widerst at nd mund: Mittwoch, 7. Juni 2006
MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
analle at no-racism.net
Mit Jun 7 05:38:12 CEST 2006
widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr
www.no-racism.net/mund
Mittwoch, 7. Juni 2006
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A) INHALT
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01 8.6.: Speakerscorner: Club slowen.StudentInnen
zu Kärntner Ortstafeln/Demotermine
Von: August Faschang <august.faschang at oeticket.com>
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02 REVOLUTION - Schulstreik und Großdemonstration am 21. Juni
wenn Bush zum EU-USA-Gipfel nach Wien kommt
Von: ASt-LFI <ast-lfi at gmx.net>
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03 AT: Reisepass: Willkommen im Hochsicherheitsland
Von: "q/depesche" <depesche at quintessenz.org>
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04 Offener Brief für Peter Handke
Von: Stadt Theater Wien_Mertin/Büchel
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ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE
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05 Irakisch-Kurdistan ist anders [18:25 - 18:55 auf Ö1
bzw. auf http://oe1.orf.at/ live-stream]
Von: WADI Austria <wadi.wien at gmx.at>
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06 08.06.06: Sexuelle Orientierung-Zur Lage eines
Menschenrechts in Österreich
Von: Rechtskomitee LAMBDA <office at RKLambda.at>
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07 Migration: Normalität der Ungleichheit?
Confronting Inequalities! 8. Juni, 19 Uhr
Von: remapping Mozart <remapping.mozart at initiative.minderheiten.at>
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08 veranstaltungshinweis
Von: gangart <now at gangart.org>
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09 Pressekonferenz Klub slowenischer StudentInne in Wien
Von: odbor KSSSD <ksssd at gmx.net>
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10 BILDTEIL.VERORTET 8. - 10. 6. 2006
Von: Initiative Minderheiten Newsletter
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11 Regenbogen-Parade 2006: Wiens Straßenbahnen zeigen Flagge
Von: Homosexuelle Initiative Wien <office at hosiwien.at>
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12 Termine BRD & Wien
Von: Café Critique <cafe.critique at gmx.net>
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13 neue ausgabe transversal: under translation
Von: eipcp <contact at eipcp.net>
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MELDUNGEN UND MEINUNGEN
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14 Klare Absage an rechtspopulistische Stimmungsmache im Wahlkampf
Von: Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen <dieinitiative at gmx.at>
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15 Widerruf in der Sache Walter Tancsits
Von: Homosexuelle Initiative Wien <office at hosiwien.at>
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16 Neumarkt/Ehrung/Protest/SJ/KPÖ
Von: KPÖ Steiermark <kpoe_stmk at hotmail.com>
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INTERNATIONALE SOLIDARITÄT
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17 Finanzwebsite über Mine Grasberg in Westpapua
Von: westpapua at gmx.net <westpapua at gmx.net>
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B) TEXTE
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01 8.6.: Speakerscorner:Club slowen.StudentInnen
zu Kärntner Ortstafeln/Demotermine
Von: August Faschang <august.faschang at oeticket.com>
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Liebe Leute!
++++++++1) 8.6.:SPEAKERSCORNER: CLUB DER SLOWENISCHEN STUDENTINNEN ZU ORTSTAFELN&DEMO AM 10.6.
++++++++2) VIER DEMOTERMINE
++++++++1) 8.6.:SPEAKERSCORNER: CLUB DER SLOWENISCHEN STUDENTINNEN ZU ORTSTAFELN&DEMO AM 10.6.
Auch am DONNERSTAG (8.6.) gibt es zusätzlich zur wöchentlichen Mahnwache gegen Schwarzblauorange vor dem Kanzleramt wieder einen SPEAKERSCORNER, diesmal mit einem oder mehreren Mitglieder des CLUBs DER SLOWENISCHEN STUDENTINNEN IN WIEN zum permanenten ORTSTAFEL-VERFASSUNGSBRUCH in Kärnten. Seit 2001 gibt es mehrere Urteile des Verfassungsgerichtshofs und seither setzt sich die schwarzblauorange Koalition darüber hinweg. Leben wir in einem Rechtsstaat oder unter der Willkürherrschaft von Haider und Schüssel? Wie ist die Situation in Kärnten zu erklären? Was ist einzufordern?
Es wäre schön, wenn möglichst viele am Donnerstag die Gelegenheit nützen würden, sich zu informieren und mit VerteterInnen der slowenischen Minderheit zu diskutieren! Und es wäre schön, wenn am Samstag möglichst viele die Solidaritätsdemonstration für die Minderheit zum Bundeskanzleramt unterstützen würden! Der Aufruftext zur Demo ist weiter unten.
Treffpunkt für den Donnerstagsspeakerscorner ist um 19Uhr45 Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz, Beginn 20Uhr. Und danach sind wieder alle Teilnehmerinnen im Stammlokal in der Neustiftgasse willkommen!
Und wie jeden Donnerstag gibt es schon ab 17Uhr die WIDERSTANDSLESUNG (Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz).
AUFRUFTEXT FÜR DIE SOLIDARITÄTSDEMO FÜR DIE SLOWENISCHE MINDERHEIT:
Solidaritätskundgebung für die slowenische Minderheit in Kärnten
Seit Jahren treiben PolitikerInnen und »heimattreue« Verbände Kärntens auf dem Rücken der slowenischen Minderheit ihre machtpolitischen Spielchen. Provozieren sogar den Rechtsstaat - missachten Entscheidungen des Verfassungsgerichtshofes.
Die längst überfällige Erfüllung des Artikel 7/Clen 7 - im Besonderen die Aufstellung zweisprachiger Ortstafeln - wird hintertrieben. Darf eine aufgehetzte Bevölkerung über die staatsvertraglich garantierten Rechte einer Minderheit abstimmen?
Der Klub slowenischer StudentInnen fordert:
* Die Aufstellung der fehlenden zweisprachigen topographischen Aufschriften gemäß des VfGh-Erkenntnisses (2001)
* Die Anerkennung des Slowenischen als zweite Landessprache
* Die Isolierung der minderheitenfeindlichen Organisationen Kärntner Heimatdienst (KHD) und Kärntner Abwehrkämpferbund (KAB)
Beim Ortstafelkonflikt geht es um das Sichtbarmachen der slowenischen Sprache -
um den Beweis der Existenz der slowenischen Minderheit in Österreich.
Die geforderte Umsetzung ihrer Rechte stellt für die deutschsprachige Mehrheitsbevölkerung in keinster Weise auch nur den geringsten Nachteil dar!
Der Kampf für die Rechte der Kärntner SlowenenInnen ist zugleich der Kampf für die demokratischen Rechte in Österreich, in Europa, sowie für die Menschenrechte im Allgemeinen!
Jede Minderheit braucht zum Überleben die Solidarität der Mehrheit!
Wir fordern, was uns dem Gesetz nach zusteht!
Wir lehnen faule Kompromiss-Lösungen entschieden ab!
Demo am 10. Juni um 14.30 Uhr, Treffpunkt Siebensternplatz (7. Bezirk).
Die Demo führt durch die Mariahilferstraße, den Ring, die Kärntnerstraße zum Bundeskanzleramt, wo die Abschlusskundgebung stattfinden wird.
++++++++2) VIER DEMOTERMINE
Mittwoch, 7.6., 17Uhr: Kundgebung von Ehe ohne Grenzen vor dem Innenministerium, Herrengasse 7, 1010 Wien.
Donnerstag 8.6.: 17Uhr Widerstandslesung, Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz
20Uhr Speakerscorner: Club slowen.StudentInnen zu Kärntner Ortstafeln - siehe oben!
Freitag 9.6.: Demo gegen rassistische Polizeigewalt - Treffpunkt um 16Uhr am Westbahnhof, Abschlusskundgebung um 20 Uhr beim Stadtpark (Todesort von Seibane Wague)
Samstag 10.6., 14Uhr30: Solidaritätsdemo für die slowenische Minderheit - siehe oben!
www.do-speakerscorner.org Weiterverbreitung erwünscht!
ligrü Gustl
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02 REVOLUTION - Schulstreik und Großdemonstration am 21. Juni wenn Bush zum EU-USA-Gipfel nach Wien kommt
Von: ASt-LFI <ast-lfi at gmx.net>
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Schulstreik und Großdemonstration am 21. Juni wenn Bush zum EU-USA-Gipfel nach Wien kommt:„Tage des Widerstandes“ gegen den Aufmarsch der Kriegsverbrecher!
Resolution der Aktionskonferenz vom 2. Juni zu den Widerstandsaktionen gegen den Bush-Besuch am 21. Juni
(aus: Red Newsletter Nr. 214, Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 5. Juni 2006, www.arbeiterinnenstandpunkt.net)
1. Wir bekräftigen unsere Entschlossenheit zum Widerstand gegen den Besuch des US-amerikanischen Präsidenten anlässlich des EU-USA-Gipfels. Die trotz aller Vertuschungsversuche eben bekannt gewordenen Massaker der amerikanischen Besatzungstruppen in Haditha und Ishaki im Irak beweisen einmal mehr, was imperialistischer Krieg für die betroffenen Völker bedeutet: Terror, Unterdrückung und Armut. Wir werden daher am 21. Juni und in den kommenden Monaten und Jahren weiterhin entschlossen Widerstand gegen die Besatzung im Irak, Afghanistan und in Palästina leisten. Wir werden für breite Aktionen gegen einen drohenden Überfall des US-Imperialismus auf den Iran mobilisieren. Wir solidarisieren uns mit dem Widerstand der unterdrückten Völker – seien es Streiks und Massendemonstrationen auf der Straße oder seien es bewaffnete Widerstandsaktionen gegen die Besatzungstruppen und ihre Helfershelfer (z.B. die Vertreter der Marionetteregierung, der Armee und Polizei). Gleichzeitig verurteilen wir wahllose Terroranschläge gegen die Zivilbevölkerung und lehnen reaktionäre, nationalistische oder islamistische Ideologien und Strömungen ab. Wir treten für eine revolutionäre, internationalistische und sozialistische Bewegung gegen die Besatzung ein. In diesem Sinne bestätigen wir die Resolution der Aktionskonferenz vom 26. April.
2. Unser Strategie konzentriert sich auf die Organisierung der „Tage des Widerstandes“. Dies beinhaltet sowohl Aktionen auf der Straße als auch politische Aufklärung über die Politik der imperialistischen Großmächte, die Widerstandsbewegungen in den unterdrückten Ländern sowie die Antikriegs- und ArbeiterInnenbewegung in Europa und den USA und unsere Alternative. Im konkreten bedeutet dies, daß wir folgende Aktionen organisieren:
3. Ab sofort, d.h. dem 6. Juni, läuft die letzte, heiße Phase der Mobilisierung für die „Tage des Widerstandes“ an. Jetzt gilt es, Aktionskomitees an so vielen Schulen wie möglich aufzubauen und für die Aktionen zu mobilisieren.
4. Am Samstag, 17. Juni, organisieren wir eine politische Veranstaltung, bei der in Arbeitsgruppen und Plenardiskussionen über politische Alternativen zu Krieg und Kapitalismus diskutiert werden soll. Ebenso sollen hierbei die letzten organisatorischen Vorbereitungen für die Aktionen am 21. Juni getroffen werden.
5. In den Tagen darauf werden wir noch einmal massiv in den Schulen und auf der Straße für den 21. Juni mobilisieren.
6. Am Mittwoch, 21. Juni, ist der Große Schulstreik gegen den Bush-Besuch! REVOLUTION und zahlreiche Aktionskomitees rufen auf, sich um 9.00 am Westbahnhof zu versammeln. In der Früh organisieren wir den Streik vor bzw. in den Schulen und bringen dann so viele SchülerInnen wie möglich zum allgemeinen Treffpunkt am Westbahnhof. Von dort ziehen wir dann in die Innenstadt, wo sich Bush und seine Kriegstreiber-Freunde versammeln.
7. Nach einer Verschnaufpause versammeln wir uns am gleichen Tag, dem 21. Juni, um 17.00 wiederum beim Westbahnhof, wo das Bündnis BUSH GO HOME sich zu einer Großdemonstration versammelt.
8. Obwohl die SJ-Spitzenfunktionäre und andere sozialdemokratische Organisationen bislang eine Zusammenarbeit zwecks gemeinsamer Organisierung des Streiks und der Großdemonstration ablehnten, werden wir weiterhin versuchen, sie anzusprechen und für ein gemeinsames Vorgehen am 21. Juni zu gewinnen. Unsere positive Zusammenarbeit mit einzelnen Gruppen an der Basis der SJ werden wir ebenso fortsetzen wie mit den zahlreichen österreichischen, türkischen, kurdischen und arabischen Organisationen im BUSH GO HOME-Bündnis.
9. Wir werden alles daran setzen, damit Wien am 21. Juni eine Anti-Bush-Stadt wird und die Weltöffentlichkeit sieht, daß die Jugend in Österreich gegen Krieg und Besatzung auf die Straße geht.
10. Bei der REVOLUTION-Konferenz am 29. Juni werden wir eine Bilanz unserer Arbeit ziehen und die nächsten Schritte planen. Klar ist, daß kapitalistische Ausbeutung und imperialistischer Krieg nicht durch einmalige Demonstrationen und Schulstreiks aus der Welt geschaffen werden können. Dazu bedarf es eines langen Kampfes für die Revolution und eine gerechte, sozialistische Gesellschaft weltweit. Zu diesem Zweck werden wir uns zusammenschließen und gemeinsam und organisiert für die Befreiung kämpfen!
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03 AT: Reisepass: Willkommen im Hochsicherheitsland
Von: "q/depesche" <depesche at quintessenz.org>
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Reisepass: Willkommen im Hochsicherheitsland
q/depesche 2006-06-02T16:28:32
AT: Reisepass: Willkommen im Hochsicherheitsland
Bis zuletzt visierte das Innenministerium den 6.Juni.2006 als
Erscheinungsdatum des neuen "Hochsicherheitspasses" (Eigendefinition
Innenministerium) an. Wenn das Datum hält, hat man nur noch wenige Tage
Zeit, einen alten Biometrie- und Funklosen Pass zu beantragen. Dieser
erlaubt die nächsten 10 Jahre das biometrielose Reisen in alle Staaten der
Welt (mit Ausnahme der USA). Viele europäische Staaten akzeptieren den Pass
sogar noch 15 Jahre.
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Vorsicht Falle
Der neue 'alte' Reisepass ist eine Angelegenheit von 15 Minuten: 2
Passfotos, 69,- Euro für die Gebühren und der bishereige Reisepass werden
beim Magistrat bzw der Bezirkshauptmannschaft vorgelegt, der Pass gleich
vorort gefertigt. Der Vorgang heißt im Verwaltungsdeutsch "Neuausstellung".
Das Angebot einer gratis Verlängerung bis Jahresende sollte man unbedingt
ausschlagen: Es handelt sich um ein Lockangebot, welches die Verbreitung
der "Hochsicherheitspässe" Anfang 2007 garantiert.
Nachteile bei USA Reisen - Warum der Chip wichtiger ist, als die Sicherheit
der Bürger
Der Biometrielose Pass ist damit bis zu seinem Laufzeitende für alle
Staaten der Welt gültig. Nur die USA verlangt ab Ende Oktober 2007 einen
biometrischen Reisepass oder ein Visum. Beides kann beantragt werden, ohne
dass das bisherige biometrielose Reisedokument an Gültigkeit verliert. Bis
Ende des Jahres sind auch s.g. "Fotovignetten" gültig.
Spion in der Westentasche
Im Umschlag der "Hochsicherheitspässe" ist ein RFID-Chip mit einer
hauchdünnen Antenne eingelassen. Dieser kann kontaktlos ausgelesen werden.
Der Standard ist zwar nur für wenige Dezimeter spezifiziert, es gab jedoch
schon Demonstrationen mit aufgebohrten Lesegeräte auf mehrere Meter
Entfernung. So wird der Hochsicherheitspass zum Hochsicherheits/spaß.
Gespeichert werden neben den persönlichen Daten auch biometrische Daten.
Vorerst nur ein Bild des Inhabers, ab nächsten Jahr sollen Länderspezifisch
weitere Merkmale wie Fingerabdrücke und Irisscans.
Zur automatisationsgestützen Auswertung der Fotos (zb der Suche in
Videoaufnahmen, Biometrische Erkennung, etc) wurden die Fotobestimmungen
verschärft - mehr in der Linkliste unten.
Noch nicht überrall eingeführt, schon geknackt
Nach dem Aufschrei von Datenschützern wurde folgende Regelung eingeführt:
der Chip gibt sensible Daten erst nach Übermittlung eines Zahlencodes frei,
der sich aus Daten der MRZ (Machine Readable Zone) zusammensetzt: zb: der
Reisepassnummer, dem Ausstellungsdatum und dem Geburtsdatum der Person.
Holländische Sicherheitsexperten stellten bereits im Sommer 2005 die
gröbsten Mängel bloß: Der Bereich der möglichen Schlüssel lässt sich durch
mathematische Methoden und geschicktes Raten soweit eingrenzen, dass ein
durchschnittlicher PC nur noch wenige Minuten zum Knacken braucht.
Einige der Tricks: Die Reisepassnummer wird meist sequenziell vergeben und
ist linear abhängig vom Ausstellungsdatum. Weiters beinhaltet die
Reisepassnummer eine Checksumme, und das Ausstellungsdatum kann nicht
weiter zurückliegen als die allgemeine Gültigkeitsdauer. Das Alter des
Passinhabers kann über Sichtkontakt leicht auf wenige Jahre eingegrenzt
werden.
Der S/pass geht weiter
Die quintessenz ist auf der Suche nach MIFARE Lesegeräten und nach der
Vollversion der ICAO 9303 Papiere.
Spendeneingabe in Dokumentenform:
http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100002269
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Wo der biometrielose Reisepass noch 15 Jahre gültig ist
http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100003455
Neuer Pass macht Missbrauch leicht
http://oe1.orf.at/inforadio/58851.html
Funkchips mit Verschlüsselung - aber nicht alles
http://64.233.183.104/search?q=cache:UkfHjo0Jb5oJ:futurezone.orf.at/futurezone.orf%3Fread%3Ddetail%26id%3D259564%26tmp%3D88706+mifare+futurezone&hl=en&ct=clnk&cd=2&
Passbild Bestimmungen in .at
http://www.passbildkriterien.at/oesterreich_neu.html
Machine Readable Zone - in veränderter Form bereits jetzt vorhanden.
http://www.highprogrammer.com/alan/numbers/mrp.html
Allgemeines zur Reisepassausstellung in AT
http://www.help.gv.at/Content.Node/2/Seite.020900.html#Ausreise
ACLU Kritik fuehrt zu Designaenderung bei RFID Reisepass
http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100003221
Auch US-State Deparment möchte Abschirmung für RFID-Pässe einführen
http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100003119
Pass-RFIDS: Mit HF analog verblasbar
http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100003108
Biometrie: "Face Scans" als "Kompromiss"
http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100002654
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relayed by Mac Gyver
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Online Version: http://quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100003616
quintessenz is powered by http://www.onstage.at
subscribe/unsubscribe/digest
http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe
comments to depesche at quintessenz.org
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04 Offener Brief f ü r Peter Handke
Von: Stadt Theater Wien_Mertin/Büchel <stadttheaterwien at nextra.at>
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------ Weitergeleitete Nachricht
Von: ernst binder <ernstbinder at gmx.at>
Datum: Tue, 6 Jun 2006 03:37:49 +0200
Betreff: Offener Brief für Peter Handke
Graz, 5. Mai 2006
FÜR PETER HANDKE
Wer alles plötzlich aus seinem Schrebergartenhäuschen tritt, und sich bemüßigt fühlt, über Peter Handke zu Gericht zu sitzen! Es erstaunt und es erschreckt mich gleichermaßen. Wie es sich plustert! Und welch ein morgendliches Krächzen durch den Zeitungswald!
Ich bin dankbar, dass einer den Finger in die Wunde gelegt. Es stimmt mich traurig, dass die Chance vertan wird, das Schweigen zu durchbrechen, das diesen Landstrich Jugoslawien schein-befriedet und seine Toten demütigt, bevor noch Gras über die Gräber gewachsen.
Angesichts dieser unter dem Mäntelchen der Gerechtigkeit stattfindenden Treibjagd auf Peter Handke fehlte nur noch, dass einer daherkäme und sagte: Im Zweifel für den Angeklagten. Dann entlarvte sich diese moralinsaure Anteilnahme am Schicksal des Vielvölkerstaates endgültig als das, was sie ist: Eitle Selbst- und Nabelschau und Wichtigtuerei!
Ernst M. Binder
Regisseur
------ Ende der weitergeleiteten Nachricht
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ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE
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05 Irakisch-Kurdistan ist anders [18:25 - 18:55 auf Ö1 bzw. auf http://oe1.orf.at/ live-stream]
Von: WADI Austria <wadi.wien at gmx.at>
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http://oe1.orf.at/highlights/59244.html
Im kurdischen Norden Iraks entwickelt sich eine eigene Gesellschaft mit Ansätzen echter Demokratie.
Irakisch-Kurdistan ist anders
Iraks Norden: eine Explosion der anderen Art
Seit 1991 stehen die kurdischen Gebiete unter autonomer Verwaltung. Internationaler Schutz entzog sie weitgehend der Kontrolle der Saddam-Diktatur. Nicht zuletzt deshalb ist das Autonomiegebiet in sozialer, ökonomischer und politischer Hinsicht die weitest entwickelte Region des Irak. Auch die Sicherheitslage ist hier am besten.
Einheitliche kurdische Verwaltung
Die Ansätze echter Demokratie sind im kurdischen Norden Iraks nicht zu übersehen. Seit Ende Jänner 2006 existiert dort nach Jahren getrennter Herrschaftsgebiete der beiden großen Parteien PUK und KDP ein einheitliches kurdisches Parlament. Anfang Mai begann die Koalitionsregierung auch damit, die beiden separaten Verwaltungsgebiete zusammenzulegen. Dennoch regt sich Protest. Viele Kurden haben die Klientelwirtschaft der beiden dominanten Parteien satt. Islamistische Parteien sind im Aufwind.
Ismail Diaf ist nach zwölf Jahren Exil in Deutschland in den kurdischen Nordirak zurückgekehrt. Seine Heimatstadt Suleymaniah erkannte er kaum wieder. Das historisch bedeutende Zentrum des Handels mit dem Iran gleicht einer riesigen Baustelle: "Was hier passiert, ist wie eine Explosion. Unter dem Saddam-Regime ist hier über Jahrzehnte nichts gebaut worden, keine Straße, kein Haus, keine Schule, nichts.“
Eine ganze Stadt als Baustelle
Seit dem Sturz des Diktators schießen neue Wohnviertel, Geschäfts- und Bürogebäude aus dem Boden. Als ausgebildeter Installateur war Diaf ein gefragter Mann in seiner Heimat. Arbeit fand sich schnell, eine eigene Firma war bald gegründet. Aufträge habe er jede Menge, lacht er und zeigt auf die zahlreichen Baustellen in der Straße.
Von Anschlägen und Entführungen blieb die Region bisher fast gänzlich verschont. Naushirwan Mistefa Emin, Vize-Chef der PUK, der Patriotischen Union Kurdistans, sagt nicht ohne Stolz: "Unser Sicherheitsapparat ist gut organisiert. Und die Bevölkerung arbeitet eng mit der Polizei zusammen. Terroristen gibt es bei uns keine.“
Von einer eigenständigen Wirtschaft kann allerdings noch keine Rede sein. Die allermeisten Bauten werden von türkischen Unternehmen ausgeführt, und die Baumaterialien sind - wie fast alles, was in den Regalen der Supermärkte steht - Importware. Wer Benzin will, ist noch häufig auf den Schwarzmarkt angewiesen. "Wir sind eine Gesellschaft von Konsumenten, wir produzieren nichts, wir konsumieren nur“, klagt Albert Issa, Politologe an der Universität in Suleymaniah: "Sogar der Tee kommt aus dem Iran, das Mehl aus Australien.“
Investoren gesucht
Was der Wirtschaft im Nordirak neben Transparenz fehlt - die Klage über Korruption ist allgegenwärtig -, ist ein produktiver Sektor. Saddam Hussein ließ etwa 4.500 kurdische Siedlungen zerstören, samt Landwirtschaft und Fabriken. "Wir haben nichts. Das Baath-Regime degradierte uns von Produzenten zu Konsumenten; Bagdad wollte uns abhängig halten“, sagt Albert Issa.
Die Regionalregierung will nun Investoren mit günstigen Konditionen locken, erklärt Emin: "Jeder Investor, der zu uns kommt, zahlt fünf Jahre lang keine Steuern. Er kann das Kapital frei hierher transferieren, und wir stellen Land, Wachpersonal und alle nötigen Einrichtungen zur Verfügung.“
Noch langer Weg im Kampf um Freiheit
Die Freude über die neue Einheit der kurdischen Verwaltung ist nicht ungeteilt. Unabhängige Journalisten befürchten, dass ihre Arbeit noch schwieriger wird: "Bisher war es möglich von der KDP Informationen über die PUK zu erhalten und umgekehrt. Nun dürfte auch das wegfallen. Es droht null Transparenz“, meint etwa Mariwan Hama Rasheed vom Intitute for War and Peace Reporting. Politiker würden aufmüpfige Journalisten der Zeitschriften Hawlati, Awena oder Beyani zudem mit Klagen eindecken. Auch Gewalt gegen unliebsame Reporter habe es gegeben.
Von diesem Konflikt um Pressefreiheit und dem freien Zugang zu Information abgesehen, gibt es aber auch noch immer traditionelle und religiöse Strukturen, die vor allem Frauen daran hindern, sich offen an der gesellschaftlichen Entwicklung zu beteiligen. Gewalt wegen "Verletzung der familiären Ehre“, Genitalverstümmelung und Restriktionen beim Zugang zu Bildung seien nach wie vor verbreitet, berichtet die deutsch-österreichische Hilfsorganisation Wadi. Die Versuche, politische, soziale und religiöse Bevormundung zu hinterfragen und zu überwinden, seien erst im Anfangsstadium, aber es gebe sie: unabhängige Radiostationen, Frauenhäuser und Kampagnen gegen genitale Verstümmelung.
Text: Peter Pirker und Jutta Sommerbauer
Hör-Tipp
Journal-Panorama, Dienstag, 6. Juni, 18:25 Uhr
Download-Tipp
Ö1 Club-DownloadabonenntInnen können die Sendung nach der Ausstrahlung 30 Tage lang im Download-Bereich herunterladen.
Link
Wadi Austria - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit
--
WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische
Entwicklungszusammenarbeit
e-mail: wadi.wien at gmx.atwebsite: www.wadinet.atTel.: 0699-11365509
Postfach 105
A-1181 Wien
Spendenkonto in Österreich:
Kontonummer 07.405.301
Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800
IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301
BIC: EVKRATW1
Website mit weiteren Informationen zu Projekten von
Wadi und Veranstaltungshinweisen:www.wadinet.at
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06 08.06.06: Sexuelle Orientierung-Zur Lage eines Menschenrechts in Österreich
Von: Rechtskomitee LAMBDA <office at RKLambda.at>
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Sexuelle Orientierung
Zur Lage eines Menschenrechts in Österreich
Donnerstag, 08. Juni 2006 (17.00)
Gastvortrag von Dr. Helmut GRAUPNER
Universität Innsbruck
Hörsaal 5 des Baus der Geisteswissenschaftlichen Fakultäten, Innrain 52
Obwohl einst das erste Land der Welt, das die Todesstrafe für homosexuelle Kontakte aufgehoben hat, gehört Österreich zu jenen Ländern Europas, die am längsten an der Strafverfolgung festgehalten haben. Nicht einmal vier Jahre ist es her, dass das letzte anti-homosexuelle Sonderstrafgesetz gefallen ist. Seither erzielten Fortschritten, wie Diskriminierungsschutz am Arbeitsplatz und Gleichstellung homosexueller Paare in einzelnen Teilbereichen, stehen nach wie vor erhebliche Defizite und Ungleichbehandlungen gegenüber. So wurden die Opfer der Sonderstrafgesetze bis heute nicht rehabilitiert, fehlt über weite Strecken ein wirksamer Diskriminierungsschutz ausserhalb der Arbeitswelt und ist gleichgeschlechtlichen Paaren nach wie vor die Ehe verboten. Die aktuelle Position homo- und bisexueller Frauen und Männer in der österreichischen Gesetzgebung und Judikatur darzustellen und, unter Einbeziehung jüngster Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, zu analysieren, ist Gegenstand dieses Vortrags.
Dr. Helmut Graupner ist Rechtsanwalt in Wien, Präsident des Rechtskomitees LAMBDA (RKL), Co-Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Sexualforschung (ÖGS), Sprecher der Plattform gegen § 209 sowie Vice-President for Europe der International Lesbian and Gay Law Association (ILGLaw). Mitglied der European Commission of Sexual Orientation Law (ECSOL).
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07 Migration: Normalität der Ungleichheit? Confronting Inequalities! 8. Juni, 19 Uhr
Von: remapping Mozart <remapping.mozart at initiative.minderheiten.at>
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VERBORGENE GESCHICHTE/N – REMAPPING MOZART
Konfiguration II: Frisch zum Kampfe! Frisch zum Streite!
(1) Donnerstag, 8. Juni 2006, 19 Uhr
MIGRATION: NORMALITÄT DER UNGLEICHHEIT? CONFRONTING INEQUALITIES!
Diskussion & Präsentation des gleichnamigen Kurswechsel 2/2006
Galerie Vor Ort, Wohlmutstraße 14-16, 1020 Wien
Freier Eintritt
Migration und gesellschaftliche Ungleichheit scheinen untrennbar
miteinander verbunden zu sein. Die aktuelle Kurswechsel-Ausgabe nimmt
die Produktion sozialer Ungleichheiten im Kontext von Migration als
Anlass, um deren verfestigte „Normalität“ zu hinterfragen und
anzugreifen. Den Ausgangspunkt für die Podiumsdiskussion bilden daher
migrantische Taktiken, die Ungleichheiten konfrontieren und
selbstbestimmte Gegen-Normalitäten entwerfen. In Opposition zum Tenor
einer „gelungenen Integration“ sollen widerständige Praktiken rund um
soziale Ressourcen, deren Möglichkeiten und Dilemmata zu Disposition
gestellt werden.
Am Podium:
Manuela Bojadžijev (Research Fellow Transit Migration, Uni
Frankfurt)
Ljubomir Bratic (Mitkurator „remapping mozart“, Wien)
Katharina Brizic (Sprachwissenschaftlerin, Uni Wien)
Luzenir Caixeta (maiz - Autonomes Integrationszentrum von & für
Migrantinnen, Linz)
Assimina Gouma und Bettina Haidinger (Kurswechsel Redakteurinnen, IHS
Wien)
Kurswechsel ist die Zeitschrift des Beirat für gesellschafts-,
wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen, www.beigewum.at
(2) Samstag, 10. Juni 2006, 20 Uur
DIE REVOLUTION FILMEN IV
Café Apartment 02, Obermüllnerstraße 2/c/6, 1020 Wien
Freier Eintritt
Film: *Week End*
Jean-Luc Godard, F/I 1967, 99 Min., frz. OF mit engl. Untertiteln, DVD
Ein Pariser Mauerspruch verkündete im Mai ’68: „Ein einziges
nichtrevolutionäres Wochenende ist unendlich viel blutiger als ein
Monat permanenter Revolution.“ Godards Week Endist die verstörende
Illustration dieses Slogans: Freiheit ist die Freiheit der Autofahrer,
Gleichheit die der Waren, Brüderlichkeit kaum eine Erinnerung mehr.
Zwischen Autounfällen erklingt die Klavier-Sonate in D-Dur (KV 576) von
Mozart (dem „Goldstandard der Komponisten“, Kaja Silverman) aus dem
revolutionären Jahr 1789. „Ein Film verirrt im Kosmos“, „gefunden auf
dem Schrotthaufen“ lauten die ersten Zwischentitel, „Ende der
Geschichte. Ende des Kinos“ die letzten dieses Films, in dem Godard
sein Kino der Nouvelle Vague an die Wand fährt.
VERBORGENE GESCHICHTE/N – REMAPPING MOZART
Ein Ausstellungsprojekt in vier Konfigurationen
KONFIGURATION II: FRISCH ZUM KAMPFE! FRISCH ZUM STREITE!
Ein Projekt im Stuwerviertel über Normierung, Rebellion und Ausschlüsse
kuratiert von Ljubomir Bratic und Nora Sternfeld
Dauer 4. Mai – 11. Juni 2006
Ort: Mokereistraße 2/ Max-Winterplatz 17, 1020 Wien
www.remappingmozart.mur.at
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verborgene geschichte/n - remapping mozart
gumpendorferstr. 15/13, 1060 wien
t: 01 - 58 61 249 - 15
f: 01 - 58 68 217
m: 0699 - 81 98 45 51
www.remapping.mozart.at
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Widerstand mailing list
Widerstand at no-racism.net
http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/widerstand
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08 veranstaltungshinweis
Von: gangart <now at gangart.org>
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BILDTEIL.VERORTET
Medien und die Spatialisierung sozialer Handlungen
Videos und Vorträge
8. - 10. Juni 2006
Zentralsparkasse Favoritenstrasse
Favoritenstrasse 118, A - 1100 Wien
U1, Station Keplerplatz
Medienwerkstatt Wien, in Kooperation mit
Universität für angewandte Kunst Wien / Medientheorie
kuratiert von gangart
Die Geographie der industriellen Formationen wird sukzessive von einer anders konnotierten überlagert, der Geographie der Infrastrukturen, des Verkehrs, des Handels, des Tourismus. Sie erfasst auch die Verschiebung zweier ihrer konstitutiven Komponenten. Einerseits verändert sich in Folge von neuen Arbeits- und Produktionsbedingungen die Raum/Zeit-Wahrnehmung, da die private die (präkarisierte) Arbeitssphäre absorbiert; und andererseits generiert die globale Ökonomisierung räumlicher Ressourcen eine faktische Transformation des Territoriums, des physischen und gebauten Raumes.
Bildteil.verortet fokussiert mit den vorgestellten Videobeiträgen und Vorträgen auf die Wechselwirkung beider Aspekte, der Raumwahrnehmung und der Raumproduktion. Medienarbeiten und Diskurs thematisieren, wie Gesellschaften ihre Territorien hinsichtlich Ökonomie, Sicherheit, Strategie und Lebensunterhalt produzieren und organisieren, und reflektieren die nivellierende und indifferente Normierung, die Logik der Logistik.
Ort der Veranstaltungen ist die Zentralsparkasse Favoriten von Günther Domenig (Planungsbeginn: 1973, Ausführung: 1975 – 1979), das bedeutendste Werk der frühen "Grazer Schule", dessen Neunutzung zur Zeit debattiert wird.
DO 8. JUNI 2006, 19.30 // BILDTEIL ZUR SOZIALEN SICHERHEIT:
ARBEIT UND DIE LOGIK DER LOGISTIK
VORTRAG: SERGIO BOLOGNA
VIDEOBEITRÄGE: LAURA HORELLI // DARIUSZ KOWALSKI // KAMEN STOYANOV
MODERATION: VANESSA REDAK
FR 9. JUNI 2006, 19.30 // BILDTEIL ZU AUSWÄRTIGEN ANGELEGENHEITEN:
MEDIENTERRITORIUM NAHOST
PRÄSENTATIONEN: RASHID MASHARAWI // THOMAS EDLINGER
VIDEOBEITRÄGE: STEFANIE WUSCHITZ // RASHID MASHARAWI
MODERATION: DANA CHARKASI
SA 10. JUNI 2006, 19.30 // BILDTEIL ZU INNEREN ANGELEGENHEITEN:
ANEIGNUNG / ENTEIGNUNG
VIDEOBEITRÄGE: ELISABETH GUGGENBERGER | HELMUT VOITL // MANFRED NEUWIRTH
http://www.gangart.org/bildteilweb/bildteiltitel.htm
http://www.medienwerkstatt-wien.at
http://www.dieangewandte.at
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09 Pressekonferenz Klub slowenischer StudentInne in Wien
Von: odbor KSSSD <ksssd at gmx.net>
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Pressekonferenz: Klub slowenischer Studentinnen und Studenten in Wien
INFORMATION: am 7.6.2006, um 10.00 Uhr, hält der Klub slowenischer Studentinnen und Studenten in Wien eine Pressekonferenz im Cafe Rathaus, Landesgerichtsstraße 5, anlässlich der Solidaritätskundgebung für die slowenische Minderheit in Kärnten ab. Weiters gibt es eine Stellungnahme zur aktuellen Ortstafel-Topographieverordnung des Bundeskanzlersamtes.
Recht herzlich eingeladen,
KSŠŠD
Weitere Informationen siehe:
http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20060530_OTS0194&ch=politik
www.ksssd.org
Rückfrage: Ilja Messner 0699/10384888
Tiskovna konferenca: Klub slovenskih študentk in študentov na Dunaju
Informacija: 7.6.2006, ob 10.00 uri, prireja Klub slovenskih študentk in študentov na Dunaju tiskovno konferenco v kavarni Cafe Rathaus, v Landesgerichtsstrasse 5, ob priliki demonstracije za izpolnitev avstrijske državne pogodbe. Poleg tega bo KSŠŠD zavzel stališce k aktualni uredbi glede topografskih napisov od urada zveznega kanclerja.
Prisrcno vabljeni,
KSŠŠD
Dodatne informacije:
http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20060530_OTS0194&ch=politik
www.ksssd.org
--
KSSSD
Mondscheingasse 11
1070 Wien/Dunaj
tel/fax: +43 (0)1 5264667
e-mail: ksssd at gmx.net
www.ksssd.org
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10 BILDTEIL.VERORTET 8. - 10. 6. 2006
Von: Initiative Minderheiten Newsletter <news at initiative.minderheiten.at>
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Die Initiative Minderheiten leitet folgende Einladung gerne weiter:
BILDTEIL.VERORTET
Medien und die Spatialisierung sozialer Handlungen
Videos und Vorträge
8. - 10. Juni 2006
Zentralsparkasse Favoritenstrasse
Favoritenstrasse 118, A - 1100 Wien
U1, Station Keplerplatz
Medienwerkstatt Wien, in Kooperation mit
Universität für angewandte Kunst Wien / Medientheorie
kuratiert von gangart
Die Geographie der industriellen Formationen wird sukzessive von einer anders konnotierten überlagert, der Geographie der Infrastrukturen, des Verkehrs, des Handels, des Tourismus. Sie erfasst auch die Verschiebung zweier ihrer konstitutiven Komponenten. Einerseits verändert sich in Folge von neuen Arbeits- und Produktionsbedingungen die Raum/Zeit-Wahrnehmung, da die private die (präkarisierte) Arbeitssphäre absorbiert; und andererseits generiert die globale Ökonomisierung räumlicher Ressourcen eine faktische Transformation des Territoriums, des physischen und gebauten Raumes.
Bildteil.verortet fokussiert mit den vorgestellten Videobeiträgen und Vorträgen auf die Wechselwirkung beider Aspekte, der Raumwahrnehmung und der Raumproduktion. Medienarbeiten und Diskurs thematisieren, wie Gesellschaften ihre Territorien hinsichtlich Ökonomie, Sicherheit, Strategie und Lebensunterhalt produzieren und organisieren, und reflektieren die nivellierende und indifferente Normierung, die Logik der Logistik.
Ort der Veranstaltungen ist die Zentralsparkasse Favoriten von Günther Domenig (Planungsbeginn: 1973, Ausführung: 1975 – 1979), das bedeutendste Werk der frühen "Grazer Schule", dessen Neunutzung zur Zeit debattiert wird.
DO 8. JUNI 2006, 19.30 // BILDTEIL ZUR SOZIALEN SICHERHEIT:
ARBEIT UND DIE LOGIK DER LOGISTIK
VORTRAG: SERGIO BOLOGNA
VIDEOBEITRÄGE: LAURA HORELLI // DARIUSZ KOWALSKI // KAMEN STOYANOV
MODERATION: VANESSA REDAK
FR 9. JUNI 2006, 19.30 // BILDTEIL ZU AUSWÄRTIGEN ANGELEGENHEITEN:
MEDIENTERRITORIUM NAHOST
PRÄSENTATIONEN: RASHID MASHARAWI // THOMAS EDLINGER
VIDEOBEITRÄGE: STEFANIE WUSCHITZ // RASHID MASHARAWI
MODERATION: DANA CHARKASI
SA 10. JUNI 2006, 19.30 // BILDTEIL ZU INNEREN ANGELEGENHEITEN:
ANEIGNUNG / ENTEIGNUNG
VIDEOBEITRÄGE: ELISABETH GUGGENBERGER | HELMUT VOITL // MANFRED NEUWIRTH
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http://www.dieangewandte.at
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11 Regenbogen-Parade 2006: Wiens Straßenbahnen zeigen Flagge
Von: Homosexuelle Initiative Wien <office at hosiwien.at>
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Regenbogen-Parade 2006: Wiens Straßenbahnen zeigen Flagge
Am Samstag, den 1. Juli 2006, findet zum elften Mal die Regenbogen-Parade auf der Wiener Ringstraße statt. Der Zug wird sich wieder "andersrum" vom Stadtpark bis zum Heldenplatz bewegen, wo anschließend eine große Open-Air-Celebration gefeiert wird.
Die Wienerinnen und Wiener haben bereits jetzt die Möglichkeit, sich auf diesen großartigen Event einzustimmen. Denn die Kooperation zwischen der HOSI Wien und den Wiener Linien konnte auch dieses Jahr erfolgreich fortgesetzt werden: Ab dieser Woche sind einen Monat lang alle Garnituren der 33 Wiener Straßenbahnlinien mit der Regenbogen-Fahne geschmückt. Nach Europride 2001 und der Jubiläumsparade 2005 findet diese Aktion heuer bereits zum dritten Mal statt.
Institutionen, Vereine und Einzelpersonen sind die TrägerInnen dieser Zusammenarbeit: "Wir danken den zahlreichen SpenderInnen, die durch einen Beitrag von 210,- Euro die Patronanz für eine der 33 Straßenbahnlinien übernommen haben", ist HOSI-Wien-Obmann Christian Högl froh über diesen Erfolg. "Ohne sie hätte die Aktion nie finanziert werden können."
Zu den PatInnen zählen unter anderem die Wiener Integrationsstadträtin Sonja Weshely, die Abgeordnete zum Nationalrat Ulrike Lunacek, mehrere Gemeinderäte und BezirksvorsteherInnen, SJ und Rote Falken, der Rosa Lila Tip und Okto-TV.
Die vollständige Liste sowie alle weiteren Infos rund um die Regenbogen-Parade 2006 sind auf der Homepage www.regenbogenparade.at zu finden.
Rückfragehinweis:
Philipp Kainz
Pressebetreuer Regenbogen-Parade 2006
0650/850 45 76
philipp.kainz at hosiwien.at
Barbara Süss
Pressebetreuerin Regenbogen-Parade 2006
0650/9091312
barbara.suess at hosiwien.at
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12 Termine BRD & Wien
Von: Café Critique <cafe.critique at gmx.net>
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Termine BRD & Wien
8. 6. 2006
Wien, 20:00
Der Islam als politische Religion - Unterwerfung als Programm?
Vortrag von Florian Markl
NIG, Universitätsstr. 7, HS III
8. 6. 2006
München
Feindaufklärung und Reeducation
Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus
Buchpräsentation mit Stephan Grigat
Büro des Bayerischen Flüchtlingsrates
Augsburgerstr. 13, U-bhf. Sendlinger Tor
9. 6. 2006
Nürnberg, 19:30
Feindaufklärung und Reeducation
Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus
Buchpräsentation mit Stephan Grigat
Kuno - Kulturladen Nord, Wurzelbauerstr. 29
10. 6. 2006
Sulzbach-Rosenberg, 19:30
Das Dilemma der israelischen Linken
Vortrag von Stephan Grigat
Jugendclub Bureau e.V.
Hafnersgraben 9
http://www.jugendclub-bureau.de/sites/frameset.html
12. 6. 2006
Wien, 19:30
"Oh Wort, du Wirt, das mir fehlt!" – Schönberg und der Zionismus
Vortrag von Gerhard Scheit
Arnold Schönberg Center, Palais Fanto
Schwarzenbergplatz 6 (Eingang Zaunergasse 1)
13. 6. 2006
Hannover, 20:00
Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus
Vortrag von Stephan Grigat
Volkshochschule Hannover, Raum 214
Theodor-Lessing-Platz 1
http://www.gegen-antisemitismus.de.vu/
14. 6. 2006
Bielefeld, 18:00
Feindaufklärung und Reeducation
Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus
Buchpräsentation mit Stephan Grigat
Universität Bielefeld, Raum H14
http://www.realization.info/
15. 6. 2006
Marburg, 20:00
Israelsolidarität und Kritik der politischen Ökonomie
Vortrag von Stephan Grigat
Havanna Acht, Lahntor 2
http://www.aae-marburg.de.vu/
16. 6. 2006
Göttingen, 19:00
Hamas im Abseits? Zur Lage in Israel und den Palästinensergebieten
Vortrag von Stephan Grigat
DGB-Haus am Platz der Synagoge
http://www.puk.de/aka
19. 6. 2006
Wien
Der Iran - Antisemitismus & Aufrüstung
Vortrag von Wahied Wahdat-Hagh
VHS Hietzing, Hofwiesengasse 48
Unkostenbeitrag: 2,– Euro
Bitte nehmen Sie einen Ausweis mit und planen Zeit für ev. Einlasskontrollen ein.
http://www.cafecritique.priv.at
20. 6. 2005
Wien
Spektakel – Kunst – Gesellschaft
Guy Debord und die Situationistische Internationale
Buchpräsentation mit Thomas Ballhausen, Johannes Grenzfurthner, Stephan Grigat und Alexander Emanuely
monochrom im Museumsquartier, Museumsplatz 1
http://www.monochrom.at/
11. 7. 2006
Halle
Feindaufklärung und Reeducation
Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus
Buchpräsentation mit Stephan Grigat
12. 7. 2006
Bremen, 19:00
Feindaufklärung und Reeducation
Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus
Buchpräsentation mit Stephan Grigat
Villa Ichon, Goetheplatz 4
veranstaltet von ComitÈ RosÈ
13. 7. 2006
Hamburg, 18:30
Feindaufklärung und Reeducation
Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus
Buchpräsentation mit Stephan Grigat
Universität Hamburg
14. 7. 2006
Nürnberg
Suicide Attack. Kritik der politischen Gewalt
Buchpräsentation mit Gerhard Scheit
Einleitungsreferat von Friedhelm Kröll
Eine Veranstaltung der Gruppe ANNA im K4
15. 7. 2006
Nürnberg
Einführung in die Staatskritik
Tagesseminar mit Gerhard Scheit
Veranstaltung der Gruppe ANNA
Kuno - Kulturladen Nord, Wurzelbauerstr. 29
15. 7. 2006
Freiburg, 18:00
Aufklärung und Aufklärungsverrat im 21. Jahrhundert
Podiumsdiskussion mit Manfred Dahlmann, Stephan Grigat, Fabian Kettner und Uli Krug
anschließend Party mit Conne Island Allstar DJ Team und DJ Robotron
Jos Fritz-Café, Wilhelmstr. 15 (Spechtpassage)
http://www.isf-freiburg.org/
17. 7. 2006
Stuttgart
Die aktuelle Situation in Israel
Vortrag von Stephan Grigat
27. 7. 2006
Oberhausen, 18:00
Feindaufklärung und Reeducation
Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus
Buchpräsentation mit Stephan Grigat
http://www.antifacamp.de
15. 8. 2006
Berlin, 20:30
Spektakel – Kunst – Gesellschaft
Guy Debord und die Situationistische Internationale
Buchpräsentation mit Bernd Beier, Stephan Grigat und Eiko Grimberg
Festsaal Kreuzberg, Skalitzerstr. 130
http://www.verbrecherei.de/
13. bis 15. 10. 2006
Wien
"Why live, if you can be buried for ten Dollars?"
Mit Freud – Gesellschaftskritik und Psychoanalyse
Konferenz
http://www.cafecritique.priv.at
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13 neue ausgabe transversal: under translation
Von: eipcp <contact at eipcp.net>
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under translation
transversal webjournal
Der Begriff der kulturellen Übersetzung wurde bisher auf zwei unterschiedliche Arten politisch gemacht: Einserseits bot – einem liberalen Multikulturalismusmuster folgend – das Konzept der “interkulturellen Übersetzung” ein Modell für ein konfliktfreies Verhältnis zwischen verschiedenen Kulturen, d.h. das Management einer gegebenen kulturellen Vielfalt nach den demokratischen Grundsätzen von Toleranz und gegenseitiger Anerkennung. Andererseits wurde er auch verwendet, um den Raum kultureller Hybridität konzeptuell zu fassen, von der angenommen wird, sie unterwandere die Vorstellung essenzieller und/oder ursprünglicher kultureller Identitäten und ermögliche ein inklusiveres Demokratiekonzept.
In beiden Fällen aber erscheinen ein alles beherrschendes Konzept von “Kultur” sowie das existierende System des Nationalstaats und der kapitalistischen Demokratie als äußerster Horizont politischer Veränderung. Die Herausforderung liegt deshalb darin, einen Ausweg aus dieser Sackgasse zu finden – entlang eines Begriffs der Übersetzung, der die Illusionen von Ursprünglichkeit und essenziellen kulturellen Identitäten, von der grenzüberschreitenden Kraft der Hybridität, gegenseitiger Anerkennung und endlosen Einschließungen hinter sich lässt.
Diese Ausgabe des Webjournals liest diese leeren Versprechungen als eine Sprache der Grenzen und beginnt sie in eine Sprache der Hoffnung zu übersetzen.
http://translate.eipcp.net/transversal/0606
Boris Buden: Kulturelle Übersetzung: Warum sie wichtig ist, und wo damit anzufangen ist
Encarnación Gutiérrez Rodríguez: Positionalität übersetzen. Über postkoloniale Verschränkungen und transversales Verstehen
Rada Ivekovic: On Permanent Translation (We Are Being Translated)
Dieter Lesage: Demokratie übersetzen. Sozio-multitudinärer Widerstand und radikale Demokratie im Empire
Rastko Mocnik: Übersetzung im Feld ideologischer Kämpfe
Stefan Nowotny: Die Einsätze der Übersetzung
Hito Steyerl: Die Sprache der Dinge
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translate. Beyond Culture: The Politics of Translation
http://translate.eipcp.net/
eipcp - european institute for progressive cultural policies
a-1060 vienna, gumpendorfer strasse 63b
a-4040 linz, harruckerstrasse 7
contact at eipcp.net
http://www.eipcp.net
Falls Sie keine weiteren Informationen des eipcp erhalten wollen, senden Sie bitte ein e-mail mit dem subject 'unsubscribe' an contact at eipcp.net.
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MELDUNGEN UND MEINUNGEN
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14 Klare Absage an rechtspopulistische Stimmungsmache im Wahlkampf
Von: Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen <dieinitiative at gmx.at>
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Klare Absage an rechtspopulistische Stimmungsmache im Wahlkampf
http://kulturrat.at/agenda/brennpunkte/20060606
(06.06.06) Keine Toleranz für Rassismen, Diskreditierung und Menschenverachtung!
Wenige Monate vor den Nationalratswahlen 2006 ist die in der Öffentlichkeit geführte politische Auseinandersetzung erneut an einem Tiefststand angelangt. Nicht nur die Äußerungen des rechtspopulistischen Bündnisses BZÖ sowie seiner radikalisierten Schwesterpartei FPÖ gegenüber Migrantinnen und Migranten haben in den vergangenen Tagen einen unerträglichen Höhepunkt an Rassismen und Menschenverachtung erreicht. Vor allem auch deren Duldung, partielle Anerkennung und eigenständige Fortführung durch die Regierungspartei ÖVP hat dieses Klima zusätzlich verschärft.
Der Kulturrat Österreich, Zusammenschluss der Interessenvertretungen von Kunst-, Kultur- und Medienschaffenden, lehnt die aktuelle Entwicklung entschieden ab und ruft auf breiter Basis dazu auf, den sich zunehmend aufschaukelnden direkten und indirekten rassistischen Tönen im Wahlkampf keinen politischen und medialen Raum zu geben. Die Forderung nach Ausweisung von hunderttausenden Menschen sowie die Kriminalisierung von Menschen, die Zuflucht vor Terror, Verfolgung und Perspektivlosigkeit suchen, dulden keine Kompromisse!
Es ist nicht hinzunehmen, dass eine Bundesregierung, der im ersten Halbjahr 2006 die EU-Ratspräsidentschaft übertragen ist, mit international umstrittenen und weder dem Standard soziologischer Methoden noch den Erkenntnissen migrantischer Forschung entsprechenden Integrationsstudien zum bewussten Schüren von Unsachlichkeit, Emotionalität, Ressentiments und Vorurteilen beiträgt. Der Kulturrat Österreich wird derartige Versuche einer rechtspopulistischen Stimmungsmache nicht hinnehmen, sondern gegen jede Form von Fremdenfeindlichkeit und die Missachtung von Grund- und Menschenrechten Stellung beziehen. Null Toleranz für Rassismus in Gesellschaft, Politik und Medien!
Zuletzt verändert: 06.06.2006 09:43
Der Kulturrat Österreich ist der Zusammenschluss der Interessenvertretungen von Kunst- und Kulturschaffenden.
http://kulturrat.at/organisation/mission
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--
Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen
e-mail:dieinitiative at gmx.at
für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte:
Omar Al Rawi +43-650-3831942 al-rawi at gmx.at
Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449 baghajati at aon.at
Mouddar Khouja +43-1-9685096 mouddar at gmx.net
Andrea Saleh +43-1-7965652 salehand at gmx.at
Liebe Brüder und Schwestern, liebe Interessierte!
Wir hoffen, dass die so an Euch zugehenden Informationen auf
Euer Interesse stoßen.
Wir versenden über den Verteiler nicht nur Neuigkeiten, die die
eigenen Aktivitäten betreffen, sondern auch Zeitungsartikel, die
im weitesten Sinn mit dem Islam und Integration zu tun haben
oder ähnliches.
Diese spiegeln natürlich nicht unbedingt unsere eigene Meinung
wieder, sind aber gut, um das Meinungsspektrum zu sichten. Wir
freuen uns über jede Rückmeldung.
Selbstverständlich kann auch alles an Freunde,Bekannte
usw.weitergemailt werden.
Für die Publikation in eigenen Homepages bitten wir jedoch um
vorherige Rücksprache.
Bitte achten Sie bei Zeitungsartikeln auf das Copyright.
Alle Inhalte dienen der persoenlichen Information.
Eine Weiterverwendung und Reproduktion ueber den
persoenlichen Gebrauch hinaus ist nicht gestattet.
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Ideal für Modem und ISDN: http://www.gmx.net/de/go/smartsurfer
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15 Widerruf in der Sache Walter Tancsits
Von: Homosexuelle Initiative Wien <office at hosiwien.at>
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Medienaussendungen der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 6. Juni 2006
Widerruf in der Sache Walter Tancsits
(OTS0149) - Kurt Krickler, Generalsekretär der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien, widerruft hiermit die Aussage, ÖVP-Abgeordneter Walter Tancsits sei ein geistiger Nachfahre der braunen Nazi-Schergen und vertrete nationalsozialistisches Gedankengut, als unwahr. Siehe OTS0075 vom 4.3.2005
Tancsits gegen HOSI Wien: Zivilrechtliches Verfahren beendet
(OTS0174) Zum heute veröffentlichten Widerruf (vgl. OTS 149) im vom ÖVP-Abgeordneten Walter Tancsits gegen die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien und ihren Generalsekretär Kurt Krickler angestrengten zivilrechtlichen Verfahren erklärt Krickler: ?Aufgrund der horrenden Kosten - rund 11.000 Euro -, die die Fortführung dieses Verfahrens durch alle Instanzen bis nach Straßburg verursacht hätte, sahen wir uns gezwungen, das zivilrechtliche Verfahren durch einen Vergleich zu beenden. Dadurch können wir uns jetzt voll auf das strafrechtliche Verfahren konzentrieren, das wir - wie angekündigt (vgl. OTS0228 vom 21.4.06 bzw. www.hosiwien.at/?p=287) - jedenfalls bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) durchkämpfen werden."
Kritik an ÖVP bleibt aufrecht
?Wie verlangt, habe ich auch die Behauptung widerrufen, Tancsits vertrete NS-Gedankengut - auch wenn ich das nie über ihn persönlich gesagt habe. Diese Kritik bezog sich eindeutig und ausschließlich auf die ÖVP, und diese Aussage werde ich auch niemals widerrufen: Mit ihrer bis Juni 2005 vertretenen Haltung, homosexuellen NS-Opfern im Gegensatz zu anderen Opfergruppen einen Rechtsanspruch auf Entschädigung nach dem Opferfürsorgegesetz zu verweigern, hat die ÖVP die Wertungen der Nazis weitergeführt und damit nationalsozialistisches Gedankengut vertreten."
?Hinsichtlich der rechtlichen Beurteilung sind sich die RichterInnen ohnehin uneins. Im Strafverfahren wurden wir ja im Vorjahr freigesprochen, dieser Freispruch wurde vom Oberlandesgericht kassiert, und das Landesgericht musste uns daher im April 2006 verurteilen. Gegen die strafrechtliche Verurteilung haben wir Berufung eingelegt. Jetzt geht die Sache wieder zurück ans OLG und danach nach Straßburg. Die Kosten für dieses Verfahren werden sich wohl auf mehr als ? 10.000,- belaufen. Die werden wir aber auf jeden Fall aufbringen, zumal wir zu 95 Prozent damit rechnen, angesichts der etablierten Judikatur des EGMR schließlich Recht zu bekommen. Sollte wir in Straßburg gewinnen, muss uns dann die Republik, also der Steuerzahler, sämtliche Kosten des Strafverfahrens ersetzen."
Die HOSI Wien ruft zur Vorfinanzierung des Strafverfahrens zu Spenden auf. Weitere Informationen unter www.hosiwien.at
Rückfragehinweis:
Christian Högl, Obmann: Tel. 0699-11811038
Bettina Nemeth, Obfrau: Tel. 0699-11965265
Kurt Krickler, Tel. (01) 5451310 oder 0664-5767466
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16 Neumarkt/Ehrung/Protest/SJ/KPÖ
Von: KPÖ Steiermark <kpoe_stmk at hotmail.com>
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KPÖ Steiermark
Lagergasse 98a
8020 Graz
Dienstag, 6. Juni 2006
Presseinformation der KPÖ Steiermark
Neumarkt ehrt nazifreundliche Dichterin
KPÖ unterstützt Protestaktion der SJ-Steiermark
"Die steirische KPÖ unterstützt den Protest der Sozialistischen Jugend gegen die Anbringung einer offiziellen Gedenktafel der Gemeinde für die nazifreundliche Dichterin Agnes Millonig in Neumarkt (Bezirk Murau) und ersucht ihre Mitglieder und Anhänger an den angekündigten Aktionen teilzunehmen." Das sagte der steirische KPÖ-Vorsitzende Franz Stephan Parteder am Dienstag. Bürgermeister von Neumarkt ist der FP-Mandatar Reinhardt Racz. Er wurde mit Hilfe der ÖVP in sein Amt gewählt.
Zur Information geben wir eine Presseaussendung der SJ-Steiermark wieder:
SJ Steiermark: Anbringung einer offiziellen Gedenktafel für Nazi-Dichterin Agnes Millonig im steirischen Neumarkt ist eine Schande!
Für Aufregung sorgt die von der steirischen Gemeinde Neumarkt (Bezirk Murau) für Freitag, den 9. Juni, geplante Anbringung einer Gedenktafel für die Dichterin der 4. Strophe des Kärntner Heimatliedes (Auszug aus dem Text: "
wo man mit Blut die Grenze schrieb, und deutsch in Not und Tod verblieb
"), Agnes Millonig.
Millonig war in Neumarkt als Lehrerin tätig. 1938 war sie dichterisch aktiv, um "Das Heilige Ja" zum "Anschluss" Österreichs an Nazi-Deutschland einzufordern (Auszug aus dem Text: "Jedes ‚Ja’ ist Dank und Wollen/ Jedes ’Nein’ ist Hochverrat!/In geschloss’ner Reihe sollen/Alle steh’n zu deutscher Tat/ Unser Führer brach die Schranken/Dankerfüllt und ohne Wanken/Treu um Treue gebt ein ‚Ja’").
Im Jahr 2002 war die Kärntner Landsmannschaft, die laut Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes über zahlreiche Kontakte ins rechtsextreme Lager verfügt, mit einem Ansuchen für die Anbringung einer Gedenktafel für Millonig unter dem Motto "Gedenktafeln statt zweisprachiger Ortstafeln" noch gescheitert. 2005 erhielt ein neuerlicher Antrag eine Mehrheit im Neumarkter Gemeinderat. Für die Sozialistische Jugend ist das völlig inakzeptabel: "Es ist ungeheuerlich, dass eine Person die sich mit ihrer fragwürdigen Dichtung eindeutig zum Nazi-Faschismus bekannte, jetzt dafür geehrt werden soll", zeigt sich Wolfgang Moitzi, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Steiermark empört.
Für Ludwig Dvorak, Vorsitzenden der Sozialistischen Jugend Österreich, ist klar, dass dieser Beschluss rückgängig zu machen ist: "Deutschnationale Heimatlied-Strophen, die schon längst am Komposthaufen der Geschichte entsorgt gehörten, sind eine ebenso wenig zu würdigende Leistungen, wie die Unterstützung der Nazis und ihrer Verbrechen." Kaum 2 Kilometer entfernt von Neumarkt steht ein Außenlager des KZ Mauthausen, Schloss Lind. In dieser Umgebung eine Gedenktafel für eine Frau anbringen zu wollen, die das Nazi-Regime und den damit verbundenen Terror gutgeheißen hat, macht das Ganze noch skandalöser, kritisiert Moitzi.
Für mehr als fragwürdig hält Dvorak auch die Beteiligung des Bundesheeres am geplanten Festakt: "Dass sich das Bundesheer der demokratischen Republik überhaupt an einem Festakt für eine Nazi-Sympathisantin beteiligt, ist inakzeptabel. Hier braucht es eine klare Distanzierung", sieht Dvorak Verteidigungsminister Platter gefordert.
"Für uns ist diese Gedenktafel inakzeptabel. Die Sozialistische Jugend ruft daher den Freitag, 9. Juni um 16.30 zu einer "Mahnwache gegen Rechts" in Neumarkt auf, mit der wir ein klares Zeichen setzen wollen. Gemeinsam mit allen DemokratInnen wollen wir diesen Schandfleck für Neumarkt und die ganze Steiermark verhindern", so Dvorak und Moitzi abschließend.
KPÖ-Steiermark
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8020 Graz
Tel.: 0316 71 24 36
Fax 0316 71 62 91
email: kpoe_stmk at hotmail.com
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INTERNATIONALE SOLIDARITÄT
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17 Finanzwebsite über Mine Grasberg in Westpapua
Von: westpapua at gmx.net <westpapua at gmx.net>
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Ein Beitrag aus einer Finanz- und Investitionswebsite über die von Freeport McMoRan und Rio Tinto betriebene Mine "Grasberg" in Westpapua:
Heiße Eisen (EuramS)
Die Rohstoffpreise sind ähnlich volatil wie die Aktienkurse geworden. Mahnungen vom Ende der Hausse machen die Runde. Warum dem nicht so ist, zeigt das Beispiel Metalle
von Jörg Billina
Lakshmi Mittal "ist ein Verführer, der nicht immer die Wahrheit sagt", warnt Guy Dollé. "Affengeld" bekämen die Aktionäre, wenn sie auf das feindliche Übernahmeangebot in Höhe von 26 Milliarden Euro eingingen. Dollé, Chef des Stahlkonzerns Arcelor, kämpft mit harten Bandagen gegen Mittal und dessen Stahlimperium Mittal Steel. Schließlich ist es sein letztes Jahr auf dem Vorstandsposten. Keinesfalls will er als Unterlegener "dem Inder" das Feld überlassen. Der Schlagabtausch zwischen Dollé und Mittal treibt seit Monaten die Aktien aus der Stahlbranche. Der Kurs von Arcelor stieg seit Mitte Januar um 63 Prozent. Auch ThyssenKrupp legte ordentlich zu.
Nervös verfolgen dagegen Rohstoffinvestoren das Geschehen. In den vergangenen Jahren haben sie kräftig verdient. Der Merrill-Lynch-World-Mining-Fonds etwa bringt es auf Drei-Jahres-Sicht auf ein Plus von über 230 Prozent. Doch die Aussicht auf weitere Zinserhöhungen in den USA hatte jüngst Befürchtungen geweckt, die Weltwirtschaft werde einen Gang zurückschalten, die Nachfrage nach Nickel, Aluminium und Kupfer einbrechen. Sollten die Stahlkonzerne nun auch noch durch Fusionen ihre Verhandlungsmacht gegenüber den Zulieferern stärken, dürften die künftigen Gewinne der Minenbetreiber zusätzlich unter Druck geraten. An düsteren Prognosen mangelt es derzeit nicht. "Die Welt ist mitten in einer neuen Blase – diesmal bei Rohstoffen. Auch diese Blase wird platzen", unkt Stephen Roach, Chefvolkwirt von Morgan Stanley.
Neue Nahrung erhielten die Ängste der Rohstoffinvestoren, als Dollé völlig überraschend Alexej Mordaschow als Retter aus dem Hut zauberte. Der Vorstandsvorsitzende des russischen Stahlkonzerns Severstal soll eine Minderheitsbeteiligung von 32 Prozent an Arcelor erwerben. Das würde den 40jährigen Top-Manager, der beste Beziehungen zum Kreml unterhält, zwar Einfluß auf die Unternehmensführung eröffnen. Die von Mittal anvisierte vollständige Kontrolle bekäme er jedoch nicht. Vorerst jedenfalls. Beobachter schließen nicht aus, daß der ehrgeizige Mordaschow in wenigen Jahren seine Anteile erhöht und eines Tages ganz das Kommando bei den Luxemburgern übernimmt. Für den Einstieg ist Mordaschow immerhin bereit, einen hohen Preis zu zahlen: eine Milliarde Euro in bar und rund 13 Milliarden Euro in Aktien. Ob der Deal tatsächlich über die Bühne geht und Mittal als Stahlkönig abgelöst wird, hängt von den Arcelor-Aktionären ab. Sie entscheiden Ende Juni.
Derweil schiebt ein weiterer Russe das Fusionskarussel an. Roman Abramowitsch, Besitzer des FC Chelsea und mit rund 18 Milliarden Euro elftreichster Mann der Welt, erwägt eine Beteiligung an dem größten russischen Stahlunternehmen Evraz. Für die Manager von Evraz kommt das auf zwei bis drei Milliarden Euro geplante Engagement Abramowitschs wie gerufen. Mit dem Geld werden sie die Fusion mit dem britisch-holländischen Konzern Corus vorantreiben.
Die Übernahmewelle in der Stahlbranche hat ihre Gründe: "In den vergangen drei Jahren sind die Preise der für die Herstellung von Stahl notwendigen Rohstofffe – Eisenerz und Kohle – kräftig nach oben gegangen", sagt Petra Kühl, Fondsmanagerin des Dit Rohstoffe. Eine Tonne des zur Produktion von Edelstahl eingesetzten Nickels kostete im Januar 2003 noch 9319 Dollar. Heute notiert Nickel bei 20400 Dollar. Durch den Zusammenschluß zu größeren Einheiten hoffen die Stahlunternehmen, günstigere Konditionen auszuhandeln. Doch bis sie die dazu notwendige Größe erreichen, dürfte es nach Meinung Kühls noch eine ganze Weile dauern. Bislang jedenfalls haben die großen Drei das Sagen: BHP Billiton, Rio Tinto und die Companhia Vale do Rio Doce, kurz CVRD. Im Handel mit Eisenerz bringen es die Minenbetreiber zusammen auf einen Marktanteil von rund 74 Prozent. Wie mächtig das Trio ist, das mußten zuletzt chinesische Stahlfirmen schmerzlich erfahren. Lange Zeit hatten sie sich im Gegensatz zu Arcelor, anderen europäischen sowie japanischen Firmen geweigert, eine Preiserhöhung von 19 Prozent zu akzeptieren. Zumal die drei Rohstoffgiganten ihnen schon im vergangenen Jahr um 70 Prozent höhere Rechnungen ausgestellt hatten. Doch Bitten und Drohungen nutzten nichts. Vergangene Woche gaben die Chinesen den Widerstand auf. Rohstoffexpertin Kühl: "Obwohl China weltweit der größte Importeur von Eisenerz, Kupfer, Zink und anderen Rohstoffen ist, kann es die Preise nicht zu seinen Gunsten beeinflussen."
CVRD-Chef Roger Agnelli und der CEO von BHP-Billiton, Charles Goodyear, sitzen am längeren Hebel. Sie wissen, unter welch großem Druck ihre Verhandlungspartner stehen. "Die chinesische Regierung ist gezwungen, jedes Jahr Millionen neuer Jobs zu schaffen. Ansonsten drohen soziale Konflikte", sagt Kühl. Doch neue Arbeitsplätze entstehen nur dann, wenn die Wirtschaft auf hohen Touren läuft und Wachstumsraten von neun, zehn Prozent jedes Jahr erzielt werden. "Ohne Rohstoffe kann China den Sprung vom Entwicklungsland zum Industriestaat nicht schaffen", sagt Kühl.
Das gilt auch für Indien. Wie im Reich der Mitte muß auch auf dem Subkontinent die Infrastruktur modernisiert oder gar erst einmal geschaffen werden. Die Regierung in Delhi investiert deshalb in Kraftwerke, Autobahnen, Häfen und Flugplätze. Nur so schafft sie die Voraussetzung dafür, daß die rasch wachsende Bevölkerung eine Zukunft hat. "Die alte Faustregel, daß 20 Prozent der Menschheit in Europa, Nord- amerika und Japan mehr als 80 Prozent der Weltbergbauproduktion konsumieren, gilt heute nicht mehr", sagt Markus Wagner von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe. Mit China und Indien sowie anderen Schwellenländern sei heute über die Hälfte der Weltbevölkerung an der Nachfrage nach Rohstoffen beteiligt.
Trotzdem sei das aktuell hohe Preisniveau nicht nur auf die gewaltig gestiegene Nachfrage zurückzuführen, entscheidend sei das ungewohnt knappe Angebot, meint Wagner: "Die meisten Minen sind vollständig ausgelastet. Kurzfristig können sie die Produktion nicht hochfahren." Ähnlich wie die Ölgesellschaften begännen die Bergbaugesellschaften jetzt erst, in den Aufbau neuer Kapazitäten zu investieren (siehe Seite 22). Rasche Ergebnisse seien allerdings nicht zu erwarten. Denn oft befinden sich die Vorkommen in politisch riskanten Ländern und sind zudem nur schwer erschließbar.
Wie die von der US-Gesellschaft Freeport McMoRan und Rio Tinto betriebene Mine Grasberg. Der größte Gold- und drittgrößte Kupferabbau der Welt findet im Regenwaldgebiet von West-Papua statt, dem Westteil der Insel Neuguinea. Seit einer umstrittenen Volksabstimmung im Jahr 1969 beansprucht Indonesien die Provinz. Um Grasberg gegen Blockaden von Freiheitskämpfern zu schützen, machen Menschenrechtsgruppen Freeport den Vorwurf, illegal hohe Summen an das indonesische Militär und die Provinzregierung von West-Papua zu zahlen. Inzwischen ermitteln sogar das US-Justizministerium und die Aufsichtsbehörde der New Yorker Börse, die SEC, gegen Freeport McMoRan.
Trotz des massiven Aufgebots sind die indonesischen Sicherheitsorgane um Grasberg jedoch nicht immer erfolgreich. Mehrmals mußte in der Vergangenheit die Produktion unterbrochen werden. "Jeder Stop wirkt sich unmittelbar auf die Preise aus", sagt Rohstoffexpertin Kühl. Ein weiterer Ausbau von Grasberg ist aber unter diesen Umständen nur schwer durchzusetzen. Zumal auch Umweltschützer immer wieder vehement die Schließung der Mine fordern.
Mit einem anderen Problem hat Codelco, die weltgrößte Kupfermine, zu kämpfen. Auch sie kann die Produktion nicht der steigenden Nachfrage anpassen. Denn Codelco gehört zu 100 Prozent dem chilenischen Staat. Anstatt in die Produktion zu investieren, lenkt die Regierung die Gewinne von Codelco in die Haushaltskasse oder finanziert damit Sozialprogramme. Daß das Angebot knapp und die Preise für metallische Rohstoffe weierhin hoch bleiben, dafür sorgen auch Streiks in Ländern wie Mexiko und Peru. Graham French, Fondsmanager des zwei Milliarden Euro schweren M&G Global Basics, hat dafür volles Verständnis: "Angesichts des Hochs im Rohstoffmarkt ist es nichts Ungewöhnliches, daß Mitarbeiter eine höhere Gewinnbeteiligung fordern." Trotz der jüngsten Korrektur hat French keine Zweifel an der Nachhaltigkeit der Rohstoff-Hausse: "Das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage wird eher zu- als abnehmen. Der Preisanstieg steht auf einer soliden Basis."
Die Stahlbarone Mordaschow und Mittal werden sich wohl noch lange nach geeigneten Übernahmeobjekten umsehen müssen.
-red-
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