widerst at nd mund: Donnerstag, 22. Juni 2006

MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst analle at no-racism.net
Don Jun 22 02:32:37 CEST 2006


widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst

Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr
www.no-racism.net/mund


Donnerstag, 22. Juni 2006

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A) INHALT
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01 Polizeiübergriff 20.6.2006
Von:    Gregor Dietrich <Crocus at reflex.at>
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02 Spektakuläre NGO-Aktion
   gegen George W. Bush
Von:    NGO Resistance for Peace
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MEINUNGEN
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03 Meine erste Absage :-)
Von:    Martin Mair <mm at mediaweb.at>
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04 Männerfussball ist... Eine feministische
   Position zur Fussball-WM 2006
Von:    angela mores <angela.mores at chello.at>
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ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE
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05 literarische events + a bisserl fuasboi
Von:    el awadalla <el at awadalla.at>
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06 Sommerfest!
Von:    Kindercafe Lolligo <lolligo at reflex.at>
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07 Fußballspieler, männlich, schwul > Radio Stimme - 22.06
Von:    Initiative Minderheiten Newsletter
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08 migration vibrations - solifest für die deserteursberatung 28.06.
Von:    Deserteurs und Fluechtlingsberatung
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09 Frauenhetz-Erinnerungsmail:
   23.6 Demokratiequalität aus fem. Perspektive,
   24.6. Die österr. Verfassung. Grundsätze
Von:    Verein Frauenhetz <office at frauenhetz.at>
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10 Programm 28.Juni
Von:    depot-news at mailman.sil.at
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11 29.6.: Wie viel Politik verträgt der ORF?
Von:    Zukunfts- und Kulturwerkstätte
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MELDUNGEN
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12 Netzkulturfördermodell Mana rechtswidrig
Von:    IG Kultur Österreich <office at igkultur.at>
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13 GLB/ÖBB/Börsegang
Von:    Gewerkschaftlicher Linksblock <glb at aon.at>
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14 Weitergabe von Passagierdaten: Neu installieren
Von: "q/depesche" <depesche at quintessenz.org>
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INTERNATIONALE SOLIDARITÄT
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15 Papuan refugees refuse to meet with RI's House members
Von:    westpapua at gmx.net <westpapua at gmx.net>
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B) TEXTE
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01 Polizeiübergriff 20.6.2006

Von:    Gregor Dietrich <Crocus at reflex.at>
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An 
BpolDion Wien
Pressedienst

Sehr geehrte Damen und Herren!

Gestern (20. 6. 2006) Mittag (etwa 13 Uhr, +/- 1 Stunde) wurde beobachtet
wie ein junger Mann, anscheinend Student, in der Kärntnerstraße vom
Fahrrad gerissen, brutal zusammengeschlagen und in Handschellen abgeführt
wurde, weil er einen Aufkleber "Bush go home" auf dem Fahrrad hatte.
Zahlreiche Touristen (!) protestierten lautstark gegen diese
Vorgangsweise. 
Bedeutet Verhältnismäßigkeit der Mittel bei Staatsbesuchen Prügel für
Verwaltungsübertretungen wie Fahren in der Fußgängerzone oder ist das
verfassungsmäßig garantierte Recht auf freie Meinungsäußerung außer Kraft
gesetzt, oder sollte es sich um einen schwer bewaffneten Gewaltverbrecher
gehandelt haben, was den Einsatz rechtfertigt? Bitte um Aufklärung! -
Artikel in Vorbereitung, diese Anfrage und Ihre Antwort werden auch
anderen Medien zur Verfügung gestellt.
Eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft ist in Vorbereitung.

mfG
Mag. G. Dietrich
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02 Presseaussendung: Spektakuläre NGO-Aktion    gegen George W. Bush

Von:    NGO Resistance for Peace <office at resistanceforpeace.org>
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P R E S S E A U S S E N D U N G                  Wien, am 21.06.2006


Resistance for Peace
Menschenrechts- Umweltschutz- Tierrechts-NGO
http://www.resistanceforpeace.org
Nobilegasse 26/22
A-1150 Wien

Presserückfragen und Kontakt
Peter Rosenauer, Obmann
Mobile: (++43) 0664 505 18 61
E-Mail: office at resistanceforpeace.org
Web: http://www.resistanceforpeace.org





Ttl.: NGO "Resistance for Peace" protestiert gegen US-Präsidenten Bush.

Uttl.: Ein 100m² grosses Banner wurde montiert, Kletterer hängen im Seil.



Anlässlich des USA-EU Treffens in Wien zeigt „Resistance for Peace“ an
der Fassade eines Hauses in der Vorderen Zollamtsstrasse im 3.Bezirk in 
Wien ein Banner mit der Aufschrift: „US president Bush is a danger to 
the planet. Stop the lying idiot!“

Dazu erklommen um 9:30 Uhr etwa ein Dutzend Aktivisten das Baugerüst.

Der Sprecher von Resistance for Peace, Peter Rosenauer, empört sich: 
„Es kann nicht sein, dass dieser zutiefst zynische, verlogene Mensch,
welcher ein Handlanger und eine Marionette der Waffen-, Atom-,
Erdölindustrie usw. ist, mit allen Ehre in Österreich empfangen wird.
Bush tritt die Menschenrechte mit Füssen und macht eine skrupellose
Politik für die Konzerne und gegen die Menschen und die Natur.“

Resistance for Peace fordert den EU-Ratsvorsitzenden Schüssel dazu auf, 
von Bush vehement die Einhaltung der Menschen- und Umweltrechte zu 
verlangen.

Abhörskandale, Folterungen, Entführungen, Pressezensur,
Kriegsverbrechen, Umweltzerstörung usw. verletzen internationales Recht
und können nicht unter den Tisch gekehrt werden.

Resistance for Peace ruft die Menschen dazu auf, solche Politiker nicht 
zu akzeptieren, weil sie eine massive Bedrohung des sensiblen
Regelwerkes Demokratie darstellen!



Weitere Informationen vor Ort bei Peter Rosenauer unter 0664/ 505 18 61

Professionell gedrehtes Video- und Fotomaterial ist ebenfalls vorhanden





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MEINUNGEN
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03 Meine erste Absage :-)

Von:    Martin Mair <mm at mediaweb.at>
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Absagen macht Spass, darum habe ich heute meine erste Absage geschrieben :-)
(das Inserat war elendslang mit vielen, vielen 
Ansprüchen aber nichtein WOrt, was dieser Konzern 
den potentiellen Arbeitnehmern denn bieten will. 
Kein Wunder, dass die schon mehrmals die Stelle 
ausgeschrieben haben).

Mehr zum Thema Absagen schreiben bei der 1. Wiener Absageagentur unter
http://www.f13.at/abs

lg

Martin

P.S.: Ihr Hausarzt empfiehlt: Eine Absage 
schreiben pro Tag erhöht Ihr wohlbefinden und 
verlängert Ihre Lebenserwartung

Sehr geehrte Damen und Herren!

Mit Langeweile habe ich Ihre wiederholte 
Bewerbung im Online-Standard um meine Mitarbeit 
gelesen, muss Ihnen aber leider mitteilen, dass 
Ihre Unternehmensprofil, das offenbar nur fordert 
und nichts zu bieten vermag, nicht zu meinen 
Ansprüchen passt.

Ein unrealistisch agierendes Unternehmen, das 
keine Ahnung von Kommunikation hat, nicht zu 
motivieren vermag, das passt einfach nicht zum 
meinen umfangreichen Qualifikationen und 
Erfahrungen als Publizist und Informatiker.

Da Sie weder einen Gehalt noch sonstige 
Leistungen/Vorteile von Borealis als Arbeitgeber 
angeben, nehme ich an, dass sie womöglich einen 
Roboter suchen. Als Mensch fühle ich mich bei 
Ihrem Inserat einfach nicht angesprochen.

Ich kann Ihnen daher nur viel Ausdauer wünschen, 
vielleicht finden Sie doch die Eiermilchlegende 
Wolfsmilchsau in Ihren Forschungslabors. Bitte 
inofrmieren Sie mich dann über die Weltsensation!

Einstweilen werde ich Sie gerne in meine Evidenz 
der hoffnungslosen Unternehmen aufnehmen und bei 
Glegenheit eine weiter Absage schicken.

Ein Hoch auf den Neoliberalismus!

Martin Mair

P.S.: Alleine die unrofessionell gestaltete 
Website, die kaum Rücksicht auf die menschliche 
Wahrnehmung nimmt und die Standards der Usability 
missachtet  - z.B. hellgraue Klappmenüs auf 
wiessem Hintergrund !!! -, lässt auf einen 
grossen Realitätsverlust Ihrer Firma vermuten, 
die sich in ihren künstlcihen Plastikwelten 
verfangen hat. Ich wünsche Ihnen daher gutes 
Gelingen bei Ihrem weiteren Lebensweg, vielleicht 
werden Sie doch noch einmal richtige Menschen!


http://derstandard.at/?url=/Stellenmarkt/dyn/detail.asp%3FU%3Duser%26ID%3D77621%26fromSky%3D
-- 

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Martin Mair - Publizist virtuell & traditionell
Krottenbachstrasse 40/9/6, A-1190 Wien
Tel. + Fax: +43 1 3677487,
Mobil: + 43 676 3548310
Email: mm at mediaweb.at

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http://www.bannertausch.info
http://www.arbeitslose.at AMS AKtive Arbeitslose
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04 Männerfussball ist... Eine feministische  Position zur Fussball-WM 2006

Von:    angela mores <angela.mores at chello.at>
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Männerfussball ist ...
© Üri(20.06.06)

Eine feministische Position zur Fußball-WM 2006

"Die Welt zu Gast bei Freunden" lautet der Slogan der 18. Fußballweltmeisterschaft der Männer, die derzeit in Deutschland stattfindet. Während für die einen Ball und Rubel rollen, überlegen andere, meist Frauen, wie sie dieser gewaltgeschwängerten Stimmung entkommen können.

 Die Welt zu Gast bei Freunden" lautet der Slogan der 18. Fußballweltmeisterschaft der Männer, die vom 9. Juni - 9. Juli 2006 in der BRD stattfindet. 32 Mannschaften treten in 64 Spielen gegeneinander an. In 12 Austragungsorten sind die Stadien hochsaniert worden. Der Umbau und die Überdachung des Olympia Stadions in Berlin kosteten 242 Millionen Euro. Eine Summe, die auf Jahre ausreichen würde, um eine feministische Infrastruktur zu unterstützen, die sich die Abschaffung von gewaltbestimmten Lebensbedingungen von Frauen zum Ziel gesetzt hat. Frauenrechte spielen bei dieser Fußballweltmeisterschaft offensichtlich keine Rolle, auch wenn die Diskussion um die Verhinderung von Zwangsprostitution das Gegenteil suggeriert.

 Für die BRD ist es aus verschiedenen Gründen von Bedeutung, Austragungsort für die Fußballweltmeisterschaft zu sein. Erhofft mann sich doch neben ökonomischen Vorteilen unter anderem einen Prestigegewinn für das Land, in dem es alltäglich rassistische Übergriffe auf Flüchtlinge und MigrantInnen gibt. Diese Übergriffe werden selten von einer größeren Medienöffentlichkeit beachtet und von den politischen und juristischen Behörden verfolgt. Das auffallend starke Medieninteresse an dem rassistischen Überfall auf Ermyas M. in Potsdam ist so in direktem Zusammenhang mit der anstehenden WM zu sehen und spiegelt das politische Interesse wider, die BRD als Land darzustellen, in dem rassistische Gewalt angemessen verfolgt wird. Während viele Frauen und MigrantInnen überlegen, wie sie der gewalttätigen Stimmung rund um das Fußballgeschehen und dem Gefahrenpotential, das von den Männerhorden ausgeht, entkommen können, richtet sich für einen großen Teil der männlichen und weiblichen Bevölkerung die Terminplanung in diesen Wochen nach den Zeiten der Spiele. Gab es sonst bei Großereignissen wie Expo 2000, Olympiade und anderen noch Widerstand und Proteste gegen die damit verbundene Verteuerung der Lebenshaltungskosten, die ‚Säuberung’ der Innenstädte und die massive Überwachung, so gibt es bis jetzt nur wenig grundsätzliche Kritik an diesem nationalistischen Großereignis mit all seinen rassistischen und sexistischen Implikationen.

... Sexismus und Zwangsprostitution

Zum 8. März 2006 starteten breit getragene Kampagnen gegen Zwangsprostitution, die vor allem die Sensibilisierung der Öffentlichkeit, insbesondere von Männern beziehungsweise Freiern zum Ziel haben. Auch wenn diese Kampagnen unter anderem mehr Respekt für Frauen einfordern, die in der Prostitution arbeiten – fehlender Respekt für Frauen ist in dieser Gesellschaft alltäglich und in ihrer patriarchalen Struktur angelegt. Während in der Öffentlichkeit zum Teil voyeuristisch über Zwangsprostitution berichtet wird, ist es kein Thema, dass Männer Frauen kaufen. Wieso wird es als Selbstverständlichkeit betrachtet, dass bei einer Männer-dominierten Veranstaltung wie dieser Fußballweltmeisterschaft staatlicherseits für die Möglichkeit der Prostitution gesorgt wird? Da sollen sogenannte ,Verrichtungsboxen‘ direkt an die Stadien gebaut werden, damit Männer nach dem Spiel direkt vor Ort ihre ,sexuelle Notdurft‘ verrichten können. Die schwedischen Männer wurden öffentlich bemitleidet, als in Diskussion war, dass die schwedische Fußballmannschaft wegen der in der BRD erlaubten Prostitution nicht an der WM teilnehmen solle. In Schweden ist der Kauf von sexuellen Handlungen verboten.

 Diese männliche ‚Sexualität’ und der alte Mythos vom ‚männlichen Trieb’, die von der Frauenbewegung als patriarchale Konstruktion und Struktur zur Legitimierung von Männergewalt entlarvt worden sind, werden im Gewand des aufgeklärten Freiers wieder neu legitimiert. Es wird suggeriert, dass mit Prostitution Gewalt verhindert werden könnte, dabei wissen gerade Frauen, dass dem noch nie so war. Weder die Legalisierung von Prostitution noch die Einführung des Gewaltschutzgesetzes haben am Ausmaß der Gewalt gegen Frauen und den bestehenden Machtverhältnissen etwas Grundsätzliches verändert. Ausbeutungsverhältnisse werden zum Normalzustand umdefiniert, der nicht hinterfragt werden soll: Sexistische Werbung, frauenfeindliche Lehrbücher, Benachteiligung bei der Berufswahl und bei der Entlohnung, Vergewaltigung in der Ehe, Lesbophobie, psychische und physische Gewalt gegen Frauen und Mädchen bis hin zur Ermordung von Frauen und ihren Kindern sind Alltag in der BRD. In dieser Gesellschaft erleben viele Frauen sexualisierte Gewalt. Als Mädchen, als Schwester, als Freundin, als Ärztin, als Sekretärin, als Haushaltshilfe, als Prostituierte. Frauen sind betroffen und/oder bedroht von Männergewalt. Alle Frauen haben unterschiedliche Strategien damit umzugehen und unterschiedliche Grenzen. 
  
Eine Legitimation dieser Gewalt kommt nicht in Frage.

  

Die aktuelle Diskussion um Zwangsprostitution verstärkt das Gegenbild der ‚freiwilligen’ Prostitution, bei der Machtverhältnisse ausgeblendet sind, ganz im Sinne einer neoliberalen ,Sexkultur’, in der angeblich alles möglich ist und auf gleichberechtigter Basis stattfinden kann. Wenn hier überhaupt von ‚Freiwilligkeit’ gesprochen werden kann, dann nur im Rahmen der eingeschränkten Erwerbsmöglichkeiten, die Frauen in der BRD und in anderen Ländern vorfinden. Es geht darum, weiter für Lebensbedingungen und gesellschaftliche Strukturen zu kämpfen, in denen es keine Machtverhältnisse mehr gibt, die eine ökonomische und/oder sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen ermöglichen.

 ... Sexismus und Rassismus

Dient die Diskussion um ‚Zwangsprostitution‘ nicht eher migrationspolitischen Interessen, als dass es real um Bekämpfung von Frauenhandel und von Gewalt gegen Frauen ginge? In den letzten Wochen gab es vermehrt Razzien im Milieu. Dabei wurden vor allem Frauen festgenommen, die keine Arbeits- oder Aufenthaltserlaubnis haben. Diese Migrantinnen, die nur die Möglichkeit haben, ohne Papiere zu arbeiten, werden nun verstärkt abgeschoben. Auf der Grundlage des neuen Zuwanderungsgesetzes verweigert dieser Staat nach wie vor vielen Frauen, die in der BRD leben und arbeiten, einen legalen Aufenthalt. Im Zusammenhang mit der WM wurden als erstes Einreiseverschärfungen diskutiert. Offensichtlich ist nicht die ganze Welt willkommen. Die Festung Europa bleibt gerade auch während der WM bestehen. Frauenhandel ist jedoch international organisiert und geschieht häufig mit Wissen staatlicher Stellen. Er wird nicht dadurch bekämpft, dass die Migration von Frauen kontrolliert und verhindert wird. Solange die Ursachen für Migration weiter bestehen, werden Frauen ihr Recht auf Migration einfordern und umsetzen. Wir fordern Bleiberecht und offene Grenzen für alle.

 ... Globalisierte Ökonomie  

Eines ist schon jetzt sicher: Die Gewinner der WM sind die FIFA und die Sportartikelhersteller, die die Mannschaften ausrüsten. Adidas hat für den Titel ‚offizieller FIFA-Sponsor‘ 45 Millionen Euro bezahlt. Diese Summe wurde durch die Ausbeutung der ArbeiterInnen in den Zulieferbetrieben erwirtschaftet: "Beim Adidas-Zulieferbetrieb Hugger in Honduras werden die ArbeiterInnen vor der Einstellung diskriminierenden Untersuchungen unterzogen, zum Beispiel auf Schwangerschaft und auf Tätowierungen, jeweils Gründe für die Nichteinstellung. Zudem befürchten die ArbeiterInnen ihre Entlassung, wenn sie ihr Recht auf gewerkschaftliche Organisation ausüben wollen. Der angeblich verbindliche Adidas-Verhaltenskodex, nach dem diese Missstände nicht existieren dürfen, ist den meisten ArbeiterInnen nicht bekannt. Damit nicht genug: Im Adidas-Zulieferbetrieb Hugger erhalten die NäherInnen einen Lohn von 110 Euro (CIR/Kampagne für ‚saubere Kleidung‘, 9.6.2005). Das ist weniger als 1 Prozent des Verkaufspreises pro angefertigtem Sportartikel als Lohn.

 Gegen Coca Cola, einen anderen Hauptsponsor der WM, wurde bereits vor einigen Jahren eine weltweite Boykottkampagne gestartet, weil Coca Cola bei der Produktion in Kolumbien von den dort herrschenden ökonomischen Bedingungen und der Repression profitiert. Seit 1996 hat es 8 Morde an Gewerkschaftsvertretern von Sinaltrail gegeben, die in dem Coca-Cola-Werk gearbeitet haben. Mit der Kampagne, die während der WM in der BRD intensiviert werden soll, wird Coca Cola aufgefordert, sich öffentlich von den Aktionen der Paramilitärs zu distanzieren und Menschen- und Arbeitsrechte zu achten und einzuhalten. Die Exklusivrechte für den Bierausschank hat der amerikanische, zweitgrößte Bierbrauer der Welt, Anheuser-Busch. Er hat dafür 40 Millionen Euro bezahlt und hofft natürlich mehr als das wieder einzunehmen. Günter Jauch und der ehemalige Nationaltrainer Rudi Völler werben gemeinsam im Fernsehen für den kistenweisen Kauf von Krombacher Bier. Für einen guten Zweck wohlgemerkt, denn ein kleiner Prozentsatz wird an das Kinderhilfswerk gespendet. Es ist, als ob der Kampf gegen das Gewaltpotenzial nach Alkoholkonsum von den Käufern nach dem Verursacherprinzip gleich zum Teil mitbezahlt werden soll.

 Trotz der gravierenden Kürzungen in sozialen Bereichen und den gesellschaftlichen Umstrukturierungen wird das Projekt WM 2006 großzügig durch die öffentliche Hand mitfinanziert. Rund 1,38 Milliarden Euro wurden in neue Stadien investiert, 280 Millionen Euro alleine ins FIFA WM-Stadion München. 3,7 Milliarden Euro werden in den Straßenbau und 500 Millionen in den Kartenverkauf investiert, beziffert das Wirtschaftsministerium die finanzielle staatliche Unterstützung. Versprochen werden Arbeitsplätze und ‚touristische und wirtschaftliche Anreize‘. Wie eng Politik, Sport und Wirtschaft miteinander verflochten sind, zeigt neben der Organisationsstruktur auch die Kommerzialisierung des Fußballs selbst. Das Organisationskomitee für die Fußballweltmeisterschaft wird kontrolliert durch einen Aufsichtsrat und ein Kuratorium. Im Aufsichtsrat sitzen zum Beispiel Otto Schily und Wolfgang Schäuble. Außerdem berät der Sportausschuss des Deutschen Bundestages das Komitee. Fußball kann also als Staats-Sport bezeichnet werden. Ganz selbstverständlich wird auch in den Nachrichten als erstes über dieses Ereignis berichtet und öffentlicher Raum für den Fußballwahn zur Verfügung gestellt: Fußballtore leuchten auf Gebäuden, und Großbildleinwände werden auf zentralen Plätzen aufgebaut.

 ... Nationalismus und Kontrolle

Der deutsche Nationalismus nach 1945 hat spätestens seit 1989 noch einmal großen Auftrieb erhalten und wird von breiten Teilen sowohl der männlichen wie der weiblichen Bevölkerung mitgetragen. Im Kontext der WM entsteht eine neue Dimension von deutschem Nationalismus: Überall in der BRD springt einer das Schwarz-Rot-Gold entgegen, und in einer Zeit, in der viele durch die Verschlechterung von Arbeitsbedingungen einerseits und Sozialleistungen andererseits verunsichert sind, soll die Deutschlandflagge und das Angebot der Identifikation mit der deutschen Nation von den aktuellen politischen und strukturellen Missständen ablenken. Misstrauisch macht, wie die Diskussion um Sicherheit bei der Fußballweltmeisterschaft und den Einsatz der Bundeswehr bei diesem Männer-Ereignis geführt wird. Angesichts eines zunehmend militarisierten Alltags und einer Gewöhnung an Krieg und Gewalt erfüllen die Spiele eine wichtige Funktion in bezug auf die Schaffung eines ‚Zusammengehörigkeitsgefühls‘ und die Legitimation weiterer repressiver ‚sicherheitspolitischer‘ Maßnahmen wie die Hochrüstung der Videoüberwachung.

 Wir fordern alle auf, die für eine Gesellschaft ohne Unterdrückung und Ausbeutung eintreten, gegen die strukturellen Gewaltverhältnisse Stellung zu beziehen, ihre eigene Haltung zu diesem Fußball- und Männlichkeitswahn kritisch zu überdenken und sich bewusst zu machen, was es für viele MigrantInnen und Frauen bedeutet, in diesen patriarchalen Verhältnissen zu leben. Wir fordern alle auf, einzugreifen und sich zu organisieren, statt sich zum Teil dieser sexistischen, rassistischen, nationalistischen Strukturen zu machen.

 Üri (Überregionales autonomes feministisches Treffen von FrauenLesben und Frauenlesbentransgender), Mai 2006

  
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ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE
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05 literarische events + a bisserl fuasboi

Von:    el awadalla <el at awadalla.at>
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23. 6. 2006, 19:30h

Kellergasse Schiltern bei Langenlois

literatur in der kellergasse
zum 5. mal veranstaltet vom unabhängigen literaturhaus
niederösterreich 

mit: El Awadalla und Daniel Glattauer, musikalisch kongenial ergänzt vom
Duo Hojsa-Emersberger




7. 7. 2006, 19h

Urania, Uraniastr. 1, 1010 Wien

das uawaschl steht wieder und lädt ein zum lesen, schreiben und
hören.

eröffnung am 7. 7. um 19 uhr, begehbar bis 23. 7. rund um die uhr.

eröffnung und lesung el awadalla




20. 7. 2006, 17h

350. widerstandslesung gegen schwarzblaurange

wir lesen, bis sie gehen

mit autorinnen und autoren, die schon zu hören waren, sekt, kuchen,
blauen wuchteln etc.



kommentar zur fußball-wm:


a lawal
a wuchtl
a guaggn
a banane
a brezn
a stangl
und öf wiaschdln


-- 
widerstandslesung jeden donnerstag 17 bis 19 uhr
1010 wien, ballhausplatz 1a.

http://www.awadalla.at/



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06 Sommerfest!

Von:    Kindercafe Lolligo <lolligo at reflex.at>
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Endlich:

Im und rund um's Lolligo gibt es ein großes Kinderfest:
mit Spielen, Essen & Trinken, Musik, Jongleur, Clown und noch vielem
mehr...

Bitte weitersagen und alle kommen:
Am 30. Juni 2006 ab 14 Uhr.


Wie freuen uns!!


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LOLLIGO
Fischerstiege 4-8 - 1010 Wien
Öffnungszeiten:
FR & SA 15-18 Uhr - nur bei Schlechtwetter!!
Infotelefon: 0699 1966 76 10

www.lolligo.net

Spenden erbeten und notwendig:
"lolligo" / blz 14000 / konto-nr. 10010-036-203

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07 Fußballspieler, männlich, schwul > Radio Stimme - 22.06

Von:    Initiative Minderheiten Newsletter <news at initiative.minderheiten.at>
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RADIO STIMME - DIE SENDUNG DER INITIATIVE MINDERHEITEN

Donnerstag, 22. Juni 2006
13.00 Uhr, Orange 94.0 / Wien

Fußballspieler, männlich, schwul ... gesucht

Beim Fußball kann man noch richtig Mann sein. Man kämpft für seine Mannschaft
und trägt die Hoffnungen seiner Fans oder auch einer ganzen Nation auf seinen
heldenhaften Schultern. Frauen haben hier nichts zu suchen und noch viel weniger
homosexuelle Männer. Radio Stimme darüber, wie Fußball bestimmte Bilder von
Männern und Männlichkeit prägt und warum dabei anscheinend kein Platz für
Homosexuelle ist.

Weitere Sendungsthemen:
- Fernseher an, Feminismus aus? Mediale Repräsentationen am Beispiel der Serie
"Desperate Houswives"
- Gay Cops Austria, Schwule und Lesben in österreichs Polizei



Diese Sendung wird weiters ausgestrahlt auf:
FREIRAD (Innsbruck)    Do, 29. Juni, 12.00 Uhr
Radio AGORA (Kärnten)  Do, 29. Juni, 19.00 Uhr
Radio HELSINKI (Graz)  Sa, 01. Juli, 19.00 Uhr
Radio FRO (Linz)       So, 09. Juli, 11.00 Uhr


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-> Sendung verpaßt? Das Internet-Archiv.
Diese und alle anderen Ausgaben von Radio Stimme sind in unserem digitalen
Sendungsarchiv jederzeit als Download und Stream abrufbar:
http://www.initiative.minderheiten.at/Radio

******

-> Sendung über's Internet hören.
Die Sendungen sind über den Internet-Livestream der Radiosender zur jeweils
angegebenen Sendezeit auch über das Internet zu hören.
Orange 94.0: http://streamintern.orange.or.at/live3.m3u
FREIRAD: http://www.freirad.at/live.m3u
Radio AGORA: http://www.cartwall.at/agora_mp3.m3u
Radio FRO: http://www.fro.at/livestream.php
HELSINKI: http://www.helsinki.at/live-stream.php

******

-- 
Radio Stimme – Die Sendung der Initiative Minderheiten
Das politische Magazin zu den Themen Minderheiten - Mehrheiten -
Machtverhältnisse

on air:
Wien - Do, 13.00 Uhr - Orange 94.0 - http://www.orange.or.at
Innsbruck - Do, 12.00 Uhr - FREIRAD - http://www.freirad.at
Kaernten - Do, 19.00 Uhr - Radio AGORA - http://www.agora.at
Linz - So, 11.00 Uhr - Radio FRO - http://www.fro.at
Graz - Sa, 19.00 Uhr - Radio Helsinki - http://www.helsinki.at

on line:
weltweit - jederzeit - http://www.initiative.minderheiten.at


--
This mail was sent through the strg.at network.
http://strg.at
*****
Newsletter der Initiative Minderheiten
Gumpendorfer Straße 15/13
A-1060 Wien
Tel. 586 12 49-18
Fax 586 82 17
http://www.initiative.minderheiten.at
http://www.gastarbajteri.at 

*****


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08 migration vibrations - solifest für die deserteursberatung 28.06.

Von:    Deserteurs und Fluechtlingsberatung <info at deserteursberatung.at>
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die deserteurs- und flüchtlingsberatung presents:

migration vibrations - solifest am mittwoch, den 28.06.2006 im klub ost
mit: b seiten sound, cheesevibes, dj-line
außerdem: Wuzzelturnier (nette preise), Buffet, Fanzeux
doors open: 20:30
beginn wuzzelturnier: 21:00
bands on stage: 22:30
wir freuen uns auf euer kommen!!!!!!!!!!!

Klub Ost:
Schwindgasse 1, Ecke Schwarzenbergplatz

nähere infos sind unserer homepage zu entnehmen...
bitte ankündigung weiter verbreiten!!

-- 
Deserteurs- und Fluechtlingsberatung
Schottengasse 3a/1/59
A-1010 Wien
Tel.: +43/1/533 72 71
Fax.: +43/1/532 74 16
http://www.deserteursberatung.at



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09 Frauenhetz-Erinnerungsmail: 23.6 Demokratiequalität aus fem. Perspektive, 
24.6. Die österr. Verfassung. Grundsätze 

Von:    Verein Frauenhetz <office at frauenhetz.at>
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Programm Mai - Juni
Demokratie - und nu?


23. 6.
Demokratiequalität aus feministischer Perspektive
17.00 - 20.00, Workshop
 Karin Liebhart
 Politologin, Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien


Demokratie ohne gleichberechtigte politische Teilhabe der Frauen ist eine unvollständige Sache", hieß es bereits 1995 im "Bericht über die Situation der Frauen in Österreich". Dennoch produzieren und reproduzieren politische Institutionen und Strukturen weiterhin hierarchische Geschlechterverhältnisse. Geschlecht wirkt - oftmals "informell" und bereits im Vorfeld - als ein Ausschlusskriterium und beschränkt politische Teilhabechancen von Frauen. Die Demokratiequalität Österreichs ist daher aus einer genderpolitischen Perspektive kritisch zu hinterfragen.


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24. 6.
Die österreichische Verfassung. Grundsätze und Gender Aspekte
15.00 - 18.00, Workshop
 Brigitte Hornyik
 Verfassungsjuristin


Das Bundes-Verfassungsgesetz, aus 1920 bzw. 1929, wurde von Männern für Menschen verfasst; es regelt Grundsätze der Staatsorganisation (zB Staatsgewalten, Wahlen, Kontrolle). Patriarchale und hierarchische Züge und Ausdrucksweisen sind trotz Bemühens um formale Gleichheit unübersehbar. Die Grundrechte sind in Österreich in zahlreichen Einzeldokumenten enthalten. Erst seit 1998 "bekennt" sich die Verfassung ausdrücklich zur de facto Gleichstellung von Frauen und Männern und zur Frauenförderung. Wie hält es die Verfassung sonst mit der Geschlechterdemokratie? Was bedeutet die Verfassung überhaupt für die Menschen im Allgemeinen in dieser Republik und im Besonderen für die Frauen? Und wie hätten wir's gern?


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Veranstaltungen für Frauen!


Unkostenbeitrag/Spende: 5/3 EUR


Wir bieten auf Anfrage - bitte jeweils eine Woche vor der Veranstaltung - Kinderbetreuung an!


Die Räumlichkeiten der Frauenhetz sind rollstuhlgerecht.


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Frauenhetz-feministische Bildung, Kultur & Politik
Untere Weißgerberstr. 41, 1030 Wien
fon/fax: 01/7159888
office at frauenhetz.at
www.frauenhetz.at


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10 Programm 28.Juni

Von:    depot-news at mailman.sil.at <depot-news at mailman.sil.at>
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Mittwoch, 28. Juni, 19.00
Die wahr/falsch Inc.
Ausstellungsbesprechung

Die heutige Wissenschaft wird häufig als Bedrohung empfunden oder
uneingeschränkt bewundert. Die wahr/falsch Inc., eine Ausstellung im Stadtraum
von Wien, versucht Wissenschaft und Forschung als Alltag zu thematisieren.
Welche Szenarien gibt es, Wissenschaft in der Öffentlichkeit darzustellen, ohne
ihre Resultate zu popularisieren oder politische Anklage zu führen? Anhand
unterschiedlichster Themen, von Doping bis zur Migration von
WissenschafterInnen wird zudem eine Zusammenführung und gegenseitige Aufhebung
von Wissenschaft und Kunst angedacht.

Elke Krasny, Kulturtheoretikerin
Judith Kröll, wahr/falsch Inc.
Alexander Martos, wahr/falsch Inc.
Veronika Wöhrer, Wissenschaftssoziologin, Universität Wien

x.06 – Die wahr/falsch Inc. Wissenschaftsausstellung in der Stadt, 2. Juni bis
15. Juli 2006.


Depot
Breitegasse 3
A-1070 Wien
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11 29.6.: Wie viel Politik verträgt der ORF?

Von:    Zukunfts- und Kulturwerkstätte <LM.Sender at spoe.at>
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 Zukunfts und Kulturwerkstätte           
 Newsletter 18/2006      
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Wie viel Politik verträgt der ORF?       
        
                

         
         
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Diskussion       
        
        Donnerstag, 29. Juni 2006, 19 Uhr
in der Zukunfts- und Kulturwerkstätte, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien     

         
         
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>        TeilnehmerInnen:

Barbara Coudenhove-Kalergi
Freie Journalistin

RA Univ.-Doz. Dr. Alfred J. Noll
Rechtsanwalt

Prof. Alfred Payrleitner
Publizist, ehem. Hauptabteilungsleiter des ORF

Moderation: 
Max Koch
Liga für Menschenrechte  
                

         
         
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>        ZUK - Buchtipp  
        Medien. Macht. Meinung. Journalist Lectures (7-10)
Hg.: Zukunfts- und Kulturwerkstätte / Friedrich Austerlitz-Institut für JournalistInnenausbildung, Wien 2006, 79 Seiten, ISBN 3-901485-25-2, Euro 5.-    

         
         
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         >       Nähere Infos unter:

Zukunfts- und Kulturwerkstätte
Schönlaterngasse 9, 1010 Wien
Tel.: 01/513 86 82
www.diezuk.at
zuk at spoe.at              >       An- und Abmeldung des Veranstaltungsabos:

Gehen Sie bitte auf die Seite
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Impressum/Offenlegung gem. §§ 24, 25 MedienG:
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MELDUNGEN
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12 Netzkulturfördermodell Mana rechtswidrig

Von:    IG Kultur Österreich <office at igkultur.at>
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||| PRESSEMITTEILUNG
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|||  IG Kultur Österreich
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|||  Mana Community Game grundrechtswidrig!
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Das von der Netzkultur Community entwickelte und vom Wiener  
Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny als besonders zukunftsträchtig  
angesehene Fördersystem für die Netzkultur in Wien steht in krassem  
Widerspruch zu den Grundrechten und kann Haftungsfolgen für die Stadt  
nach sich ziehen. Das sind die Ergebnisse einer von der IG Kultur  
Österreich in Auftrag gegebenen Untersuchung zu den Rechtsgrundlagen  
der Subventionsvergabe.

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Nachdem die kulturpolitischen Kritikpunkte bereits ins Treffen  
geführt und ausführlich dokumentiert wurden (u.a. auf http:// 
www.malmoe.org/ und http://listen.esel.at/pipermail/liste), stellt  
die IG Kultur Österreich nun im Sinn einer umfassenden Erörterung  
auch die rechtlich relevanten Einwände zur Diskussion:

- Das Auswahlverfahren ist an keine nachvollziehbaren inhaltlichen  
Kriterien geknüpft
- Das Auswahlverfahren fördert die Bildung von Wahlkartellen (Band-Bus)
- Das Auswahlverfahren trifft keine ausreichende Differenzierung  
zwischen Personen- und Projektförderung
- Das Auswahlverfahren differenziert nicht ausreichend zwischen  
Netzkultur und Netzkunst


Diese Kritikpunkte sind insofern juristisch relevant, als das  
Vergabemodell damit auf mehreren Ebenen offenkundig willkürliche  
Entscheidungen bewirkt, was im Widerspruch zum verfassungsrechtlich  
verankerten Gleichheitsgrundsatz steht.
Dass der Staat (und mit ihm alle Gebietskörperschaften) auch dort, wo  
er nicht hoheitlich sondern privatrechtlich agiert, an die  
Grundrechte gebunden ist ("Fiskalgeltung der Grundrechte"), steht  
nach etlichen Entscheidungen des OGH außer Zweifel. Es besteht also  
auch für die Kulturabteilung der Stadt Wien die Verpflichtung zu  
"gleicher rechtlicher Beurteilung im Wesentlichen gleicher  
Sachverhalte". Das kann nur gelingen, wenn die "entscheidenden  
Organe" sich auf sachlich begründete Kriterien stützen, die auch  
transparent vermittelt wurden (Gebot der Determinierung und  
Transparenz). Der Fördergeber tritt mit Beginn des  
Verteilungsvorgangs nämlich mit allen potenziellen  
FörderempfängerInnen in ein gesetzliches Schuldverhältnis  
(vergleichbar einem bindenden Offert), und muss entsprechend der  
inhaltlichen Zielsetzung der Mittelvergabe im Gemeinschaftsinteresse  
alle FörderwerberInnen gleich behandeln. Tut er dies nicht, haben  
Benachteiligte einen direkten Leistungsanspruch (Anspruch auf  
Förderung) und können im Weg des ebenfalls daraus resultierenden  
Unterlassungsanspruchs die Regelung (hier das Mana Community Game)  
aushebeln (für Feinspitze ganz unten der entsprechende Rechtssatz des  
OGH).
Lagert die Stadt Wien Förderentscheidungen daher auf ein  
spielerisches, durch die potenziellen FördernehmerInnen selbst  
bestimmtes Auswahlverfahren aus, müsste auch dieses den oben  
genannten strengen Regeln genügen. Das Mana Community Game vermag  
dies nicht zu leisten:

- Es ist aufgrund des zwingend enthaltenen Interessenkonflikts  
(Vergabeentscheidung durch die FördernehmerInnen) unsachlich und  
damit gleichheitswidrig
- Das Computerprogramm kann nicht im Wesentlichen gleiche  
Sachverhalte rechtlich gleich behandeln, auch weil durch den  
Spielaufbau Abstimmungsergebnisse verzerrt werden
- Die Begründungspflicht, der ein öffentlicher Fördergeber  
unterliegt, wird verletzt.

Die IG Kultur Österreich fordert den Kulturstadtrat daher auf, als  
Vertreter öffentlicher Interessen seine Arbeit zu erledigen statt die  
Verteilungskämpfe um knappe Ressourcen in die Communities  
auszulagern, die - so offenbar das Kalkül des Stadtrats - an den  
gestellten Anforderungen scheitern müssen.

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OGH Geschäftszahl
1Ob272/02k; 9Ob71/03m; 10Ob23/03k; 5Ob98/05f

Norm
BBetrG §1 Abs1; BBetrG §1 Abs3;

Rechtssatz:
Für die Verneinung der Leistungspflicht eines staatlichen  
Rechtsträgers genügt der Hinweis auf die Regelung über den Mangel  
eines Rechtsanspruchs auf Leistung in einem Selbstbindungsgesetz  
nicht. Es besteht vielmehr ein klagbarer Anspruch gegen die auf  
Grundlage eines Selbstbindungsgesetzes leistungspflichtige
Gebietskörperschaft, soweit ein solcher Anspruch nicht mangels  
Erfüllung der im Selbstbindungsgesetz normierten  
Leistungsvoraussetzungen oder in Ermangelung solcher Vorschriften  
deshalb ausscheidet, weil die Leistungsverweigerung in einem  
bestimmten Einzelfall dem Gleichbehandlungsgebot bzw dem  
Diskriminierungsverbot aus besonderen Gründen nicht widerspricht. Hat  
sich daher eine Gebietskörperschaft in einem Selbstbindungsgesetz zur  
Leistung unter bestimmten Voraussetzungen verpflichtet, so ist sie
von Gesetzes wegen verpflichtet, diese Leistung jedermann, der diese  
Voraussetzungen erfüllt, zu erbringen, wenn sie eine solche Leistung  
in anderen Einzelfällen bereits erbrachte. Auf eine solche Leistung  
besteht daher insoweit ein klagbarer Anspruch.


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|||  Rückfragen:
|||  Juliane Alton (0664 395 13 23)
|||
-   ---------------
|||
|||  IG Kultur Österreich
|||  Gumpendorfer Straße 63b
|||  A-1060 Wien
|||
|||  Tel: +43 (1) 503 71 20
|||  Fax: +43 (1) 503 71 20 - 15
|||  http://www.igkultur.at/
|||

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13 GLB/ÖBB/Börsegang

Von:    Gewerkschaftlicher Linksblock <glb at aon.at>
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Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110 Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 -
Mail glb at aon.at – Web www.glb.at – Ausgabe vom 21. Juni 2006

Zerstörung der Bahn durch Ausgliederung und EU-Liberalisierung

GLB lehnt Börsegang der ÖBB entschieden ab

Durch die Brille der Spekulanten betrachtet offensichtlich ÖBB-Chef Martin Huber das ihm anvertraute Unternehmen wenn er von der
„Vision vom Kapitalmarkt“ schwärmt und die Bahn durch einen Börsegang privatisieren will. Freilich ist dieser zweifellos in
Abstimmung mit der Regierung unternommene Vorstoß die logische Fortsetzung der Zerstörung der Bahn unter dem Diktat einer
EU-konformen Liberalisierung.

„Die Demontage der ÖBB hat mit der Ausgliederung aus dem Bundesbudget 1994 unter Regierungsverantwortung von SPÖ und ÖVP begonnen
und erreichte mit der Zerstückelung in zahlreiche Teilgesellschaften unter dem Dach einer Holding durch die ÖVP/BZÖ-Regierung den
bisherigen Höhepunkt“, stellt Ernst Wieser, Sekretär der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) in der Gewerkschaft der
EisenbahnerInnen (GdE) fest. Der GLB lehnt einen Börsegang entschieden ab und tritt im Gegensatz dazu zum Rückbau der ÖBB zu einem
einheitlichen staatlichen Unternehmen ein.

Seit der Ausgliederung der ÖBB aus dem Budget wurden unter GD Helmut Draxler (SPÖ) von 1993 bis 2001 rund 15.000 Arbeitsplätze
abgebaut,  dessen Nachfolger Rüdiger vorm Walde (parteilos) vernichtete von 2001 bis 2004 weitere 1.600 Eisenbahnarbeitplätze und
Martin Huber (ÖVP) baute seit seinem Amtsantritt 2004 weitere 2.668 Arbeitsplätze ab, womit der Personalstand mit Jahresende 2005
auf 46.059 Beschäftigte reduziert wurde. Mit einem Börsegang ist unter dem Druck der Erwartungen der Aktionäre ein weiterer
verstärkter Personalabbau zu befürchten, als dessen Folge der Leistungsdruck auf das verbleibende Personal weiter steigt.

Es ist auch kein Zufall, dass zeitgleich mit der Ankündigung des Börseganges die Stilllegung von fast einem Drittel des regionalen
Schienennetzes erfolgt: Von 5.600 Kilometer Schienennetz der ÖBB entfallen derzeit 2.200 Kilometer auf den Regionalverkehr, davon
sollen 600 Kilometer stillgelegt werden. Das bedeutet eine weitere Austrocknung des Regionalverkehrs und damit eine verstärkte
Umschichtung zum Autoverkehr und ist somit verkehrspolitisch völlig kontraproduktiv.

Die jetzt bekannt gewordene Gleichstellung von Schiene und Straße durch Revision des EU-Weißbuches zeigt, dass die Verkehrspolitik
EU-weit auf die Reduzierung der Bahn auf eine kleine Zahl lukrativer Hauptstrecken bei gleichzeitiger Ausdünnung in der Fläche
orientiert, wie sogar ÖVP-Staatssekretär Helmut Kukacka kritisch feststellt: „Nicht die umweltfreundlichen Verkehrsträger Schiene
und Wasser, sondern die vom Diktat der Auto- und Ölkonzerne bestimmte Straße wird damit immer deutlicher zum alleinigen Maßstab der
Verkehrspolitik“, kritisiert Wieser.

Sichtbares Ergebnis der „Reform“ durch Zergliederung der einheitlichen Bahn ist neben laufenden Verteuerungen der Bahnfahrten bei
gleichzeitig zunehmenden Zugverspätungen die Schaffung von Versorgungsposten für Günstlinge der ÖVP und des BZÖ: Kamen die ÖBB
vorher mit sieben Vorständen, elf Prokuristen und 22 Aufsichtsräten aus, gibt es jetzt 17 Vorstände, 21 Prokuristen und 57
Aufsichtsräte. Zusätzlich wurden 90 Millionen Euro für externe Beraterkosten ausgegeben, wie auch vom Rechnungshof bemängelt wurde.


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14 Weitergabe von Passagierdaten: Neu installieren

Von: "q/depesche" <depesche at quintessenz.org>
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Weitergabe von Passagierdaten: Neu installieren

q/depesche 2006-06-20T16:54:34

Weitergabe von Passagierdaten: Neu installieren

Was tut man als EU Kommission, wenn einem ein gerade erst installiertes
Abkommen vom EU Gerichtshof deinstalliert wird: Mit neuer Versionsnummer
wieder installieren. So hat man es zumindest mit dem "Vertrag", der die
illegale Weitergabe von Passagierdaten an die USA regelt, vor. Wir
empfehlen beim nexten Mal das ganze System neu aufzusetzen.

-.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.-
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,422326,00.html

EU gibt Passagierdaten auch künftig an USA weiter

Nach dem vom Europäischen Gerichtshof gekippten Vertrag will die EU das
Abkommen über Fluggastdaten mit den USA durch eine neue Regelung ersetzen.
Am Vorgehen soll aber nichts geändert werden: Die Amerikaner erhalten die
Passagierangaben im gleichen Umfang weiter.

[ ... ]

Das europäisch-amerikanische Abkommen sieht vor, dass Fluggesellschaften
bis 15 Minuten vor Abflug insgesamt 34 Datensätze über alle in die USA
reisenden Passagiere übermitteln müssen - darunter Namen, Adressen,
Telefon- und Kreditkartennummern sowie besondere Essenswünsche. Die
US-Regierung betrachtet dies als wichtiges Instrument im Kampf gegen den
Terror und hat Fluggesellschaften, die die Angaben nicht übermitteln, mit
Strafen und dem Entzug der Landerechte gedroht.

Wenn der Ministerrat das Abkommen wie vorgeschlagen bis Ende des Monats
kündigt, bleiben für Neufassung und Ratifizierung noch 90 Tage Zeit. Das
dürften etliche Parlamente kaum schaffen.

[ ... ]

Es sei "nicht ungewöhnlich", dass gewisse Vorgaben provisorisch aber
rechtlich bindend umgesetzt werden, während die Ratifizierung noch laufe,
sagte ein Sprecher in Brüssel.

- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.-
  relayed by Chris
- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.-

Online Version: http://quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100003621
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http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe
comments to depesche at quintessenz.org




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INTERNATIONALE SOLIDARITÄT
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15 Papuan refugees refuse to meet with RI's House members

Von:    westpapua at gmx.net <westpapua at gmx.net>
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>From Joyo Indonesia News

Papuan refugees refuse to meet with RI's House members

MELBOURNE, Australia,(AP): A group of 42 refugees from Indonesia's
restive Papua province have refused to meet with members of the Indonesia's
House of Representatives visiting Australia, a refugee advocate said Thursday.

Australia's decision to grant temporary asylum to the Papuans - who arrived
on Australia's northern coast in April claiming they were fleeing genocide -
infuriated Jakarta, which withdrew its ambassador in protest.

Indonesia recently restored Ambassador Hamzah Thayeb to his post in Canberra
after Prime Minister John Howard's conservative government moved to amend
immigration laws so that all asylum seekers arriving by boat are sent
to island
detention camps.

A legislative delegation traveling with Thayeb requested permission to meet
with
the refugees this week, according to David Manne, a lawyer with the Refugee
Immigration Legal Center in the southern city of Melbourne.

He said the refugees had refused the offer.

The Papuans claimed Indonesian troops were committing genocide in their
homeland which became part of Indonesia in a now discredited U.N. ballot
in 1963.

"They're shocked and scared by the suggestion of meeting with Indonesian
officials," Manne said. "They've just been found recently by Australian
immigration officials to have a well-founded fear of being persecuted
by Indonesian
authorities."

He said the refugees wanted to be left alone "in safety and security without
approaches from the Indonesian officials."

Earlier, the leader of the delegation, Muhammad Hikam, told Australian
Broadcasting Corp. radio that the Papuan refugees were rejecting "a good
friendship" by refusing to meet with him and his fellow lawmakers.

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Joyo Indonesia News Service
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-- 
Westpapua Solidarität Wien

Kontakt: westpapua at gmx.net
Website: http://www.westpapua.tk

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C) EDITORIAL
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Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. 
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widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web:
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Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt.
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Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht.

Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht
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betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND
veröffentlichen.

Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND
archiviert.

Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage:
* Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr *
* Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" *
* Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf *
* Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie.
Aber kurz und prägnant.*

Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine
Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und
rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch
stillschweigend Zensur zu üben.
Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge
hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die
Nichtaufnahme geliefert.
(Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind
z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten
Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.)
Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert.

Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne
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REDAKTIONELLES:

Diese Ausgabe hat Heinz Nessizius aus Einsendungen an 
<widerstand at no-racism.net> zusammengestellt.
Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen)

3 stück nwr, unaktuell, ipal, 2 anhänge - bitte nur textmails
schicken. html-anhänge usw. werden nicht geöffnet und 
daher auch nie veröffentlicht.

Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 3.05 Uhr


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III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III

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