitigen Kampf einen positiven Einfluss auszuüben, um damit die Entwicklung im Irak, vor allem den Kampf für eine demokratische Zukunft zu unterstützen, und dies zu einer Zeit, wo die irakischen nationalen und demokratischen Kräfte einer solchen konkreten Unterstützung und Solidarität dringend bedürfen. International Relations Committee Central Committee - Iraqi Communist Party Baghdad, 15 January 2006 ================================================ ================================================ 19 Heiligendamm Von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- G8 delegitimieren, soziale Bewegungen stärken, Alternativen leben Erwartungen an den G8-Prozess - ein Diskussionspapier des Arbeitsschwerpunktes Weltwirtschaft Eine Welle von Vernetzungs- und Kampagnentreffen, die Planung von Camps und Aktionen ist im Gange. Bereits gut ein Jahr bevor sich die "Gruppe der 8" im mecklenburgischen Heiligendamm trifft, richten NGOs, Netzwerke wie Attac und Gruppen des linksradikalen Spektrums ihre Aktivitäten auf das Thema G8 aus, welches quer durch alle Spektren der Linken ein gewaltiges Mobilisierungspotenzial zu besitzen scheint. Das große Bedürfnis nach Protest und Organisierung wird sichtbar. Die inhaltlichen Auseinandersetzungen und Aktionen im Umfeld des G8-Treffens könnten, wie schon in Seattle 1999, Genua 2001 und anderswo, zu einem dynamischen "Kristallisationsmoment" für emanzipative Bewegungen werden. Dies bietet große Chancen, wirft aber auch einige Fragen auf: • Wie kann der Gipfel der 8 kritisiert werden, ohne in eine problematische Sicht der "bösen 8 gegen den Rest der Welt" zu verfallen, der den Blick auf dieses scheinbare Machtzentrum verengt und dabei globale Herrschaftsverhältnisse und -systeme ausklammert? • Wie ist Protest möglich, ohne sich in die Inszenierung des G8 einzufügen, ja sie sogar zu stärken? • Wie kann die Mobilisierung genutzt werden, um statt einer einmaligen und punktuellen Konzentration der Kräfte dauerhaft handlungsfähige Strukturen zu schaffen? Wie können in der Mobilisierung Alternativen aufgezeigt und aufgebaut werden? Dieser Text ist Teil eines Diskussionsprozesses innerhalb des Arbeitsschwerpunktes Weltwirtschaft (ASWW) der BUKO. Wir wollen dazu beitragen, eine fundierte Kritik an der G8 als Teil und Ausdruck globaler Herrschaftsverhältnisse zu erarbeiten. Ebenso wichtig finden wir, dass der Protest über das Event Heiligendamm inhaltlich und organisatorisch hinausweist. 1. Die aktuelle Situation Das neoliberale Projekt steuert in eine Legitimationskrise. Das Versprechen von Glück und Wohlstand für alle, wenn denn Konkurrenz und Marktkräfte uneingeschränkt wirken können, blamiert sich täglich. Selbst die Brosamen, die angeblich bei genügend ökonomischem Wachstum auch unten ankommen - im Vokabular der Herrschenden trickle down genannt - schmecken nach Ausbeutung und Elend, Krieg und Militarisierung, Umweltzerstörung, Rassismus und patriarchalen Verhältnissen, nach Massenentlassungen bei gleichzeitig hohen Gewinnen der Unternehmen, nach der Erhöhung von Risiken im Krankheitsfall oder im Alter durch die "Reform" der sozialen Sicherungssysteme. Garniert wird das neoliberal-imperiale Modell mit Durchhalteparolen, mehr Zwang und Gewalt, aber auch mit offenem Zynismus. Die "unsichtbare Hand des Marktes" benötigt immer stärker die "Faust" des Staates und des Militärs. Immer mehr Menschen sagen ¡ya basta! (es reicht!). Die Kritik an der liberalen Demokratie und am kapitalistischen Weltmarkt, an den repressiven Antworten der Herrschenden und der zunehmenden Ausgrenzung von Menschen wächst. Die Suche nach Alternativen hat längst begonnen - hier zu Lande entwickelt sie bislang weniger Dynamik, in anderen Gesellschaften ist das jedoch sehr deutlich zu beobachten. Das Suchen ist nicht einheitlich und von Widersprüchen durchzogen. In Zeiten, in denen ökonomische Krisen unberechenbarer und häufiger werden, sehen die Herrschenden auch ihre Interessen gefährdet. Im Establishment wird um eine Neuausrichtung des neoliberal-imperialen Projekts gerungen, um den globalen Kapitalismus effektiver zu gestalten und zu relegitimieren. Auch wenn die Legitimation schwindet, steckt das neoliberal-imperiale Modell (noch) nicht in einer Funktionskrise, sondern dominiert staatliche Politik nicht nur in den kapitalistischen Metropolen. Die bestehenden Verhältnisse werden- wenn auch oft murrend- akzeptiert und aktiv mitgestaltet. Das Vertrauen in die politischen und ökonomischen EntscheidungsträgerInnen ist noch nicht grundlegend erschüttert. In Deutschland äußert sich Kritik weniger organisiert und emanzipatorisch als vielmehr diffus und im Sinne einer autoritären Sozialstaatlichkeit. Schlimmstenfalls kommt sie im rechtsextremen Gewand daher. Insofern haben wir es mit einer "Diskrepanz zwischen der extremen Beschleunigung des Umbruchs einerseits und nur schwach ausgebildeten Bewegungsansätzen andererseits" (Martin Dieckmann, in: ak 498, 16. September 2005) zu tun.1 In diesem Kontext sind sowohl die Treffen der politisch und ökonomisch mächtigsten Regierungschefs wie auch die Proteste zu verorten. Grundsätzlich unterschiedliche Vorstellungen von der Gestaltung gesellschaftlicher Verhältnisse treffen hier aufeinander. Diese Differenzen deutlich zu machen, die herrschende Sichtweise zu schwächen und emanzipatorische Perspektiven zu stärken, das ist ein Anliegen der Proteste. 2. Die G8 als Teil globaler Herrschaftsverhältnisse Die G8 sind weniger als ein Machtzentrum zu begreifen, von dem aus Entscheidungen globaler Reichweite getroffen werden, sondern bilden einen Knoten im Netzwerk globaler Hegemonie, in dem sich Herrschaftsverhältnisse verdichten und umkonfigurieren. Dieses Netz von Trennlinien und Machtbeziehungen zieht sich durch die gesamte Gesellschaft und lässt sich nicht auf ein einfaches ‚oben' und ‚unten' reduzieren. Vergegenwärtigt man sich die Geschichte der Gruppe der 8, so wird deutlich, dass die Regierungen sowohl Getriebene innerer und äußerer Gegensätze und Verhältnisse sind, als auch Antreiber einer wirtschaftsliberalen Politik. Ins Leben gerufen wurde die heutige G8 1975 im französischen Rambouillet. Die beteiligten sechs Regierungen2 wollten sich in einem informellen Rahmen über Maßnahmen verständigen, mit denen auf den drastischen Ölpreisanstieg, die ökonomische Rezession und die monetären Turbulenzen, die sich nach der Aufhebung der Goldbindung des Dollars 1971 und der Freigabe der Wechselkurse 1973 ergeben hatten, reagiert werden konnte. Mit der Schuldenkrise 1982/83 wurde die liberale Weltmarktintegration der südlichen Länder und die Liberalisierung der Kapitalmärkte erstmalig explizit gefordert. Spätestens Anfang der 1980er Jahre wurde die G8 zu einer aktiven Vertreterin eines marktförmigen Währungssystems, später dann zu einer Verfechterin von Strukturanpassungsmaßnahmen der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds sowie zur Antreiberin der Welthandelsorganisation. Seit dem Bestehen der G8 werden die Themen beständig ausgeweitet und den neuen ‚Anforderungen' angepasst. Der bereits Ende der 1970er Jahre thematisierte ‚Kampf gegen den Terrorismus' ist in den letzten Jahren (wieder) Gegenstand der G8-Beratungen. Mit den Themen Entschuldung und Entwicklungsfinanzierung reagieren die beteiligten Regierungen seit Birmingham 1998 auf Kritik an ihrer einseitig wirtschaftsliberalen Ausrichtung. Auf dem Treffen in St. Petersburg 2006 steht der Dauerbrenner ‚Energiesicherheit' wieder im Zentrum. Allerdings sollten die Abschluss-Kommuniques der G8-Treffen nicht überschätzt werden. Neben dem durch die Medien sichtbaren jährlichen Treffen der Regierungschefs besteht der G8-Mechanismus aus vielen anderen informellen Zusammenkünften, etwa der Außen- und Finanzminister oder der Umwelt- und Entwicklungsminister. Die G8-Finanzminister etwa treffen sich unter anderem im Rahmen der Frühjahrs- und Herbsttagung von IWF und Weltbank. Somit sind die ‚Weltwirtschaftsgipfel' selbst eher eine große P.R.-Veranstaltung. Im Grunde findet innerhalb der G8 ein permanenter Kommunikationsfluss auf den unterschiedlichsten Ebenen statt. Die Gruppe der 8 erfüllt verschiedene Funktionen: Erstens hat sie zwar als solche keine eigenständige formelle Entscheidungsgewalt, ja noch nicht einmal ein Gründungsdokument. Aber über die mächtigen Regierungen werden die Absprachen in andere internationale Foren eingebracht (etwa in Weltbank, IWF, WTO, OECD) bzw. über nationale Politiken umgesetzt. In den Abschlusserklärungen werden häufig Initiativen in internationalen Organisationen angekündigt oder angemahnt. Die Gruppe der 8 übt zudem über ‚Empfehlungen' oder konkrete Forderungen Druck auf andere Regierungen aus. Sie kann über ihre vielfältigen Mechanismen flexibel agieren, ohne ihre Entscheidungen in demokratischen Prozessen legitimieren zu müssen. Zweitens werden im Rahmen der G8 Differenzen und Widersprüche zwischen den weltpolitisch und -ökonomisch dominierenden Staaten ausgetragen und bearbeitet. Gemeinsame Interessen der Mitgliedsstaaten werden destilliert, koordiniert und nach außen gebündelt. Beim Verschuldungsmanagement in den 1980ern, den Währungskrisen in den 1990ern sowie bei der heutigen Durchsetzung von Strategien ‚globaler Sicherheit' und der Sicherung der Energieversorgung waren und sind die G8 jeweils ein zentraler Ort der Entwicklung von Strategien des Krisenmanagements. Diese waren stets darauf ausgerichtet, eine inhärent krisenhafte Weltwirtschaft durch politische Rahmenbedingungen zu stabilisieren; im Sinne ‚makroökonomischer Stabilität', aber auch zur Sicherung der bestehenden Machtverhältnisse. Die Bearbeitung von Widersprüchen zwischen den G8-Staaten stößt jedoch auch an Grenzen, wie die gegensätzlichen Positionen zum Irak-Krieg, zu umwelt- und zu handelspolitischen Fragen zeigten. Drittens entfalten insbesondere die Treffen der Regierungschefs eine hohe symbolische Wirkung. "Schaut her, wir packen die Probleme der Welt zusammen an! Wir sind die Chefs!" Neben der direkten Einflussnahme erfüllt die G8 also die Funktion, Zustimmung für sich zu erzeugen und somit Spielräume für ihre Politik zu schaffen. Die symbolische Inszenierung von Herrschaft und Legitimität verkörpert und stabilisiert die Verhältnisse, da die Gipfel auf dieser Ebene bis in den Verstand und die Gefühle der ‚Beherrschten' wirken. Auf Grund der wachsenden Kritik werden in der Öffentlichkeit weniger grundlegende wirtschaftpolitische Fragen präsentiert, sondern medienwirksam aufbereitete Themen wie Entschuldung und Entwicklungshilfe. Im Rahmen solcher Kampagnen werden auch RegierungsvertreterInnen von Nicht-Mitgliedern eingeladen (etwa aus Afrika) oder von internationalen Organisationen wie der UNO-Generalsekretär. Diese Kampagnen greifen allgemeines Unwohlsein und konsensfähige Forderungen von Teilen der Zivilgesellschaft auf und kanalisieren sie zu scheinbar unumstrittenen Maßnahmen, die letztlich auf eine Relegitimierung der G8 abzielen. Die G8 kann sich hier auf ein fest im Alltagsverstand verankertes Politikverständnis stützen, für das ein Delegieren an Regierungen selbstverständlich ist. Zusammen mit einem vermeintlich neutralen Fokus auf ‚Problemlösung' und einer Ideologie der Effizienz wirkt ein solches Verständnis de-politisierend und verdeckt die bestehenden Herrschaftsverhältnisse. 3. Delegitimierung der G8 und darüber hinaus Die zentrale Forderung einer internationalistischen Linken kann unseres Erachtens nur die Delegitimierung der G8 sein. Darüber hinaus schlagen wir vor, dass sich im G8-Prozess die verschiedenen emanzipativen Spektren mit ihren Anliegen finden und austauschen und gleichzeitig nach thematischen Zuspitzungen suchen, die einer breiteren Öffentlichkeit verständlich gemacht werden können. Der Protest sollte sich nicht in inhaltlicher Analyse erschöpfen, sondern Raum bieten, Alternativen zu entwickeln und auch zu leben. Schließlich müssen wir uns mit den Strategien von Regierungen und herrschenden Medien auseinander setzen, die oft versuchen, durch eine Aufteilung der Proteste in ‚gut' und ‚böse' Spaltungen hervorzurufen. a) Delegitimieren Der G8 mangelt es in zweifacher Hinsicht an Legitimation: Sowohl gemessen an den für viele Menschen katastrophalen Ergebnissen ihrer Politik, als auch gemessen am eklatanten Missverhältnis zwischen den Beteiligten und den Betroffenen der G8-Entscheidungen. Was dieses Missverhältnis angeht, so erfüllt die G8 nicht einmal die selbst gesetzten Standards liberaler Demokratie. Acht Regierungen maßen sich an Beschlüsse zu treffen, deren symbolische und materielle Auswirkungen weltweit zu spüren sind. Die Regierungschefs der G8 sind auf nationalstaatlicher Ebene zwar formal demokratisch legitimiert, faktisch agieren sie aber auf vermachteten Terrains, auf denen nur diejenigen gesellschaftlichen Interessen Wirkung entfalten können, die mit den herrschenden Problemdefinitionen vereinbar sind. Dazu kommt, dass im Falle Putins selbst die formaldemokratische Legitimation in Frage steht und dass politische Herrschaft sich auch in den so genannten westlichen Demokratien ihres liberal-demokratischen Mantels immer weiter entledigt, zunehmend autoritäre Züge annimmt und sich damit gemessen an den eigenen Legitimationsstandards selbst in ein Legitimationsproblem manövriert. Dass Delegitimierung eine schlagkräftige Forderung sein kann, zeigen die Konflikt- und Mobilisierungsformen in der argentinischen Krise. Die Parole " ¡que se vayan todos!" (sie sollen alle abhauen!) brachte hier eine Strategie der Delegitimierung auf den Punkt, d.h. verdichtete sie in einer griffigen und einleuchtenden Forderung, die eine hohe Mobilisierungswirkung entfalten konnte. Delegitimierung beinhaltet grundsätzlich drei Elemente: Erstens spricht sie den Regierenden das Recht ab, Entscheidungen in der Form und mit den Inhalten zu treffen, wie sie es tun, weil diejenigen, die die Suppe auslöffeln müssen, nicht mitkochen durften (Element eins: Ihr habt nicht das Recht!). Zweitens macht sie deutlich, dass die gesellschaftlichen Möglichkeiten, ein menschenwürdiges Leben jenseits vom Zwang zu sinnloser Arbeit zu führen, gegeben sind, dass diese Potenziale aber nicht ausgeschöpft, sondern interessengeleitet negiert werden (Element zwei: Es ist genug für alle da!). Drittens verweist sie auf bereits praktizierte bzw. angedachte Alternativen selbstbestimmten und solidarischen Zusammenlebens und postuliert deren Verallgemeinerungsfähigkeit (Element drei: Wir können es besser!). Eine Herausforderung besteht darin, diese Kritik nicht nur auf die G8 zu beziehen, sondern auf soziale Konflikte in unterschiedlichen Kontexten anzuwenden und radikaldemokratische Alternativen aufzuzeigen. Nicht nur die G8 als ein Ausdruck globaler Herrschaftsverhältnisse muss delegitimiert werden, sondern die zu Grunde liegenden Formen und Definitionen von Politik, Entscheidungsfindung und gesellschaftlicher Struktur. Emanzipatorische Veränderungen müssen sich klar gegen den kapitalistischen und patriarchalen Staat und internationale politische Institutionen, gegen herrschende Politikvorstellungen und Naturverhältnisse positionieren, aber auch gegen sich quer durch die Gesellschaft ziehende Hierarchien in Bezug auf Herkunft, Geschlecht, Klasse und gesellschaftlichen Vorstellungen von Normalität. b) Zuspitzen und Sichtbarmachen Der G8-Prozess kann von emanzipatorischer Seite dazu genutzt werden, dass sich unterschiedliche soziale und politische Spektren stärker aufeinander beziehen und nach gemeinsamen Handlungsansätzen suchen: Sozialpolitische Gruppen und Erwerbslosen-Initiativen, gewerkschaftliche Linke, feministische Gruppen, selbstorganisierte MigrantInnen, anti-rassistische und anti-faschistische Gruppen, die Umweltbewegung, Studierende, die Bewegung gegen den Krieg und die für eine andere Globalisierung. Unterschiedliche Kämpfe in unterschiedlichen Bereichen folgen unterschiedlichen Logiken: Widerstand gegen repressive Migrationspolitik funktioniert anders als der Aufbau betrieblicher Gegenmacht, Politik gegen Nazistrukturen ist etwas anderes als Protest gegen Hartz IV usw. Die Mobilisierung nach Heiligendamm erfordert einen offenen Umgang mit Unterschieden und Widersprüchen, und kann als Experiment mit gemeinsamen thematischen Zuspitzungen dienen. Einen breiten Konsens könnte es inhaltlich dahingehend geben: • Wir fordern erstens die Auflösung der Gruppe der 8 und nicht ihre Erweiterung etwa durch die Einbeziehung anderer Länder. • Wir verweigern uns dem Dialog mit den Regierungen, die im Rahmen der G8 die global herrschenden Interessen koordinieren. Damit laufen wir nicht Gefahr, dem Prozess durch ‚konstruktive Kritik' Legitimität zu verleihen. • Wir sehen, dass viele Menschen in den Metropolen die herrschenden Verhältnisse entweder passiv-resignierend hinnehmen oder sogar aktiv unterstützen - ein schlichtes ‚die da oben, wir hier unten' geht also nicht auf. Wir benötigen überzeugende Argumente und müssen für interessierte Menschen und Medien ansprechbar sein. Die Kunst besteht darin, radikale Kritik und Forderungen zu formulieren und sich gleichzeitig über den Kreis der ohnehin Überzeugten hinaus zu begeben. • Unsere Kritik ist berechtigt, auch wenn wir keinen umfassenden Gegenentwurf präsentieren. Wir haben keinen, und wir wollen keinen. Eine andere Welt kann nicht autoritär geplant und durchgesetzt werden, sondern muss in Lernprozessen, durch Erfahrungsaustausch und Beteiligung aller entstehen. Darüber hinaus muss es ein Teil der Proteste sein, den Unsichtbaren, Stimmlosen und Marginalisierten hier zu Lande und international dazu zu verhelfen, dass sie gesehen und gehört werden und ihre Kritik und Alternativen formulieren können. Das bedeutet, einige Themen systematisch zu bearbeiten und in einer breiteren Öffentlichkeit zu verankern: beispielsweise Migration und die Lebensverhältnisse der Menschen, die aus anderen Ländern nach Westeuropa kommen; die Situation der vielen Ausgegrenzten hierzulande ohne Stimme und ohne Gesicht oder die Lebensverhältnisse in den sogenannten peripheren Gesellschaften. Diese Themen sollten mit den Politiken im Rahmen der G8, mit Verschuldung und Weltmarktkonkurrenz, aber auch mit den hiesigen Produktions- und Konsumweisen in Verbindung gebracht werden. Schließlich: Vielleicht gelingt es, Begriffe zu finden, in denen sich die aktuellen Kämpfe und Anliegen verdichten und ihnen eine gemeinsame Perspektive geben. Das zapatistische "¡ya basta!" oder "Eine andere Welt ist möglich!" haben diese Funktion. c) Gelebte Alternativen Globaler Protest darf sich nicht in inhaltlicher Kritik erschöpfen, sondern muss sich in einen kreativen Prozess umwandeln. Dabei geht es um das fragende Voranschreiten hin zu einer Veralltäglichung von Widerstand, dem Aufbau und Leben von Alternativen. Die G8-Mobilisierung muss sich als Teil verschiedener Formen des praktizierten sozialen Protests verstehen, in all seiner Widersprüchlichkeit. Ein Bewusstwerden dieser Widersprüche aus einer kritischen Betrachtung der eigenen Bewegungen heraus kann ebenso wie das bewusste Umsetzen alternativer Organisations- und Lebensformen Perspektiven aus dieser Widersprüchlichkeit öffnen. Dieser Prozess muss von vornherein darauf angelegt sein, sich über die thematischen, gesellschaftlichen, nationalen Grenzen hinweg zu erstrecken. Das dissent!-Spektrum kann hierfür in mancher Hinsicht ein Beispiel sein: Vor dem Gipfel in Schottland 2005 gelang eine europaweite Mobilisierung, deren Ausrichtung und Strukturen nun als Basis für die Mobilisierungen gegen die Gipfel in Russland und Deutschland dienen können. d) Spaltungen vorbeugen Auf drei Entwicklungen müssen wir gefasst sein. So wird es erstens von herrschender Seite den Versuch geben, die Proteste zu delegitimieren. Die Staatslenker präsentieren sich als die moralisch aufgeklärten RealpolitikerInnen und weisen uns in die Ecke der Spinner. Zweitens - das lehren die Erfahrungen aus vergangenen Protesten - wird es Versuche geben die Bewegung zu spalten. Bei verschiedenen Gipfeln der letzten Jahre wurde versucht, kritische Stimmen durch eine Strategie der Vereinnahmung zum Schweigen zu bringen. Events wie ‚Live Aid' und die ‚make poverty history'-Kampagne, die den G8 2005 in Gleneagles begleiteten, haben Protest erfolgreich kanalisiert und die G8 so als legitime Adressatin von Forderungen nach einer ‚gerechteren Globalisierung' stilisiert. Den ‚dialogbereiten Globalisierungskritikern' wird zugehört oder gar - wie in Davos mit dem von offizieller Seite so genannten ‚Spielwiesen-Szenario' - ein offenes Forum geschaffen, auf dem sie ihre Anliegen vortragen dürfen. Die anderen werden als ‚Gewaltbereite' diffamiert. Wie erfolgreich die Mobilisierung gegen den Gipfel 2007 wird, hängt auch davon ab, ob es gelingt, auf den Versuch einer solchen Vereinnahmung nicht mit Spaltung und Abgrenzung zu reagieren, sondern die geäußerte Kritik aufzunehmen und zu radikalisieren. Damit zusammenhängend ist es drittens wahrscheinlich, dass gegen die Proteste oder zumindest bestimmte Protestformen repressiv vorgegangen wird. Daher ist es wichtig, dass bereits heute Antirepressions-Kampagnen entstehen und die lokale Bevölkerung gewonnen wird. Um diesen Strategien zu begegnen, benötigen wir solidarische Diskussionen. Da Diskussionen Zeit brauchen, sollten wir nicht, wie es in der Bewegungslinken immer wieder passiert, unter dem zeitlichen Druck zur Aktion auf Klärung und produktiven Streit verzichten. Vielmehr gilt es, diese zu nutzen, um die Dynamiken des Protests zu reflektieren, aus ihnen zu lernen und so handlungsfähiger zu werden. Ausblick Die Bundeskoordination Internationalismus (BUKO) als ein Dachverband internationalistischer Gruppen möchte diesen Prozess der Verständigung und Vernetzung unterstützen und ein Forum bieten, Diskussionen in der nötigen Breite und Pluralität zu führen - unter anderem auf den beiden kommenden Kongressen.3 Der Erfolg der Proteste hängt zum einen davon ab, in wieweit es gelingt, nicht nur inhaltlich, sondern auch in Bezug auf die Organisation über den G8-Gipfel hinaus zu gehen. In der Vergangenheit wurden vielfältigen Erfahrungen in ähnlichen Mobilisierungen gemacht. Diese gilt es kritisch-reflektierend aufzunehmen, anstatt jede Gipfelmobilisierung neu zu erfinden. Ziel muss sein, dauerhafte und konsistente Strukturen aufzubauen, die lokale mit globalen Kämpfen in Verbindung setzen, sozialen Protest vernetzen und stärken. Zugleich heißt es aber auch, keinen ‚Großen Wurf' vorzubereiten, sondern die Mobilisierung als einen offenen Prozess zu betrachten, in dessen Rahmen Alternativen bereits gelebt werden können. Die Mobilisierung gegen den G8-Gipfel hat viel erreicht: Wenn die herrschenden Verhältnisse klug und kreativ kritisiert und delegitimiert wurden, d.h. die verschiedenen Aktionen und Veranstaltungen gegen den Gipfel breit ausstrahlen; wenn grundlegend emanzipative Perspektiven, d.h. anti-imperiale und kapitalismuskritische, anti-rassistische, feministische und radikalökologische Positionen innerhalb und jenseits des Protestspektrums gestärkt werden; wenn rechte Positionen keine Chance hatten, ihre ‚Kritik' hörbar zu machen; wenn mehr Menschen bereit sind, sich auf vielfältige Weise in ihrem Alltag gegen die wirtschaftsliberalen und repressiven Muster zu verhalten; wenn solidarische Formen politischen, sozialen, kulturellen und ökonomischen Zusammenlebens gestärkt und neue entwickelt werden. Wenn eine emanzipatorische Linke stärker wird und sich darüber hinaus mit ihren unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen kritisch-solidarisch aufeinander bezieht - dann können gerechte und freie, friedliche und nachhaltige Verhältnisse geschaffen werden. Arbeitsschwerpunkt Weltwirtschaft der Bundeskoordination Internationalismus (BUKO), März 2006 Der ASWW möchte mit diesem Text zur Diskussion einladen. Erreichen könnt ihr uns unter asww at buko.info. Auf dem BUKO 29 in Berlin wird es einen Workshop geben, in dem das Papier zur Diskussion gestellt wird. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen! 1 Raum für eine Analyse der Bewegung und für vertiefende Auseinandersetzung mit der G8 bietet die demnächst erscheinende Broschüre des ASWW. 2 USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan; 1976 kam Kanada hinzu, 1977 die EU-Kommission. Die russische Regierung nimmt seit 1994 an den Treffen teil und ist seit 1998 formelles Mitglied (allerdings bis 2006 nicht für alle Bereiche). 3 Der 29. Bundeskongress "re:control. antworten, abweisen, aneignen" findet vom 25. bis zum 28. Mai in Berlin statt. Einer der Schwerpunkte wird die G8 sein, weitere Informationen unter www.buko.info. [als pdf mit allen Formatierungen unter http://gipfelsoli.org/Heiligendamm/buko/asww_G8.pdf] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org -------------------------------------------------------------------------- ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/März/2203.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/ März/2303.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/März/2403.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) 2 beiträge nicht genommen: unaktuell, doublette Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 16.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Thu Mar 23 08:32:46 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Thu, 23 Mar 2006 08:32:46 +0100 Subject: widerst@nd MUND: Donnerstag, 23.3.2006 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund Donnerstag, 23.3.2006 ================================================ A) INHALT ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 01 Aufruf für die internationalistische Demonstration am 1. Mai 2006 von ASt-LFI ================================================ 02 Argumentationstraining gegen Stammtischparolen von Initiative Minderheiten Newsletter ================================================ 03 Vorbereitungstreffen für Mauthausen-Gedenkfeier 2006 von LesbenFrauenNachrichten at gmx.at ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 04 KPÖ/Armut/EU/Umverteilung/Soziale Gerechtigkeit von KPÖ-Information ================================================ 05 KPÖ/Weltwassertag/Privatisierung/Grundversorgung von KPÖ-Information ================================================ 06 Aks: PISA für LehrerInnen - Evaluation muss laufend passieren! "Ingrid Gogl" ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 01 Aufruf für die internationalistische Demonstration am 1. Mai 2006 von ASt-LFI ================================================ Aufruf für die internationalistische Demonstration am 1. Mai 2006: Internationale Solidarität – Einheit im Kampf - Widerstand! Wir demonstrieren am 1. Mai gemeinsam, weil wir die Tradition dieses internationalen Kampftages der ArbeiterInnenklasse im besten Sinne hoch halten wollen. Weil wir genügend Gründe dafür sehen, gemeinsam zu sagen: WIDERSTAND tut Not! WIDERSTAND gegen imperialistischen Kriegen und Besatzung! WIDERSTAND gegen das Europa der Konzerne und Generäle! WIDERSTAND gegen Folter, Isolationshaft, „Antiterrorkampf“, „Schwarze Listen“ und Entdemokratisierung! WIDERSTAND gegen die Verharmlosung des Faschismus und Kriminalisierung des Kommunismus! WIDERSTAND gegen die immer unverschämtere Anhäufung von Reichtum bei gleichzeitiger Verarmung immer breiterer Bevölkerungsschichten! WIDERSTAND gegen Sozialabbau, Privatisierung und Lohnraub! WIDERSTAND gegen die weiteren Verschlechterungen im Gesundheitssystem und „Zwei-Klassen-Medizin“! WIDERSTAND gegen Bildungsabbau und Elite-Unis! WIDERSTAND gegen den Besuch des „Oberterroristen“ Bush im Juni in Österreich! WIDERSTAND gegen Staatsrassismus und alle diskriminierenden AusländerInnengesetze! Wir sind der Überzeugung, dass global, europaweit und auch in Österreich eine internationalistische und solidarische Bewegung entstehen muss und wird, die dem Wahnsinn des kriegstreiberischen und menschenverachtenden kapitalistischen System massiven Widerstand entgegensetzt. Wir sind optimistisch, daß letzten Endes Milliarden von Menschen stärker sein werden, als eine Hand voll Milliardäre und deren Helfer und Helfershelfer. Wir sehen in den sozialen und politischen Kämpfen der jüngsten Zeit wertvolle Lernschritte und Anknüpfungspunkte. Der Kampf der europäischen HafenarbeiterInnen soll uns ein Vorbild sein. Sie haben es geschafft, eine unsoziale EU-Richtlinie durch einheitlichen und massiven Protest zu verhindern. Die ArbeiterInnen und Angestellten aller Branchen und Länder können aus solchen Kämpfen lernen, dass nicht die Gewerkschaftsbürokratien und reformistischen Abwiegler ihre Interessen vertreten, sondern es in ihren eigenen Händen liegt, dem Kapital erfolgreichen Widerstand entgegenzusetzen. Wir erklären an diesem 1. Mai unsere Solidarität mit allen vom imperialistischen System gefangenen, entrechteten und gefolterten Menschen, sei es im Irak, in Afghanistan, Palästina, der Türkei, in Guantanamo oder sonst wo auf der Welt. Wir erklären unsere Solidarität mit allen unter imperialistischer Besatzung, Unterstützung und Krieg leidenden Völker, im Besonderen den Völkern des Irak und Palästinas und ihrem Widerstand gegen den neuen Kolonialismus. Wir wenden uns gegen neue Kriegs- und Interventionspläne der Imperialisten und fordern: Hände weg von Iran, Korea, Syrien, Kuba und Venezuela! Wir erklären unsere Entschlossenheit, breite und kämpferische Proteste gegen den Besuch des größten Kriegsverbrecher auf diesem Planeten – US-Präsident George W. Bush – um den 21. Juni in Österreich zu organisieren. Verwandeln wir Wien in eine Anti-Bush-Stadt! Wir fordern: Schluss mit der Verschleuderung öffentlichen Eigentums. Keine Privatisierung der Post. Wir sagen: Gleiche Rechte für alle. Weg mit allen Gesetzen, die unsere Rechte und Freiheiten einschränken! Wir treten für eine Gesellschaft ein, in der es heißt: „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen“. Wir sind der tiefen Überzeugung, dass die arbeitenden Menschen und unterdrückten Völker das globale Räubersystem des Imperialismus früher oder später besiegen und durch solidarische, gerechte, sozialistische Gesellschaften ersetzen werden. Dafür kämpfen wir, auch am 1. Mai. Solidarität – Einheit im Kampf – Widerstand! Treffpunkt: ab 9.00 Oper Abschlusskundgebung: Vor dem Parlament Erstunterzeichnende Organisationen: Gewerkschaftlicher Linksblock in der GPA-Wien ATIGF – Föderation der Arbeiter aus der Türkei in Österreich KI - Kommunistische Initiative Anatolische Föderation ASt – ArbeiterInnenstandpunkt Atilim Antiimperialistische Koordination HÖC - Front für Rechte und Freiheiten AL-ANTIFASCHISTISCHE LINKE YDG – Neue demokratische Jugend Sozialistische Jugend/Stamokap-Strömung REVOLUTION ================================================ 02 Argumentationstraining gegen Stammtischparolen von Initiative Minderheiten Newsletter ================================================ Die Oesterreichische Gesellschaft für politische Bildung lädt in Kooperation mit ZARA und der Initiative Minderheiten ein: Argumentationstraining gegen Stammtischparolen 2-tägige TrainerInnenausbildung Mittwoch, 26. April 2006: 9.00 – 17.00 Donnerstag, 27.April 2006: 9.00 – 17.00 ÖGB Seminarzentrum Strudlhof Strudlhofgasse 10, 1090 Wien Tel. 01/3192522-300 Programm: 1. Tag Über die Trainingsmethode in Österreich Zum Gebrauch der Materialien Definitionen und Begriffe Sammlung und Sichtung der Parolen 1. Rollenspiel (Am Stammtisch) Interpretation und Analyse (emotional, rhetorisch-gesprächstaktisch, inhaltlich) Erarbeitung von Strategien Inhaltliche Vertiefung der Thematik Psychologische Hintergründe Vorurteile in der politischen Argumentation 2. Rollenspiel (Am Stammtisch) Moderationshinweise Zusammenfassung der Ergebnisse der Rollenspiele 2. Tag Über die Ursachen von Aggressionen Der autoritäre Charakter, Autoritarismus Rechtsextremismus, Xenophobie 3. Rollenspiel Analyse und Interpretation (emotional, rhetorisch-gesprächstaktisch, inhaltlich) Erarbeitung weiterer Strategien Theorie der kognitiven Dissonanz Üben subversiver Argumentation Erarbeitung einer Agenda für Trainings Hinweise zur Organisation von Argumentationstrainings Feedback Projektförderung ÖGPB: Da die ÖGPB eine Einrichtung zur Förderung von Projekten der politischen Bildung für Erwachsene ist, werden im Rahmen der jährlichen Projektfördermittelvergabe auch Argumentationstrainings gegen Stammtischparolen unterstützt. TrainerInnen, die selbst Trainings in Kooperation mit einer Bildungseinrichtung veranstalten möchten, können ihre Projekte bis 19. Mai 2006 einreichen. Nähere Informationen und Tipps zur Einreichung erhalten Sie von den MitarbeiterInnen der ÖGPB. TrainerInnenpool: Auf der Website www.politischebildung.at der ÖGPB findet sich eine ModeratorInnenliste. ErwachsenenbildnerInnen, die eine Ausbildung absolviert haben, werden auf Wunsch in diese Liste aufgenommen und bei Anfragen auch weiter vermittelt. Zielgruppe: Die TrainerInnenausbildung richtet sich an ErwachsenenbildnerInnen, LehrerInnen, MitarbeiterInnen in der Jugend-, Sozial und Bildungsarbeit und NGOs sowie an alle, die an der Thematik interessiert sind und selbst Trainings dieser Art durchführen möchten. Moderation: Dr. Hakan Gürses, Philosoph, Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung, Chefredakteur der „STIMME von und für Minderheiten“, Lehrbeauftragter an der Uni Wien. Dr. Marion Wisinger, Historikerin, Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung, arbeitet in der Erwachsenenbildung im Bereich der Entwicklung von Lernmodellen und innovativen Programmen. Trainerin für interkulturelle Kommunikation von Erwachsenen und Jugendlichen. ***** Newsletter der Initiative Minderheiten Gumpendorfer Straße 15/13 A-1060 Wien Tel. 586 12 49-18 Fax 586 82 17 http://www.initiative.minderheiten.at http://www.gastarbajteri.at ================================================ 03 Vorbereitungstreffen für Mauthausen-Gedenkfeier 2006 von LesbenFrauenNachrichten at gmx.at ================================================ Liebe Frauen Lesben, am 8. Mai 2006 wird erstmalig im ehemaligen Konzentrationslage Mauthausen der Frauen gedacht die in den Jahren 1938 - 1945 durch die Nazi-Diktatur ermordet wurden. Ein Gedanktafel wird enthüllt. Auch in den anderen Gedenkstätten in Österreich wird der Frauen gedacht. In den letzten Jahren haben autonome Frauen unter dem Namen "Feministischer Widerstand" durch die Kranzniederlegungen vor dem Lagerbordell und eigene Gedenkfeiern für Frauen, erst beim Kinder- und Jugenddenkmal und in den letzten beiden Jahren vor dem Lagerbordell, Bewußtsein für die Versäumnisse geschaffen. Daher wird an dieser Feier keine Militätmusik teilnehmen. Ruth Klüger war für die Gedenkrede vorgesehen. Sie ist leider schwer erkrankt und hat alle Termine in Europa absagen müssen. Um unseren Betrag zur Gedenkfeier zu besprechen treffen laden wir alle interessierte Frauen Lesben zu einer Besprechung. am Freitag, 31. März 2006 um 17 Uhr im FZ 2. Stock ein. Es gib bisher folgende Vorschläge und Überlegungen: Wir wollen uns wieder als Autonome Feministinnen, FrauenLesben, gemeinsam beim Einzug (ab 11 h) beteiligen. Wir organisieren für 10 h und 13 h eine Frauenführung im ehemaligen Lagerbordell. Es gibt Überlegungen für eine Mahnwache beim Kranz vor dem Lagerbordell. Liebe Grüße ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 04 KPÖ/Armut/EU/Umverteilung/Soziale Gerechtigkeit von KPÖ-Information ================================================ KPÖ-Pressedienst - Drechslergasse 42, 1140 Wien - Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 - Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail bundesvorstand at kpoe.at - Web www.kpoe.at - News www.kpoe.at/lpd - Ausgabe vom 22. März 2006 Wirksame Armutsbekämpfung braucht grundlegend andere Politik Thema Soziale Gerechtigkeit hat zentrale Bedeutung 72 Millionen Arme bzw. Armutsgefährdete und 32 Millionen Arbeitslose sind Beweis genug, dass mit dieser EU ein „soziales Europa“ nicht zu machen ist. Die Warnung der Armutskonferenz soziale Fragen als drittrangig zu behandeln ist daher mehr als berechtigt. Allerdings greift es zu kurz den sozialen Zusammenhalt als dritte Säule der Lissabon-Strategie neben Wachstum und Jobs einzumahnen. Fakt ist nämlich, dass die mit einem Supermachtsanspruch verbundene Lissabon-Strategie mit dem Ziel die EU als „Europa der Konzerne“ zur stärksten Wirtschaftsmacht der Welt zu werden mittlerweile gescheitert ist: „Es sind nämlich die elementaren Grundlagen der EU wie die vier Grundfreiheiten des Maastricht-Vertrages, der Stabilitätspakt und die Liberalisierungsrichtlinien, die eine wirksame Sozial- und Beschäftigungspolitik unmöglich machen“, meint KPÖ-Bundessprecherin Melina Klaus. Durch rigide Budgetauflagen und eine streng monetaristische Politik - mit Zustimmung Österreichs - sind die Mitgliedsländer bis hinunter auf die Ebene der untersten Gebietskörperschaften gezwungen einzusparen. Konkret bedeutet das Tarif- und Gebührenerhöhungen, Kürzung oder Streichung sozialer Leistungen und Ausgliederung und Privatisierung öffentlicher Dienste. Während die Gewinne der EU-Großkonzerne immer neue Rekordwerte erreichen, tendiert ihre Steuerleistung zunehmend gegen Null. Österreich hat zum Steuerdumping mit der Abschaffung der Vermögenssteuer, der Schaffung steuerschonender Privatstiftungen und zuletzt mit der Senkung der Körperschaftssteuer von nominell 34 auf 25 Prozent dazu beigetragen. Allein durch die Gruppenbesteuerung verliert das Bundesbudget 70 Millionen Euro jährlich. Der Reichtum ist hierzulande besonders stark konzentriert: Die reichsten zehn Prozent der Bevölkerung besitzen in Deutschland 47 Prozent des Vermögens, in Österreich hingegen 68 Prozent. Die Kehrseite sind 460.000 Arme bzw. über eine Million Armutsgefährdete. Und die Zahl der Privatkonkurse stieg von 1995 bis 2005 von 789 auf 6.446 Personen. Wirksame Armutsbekämpfung und Beschäftigungspolitik braucht daher eine Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums. Eine Schlüsselfrage dabei ist eine andere Steuerpolitik durch gebührende Besteuerung von Kapital und Vermögen. Notwendig ist die Schaffung einer Grundsicherung um Armut zu verhindern und eine allgemeinen Arbeitszeitverkürzung um der wachsenden Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken: „Für die KPÖ ist daher das Thema soziale Gerechtigkeit von zentraler Bedeutung“, so Melina Klaus abschließend. ================================================ 05 KPÖ/Weltwassertag/Privatisierung/Grundversorgung von KPÖ-Information ================================================ KPÖ-Pressedienst - Drechslergasse 42, 1140 Wien - Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 - Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail bundesvorstand at kpoe.at - Web www.kpoe.at - News www.kpoe.at/lpd - Ausgabe vom 22. März 2006 Weltwassertag: Privatisierung hat sich als Irrweg erwiesen Hochwertiges Trinkwasser ist elementarer Teil der Grundversorgung Die Bedeutung einer im Besitz der öffentlichen Hand befindlichen Wasserversorgung unterstreicht die KPÖ anläßlich des Weltwassertages am 22. März. KPÖ-Kommunalsprecher Leo Furtlehner verweist dazu auf negative Beispiele in anderen EU-Ländern, wo eine Privatisierung erhebliche Kostensteigerungen und gleichzeitig eine schlechtere Versorgung mit sich gebracht hat. In Frankreich ist seit der Privatisierung der Wasserpreis um 146 Prozent gestiegen, gleichzeitig aber die Qualität des Trinkwassers massiv gesunken. Die Finanzzeitung „Financial Times“ bezeichnete die Privatisierung im Referenzmodell Großbritannien als „Raubzug“, „legalisierter Überfall“, „Schwindel“ und „Piraterie“. In Berlin wird die Privatisierung der Wasserbetriebe als schwerer Fehler erkannt. Wasser ist neben Luft nicht durch andere Ressourcen ersetzbar. Österreich kann auf eine hervorragende Qualität der Wasserversorgung verweisen: 99 Prozent des Trinkwassers stammt aus Quell- oder Grundwasser, während etwa im benachbarten Bayern bereits 40 Prozent des Wassers aufbereitet werden müssen. Allerdings steigt auch die Gefährdung des Wassers: So warnt etwa der Verkehrsclub Österreichs (VCÖ) vor einer Bedrohung der Wasservorräte durch die Auswirkungen des wachsenden Verkehrs. Die KPÖ betrachtet die Wasserversorgung als elementaren Teil der kommunalen Grundversorgung, diese muss daher unbedingt in öffentlicher Hand durch die Gemeinden oder durch Wassergenossenschaften betrieben werden. So hat bereits der 51. österreichische Städtetag im Juni 2001 in Villach gewarnt, dass bei einer Privatisierung „lediglich ein öffentliches Monopol durch ein privates, der Einflußnahme der öffentlichen hand entzogenes Monopol ersetzt wird, welches dem Shareholder-Value verpflichtet ist.“ In der EU wird die Wasserversorgung jedoch von Großkonzernen beherrscht: Vivendi und Suez (beide F) versorgen bereits jeweils 100 Millionen Menschen, RWE (D) 56 Millionen, United Utilities (GB) 27, Saur (F) 26, Seven Trent (GB) 20, Anglican Water (GB) 9 Millionen Menschen. Ein Objekt deren Begierde sind auch die 4.250 Wasserversorger in Österreich, zumeist Gemeinden und Wassergenossenschaften. Bereits seit 2004 schreibt die mit Zustimmung Österreichs beschlossene EU-Wasserrichtlinie eine wirtschaftliche Analyse vor, ab 2010 wird die Kostendeckung vorgeschrieben. Eine vom Wirtschaftsministerium bei Price Waterhouse 2003 in Auftrag gegebene Studie versucht mit den Stichworten Wettbewerb, Effizienz und Optimierung einer fragwürdigen Liberalisierung den Boden aufzubereiten. Der Städtebund lehnt hingegen mit Recht einen Ausschreibungszwang für die Wasserversorgung ab und fordert diesen Sektor vom Beihilfen- und Wettbewerbsrecht auszunehmen. ================================================ 06 Aks: PISA für LehrerInnen - Evaluation muss laufend passieren! "Ingrid Gogl" ================================================ Aks: PISA für LehrerInnen - Evaluation muss laufend passieren! Utl.: Feedback muss durch SchülerInnen erfolgen Die Aktion kritischer SchülerInnen (aks) spricht sich klar für eine Evaluation der Fähigkeiten von Lehrerinnen und Lehrern aus. Nicht das Wissen der LehrerInnen sollte jedoch erhoben werden, sondern die didaktische Umsetzung, das Anwenden unterschiedlicher Methoden und die individuelle Förderung einzelner SchülerInnen. „Das Feedback muss außerdem von den Schülerinnen und Schülern kommen, schließlich sind sie diejenigen, die den Unterricht hautnah erleben und am besten wissen, was verändert werden muss“, so aks-Bundesvorsitzende Ingrid Gogl. Negativ sieht die SchülerInnenvertreterin jedoch, dass Diskussionen über die Rückmeldung an LehrerInnen erst durch internationalen Konkurrenzdruck entstehen. „Die laufende Evaluation eines Bildungssystems sollte eigentlich fester Bestandteil der Bildungspolitik sein. Die aks fordert schon seit über zehn Jahren verpflichtendes Feedback für LehrerInnen, das auch Konsequenzen nach sich zieht. SchülerInnen werden tagtäglich beurteilt, LehrerInnen hingegen bekommen viel zu selten Rückmeldung auf ihre Arbeit“, so Gogl weiter. Verständlich sei für die aks die Weigerung seitens der Volkspartei an einer solchen Studie teilzunehmen: „Es ist absehbar, dass Österreich aufgrund der starken Differenzierung im Schulsystem und der undurchsichtigen LehrerInnenausbildung nicht besonders gut abschneiden wird. Schönreden wird dann auch nicht mehr helfen“, schließt die aks Bundesvorsitzende. Rückfragehinweis: Ingrid Gogl (aks Bundesvorsitzende): 0699/ 11 40 81 42 ================================================ ================================================ C) TERMINE ================================================ Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2303.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2403.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2503.htm ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) 1 Beitraege nicht WR Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 21.30 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Fri Mar 24 08:55:42 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Fri, 24 Mar 2006 08:55:42 +0100 Subject: =?Windows-1252?Q?MUND:_Freitag=2C_24._M=E4rz_2006?= Message-ID: <01e701c64f18$5ac04fc0$4e046d50@chello.at> MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Freitag, 24. März 2006 ================================================ A) INHALT ================================================ ============================================== 01 Initiative Thara-Haus: Premiere From: lydia.anstiss at thara.at ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 02 Argumentationstraining gegen Stammtischargumente From: news at initiative.minderheiten.at ============================================== 03 Ausstellungseröffnung From: news at initiative.minderheiten.at ============================================== 04 SERÇAVAN - Kurdische Filmtage From: wadi.wien at gmx.at ============================================== 05 Depot-Programm From: depot-news at mailman.sil.at ============================================== 06 Buchpräsentation: Feindaufklärung From: cafe.critique at gmx.net ============================================== 07 Interkulturpreis From: ig.kultur at aon.at ============================================== 08 Polylog: Zeitschriftenpräsentation From: vicki.frysak at gmx.at ============================================== 09 Buchpräsentation: Mitten in Europa From: promedia at mediashop.at ============================================== 10 Kulturrisse 0106 From: office at igkultur.at ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 11 Kirkuk, quo vadis? From: wadi.wien at gmx.at ============================================== 12 Halabja: Kein Zutritt für Parteifürsten From: wadi.wien at gmx.at ============================================== 13 Gipfelsoli Genua From: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ============================================== 14 Arktis From: hans.bogenreiter at gfbv.at ============================================== 15 Abschiebung nach Georgien From: hans.bogenreiter at gfbv.at ============================================== 16 Pax Christi D zum Militäreinsatz im Kongo From: verin.stadtteilz.simmering at chello.at ============================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ============================================== 01 Initiative Thara-Haus: Premiere From: lydia.anstiss at thara.at ============================================== NEWSLETTER der Initiative THARA Haus - EQUAL EP nEwC_baselines Initiative THARA Haus EQUAL EP nEwC_baselines Reinprechtsdorferstaße 31 - im Hof A-1050 Wien www.thara.at Theaterpremiere am 6. April Die Premiere des im Rahmen der Initiative THARA Haus erarbeiteten Theaterstücks steht unmittelbar bevor. Diese Produktion wurde vom Verein Romano Drom mit Roma-Jugendlichen als Teil der Berufsorientierung durch Roma-Kulturarbeit produziert und wird zweisprachig, Deutsch und Romanes, aufgeführt. ?Zeit der Zigeuner? am 6.April 2006 (2. Vorstellung am 7.4.06) im Theater Brett, Münzwardeing. 2, 1060 Wien Beginn 20 h (Dauer ca. 45 Min) Kartenbestellungen: Bitte bis 31. März reservieren, die Karten sind kostenlos. Kartenreservierungen per E-mail bitte an: melanie.widder at romanodrom.at oder anrufen: 0676 83 402 451 (Mo. Bis Fr. v. 9 ?18 Uhr) PartnerInnen Update Seit März ist es offiziell: Die Initiative THARA Haus konnte zwei neue Partner gewinnen, die beide sehr viel Know-how und Expertise einbringen. Beide Partner, die Online Schulungs- und Beratungsges. mbH und das polycollege Stöbergasse bieten im Rahmen der Initiative THARA Haus verschiedene Qualifizierungsmaßnahmen an. Das polycollege Stöbergasse hat eigens für die Zielgruppe der Initiative THARA Haus einen Externistenlehrgang für den Hauptschulabschluss für Roma und Sinti ins Leben gerufen. Parallel dazu bietet der bekannte Medienspezialist eine Medienausbildung an. Diese umfasst EDV-Grundlagen (aus dem Office Paket), Radio- und Online-Journalismus und schließlich Podcasting mit der Produktion eigener Radio-Sendungen. Nähere Informationen dazu gibt es auf unserer Homepage unter Thara - AKTUELL . Interessenten können sich aber auch telefonisch bei Muadin Memis 06991 198 18 66 melden oder ihm eine E-Mail schicken: muadin.memis at thara.at Beide Kurse beginnen Anfang Mai. Wir bitten alle Freunde der Initiative THARA Haus diese Information an junge Roma und Sinti weiterzuleiten, da noch Plätze frei sind. Die Online Schulungs- und Beratungsges.mbH wird für die im THARA Haus stattfindende Lernhilfe und Nachhilfe für AHS und HAK SchülerInnen sowie Computerworkshops verantwortlich sein. Zusätzliche ECDL-Vorbereitungsseminare, und das Seminar ?Business Behaviour? werden bei der Online selbst, im 8. Bezirk, stattfinden. MitarbeiterIn gesucht! Die Online Schulungs- und Beratungsges.mbH sucht für den Bereich Lernhilfe, Nachhilfe und Computerkurse im THARA Haus eine LeiterIn im Ausmaß von 20 Wochenstunden / Arbeitsbeginn: ab 3.April 2006. Nähere Informationen und die vollständige Jobbeschreibung finden Sie unter: Stellenangebot online Abschied von kanonmedia Gleichzeitig mit dem Eintreten der neuen PartnerInnen beendete der Verein kanonmedia seine operativen Tätigkeiten innerhalb der Initiative THARA Haus. An dieser Stelle ein Dankeschön an die Initiatorin des Projekts nEwC_baselines, Alexandra Reill, für ihren beachtlichen Einsatz. Die Initiative THARA Haus hofft weiterhin auf ihre freundliche Unterstützung. TCA in Wien und Budapest Am 26. + 27. Februar kamen die internationalen Partner der EQUAL EP nEwC_baselines (Initiative THARA Haus) nach Wien, um sich vor Ort ein Bild von den Aktivitäten und Plänen des Wiener Projekts zu machen. Bei dieser Gelegenheit sahen die Gäste aus Finnland, der Slowakei und Ungarn zum ersten Mal das neue THARA Haus. Nach den Präsentationen führte die Hip Hop Truppe (als Teil des Projektes von Back Bone gehostet) geradezu akrobatisch anmutende Kunststücke vor, die bei den Gästen großen Anklang fanden. Nachmittags hatten alle Partner noch die Gelegenheit offene Fragen mit THARA MitarbeiterInnen zu besprechen, oder sich mit den eingeladenen Vertretern der Roma Gemeinden und Vereinen aus Wien auszutauschen. Am Dienstag zogen die TCA-Beauftragten gemeinsam nach Budapest, um sich über die Arbeit des Projekts Ec-Pec in Ungarn zu informieren. Die Initiative THARA Haus - EQUAL EP nEwC_baselines - wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und aus Mitteln des Österreichischen Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit gefördert. Ihre Wünsche, Anregungen und Kommentare sind uns willkommen: lydia.anstiss at thara.at Impressum: Volkshilfe Österreich EQUAL gem. GmbH Geschäftsführung: Erich Fenninger / Auerspergstraße 4, 1010 Wien Redaktion und Absender: Initiative THARA Haus EQUAL EP nEwC_baselines Lydia Anstiss / Öffentlichkeitsarbeit/Presse Volkshilfe Österreich Equal gem. GmbH Reinprechtsdorferstraße 31 ? im Hof - / 1050 Wien Tel.: +43-(0) 676-83 402 233 // E-Mail: lydia.anstiss at thara.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 02 Argumentationstraining gegen Stammtischargumente From: news at initiative.minderheiten.at ============================================== Die Oesterreichische Gesellschaft für politische Bildung lädt in Kooperation mit ZARA und der Initiative Minderheiten ein: Argumentationstraining gegen Stammtischparolen 2-tägige TrainerInnenausbildung Mittwoch, 26. April 2006: 9.00 ? 17.00 Donnerstag, 27.April 2006: 9.00 ? 17.00 ÖGB Seminarzentrum Strudlhof Strudlhofgasse 10, 1090 Wien Tel. 01/3192522-300 Programm: 1. Tag Über die Trainingsmethode in Österreich Zum Gebrauch der Materialien Definitionen und Begriffe Sammlung und Sichtung der Parolen 1. Rollenspiel (Am Stammtisch) Interpretation und Analyse (emotional, rhetorisch-gesprächstaktisch, inhaltlich) Erarbeitung von Strategien Inhaltliche Vertiefung der Thematik Psychologische Hintergründe Vorurteile in der politischen Argumentation 2. Rollenspiel (Am Stammtisch) Moderationshinweise Zusammenfassung der Ergebnisse der Rollenspiele 2. Tag Über die Ursachen von Aggressionen Der autoritäre Charakter, Autoritarismus Rechtsextremismus, Xenophobie 3. Rollenspiel Analyse und Interpretation (emotional, rhetorisch-gesprächstaktisch, inhaltlich) Erarbeitung weiterer Strategien Theorie der kognitiven Dissonanz Üben subversiver Argumentation Erarbeitung einer Agenda für Trainings Hinweise zur Organisation von Argumentationstrainings Feedback Projektförderung ÖGPB: Da die ÖGPB eine Einrichtung zur Förderung von Projekten der politischen Bildung für Erwachsene ist, werden im Rahmen der jährlichen Projektfördermittelvergabe auch Argumentationstrainings gegen Stammtischparolen unterstützt. TrainerInnen, die selbst Trainings in Kooperation mit einer Bildungseinrichtung veranstalten möchten, können ihre Projekte bis 19. Mai 2006 einreichen. Nähere Informationen und Tipps zur Einreichung erhalten Sie von den MitarbeiterInnen der ÖGPB. TrainerInnenpool: Auf der Website www.politischebildung.at der ÖGPB findet sich eine ModeratorInnenliste. ErwachsenenbildnerInnen, die eine Ausbildung absolviert haben, werden auf Wunsch in diese Liste aufgenommen und bei Anfragen auch weiter vermittelt. Zielgruppe: Die TrainerInnenausbildung richtet sich an ErwachsenenbildnerInnen, LehrerInnen, MitarbeiterInnen in der Jugend-, Sozial und Bildungsarbeit und NGOs sowie an alle, die an der Thematik interessiert sind und selbst Trainings dieser Art durchführen möchten. Moderation: Dr. Hakan Gürses, Philosoph, Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung, Chefredakteur der ?STIMME von und für Minderheiten?, Lehrbeauftragter an der Uni Wien. Dr. Marion Wisinger, Historikerin, Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung, arbeitet in der Erwachsenenbildung im Bereich der Entwicklung von Lernmodellen und innovativen Programmen. Trainerin für interkulturelle Kommunikation von Erwachsenen und Jugendlichen. ---------------------------------------------------------------------------- ---- ***** Newsletter der Initiative Minderheiten Gumpendorfer Straße 15/13 A-1060 Wien Tel. 586 12 49-18 Fax 586 82 17 http://www.initiative.minderheiten.at http://www.gastarbajteri.at ***** ============================================== 03 Ausstellungseröffnung From: news at initiative.minderheiten.at ============================================== Die Initiative Minderheiten leitet folgende Einladungen weiter: Einladung zur Ausstellungseröffnung am Samstag, 1. April 2006, 15.00 Uhr Nix für Ungut Admont 1938-1945. Lebensspuren heute Portraits. Erinnerungen. Plätze. Eine Fotoausstellung von Felicitas Kruse Ausstellungsdauer: 2. 4.-21.5.2006 Ort: Museum für Gegenwartskunst, 2. Stock, Stift Admont, 8911 Admont 1, www.stiftadmont.at Nix für Ungut ist eine Spurensuche zu den Geschehnissen in der Zeit von 1938-1945 in Admont, einem exemplarischen Ort in Österreich. Nix für Ungut sind Portraits von Opfern, Tätern und Mitläufern des Nationalsozialismus, und sind Gespräche über ihre Erinnerungen und Erfahrungen. Es ist das Schweigen und Reden einer Generation. Nationalsozialismus und Holocaust sind in Österreich, so wie in Deutschland Familiengeschichte. Die Gesichter der Portraitierten widerspiegeln die Normalität einer Zeit, die jenseits jeder Normalität war. Nix für Ungut sind aber auch Aufnahmen von Plätzen und Orten in Admont, deren Bedeutung während des Nationalsozialismus heute verdrängt, verschüttet oder einfach vergessen sind. Nix für Ungut fördert bewusst keine Sensationsgeschichten zutage. Es ist eine Ausstellung die jenseits der Täter-Opfer-Diskussion steht. Das ist eine andere, möglicherweise fruchtbarere, keineswegs aber mildere Sicht auf die Zeit des Nationalsozialismus. Nix für Ungut ist eine Suche nach der Geschichte eines Orte und seiner BewohnerInnen, die Suche nach dem Alltäglichen und nicht nach dem Besondern. Es ist das Alltägliche, das uns prägt. Begrüßung: Michael Braunsteiner Eröffnung: Abt Bruno Hubl Zur Ausstellung: Barbara Eisner-Braunsteiner www.felicitas-kruse.at / fk at felicitas-kruse.at Felicitas Kruse, Fotografin Mattersburgerstraße 80 7202 Bad Sauerbrunn 0650/5407788 www.felicitas-kruse.at ---------------------------------------------------------------------------- ---- ***** Newsletter der Initiative Minderheiten Gumpendorfer Straße 15/13 A-1060 Wien Tel. 586 12 49-18 Fax 586 82 17 http://www.initiative.minderheiten.at http://www.gastarbajteri.at ***** ============================================== 04 SERÇAVAN - Kurdische Filmtage From: wadi.wien at gmx.at ============================================== EMPFEHLUNG! SERÇAVAN - Kurdische Filmtage Filmbeschreibungen, Termine, Infos unter: http://www.votivkino.at/sercavan/ 20. bis 27. April 2006 Kino: DE FRANCE Schottenring 5 1010 Wien Tel.: 317 52 36 Do., 20.4. 20.00 Uhr KILOMETRE ZERO (VOTIV KINO) Fr., 21.4. 19.00 Uhr UND DIE NARZISSEN BLÜHEN . . . Fr., 21.4. 21.00 Uhr REQUIEM OF SNOW Sa., 22.4. 17.00 Uhr UND DIE NARZISSEN BLÜHEN . . . * Sa., 22.4. 19.00 Uhr KOPF ODER ZAHL Sa., 22.4. 21.00 Uhr SCHILDKRÖTEN KÖNNEN FLIEGEN So., 23.4. 17.00 Uhr SCHILDKRÖTEN KÖNNEN FLIEGEN * So., 23.4. 19.00 Uhr WAITING FOR THE CLOUDS So., 23.4. 21.00 Uhr KILOMETRE ZERO * Mo., 24.4. 19.00 Uhr REQUIEM OF SNOW * Mo., 24.4. 21.00 Uhr KOPF ODER ZAHL * Di., 25.4. 19.00 Uhr REQUIEM OF SNOW * Di., 25.4. 21.00 Uhr WAITING FOR THE CLOUDS * Mi., 26.4. 19.00 Uhr DIE UNERWÜNSCHTEN | WIR SIND ALLE NOMADEN Mi., 26.4. 21.00 Uhr THE WOMAN OF MOUNT ARARAT Do., 27.4. 17.45 Uhr VENDETTA SONG | A WINDOW FACING THE SUN | ESCAPE Do., 27.4. 19.15 Uhr 13 KUGELN | SATELLITE | BROKEN SOLDIER Do., 27.4. 21.00 Uhr OMA | MIRROR AND WATER | TAMBOURIN * Wiederholung -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ============================================== 05 Depot-Programm From: depot-news at mailman.sil.at ============================================== Dienstag, 28. März, 19.00 Die Rolle der Kunstkritik Wer macht die Kunst? Die Aufgabe der Kunstkritik ist es, Kunst und das Ausstellungswesen zu analysieren, zu bewerten und die Öffentlichkeit darüber zu informieren. Sie hat verstärkende Wirkung auf bestehende Tendenzen in der Kunst und übernimmt damit einen substantiellen Part im Kunstsystem. Und doch scheint der Einfluss heute geringer zu sein. Was kann die Kunstkritik noch leisten? Sabeth Buchmann, Kunsttheoretikerin Matthias Dusini, Kunstkritiker Rainer Metzger, Kunstkritiker Moderation: Horst Christoph, Journalist Donnerstag, 30. März, 19.00 Politik der kulturellen Übersetzung Podiumsdiskussion Wie kann es sein, dass jedes Individuum hybrid ist und sich trotzdem vom anderen in seiner Identität unterscheidet? Der Begriff der "kulturellen Übersetzung" stellt uns diese Frage und verspricht sie auch zu beantworten. Vermag er das? Angesichts der glänzenden Karriere, die dieser ursprünglich bescheidene Begriff der linguistischen Praxis in den letzten Jahren in der internationalen Theorie-Szene gemacht hat, kann man ihm das zutrauen. Doch kann er sich auch in der politischen Realität behaupten? Encarnación Gutiérrez Rodríguez, Kulturwissenschafterin, Manchester Dieter Lesage, Philosoph, Brüssel Rastko Močnik, Philosoph, Ljubljana Moderation: Boris Buden, Philosoph, Berlin In Kooperation mit eipcp im Rahmen des Projekts translate. Beyond Culture: The Politics of Translation. http://translate.eipcp.net/ Freitag, 31.März, 19.30 Feministische Kapitalismuskritik Vortrag und Diskussion Kritik am Kapitalismus wird vielfach auf die Kritik an ökonomischen Verhältnissen reduziert. Daraus folgte lange Zeit die linke Strategie, "Wirtschaft" ins Zentrum politischen Handelns zu stellen. Andere Themenfelder, wie die Frauenemanzipation, wurden als zweitrangig abgewertet. Frigga Haug stellt die Emanzipation von Frauen ins Zentrum ihrer Herrschaftskritik: "Geschlechterverhältnisse als Produktionsverhältnisse zu behaupten, unterstellt, dass alle Praxen in der Gesellschaft durch Geschlechterverhältnisse bestimmt sind, einen Geschlechtersubtext haben, auch in dieser Weise herrschaftlich kodiert sind." Frigga Haug, InkriT Institut für kritische Theorie, Berlin Moderation: Marietta Schneider, AUF eine Frauenzeitschrift Depot Breitegasse 3 A-1070 Wien Tel: +43 1 522 76 13 www.depot.or.at ============================================== 06 Buchpräsentation: Feindaufklärung From: cafe.critique at gmx.net ============================================== Montag, 27. März 2006 Wien, 19:30 Buchpräsentation Feindaufklärung und Reeducation ? Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus depot, Breitegasse 3, 1070 Wien Theodor W. Adorno und Max Horkheimer flohen vor dem Nationalsozialismus in die Vereinigten Staaten. Die USA wurden zu einem Bezugspunkt bei ihrer Kritik der postnazistischen deutschen und österreichischen Gesellschaft. Das trägt ihnen bei Nazis bis heute den Ruf ein, ?Säulenheilige der Umerziehungsrepublik? zu sein. So sehr die Kritische Theorie von Adorno und Horkheimer, an Marx geschult, die bürgerlich-kapitalistische Gesellschaft in ihrer Gesamtheit angriff, so klar war ihr doch der Unterschied zwischen dem US-amerikanischen Liberalismus und der deutschen Volksgemeinschaft ? ein Unterschied, der sie zu einer Parteilichkeit anhielt, die bis heute aktuell ist. Vor diesem Hintergrund diskutieren der Herausgeber Stephan Grigat sowie die Autoren Florian Markl und Gerhard Scheit über Islamismus, die USA und die Position der Kritik in der postnazistischen Gesellschaft. Stephan Grigat (Hg.): Feindaufklärung und Reeducation. Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus 316 Seiten, 14,- Euro, ISBN: 3-924 627-93-2, Ça ira-Verlag, Freiburg 2006 ________________ Impressum: Café Critique Verein für Gesellschafts- und Kulturkritik Wickenburggasse 16/5 A-1080 Wien Email: cafe.critique at gmx.net Web: http://www.cafecritique.priv.at ============================================== 07 Interkulturpreis From: ig.kultur at aon.at ============================================== From: Bernhard Seyringer Subject: INTER.KULTUR.PREIS 2006 Sehr geehrte Damen und Herren, wir würden uns sehr freuen, wenn sie die Ausschreibung des INTER. KULTUR. PREIS 2006 in ihrem Umfeld bekanntmachen würden. Freuen würden wir uns auch über einen link zum Projekt Inter.Kultur.Preis auf ihrer homepage. Freundliche Grüße Bernhard Seyringer _________________________ gesellschaft für kulturpolitik landstr.36 a-4020 linz Der INTER KULTUR PREIS 2006 wird von der Gesellschaft für Kulturpolitik OÖ, der SPÖ OÖ und der Volkshilfe Flüchtlingsbetreuung OÖ in Kooperation mit der Stadt Steyr und der Stadt Wels für das kulturelle, soziale und wissenschaftliche Engagement aus- und inländischer Menschen verliehen. Teilnahmeberechtigt sind Einzelpersonen, Vereine oder Gruppen, die in Betrieben, an Schulen, Hochschulen oder Universitäten, in Weiterbildungseinrichtungen, Gemeinden, ihrer Wohnumgebung oder an Orten des Zusammenlebens ein "interkulturelles" Projekt im Laufe des Jahres 2005 oder 2006 realisiert haben bzw. realisieren werden und ihren Arbeits- bzw. Lebensmittelpunkt in Österreich haben. Zum INTER KULTUR PREIS 2006 können Projekte, Arbeiten und Konzeptionen aus den Bereichen: Medien, Zivilgesellschaftlichen Engagement, Wissenschaft, Kunst/Kultur... eingereicht werden. Die Gesamtdotierung beträgt ¤ 9.000,- Einreichfrist: 26. Mai 2006 (Poststempel) Juryvorsitz: Dr. Franz Vranitzky, Bundeskanzler a. D. Information / Ausschreibungsunterlagen: ============================================== 08 Polylog: Zeitschriftenpräsentation From: vicki.frysak at gmx.at ============================================== Präsentation: "Menschenrechte zwischen Wirtschaft, Recht und Ethik" (polylog. Zeitschrift für interkulturelle Philosophie, Nr. 14, 2005) Montag, 27. März 2006, 18h30 IWK (Institut für Wissenschaft und Kunst) Berggasse 17, 1090 Wien In den "freien Wirtschaftszonen" herrschen zumeist menschenunwürdige Arbeits- und Lebensverhältnisse; die Grundrechte werden von zahlreichen Staaten mit der Ausrede auf wirtschaftliche Entwicklung oder kulturelle Werte verletzt; um die "Migrationsströme" zu dämmen oder die "nationale Sicherheit" zu schützen, werden die Menschenrechte in den Aufnahmeländern zunehmend über Bord geworfen; Kriege werden neuerdings im Namen der Menschenrechte geführt. Wie kann das Menschenrechtssystem auf diese neuen Entwicklungen reagieren, wie kann es sich konzeptuell weiter entwickeln? Das Heft enthält Beiträge der internationalen Konferenz, die zu diesem Thema in Wien 2004 durchgeführt wurde. Es wird präsentiert von Mag. Mathias Thaler, Univ. Prof. Dr. Franz M. Wimmer und anderen Mitgliedern der Redaktion von "polylog" und der Wiener Gesellschaft für interkulturelle Philosophie (WiGiP). Mehr Infos unter: www.wigip.org und www.polylog.net ============================================== 09 Buchpräsentation: Mitten in Europa From: promedia at mediashop.at ============================================== Einladung zu Buchpräsentation und Diskussion im Literaturhaus Wien Das Thema: Mitten in Europa Politische Reiseberichte aus Bosnien-Herzegowina, Belarus, der Ukraine, Transnistrien/Moldawien und Albanien Es diskutieren: Hannes Hofbauer (Autor des Buches) Susan Zimmermann (Central European University, Budapest) Wo? Literaturhaus Wien, Zieglergasse 26a, 1070 Wien Wann? Mittwoch, den 5. April 2006 um 19 Uhr 30 Anschließend wird zu einer kleinen Erfrischung geladen. Der Promedia Verlag freut sich auf Ihr Kommen Sarah Wiener Das Buch: Hannes Hofbauer MITTEN IN EUROPA Politische Reiseberichte aus Bosnien-Herzegowina, Belarus, der Ukraine, Transnistrien/Moldawien und Albanien ISBN 3-85371-250-9, br., ausführlich bebildert, 224 Seiten, 15,90 Euro; Edition ?Brennpunkt Osteuropa Europa ist größer und vielfältiger als die ?Europäische Union?. Jenseits des Brüsseler Blocks, in der geographischen Mitte des Kontinents, sind Menschen und Regierungen dabei, ihr Leben und ihr Überleben zwischen der Sogkraft EU-Europas und den Begehrlichkeiten Russlands einzurichten. Die politischen Reaktionen auf neokoloniale Erweiterungspläne aus dem Westen, oligarchische Zugriffe aus dem Osten und militärische Drohgebärden von beiden Seiten fallen in Sarajewo, Minsk, Kiew, Tiraspol und Tirana recht unterschiedlich aus. Gemeinsame Antworten auf im Kern ähnliche Herausforderungen fehlen. Und genau darin liegt die Schwäche der Mitte Europas zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Die Regionen und Völker dieser Weltgegend zahlen, wie schon in den Jahrhunderten zuvor, den Preis für die Integrationsversuche in den Zentren. Hannes Hofbauer hat in den Jahren nach der großen Runde der EU-Osterweiterung jenes Zwischeneuropa bereist, um sich und den Lesenden ein Bild vom fast vergessenen Rand der Europäischen Union machen zu können. Geworden sind daraus Berichte in Form von fünf Essays, die einem interessierten Publikum politische, wirtschaftliche und soziale Verhältnisse nahe bringen sollen. Ein historische Grundlagen berücksichtigender, weltsystemischer Blickwinkel erlaubt es dem Autor, hinter nationalen Politiken und persönlichen Lebensentwürfen globale ökonomische und politische Strukturen zu erkennen, die wiederum die sehr unterschiedlichen Entwicklungen in den besuchten Ländern erklären helfen. ============================================== 10 Kulturrisse 0106 From: office at igkultur.at ============================================== ||| ||| KULTURRISSE 0106 "True Stories? Dokumentarismus revisited" ||| ||| IG Kultur Österreich ||| - --------------- ||| ||| Die aktuelle Kulturrisse zu Dokumentarfilm: Wahre Geschichten oder wieder nur Fiktion? ||| Der österreichische Dokumentarfilm ist so erfolgreich, aber auch umstritten, wie noch nie: Die Oscar Nominierung von ?Darwins Nightmare?, sowie die Diskussionen um einen vom ORF abgesetzten Film rund um den Kärtner Ortstafelstreit seien zur Erinnerung erwähnt. Die neue Kulturrisse Ausgabe ?True Stories? Dokumentarismus revisited widmet sich kritisch den Themen von (vermeintlicher) Neutralität und Unparteilichkeit, oder auch dem vagen Anspruch an eine wie immer geartete ?Objektivität? in dokumentarischen Filmen. Aktuelle Diskussionen wie um den Film ?Artikel 7 ? Unser Recht? finden genauso Platz wie Fragen zu ?Authentizität? und Dokumentarismus von Performances. Daniela Koweindl nimmt in ihrem Beitrag zum Schwerpunkt der vorliegenden Ausgabe der Kulturrisse zum Anlass, um die Causa ?Artikel 7? einer eingehenden Betrachtung zu unterziehen. Auch in Dominik Kamalzadehs Abhandlung zum aktuellen ?Hype? um den politischen Dokumentarfilm spielt besagte Causa eine Rolle, belegt sie seines Erachtens doch das zunehmende Desinteresse des Fernsehens an einer nachhaltigen Durchdringung politischer Komplexe. Dass mit der dadurch forcierten Abwanderung (politischer) Dokumentarfilme in Richtung Kino allerdings auch die Hoffnung auf Entfaltung ihrer emanzipatorischen Potenziale verbunden sein kann, macht Ascan Breuers Artikel deutlich ? und zwar gerade weil der Kinoraum als politischer Raum eine Verabschiedung von den Dogmen des Fernsehens, allem voran vom Gebot der Objektivität, erlaubt. Kurt Hofmanns Artikel fokussiert auf jene Filme, welche über die behauptete ?Wahrheit? der von ihnen erzählten Geschichten eine Annäherung an das Dokumentarische versuchen und darüber bei ihrem Publikum auf einen ?Blankoscheck in Sachen Authentizität spekulieren. Michaela Pöschl wiederum beschäftigt sich in ihrem Beitrag mit zwei Beispielen der filmischen Dokumentation von Performances und legt darüber die Problematik offen, welche bei einer unreflektierten Bezugnahme auf vermeintlich ?Authentisches? fast schon zwangsläufig zu Tage tritt. ||| ||| Bestellungen: ||| Kulturrisse 0106 ||| "True Stories? Dokumentarismus revisited" ||| Einzelpreis: 6,00 ||| Jahresabo: 22,00 StudentInnenabo: 17,00 (erscheint mind. 4x im Jahr) ||| Diese Ausgabe ist auch im Kunsthaus Graz Shop erhältlich! - --------------- ||| ||| IG Kultur Österreich ||| Gumpendorfer Straße 63b ||| A-1060 Wien ||| ||| Tel: +43 (1) 503 71 20 ||| Fax: +43 (1) 503 71 20 - 15 ||| ||| http://www.igkultur.at/ ||| office at igkultur.at - --------------- ||| Erklärung gemäß § 107 TKG Angesichts einer zunehmend erdrückenden Medienkonzentration leistet der nicht-kommerzielle Versand von kulturpolitischen Informationen einen wichtigen Beitrag zur Herstellung diskursiver Öffentlichkeiten. Die neuen Bestimmungen des Telekommunikationsgesetzes (TKG § 107) bedeuten eine diesbezügliche Einschränkung, denn seit 1. März 2006 dürfen e-Mail-Zusendungen ausschließlich mit dem Einverständnis der EmpfängerInnen zugesendet werden. ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 11 Kirkuk, quo vadis? From: wadi.wien at gmx.at ============================================== Quelle: Aktuelle Informationen (akin), 21.3.2006 Kirkuk, quo vadis? Über den Sonderstatus einer Ölstadt im Nordirak Ali Zangana ist Parteichef der Kommunistischen Partei Kurdistans in Kirkuk sowie Mitglied des Zentralkomitees und des Politbüros. Er berichtet über die Ethnisierung der Politik im Irak und den Sonderstatus von Kirkuk, einer Stadt, die nach den Vertreibungen unter Saddam Hussein nun zum Musterbeispiel einer Stadt zwischen Ethnisierung und einem demokratischen Neuanfang darstellt. Mit Ali Zangana sprachen Mary Kreutzer und Thomas Schmidinger Die Kommunistische Partei war immer die einzige wirklich gesamtirakische Partei des Landes, die sich nicht entlang ethnischer oder religiöser Gruppen aufgespalten hat. Nun gibt es aber seit den Neunzigerjahren eine Irakische und eine Kurdische KP, die bei den Wahlen im Dezember auch auf zwei getrennten Listen kandidiert haben. Ist das nicht eine Kapitulation vor der Ethnisierung des Landes? Nein. Wir haben uns in den Neunzigerjahren bewusst nicht Kurdische Kommunistische Partei, sondern Kommunistische Partei Kurdistans genannt. Damit brachten wir zum Ausdruck, dass wir eine Partei für alle Bewohnerinnen und Bewohner Kurdistans sein wollen und nicht nur für Kurden. In Kurdistan leben auch Assyrer, Turkmenen und andere Minderheiten. Etliche Mitglieder dieser Minderheiten sind Mitglieder unserer Partei. Die Abtrennung von der damals klandestin im Untergrund arbeitenden Irakischen KP war nach der Schaffung der kurdischen Autonomie 1991 einfach eine organisatorische Notwendigkeit um hier in Irakisch-Kurdistan legal politisch arbeiten zu können. Sie hatte nichts mit einer Ethnisierung der Partei zu tun. Wir haben uns auch nie gespalten. Die Kommunistische Partei Kurdistans ist ja aus der Kurdistan-Sektion der irakischen KP hervorgegangen und immer eine Schwesterpartei der Irakischen Kommunistischen Partei geblieben. So sitzen zum Beispiel immer Vertreter der Kommunistischen Partei Kurdistans im Zentralkomitee der Irakischen KP. Zudem sprechen wir unsere politische Generallinie immer noch miteinander ab. Der Grund für die Trennung wäre nun aber nach dem Sturz des Ba´th-Regimes weggefallen. Vor allem gäbe es keinen Grund weiter getrennt zu kandidieren. Es gibt im Irak zurzeit leider die Realität, dass eine gewisse Ethnisierung der Politik stattgefunden hat und Programmparteien wie die Kommunisten weniger Chancen haben als Parteien, die auf eine gemeinsame ethnische oder religiöse Identität zurückgreifen können. Schuld an dieser Entwicklung ist nicht nur das Ba´th-Regime, sondern vor allem auch die derzeitige Sicherheitssituation. Solange der Terror anhält, werden die Wählerinnen und Wähler eher in der eigenen ethnischen und religiösen Gruppe Rückhalt suchen als eine politische Plattform mit einem politischen Programm zu wählen. Für uns Kommunistinnen und Kommunisten macht es keinen Sinn diese Realität zu leugnen. Allein hätten wir keine Chance und wären vielleicht gerade noch im Parlament vertreten. Wenn wir uns als KP Kurdistans an der Kurdistan-Liste beteiligen und zugleich die Irakische KP im Rahmen einer breiteren säkularen Liste unter Iyad Allawi kandidiert, wie dies bei den letzten Wahlen der Fall war, sind in der gegenwärtigen Situation einfach mehr Sitze im irakischen Parlament zu holen, als wenn wir aus ideologischer Sturheit allein kandidieren würden. Gerade Kirkuk gilt ja als besonders sensible Region was diese Ethnisierung betrifft. Die Frage des Status der Stadt und Provinz ist eine der wichtigsten Streitfragen zwischen kurdischen und arabischen Parteien. Welche Lösungsansätze hat die Kommunistische Partei hier zu bieten? Die Kirkuk-Frage kann man nicht beantworten ohne zumindest einen kurzen historischen Rückgriff zu machen. Kirkuk war immer eine multiethnische Stadt, in der neben Kurden auch Turkmenen und Christen gelebt haben. Ein Problem wurde dies erst als Saddam Hussein zur Sicherung der Ölvorräte der Region die kurdische Bevölkerung massenhaft vertreiben ließ und an ihrer Stelle arme meist ungebildete Araber aus dem Süden ansiedeln ließ. Die Stadt wurde damit ihrer Seele beraubt, die gesamte intellektuelle Elite vertrieben. Nun wollen die vertriebenen Kurden, die oft jahrelang in Zelten und Flüchtlingslagern leben mussten, wieder in ihre Häuser zurück und finden dort arabische Bewohner vor, die wiederum nicht aus den Häusern ausziehen wollen. Dafür kann es nur eine humane Lösung geben, die die arabischen Siedler entsprechend finanziell entschädigt, damit sie woanders eine neue Existenz aufbauen können und den Kurden ihr Besitz rückerstattet wird. Sie plädieren also für eine Umsiedlung der arabischen Siedler? Können sie nicht in Kirkuk bleiben, wenn sie wollen? Nein, verstehen sie mich nicht falsch, wir wollen niemanden aus Kirkuk vertreiben. Das Ba´th-Regime hatte die Kurden vertrieben. Wir wollen dieses Verbrechen nicht durch ein anderes Verbrechen wieder rückgängig machen. Wir plädieren für eine freiwillige Rücksiedlung mit entsprechend hoher finanzieller Entschädigung. Wenn wer unbedingt in Kirkuk bleiben will, kann er sich selbstverständlich auch hier niederlassen. Wir werden niemanden vertreiben. Zugleich muss man aber die rechtmäßigen Ansprüche der kurdischen Bevölkerung auf ihre Häuser anerkennen und sie in ihre Wohnsitze zurückkehren lassen. Aber welchen politischen Status soll die Stadt haben? Soll Kirkuk Teil des kurdischen Autonomiegebietes werden, einen Sonderstatus bekommen oder außerhalb Kurdistans bleiben? Wir plädieren dafür Kirkuk in das Autonomiegebiet zu integrieren, der Stadt aber zugleich eine Selbstverwaltung innerhalb Kurdistans zuzugestehen, damit sich die anderen Minderheiten in der Stadt entsprechend politisch einbringen können und sich nicht von den Kurden überfahren fühlen. Also eine Autonomie innerhalb der Autonomie? Ja, das mag etwas kompliziert klingen, ist aber die einzige Möglichkeit sicherzustellen, dass Kurden, Turkmenen, Chaldo-Assyrer und Araber gemeinsam die Stadt verwalten können. Kirkuk ist ja nicht zuletzt aufgrund des dortigen Erdöls so umstritten. Wer soll über die Einnahmen der Erdölförderung entscheiden? Wir sind auf jeden Fall dafür, dass die irakische Ölindustrie verstaatlicht bleibt. Im Falle Kirkuks müssen aber zumindest Teile der Einnahmen für längere Zeit in die Region fließen um den Wiederaufbau der Stadt und der umliegenden Siedlungen wieder zu ermöglichen. Kirkuk ist heute in einem katastrophalen Zustand. Selbst die wichtigste Grundversorgung mit Fließwasser und Strom funktioniert nur selten. Es fehlt an Schulen, Straßen und jeglicher anderer Infrastruktur. Dafür muss auch Geld aus den Erdöleinnahmen der Region zur Verfügung gestellt werden. Wir danken für das Gespräch und wünschen ihnen alles Gute für die Zukunft. -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ============================================== 12 Halabja: Kein Zutritt für Parteifürsten From: wadi.wien at gmx.at ============================================== Quelle: http://jungle-world.com/seiten/2006/12/7421.php Kein Zutritt für Parteifürsten Im Nordirak stürmten Demonstranten das Halabja Memorial Museum und protestierten gegen die Korruption der kurdischen Regionalregierung. von mary kreutzer Für viele war es zunächst ein Schock, die Bilder des in Flammen aufgehenden Halabja Memorial Museums und des zertrümmerten Schilds mit der Aufschrift »Kein Zutritt für Ba?athisten« zu sehen, das seit Bestehen der Gedenkstätte vor der Einfahrt stand. Wer ist verantwortlich für die Verwüstungen? Ba?athisten, Islamisten oder gar ausländische Provokateure, wie die kurdischen Behörden behaupten? »Schande über den Mob von Halabja!« schreibt der Blogger Vahal Abdulrahman in seinem erbosten Kommentar auf KurdMedia.com. Doch in hunderten von Mails und Artikeln bringen namhafte sowie unbekannte Kurden und Kurdinnen ihre Meinung zum Ausdruck, dass die Regierung sich schämen sollte. »Was die kurdischen Si­cher­heits­be­hör­den den Demonstanten angetan haben, unterscheidet sie von Ba?athisten in rein gar nichts«, sagt Mariwan Halabjaee, Autor des Buches »Sex, Sharia und Frauen in der islamischen Geschichte« und einer der Mitorganisatoren der Proteste. Wie jedes Jahr seit 2003 wollten Vertreter der kurdischen Regionalregierung am 16.?März, dem Jahrestag des Giftgasangriffs auf Halabja, bei dem 1988 5 000 Menschen von Saddam Husseins Regime ermordet wurden, eine offizielle Gedenkfeier in Erinnerung an die Opfer abhalten. Doch die aufgebrachten Bewohner der Stadt wollten die ritualisierte Veranstaltung, bei der sich die Parteifürsten vor ausländischen Gästen und Journalisten profilieren, nicht mehr hinnehmen. »Seit Monaten verlangen die Leute hier von der Regierung, ihre Forderungen nach Entschädigung der Opfer, nach sozialen und wirtschaftlichen Projekten und nach dem lange versprochenen Wiederaufbau endlich zu erfüllen, andernfalls könne niemand sie davon abhalten, die Gedenkfeier im Halabja Memorial Museum zu stürmen. Die Stadt versinkt in Armut, doch die Behörden stellten sich taub und blind«, sagt Fallah Mordakhin, ein Jurist aus Halabja. Er selbst überlebte als Kind den Giftgasangriff in den Berghöhlen an der irakisch-iranischen Grenze. Als dann am Donnerstag voriger Woche eine Menge von etwa 7?000 aufgebrachte Kurdinnen und Kurden, darunter etliche Angehörige der Opfer von Halabja, die Zeremonie mit Zwischenrufen unterbrach, gegen die Vereinnahmung der Opfer durch die Regionalregierung und gegen die Korruption der Parteien protestierte, geriet die Situation außer Kontrolle. Die Demonstranten stürmten die Gedenkstätte, entfernten die Fotos ihrer Toten, setzten das Gebäude in Brand, zerstörten das Schild an der Einfahrt und blockierten die Zufahrtsstraßen mit brennenden Reifen. Die anwesenden Männer der kurdischen Geheimpolizei schossen in die Menge. Augenzeugen des Institute for War and Peace Reporting berichten, dass ein bereits angeschossener Jugendlicher mit einem zweiten gezielten Schuss getötet worden sei. Etliche Schwerverletzte wurden ins Krankenhaus gebracht. In einer gemeinsamen Erklärung der beiden kurdischen Parteien PUK und KDP, der islamis­tischen Partei der Islamischen Einheit und der Kommunistischen Partei Kurdistans wurden dann auch gleich die Schuldigen ausgemacht. »Leute, die niemand kennt, völlig Unbekannte« hätten das Desaster zu verantworten. Andererseits erklären sich die Parteien bereit, eine Kommission zu bilden und die Forderungen der Bewohner von Halabja zu prüfen. Es ist nicht das erste Mal, dass sich Kurdinnen und Kurden aufgrund ihrer wirtschaftlichen und sozialen Interessen gegen die Regionalregierung organisieren. Bereits im September 2005 kam es im nordirakischen Kallar zu sozialen Unruhen, einige Forderungen der Protestierenden wurden anschließend erfüllt. »Auch das ist der neue Irak, trotz aller Rückschritte«, meint Mordakhin. »Bis zur Befreiung im April 2003 herrschten rund um Halabja islamistische Terrorbanden. Wer damals demonstrierte, dem wurde der Kopf abgehackt.« Jungle World, Nummer 12 vom 22. März 2006 -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ============================================== 13 Gipfelsoli Genua From: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ============================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- Polizei darf mauern Oberverwaltungsgericht urteilt: Meldeauflagen während des G-8-Gipfels 2001 waren rechtens Die polizeiliche Meldeauflage für einen Angehörigen der linken Szene während des Genua-Gipfels 2001 war rechtens. Gestern bestätigte das Oberverwaltungsgericht eine Entscheidung, die das Verwaltungsgericht bereits im Dezember 2003 gefällt hatte. Demnach durfte die Polizei im Juli 2001 anordnen, dass sich der junge Mann während des G-8-Gipfels täglich unter Vorlage eines gültigen Personaldokuments bei der Polizei zu melden hatte. Die Ausreise nach Italien war ihm damit nicht mehr möglich. Die Polizei lag nach Auffassung des Richters mit der Einschätzung richtig, dass der heute 26-Jährige nach damaliger Einschätzung der Sicherheitsbehörden ein potenzieller Gewalttäter war, der sich an den entsprechenden Veranstaltungen beteiligen würde. "Die Prognose der Polizei war in Ordnung", sagte eine Gerichtssprecherin. Damit wies das Gericht die Klage auf Feststellung der Rechtswidrigkeit dieser Auflagen ab. Wolfgang Kaleck, Anwalt des Klägers, ist nach eigenen Worten "erschüttert" über die Entscheidung des Richters. Kaleck, zugleich Vorsitzender des Republikanischen Anwaltsvereins, ist weiter überzeugt, dass es sich bei der Meldeauflage um eine "eklatante rechtswidrige Maßnahme" handelt. Sie schränke das "grundlegende Bürgerrecht auf Reise- und Meinungsfreiheit" massiv ein. Er kündigte an, bis vor das Bundesverwaltungsgericht zu ziehen. Möglich wurden solche Reiseverbote mit einer Änderung des Pass- und Personalausweisrechts im Jahr 2000. Sie hatte eine ganz andere Zielgruppe im Visier: Fußball-Hooligans. Kaleck beharrte bei der mündlichen Verhandlung gestern darauf, dass Personen, die das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit wahrnehmen, nicht mit Hooligans verglichen werden dürfen. Während der Proteste gegen den G-8-Gipfel im Juli 2001 konnten 16 BerlinerInnen die Stadt nicht verlassen, weil ihnen auferlegt wurde, die Meldeauflagen einzuhalten. In Genua kam es zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten. [taz Berlin 22.3.2006, Seite 21] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org ============================================== 14 Arktis From: hans.bogenreiter at gfbv.at ============================================== > GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER > PRESSEERKLÄRUNG Potsdam/Göttingen, den 22.03.2006 > > Potsdam: Polarforscher und Arktischer Rat beraten auf Arktiskonferenz > über Klimawandel (22.-29.3) > Ureinwohner der Arktis bangen um ihr Überleben > > Anlässlich der heute in Potsdam beginnenden Arktiskonferenz hat die > Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Mittwoch vor den Gefahren > des Klimawandels für die 400.000 Ureinwohner der Arktis gewarnt. Die > mehr als 30 indigenen Völker seien die ersten Opfer des Klimawandels > weltweit. Ihnen drohe die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen. Seit > Jahren beobachteten die Ureinwohner die katastrophalen Folgen des > Klimawandels in ihrer unmittelbaren Umgebung. Wissenschaftler sollten > dieses Wissen noch stärker berücksichtigen, appellierte die GfbV an > die in Potsdam tagenden führenden Polarforscher aus aller Welt. > > Die indigenen Völker in Sibirien, Alaska, Grönland, Labrador und in > Nunavut (Nordwestkanada) lebten seit Jahrhunderten von der Jagd auf > Eisbären, Walrosse, Robben und Karibus, der Rentierhaltung, dem > Fischfang und dem Sammeln von Wildpflanzen. Aufgrund des Klimawandels > verändere sich die Natur so grundlegend, dass die Ureinwohner es > nicht mehr schafften, sich wie gewohnt den veränderten Bedingungen > anzupassen. So änderten Wildtierherden ihre Wanderwege sowie > Futterplätze. Eisbären, Walrosse und Robben litten unter > Nahrungsmangel. > > Die indigenen Völker der Arktis seien in ihrem Überleben gleich > mehrfach bedroht, da aufgrund des Klimawandels auch immer mehr Öl- > und Erdgasfelder erschlossen würden. Diese massiven Eingriffe in die > Umwelt machten es den Ureinwohnern immer schwerer zu überleben. "Der > Klimawandel darf nicht genutzt werden, um die Ressourcen der Arktis > auszuplündern", appellierte die GfbV an den Arktischen Rat, der im > Rahmen der Potsdamer Arktiskonferenz über das Internationale > Polarjahr 2007/2008 berät. Der Arktische Rat ist ein > zwischenstaatliches Forum der acht Anrainerstaaten der Arktis und der > in den Polarregionen lebenden indigenen Völker. > > ====================================================== > Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) > Inse Geismar, Pressereferentin > Postfach 2024, D-37010 Goettingen > Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 > E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de > ====================================================== ============================================== 15 Abschiebung nach Georgien From: hans.bogenreiter at gfbv.at ============================================== > Selbstmordversuch nach Abschiebung > Landkreis Hameln: Hartherzige Nacht- und Nebelaktion treibt > jezidische Mutter aus Georgien zu Verzweiflungstat > > Die überraschende Abschiebung ihres in Deutschland aufgewachsenen > Sohnes hat eine kurdische Jezidin aus Georgien am Dienstag im > Landkreis Hameln (NICHT: Bielefeld) zu einer Verzweiflungstat > getrieben: Sie liegt nach einem Suizidversuch inzwischen auf der > Intensivstation in einem Krankenhaus in Hildesheim. > > Scharf kritisiert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in > Göttingen diese "hartherzige Nacht- und Nebelaktion". "Die > behandelnden Ärzte aus der Psychiatrie Bethel in Bielefeld hatten der > Mutter des jungen Mannes, der als Achtjähriger nach Deutschland kam > und hier aufgewachsen ist, glaubhaft bescheinigt, suizidgefährdet zu > sein", berichtete die GfbV-Europareferentin Sarah Reinke. "Es ist > herzlos und unmenschlich, dass die Familie auseinander gerissen > wurde." Im sechsten Monat schwanger, bliebe auch die Frau des > Abgeschobenen in Deutschland zurück. Die beiden seien "nur" nach > jezidischem Brauch verheiratet gewesen. Dem Anwalt der Familie, der > seine Kanzlei in Bielefeld hat, habe keine Chance gehabt, gegen den > Beschluss vorzugehen. Ein Gericht hatte in einem Eilverfahren der > Abschiebung zugestimmt. > > In einem dringenden Schreiben hat sich die GfbV an die Deutsche > Botschaft in Georgien gewandt und um Informationen über den Verbleib > des jungen Mannes gebeten, der nach elf Jahren in Deutschland nur > deutsch spricht und keine Verwandten oder Freunde in Georgien hat. > "Ein Lebenszeichen könnte die Familie und vor allem die schwerkranke > Mutter vielleicht etwas beruhigen, die jetzt in furchtbarer Angst um > ihren Sohn schwebt", sagte Reinke. > > In Georgien könnten dem jungen Mann unkalkulierbare Gefahren drohen. > Der GfbV sei mehrfach berichtet worden, dass Jeziden in Georgien > bedroht, von der Polizei schikaniert und zu Schutzgeldzahlungen > gezwungen worden seien. Vor einigen Jahren sei ein Jezide nach seiner > erzwungenen Rückkehr aus Deutschland sogar ermordet worden, weil er > das Schutzgeld nicht mehr zahlen konnte. > ====================================================== > Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) > Inse Geismar, Pressereferentin > Postfach 2024, D-37010 Goettingen > Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 > E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de > ====================================================== > ============================================== 16 Pax Christi D zum Militäreinsatz im Kongo From: verin.stadtteilz.simmering at chello.at ============================================== Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde, hiermit sende ich eine Aussendung von PAX CHRISTI DEUTSCHLAND zum MILITÄREINSATZ IM KONGO. Mit solidarischen Friedensgrüßen! Alois Reisenbichler Langfristige Aufbauarbeit statt militärischem Aktionismus Eine Stellungnahme der pax-christi-Kommission "Solidarität mit Zentralafrika " zur aktuellen Debatte um einen EU-Militäreinsatz in der DR Kongo Die aktuelle Debatte über einen EU-Militäreinsatz in der Demokratischen Republik Kongo lenkt die Aufmerksamkeit auf einen der schlimmsten Konflikte seit dem Zweiten Weltkrieg. Das dieses Konflikt in die deutschen Medien kommt, ist an sich schon einmal erfreulich. Seit Jahren haben sich entwicklungs- und friedenspolitisch engagierte Organisationen mit mäßigem Erfolg bemüht, in diesem Kontext internationale Verantwortung überhaupt zu thematisieren. Es geht um Solidarität, nicht um Mitleid. Das Problem der Debatte ist aber ihre verzerrte Perspektive: Die ungeheure Leidsituation eines ganzen Volkes wird auf die Fragestellung um das Für und Wider einer EU-Militärintervention eng geführt. Die anstehenden Parlaments- und Präsidentenwahlen im Kongo sind wichtige Episoden auf dem mühsamen Weg des kriegsmüden Landes. Ob sie zu einer tragfähigen Regierung führen werden, hoffen wir zusammen mit den kongolesischen Partnerorganisationen im "pax christi Netzwerk Große Seen in Afrika". Die von der Bundesregierung anvisierte Mission mit 200 deutschen Wahlbeobachtern ist hier angesichts des Aufwandes für die anvisierte Militärmission lächerlich niedrig angesetzt. Das von allen erhoffte Licht am Ende des Tunnels sind aber nicht die Wahlen als Selbstzweck, sondern Frieden, Gerechtigkeit und Entwicklung für die extrem leidgeprüfte Bevölkerung. Diese Ziele einer nachhaltig angelegten Kongo-Solidarität sind durch den derzeit anvisierten zeitlich befristeten EU-Militäreinsatz unter deutscher Führung nicht zu ersetzen. Im Gegenteil: Sie drohen, konterkariert zu werden. Es besteht akute Gefahr, dass die Beschränkung auf quasi ordnungspolizeiliche Aufgaben sich als Illusion herausstellt. Verheerend wäre es vor allem, wenn sich das europäische Militärkontingent außerhalb der Blauhelmtruppe MONUC den Ruf der Parteinahme zuzieht. Immer weniger ist klar, um was es eigentlich geht: Gewährleistung von freien und fairen Wahlen? Sicherung von Recht und Ordnung? Militärische Einschüchterung angesichts möglicher Störmanöver der Präsidialgarde und der Milizen in der Hauptstadt? Schutz von UN-Soldaten, gar von internationalen Wahlbeobachtern? Evakuierung aller Ausländer im Bürgerkriegsfall? Mehr als alles andere braucht das Land dringend eine internationale Aufbauagentur im Stil des Marshall-Plans mit einem langfristigen Mandat. Dazu gehören zunächst die entsprechenden festen Finanzzusagen der Geberländer. Es geht aber nicht nur um Finanzielles. Für Konflikttransformation gibt es kein Geheimrezept, doch wird auf diesem Gebiet bisher viel zu wenig Unterstützung von außen geleistet. Die kongolesischen Partner machen immer wieder deutlich, wie wichtig es für sie ist, über den eigenen Tellerrand ihrer komplexen Konfliktszenarios hinauszuschauen und von Erfahrungen in der Versöhnungs- und Friedensarbeit in anderen Konfliktsituationen der Welt zu profitieren. pax christi bedauert insbesondere, dass für Projekte des Zivilen Friedensdienstes jahrelang zu wenig Geld da war. Chancen und Möglichkeiten der zivilen Konfliktintervention sind in den letzten Jahren systematisch vernachlässigt worden. Hier ist kontinuierliche und nachhaltige Arbeit erforderlich. Ob man will oder nicht: Der teure militärische Aktionismus ehemaliger Kolonialmächte ist so oder so Bestandteil der im Aufbau begriffenen militärischen EU-Interventionsstrategie, auch wenn er von manchen aus der Eine-Welt-Szene in Deutschland und auch aus dem Kongo selbst als Zeichen der Solidarität eingefordert wird. Es stellen sich - über den Kongo hinaus - aber auch grundsätzlichere Fragen. Der Umgang der Staatengemeinschaft mit fragilen Staaten und Staatszerfall stellt sich immer mehr als Schlüsselproblem internationaler Sicherheits- und Entwicklungspolitik heraus. Hier müssen dringend Methoden der zivilen Konfliktprävention und -intervention entwickelt und implementiert werden. Rein reaktive militärische ad-hoc-Strategien führen in die Sackgasse - wenn man sich auch über die militärischen Bedenkenträger wundern muss, die Deutschland am Hindukusch, aber nicht in Kinshasa verteidigen wollen. Der gesellschaftliche Ausgleich und die dringend erforderliche Versöhnung muss von der kongolesischen Bevölkerung mit ihrer lebendigen Zivilgesellschaft selbst vollzogen werden. Doch es bleibt skandalös, dass trotz dem vom UN-Sicherheitsrat ausgesprochenen Waffenembargo vor allem an der Grenze zu Uganda und Ruanda Waffenschmuggler und bewaffnete Rebellengruppierungen ins Land einsickern, dass die Warlords ihre Geschäfte problemlos über europäische Banken abwickeln und dass die reichen Ressourcen des Kongo ungehindert zur Fortsetzung von Leid und kriegerischem Konflikt führen. Die Bevölkerung hat von den Reichtümern des Landes mehr Schaden als Nutzen. Insbesondere auf dem Gebiet der Rohstoffökonomie muss die internationale Gemeinschaft, deren Endverbraucher an der kriminellen Abschöpfung der Rohstoffe indirekt beteiligt sind, mit Geduld und Sachverstand auf eine Kehrtwende hinarbeiten. Es besteht die Gefahr, dass die Initiative für einen spektakulären Militäreinsatz den Blick auf diese strukturellen Konfliktursachen verstellt. Wichtig ist vor allem die notwendige unbedingte Selbstverpflichtung Deutschlands und der EU vereint mit den Vereinten Nationen für ein langfristiges solidarisches Engagement in der Partnerschaft mit der Demokratischen Republik Kongo. Bad Vilbel, 22.3.2006 Newsletter der pax christi-Bewegung Sekretariat der deutschen Sektion Postfach 13 45, 61103 Bad Vilbel Tel.: 06101 20 73, Fax: 06101 65 16 5 E-Mail: sekretariat at paxchristi.de Alois Reisenbichler 1110 Wien, Schneidergasse 15/9, Telefon (043-664) 39 51 809 E-Mail: stadtteilzentrum at simmeringonline.at, Alois.Reisenbichler at reflex.at Homepage in Arbeit: www.reisenbichler.at.tf Lieblingshomepage: www.hiroshima.at ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2403.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2503.htm Sonntag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2603.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich, daher MedieninhaberInnen : Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) nicht drin: veraltete termine, unpolitische werbung, mehreres nwr, 1 sexistisch Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Do 2:00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Mon Mar 27 09:27:17 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Mon, 27 Mar 2006 09:27:17 +0200 Subject: MUND_270306 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Montag, 27. März 2006 www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! ================================================ A) INHALT ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 wien, 29.03.2006 | discursive lines of institutional critique von: contact at eipcp.net ================================================ 02 Vortrag 27. 3. 19 Uhr von: news at initiative.minderheiten.at ================================================ 03 3.4.: Welche Sprache spricht die Wirtschaft? von: LM.Sender at spoe.at ================================================ 04 Frauenaktivtag in Simmering von: verin.stadtteilz.simmering at chello.at ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 05 Rassismus im Flex von: flo at no-racism.net ================================================ 06 Protest gegen Abschiebung von: hilde.grammel at aon.at ================================================ 07 Abschiebung: Dringender Spendenaufruf von: phs at sosmitmensch.at ================================================ 08 KSVF-Rückzahlungsforderungen: "Eine soziale Frechheit!" von: contact at kulturrat.at ================================================ 09 Weapons of Mass Oppression von: depesche at quintessenz.org ================================================ 10 KPÖ/BAWAG/ÖGB/Streikfonds von: leo.furtlehner at liwest.at ================================================ 11 BAWAG/ÖGB/Verzetnitsch/Verantwortung/KPÖ von: kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ 12 KPÖ/Bischofskonferenz/Kirchenaustritt/Konkordat von: info at kpoe.at ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< WELTWEIT <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 13 [gipfelsoli] Heiligendamm von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ 14 Pensions: long overdue strike against daylight robbery von: wpnews at lists.fifthinternational.org ================================================ 15 Tony Blair mortgages Labour to the bourgeoisie von: wpnews at lists.fifthinternational.org ================================================ 16 News about Venezuela von: office at venezuela-info.net ================================================ 17 Das `Dossier Lateinamerika` aus Le Monde diplomatique von: office at venezuela-info.net ================================================ 18 [gipfelsoli] H von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ 19 Österreicher im Nordirak zu 18 Monaten Haft verurteilt von: wadi.wien at gmx.at ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS/HINWEISE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 20 Video - The Road to Guantanamo von: heinz.nessizius at gmail.com ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 wien, 29.03.2006 | discursive lines of institutional critique von: contact at eipcp.net ================================================ Discursive lines of institutional critique Rien ne vaut que la vie, mais la vie même ne vaut rien Nichts ist wie das Leben, aber das Leben ist nichts Politdiskubeisl im EKH, Wielandgasse 2-4, 1100 Wien Mittwoch, 29 März 2006, 20.00 Der Film “Rien ne vaut que la vie ..." ist zu einem großen Teil in einem Heim für Asylsuchende in Zerbst, Sachsen-Anhalt, gedreht. Sein Interesse gilt der Erzählung von Lebensumständen, alle Beteiligten sind dabei DarstellerInnen in ihrem eigenen Film. Immer wieder wird die Filmerzählung mit Überlegungen darüber verknüpft, wie jemand überhaupt, durch die Erfahrungen in den Heimen, zum Flüchtling wird. Dasselbe gilt auch für die andere Seite der Erfahrung des Films: nämlich während seiner Herstellung zur FilmemacherIn zu werden. Film- und Diskussionsabend mit Brigitta Kuster, Filmemacherin, und Mabouna II Moise Merlin, Künstler Eine Kooperation von transform.eipcp.net und euromayday.at Der Film wird auch am 28.03.06 in Linz, KunstRaum Goethestrasse im Rahmen des Projekts translate gezeigt: http://translate.eipcp.net/ Actions/discursive/lines/rien Vorankündigung: Kleines Postfordistisches Drama KETE, Schmalzhofgasse 6, 1060 Wien Montag, 10. April 2006, 20.00 http://transform.eipcp.net/Actions/discursive/discursivelines/kpd reminder: translate. Beyond Culture: The Politics of Translation Politik der kulturellen Übersetzung Übersetzung, was kann sie eigentlich? Wien, Depot, Breite Gasse 3 30.3.2006, 19.00 http://translate.eipcp.net/Actions/discursive/lines/ politicsofculturaltranslation Postkoloniale Theorien und Strategien Buchpräsentation und Diskussion Linz, KunstRaum Goethestrasse 31.3.2006, 19.30 http://translate.eipcp.net/Actions/discursive/lines/pts --- eipcp - european institute for progressive cultural policies a-1060 vienna, gumpendorfer strasse 63b a-4040 linz, harruckerstrasse 7 contact at eipcp.net http://www.eipcp.net Falls Sie keine weiteren Informationen des eipcp erhalten wollen, senden Sie bitte ein e-mail mit dem subject 'unsubscribe' an contact at eipcp.net. ================================================ 02 Vortrag 27. 3. 19 Uhr von: news at initiative.minderheiten.at ================================================ Im Rahmen der Ausstellung Verborgene Geschichte/n - remapping Mozart Konfiguration I: Wer alles zu verlieren hat, muss alles wagen! Montag, 27. März 2006, 19 Uhr Bösendorfer Klavierfabrik, Habig- Foyer Graf-Starhemberg-Gasse 14 1040 Wien Auf der Bühne des Politischen. Die Straße, das Theater und die politische Ästhetik des Erhabenen Vortrag von Oliver Marchart (Wien/Basel) Am 15. Mai 1968 stürmte eine Menge von Studierenden und KünstlerInnen das Pariser Theater Odéon. Einen Monat lang wird das Theater zu einem Drehpunkt der StudentInnenrevolte. Die Aufführungen werden ausgesetzt, das Theater wird restlos transformiert in einen Raum politischen Handelns. Der Vortrag wird an diesem und anderen Beispielen - wie etwa dem revolutionären Melodram oder der zweiten Stürmung des Winterpalasts - der Frage nachgehen, was die Voraussetzungen für eine Politisierung theatralen Handelns sind. Was macht den Erscheinungsraum des Theaters zur Bühne des Politischen? Oliver Marchart PhD, unterrichtet politische Philosophie und Medientheorie in Wien und Basel. Jüngste Publikationen u.a. Neu beginnen. Hannah Arendt, die Revolution und die Globalisierung (Turia + Kant 2005); Ästhetik des Öffentlichen. Eine politische Theorie künstlerischer Praxis (Turia + Kant im Erscheinen). VERBORGENE GESCHICHTE/N - REMAPPING MOZART Konfiguration I: Wer alles zu verlieren hat, muss alles wagen! Eine Ausstellung zu Repräsentation, Öffentlichkeit und Bühne kuratiert von Araba Evelyn Johnston-Arthur und Luisa Ziaja *Bösendorfer Klavierfabrik, Habig Foyer *Graf-Starhemberg-Gasse 14, 1040 Wien *(U1 Taubstummengasse) Dauer 10. März - 18. April 2006 Öffnungszeiten Di 11-17 Uhr, Mi-So, 13-19 Uhr 15. bis 17. April geschlossen www.remappingmozart.mur.at VERBORGENE GESCHICHTE/N - REMAPPING MOZART Ein Ausstellungsprojekt in vier Konfigurationen KuratorInnenteam: Ljubomir Bratic, Araba Evelyn Johnston-Arthur, Lisl Ponger, Nora Sternfeld, Luisa Ziaja Ein Projekt von WIENER MOZARTJAHR 2006 ================================================ 03 3.4.: Welche Sprache spricht die Wirtschaft? von: LM.Sender at spoe.at ================================================ WELCHE SPRACHE SPRICHT DIE WIRTSCHAFT? In der Sprache der Wirtschaft haben Begriffe wie Humankapital, Verschlankung, Freisetzung oder Sachzwang "Hochkonjunktur". Ein neuer Management-Jargon hat sich etabliert und zieht seine Kreise weit über unternehmerische Entscheidungen hinaus. In dieser Debatte geht es jedoch um weit mehr als um Semantik. Dient der so genannte "Wirtschaftssprech" nicht auch dazu, ökonomische Werte und Haltungen in möglichst vielen Politikfeldern und Gesellschaftssphären zu etablieren? Bei näherer Betrachtung kommt nur allzu oft eine kalkulierte neoliberale Wirtschaftspolitik zum Vorschein. Eine Diskussion über sprachliche Verpackungskünste und ökonomische Mythen. * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Diskussion Montag, 3. April 2006, 19 Uhr in der Zukunfts- und Kulturwerkstätte, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien > TeilnehmerInnen: > Martin Hagleitner Malik Management Zentrum St. Gallen, Geschäftsführer Österreich Klaus Kastberger Literaturwissenschafter und -kritiker Wolfgang Katzian Vorsitzender der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) Martin Schürz Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen (BEIGEWUM) Moderation: Andrea Hauer Journalistin * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * > Nähere Infos unter: Zukunfts- und Kulturwerkstätte Schönlaterngasse 9, 1010 Wien Tel.: 01/513 86 82 www.diezuk.at zuk at spoe.at > An- und Abmeldung des Veranstaltungsabos: Gehen Sie bitte auf die Seite www.diezuk.at/online/page.php?P=10180 Impressum/Offenlegung gem. §§ 24, 25 MedienG: www.diezuk.at/online/page.php?P=10942 ================================================ 04 Frauenaktivtag in Simmering von: verin.stadtteilz.simmering at chello.at ================================================ Freitag 31. März 2006, 19.30 Uhr Stadtteilzentrum Simmering: FRAU SEIN 19.30 Uhr: Podium Diskussion "Frau sein trotz Herd und Herde" Mit Johanna Dohnal ehemalige Frauenministerin SPÖ. Brigid Weinzinger Nationalrätin und Frauensprecherin der Grünen. Renate Angerer Bezirksvorsteherin von Simmering Statements und Diskussion zur aktuellen Lage der Frauenpolitik in Österreich. Soziale Verschlechterung für die Frauen unter Rauch- Kallat, Haubner und Co. 21.30 Uhr: Kulturabend. (Musik, Lieder, Tanz) 22.30 Uhr: Fest <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 05 Rassismus im Flex von: flo at no-racism.net ================================================ Dem Szene-Club Flex am Donaukanal in Wien wird die Selektion ihrer Gäste nach rassistischen Kriterien vorgeworfen. Laut einem ehmaligen Mitarbeiter wird seit Freitag den 17. März eine Türpolitik verfolgt, die sich gezielt gegen Menschen dunkler Hautfarbe richtet. Schon des Öfteren gab es Berichte von BesucherInnen des Flex, dass Menschen auf Grund ihrer Hautfarbe von TürsteherInnen schon am Haupteingang am Betreten des Lokals gehindert worden seien. Zum Teil wurden diese Vorkommnisse auch auf der Homepage des Flex diskutiert. So geschehen auch am 20. März 2006, als ein Gast des Flex mehrere solcher Vorfälle schilderte, die sich alle am gleichen Abend zugetragen haben. "Schwarze und Türken wurden nicht rein gelassen, nichtmal als dann später freier Eintritt für alle war", schreibt er im Webforum des Flex. Eben dort meldete sich am 21. März 2006 ein ehemaliger Mitarbeiter des Flex zu Wort: "Verständigungsprobleme (...) standen an der Tagesordnung, sind mittlerweile aber nebensächlich wenn man bedenkt dass seit Freitag keine dunkelhäutigen Menschen, genauer definiert keine Schwarzafrikaner mehr ins Flex dürfen." Dabei ginge es aber nicht um reine schwarz-weiß Malerei, sondern vielmehr um Klassendenken: "Das dunkelhäutige Amis in offensichtlichen Touristengruppen weiterhin reingelassen werden versteht sich". Inzwischen gibt es auch eine Stellungnahme der Flex-BetreiberInnen zum Thema. Der Vorwurf einer rassistischen Türpolitik wird darin nicht abgestritten, sondern die Vorgangsweise der TürsteherInnen sogar noch offensiv verteidigt. Man sieht sich im Flex als Opfer einer "schwarzafrikanischen Drogendealer Gang" (sic!), die das Flex seit Monaten unterwandere. "Das Flex hat selbstverständlich das Hausrecht sich vor kriminellen mit Hausverbot zu schützen, falls es dabei zu Verwechslungen gekommen ist, bedauern wir das", heißt es in der Stellungnahme die auf der Flex-Homepage veröffentlicht wurde. Im Webforum des Flex sorgte diese Stellungnahme zum Teil durchaus für Erheiterung und das nicht wegen ihren rassistischen Inhalts, sondern in erster Linie aufgrund der offensichtliche Doppelmoral der Flex- Verantwortlichen. "Es wird auch in anderen Bereichen im FLEX gedealt und herum gesnieft (...) und das von Weissen", schreibt ein/e UserIn ins Forum - und auch den Drogenkonsum im Backstagebereich dürfe man nicht vergessen. Anstatt sich ehrlicher Weise für eine Entkriminalisierung von Drogen einzusetzen, setzt das Flex lieber auf den Sündenbock in Form einer vermeintlichen "schwarzafrikanischen Drogendealer Gang". Der Zustimmung eines großen Teils der rassistischen Mehrheitsgesellschaft in Österreich, kann man sich damit zweifellos sicher sein. Von no-racism.net um eine weitere Stellungnahme - insbesondere zum rassistischen Sprachgebrauch (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzafrikaner) in der oben zitierten Aussendung - gebeten, zeigt sich Flex-Geschäftsführer Tom Eller uneinsichtig. Er würde sich von niemanden und schon gar nicht von no-racism.net oder Wikipedia die "Meinungsfreiheit und dazugehört auch die Wortwahl" verbieten lassen. Im Übrigen könne man "es nie allen recht machen". Am Schluss seiner Stellungnahme betont Tom Eller noch, das Flex stehe seit über 10 Jahren "unbestritten für Toleranz und Vielfalt". Ganz so als hätte das Flex-Team nachdem es 10 Jahre für "Toleranz und Vielfalt" eingetreten ist genug "aufgespart", um endlich auch ein bißchen rassistisch sein zu dürfen. Inzwischen gibt es bereits Boykott-Aufrufe gegen das Flex. Eine Userin schreibt am 23. Mär 2006 ins Flex-Forum: "Ich habe selbst beobachtet dass schwarze Freunde abgewiesen wurden. Ich bin Flex-Stamm-Gästin seit der Zeit des alten Flex - und ich werde es NIE WIEDER BETRETEN und das auch allen empfehlen, die ich kenne." Siehe auch: http://www.flex.at/index.php?id=26&tx_flexkontroversen_pi1 [singlekontroverse]=139 --> Diskussion auf der Flex-Homepage ================================================ 06 Protest gegen Abschiebung von: hilde.grammel at aon.at ================================================ Liebe KollegInnen, liebe UnterstützerInnen! Wie Sie/Ihr aus wahrscheinlich aus den Medien erfahren habt, können seit dem 1. Jänner dieses Jahres AsylwerberInnen, die ÖsterreicherInnen geheiratet haben, ihren Antrag auf eine Niederlassungsbewilligung nur mehr aus ihrem Herkunftsland stellen. Bis Ende 2005 war es möglich diesen Antrag in Österreich zu stellen, AsylwerberInnen mussten allerdings ihren Asylantrag zurückziehen. Da seit dem Herbst 2005 die meisten Anträge nicht mehr behandelt wurden und das neue gesetz keine Übergangsfristen vorsieht sind zahlreiche Personen über Nacht in die Illegalität gestoßen worden. Ihnen droht die Abschiebung, den österreichischen EhepartnerInnen der (zumindest zeitweilige) Verlust des Ehepartners. Diese Vorgehensweise der Republik Österreich stellt jedenfalls einen Verstoß gegen das Recht auf Familienleben dar bedeutet für viele Asylwerber aber auch eine direkte Gefährdung, weil sie ja ihren Asylantrag nicht zurückgezogen haben, weil sie im Herkunftsland nicht mehr gefährdet wären, sondern weil sie als Ehegatten von ÖsterreicherInnen einen sicheren Aufenthaltstitel erwartet haben. Wir bitten Sie/euch nun gegen diese Vorgehensweise durch ein E-mail an die Innenministerin zu protestieren. Adresse: liese.prokop at bmi.gv.at Ein Textvorschlag ist attached. Der Kreativität sind allerdings keine Grenzen gesetzt und eigene Formulierungen sind durchaus erwünscht. Mit lieben Grüßen Herbert Langthaler (asylkoordination österreich) ------------- TEXTVORSCHLAG ------------------- Sehr geehrte Frau Ministerin Prokop! Aus jüngsten Medienberichten musste ich entnehmen, dass EhepartnerInnen von ÖsterreicherInnen abgeschoben werden. Gibt es kein Recht mehr auf Eheleben? Darf man sich nur mehr in ÖsterreicherInnen verlieben - und das in Zeiten der Globalisierung und zunehmender Mobilität? Angeblich will es das Österreichische Gesetz so. Ich kann es aber nicht glauben, dass AsylwerberInnen, die hier in Österreich ihre Liebe gefunden haben, keine realistische Möglichkeit bekommen, nach der Eheschließung, ein gemeinsames Eheleben zu führen. Werden hier binationale Ehepaare bewusst getrennt und schikaniert? Es ist für mich unvorstellbar, dass eine Familienpartei, der Sie ja angehören, derartiges zulässt! ------------------------------------------- oder: fr. minister, was gott verbunden hat soll der mensch nicht trennen - oder so ähnlich, habe ich gedacht. sie haben sich gegenüber werten, die sie zu achten vorgaben, verstiegen, nachdem sie mindeststandards an bürgerrechten der aufklärung unterboten haben ich fordere sie auf, sich der abschiebung von ehepartnern zu schämen und zurückzutreten hintergrund: Sehr geehrte Damen und Herren! Wie sie den Medienberichten der letzten Tage entnehmen konnten, wurde vergangene Woche die chinesische Staatsbürgerin Zou Youying, verheiratet mit dem Österreicher Adolf Brichta nach China abgschoben. Dieser Verstoß gegen das Menschenrecht auf Familienleben (Artikel 8 EMRK) ist eine direkte Folge des neuen Fremdenrechtspaketes, das seit kurzem in Kraft getreten ist. Als Draufgabe will die Fremdenpolizei nun von Herrn Brichta auch noch die Kosten für Schubhaft und Abschiebung in der Höhe von 6.067 Euro einfordern. Weil zunächst die österreichische Vertretung in China zuständig ist, möchte Herr Brichta in den nächsten Tage nach Shanghai aufbrechen, um dafür zu kämpfen, dass seine Frau bald wieder nach Österreich einreisen darf. SOS Mitmensch hat ein Spendenkonto eingerichtet, um Herrn Brichta und Frau Youying auch finanziell zu unterstützen. Wir bitten dringend um Spenden! PSK, Blz: 60000, Kontonummer: 91000590, Kennwort: Abschiebung Mit freundlichen Grüssen, Philipp Sonderegger, Sprecher SOS Mitmensch am Freitag, 24. März, 2006 P.S. Wir bitten um Weiterleitung dieses Aufrufs. SOS MITMENSCH Philipp Sonderegger, Sprecher mobil +43(664) 450 59 60 email phs at sosmitmensch.at telefon +43 (1) 524 99 00 - 11 fax +43 (1) 524 99 00 - 9 post sos mitmensch, pf 220, 1070 wien web sosmitmensch.at spenden PSK blz:60000 kn:91000590 ================================================ 07 Abschiebung: Dringender Spendenaufruf von: phs at sosmitmensch.at ================================================ *** DRINGENDER SPENDENAUFRUF FÜR *** HERRN ADOLF BRICHTA UND FRAU ZOU YOUEYING Sehr geehrte Damen und Herren! Wie sie den Medienberichten der letzten Tage entnehmen konnten, wurde vergangene Woche die chinesische Staatsbürgerin Zou Youying, verheiratet mit dem Österreicher Adolf Brichta nach China abgschoben. Dieser Verstoß gegen das Menschenrecht auf Familienleben (Artikel 8 EMRK) ist eine direkte Folge des neuen Fremdenrechtspaketes, das seit kurzem in Kraft getreten ist. Als Draufgabe will die Fremdenpolizei nun von Herrn Brichta auch noch die Kosten für Schubhaft und Abschiebung in der Höhe von 6.067 Euro einfordern. Weil zunächst die österreichische Vertretung in China zuständig ist, möchte Herr Brichta in den nächsten Tage nach Shanghai aufbrechen, um dafür zu kämpfen, dass seine Frau bald wieder nach Österreich einreisen darf. SOS Mitmensch hat ein Spendenkonto eingerichtet, um Herrn Brichta und Frau Youying auch finanziell zu unterstützen. Wir bitten dringend um Spenden! PSK, Blz: 60000, Kontonummer: 91000590, Kennwort: Abschiebung Mit freundlichen Grüssen, Philipp Sonderegger, Sprecher SOS Mitmensch am Freitag, 24. März, 2006 P.S. Wir bitten um Weiterleitung dieses Aufrufs. SOS MITMENSCH Philipp Sonderegger, Sprecher mobil +43(664) 450 59 60 email phs at sosmitmensch.at telefon +43 (1) 524 99 00 - 11 fax +43 (1) 524 99 00 - 9 post sos mitmensch, pf 220, 1070 wien web sosmitmensch.at spenden PSK blz:60000 kn:91000590 ================================================ 08 KSVF-Rückzahlungsforderungen: "Eine soziale Frechheit!" von: contact at kulturrat.at ================================================ / PRESSEMITTEILUNG /___________________/ / Kulturrat Österreich /______________/ / "Eine soziale Frechheit! Das lassen wir uns nicht gefallen!" / Kunst- und Kulturschaffende sagen ihre Meinung / zum Künstlersozialversicherungsfondsgesetz / Pressekonferenz am Donnerstag, 30. März 2006 / http://kulturrat.at/agenda/sozialerechte/2006statements Der Kulturrat Österreich ruft Kunststaatssekretär Franz Morak und Bundeskanzler Wolfgang Schüssel zum Handeln auf: Schluss mit Rückzahlungsforderungen an KünstlerInnen! Weg mit der Mindesteinkommensgrenze als Voraussetzung für einen Zuschuss zum Pensionsversicherungsbeitrag! Gesetzesnovelle jetzt! Zahlreiche Kunst- und Kulturschaffende schließen sich diesen Forderungen an. ___/ Linde Prelog (Schauspielerin, Autorin, Liedermacherin): Es müssen wohl kunstfeindliche, zynische Menschen sein, die sich für freischaffende Künstler ein derartiges Versicherungskonzept einfallen ließen. ___/ Jörg Vogeltanz Jörg Vogeltanz (Künstler): Dass - vom Staat immerhin anerkannte! - KünstlerInnen, die ZUWENIG verdienen, Zuschüsse zurückzahlen müssen, ist ja mit abstand das Absurdeste, das diese Regierung im Bereich Kulturpolitik zu verantworten hat und gewohnt zynisch. ___/ Ingeborg Strobl (bildende Künstlerin): Qualität wird bestraft. Über den kommerziellen Erfolg den Beruf KünstlerIn zu definieren ist tragisch. ___/ Helmut Berger (Schauspieler, Regisseur): Auf die Erfahrung, dass Künstlern in unserer "Kulturnation" das Leben so schwer gemacht wird, würden viele gern verzichten. Der Kulturrat Österreich lädt ein zu einer Pressekonferenz mit KünstlerInnen und InteressenvertreterInnen am Donnerstag, 30. März 2006, 10.30 Uhr Secession Friedrichstraße 12, 1010 Wien / Weitere Statements /____________/ http://kulturrat.at/agenda/sozialerechte/2006statements / Aufruf und Unterstützungsmöglichkeit /____________/ http://kulturrat.at/agenda/sozialerechte/aufruf2006 / Rückfragen /____________/ Daniela Koweindl Tel: +43 (699) 117 867 10 / Kontakt /____________/ Kulturrat Österreich Gumpendorfer Str. 63b A-1060 Wien mailto:contact at kulturrat.at http://kulturrat.at/ / Erklärung gemäß § 107 TKG /____________/ Angesichts einer zunehmend erdrückenden Medienkonzentration leistet der nicht-kommerzielle Versand von kulturpolitischen Informationen einen wichtigen Beitrag zur Herstellung diskursiver Öffentlichkeiten. Die neuen Bestimmungen des Telekommunikationsgesetzes (TKG § 107) bedeuten eine diesbezügliche Einschränkung, denn seit 1. März 2006 dürfen e-Mail-Zusendungen ausschließlich mit dem Einverständnis der EmpfängerInnen zugesendet werden. Sollten Sie keine weiteren Informationen des Kulturrat Österreich beziehen wollen, so ersuchen wir Sie um eine kurze Verständigung. ================================================ 09 Weapons of Mass Oppression von: depesche at quintessenz.org ================================================ From: "q/depesche" Subject: Weapons of Mass Oppression q/depesche 2006-03-24T16:42:08 Weapons of Mass Oppression Einer der Exportschlager der westlichen Welt ist nicht etwa Demokratie und Freiheit, sondern die Technik zur Filterung, Überwachung und Zensur des Internets und anderer Telekommunikationsnetze. Für diese Produkte gibt es keine Exportbeschränkungen, während eines der wenigen Technologien die eine freie Meinungsäußerung und demokratische Opposition erst erlauben als "dual-use" immer noch Beschränkungen unterworfen ist: Kryptographie. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- American technology companies are taking heat for helping China's government police the Internet. But this controversy extends well beyond China and the so- called Internet Gang of Four: Google, Yahoo, Cisco and Microsoft. (...) The initiative found that SmartFilter has been used by government-controlled monopoly providers in Kuwait, Oman, Saudi Arabia, Sudan, Tunisia and the United Arab Emirates. It has also been used by state-controlled providers in Iran, even though American companies are banned from selling technology products there. (Secure Computing denies selling products or updates to Iran, which is probably using pirated versions.) According to OpenNet, filtering products from another U.S. company, Websense, have also been used by a state-controlled service provider in Iran, ParsOnline. (...) The initiative also found that Myanmar, arguably the world's most repressive regime, uses censorware from the U.S. company Fortinet. And Singapore's government-controlled Singnet server uses filtering technology from SurfControl, a company that is now technically British but has its filtering operations headquarters in California. One of America's most laudable national goals is the export of free speech and free information, yet U.S. companies are selling censorship (...) If American companies are already obligated to disclose the sale of bombs and guns to repressive regimes, why not censorware? Mehr: http://www.iht.com/articles/2006/03/09/opinion/edjardin.php - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- relayed by Mac Gyver - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --. ================================================ 10 KPÖ/BAWAG/ÖGB/Streikfonds von: leo.furtlehner at liwest.at ================================================ BAWAG-Geschäfte sind ein schwerer Schaden für den ÖGB Scharfe Kritik der KPÖ am Missbrauch des Streikfonds Einen schweren und nachhaltigen Schaden für den ÖGB sieht die KPÖ als eine der drei Gründerparteien des überparteilichen ÖGB trotz Rettung der gewerkschaftseigenen Bank als vorläufiges Resümee der Vorgänge um die BAWAG. Der Hintergrund dafür ist eine von der ÖGB-Spitze tolerierte, dem neoliberalen Zeitgeist geschuldete Strategie unter Missachtung elementarer Grundregeln von Kontrolle und Information. “Wenn der ÖGB auf der einen Seite den Casino-Kapitalismus kritisiert, auf der anderen aber seine eigene Bank über Jahre hinweg höchst spekulative und riskante Geschäfte tätigt, entsteht ein massives Glaubwürdigkeitsproblem", meint KPÖ-Bundessprecher Mirko Messner. Dass Regierung, Wirtschaft und Medien die Vorgänge bei der BAWAG zu massiven Attacken auf die Gewerkschaften als solche führen ist daher nicht verwunderlich. Gerade Finanzminister Grasser und Vizekanzler Gorbach sollten aber, wenn es um bedenkliche Geschäfte geht, einen eher leisen Ton anstimmen. Es ist keineswegs akzeptabel die Verantwortung dafür, dass 1,4 Milliarden Euro durch fragwürdige Spekulationsgeschäfte in den Sand gesetzt wurden, dem Vorstand zuzuschieben. Als Eigentümer hätte ÖGB- Chef Fritz Verzetnitsch und Finanzreferent Günther Weninger spätestens nach Bekannt werden der ersten derartigen Geschäfte im Zeitraum von 1990 bis 1994 die Notbremse ziehen, die zuständigen Manager feuern und derartige Geschäfte ein für allemal grundsätzlich untersagen müssen. Dass diese riskanten Geschäfte auch unter Elsner und Zwettler als BAWAG-Chefs fortgesetzt werden konnten ist offenbar einer “geschlossenen Gesellschaft" sozialdemokratischer Freunderlwirtschaft mit gegenseitigen Verpflichtungen geschuldet, bedeutet aber einen enormen politischen Schaden für die Gewerkschaftsmitglieder. Vor allem der Missbrauch des Streikfonds des ÖGB als Sicherstellung zur Rettung der BAWAG trifft ins Herz der Handlungsfähigkeit einer den Lohnabhängigen verpflichteten Gewerkschaft: “Jetzt wird auch klar, warum die ÖGB-Spitze auch und gerade in der Ära der schwarzblauen Koalition Kampfaktionen gegen den wachsenden Druck auf Arbeitsplätze, Löhne und soziale Errungenschaften systematisch abgeblockt hat", so Messner. Dass die Vorgänge um die BAWAG faktisch im Alleingang vom Finanzreferenten und dem Präsidenten des ÖGB erfolgten und dabei nicht nur der Bundesvorstand sondern auch das Präsidium ausgeschaltet war, sagt Bände über das Demokratieverständnis und die politische Verantwortung im ÖGB. Die Mitglieder des BAWAG-Aufsichtsrates, vor allem die als “Profis" geltenden Kapitalvertreter darin, müssen sich trotzdem fragen lassen, ob sie dort nur zum Kassieren von Sitzungsgeldern vertreten sind oder eigentlich die Tätigkeit des Vorstandes kritisch hinterfragen müssten. Nach Meinung der KPÖ darf es nicht Aufgabe einer ÖGB-eigenen Bank sein, riskante Geschäfte auf dem Kapitalmarkt zu tätigen oder unverständliche Beteiligungen (Bösendorfer, Stiefelkönig, ATV+) zu halten, sondern den Lohnabhängigen günstige Konditionen bei Kontoführung, Kreditgewährung usw. zu ermöglichen. Nicht vergessen werden darf schließlich auch, dass das heutige Kapital der BAWAG letztendlich aus den Geldern der Gewerkschaftsmitglieder resultiert, zu deren Nutzen die Bank seinerzeit gegründet worden ist. Mit aller Schärfe lehnt die KPÖ die Vorstöße für einen Verkauf der BAWAG-PSK-Gruppe an einen transnationalen Konzern ab: “Das wäre das Gegenteil dessen, was im Interesse des ÖGB aus dem Ausflug der Gewerkschaftsbank in den karibischen Kasinokapitalismus zu schlussfolgern wäre", so Messner abschließend. ================================================ 11 BAWAG/ÖGB/Verzetnitsch/Verantwortung/KPÖ von: kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ PRESSEMITTEILUNG DER STEIRISCHEN KPÖ Graz, am 25. 3. 2006 Steirische KPÖ zum BAWAG-Skandal: Verzetnitsch muss begreifen, dass er Anliegen der arbeitenden Menschen nicht mehr glaubwürdig vertreten kann “Wir wollen nach dem Auffliegen des unfassbaren BAWAG- und ÖGB- Skandals nicht in den Chor der lautesten Schreier gegen die sozialdemokratische Gewerkschaftsführung einstimmen, regen aber mit Bestimmtheit an, dass ÖGB-Präsident Verzetnitsch in einer stillen Stunde in sich geht und selbst entscheidet, wie er die Verantwortung für den Schaden übernimmt, den er der österreichischen Arbeiterbewegung bereitet hat". Das sagte der steirische KPÖ- Vorsitzende Franz Stephan Parteder am Samstag. Verzetnitsch sei nicht mehr in der Lage, in der Öffentlichkeit glaubwürdig grundlegende Interessen und Forderungen der arbeitenden Menschen gegenüber den Unternehmern zu vertreten. Parteder: “Die Fälle ARBÖ und ÖGB sagen leider mehr über das Wesen der SPÖ-Führung aus als ihre scharfen Wahlkampfreden gegen den Neo- Liberalismus und gegen die unsoziale Politik der EU. In dieser Tatsache drückt sich das Dilemma der Arbeiterbewegung in unserem Land aus." Solange es nicht zu einer genauen Aufarbeitung der Ursachen für riskante Milliardenspekulationen der gewerkschaftseigenen Bank und des Missbrauches des Streikfonds kommt, ist nicht zu erwarten, dass es dort eine Wende zum Besseren gibt. KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ 12 KPÖ/Bischofskonferenz/Kirchenaustritt/Konkordat von: info at kpoe.at ================================================ Bischofskonferenz will Kirchenaustritt erschweren KPÖ für strikte Trennung von Kirche und Staat Während die katholische Kirche offiziell davon spricht, beim Eintreiben der Kirchenbeiträge “human" vorzugehen, wird gleichzeitig ein Relikt aus der Zeit des Klerikalfaschismus reaktiviert: Damals wurde der Kirchenaustritt durch eine “Prüfung des Geisteszustandes" verzögert, jetzt will die Bischofskonferenz eine Verzögerung des Austrittes anordnen. Geht es nach dem Willen der Kirche, soll ein Kirchenaustritt künftig erst drei Monate nach der Abmeldung bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft wirksam werden. In dieser Zeit will sich die Kirche um ein “klärendes Gespräch" mit den Ausgetretenen bemühen: “Ganz offensichtlich will man eine eindeutige Entscheidung mündiger StaatsbürgerInnen nicht zur Kenntnis nehmen und Druck auf einen Verbleib in der Kirche ausüben", meint dazu KPÖ- Bundessprecher Mirko Messner. Die KPÖ weist diesen Vorstoß der Bischofskonferenz auf die Gesetzgebung zurück mit dem der Einfluss der Kirche in der Gesellschaft gestärkt werden soll. Nach Meinung der KPÖ hat die Forderung nach strikter Trennung von Staat und Kirche größte Aktualität. Religiöse Kräfte - egal welcher Richtung - haben in staatlichen Einrichtungen nichts verloren. Demzufolge gehört der Religionsunterricht in allen öffentlichen Schulen abgeschafft und die staatliche Förderung religiöser Bildungseinrichtungen eingestellt. Der Zugriff der Kirche auf das Melderegister bei der Eintreibung der Kirchensteuer muss beendet werden. Das Konkordat mit den damit verbundenen Privilegien der Kirche und Förderung durch den Staat ist aufzukündigen, die religiöse Einstellung ist bei verfassungsgemäßer Garantie der Religionsfreiheit als Privatsache zu betrachten, die Religionsgemeinschaften als Vereine ohne irgendwelche Sonderstellung zu bewerten. <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< WELTWEIT <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 13 [gipfelsoli] Heiligendamm von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - "CDU ungehalten über Ritters Kritik an G8-Gipfel" - Gegner des G8-Gipfels wollen Proteste koordinieren - Treffen der Innenminister in Heiligendamm, 22. und 23. März 2006 ------------------------------------------------------------------------ ----- "CDU ungehalten über Ritters Kritik an G8-Gipfel" Schwerin. Die Linkspartei.PDS hat mit ihrer angekündigten Teilnahme an einem Koordinierungstreffen von Gegnern des Weltwirtschaftsgipfels 2007 in Heiligendamm massive Kritik bei der CDU ausgelöst. Andere Bundesländer würden alles daran setzen, diesen Gipfel positiv zu begleiten, sagte CDU- Landeschef Jürgen Seidel am Donnerstag in Schwerin. Stattdessen organisiere und koordiniere die Regierungspartei Demonstrationen gegen den Gipfel. Dies sei absurd für das Land in seiner Rolle als Gastgeber. Es entstehe der fatale Eindruck, dass die Linkspartei.PDS ihre Ideologien vor die Interessen des Landes stellt, kritisierte der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl. Dies schade massiv dem Image des Landes. Nach der Ablehnung der EU-Verfassung stelle sich Mecklenburg-Vorpommern mit der jetzigen Diskussion erneut bundesweit ins Abseits. Linkspartei.PDS-Landeschef Peter Ritter hatte in der "Schweriner Volkszeitung" (Donnerstagausgabe) kritisiert, dass die G8-Teilnehmer mehr um ihr eigenes Wohl bemüht sind, als dass sie sich wirklich den Problemen der Welt stellen. Die Globalisierung der Wirtschaftsbeziehungen entspreche nicht den Vorstellungen der Linkspartei von einer gleichberechtigten sozialen und ökonomischen Entwicklung. Ritter beanstandete zugleich die Kosten des Treffens. Nicht Mecklenburg-Vorpommern sei der Gastgeber, sondern die Bundesregierung. Deshalb sollte der Bund für alle Kosten aufkommen. [ddp-nrd] ------------------------------------------------------------------------ ----- Gegner des G8-Gipfels wollen Proteste koordinieren Gegner des für den Frühsommer 2007 geplanten G8-Gipfels im Seebad Heiligendamm treffen sich am 25. und 26. März in Rostock zu einer ersten bundesweiten Aktionskonferenz. Ziel der Tagung sei es, die diversen Organisationen und mögliche Protestarten aufeinander abzustimmen, so Monty Schädel, Koordinator des Rostocker Bündnisses gegen den G8-Gipfel. Auch Vertreter der Linkspartei nehmen an dem Treffen teil. Bei der Konferenz werden etwa 200 Teilnehmer erwartet. Beim Gipfel der großen acht Wirtschaftsmächte USA, Kanada, Japan, Großbritannien, Frankreich, Italien, Russland und Deutschland wird mit mehreren zehntausend Demonstranten gerechnet. Linkspartei beteiligt sich an der Konferenz Der Linkspartei-Vorsitzende in Mecklenburg-Vorpommern, Peter Ritter, sagte am Donnerstag, einige Parteimitglieder nähmen an der Aktionskonferenz teil. Zudem habe der Landesvorstand eine eigene Koordinationsgruppe gebildet. Es gebe genügend Gründe, sich kritisch mit der Politik der führenden Industrienationen auseinanderzusetzen und dagegen "friedlich und fantasievoll" zu protestieren, hieß es in einem Aufruf der Linkspartei. CDU-Landeschef Jürgen Seidel kritisierte die Beteiligung der Linkspartei an den Protesten. Damit schade die Partei dem Image Mecklenburg-Vorpommerns. Es entstehe der fatale Eindruck, dass sie ihre Ideologien vor die Interessen des Landes stelle, sagte Seidel. Aus seiner Sicht bedeutet der G8-Gipfel einen Imagegewinn für den Nordosten mit einer weltweiten Medienpräsenz. Voraussichtliche Sicherheitskosten von 45 Millionen Euro Während sich der erste öffentliche Widerstand formiert, bereiten die Regierungszentralen in Berlin und Schwerin den Gipfel vor. Die Gesamtkosten für die Sicherheit der Teilnehmer soll rund 45 Millionen Euro betragen. Von dieser Summe soll das Land Mecklenburg-Vorpommern 10 Millionen Euro selbst bezahlen. [NDR 1 - 08:02 Uhr] ------------------------------------------------------------------------ ----- Treffen der Innenminister von Frankreich, Deutschland, Italien, Polen, Spanien und dem Vereinigten Königreich in Heiligendamm, 22. und 23. März 2006 SCHLUSSFOLGERUNGEN Die Innenminister von Frankreich, Deutschland, Italien, Polen, Spanien und dem Vereinigten Königreich sind am 22. und 23. März 2006 in Heiligendamm (Deutschland) zusammengekommen. Sie haben als neuen Teilnehmer in diesem bereits seit 2003 bestehenden Kreis den Innenminister Polens begrüßt. Die Zusammenarbeit der sechs Staaten soll weitere Impulse für die Stärkung des Raums der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts geben. Im Sinne eines "Laboratoriums" sollen in kleinem Kreis konkrete Vorschläge zur Intensivierung der Zusammenarbeit im Bereich der europäischen Innenpolitik entwickelt werden. Die anderen EU-Staaten werden in vollem Umfang über die Vorschläge der G6-Staaten unterrichtet und können sich an deren Umsetzung beteiligen. Zur Förderung der Integration und zur Bekämpfung der illegalen Migration sowie zur Bekämpfung des Terrorismus haben die Minister folgende konkrete Maßnahmen beschlossen: 1. Förderung der Integration und Bekämpfung der illegalen Migration Die Minister haben die herausragende Bedeutung erfolgreicher Integration für die Stabilität einer Gesellschaft betont. Sie haben deshalb einen intensiven Austausch über ihre Integrationsprogramme und Integrationsvoraussetzungen, insbesondere die Art und Form von eventuellen Testverfahren vereinbart. Die Minister beschlossen die Einrichtung einer Expertengruppe, die die Möglichkeit eines Integrationsvertrags mit Zuwanderern oder vergleichbarer Instrumentarien prüfen und deren wesentlichen Inhalte ausarbeiten soll. Mit Blick auf den Dialog mit der muslimischen Gemeinschaft haben sie sich darauf verständigt, sich über die jeweiligen Konsultationsmechanismen und Dialogstrukturen der anderen Partner sowie den interkulturellen und interkonfessionellen Dialog mit den Herkunftsländern gegenseitig zu unterrichten. Die Minister sind überzeugt, dass alle Ansätze zur erfolgreichen Integration nur von Dauer sein können, wenn die europäischen Partner zu einem gemeinsamen Verständnis der Grundlage von Migration nach Europa gelangen und wirksame Strategien zur Bekämpfung illegaler Einwanderung entwickeln. Daher streben die Minister an, die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der illegalen Migration zu intensivieren und die nationalen Zentren zu verknüpfen. Experten aus allen betroffenen Behörden (Grenzpolizei, Polizei, Ausländerbehörden) sollen zusammenarbeiten, um den Informationsaustausch auf den erforderlichen Ebenen sicherzustellen. Bei der Bekämpfung des Menschenschmuggels, des Menschenhandels oder damit verbundener Kriminalität sollen "Gemeinsame Ermittlungsteams" mit Unterstützung von EUROPOL eingesetzt werden. Die Minister treten dafür ein, auf die Ausarbeitung einer gemeinsamen Liste sicherer Herkunftsländer hinzuwirken und unterstützen die diesbezüglichen Anstrengungen der Kommission und der Präsidentschaft. Die Minister treten darüber hinaus dafür ein, das Visa- Informationssystem (VIS) einschließlich Einladerdatei im VIS zügig einzurichten und einen polizeilichen Zugriff auf EURODACm sowie einen uneingeschränkten Zugriff der für innere Sicherheit zuständigen Behörden auf das VIS einzuräumen. Sie begrüßen, dass der Einsatz von Biometrie in Auslandsvertretungen und an ausgewählten Grenzübergangsstellen im Vorgriff auf das VIS durch die französische Initiative BIODEV II ausgeweitet wird. In Bezug auf die Rückführung von illegal aufhältigen Personen haben sie beschlossen, sich gegenüber besonders relevanten Herkunfts- und Transitländern vor allem im Mittelmeerraum und in Osteuropa abzustimmen, gemeinsame Maßnahmen zur Förderung der Zusammenarbeit mit den Drittstaaten zu ergreifen und die Kommission bei der Verhandlung und dem Abschluss von Rückübernahmeabkommen aktiv zu unterstützen, wie dies in dem gemeinsamen Schreiben an Vizepräsident Frattini hervorgehoben wurde. Die Minister haben ein abgestimmtes Vorgehen mit den Außenministern beschlossen, um eine beschleunigte Ausstellung von Heimreisedokumenten durch die betreffenden Länder zu erreichen. Sie werden eine Bewertung der bisherigen Maßnahmen und Ergebnisse hinsichtlich der Ausstellung von Heimreisedokumenten vornehmen und eine gemeinsame Strategie gegenüber den Ländern entwickeln, die nach wie vor nicht hinreichend zur Zusammenarbeit bereit sind. Die Minister sind sich einig, dass eine effektive und nachhaltige Sicherung der EU-Außengrenzen einschließlich des Einsatzes nationaler Expertenteams zur Unterstützung im Krisenfall eine Voraussetzung für die Bekämpfung illegaler Migration ist. Diese Expertenteams sollen auf operativer Ebene eng mit den zuständigen nationalen Behörden oder Zentralstellen zusammenarbeiten. Dazu haben sie eine intensive Beteiligung an den durch die Europäische Grenzschutzagentur FRONTEX organisierten gemeinsamen Einsätzen beschlossen. Zur Verbesserung der Informationsgrundlage sollen EUROPOL und FRONTEX gemeinsame Lagebilder und -analysen zur illegalen Migration erstellen. Dies hat hohe Priorität für die EUROPOL-Bedrohungsanalysen im Bereich der Organisierten Kriminalität. Die Minister bekräftigen, dass ein besonderes Augenmerk auf die Migrationsströme aus Afrika gelegt werden soll, insbesondere sofern es sich dabei um illegale Einwanderung handelt, und haben sich darauf geeinigt, die operative Zusammenarbeit zwischen den EU-Mitgliedern zu intensivieren und den Dialog und die Zusammenarbeit mit den afrikanischen Herkunfts- und - transitländern zu verbessern. Dieser Ansatz trägt zur Umsetzung der in den Schlussfolgerungen des Rates vom 15./16. Dezember 2005 enthaltenen Maßnahmen des Global Approach on Migration bei. Mit dem Ziel der Verbesserung der operativen Zusammenarbeit und Koordination werden die Minister eine Expertengruppe, die von den kanarischen Inseln aus koordiniert wird, mit der Einrichtung eines regionalen Immigrationsnetzwerks in der westafrikanischen Küstenregion auf der Grundlage der bereits dort eingesetzten Verbindungsbeamten beauftragen. Derselbe Ansatz soll gegenüber anderen afrikanischen Regionen, Asien, Ost- und Südosteuropa verfolgt werden. 2. Bekämpfung des Terrorismus Die Minister werden angesichts der anhaltenden Bedrohung ihre Anstrengungen zur Bekämpfung des Terrorismus mit unveränderter Intensität weiterführen. Sie wollen ihre Zusammenarbeit durch folgende konkrete Einzelmaßnahmen noch verstärken. * Gemeinsame, arbeitsteilige Analyse der Nutzung des Internet durch terroristische Strukturen ("Check the Web") unter Beteiligung von EUROPOL. Dies ermöglicht einen zielgenauen Einsatz der Ressourcen und führt zu deutlich besseren Arbeitsergebnissen. * Einrichtung gemeinsamer Unterstützungsteams für den Fall schwerer terroristischer Anschläge: Expertenteams oder Verbindungsbeamte, die vor Ort den von einem Anschlag betroffenen Staat auf sein Ersuchen hin unterstützen. * Etablierung eines Hospitationsprogramms zwischen den nationalen Terrorismusabwehrzentren, um den Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit weiter zu optimieren. * Gegenseitiger systematischer Austausch von Informationen zu Personen, die aufgrund von Aktivitäten, die den Hass zwischen Rassen oder Religionen schüren, von den G6-Staaten ausgewiesen wurden. 3. Drogenbekämpfung/Bekämpfung OK Die Minister haben die Priorität, die der Bekämpfung des Drogenhandels und der organisierten Kriminalität zukommt, unterstrichen. Besonderes Augenmerk haben die Minister auf Südamerika und die Karibik sowie Afghanistan, die Balkanroute, die Türkei und Westafrika gelegt. Mit dem Ziel der effektiveren Drogenbekämpfung verständigten sie sich darauf, Experten mit der Prüfung von Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Behörden in den sechs Staaten zu beauftragen, einschließlich der Möglichkeit der Schaffung regionaler Zentren in den Hauptherkunfts- und -transitländern. Deshalb haben sie die Initiative zur gemeinsamen Nutzung der bestehenden Verbindungsnetzwerke in den westlichen Balkanländern zur Bekämpfung jeder Form der Kriminalität begrüßt. EUROPOL kommt eine wichtige Funktion als Schnittstelle für den Informationsaustausch in der EU zu. 4. Grundsatz der Verfügbarkeit Die Minister haben nochmals die besondere Bedeutung des bereits im Haager Programm festgelegten Ziels einer entscheidenden Verbesserung des grenzüberschreitenden Informationsaustauschs der Strafverfolgungsbehörden hervorgehoben. Um dieses Ziel schnell zu erreichen, treten sie für eine Konzentration auf DNA-, Fingerabdruck- und Kfz-Registerdaten, ein. Dabei haben sie betont, dass das zukunftsträchtige Modell des Vertrages von Prüm mit online-Abfragen und einem hit-/no-hit-Zugriff möglichst bald zur Anwendung in der EU gelangen soll. Die Minister haben unterstrichen, dass die zügige Umsetzung des Grundsatzes der Verfügbarkeit nicht von der vorherigen Verabschiedung eines Rahmenbeschlusses zum Datenschutz in der "dritten Säule" abhängen darf. 5. Schengener Durchführungsübereinkommen Um eine greifbare Verbesserung der grenzüberschreitenden polizeilichen Zusammenarbeit insbesondere durch das Schengener Durchführungsübereinkommen zu erreichen, streben die Minister eine Überarbeitung anhand der Standards des Vertrages von Prüm an. Hierzu gehört beispielsweise die Möglichkeit, bei Großereignissen, Katastrophen und schweren Unglücksfällen Unterstützungskräfte aus anderen Mitgliedstaaten zur Hilfeleistung anzufordern. 6. SIS II / VIS Die Minister haben betont, dass die geplante Einführung des Schengener Informationssystems der neuen Generation (SIS II) sowie des Visa-Informationssystems (VIS) hohe Priorität hat. Sie haben darüber hinaus unterstrichen, dass sowohl SIS als auch VIS den uneingeschränkten Zugriff für die in den beteiligten Staaten für innere Sicherheit zuständigen Behörden garantieren müssen, um dem Interesse aller EU-Mitgliedstaaten an einer effizienten Kriminalitätsbekämpfung Rechnung zu tragen. Um einen problemlosen Übergang zum SIS II zu ermöglichen, sind sich die Minister einig, dass die bisherigen Zuständigkeiten für den Betrieb des Systems nicht verändert werden sollten. 7. Stand der Umsetzung und Weiterentwicklung der bisherigen Arbeiten Die Minister haben die positiven Ergebnisse der bisherigen Zusammenarbeit begrüßt und deutlich gemacht, dass sie in diesen Bereichen mit unveränderter Intensität weiterarbeiten werden: * Der gegenseitige Informationsaustausch bei der Terrorismusbekämpfung ist deutlich intensiviert worden und soll noch ausgebaut werden (Datenaustausch über "terroristische Gefährder", Einrichtung eines Frühwarnsystems via Email bei Diebstahl von Sprengstoffen, Waffen etc. und eines Grundstoff-Überwachungsprogramms für Explosivstoffe) * Mit der Durchführung von Sammelrückführungen vorbehaltlich individueller Abschiebeanordnungen haben die G6-Staaten ein deutliches Signal gegen die illegale Migration gesetzt. Das stabile Kooperationsverfahren auf der Grundlage eines konsolidierten Netzwerks von Kontaktstellen hat sich bewährt. Mit der stärkeren Einbeziehung von FRONTEX werden die G6-Staaten werden die Zahl der Flüge erhöhen. * Die Forderungen der Minister zur Einbeziehung biometrischer Daten in Ausweispapieren haben in den Beschluss des Rates der Justiz- und Innenminister auf europäischer Ebene am 1./2. Dezember 2005 Eingang gefunden. * Durch Beschluss des Rates der Justiz- und Innenminister vom 12. Juli 2005 wurde EUROPOL zur europaweiten Zentralstelle für die Bekämpfung der Eurofälschung benannt und damit die Grundlage für eine noch effizientere Bekämpfung der Eurofälschung geschaffen. Die Initiative des Ministertreffens von Garmisch-Partenkirchen wurde damit erfolgreich umgesetzt. [http://www.bmi.bund.de/Internet/Content/Nachrichten/ Pressemitteilungen/2006/03/Innenministertreffen__Heiligendamm.html] ------------------------------------------------------------------------ -- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org ================================================ 14 Pensions: long overdue strike against daylight robbery von: wpnews at lists.fifthinternational.org ================================================ ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ >> Pensions: long overdue strike against daylight robbery << >> ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ Hundreds of thousands of workers across 10 unions with members covered by the Local Government Pension Scheme (LGPS) have voted overwhelmingly for strike action. The union leaderships have called for a one-day national strike on Tuesday 28th March for council workers and others covered by the LGPS in education and elsewhere that could involve more than one and a quarter million members - the single biggest work stoppage in Britain since the May 1926 General Strike. There is widespread anger at the prospect of a mandatory retirement age of 65, the effective result of a swingeing cut of up to 30 per cent in benefits for those seeking to retire at 60. Contrary to the media image of LGPS members enjoying a gold-plated scheme, the average annual payout under the existing scheme falls below £4,000, with many women workers receiving as little £31 a week. Fuelling the anger since 14th March has been the refusal of New Labour minister Phil Woolas to act on overwhelming evidence that the Government has got its sums wrong. As a result, in recent weeks, the largest union meetings in a decade have taken place, and recruitment figures have risen sharply. > The real pensions scandal > For many years the pensions issue was "unsexy", but it is now among the hottest topics both in Britain and across the European Union. An international neoliberal campaign to increase the working lifetime has sparked two one-day general strikes in Belgium, while France, Italy and Austria have also seen national strikes. Britain, with the most complex - and stingiest - pensions system in Europe has lagged behind until now, with only limited resistance to the closure of schemes in the private sector, most recently by GMB gas engineers at Centrica in December 2005. But there is opposition at Harrods department store among both maintenance staff and shop assistants, and the three main rail unions have started a campaign over pensions. The British pensions system currently leaves elderly people in grinding poverty on a weekly state pension of less than £85 a week. More than one in six retired people survive on less than £5,000 a year, while the incomes of another 40 per cent fall below £15,000. Meanwhile, just over 200 directors of companies listed among the FTSE 100 are grabbing pension payouts exceeding £100,000, with 43 of them chalking up post-retirement rewards of more than £400,000 a year, and at least five, including the former top bosses of BP, Cadbury Schweppes and Unilever, on more than £700,000. Against this background, the dispute over the LGPS could act as a lightning rod for much wider discontent at levels of inequality, not seen in Britain for the better part of a century. While the government, the CBI and the local authority chiefs will bleat about demographic changes, increases in life expectancy and economic "reality", union militants need socialist answers for addressing the supposed "pensions crisis". Our starting point should be that all workers should have the right to retire at 60 on a state pension, equivalent to the minimum wage: currently a miserly £202 a week, but which should be immediately raised to the European Union decency threshold of £360. The rich and the giant corporations should be taxed to meet this demand. If Gordon Brown can spend billions on invading Iraq, he can raise money for Britain's elderly workers, too. All current employee and private schemes, including early retirement clauses, should be guaranteed by law. At one level, there is no immediate crisis, except in a handful of pension funds, often triggered by prolonged pensions holidays: on the part of the bosses; workers have always continued making their contributions. The bosses should pay their missing contributions immediately. The current system of tax relief on pension contributions, which means some £11 billion goes to the richest 10 per cent of taxpayers, should also be closed down. This would pave the way to a dramatic rise in the basic state pension. But none of this is on the cards under a New Labour government, since the continued privatisation of pension provision and reduction of the state's overall social welfare tab are central to the neoliberal agenda, which all three of the main parties have effectively embraced. Ultimately, the key to resolving any pensions crisis, real or fabricated, will require taking the enormous wealth, concentrated in pension funds, away from the banks, building societies and other giant financial institutions. In Britain these funds contain more resources than in the rest of the EU combined and, if nationalised under the control of workers and pensioners themselves, would provide the basis for the swift elimination of poverty for all generations. These funds are currently invested in the casino of the stock exchange, where they are not only vulnerable to the vagaries of the market, but also used as capital against the working class. Instead, they should be used to create unionised jobs for the million and a half unemployed workers and the eight million more looking for work, building council homes, and regenerating rundown inner city and rural communities. > Striking to win > Strikers and pensioners should press these demands on the union leaders. Otherwise, the danger of the strike being "resolved" on the basis of an inadequate and partial climbdown - as happened last autumn, and recently in the fire service - is a real danger. The strike follows a renewed attack on the LGPS by New Labour and the Tory-controlled Local Government Association, which has generated enormous anger. In Unison, by far the single largest union involved with some 830,000 members covered by the LGPS, nearly 80 per cent of those voting supported a call for strikes to fight back against proposals that would strip all those below the age of 53 of the possibility of retirement at 60 with a full pension. Some of the smaller unions, with little or no history of industrial action, recorded still higher "yes" votes. At present, there is the promise of a rolling programme of one-day regional strikes across a fortnight in April and another two-day national strike in early May, possibly coinciding with the English local authority elections on Thursday 4th May. Union tops are also pledging indefinite selective action across "strategic" sectors of the workforce involved in activities ranging from meat hygiene inspections through to staffing bridges and ferries and collecting the Council Tax. Here the unions' weakness in not having stopped previous rounds of privatisation, means that traditional strongholds, like the bin collectors, who brought the 1979 winter of discontent to a head, can no longer be counted on. The stakes in this battle have become higher over the past year, with New Labour's parliamentary majority slashed, Tony Blair's premiership mired in sleaze allegations and council elections due where the party can expect a kicking from the minority, who actually vote. For union members, defeat would undoubtedly mean further attacks on the LGPS, and other terms and conditions in the near future. It could even give the green light to employers, keen on ending national pay bargaining and in some cases eager to derecognise unions altogether. Under pressure, however, the "united front" of union bureaucrats in charge of the dispute could disintegrate. Or, as they did last year, they could sell the rights of future workers and ditch today's pensioners, in return for a compromise on early retirement rights: the so-called rule of 85. Only co-ordination at the base of the unions, can combat this danger - by wresting control of the dispute. Militants need to establish links across union boundaries and elect local strike committees that are accountable to members but also empowered to develop a strategy to win. These co-ordinating committees should involve private sector workers, whose pensions are under attack, pensioners' groups themselves, and students, tomorrow's workers, whose rights are severely threatened. On a national scale, they could provide a democratic and militant alternative to the unaccountable negotiating officers and bureaucratic general secretaries, who strike deals behind members' backs and dictate the calling of strike days. The quickest and surest way to victory would be an all-out indefinite strike on a scale not seen in Britain for many years. Such a shutdown would hit a vulnerable government very hard just before the local elections. This would have a far better chance of a complete and swift victory than Dave Prentis' "long haul" strategy of a day here and a sector there. Indeed, there could not be a better time for an all-out local authority strike. It would coincide with the German local government union Verdi's strike against lengthening of the working week, and with the mass strikes in France against worse contacts of employment for new, young workers. Together, we could bring Europe's three main economies to a grinding halt, and deal a real blow to the European bourgeoisie's drive to increase the length of time we spending working for them, and to strip the next generation of workers of the hard won rights that we have built up. Such an outcome would pose the need for a different kind of Europe: a Socialist United States of Europe! >> Defend the LGPS, including the rule of 85 >> Full and equal rights for younger, newer and future members of the >> scheme >> For a state pension of £360 a week >> For an all-out indefinite strike, under the control of the rank >> and file >> http://www.workerspower.com ================================================ 15 Tony Blair mortgages Labour to the bourgeoisie von: wpnews at lists.fifthinternational.org ================================================ +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ >>> Tony Blair mortgages Labour to the bourgeoisie <<< >>> +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ For Tony Blair it's March that has been the cruellest month. First, his culture minister Tessa Jowell was discovered to have paid off a £325,000 mortgage with money her husband is accused of receiving as a bribe from Silvio Berlusconi in a corruption trial. The best she could manage was to say she never asked her husband where the money came from. At the very least it paints a picture of the home life of New labour cabinet members, where such sums are hardly worth an enquiry over breakfast. Then, after 52 Labour MPs rebelled against education secretary Ruth Kelly's Education Bill, forcing Kelly to rely on Tory votes to get the bill through, even though she had earlier claimed the reforms were "something that the vast majority of the Labour Party is comfortable with". For Blair, this measure aimed at providing middle class professionals the "freedom" to shop around the state schools for the best education for the children. It also encourages businessmen, churches, synagogues and mosques to privatise in all but name "their" chosen schools. This measure, which will elevate class privilege and social inequality to the guiding principle of the education system, flies in the face even of the traditional Labour right's ideals. John McDonnell, MP for Hayes and Harlington, summed up many Labour loyalists' feelings: "Tonight the prime minister has walked out on the party and effectively resigned as leader." Then, the Lords Appointments Commission questioned four of Tony Blair's nominees for peerages. Bit by bit, piece by piece, a secret source of Labour Party funding emerged. By using a loophole in its own anti-sleaze legislation, the Political Parties, Elections and Referendums Act, Tony Blair and a close circle of allies had disguised £13.95 million of donations as loans. What was peculiar about these loans was that the lenders had often wanted to make donations to the cash-strapped party; it was Labour's fundraiser general, Lord Levy, who insisted on loans. Surprisingly, there were neither repayment schedules, nor security to cover them. Peculiar and surprising, that is, until you realise that, unlike political donations of more than £5,000, large loans do not have to be declared. A glance at the names of the generous lenders explains why such secrecy might serve both party and businessman. Take Ron Aldridge (£1 million), until 22nd March chairman of Capita, according to whose annual report this year, "UK's market leader in providing business process outsourcing services to the public and private sectors". In other words, Capita - and Ron - have done well out of New Labour, benefiting from the privatisation of huge chunks of central and local government services, the BBC and NHS. The company's report puts it in terms that Labour fundraisers might have used to remind Ron of his public debt: "Over the 10 years to 31 December 2005, the value of the Group has increased from £160m to £2.7bn. Total shareholder return (excluding dividends) in this period has been 17 fold, equivalent to a 33% compound annual return." Then have a look at Dr Chai Patel (£1.5 million). He is a serial donor. Maybe he should book himself into his top-of-the-range Priory clinic for addicts. Chai made the bulk of his fortune, however, not from treating alchoholic footballers and pop stars, but running residential retirement homes on the cheap. The millionaire tycoon got his foot in the door as a member of the Department of Health's taskforce for older people - which recommended that the private sector take the strain of caring for the elderly. Sir Gulam Noon (£250,000) sprung briefly to fame in 1997, when he provoked a strike by his largely female Asian workforce, sick of sub-minimum wage pay levels and dictatorial managers. Sir David Garrard (£2.3 million) and Barry Townsley (£1 million) have snapped up academy schools in Bexley and Hillingdon respectively, courtesy of Labour's education reforms. Lord David Sainsbury (£2 million) and his family have, of course, benefited enormously from Labour's free market policies. Sainsbury is Britain's second largest supermarket chain and one of the big four, which last year accounted for 13% of all household spending, and are currently being investigated by the Competition Commission for operating a monopoly. Together with Sir Christopher Evans (£1 million) of Merlin Biosciences, Sainsbury, as science minister, has been central in pushing inadequately tested GM crops onto Britain. > Rift in Labour? > But none of this is news in and of itself. Labour's bourgeois backers have been rapidly growing in number and as a proportion of the party's funding throughout the Blair years. So what caused Jack Dromey and John Prescott - fully paid up members of the Brown-Blair project - to hit the roof? Ostensibly it was because Blair and Levy did this behind their backs. In reality it is because these secret loans represented a further, attempt to make New Labour less and less beholden to the pro-capitalist trade union bureaucracy. Blair and his acolytes would like to transform Labour from an extreme right wing variant of a "bourgeois workers party" to being a bourgeois party, which is pretends to be a "friend of labour" in style of the US Democratic Party. To put it in perspective, the party received just over £11 million in 2004 (the last year for which accounts are available) from affiliations and membership subs, i.e. its working class base; nearly £9 million from donations; and less than £1 million from fundraising. Obviously, an election year, as 2005 was, will see these figures grow considerably. Nevertheless, the £13.95 million loans clearly alter the answer to the question: Who funds Labour? This is a vital question since, as we all know whoever pays the piper calls the tune. Of course, Tony Blair and his allies have declared that this is all proper, that there is no question of these lenders buying peerages, that they simply support the Labour "cause". All of which beggars belief. If it is proper, then why was it all hushed up, out of sight of the public and of the Labour Party treasurer, cabinet and members? If these lenders were not buying peerages, then how come every bourgeois individual, who does Labour a financial favour, gets an honour? As Angus MacNeil, SNP MP, put it: "With 80p in every £1 received by Labour from individual donors coming from people who have received an honour, and every Labour donor of over £1 million in receipt of a peerage or a knighthood, there are big questions to answer." As for supporting the Labour cause, surely, as we have shown, it is more the case of re-writing the Labour cause! Making it more and more indistinguishable from the Tories, never mind the Liberals. But, as the rebellion on the Education Bill also showed, unless and until Labour can free itself from being financially in hock to the trade unions, then the rewriting of Labour's cause will continuously be slowed down, and could even still be reversed. For Blair, the £300 million that the unions have donated to the party since 1997 have been indispensable. But he undoubtedly wants to dispense with the union leaders, and, to do so, he must find an alternative source of income. Just to show that Blair has not lost his touch, he very smartly and swiftly did two things, once the press had got their teeth into the scandal. First, he set his dogs on his internal critics. Charles Clarke turned the tables on Jack Dromey, like the playground bully he is: "Any competent treasurer would look at the finances of the organisation he was involved with. It should be part of the job to look at the finances. If he wasn't asking that question, you would have to ask how well he was doing that job." So the Home Secretary, the minister charged with overseeing the judicial system, believes that the undetected guilty parties are in fact innocent; that those who were deceived are in fact guilty of failing to detect the deceit. No wonder he wanted to bang away terror suspects for 90 days before laying a charge on them! Next, Blair produced his own remedy. And, like the good TV personality he is, it was one he had prepared earlier. He proposed making it obligatory on parties to reveal the source of large loans (like he had any choice). But in return, parties would receive state funding, i.e. largely from working class taxes, and all donations over £100,000 would be blocked. Neatly, this would keep the mass workers organisations, the unions, not only from funding Labour (or any other workers party) in any significant way, but also replace their money with new money, which comes without any strings. > What we say > Britain's democratic system has once again been revealed as a charade. Money buys you everything, even - especially - a government. Even the peerages scandal is a bit of a diversion. They are only the icing on the cake. Probably only a few of the recipients want bankable favours from the government. After all, if you are caught, this is known as corruption. Most of them, however, do want government policies favourable to industry or to their class as a whole (and thus to themselves). This is known as "partnership with the business community". They want "their" government to weaken and demolish the gains of the working class and to obstruct any serious new measures in its favour. So, while Blair (and Cameron) want to make themselves as independent as possible from their parties' mass membership (what's left of it), it is only so that they can serve the capitalist class more consistently and loyally. Our union leaders, if they were not so frightened of their members debating the issue out, could have seen where this is all leading by now. Labour wants to reduce their role in the party and replace them with thoroughly bourgeois advisers and financiers. Stephen Byers, at the North West Union Link conference, recently revived the idea, first floated by Alan Johnson last spring, of reducing the unions' vote at Labour Party conference from 50% to 15%. A cut in their financial backing would make this seem "fair" rather than the attack on the working class that it is. Of course, the unions, as mass organisations of workers, need political funds, need MPs that fight for workers interests in parliament. Working class people need a political party. But not one, which does the exact opposite of what they voted for, not one, which serves the bosses, the bankers, the generals and the judges. Otherwise, the millions they put in goes straight down the drain. That's why we say: not a penny more to the party of war, neoliberalism and racism. Unions, break from Labour and form a new working class party now: one which fights against capitalism, racism and war, one which leads a revolution to transform society. http://www.workerspower.com ================================================ 16 News about Venezuela von: office at venezuela-info.net ================================================ ----------------------------------------------------------- POLITICS ----------------------------------------------------------- 5 Factories - Worker Control In Venezuela A Film by Dario Azzellini & Oliver Ressler http://venezuela-info.net/article.php?id=3742 venezuela-info.net, 25.3.2006 ----------------------------------------------------------- Morales Goes to OAS for Sea Access Demands a sea outlet to the Pacific, and called on the Chilean government to listen to the people http://www.plenglish.com/article.asp?ID= {800A0801-4B7D-48C1-9075-44A1DBF2B34C})&language=EN plenglish.com, 23.3.2006 ----------------------------------------------------------- Venezuela Iran's Best Friend? http://www.venezuelanalysis.com/articles.php?artno=1689 venezuelanalysis.com, 11.3.2006 ----------------------------------------------------------- British Parliament Debate Supports Chavez's Venezuela MP Jeremy Corbyn said, `the people of Venezuela are overwhelmingly behind a President who promises to use the nation's wealth to conquer poverty." http://www.venezuelanalysis.com/news.php?newsno=1912 venezuelanalysis.com - 9.3.2006 ----------------------------------------------------------- ECONOMICS ----------------------------------------------------------- In Venezuela, Oil Sows Emancipation Venezuelan economy grew at a cumulative 10.2 percent between the fourth quarter of 2004 and the fourth quarter of 2005 http://www.venezuelanalysis.com/articles.php?artno=1694 venezuelaanalasys.com, 20.3.2006 ----------------------------------------------------------- no more newsletters: http://www.venezuela-info.net/newsletter/english/permission/abmelden.php ================================================ 17 Das `Dossier Lateinamerika` aus Le Monde diplomatique von: office at venezuela-info.net ================================================ Die Artikel aus dem aktuellen `Dossier Lateinamerika` der Le Monde diplomatique ------------------------------------------------------------------ Dossier Lateinamerika http://www.monde-diplomatique.de/pm/ 2006/02/10.mondeText.artikel,a0052.idx,13 ------------------------------------------------------------------ Wie hält es die europäische Linke mit Hugo Chávez? http://www.monde-diplomatique.de/pm/ 2006/02/10.mondeText.artikel,a0054.idx,12 ------------------------------------------------------------------ http://www.monde-diplomatique.de/pm/ 2006/02/10.mondeText.artikel,a0050.idx,14 Der Comandante und der Bürgermeister http://www.monde-diplomatique.de/pm/ 2006/02/10.mondeText.artikel,a0050.idx,14 ------------------------------------------------------------------ Stützen oder Stürzen http://www.monde-diplomatique.de/pm/ 2006/02/10.mondeText.artikel,a0047.idx,15 ------------------------------------------------------------------ Ärzte für Öl http://www.monde-diplomatique.de/pm/ 2006/02/10.mondeText.artikel,a0058.idx,16 ------------------------------------------------------------------ Gemeinsamer Markt des Südens http://www.monde-diplomatique.de/pm/ 2006/02/10.mondeText.artikel,a0055.idx,17 ------------------------------------------------------------------ Landnahme am Bío-Bío-Fluss http://www.monde-diplomatique.de/pm/ 2006/02/10.mondeText.artikel,a0062.idx,18 Sie wollen den Newsletter von venezuela-info.net abbestellen? In dem Fall klicken Sie bitte auf folgenden Link: http://www.venezuela-info.net/newsletter/deutsch/permission/abmelden.php ================================================ 18 [gipfelsoli] H von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- Botschaft an die Teilnehmer der Konferenz Es tut mir Leid, dass ich nicht an der Konferenz teilnehmen kann, die in Rostock organisiert wurde, um, zu Recht sehr frühzeitig die Mobilisierung zum G8 vorzubereiten. Ich hoffe darauf, dass allen Stimmen, die anwesend sind, Raum gegeben wird, weil wir aus der Auseinandersetzung der unterschiedlichen Zusammenhänge mehr Kraft gewinnen können. Es sind unsere Unterschiedlichkeiten, die das Reichtum der Bewegung ausmachen. Wir müssen davon überzeugt sein und versuchen, immer und unter allen Umständen einen konstruktiven Dialog zu suchen. Unsere Ideen - alle Ideen - sind gefährlich. Tatsächlich wird genau deswegen auch versucht, sie über die am weitesten verbreiteten Medien zu lenken. TV-Sender und Zeitungen (und Journalisten) werden gekauft, um den Konsens zu steuern, um zu verhindern, dass die Menschen mit ihrem eigenen Kopf nachdenken. In Genua, 2001, gab es endlos viele Ideen und große Ideale: man musste sie zum Schweigen bringen. Dass Denken gefährlich ist, ist eine mehr oder weniger in allen Ländern - auch den demokratischen - überaus häufig gegebene Tatsache. Ich glaube, dass Genua einen epochalen Übergang markiert hat: den Beginn des präventiven Krieges. Das ist ein komplexes Thema, auf das ich an dieser Stelle sicher nicht vertiefen kann, das die gesamte westliche Welt betrifft. In Italien sind Seit 2001 ungefähr 8.000 Strafverfahren gegen Protagonisten von sozialen Kämpfen eingeleitet worden: von den Angeklagten wegen “Verwüstung und Plünderung" beim G8 in Genua, bis zu den Angehörigen des Netzwerks des Sud Ribelle - dem Netzwerk des rebellischen Südens - die der “subversiven Vereinigung" bezichtigt werden, über die “kriminellen Vereinigungen" die den Bewegungen für das Recht auf Wohnraum unterstellt werden und den zahlreichen Anzeigen gegen jene, die ihren Dissens gegen den Krieg manifestiert haben. Dissens wird, in jeglicher Form, nicht mehr zugelassen: vor zwei Tagen wurden hier in Genua etwa zweihundert Personen, die fast alle ganz jung waren, von Polizia und Carabinieri hart angegriffen, weil sie gegen den Ministerpräsidenten protestierten, der an einer Kundgebung in der Theaterstätte Carlo Felice teilgenommen hatte, der wegen den Kürzungen in der Kulturfinanzierung drastische Einschränkungen der Aktivitäten drohen. Unsere Aufmerksamkeit und unser Engagement sollten sich auf die Herstellung von gemeinschaftlicher Teilhabe und Anteilnahme bezüglich der Inhalte und Entwürfe, aber auch bezüglich der Modalitäten des Handelns konzentrieren. Es ist notwendig, dass wir unseren Blick auf die Multitüden richten, die auf Antworten auf die schrecklichen Probleme ihres Überlebens warten und es ist notwendig, dass wir wissen, dass jeder Faux-Pas [Fehltritt], jeder Widerspruch, jede Spaltung - die noch tragischer wird, wenn sie künstlich erzeugt wurde - objektiv bewirkt, dass die Hoffnung auf die Lösung von jenen Problemen zeitlich hinausgeschoben wird. Ich wünsche Euch gute Arbeit und umarme auch Alle. Die Mutter von Carlo, Haidi Giuliani ------------------------------------------------------------------------ -- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l ================================================ 19 Österreicher im Nordirak zu 18 Monaten Haft verurteilt von: wadi.wien at gmx.at ================================================ Österreicher im Nordirak zu 18 Monaten Haft verurteilt Wadi, Presseaussendung, Sonntag, 26. 3. 2006 Nach Informationen von Familienangehörigen des im nordirakischen Arbil/Hawler seit fünf Monaten inhaftierten österreichischen Staatsbürgers Dr. Kamal Sayid Qadir, ist dieser in der heutigen Neuverhandlung seines Falles zu 18 Monaten Freiheitsentzug verurteilt worden. Sein Anwalt legte Berufung gegen das Urteil ein, in einem Monat soll die nächste Verhandlung stattfinden. Nach seiner Verhaftung durch Sicherheitskräfte der KDP im Oktober 2005 war sein Aufenthalt für seine Familie vorerst unbekannt. Im Dezember wurde er dann vom Staatssicherheitsgericht in der kurdischen Hauptstadt Arbil wegen Verleumdung und Beleidigung staatlicher Institutionen - konkret wegen “Entehrung der kurdischen Führung und ihres Kampfes" - zu zwei mal 15 Jahren, also insgesamt 30 Jahren Haft, verurteilt. Dieses Urteil war zuletzt von einem Berufungsgericht aufgehoben worden. Qadir hatte vor seiner Festnahme den Chef der kurdischen Autonomiebehörde und der Demokratischen Partei Kurdistans (KDP), Massud Barzani und dessen Familie, in einem offenen Brief massiv beschimpft und der Korruption bezichtigt. Ende Jänner wurde vom irakischen Außenminister Hoschyar Zebari gegenüber der österreichischen Gesandten Gudrun Harrer versichert, Kamal Qadir wäre “bereits frei". Die vom österreichischen Außenministerium weiterverbreitete Nachricht stellte sich jedoch als Falschmeldung heraus. Qadir sitzt weiter in Arbil in Haft. Link: www.wadinet.at -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS/HINWEISE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 20 Video - The Road to Guantanamo von: heinz.nessizius at gmail.com ================================================ The Road To Guantánamo How three young men from the UK, ended up in the world's most notorious prison. Every American Should Be Required To Watch This Video This docudrama shows the sadism and stupidity of the US and British soldiers. The guards behave with the same cruelty you expect to see from SS officers in lurid second world war movies. It takes a moment or two to realize that these events reflect the reality of those held in Americas notorious gulag. Windows Media File http://www.videos.informationclearinghouse.info/Road_To_Guantanamo.wmv Download Real Video http://www.videos.informationclearinghouse.info/Road_To_Guantanamo.rm Real Video Mirror http://www.videos.informationclearinghouse.info/ ich2Road_To_Guantanamo.rm _____________ Quelle: === http://www.informationclearinghouse.info/ RSS FEED http://www.informationclearinghouse.info/rssfeed.xml ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Montag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2703.htm Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2803.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2903.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) 7 beiträge nicht genommen: nwr, Doubletten, IL/PAL, 1 Beitrag zurückgestellt Redaktionsschluss für diese Ausgabe: So, 22.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Tue Mar 28 09:02:42 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Tue, 28 Mar 2006 09:02:42 +0200 Subject: widerst@nd! - MUND: Dienstag, 28.3.2006 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! Dienstag, 28.03.2006 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 28.3.: "Gegenargumente" auf Orange 94.0 "gegenargumente" ================================================== 02 wien, 29.03.2006 | discursive lines of institutional critique eipcp ================================================== 03 30.3.: Pressegespräch: Schluss mit KSVF-Rückzahlungsforderungen! Kulturrat Österreich ================================================== 04 3.4.: Welche Sprache spricht die Wirtschaft? Zukunfts- und Kulturwerkstätte ================================================== 05 8. April 2006: Promionente internationale GentechnikkritikerInnen in Wien: Attac Österreich Presse ================================================== 06 23.4., 21.5.: REDEZEIT: Öffentlicher Diskurs im Rabenhof Rabenhof Presse ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 07 Traumatisierter in Schubhaft Asyl in Not ================================================== 08 Rassismus im Flex "flo at no-racism.net" ================================================== 09 [Werkstatt] Werkstatt-Rundbrief 09-2006 Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================== 10 Protest gegen Abschiebung "hilde grammel" ================================================== 11 AKS: ÖVP will Zurück in die Steinzeit "Ingrid Gogl" ================================================== 12 [SOSMM - Info] Abschiebung: Dringender Spendenaufruf "Philipp Sonderegger" ================================================== 13 KPÖ/BAWAG/ÖGB/Streikfonds "Furtlehner Leo" ================================================== 14 GLB/BAWAG/ÖGB/Streikfonds "Furtlehner Leo" ================================================== 15 KPÖ/Verzetnitsch-Rücktritt/ÖGB-Politik KPÖ-Kommunikation ================================================== 16 GLB/Verzetnitsch/ÖGB "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================== 17 Kaltenegger/Verzetnitsch/ÖGB/Stellungnahme "Parteder Franz" ================================================== 18 KPÖ/Bischofskonferenz/Kirchenaustritt/Konkordat KPÖ-Information ================================================== 19 Zum Rücktritt von Fritz Verzetnitsch "Helmuth Fellner" ================================================== 20 Bawag-Skandal: Unterschreiben für eine demokratische Gewerkschaftskonferenz * Sozialismustage der SLP Sozialistische LinksPartei ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 21 Tony Blair mortgages Labour to the bourgeoisie wpnews at lists.fifthinternational.org ================================================== 22 Pensions: long overdue strike against daylight robbery wpnews at lists.fifthinternational.org ================================================== 23 Heiligendamm gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== 24 Weapons of Mass Oppression "q/depesche" ================================================== 25 News zu Venezuela "venezuela-info.net" ================================================== 26 News about Venezuela "venezuela-info.net" ================================================== 27 [gipfelsoli] Heiligendamm gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== 28 Österreicher im Nordirak zu 18 Monaten Haft verurteilt WADI Austria ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 29 Video - The Road to Guantanamo "heinz gmail" ================================================== 30 Das `Dossier Lateinamerika` aus Le Monde diplomatique "venezuela-info.net" ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 28.3.: "Gegenargumente" auf Orange 94.0 "gegenargumente" ================================================== Di 28.März 2006 Radiosendung "Gegenargumente" auf Radio Orange 94.0 MHz (Telekabel 92.7 MHz oder per live-stream im Internet) Beginn: 20:30 Thema: "KOMBILOHN: Working Poor - Vom einstigen Schreckgespenst zur Chance am Arbeitsmarkt!" Seit 1.Februar des heurigen Jahres ist das Schatzkästlein der sozialstaatlichen Verwaltung von Arbeitslosen um eine Facette reicher geworden - den Kombilohn für gering bezahlte Jobs. Ihren Namen hat diese Lohnform daher, dass das vom Arbeitgeber gezahlte Entgelt mit einem staatlichen Zuschuss "kombiniert" wird. Der/die Arbeitnehmer/in erhält zusätzlich zu seinem/ihrem Einkommen aus der beruflichen Tätigkeit für die Dauer maximal eines Jahres einen Lohnzuschuss in Höhe von maximal der Hälfte des zuletzt gebührenden Arbeitslosengeldes beziehungsweise der zuletzt gebührenden Notstandshilfe, wobei die maximale Höchstgrenze von Bruttoentgelt und Förderung 1.000 Euro beträgt. Der Arbeitgeber bekommt einen Lohnzuschuss von mindestens 15% des Bruttoentgelts. Während WK-Präsident Leitl das Kombilohnmodell als "neue Zukunfts-Chance für jüngere und ältere Langzeitarbeitslose" begrüßt, sieht ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch im Kombilohn "kein Allheilmittel" sondern "eher eine "Beruhigungspille", mit der aber keine Arbeitsplätze geschaffen würden." Die wahren Schönheiten des neuen Modells, die ob solcher Debatten leider ein wenig aus dem Blick geraten, sind Thema der Sendung. Den vollständigen Text zur Sendung gibt es wenige Tage später auf http://www.gegenargumente.at ================================================== 02 wien, 29.03.2006 | discursive lines of institutional critique eipcp ================================================== *Discursive lines of institutional critique * *Rien ne vaut que la vie, mais la vie même ne vaut rien Nichts ist wie das Leben, aber das Leben ist nichts* Politdiskubeisl im EKH, Wielandgasse 2-4, 1100 Wien Mittwoch, 29 März 2006, 20.00 Der Film "Rien ne vaut que la vie ..." ist zu einem großen Teil in einem Heim für Asylsuchende in Zerbst, Sachsen-Anhalt, gedreht. Sein Interesse gilt der Erzählung von Lebensumständen, alle Beteiligten sind dabei DarstellerInnen in ihrem eigenen Film. Immer wieder wird die Filmerzählung mit Überlegungen darüber verknüpft, wie jemand überhaupt, durch die Erfahrungen in den Heimen, zum Flüchtling wird. Dasselbe gilt auch für die andere Seite der Erfahrung des Films: nämlich während seiner Herstellung zur FilmemacherIn zu werden. Film- und Diskussionsabend mit Brigitta Kuster, Filmemacherin, und Mabouna II Moise Merlin, Künstler Eine Kooperation von transform.eipcp.net und euromayday.at Der Film wird auch am 28.03.06 in Linz, KunstRaum Goethestrasse im Rahmen des Projekts translate gezeigt: http://translate.eipcp.net/Actions/discursive/lines/rien *Vorankündigung*:* Kleines Postfordistisches Drama* KETE, Schmalzhofgasse 6, 1060 Wien Montag, 10. April 2006, 20.00 http://transform.eipcp.net/Actions/discursive/discursivelines/kpd * reminder*: translate. Beyond Culture: The Politics of Translation* * *Politik der kulturellen Übersetzung Übersetzung, was kann sie eigentlich?* Wien, Depot, Breite Gasse 3 30.3.2006, 19.00 http://translate.eipcp.net/Actions/discursive/lines/politicsofculturaltranslation *Postkoloniale Theorien und Strategien Buchpräsentation und Diskussion* Linz, KunstRaum Goethestrasse 31.3.2006, 19.30** http://translate.eipcp.net/Actions/discursive/lines/pts --- eipcp - european institute for progressive cultural policies a-1060 vienna, gumpendorfer strasse 63b a-4040 linz, harruckerstrasse 7 contact at eipcp.net http://www.eipcp.net ================================================== 03 30.3.: Pressegespräch: Schluss mit KSVF-Rückzahlungsforderungen! Kulturrat Österreich ================================================== / Einladung zum PRESSEGESPRÄCH /________/ / Kulturrat Österreich /______________/ / Künstlersozialversicherungsfonds: Kunst- und Kulturschaffende fordern... / Schluss mit Rückzahlungsforderungen! / Weg mit der Mindesteinkommensgrenze als Voraussetzung für einen Zuschuss! / Gesetzesnovelle jetzt! / Donnerstag, 30. März 2006, 10.30 Uhr / Secession / Friedrichstraße 12, 1010 Wien Pressegespräch mit Sabine Kock (IG Freie Theaterarbeit), Daniela Koweindl (IG Bildende Kunst), Gerhard Ruiss (IG Autorinnen Autoren), Marlene Streeruwitz (Schriftstellerin) und zahlreichen weiteren KünstlerInnen. Seit 2001 müssen sich KünstlerInnen als "Neue Selbständige" zur Pflichtversicherung melden. Der Künstlersozialversicherungsfonds ermöglicht seither einen Zuschuss zum Pensionsversicherungsbeitrag. In einer umfassenden Kontrollaktion hat der Fonds nun die Einkommen aller KünstlerInnen aus dem Jahr 2001 überprüft. Die Konsequenz ist fatal: 600 KünstlerInnen sollen ihren Zuschuss zur Pensionsversicherung zurückzahlen, weil sie vor fünf Jahren ZU WENIG verdient haben. So will es das Gesetz: Wer wider Erwarten die Mindesteinkommensgrenze nicht erreicht, muss Jahre später mit Rückzahlungsforderungen rechnen. Eine solches Gesetz ignoriert die Lebensrealität von KünstlerInnen! Einschränkungen der Erwerbstätigkeit (z.B. durch Kinderbetreuung oder Krankheit) werden zur sozialen Falle. Aber auch einkommensteuerbefreite Stipendien und Preise werden zum finanziellen Risiko: Wer zusätzlich nicht ausreichend Gewinne erwirtschaftet, muss ebenso den Zuschuss zurückzahlen. Denn für den Fonds zählt lediglich das Ergebnis im Einkommensteuerbescheid. Der Kulturrat Österreich ruft Kunststaatssekretär Franz Morak und Bundeskanzler Wolfgang Schüssel zum Handeln auf. Eine Gesetzesnovelle ist längst überfällig und unumgänglich. Zahlreiche Kunst- und Kulturschaffende schließen sich diesen Forderungen an und haben bereits einen entsprechenden Aufruf unterzeichnet. Die TeilnehmerInnen der Pressekonferenz ziehen Bilanz nach fünf Jahren Künstlersozialversicherungsfonds-Gesetz, stellen Forderungen und präsentieren Vorschläge für eine dringend notwendige Gesetzesänderung. / Aufruf und Unterschriftenliste /____________/ http://kulturrat.at/agenda/sozialerechte/aufruf2006 / Statements von Kunst- und Kulturschaffenden /____________/ http://kulturrat.at/agenda/sozialerechte/2006statements / Ausführliche Informationen /____________/ http://kulturrat.at/agenda/sozialerechte / Rückfragen /____________/ Daniela Koweindl Tel: +43 (1) 524 09 09 oder +43 (699) 117 867 10 / Kontakt /____________/ Kulturrat Österreich Gumpendorfer Str. 63b A-1060 Wien mailto:contact at kulturrat.at http://kulturrat.at/ ================================================== 04 3.4.: Welche Sprache spricht die Wirtschaft? Zukunfts- und Kulturwerkstätte ================================================== Zukunfts und Kulturwerkstätte Newsletter 8/2006 ================================================= WELCHE SPRACHE SPRICHT DIE WIRTSCHAFT? In der Sprache der Wirtschaft haben Begriffe wie Humankapital, Verschlankung, Freisetzung oder Sachzwang "Hochkonjunktur". Ein neuer Management-Jargon hat sich etabliert und zieht seine Kreise weit über unternehmerische Entscheidungen hinaus. In dieser Debatte geht es jedoch um weit mehr als um Semantik. Dient der so genannte "Wirtschaftssprech" nicht auch dazu, ökonomische Werte und Haltungen in möglichst vielen Politikfeldern und Gesellschaftssphären zu etablieren? Bei näherer Betrachtung kommt nur allzu oft eine kalkulierte neoliberale Wirtschaftspolitik zum Vorschein. Eine Diskussion über sprachliche Verpackungskünste und ökonomische Mythen. * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Diskussion Montag, 3. April 2006, 19 Uhr in der Zukunfts- und Kulturwerkstätte, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien TeilnehmerInnen: Martin Hagleitner Malik Management Zentrum St. Gallen, Geschäftsführer Österreich Klaus Kastberger Literaturwissenschafter und -kritiker Wolfgang Katzian Vorsitzender der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) Martin Schürz Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen (BEIGEWUM) Moderation: Andrea Hauer Journalistin * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Nähere Infos unter: Zukunfts- und Kulturwerkstätte Schönlaterngasse 9, 1010 Wien Tel.: 01/513 86 82 www.diezuk.at zuk at spoe.at Impressum/Offenlegung gem. §§ 24, 25 MedienG: www.diezuk.at/online/page.php?P=10942 * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * ================================================= ================================================== 05 8. April 2006: Promionente internationale GentechnikkritikerInnen in Wien: Attac Österreich Presse ================================================== 8. April 2006: Prominente internationale GentechnikkritikerInnen in Wien: Anlsslich des GMO (Genetically Modified Organism) Opposition Day 2006 (http://altercampagne.free.fr/) veranstaltet GenAttac eine Podiumsdiskussion, bei der namhafte internationale ExpertInnen aus der Gentechnik-kritischen Szene uber ihre Erfahrungen berichten: Wann? Samstag, 8. April 2006, 16:00-20:00 Uhr Wo? 7*stern, Siebensterngasse 31, 1070 Wien Live am Podium in Wien: Arpad Pusztai, Biochemiker, Ungarn Susan Bardocz, Biochemikerin, Ungarn Christian Velot, Molekularbiologe, Frankreich Werner Müller, Gentechnikexperte, Global 2000 Stefan Merkac, Gentechnik-freie Region BIO ALPE ADRIA Astrid Konrad , Koordinatorin GenAttac, Attac Österreich Diese Infoveranstaltung bietet die einmalige Gelegenheit, die oben genannten gentechnikkritischen WissenschaftlerInnen und VerfechterInnen des Rechts auf Gentechnikfreiheit in Wien zu treffen und sich über die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Gentechnik zu informieren. Zugleich wird über das Internet - mittels internationaler Videokonferenz - mit anderen namhaften ExpertInnen in aller Welt kommuniziert, darunter Vandana Shiva in Indien, Percy Schmeiser in Kanada, Ignacio Chapela in Kalifornien (USA) und Jos Bov in Frankreich. Bitte beachten: Die Veranstaltung findet in englischer Sprache (ohne Übersetzung) statt. Wir freuen uns über Ihre Teilnahme: Um Anmeldung bis 5. April 2006 wird gebeten: ak at mond.at David Walch Pressesprecher Attac Österreich ----------------------------- Margaretenstraße 166/3/25, A-1050 Wien Tel: +43 (0) 1 544 00 10 Mobil: +43 (0) 650 544 00 10 Fax: +43 (0) 1 544 00 59 presse at attac.at, www.attac.at ----------------------------- ================================================== 06 23.4., 21.5.: REDEZEIT: Öffentlicher Diskurs im Rabenhof Rabenhof Presse ================================================== Öffentlicher Diskurs im Rabenhof: REDEZEIT Idee & Konzept: Andrea Maria Dusl 23. April 2006 (20 Uhr) Thema: DIE SPRACHLOSE REPUBLIK Warum in Österreich nur mehr verlautbart und nicht mehr diskutiert wird. 21. Mai 2006 (20 Uhr) Thema: wird nachgereicht RABENHOF THEATER A-1030 Wien; Rabengasse 3 Kartenreservierungs-Hotline: Tel. 01/712 82 82 Infos + Online-Reservierung unter: http://www.rabenhof.at Eintritt: 5,-- REDEZEIT Mit der Entpolitisierung der Unterhaltung ist das öffentliche Debattieren aus dem österreichischen Leitmedium, dem ORF, verschwunden. Öffentlicher Diskurs findet am Bildschirm nicht mehr statt. Feuilleton gibt es in Österreich keines. Sendungen wie der legendäre "Club 2" sind Geschichte und die Erinnerung daran bis zur Unkenntlichkeit verklärt. Statt kontroversieller Diskussionen gibt es das Aufsagen von Statements, statt wohltuendem Streit einschläfernde Stellungnahmen. Kritischer Journalismus und Öffentlichkeit treten immer seltener gemeinsam auf. Österreichs Zivilgesellschaft ist sediert, ein neues Biedermeier breitet sich aus. Höchste Zeit, die Clubgarnitur wieder aufzustellen. Solange das im Fernsehen nicht geht, weil sich dort neoliberale Quote und regierungskonforme Verlautbarungskultur ausbreiten, wollen wir das im Theater machen. Im Wiener Rabenhoftheater. Einmal im Monat werden vier prominente Diskutanten zu einem politisch, kulturpolitisch oder gesellschaftlich kontroversen Thema auf einander treffen. Die Filmregisseurin und Autorin Andrea Maria Dusl - Initiatorin dieses Talks - wird Moderatorin dieser Gespräche sein. Der Titel des Jour Fixe ist Programm: REDEZEIT. REDEZEIT wird vom Wiener Kanal Okto und auf eigenem Weblog mit Podcast begleitet werden. -- Rabenhof Presse Gabriele Müller-Klomfar Tel: +43-699-1-913 14 11 Fax: +43-1-913 14 11 rabenhof_presse at gamuekl.org ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 07 Traumatisierter in Schubhaft Asyl in Not ================================================== Schon wieder: Traumatisierter Tschetschene in Schubhaft - Jetzt wurde er vom UBAS zum Verfahren zugelassen. Filtrationslager Traiskirchen? "Cobra" mit Hunden führte Säuberungsaktion durch. Herr A. hat im Krieg gegen die Russen gekämpft und Leichenteile seiner Kameraden begraben müssen. Er zeigt "deutliche Hinweise auf PTSD (posttraumatische Belastungsstörung)". So steht es im amtsärztlichen Attest. Trotzdem hat Herr A. sechs Wochen in der Schubhaft zugebracht. Herr A. ist zunächst nach Polen geflüchtet. Die polnischen Behörden wiesen seinen Asylantrag ab; seine chronische Harnwegsentzündung wurde nicht behandelt; Asylwerber wurden von betrunkenen Rassisten überfallen, ein Flüchtling erlitt dabei eine Verletzung durch einen Messerstich. Herr A. hielt es dort nicht aus und flüchtete im August 2005 weiter nach Österreich. Sein Asylantrag wurde wegen Dublin-Zuständigkeit Polens zurückgewiesen. Dagegen haben wir Berufung eingebracht, das Verfahren war beim UBAS anhängig, als Herr A. am 6. Februar 2006 bei einem Großeinsatz der Cobra gegen tschetschenische Flüchtlinge in Traiskirchen verhaftet wurde. Unserer Berufung hat der Unabhängige Bundesasylsenat (UBAS) nun stattgegeben. Für Herrn A., der vor Ende 2005 nach Österreich gekommen ist, gilt noch das alte Gesetz; gilt noch die Schutzklausel, die Frau Prokop mittlerweile streichen ließ: Traumatisierte dürfen nicht abgeschoben werden. Herr A. erhält daher Zugang zum Asylverfahren in Österreich. Wir haben seine sofortige Haftentlassung verlangt. Bei Akteneinsicht im UBAS fanden wir einen Bericht des Polizeikommandos Baden an das Innenministerium, den wir unseren Leserinnen und Lesern nicht vorenthalten wollen: "Koordinierte Festnahmen in Traiskirchen am 6.2.2006. Zu der seitens des BMI angeordneten verstärkten Ausfertigung und Ausfolgung von Schubhaftbescheiden wurde am heutigen Tag der 1. exekutive Einsatz zu Durchsetzung dieses Auftrages positiv ausgeführt. Durch die BH Baden wurden gemeinsam mit dem BPK Baden am 3.2.2006 die Personen betreffend der ausgewählten Asylwerber gesichtet und davon 9 im 2. Stock des Haupthauses untergebrachte tschetschenische Asylwerber für die Festnahme für den heutigen Tag ausgesucht bzw. vorgesehen. "Da dabei die Asylwerber ausgewählt wurden, von denen in erster Linie mit massiverem Widerstand zu rechnen sein durfte, wurde vom Unterfertigten das EKO Cobra zur Unterstützung und Gewährleistung der Durchführung angefordert. Seitens der EKO Cobra wurden 20 Beamte unter der Leitung von Mjr. P. entsandt. Seitens des Bezirkes Baden waren für die weitere Innen- und Außensicherung 30 Beamte eingesetzt. Weiters wurden diese Einsatzkräfte von den Diensthundeführern 'Wien-Umgebung Tasso' (BezInsp B.) und 'Mistelbach Tasso' (GrInsp H.) unterstützt. "Um 13.45 Uhr wurde der Einsatz begonnen. Um 13.45 Uhr konnten 7 von den zur Festnahme vorgesehenen tschetschenischen Asylwerbern gesichert und nachdem vom begleitenden Referenten der BH Baden, Schantl, die Schubhaftbescheide direkt ausgefolgt wurden, festgenommen werden. Es kam zu keinen besonderen Vorkommnissen. "Ich darf mich bei allen eingesetzten Beamten des Bezirkes und der EKO Cobra sowie den beiden Diensthundeführern für den hervorragenden Ablauf der Aktion bedanken! Der BPKdt." Diese Säuberungsaktion ist also auf ausdrücklichen Befehl des Innenministeriums erfolgt. Die Polizei hatte den Auftrag, jene Tschetschenen herauszufiltern, von denen am meisten Widerstand zu erwarten sei. Sie wurden als erste festgenommen, damit man dann mit den Schwächeren, mit Frauen und Kindern leichtes Spiel hat. Wen wundert es, daß tschetschenische Flüchtlinge Traiskirchen mit russischen Filtrationslagern vergleichen? Herr A. ist schwer traumatisiert. Jeder, der etwas von der Sache versteht, der ein bisschen gesunden Menschenverstand hat, weiß, daß Gefängnis bei Traumatisierten zur Retraumatisierung führt. Traumatisierte brauchen besondere psychologische Zuwendung und Therapie. Sie einzusperren, ist ein Akt der unmenschlichen Behandlung, der Folter, somit ein Verstoß gegen die Europäische Menschenrechtskonvention (Artikel 3) und gegen die österreichische Verfassung. Hierzulande verschwinden Traumatisierte in der Schubhaft. Um sie festzunehmen, wird die Cobra mit Diensthunden eingesetzt. Dergleichen geschieht hier in Österreich, auf Befehl der Frau Prokop und ihres wildgewordenen Kabinetts, Tag für Tag. Es wird Zeit, daß Frau Prokop verschwindet. Sie ist eine Schande für dieses Land. Michael Genner Asyl in Not Währingerstraße 59 1090 Wien Tel.: 408 42 10-15, 0676 - 63 64 371 www.asyl-in-not.org Spendenkonto: Asyl in Not, P.S.K., Kontonummer 92.034.400 ================================================== 08 Rassismus im Flex "flo at no-racism.net" ================================================== Dem Szene-Club Flex am Donaukanal in Wien wird die Selektion ihrer Gäste nach rassistischen Kriterien vorgeworfen. Laut einem ehmaligen Mitarbeiter wird seit Freitag den 17. März eine Türpolitik verfolgt, die sich gezielt gegen Menschen dunkler Hautfarbe richtet. Schon des Öfteren gab es Berichte von BesucherInnen des Flex, dass Menschen auf Grund ihrer Hautfarbe von TürsteherInnen schon am Haupteingang am Betreten des Lokals gehindert worden seien. Zum Teil wurden diese Vorkommnisse auch auf der Homepage des Flex diskutiert. So geschehen auch am 20. März 2006, als ein Gast des Flex mehrere solcher Vorfälle schilderte, die sich alle am gleichen Abend zugetragen haben. "Schwarze und Türken wurden nicht rein gelassen, nichtmal als dann später freier Eintritt für alle war", schreibt er im Webforum des Flex. Eben dort meldete sich am 21. März 2006 ein ehemaliger Mitarbeiter des Flex zu Wort: "Verständigungsprobleme (...) standen an der Tagesordnung, sind mittlerweile aber nebensächlich wenn man bedenkt dass seit Freitag keine dunkelhäutigen Menschen, genauer definiert keine Schwarzafrikaner mehr ins Flex dürfen." Dabei ginge es aber nicht um reine schwarz-weiß Malerei, sondern vielmehr um Klassendenken: "Das dunkelhäutige Amis in offensichtlichen Touristengruppen weiterhin reingelassen werden versteht sich". Inzwischen gibt es auch eine Stellungnahme der Flex- BetreiberInnen zum Thema. Der Vorwurf einer rassistischen Türpolitik wird darin nicht abgestritten, sondern die Vorgangsweise der TürsteherInnen sogar noch offensiv verteidigt. Man sieht sich im Flex als Opfer einer "schwarzafrikanischen Drogendealer Gang" (sic!), die das Flex seit Monaten unterwandere. "Das Flex hat selbstverständlich das Hausrecht sich vor kriminellen mit Hausverbot zu schützen, falls es dabei zu Verwechslungen gekommen ist, bedauern wir das", heißt es in der Stellungnahme die auf der Flex-Homepage veröffentlicht wurde. Im Webforum des Flex sorgte diese Stellungnahme zum Teil durchaus für Erheiterung und das nicht wegen ihren rassistischen Inhalts, sondern in erster Linie aufgrund der offensichtliche Doppelmoral der Flex-Verantwortlichen. "Es wird auch in anderen Bereichen im FLEX gedealt und herum gesnieft (...) und das von Weissen", schreibt ein/e UserIn ins Forum - und auch den Drogenkonsum im Backstagebereich dürfe man nicht vergessen. Anstatt sich ehrlicher Weise für eine Entkriminalisierung von Drogen einzusetzen, setzt das Flex lieber auf den Sündenbock in Form einer vermeintlichen "schwarzafrikanischen Drogendealer Gang". Der Zustimmung eines großen Teils der rassistischen Mehrheitsgesellschaft in Österreich, kann man sich damit zweifellos sicher sein. Von no-racism.net um eine weitere Stellungnahme - insbesondere zum rassistischen Sprachgebrauch (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzafrikaner) in der oben zitierten Aussendung - gebeten, zeigt sich Flex-Geschäftsführer Tom Eller uneinsichtig. Er würde sich von niemanden und schon gar nicht von no-racism.net oder Wikipedia die "Meinungsfreiheit und dazugehört auch die Wortwahl" verbieten lassen. Im Übrigen könne man "es nie allen recht machen". Am Schluss seiner Stellungnahme betont Tom Eller noch, das Flex stehe seit über 10 Jahren "unbestritten für Toleranz und Vielfalt". Ganz so als hätte das Flex-Team nachdem es 10 Jahre für "Toleranz und Vielfalt" eingetreten ist genug "aufgespart", um endlich auch ein bißchen rassistisch sein zu dürfen. Inzwischen gibt es bereits Boykott-Aufrufe gegen das Flex. Eine Userin schreibt am 23. Mär 2006 ins Flex-Forum: "Ich habe selbst beobachtet dass schwarze Freunde abgewiesen wurden. Ich bin Flex- Stamm-Gästin seit der Zeit des alten Flex - und ich werde es NIE WIEDER BETRETEN und das auch allen empfehlen, die ich kenne." Siehe auch: http://www.flex.at/index.php?id=26&tx_flexkontroversen_pi1[singlekontroverse]=139 --> Diskussion auf der Flex-Homepage ================================================== 09 [Werkstatt] Werkstatt-Rundbrief 09-2006 Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================== Werkstatt Frieden & Solidarität Waltherstr. 15, 4020 Linz Tel. 0732/771094 Fax 797391 Mail: office at werkstatt.or.at Web: www.werkstatt.or.at Werkstatt-Rundbrief 09-2006 (1) Protestmarsch gegen Postprivatisierung - Rede (2) Veranstaltung am 29. März: "Globalisierung - Privatisierung - Entdemokratisierung oder: Warum der Widerstand gegen Privatisierung ein Beitrag zu Demokratie und Zukunftsfähigkeit ist? mit W. Wolf (3) Nein zum Europa der Konzerne und Generäle! Für ein neutrales, solidarisches und weltoffenes Österreich! Die neue Infozeitung der Werkstatt Frieden&Solidarität ist erschienen. (4) Termine (5) Erratum ----------------------------------------------------------------------- (1) Protestmarsch gegen die Privatisierung der Post - Rede Am 17. März fand auf Initiative des Aktionskomitees gegen die Privatisierung der Post ein Protestmarsch statt unter den Losungen: "Nein zur Privatisierung der Post - Schluss mit der Demontage der öffentlichen Dienste". Nähere Dokumentationen dazu finden sich auch auf www.werkstatt.or.at Nachstehend ein Auszug aus der Rede von Gerald Oberansmayr, der für das Aktionskomitee gesprochen hat. Liebe Kolleginnen und Kollegen, vor zwei Wochen hat die Bilanzpressekonferenz des Postvorstandes stattgefunden, wo die Ergebnisse für das Jahr 2005 präsentiert worden sind. In dieser Bilanz zeigen sich die Manager hochzufrieden: zwei Meldungen stechen in der Jubelbilanz hervor: gegenüber dem Vorjahr konnte im Jahr 2005 der Gewinn auf 100 Millionen Euro verdoppelt werden. Und die Anzahl der Mitarbeiter des Post-Konzerns hat sich in diesem Jahr um 1.300 Mitarbeiter reduziert. Sie wissen, was die Börsianer wollen! Noch dramatischer wird die Bilanz, wenn man sich die Entwicklung seit Anfang 2000 anschaut. Es zeigt nämlich deutlich, wie die Post in diesem Zeitraum auf die Privatisierung zurechtgetrimmt wurde. a.. In diesem Zeitraum hat nämlich die Anzahl der Mitarbeiter um rd. 8.000 abgenommen. D. h. die Belegschaft wurde um rund 25 %, also ein Viertel, reduziert. b.. In diesem Zeitraum wurden über 1.000 Postämter geschlossen, das ist eine Reduktion um 46 %, also fast jedes zweite Postamt wurde geschlossen. c.. Und im selben Zeitraum, also 2000 bis 2005, hat sich der Gewinn sage und schreibe versechsfacht. Gewinnexplosion auf dem Rücken von Beschäftigten und KundInnen, das ist das wahre Gesicht der Privatisierung. Damit soll den Aktionären der Mund wässrig gemacht werden. Und in dieser Tonart soll es nach dem geplanten Teilverkauf der Post weitergehen. Weitere 2.000 Arbeitsplätze sollen in den nächsten Jahren abgebaut werden und weitere 400 Postämter sollen geschlossen werden. Es ist die Empörung über diese Politik, die uns im überparteilichen Aktionskomitee gegen die Privatisierung der Post vor einigen Wochen zusammengeführt hat. Uns verbindet, dass wir grundsätzlich gegen die Privatisierung der Post sind, weil wir sehen, dass nur einige wenige davon profitieren, während die Beschäftigten und breite Teile der Bevölkerung verlieren. Als Privatisierungsvorbild dient offensichtlich die deutsche Post, die bereits in den 90er-Jahren privatisiert worden ist. Resultat: dort sind von 390.000 Beschäftigten vor der Privatisierung 200.000 in Deutschland verlorengegangen, also mehr als die Hälfte. Heute gilt die privatisierte Deutsche Post als "internationaler Profithai", der ständig auf der Suche nach neuen profitablen Erwerbungen ist. Die deutsche Post hat auch bereits öffentlich Interesse angemeldet, die österreichische Post aufzuschnupfen. Das könnte durchaus bald auf der Tagesordnung stehen. Denn genau dieselben Konzerne, die Aktienpakete der deutschen Post halten, wie z. B. Thyssen-Krupp, der Allianz- Konzern oder die Deutsche Bank haben - über verschiedene Verschachtelungen - ihre Vertreter im österreichischen Privatisierungsausschuss ÖIAG drinnen sitzen. Mit dem Segen der Regierung sitzen in der ÖIAG die Vertreter von Großkonzernen drinnen, die bei der Privatisierung vor allem die Interessen ihrer jeweiligen Kapitalgruppen im Auge haben. Und diese Kapitalgruppen drängen auf die Privatisierung, weil sie im Geld schwimmen. Dieses Geld drängt auf profitable Anlagen. Grund dafür ist die radikale Umverteilung von unten nach oben. Die 500 größten börsennotierten Unternehmen Europas konnten ihre Gewinne allein von 2002 bis 2004 um mehr als 400 % steigern, während gleichzeitig die Arbeitslosigkeit steigt und der Anteil der Arbeitnehmer am Volkseinkommen sinkt. Von hier geht der Druck in Richtung Privatisierung aus. Die geplante Privatisierung der Post läuft nach einem eingespielten Muster ab. Als erster Schritt kommt es zur Liberalisierung, eingeleitet über die Liberalisierungs- richtlinien, die auf der Ebene der Europäischen Union erlassen werden. Liberalisierung bedeutet die Öffnung der Märkte für privates Kapital. Als nächstes kommt die Privatisierung, denn unter diesen Bedingungen ist es meist nur eine Frage der Zeit, bis es das private Kapital über seine politischen Kanäle geschafft hat, sich die lukrativen Anteile öffentlicher Unternehmen einzuverleiben. a.. Jetzt steht die Liberalisierung der Postmärkte in der EU auf der Tagesordnung. b.. Als nächstes kommt die Liberalisierung des Eisenbahnpersonenverkehrs dran. Eine entsprechende EU- Liberalisierungsrichtlinie steht vor dem Abschluss. c.. Als nächstes steht die Liberalisierung des Öffentlichen Personennahverkehrs, also von Straßenbahn und Busdienstleistungen auf der Tagesordnung der EU-Kommission. d.. Auch die Liberalisierung der Wasserwirtschaft soll nach Aussagen von EU-Kommissionsvertretern bis 2010 auf den Weg gebracht werden. e.. Und auch die Pläne zur Liberalisierung im Bereich von Gesundheit und Bildung liegen bereits in den Schubläden der Kommission. D. h. heute soll die Post privatisiert werden, demnächst sollen Bahn und kommunale Dienstleistungen, Wasserversorgung, Gesundheit und Bildung an die Reihe kommen. Alle Erfahrungen mit der Privatisierung öffentlicher Dienste in diesen Bereichen zeigen dieselben Gemeinsamkeiten: 1. Privatisierung bedeutet verschärfte Ungleichheit in der Versorgung der Bevölkerung mit existenziellen Gütern: die Versorgung wird aufgespalten zum Beispiel in eine Zwei-Klassen- Medizin, mit Spitzenmedizin für die Reichen und Schmalspurversorgung für die, die wenig Geld haben; Aufspaltung des Bildungswesens in Eliten- und Massenbildung; Aufspaltung in Ballungsräume, die gut versorgt werden und ländliche Gebiete, die abgekoppelt werden, weil ihre Bedienung - sei es mit Postdienstleistungen oder Verkehrsdienstleistungen - nicht lukrativ genug ist. 2. Privatisierung bedeutet die Dominanz von Kurzfristigkeit und Kurzsichtigkeit anstelle von Nachhaltigkeit und Vorausschau: die Investitionen in einen langfristigen und nachhaltige Ausbau der Infrastrukturen unterbleibt zugunsten von kurzfristigen und kurzsichtigen Dividendenausschüttungen, deshalb verrotten die Wasserleitungsnetze nach der Privatisierung, deshalb bricht wiederholt die Stromversorgung im privatisierten Energienetz zusammen, deshalb werden Gleisanlagen und Sicherheitsvorkehrungen nicht mehr erneuert - mit oft schrecklichen Folgen, wie die Zunahme von Verkehrsunfällen bei der privatisierten britischen Eisenbahn gezeigt hat. 3. Privatisierung bedeutet immer auch Entdemokratisierung. Denn rasch werden aus öffentlichen Monopolen private Monopole. Und während öffentliche Monopole zumindest politisch noch beeinsprucht werden können, sind private Monopole gegenüber demokratischer Einflussnahme maximal abgeschottet. Die Interessen einer Hand von Millionären und Milliardären zählt mehr als die Interessen von Millionen. Wir haben uns in diesem Aktionskomitee zusammengefunden, weil wir heute ein Zeichen des Widerstandes gegen die Privatisierung der Post setzen wollen und auch weil wir die drohende Privatisierung in Bereichen wie Verkehr, Wasser, kommunale Dienstleistungen, Bildung, Gesundheit usw. für einen Irrweg halten. Wie können wir Widerstand leisten? Für die Schlüsselfrage halten wir die Verbindung von Arbeitskämpfen der Beschäftigten in den betroffenen Betrieben mit der Mobilisierung der betroffenen Öffentlichkeit, die oft die Mehrheit der Bevölkerung umfasst. Wir sehen uns im Aktionskomitee hier als Bindeglied. D. h. wir wollen öffentlich informieren und mobilisieren und wir wollen die enge Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften und Mitarbeit in den Gewerkschaften. Gerade aber weil uns die Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften wichtig ist und viele von uns selbst aktive GewerkschafterInnen sind, wollen wir auch offen Worte an die Gewerkschaftsführung richten. Wir glauben, dass es ein schwerer Fehler der Führung der Postgewerkschaft war, die Privatisierung der Post nicht grundsätzlich abzulehnen, sondern nur über den "richtigen" Zeitpunkt zu verhandeln. Die Privatisierung der Post ist zu jedem Zeitpunkt falsch. Wir unterstützen daher nachdrücklich die Haltung der oberösterreichischen Postgewerkschaft, die sich grundsätzlich gegen die Privatisierung der Post ausgesprochen hat. Und wir glauben, dass es ein großer Fehler war, den angekündigten Streik wieder abzusetzen. Denn letztlich ist der Streik das stärkste und wichtigste Mittel im Kampf gegen die Privatisierung, das den größten Druck auf Regierung, ÖIAG und Management auszuüben imstande ist. Und wann wenn nicht jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, um dieses Mittel einzusetzen! Wir glauben, dass es wichtig ist, jetzt nicht zu resignieren. Denn es gibt auch viele erfreuliche Zeichen. Dazu gehört, dass innerhalb der letzten beiden Wochen bereits rund 100 BetriebsrätInnen, etliche Bürgermeister und GemeinderätInnen den Aufruf unseres Aktionskomitees gegen die Post-Privatisierung und Demontage der öffentlichen Dienste unterschrieben haben. Dazu gehört die gute Zusammenarbeit mit der OÖ Postgewerkschaft und die Unterstützung des heutigen Aufrufs durch viele Funktionäre und Betriebsräte der oberösterreichischen Postgewerkschaft und die Belegschaft der OÖ Arbeiterkammer. Ich glaube, das ist der Weg, auf dem wir weitergehen müssen. Ich lade euch daher ein, beim Aktionskomitee mitzuarbeiten. Ich lade euch daher ein, den Aufruf der heutigen Veranstaltung zu unterstützen und in eurem Bekannten- und Kollegenkreis dafür zu werben. Ich lade euch daher ein, zur nächsten Veranstaltung des Aktionskomitees am 29. März zum Thema "Globalisierung - Privatisierung - Entdemokratisierung" in die Arbeiterkammer zu kommen. Wir wissen, dass die Privatisierer einen langen Atem und die jetzt stattfindenden Privatisierungen über viele Jahre politisch und ideologisch vorbereitet haben. Auch wir müssen einen langen Atem beweisen, wenn wir wieder in die Offensive kommen wollen. Und das beginnt hier und heute! Rede von Gerald Oberansmayr (Aktionskomitee gegen die Privatisierung der Post), 17.3.2006 -------------------------------------------------------------------------- (2) Veranstaltung des Aktionskomitees gegen die Privatisierung der Post "Globalisierung - Privatisierung - Entdemokratisierung oder: Warum der Widerstand gegen Privatisierung ein Beitrag zu Demokratie und Zukunftsfähigkeit ist? Vortrag und Diskussion mit Winfried Wolf (Ökonom, Berlin) Mittwoch, 29. März 2006 Dialog-Center der Arbeiterkammer OÖ Beginn 19 Uhr Die nächste Sitzung des Aktionskomitees gegen die Privatisierung der Post findet am Mittwoch, 5. April 2006 statt. Ort: Büro der Werkstatt Frieden & Solidarität (Waltherstr. 15, 4020 Linz) Beginn: 19 Uhr ------------------------------------------------------------------------- (3) Nein zum Europa der Konzerne und Generäle! Für ein neutrales, solidarisches und weltoffenes Österreich! Die neue Infozeitung der Werkstatt Frieden&Solidarität ist erschienen. Aus dem Inhalt: - EU-Schlachtgruppen: Archaische Kämpfer - Bundesheer: Heute der Balkan und morgen die ganze Welt? - Österreich: Verdoppelung der Rüstungsausgaben - 11 Jahre EU-Mitlgiedschaft Österreichs - Die etwas andere Bilanz - Europa der Konzerne & Generäle: die aktuellen Projekte - Petition gegen die Post-Privatitisierung - Aufruf der Werkstatt Frieden&Solidarität - Aktionstermine Diese Zeitung eignet sich gut zur Verteilung vor und während Aktionen anläßlich der EU-Ratspräsidentschaft und kann zu folgenden Preisen in unserem Büro office at werkstatt.or.at , per Telefon: 0732-771094 oder per Fax: 0732-797391 bestellt werden: bis 500 Exemplare a EUR 0,10 ab 500 Exemplaren a EUR 0,05 zuzüglich Versandspesen aus der Infozeitung der Werkstatt Frieden & Solidarität: EU = Europa der Konzerne und Generäle Die aktuellen Projekte Streitkräfteziel 2010 - "Dimension Golfkrieg" 2004 haben die EU-Staatschefs das sog. "Streitkräfteziel 2010" (Headline-Goal) beschlossen. Inhalt: Erreichung der globalen "netzwerkszentrierten Kriegsfähigkeit" bis zum Jahr 2010, d. h. Durchführung von Militärschlägen der Streitkräfte zur See, in der Luft und auf dem Boden unter Einbeziehung des Weltraums mit Hilfe des Satellitennavigationssystems "Galileo". In einem von den EU- Staatschefs in Auftrag gegebenen Strategiepapier ("European Defence Paper") wird als Ziel der "freie Fluss von Rohstoffen " genannt. Die EU soll zu Kriegen in der Dimension des " Golfkrieges von 1991" in der Lage sein. Bei diesem Krieg wurden 300.000 IrakerInnen getötet. Schlachtgruppen - Schnelle Kavallerie der High-Tech-Kriege Die EU-Schlachtgruppen (orig. "Battle-Groups") sollen ab 2007 voll einsatzfähig sein. Diese 13 Schlachtgruppen zu je 1.500 Mann sind die Speerspitze der EU-Interventionstruppe, die insgesamt - einschließlich Bereitschaftstruppen - bis zu 200.000 Mann/Frau umfassen soll. Die Battle-Groups sind "eine Art schneller Kavallerie der modernen High-Tech-Kriege"', denn ihr Einsatz soll innerhalb von 10 Tagen in die rohstoffreichen Gebiete Nord- und Zentralafrikas, des Nahen und Mittleren Ostens bis hin zum Kaukasus erfolgen können. Die Battle-Groups werden für Dschungel-, Wüsten-, Hochgebirgseinsätze sowie den Häuserkampf im Stadtgebiet ausgebildet. EU-Verteidigungsagentur - Halbjährlicher Rüstungscheck Aufgabe der 2004 gegründeten EU-Verteidigungsagentur (ursprüngl. EU-Rüstungsagentur) ist es, dafür zu sorgen, dass die EU-Staaten den sog. "European Capability Action Plan" umsetzen. Das ist ein 64 Rüstungsprojekte umfassender Hochrüstungsplan, der alle Waffengattungen umfasst, die für Angriffskriege ä la Irak oder Afghanistan erforderlich sind. Zwei Mal im Jahr müssen sich die EU-Staaten einer Kontrolle durch die Verteidigungsagentur unterziehen. Der Motor der EU-Rüstungsindustrie läuft entsprechend rund. Der größte kontinentaleuropäische Rüstungskonzern EADS verzeichnete im Zeitraum 2002 bis 2005 ein Wachstum der Rüstungsaufträge um 366 %. SSZ - Militärischer Führungszirkel für die EU Nachdem die EU-Verfassung bei Volksabstimmungen in Frankreich und den Niederlanden gescheitert ist, haben Merkel und Schüssel angekündigt, diese wiederbeleben zu wollen. Insbesondere die militärischen Bestandteile der Verfassung sollen "gerettet" werden, so z. B. die sog. "Ständige Strukturierte Zusammenarbeit" (SSZ). Die SSZ bedeutet die Schaffung eines militärischen "Kerneuropas", das jene Staaten umfasst, die " über anspruchsvollere militärische Fähigkeiten " (EU-Verfassung) verfügen. Damit soll ein innerer Führungszirkel der EU entstehen, in den nur eintreten kann, wer zur entsprechenden Aufrüstung und zu Kriegseinsätzen bereit ist. Massenvernichtung - "Mini-Nukes" und EU-Atomkommando Frankreich gibt jährlich 3,5 Mrd. Euro zur Modernisierung seiner strategischen und taktischen Atomwaffen aus. Bis 2010 sollen sog. "Mini-Nukes", d. h. Atomwaffen mit der Sprengkraft eines Drittels der Hiroshimabombe, zum Einsatz gegen tief verbunkerte Ziele bereitstehen. Präsident Chirac drohte im Jänner 2006 bereits mit dem nuklearen Erstschlag "zur Garantie unserer strategischen Versorgung". Großbritannien will bis 2007 seine Ausgaben für Atomwaffen von derzeit 450 Mio. auf 2,2 Mrd. Euro nahezu vervierfachen. Die deutschen Machthaber wollen den Zugriff auf Atomwaffen über ein EU-Oberkommando erreichen ("Europäisierung der Atomwaffen"). Lissabon-Ziel 2010 - Rentenalter rauf, Löhne runter Im Grundlagenvertrag der EU ist die Verpflichtung der Mitgliedstaaten auf eine " Wirtschaftspolitik der offenen Marktwirtschaft mit freiem Wettbewerb " verankert. Entsprechend neoliberal ist die Ausrichtung des sog. "Lissabon-Ziels 2010", auf das sich die EU-Staatschefs geeinigt haben: - Liberalisierung der Gas-, Strom-, Post-, Eisenbahn- und Beförderungsmärkte, wodurch ein enormer Privatisierungsdruck auf die öffentlichen Dienste ausgeübt wird - Anhebung des Renteneintrittsalters um 5 Jahre, Förderung privater Pensionsfonds - Deregulierung von Arbeitsverträgen und Arbeitszeit, Auflösung von Kollektivverträgen Dienstleistungsrichtlinie - Sozial- und Qualitätsdumping Über die Dienstleistungsrichtlinie (früher "Bolkesteinrichtlinie") soll der "freie Markt" bei Dienstleistungen vorangetrieben werden. Auch wenn auf Grund der Proteste der ursprüngliche Entwurf entschärft wurde, so droht damit weiteres Sozial- und Qualitätsdumping. So dürfen z. B. beim derzeitigen Entwurf aus Gründen der Sozialpolitik, des Arbeitsmarktes oder des Verbraucherschutzes den Dienstleistungserbringern keine Auflagen im Zielland auferlegt werden. Das Recht auf "unternehmerische Tätigkeit" wird mit dem Schutz von Leben und körperlicher Unversehrtheit auf gleiche Stufe gestellt. Wasser - EU-Kommission drängt auf Privatisierung Die EU-Kommission ist die aggressivste Verfechterin der Interessen der großen privaten Wasserkonzerne aus Frankreich, Deutschland und Großbritannien. So fordert die EU in den WTO- Verhandlungen von 72 Ländern die Öffnung der Wassermärkte für EU- Konzerne und sieht die Liberalisierung der Wasserwirtschaft auch als Bestandteil des "Lissabon-Ziels 2010". Die Sprachpraxis des EuGH, die die Möglichkeiten der Gemeinden zur Vergabe kommunaler Dienstleistungen an gemeindeeigene Betriebe immer weiter einschränkt, ebnet auch der Privatisierung der Wasserwirtschaft den Boden. Bereits ein Drittel der Wasserwirtschaft in der EU ist - mit tw. katastrophalen Folgen - privatisiert worden. Arbeitszeitrichtlinie - Auf dem Weg zur 65-Stunden-Woche? Die EU-Kommission drängt auf eine neue Arbeitszeitrichtlinie, die im Rahmen der österreichischen EU-Präsidentschaft beschlossen werden soll. Ziel dieser Richtlinie ist es, den Durchrechnungszeitraum - auch ohne Kollektivvertrag - von vier Monaten auf ein Jahr auszudehnen. Die zulässige Wochenarbeitszeit soll bis zu 65 Stunden dauern können. Bereitschaftszeiten sollen nicht mehr als Teil der Arbeitszeit gewertet werden. Die derzeitige Arbeitszeitrichtlinie sieht eine Obergrenze für die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 48 Stunden vor, die aber durch Individualvereinbarungen überschritten werden darf. EURATOM - Renaissance der Atomenergie Der EURATOM-Vertrag, ein Grundlagen-Vertrag der EU, hat das Ziel der "Förderung einer mächtigen Kernenergie ". Die EU-Kommission drängt - gemeinsam mit den großen Atomkonzernen wie Framatome und Siemens - darauf, eine Renaissance der Atomenergie durchzusetzen. Das EURA-TOM-Kreditvolumen soll von 4 auf 6 Milliarden Euro aufgestockt werden. Damit wird die Atomwirtschaft vor allem in Osteuropa gefördert. Im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm 2007 bis 2013 werden die Gelder für Atomforschung mehr als verdoppelt. Nähere Infos auch auf www.werkstatt.or.at ----------------------------------------------------------------------- (4) Termine: Mittwoch, 29. März 2006, 19 Uhr "Globalisierung - Privatisierung - Entdemokratisierung oder: Warum der Widerstand gegen Privatisierung ein Beitrag zu Demokratie und Zukunftsfähigkeit ist? Vortrag und Diskussion mit Winfried Wolf (Ökonom, Berlin) Eine Veranstaltung des Aktionskomitees gegen die Privatisierung der Post Ort: Dialog-Center der Arbeiterkammer OÖ (Volksgartenstr. 40, 4020 Linz) Donnerstag, 30. April 2006, 20 Uhr Vorbereitungstreffen für Aktionen anlässlich des EU- FinanzministerInnen-Treffens am 8. April in Wien Behandelt werden sollen einzelne Themen die mit Finanzpolitik in Verbindung stehen, wie Sozialabbau, Privatisierung, Militarisierung, Arbeitsmarkt, Profit, Armut, Bildung, ... Ein Umzug mit Tafeln, Gewändern, Gruppen, aktionistischen Darstellungen u.ä. - Visualisierung der Thematik; Arbeitstitel: Zug der EU-Scheußlichkeiten Büro der Werkstatt Frieden & Solidarität Wien Rosensteing. 69/6, 1170 Wien (bei schulheft läuten) Samstag, 01. April 2006, 15.00 - 18.00 Kolpinghaus, 1090 Wien, Althansstr. 51 (vis a vis D-Wagenstation Augasse) TEAM (The European Alliance of EU-critical Movements) Internationaler Kongress: Europa der Konzerne und Generäle? Sonntag, 02. April 2006, 14.30 - 17.00 Podiumsdiskussion, Amerlinghaus, Stiftgasse 8 Wem nützt der Krieg gegen den Terrorismus? mit Boris Lechthaler, Werkstatt Frieden&Solidarität, u. a. veranstaltet von der Sozialistischen Linkspartei Mittwoch, 05: April 2005, 19 Uhr Sitzung des Aktionskomitees gegen die Privatisierung der Post Ort: Büro der Werkstatt Frieden & Solidarität (Waltherstr. 15, 4020 Linz) Samstag, 22. April 2006 Demonstration gegen das EU-Wettbewerbstreffen unter dem Motto: "Gegen neoliberalen Wettbewerb - für eine solidarische Gesellschaft" Veranstalter: Aktionsbündnis Solidarität Treffpunkt: 11.30 Uhr beim Grazer Hauptbahnhof; anschließend Demonstrationszug über Annenstraße und Hauptbrücke in die Nähe desTagungsortes (Grazer Congress). Mittwoch, 26. April 2006, 19 Uhr WIST-Heim (EG), J. W. Kleinstr. 70-72, A-4040 Linz Bildung im Europa der Konzerne Vortrag und Diskussion mit Nele Hirsch (Bundestagsabgeordnete/BRD) Co-Referat: Pädagogisierung als Strategie der Ungleichheit (Elke Renner) Donnerstag, 27. April 2006, 19.30 Uhr Universität Wien (HS 2/NIG), Universitätsstr. 8, A-1010 Wien Bildung im Europa der Konzerne Vortrag und Diskussion mit Nele Hirsch (Bundestagsabgeordnete/BRD) Co-Referat: Pädagogisierung als Strategie der Ungleichheit (Erich Ribolits) ----------------------------------------------------------------------- (5) Erratum: Im Rundbrief 06-2006 haben wir aus einen Welt-Artikel zitiert, in dem unverhohlen zum Krieg gegen den Iran aufgerufen wird: "Das Risiko einer militärischen Intervention könnte zwar Opfer in der Größenordnung des Ersten und Zweiten Weltkrieges mit sich bringen, doch der Triumph des islamistischen Terrors würde an Gräßlichkeit alles überbieten, was uns die Weltgeschichte vermittelte." (Die Welt, 25.1.2006) Der Autor dieses Zitates ist nicht - wie irrtümlich berichtet - der Leiter des Centrums für Angewandte Politikforschung (CAP) Werner Weidenfeld, sondern George Lord Weidenfeld, britische Verleger und Publizist , der dem Centrum für Angewandte Politikforschung als "eng verbunden" (Aussage CAP) gilt und von diesem das "Fellowship" für besondere Verdienste verliehen bekam. Wir ersuchen für diesen Irrtum um Entschuldigung. An der Ungeheuerlichkeit dieser Aussage ändert sich dadurch allerdings nichts. --------------------------------------------------------------------- Nein zum Europa der Konzerne und Generäle! Für ein neutrales, solidarisches und weltoffenes Österreich! ================================================== 10 Protest gegen Abschiebung "hilde grammel" ================================================== Liebe KollegInnen, liebe UnterstützerInnen! Wie Sie/Ihr aus wahrscheinlich aus den Medien erfahren habt, können seit dem 1. Jänner dieses Jahres AsylwerberInnen, die ÖsterreicherInnen geheiratet haben, ihren Antrag auf eine Niederlassungsbewilligung nur mehr aus ihrem Herkunftsland stellen. Bis Ende 2005 war es möglich diesen Antrag in Österreich zu stellen, AsylwerberInnen mussten allerdings ihren Asylantrag zurückziehen. Da seit dem Herbst 2005 die meisten Anträge nicht mehr behandelt wurden und das neue Gesetz keine Übergangsfristen vorsieht sind zahlreiche Personen über Nacht in die Illegalität gestoßen worden. Ihnen droht die Abschiebung, den österreichischen EhepartnerInnen der (zumindest zeitweilige) Verlust des Ehepartners. Diese Vorgehensweise der Republik Österreich stellt jedenfalls einen Verstoß gegen das Recht auf Familienleben dar bedeutet für viele Asylwerber aber auch eine direkte Gefährdung, weil sie ja ihren Asylantrag nicht zurückgezogen haben, weil sie im Herkunftsland nicht mehr gefährdet wären, sondern weil sie als Ehegatten von ÖsterreicherInnen einen sicheren Aufenthaltstitel erwartet haben. Wir bitten Sie/euch nun gegen diese Vorgehensweise durch ein E-mail an die Innenministerin zu protestieren. Adresse: liese.prokop at bmi.gv.at Ein Textvorschlag ist attached. Der Kreativität sind allerdings keine Grenzen gesetzt und eigene Formulierungen sind durchaus erwünscht. Mit lieben Grüßen Herbert Langthaler (asylkoordination österreich) ------------- TEXTVORSCHLAG ------------------- Sehr geehrte Frau Ministerin Prokop! Aus jüngsten Medienberichten musste ich entnehmen, dass EhepartnerInnen von ÖsterreicherInnen abgeschoben werden. Gibt es kein Recht mehr auf Eheleben? Darf man sich nur mehr in ÖsterreicherInnen verlieben - und das in Zeiten der Globalisierung und zunehmender Mobilität? Angeblich will es das Österreichische Gesetz so. Ich kann es aber nicht glauben, dass AsylwerberInnen, die hier in Österreich ihre Liebe gefunden haben, keine realistische Möglichkeit bekommen, nach der Eheschließung, ein gemeinsames Eheleben zu führen. Werden hier binationale Ehepaare bewusst getrennt und schikaniert? Es ist für mich unvorstellbar, dass eine Familienpartei, der Sie ja angehören, derartiges zulässt! ------------------------------------------- oder: fr. minister, was gott verbunden hat soll der mensch nicht trennen - oder so ähnlich, habe ich gedacht. sie haben sich gegenüber werten, die sie zu achten vorgaben, verstiegen, nachdem sie mindeststandards an bürgerrechten der aufklärung unterboten haben ich fordere sie auf, sich der abschiebung von ehepartnern zu schämen und zurückzutreten hintergrund: Sehr geehrte Damen und Herren! Wie sie den Medienberichten der letzten Tage entnehmen konnten, wurde vergangene Woche die chinesische Staatsbürgerin Zou Youying, verheiratet mit dem Österreicher Adolf Brichta nach China abgschoben. Dieser Verstoß gegen das Menschenrecht auf Familienleben (Artikel 8 EMRK) ist eine direkte Folge des neuen Fremdenrechtspaketes, das seit kurzem in Kraft getreten ist. Als Draufgabe will die Fremdenpolizei nun von Herrn Brichta auch noch die Kosten für Schubhaft und Abschiebung in der Höhe von 6.067 Euro einfordern. Weil zunächst die österreichische Vertretung in China zuständig ist, möchte Herr Brichta in den nächsten Tage nach Shanghai aufbrechen, um dafür zu kämpfen, dass seine Frau bald wieder nach Österreich einreisen darf. SOS Mitmensch hat ein Spendenkonto eingerichtet, um Herrn Brichta und Frau Youying auch finanziell zu unterstützen. Wir bitten dringend um Spenden! PSK, Blz: 60000, Kontonummer: 91000590, Kennwort: Abschiebung Mit freundlichen Grüssen, Philipp Sonderegger, Sprecher SOS Mitmensch am Freitag, 24. März, 2006 P.S. Wir bitten um Weiterleitung dieses Aufrufs. SOS MITMENSCH Philipp Sonderegger, Sprecher mobil +43(664) 450 59 60 email phs at sosmitmensch.at telefon +43 (1) 524 99 00 - 11 fax +43 (1) 524 99 00 - 9 post sos mitmensch, pf 220, 1070 wien web sosmitmensch.at spenden PSK blz:60000 kn:91000590 ================================================== 11 AKS: ÖVP will Zurück in die Steinzeit "Ingrid Gogl" ================================================== AKS: ÖVP will Zurück in die Steinzeit Utl.: Betragensnoten und Rückkehr zur "Rohrstaberl-Pädagogik" unsinnig Jüngste Aussagen des ÖVP Bildungssprechers Werner Amon, wonach Regelungen für Sanktionen gegen "verhaltensauffällige" SchülerInnen, wie zum Beispiel die Wiedereinführung der Betragensnote in der Abschlussklasse, noch vor der Wahl in ein Gesetz fließen sollen, geben der Aktion kritischer SchülerInnen (aks) allen Grund zum Kopfschütteln. "Die ÖVP sollte sicher eher Gedanken machen, warum SchülerInnen aggressiv sind und nicht mit Sanktionen und Strafen drohen. Aggressivität ist oftmals Folge von Stress und Druck. Es sollte also bei den Ursachen der Probleme angesetzt werden, statt Verhaltensauffälligkeit als Symptom zu bekämpfen", so die Bundesvorsitzende der aks, Ingrid Gogl. Statt mehr Druck auf SchülerInnen auszuüben, wünscht sich die SchülerInnenorganisation eine Schule, die auf die Bedürfnisse der einzelnen SchülerInnen eingeht. "Es kann nie pauschalisiert werden, warum SchülerInnen 'auffällig' sind. Würde mehr auf die einzelnen Interessen und Bedürfnisse junger Menschen eingegangen, führte dies zu höherer Zufriedenheit und Motivation und demnach auch zu weniger Frustration", nennt die SchülerInnenvertreterin einen möglichen Grund. "Wenn PflichtschullehrerInnen-Gewerkschafter Walter Riegler von 'Tugenden wie Pünktlichkeit' spricht, sollte er bedenken, dass sich SchülerInnen im späteren Leben ihre Zeit auch selbst einteilen müssen. Daher sollten sie dies schon in der Schule können. Ein konstruktives Miteinander in der Schule kann niemals durch Strafen erzwungen werden, sondern muss auf einem gleichberechtigten Verhältnis aller Beteiligten basieren", schließt Gogl. Rückfragehinweis: Ingrid Gogl (aks Bundesvorsitzende): 0699/ 11 40 81 42 ================================================== 12 [SOSMM - Info] Abschiebung: Dringender Spendenaufruf "Philipp Sonderegger" ================================================== *** DRINGENDER SPENDENAUFRUF FÜR *** HERRN ADOLF BRICHTA UND FRAU ZOU YOUEYING Sehr geehrte Damen und Herren! Wie sie den Medienberichten der letzten Tage entnehmen konnten, wurde vergangene Woche die chinesische Staatsbürgerin Zou Youying, verheiratet mit dem Österreicher Adolf Brichta nach China abgschoben. Dieser Verstoß gegen das Menschenrecht auf Familienleben (Artikel 8 EMRK) ist eine direkte Folge des neuen Fremdenrechtspaketes, das seit kurzem in Kraft getreten ist. Als Draufgabe will die Fremdenpolizei nun von Herrn Brichta auch noch die Kosten für Schubhaft und Abschiebung in der Höhe von 6.067 Euro einfordern. Weil zunächst die österreichische Vertretung in China zuständig ist, möchte Herr Brichta in den nächsten Tage nach Shanghai aufbrechen, um dafür zu kämpfen, dass seine Frau bald wieder nach Österreich einreisen darf. SOS Mitmensch hat ein Spendenkonto eingerichtet, um Herrn Brichta und Frau Youying auch finanziell zu unterstützen. Wir bitten dringend um Spenden! PSK, Blz: 60000, Kontonummer: 91000590, Kennwort: Abschiebung Mit freundlichen Grüssen, Philipp Sonderegger, Sprecher SOS Mitmensch am Freitag, 24. März, 2006 P.S. Wir bitten um Weiterleitung dieses Aufrufs. SOS MITMENSCH Philipp Sonderegger, Sprecher mobil +43(664) 450 59 60 email phs at sosmitmensch.at telefon +43 (1) 524 99 00 - 11 fax +43 (1) 524 99 00 - 9 post sos mitmensch, pf 220, 1070 wien web sosmitmensch.at spenden PSK blz:60000 kn:91000590 ================================================== 13 KPÖ/BAWAG/ÖGB/Streikfonds "Furtlehner Leo" ================================================== KPÖ-Pressedienst - Drechslergasse 42, 1140 Wien - Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 - Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail bundesvorstand at kpoe.at - Web www.kpoe.at - News www.kpoe.at/lpd - Ausgabe vom 25. März 2006 BAWAG-Geschäfte sind ein schwerer Schaden für den ÖGB Scharfe Kritik der KPÖ am Missbrauch des Streikfonds Einen schweren und nachhaltigen Schaden für den ÖGB sieht die KPÖ als eine der drei Gründerparteien des überparteilichen ÖGB trotz Rettung der gewerkschaftseigenen Bank als vorläufiges Resümee der Vorgänge um die BAWAG. Der Hintergrund dafür ist eine von der ÖGB-Spitze tolerierte, dem neoliberalen Zeitgeist geschuldete Strategie unter Missachtung elementarer Grundregeln von Kontrolle und Information. "Wenn der ÖGB auf der einen Seite den Casino-Kapitalismus kritisiert, auf der anderen aber seine eigene Bank über Jahre hinweg höchst spekulative und riskante Geschäfte tätigt, entsteht ein massives Glaubwürdigkeitsproblem", meint KPÖ-Bundessprecher Mirko Messner. Dass Regierung, Wirtschaft und Medien die Vorgänge bei der BAWAG zu massiven Attacken auf die Gewerkschaften als solche führen ist daher nicht verwunderlich. Gerade Finanzminister Grasser und Vizekanzler Gorbach sollten aber, wenn es um bedenkliche Geschäfte geht, einen eher leisen Ton anstimmen. Es ist keineswegs akzeptabel die Verantwortung dafür, dass 1,4 Milliarden Euro durch fragwürdige Spekulationsgeschäfte in den Sand gesetzt wurden, dem Vorstand zuzuschieben. Als Eigentümer hätte ÖGB-Chef Fritz Verzetnitsch und Finanzreferent Günther Weninger spätestens nach Bekannt werden der ersten derartigen Geschäfte im Zeitraum von 1990 bis 1994 die Notbremse ziehen, die zuständigen Manager feuern und derartige Geschäfte ein für allemal grundsätzlich untersagen müssen. Dass diese riskanten Geschäfte auch unter Elsner und Zwettler als BAWAG-Chefs fortgesetzt werden konnten ist offenbar einer "geschlossenen Gesellschaft" sozialdemokratischer Freunderlwirtschaft mit gegenseitigen Verpflichtungen geschuldet, bedeutet aber einen enormen politischen Schaden für die Gewerkschaftsmitglieder. Vor allem der Missbrauch des Streikfonds des ÖGB als Sicherstellung zur Rettung der BAWAG trifft ins Herz der Handlungsfähigkeit einer den Lohnabhängigen verpflichteten Gewerkschaft: "Jetzt wird auch klar, warum die ÖGB-Spitze auch und gerade in der Ära der schwarzblauen Koalition Kampfaktionen gegen den wachsenden Druck auf Arbeitsplätze, Löhne und soziale Errungenschaften systematisch abgeblockt hat", so Messner. Dass die Vorgänge um die BAWAG faktisch im Alleingang vom Finanzreferenten und dem Präsidenten des ÖGB erfolgten und dabei nicht nur der Bundesvorstand sondern auch das Präsidium ausgeschaltet war, sagt Bände über das Demokratieverständnis und die politische Verantwortung im ÖGB. Die Mitglieder des BAWAG- Aufsichtsrates, vor allem die als "Profis" geltenden Kapitalvertreter darin, müssen sich trotzdem fragen lassen, ob sie dort nur zum Kassieren von Sitzungsgeldern vertreten sind oder eigentlich die Tätigkeit des Vorstandes kritisch hinterfragen müssten. Nach Meinung der KPÖ darf es nicht Aufgabe einer ÖGB-eigenen Bank sein, riskante Geschäfte auf dem Kapitalmarkt zu tätigen oder unverständliche Beteiligungen (Bösendorfer, Stiefelkönig, ATV+) zu halten, sondern den Lohnabhängigen günstige Konditionen bei Kontoführung, Kreditgewährung usw. zu ermöglichen. Nicht vergessen werden darf schließlich auch, dass das heutige Kapital der BAWAG letztendlich aus den Geldern der Gewerkschaftsmitglieder resultiert, zu deren Nutzen die Bank seinerzeit gegründet worden ist. Mit aller Schärfe lehnt die KPÖ die Vorstöße für einen Verkauf der BAWAG-PSK-Gruppe an einen transnationalen Konzern ab: "Das wäre das Gegenteil dessen, was im Interesse des ÖGB aus dem Ausflug der Gewerkschaftsbank in den karibischen Kasinokapitalismus zu schlussfolgern wäre", so Messner abschließend. ================================================== 14 GLB/BAWAG/ÖGB/Streikfonds "Furtlehner Leo" ================================================== Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110 Wien - Telefon +43 1 718 26 23-0 - Fax +43 1 718 26 23-30 - Mail glb at aon.at - Web www.glb.at - Ausgabe vom 26. März 2006 Fehlende Kontrolle, mangelnde Information, falsche Philosophie Stellungnahme des GLB zum Fall BAWAG Nach Auffassung der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) sind die Hauptkritikpunkte in der Causa BAWAG die fehlende Kontrolle durch den Aufsichtsrat, die mangelnde Information des ÖGB-Präsidiums und Bundesvorstandes und eine falsche Philosophie in Bezug auf die Bank. Das sind die Eckpunkte einer Stellungnahme der GLB-Bundesleitung vom 25. März 2006. Ein verantwortungsvoll agierender Aufsichtsrat hätte die von einem hochprivilegierten Vorstand zu verantwortenden riskanten Geschäfte mit Karibik-Firmen unterbinden und die dafür verantwortlichen Manager ablösen müssen. Für Gewerkschaftsmitglieder ist es völlig unverständlich, dass hochdotierte Vorstände nicht nur völlig ungehindert riskante Finanztransaktionen durchführen können, sondern auch mit hohen Abfertigungen und Pensionen aus ihrer Funktion ausgeschieden werden, ohne zur Verantwortung gezogen zu werden. Die Verwendung des Streikfonds des ÖGB als Sicherheit für die BAWAG hat eine besondere politische Dimension: Es handelt sich dabei um Gelder der ÖGB-Mitglieder, die keinesfalls direkt oder indirekt für Bankgeschäfte verwendet werden können. Die missbräuchliche Bindung des Streikfonds ist unter anderem auch ein Grund dafür, warum die ÖGB-Führung in den letzten Jahren mit aller Kraft bemüht war Streiks zu verhindern. "Der GLB kritisiert seit Jahren die Unterordnung der ÖGB-Führung unter neoliberale Dogmen", erinnert GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger: Aus dieser Haltung der ÖGB-Spitze resultiert unter anderem auch die Bereitschaft, derart riskante Finanzgeschäfte der BAWAG zu tolerieren, die letztlich zum Schaden des ÖGB sind. Durch die mangelnde Information von Präsidium und Vorstand wurde zudem eine kritische Hinterfragung dieser Bankenphilosophie bewusst verhindert. "Eine Gewerkschaft, die in Sonntagsreden den "Heuschrecken- Kapitalismus" geißelt, an Werktagen aber Finanzgeschäfte toleriert, die eben diesem neoliberalen Zeitgeist entsprechen, verliert massiv an Glaubwürdigkeit", so Antlanger. Aus der Sicht des GLB ist es durchaus sinnvoll, wenn der ÖGB Eigentümer einer Bank ist. Allerdings muss dabei zum Gründungsgedanken der als Arbeiterbank gegründeten BAWAG zurückgekehrt werden. ================================================== 15 KPÖ/Verzetnitsch-Rücktritt/ÖGB-Politik KPÖ-Kommunikation ================================================== KPÖ-Pressedienst - Drechslergasse 42, 1140 Wien - Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 - Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail bundesvorstand at kpoe.at - Web www.kpoe.at - News www.kpoe.at/lpd - Ausgabe vom 27. März 2006 Köpfe tauschen ist zuwenig, eine andere Politik ist notwendig Lobeshymnen der Industrie sagen alles über Politik des ÖGB ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch ist korrekterweise zurückgetreten und hat damit seine persönliche Konsequenz aus dem BAWAG-Debakel gezogen: "Entscheidend wird aber nicht ein Austauschen von Köpfen sein, notwendig ist vielmehr eine grundlegende Änderung der Politik des ÖGB, stehen doch mit dem Fall BAWAG die Gewerkschaften auf dem Prüfstand", meint KPÖ-Bundessprecher Mirko Messner. Der Nachruf von Industriellen-Chef Veit Sorger - der Verzetnitsch als "verlässlichen Partner der Industrie" mit "europäischem Format" bezeichnet und ihm "Handschlagqualität und Veränderungsbereitschaft" attestiert - sagen wie ähnliche Aussagen von WKÖ-Chef Leitl und Minister Bartenstein alles darüber, wohin sich die Politik des ÖGB entwickelt hat. Das Sittenbild österreichischer sozialdemokratischer Politik, das jetzt in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt ist, kann weder durch individuelle Schuldzuweisungen noch durch die Übernahme politischer Verantwortung wie im Falle des Ex- Präsidenten Verzetnitsch korrigiert werden. Die Abwesenheit gewerkschaftlicher Kampfbereitschaft, die sich in den wenigen Streiksekunden sowie in der Hinhaltetaktik der ÖGB- Spitze beim Regierungswechsel, der antisozialen Pensionsreform, den ÖBB-Abbaumaßnahmen, der Privatisierung der Post usw. äußert, steht im krassen Kontrast zur atemberaubenden Selbstverständlichkeit, mit welcher der Streikfonds des ÖGB für die Abfederung fahrlässiger Spekulationsgeschäfte benutzt wurden: "Es darf angenommen werden, dass die potenzielle Kampfkraft des ÖGB eben darum von der Gegenseite als Papiertiger einschätzbar und also auch nicht wirklich einsetzbar war", so Messner. Gewerkschaftlich aktive Menschen stehen heute angesichts solchen politischen und moralischen Niedergangs traditioneller Gewerkschaftsstrukturen jedoch vor grundlegenden Fragen: Wie wird Gewerkschaftspolitik erneuert, vor Parteien- und Regierungsdominanz bewahrt und nur den Interessen der Lohnarbeitenden, der prekär Beschäftigten und der Erwerbslosen verpflichtet um den Widerstand gegen allseitigen Sozial- und Demokratieabbau zu organisieren? ================================================== 16 GLB/Verzetnitsch/ÖGB "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================== Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110 Wien - Telefon +43 1 718 26 23-0 - Fax +43 1 718 26 23-30 - Mail glb at aon.at - Web www.glb.at - Ausgabe vom 27. März 2006 Bedingungslose Aufklärung und unabhängiger ÖGB notwendig Der GLB zum Rücktritt von ÖGB-Präsident Verzetnitsch "Entscheidend für die Glaubwürdigkeit des ÖGB sind nicht so sehr die Rücktritte von Präsident Verzetnitsch und Vizepräsident Weninger, sondern die rückhaltlose Aufklärung der BAWAG-Causa gegenüber den BAWAG-KundInnen und den ÖGB-Mitgliedern und eine Änderung der Politik des ÖGB", fordert Oliver Jonischkeit, Bundessekretär der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB). Geschäfte im hochspekulativen Finanzbereich sind für eine Bank, deren Eigentümer der ÖGB ist, untragbar. Die dafür verantwortlichen Manager müssen zur Verantwortung gezogen werden. Auch die Verantwortung des Aufsichtsrates muss kritisch hinterfragt werden, selbst wenn ihm nicht alle Details bekannt waren. Es muss aber auch künftig der ÖGB als Eigentümer im Aufsichtsrat vertreten sein und seine Kontrollfunktion, gerade auch bezüglich der Philosophie der BAWAG als Gewerkschaftsbank, wahrnehmen. Die entsprechenden Gremien des Gewerkschaftsbundes - Präsidium, Bundesvorstand und Kontrollkommission - sind so umfassend zu informieren, dass sie ihren Aufgaben auch gerecht werden können. Für die Glaubwürdigkeit der Gewerkschaftsbewegung ist es unerlässlich, dass sich der ÖGB als überparteilicher, unabhängiger Gewerkschaftsbund positioniert und er als solches auch erkennbar ist. Der Maßstab dafür ist eine andere Politik des ÖGB, die nicht der Regierung und dem "Sozialpartner" Kapital, sondern ausschließlich den Interessen der Lohnabhängigen, Prekarisierten und Erwerbslosen verpflichtet ist. All jenen, die nun die Gelegenheit zu massiven Angriffen auf den ÖGB nützen um die Gewerkschaftsbewegung zu schwächen, muss eine klare Absage erteilt werden. Rückfragehinweis: GLB-Bundessekretär Oliver Jonischkeit GLB im ÖGB Tel.: 01/53444-308, 0664/6145012 ================================================== 17 Kaltenegger/Verzetnitsch/ÖGB/Stellungnahme "Parteder Franz" ================================================== KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kpoe_stmk at hotmail.com Montag, 27. März 2006 Presseinformation der KPÖ Steiermark Kaltenegger: "Austausch von Gesichtern löst das Glaubwürdigkeitsproblem des ÖGB nicht" Ernest Kaltenegger, Klubobmann der KPÖ im steiermärkischen Landtag, erklärt zu den Entwicklungen im ÖGB: "Der Austausch von Gesichtern löst das Glaubwürdigkeitsproblem des ÖGB nicht. Notwendig ist eine Entflechtung von Wirtschaftsinteressen und SPÖ-Politik. Allein die Aussicht auf hochdotierte Posten in der Wirtschaft beziehungsweise auf lukrative Mandate in der Politik hat schon so manchen anfangs kämpferischen Politiker erlahmen lassen. Es ist kein Wunder, dass sich die Gewerkschaftsmitglieder von Einkommensmillionären an der Spitze des ÖGB schlecht vertreten fühlen." Rückfragehinweis: 0316/ 877 5106 ================================================== 18 KPÖ/Bischofskonferenz/Kirchenaustritt/Konkordat KPÖ-Information ================================================== KPÖ-Pressedienst - Drechslergasse 42, 1140 Wien - Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 - Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail bundesvorstand at kpoe.at - Web www.kpoe.at - News www.kpoe.at/lpd - Ausgabe vom 24. März 2006 Bischofskonferenz will Kirchenaustritt erschweren KPÖ für strikte Trennung von Kirche und Staat Während die katholische Kirche offiziell davon spricht, beim Eintreiben der Kirchenbeiträge "human" vorzugehen, wird gleichzeitig ein Relikt aus der Zeit des Klerikalfaschismus reaktiviert: Damals wurde der Kirchenaustritt durch eine "Prüfung des Geisteszustandes" verzögert, jetzt will die Bischofskonferenz eine Verzögerung des Austrittes anordnen. Geht es nach dem Willen der Kirche, soll ein Kirchenaustritt künftig erst drei Monate nach der Abmeldung bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft wirksam werden. In dieser Zeit will sich die Kirche um ein "klärendes Gespräch" mit den Ausgetretenen bemühen: "Ganz offensichtlich will man eine eindeutige Entscheidung mündiger StaatsbürgerInnen nicht zur Kenntnis nehmen und Druck auf einen Verbleib in der Kirche ausüben", meint dazu KPÖ-Bundessprecher Mirko Messner. Die KPÖ weist diesen Vorstoß der Bischofskonferenz auf die Gesetzgebung zurück mit dem der Einfluss der Kirche in der Gesellschaft gestärkt werden soll. Nach Meinung der KPÖ hat die Forderung nach strikter Trennung von Staat und Kirche größte Aktualität. Religiöse Kräfte - egal welcher Richtung - haben in staatlichen Einrichtungen nichts verloren. Demzufolge gehört der Religionsunterricht in allen öffentlichen Schulen abgeschafft und die staatliche Förderung religiöser Bildungseinrichtungen eingestellt. Der Zugriff der Kirche auf das Melderegister bei der Eintreibung der Kirchensteuer muss beendet werden. Das Konkordat mit den damit verbundenen Privilegien der Kirche und Förderung durch den Staat ist aufzukündigen, die religiöse Einstellung ist bei verfassungsgemäßer Garantie der Religionsfreiheit als Privatsache zu betrachten, die Religionsgemeinschaften als Vereine ohne irgendwelche Sonderstellung zu bewerten. ================================================== 19 Zum Rücktritt von Fritz Verzetnitsch "Helmuth Fellner" ================================================== Kommunistische Initiative - Presseaussendung Helmuth Fellner [KI] Zum Rücktritt von Fritz Verzetnitsch Der Schritt, den Verzetnitsch gestern noch kategorisch ausschloss, war mehr als überfällig. Sein designierter Nachfolger lässt noch Schlimmeres befürchten. Noch mehr "Sozialpartnerschaft", noch mehr Anpassung, noch mehr Machtspiele (siehe Gemeinde) noch weniger Kampf um die Interessen der arbeitenden Menschen. Diskussionen um die Rolle und Qualität des obersten Gewerkschaftsbosses waren bisher im ÖGB hauptsächlich von Macht- und Ränkespielen, welche Einzelgewerkschaft wie "stark" sei, welcher Gewerkschafter welche Rolle in der SPÖ, in diversen politischen Gremien, in Regierungen etc. spiele oder spielen solle, geprägt. Nun trat jene Facette der ÖGB-Politik deutlich zutage, gegen die ausschließlich kommunistische und linke GewerkschafterInnen immer zu Felde gezogen sind: ein Filz aus Geld, Macht und "Sozialpartnerschaft". Verzetnitsch war Betreiber und Gefangener dieses Systems. Er war nie ein kämpferischer Gewerkschafter, die geölte Achse mit der Wirtschaftskammer war ihm immer wichtiger als die Straße, als Streik, Widerstand und kämpferische Interessensvertretung. Daher hält sich der Schmerz für engagierte und kämpferische Gewerkschafter wegen seines Rücktrittes auch in sehr überschaubaren Grenzen. Aber Verzetnitsch ist ein Auswuchs eines Systems, das auch ohne ihn weiterleben wird. Gewerkschaftliche Positionen sind immer noch Sprungbrett in Gemeinderäte, in Landtage, ins Parlament, in Regierungen (vor allem, aber nicht nur in der SPÖ). Der ÖGB war nie unabhängig, höchstens von seinen Mitgliedern, die monatlich Millionenbeträge für einen aufgeblähten, aber im Interesse der Arbeiter und Angestellten kaum effizienten Apparat, für obskure (von Lateinisch obscurus = dunkel) Geschäfte, für Privilegien der Gewerkschaftsspitzen usw. berappen müssen. Es gehört mit eisernem Besen ausgefegt, im ÖGB. Das ist einfacher, als immer getan wird. Gewerkschaften brauchen weder Banken zu besitzen, noch an ihnen beteiligt zu sein, sie brauchen auch keine Fachhochschulen zu betreiben, sie haben auch nicht die Interessen des Staates, einer Regierung - oder meinetwegen von deren Opposition -, einer Partei, der Wirtschaft, aller Menschen oder sonst jemandes zu vertreten, sondern die Interessen ihrer Mitglieder, der Lohnabhängigen, der Werktätigen - wie auch immer. Und da wären vorrangig auch keine höheren politischen und gesellschaftlichen, sondern zunächst einmal die unmittelbaren ökonomischen und sozialpolitischen Interessen zu berücksichtigen und zu vertreten. Es muss einer Gewerkschaft um höhere Löhne, um besseres Sozial- und Arbeitsrecht, um Kollektivverträge, die diesen Namen auch wert sind, um Mindestlöhne, um anständige (statt ständig reduzierter "sterbehilfe"-ähnliche) Pensionen gehen. Dafür muss sie eintreten, dafür sollte sie kämpfen. Dazu bedarf es aber einer sehr weitgehenden Demokratisierung des ÖGB und seiner Teilgewerkschaften, einer klaren Orientierung an den Interessen der Mitglieder wie auch der sonstigen Lohnabhängigen. In allen wichtigen Fragen wären also Urabstimmungen durchzuführen, die Organe und Leitungen für einfache Betriebsräte und Mitglieder weit zu öffnen. Unabhängig von ihrer Fraktionszugehörigkeit oder sonstigen politischen Haltungen sollten zu wählende und gewählte Funktionsträger danach beurteilt werden, ob sie die Interessen der Arbeiter und Angestellten vertreten. Dies war mit dem sozialpartnerkonsenssüchtigen Verzetnitsch kaum zu machen, dies wird mit dem eher als Dienstgeber in der Gemeinde Wien agierenden Hundstorfer erst recht nicht zu machen sein, sondern wohl nur mit gehörig mehr Druck von unten. Dafür müssen wir alle, die seit Jahren mit dem Ducken, Mauscheln und Nachgeben in den Gewerkschaften unzufrieden sind, gemeinsam sorgen, quasi als demokratisierende Erstmaßnahme auch über Fraktionsgrenzen hinweg! Kontakt: Kommunistische Initiative (KI) Post : p.a. Salon Uhudla, Phorusgasse 7, 1040 Wien Telefon: Helmuth Fellner 971 02 67 e-mail: helmut.fellner at chello.at Homepages: www.kominform.at und www.kommunisten.at ================================================== 20 Bawag-Skandal: Unterschreiben für eine demokratische Gewerkschaftskonferenz * Sozialismustage der SLP Sozialistische LinksPartei ================================================== 1) Erste Stellungnahme der SLP zum BAWAG-Skandal Der Casino-Kapitalismus der ÖGB-Führung gefährdet unsere Zukunft: Für eine demokratische Gewerkschaftskonferenz binnen der nächsten vier Wochen! Der - viel zu späte - Rücktritt von Fritz Verzetnitsch löst die Probleme des Gewerkschaftsbundes in keinster Weise. Der - interemistische - Vorsitzende Hundstorfer steht für denselben Kurs wie Verzetnitsch. Die einsame Entscheidung praktisch den gesamten ÖGB für dubiose Karibikgeschäfte zu versetzen, weist auf demokratische und politische Defizite hin, die sehr tief gehen. Unterschreiben für eine demokratische Gewerkschaftskonferenz: http://slp.at/index.php/208/ 2) Sozialismustage der SLP Von 31.3.-2.4. veranstaltet die Sozialistische LinksPartei (SLP) in Wien ihre Sozialismustage. Es werden drei Tage voller Informationen und Diskussionen zum Widerstand gegen Sozialabbau, Kapitalismus und Krieg, mit marxistischer Theorie und Fragen der EU sowie des Aufbaus einer neuen Partei für ArbeiterInnen und Jugendlichen. Neben österreichischen Gästen aus der Gewerkschaftsbewegung, der antifaschistischen/antirassistischen Arbeit und der Frauenarbeit werden auch internationale Gäste teilnehmen. Im Rahmen der Sozialismustagen gibt es auch Debatten zur Situation im ÖGB: http://slp.at/index.php/201/ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 21 Tony Blair mortgages Labour to the bourgeoisie wpnews at lists.fifthinternational.org ================================================== +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ >>> Tony Blair mortgages Labour to the bourgeoisie <<< +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ For Tony Blair it's March that has been the cruellest month. First, his culture minister Tessa Jowell was discovered to have paid off a £325,000 mortgage with money her husband is accused of receiving as a bribe from Silvio Berlusconi in a corruption trial. The best she could manage was to say she never asked her husband where the money came from. At the very least it paints a picture of the home life of New labour cabinet members, where such sums are hardly worth an enquiry over breakfast. Then, after 52 Labour MPs rebelled against education secretary Ruth Kelly's Education Bill, forcing Kelly to rely on Tory votes to get the bill through, even though she had earlier claimed the reforms were "something that the vast majority of the Labour Party is comfortable with". For Blair, this measure aimed at providing middle class professionals the "freedom" to shop around the state schools for the best education for the children. It also encourages businessmen, churches, synagogues and mosques to privatise in all but name "their" chosen schools. This measure, which will elevate class privilege and social inequality to the guiding principle of the education system, flies in the face even of the traditional Labour right's ideals. John McDonnell, MP for Hayes and Harlington, summed up many Labour loyalists' feelings: "Tonight the prime minister has walked out on the party and effectively resigned as leader." Then, the Lords Appointments Commission questioned four of Tony Blair's nominees for peerages. Bit by bit, piece by piece, a secret source of Labour Party funding emerged. By using a loophole in its own anti-sleaze legislation, the Political Parties, Elections and Referendums Act, Tony Blair and a close circle of allies had disguised £13.95 million of donations as loans. What was peculiar about these loans was that the lenders had often wanted to make donations to the cash-strapped party; it was Labour's fundraiser general, Lord Levy, who insisted on loans. Surprisingly, there were neither repayment schedules, nor security to cover them. Peculiar and surprising, that is, until you realise that, unlike political donations of more than £5,000, large loans do not have to be declared. A glance at the names of the generous lenders explains why such secrecy might serve both party and businessman. Take Ron Aldridge (£1 million), until 22nd March chairman of Capita, according to whose annual report this year, "UK's market leader in providing business process outsourcing services to the public and private sectors". In other words, Capita - and Ron - have done well out of New Labour, benefiting from the privatisation of huge chunks of central and local government services, the BBC and NHS. The company's report puts it in terms that Labour fundraisers might have used to remind Ron of his public debt: "Over the 10 years to 31 December 2005, the value of the Group has increased from £160m to £2.7bn. Total shareholder return (excluding dividends) in this period has been 17 fold, equivalent to a 33% compound annual return." Then have a look at Dr Chai Patel (£1.5 million). He is a serial donor. Maybe he should book himself into his top-of-the-range Priory clinic for addicts. Chai made the bulk of his fortune, however, not from treating alchoholic footballers and pop stars, but running residential retirement homes on the cheap. The millionaire tycoon got his foot in the door as a member of the Department of Health's taskforce for older people - which recommended that the private sector take the strain of caring for the elderly. Sir Gulam Noon (£250,000) sprung briefly to fame in 1997, when he provoked a strike by his largely female Asian workforce, sick of sub-minimum wage pay levels and dictatorial managers. Sir David Garrard (£2.3 million) and Barry Townsley (£1 million) have snapped up academy schools in Bexley and Hillingdon respectively, courtesy of Labour's education reforms. Lord David Sainsbury (£2 million) and his family have, of course, benefited enormously from Labour's free market policies. Sainsbury is Britain's second largest supermarket chain and one of the big four, which last year accounted for 13% of all household spending, and are currently being investigated by the Competition Commission for operating a monopoly. Together with Sir Christopher Evans (£1 million) of Merlin Biosciences, Sainsbury, as science minister, has been central in pushing inadequately tested GM crops onto Britain. Rift in Labour? But none of this is news in and of itself. Labour's bourgeois backers have been rapidly growing in number and as a proportion of the party's funding throughout the Blair years. So what caused Jack Dromey and John Prescott - fully paid up members of the Brown-Blair project - to hit the roof? Ostensibly it was because Blair and Levy did this behind their backs. In reality it is because these secret loans represented a further, attempt to make New Labour less and less beholden to the pro-capitalist trade union bureaucracy. Blair and his acolytes would like to transform Labour from an extreme right wing variant of a "bourgeois workers party" to being a bourgeois party, which is pretends to be a "friend of labour" in style of the US Democratic Party. To put it in perspective, the party received just over £11 million in 2004 (the last year for which accounts are available) from affiliations and membership subs, i.e. its working class base; nearly £9 million from donations; and less than £1 million from fundraising. Obviously, an election year, as 2005 was, will see these figures grow considerably. Nevertheless, the £13.95 million loans clearly alter the answer to the question: Who funds Labour? This is a vital question since, as we all know whoever pays the piper calls the tune. Of course, Tony Blair and his allies have declared that this is all proper, that there is no question of these lenders buying peerages, that they simply support the Labour "cause". All of which beggars belief. If it is proper, then why was it all hushed up, out of sight of the public and of the Labour Party treasurer, cabinet and members? If these lenders were not buying peerages, then how come every bourgeois individual, who does Labour a financial favour, gets an honour? As Angus MacNeil, SNP MP, put it: "With 80p in every £1 received by Labour from individual donors coming from people who have received an honour, and every Labour donor of over £1 million in receipt of a peerage or a knighthood, there are big questions to answer." As for supporting the Labour cause, surely, as we have shown, it is more the case of re-writing the Labour cause! Making it more and more indistinguishable from the Tories, never mind the Liberals. But, as the rebellion on the Education Bill also showed, unless and until Labour can free itself from being financially in hock to the trade unions, then the rewriting of Labour's cause will continuously be slowed down, and could even still be reversed. For Blair, the £300 million that the unions have donated to the party since 1997 have been indispensable. But he undoubtedly wants to dispense with the union leaders, and, to do so, he must find an alternative source of income. Just to show that Blair has not lost his touch, he very smartly and swiftly did two things, once the press had got their teeth into the scandal. First, he set his dogs on his internal critics. Charles Clarke turned the tables on Jack Dromey, like the playground bully he is: "Any competent treasurer would look at the finances of the organisation he was involved with. It should be part of the job to look at the finances. If he wasn't asking that question, you would have to ask how well he was doing that job." So the Home Secretary, the minister charged with overseeing the judicial system, believes that the undetected guilty parties are in fact innocent; that those who were deceived are in fact guilty of failing to detect the deceit. No wonder he wanted to bang away terror suspects for 90 days before laying a charge on them! Next, Blair produced his own remedy. And, like the good TV personality he is, it was one he had prepared earlier. He proposed making it obligatory on parties to reveal the source of large loans (like he had any choice). But in return, parties would receive state funding, i.e. largely from working class taxes, and all donations over £100,000 would be blocked. Neatly, this would keep the mass workers organisations, the unions, not only from funding Labour (or any other workers party) in any significant way, but also replace their money with new money, which comes without any strings. What we say Britain's democratic system has once again been revealed as a charade. Money buys you everything, even - especially - a government. Even the peerages scandal is a bit of a diversion. They are only the icing on the cake. Probably only a few of the recipients want bankable favours from the government. After all, if you are caught, this is known as corruption. Most of them, however, do want government policies favourable to industry or to their class as a whole (and thus to themselves). This is known as "partnership with the business community". They want "their" government to weaken and demolish the gains of the working class and to obstruct any serious new measures in its favour. So, while Blair (and Cameron) want to make themselves as independent as possible from their parties' mass membership (what's left of it), it is only so that they can serve the capitalist class more consistently and loyally. Our union leaders, if they were not so frightened of their members debating the issue out, could have seen where this is all leading by now. Labour wants to reduce their role in the party and replace them with thoroughly bourgeois advisers and financiers. Stephen Byers, at the North West Union Link conference, recently revived the idea, first floated by Alan Johnson last spring, of reducing the unions' vote at Labour Party conference from 50% to 15%. A cut in their financial backing would make this seem "fair" rather than the attack on the working class that it is. Of course, the unions, as mass organisations of workers, need political funds, need MPs that fight for workers interests in parliament. Working class people need a political party. But not one, which does the exact opposite of what they voted for, not one, which serves the bosses, the bankers, the generals and the judges. Otherwise, the millions they put in goes straight down the drain. That's why we say: not a penny more to the party of war, neoliberalism and racism. Unions, break from Labour and form a new working class party now: one which fights against capitalism, racism and war, one which leads a revolution to transform society. http://www.workerspower.com ================================================== 22 Pensions: long overdue strike against daylight robbery wpnews at lists.fifthinternational.org ================================================== ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ >> Pensions: long overdue strike against daylight robbery << ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ Hundreds of thousands of workers across 10 unions with members covered by the Local Government Pension Scheme (LGPS) have voted overwhelmingly for strike action. The union leaderships have called for a one-day national strike on Tuesday 28th March for council workers and others covered by the LGPS in education and elsewhere that could involve more than one and a quarter million members - the single biggest work stoppage in Britain since the May 1926 General Strike. There is widespread anger at the prospect of a mandatory retirement age of 65, the effective result of a swingeing cut of up to 30 per cent in benefits for those seeking to retire at 60. Contrary to the media image of LGPS members enjoying a gold- plated scheme, the average annual payout under the existing scheme falls below £4,000, with many women workers receiving as little £31 a week. Fuelling the anger since 14th March has been the refusal of New Labour minister Phil Woolas to act on overwhelming evidence that the Government has got its sums wrong. As a result, in recent weeks, the largest union meetings in a decade have taken place, and recruitment figures have risen sharply. The real pensions scandal For many years the pensions issue was "unsexy", but it is now among the hottest topics both in Britain and across the European Union. An international neoliberal campaign to increase the working lifetime has sparked two one-day general strikes in Belgium, while France, Italy and Austria have also seen national strikes. Britain, with the most complex - and stingiest - pensions system in Europe has lagged behind until now, with only limited resistance to the closure of schemes in the private sector, most recently by GMB gas engineers at Centrica in December 2005. But there is opposition at Harrods department store among both maintenance staff and shop assistants, and the three main rail unions have started a campaign over pensions. The British pensions system currently leaves elderly people in grinding poverty on a weekly state pension of less than £85 a week. More than one in six retired people survive on less than £5,000 a year, while the incomes of another 40 per cent fall below £15,000. Meanwhile, just over 200 directors of companies listed among the FTSE 100 are grabbing pension payouts exceeding £100,000, with 43 of them chalking up post-retirement rewards of more than £400,000 a year, and at least five, including the former top bosses of BP, Cadbury Schweppes and Unilever, on more than £700,000. Against this background, the dispute over the LGPS could act as a lightning rod for much wider discontent at levels of inequality, not seen in Britain for the better part of a century. While the government, the CBI and the local authority chiefs will bleat about demographic changes, increases in life expectancy and economic "reality", union militants need socialist answers for addressing the supposed "pensions crisis". Our starting point should be that all workers should have the right to retire at 60 on a state pension, equivalent to the minimum wage: currently a miserly £202 a week, but which should be immediately raised to the European Union decency threshold of £360. The rich and the giant corporations should be taxed to meet this demand. If Gordon Brown can spend billions on invading Iraq, he can raise money for Britain's elderly workers, too. All current employee and private schemes, including early retirement clauses, should be guaranteed by law. At one level, there is no immediate crisis, except in a handful of pension funds, often triggered by prolonged pensions holidays: on the part of the bosses; workers have always continued making their contributions. The bosses should pay their missing contributions immediately. The current system of tax relief on pension contributions, which means some £11 billion goes to the richest 10 per cent of taxpayers, should also be closed down. This would pave the way to a dramatic rise in the basic state pension. But none of this is on the cards under a New Labour government, since the continued privatisation of pension provision and reduction of the state's overall social welfare tab are central to the neoliberal agenda, which all three of the main parties have effectively embraced. Ultimately, the key to resolving any pensions crisis, real or fabricated, will require taking the enormous wealth, concentrated in pension funds, away from the banks, building societies and other giant financial institutions. In Britain these funds contain more resources than in the rest of the EU combined and, if nationalised under the control of workers and pensioners themselves, would provide the basis for the swift elimination of poverty for all generations. These funds are currently invested in the casino of the stock exchange, where they are not only vulnerable to the vagaries of the market, but also used as capital against the working class. Instead, they should be used to create unionised jobs for the million and a half unemployed workers and the eight million more looking for work, building council homes, and regenerating rundown inner city and rural communities. Striking to win Strikers and pensioners should press these demands on the union leaders. Otherwise, the danger of the strike being "resolved" on the basis of an inadequate and partial climbdown - as happened last autumn, and recently in the fire service - is a real danger. The strike follows a renewed attack on the LGPS by New Labour and the Tory-controlled Local Government Association, which has generated enormous anger. In Unison, by far the single largest union involved with some 830,000 members covered by the LGPS, nearly 80 per cent of those voting supported a call for strikes to fight back against proposals that would strip all those below the age of 53 of the possibility of retirement at 60 with a full pension. Some of the smaller unions, with little or no history of industrial action, recorded still higher "yes" votes. At present, there is the promise of a rolling programme of one- day regional strikes across a fortnight in April and another two-day national strike in early May, possibly coinciding with the English local authority elections on Thursday 4th May. Union tops are also pledging indefinite selective action across "strategic" sectors of the workforce involved in activities ranging from meat hygiene inspections through to staffing bridges and ferries and collecting the Council Tax. Here the unions' weakness in not having stopped previous rounds of privatisation, means that traditional strongholds, like the bin collectors, who brought the 1979 winter of discontent to a head, can no longer be counted on. The stakes in this battle have become higher over the past year, with New Labour's parliamentary majority slashed, Tony Blair's premiership mired in sleaze allegations and council elections due where the party can expect a kicking from the minority, who actually vote. For union members, defeat would undoubtedly mean further attacks on the LGPS, and other terms and conditions in the near future. It could even give the green light to employers, keen on ending national pay bargaining and in some cases eager to derecognise unions altogether. Under pressure, however, the "united front" of union bureaucrats in charge of the dispute could disintegrate. Or, as they did last year, they could sell the rights of future workers and ditch today's pensioners, in return for a compromise on early retirement rights: the so-called rule of 85. Only co-ordination at the base of the unions, can combat this danger - by wresting control of the dispute. Militants need to establish links across union boundaries and elect local strike committees that are accountable to members but also empowered to develop a strategy to win. These co-ordinating committees should involve private sector workers, whose pensions are under attack, pensioners' groups themselves, and students, tomorrow's workers, whose rights are severely threatened. On a national scale, they could provide a democratic and militant alternative to the unaccountable negotiating officers and bureaucratic general secretaries, who strike deals behind members' backs and dictate the calling of strike days. The quickest and surest way to victory would be an all-out indefinite strike on a scale not seen in Britain for many years. Such a shutdown would hit a vulnerable government very hard just before the local elections. This would have a far better chance of a complete and swift victory than Dave Prentis' "long haul" strategy of a day here and a sector there. Indeed, there could not be a better time for an all-out local authority strike. It would coincide with the German local government union Verdi's strike against lengthening of the working week, and with the mass strikes in France against worse contacts of employment for new, young workers. Together, we could bring Europe's three main economies to a grinding halt, and deal a real blow to the European bourgeoisie's drive to increase the length of time we spending working for them, and to strip the next generation of workers of the hard won rights that we have built up. Such an outcome would pose the need for a different kind of Europe: a Socialist United States of Europe! >> Defend the LGPS, including the rule of 85 >> Full and equal rights for younger, newer and future members of the scheme >> For a state pension of £360 a week >> For an all-out indefinite strike, under the control of the rank and file http://www.workerspower.com ================================================== 23 Heiligendamm gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - "CDU ungehalten über Ritters Kritik an G8-Gipfel" - Gegner des G8-Gipfels wollen Proteste koordinieren - Treffen der Innenminister in Heiligendamm, 22. und 23. März 2006 ----------------------------------------------------------------------------- "CDU ungehalten über Ritters Kritik an G8-Gipfel" Schwerin. Die Linkspartei.PDS hat mit ihrer angekündigten Teilnahme an einem Koordinierungstreffen von Gegnern des Weltwirtschaftsgipfels 2007 in Heiligendamm massive Kritik bei der CDU ausgelöst. Andere Bundesländer würden alles daran setzen, diesen Gipfel positiv zu begleiten, sagte CDU-Landeschef Jürgen Seidel am Donnerstag in Schwerin. Stattdessen organisiere und koordiniere die Regierungspartei Demonstrationen gegen den Gipfel. Dies sei absurd für das Land in seiner Rolle als Gastgeber. Es entstehe der fatale Eindruck, dass die Linkspartei.PDS ihre Ideologien vor die Interessen des Landes stellt, kritisierte der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl. Dies schade massiv dem Image des Landes. Nach der Ablehnung der EU-Verfassung stelle sich Mecklenburg-Vorpommern mit der jetzigen Diskussion erneut bundesweit ins Abseits. Linkspartei.PDS-Landeschef Peter Ritter hatte in der "Schweriner Volkszeitung" (Donnerstagausgabe) kritisiert, dass die G8-Teilnehmer mehr um ihr eigenes Wohl bemüht sind, als dass sie sich wirklich den Problemen der Welt stellen. Die Globalisierung der Wirtschaftsbeziehungen entspreche nicht den Vorstellungen der Linkspartei von einer gleichberechtigten sozialen und ökonomischen Entwicklung. Ritter beanstandete zugleich die Kosten des Treffens. Nicht Mecklenburg-Vorpommern sei der Gastgeber, sondern die Bundesregierung. Deshalb sollte der Bund für alle Kosten aufkommen. [ddp-nrd] ----------------------------------------------------------------------------- Gegner des G8-Gipfels wollen Proteste koordinieren Gegner des für den Frühsommer 2007 geplanten G8-Gipfels im Seebad Heiligendamm treffen sich am 25. und 26. März in Rostock zu einer ersten bundesweiten Aktionskonferenz. Ziel der Tagung sei es, die diversen Organisationen und mögliche Protestarten aufeinander abzustimmen, so Monty Schädel, Koordinator des Rostocker Bündnisses gegen den G8-Gipfel. Auch Vertreter der Linkspartei nehmen an dem Treffen teil. Bei der Konferenz werden etwa 200 Teilnehmer erwartet. Beim Gipfel der großen acht Wirtschaftsmächte USA, Kanada, Japan, Großbritannien, Frankreich, Italien, Russland und Deutschland wird mit mehreren zehntausend Demonstranten gerechnet. Linkspartei beteiligt sich an der Konferenz Der Linkspartei-Vorsitzende in Mecklenburg-Vorpommern, Peter Ritter, sagte am Donnerstag, einige Parteimitglieder nähmen an der Aktionskonferenz teil. Zudem habe der Landesvorstand eine eigene Koordinationsgruppe gebildet. Es gebe genügend Gründe, sich kritisch mit der Politik der führenden Industrienationen auseinanderzusetzen und dagegen "friedlich und fantasievoll" zu protestieren, hieß es in einem Aufruf der Linkspartei. CDU-Landeschef Jürgen Seidel kritisierte die Beteiligung der Linkspartei an den Protesten. Damit schade die Partei dem Image Mecklenburg-Vorpommerns. Es entstehe der fatale Eindruck, dass sie ihre Ideologien vor die Interessen des Landes stelle, sagte Seidel. Aus seiner Sicht bedeutet der G8-Gipfel einen Imagegewinn für den Nordosten mit einer weltweiten Medienpräsenz. Voraussichtliche Sicherheitskosten von 45 Millionen Euro Während sich der erste öffentliche Widerstand formiert, bereiten die Regierungszentralen in Berlin und Schwerin den Gipfel vor. Die Gesamtkosten für die Sicherheit der Teilnehmer soll rund 45 Millionen Euro betragen. Von dieser Summe soll das Land Mecklenburg-Vorpommern 10 Millionen Euro selbst bezahlen. [NDR 1 - 08:02 Uhr] ----------------------------------------------------------------------------- Treffen der Innenminister von Frankreich, Deutschland, Italien, Polen, Spanien und dem Vereinigten Königreich in Heiligendamm, 22. und 23. März 2006 SCHLUSSFOLGERUNGEN Die Innenminister von Frankreich, Deutschland, Italien, Polen, Spanien und dem Vereinigten Königreich sind am 22. und 23. März 2006 in Heiligendamm (Deutschland) zusammengekommen. Sie haben als neuen Teilnehmer in diesem bereits seit 2003 bestehenden Kreis den Innenminister Polens begrüßt. Die Zusammenarbeit der sechs Staaten soll weitere Impulse für die Stärkung des Raums der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts geben. Im Sinne eines "Laboratoriums" sollen in kleinem Kreis konkrete Vorschläge zur Intensivierung der Zusammenarbeit im Bereich der europäischen Innenpolitik entwickelt werden. Die anderen EU-Staaten werden in vollem Umfang über die Vorschläge der G6-Staaten unterrichtet und können sich an deren Umsetzung beteiligen. Zur Förderung der Integration und zur Bekämpfung der illegalen Migration sowie zur Bekämpfung des Terrorismus haben die Minister folgende konkrete Maßnahmen beschlossen: 1. Förderung der Integration und Bekämpfung der illegalen Migration Die Minister haben die herausragende Bedeutung erfolgreicher Integration für die Stabilität einer Gesellschaft betont. Sie haben deshalb einen intensiven Austausch über ihre Integrationsprogramme und Integrationsvoraussetzungen, insbesondere die Art und Form von eventuellen Testverfahren vereinbart. Die Minister beschlossen die Einrichtung einer Expertengruppe, die die Möglichkeit eines Integrationsvertrags mit Zuwanderern oder vergleichbarer Instrumentarien prüfen und deren wesentlichen Inhalte ausarbeiten soll. Mit Blick auf den Dialog mit der muslimischen Gemeinschaft haben sie sich darauf verständigt, sich über die jeweiligen Konsultationsmechanismen und Dialogstrukturen der anderen Partner sowie den interkulturellen und interkonfessionellen Dialog mit den Herkunftsländern gegenseitig zu unterrichten. Die Minister sind überzeugt, dass alle Ansätze zur erfolgreichen Integration nur von Dauer sein können, wenn die europäischen Partner zu einem gemeinsamen Verständnis der Grundlage von Migration nach Europa gelangen und wirksame Strategien zur Bekämpfung illegaler Einwanderung entwickeln. Daher streben die Minister an, die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der illegalen Migration zu intensivieren und die nationalen Zentren zu verknüpfen. Experten aus allen betroffenen Behörden (Grenzpolizei, Polizei, Ausländerbehörden) sollen zusammenarbeiten, um den Informationsaustausch auf den erforderlichen Ebenen sicherzustellen. Bei der Bekämpfung des Menschenschmuggels, des Menschenhandels oder damit verbundener Kriminalität sollen "Gemeinsame Ermittlungsteams" mit Unterstützung von EUROPOL eingesetzt werden. Die Minister treten dafür ein, auf die Ausarbeitung einer gemeinsamen Liste sicherer Herkunftsländer hinzuwirken und unterstützen die diesbezüglichen Anstrengungen der Kommission und der Präsidentschaft. Die Minister treten darüber hinaus dafür ein, das Visa- Informationssystem (VIS) einschließlich Einladerdatei im VIS zügig einzurichten und einen polizeilichen Zugriff auf EURODACm sowie einen uneingeschränkten Zugriff der für innere Sicherheit zuständigen Behörden auf das VIS einzuräumen. Sie begrüßen, dass der Einsatz von Biometrie in Auslandsvertretungen und an ausgewählten Grenzübergangsstellen im Vorgriff auf das VIS durch die französische Initiative BIODEV II ausgeweitet wird. In Bezug auf die Rückführung von illegal aufhältigen Personen haben sie beschlossen, sich gegenüber besonders relevanten Herkunfts- und Transitländern vor allem im Mittelmeerraum und in Osteuropa abzustimmen, gemeinsame Maßnahmen zur Förderung der Zusammenarbeit mit den Drittstaaten zu ergreifen und die Kommission bei der Verhandlung und dem Abschluss von Rückübernahmeabkommen aktiv zu unterstützen, wie dies in dem gemeinsamen Schreiben an Vizepräsident Frattini hervorgehoben wurde. Die Minister haben ein abgestimmtes Vorgehen mit den Außenministern beschlossen, um eine beschleunigte Ausstellung von Heimreisedokumenten durch die betreffenden Länder zu erreichen. Sie werden eine Bewertung der bisherigen Maßnahmen und Ergebnisse hinsichtlich der Ausstellung von Heimreisedokumenten vornehmen und eine gemeinsame Strategie gegenüber den Ländern entwickeln, die nach wie vor nicht hinreichend zur Zusammenarbeit bereit sind. Die Minister sind sich einig, dass eine effektive und nachhaltige Sicherung der EU-Außengrenzen einschließlich des Einsatzes nationaler Expertenteams zur Unterstützung im Krisenfall eine Voraussetzung für die Bekämpfung illegaler Migration ist. Diese Expertenteams sollen auf operativer Ebene eng mit den zuständigen nationalen Behörden oder Zentralstellen zusammenarbeiten. Dazu haben sie eine intensive Beteiligung an den durch die Europäische Grenzschutzagentur FRONTEX organisierten gemeinsamen Einsätzen beschlossen. Zur Verbesserung der Informationsgrundlage sollen EUROPOL und FRONTEX gemeinsame Lagebilder und -analysen zur illegalen Migration erstellen. Dies hat hohe Priorität für die EUROPOL-Bedrohungsanalysen im Bereich der Organisierten Kriminalität. Die Minister bekräftigen, dass ein besonderes Augenmerk auf die Migrationsströme aus Afrika gelegt werden soll, insbesondere sofern es sich dabei um illegale Einwanderung handelt, und haben sich darauf geeinigt, die operative Zusammenarbeit zwischen den EU-Mitgliedern zu intensivieren und den Dialog und die Zusammenarbeit mit den afrikanischen Herkunfts- und -transitländern zu verbessern. Dieser Ansatz trägt zur Umsetzung der in den Schlussfolgerungen des Rates vom 15./16. Dezember 2005 enthaltenen Maßnahmen des Global Approach on Migration bei. Mit dem Ziel der Verbesserung der operativen Zusammenarbeit und Koordination werden die Minister eine Expertengruppe, die von den kanarischen Inseln aus koordiniert wird, mit der Einrichtung eines regionalen Immigrationsnetzwerks in der westafrikanischen Küstenregion auf der Grundlage der bereits dort eingesetzten Verbindungsbeamten beauftragen. Derselbe Ansatz soll gegenüber anderen afrikanischen Regionen, Asien, Ost- und Südosteuropa verfolgt werden. 2. Bekämpfung des Terrorismus Die Minister werden angesichts der anhaltenden Bedrohung ihre Anstrengungen zur Bekämpfung des Terrorismus mit unveränderter Intensität weiterführen. Sie wollen ihre Zusammenarbeit durch folgende konkrete Einzelmaßnahmen noch verstärken. * Gemeinsame, arbeitsteilige Analyse der Nutzung des Internet durch terroristische Strukturen ("Check the Web") unter Beteiligung von EUROPOL. Dies ermöglicht einen zielgenauen Einsatz der Ressourcen und führt zu deutlich besseren Arbeitsergebnissen. * Einrichtung gemeinsamer Unterstützungsteams für den Fall schwerer terroristischer Anschläge: Expertenteams oder Verbindungsbeamte, die vor Ort den von einem Anschlag betroffenen Staat auf sein Ersuchen hin unterstützen. * Etablierung eines Hospitationsprogramms zwischen den nationalen Terrorismusabwehrzentren, um den Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit weiter zu optimieren. * Gegenseitiger systematischer Austausch von Informationen zu Personen, die aufgrund von Aktivitäten, die den Hass zwischen Rassen oder Religionen schüren, von den G6-Staaten ausgewiesen wurden. 3. Drogenbekämpfung/Bekämpfung OK Die Minister haben die Priorität, die der Bekämpfung des Drogenhandels und der organisierten Kriminalität zukommt, unterstrichen. Besonderes Augenmerk haben die Minister auf Südamerika und die Karibik sowie Afghanistan, die Balkanroute, die Türkei und Westafrika gelegt. Mit dem Ziel der effektiveren Drogenbekämpfung verständigten sie sich darauf, Experten mit der Prüfung von Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Behörden in den sechs Staaten zu beauftragen, einschließlich der Möglichkeit der Schaffung regionaler Zentren in den Hauptherkunfts- und -transitländern. Deshalb haben sie die Initiative zur gemeinsamen Nutzung der bestehenden Verbindungsnetzwerke in den westlichen Balkanländern zur Bekämpfung jeder Form der Kriminalität begrüßt. EUROPOL kommt eine wichtige Funktion als Schnittstelle für den Informationsaustausch in der EU zu. 4. Grundsatz der Verfügbarkeit Die Minister haben nochmals die besondere Bedeutung des bereits im Haager Programm festgelegten Ziels einer entscheidenden Verbesserung des grenzüberschreitenden Informationsaustauschs der Strafverfolgungsbehörden hervorgehoben. Um dieses Ziel schnell zu erreichen, treten sie für eine Konzentration auf DNA-, Fingerabdruck- und Kfz-Registerdaten, ein. Dabei haben sie betont, dass das zukunftsträchtige Modell des Vertrages von Prüm mit online-Abfragen und einem hit-/no-hit-Zugriff möglichst bald zur Anwendung in der EU gelangen soll. Die Minister haben unterstrichen, dass die zügige Umsetzung des Grundsatzes der Verfügbarkeit nicht von der vorherigen Verabschiedung eines Rahmenbeschlusses zum Datenschutz in der "dritten Säule" abhängen darf. 5. Schengener Durchführungsübereinkommen Um eine greifbare Verbesserung der grenzüberschreitenden polizeilichen Zusammenarbeit insbesondere durch das Schengener Durchführungsübereinkommen zu erreichen, streben die Minister eine Überarbeitung anhand der Standards des Vertrages von Prüm an. Hierzu gehört beispielsweise die Möglichkeit, bei Großereignissen, Katastrophen und schweren Unglücksfällen Unterstützungskräfte aus anderen Mitgliedstaaten zur Hilfeleistung anzufordern. 6. SIS II / VIS Die Minister haben betont, dass die geplante Einführung des Schengener Informationssystems der neuen Generation (SIS II) sowie des Visa-Informationssystems (VIS) hohe Priorität hat. Sie haben darüber hinaus unterstrichen, dass sowohl SIS als auch VIS den uneingeschränkten Zugriff für die in den beteiligten Staaten für innere Sicherheit zuständigen Behörden garantieren müssen, um dem Interesse aller EU-Mitgliedstaaten an einer effizienten Kriminalitätsbekämpfung Rechnung zu tragen. Um einen problemlosen Übergang zum SIS II zu ermöglichen, sind sich die Minister einig, dass die bisherigen Zuständigkeiten für den Betrieb des Systems nicht verändert werden sollten. 7. Stand der Umsetzung und Weiterentwicklung der bisherigen Arbeiten Die Minister haben die positiven Ergebnisse der bisherigen Zusammenarbeit begrüßt und deutlich gemacht, dass sie in diesen Bereichen mit unveränderter Intensität weiterarbeiten werden: * Der gegenseitige Informationsaustausch bei der Terrorismusbekämpfung ist deutlich intensiviert worden und soll noch ausgebaut werden (Datenaustausch über "terroristische Gefährder", Einrichtung eines Frühwarnsystems via Email bei Diebstahl von Sprengstoffen, Waffen etc. und eines Grundstoff-Überwachungsprogramms für Explosivstoffe) * Mit der Durchführung von Sammelrückführungen vorbehaltlich individueller Abschiebeanordnungen haben die G6-Staaten ein deutliches Signal gegen die illegale Migration gesetzt. Das stabile Kooperationsverfahren auf der Grundlage eines konsolidierten Netzwerks von Kontaktstellen hat sich bewährt. Mit der stärkeren Einbeziehung von FRONTEX werden die G6-Staaten die Zahl der Flüge erhöhen. * Die Forderungen der Minister zur Einbeziehung biometrischer Daten in Ausweispapieren haben in den Beschluss des Rates der Justiz- und Innenminister auf europäischer Ebene am 1./2. Dezember 2005 Eingang gefunden. * Durch Beschluss des Rates der Justiz- und Innenminister vom 12. Juli 2005 wurde EUROPOL zur europaweiten Zentralstelle für die Bekämpfung der Eurofälschung benannt und damit die Grundlage für eine noch effizientere Bekämpfung der Eurofälschung geschaffen. Die Initiative des Ministertreffens von Garmisch-Partenkirchen wurde damit erfolgreich umgesetzt. [http://www.bmi.bund.de/Internet/Content/Nachrichten/Pressemitteilungen/2006/03/Innenministertreffen__Heiligendamm.html] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org ================================================== 24 Weapons of Mass Oppression "q/depesche" ================================================== q/depesche 2006-03-24T16:42:08 Weapons of Mass Oppression Einer der Exportschlager der westlichen Welt ist nicht etwa Demokratie und Freiheit, sondern die Technik zur Filterung, Überwachung und Zensur des Internets und anderer Telekommunikationsnetze. Für diese Produkte gibt es keine Exportbeschränkungen, während eines der wenigen Technologien die eine freie Meinungsäußerung und demokratische Opposition erst erlauben als "dual-use" immer noch Beschränkungen unterworfen ist: Kryptographie. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- American technology companies are taking heat for helping China's government police the Internet. But this controversy extends well beyond China and the so- called Internet Gang of Four: Google, Yahoo, Cisco and Microsoft. (...) The initiative found that SmartFilter has been used by government-controlled monopoly providers in Kuwait, Oman, Saudi Arabia, Sudan, Tunisia and the United Arab Emirates. It has also been used by state-controlled providers in Iran, even though American companies are banned from selling technology products there. (Secure Computing denies selling products or updates to Iran, which is probably using pirated versions.) According to OpenNet, filtering products from another U.S. company, Websense, have also been used by a state-controlled service provider in Iran, ParsOnline. (...) The initiative also found that Myanmar, arguably the world's most repressive regime, uses censorware from the U.S. company Fortinet. And Singapore's government-controlled Singnet server uses filtering technology from SurfControl, a company that is now technically British but has its filtering operations headquarters in California. One of America's most laudable national goals is the export of free speech and free information, yet U.S. companies are selling censorship (...) If American companies are already obligated to disclose the sale of bombs and guns to repressive regimes, why not censorware? Mehr: http://www.iht.com/articles/2006/03/09/opinion/edjardin.php - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- relayed by Mac Gyver - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Online Version: http://quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100003570 quintessenz is powered by http://www.onstage.at subscribe/unsubscribe/digest http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe comments to depesche at quintessenz.org ================================================== 25 News zu Venezuela "venezuela-info.net" ================================================== Weitere Artikel finden Sie gesammelt auf http://www.venezuela-info.net ----------------------------------------------------------- Aktuelle Artikel ----------------------------------------------------------- 5 Fabriken - Arbeiterkontrolle in Venezuela Ein Film von Dario Azzellini & Oliver Ressler http://venezuela-info.net/article.php?id741 venezuela-info.net, 25.3.2006 ----------------------------------------------------------- Auf dem Weg zu einem südamerikanischen Konsens Projekte für die regionale Energieintegration. Neue Impulse für den Mercosur durch Venezuelas Präsident Hugo Chávez http://www.jungewelt.de/2006/02-20/049.php jW, 20.2.2006 ------------------------------------------------------------------ Chomsky-Interview: Die Integration Lateinamerikas Kann man anfangen zu hoffen, dass jetzt auch der globale Süden erwacht? http://www.zmag.de/artikel.php?id=50 Znet, 7.3.2006 ------------------------------------------------------------------ Die venezolanische Bedrohung Ein alternatives Entwicklungsmodell als Bedrohung für die USA http://www.zmag.de/artikel.php?id=51 Znet, 4.3.2006 ------------------------------------------------------------------ Lesen lernen mit Che Bolivien will - wie Venezuela und Kuba - zur `analphabetenfreie Zone`werden. http://www.jungewelt.de/2006/03-22/065.php jW, 22.3.2006 ------------------------------------------------------------------ Das andere Venezuela Klassenkämpferische Gewerkschaften in Aktion http://www.sozialismus.net/zeitung/mr35/andere-venezuela.html sozialismus.net, 3.2006 ------------------------------------------------------------------ Die Revolution hat bereits begonnen Ein Gespräch mit John Holloway und Antonio Negri http://www.akweb.de/ak_s/ak504/24.htm analyse & kritik, 17.3.2006 ------------------------------------------------------------------ Lateinamerika und Asien befreien sich aus ihrer Abhängigkeit von Noam Chomsky Europa und Asien zunehmend unabhängiger - USA beunruhigt http://www.zmag.de/artikel.php?id=57 zmag.de, 16.3.2006 ------------------------------------------------------------------ `Von welchen Menschenrechten reden wir?` Ein Gespräch mit Dr. Aleida Guevara http://www.jungewelt.de/2006/03-23/046.php JW, 23.3.2006 ------------------------------------------------------------------ Kommt nach Telesur jetzt Radiosur? http://www.venezuela-avanza.de/html/kommt_nach_telesur_jetzt_radio.html ------------------------------------------------------------------ Wirtschaft ------------------------------------------------------------------ Venezuela: Bald höhere Ölsteuer http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2006-03/artikel-6136027.asp finanznachrichten.de, 14.3.2006 ------------------------------------------------------------------ ================================================== 26 News about Venezuela "venezuela-info.net" ================================================== ----------------------------------------------------------- POLITICS ----------------------------------------------------------- 5 Factories - Worker Control In Venezuela A Film by Dario Azzellini & Oliver Ressler http://venezuela-info.net/article.php?id742 venezuela-info.net, 25.3.2006 ----------------------------------------------------------- Morales Goes to OAS for Sea Access Demands a sea outlet to the Pacific, and called on the Chilean government to listen to the people http://www.plenglish.com/article.asp?ID={800A0801-4B7D-48C1-9075-44A1DBF2B34C})&language=EN plenglish.com, 23.3.2006 ----------------------------------------------------------- Venezuela Iran's Best Friend? http://www.venezuelanalysis.com/articles.php?artno=89 venezuelanalysis.com, 11.3.2006 ----------------------------------------------------------- British Parliament Debate Supports Chavez's Venezuela MP Jeremy Corbyn said, `the people of Venezuela are overwhelmingly behind a President who promises to use the nation's wealth to conquer poverty." http://www.venezuelanalysis.com/news.php?newsno=12 venezuelanalysis.com - 9.3.2006 ----------------------------------------------------------- ECONOMICS ----------------------------------------------------------- In Venezuela, Oil Sows Emancipation Venezuelan economy grew at a cumulative 10.2 percent between the fourth quarter of 2004 and the fourth quarter of 2005 http://www.venezuelanalysis.com/articles.php?artno=94 venezuelaanalasys.com, 20.3.2006 ----------------------------------------------------------- ================================================== 27 [gipfelsoli] Heiligendamm gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- Botschaft an die Teilnehmer der Konferenz Es tut mir Leid, dass ich nicht an der Konferenz teilnehmen kann, die in Rostock organisiert wurde, um, zu Recht sehr frühzeitig die Mobilisierung zum G8 vorzubereiten. Ich hoffe darauf, dass allen Stimmen, die anwesend sind, Raum gegeben wird, weil wir aus der Auseinandersetzung der unterschiedlichen Zusammenhänge mehr Kraft gewinnen können. Es sind unsere Unterschiedlichkeiten, die das Reichtum der Bewegung ausmachen. Wir müssen davon überzeugt sein und versuchen, immer und unter allen Umständen einen konstruktiven Dialog zu suchen. Unsere Ideen - alle Ideen - sind gefährlich. Tatsächlich wird genau deswegen auch versucht, sie über die am weitesten verbreiteten Medien zu lenken. TV-Sender und Zeitungen (und Journalisten) werden gekauft, um den Konsens zu steuern, um zu verhindern, dass die Menschen mit ihrem eigenen Kopf nachdenken. In Genua, 2001, gab es endlos viele Ideen und große Ideale: man musste sie zum Schweigen bringen. Dass Denken gefährlich ist, ist eine mehr oder weniger in allen Ländern - auch den demokratischen - überaus häufig gegebene Tatsache. Ich glaube, dass Genua einen epochalen Übergang markiert hat: den Beginn des präventiven Krieges. Das ist ein komplexes Thema, auf das ich an dieser Stelle sicher nicht vertiefen kann, das die gesamte westliche Welt betrifft. In Italien sind seit 2001 ungefähr 8.000 Strafverfahren gegen Protagonisten von sozialen Kämpfen eingeleitet worden: von den Angeklagten wegen "Verwüstung und Plünderung" beim G8 in Genua, bis zu den Angehörigen des Netzwerks des Sud Ribelle - dem Netzwerk des rebellischen Südens - die der "subversiven Vereinigung" bezichtigt werden, über die "kriminellen Vereinigungen" die den Bewegungen für das Recht auf Wohnraum unterstellt werden und den zahlreichen Anzeigen gegen jene, die ihren Dissens gegen den Krieg manifestiert haben. Dissens wird, in jeglicher Form, nicht mehr zugelassen: vor zwei Tagen wurden hier in Genua etwa zweihundert Personen, die fast alle ganz jung waren, von Polizia und Carabinieri hart angegriffen, weil sie gegen den Ministerpräsidenten protestierten, der an einer Kundgebung in der Theaterstätte Carlo Felice teilgenommen hatte, der wegen den Kürzungen in der Kulturfinanzierung drastische Einschränkungen der Aktivitäten drohen. Unsere Aufmerksamkeit und unser Engagement sollten sich auf die Herstellung von gemeinschaftlicher Teilhabe und Anteilnahme bezüglich der Inhalte und Entwürfe, aber auch bezüglich der Modalitäten des Handelns konzentrieren. Es ist notwendig, dass wir unseren Blick auf die Multitüden richten, die auf Antworten auf die schrecklichen Probleme ihres Überlebens warten und es ist notwendig, dass wir wissen, dass jeder Faux-Pas [Fehltritt], jeder Widerspruch, jede Spaltung - die noch tragischer wird, wenn sie künstlich erzeugt wurde - objektiv bewirkt, dass die Hoffnung auf die Lösung von jenen Problemen zeitlich hinausgeschoben wird. Ich wünsche Euch gute Arbeit und umarme auch Alle. Die Mutter von Carlo, Haidi Giuliani -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org ================================================== 28 Österreicher im Nordirak zu 18 Monaten Haft verurteilt WADI Austria ================================================== Wadi, Presseaussendung, Sonntag, 26. 3. 2006 Nach Informationen von Familienangehörigen des im nordirakischen Arbil/Hawler seit fünf Monaten inhaftierten österreichischen Staatsbürgers Dr. Kamal Sayid Qadir, ist dieser in der heutigen Neuverhandlung seines Falles zu 18 Monaten Freiheitsentzug verurteilt worden. Sein Anwalt legte Berufung gegen das Urteil ein, in einem Monat soll die nächste Verhandlung stattfinden. Nach seiner Verhaftung durch Sicherheitskräfte der KDP im Oktober 2005 war sein Aufenthalt für seine Familie vorerst unbekannt. Im Dezember wurde er dann vom Staatssicherheitsgericht in der kurdischen Hauptstadt Arbil wegen Verleumdung und Beleidigung staatlicher Institutionen - konkret wegen Entehrung der kurdischen Führung und ihres Kampfes - zu zwei mal 15 Jahren, also insgesamt 30 Jahren Haft, verurteilt. Dieses Urteil war zuletzt von einem Berufungsgericht aufgehoben worden. Qadir hatte vor seiner Festnahme den Chef der kurdischen Autonomiebehörde und der Demokratischen Partei Kurdistans (KDP), Massud Barzani und dessen Familie, in einem offenen Brief massiv beschimpft und der Korruption bezichtigt. Ende Jänner wurde vom irakischen Außenminister Hoschyar Zebari gegenber der österreichischen Gesandten Gudrun Harrer versichert, Kamal Qadir wäre bereits frei. Die vom österreichischen Außenministerium weiterverbreitete Nachricht stellte sich jedoch als Falschmeldung heraus. Qadir sitzt weiter in Arbil in Haft. Link: www.wadinet.at -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 29 Video - The Road to Guantanamo "heinz gmail" ================================================== The Road To Guantánamo How three young men from the UK, ended up in the world's most notorious prison. Every American Should Be Required To Watch This Video This docudrama shows the sadism and stupidity of the US and British soldiers. The guards behave with the same cruelty you expect to see from SS officers in lurid second world war movies. It takes a moment or two to realize that these events reflect the reality of those held in Americas notorious gulag. Windows Media File http://www.videos.informationclearinghouse.info/Road_To_Guantanamo.wmv Download Real Video http://www.videos.informationclearinghouse.info/Road_To_Guantanamo.rm Real Video Mirror http://www.videos.informationclearinghouse.info/ich2Road_To_Guantanamo.rm _____________ Quelle: === http://www.informationclearinghouse.info/ RSS FEED http://www.informationclearinghouse.info/rssfeed.xml ================================================== 30 Das `Dossier Lateinamerika` aus Le Monde diplomatique "venezuela-info.net" ================================================== Die Artikel aus dem aktuellen `Dossier Lateinamerika` der Le Monde diplomatique ------------------------------------------------------------------ Dossier Lateinamerika http://www.monde-diplomatique.de/pm/2006/02/10.mondeText.artikel,a0052.idx,13 ------------------------------------------------------------------ Wie hält es die europäische Linke mit Hugo Chávez? http://www.monde-diplomatique.de/pm/2006/02/10.mondeText.artikel,a0054.idx,12 ------------------------------------------------------------------ Der Comandante und der Bürgermeister http://www.monde-diplomatique.de/pm/2006/02/10.mondeText.artikel,a0050.idx,14 ------------------------------------------------------------------ Stützen oder Stürzen http://www.monde-diplomatique.de/pm/2006/02/10.mondeText.artikel,a0047.idx,15 ------------------------------------------------------------------ Ärzte für Öl http://www.monde-diplomatique.de/pm/2006/02/10.mondeText.artikel,a0058.idx,16 ------------------------------------------------------------------ Gemeinsamer Markt des Südens http://www.monde-diplomatique.de/pm/2006/02/10.mondeText.artikel,a0055.idx,17 ------------------------------------------------------------------ Landnahme am Bío-Bío-Fluss http://www.monde-diplomatique.de/pm/2006/02/10.mondeText.artikel,a0062.idx,18 ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2803.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2903.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/3003.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. 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(Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: Veraltete Termine und Meldungen, ein nicht widerstandsrelevanter Beitrag. Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 22:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Wed Mar 29 08:43:50 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Wed, 29 Mar 2006 01:43:50 -0500 Subject: =?ISO-8859-15?Q?widerst=40nd_mund=3A_Mittwoch=2C_29=2E_M=E4rz_2006?= Message-ID: <1073435028.20060329014350@nessizius.com> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund Mittwoch, 29. März 2006 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 Do30.3.:3Jahre Speakerscorner/B. ist frei!/Protest an Innenministerin unterstützen!(Abschiebung von EhepartnerInnen) Von: August Faschang ================================================ ================================================ BAWAG USW. ================================================ ================================================ 02 BAWAG und UMFELD Von: kohlerdi ================================================ 03 Und wie gehts jetzt bitte weiter? Von: akin ================================================ 04 Kaltenegger/Verzetnitsch/ÖGB/Stellungnahme Von: Parteder Franz ================================================ ================================================ ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE ================================================ ================================================ 05 MORGEN Diskussion "EU und Türkei" Von: Transdanubien gegen Schwarzblau ================================================ 06 Hinweis auf RAdiosendung Von: gegenargumente ================================================ 07 Filme im FZ zu feministische Strategien und Filme zu Artikel 7-unser Recht Von: LesbenFrauenNachrichten at gmx.at ================================================ 08 Bürgerliche Freiheit gibt es nur im Rahmen von äußerer Ordnung Von: Initiative Minderheiten Newsletter ================================================ ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ 09 Nationalratswahlen 2006: Welche Partei brauchen ArbeitnehmerInnen und Jugendliche heute? Von: Sozialistische LinksPartei ================================================ 10 Arbeitszeitverkuerzung, Massenverdummungswaffen Von: akin ================================================ 11 EU/Deren Heer/Kommentar der Anderen: Was will EU-Militaer im Kongo? Von: akin ================================================ 12 Satire: Pat/enten von Microsoft Von: "q/depesche" ================================================ ================================================ INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ================================================ ================================================ 13 Paris: Neue Polizeitheorien ueber Koma-Fall Von: akin ================================================ 14 Finnland bunkert Minen Von: akin ================================================ 15 [gipfelsoli] Heiligendamm Von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ 16 Malmoe auf Rollschuhen Von: MALMOE ================================================ 17 Syrien: Warten auf einen neuen Frühling (Jungle World Nr. 12) Von: WADI Austria ================================================ 18 Newsletter andersrum.gruene.at Von: Andersrum Newsletter ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 Do30.3.:3Jahre Speakerscorner/B. ist frei!/ Protest an Innenministerin unterstützen!(Abschiebung von EhepartnerInnen) Von: August Faschang ================================================ Liebe Leute! +++++++1) DONNERSTAG 30.3.: 3JAHRE SPEAKERSCORNER GG. SCHWARZBLAUORANGE +++++++2) B. IST FREI!!! +++++++3) ABSCHIEBUNG VON EHEPARTNER/INNEN - PROTEST AN INNENMINISTERIN UNTERSTÜTZEN! +++++++1) DONNERSTAG 30.3.: 3JAHRE SPEAKERSCORNER GG. SCHWARZBLAUORANGE Wie eine wochenendlicher Blick auf den Kalender ergab, gibt es am Donnerstag was zu feiern! Und aufgrund der Freilassung von B. gleich doppelt!!! Auch am Donnerstag (30.3.) gibt es mindestens die wöchentliche Mahnwache gegen Schwarzblauorange in Österreich vor dem Kanzleramt am Ballhausplatz von 20Uhr-20Uhr15. Vielleicht gibt es auch mehr. Seit genau 3JAHREn jedenfalls gibt es jetzt den SPEAKERSCORNER GEGEN SCHWARZBLAUORANGE (erstmals am 27.3.2003). Möglich wären: Statements zu "3Jahre-Speakerscorner", zu "Gegenschwarzblau", Antischwarzblauwitze, Trauerkränze für alles, was Schwarzblau kaputtgemacht hat, Abgesänge auf verlorengegangene Regierungsmitglieder, Entlassungsurkunden für noch vorhandene... oder was euch halt so einfällt. Vorbereitet wird nichts sein, außer das das Megafon auf Willige wartet. Wer immer mag: Geistiges (Wortbeiträge - selbstgemacht oder selbstgefunden) oder Materielles (Inhaltsvolles, Plakatives, feste und flüssige Gaumenfreuden...) mitbringen! Wenn alle der Meinung sind, dass wir es uns zum Jubiläum einfach gemütlich machen sollten, d.h. wenn niemand etwas mitbringt, können wir natürlich auch nach einer Viertelstunde Mahnwache einfach im Käuzchen feiern, dass wir 3Jahre (bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit) durchgehalten haben. Alle, die schon immer oder manchmal oder einmal oder noch nie beim Speakerscorner waren, sind eingeladen, einfach nur zu kommen oder vielleicht sogar etwas mitzubringen, jedenfalls mit uns zu feiern, dass wir nicht aufhören, bis die schwarzblauorange Regierung geht! Wie die Erfahrung vom 2.Speakerscornergeburtstag im März 2005 lehrt, ist nicht damit zu rechnen, dass wir schon um 20Uhr15 abziehen und es wäre bestimmt auch heuer viel viel feiner, wenn einige ihre Gedanken, Texte etc. mitbringen würden... Und wie jeden Donnerstag gibt es schon ab 17Uhr die Widerstandslesung (Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz). +++++++2) B. IST FREI!!! HEUTE (MONTAG, 27.3.) WURDE B. ENDLICH WIEDER AUS DER SCHUBHAFT ENTLASSEN! Vielen Dank an alle, die sich in ihrer Unterstützung für B. trotz allem nicht entmutigen lassen haben, besonders an T. für ihren bewundernswerten Einsatz, Anwalt L.Binder und allen, die dafür gesorgt haben, dass das gemeinsame Spendenkörberl von Widerstandslesung und Speakerscorner immer wieder gefüllt wurde! B. war erstmals am 19.8.04 im Rahmen einer rassistischen Razzia am Heldenplatz während der wöchentlichen Donnerstagsproteste verhaftet worden (angebliche Drogenrazzia, bei der nur Leute mit für manche Dumme und für manche Mächtige zu dunkler Hautfarbe kontrolliert wurden. Drogendelikt konnte keines geahndet werden, also wurde als einzige Ausbeute der Razzia wegen mangelnder Papiere B. mitgenommen. - genauer Bericht in der "Donnerstagsaussendung" vom 24.8.04). Nach mehreren Wochen Schubhaft, Spendenkörberln bei Widerstandslesung und Speakerscorner und dem großteils unentgeltlichen Einsatz von Anwalt L. Binder wurde B. am 5.10.04 freigelassen. Mitgegeben wurde ihm eine Rechnung für die Aufenthaltskosten im Schubhäfen! Am 8.3.2005 wurde er von ca. 10 ExekutivbeamtInnen, die angeblich eigentlich nach einer anderen Person suchten, erneut verhaftet und verbrachte wieder mehr als 11Wochen in Schubhaft. Wieder wurden ähnliche Aktivitäten wie 2004 entfaltet und am 25.5.05 wurde B. aus der Schubhaft entlassen. Nur um am 29.6.05 erneut verhaftet und in Schubhaft genommen zu werden, einfach von der Straße weg. Die nun schon fast gewohnten Aktivitäten für ihn wurden erneut gestartet und nach 4 Wochen war B. wieder frei, allerdings wieder mit der Aufforderung, Österreich zu verlassen, und wieder mit einer Rechnung von über 800Euro für die "Schubhaftkosten". Am 16.2.2006 wurde B. erneut verhaftet und kurz darauf wieder ins Schubhaftgefängnis überstellt! Zum viertenmal innerhalb von nicht einmal eineinhalb Jahren, einfach im Caritas-Heim verhaftet, ohne dass er sich irgendwas zu Schulden kommen lassen hätte... Wieder starteten die üblichen Unterstützungsaktivitäten, um am 27.3.2006 mit der Freilassung von B. zu einem neuerlichen (Zwischen?)erfolg zu führen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Behörden endlich ein Einsehen haben, und B. die Gestaltung eines menschenwürdigen Lebens gestatten, das nicht in ständiger Angst vor neuerlicher Schubhaft vergeht, und die Regierung für die entsprechenden gesetzlichen Änderungen sorgt! +++++++3) ABSCHIEBUNG VON EHEPARTNER/INNEN - PROTEST AN INNENMINISTERIN UNTERSTÜTZEN! Wie Sie/Ihr aus wahrscheinlich aus den Medien erfahren habt, können seit dem 1. Jänner dieses Jahres AsylwerberInnen, die ÖsterreicherInnen geheiratet haben, ihren Antrag auf eine Niederlassungsbewilligung nur mehr aus ihrem Herkunftsland stellen. Bis Ende 2005 war es möglich diesen Antrag in Österreich zu stellen, AsylwerberInnen mussten allerdings ihren Asylantrag zurückziehen. Da seit dem Herbst 2005 die meisten Anträge nicht mehr behandelt wurden und das neue gesetz keine Übergangsfristen vorsieht sind zahlreiche Personen über Nacht in die Illegalität gestoßen worden. Ihnen droht die Abschiebung, den österreichischen EhepartnerInnen der (zumindest zeitweilige) Verlust des Ehepartners. Diese Vorgehensweise der Republik Österreich stellt jedenfalls einen Verstoß gegen das Recht auf Familienleben dar bedeutet für viele Asylwerber aber auch eine direkte Gefährdung, weil sie ja ihren Asylantrag nicht zurückgezogen haben, weil sie im Herkunftsland nicht mehr gefährdet wären, sondern weil sie als Ehegatten von ÖsterreicherInnen einen sicheren Aufenthaltstitel erwartet haben. Wir bitten Sie/euch nun gegen diese Vorgehensweise durch ein E-mail an die Innenministerin zu protestieren. Adresse: liese.prokop at bmi.gv.at Ein Textvorschlag ist attached. Der Kreativität sind allerdings keine Grenzen gesetzt und eigene Formulierungen sind durchaus erwünscht. Mit lieben Grüßen Herbert Langthaler (asylkoordination österreich) ------------- TEXTVORSCHLAG ------------------- Sehr geehrte Frau Ministerin Prokop! Aus jüngsten Medienberichten musste ich entnehmen, dass EhepartnerInnen von ÖsterreicherInnen abgeschoben werden. Gibt es kein Recht mehr auf Eheleben? Darf man sich nur mehr in ÖsterreicherInnen verlieben - und das in Zeiten der Globalisierung und zunehmender Mobilität? Angeblich will es das Österreichische Gesetz so. Ich kann es aber nicht glauben, dass AsylwerberInnen, die hier in Österreich ihre Liebe gefunden haben, keine realistische Möglichkeit bekommen, nach der Eheschließung, ein gemeinsames Eheleben zu führen. Werden hier binationale Ehepaare bewusst getrennt und schikaniert? Es ist für mich unvorstellbar, dass eine Familienpartei, der Sie ja angehören, derartiges zulässt! ------------------------------------------- Wenn du selber betroffen bist oder binationale Paare kennst, die betroffen sind: Es gibt eine Gruppe, die sich regelmäßig zum Austauschen trifft und ihre Geschichten auch auf politischer Ebene einbringen will. Kontakt: unseregeschichte at gmx.at. Weiterverbreitung erwünscht! ================================================ BAWAG USW. ================================================ ================================================ 02 BAWAG und UMFELD Von: kohlerdi ================================================ Aus Anlass des BAWAG-Skandals UND SEINES UMFELDES, sowie in der Hoffnung auf bessere PISA-Ergebnisse schlage ich vor, die etymologischen Lexika um nachstehende Erklärungen zu erweitern: DEMOKRATIE: Wenn sich rechte Recken recken, um ihre Nasen in Angelegenheiten zu stecken, die sie nicht einmal einen feuchten Staub angehen. DERIVATE: Abkömmlinge von hoch bezahlten Berufsfunktionären, die – bevorzugt im Ausland ansässig – versuchen, kleine Sparer abzuzocken. HUMANKAPITAL: Hochgelobte, aber nebensächliche Position in der neoliberalen Buchführung. IDEOLOGIE: Wenn es zwecks Machterwerb/-erhalt logisch scheint, seine Ideen (Grundsatzprogramme) auf dem Misthaufen der Geschichte zu entsorgen. KARIBIK: Eine Gegend, die einfachen Gewerkschaftsmitgliedern nur auf Landkarten zugänglich ist. PATRIOTISMUS: HURRA!!! Jetzt haben wir die Möglichkeit, mangels eigener Programme wahllos auf die Opposition einzudreschen und damit von der eigenen Unfähigkeit abzulenken. POLITISCHE VERANTWORTUNG: Phraseologische Forderung, die immer und ausschliesslich an den politischen Gegner gerichtet wird. REFORMEN: Materielle Verbesserungen für die Reichen zu Lasten der Armen. REPRÄSENTATION: Darstellung und Durchsetzung eigener Vorstellungen zum Zweck von Machterhalt/-erwerb bei weit überdurchschnittlichem Einkommen und unter weitgehender Vermeidung persönlicher Verantwortung. RETTER: Einsamer Held, der mit fremdem Geld die Skandale neoliberaler Machenschaften zu vertuschen sucht. SCHULTERSCHLUSS: Die Aufforderung von Brandstiftern an die Opfer, den Brand zu löschen. SKANDALE: Ereignisse die Anderen vorgeworfen werden, um die eigenen Gedächtnislücken zu kaschieren. SOLIDARITÄT: Das Verhalten selbsternannter Eliten zum Zweck: a) der Ausgrenzung von Randgruppen, b) der Verteidigung von Privilegien, c) der Hintanhaltung demokratischer Bestrebungen TRANSPARENZ: Wenn hinter verschlossenen Polstertüren zwei hoch bezahlte Berufsfunktionäre einsame Entscheidungen zu Themen treffen, von denen sie keine Ahnung haben. UMWEGRENTABILITÄT: Profitmaximierung unter Einsatz fremden Geldes bei Vermeidung jeglicher Transparenz und Auskunftspflicht. VATERLANDSLIEBE: Wenn man unter Beihilfe des Regierungspartners Entscheidungen des Verfassungsgerichtshofes ablehnt und dessen Richter beschimpft. WÜSTE GOBI: Eine Gegend, in der drei Fuhrmann-Wurstsemmeln zehn Euro kosten. LG Dietmar ================================================ ================================================ 03 Und wie gehts jetzt bitte weiter? Von: akin ================================================ Bank/Arbeit/Wirtschaft/Gewerkschaft: > Und wie gehts jetzt bitte weiter? Nach Bekanntwerden der Finanzmachenschaften von BAWAG und OeGB frohlocken Rechte und Boulevard. OeGB-Praesident Fritz Verzetnitsch versuchte daraufhin Schadensbegrenzung mittels Ruecktritt. Aber kann es das gewesen sein? Was sagen Linke dazu? Auszuege aus dem Schwall an Aussendungen und Leserbriefen, die wir in den letzten Tagen erhielten: Vor dem Ruecktritt ... AUGE: "FSG muss endlich Konsequenzen aus BAWAG-Debakel ziehen!" "Wie kommen tausende BetriebsraetInnen, Gewerkschaftsmitglieder, MitarbeiterInnen und jene Teile der Gewerkschaftsbewegung, die weder mit der FSG, noch mit der SPOe auch nur irgendwas zu tun haben dazu, den von den roten Gewerkschaftsspitzen verursachten BAWAG-Skandal auszubaden?" fragt Markus Koza, Bundessekretaer der Alternativen und Gruenen GewerkschafterInnen (AUGE/UG) und Vertreter der Unabhaengigen GewerkschafterInnen (UG) im OeGB-Bundesvorstand. "Da werden von der sozialdemokratischen Gewerkschaftsspitze unter Umgehung aller Gewerkschaftsgremien milliardenschwere Haftungen fuer Verluste aus Spekulationsgeschaeften uebernommen, da agiert die Gewerkschaftsbank ueber Jahre hinweg wie der wuesteste Turbokapitalist, da herrschen unvorstellbare Amigoverhaeltnisse in der BAWAG und an der OeGB-Spitze -- und was ist mit den Hauptverantwortlichen in der OeGB-Chefetage? Die sind auf Tauchstation. Das ist eine Bunkermentalitaet, die der OeGB derzeit braucht wie einen Kropf." zeigt sich Koza empoert. "Die Causa BAWAG ist weniger ein OeGB-Skandal, als ein FSG-Skandal, ein Demokratieskandal auf Kosten der ueberparteilichen Gewerkschaftsbewegung und der ArbeitnehmerInnen, welche die Gewerkschaft gerade heute so dringend brauchen wuerden!" [...] Diskussion: Mittwoch, 19 Uhr, AUGE, Belvederegasse 10, 1040 Wien, mit Berichten aus der OeGB-Vorstandssitzung *** KPOe: Scharfe Kritik am Missbrauch des Streikfonds Einen schweren und nachhaltigen Schaden fuer den OeGB sieht die KPOe als eine der drei Gruenderparteien des ueberparteilichen OeGB trotz Rettung der gewerkschaftseigenen Bank als vorlaeufiges Resuemee der Vorgaenge um die BAWAG. Der Hintergrund dafuer ist eine von der OeGB-Spitze tolerierte, dem neoliberalen Zeitgeist geschuldete Strategie unter Missachtung elementarer Grundregeln von Kontrolle und Information. "Wenn der OeGB auf der einen Seite den Casino-Kapitalismus kritisiert, auf der anderen aber seine eigene Bank ueber Jahre hinweg hoechst spekulative und riskante Geschaefte taetigt, entsteht ein massives Glaubwuerdigkeitsproblem", meint KPOe-Bundessprecher Mirko Messner. Dass Regierung, Wirtschaft und Medien die Vorgaenge bei der BAWAG zu massiven Attacken auf die Gewerkschaften als solche fuehren ist daher nicht verwunderlich. Gerade Finanzminister Grasser und Vizekanzler Gorbach sollten aber, wenn es um bedenkliche Geschaefte geht, einen eher leisen Ton anstimmen. Es ist keineswegs akzeptabel die Verantwortung dafuer, dass 1,4 Milliarden Euro durch fragwuerdige Spekulationsgeschaefte in den Sand gesetzt wurden, dem Vorstand zuzuschieben. Als Eigentuemer haette OeGB-Chef Fritz Verzetnitsch und Finanzreferent Guenther Weninger spaetestens nach Bekannt werden der ersten derartigen Geschaefte im Zeitraum von 1990 bis 1994 die Notbremse ziehen, die zustaendigen Manager feuern und derartige Geschaefte ein fuer allemal grundsaetzlich untersagen muessen. [...] Vor allem der Missbrauch des Streikfonds des OeGB als Sicherstellung zur Rettung der BAWAG trifft ins Herz der Handlungsfaehigkeit einer den Lohnabhaengigen verpflichteten Gewerkschaft: "Jetzt wird auch klar, warum die OeGB-Spitze auch und gerade in der Aera der schwarzblauen Koalition Kampfaktionen gegen den wachsenden Druck auf Arbeitsplaetze, Loehne und soziale Errungenschaften systematisch abgeblockt hat", so Messner. Dass die Vorgaenge um die BAWAG faktisch im Alleingang vom Finanzreferenten und dem Praesidenten des OeGB erfolgten und dabei nicht nur der Bundesvorstand sondern auch das Praesidium ausgeschaltet war, sagt Baende ueber das Demokratieverstaendnis und die politische Verantwortung im OeGB. Die Mitglieder des BAWAG-Aufsichtsrates, vor allem die als "Profis" geltenden Kapitalvertreter darin, muessen sich trotzdem fragen lassen, ob sie dort nur zum Kassieren von Sitzungsgeldern vertreten sind oder eigentlich die Taetigkeit des Vorstandes kritisch hinterfragen muessten. Nach Meinung der KPOe darf es nicht Aufgabe einer OeGB-eigenen Bank sein, riskante Geschaefte auf dem Kapitalmarkt zu taetigen oder unverstaendliche Beteiligungen (Boesendorfer, Stiefelkoenig, ATV+) zu halten, sondern den Lohnabhaengigen guenstige Konditionen bei Kontofuehrung, Kreditgewaehrung usw. zu ermoeglichen. Nicht vergessen werden darf schliesslich auch, dass das heutige Kapital der BAWAG letztendlich aus den Geldern der Gewerkschaftsmitglieder resultiert, zu deren Nutzen die Bank seinerzeit gegruendet worden ist. *** ... und nach dem Ruecktritt: SLP: Fuer eine demokratische Gewerkschaftskonferenz binnen der naechsten vier Wochen! Der – viel zu spaete – Ruecktritt von Fritz Verzetnitsch loest die Probleme des Gewerkschaftsbundes in keinster Weise. Der – interemistische – Vorsitzende Hundstorfer steht fuer denselben Kurs wie Verzetnitsch. Die einsame Entscheidung praktisch den gesamten OeGB fuer dubiose Karibikgeschaefte zu versetzen, weist auf demokratische und politische Defizite hin, die sehr tief gehen. Sie haengen unserer Meinung nach mit einer - nicht zuletzt durch voellig ueberzogene Gagen - abgehobenen Gewerkschaftsspitze und der Orientierung auf eine Sozialpartnerschaft zusammen, die laengst eine Sozialabbau-"Partnerschaft" gegen die Gewerkschaftsbasis geworden ist. Die OeGB-Fuehrung orientiert sich in ihrer Politik offensichtlich mehr an den internationalen Finanzmaerkte als an den Interessen der Mitgliedschaft. Die finanzielle Situation des OeGB und der Bawag wurde und wird vor der Mitgliedschaft geheim gehalten. Die Vermutung liegt aber nahe, dass die finanzielle Krise des OeGB in den letzten Jahren nicht unwesentlich zu der extrem lahmen Politik des OeGB beigetragen hat. Denn wie soll eine Gewerkschaft deren Streikfond als Sicherheit eingesetzt wird und der im wesentlichen aus Anteilen eines maroden Betriebes besteht einen laengeren und haerteren Streik finanziell durchstehen? Die Orientierung der der OeGB-Fuehrung an den Beduerfnissen eines Unternehmens und nicht an den Beduerfnissen der Mitgliedschaft gefaehrdet die soziale Zukunft der ArbeitnehmerInnen in Oesterreich! Wir fordern einen grundlegenden Kurswechsel zu einer kaempferischen Politik. Wir fordern eine Veraenderung der inneren Gewerkschaftsstrukturen an Haupt und Gliedern und schlagen daher folgende Sofortmassnahmen vor: * Einberufung eines ausserordentlichen Gewerkschaftstages binnen vier Wochen der ueber den zukuenftigen Kurs und die Fuehrung des OeGB entscheidet * Direkte Wahl der Delegierten auf betrieblicher Ebene. Dort wo das nicht moeglich ist, soll dies durch die Ortsgruppen und andere Basisstrukturen erfolgen * KeinE GewerkschaftsfunktionaerIn soll kuenftig mehr verdienen als einE FacharbeiterIn * GewerkschaftsfunktionaerInnen muessen der Mitgliedschaft gegenueber Rechenschaft ueber ihre Arbeit und ihre Entscheidungen abgeben – und sie muessen jederzeit waehl- und abwaehlbar sein. * Sofortige Loesung der Gewerkschaftsfinanzen aus allen undurchsichtigen, bzw. risikoreichen Finanzkonstruktionen. Vor allem der Streikfonds muss jederzeit verfuegbar sein! * Alle Gewerkschaftsfinanzen und Bilanzen muessen prinzipiell fuer die Mitgliedschaft einsehbar sein. Die Ueberpruefung der Gewerkschaftsfinanzen ist Aufgabe der Mitgliedschaft – wir weisen alle Versuche von Regierung, UnternehmerInnenorganisationen und gewerkschaftsfeindlichen Gruppen (wie der FPOe) zurueck, die Krise zu missbrauchen, um Angriffe auf die Gewerkschaften an sich zu versuchen. [...] Link: Fuer eine demokratische Gewerkschaftskonferenz unterschreiben: http://slp.at/index.php/208/ *** Kommunistische Initiative: [...] Verzetnitsch war Betreiber und Gefangener dieses Systems. Er war nie ein kaempferischer Gewerkschafter, die geoelte Achse mit der Wirtschaftskammer war ihm immer wichtiger als die Strasse, als Streik, Widerstand und kaempferische Interessensvertretung. [...] Aber Verzetnitsch ist ein Auswuchs eines Systems, das auch ohne ihn weiterleben wird. Gewerkschaftliche Positionen sind immer noch Sprungbrett in Gemeinderaete, in Landtage, ins Parlament, in Regierungen (vor allem, aber nicht nur in der SPOe). Der OeGB war nie unabhaengig, hoechstens von seinen Mitgliedern, die monatlich Millionenbetraege fuer einen aufgeblaehten, aber im Interesse der Arbeiter und Angestellten kaum effizienten Apparat, fuer obskure (von Lateinisch obscurus = dunkel) Geschaefte, fuer Privilegien der Gewerkschaftsspitzen usw. berappen muessen. Es gehoert mit eisernem Besen ausgefegt, im OeGB. Das ist einfacher, als immer getan wird. Gewerkschaften brauchen weder Banken zu besitzen, noch an ihnen beteiligt zu sein, sie brauchen auch keine Fachhochschulen zu betreiben, sie haben auch nicht die Interessen des Staates, einer Regierung -- oder meinetwegen von deren Opposition --, einer Partei, der Wirtschaft, aller Menschen oder sonst jemandes zu vertreten, sondern die Interessen ihrer Mitglieder, der Lohnabhaengigen, der Werktaetigen – wie auch immer. Und da waeren vorrangig auch keine hoeheren politischen und gesellschaftlichen, sondern zunaechst einmal die unmittelbaren oekonomischen und sozialpolitischen Interessen zu beruecksichtigen und zu vertreten. Es muss einer Gewerkschaft um hoehere Loehne, um besseres Sozial- und Arbeitsrecht, um Kollektivvertraege, die diesen Namen auch wert sind, um Mindestloehne, um anstaendige (statt staendig reduzierter "sterbehilfe"-aehnliche) Pensionen gehen. [...] *** Hermann Dworczak: Ruecktritt sollte nur ein erster Schritt sein Der -- politisch faellige -- Ruecktritt von Fritz Verzetnisch als OeGB-Praesident sollte nur der erste, bereinigende Schritt in die Zukuft der oesterreichischen Gewerkschaftsbewegung sein. Fatal waere es, in einer Situation wo "die Leute das nicht mehr verstehn" (GPA-Ehrenvorsitzender Hans Sallmutter) nur ein paar Gesichter auszuwechseln und im wesentlichen weiter "Politik as usual" zu betreiben. Absolut unerlaesslich ist es , dass sich der OeGB politisch neu positioniert. Um einige Stichworte zu nennen: Weg von dem illusionaeren "Sozialpartnerschafts"-Gerede; Umbau in eine richtige Kampforganisation, um gegenueber der -- internationalen -- neoliberalen Offensive gewappnet zu sein; radikaler Ausbau der innergewerkschaftlichen Demokratie; Oeffnung hin zu den sozialen Bewegungen (z.B. Sozialforen); starker Ausbau der internationalen Taetigkeit,.... [...] ### --- Kasten: > Aus der Geschichte der BAWAG >> 1922: Gruendung der "Arbeiterbank" durch den damaligen Staatskanzler Dr. >> Karl Renner. Die Aufgabe der Bank ist die finanziellen Mittel der >> Gewerkschaften und Konsumgenossenschaften zusammenzufassen und >> sorgfaeltig zu verwalten. << (aus: BAWAG-Homepage) ================================================ 04 Kaltenegger/Verzetnitsch/ÖGB/Stellungnahme Von: Parteder Franz ================================================ -----Ursprüngliche Nachricht----- Von: Parteder Franz Gesendet: Montag, 27. März 2006 11:15 Betreff: KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kpoe_stmk at hotmail.com Montag, 27. März 2006 Presseinformation der KPÖ Steiermark Kaltenegger: "Austausch von Gesichtern löst das Glaubwürdigkeitsproblem des ÖGB nicht" Ernest Kaltenegger, Klubobmann der KPÖ im steiermärkischen Landtag, erklärt zu den Entwicklungen im ÖGB: "Der Austausch von Gesichtern löst das Glaubwürdigkeitsproblem des ÖGB nicht. Notwendig ist eine Entflechtung von Wirtschaftsinteressen und SPÖ-Politik. Allein die Aussicht auf hochdotierte Posten in der Wirtschaft beziehungsweise auf lukrative Mandate in der Politik hat schon so manchen anfangs kämpferischen Politiker erlahmen lassen. Es ist kein Wunder, dass sich die Gewerkschaftsmitglieder von Einkommensmillionären an der Spitze des ÖGB schlecht vertreten fühlen." Rückfragehinweis: 0316/ 877 5106 ================================================ ================================================ ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE ================================================ ================================================ 05 MORGEN Diskussion "EU und Türkei" Von: Transdanubien gegen Schwarzblau ================================================ Liebe TransdanubierInnen und SymphatisantInnen! Unsere nächste Diskussionsveranstaltung findet statt am Dritten Dienstag im März !!!ausnahmsweise!!!erst am28.3.2006 statt. Thema der Veranstaltung: "Türkei in die EU?" mit: * Nurten Yilmaz (SPÖ) * Melina Klaus (Sprecherin der KPÖ) * eineR VertreterIn der Grünen Während gerade die FPÖ das Thema "Türkei" in Ihrem Volksbegehren populistisch für Ihre Werbezwecke auszuschlachten versucht hat, wollen wir das Thema aus einer nüchtern-sachlichen Perspektive betrachten. Wir wollen, gemeinsam mit unseren ReferentInnen unter anderem folgenden Fragen nachgehen: gehört die Türkei in die EU? Was spricht dafür, was dagegen? Menschenrechtslage in der Türkei? etc. Die Diskussion findet wie immer im Asia Restaurant "Sun", Donaufelderstrasse 229 1220 Wien Diskussions- - Beginn ist wie immer um ca. 19:30. Stefan für Transdanubien gegen Schwarzblau ================================================ ================================================ 06 Hinweis auf RAdiosendung Von: gegenargumente ================================================ Di 28.März 2006 Radiosendung "Gegenargumente" auf Radio Orange 94.0 MHz (Telekabel 92.7 MHz oder per live-stream im Internet) Beginn: 20:30 Thema: "KOMBILOHN: Working Poor - Vom einstigen Schreckgespenst zur Chance am Arbeitsmarkt!" Seit 1.Februar des heurigen Jahres ist das Schatzkästlein der sozialstaatlichen Verwaltung von Arbeitslosen um eine Facette reicher geworden - den Kombilohn für gering bezahlte Jobs. Ihren Namen hat diese Lohnform daher, dass das vom Arbeitgeber gezahlte Entgelt mit einem staatlichen Zuschuss „kombiniert“ wird. Der/die Arbeitnehmer/in erhält zusätzlich zu seinem/ihrem Einkommen aus der beruflichen Tätigkeit für die Dauer maximal eines Jahres einen Lohnzuschuss in Höhe von maximal der Hälfte des zuletzt gebührenden Arbeitslosengeldes beziehungsweise der zuletzt gebührenden Notstandshilfe, wobei die maximale Höchstgrenze von Bruttoentgelt und Förderung 1.000 ? beträgt. Der Arbeitgeber bekommt einen Lohnzuschuss von mindestens 15% des Bruttoentgelts. Während WK-Präsident Leitl das Kombilohnmodell als „neue Zukunfts-Chance für jüngere und ältere Langzeitarbeitslose” begrüßt, sieht ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch im Kombilohn „kein Allheilmittel” sondern „eher eine “Beruhigungspille”, mit der aber keine Arbeitsplätze geschaffen würden.” Die wahren Schönheiten des neuen Modells, die ob solcher Debatten leider ein wenig aus dem Blick geraten, sind Thema der Sendung. Den vollständigen Text zur Sendung gibt es wenige Tage später auf http://www.gegenargumente.at Wenn Sie kein weiteres Interesse an Gegenargumente - Aussendungen haben, senden Sie bitte diese Mail mit einem NEIN im Betreff zurueck; sollten Sie nicht antworten, duerfen wir dies als Bestaetigung werten, dass Sie weiterhin an unseren Informationen interessiert sind. ================================================ ================================================ 07 Filme im FZ zu feministische Strategien und Filme zu Artikel 7-unser Recht Von: LesbenFrauenNachrichten at gmx.at ================================================ Bitte die Filmankündigungen veröffentlichen, weiterleiten und weitererzählen mit feministische Grüßen Filmreihe zu: Auseinandersetzung zu feministischen Strategien gegen sexistische Männergewalt Schwerpunkt Sexuelle Gewalt gegen Mädchen. Sexueller "Missbrauch" Panorama "Das schlimmste Geheimnis". ORF, 1984, 20 min Erste Fernsehdokumentation (mit Interviews) über sexuellern"Missbrauch". "Väter als Täter". Sexueller "Missbrauch" Ö, 34 min, 1987 Dokumentation mit Interviews von Ricki Reichl "Laut und deutlich. Leben nach sexuellem Mißbrauch", Ö, 67 min, 2002, 3sat Dokumentation mit Interviews von Maria Arlamovsky Zeit: Do. 30.3.06, 19.30 h Ort: FZ, FZ-Bar, Eingang Prechtlgasse, 1090, rot-schwarze Tür - läuten für Frauen ================================================ 08 Bürgerliche Freiheit gibt es nur im Rahmen von äußerer Ordnung Von: Initiative Minderheiten Newsletter ================================================ Die Initiative Minderheiten, Romani dori und Verborgene Geschichte/n - remapping Mozart laden ein: „Bürgerliche Freiheit gibt es nur im Rahmen von äußerer Ordnung“ Roma und Sinti seit der Aufklärung 31. März – 2. April 2006 Bösendorfer Klavierfabrik Habig-Foyer, 1040 Wien, Graf Starhemberg-Gasse 14 Vorträge, Diskussionen, Buch- und Filmpräsentationen -------------------------------------------------------------------------- PROGRAMM Freitag, 31. März 2006, 19.00 Uhr Slobodni za odscrel. 250 godina razisma proti Roma / Vogelfrei. 250 Jahre Rassismus gegenüber Roma Vortrag, Slavomir Boban Stojkov (Romani dori), Wien in serbokroatischer Sprache mit deutscher Übersetzung Vortrag, Mirjam Karoly, Wien Moderation: Ursula Hemetek (Initiative Minderheiten) Übersetzung: Jasmina Jankovic Samstag, 1. April 2006, 16.00 Uhr Uns hat es nicht geben sollen TV-Dokumentation Sinti ob der Enns (Regie: Ludwig Laher, ORF-Oberösterreich 2005) Buchpräsentation und Gespräch mit Gita Martl (Verein Ketani), Linz Drei Generationen von Sinti-Frauen erzählen in dem Buch Uns hat es nicht geben sollen ihr Leben in Oberöstereich. Die Mutter, Rosa Winter, war eine der 120 Roma und Sinti, die für Leni Riefenstahls Film Tiefland aus dem Internierungslager Maxglan bei Salzburg zwangsverpflichtet wurde. Sie kam danach nach Ravensbrück. Die Tochter, Gita Martl, kämpfte nach dem Krieg für ihre Mutter um Entschädigung und um die österreichische Staatsbürgerschaft. Gemeinsam gründeten sie 1998 den Linzer Sintiverein Ketani. Eingeleitet wird das Gespräch mit der Dokumentation Sinti ob der Enns. 19.00 Uhr Skupljaci Perija / Der Federnsammler Filmpräsentation (Regie: Aleksandar Petrovic, 94 min, Jugoslawien 1967) OF / engl. UT (Delta Video, Beograd) Als einer der „besten jugoslawischen Filme aller Zeiten“ eingestuft und 1967 mit dem „Großen Jurypreis“ in Cannes ausgezeichnet, besiegelte Skupljaci Perija die Geburt des jugoslawischen Autorenfilms im Geist der Nouvelle Vague. Allein schon das Thema bedeutete für das damalige Jugoslawien einen Tabubruch: gezeigt wird das Leben der Roma in einem verkommenen Dorf in der Vojvodina. Das im Film gespielte Lied „Djelem, Djelem“ wurde danach zu einem Hit und 1971 bei einem Kongress der Romani-Union in London zur Hymne der Roma. Sonntag, 2. April 2006, 16.00 Uhr Gelem, gelem – Wir gehen einen langen Weg Die Besetzung des Kölner Doms 1991 Gespräch mit ?elko Baraba (Rom e.V., Köln) Filmausschnitte aus Gelem, gelem – Wir gehen einen langen Weg (Regie: Hielscher/Heeder, Deutschland 1991) Der Film Gelem, gelem – Wir gehen einen langen Weg zeigt den Kampf jugoslawischer Roma gegen die Abschiebung aus Deutschland zwischen 1989-1991. Dokumentiert wird der sog. Generalstreik der Roma in Hamburg und Köln und der Protestmarsch, der die Roma zuerst durch Nordrhein-Westfalen, später durch ganz Deutschland und an die holländischen und schweizer Grenzen führt. 19.00 Uhr Neue Ermächtigungsstrategien Präsentation eines Filmprojekts von Romani Dori und Petja Dimitrova (für OKTO TV) Mit Usnija Buligovic, ?elko Novakov und Petja Dimitrova Anhand einer Roma-Telenovela werden Fragen von Klischees, Exotismen und Repräsentation abgehandelt. ------------------------------------------------------------------------------------------- "Bürgerliche Freiheit gibt es nur im Rahmen von äußerer Ordnung“ Roma und Sinti seit der Aufklärung In der Intervention „Bürgerliche Freiheit gibt es nur im Rahmen von äußerer Ordnung“ - Roma und Sinti seit der Aufklärung zum Ausstellungsprojekt Verborgene Geschichten – remapping Mozart soll versucht werden, exotische Sujets und Rassismen in Bezug auf Roma und Sinti in einem historischen Kontext zu hinterfragen. Zudem wird überprüft, wie diese bis in die Gegenwart hineinwirken und welche Gegenstrategien entwickelt werden. Im 18. Jahrhundert werden Roma und Sinti in Europa als „erziehungsbedürftige Mängelwesen“ entdeckt. In Österreich beginnen unter der Herrschaft Maria Theresias und Joseph II. die Versuche zur Sesshaftmachung und zur Zwangschristianisierung. So werden unter anderem Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen angeordnet, den Eltern die Kinder weggenommen und christlichen Familien zur Umerziehung übergeben; das Romanes wird verboten und staatlich angeordnete „Mischehen“ sollten das Annehmen der Lebensgewohnheiten der Mehrheitsbevölkerung beschleunigen. Die Roma werden als ein „erziehungspädagogisches Projekt“ begriffen, da sie mit ihrer Lebens- und Wirtschaftsweise die gesellschaftliche Ordnung von Sesshaftigkeit und Eigentum vollkommen in Frage zu stellen scheinten (Gronemeyer/Rakelmann). Das Bild der Roma und Sinti als vormoderne Reisende, als MusikerInnen und als HandwerkerInnen scheint hartnäckig zu sein, denn mit ihren scheinbar statischen Traditionen wurde dem Westen ermöglicht, die eigene Geschichte als Fortschrittsgeschichte erzählen zu können. Konzeptverantwortliche: Cornelia Kogoj / Initiative Minderheiten in Kooperation mit Romani Dori „Gradanska sloboda postoji samo u oviru vanjskog poretka“ Romi i Sinti od doba prosvjetiteljstva U intervenciji „Gradanska sloboda postoji samo u okviru vanjskog poretka“ – Romi i Sinti od doba prosvjetiteljstva, uz izlo?beni projekt Skrivene povijesti – remapping Mozart, preispitat ce se egzoticni si?ei i rasizmi u odnosu na Rome i Sinte u povijesnom kontekstu. Uz to, provjerit ce se i kako oni utjecu na sada?njost i koje je strategije protivu njih moguce razviti. RomiiSintisu u 18. stoljecu uEuropiotkrivenikao „nedostatnabicakojatrebaodgojiti“. UAustrijiudoba vladavine MarieTheresieiJosephaIIpoku?avasesnjihovimprinudnimnastanjivanjemi nametanjem kr?canstva. Takose, izmeduostalog, uvodemjere za zapo?ljavanje, roditeljimase oduzimajudjecakojasedodjeljujukr?canskimobiteljimaradipravogaodgoja, zabranjuje se upotreba romanesa, dok „mje?ovitibrakovi“ po zapovijedi dr?avetrebajuubrzatiprihvacanjenavikavecinskogstanovni?tva. Romisepoimajukao „odgojno-pedago?kiprojekt“, jerse cinilo dasvojimnacinom ?ivotaiprivredivanjapotpunodovodeupitanjedru?tveniporedak utemeljen na stalnom mjestu boravka i privatnom vlasni?tvu (Gronemeyer/Rakelmann). Izgleda dajedubokoukorijenjenapredod?ba o RomimaiSintima, kaopretecamasuvremenihputnika, glazbenikai obrtnika, jersunjihovenaizgledstaticnetradicijeZapaduomogucile da vlastitupovijestpripovijedakaopovijest o napretku. Odgovornazakoncept: CorneliaKogoj / InitiativeMinderheitenukooperacijisaRomanidori Ein Projekt von WIENER MOZARTJAHR 2006 www.remappingmozart.mur.at ================================================ ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ 09 Nationalratswahlen 2006: Welche Partei brauchen ArbeitnehmerInnen und Jugendliche heute? Debatte mit SLP, KPÖ u.a. Von: Sozialistische LinksPartei ================================================ Eine Presseinformation der Sozialistischen LinksPartei (SLP) Welche Partei brauchen ArbeitnehmerInnen und Jugendliche heute? diese Fragen diskutieren am Samstag den 1. April VertreterInnen verschiedener Organisationen in Wien. Darunter * Sonja Grusch, SLP-Bundessprecherin (die SLP strebt eine Kandidatur bei den Nationalratswahlen 2006 an) * Werner Murgg, Abgeordneter zum steirischen Landtag (KPÖ) * Sascha Stanicic, Mitglied der WASG-Berlin, Bundessprecher der SAV 1.4.2006 um 18.00: Podiumsdiskussion Wien 7, Stiftg. 8 "Amerlinghaus" Die Veranstaltung findet im Rahmen der "Sozialismustage der SLP" statt Informationen unter www.slp.at 0650-424 63 10 ================================================ 10 Arbeitszeitverkuerzung, Massenverdummungswaffen Von: akin ================================================ > WWWebtips http://www.arbeitszeitverkuerzung.at In Zeiten wie diesen, wie kann man da nur an Arbeitszeitverkuerzung denken! Ja, wie kann man ueberhaupt an sowas Abartiges denken -- schliesslich sind ja immer Zeiten wie diese. Die Sozialistische Jugend tuts trotzdem (ihre Mutterpartei kanns ja nicht tun, weil der wuerde man das glatt als Wahlversprechen auslegen). Die SJ macht das zwar mit der harmlosesten aller Methoden, naemlich mit einer Internet-Unterschriftenliste, aber immerhin ist es eben in Zeiten wie diesen schon mal ganz gut, wenn jemand daran erinnert, was man alles forden koennte. Die SJ schreibt auf ihrer Homepage: "Die Arbeitslosigkeit steigt, die realen Loehne sinken. Und seit gut eineinhalb Jahren fuehrt jetzt die Industriellenvereinigung eine aggressive Diskussion um eine Verlaengerung der Arbeitszeiten auf 48-60 Wochenstunden. Damit wuerde der Druck auf die Beschaeftigten weiter erhoeht und ihre Loehne weiter gekuerzt. Diese Homepage ist entstanden, weil wir uns das nicht mehr gefallen lassen wollen! Denn ueber die Arbeitszeit gehoert schon diskutiert – aber ueber Arbeitszeitverkuerzung! Wir wollen, dass der steigende Reichtum in Oesterreich nicht nur fuer ein paar Grossunternehmen mit Rekordgewinne fuehlbar wird, sondern dass alle davon profitieren. Arbeitszeitverkuerzung bei vollem Lohnausgleich ist ein gutes Mittel fuer mehr Beschaeftigung, gerechtere Verteilung und hoehere Lebensqualitaet. Diese Initiative soll unseren Rechten zum Durchbruch verhelfen. Unterstuetzt uns dabei!" BUH! Die Industriellenvereinigung wird sich sicher fuerchten. Aber vielleicht hat diese Aktion einen Einfluss auf die SPOe und bringt sie auf bessere Ideen als bisher. Die koennte sie auf diesem Terrain gerade jetzt -- nach der OeGB-Katastrophe -- dringend brauchen. Das wirklich Interessante aber an der Site ist, dass sie auch eine Menge laengerer Texte zum Download bereithaelt, die den Menschen Argumentationsmaterial fuer diese Debatte liefert. Und deswegen ist sie durchaus besuchenswert. * http://www.iht.com/articles/2006/03/09/opinion/edjardin.php "Weapons of Mass Oppression" nennt es in bekannt pointierter Art der Nachrichtendienst quintessenz. Es geht um die ein bisserl verlogene Art, wie mit der Verbreitung der Freiheit durch die USA umgegangen wird. Der Gastkommentar aus der New York Times (die URL liefert die Uebernahme durch die International Herald Tribune) beschaeftigt sich mit der Frage, wie das denn zusammengehe: Da ist die US-Regierung unheimlich darauf bedacht, zum einen Massenvernichtungswaffen nicht in andere Haende gelangen zu lassen und moechte Freedom and Democracy in alle Welt exportieren, hat aber kein Problem damit, dass US-Firmen in nicht sehr demokratisch gefuehrte Staaten, die zumeist auch noch ein Monopol bei den Internetanbietern haben, Filtersoftware exportieren, mit der man wunderbar das Netz von ungewuenschten Inhalten saeubern kann. Das betrifft nicht nur das schon des Oefteren erwaehnte China, sondern auch Kuwait, Oman, Saudi-Arabien, den Sudan, Tunesien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Myanmar, Singapur und wahrscheinlich den Iran (diesbezueglich meint die betreffende Firma, sie habe dorthin keine Software verkauft, sondern die Mullahs wuerden mit Raubkopien zensurieren). Auf freies Unternehmertum und Freihandel kann sich die US-Regierung in ihrer diesbezueglichen Laisser-faire-Politik wohl schwer berufen. Denn wenn es die nationale Sicherheit gefaehrdet, ist sie sehr schnell mit Ausfuhrverboten -- und das betrifft nicht nur klassische Waffensysteme, sondern auch Techniken, mit denen sich die Menschen in diesen Staaten zumindest ein wenig gegen ihre Zensoren wehren koennten, was den eMail-Kontakt mit dem Ausland betrifft: Harte Kryptographie... -br- ================================================ 11 EU/Deren Heer/Kommentar der Anderen: Was will EU-Militaer im Kongo? Von: akin ================================================ EU/Deren Heer/Kommentar der Anderen: > Was will EU-Militaer im Kongo? Pax Christi Deutschland stellt in einer Aussendung diese Frage. Nachfolgender Text bezieht sich vor allem auf das deutsche Engagement. Allerdings soll dieser Einsatz auch im Namen der EU stattfinden und damit sollte es wohl auch ein Thema der oesterreichischen Innenpolitik sein. * Die aktuelle Debatte ueber einen EU-Militaereinsatz in der Demokratischen Republik Kongo lenkt die Aufmerksamkeit auf einen der schlimmsten Konflikte seit dem Zweiten Weltkrieg. Dass dieser Konflikt in die deutschen Medien kommt, ist an sich erfreulich. Seit Jahren haben sich entwicklungs- und friedenspolitisch engagierte Organisationen mit maessigem Erfolg bemueht, in diesem Kontext internationale Verantwortung zu thematisieren. Das Problem der Debatte ist aber ihre verzerrte Perspektive: Das Leid eines ganzen Volkes verschwindet in der Fragestellung um das Fuer und Wider einer EU-Militaerintervention. Die anstehenden Parlaments- und Praesidentenwahlen im Kongo sind bedeutsam auf dem muehsamen Weg des kriegsmueden Landes. Dass sie zu einer tragfaehigen Regierung fuehren werden, hoffen wir zusammen mit den kongolesischen Partnerorganisationen im "pax christi Netzwerk Grosse Seen in Afrika". Die von der deutschen Bundesregierung anvisierte Entsendung von 200 deutschen Wahlbeobachtern ist im Vergleich mit dem Aufwand fuer die anvisierte Militaermission laecherlich niedrig angesetzt. Die Wahlen sind aber wichtig nicht als Selbstzweck, sondern sie sollen Frieden, Gerechtigkeit und Entwicklung fuer die extrem leidgepruefte Bevoelkerung bringen. Diese Ziele einer nachhaltig angelegten Kongo-Solidaritaet sind durch den derzeit anvisierten zeitlich befristeten EU-Militaereinsatz unter deutscher Fuehrung nicht zu erreichen. Im Gegenteil: Sie drohen, konterkariert zu werden. Es besteht akute Gefahr, dass die Beschraenkung auf quasi ordnungspolizeiliche Aufgaben sich als Illusion herausstellt. Verheerend waere es vor allem, wenn sich das europaeische Militaerkontingent ausserhalb der Blauhelmtruppe MONUC den Ruf einer Parteinahme zuzieht. Immer weniger ist klar, um was es eigentlich geht: Gewaehrleistung von freien und fairen Wahlen? Sicherung von Recht und Ordnung? Militaerische Einschuechterung angesichts moeglicher Stoermanoever der Praesidialgarde und der Milizen in der Hauptstadt? Schutz von UN-Soldaten, gar von internationalen Wahlbeobachtern? Evakuierung aller Auslaender im Buergerkriegsfall? Mehr als alles andere braucht das Land dringend eine internationale Aufbauagentur im Stil des Marshall-Plans mit einem langfristigen Mandat. Dazu gehoeren zunaechst die entsprechenden festen Finanzzusagen der Geberlaender. Es geht aber nicht nur um Finanzielles. Fuer Konflikttransformation gibt es kein Geheimrezept, doch wird auf diesem Gebiet bisher viel zu wenig Unterstuetzung von aussen geleistet. Die kongolesischen Partner machen immer wieder deutlich, wie wichtig es fuer sie ist, ueber den eigenen Tellerrand ihrer komplexen Konfliktszenarios hinauszuschauen und von Erfahrungen in der Versoehnungs- und Friedensarbeit in anderen Konfliktsituationen der Welt zu profitieren. pax christi bedauert insbesondere, dass fuer Projekte des Zivilen Friedensdienstes jahrelang zu wenig Geld da war. Chancen und Moeglichkeiten der zivilen Konfliktintervention sind in den letzten Jahren systematisch vernachlaessigt worden. Hier ist kontinuierliche und nachhaltige Arbeit erforderlich. Es stellen sich - ueber den Kongo hinaus - aber auch grundsaetzlichere Fragen. Der Umgang der Staatengemeinschaft mit fragilen Staaten und Staatszerfall stellt sich immer mehr als Schluesselproblem internationaler Sicherheits- und Entwicklungspolitik heraus. Hier muessen dringend Methoden der zivilen Konfliktpraevention und -intervention entwickelt und implementiert werden. Rein reaktive militaerische ad-hoc-Strategien fuehren in die Sackgasse. Der gesellschaftliche Ausgleich und die dringend erforderliche Versoehnung muss von der kongolesischen Bevoelkerung und ihrer lebendigen Zivilgesellschaft selbst vollzogen werden. Es bleibt skandaloes, dass trotz dem vom UN-Sicherheitsrat ausgesprochenen Waffenembargo vor allem an der Grenze zu Uganda und Ruanda Waffenschmuggler und bewaffnete Rebellengruppierungen ins Land einsickern, dass die Warlords ihre Geschaefte problemlos ueber europaeische Banken abwickeln und dass die reichen Ressourcen des Kongo ungehindert zur Fortsetzung von Leid und kriegerischem Konflikt fuehren. Die Bevoelkerung hat von den Reichtuemern des Landes mehr Schaden als Nutzen. Insbesondere auf dem Gebiet der Rohstoffoekonomie muss die internationale Gemeinschaft, deren Endverbraucher an der kriminellen Abschoepfung der Rohstoffe indirekt beteiligt sind, mit Geduld und Sachverstand auf eine Kehrtwende hinarbeiten. Es besteht die Gefahr, dass die Initiative fuer einen spektakulaeren Militaereinsatz den Blick auf diese strukturellen Konfliktursachen verstellt. Wichtig ist vor allem die notwendige unbedingte Selbstverpflichtung Deutschlands und der EU vereint mit den Vereinten Nationen fuer ein langfristiges solidarisches Engagement in der Partnerschaft mit der Demokratischen Republik Kongo. (Aussendung der deutschen pax-christi-Kommission "Solidaritaet mit Zentralafrika") * Kasten: > Die Demokratische Republik Kongo ist in zehn Regionen und den Hauptstadtdistrikt untergliedert. Es herrscht eine streng zentralistische Verwaltung. Seit dem 21. August 2000 besteht ein provisorisches Parlament mit 300 ernannten Mitgliedern. Seit 1997 sind politische Parteien verboten; die letzte freie Parlamentswahl fand 1965 statt. Durch Misswirtschaft, Buergerkrieg und Korruption ist die Verwaltung und Infrastruktur des Landes fast voellig zerfallen, die territoriale Souveraenitaet der Regierung ist insbesondere im Osten des Landes nicht mehr gegeben, zahlreiche Rohstoffe der entsprechenden Provinzen werden von den Nachbarlaendern Uganda, Ruanda und Burundi ausgebeutet. Aufgrund ihrer Instabilitaet wird die DR Kongo auch als zerfallener Staat bezeichnet. Am 17. Mai 2005 verabschiedete das Uebergangsparlament den Entwurf einer neuen Verfassung, welche die Uebergangsverfassung von 2003 abloesen soll. Die Bestrebungen von Anhaengern eines foederalistischen Systems konnten nicht durchgesetzt werden. Dafuer wird die Macht des Praesidenten eingeschraenkt. Es wird das Amt eines Premierministers eingerichtet, welcher nicht vom Praesidenten bestimmt wird, sondern von der Mehrheitsfraktion im Parlament. Am 18. Dezember 2005 stimmte die Mehrheit der 25 Mio. Wahlberechtigten in einem landesweiten Verfassungsreferendum fuer die Annahme der neuen Verfassung. (Quelle: Wikipedia) ================================================ ================================================ 12 Satire: Pat/enten von Microsoft Von: "q/depesche" ================================================ q/depesche 2006-03-27T08:03:52 Satire: Pat/enten von Microsoft Microsofts Kabarettist Steve Ballmer hat es der Redaktion schon vor langer Zeit angetan. Nun hat der Meister des subtilen Humors wieder zugeschlagen. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Er verkündet für Microsoft einen weiteren humoristischen Meilenstein, oder doch einen Meilenstein in der juristischen Auseinandersetzung mit Linux? Vor eineinhalb Jahren musste Steve noch vage verkünden Linux würde "mehr als 228" Patente von Microsoft verletzen. So rätselte das IT-Publikum: Wieso 228? waren es nun exakt 229?, 230? oder gar 231? Unerträgliche Ratlosigkeit und Spannung war die Folge. Doch Steve war nichts mehr zu entlocken. Und nun, eineinhalb Jahre später kann uns Steve Ballmer exakt mitteilen: "Ich glaube, es gibt Experten, die sagen, Linux verletzt unser geistiges Eigentum". Und wieder fragen wir uns: Wie viele Experten? 228? Wieder sind wir Ratlos und im Ungewissen. Danke Steve. http://www.forbes.com/home/enterprisetech/2006/03/22/ballmer-microsoft-linux-cz_df_0322microsoft.html Vielleicht sollte man Ballmer nach Österreich einladen. Hier versteht man nicht den subtilen Humor, hier gibt es die Experten. Beim FFS scheint man aber vom Microsoft Pat/entportfolio nicht besonders beeindruckt zu sein. http://ffs.or.at/presse/pr-20060327 - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- relayed by Bernhard Mayer - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- ================================================ INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ================================================ ================================================ 13 Paris: Neue Polizeitheorien ueber Koma-Fall Von: akin ================================================ Paris: > Neue Polizeitheorien ueber Koma-Fall Der am vorletzten Samstag in Paris waehrend Antiregierungsdemos ins Koma gebrachte Gewerkschafter Cyril Ferez beschaeftigt weiter die Medien. Waehrend "Liberation" mehrere Zeugen zitiert, dass Ferez von der Polizei geschlagen worden waere, sieht sich auch die Obrigkeit zu Stellungnahmen gezwungen. Aus Regierungskreisen verlautet folgendes woertlich: "Das war ein besoffener Typ mit zwei Gramm Alkohol im Blut, der sich entweder selbst geschlagen hat oder bei den Auseinandersetzungen einen Schlag abbekommen hat." (1) Der staatliche Sender "France 2" zeigt in einem Video in der Sendung um 13 Uhr am Dienstag, den 21.3., die grauenhafte Szene (4). Da sieht man, wie eine Polizeikette losstuermt, man sieht tatsaechlich, wie sie auf einer (oder mehreren Personen) – herumtrampeln, sie ziehen sich -- sehr schnell – zurueck, er bleibt regungslos liegen. Dann kommen einige DemonstrantInnen von der anderen Seite und wollen sich um ihn kuemmern. Die Polizisten stuermen wieder an die selbe Stelle zurueck und verjagen die DemonstrantInnen." In einem Interview mit Frédéric Lagache, einem Vertreter der Polizeigewerkschaft "Alliance", ebenfalls im Mittagsjournal von France 2 am 21.3. wird unter anderem die Selbstbeschaedigungsthese der Regierung nachgezeichnet. Lagache: "Wir wissen nicht, ob er ein ... (dramatische Pause) ... Opfer der Randalierer war, ob er, na ja, das Opfer polizeilicher Gewalt war. Wir wissen nichts. Wir wissen nicht, ob er nicht das Opfer seiner selbst war. Ich erinnere daran, dass er sich in einem stark alkoholisierten Zustand befand." Am Samstag hatte die Polizeipraefektur noch behauptet, es haette ueberhaupt keine Verletzten gegeben (5). Nun bietet der Staat einen neuen Zeugen auf. Ein Polizist der Sondereinheit CRS behauptet, der Gewerkschaftler haette, bevor er ins Koma fiel, berichtet, die Schlaege, die er abkriegte, seien nicht von der Polizei gekommen. In der Gegenwart zweier Feuerwehrleute haette er das bekraeftigt. "Er zoegerte, mir die Wahrheit zu sagen. Als ich darauf bestand, die genauen Fakten zu erfahren, raeumte er ein, es haette eine Auseinadersetzung mit anderen Demonstranten gegeben und die haetten ihn angegriffen." Von dieser Zeugenschaft eines CRS-Polizisten liegt der afp eine schriftliche Version vor, und sie wurde auch der IGS (Inspection Générale des Services) uebermittelt, der sogenannten "Polizei aller Polizeien", wie sie in Frankreich genannt wird, die auch offiziell mit den Ermittlungen betraut wurde (1). Der Staat versucht sein Moeglichstes. *Aug & Ohr / bearb.* (1) Libération, 21. 3. 2006; (2) http://jt.france2.fr/: Un syndicaliste du SUD-PTT dans le coma. Man gelangt auf die taeglichen Videosendungen, indem an auf "JT Video" links drueckt. ================================================ 14 Finnland bunkert Minen Von: akin ================================================ EU/Deren Heer: > Finnland bunkert Minen Die sog. Ottawa-Konvention, die im Maerz 1999 in Kraft getreten ist, verbietet die Anwendung, Weitergabe, Entwicklung, Herstellung und den Besitz von Anti-Personenminen. Die Erfolge des Verbots sind durchaus beeindruckend. Mit Stand 2.Jaenner 2006 haben 154 Staaten die Konvention unterzeichnet und den Einsatz von Antipersonenminen dadurch erheblich eingeschraenkt. Aber selbst in der Europaeischen Union gibt es Staaten, die sich zu keinem Verbot der Herstellung und des Verkaufs von Anti-Personenminen verpflichten wollen: Finnland hat sich bisher geweigert, die Ottawa-Konvention zu unterzeichnen und plant weiterhin, Minen im Krisenfall an der Grenze einzusetzen. Polen hat die Konvention nun zwar endlich unterzeichnet, aber immer noch nicht ratifiziert. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind derzeit ca. 110 Mio. Landminen in ueber 70 Laendern dieser Welt verlegt. Noch einmal die gleiche Anzahl von Minen wird weltweit in den Depots der Militaers vermutet. 2.000 Minenopfer sind Monat fuer Monat zu beklagen. (ai/gek.) ================================================ ================================================ 15 [gipfelsoli] Heiligendamm Von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - Vereint gegen den Weltwirtschaftsgipfel - Rund 300 Gegner des Gipfels in Heiligendamm trafen sich am Wochenende in Rostock. Sie planen "kraftvolle und massive Aktionen". - 250 Gegner des G8-Gipfels in Heiligendamm bei Konferenz in Rostock - Mehr als 100.000 Teilnehmer zu Protesten gegen G8-Gipfel erwartet - Ungereimtheiten und Fragen - In Rostock tagten die G8 Gipfel-Gegner - Weltgipfel im Ostseebad - Weitere Artikel von NDR 1 - G8 Aktionskonferenz in Rostock - "Am Ende kann sich auch der DGB nicht entziehen" --------------------------------------------------------------------- Vereint gegen den Weltwirtschaftsgipfel Linke planen Aktionen zur Konferenz der G-8-Regierungen, die ins Ostseebad Heiligendamm kommen ROSTOCK taz Die Lokalpresse in Rostock glaubte schon im Voraus zu wissen, wer sich am Wochenende in der Hansestadt treffen sollte. Nicht genug, dass angeblich Chaoten dort Aktionen gegen das für den Frühsommer 2007 geplante G-8-Treffen in Heiligendamm planen wollten. Mit der Linkspartei würde sogar ein Teil der Regierung von Mecklenburg-Vorpommern mit ihnen gemeinsame Sache machen. Beim so genannten Weltwirtschaftsgipfel im Ostseebad Heiligendamm treffen sich 2007 die Regierungen der alten Industriestaaten, darunter der USA, Russlands und Deutschlands. China, Indien und Brasilien gehören nicht zu dem exklusiven Klub. Bei den alljährlichen G-8-Treffen versuchen Kritiker, die Ungerechtigkeit der Globalisierung zu thematisieren. Statt der angekündigten Chaoten kamen jedoch rund 300 VertreterInnen von christlichen Gruppen, Mitglieder von Nichtregierungsorganisationen, Delegierte der Gewerkschaftsjugend und Angehörige von Linkspartei und Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit ins Rostocker Goethe-Gymnasium. Es ging um das Abstecken eines Protestrahmens, in dem sich sowohl die VertreterInnen eines Konzepts von Aufklärung und die BefürworterInnen direkter Aktionen wie Blockaden wieder finden können. So bereitet das NGO-Netzwerk "Gerechtigkeit jetzt" eine Kampagne unter dem Titel "WTO - weltweit taube Ohren" vor, die vor allem umwelt- und entwicklungspolitische Themen zum Mittelpunkt haben soll. Die Gewerkschaftsjugend will unter dem Motto "Her mit dem schönen Leben" im Vorfeld des G-8-Treffens vor allem soziale Themen ansprechen. MigrantInnen- und Antirassismusgruppen präsentierten einen Aufruf für eine große Demonstration für Bewegungsfreiheit und gleiche Rechte. Mit Tribunalen und einem Gegengipfel soll die Kritik an der Politik der G-8-Staaten popularisiert werden. Die Interventionistische Linke, ein Zusammenschluss autonomer, antifaschistischer und globalisierungskritischer Gruppen, will mit Blockaden gegen das G-8-Treffen vorgehen. Von einer neuen innerlinken Diskussionskultur, die Hoffnung für die weitere Arbeit mache, sprach Attac-Sprecher Peter Wahl. Allerdings wiesen zahlreiche Flugblätter und Aufrufe auf weitere linke Bündnisse für die G8-Proteste hin. So treffen sich im Dissent-Netzwerk zusammengeschlossene anarchistische und autonome Gruppen am kommenden Wochenende in Leipzig zu ihren separaten Koordinierungstreffen. In Rostock wurde allerdings die Bereitschaft zur Zusammenarbeit deutlich. [taz vom 27.3.2006] --------------------------------------------------------------------- Rund 300 Gegner des Gipfels in Heiligendamm trafen sich am Wochenende in Rostock. Sie planen "kraftvolle und massive Aktionen". Rostock (OZ) Von wegen Anarchie und Umsturz. An der Wand stehen Kochrezepte und der Stundenplan der 9b. Am Fenster blühen Primeln und an der Tafel hängt ein kreatives Etwas aus dem Kunstunterricht. Mittendrin rund 300 Globalisierungsgegner mit bunten Schals und Trainingsjacken. Sie sind in einer Rostocker Schule zusammengekommen, um ihre Aktionen für den 2007 geplanten Gipfel der acht führenden Industrienationen (G 8) in Heiligendamm, zu beraten. Zu den Teilnehmern gehören neben Umweltbewegungen und Gewerkschaftern, kirchlichen Gruppen und verschiedenen Friedensaktivisten auch linke Netzwerke sowie die PDS und die Antiglobalisierungsinitiative Attac. Deren Vertreter, Pedram Shayhar, erklärt: "Die Politik der G 8 steht für immer mehr Armut, Verschuldung und Umweltzerstörung. Darum wird dieser Gipfel auf Kritik und massiven Widerstand stoßen." Wie der aussehen kann, darüber beraten Arbeitsgruppen, in denen Standpunkte analysiert und Rednerlisten abgearbeitet werden. Es geht um die Frage, ob blockiert werden soll und wer eine entsprechende Choreografie erarbeitet. Jemand fordert, dass der Umgang mit der Polizei trainiert werden muss, ein anderer mahnt, die Kreativität der Einzelnen nicht zu sehr einzuschränken. Auch konkrete Vorschläge gibt es. "Man könnte den Gipfel schauspielerisch nachstellen". Oder "mobile Musikgruppen springen aus einem Kleintransporter, machen ein Fünfminutenkonzert und verschwinden wieder". Ganz Mutige könnten eine "Erschrecktaktik" anwenden. Heißt: "auf Polizistinnen zurennen - stehen bleiben - und eine Blume geben". Die Frage möglicher Randale beim Gipfel spielt hingegen kaum eine Rolle. "Von uns wird keine Gewalt ausgehen", versichert Peter Wahl von Attac. Monty Schädel vom Rostocker Bündnis gegen den G 8-Gipfel wirbt sogar für eine Partnerschaft. "Proteste müssen in einer Demokratie erlaubt sein." Um die Demonstranten dabei zu unterstützen, könnten die Verwaltungen von Rostock und Bad Doberan während der Gipfeltage Unterkünfte und Verpflegung beisteuern. Immerhin werden mehr als 100 000 Leute zu den Protesten in Heiligendamm erwartet. Das Koordinierungsbüro plant unter anderem einen Gegengipfel zu sozialen und friedenspolitischen Themen, eine Großkundgebung, ein Zeltlager und Kulturevents. "Dabei geht es uns nicht in erster Linie darum, ,Nein' zum Weltwirtschaftsgipfel zu sagen", meint Wahl. "Wir wollen sichtbar machen, dass wir Alternativen haben." Szenarien, wie brennende Autos, zerstörte Geschäfte und aufgerissene Straßen seien reine Panikmache und unbegründet. Im Gegenteil: "Die Demonstranten sind auch ein Wirtschaftsfaktor für die Region. Die essen, trinken, fahren Taxi und übernachten in Hotels. Weil die Gegend hier sehr schön ist, überlegen sie sich auch, ob sie vielleicht hier Urlaub machen", erklärt Wahl. So gesehen . . . [dpa/mv] --------------------------------------------------------------------- 250 Gegner des G8-Gipfels in Heiligendamm bei Konferenz in Rostock Rostock - In Rostock hat am Samstag eine zweitägige Konferenz von Gegnern des im nächsten Jahr geplanten G8-Gipfels in Heiligendamm begonnen. Ziel des Treffens mit über 250 Teilnehmern sei es, dass die verschiedenen Organisationen sich kennen lernen, sagte Peter Wahl, Sprecher der globalisierungskritischen Organisation Attac. Grundsätzlich gehe es nur um friedliche Proteste, die Konferenz-Teilnehmer lehnten Gewalt als Form des Protestes ab. [dpa/mv] --------------------------------------------------------------------- Mehr als 100.000 Teilnehmer zu Protesten gegen G8-Gipfel erwartet Pressekonferenz der G8-Gegner in Rostock, 26.03.2006 Zu den Protesten am Rande des Weltwirtschaftsgipfels im kommenden Jahr in Heiligendamm werden mehr als 100.000 Demonstranten erwartet. Geplant seinen Aktionen wie eine Großdemonstration, ein Alternativgipfel und ein Zeltlager. Auch Straßenblockaden rund um den Versammlungsort der G8-Teilnehmer würden vorbereitet. Gewalt dagegen stelle "keine Planungsgröße" dar, hieß es am Sonntag in Rostock nach einer zweitätigen Konferenz mit mehr als 300 Teilnehmern verschiedener Organisationen. Die Vertreter von Kirchen-, Umwelt- und Friedensinitiativen, von der Linkspartei und der Gewerkschaftsjugend hatten sich getroffen, um die Gegenveranstaltungen zum G8-Gipfel im Frühsommer 2007 im Seebad Heiligendamm zu koordinieren. Ein zweites Aktivistentreffen mit internationaler Beteiligung sei im Frühherbst in Rostock geplant. Ausschließlich friedliche Proteste Den Teilnehmern gehe es ausschließlich um friedliche Proteste, sagte der Sprecher der Organisation von Globalisierungsgegnern "Attac", Peter Wahl. Die Teilnehmer der vorbereitenden Konferenz wie die Friedensaktivisten lehnten Gewalt als Form des Protestes ab. Der Sprecher des Rostocker Bündnisses gegen den G8-Gipfel, Monty Schädel, appellierte an die Verwaltungen Rostocks und des Kreises Bad Doberan, während des Gipfels die Demonstranten mit Unterkünften oder Verpflegung zu unterstützen. Attac-Sprecher Wahl wies darauf hin, die Anwesenheit tausender Aktivisten sei auch ein Wirtschaftfaktor. Einzelhandel und Tourismus sollten sich positiv auf die Demonstranten einstellen. Wirbel um Haltung der Linkspartei Peter Ritter, Linkspartei Schon vor dem Treffen in Rostock hatte es Unstimmigkeiten über die Teilnahme des Linkspartei gegeben. Deren Landesvorsitzender Peter Ritter hatte erklärt, es gebe genügend Gründe, sich mit der Politik der G8-Staaten kritisch auseinander zu setzen. Die CDU in Mecklenburg-Vorpommern warf der kleinen Regierungspartei vor, mit ihrer Haltung dem Image des Landes zu schaden. [NDR 1 Stand: 26.03.2006 15:27] --------------------------------------------------------------------- Ungereimtheiten und Fragen - In Rostock tagten die G8 Gipfel-Gegner 26.03.2006: Rostock/MVr Es ist schon ein bunter Haufen von G8 Gegnern, die am Wochenende (25/26-03-06) im Rostocker Goethe-Gymnasium der Frage nachgingen, wie und mit welchen Mitteln man am besten den Protest gegen den G8 Gipfel 2007 in Heiligendamm gestaltet. Auffällig immer wieder die ausdrückliche Betonung auf friedlichen Protest. Auch seltsam - bei aller Friedlichkeit - warum dann ein quasi Fotoverbot für die Presse ausgesprochen wurde? Und sehr befremdlich ist auch, dass die Presse zwar bei den Rahmenveranstaltungen dabei sein durfte, aber nicht bei den so genannten "AG's ", den Arbeitsgruppen. Sehr viele eher vermummte Personen rannten durch die Flure, und man merkte, sowie ein Journalist oder eine Kamera auftaucht, wurde man eher feindlich angeguckt und in einem Fall auch schon mal mit aggressivem Unterton gebeten "sich vom Acker zumachen". Wenn das die Propaganda für Friedlichkeit der G8 Gegner sein sollte, dann möchte manch einer gar nicht erst wissen, wie denn die Extremisten innerhalb der G8 Gegner sind. Einige Gruppen innerhalb der G8 Gegner-Szene haben ja schon angekündigt, dass sich mit "kraftvollen Protesten reagieren wollen". Was das genau heißt, hat auch die Tagung der G8 Gegner in Rostock nicht aufgehellt. Ebenfalls unbeantwortet blieb die Frage, welche Rolle die Linkspartei.PDS und deren zweiter Landesvorsitzende Steffen Bockhahn spielen. Es zweifelt niemand daran, dass Bockhahn friedliche Proteste will, aber wie weit ist der Abstand der Partei und dessen zweiter Landesvorsitzender zu den gewaltbereiten Gruppen innerhalb der G8 Gegner? Immerhin ist die Linkspartei.PDS eine der Regierungsparteien im Lande. Viele Fragen und Ungereimtheiten scheinen sich da aufzutun: Wird die Tagung wohl eventuell dazu genutzt, auch Gewalthandlungen mit eindeutig kriminellem Hintergrund gegen den G8 Gipfel zu planen? Wenn dies der Fall war, hätte die zuständige Senatorin der Hansestadt Rostock Ida Schillen (parteilos, aber L.PDS nah) ein Problem. Sie hatte die Genehmigung erteilt, dass die G8 Gegner in einem öffentlichen Gebäude der Hansestadt Rostock tagen durften. Zum geplanten G8-Gipfel im Ostseebad Heiligendamm im Frühsommer 2007 erwarten globalisierungskritische Organisationen mehr als 100 000 Demonstranten. Protestaktionen wie eine Großdemonstration, ein Alternativgipfel oder ein Zeltlager würden sich auf die Region Rostock/Heiligendamm beschränken, so das abschließende Ergebenis der zweitägigen Tagung mit mehr als 300 Teilnehmern verschiedener Organisationen von G8 Gegnern. Ein klarer und eindeutiger Gewaltverzicht war auf der zweitägigen Tagung nicht klar und deutlich fromuliert worden. Die geplanten Protestaktionen lösen jedenfalls jetzt schon bei den Sicherheitskräften Horrorvisionen aus. Insgesamt sollen während des G8 Gipfels 15.000 Polizisten zum Einsatz kommen, hieß es. Kostenpunkt: 45 Millionen Euro. Die Vorbereitungen der Landespolizei liefen intensiv, teilte das Schweriner Innenministerium mit. Schon zu Jahresbeginn hatte das Land eigens den Leiter der Polizeidirektion Rostock, den Leitenden Polizeidirektor Knut Abramowski, mit der Führung aller Aufgaben, die im Zusammenhang mit dem Weltwirtschaftsgipfel stehen, betraut. [MVregio Rostock hro/cb] --------------------------------------------------------------------- Weltgipfel im Ostseebad Vorbereitungen gegen G-8-Treffen in Heiligendamm laufen an. Die Boulevard-Presse wird enttäuscht gewesen sein: "Gewaltbereite Chaoten" waren am Wochenende in Rostock weit und breit nicht in Sicht. Dafür aber 300 Menschen aus der ganzen Bundesrepublik, die zur ersten Aktionskonferenz für die Vorbereitung der Proteste gegen den G-8-Gipfel kamen. G8 ist die Gruppe der acht mächtigsten Industriestaaten, deren Staats- und Regierungschefs sich im Juli 2007 in Heiligendamm bei Rostock treffen wollen. Seit dem Wochenende ist endgültig klar, daß dieses Treffen der Mächtigen auch in Deutschland auf massiven Protest stoßen wird. "Dieser Gipfel ist illegitim", so Christoph Kleine von der Interventionistischen Linken, der zu den Einladern der Rostocker Konferenz gehörte. "Diese Damen und Herren haben kein Recht, sich zu den Führern der Welt aufzuschwingen". Darin war sich das weite Spektrum, das von verschiedenen linken Gruppen über die Linkspartei.PDS und einigen entwicklungspolitischen Organisationen bis zum globalisierungskritschen Netzwerk ATTAC reichte, einig. Entsprechend wurde in Rostock begonnen, diverse Protestaktionen vorzubereiten. Geplant sind unter anderem ein Gegengipfel, eine Großdemonstration, ein Protestcamp, Kulturveranstaltungen, eine weitere Demonstration für die Rechte von Einwanderern und Flüchtlingen und Blockade-Aktionen. Angesichts der auch für die Organisatoren überraschend hohen Teilnehmerzahl des Vorbereitungstreffens herrschte Optimismus vor: Eine "sechsstellige Zahl, das heißt, mindestens 100.000 Menschen", wurde von verschiedenen Sprechern als Meßlatte genannt. Monty Schädel vom Rostocker G-8-Bündnis gesteht ein, daß dies für die Region eine Belastung sein wird, hofft aber, daß sich die lokalen Behörden in Rostock und Umgebung kooperativ zeigen. Erste Querschüsse gibt es allerdings schon. Nachdem die örtlichen Medien die Konferenz ausgiebig als "Chaoten-Treffen" diffamiert hatte, waren den Organisatoren die Räume in der Universität gekündigt worden. Mit Unterstützung einer Linkspartei-Senatorin konnte jedoch kurzfristig Ersatz beschafft werden. Die Demokratischen Sozialisten befinden sich angesichts der geplanten Proteste in einer besonders schwierigen Situation. Zum einen sind sie als Schweriner Regierungspartei sozusagen Gastgeber des G-8-Gipfels und haben mit der SPD gerade das Polizeigesetz verschärft. Zum anderen unterstützen sie den Protest. Torsten Koplin, der für die Linkspartei.PDS im Schweriner Landtag sitzt, erklärte auf der Rostocker Konferenz, daß seine Partei "machtvolle und friedliche Proteste" wolle. "Diese kapitalistische Globalisierung wollen wir nicht", erklärte er. Das Rostocker Treffen soll im Herbst fortgesetzt werden, dann wahrscheinlich als internationale Konferenz. Wie zu anderen G-8--Protesten erwartet man auch in Rostock und Heiligendamm viele Teilnehmer aus aller Welt. Entsprechend waren in Rostock am Wochenende auch Vertreter der letztjährigen Proteste in Schottland anwesend. Zum Abschluß lud Simon Shaworonkow vom Vorbereitungskomitee für die Proteste gegen den diesjährigen G8-Gipfel in St. Petersburg, Rußland, ein. Geplant ist unter anderem ein Marsch von Petersburg nach Kronstadt, sozusagen auf den Spuren der Oktoberrevolution. [junge Welt] --------------------------------------------------------------------- Weitere Artikel von NDR 1 http://www1.ndr.de/ndr_pages_std/0,2570,OID1729540,00.html --------------------------------------------------------------------- G8 Aktionskonferenz in Rostock Mehr als 300 AktivistInnen aus unterschiedlichsten Spektren von Umwelt- und Friedensinitiativen bis zur radikalen Linken haben auf der Aktionskonferenz den Grundstein für gemeinsame Aktivitäten gegen den G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm gelegt. Prägend für die Konferenz war der überall spürbare Wille zur solidarischen Zusammenarbeit und die Entschlossenheit, sich auch durch unterschiedliche Vorstellungen über Inhalte oder Aktionsformen nicht spalten zu lassen. Der Protest gegen den G8 ist in der Region angekommen und wird sich nicht mehr an den Rand schieben lassen. Es wurden auf der Konferenz kaum formale Beschlüsse gefasst, schließlich ging es vor allem darum, AktistInnen miteinander zu vernetzen, Standpunkte auszutauschen und kennen zu lernen und praktische Arbeitsstrukturen zu schaffen. Es kristallisierten sich in den Plenumsaussprachen und Arbeitsgruppen jedoch erste Eckpunkte heraus. - Es soll eine gemeinsame Großdemonstration geben. Die Zielmarke der TeilnehmerInnenzahl liegt bei mindestens 100.000. - Es wird eine internationale Mobilisierung geben. Für die Unterbringung der AktivistInnen werden Camps vorbereitet. - Ein Gegengipfel soll inhaltliche Alternativen zur kapitalistischen Globalisierung diskutieren und öffentlich darlegen. - Ein großes Kulturevent soll in enger Abstimmung mit der politischen Bewegung organisiert werden - Die Mobilisierung gegen den G8-Gipfel wird einen klaren Trennungsstrich zu allen faschistischen und extrem rechten Gruppen und Positionen ziehen, die unter dem Deckmantel von Globalisierungskritik Nationalismus und Rassismus verbreiten wollen. - Es gibt Planungen für einen Aktionstag für die Rechte von Flüchtlingen und MigrantInnen im Rahmen der Gipfelproteste. - Es wird massenhafte Blockadeaktionen mit dem Ziel geben, die Infrastruktur des G8-Gipfels spürbar zu behindern. In einer gemeinsamen Erklärung wandte sich die Konferenz gegen die Diffamierung der G8-Proteste durch die CDU und die Boulevardpresse. Es gab auf der Konferenz Grußworte von Jill Hubbart (G8 Alternatives, Schottland), die von den Aktivitäten gegen den G8 2005 in Gleneagles berichtete, und Simon Zhavoronkov (Russisches Sozialforum), der Aktionen gegen den G8 2006 in St. Petersburg vorstellte. Informationen hierzu gibt es hier: http://www.aglob.ru/en Die praktischen Arbeitsgruppen sollen nach der Konferenz weiterarbeiten. Mit Fragen, Vorschlägen oder bei Interesse an einer Mitarbeit bitte an die unten angegeben Kontakt-Mailadressen wenden. Der Verlauf und die Ergebnisse der Aktionskonferenz werden in den nächsten Tagen schrittweise auf http://www.heiligendamm2007.de dokumentiert werden. Die nächste Aktionskonferenz ist - wahrscheinlich als internationale Konferenz - für den Herbst 2006 geplant. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen sollen auch in das linksradikale G8-Treffen ("dissent") hineingetragen werden, das am nächsten Wochenende in Leipzig stattfindet, damit eine Dopplung von Strukturen vermieden wird. Ein breites Bündnis - auch das ein Beitrag auf Rostocker Konferenz, der viel Zustimmung fand - bedeutet nicht nur, Gewerkschaften und NGOs zu umwerben, sondern ebenso offen auf die radikaleren Teile der Bewegung zuzugehen. Homepage:: http://www.heiligendamm2007.de [de.indymedia.org, von teilnehmer - 27.03.2006 16:31] --------------------------------------------------------------------- "Am Ende kann sich auch der DGB nicht entziehen" Zu Protesten gegen G-8-Gipfel 2007 breite Beteiligung erwartet. Ein Gespräch mit Christoph Kleine Christoph Kleine ist aktiv in der Interventionistischen Linken und gehörte am Wochenende in Rostock zu den Einladern der ersten Vorbereitungskonferenz für Proteste gegen den Gipfel 2007 in Heiligendamm F: Haben Sie sich schon bei der Bild-Zeitung beschwert, daß sie Ihr Netzwerk aus ehemals autonomen und anderen Gruppen nur als "zum Teil radikal" bezeichnet hat? Was die Etikettierung angeht, sind wir nicht besonders eitel. Aber die Interventionistische Linke versteht sich in der Tat als Teil der radikalen Linken. Wir suchen neue Ansätze, um in gesellschaftliche Auseinandersetzungen einzugreifen. Das heißt, wir öffnen uns, verstecken uns nicht in kleinen Zirkeln und gehören gleichzeitig zu jenen, die an der Überwindung des Kapitalismus arbeiten. F: Sie gehören zu den Vorbereitern der Proteste gegen den G-8-Gipfel 2007 in Heiligendamm. Werden diese alljährlichen Proteste nicht langsam zum Ritual? Der letzte G-8-Gipfel in Deutschland war 1999 in Köln. Schon deshalb ist es für uns kein alljährliches Ritual. Dennoch handelt es sich natürlich um symbolische Veranstaltungen. Der Gipfel ist ein Symbol der Macht, und unsere Proteste sind ein Symbol der Gegenmacht. Es geht aber nicht nur um einige Tage des Protestes, sondern um die politische Bewegung vor und nach dem Gipfel. Schon die Vorbereitungen werden neue Konstellationen schaffen und Perspektiven öffnen. F: Die G-8-Gipfel bieten die Gelegenheit, die katastrophalen Folgen der neoliberalen Globalisierung in einer breiteren Öffentlichkeit anzusprechen. Welches sind für Sie in diesem Zusammenhang die wichtigsten Themen? Auf dem Gipfel trifft sich die selbsternannte Weltelite, die ihren Anspruch, die internationalen Verhältnisse zu regeln, allein aus ihrer wirtschaftlichen und militärischen Macht ableitet. Das ist illegitim, und das wollen wir inhaltlich und mit Aktionen deutlich machen. Es geht um Krieg und Frieden, um soziale Gerechtigkeit, sowohl auf lokaler, nationaler, europäischer als auch globaler Ebene, um Fragen von Migration und Rassismus, das heißt, um den Kampf für Bewegungsfreiheit und ein Bleiberecht für alle, die hier leben. Das sind alles Facetten der kapitalistischen Globalisierung, die am Konferenztisch in Heiligendamm verhandelt werden. Alle Bewegungen, die sich mit diesen Themen beschäftigen, werden mobilisieren, und daher wird es ein großes Zusammentreffen aller werden, die mit dem Zustand der Welt nicht einverstanden sind, die eine andere Welt erträumen und erkämpfen wollen. F: Mindestens 100 000 Teilnehmer wurden auf der Vorbereitungskonferenz in Rostock halboffiziell für die Proteste anvisiert. Ist das nicht ein bißchen hochgegriffen? Ich denke nicht. Wir haben mehr als ein Jahr Zeit, und das Thema G 8 spielt schon jetzt für viele sehr verschiedene politische Akteure eine große Rolle. Außerdem wird es eine internationale Mobilisierung geben, das heißt, es werden aus aller Welt Menschen kommen, um sich an den Protesten zu beteiligen. Ich kann mir auch vorstellen, daß es deutlich mehr als 100 000 Menschen werden. F: In Rostock haben ganz unterschiedliche Gruppen sehr konstruktiv miteinander diskutiert. Verschiedene linke Gruppen, Leute von Attac, NGO-Vertreter und auch ein paar Gewerkschafter waren da. Wie kommt das? Für deutsche Verhältnisse ist so viel Kooperation ja eher ungewöhnlich. Ich glaube, daß sich eine neue politische Kultur der Kooperation entwickelt. Das Bedürfnis nach Zusammenarbeit, das heißt, das Verbindende in den Vordergrund zu stellen, statt nach Abgrenzung zu suchen, findet sich im ganzen linken Spektrum. Deshalb bin ich auch so optimistisch, daß es einen wirklich massiven Protest geben wird. F: Einige, wie die Gewerkschaftsapparate und die eher etablierten NGOs, sind allerdings noch nicht an Bord. Wir haben in Rostock wenig konkrete Beschlüsse gefaßt. Der Prozeß ist also offen für andere, die sich anschließen wollen. Und ich denke, daß er eine derartige Dynamik entwickeln wird, der sich der DGB und andere nicht entziehen können. Interview: Wolfgang Pomrehn Infos: www.g8-2007.de [http://www.jungewelt.de/2006/03-28/075.php] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l -------------------------------------------------------------------------- ================================================ 16 Malmoe auf Rollschuhen Von: MALMOE ================================================ MALMOE Heft 31 ist im Anrollen: *Arbeit und Zwang: Fit gemacht für die Prekaritaet *diskursiv: Wie patriotisch ist Kritik an der EU? *Roll over Postfordismus: Rollschuh & Skaten - Dissidenz auf 4 Raedern *Lebenslang Spitzenforschung? Hoffnungslose Modernisierung der Bildungspolitik *Steine ins Rollen bringen: Wels zwischen braunen Flecken und Antifa *Ein Ja und seine Folgen: Der Verdacht der Aufenthaltsehe u.v.a. ************************************* Wer diese Grundlagenlektuere intus hat, ist partyreif – und zwar fuer die... MALMOE ROLLERDISCO PARTY am Samstag, 8. April 21h im Baumgartner Casino, Linzerstr. 297, 1140 Wien * Funky DJs: Marflow, ni&Van Elst (Senf), Sissy Boy (Anville), Vina (quote) * Faszinierende Visuals: Roller boogie von Skatetown USA bis Xanadu * Fantastische Rollerskates http://www.malmoe.org/artikel/tanzen/1101 ************************************* Zum Chillout eine Woche spaeter sind wir zu Gast bei FM4 Milieu Kess: Sonntag, 16.4. 21h Malmoe–DJs Tommi und Annika Settergren im Elektro Goenner, Wien 6, Mariahilferstr.101 im Hof links ************************************* In eigener Sache: Lagerraum gesucht! Wir suchen einen Raum zur Lagerung unserer Druckerzeugnisse: In Wien, ebenerdig, etwa im Ausmaß einer Palette, moeglichst gut zugaenglich (zb Mitbenuetzung eines Raumteils in einer Buero- oder Lagergemeinschaft), guenstig bis gratis. Infos, Angebote und Hilfestellungen willkommen! ************************************* Malmoe in print Abos: 10 Euro (fuer 5 Ausgaben) oder 35 Euro (fuer 20 Ausgaben): redaktion at malmoe.org ************************************* MALMOE Sensationsjournalismus fuer Fortgeschrittene http://www.malmoe.org redaktion at malmoe.org ************************************* _______________________________________________ malmoe newsletter http://www.malmoe.org ================================================ 17 Syrien: Warten auf einen neuen Frühling (Jungle World Nr. 12) Von: WADI Austria ================================================ Warten auf einen neuen Frühling Im Norden Syriens leben viele Kurden. Dem Regime bereitet ihre dissidente Einstellung zunehmend Sorgen. Aus Kameshli berichtet Thomas von der Osten-Sacken Was er über die Erstürmung der dänischen Botschaft in Damaskus denke? Mashaal Temno lacht. Dieser ganze »Volkszorn« auf Dänemark, sagt er, sei eine Inszenierung des Geheimdienstes. Temno ist Vorsitzender der »Zukunftsbewegung«, einer neu gegründeten politischen Gruppierung, die sich für die Rechte der Kurden in Syrien einsetzt. »Wenn in Damaskus 50 Leute für mehr Freiheit demonstrieren, kommen Hunderte von Polizisten. Und plötzlich können sie eine Botschaft nicht schützen? Die Islamisten haben der Regierung einen riesigen Gefallen erwiesen, denn das Regime will dem Westen zeigen: Schaut, was passiert, wenn wir gestürzt werden, dann übernehmen die die Macht.« Wir sitzen im Restaurant »Sahara«, einem beliebten Treffpunkt der Opposition in Kameshli. Ein Schild mit der Aufschrift »Kein Zutritt für Dänen«, wie es einige Restaurants in Damaskus neuerdings am Eingang hängen haben, wäre hier undenkbar. Kameshli ist sozusagen die Hauptstadt des kurdischen Syrien. Am Dreiländereck Türkei, Irak, Syrien gelegen, ist sie mit rund 350?000 Einwohnern die größte Stadt im Nordosten des Landes. Gegründet in den zwanziger Jahren von der französischen Mandatsmacht, siedelten sich hier neben armenischen Flüchtlingen, die den Genozid in der Türkei überlebt hatten, assyrische Christen und Kurden aus dem Umland, aber auch aus der Türkei und dem Irak an. Obwohl weit von den urbanen Zentren Syriens entfernt, herrscht in Ka­meshli eine städtische Atmosphäre: Westlich gekleidete Christinnen sind ebenso auf den Straßen zu sehen wie arabische Beduinen in traditioneller Tracht. Die Mehrheit aber sind Kurden, und auf dem Markt hört man die Menschen ebenso häufig kurdisch sprechen wie arabisch. In Syrien leben etwa zwei Millionen Kurden. Mit etwa zehn Prozent der Gesamtbevölkerung stellen sie die größte Minderheit dar. In Kameshli konzentrieren sich auch die Aktivitäten der verschieden kurdischen Parteien, die zwar allesamt verboten sind, deren Tun von der syrischen Regierung aber in Maßen geduldet wird. »Seit einiger Zeit haben wir weniger Angst«, erklärt Temno, »wenn du heute vom Geheimdienst verhaftet wirst, verschwindest du nicht mehr, wie das früher der Fall war, für zehn Jahre, sondern für zehn Tage. Dann wissen die Angehörigen, wo der Betreffende interniert wurde, und können Amnesty International und andere Menschenrechtsorganisationen informieren.« Seit es auch in Syrien Internet und Mobiltelefone gibt, sei man auch nicht mehr vom Rest der Welt abgeschnitten. Seit einiger Zeit existieren in Ka­meshli frei zugängliche Internetcafés mit High-Speed-Anschluss. Zwar versucht man dort vergeblich, Web­seiten der syrischen Opposition aufzurufen, die ebenso wie alle Homepages aus Israel gesperrt sind, aber auf westliche Zeitungen und E-Mails hat jeder Zugriff, der die Gebühr von 50 Cent pro Stunde bezahlen kann. Doch auch, wenn man weniger Angst habe als früher, fährt Temno fort, heiße dies nicht, dass Syrien sich grundlegend verändert habe. Noch immer kontrolliere der Geheimdienst der herrschenden Ba’ath-Partei minutiös jede politische Regung im Land. Von Berufsverboten über Verhaftungen bis hin zu schwerer Folter reiche das Spektrum der Repression, die insbesondere all jene zu spüren bekämen, die sich irgendwie in der Opposition betätigen. Nur kurz war jener syrische Frühling 2001, als Bashar al-Assad die Regierungsgeschäfte von seinem verstorbenen Vater erbte und eine Öffnung des Landes versprach. Überall bildeten sich damals Diskussionszirkel und politische Gruppierungen, die mehr Meinungsfreiheit, demokratische Wahlen und ein Ende der korrupten Parteidiktatur forderten. Nach nur wenigen Monaten fürchtete das Regime um sein Überleben und begann erneut, die Repressions zu verstärken. Doch die lasse sich, davon ist Temno überzeugt, nicht mehr um ein beliebiges Maß erhöhen. Vor allem nicht im Nordosten Syriens, wo die kurdische Bewegung seit dem Sturz Saddam Husseins ein neues Selbstbewusstsein entwickelt habe. Die irakische Grenze ist nur eine Autostunde entfernt, und man verfolgt in Kameshli sehr genau die Entwicklung im Nachbarland. Wer das Geld und die Möglichkeit hat, überquert den Tigris zu einem Besuch in Irakisch-Kurdistan oder schickt gar seine Kinder auf eine der Universitäten in Arbil oder Suleymaniah. Denn während früher den Bewohnern Kameshlis die irakisch-kurdische Nachbarstadt Dohuk eher als rückständiges Provinznest erschien, schwärmt man heute von den Neubauten und Supermärkten, die dort in den vergangenen Jahren entstanden sind. Die faktische Selbstverwaltung im Nord­irak und das damit einhergehende neue Selbstbewusstsein der irakischen Kurden strahlt seit langem, sehr zum Missfallen der syrischen Regierung, auf den Nordosten Syriens aus. Jahrzehnte lang existierte kaum eine spezifisch syrisch-kurdische politische Bewegung, entweder unterstützte man die kurdischen Parteien im Irak oder die PKK. Erst in den letzten Jahren hat sich dies geändert. Nun gibt es eine kurdische Bewegung in Syrien, die sich als Teil der syrischen Opposition gegen Assads Regime versteht. Sie stellt keine uto­pischen Forderungen, wie nach der Schaf­fung eines kurdischen Staats, sondern versucht konkrete Veränderungen in Syrien herbeizuführen. Als Tag der Entstehung dieser »neuen« kurdischen Bewegung gilt gemeinhin der 12.?März 2004. Damals brachen bei einem Fußballspiel zwischen dem Gastgeber, der kurdischen Mannschaft al-Jihad, und der aus Deir er-Zor stammenden arabischen Mannschaft al-Fatwa größere Unruhen aus. Die Anhänger von al-Fatwa stürzten sich mit Bildern von Saddam Hussein und Hochrufen auf den irakischen Diktator auf Fans der kurdischen Mannschaft. Die Sicherheitskräfte griffen erst gar nicht, dann zugunsten der al-Fatwa-Fans ein und schossen in die Menge. Die al-Jihad-Anhänger antworteten mit Hochrufen auf den irakischen Kurdenführer Barzani und proamerikanischen Slogans. In den folgenden Tagen kam es nicht nur in den syrischen Kurdengebieten, sondern auch in Damaskus und Aleppo zu kurdischen Massendemonstrationen. Daraufhin rückte Militär in die Städte der Kurdengebiete ein und verhängte den Ausnahmezustand. Die folgende, mit Repressionen durchgesetzte Friedhofsruhe währte nur ein gutes Jahr. Im Juni 2005 wurde der moderate syrische Geistliche Sheikh Maashuq Khaznawi aus Kameshli tot aufgefunden. Sein Sohn beschul­digte den Geheimdienst, den Vater ermordet zu haben. Erneut gingen Tausende in Kameshli auf die Straße. Damit dürfte auch dem syrischen Regime klar geworden sein, dass ohne Zugeständnisse die kurdische Bevölkerung langfristig nicht weiter unter Kontrolle zu halten sein wird. An die täglich von staatseigenen Medien propagierte Mär vom arabischen Einheitsstaat Syrien, der an der Spitze der panarabischen Bewegung für die Einheit Arabiens und gegen den »Imperialismus, Zio­nismus und Kolonialismus« kämpft, scheinen immer weniger Menschen zu glauben. So wie von vielen der unzähligen Bilder der Familie Assad, die auch in Kameshli an allen öffentlichen Plätzen angebracht sind, der Lack abfällt, löst sich auch die Ideologie des Ba’athismus langsam in ihre Bestandtele auf. Denn de facto befindet sich Syrien in einer ökonomischen und politischen Krise, deren Ausmaße erst langsam deutlich werden. Ökonomisch geht es, wie fast überall in der arabischen Welt, seit Jahren bergab. Einer Studie des UN-Entwicklungsprogramms zufolge verfügen alle öffentlichen Bibliotheken Sy­riens zusammen über weniger Bücher als die Gymnasialbüchereien in Philadelphia. Syrien schneidet in den Berichten der UN über die arabische Welt in den Bereichen Bildung und Medien noch schlechter ab als alle anderen Länder. Auch politisch ist das Land weitgehend isoliert, als traditioneller Alliierter des Iran und der Hizbollah. Auch weil die Regierung allerlei palästinensischen und irakischen Terrororganisationen Unterschlupf gewährt, haben sich die Beziehungen Syriens zu den USA und selbst zu Europa drastisch verschlechtert. Auch wenn die EU weiterhin enge Kontakte zur syrischen Regierung pflegt und Deutschland alleine im vergangenen Jahr über eine Milliarde Euro im Land investiert hat, ist das Verhältnis weit gespannter als noch in den neunziger Jahren. Der syrischen Opposition allerdings sind die Europäer noch immer zu sehr auf Beschwichtigung aus: »Würde Deutschland, der größte europäische Handelspartner, seine Investitionen mit politischen Forderungen nach mehr Freiheit und Demokratie verbinden, müsste die syrische Regierung dem nachkommen«, meint etwa Massoud Ibrahim *, ein Menschenrechtsaktivist, der die Begeisterung vieler seiner arabischen Landsleute für die Deutschen keineswegs teilen mag. Anders als in Damaskus trifft man in Kameshli auch nicht auf jene nervtötenden Taxifahrer oder Kellner, die, kaum dass sie erfahren haben, dass man aus Deutschland kommt, in Lobeshymnen auf Gerhard Schröder und Adolf Hitler ausbrechen. Ohne Druck von außen, ist sich Massoud Ibrahim mit den anderen Oppositionellen einig, werde es keinen wirklichen Fortschritt geben. Wie dringend grundlegende Änderungen notwendig sind, zeigt alleine ein Gang durch Halaliya, eines der ärmsten Stadtviertel Kameshlis. Gerade einmal eine geteerte Straße führt durch das Viertel, das aus einstöckigen Häusern besteht und über keine Abwasserversorgung verfügt. Das Viertel erinnert an palästinensische Flüchtlingslager im Libanon. Wer hier lebt, verdient oft weniger als einen Euro am Tag, also nicht einmal die Hälfte des von der UN angegebenen syrischen Durchschnittseinkommens von 965 Euro jährlich. Der Journalist Ibrahim Youssif erklärt, dass in den letzten Jahren die Zahl von Schulabbrechern dramatisch zugenommen habe. Immer mehr Kinder seien gezwungen, als Zigarettenverkäufer oder Schuhputzer zu arbeiten, um ihren verarmten Familien ein Zusatzeinkommen zu verschaffen. Deshalb plant er jetzt, ein Tageszen­trum für Straßenkinder zu eröffnen. Auch dies ist ein Novum: Vor Jahren wäre alleine der Gedanke an solche Initiativen unvorstellbar gewesen. Aber nun bilden sich überall im Lande erste Gruppen und versuchen, eine Art soziales Netzwerk von Nichtregierungsorganisationen aufzubauen. So kündigte gerade eine Gruppe von Frauen an, in Nordsyrien eine unabhängige Organisation gründen zu wollen, um die überall grassierende häusliche Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen. Ob dies allerdings gelingen wird, steht noch in den Sternen. Denn alles, was in Syrien nicht der direkten Kontrolle des Staates und der Partei unterliegt, selbst unpolitische soziale Initiativen, steht unter Generalverdacht, das System zu schädigen. Der Verarmung großer Bevölkerungs­teile werden die Hilfsorganisationen aber nicht wirklich entgegenwirken können. Die Probleme des Landes sind zu groß. Fast drei Viertel des syrischen Inlandsproduktes stammt, der Weltbank zufolge, aus der landwirtschaftlichen Produktion, die wiederum größtenteils so unterentwickelt ist, dass nicht einmal 25 Prozent der agrarisch nutzbaren Fläche bewässert oder gedüngt werden. Die Industrie, so überhaupt vorhanden, ist altmodisch und ineffektiv, die Mehrheit der Syrer arbeitet im unproduktiven staatlichen Sektor. Ein Großteil des fruchtbaren Gebietes Syriens liegt, wie die wenigen Erdölvorkommen auch, ausgerechnet im kurdischen Nordosten des Landes. Nur fließt das hier erwirtschaftete Geld nach Damaskus und Aleppo, größere Investitionen in die Infrastruktur werden, wenn überhaupt, nur in Orten getätigt, in denen das Regime Araber angesiedelt hat, um die demographische Zusammensetzung der Region zu verändern. So wurden kurdische Ortsnamen geändert und neben kurdischen Siedlungen arabische gebaut. Östlich von Kameshli etwa entstand neben Attanuria, einer kurdischen Ortschaft, Attanuria Jedid, wo Araber angesiedelt wurden und wo es, anders als im kurdischen Nachbarort, eine Schule und eine Krankenstation gibt. So besteht eine der Forderungen aller kurdischen Parteien in mishli auch darin, die forcierte Arabisierung des Nordostens rückgängig zu machen. Von kurdischer Eigenstaatlichkeit oder politischer Selbstverwaltung spricht dagegen niemand. Man will eine Demokratisierung des Landes und freie Wahlen, kulturelle Autonomie und die Zulassung der kurdischen Sprache in Schulen und Universitäten. Eine weitere ganz wichtige Forderung besteht darin, alle in Syrien lebenden staatenlosen Kurden einzubürgern. Im Haus des Anwalts Faisal Badr, der längst seine offizielle Lizenz verloren hat und nun ehrenamtlich politische Gefangene in Damaskus vertritt, hockt eine Gruppe von Kurdinnen und Kurden auf Matratzen um einem Ölofen herum. Einer von ihnen wurde vor kurzem aus dem Gefängnis entlassen, wo er inhaftiert war, weil er an einer politischen Aktion in Damaskus beteiligt war. Sie alle sind »Staatenlose« oder Ajnabi, wie sie in Syrien heißen, so wie weitere 225?000 Kurden in Syrien auch. Sie zeigen ihre zerfledderten roten Ausweise. Wer einen solchen Ausweis besitzt, ist in Syrien nicht einmal mehr Bürger zweiter Klasse: Er darf weder Land noch ein Geschäft besitzen, nicht für den Staat arbeiten und nicht einmal in einem Hotel übernachten. Außerdem hat er kein Recht auf staatliche Krankenversorgung. Und es kann noch härter kommen: Neben den Ajnabi, die immerhin registriert sind, gibt es noch die Gruppe der Maktoumeen, die lediglich ein vom jeweiligen Dorfvorsteher ausgestelltes Papier ihr Eigen nennen, welches nichts weiter besagt, als dass sie keine Papiere haben. »Während die Regierung über die Rechtlosigkeit der Palästinenser klagt, behandelt sie uns, die wir doch selbst Syrer sind, schlechter als die Israelis die Araber in Haifa oder Akko«, bringt es einer der Anwesenden auf den Punkt. Zu der Ankündigung Bashar al-Assads, die Ajnabi einbürgern zu wollen, befragt, zuckt der Anwalt nur die Schultern: »Seit Jahren erklären sie uns, man wolle den Ajnabi Papiere geben. Passiert ist nichts. Das sind, wie so vieles, Erklärungen, um das Ausland zu beruhigen.« Doch dass »das Ausland« irgendein Interesse an grundlegenden Änderungen in Syrien hat, wird in diesem Kreis, der sich in der Wohnung des Anwalts versammelt hat, in Zweifel gezogen. Vielleicht reiche es den Amerikanern, wenn Assad eines Tages einen außenpolitischen Schwenk mache und der Unterstützung des Terrorismus abschwöre, sagt einer der Kurden. Auch die Bilder aus dem Zentralirak wirken nicht ermutigend, meint eine der Anwesenden. Vermutlich fürchtet man sich vor einem Bürgerkrieg, sollte Assad stürzen. Ob denn ein solches Szenario drohe? »Bislang nicht«, meint sie, »aber wer weiß?« Die Opposition nämlich sei noch zu schwach und unorganisiert, beklagt ein anderer. Außerdem interessiere sich die Jugend weit mehr für Rockmusik, Mode, Mobiltelefone und das andere Geschlecht als für Politik. Wenn dem so ist, dann könnte die Zukunft Syriens durchaus rosiger aussehen als gemeinhin erwartet. Der Autor dankt Eva Savelsberg für ihre ­Hilfe. * Name geändert Artikel erschienen in Jungle World Nr. 12 am 22. März 2006 -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.atwebsite: www.wadinet.atTel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen:www.wadinet.at ================================================ ================================================ 18 Newsletter andersrum.gruene.at Von: Andersrum Newsletter ================================================ ******************************************** Newsletter andersrum.gruene.at mit den neuen Headlines seit 20. 3. 2006 15:27 ********************************************* ******* INHALT ******* - Studie Lebenslagen: Zieleinlauf - ÖVP und SPÖ lehnen Fristsetzungsantrag zu Zivilpakt ab - Theatertipp: "Jupiter" ***************************************** *** Studie Lebenslagen: Zieleinlauf *** 27. MÃ?rz 2006 Bis 30. April ist die Teilnahme an der Studie zur Lebenslage Schwuler und Bisexueller in Österreich noch möglich. Auch online! http://www.gruene-andersrum.at/queer_life/artikel/lesen/5927/ ***************************************** *** ÖVP und SPÖ lehnen Fristsetzungsantrag zu Zivilpakt ab *** 25. MÃ?rz 2006 Mair: "Tiroler Landesregierung verhindert Schritt für Gleichstellung." http://www.gruene-andersrum.at/oesterreich/artikel/lesen/5920/ ***************************************** *** Theatertipp: "Jupiter" *** 22. MÃ?rz 2006 Im Volkstheater Hundsturm wird Anfang April Thomas Jonigks Roman "Jupiter" gespielt. Empfehlung! http://www.gruene-andersrum.at/andersrumgrueneat/kultur_medien/artikel/lesen/5802/ ============================ http://andersrum.gruene.at/ ============================ ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/März/2903.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/ März/3003.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/März/3103.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. 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Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) 3 beiträge nicht genommen: unaktuell, nwr Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 7.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Thu Mar 30 13:31:29 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Thu, 30 Mar 2006 13:31:29 +0200 Subject: widerst@nd MUND: Donnerstag, 30.3.2006 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund Donnerstag, 30.3.2006 ================================================ A) INHALT ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 01 30.3. KuenstlerInnen-PROTESTVERSAMMLUNG /Kuenstlersozialver- sicherungsfonds: Gesetzesnovelle jetzt! von Kulturrat Österreich ================================================ 02 Einladung Pressegespräch: Schluss mit KSVF-Rückzahlungsforderungen! von Kulturrat Österreich ================================================ 03 [gipfelsoli] Heiligendamm von gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ 04 Einladung/Invitation Wassermann Franz in der Gallery AREA 53 von ================================================ 05 reminder: Einladung zur Film Premiere Meisterschaft von friedemann derschmidt ================================================ 06 Johanna Dohnal in SImmering von "Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering" ================================================ 07 Roma-Kulturwoche im 15. Bezirk von Initiative Minderheiten Newsletter ================================================ 08 Einladung zum Tag der Arbeitslosen der Grünen Wien, 30.4.2006 von Ruth Chylik ================================================ 09 Deutschzwang in der Schule> Radio Stimme - XX.XX von Initiative Minderheiten Newsletter ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 10 GLB/MAN/Gewinnsteigerung/Arbeitsplatzvernichtung/Förderung von "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================ 11 ÖSK-Zeitung April 2006 erschienen: Themen: BAWAG u.a. von Österr. Solidaritätskomitee ================================================ 12 GLB/EU-Gipfel/Jugend/Bad Ischl von "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================ 13 [gipfelsoli] Genua von gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 01 30.3. KuenstlerInnen-PROTESTVERSAMMLUNG /Kuenstlersozialver- sicherungsfonds: Gesetzesnovelle jetzt! von Kulturrat Österreich ================================================ / Einladung zu Pressegespräch und /________/ / KünstlerInnen-PROTESTVERSAMMLUNG /________/ / Kulturrat Österreich /______________/ / http://www.kulturrat.at /______________/ / Künstlersozialversicherungsfonds: Kunst- und Kulturschaffende fordern... / Schluss mit Rückzahlungsforderungen! / Weg mit der Mindesteinkommensgrenze als Voraussetzung für einen Zuschuss! / Gesetzesnovelle jetzt! / Donnerstag, 30. März 2006, 10.30 Uhr / Secession / Friedrichstraße 12, 1010 Wien Pressegespräch mit Sabine Kock (IG Freie Theaterarbeit), Daniela Koweindl (IG Bildende Kunst), Gerhard Ruiss (IG Autorinnen Autoren), Marlene Streeruwitz (Schriftstellerin) und zahlreichen weiteren KünstlerInnen. Der Kulturrat Österreich lädt alle Interessierten ein, an der Protestversammlung teilzunehmen und sich dem Protest gegen das Künstlersozialversicherungsfonds-Gesetz anzuschließen. Im Anschluss an die Protestversammlung wird den Entscheidungsverantwortlichen der Aufruf mit der Forderung nach einer Gesetzesnovelle mit der Liste aller UnterzeichnerInnen zugestellt. / Schließen auch Sie sich dem Protest an! / Kommen Sie zur Protestversammlung und/oder / sagen Sie den Entscheidungsverantwortlichen per Email Ihre Meinung! Kunststaatssekretär Franz Morak mailto:franz.morak at bka.gv.at Bundeskanzler Wolfgang Schüssel mailto:wolfgang.schuessel at bka.gv.at (Bitte eine Kopie an Kulturrat Österreich mailto:contact at kulturrat.at) / Statements von Kunst- und Kulturschaffenden /____________/ http://kulturrat.at/agenda/sozialerechte/2006statements Seit 2001 müssen sich KünstlerInnen als "Neue Selbständige" zur Pflichtversicherung melden. Der Künstlersozialversicherungsfonds ermöglicht seither einen Zuschuss zum Pensionsversicherungsbeitrag. In einer umfassenden Kontrollaktion hat der Fonds nun die Einkommen aller KünstlerInnen aus dem Jahr 2001 überprüft. Die Konsequenz ist fatal: 600 KünstlerInnen sollen ihren Zuschuss zur Pensionsversicherung zurückzahlen, weil sie vor fünf Jahren ZU WENIG verdient haben. So will es das Gesetz: Wer wider Erwarten die Mindesteinkommensgrenze (im Jahr 2001 waren das EUR 3.554,64) nicht erreicht, muss Jahre später mit Rückzahlungsforderungen rechnen. Eine solches Gesetz ignoriert die Lebensrealität von KünstlerInnen! Einschränkungen der Erwerbstätigkeit (z.B. durch Kinderbetreuung oder Krankheit) werden zur doppelten sozialen Falle. Aber auch einkommenssteuerbefreite Stipendien und Preise sind ein finanzielles Risiko: Wer zusätzlich nicht ausreichend Gewinne erwirtschaftet, muss ebenso den Zuschuss zurückzahlen. Denn für den Fonds zählt lediglich das Ergebnis im Einkommenssteuerbescheid. Statt ein Förderungsinstrument für KünstlerInnen zu sein, wird der Fonds zum Forderungsinstrument. Das ist absurd! Der Kulturrat Österreich ruft Bundeskanzler Schüssel und Kunststaatssekretär Morak dazu auf, die fatalen Konsequenzen des Künstlersozialversicherungsfondsgesetzes endlich zum Anlass für eine Gesetzesnovelle zu nehmen. Die Kampagne findet von Beginn an eine eindrucksvolle Unterstützung unter den Kunst- und Kulturschaffenden, die sich mit ihrer Unterzeichnung des Aufrufs den Forderungen anschließen. Die TeilnehmerInnen des Pressegesprächs ziehen Bilanz nach fünf Jahren Künstlersozialversicherungsfonds-Gesetz, stellen Forderungen und präsentieren Vorschläge für eine dringend notwendige Gesetzesänderung. KünstlerInnen sagen ihre Meinung: "Eine soziale Frechheit!" "Das lassen wir uns nicht gefallen!" Ein Mindesteinkommen als Zuschussvoraussetzung ist kunstfeindlich - unsozial und zynisch - bar jeder Logik - klingt nach Hohn - absurd - unglaublich - haarsträubend - nicht nachvollziehbar - eine Ignoranz des Staates! - ... / Statements von Kunst- und Kulturschaffenden /____________/ http://kulturrat.at/agenda/sozialerechte/2006statements / Aufruf und Unterschriftenliste /____________/ http://kulturrat.at/agenda/sozialerechte/aufruf2006 / Ausführliche Informationen /____________/ http://kulturrat.at/agenda/sozialerechte / Kontakt /____________/ Kulturrat Österreich Gumpendorfer Str. 63b A-1060 Wien mailto:contact at kulturrat.at http://kulturrat.at/ / Erklärung gemäß § 107 TKG /____________/ Angesichts einer zunehmend erdrückenden Medienkonzentration leistet der nicht-kommerzielle Versand von kulturpolitischen Informationen einen wichtigen Beitrag zur Herstellung diskursiver Öffentlichkeiten. Die neuen Bestimmungen des Telekommunikationsgesetzes (TKG § 107) bedeuten eine diesbezügliche Einschränkung, denn seit 1. März 2006 dürfen e-Mail-Zusendungen ausschließlich mit dem Einverständnis der EmpfängerInnen zugesendet werden. Sollten Sie keine weiteren Informationen des Kulturrat Österreich beziehen wollen, so ersuchen wir Sie um eine kurze Verständigung. ================================================ 02 Einladung Pressegespräch: Schluss mit KSVF-Rückzahlungsforderungen! von Kulturrat Österreich ================================================ / Einladung zum PRESSEGESPRÄCH /________/ / Kulturrat Österreich /______________/ / Künstlersozialversicherungsfonds: Kunst- und Kulturschaffende fordern... / Schluss mit Rückzahlungsforderungen! / Weg mit der Mindesteinkommensgrenze als Voraussetzung für einen Zuschuss! / Gesetzesnovelle jetzt! / Donnerstag, 30. März 2006, 10.30 Uhr / Secession / Friedrichstraße 12, 1010 Wien Pressegespräch und Protestversammlung mit Sabine Kock (IG Freie Theaterarbeit), Daniela Koweindl (IG Bildende Kunst), Gerhard Ruiss (IG Autorinnen Autoren), Marlene Streeruwitz (Schriftstellerin), Sabine Muhar (Schauspielerin) und zahlreichen weiteren KünstlerInnen. Seit 2001 müssen sich KünstlerInnen als "Neue Selbständige" zur Pflichtversicherung melden. Der Künstlersozialversicherungsfonds ermöglicht seither einen Zuschuss zum Pensionsversicherungsbeitrag. In einer umfassenden Kontrollaktion hat der Fonds nun die Einkommen aller KünstlerInnen aus dem Jahr 2001 überprüft. Die Konsequenz ist fatal: 600 KünstlerInnen sollen ihren Zuschuss zur Pensionsversicherung zurückzahlen, weil sie vor fünf Jahren ZU WENIG verdient haben. So will es das Gesetz: Wer wider Erwarten die Mindesteinkommensgrenze nicht erreicht, muss Jahre später mit Rückzahlungsforderungen rechnen. Eine solches Gesetz ignoriert die Lebensrealität von KünstlerInnen! Einschränkungen der Erwerbstätigkeit (z.B. durch Kinderbetreuung oder Krankheit) werden zur sozialen Falle. Aber auch einkommensteuerbefreite Stipendien und Preise werden zum finanziellen Risiko: Wer zusätzlich nicht ausreichend Gewinne erwirtschaftet, muss ebenso den Zuschuss zurückzahlen. Denn für den Fonds zählt lediglich das Ergebnis im Einkommensteuerbescheid. Der Kulturrat Österreich ruft Kunststaatssekretär Franz Morak und Bundeskanzler Wolfgang Schüssel zum Handeln auf. Eine Gesetzesnovelle ist längst überfällig und unumgänglich. Zahlreiche Kunst- und Kulturschaffende schließen sich diesen Forderungen an und haben bereits einen entsprechenden Aufruf unterzeichnet. Die TeilnehmerInnen der Pressekonferenz ziehen Bilanz nach fünf Jahren Künstlersozialversicherungsfonds-Gesetz, stellen Forderungen und präsentieren Vorschläge für eine dringend notwendige Gesetzesänderung. / Aufruf und Unterschriftenliste /____________/ http://kulturrat.at/agenda/sozialerechte/aufruf2006 / Statements von Kunst- und Kulturschaffenden /____________/ http://kulturrat.at/agenda/sozialerechte/2006statements / Ausführliche Informationen /____________/ http://kulturrat.at/agenda/sozialerechte / Rückfragen /____________/ Daniela Koweindl Tel: +43 (1) 524 09 09 oder +43 (699) 117 867 10 / Kontakt /____________/ Kulturrat Österreich Gumpendorfer Str. 63b A-1060 Wien mailto:contact at kulturrat.at http://kulturrat.at/ / Erklärung gemäß § 107 TKG /____________/ Angesichts einer zunehmend erdrückenden Medienkonzentration leistet der nicht-kommerzielle Versand von kulturpolitischen Informationen einen wichtigen Beitrag zur Herstellung diskursiver Öffentlichkeiten. Die neuen Bestimmungen des Telekommunikationsgesetzes (TKG § 107) bedeuten eine diesbezügliche Einschränkung, denn seit 1. März 2006 dürfen e-Mail-Zusendungen ausschließlich mit dem Einverständnis der EmpfängerInnen zugesendet werden. Sollten Sie keine weiteren Informationen des Kulturrat Österreich beziehen wollen, so ersuchen wir Sie um eine kurze Verständigung. ================================================ 03 [gipfelsoli] Heiligendamm von gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - G 8-Kritiker berieten in Rostock - G-8-Gegner verlassen Tagungsort wie MusterschülerVon Andreas Zecher - Steffen Bockhahn: Gipfelgegner mit kulturellem Event -------------------------------------------------------------------------------- G 8-Kritiker berieten in Rostock Attac erwartet "größte Proteste" in Deutschland Von Vincent Körner Etwa 300 Menschen aus verschiedenen Organisationen haben am Wochenende in Rostock über Proteste gegen den G 8-Gipfel beraten, der im Sommer 2007 im Ostseebad Heiligendamm stattfinden soll. Die Aktivitäten richten sich gegen die Politik der G 8, die "für immer mehr Armut, Verschuldung, Umweltzerstörung und den Abbau sozialer und demokratischer Rechte" stehe, so Pedram Shayhar vom Attac-Koordinierungskreis. Auf dem Treffen wurden Arbeitsgruppen gebildet, die dann einzelne Projekte wie eine Großdemonstration in Rostock, ein Protest-Camp und einen Gegen-Kongress vorbereiten sollen. Shayhar zeigte sich nach der Konferenz optimistisch. "Wir rechnen mit den größten Gipfel-Protesten, die es in Deutschland je gegeben hat." Schon eineinhalb Jahre vor dem Termin hätten sich am Wochenende in Rostock weit mehr Menschen eingefunden als erwartet, so Shayhar. "Das ist ein großer Erfolg." Die Beteiligung der Linkspartei an den Vorbereitungen der Gipfel-Gegner ist unterdessen auf Kritik gestoßen. Nach Ansicht des CDU-Chefs von Mecklenburg-Vorpommern, Jürgen Seidel, schade die PDS mit ihrer Haltung dem Image des Landes. Linkspartei-Landeschef Peter Ritter hielt dem entgegen, es gebe genug Gründe, "friedlich und fantasievoll" gegen die Politik der führenden Industriestaaten zu protestieren. Mit einem Gesetzentwurf will die Nordost-CDU überdies Stimmung gegen die Gipfel-Kritiker machen. Das G 8-Treffen erfordere "erhöhte Sicherheitsmaßnahmen, um die Bevölkerung und die Teilnehmer des Gipfels gegen Bedrohungen durch Globalisierungsgegner und Terroristen zu schützen", heißt es in einem Entwurf zur Novellierung des Sicherheits- und Ordnungsgesetzes der CDU-Landtagsfraktion. Demnach soll die Polizei mehr Befugnisse zur "verdachts- und ereignisunabhängigen Kontrolle sowie zur Rasterfahndung" erhalten . [http://www.nd-online.de/artikel.asp?AID=87908&IDC=2] -------------------------------------------------------------------------------- G-8-Gegner verlassen Tagungsort wie MusterschülerVon Andreas Zecher Rostock. Da staunte der Hausmeister nicht schlecht. Als Monty Schädel vom Rostocker G-8-Bündnis ihm gestern die Schule wieder übergibt, sind sogar die Papierkörbe geleert. Dass hier an zwei Tagen mehr als 300 Vertreter von Kirchen-, Umwelt-, und Friedensinitiativen, von Linkspartei und Gewerkschaften heiß diskutierten, ist nicht einmal zu ahnen. Selbst die Stühle sind nach oben gestellt. Man möchte meinen, die Globalisierungsgegner seien allesamt einst Musterschüler gewesen. Es handelte sich um die erste Bündniskonferenz, die Inhalte und Formen des Protestes gegen den für Frühsommer 2007 in Heiligendamm geplanten G-8-Gipfel ausloten wollte. Nach Angaben von Schädel sind vier Arbeitsgruppen gebildet worden, die sich unter anderem mit der Situation von Flüchtlingen, den Zusammenhängen von Krieg und Globalisierung sowie Fragen der sozialen Sicherheit beschäftigten. Die Protestaktionen seien so angelegt, dass das Land nicht mit Negativschlagzeilen von sich reden machen werde, sagte Schädel. Vielmehr solle gezeigt werden, dass hier ein Verständnis von Demokratie obwalte, das Andersdenkenden die freie Meinungsäußerung gestatte. Städte wie Köln als Austragungsort des G-8-Gipfels 1999 hätten für Gegenveranstaltungen kostenlos Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. Zudem seien Aktivisten und Polizeipräsidium mit einer Hotline verbunden gewesen. So viel Entgegenkommen und Unterstützung erwarteten die Veranstalter der Gegenbewegung auch von den Stadtverwaltungen in Rostock und Bad Doberan, sagte der ausgewiesene Pazifist. Monty Schädel hat es auf sich genommen, in Rostock eine Großdemo gegen die negativen Folgen der Globalisierung zu organisieren. "Wir wenden uns an alle, die etwas dagegen haben, dass die Reichen weltweit immer reicher und die Armen immer mehr und ärmer werden", sagte er. Diese Demonstration sei nicht auf Konfrontation aus. Bei anderen Formen des geplanten Protestes werde es sehr wohl zu Störungen kommen, hieß es. So wolle man bestimmte bürokratische Abläufe des Gipfeltreffens außerhalb von Heiligendamm bewusst blockieren. Zu den Protestaktionen am Rande des Weltwirtschaftsgipfels erwarte er etwa 200 000 Aktivisten, sagte Schädel. "Wir rechnen mit den größten Gipfel-Protesten, die es in Deutschland je gegeben hat", hieß es auch von Peter Wahl vom Attac-Koordinierungskreis, der sich bereits an Protesten in Genua und Gleagles beteiligte. Für den kommenden Sommer ist ein Camp in der Region Rostock geplant, bei dem auch trainiert werden soll, wie im Falle von repressiven Polizeieinsätzen deeskalierend reagiert werden könne. Die Konferenz lehnte Gewalt als Mittel des Protestes ausdrücklich ab. "Wir sind alle entschlossen, dass von uns keine Gewalt ausgehen wird", betonten die Teilnehmer gestern in einer Erklärung. Auf dem Weg zum Gegen-Gipfel habe man 20 Prozent der Wegstrecke nun hinter sich gebracht, sagt Schädel. Jetzt gehe es darum, dass die hier Versammelten in nächster Zeit weitere Verabredungen organisierten und sich untereinander verknüpften. Nächstes großes Ziel sei die Einbindung internationaler Verbände von Globalisierungsgegnern. [http://www.nordkurier.de/index.php?objekt=nk.nachrichten.m-v&id=95383] -------------------------------------------------------------------------------- Steffen Bockhahn: Gipfelgegner mit kulturellem Event Rostocker PDS-Politiker: Kritik am G8-Prozess ist demokratisch verbrieftes Recht/Gewalt hat keinen Platz Ziele des Protestes gegen den G8-Gipfel im Frühsommer 2007 in Heiligendamm formulierten am Wochenende Teilnehmer im Goethegymnasium. Für die Linkspartei.PDS gehört Steffen Bockhahn (27) dem Aktionsbündnis an. NNN sprachen mit ihm Friedlich und mit Phantasie soll gegen den G8-Gipfel 2007 protestiert werden. Wieso in einem Land, in dem es der Masse recht gut geht? Die Gruppe der G8 besteht aus Staaten, in denen es im wesentlichen allen - zwar mit großen sozialen Unterschieden - relativ gut geht. Die Gipfel haben sich zur exorbitant teuren Veranstaltung entwickelt. 2007 werden sich die Kosten auf weit über 100 Millionen Euro belaufen. Auf MV kommen mehr als zehn Millionen Euro zu, auch Rostock ist mit 3,2 Millionen Euro an Infrastrukturmaßnahmen beteiligt. Da fällt mir vieles ein, was sinnvoller wäre. Und weil immer von Tourismuswerbung gesprochen wird: Nächstes Jahr werden mehrere 10 000 Menschen herkommen, um zu protestieren, die bringen auch 'ne Menge Geld in die Region. Es wäre Tourismuswerbung, wenn man sich ihnen gegenüber freundlich verhält. In der Gewaltfrage gibt es bei der Linkspartei keine Toleranz. Wir wollen klarmachen, Gewalt hat keinen Platz. Es wird viel davon gesprochen, es gäbe per se eine Anhäufung von Radikalen. Aber Bob Geldorf oder Bono, Campino und viele andere - sie alle sind gegen das, was auf den Gipfelkonferenzen beschlossen wird. Ich kann nicht erkennen, dass das die bekannten Extremisten sind. Wir möchten gern ein großes kulturelles Event hinbekommen, denn Globalisierung spielt sich auch im kulturellen Rahmen ab. CDU-Landeschef Jürgen Seidel kritisierte die PDS, sie schade dem Image des Landes... ... die Landesregierung ist rot-rot besetzt. Dass sich eine Partei kritisch mit der neoliberalen Globalisierung, wie wir sie erleben und von der Gruppe der G8 betrieben wird, auseinandersetzt und das artikuliert, ist ein demokratisch verbrieftes Recht. Wenn wir in MV anfangen, darüber zu streiten, dass jemand seine Meinung sagen darf, die sich nicht an dem orientiert, was die Bundesregierung möchte, dann wären wir in schwierigen Zeiten. [http://www.svz.de/nnn/newsnnn/NNNVermischtes/27.03.06/3520850/3520850.html] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l ================================================ 04 Einladung/Invitation Wassermann Franz in der Gallery AREA 53 von ================================================ Ich erlaube mir Sie in die Gruppenausstellung in der Gallery AREA 53 (Details siehe unten) einzuladen. Ich bin vertreten mit 3 Arbeiten aus der Plakatserie EXISTENZ im öffentlichen Raum (FRAMEBOX neben der AREA 53) und den Videoarbeiten TRANSIT und TRANSFORMATION. Danke für Ihre Aufmerksamkeit Franz Wassermann www.mylivingroom.org I cordially invite you to visit a group-show at the Gallery AREA 53 (details at bottom of page) in Vienna. I am exhibiting works from my poster-series EXISTENCE and two of my videos, TRANSIT and TRANSFORMATION. with best regards Franz Wassermann www.mylivingroom.org ================================================ 05 reminder: Einladung zur Film Premiere Meisterschaft von friedemann derschmidt ================================================ Sehr geehrte Damen und Herren, anbei eine herzliche Einladung zu MEISTERSCHAFT ein Film von Friedemann Derschmidt A 2005 Friedemann Derschmidt 70 Minuten Kamera: Friedemann Derschmidt Andreas Gartner und Walter Pucher Mit: Erich und Helga Kritsch, Alfred Hahn und Viktor Knierling Musik: Cornelia Mayer Ton Postproduktion: Ingo Pusswald Farbkorrektur Herbert Bednarik Das Projekt Meisterschaft ist eine lyrisch angelegte Portraitminiatur dreier Handwerker: Ein Fleischermeister, ein Schneider und ein Uhr- macher mit ihrem Geschäftslokal um die Ecke zum jeweils anderen, werden bei ihrer Arbeit gezeigt. Alle drei führen ihr Geschäft seit vielen Jahrzehnten. Ein Stück zu Tempo, Rhythmus und Ästhetik. PREMIERE: Donnerstag, 30.03.06, 19:00 weitere Termine Freitag, 31.03.06, 19:00 Samstag, 01.04.06, 19:00 Sonntag, 02.04.06, 19:00 Montag, 03.04.06, 19:00 Dienstag, 04.04.06, 19:00 Mittwoch, 05.04.06, 18:00 Donnerstag, 06.04.06, 18:00 Freitag, 07.04.06, 18:00 Samstag, 08.04.06, 18:00 TOP-KINO Rahlgasse 1 / 1060 Wien Bitte Karten reservieren unter +43 1 208 30 00 Friedemann Derschmidt http://www.derschmidt.com http://www.topkino.at/jart/projects/top-kino/main.jart?rel=de&reserve-mode=&content-id=1107195251358&verid=1139826167902 ================================================ 06 Johanna Dohnal in SImmering von "Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering" ================================================ JOHANNA DOHNAL IN SIMMERING Als Höhepunkt des Frauenmonats März des CentrOnce - Stadtteilzentrums Simmering diskutieren am Freitag, 31. März 2006 um 19.30 Uhr die ehemalige Frauenministerin Johanna Dohnal sowie die Nationalrätin Brigid Weinzinger (Frauen- sprecherin der Grünen) und die Simmeringer Bezirksvorsteherin Renate Angerer über "Frau sein trotz Herd und Herde". Es wird die aktuelle Situation der Frauen sowie die soziale Verschlechterung für Frauen durch die Politik der Bundesregierung behandelt. Die Podiumsdiskussion beginnt um 19.30 Uhr im CentrOnce - Stadtteilzentrum Simmering, 1110 Wien, Schneidergasse 15/5 (U3 Zippererstraße, Straßenbahn 71 Molitorgasse) und wird mit enem Kulturprogramm und Fest abgeschlossen. Für den Wiener Terminkalender: Freitag, 31. März 2006, 19.30 Uhr: FRAU SEIN Podiumsdiskussion "Frau sein trotz Herd und Herde" Mit Johanna Dohnal, NRin Brigid Weinzinger, Renate Angerer, anschl. Kulturprogramm und Fest. CentrOnce - Stadtteilzentrum Simmering, 1110 Wien, Schneidergasse 15/5 (U3 Zippererstraße, Straßenbahn 71 Molitorgasse) Eintritt frei Informationen: CentrOnce - Stadtteilzentrum Simmering Tel. 01 953 03 26 ================================================ 07 Roma-Kulturwoche im 15. Bezirk von Initiative Minderheiten Newsletter ================================================ Roma-Kulturwoche im 15. Bezirk Zum internationalen Tag der Roma am 8. April organisiert der Roma-Kulturverein "Romano Phralipe" eine Kulturwoche. Von 7.-11. April gibt es im „Brick-5“ Musik, Fotos und zahlreiche aktuelle Diskussionen zu sehen und zu hören. Vom 7.-11. April 2006 veranstaltet der Verein in den Räumlichkeiten des Brick-5 ein abwechslungsreiches Programm. Mit der Roma-Kultur-Woche möchte "RROMANO PHRALIPE" die kulturelle Identität der Roma abseits vom Mainstream in einem gemütlichen Rahmen dem Wiener Publikum näher bringen und damit einen Beitrag zum gegenseitigen Verstehen zwischen Roma und Nicht-Roma leisten. Brick-5 Fünfhausgasse 5 15. Bezirk 7. - 11. April 2006 Programm 7.4., 18.00 Uhr Eröffnung mit Musik und Buffet 19 Uhr Podiumsdiskussion "LAGE DER ROMA IM WIEN /15. BEZIRK" Sprecher: Dejan Kolmpar, Obrad Jovanovic (Roma-Kulturverein "Romano Drom") 9.4.,18.30-20 Uhr Podiumsdiskussion "JUGENDLICHE ROMA UND MIGRATION" - wie gehen Jugendliche mit den Schwierigkeiten der Migration um? Welche Probleme gibt es? Sprecher: Boban Stojkov (Roma-Kulturverein "Romani Dori", 15. Bezirk), Mag. Ljubomir Bratic und Mag. Sanja Zlatkovic (angefragt) 10.4., 18.30-20 Uhr Podiumsdiskussion "Roma und Holocaust - Schwerpunkt Wien / Österreich" Sprecherin: Mag. Elizabet Jevtic 11.4., 18.30 -20 Uhr Podiumsdiskussion "ROMA ZWISCHEN INTEGRATION UND ASSIMILATION" - Inwieweit ist Integration notwendig, um in der Gesellschaft akzeptiert zu werden? Wo liegen die Grenzen zwischen Integration und Assimilierung? Sprecher: Petja Dimitrova, Marika Schmiedt ab 20.30h Buffet Konzert mit „ADRIAN GASPAR ORCHESTRA“ und „ROMANO ILO“ TÄGLICH Fotoausstellung 16-18 Uhr Aktuelle Aufnahmen der Roma im 15. Bezirk von Elisabeth Handl Aktuelle Aufnahmen in Österreich,Tschechien und Mazedonien von Queta Schubert (sie stammt aus Tschechien und ist Romni) Herkunft und Einwanderung in Europa Mappen und Skizzen, die die Einwanderung deutlicher zeigen Verfolgung und Vernichtung im Zweiten Weltkrieg Leben und Gebräuche / FOTOSAMMLUNG VON VERSCHIEDENEN AUTOREN AUS SERBIEN Dokumentarfilmvorführung 16-18 Uhr „Mein Vater"- Dokumentarfilm über alte traditionelle Erwerbe der Roma" (8.,9., 10., und 11.4.) Regie:Misa Keskenovic / Produktion: Kulturno- prosvetno udruzenje Roma Sombor, Serbien/ Länge: 30 min Der Film wurde in Serbien gedreht. "Eine lästige Gesellschaft" (11.4.) Regie/Marika Schmiedt / Produktion: Artbrut/ Länge:75 min Der Film wurde in Österreich, Deutschland und Polen gedreht und beschäftigt sich mit dem Zigeunergenozid und dessen Auswirkungen auf nachfolgende Roma (Details siehe Anhang). ***** Newsletter der Initiative Minderheiten Gumpendorfer Straße 15/13 A-1060 Wien Tel. 586 12 49-18 Fax 586 82 17 http://www.initiative.minderheiten.at http://www.gastarbajteri.at ================================================ 08 Einladung zum Tag der Arbeitslosen der Grünen Wien, 30.4.2006 von Ruth Chylik ================================================ *EINLADUNG - Grünes Fest im Prater am Tag der Arbeitslosen 2006 * Wann: *Sonntag, 30. April 2006, 12:00 - 21:00 Uhr * Wo: *Prater, Jesuitenwiese * *Tag der Arbeitslosen 2006 - Weil der Mensch ein Mensch ist* Wie jedes Jahr begehen die Grünen Wien gemeinsam mit der AUGE/UG (Alternative und Grüne GewerkschafterInnen/Unabhängige GewerkschafterInnen) am 30. April den Tag der Arbeitslosen - mit einem Fest. Die Veranstaltung steht heuer unter dem Motto: “Weil der Mensch ein Mensch ist“ und thematisiert den Grünen Zugang zu den Themen Sozialabbau, Alternativen zur verfehlten Arbeitsmarktpolitik der österreichischen Bundesregierung und der EU sowie zum Kampf gegen Armut und soziale Ausgrenzung. *Was gibt es am Grünen Fest zum Tag der Arbeitslosen?* * Inhaltliche Beiträge von: * Albert Steinhauser (Landessprecher der Grünen Wien), * Monika Vana (Stadträtin und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Grünen Wien), * Karl Öllinger (Nationalratsabgeordneter und Sozialsprecher der Grünen), * Klaudia Paiha (Bundessprecherin der AUGE/UG) * Umfangreiches Musik- und Kulturprogramm: * Christoph & Lollo (die mit den Schispringerliedern) * Houseverstand (österr. HipHop) * When The Music's Over (FM4-tauglicher Rock 'n' Roll aus Wien) * La Campanella (Roma-Sound aus Wien und Beograd) * Wiener Glühn (Wienerlieder einmal anders) Weiters: * Initiativenstraße mit NGOs aus dem Arbeitsmarkt- und Integrationsbereich * Essen und Trinken * Kinderanimation * Spaß und Politik im Grünen Kommt zahlreich, genießt einen Grünen Sonntag im Prater! -- Mag.a Ruth Chylik GRÜNE Wien, Öffentlichkeitsarbeit Lindengasse 40 A-1071 Wien Tel.: +43 1 52125-236, Fax: +43 1 526 91 19 Mobil: +43 664 154 70 05 http://wien.gruene.at ================================================ 09 Deutschzwang in der Schule> Radio Stimme - XX.XX von Initiative Minderheiten Newsletter ================================================ RADIO STIMME - DIE SENDUNG DER INITIATIVE MINDERHEITEN Donnerstag, 30. März 2006 13.00 Uhr, Orange 94.0 / Wien Deutschzwang in der Schule Seit kurzem gilt in einer Berliner und einer Linzer Schule ganz offiziell: SchülerInnen haben sich in der Pause nur noch auf Deutsch zu unterhalten. Vielsprachigkeit wird als Hindernis auf dem Weg zur "Integration" gesehen. Aber macht es tatsächlich Sinn, dass Kinder an der Schule nur Deutsch sprechen? Oder kann verpflichtendes Deutsch sogar kontraproduktiv sein? Und was sind die tatsächlichen Herausforderungen, mit denen Schulen mit hohem Anteil an Kindern, die nicht Deutsch als Erstsprache haben, konfrontiert werden? "Radio Stimme" versucht das Thema von akademischer und praktischer Seite zu beleuchten. Dazu begrüßen wir im Studio: den Sprachwissenschaftler Rudolf de Cillia, die Schülerin Dilan Sengül, die Lehrerin Margot Lunzer sowie die Schuldirektorin Margaret Witek (alle vom Gymnasium Karajangasse im 20. Wiener Bezirk). Weitere Sendungsthemen: - Zwei neu erschienene Bücher aus dem Braumüller Verlag werden vorgestellt: "Defizitäre Demokratie" und "Populisten an der Macht" - Diese Sendung wird weiters ausgestrahlt auf: FREIRAD (Innsbruck) Do, 6. April, 12.00 Uhr Radio AGORA (Kärnten) Do, 6. April, 19.00 Uhr Radio HELSINKI (Graz) Sa, 8. April, 19.00 Uhr Radio FRO (Linz) So, 16. April, 11.00 Uhr ****** -> Neu: Radio Stimme jetzt auch in Kärnten. Seit Jahresbeginn wird Radio Stimme nun auch in Kärnten auf Radio AGORA ausgestrahlt. Sendezeit ist Donnerstag, 19.00 Uhr - http://www.agora.at ****** -> Sendung verpaßt? Das Internet-Archiv. Diese und alle anderen Ausgaben von Radio Stimme sind in unserem digitalen Sendungsarchiv jederzeit als Download und Stream abrufbar: http://www.initiative.minderheiten.at/Radio ****** -> Sendung über's Internet hören. Die Sendungen sind über den Internet-Livestream der Radiosender zur jeweils angegebenen Sendezeit auch über das Internet zu hören. Orange 94.0: http://streamintern.orange.or.at/live3.m3u FREIRAD: http://www.freirad.at/live.m3u Radio FRO: http://www.fro.at/livestream.php HELSINKI: http://www.helsinki.at/live-stream.php ****** -- Radio Stimme - Die Sendung der Initiative Minderheiten Das politische Magazin zu den Themen Minderheiten - Mehrheiten - Machtverhältnisse on air: Wien - Do, 13.00 Uhr - Orange 94.0 - http://www.orange.or.at Innsbruck - Do, 12.00 Uhr - FREIRAD - http://www.freirad.at Kaernten - Do, 19.00 Uhr - Radio AGORA - http://www.agora.at Linz - So, 11.00 Uhr - Radio FRO - http://www.fro.at Graz - Mo, 08.00 Uhr - Radio Helsinki - http://www.helsinki.at on line: weltweit - jederzeit - http://www.initiative.minderheiten.at -- This mail was sent through the strg.at network. http://strg.at ***** Newsletter der Initiative Minderheiten Gumpendorfer Straße 15/13 A-1060 Wien Tel. 586 12 49-18 Fax 586 82 17 http://www.initiative.minderheiten.at http://www.gastarbajteri.at ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 10 GLB/MAN/Gewinnsteigerung/Arbeitsplatzvernichtung/Förderung von "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================ Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110 Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 - Mail glb at aon.at - Web www.glb.at - Ausgabe vom 29. März 2006 MAN: 46 Prozent Gewinnzuwachs, aber Arbeitsplatzabbau im Werk Steyr Schwerreicher Multi kassiert Fördergelder vom Land Die Perversität des realen Kapitalismus kritisiert die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) am Beispiel des deutschen MAN-Konzerns: Während MAN einen um neun Prozent auf 7,4 Milliarden Euro gewachsenen Umsatz und einen um 46 Prozent (!) auf 469 Millionen Euro gestiegenen Gewinn vermeldet, wird gleichzeitig die Vernichtung weiterer Arbeitsplätze am MAN-Standort Steyr angekündigt, „vorübergehend“ sollen etwa zehn Prozent des Stamm- und Leasingpersonals abgebaut werden. Mit dem sattsam bekannten Argument zu hoher Lohnkosten und einer zu hohen Fertigungstiefe kündigt MAN-Chef Anton Weinmann diesen Personalabbau an. In Steyr wurden 2005 von 3.153 Beschäftigten bei einem Umsatz von 1,09 Milliarden Euro 18.000 LKW produziert, für 2006 sind 21.000 Einheiten geplant. Für 2006 soll laut Weinmann der Gewinn „deutlich über dem Umsatzplus“ von geplanten acht Prozent liegen. Für das Management zählt nur mehr die Rendite: Diese wurde bei MAN zwar 2005 von 4,7 auf 6,4 Prozent gesteigert, liegt aber hinter den Konkurrenten Scania (10 Prozent) und Volvo (7 Prozent). Die Vernichtung von Arbeitsplätzen am MAN-Standort Steyr geht also direkt zugunsten der Dividenden der Aktionäre. Als „Körberlgeld“ kassiert der schwerreiche Multi von Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl (ÖVP) zugesagte Förderungen des Landes Oberösterreich für die mit 85 Millionen Euro angegebenen Investitionen für eine neue Produktionslinie mit Leicht-LKW. MAN-Chef Weinmann hatte 2005 mit dem Argument „wir haben gegenüber unseren skandinavischen Mitbewerbern einen Lohnkostennachteil von 20 Prozent“ eine Senkung der Lohnkosten und mehr Flexibilität verlangt. Laut Confederation of Swedish Enterprise (CSE) betrugen die Arbeitskosen pro Stunde in der Industrie im Jahre 2003 in Norwegen 30,4 Euro, in Dänemark 26,7, in Finnland 23, 9 und in Österreich 22,9 Euro, nur in Schweden lagen sie mit 22,0 Euro pro Stunde geringfügig unter dem österreichischen Wert. Gleichzeitig lag Österreich laut Eurostat im Jahre 2004 bei der realen Wochenarbeitszeit mit 43,2 Stunden deutlich vor Finnland (39,1), Dänemark (39,3) und Schweden (39,9 Wochenstunden). Bei der Forderung nach Einsparung von Lohnkosten lobte Weinmann „Teile der Gewerkschaften und Betriebsräte“, welche „dieses Thema sehr wohl verstanden“ hätten. Gleichzeitig wird Druck auf Krankenständler gemacht und mit der Verringerung der Fertigungstiefe durch Verlagerung von Teilproduktionen nach Osteuropa gedroht. Betriebsrat und Gewerkschaft hatten Mühe, die Einführung von Persönlichkeitskriterien in ein Lohnsystem bei MAN in Steyr zu verhindern. Wie GMT-Landessekretär Walter Schopf in einem „Solidarität“-Bericht resümierte geht es der Unternehmensführung letztlich gar nicht um die Flexibilität an sicht, sondern nur darum, dass die Beschäftigten länger arbeiten und weniger Geld dafür bekommen. Mit dieser Taktik gelang es dem Vorstand die in einer Betriebsvereinbarung 1999 getroffene Vereinbarung von maximal sieben Prozent Leasingpersonal auszuhebeln und auf 15 Prozent anzuheben. ================================================ 11 ÖSK-Zeitung April 2006 erschienen: Themen: BAWAG u.a. von Österr. Solidaritätskomitee ================================================ ösk-info Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die neue Nummer, März-April 2006 ist da! INHALT: BAWAG-Skandal - Ursachen Man kann eine Gewerkschaft nicht wie eine Bank und eine Partei nicht wie eine Firma führen. Die "Stärke der Unternehmer und Konservativen ist die Schwäche der sogenannten Arbeitnehmervertreter. Poltik in Österreich: Die "Dritte Republik" wird umgesetzt Zweisprachige Ortstafeln - Ortsende der Demokratie? Unfallversicherung vor dem Kollaps Post: Gegen Ausverkauf und Privatisierung 11 Jahre EU - Was hat's gebracht? Frankreich: Solidarität mit den Protesten gegen die Aufhebung des "Kündigungsschutzes" Islam-Westen - Kampf der Kulturen? Nein - der Iran-Konflikt zeigt: Es braucht einen Feind als Vorwand für Kriegspropaganda. Ölgewinne der Konzerne Wer die gesamte Aussendung beziehen will, gibt uns bitte seine Postadresse bekannt. SPENDENAUFRUF: Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir danken herzlich für die Zuschriften und Spenden. Gerade im Jahr 2006, wo es darum geht gegen die Jubelpropaganda der EU-Präsidentschaft - gegen steigende Arbeitslosigkeit , Armut, Privatisierungen (Post, Telekom, Verkehr, Gesundheitsdienste usw.) die Militarisierung der EU und gegen die Abschaffung der Neutralität aufzutreten. Die BAWAG-Ereignisse machen es deutlicher als bisher sichtbar, dass es darauf ankommt, dass sich die arbeitenden Menschen selbst Gehör verschaffen, weil ihre Vertreter sich schon meilenweit von ihnen entfernt, ja gegen sie gerichtet haben. Nur selbständig, das heißt, unabhängig von Partei- Unternehmer- oder Gewerkschaftsoberen, und gemeinsam können wir diesen Entwicklungen entgegentreten. Deshalb auch sind wir verstärkt auf Mitarbeit und Unterstützung angewiesen. Wir haben und wollen keine Sponsoren aus der Industrie, keine geheimen Bankkonten, machen keine Karibik- oder sonstige Spekulations-Geschäfte. Wir sind von keiner Partei oder Gewerkschaftsfraktion abhängig, und finanzieren unsere Aktivitäten ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden von Aktivisten, Unterstüzten und Abonennten. SPENDENKONTO bei der PSK 79.348.367: Bei Einzahlungen mit Erlagschein/Überweisungen bitte wie folgt ausfüllen: Unter Kontonummer: 79.348.367, unter EmpfängerIn: PSK, W. Leisch, und unter Verwendungszweck: ÖSK, Spende, bzw. Abo. Mit kollegialen Grüßen Österreichisches Solidaritätskomitee oesk at aon.at ================================================ 12 GLB/EU-Gipfel/Jugend/Bad Ischl von "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================ Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110 Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 - Mail glb at aon.at - Web www.glb.at - Ausgabe vom 29. März 2006 GLB unterstützt Gewerkschaftsjugend-Demo in Bad Ischl Das „Europa der Konzerne“ hat der Jugend wenig zu bieten Vom 29. bis 31. März 2006 ist Bad Ischl Treffpunkt der EU-JugendministerInnen. Neben einem Tourismus-Programm werden die MinisterInnen vielleicht auch über die Probleme der Jugend sprechen. Zu bieten haben sie der Jugend in Österreich und in Europa aber nur wenig. Die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) weist in diesem Zusammenhang auf die Perspektiven für die Jugend im „Europa der Konzerne“ hin. Der GLB unterstützt daher auch die Demonstration der Gewerkschaftsjugend am 30. März in Bad Ischl. Die PISA-Studie war für Österreich vernichtend. Unsere Schulen sind nach wie vor Sackgassen, weil eine Gesamtschule abgelehnt wird. Der Trend geht immer mehr zu teuren Privatschulen. Die Chance nach dem Schulabschluss einen Lehrplatz zu finden sinkt rapide. Es gibt keine Ausbildungsverpflichtung der Betriebe. Die Unternehmen wollen fertige Fachleute, aber nicht für eine Ausbildung zahlen. Der Hochschulzugang wurde soweit geöffnet, dass es für österreichische StudentInnen immer schwieriger wird einen Studienplatz zu finden. Die Studienbedingungen werden schwieriger, der Leistungsdruck steigt, weil die Universitäten zu Unternehmen umgewandelt wurden. Die Arbeitslosigkeit steigt, davon sind von SchulabgängerInnen bis AkademikerInnen zunehmend alle betroffen. Immer mehr vollwertige Arbeitsplätze werden zugunsten geringfügiger vernichtet, die Prekarisierung aller Lebensbereiche wächst. Die österreichische EU-Präsidentschaft verspricht jährlich zwei Millionen neue Jobs zu schaffen. Gleichzeitig werden jedoch durch die Privatisierung - wie im Gesundheitswesen, bei Post und Bahn - massiv Arbeitsplätze vernichtet. Die Euro-konforme Budgetpolitik erzwingt Einsparungen bei Bildung und Sozialleistungen sowie Privatisierung öffentlicher Dienste. Eine aktive Beschäftigungs- und Sozialpolitik wird verunmöglicht. Kapital und Vermögen zahlen immer weniger Steuern. Die Reichen werden immer reicher, in Österreich besitzt ein Prozent der Bevölkerung ein Drittel des Vermögens, die Kehrseite sind eine Million arme oder armutsgefährdete Menschen. Die Militarisierung der EU und Entwicklung zu einer Supermacht ist mit der österreichischen Neutralität unvereinbar. Und die Kehrseite der Rüstung ist bekanntlich Sozialabbau. Alle diese Maßnahmen erfolgen mit Zustimmung der österreichischen Regierung, werden also nicht etwa von einer „bösen“ EU dem „guten“ Österreich aufgezwungen. Europafeindlich ist daher nicht, wer die EU kritisiert, sondern jene, die für die Politik dieser EU verantwortlich sind. Die EU ist nicht die Antwort auf die Globalisierung, sondern ein Teil derselben. Mit dieser EU ist ein soziales Europa nicht zu machen. „Eine sinnvolle Perspektive für die Jugend ist auch nicht mit sozialpartnerschaftlicher Unterordnung durchzusetzen, dafür braucht es kämpferische Gewerkschaften“, meint GLB-Bundessekretär Oliver Jonischkeit. Der GLB tritt daher gemeinsam mit Gewerkschaften und sozialen Bewegungen in Österreich und in anderen europäischen Ländern für ein soziales Europa als Alternative zur EU als dem „Europa der Konzerne“ ein. ================================================ 13 [gipfelsoli] Genua von gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - Prozessbeobachter aus Politik und Gesellschaft besuchen G8-Verhandlungen - Ein unglaubliches Puzzlespiel - Ein unglaubliches Puzzle-Spiel ------------------------------------------------------------------------------ Prozessbeobachter aus Politik und Gesellschaft besuchen G8-Verhandlungen Presseerklärung 28. März 2006 In Genua (Italien) finden gegenwärtig zwei in seiner Art und Umfang einzigartige Gerichtsprozesse gegen teilweise höchstrangige Beamten der italienischen Polizei statt. Deutsche Prozessbeobachter aus Politik und Zivilgesellschaft nehmen an den Verhandlungen teil. In der vergangen Woche besuchte der Berliner Politikwissenschaftler Prof. Wolf Dieter Narr vom Komitee für Grundrechte und Demokratie die Verhandlungen. Mit Blick auf das Vorgehen von Polizei, Politik wie auch der Justiz sprach er von "einem einzigen Skandal". Gegenstand der Verhandlungen sind die erschütternden Ereignisse während des G8-Gipfels 2001, als Polizeieinheiten die Schule "A. Diaz" mit äußerster Brutalität überfielen, welche von Demonstranten als Unterkunft genutzt wurde.* Die 93 teilweise schwerverletzten Opfer der Polizeirazzia wurden noch tagelang illegal in einer Polizeikaserne und verschiedenen Gefängnissen, bzw. in den Krankenhäusern festgehalten. Seit November 2005 macht sich das Gericht in den laufenden Zeugenaussagen der mehr als 40 geschädigten deutschen Demonstranten ein Bild von den skandalösen Ereignisse in der Diaz-Schule. Doch vor Gericht steht nur eine kleine Anzahl von 29 Polizeibeamten, da die Mehrzahl der Polizisten während ihrer Taten vermummt waren und die Polizei die Kooperation zur Aufklärung der Verbrechen behindert. In dem zweiten Verfahren geht es um die Ereignisse in der Polizeikaserne "Bolzaneto", wo während der G8-Tage rund 270 Demonstranten Opfer von Polizeibrutalität und Willkür wurden. Mehr als vier Jahre vergingen damit bis zur Eröffnung der Prozesse. Im Falle der Verfolgung der Straftaten im Bolzaneto-Verfahren droht eine Verjährung der Anklagen gegen die 45 Polizisten und Mediziner, noch bevor das Verfahren abgeschlossen werden kann. * Anlässlich der deutschen Zeugenaussagen reisen mehrere unabhängige Prozessbeobachter ab Ende März nach Genua. Dies geschieht vor dem Hintergrund der halbherzig erscheinenden Bearbeitung der Ermittlungen und Verfahren in Italien * dem Interesse eine Diskussion über Polizeipraktiken und Bürgerrechte anzustoßen * der nötigen mentalen und politischen Unterstützung der Opfer In der nächsten Phase der Beobachtung fahren Michael Leutert (MdB Linke, vom 3. bis 6. April) und Paul Schäfer (MdB Linke, vom 11. bis 13. April) nach Genua. Wir bieten der Presse exklusive Möglichkeiten für Interviews und Gespräche mit Betroffenen und den Prozessbeobachter in Deutschland und Italien an. Genaue Informationen zu den Prozessbeobachtern und ihren Reisen können bei uns gern jederzeit angefordert werden. Kontakt: info [at] supportolegale.de * Hans Christian Ströbele (Grüne) hatte die Ereignisse damals als "chilenische Verhältnisse" bezeichnet. ------------------------------------------------------------------------------ Ein unglaubliches Puzzlespiel Nachwehen von Genua 2001: Mirco Schleiting fuhr an den Ort des Grauens, um vor der italienischen Staatsanwaltschaft als Zeuge auszusagen. Opfer waren erst die Angeklagten "Das sind Bilder, die sich im Kopf einbrennen." Mirco Schleiting (29) wird nie vergessen, was er beim G8-Gipfel in Genua 2001 erleiden musste. Er gehörte zu den 93 Menschen, die in der Nacht vom 21. auf den 22 Juli in der Diaz-Schule, wo die Globalisierungsgegner übernachteten, von italienischen vermummten Polizisten brutal zusammengeschlagen, festgenommen und misshandelt wurden. Jetzt war er einer der 46 deutschen Zeugen, die von der italienischen Staatsanwaltschaft eingeladen, in Genua zu den Taten befragt wurden und werden. Der Grund: Am 6. April 2005 wurde endlich der Hauptprozess gegen die an den Übergriffen Beteiligten begonnen. Nicht die Peiniger der Demonstranten werden zur Verantwortung gezogen, sondern deren Vorgesetzte, die den brutalen Einsatz befahlen. Falschaussage und Verleumdung, Körperverletzung in besonders schwerem Fall, willkürliche Durchsuchung, Hausfriedensbruch, Unterschlagung und Gewaltanwendung im Amt, Diebstahl, Sachbeschädigung - die Liste der Tatvorwürfe ist umfangreich. Die Opfer waren zunächst selbst angeklagt worden, wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung zum Zwecke der Verwüstung und Plünderung. Mirco Schleitning: "Abstruse Beschuldigungen, es war der Versuch, uns zu kriminalisieren." Jetzt geht es in Genua darum, durch die Zeugenaussagen trotz der Vermummung Einsatzgruppen bestimmten Taten zuzuordnen. Mirko Schleiting: "Ein unglaubliches Puzzlespiel. Ich weiß noch, wie ein Helm aussah oder die Hose, die derjenige trug, der auf mich einschlug." Überhaupt müsse man bei diesem Prozess die Besonderheit berücksichtigen, dass die Polizei, die ja normalerweise dem Staatsanwalt zuarbeite, jetzt aber versuche, Beweise zu unterschlagen. Ob er sich nicht wünsche, die Sache endlich vergessen zu können? "Ja, darüber denkt man schon nach. Aber man kann etwas bewirken - für 25 Angeklagte stehen die Terror-Vorwürfe noch im Raum, und darauf stehen bis zu 15 Jahre Gefängnis." 50 Anwälte sind mit der Klärung der Straftaten beschäftigt, eine Gruppe Ehrenamtlicher hat 250 Stunden Videomaterial sowie tausende von Beweisfotos gesammelt. Mit dem Prozessende wird erst in zwei Jahren gerechnet."Für 25 Angeklagte stehen die Terror-Vorwüfe noch im Raum" [WAZ Oberhausen, 27.03.2006] ------------------------------------------------------------------------------ Ein unglaubliches Puzzle-Spiel PROZESS / Mirco Schleiting stand in Genua als Zeuge vor Gericht: Wer war verantwortlich für den Sturm der Diaz-Schule? An alles kann Mirco Schleiting sich nicht erinnern. Immerhin habe ihm einer der Polizisten gegen den Kopf getreten, und das alles sei ja auch schon lange her, sagt der 29-Jährige. Aber Schleiting weiß genug, um für die Genueser Staatsanwaltschaft als Zeuge wichtig zu sein: Vergangenene Woche reiste der Oberhausener nach Italien, um im Prozess gegen die Polizisten auszusagen, die verdächtigt werden, für den Sturm der Diaz-Schule während des Weltwirtschaftsgipfels 2001 verantwortlich zu sein. "Es ist wichtig, dass das juristisch geklärt wird" Schleiting und andere Oberhausener waren nach Genua gefahren, um während des G8-Gipfels zu protestieren (die NRZ berichtete). Die Gruppe hatte mit anderen Demonstranten vom 21. auf den 22. Juli in der Diaz-Schule übernachten wollen - als italienische Polizisten die Globalisierungskritiker überfielen und mehr als 100 Männer und Frauen zusammengeschlugen. Schleiting kam mit Platzwunden, einer Rippenprellung und Blutergüssen davon. Dass er nicht noch schlimmer verletzt wurde habe wohl daran gelegen, dass er "toter Mann" gemacht habe. 25 Polizisten stehen jetzt in Genua vor Gericht, doch weil sich nicht rekonstruieren lässt, wer bei dem Sturm dabei war, sind es hauptsächlich leitende Beamte. Sie müssen sich wegen Körperverletzung in besonders schwerem Fall, Falschaussage, Verleumdung, willkürlicher Durchsuchung und anderer Delikte verantworten. "Es ist ein unglaubliches Puzzle-Spiel", sagt Schleiting; allein 126 Menschen, die in jener Nacht Schaden erlitten, werden aussagen, dazu Zeugen wie Journalisten oder Sanitäter. 250 Stunden Video-Material, zehntausende Fotos und der mitgeschnittene Polizeifunk werden ausgewertet. Schleiting erzählte vor Gericht, an was er sich erinnert: Die blauen Uniformhosen mit der gepolsterten Knie-Partie, die er erkennen konnte, obwohl er auf dem Boden kauerte und die Hände schützend über den Kopf hielt. Die Uniform lässt auf bestimmte Spezialtrupps der italienischen Polizei schließen. "Das ist das, was die Staatsanwaltschaft wissen will", sagt Schleiting, "welche Einheit wann wo war." Diese Nacht und alles, was danach kam, die Misshandlungen und Erniedrigungen im Gefängnis, hinter sich zu lassen, ist für Mirco Schleiting schon ein verlockender Gedanke. Da helfen solche Termine wie der letzte Woche vor Gericht nicht. Aber: "Es ist wichtig, dass das, was damals passiert ist, auch mal juristisch geklärt wird." [NRZ Oberhausen, 27.03.2006] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l ================================================ ================================================ C) TERMINE ================================================ Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/3003.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/3103.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/April/0104.htm ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. 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(Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) nicht aufgenommen: Doubletten Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 21.30 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================