widerst at nd mund: Mittwoch, 21. Juni 2006

MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst analle at no-racism.net
Mit Jun 21 03:36:02 CEST 2006


widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst

Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr
www.no-racism.net/mund


Mittwoch, 21. Juni 2006

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A) INHALT
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01 EU-USA-Treffen - Demonstration - FLUGLATT
Von:    Österr. Solidaritätskomitee <oesk at aon.at>
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02 21. und 22. Juni: SLP-Aktivitäten gegen Bush
Von:    Sozialistische LinksPartei <slp at slp.at>
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04 #4 Weiterlesen Richtung FRITZ-MAN Ö VER / 
   21. (Demonstration) 22. 23. und 24. Juni 2006, 14 - 18 Uhr
Von:    Stadt Theater Wien_Mertin/Büchel
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05 Demo gegen EU-USA-Gipfel, 21. Juni, Wien
Von:    Werkstatt Frieden & Solidarität
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ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE
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06 reminder: 21. Juni, 19 Uhr Eröffnung der Konfiguration III
Von:    remapping Mozart
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07 que[e]r am 21.06.: TransGender NetWork: Erfahrungen und Perspektiven
Von:    Rosa Antifa Wien <raw at raw.at>
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08 mttwoch im k ü nstler_Innenhaus
Von:    ursprung <ursprung at mur.at>
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09 Essenz der Anarchie in Graz
Von:    Promedia <promedia at mediashop.at>
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10 hruennoise im mkl
Von:    ursprung <ursprung at mur.at>
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11 Kulturrat Österreich startet kulturpolitisches Aktionsprogramm
Von:    Kulturrat Österreich <contact at kulturrat.at>
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MELDUNGEN UND MEINUNGEN
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12 SoHo-Wien: Mehr Frauenpower im Wiener SoHo Vorstand
Von:    SoHo - Sozialdemokratie & Homosexualität <office at soho.or.at>
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13 Festakt/Ceremonial Act 15 Jahre/15 Years RKL
Von:    Rechtskomitee LAMBDA <office at RKLambda.at>
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14 Regenbogen-Parade 2006: Prominente Gäste bei der Abschlusskundgebung auf dem Heldenplatz
Von:    Homosexuelle Initiative Wien <office at hosiwien.at>
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15 Affront gegen den VfGH: Diskriminierung bei der Mitversicherung neuerlich beschlossen
Von:    Rechtskomitee LAMBDA <office at RKLambda.at>
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16 Irak: Rattern der Nähmaschinen
Von:    WADI Austria <wadi.wien at gmx.at>
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B) TEXTE
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01 EU-USA-Treffen - Demonstration - FLUGLATT

Von:    Österr. Solidaritätskomitee <oesk at aon.at>
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Liebe Kolleginnen und Kollegen!
 
Nachfolgend bringen wir Ihnen ein Flugblatt  von www.stopwar.at zum EU-USA-Treffen  zur Kenntnis, das morgen auf der Demonstration gegen die  US-Kriegspolitik, 21. Juni 2006 - Beginn 17.00 Uhr Wetbahnhof, verteilt  wird. Wer beim Verteilen mithelfen will, trifft sich  um 16.45 Uhr Ecke Mariahilfer-Straße/Kaiserstraße. Interessierte können sich  unter 0650 830 7 830 dazu anmelden.
www.stopwar.at

G.W. Bush in Wien:
Der US-Präsident will die Zustimmung der EU-Chefs für seinen  geplanten Krieg gegen den Iran! 

Wieder planen die USA einen Krieg, diesmal gegen den Iran. Doch  die Menschen in Österreich und überall auf der Welt wollen keinen Krieg, und sie  glauben auch nicht mehr der Propaganda, dass das nunmehrige Angriffsziel der  USA, der Iran, uns alle bedroht. 
In allen Ländern rund um den Iran haben die USA Stützpunkte.  Weiters haben die USA allein 2.000 sofort gefechtsbereite Atomraketen, mit denen  sie, wie sie selbst sagen, den Iran jederzeit in die Steinzeit zurückbomben  können. Auch in Europa glauben die meisten Menschen der US-Propaganda schon seit  dem Irak-Krieg nicht mehr. G. W. Bush erlebt sogar im eigenen Land und erst  recht in Europa Widerstand gegen seine Herrschaftspläne. Deswegen ist er nun auf  Propagandatour in Europa. Wir sollen seinen Krieg gutheißen, wir sollen ihn  unterstützen, wir sollen ihn mitzahlen! Und die EU-Mächtigen wollen mit dabei  sein. 

Machen wir nicht mit beim nächsten US-Krieg! Unsere Regierung,  die EU-Präsidentschaft, muss NEIN zu Bushs Kriegen und zu seiner Kriegspolitik  sagen! 

Die österreichische Bevölkerung, die große Mehrheit der  Menschen aller Völker in Europa, ja in der Welt, sagen längst NEIN zu den  US-Kriegen. Die Österreicher glauben längst nicht mehr, dass Bush mit seinen  Kriegen den Terrorismus bekämpft. NEIN - er bringt mit seinem Militär  Staatsterrorismus, Zerstörung, Hunger, Elend und Millionen Menschen den Tod!  Bush bringt mit seinen Kriegen auch nicht Demokratie und Freiheit. NEIN - er  bringt nur die Freiheit des Profits für die großen US-Militärkonzerne und  Erdölkonzerne, eine für die Menschen tödliche "Freiheit"! Wir alle würden gerne  daran glauben, dass es bei den Verhandlungen zwischen USA/EU und dem Iran um den  Frieden geht. Während den Menschen so Hoffnungen gemacht werden soll, laufen die  US-Kriegsvorbereitungen auf Hochtouren.

Die USA brauchen den Krieg gegen den Iran! 
Die US-Kriegspläne für Erdöl, Erdgas und geopolitische  Vorherrschaft bedrohen den Frieden im mittleren Osten. Bush neues  Kriegsabenteuer kann die ganze Region in Flammen setzen, ja sogar die Welt. Es  geht weder um die iranische Bombe noch um die sogenannte Gefahr des Islam. Es  geht darum, dass die USA die Herrschaft über den Iran will: Denn dort liegen die  zweitgrößten Erdölvorräten der Welt. Für die US-Weltherrschaftspläne ist erstens  Erdöl, Erdgas und geopolitischer Einfluss entscheidend. Zweitens kann die  US-Vorherrschaft nur durch die Bindung des Erdöls an den Dollar aufrechterhalten  werden. Der Iran plant jedoch eine Ölbörse in Euro. Das wäre für Europa von  Vorteil, für die US-Wirtschaft jedoch eine große Bedrohung. 

Wir fordern: 
Ein NEIN Österreichs und der EU zu Bushs Kriegsplänen. Keine  Beteiligung an NATO-Vorbereitungen bzw. NATO-Aktionen zum US-Krieg gegen den  Iran! Keine Beteiligung Österreichs an der Euro-Armee. Österreich ist und muss  neutral bleiben! 

Beim US-Überfall auf den Irak 2003 war auch ganz Europa samt  den meisten Regierungen und die UNO gegen den US-Krieg. Das möchte Bush diesmal,  wenn möglich, vermeiden. Die EU-Chefs haben sich auch bis jetzt zu Handlangern  für Bushs geplanten Iran-Krieg gemacht. Sie haben die US-Lügenpropaganda, dass  der Islam und die iranischen Herrschenden eine Gefahr für uns alle, für den  Weltfrieden seien, übernommen. Die Kriegsgefahr geht von den USA aus, die immer  neue Kriege anzetteln und führen. Kaum drei Jahre ist es her, dass die USA,  damals unter den Vorwand, Sadam Hussein besitze Massenvernichtungswaffen und  fördere den islamischen Terror, den I r a k überfielen, mit einem Bombenkrieg  verwüsteten und dann besetzten. Hatten schon davor die 10 Jahre US-Bombenkrieg  und Sanktionen ca. 1 Million Irakern das Leben gekostet, so brachte der letzte  US-Krieg gegen den Irak nochmals ca. 100.000 Menschen den Tod, dem Land Hunger,  Elend und Zerstörung. 
Drei Jahre später planen die US-Herrscher wieder einen durch  nichts zu rechtfertigenden Angriffskrieg, nun gegen den I r a n. Als  Propagandalüge wollen uns deswegen u.a. fast alle Medien einreden, dass der  iranische Ministerpräsident Israel auslöschen wolle und den Holocaust leugne.  Nun hat die "New York Times" enthüllt, dass diese Reden des iranischen  Präsidenten bewusst falsch wiedergegeben wurden und er diese Aussagen nie  getätigt hat. (Dieser sprach nicht von der Auslöschung Israels, sondern davon,  dass das israelische Besatzungsregime beseitigt werden solle. Den Holocaust hat  er nicht geleugnet, jedoch könne es nicht angehen, dass die Palästinenser dafür  büßen müssten.) Die USA rüsten auf, ihr Militärbudget 2005 betrug schon 450  Milliarden Dollar, sie führen Kriege, besetzen Länder, errichten Stützpunkte.  All das kostet viel Geld, z.B. den Steuerzahler und braucht ein neues Feindbild  zur Rechtfertigung gegenüber der Bevölkerung. Die Bedrohung, so wird uns  eingeredet, sei nun der Islam. Die US-Politik bringt aber gleichzeitig einer  Handvoll von Konzernen 100te Milliarden an Gewinnen. Und der Irak-Krieg wird  noch viel mehr kosten. Kosten, die das irakische Volk über sein Öl, die  US-Bevölkerung und - über den Ölpreis - wir alle bezahlen.

USA – Wirtschaftlich in der Krise - militärisch  aggressiv.
Die USA sind in Bezug auf viele Wirtschaftsbereiche gegenüber  der Konkurrenz zunehmend in die Defensive geraten. Nur durch den Einsatz ihrer  riesigen militärischen Kräfte können sie noch ihre Vorherrschaft aufrecht  erhalten und ihre Profite ausbauen. Sie müssen auf Krieg setzen, um sich im  Konkurrenzkampf noch zu behaupten. Dass die Regierung Bush schon erklärt hat,  sie würde keinem Land der Welt erlauben, ihre Vorherrschaft auch nur in Frage zu  stellen, dass sie schon rund um Russland ihre Waffensysteme stationiert, dass  sie Indien gerade mit Atomwaffen aufrüstet, um China (bevölkerungsmäßig 5-mal so  groß wie die USA, nur 1/10 der Rüstungsausgaben der USA) zu bedrohen, dass s i e  die größte Bedrohung für den Frieden auf der Welt bedeutet, das soll verborgen  werden. Die USA müssen aus einem 2.Grund auf Krieg setzen. Die US-Dollarbindung  des Erdöls ist in Gefahr! 

Die Opec-Länder haben sich seit 30 Jahren gegenüber den USA  verpflichtet, Erdöl nur gegen Dollar zu verkaufen. Durch die Bedeutung des  Erdöls als häufigster und wichtigster Rohstoff waren und sind sämtliche  Volkswirtschaften somit gezwungen, Dollarreserven anzulegen. Der Dollar wurde  Weltwährungsreserve. Die großen EU-Länder ebenso wie Japan und China haben  enorme Dollarreserven, die sie in den USA in Staatsanleihen, Wertpapieren etc.  angelegt haben. Würden diese Länder nur einen Teil ihres Geldes abziehen, würde  das zu einem Wirtschaftskollaps in den USA führen. In den letzten Jahren ist das  US-Handelsdefizit ungeheuer gestiegen, zuletzt 500 Milliarden Dollar, die  gesamte Schuld der USA gegenüber ausländischen Gläubigern betrug 2005 schon 6  Billionen Dollar (6000 Milliarden Dollar)! Und die Dollarbindung des Erdöls ist  durch den Plan des Irans, nun eine Ölbörse zu eröffnen, in der in Euro gehandelt  wird, in Gefahr.
Sollte also ein bedeutender Teil der restlichen Welt den Dollar  als Leitwährung kippen, hätte das für die USA katastrophale Folgen. Das ist die  "Bombe" die die USA fürchten und der Grund dafür, warum sie einen Krieg gegen  den Iran vorbereiten.
Die EU hat sich zum Handlanger für den nächsten US-Krieg  gemacht. Das tut sie aber auch im Eigeninteresse. Denn die neue EU-Militärunion  baut gerade die offensive Euro-Armee auf, vorerst in Form der  EU-Schlachttruppen, einer schnellen Eingreiftruppe. Das ist die offensive  Konkurrenz zu den militärisch aggressiven USA im Kampf um Absatzmärkte,  Rohstoffquellen, geopolitischen Einfluss. Österreich soll, geht es nach unserer  Regierung aber auch der Opposition, in der neuen Euro-Armee mitmarschieren. Das  heißt weitere Erhöhung des Militärbudgets, noch mehr sparen auf Kosten der  Menschen und das heißt, dass Österreichs Soldaten wieder auf fremde  Schlachtfelder geschickt werden sollen. Österreichs Neutralität soll den  Machtplänen der EU-Konzerne und Militärs geopfert werden. Bushs Kriege treiben  die Energiepreise (Erdöl, Erdgas usw.) in die Höhe. Die EU-Staaten machen dabei  mit und wir sollen das alles bezahlen. Die Preise, Steuern, Abgaben und Tarife  steigen, Löhne und Pensionen bleiben gleich oder sinken. Fürs Bundesheer gibt es  2,4 Milliarden pro Jahr mehr, für die arbeitenden Menschen heißt es länger  arbeiten für‘s gleiche oder für weniger Geld. 

Weder Bushs Kriege noch die EU-Konkurrenzpläne dazu,  sind im Interesse der Österreicher und Österreicherinnen! Wir fordern  Friedensgespräche statt Kriegspläne. Das neutrale Österreich darf, auch  verfassungsmäßig, keine Kriegsvorbereitungen unterstützen. Nein zur Beteiligung  an der Euro-Armee! Nein zur Beteiligung an Nato-Aktionen. Ja zur Neutralität! 
 
P.S. 
Wir ersuchen Mehrfachzusendungen zu  entschuldigen.
 
Wegen der geänderten Gesetzeslage im Rahmen des  Telekommunikationsgesetzes (TKG § 107) ab 1.3.2006 werden Sie um Ihre  ausdrückliche Zustimmung, weiterhin unsere Aussendungen erhalten zu wollen,  ersucht. Sie haben von uns bisher schon mehrmals Texte  - sei es im Informationsaustausch, sei es als Antwort auf  Ihre Interessensbekundung wie z.B. U-Listen usw. sowie Einladungen zu  Veranstaltungen erhalten und diese nicht abbestellt. Wir gehen daher davon aus,  dass Sie auch weiterhin an unseren Informationen interessiert sind.
Die  kostenlosen Aussendungen dienen lediglich der Information und sind keine  Werbung. Wenn Sie weiterhin Mails erhalten wollen, müssen Sie gar nichts tun. Wenn Sie kein weiteres Interesse an unseren  Informationen haben, so schicken Sie uns dieses Mail zurück mit dem Hinweis  "Abmeldung", und zwar an oesk at aon.atSie werden dann aus  der E-Mail-lListe ausgetragen. Eine "Abmeldung" ist auch später jederzeit  möglich. 

Vielen Dank! ÖSK-Team
ZVR 188951949


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02 21. und 22. Juni: SLP-Aktivitäten gegen Bush

Von:    Sozialistische LinksPartei <slp at slp.at>
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Eine Information der Sozialistischen LinksPartei (SLP)

Am 21. Juni kommt Bush nach Wien. Er ist ein Symbol für Kriegstreiberei,
für neoliberalen Sozialabbau und religiösen Fundamentalismus. Es geht
aber auch um den Widerstand gegen seine österreichischen
BündnispartnerInnen im Parlament.

Die SLP lädt in diesem Zusammenhang zu folgenden Terminen ein:

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Mittwoch, 21.06.        Schulstreik gegen Bush - No to Bush&Co

Treffpunkte vor diversen Wiener Schulen, Auftaktkundgebung ab 9.00 am
Westbahnhof, anschließend Demonstration

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Mittwoch, 21.06.        Demonstration gegen Bush&Co
        
Auftaktkundgebung ab 17.00 Wien- Westbahnhof/Mariahilferstraße

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Donnerstag, 22.06.      Veranstaltung: No to Bush&Co: Internationaler
Widerstand gegen Kriegstreiber und Neoliberalismus!
        
Eine gemeinsame Veranstaltung von SLP und Sozialistischer Widerstand
International (SWI)
18.00 in Wien 7, !Amerlinghaus", Stiftgasse 8

Mehr Informationen unter www.slp.at

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04 #4 Weiterlesen Richtung FRITZ-MAN Ö VER / 21. (Demonstration) 22. 23. und 24. Juni 2006, 14 - 18 Uhr

Von:    Stadt Theater Wien_Mertin/Büchel <stadttheaterwien at nextra.at>
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Fritzpunkt
http://www.fritzpunkt.at
in der Expositur E4
Eitelbergergasse 4 
A - 1130 Wien
U4 Hietzing und zwei Stationen Strassenbahn 60 bis Gloriettegasse 



Das Büro für theatralische Sofortmaßnahmen
lädt zum



Weiterlesen Richtung Fritz-Manöver
Juni / Juli  2006


Noch weiter:
(Marianne Fritz: Naturgemäß I, S.507ff)
Mittwoch, 21. Juni 2006 , ab 17 Uhr auf der Demonstration gegen (die Gastgeber des) 
Amerika-Agenten


Donnerstag, Freitag und Samstag
22. 23. und 24. Juni 2006 , jeweils 14 ­ 18 Uhr
wieder in der Expositur E4






Nähere Informationen unter: 
+43 (0)699 11 68 56 16 
stadttheaterwien at nextra.at
http://www.fritzpunkt.at



Fritzpunkt
Büro für theatralische Sofortmaßnahmen
Ein Projekt des Stadt Theater Wien
Fred Büchel Susanne Hahnl Anne Mertin Arne Vogelgesang und Gäste
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05 Demo gegen EU-USA-Gipfel, 21. Juni, Wien

Von:    Werkstatt Frieden & Solidarität <office at werkstatt.or.at>
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Werkstatt Frieden & Solidarität
Waltherstr. 15, 4020 Linz
Tel. 0732/771094
Fax  797391
Mail: office at werkstatt.or.at
Web: www.werkstatt.or.at
Wer diesen Rundbrief nicht mehr erhalten möchte,  ersuchen wir um ein E-Mail unter folgendem Link: 
mailto:mailfriwe-request at friwe.at?subject=unsubscribe 









DEMONSTRATION GEGEN DEN EU-USA-GIPFEL 
Mittwoch, 21. Juni  2006
Treffpunkt: 17 Uhr, Westbahnhof,  Wien
Aufruf der Werkstatt Frieden &  Solidarität für die Demonstration am 21. Juni

Keine Kumpanei  mit EU- und US-Kriegstreiberei!
Für ein neutrales, solidarisches und  weltoffenes Österreich!
Österreich führt derzeit die  EU-Ratspräsidentschaft. In diesem Rahmen findet am 21. Juni 2006 das  Gipfeltreffen EU-USA in Österreich statt. Dieses Gipfeltreffen ist von zwei  Faktoren geprägt, die seit Jahren die globale politische Agenda  dominieren:
1. Die US-amerikanischen und die EU-europäischen  Eliten sind sich einig. Einig in der Absicht, über ein Regime des grenzenlosen  Freihandels, der ungehemmten Kapitalmobilität, alles zu beseitigen, was ihrer  globalen wirtschaftlichen und politischen Hegemonie im Wege steht. Sie sind sich  einig in der Absicht, all jene Staaten, die sich diesem Kurs verweigern,  militärisch zu bestrafen, diese ungerechten politischen und wirtschaftlichen  Beziehungen mit militärischer Gewalt abzusichern. Der so genannte „Krieg gegen den Terror“ bildet das dünne  Rechtfertigungsmäntelchen für diese Politik.
2. Die US-amerikanischen und die EU-europäischen  Eliten sind erbitterte Gegner in der Frage, wer dabei die Nase vorne haben soll.  Während die USA über ihre Kriegspolitik ihre hegemoniale Stellung zu verteidigen  suchen, will die EU mit ihrer Währungspolitik und ihrer Gemeinsamen Außen-,  Sicherheits- und Verteidigungspolitik diese Stellung erobern.
Enorme Aufrüstungsprogramme diesseits und  jenseits des Atlantiks sind zwingende Begleitmusik bei dieser Entwicklung. Die  globalen wirtschaftlichen und politischen Beziehungen werden destabilisiert.  Immer neue Kriege folgen in immer dichteren Abständen (Jugoslawien,  Zentralafrika, Afghanistan, Irak). Bei der gemeinsamen Eskalation des Konflikts  um das Atomprogramm des Iran hat man sich wieder zusammengefunden.
Als besonders widerlich empfinden wir die Lage,  in die uns die rückgratlose, verlogene, kurzsichtig eigennützige Politik der  wirtschaftlichen und politischen Eliten Österreichs geführt hat. Anstelle einer  eigenständigen auf Neutralität und internationaler Solidarität fußenden Politik  wird eine Politik des Mitmarschierens und Mitkassierens betrieben.
Wir rufen deshalb dazu auf, im Rahmen der  Protestdemonstration am 21. Juni 2006 folgende Forderungen zu  bekräftigen:
    
Schluss mit dem Krieg gegen den Terror! Sofortiger Stopp der    absurden Aufrüstungsprogramme!
    
Rückzug aller Besatzungstruppen vom Balkan, aus dem Nahen und    Mittleren Osten und Afrika!
    
Stopp der Kriegsvorbereitung gegen den Iran! Wir fordern eine    Verhandlungslösung unter Beachtung der legitimen Sicherheitsinteressen aller    Staaten in der Region.
    
Weg    mit dem Freihandelsdiktat! Alle Menschen haben das Recht, den Weg ihrer    sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung selbst zu bestimmen.
    
Entschuldung der armen Staaten! Jene Gesellschaften, die    jahrhundertelang von der Ausbeutung der armen Weltregionen profitiert haben,    sind zu Hilfe und Verzicht verpflichtet.

Wir fordern von der österreichischen  Bundesregierung:
    
Keine Beteiligung an der EU-Armee! Raus aus den EU-Schlachtgruppen!    Raus aus der EU-Rüstungsagentur! Raus mit dem Kriegsermächtigungsartikel 23f    aus der Bundesverfassung!
    
Keine Annäherung an die Nato! Sofortiger Austritt aus der    Nato-Partnerschaft für den Frieden!
    
Sofortiger Rückzug aller österreichischen SoldatInnen von    EU-Besatzungsmissionen!
    
Schluss mit der Unterwerfung unter das EU-Binnenmarktregime und dem    europäischen Finanzkapital! Keine Umsetzung der    EU-Liberalisierungsrichtlinien! Stopp dem Privatisierungswahn!
    
Schluss mit der Unterwerfung unter das Schengen-Regime! Weg mit der    Bespitzelung über das Militärbefugnisgesetz!
    
Eine aktive Neutralitätspolitik, die sich der Kumpanei mit    Großmächten verweigert, sich offensiv für friedliche Konfliktlösungen    engagiert und sich mit den um politische und wirtschaftliche Freiheit    ringenden Gesellschaften solidarisiert!



Günstige Anreisemöglichkeiten zur  Demonstration von Oberösterreich nach Wien gibt es mit Bussen über die  SJ OÖ (EUR 7,- hin und retour). Anmeldung über www.sj-ooe.at
 
AKTIV WERDEN GEGEN DEN KRIEG,  BEVOR ES ZU SPÄT IST!
Neutralität und aktive  Friedenspolitik statt Kumpanei bei der Kriegsvorbereitung gegen den  Iran
Jedem nüchternen Beobachter ist klar, dass ein Militärschlag  gegen den Iran eine Katastrophe für die Menschen im Iran, im gesamten Nahen und  Mittleren Osten einschließlich Israels, aber auch für uns in Europa  heraufbeschwören kann. Unterstützt deshalb den Aufruf „Neutralität und  aktive Friedenspolitik statt Kumpanei bei der Kriegsvorbereitung gegen den  Iran“. Unterstützungsmöglichkeit und nähere Informationen auf www.werkstatt.or.at
 
Eine neue Ausgabe der guernica  (Zeitung der Werkstatt Frieden & Solidarität) ist soeben erschienen.  Ein Probeexemplar schicken wir gerne gratis zu. Jahresabo (=10 Ausgaben) EUR  9,-; Schnupperabo (=5 Ausgaben) EUR 5,-
Bestellung: office at werkstatt.or.at
 
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Verteilzeitung  der Werkstatt Frieden & Solidarität
"Nein zum Europa  der Konzerne und Generäle!
Für ein neutrales, solidarisches und weltoffenes  Österreich!"
jetzt bestellen! 
mailto: office at werkstatt.or.at
Ansichtsexemplar gratis; größere Stückzahlen für EUR 0,10  pro Expl. (EUR 0,05 ab 500 Expl.)


  
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ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE
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06 reminder: 21. Juni, 19 Uhr Eröffnung der Konfiguration III

Von:    remapping Mozart <remapping.mozart at initiative.minderheiten.at>
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Verborgene Geschichte/n - remapping Mozart
Ein Projekt von WIENER MOZARTJAHR 2006


KONFIGURATION III: WAS ALLER WELT UNMÖGLICH SCHEINT
(aus "Die Entführung aus dem Serail", 3. Aufzug, Nr.17 Arie, Belmonte)
Installation zu emanzipatorischen Perspektiven auf die Vergangenheit 
und Gegenwart der afrikanischen Diaspora in Österreich


ERÖFFNUNG: Mittwoch, 21. Juni 2006, 19 Uhr

Ort: Kuffner Sternwarte, Johann-Staud-Straße 10, 1160 Wien
mit anschließendem Buffet im Garten der Kuffner Sternwarte

Dauer: 22. Juni – 30. Juli 2006
Öffnungszeiten: Mo - Fr 10 - 13 Uhr, Sa und So 15 – 18 Uhr
www.remappingmozart.mur.at



Anfahrt (öffentlich): U3 Station Ottakring, Bus 46 B bis Ottakringer Bad
oder: Bus 51A, von Hietzing (Kennedy Brücke) bis Endstation Ottakringer 
Bad
oder: Bus 46B von Thaliastraße/S45 bis Ottakringer Bad


___
verborgene geschichte/n - remapping mozart
gumpendorferstr. 15/13, 1060 wien
t: 01 - 58 61 249 - 15
f: 01 - 58  68 217
m: 0699 - 81 98 45 51
www.remapping.mozart.at


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07 que[e]r am 21.06.: TransGender NetWork: Erfahrungen und Perspektiven

Von:    Rosa Antifa Wien <raw at raw.at>
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Achtung: Neue Location!
Wipplingerstrasse 23 / 1010 Wien (die Stiegen hinunter)
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Mittwoch 21. Juni:

TransGender NetWork: Erfahrungen und Perspektiven 

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "free gEndeR" von TransX wird ein
Abend im Que[e]r bestritten. Dabei sollen Erfahrungen, Perspektiven und
die Entwicklung einer gemeinsamen politischen Plattform ausgelotet
werden, um Forderungen auf einer europaweiten Ebene harmonisieren und
durchsetzen zu koennen. Dargestellt und diskutiert werden soll
diesbezueglich auch die Vernetzung und die Bildung egalitaerer
politischer Organisationsstrukturen und Entscheidungsprozesse, wie etwa
dem "European TransGender NetWork". Hier kann auch ein Fokus auf die
unterschiedlichen Situationen in den verschiedenen Laendern gelegt
werden.

Zudem wird ueber den brutalen Mord an der portugiesischen Transsexuellen
Gisberta berichtet. Der mediale wie allgemein oeffentliche Umgang mit
diesem Mord soll dabei einer genaueren Betrachtung unterzogen werden.

Referat und Diskussion mit: Jo Schedlbauer von TransX

Veranstaltungsbeginn: 20:00
geoeffnet von 18:30-24:00

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Naechste Woche:  Rechts rockt Sachsen  

Weitere Infos siehe: 
http://raw.at/queer/
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############ RAW #############

   Rosa Antifa Wien
   c/o Rosa Lila Tip
   Linke Wienzeile 102
   A-1060 Wien
   AUSTRIA
   -------------------------
   E-Mail: raw at raw.at
   Web: http://www.raw.at
   Board: http://www.n3tw0rk.org
   -------------------------
   PGP-Key available here:
   http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc

############ RAW #############


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08 mttwoch im k ü nstler_Innenhaus

Von:    ursprung <ursprung at mur.at>
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liebe freundInnen, damen und herren,

 die kirschblüte ist zu ende, der sommer beginnt und wird mit einem spektakulären sonnwendfeuer (-werk) gefeiert. der ltnc (lady.tigers.nigt.club) ladet zum abschluss  unseres dreiwöchigen kirsch.blüten.festes im künstler_Innenhaus graz herzlich ein:
  
mittwoch, 21.06.06 um 19.00, grenadiergasse 14
finissage mit mösendisko und aethernal fire 

  


 wir verabschieden uns vom prototyp eines möglichen künstler_Innenhauses mit installationen von: 
andrea schlemmer/frau von noeten, anita hofer, aethernal fire (bettina fabian), DIVANOVA 06, eva ursprung, io (karin s. fassold), maki stolberg, reni hofmüller, ulla klopf, ursula kiesling, e_mu (elke murlasits),
 von 3 wochen mit performances und konzerten von kirsch, snm (peter mörth, sol haring...), ursprung, cym & bezzo, ursula kiesling, frau von noeten, aethernal fire...

 auf zahlreiches erscheinen freut sich 
 der ltnc
 http://ltnc.mur.at

 tel: 0699.12370352

  
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09 Essenz der Anarchie in Graz

Von:    Promedia <promedia at mediashop.at>
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 Erinnerung! Einladung zur Buchpräsentation Gerhard Senft (Hg.) 
ESSENZ DER ANARCHIE
Die Parlamentarismuskritik des libertären Sozialismus 
Mit Texten von Louise Michel, Pjotr A. Kropotkin, Elisée Reclus, Raphael Friedeberg, Pierre Ramus, Erich Mühsam, Robert Bodansky, Rudolf Rocker und Helmut Rüdiger 
ISBN 3-85371-253-3, br., 176 Seiten, Euro 12,90 
Edition Linke Klassiker 
Wo? Universitätsbibliothek Graz, Universitätsplatz 3, 8010 Graz 
Wann? Donnerstag, 22. Juni 2006, 19 Uhr 
Wir freuen uns auf Ihr Kommen 
Mit freundlichen Grüßen 
Hannes Hofbauer, Promedia Verlag  

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10 hruennoise im mkl

Von:    ursprung <ursprung at mur.at>
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Hurennoise
I'm the connection between electronicy and sexuality

Performance / Installation / work in progress
  
 19. – 26. Juni: Medienkunstlabor Graz
  
 Performances: 
 Fr. 23. 6. 2006 ab 20:30 im Medienkunstlabor, Kunsthaus Graz
 So 25. 6. 2006 ab 20:30 Sonntags Abstrakt, postgarage 
  
Hurennoise beschäftigt sich mit Medienkunst – Theorie – Filmkunst – Bühnenbild – Performance
  
 Die Sets werden als work in progress im Laufe einer Woche im Medienkunstlabor entworfen: performative Settings werden in der Auslagensituation des Medienkunstlabors getestet, der theoretische Background wird weiterentwickelt und mit Zeichnungen, Skizzen und kleinen Video- und Soundfiles ins Netz gestellt. 
  
Hurennoise bricht kompromisslos Tabus und festgefahrene Konventionen und widersetzt sich der Entwertung der Kunst durch den Kunstmarkt und die affirmativen Medien
  
 Hurennoise ['sum ergo fellatio'] wurde begründet von Ingebert Freifrau von Luddorff.
 Hurennoise sind ursprung, maru, miCC und piKO.    
  
 http://hurennoise.mur.at
  
 mit freundlicher Unterstützung des Medienkunstlabors Graz und des Landes  Steiermark

  
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11 Kulturrat Österreich startet kulturpolitisches Aktionsprogramm

Von:    Kulturrat Österreich <contact at kulturrat.at>
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/ PRESSEMITTEILUNG /____________________/

/ Kulturrat Österreich /______________/


/ Neue Inhalte für mehr Gestaltungsfähigkeit der Politik

/ Kulturrat Österreich startet kulturpolitisches Aktionsprogramm


/ http://kulturrat.at


Die politische Auseinandersetzung im Vorfeld der österreichischen
Nationalratswahlen im Herbst 2006 zeichnet sich einmal mehr durch einen
Mangel an Inhalten und gesellschaftlichen Entwürfen aus. Das Vertrauen
in die Zukunfts- und Gestaltungsfähigkeit der Politik hat nach der Krise
von Bawag, Gewerkschaftsbund und Finanzmarktaufsicht sowie angesichts
der ORF- und Bildungsmisere neue Tiefstwerte erreicht. Es steht zu
befürchten, dass die Monate bis zur Regierungsneubildung von
rassistischer Stimmungsmache und Schmutzkübel-Kampagnen in Parteien und
Boulevardpresse geprägt sein werden.

Diesem Trend will der Kulturrat Österreich, der Zusammenschluss der
Interessenvertretungen von Kunst-, Kultur- und Medienschaffenden,
entgegen treten, indem er die Kulturpolitik als wichtige
Querschnittsmaterie ins Blickfeld rückt, die neue Inhalte in die
politische Debatte einbringen kann. Die aktuellen kulturpolitischen
Themen werden in einer Publikation im Zeitungsformat dargestellt und ab
September in einer Reihe von Veranstaltungen in den Bundesländern
öffentlich diskutiert. Im Mittelpunkt stehen unter anderem folgende
Themen: Die allgemeine Budgetsituation und die Transparenz der
Kulturförderungsverwaltung, die soziale Absicherung von Kunst- und
Kulturschaffenden, ORF und Medienpolitik, Migration und Grundrechte
sowie die zunehmende Pauperisierung der Informations- und
Wissensgesellschaft durch die drohende Verengung des Zugangs zu Kultur
und Bildung.

Zahlreiche Expertinnen und Experten sind der Einladung gefolgt, sich an
diesem Aktionsprogramm des Kulturrat Österreich zu beteiligen. Damit ist
eine Vernetzung gelungen, die darauf hoffen lässt, dass aus der Kunst-,
Kultur- und Medienarbeit neue Impulse für die politische Debatte in
diesem Land kommen. Sechs Jahre Regierungsarbeit unter Kunst- und
Bundeskanzler Wolfgang Schüssel haben die demokratischen Grundlagen
Österreichs in Besorgnis erregendem Ausmaß ausgehöhlt. Es ist daher hoch
an der Zeit, mit einer Repolitisierung der Politik zu einem Ende dieser
Ära beizutragen!


/ Vorankündigung /______________/

Präsentation Zeitung Kulturrat

Di., 12. September 2006, 19.00 Uhr
Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien


/ Rückfragen /____________/

Martin Wassermair
Mobil: +43 (676) 309 49 86


/ Kontakt /____________/

Kulturrat Österreich
Gumpendorfer Str. 63b
A-1060 Wien

contact at kulturrat.at
http://kulturrat.at/


Liebe TransdanubierInnen und SymphatisantInnen!

Einen Tag vor dem Bush-Besuch in Österreich wollen wir uns mit der Frage
beschäftigen, welche Interessen Bush in Lateinamerika hat bzw. anders
gefragt, was ihn Lateinamerika "angeht", Hand in Hand damit eine - durchaus
auch kritische - Betrachtung des Lateinamerikanischen Alternativgipfel
"Enlazando Alternativas 2", der im Mai 2006 in Wien stattgefunden hat,
einhergehen.

Als kompetenten Diskutanten haben wir dazu Mag. Federico Nier-Fischer,
freien Journalist, Korrespondent für ips (Inter Press Service,
http://www.ipsnoticias.net/) und Lehrbeauftragter für internationale
Kommunikationsfragen an der Universität Salzburg
(http://www.fnf-comunicaciones.at/) eingeladen.

Dis Diskussion findet Wie immer
im Asiarestaurant SUN,
Donaufelderstraße 229 1220 Wien, 1. Stock 

ab 19:00 Uhr, Diskussionsbeginn Beginn 19:30 statt.

Zusätzlich möchten wir Euch auf die am 21. Juni anlässlich des Bush - Besuch
stattfindende Demo Aufmerksam machen: sie beginnt um 17 Uhr beim
Westbahnhof, nähere Infos
hier: http://www.stopbush.at/)

Stefan
Für Transdanubien gegen Schwarzblau



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MELDUNGEN UND MEINUNGEN
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12 SoHo-Wien: Mehr Frauenpower im Wiener SoHo Vorstand

Von:    SoHo - Sozialdemokratie & Homosexualität <office at soho.or.at>
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SoHo-Wien: Mehr Frauenpower  im Wiener SoHo Vorstand
 
Utl. Martina Punz einstimmig  kooptiert
 
20.06.06 - Wien - Einstimmig wurde Martina  Punz in den Wiener SoHo Vorstand kooptiert. Martina Punz, 27 Jahre jung und  internationale Sprecherin der SJ-Wien, wird hinkünftig ehrenamtlich für die  AktivistenInnen und Mitgliederbetreuung zuständig sein. In dieser neuen Aufgabe  wird sie nicht nur ihr Organisationstalent unter Beweis stellen können, sondern  wird durch ihre jugendlich fröhliche Art viele Probleme meistern können. Der  Wiener Vorstand freut sich über die weibliche Verstärkung und wünscht ihr für  ihre neue Tätigkeit alles Gute. 
 
http://www.soho.or.at/soho/?p=1269
 

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13 Festakt/Ceremonial Act 15 Jahre/15 Years RKL

Von:    Rechtskomitee LAMBDA <office at RKLambda.at>
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 (English Text Below)
  
 
  

  
Wider die sexuelle 
 Apartheid
Festakt
  

  
15 Jahre für das Recht zu lieben –
15 Jahre Rechtskomitee LAMBDA
  
2. Oktober 2006, 16:00 – 19:00 Uhr
Parlament, Wien
  
Das Rechtskomitee LAMBDA (RKL) wird heuer 15 Jahre alt. 
  
Dieses Jubiläum wird mit einem einzigartigen Festakt im Parlament begangen.
  
Es wird das erste Mal in der Geschichte weltweit sein, dass eine Homosexuellen-Organisation in einem nationalen Parlament geehrt wird.
  
Ein historisches Ereignis von internationaler Dimension.
  
 
  
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www.RKLambda.at 
  
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Against Sexual 
 Apartheid
A ceremonial act to celebrate
  

  
15 years for the Right to Love  –
15 years Rechtskomitee LAMBDA
  
October 2nd, 2006, 4:00pm – 7:00pm
Federal Parliament, Vienna
  
Rechtskomitee LAMBDA (RKL), Austria’s lesbian and gay rights organisation, this year turns 15 years. 
  
This anniversary will be celebrated with a unique ceremonial act in the Federal Parliament of the Republic of Austria. 
  
It will be the first time in history worldwide that an lgbt-organisation will be honoured in a national parliament. 
  
A historic event with an international dimension.
  
 
  
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Linke Wienzeile 102, 1060 Wien
 Tel/Fax +43(0)1/876 3061
office at RKLambda.at
www.RKLambda.at
  
  
    
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14 Regenbogen-Parade 2006: Prominente Gäste bei der Abschlusskundgebung auf dem Heldenplatz

Von:    Homosexuelle Initiative Wien <office at hosiwien.at>
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Medienaussendung der Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien vom 19. Juni 2006

Regenbogen-Parade 2006: Prominente Gäste bei der Abschlusskundgebung auf dem Heldenplatz

 Auch dieses Jahr findet am Ende der Regenbogen-Parade die große Abschlusskundgebung (Celebration) auf dem Heldenplatz statt. Die TeilnehmerInnen erwartet ein abwechslungsreiches Showprogramm. Als Höhepunkt darf sicherlich der Auftritt von Jimmy Somerville gewertet werden, der schon mehr als 20 Jahre erfolgreich im Musik-Business tätig ist. In den achtziger Jahren gelang ihm der Durchbruch als Frontmann der "Bronski Beat". Für die drei Mitglieder der Synthie-Pop-Band kam es nie in Frage, ein Geheimnis aus ihrer sexuellen Orientierung zu machen, was im damals konservativen Großbritannien der Thatcher-Ära für reichlich Schlagzeilen sorgte. Der emotionale, in höchste Tonlagen aufsteigende Gesang von Somerville verlieh dem Trio ein unverwechselbares Image. Nach zwei Jahren allerdings verließ Somerville die Band und gründete mit seinem alten Freund Richard Coles "The Communards". 1989 begann Jimmy Somerville schließlich seine Solo-Karriere. Zuletzt erschien von ihm das Album "Home Again", unter anderem mit einer Coverversion des Marvin-Gaye-Klassikers "Ain't No Mountain High Enough".
  
 ABBAriginal aus Österreich haben seit ihrem Debüt 1998 mehr als 500 Auftritte im In- und Ausland absolviert und überzeugen mit der Darbietung der vielen Hits der schwedischen Kultband. Ihr Auftritt besticht durch authentische Kostüme, originalgetreue Halbplaybacks und ABBA-typische Choreographien. Die italienische Bühnendiva Franca Morgano, die als Sängerin der Dance-Formation "Magic Affair" bekannt wurde, bietet ein Potpourri aus Pop, Soul, Funk, Dance und Italopop. "Die Kleine mit der großen Stimme" begeistert mit kraftvollen Vocals und gilt als die weibliche Antwort auf Eros Ramazzotti.
  
 Abgerundet wird das Programm durch die Münchner "Schwuhplattler" und die DJ-Sessions von DJ Junior Sonic und DJ Sonic feat. Niddl. 
  
 Erwartet werden auch hohe politische RepräsentantInnen von SPÖ und Grünen, die damit ein Zeichen gegen die Benachteiligung von Lesben, Schwulen und Transgender-Personen setzen. 
  
 Die Regenbogen-Parade findet am Samstag, den 1. Juli 2006, statt und startet um 15 Uhr vom Stadtpark aus.
  
 Weitere Informationen auf www.regenbogenparade.at. 
  
  
 Rückfragehinweis:
  
 Philipp Kainz 
 Pressebetreuer Regenbogen-Parade 2006
 0650/850 45 76
philipp.kainz at hosiwien.at

 Barbara Süss
 Pressebetreuerin Regenbogen-Parade 2006
 0650/9091312
barbara.suess at hosiwien.at


  
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15 Affront gegen den VfGH: Diskriminierung bei der Mitversicherung neuerlich beschlossen

Von:    Rechtskomitee LAMBDA <office at RKLambda.at>
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Affront gegen den VfGH
  
Diskriminierung bei der Mitversicherung neuerlich beschlossen 
  
RKL ruft den Menschenrechtsgerichtshof an
  
 
  
Im Zuge der RKL-Klagsoffensive hat der Verfassungsgerichtshof letzten Oktober die gesetzlichen Bestimmungen über die Mitversicherung von LebensgefährtInnen in der Krankenversicherung aufgehoben, weil sie homosexuelle Paare diskriminieren. ÖVP/BZÖ/FPÖ haben diese Diskriminierung nun neuerlich beschlossen.
  
 
  
Die Sozialversicherungsgesetze bestimmen, daß LebensgefährtInnen in der Krankenversicherung seines Partners/ihrer Partnerin anspruchsberechtigt sind. Allerdings bestimmt das Gesetz auch ausdrücklich, daß diese LebensgefährtInnen verschiedengeschlechtlich sein müssen.
  
 
  
Das RKL hat Anfang 2005 eine Klagsoffensive zur Gleichstellung homosexueller Paare gestartet. Im Zuge dieser Klagsoffensive wurde mit zwei Beschwerden an den Verfassungsgerichtshof auch die Aufhebung dieser diskriminierenden Bestimmungen sowohl im ASVG (§ 123 Abs. 8 lit. b) als auch im GSVG (§ 83 Abs. 8) begehrt. Mit Urteil vom 10. Oktober 2005 hat der Verfassungsgerichtshof diese Bestimmungen per 01.08.2006 aufgehoben. 
  
 
  
Anstatt dieses Urteil zu akzeptieren hat die Parlamentsmehrheit in der Plenarsitzung des Nationalrates vom 24. Mai 2006 beschlossen, die aufgehobene Diskriminierung für die Zeit nach dem 01.08.2006 - in anderen Paragrafen - einfach neu zu beschliessen (Beschluss NR 1408 Blg. XXII. GP). 
  
 
  
Zwar werden künftig homo- und heterosexuelle LebensgefährtInnen grundsätzlich gleichbehandelt und sind sie in der Krankenversicherung des/der PartnerIn anspruchsberechtigt, wenn sie entweder minderjährige Kinder betreuen oder eine/r der PartnerInnen schwer pflegebedürftig ist (§ 123 Abs. 7a ASVG; § 83 Abs. 8 GSVG; § 78 Abs. 6a BSVG; § 56 Abs. 6a B-KUVG). Das gilt aber nur für jene Lebensgemeinschaften, die nach dem 01.08.2006 neu eingegangen werden. 
  
 
  
 
  
Neuerlicher Gang zu VfGH und EGMR
  
 
  
Für die übergrosse Mehrheit der (am 31.07.2006) bereits bestehenden Lebensgemeinschaften wird die Diskriminierung jedoch prolongiert. Verschiedengeschlechtliche LebensgefährtInnen bleiben anspruchsberechtigt, auch wenn sie weder Kinder erziehen, noch selbst schwer pflegebedürftig sind noch eine/n solchen PartnerIn pflegen. Sind sie am 31.07.2006 noch nicht 27, dann bis 31.12.2009, sind sie bereits 27 sogar für ihr Leben lang (§ 628 Abs. 3a, 3b ASVG; § 314 Abs. 3, 4 GSVG; § 304 Abs. 3, 4 BSVG; § 216 Abs. 2, 3 B-KUVG). Derartige gleichgeschlechtliche PartnerInnen in (am 31.07.2006) bereits bestehenden Lebensgemeinschaften sind hingegen weiterhin nicht mitversichert. Es war genau diese Diskriminierung (bestehender Lebensgemeinschaften) derentwegen der VfGH die alten Bestimmungen aufgehoben hat. 
  
 
  
„Dieser Affront gegenüber dem Verfassungsgerichtshof ist inakzeptabel“, sagt der Wiener Rechtsanwalt Dr. Helmut Graupner, Präsident der Homosexuellen-Bürgerrechtsorganisation Rechtskomitee LAMBDA (RKL) und Anwalt des Beschwerdeführers vor dem VfGH, des RKL-Generalsekretärs Walter Dietz , „Wir werden auch die neuen Bestimmungen wieder vor dem VfGH anfechten, und wir werden uns nun zusätzlich an den Europäischen Menschenrechtsgerichtshof (EGMR) wenden“.  
  
 
  
Das 1991 gegründete Rechtskomitee LAMBDA (RKL) arbeitet überparteilich und überkonfessionell für die umfassende Verwirklichung der Menschen- und Bürgerrechte gleichgeschlechtlich l(i)ebender Frauen und Männer. In seinem Kuratorium vereinigt es so prominente Mitglieder wie den SPÖ-Vorsitzenden Dr. Alfred Gusenbauer, Präs. NRAbg. Peter  Schieder,, NRAbg. Mag. Terezija Stoisits, den renommierten Kinder- und Jugendpsychiater Univ.-Prof. Dr. Max Friedrich und die Kinder- und JugendanwältInnen von Wien DSA Monika Pinterits und Dr. Anton Schmid, den Generalsekretär von Amnesty International Österreich Mag. Heinz Patzelt und die bekannten Menschenrechtsexperten Dr. Lilian  Hofmeister und Univ.-Prof. Dr. Manfred Nowak, die Sexualwissenchafter Univ.-Prof. Dr. Josef Christian Aigner, Prof. Dr. Rotraud Perner und Mag. Johannes Wahala, den Theologen Univ.-Prof. Dr. Kurt Lüthi, Günter Tolar u.v.a.m.
  
 
  
Rückfragehinweis: 0676/3094737; 01/8763061, office at RKLambda.at, www.RKLambda.at  
  
 
  
19.06.2006
  
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16 Irak: Rattern der Nähmaschinen

Von:    WADI Austria <wadi.wien at gmx.at>
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 Artikel erschienen in: an.schläge 6/2006, www.anschlaege.at

 Rattern der Nähmaschinen

 Im Irak ist auch nach der Befreiung vom Baath-Regime die patriarchale Geschlechterordnung erhalten geblieben. Erst allmählich beginnen Frauen auf dem Lande neue Freiräume auszutesten. 

 Von Jutta Sommerbauer


 Kifri muss einmal eine schöne Stadt gewesen sein. Mit einem prächtigen Bazar und alten Steinhäusern, umgeben von einem Hain aus Dattelpalmen, der in der kargen Halbwüste Schatten spendete. Doch diese Zeiten sind längst vorüber. Heute ist die Innenstadt halbleer, der Bazar besteht aus Schutthaufen. Viele BewohnerInnen haben der Stadt den Rücken gekehrt. Wo einst Geschäfte waren, sind Ladenfronten heute vernagelt. Viele Häuser sind zerstört oder verfallen langsam unter der gleißenden Sonne. 
 Zerklüftete, felsige Hügel säumen die Kleinstadt, die an der äußersten Grenze des von der kurdischen Regionalregierung kontrollierten Gebiets liegt. Bagdad liegt nur noch eine Autostunde entfernt.  Auf den nahen Hügeln hatte die irakische Armee Stellungen postiert. Genau hier verlief die „rote Linie“, die von Saddam Husseins Truppen seit der 1991 ausgehandelten halbautonomen Zone im Nordirak zwar nicht übertreten werden durfte, was diese allerdings nicht daran hinderte, die Stadt mit Artillerie zu beschießen.  Erst 2003, als Saddam gestürzt wurde, war der Kugelhagel zu Ende.  
 Seit drei Jahren ist nun Frieden eingekehrt.  Anders als in den weiter südlich liegenden Gebieten ist die Sicherheitslage in Ordnung, kurdische Checkpoints kontrollieren an allen Stadteinfahrten den Personenverkehr. Und dennoch sind Frauen im Stadtbild selten zu sehen. Auch in Friedenszeiten ist die traditionelle geschlechtsspezifische Trennung des sozialen Raumes erhalten geblieben.  

 Kurse im Frauenzentrum. 

 Frauen benötigen hier schon einen triftigen Grund, um die eigenen vier Wände zu verlassen. Das Kifri Women Centre, das von der deutsch-österreichischen Hilfsorganisation Wadi aufgebaut wurde, ist einer der wenigen Orte, wo Frauen unter sich sein können. Hier können sie sich in Ruhe treffen, Zeitschriften lesen und sich weiterbilden. Finanziert wird das Zentrum mit Spendengeldern von Wadi sowie durch Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, der Stadt Wien und des Weltgebetstages der Frauen. “Ich zeige den Frauen, wie man den Stoff schneidet und selbständig Kleider näht“, erklärt Kabile Fate Huez. Sie misst den rot-weiß gemusterten Stoff von einer Rolle ab und schneidert daraus behände eine dishdasha, ein bodenlanges Hauskleid. Die anwesenden Frauen, die meisten zwischen zwanzig und dreißig, verfolgen die Handbewegungen aufmerksam. Am Ende des Kurses erhalten sie ein Zertifikat, das sie als Schneiderin ausweist. Sie wolle unbedingt nähen lernen, antwortet die zwanzigjährige Sana auf die Frage, warum sie hier sei. Auch Alphabetisierungs-, Computer- und Friseurkurse sind im Angebot. Und wer weiß, vielleicht wird auch Sana in Zukunft regelmäßig das Zentrum besuchen, wie viele der anderen Frauen.  

 Kampf gegen FGM. 

 Althergebrachter Traditionen kann man sich nichteinfach von einem Tag auf den anderen entledigen.
 „Als die Ärztinnen unserer Mobilen Teams im Nordirak die erste Umfrage über die Verbreitung von weiblicher Genitalverstümmelung in der Region Germian präsentierten, reagierten die kurdischen Behörden zunächst mit Abwehr“, erzählt Mary Kreutzer von Wadi Österreich. Doch die irakischen Mitarbeiterinnen der NGO ließen sich nicht einschüchtern und initiierten die Produktion eines Aufklärungsfilmes über die schädlichen Folgen dieser Tradition. „Es bedurfte einiger Monate Überzeugungsarbeit. Heute wird unser Programm akzeptiert und auch die Frauenorganisationen der regierenden Parteien unterstützen uns nun“, so Kreutzer. Denn ganz ohne die Zustimmung der lokalen Kräfte, und das sind vor allem die beiden in Irakisch-Kurdistan monopolistisch regierenden Parteien PUK und KDP, gehe nichts im Nordirak. Die erwähnte Studie der Nichtregierungsorganisation besagt, dass mindestens sechzig Prozent der Frauen und Mädchen in der Region Germian Opfer der leidvollen Praxis wurden. 
 In einem germianischen Dorf nahe Kifri ist es ausgerechnet der Muezzin, der über den Lautsprecher der Moschee die Frauen in die Dorfschule zu einem Treffen ruft. Heute wird hier jener Film, der über die gesundheitlichen Gefahren der Genitalverstümmelung (FGM) informiert, gezeigt. Der Tenor der interviewten Imame und Experten ist klar: Genitalverstümmelung sei unislamisch und daher verwerflich.  Nach dem Film entsteht eine lebhafte Diskussion. “ So ist nun mal unsere Tradition sagt eine Frau. Die anderen widersprechen. „Wenn es schlecht für unsere Kinder ist und schlecht für ihre Gesundheit, dann werden wir damit aufhören“, lenkt eine Teilnehmerin ein. 
 „Die Mehrheit akzeptiert, was wir sagen. Aber gerade die Älteren tun sich oft schwerer“, erklärt Hero Nejib Samin nach der Filmvorführung. Die medizinische Assistentin ist überzeugt, dass ihre Arbeit einen positiven Einfluss hat. 

 Alphabetisierungsfortschritte. 

 Halabja ist eine Kleinstadt im äußersten Nordosten des Landes. Die schöne Landschaft – sanfte Hügel in saftigem Grün, schroffe Bergspitzen, hinter denen der Iran liegt – ist trügerisch . Die islamistische Terrorgruppe Ansar Al-Islam beherrschte Teile des Gebiets einen Gutteil der Neunziger Jahre, und von der Zeit davor zeugen Massengräber und Memorials. 1988 ließ Saddam Hussein die Stadt mit Giftgas bombardieren, bei den Angriffen kamen über 5.000 ZivilistInnen ums Leben.  Aus der Stadt mit einem vielfältigen Kulturleben ist heute eine gesichtlose Ansammlung von einfachen Häusern und ungeteerten Straßen geworden.  Halabja ist arm, sehr arm.  Die soziale Unzufriedenheit entlud sich zuletzt bei Protesten Mitte März, just am Gedenktag der Giftgasangriffe.  DemonstrantInnen setzten das Halabja-Memorial in Brand, nachdem sie zuvor von Sicherheitskräften an der Abhaltung einer Demonstration während der offiziellen Gedenkfeierlichkeiten gehindert worden waren.  
 Eines der wichtigsten Themen in der Region ist die Alphabetisierung von Frauen. 34 Prozent der Bevölkerung Kurdistans sind AnalphabetInnen – unter Frauen ist die Zahl vergleichsweise höher.  Aufgrund von oftmaligen Vertreibungen konnten viele der Stadtbewohnerinnen die Schulausbildung nicht fortsetzen.  “Die Frauen sind mit dem Haushalt und den Kindern beschäftigt und haben wenig Chancen auf Bildung“, erklärt Jwan Husain, die Direktorin des hiesigen Frauenzentrums.  
 Fari ist vierzig Jahre alt. “Ich profitiere von dem Zentrum.  Ich habe Nähen gelernt hier und mache damit weiter“, erklärt sie. “Ich wollte ein Handwerk lernen und nicht nur zu Hause herumsitzen. “Fari spricht ein paar Wörter Englisch.  “How are you“ und „happy“ gehören dazu, genauso wie der bedrückende Begriff „genocide“.  Sie hat fünf Familienmitglieder bei den Angriffen verloren. Ihr selbst gelang die Flucht in den Iran, später kam sie wieder nach Halabja zurück.  Fast jede Familie hier hat Opfer zu beklagen, die Vergangenheit ist allgegenwärtig.  Psychologische Behandlung für Traumatisierte gibt es hier nicht und auch die wissenschaftliche Aufarbeitung steckt erst in den Kinderschuhen.  

 Unter diesen schwierigen Bedingungen wolle man kleine Veränderungen in der hiesigen Mentalität bewirken, sagt Husain. “Das hier ist der einzige Platz, wo sich die Frauen treffen können.  Es gibt keine anderen Plätze. „Das Frauenzentrum, das nicht nur von Kurdinnen, sondern auch von Araberinnen und Turkmeninnen besucht wird, hat einen guten Ruf und das sei wichtig. “Die meisten Männer bringen ihre Frauen sogar mit dem Auto her“, erzählt sie.  Am besten, sagt Fari, seien die Parties hier: Da werde Musik gespielt und die Frauen könnten miteinander tanzen.  

 Im Inneren der kurdischen Gesellschaft tut sich etwas. Nach den Jahren des Terrors ist ein Leben in Sicherheit zum ersten Mal greifbar.  Es wird wohl noch etwas dauern, bis auch Frauen ihre kleinen Freiräume erweitern können. Aber die Nähmaschinen rattern schon.  

 Mehr Informationen, Berichte und Fotos zur Lage von Frauen im Irak:
 WADI – Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit
www.wadinet.de , www.wadinet.at

-- 
WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische
Entwicklungszusammenarbeit
e-mail: wadi.wien at gmx.atwebsite: www.wadinet.atTel.: 0699-11365509

Im Juni erschien die erste Ausgabe von: WADI-News, Schwerpunkt: Frauen im Irak. Wird kostenlos per Post zugeschickt, schreiben oder mailen Sie uns Ihre Adresse!

Postfach 105
A-1181 Wien

Spendenkonto in Österreich:
Kontonummer 07.405.301
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politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu
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Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht
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Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND
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Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage:
* Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr *
* Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" *
* Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf *
* Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie.
Aber kurz und prägnant.*

Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine
Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und
rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch
stillschweigend Zensur zu üben.
Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge
hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die
Nichtaufnahme geliefert.
(Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind
z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten
Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.)
Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert.

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