From analle at no-racism.net Thu Jun 1 09:44:09 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Thu, 1 Jun 2006 09:44:09 +0200 Subject: widerst@nd mund: Donnerstag, 1. Juni 2006 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund Donnerstag, 1. Juni 2006 ================================================ A) INHALT ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 01 Termin: GewerkschafterInnen-Workshop am ASF von "akin" ================================================ 02 Initiativen/Termin: Internationaler Hurentag von "akin" ================================================ 03 FRAUENTERMINE im FZ Juni 2006 von Maria Gruber ================================================ 04 [7stern] 7stern im Juni von 7stern kultur <7stern.kultur at kpoe.at> ================================================ 05 Europa: Mit Theater aus der Krise? von IG Kultur Österreich ================================================ 06 Regenbogen-Parade - Straßenbahnen von Kurt Krickler ================================================ 07 [kinoki-mikrokino] Sa 3.6., Café Apartment 02 - Die Revolution filmen 3/4: Haiti, Destiny of a Nation / Royal Bonbon von p

================================================ 08 Termine ab Mittwoch, den 31.Mai 2006 von "akin" ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 09 EUGH: Flugdaten-Deals sind illegal von "q/depesche" ================================================ 10 Soziales/Recht: Heiraten fuer die Krankenversicherung von "akin" ================================================ 11 Initiativen: EU gefaehrdet Oeffentlichen Personenverkehr von "akin" ================================================ 12 Prozesse/Solidaritaet: Spendenabrechnung von "akin" ================================================ 13 BRD: Autonome Geschichte indizieren? von "akin" ================================================ 14 Massaker von Haditha: "Sie waren einfach blind vor Hass" (Süeddeutsche Zeitung, 31 .5. 2006) von wadi wien ================================================ 15 Pensionen/Glosse: Die Reichen brauchen das Sterben der Armen von "akin" ================================================ 16 Handke / Heine-Preis: Intellektuelle Unterstützung von Völkermord nicht belohnen von "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================ 17 Diskriminierungen von Homosexuellen beseitigen . PA-SPÖ-Öberösterreich von SoHo - Sozialdemokratie & Homosexualität ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> INTERNATIONALE SOLIDARITÄT <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 18 Polen: Mordanschlag auf Antifaschisten von "akin" ================================================ 19 [CUADPUpdate] Fast & Vigil Update von "Abraham J. Bonowitz" ================================================ 20 Polen: Mordanschlag auf Antifaschisten von "akin" ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 01 Termin: GewerkschafterInnen-Workshop am ASF von "akin" ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 30. Mai 2006; 19:05 ********************************************************** Termin: > GewerkschafterInnen-Workshop am ASF Eine andere Welt ist moeglich. Andere Gewerkschaften sind notwendig. Das Austria Social Forum in Graz findet von Donnerstag 15. bis Samstag, 17.Jjuni statt, daher wird der bereits angemeldete Workshop GEWERKSCHAFT am Freitag stattfinden muessen. Bei diesem Workshop koennen/sollen engagierte Gewerkschafterinnen moeglichst vieler Fachgewerkschaften ihre Vorstellungen vom Neubeginn des OeGB und seinen Gewerkschaften austauschen und weiterentwickeln. Das ASF als Gelegenheit, den Auftrag des vom OeGB-Vorstand abgesagten ao. OeGB-Kongresses vom 19.juni 2006 wahrzunehmen. Vielleicht gelingt es uns, inhaltliche Vorarbeit fuer den inzwischen von September 2007 auf Jaenner 2007 vorverlegten ordentlichen OeGB-Kongress zu leisten. Zur notwendigen Demokratisierung und Aktivierung der Gewerkschaften gibt es Vorarbeiten, wie eine branchenmaessige Neustrukturierung der Gewerkschaften (Industriegruppen, ein Betrieb -- eine Gewerkschaft, eine Gewerkschaft oeffentlicher Dienst... ???) aussehen kann. ist weit weniger klar. Bitte werbt fuer diese ASF-Moeglichkeit einer Gewerkschaftsberatung, so viele wird es bis Jaenner nicht geben. Neben diesem Arbeitstreffen ist von den ASF-AktivistInnen auch an eine Grossveranstaltung zu diesem Thema angedacht, mit eher prominentem Podium -- entweder am Auftakttag (Donnerstag) oder am Samstag Vormittag. Am Donnerstag koennte diese Veranstaltung den Ausgangspunkt der Work-Shop-Arbeit bedeuten, am Samstag die Ergebnisse mit zur Diskussion stellen. Immerhin: Die Zukunft der Gewerkschaftsbewegung wird eines der Hauptthemen in Graz sein. Anmeldungen ueber die ASF-Homepage: http://socialforum.at/sf/termine/20030329 *Reinhart Sellner, UG/bearb.* *************************************************** Der akin-pd ist die elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen Wiener Wochenzeitung 'akin'. Texte im akin-pd muessen aber nicht wortidentisch mit den in der Papierausgabe veroeffentlichten sein. Nachdruck von Eigenbeitraegen mit Quellenangabe erbeten. Namentlich gezeichnete Beitraege stehen in der Verantwortung der VerfasserInnen. Ein Nachdruck von Texten mit anderem Copyright als dem unseren sagt nichts ueber eine anderweitige Verfuegungsberechtigung aus. Der akin-pd wird nur als Abonnement verschickt. Wer versehentlich in den Verteiler geraten ist, kann den akin-pd per formlosen Mail an akin.buero at gmx.at abbestellen. ************************************************* 'akin - aktuelle informationen' a-1170 wien, Lobenhauerngasse 35/2 vox: ++43/1/535-62-00 (anrufbeantworter, unberechenbare buerozeiten) http://akin.mediaweb.at akin.buero at gmx.at Bankverbindung lautend auf: föj/BfS, Bank Austria, BLZ 12000, 223-102-976/00, Zweck: akin ================================================ 02 Initiativen/Termin: Internationaler Hurentag von "akin" ================================================ > Anerkennung fuer Sexarbeiterinnen Bereits zum 5. Mal macht die Migrantinnenorganisation LEFOe Beratung, Bildung und Begleitung fuer Migrantinnen anlaesslich des Internationalen Hurentages in Wien auf die prekaere Situation von Sexarbeiterinnen aufmerksam. Die fehlende rechtliche Absicherung von Sexarbeiterinnen bedeutet ihren Ausschluss von arbeitsrechtlichen Sozialleistungen und verschaerft zusaetzlich die Situation von Migrantinnen. Das Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz NAG 2005 empfindet die LEFOe als besonders harten Rueckschlag. "Die Mehrheit der Sexarbeiterinnen in Oesterreich und der EU sind Migrantinnen. Seit 1.1.2006 werden sie in Oesterreich nicht nur als Sexarbeiterinnen gesellschaftlich stigmatisiert und diskriminiert, sondern - als nicht EU-Buergerinnen - rechtlich illegalisiert.", so Boidi weiter. Mit dem NAG wurde das so genannte Prostituierten- bzw. Taenzerinnenvisum -- und somit eine laengerfristige Aufenthaltsmoeglichkeit fuer nicht EU-Migrantinnen, die in der Sexarbeit taetig sind -- abgeschafft. Betroffen von dieser Regelung sind unter anderem Frauen aus Rumaenien, Bulgarien, Ukraine oder der Dominikanischen Republik. Viele von ihnen waren jahrelang legal in Oesterreich aufhaeltig und in der Sex-Industrie taetig. "Die Illegalisierung dieser Frauen ist nicht nur eine Einschraenkung ihrer Rechte. Sie erhoeht auch die Gefahr von Ausbeutung und Abhaengigkeit.", warnt Boidi vor den Auswirkungen restriktiver Gesetze gegen Sexarbeiterinnen. "Es ist eine scheinheilige Politik, die den Markt und die Nachfrage bedient -- und den Frauen jede rechtliche Autonomie verwehrt!", so Boidi abschliessend. (LEFOe/bearb.) * Kasten/Termin: Internationaler Hurentag Am 2. Juni 1975 streikten und besetzten ueber 100 Sexarbeiterinnen in Lyon/Frankreich eine Kirche, um auf Polizeirepressionen und ihre rechtlose Situation aufmerksam zu machen. Der 2. Juni wurde von Hurenorganisationen weltweit zum Internationalen Hurentag erklaert, um fuer die Anerkennung der Prostitution und die Rechte der Sexarbeiterinnen aufmerksam zu machen und zu kaempfen. LEFOe laedt am Internationalen Hurentag gemeinsam mit den Gruenen Frauen Wien und dem Verein A.U.S. (Arbeit, Umbruch, Soziales) zur Veranstaltung: "(Arbeits-) RECHTE! - statt Moral" Freitag, 2. Juni 2006, 14:00-18:00 1070, Urban-Loritz-Platz (vor der Hauptbuecherei) Kontakt: LEFOe Beratung, Bildung und Begleitung fuer Migrantinnen, Faika Anna El-Nagashi, Renate Maria Blum unter 01/581 18 81 oder info at lefoe.at *************************************************** Der akin-pd ist die elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen Wiener Wochenzeitung 'akin'. Texte im akin-pd muessen aber nicht wortidentisch mit den in der Papierausgabe veroeffentlichten sein. Nachdruck von Eigenbeitraegen mit Quellenangabe erbeten. Namentlich gezeichnete Beitraege stehen in der Verantwortung der VerfasserInnen. Ein Nachdruck von Texten mit anderem Copyright als dem unseren sagt nichts ueber eine anderweitige Verfuegungsberechtigung aus. Der akin-pd wird nur als Abonnement verschickt. Wer versehentlich in den Verteiler geraten ist, kann den akin-pd per formlosen Mail an akin.buero at gmx.at abbestellen. ================================================ 03 FRAUENTERMINE im FZ Juni 2006 von Maria Gruber ================================================ Von: FZ-Bar Wien An: LesbenFrauenNachrichten at gmx.at Betreff: FRAUENTERMINE: Juni 2006 :: FZ-Bar Newsletter :: 06/2006 :: http://fz-bar.wolfsmutter.com :: Liebe Freundinnen, "Das unbeschriebene Blatt" heißt die brisante Ausstellung, die wir am kommenden Donnerstag eroeffnen und die dann den gesamten Juni ueber in der FZ-Bar zu sehen sein wird. Darueberhinaus freuen wir uns, dass das 10. Frauenbandenfest wieder im FZ stattfindet, quasi als Erinnerung an den Start dieses einzigartigen Independent-Frauen-Musik-Soli-Ereignisses. ==================================================== JUNI UeBERSICHT Bar-Oeffnungszeiten: DO + FR 19 - 24 Uhr und nach Vorankuendigung SPEZIALTERMINE: DO. 01.06. - Ausstellungseroeffnung: Das unbeschriebene Blatt SA. 03.06. - Wen Do Frauenfest FR. 09.06. - Filmscreening "The Killing Of Sister George" SA. 10.06. - Wen Do Grundkurs SA. 10.06. - FrauenBandenFest X DI. 13.06. - FZ-Bar Plenum DO. 22.06. - Feministisches Erzaehlcafé DI. 27.06. - FZ-Bar Plenum SA. 01.07. - Lesbenfest zum CSD Juli & August: geschlossen! ==================================================== ==================================================== ==================================================== :::: DO. 01. JUNI 2006 :::: 19:30 :::: DAS UNBESCHRIEBENE BLATT :::: ==================================================== AUSSTELLUNG "DAS UNBESCHRIEBENE BLATT" Fuer alles, was frauenbezogene, frauenliebende, frauenbegehrende Frauen gelebt, gefuehlt, gedacht haben, was aber noch nicht veroeffentlicht worden ist. 1. - 30. Juni 2006, FZ-Bar Wien Frauen sind nicht gewalttaetig... Grenzueberschreitungen in Frauenbeziehungen und Frauenzusammenhaengen nagen allzusehr an der Vorstellung eines besseren und gleichberechtigteren Miteinanders unter Frauen. Nichtsdestoweniger steht Betroffenen der Raum und die Zeit zu, den und die sie brauchen, um ihre Geschichten zu erzaehlen. Denn Gewalt ist keine Privatsache. Sie findet nicht nur innerhalb von (bestimmten) Frauenbeziehungen statt, sondern auch in der lesbisch-/feministischen Gemeinschaft und geht deshalb alle an. Arbeiten, Positionen sowie Lektuere dazu sind vom 1. bis zum 30. Juni 2006 (donnerstags und freitags, von 19 bis 24 Uhr) in der FZ-Bar zu sehen. Veranstaltungen: Donnerstag, 1. Juni, 19 Uhr 30 Eroeffnung mit Lesung aus "Eine geheime Geschichte" von Claudia Rath Freitag, 9. Juni, 19 Uhr Filmscreening von "The Killing Of Sister George" (USA 1968, eOF, 135 min.) Eintritt frei! Nur fuer Frauen! Konzept & Organisation der Ausstellung: Ida Neuhut ==================================================== ==================================================== :::: SA. 03. JUNI 2006 :::: 21:00 :::: WEN DO FRAUENFEST :::: ==================================================== Im Rahmen des internationalen WEN DO-Treffens von 2.-5. Juni 2006 im FZ Wien laden die WEN DO Frauen zu einem großen Fest. Mit Musik und gutem Essen Alle Frauen sind herzlich willkommen! Ukb: +/- 5.- fuer Wen Do ==================================================== ==================================================== :::: FR. 09. JUNI 2006 :::: 19:00 :::: THE KILLING OF SISTER GEORGE :::: ==================================================== FILMSCREENING im Rahmen der Ausstellung "Das unbeschriebene Blatt" Fuer alles, was frauenbezogene, frauenliebende, frauenbegehrende Frauen gelebt, gefuehlt, gedacht haben, was aber noch nicht veroeffentlicht worden ist. - Arbeiten, Positionen zu Gewalt in lesbisch-/feministischen Beziehungen und Bezuegen zusammengestellt von Ida Neuhut. FILM: "The Killing Of Sister George" (Das Doppelleben der Sister George) USA 1968, eOF, 135 min Regie: Robert Aldrich Mit: Beryl Reid, Susannah York, Coral Browne Die 50-jaehrige Serienschauspielerin George, die sich nach ihrem TV-Charakter, der Dorfkrankenschwester George, nennt, wird nach Jahren aus der Serie "geschrieben". Damit geraet auch ihr Privatleben aus den Fugen. Die alkoholabhaengige Butch lebt in inniger Hassliebe zusammen mit der juengeren, naiven Childie. Als die smarte Fernsehredakteurin Miss Croft in ihr Leben dringt und Childie in einer wahrhaft fiesen Szene verfuehrt, nimmt das Drama seinen Lauf. Eintritt frei! ==================================================== ==================================================== :::: SA./SO. 10./11. JUNI 2006 :::: 10:00 :::: WEN DO GRUNDKURS :::: ==================================================== WEN DO - WEG DER FRAUEN ...oder wieder lernen die Doppelaxt zu schwingen WEN DO ist feministische Selbstverteidigung, die von Frau entwickelt wurde und wird, und ausschließlich an Frauen und Maedchen weitergegeben wird. Die Wen Do-Gruppe Wien macht Grundkurse, Fortgeschrittenenkurse, Trainings zu speziellen Schwerpunkten und trainiert in selbstorganisierten Trainingsgruppen. NAeCHSTER GRUNDKURS: 11./12. Juni 2006, jeweils 10-19 h im FZ Anmeldung: Ueberweisung der Kursgebuehren bis 27.05.06 Infos und Anmeldung: Wen Do Gruppe Wien c/o Autonomes FrauenLesbenMaedchenZentrum 9., Waehringer Straße 59 / Stiege 6 / 2. Stock (Eingang ueber WUK-Hof) Tel+Fax: 01 / 408 50 57 (Anrufbeantworter wird abgehoert!) ==================================================== ==================================================== :::: SA. 10. JUNI 2006 :::: 21:00 :::: FRAUENBANDENFEST X :::: ==================================================== FRAUEN BANDEN X Soli fuer Mambo "Weil so viele Frauen Musik machen (wollen) und sich so wenige kennen, fehlen so viele um eine gemeinsame Band(e) zu sein... Wenn jetzt alle auf einem Fest sind... Wenn sie zuhoeren, was die andereN so von sich gibt/geben... Ja dann vielleicht... findet die eine die andereN ... und uups neue FrauenBanden in Wien! - Juhu!" Frauenbanden helfen gegen Patriachatsschaeden, Frauen- und Lesbenfeindlichkeit und bei Beschwerden wegen schlechter Musik. Ueber moegliche erwuenschte Nebenwirkungen informieren Sie sich am naechsten Frauenbandenfest. ES SPIELEN: + Gustav Eva Jantschitsch hoert als Band auf den Namen Gustav und produziert ruehrend schoene, elektronische Liedformen. Ihr Debut-Album "Rettet die Wale" erschien 2004 bei Mosz. http://gustav.cuntstunt.net + SV Damenkraft Seit 2002 geben sich Katrina Daschner, Sabine Marte, Gini Mueller und Christina Nemec als Performance-Band SV Damenkraft die Ehre. Ein Mix aus Video- und Performance-Kunst, politischem Aktivismus, Musik und Theater. + Pauline in Rage Die neue Band rund um Holly May Schlagzeugerin Sushila Mesquita. + Bonanza Jellybean + Don't have / Don't need + Tiamat + Auflegerei + Veganes Buffet + Cocktailbar Ukb: Freie Spende fuer MAMBO (Momento Autónomo de Mujeres y Bolleras Osadas - Autonomes Frauenzentrum Barcelona): http://mambo.pimienta.org ==================================================== ==================================================== :::: DI. 13. JUNI 2006 :::: 18:00 :::: FZ-BAR PLENUM :::: ==================================================== Mitfrauen und solche die es werden wollen treffen sich jeden 2. und 4. Dienstag im Monat zum FZ-Bar Plenum. Auch Frauen, die die FZ-Bar fuer eigene Veranstaltungen nuetzen moechten, finden hier die richtigen Ansprechpartnerinnen! Kontakt: fz-bar at wolfsmutter.com oder 01 / 402 87 54 ==================================================== ==================================================== :::: DO. 22. JUNI 2006 :::: 19:30 :::: FEMINISTISCHES ERZAeHLCAFÉ :::: ==================================================== Wir stehen auf den Schultern von Riesinnen und wissen es nicht Feministisches Erzaehlcafe 50:50=100% Begegnung Nr. 3: SISTERHOOD IS POWERFUL! Staerker als ... andere Verbindungen: Freundinnenschaften! Ohne Freundinnen waere das Leben nur halb so lustig und doppelt so schwer. Fuenf Freundinnen erzaehlen von ihren besonderen Verbindungen. Kommt mit euren Freundinnen und feiert mit uns bis in die Nacht! DJane: Soni Schwarz Lecker Essen Eintritt frei! Infos: www.feministisches.erzaehlcafe.at.tf ==================================================== ==================================================== :::: DI. 27. JUNI 2006 :::: 18:00 :::: FZ-BAR PLENUM :::: ==================================================== Letztes FZ-Bar Plenum vor der Sommerpause! ==================================================== ==================================================== :::: SA. 01. JULI 2006 :::: 20:00 :::: LESBENFEST :::: ==================================================== Anlaesslich der Regenbogenparade auf der Wiener Ringstraße laedt die FZ-Bar zum großen LESBENFEST Female Sounds presented by Leni, An & Freundinnen Essen zum Staerken und los zu Tanzen geoeffnet ab 20:00 / Beginn 21:00 Ukb: frei vor 21:00 / eur 4.- danach Letzter Ausstellungstag von "Das unbeschriebene Blatt" ! ==================================================== ==================================================== :::: SOMMERPAUSE :::: ==================================================== Juli & August bleibt die FZ-Bar geschlossen! Eventuelle Einzelveranstaltungen werden vorangekuendigt. Der regelmaeßige Barbetrieb startet wieder am Donnerstag, 07. September 2006! ==================================================== Geht aufrecht und bleibt wunderbar! Feministische Grueße die FZ-Bar Frauen ==================================================== FZ-BAR im Autonomen FrauenLesbenMaedchenZentrum Wien Waehringer Straße 59/6 - Eingang Prechtlgasse (Tuerglocke) 1090 Wien Tel.: 01 / 402 87 54 Email: fz-bar at wolfsmutter.com Web: http://fz-bar.wolfsmutter.com Fuer Frauen! ================================================ 04 [7stern] 7stern im Juni von 7stern kultur <7stern.kultur at kpoe.at> ================================================ Kulturzentrum 7STERN 7., Siebensterngasse 31, Tel. 0699/15236157 Koordinierung des Kulturptrogramms und des Veranstaltungsraumes: 0676/5421638 www.7stern.net 7stern at action.at Sie können den Veranstaltungsraum für 35.- Euro /Abend anmieten. Veranstaltungen im Juni Feitag, 9. Juni, 19.30 Uhr Kabarett DER TAG DAVOR Künstler sind anders, Schauspieler erst recht. Diese hier wird unsanft aus dem Schlaf gerissen: Was sagte Mutter immer? Was geschieht 1520 Mal im Wiener Konzerthaus? Hat sich Darwin geirrt? Es spielen: Martina Rauchenberger & Florian Jung (Idee & Text) Kartenpreis: * 10 Montag, 12.6.2006 um 20 Uhr Wilde Worte KLEINSTADTGESCHICHTEN Gast: Mieze Medusa Gastgeber: Michaela Opferkuh, Franz Hütterer, Richard Weihs Willkommen in der Kleinstadt. Ort des Geschehens ist eine Kleinstadt, groß genug, dass was passiert, klein genug, dass sich nichts tut. Es geht um Steuererklärungen und Lebensträume, um Kletterunfälle, um das erste Mal, um Freundschaft und Liebe und um die Ex, um den Studienabschluss und ums Alt Geworden Sein. Donnerstag, 15. Juni, 20 Uhr Seit langem wieder in Wien: MacDonald's Farmers Boston/Napoli/Wien Bluegrass Eintritt freie Spende. Freitag, 16. Juni, 21 Uhr Konzert: Herbie Smith "PLAYS JIMI HENDRIX PROJEKT" Herbie Smith langjähriger Szene Gitarrist macht es möglich den klassischen Rocksound noch einmal aufleben zu lassen. Ein Tribut an Jimi Hendrix und seine Zeit. Für alle Rock Fans ein einmaliges Erlebnis... Besetzung: Karl Szalay , Marcel Ploner, Herbie Smith www.herbiesmithdepartment.at Mittwoch, 28. Juni 2006, 19.30 Uhr Erste Wiener Lese- und Zweiten Stegreiftheater SCHATTENKINDER Texte von Hannes Schneider (1939-2004) Diese Lesung beinhaltet unveröffentlichte Texte - "Schattenkinder" - von Hannes Schneider, der von den späten 50er Jahren an mit der "Wiener Gruppe" befreundet war und zusammenarbeitete. Er war später Mitglied des "College de Pataphysique" und der Grazer Autorenversammlung. Im Rahmen der Lesung werden an Hand von Fotos auch einige "konkrete Texte" gezeigt zusammen mit Bildern der Spittelberg-Besetzung (1975) sowie einige Fotos aus dem persönlichen Lebensbereich des Menschen Hannes Schneider. Mitwirkende: Eva Fillipp, Werner Grüner, Franz Hütterer, Waltraud Lorenz, Susanne Schneider, Rolf Schwendter Donnerstag, 29. Juni, 21 Uhr Country Music Comedy Cashcowboys „Crazy Country” Crazy Country ist ein Ritt durch die Prärien und Cannyons der Gefühle mit humorvollen Hüftschüssen und goldenen Nuggets der Countrymusik. Ob Sie auf Country stehen oder nicht, die Cashcowboys werden Sie aus dem Sattel heben. Die Brüder Sue und Dolly Cash singen und erzählen von ihrem Eigenen, ganz privaten Texas, von Desperados und grün gestrichenen Pferden, vom Aufstand der Hühner und von fast toten Cowboys und ganz toten Kühen, von Ihren Tanten und Onkeln, von George und vom Öl, und von einem selbstmordgefährdetem Goldfisch ohne Namen. Ihre Mission: Die Welt vor eventuellen Angriffen der Außerirdischen zu schützen, denn Special Agent Sue und Special Agent Dolly gehören zur A.D.C.D der Alien* Defense *Country* Division*, einer im Rahmen von „Star Wars“ geschaffenen Sondereinheit der U.S. Geheimdienste zum Schutze der Menschheit und sind somit die einzig echten und offiziellen Men in Black. Außerdem sind Sie auf der Suche nach einem „Chinesen“ der sich der „DogWalker“nennt. „….Die Cashcowboys sind wahrscheinlich die kleinste aber nichts desto weniger die wohl verrückteste Countryband der Welt. Ein Text über ein grün gestrichenes Pferd muss einem erst einmal einfallen…“ (Hickory Tenessee Evening Post) “God Save Our Crazy Country!” Sue Cash: Voc./Guit. Dolly Cash: Guit./Voc. Songs by Wolf /Reininger und Cash. UKB: 10,- Euro _______________________________________________ 7stern mailing list 7stern at kpoe.at http://www.kpoe.at/mm/listinfo/7stern ================================================ 05 Europa: Mit Theater aus der Krise? von IG Kultur Österreich ================================================ ||| ||| VERANSTALTUNGSANKÜNDIGUNG ||| ||| IG Kultur Österreich ||| - --------------- ||| ||| Europa: Mit Theater aus der Krise? ||| Einladung zur Matinee anlässlich des Endes der österreichischen EU- Ratspräsidentschaft. Lesung & Diskussion Mit: Michael Köhlmeier Robert Menasse Doron Rabinovici Marlene Streeruwitz Daniela Strigl Maria Bill liest Gedichte von Gerhard Ruiss Einleitung: Christian Felber, Attac, Mitherausgeber „Das kritische EU- Buch“ Moderation: Corinna Milborn, Autorin „Gestürmte Festung Europa“ ||| 15. Juni 2006, 11h - --------------- ||| Volkstheater - Großes Haus ||| Neustiftgasse 1 ||| 1070 Wien Neoliberale Politik hat das „Friedens- und Wohlstandsprojekt“ EU in die Krise geführt. Die einseitig wirtschaftliche Integration zerstört den sozialen und ökologischen Frieden. Immer mehr Menschen verlieren ihre sozialen Absicherungen, ihre Arbeitsplätze in der globalen Standortkonkurrenz. Die Europäischen Werte - Freiheit, Demokratie, Menschenrechte - verkommen zur Staffage. Der wahre europäische Leitwert ist der Wettbewerb. Entsprechend ist die Reaktion der Bevölkerung. Nur noch 49% der Menschen halten die EU für eine „gute Sache“. Die Referenden in Frankreich und den Niederlanden sind gescheitert. Jetzt versucht die offizielle Politik mit fragwürdigen Inszenierungen wie „Sound of Europe“ oder „Café d´Europe“ die Krise zu kaschieren. Sie bedient sich der Kultur als Identität stiftendes Vehikel. Mit solchen Inszenierungen und dem „Plan D“ (Demokratie, Diskussion, Dialog) soll die Zustimmung zum neoliberalen Projekt hergestellt und der „Mehrwert für die Bürger“ kommuniziert werden. Theater statt Demokratie. Prominente AutorInnen üben literarisch und diskursiv Kritik am gegenwärtigen Konstrukt Europa. Das Publikum ist zur Diskussion eingeladen, um gemeinsam den (Theater-)Raum für politische Alternativen zu öffnen und ein Stück „europäische Öffentlichkeit“ zu schaffen. Eintritt: 7 Euro StudentInnen, SeniorInnen, Arbeitslose: 5 Euro Solidaritätspreis: 10 Euro Eine Veranstaltung von Attac Österreich, IG Kultur Österreich, IG AutorInnen, Deuticke und Volkstheater ||| ||| Rückfragen ||| - --------------- | | IG Kultur Österreich | Gumpendorfer Str. 63b | A-1060 Wien |--- | Tel. +43 (01) 503 71 20 | Fax. +43 (01) 503 71 20 - 15 |--- | http://www.igkultur.at/ - --------------- ||| Erklärung gemäß § 107 TKG Angesichts einer zunehmend erdrückenden Medienkonzentration leistet der nicht-kommerzielle Versand von kulturpolitischen Informationen einen wichtigen Beitrag zur Herstellung diskursiver Öffentlichkeiten. Die neuen Bestimmungen des Telekommunikationsgesetzes (TKG § 107) bedeuten eine diesbezügliche Einschränkung, denn seit 1. März 2006 dürfen e-Mail-Zusendungen ausschließlich mit dem Einverständnis der EmpfängerInnen zugesendet werden. Sollten Sie keine weiteren Informationen der IG Kultur Österreich beziehen wollen, so ersuchen wir Sie um eine kurze Verständigung. ================================================ 06 Regenbogen-Parade - Straßenbahnen von Kurt Krickler ================================================ Liebe Leute! Es gibt noch zwei “freie” Straßenbahnlinien, für die eine Patenschaft übernommen werden kann. In wenigen Tagen beginnt die Beflaggung. Also, rasch zugreifen und die letzten Patenschaften übernehmen! Alles Nähere unter: www.hosiwien.at/?page_id=278 Kurt Krickler Generalsekretär Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien – 1. Lesben- und Schwulenverband Österreichs Novaragasse 40, 1020 Wien www.hosiwien.at ZVR-Nr. 5245 34 408 ================================================ 07 [kinoki-mikrokino] Sa 3.6., Café Apartment 02 - Die Revolution filmen 3/4: Haiti, Destiny of a Nation / Royal Bonbon von p

================================================ VERBORGENE GESCHICHTE/N - REMAPPING MOZART Konfiguration II: Frisch zum Kampfe! Frisch zum Streite! Info: http://remappingmozart.mur.at/joomla/content/view/26/45/lang,de/ Die Revolution filmen Vier Filmabende zusammengestellt von Peter Grabher In revolutionären Prozessen spielen emblematische Bilder und theatralische Szenen immer wieder eine Schlüsselrolle. Der dramatische Ereignischarakter der Revolution macht sie auch zu einem attraktiven Sujet für den Film. Seit dem sowjetischen Revolutionskino der 1920er Jahre verhandeln Filme Revolutionen und Aufstände. Eine kleine Filmreihe legt den Fokus auf die Interpretation der Französischen Revolution in Spiel- und Dokumentarfilmen: Der Bruch mit dem Absolutismus in Frankreich sowie der Bruch mit dem französischen Kolonialismus in Haiti sind die unterschiedlichen Bezugspunkte, die den Blick dieser Filme motivieren. ***************Einladung zum dritten Filmabend**************** Samstag 3. Juni 2006, 20:00 Café Apartment 02 Obermüllnerstraße 2/c/6, 1020 Wien Haiti, Destiny of a Nation (Toussaint Louverture, Haïti et la France) Laurent Lutaud & Georges Nivoix, F 2004 52 Min., frz. OF mit engl. Untertiteln, Video Der Film verfolgt die Spuren Toussaint-Louvertures (1743-1803), eines Anführers des anti-kolonialen Aufstandes in der französischen Kolonie Saint-Domingue auf Haiti. Der ehemalige Sklave verteidigte die 1791 vom revolutionären Frankreich zugestandene Gleichstellung der Sklaven gegen deren Rücknahme und bahnte Haiti als erstem lateinamerikanischen Land den Weg in die Unabhängigkeit, die kurz nach seinem Tod im Gefängnis gegen die Truppen Napoleons erkämpft wurde. Royal Bonbon Charles Najman, F 2002 90 Min., frz./kreolische OF mit engl. Untertiteln, DVD In den Strassen von Cap-Haïtien träumt ein Vagabund von seinem imaginären Königreich. Er hält sich für die Reinkarnation von König Henri Christophe (1767-1820), den früheren Sklaven und Befreier Haitis im Jahr 1804. Als „König Chachaâ*œ aus der Stadt vertrieben wird, flüchtet er in die grandiosen Ruinen des Schlosses Sans Souci, wo er seinen „Hofâ*œ wiederherstellt. Der erste Film, der zur Gänze in Haiti gedreht wurde. Tipp: Bereits um 18 Uhr findet in der Ausstellung eine Führung durch die KuratorInnen Nora Sternfeld und Ljubomir Bratic statt. ***************Die weiteren Termine*************** Samstag 10. Juni 2006, 20:00 Café Apartment 02 Obermüllnerstraße 2/c/6, 1020 Wien Week End Jean-Luc Godard, F/I 1967 99 Min., frz. OF mit engl. Untertiteln, DVD Ein Pariser Mauerspruch verkündete im Mai â*™68: „Ein einziges nichtrevolutionäres Wochenende ist unendlich viel blutiger als ein Monat permanenter Revolution.â*œ Godards Week End ist die verstörende Illustration dieses Slogans: Freiheit ist die Freiheit der Autofahrer, Gleichheit die der Waren, Brüderlichkeit kaum eine Erinnerung mehr. Zwischen Autounfällen erklingt die Klavier-Sonate in D-Dur (KV 576) von Mozart - dem „Goldstandard der Komponistenâ*œ (Kaja Silverman) - aus dem revolutionären Jahr 1789. „Ein Film verirrt im Kosmosâ*œ, „gefunden auf f dem Schrotthaufenâ*œ lauten die ersten Zwischentitel, „Ende der Geschichte. Ende des Kinosâ*œ die letzten dieses Films, in dem Godard sein Kino der Nouvelle Vague an die Wand fährt. VERBORGENE GESCHICHTE/N - REMAPPING MOZART Konfiguration II: Frisch zum Kampfe! Frisch zum Streite! Ein Projekt im Stuwerviertel über Normierung, Rebellion und Ausschlüsse kuratiert von Ljubomir Bratic und Nora Sternfeld Dauer 4. Mai - 11. Juni 2006 www.remappingmozart.mur.at VERBORGENE GESCHICHTE/N - REMAPPING MOZART Ein Ausstellungsprojekt in vier Konfigurationen KuratorInnenteam: Ljubomir Bratic, Araba Evelyn Johnston-Arthur, Lisl Ponger, Nora Sternfeld, Luisa Ziaja Ein Projekt von WIENER MOZARTJAHR 2006 ***************Hinweise auf andere Veranstaltungen**************** KinoRevolution II - Sergej Eisenstein im Filmmuseum http://www.filmmuseum.at *** SOS ORF Liebe Freundinnen und Freunde! Die Initiative SOS ORF ist online und kann im Internet unterstützt werden: MACH MIT! JETZT! http://www.sos-orf.at SOS ORF Der ORF hat zwei brennende Probleme: das Niveau des Programms sinkt und der politische Druck steigt. Beides schadet dem ORF sehr. Daher muss der ORF daran erinnert werden, dass nur die Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Auftrags die Gebühren rechtfertigt, und die Regierung muss daran erinnert werden, dass ihr der ORF nicht gehört. Der ORF braucht mehr Luft. Parteien- und Regierungseinfluss hat es immer gegeben, aber so dicht und unverfroren wie in den letzten Jahren war es noch nie. Kritischer Journalismus muss von den MitarbeiterInnen und Mitarbeitern mühsam erkämpft werden. Qualitätsprogramme werden in die Nacht geschoben, im Hauptabendprogramm werden immer häufiger kommerzielle Sender kopiert. Wir fordern daher: Ein intelligentes Programm, das den Namen öffentlich-rechtlich verdient, auch im Hauptabend. Eine Umstrukturierung der Fernsehinformation, die im kreativen Wettbewerb Vielfalt und Ausgewogenheit der Berichterstattung ermöglicht statt behindert. Einen unabhängigen und kompetenten Aufsichtsrat, der keine Parteiaufträge entgegennimmt. Ein öffentliches Hearing für die Position der Generaldirektor/in, der Infodirektor/in, der Programmdirektor/in, um qualifizierten Kandidat/innen eine faire Chance zu geben. Unsere Initiative hat drei Ziele: Das Programm muss wieder öffentlich-rechtliche Qualitätsansprüche erfüllen. Die politische Gängelung des ORF, egal durch welche Regierung oder Partei, muss endlich aufhören. Dies erfordert die Wahl einer ORF-Führung, die diese politische Unabhängigkeit verkörpert. Wir ersuchen um Ihre Unterschrift. Die Zeit ist reif. Erst-UnterstützerInnen: Dr. Fritz Csoklich Elfriede Jelinek Prof. Herbert Krejci Dr. Anneliese Rohrer Karl-Markus Gauss Dr. Peter Huemer Mag. Sabine Gruber André Heller Univ.Prof. Dr. Gerhard Jagschitz Univ.Prof. Dr. Heinrich Neisser Barbara Coudenhove-Kalergi Peter Turrini Dr. Paul Schulmeister Dr. Susanne Scholl Dr. Rudolf Scholten Mag. Hans Staudinger Univ.Prof. Dr. Josef Weidenholzer Mag. Helmut Schüller RA Dr. Heinrich Keller Dr. Stephan Schulmeister Lorenz Gallmetzer Univ.Prof. Dr. Marian Heitger Robert Schindel DI Dr. Klaus Woltron Mag. Eva Marginter Dr. Peter Pawlowsky Dr. Klaus Unterberger Barbara Heitger, Unternehmensberaterin Christian Schüller Konrad Knöbl Kastellitz Claudia Neuhauser Univ.-Prof. Dr. Maximillian Gottschlich Dr. Trautl Brandstaller Dkfm. Ferdinand Lacina Alfred Schwarz RA Univ.-Doz. Dr. Alfred J. Noll *** "Sie sagen: Genossen, es ist noch zu früh zum Kämpfen. Im Herbst wird gekämpft. Wenn wir uns jetzt erheben, schwächen wir die Bewegung. Wir antworten: Jetzt muss gekämpft werden, weil Frühling ist und der Sommer noch vor uns liegt." N. Balestrini: Wir wollen alles. Roman der Fiatkämpfe. 1972 (1971). FORUM SPICULUM und WOBBLIES präsentieren ! VOGLIAMO TUTTO ! WIR WOLLEN ALLES ! Vortrag & Lesung & Diskussion mit Nanni Balestrini Freitag, 16. Juni 2006, 20 Uhr Forum Stadtpark, 8010 Graz anschl. After-Show-Party mit Revolutionary Sound System Samstag, 17. Juni 2006, 20 Uhr Rabenhof, Theater, Rabengasse 3, 1030 Wien anschl. After-Show-Party mit DJ Epos (Thesaloniki) ________________________________________ Nanni Balestrini, geb. 1935 in Milano, veröffentlichte zahlreiche dokumentarische Romane zur Geschichte der Autonomen Bewegung in Italien. Themen seiner Bücher sind die Kämpfe, Revolten und politischen Auseinandersetzungen aus der Sicht der Handelnden. Als Aktivist und Zeitzeuge gilt er neben vielen prominenten Theoretikern wie Toni Negri, Paolo Virno oder Sergio Bologna als wichtigster Historiker der revolutionären Bewegung Italiens zwischen 1968 und 1977. Seine experimentelle, literarische Form (die zuweilen auf Satzzeichen verzichtet) führt zu einem rasanten und fesselnden Lesetempo, das der Atemlosigkeit dieser Jahre des Aufstandes entspricht. Der Staat beantwortete diese Explosion der Kreativität und der praktischen Wiederaneignung von Lebensräumen mit einer Spirale der Eskalation. Mit der „Strategie der Spannungâ*œ erreichten die Machthaber ihr Ziel: Faschistische Todesschwadrone legten Bomben auf öffentlichen Plätzen, um die radikale Bewegung zu diskreditieren, Anarchisten wurden bei Verhören ermordet oder auf offener Straße hingerichtet. Die Bereitschaft vieler AktivistInnen zurück zu schlagen mündete in eine latente Bürgerkriegssituation, die das gesamte Jahrzehnt überschattete. Gekämpft wurde allerdings nicht entlang territorialer Identitäten, sondern entlang der Grenze des materiellen Status: Lohnverhandlungen bei Fiat endeten mit Entführungen des Managments, ermordete DemonstrantInnen wurden gerächt. Erst 1981 mit der Entführung und anschließenden Ermordung des damaligen Ministerpräsidenten Aldo Moro durch die Roten Brigaden und der Niederschlagung des großen Fiatstreiks 1982 fand dieser revolutionäre Zyklus ein Ende. Doch bis heute ist Italien ein Land mit starken Traditionen, und ein Anknüpfen an damalige Erfahrungen kann jederzeit zu neuen Aufständen führen, wie die Proteste gegen den G8-Summit in Genua 2001 bewiesen haben. Während der Repressionswelle 1978, die tausende AktivistInnen ins Gefängnis brachte, konnte Nanni Balestrini nach Frankreich flüchten. Im Exil fand er die Ruhe, seine Erfahrungen niederzuschreiben. Werke (Auswahl): "Wir wollen alles" (Vogliamo tutto. 1971.) "Die Unsichtbaren" (Gli invisibili. 1987.) "Die goldene Horde" (L'orda d'oro. 1988. Zus. m. Primo Moroni.) "Der Verleger" (L'editore. 1989.) "Die Wütenden" (I Furiosi. 1994.) weitere unter http://www.nannibalestrini.it/libri.htm ________________________________________ FORUM SPICULUM spiculum at winning.com Geschichte ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers !!! *** Sehr geehrte Damen und Herren! Zum 100. Geburtstag von Billy Wilder (22. Juni 1906 - 27. März 2002) würdigt das Filmarchiv Austria den wahrscheinlich bekanntesten und auch erfolgreichsten Hollywood-Ã-sterreicher in seiner Heimatstadt mit der bislang umfassendsten Filmretrospektive im Metro Kino (1. Juni bis 9. Juli 2006, Metro Kino) Eine Auswahl der großen Klassiker wird im Gartenbaukino gezeigt. Zudem erscheint im verlag filmarchiv austria eine neue Publikation über Wilders Wiener Jahre mit der Veröffentlichung seines journalistischen Werkes. Weitere Informationen zur Filmreihe finden Sie in der beigefügten Presseinformation. Für weitere Fragen und Wünsche stehen wir gerne zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen Mag. Karin Moser (Wissenschaftliche Abteilung & Ã-ffentlichkeitsarbeit) Filmarchiv Austria Obere Augartenstr. 1e 1020 Wien Tel.: **43/1/2161300/203 Filmarchiv-Austria-Presseinformation Programm Juni/Juli 2006 Billy Wilder Retrospektive zum 100. Geburtstag A Tribute to Billy Wilder, Eröffnungsgala am 1. Juni 2006, Gartenbaukino Retrospektive, 1. Juni bis 9. Juli 2006, Metro Kino Filmreihe, 1. Juni bis 7. Juni 2006, Gartenbaukino Zum 100. Geburtstag von Billy Wilder (22. Juni 1906 - 27. März 2002) würdigt das Filmarchiv Austria den wahrscheinlich bekanntesten und auch erfolgreichsten Hollywood-Ã-sterreicher in seiner Heimatstadt mit der bislang umfassendsten Filmretrospektive im Metro Kino. Eine Auswahl der großen Klassiker wird im Gartenbaukino gezeigt. Zudem erscheint im verlag filmarchiv austria eine neue Publikation über Wilders Wiener Jahre mit der Veröffentlichung seines journalistischen Werkes. Billy Wilder, der große Kino-Kosmopolit aus dem alten Ã-sterreich, längst ein Fixstern im Pantheon der Filmgeschichte, wäre am 22. Juni 2006 100 Jahre alt geworden. Kaum ein Filmemacher war so europäisch geprägt und zugleich amerikanisch orientiert wie er. Seine drei Lebenszentren Wien, Berlin und Hollywood und die dort gesammelte „life experienceâ*œ blenden sich immer wieder in seine Filmarbeiten ein. »Staatsbürgerschaft: Pole« steht 1935 auf seinem letzten Wiener Meldezettel. 1906 ließ ihn der Zufall in Sucha/Galizien zur Welt kommen. Nationalität trägt Samuel Wilder, der später als »Billie« oder »Billy« Staatsangehörigkeiten verliert und erwirbt, nicht in Dokumenten, sondern buchstäblich auf der Zunge. Seine Nationalfarben sind Couleurs der Sprache, sie verbinden ihn mit anderen Emigranten wie Fritz Lang, Erich von Stroheim, Walter Reisch oder Peter Lorre. Es ist der eigentümliche Klang des Altösterreichischen, die Sprache Kakaniens, in der sich das Formal-Deutsche mit dem jeweiligen Idiom der lokalen Herkunft verbindet. Wien, in das er 1916 kommt, wird auch für ihn zu einem ersten kulturellen Transformator, in dem Künstler und Intellektuelle aus allen Teilen der Monarchie an einer permanenten urbanen Legendenbildung arbeiten, deren Bandbreite von der »Stadt der Musen« über jene, »die es nie gab«, bis hin zur »Stadt ohne Juden« reicht, an die sich nach dem Zweiten Weltkrieg freilich die wenigsten erinnern wollen. Billy Wilder wird Journalist bei den Wiener Blättern Die Stunde und Die Bühne. Mit Absätzen, direkter Rede und Dialogen dramatisiert er in seinen journalistischen Arbeiten alltägliche Banalitäten und Wichtigkeiten. Erste Kontakte zum Film ergeben sich in Berlin, wohin Wilder 1926 kommt. Auch hier ist er zunächst als freier Reporter tätig. Drei Jahre später arbeitet er bei DER TEUFELSREPORTER erstmals an einem Drehbuch mit. Was danach bis BUDDY BUDDY (1981) in Berlin, dann in Paris und Hollywood an Drehbüchern, Produktions- und Regiearbeiten entsteht, ist längst Filmgeschichte und in zahllosen Publikationen aufgearbeitet. Als er während eines Urlaubs in St. Moritz 1933 vom Berliner Reichtagsbrand erfährt, weiß Wilder um das Ende seiner Karriere in Deutschland. Er geht nach Paris, dreht dort MAUVAISE GRAINE (1934) und erhält nach dem Verkauf eines Drehbuchentwurfs die Einreisemöglichkeit in die USA, wo auch bereits sein Bruder Willie lebt. Sein Vater ist seit 1928 tot, die restliche Familie bleibt in Europa und kommt im Holocaust um. Alle glücklichen Familien gleichen einander, heißt es in Anna Karenina, jede unglückliche dagegen wäre unglücklich auf ihre besondere Art. Der Autor und Regisseur Wilder achtet darauf, dass auch in seinen Komödien seine »Familien« nie zu glücklich dargestellt werden, ein Hauch individueller Traurigkeit begleitet oft ihr Spiel. Die angewendeten Mittel können durchaus simpel sein: Männer in Frauenkleidung kommen dabei ebenso in Betracht wie der Versuch, die Zuseher unter den Rock der Hauptdarstellerin blicken zu lassen. Billy Wilder versucht sich stets an ein möglichst großes Publikum zu wenden, wobei es ihm letztlich immer darum geht, dessen Geschmack zu heben - und sei es proportional zum Saum von Textilien. Es gibt im Grunde weder Sieger noch Verlierer in Wilders Filmen, analysiert Volker Schlöndorff, wohl aber einen moralischen Anspruch: »Er ist mit Recht stolz darauf, nie in einem Film die Wahrheit geopfert und Lügen verbreitet zu haben. Nicht eine! Allerdings ist die Wahrheit über die Natur des Menschen nicht gerade erfreulich, das Streben nach Glück drückt sich aus in Gier und Rassismus jeglicher Art.« Die Bandbreite reicht dabei von Reflexionen seiner Zeit als Journalist (DER TEUFELS-REPORTER, vorgestellt von Frank Stern in der Reihe »Faszination Filmarchivierung«), über brillant-ironisch verpackte antifaschistische Botschaften (FIVE GRAVES TO CAIRO, A FOREIGN AFFAIR), bis zur Demaskierung der schwärzesten Seiten der US-amerikanischen Gesellschaft (DOUBLE INDEMNITY, ACE IN THE HOLE) und der Filmindustrie (SUNSET BLVD.). Zu entdecken gibt es zudem Filme, an welchen Billy Wilder nachweislich mitgearbeitet hat, in den Credits aber ungenannt blieb (SEITENSPRÜNGE, TALES OF MANHATTAN). Im Gartenbaukino zeigt das Filmarchiv Austria vom 2. bis 7. Juni eine Auswahl seiner großen Klassiker, im Metro Kino ist die gesamte Retrospektive zu sehen. Zur Eröffnung der Filmschau veranstaltet das Filmarchiv Austria in Kooperation mit dem Gartenbaukino eine große Wilder-Gala, wo auch die neue Publikation vorgestellt wird. Als Ehrengast wird Volker Schlöndorff erwartet, der mit Billy-Wilder die legendäre Interview-Reihe BILLY, HOW DID YOU DO IT? gedreht hat. »Billie«. Billy Wilders Wiener journalistische Arbeiten. verlag filmarchiv austria 2006 Vor seiner Karriere als einer der erfolgreichsten Drehbuchautoren und Regisseure der Filmgeschichte arbeitete Billy Wilder als Journalist in Wien und Berlin. Zum 100. Geburtstag gibt das Filmarchiv Austria gemeinsam mit dem Filmmuseum Berlin erstmals die bis dato größtenteils unveröffentlichten Texte, die Wilder in den Jahren 1925 und 1926 für die Wiener Zeitschrift Die Stunde und Die Bühne verfasst hat, heraus. Wilders Texte entfalten einfühlsame Porträts der 20er Jahre und zeigen oft schon den „filmischen Stilâ*œ, der den Filmemacher später berühmt machen sollte. Rolf Aurich/Andreas Hutter/Wolfgang Jacobsen/Günter Krenn (Hg.), »Billie«. Billy Wilders Wiener journalistische Arbeiten. 212 Seiten, illustriert verlag filmarchiv austria 2006, * 19,90 Faszination Filmarchivierung: Der Teufelsreporter Präsentationsabend am 13. Juni 2006, 21.00 Uhr, Metro Kino 1929 war der umtriebige Billy Wilder in der pulsierenden deutschen Hauptstadt bereits als ein gewiefter Reporter stadtbekannt. Mit dem Drehbuch zu DER TEUFELREPORTER gelang dem 23-Jährigen ein fulminanter Einstieg in die Filmbranche. Die Handlung, die narrative Qualität der Bilder, der Spannungsaufbau, die Montage und das originelle Spiel mit der Inszenierung einer wilden Verfolgungsjagd erinnern Cineasten unwillkürlich an das Werk Alfred Hitchcocks. Live-Klavierbegleitung: Gerhard Gruber Mit einer Einführung von Frank Stern (Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien) FAA-Presse-Kontakt: Mag. Karin Moser Tel.: 216 13 00/ 203, e-mail: k.moser at filmarchiv.at Mag. Thomas Ballhausen Tel.: 216 13 00/ 253, e-mail: studienzentrum at filmarchiv.at revolution will not be televised ************************************************* kinoki Gumpendorfer Str. 63B Buerogemeinschaft 1. Stock 1060 Wien Fax: ++43 (0)1 403 87 94-17 mikrokino at kinoki.at http://www.kinoki.at ================================================ 08 Termine ab Mittwoch, den 31.Mai 2006 von "akin" ================================================ ************************************************* akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 30. Mai 2006; 19:08 ************************************************* >>>>>>>>>>>>>>> Termine ab Mittwoch, den 31.Mai 2006 Telefonnummern ohne Vorwahl sind Wiener Festnetz-Nummern. > Allgemeines Kulturfestival ONDA LATINA siehe www.ondalatina.at dietheater Kuenstlerhaus, Internat.Theaterfestival fuer Kinder: Multikids - 17. 06 bis 23.06.06, www.multikids.at, 1010 Karlsplatz 5, Tel. 587 05 04 Juedisches Museum, 1010 Dorotheerg.11, Tel. 535 04 31, So - Fr 10-18h, Do - 20h: bis 17.9., Lorenz Da Ponte - Mozart´s Poet Wien Museum, Ausstellung bis 27.8.: Wien war anders - August Stauda, Stadtfotograf um 1900. Di bis So: 9 bis 18h, freier Eintritt fuer Arbeitslose, Notstandshilfe- bzw. SozialhilfeempfaengerInnen, 1040 Karlsplatz Ausstellung im Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum, bis 30.06: Entwicklung der Berufsbildung in Europa. 1050 Vogelsangg.36, Mo - Do 9.-18h, Fr 9-14h Galerie Wohlleb, Ausstellung bis 10.6. Bilder von Jacobo Silva: Stoppt die Folterungen! Gerechtigkeit fuer Jacobo Silva. 1030 Seidlg.23 DOeW-Ausstellung ueber NS-Zeit und ueber den Februar 1934. Eintritt frei, Tel. 228 94 69/319, http://www.doew.at, 1010 Wipplingerstr.6-8. Kunsthalle Wien, Halle 2, bis 18.6. Fr-Di 10-19h, Do 10-22h: Black, Brown, White. 1070 Museumsplatz 1 Filmarchiv im Metrokino: 1010 Johannesg.4, Tel. 512 18 03 und http://www.filmarchiv.at. Ab 02.06. bis 09.07.06 werden Filme von und mit Billy Wilder gezeigt. Ebenso von 02. bis 07.06. 06 im Gartenbaukino Tel. 526 59 47 1010 Parkring 12 Im Rahmen von SoHo in Ottakring 2006 wird das Festival der Verweigerung bis 3.6.2006 in der ehem.Tankstelle Grundsteingasse 45-47 Ecke Kirchstetterngasse stattfinden ekh, Anti-Rassismus-Buendnis-Treffen jed. Fr 19h, eine grosse Demo ist in Vorbereitung > Mittwoch, 31.5. VHS Brigittenau, 18h, Schulsozialarbeit - ein Schritt gegen die Gewalt an unseren Schulen? 1200 Raffaelg.13, rechter Eingang Museumsquartier, 15h, Fuehrung mit Dieter Schrage zum Wiener Aktionismus. Pfarre Akkonplatz, 19,30, Peter Turrini liest zu Neoliberalismus und Krieg. 1150 Oeverseestr.2c Linz, 18h, Treffpunkt Cafe KPOe. Melicharstr.8 Buchpraesentation: "Gestuermte Festung Europa" 20 Uhr 1010 Wien, Wipplingerstr. 23 > Donnerstag, 01.06. Galerie vor Ort, 17h, Generationentheater Que Sera. 1020 Wohlmutstr.14-16 Hotel Modul, 19h, Gruener Talk mit Alexander van der Bellen und Albert Steinhauser. 1190 Peter Jordan Str.78 Linz, BH Betriebsseminar, 19,30, Attac-Linz: Geld regiert die Welt - wer regiert das Geld? Kapuzinerstr.49 Innsbruck, HdB, 19,30, Hong Kong 2005 oder die Kriese der WTO. Rennweg Erstes Treffen Attac Mostviertel, St.Leonhard, bei Regina Gartner, Reith 9 bei Grossweichselbch 3243 St.Leonhard. Tel.Anmeldung 02756/77090 attac Regionalgruppe Wien, Margarethenstr. 166/3/25, 1050 Wien, 19 Uhr "Alle, die hier sind, sind von hier" Fuehrung durch das Stuwerviertel mit den KuratorInnen von "Remapping Mozart" Ljubomir Bratic und Nora Sternfeld. Treffpunkt Molkereistr. 2/Max Winter-Platz 8, 1020 Wien, 17 Uhr > Freitag, 02.06. Internat. Hurentag: Veranst. "(Arbeits-) RECHTE! - statt Moral", 14:00-18:00; 1070, Urban-Loritz-Platz vor der Hauptbuecherei (siehe red. Teil) Cafe Wunderer, 17h, Gruener Stammtisch 55plus mit Ingrid Puller/Gemeinderaetin: Was ist los mit den Oeffis in Wien? 1140 Hadikg.62/U 4 Kennedybruecke Hollabrunn, Alte Hofmuehle, 19h, Attac Wien - Buchpraesentation: Das kritische EU-Buch, anschl.Diskussion. Muehlenring 2, 2020 Hollabrunn Amerlinghaus, Antirassismusprojekt bis 21.Juni, Infos: Exil im Amerlinghaus, Workshop mit Ceijha Stojka, Ausstellungen, Tel. 523 64 75, www.amerlinghaus.at Festival der Verweigerung, 20h, szenische Lesung: Bartleby - der Arbeitsverweigerungsklassiker von Hermann Melville. 1160 Grundsteing.45-47 u-berg-soliparty, 21 uhr, ekh, wielandgasse 2-4, 1100 - im herbst 2005 kam es im zuge der proteste gegen das ulrichsbergtreffen zur festnahme von e., der daraufhin tagelang in polizei- bzw. justizgewahrsam verbrachte, in einem dubiosen "schnellverfahren" verurteilt, mit 10 jahren aufenthaltsverbot belegt wurde und anschliessend rechtswidrig in schubhaft verweilen musste. saemtliche vorgehensweisen der kaerntner behoerden wurden bzw. werden auf dem rechtsweg bekaempft; das kostet geld spendenkonto: erste bank; blz: 20111; kn: 285-353-950-00; lautend auf: vk rechtshilfe (gaj) "Leere Gemeindetoepfe": Bildungswerk Waldenstein (waldviertel at attac.at) Ort: Waldenstein Sport- und Kulturzentrum 19 Uhr 30 Mahnwache der "Frauen in Schwarz" 1010 Wien, Graben, Pestsaeule von 17-19 Uhr > Samstag, 03.06. IGS Wanderung Puchberg/ Schneeberg. Treffpunkt um 6,30 Wien-Suedbahnhof B-Halle beim Loewen. Abfahrt 6,57, Ankunft in Puchberg um 8,21. Es werden zwei Routen fuer gehfreudigere und fuer Leichtwanderer angeboten. Festival der Verweigerung, ab 20h ein Abend der Verweigerung von Hermes Phettberg, anschl. Abschluss Party Lolligo, ab 16h Workshop: ArbeitnehmerInnenveranl. ausfuellen. 1010 Fischerstiege 4-8 Amerlinghaus, 20h, Theaterauffuehrung: Zeit der Zigeuner. Waggonfest in Strasshof bei Ornette: ab 17 Uhr. Vom Bhf.Strasshof Treppe runter, Unterfuehrung, rechts rauf, Gittertuere, Feldweg. Pfeile beachten! > Montag, 05.06. Wegen Pfingsten heute keine Akin-Redaktion, wir sind am 12. Juni ab 18h wieder in 1170 Lobenhauerng.35 zu erreichen. > Dienstag, 06.06. ACHTUNG, heute keine AKIN-Produktion, die naechste AKIN wird am 13.6. im AUGE-Buero ab 13h produziert, Jause wie immer. 1040 Belvedereg.10 IGS-Jour fixe im Gruenen Haus, ab 17h: Kampf gegen die Armut im Alter und Kampf gegen die Fremdenfeindlichkeit. 1070 Lindeng.40 iwk, 18,30, Studien zur ArbeiterInnenbewegung: Wirtschaftsfoerderung fuer wen? Wohnen, Sparen, Vorsorgen. 1090 Bergg.17 depot, 19h, Mythos Wien: Klischee und Wirklichkeit Oesterr. Orientges., 18,15: Islam, Philosophie und Interkulturalitaet. 1010 Dominikanerbastei 6/6 Tauschkreis-Stammtisch, Bildungshaus Ostirol, Lienz, Kaerntner Str. 42, 20 Uhr > Mittwoch, 07.06. Wr.Rathaus, Saal 319, Stiege 8, 1.Stock Eingang Lichtenfelsg., 18,30, Alev Korun: Wien wird aelter - hier lebende MigrantInnen auch. Sind die Wr. Altenpflegedienste auf Interkulturalitaet vorbereitet? depot, 19h, kinoki: Juedisches Gedaechtnis im Dokumentarfilm. Graz, AK, 18,30, Disk. mit Franz Kueberl u.a.: Soziale Grundsicherung - Wege aus der Armut. Straucherg. Linz, KAB, 19h, Sozialstammtisch: MigrantInnenkultur - ArbeiterInnenkultur? Kapuzinerstr.49 Linz, Cafe KPOe ab 18h, Kapuzinerstr.49 SocialAttac Gesundheit im KIV-Club, 1020 Wien, Odeong. 1, 19 Uhr Thema: Europaeisches Gruenbuch Psychiatrie. Die Gruenen Alsergrund: Unterschriftenaktion U4 Friedensbruecke "1 Million EuropaeerInnen gegen Atomkraft" 15-18Uhr > Donnerstag, 08.06. Kosmos-Theater, 14-17h, IGS-Sommergespraech mit Alexander van der Bellen. 1070 Siebensterng.42 Stadtinitiative, 19,30, Chor Gegenstimmen: Warm ums Herz. 1070 Kircheng.41 NIG, HS III, 20h, Florian Markl: Der Islam als politische Religion - Unterwerfung als Programm? 1010 Universitaetsstr.7 Jued.Institut fuer Erwachsenenbildung, 18,30, Antisemitismus und Rassismus in der rechtsextreme Szene: www.rock-gegen-zog.org - neue Strategien in der Neonaziszene. 1020 Heinestrasse/Praterstern Graz, AAI, 20h, Lateinamerika im Aufbruch - eine neue politische Kultur breitet sich aus. Vortrag mit Leo Gabriel. Leechg.22 Lienz, Monokel-Kino, 18.15: "Unser taeglich Brot" Ein Film ueber die Welt der industriellen Nahrungsmittel-Produktion und der High-Tech-Landwirtschaft. > Freitag, 09.06. Europaplatz 1150 Wien, 16h Demonstration gegen Rassismus AUGE/UG Sozial- und gewerkschaftspolitisches Seminar bis 10.06.: Soziale Sicherheit im Wandel. Infos unter www.auge.or.at sowie 50 51 952/0, 1040 Belvedereg.10 depot, 19h, Disk: Die Willkuer der Auslese an Oesterr.Universitaeten. 1070 Breite Gasse 3 Akademie d.Wissenschaften, 18,30, Buchpraes.: Bert Fragner und Andreas Kappeler: Zentralasien 13. bis 20. Jahrhundert - Geschichte und Gesellschaft. 1010 Ignaz Seipel Platz 2 iwk, 10-17h, Tagung: Eine Bruecke ueber den Riss der Zeit.. das Leben und Wirken der Journalistin und Schriftstellerin Hertha Pauli - ihr Roman "Jugend nachher". 1090 Bergg.17 Pfarre Akkonplatz, 19,30, Menschen im Widerstand gegen Krieg und Gewalt. 1150 Oeverseestr.2c Wels, Medienkulturhaus, 19h, Buchpraes: Unheilige Allianzen - Black Metal zwischen Satanismus, heidentum und Neonazismus. Pollheimerstr.17 Linz, Theaterbar, 19h, Frauenstammtisch. Lessingstr.8 > Samstag, 10.06. Strassenfest am Spittelberg und Amerlinghaus - Strassenfest von 14 bis 22h: Aus dem Viertel in die Welt Gruene Tulln, mit IGS und DGS-Oesterreich: am Nachmittag Wommerfest zum Welt-Umwelttag in Tulln an der Donau Steyr, Workshop "Zivilcourage im Alltag - Handeln statt Wegschauen" veranstaltet vom Dominikanerhaus Steyr, Attac Steyr. 9-13 Uhr, Anmeldung Tel. 07252/45400 mail dominikanerhaus at dioezese-linz.at, Ort: Gruenmarkt 1, 4400 Steyr > Sonntag, 11.6. OKAZ, 19h, Film: Lamerica. 1040 Gusshausstr.14/3 Frauenhetz, Workshop 16-19h, Karin Schneider: Von klassenbewussten ProletarierInnen und kleinbuergerlichen Arbeiterfrauen. 1030 Unt.Weissgerberstr.41, Tel. 715 98 88 > Montag, 12.6. Amerlinghaus, 19,30, Rotes Kino: Roger and Me. 1070 Stiftg.8 > Dienstag, 13.6. FOeJ-Bundeskonferenz zur Statutenaenderung: AUGE-Buero, Belvederegasse 10, 19h Friedensinit. Donaustadt, 19h, Manfred Sauer: Mit der Bombe leben - die atomare Gefahr. Donaucitykirche, 1220 Donaucitystr.2 iwk, 18,30, Charlotte Kohn: Luftfrauen - der Mythos einer juedischen Frauenidentitaet. 1090 Bergg.17 depot, 19h, Ausstellungsbesprechung: Die Couch - vom Denken im Liegen. 1070 Breite Gasse 3 Oesterr.Orientges., 18,15: Jerusalem als Mythos und Realitaet. 1010 Dominikanerbastei 6/6 Oesterr.Wirtschafts-u.Gesellschaftsmuseum, 17h: Gewinn und Gerichtigkeit - wieviel Gerechtigkeit braucht die Wirtschaft. 1050 Vogelsangg.36 ebenda, 19h: Weltethos - was soll das sein? Jued. Museum, 20h, zwei neue Buecher zum Thema Exil: Herrlich ist´s in Tel Aviv - aus der Wiener Perspektiv. Und: In welcher Sprache traeumen Sie? 1010 Dorotheerg.11 Sargfabrik, 20h Songs mit dem Bassena Social Club/Oe: Iba de gaunz oamen Leit. 1140 Goldschlagstr.169, Tel. 98898/111 Die Gruenen Alsergrund, 1090 Wien, Serviteng. 14/Gruenentorg. 21, 19 Uhr: Energiewende - Vortrag und Diskussion mit Ing.Martin Litschauer > Mittwoch, 14.6. iwk, 18,30, Fem.Theorie und Geschlechterforschung: Zur gespenstischen Existenz des Feminismus in populaerkulturellen Angeboten wie "Desperate Housewives" etc. 1090 Bergg.17 Alte Schmiede, 19h, erzaehlende Rekonstruktion von Besonderheit und Wert eines zeitlebens nicht besonders geschaetzten Lebens: Renate Welsh liest aus ihrem Roman: Die schoene Aussicht. 1010 Schoenlaterng.9 Linz, 18h, Treffpunkt Cafe KPOe. Melicharstr.8 > Donnerstag, 15.6. Graz, bis 18.6.: Oesterr. Sozialforum in Graz, Infos unter http://www.socialforum.at > Samstag, 17.6. IGS Radtour nach Laxenburg, Treffpunkt 9,30 U 1- Reumannplatz hinterer Ausgang Quellenstrasse. Leitung: Uli u. Erich Makomaski, ca. 35 km Klosterneuburg: Widerstandsveranstaltung gegen Strassenbau Treffpunkt 10 Uhr Pendlerparkplatz Bahnhof Kierling > Sonntag, 18.6. Ab 14h Kostenlose Fuehrung durch den Waehringer Juedischen Friedhof mit GR Marco Schreuder. Treffpunkt 1090 Schrottenbachgasse, Friedhofseingang, U 6 Nussdorferstrasse. Anm. erforderlich: Tel. 4000/81831, e-mail: karin.binder at gruene.at Frauenhetz, 16-19h Workshop: Widerstaendige Oeffentlichkeiten. Mit Therese Kaufmann und Vina Yun/Malmoe. 1030 Unt.Weissgerberstr.41, Tel. 715 98 88, www.frauenhetz.at Vorauss. am 21. Juni: Kundgebungen und andere gewaltfreie Proteste gegen den EU-USA-Gipfel und Praesident Bushs Teilnahme. Infos www.socialforum.at Salzburg: Bundeskonferenz der AUGE/UG 23.-24.Juni, Brunauerzentrum, Themen: Geschichte und Zukunft der GE/AUGE, Grundeinkommen vs. Grundsicherung, Brunauerzentrum d. AK Salzburg, Elisabethstr.45a, 5020 Salzburg, Anmeldung unter auge at ug-oegb.at oder 01505 19 52, Infos und TO anfordern. Ort u. Zeit koennen sich aendern, Info http://www.auge.or.at > VORSCHAU Kulturraum 10 laedt zu einer Fahrt zur Ausstellung in der Schallaburg am 1.7.06 ein: Dschingis Khan und seine Erben. Fuehrung durch Bert Fragner und Baasaa Baasanyav. Abfahrt um 7,30 U-Bahnstation Keplerplatz. UK 25,-- inkl Eintritt, Konzert etc. Anm: mueller-neumayer at chello.at und Einzahlung von 10,-- auf das Kto: BAWAG 181 106 60037, ltd. auf Kulturraum 10 Oesterr.Studienzentrum fuer Frieden und Konfliktloesung veranst. vom So 9. Juli bis Fr 14.Juli die 23. Internat.Sommerakademie auf Burg Schlaining/Burgenland zum Thma: Gute Medien - Boeser Krieg? Medien am schmalen Grat zwischen Cheerleadern des Militaers und Friedensjournalismus. Infos Tel 79 69 959, e-mail: aspr.vie at aspr.ac.at 19.-23.7.: Attac Sommerakademie in Schrems im Waldviertel <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 09 EUGH: Flugdaten-Deals sind illegal von "q/depesche" ================================================ From: "q/depesche" Subject: EUGH: Flugdaten-Deals sind illegal q/depesche 2006-05-30T12:07:34 EUGH: Flugdaten-Deals sind illegal Was ohnehin jeder wusste, der einen Gesetzestext lesen und verstehen kann, hat nunmehr auch der EU-Gerichtshof offiziell festgestellt. Nach zwei Jahren des transatlantischen Datenmiss/brauchs wäre es eigentlich Zeit, dass der dafür verantwortliche Ex-Kommissar Frits Bolkestein vor Gericht gestellt wird. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Der Europäische Gerichtshof [EuGH] in Luxemburg gab am Dienstag einer Klage des Europaparlaments Recht. Die Weitergabe der Datensätze europäischer Flugpassagiere an die Zoll- und Heimatschutzbehörden der USA ist laut EuGH illegal. Die entsprechenden Beschlüsse des Ministerrats und der EU-Kommission sind somit nichtig, da das viel kritisierte Abkommen der EU mit den USA auf keiner geeigneten Rechtsgrundlage fuße, hieß es zur Begründung. Es darf höchstens noch bis Ende September angewendet werden. [...] Vor allem große Fluglinien wie die spanische Iberia und die Air France gaben die Daten entweder selbst weiter oder mussten den US-Behörden über das Buchungssystem Amadeus sogar Zugriff auf ihre Buchungssysteme gewähren. [...] ie US-Behörden hatten die Europäer schon vor allem deshalb auf Zugang bzw. Übermittllung der Daten in elektronischer Form gedrängt, da sie selbst Schwierigkeiten hatten, an genügend große Daten-Sets zu kommen, um ihr Datamining-Set-up auszuprobieren. Die relativ schwachen Datenschutzgesetze der USA reichten aus, um eine systematische Weitergabe zu verhindern. Einzelne US-Fluglinien, die Daztensätze ihre Kunden weitergaben, wurden mit Zivilklagen eingedeckt. Mehr dazu http://futurezone.orf.at/it/stories/112521/ - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- relayed by Harkank - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Online Version: http://quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100003612 quintessenz is powered by http://www.onstage.at subscribe/unsubscribe/digest http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe comments to depesche at quintessenz.org ================================================ 10 Soziales/Recht: Heiraten fuer die Krankenversicherung von "akin" ================================================ Soziales/Recht: > Heiraten fuer die Krankenversicherung Das Familienideal der Regierung als Grundlage fuer die neue Mitversicherungsregelung War es der heraufdaemmernde Feiertag Christi Himmelfahrt? Hat da jemand zuviel Weihrauch geschnueffelt? Jedenfalls haben die Regierungsparteien am Mittwoch die beitragsfreie Mitversicherung fuer LebensgefaehrtInnen abgeschafft, um gleichgeschlechtliche Beziehungen nicht miteinbeziehen zu muessen. Ein neuer VfGH-Entscheid ist unumgaenglich, zumal die Diskriminierungslinie nun nicht mehr allein zwischen Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierung verlaeuft, sondern nunmehr auch zwischen Ehen und Lebensgemeinschaften und zwischen ehelichen und unehelichen Kindern (die zB von reduziertem Haushaltseinkommen betroffen sind). Unter dem Motto: Um Schwule und Lesben zu diskriminieren, ist uns jedes Mittel recht. Und wenn da ein paar Heterobeziehungen unter die Raeder kommen, dann ist es halt ein Pech. Die Begruendung der OeVP fuer die Ausgrenzung der gesellschaftlich am weitesten verbreiteten Lebensform, naemlich der Lebensgemeinschaft, und der daraus hervorgehenden Kinder verdient es, einer breiten Oeffentlichkeit zugaenglich gemacht zu werden: "Der Verfassungsgerichtshof hat mit dem Erkenntnis zu G 87-88/05 vom 10.Oktober 2005 die Moeglichkeit der Gewaehrung einer Mitversicherung von Lebensgefaehrten durch die Satzung eines finanziell ausreichend dotierten Versicherungstraegers mit Wirkung vom 1.August 2006 als verfassungswidrig aufgehoben. Begruendet wurde dies damit, dass diese Versicherungsmoeglichkeit nur andersgeschlechtlichen, nicht aber gleichgeschlechtlichen Paaren offensteht. Gleichzeitig hat er aber ausdruecklich klargestellt, dass die seitens der Bundesregierung ins Treffen gefuehrten familienpolitischen Motive fuer die Gewaehrung einer Mitversicherung auf Kosten der Versichertengemeinschaft zur Grundlage einer Neuregelung der Mitversicherung von Lebensgefaehrten gemacht werden kann, wenn die Mitversicherung auf Faelle von Kindererziehung eingeschraenkt wird. .... Die Antragsteller (sind) der Ansicht, dass es der Versichertengemeinschaft grundsaetzlich nicht zugemutet werden kann, die blosse Existenz von Lebensgemeinschaften ohne Kinder, in denen ein Partner nur den Haushalt fuehrt (egal ob diese zwischen gleich- oder verschiedengeschlechtlichen Personen bestehen) finanziell durch eine Mitversicherung zu foerdern. Dies umso mehr, als gerade das Fehlen von gegenseitigen Rechten und Pflichten ein Wesensmerkmal einer Lebensgemeinschaft ist, also nicht einmal der versicherte Lebensgefaehrte selbst - geschweige den die Versichertengemeinschaft - irgendeine Verpflichtung hat, die Krankenversicherung seines Partners sicherzustellen. Sehr wohl aber halten sie die beguenstigte Mitversicherung von Ehegatten ohne Kinder oder Pflegeleistungen fuer der Versichertengemeinschaft zumutbar und sachlich gerechtfertigt. Dies aus folgenden Ueberlegungen: • Die Ehe ist nach wie vor die beste Grundlage von stabilen Familien und die bestmoegliche Ausgangssituation fuer Kinder. Die Versichertengemeinschaft profitiert auf lange Sicht von jedem Kind, das kuenftig durch (moeglichst hohe) Beitraege die Versicherung aufrechterhaelt. • In einer Ehe besteht eine gegenseitige Unterhaltspflicht und ein entsprechender Versorgungsanspruch des nicht berufstaetigen Ehegatten; das unterscheidet sie massgeblich von der rechtlich unverbindlichen Lebensgemeinschaft. • Die Ehe weist eine erhoehte Bestandssicherheit im Vergleich zu blossen Lebensgemeinschaften auf. Es ist daher mit hoeherer Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass Ehegatten sich gegenseitig auch schlechte Zeiten wie z.B. bei Pflegebedarf unterstuetzen und diese Lasten nicht sofort unmittelbar fuer die Versichertengemeinschaft schlagend werden. • In der ganz ueberwiegenden Zahl der Faelle werden in Ehen Kinder erzogen; ein Abstellen auf diesen Normalfall ist daher auch verfassungsrechtlich zulaessig. • Die Mitversicherung ist ohnehin nur fuer Ehepaare mit Kindern oder bei Erbringung von Pflegeleistungen kostenlos, fuer andere Ehepaare ist sie nur durch einen geringeren Beitrag beguenstigt. (....) Ein Anspruch auf kostenlose Mitversicherung soll daher kuenftig bestehen, wenn mit der/dem Versicherten nicht verwandten Personen, die mit diesem seit mindestens zehn Monaten in Hausgemeinschaft leben und ihr/ihm unentgeltlich den Haushalt fuehren in dieser Partnerschaft Kinder erziehen, der nicht selbst versicherte Partner pflegebeduerftig ist oder Pflegeleistungen erbringt. (....) In all diesen Faellen ist die Finanzierung ueber die Versichertengemeinschaft begruendbar, weil Kindererziehung und haeusliche Pflege im allgemeinen Interesse liegen und auch finanzielle Mehrbelastungen der Allgemeinheit durch eine externe Leistungserbringung vermeiden helfen. (...)" Weitere Teile des Antrags betreffen Uebergangsregelungen und die Ausweitung des Anspruchs auf wiederverheiratete nicht berufstaetige Frauen mit Kindern. *Lukas Wurz* ================================================ 11 Initiativen: EU gefaehrdet Oeffentlichen Personenverkehr von "akin" ================================================ Initiativen: > EU gefaehrdet Oeffentlichen Personenverkehr Neue Verordnung setzt die Zukunft von 1,5 Millionen ArbeitnehmerInnen aufs Spiel Eineinhalb Millionen ArbeitnehmerInnen sind im Bereich des oeffentlichen Nahverkehrs in den EU-Mitgliedslaendern taetig. Die EU-Kommission versucht mit Gewalt die nun vorgelegte Personenverkehrsverordnung ohne Kosten-Nutzen-Analyse durchzubringen. Am EU-Gipfel von 8.bis 9.Juni 2006 werden die EU Verkehrsminister dem Druck der Kommission erliegen und eine politische Einigung verabschieden. Die zukuenftige Organisation des oeffentlichen Personenverkehrs wird in der EU mit 450 Mio. BuergerInnen aufs Spiel gesetzt. Das kritisiert die Initiative "Haende weg - das ist unser Nahverkehr!". Die Initiative ist eine europaweite Kampagne der Europaeischen Transportarbeiter Foederation (ETF) und wird national von der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG), der Gewerkschaft der Eisenbahner (GdE) und der Gewerkschaft Handel, Transport, Verkehr (HTV) getragen. Kommt es zu Wettbewerb und Ausschreibungen, koenne es in der Folge in Staedten und Regionen zu einem Wechsel der die Verkehre betreibenden Unternehmen kommen. Wettbewerb fuehre nachweislich zu Qualitaetsverlusten bei der Dienstleistung (Angebotsverringerung, Verteuerungen beim Tarif) und wirke sich nachteilig auf die Beschaeftigten aus (Bezahlung und Sozialleistungen). Zudem gingen Arbeitsplaetze verloren, da kleinere kommunale und oeffentliche Verkehrsbetriebe grossen multinationalen Verkehrsanbietern im Wettbewerb nicht gewachsen seien. Oeffentlicher Personennahverkehr ist eine Leistung der Daseinsvorsorge. Er wird lokal und regional organisiert und vor Ort von den Menschen genutzt. Eine hohe Qualitaet des oeffentlichen Nahverkehrs ist Voraussetzung, dass die Menschen sich fuer den oeffentlichen Verkehr entscheiden. Um das sicherzustellen, muessten Gemeinden und Regionen auch selbst entscheiden koennen, wie der oeffentliche Personenverkehr organisiert werde. Zur hohen Qualitaet des oeffentlichen Verkehrs trage auch ein gut ausgebildetes Personal bei, das sichere Arbeitsbedingungen vorfinden muesse. Die KampagnentraegerInnen fordern deshalb fuer die Beschaeftigten im Verkehrssektor, dass, wenn es schon zu wettbewerbsbedingten Ausschreibungsverfahren kommen muesse, allen Bewerbern von den Behoerden auch Sozialkriterien auferlegt werden. Franz Altenburger, Zentralbetriebsrat bei der OeBB-Postbus GmbH: "Betreiberwechsel werden oft dazu benutzt, vorhandenes Personal gegen billigere Arbeitskraefte auszutauschen bzw. den MitarbeiterInnen schlechtere Vertraege ‚anzubieten’." Fuer die Verkehrsgewerkschaften steht deshalb fest, dass das Personal bei einem Betreiberwechsel zumindest zu den bestehenden Bedingungen uebernommen werden muesse. (Aussendung Nahverkehrskampagne/akin) Infos & U-Liste: http://www.nahverkehrskampagne.at ================================================ 12 Prozesse/Solidaritaet: Spendenabrechnung von "akin" ================================================ Prozesse/Solidaritaet: > Spendenabrechnung Zum Aufprall-"Angriff" Zu Erinnerung: Die Eat the Rich-Demo am 15.Mai des Vorjahres hatte auch Folgen strafrechtlicher Natur. A., der die Demonstration eigentlich verlassen wollte, prallte dabei ohne Absicht gegen einen Polizeibeamten, der mit Schildern beladen war, die er seinen KollegInnen bringen sollte und wurde relativ brachial festgenommen. Wir haben damals einen Spendenaufruf fuer Strafe und Prozesskosten auch in der Akin veroeffentlicht und viele Akin-LeserInnen haben sich an der Solidaritaetskampagne fuer A. beteiligt. Wir wollen nun euch gegenueber die vereinahmten Spenden abrechnen. Das Verfahren ist nicht ganz so ausgegangen wie A. und wir es uns gewuenscht haetten, die Strafe ist allerdings lt. Aussage des Richters "die Geringstmoegliche": Wegen "Taetlichen Angriff" auf einen Beamten" (§ 270 Abs. 1 StGB) wurde A. zu einer Geldstrafe von 600 Euro (ersatzweise 15 Tage Haft) und der Erstattung der Verfahrenskosten verurteilt. Auf eine Berufung hat A. angesichts der unguenstigen Ausgangslage verzichtet. Ausgaenge: Honorarnote RA Laimer: 863,64 Strafe lt. Urteil BG I: 600,- Verfahrenskosten: 200,- Einhebungsgebuehr: 7,- Gesamt 1670,64 Eingaenge: Solistaende Arena 581,- Spende Gruen-Alternative Jugend/Konto 150,- Spende Rosa Antifa Wien/Konto 250,- Privatspenden F. W. 100,-; S. W. 20,-; H. W. 20,-; St. H. 25,-; M. Z. 10,-; E. F. 30,-; M. B. 10,-; K. 30,-; P. L. 20,-; B. R.: 90,- Spenden div. N. N. 432,20,- Gesamt 1768,20 Ueberschuss 97,56 Den verbliebenen Restbetrag von 97,56 wuerden wir fuer aehnlich gelagerte Faelle zuruecklegen. Ablichtungen der Belege ueber die Ausgaben sind bei uns einsehbar; jetzt bleibt nur noch, uns auf diesem Weg fuer Eure Unterstuetzung und Mithilfe zu bedanken. (Solidaritaetsgruppe) Kontakt: Soligruppe, Schottengasse 3A/59, 1010 Wien; T: (0699) 112 25 867; Fax: (01) 532 74 16; solidaritaetsgruppe at chello.at ================================================ 13 BRD: Autonome Geschichte indizieren? von "akin" ================================================ BRD: > Autonome Geschichte indizieren? Auf Bestreben der deutschen Familienminsterin von der Leyden (CDU) soll das Buch "Autonome in Bewegung" auf den Jugendschutzindex. Ausloeser ist das Thema Militanz. Das Bundesfamilienministerium beruft sich nun auf den Paragraf 18 des Jugendschutzgesetzes. Der Verlag Assoziation A spricht von einem Zensurversuch. Das Buch "Autonome in Bewegung" beschreibt ausfuehrlich bebildert und durch viele Selbstzeugnisse veranschaulicht autonome Politik in Berlin seit 1980. Die Geschichte der Hausbesetzungen, der Kampf gegen die Startbahn-West, die Aktionen zum IWF-Gipfel in Berlin 1988, Anti-AKW Kampagnen und vieles mehr werden nicht nur dargestellt, sondern es wird auch der Versuch unternommen, die Beweggruende der Akteurinnen und Akteure darzulegen. Die Ueberzeugungen und politischen Ideen, aber genauso die Emotionen und Leidenschaften sind fuer das Verstaendnis der Autonomen von entscheidender Bedeutung. Das Bundesministerium beanstandet Stellen und Textpassagen, die aus Erinnerungen und Reflexionen bestehen und als Zitate von autonomen Zeitgenossen graphisch gekennzeichnet sind. Die Indizierung richtet sich vor allem gegen die Darstellung der Militanz, ihre Beschreibung, Problematisierung und Kritik. Eine erfolgreiche Indizierung wuerde bedeuten, dass das Buch nur noch unter der Pudel verkauft werden duerfte - keine Werbung, keine Auslage, kein Versand, die Kontrolle der Ausweispapiere beim Verkauf. Die materielle Schaedigung fuer den Verlag waere auf jeden Fall erheblich. (Assoziation A/akin) Mehr in der Presseerklaerung des Verlags unter: http://www.assoziation-a.de/aktuelles ================================================ 14 Massaker von Haditha: "Sie waren einfach blind vor Hass" (Süeddeutsche Zeitung, 31 .5. 2006) von wadi wien ================================================ "Sie waren einfach blind vor Hass" "Wenn du siehst, wie dein Freund getötet wird ... dann handelst du nicht mehr rational." So erklärt sich US-Marine James Crossan, warum seine früheren Kameraden im Irak offenbar 24 Zivilisten erschossen haben. Präsident Bush erfuhr angeblich erst von Journalisten von dem Vorfall. Nach der mutmaßlichen Tötung von 24 irakischen Zivilpersonen durch US-Soldaten in Haditha hat sich ein US-Marineinfanterist zum Verhalten seiner früheren Kameraden geäußert. Unteroffizier James Crossan selbst war schwer verletzt worden, als sein Humvee in Haditha von einer Straßenbombe zerstört wurde. Sein Freund Miquel Terrazas, der Fahrer des Wagens, starb. Der Marine vermutet nun, dass die Mitglieder seiner früheren Einheit nach einem ähnlichen Angriff ausgerastet sind. „Ich glaube, dass sie einfach blind vorr Hass waren (...) und die Kontrolle verloren habenâ*œ, erklärte Crossan dem Sender KING5 in Seattle. Seine Kameraden seien jung gewesen und er hätte häufig einen beruhigenden Einfluss auf sie ausgeübt. Wäre er noch dabei gewesen, hätte er vielleicht verhindern können, was geschah, so der Unteroffizier. „Dann handelst du nicht mehhr rationalâ*œ Zwar sei das, was passiert ist, unverzeihlich, doch er könne verstehen, wie es dazu kam: „Wenn duu siehst, wie dein Freund getötet wird ... dann handelst du nicht mehr rational. Wahrscheinlich haben sie gar nicht mehr gedacht und einen Haufen Leute getötet.â*œ Es täte ihm Leid, dass seine Kameraden in Schwierigkeiten geraten werden, so Crossan. Aber andere Gefühle habe er bei der Sache nicht. Der Präsident wusste angeblich von nichts Wie der Sprecher von George W. Bush erklärt hat, war der Präsident erst durch die Fragen eines Journalisten auf den Vorfall aufmerksam gemacht worden. Tony Snow sagte in Washington, ein Time-Reporter habe Fragen zu dem Vorfall gestellt. Frederick Jones, Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats, bestätigte, die Zeitschrift habe die US-Truppen in Bagdad am 10. Februar auf die Vorgänge in Haditha aufmerksam gemacht. Nach ersten Ermittlungen sei dann der Präsident informiert worden. Das Marineinfanteriekorps hatte zunächst erklärt, die Iraker seien durch eine am Straßenrand versteckte Bombe und bei anschließenden Kämpfen mit Aufständischen ums Leben gekommen. Unter den Opfern waren auch Frauen und Kinder. Ermittlungen gegen Marines Inzwischen wird gegen rund ein Dutzend Marineinfanteristen ermittelt. Der Ranghöchste ist ein Stabsunteroffizier, der den von der Bombe getroffenen Konvoi führte, wie Anwalt Paul Hackett sagte. Das Pentagon hat erneut die volle Aufklärung der Vorfälle von Haditha zugesichert. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, drohen mehreren US-Marineinfanteristen Anklagen wegen Mordes und Kriegsverrechen. Ermittelt wird zu dem Vorfall selbst sowie wegen des Versuchs, diesen zu vertuschen. Der Kongressabgeordnete John Murtha warf den Soldaten vor, kaltblütig getötet zu haben. Familienangehörige von zwei Marineinfanteristen sagten in Interviews der Nachrichtenagentur AP, ihre Söhne seien damit beauftragt worden, die Leichen unbewaffneter irakischer Zivilpersonen zu fotografieren und dann wegzuschaffen. Erst nach den ersten Medienberichten beauftragte das US-Militär Colonel Gregory Watt, Offizier im Irak, mit der Untersuchung der Vorfälle. Nach Berichten der New York Times ließ Watts Bericht erhebliche Zweifel an der Aufrichtigkeit des US-Militärs im Umgang mit dem Massaker. Doppelte Entschädigung Dem Bericht zufolge ordnete der oberste Befehlshaber der Bodentruppen im Irak, General Peter Chiarelli, daraufhin eine parallele Untersuchung an. Die soll klären, inwieweit Offiziere der Marines versucht haben, das Massaker zu vertuschen. So soll das US-Militär wenige Wochen nach den Erschießungen insgesamt 38.000 Dollar Entschädigung an die Opfer gezahlt haben. Die Familien der Opfer verlangten jedoch nach den ersten Zahlungen eine erneute Entschädigung in der gleichen Höhe, da ihre Angehörigen die Marines nicht angegriffen hätten. Wie die New York Times berichtet, erhielten die Familien der getöteten Zivilisten daraufhin jeweils 2500 Dollar - die Höchstsumme, die das US-Militär in einem solchen Fall zahlt. Der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki erhob schwere Vorwürfe gegen die US-Truppen im Land erhoben. „Es ist nicht zu rechtfertigen, dass eine Familie getötet wird, weil jemand gegen Terroristen kämpftâ*œ, sagte al-Maliki am Dienstag der britischen BBC. Starker Druck auf irakische Regierung Nach Angaben des neuen irakischen Botschafters in den USA, Samir Al-Sumaidaie, gibt es viele Hinweise darauf, dass US-Soldaten wehrlose Zivilisten „absichtlich getötet habenâ*œ. Auch sein Cousin sei im November vergangenen Jahres in Haditha grundlos von US-Soldaten erschossen worden, sagte er dem US-Sender CNN. Die Getöteten von Haditha seien „Opfer eines falschen Einsatzesâ*œ, saagte al-Maliki. Zugleich kündigte er eine Untersuchung der Vorfälle vom 19. November durch irakische Behörden an. Schon lange seien ihm Berichte über das angebliche amerikanische Massaker in Haditha bekannt gewesen, sagte der irakische Botschafter Al-Sumaidaie. Es habe allerdings „einen starken Druck unserer Freundeâ*œ gegeben, über diesen Vorfall nicht zu sprechen. Irakischer Botschafter: Übergriffe nicht typisch Er berichtete auch über den Tod von vier jungen Irakern, die unbewaffnet in einem Auto erschossen worden seien - dabei allerdings „ist es mÃöglich gewesenâ*œ, dass US-Soldaten sich bedroht gefühlt haben könnten. Insgesamt seien die Übergriffe und Willkürakte nicht typisch, aber sie schadeten dem Ansehen und der ehrenwerten Mission der US-Truppen immens, so Al-Sumaidaie. Bush hatte den neuen Botschafter am Montag in einem kleinen Festakt im Weißen Haus willkommen geheißen und betont, er sei „zuversichtlich über die Zukunft dder Freiheit im Irakâ*œ. Der „Mut der Führung und die EEntschlossenheit des irakischen Volkesâ*œ, seien beeindruckend. Quelle: Süddeutsche Zeitung http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/21/76944/ -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Ã-sterreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================ 15 Pensionen/Glosse: Die Reichen brauchen das Sterben der Armen von "akin" ================================================ Pensionen/Glosse: > Die Reichen brauchen das Sterben der Armen Am 9. Februar 2006 laesst ‘Die Zeit’ den Oekonomen und SPD-Abgeordneten Karl Lauterbach ueber ‘Ungerechtigkeiten’ beim Rentensystem zu Wort kommen. Kurz zusammengefasst lautet seine schaurige, aber durchaus bekannte Information: "Wer wenig verdient, stirbt um Jahre frueher als besser verdienende Menschen." Daher fordert er massiv eine Aenderung des Rentensystems. Gleich dem deutschen Rentensystem orientiert sich die oesterreichische Pensionsversicherung laut Gesetz an der Hoehe des frueheren Einkommens, also hohe Beitraege bedingen auch entsprechend hohe Pensionen. Dass Menschen mit hohem Einkommen ihre hohe Rente auch deutlich laenger beziehen, findet kaum Beachtung. Also wenn jemand 4500 Euro im Monat verdient, geniesst er statistisch eine sieben Jahre laengere Rentendauer als Bezieher von Einkommen unter 1500 Euro. Weiters kommt es dazu, dass doppelt so viele Geringverdiener wie Gutverdiener das Pensionsalter gar nicht erreichen, weil sie vorher sterben. Die oeffentliche Diskussion vermittelt oft den Eindruck, es finde ohnehin schon eine Umverteilung von Reich zu Arm statt, laut Lauterbach ist dies umgekehrt: Die Reichen brauchen das Sterben der Armen! Denn -- wuerde die Lebenserwartung der Einkommensschwachen nur auf das Niveau der mittleren Einkommensgruppen angehoben werden, waeren die Pensionen langfristig nicht mehr finanzierbar. Einkommensschwache zahlen mit ihren Beitraegen fuer die langen Bezugszeiten der hohen Renten von Mehr- und Vielbeziehern. Sowohl das Aequivalenzsystem in der Pension als auch das Solidarsystem in der Gesundheit seien eine Illusion -- eine Illusion wie die Chancengleichheit im Bildungssystem. Denn Bildung, Arbeit, Gesundheit und Lebenserwartung haengen viel staerker von Herkunft und Einkommen ab, als uns die Parteien vorgaukeln wollen. Das belegt auch eine Studie von Davey Smith, deren Inhalt sich auf die Aussage zusammenfassen laesst: ‘’Gesundheit und Sterblichkeit sind stark abhaengig von der sozialen Schicht, der ein Individuum zugehoert. (zu lesen in ‘DIE ZEIT’ vom 09.02.2006 Nr.7). Auch die Wiener Aerzte Zeitung vom 14.03.2005 widmet sich diesem Thema: ‘Die Sterberate nach einem Schlaganfall ist bei Menschen mit niedrigem Einkommen oder mit wenig respektierten Berufen erhoeht’. Das konnte erneut in einer medizinischen Studie belegt werden, die fuenf Jahre lang in Oesterreich lief. Besonders schlimm trifft es Bauarbeiter, die im Sommer ein enormes Arbeitspensum haben, im Winter dafuer arbeitslos sind und viel Geld verlieren -- bis zu einer dadurch entstehenden geringeren Pensionsleistung. Doch die Reichen wollen ganz schnell neue Haeuser bauen, und daher erklaert Peter Punkenhofer, stv. Landessekretaer der Gewerkschaft Bau Holz (GBH) OOe: "Bei 50 bis 60 Grad Celsius koerperliche Schwerarbeit zu leisten, ist die taegliche Realitaet fuer viele Baubeschaeftigte. Spitzentemperaturen von bis zu 90 Grad Celsius sind auf Baustellen keine Ausnahme." Die Bauarbeiter wuerden sich so buchstaeblich kaputt arbeiten. Die AK bestaetigt die GBH-Schwerarbeitsstudie: ‘Die durchschnittliche Lebenserwartung der Bauarbeiter liegt bei lediglich 62,7 Jahren (!). Man muss sich das vorstellen: ‘Nur ca. 0,9 Prozent der Baubeschaeftigten sind aelter als 60 Jahre, der durchschnittliche Pensionsantritt erfolgt mit 57,5 Jahren, die durchschnittliche Dauer des Pensionsbezuges betraegt nur 3,7 Jahre.’ Saemtliche Plaene zu einer Schwerarbeitsregelung oder Hacklerregelung, die von der Regierung kommen, sind allein durch diese Faelle als hoechst zynisch zu bewerten. Aber es kommt noch schaerfer: Wenn jemand 40 Jahre Schwerarbeit leistet und dann aus gesundheitlichen Gruenden nicht mehr arbeiten kann, soll er nach den Plaenen der Bundesregierung nicht in die Schwerarbeitsregelung fallen -- denn dafuer braeuchte er 45 Versicherungsjahre! Es ist einfach unglaublich und eine Schande fuer Oesterreich: Denn wenn sich jemand mit 20 Jahren fuer das Arbeiten auf dem Bau entscheidet, stirbt er mit (durchschnittlich) 62,7 Jahren. Dann braucht er diesen verlogenen Parlaments-Rummel um seine Pensionsjahre nicht mehr, hat aber z.b. 40 Jahre fuer die Politiker-Pensionen einbezahlt. Wie gesagt: Die Reichen brauchen das Sterben der Armen! *Fritz Pletzl* ================================================ 16 Handke / Heine-Preis: Intellektuelle Unterstützung von Völkermord nicht belohnen von "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================ > GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖlKER > PRESSEMITTEILUNG Düsseldorf/Göttingen, den 31.05.2006 > > Kein Heine-Preis für Handke - Erleichterung über Entscheidung des > Düsseldorfer Stadtrates > "Intellektuelle Unterstützung von Völkermord darf nicht belohnt werden" > > Mit Erleichterung hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die > Entscheidung der Fraktionen von SPD, FDP und Grünen im Düsseldorfer > Stadtrat aufgenommen, die Vergabe des Heinrich-Heine-Preises an Peter > Handke verhindern zu wollen. "Es ist unfassbar, dass die intellektuelle > Unterstützung von Völkermord belohnt werden sollte", kritisierte der GfbV- > Generalsekretär Tilman Zülch (z.Zt. Erbil/Kurdistan Irak) am Mittwoch das > Votum der unabhängigen Jury für den österreichischen Schriftsteller. "Der > Skandal ist umso größer, weil dafür der Name eines der bedeutendsten > deutschen Dichter, des Juden Heinrich Heine, missbraucht werden sollte." > > Gerade in Deutschland hätte man eine feinere Antenne dafür haben > müssen, dass Handkes "Poesie" Opfer zu Tätern und Täter zu Opfern > werden lässt, warf Zülch der Jury aus Literaturexperten, Mitgliedern des > Stadtrates und einem Vertreter des Landes vor, die Handke mit dem mit > 50.000 Euro dotierten Heine-Preis auszeichnen wollte. > > Handke hat sich nach Auffassung der GfbV zum "literarischen > Sekundanten von extremem Chauvinismus, so genannter ethnischer > Säuberung und Völkermord" gemacht, auch weil er dem > Kriegsverbrechertribunal in Den Haag das Recht abgesprochen habe, über > den serbischen Diktator Slobodan Milosevic und andere zu urteilen. > > Schon 1996 hatte die GfbV dem Schriftsteller vorgeworfen, alle Belege für > den Genozid in Bosnien mit 200.000 Toten, etwa 20.000 vergewaltigten > Frauen, mit über 100 Konzentrations- und Internierungslagern sowie 324 > bisher entdeckten Massengräbern zu ignorieren. Die > Menschenrechtsorganisation veröffentlichte damals unter dem Titel "Die > Angst des Dichters vor der Wirklichkeit" 16 Beiträge von Schriftstellern, > Journalisten und Menschenrechtlern**, die mit Empörung auf Handkes > "Winterliche Reise zu den Flüssen Donau, Save, Morawa und Drina oder > Gerechtigkeit für Serbien" reagiert hatten. > > "Die jahrelange Einkesselung, Aushungerung und Beschießung von > Zivilisten in bosnischen Städten, von denen einige zur UN-Schutzzone > erklärt worden waren wie Srebrenica, ließen Handke offenbar kalt", wirft > die > GfbV dem Schriftsteller vor. Er hatte nach seiner Rückkehr von seiner > "winterlichen Reise" erklärt: "Der Krieg, den euch die Medien angeblich > abgebildet haben, hat so nur auf eurer Netzhaut stattgefunden, ihr seid > Opfer einer weltweiten Journalistenverschwörung zum Nachteil der > Serben." Die Einladung der GfbV, mit den überlebenden Opfern des > Völkermordes in Bosnien zu sprechen und Schauplätze der Massaker zu > besuchen, hatte der Schriftsteller abgelehnt. Eine Podiumsdiskussion im > Frankfurter Schauspielhaus mit dem GfbV-Generalsekretär Tilman Zülch > brach Handke nach den ersten Minuten aufgebracht ab, weil Zülch von > serbischen Konzentrationslagern in Bosnien gesprochen hatte, mit den > Worten: "Zülch, Du Arschloch, die Diskussion ist beendet." > > ** Die Angst des Dichters vor der Wirklichkeit, 16 Antworten auf Peter > Handkes Winterreise nach Serbien, Tilman Zülch (Hg.), Steidl Verlag, > Göttingen 1996 mit Beiträgen von Peter Schneider, Marcel Ophuls, Dzevad > Karahasan, Bora Cosic, Günter Kunert, Wolfram Schütte, Gustav Seibt, > Thomas Schmid, Ralf Caspary, Sonja Biserko, Wilfried F. Schoeller, > Elisabeth von Thadden, Ed Vulliamy und Tilman Zülch. > ====================================================== > Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) > Inse Geismar, Pressereferentin > Postfach 2024, D-37010 Goettingen > Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 > E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ================================================ 17 Diskriminierungen von Homosexuellen beseitigen . PA-SPÖ-Öberösterreich von SoHo - Sozialdemokratie & Homosexualität ================================================ Diskriminierungen von Homosexuellen beseitigen Utl.: Frais: “SP-Resolution folgt der überparteilichen Entschließung des Europarats” 31.05.06 - Linz - Vorerst gescheitert ist die auf der Entschließung des Europarats vom 26.09.2000 basierende SP-Resolution zur Einführung der eingetragenen Partnerschaft für homosexuelle LebenspartnerInnen. “Das ist ein klar negatives Signal für den Abbau von Diskriminierungen, die homosexuelle Menschen in Österreich im täglichen Leben erfahren müssen. Große Probleme bestehen etwa im Mietrecht, bei Krankenbesuchen und in der Sozialversicherung. Die SPÖ hat sich bei diesem wichtigen Anliegen besonders um Überparteilichkeit bemüht und deshalb auch exakt den Begriff der Europarats-Entschließung verwendet. Leider waren ÖVP und FPÖ nicht einmal auf Basis dieses europäischen Standards zur Zustimmung bereit. Die Grünen hätten nur nach parteilichen Abänderungen zugestimmt”, so SP- Klubobmann Dr. Karl Frais. Im englischen Originaltext der Entschließung 1474/2000 des Europarats vom 26.09.2000 werden die Mitgliedsstaaten aufgefordert “to adopt legislation which makes provision for registered partnerships” - also durch gesetzliche Regelungen die Vorkehrungen für eingetragene Partnerschaften zu schaffen. “Genau diese Forderung haben wir in unserer Resolution erhoben und auch zusätzlich die Entschließung des Europarats genannt, um auf die überparteiliche Herkunft dieser Forderung hinzuweisen. Es war zu befürchten, dass ÖVP und FPÖ davon inhaltlich nicht zu überzeugen wären, aber auf der Ebene der Bekämpfung von Diskriminierung hätte allein schon aus Sicht der Bürger- und Menschenrechte eine vorbehaltlose Zustimmung selbstverständlich sein müssen”, stellt der SP-Klubchef fest. Das Verhalten der Grünen ist - trotz inhaltlicher Nähe bei diesem Thema - in zweifacher Hinsicht enttäuschend: “Zum einen ist es schade, dass sei es entweder nicht versucht oder nicht geschafft haben, beim Koalitionspartner ÖVP ein Umdenken in diesem wichtigen Anliegen zu erreichen. Zum anderen ist es enttäuschend, dass die Grünen nur unter Bezugnahme auf ihr Parteiprojekt “Zivilpakt” zur Zustimmung zu dieser sachlichen Resolution bereit gewesen wären”. Gerade diesen Parteibezug hat die SPÖ vermieden und deshalb den vom Europarat gewählten Begriff verwendet. Frais: “Solche eingetragenen Partnerschaften sind in fast allen europäischen Ländern - auch in den Rechtsordnungen unserer Nachbarn Deutschland, Tschechien, Slowenien und der Schweiz - üblich. In Österreich hingegen werden homosexuelle LebenspartnerInnen von Gesetzes wegen beispielsweise bei Krankenbesuchen diskriminiert, es wird ihnen der Eintritt ins Mietrecht zu Lebzeiten verweigert und sie haben kein Mitspracherecht bei der Bestattung des verstorbenen Partners”. http://www.soho.or.at/soho/?p=1167 - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Falls Sie keine weiteren Zusendungen wünschen, bitten wir Sie uns eine Email mit dem Betreff "Newsletter-Abbestellung" an office at soho.or.at zu senden. Wir werden Sie dann sofort aus dem Verteiler enfernen. Impressum/Offenlegung gem. §§ 24, 25 MedienG: http://www.soho.or.at/soho/?page_id=322 SoHo - ArGe Sozialdemokratie & Homosexualität Arbeitsgemeinschaft für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender-Personen in der Sozialdemokratie Löwelstraße 18, 1014 Wien Tel.: 0810 810 211 (aus ganz Österreich zum Ortstarif) Email: office at soho.or.at http://www.soho.or.at Web: www.soho.or.at ZRN 795244200 ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> INTERNATIONALE SOLIDARITÄT <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 18 Polen: Mordanschlag auf Antifaschisten von "akin" ================================================ Polen: > Mordanschlag auf Antifaschisten Website veroeffentlicht Steckbriefe Am 16.Mai um 18 Uhr des 16.Mai, wurde in Warschau ein antifaschistischer Aktivist von zwei Nazis attackiert -- in vermutlicher Toetungsabsicht. Nachdem sie ihn einige Zeit verfolgt hatten, stellte sich einer der beiden Angreifer dem Opfer in den Weg und spruehte ihm Pfefferspray ins Gesicht. Der zweite Angreifer stach mit einer 30cm langen Klinge in den Ruecken des Aktivisten. Maciek ging zu Boden und wurde mit weiteren Fusstritten versehen, begleitet von wilden Beschimpfungen ("Wir werden Dich toeten, Du linker Motherfucker!"). Maciek wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er sich einer schweren Operation unterziehen musste. Nachdem die Aerzte seinen Zustand bei Einlieferung als ‘kritisch’ bezeichnet hatten, erholt er sich langsam wieder. Doch dies geschieht nur sehr langsam, sodass er immer noch Blut in den Lungen hat. Maciek sagt, er sei sicher, dass der Angriff auf das Erscheinen einiger seiner persoenlicher Daten auf der Internetpraesenz Redwatch (www.redwatch.info), einer Nazi-Seite, zurueckginge. Diese Seite veroeffentlicht steckbriefartig Namen, Spitznamen, Photos und politische Taetigkeiten von Linken und Antifaschisten. Diese Site hat auch Schwesternprojekte in Deutschland und England. (indymedia/akin) ================================================ 19 [CUADPUpdate] Fast & Vigil Update von "Abraham J. Bonowitz" ================================================ Sent to All Abolitionists Please excuse cross-posts Please Forward Greetings All, AND NOW, the FAST & VIGIL UPDATE UPDATING & INVITING YOU TO PARTICIPATE IN The ABOLITIONIST ACTION COMMITTEE'S STARVIN ' FOR JUSTICE 2006 13th Annual Fast & Vigil to Abolish the Death Penalty at the U.S. Supreme Court June 29 - July 2, 2006 Read the who, what, when, where, why and how of this important annual abolitionist event by visiting http://www.abolition.org CONTENTS New Sponsors Solidarity Actions! Are YOU Coming? ********* NEW SPONSORS! See the full list of F&V Co-Sponsors to-date (May 30) and get co-sponsorship information at http://www.abolition.org/starvin13.sponsors06.html Since the last update the following groups and individuals have become co-sponsors of the 13th Annual Fast & Vigil to Abolish the Death Penalty: Lutheran Church of the Reformation --- http://www.reformationdc.org/ Minnesotans Against the Death Penalty --- http://www.mnadp.org/ New Yorkers Against the Death Penalty --- http://www.nyadp.org/main/home Scott Taylor Tennessee Coalition to Abolish State Killing *** ARE YOU IN SOLIDARITY? Here's what some groups around the country and around the world will be doing.... Let us know what YOU will be doing! Glenda filled out the event form to get listed on the CUADP Calendar of Upcoming DP Related Events at www.CUADP.org >Referrer: http://www.cuadp.org/info.html > >Form Results > >DATE: June 30, 2006 5:30-7:00PM >LOCATION: Monroe County Courthouse, Bloomington, IN >DESCRIPTION: Our BCADP group will be sponsoring >a fast/vigil in solidarity with the 13th Annual >Starvin for Justice event in front of the U.S. >Supreme Court... Afterwards we're going to >preview "The Exonerated" and make plans for a public showing. >SPONSOR: Bloomington Coalition to Abolish the Death Penalty >CONTACT: Glenda Breeden >1449 Timber Ridge Road >Spencer, IN 47460 >812-829-3431 >EMAIL: breeden at ccrtc.com ** >From: "mary jo pfander" >To: "Abraham J. Bonowitz" >Cc: "Scott Langley" >Subject: starvin' for justice >Date: Tue, 30 May 2006 11:52:54 -0400 > >hey abe! > >i finally found some folks willing to take a >stand against the death penalty in Hendersonville NC. > >it's going to be mostly The Women in Black who >stand in front of the courthouse each friday at >noon for a half hour. i've also contacted a >local Pax Christi study group...and several >churches where i know someone interested in justice issues. > >we will be standing at the courthouse at noon >each of your four days with posters against the >death penalty and for moratorium. (it's a drop >in the bucket compared to what you'll be doing >in D C but for this area, this is a good >start. i've been here 7 months and this is the >most interest/willingness i've seen for this >town.) connie nash from brevard may join us. > >i just spoke with the police dept. about getting a permit. >we need to give them a copy of any handouts we >may be using...and we cannot just hand them out, >but rather give them to folks who stop to chat with us. >[...] >would you have a suggestion for a concisely worded handbill? > >thanks for all your inspiring and supportive work on this issue. > >mary jo pfander >ps i'm giving your message about the DVD on DMW >to our local library today, asking them to use the pfadp website. > ** >Subject: Die In French Secretariat. >To: abe at cuadp.org, > abe at abolition.org >From: amrnord at amnesty.asso.fr >Date: Tue, 16 May 2006 14:53:41 +0200 > > Dear Abe! > > I am sending you this mail to let you know what we are going to do in >Paris for the Die-In. As usual (unfortunately somehow) people are going to >demonstrate at la place de la Concorde, in the center of Paris, near the US >ambassy and the french Parliament. Some demonstrators whome will be wearing >white masks will lay on the ground progressively as a symbol of the inmates >executed in the USA since 1976 . We will incist on the 1000th execution. >After that, some speakers of AI and other organisations will give a speach >concerning the death penalty problmematic in the US. > Well, if you want more informations about that, feel free to ask!! > > Regards, > > Khaled Benelhadj-Saïd > Coordinateur Etats-Unis. > AI > Section Française ********* Learn More At http://www.abolition.org/starvin13.solidarity.html ************* ARE YOU COMING? If you are coming, and especially if you need housing - please let us know. See http://www.abolition.org/starvin13.FVinformation.html ****** BACKGROUND The Fast & Vigil takes place on the sidewalk in front of the U.S. Supreme Court, considered by many to be the heart of the legalized killing machines in this country. In addition to the strong public witness, this is an excellent opportunity to meet other abolitionists and to "recharge your batteries" while engaging in public outreach and maintaining a physical presence at the Court. ***FASTING IS OPTIONAL*** BOTTOM LINE, this is a great experience and training ground for people who want to learn more about this issue and to become very adept at talking about the dp. Prisoners, activists from other countries, and abolitionists who are unable to come to Washington, D.C. have fasted or held events in solidarity with the action at the Court. This tradition continues to grow as well - those who participate in solidarity are asked to communicate details of their actions and contact information to the Fast & Vigil organizers. E-mail aac at abolition.org or write to the address below. TO BECOME A CO-SPONSOR, please visit: http://www.abolition.org/starvin13.sponsors06.html The Abolitionist Actionn Committee (AAC) is an ad-hoc group of individuals committed to highly visible and effective public education for alternatives to the death penalty through non-violent direct action. Learn more at http://www.abolition.org/starvin13.html or by calling 800-973-6548 ************ SENT BY: The Abolitionist Action Committee www.abolition.org 800-973-6548 ================================================ 20 Polen: Mordanschlag auf Antifaschisten von "akin" ================================================ Polen: > Mordanschlag auf Antifaschisten Website veroeffentlicht Steckbriefe Am 16.Mai um 18 Uhr des 16.Mai, wurde in Warschau ein antifaschistischer Aktivist von zwei Nazis attackiert -- in vermutlicher Toetungsabsicht. Nachdem sie ihn einige Zeit verfolgt hatten, stellte sich einer der beiden Angreifer dem Opfer in den Weg und spruehte ihm Pfefferspray ins Gesicht. Der zweite Angreifer stach mit einer 30cm langen Klinge in den Ruecken des Aktivisten. Maciek ging zu Boden und wurde mit weiteren Fusstritten versehen, begleitet von wilden Beschimpfungen ("Wir werden Dich toeten, Du linker Motherfucker!"). Maciek wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er sich einer schweren Operation unterziehen musste. Nachdem die Aerzte seinen Zustand bei Einlieferung als ‘kritisch’ bezeichnet hatten, erholt er sich langsam wieder. Doch dies geschieht nur sehr langsam, sodass er immer noch Blut in den Lungen hat. Maciek sagt, er sei sicher, dass der Angriff auf das Erscheinen einiger seiner persoenlicher Daten auf der Internetpraesenz Redwatch (www.redwatch.info), einer Nazi-Seite, zurueckginge. Diese Seite veroeffentlicht steckbriefartig Namen, Spitznamen, Photos und politische Taetigkeiten von Linken und Antifaschisten. Diese Site hat auch Schwesternprojekte in Deutschland und England. (indymedia/akin) ================================================ ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) nicht aufgenommen: 2 Beiträge nicht WR, 1 Beitrag zurückgestellt wg. Formatierung Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 22.00 Uhr TERMINE WERDEN DERZEIT AUFGRUND ZU WENIGER RESSOURCEN NICHT BETREUT III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Tue Jun 6 08:51:38 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Tue, 6 Jun 2006 08:51:38 +0200 Subject: widerst@nd! - MUND: Dienstag, 6.6.2006 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! Dienstag, 06.06.2006 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 7stern: weitere Programmpunkte Juni 7stern kultur <7stern.kultur at kpoe.at> ================================================== 02 Das que[e]r-Programm fuer Juni Rosa Antifa Wien ================================================== 03 Austellung - Austria is Free - Austria is Me KojoTaylor ================================================== 04 Programm 06.-09.Juni depot-news at mailman.sil.at ================================================== 05 19.6.: Vortrag: Iran - Antisemitismus & Aufrüstung Café Critique ================================================== 06 6.-10. Juni: Eroeffnungswoche in der Wipplingerstr. 23 / Wien 1 Rosa Antifa Wien ================================================== 07 10.6.: Solidaritätskundgebung für die Slowenische Minderheit in Kärnten Initiative Minderheiten Newsletter ================================================== 08 NSA: 10/Gigabit/Ueberwachung im Detail "q/depesche" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 09 SoHo: Grüne suchen nach Ausreden SoHo - Sozialdemokratie & Homosexualität ================================================== 10 Das Euston-Manifest: Für eine Erneuerung progressiver Politik http://eustonmanifesto.org/ WADI Austria ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 11 St. Petersburg -- Heiligendamm gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== 12 Freispruch in Sachen Online-Demo gegen Lufthansa AG Redaktion der So oder So ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 13 Malmoe Heft 32 MALMOE ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 7stern: weitere Programmpunkte Juni 7stern kultur <7stern.kultur at kpoe.at> ================================================== _*Ergänzungen zum 7STERN Programm für Juni:*_ *Samstag, 10.** Juni, 20.30 Uhr * *THE **VIENNA** IMPROVISERS ORCHESTRA "Ensemble Conductions II"* Das Vienna Improvisers Orchestra wird mit einem zweiten, explizit Conductions gewidmeten, Teil an diesem Abend mit etwa 11 oder mehr Musik/KünstlerInnen Konzepte in einer mehr oder weniger workshopartigen Atmosphäre erarbeiten, die unter Umständen auch auf Notenschrift basieren können. Die musikalischen Strukturen und kommunikativen Verläufe werden durch teils bestimmtes, auch zufälliges Zusammentreffen in sich ergänzenden oder widersprechenden Konstellationen vorgetragen, die in mehr oder weniger großem Maß unter Assimilationsdruck geraten und/oder sich in kooperativ/solidarischer Unterstützung offenbaren können. Es kann der möglicherweise erfolgreiche Versuch unternommen werden, individuelle Erfahrung als verständlichen, möglichst klar interpretierbaren Inhalt von einer Person zur anderen zu übertragen und so eine Kommunikationsgrundlage zur Erarbeitung weiterführender Ideen zu schaffen. UKB: Euro 6.- / 3.- *Mittwoch, 14. Juni, 19.30* *Vortragsreihe "Pop und Politik" Wie machen wir's uns selbst?* *Sonja Eismann* In diesem Beitrag soll die Geschichte feministischer Selbstorganisation im popkulturellen Bereich nachgezeichnet, doch gerade mit Sicht auf die jüngsten Entwicklungen auch durchaus kritisch beleuchtet werden. *Sonja Eismann,* 1973 in Heidelberg, Studium in Wien, Mannheim, Dijon, Santa Cruz, arbeitet in Köln als Redakteurin des Popkulturmagazins Intro. War Mitbegründerin der Zeitschrift nylon. KunstStoff zu Feminismus und Popkultur und unterzieht in Artikeln, Vorträgen und Ausstellungen Pop einer feministischen Kritik. *Mehr unter: www.popundpolitik.at* *Donnerstag, 15. Juni, 20 Uhr* *Seit langem wieder in Wien:* *MacDonald's Farmers* *Boston/Napoli/Wien* *Bluegrass * *Die MacDonald's Farmers* spielen hauptsächlich "Bluegrass", eine Synthese aus verschiedenen Musikstilen der amerikanischen Südstaaten. Man findet integriert: schwarze und weiße Gospelmusik, Blues, irische und schottische Folklore, und Arbeiterlieder. Die Band, verteilt in Italien und Österreich besteht aus Vater Gordon Poole : Gesang, Harp (Boston/Neapel). Federico Poole: Banjo Gesang (Neapel). Gabriele Poole: Gitarre, Gesang (Rom). Daniele Poole: Mandoline, Gesang (Belluno). Martin Stanzel: Kontrabass, Gesang (Ernstbrunn NÖ) Eintritt freie Spende. ================================================== 02 Das que[e]r-Programm fuer Juni Rosa Antifa Wien ================================================== Hallo liebe Leute! Viel hat sich getan, seitdem wir in unsere neue Location in der Wipplingerstr. 23 eingezogen sind, vor allem sind die Bauarbeiten nun beinahe abgeschlossen. Als Zeichen dessen gibt es gemeinsam mit anderen Gruppen eine Eröffnungswoche Anfang Juni, dazu gibts aber ohnehin noch eine eigene Ankuendigung. Also zurueck zum eigentlichen Thema, dem que[e]r-Programm, das auch im Juni wieder mal einiges Interessantes bietet, wie wir meinen. Also: Viel Spass und bis bald eure que[e]rlis +++ Gilt fuer alle Veranstaltungen: Ort: que[e]r. Wipplingerstrasse 23, 1010 Wien (vor dem Haus die Treppe hinunter) Veranstaltungsbeginn: 20 Uhr, geoeffnet von 18:30-24:00 Uhr Der Eintritt ist immer kostenlos!!! +++ Mittwoch 07. Juni: Unheilige Allianzen - Black Metal zwischen Satanismus, Heidentum und Neonazismus Im Rahmen der Veranstaltung werden die Autoren des gleichnamigen Buches ueber eine Szene berichten, die sich zwischen Satanismus, Heidentum und offener Glorifizierung des Nationalsozialismus bewegt - die sogenannte NS-Black-Metal-Szene (NSBM). Die Anhaenger eines sozialdarwinistisch gepraegten Satanismus beanspruchen als selbsternannte "Elite" ein "Recht des Staerkeren" und propagieren die Vernichtung all dessen, was in ihren Augen schwach ist. Um sich vom Christentum abzugrenzen, begeben sich andere Musiker auf die spirituelle Suche nach ihren "eigenen" Wurzeln. Sie erheben das germanische Heidentum zur Heilsreligion, fordern ein Leben nach vermeintlichen Gesetzen der Natur und die Vertreibung derer, die nicht ihren Vorstellungen entsprechen. Obgleich von der Öffentlichkeit weniger beachtet, haben die extrem rechten Bands des Genres unter dem Label NS- Black-Metal (NSBM) den Schulterschluss mit ihren "Bruedern im Geiste", den neonazistischen Skinheads, laengst vollzogen. Analysiert werden die Motive des Genres sowie ihre Verknuepfung mit der Ideenwelt der extremen Rechten. Zudem werden Bands und AkteurInnen benannt, die zum neonazistischen Untergrund in Deutschland, Österreich und Europa gehoeren. Gemeinsam veranstaltet von Gruenalternative Jugend Wien (GAJ) und Rosa Antifa Wien (RAW) +++ Mittwoch 14. Juni: Sexismus und Homophobie im Stadion Fussball gilt in Österreich weitgehend als Maennersport. Frauen und Maedchen, die der Leidenschaft rund um das runde Leder verfallen sind, haben neben Spott, Aggression und gesellschaftlicher Missachtung auch oft mit mangelnder finanzieller wie ideeller Unterstuetzung seitens der Verbaende, Vereine, SponsorInnen, Medien und Öffentlichkeit zu kaempfen. Homosexualitaet wird im Fussball als Makel, als Angriffspunkt gegenueber den gegnerischen Fans, der Mannschaft oder einzelnen Spielern empfunden. Fussballspielende Frauen und Maedchen geraten heute noch unter den "Generalverdacht" lesbisch zu sein. Offene und versteckte Homophobie zeigt sich sowohl in zahlreichen Fangesaengen, als auch durch die gaengige Wortwahl und Meinungsbilder in den Medien und auf Plaetzen und Tribuenen. Im Rahmen der Veranstaltung sollen Sexismus und Homophobie im Fussball-Kontext, sowie das dabei gebraeuchliche Verstaendnis von Maennlichkeit thematisiert und hinterfragt werden. Vortrag und Diskussion mit FairPlay. Die interkulturelle Antirassismuskampagne "FairPlay. Viele Farben. Ein Spiel." wurde 1997 am Wiener Institut fuer Entwicklungsfragen und Zusammenarbeit (vidc) gegruendet. FARE ist in 35 europaeischen Laendern gegen Rassismus und Diskriminierung im Fussball aktiv. +++ Mittwoch 21. Juni: TransGender NetWork: Erfahrungen und Perspektiven Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "free gEndeR" von TransX wird ein Abend im Que[e]r bestritten. Dabei sollen Erfahrungen, Perspektiven und die Entwicklung einer gemeinsamen politischen Plattform ausgelotet werden, um Forderungen auf einer europaweiten Ebene harmonisieren und durchsetzen zu koennen. Dargestellt und diskutiert werden soll diesbezueglich auch die Vernetzung und die Bildung egalitaerer politischer Organisationsstrukturen und Entscheidungsprozesse, wie etwa dem "European TransGender NetWork". Hier kann auch ein Fokus auf die unterschiedlichen Situationen in den verschiedenen Laendern gelegt werden. Zudem wird ueber den brutalen Mord an der portugiesischen Transsexuellen Gisberta berichtet. Der mediale wie allgemein oeffentliche Umgang mit diesem Mord soll dabei einer genaueren Betrachtung unterzogen werden. Referat und Diskussion mit: Jo Schedlbauer von TransX +++ Mittwoch 28. Juni: Rechts rockt Sachsen Vor mittlerweile zwei Jahren entschieden sich ueber neun Prozent der saechsischen Waehler/innen bei den Landtagswahlen im September 2004 fuer die NPD. Am 11. Februar 05 marschierten unter ihren Fahnen mehrere tausend Alt- und Neonazis aus ganz Europa durch Dresden. Waehrend sich die NPD in Sachsen als Volkes Stimme erhebt, terrorisieren gewalttaetige Neonazis auf den saechsischen Strassen alles, was sie fuer nichtdeutsch und nichtrechts halten. Die zum Teil eng mit der NPD verbundenen "Freien Kameradschaften" agieren selbstbewusster und militanter denn je zuvor. Der Vortrag stellt die aktuelle Situation in Sachsen dar und thematisiert die Entwicklung der neonazistischen Szene. Referent: Peter Conrady, Mitarbeiter von "a.l.i.a.s. dresden" und Autor fuer die Zeitschrift "Der Rechte Rand". -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# ================================================== 03 Austellung - Austria is Free - Austria is Me KojoTaylor ================================================== Einladung zur Ausstellung Austria is Free, Austria Is Me 06. Juni bis 18. Juni 2006 in Galerie Blumberg Vernissage am Dienstag, den 06. Juni 2006, 18:30 Uhr Blumberg, Neue Lerchenfelderstrasse 90, A - 1160 Wien Musikalische Darbietung: Keba Cissokho aus Senegal ================================================== 04 Programm 06.-09.Juni depot-news at mailman.sil.at ================================================== Dienstag, 6. Juni, 19.00 Mythos Wien: Klischee und Wirklichkeit surfingVIENNA Eine Stadt hat nicht nur Gesichter, sondern auch eine "Seele" - dieses eigenartige Gemisch aus individuellen Befindlichkeiten und kollektiven Vorurteilen, aus künstlerisch variierten und medial verzierten Charakterisierungsmotiven. Der Wiener Schmäh oder die Wiener Morbidität zählen zu den mythischen Kategorien, die das Selbstbild der WienerInnen ebenso prägen wie die Erwartungshaltungen Außenstehender. Joachim Riedl, Journalist, Die Zeit Barbara Schedler, Kulturattachée der Schweizerischen Botschaft, Wien Moderation: Robert Buchschwenter, Dramaturg, Siegfried Mattl, Zeithistoriker In Kooperation mit Drehbuchforum Wien und Filmfonds Wien. http://www.drehbuchforum.at/surfingVienna.hmtl Donnerstag, 8. Juni, 10.30 Uhr Der Verband Freier Radios Österreich Pressegespräch Der Verband Freier Radios hat ein Fördermodell zur Sicherung einer pluralistischen Radiolandschaft in Österreich entwickelt. Zur Vorstellung des Gesetzesentwurfes sowie zur Präsentation der Leistungen laden: Helmut Peissl, Vorsitz Verband Freier Radios Österreich Wolfgang Hirner, Geschäftsführung Radiofabrik, Salzburg Veronika Leiner, Geschäftsführerung Radio FRO, Linz Mittwoch, 7. Juni, 19.00 Jüdisches Gedächtnis im Dokumentarfilm kinokis mikrokino #136 Ruth Beckermanns Reise durch ihre Familiengeschichte erzählt die Geschichte der mitteleuropäischen Juden und die Geschichte einer Region. Die Autorin zeigt als Vertreterin der "zweiten Generation der Überlebenden' das Schicksal ihrer jüdischen Eltern auf, besucht den rumänischen Teil der Bukowina, berichtet über Dreharbeiten einer US-Firma zu einem KZ-Film mit jüdischen KomparsInnen und gibt Eindrücke von Demonstrationen gegen die Wahl Waldheims zum Bundespräsidenten wieder. Emil Rennert folgt seinerseits den Spuren seiner jüdischen Urgroßeltern, die aus Radautz, einer Kleinstadt in der südlichen Bukowina stammten. In Interviews zeichnet er die Lebensgeschichte der letzten Überlebenden des Holocaust nach und berichtet von der Zeit, in der die Bukowina noch als multiethnisches Land mit einer fruchtbaren Koexistenz unterschiedlichster Menschen und einer reichhaltigen jüdischen Kultur existierte. Gespräch mit Ruth Beckermann und Emil Rennert Die papierene Brücke (A 1987), Regie: Ruth Beckermann, 91 Min. Eine verschwundene Welt (A 2005), Regie: Emil Rennert, 50 Min. Freitag, 9. Juni, 19.00 Die Willkür der Auslese Publikumsdiskussion Zugangsbeschränkungen an Österreichs Universitäten sind seit einem Jahr für acht Studienfächer Realität. Mittels Auswahlverfahren wird über die "Studierfähigkeit" entschieden. Zukünftige StudentInnen haben den Eignungstest an den Medizinuniversitäten und Knock-Out Prüfungen in Psychologie oder anderen Studien zu bestehen. Sind Bildungswege vorhersehbar? Und sollen Testergebnisse über eine Zuteilung zum Studium entscheiden? Lotte Kreissler, Lehrerin mit Schwerpunkt demokratische Bildung Rosa Bernadette Nentwich-Bouchal, ÖH-Vorsitzende In Kooperation mit der Österreichischen HochschülerInnenschaft, keine_uni, dem Renner Institut und der Grünen Bildungswerkstatt Wien www.oeh.ac.at/elite Depot Breitegasse 3 A-1070 Wien Tel: +43 1 522 76 13 www.depot.or.at ================================================== 05 19.6.: Vortrag: Iran - Antisemitismus & Aufrüstung Café Critique ================================================== Der Iran - Antisemitismus & Aufrüstung Vortrag von Wahied Wahdat-Hagh Moderation: Stephan Grigat 19. Juni 2006, 19:00 VHS Hietzing, Hofwiesengasse 48, 1130 Wien Erreichbar z. B. mit den Straßenbahnen 60 oder 62. Bitte nehmen Sie einen Ausweis mit und planen Zeit für ev. Einlasskontrollen ein. Unkostenbeitrag: 2,- Euro veranstaltet von Café Critique und der Studienvertretung Politikwissenschaft der Universität Wien in Kooperation mit der VHS Hietzing und erinnern.at unterstützt von Österreichisches Dialogforum für Israel, Redaktion Context XXI, Redaktion David, Redaktion NU, Scholars for Peace in the Middle East, www.juedische.at Nach der Wahl Mahmoud Ahmadinejads zum Präsidenten der Islamischen Republik Iran hat sich die politische Landschaft der vorderasiatischen Regionalmacht stark verändert: das endgültige Scheitern der Bestrebungen auf dem Wege institutioneller Teilnahme demokratische Reformen durchzusetzen wurde offenbar. Mit Ahmadinejad übernahm eine Clique ehemaliger Weggefährten der "Revolutionary Guards", die in der Islamischen Revolution von 1979 und den darauf folgenden Jahren eine wichtige militärische Rolle spielten, die Schlüsselpositionen im iranischen Herrschaftsapparat. Diese ideologischen Hardliner versuchen nun im Iran eine "Zweite Islamische Revolution" auf den Weg zu bringen, was in seiner Radikalität selbst beim konservativen schiitischen Klerus auf Widerstände stößt. Trotz der Beteuerungen Irans, sein Atomprogramm diene ausschließlich zivilen Zwecken, gibt es zahlreiche Hinweise darauf, dass der Bau von Nuklearwaffen geplant ist. Atomwaffen in der Hand eines islamistischen Regimes, dessen politisches Programm die Bekämpfung Israels beinhaltet, bedeuten eine neue Qualität der Bedrohung, zumal die Hemmschwellen mit dem Verbalradikalismus Ahamdinejads zu sinken drohen. Mittlerweile ist das Atomprogramm des Iran weit fortgeschritten und die europäischen Verhandlungsbemühungen wurden von iranischen Politikern öffentlich als eine Verlängerung des Zeitfensters für die Fertigstellung der atomaren Anlagen goutiert. In Israel wird die nukleare Aufrüstung und die aggressive antiisraelische Rhetorik des Iran als existenzielle Bedrohung wahrgenommen. Die aggressive Frontstellung nach außen findet auch ihre Entsprechung im Inneren. Verstärkt achten die Sicherheitskräfte des Regimes auf die Einhaltung islamischer Tugenden und setzen die sexuelle Zwangsmoral repressiv durch. In den vergangenen Monaten wurden mehrere Todesurteile gegen Jugendliche vollstreckt, denen homosexuelle Handlungen vorgeworfen wurden. Nicht nur auf die Inanspruchnahme privater Freiheiten reagiert das Regime mit äußerster Härte, auch selbstorganisierte Arbeitskämpfe werden in der Islamischen Republik, in der unabhängige Gewerkschaften verboten sind, brutal unterdrückt. Das Ziel des aktuellen Regimes ist eine am islamischen Ideal formierte Gesellschaft, in der auf individuelle Freiheit und ökonomischen Wohlstand bereitwillig verzichtet werden soll, um dem nationalen Ziel der Einigung der islamischen Umma unter schiitischen Vorzeichen und der Vernichtung des jüdischen Staates zu dienen. Die Brandrede Ahmadinejads auf der Konferenz "The World without Zionism", in der er die Auslöschung Israels forderte, war nur ein Ausdruck davon . Wahied Wahdat-Hagh ist seit 2003 im Berliner Büro des Middle East Media Research Institute (www.memri.org) für Monitoring und Analyse der iranischen Medien zuständig. Er war Lehrbeauftragter an mehreren deutschen Universitäten und engagierte sich in der 3. Welt-, Menschenrechts-, Gewerkschafts- und Antirassismusarbeit. Sein Buch "Die Islamische Republik Iran. Die Herrschaft des politischen Islam als eine Spielart des Totalitarismus" ist 2003 im Lit-Verlag erschienen. http://www.cafecritique.priv.at _______________________ 8. 6. 2006 Wien, 20:00 Der Islam als politische Religion - Unterwerfung als Programm? Vortrag von Florian Markl NIG, Universitätsstr. 7, HS III 12. 6. 2006 Wien, 19:30 "Oh Wort, du Wirt, das mir fehlt!" - Schönberg und der Zionismus Vortrag von Gerhard Scheit Arnold Schönberg Center, Palais Fanto Schwarzenbergplatz 6 (Eingang Zaunergasse 1) 20. 6. 2005 Wien, 20:00 Spektakel - Kunst - Gesellschaft Guy Debord und die Situationistische Internationale Buchpräsentation mit Stephan Grigat u. a. monochrom im Museumsquartier, Museumsplatz 1 13. bis 15. 10. 2006 Wien "Why live, if you can be buried for ten Dollars?" Mit Freud - Gesellschaftskritik und Psychoanalyse Konferenz http://www.cafecritique.priv.at ________________ Impressum: Café Critique Verein für Gesellschafts- und Kulturkritik Wickenburggasse 16/5 A-1080 Wien Email: cafe.critique at gmx.net Web: http://www.cafecritique.priv.at ================================================== 06 6.-10. Juni: Eroeffnungswoche in der Wipplingerstr. 23 / Wien 1 Rosa Antifa Wien ================================================== Das Archiv fuer soziale Bewegungen - Infoladen, die Bibliothek, tech:babbel und das que[e]r haben nach langer Suche eine neue Bleibe: auf der Wipplingerstrasse (23), halbwegs unter der Bruecke. Nach einer Umbauphase geht es nun vom 6. bis zum 10. Juni in die offizielle Eroeffnungswoche zu der wir dich herzlich einladen! Location: Wipplingerstrasse 23 / 1010 Wien Kontakt: w23 at strg.at Anmerkung: Entgegen einer frueheren Ankuendigung gibt es nun statt Samstag bereits am Freitag ein Fest! ########## Programm ########## ########################### Dienstag, 6. Juni 2006 (20:00) ########################### / Filmabend: - Café Temelín: 25 (twentyfive) huesle tour 2005: Im Herbst 2005 ging Café Temelín (nie wieder heimat) auf eine Tour quer durch Österreich. Ausgehend vom halb-dokumentarischen Material der Tour entstand ein Film, der kurzweilig Bilder einer Handvoll der 25 Stationen zeigt. Vom Haus der Heimat, von Altmuenster, von Scharnstein, von Glasenbach, vom Berg, von Hohenems und von den dort hin bzw. weg fuehrenden Fahrten. Benes vor, noch ein Tor! - Ladyfest 04 - eine Doku: Im Sommer 2004 sah Wien das erste Ladyfest, organisiert von autonomen Frauen, Lesben und Transgender. In einem sehr umfangreichen Programm an Filmen, Ausstellungen, Diskussionen, Workshops und Konzerten wurden vorherrschende Geschlechternormen, Heterosexismus oder Homophobie angegriffen. Gleichzeitig wurden Raeume - nicht zuletzt waehrend des Dyke March - geschaffen, umcodiert und erlebbar gemacht, die so in Wien sehr selten sind. Aus dem umfangreichen Videomaterial entstand ein Dokumentarfilm, in dem neben der Praesentation der unterschiedlichsten Aktivitaeten auch noch Platz fuer Interviews mit Organisatorinnen oder teilnehmenden Kuenstlerinnen einberaumt wurde. - "Kirchenverschiebung I: Most": Mitte der 1970er Jahre entschloss sich die KP der Tschechoslowakei das kleine nordboehmische Staedtchen Most zu entfernen, um an jener Stelle eine Kohlegrube nicht geringen Umfangs einzurichten. Lediglich die Dorfkirche blieb am Leben: Sie wurde in fuenfjaehriger Arbeit stabilisiert, auf Schienen gestellt und in Praezision um einen ganzen Kilometer verschoben. Das Bauwerk steht heute am Rande des Kohlegebietes, zum leidwesen der Katholerer haben die kommunistischen Entscheidungstraeger der Verschiebung die Kirche in weiser Voraussicht schief und also fuer alle Zukunft zeremoniell unbrauchbar platziert. Ein genialer Ende der Achtzigerjahre produzierter Film ueber die Geschichte der Verschiebung jener Kirche in Most wird nun in Wien erstmal der interessierten Öffentlichkeit zur Ansicht eingelegt. "A Church on the Move!" ########################### Mittwoch 07. Juni (20:00) ########################### / que[e]r: Unheilige Allianzen - Black Metal zwischen Satanismus, Heidentum und Neonazismus: Im Rahmen der Veranstaltung werden die Autoren des gleichnamigen Buches ueber eine Szene berichten, die sich zwischen Satanismus, Heidentum und offener Glorifizierung des Nationalsozialismus bewegt - die sogenannte NS-Black-Metal-Szene (NSBM). Die Anhaenger eines sozialdarwinistisch gepraegten Satanismus beanspruchen als selbsternannte "Elite" ein "Recht des Staerkeren" und propagieren die Vernichtung all dessen, was in ihren Augen schwach ist. Um sich vom Christentum abzugrenzen, begeben sich andere Musiker auf die spirituelle Suche nach ihren "eigenen" Wurzeln. Sie erheben das germanische Heidentum zur Heilsreligion, fordern ein Leben nach vermeintlichen Gesetzen der Natur und die Vertreibung derer, die nicht ihren Vorstellungen entsprechen. Obgleich von der Öffentlichkeit weniger beachtet, haben die extrem rechten Bands des Genres unter dem Label NS- Black-Metal (NSBM) den Schulterschluss mit ihren "Bruedern im Geiste", den neonazistischen Skinheads, laengst vollzogen. Analysiert werden die Motive des Genres sowie ihre Verknuepfung mit der Ideenwelt der extremen Rechten. Zudem werden Bands und AkteurInnen benannt, die zum neonazistischen Untergrund in Deutschland, Österreich und Europa gehoeren. Gemeinsam veranstaltet von Gruenalternative Jugend Wien (GAJ) und Rosa Antifa Wien (RAW) ########################### Donnerstag 08. Juni (20:00) ########################### / Archiv der sozialen Bewegungen/Wien: Film "Grossvater, wo warst du?" Katharina Stepanek, Ö 2005, 53 min. Über die Frauen und Maenner des kommunistischen Widerstands gegen den Nationalsotialismus, die nach dem Krieg totgeschwiegen wurden. Synopsis der Filmemacherin: Sie kaempften fuer Österreichs Freiheit unter Einsatz ihres Lebens - trotzdem sind sie bis heute die Stiefkinder der II. Republik geblieben, ihre Namen wurden aus dem kollektiven Gedaechtnis des neuen Österreich verdraengt. Ihr Vergehen: die meisten von ihnen hatten sich bereits in der Zeit des Austrofaschismus, spaetestens jedoch nach Hitlers Einmarsch 1938 dem organisierten Widerstand der kommunistischen Partei angeschlossen. Einer dieser vergessenen Widerstandskaempfer ist Alfons Peschke, der Grossvater der Regisseurin. Eine Spurensuche beginnt, die einerseits die Zuseher auf eine Zeitreise entfuehrt, andererseits eine Bruecke zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlaegt. ########################### Freitag 09. Juni ########################### / Café (ab 16:00) / Antirassistische Demonstration: - Zeit: 16uhr - Treffpunkt: Westbahnhof - Europaplatz / Bibliotheks-Fest (20:00): Lesung, Musik, Buffet, Cocktails. ########################### Samstag 10. Juni (15:00) ########################### / hardware-café von tech:babbel Wolltest du schon immer einen Computer von innen sehen oder das alte CD-Laufwerk gegen einen DVD-Brenner austauschen? Hast du dich nicht getraut einen Schraubenzieher zu schnappen und einfach mal deiner Lieblingsrechnerin eine zusaetzliche Festplatte zu goennen? Wir wollen gemeinsam die Untiefen von Computern und deren Einzelteilen ergruenden und lernen wie wir bei simplen Umbauarbeiten vorgehen koennen. Fuer Hardware, Kaffee und Kuchen ist gesorgt - den Lieblingsschraubenzieher bitte mitbringen ;) -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# ================================================== 07 10.6.: Solidaritätskundgebung für die Slowenische Minderheit in Kärnten Initiative Minderheiten Newsletter ================================================== Die Initiative Minderheiten zeigt sich solidarisch mit den Forderungen des Klubs slowenischer StudentInnen in Wien und leitet folgende Einladung weiter: Der *Klub slowenischer StudentInnen in Wien* lädt zu folgender Veranstaltung ein:* Solidaritätskundgebung für die Slowenische Minderheit in Kärnten * Demo am *10. Juni um 14.30 Uhr*, Treffpunkt Siebensternplatz (7. Bezirk) *Abschlusskundgebung: 16.30* Ballhausplatz vor dem Bundeskanzleramt Die Demo führt durch die Mariahliferstraße, den Ring, die Kärntnerstraße zum Bundeskanzleramt http://www.ksssd.org/ ----------------------------------------------------------- *AUFRUF / POZIV :* *Demonstracija za izpolnitev avstrijske drzavne pogodbe* Ze leta politiki in »domovini zvesta« zdruzenja zlorabljajo situacijo slovenske manjsine na Koroskem za svoje politicne namene. Neredko celo provocirajo drzavno pravo in prezirajo odlocbe ustavnega sodisca. Po avstrijski drzavni pogodbi naj bi bil clen 7, ki med drugim zagotavlja slovenski manjsini dvojezicne topografske napise, ze davno izpolnjen. ZAHTEVE KSSSD-ja SO: - postavitev manjkajocih dvojezicnih krajevnih napisov na podlagi spoznanja avtrijskega ustavnega sodisca (2001) - pripoznanje slovenskega jezika kot drugi dezelni jezik - izolacija KHD-ja ter KAB-ja Dvojezicni krajevni napisi so bili ze od nekdaj simbol neresenih narodnih pravic. Na Koroskem je to na zalost se vedno kocljiva zadeva, kajti dvojezicni napisi kazejo navzven, da na tem obmocju zivi se drug narod. Nekaterim na Koroskem je prav to bolec trn v peti in situacijo izkoriscajo za sirjenje ideologije, ki ignorira prisotnost slovenske manjsine, ceprav le ta nikakor ne ovira nemsko govorece vecine. Boj za pravice koroskih Slovencev in Slovenk je hkrati boj za demokraticne pravice v Avstriji in v Evropi ter za clovekove pravice na splosnem! Vsaka manjsina potrebuje za svoj obstoj podporo vecine! Terjamo, kar nam po zakonu pripada! Odlocno odklanjamo povr¨ne kompromise! Prirejamo demonstracijo, ki bo 10. junija ob 14.30 uri. Zbiralisce: Siebensternplatz v 7. okraju. Demonstracija bo potekala preko Mariahilferstrasse, Ring-a, ter Kaerntnerstrasse do urada zveznega kanclerja (Ballhausplatz), kjer bo tudi zakljucna manifestacija. Vsi prisrcno vabljeni! Vec informacij: www.ksssd.org lep pozdrav, KSSSD * ----------------------------------------------------------- Klub slowenischer StudentInnen in Wien fordert Respekt vor demokratischen Institutionen und die sofortige Umsetzung des Vfgh-Urteils* Wien (OTS) - In der Diskussion rund um die Aufstellung zweisprachiger Ortstafeln in Kärnten meldet sich nun auch der Klub slowenischer Studentinnen und Studenten in Wien zu Wort (KSSSD). In einer Kundgebung am 10. Juni 2006 wollen die Studierenden in Wien auf den bis zum heutigen Tag nicht erfüllten Artikel 7 des Staatsvertrages aufmerksam machen. Neben dem Recht auf zweisprachige topographische Ortstafeln beinhaltet dieser vor allem das Recht auf die Anerkennung des Slowenischen als zweite Amtssprache, das Recht auf eigene Organisationen, das Recht auf zweisprachigen Unterricht sowie das Verbot minderheitenfeindlicher Organisationen. "51 Jahre nach Unterzeichnung des Staatsvertrages wäre es an der Zeit diesen restlos zu erfüllen, wir wehren uns gegen einen aufgezwungenen Konsens, der automatisch einen Verzicht auf staatsvertraglich zugesicherte Rechte impliziert" so Simon Stukelj vom Klub slowenischer StudentInnen. Nach Ansicht des KSSSD geht es beim Ortstafelkonflikt um das Sichtbarmachen der slowenischen Sprache - um den Beweis der Existenz der slowenischen Minderheit in Österreich. Gerade diese scheint den nationalen Kräften ein Dorn im Auge zu sein. Die aktuellen Ereignisse rund um die Volksbefragung in Kärnten, beweisen einmal mehr wie in Österreich der Rechtsstaat ad absurdum geführt werden kann. "Landeshauptmann Haider scheut nicht davor zurück eine demokratische Institution nach der anderen anzugreifen, während er eine Entscheidung der Mehrheit über Minderheitenrechte verlangt. Besonders beschämend dabei ist die Tatsache, dass es sich um eine Mobilisierungskampagne des sogenannten dritten Lagers für die Nationalratswahl handelt" so Ilja Messner Mitglied des KSSSD. Ziel der Demonstration ist es das demokratische Österreich zu mobilisieren und gemeinsam für den Respekt der demokratischen Institutionen sowie der österreichsichen Verfassung zu kämpfen. In den letzten Wochen hat sich bereits eine breite Solidaritätsbewegung gebildet, die von der österreichischen HochschülerInnenschaft bis zu unabhänigigen NGOs reicht. "Wir hoffen, daß sich dieser Bewegung noch weitere Organisationen und Einzelpersonen anschließen werden, denn jede Minderheit braucht zum Überleben die Solidarität der Mehrheit" so die junge Aktivistin des KSSSD Cedomira Schlapper. Anmerkung: Die Demonstration startet am 10.Juni um 14.30 auf dem Siebensternplatz (1070 Wien) - die Abschlusskundgebung findet vor dem Bundeskanzleramt statt. Rückfragehinweis: Klub slowenischer Studentinnen und Studenten in Wien Ilja Messner Tel.: 0699/10384888 ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 08 NSA: 10/Gigabit/Ueberwachung im Detail "q/depesche" ================================================== q/depesche 2006-06-01T17:25:38 NSA: 10/Gigabit/Ueberwachung im Detail Was am 6. Juni im Rahmen der NSA SIGINT Technology Exposition 2006 in Fort Meade präsentiert wird, das zeigen wir schon heute: Den 10/Gigabit/Datenfresser von Force10 Networks, gegen den sich der Carnivore des FBI nachgerade putzig ausnimmt. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Die Powerpoint Präsentation von Force10 http://www.quintessenz.org/cgi-bin/index?id=000100003611 Die "NSA SIGINT Technology Exposition" im Gebäude "OPS2B" des NSA-Hauptquartiers. http://www.fbcinc.com/event.asp?eventid=Q6UJ9A00AXZH Force10 Networks http://www.force10networks.com/ -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Die Beteuerungen der von der NSA-Überwachungsaffäre betroffenen US-Telekoms AT&T, Verizon und BellSouth, sie hätten keinesfalls Daten ihrer Kunden an den Geheimdienst weitergegeben, entsprechen tatsächlich dem Sachverhalt. Eine Weitergabe war auch gar nicht nötig, die NSA holt sich die Daten nämlich selber ab. Die genannten US-Telekoms hatten den US-Militärgeheimdienst bis in das Allerheiligste jedes Netzwerkers vordringen lassen - zu den zentralen Core-Switches, die den gesamten Datenverkehr an der - "Backbone" genannten - Datenschlagader kontrollieren. [...] Dort werden die Datenströme schlicht und einfach auf eine zweite Glasfaserleitung kopiert und dann an die neu errichteten, NSA- eigenen Serverparks unweit der Datenzentren weitergeleitet und verteilt. Das entspricht den Aussagen des abgesprungenen AT&T-Technikers Mark Klein, der die Affäre ins Rollen brachte. [...] Die vom Hersteller als "Sicherheitsinnovation" gepriesene "P-Serie - hochperformante Inspektions- und Vorbeugungs- anwendungen", die auf einem "gehärteten Linux" laufen, greifen den Datenverkehr nämlich direkt an der Glasfaser zwischen den zentralen Switches in den Daten-Centers ab. Über einen Splitter wird der gesamte Paketverkehr in Echtzeit dupliziert auf einen Server-Cluster verteilt, der - pro Einheit - bis zu 16 Rechner umfassen kann. [...] Was unter "High Speed Security" verstanden wird, listet die Präsentation auch sehr klar auf. Um der "gesetzeskonformen Überwachung" zu entsprechen, heißt es in der Produktpräsentation von Force10, sei eben "nicht entdeckbares Netzwerk-Monitoring" in Echtzeit der kritische Punkt. Da die Force10-Switches hinter den Splittern eben nicht im Netz des jeweiligen Datenzentrum-Betreibers hängen, sondern parallel dazu geschaltet werden, ist eine Beeinträchtigung des regulären Verkehrs ausgeschlossen: Für den Fall, dass sich die Überwachungsanlage einmal überfrisst und in der Folge mit dem Filtern ins Hintertreffen gerät, kann sie das Netzwerk selbst nicht bremsen. [...] Die National Security Agency scheint in der Kundenliste von Force10 Networks offiziell zwar nicht auf, auf seiner Website verweist das Unternehmen jedoch auf eine Produktaufstellung am 6. Juni. Die findet im Rahmen der "NSA SIGINT Technology Exposition" im Gebäude "OPS2B" des NSA-Hauptquartiers in Fort Meade im Bundesstaat Maryland statt. [...] Die Techniker von Force10-Networks wiederum können sich mit jenen der NSA dort über "gehärtetes Linux" austauschen - die dominierende Distribution heißt SE-Linux und ist eine Entwicklung aus Fort Meade, made by NSA. - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- relayed by Harkank - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Online Version: http://quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100003615 quintessenz is powered by http://www.onstage.at subscribe/unsubscribe/digest http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe comments to depesche at quintessenz.org ================================================== 09 SoHo: Grüne suchen nach Ausreden SoHo - Sozialdemokratie & Homosexualität ================================================== SoHo: Grüne suchen nach Ausreden Utl.: Nachdem die Grünen in OÖ die von der SPÖ-OÖ eingebrachte Resolution zuerst nicht unterstützten, suchen sie jetzt nach Ausreden Wien (SK) - "Nachdem die oberösterreichischen Grünen zuerst die von der SPÖ-OÖ im Landtag eingebrachte Resolution an die Bundesregierung zur Einführung von eingetragenen Partnerschaften nur unter Abänderungen mittragen wollten, obwohl die Resolution sowohl inhaltlich als in der Wortwahl der Europarat-Entschließung 1474/2000 vom 26. September 2000 übereinstimmt, suchen sie nun nach Ausreden", sagte Michael Leiblfinger, Landessekretär der SoHo Oberösterreich. **** "Die Grünen-Klubjuristin Doris Waldhauser meinte am 31. Mai 2006 gegenüber den Oberösterreichischen Nachrichten, dass 'wir nicht einen reinen SP-Antrag unterstützen können, wenn wir im Parlament einen eigenen haben'. Sie spricht dabei den von den Grünen vorgelegten Zivilpakt an und dieses Wort 'Zivilpakt' wollten die Grünen auch in der Resolution stehen haben. Völlig unbeachtet bleibt dabei aber anscheinend von den Grünen, dass die SPÖ-OÖ in der gesamten Resolution kein einziges Wort an den von der Bundes- SPÖ am 6. April 2005 im Nationalrat eingebrachten Gesetzesentwurf zur Schaffung eines Bundesgesetzes über die Eingetragene Partnerschaft verliert, obwohl die SPÖ-OÖ als auch die SoHo-OÖ voll und ganz hinter dem eingebrachten Gesetzesentwurf stehen", so Leiblfinger. "Grüne Andersrum-Vorstandsmitglied Gernot Wartner bezichtigt in einer Presseaussendung nun sowohl Klubobmann Frais als auch die SoHo der "polemischen Diffamierung" und verweist auf die ÖVP als einzigen Grund des Scheiterns der Resolution. Doch genau mit dieser ÖVP sind die Grünen in Oberösterreich seit 2003 in einer Regierungskoalition, ihnen stand der Weg zu einer eigenen Resolution in Richtung Zivilpakt lange genug offen", schloss Leiblfinger. SoHo: Offener Brief an LH Pühringer und LR Anschober Utl.: SP-Resolution stellt europäischen Mindeststandard dar Wien (SK) - Die SoHo Oberösterreich richtet sich mit einem Offenen Brief an Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) und seinen Koalitionspartner Landesrat Rudolf Anschober (Grüne) in der Hoffnung, dass beide die von ihrer jeweiligen Partei an den Tag gelegte Haltung gegenüber der von der SPÖ-OÖ eingebrachten Resolution an die Bundesregierung zur Einführung von eingetragenen Partnerschaften nochmals überdenken. **** Kein einziger ÖVP-Abgeordneter scheine bereit zu sein, einen auf europäischer Ebene längst als Mindeststandard geltenden Schritt in Richtung Gleichberechtigung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften unterstützen zu wollen oder zu können. Verwunderlich sei auch, dass die oberösterreichischen Grünen dieser sachlichen und inhaltlich der Europarat-Entschließung 1474/2000 vom 26. September 2000 übereinstimmenden Resolution nicht zustimmen wollen, "nur um für den aus ihren Reihen stammenden Zivilpakt parteipolitisch die Werbetrommel rühren zu können", so Michael Leiblfinger, Landessekretär der SoHo Oberösterreich, Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Die vorgelegte Resolution, an deren Ausarbeitung die SoHo-OÖ beteiligt war, entspricht inhaltlich den Forderungen der Initiative "Gleich viel Recht für gleich viel Liebe" aus dem Jahr 2000, die einzig von allen namhaften LesBiSchwulen Organisationen Österreichs - unter ihnen auch die Homosexuellen Initiative Linz - unterstützt wurde. "Homosexuelle Menschen sind im täglichen Leben leider auch heute noch - im 21. Jahrhundert - zahlreichen Diskriminierungen ausgesetzt. Probleme bestehen etwa im Mietrecht, bei Krankenbesuchen, im Erbrecht, bei der Mitsprache um die Bestattung des verstorbenen Partners sowie in der Sozialversicherung, wo anstatt gleichgeschlechtlichen Partnerschaften die selben Rechte einzuräumen, die bisher nur verschiedengeschlechtlichen Partnerschaften vorbehalten waren, die Möglichkeit der Mitversicherung für alle Lebensgemeinschaften im selben Haushalt ersatzlos aus dem Gesetz gestrichen wurde. Bei den meisten Punkten sind die Betroffenen auf das Gutwollen anderer angewiesen, bei manchen Punkten aber bedarf es Gesetzesänderungen. Sei es eine aufgeschlossene Krankenschwester, die beim Besuchsrecht ein Auge zudrückt, oder Angehörige, die dem trauernden Partner seinen ihm zustehenden Platz bei der Abschiednahme zugestehen." Die UnterzeichnerInnen des Offenen Briefes sehen auch einen Widerspruch zur Landesverfassung und zum schwarz-grünen Regierungsübereinkommen, wonach die Koalition "die Nicht- Diskriminierung verschiedener und damit auch gleichgeschlechtlicher Partnerschaften anstrebt". Der gesamte Offene Brief ist unter www.soho.or.at zu lesen! - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Impressum/Offenlegung gem. §§ 24, 25 MedienG: http://www.soho.or.at/soho/?page_id=322 SoHo - ArGe Sozialdemokratie & Homosexualität Arbeitsgemeinschaft für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender-Personen in der Sozialdemokratie Löwelstraße 18, 1014 Wien Tel.: 0810 810 211 (aus ganz Österreich zum Ortstarif) Email: office at soho.or.at http://www.soho.or.at Web: www.soho.or.at ZRN 795244200 - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - ================================================== 10 Das Euston-Manifest: Für eine Erneuerung progressiver Politik http://eustonmanifesto.org/ WADI Austria ================================================== Das Euston-Manifest Für eine Erneuerung progressiver Politik ----------------------------------------------------------------- A. Präambel Wir sind Demokraten und Progressive. Wir stellen hier eine neue politische Ausrichtung vor. Viele von uns gehören der Linken an, doch die Grundsätze, die wir hier ausarbeiten, sollen nicht ausgrenzen, denn wir wenden uns über die sozialistische Linke hinaus an egalitäre Liberale und andere, die eindeutig demokratischen Werten verpflichtet sind. Die angestrebte Neuordnung des progressiven Standpunkts soll auch diejenigen linken Kräfte, die ihren authentischen Werten treu geblieben sind, von Strömungen abgrenzen, die in letzter Zeit zu leichtfertig mit diesen Werten umgegangen sind. Es geht darum, mit echten Demokraten, ob sie nun sozialistisch sind oder nicht, gemeinsame Sache zu machen. Die vorliegende Initiative hat ihren Ursprung im Internet und über das Internet hat sich hier auch ein Kreis formiert, besonders im Bereich der Blogosphäre. Wir haben allerdings den Eindruck, dass dieser Kreis anderweitig unterrepräsentiert ist - in den meisten Medien und den anderen Foren des aktuellen politischen Lebens. Die hier präsentierten breit gefassten Grundsätze sind als Absichtserklärung zu verstehen. Sie eröffnen eine neue Website, die den dort repräsentierten Meinungsströmungen und den verschiedenen Gründungsblogs und anderen Websites, die hinter diesem Aufruf zu einer progressiven Neuausrichtung stehen, als Ressource dienen soll. ----------------------------------------------------------------- B. Grundsatzerklärung 1. Für Demokratie Wir sind demokratischen Normen, Verfahren und Strukturen verpflichtet - Meinungs- und Versammlungsfreiheit, freien Wahlen, der Trennung legislativer, exekutiver und judikativer Gewalt und der Trennung von Staat und Religion. Wir schätzen die Traditionen, Institutionen und das Erbe verantwortungsvollen Regierens all jener Länder, in denen liberale, pluralistische Demokratien Wurzel gefasst haben. 2. Keine Rechtfertigung von Tyrannei Wir lehnen es ab, reaktionäre Regimes und Bewegungen, für die Demokratie ein rotes Tuch ist, zu entschuldigen und ihnen Nachsicht und Verständnis entgegenzubringen - Regimes, die ihre eigenen Völker unterdrücken und Bewegungen, die dies anstreben. Wir ziehen eine klare Trennlinie zwischen uns und jenen linksliberalen Stimmen, die heute schnell eine Rechtfertigung für solche politischen Kräfte parat haben. 3. Menschenrechte für alle Wir halten die universellen Menschenrechte, die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte kodifiziert sind, für genau dieses: allgemein und bindend für alle Staaten und politischen Bewegungen, für jeden. Verletzungen dieser Rechte sind zu verdammen, wer auch dafür verantwortlich ist und ohne Ansehen des kulturellen Kontexts. Wir lehnen es ab, mit zweierlei Maß zu messen wie es selbsternannte progressive Stimmen jetzt häufig tun, die geringfügigere (wenn auch reale) Verletzungen von Menschenrechten, die vor unserer Haustür geschehen oder die von gewissen in Ungnade gefallenen Regierungen zu verantworten sind, bedauernswerter finden als Menschenrechtsverletzungen, die um ein Vielfaches schlimmer sind. Wir lehnen auch die kulturrelativistische Haltung ab, nach der diese universellen Menschenrechte für bestimmte Nationen oder Völker nicht gelten. 4. Gleichheit Wir treten für eine allgemein egalitäre Politik ein. Wir erstreben Forschritt im Verhältnis der Geschlechter (bis die volle Gleichstellung der Geschlechter erreicht ist), zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen, zwischen unterschiedlichen religiösen Ausrichtungen und denjenigen ohne religiöse Ausrichtung, und zwischen Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierungen - wie auch eine breitere soziale und wirtschaftliche Gleichheit generell. Wir lassen die Frage nach den besten Wirtschaftsmodellen für eine solche breitere Gleichheit offen, da wir diesbezüglich unterschiedliche Standpunkte vertreten, aber wir unterstützen die Interessen der arbeitenden Bevölkerung überall und ihr Recht, sich zur Verteidigung dieser Interessen zusammenzuschließen. Demokratische Gewerkschaften sind das zentrale Organ, wenn es um die Verteidigung der Arbeiterinteressen geht, und sie sind eine der wichtigsten Kräfte im Kampf für Menschenrechte, die Förderung von Demokratie und eines egalitären Internationalismus. Arbeiterrechte sind Menschenrechte. Für uns ist die Übernahme der internationalen Arbeitsschutzbestimmungen, die heute von Regierungen in aller Welt systematisch unterlaufen werden, ein vorrangiges Ziel. Wir engagieren uns für den Schutz der Rechte von Kindern sowie den Schutz von Menschen vor sexueller Ausbeutung und vor allen Arten institutionalisierten Missbrauchs. 5. Entwicklung für Freiheit Wir stehen für eine globale wirtschaftliche "Entwicklung als Freiheit" ein und gegen strukturelle wirtschaftliche Ausbeutung und die Schädigung der Umwelt. Die gegenwärtige Expansion globaler Märkte und freien Handels darf nicht lediglich den eng gesteckten Interessen einer kleinen Unternehmerelite in der entwickelten Welt und ihren Verbündeten in den Entwicklungsländern dienen. Die Früchte einer umfassenden Entwicklung durch die Expansion des globalen Handels sollten so breit wie möglich gestreut werden, um den sozialen und wirtschaftlichen Interessen von Arbeitern, Landwirten und Verbrauchern aller Länder zu dienen. Globalisierung muss globale soziale Integration und eine Verpflichtung zu sozialer Gerechtigkeit bedeuten. Wir unterstützen die radikale Reform der wichtigsten Institutionen globaler Wirtschaftslenkung (Welthandelsorganisation, Internationaler Währungsfonds, Weltbank), um diese Ziele zu erreichen, und wir unterstützen fairen Handel, mehr Unterstützung, Schuldenerlass und die Kampagne "Make Poverty History" ("Macht Armut zur Geschichte"). Entwicklung kann die Lebenserwartung und die Lebensfreude erhöhen, wenn harte Arbeit erleichtert wird und der Arbeitstag verkürzt wird. Sie kann der Jugend Freiheit, denen mittleren Alters neue Möglichkeiten und den alten Menschen Sicherheit bringen. Sie erweitert den Horizont und schafft Reisemöglichkeiten, und trägt dazu bei, aus Fremden Freunde zu machen. Globale Entwicklung muss in einer Weise umgesetzt werden, die mit nachhaltigem umweltschonendem Wachstum vereinbar ist. 6. Gegen Anti-Amerikanismus Wir lehnen rundweg den Anti-Amerikanismus ab, der jetzt so viel linksliberales (und so manches konservatives) Gedankengut angesteckt hat. Das heißt nicht, dass die USA als gesellschaftliches Vorbild angesehen werden sollen. Uns sind ihre Probleme und Schwächen bewusst. Doch diese werden zu einem gewissen Grad von allen Industrienationen geteilt. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind ein großartiges Land, in dem eine starke Demokratie mit einer ehrwürdigen Tradition und stabilen konstitutionellen und sozialen Errungenschaften zu Hause ist. Ihre Bevölkerung hat eine lebendige Kultur geschaffen, an der sich Millionen erfreuen, die Millionen als Quelle der Inspiration dient und worum sie allgemein beneidet wird. Die Tatsache, dass sich die US-amerikanische Außenpolitik häufig gegen progressive Bewegungen und Regierungen stellt und regressive, autoritäre Kräfte unterstützt, rechtfertigt keine generelle Voreingenommenheit gegen das Land oder seine Menschen. 7. Für eine Zweistaatenlösung Wir erkennen das Recht sowohl des israelischen als auch des palästinensischen Volkes auf Selbstbestimmung im Rahmen einer Zweistaatenlösung an. Es gibt keine vernünftige Lösung des Konflikts zwischen Israel und Palästina durch Unterdrückung oder Abschaffung der legitimen Rechte und Interessen einer Seite des Konflikts. 8. Gegen Rassismus Für Liberale und Linke ist eine antirassistische Haltung axiomatisch. Wir stellen uns gegen jegliche Form rassistischer Voreingenommenheit und Verhaltens: den gegen Immigranten gerichteten Rassismus der extremen Rechten, Stammes- und interethnischen Rassismus; Rassismus gegen Menschen aus islamischen Ländern und ihren Nachkommen, besonders unter dem Deckmantel des Antiterror-Krieges. Das jüngste Wiederaufleben einer anderen, sehr alten Form von Rassismus, dem Antisemitismus, wird in linken und liberalen Kreisen noch nicht angemessen zur Kenntnis genommen. Manche nützen die legitimen Beschwerden des von Israel besetzten palästinensischen Volkes aus und verstecken ihr Vorurteil gegen das jüdische Volk hinter dem Begriff des Antizionismus'. Wir stellen uns selbstverständlich auch gegen diesen Typ von Rassismus. 9. Gemeinsam gegen Terror Wir lehnen jede Form von Terrorismus ab. Der bewusste Angriff von Zivilisten ist nach internationalem Recht und allen anerkannten humanitären Regeln bei kriegerischen Auseinandersetzungen ein Verbrechen. Er kann nicht dadurch gerechtfertigt werden, dass er im Namen einer gerechten Sache durchgeführt wird. Heutzutage ist der auf islamistischer Ideologie basierende Terrorismus weit verbreitet. Er bedroht demokratische Werte und das Leben und die Freiheit von Menschen vieler Länder. Dies rechtfertigt jedoch nicht die Vorurteile gegen Muslime, die seine Hauptopfer sind, und unter denen einige seiner mutigsten Gegner zu finden sind. Doch wie jeder Typ von Terrorismus handelt es sich auch hier um eine Bedrohung, die bekämpft werden muss und keinesfalls entschuldigt werden darf. 10. Ein neuer Internationalismus Wir stehen für eine neue internationalistische Politik und die Reform internationalen Rechts - im Interesse globaler Demokratisierung und globaler Entwicklung. Notwendigen humanitären Einsätzen geht es nicht darum, die staatliche Souveränität der betroffenen Länder zu untergraben, sondern darum, diese angemessen in die Lebensgrundlage aller Völker einzubetten. Wenn ein Staat die Lebensgrundlagen seiner Bevölkerung zu einem Minimum schützt (wenn er seine eigenen Zivilisten nicht foltert und tötet und ihre Grundbedürfnisse garantiert), dann muss seine Souveränität respektiert werden. Wenn der Staat jedoch diese Lebensgrundlagen zerstört, so sind seine Ansprüche auf Souveränität verwirkt und die internationale Gemeinschaft ist dazu verpflichtet einzugreifen und Hilfe zu leisten. Ist die Schwelle zur Unmenschlichkeit einmal überschritten, besteht Verantwortung zum Schutz'. 11. Eine kritische Offenheit Da wir eine Lehre ziehen aus der katastrophalen Geschichte linker Apologetik bezüglich der Verbrechen des Stalinismus und Maoismus, aber auch neuerer Reaktionen derselben Art (einige der Reaktionen auf das Verbrechen vom 11. September, die Rechtfertigung von Selbstmordterrorismus, die unsäglichen Allianzen, die in letzter Zeit im Rahmen der Antikriegsbewegung mit antiliberalen Theokraten eingegangen wurden), wehren wir uns gegen die Meinung, dass es in der Linken selbst keine Gegner geben kann. Wir lehnen auch die Haltung ab, nach der es keine Öffnung gegenüber Ideen und Personen zu unserer Rechten geben darf. Linke, die mit antidemokratischen Kräften gemeinsame Sache machen oder diese rechtfertigen, sollten klar und deutlich kritisiert werden. Umgekehrt hören wir auf liberale und konservative Stimmen und Ideen, wenn sie dazu beitragen, demokratische Normen und Praktiken zu stärken und für den menschlichen Forschritt zu kämpfen. 12. Historische Wahrheit Durch unsere Verbundenheit mit den ursprünglichen humanistischen Impulsen unserer Bewegung für menschlichen Forschritt betonen wir die Verpflichtung echter Demokraten zum Respekt der historischen Wahrheit. Nicht nur Faschisten, Verleugner des Holocausts und dergleichen haben versucht, die Geschichtsschreibung zu verfälschen. Eine der Tragödien der Linken besteht gerade darin, dass ihr Ruf in dieser Hinsicht durch den internationalen Kommunismus massiv beschädigt wurde, und so manche haben daraus immer noch keine Lehre gezogen. Politische Wahrhaftigkeit und Geradlinigkeit sind für uns eine vorrangige Verpflichtung. 13. Meinungsfreiheit Wir erhalten die traditionelle liberale Meinungsfreiheit aufrecht. Mehr denn je ist es heute notwendig, innerhalb der üblichen Einschränkungen - zum Schutz vor Diffamierung, Verleumdung und Anstiftung zur Gewalt - dafür einzustehen, dass Menschen frei sein können, Ideen, ja ganze Gedankengebäude zu kritisieren, denen andere verpflichtet sind. Dies beinhaltet auch das Recht, Religion zu kritisieren: spezifische Religionen und Religion im Allgemeinen. Respekt vor anderen Meinungen heißt nicht, dass man schweigen muss, wenn man diese für problematisch hält. 14. Open Source Als Teil des freien Gedankenaustausches und um gemeinsame intellektuelle Projekte zu ermutigen unterstützen wir die Entwicklung von Open Source Software und andere kreative Unternehmungen und lehnen das Patentieren von Genen, Algorithmen und Naturphänomenen ab. Wir stellen uns gegen eine rückwirkende Ausweitung von Gesetzen zum Schutz geistigen Eigentums zugunsten finanzieller Interessen urheberrechtsinhabender Unternehmen. Das Open source'-Modell ist kollektiv und kompetitiv, kollaborativ und meritokratisch. Es handelt sich hier um kein theoretisches Ideal, sondern eine erprobte Wirklichkeit, die Gemeingüter geschaffen hat, die sich über Jahrzehnte hinweg als stark und robust erwiesen haben. So dienen auch die besten traditionellen universitären Ideale der Forschungs- und Wissenschaftsgemeinschaft, die die Kooperationen im Rahmen von Open Sources erst ermöglicht haben, bereits seit Jahrhunderten dem menschlichen Fortschritt. 15. Ein wertvolles Erbe Wir lehnen die Angst vor der Moderne ab, die Furcht vor Freiheit, Irrationalismus und die Unterdrückung von Frauen und wir unterstützen die Ideen, die die großen Leitgedanken der demokratischen Revolutionen des achtzehnten Jahrhunderts inspiriert haben: Freiheit, Gleichheit und Solidarität, Menschenrechte und das Streben nach Glück. Diese wichtigen Grundsätze wurden dank der sozialdemokratischen, egalitären, feministischen und antikolonialen Umwälzungen des 19. und 20. Jahrhunderts zu unser aller Erbe - durch das Streben nach sozialer Gerechtigkeit, durch die soziale Absicherung, die Brüderlichkeit und Schwesterlichkeit aller Männer und Frauen. Keiner darf außen vor gelassen werden, keiner darf zurückgelassen werden. Wir kämpfen für diese Werte. Aber wir sind keine Fanatiker. Denn wir machen uns auch die Werte der Freiheit der Forschung, des offenen Dialogs und des kreativen Zweifels, der sorgfältigen Urteilsabwägung und einen Sinn für die Widrigkeiten dieser Welt zu eigen. Wir stellen uns gegen alle Ansprüche einer totalen, nicht hinterfragbaren und fraglosen Wahrheit. ----------------------------------------------------------------- C. Ausführungen Wir verteidigen liberale und pluralistische Demokratien gegen all jene, die die Abgrenzung zu totalitären und anderen tyrannischen Regimes auf die leichte Schulter nehmen. Sicher haben diese Demokratien ihre eigenen Schwächen und Fehler. Der Kampf für die Entwicklung demokratischerer Institutionen und Verfahren, für eine Stärkung der Einflusslosen, derer ohne Stimme oder derer mit knappen politischen Mitteln ist ein beständiger Teil des linken Programms. Die soziale und wirtschaftliche Basis, auf deren Grundlage liberale Demokratien entstanden sind, sind von äußerster Ungleichheit von Besitz und Einkommen und dem Bestehen unverdienter Privilegien gekennzeichnet. Globale Ungleichheiten sind wiederum ein Skandal für das moralische Gewissen der gesamten Menschheit. Millionen leben in schrecklicher Armut. Woche für Woche sterben zehntausende Menschen - besonders Kinder - an vermeidbaren Krankheiten. Ungleicher Besitz sowohl zwischen Individuen als auch zwischen Ländern verteilen Lebenschancen auf eine willkürliche Art und Weise. Diese Tatsachen stellen eine ständige Anklage gegen die internationale Gemeinschaft dar. Wir Linken kämpfen im Rahmen unserer eigenen Traditionen für Gerechtigkeit und ein würdiges Leben für jeden Einzelnen. Im Rahmen dieser Traditionen müssen wir auch gegen die starken Kräfte totalitärer Tyrannei ankämpfen, die wieder auf dem Vormarsch sind. Gegen beides muss gleichzeitig gekämpft werden. Eines darf nicht dem anderen geopfert werden. Wir lehnen die Haltung ab, nach der die Ereignisse des 11. September 2001 eine wohlverdiente Quittung für Amerika waren oder nach der man diesen Ereignissen aufgrund legitimer Kritik an US-amerikanischer Außenpolitik Verständnis entgegenbringen konnte. Was an jenem Tag geschah war ein Massenmord, motiviert durch verabscheuungswürdige fundamentalistische Überzeugungen, die durch nichts auf der Welt gerechtfertigt werden können. Kein Drumherumreden kann darüber hinwegtäuschen. Die Verfasser und Befürworter dieser Stellungnahme waren bezüglich des Militäreingriffs im Irak geteilter Meinung. Wir sind uns bewusst, dass man gute Gründe haben kann, über die Rechtfertigung des Eingriffs, die Art seiner Durchführung, die Planung (bzw. die fehlende Planung) für die Zeit danach und die Aussichten auf eine erfolgreiche Implementierung des demokratischen Wandels zu streiten. Wir sind uns jedoch einig bezüglich des reaktionären, semifaschistischen und mörderischen Charakters des irakischen Bath-Regimes und wir verstehen seinen Sturz als Befreiung des irakischen Volkes. Wir sind uns auch darin einig, dass nach diesem Ereignis die eigentliche Sorge der Liberalen und Angehörigen der Linken der Kampf für die Schaffung einer demokratischen politischen Ordnung im Irak, den Wiederaufbau der Infrastruktur des Landes und nach Jahrzehnten brutalster Unterdrückung die Schaffung eines menschenwürdigen Lebensstandards für die irakische Bevölkerung, der in demokratischen Ländern als selbstverständlich betrachtet wird, hätte sein müssen - und nicht das Herumstochern in einem Wust von Argumenten für und gegen den Militäreingriff. Dies unterscheidet uns nicht nur von denjenigen Linken, die sich für eine Unterstützung der Djihad-Banden und der Bath- Schlägertrupps des irakischen so genannten Widerstands ausgesprochen haben, sondern auch von denjenigen, die es schaffen, eine Position zwischen diesen Kräften und jenen, die versuchen, die Demokratie aufzubauen, einzunehmen. Wir haben auch nichts gemein mit denen, die Lippenbekenntnisse für diese Ziele ablegen, während sie einen Großteil ihrer Energie dafür verwenden, politische Gegner im eigenen Land zu kritisieren (die angeblich für alle Probleme des Iraks verantwortlich sind) und sich in taktvolles Schweigen (oder fast) hüllen, wenn es um die brutale Gewalt des irakischen Aufstands' geht. Die vielen linken Gegner des Regimewechsels im Irak, die nicht zu verstehen vermochten, weshalb andere Linke diesen unterstützten, die mit Kirchenbann und Exkommunizierung drohten und in letzter Zeit Entschuldigung und Reue verlangten, begehen Verrat an den demokratischen Werten, für die sie sich aussprechen. Vandalismus gegen Synagogen und jüdische Friedhöfe und Angriffe auf Juden selbst nehmen in Europa zu. Der Antizionismus' hat dermaßen zugenommen, dass vermeintlich linke Organisationen offen antisemitische Sprecher einladen und Bündnisse mit antisemitischen Gruppen eingehen. Unter gebildeten und wohlhabenden Leuten begegnet man Menschen, denen es nicht peinlich ist zu behaupten, der Krieg im Irak habe jüdischen Interessen gedient oder höfliche' und subtile Anspielungen auf die schädlichen Auswirkungen jüdischen Einflusses auf die internationale oder nationale Politik zu machen - Bemerkungen, die man während mehr als fünfzig Jahren nach dem Holocaust nicht hätte machen können, ohne öffentlich in Ungnade zu fallen. Wir lehnen alle Arten solcher Heuchlerei ab. Die Verletzung von grundlegenden Menschenrechten in Abu Ghraib, Guantanamo und durch die Praxis der Auslieferung', muss rundweg abgelehnt werden als das, was sie wirklich ist: eine Verletzung universeller Prinzipien, deren Existenz großteils das historische Verdienst der demokratischen Länder selbst, besonders der Vereinigten Staaten von Amerika, ist. Doch wir lehnen es ab, wie viele Linken heutzutage mit zweierlei Maß zu messen, die diejenigen als die schlimmsten Menschenrechtsverletzungen betrachten, die von den Demokratien begangen werden, während sie sich angesichts weit schlimmerer Verletzungen in Schweigen hüllen oder verstummen. Diese Tendenz hat den Punkt erreicht, an dem offizielle Vertreter von Amnesty International, einer Organisation, die enormen weltweiten Respekt für ihre Jahrzehnte währende Arbeit von unschätzbarem Wert verdient, nun groteske öffentliche Vergleiche von Guantanamo mit dem Gulag anstellen können, die behaupten können, dass die legislativen Maßnahmen der Vereinigten Staaten und anderer liberaler Demokratien im Krieg gegen den Terror einen größeren Angriff gegen die Menschenrechtsprinzipen und -werte darstellen als alles, was wir in den letzten fünfzig Jahren erlebt haben, /und/ dafür von gewissen linken und liberalen Stimmen verteidigt werden. ----------------------------------------------------------------- D. Konklusion Es ist für die Zukunft progressiver Politik von vitalem Interesse, dass Menschen liberaler, egalitärer und internationalistischer Ausrichtung jetzt klar Stellung beziehen. Wir müssen uns gegenüber denen abgrenzen, die das gesamte progressive demokratische Programm einem pauschalen und vereinfachenden Antiimperialismus' und/oder einer Feindseligkeit gegenüber der gegenwärtigen US-Regierung unterordnen. Die Werte und Ziele, die dieses Programm eigentlich ausmachen - die Werte der Demokratie, der Menschenrechte, des andauernden Kampfes gegen ungerechte Privilegien und Macht, Solidarität mit den Völkern, die gegen Tyrannei und Unterdrückung kämpfen - definieren am beständigsten den Charakter einer Linken, der es wert ist anzugehören. The Euston Manifesto Group Norman Geras, Emeritus Professor of Politics, Manchester University , normblog ; Damian Counsell, Director, Bioinformatics.Org , PooterGeek ; Alan Johnson, Editor, Democratiya , and Reader in Social Science, Edge Hill ; Shalom Lappin, Professor of Computational Linguistics, King's College London ; Jane Ashworth, Director of Engage ; Dave Bennett; Brian Brivati, Professor of Modern History, Kingston University ; Adrian Cohen, Unite Against Terror ; Nick Cohen, journalist ; Anthony Cox, Black Triangle ; Neil Denny, Little Atoms ; Paul Evans; Paul Gamble, Engage ; Eve Garrard, Senior Lecturer, Centre for Professional Ethics, Keele University ; Harry Hatchet, Harry's Place; David Hirsh, Editor of Engage , Lecturer, Sociology, Goldsmiths College ; Dan Johnson, Muscular Liberals ; Hak Mao, [link ]; Gary Kent, Director, Labour Friends Of Iraq (signing in a personal capacity); Jon Pike, Chair of Engage , Senior Lecturer - Philosophy, Open University ; Simon Pottinger, Unite Against Terror ; Andrew Regan, Bloggers4Labour founder (signing in a personal capacity); Alexandra Simonon, Managing Editor, Engage ; Richard Sanderson, Little Atoms ; David T, Harry's Place ; Philip Spencer, Associate Dean, Faculty of Arts and Social Sciences, Kingston University ; Will @ A General Theory Of Rubbish Other signers Jeffrey Alexander , Professor of Sociology at Yale University Paul Anderson, GAUCHE Joe Bailey, (Prof.) Head of School of Social Science, Kingston University Ophelia Benson, Editor, Butterflies and Wheels Paul Berman Pamela Bone, journalist, Melbourne Robert Borsley, Professor of Linguistics, University of Essex Michael Brennan, Department of Sociology, Warwick University Chris Brown , Professor of International Relations, LSE Julie Burchill, writer Mitchell Cohen, City University of New York ; co-editor of Dissent Marc Cooper, The Nation Thomas Cushman, Editor of The Journal of Human Rights Heather Deegan, Reader in Comparative Politics at Middlesex University Jon Fasman, writer Luke Foley Raimond Gaita, Professor of Philosophy , King's College London Marko Attila Hoare Quintin Hoare Anthony Julius Oliver Kamm , blogger, journalist and author Sunder Katwala, General Secretary, Fabian Society (in a personal capacity) Jeffrey Ketland, Edinburgh University Matthew Kramer , Professor of Legal and Political Philosophy, Cambridge University Mary Kreutzer, Austrian political scientist, WADI Austria , and editor of the human rights-journal LIGA John Lloyd, The Financial Times Kanan Makiya John Mann, MP Jim Nolan, barrister, Sydney Will Parbury, Labour Parliamentary Candidate for Fylde 2005 Greg Pope MP Thomas Schmidinger, Assistant Lecturer for Political Science (Vienna University), WADI Austria Milton Shain, Director Kaplan Centre for Jewish Studies and Research, University of Cape Town Hillel Steiner , Professor of Political Philosophy, University of Manchester Gisela Stuart MP George Szirtes , Poet Michael Walzer, Institute for Advanced Study , Princeton; co-editor of Dissent Bert Ward, Advisory Editor, Democratiya Morton Weinfeld , Professor of Sociology, McGill University Jeff Weintraub , University of Pennysylvania Francis Wheen, journalist and writer Sami Zubaida, Emeritus Professor of Politics and Sociology, Birkbeck College , London http://eustonmanifesto.org/ -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 11 St. Petersburg -- Heiligendamm gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - Globaler Aktionstag gegen G8 - July 9-16, Gr8 Eight Days of Resistance in Washington, DC - River navigation and airspace to be closed in St. Petersburg during G8 Summit - The G8 foreign ministers' meeting place Foreign Ministry Mansion - Innenminister Dr. Timm stellt Verfassungsschutzbericht 2005 vor - Auszug aus dem Verfassungsschutzbericht 2005 Mecklenburg-Vorpommern - Clownsarmy-Workshop und Vernetzungstreffen für Clownsarmy-Gruppen. ------------------------------------------------------------------------------- Globaler Aktionstag gegen G8 Am 14.Juli, dem Tag vor dem Beginn des G8 Gipfels in St. Petersburg Dieses Jahr wird das Treffen der Führer der 8 reichsten Länder der Welt vom 15. bis 17.Juli in Russland stattfinden. Die Kernthemen sind Energiesicherheit, Bildung und AIDS, Gesundheitspolitik. Wir wollen für freie Gesundheitsversorge auf die Straßen gehen, für freie Bildung für alle und für das Ende des Atomzeitalters und ein Ende der Kriege. Dieses Jahr hat das russische "Netzwerk gegen G8" NAG8 sich auch zum Ziel gesetzt zu zeigen, dass wo immer sich die G8 treffen werden, werden sie auf Proteste treffen. Für alle die, die es nicht schaffen können, nach Russland zu kommen, rufen die AktivistInnen hier auf zu einem globalen Aktionstag, der internationale Unterstützung braucht am 14 Juli in möglichst vielen Städten. Die Macht der Eliten überschreitet viele Grenzen, aber unsere Solidarität geht über alle Grenzen hinaus! 14 JULY 2006: GLOBAL ACTION DAY! Für weitere Infos: http://g8-2006.plentyfact.net http://www.spb8.hardcore.lt http://nog8.ru http://gipfelsoli.org http://abb.hardcore.lt http://www.nadir.org/nadir/initiativ/agp/g82006/ ------------------------------------------------------------------------------- July 9-16, Gr8 Eight Days of Resistance in Washington, DC, against G8's Great Greed! CALL TO ACTION from Farragut Squares Collective (To The G8th Power!) In Washington, DC, during the week of July 9-16 leading up to and during the 2006 G8 Summit, let's show the world that popular resistance to the G8's neo-liberal "energy security" schemes is active and intense! There ARE limits to capitalist consumption, and we're gonna TEST the G8 energy addicts and their corporate cronies with a detoxifying blast of surprise direct action tactics. Although this year the G8 is meeting thousands of miles away in Russia, there is so much that we can accomplish, in solidarity with protests there and all over the world, here in Washington, DC, the political and economic nerve center of G8 global domination. Join us in DC for the Gr8 Eight Days of Resistance, and visit www.rtc.revolt.org regularly for updates! **forward widely!** Washington, DC's Gr8 Eight Days of Resistance against G8's Great Greed! July 9-16 leading up to and during the July 15-17 2006 G8 Summit in St. Petersburg, Russia No energy security for war criminals, No climate chaos leading to ecological crash, Flat tires for their gas-guzzling limos, We'll claw back at them fat cats!!! The 2006 G8 Summit that will bring together political heads from eight of the world's largest consumer economies -- United States, Canada, the United Kingdom, France, Germany, Italy, Japan and Russia -- is set to focus on "energy security" this year as its central theme. The leaked G8 "Communique on Energy Security" calls for an unprecedented Global expansion of nuclear power and trillions of dollars in new subsidies to coal, oil and gas corporations worldwide. What does "energy security" for the G8 mean for the world? Naturally, it encourages an even greater gulf between the Global North and Global South because the G8 countries will have the upper hand in controlling the energy resources at the expense of the rest of the world, especially if "energy security" equates to more nuclear power. That amounts to an economic apartheid system separated on the sheer basis of wealth and military might. The G8 is already responsible for depleting the Earth's fossil fuels, often at the expense of the polluting and impoverishment of the Global South, and this has led to the global warming crisis that is facing us all. Ironically, they'll make that move to nuclear power in order to claim that they'll reduce the global warming that these same jerks are responsible for through their unrestrained burning of coal, oil, and other fossil fuels -- and yet who is most likely to profit from a move to nuclear? Here's a hint. It won't be the Earth, and it won't be more than 6 billion people! In Washington, DC, during the week of July 9-16 leading up to and during the 2006 G8 Summit, let's show the world that popular resistance to these elite energy schemes is active and intense! Our resistance is as abundant as the G8's greed to devour the Earth's petroleum reserves, and it's as creatively diverse as the countless cultures they invade, colonize and destroy to get that next quick fix of resource extraction on their never-enough road to ever-elusive "energy security." There ARE limits to capitalist consumption, and we're gonna TEST the G8 energy addicts' and their corporate cronies with a detoxifying blast of surprise direct action tactics... That's right, we've got a multiple-choice quiz! During the Gr8 Eight Days of Resistance in Washington DC, will we: 1) Snake march for mountain justice? 2) Drill for oil under Dick Cheney's lawn? 3) Crem8 King Coal on the steps of US Congress? 4) Rugby riot for human rights and against repression of G8 protesters at Russia's DC embassy? ("Punt out Putin, Kick down the Kremlin's war machine!") 5) Throw yellow-cake all over Department of Energy headquarters? 6) Shut down city car traffic with a "Bikes Not Black Lungs" Critical Mass? 7) Swim out against global warming in Dupont Circle's fountain? 8) Or ... something else totally unexpected and outrageously disruptive? We are Farragut Squares Collective (To The G8th Power!) and we invite YOU to join this historic July 9 - 16, 2006 week of in- your-face theater and dynamic direct action in Washington, DC! Although this year the G8 is meeting thousands of miles away in Russia, there is much that we can accomplish, in solidarity with protests there and all over the world, here in the political nerve center of G8 global domination. And in case y'all haven't already guessed, we might just have some tricks up our collective sleeves that you and your affinity groups won't want to miss (wink wink nudge nudge)... Farragut Squares Collective (To The G8th Power!) is a local ad hoc group of individuals that draws on members from the DC Anti War Network and Mobilization for Global Justice, amongst many groups. We are individuals fed up with G8 domination and capitalist globalization. We support a collaborative, open, and non-hierarchical organizing relationship with all who wish to join us in taking action. Send any inquiries or shows of support to farragutsquares at gmail.com or join the listserv at: lists.activeresistance.org/mailman/listinfo/dc Keep your eye on www.rtc.revolt.org for updates and details about the July 9-16 Week of Resistance against the G8 in Washington DC, plus information and links about global resistance against the 2006 G8 Summit. See ya in the streets, eh? =========== postscript! Farragut Squares Collective (To The G8th Power!) fully endorses: Network Against G8 (Russia / ex-USSR) - basic principles 1. Our initiative is aimed against the G8 states, their current dominating economic system, and all forms of oppression. 2. For the participants in NAG8 any discrimination on basis of race, nationality, gender, sexual orientation and age is intolerable. 3. We make decisions by consensus. In case of lack of consensus on some questions groups of NAG8 participants may make their own statements and actions not contradicting these basic principles. 4. During the preparation of protest actions we are not interested in cooperating with organisations aiming at taking power. 5. We approve of any methods of resistance, if they are aimed against the rulers but not against the people of G8 countries. Any member of the network is free to choose his / her own tactics. [g8-2006 at lists.riseup.net] ----------------------------------------------------------------- River navigation and airspace to be closed in St. Petersburg during G8 Summit During the G8 summit in St. Petersburg, navigation along the Neva River and the eastern part of the Gulf of Finland will be forbidden from 9 a.m. on July 13, 2006, until 12 a.m. on July 18, 2006, with the exception of river boats taking part in the summit's events. The Russian Transport Ministry has entrusted the Federal Agency for Sea and Inland Water Transportation and the Federal Service for Transportation Control to take charge of organization and information measures. Restrictions will also be imposed on the use of the airspace around Pulkovo Airport for the duration of the summit. From 12 a.m. on July 15, 2006 until 12 a.m. on July 18, 2006, the airport will be handling flights of the summit participants. Official letters have been sent to inform CIS and foreign airlines as well as Russian airlines handling flights to St. Petersburg that the airport will be closed during the summit. [http://en.g8russia.ru/news/20060530/1151154.html] ----------------------------------------------------------------- The G8 foreign ministers' meeting place Foreign Ministry Mansion The G8 Foreign Ministers' Meeting will take place on June 29, 2006, at the Foreign Ministry Mansion (Spiridonovka st. 17). Meeting programme 10:00 a.m.-10:20 a.m. The delegations arrive at the Foreign Ministry Mansion 10:30 a.m.-1:00 p.m. Plenary Meetings 1:10 p.m.-1:20 p.m. Family photo 1:30 p.m.-3:00 p.m. Working lunch 3:30 p.m.-4:15 p.m. News conference on the outcome of the Meeting Forming of national pools for protocol photo and video recording of the Meeting Due to security reasons and room constraints, the press service of the MFA of Russia will form a pool of journalists which will include two persons (one cameraman and one photographer) from each of the G8 States to participate in protocol shoots of the arrival of G8 foreign ministers' delegations to the meeting, beginning of the meeting and ministers' collective photo session. National pool members will be designated by press secretaries of the G8 foreign ministers on the understanding that these pool members will provide the recorded materials to all interested national media. [http://en.g8russia.ru/page_work/13.html] ----------------------------------------------------------------- Innenminister Dr. Timm stellt Verfassungsschutzbericht 2005 vor: Rechtsextremismus ist gefährlicher geworden "Wir dürfen den Rechtsextremisten in unserem Bundesland nicht das Feld überlassen", forderte Innenminister Dr. Timm anlässlich der Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes 2005 für Mecklenburg- Vorpommern. Er wies darauf hin, dass der Einfluss der rechtsextremistischen Ideologie angewachsen ist. Die NPD erhalte aus der neonazistischen Kameradschaftsszene fortdauernd Zulauf. So wuchs die Mitgliederzahl der NPD von 100 im Jahre 2004 auf 200 im Berichtsjahr 2005. Alles sei dem Ziel untergeordnet, nach der Wahl am 17. September in den Landtag zu ziehen. Das Erscheinungsbild des Rechtsextremismus habe sich gewandelt, nicht deren Ideologie. "Die Rechtsextremisten treten als Wölfe im Schafspelz auf", sagte Timm und wies auf die verschiedenen Bürgerinitiativen hin, die von NPD-Ideologen gebildet werden. "Man gibt sich ein soziales Gewand, im Kern aber ist es politisches Programm, die demokratischen Grundrechte zu beseitigen und nationalsozialistische Diktaturen zu errichten." [...] Vor dem Hintergrund des 2007 stattfindenden Weltwirtschaftsgipfels G8 im Ostseebad Heiligendamm beschäftigt sich die linksextremistische Szene intensiv mit der Organisation und Durchführung von Protesten gegen dieses Treffen. In diesem Aktionsfeld rechnet der Verfassungsschutz daher auch mit einem Aufwachsen entsprechend schlagkräftiger linksextremistischer überwiegend undogmatischer Strukturen. Darüber darf nicht hinwegtäuschen, dass sich das Personenpotential des linksextremistischen Spektrums mit ca. 200 Personen (davon gehören allein ca. 100 der gewaltbereiten und anarchistischen Szene an) gegenüber dem des Vorjahres nicht verändert hat. Innenminister Dr. Timm wies darauf hin, das es in anderen Bundesländern mit dem Begründungszusammenhang G8 bereits zu etlichen Brandanschlägen gekommen sei. Verfassungsschutz und Polizei - so Innenminister Dr. Timm - seien gemeinsam darauf ausgerichtet, einen weitgehend störungsfreien Verlauf des Weltwirtschaftsgipfels zu gewährleisten. Den ausführlichen Verfassungsschutzbericht 2005 (Pressefassung), der einen umfassenden Überblick über die aktuellen verfassungsfeindlichen Entwicklungen im Ausländerextremismus, Rechtsextremismus und Linksextremismus gibt und anschaulich über Ziele und Aktivitäten von Organisationen, Parteien und Gruppierungen des jeweiligen politischen Spektrums informiert, finden Sie als PDF-Datei im Internet unter www.verfassungsschutz-mv.de [http://www.polizei.mvnet.de/index.php?option=content&task=view&id=2419&Itemid=192] ------------------------------------------------------------------------------- Auszug aus dem Verfassungsschutzbericht 2005 Mecklenburg-Vorpommern IV.5 "Antirassismus" Im August/September 2005 fand erneut die von antirassistischen Gruppen und Initiativen sowie von autonomen Gruppen und Zusammenschlüssen organisierte bundesweit stattfindende "Anti- Lager-Tour" statt, die sich gegen das von ihnen so genannte "Europäische Lagersystem" richtete. Ca. 250 Personen führten in Mecklenburg-Vorpommern angemeldete Versammlungen vor dem Landesamt für Asyl - und Flüchtlingsangelegenheiten in Horst, vor der Gemeinschaftsunterkunft in Schwerin - Görries sowie einen Aufzug im Schweriner Innenstadtbereich durch. In Horst kam es nach gewaltsamen Übergriffen auf Polizeibeamte zu zwei Festnahmen. IV.6 "Anti-Globalisierung" Nach den gewalttätigen Protesten während des G8-Gipfels im Juli 2005 in Schottland setzen Linksextremisten nunmehr die kommenden Gipfeltreffen 2006 in Russland und 2007 in Heiligendamm /Mecklenburg-Vorpommern auf ihre Agenda. Militante Aktivisten äußerten bereits die Hoffnung, auch dort wieder gemeinsam "protestieren, blockieren und sabotieren" zu können. In diesem Zusammenhang ist es in anderen Bundesländern bereits zu vereinzelten Brandanschlägen mit dem Begründungszusammenhang "G8" gekommen. Bundesweit fanden erste Vorbereitungs- und Abstimmungstreffen einschlägiger Gruppierungen statt, an denen sich auch Personen aus Mecklenburg-Vorpommern beteiligten. In einem Aufruf im Berliner autonomen Szeneblatt "INTERIM" (Ausgabe 622 vom 15.09.2005, S. 24) "NO G8 2007 DISKUTIEREN PROTESTIEREN UMZINGELN BLOCKIEREN" wurde ein breit angelegtes Gesamtbündnis aus Initiativen aller Spektren der Linken, darunter Autonome Gruppen, traditionskommunistische und trotzkistische Organisationen gefordert. Nur ein derartiger Zusammenschluss könne eine Organisation und Koordination der gemeinsamen Aufgaben leisten. Ein solches Bündnis ist jedoch aufgrund der widerstreitenden Interessen einzelner Gruppierungen noch nicht zustande gekommen. [http://www.verfassungsschutz-mv.de/news/download/Download%20des%20Verfassungsschutzberichtes%202005%20als%20PDF-Datei%20(Pressefassung).pdf] ------------------------------------------------------------------------------- Vom 23.6.-25.6 wird im UJZ Korn in Hannover ein Clownsarmy- Workshop und Vernetzungstreffen für Clownsarmy-Gruppen stattfinden. Begonnen wird am Freitag ab 18:00 Uhr, Samstag wird in erster Linie das Clownsarmy-Training stattfinden, außerdem wird es Raum geben, um die bestehenden und in Gründung befindlichen Gruppen zu vernetzen und ein inter/transnationales Treffen auf dem "Camp Inski" soll besprochen werden. Es wird versucht die Teilnahme zum Selbstkostenpreis für Essen und Getränke (verm. Zwischen 20 und 30 Euro) anzubieten. Anmeldungen (v.a. wegen Essen!!) und weitere Infos: gegeng8 at janun.de Wegbeschreibung zum UJZ Korn: www.ujz-korn.de Das Clownsarmy-Training soll die Grundlagen der Clownsarmy- Aktionsform vermitteln. Auch sollen hier Erfahrungen aus früheren Aktionen ausgetauscht werden. Die Grundlagen des Clownsarmytrainings findet ihr (auf Englisch) hier: http://clownarmy.org/rebelclowning/brct.html Zwar kann auch eine kleine Gruppe von ClownsarmistInnen eine Menge Verwirrung stiften, richtig Spass machen jedoch meist erst große Aktionen. Aus diesem Grund soll Raum für Vernetzung gegeben werden, nicht nur um sich auf den G8 2007 in Heiligendamm vorzubereiten. In Niedersachsen wird die Bundeswehr im Juli gleich zweimal größere Werbeschauen abhalten (am 7.7. in Steinhude mit Waffenschau - inkl. Panzer; am 15.7. ein Sommerfest im Stadtpark Hannover), am 14.7. ist globaler Aktionstag zum G8-Treffen in Petersburg, verschiedene Feldbefreiungsaktionen werden Ende Juli stattfinden, im November ist ein CASTOR- Transport geplant, die jährliche NATO-Tagung findet Anfang '07 in München statt außerdem sind diverse Proteste gegen den fortschreitenden Sozialabbau zu erwarten... Vom 4.-13.8. wird das inter/transnationale Mobilisierungscamp des dissent!-Netzwerks stattfinden. In diesem Rahmen kann auch eine Vernetzung der Clownsarmygruppen aus anderen Ländern stattfinden. Auch dies kann und soll diskutiert und vorbereitet werden. Infos zum Camp: www.camp06.org ...bis in Hannover! -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org ================================================== 12 Freispruch in Sachen Online-Demo gegen Lufthansa AG Redaktion der So oder So ================================================== Redaktion So Oder So -die Libertad!-Zeitung- http://www.sooderso.de Libertad!-Presseerklärung, 01.06.2006 Freispruch in Sachen Online-Demo gegen Lufthansa AG Also doch: online protest is not a crime Am 1. Juli 2005 wurde ein Aktivist der bundesweiten Initiative Libertad! wegen Nötigung vom Amtsgericht Frankfurt unter Vorsitz der Richterin Bettina Wild verurteilt. Hintergrund war der erste Prozess überhaupt in Deutschland wegen einer Online-Demo, die am 20. Juni 2001 gegen die Deutsche Lufthansa AG stattfand. Rund 13.000 Menschen demonstrierten damals zu einem öffentlich angekündigten Zeitpunkt auf dem Internetportal der Lufthansa, um gegen das Deportation Business und die menschenverachtende Abschiebepraxis zu protestieren. Dieses Urteil wurde jetzt mit Beschluss (1 Ss 319/05) vom 22. Mai 2006 durch den 1. Strafsenat des Oberlandesgerichts Frankfurt wegen Verletzung bestehender Gesetze kassiert und der Angeklagte freigesprochen. Das Fazit ist deutlich: Online-Demos sind keine Gewalt, keine Nötigung, keine "Drohung mit einem empfindlichen Übel", keine "Datenveränderung"; auch eine Verurteilung als Ordnungswidrigkeit käme nicht in Betracht. Eine Ohrfeige für das Amtsgericht. Ausführlich geht das OLG auf den ausufernden Gewaltbegriff im Urteil der Amtsrichterin ein und nimmt es regelrecht auseinander. Das OLG stellt fest, dass die Online-Demo auf die Meinungsbeeinflussung zielte. Damit wird nach fünf Jahren die Position von Libertad! bestätigt: Auch das Internet ist ein Ort für Proteste und Demonstrationen. Das hätten Polizei und Justiz tatsächlich einfacher haben können. Stattdessen erklärten schon vor der Online-Demo Bundesjustizministerium und Verfassungsschutz die Aktion für rechtswidrig, sprachen sogar von Computersabotage. Danach ermittelte vier Jahre lang der Staatsschutz, es gab unangenehme Hausdurchsuchungen inklusive der Beschlagnahmung unserer Rechner und der damit einhergehenden Behinderung unserer Arbeit. Zu guter Letzt wurde einer unserer Aktivisten mit einer haarsträubenden Urteilsbegründung verurteilt. Verkürzt gesagt: Der Mausklick war Gewalt. Angesichts dieser juristischen Gewaltspirale wird der Vergleich mit "dem Auslösen des Abzugs an einer Waffe" zurückgewiesen und festgestellt, dass "die bloße Muskelinervation" des Mausklicks und der "auf die Taste gesenkte Finger" keine Gewalt und keine Drohung ist. Libertad! hatte zum Prozess die Kampagne "free online protest" gestartet, um die Meinungs- und Versammlungsfreiheit im Internet zu verteidigen. Aus diesen grundsätzlichen Erwägungen hatte auch der Angeklagte die Sprungrevision eingelegt. Das Internet ist trotz seiner Virtualität ein realer öffentlicher Raum. Wo schmutzige Geschäfte gemacht werden, dort kann und muss man auch dagegen protestieren. Seit den Hausdurchsuchungen im Oktober 2001 nutzte Libertad! das Strafverfahren um in der Öffentlichkeit, aber auch vor Gericht das Internet als Raum für politischen Protest zu verteidigen, was uns auch Dank des Interesses und der Unterstützung vieler gelungen ist. Doch so wichtig die Verteidigung der Meinungs- und Versammlungsfreiheit im Internet ist, sollten wir darüber nicht vergessen, dass die Online-Demo gegen die Lufthansa ein konkretes Ziel verfolgte. Und da ist die Bilanz trotz ständiger Proteste und Widerstände immer noch sehr ernüchternd. Mehr als 20.000 Menschen werden jährlich gewaltsam aus Deutschland abgeschoben, während gleichzeitig die Festung Europa mit Lagern, Stacheldraht, Polizei- und Militäreinsätzen ausgebaut wird. Eine Politik, die Jahr für Jahr Hunderte von Toten fordert. Eine menschen- verachtende Politik, die nur durch die Anstrengung vieler Gruppen, Initiativen und Organisationen europaweit zurückgedrängt und gestoppt werden kann. Libertad! ist eine bundesweite Initiative, die es ernst meint mit Solidarität und Menschenrechte und sich im Zusammenhang der weltweiten Kämpfe um Lebensbedingungen und Emanzipation begreift. Aktuell beteiligen wir uns an der Mobilisierung gegen den G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm. Letzte Woche haben wir ein Diskussionspapier veröffentlicht, das den "Krieg gegen Terror" und die damit zusammenhängende neue Qualität von Folter, Lager und Rechtlosigkeit thematisiert; auf der Suche nach einer Praxis, die eingreift und mobilisiert. Dafür war für uns die Online-Demo immer ein Beispiel. Hans-Peter Kartenberg Für Interviews und Nachfragen: 0179 - 376 48 12 - pdf-Version der Presseerklärung: http://www.libertad.de/service/downloads/pdf/pe010606.pdf - pdf-Version des OLG-Beschluss vom 22.05.06: http://www.libertad.de/service/downloads/pdf/olg220506.pdf - http://www.libertad.de/online-demo -- Free all political prisoners in the world Kampagne für internationale Zusammenarbeit und Solidarität Libertad! Falkstr. 74 60487 Frankfurt Tel.: 069-79202750 Fax: 069-79201774 eMail: kampagne at libertad.de http://www.libertad.de Bankverbindung: Libertad! KNr: 80 200 68 500, GLS Gemeinschaftsbank eG (BLZ 430 609 67) ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 13 Malmoe Heft 32 MALMOE ================================================== Soeben erschienen: MALMOE Heft 32 Mit: Partizipation&Herrschaft, Italo Pop Zombies, Hype um den Lager-Begriff, MigrantInnen und freie Medien, Fußballreflexion, Integrationsunwilligkeit in Bild und Text u.v.a.m. Abos: 10 Euro (fuer 5 Ausgaben) oder 35 Euro (fuer 20 Ausgaben): redaktion at malmoe.org ************************************* MALMOE Sensationsjournalismus fuer Fortgeschrittene http://www.malmoe.org redaktion at malmoe.org ************************************* ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ D) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: Zwei veraltete Ankündigungen, ein m.E. nicht widerstandsrelevanter Beitrag. Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 20:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ _______________________________________________ From analle at no-racism.net Wed Jun 7 05:38:12 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Tue, 6 Jun 2006 23:38:12 -0400 Subject: widerst@nd mund: Mittwoch, 7. Juni 2006 Message-ID: <266623293.20060606233812@nessizius.com> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund Mittwoch, 7. Juni 2006 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 8.6.: Speakerscorner: Club slowen.StudentInnen zu Kärntner Ortstafeln/Demotermine Von: August Faschang ================================================ 02 REVOLUTION - Schulstreik und Großdemonstration am 21. Juni wenn Bush zum EU-USA-Gipfel nach Wien kommt Von: ASt-LFI ================================================ 03 AT: Reisepass: Willkommen im Hochsicherheitsland Von: "q/depesche" ================================================ 04 Offener Brief für Peter Handke Von: Stadt Theater Wien_Mertin/Büchel ================================================ ================================================ ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE ================================================ ================================================ 05 Irakisch-Kurdistan ist anders [18:25 - 18:55 auf Ö1 bzw. auf http://oe1.orf.at/ live-stream] Von: WADI Austria ================================================ 06 08.06.06: Sexuelle Orientierung-Zur Lage eines Menschenrechts in Österreich Von: Rechtskomitee LAMBDA ================================================ 07 Migration: Normalität der Ungleichheit? Confronting Inequalities! 8. Juni, 19 Uhr Von: remapping Mozart ================================================ 08 veranstaltungshinweis Von: gangart ================================================ 09 Pressekonferenz Klub slowenischer StudentInne in Wien Von: odbor KSSSD ================================================ 10 BILDTEIL.VERORTET 8. - 10. 6. 2006 Von: Initiative Minderheiten Newsletter ================================================ 11 Regenbogen-Parade 2006: Wiens Straßenbahnen zeigen Flagge Von: Homosexuelle Initiative Wien ================================================ 12 Termine BRD & Wien Von: Café Critique ================================================ 13 neue ausgabe transversal: under translation Von: eipcp ================================================ ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ 14 Klare Absage an rechtspopulistische Stimmungsmache im Wahlkampf Von: Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen ================================================ 15 Widerruf in der Sache Walter Tancsits Von: Homosexuelle Initiative Wien ================================================ 16 Neumarkt/Ehrung/Protest/SJ/KPÖ Von: KPÖ Steiermark ================================================ ================================================ INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ================================================ ================================================ 17 Finanzwebsite über Mine Grasberg in Westpapua Von: westpapua at gmx.net ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 8.6.: Speakerscorner:Club slowen.StudentInnen zu Kärntner Ortstafeln/Demotermine Von: August Faschang ================================================ Liebe Leute! ++++++++1) 8.6.:SPEAKERSCORNER: CLUB DER SLOWENISCHEN STUDENTINNEN ZU ORTSTAFELN&DEMO AM 10.6. ++++++++2) VIER DEMOTERMINE ++++++++1) 8.6.:SPEAKERSCORNER: CLUB DER SLOWENISCHEN STUDENTINNEN ZU ORTSTAFELN&DEMO AM 10.6. Auch am DONNERSTAG (8.6.) gibt es zusätzlich zur wöchentlichen Mahnwache gegen Schwarzblauorange vor dem Kanzleramt wieder einen SPEAKERSCORNER, diesmal mit einem oder mehreren Mitglieder des CLUBs DER SLOWENISCHEN STUDENTINNEN IN WIEN zum permanenten ORTSTAFEL-VERFASSUNGSBRUCH in Kärnten. Seit 2001 gibt es mehrere Urteile des Verfassungsgerichtshofs und seither setzt sich die schwarzblauorange Koalition darüber hinweg. Leben wir in einem Rechtsstaat oder unter der Willkürherrschaft von Haider und Schüssel? Wie ist die Situation in Kärnten zu erklären? Was ist einzufordern? Es wäre schön, wenn möglichst viele am Donnerstag die Gelegenheit nützen würden, sich zu informieren und mit VerteterInnen der slowenischen Minderheit zu diskutieren! Und es wäre schön, wenn am Samstag möglichst viele die Solidaritätsdemonstration für die Minderheit zum Bundeskanzleramt unterstützen würden! Der Aufruftext zur Demo ist weiter unten. Treffpunkt für den Donnerstagsspeakerscorner ist um 19Uhr45 Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz, Beginn 20Uhr. Und danach sind wieder alle Teilnehmerinnen im Stammlokal in der Neustiftgasse willkommen! Und wie jeden Donnerstag gibt es schon ab 17Uhr die WIDERSTANDSLESUNG (Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz). AUFRUFTEXT FÜR DIE SOLIDARITÄTSDEMO FÜR DIE SLOWENISCHE MINDERHEIT: Solidaritätskundgebung für die slowenische Minderheit in Kärnten Seit Jahren treiben PolitikerInnen und »heimattreue« Verbände Kärntens auf dem Rücken der slowenischen Minderheit ihre machtpolitischen Spielchen. Provozieren sogar den Rechtsstaat - missachten Entscheidungen des Verfassungsgerichtshofes. Die längst überfällige Erfüllung des Artikel 7/Clen 7 - im Besonderen die Aufstellung zweisprachiger Ortstafeln - wird hintertrieben. Darf eine aufgehetzte Bevölkerung über die staatsvertraglich garantierten Rechte einer Minderheit abstimmen? Der Klub slowenischer StudentInnen fordert: * Die Aufstellung der fehlenden zweisprachigen topographischen Aufschriften gemäß des VfGh-Erkenntnisses (2001) * Die Anerkennung des Slowenischen als zweite Landessprache * Die Isolierung der minderheitenfeindlichen Organisationen Kärntner Heimatdienst (KHD) und Kärntner Abwehrkämpferbund (KAB) Beim Ortstafelkonflikt geht es um das Sichtbarmachen der slowenischen Sprache - um den Beweis der Existenz der slowenischen Minderheit in Österreich. Die geforderte Umsetzung ihrer Rechte stellt für die deutschsprachige Mehrheitsbevölkerung in keinster Weise auch nur den geringsten Nachteil dar! Der Kampf für die Rechte der Kärntner SlowenenInnen ist zugleich der Kampf für die demokratischen Rechte in Österreich, in Europa, sowie für die Menschenrechte im Allgemeinen! Jede Minderheit braucht zum Überleben die Solidarität der Mehrheit! Wir fordern, was uns dem Gesetz nach zusteht! Wir lehnen faule Kompromiss-Lösungen entschieden ab! Demo am 10. Juni um 14.30 Uhr, Treffpunkt Siebensternplatz (7. Bezirk). Die Demo führt durch die Mariahilferstraße, den Ring, die Kärntnerstraße zum Bundeskanzleramt, wo die Abschlusskundgebung stattfinden wird. ++++++++2) VIER DEMOTERMINE Mittwoch, 7.6., 17Uhr: Kundgebung von Ehe ohne Grenzen vor dem Innenministerium, Herrengasse 7, 1010 Wien. Donnerstag 8.6.: 17Uhr Widerstandslesung, Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz 20Uhr Speakerscorner: Club slowen.StudentInnen zu Kärntner Ortstafeln - siehe oben! Freitag 9.6.: Demo gegen rassistische Polizeigewalt - Treffpunkt um 16Uhr am Westbahnhof, Abschlusskundgebung um 20 Uhr beim Stadtpark (Todesort von Seibane Wague) Samstag 10.6., 14Uhr30: Solidaritätsdemo für die slowenische Minderheit - siehe oben! www.do-speakerscorner.org Weiterverbreitung erwünscht! ligrü Gustl ================================================ 02 REVOLUTION - Schulstreik und Großdemonstration am 21. Juni wenn Bush zum EU-USA-Gipfel nach Wien kommt Von: ASt-LFI ================================================ Schulstreik und Großdemonstration am 21. Juni wenn Bush zum EU-USA-Gipfel nach Wien kommt:„Tage des Widerstandes“ gegen den Aufmarsch der Kriegsverbrecher! Resolution der Aktionskonferenz vom 2. Juni zu den Widerstandsaktionen gegen den Bush-Besuch am 21. Juni (aus: Red Newsletter Nr. 214, Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 5. Juni 2006, www.arbeiterinnenstandpunkt.net) 1. Wir bekräftigen unsere Entschlossenheit zum Widerstand gegen den Besuch des US-amerikanischen Präsidenten anlässlich des EU-USA-Gipfels. Die trotz aller Vertuschungsversuche eben bekannt gewordenen Massaker der amerikanischen Besatzungstruppen in Haditha und Ishaki im Irak beweisen einmal mehr, was imperialistischer Krieg für die betroffenen Völker bedeutet: Terror, Unterdrückung und Armut. Wir werden daher am 21. Juni und in den kommenden Monaten und Jahren weiterhin entschlossen Widerstand gegen die Besatzung im Irak, Afghanistan und in Palästina leisten. Wir werden für breite Aktionen gegen einen drohenden Überfall des US-Imperialismus auf den Iran mobilisieren. Wir solidarisieren uns mit dem Widerstand der unterdrückten Völker – seien es Streiks und Massendemonstrationen auf der Straße oder seien es bewaffnete Widerstandsaktionen gegen die Besatzungstruppen und ihre Helfershelfer (z.B. die Vertreter der Marionetteregierung, der Armee und Polizei). Gleichzeitig verurteilen wir wahllose Terroranschläge gegen die Zivilbevölkerung und lehnen reaktionäre, nationalistische oder islamistische Ideologien und Strömungen ab. Wir treten für eine revolutionäre, internationalistische und sozialistische Bewegung gegen die Besatzung ein. In diesem Sinne bestätigen wir die Resolution der Aktionskonferenz vom 26. April. 2. Unser Strategie konzentriert sich auf die Organisierung der „Tage des Widerstandes“. Dies beinhaltet sowohl Aktionen auf der Straße als auch politische Aufklärung über die Politik der imperialistischen Großmächte, die Widerstandsbewegungen in den unterdrückten Ländern sowie die Antikriegs- und ArbeiterInnenbewegung in Europa und den USA und unsere Alternative. Im konkreten bedeutet dies, daß wir folgende Aktionen organisieren: 3. Ab sofort, d.h. dem 6. Juni, läuft die letzte, heiße Phase der Mobilisierung für die „Tage des Widerstandes“ an. Jetzt gilt es, Aktionskomitees an so vielen Schulen wie möglich aufzubauen und für die Aktionen zu mobilisieren. 4. Am Samstag, 17. Juni, organisieren wir eine politische Veranstaltung, bei der in Arbeitsgruppen und Plenardiskussionen über politische Alternativen zu Krieg und Kapitalismus diskutiert werden soll. Ebenso sollen hierbei die letzten organisatorischen Vorbereitungen für die Aktionen am 21. Juni getroffen werden. 5. In den Tagen darauf werden wir noch einmal massiv in den Schulen und auf der Straße für den 21. Juni mobilisieren. 6. Am Mittwoch, 21. Juni, ist der Große Schulstreik gegen den Bush-Besuch! REVOLUTION und zahlreiche Aktionskomitees rufen auf, sich um 9.00 am Westbahnhof zu versammeln. In der Früh organisieren wir den Streik vor bzw. in den Schulen und bringen dann so viele SchülerInnen wie möglich zum allgemeinen Treffpunkt am Westbahnhof. Von dort ziehen wir dann in die Innenstadt, wo sich Bush und seine Kriegstreiber-Freunde versammeln. 7. Nach einer Verschnaufpause versammeln wir uns am gleichen Tag, dem 21. Juni, um 17.00 wiederum beim Westbahnhof, wo das Bündnis BUSH GO HOME sich zu einer Großdemonstration versammelt. 8. Obwohl die SJ-Spitzenfunktionäre und andere sozialdemokratische Organisationen bislang eine Zusammenarbeit zwecks gemeinsamer Organisierung des Streiks und der Großdemonstration ablehnten, werden wir weiterhin versuchen, sie anzusprechen und für ein gemeinsames Vorgehen am 21. Juni zu gewinnen. Unsere positive Zusammenarbeit mit einzelnen Gruppen an der Basis der SJ werden wir ebenso fortsetzen wie mit den zahlreichen österreichischen, türkischen, kurdischen und arabischen Organisationen im BUSH GO HOME-Bündnis. 9. Wir werden alles daran setzen, damit Wien am 21. Juni eine Anti-Bush-Stadt wird und die Weltöffentlichkeit sieht, daß die Jugend in Österreich gegen Krieg und Besatzung auf die Straße geht. 10. Bei der REVOLUTION-Konferenz am 29. Juni werden wir eine Bilanz unserer Arbeit ziehen und die nächsten Schritte planen. Klar ist, daß kapitalistische Ausbeutung und imperialistischer Krieg nicht durch einmalige Demonstrationen und Schulstreiks aus der Welt geschaffen werden können. Dazu bedarf es eines langen Kampfes für die Revolution und eine gerechte, sozialistische Gesellschaft weltweit. Zu diesem Zweck werden wir uns zusammenschließen und gemeinsam und organisiert für die Befreiung kämpfen! ================================================ ================================================ 03 AT: Reisepass: Willkommen im Hochsicherheitsland Von: "q/depesche" ================================================ Reisepass: Willkommen im Hochsicherheitsland q/depesche 2006-06-02T16:28:32 AT: Reisepass: Willkommen im Hochsicherheitsland Bis zuletzt visierte das Innenministerium den 6.Juni.2006 als Erscheinungsdatum des neuen "Hochsicherheitspasses" (Eigendefinition Innenministerium) an. Wenn das Datum hält, hat man nur noch wenige Tage Zeit, einen alten Biometrie- und Funklosen Pass zu beantragen. Dieser erlaubt die nächsten 10 Jahre das biometrielose Reisen in alle Staaten der Welt (mit Ausnahme der USA). Viele europäische Staaten akzeptieren den Pass sogar noch 15 Jahre. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Vorsicht Falle Der neue 'alte' Reisepass ist eine Angelegenheit von 15 Minuten: 2 Passfotos, 69,- Euro für die Gebühren und der bishereige Reisepass werden beim Magistrat bzw der Bezirkshauptmannschaft vorgelegt, der Pass gleich vorort gefertigt. Der Vorgang heißt im Verwaltungsdeutsch "Neuausstellung". Das Angebot einer gratis Verlängerung bis Jahresende sollte man unbedingt ausschlagen: Es handelt sich um ein Lockangebot, welches die Verbreitung der "Hochsicherheitspässe" Anfang 2007 garantiert. Nachteile bei USA Reisen - Warum der Chip wichtiger ist, als die Sicherheit der Bürger Der Biometrielose Pass ist damit bis zu seinem Laufzeitende für alle Staaten der Welt gültig. Nur die USA verlangt ab Ende Oktober 2007 einen biometrischen Reisepass oder ein Visum. Beides kann beantragt werden, ohne dass das bisherige biometrielose Reisedokument an Gültigkeit verliert. Bis Ende des Jahres sind auch s.g. "Fotovignetten" gültig. Spion in der Westentasche Im Umschlag der "Hochsicherheitspässe" ist ein RFID-Chip mit einer hauchdünnen Antenne eingelassen. Dieser kann kontaktlos ausgelesen werden. Der Standard ist zwar nur für wenige Dezimeter spezifiziert, es gab jedoch schon Demonstrationen mit aufgebohrten Lesegeräte auf mehrere Meter Entfernung. So wird der Hochsicherheitspass zum Hochsicherheits/spaß. Gespeichert werden neben den persönlichen Daten auch biometrische Daten. Vorerst nur ein Bild des Inhabers, ab nächsten Jahr sollen Länderspezifisch weitere Merkmale wie Fingerabdrücke und Irisscans. Zur automatisationsgestützen Auswertung der Fotos (zb der Suche in Videoaufnahmen, Biometrische Erkennung, etc) wurden die Fotobestimmungen verschärft - mehr in der Linkliste unten. Noch nicht überrall eingeführt, schon geknackt Nach dem Aufschrei von Datenschützern wurde folgende Regelung eingeführt: der Chip gibt sensible Daten erst nach Übermittlung eines Zahlencodes frei, der sich aus Daten der MRZ (Machine Readable Zone) zusammensetzt: zb: der Reisepassnummer, dem Ausstellungsdatum und dem Geburtsdatum der Person. Holländische Sicherheitsexperten stellten bereits im Sommer 2005 die gröbsten Mängel bloß: Der Bereich der möglichen Schlüssel lässt sich durch mathematische Methoden und geschicktes Raten soweit eingrenzen, dass ein durchschnittlicher PC nur noch wenige Minuten zum Knacken braucht. Einige der Tricks: Die Reisepassnummer wird meist sequenziell vergeben und ist linear abhängig vom Ausstellungsdatum. Weiters beinhaltet die Reisepassnummer eine Checksumme, und das Ausstellungsdatum kann nicht weiter zurückliegen als die allgemeine Gültigkeitsdauer. Das Alter des Passinhabers kann über Sichtkontakt leicht auf wenige Jahre eingegrenzt werden. Der S/pass geht weiter Die quintessenz ist auf der Suche nach MIFARE Lesegeräten und nach der Vollversion der ICAO 9303 Papiere. Spendeneingabe in Dokumentenform: http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100002269 -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Wo der biometrielose Reisepass noch 15 Jahre gültig ist http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100003455 Neuer Pass macht Missbrauch leicht http://oe1.orf.at/inforadio/58851.html Funkchips mit Verschlüsselung - aber nicht alles http://64.233.183.104/search?q=cache:UkfHjo0Jb5oJ:futurezone.orf.at/futurezone.orf%3Fread%3Ddetail%26id%3D259564%26tmp%3D88706+mifare+futurezone&hl=en&ct=clnk&cd=2& Passbild Bestimmungen in .at http://www.passbildkriterien.at/oesterreich_neu.html Machine Readable Zone - in veränderter Form bereits jetzt vorhanden. http://www.highprogrammer.com/alan/numbers/mrp.html Allgemeines zur Reisepassausstellung in AT http://www.help.gv.at/Content.Node/2/Seite.020900.html#Ausreise ACLU Kritik fuehrt zu Designaenderung bei RFID Reisepass http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100003221 Auch US-State Deparment möchte Abschirmung für RFID-Pässe einführen http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100003119 Pass-RFIDS: Mit HF analog verblasbar http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100003108 Biometrie: "Face Scans" als "Kompromiss" http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100002654 - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- relayed by Mac Gyver - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Online Version: http://quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100003616 quintessenz is powered by http://www.onstage.at subscribe/unsubscribe/digest http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe comments to depesche at quintessenz.org ================================================ 04 Offener Brief f ü r Peter Handke Von: Stadt Theater Wien_Mertin/Büchel ================================================ ------ Weitergeleitete Nachricht Von: ernst binder Datum: Tue, 6 Jun 2006 03:37:49 +0200 Betreff: Offener Brief für Peter Handke Graz, 5. Mai 2006 FÜR PETER HANDKE Wer alles plötzlich aus seinem Schrebergartenhäuschen tritt, und sich bemüßigt fühlt, über Peter Handke zu Gericht zu sitzen! Es erstaunt und es erschreckt mich gleichermaßen. Wie es sich plustert! Und welch ein morgendliches Krächzen durch den Zeitungswald! Ich bin dankbar, dass einer den Finger in die Wunde gelegt. Es stimmt mich traurig, dass die Chance vertan wird, das Schweigen zu durchbrechen, das diesen Landstrich Jugoslawien schein-befriedet und seine Toten demütigt, bevor noch Gras über die Gräber gewachsen. Angesichts dieser unter dem Mäntelchen der Gerechtigkeit stattfindenden Treibjagd auf Peter Handke fehlte nur noch, dass einer daherkäme und sagte: Im Zweifel für den Angeklagten. Dann entlarvte sich diese moralinsaure Anteilnahme am Schicksal des Vielvölkerstaates endgültig als das, was sie ist: Eitle Selbst- und Nabelschau und Wichtigtuerei! Ernst M. Binder Regisseur ------ Ende der weitergeleiteten Nachricht ================================================ ================================================ ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE ================================================ ================================================ 05 Irakisch-Kurdistan ist anders [18:25 - 18:55 auf Ö1 bzw. auf http://oe1.orf.at/ live-stream] Von: WADI Austria ================================================ http://oe1.orf.at/highlights/59244.html Im kurdischen Norden Iraks entwickelt sich eine eigene Gesellschaft mit Ansätzen echter Demokratie. Irakisch-Kurdistan ist anders Iraks Norden: eine Explosion der anderen Art Seit 1991 stehen die kurdischen Gebiete unter autonomer Verwaltung. Internationaler Schutz entzog sie weitgehend der Kontrolle der Saddam-Diktatur. Nicht zuletzt deshalb ist das Autonomiegebiet in sozialer, ökonomischer und politischer Hinsicht die weitest entwickelte Region des Irak. Auch die Sicherheitslage ist hier am besten. Einheitliche kurdische Verwaltung Die Ansätze echter Demokratie sind im kurdischen Norden Iraks nicht zu übersehen. Seit Ende Jänner 2006 existiert dort nach Jahren getrennter Herrschaftsgebiete der beiden großen Parteien PUK und KDP ein einheitliches kurdisches Parlament. Anfang Mai begann die Koalitionsregierung auch damit, die beiden separaten Verwaltungsgebiete zusammenzulegen. Dennoch regt sich Protest. Viele Kurden haben die Klientelwirtschaft der beiden dominanten Parteien satt. Islamistische Parteien sind im Aufwind. Ismail Diaf ist nach zwölf Jahren Exil in Deutschland in den kurdischen Nordirak zurückgekehrt. Seine Heimatstadt Suleymaniah erkannte er kaum wieder. Das historisch bedeutende Zentrum des Handels mit dem Iran gleicht einer riesigen Baustelle: "Was hier passiert, ist wie eine Explosion. Unter dem Saddam-Regime ist hier über Jahrzehnte nichts gebaut worden, keine Straße, kein Haus, keine Schule, nichts.“ Eine ganze Stadt als Baustelle Seit dem Sturz des Diktators schießen neue Wohnviertel, Geschäfts- und Bürogebäude aus dem Boden. Als ausgebildeter Installateur war Diaf ein gefragter Mann in seiner Heimat. Arbeit fand sich schnell, eine eigene Firma war bald gegründet. Aufträge habe er jede Menge, lacht er und zeigt auf die zahlreichen Baustellen in der Straße. Von Anschlägen und Entführungen blieb die Region bisher fast gänzlich verschont. Naushirwan Mistefa Emin, Vize-Chef der PUK, der Patriotischen Union Kurdistans, sagt nicht ohne Stolz: "Unser Sicherheitsapparat ist gut organisiert. Und die Bevölkerung arbeitet eng mit der Polizei zusammen. Terroristen gibt es bei uns keine.“ Von einer eigenständigen Wirtschaft kann allerdings noch keine Rede sein. Die allermeisten Bauten werden von türkischen Unternehmen ausgeführt, und die Baumaterialien sind - wie fast alles, was in den Regalen der Supermärkte steht - Importware. Wer Benzin will, ist noch häufig auf den Schwarzmarkt angewiesen. "Wir sind eine Gesellschaft von Konsumenten, wir produzieren nichts, wir konsumieren nur“, klagt Albert Issa, Politologe an der Universität in Suleymaniah: "Sogar der Tee kommt aus dem Iran, das Mehl aus Australien.“ Investoren gesucht Was der Wirtschaft im Nordirak neben Transparenz fehlt - die Klage über Korruption ist allgegenwärtig -, ist ein produktiver Sektor. Saddam Hussein ließ etwa 4.500 kurdische Siedlungen zerstören, samt Landwirtschaft und Fabriken. "Wir haben nichts. Das Baath-Regime degradierte uns von Produzenten zu Konsumenten; Bagdad wollte uns abhängig halten“, sagt Albert Issa. Die Regionalregierung will nun Investoren mit günstigen Konditionen locken, erklärt Emin: "Jeder Investor, der zu uns kommt, zahlt fünf Jahre lang keine Steuern. Er kann das Kapital frei hierher transferieren, und wir stellen Land, Wachpersonal und alle nötigen Einrichtungen zur Verfügung.“ Noch langer Weg im Kampf um Freiheit Die Freude über die neue Einheit der kurdischen Verwaltung ist nicht ungeteilt. Unabhängige Journalisten befürchten, dass ihre Arbeit noch schwieriger wird: "Bisher war es möglich von der KDP Informationen über die PUK zu erhalten und umgekehrt. Nun dürfte auch das wegfallen. Es droht null Transparenz“, meint etwa Mariwan Hama Rasheed vom Intitute for War and Peace Reporting. Politiker würden aufmüpfige Journalisten der Zeitschriften Hawlati, Awena oder Beyani zudem mit Klagen eindecken. Auch Gewalt gegen unliebsame Reporter habe es gegeben. Von diesem Konflikt um Pressefreiheit und dem freien Zugang zu Information abgesehen, gibt es aber auch noch immer traditionelle und religiöse Strukturen, die vor allem Frauen daran hindern, sich offen an der gesellschaftlichen Entwicklung zu beteiligen. Gewalt wegen "Verletzung der familiären Ehre“, Genitalverstümmelung und Restriktionen beim Zugang zu Bildung seien nach wie vor verbreitet, berichtet die deutsch-österreichische Hilfsorganisation Wadi. Die Versuche, politische, soziale und religiöse Bevormundung zu hinterfragen und zu überwinden, seien erst im Anfangsstadium, aber es gebe sie: unabhängige Radiostationen, Frauenhäuser und Kampagnen gegen genitale Verstümmelung. Text: Peter Pirker und Jutta Sommerbauer Hör-Tipp Journal-Panorama, Dienstag, 6. Juni, 18:25 Uhr Download-Tipp Ö1 Club-DownloadabonenntInnen können die Sendung nach der Ausstrahlung 30 Tage lang im Download-Bereich herunterladen. Link Wadi Austria - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.atwebsite: www.wadinet.atTel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen:www.wadinet.at ================================================ ================================================ 06 08.06.06: Sexuelle Orientierung-Zur Lage eines Menschenrechts in Österreich Von: Rechtskomitee LAMBDA ================================================ Sexuelle Orientierung Zur Lage eines Menschenrechts in Österreich Donnerstag, 08. Juni 2006 (17.00) Gastvortrag von Dr. Helmut GRAUPNER Universität Innsbruck Hörsaal 5 des Baus der Geisteswissenschaftlichen Fakultäten, Innrain 52 Obwohl einst das erste Land der Welt, das die Todesstrafe für homosexuelle Kontakte aufgehoben hat, gehört Österreich zu jenen Ländern Europas, die am längsten an der Strafverfolgung festgehalten haben. Nicht einmal vier Jahre ist es her, dass das letzte anti-homosexuelle Sonderstrafgesetz gefallen ist. Seither erzielten Fortschritten, wie Diskriminierungsschutz am Arbeitsplatz und Gleichstellung homosexueller Paare in einzelnen Teilbereichen, stehen nach wie vor erhebliche Defizite und Ungleichbehandlungen gegenüber. So wurden die Opfer der Sonderstrafgesetze bis heute nicht rehabilitiert, fehlt über weite Strecken ein wirksamer Diskriminierungsschutz ausserhalb der Arbeitswelt und ist gleichgeschlechtlichen Paaren nach wie vor die Ehe verboten. Die aktuelle Position homo- und bisexueller Frauen und Männer in der österreichischen Gesetzgebung und Judikatur darzustellen und, unter Einbeziehung jüngster Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, zu analysieren, ist Gegenstand dieses Vortrags. Dr. Helmut Graupner ist Rechtsanwalt in Wien, Präsident des Rechtskomitees LAMBDA (RKL), Co-Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Sexualforschung (ÖGS), Sprecher der Plattform gegen § 209 sowie Vice-President for Europe der International Lesbian and Gay Law Association (ILGLaw). Mitglied der European Commission of Sexual Orientation Law (ECSOL). ================================================ 07 Migration: Normalität der Ungleichheit? Confronting Inequalities! 8. Juni, 19 Uhr Von: remapping Mozart ================================================ VERBORGENE GESCHICHTE/N – REMAPPING MOZART Konfiguration II: Frisch zum Kampfe! Frisch zum Streite! (1) Donnerstag, 8. Juni 2006, 19 Uhr MIGRATION: NORMALITÄT DER UNGLEICHHEIT? CONFRONTING INEQUALITIES! Diskussion & Präsentation des gleichnamigen Kurswechsel 2/2006 Galerie Vor Ort, Wohlmutstraße 14-16, 1020 Wien Freier Eintritt Migration und gesellschaftliche Ungleichheit scheinen untrennbar miteinander verbunden zu sein. Die aktuelle Kurswechsel-Ausgabe nimmt die Produktion sozialer Ungleichheiten im Kontext von Migration als Anlass, um deren verfestigte „Normalität“ zu hinterfragen und anzugreifen. Den Ausgangspunkt für die Podiumsdiskussion bilden daher migrantische Taktiken, die Ungleichheiten konfrontieren und selbstbestimmte Gegen-Normalitäten entwerfen. In Opposition zum Tenor einer „gelungenen Integration“ sollen widerständige Praktiken rund um soziale Ressourcen, deren Möglichkeiten und Dilemmata zu Disposition gestellt werden. Am Podium: Manuela Bojad?ijev (Research Fellow – “Transit Migration”, Uni Frankfurt) Ljubomir Bratic (Mitkurator „remapping mozart“, Wien) Katharina Brizic (Sprachwissenschaftlerin, Uni Wien) Luzenir Caixeta (maiz - Autonomes Integrationszentrum von & für Migrantinnen, Linz) Assimina Gouma und Bettina Haidinger (Kurswechsel Redakteurinnen, IHS Wien) Kurswechsel ist die Zeitschrift des Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen, www.beigewum.at (2) Samstag, 10. Juni 2006, 20 Uur DIE REVOLUTION FILMEN IV Café Apartment 02, Obermüllnerstraße 2/c/6, 1020 Wien Freier Eintritt Film: *Week End* Jean-Luc Godard, F/I 1967, 99 Min., frz. OF mit engl. Untertiteln, DVD Ein Pariser Mauerspruch verkündete im Mai ’68: „Ein einziges nichtrevolutionäres Wochenende ist unendlich viel blutiger als ein Monat permanenter Revolution.“ Godards Week Endist die verstörende Illustration dieses Slogans: Freiheit ist die Freiheit der Autofahrer, Gleichheit die der Waren, Brüderlichkeit kaum eine Erinnerung mehr. Zwischen Autounfällen erklingt die Klavier-Sonate in D-Dur (KV 576) von Mozart (dem „Goldstandard der Komponisten“, Kaja Silverman) aus dem revolutionären Jahr 1789. „Ein Film verirrt im Kosmos“, „gefunden auf dem Schrotthaufen“ lauten die ersten Zwischentitel, „Ende der Geschichte. Ende des Kinos“ die letzten dieses Films, in dem Godard sein Kino der Nouvelle Vague an die Wand fährt. VERBORGENE GESCHICHTE/N – REMAPPING MOZART Ein Ausstellungsprojekt in vier Konfigurationen KONFIGURATION II: FRISCH ZUM KAMPFE! FRISCH ZUM STREITE! Ein Projekt im Stuwerviertel über Normierung, Rebellion und Ausschlüsse kuratiert von Ljubomir Bratic und Nora Sternfeld Dauer 4. Mai – 11. Juni 2006 Ort: Mokereistraße 2/ Max-Winterplatz 17, 1020 Wien www.remappingmozart.mur.at ___ verborgene geschichte/n - remapping mozart gumpendorferstr. 15/13, 1060 wien t: 01 - 58 61 249 - 15 f: 01 - 58 68 217 m: 0699 - 81 98 45 51 www.remapping.mozart.at _______________________________________________ Widerstand mailing list Widerstand at no-racism.net http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/widerstand ================================================ ================================================ 08 veranstaltungshinweis Von: gangart ================================================ BILDTEIL.VERORTET Medien und die Spatialisierung sozialer Handlungen Videos und Vorträge 8. - 10. Juni 2006 Zentralsparkasse Favoritenstrasse Favoritenstrasse 118, A - 1100 Wien U1, Station Keplerplatz Medienwerkstatt Wien, in Kooperation mit Universität für angewandte Kunst Wien / Medientheorie kuratiert von gangart Die Geographie der industriellen Formationen wird sukzessive von einer anders konnotierten überlagert, der Geographie der Infrastrukturen, des Verkehrs, des Handels, des Tourismus. Sie erfasst auch die Verschiebung zweier ihrer konstitutiven Komponenten. Einerseits verändert sich in Folge von neuen Arbeits- und Produktionsbedingungen die Raum/Zeit-Wahrnehmung, da die private die (präkarisierte) Arbeitssphäre absorbiert; und andererseits generiert die globale Ökonomisierung räumlicher Ressourcen eine faktische Transformation des Territoriums, des physischen und gebauten Raumes. Bildteil.verortet fokussiert mit den vorgestellten Videobeiträgen und Vorträgen auf die Wechselwirkung beider Aspekte, der Raumwahrnehmung und der Raumproduktion. Medienarbeiten und Diskurs thematisieren, wie Gesellschaften ihre Territorien hinsichtlich Ökonomie, Sicherheit, Strategie und Lebensunterhalt produzieren und organisieren, und reflektieren die nivellierende und indifferente Normierung, die Logik der Logistik. Ort der Veranstaltungen ist die Zentralsparkasse Favoriten von Günther Domenig (Planungsbeginn: 1973, Ausführung: 1975 – 1979), das bedeutendste Werk der frühen "Grazer Schule", dessen Neunutzung zur Zeit debattiert wird. DO 8. JUNI 2006, 19.30 // BILDTEIL ZUR SOZIALEN SICHERHEIT: ARBEIT UND DIE LOGIK DER LOGISTIK VORTRAG: SERGIO BOLOGNA VIDEOBEITRÄGE: LAURA HORELLI // DARIUSZ KOWALSKI // KAMEN STOYANOV MODERATION: VANESSA REDAK FR 9. JUNI 2006, 19.30 // BILDTEIL ZU AUSWÄRTIGEN ANGELEGENHEITEN: MEDIENTERRITORIUM NAHOST PRÄSENTATIONEN: RASHID MASHARAWI // THOMAS EDLINGER VIDEOBEITRÄGE: STEFANIE WUSCHITZ // RASHID MASHARAWI MODERATION: DANA CHARKASI SA 10. JUNI 2006, 19.30 // BILDTEIL ZU INNEREN ANGELEGENHEITEN: ANEIGNUNG / ENTEIGNUNG VIDEOBEITRÄGE: ELISABETH GUGGENBERGER | HELMUT VOITL // MANFRED NEUWIRTH http://www.gangart.org/bildteilweb/bildteiltitel.htm http://www.medienwerkstatt-wien.at http://www.dieangewandte.at ================================================ 09 Pressekonferenz Klub slowenischer StudentInne in Wien Von: odbor KSSSD ================================================ Pressekonferenz: Klub slowenischer Studentinnen und Studenten in Wien INFORMATION: am 7.6.2006, um 10.00 Uhr, hält der Klub slowenischer Studentinnen und Studenten in Wien eine Pressekonferenz im Cafe Rathaus, Landesgerichtsstraße 5, anlässlich der Solidaritätskundgebung für die slowenische Minderheit in Kärnten ab. Weiters gibt es eine Stellungnahme zur aktuellen Ortstafel-Topographieverordnung des Bundeskanzlersamtes. Recht herzlich eingeladen, KS??D Weitere Informationen siehe: http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20060530_OTS0194&ch=politik www.ksssd.org Rückfrage: Ilja Messner 0699/10384888 Tiskovna konferenca: Klub slovenskih ?tudentk in ?tudentov na Dunaju Informacija: 7.6.2006, ob 10.00 uri, prireja Klub slovenskih ?tudentk in ?tudentov na Dunaju tiskovno konferenco v kavarni Cafe Rathaus, v Landesgerichtsstrasse 5, ob priliki demonstracije za izpolnitev avstrijske dr?avne pogodbe. Poleg tega bo KS??D zavzel stali?ce k aktualni uredbi glede topografskih napisov od urada zveznega kanclerja. Prisrcno vabljeni, KS??D Dodatne informacije: http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20060530_OTS0194&ch=politik www.ksssd.org -- KSSSD Mondscheingasse 11 1070 Wien/Dunaj tel/fax: +43 (0)1 5264667 e-mail: ksssd at gmx.net www.ksssd.org Der GMX SmartSurfer hilft bis zu 70% Ihrer Onlinekosten zu sparen! 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Einerseits verändert sich in Folge von neuen Arbeits- und Produktionsbedingungen die Raum/Zeit-Wahrnehmung, da die private die (präkarisierte) Arbeitssphäre absorbiert; und andererseits generiert die globale Ökonomisierung räumlicher Ressourcen eine faktische Transformation des Territoriums, des physischen und gebauten Raumes. Bildteil.verortet fokussiert mit den vorgestellten Videobeiträgen und Vorträgen auf die Wechselwirkung beider Aspekte, der Raumwahrnehmung und der Raumproduktion. Medienarbeiten und Diskurs thematisieren, wie Gesellschaften ihre Territorien hinsichtlich Ökonomie, Sicherheit, Strategie und Lebensunterhalt produzieren und organisieren, und reflektieren die nivellierende und indifferente Normierung, die Logik der Logistik. Ort der Veranstaltungen ist die Zentralsparkasse Favoriten von Günther Domenig (Planungsbeginn: 1973, Ausführung: 1975 – 1979), das bedeutendste Werk der frühen "Grazer Schule", dessen Neunutzung zur Zeit debattiert wird. DO 8. JUNI 2006, 19.30 // BILDTEIL ZUR SOZIALEN SICHERHEIT: ARBEIT UND DIE LOGIK DER LOGISTIK VORTRAG: SERGIO BOLOGNA VIDEOBEITRÄGE: LAURA HORELLI // DARIUSZ KOWALSKI // KAMEN STOYANOV MODERATION: VANESSA REDAK FR 9. JUNI 2006, 19.30 // BILDTEIL ZU AUSWÄRTIGEN ANGELEGENHEITEN: MEDIENTERRITORIUM NAHOST PRÄSENTATIONEN: RASHID MASHARAWI // THOMAS EDLINGER VIDEOBEITRÄGE: STEFANIE WUSCHITZ // RASHID MASHARAWI MODERATION: DANA CHARKASI SA 10. JUNI 2006, 19.30 // BILDTEIL ZU INNEREN ANGELEGENHEITEN: ANEIGNUNG / ENTEIGNUNG VIDEOBEITRÄGE: ELISABETH GUGGENBERGER | HELMUT VOITL // MANFRED NEUWIRTH http://www.gangart.org/bildteilweb/bildteiltitel.htm http://www.medienwerkstatt-wien.at http://www.dieangewandte.at ================================================ 11 Regenbogen-Parade 2006: Wiens Straßenbahnen zeigen Flagge Von: Homosexuelle Initiative Wien ================================================ Regenbogen-Parade 2006: Wiens Straßenbahnen zeigen Flagge Am Samstag, den 1. Juli 2006, findet zum elften Mal die Regenbogen-Parade auf der Wiener Ringstraße statt. Der Zug wird sich wieder "andersrum" vom Stadtpark bis zum Heldenplatz bewegen, wo anschließend eine große Open-Air-Celebration gefeiert wird. Die Wienerinnen und Wiener haben bereits jetzt die Möglichkeit, sich auf diesen großartigen Event einzustimmen. Denn die Kooperation zwischen der HOSI Wien und den Wiener Linien konnte auch dieses Jahr erfolgreich fortgesetzt werden: Ab dieser Woche sind einen Monat lang alle Garnituren der 33 Wiener Straßenbahnlinien mit der Regenbogen-Fahne geschmückt. Nach Europride 2001 und der Jubiläumsparade 2005 findet diese Aktion heuer bereits zum dritten Mal statt. Institutionen, Vereine und Einzelpersonen sind die TrägerInnen dieser Zusammenarbeit: "Wir danken den zahlreichen SpenderInnen, die durch einen Beitrag von 210,- Euro die Patronanz für eine der 33 Straßenbahnlinien übernommen haben", ist HOSI-Wien-Obmann Christian Högl froh über diesen Erfolg. "Ohne sie hätte die Aktion nie finanziert werden können." Zu den PatInnen zählen unter anderem die Wiener Integrationsstadträtin Sonja Weshely, die Abgeordnete zum Nationalrat Ulrike Lunacek, mehrere Gemeinderäte und BezirksvorsteherInnen, SJ und Rote Falken, der Rosa Lila Tip und Okto-TV. Die vollständige Liste sowie alle weiteren Infos rund um die Regenbogen-Parade 2006 sind auf der Homepage www.regenbogenparade.at zu finden. Rückfragehinweis: Philipp Kainz Pressebetreuer Regenbogen-Parade 2006 0650/850 45 76 philipp.kainz at hosiwien.at Barbara Süss Pressebetreuerin Regenbogen-Parade 2006 0650/9091312 barbara.suess at hosiwien.at ================================================ ================================================ 12 Termine BRD & Wien Von: Café Critique ================================================ Termine BRD & Wien 8. 6. 2006 Wien, 20:00 Der Islam als politische Religion - Unterwerfung als Programm? Vortrag von Florian Markl NIG, Universitätsstr. 7, HS III 8. 6. 2006 München Feindaufklärung und Reeducation Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus Buchpräsentation mit Stephan Grigat Büro des Bayerischen Flüchtlingsrates Augsburgerstr. 13, U-bhf. Sendlinger Tor 9. 6. 2006 Nürnberg, 19:30 Feindaufklärung und Reeducation Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus Buchpräsentation mit Stephan Grigat Kuno - Kulturladen Nord, Wurzelbauerstr. 29 10. 6. 2006 Sulzbach-Rosenberg, 19:30 Das Dilemma der israelischen Linken Vortrag von Stephan Grigat Jugendclub Bureau e.V. Hafnersgraben 9 http://www.jugendclub-bureau.de/sites/frameset.html 12. 6. 2006 Wien, 19:30 "Oh Wort, du Wirt, das mir fehlt!" – Schönberg und der Zionismus Vortrag von Gerhard Scheit Arnold Schönberg Center, Palais Fanto Schwarzenbergplatz 6 (Eingang Zaunergasse 1) 13. 6. 2006 Hannover, 20:00 Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus Vortrag von Stephan Grigat Volkshochschule Hannover, Raum 214 Theodor-Lessing-Platz 1 http://www.gegen-antisemitismus.de.vu/ 14. 6. 2006 Bielefeld, 18:00 Feindaufklärung und Reeducation Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus Buchpräsentation mit Stephan Grigat Universität Bielefeld, Raum H14 http://www.realization.info/ 15. 6. 2006 Marburg, 20:00 Israelsolidarität und Kritik der politischen Ökonomie Vortrag von Stephan Grigat Havanna Acht, Lahntor 2 http://www.aae-marburg.de.vu/ 16. 6. 2006 Göttingen, 19:00 Hamas im Abseits? Zur Lage in Israel und den Palästinensergebieten Vortrag von Stephan Grigat DGB-Haus am Platz der Synagoge http://www.puk.de/aka 19. 6. 2006 Wien Der Iran - Antisemitismus & Aufrüstung Vortrag von Wahied Wahdat-Hagh VHS Hietzing, Hofwiesengasse 48 Unkostenbeitrag: 2,– Euro Bitte nehmen Sie einen Ausweis mit und planen Zeit für ev. Einlasskontrollen ein. http://www.cafecritique.priv.at 20. 6. 2005 Wien Spektakel – Kunst – Gesellschaft Guy Debord und die Situationistische Internationale Buchpräsentation mit Thomas Ballhausen, Johannes Grenzfurthner, Stephan Grigat und Alexander Emanuely monochrom im Museumsquartier, Museumsplatz 1 http://www.monochrom.at/ 11. 7. 2006 Halle Feindaufklärung und Reeducation Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus Buchpräsentation mit Stephan Grigat 12. 7. 2006 Bremen, 19:00 Feindaufklärung und Reeducation Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus Buchpräsentation mit Stephan Grigat Villa Ichon, Goetheplatz 4 veranstaltet von ComitÈ RosÈ 13. 7. 2006 Hamburg, 18:30 Feindaufklärung und Reeducation Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus Buchpräsentation mit Stephan Grigat Universität Hamburg 14. 7. 2006 Nürnberg Suicide Attack. Kritik der politischen Gewalt Buchpräsentation mit Gerhard Scheit Einleitungsreferat von Friedhelm Kröll Eine Veranstaltung der Gruppe ANNA im K4 15. 7. 2006 Nürnberg Einführung in die Staatskritik Tagesseminar mit Gerhard Scheit Veranstaltung der Gruppe ANNA Kuno - Kulturladen Nord, Wurzelbauerstr. 29 15. 7. 2006 Freiburg, 18:00 Aufklärung und Aufklärungsverrat im 21. Jahrhundert Podiumsdiskussion mit Manfred Dahlmann, Stephan Grigat, Fabian Kettner und Uli Krug anschließend Party mit Conne Island Allstar DJ Team und DJ Robotron Jos Fritz-Café, Wilhelmstr. 15 (Spechtpassage) http://www.isf-freiburg.org/ 17. 7. 2006 Stuttgart Die aktuelle Situation in Israel Vortrag von Stephan Grigat 27. 7. 2006 Oberhausen, 18:00 Feindaufklärung und Reeducation Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus Buchpräsentation mit Stephan Grigat http://www.antifacamp.de 15. 8. 2006 Berlin, 20:30 Spektakel – Kunst – Gesellschaft Guy Debord und die Situationistische Internationale Buchpräsentation mit Bernd Beier, Stephan Grigat und Eiko Grimberg Festsaal Kreuzberg, Skalitzerstr. 130 http://www.verbrecherei.de/ 13. bis 15. 10. 2006 Wien "Why live, if you can be buried for ten Dollars?" Mit Freud – Gesellschaftskritik und Psychoanalyse Konferenz http://www.cafecritique.priv.at ================================================ ================================================ 13 neue ausgabe transversal: under translation Von: eipcp ================================================ under translation transversal webjournal Der Begriff der kulturellen Übersetzung wurde bisher auf zwei unterschiedliche Arten politisch gemacht: Einserseits bot – einem liberalen Multikulturalismusmuster folgend – das Konzept der “interkulturellen Übersetzung” ein Modell für ein konfliktfreies Verhältnis zwischen verschiedenen Kulturen, d.h. das Management einer gegebenen kulturellen Vielfalt nach den demokratischen Grundsätzen von Toleranz und gegenseitiger Anerkennung. Andererseits wurde er auch verwendet, um den Raum kultureller Hybridität konzeptuell zu fassen, von der angenommen wird, sie unterwandere die Vorstellung essenzieller und/oder ursprünglicher kultureller Identitäten und ermögliche ein inklusiveres Demokratiekonzept. In beiden Fällen aber erscheinen ein alles beherrschendes Konzept von “Kultur” sowie das existierende System des Nationalstaats und der kapitalistischen Demokratie als äußerster Horizont politischer Veränderung. Die Herausforderung liegt deshalb darin, einen Ausweg aus dieser Sackgasse zu finden – entlang eines Begriffs der Übersetzung, der die Illusionen von Ursprünglichkeit und essenziellen kulturellen Identitäten, von der grenzüberschreitenden Kraft der Hybridität, gegenseitiger Anerkennung und endlosen Einschließungen hinter sich lässt. Diese Ausgabe des Webjournals liest diese leeren Versprechungen als eine Sprache der Grenzen und beginnt sie in eine Sprache der Hoffnung zu übersetzen. http://translate.eipcp.net/transversal/0606 Boris Buden: Kulturelle Übersetzung: Warum sie wichtig ist, und wo damit anzufangen ist Encarnación Gutiérrez Rodríguez: Positionalität übersetzen. Über postkoloniale Verschränkungen und transversales Verstehen Rada Ivekovic: On Permanent Translation (We Are Being Translated) Dieter Lesage: Demokratie übersetzen. Sozio-multitudinärer Widerstand und radikale Demokratie im Empire Rastko Mocnik: Übersetzung im Feld ideologischer Kämpfe Stefan Nowotny: Die Einsätze der Übersetzung Hito Steyerl: Die Sprache der Dinge --- translate. Beyond Culture: The Politics of Translation http://translate.eipcp.net/ eipcp - european institute for progressive cultural policies a-1060 vienna, gumpendorfer strasse 63b a-4040 linz, harruckerstrasse 7 contact at eipcp.net http://www.eipcp.net Falls Sie keine weiteren Informationen des eipcp erhalten wollen, senden Sie bitte ein e-mail mit dem subject 'unsubscribe' an contact at eipcp.net. ================================================ ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ 14 Klare Absage an rechtspopulistische Stimmungsmache im Wahlkampf Von: Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen ================================================ Klare Absage an rechtspopulistische Stimmungsmache im Wahlkampf http://kulturrat.at/agenda/brennpunkte/20060606 (06.06.06) Keine Toleranz für Rassismen, Diskreditierung und Menschenverachtung! Wenige Monate vor den Nationalratswahlen 2006 ist die in der Öffentlichkeit geführte politische Auseinandersetzung erneut an einem Tiefststand angelangt. Nicht nur die Äußerungen des rechtspopulistischen Bündnisses BZÖ sowie seiner radikalisierten Schwesterpartei FPÖ gegenüber Migrantinnen und Migranten haben in den vergangenen Tagen einen unerträglichen Höhepunkt an Rassismen und Menschenverachtung erreicht. Vor allem auch deren Duldung, partielle Anerkennung und eigenständige Fortführung durch die Regierungspartei ÖVP hat dieses Klima zusätzlich verschärft. Der Kulturrat Österreich, Zusammenschluss der Interessenvertretungen von Kunst-, Kultur- und Medienschaffenden, lehnt die aktuelle Entwicklung entschieden ab und ruft auf breiter Basis dazu auf, den sich zunehmend aufschaukelnden direkten und indirekten rassistischen Tönen im Wahlkampf keinen politischen und medialen Raum zu geben. Die Forderung nach Ausweisung von hunderttausenden Menschen sowie die Kriminalisierung von Menschen, die Zuflucht vor Terror, Verfolgung und Perspektivlosigkeit suchen, dulden keine Kompromisse! Es ist nicht hinzunehmen, dass eine Bundesregierung, der im ersten Halbjahr 2006 die EU-Ratspräsidentschaft übertragen ist, mit international umstrittenen und weder dem Standard soziologischer Methoden noch den Erkenntnissen migrantischer Forschung entsprechenden Integrationsstudien zum bewussten Schüren von Unsachlichkeit, Emotionalität, Ressentiments und Vorurteilen beiträgt. Der Kulturrat Österreich wird derartige Versuche einer rechtspopulistischen Stimmungsmache nicht hinnehmen, sondern gegen jede Form von Fremdenfeindlichkeit und die Missachtung von Grund- und Menschenrechten Stellung beziehen. Null Toleranz für Rassismus in Gesellschaft, Politik und Medien! Zuletzt verändert: 06.06.2006 09:43 Der Kulturrat Österreich ist der Zusammenschluss der Interessenvertretungen von Kunst- und Kulturschaffenden. http://kulturrat.at/organisation/mission ***************************************** -- Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen e-mail:dieinitiative at gmx.at für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte: Omar Al Rawi +43-650-3831942 al-rawi at gmx.at Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449 baghajati at aon.at Mouddar Khouja +43-1-9685096 mouddar at gmx.net Andrea Saleh +43-1-7965652 salehand at gmx.at Liebe Brüder und Schwestern, liebe Interessierte! Wir hoffen, dass die so an Euch zugehenden Informationen auf Euer Interesse stoßen. Wir versenden über den Verteiler nicht nur Neuigkeiten, die die eigenen Aktivitäten betreffen, sondern auch Zeitungsartikel, die im weitesten Sinn mit dem Islam und Integration zu tun haben oder ähnliches. Diese spiegeln natürlich nicht unbedingt unsere eigene Meinung wieder, sind aber gut, um das Meinungsspektrum zu sichten. Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Selbstverständlich kann auch alles an Freunde,Bekannte usw.weitergemailt werden. Für die Publikation in eigenen Homepages bitten wir jedoch um vorherige Rücksprache. Bitte achten Sie bei Zeitungsartikeln auf das Copyright. Alle Inhalte dienen der persoenlichen Information. Eine Weiterverwendung und Reproduktion ueber den persoenlichen Gebrauch hinaus ist nicht gestattet. Der GMX SmartSurfer hilft bis zu 70% Ihrer Onlinekosten zu sparen! Ideal für Modem und ISDN: http://www.gmx.net/de/go/smartsurfer ================================================ 15 Widerruf in der Sache Walter Tancsits Von: Homosexuelle Initiative Wien ================================================ Medienaussendungen der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 6. Juni 2006 Widerruf in der Sache Walter Tancsits (OTS0149) - Kurt Krickler, Generalsekretär der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien, widerruft hiermit die Aussage, ÖVP-Abgeordneter Walter Tancsits sei ein geistiger Nachfahre der braunen Nazi-Schergen und vertrete nationalsozialistisches Gedankengut, als unwahr. Siehe OTS0075 vom 4.3.2005 Tancsits gegen HOSI Wien: Zivilrechtliches Verfahren beendet (OTS0174) Zum heute veröffentlichten Widerruf (vgl. OTS 149) im vom ÖVP-Abgeordneten Walter Tancsits gegen die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien und ihren Generalsekretär Kurt Krickler angestrengten zivilrechtlichen Verfahren erklärt Krickler: ?Aufgrund der horrenden Kosten - rund 11.000 Euro -, die die Fortführung dieses Verfahrens durch alle Instanzen bis nach Straßburg verursacht hätte, sahen wir uns gezwungen, das zivilrechtliche Verfahren durch einen Vergleich zu beenden. Dadurch können wir uns jetzt voll auf das strafrechtliche Verfahren konzentrieren, das wir - wie angekündigt (vgl. OTS0228 vom 21.4.06 bzw. www.hosiwien.at/?p=287) - jedenfalls bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) durchkämpfen werden." Kritik an ÖVP bleibt aufrecht ?Wie verlangt, habe ich auch die Behauptung widerrufen, Tancsits vertrete NS-Gedankengut - auch wenn ich das nie über ihn persönlich gesagt habe. Diese Kritik bezog sich eindeutig und ausschließlich auf die ÖVP, und diese Aussage werde ich auch niemals widerrufen: Mit ihrer bis Juni 2005 vertretenen Haltung, homosexuellen NS-Opfern im Gegensatz zu anderen Opfergruppen einen Rechtsanspruch auf Entschädigung nach dem Opferfürsorgegesetz zu verweigern, hat die ÖVP die Wertungen der Nazis weitergeführt und damit nationalsozialistisches Gedankengut vertreten." ?Hinsichtlich der rechtlichen Beurteilung sind sich die RichterInnen ohnehin uneins. Im Strafverfahren wurden wir ja im Vorjahr freigesprochen, dieser Freispruch wurde vom Oberlandesgericht kassiert, und das Landesgericht musste uns daher im April 2006 verurteilen. Gegen die strafrechtliche Verurteilung haben wir Berufung eingelegt. Jetzt geht die Sache wieder zurück ans OLG und danach nach Straßburg. Die Kosten für dieses Verfahren werden sich wohl auf mehr als ? 10.000,- belaufen. Die werden wir aber auf jeden Fall aufbringen, zumal wir zu 95 Prozent damit rechnen, angesichts der etablierten Judikatur des EGMR schließlich Recht zu bekommen. Sollte wir in Straßburg gewinnen, muss uns dann die Republik, also der Steuerzahler, sämtliche Kosten des Strafverfahrens ersetzen." Die HOSI Wien ruft zur Vorfinanzierung des Strafverfahrens zu Spenden auf. Weitere Informationen unter www.hosiwien.at Rückfragehinweis: Christian Högl, Obmann: Tel. 0699-11811038 Bettina Nemeth, Obfrau: Tel. 0699-11965265 Kurt Krickler, Tel. (01) 5451310 oder 0664-5767466 ================================================ ================================================ 16 Neumarkt/Ehrung/Protest/SJ/KPÖ Von: KPÖ Steiermark ================================================ KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Dienstag, 6. Juni 2006 Presseinformation der KPÖ Steiermark Neumarkt ehrt nazifreundliche Dichterin KPÖ unterstützt Protestaktion der SJ-Steiermark "Die steirische KPÖ unterstützt den Protest der Sozialistischen Jugend gegen die Anbringung einer offiziellen Gedenktafel der Gemeinde für die nazifreundliche Dichterin Agnes Millonig in Neumarkt (Bezirk Murau) und ersucht ihre Mitglieder und Anhänger an den angekündigten Aktionen teilzunehmen." Das sagte der steirische KPÖ-Vorsitzende Franz Stephan Parteder am Dienstag. Bürgermeister von Neumarkt ist der FP-Mandatar Reinhardt Racz. Er wurde mit Hilfe der ÖVP in sein Amt gewählt. Zur Information geben wir eine Presseaussendung der SJ-Steiermark wieder: SJ Steiermark: Anbringung einer offiziellen Gedenktafel für Nazi-Dichterin Agnes Millonig im steirischen Neumarkt ist eine Schande! Für Aufregung sorgt die von der steirischen Gemeinde Neumarkt (Bezirk Murau) für Freitag, den 9. Juni, geplante Anbringung einer Gedenktafel für die Dichterin der 4. Strophe des Kärntner Heimatliedes (Auszug aus dem Text: " wo man mit Blut die Grenze schrieb, und deutsch in Not und Tod verblieb "), Agnes Millonig. Millonig war in Neumarkt als Lehrerin tätig. 1938 war sie dichterisch aktiv, um "Das Heilige Ja" zum "Anschluss" Österreichs an Nazi-Deutschland einzufordern (Auszug aus dem Text: "Jedes ‚Ja’ ist Dank und Wollen/ Jedes ’Nein’ ist Hochverrat!/In geschloss’ner Reihe sollen/Alle steh’n zu deutscher Tat/ Unser Führer brach die Schranken/Dankerfüllt und ohne Wanken/Treu um Treue gebt ein ‚Ja’"). Im Jahr 2002 war die Kärntner Landsmannschaft, die laut Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes über zahlreiche Kontakte ins rechtsextreme Lager verfügt, mit einem Ansuchen für die Anbringung einer Gedenktafel für Millonig unter dem Motto "Gedenktafeln statt zweisprachiger Ortstafeln" noch gescheitert. 2005 erhielt ein neuerlicher Antrag eine Mehrheit im Neumarkter Gemeinderat. Für die Sozialistische Jugend ist das völlig inakzeptabel: "Es ist ungeheuerlich, dass eine Person die sich mit ihrer fragwürdigen Dichtung eindeutig zum Nazi-Faschismus bekannte, jetzt dafür geehrt werden soll", zeigt sich Wolfgang Moitzi, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Steiermark empört. Für Ludwig Dvorak, Vorsitzenden der Sozialistischen Jugend Österreich, ist klar, dass dieser Beschluss rückgängig zu machen ist: "Deutschnationale Heimatlied-Strophen, die schon längst am Komposthaufen der Geschichte entsorgt gehörten, sind eine ebenso wenig zu würdigende Leistungen, wie die Unterstützung der Nazis und ihrer Verbrechen." Kaum 2 Kilometer entfernt von Neumarkt steht ein Außenlager des KZ Mauthausen, Schloss Lind. In dieser Umgebung eine Gedenktafel für eine Frau anbringen zu wollen, die das Nazi-Regime und den damit verbundenen Terror gutgeheißen hat, macht das Ganze noch skandalöser, kritisiert Moitzi. Für mehr als fragwürdig hält Dvorak auch die Beteiligung des Bundesheeres am geplanten Festakt: "Dass sich das Bundesheer der demokratischen Republik überhaupt an einem Festakt für eine Nazi-Sympathisantin beteiligt, ist inakzeptabel. Hier braucht es eine klare Distanzierung", sieht Dvorak Verteidigungsminister Platter gefordert. "Für uns ist diese Gedenktafel inakzeptabel. Die Sozialistische Jugend ruft daher den Freitag, 9. Juni um 16.30 zu einer "Mahnwache gegen Rechts" in Neumarkt auf, mit der wir ein klares Zeichen setzen wollen. Gemeinsam mit allen DemokratInnen wollen wir diesen Schandfleck für Neumarkt und die ganze Steiermark verhindern", so Dvorak und Moitzi abschließend. KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ ================================================ INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ================================================ ================================================ 17 Finanzwebsite über Mine Grasberg in Westpapua Von: westpapua at gmx.net ================================================ Ein Beitrag aus einer Finanz- und Investitionswebsite über die von Freeport McMoRan und Rio Tinto betriebene Mine "Grasberg" in Westpapua: Heiße Eisen (EuramS) Die Rohstoffpreise sind ähnlich volatil wie die Aktienkurse geworden. Mahnungen vom Ende der Hausse machen die Runde. Warum dem nicht so ist, zeigt das Beispiel Metalle von Jörg Billina Lakshmi Mittal "ist ein Verführer, der nicht immer die Wahrheit sagt", warnt Guy Dollé. "Affengeld" bekämen die Aktionäre, wenn sie auf das feindliche Übernahmeangebot in Höhe von 26 Milliarden Euro eingingen. Dollé, Chef des Stahlkonzerns Arcelor, kämpft mit harten Bandagen gegen Mittal und dessen Stahlimperium Mittal Steel. Schließlich ist es sein letztes Jahr auf dem Vorstandsposten. Keinesfalls will er als Unterlegener "dem Inder" das Feld überlassen. Der Schlagabtausch zwischen Dollé und Mittal treibt seit Monaten die Aktien aus der Stahlbranche. Der Kurs von Arcelor stieg seit Mitte Januar um 63 Prozent. Auch ThyssenKrupp legte ordentlich zu. Nervös verfolgen dagegen Rohstoffinvestoren das Geschehen. In den vergangenen Jahren haben sie kräftig verdient. Der Merrill-Lynch-World-Mining-Fonds etwa bringt es auf Drei-Jahres-Sicht auf ein Plus von über 230 Prozent. Doch die Aussicht auf weitere Zinserhöhungen in den USA hatte jüngst Befürchtungen geweckt, die Weltwirtschaft werde einen Gang zurückschalten, die Nachfrage nach Nickel, Aluminium und Kupfer einbrechen. Sollten die Stahlkonzerne nun auch noch durch Fusionen ihre Verhandlungsmacht gegenüber den Zulieferern stärken, dürften die künftigen Gewinne der Minenbetreiber zusätzlich unter Druck geraten. An düsteren Prognosen mangelt es derzeit nicht. "Die Welt ist mitten in einer neuen Blase – diesmal bei Rohstoffen. Auch diese Blase wird platzen", unkt Stephen Roach, Chefvolkwirt von Morgan Stanley. Neue Nahrung erhielten die Ängste der Rohstoffinvestoren, als Dollé völlig überraschend Alexej Mordaschow als Retter aus dem Hut zauberte. Der Vorstandsvorsitzende des russischen Stahlkonzerns Severstal soll eine Minderheitsbeteiligung von 32 Prozent an Arcelor erwerben. Das würde den 40jährigen Top-Manager, der beste Beziehungen zum Kreml unterhält, zwar Einfluß auf die Unternehmensführung eröffnen. Die von Mittal anvisierte vollständige Kontrolle bekäme er jedoch nicht. Vorerst jedenfalls. Beobachter schließen nicht aus, daß der ehrgeizige Mordaschow in wenigen Jahren seine Anteile erhöht und eines Tages ganz das Kommando bei den Luxemburgern übernimmt. Für den Einstieg ist Mordaschow immerhin bereit, einen hohen Preis zu zahlen: eine Milliarde Euro in bar und rund 13 Milliarden Euro in Aktien. Ob der Deal tatsächlich über die Bühne geht und Mittal als Stahlkönig abgelöst wird, hängt von den Arcelor-Aktionären ab. Sie entscheiden Ende Juni. Derweil schiebt ein weiterer Russe das Fusionskarussel an. Roman Abramowitsch, Besitzer des FC Chelsea und mit rund 18 Milliarden Euro elftreichster Mann der Welt, erwägt eine Beteiligung an dem größten russischen Stahlunternehmen Evraz. Für die Manager von Evraz kommt das auf zwei bis drei Milliarden Euro geplante Engagement Abramowitschs wie gerufen. Mit dem Geld werden sie die Fusion mit dem britisch-holländischen Konzern Corus vorantreiben. Die Übernahmewelle in der Stahlbranche hat ihre Gründe: "In den vergangen drei Jahren sind die Preise der für die Herstellung von Stahl notwendigen Rohstofffe – Eisenerz und Kohle – kräftig nach oben gegangen", sagt Petra Kühl, Fondsmanagerin des Dit Rohstoffe. Eine Tonne des zur Produktion von Edelstahl eingesetzten Nickels kostete im Januar 2003 noch 9319 Dollar. Heute notiert Nickel bei 20400 Dollar. Durch den Zusammenschluß zu größeren Einheiten hoffen die Stahlunternehmen, günstigere Konditionen auszuhandeln. Doch bis sie die dazu notwendige Größe erreichen, dürfte es nach Meinung Kühls noch eine ganze Weile dauern. Bislang jedenfalls haben die großen Drei das Sagen: BHP Billiton, Rio Tinto und die Companhia Vale do Rio Doce, kurz CVRD. Im Handel mit Eisenerz bringen es die Minenbetreiber zusammen auf einen Marktanteil von rund 74 Prozent. Wie mächtig das Trio ist, das mußten zuletzt chinesische Stahlfirmen schmerzlich erfahren. Lange Zeit hatten sie sich im Gegensatz zu Arcelor, anderen europäischen sowie japanischen Firmen geweigert, eine Preiserhöhung von 19 Prozent zu akzeptieren. Zumal die drei Rohstoffgiganten ihnen schon im vergangenen Jahr um 70 Prozent höhere Rechnungen ausgestellt hatten. Doch Bitten und Drohungen nutzten nichts. Vergangene Woche gaben die Chinesen den Widerstand auf. Rohstoffexpertin Kühl: "Obwohl China weltweit der größte Importeur von Eisenerz, Kupfer, Zink und anderen Rohstoffen ist, kann es die Preise nicht zu seinen Gunsten beeinflussen." CVRD-Chef Roger Agnelli und der CEO von BHP-Billiton, Charles Goodyear, sitzen am längeren Hebel. Sie wissen, unter welch großem Druck ihre Verhandlungspartner stehen. "Die chinesische Regierung ist gezwungen, jedes Jahr Millionen neuer Jobs zu schaffen. Ansonsten drohen soziale Konflikte", sagt Kühl. Doch neue Arbeitsplätze entstehen nur dann, wenn die Wirtschaft auf hohen Touren läuft und Wachstumsraten von neun, zehn Prozent jedes Jahr erzielt werden. "Ohne Rohstoffe kann China den Sprung vom Entwicklungsland zum Industriestaat nicht schaffen", sagt Kühl. Das gilt auch für Indien. Wie im Reich der Mitte muß auch auf dem Subkontinent die Infrastruktur modernisiert oder gar erst einmal geschaffen werden. Die Regierung in Delhi investiert deshalb in Kraftwerke, Autobahnen, Häfen und Flugplätze. Nur so schafft sie die Voraussetzung dafür, daß die rasch wachsende Bevölkerung eine Zukunft hat. "Die alte Faustregel, daß 20 Prozent der Menschheit in Europa, Nord- amerika und Japan mehr als 80 Prozent der Weltbergbauproduktion konsumieren, gilt heute nicht mehr", sagt Markus Wagner von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe. Mit China und Indien sowie anderen Schwellenländern sei heute über die Hälfte der Weltbevölkerung an der Nachfrage nach Rohstoffen beteiligt. Trotzdem sei das aktuell hohe Preisniveau nicht nur auf die gewaltig gestiegene Nachfrage zurückzuführen, entscheidend sei das ungewohnt knappe Angebot, meint Wagner: "Die meisten Minen sind vollständig ausgelastet. Kurzfristig können sie die Produktion nicht hochfahren." Ähnlich wie die Ölgesellschaften begännen die Bergbaugesellschaften jetzt erst, in den Aufbau neuer Kapazitäten zu investieren (siehe Seite 22). Rasche Ergebnisse seien allerdings nicht zu erwarten. Denn oft befinden sich die Vorkommen in politisch riskanten Ländern und sind zudem nur schwer erschließbar. Wie die von der US-Gesellschaft Freeport McMoRan und Rio Tinto betriebene Mine Grasberg. Der größte Gold- und drittgrößte Kupferabbau der Welt findet im Regenwaldgebiet von West-Papua statt, dem Westteil der Insel Neuguinea. Seit einer umstrittenen Volksabstimmung im Jahr 1969 beansprucht Indonesien die Provinz. Um Grasberg gegen Blockaden von Freiheitskämpfern zu schützen, machen Menschenrechtsgruppen Freeport den Vorwurf, illegal hohe Summen an das indonesische Militär und die Provinzregierung von West-Papua zu zahlen. Inzwischen ermitteln sogar das US-Justizministerium und die Aufsichtsbehörde der New Yorker Börse, die SEC, gegen Freeport McMoRan. Trotz des massiven Aufgebots sind die indonesischen Sicherheitsorgane um Grasberg jedoch nicht immer erfolgreich. Mehrmals mußte in der Vergangenheit die Produktion unterbrochen werden. "Jeder Stop wirkt sich unmittelbar auf die Preise aus", sagt Rohstoffexpertin Kühl. Ein weiterer Ausbau von Grasberg ist aber unter diesen Umständen nur schwer durchzusetzen. Zumal auch Umweltschützer immer wieder vehement die Schließung der Mine fordern. Mit einem anderen Problem hat Codelco, die weltgrößte Kupfermine, zu kämpfen. Auch sie kann die Produktion nicht der steigenden Nachfrage anpassen. Denn Codelco gehört zu 100 Prozent dem chilenischen Staat. Anstatt in die Produktion zu investieren, lenkt die Regierung die Gewinne von Codelco in die Haushaltskasse oder finanziert damit Sozialprogramme. Daß das Angebot knapp und die Preise für metallische Rohstoffe weierhin hoch bleiben, dafür sorgen auch Streiks in Ländern wie Mexiko und Peru. Graham French, Fondsmanager des zwei Milliarden Euro schweren M&G Global Basics, hat dafür volles Verständnis: "Angesichts des Hochs im Rohstoffmarkt ist es nichts Ungewöhnliches, daß Mitarbeiter eine höhere Gewinnbeteiligung fordern." Trotz der jüngsten Korrektur hat French keine Zweifel an der Nachhaltigkeit der Rohstoff-Hausse: "Das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage wird eher zu- als abnehmen. Der Preisanstieg steht auf einer soliden Basis." Die Stahlbarone Mordaschow und Mittal werden sich wohl noch lange nach geeigneten Übernahmeobjekten umsehen müssen. -red- http://www.finanzen.net/news/news_detail.asp?NewsNr=403879 -- Westpapua Solidarität Wien Kontakt: westpapua at gmx.net Website: http://www.westpapua.tk ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. 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(werden nicht angenommen) zurückgestellt: 2 zusendungen - html formatiert, nwr Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 5.34 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Thu Jun 8 15:34:45 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Thu, 8 Jun 2006 15:34:45 +0200 Subject: widerst@nd mund: Donnerstag, 8. Juni 2006 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund Donnerstag, 8. Juni 2006 ================================================ A) INHALT ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN/TERMINE <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Frauenhetz Erinnerungsmail - 11.6 Von "klassenbewussten Proletarierinnen und kleinbürgerlichen Arbeiterfrauen" von ================================================ 02 Integriert uns am Arsch > Radio Stimme - 8.6. von Newsletter ================================================ 03 Zentralasien von Promedia ================================================ 04 PA: Symposium "Soziale Verantwortung in Wirtschaft, Politik, Zivilgesellschaft" 9.6. Wien von "office" ================================================ 05 Kunstraum Lakeside - Ökonomien der Grenze - Mittwoch, 7. Juni 2006 von ================================================ 06 Roma Kultur-Woche 17.-27.Juni 2006 Innsbruck von "im.tirol" ================================================ 07 Letzter Tag der Konfiguration II: Führung und anschließendes Feiern am Romafest, 11. Juni, 13 Uhr von news at initiative.minderheiten.at ================================================ 08 9.6.: Demonstration gegen Rassismus und Polizeigewalt! von Rosa Antifa Wien ================================================ 9 tech:babbel stellt sich vor und laedt am 10.6. zum Hardware-Cafe von Rosa Antifa Wien ================================================ 10 9. Juni: FriedensfreundInnen aus Mutlangen in Wien / Widerstand gegen Krieg und Gewalt von ================================================ 11 Und schon wieder an der UNI: die HLI-Jugend treibt ihre sexistische Propaganda! von ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<> MELDUNGEN UND MEINUNGEN <>><<>><<>><<>><<>><<> ================================================ 12 [al_news] Ken Loach / Braunes Camp / Festung EU / Rotes Kino von "AL-Antifaschistische Linke" ================================================ 13 Kreuzzug nach Brüssel!/Jugend für das Leben/HLI Donauinselfest von ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>>< INTERNATIONALE SOLIDARITÄT <>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 14 Salam Ali, Mitglied des ZK der Irakischen KP, über die Position seiner Partei zur neuen Regierung und zur derzeitigen Situation im Irak von WADI Austria ================================================ 15 Irak / Kurdistan: Neue Sektion der Gesellschaft für bedrohte Völker gegründet von "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================ 16 Iran. Lage religiöser Minderheiten verschlechtert von "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================ 17 News zu Venezuela von venezuela-info.net ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN/TERMINE <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Frauenhetz Erinnerungsmail - 11.6 Von "klassenbewussten Proletarierinnen und kleinbürgerlichen Arbeiterfrauen" von ================================================ Programm Mai - Juni Demokratie - und nu? 11. 6. Von "klassenbewussten Proletarierinnen und kleinbürgerlichen Arbeiterfrauen" 16.00 - 19.00, Workshop Karin Schneider Zeithistorikerin Von den klassischen Parteien der ArbeiterInnenbewegung wurde die Idee von der Unterordnung der sog. Frauenfrage unter ein allgemeines Klasseninteresse immer wieder reproduziert. Insbesondere die Geschichte des Kampfes um das Frauenwahlrecht kann hier gut als Lehrstückchen von Selbst/Unterordnung und Aufbegehren der Frauen wieder gelesen werden. Ausgehend von einer kurzen historischen Einführung sollen in diesem Workshop Statements von AktivistInnen quer gelesen und nach verborgenen Brüchen in allzu einheitlichen Klassenkonstruktionen befragt werden. Veranstaltungen für Frauen! Unkostenbeitrag/Spende: 5/3 EUR Wir bieten auf Anfrage - bitte jeweils eine Woche vor der Veranstaltung - Kinderbetreuung an! Die Räumlichkeiten der Frauenhetz sind rollstuhlgerecht. _______________________________ Frauenhetz-feministische Bildung, Kultur & Politik Untere Weißgerberstr. 41, 1030 Wien fon/fax: 01/7159888 office at frauenhetz.at www.frauenhetz.at Wenn Sie das Programm der Frauenhetz nicht mehr erhalten wollen, bitte ein mail an: office at frauenhetz.at mit Betreff: unsubscribe sorry for cross-posting ================================================ 02 Integriert uns am Arsch > Radio Stimme - 8.6. von Newsletter ================================================ RADIO STIMME - DIE SENDUNG DER INITIATIVE MINDERHEITEN Donnerstag, 8. Juni 2006 13.00 Uhr, Orange 94.0 / Wien Integriert uns am Arsch In den politischen Auktionshäusern boomt im Moment vor allem eine Stilrichtung: Feindbilder. Sie werden zu Rekordwerten versteigert! Begonnen hat alles mit einem bescheidenen Minuszuwanderungsgebot, gefolgt von einer deutlichen Unwilligkeitsofferte von 45% und zur Zeit stehen wir bereits bei dem ansprechenden Abschiebegebot von 400.000. Begleitet wird die Versteigerung von Fernsehberichten, die ein klares Bild vermitteln, welche Exemplare ausgerufen werden: dunkelhäutige Menschen und Kopftuchträgerinnen. Das Publikum sieht gebannt zu und hofft auf höhere Gebote. Doch während die einen an ihrem nächsten xenophoben Aufguss arbeiten und die anderen zu Wellnesszwecken in Vorurteilen baden, hat Radio Stimme der trüben Feindbildsuppe einige Proben entnommen und das Thema Integration in ein etwas anderes Licht gerückt. Weitere Sendungsthemen:-Was passiert eigentlich auf www.antirassismus-plattform.at? -"Gestürmte Festung Europa", eine Buchrezension Diese Sendung wird weiters ausgestrahlt auf: FREIRAD (Innsbruck) Do, 15. Juni, 12.00 Uhr Radio AGORA (Kärnten) Do, 15. Juni, 19.00 Uhr Radio HELSINKI (Graz) Sa, 17. Juni, 19.00 Uhr Radio FRO (Linz) So, 25. Juni, 11.00 Uhr ****** -> Neu: Radio Stimme jetzt auch in Kärnten. Seit Jahresbeginn wird Radio Stimme nun auch in Kärnten auf Radio AGORA ausgestrahlt. Sendezeit ist Donnerstag, 19.00 Uhr - http://www.agora.at ****** -> Sendung verpaßt? Das Internet-Archiv. Diese und alle anderen Ausgaben von Radio Stimme sind in unserem digitalen Sendungsarchiv jederzeit als Download und Stream abrufbar: http://www.initiative.minderheiten.at/Radio ****** -> Sendung über's Internet hören. Die Sendungen sind über den Internet-Livestream der Radiosender zur jeweils angegebenen Sendezeit auch über das Internet zu hören. Orange 94.0: http://streamintern.orange.or.at/live3.m3u FREIRAD: http://www.freirad.at/live.m3u Radio FRO: http://www.fro.at/livestream.php HELSINKI: http://www.helsinki.at/live-stream.php ******* Radio Stimme erlaubt sich, auf folgende Veranstaltung hinzuweisen: Migration: Normalität der Ungleichheit? Confronting Inequalities! Diskussion & Präsentation des gleichnamigen Kurswechsel 2/2006 Migration und gesellschaftliche Ungleichheit scheinen untrennbar miteinander verbunden zu sein. Die aktuelle Kurswechsel-Ausgabe nimmt die Produktion sozialer Ungleichheiten im Kontext von Migration als Anlass, um deren verfestigte „Normalität“ zu hinterfragen und anzugreifen. Den Ausgangspunkt für die Podiumsdiskussion bilden daher migrantische Taktiken, die Ungleichheiten konfrontieren und selbstbestimmte Gegen-Normalitäten entwerfen. In Opposition zum Tenor einer „gelungenen Integration“ sollen widerständige Praktiken rund um soziale Ressourcen, deren Möglichkeiten und Dilemmata zu Disposition gestellt werden. Am Podium: Manuela Bojadzijev (Research Fellow - “Transit Migration”, Uni Frankfurt) Ljubomir Bratic (Mitkurator „remapping mozart“, Wien) Katharina Brizic (Sprachwissenschaftlerin, Uni Wien) Luzenir Caixeta (maiz - Autonomes Integrationszentrum von & für Migrantinnen, Linz) Assimina Gouma und Bettina Haidinger (Kurswechsel Redakteurinnen, IHS Wien) Do, 8. Juni 2006, 19.00 Uhr Galerie Vor Ort Wohlmuthstr. 14 1020 Wien -- Radio Stimme - Die Sendung der Initiative Minderheiten Das politische Magazin zu den Themen Minderheiten - Mehrheiten - Machtverhältnisse on air: Wien - Do, 13.00 Uhr - Orange 94.0 - http://www.orange.or.at Innsbruck - Do, 12.00 Uhr - FREIRAD - http://www.freirad.at Kaernten - Do, 19.00 Uhr - Radio AGORA - http://www.agora.at Linz - So, 11.00 Uhr - Radio FRO - http://www.fro.at Graz - Mo, 08.00 Uhr - Radio Helsinki - http://www.helsinki.at on line: weltweit - jederzeit - http://www.initiative.minderheiten.at -- This mail was sent through the strg.at network. http://strg.at ***** Newsletter der Initiative Minderheiten Gumpendorfer Straße 15/13 A-1060 Wien Tel. 586 12 49-18 Fax 586 82 17 http://www.initiative.minderheiten.at http://www.gastarbajteri.at ***** -> aus der Mailinglist austragen? leeres Mail bitte an news-unsubscribe at initiative.minderheiten.at ================================================ 03 Zentralasien von Promedia ================================================ Wir erinnern an die Präsentation des Buches Bert G. Fragner und Andreas Kappeler (Hg.): Zentralasien 13. bis 20. Jahrhundert. Geschichte und Gesellschaft ISBN 3-85371-255-X, 228 Seiten, 24,90 Euro, Wien 2006, Edition Weltregionen Vortragende: Univ.-Prof. Dr. Bert G. Fragner (Direktor des Instituts für Iranistik der Österreichischen Akademie der Wissenschaften): „Zentralasien: Methodische Vielfalt in der Annäherung an eine wenig bekannte Region“ Univ.-Prof. Dr. Andreas Kappeler (Universität Wien, Institut für osteuropäsiche Geschichte): „Der Blick Osteuropas auf Zentralasien“ Zeit: Freitag, 9. Juni 2006, 18 Uhr 30 Ort: Festsaal im Hauptgebäude der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien Im Anschluss an die Präsentation werden alle Gäste zu einem Umtrunk eingeladen. Veranstalter: ÖAW – Institut für Iranistik, Promedia Verlag, Verein für Geschichte und Sozialkunde, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte ================================================ 04 PA: Symposium "Soziale Verantwortung in Wirtschaft, Politik, Zivilgesellschaft" 9.6. Wien von "office" ================================================ PRESSEMITTEILUNG Soziale Verantwortung profilieren Symposium der ksoe (Kath. Sozialakademie Österreichs): Zur Stärkung sozialer Verantwortung sind eine aktive Rolle von Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft sowie neue Formen der Kooperation erforderlich. Soziale Verantwortung in Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft ist das Thema eines öffentlichen Symposiums, das die ksoe (Kath. Sozialakademie Österreichs) am Freitag, den 9. Juni, in Wien abhält. Ausgangspunkt ist ein Ansatz von sozialer Verantwortung, bei dem Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft jeweils eine aktive Rolle in der Entwicklung sozialer Verantwortung einnehmen und die Kooperation der unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereiche unter Berücksichtigung ihrer jeweils spezifischen Logik gefördert wird. „Damit soll einer einseitigen Ökonomisierung aller Lebensbereiche entgegengewirkt werden“, so Dr. Markus Schlagnitweit, Direktor der ksoe. „Es braucht wieder mehr Bemühen um solidarische Lösungen und das Suchen nach neuen Wegen zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts auf nationaler, europäischer und weltweiter Ebene. Soziale Verantwortung muss profiliert werden.“ Soziale Verantwortung könne alles und nichts meinen, so der Wirtschafts- und Sozialethiker, daher müssen sich alle, die den Begriff verwenden, mühen zu klären, was darunter zu verstehen ist. Dass „Soziale Verantwortung“ mit Inhalt gefüllt werden kann und neue, innovative Wege möglich sind, zeigen Projektarbeiten der Teilnehmerinnen an Österreichs umfassendstem Lehrgang „Soziale Verantwortung“, den die ksoe erstmals 2004 – 2006 durchgeführt hat. Diese werden am Symposium vorgestellt und ins Gespräch gebracht. Dass eine andere Ökonomie möglich und notwendig ist, zeigt Univ.-Prof. Dr. Adelheid Biesecker, Ökonomin aus Bremen, in ihrem Referat auf. Weitere ExpertInnen beleuchten wichtige Dimensionen sozialer Verantwortung wie Geschlechtergerechtigkeit, Nachhaltigkeit oder globales/regionales Handeln. In einem 32 Seiten starken Dossier hat die ksoe theoretische Beiträge zu Fragen „sozialer Verantwortung“ mit konkreten Beispielen, wie soziale Verantwortung entwickelt werden kann, zusammengebracht. Das Symposium wird von der ksoe in Kooperation mit den politischen Akademien von ÖVP, SPÖ und Grünen, zivilgesellschaftlichen Kräften wie attac, Greenpeace oder Südwind Agentur und dem Wirtschaftsforum der Führungskräfte veranstaltet. Programm Symposium, Lehrgang 2006-2008, Infos zum Dossier: www.ksoe.at Wien, 7.6.2006 Rückfragehinweis für die Medien, Rezensionsexemplar: Markus Blümel Öffentlichkeitsarbeit, Tel: 01-310 51 59-70 kommunikation at ksoe.at ksoe (Kath. Sozialakademie Österreichs) Schottenring 35 DG A-1010 Wien www.ksoe.at Sollte die Zusendung dieser Pressemitteilung irrtümlich erfolgen oder nicht mehr gewünscht werden, senden Sie bitte dieses Email mit dem Vermerk ABBESTELLEN zurück an die ksoe! Vielen Dank! ================================================ 05 Kunstraum Lakeside - Ökonomien der Grenze - Mittwoch, 7. Juni 2006 von ================================================ Die Initiative Minderheiten macht auf folgende Veranstaltung aufmerksam:        _____       |  \/| kunstraum       | _ /\| lakeside                                 Mittwoch, 7. Juni       Lakeside Park, Klagenfurt         Ökonomien der Grenze        18 Uhr: Vorträge, Diskussion      20:30 Uhr: Eröffnung der Ausstellung      21 Uhr: Konzert AGENDA LOBKOV   Mit dem europäischen Integrationsprozess und der gleichzeitigen Befestigung von Außengrenzen gehen neue Formen von Ökonomie und Migration einher. Zum Abschluss des Semesterschwerpunkts „Grenzen der Arbeitâ*œ präsentiert der Kunstraum wissenschaftliche, künstlerische und aktivistische Beiträge zu Phänomenen und Widersprüchen gegenwärtiger Grenzökonomien. Beispielhaft werden die industrialisierte Landwirtschaft in Andalusien und dem Marchfeld, die Saisonarbeit im Tiroler Tourismus sowie Migration und weibliche Dienstleistung in türkischen und spanischen Haushalten beleuchtet.  Vorträge:  Europäisches BürgerInnenforum/ Kathi Hahn, Dieter Behr Bittere Ernte. Migration, Ausbeutung und Widerstand in der industriellen Landwirtschaft Europas  Das Prinzip des „Wachsens oder Weichensâ*œ bringt in ganz Europa ähnliche Strukturen hervor. Um gewinnbringend zu wirtschaften, greifen die modernen Agrarunternehmen auf eine große Anzahl von billigen, möglichst rechtlosen Arbeitskräften zurück. In der Region um Almeria in Südspanien erstrecken sich auf ca. 35.000 Hektar Plastikgewächshäuser, in denen für jede/n EuropäerIn mehr als zehn Kilo Gemüse pro Jahr produziert wird. Diese Produktionsweise bedingt die Ausbeutung von tausenden entrechteten MigrantInnen aus Afrika, Lateinamerika und Osteuropa. Nach einer erfolgreichen Spendenkampagne des Europäischen BürgerInnenforums wurde im Dezember 2005 das erste Gewerkschaftslokal der SOC in El Ejido eröffnet. Dieser Schritt ist ein wichtiger Anhaltspunkt für die MigrantInnen, um in Selbstorganisation gegen rassistische Diskriminierung zu kämpfen. (Hinweis: Ausstellung „Plastik/Meerâ*œ von Lisa Bolyos Dieter Behr in der Aula der Uni Klagenfurt, 28. Mai – 14. Juni)  Manuela Bojad ijev Prekäre Migration. Transformationen des Migrationsregimes und Migrationsbewegungen in Südosteuropa  Europäische Migrationspolitiken greifen weit über die territorialen Grenzen der EU hinaus. Lassen sich an den Rändern Europas die Umrisse eines neuen imperialen Migrationsregimes erkennen, wenn wir es durch die Fluchtlinien von Bürgerschaft und Prekarisierung betrachten? Wer sind die Migranten in Südosteuropa? Welche Praktiken der Bürgerschaft werden hier erprobt? Welche Migrationsbewegungen durchkreuzen dieses Territorium und bisweilen die Politiken der EU und der Staaten? Die Präsentation stellt die Resultate des interdisziplinären Forschungsprojekts TRANSIT MIGRATION vor, das die Transformationen des europäischen Migrations- und Grenzregimes im Kontext der EU- Erweiterung und der aktuellen Praktiken und Routen der Migrationsbewegungen in Südosteuropa untersucht hat. Dabei steht besonders die Entwicklung im ehemaligen Jugoslawien im Vordergrund.  Michael Zinganel/ Hans-H. Albers/ Michael Hieslmair/ Maruša Sagadin Saison Opening  In den Tiroler Alpen zeichnet sich eine Veränderung der transnationalen Migrationsströme ab, in der Deutsche eine zentrale Rolle spielen: Deutsche sind nicht mehr nur als TouristInnen präsent, sondern zunehmend auch als Saisonarbeitskräfte vor allem in der intensiven Wintersaison. Nach der Zahl der angebotenen Arbeitsplätze fungiert die alpine Tourismusindustrie in Österreich mittlerweile als größter privater Arbeitgeber für BürgerInnen aus den neuen Bundesländern.â*¨Das Projekt „Saison Openingâ* basiert auf Quellenrecherche in statistischen Datenbanken, vor allem aber auf Interviews mit Arbeitsuchenden, ArbeitsvermittlerInnen und ArbeitgeberInnen in den neuen Bundesländern und in Tirol. Am Beispiel eines kleinen Lokals, das eine ehemalige Saisonarbeiterin in ihrer Heimat eröffnet, wird gezeigt, wie sich der Kultur-, Kapital- und Know-how-Transfer und die Nutzung der transnationalen Netzwerke touristischer Subkulturen produktiv mit lokalen Initiativen verbinden können.  Ausstellung: 8. Juni bis 18. August  Die Ausstellung befragt die Möglichkeiten der bildhaften Darstellung und Kritik von Arbeits- und Wirtschaftsverhältnissen in Grenzregionen, die sowohl von Strukturen der Ausbeutung geprägt als auch von Hoffnungen auf Lebensveränderung und Strategien der Selbstermächtigung und des Widerstands getragen sind. Mit Videos und Installationen von Gülsün Karamustafa, Ursula Biemann/Angela Sanders und Michael Zinganel/ Hans-H. Albers/Michael Hieslmair/ Maruša Sagadin   Konzert: 7. Juni, 21 Uhr  AGENDA LOBKOV feministic tunes and antiphones Eva Jantschitsch und Verena Brückner singen Arbeiterinnenlieder und feministische Chansons           _____       |  \/| kunstraum                          | _ /\| lakeside                                 Christian Kravagna, Hedwig Saxenhuber | Kuratoren             Maria Mack | Park Management       Lakeside Science & Technology Park GmbH       Lakeside B01 | 9020 Klagenfurt     T (+43-463) 22 88 22-11     F (+43-463) 22 88 22-10       www.lakeside-kunstraum.at    - - - - - -  + Wenn Sie nicht in unserer Mailingliste stehen möchten, bitten wir um eine kurze Verständigung mit 'unsubscribe' als Betreff an: office at lakeside-kunstraum.at.  + To be removed from this mailing list please email office at lakeside-kunstraum.at with 'unsubscribe' as the subject.  ***** Newsletter der Initiative Minderheiten Gumpendorfer Straße 15/13 A-1060 Wien Tel. 586 12 49-18 Fax 586 82 17 http://www.initiative.minderheiten.at http://www.gastarbajteri.at ================================================ 06 Roma Kultur-Woche 17.-27.Juni 2006 Innsbruck von "im.tirol" ================================================ Die Initiative Minderheiten, das Caritas Integrationshaus und Haus der Begegnung laden ein zur: ROMA KULTUR - WOCHE IN INNSBRUCK 17. - 27. Juni 2006 - Ausstellung "Romapolitik in Österreich" - Führungen - Roma Konzert - Podiumsdiskussion - Roma Festival - Roma Lesung Dabei geht es um: Die Vielseitigkeit der Roma Kultur : Die Geschichte der Romas in Österreich : Verschiedene Aspekte der Lebenswelten von Tiroler Romas heute. Programm in Überblick (Gesamtprogramm im Anhang) ROMA KONZERT - “STERNENFLUG" (FÜR SASCHA) mit der berühmten Ruza Nikoliç-Lakatos und ihrer Band Samstag: 17.6.2006, ab 19.30 Uhr Ort: Kulturgasthaus Bierstindl, Klostergasse 6 Kartenvorverkauf: Bierstindl Hotline unter 0512-575757 Eintritt: 16EUR, ermäßigt 13EUR Bei Schönwetter im Gastgarten, bei Schlechtwetter im Theatersaal In Kooperation mit dem Bierstindl AUSSTELLUNG: "ROMAPOLITIK IN ÖSTERREICH" Dauer: 19.6.-27.6.2006, ganztägig Ort: Haus der Begegnung, Rennweg 12 Gruppenführungen werden entgeltlich angeboten, Anmeldung bei Oscar Thomas-Olalde (Haus der Begegnung), Tel.: 0512-587869-19 VERNISSAGE Montag: 19.6.2006, ab 19.30 Uhr Ort: Haus der Begegnung, Rennweg 12 Mit einem Vortrag von Prof. Rudolf Sarközi, Obmann Kulturverein Österreichischer Roma Mit Roma Musik und Getränkebuffet! PODIUMSDISKUSSION "GESCHICHTE UND GEGENWART DER ROMA IN ÖSTERREICH" Mittwoch: 21.6.2006, ab 19.30 Uhr Ort: Haus der Begegnung, Rennweg 12 Am Podium: Mag. Oliver Seifert, Prof. Mozes F. Heinschink (Vorstandsmitglied von Romano Centro Wien), Goran Petroviç und Christian Stanãuloviç, Tiroler Romas Moderation: Dr. Jussuf Windischer INTERNATIONALES ROMA KULTUR - FESTIVAL Freitag: 23.6.2006, ab 17 Uhr Ort: Caritas Integrationshaus, Gumppstraße 71, im Garten Eintritt: freiwillige Spenden Livemusik: Chakra Band, Killerbeats International DJ's: Oriental Disco, DJ Baxtali, DJ Katàr Avès Im Dinnerclub gibt's Gegrilltes vom Balkan bis zum Orient! ROMALESUNG - “UNS HAT ES NICHT GEBEN SOLLEN" Dienstag: 27.6.2006, ab 19.30 Uhr Ort: Haus der Begegnung, Rennweg 12 Gitta Martl und Tochter Nicole Sevik vom Verein Ketani für Sinti und Roma in Linz präsentieren ihr Buch. “Uns hat es nicht geben sollen". Dr. Beate Eder-Jordan (Literaturwissenschaftlerin) bringt die Geschichte der Literatur der Roma näher. Mit Roma Musik! In Kooperation mit dem Verein Ketani für Sinti und Roma Veranstaltungshinweise: “CALABRIENTAGE" Zigeunerkunst-Italienmarkt-Calabrienpasti Dauer: 7.-11. August 2006, 9-24 Uhr Ort: Cafe Pub Hokuspokus, Marktgraben 2 “CALABRIENTAGE IM ZIGEUNERWALDELE" Zigeunerkunst-Italienmarkt-Calabrienpasti Dauer: 13.-16. August 2006, 16-22 Uhr Ort: Graf 135, Apa-Stiege 1, 6500 Landeck (0676-6130098) (Die Roma von Lamezia Terme definieren sich selbst als “echte" Zigeuner, so lautet ihre Selbstbezeichnung) Weiter Informationen unter: oder Mit freundlicher Unterstützung vom Bundeskanzleramt für Kunst und der Stadt Innsbruck gefördert. Wir senden Ihnen diese Informationen, weil - Sie uns Ihre E-Mail-Adresse zu diesem Zweck mitgeteilt haben - Sie bei einer Kursanmeldung im Haus der Begegnung Ihre E-Mail-Adresse als Kontaktadresse angegeben haben - wir davon ausgehen, dass Sie an diesen Informationen interessiert sind. Sollten Sie mit der Zusendung unserer Info-Mails nicht einverstanden sein, lassen Sie es uns wissen, wir löschen Ihre E-mail-Adresse umgehend aus unserer Mailingliste. _______________________________ Yeliz Dag˜devir Geschäftsführung Initiative Minderheiten Klostergasse 6 6020 Innsbruck Tel.Fax: 0512-586783 Mobil: 0650-3308666 http://www.initiative.minderheiten.at http://www.gastarbajteri.at Email: ================================================ 07 Letzter Tag der Konfiguration II: Führung und anschließendes Feiern am Romafest, 11. Juni, 13 Uhr von news at initiative.minderheiten.at ================================================ VERBORGENE GESCHICHTE/N - REMAPPING MOZART Konfiguration II: Frisch zum Kampfe! Frisch zum Streite! Mit einem lachenden und einem weinenden Auge kündigen wir die letzten beiden Termine an und laden Euch zum Abschluss der 2. Konfiguration herzlich ein, die letzte Gelegenheit einer KuratorInnenführung wahrzunehmen und anschließend am Romafest mit uns zu feiern! (1) Samstag, 10. Juni 2006, 20 Uhr DIE REVOLUTION FILMEN IV Café Apartment 02, Obermüllnerstraße 2/c/6, 1020 Wien Freier Eintritt Film: *WEEK END* Jean-Luc Godard, F/I 1967, 99 Min., frz.OF mit engl. Untertiteln, DVD Ein Pariser Mauerspruch verkündete im Mai ’68: „Ein einziges nichtrevolutionäres Wochenende ist unendlich viel blutiger als ein Monat permanenter Revolution.“ Godards Week End ist die verstörende Illustration dieses Slogans: Freiheit ist die Freiheit der Autofahrer, Gleichheit die der Waren, Brüderlichkeit kaum eine Erinnerung mehr. Zwischen Autounfällen erklingt die Klavier-Sonate in D-Dur (KV 576) von Mozart (dem „Goldstandard der Komponisten“, Kaja Silverman) aus dem revolutionären Jahr 1789. „Ein Film verirrt im Kosmos“, „gefunden auf dem Schrotthaufen“ lauten die ersten Zwischentitel, „Ende der Geschichte. Ende des Kinos“ die letzten dieses Films, in dem Godard sein Kino der Nouvelle Vague an die Wand fährt. (2) Sonntag, 11. Juni 2006, 13 Uhr LETZTE KURATORINNENFÜHRUNG MIT LJUBOMIR BRATIC UND NORA STERNFELD Konfiguration II: Frisch zum Kampfe! Frisch zum Streite! Mokereistraße 2/ Max-Winterplatz 17, 1020 Wien Dauer: 4. Mai - 11. Juni 2006 Öffnungszeiten: Mo geschl., Di 11 - 17 Uhr, Mi - So 13 - 19 Uhr Freier Eintritt UND ANSCHLIESSEND WIRD GEFEIERT!!! Daher leiten wir Euch gerne diese Einladung weiter: Das Romano Centro veranstaltet am Sonntag, den 11. Juni 2006, von 14:00 bis 21:00 Uhr das traditionelle Romafest am Mexikoplatz (Wien Leopoldstadt). Das Fest bietet die Gelegenheit alle Romagruppen, die sonst wenig Kontakt miteinander haben, an einen Platz zu vereinen und durch ausgezeichnete künstlerische Darbietungen (unter anderen die großartige und bekannte Esma Redzepova mit Band aus Skopje, eine Musikgruppe aus Tschechien und einige in Wien ansässige Romamusiker) einen Blick in die Kultur der jeweis anderen Romagruppe zu werfen. Die Veranstaltung ist das zentrale Fest der Roma in Wien. Das Fest wird sowohl von Roma aber auch von Nichtroma sehr gut besucht. Eintritt ist frei. Alle sind Willkommen! Vorläufiger Programmablauf: 14:00 - 14:15 Begrüßungs- und Eröffnungsrede des Festes durch Dragan Jevremovic 14:30 - 16:00 Tschechische Romamusik 16:30 - 18:30 Österreichische Romamusik - Ruza Nikolic-Lakatos 19:15 - 21:00 Konzert Esma Redzepova Programm außerhalb der Bühne: Infostand Romano Centro mit Literatur von und über Roma Infostand Initiative Thara Haus www.thara.at Grosses Roma Buffet Flohmarkt ___ verborgene geschichte/n - remapping mozart gumpendorferstr. 15/13, 1060 wien t: 01 - 58 61 249 - 15 f: 01 - 58 68 217 m: 0699 - 81 98 45 51 www.remapping.mozart.at ***** Newsletter der Initiative Minderheiten Gumpendorfer Straße 15/13 A-1060 Wien Tel. 586 12 49-18 Fax 586 82 17 http://www.initiative.minderheiten.at http://www.gastarbajteri.at ================================================ 08 9.6.: Demonstration gegen Rassismus und Polizeigewalt! von Rosa Antifa Wien ================================================ Wir leiten den folgenden Aufruf weiter, do not miss! lg raw ################ Die Lebenssituation für viele Menschen in diesem Land ist - wie überall in der EU - geprägt durch täglich durchgeführte Internierung und Deportationen, rassistische, oft gewalttätige Polizeischikanen, restriktive Fremdengesetze und Alltagsrassismen in nahezu allen Lebensbereichen. Wir rufen zu einer lauten und wütenden Demonstration gegen die herrschenden rassistischen Zustände auf: Freitag, 9. Juni 2006 in Wien Treffpunkt: 16:00 Uhr, Westbahnhof, Europaplatz Nach der Demo: 20:00 Uhr Kundgebung im Stadtpark / Wien. mehr Infos siehe: http://no-racism.net/article/1657/ -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ================================================ 09 tech:babbel stellt sich vor und laedt am 10.6. zum Hardware-Cafe von Rosa Antifa Wien ================================================ tech:babbel lädt zum hardware-café Wolltest du schon immer einen Computer von innen sehen oder das alte CD-Laufwerk gegen einen DVD-Brenner austauschen? Hast du dich nicht getraut einen Schraubenzieher zu schnappen und einfach mal deiner Lieblingsrechnerin eine zusätzliche Festplatte zu gönnen? Wir wollen gemeinsam die Untiefen von Computern und deren Einzelteilen ergründen und lernen wie wir bei simplen Umbauarbeiten vorgehen können. Für Hardware, Kaffee und Kuchen ist gesorgt - den Lieblingsschraubenzieher bitte mitbringen ;) Bitte schick uns vorher noch ein kurzes mail wenn du vorbeischaust! ################ Samstag 10. Juni 15:00 Wipplingerstrasse 23 1010 Wien ################ Kontakt: techbabbel at raw.at coming soon: http://techbabbel.raw.at ********************* tech:babbel ist Raum für Auseinandersetzung mit Computern, Technologien und Netzpolitik. Computer, Internet, Handys & Co. sind für die meisten von uns schon längst ein zentraler Bestandteil unseres Lebens - und natürlich sind diese Technologien auch zu einem wichtigen Werkzeug für den alltäglichen politischen Aktivismus geworden. Warum? Viele Vorteile haben sich eröffnet, aber auch Nachteile, und leider vergessen wir, dass nur allzu vielen Menschen der Zugang zu Computern verwehrt ist. Wir wollen auch jenen Menschen Partizipation ermöglichen, die aus sozialen Gründen oder durch rassistische und sexistische Diskriminierung von marktförmigen Angeboten ausgeschlossen sind. Wir wissen natürlich, dass wir die Ausgrenzungsmechanismen nicht von heute auf morgen ändern können - aber wir können versuchen es besser zu machen. Aus diesem Grund bieten wir z.B. ausschließlich kostenlose Workshops an. Gerade in technischen Bereichen wird durch elitär-komplizierte Sprache und Präsentation das Gefühl vermittelt, dass mensch es mit einer undurchdringbaren Materie zu tun hat, obwohl das selten der Fall ist. Die "Fachsprache" wird - ob beabsichtigt oder durch reine Unreflektiertheit - als Ausgrenzungswerkzeug benutzt und vermittelt immer wieder das Gefühl, sich erst durch hunderte Fachbücher kämpfen zu müssen, um irgendwann einmal mitreden zu können. Wem macht es schon Spass, an Gesprächen teilzunehmen, wenn die einzig vertrauten Wörter "und", "oder", "ja", "nein" sind. Uns jedenfalls nicht. Genau das soll sich auch vor allem in den Workshops wiederspiegeln. Hetero/Sexismus hat in der Computerwelt Tradition - wird sie doch noch immer von vielen Männer als ihre Domäne angesehen. Für Frauen ist nach Auffassung mancher nur Platz als irrwitziges Großbusen-Model in diversen Computerspielchen oder als Werbe-"Gimmick" in einer Hochglanz-Computer-Fachzeitschrift an den zu verkaufenden Server geschmiegt. Maximal ein bisschen Office und Surfen ist noch drinnen - wenn es mal ein Problem gibt, dann wird frau gleich weggeschoben mit der lapidaren "Erklärung": "Wart, ich mach das schon". Schon ist sie nicht mehr Herrin über die eigene Tastatur, sondern passive Zuschauerin. Nix ist mit wegschieben! Im Rahmen von tech:babbel wird es die Möglichkeiten geben, sich in einem geschützen Rahmen in Ruhe Wissen anzueignen. Tipps/Tricks & Austausch Gerade in den letzten Jahren ist für politische AktivistInnen die Möglichkeit, das Netz zu nutzen, zu einem unverzichtbaren Teil der Arbeit geworden. Es haben sich ungeahnte Möglichkeiten zur Verbreitung unserer Forderungen und Inhalte ergeben. Doch auch hierzu ist Know-How nötig - wir wollen uns gemeinsam nützliche Tools anschauen, testen und nutzen - einfach sehen, was es noch an noch nicht ausgeschöpften Möglichkeiten gibt. Aber wir wollen auch nicht die Nachteile übersehen - und auch auf den oft (auch in der Linken) viel zu sorglosen Umgang mit Sicherheit und Anonymität. Netz(Politisch) Das Internet und die Computertechnologien wurden und werden von verschiedenen AkteurInnen gestaltet und in jüngster Zeit ist ein immer stärker werdendes Interesse staatlicher Strukturen und anderer Institutionen an einer Kontrolle über das Internet und der vernetzten Geräte erkennbar. Wir wollen daher auch netzpolitische Themen diskutieren und Möglichkeiten einer aktiven Gestaltung/Emanzipation herausfinden. tech:babbel will Wissen vermitteln, Zugang zu Information bieten und ein Raum für Diskussion und Austausch sein. tech:babbel lebt von einer aktiven Beteiligung - wer etwas weiß, wer Fragen hat, wer thematisieren will, ist in tech:babbel richtig! Wir verstehen uns als Impuls und wollen Wissensaustausch anregen - tech:babbel kann und will aber keine Service-Einrichtung mit einem DienstleisterInnen/KundInnen Verhältnis sein, sondern Raum und Technik zur Selbstorganisation bieten. Die Infrastruktur Ohne RechnerInnen, Monitor, Netzwerk und Co. sind unsere Arbeitsmöglichkeiten begrenzt. Daher arbeiten wir derzeit intensiv daran, eine funktionierende technische Infrastruktur aufzubauen. Leider kostet das einen Haufen Geld und wir können einfach nicht alles aus unserer eigenen Tasche bezahlen. Deshalb wünschen wir uns, dass Workshop-TeilnehmerInnen, die es sich leisten können, durch eine (natürlich freiwillige) Spende zum Aufbau/Erhalt des Projekts beitragen. ############################ Location: Wipplingerstrasse 23 / 1010 Wien Termine: nach Ankündigung Kontakt: techbabbel at raw.at coming soon: http://techbabbel.raw.at ############################ Zum Rahmen Bei tech:babbel wird der Schwerpunkt auf Arbeit mit Open Source Software (OSS), wie etwa Linux und Open Office, liegen. Der Grund dafür ist kein missionarischer - wir wollen niemanden bekehren - und auch nicht der, dass wir Open Source als die Erlösung sehen. Natürlich begrüßen wir die Nutzung von Freien Alternativen und deren Vorteile, trotzdem sehen wir, dass auch z.B. in der Linux-Welt nicht alles so rosig ist, wie es viele Menschen gerne darstellen. Abgesehen von dem Phänomen, dass OSS eine Angelegenheit der weißen westlichen Mittelschicht ist, sind Frauen nach wie vor stark unterrepräsentiert und werden meistens für "unwichtigere" Aufgaben eingeteilt - die "echte" Arbeit bleibt noch immer Männern vorbehalten. Uns ist klar, dass viele Menschen, die wir ansprechen wollen, es gewohnt sind, mit Windows zu arbeiten - und es ist uns auch wichtig, hier Hinweise und Tipps zu geben (siehe z.B. Computersicherheits-Handbuch unter http://www.raw.at/compsec/). Doch die Lizenzen für kostenpflichtige Software sind für tech:babbel schlicht und einfach zu teuer. Und da diese Software auch für viele andere Menschen zu teuer ist, sollen bei tech:babbel kostenlose Alternativen zu Windows, MS Office & Co. vorgestellt und bei deren Aneignung geholfen werden. -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ================================================ 10 9. Juni: FriedensfreundInnen aus Mutlangen in Wien / Widerstand gegen Krieg und Gewalt von ================================================ Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde, in dieser Woche ist eine Delegation der Friedenswerkstatt MUTLANGEN (Deutschland) in Wien zu Gast. Mutlangen hat seit Beginn der 80er Jahre eine Tradition im Widerstand gegen Atomwaffen. Voriges Jahr haben sie eine Jugenddelegation zur NPT-Überprüfungskonferenz nach New York organisert. Wolfgang Schlupp-Hauck und die deutschen FriedensfreundInnen möchten auch mit österreichischen FriedensaktivistInnen sprechen. Daher haben wir für FREITAG, 9. JUNI 2006 um 17.00 Uhr im Gasthaus zum Schnepfenwirt, 1150 Wien, Schweglerstraße 29 in der Nähe der Evangelischen Kirche H.B., U3 Schweglerstraße www.schnepfenwirt.at geplant. Um 19.30 Uhr gibt es dann in der Evangelischen Kirche H.B. die DISKUSSION "MENSCHEN IM WIDERSTAND GEGEN KRIEG UND GEWALT" im Rahmen der langen Nacht der Kirchen. Mit solidarischen Friedensgrüßen! Andreas Pecha & Alois Reisenbichler FRIEDENSWERKSTATT MUTLANGEN: Deutsche Friedensdelegation in Wien: Für eine friedliche Lösung des Iran-Konfliktes Eine Gruppe der Friedenswerkstatt Mutlangen besucht im Vorfeld der Gouverneurstagung der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO). Sie führen Gespräche mit der CTBTO, der IAEO, der deutschen UN Mission und der iranischen UN-Botschaft. Die Gruppe besteht aus langjährig Engagierten in der deutschen Friedensbewegung sowie aus Jugendlichen der Initiative BANG (Ban All Nukes Generation). Sie stammen aus Städten, deren Bürgermeisterinnen und Bürgermeister Mitglieder der Mayors for Peace sind. "Wir wollen die Versuche der internationalen Gemeinschaft, das explosive Gemisch von Atomkraft und Atomwaffen zu entschärfen, kritisch analysieren und für eine friedliche Lösung des Iran-Konflikts eintreten", stellt Wolfgang Schlupp-Hauck, Delegationsleiter und Projektkoordinator der Friedenswerkstatt Mutlangen fest. Informationen: Wolfgang Schlupp-Hauck, Tel. 0049 16082 17907 http://www.pressehuette.de/ MENSCHEN IM WIDERSTAND GEGEN KRIEG UND GEWALT: Friedensbewegung bei der Langen Nacht der Kirchen Menschen im Widerstand gegen Krieg und Gewalt Am Freitag, den 9. Juni 2006 veranstalten die christlichen Kirchen in Wien die zweite Lange Nacht der Kirchen ( www.langenachtderkirchen.at ) Gemeinsam mit der Evangelischen Pfarrgemeinde H.B. organisiert die ökumenische Aktionsgemeinschaft Christinnen und Christen für die Friedensbewegung eine Podiumsdiskussion zum Thema "Menschen im Widerstand gegen Krieg und Gewalt". An diesem Gespräch nehmen teil: Irmi Ehrenberger, Internationaler Versöhnungsbund, Maga. Viola Raheb, evangelische Theologin, Peter Schmidt, Journalist, Kaplan Franz Sieder Vorsitzender der ChristInnen für die Friedensbewegung, Diskussionsleitung: Pfr. Thomas Hennefeld Die Veranstaltung beginnt in der Langen Nacht der Kirchen, am Freitag, 9. Juni 2006 um 19.30 Uhr in der Evangelischen Pfarrgemeinde H.B., Zwinglikirche, 1150 Wien, Schweglerstraße 39 (U3 Schweglerstraße). Für den Wiener Terminkalender: Freitag, 9. Juni 2006, 19.30 Uhr: Menschen im Widerstand gegen Krieg und Gewalt, Podiumsdiskussion mit Irmi Ehrenberger, Maga. Viola Raheb, Peter Schmidt, Kaplan Franz Sieder, Diskussionsleitung: Pfr. Thomas Hennefeld -- AKTIONSGEMEINSCHAFT CHRISTINNEN UND CHRISTEN FÜR DIE FRIEDENSBEWEGUNG Kaplan Franz Sieder, Vorsitzender A-3300 Amstetten, Kirchenstraße 16 Telefon 07472 646 16 www.friedenschristen.at.tf www.friedenschristinnen.at.tf ================================================ 11 Und schon wieder an der UNI: die HLI-Jugend treibt ihre sexistische Propaganda! von ================================================ Liebe FrauenLesben! Kaum ist die eine "Veranstaltung" der "Jugend für das leben" durch massive Proteste von Frauen am NIG am 18.5. mehr oder weniger gescheitert, (Bericht auf: http://at.indymedia.org/newswire/display/55610/index.phpAntisexismus bzw. auf http://www.wolfsmutter.com/artikel345 ) steht schon die nächste Ankündigung - diesmal im HS 1 - auf dem Plan: (entnommen http://www.youthforlife.net Startseite) Vortrag: Ich war am Ende. Dann erfuhr ich Hilfe Info: Das Post-Abortion-Syndrom (psychische Abtreibungsfolgen); Interview mit einer Betroffenen Wer: Jugend für das Leben - Wien Wo: Uni Wien, NIG (Neues Institutsgebäude), HS I, Universitätsstr. 7, 1010 Wien (U2 Schottentor) Wann: Di, 13. Juni 06, 19.00 Uhr Die "Jugend" braucht also das NIG, um Abtreibungsgeschädigte öffentlich zu "interviewen"! Der "Jugend", die engestens mit militanten Gruppen wie Human Life International zusammenarbeitet, ist es im Quartier der Katholischen Hochschulgemeinde zu eng geworden, in den USA ist es übrigens totale Praxis, derlei sexistische Propaganda und Organisierung gegen das Selbstbestimmungsrecht an den diversen Universitäten zu etablieren. Dasselbe Bild erleben wir nun auch in Österreich! Wer trägt die Verantwortung dafür, dass diese Leute die Hörsäle am NIG ungehindert und offensichtlich verstärkt buchen? Wer sind die SympathiesantInnen an der UNI dieser HLI-Jugend? Zur Illustration, wie HLI und ähnliche Organisationen bereits bis in die Europäische Union (bzw. die Parlamente) arbeiten, um den Schwangerschaftsabbruch wieder zu kriminalisieren, hier ein Artikel zur Praxis: http://www.ftd.de/politik/international/77755.html Kreuzzug nach Brüssel. Eure Proteste richtet bitte an den Rektor des NIG und an das ÖH-Frauenreferat, welches offenbar tief und fest schläft! Oder ist die UNI tatsächlich auf die Spenden von Organisationen wie "Jugend für das Leben" angewiesen, um den Betrieb aufrecht zu erhalten und diesen Sexisten eine Spielwiese für ihre dümmlichen Auftritte zu ermöglichen?! Feministisch und kämpferisch! Stoppt Human Life International und Co. - sie haben auf der Uni nichts zu suchen! -- FrauenLesben f.d. Selbstbestimmungsrecht der Frau Selbstbestimmungsrechtderfrau at gmx.net <+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++> detailierte Infos zum Schwangerschaftsabbruch und den Praktiken von Human Life International in Österreich auch auf: --- www.die-abtreibung.at.tf ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<> MELDUNGEN UND MEINUNGEN <>><<>><<>><<>><<>><<> ================================================ 12 [al_news] Ken Loach / Braunes Camp / Festung EU / Rotes Kino von "AL-Antifaschistische Linke" ================================================ AL-Newsletter Nr. 173 --------------------------- 1. Goldene Palme für linken Filmemacher Ken Loach 2. Braunes Sommerlager in Kärnten 3. Nein zur "Festung Europa"! Termine: 4. Rotes Kino: Michael Moore's "Roger and Me" ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 1. Goldene Palme für linken Filmemacher Ken Loach Der linke Filmemacher Ken Loach ist der große Sieger der 59. Internationalen Filmfestspiele von Cannes. Für seinen neuen Film "The Wind That Shakes The Barley" verlieh ihm die Jury am 28. Mai 2006 die "Goldene Palme", einen der wichtigsten Filmpreise weltweit ... weiter auf http://www.sozialismus.at ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 2. Braunes Sommerlager in Kärnten „Das heimattreue Sommerlager" lädt auch heuer wieder 8 bis 18- jährige zum „Leben der deutschen Volkskultur" ein, diesmal nach Kärnten. In der Zeit vom 8. bis zum 16. Juli werden die „Jugendführer" wieder versuchen, den Einfluss von „Dönerbuden", „Metrosexualität" und „Pop-Events" auf junge Menschen zu korrigieren, um somit ihrer „Verantwortung gegenüber Volk, Heimat und Kultur" gerecht zu werden ... weiter auf http://www.sozialismus.at ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 3. Nein zur "Festung Europa"! Die Europäische Union stellt sich selbst oft als Friedensprojekt dar. Doch für zahlreiche Menschen ist die EU viel mehr das Symbol für eine Region, die ihre Grenzen immer dichter macht, während die Mächtigen in der Union reicher und reicher werden ... weiter auf http://www.sozialismus.at ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 4. Rotes Kino: Michael Moore's "Roger and Me" Der Regisseur Michael Moore stammt, wie das multinationale Unternehmen General Motors (GM), aus Flint. Weder die Größe des Unternehmens noch die einmaligen Rekordumsätze von GM in Milliardenhöhe konnten den Konzernboss Roger Smith davon abhalten die Fabrik in Flint (30.000 Beschäftigte) und 10 weitere Werke in den USA stillzulegen. Die mit der Schließung der Fabrik in Flint verbundene rapide angestiegene Arbeitslosenquote hatte zur Folge, dass unter anderem Flint die höchste Verbrecherrate in den gesamten USA hat, ein neues größeres Gefängnis gebaut werden musste oder dass das Money Magazin Flint zur Stadt mit den schlechtesten Lebensbedingungen kührte. Im Film versucht Michael Moore ein Interview mit Roger Smith zu führen. Daneben dokumentiert er eindrücklich den verzweifelten und letztlich erfolglosen Kampf von Flint gegen den Niedergang der Stadt, nachdem der mit Abstand wichtigste Arbeitgeber vor Ort seine Tore geschlossen hat. Der Film zeigt anhand diverser Einzelschicksale, wie es nach einer Welle von Werksschließungen in Flint weitergegangen ist. Unter anderem geht Michael Moore darauf ein, dass eine Menge ehemaliger Automobilwerker Jobs als Gefängniswärter gefunden haben und hier ehemalige Kollegen, die wegen Beschaffungskriminalität Haftstrafen abbüßten, wiedertrafen. Der Film endet damit, dass Moore zur Weihnachtsansprache von Roger Smith Bilder von gleichzeitig stattfindenden Zwangsräumgen zeigt. Roger and Me USA 1989, 87 Min. Regie: Michael Moore Eintritt frei! (Die AL freut sich über Spenden) Großbildleinwand Montag, 12.06., 19.30 Uhr Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 Wien (U3 Neubaugasse, Ausgang Stiftgasse) Wir freuen uns auf euer Kommen! Eure AL-Antifaschistische Linke ------------------------ Yahoo! Groups Sponsor --------------------~--> Everything you need is one click away. 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Dazu wäre noch anzumerken, dass die langjährige Vorsitzende dieser EYA - European Youth Alliance - die ÖVP-Vorzugsstimmenkandidation Dr. Gudrun Kugler-Lang (Gattin des ehemaligen Pressesprechers des Opus Dei in Österreich) war. Lang war ebenso Vorsitzende der sogenannten "Jugend für das Leben", die sich in Österreich auch heuer wieder durch einen Pro-Life-Marsch durch Österreich, in Begleitung des Reaktionärs und Frauenfeindes Bischof Laun, machen wird, um auf dem Stephansplatz und in der Kirche zu landen! Küng steht sicher für die Messe schon parat. Diese Jugend arbeitet ebenfalls engstens mit Human Life International zusammen, tritt wie diese für ein bedingungsloses Abtreibungsverbot ein und macht sich angeblich in Schulen mit einer Anti-Verhütungspropaganda als "Aufklärungsunterricht" wichtig. www.youthforlife.net am Donauinselfest: Gemeinsam mit HLI Salzburg (Lebenszentrum, die Terrorzentrale) wird von der Jugend für das Leben auch für das heurige Donauinselfest in einem Textwettbewerb geworben. Wer die Fotos von Alfred Gusenbauer als Backstage-Gast bei dieser Katholischen Jugend-Bühne im Jahr 2004 sehen möchte, die klicke doch hier: http://www.youmagazin.com/key2life/snapshots.htm Gusenbauer gehört auch zu den Gratulanten an die European Youth Alliance, die doch so tolle Arbeit für die Familien, Frauen, etc. leistet - siehe Artikel. SPÖ! Mir grausts vor dir, wenn du solche Vorsitzende hast! Widerstand ist keinesfalls zwecklos. Schreibts doch der SPÖ und fragt mal nach! Arbeitsgemeinschaft Die Frauen und Der Krieg, Wien http://www.ftd.de/politik/international/77755.html » Kreuzzug nach Brüssel « von Jens Tartler, Brüssel Die religiöse Rechte in den USA dehnt ihren Einfluss nach Europa aus: Vor allem in Staaten wie Polen finden die Fundamentalisten ein großes Reservoir an Unterstützern. Gemeinsam streben sie nach der Macht im Europäischen Parlament. Ingo Friedrich kann die ganze Aufregung nicht verstehen. Eigentlich waren das doch "wunderschöne Bilder", die da im Foyer des Europäischen Parlaments in Straßbourg zu sehen waren, findet der CSU-Abgeordnete. Glückliche Kinder mit glücklichen Eltern - eine Werbung für die Familie. Nur die letzten beiden Tafeln waren nicht so schön. Auf der einen waren Bilder von Kindern in einem KZ zu sehen, auf der anderen ein Fötus nach der Abtreibung. Daneben die Frage: "Wenn eine Mutter ihr eigenes Kind töten kann, wie kann man dann verhindern, dass Männer sich umbringen?" Die beiden sozialistischen Abgeordneten Veronique de Keyser und Ana Gomes verlangten von den Veranstaltern der Ausstellung, der Liga Polnischer Familien (LPR), die Fotos sofort abzuhängen. Als die Abgeordneten aus dem Osten sich weigerten, legten die beiden Frauen selbst Hand an. Der Kampf der Kulturen musste vom Sicherheitspersonal beendet werden. Schließlich ordnete die Parlamentsverwaltung an, dass die Ausstellung sofort abgebaut wird. Sie habe nicht gewusst, welche Fotos die Polen dort zeigen würden, teilte sie mit. Finanzstarke Organisationen ZUM THEMA » Der Mann für die Zeit nach Bush « (http://www.ftd.de/karriere_management/koepfe/71840.html) (*) Amerika steht auf der Kippe (http://www.ftd.de/boersen_maerkte/geldanlage/27427.html) Papst begeistert in Polen empfangen (http://www.ftd.de/politik/europa/76846.html) Rücktrittswelle in Polens Regierung (http://www.ftd.de/politik/europa/71366.html) Leitartikel: Polen - Die Maske fällt (http://www.ftd.de/meinung/kommentare/71029.html) Mit der Erweiterung der Europäischen Union im Mai 2004 haben die religiösen Kräfte in der Politik enorm an Gewicht gewonnen. Aus Ländern wie Polen, Tschechien oder der Slowakei kommen viele katholische Abgeordnete, die ihre Agenda im Europaparlament durchsetzen wollen. "Bei Abstimmungen über ethische Fragen haben wir jetzt Mehrheiten, die es vor der Erweiterung nicht gab", freut sich der Abgeordnete Bernd Posselt von der CSU. Mit dieser neuen Macht verbündet sich die religiöse Rechte aus den USA. Die großen, finanziell bestens ausgestatteten Organisationen wie Human Life International (HLI) oder das Population Research Institute (PRI) sind in Lateinamerika, Afrika und Asien schon aktiv und fassen immer stärker auch in Europa Fuß. Über ihre Gesinnungsfreunde versuchen sie, die Mehrheit im Parlament zu erobern. "In Brüssel wird schon verbissen gekämpft", räumt Johannes Zander ein. Der Theologe leitet die deutsche Niederlassung von HLI. Die US-Organisation hat in fast allen EU-Staaten Niederlassungen. Organisationen wie HLI oder PRI verfügen über beste Verbindungen zur Regierung von US-Präsident George W. Bush. Und genauso wie diesem geht es ihnen um die ganz grundlegenden Fragen des menschlichen Lebens: Abtreibung, Aids, Sexualaufklärung, Klonen, Stammzellenforschung, Evolutionstheorie. Abtreibungen sind geächtet Gemeinsam versuchen Bush und seine religiösen Mitstreiter, ihre Überzeugung weltweit durchzusetzen. Als der Texaner 2001 ins Weiße Haus einzog, setzte er am ersten Arbeitstag Ronald Reagans "Mexico-City-Policy" wieder in Kraft. Der damalige Präsident hatte auf einem Uno-Bevölkerungsgipfel 1984 verfügt, dass die USA keine Organisation mehr unterstützen, die Abtreibungen, auch legale, nicht grundsätzlich ausschließt. So blockierte Bush beispielsweise 2002 den US-Beitrag von 34 Mio. $ zum Uno-Bevölkerungsfonds. Begründung: Mit dem Geld würden Zwangsabtreibungen und -sterilisationen in China finanziert. Zwei unabhängige Untersuchungen fanden keinen Beleg dafür, aber das Geld blieb gesperrt. Die Unterstützung seines Vorgängers Bill Clinton für Verhütungs- und Anti-Aids-Programme in der Dritten Welt strich Bush zusammen. Für Kondomlieferungen in 15 Länder gibt er 2 Mio. $ in fünf Jahren - aber 665 Mio. $ für Programme, die für Abstinenz vor der Ehe werben. Ihre Linie versuchen die konservativen Amerikaner auch in Europa durchzusetzen. Missionare von PRI und HLI sowie der republikanische Senator Chris Smith flogen nach Brüssel, um ausgewählte Abgeordnete in Informationsveranstaltungen vor der Gefahr für chinesische Frauen und Kinder durch das Uno-Bevölkerungsprogramm zu warnen. Für "Zwangsabtreibungen" dürfe die EU kein Geld geben. Der Vorwurf gegen das Uno-Programm wurde zwar widerlegt. Doch den Amerikanern gelang es, genug Abgeordnete zu mobilisieren, um eine Anhebung des EU-Entwicklungsbudgets zu blockieren. Auch das Programm zur Förderung der Sexualgesundheit in Entwicklungsländern für 2003 bis 2006 wurde von 20 auf 6 Mio. Euro gekürzt, weil 160 Abgeordnete es so wollten. Seit der Ausdehnung der EU nach Mittel- und Osteuropa hat die Kirche noch mehr Durchschlagskraft. Mittlerweile ist die Slowakin Anna Zaborska Vorsitzende des Frauenausschusses im Europäischen Parlament. Ihr Wahlkampf war ein Feldzug gegen die Gleichberechtigung, Aids bezeichnet sie als "Gottes Strafe für Homosexualität". Abtreibungen lehnt sie auch dann ab, wenn die Frau vergewaltigt wurde. Vor Uno-Konferenzen trifft sie sich mit Vertretern konservativer US-Organisationen, um ihre Position abzustimmen. Ein Verbündeter der Amerikaner ist auch der Pole Maciej Giertych von der national-konservativen Partei LPR, dessen Sohn Roman seit Anfang des Monats Vize-Premier in Polen ist. Der heutige Europaabgeordnete Giertych nahm 2003 an einem Symposium in Rom teil, das vom amerikanischen Kolbe Centre for the Study of Creation ausgerichtet wurde. Dort bereiteten Wissenschaftler und Politiker aus den USA und Europa ihre Attacke auf die Evolutionstheorie vor. Von ihrem Gegenmodell Intelligent Design, also Gott als Schöpfer, war damals in der breiten Öffentlichkeit noch keine Rede - was sich danach gründlich änderte. Die sozialistische Abgeordnete de Keyser wirft den Amerikanern vor, Abgeordnete mit falschen Theorien und Zahlen gezielt zu beeinflussen: "Das kann man Wort für Wort in Anträgen und Debattenbeiträgen nachverfolgen." So verbreiten mittlerweile auch Parlamentarier pseudowissenschaftliche US-Studien, nach denen etwa Kondome nicht vor Aids schützen. Zweifelhaften Ruhm hat die Organisation Eurofam erlangt. Auf ihrer Website beurteilt Eurofam jeden einzelnen Abgeordneten. Als de Keyser einmal einen Kompromiss mit einer konservativen Abgeordneten aus Spanien schloss, wurde die prompt von Eurofam an den Pranger gestellt. Daraufhin nahm die Spanierin Abstand von der Vereinbarung: "Sonst werde ich zu Hause umgebracht." Die Eurofam-Website hat weder Impressum noch Telefonnummer. Claudia Kaminski, Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht, sagt aber: "Eurofam wird von der World Youth Alliance betrieben." Die WYA ist eine der wichtigsten Organisationen der US-Rechten. Sie bestreitet eine Verbindung zu Eurofam. In jüngster Zeit haben sich die religiösen Lobbyisten auch auf die EU-Forschungsprogramme eingeschossen. Sie wollen jede Unterstützung für Forschung mit Stammzellen verhindern. So munitioniert sich beispielsweise die Londoner Organisation Core Ethics in den USA mit Argumenten und Daten. Mit Massensendungen von Briefen und E-Mails sollen die Abgeordneten dazu gebracht werden, gegen die Forschungsprogramme zu stimmen. Wenn es ihnen besonders wichtig ist, kommen die Amerikaner persönlich nach Europa. Richard John Neuhaus von der WYA, Michael Novak vom American Enterprise Institute und George Weigel vom Ethics and Public Policy Center, bekannt als "Holy Trinity", fahren einmal im Jahr nach Krakau, um dort zu unterrichten. Kaminski schwärmt von den "Treffen im Vatikan" und den Uno-Gipfeln, auf denen die WYA Einfluss nimmt. Und ihr Mitstreiter Zander lobt die WYA dafür, dass sie in Brüssel "direkt am Parlament arbeitet". Der CSU-Abgeordnete Posselt ist zwar gegen die Abtreibung. Mit den amerikanischen Lebensschützern will er sich aber nicht einlassen: "Die sind nämlich meistens für die Todesstrafe." Aus der FTD vom 29.05.2006 © 2006 Financial Times Deutschland ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>> INTERNATIONALE SOLIDARITÄT <>><<>><<>><<>><<>><<>> ================================================ 14 Salam Ali, Mitglied des ZK der Irakischen KP, über die Position seiner Partei zur neuen Regierung und zur derzeitigen Situation im Irak von WADI Austria ================================================ *SALAM ALI, member of CC of Iraqi CP gives his party's assessment of the situation in Iraq*** *_"Morning Star" - 2 June 2006_* *INTERVIEW* * * *IRAQI COMMUNIST PARTY* *Central Committee and international relations committee member* *SALAM ALI gives his party's assessment of the situation in Iraq.* *** /Interview by Communist Party of Britain international secretary John Foster/**.* */The ICP Central Committee met recently for the first time since the parliamentary elections/**/. /**/What were the main issues it considered /**/?/* * *Five issues were paramount. There was sharp deterioration in the security situation together with the economic crisis now gripping the country. There was the urgent issue of how to end the foreign military presence, eradicate the consequences of occupation and restore the country’s sovereignty and independence. There was the continuing problem of overcoming the legacy of ousted dictatorial regime and the struggle over the character of the new Iraqi state. Though separate, all these issues are intimately interlocked in the political situation in Iraq today and require careful and specific handling. */How serious is the security situation /**/?/* For ordinary people this is the main source of concern. Civilian deaths have sharply increased, including the killing in cold blood of many workers and those seeking employment. Particularly worrying is the growth in armed militias that are beginning to seize the powers of relevant bodies in the state. Many acts of assassination and kidnapping have taken place without proper response by government. There has also been an escalation of terrorist operations against civilians, covering a bigger geographical area and selecting targets with greater accuracy with the aim of influencing the political process and intensifying sectarian polarisation. Nothing has been spared including places of worship! h . */What does the ICP see as the solution /**/?/* Our Party has always pointed out that the security issue should be tackled by adopting a multifaceted and integrated approach, including political, social and economic measures rather than resorting to direct military force alone. As part of this approach, the Iraqi government must develop its own military and security forces that are based on national unity - that is, forces which represent all Iraqis irrespective of their ideological and political affiliations, ethnic origins or religious beliefs. */How bad is the economic crisis and how far has it brought mass resistance /**/?/* There has been a dramatic deterioration. This is particularly so for public services and the supply of water, electricity and petrol products . 20 per cent of the population is living in absolute poverty. Between 30 and 50 per cent of the labour force is unemployed, especially youth. Inflation has risen over 30 per cent. There were big demonstrations across Iraq against the price increase of refined petrol products in December. There have also been demonstrations on pay by health workers and by the unemployed seeking work. A big protest movement has been developing against the notorious Decree 8750 issued by the transitional government in August 2005. This enables the government to exercise detailed control over non-governmental organisations including trade unions. It includes the power to freeze their assets and to disband them. As an indication of the dangers to come, this month saw the arrests of striking dock workers in Basra. The Central Committee sees this movement of protest and resistance as critical for the future and needing active support and development. */How does this fit in with the Iraqi party’s opposition to occupation /**/? /* The foreign military presence constitutes a violation of national sovereignty and the government’s capitulation to external economic pressures and the diktat of international financial institutions is one continuing facet of that violation. The party welcomed the Accord Conference convened in Cairo by the Arab League last November. This sought to bring together the differing political and social forces in Iraq and issued a call for a firm timetable to be set for the withdrawal of occupation forces. The Central Committee believes this represents the way forward. The ICP opposed, along with other political forces, the action last June of the transitional government, without the support of parliament, in calling on the UN to renew the mandate of the occupation forces. The Central Committee welcomes the reconvening of the Accord Conference planned for next month. It sees this as providing an avenue for the necessary compromises among Iraqi political groups required to push forward the movement for the restoration of sovereignty. The party has already called on the government to work for the withdrawal of occupation forces from the cities and for it to create the material, political and security prerequisites for the ending of the foreign military presence. */What are the internal political obstacles to the recovery of national sovereignty /**/?/* The biggest internal obstacle is the growth of sectarianism and sectarian conflict. This has four sources. It derives from the openly sectarian policies of the ousted dictatorship. It was consolidated by the policies of the occupiers who resorted to an ethnic categorisation of our society. It was further worsened by some political forces employing sectarian-ethnic polarisation as an alternative to political programmes in order to seize political power and secure positions in government. This was evident during the recent election campaign. Finally, terrorist forces have concentrated on exacerbating the resulting hostilities to the point of open conflict! . The attack on the holy shrine at Samarra brought large-scale inter-communal killing and forced relocation. There remains, however, a level of popular commitment to an Iraqi national identity and the creation of an Iraq that is home to all Iraqis irrespective of ethnicity and religion. The ICP seeks to develop this commitment. It is a key to the recovery of national sovereignty. */What was the approach of the ICP to the elections and the subsequent battles over the formation of a new government /**/?/* The Central Committee spent some time assessing the options for the ICP in the elections: whether it should have fought independently, as part of a coalition of progressive democratic forces or within a broader democratic coalition. The decision to contest as part of a broad democratic coalition, along with other progressive forces, was taken after extensive polling of opinion at cadre level and in face of the intensification of sectarian politics. The Iraqi National List included a range of political parties, individuals and movements that were generally non-sectarian, liberal and democratic. The elections were marked by widespread violence and malpractice. The outcome was, however, positive in so far as the level of participation was high and no single sectarian-based political group was able to dominate the new parliament. The Party from the beginning has argued for a government that incorporates all political forces and abandons the sectarian quota system for allocating government posts. The government formed on 20 May emerged after lengthy negotiations. The idea of setting up a broadly based national unity government was eventually endorsed - though reluctantly by some forces. Initially there was an attempt to allocate posts purely along sectarian-ethnic lines and to exclude the broad democratic and liberal coalition, the National Iraqi List. This ranked fourth in the elections with 9 per cent of the vote and includes the Communist Party. Eventually, the Iraqi National List was allocated five ministries including Justice, Communications and Human Rights. Raid Fahmi, a member of our Central Committee, became Minister for Science and Technology. The leading government posts were still distributed on ethnic-sectarian lines to the mainly Shia Iraqi National Alliance, the Kurdistan Alliance and the mainly Sunni National Accord Front. The Iraqi National List stated that its ‘participation in the government is based on its recognition of the importance of consolidating the principle of national unity and Iraq's security, safety and stability’ and called on the Prime Minister to honour previously agreed commitments. These include the need to remedy the 'flagrant shortcoming in the proportion of women's participation in ministerial posts’. - only four women are ministers out of 37 - and to disband the militias and integrate them within state institutions ‘as individuals rather than organisations.’ The newly-formed government therefore falls short of our Party's aim for a national unity government. But its composition, which is no longer totally dominated by one single bloc, opens up the potential for greater say in the decision making process. There is a relatively better representation of the political spectrum and diversity in Iraqi society. The ICP sees its continuing role as combating the damage caused by sectarianism and terrorism, consolidating national unity and democratic forces, strengthening the integrity of the Iraqi national security forces and preparing the way for the end of the occupation. At the same time it seeks to mobilise struggle for the restoration of basic services, for employment for the unemployed and to stop factory closures, sackings, short-time working and the erosion of living standards. Combined with these struggles outside parliament, the ICP sees its role in parliament and the government as bringing together those forces that will advance national sovereignty, oppose externally imposed neo-liberal policies and defend the needs of working people. The government has a four year term and will have a significant impact on the way a new Iraqi state will emerge. */Interview by Communist Party of Britain international secretary John Foster. /* http://www.iraqcp.org/members4/0060606icpen.htm -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================ 15 Irak / Kurdistan: Neue Sektion der Gesellschaft für bedrohte Völker gegründet von "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================ > GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER INTERNATIONAL > PRESSEMITTEILUNG Göttingen/Erbil, den 06. Juni 2006 > > Gesellschaft für bedrohte Völker gründet Sektion in Kurdistan / Irak > > Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat in Erbil im friedlichen > irakischen Bundesstaat Kurdistan eine Sektion gegründet. "Irakisch- > Kurdistan ist ein idealer Standort für eine Menschenrechtsorganisation, > die sich für den Schutz von diskriminierten und verfolgten ethnischen und > religiösen Minderheiten im Nahen Osten einsetzt", erklärte der Präsident > der GfbV International, Tilman Zülch, auf einer Pressekonferenz seiner > internationalen Menschenrechtsorganisation in den Räumen des > Parlamentes des Bundesstaates in Erbil. "Während Terroranschläge im > Süd- und Mittelirak ungezählte Opfer fordern, werden politische Konflikte > in Kurdistan auf zivilisierte Weise ausgetragen. Dieser Bundesstaat im > Norden des Irak befindet sich im Aufbruch, religiöse und ethnische > Gemeinschaften können sich jetzt frei entfalten." > > Der kurdische Parlamentsabgeordnete und Vorsitzende des > Gründungskomitees, Dr. Nasih Ghafuri, legte am heutigen Dienstag in Erbil > dar, dass der Beirat der neuen Menschenrechtsorganisation den > Pluralismus der kurdischen Gesellschaft wiedergebe: "Wir kennen hier nur > größere und kleinere Völker, keine Minderheiten." Das sei auch die > Überzeugung von Präsident Masud Barzani. Die Landesregierung unterhält > deshalb neben dem kurdischen jeweils auch ein Schulsystem für die > aramäisch-sprachigen Assyrochaldäer und die Turkmenen, fördert ihre > Kulturinstitute und bezuschusst ihre Medien. > > Dem Beirat der GfbV Kurdistan/Irak gehören 20 Persönlichkeiten an, > darunter kurdische, assyrochaldäische, turkmenische und yezidische > Abgeordnete, der stellvertretende Parlamentspräsident, ein christlicher > Minister, Vertreter der Organisationen der kleineren Völker und religiösen > Minderheiten des Nordirak, die Vorsitzende der kurdischen Frauenunion, > islamische, christliche und yezidische Geistliche und Persönlichkeiten > aus > Wissenschaft und Kultur. Die Opferverbände Kurdistans, unter ihnen der > Verein der ehemaligen politischen Gefangenen, die zu Zehntausenden in > den Lagern Saddam Husseins leiden mussten, sind im Beirat ebenso > repräsentiert wie die Frauen aus dem Barzangebiet, die die Entführung und > Erschießung von 8.000 ihrer Söhne und Männer beklagen, oder das so > genannte Anfal-Zentrum, dessen Sprecher die Opfer der gleichnamigen > Vernichtungsoperation des Baathregimes in Kurdistan auf 180.000 > beziffert. > > Die GfbV begrüßt nachdrücklich alle bisherigen Initiativen der Regierung > des irakischen Bundesstaates Kurdistan zur Aufnahme und Ansiedlung > assyrochaldäischer christlicher Flüchtlinge und Vertriebener aus dem > Mittel- und Südirak. "Es ist erfreulich, dass Dörfer und Häuser für sie > wiederaufgebaut oder neu errichtet werden und diese Menschen soziale > Hilfen erhalten. Es wäre schön, wenn deutsche Kirchen, Unternehmen und > die Bundesregierung sich verstärkt an dieser Hilfeleistung beteiligen > würden, damit sich eine größere Zahl der nach Jordanien und Syrien > geflüchteten Assyrochaldäern im irakischen Kurdistan niederlassen > können", sagte Zülch. > > Die GfbV-Delegation, die sich zehn Tage lang in Kurdistan/Irak aufgehalten > hat, reist heute zurück nach Deutschland. Für Nachfragen und Interviews > ist Tilman Zülch am späteren Nachmittag erreichbar unter Tel. 0173 67 33 > 980.==================================================== > == > Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) > Inse Geismar, Pressereferentin > Postfach 2024, D-37010 Goettingen > Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 > E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ================================================ 16 Iran. Lage religiöser Minderheiten verschlechtert von "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================ > GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER > PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 07.06.2006 > > Lage der religiösen Minderheiten im Iran hat sich seit Amtsantritt von > Amadinedschad verschlechtert > > Die Lage der religiösen Minderheiten im Iran hat sich nach Recherchen der > Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) seit Amtsantritt von Mahmud > Amadinedschad im Juni 2005 merklich verschlechtert. Der Druck der so > genannten Revolutionswächter auf Baha´i, konvertierte Christen und > Mandäer sei deutlich stärker geworden. Besonders schlimm ergehe es den > rund 10.000 Mandäern, die Anhänger dieser alten Glaubensgemeinschaft, > die in Johannes dem Täufer ihren letzten Propheten sieht, seien praktisch > vogelfrei und vor Angriffen auf offener Straße bis hin zum Mord nicht > sicher. > > So wurde der 21-jährige Sayeed Khamsi in Mosher, einem Vorort der Stadt > Ahwaz, Ende Februar von Unbekannten überfallen. Seinen schwer > verletzten Körper zwangen die Angreifer in Autoreifen, füllten sie mit > Benzin und zündeten sie an, so dass der junge Mann bei lebendigem Leib > verbrannte. Im Mai drangen Unbekannte in das Geschäft von Nasar > Zahrooni in Ahwaz ein, beschimpften den Baha´i als Ungläubigen und > erschossen ihn. Die iranischen Behörden weigern sich, in diesen und > anderen Mordfällen zu ermitteln. Darüber liegen der GfbV etliche Berichte > vor. Außerdem erreichten die Menschenrechtsorganisation immer wieder > Informationen, dass mandäische Mädchen entführt, zum Übertritt zum > Islam gezwungen und mit Muslimen verheiratet werden. Mandäer dürfen > ihre Zeremonien nicht abhalten, und ihre Toten müssen sie von > muslimischen Geistlichen bestatten lassen. > > Auch zum Christentum konvertierte Muslime seien im Iran ihres Lebens > nicht sicher. Zudem werden sie systematisch vom Geheimdienst > überwacht. Verbrechen extremistischer Muslime wie die Ermordung des > protestantischen Geistlichen Ghorban Tori am 22. November 2005 werden > nicht strafrechtlich verfolgt. Seit der Bluttat seien mehr als ein Dutzend > konvertierte Christen willkürlich festgenommen worden. > > Unter verstärkten Repressalien hätten auch die Baha´i zu leiden, die mit > 300.000 Angehörigen die größte religiöse Minderheit im Iran stellen. Sie > lebten in einer Atmosphäre der Angst vor willkürlichen Festnahmen, > Razzien und öffentlichen Diffamierungen. Seit Anfang vergangenen Jahres > seien bis zu 125 Baha´i willkürlich festgenommen worden. Drei der 54 > Baha´i, die am 19. Mai in Schiraz von so genannten Revolutionswächtern > verhaftet worden seien, würden noch immer festgehalten. Als "äußerst > Besorgnis erregend" bezeichnete es die internationale > Menschenrechtsorganisation, dass es seit Dezember 2005 in iranischen > Zeitungen mehr als 30 Artikel gegeben habe, in denen Baha´i verunglimpft > worden seien. Schon in den vergangenen Jahren seien Friedhöfe der > Baha´i und heilige Orte zerstört sowie Eigentum beschlagnahmt worden. > Außerdem sei für Baha´i der Zugang zu höherer Bildung eingeschränkt > worden. > ====================================================== > Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) > Inse Geismar, Pressereferentin > Postfach 2024, D-37010 Goettingen > Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 > E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ================================================ 17 News zu Venezuela von venezuela-info.net ================================================ Weitere Artikel finden Sie gesammelt auf http://www.venezuela-info.net ----------------------------------------------------------- Rückblick EU-LA Gegengipfel ----------------------------------------------------------- http://www.venezuela-info.net/article.php?id=3757&rid=227 ----------------------------------------------------------- POLITIK ----------------------------------------------------------- `Achse des Guten` Unterstützung für Morales aus Europa und Südamerika. USA sollen Putsch planen. http://www.jungewelt.de/2006/05-31/029.php jungewelt.de, 31-05-2006 ----------------------------------------------------------- Mehr Waffen für Venezuela Russischer Verteidigungsminister sieht kein Hindernis http://www.freace.de/artikel/200605/270506b.html Freace.de, 27.05.2006 ----------------------------------------------------------- `Chavez-Plan` für Bolivien Chavez und Morales treffen Kooperationsvereinbarungen, die Regierung Boliviens will eine `Volksbank` gründen und eine umfassende Landreform durchführen http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22765/1.html heise.de, 28.05.2006 ----------------------------------------------------------- Einmarsch nach Venezuela Ein Computerspiel aus den USA, in dem Söldner in Venezuela, beherrscht von einem `machtgierigen Tyrannen`, kämpfen, stößt bei Politikern des Landes auf Kritik http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22756/1.html heise.de, 27.05.2006 ----------------------------------------------------------- Uribe der Verantwortung für Morde in Venezuela beschuldigt Die venezolanische Abgeordnete Iris Varela wird beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag Klage gegen die kolumbianische Regierung einreichen. http://www.venezuela-avanza.de/html/uribe_der_verantwortung_fur_mo.html venezuela-avanza.de, 24-05-2006 ----------------------------------------------------------- WIRTSCHAFT ----------------------------------------------------------- Kalaschnikow-MPi wird in Zukunft auch in Venezuela hergestellt Russland wird in Venezuela eine Fabrik für die Herstellung von Kalaschnikow-Maschinenpistolen bauen. http://de.rian.ru/business/20060601/48913757.html RIA Novosti, 1-06-2006 ----------------------------------------------------------- Preis für OPEC-Öl unverändert Der Ölminister von Katar lehnt den Vorschlag des venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez ab, die Öl-Fördermengen zu beschränken. http://www.zeit.de/dpa/generatedSite/iptc-bdt-20060602-17-dpa_11835354.xml zeit.de, 2-06-2006 ----------------------------------------------------------- Erste Röhre für den `Petrosur` Venezuela und Bolivien vereinbaren Kooperation im Energiesektor http://www.nd-online.de/artikel.asp?AID=90626&IDC=3 nd-online.de, 18-05-2006 ----------------------------------------------------------- Sie wollen den Newsletter von venezuela-info.net abbestellen? In dem Fall klicken Sie bitte auf folgenden Link: http://www.venezuela-info.net/newsletter/deutsch/permission/abmelden.php ================================================ ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) NICHT AUFGENOMMEN: 2 Beiträge überaltet, Doubletten Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi, 24:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Tue Jun 13 19:24:35 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Tue, 13 Jun 2006 19:24:35 +0200 Subject: widerst@nd! - MUND: Dienstag, 13.6.2006 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! Dienstag, 13.06.2006 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 Sa 10.6., Cafe Apartment 02 - Die Revolution filmen 4/4: Week End (Jean-Luc Godard) p

================================================== 02 Programm 13.Juni depot-news at mailman.sil.at ================================================== 03 antira-demo newsletter nr.2 "global at no-racism.net" ================================================== 04 13.6.: Mit der Atombombe leben ..... "Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering" ================================================== 05 14./22.6.: Buchvorstellung "Sexualität und Kontrolle" "veronika weis" ================================================== 06 Party / Lesung / Vogliamo tutto / Wir wollen alles !!! Lolligo - Kindercafé ================================================== 07 19.6.: ´Bush`s War` Zukunfts- und Kulturwerkstätte ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 08 Newsletter andersrum.gruene.at Andersrum Newsletter ================================================== 09 PA: Klub slowenischer StudentInnen in Wien "Ilja Messner" ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 Sa 10.6., Cafe Apartment 02 - Die Revolution filmen 4/4: Week End (Jean-Luc Godard) p

================================================== VERBORGENE GESCHICHTE/N REMAPPING MOZART Konfiguration II: Frisch zum Kampfe! Frisch zum Streite! Info: http://remappingmozart.mur.at/joomla/content/view/26/45/lang,de/ Die Revolution filmen Vier Filmabende zusammengestellt von Peter Grabher In revolutionären Prozessen spielen emblematische Bilder und theatralische Szenen immer wieder eine Schlüsselrolle. Der dramatische Ereignischarakter der Revolution macht sie auch zu einem attraktiven Sujet für den Film. Seit dem sowjetischen Revolutionskino der 1920er Jahre verhandeln Filme Revolutionen und Aufstände. Eine kleine Filmreihe legt den Fokus auf die Interpretation der Französischen Revolution in Spiel- und Dokumentarfilmen: Der Bruch mit dem Absolutismus in Frankreich sowie der Bruch mit dem französischen Kolonialismus in Haiti sind die unterschiedlichen Bezugspunkte, die den Blick dieser Filme motivieren. ***************Einladung zum vierten Filmabend**************** Samstag 10. Juni 2006, 20:00 Café Apartment 02 Obermüllnerstraße 2/c/6, 1020 Wien Week End Jean-Luc Godard, F/I 1967 99 Min., frz. OF mit engl. Untertiteln, DVD Ein Pariser Mauerspruch verkündete im Mai 68: Ein einziges nichtrevolutionäres Wochenende ist unendlich viel blutiger als ein Monat permanenter Revolution. Godards Week End ist die verstörende Illustration dieses Slogans: Freiheit ist die Freiheit der Autofahrer, Gleichheit die der Waren, Brüderlichkeit kaum eine Erinnerung mehr. Zwischen Autounfällen erklingt die Klavier-Sonate in D-Dur (KV 576) von Mozart - dem Goldstandard der Komponisten (Kaja Silverman) - aus dem revolutionären Jahr 1789. Ein Film verirrt im Kosmos, gefunden auf dem Schrotthaufen lauten die ersten Zwischentitel, Ende der Geschichte. Ende des Kinos die letzten dieses Films, in dem Godard sein Kino der Nouvelle Vague an die Wand fährt. VERBORGENE GESCHICHTE/N REMAPPING MOZART Konfiguration II: Frisch zum Kampfe! Frisch zum Streite! Ein Projekt im Stuwerviertel über Normierung, Rebellion und Ausschlüsse kuratiert von Ljubomir Bratic und Nora Sternfeld Dauer 4. Mai 11. Juni 2006 www.remappingmozart.mur.at VERBORGENE GESCHICHTE/N REMAPPING MOZART Ein Ausstellungsprojekt in vier Konfigurationen KuratorInnenteam: Ljubomir Bratic, Araba Evelyn Johnston-Arthur, Lisl Ponger, Nora Sternfeld, Luisa Ziaja Ein Projekt von WIENER MOZARTJAHR 2006 ***************Vorschau**************** Dienstag, 27. Juni, 20:00, Amerlinghaus (Stiftgasse 8, 1070 Wien), Eintritt frei Kämpfe um Freiräume. Videos der Medienwerkstatt Wien (1979/80) Nach der Arena-Besetzung 1976 kam es in Wien zu einer Reihe von alternativ- und subkulturellen Bewegungen, die um die Offenheit konkreter Stadträume kämpften: Die zum Abriss bestimmte Phorushalle wurde bestzt, Jugendliche forderten "Rasenfreiheit" im Burggarten, Aktivisten der HOSI intervenierten im hochkulturellen Raum der Wiener Festwochen und auch die Geschichte des Amerlinghauses begann in diesen Jahren. Der Filmabend präsentiert eine Reihe von frühen Filmen der damals gerade gegründeten Medienwerkstatt, deren AktivistInnen diese Ereignisse mit ihrer Videokamera dokumentierten. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Privatisierung und Kommerzialisierung des öffentlichen Raums ist die Geschichte dieser Kämpfe ganz aktuell. Publikumsgespräch mit Alexander Bettelheim (xxx), Dieter Schrage (xxx), Ferdinand Stahl (Filmemacher, Ex-Medienwerkstatt- Mitglied). Burggarten, A 1980, 18 min HOSI Bude Reumannplatz, A 1980, 10 min Phorushalle, A 1979, 7 min Punks im 80er Haus, A 1980, 12 min Selbstverwaltung im Amerlinghaus, A 1979, 20 min In Kooperation mit kinoki Wien Links http://www.medienwerkstatt-wien.at http://www.amerlinghaus.at http://www.kinoki.at ***************Hinweise auf andere Veranstaltungen**************** *DER ALLERLETZTE OTHELLO* WORK-IN-PROGRESS Freitag, 9.Juni 2006 16 Uhr 10. Bezirk, Viktor-Adler-Markt, (Ausweichtermin bei schlechtem Wetter. Sa 10. Juni, 12 Uhr) Open Air. Eintritt Frei. Mit schwarz angemaltem Antlitz mimen seit vier Jahrhunderten die Othellos einfühlsam den edlen Wilden, der zu Ruhm und Rang und Stand aufstieg, um umso tiefer und dramatischer zurückfallen zu können in das bösartige rassistische Klischee vom schwarzen Mann als Verführer, Missbraucher, Vergewaltiger, Mörder unschuldiger weißer Frauen. Welcher Neid, welcher Sexualneid erfindet solche Bilder? Was sagen sie über die Komplexe derer, die sich selber als weiß-sauber-unschuldig-rein-gut-moralisch erfinden? Es spielen: Karsten Rühl, Grace Marta Latigo, Michaelangelo, Alexander Peer, Lennart Lakatos Idee und Projektleitung: Tina Leisch Bühnenbild und Kostüme: Gudrun Lenk-Wane Musik: Michaelangelo Konzept und zusätzliche Texte wurden von den Mitwirkenden gemeinsam erarbeitet. Assistenz: Veronika Brandt, Florian Binder, Marika Schmiedt, Sidy Mamadou Wane _www.othello.at_ *** BILDTEIL.VERORTET 8. - 10. Juni 2006 Zentralsparkasse Favoritenstrasse Favoritenstrasse 118, A - 1100 Wien Medienwerkstatt Wien, in Kooperation mit Universität für angewandte Kunst Wien / Medientheorie kuratiert von gangart http://www.gangart.org/bildteilweb/bildteiltitel.htm PROGRAMM Donnerstag, 8. Juni 2006 19.30 // Bildteil zur Sozialen Sicherheit: Arbeit und die Logik der Logistik Vortrag: Sergio Bologna Videobeiträge: Laura Horelli // Dariusz Kowalski // Kamen Stoyanov Moderation: Vanessa Redak Freitag, 9. Juni 2006 19.30 // Bildteil zu Auswärtigen Angelegenheiten: Medienterritorium Nahost Vortrag: Thomas Edlinger Videobeiträge: Rashid Masharawi // Stefanie Wuschitz Moderation: Dana Charkasi Samstag, 10. Juni 2006 19.30 // Bildteil zu Inneren Angelegenheiten: Aneignung / Enteignung Videobeiträge: Elisabeth Guggenberger | Helmut Voitl // Manfred Neuwirth *** "Sie sagen: Genossen, es ist noch zu früh zum Kämpfen. Im Herbst wird gekämpft. Wenn wir uns jetzt erheben, schwächen wir die Bewegung. Wir antworten: Jetzt muss gekämpft werden, weil Frühling ist und der Sommer noch vor uns liegt." N. Balestrini: Wir wollen alles. Roman der Fiatkämpfe. 1972 (1971). Forum Spiculum präsentiert in coop. m. KindergartenanarchistInnen, Kindercafé Lolligo, Mittwochspolitbeisl, die Bibliothek und Marea Alta Veranstaltungen aus der Reihe "Geschichte ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feueres!" Arm Your Desires! Musica, Visuals, Vino tinto e mas Freitag, 9. Juni 2006, 21 Uhr Marea Alta, Gumpendorferstraße 28, 1060 Wien Die Antifa-Bewegung in Wien Vortrag & Diskussion mit Heribert S. Montag, 12. Juni 2006, 18 Uhr Lolligo, Fischerstiege 4-8, 1010 Wien Nur für unter 21jährige !!! Antonio Negri - Eine Revolte, die nie endet Film mit. anschl. Diskussion im Rahmen des Mittwochpolitbeisls Mittwoch, 14. Juni 2006, 20 Uhr EKH, Wielandgasse 2-4, 1100 Wien Von der goldenen Horde zur performativen Bewegung. Arbeitskämpfe, Selbstorganisation und Widerstand in Italien vom heißen Herbst 1969 bis Genua 2001. Vortrag & Diskussion mit Klaus N. Freitag, 16. Juni 2006, 20 Uhr Die Bibliothek, Wipplingerstraße 23, 1010 Wien und Vogliamo Tutto ! Lesung & Vortrag & Diskussion mit Nanni B. Samstag, 17. Juni 2006, 20 Uhr Rabenhof, Theater, Rabengasse 3, 1030 Wien anschl. After-Show-Party mit DJ Epos (Thesaloniki) FORUM SPICULUM spiculum at winning.com *** Cinestudio Im AudiMax der TU - Getreidemarkt 9, 1060 Wien http://www.cinestudio.at Eintritt 5 Euro (außer bei Doppelticket am Di, 6.6.: 8 Euro) Willkommen zu Juniprogramm! Rechtzeitig vor der Fußball-WM der Doppelpaß: Eine Lesung FRANZOBELS aus seinem neuen Fußballbuch "Der Schwalbenkönig", gefolgt von der EM 04 - Doku "Kickk Off"; ansonsten bietet der Juni Dokumentationen aus vielen Bereichen sowie zwei Spielfilme - in toto sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Wir wünschen unseren Freundinnen und Freunden erbauliche Sommerferien, und freuen uns auf die Spielsaison 06/07. Das Team des HTU-Cinestudio. ****************************** Programmübersicht: Di 06.06.2006: Doppelpaß 19:45 Lesung Franzobel 'Der Schwalbenkönig' 21:00 'Kick Off- Hell Bent for 90 Minutes' Do 08.06.2006 20:10 GISBERTA | LIBERDADE Di 13.06.2006 20:10 The Family that eats Soil (Ang pamilyang kumakain ng lupa) Mi 14.06.2006 20:10 public opinion against bush + Bowling for Columbine Di 20.06.2006 20:10 Petrovaradin Tribe Do 22.06.2006 20:10 Kurzfilmprogramm #1 - 2006 Di 27.06.2006 20:10 Stadt Land Fluß Do 29.06.2006 21:00 Meisterschaft Fr 30.06.2006 21:00 Javja [Auf geht's; Vorwärts!] Detailprogramm: Di 6.6.: Doppelpaß 19.45 Lesung FRANZOBEL: 'Der Schwalbenkönig' (Eintritt 8 Euro inkl. Film um 21.00) Ist Fußball Ersatzreligion? Nein, Fußball ist Religion. Nicht umsonst spricht man vom Hinpilgern zum Heiligen Rasen, vom Glauben an die Mannschaft, von Gelb-Rot-Sündern, Ewigkeit, gottgleichen Spielern, Hexenkesseln, Erlösern und den Wundern, die im Katholizismus von Gott kommen, gegen die Ordnung der Natur, augenfällig und zur Stärkung des Glaubens sein müssen, so da weder Hexe, noch Zauberer, sehr wohl aber ein Kicker Wunder wirken kann. Die Pokale und Meisterschaftsteller gleichen den Monstranzen, Schiedsrichter sind moderne Meßdiener, Ballbuben Ministranten, der Ball das Kreuz, Dressen die Soutanen, Kutten, Fernsehstudios wie Beichtstühle, Stadien die neuen Kirchen, Garderoben Sakristeien, VIP-Plätze wie Galerien in der Kirche, Mannschaftsposter Heiligenbilder, Chips und Bier die neue Form von Hostie und Wein. Von der messianischen Sendung so manch eines Fußballers oder Fans einmal abgesehen, geht Franzobel mit gewohnter Sprachakrobatik und -raffinesse Fragen nach, die der wahre Fußballiebhaber oder -hasser schon immer beantwortet haben wollte: Was passiert, wenn im Prater die Veilchen verwelken? ... Allerdings ist mit Verschwörungstheorien schon derart viel Unfug angerichtet worden, daß es sympathischer ist, die zusammenkauften Spieler einfach als moderne Form des Heiratsschwindlers anzusehen, als Ausläufer eines aussterbenden Berufs ... Wie ist es möglich, da Spieler oder Trainer, die einem eigentlich immer halbwegs sympathisch gewesen sind, lediglich durch ihren Wechsel zum FC Bayern München, als ekelhafte, arrogante, geldgierige Fieslinge erscheinen? Es scheint, als würde da eine ungeheuerliche, zumindest temporär wirkende Barbayrisierung stattfinden, die auf bis dato unbefleckte Fuballer oder Trainer die ganze schleimige Ahnengalerie bayrischer Hochmütigkeitsfirnis leckt. ... Die WM fängt an, und Österreich ist nicht dabei, mit einem Wort, wird es fad? Glaub ich nicht, wir können ja immer noch darauf hoffen, da die Deutschen möglichst bald ausscheiden! 21.00: "Kick Off - Hell Bent for 90 Minutes" Österreich 2004, 90 min. Dokumentarfilm Regie, Buch, Kamera & Schnitt: Roland Renner Musik: Tankred Derler & Heinz Hoppaus Mitarbeit: Martin Obmann, Andreas Grininger, Joao Nuno Coelho, Thomas Greistorfer, Burgi Renner, Peter Nemetz, Sarah Gruber Portugal, Sommer 2004. Beginn der Fußball-Europameisterschaft. Fans aus ganz Europa treffen sich, um ihre Nationalmannschaft bei diesem Turnier zu unterstützen. KICK OFF - HELL BENT FOR 90 MINUTES vermittelt verschiedenste Standpunkte und Eindrücke von Land und Leuten, die sich mit ihrer Leidenschaft für Fußball auf dem schmalen Grat zwischen Patriotismus und Nationalismus bewegen. 'KICK OFF Film behandelt alle Aspekte der Fankultur bei der Euro 2004 in Portugal. Unterschiedlichste Charaktere erzählen von ihren Berührungspunkten zu Fußball. KICK OFF läßt uns an verschiedenen Schauplätzen tief in die Welt der Fußballfans einblicken... Viel Spaß!' Peter Nemetz 11 Tage, 11 Orte, 11 Standpunkte. Fussball-Fans sollten bei der Ausübung Ihrer Leidenschaft begleitet werden. Schlussendlich wurden 11 Fussballfans von einem Filmteam, einem Fussball-Fan- Experten und einem Kulturanthropologen durch die EM-Portugal begleitet. http://11eleven.at/ Vorführung in Anwesenheit von Regisseur Roland Renner. Do 8.6. um 20.10: GISBERTA | LIBERDADE Regie + Drehbuch: Jo Schedlbauer & Jó Bernardo Produktion: Jo Schedlbauer, European TransGender Network Darsteller: Jó Bernardo, Andreas Ramos, Armanda Cruz, Cristina Santos, Cristina Sousa, Joao Paolo, Julio Pires, Maria Jose Campos, Sérgio Vitorino, Sandra, Jo Schedlbauer Portugal / Österreich, 2006, 60 min, Englisch / Portuguesisch OmeU Mehr Info: http://tgeu.net Lissabon; Februar 2006: Gisberta war obdachlos, transsexuell, HIV-positiv, Immigrantin aus Brasilien, hat Drogen genommen, war Sex-Arbeiterin. Sie wurde tagelang gefoltert und sexuell missbraucht. Schließlich wurde sie brutal ermordet. Eine Bande von Burschen aus einer katholischen Anstalt zum "Schutz Minderjähriger" hat die Tat gestanden. Sie haben Gisberta an ihrem Schlafplatz in einer Bauruine aufgelauert, mit Stöcken und Steinen traktiert, mit diversen Gegenständen anal vergewaltigt und tagsüber gefesselt zurückgelassen. An drei Abenden kamen sie wieder, um ihr grauenvolles Spiel fortzusetzen. Im Morgengrauen des dritten Tages haben sie Gisberta in einen Wassergraben geworfen, um ihre Tag zu verbergen. Gisberta hat zu diesem Zeitpunkt noch gelebt. Sie ist ertrunken. Der Film begibt sich an den Ort des Geschehens. Durch Interviews wird Gisbertas Lebensgeschichte, die Geschichte ihres Todes und Reaktionen auf dieses unvorstellbar brutale Verbrechen. Es geht um ein Hass-Verbrechen, die Rezeption in der Öffentlichkeit, die Reaktion von Staat und Kirche, Diskussionen und Aktivitäten der Community, um die rechtliche und soziale Situation von TransGender-Personen und um Ansätze, wie solche Hass-Verbrechen und soziale Ausgrenzung und Stigmatisierung in Zukunft verhindert werden können. Ein Trailer kann auf http://tgeu.net heruntergeladen werden Die portugiesische Community ist von diesem Ereignis schwer getroffen und hat für 8. JUNI 2006 zu einem AKTIONSTAG aufgerufen. Das Europäische Transgender Netzwerk (http://tgeu.net) hat sich dem Aufruf angeschlossen und lädt zu internationalen Aktionen vor offiziellen portugiesischen Niederlassungen ein. TransX (http://transx.at) wird den Aktionstag in Wien organisieren: 8. Juni 2006, voraussichtlich 17:00 Uhr vor der Portugiesischen Botschaft. Kundgebung für die Änderung der transphoben Strukturen sowie für eine Reform des sogenannten 'Systems zum Schutz gefährdeter Jugendlicher. Info und Aufruf ab 26.6. auf http://transx.at Di 13.6. um 20.10: The Family that eats Soil (Ang pamilyang kumakain nglupa) Regie + Drehbuch: Khavn de La Cruz Philippinen, 2005; Farbe/Schwarzweiß, Video, 75 min, spanischer-tagalog-cebuano-farsi Originalton mit englischer Untertitelung Neben der Rolle als Plattform für aufstrebende österreichische Filmemacherinnen und Filmemacher sowie als Ort, in dem sehenswerte Werke der Filmgeschichte wieder zu einer Aufführung gelangen können, will das Cinéstudio der htu in Hinkunft verstärkt in Österreich wenig bis nicht nicht bekannten Filmkulturen als Mittler dienen. Beginnend mit einem Sprung ins kalte Wasser: Denn 'The Family that eats Soil' der Ein-Mann- Filmindustrie Khavn De La Cruz ist sicher nicht als 'schöner' Film kategorisierbar (auch solche werden, dies sei schon versprochen, folgen), es handelt sich um einen packendes, die Bereitschaft zu Aufmerksamkeit forderndes, teils verstörendes Werk (welches beim Filmfestival Rotterdam 2005 beim Publikum mit das stärkste Fluchtverhalten hervorrief, niemand soll sagen können darauf nicht hingewiesen worden zu sein). 'The family that eats soil together stays together' - so der zentrale Satz des Films. Aber welche Familie findest sich am Tisch zusammen um Erde zu verzehren? Baby geht zum Hahnenkampf, der Bruder ist in einer Gewaltgang, die Schwester eine zwangshafte Prostituierte, Vater verabreicht Kindern ein Spezialgift, Mutter ist im Drogenhandel und Untergrund-TV-Star, Opa tot und wandelt zwischen den Mahlzeiten durch die Straßen. Das Underground-Opus mit Referenzen an Splatter-, Gewalt-und Horrorgenre bietet gerade auch durch seine Verzerrungen einen anderen Blick auf die philippinische Realität - für Regisseur De La Cruz mitgeprägt durch Gewalt, von spanischer, amerikanischer und japanischer Herrschaft und die Marcosjahre bis in die Gegenwart reichend. Presse-Filmkritiker Christoph Huber schríeb in einem seiner Berichte vom Filmfestival Rotterdam 2005 von 'den wilden, witzigen, subversiven No-Budget-Videos des philippinischen Punk- Rebellen Khavn De La Cruz, einer Entdeckung im Schwerpunkt zum Kino Südostasiens.' - diesem Resumé schließen wir uns gerne an. Die Homepage zum Film: http://www.kamiasroad.com/khavn/lupa.htm 'Digital Dekalogo: A Manifesto for a Filmless Philippines' von Khavn De La Cruz kann unter http://www.kamiasroad.com/khavn/writings.htm gefunden werden Mi 14.3. um 20.10: public opinion against bush + Bowling for Columbine public opinion against bush regie: claudia adamcik Ö 2006, 25 min Produktionstext: 'Dieser Film ist der lebende Beweis dafür, das die österreichische Bevölkerung Teil einer weltweiten Protestbewegung gegen G. Bush ist. Anhand von Interviews wollen wir ein Stimmungsbild aufzeigen, welches uns durch Politiker und ihre zu Verfügung stehenden Medien verschwiegen wird. Die Doku thematisiert die katastrophalen Auswirkungen von Bushs imperalistischer Kriegspolitik besonders auf muslimische Menschen, die besonders unter der von Bush propagierten Islamhetze zu leiden haben. Wie wahrscheinlich ist ein Atomschlag auf den Iran und wie können wir diesen verhindern, ist ebenfalls eine zentrale Frage dieses Filmprojektes.' Bowling for Columbine Regie und Drehbuch: Michael Moore. USA/Deutschland 2002, 123 Minuten, Farbe, DVD, OmU 'Sind wir eine Nation, die verrückt ist nach Waffen, oder sind wir einfach verrückt?', fragt Amerikas führender Satiriker und sozialkritischster Dokumentarfilmer Michael Moore. Ebenso brillant wie höchst unterhaltsam ist Michael Moores Dokumentarfilm über die Waffenversessenheit Amerikas. Bekannt für seine satirischen und provokanten Dokumentationen, beleuchtet Moore einmal mehr ein Phänomen der Supermacht. Die weltweit höchste Todesrate und die ungebrochene Sturheit, mit der seine Landsleute auf dem Recht auf Waffenbesitz beharren, lassen Moore eine Menge Fragen stellen. Selbst nur bewaffnet mit seiner Kamera, heftet er sich an die Fersen illustrer Lobbyisten, Waffennarren, Popgrößen und Politiker. Das Zeitporträt fesselt durch seine Dynamik, mit der Moore das Thema aufarbeitet: Interviews, Polizeivideos und Trickfilme werden mit persönlichen Kommentaren zu einem scharfzüngig-mitreißenden Bilderepos zusammengefügt. Am Filmfestival in Cannes 2002 wurde BOWLING FOR COLUMBINE mit 20 Minuten Standing Ovations gefeiert und einstimmig mit dem Sonderpreis der Jury zum 55. Geburtstag des Festivals ausgezeichnet. 'Moores Gespür für Satire und seine Hartnäckigkeit, die Mächtigen mit der hässlichen Wahrheit zu konfrontieren, machen BOWLING FOR COLUMBINE zu einem echten Erlebnis.' (Blickpunkt Film) Di 20.6. um 20.10: Petrovaradin Tribe Art Director: Zelimir Zilnik Project Director: Drago Pintaric Production: Kud Pozitiv Ljubljana (SLO) Co-Produciton: Terra film Novi Sad (SCG), Kino klub Novi Sad (SCG) About the film: Project Petrovaradin Tribe is based on a video workshop that will deal with unusual phenomena in which participate young people from the states of EX-Yugoslavia and regions of South-East Europe. Since the year 2000 in July more than 300.000 of young people gather at the Rock festival EXIT in Novi Sad in Serbia and Montenegro. This phenomenon is a fact that self-initially derives from a generation who has lived trough conflicts and has witnessed the fall of the old system and ethnical wars. Information which they received growing up (trough media, school history, ...) were overseen and don't correspond with the information they receive from their parents, friends, ... Aim of the project is not filming the festival itself, but the exploration of the newly established bonds and energies of the young generation that doesn't want to live in the shadow of the past war, judgments and feelings of guilt. The main goal of the workshop is to produce a documentary and other video and press material for public demonstration. Do 22.6. um 20.10: Kurzfilmprogramm #01 / 2006 Endlich frieden kriegen:15 min; 2006,at Drehbuch: Christoph Parzer Regie: Christoph Parzer, David Zuderstorfer "Endlich frieden kriegen" erzählt die Geschichte einer Gruppe von Soldaten aus der Sicht des Kriegsberichterstatters/ Kameramannes: Schnellschuss, der in den Morast Schützengraben eindringt um den Schauplatz, in allen Facetten, einzufassen. Bis die Kamera seine Sicht verlässt. Der Film ist in 4 Teilen konzipiert die in ein Ganzes münden. Neegeh: 4 50; 2004,At written, produced, directed by andreas gessl, david zuderstorfer Neegeh: now- the only word for a definite point in time in the language of the Micmac-Indians, who otherwise see time as an indefinite circle. Egon Hagen: Stummfilm;5 min, (A) Regie, Kamera , Schnitt: Mischa Guttmann Cast: Alois Reinhardt A Writer's Odyssey: (A) 2006, Dauer: ca. 10 min Directed by Daniel M. Dennhof Starring: Christoph Parzer der Film handelt vom Kampf eines Schriftstellers gegen ein harmloses, leeres Blatt Papier. Bevor der angehende Autor auch nur ein einziges Wort niederschreiben kann, muss er in seinem kleinen Arbeitszimmer Himmel und Hölle durchleben... Anima: 4:44 min (a) 2002 Von: Andreas Gessl Verstreutes Altmetall hier, ein Häufchen Knetmasse dort. Langsam lässt dieser Animationsfilm daraus Körper entstehen. Körper der Gegensätze, die nicht zueinander können. Verwirrt, Kurzfilm, 2 min; (A) Schauspiel, Kamera, Schnitt, Regie: Mischa Guttmann- Tunnel 3000 (A) 2006 von harald scherz KunstharzlackvIdeO:(A) 2003, dv pal, 8'16'' min. kamera/schnitt/ton: DitavonDark was geschieht, wenn der darstellende, expressive körper selbst im unklaren ist, was er denn verkörpert? ein tanzexperiment ohne tänzer, eine verwandlung ohne offensichtliche metamorphose, was bleibt ist das aufeinandertreffen zweier zeitlöcher, dargestellt von barbara dornet und DITa von DARK. garage (A) 2003, 44'sek., kamera/schnitt: barbara dornet, ton: guenther berger. ein experiment mit geloopten einzelbilder und fliesender bewegung. materialverwandtes video dazu ist -timecode von DITa von DARK Bernd (CZ) 2005, 15 min., kamera: barbara dornet. soundmaster: guenther berger. Bernd, das video, ist auschließlich in der kamera geschnitten und bedarf keiner visuellen nachbearbeitung. die szenen haben am -la petite mort festival- in slavonice stattgefunden. Dadata Nz (A)2005, 3min 48 sec Von und mit Christoph Parzer Die Hier und der Jetzt gestern live-Performance Di 27.6. um 20.10: Stadt Land Fluss querform A//I 2006, OF, 65 min Buch: Tobias Fend, Stefan Butzmühlen Schnitt: Tobias Fend, Stefan Butzmühlen Regie: Stefan Butzmühlen Stadt Eine Frau, zwei Männer. Und beide lieben sie. Jakob, ihr WG- Mitbewohner hofft schon lange auf eine feste Beziehung mit Tina. Doch sie ist nicht daran interessiert und taucht plötzlich mit Peter, ihrem neuen Liebhaber und zugleich Jakobs ehemaligem Freund, in der gemeinsamen Wohnung auf. Ein Basketballkäfig, ein Badesee im Naherholungsgebiet und eine enge Wohnung dokumentieren diese klassische Dreiecksgeschichte durch intime und zutiefst menschliche Szenen. Land Peter hat sich ein neues Leben in einem idyllischen Bergdorf aufgebaut und in Fanny eine neue Liebe gefunden. Als Tina von ihren Heiratsplänen erfährt, reist sie ohne zu zögern zu Peter. Sie will sich beweisen, dass Peter nur sie liebt. Jakob fährt ihr nach, aus Angst Tina nun endgültig zu verlieren. Die scheinbar herrschende Idylle wird zerstört. Was bleibt ist die Katastrophe. Fluss Ein Jahr später. Peter und Jakob müssen ihr Leben neu ordnen. Die beiden arbeiten als Unterhaltungsmusiker auf einem Ausflugsschiff, das Tinas Vater gehört. Mit dem Angebot an einem Bandwettbewerb teilzunehmen bietet sich ihnen die Chance in der Jazzszene Fuß zu fassen. Peter steckt in einem Dilemma. Da er Alimente für sein Kind zahlen muss, kann er es sich nicht leisten auf das sichere Einkommen zu verzichten. Stadt Land Fluss zeigt drei junge Menschen im Umgang mit ihren Beziehungen. Drei Träume - eine Realität. Eine Großstadt im Hochsommer, ein kleiner Skiort in der Nachsaison, ein Ausflugsschiff, das im Kreis fährt, sind die Schauplätze ihrer gemeinsamen Geschichte. Jeder von ihnen schlägt sich mit Gelegenheitsjobs durch, geht auf seine Weise mit den Anforderungen des Lebens um und sucht nach seinem Platz im Leben. Schließlich suchen alle etwas das bleibt: Liebe, Freundschaft und Vertrauen. Do 29.6. um 21.00: MEISTERSCHAFT Kamera: Friedemann Derschmidt Andreas Gartner und Walter Pucher Mit: Erich und Helga Kritsch, Alfred Hahn und Viktor Knierling Musik: Cornelia Mayer Ton Postproduktion: Ingo Pusswald Farbkorrektur Herbert Bednarik A 2005 Friedemann Derschmidt, 70 Minuten, dOF 1936 hat der Vater von Schneidermeister Hahn sein Geschäft aufgemacht, sein Sohn hat es übernommen und schneidert heute noch unglaublich elegante Maßkleidung für Herrn. Jeden Tag, bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit sperrt er sein Geschäft auf - verlässlich und ohne jemanden Rechenschaft zu schulden. Keine Stechuhr, kein Chef wartet auf ihn. Niemand zwingt ihn dazu. Auch der Fleischhauer Kritsch und der Uhrmacher Knierling arbeiten seit Jahrzehnten in ihren Betrieben. Was die drei verbindet, außer der geografischen Nähe zueinander, ist, dass sie wahrhafte Nachhaltigkeit leben in einer Zeit der Kurzlebigkeit. Friedemann Derschmidt hat die drei Handwerker besucht und eine Dokumentation über nachhaltige Produktionsstrukturen vor dem Hintergrund des Kleingewerbesterbens geschaffen. Fr 30.6. um 21.00 "Javja" [Auf geht's; Vorwärts!] Länge 74 min. Original mit deutschen Untertiteln Filmteam: Elvira Kurabasa, Petra Mühlberger, Elisabeth Öfner, Kathrin Paulischin, Andrea Reisinger. Schnitt: Elisabeth Öfner Produktion: Medea. Initiative für Kunst und Medien. Mongolei Sommer 2004 - 14 Jahre nach der geistigen Revolution und nach dem Zerfall der UdSSR. "Wohin des Weges?" fragt man sich. Wohin bricht sie auf, die Mongolei, eingeklemmt zwischen den zwei Großmächten Russland und China und geprägt von geistigen und wirtschaftlichen Öffnungen gegenüber globalen Strömungen? Fünf Frauen aus Österreich, "westlich sozialisiert", bündeln ihre Wahrnehmungen über globale Entwicklungen, die in der Mongolei während der Dreharbeiten (Juli / August 2004) anzutreffen waren zu einem reflexiven Dokumentarfilm, in den sie sich selbst miteinbeziehen. Hauptthema des Films sind die Auswirkungen der Globalisierung auf das Alltagsleben der MongolInnen, wobei städtische und ländliche Regionen differenziert betrachtet und behandelt werden. Menschen vor Ort kommen erzählend, erklärend, behauptend und gestaltend zu Wort. Der reflexive Dokumentarfilm "Javja" thematisiert die rezente Lebensrealität von MongolInnen 14 Jahre nach dem Zerfall der UdSSR. Grundlegendes Moment von "Javja" ist die spezifische Herangehensweise, indem eine reflexive Haltung zum konkreten dokumentarischen Schaffen eingenommen wurde und der dokumentarische Authentizitätsanspruch hinterfragt wurde. www.servus.at/medea/mongolei das HTU-Kino-Team (Kurt Hoffmann, Manfred Rakouwsky) revolution will not be televised ************************************************* kinoki Gumpendorfer Str. 63B Buerogemeinschaft 1. Stock 1060 Wien Fax: ++43 (0)1 403 87 94-17 mikrokino at kinoki.at http://www.kinoki.at ================================================== 02 Programm 13.Juni depot-news at mailman.sil.at ================================================== Dienstag, 13. Juni, 19.00 Die Couch: Vom Denken im Liegen Ausstellungsbesprechung Die Ausstellung im Rahmen des diesjährigen Freud-Jahres setzt sich auf vielfältige Weise mit den Bedeutungsebenen auseinander, die dieses Möbelstück als Inbegriff von Freuds Theorie und Praxis transportiert. Die Ausstellung widmet sich der Entstehung des psychoanalytischen Szenarios, bezieht kulturelle Aspekte der Couch als Liegemöbel ebenso mit ein wie dessen Bedeutung und Funktion im Wandel der Zeit und zeigt Querbezüge zur Literatur, Kunst und Medizin des 19., 20. und 21. Jahrhunderts auf. Georg Gröller, Psychoanalytiker Lydia Marinelli, Kuratorin der Ausstellung Roswitha Muttenthaler, Museologin Die Couch. Vom Denken im Liegen. Ausstellung im Sigmund Freud Museum Wien, 5. Mai bis 5. November 2006. Depot Breitegasse 3 A-1070 Wien Tel: +43 1 522 76 13 www.depot.or.at ================================================== 03 antira-demo newsletter nr.2 "global at no-racism.net" ================================================== +++ Inhalt: +++ 1. Zur Demonstration und Abschlusskundgebung am Freitag, 9. Juni 2006 2. Weitere Termine zum Thema 3. Audios (mp3) und Video zur Demonstration 4. Web-Banner 5. Informations-Materialien 6. Informationen auf englisch und französisch 7. Kontakt +++ 1. Zur Demonstration und Abschlusskundgebung am Freitag, 9. Juni 2006 +++ Treffpunkt für die Demo am Freitag, 9. Juni 2006 ist um 16:00 Uhr beim Westbahnhof/Europaplatz. Alle sind aufgerufen, Transparente, Flugblätter und vor allem viel Lärm mitzubringen, um für entsprechende Aufmerksamkeit zu sorgen - und den unerträglichen Rassismus zu thematisieren. Die Demo wird zum Schubhaftgefängnis Rossauer Lände ziehen. Anschließend gibt es von 20:00 -22:00 Uhr eine Kundgebung im Stadtpark. Am Programm stehen: Eine Lesung, Performaces, TrommlerInnen, Live-Musik, DJ, 'Food not Bombs' und Infotische. Leute, die selbst was machen wollen, sollen sich bitte mit nofin (at) gmx.net in Kontakt setzen oder dann einfach bei der Kundgebung... Die Demonstration richtet sich vor allem gegen die sich fortwährend verschlechternden Lebensbedingungen im Zuge der restriktiven Fremdengesetze und gegen die sich wiederholenden rassistischen Übergriffe seitens der Polizei. Die Anlässe sind zahlreich und mittlerweile zur beängstigend alltäglich geworden. Als eine Aktion von vielen soll am 9. Juni vor allem den Unmut über bestehende Verhältnisse auf die Straße getragen werden. Alle Menschen und Gruppen sind aufgerufen, gegen Rassismus aktiv zu werden bzw. ihre Kämpfe besser zu vernetzen. Wir haben im Folgenden einige Termine zusammengefasst, bei denen es um ähnliche Anliegen geht. Weil es an der Zeit ist, uns zusammenzuschließen und die Sichtbarkeit unseres gemeinsamen Unmuts verstärkt zu Tage zu bringen. Trotz all unserer Gegensätze... +++ 2. Weitere Termine zum Thema +++ * Jeden Mittwoch um 17:00 Uhr: Kundgebung der Initiative: Ehe ohne Grenzen vor dem Innenministerium, Herrengasse 7, 1010 Wien http://www.ehe-ohne-grenzen.at * Donnerstag, 08. Jun 2006 Prozessbeobachtung in Salzburg Ein Geschäftsmann wurde von Polizisten niedergeschlagen. Jetzt wird er wegen "Widerstand gegen die Staatsgewalt" angeklagt. Prozessbeginn: Do, 8. Juni, 14:00 am Landesgericht Salzburg (Rudolfsplatz 2), Saal 129, 1. Stock, Richter: Dr. Manfred Seiss http://no-racism.net/article/1706 * Donnerstag, 08. Jun 2006 Internationaler Aktionstag für Gisberta Im Februar 2006 wurde die brasilianische Transsexuelle Gisberta Salce Júnior, die in extremer sozialer Isolation in der portugiesischen Stadt Oporto lebte, drei Tage lang gefoltert, anal mit einem Stock vergewaltigt und schliesslich auf einer Baustelle in eine Grube geworfen in der sie starb. Für 8. Juni 2006 haben das Europäisches TransGender Netzwerk und andere Gruppen zu einem internationalen Aktionstag vor portugiesischen Vertretungsbehörden aufgerufen. Termine in Wien: 17:00 - 18:00 Demonstration vor der Portugiesischen Botschaft, 1010, Opernring 3. 20:10 Filmvorführung "Gisberta Liberdade" im AudiMax der TU, Getreidemarkt 9, 1060 Wien. Termin in Graz: 20:00 Filmvorführung "Gisberta Liberdade" im Bang, Dreihackengasse 4-10. Weitere Info und Trailer zum Film: http://tgeu.net Info zu Wien: http://transx.at * Freitag, 09. Jun 2006: Demonstration gegen Rassismus und Polizeigewalt in Wien 16:00 Westbahnhof, Europaplatz 20:00 Kundgebung im Stadtpark http://no-racism.net/article/1657 * Samstag, 10. Jun 2006 Solidaritätskundgebung für die slowenische Minderheit in Kärnten Treffpunkt: 14.30 Uhr, Siebensternplatz, 1070 Wien http://www.ksssd.org * Freitag, 16. Juni 2006 um 19:00 Uhr Nachbereitungstreffen der Demonstration in der Bürogemeinschaft DCS im 2. Stock im EKH, Wielandgasse 2-4, 1100 Wien, die wöchentlichen Treffen sollen nach der Demo weitergehen! Info: http://no-racism.net * 06. Juni bis 18. Juni 2006 Panafa's "Making it Move" im Blumberg Neue Lerchenfelderstrasse 90, 1160 Wien * Der allerletzte Othello Präsentationen am 7. und 9. Juni 2006 in Wien http://www.othello.at * 05. bis 14. Jun 2006 About Africa - Afrika im Film Top Kino, Rahlgasse 3, 1060 Wien http://lichtblick.kooperative.at * noch bis 11. Juni 2006 Verborgene Geschichte/n - remapping Mozart "Frisch zum Kampfe! Frisch zum Streite!" - Konfiguration II der vierteiligen Ausstellungsreihe thematisiert Normierung, Rebellion und Ausschlüsse im Stuwerviertel, 1020 Wien http://remappingmozart.mur.at +++ 3. Audios (mp3) und Video zur Demonstration +++ * Radiojingle (dreisprachig) zu finden unter: http://at.indymedia.org/newswire/display/55573 * Audiobeitrag zur Demonstration mit Informationen zum Fremdenrecht in Österreich (mp3, 6 min): http://radio.indymedia.org/news/2006/06/10084.php * Sendungsmitschnitt von Radio Widerhall zur Anti-Rassismusdemo, gesendet am 3. Juni 2006 auf Radio Orange 94.0 von 20:00 bis 21:00: Teil 1: http://cba.fro.at/show.php?lang=de&;eintrag_id=5768 Teil 2: http://cba.fro.at/show.php?lang=de&;eintrag_id=5769 * Videclip zur Bewerbung der Demo: http://austria.kanalb.org/clip.php?clipId=1384 +++ 4. Web-Banner +++ * 468x67: http://no-racism.net/upload/207058993.jpg * 372x163: http://no-racism.net/upload/271432352.jpg +++ 5. Informations-Materialien +++ Plakate, Flyer und Infoblätter zu verschiedenen Themen als .pdf oder .jpg und einiges mehr findet sich gesammelt unter: http://no-racism.net/article/1657 z.B. Plakate zum selber kopieren (de+en+fr): http://at.indymedia.org/newswire/display/55612 Zu den pdf's sei angemerkt, dass es aufgrund aktueller technischer Probleme auf at.indymedia.org und no-racism.net sein kann, dass diese nicht gleich aufrufbar sind. Dann am besten später noch mal probieren. Darüber hinaus gibt es den Aufruf, selbst Materialien zu erstellen. Macht Flugblätter, Plakate, Aufkleber, Videos, Radiobeiträge (z.B. für zip-fm, setzt euch am besten mit Radio Orange in Verbindung: http://www.orange.or.at), einfach das, wozu ihr Lust habt.. +++ 6. Informationen auf englisch und französisch +++ Information in english: http://no-racism.net/article/1683 Informations en français: http://no-racism.net/article/1687 +++ 7. Kontakt +++ Die Treffen zur Vorbereitung der Demonstration fanden immer Freitags statt. Am 9. Juni wird das Treffen entfallen, da um 20:00 Uhr die Kundgebung im Stadtpark ist. Danach sollen die Treffen aber weitergehen, und zwar beginnend mit einem Nachbereitungstreffen am Freitag, 16. Jun 2006 um 19:00 Uhr in der Bürogemeinschaft DCS im 2. Stock im EKH, Wielandgasse 2-4, 1100 Wien. Bei weiteren Fragen schaut auf http://no-racism.net nach oder wendet euch an nofin at gmx.net -- This mail was sent through the strg.at network. http://strg.at ================================================== 04 13.6.: Mit der Atombombe leben ..... "Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering" ================================================== Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde, die Friedensinitiative Donaustadt lädt herzlich zu einem Vortrag von MANFRED SAUER zum Thema MIT DER BOMBE LEBEN - DIE ATOMARE BEDROHUNG am Dienstag, 13. Juni 2006 ein. Mit solidarischen Friedensgrüßen Andreas Pecha & Alois Reisenbichler MIT DER BOMBE LEBEN Die atomare Bedrohung ist leider aktueller denn je: "Modernisierung" der Nuklearwaffen in den "alten" Atomwaffenstaaten, "neue" Atomwaffenstaaten und die Sorge, dass sich deren Anzahl ausweitet, die Diskussion um die iranische Nuklearpolitik, die Forderung nach einer "Europäisierung" der Atombombe sogar in Österreich. Die Friedensinitiative Donaustadt hat daher Manfred Sauer, eingeladen, um über die aktuelle Entwicklung im Bereich Atomwaffen informieren. Manfred Sauer gehört dem Vorstand der OMEGA (Oesterreichische MedizinerInnen gegen Gewalt und Atomgefahren, IPPNW Internationale Ärzte und Ärztinnen für die Verhütung des Atomkrieges) an. Das Referat von Manfred Sauer beginnt am Dienstag, 13. Juni 2006 um 19.00 Uhr in Donaucitykirche, 1220 Wien, Donaucitystraße (U1 Kaisermühlen). FÜR DEN WIENER TERMINKALENDER: Dienstag, 13. Juni 2006 Manfred Sauer, Mit der Bombe leben - die atomare Bedrohung, Donaucitykirche, 1220 Wien, Donaucitystraße (U1 Kaisermühlen) Friedensinitiative Donaustadt Eintritt frei. Informationen: Ernst Toman, Friedensinitiative Donaustadt, Tel. 01 263 61 92 Andreas Pecha, Friedensbüro Wien, pax.vienna at chello.at ================================================== 05 14./22.6.: Buchvorstellung "Sexualität und Kontrolle" "veronika weis" ================================================== hallo, ich würde mich sehr freuen, wenn sie folgenden termin ankündigen könnten EINLADUNG Meine lieben FreundInnen, Verwandten & GefährtInnen, geschätzte Interessierte und Bekannte! Ich möchte sie alle recht herzlich zu meinen Buchvorstellungen (Salzburg und Wien) einladen. SALZBURG, 14. JUNI 2006, 20:00 WIEN, 22. JUNI 2006, 20:00 Vorgestellt wird das von mir geschriebene und im Peter Lang Verlag erschienene Buch SEXUALITÄT UND KONTROLLE - Verfolgung und Diskriminierung Homosexueller in Österreich im Dritten Reich und heute" Kann durch die Sexualität Macht auf den Menschen ausgeübt werden? Welche sexuelle Orientierung wird sanktioniert - welche steht im Interesse der Machterhaltung? Welche Rolle spielt dabei die Reproduktion? Anhand des Beispiels "Homosexualität im 3. Reich" kann diesen Fragen konkret nachgegangen werden. SALZBURG: Mittwoch 14. Juni 2006, 20:00 Universität Salzburg, Hörsaal 388 Rudolfskai 42 mit Buchverkauf und einem Büchertisch des Infoladen Salzburg veranstaltet vom Fachbereich Politikwissenschaft WIEN: Donnerstag, 22. Juni 2006, 20:00 Rosa Lila Villa Linke Wienzeile 102 1060 Wien mit Buchverkauf. es freut sich sehr auf euer/Ihr Kommen Veronika Weis -- ================================================== 06 Party / Lesung / Vogliamo tutto / Wir wollen alles !!! Lolligo - Kindercafé ================================================== spät, aber doch verweisen wir auf den letzten teil einer reihe von veranstaltungen, von denen zumindest noch eine im "lolligo" stattfindet. herzlichst lolligo / for. spiculum ________________________________ "Sie sagen: Genossen, es ist noch zu früh zum Kämpfen. Im Herbst wird gekämpft. Wenn wir uns jetzt erheben, schwächen wir die Bewegung. Wir antworten: Jetzt muss gekämpft werden, weil Frühling ist und der Sommer noch vor uns liegt." Nanni Balestrini: Wir wollen alles. Roman der Fiatkämpfe. 1972 (1971). Forum Spiculum präsentiert in coop. m. KindergartenanarchistInnen, Kindercafé Lolligo, wobblies, Mittwochspolitbeisl, die Bibliothek und Marea Alta Veranstaltungen aus der Reihe "Geschichte ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers!" Arm Your Desires! Party ! Musica ! Visuals ! Vino tinto e mas ! etliche DJs und DJanes mit feiner italienischer und russischer Musik !!! Freitag, 9. Juni 2006, 21 Uhr Marea Alta, Gumpendorferstraße 28, 1060 Wien Die Antifa-Bewegung in Wien Vortrag & Diskussion mit Heribert S. Montag, 12. Juni 2006, 18 Uhr Lolligo, Fischerstiege 4-8, 1010 Wien Nur für unter 21jährige !!! Antonio Negri - Eine Revolte, die nie endet Film mit. anschl. Diskussion im Rahmen des Mittwochpolitbeisls Mittwoch, 14. Juni 2006, 20 Uhr EKH, Wielandgasse 2-4, 1100 Wien Von der goldenen Horde zur performativen Bewegung. Arbeitskämpfe, Selbstorganisation und Widerstand in Italien vom heißen Herbst 1969 bis Genua 2001. Vortrag & Diskussion mit Klaus N. Freitag, 16. Juni 2006, 20 Uhr Die Bibliothek, Wipplingerstraße 23 (halbwegs unter der Brücke), 1010 Wien und ! VOGLIAMO TUTTO ! WIR WOLLEN ALLES ! Vortrag & Lesung & Diskussion mit Nanni Balestrini Freitag, 16. Juni 2006, 20 Uhr Forum Stadtpark, 8010 Graz anschl. After-Show-Party mit Revolutionary Sound System Samstag, 17. Juni 2006, 20 Uhr Rabenhof, Theater, Rabengasse 3, 1030 Wien anschl. After-Show-Party mit DJ Epos (Thesaloniki) ________________________________________ Nanni Balestrini, geb. 1935 in Milano, veröffentlichte zahlreiche dokumentarische Romane zur Geschichte der Autonomen Bewegung in Italien. Themen seiner Bücher sind die Kämpfe, Revolten und politischen Auseinandersetzungen aus der Sicht der Handelnden. Als Aktivist und Zeitzeuge gilt er neben vielen prominenten Theoretikern wie Toni Negri, Paolo Virno oder Sergio Bologna als wichtigster Historiker der revolutionären Bewegung Italiens zwischen 1968 und 1977. Seine experimentelle, literarische Form (die zuweilen auf Satzzeichen verzichtet) führt zu einem rasanten und fesselnden Lesetempo, das der Atemlosigkeit dieser Jahre des Aufstandes entspricht. Der Staat beantwortete diese Explosion der Kreativität und der praktischen Wiederaneignung von Lebensräumen mit einer Spirale der Eskalation. Mit der "Strategie der Spannung" erreichten die Machthaber ihr Ziel: Faschistische Todesschwadrone legten Bomben auf öffentlichen Plätzen, um die radikale Bewegung zu diskreditieren, Anarchisten wurden bei Verhören ermordet oder auf offener Straße hingerichtet. Die Bereitschaft vieler AktivistInnen zurück zu schlagen mündete in eine latente Bürgerkriegssituation, die das gesamte Jahrzehnt überschattete. Gekämpft wurde allerdings nicht entlang territorialer Identitäten, sondern entlang der Grenze des materiellen Status: Lohnverhandlungen bei Fiat endeten mit Entführungen des Managments, ermordete DemonstrantInnen wurden gerächt. Erst 1981 mit der Entführung und anschließenden Ermordung des damaligen Ministerpräsidenten Aldo Moro durch die Roten Brigaden und der Niederschlagung des großen Fiatstreiks 1982 fand dieser revolutionäre Zyklus ein Ende. Doch bis heute ist Italien ein Land mit starken Traditionen, und ein Anknüpfen an damalige Erfahrungen kann jederzeit zu neuen Aufständen führen, wie die Proteste gegen den G8-Summit in Genua 2001 bewiesen haben. Während der Repressionswelle 1978, die tausende AktivistInnen ins Gefängnis brachte, konnte Nanni Balestrini nach Frankreich flüchten. Im Exil fand er die Ruhe, seine Erfahrungen niederzuschreiben. Werke (Auswahl): "Wir wollen alles" (Vogliamo tutto. 1971.) "Die Unsichtbaren" (Gli invisibili. 1987.) "Die goldene Horde" (L'orda d'oro. 1988. Zus. m. Primo Moroni.) "Der Verleger" (L'editore. 1989.) "Die Wütenden" (I Furiosi. 1994.) weitere unter http://www.nannibalestrini.it/libri.htm ________________________________________ spiculum at winning.net ================================================== 07 19.6.: ´Bush`s War` Zukunfts- und Kulturwerkstätte ================================================== Zukunfts und Kulturwerkstätte Newsletter 17/2006 ================================================= "BUSH'S WAR" The Erosion of Human and Citizen Rights in the Name of Fighting Terrorism Zwei Tage vor dem Besuch des U.S.-Präsidenten George W. Bush in Österreich stellen wir zur Debatte, wie und in welchem Ausmaß Menschen- und Bürgerrechte im Namen der Terrorbekämpfung gefährdet oder eingeschränkt werden. Dabei geht es nicht nur um die Ereignisse im Irak oder in Guantanamo, sondern auch um Auswirkungen in den USA selbst und in anderen Teilen der Welt - wie die Verletzung der Presse- und Medienfreiheit oder die Missachtung der Privatsphäre durch Abhöraktionen. Steht all dies doch in klarem Widerspruch zu den Grundwerten der Demokratie, deren Verbreitung von der U.S.-Administration als zentrales Ziel propagiert wird. * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Diskussion Montag, 19. Juni 2006, 19.30 Uhr im Palais Ferstel, Großer Saal, Strauchgasse 4, 1010 Wien TeilnehmerInnen: David Dadge Press Freedom Adviser & Editor am IPI, International Press Institute Alfred Gusenbauer SPÖ-Bundesparteivorsitzender Lotte Leicht EU Director Human Rights Watch Manfred Nowak Leiter des Luwig Boltzmann Instituts für Menschenrechte, UN- Sonderberichterstatter für Folter Cindy Sheehan Mitbegründerin von Gold Star Families for Peace Moderation: Florian Klenk Die Zeit, Hamburg Arbeitssprachen Deutsch und Englisch mit Simultanübersetzung * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Anmeldung erforderlich: 01/804 65 01 oder post at renner-institut.at * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Nähere Infos unter: Zukunfts- und Kulturwerkstätte Schönlaterngasse 9, 1010 Wien Tel.: 01/513 86 82 www.diezuk.at zuk at spoe.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 08 Newsletter andersrum.gruene.at Andersrum Newsletter ================================================== ******************************************** Newsletter andersrum.gruene.at mit den neuen Headlines seit 1. 6. 2006 15:00 ********************************************* ******* INHALT ******* - 10 Jahre Grüne Andersrum Sommerfest - The Parton Party - D.E.B.S. - Queer im Bild: Linke Emanzen Wohnzimmerparty - Internationaler Aktionstag zur Ermordung Gisbertas - Protest vor der russischen Botschaft in Brüssel ***************************************** *** 10 Jahre Grüne Andersrum Sommerfest *** 08. Juni 2006 Wir sind 10 und feiern am Freitag den 9. Juni unser Sommerfest! Komm hin! http://gruene-andersrum.at/queer_life/artikel/lesen/7084/ ***************************************** *** The Parton Party *** 08. Juni 2006 kd lang mag sie, Melissa Etheridge verehrt sie und ihre schwulen und lesbischen Fans vergöttern sie: Dolly Parton, die vor kurzem 60 wurde. Grund genug, am 17. Juni die erste Parton Party... http://gruene-andersrum.at/queer_life/artikel/lesen/7182/ ***************************************** *** D.E.B.S. *** 08. Juni 2006 Die erfolgreichen Agentinnen von identities05 bereichern den diesjährigen Kinosommer wieder. Angesichts der Temperaturen da draußen ist das Wetter ideal, sie sich (wieder) im Kino anzuschauen. http://gruene-andersrum.at/andersrumgrueneat/kultur_medien/artikel/lesen/7180/ ***************************************** *** Queer im Bild: Linke Emanzen Wohnzimmerparty *** 08. Juni 2006 Am 27.5. tanzten die Linken Emanzen auf der Wohnzimmerparty. Hier die Fotos. http://gruene-andersrum.at/queer_life/artikel/lesen/7179/ ***************************************** *** Internationaler Aktionstag zur Ermordung Gisbertas *** 07. Juni 2006 Die Transsexuelle Gisberta Salce Júnior wurde im Februar 2006 in Portugal gefoltert und ermordet. http://gruene-andersrum.at/international/artikel/lesen/7153/ ***************************************** *** Protest vor der russischen Botschaft in Brüssel *** 06. Juni 2006 Gegen das Verbot einer ersten lesbischwulen und transgender Pride Parade in Moskau protestierte Ulrike Lunacek in Brüssel. http://gruene-andersrum.at/international/artikel/lesen/7139/ ============================ http://andersrum.gruene.at/ ============================ ================================================== 09 PA: Klub slowenischer StudentInnen in Wien "Ilja Messner" ================================================== Klub slowenischer StudentInnen begrüßt die Aufstellung weiterer zweisprachiger Ortstafeln, kritisiert aber die aktuelle Topographieverordnung und ruft zu einer Solidaritätskundgebung am 10. Juni in Wien auf In einer Pressekonferenz heute morgen kündigte der Klub slowenischer StudentInnen eine Solidaritätskundgebung für die slowenische Minderheiten in Kärnten am 10. Juni 2006 in Wien an. Die Studierenden fordern mit der Kundgebung die Erfüllung des Verfassungsgerichtshofurteils von 2001, die Einführung des Slowenischen als Amtssprache, sowie die Isolierung minderheitenfeindlicher Organisationen. Wir slowenische StudentInnen wollen, dass sich eine breite Öffentlichkeit mit der slowenischen Minderheit solidarisiert, denn der Schutz und die Förderung von Minderheiten ist bzw. sollte ein Kernthema der Demokratie sein so Cedomira Schlapper vom KSD. In diesem Zusammenhang wurde darauf hingewiesen, dass es in der aktuellen Ortstafeldiskussion auch um die Frage des österreichischen Rechtsstaates geht, und dass dieser sowie seine Institutionen zu respektieren sind. Weiters gab der KSD eine Stellungnahme zur aktuellen Topographieverordnung ab. In dieser forderten die Studierenden die sofortige Aufstellung der 158 zweisprachigen Ortstafeln mit in Kraft treten der Verordnung. Diese müsste allerdings eine Öffnungsklausel enthalten und eine Frist für die Aufstellung der fehlenden Tafeln bis 31. Dezember 2009. Wenn man in zwei Jahren die Bevölkerung von 158 Tafeln überzeugen kann, so müsste es auch möglich sein diese von 394 Tafeln zu überzeugen, was zu einer verfassungskonformen Lösung in der Ortstafelfrage führen würde so Simon Stukelj. Betont wurde dabei, dass diese Lösung bereits einen Kompromiss seitens der slowenischen Minderheiten darstellt. Würde man den Staatsvertrag tatsächlich erfüllen, so müssten in ganz Südkärnten, in dem die Schulverordnung bis 1957/58 galt, zweisprachige Ortstafeln aufgestellt werden. Es gibt keinen Grund warum die im Staatsvertrag festgeschriebenen Rechte der Minderheiten unterschiedlichen Kriterien unterliegen sollten. so Ilja Messner ebenfalls Mitglied des KSD. Rückfrage: Messner Ilja / 0699 10384888 www.ksssd.org KSSSD zahteva postavitev nadaljnih dvojezicnih krajevnih napisov, toda kritizira aktualno topografsko uredbo in s tem poziva 10. junija na Dunaju k solidarnostni manifestaciji. Danes zjutraj, pri tiskovni konferenci, je KSD naznanil solidarnostno manifestacijo za slovensko narodno skupnost na Koroskem, ki bo 10. junija 2006 na Dunaju. Z manifestacijo studentje zahtevajo izpolnitev sodbe ustavnega sodisca od leta 2001, uvedba slovenskega jezika kot uradni jezik ter izolacijo organizaciji, katere so sovrazni nasproti manjsin. Mi slovenski studentje hocemo, da se cim vecji del javnosti solidarizira s slovensko manjsino, ker naj bi bila zascita in tudi podpiranje manjsin neke vrste jedro demokracije (Cedomira Schlapper, KSD) V tem sklopu so opozarjali tudi na to, da se tvori v zvezi z aktualno diskusijo krajevnih napisev tudi vprasanje avstrijske pravne drzave in pa tudi, da je treba to pravno drzavo ter njene ustanove spostovati. Nadaljno je KSD izdal stalisce k aktualni topografski uredbi. Ko se bo uvedba uveljavila, zahtevajo studentje takojsno postavitev 158 dvojezicnih krajevnih napisov. Vsekakor bi mogla biti vkljucena v dolocilo klavzula, ki naj bi bila odprta za postavitev nadaljnih krajevnih napisov vkljucno s tem, da bi se manjkajoce table postavile do decembra 2009. Ce je mozno prebivalstvo v dveh letih prepricati o 158 krajevnih napisev, bi moglo biti tudi mozno, da bi jih prepricali tudi o 394 napisov, kar bi vodilo do neke ustavne soglasne resitve v razpravljanju krajevnih napisov (Simon Stukelj). Poudarjajo, da bi ta resitev skoraj ze prikazovala kompromis s strani slovenske manjsine. Ce bi drzavno pogodbo uresnicili, bi mogli po celem juznokoroskem teritoriju, kjer je veljala solska uredba do 1957/58, postaviti dvojezicne krajevne napise. Ni vzroka, da bi morali pravice, ki so dolocene v drzavni pogodbi, biti podvrzene razlicnim kriterijam (Ilja Messner). ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ D) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: Veraltete Beiträge Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 20:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Wed Jun 14 07:06:54 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Wed, 14 Jun 2006 01:06:54 -0400 Subject: widerst@nd mund: Mittwoch, 14. Juni 2006 Message-ID: <181625079.20060614010654@nessizius.com> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund Mittwoch, 14. Juni 2006 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 Bush-Besuch/Venezuela Von: agm ================================================ 02 20.06.06 Disskussion "Was hat Bush mit Lateinamerika zu tun?" - mit Mag. Federico Nier-Fischer Von: Transdanubien gegen Schwarzblau ================================================ ================================================ ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE ================================================ ================================================ 03 monochrom präsentiert : CAFÉKÖNIG FUSSBALL Von: presse-monochrom at monochrom.at ================================================ 04 Fototermin mit BVin Kaufmann und den HomobäuerInnen: "Sekt & Aufklärung in der Straßenbahn 6" Von: SoHo - Sozialdemokratie & Homosexualität ================================================ 05 DER MORD VON SANTA CRUZ/Votivkino Von: Eva Brantner ================================================ 06 Das Vermächtnis Simon Wiesenthals. Von: Ökologische Linke ================================================ 07 Kuwait Third GIS Conference and Exhibition, 19-21 February 2007- Call for papers Von: Kuwait GIS Conference ================================================ 08 #3 Weiterlesen Richtung FRITZ-MAN Ö VER / 13. 14. 15. und 16. Juni 2006, 14 - 18 Uhr Von: Stadt Theater Wien_Mertin/Büchel ================================================ 09 Kulturrisse 02|06: "Jenseits der Kultur: Politik der Uebersetzung" Von: IG Kultur Österreich ================================================ ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ 10 Rechts: Volkskultur vom Deutschesten Von: akin ================================================ 11 Medizin/Recht: Teure Patientenverfuegung Von: akin ================================================ 12 GegenStandpunkt 2-06 Von: GegenStandpunkt at gmx.at ================================================ 13 Werkstatt-Rundbrief 14-2006 Von: Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================ ================================================ INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ================================================ ================================================ 14 [gipfelsoli] St. Petersburg -- Stralsund Von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ 15 Skandal um österreichische Botschaft in Addis Abeba! Von: Deserteurs- und Flüchtlingsberatung ================================================ 16 Russland: Rassistische Gewalt und Fremdenfeindlichkeit von Putin geschürt Von: GFBV Hans Bogenreiter ================================================ 17 PRESSEERKLÄRUNG: Pauschalverdächtige zu Gast bei Feinden Von: global at no-racism.net ================================================ 18 Umstrittener Staudamm (VN, 8.6.2006) Von: WADI Austria ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 Bush-Besuch/Venezuela Von: agm ================================================ In 10 Tagen haben Wolfgang Schüssel und die anderen EU-Regierungschefs einen besonders ekelhaften Gast: George W. Bush, den Mann des rechten, christlich-fundamentalistischen Flügels der Republikaner, den Mann der Rüstungs- und Erdölindustrie, den Spitzenrepräsentanten der imperialistischen Aggressionskriege in verschiedensten Teilen der Welt. Wir rufen dazu auf, am 21. Juni an der Demonstration gegen den US- und EU-Imperialismus teilzunehmen: 17 Uhr Wien Westbahnhof!! Im Kampf gegen die US-Kriegspolitik ist es wichtig, sich von antiamerikanischen Tendenzen zu distanzieren, deutlich zu machen, dass es auch ein „anderes Amerika“ gibt, das für die internationale Linke ein wichtiger Verbündeter ist. Zur Arbeiter/innen- und Antikriegsbewegung in den USA verweisen wir auf unsere Broschüre: U S – A r b e i t e r / i n n e n g e g e n d e n K r i e g US-Antikriegsbewegung vom 1. Weltkrieg über Vietnam und Golfkrieg 1991 bis heute, Geschichte der US-Arbeiter/innen/bewegung, Analyse der UNO 60 Seiten A5, Euro 2,50 (plus Porto) Venezuela U N T – K o n g r e s s Mit faktisch zwei getrennten Plenarversammlungen endete einstweilen der 2.UNT-Kongress. Auslöser des Auszugs einiger Strömungen war die Auseinandersetzung um den Termin für die Gewerkschaftswahlen: Noch heuer (im September) oder erst nächstes Jahr – was nach der Präsidentschaftswahl (im Dezember 2006) bedeuten würde. Dies wiederum ist mit unterschiedlichen Haltungen zur Regierung Chávez (die von allen Strömungen unterstützt wird) verbunden. Die Gewerkschaftsströmung C-CURA (clasistas) innerhalb der UNT konnte beim Kongress für ihre Anträge (u.a. für Gewerkschaftswahlen noch im heurigen Jahr) mehr als eine Zweidrittelmehrheit erringen. Der Regierung nahe stehende Funktionäre, die seit langem eine demokratische Wahl in der UNT verhindern/hinauszögern wollten, wollten offenbar nicht akzeptieren, dass sie gegen die klassenkämpferischen Teile der UNT in der Minderheit blieben, und verließen den Kongress. Frühere Drohungen werden damit verstärkt, die Botschaft ist klar: „Wenn wir nicht dir bürokratische Kontrolle haben, spalten wir die UNT.“ Mit dem Auszug aus dem Kongress hat die reformistische, regierungsnahe Minderheit der UNT nun einen relevanten Schritt in Richtung Spaltung gemacht. Die internationale Linke darf in diesem Konflikt zwischen bürokratischen Reformist/inn/en und klassenkämpferischen/revolutionären Gewerkschafter/innen nicht neutral sei, sondern muss die Clasistas eindeutig unterstützen. Im Folgenden veröffentlichen wir einen der ersten Berichte von APORREA, der nach Beendigung des Kongresses verfasst wurden. UNT-Kongress: Basisdelegierte stimmten mehrheitlich für Gewerkschaftswahlen in diesem Jahr und verurteilen Parallelversammlung (Autor: Aporrea.org, veröffentlicht am Sonntag, 28. Mai 2006) Endlich gelang es Basisdelegierten den 2. Kongress der UNT abzuhalten, nachdem sie monatelang auf die Abhaltung dieses Kongresses bestanden hatten und verschiedene Schwierigkeiten und Hindernisse seitens jener, die sich einer Abhaltung des Kongresses widersetzt hatten, überwinden konnten. Die Kongressdelegierten stimmten – eindeutig bewiesen durch Fotos und Filmaufzeichnungen – mehrheitlich für die Abhaltung demokratischer Gewerkschaftswahlen noch in diesem Jahr und verliehen somit ihrem Willen Nachdruck, die Führung des Gewerkschaftsdachverbandes zu erneuern und zu legitimieren. Einige GewerkschaftsführerInnen einzelner Gewerkschaftsströmungen der UNT, die dieser Entschlossenheit der Basis feindlich gegenüberstanden, verließen den Kongress und hielten vor den offiziellen Tagungsräumlichkeiten des 2. Kongresses eine Parallelversammlung ab. Währenddessen stimmte die Mehrheit der Delegierten – wie offenkundig festgestellt werden konnte – über die in den verschiedenen Arbeitskreisen diskutierten Resolutionen, insbesondere über die Abhaltung von Wahlen, ab. Es ist notwendig sich ins Gedächtnis zu rufen, dass der UNT eine provisorische Führung verliehen wurde, deren Bestellung das Ergebnis einer Übereinkunft zwischen GewerkschaftsführerInnen und Gewerkschaftsströmungen war. Diese Führung wurde nicht durch Wahlen bestellt. Es war ihre Aufgabe, die UNT zu gründen und mit ihrem Aufbau zu beginnen. Anschließend sollte diese Führung einen demokratischen Kongress abhalten und Gewerkschaftswahlen ausrufen, damit sie so den Stimmen der Basis unterworfen wird. Aber die Zeit verstrich und der Kongress und die Wahlen wurden mehrmals verschoben; oft, da die vorgesehenen Termine mit politischen Wahlprozessen zusammenfielen, die im Land fast jährlich stattfinden. Der Vorsitzende und Referent eines Arbeitskreises (‚Grundsatzerklärung’ und ‚Die UNT, die wir wollen’) ArgenisOliveros, verurteilte, dass auf der von MarcelaMáspero ins Leben gerufenen Parallelversammlung die Vorschläge und Entwürfe der Basis verleugnet wurden; dass weiters versucht wurde, die Unterschriften der Teilnehmerlisten der Arbeitskreise – ohne Zustimmung der betroffenen Delegierten – dafür zu verwenden, sogenannte Resolutionen, die von der großen Mehrheit nicht gebilligt worden war, zu legitimieren. Auf dem Abschlussplenum wurden ein Aktionsprogramm und ein Aktionsplan für die dringlichsten Forderungen der Arbeiter und für die Verteidigung ihrer historischen Errungenschaften, wie auch die Errungenschaften des momentanen revolutionären Prozesses angenommen. Dazu gehören u.a. die revolutionäre Mitverwaltung und die Arbeiterkontrolle sowie die Solvencia Laboral [Anm.: ein Mechanismus der Regierung, um zu gewährleisten, dass Arbeiterrechte und bestehende Arbeitsgesetze in Privatbetrieben respektiert werden]. Es wurde auch die Verhandlung und Unterzeichnung von Kollektivverträgen für Arbeiter des öffentlichen Dienstes und die Wiedererrichtung des Sozialversicherungssystems gefordert. All diese Forderungen sind in ein Gefüge von Losungen mit antikapitalistischem und antiimperialistischem Charakter eingebunden, die in Richtung Aufbau des Sozialismus weisen. Die Delegierten unterstützten einstimmig die aktive Beteiligung an der Kampagne zur Erreichung von 10 Millionen Stimmen für den Präsidenten Chávez. Doch sie sind nicht bereit, ihre internen Wahlen von den Präsidentschaftswahlen abhängig zu machen. Alle eingebrachten Anträge und Resolutionen wurden einstimmig oder einhellig angenommen. Auf die Frage wer dagegen stimmen oder sich enthalten würde, hob niemand die Hand. Die Versammelten riefen „Draußen" und nahmen so Bezug auf die Minderheit, die sich dafür entschieden hatte, den Kongress zu verlassen und sich im Freien zu versammeln. Der Nationale Koordinator Orlando Chirino, gemeinsam mit anderen GewerkschaftsführerInnen – hauptsächlich GewerkschafterInnen der klassenkämpferischen Gewerkschaftsströmung C-CURA – erläuterte in einer Erklärung die Bemühungen, die Einheit mit den in der Minderheit verbliebenen Gewerkschaftsströmungen aufrechtzuerhalten. Er rief dazu auf, weiterhin in diese Richtung zu arbeiten, jedoch stets auf Grundlage der Mehrheitsentscheidungen der Basis. Chirino und die Koordinatoren der UNT, die die Beschlüsse und Resolutionen der Basis verteidigen, haben für Montag, den 29.Mai, 7.00 Uhr, in der Zentrale der UNT, Casa de PoderObrero im INCRET, El Paraíso, eine Pressekonferenz einberufen. Zur Einschätzung der verschiedenen Tendenzen im „bolivarischen Prozess“ in Venezuela verweisen wir auf unsere (gemeinsam mit der AL-Antifaschistische Linke herausgegebene) Broschüre: Für eine sozialistische Revolution in V e n e z u e l a Bilanz und Perspektiven des „bolivarischen Prozesses“ und die Chancen für die Arbeiter/innen/klasse Marxismus-Sondernummer 18, Mai 2006, 96 Seiten A5, 3,50 Euro (plus Porto) Inhalt der Broschüre: 1. Die venezolanische Klassengesellschaft 2. Der Aufstieg des Chavismo 3. Proimperialistischer Putschversuch 4. Der Erdölsabotage und die Folgen 5. Errungenschaften und Grenzen des „bolivarischen Prozesses“ 6. Charakterisierung des Chavismo 7. Marxistische Revolutionskonzeption für imperialisierte Länder 8. Die Linke und Venezuela 9. Betriebe in Arbeiter/innen/hand!? 10. Perspektiven www.agmarxismus.net ================================================ ================================================ 02 20.06.06 Disskussion "Was hat Bush mit Lateinamerika zu tun?" - mit Mag. Federico Nier-Fischer Von: Transdanubien gegen Schwarzblau ================================================ Liebe TransdanubierInnen und SymphatisantInnen! Einen Tag vor dem Bush-Besuch in Österreich wollen wir uns mit der Frage beschäftigen, welche Interessen Bush in Lateinamerika hat bzw. anders gefragt, was ihn Lateinamerika "angeht", Hand in Hand damit eine - durchaus auch kritische - Betrachtung des Lateinamerikanischen Alternativgipfel "Enlazando Alternativas 2", der im Mai 2006 in Wien stattgefunden hat, einhergehen. Als kompetenten Diskutanten haben wir dazu Mag. Federico Nier-Fischer, freien Journalist, Korrespondent für ips (Inter Press Service, http://www.ipsnoticias.net/) und Lehrbeauftragter für internationale Kommunikationsfragen an der Universität Salzburg (http://www.fnf-comunicaciones.at/) eingeladen. Dis Diskussion findet Wie immer im Asiarestaurant SUN, Donaufelderstraße 229 1220 Wien, 1. Stock ab 19:00 Uhr, Diskussionsbeginn Beginn 19:30 statt. Zusätzlich möchten wir Euch auf die am 21. Juni anlässlich des Bush - Besuch stattfindende Demo Aufmerksam machen: sie beginnt um 17 Uhr beim Westbahnhof, nähere Infos hier: http://www.stopbush.at/) Stefan Für Transdanubien gegen Schwarzblau ================================================ ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE ================================================ ================================================ 03 monochrom präsentiert : CAFÉKÖNIG FUSSBALL Von: presse-monochrom at monochrom.at ================================================ monochrom ist Teil der Ausstellung "Heimspiel" in der NGBK, Berlin. Die Installation namens "Café König Fußball" beschäftigt sich mit Fußball, Schiris, Moral, Gesellschaft und Tapeten. +++ CAFÉ KÖNIG FUSSBALL ---> http://www.monochrom.at/cafe-koenig-fussball/ +++ Fußball? Seit vielen Jahren beklagen FußballanhängerInnen in den unterschiedlichsten tagessymbolpolitischen Konstellationen eine „Verbürgerlichung“ des Fußballs und damit die Enteignung eines ihrer Ansicht nach genuinen ArbeiterInnenklassen-Kulturausdrucks. +++ Schiris? Dabei inszeniert das Fußballspiel seit jeher die Dialektik zwischen der Subjektivitätskultur der ArbeiterInnenklasse und der Objektivitätsbehauptung der bürgerlichen Kultur, erstere repräsentiert durch die im Spiel aufeinander treffenden Kollektive, letztere in der Figur des Schiedsrichters/der Schiedsrichterin, der/die als exemplarisches bürgerliches Subjekt das Spiel leitet, indem er/sie als sein objektives Gegenüber fungiert. Unter dieser Perspektive könnte das Fußballspiel verstanden werden als Racheritual am bürgerlichen Subjekt und seiner Herrschaft, da es auch davon handelt, die SchiedsrichterInnen, ohne die es nicht geht, zu beschimpfen und sich an ihm abzureagieren. +++ Moral? Der Fall des Skandalschiedsrichter Robert Hoyzer hat diese Übereinkunft übertreten. Darin ist Hoyzer gerade im WM-Vorfeld auch ein tragischer Held, weil er als exemplarisches bürgerliches Subjekt dessen inneren Selbstwiderspruch medienwirksam ausagiert hat. Zugleich ist der Fall Hoyzer selbst schon durch seine exemplarische Opferung als Sündenbock, die genau seiner Funktion auf dem Spielfeld zu entsprechen scheint, Bestandteil dieses Spiels und die Bedingung seiner weiteren Aufrechterhaltung. +++ Gesellschaft? "Café König Fußball" hat sich als Darstellungskonzept die inhaltliche und formale Nähe von Fußball und Karneval als Gegenkulturformen der Machtlosen zueigen gemacht: Beide sind mittlerweile fest im bürgerlichen Repräsentationsraum verankert, und damit unschädlich gemacht. Sie domestizieren das Aufbegehren zum festgelegten Ritual. Eine Videoinstallation inszeniert das Sprechen über die theoretischen Implikationen des Falles Hoyzer als Büttenrede. Ergänzt wird diese Installation durch eine Aufbereitung von Informationsfetzen und deren Kommentaren in den nachgestellten Räumen des "Café King". +++ Tapeten? Die 56 Tapetenbilder, die wesentlicher Bestandteil der Ausstellung sind, können schon jetzt per Web eingesehen und gekauft werden. +++ Café König Fußball +++ Bis 9. Juli 2006 im Rahmen von +++ "Heimspiel" in der NGBK, +++ Oranienstraße 25, Berlin. +++ http://www.heimspiel-2006.de ================================================ ================================================ 04 Fototermin mit BVin Kaufmann und den HomobäuerInnen: "Sekt & Aufklärung in der Straßenbahn 6" Von: SoHo - Sozialdemokratie & Homosexualität ================================================ Gerne leiten wir weiter... Fototermin mit BVin Kaufmann und den HomobäuerInnen: "Sekt & Aufklärung in der Straßenbahn 6" Wien (SPW-K) - Die SP-Bezirksvorsteherin des 6. Bezirkes, Renate Kaufmann und die HomobäuerInnen, laden am Dienstag, den 13. Juni 2006, um 20.15 Uhr zu einem Fototermin ein. Treffpunkt ist die Straßenbahnhaltestelle der Linie 6 am Urban-Loritz-Platz. Renate Kaufmann feiert gemeinsam mit den "HomobäuerInnen", eine Gruppe von Schwulen und Lesben, die sich auf der Universität für Bodenkultur kennen lernten, die Beflaggung der Straßenbahnlinie 6 mit den Regenbogenfahnen. Die Fähnchen wurden von Bezirksvorsteherin Kaufmann und den "HomobäuerInnen" gesponsert und wehen ein Monat lang am "6er". Der kleine Event hat natürlich einen ernsten Hintergrund. "Wir möchten auf die Diskriminierungen gleichgeschlechtlicher Lebensweisen aufmerksam machen", erklärt Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann. "Es ist die Pflicht des Staates, neben den traditionellen Formen der Familie auch andere Arten des Zusammenlebens zu ermöglichen. Eine gesetzliche Anerkennung ist daher endlich durchzuführen", so ihre Forderung, da in vielen Bereichen Änderungen nötig sind, etwa im Steuerrecht oder bei Leistungen der Sozialversicherung. Bitte merken Sie vor: Fototermin "Sekt & Aufklärung in der Straßenbahn 6" Zeit: Dienstag, den 13. Juni 2006, 20.15 Uhr Ort: Straßenbahnhaltestelle der Linie 6, 7., Urban-Loritz-Platz Die VertreterInnen der Medien sind herzlich eingeladen! (Schluss) Rückfragehinweis: SPÖ-Klub Rathaus, Presse Thomas Kluger Tel.: (01) 4000-81 941 Fax: (01) 533 47 27-8194 Mobil: 0664/826 84 27 mailto:thomas.kluger at spw.at www.rathausklub.spoe.at ================================================ ================================================ 05 DER MORD VON SANTA CRUZ/Votivkino Von: Eva Brantner ================================================ PRESSEINFORMATION VOTIV KINO DER MORD VON SANTA CRUZ Zum Gedenken an die Opfer des spanischen Bürgerkrieges nehmen wir den 70. Jahrestag des Beginns des Francoputsches in Spanien zum Anlass, die Dokumentation DER MORD VON SANTA CRUZ von Günter Schwaiger und Hermann Peseckas vom 14. bis zum 20. Juli 2006 im VOTIV KINO zu präsentieren. DER MORD VON SANTA CRUZ Regie: Günter Schwaiger und Hermann Peseckas, Dokumentarfilm Österreich/Spanien 2005, 66 Min, OmU Im Juli 1936 ließen die Putschisten Francos im kastilischen Dorf Santa Cruz neun Männer - allesamt Rojos, Rote - exekutieren. Erst im Oktober 2003 wird das Massengrab geöffnet, die Gebeine exhumiert und ordentlich bestattet. Das Filmemacher/Ethnologen-Team Schwaiger und Peseckas begibt sich auf die Spurensuche nach den Hintergründen von damals. Pressevorführung: Donnerstag, 29. Juni 2006, 9.30 Uhr VOTIV KINO, Währingerstr. 12, 1090 Wien Anlässlich der Eröffnung der Filmwoche wird Emilio Silva, der das Massengrab 2003 entdeckte, nach Wien kommen und für Interviews zur Verfügung stehen! Für Interviewanfragen, Pressematerial und Fotos wenden Sie sich bitte an Eva Brantner, e.brantner at votivkino.at Anbei noch einige Informationen zur Person Emilio Silva: Emilio Silva: geboren in Elizondo, Navarra 1965, Soziologe (lic. Univ. Complutense Madrid), Journalist - Presse und Fernsehen. Im März 2003 fand er das Massengrab, in dem sein 1936 von Faschisten erschossener Großvater zusammen mit anderen 12 Körpern lag, die seither als die "13 von Priaranza" in ganz Spanien bekannt sind. Sieben Monate später exhumierte er die sterblichen Reste mit Hilfe von befreundeten Archeologen, forensischen Medizinern und Freiwilligen. Die Exhumierung wurde zum Anlass gemeinsam mit Santiago Macías die ARMH (Asociación para la recuperación de la memoria histórica) zu gründen, deren Präsident er ist und die bisher über 80 Massengräber gehoben und über 400 in ganz Spanien lokalisiert hat. Seither verbindet Emilio Silva seinen Beruf mit der Hilfe für die hunderten Familienangehörigen, die sich mit der Asociación in Verbindung gesetzt haben, um die "Verschwundenen" des Francismus zu finden. Mit freundlichen Grüßen Eva Brantner Eva Brantner VOTIVKINO Marketing Mariahilferstrasse 58/7, 1070 Wien T: (01)523 43 62-28 e.brantner at votivkino.at www.votivkino.at ================================================ 06 Das Vermächtnis Simon Wiesenthals. Von: Ökologische Linke ================================================ Radio-Tip: Mittwoch, 14.06.2006, 18.25 Uhr Journal Panorama, Ö1 Das Vermächtnis Simon Wiesenthals. Simon Wiesenthals bisher verschlossenes Archiv ist von enormer Bedeutung. Gelingt es, seinem Vermächtnis entsprechend in Wien ein Forschungs- und Bildungszentrum zur Shoah aufzubauen? Gestaltung: Peter Pirker -- Ökologische Linke (ÖKOLI) Schottengasse 3a/1/4/59 A-1010 Wien e-milio: oekoli_wien at gmx.net Visite our Website: http://www.oekoli.cjb.net Ökoli Vorarlberg: http://PolitiX.cjb.net Spenden auf unser Konto sind immer willkommen: Konto Nr.: 56001071333 Bank Austria Creditanstalt BLZ 12000 Unsere Aussendungen sind nicht zur Verbreitung über Indymedia bestimmt! ************************************************ ================================================ 07 Kuwait Third GIS Conference and Exhibition, 19-21 February 2007- Call for papers Von: Kuwait GIS Conference ================================================ We are pleased to invite you to participate in the third Annual GIS Conference, the premier GIS event in the state of Kuwait. Set for February 19-21, 2007, in the crowne plaza hotel, Kuwait. the conference will provide opportunities for you to share your knowledge with an audience of diverse industry professionals looking forward high-quality information that will help them maximize their geospatial information. Join the prestigious group of presenters who provide valuable information about real-world applications of GIS technology. Conference topics: -Emergency Response (hurricanes, flood, energy shortages, etc. -Natural Resources Management -Planning and Community -Urbanization effects on the working landscape -Water Resources -Educational Applications and other technologies -Energy supply, demand, cost and shortages -Remote sensing and data acquisition -Cartography -Law and GIS (ownership of data, copyright legality) -Image Analysis -e-Government GIS programs -Applications (business, environment, local government, etc.) Papers for oral presentations will be accepted based on single-page abstract submitted in Word to: papers at gulfgis.com . Authors should provide name, their position and their affiliation in the abstract. More information : www.gulfgis.com Tel: +965 2405015 Fax: +965 2405018 ================================================ ================================================ 08 #3 Weiterlesen Richtung FRITZ-MAN Ö VER / 13. 14. 15. und 16. Juni 2006, 14 - 18 Uhr Von: Stadt Theater Wien_Mertin/Büchel ================================================ Fritzpunkt http://www.fritzpunkt.at in der Expositur E4 Eitelbergergasse 4 A - 1130 Wien U4 Hietzing und zwei Stationen Strassenbahn 60 bis Gloriettegasse Das Büro für theatralische Sofortmaßnahmen lädt zum Weiterlesen Richtung Fritz-Manöver Juni / Juli 2006 Und weiter: (NGI, S.342ff) Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag 13. 14. 15. und 16. Juni 2006, jeweils 14 ­ 18 Uhr Nähere Informationen unter: +43 (0)699 11 68 56 16 stadttheaterwien at nextra.at http://www.fritzpunkt.at Fritzpunkt Büro für theatralische Sofortmaßnahmen Ein Projekt des Stadt Theater Wien Fred Büchel Susanne Hahnl Anne Mertin Arne Vogelgesang und Gäste ================================================ 09 Kulturrisse 02|06: "Jenseits der Kultur: Politik der Uebersetzung" Von: IG Kultur Österreich ================================================ ||| ||| ||| PRESSEMITTEILUNG ||| ||| IG Kultur Österreich ||| - --------------- ||| ||| Kulturrisse 02|06 ||| "Jenseits der Kultur: Politik der Übersetzung" ||| ||| Kulturelle Übersetzung im Fokus der aktuellen Kulturrisse: “Einst war Krieg als eine Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln gedacht. Ist heute nicht an seine Stelle die Kultur getreten?" fragte Boris Buden in einem Kulturrisse Artikel 1998. Diese (beinah rhetorische) Frage ist mehr und mehr mit “Ja" zu beantworten, betrachtet man das “Friedensprojekt" Europa, das sich gerade in dieser Form der Kriegskunst übt. “Kultur", kulturelle Eigenheiten müssen zum einen als Kitt und zum anderen als Scharfmacherinnen dienen, um die einen in einer europäischen Identität zu vereinen und “anderes" draußen zu halten. Die neue Ausgabe der Kulturrisse - Zeitschrift für radikaldemokratische Kulturpolitik widmet sich in Kooperation mit dem Projekt translate des eipcp dem komplexen Thema der kulturellen Übersetzung. Wurde Übersetzung meist als Übertragung eines Originals in eine andere Sprache verstanden, so gilt heute diese einfache Vorstellung der Transferleistung nicht mehr. Boris Buden zeigt in seinem Artikel, dass eine Politisierung des Begriffs der kulturellen Übersetzung nur möglich ist, wenn dieser als dekonstruktivistischer Ansatz, der die Vorstellung einer in sich originären “Kultur" radikal in Frage stellt, gesehen wird. Auch Rastko Mocnik kritisiert die Kulturalisierung als Zerstörung der politischen Sphäre und untersucht ausgehend vom romantischen Begriff der Übersetzung die Produktion von “Tradition" in Auseinandersetzung mit einem “Original" oder Vor-bild. Hito Steyerl nimmt den Ansatz Walter Benjamins auf, der die Vorstellung eines Originals radikal ablehnte. Sie wendet sein Konzept einer Sprache der Praxis auf die dokumentarische Form an. Stefan Nowotny nimmt die Annahme, “Kultur" drücke etwas aus, zum Anlass für eine Analyse von Übersetzung als Problem des Ausdrucks im Umfeld der Cultural und Postcolonial Studies, während Encarnación Gutiérrez Rodríguez Übersetzung als Werkzeug transversalen Verstehens und als Methode des Denkens jenseits von Identität und Differenz diskutiert. Dieter Lesage wiederum glaubt an die Übersetzbarkeit des bisher auf die Ebene des Nationalstaats begrenzten Konzepts der Demokratie auf die Ebene des Globalen. ||| ||| Bestellungen: ||| Kulturrisse 0206 ||| "Jenseits der Kultur: Politik der Uebersetzung" ||| Einzelpreis: 6,00 ||| Jahresabo: 22,00 StudentInnenabo: 17,00 (erscheint mind. 4x im Jahr) ||| Die Ausgabe ist auch in folgenden Buchhandlungen erhältlich: ||| In Wien: a.punkt, Anna Jeller, Leporello, Phil, Prachner (MQ), Winter ||| In Linz: Lentos Shop ||| In Berlin: b_books, pro qm - --------------- ||| ||| IG Kultur Österreich ||| Gumpendorfer Straße 63b ||| A-1060 Wien ||| ||| Tel: +43 (1) 503 71 20 ||| Fax: +43 (1) 503 71 20 - 15 ||| ||| http://www.igkultur.at/ ||| ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ 10 Rechts: Volkskultur vom Deutschesten Von: akin ================================================ Rechts: > Volkskultur vom Deutschesten Kaernten hat eine bedenkliche Veranstaltung mehr -- fuer Kinder und Jugendliche "Das heimattreue Sommerlager" laedt auch heuer wieder 8 bis 18-jaehrige zum "Leben der deutschen Volkskultur" ein, diesmal nach Kaernten. In der Zeit vom 8. bis zum 16. Juli werden die "Jugendfuehrer" wieder versuchen, den Einfluss von "Doenerbuden", "Metrosexualitaet" und "Pop-Events" auf junge Menschen zu korrigieren, um somit ihrer "Verantwortung gegenueber Volk, Heimat und Kultur" gerecht zu werden ... Organisiert wird das rechtsextreme Treffen von der "Arge (Arbeitsgemeinschaft) Sommerlager", welche 2004 gegruendet wurde und erstmals im Sommer 2005 in Gosau (OOe) ein solches Lager abhielt. Fotografiert wurde damals auch sehr viel, sodass alleine schon beim Durchsehen der Fotos auf der aktuellen Homepage nach wenigen Sekunden klar wird, was davon zu halten ist – vom deutschnationalen Inhalt der Texte mal ganz zu schweigen. Als Webmaster fungiert der einschlaegig bekannte Walter Asperl von der Burschenschaft Olympia. Diese Burschenschaft hat bei der Gruendung der Arge Sommerlager auch Pate gestanden. Die Olympia gilt als eine der wichtigsten rechtsextremen Burschenschaften im deutschsprachigen Raum und war in der Vergangenheit auch schon vorsitzende Burschenschaft aller "deutschen" Burschenschaften, die in der DB (Deutsche Burschenschaften) organisiert sind. Die Olympia hat auch beste Verbindungen in die Politik, so sitzt ihr "Alter Herr" Harald Stefan fuer die FPOe im Wiener Gemeinderat. So verwundert es auch kaum, dass in nahezu allen "Budenbuechern" (Gaestebuechern) der fuer Schueler gedachten Pennalburschenschaften fuer das "heimattreue Sommerlager" die Werbetrommel geruehrt wird. Ausserdem betreibt Ploner auch eine Homepage fuer den Ring freiheitlicher Studenten (der von rechtsextremen Burschenschaften kontrolliert wird). Beim Veranstaltungsort duerfte es sich mit grosser Wahrscheinlichkeit um Arriach handeln. Die Hauptsorge des Buergermeisters von Arriach, Karl-Gerfried Mueller, konzentriert sich jedoch nicht etwa auf das rechtsextreme Profil des Sommerlagers und seiner Veranstalter, sondern bezeichnenderweise in erster Linie auf einen eventuellen Einbruch der Naechtigungszahlen bzw. auf Schaeden fuer den lokalen Tourismus – aehnliche Bedenken meldete im Jahr 2005 auch der Tourismus-Verband des Salzkammergutes an ... "Das Leben von Volkskultur und ueberliefertem Brauchtum staerkt in uns das Bewusstsein der eigenen Art unseres Volkes". Dazu zaehlen fuer die als Jugendfuehrer taetigen Burschis neben dem Erleben von "Kameradschaft" die Unterweisung in Volkstaenze, der Besuch von Soldatenfriedhoefen oder das Erlernen des Fechtsports. Natuerlich duerfen auch die Abhaltung von Lehrstunden in Geschichte und germanischer Mythologie nicht fehlen. Sichtbar wird soviel Germanentum dann am Lagereingang oder auf Zeltplanen, welche Runen der sogenannten Armanenreihe, von den Nazis gebraeuchliche Runen, aufweisen. So ist beispielsweise auch die "Tyr-Rune" *), zu finden, welche in der Nazi-Mythologie Glaubwuerdigkeit und Aufopferung symbolisierte. Daneben diente sie auch als Divisionsabzeichen fuer die 32.SS-Freiwilligen-Grenadier-Division "30.Januar" und wurde ebenso von den Absolventen der SA-Reichsfuehrerschulen am Aermel getragen. HJ-Anleihen So verwundert es auch nicht, das Motto der Hitlerjugend auf der Homepage wiederzufinden: "Jugend fuehrt Jugend" wird da propagiert, nebst Rekrutierungsfotos mit blonden Maedchen und dem ehemaligen HJ-Werbeslogan "Komm zu uns". Natuerlich will man(n) auch standesgemaess uniformiert sein -– auf eine Imitation des Reichsadlers als Hemdaufnaeher an der Uniform kann daher genauso wenig verzichtet werden, wie auf schwere Feldschuhe oder Bundesheer-Feldgeschirr. Geradezu militaerisch gestaltet sich dann auch der Tagesablauf: Armbrustschiessen, Stationsbetriebe, Flaggenparaden und "feierliches Antreten" runden das Programm ab. Waehrend sich also die maennlichen Teilnehmer in paramilitaerischen und wehrsportlichen Uebungen versuchen, trainieren die weiblichen Teilnehmerinnen ihre "angeborenen" Faehigkeiten als Mutter und Hausfrau, konkret heisst das: Kochen, naehen, sauber halten der "Kothen" (Zelte) und Betreuung der Juengsten. Generell kann festgestellt werden, dass hier der Versuch der Militarisierung und Uniformierung der Jugend unter gleichzeitiger Propagierung der Volksgemeinschaft unternommen wird. Dass der Staat auch heuer wieder keinen Anlass zum Handeln sieht, beweist die Aussage von Helmut Mayer, Chef des Landesamtes fuer Verfassungsschutz, in einem Gespraech mit der APA: "Es muessten schon strafrechtliche Gruende vorliegen ", so die Grundaussage des "Verfassungsschuetzers". *Antifaschistische Linke OOe (gek.)* Kontakt: al at sozialismus.net Quelle des Texts: http://www.sozialismus.net/texte/innen/braunes-lager.html Fussnote: *) http://www.idgr.de/texte/esoterik/runen/runen-lang.php ================================================ 11 Medizin/Recht: Teure Patientenverfuegung Von: akin ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 13. Juni 2006; 19:14 ********************************************************** Medizin/Recht: > Teure Patientenverfuegung Seit 1.Juni gilt in Oesterreich das Patientenverfuegungsgesetz (PaTVG, BGBl vom 8.5.2006). Es gibt potenziellen Patienten eine gewisse Rechtssicherheit, bestimmen zu koennen, welche Behandlungen sie im Falle einer medizinischen Notlage bei Nichteinwilligungsfaehigkeit an sich vornehmen lassen wollen. Damit diese Verfuegung tatsaechlich verbindlich werden kann, muss allerdings ein Gespraech mit einem Arzt gefuehrt werden, wobei der Verfuegungswillige ausfuehrlich begruenden muss, warum er diese Verfuegung treffen will, und der Arzt hat zu dokumentieren, inwieweit er die Argumente fuer relevant haelt. Weiters muss er die Urteilsfaehigkeit des potentiellen Patienten bestaetigen. Ausserdem muss ein Notar, Rechtsanwalt oder rechtskundiger Mitarbeiter einer Patientenvertretung diese Verfuegung beglaubigen. Eine solche Verfuegung muss, um ihre Wirksamkeit zu behalten, unter demselben Prozedere alle 5 Jahre wiederholt werden -- die nicht unerheblichen Kosten hiefuer hat der Patient selbst voll zu tragen. Die Gruenen hatten einen Abaenderungsantrag eingebracht, dass solche Verfuegungen auch beim Bezirksgericht gemacht werden koennen, um diese Kosten zu vermeiden oder zumindest deutlich zu verringern. Dieser fand aber keine Mehrheit. OeVP und F-Fraktion lehnten dies ab, mit der Argumentation, die Huerden seien absichtlich so hoch gelegt, um einen Missbrauch (Stichwoerter Sterbehilfe, Erbschaftsinteressen) zu vermeiden. Daneben gibt es noch eine billige Version eines solchen Dokuments, die sogenannte "beachtliche Verfuegung", die diesen Formvorschriften nicht zu genuegen hat. Die muss ein Arzt aber nur "beachten", das heisst, er kann sie auch ignorieren. Das Gesetz wurde ohne Abaenderung am 8.Mai von OeVP, F-Fraktion und trotz deren Bedenken auch von den Gruenen gegen die Stimmen der SPOe beschlossen. Kommentar Bei der Debatte im Parlament fiel auf, dass sich die OeVP doch sehr darum drueckte, warum die verstaendlichen Huerden in einem solchen Gesetz auch finanzieller Art sein muessten. Abgeordnete Ulrike Baumgartner-Gabitzer meinte dazu in Richtung SPOe: "Es darf auch nicht in erster Linie die Frage der Kosten ausschlaggebend sein, ob das Gesetz tauglich ist oder nicht. Sie machen es sich in Ihrer Ablehnung zu leicht. Die Kosten spielen nicht die grosse Rolle bei so einer Entscheidung." Zum anderen ist es fraglich, wozu es gut sein soll, eine solche Verfuegung mit einem Arzt durchzudiskutieren. Immerhin ist eine solche Verfuegung eine eklatante Misstrauenserklaerung gegen die Aerzteschaft, insofern naemlich, dass man annimmt, dass die "beachtliche Verfuegung" im Fall des Falles eben nicht beachtet werden wird und man deswegen das haertere Geschuetz der "verbindlichen Verfuegung" auffahren muss. Eine voellig neutrale medizinische Aufklaerung ueber die Folgen der Unterlassung einer solchen Behandlung waere ja sicher sinnvoll, nur ist von den wenigsten Aerzten eine solche zu erwarten. Besonders im Zusammenhang mit dem von der Antipsychiatriebewegung immer wieder propagierten "psychiatrischen Testament" ist das Arztgespraech problematisch. Das psychiatrische Testament ist ein Dokument, in dem ein Mensch erklaert, dass er im Falle einer Einweisung bestimmte Praktiken der Behandlung (Neuroleptika, Elektroschocks, etc.) untersagt. Eine Patientenverfuegung ist in diesem Bereich besonders relevant, da eingewiesene Patienten prinzipiell als nicht einwilligungsfaehig angesehen werden. Da weiters oft genug schon fruehere Erfahrungen mit der psychiatrischen Aerzteschaft, die trotz Psychiatriereform immer noch gerne "niederspritzt", der Ausloeser fuer ein solches Verfuegungsansinnen sind, erscheint ein vertrauensvolles und faires Gespraech mit einem Arzt bezueglich dieser Sparte der Medizin noch unwahrscheinlicher als in der Frage somatischer Erkrankungen. Auch dass der Rechtsumstand der Urteilsfaehigkeit zum Zeitpunkt der Verfuegungserrichtung vom Arzt beglaubigt werden muss, macht den Patienten nicht vertrauensvoller. Interessant ist auch, dass die Debatte waehrend des legistischen Prozesses sich fast ausschliesslich um den ebenfalls sehr heiklen Bereich somatischer Erkrankungen und lebenserhaltender Massnahmen drehte. Lediglich in den Erlaeuterungen zum Gesetzesentwurf findet sich ein Nebensatz zum Thema Psychiatrie, ohne dass auf die doch etwas anders geartete Problematik weiter eingegangen wird. In der abschliessenden Parlamentsdebatte hatte das psychiatrische Testament, immerhin schon seit Jahrzehnten auch ausserhalb von Fachkreisen diskutiert, keinen Platz. *Bernhard Redl* ================================================ 12 GegenStandpunkt 2-06 Von: GegenStandpunkt at gmx.at ================================================ Soeben erschienen: GegenStandpunkt 2-06 Die "Heuschrecken"-Debatte einmal ernst genommen: - Wie die Stars der Finanzmärkte Geld vermehren - Ein Dreh weiter in der Spirale des spekulativen Wahnsinns - Münteferings verlogene "Heuschrecken"-Nummer - ihr Grund und ihr Zweck Eine ökonomische "Schlüsselrolle" spielen in den höheren Abteilungen nationalen Wachstums, auf den Finanzmärkten - die Hedge Fonds. Politisch gefördert, mit alten und neuen Freiheiten zum Anlegen animiert, haben sie sich auf wachsender Stufenleiter engagiert und agieren nicht mehr bloß in den obersten Etagen des Börsengeschäfts, sondern kaufen und verkaufen zunehmend auch "ehrliche" Unternehmen. Das ist jetzt auch wieder nicht recht - wie Müntefering unter allgemeiner öffentlicher Anteilnahme mit seinem Schlagwort von den Heuschrecken hat verlauten lassen. Anlass genug, dieser Abteilung des spekulativen Überbau, dieser Speerspitze der internationalen "New Economy" auf den Grund zu gehen, die sich mit ihren Milliarden der "Old Economy" bemächtigt und mit ihren Zins- und Renditeansprüchen über Gang und Untergang von Unternehmen entscheidet, milliardenschweren Einfluss auf nationale Standortfragen nimmt. * Die europäischen Märkte für Strom und Gas im Umbruch: Das große Geschäft und die Sorgen der Politik mit der leitungsgebundenen Energieversorgung Das zu einem einheitlich geregelten kapitalistischen Geschäftsfeld vereinte Europa stößt wieder einmal in einer entscheidenden Angelegenheit an seine Grenzen: Die übernationalen Fusions- und Kooperationspläne von großen Energieversorgungsunternehmen in Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich rufen die Politik auf den Plan und jeweils gegensätzliche nationale Unterstützung oder Widerstände von oberster Stelle hervor. Kein Wunder, handelt es sich doch bei der da verhandelten Energie-Branche um keinen alltäglichen Geschäftszweig , sondern einen "strategischen Schlüsselbereich" des nationalen Wirtschaftens. Warum sich diese Branche besonderer staatlicher Aufmerksamkeit erfreut, wie sie staatlich gefordert und gefördert wird, wie sie deshalb geschäftlich organisiert ist und wie sie jetzt zum europäischen Streit- und Konkurrenzfall gerät, das alles ist zu lesen im GegenStandpunkt-Artikel. * Die Autoindustrie: Eine Fallstudie über eine ‚Schlüsselindustrie' des Kapitalismus, den weltweiten Wettstreit der Kapitale und die Standortkonkurrenz der Nationen * Erhältlich u.a.: Bücherzentrum, Mariahilferstraße 1c, 1060 Wien Zentralbuchhandlung, Schulerstraße 1-3, 1010 Wien Winter, Landesgerichtsstraße 20, 1010 Wien Kuppitsch am Campus, Alserstraße 4, 1090 Wien Bartalszky, Währingerstraße 26, 1090 Wien * www.gegenargumente.at www.gegenstandpunkt.com http://www.gegenstandpunkt.com/gs/06/2/gc062003.htm Neues aus dem nationalen Irrenhaus: Der "Wissens- und Wertetest" für Ausländer ================================================ 13 Werkstatt-Rundbrief 14-2006 Von: Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================ Werkstatt Frieden & Solidarität Waltherstr. 15, 4020 Linz Tel. 0732/771094 Fax 797391 Mail: office at werkstatt.or.at Web: www.werkstatt.or.at Werkstatt-Rundbrief 14-2006 1. "Energie und Wasser im öffentlichen Eigentum erhalten!" - Petition der Werkstatt Frieden & Solidarität 2. Aufruf zur Demonstration gegen den EU-USA-Gipfel am 21. Juni in Wien "Keine Kumpanei mit EU- und US-Kriegstreiberei!" 3. Die neue "guernica" ist da 4. Austrian Social Forum, 15. bis 17. Juni in Graz 5. Termine 1. Start der Petition "Energie und Waser im öffentlichen Eigentum erhalten!" Werkstatt Frieden & Solidarität startet Petition, um das öffentliche Eigentum im Energie- und Wasserbereich unter Verfassungsschutz zu stellen Die angestrebte Fusion von OMV und Verbund hat darauf abgezielt, das 2. Verstaatlichtengesetz auszuhebeln, das eine öffentliche Mehrheit an der E-Wirtschaft vorschreibt. Nach dem vorläufigen Scheitern der Fusion von OMV und Verbund wird hinter den Kulissen weiterhin an der Privatisierung der Energiewirtschaft gearbeitet. Alles deutet darauf hin, dass spätestens nach den Nationalratswahlen ein Neuanlauf gemacht wird, die öffentliche Mehrheit im Bereich der E-Wirtschaft zu Fall zu bringen. Auch aus der EU wird Druck in diese Richtung gemacht. Das Verbund-Management bezeichnet eine öffentliche Mehrheit im Energiesektor als „verheerendes Signal in Richtung Brüssel, wo man bestrebt ist, staatliche Mehrheiten zurückzudrängen. Das würde niemand verstehen, auch der Kapitalmarkt nicht“ (Der Standard, 27./28. Mai 2006). Unserer Meinung nach geht es weder darum, Brüssel noch dem Kapitalmarkt zu gefallen, sondern die grundlegenden Bedürfnisse der Menschen an einer sicheren, nachhaltigen und demokratisch gestaltbaren Energieversorgung zu befriedigen. Dort, wo die Energiewirtschaft privatisiert wurde (z. B. Kalifornien), hat das zum Verschleiß der Infrastruktur und zum wiederholten Zusammenbruch der Stromversorgung geführt, da den Aktionären der kurzfristige Profit wichtiger ist als langfristige Investitionen in Leitungsnetze und nachhaltige Energieversorgung. Das 2. Verstaatlichtengesetz, das die öffentliche Mehrheit im Bereich der E-Wirtschaft in Verfassungsrang erhoben hat, muss daher verteidigt werden. Gleichzeitig wird von der EU-Kommission gemeinsam mit großen französischen, deutschen und britischen Konzernen Druck in Richtung Privatisierung der Wasserversorgung und -entsorgung gemacht. Der Liberalisierungsdruck aus Brüssel und die Finanznot der Gemeinden gefährden die öffentliche Wasserversorgung auch in Österreich. Die Beispiele der Privatisierung der Wasserversorgung in anderen Ländern zeigen - ähnlich wie im Energiebereich -, dass Leitungsnetze verrotten, die Trinkwasserqualität sinkt, die Preise steigen und sozial Schwache, die sich die Preise nicht mehr leisten können, die Wasserabsperrung droht. Um solche Zustände zu verhindern, fordern wir, dass die öffentliche Eigentumsstruktur der österreichischen Wasserwirtschaft ebenfalls in Verfasssungsrang erhoben wird, um Liberalisierung und Privatisierung des Trinkwassers zu verhindern. Die Werkstatt Frieden & Solidarität hat deshalb der Petition "Nein zur Privatisierung der Energiewirtschaft", die wir als Sofortmaßnahme gegen die geplante Fusion von OMV und Verbund gestartet haben (sh. Werkstatt-Rundbrief 13-2006), auf Grund der aktuellen Entwicklung etwas modifiziert. Weiterhin fordern wir die Aufrechterhaltung des 2. Verstaatlichtengesetzes. Darüber hinaus fordern wir, das öffentliche Eigentum auch im Bereich der Wasserversorgung und -entsorgung in Verfassungsrang zu erheben. Es ist wichtig, sofort aktiv zu werden und nicht zu warten, bis es (wieder einmal) zu spät ist! PETITION AN DEN ÖSTERREICHISCHEN NATIONALRAT Wir fordern den Nationalrat auf: Hände weg vom 2. Verstaatlichtengesetz - die öffentliche Mehrheit im Bereich der E-Wirtschaft (Wasser- und andere Kraftwerke, Stromnetz) muss erhalten werden! Das öffentliche Eigentum im Bereich der Wasserversorgung und -entsorgung muss in Verfassungsrang gehoben werden! Keine Unterordnung der Wasserversorgung und -entsorgung unter das EU-Binnenmarktregime! Eine Petitionsliste liegt als pdf-Datei bei; weitere Listen können in der Werkstatt Frieden & Solidarität bestellt oder von der Webpage www.werkstatt.or.at heruntergeladen werden. Nähere Informationen und Hintergrundberichte zur Energiewirtschaft in Österreich und zum Einfluss transnationaler Konzerne findet sich in der aktuellen guernica 3-2006. Ein Probeexemplar schicken wir gerne unentgeltlich zu: Werkstatt Frieden & Solidarität Waltherstr. 15, 4020 Linz Tel. 0732/771094, Fax 797391 Mail: office at werkstatt.or.at Web: www.werkstatt.or.at 2. DEMONSTRATION GEGEN DEN EU-USA-GIPFEL Mittwoch, 21. Juni 2006, Treffpunkt: 17 Uhr, Westbahnhof/Wien Aufruf der Werkstatt Frieden & Solidarität zur Demonstration am 21. Juni 2006 in Wien anlässlich des EU-USA-Gipfels Keine Kumpanei mit EU- und US-Kriegstreiberei! Für ein neutrales, solidarisches und weltoffenes Österreich! Österreich führt derzeit die EU-Ratspräsidentschaft. In diesem Rahmen findet am 21. Juni 2006 das Gipfeltreffen EU-USA in Österreich statt. Dieses Gipfeltreffen ist von zwei Faktoren geprägt, die seit Jahren die globale politische Agenda dominieren: 1. Die US-amerikanischen und die EU-europäischen Eliten sind sich einig. Einig in der Absicht, über ein Regime des grenzenlosen Freihandels, der ungehemmten Kapitalmobilität, alles zu beseitigen, was ihrer globalen wirtschaftlichen und politischen Hegemonie im Wege steht. Sie sind sich einig in der Absicht, all jene Staaten, die sich diesem Kurs verweigern, militärisch zu bestrafen, diese ungerechten politischen und wirtschaftlichen Beziehungen mit militärischer Gewalt abzusichern. Der so genannte „Krieg gegen den Terror“ bildet das dünne Rechtfertigungsmäntelchen für diese Politik. 2. Die US-amerikanischen und die EU-europäischen Eliten sind erbitterte Gegner in der Frage, wer dabei die Nase vorne haben soll. Während die USA über ihre Kriegspolitik ihre hegemoniale Stellung zu verteidigen suchen, will die EU mit ihrer Währungspolitik und ihrer Gemeinsamen Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik diese Stellung erobern. Enorme Aufrüstungsprogramme diesseits und jenseits des Atlantiks sind zwingende Begleitmusik bei dieser Entwicklung. Die globalen wirtschaftlichen und politischen Beziehungen werden destabilisiert. Immer neue Kriege folgen in immer dichteren Abständen (Jugoslawien, Zentralafrika, Afghanistan, Irak). Bei der gemeinsamen Eskalation des Konflikts um das Atomprogramm des Iran hat man sich wieder zusammengefunden. Als besonders widerlich empfinden wir die Lage, in die uns die rückgratlose, verlogene, kurzsichtig eigennützige Politik der wirtschaftlichen und politischen Eliten Österreichs geführt hat. Anstelle einer eigenständigen auf Neutralität und internationaler Solidarität fußenden Politik wird eine Politik des Mitmarschierens und Mitkassierens betrieben. Wir rufen deshalb dazu auf, im Rahmen der Protestdemonstration am 21. Juni 2006 folgende Forderungen zu bekräftigen: Schluss mit dem Krieg gegen den Terror! Sofortiger Stopp der absurden Aufrüstungsprogramme! Rückzug aller Besatzungstruppen vom Balkan, aus dem Nahen und Mittleren Osten und Afrika! Stopp der Kriegsvorbereitung gegen den Iran! Wir fordern eine Verhandlungslösung unter Beachtung der legitimen Sicherheitsinteressen aller Staaten in der Region. Weg mit dem Freihandelsdiktat! Alle Menschen haben das Recht, den Weg ihrer sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung selbst zu bestimmen. Entschuldung der armen Staaten! Jene Gesellschaften, die jahrhundertelang von der Ausbeutung der armen Weltregionen profitiert haben, sind zu Hilfe und Verzicht verpflichtet. Wir fordern von der österreichischen Bundesregierung: Keine Beteiligung an der EU-Armee! Raus aus den EU-Schlachtgruppen! Raus aus der EU-Rüstungsagentur! Raus mit dem Kriegsermächtigungsartikel 23f aus der Bundesverfassung! Keine Annäherung an die Nato! Sofortiger Austritt aus der Nato-Partnerschaft für den Frieden! Sofortiger Rückzug aller österreichischen SoldatInnen von EU-Besatzungsmissionen! Schluss mit der Unterwerfung unter das EU-Binnenmarktregime und dem europäischen Finanzkapital! Keine Umsetzung der EU-Liberalisierungsrichtlinien! Stopp dem Privatisierungswahn! Schluss mit der Unterwerfung unter das Schengen-Regime! Weg mit der Bespitzelung über das Militärbefugnisgesetz! Eine aktive Neutralitätspolitik, die sich der Kumpanei mit Großmächten verweigert, sich offensiv für friedliche Konfliktlösungen engagiert und sich mit den um politische und wirtschaftliche Freiheit ringenden Gesellschaften solidarisiert! Plakate und Flugblätter zur Bewerbung der Demonstration können bei der Werkstatt Frieden & Solidarität angefordert werden (office at werkstatt.or.at) oder über die Web-Page heruntergeladen werden (www.werkstatt.or.at) Anreise zur Demonstration am 21. Juni von Oberösterreich nach Wien: Günstige Möglichkeiten zur Anreise von Oberösterreich nach Wien gibt es mit den von der SJ OÖ organisierten Bussen (EUR 7,- hin und retour). Wer per Bus anreisen will, bitte anmelden über www.sj-ooe.at 3. Die neue "guernica" ist da Die neue guernica - Zeitung der Werkstatt Frieden & Solidarität - ist da. Ein Probeexemplar schicken wir gerne gratis zu (Mailto: office at werkstatt.or.at). Weiters möchten wir auch auf die Möglichkeit des Handverkaufs aufmerksam machen. Ab 5 Exemplaren geben wir die guernica um 50 Cent pro Exemplar weiter. Die guernica kann auch abonniert werden: Jahresabo (=10 Ausgaben) EUR 9,-; Schnupperabo (=5 Ausgaben) EUR 5,- Aus dem Inhalt der guernica 03/2006: Euro-Militarismus/Militarisierung Österreichs NACHGEFRAGT: „Weil die EU ein Großmachtprojekt ist“ (Interview mit Per Gahrton von den schwedischen Grünen) Die Achse Berlin-Wien will die EU-Verfassung wiederbeleben: „Nackt und brutal konzentriert sich alles auf die Macht“ Eurofighter-Debatte: „Ohne Wenn und Aber“ Österreich/EU-Militäreinsatz im Kongo: „Vorwand, um die EU im Kongo zu platzieren“ Tagebuch EU-Militarisierung EU-Opposition Die Asylpolitik der EU: „Das wahre Wertesystem der EU“ EU und Atompolitik: Atomrenaissance als Propagandaoffensive Was sagen die österreichischen Abgeordneten zum EURATOM-Austritt? Soziales/Liberalisierung/Privatisierung „Arbeitszeitverkürzung muss wieder ins Zentrum gerückt werden“ (Interview mit Bettina Csoka von der AK OÖ) Arbeitszeit: Zahlen - Daten - Fakten OMV/Verbund-Fusion: Verstaatlichtengesetz verteidigen - und ausweiten! Hintergrund der geplanten Fusion von OMV und Verbund: Machtübernahme der Deutschland AG? Österreichische Post AG: Die Demontage der öffentlichen Dienste Liberalisierung/Privatisierung: Bildungsmärkte Sonstiges Demonstration gegen den EU-USA-Gipfel Osteuropa: Unabhängiges Montenegro - Wirtschaftlich lebensfähig? Mazedonien: 15 Jahre danach ... Mexiko: Der Eisberg und seine Spitze und vieles mehr 4. Austrian Social Forum 15. bis 17. Juni in Graz Ort: Uni Graz, Hörsaaltrakt Nach Hallein und Linz findet nun das 3. Austrian Social Forum (ASF) von 15. bis 17. Juni in Graz statt. "Das ASF gehört allen, die an ihm teilnehmen. Alle Menschen, die auf eine Alternative zu Neoliberalismus, Zerstörung der Umwelt, Krieg, Sexismus und Rassismus hinarbeiten, sind zu seiner Mitgestaltung eingeladen, sofern sie sich in den Prinzipien des Prozesses, insbesondere der Akzeptanz unterschiedlicher Standpunkte, internationaler Solidarität und Gewaltfreiheit wiederfinden." (aus dem ASF-Aufruf). Das genaue Programm findet sich auf http://www.socialforum.at/ Besonders möchten wir auf folgende Veranstaltungen hinweisen: Nein zum Europa der Generäle und Konzerne - Für ein neutrales, solidarisches und weltoffenes Österreich!" Workshop der Werkstatt Frieden & Solidarität zum Programm "Friedensrepublik Österreich" Freitag, 16. Juni 2006, 13 Uhr Block A, 1. Stock Raum 15.11 RESOWI Krieg / Frieden / Rüstung - Iran, Irak, Palästina Diskussionsveranstaltung mit Winfried Wolf (Zeitung gegen den Krieg), Rosi Krenn (ARGE Wehrdienstverweigerung), Yvonne Schmidt (Institut für Völkerrecht und Internationale Beziehungen, Univ. Graz), Gerald Oberansmayr (Werkstatt Frieden & Solidarität) Freitag, 16. Juni 2006, 15 Uhr, Hörsaal A HS 06.01 Vorklinik 5. Weitere Termine: Freitag/Samstag, 16./17. Juni 2006 Willy va a Cuba! Europacamp, Weissenbach am Attersee 16. Juni: Cuba-Lieder mit Christian "Gigs" Buchinger; Musik aus Lateinamerika mit der Band Vive (angefragt) 17. Juni: Workshops "Kuba-Solidarität - ein Fremdwort in Europa?", abends: Politrock mit der Band Politpark, Fiesta Cubana mit DJ Markus Netter Freitag/Samstag, 23./24. Juni 2006 Öffentliches Eigentum - eine Frage von Gestern? Fr, 19 Uhr: Podiumsdiskussion mit Christian Felber, Hannes Missethon, Werner Murgg, Rudolf Streicher und Gottfried Zauner Sa, 9.30 bis 18 Uhr: Symposion Ort: Congresszentrum im Alten Rathaus Leoben (Hauptplatz 1) Weitere Informationen: www.klargesellschaft.at Donnerstag, 29. Juni bis Samstag, 1. Juli 2006 Der große Krieg - das große Sterben 1916 Symposion über die Isonzofront im 1. Weltkrieg unter Berücksichtigung der Situation von Künstlern, Friedensaktivisten und der Bevölkerung Ort. Neue Bühne Villach, Hauptplatz 10 Sonntag, 9. Juli bis Freitag, 14. Juli 2006 Gute Medien - Böser Krieg? 23. Internationale Sommerakademie des ÖSFK Ort: Friedenszentrum Burg Schlaining, 7461 Stadtschlaining Weitere Informationen: www.aspr.ac.at/sak2006.htm Samstag/Sonntag, 15./16. Juli 2006 Auf den Spuren des antifaschistischen Widerstandes im Salzkammergut Im Salzkammergut gab es eine intensive Widerstandsbewegung gegen den Nationalsozialismus. Die Werkstatt Frieden & Solidarität lädt gemeinsam mit dem KZ-Verband OÖ zu einer Wanderung auf den Spuren dieses Kampfes für ein antifaschistisches Österreich ein. Treffpunkt: Sa, 15. Juli 2006, 10 Uhr Rettenbach Alm 1. Tag: Wanderung zum Nagel Steig - "Igel" - Ischlerhütte 2. Tag: Hochkogelhaus - Ebensee Politische Führung mit Wolfgang Quatember sowie einem Zeitzeugenbericht. Anmeldung erforderlich bei der Werkstatt: Tel. 0732/771094 oder e-mail: office at werkstatt.or.at Hier gibt es auch Informationen über die Kosten und gemeinsame Anreisemöglichkeiten aus Linz, etc. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Verteilzeitung der Werkstatt Frieden & Solidarität "Nein zum Europa der Konzerne und Generäle! Für ein neutrales, solidarisches und weltoffenes Österreich!" jetzt bestellen! mailto: office at werkstatt.or.at Ansichtsexemplar gratis; größere Stückzahlen für EUR 0,10 pro Expl. (EUR 0,05 ab 500 Expl.) ================================================ ================================================ INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ================================================ ================================================ 14 [gipfelsoli] St. Petersburg -- Stralsund Von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - Network Against the G8 English info bulletin #2 - Schwerin kann Sicherheit für Bush nicht gewährleisten ------------------------------------------------------------------------------- Network Against the G8 English info bulletin #2 This bulletin is prepared by some members of the Moscow group of Network Against G8 (SPB8). It is the result of common discussions at the inter-regional meeting of May 28th, 2006 between St. Petersburg group of Network Against G8, St. Petersburg League of Anarchists, Punk Revival, FrontAIDS, Indymedia, Indyvideo, Legal-team, Medical group, AFA St. Petersburg and individual activists, but this bulletin does not necessarily reflect the opinions of all members of the network. We will publish new issues as soon as there is new info to tell. Please distribute this widely! Legal support Our legal team will be supported not by anarchists alone, but also by efforts of Youth Human Rights Movement (MPD) and ecological organization "Groza" (Thunderstorm). A flat will be rented in St. Petersburg for the legal group, and there will be a contact telephone number in time for the events. 6 activists have already promised to volunteer, but a lawyer is also sought in order to enable easier access to the arrested. Booklets on legal and practical information are prepared (you may read electronic English versions at SPB8 website and at www.rtc.revolt.org). During June, there will be legal trainings for activists on legal questions in St. Petersburg and Moscow. Network Against G8 info-point in St, Petersburg There will be an info-point by Network Against G8 activists in Kirov stadium, where the Russian Social Forum will take place. Kirov stadium is located in metro station "Krestovskiy Ostrov"; it is about 10 minutes by feet through a park. It is easy to find, but we will publish a map later on. In Kirov stadium, you should find a room, tent or stand with text "NAG8". The stadium will be open for people from 12th to 16th of July. Whoever wants to come earlier should contact organizers in time. We hope that we will also manage to set up info-points that will be active earlier. Accommodation during summit There are a number of alternatives for accommodation during the summit. 1) Kirov stadium - if you want to stay there, bring your tents, mattresses and sleeping bags. Russian Social Forum (RSF) has promised some tents, but there is nothing we may say about their quantity and quality. Ascetics may live without tents, as in the Stadium there are corridors under tribunes, where one is protected from rain. The organizational committee of RSF has promised to organize field kitchens for affordable food in the Stadium, as well as a list of cafes nearby. The Stadium has electricity, toilets and showers. 2) St. Petersburg group of Network Against G8 has an alternative camping site in the city area with a limited amount of spaces. You should contact this group if you are interested in this option. 3) You may also set up your own camp beyond city limits, as a vast majority of the forests have not been enclosed yet and thus are public land where you have a right to stay with certain conditions. Locals may help you in setting up such a camp in case Network Against G8 site is full or you have some other reasons to have your own camp. 4) Local activists in St. Petersburg are prepared to help if you want to book a hotel, hostel or rent a flat for a few days (latter option is often cheaper than hotels for a bigger group of people). The cheapest rooms in hotels cost 350-600 rubles (10-19 euros) for a night, many places demand that you pay in prior. We may also provide a list of hotels, write to contact addresses at the end of this bulletin. Media-space It is quite likely, that inside the Stadium there will be a media space, accessible for everyone. But number of computers and access to internet and even telephone are still a question. There are other media-center projects, but these are unlikely to be open for everybody. The organizational committee of Social Forum in St. Petersburg promises to provide information about cheap internet cafes close to the Stadium and around the city, as well as other alternatives for people who want to do media. General demonstration in St. Petersburg A general demonstration of "opposition" is planned to take place 15th of July. Route of demonstration is still under discussion (there are two alternatives - long march of 8 kilometers and short march of 3 kilometers). It will finish at a square next to cruiser Aurora. This is as close as it will be possible to legally approach the city center, which according to authorities will be closed from demonstrations. In this demonstration, political parties (Communist Party of Russian Federation KPRF, Russian Workers Communist Party, Yabloko party) and "oppositional" political movements (such Union of Coordinatory Councils and various Komsomol organizations) are expected to take part. The organizing committee of the Russian Social Forum excluded participation of far-right organizations and the National Bolshevik Party, but it is possible that they may appear, as there are nationalists in the St. Petersburg part of the Russian Social Forum organization, and KPRF was lately open to cooperation with far-right Movement Against Illegal Immigration (DPNI). Anarchists are splintered on the question of participation in this demonstration; one proposal is to organize an anarchist bloc which would strikingly differ from all the rest. Outreach It has been proposed that stickers should be the major way of outreaching to the public, as they are safer than putting up posters or painting with stencils. However one poster is currently being printed and others are currently being made. There are few alternatives for stickers. Besides these, a special issue of the journal "Avtonom" is currently being prepared, as well as a booklet of guidelines for activists. Currently the main website is www.spb8.net. Site nog8.ru is currently not developed, but you may find half of the Russian translation of the book "We are everywhere" there. Street medics A street medic group has organized a number of meetings and trainings for activists, and also prepared a text of guidelines for giving first aid. It is planned that trainings will continue. Libertarian forum in Moscow, 8th-12th of July A preliminary program for the Libertarian Forum is ready, currently we expect some 70 activists from various regions of Russia to take part, 30-50 from Moscow and few dozen foreigners. Both forum premises and accommodations will be in the Moscow region close to Moscow. Take sleeping bags and mattresses with you. We may also book hotels, cheapest places are 600 rubles (24$) per night. Food not Bombs has promised to feed the conference; we will also prepare a list of affordable cafes. There will not be a fixed price for participation, we suggest that people will contribute to costs of the event according to their capacities. Unless you have an agreement with organizers to pick you up from somewhere, you should come to office of Movement for Human Rights (Dvizhenie za Prava Cheloveka), located at Maliy Kislovskiy pereulok, dom (house) 7, stroenie (building) 1, metro station Arbatskaya. A map to find the location will be available later on. From here, you will be directed to premises of the forum and accommodations. We will wait you here 7th and 8th of July from noon to 8 PM. In case you are coming earlier, contact organizers by e-mail or by phone. 12th of July we have planned a press-conference of participants in the conference - main theme will be a critique against energy policies of G8 summit and the planned G8 renaissance of atomic energy. We are discussing an alternative to travel collectively to St. Petersburg with a rented bus. Contacts: moscow_protiv_g8 at riseup.net. Russian Social Forum in St. Petersburg 13th-15th of July 27th of May there was a meeting of the organizational committee of the Russian Social Forum, which witnessed a number of disagreements among the organizers on important questions, such as on cooperation with parties and nationalists. The St. Petersburg part of the organizational committee includes several coalitions, which include parties and nationalist activists, and many "leftists" may not imagine their activities outside party coalition. Thus a compromise decision was made, whereby the Russian Social Forum will take place without political parties, and the demonstration on July 15th will happen together with political parties. Nationalist organizations will be excluded from both the forum and the demonstration, but it is possible that some of them will show up anyway as individuals. The Russian Social Forum will include at least sections on housing, energy, health care and civil rights, and one is free to propose additional themes. One may find more information about Russian Social Forum from http://ikd.ru/Campaign/RSF Calendar of events 8th - 12th of July Libertarian Forum in Moscow 13-15th of July 2006 Russian Social Forum in St. Petersburg. It will take place in Kirov stadium close to metro station "Krestovskiy Ostrov". In forum there will be an alternative space. 14th of July 2006 - Global Day of Action In many cities of the world there will be protests against neo-liberal politics of the G8. Those who may not come to St. Petersburg, may organize solidarity actions in their cities and villages. 15th - 17th of July Summit of G8 in St. Petersburg 15th of July - International Day of Direct Action against Climate Change and the G8. Rise up against G8 policies, target fossil fuel industries in your community and bioregion! Visit the website of Reclaim the Commons -- www.rtc.revolt.org -- for the Call to Action in English, Russian, Spanish and other languages. 15th of July Common demonstration of left and opposition against politics of the G8 in St. Petersburg. March will end to a square in front of cruiser Aurora. www.spb8.net g8-2006.plentyfact.net ru.indymedia.org indyvideo.ru www.avtonom.org www.nog8.ru www.svitnetovar.info shutthemdown.org www.reclaimthecommons.net www.rtc.revolt.org Contacts: St. Petersburg group of Network Against G8: nag8spb at mail.ru Accommodation for anti-authoritarians in St. Petersburg: r-17 at admiral.ru, g0ren at mail.ru, kushiyaan at yandex.ru Legal group: piter.legal at yahoo.com Street medics: make_change at riseup.net Moscow group of Network Against G8 and Libertarian Forum: moscow_protiv_g8 at riseup.net, +7-906-796-88-29 FrontAIDS: frontaids at yandex.ru [g8-int at lists.riseup.net] ------------------------------------------------------------------------------- Schwerin kann Sicherheit für Bush nicht gewährleisten Schwerin - Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat bei Bund und Ländern um Unterstützung für den am 14. Juli geplanten Besuch des US-Präsidenten George W. Bush in Stralsund gebeten. Das sei übliche Praxis bei solchen Anlässen, da die Landespolizei allein die Sicherheit nicht gewährleisten könne, sagte eine Sprecherin des Schweriner Innenministeriums am Donnerstag. Die mit der SPD regierende Linkspartei forderte die völlige Übernahme der Sicherheitskosten durch den Bund. Es könne nicht nur um Hilfsangebote gehen, erklärte die Fraktionsvorsitzende Angelika Gramkow. "Herr Bush kommt schließlich auf Einladung der Bundeskanzlerin, und hier muß das Prinzip gelten: Wer die Musik bestellt, der bezahlt." Das "Hamburger Abendblatt" hatte berichtet, 15 000 Polizisten würden benötigt. Diese Zahl wollte die Ministeriumssprecherin nicht bestätigen. Der Aufwand dürfte eher geringer sein, das gelte auch für die angeblich vorsorglich zu sperrenden 400 Straßenkilometer. Als zutreffend bezeichnete sie die von der Zeitung genannte breite Palette von Spezialisten für den Besuchstermin mit Sondereinsatzkommandos, Hubschrauberbesatzungen, Präzisionsschützen, Tauchern und Hundeführern sowie Notärzten, Rettungssanitätern und Polizeiseelsorgern. Von einem im Zusammenhang mit dem Bush-Termin stehenden vierwöchigen Verbot für Innenstadtgaststätten in Stralsund, ihre Außenplätze zu betreiben, hatte die Sprecherin keine Kenntnis. Der Sprecher der Stadt Stralsund teilte auf Anfrage mit, daß kein Verbot bestehe, sondern vorerst lediglich die Nutzungsbewilligung vom 24. Juni bis 23. Juli nicht erteilt wurde. Der Bush-Besuch und das Volksfest der Wallensteintage fielen in diese Zeitspanne. Es müsse geprüft werden, welche Auflagen und Konsequenzen sich daraus für die Gastronomen am Alten Markt ergeben. Das genaue Besuchsprogramm des US-Präsidenten ist noch nicht bekannt. Aus Kreisen der Landesunion hieß es, auf jeden Fall solle vermieden werden, daß die Stralsunder Innenstadt total gesperrt werde. So etwas könnten die Bürger den Politikern bei der Landtagswahl im September heimzahlen. DW Artikel erschienen am Fr, 9. Juni 2006 [http://www.welt.de/data/2006/06/09/907584.html] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l -------------------------------------------------------------------------- ================================================ 15 Skandal um österreichische Botschaft in Addis Abeba! Von: Deserteurs- und Flüchtlingsberatung ================================================ Skandal um österreichische Botschaft in Addis Abeba! Österreich bricht Asyl- und Menschenrecht Die österreichische Botschaft in Addis Abeba verletzt systematisch den Rechtsanspruch von Familienangehörigen somalischer Konventionsflüchtlinge, indem sie ihnen “aus Sicherheitsgründen" ohne Identitätsdokumente den Zutritt verweigert. Sie verlangt von Flüchtlingen, sich entweder an die somalische Botschaft, die zur Gänze aus ihren Verfolgern zusammengesetzt ist, oder an irgendeine äthiopische Behörde zur Beschaffung von Identitätsdokumenten zu wenden. Kurzzusammenfassung: Familienangehörige von Konventionsflüchtlingen haben einen Rechtsanspruch auf Gewährung desselben Schutzes. Sofern sie sich noch im Ausland befinden, ist es nötig, bei der österreichischen Botschaft einen Antrag zu stellen. Unsere Einrichtung betreut viele Personen, deren Ehegatten, Kinder oder Eltern sich in Äthiopien befinden. Da die Botschaft in Addis Abeba aber Personen ohne Identitätsdokumente den Zutritt verweigert, können diese ihren Rechtsanspruch gar nicht geltend machen. Die Botschaft und das Außenministerium verlangen von ihnen, sich zwecks Dokumentenbeschaffung an die eigenen Verfolger, die in der Übergangsregierung vertreten sind, zu wenden. Berichte von Menschenrechtsorganisationen bestätigen allerdings, dass derzeit keinerlei Möglichkeit existiert, sich offizielle somalische Dokumente zu besorgen, vielmehr würde dadurch ein illegaler Handel mit Dokumenten gefördert. Die Botschaft ist außerdem der Ansicht, dass sich Personen ohne Dokumente auch an äthiopische Behörden wenden könnten. Da die Beziehungen zwischen Somalia und Äthiopien allerdings höchst gespannt sind, ist auch dies für somalische Flüchtlinge nicht möglich. Zudem: Wird von AsylwerberInnen in Österreich, die sich nicht ausweisen können, verlangt, sich an irgendeine Behörde zur Ausstellung von Dokumenten zu wenden? Österreich bricht durch bürokratische Hürden das Asylgesetz sowie das elementare Menschenrecht auf Familienleben. Für Rückfragen: Nina Jakober Daniel Bernhart Deserteurs- und Fluechtlingsberatung Schottengasse 3a/1/59 A-1010 Wien Tel.: +43/1/533 72 71 Fax.: +43/1/532 74 16 http://www.deserteursberatung.at Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde: Wir haben diese Nachricht an einen relativ weiten Empfängerkreis verschickt. Belästigen wollen wir niemand. Falls Sie/ihr aus dem Verteiler gestrichen werden möchtet, bitten wir um eine kurze Rückmeldung. Text: Konventionsflüchtlinge, also Flüchtlinge, die einen positiven Asylbescheid erhalten, sind rechtlich weitgehend österreichischen Staatsbürgern gleichgestellt. Sie dürfen beispielsweise ohne Arbeitserlaubnis in Österreich arbeiten und haben Anspruch auf Sozial- und Familienleistungen. Recht auf Familienleben Ihre Familienangehörigen (Ehegatten, unverheiratete minderjährige Kinder oder die Eltern von unverheirateten minderjährigen Asylberechtigten) haben gem. §§ 34/35 Asylgesetz den Anspruch auf Gewährung desselben Schutzes, also auf die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft. Viele unserer KlientInnen können lediglich alleine nach Österreich flüchten und wollen ihre Familien nachholen, sobald sie den positiven Asylbescheid erhalten haben. Darauf haben sie laut dem Asylgesetz und dem (Menschen)Recht auf Familienleben auch einen Rechtsanspruch. Dazu muss sich die Familie, die sich noch im Heimatland oder auch in einem anderen Fluchtland befindet, seit Jänner 2006 auf die zuständige österreichische Botschaft begeben und dort einen Antrag auf Gewährung desselben Schutzes stellen. Bis Ende 2005 war es noch möglich, dass die Angehörigen unserer KlientInnen unserer Organisation Vollmacht erteilten und wir die Asylanträge von Österreich aus stellten. Seit der Einführung des neuen Asylgesetzes, dass eine persönliche Einbringung der Anträge bei der österreichischen Botschaft verlangt, stellen sich aber in vermehrtem Ausmaß Schwierigkeiten ein. Der Schluss liegt nahe, dass es beabsichtigt ist, durch ein erschwertes Verfahren die Zahl der Familienzusammenführungen möglichst gering zu halten und darauf zu hoffen, dass Missstände im Dunkeln bleiben. Das Procedere Bei der österreichischen Botschaft müssen bestimmte Formulare ausgefüllt werden, die dann an die österreichischen Asylbehörden weitergeleitet werden. Diese stimmen bei Vorliegen aller Voraussetzungen zu, dass den Familienangehörigen des Konventionsflüchtlings ebenfalls Asyl gewerbt wird. Außerdem hat das Bundesministerium für Inneres ebenfalls Mitspracherecht - es könnte Einwände erheben, falls die Personen, die einreisen wollen, eine Gefahr für die öffentliche Ruhe, Ordnung und Sicherheit darstellen würden. Sobald die Botschaft dann die Weisung erhält, dass Einreisetitel zu erteilen sind, können die Familienangehörigen einreisen und erhalten nach Vorsprache bei den Asylbehörden ebenfalls einen positiven Asylbescheid. Theorie versus Praxis - die Aufforderung der österreichischen Botschaft, sich Identitätsdokumente bei der somalischen Botschaft zu beschaffen Obwohl diese Vorgehensweise in der Theorie recht einfach scheint, stellen sich in der Praxis einige Schwierigkeiten ein. So wird seit einigen Wochen den Familienangehörigen unserer asylberechtigten KlientInnen aus Somalia, die sich in Äthiopien befinden, der Zutritt zur österreichischen Botschaft in Addis Abeba verweigert. Als Argument dafür wird vom Konsul herangezogen, dass Personen, die sich nicht ausweisen könnten, aus Sicherheitsgründen der Zutritt zur Botschaft nicht gestattet sei. Die betreffenden Personen sollten sich bei der somalischen Botschaft in Addis Abeba Identitäsdokumente beschaffen, damit erhielten sie Zutritt zur österreichischen Botschaft. Unmöglichkeit, sich Identitätsdokumente zu besorgen In Somalia herrscht allerdings seit etwa 15 Jahren Bürgerkrieg, es gibt keine anerkannte Zentralregierung, die Dokumente ausstellen könnte. Vor einiger Zeit wurde eine Übergangsregierung eingerichtet, welche sich im Wesentlichen aus jenen Clanangehörigen zusammensetzt, die Minderheitsangehörige systematisch verfolgen. Unsere KlientInnen flüchten allerdings vor den bewaffneten Milizen eben dieser Clans. In Österreich wird ihnen zumeist Asyl gewährt, da sie als Angehörige einer Minderheiten in Somalia von Angehörigen der Hauptclans verfolgt werden und sich auf keine staatlichen oder Clanstrukturen stützen können, um Schutz vor ihnen zu erhalten. Die Schweizerische Flüchtlingshilfe stellt außerdem fest, dass es in Somalia derzeit keine Behörde gibt, die in der Lage ist, offizielle Dokumente auszustellen: “Europäische Behörden dürfen bei somalischen Asylsuchenden auf keinen Fall auf den Besitz von legitimen Dokumenten beharren. Durch eine solche Haltung wird höchstens der illegale Handel mit Dokumenten angeregt"1. “Äthiopische Behörden können doch auch Identitätsdokumente ausstellen" Die Ansicht der österreichischen Botschaft in Addis Abeba, die Familienangehörigen unserer KlientInnen könnten sich von Angehörigen der Clans, von denen sie verfolgt werden, problemlos Identitätsdokumente beschaffen, ist also unrichtig. Wir haben vielmehr aufgrund von Gesprächen mit unseren KlientInnen den Eindruck bekommen, dass sich ihre Familienangehörigen so in größte Gefahr begeben könnten. Daher haben wir uns wiederholt an den zuständigen Konsul in Addis Abeba gewandt. Als Antwort auf unser Fax erhielten wir ein E-Mail des Konsuls, in dem ausgeführt wird, dass der österreichischen Botschaft über Repressalien der Übergangsregierung gegenüber somalischen Minderheitsangehörigen nichts bekannt wäre. Außerdem könnten die betroffenen Personen sich doch auch Identitätsdokumente bei den äthiopischen Behörden besorgen. E-Mail von Leopold Unger, österreichische Botschaft Addis Abeba, 17. Mai 2006: “Sehr geehrte Frau Mag. Jakober! Äthiopien ist ein Land mit einer hohen Terrorismusgefährdung. Erst am 12.5. explodierte eine ganze Serie von Sprengsätzen in Addis Abeba bei denen vier Menschen den Tod fanden. Ihr Schreiben betreffend einer Zutrittsgenehmigung zur Botschaft, für Personen, die sich nicht ausweisen können, wird daher u.E. an das Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten vorgelegt. Wir haben eine steigende Anzahl von Anträgen betreffend Familienverfahren und die Leute weisen sich bei unserem Wachpersonal aus. Erst heute war eine Person mit einem von der somalischen Botschaft ausgestellten Ausweis an der Botschaft. Über Repressalien seitens der somalischen Botschaft gegenüber den Antragstellern ist ha. nichts bekannt. Darüberhinaus besteht auch die Möglichkeit, sogenannte Laisser Passers oder Alien Passports bei den äthiopischen Behörden zu beantragen. Ein Besuch bei der somalischen Botschaft ist daher nicht zwingend. Wie ich Ihnen bereits mitgeteilt habe, können an der Botschaft selbstverständlich Anträge im Familienverfahren eingebracht werden. Mit freundlichen Grüßen Leopold Unger" Der Argumentation, dass Repressalien der somalischen Botschaft gegenüber Minderheitsangehörigen der österreichischen Botschaft nicht bekannt sind, können wir dahingehend folgen, dass viele Menschen eben Angst haben, sich an ihre eigenen Verfolger zu wenden, dies auch nicht machen und demnach auch keine Möglichkeit haben, bei der österreichischen Botschaft vorzusprechen. ODER DOCH NICHT? Die Aufforderung, dass sich die Familienangehörigen zur Ausstellung von Identitätsausweisen an die äthiopischen Behörden wenden sollen, erscheint uns wiederum sehr seltsam. Wäre das nicht nahzu dasselbe, von AsylwerberInnen in Österreich, die keine Dokumente besitzen, zu verlangen, sich bei irgendeiner (!) Behörde ein solches zu beschaffen? Weiters sind die Beziehungen zwischen Somalia und Äthiopien sehr gespannt, was etwa durch Länderberichte von Amensty International belegt wird. Beispielsweise soll angeführt werden, dass die Oromo Liberation Front, die für ein unabhängiges Oromia auf äthiopischen Boden kämpft, von den äthiopischen Behörden als terroristische Organisation eingestuft wird, über lange Zeit mit den somalischen Milizen zusammenarbeitete2. UND DAS AUSSENMINISTERIUM? Wir haben auch dem Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten unsere Bedenken in dieser Angelegenheit mitgeteilt und eine rasche Lösung dieser Angelegenheit gefordert. E-Mail an BMAA, 31. Mai 2006: “Sehr geehrter Herr Mag. Lux! Da ich Sie wiederholt telefonisch zu kontaktieren versuchte und bislang keinen Rückruf von Ihnen erhalten habe, wende ich mich auf diesem Weg an Sie: Am 17. 5. 2006 erging sowohl an das BMAA als auch an Hrn. Leopold UNGER von der österreichischen Vertretungsbehörde in Äthiopien und UNHCR Österreich ein Fax, in welchem wir eine Lösung für das Problem der Verweigerung des Zutritts für Menschen ohne Identitätsdokumente zur ÖB in Addis Abeba forderten. Dieses Fax wurde auch von Herrn UNGER an Sie weitergeleitet. Erst diese Woche wurde wieder zwei minderjährigen (!), ohne obsorgeberchtigte Personen in Äthiopien aufhältigen Kindern eines in Österreich asylberechtigten Klienten der Zutritt zur Botschaft nicht gestattet, womit eine Einbringung von Anträgen im Familienverfahren nicht möglich war. Wie wir bereits in unserem Fax vom 17. 5. 2006 ausführlich dargelegt haben, halten wir es für unzumutbar, von somalischen Staatsbürgern zu verlangen, sich zwecks Ausweisbeschaffung an die somalische Botschaft zu wenden, da die somalische Übergangsregierung aus Angehörigen jener Clans besteht, von denen unsere KlientInnen und ihre Familienangehörigen verfolgt werden. Weiters scheint uns die Aufforderung von Hrn. UNGER, die betreffenden Personen könnten sich auch an die äthiopischen Behörden zur Ausstellung von Dokumenten wenden, etwas suspekt. Von AsylwerberInnen in Österreich, die keine Identitätsdokumente besitzen, wird ja auch nicht verlangt, sich ein Identitätsdokument bei irgendeiner Behörde zu besorgen. Außerdem ist die Tatsache, dass auch die Beziehungen zwischen Äthiopien und Somalia äußerst gespannt sind (z.B. Ogaden-Krieg, die Zusammenarbeit der äthiopischen OLF mit den somalischen Milizen etc.) allseits bekannt. Wir bitten darum, schnellstmöglich eine adäquate Lösung für die Antragstellungen gem. §§ 34/35 AsylG zu finden. Wir möchten Sie zusätzlich darüber in Kenntnis setzen, dass wir diese Angelegenheit in den nächsten Tagen publik machen werden, falls die österreichische Botschaft in Addis Abeba ihre Aufgaben weiterhin nicht wahrnehmen sollte. Mit freundlichen Grüßen, Mag. Nina JAKOBER für die Deserteurs- und Flüchtlingsberatung" Als Antwort erhielten wir vom Leiter des Referates für Asyl-, Aufenthalts- und Wanderungswesen, dass bei Anträgen zur Feststellung der Identität und des Verwandschaftsgrades Dokumente vorzulegen sind, die von der Botschaft gem. § 35 Asylgesetz (Familienverfahren) geprüft und aktenkundig zu machen sind: E-Mail BMAA, 7. Juni 2006: “Sehr geehrte Frau Mag. Jakober! Zu Ihrem Schreiben vom 31. Mai 2006 darf ich Ihnen als Leiter des Referates für Asyl-, Aufenthalts- und Wanderungswesen im Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten mitteilen, dass zwecks Feststellung der Identität und des Verwandtschaftsgrades Dokumente vorzulegen sind, die von der Botschaft gem § 35 AsylG geprüft und aktenkundig zu machen sind. Eine Vorsprache ohne jegliche Dokumente wäre daher für das Familienverfahren zwecklos, da die erforderlichen Nachweise der Identität und des Verwandtschaftsgrades, nach denen das Bundesasylamt zu entscheiden hat, nicht erbracht werden. Die undokumentierten Antragsteller werden daher im Sinne des §13A AVG 1991 von diesem Umstand in Kenntnis gesetzt werden. Mit freundlichen Grüßen Für die Bundesministerin: KRAMARICS m.p." Aufgrund welcher Rechtsgrundlage es aber zwingend nötig sein soll, Identitätsdokumente vorzulegen, wird in keiner Hinsicht ausgeführt. Weder im Asylgesetz noch im Allgemeinen Verwaltungsverfahrensgesetz ist die Notwendigkeit der Vorlage von Identitätsdokumenten von Personen, die einen Antrag stellen wollen, vorgesehen. Asylrechtsbruch durch Österreich Die Familienangehörigen unserer KlientInnen haben einen Rechtsanspruch auf Familienzusammenführung - ihnen bereits die Antragstellung durch eine Verweigerung des Zutritts zur Botschaft zu verwehren, ist vollkommen ungerechtfertigt. FORDERUNGEN Die Deserteurs- und Flüchtlingsberatung fordert Zutritt für Flüchtlinge zur österreichischen Vertretungsbehörde in Addis Abeba ohne bürokratische Hürden, ungeachtet dessen, ob sie Identitätsdokumente besitzen oder nicht! eine rasche Abwicklung der Verfahren, damit unsere KlientInnen und ihre Angehörigen ihr Recht auf Familienleben verwirklichen können! Für Rückfragen: Nina Jakober Daniel Bernhart Deserteurs- und Fluechtlingsberatung Schottengasse 3a/1/59 A-1010 Wien Tel.: +43/1/533 72 71 Fax.: +43/1/532 74 16 http://www.deserteursberatung.at ================================================ 16 Russland: Rassistische Gewalt und Fremdenfeindlichkeit von Putin geschürt Von: GFBV Hans Bogenreiter ================================================ > > GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER > PRESSEMITTEILUNG Göttingen/Moskau, den 12.06.2006 > > UN-Sonderberichterstatter für Rassismus in Russland > Rassistische Gewalt und Fremdenfeindlichkeit in Russland von Putin > geschürt > > Anlässlich des am heutigen Montag beginnenden mehrtägigen Besuchs > des UN-Sonderberichterstatters für Rassismus, Doudou Diène, in Russland > weist die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) darauf hin, dass > Rassismus und Fremdenfeindlichkeit tief in der russischen Gesellschaft > verankert sind. "Die Politik von Wladimir Putin, der zur Rechtfertigung > seines brutalen Vorgehens in Tschetschenien massive anti- > tschetschenische und anti-kaukasische Propaganda betrieben habe, hat die > Fremdenfeindlichkeit in Russland verstärkt", wirft die > Menschenrechtsorganisation dem russischen Präsidenten vor. > > Eine aktuelle Umfrage des renommierten Lewada-Zentrums habe ergeben, > dass 57% der Befragten ein Aufenthaltsverbot für Menschen aus dem > Kaukasus in ihrer Stadt befürworten würden. 53% würden einem solchen > Verbot für Menschen aus Zentralasien zustimmen. Diese Stimmung mache > sich in Gewalttaten gegen Angehörige kaukasischer oder zentralasiatischer > Abstammung Luft, präge aber auch den Alltag der Migranten in Russland, > sagte die GfbV-Referentin für die GUS-Staaten, Sarah Reinke. So sei es > für diese fast unmöglich, in Russland Wohnungen zu finden. Eine Analyse > von über 11.000 Mietangeboten in unterschiedlichen Städten in Russland > hat der GfbV zufolge ergeben, dass bei durchschnittlich über 30% der > Mietangebote der Vermerk "Nur für Russen" zu finden war. Über 70% > sagten in einer repräsentativen Umfrage, sie wollten in ihrer Familie > niemanden aus dem Süd- oder Nordkaukasus bzw. Zentralasien haben, > über 50% wollten Angehöriger dortiger Volksgruppen nicht als Nachbarn. > > Seit Beginn des Jahres 2006 wurden in der Russischen Föderation 13 > Menschen aus rassistischen Gründen ermordet, sieben von ihnen alleine > im April. Im April wurden zudem 19 Personen geschlagen oder verwundet. > Seit Beginn des Jahres registrierte die anerkannte Organisation SOWA 87 > rassistisch motivierte Gewalttaten. Die jüngsten Vorfälle seien hier > aufgelistet: > > In der Nacht des 10. Juni wurden zwei ethnische Armenier in Moskau > angeschossen. Einer von ihnen erlag seinen Verletzungen. Der zweite liegt > verwundet im Krankenhaus. > > Am 7. Juni wurden sechs tadschikische Studenten in ihrem Wohnheim in > Moskau von Angehörigen der Miliz angegriffen. Die Uniformierten schlugen > mit Schraubenschlüsseln und Riemen auf die Studenten ein, traktierten sie > mit Fußtritten, beleidigten sie und raubten ihnen Geld und Mobiltelefone.. > Fünf Studenten mussten mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus > eingeliefert werden. > > Am 22. April wurde der 17 Jahre alte armenische Student Vagan > Abramyants in der Moskauer Metro von Skinheads ermordet. > > Am 21. April griffen Skinheads in der Stadt Kostroma vier chinesische > Studenten an, die glücklicherweise alle überlebten. > > Am 20. April wurde ein junges azerisches Mädchen im Zentrum von > Kostroma von Skinheads zusammengeschlagen. > > Am Abend des 19. April wurde ein Student aus Indien auf dem Campus der > Medizinischen Akademie in St. Petersburg bei einem rassistischen > Übergriff schwer verletzt. > ====================================================== > Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) > Inse Geismar, Pressereferentin > Postfach 2024, D-37010 Goettingen > Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 > E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de > ====================================================== ================================================ 17 PRESSEERKLÄRUNG: Pauschalverdächtige zu Gast bei Feinden Von: global at no-racism.net ================================================ 18 Umstrittener Staudamm (VN, 8.6.2006) Von: WADI Austria ================================================ Quelle: Vorarlberger Nachrichten, 8.6.2006 Umstrittener Staudamm Ankara, Wien (VN) Der Wadi-Verband (Verband für Krisenhilfe und Entwicklungszusammenarbeit) spricht sich gegen den Bau des Ilisu-Staudamms in der Türkei aus. 70 Prozent der Bevölkerung seien gegen das Projekt, bei dessen Verwirklichung große Teile der Stadt Hasankeyf mit ihren historischen Bauten überschwemmt würden. Wadi sieht darin geostrategische Überlegungen bezüglich des Rohstoffs Wasser. Offenbar solle das Projekt, das insgesamt 22 Staudämmer umfasst, fertiggestellt werden, bevor der auch betroffene Irak seine Handlungsfähigkeit wieder erlangt habe. Wadi fordert deshalb den österreichischen Projektbetreiber VATech Hydro, sich zurückzuziehen und fordert die Kontrollbank auf, keine Exportkredite zu vergeben. -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 6.30 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Tue Jun 20 08:37:27 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Tue, 20 Jun 2006 08:37:27 +0200 Subject: widerst@nd! - MUND: Dienstag, 20.6.2006 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! Dienstag, 20.06.2006 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 Termine ab Mittwoch, den 14.Juni 2006 "akin" ================================================== 02 23.6.: Konferenz der Linken "akin" ================================================== 03 20.06.06 Disskussion "Was hat Bush mit Lateinamerika zu tun?" - mit Mag. Federico Nier-Fischer "Transdanubien gegen Schwarzblau" ================================================== 04 NACHBARSCHAFTSTAG am 26.6.2006, 1150 Wien "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" ================================================== 05 ERÖFFNUNG: Konfiguration III von "Verborgene Geschichte/n - remapping Mozart", 21. Juni 06, 19 Uhr remapping Mozart ================================================== 06 27.6.: Kämpfe um Freiräume - Videos der Medienwerkstatt Wien "amerlinghaus" ================================================== 07 ASt - Presseaussendung der Aktionseinheit "BUSH GO HOME" zur Großdemonstration gegen den Besuch des US-amerikanischen Präsidenten George Bush am 21. Juni ASt-LFI ================================================== 08 20.6.: Streitgespräch: EU-Vorsitz - Alles nur Show? Mit Fähndrich, Milborn, Pelinka, Ziegler Attac Österreich Presse ================================================== 09 REMINDER MORGEN 20.06.06 Disskussion "Was hat Bush mit Lateinamerika zu tun?" - mit Mag. Federico Nier-Fischer "Transdanubien gegen Schwarzblau" ================================================== 10 [gipfelsoli] Heiligendamm gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== 11 23.6.: Stmk/Aviso/Verstaatlichtenkonferenz/Leoben KPÖ Steiermark ================================================== 12 Kulturrat Österreich startet kulturpolitisches Aktionsprogramm Kulturrat Österreich ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 13 Moderne Zeiten: Bist Du schon gechiped? "akin" ================================================== 14 Medizin/Recht: Teure Patientenverfuegung "akin" ================================================== 15 Rechts: Volkskultur vom Deutschesten "akin" ================================================== 16 Wien kommunal/Glosse: Von Buechern und Menschen "akin" ================================================== 17 Hinweise_Initiativen Nr.16|06 WomenARTconnection ================================================== 18 Skandal um österreichische Botschaft in Addis Abeba! Deserteurs- und Flüchtlingsberatung ================================================== 19 Die NSA und die Freundesnetze "q/depesche" ================================================== 20 monochrom präsentiert : CAFÉKÖNIG FUSSBALL presse-monochrom at monochrom.at ================================================== 21 HOSI Wien fordert: Homo- und heterosexuelle Lebensgemeinschaften endlich in allen Rechtsbereichen gleichstellen! Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien ================================================== 22 AKS: SchülerInnen werden um Zukunft betrogen "Ingrid Gogl" ================================================== 23 ASt -Gemeinsame Erklärung aller Organisationen, die für den Schulstreik am 21. Juni gegen den Bush-Besuch aufrufen ASt-LFI ================================================== 24 Europäisches Parlament verurteilt abermals Homophobie in Europa - Kritik an Österreichs EU-Ratsvorsitz Kurt Krickler ================================================== 25 Affront gegen den VfGH: Diskriminierung bei der Mitversicherung neuerlich beschlossen "Rechtskomitee LAMBDA" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< DISKUSSION ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 26 ASt- Offener Brief an die SJ Wien zum Schulstreik gegen den Bush-Besuch am 21. Juni ASt-LFI ================================================== 27 Das Störende an Mister Bush "kohlerdi" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 28 Europa/Initiativen: Fuer eine verfassunggebende europaeische Versammlung "akin" ================================================== 29 Ugandas Regierung blockiert Friedensbemühungen für Norduganda "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================== 30 [gipfelsoli] St. Petersburg -- Stralsund gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== 31 G8: St.Petersburg: Der Druck waechst "akin" ================================================== 32 Tag der Erleichterung WADI Austria ================================================== 33 Irak: "So viele Mädchen sind beschnitten" WADI Austria ================================================== 34 Mosambik-Info 36, 13.06.2006 "Peter Pils" ================================================== 35 Tschetschenien: Kadyrow 100 Tage im Amt - Atmosphäre der Angst geschürt "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================== 36 ASt - Fussball WM: Zu Gast bei Schönbohm, Schäuble, Adidas ASt-LFI ================================================== 37 [gipfelsoli] St. Petersburg gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 38 Kurz: WWWebtips, Bush, Zitat "akin" ================================================== 39 United Aliens - TV News "pot" ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 Termine ab Mittwoch, den 14.Juni 2006 "akin" ================================================== ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 13. Juni 2006; 18:59 ********************************************************** >>>>>>>>>>> Termine ab Mittwoch, den 14.Juni 2006 Aenderungen bitte uns bekanntzugeben! Telefonnummern ohne Vorwahl sind Wiener Festnetz-Nummern. Allgemeines dietheater Kuenstlerhaus, Internat.Theaterfestival fuer Kinder: Multikids - 17. 06 bis 23.06.06, www.multikids.at, 1010 Karlsplatz 5, Tel. 587 05 04 Juedisches Museum, 1010 Dorotheerg.11, Tel. 535 04 31, So - Fr 10-18h, Do - 20h: bis 17.9., Lorenz Da Ponte - Mozart´s Poet Jued.Museum Judenplatz 8, 1010 Wien, 14. Juni bis 22. Oktober: Stein auf Stein: Friedhoefe als stumme Zeugen juedischen Lebens in Oesterreich. Fotoausstellung ueber das Leben in juedischen Gemeinden vom Neusiedlersee bis zum Bodensee vom 15. Jahrhundert bis heute. So - Do 10-18h, Fr 10-14h Wien Museum, Ausstellung bis 27.8.: Wien war anders - August Stauda, Stadtfotograf um 1900. Di bis So: 9 bis 18h, freier Eintritt fuer Arbeitslose, Notstandshilfe- bzw. SozialhilfeempfaengerInnen, 1040 Karlsplatz Ausstellung im Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum, bis 30.06: Entwicklung der Berufsbildung in Europa. 1050 Vogelsangg.36, Mo - Do 9.-18h, Fr 9-14h DOeW-Ausstellung ueber NS-Zeit und ueber den Februar 1934. Eintritt frei, Tel. 228 94 69/319, http://www.doew.at, 1010 Wipplingerstr.6-8. Kunsthalle Wien, Halle 2, bis 18.6. Fr-Di 10-19h, Do 10-22h: Black, Brown, White. 1070 Museumsplatz 1 Filmarchiv im Metrokino: 1010 Johannesg.4, Tel. 512 18 03 und http://www.filmarchiv.at. Ab 02.06. bis 09.07.06 werden Filme von und mit Billy Wilder gezeigt. Im Filmmuseum bei der Albertina werden den ganzen Juni Filme von Sergej Eisenstein gezeigt Mittwoch, 14.6. Galerie Habari, 19h, Podiumsdisk.: Das Bild, das truegt. Afrika und AfrikanerInnen in den Oesterr. Medien. Mit Terezija Stoisits, Simon Inou/Radio Afrika, Josef Boeck/Fair & Sensibel/Polizei. 1060 Theobaldg.16 Que(e)r, 20h: Sexismus und Homophobie im Stadion, Vortrag und Disk. mit FairPlay. 1010 Wipplingerstr.23, Stiegenabgang 7stern, 19,30, Vortragsreihe: Pop und Politik - wie machen wir´s uns selbst? Mit Sonja Eismann/Koeln. 1070 Siebensterng.31 ekh, 20h, politbeisl: Eine Revolte die niemals aufhoert. 1100 Wielandg.2-4 Sense, 19h, Muhannad Khorchide: Hyperkulturalitaet als Alternative. 1090 Senseng.5/3 iwk, 18,30, Fem.Theorie und Geschlechterforschung: Zur gespenstischen Existenz des Feminismus in populaerkulturellen Angeboten wie "Desperate Housewives" etc. 1090 Bergg.17 Alte Schmiede, 19h, erzaehlende Rekonstruktion von Besonderheit und Wert eines zeitlebens nicht besonders geschaetzten Lebens: Renate Welsh liest aus ihrem Roman: Die schoene Aussicht. 1010 Schoenlaterng.9 Linz, 18h, Treffpunkt Cafe KPOe. Melicharstr.8 Salzburg, Univ. HS 388, 20h, Buchpraes: Veronika Weis: Sexualitaet und Kontrolle - Verfolgung und Diskriminierung Homosexueller in Oesterreich im Dritten Reich und heute. Rudolskai 42 Donnerstag, 15.6. Volkstheater Wien, 11h, Politik/Kulturmatinee: Europa: Mit Theater aus der Krise? Mit Marlene Streeruwitz, Michael Koehlmeier, Robert Menasse und Doron Rabinovici, Maria Bill, u.a. gem. Veranst. mit Attac Sportanlage der OeMV Stadlau, 10 bis 18h Fluechtlings-Fussball-Cup, die Augustin Mannschaft spielt auch mit. 1220 Erzherzog Karl Strasse Attac,Buero, 19h, Lesekreis: Geldwaescherei, Politskandale. 1050 Margaretenstr.166 Volxkino, 21h: Denn sie wissen nicht, was sie tun. 1230 Erhardg.3 ekh, 20h, unzumutBar 7stern, 20h, seit langem wieder in Wien: MacDonald´s Farmers/Boston/Napoli/Wien - Bluegrass Graz, ab 15h im Grazer Stadtpark - Passamtswiese: Austrain Green Park Cup mit dem Austrian Homeless World Cup Team - im Rahmen des ASF im Anschluss ab 19h im Forum Stadtpark: Around the world-cup - eine Diskussion Graz, bis 18.6.: Oesterr. Sozialforum in Graz, Infos unter http://www.socialforum.at Freitag, 16.6. Gruenes Haus, 18,30, Disk. mit Alev Korun u.a.: Strukturelle Gewalt gegen Migrantinnen. Disk. wird auch ueber die "Integrationsunwilligkeit" 1070 Lindeng.42 Graz, Forum Stadtpark, Vortrag, Lesung & Diskussion mit Nanni Balestrini, veroeff.zahlr.dokumentarische Romane zur Geschichte der Autonomen Bewegung in Italien. Anschl. After Show Party mit Revolutionary Sound System Samstag, 17.6. IGS Radtour nach Laxenburg, Treffpunkt 9,30 U 1- Reumannplatz hinterer Ausgang Quellenstrasse. Leitung: Uli u. Erich Makomaski, ca. 35 km Rabenhof-Theater, 20h, Vortrag, Lesung & Disk. mit Nanni Balestrini, anschl. After Show Party mit DJ Epos. 1030 Rabeng.3 ekh, ab nachmittag Lesung im Hof, abends Konzert - Infomaden + Solidaritaetsgruppe SoliFEST Klosterneuburg: Widerstandsveranstaltung gegen Strassenbau Treffpunkt 10 Uhr Pendlerparkplatz Bahnhof Kierling Sonntag, 18.6. Ab 14h Kostenlose Fuehrung durch den Waehringer Juedischen Friedhof mit GR Marco Schreuder. Treffpunkt 1090 Schrottenbachgasse, Friedhofseingang, U 6 Nussdorferstrasse. Anm. erforderlich: Tel. 4000/81831, e-mail: karin.binder at gruene.at Frauenhetz, 16-19h Workshop: Widerstaendige Oeffentlichkeiten. Mit Therese Kaufmann und Vina Yun/Malmoe. 1030 Unt.Weissgerberstr.41, Tel. 715 98 88, www.frauenhetz.at Montag, 19.6. Juedisches Museum, 19h: 50 Jahre Israel und Oesterreich - historische und aktuelle Aspekte der diplomatischen Beziehungen. 1010 Dorotheerg.11 Palais Ferstl, 19,30, grosser Saal, Diskussion: Bush´s War - the Erosion of Human and Citizen Rights in the Name of Fighting Terrorism. 1010 Strauchg.4 Alte Schmiede, 19h, Lesung und Gespraech mit dem Autor Fred Wander: Das gute Leben/Erinnerungen. 1010 Schoenlaterng.9 depot, 19h, Creating the Change - Podiumsdisk. und Buchpraes.: Vor welchem Hintergrund Frauenpolitik fuer den Kulturbereich im 21. Jahrhundert gedacht werden muss. 1070 Breite Gasse 3 Linz, Hauptplatz 4, 17,30: Auf zur Demo gegen den Bush-Besuch Buchhandlg. Wiederin, 19,30, Buchpraes. mit Corinna Milborn: Gestuermte Festung Europa. Veranst. Attac Tirol mit Arge Schubhaft. Sparkassenplatz Dienstag, 20.6. depot, 19h, Vortrag und Disk: Minderwertige und Parasiten - durch die medizinische Konstruktion innerer Feinde im Nationalsozialismus wurden immer neue Gruppen von Menschen als "minderwertig" ausgestossen OIIP-Bibliothek, 18h, Vortrag u. Disk: Im Scheinwerferlicht des Kalten Krieges. Oesterr. und die Schweiz in der KSZE. 1010 Operng.20B IGS-Jour fixe mit Rupert Fellinger ab 17h: Gentechnik - was wir wissen und was uns verschwiegen wird. 1070 Lindeng.42 Wohnstrasse 1090 Glasergasse, 13 bis 20h: Strassenfest zum Weltfluechtlingstag 2006, auch im Festsaal des Erich Fried Gymnasiums Thalia-Buchhandlung, 19h, Oesterreichs EU-Vorsitz - alles nur Show? 1030 Landstr. Hauptstr.2a/2b iwk, 18,30: Die Aktivitaeten der Oesterr.Forschungs-Foerderungsges. und ihr Beitrag zu Wachstum und Beschaeftigung. 1090 Bergg.17 Oesterr.Orient Ges., 18,15 John Bunzl: Zur politischen Rolle von Religion(en) in der palaestinensischen Gesellschaft. 1010 Dominikanerbastei 6/6 Urania, 19h, Podiumsdisk: Stimmen fuer ein anderes Amerika. Anm: margarita.skalle at oegb.at, Tel. 534 44/444 Bruno Kreisky Forum, 19h, Vortrag und Disk: Prekaritaet - die neue soziale Frage. An der Peripherie der Lohnarbeitsgesellschaft. Anm: Tel. 318 82 60/20, e-mail: einladung.kreiskyforum at kreisky.org Linz, 18,30, Ursulinenhof, Veranst. zum Weltfluechtlingstag: Fuer ein Leben in Hoffnung und Sicherheit. Hessenplatz 11 Mittwoch, 21.6. Wien Westbahnhof, ab 17h Demonstration: Stop Bush! Stop War! Fuer Frieden, Demokratie und soziale Gerechtigkeit. Abschluss ca 20,30 im Votivpark!!! Weitere Kundgebungen und andere gewaltfreie Proteste gegen den EU-USA-Gipfel und Praesident Bush Teilnahme. Infos http://www.socialforum.at, Kulturprogramm ab 12h im Votivpark bei der Universitaet, http://www.stopbush.at AUGE/KIV ab 18,30 Soziale Vernetzungsgruppe. 1040 Belvedereg.10 Que(e)r, 20h, TransGender NetWork: Erfahrungen und Perspektiven. 1010 Wipplingerstr.23/Stiegenabgang depot, 19h, Buchpraes: Nord-Sued-Beziehungen. 1070 Breite Gasse 3 iwk, 18,30, Ursula Kubes-Hofmann: Lernbiografien im Dialog. Lebens- und Arbeitswelten in Uebergangsgesellschaften ekh, 20h, Subversive Kantine: Streiks in der Tuerkei Klimt-Verein, ab 19h Sommerfest fuer Gustav Klimt, mit Vortrag Klimt und Kokoschka, ab 20h Liederliche Texte. Linz, Cafe KPOe, 18h, Linke Gespraeche zum Thema Krise des OeGB - wie weiter? Melicharstr.8 Salzburg, 19,30, ORF; Nonntaler Hauptstr., Zukunfts Dialog: Die Kunst den Tiger zu reiten. Wirtschaft in globaler Verantwortung - Anspruch und Wirklichkeit. Donnerstag, 22.6. Oesterr.Orientges., 18,15: Zwischen Andacht und Party, zwischen Anpassung und Widerstand - religiooese Feiern von Frauen in Teheran. 1010 Dominkanerbastei 6/6 Rosa Lila Villa, 20h, Buchpraes. mit Veronika Weis: Sexualitaet und Kontrolle - Verfolgung und Diskriminierung Homosexueller in Oesterreich im Dritten Reich und heute. 1060 Linke Wienzeile 102 KIV-Club, 17h: Von der halben zur ganzen Demokratie. 1020 Odeongasse/Grosse Mohrengasse Sargfabrik, 20h, Songs: Land in Sicht - eine Collage aus Liedern von Bert Brecht/Kurt Weill. 1140 Goldschlagstr.169, Tel. 98898/111 Graz, Stadtmuseum, 19h, Vortrag: Gruess Gott und Heil Hitler - katholische Kirche und Nationalsozialismus in Oesterreich. Sackstr.18 Salzburg, ARGEkultur und Univ.HS 380, bis 23.6.: Forum zu Rolle und Perspektiven partizipativer Medien: Die Zivilgesellschaft und ihre Medien/Verband Freier Radios u.a., Anm.: Tel. 0662-842961-24, www.civilmedia.eu Freitag, 23.6. Jugendgaestehaus Wien-Brigittenau, ab 16h Konferenz der LINKEN: Es reicht! Alternativen zur politischen Krise in Oesterreich (siehe Kasten) Info: dworczak at hotmail.com Theseustempel im Wr.Volksgarten, 18,30, Podiumsdisk. zur FIAN-Blumenlabel-Kampagne: Ethik durch Rosen, mit Ulrike Lunacek, Petra Bayr, Dieter Schrage, Margot Fassler u.a. Gruene Exkursion der BG 13 zum Thema: Oeffentlicher und privater Naturschutz am Beispiel des Bezirksteils Friedensstadt/Hoerndlwald/Vorfeld Lainzer Tiergarten. Treffpunkt 14h, Ecke Hermesstr./Dr.Schober Strasse. Abschl. Diskussion um 18h im Restaurant Hermesvilla im Lainzer Tiergarten Kulturverein Zwischenraum, 19h: Beobachtung aus sieben chinesischen Doerfern. Bettina Kolb, Soziologin hat chinesische Dorfer genauer kennen gelernt und wird darueber berichten. 1200 Hannoverg.13 Frauenhetz, 17h, Workshop: Demokratiequalitaet aus feministischer Perspektive. 1030 Untere Weissgerberstr.41 Kunsthalle Wien im Museumsquartier, 15h, Fuehrung fuer Augustin-VerkaeuferInnen und -LeserInnen mit Dieter Schrage. 1070 Museumsplatz 1 Sommerfest der Hernalser Gruenen im Club Gandhi, 16-22h, mit "alten"Gruenen und "jungen" Alternativen. 1170 Schadinag.3 Markt Allhau/Suedburgenland, Freitag ab 10h, Sa ab 9h, So ab 9,30 - Symposium bis So 25.6.: Moderne Jobs - Arbeitsformen fuer das 21. Jahrhundert. Infos Tel. 03356/7772-22, gottfrieda.kaiser at vereinvamos.at, veranst. von SOL und vamos Leoben, Congresszentrum, Altes Rathaus, Hauptplatz 1, KPOe Bildungsverein Steiermark und Alfred Klahr Gesellschaft veranst. ein Symposium bis 24.6.: Oeffentliches Eigentum - eine Frage von Gestern? Zum 60.Jahrestag des 1. Verstattlichungsgesetzes in Oesterr., Podiumsdisk. ab 19h, Beginn am Sa um 9,30. Infos Tel. 01/982 10 86/12 und klahr.gesellschaft at aon.at, Fuer InteressentInnen aus Wien wird ein Bustransfer organisiert. Abfahrt aus Wien am Sa 24.6. puenktlich um 7 Uhr, Praterstern beim Billa-Supermarkt, Rueckfahrt nach dem Ende des Symposiums um ca 18,30. UKB 10,-- Euro, Anm. unter obige Tel. oder e-mail Salzburg, Corso Robert Jungk Bibliothek, ab 17h 20 Jahre PLAGE-Geburtstag, ab 19,30 Festvortrag von Ernest Sternglass/Pittsburgh/USA: Von den Atomtests bis Tschernobyl, radioaktive Strahlung und Gesundheit. Imbergstr.2 Salzburg, Arge Kultur, 19h, Fest zum Internat. Fluechtlingstag. Josef Preis Allee 16 Salzburg: Bundeskonferenz der AUGE/UG 23.-24.Juni, Brunauerzentrum, Themen: Geschichte und Zukunft der GE/AUGE, Grundeinkommen vs. Grundsicherung, Brunauerzentrum d. AK Salzburg, Elisabethstr.45a, 5020 Salzburg, Anmeldung unter auge at ug-oegb.at oder 01505 19 52, Infos und TO anfordern. Ort u. Zeit koennen sich aendern, Info http://www.auge.or.at Samstag, 24.6. Frauenhetz, Workshop 15-18h: Die oesterr. Verfassung. Grundsaetze und Gender Aspekte. 1030 Unt.Weissgerberstr.41, Tel. 715 98 88 Salzburg, 17,30 - 21h, ai-Seminar: Gastarbajteri, 40 Jahre Arbeitsmigration in Oesterreich. Info u.Anm: www.ai-academy.at Montag, 26.6. Amerlinghaus, 18h, Benefizveranstaltung: Viele Wege fuehren in die Fruehpension - oder auch nicht! 2. Benefizveranst. zugunsten der SH-Gruppe fuer Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Mit Thatergruppe Augustin u.a. AK, ab 17h: Mitbestimmung und Demokratie: Herausforderungen fuer Theorie und Praxis. Anm. bis 19.6. Tel. 50165-2419, e-mail: sabine.jovic at akwien.at, Ort: Techn.gewerbl.Abendschule, 1040 Ploesslg.15 Graz, Gruene Akademie, 15-19h: Was wir schon immer ueber Gender Mainstreaming wissen wolltest! Paulustorgasse Salzburg, Marionettentheater, 19,30, Diskussion: Kultur und Kunst als Impulsgeberinnen fuer Zukunftsfaehigkeit? Schwarzstr.24 Dienstag, 27.6. Amerlinghaus, 19,30, KINOKI: Filme & Gespraech: Kaempfe um Freiraeume. Videos der Medienwerkstatt Wien, z.B. Burggarten/1980, HOSI Bude Reumannplatz, Phorushalle, Punks im 80er Haus, Amerlinghaus, 1070 Stiftg.8 KIV-Club, 19h, socialATTAC. 1020 Odeongasse/Grosse Mohrengasse Mittwoch, 28.6. ekh, Haus und HOFFEST ab 20h. 1100 Wielandg.2-4 que(e)r, 20h, Rechts rockt Sachsen - Vortrag ueber die aktuellen Situation in Sachsen und die Entwicklung der neonazistischen Szene. 1010 Wipplingerstr.23, Stiegenabgang OKAZ, 19h, Film: Der Vierte Weltkrieg. 1040 Gusshausstr.14/3 Graz, Mohrenwirt, 19h, Gruenzeug - Lust zu thematisieren, diskutieren, poltisieren. Mariahilferstr. Linz, 18h, Cafe KPOe, Melicharstr.8 Donnerstag, 29.6. VHS Hietzing, 18h, Widerstandskaempfer und die VHS Hietzing - Spanischer Buergerkrieg. 1130 Hofwieseng.48 Graz, Stadtmuseum, 19h, Thomas Schmidinger: Die Islamisierung der Protokolle der Weisen von Zion. Antisemitismus und Islam. Sackstr.18 Freitag, 30.6. ekh, 20h Hausfest-Konzerte Frauenhetz, 14-17h Workshop: Leben in Oesterreich? Das neue Fremdenrecht. 1030 Unt.Weissgerberstr.41, Tel. 715 98 88 Graz, Gruene Akademie, 19h, 20 Jahre Gruene Akademie und Eroeffnung der neuen Raeumlichkeiten. Paulustorgasse Weissenbach/Attersee, Internat.Jugendkonferenz 2006 bis 2.7.: Come in. Go FAIR: Welternaehrung und Fairer Handel. Infos monika.voegel at weltlaeden.at, www.fairjobbing.net VORSCHAU Kulturraum 10 laedt zu einer Fahrt zur Ausstellung in der Schallaburg am 1.7.06 ein: Dschingis Khan und seine Erben. Fuehrung durch Bert Fragner und Baasaa Baasanyav. Abfahrt um 7,30 U-Bahnstation Keplerplatz. UK 25,-- inkl Eintritt, Konzert etc. Anm: mueller-neumayer at chello.at und Einzahlung von 10,-- auf das Kto: BAWAG 181 106 60037, ltd. auf Kulturraum 10 Oesterr.Studienzentrum fuer Frieden und Konfliktloesung veranst. vom So 9. Juli bis Fr 14.Juli die 23. Internat.Sommerakademie auf Burg Schlaining/Burgenland zum Thma: Gute Medien - Boeser Krieg? Medien am schmalen Grat zwischen Cheerleadern des Militaers und Friedensjournalismus. Infos Tel 79 69 959, e-mail: aspr.vie at aspr.ac.at 19.-23.7.: Attac Sommerakademie in Schrems im Waldviertel: geMachte Raeume - konkurrieren verbindet? Regionale Integration zwischen Solidaritaet und Wettbewerb. Infos www.attac.at, Tel. 01/5440010, presse at attac.at *************************************************** Der akin-pd ist die elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen Wiener Wochenzeitung 'akin'. Texte im akin-pd muessen aber nicht wortidentisch mit den in der Papierausgabe veroeffentlichten sein. Nachdruck von Eigenbeitraegen mit Quellenangabe erbeten. Namentlich gezeichnete Beitraege stehen in der Verantwortung der VerfasserInnen. Ein Nachdruck von Texten mit anderem Copyright als dem unseren sagt nichts ueber eine anderweitige Verfuegungsberechtigung aus. Der akin-pd wird nur als Abonnement verschickt. Wer versehentlich in den Verteiler geraten ist, kann den akin-pd per formlosen Mail an akin.buero at gmx.at abbestellen. ************************************************* 'akin - aktuelle informationen' a-1170 wien, Lobenhauerngasse 35/2 vox: ++43/1/535-62-00 (anrufbeantworter, unberechenbare buerozeiten) http://akin.mediaweb.at akin.buero at gmx.at Bankverbindung lautend auf: föj/BfS, Bank Austria, BLZ 12000, 223-102-976/00, Zweck: akin ================================================== 02 23.6.: Konferenz der Linken "akin" ================================================== ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 13. Juni 2006; 19:19 ********************************************************** Termin/Aufruf: Konferenz der Linken "Es reicht! Alternativen zur politischen Krise in Oesterreich" Die Folgen des Bawag-Skandals, die verheerenden Auswirkungen des neuen Asylgesetzes, der bevorstehende Bush-Besuch, der Kampf um eine Demokratisierung des ORF etc. haben die innenpolitische Situation in Oesterreich wenige Monate vor der Nationalratswahl betraechtlich veraendert. Angesichts dieser Situation sind plurale, demokratische Alternativen gefragt, welche die gigantischen Probleme, die auf Oesterreich zukommen, von der Wurzel her anpacken. Verschiedene zivilgesellschaftliche Kraefte haben gerade in der juengsten Vergangenheit Vorschlaege unterbreitet, die weiterreichen als die der im Parlament vertretenen politischen Parteien: die Diskussion um das Grundeinkommen, die Wohnbuergerschaft, um eine programmatische Neugruendung des OeGB, um eine Demokratisierung der Medien und der oeffentlichen Verwaltung haben in verschiedenen Sektoren den Wunsch laut werden lassen, diese Alternativen auch politisch zu vernetzen. Auf anderen Ebenen diente der aeuesserst erfolgreiche Lateinamerika-Alternativengipfel (Enlazando Alternativas 2) in Wien, das bevorstehende oesterreichische Sozialforum in Graz vom 15.-17.Juni und die am 21.Juni geplante Demonstration gegen den Bush-Besuch der gleichen Zielsetzung. Damit nicht die Konservativen bzw. Populisten verschiedener Schattierungen von der Veraenderung der politischen Lage profitieren, ist es Aufgabe aller linken Kraefte, die sich verstaerkende politische Differenzierung voranzutreiben. Ein wichtiger Punkt der Diskussion wird es deshalb auch sein, im Herbst dieses Jahres einen gewerkschaftlichen "Alternativengipfel" zu organisieren, um die Moeglichkeiten einer inhaltlichen Neupositionierung des OeGB zu beraten und zu beeinflussen. Die skizzierten Krisenerscheinungen haben jedoch weit ueber den gewerkschaftlichen Rahmen hinaus eine allgemeine politische Dimension. Immer deutlicher wird- aehnlich wie in anderen Laendern- die Notwendigkeit links von Sozialdemokratie und Gruenen einen linken, pluralen Bezugspunkt zu schaffen. Um konkrete Schritte in diese Richtung zu unternehmen , laden wir alle an einer radikalen Veraenderung interessierte Menschen ein, sich am Freitag, den 23. Juni in Wien (Jugendgaestehaus Wien- Brigittenau 1200 Friedrich Engelsplatz 24; 16 Uhr) an einer breiten Konferenz der Linken zur aktuellen politischen Situation zu beteiligen. Dabei soll auch eine Entscheidung darueber fallen, ob eine gemeinsame linke Kandidatur bei den anstehenden Nationalratswahlen sinnvoll und moeglich ist. Zu der Konferenz rufen auf (Erstunterzeichner): LINKE- Opposition fuer ein solidarisches Europa KPOe (Die Liste der Organisationen, Initiativen, Personen, die ebenfalls aufrufen, wird laufend veroeffentlicht ). ************************************************* 'akin - aktuelle informationen' a-1170 wien, Lobenhauerngasse 35/2 vox: ++43/1/535-62-00 (anrufbeantworter, unberechenbare buerozeiten) http://akin.mediaweb.at akin.buero at gmx.at Bankverbindung lautend auf: föj/BfS, Bank Austria, BLZ 12000, 223-102-976/00, Zweck: akin ================================================== 03 20.06.06 Disskussion "Was hat Bush mit Lateinamerika zu tun?" - mit Mag. Federico Nier-Fischer "Transdanubien gegen Schwarzblau" ================================================== Liebe TransdanubierInnen und SymphatisantInnen! Einen Tag vor dem Bush-Besuch in Österreich wollen wir uns mit der Frage beschäftigen, welche Interessen Bush in Lateinamerika hat bzw. anders gefragt, was ihn Lateinamerika "angeht", Hand in Hand damit eine - durchaus auch kritische - Betrachtung des Lateinamerikanischen Alternativgipfel "Enlazando Alternativas 2", der im Mai 2006 in Wien stattgefunden hat, einhergehen. Als kompetenten Diskutanten haben wir dazu Mag. Federico Nier- Fischer, freien Journalist, Korrespondent für ips (Inter Press Service, http://www.ipsnoticias.net/) und Lehrbeauftragter für internationale Kommunikationsfragen an der Universität Salzburg (http://www.fnf-comunicaciones.at/) eingeladen. Dis Diskussion findet Wie immer im Asiarestaurant SUN, Donaufelderstraße 229 1220 Wien, 1. Stock ab 19:00 Uhr, Diskussionsbeginn Beginn 19:30 statt. Zusätzlich möchten wir Euch auf die am 21. Juni anlässlich des Bush - Besuch stattfindende Demo aufmerksam machen: sie beginnt um 17 Uhr beim Westbahnhof, nähere Infos hier: http://www.stopbush.at/) Stefan Für Transdanubien gegen Schwarzblau ================================================== 04 NACHBARSCHAFTSTAG am 26.6.2006, 1150 Wien "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" ================================================== Betreff: NACHBARSCHAFTSTAG am 26.6.2006 Das ISLAMISCHE REALGYMNASIUM WIEN (IGW) und der Schulerhalterverein "SOLMIT" laden ein zum alljährlichen N A C H B A R S C H A F T S T A G Zeit: Montag, 26. Juni 2006 Ort: Islamisches Realgymnasium Wien (IGW) 15., Rauchfangkehrerg. 34, Tel. 897 27 15 PROGRAMM: 14.30 Uhr: Begrüßung durch Herrn Bezirksvorsteher Walter Braun Ab 15.00 Uhr: * Programmbeiträge der Schülerinnen und Schüler des IGW * Basar / Flohmarkt * SchülerInnen-Theater * Türkische Volklore aus der Ägäis * Schachturnier * Spirituelle Musik aus dem Okzident von "BARD.ALLAH" * Ausstellung: "Wie wir leben" Ein orientalisches Buffet lädt zum Schmausen ein! Bitte bringen Sie auch Bekannte mit. Wir freuen uns schon auf Ihren / euren Besuch! ****************************** -- Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen e-mail:dieinitiative at gmx.at für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte: Omar Al Rawi +43-650-3831942 al-rawi at gmx.at Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449 baghajati at aon.at Mouddar Khouja +43-6991-9685096 referent at derislam.at Andrea Saleh +43-664-4147620 frauen at derislam.at ================================================== 05 ERÖFFNUNG: Konfiguration III von "Verborgene Geschichte/n - remapping Mozart", 21. Juni 06, 19 Uhr remapping Mozart ================================================== Verborgene Geschichte/n - remapping Mozart Ein Projekt von WIENER MOZARTJAHR 2006 KONFIGURATION III: WAS ALLER WELT UNMÖGLICH SCHEINT (aus "Die Entführung aus dem Serail", 3. Aufzug, Nr.17 Arie, Belmonte) Installation zu emanzipatorischen Perspektiven auf die Vergangenheit und Gegenwart der afrikanischen Diaspora in Österreich HERZLICHE EINLADUNG ZUR ERÖFFNUNG *Mittwoch, 21. Juni 2006, 19 Uhr* Ort: Kuffner Sternwarte, Johann-Staud-Straße 10, 1160 Wien mit anschließendem Buffet im Garten der Kuffner Sternwarte Die dritte Konfiguration des vierteiligen Ausstellungsprojekts "Verborgene Geschichte/n - remapping Mozart" wirft gegenwärtige emanzipatorische Perspektiven auf die Geschichte der afrikanischen Diaspora in Österreich. Die selbst erzählten Schwarzen österreichischen Gegengeschichten, die ihren Ausgangspunkt in der Zeit Mozarts finden und zu gegenwärtigen Themen Stellung beziehen, widmen sich dabei folgenden Fragen: Wie haben sich Schwarze Frauen und Männer im Wien des 18. Jahrhunderts behauptet? Welche Formen der Widersetzung und des Eigen-sinns lassen sich aus heutiger Perspektive zeichnen? Dabei wird mit dem Song "Let it be known", der den narrativen Ausgangspunkt für die Installation bildet, Rap-Musik als Tool widerständiger Erzählpraxis eingesetzt. Ein weiterer Bestandteil ist die Spurensuche nach einer verschütteten Schwarzen Frauengeschichte. Zugleich wird in der Kuffner Sternwarte die Frage virulent, wie sich diese Gegen- Geschichten in einem arisierten Raum, in einem postnazistischen Zusammenhang erzählen lassen. Die Intervention "Ein Lied, ein Spiel, ein Umzug? Mozart auf Abwegen", eine Bustour zum Thema Gender/Queer, schickt Mozart auf die Reise, im Handgepäck Auszüge aus den obszönen, zensurierten oder einfach gerne negierten Aspekten seines Schaffens, die im öffentlichen Raum zugänglich gemacht werden. Kuratorinnen: Araba Evelyn Johnston-Arthur, Nora Sternfeld Mit künstlerischen und wissenschaftlichen Beiträgen von: Nana-Gyan Ackwonu, Persson B. Baumgartinger, Erika Doucette, Mehmet Emir, Dominic Mariochukwu Gilbert, Beate Hammond, Marty Huber, Gloria Ikonge, Stefanie Njideka Iroh, Jennifer Ndidi Iroh, Ben Johnston-Arthur, Ari Joskowicz, Hikmet Kayahan, Belinda Kazeem, Aisha Lindsey, Lisl Ponger, Chima Rameez Okpalaugo Habib Roohi, Jude Sentongo, Patrick Bongola aka Topoke, Claudia Unterweger Dauer: 22. Juni - 30. Juli 2006 Öffnungszeiten: Mo - Fr 10 - 13 Uhr, Sa und So 15 - 18 Uhr www.remappingmozart.mur.at ___ verborgene geschichte/n - remapping mozart gumpendorferstr. 15/13, 1060 wien t: 01 - 58 61 249 - 15 f: 01 - 58 68 217 m: 0699 - 81 98 45 51 www.remapping.mozart.at ================================================== 06 27.6.: Kämpfe um Freiräume - Videos der Medienwerkstatt Wien "amerlinghaus" ================================================== Hingehen, Weitersagen & Weiterleiten: Dienstag 27. Juni 19:30 Filme & Gespräch Kämpfe um Freiräume Videos der Medienwerkstatt Wien (1979/80) Nach der Arena-Besetzung 1976 kam es in Wien zu einer Reihe von alternativ- und subkulturellen Bewegungen, die um die Offenheit konkreter Stadträume kämpften: Die zum Abriss bestimmte Phorushalle wurde besetzt, Jugendliche forderten "Rasenfreiheit" im Burggarten, Aktivisten der HOSI intervenierten im hochkulturellen Raum der Wiener Festwochen und auch die Geschichte des Amerlinghauses begann in diesen Jahren. Der Filmabend präsentiert eine Reihe von frühen Filmen der damals gerade gegründeten Medienwerkstatt, deren AktivistInnen diese Ereignisse mit ihrer Videokamera dokumentierten. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Privatisierung und Kommerzialisierung des öffentlichen Raums ist die Geschichte dieser Kämpfe ganz aktuell. Publikumsgespräch mit Herbert Sburny (Amerlinghaus), Ferdinand Stahl (Filmemacher, Ex-Medienwerkstatt-Mitglied) und anderen AktivistInnen ... Videos: Burggarten, A 1980, 18 min HOSI Bude Reumannplatz, A 1980, 10 min Phorushalle, A 1979, 7 min Punks im 80er Haus, A 1980, 12 min Selbstverwaltung im Amerlinghaus, A 1979, 20 min Veranstaltet von KINOKI in Koop. mit dem Amerlinghaus Amerlinghaus Verein Kulturzentrum Spittelberg Stiftg. 8 A-1070 Wien 01 523 64 75 werktags ab 14:00 bis 22:00 Fax 01 523 64 75 15 amerlinghaus at inode.at www.amerlinghaus.at ================================================== 07 ASt - Presseaussendung der Aktionseinheit "BUSH GO HOME" zur Großdemonstration gegen den Besuch des US-amerikanischen Präsidenten George Bush am 21. Juni ASt-LFI ================================================== Großdemonstration gegen Bush-Besuch am 21. Juni Verhandlungen mit der Polizei abgeschlossen Pressekonferenz am 19. Juni 10.00 Presseaussendung, 16. Juni2006 (aus: Red Newsletter Nr. 216, Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 19. April 2006, www.arbeiterinnenstandpunkt.net) Presseaussendung der Aktionseinheit "BUSH GO HOME" zur Großdemonstration gegen den Besuch des US-amerikanischen Präsidenten George Bush am 21. Juni Wien.- Heute fand das abschließende Treffen zwischen VertreterInnen der Aktionseinheit "BUSH GO HOME" sowie der österreichischen Exekutive über den Ablauf der Großdemonstration gegen den Besuch des US-amerikanischen Präsidenten und Kriegsverbrechers George Bush am 21. Juni statt. Das Bündnis BUSH GO HOME beginnt die Demonstration um 17.00 mit einer Auftaktkundgebung am Westbahnhof (Ecke Mariahilferstraße/Millergasse). Die Demonstration verläuft dann über die Mariahilferstraße bis zum Ring. Gegenüber dem Tagungsort des USA-EU-Gipfels in der Hofburg werden wir am Rande der Sperrzone eine Kundgebung abhalten (im Bereich Maria-Theresien- Platz/Burgtor). In den dortigen Ansprachen werden Redner aus dem In- und Ausland die US-amerikanische Kriegspolitik und den zunehmenden EU-Militarismus anklagen. Schließlich wird die Demonstration im Votivpark beendet. Klar wurde bei den Verhandlungen: Die zu erwartenden tausenden DemonstrantInnen stehen vor ähnlichen Problemen wie der Rest der Wiener Bevölkerung: auf Anweisung der US-amerikanischen Sicherheitsbeamten verwandelt die Wiener Polizei die Innenstadt in ein No-Go-Area für Normalsterbliche. Unter dem Einsatz von 4.000 Exekutivbeamten, die aus ganz Österreich zusammengezogen werden, Bundesheereinheiten sowie mehr als 1.000 US- amerikanischen Beamten wird die Wiener Innenstadt zur verbotenen Sperrzone für die eigene Bevölkerung erklärt. Das eigentliche Kommando haben schon längst die US- Sicherheitsbeamten übernommen. Sogar den österreichischen Polizisten wird es schon zu viel. So klagt das Organ der Polizeibeamten "Die Exekutive": "Abseits letzter Unwägbarkeiten aber haben schon längst die Amerikaner Wien übernommen - etwas mehr als hundert US-Agenten "unterweisen" seit Monaten als Vorhut Österreichs Behörden, wie man die Sicherheit des mächtigsten Mannes der Welt gewährleistet wissen will. So heftig, dass manche Beamte schon stöhnen: "Sie führen sich zum Teil auf, als gehörte ihnen Österreich." (www.dieexekutive.at) Das Bündnis BUSH GO HOME demonstriert daher am 21. Juni daher nicht nur gegen den Besuch des Kriegsverbrechers George Bush, sondern auch gegen die Einschränkung der Demonstrationsrechts. Darüberhinaus wird es am Vormittag, während Bush mit Präsident Fischer und dann Bundeskanzler Schüssel in der Hofburg konferiert, einen Schulstreik geben, zu dem tausende Jugendliche erwartet werden. Treffpunkt für die SchülerInnendemonstration ist 9.00 beim Westbahnhof. Auch diese Demonstration wird in die Nähe des Tagungsort des USA-EU-Gipfels in der Hofburg bis an den Rand der Sperrzone geführt, wo am Maria-Theresien-Platz eine Protestkundgebung abgehalten wird. VertreterInnen des Bündnisses BUSH GO HOME werden über den genauen Verlauf der Demonstration sowie die RednerInnen auf einer Pressekonferenz am Montag, den 19. Juni, Auskunft geben. Pressekonferenz zur Großdemonstration gegen den Bush-Besuch Montag, 19. Juni, 10.00 Cafe Votiv, Reichsratsstraße 17, 1010 Wien BUSH GO HOME! Weitere Informationen unter: Sandra Bakutz - 0676/94 25 290 Otto Bruckner - 0676/69 68 852 Hermann Dworczak - 0676/972 31 10 Michael Pröbsting - 0650/406 83 14 http://bushgohome.at bushgohome at gmx.at ================================================== 08 20.6.: Streitgespräch: EU-Vorsitz - Alles nur Show? Mit Fähndrich, Milborn, Pelinka, Ziegler Attac Österreich Presse ================================================== Österreichs EU-Vorsitz - Alles nur Show? Ein Streitgespräch zur Bilanz der österreichischen Ratspräsidentschaft Di., 20. Jun., 19:00 Thalia Buchhandlung, Landstrasser Hauptstr. 2a/2b, 1030 Wien Mit: - Corinna Milborn (Politologin und Buchautorin) - Petra Ziegler (Attac Österreich, Mitherausgeberin "Das kritische EU-Buch") - Marc Fähndrich, Pressesprecher und stellvertretender Leiter der österreichischen EU-Kommission. Moderation: Peter Pelinka, Chefredakteur Format. Deregulierung, Liberalisierung und Flexibilisierung - der neue alte "Sound of Europe"? Unter Österreichs Ratspräsidentschaft fährt die Europäische Union ihren Kurs unverändert fort. Anstatt auf koordinierende Maßnahmen im Bereich Soziales oder Steuern, setzt die Bundesregierung weiter auf den Standortwettbewerb zwischen den Mitgliedsstaaten. Reicht ein mehr die alte Rezeptur um die soziale Balance und das Vertrauen der Menschen in die Europäische Union wiederzugewinnen? VeranstalterIn: Attac Österreich, Deuticke Verlag, Thalia Buchhandlung -- David Walch Pressesprecher Attac Österreich ----------------------------- Margaretenstraße 166/3/25, A-1050 Wien Tel: +43 (0) 1 544 00 10 Mobil: +43 (0) 650 544 00 10 Fax: +43 (0) 1 544 00 59 presse at attac.at, www.attac.at ----------------------------- ================================================== 09 REMINDER MORGEN 20.06.06 Disskussion "Was hat Bush mit Lateinamerika zu tun?" - mit Mag. Federico Nier-Fischer "Transdanubien gegen Schwarzblau" ================================================== Liebe TransdanubierInnen und SymphatisantInnen! Einen Tag vor dem Bush-Besuch in Österreich wollen wir uns mit der Frage beschäftigen, welche Interessen Bush in Lateinamerika hat bzw. anders gefragt, was ihn Lateinamerika "angeht", Hand in Hand damit eine - durchaus auch kritische - Betrachtung des Lateinamerikanischen Alternativgipfel "Enlazando Alternativas 2", der im Mai 2006 in Wien stattgefunden hat, einhergehen. Als kompetenten Diskutanten haben wir dazu Mag. Federico Nier- Fischer, freien Journalist, Korrespondent für ips (Inter Press Service, http://www.ipsnoticias.net/) und Lehrbeauftragter für internationale Kommunikationsfragen an der Universität Salzburg (http://www.fnf-comunicaciones.at/) eingeladen. Dis Diskussion findet wie immer im Asiarestaurant SUN, Donaufelderstraße 229 1220 Wien, 1. Stock ab 19:00 Uhr, Diskussionsbeginn Beginn 19:30 statt. Zusätzlich möchten wir Euch auf die am 21. Juni anlässlich des Bush - Besuch stattfindende Demo Aufmerksam machen: sie beginnt um 17 Uhr beim Westbahnhof, nähere Infos hier: http://www.stopbush.at/) Stefan Für Transdanubien gegen Schwarzblau ================================================== 10 [gipfelsoli] Heiligendamm gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - An Invitation to a 2-Day Workshop on the European-wide Networking of Anti-Repression Structures - Einladung zu einem 2tägigen Workshop zur europäischen Vernetzung von Antirepressionsstrukturen ------------------------------------------------------------------------------- An Invitation to a 2-Day Workshop on the European-wide Networking of Anti-Repression Structures at the 2006 Anti-G8 Camp in Germany 10th and 11th of August 2006, "Camp Inski", Mecklenburg- Vorpommern (international mobilization camp against G8 2007) To all those interested, and in particular those involved with the anti-repression structures developed for the last European summits: in Prague in 2000, Gothenburg and Genoa in 2001, Thessaloniki and Evian in 2003, Gleneagles in 2005, Russia in 2006, and the annual EU summit in Brussels and World Economic Forum in Davos. Structural changes in "the fight against crime" have been apparent in Germany for a number of years now. No longer is the focus solely upon solving crimes that have already taken place, but increasingly on the prevention of criminal offences potentially being planned and to be carried out in the future. Thanks, not least of all, to the enormous extension of powers in this area, police work on the production and utilisation of data to be monitored for possible "prognoses" has intensified. As a result, measures are increasingly being taken against those who have not yet committed an offence, but are nevertheless treated as suspicious, at least in part, on the basis of data gathered. International cooperation has also increased enormously. This year's World Cup football tournament will, most likely, be used as a general experiment in European police and juridical cooperation. What does this mean for us? The mobilisation against the 2007 G8 summit is intended to be as international as possible. Many activists from other (European) countries have very little experience with German law enforcement agencies. Therefore, information about police strategies and criminal proceedings (and in particular the new Police Act in Mecklenburg-Vorpommern, the federal state where the summit will take place) needs to be made clear within the mobilisation as early as possible: Files about supposedly "militant" activists; restrictions on entering and exiting the country; the simplified surveillance of telecommunication; DNA tests; both widespread and focussed video surveillance; clandestine observation; number plate scanners; house searches; intimidation of individuals; high-specialisation of police task forces; the unification of snatch squads and integrated evidence gatherers and documentation teams on demonstrations; body-searches of those wanting to take part in demonstrations; restrictions on the number, size and position of banners which can be carried on demos; continual encirclement of demonstrators; exclusion zones; increased cooperation between the police and prosecuting lawyers in the area; higher sentences and so on... is only some of the relevant information for activists planning on coming to the 2007 G8 protests. That activists from Germany are being prosecuted here for crimes they allegedly committed elsewhere (e.g. during the 2001 anti-EU protests in Gothenburg) is, similarly, a new dimension that people need to be made aware of. We want an exchange between your and our experiences of repression and counter-strategies before, during and after big events such as the G8 summits that have taken place in different locations over the last few years. Unfortunately, there currently exists no cooperation between European anti-repression structures. For every summit they are rebuilt anew. At the moment, it is only amongst lawyers that, thankfully, both European and international cooperation exists. For this reason, alongside anyone else who is interested, we would especially like to talk to those involved with the anti- repression structures established during the last European summits: Prague in 2000, Gothenburg and Genoa in 2001, Thessaloniki and Evian in 2003, Gleneagles in 2005, Russia in 2006 and, of course, the annual EU summit in Brussels and the World Economic Forum in Davos. The following questions could, for example, be discussed during the workshop: * What experiences have been had in different places? * What are the consequences thereof? * Are there different police strategies deployed in different European countries? * Should we, then, accordingly, deal with these different strategies in different ways? * Which aspects of police work are, by now, standardised on a European level? * What does the international cooperation amongst authorities look like? * What changes are planned on a European level? * What are the specificities of the German security forces? * What, of this, is relevant to know before and with reference to the 2007 G8 summit in Heiligendamm? * What should our response be? An important goal of the workshop will also be to develop, amongst ourselves, a structure which could exist beyond the 2007 summit. There are certainly many more issues that we could discuss. We are happy to hear any other suggestions, or for you to offer to prepare concrete aspects of the workshop. Most important of all, however, come to the camp! The workshop takes place at the 10th and 11th of August 2006 at the "Camp Inski". "Camp Inski" is an international mobilization camp against G8 2007. The place of the camp will be published on www.camp06.org, there you will find also more information on travel etc.. Greetings and solidarity! AG Antirepression; contact on g8-antirep at riseup.net [g8-antirep at riseup.net] ------------------------------------------------------------------------------- Einladung zu einem 2tägigen Workshop zur europäischen Vernetzung von Antirepressionsstrukturen auf dem internationalen Anti-G8-Camp 2006 in Deutschland 10. und 11. August, "Camp Inski", Mecklenburg-Vorpommern (internationales Mobilisierungscamp gegen den G8 2007) An alle Interessierten, vor allem die Antirepressionsstrukturen der letzten europäischen Gipfel: Prag 2000, Göteborg und Genua 2001, Thessaloniki und Evian 2003, Gleneagles 2005, Russland 2006 sowie die Strukturen der jährlichen EU-Gipfel in Brüssel und der WEF-Treffen in Davos Seit einigen Jahren ist in Deutschland ein struktureller Wandel in der Verbrechensbekämpfung zu beobachten: Es geht nicht mehr nur darum, Straftaten, die geschehen sind, aufzuklären, sondern polizeiliche Arbeit und damit auch Kompetenz richtet sich zunehmend auf die Bereiche, in denen vermutlich künftig Straftaten geplant und begangen werden könnten. Nicht zuletzt Dank erheblichen Ausweitungen von Befugnissen konzentriert sich polizeiliche Arbeit in verstärktem Maße auch auf die konsequente Gewinnung und Verwertung von Daten und Überwachungsergebnissen zur Herstellung von "Prognosen". In der Folge kommt es vermehrt zur Anwendung von Maßnahmen zur Unterbindung von Straftaten, die noch nicht stattgefunden haben, gegen Personen, die aufgrund von Datenmaterial quasi im Voraus als Verdächtige behandelt werden. Enorm zugenommen hat auch die internationale Kooperation: Die diesjährige Fußballweltmeister- schaft wird wohlmöglich zum Generaltest für europäische polizeiliche und justizielle Zusammenarbeit. Welche Bedeutung hat das für uns? Die Mobilisierung gegen den G8 2007 soll möglichst international getragen werden. Viele AktivistInnen aus anderen (europäischen) Ländern haben wenig Erfahrung mit deutschen Verfolgungsbehörden. Folglich muss die Information über Polizeistrategien und juristische Verfolgung (vor allem das neue Polizeigesetz in Mecklenburg-Vorpommern) möglichst früh innerhalb der Mobilisierung verankert werden: Gewalttäterdateien, Einreiseverbote, vereinfachte Überwachung von Telekommunikation, DNA-Proben, flächendeckende und punktuelle Videoüberwachung, verdeckte Observation, Kennzeichenscanner, Hausdurchsuchungen, Gefährderansprachen, Ausreiseverbote, hochgradige Spezialisierung der Einsatzkräfte, Festnahmetrupps- und Einheiten mit integriertem Beweissicherungs- und Dokumentationsteam auf Demos, Vorkontrollen, Verbot von Seitentransparenten, Wanderkessel, Bannmeilen, enge Verzahnung der Zusammenarbeit mit Staatsanwälten in räumlicher und zeitlicher Nähe zum Geschehen, hohe Strafmaße etc. sind nur einige der relevanten Informationen für AktivistInnen, die zum G8-Protest 2007 anreisen. Dass AktivistInnen nun auch in Deutschland für vermeintliche Straftaten angeklagt werden, die sie im Ausland begangen haben sollen (z.B. Göteborg 2001) ist ebenfalls eine neue Dimension. Unser Wunsch ist es, uns auszutauschen über Eure und unsere Erfahrungen mit Repression und Gegenstrategien vor, während und nach großen Events wie den IWF-, EU oder G8-Gipfeln an den verschiedenen Orten in den letzten Jahren. Leider gibt es auf europäischer Ebene noch immer keine Zusammenarbeit von Antirepressionsstrukturen; für jeden Gipfel werden diese neu aufgebaut. Lediglich auf Anwaltsebene gibt es eine erfreuliche europäische und internationale Zusammenarbeit. Deshalb sprechen wir zunächst alle Interessierten an, ganz besonders aber Beteiligte der Antirepressionsstrukturen der letzten europäischen Gipfel: Prag 2000, Göteborg 2001, Genua 2001, Thessaloniki 2003, Evian 2003, Gleneagles 2005, Russland 2006 und natürlich die Strukturen der jährlichen EU-Gipfel in Brüssel und der WEF-Treffen in Davos. Dabei kann es zum Beispiel um folgende Fragen gehen, die wir zusammen erörtern können: * Welche Erfahrungen gibt es in den unterschiedlichen Orten? * Welche Konsequenzen sollten wir daraus ziehen? * Gibt es unterschiedliche Polizeistrategien in den europäischen Ländern? * Sollten wir dementsprechend unterschiedlich damit umgehen? * Welche Aspekte sind inzwischen europaweit vereinheitlicht? * Wie sieht die Zusammenarbeit zwischen den internationalen Behörden aus? * Welche Veränderungen auf europäischer Ebene sind in Planung? * Was sind die Spezifika der bundesdeutschen "Ordnungskräfte"? * Was davon ist relevant zu wissen vor und für den G8-Gipfel in Heiligendamm 2007? * Was können wir dem entgegensetzen? Ein wichtiges Ziel ist es auch, eine Struktur untereinander auf europäischer Ebene einzufädeln, die selbst nach dem G8 2007 noch Bestand hat. Bestimmt gibt es noch zahlreich mehr Themen, die wir besprechen können. Wir freuen uns, wenn Ihr weitere Vorschläge macht, konkrete Aspekte vorbereitet und - vor allem - zum Camp kommt! Der Workshop findet am 10. und 11. August auf dem "Camp Inski" statt. "Camp Inski" ist ein internationales Mobilisierungscamp gegen den G8 2007. Der Ort des Camps wird auf www.camp06.org veröffentlicht; dort auch mehr Infos zu Anreise etc. Solidarische Grüße AG Antirepression; Kontakt unter g8-antirep at riseup.net [g8-antirep at riseup.net] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l -------------------------------------------------------------------------- ================================================== 11 23.6.: Stmk/Aviso/Verstaatlichtenkonferenz/Leoben KPÖ Steiermark ================================================== KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Montag, 19. Juni 2006 Presseinformation der KPÖ Steiermark Öffentliches Eigentum hat Zukunft "Verstaatlichtenkonferenz" am kommenden Wochenende Das öffentliche Eigentum an wichtigen Industriebetrieben und an Einrichtungen der Daseinsvorsorge ist keine Sache der Vergangenheit, sondern hat Zukunft. Den Beweis für diese These wollen die Alfred-Klahr-Gesellschaft und der steirische KPÖ-Bildungsverein am kommenden Wochenende in Leoben stattfinden. Am Freitagabend gibt es eine interessant besetzte Podiumsdiskussion zu diesem Thema, an der Mag. Christian Felber (freier Publizist und Autor) DI Hannes Missethon (Abgeordneter zum Nationalrat, Landesgeschäftsführer der ÖVP Steiermark) Dr. Werner Murgg (Abgeordneter zum Landtag, KPÖ Steiermark) DI Dr. Rudolf Streicher (Bundesminister für öffentliche Wirtschaft und Verkehr a.D.) und Gottfried Zauner (Vorsitzender der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten Oberösterreich) teilnehmen. Die Veranstaltung beginnt am Freitag, dem 23. Juni 2006 und 19 Uhr im Congresszentrum Leoben Altes Rathaus, Erzherzog-Johann- Saal Hauptplatz 1, 8700 Leoben. Am selben Ort wird auch am Samstag, dem 24. Juni ein ganztägiges Symposium zu diesem Thema abgehalten. Beginn 9.30 Uhr. Der genaue Titel lautet: "Öffentliches Eigentum - eine Frage von Gestern? Zum 60. Jahrestag des 1. Verstaatlichungsgesetzes in Österreich". "Mit dieser Initiative wollen wir einen Beitrag zur aktuellen Diskussion um das öffentliche Eigentum leisten und den Aposteln der Privatisierung gemeinwirtschaftliche Alternativen entgegenstellen". Das stellte der steirische KPÖ-Vorsitzende Franz Stephan Parteder am Montag fest. KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================== 12 Kulturrat Österreich startet kulturpolitisches Aktionsprogramm Kulturrat Österreich ================================================== / PRESSEMITTEILUNG /____________________/ / Kulturrat Österreich /______________/ / Neue Inhalte für mehr Gestaltungsfähigkeit der Politik / Kulturrat Österreich startet kulturpolitisches Aktionsprogramm / http://kulturrat.at Die politische Auseinandersetzung im Vorfeld der österreichischen Nationalratswahlen im Herbst 2006 zeichnet sich einmal mehr durch einen Mangel an Inhalten und gesellschaftlichen Entwürfen aus. Das Vertrauen in die Zukunfts- und Gestaltungsfähigkeit der Politik hat nach der Krise von Bawag, Gewerkschaftsbund und Finanzmarktaufsicht sowie angesichts der ORF- und Bildungsmisere neue Tiefstwerte erreicht. Es steht zu befürchten, dass die Monate bis zur Regierungsneubildung von rassistischer Stimmungsmache und Schmutzkübel-Kampagnen in Parteien und Boulevardpresse geprägt sein werden. Diesem Trend will der Kulturrat Österreich, der Zusammenschluss der Interessenvertretungen von Kunst-, Kultur- und Medienschaffenden, entgegen treten, indem er die Kulturpolitik als wichtige Querschnittsmaterie ins Blickfeld rückt, die neue Inhalte in die politische Debatte einbringen kann. Die aktuellen kulturpolitischen Themen werden in einer Publikation im Zeitungsformat dargestellt und ab September in einer Reihe von Veranstaltungen in den Bundesländern öffentlich diskutiert. Im Mittelpunkt stehen unter anderem folgende Themen: Die allgemeine Budgetsituation und die Transparenz der Kulturförderungsverwaltung, die soziale Absicherung von Kunst- und Kulturschaffenden, ORF und Medienpolitik, Migration und Grundrechte sowie die zunehmende Pauperisierung der Informations- und Wissensgesellschaft durch die drohende Verengung des Zugangs zu Kultur und Bildung. Zahlreiche Expertinnen und Experten sind der Einladung gefolgt, sich an diesem Aktionsprogramm des Kulturrat Österreich zu beteiligen. Damit ist eine Vernetzung gelungen, die darauf hoffen lässt, dass aus der Kunst-, Kultur- und Medienarbeit neue Impulse für die politische Debatte in diesem Land kommen. Sechs Jahre Regierungsarbeit unter Kunst- und Bundeskanzler Wolfgang Schüssel haben die demokratischen Grundlagen Österreichs in Besorgnis erregendem Ausmaß ausgehöhlt. Es ist daher hoch an der Zeit, mit einer Repolitisierung der Politik zu einem Ende dieser Ära beizutragen! / Vorankündigung /______________/ Präsentation Zeitung Kulturrat Di., 12. September 2006, 19.00 Uhr Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien / Rückfragen /____________/ Martin Wassermair Mobil: +43 (676) 309 49 86 / Kontakt /____________/ Kulturrat Österreich Gumpendorfer Str. 63b A-1060 Wien contact at kulturrat.at http://kulturrat.at/ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 13 Moderne Zeiten: Bist Du schon gechiped? "akin" ================================================== ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 13. Juni 2006; 19:11 ********************************************************** Moderne Zeiten: Bist Du schon gechiped? Wer demnaechst einen Pass beantragt, wird wohl schon so einen neuen mit RFID-Chip bekommen. Der Chip mit einer hauchduennen Antenne ist im Umschlag der "Hochsicherheitspaesse" eingelassen. Dieser kann kontaktlos ausgelesen werden. Die amtlichen Geraete sollen die Chips nur aus einer Distanz von wenigen Dezimetern auslesen koennen. Und ausserdem sind die Daten ja codiert. Gespeichert werden neben den persoenlichen Daten auch biometrische Daten. Vorerst nur ein Bild des Inhabers, ab naechsten Jahr sollen laenderspezifisch weitere Merkmale wie Fingerabdruecke und Irisscans dazukommen. Allerdings: Nur der technische Standard ist fuer diese Auslesedistanz spezifiziert, es gab jedoch schon Demonstrationen mit aufgebohrten Lesegeraeten auf mehrere Meter Entfernung. Und das mit der Codierung ist auch nicht so ganz koscher: Hollaendische Sicherheitsexperten stellten bereits im Sommer 2005 die groebsten Maengel bloss: Der Bereich der moeglichen Schluessel laesst sich durch mathematische Methoden und geschicktes Raten soweit eingrenzen, dass ein durchschnittlicher PC nur noch wenige Minuten zum Knacken braucht. Dazu kommt, dass die Codierung ja den Polizei- und Grenzbehoerden bekannt sein muss, denn sonst macht die Sache ja keinen Sinn -- was wohl bald zu einem Einsatz beispielsweise bei politischen Demonstrationen fuehren koennte, wenn Beamte mit getunten Scannern und offiziellem Codeschluessel sich neben den ja schon bekannten Polizeifilmern aufstellen oder gar undercover in der Demo mitlaufen. Hans Zeger von der Arge Daten raet daher zum Selbstschutz und hofft dabei auf die Industrie: Verpackungs- und Umschlaghersteller muessten Metallhuellen produzieren, aehnlich den Zigarettenetuis. Wuerden Paesse darin verpackt, sei das Auslesen unmoeglich, so Zeger. Sicherheit fuer Amis Allerdings: Einen neuen gechipden Pass braucht man nur, wenn der alte abgelaufen ist oder man ein ganz bestimmtes Reiseziel besucht -- denn alle anderen Staaten der Welt akzeptieren noch problemlos bis zum Ablaufdatum die alten Paesse und viele darueber noch eine Zeit hinaus. Doch die Politik dieses speziellen Reiseziels lieferte genug Begruendung, uns alle zu "chipen". Das Verrueckte daran: In den USA selbst sieht die Sache schon wieder ganz anders aus. Dort sind zwar die RFID- Reisedokumente auch noch nicht so lange ueblich, doch in den USA werden die Paesse mittlerweile amtlicherseits derart prepariert, dass ihre Daten im geschlossenem Zustand nicht mehr auslesbar sind -- der Grund: Abermals Terrorangst, denn man will ja nicht unbedingt, dass antiamerikanisch gesinnte Menschen amerikanische Touristen im Ausland mittels Scanner als solche identifizieren koennen. (Quintessenz, Oe1.orf.at, ACLU, International Herald Tribune/-br-) ************************************************* 'akin - aktuelle informationen' a-1170 wien, Lobenhauerngasse 35/2 vox: ++43/1/535-62-00 (anrufbeantworter, unberechenbare buerozeiten) http://akin.mediaweb.at akin.buero at gmx.at Bankverbindung lautend auf: föj/BfS, Bank Austria, BLZ 12000, 223-102-976/00, Zweck: akin ================================================== 14 Medizin/Recht: Teure Patientenverfuegung "akin" ================================================== ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 13. Juni 2006; 19:14 ********************************************************** Medizin/Recht: Teure Patientenverfuegung Seit 1.Juni gilt in Oesterreich das Patientenverfuegungsgesetz (PaTVG, BGBl vom 8.5.2006). Es gibt potenziellen Patienten eine gewisse Rechtssicherheit, bestimmen zu koennen, welche Behandlungen sie im Falle einer medizinischen Notlage bei Nichteinwilligungsfaehigkeit an sich vornehmen lassen wollen. Damit diese Verfuegung tatsaechlich verbindlich werden kann, muss allerdings ein Gespraech mit einem Arzt gefuehrt werden, wobei der Verfuegungswillige ausfuehrlich begruenden muss, warum er diese Verfuegung treffen will, und der Arzt hat zu dokumentieren, inwieweit er die Argumente fuer relevant haelt. Weiters muss er die Urteilsfaehigkeit des potentiellen Patienten bestaetigen. Ausserdem muss ein Notar, Rechtsanwalt oder rechtskundiger Mitarbeiter einer Patientenvertretung diese Verfuegung beglaubigen. Eine solche Verfuegung muss, um ihre Wirksamkeit zu behalten, unter demselben Prozedere alle 5 Jahre wiederholt werden -- die nicht unerheblichen Kosten hiefuer hat der Patient selbst voll zu tragen. Die Gruenen hatten einen Abaenderungsantrag eingebracht, dass solche Verfuegungen auch beim Bezirksgericht gemacht werden koennen, um diese Kosten zu vermeiden oder zumindest deutlich zu verringern. Dieser fand aber keine Mehrheit. OeVP und F-Fraktion lehnten dies ab, mit der Argumentation, die Huerden seien absichtlich so hoch gelegt, um einen Missbrauch (Stichwoerter Sterbehilfe, Erbschaftsinteressen) zu vermeiden. Daneben gibt es noch eine billige Version eines solchen Dokuments, die sogenannte "beachtliche Verfuegung", die diesen Formvorschriften nicht zu genuegen hat. Die muss ein Arzt aber nur "beachten", das heisst, er kann sie auch ignorieren. Das Gesetz wurde ohne Abaenderung am 8.Mai von OeVP, F-Fraktion und trotz deren Bedenken auch von den Gruenen gegen die Stimmen der SPOe beschlossen. Kommentar Bei der Debatte im Parlament fiel auf, dass sich die OeVP doch sehr darum drueckte, warum die verstaendlichen Huerden in einem solchen Gesetz auch finanzieller Art sein muessten. Abgeordnete Ulrike Baumgartner-Gabitzer meinte dazu in Richtung SPOe: "Es darf auch nicht in erster Linie die Frage der Kosten ausschlaggebend sein, ob das Gesetz tauglich ist oder nicht. Sie machen es sich in Ihrer Ablehnung zu leicht. Die Kosten spielen nicht die grosse Rolle bei so einer Entscheidung." Zum anderen ist es fraglich, wozu es gut sein soll, eine solche Verfuegung mit einem Arzt durchzudiskutieren. Immerhin ist eine solche Verfuegung eine eklatante Misstrauenserklaerung gegen die Aerzteschaft, insofern naemlich, dass man annimmt, dass die "beachtliche Verfuegung" im Fall des Falles eben nicht beachtet werden wird und man deswegen das haertere Geschuetz der "verbindlichen Verfuegung" auffahren muss. Eine voellig neutrale medizinische Aufklaerung ueber die Folgen der Unterlassung einer solchen Behandlung waere ja sicher sinnvoll, nur ist von den wenigsten Aerzten eine solche zu erwarten. Besonders im Zusammenhang mit dem von der Antipsychiatriebewegung immer wieder propagierten "psychiatrischen Testament" ist das Arztgespraech problematisch. Das psychiatrische Testament ist ein Dokument, in dem ein Mensch erklaert, dass er im Falle einer Einweisung bestimmte Praktiken der Behandlung (Neuroleptika, Elektroschocks, etc.) untersagt. Eine Patientenverfuegung ist in diesem Bereich besonders relevant, da eingewiesene Patienten prinzipiell als nicht einwilligungsfaehig angesehen werden. Da weiters oft genug schon fruehere Erfahrungen mit der psychiatrischen Aerzteschaft, die trotz Psychiatriereform immer noch gerne "niederspritzt", der Ausloeser fuer ein solches Verfuegungsansinnen sind, erscheint ein vertrauensvolles und faires Gespraech mit einem Arzt bezueglich dieser Sparte der Medizin noch unwahrscheinlicher als in der Frage somatischer Erkrankungen. Auch dass der Rechtsumstand der Urteilsfaehigkeit zum Zeitpunkt der Verfuegungserrichtung vom Arzt beglaubigt werden muss, macht den Patienten nicht vertrauensvoller. Interessant ist auch, dass die Debatte waehrend des legistischen Prozesses sich fast ausschliesslich um den ebenfalls sehr heiklen Bereich somatischer Erkrankungen und lebenserhaltender Massnahmen drehte. Lediglich in den Erlaeuterungen zum Gesetzesentwurf findet sich ein Nebensatz zum Thema Psychiatrie, ohne dass auf die doch etwas anders geartete Problematik weiter eingegangen wird. In der abschliessenden Parlamentsdebatte hatte das psychiatrische Testament, immerhin schon seit Jahrzehnten auch ausserhalb von Fachkreisen diskutiert, keinen Platz. *Bernhard Redl* ************************************************* 'akin - aktuelle informationen' a-1170 wien, Lobenhauerngasse 35/2 vox: ++43/1/535-62-00 (anrufbeantworter, unberechenbare buerozeiten) http://akin.mediaweb.at akin.buero at gmx.at Bankverbindung lautend auf: föj/BfS, Bank Austria, BLZ 12000, 223-102-976/00, Zweck: akin ================================================== 15 Rechts: Volkskultur vom Deutschesten "akin" ================================================== ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 13. Juni 2006; 19:15 ********************************************************** Rechts: Volkskultur vom Deutschesten Kaernten hat eine bedenkliche Veranstaltung mehr -- fuer Kinder und Jugendliche "Das heimattreue Sommerlager" laedt auch heuer wieder 8 bis 18-jaehrige zum "Leben der deutschen Volkskultur" ein, diesmal nach Kaernten. In der Zeit vom 8. bis zum 16. Juli werden die "Jugendfuehrer" wieder versuchen, den Einfluss von "Doenerbuden", "Metrosexualitaet" und "Pop-Events" auf junge Menschen zu korrigieren, um somit ihrer "Verantwortung gegenueber Volk, Heimat und Kultur" gerecht zu werden ... Organisiert wird das rechtsextreme Treffen von der "Arge (Arbeitsgemeinschaft) Sommerlager", welche 2004 gegruendet wurde und erstmals im Sommer 2005 in Gosau (OOe) ein solches Lager abhielt. Fotografiert wurde damals auch sehr viel, sodass alleine schon beim Durchsehen der Fotos auf der aktuellen Homepage nach wenigen Sekunden klar wird, was davon zu halten ist - vom deutschnationalen Inhalt der Texte mal ganz zu schweigen. Als Webmaster fungiert der einschlaegig bekannte Walter Asperl von der Burschenschaft Olympia. Diese Burschenschaft hat bei der Gruendung der Arge Sommerlager auch Pate gestanden. Die Olympia gilt als eine der wichtigsten rechtsextremen Burschenschaften im deutschsprachigen Raum und war in der Vergangenheit auch schon vorsitzende Burschenschaft aller "deutschen" Burschenschaften, die in der DB (Deutsche Burschenschaften) organisiert sind. Die Olympia hat auch beste Verbindungen in die Politik, so sitzt ihr "Alter Herr" Harald Stefan fuer die FPOe im Wiener Gemeinderat. So verwundert es auch kaum, dass in nahezu allen "Budenbuechern" (Gaestebuechern) der fuer Schueler gedachten Pennalburschenschaften fuer das "heimattreue Sommerlager" die Werbetrommel geruehrt wird. Ausserdem betreibt Ploner auch eine Homepage fuer den Ring freiheitlicher Studenten (der von rechtsextremen Burschenschaften kontrolliert wird). Beim Veranstaltungsort duerfte es sich mit grosser Wahrscheinlichkeit um Arriach handeln. Die Hauptsorge des Buergermeisters von Arriach, Karl-Gerfried Mueller, konzentriert sich jedoch nicht etwa auf das rechtsextreme Profil des Sommerlagers und seiner Veranstalter, sondern bezeichnenderweise in erster Linie auf einen eventuellen Einbruch der Naechtigungszahlen bzw. auf Schaeden fuer den lokalen Tourismus - aehnliche Bedenken meldete im Jahr 2005 auch der Tourismus- Verband des Salzkammergutes an ... "Das Leben von Volkskultur und ueberliefertem Brauchtum staerkt in uns das Bewusstsein der eigenen Art unseres Volkes". Dazu zaehlen fuer die als Jugendfuehrer taetigen Burschis neben dem Erleben von "Kameradschaft" die Unterweisung in Volkstaenze, der Besuch von Soldatenfriedhoefen oder das Erlernen des Fechtsports. Natuerlich duerfen auch die Abhaltung von Lehrstunden in Geschichte und germanischer Mythologie nicht fehlen. Sichtbar wird soviel Germanentum dann am Lagereingang oder auf Zeltplanen, welche Runen der sogenannten Armanenreihe, von den Nazis gebraeuchliche Runen, aufweisen. So ist beispielsweise auch die "Tyr-Rune" *), zu finden, welche in der Nazi-Mythologie Glaubwuerdigkeit und Aufopferung symbolisierte. Daneben diente sie auch als Divisionsabzeichen fuer die 32.SS-Freiwilligen- Grenadier-Division "30.Januar" und wurde ebenso von den Absolventen der SA-Reichsfuehrerschulen am Aermel getragen. HJ-Anleihen So verwundert es auch nicht, das Motto der Hitlerjugend auf der Homepage wiederzufinden: "Jugend fuehrt Jugend" wird da propagiert, nebst Rekrutierungsfotos mit blonden Maedchen und dem ehemaligen HJ-Werbeslogan "Komm zu uns". Natuerlich will man(n) auch standesgemaess uniformiert sein -- auf eine Imitation des Reichsadlers als Hemdaufnaeher an der Uniform kann daher genauso wenig verzichtet werden, wie auf schwere Feldschuhe oder Bundesheer-Feldgeschirr. Geradezu militaerisch gestaltet sich dann auch der Tagesablauf: Armbrustschiessen, Stationsbetriebe, Flaggenparaden und "feierliches Antreten" runden das Programm ab. Waehrend sich also die maennlichen Teilnehmer in paramilitaerischen und wehrsportlichen Uebungen versuchen, trainieren die weiblichen Teilnehmerinnen ihre "angeborenen" Faehigkeiten als Mutter und Hausfrau, konkret heisst das: Kochen, naehen, sauber halten der "Kothen" (Zelte) und Betreuung der Juengsten. Generell kann festgestellt werden, dass hier der Versuch der Militarisierung und Uniformierung der Jugend unter gleichzeitiger Propagierung der Volksgemeinschaft unternommen wird. Dass der Staat auch heuer wieder keinen Anlass zum Handeln sieht, beweist die Aussage von Helmut Mayer, Chef des Landesamtes fuer Verfassungsschutz, in einem Gespraech mit der APA: "Es muessten schon strafrechtliche Gruende vorliegen", so die Grundaussage des "Verfassungsschuetzers". *Antifaschistische Linke OOe (gek.)* Kontakt: al at sozialismus.net Quelle des Texts: http://www.sozialismus.net/texte/innen/braunes-lager.html Fussnote: *) http://www.idgr.de/texte/esoterik/runen/runen-lang.php ************************************************* 'akin - aktuelle informationen' a-1170 wien, Lobenhauerngasse 35/2 vox: ++43/1/535-62-00 (anrufbeantworter, unberechenbare buerozeiten) http://akin.mediaweb.at akin.buero at gmx.at Bankverbindung lautend auf: föj/BfS, Bank Austria, BLZ 12000, 223-102-976/00, Zweck: akin ================================================== 16 Wien kommunal/Glosse: Von Buechern und Menschen "akin" ================================================== ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 13. Juni 2006; 19:26 ********************************************************** Wien kommunal/Glosse: Von Buechern und Menschen Ein kleines Antiquariat in der Fussgaengerzone Barnabitengasse in Mariahilf kaempft ums Ueberleben. Es liegt eingezwaengt zwischen Schanigarten und Pflanzentrog und wird so von den in groesserem Abstand vorbeigehenden Passanten kaum wahrgenommen. Also suchte man beim hohen Magistrat um die Genehmigung an, vor dem Geschaeft zwei kleine Buechertische aufstellen zu duerfen: Liebevoll sortiert, Flaechenbedarf etwa ein Quadratmeter. Der gelernte Wiener ahnt es schon: Natuerlich beginnt alsbald der Amtsschimmel froehlich zu wiehern. Und das klingt so: "...Warenausraeumungen bilden in Summe untypische Elemente im Strassenraum. Zwangslaeufig fuehrt das zu einer negativen optischen Wirkung und in weiterer Folge zu einer Entwertung des oertlichen Stadtbildes." Und es wird bedauernd festgestellt, dass die Praesentation antiquarischer Buecher "dem qualitativ und preislich gehobenen Niveau und dem hohen Anspruch der Geschaefte der Stadt" leider nicht entspricht. Buchhaendler sind im Allgemeinen recht kultivierte Menschen. Also pflegen sie auch bei hinreichender Motivation nicht Amok durch verstaubte Amtsstuben zu laufen, sondern reichen hoeflich Rekurs gegen schwachsinnige Expertisen ein. Und manchmal geschieht ja auch ein kleines Wunder: Bei der zweiten Kommissionierung der Tischerl konnte sich der beamtete Stadtbildpfleger dann doch mit der "Warenausraeumung" anfreunden. Happy End? Haha - waere doch gelacht! Denn nun greift die liebe Frau SPOe-Bezirksvorsteherin beherzt ein und verhindert durch Intervention an hoeherer Stelle die Ausstellung eines positiven Bescheides. Und mehr noch: Sie zeigt auch gleich noch zwei Beamte wegen "persoenlicher Vorteilnahme" an! Womoeglich haben die sich fuer ihre Zustimmung ja mit antiquarischen Buechern bestechen lassen... Schade nur, dass diese aus Steuergeldern hoch bezahlte Kaempferin gegen Stadtbildzerstoerung und Raubtierkapitalismus ihr Muetchen nur an kleinen Gewerbetreibenden zu kuehlen wagt. Hinter besagtem Antiquariat zum Beispiel liegt ein grosser gruener Innenhof, an den auch das Gebaeude der Arbeiterkammer NOe grenzt. In diesem Gartenhof hat nun die Arbeiterkammer zur besseren Temperierung ihres Kobels eine "Waermetauscher- und Rueckkuehlanlage" mit zwanzig riesigen Ventilatoren errichten lassen: Die Folgen fuer die zahlreichen Anrainer der bislang ruhigen, bis hinauf zur Mariahilferstrasse reichenden Innenhoefe kann man sich lebhaft ausmalen. Warum die Vorsteherin nichts gegen dieses zerstoererische Werk ihrer Genossen von der AK unternommen hat? Gute Frage. Wahrscheinlich war sie halt zu sehr damit beschaeftigt, das Stadtbild vor Buechertischerln zu schuetzen. Und hier hat sie nun auch einen schoenen Erfolg errungen: Ende Juni muss die "Buecheroase mit exzeptionellem Angebot" (Falter) schliessen. Der Kulturbezirk Mariahilf dankt seiner Vorsteherin. *Richard Weihs, Gruen-Alternativer Bezirksrat* ************************************************* 'akin - aktuelle informationen' a-1170 wien, Lobenhauerngasse 35/2 vox: ++43/1/535-62-00 (anrufbeantworter, unberechenbare buerozeiten) http://akin.mediaweb.at akin.buero at gmx.at Bankverbindung lautend auf: föj/BfS, Bank Austria, BLZ 12000, 223-102-976/00, Zweck: akin ================================================== 17 Hinweise_Initiativen Nr.16|06 WomenARTconnection ================================================== Betreff: Diskussionsplattform www.zeichensetzenundmitreden.at Liebe UnterzeichnerIn! Die Initiative, die durch deine Unterschrift einen Veränderungsprozess im ÖGB ausgelöst und unterstützt hat, bekommt weitere Unterstützung durch Aktivitäten von GewerkschafterInnen in den Bundesländern. Eine Diskussionsplattform "Zeichen setzen und mitreden" wurde initiiert von den Landesorganisationen des ÖGB-Burgenland und ÖGB-Oberösterreich und wird inzwischen von weiteren Landesorganisationen und Gewerkschaften unterstützt und ist auf dem besten Weg eine gesamtgewerkschaftliche Initiative zu werden. Wir brauchen eine starke Gewerkschaft! Was müssen wir tun, um unter den geänderten finanziellen und organisatorischen Bedingungen so rasch wie möglich eine durchsetzungsfähige Gewerkschaftsorganisation zu bauen? "Zeichen setzen und mitreden" ist eine gewerkschaftliche Initiative zum politischen und organisatorischen Neustart, an der auch DU Dich beteiligen kannst! Sag uns DEINE Meinung! Wir wollen Deine Ideen und Vorschläge lesen nämlich auf www.zeichensetzenundmitreden.at ! Wir ersuchen Dich, dieses Mail an Menschen weiterzuschicken, von denen Du annimmst, dass sie Interesse daran haben, sich in den Diskussionsprozess um den ÖGB einzubringen. Vielen Dank für Deine Mithilfe! ================================================================= Anfang der weitergeleiteten E-Mail: 13. Juni: Veranstaltung zur Gewerkschaftskrise - mit einer Vertreterin von "Zeichen setzen" "Wie kommen wir von "Zeichen setzen" zu Zeichen UM-setzen" "Amerlinghaus", Wien 7.; Stiftgasse 8 Dienstag, 13.06.06 um 19:00 mit SLP und Helga Wolfsgruber von der Initiative "Zeichen setzen" mit Kathrin Niedermoser (FSG in der GPA-Jugend, Mitautorin des Diskussionspapiers "Unsere Gewerkschaft - unsere Zukunft") ================================================================= dieses eMail wird versendet von ---------------------------------- Unser Impressum finden Sie unter: FRAUENFAKTEN http://www.frauenfakten.at in der Suchfunktion geben Sie WomenART.connection ein. ================================================== 18 Skandal um österreichische Botschaft in Addis Abeba! Deserteurs- und Flüchtlingsberatung ================================================== Skandal um österreichische Botschaft in Addis Abeba! Österreich bricht Asyl- und Menschenrecht Die österreichische Botschaft in Addis Abeba verletzt systematisch den Rechtsanspruch von Familienangehörigen somalischer Konventionsflüchtlinge, indem sie ihnen "aus Sicherheitsgründen" ohne Identitätsdokumente den Zutritt verweigert. Sie verlangt von Flüchtlingen, sich entweder an die somalische Botschaft, die zur Gänze aus ihren Verfolgern zusammengesetzt ist, oder an irgendeine äthiopische Behörde zur Beschaffung von Identitätsdokumenten zu wenden. Kurzzusammenfassung: Familienangehörige von Konventionsflüchtlingen haben einen Rechtsanspruch auf Gewährung desselben Schutzes. Sofern sie sich noch im Ausland befinden, ist es nötig, bei der österreichischen Botschaft einen Antrag zu stellen. Unsere Einrichtung betreut viele Personen, deren Ehegatten, Kinder oder Eltern sich in Äthiopien befinden. Da die Botschaft in Addis Abeba aber Personen ohne Identitätsdokumente den Zutritt verweigert, können diese ihren Rechtsanspruch gar nicht geltend machen. Die Botschaft und das Außenministerium verlangen von ihnen, sich zwecks Dokumentenbeschaffung an die eigenen Verfolger, die in der Übergangsregierung vertreten sind, zu wenden. Berichte von Menschenrechtsorganisationen bestätigen allerdings, dass derzeit keinerlei Möglichkeit existiert, sich offizielle somalische Dokumente zu besorgen, vielmehr würde dadurch ein illegaler Handel mit Dokumenten gefördert. Die Botschaft ist außerdem der Ansicht, dass sich Personen ohne Dokumente auch an äthiopische Behörden wenden könnten. Da die Beziehungen zwischen Somalia und Äthiopien allerdings höchst gespannt sind, ist auch dies für somalische Flüchtlinge nicht möglich. Zudem: Wird von AsylwerberInnen in Österreich, die sich nicht ausweisen können, verlangt, sich an irgendeine Behörde zur Ausstellung von Dokumenten zu wenden? Österreich bricht durch bürokratische Hürden das Asylgesetz sowie das elementare Menschenrecht auf Familienleben. Für Rückfragen: Nina Jakober Daniel Bernhart Deserteurs- und Fluechtlingsberatung Schottengasse 3a/1/59 A-1010 Wien Tel.: +43/1/533 72 71 Fax.: +43/1/532 74 16 http://www.deserteursberatung.at Text: Konventionsflüchtlinge, also Flüchtlinge, die einen positiven Asylbescheid erhalten, sind rechtlich weitgehend österreichischen Staatsbürgern gleichgestellt. Sie dürfen beispielsweise ohne Arbeitserlaubnis in Österreich arbeiten und haben Anspruch auf Sozial- und Familienleistungen. Recht auf Familienleben Ihre Familienangehörigen (Ehegatten, unverheiratete minderjährige Kinder oder die Eltern von unverheirateten minderjährigen Asylberechtigten) haben gem. §§ 34/35 Asylgesetz den Anspruch auf Gewährung desselben Schutzes, also auf die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft. Viele unserer KlientInnen können lediglich alleine nach Österreich flüchten und wollen ihre Familien nachholen, sobald sie den positiven Asylbescheid erhalten haben. Darauf haben sie laut dem Asylgesetz und dem (Menschen)Recht auf Familienleben auch einen Rechtsanspruch. Dazu muss sich die Familie, die sich noch im Heimatland oder auch in einem anderen Fluchtland befindet, seit Jänner 2006 auf die zuständige österreichische Botschaft begeben und dort einen Antrag auf Gewährung desselben Schutzes stellen. Bis Ende 2005 war es noch möglich, dass die Angehörigen unserer KlientInnen unserer Organisation Vollmacht erteilten und wir die Asylanträge von Österreich aus stellten. Seit der Einführung des neuen Asylgesetzes, dass eine persönliche Einbringung der Anträge bei der österreichischen Botschaft verlangt, stellen sich aber in vermehrtem Ausmaß Schwierigkeiten ein. Der Schluss liegt nahe, dass es beabsichtigt ist, durch ein erschwertes Verfahren die Zahl der Familienzusammenführungen möglichst gering zu halten und darauf zu hoffen, dass Missstände im Dunkeln bleiben. Das Procedere Bei der österreichischen Botschaft müssen bestimmte Formulare ausgefüllt werden, die dann an die österreichischen Asylbehörden weitergeleitet werden. Diese stimmen bei Vorliegen aller Voraussetzungen zu, dass den Familienangehörigen des Konventionsflüchtlings ebenfalls Asyl gewerbt wird. Außerdem hat das Bundesministerium für Inneres ebenfalls Mitspracherecht - es könnte Einwände erheben, falls die Personen, die einreisen wollen, eine Gefahr für die öffentliche Ruhe, Ordnung und Sicherheit darstellen würden. Sobald die Botschaft dann die Weisung erhält, dass Einreisetitel zu erteilen sind, können die Familienangehörigen einreisen und erhalten nach Vorsprache bei den Asylbehörden ebenfalls einen positiven Asylbescheid. Theorie versus Praxis - die Aufforderung der österreichischen Botschaft, sich Identitätsdokumente bei der somalischen Botschaft zu beschaffen Obwohl diese Vorgehensweise in der Theorie recht einfach scheint, stellen sich in der Praxis einige Schwierigkeiten ein. So wird seit einigen Wochen den Familienangehörigen unserer asylberechtigten KlientInnen aus Somalia, die sich in Äthiopien befinden, der Zutritt zur österreichischen Botschaft in Addis Abeba verweigert. Als Argument dafür wird vom Konsul herangezogen, dass Personen, die sich nicht ausweisen könnten, aus Sicherheitsgründen der Zutritt zur Botschaft nicht gestattet sei. Die betreffenden Personen sollten sich bei der somalischen Botschaft in Addis Abeba Identitäsdokumente beschaffen, damit erhielten sie Zutritt zur österreichischen Botschaft. Unmöglichkeit, sich Identitätsdokumente zu besorgen In Somalia herrscht allerdings seit etwa 15 Jahren Bürgerkrieg, es gibt keine anerkannte Zentralregierung, die Dokumente ausstellen könnte. Vor einiger Zeit wurde eine Übergangsregierung eingerichtet, welche sich im Wesentlichen aus jenen Clanangehörigen zusammensetzt, die Minderheitsangehörige systematisch verfolgen. Unsere KlientInnen flüchten allerdings vor den bewaffneten Milizen eben dieser Clans. In Österreich wird ihnen zumeist Asyl gewährt, da sie als Angehörige einer Minderheiten in Somalia von Angehörigen der Hauptclans verfolgt werden und sich auf keine staatlichen oder Clanstrukturen stützen können, um Schutz vor ihnen zu erhalten. Die Schweizerische Flüchtlingshilfe stellt außerdem fest, dass es in Somalia derzeit keine Behörde gibt, die in der Lage ist, offizielle Dokumente auszustellen: "Europäische Behörden dürfen bei somalischen Asylsuchenden auf keinen Fall auf den Besitz von legitimen Dokumenten beharren. Durch eine solche Haltung wird höchstens der illegale Handel mit Dokumenten angeregt"1. "Äthiopische Behörden können doch auch Identitätsdokumente ausstellen" Die Ansicht der österreichischen Botschaft in Addis Abeba, die Familienangehörigen unserer KlientInnen könnten sich von Angehörigen der Clans, von denen sie verfolgt werden, problemlos Identitätsdokumente beschaffen, ist also unrichtig. Wir haben vielmehr aufgrund von Gesprächen mit unseren KlientInnen den Eindruck bekommen, dass sich ihre Familienangehörigen so in größte Gefahr begeben könnten. Daher haben wir uns wiederholt an den zuständigen Konsul in Addis Abeba gewandt. Als Antwort auf unser Fax erhielten wir ein E-Mail des Konsuls, in dem ausgeführt wird, dass der österreichischen Botschaft über Repressalien der Übergangsregierung gegenüber somalischen Minderheitsangehörigen nichts bekannt wäre. Außerdem könnten die betroffenen Personen sich doch auch Identitätsdokumente bei den äthiopischen Behörden besorgen. E-Mail von Leopold Unger, österreichische Botschaft Addis Abeba, 17. Mai 2006: "Sehr geehrte Frau Mag. Jakober! Äthiopien ist ein Land mit einer hohen Terrorismusgefährdung. Erst am 12.5. explodierte eine ganze Serie von Sprengsätzen in Addis Abeba bei denen vier Menschen den Tod fanden. Ihr Schreiben betreffend einer Zutrittsgenehmigung zur Botschaft, für Personen, die sich nicht ausweisen können, wird daher u.E. an das Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten vorgelegt. Wir haben eine steigende Anzahl von Anträgen betreffend Familienverfahren und die Leute weisen sich bei unserem Wachpersonal aus. Erst heute war eine Person mit einem von der somalischen Botschaft ausgestellten Ausweis an der Botschaft. Über Repressalien seitens der somalischen Botschaft gegenüber den Antragstellern ist ha. nichts bekannt. Darüberhinaus besteht auch die Möglichkeit, sogenannte Laisser Passers oder Alien Passports bei den äthiopischen Behörden zu beantragen. Ein Besuch bei der somalischen Botschaft ist daher nicht zwingend. Wie ich Ihnen bereits mitgeteilt habe, können an der Botschaft selbstverständlich Anträge im Familienverfahren eingebracht werden. Mit freundlichen Grüßen Leopold Unger" Der Argumentation, dass Repressalien der somalischen Botschaft gegenüber Minderheitsangehörigen der österreichischen Botschaft nicht bekannt sind, können wir dahingehend folgen, dass viele Menschen eben Angst haben, sich an ihre eigenen Verfolger zu wenden, dies auch nicht machen und demnach auch keine Möglichkeit haben, bei der österreichischen Botschaft vorzusprechen. ODER DOCH NICHT? Die Aufforderung, dass sich die Familienangehörigen zur Ausstellung von Identitätsausweisen an die äthiopischen Behörden wenden sollen, erscheint uns wiederum sehr seltsam. Wäre das nicht nahzu dasselbe, von AsylwerberInnen in Österreich, die keine Dokumente besitzen, zu verlangen, sich bei irgendeiner (!) Behörde ein solches zu beschaffen? Weiters sind die Beziehungen zwischen Somalia und Äthiopien sehr gespannt, was etwa durch Länderberichte von Amensty International belegt wird. Beispielsweise soll angeführt werden, dass die Oromo Liberation Front, die für ein unabhängiges Oromia auf äthiopischen Boden kämpft, von den äthiopischen Behörden als terroristische Organisation eingestuft wird, über lange Zeit mit den somalischen Milizen zusammenarbeitete2. UND DAS AUSSENMINISTERIUM? Wir haben auch dem Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten unsere Bedenken in dieser Angelegenheit mitgeteilt und eine rasche Lösung dieser Angelegenheit gefordert. E-Mail an BMAA, 31. Mai 2006: "Sehr geehrter Herr Mag. Lux! Da ich Sie wiederholt telefonisch zu kontaktieren versuchte und bislang keinen Rückruf von Ihnen erhalten habe, wende ich mich auf diesem Weg an Sie: Am 17. 5. 2006 erging sowohl an das BMAA als auch an Hrn. Leopold UNGER von der österreichischen Vertretungsbehörde in Äthiopien und UNHCR Österreich ein Fax, in welchem wir eine Lösung für das Problem der Verweigerung des Zutritts für Menschen ohne Identitätsdokumente zur ÖB in Addis Abeba forderten. Dieses Fax wurde auch von Herrn UNGER an Sie weitergeleitet. Erst diese Woche wurde wieder zwei minderjährigen (!), ohne obsorgeberchtigte Personen in Äthiopien aufhältigen Kindern eines in Österreich asylberechtigten Klienten der Zutritt zur Botschaft nicht gestattet, womit eine Einbringung von Anträgen im Familienverfahren nicht möglich war. Wie wir bereits in unserem Fax vom 17. 5. 2006 ausführlich dargelegt haben, halten wir es für unzumutbar, von somalischen Staatsbürgern zu verlangen, sich zwecks Ausweisbeschaffung an die somalische Botschaft zu wenden, da die somalische Übergangsregierung aus Angehörigen jener Clans besteht, von denen unsere KlientInnen und ihre Familienangehörigen verfolgt werden. Weiters scheint uns die Aufforderung von Hrn. UNGER, die betreffenden Personen könnten sich auch an die äthiopischen Behörden zur Ausstellung von Dokumenten wenden, etwas suspekt. Von AsylwerberInnen in Österreich, die keine Identitätsdokumente besitzen, wird ja auch nicht verlangt, sich ein Identitätsdokument bei irgendeiner Behörde zu besorgen. Außerdem ist die Tatsache, dass auch die Beziehungen zwischen Äthiopien und Somalia äußerst gespannt sind (z.B. Ogaden-Krieg, die Zusammenarbeit der äthiopischen OLF mit den somalischen Milizen etc.) allseits bekannt. Wir bitten darum, schnellstmöglich eine adäquate Lösung für die Antragstellungen gem. §§ 34/35 AsylG zu finden. Wir möchten Sie zusätzlich darüber in Kenntnis setzen, dass wir diese Angelegenheit in den nächsten Tagen publik machen werden, falls die österreichische Botschaft in Addis Abeba ihre Aufgaben weiterhin nicht wahrnehmen sollte. Mit freundlichen Grüßen, Mag. Nina JAKOBER für die Deserteurs- und Flüchtlingsberatung" Als Antwort erhielten wir vom Leiter des Referates für Asyl-, Aufenthalts- und Wanderungswesen, dass bei Anträgen zur Feststellung der Identität und des Verwandschaftsgrades Dokumente vorzulegen sind, die von der Botschaft gem. § 35 Asylgesetz (Familienverfahren) geprüft und aktenkundig zu machen sind: E-Mail BMAA, 7. Juni 2006: "Sehr geehrte Frau Mag. Jakober! Zu Ihrem Schreiben vom 31. Mai 2006 darf ich Ihnen als Leiter des Referates für Asyl-, Aufenthalts- und Wanderungswesen im Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten mitteilen, dass zwecks Feststellung der Identität und des Verwandtschaftsgrades Dokumente vorzulegen sind, die von der Botschaft gem § 35 AsylG geprüft und aktenkundig zu machen sind. Eine Vorsprache ohne jegliche Dokumente wäre daher für das Familienverfahren zwecklos, da die erforderlichen Nachweise der Identität und des Verwandtschaftsgrades, nach denen das Bundesasylamt zu entscheiden hat, nicht erbracht werden. Die undokumentierten Antragsteller werden daher im Sinne des §13A AVG 1991 von diesem Umstand in Kenntnis gesetzt werden. Mit freundlichen Grüßen Für die Bundesministerin: KRAMARICS m.p." Aufgrund welcher Rechtsgrundlage es aber zwingend nötig sein soll, Identitätsdokumente vorzulegen, wird in keiner Hinsicht ausgeführt. Weder im Asylgesetz noch im Allgemeinen Verwaltungsverfahrensgesetz ist die Notwendigkeit der Vorlage von Identitätsdokumenten von Personen, die einen Antrag stellen wollen, vorgesehen. Asylrechtsbruch durch Österreich Die Familienangehörigen unserer KlientInnen haben einen Rechtsanspruch auf Familienzusammenführung - ihnen bereits die Antragstellung durch eine Verweigerung des Zutritts zur Botschaft zu verwehren, ist vollkommen ungerechtfertigt. FORDERUNGEN Die Deserteurs- und Flüchtlingsberatung fordert Zutritt für Flüchtlinge zur österreichischen Vertretungsbehörde in Addis Abeba ohne bürokratische Hürden, ungeachtet dessen, ob sie Identitätsdokumente besitzen oder nicht! eine rasche Abwicklung der Verfahren, damit unsere KlientInnen und ihre Angehörigen ihr Recht auf Familienleben verwirklichen können! Für Rückfragen: Nina Jakober Daniel Bernhart Deserteurs- und Fluechtlingsberatung Schottengasse 3a/1/59 A-1010 Wien Tel.: +43/1/533 72 71 Fax.: +43/1/532 74 16 http://www.deserteursberatung.at ================================================== 19 Die NSA und die Freundesnetze "q/depesche" ================================================== q/depesche 2006-06-13T12:42:27 Die NSA und die Freundesnetze Die subalterne Agency, die für die NSA hier ein bisschen Forschungsgeld verbrannt hat, wurde mittlerweile in "Disruptive Technology Office" umbenannt. Um die 100 Millionen Dollar beträgt das jährliche Gesamtbudget dieser auf Datamining/forschung spezialisierten Militärbüro/kraten. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- post/scrypt: Schönen Gruss an alle Deppen, die ihr Netzwerk brav bei Orkut abgegeben haben. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- New Scientist has discovered that Pentagon's National Security Agency, which specialises in eavesdropping and code-breaking, is funding research into the mass harvesting of the information that people post about themselves on social networks. And it could harness advances in internet technology - specifically the forthcoming "semantic web" championed by the web standards organisation W3C - to combine data from social networking websites with details such as banking, retail and property records, allowing the NSA to build extensive, all-embracing personal profiles of individuals. [...] By adding online social networking data to its phone analyses, the NSA could connect people at deeper levels, through shared activities, such as taking flying lessons. Typically, online social networking sites ask members to enter details of their immediate and extended circles of friends, whose blogs they might follow. The advantages for scientists, for instance, could be huge: they will have unprecedented access to each other's experimental datasets and will be able to perform their own analyses on them. Searching for products such as holidays will become easier as price and availability dates will have smart tags, allowing powerful searches across hundreds of sites [...] Other data the NSA could combine with social networking details includes information on purchases, where we go (available from cellphone records, which cite the base station a call came from) and what major financial transactions we make, such as buying a house. "You should always assume anything you write online is stapled to your resumé" Right now this is difficult to do because today's web is stuffed with data in incompatible formats. Enter the semantic web, which aims to iron out these incompatibilities over the next few years via a common data structure called the Resource Description Framework (RDF). W3C hopes that one day every website will use RDF to give each type of data a unique, predefined, unambiguous tag. [...] On the downside, this ease of use will also make prying into people's lives a breeze. No plan to mine social networks via the semantic web has been announced by the NSA, but its interest in the technology is evident in a funding footnote to a research paper delivered at the W3C's WWW2006 conference in Edinburgh, UK, in late May. That paper, entitled Semantic Analytics on Social Networks, by a research team led by Amit Sheth of the University of Georgia in Athens and Anupam Joshi of the University of Maryland in Baltimore reveals how data from online social networks and other databases can be combined to uncover facts about people. The footnote said the work was part-funded by an organisation called ARDA. What is ARDA? It stands for Advanced Research Development Activity. According to a report entitled Data Mining and Homeland Security, published by the Congressional Research Service in January, ARDA's role is to spend NSA money on research that can "solve some of the most critical problems facing the US intelligence community". Chief among ARDA's aims is to make sense of the massive amounts of data the NSA collects - some of its sources grow by around 4 million gigabytes a month. [...] The research ARDA funded was designed to see if the semantic web could be easily used to connect people. The research team chose to address a subject close to their academic hearts: detecting conflicts of interest in scientific peer review. Friends cannot peer review each other's research papers, nor can people who have previously co-authored work together. [...] Joshi says their system found conflicts between potential reviewers and authors pitching papers for an internet conference. "It certainly made relationship finding between people much easier," Joshi says. "It picked up softer [non-obvious] conflicts we would not have seen before." The technology will work in exactly the same way for intelligence and national security agencies and for financial dealings, such as detecting insider trading, the authors say. Linking "who knows who" with purchasing or bank records could highlight groups of terrorists, money launderers or blacklisted groups, says Sheth. The NSA recently changed ARDA's name to the Disruptive Technology Office. The DTO's interest in online social network analysis echoes the Pentagon's controversial post 9/11 Total Information Awareness (TIA) initiative. That programme, designed to collect, track and analyse online data trails, was suspended after a public furore over privacy in 2002. But elements of the TIA were incorporated into the Pentagon's classified programme in the September 2003 Defense Appropriations Act. Privacy groups worry that "automated intelligence profiling" could sully people's reputations or even lead to miscarriages of justice - especially since the data from social networking sites may often be inaccurate, untrue or incomplete, De Roure warns. But Tim Finin, a colleague of Joshi's, thinks the spread of such technology is unstoppable. "Information is getting easier to merge, fuse and draw inferences from. There is money to be made and control to be gained in doing so. And I don't see much that will stop it," he says. Das Papier http://www2006.org/programme/files/pdf/4068.pdf Der Artikel http://www.newscientisttech.com/article/mg19025556.200-pentagon-sets-its-sights-on-social-networking-websites.html - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- relayed by Harkank - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Online Version: http://quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100003619 quintessenz is powered by http://www.onstage.at subscribe/unsubscribe/digest http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe comments to depesche at quintessenz.org ================================================== 20 monochrom präsentiert : CAFÉKÖNIG FUSSBALL presse-monochrom at monochrom.at ================================================== monochrom ist Teil der Ausstellung "Heimspiel" in der NGBK, Berlin. Die Installation namens "Café König Fußball" beschäftigt sich mit Fußball, Schiris, Moral, Gesellschaft und Tapeten. +++ CAFÉ KÖNIG FUSSBALL ---> http://www.monochrom.at/cafe-koenig-fussball/ +++ Fußball? Seit vielen Jahren beklagen FußballanhängerInnen in den unterschiedlichsten tagessymbolpolitischen Konstellationen eine "Verbürgerlichung" des Fußballs und damit die Enteignung eines ihrer Ansicht nach genuinen ArbeiterInnenklassen-Kulturausdrucks. +++ Schiris? Dabei inszeniert das Fußballspiel seit jeher die Dialektik zwischen der Subjektivitätskultur der ArbeiterInnenklasse und der Objektivitätsbehauptung der bürgerlichen Kultur, erstere repräsentiert durch die im Spiel aufeinander treffenden Kollektive, letztere in der Figur des Schiedsrichters/der Schiedsrichterin, der/die als exemplarisches bürgerliches Subjekt das Spiel leitet, indem er/sie als sein objektives Gegenüber fungiert. Unter dieser Perspektive könnte das Fußballspiel verstanden werden als Racheritual am bürgerlichen Subjekt und seiner Herrschaft, da es auch davon handelt, die SchiedsrichterInnen, ohne die es nicht geht, zu beschimpfen und sich an ihm abzureagieren. +++ Moral? Der Fall des Skandalschiedsrichter Robert Hoyzer hat diese Übereinkunft übertreten. Darin ist Hoyzer gerade im WM-Vorfeld auch ein tragischer Held, weil er als exemplarisches bürgerliches Subjekt dessen inneren Selbstwiderspruch medienwirksam ausagiert hat. Zugleich ist der Fall Hoyzer selbst schon durch seine exemplarische Opferung als Sündenbock, die genau seiner Funktion auf dem Spielfeld zu entsprechen scheint, Bestandteil dieses Spiels und die Bedingung seiner weiteren Aufrechterhaltung. +++ Gesellschaft? "Café König Fußball" hat sich als Darstellungskonzept die inhaltliche und formale Nähe von Fußball und Karneval als Gegenkulturformen der Machtlosen zueigen gemacht: Beide sind mittlerweile fest im bürgerlichen Repräsentationsraum verankert, und damit unschädlich gemacht. Sie domestizieren das Aufbegehren zum festgelegten Ritual. Eine Videoinstallation inszeniert das Sprechen über die theoretischen Implikationen des Falles Hoyzer als Büttenrede. Ergänzt wird diese Installation durch eine Aufbereitung von Informationsfetzen und deren Kommentaren in den nachgestellten Räumen des "Café King". +++ Tapeten? Die 56 Tapetenbilder, die wesentlicher Bestandteil der Ausstellung sind, können schon jetzt per Web eingesehen und gekauft werden. +++ Café König Fußball +++ Bis 9. Juli 2006 im Rahmen von +++ "Heimspiel" in der NGBK, +++ Oranienstraße 25, Berlin. +++ http://www.heimspiel-2006.de ================================================== 21 HOSI Wien fordert: Homo- und heterosexuelle Lebensgemeinschaften endlich in allen Rechtsbereichen gleichstellen! Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien ================================================== Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 14. Juni 2006 HOSI Wien fordert: Homo- und heterosexuelle Lebensgemeinschaften endlich in allen Rechtsbereichen gleichstellen! Den im Mai vorgelegten Entwurf des Justizministeriums für ein Familienrechts-Änderungsgesetz bezeichnet die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien als minimalistisch und halbherzig. "Wir bedauern es außerordentlich, dass die Bundesregierung sich nicht zu einer umfassenden Gleichstellung von gleich- und verschiedengeschlechtlichen PartnerInnenschaften durchringen konnte und damit unerträgliche Diskriminierungen weiterführt, die eine Schande für jeden Staat sind, der von sich behaupten will, zivilisiert, demokratisch und den Menschenrechten verpflichtet zu sein", erklärt HOSI-Wien-Obmann Christian Högl. "Von einer ÖVP- dominierten Regierung war aber nichts anderes zu erwarten. Diese gesellschaftspolitische Rückständigkeit muss jedoch umso peinlicher anmuten, als immer mehr Staaten in Europa diese Gleichstellung vehement vorantreiben." "Besonders bedauerlich ist es", so Högl weiter, "dass sich die Regierung nicht einmal dazu durchringen konnte, wenigstens gleich- und verschiedengeschlechtliche Lebensgemeinschaften in allen Rechtsbereichen gleichzustellen, wie dies eigentlich aufgrund der Verurteilung Österreichs durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in der Beschwerde Karner erforderlich wäre. Der Gesetzesentwurf sieht etwa weiterhin eine ausdrückliche Ungleichbehandlung im Fortpflanzungsmedizingesetz vor." Regierung will Lesben mit Kinderwunsch zum Geschlechtsverkehr zwingen Während der Entwurf die Lebensgemeinschaft zwar grundsätzlich auch als eine zwischen zwei Personen des gleichen Geschlechts definiert, werden gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften im Fortpflanzungsmedizingesetz dann ausdrücklich wieder ausgenommen. "Für uns ist nicht einzusehen, warum lesbische Frauen, ob alleinstehend oder in einer Paarbeziehung, zwar auf die 'natürliche' Methode, also durch Geschlechtsverkehr mit einem Mann, schwanger werden dürfen, nicht aber mittels künstlicher Befruchtung mit dem Samen desselben Mannes", ärgert sich HOSI- Wien-Obfrau Bettina Nemeth. "Das geht die Regierung nicht das Geringste an! Wenn sie Lesben mit Kinderwunsch zum Geschlechtsverkehr zwingen will, kommt das einer Nötigung gleich!" "Außerdem kann man eine künstliche Befruchtung auch privat organisieren. Allerdings erhöht sich dabei das Gesundheitsrisiko für die Frau und das Kind", gibt Nemeth zu bedenken. "Denn bei einer privat organisierten Samenspende kann sich die Frau nicht zur Gänze gegen das Vorhandensein gefährlicher Infektionen beim Spender, etwa mit HIV, absichern. Diese von der Regierung ausdrücklich vorgesehene Diskriminierung stellt daher eine nicht zu vernachlässigende Gesundheitsgefährdung von lesbischen Frauen dar, die durch das Gesetz gezwungen werden, ihren Kinderwunsch durch eine solche privat organisierte Samenspende zu erfüllen." HINWEIS: Die Stellungnahme der HOSI Wien im Rahmen des Begutachtungsverfahrens zum Entwurf für ein Familienrechts-Änderungsgesetz 2006 steht zum Download auf dem Website der HOSI Wien bereit. Rückfragehinweis: Christian Högl, Tel. 0699-11811038 Bettina Nemeth, Tel. 0699-11965265 Kurt Krickler, Generalsekretär, Tel. (01) 5451310 oder 0664-5767466 office at hosiwien.at, www.hosiwien.at ZVR-Nr.: 5245 34 408 ================================================== 22 AKS: SchülerInnen werden um Zukunft betrogen "Ingrid Gogl" ================================================== AKS: SchülerInnen werden um Zukunft betrogen Utl.: Handeln statt weiter zusehen! Die Aktion kritischer SchülerInnen (AKS) sieht, aufgrund der von der ArbeiterInnenkammer veröffentlichten Zahlen zu den Drop-Out- Raten im Österreichischen Bildungssystem, akuten Handlungsbedarf. "Wenn sechs Prozent der 15- und 16 Jährigen jährlich aus dem Bildungssystem ausscheiden und keine, über den Pflichtschulbereich hinausgehende, Bildung haben, müssen die Alarmglocken auch im Bildungsministerium läuten" meint aks- Bundesvorsitzende Ingrid Gogl. Ursachen sieht die SchülerInnenvertreterin in Struktur und Funktionsweise des Schulsystems. "Wenn der Grundtenor in den Schulen nicht die Förderung aller, sondern Selektion nach 'Verwertbarkeit' ist, und überdies nicht genügend Lehrstellen und Schulplätze zur Verfügung gestellt werden, wundert es nicht, dass die Motivation der jungen Leute sinkt und die Jugendarbeitslosigkeit steigt. In unserem Bildungssystem zählt schnelles vorankommen, wer nicht mithalten kann, wird ausselektiert" so Gogl weiter. "Wir wünschen uns schon lange eine grundlegende Reform im Schulsystem, damit alle SchülerInnen nach Begabungen gefördert werden und niemand 'auf der Strecke' bleibt", bestärkt Ingrid Gogl ihren Wunsch nach Reformen. Für die aks wären wichtige Schritte der Umstieg zum Kurssystem, die Abschaffung des 'Sitzenbleibens', sowie die Schaffung von mehr Lehrstellen. "Wenn Junge Menschen nicht in die Schule ihrer Wahl gehen können, durch den stetigen Leistungsdruck demotiviert werden oder verzweifelt auf der Suche nach einer Lehrstelle sind, dann werden sie um ihre Zukunft betrogen. Was wir brauchen ist ein Bildungssystem, das Perspektiven schafft anstatt sie zu verbauen" schließt die Bundesvorsitzende. Rückfragehinweis: Ingrid Gogl (aks Bundesvorsitzende): 0699/ 11 40 81 42 ================================================== 23 ASt -Gemeinsame Erklärung aller Organisationen, die für den Schulstreik am 21. Juni gegen den Bush-Besuch aufrufen ASt-LFI ================================================== Gemeinsame Erklärung aller Organisationen, die für den Schulstreik am 21. Juni gegen den Bush-Besuch aufrufen (aus: Red Newsletter Nr. 216, Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 16. Juni 2006, www.arbeiterinnenstandpunkt.net) Einleitende Bemerkung Im folgenden veröffentlichen wir die gemeinsame Erklärung, die von ArbeiterInnenstandpunkt, REVOLUTION, der Sozialistischen Jugend sowie anderen Organisationen unterzeichnet wurde. Damit gelang ein Durchbruch in den Verhandlungen mit der SJ bezüglich der gemeinsamen Organisierung der Schulstreiks gegen den Bush- Besuch am 21.Juni. Nachdem die ersten Verhandlungen zwischen SJ und ASt/REVO am Dienstag Abend zu keinem Erfolg führten (siehe den Offenen Brief an die SJ, den wir im Red Newsletter 215 veröffentlichten), setzte nun in der SJ-Führung offenkundig ein Umdenkprozeß ein. Die SJ akzeptierte nun unsere Forderung, eine gemeinsame, schriftliche Erklärung zu unterzeichnen und zu veröffentlichen, in der die Zusammenarbeit öffentlich bekundet wird. Ebenso wurde vereinbart, eine gemeinsame Pressekonferenz am Dienstag (9.00, im Cafe Votiv) durchzuführen, bei der jeweils ein VertreterIn von SJ/AKS, ASt/REVOLUTION und SLP/SWI sprechen werden. Darüberhinaus wurden bei dem Treffen, das auf Initiative der SLP zustande kam, verschiedene organisatorische Details bzgl. Ordnerdienst, Reihenfolge der Blöcke usw. vereinbart. (so z.B. werden in der ersten Hälfte der Demonstration - bis zur Zwischenkundgebung am Maria-Theresien-Platz - der Block von ASt/REVOLUTION an der Spitze gehen, in der zweiten Hälfte der SJ /AKS-Block.) Es bleibt zu hoffen, daß dieser Umdenkprozeß in der SJ nun auch Auswirkungen für die schwierigen Verhandlungen zwischen dem BUSH GO HOME-Bündnis (in dem wir mitarbeiten) und dem StopBush-Bündnis (in dem die SJ eine führende Rolle hat) zeitigt. Es sollte nun für die SJ nicht länger ein Grund zu Spaltung der Demonstration sein, daß sich unter den zahlreichen RednerInnen auch ein Redner des ASt befindet. Gemeinsame Erklärung aller Organisationen, die für den Schulstreik am 21. Juni gegen den Bush-Besuch aufrufen Am Mittwoch, den 21. Juni, kommt der US-amerikanische Präsident George Bush zum USA-EU-Gipfel nach Wien. Die Proteste am 21. Juni richten sich gegen Kriegstreiberei, den Abbau demokratischer Rechte und die neoliberale Politik der Bush-Administration. Eine ähnliche Politik gibt es auch in Österreich - auch dagegen richten sich unsere Proteste. Die unterzeichnenden Organisationen rufen zu einem gemeinsamen Schulstreik und einer Demonstration als Zeichen des Protestes auf. Die Demonstration beginnt um 9.00 mit einer gemeinsamen Auftaktkundgebung am Westbahnhof. Sie verläuft über die Mariahilferstraße. Am Maria-Theresien-Platz (gegenüber der Hofburg - dem Ort des Gipfeltreffens) findet eine gemeinsame Zwischenkundgebung statt. Danach geht die Demonstration zum Votivpark weiter, wo eine gemeinsame Abschlußkundgebung stattfindet. Alle unterzeichnenden Organisationen werden eine oder einen RednerIn bei diesen Kundgebungen stellen. Es wird einen gemeinsamen Demo-Schutz gegen mögliche Polizeiübergriffe, Provokationen und rechtsextreme Kräfte geben. Die unterzeichnenden Organisationen werden diese Erklärung auf ihren jeweiligen Homepages veröffentlichen. Wien, 16. 6. 2006 Unterzeichnende Organisationen (in alphabetischer Reihenfolge): ArbeiterInnenstandpunkt (ASt) Neue Demokratische Jugend (YDG) Kommunistische Jugend Österreich (KJÖ) REVOLUTION Sozialistische Jugend (SJ) Sozialistische LinksPartei (SLP) Sozialistischer Widerstand International (SWI) ================================================== 24 Europäisches Parlament verurteilt abermals Homophobie in Europa - Kritik an Österreichs EU-Ratsvorsitz Kurt Krickler ================================================== Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 16. Juni 2006 Europa-Parlament verurteilt zunehmende rassistische und homophobe Gewalt in Europa und übt indirekt Kritik an Österreichs EU- Vorsitz Angesichts der zunehmenden rassistischen und homophoben Gewalt in etlichen Ländern Europas, insbesondere auch der homophoben Hetze und Gewalt in Polen und Russland, sah sich das Europäische Parlament nur fünf Monate nach Verabschiedung seiner Entschließung "zu Homophobie in Europa" (vgl. Aussendung der HOSI Wien vom 18. Jänner 2006: www.hosiwien.at/?p=244) veranlasst, dieses beängstigende Phänomen abermals im Rahmen einer Entschließung aufzugreifen und noch vehementer zu verurteilen. Das Parlament verabschiedete gestern, am 15. Juni 2006, mit großer Mehrheit (301 Stimmen gegen 161 bei 102 Enthaltungen) eine Entschließung betreffend die Zunahme rassistischer und homophober Gewalt in Europa. Der Wortlaut des ursprünglichen Antrags ist abrufbar unter: www.e uroparl.europa.eu/omk/sipade3?SAME_LEVEL=1&LEVEL=0&NAV=X&DETAIL=& PUBREF =-//EP//TEXT+MOTION+P6-RC-2006-0330+0+DOC+XML+V0//DE Der angenommene Text wird vermutlich ab heute nachmittag in seiner vorläufigen Fassung abrufbar sein unter: www.europarl.europa.eu/activities/expert/ta.do?language=DE Polen die Sanktions-Rute ins Fenster gestellt "Im Gegensatz zur Jänner-Resolution hat das Europa-Parlament die betroffenen Länder diesmal auch beim Namen genannt", erklärt dazu Kurt Krickler, Generalsekretär der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien und Vorstandsmitglied des europäischen Lesben- und Schwulenverbands ILGA-Europa. Sie hatte durch ihre Berichte und Stellungnahmen inhaltlich zu diesem Resolutionsantrag wesentlich beigetragen. Der Antrag wurde von vier Fraktionen gemeinsam eingebracht, nachdem zuvor jede ihren eigenen Antrag vorgelegt hatte. Besonders scharf kritisiert werden darin Polen und Russland. "Polen wird offen die Sanktionsrute ins Fenster gestellt", weist Krickler auf Punkt 4 der Entschließung hin, wo es heißt, die EU möge geeignete Maßnahmen ergreifen, "um ihre Sorge zum Ausdruck zu bringen und insbesondere die Frage der Regierungsbeteiligung der Liga der Polnischen Familien und der Partei 'Selbstschutz' anzusprechen, deren Führer zu Hass und Gewalt auffordern". Weiters erinnert das EP "Polen an seine Zusagen und Verpflichtungen im Rahmen der Verträge, insbesondere von Artikel 6 des EU-Vertrags, und weist auf mögliche Sanktionen im Falle von Verstößen hin" und fordert "die Kommission auf, zu überprüfen, ob die Maßnahmen und Erklärungen des polnischen Bildungsministers mit Artikel 6 des Vertrags über die Europäische Union vereinbar sind". Kritik an Schüssel und Österreichs EU-Ratsvorsitz Indirekt wird auch der EU-Ratsvorsitz Österreichs heftig kritisiert. So zeigt sich das Europäische Parlament "zutiefst enttäuscht darüber, dass führende Politiker der EU diese Frage beim Gipfeltreffen EU-Russland am 18. Mai nicht angesprochen haben" (Punkt 6 der Entschließung). "Bundeskanzler Wolfgang Schüssel hatte bei seinem Zusammentreffen mit Staatspräsident Wladimir Putin in Sotschi das Verbot der Lesben- und Schwulenparade in Moskau mit keinem Wort angesprochen", erläutert Krickler - was auch die HOSI Wien in ihrer Medienaussendung am 2. Juni kritisiert hatte (www.hosiwien.at/?p=319). "Zudem", so Krickler weiter, "bringt das Europäische Parlament im Punkt 7 der Resolution seine Enttäuschung darüber zum Ausdruck, dass beim Treffen mit den religiösen Führern Europas am 30. Mai, an dem neben mehreren Mitgliedern der EU-Kommission auch Ratsvorsitzender Schüssel teilnahm, verabsäumt wurde, die aktive Beteiligung russisch-orthodoxer Priester an der gewalttätigen Gegendemonstration gegen eine Kundgebung für die Versammlungsfreiheit am 27. Mai in Moskau zu verurteilen" (vgl. Aussendung der HOSI Wien vom 28. Mai: www.hosiwien.at/?p=316). Als einen Grund für Österreichs mangelnden Einsatz in dieser Angelegenheit nannte der italienische EP-Abgeordnete Vittorio Agnoletto von der "Konföderalen Fraktion der Vereinigten Europäischen Linken/Nordische Grüne Linke" in der bereits am Mittwoch stattgefundenen Debatte zu dieser Entschließung den Umstand, dass der österreichische EU-Ratsvorsitz durch die Beteiligung von Jörg Haiders "neofaschistischer Partei" daran gehindert sei, mehr in dieser Frage zu tun, als er tun könnte. "Auch die HOSI Wien wiederholt ihre Appelle an Außenministerin Ursula Plassnik, speziell gegenüber Polen und Russland energischer die Einhaltung der Menschenrechte von Lesben und Schwulen einzufordern", erklärt Krickler abschließend. Rückfragehinweis: Kurt Krickler, Tel. (01) 5451310 oder 0664-5767466 Christian Högl, Obmann Tel. 0699-11811038 Bettina Nemeth, Obfrau Tel. 0699-11965265 office at hosiwien.at, www.hosiwien.at ZVR-Nr.: 5245 34 408 ================================================== 25 Affront gegen den VfGH: Diskriminierung bei der Mitversicherung neuerlich beschlossen "Rechtskomitee LAMBDA" ================================================== Affront gegen den VfGH Diskriminierung bei der Mitversicherung neuerlich beschlossen RKL ruft den Menschenrechtsgerichtshof an Im Zuge der RKL-Klagsoffensive hat der Verfassungsgerichtshof letzten Oktober die gesetzlichen Bestimmungen über die Mitversicherung von LebensgefährtInnen in der Krankenversicherung aufgehoben, weil sie homosexuelle Paare diskriminieren. ÖVP/BZÖ/FPÖ haben diese Diskriminierung nun neuerlich beschlossen. Die Sozialversicherungsgesetze bestimmen, daß LebensgefährtInnen in der Krankenversicherung seines Partners/ihrer Partnerin anspruchsberechtigt sind. Allerdings bestimmt das Gesetz auch ausdrücklich, daß diese LebensgefährtInnen verschiedengeschlechtlich sein müssen. Das RKL hat Anfang 2005 eine Klagsoffensive zur Gleichstellung homosexueller Paare gestartet. Im Zuge dieser Klagsoffensive wurde mit zwei Beschwerden an den Verfassungsgerichtshof auch die Aufhebung dieser diskriminierenden Bestimmungen sowohl im ASVG (§ 123 Abs. 8 lit. b) als auch im GSVG (§ 83 Abs. 8) begehrt. Mit Urteil vom 10. Oktober 2005 hat der Verfassungsgerichtshof diese Bestimmungen per 01.08.2006 aufgehoben. Anstatt dieses Urteil zu akzeptieren hat die Parlamentsmehrheit in der Plenarsitzung des Nationalrates vom 24. Mai 2006 beschlossen, die aufgehobene Diskriminierung für die Zeit nach dem 01.08.2006 - in anderen Paragrafen - einfach neu zu beschliessen (Beschluss NR 1408 Blg. XXII. GP). Zwar werden künftig homo- und heterosexuelle LebensgefährtInnen grundsätzlich gleichbehandelt und sind sie in der Krankenversicherung des/der PartnerIn anspruchsberechtigt, wenn sie entweder minderjährige Kinder betreuen oder eine/r der PartnerInnen schwer pflegebedürftig ist (§ 123 Abs. 7a ASVG; § 83 Abs. 8 GSVG; § 78 Abs. 6a BSVG; § 56 Abs. 6a B-KUVG). Das gilt aber nur für jene Lebensgemeinschaften, die nach dem 01.08.2006 neu eingegangen werden. Neuerlicher Gang zu VfGH und EGMR Für die übergrosse Mehrheit der (am 31.07.2006) bereits bestehenden Lebensgemeinschaften wird die Diskriminierung jedoch prolongiert. Verschiedengeschlechtliche LebensgefährtInnen bleiben anspruchsberechtigt, auch wenn sie weder Kinder erziehen, noch selbst schwer pflegebedürftig sind noch eine/n solchen PartnerIn pflegen. Sind sie am 31.07.2006 noch nicht 27, dann bis 31.12.2009, sind sie bereits 27 sogar für ihr Leben lang (§ 628 Abs. 3a, 3b ASVG; § 314 Abs. 3, 4 GSVG; § 304 Abs. 3, 4 BSVG; § 216 Abs. 2, 3 B-KUVG). Derartige gleichgeschlechtliche PartnerInnen in (am 31.07.2006) bereits bestehenden Lebensgemeinschaften sind hingegen weiterhin nicht mitversichert. Es war genau diese Diskriminierung (bestehender Lebensgemeinschaften) derentwegen der VfGH die alten Bestimmungen aufgehoben hat. "Dieser Affront gegenüber dem Verfassungsgerichtshof ist inakzeptabel", sagt der Wiener Rechtsanwalt Dr. Helmut Graupner, Präsident der Homosexuellen-Bürgerrechtsorganisation Rechtskomitee LAMBDA (RKL) und Anwalt des Beschwerdeführers vor dem VfGH, des RKL-Generalsekretärs Walter Dietz , "Wir werden auch die neuen Bestimmungen wieder vor dem VfGH anfechten, und wir werden uns nun zusätzlich an den Europäischen Menschenrechtsgerichtshof (EGMR) wenden". Das 1991 gegründete Rechtskomitee LAMBDA (RKL) arbeitet überparteilich und überkonfessionell für die umfassende Verwirklichung der Menschen- und Bürgerrechte gleichgeschlechtlich l(i)ebender Frauen und Männer. In seinem Kuratorium vereinigt es so prominente Mitglieder wie den SPÖ-Vorsitzenden Dr. Alfred Gusenbauer, Präs. NRAbg. Peter Schieder,, NRAbg. Mag. Terezija Stoisits, den renommierten Kinder- und Jugendpsychiater Univ.-Prof. Dr. Max Friedrich und die Kinder- und JugendanwältInnen von Wien DSA Monika Pinterits und Dr. Anton Schmid, den Generalsekretär von Amnesty International Österreich Mag. Heinz Patzelt und die bekannten Menschenrechtsexperten Dr. Lilian Hofmeister und Univ.-Prof. Dr. Manfred Nowak, die Sexualwissenchafter Univ.-Prof. Dr. Josef Christian Aigner, Prof. Dr. Rotraud Perner und Mag. Johannes Wahala, den Theologen Univ.-Prof. Dr. Kurt Lüthi, Günter Tolar u.v.a.m. Rückfragehinweis: 0676/3094737; 01/8763061, office at RKLambda.at, www.RKLambda.at 19.06.2006 ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< DISKUSSION ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 26 AS t- Offener Brief an die SJ Wien zum Schulstreik gegen den Bush-Besuch am 21. Juni ASt-LFI ================================================== Offener Brief an die SJ Wien zum Schulstreik gegen den Bush- Besuch am 21. Juni (aus: Red Newsletter Nr. 215, Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 15. Juni 2006, www.arbeiterinnenstandpunkt.net) Wien, 14. 6. 2006 Liebe KollegInnen! Wie ihr wisst, mobilisieren wir seit Februar zu einem Schulstreik gegen den Besuch des größten Kriegsverbrechers der Welt, dem US- amerikanischen Präsidenten George Bush. Auf zwei Aktionskonferenzen von zahlreichen AktivistInnen aus den Schulen wurde der Schulstreik und seine Ziele besprochen und festgelegt. Wir wollen an diesem Tag der Öffentlichkeit zeigen, daß Wiens Jugendliche nicht schweigend zusehen, wenn der Oberterrorist Bush durch seinen Besuch Wiens Innenstadt in Beschlag nimmt. Wir werden lautstark gegen Krieg und Imperialismus auftreten! Im konkreten wurde beschlossen, daß der Treffpunkt 9.00 Westbahnhof ist und wir über die Mariahilferstraße in Richtung Hofburg - wo Bush, Schüssel und die Staatsoberhäupter der EU tagen werden - gehen werden. Diese Demonstration haben wir auch schon seit längerer Zeit angemeldet und die entsprechende technische Ausrüstung organisiert. Seit mehreren Wochen bewerben wir nun diesen Schulstreik mit zahlreichen Pickerl und Plakaten. Wir können nicht verstehen, warum die SJ bis vor kurzem zugewartet hat und bis dahin kein einziges Flugblatt, Plakat oder Pickerl produziert hat, auf dem für einen konkreten Treffpunkt und Demonstration für den Schulstreik geworben wird. Auf eurer Website fand sich ebenso bis zum 13. Juni kein Demonstrationstreffpunkt oder Zeitpunkt. Für einen erfolgreichen Schulstreik ist es notwendig, alle Kräfte zu konzentrieren und voll für die Demonstration zu mobilisieren. Dies hat bis jetzt leider nicht stattgefunden. Warum? Wir fordern euch auf, ab jetzt voll für einen Schulstreik zu mobilisieren und zu einem erfolgreichen Schulstreik gegen den Bush-Besuch beizutragen. Wir haben immer bekundet, daß wir mit Euch sowie allen anderen Organisationen zum Zwecke eines erfolgreichen Schulstreiks zusammenarbeiten wollen. In diesem Sinne haben wir euch sowohl einen Brief am 24. März als auch am 6. Juni geschrieben. Den ersten habt ihr ignoriert, auf den zweiten habt ihr geantwortet. Zu diesem Zweck kam gestern, dem 13. Juni, ein Treffen zwischen eurem Landessekretär sowie zwei VertreterInnen von REVOLUTION zustande. Wir mußten jedoch mit großer Enttäuschung feststellen, daß es von eurer Seite her kein Interesse an fixen, öffentlich nachvollziehbaren Vereinbarungen zwischen unseren Organisationen gibt. Bei jeder Demonstration vereinbaren mehreren Organisationen den Ablauf der Demonstration und bekunden ihren Willen zur Zusammenarbeit öffentlich. Es ist uns unverständlich, warum ihr zu einer solchen Zusammenarbeit nicht bereit seid. Natürlich ist uns bewußt, daß es tiefgreifende politische Meinungsverschiedenheiten zwischen unseren Organisation gibt. Doch das darf einer Zusammenarbeit bei konkreten Aktionen nicht im Wege stehen! Wir fordern euch daher nocheinmal auf, im Interesse eines erfolgreichen Schulstreiks zumindest in den letzten Tagen dafür zu mobilisieren und mit uns und allen anderen Organisationen zusammenzuarbeiten. Mit solidarischen Grüßen, REVOLUTION (Beschlossen auf einer Versammlung von REVOLUTION-AktivistInnen am 14. Juni 2006) ================================================== 27 Das Störende an Mister Bush "kohlerdi" ================================================== In seinem Beitrag "Das Störende an Mister Bush" bezeichnet Christoph Winder die USA als "die älteste Demokratie der Welt". Abgesehen davon, dass dies historisch falsch ist, haben die "Gründerväter" die USA als Republik und NICHT als Demokratie konzipiert. Nachzulesen in den "Federalist Papers", wo diese Konzeption - die sich letzlich durchgesetzt hat - auch begründet wird. Warum also die falsche Bezeichnung? Auf eine Antwort wartet gespannt Dietmar Köhler ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 28 Europa/Initiativen: Fuer eine verfassunggebende europaeische Versammlung "akin" ================================================== ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 13. Juni 2006; 19:23 ********************************************************** Europa/Initiativen: Nachfolgende Petition erhielten wir von "Rouge et Vert" (F). Derzeit wird in der ganzen EU dafuer gesammelt: * Fuer eine verfassunggebende europaeische Versammlung, die am gleichen Tag in allen 25 Laendern der Europaeischen Union in allgemeiner Wahl gewaehlt wird Das Vorhaben eines europaeischen Verfassungsvertrags (VEVV) ist an einem toten Punkt angelangt. Unterdessen werden in der Stille der Kabinette verschiedene Loesungen angepeilt. - Eine Konferenz der Regierungen (KR) beschliesst, es dabei zu belassen. Die Europaeische Union lebt also - wenig demokratisch - fort auf der Grundlage der geltenden Vertraege, die als Verfassungsersatz dienen. - Eine KR greift das VEVV wieder auf, mit einigen marginalen Aenderungen, um bestimmten Einwaenden Rechnung zu tragen, und laesst es nach einiger Zeit erneut ratifizieren. Teil III des Vorhabens, weil unnoetig, koennte fallengelassen werden. - Das Vorhaben wird von der selben Versammlung oder einer anderen Versammlung aus europaeischen und nationalen Parlamentariern wieder aufgegriffen. Diese Vorgehensweisen sind nur sehr beschraenkt demokratisch. Und der Vertragsvorschlag, der dabei herauskommt, wird nicht demokratischer sein als sein Vorgaenger. Um ein demokratisches Verfahren zur Ausarbeitung der Verfassung zu erhalten, fordern die Unterzeichner - Allgemeine Wahlen zu einer verfassunggebenden europaeischen Versammlung. Ein jeder wird also der europaeischen Oeffentlichkeit Vorschlaege unterbreiten koennen, die dann diskutiert werden. - Die verfassunggebende Versammlung wird eine Verfassung der Europaeischen Union auszuarbeiten haben, die die Befugnisse der jeweiligen nationalen und europaeischen Institutionen regelt, und fuer letztere die jeweilige Rolle der Legislative, der Exekutive und der Judikative. Und nichts sonst. - Diese Verfassung ist durch eine Volksabstimmung am gleichen Tage in allen Laendern der Union zu ratifizieren. Eine Verfassung muss ein kraftvoller Akt sein, der zunaechst und vor allem die Voelker bindet, mehr als die Regierungen. Die Stunde ist gekommen, die Voelker aufzurufen zu sagen, welche Art von Institutionen sie sich fuer die Europaeische Union wuenschen. Eine Kampagne zur allgemeinen Wahl einer europaeischen verfassunggebenden Versammlung nach dem Verhaeltniswahlrecht am gleichen Tag in allen 25 Staaten der Union wird der erste Schritt sein hin zum Bau eines demokratischen Europa. Sie wird sowohl Europa, als auch die Demokratie ins Zentrum des oeffentlichen europaeischen Raumes ruecken. Sie wird alle Voelker der EU in eine Debatte einbeziehen, die dann nicht mehr auf wenige Voelker oder einige Fuehrer beschraenkt werden kann. Wer kann sich Demokrat nennen und die Wahl einer verfassunggebenden Versammlung verweigern? Wer kann sich pro- europaeisch nennen und eine demokratische Verfassung verweigern? ### * Die Petition kann online unterzeichnet werden unter: http://www.alternatifs.org/actus/index_a_100106_constitution.html ************************************************* 'akin - aktuelle informationen' a-1170 wien, Lobenhauerngasse 35/2 vox: ++43/1/535-62-00 (anrufbeantworter, unberechenbare buerozeiten) http://akin.mediaweb.at akin.buero at gmx.at Bankverbindung lautend auf: föj/BfS, Bank Austria, BLZ 12000, 223-102-976/00, Zweck: akin ================================================== 29 Ugandas Regierung blockiert Friedensbemühungen für Norduganda "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================== GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEERKLÄRUNG Göttingen, den 13.06.2006 Südsudanesische Vermittlungsversuche scheitern Ugandas Regierung blockiert Friedensbemühungen für Norduganda Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat der Regierung Ugandas am Dienstag vorgeworfen, die Suche nach einer Friedenslösung in Norduganda zu blockieren und damit den Tod tausender Menschen in Kauf zu nehmen. "Angesichts einer sich ausbreitenden Cholera-Epidemie in den Flüchtlingslagern in Norduganda, ist das mangelnde Friedensengagement der ugandischen Regierung unverantwortlich", erklärte der GfbV- Afrikareferent Ulrich Delius. Die Lage der 1,8 Millionen Flüchtlinge und Vertriebenen werde immer verzweifelter. Der Cholera, die Mitte Mai in den großen Lagern ausgebrochen sei, seien bereits neun Menschen zum Opfer gefallen. Mehr als 600 Personen seien mit der Bakterien-Erkrankung schon infiziert. Die Provinzregierung des Südsudan hatte für diese Woche Friedensgespräche zwischen ugandischen Rebellen der Lord´s Resistance Army (LRA) und der ugandischen Regierung vermittelt. Sie sind jedoch gescheitert, weil Kampala sich geweigert hat, mit LRA-Rebellen zu verhandeln, die vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag per Haftbefehl gesucht werden. "Dafür hat die ugandische Regierung jedoch selbst gesorgt", sagte Delius. "Gleichzeitig will sie jetzt nur mit LRA-Führern verhandeln, die unmittelbare Entscheidungsgewalt über die gesamte Rebellenbewegung haben, und das sind genau die von Interpol Gesuchten." Zum wiederholten Male ignoriere Kampala Friedensappelle aus dem Norden des Landes und setze ausschließlich auf eine militärische Lösung des Konflikts, kritisierte Delius. Seit Jahren werde behauptet, die Zerschlagung der LRA stehe unmittelbar bevor. Doch darauf warte Norduganda schon seit 20 Jahren. Erst vergangene Woche hatten der Vereinte Christen-Rat Ugandas und der Neue Sudanesische Kirchenrat in einer gemeinsamen Erklärung an die Regierung appelliert, den südsudanesischen Vermittlungsversuch ernst zu nehmen. Die Armee hat die Zivilbevölkerung unter dem Vorwand der Rebellenbekämpfung seit 1996 aus ihren Dörfern in weiten Regionen Nordugandas vertrieben. 90 Prozent der dort ansässigen Acholi- Volksgruppe müssen in Flüchtlingscamps leben. 63 Prozent der Bevölkerung lebten unterhalb der Armutsgrenze, 47 Prozent hätten eine Lebenserwartung unter 40 Jahren, 25 Prozent ihrer Kinder seien unterernährt Angesichts der dramatischen Verelendung der Acholi fordern Sprecher der Vertriebenen eine schnelle Rückkehr in die Dörfer. Doch seit Jahresbeginn wurde nur in den Regionen Teso und Lango 400.000 Binnenflüchtlingen die Rückkehr gestattet. Aufgrund internationalen Druckes will Kampala die in den Distrikten Gulu, Kitgum und Pader in Camps festgehaltenen 1,8 Millionen Vertriebenen allenfalls in kleinere Lager verlegen. Für Nachfragen und Interviews ist der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius erreichbar unter Tel. 0160 95 67 14 03. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ================================================== 30 [gipfelsoli] St. Petersburg -- Stralsund gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - Network Against the G8 English info bulletin #2 - Schwerin kann Sicherheit für Bush nicht gewährleisten ------------------------------------------------------------------------------- Network Against the G8 English info bulletin #2 This bulletin is prepared by some members of the Moscow group of Network Against G8 (SPB8). It is the result of common discussions at the inter-regional meeting of May 28th, 2006 between St. Petersburg group of Network Against G8, St. Petersburg League of Anarchists, Punk Revival, FrontAIDS, Indymedia, Indyvideo, Legal- team, Medical group, AFA St. Petersburg and individual activists, but this bulletin does not necessarily reflect the opinions of all members of the network. We will publish new issues as soon as there is new info to tell. Please distribute this widely! Legal support Our legal team will be supported not by anarchists alone, but also by efforts of Youth Human Rights Movement (MPD) and ecological organization "Groza" (Thunderstorm). A flat will be rented in St. Petersburg for the legal group, and there will be a contact telephone number in time for the events. 6 activists have already promised to volunteer, but a lawyer is also sought in order to enable easier access to the arrested. Booklets on legal and practical information are prepared (you may read electronic English versions at SPB8 website and at www.rtc.revolt.org). During June, there will be legal trainings for activists on legal questions in St. Petersburg and Moscow. Network Against G8 info-point in St, Petersburg There will be an info-point by Network Against G8 activists in Kirov stadium, where the Russian Social Forum will take place. Kirov stadium is located in metro station "Krestovskiy Ostrov"; it is about 10 minutes by feet through a park. It is easy to find, but we will publish a map later on. In Kirov stadium, you should find a room, tent or stand with text "NAG8". The stadium will be open for people from 12th to 16th of July. Whoever wants to come earlier should contact organizers in time. We hope that we will also manage to set up info-points that will be active earlier. Accommodation during summit There are a number of alternatives for accommodation during the summit. 1) Kirov stadium - if you want to stay there, bring your tents, mattresses and sleeping bags. Russian Social Forum (RSF) has promised some tents, but there is nothing we may say about their quantity and quality. Ascetics may live without tents, as in the Stadium there are corridors under tribunes, where one is protected from rain. The organizational committee of RSF has promised to organize field kitchens for affordable food in the Stadium, as well as a list of cafes nearby. The Stadium has electricity, toilets and showers. 2) St. Petersburg group of Network Against G8 has an alternative camping site in the city area with a limited amount of spaces. You should contact this group if you are interested in this option. 3) You may also set up your own camp beyond city limits, as a vast majority of the forests have not been enclosed yet and thus are public land where you have a right to stay with certain conditions. Locals may help you in setting up such a camp in case Network Against G8 site is full or you have some other reasons to have your own camp. 4) Local activists in St. Petersburg are prepared to help if you want to book a hotel, hostel or rent a flat for a few days (latter option is often cheaper than hotels for a bigger group of people). The cheapest rooms in hotels cost 350-600 rubles (10-19 euros) for a night, many places demand that you pay in prior. We may also provide a list of hotels, write to contact addresses at the end of this bulletin. Media-space It is quite likely, that inside the Stadium there will be a media space, accessible for everyone. But number of computers and access to internet and even telephone are still a question. There are other media-center projects, but these are unlikely to be open for everybody. The organizational committee of Social Forum in St. Petersburg promises to provide information about cheap internet cafes close to the Stadium and around the city, as well as other alternatives for people who want to do media. General demonstration in St. Petersburg A general demonstration of "opposition" is planned to take place 15th of July. Route of demonstration is still under discussion (there are two alternatives - long march of 8 kilometers and short march of 3 kilometers). It will finish at a square next to cruiser Aurora. This is as close as it will be possible to legally approach the city center, which according to authorities will be closed from demonstrations. In this demonstration, political parties (Communist Party of Russian Federation KPRF, Russian Workers Communist Party, Yabloko party) and "oppositional" political movements (such Union of Coordinatory Councils and various Komsomol organizations) are expected to take part. The organizing committee of the Russian Social Forum excluded participation of far-right organizations and the National Bolshevik Party, but it is possible that they may appear, as there are nationalists in the St. Petersburg part of the Russian Social Forum organization, and KPRF was lately open to cooperation with far-right Movement Against Illegal Immigration (DPNI). Anarchists are splintered on the question of participation in this demonstration; one proposal is to organize an anarchist bloc which would strikingly differ from all the rest. Outreach It has been proposed that stickers should be the major way of outreaching to the public, as they are safer than putting up posters or painting with stencils. However one poster is currently being printed and others are currently being made. There are few alternatives for stickers. Besides these, a special issue of the journal "Avtonom" is currently being prepared, as well as a booklet of guidelines for activists. Currently the main website is www.spb8.net. Site nog8.ru is currently not developed, but you may find half of the Russian translation of the book "We are everywhere" there. Street medics A street medic group has organized a number of meetings and trainings for activists, and also prepared a text of guidelines for giving first aid. It is planned that trainings will continue. Libertarian forum in Moscow, 8th-12th of July A preliminary program for the Libertarian Forum is ready, currently we expect some 70 activists from various regions of Russia to take part, 30-50 from Moscow and few dozen foreigners. Both forum premises and accommodations will be in the Moscow region close to Moscow. Take sleeping bags and mattresses with you. We may also book hotels, cheapest places are 600 rubles (24$) per night. Food not Bombs has promised to feed the conference; we will also prepare a list of affordable cafes. There will not be a fixed price for participation, we suggest that people will contribute to costs of the event according to their capacities. Unless you have an agreement with organizers to pick you up from somewhere, you should come to office of Movement for Human Rights (Dvizhenie za Prava Cheloveka), located at Maliy Kislovskiy pereulok, dom (house) 7, stroenie (building) 1, metro station Arbatskaya. A map to find the location will be available later on. From here, you will be directed to premises of the forum and accommodations. We will wait you here 7th and 8th of July from noon to 8 PM. In case you are coming earlier, contact organizers by e-mail or by phone. 12th of July we have planned a press-conference of participants in the conference - main theme will be a critique against energy policies of G8 summit and the planned G8 renaissance of atomic energy. We are discussing an alternative to travel collectively to St. Petersburg with a rented bus. Contacts: moscow_protiv_g8 at riseup.net. Russian Social Forum in St. Petersburg 13th-15th of July 27th of May there was a meeting of the organizational committee of the Russian Social Forum, which witnessed a number of disagreements among the organizers on important questions, such as on cooperation with parties and nationalists. The St. Petersburg part of the organizational committee includes several coalitions, which include parties and nationalist activists, and many "leftists" may not imagine their activities outside party coalition. Thus a compromise decision was made, whereby the Russian Social Forum will take place without political parties, and the demonstration on July 15th will happen together with political parties. Nationalist organizations will be excluded from both the forum and the demonstration, but it is possible that some of them will show up anyway as individuals. The Russian Social Forum will include at least sections on housing, energy, health care and civil rights, and one is free to propose additional themes. One may find more information about Russian Social Forum from http://ikd.ru/Campaign/RSF Calendar of events 8th - 12th of July Libertarian Forum in Moscow 13-15th of July 2006 Russian Social Forum in St. Petersburg. It will take place in Kirov stadium close to metro station "Krestovskiy Ostrov". In forum there will be an alternative space. 14th of July 2006 - Global Day of Action In many cities of the world there will be protests against neo- liberal politics of the G8. Those who may not come to St. Petersburg, may organize solidarity actions in their cities and villages. 15th - 17th of July Summit of G8 in St. Petersburg 15th of July - International Day of Direct Action against Climate Change and the G8. Rise up against G8 policies, target fossil fuel industries in your community and bioregion! Visit the website of Reclaim the Commons -- www.rtc.revolt.org -- for the Call to Action in English, Russian, Spanish and other languages. 15th of July Common demonstration of left and opposition against politics of the G8 in St. Petersburg. March will end to a square in front of cruiser Aurora. www.spb8.net g8-2006.plentyfact.net ru.indymedia.org indyvideo.ru www.avtonom.org www.nog8.ru www.svitnetovar.info shutthemdown.org www.reclaimthecommons.net www.rtc.revolt.org Contacts: St. Petersburg group of Network Against G8: nag8spb at mail.ru Accommodation for anti-authoritarians in St. Petersburg: r-17 at admiral.ru, g0ren at mail.ru, kushiyaan at yandex.ru Legal group: piter.legal at yahoo.com Street medics: make_change at riseup.net Moscow group of Network Against G8 and Libertarian Forum: moscow_protiv_g8 at riseup.net, +7-906-796-88-29 FrontAIDS: frontaids at yandex.ru [g8-int at lists.riseup.net] ------------------------------------------------------------------------------- Schwerin kann Sicherheit für Bush nicht gewährleisten Schwerin - Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat bei Bund und Ländern um Unterstützung für den am 14. Juli geplanten Besuch des US-Präsidenten George W. Bush in Stralsund gebeten. Das sei übliche Praxis bei solchen Anlässen, da die Landespolizei allein die Sicherheit nicht gewährleisten könne, sagte eine Sprecherin des Schweriner Innenministeriums am Donnerstag. Die mit der SPD regierende Linkspartei forderte die völlige Übernahme der Sicherheitskosten durch den Bund. Es könne nicht nur um Hilfsangebote gehen, erklärte die Fraktionsvorsitzende Angelika Gramkow. "Herr Bush kommt schließlich auf Einladung der Bundeskanzlerin, und hier muß das Prinzip gelten: Wer die Musik bestellt, der bezahlt." Das "Hamburger Abendblatt" hatte berichtet, 15 000 Polizisten würden benötigt. Diese Zahl wollte die Ministeriumssprecherin nicht bestätigen. Der Aufwand dürfte eher geringer sein, das gelte auch für die angeblich vorsorglich zu sperrenden 400 Straßenkilometer. Als zutreffend bezeichnete sie die von der Zeitung genannte breite Palette von Spezialisten für den Besuchstermin mit Sondereinsatzkommandos, Hubschrauberbesatzungen, Präzisionsschützen, Tauchern und Hundeführern sowie Notärzten, Rettungssanitätern und Polizeiseelsorgern. Von einem im Zusammenhang mit dem Bush-Termin stehenden vierwöchigen Verbot für Innenstadtgaststätten in Stralsund, ihre Außenplätze zu betreiben, hatte die Sprecherin keine Kenntnis. Der Sprecher der Stadt Stralsund teilte auf Anfrage mit, daß kein Verbot bestehe, sondern vorerst lediglich die Nutzungsbewilligung vom 24. Juni bis 23. Juli nicht erteilt wurde. Der Bush-Besuch und das Volksfest der Wallensteintage fielen in diese Zeitspanne. Es müsse geprüft werden, welche Auflagen und Konsequenzen sich daraus für die Gastronomen am Alten Markt ergeben. Das genaue Besuchsprogramm des US-Präsidenten ist noch nicht bekannt. Aus Kreisen der Landesunion hieß es, auf jeden Fall solle vermieden werden, daß die Stralsunder Innenstadt total gesperrt werde. So etwas könnten die Bürger den Politikern bei der Landtagswahl im September heimzahlen. DW Artikel erschienen am Fr, 9. Juni 2006 [http://www.welt.de/data/2006/06/09/907584.html] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org ================================================== 31 G8: St.Petersburg: Der Druck waechst "akin" ================================================== ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 13. Juni 2006; 19:25 ********************************************************** Gipfel/Russland: St.Petersburg: Der Druck waechst In Putins Reich waermt die Polizei schon mal fuer den G8 auf Aus der englischsprachigen St.Petersburger Tageszeitung "The St.Petersburg Times", 6. Juni 2006 * Weniger als sechs Wochen vor dem Treffen der G8 Regierungsspitzen in St. Petersburg haben Aktivisten der Opposition ueber politischen Druck durch die Polizei informiert. Ziel der Repression sei es, waehrend des Treffens vom 15.-17.Juli politische Ruhe zu erzwingen. Zahlreiche Mitglieder rechter und linker Oppositionsgruppen wurden in Polizeibueros zu "informellen Gespraechen" vorgeladen. Josif Abramson, ein Veteran des antifaschistischen Kampfes und Kopf der St. Petersburger Marxistischen Assoziation schildert sein Telefongespraech mit einem Ermittlungsbeamten der Moskauer Distriktpolizei: "Der Polizist forderte mich auf, zu einem Gespraech im Rahmen einer Kampagne gegen extremistische Verbrechen in seine Dienststelle zu kommen. Ich war sprachlos und verwirrt. Meine Organisation kaempft gegen Extremismus und Fremdenfeindlichkeit und ich war mehr als ueberrascht, dass man mich als potentiellen Verdaechtigen betrachtet." Vladimir Soloveichik ist ein St. Petersburger Linkspolitiker und einer der Organisatoren des Zweiten Russischen Sozialforums. Es wurde von russischen Mitgliedern des internationalen antiglobalistischen Netzwerks organisiert, mit Unterstuetzung opposititioneller Bewegungen. Es soll als Alternativgipfel zum Treffen der G8 fungieren. Nach Auskunft Soloveichiks begann die Polizei Ende Mai, mit den oppositionellen Gruppen Kontakt aufzunehmen. "Sie schickten keine offiziellen Vorladungen weil sie sehr genau wissen, dass es gegen das Gesetz verstoesst, Buerger ueber ihre politischen Vorstellungen zu befragen. Der Hauptzweck dieser Gespraeche ist es, uns waehrend des Gipfels ruhig zu halten. Die Polizisten sagten das ganz deutlich. Sie befragten uns genauer nach Einzelheiten unserer ideologischen Auffassungen, nach unseren finanziellen Verhaeltnissen und sogar, welche Webseiten wir besuchen." Es gab sogar Hausbesuche durch die Polizei. Beschwerden ueber das Vorgehen der Polizei scheitern u.a. daran, dass es in St. Petersburg keine Ombudsstelle gibt - Die gesetzgebende Versammlung von St. Petersburg hat diesen Posten in den letzten acht Jahren nicht besetzt. Maxim Reznik, fuehrendes Mitglied der St. Petersburger Teilorganisation von Yabloko, einer Oppositionspartei, sagte, er sei sich bewusst, dass sein Name auf der Liste der zu befragenden Personen steht. "Ich bin sicher, dass es Provokationen (durch die Polizei) geben wird - und wenn die Opposition der Polizei den kleinsten Vorwand liefert, wird die Antwort darauf Repression sein." Im Vorfeld des Gipfels hat die Polizei eine massive anti- extremistische Anzeigen-Informationskampagne gestartet. Im Mai gab es von seiten der Exekutive demonstrative Erfolgsmeldungen, als Mitglieder der Mad Crowd, einer nationalistisch- extremistischen Gruppe in Zusammenhang gebracht wurden mit der Ermordung eines afrikanischen Studenten und ebenso mit einem Mord im Juni 2004 an Nikolai Girenko, einem prominenten Experten in der Auseinandersetzung mit dem Rassimus. Der Mord wird als Rache angesehen fuer Girenkos Gutachten bei Gericht gegen eine andere extremistische Gruppe, Schultz-88. Weiterhin warnt die Polizei viele politisch aktive St. Petersburger Buerger, deren politische Meingungen sich von denen der Regierung unterscheiden. "Die Polizei betrachtet Mitglieder der Opposition als wenn sie in extremistische Aktivitaeten verwickelt waeren, sagt Soloveichik. "Ein Arbeiter aus dem Newsky Distrikt, der kein Anhaenger irgendeiner politischen Partei oder Bewegung war, sondern lediglich hin und wieder an oeffentlichen Veranstaltungen von Menschenrechtsgruppen teilgenommen hatte, wurde befragt, weil sein Gesicht auf den Veranstaltungen gesehen worden war. Auf diese Weise wird ein sozial aktiver Buerger zum unzuverlaessigen Element gestempelt." Menschenrechtsaktivisten berichten, dass die Sicherheitspolizei oefters Kameraleute zu den Versammlungen schickt, die die Gesichter der Teilnehmer filmen. Manche juengeren Teilnehmer versuchen, ihre Identitaet zu schuetzen indem sie Tuecher uebers Gesicht ziehen. Yekaterina Varguina, Aktivistin des St. Petersburger Komittees gegen den Krieg haelt das fuer naiv. "Kein Stueck Stoff kann dich vor den Augen der Sicherheitspolizei schuetzen". (Ue: akin/gek.) Quelle: http://www.sptimes.ru/index.php?action_id=2&story_id=17799 ************************************************* 'akin - aktuelle informationen' a-1170 wien, Lobenhauerngasse 35/2 vox: ++43/1/535-62-00 (anrufbeantworter, unberechenbare buerozeiten) http://akin.mediaweb.at akin.buero at gmx.at Bankverbindung lautend auf: föj/BfS, Bank Austria, BLZ 12000, 223-102-976/00, Zweck: akin ================================================== 32 Tag der Erleichterung WADI Austria ================================================== Quelle: Jungle World Nr. 24/2006 http://jungle-world.com/seiten/2006/24/7939.php Tag der Erleichterung Nur wenige Iraker trauern um Zarqawi. Die neue Regierung ist jedoch nicht nur mit den -verbliebenen Terrorgruppen, sondern auch mit der Ausbreitung der Milizenherrschaft -konfrontiert. von thomas von der osten-sacken, suleymaniah Als sich die Nachricht vom Ableben Abu Mu-sab al-Zarqawis im Irak zu verbreiten begann, drängelten sich Menschentrauben vor den Fernsehschirmen in den Cafés Suleymaniahs. Mit Erleichterung und Freude wurde das Ende des Führers der »al-Qaida im Zweistromland« aber nicht nur im kurdischen Nordirak aufgenommen. Auch in anderen Teilen des Landes, vor allem in Bagdad und dem schiitischen Süden, brach spontaner Jubel aus. Als dann der neue Premierminister Nuri al-Maliki gemeinsam mit dem US-Botschafter Zalmay Khalilzad auf einer Pressekonferenz bestätigte, dass Zarqawi nach einem US-Bombenangriff gestorben war, unterbrachen irakische Fernseh- und Radiostationen ihr laufendes Programm. Menschen auf der Straße gratulierten sich gegenseitig. Dies sei der schönste Tag seit der Verhaftung Saddam Husseins, sagte eine Frau aus Bagdad dem Fernsehsender al-Fayhaa. Andere wünschten Zarqawi in die Hölle und bedankten sich bei der irakischen Regierung und der US-Armee für das Ende des im Irak meistgesuchten Terroristen. Wie kein anderer symbolisierte der Jordanier palästinensischer Abstammung den täglichen Terror im Irak, der sich gleichermaßen gegen Koalitionstruppen, Schiiten, Kurden und alle richtete, die mit dem demokratischen Neuanfang im Irak sympathisierten. Unzählige Anschläge und Massaker gingen auf das Konto der irakischen al-Qaida, vom Anschlag auf das UN-Hauptquartier in Bagdad im August 2003 über die öffentliche Enthauptung ausländischer Geiseln bis zu Massakern an schiitischen Irakern. Zarqawis erklärtes Ziel war es, den Irak in einen Bürgerkrieg zwischen Schiiten und Sunniten zu stürzen. Mit ihm ist also nicht nur ein wichtiges Führungsmitglied von al-Qaida getötet worden, sondern auch die herausragende Symbolfigur des so genannten Widerstandes im Irak, deren Vorbild Hunderte von Jihadisten aus allen arabischen Ländern in das Land gelockt hatte. Entsprechende Lobeshymnen auf den Getöteten finden sich denn auch auf vielen islamistischen Internetseiten. Im Irak dagegen schlossen sich nur wenige der Trauer an, lediglich aus dem so genannten sunnitischen Dreieck, der Hochburg des Terrors im Irak, waren sympathisierende Stimmen zu vernehmen. Seit sich allerdings die wichtigsten sunnitischen Parteien im vergangenen Jahr entschieden haben, an der neuen Regierung teilzunehmen, wurde die Luft für al-Qaida im Irak dünner. Auch wenn andere irakische Widerstandsgruppen vielleicht nicht in allem mit Zarqawi übereinstimmten, war er doch ihre effektivste Waffe im Kampf um mehr Einfluss. Vor allem der nicht endende Terror gegen Ausländer, irakische Zivilisten und Ölfördereinrichtungen zwang Schiiten, Kurden und die USA zu weitgehenden Zugeständnissen an die sunnitische Minderheit, die unter Saddam Hussein die Oligarchie des Landes stellte. Lokale Stammesführer in der Provinz Anbar haben in einem Abkommen mit der irakischen Regierung zugesichert, sich an der Jagd auf al-Qaida zu beteiligen. Es waren offenbar Insiderinformationen, die die USA und die irakische Armee zum Aufenthaltsort Zarqawis führten. Am vergangenen Freitag hielten sich sunnitische Prediger auch auffallend zurück. Aus keiner bedeutenden Moschee wurde berichtet, es habe Trauerfeiern für Zarqawi gegeben. Es war wohl auch kein Zufall, dass nur Minuten nach der Bekanntgabe des Todes Zarqawis der Premierminister Nuri al- Maliki die neu ernannten Minister für Inneres, Verteidigung und nationale Sicherheit der Öffentlichkeit präsentierte. Seit Wochen stand er einer de facto handlungsunfähigen Regierung vor, da sich die Beteiligten nicht auf die Besetzung dieser Ministerien einigen konnten. Bislang scheiterte dies vor allem an Querelen zwischen schiitischen und sunnitischen Parteien. Mit der Ernennung von General Abdul Qader Mohammed wird künftig ein parteiloser Sunnit das Verteidigungsministerium leiten, der Schiit Jawad al-Bolani übernimmt von seinem umstrittenen Vorgänger Bayan Jabr das Innenministerium und Sherwan wird Minister für nationale Sicherheit. In ihren Antrittsreden versprachen alle drei Minister, künftig eng miteinander zu kooperieren und binnen Jahresfrist die Sicherheitslage im Irak spürbar zu verbessern. Es ist ein offenes Geheimnis im Irak, dass Koalitionstruppen und irakische Sicherheitskräfte für den Herbst Großoffensiven in Bagdad und im sunnitischen Dreieck planen. Denn der Erfolg der neuen Regierung, die vor schier unlösbaren Aufgaben steht, wird vor allem daran gemessen, ob es ihr gelingen wird, die Sicherheitslage zu verbessern. Dass dabei die Rolle der Sunniten von zentraler Bedeutung sein wird, steht außer Frage. Nur Stunden nachdem die Nachricht von Zarqawis Tod verbreitet wurde, trat mit Adnan al Dulaimi, dem Vorsitzenden der Waqf-Partei, einer der prominentesten Sprecher der Sunniten vor die Presse und sicherte der neuen irakischen Regierung seine volle Unterstützung zu. Dulaimi gilt als Schlüsselfigur, ihm werden enge Beziehungen zu bewaffneten irakischen Untergrundorganisationen im sunnitischen Dreieck nachgesagt. Am Donnerstag der vergangenen Woche ist es erstmals gelungen, einen der bekanntesten Führer von al-Qaida zu töten und damit deren Mythos der Unverwundbarkeit zu zerstören. Und zugleich wurde der Prozess der irakischen Regierungsbildung nach Monaten abgeschlossen. In den Wochen zuvor hatten Katastrophenmeldungen die Berichterstattung aus dem Irak dominiert, sei es der begründete Verdacht, US-Truppen hätten im vergangenen Jahr ein Massaker an Zivilisten in der Stadt Haditha angerichtet, seien es die kürzlich kolportierten Zahlen aus dem zentralen Leichenschauhaus in Bagdad, das meldete, seit Anfang des Jahres seien über 6000 Tote eingeliefert worden. Die meisten sind entweder Opfer des Kleinkrieges zwischen Sunniten und Schiiten in der Hauptstadt oder von einer der unzähligen kriminellen Banden im Irak umgebracht worden. Daher wollten die Regierungen der USA und des Irak nicht zu viel Zuversicht verbreiten, beide betonten, dass die Gewalt im Irak weitergehen werde. Zu viele verschiedene Gruppen aus dem islamistischen Spektrum sind im Irak ebenso wie Anhänger des gestürzten Regimes Saddam Husseins noch aktiv. Zudem dürften auch die Nachbarländer des Irak, allen voran Syrien und der Iran, weiterhin versuchen, die Lage zu destabilisieren. Viele Probleme aber sind hausgemacht. Immer größere Teile des Südirak geraten unter unmittelbare Kontrolle schiitischer Milizen, die sich häufig offene Schlachten um Einfluss und territoriale Kontrolle liefern, während in Bagdad islamistische Milizen in manchen Stadtvierteln inzwischen offenen Tugendterror ausüben. Die Frage, die man sich im Irak stellt, lautet, ob es der neuen irakischen Regierung binnen Jahresfrist gelingen wird, den Terror und die Warlordisierung zumindest zurückzudrängen oder ob sie weiter in einer unheilvollen Mischung aus Korruption, Unfähigkeit und Parteienklientelismus versinkt. Der Tod Zarqawis, meint zumindest der neue Innenminister, sei zugleich ein Neuanfang im Irak. -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================== 33 Irak: "So viele Mädchen sind beschnitten" WADI Austria ================================================== Irak: "So viele Mädchen sind beschnitten" Aus dem Nordirak berichtet WIELAND SCHNEIDER (Die Presse) 16.06.2006 Die Hilfsorganisation "Wadi" kämpft für Frauenrechte im Nordirak. Die Stimme des Muezzins durchbricht die Stille. Doch diesmal ruft er nicht zum Gebet. "Alle Frauen sollen sich bei der Schule versammeln", tönt es aus den Lautsprechern der Moschee. Minuten vergehen. Dann tauchen zwischen den niedrigen Lehmhäusern die ersten Gestalten auf - eingehüllt in lange bunte Gewänder, die Köpfe mit weißen oder schwarzen Tüchern bedeckt. In der Hitze der Mittagssonne marschieren die Frauen langsam auf die Schule des nordirakischen Dorfes Awaqut zu. Der kleine Ort nahe der Stadt Kifri ist einer der letzten Außenposten der irakischen Kurdengebiete. Die meisten Nachbardörfer sind bereits arabisch. Hier beginnt die Zone, in denen sunnitische Rebellen ihr Unwesen treiben. Fernab davon, in den kurdischen Machtzentren Suleimania und Arbil, interessiert man sich kaum für Awaqut. Die Dorfstraßen sind ungeteert. Einzig das Schulgebäude ist in gutem Zustand. Langsam füllt sich die Klasse. Dutzende Frauen quetschen sich in die Bänke. Vor der Schule haben sich einige Männer versammelt, werfen neugierige Blicke auf den Eingang des Gebäudes. Doch sie haben heute keinen Zutritt. Denn heute sollen die Frauen unter sich bleiben und ungestört über wichtige Themen sprechen. Als klar wird, wie brisant das Thema ist, wird es laut in der Klasse. "Wir müssen diesen Film nicht sehen", brüllt eine Dorfbewohnerin. "Ach was. Hören wir doch einfach, was sie uns zu sagen haben", entgegnet eine andere. Der Film, den die Mitarbeiterinnen der Hilfsorganisation "Wadi" vorführen, berührt ein Tabu: Genitalverstümmelung an Mädchen. "Es ist erschreckend, wie viele Frauen hier in den Dörfern beschnitten sind", berichtet Hero Nejib Samin, medizinische Assistentin der mobilen Teams von "Wadi". Die Teams der Hilfsorganisation suchen auch die entlegensten Orte auf, um den Bewohnerinnen medizinische Unterstützung zu leisten und ihnen in Rechtsfragen beizustehen. "Wir haben zu den Frauen in Awaqut bereits eine sehr enge Beziehung aufgebaut", meint Samin. "Andernfalls hätten wir diesen Film gar nicht zeigen können." In dem "Wadi"-Aufklärungsfilm wird den Frauen erklärt, wie gefährlich Verstümmelung der Genitalien für die Mädchen ist. Auch zwei Mullahs kommen zu Wort, erklären, dass Beschneidung nicht in Einklang mit dem Koran steht. Für die "Wadi"-Mitarbeiterinnen ist wichtig, gerade bei den Frauen Bewusstseinsbildung zu betreiben. Es sei nämlich keineswegs so, dass nur die Väter die Beschneidung der Töchter verlangen. "Es gibt hier keinen großen Unterschied zwischen einem traditionell denkenden Mann und einer traditionell denkenden Frau", meint Samin. 108 Frauen haben in Awaqut an dem Aufklärungsprogramm von "Wadi" teilgenommen. 78 davon berichteten den Helferinnen, beschnitten zu sein. Erhebungen von "Wadi" zufolge dürfte in den Dörfern der gesamten Region Germian etwa 60 Prozent der Frauen und Mädchen beschnitten sein. Suleimania, Hauptstadt der südlichen Kurdengebiete, liegt nur etwa hundert Kilometer von Awaqut entfernt. Doch es scheint, als läge sie am anderen Ende der Welt. Frauen in engen Jeans und offenem Haar spazieren durch die Straßen. Hier fällt es schwer zu glauben, dass Genitalverstümmelung auch im Nordirak ein Problem sein soll. "Beschneidung? Das gibt es doch nur in Afrika", meint ein kurdischer Beamter. "Zu Beginn wollten die Behörden das Problem nicht wahrhaben", meint Mary Kreuzter von "Wadi"-Österreich. "Das hat sich aber rasch gebessert." An einer Konferenz über Beschneidung nahmen in der Kurden-Hauptstadt Arbil bereits Vertreterinnen der großen Kurdenparteien teil. Und zu dem Thema wurde eine eigene Kommission gebildet. Für die Frauen von Awaqut ist Arbil mit seinen Konferenzen und Kommissionen weit entfernt. Sie sind in ihren Traditionen verhaftet. Diese zu ändern bedarf intensiver Aufklärung - und viel Zeit. Spendenkonto "Wadi" -Österreich; Nr.: 07.405.301; Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31.800 http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=c&ressort=c&id=565244 -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================== 34 Mosambik-Info 36, 13.06.2006 "Peter Pils" ================================================== Mosambik-Info 36 , 13.06.2006 KoordinierungsKreis Mosambik Inhalt: 1. Das Scheitern des "Wunders von Manica" 2. Entwicklungserfolge gefährdet durch Korruption 3. Hälfte der Staatseinnahmen aus Zöllen 4. Bürgerpolizei ist Gewaltanwendung verboten 5. Zusammenstoß zwischen RENAMO und FRELIMO-Anhängern in Tete 1. Das Scheitern des "Wunders von Manica" Im Mai erschien ein bericht von Joe Hanlon und Teresa Smart mit dem Titel "Das Wunder von Manica" ist vorbei. Die Autoren haben kürzlich in der Provinz Manica zur Situation der zimbabwischen Farmer recherchiert: Rosen werden nicht länger von Manica nach Europa exportiert; die Firma "Vilmar Roses" wurde zu Beginn des Jahres 2006 geschlossen. Zu diesem Zeitpunkt waren viele der zimbabwischen Farmer, die vor wenigen Jahren nach Manica kamen, in finanziellen Schwierigkeiten und einige gaben auf, da sie Tabak und Paprika nicht profitabel produzieren konnten. Zwischen 2004 und 2006 gingen so mindestens 5.000 Vollzeit- und Saisonarbeitsstellen verloren. Anbauprogramme für Kleinbauern für Sonnenblumen, Gemüse und andere Feldfrüchte kollabierten. Die Träume von einem landwirtschaftlichen Boom in der Provinz Manica durch ausländische Investoren sind ausgeträumt. Der Bericht von Hanlon vertritt die Ansicht, dass es trotzdem viele Mosambikaner und auch einige Zimbabwianer und andere Ausländer gibt, die durchaus bereit und in der Lage sind die Produktion in Manica anzukurbeln. Dazu bräuchten sie allerdings verstärkte Unterstützung durch die staatlichen Strukturen. Durch ausländische Investoren und Nichtregierungsorganisationen allein könne nicht die Basis geschaffen werden, die gebraucht werde. Der Gesamtbericht und weitere Diskussionspapiere finden sich auf der Webseite: www.open.ac.uk/technology/mozambique 2. Entwicklungserfolge gefährdet durch Korruption Ein kürzlich veröffentlichter Bericht von USAID (U.S. Agency for International Development) untersucht die Korruption in Mosambik und kommt zu dem Ergebnis, dass das Ausmaß der Korruption im Land Anlass zu Besorgnis gibt. Mosambiks Entwicklungserfolge seien durch die weit verbreitete Korruption gefährdet. Das Land müsse dringend Anstrengungen unternehmen, um Transparenz und Verantwortlichkeit zu gewährleisten. Integritätsmechanismen zur Verbesserung der Regierungsleistungen sind notwendig, um die rechte der Bürger zu schützen. Die mosambikanischen Bürger sind täglich der Kleinkorruption in der staatlichen Administration ausgesetzt, zum Beispiel an Polizeiposten, Gesundheitseinrichtungen, Schulen in Regierungsbüros. Auf höherer Ebene existiert Korruption im großen Maßstab. Der Bericht weist hin auf Unterschlagung von Geldern aus öffentlichen Kassen, Betrügereien bei Ausschreibungen und Staatsaufträgen, Vetternwirtschaft etc. Auch Hinweise auf die Verbindung zwischen Regierungsbeamten und der organisierten Kriminalität sind aufgeführt. Der USAID Bericht spricht Empfehlungen zur Korruptionsbekämpfung aus. Auch die ausländischen Geldgeber sollten in diesem Bereich aktiver werden. Im Mai 2006 erschien ein Bericht (in Portugiesisch) des CIP (Centre for Public Integrity) in Maputo. Diese Studie analysiert die Antikorruptionsstrategie der Regierung und kommt zu dem Schluss, dass auch die unter Guebuza geplanten Aktivitäten zur Korruptionsbekämpfung nicht ausreichend sind. Es werde zu viel Betonung auf Repressionen gelegt, im Bereich Korruptionsprävention werde kaum etwas getan. Auch die Formulierung von Verhaltensregeln für den öffentlichen Dienst käme zu kurz. Der Bericht des CIP kann als pdf-Datei beim KKM angefordert werden. 3. Hälfte der Staatseinnahmen aus Zöllen Im Jahr 2005 konnte der mosambikanische Zoll Einnahmen von 36 Millionen USD verbuchen. Das entspricht 49% der gesamten Staatseinnahmen. Das SADC (Southern African Development Community) Handelsprotokoll will bis zum Jahr 2015 eine Freihandelszone im südlichen Afrika etablieren. Daraus ergibt sich, dass die Zölle auf Produkte aus der Region, vor allem aus Südafrika, auf Null sinken würden mit dramatischen Folgen für die Zolleinnahmen. Der Zoo arbeitet an einer Strategie, um die Zollausfälle zu kompensieren, z.B. durch Verbesserungen bei der Eintreibung der Mehrwertsteuern und durch Verkaufssteuern auf importierte Luxusgüter. 4. Bürgerpolizei ist Gewaltanwendung verboten Mitglieder der Bürgerpolizei dürfen nur im Fall der Notwehr Gewalt anwenden, warnte Mosambiks stellvertretender Innenminister José Mandra. Es ist ihnen streng verboten, Waffen gegen Verdächtige zum Einsatz zu bringen. Selbst die reguläre staatliche Polizei darf Schusswaffen nur als letztes Mittel einsetzen. Die Gemeindepolizei existiere zur Unterstützung der staatlichen Polizei, sei aber nicht Teil selbst Teil der Polizei. Mandra betonte, sie könnten lediglich Verhaftungen vornehmen, wenn sie Verbrecher bei der Ausübung einer Straftat ertappe. Das Konzept der Gemeindepolizei hat sich schnell verbreitet und es existieren nun 700 Bürgerpolizeigruppen im ganzen Land. Sie funktionieren allerdings nicht überall in gleicher Weise und einige überschreiten ihre Kompetenzen. Mandra berichtet, er habe Gruppen getroffen, die sich anmaßten Bürger zu durchsuchen und Dokumente verlangten, die den Besitzstand von Gegenständen belegen sollten, z.B. von Hühnern. Natürlich verfügen Bauern nicht über derartige Dokumente. Die Gemeindepolizeigruppen agieren ehrenamtlich, trotzdem gibt es regelmäßig Anfragen im Innenministerium bezüglich Uniformen, Gehältern und Feuerwaffen, die vom Innenministerium zurückgewiesen werden. Mandra schlug vor, die Gruppen sollten sich mit lokalen Geschäftsleuten in Verbindung setzen und um Unterstützung z.B. in Form von Nahrungsmitteln ersuchen. Die Beziehungen zwischen Polizei und Bürgerpolizei sind nicht immer harmonisch. Einige Vertreter der Bürgerpolizei beschuldigen die Polizeibeamten der Annahme von Schmiergeldern. Die Polizisten würden Kriminelle schützen und hätten Angst in einigen Gegenden überhaupt tätig zu werden. Ein Artikel zur Bürgerpolizei in Mosambik von Tillmann Elliesen erscheint im Rundbrief 70 (August/September 2006). 5. Zusammenstoß zwischen RENAMO und FRELIMO-Anhängern in Tete Ende Mai gab es einen Zusammenstoß zwischen Anhängern der RENAMO und der FRELIMO in Mutarara in der Provinz Tete mit neun Verletzten. Der Zusammenstoß ereignete sich während eines Besuchs des RENAMO Generalsekretärs Ossufo Momade in der Region. Der Autokonvoi mit Parteianhängern traf auf einen Konvoi mit Anhängern der FRELIMO, Stöcke und Steine wurden geworfen. Die Polizei nahm zehn Anhänger der RENAMO fest. Quellen: Allafrica.com, Expresso Africa, Joe Hanlon ================================================== 35 Tschetschenien: Kadyrow 100 Tage im Amt - Atmosphäre der Angst geschürt "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================== GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 15.06.2006 Seit 100 Tagen Ministerpräsident in Tschetschenien "Kriegsverbrecher Kadyrow hat Atmosphäre der Angst geschürt" Ramzan Kadyrow hat in den 100 Tagen seiner Herrschaft als Ministerpräsident Tschetscheniens die Atmosphäre der Angst und des Misstrauens in der Nordkaukasusrepublik verschärft. "Durch eine beispiellose PR-Kampagne ist es diesem Kriegsverbrecher zwar gelungen, nach außen den Anschein zu erwecken, unter seiner Führung sei die Lage stabil und Tschetschenien werde wiederaufgebaut", berichtete die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Donnerstag. "Doch hinter dieser Fassade sieht es ganz anders aus: Jeder fürchtet sich vor Denunziation selbst durch Bekannte, Nachbarn oder Freunde, niemand ist sicher vor Entführung, Folter oder Mord." Auch der Krieg der russischen Armee gegen Tschetschenien sei noch immer nicht zu Ende, denn die unzugängliche südliche Bergregion Tschetscheniens werde weiterhin von russischer Artillerie beschossen. "Hunderte von Menschen sind seit Amtsantritt von Kadyrow spurlos verschwunden", sagte die GfbV-Referentin für die GUS-Staaten, Sarah Reinke. Vor allem Männer im Alter von 16 bis 40 Jahren seien ständig in Gefahr. Augenzeugenberichten zufolgte stürmen die Einheiten Kadyrows bei so genannten Säuberungen meist nachts die Häuser, verschleppen die männlichen Bewohner und sperren sie in Kellern oder geheimen Gefängnissen ein. Systematisch werden ihre Opfer durch Schläge, Stromstöße und das Amputieren von Gliedmaßen gefoltert. So sollen sie gezwungen werden zuzugeben, dass sie am bewaffneten Kampf der Tschetschenen teilnehmen oder Namen mutmaßlicher Kämpfer preisgeben. Dabei soll Kadyrow auch immer wieder selbst Hand angelegt haben. 40 Prozent der Verschleppten tauchen nie wieder auf. Erst vor wenigen Tagen wurde ein illegales Gefängnis, in dem noch bis Mai 2006 Menschen unter entsetzlichen Bedingungen gefangen gehalten wurden, in Grozny entdeckt. Kadyrow ließ Teile des Gebäudes abreißen und so wichtiges Beweismaterial vernichten. Gern präsentiere sich Kadyrow als Architekt des Wiederaufbaus in Tschetschiens, berichtete Reinke. Doch der 29-Jährige baue nur potemkische Dörfer auf, täusche systematisch sowohl Tschetschenen als auch Russen über den Fortschritt in seiner Republik. "Hinter erneuerten Fassaden bleiben die Häuser unbewohnbar, es gibt weder fließendes Wasser noch Heizung. Von humanitärer Hilfe oder Aussicht auf Arbeit können Zivilisten nur träumen." Ein Indikator für die katastrophale humanitäre Lage sei die Säuglingssterblichkeit von 22 Prozent. EU-Gelder und auch Gelder, die Russland für den Aufbau zur Verfügung stellt, versickerten in den korrupten Kadyrow´schen Strukturen. Der Personenkult, den Kadyrow um sich selbst aufgebaut hat, könnte Tschetschenien in einen Bürgerkrieg nach afghanischem Muster stürzen, fürchtet die GfbV. Sein Konterfei ist auf Plakaten in ganz Grozny zu sehen, in den Medien gibt es zahllose Berichte über ihn. Um vor den Wahlen im Oktober Anhänger zu gewinnen, plädiert er für die Einführung der Scharia und überreicht Frauen, die bei öffentlichen Veranstaltungen ein Kopftuch tragen, 1.000 Dollar oder schenkt einer Mutter ein Auto, die ihren Sohn nach ihm benannte. "So schürt er Unmut bei seinen tschetschenischen Rivalen, den Kommandeuren der pro-russischen West- und Ostbataillone, Sulim Jamadajew und Said Magomed Kakiew, die vom militärischen Auslandsnachrichtendienst GRU unterstützt werden, aber auch bei seinem Konkurrenten Movladi Bajsarow, der vom Inlandsgeheimdienst FSB protegiert wird", meint Reinke. In den letzten Woche häufen sich Zusammenstöße zwischen den Einheiten von Kadyrow und den Männern dieser gleichfalls von Russland gestützten Kriegsfürsten. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ================================================== 36 ASt - Fussball WM: Zu Gast bei Schönbohm, Schäuble, Adidas ASt-LFI ================================================== Fussball WM: Zu Gast bei Schönbohm, Schäuble, Adidas (aus: ARBEITERMACHT-INFOMAIL, Nummer 263; Newsletter von Arbeitermacht - der deutschen Schwesterorganisation des ArbeiterInnenstandpunkt) Täglich orakeln die Medien über die WM-Chancen einer mittelmäßigen Gastmannschaft und versprühen Optimismus, denn Deutschland sei eine Turniermannschaft und mit viel Unterstützung der eigenen Fans ist auch der Titel drin - denn von der guten Stimmung hängt alles ab: Tore, Siege und der Aufschwung am Standort D. Jeden Tag wird so die Gute-Laune-Maschine von den Medien neu gefüttert, alle ehemaligen Weltmeister haben verschärfte Öffentlichkeitspflicht, jede Zeitung und jede Fernsehsendung verlost Eintrittskarten. Die Möglichkeit, darüber eine Karte für ein Spiel zu bekommen, ist fast realistischer als die virtuelle Lotterie des WM-OK. Es ist ohnehin eine Schweinerei, dass ein Grossteil der Karten als Werbekontingent an Firmen geht; tausende Fans und Ehrenamtliche an der Basis gehen dafür leer aus. Auch alle Berufspolitiker stellen sich plötzlich als Fußballfans dar. Schade, dass Schröder nicht mehr da ist, der würde bestimmt von einem Fernsehteam begleitet durch das Kanzleramt dribbeln, um dann mit einen fulminanten Spannschuss eine Topfpflanze durchs Büro zu wirbeln. Adidas gegen Nike oder doch mehr? Viele Millionen Fans auf dem ganzen Globus werden sich auf die WM freuen: auf viele Spiele mit hohem Niveau, auf Überraschungen und Spiele, über die die Fans noch lange sprechen. Von seinen frühen Anfängen in China bis nach Europa und Südamerika und Afrika war Fußball immer ein Sport der Unterschichten. Würden wir nicht ins Stadion gehen oder für Fanartikel unser Geld ausgeben, gäbe es nicht das Milliardengeschäft Fußball. Gerade in England und Deutschland war dieser Sport immer eng mit den Arbeitern verbunden - von den ersten Betriebsmannschaften in England bis zum Schalker Kreisel, dessen Spieler noch Bergarbeiter waren. Inzwischen ist der Fußball total in das Konzept "Brot und Spiele" integriert. Mit Fernsehrechten und Fanartikeln werden Milliarden umgesetzt, Vereine werden an der Börse gehandelt und Spielervermittler fungieren als moderne Menschenhändler auf Provisionsbasis. Junge Talente, bevorzugt aus Afrika und Südamerika, werden schon in der Pubertät (oder noch früher) von europäischen Agenten unter Vertrag genommen und solange transferiert, bis der Spieleragent seinen Maximalprofit aus seiner kickenden Geldanlage herausgeholt hat. Auch die WM 2006 wird für ein paar Großkonzerne ein enormer Reibach. Sie haben viel Geld für die Exklusivrechte bezahlt, dafür dürfen diese allein bei der WM verkaufen und lizenzieren - bei uns im Land wurde dies nur bei der Bierfrage deutlich, Budweiser (die amerikanische bierähnliche Plörre, nicht das tschechische) hat die Exklusivrechte für die Stadien. Coca-Cola wird für alle Nichtalkoholika verantwortlich sein. Ebenso wie Adidas und Nike sollte Coca-Cola für seine Konzernpolitik angegriffen werden. Während Adidas in Pakistan seinen WM-Ball herstellen lässt und seine Profite durch Extraausbeutung in Asien sicherstellt, ist die Nike die Nr. 1 in Lateinamerika, in den sog. Maquiladores, Textilfabriken, in denen überwiegend junge Frauen zu Niedrigslöhnen ausgebeutet werden, bis sie mit 30 der Belastung nicht mehr gewachsen sind. Als Coca-Cola sich in Kolumbien mit Gewerkschaftlern auseinandersetzen musste, griff der amerikanische Multi auf ein altbewährtes Mittel amerikanischer Konzerne zurück: auf die Gewerkschaftler wurde geschossen. Für den Konzern durchaus nicht unüblich, sorgten die letzten Ereignisse für eine größere Kampagne europäischer Gewerkschaften: bei ver.di wird Coca cola nicht mehr ausgeschenkt. Mehr unter www.coke-killer.com WM und Rassismus Wenige Wochen vor der WM häufen sich Medienberichte über rassistische und faschistische Überfälle auf Schwarze, auf MigrantInnen, auf "Andersaussehende". Die bürgerlichen Medien - ansonsten nicht gerade für ihre Aufmerksamkeit gegenüber dem permanenten rassistischen und rechts-extremen Terror in etlichen Städten und Stadtteilen bekannt - geben sich jetzt besorgt und auf den guten Ruf Deutschlands bedacht. Zweifellos versuchen Nazis und Rassisten die WM als Tribüne zu nutzen - sie es für Demonstrationen wie die NPD in Frankfurt und Gelsenkirchen, sei es für vermehrte rassistische Attacken, Überfälle bis hin zum Mordanschlag. Verlogen ist jedoch die ganze Ansage, dass brutale Überfälle bis hin zum Todschlag in den letzten Jahren erst gehäuft vorkommen würden. Die meisten Menschen wissen, dass es in der Tat Zonen im Osten (aber auch in einigen Städten Westdeutschlands) gibt, die nächstens für MigrantInnen, Homosexuelle oder Linke lebensgefährlich sind. Natürlich verniedlichen Erzreaktionäre wie Schönborn diese Aussagen, verweisen auf die gute Arbeit der Polizei oder führen allen Ernstes die Feststellung, dass "auch Frauen in diesen Stadtteilen von Übergriffen betroffen sind" als Argument an, dass die Situation übertrieben würde. Platzeck und die SPD fürchten natürlich auch um den guten Ruf Brandenburgs. Während sie von bis vor wenigen Jahren den Rassismus in Schönbohmscher Manier geleugnet und verharmlost haben, so spielen sie jetzt das Lied von der Stärkung der Zivilgesellschaft und der vielen Menschen, die nichts anderes tun, als ständig Deutschland anti-rassistisch zu machen - und daher solle man über die Überfälle, von Rechten kontrollierte Zonen usw. nicht reden, weil dann die zivilgesellschaftlichen Pflänzchen allzu leicht welken würden. Allein das zeigt, wie unbrauchbar und verlogen die ganze staatsgeförderte "Toleranz" ist - von den anti-rassistischen und anti-faschistischen Großtaten der Bullen ganz zu schweigen. Der Anti-Rassismus und Anti-Faschismus des Staates behaupten eine imaginäre Interessensgleichheit aller Demokraten, die eine umso realere, wachsende Ungleichheit verdecken soll - eine Realität, die sich tagtäglich im verschärfter Ausbeutung, Arbeitshetze, Zumutungen am Arbeitsamt, Abschiebung, Rassismus und Islamophobie zeigt. Während die Rechten die reaktionäre Volksgemeinschaft bis hin zum rassistischen Todschlag propagieren, setzt die bürgerliche Gesellschaft auf die imaginäre Einheit der "aufgeklärten" DemokratInnen. In beiden Fällen werden die realen Hintergründe von Rassismus und Faschismus - die verschärfte kapitalistische Krise und Polarisierung der Gesellschaft - ausgeblendet, geleugnet. Und die Linke macht bis weit in die Antifa mit, statt hier gegenzuhalten. Der Kampf gegen den Faschismus und rassistische Gewalt ist letztlich eine Klassenfrage. Das trifft sowohl die Formen des direkten Kampfes gegen die weitere Ausbreitung rechter Organisationen, um ihnen jede Möglichkeit zur Organisierung und Artikulation streitig zu machen. Das bedeutet aber auch, dass dieser Kampf zu einem Kampf der organisierten Arbeiterklasse gemacht und mit dem Kampf gegen die sozialen Angriffe verbunden werden muss. Bürgerlicher Staat und bürgerliche Parteien geben sich heute "antifaschistisch." In der Tat passen Nazi-Aufmärsche während der WM nicht in die Pläne des deutschen Imperialismus. Wohl aber passt dazu, rassistische Angriffe oder NPD-Kundgebungen für Ahmedinedschad zur "demokratischen" Mobilisierung der Bundeswehr im Inneren oder zum Einstimmen in die imperialistische Hetze gegen den Iran zu nutzen. Über Monate hat Innenminister Schäuble für eine Verfassungsänderung zum Einsatz der Bundeswehr getrommelt - die WM könnte jetzt sein Chance werden. Nein zum Einsatz der Bundeswehr im Inneren, Kampf der repressiven Überwachung der WM und der Fans! Schutz gegen rassistische und faschistische Angriffe durch Aufbau von Selbstschutzorganen und durch Massenmobilisierungen der Arbeiterklasse, der MigrantInnen und der Linken! ================================================== 37 [gipfelsoli] St. Petersburg gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - 15.Juli 2006 - Internationaler Aktionstag gegen Klimawandel und G8 - G8 Summit - Statement by St Petersburg Anarchists -------------------------------------------------------------------------------- 15.Juli 2006 - Internationaler Aktionstag gegen Klimawandel und G8 - Direct Action for Climate Justice Steht auf gegen die Politik der G8! Knöpft euch nicht-erneuerbare Energieindustrien in eurer BioRegion vor! Am 15.Juli wird sich die "Gruppe der 8" (G8) reichsten Industrienationen in St.Petersburg/Russland treffen, um die fortgesetzte Verwertung und Beherrschung des Planeten zu planen - diesmal unter der schönfärberischen Überschrift der "Energiesicherheit". Wie vorab bekannt wurde, zielen die G8 auf Neuinvestitionen in Milliardenhöhe in der Öl-, Gas- und Kohleindustrie sowie einen umfassenden Ausbau der Atomindustrie weltweit. Angesichts des sich abzeichnenden rasanten Klimawandels* stellt solch neolinerales Business-as-usual eine unmittelbare Bedrohung für die Fortdauer des Lebens auf der Erde dar. Widerstand ist Selbstverteidigung. Die Agenda der G8 setzt auf eine vom Öl abhängige "Energiesicherheit", die den Boden und die Athmosphäre verdrecken, arme und indigene Gemeinden ausbeuten und das Klima der Erde zerstört. Ihrem Katastrophenrezept müssen wir unseren globalen Widerstand entgegenstellen. Am 15.Juli wird ein Internationaler Tag der Direkten Aktion gegen Klimawandel stattfinden. Da die Energieminister der G8 versprechen Milliarden in neue Subventionen für Industrien zu stecken, die unseren Planeten und unsere Zukunft zerstören, werden wir in Aktion treten, um sie stillzulegen. Dies ist ein Aufruf zu autonomen, dezentralen Aktionen, wie ihr sie für eure Stadt oder BioRegion für angemessen haltet. Nutzt diesen internationalen Aktionstag, um lokale Kämpfe gegen Ölraffinerien, Gas-Pipelines, Tagebaue und Kohlekraftwerke zu untersatützen. Zerstört die finanzielle Unterstützung der fossilen Energieindustrie. Veranstaltet Teach-Ins, um um Kenntnisse über nachhaltige Lebensweisen nach dem Petroleum-Zeitalter weiterzugeben. Findet Schwachstellen in der Infrastruktur der Ressourcenausbeutung und werft buchstäblich oder symbolisch einen Schraubenschlüssel ins Getriebe. Besucht eure lokalen Umweltverschmutzer und gebt ihnen Saures. Für den Internationalen Aktionstag gegen Klimawandel mobilisiert das neue Netzwerk "Rising Tide North America", das in den USA vom Klimaausschuss von Earth First! initiiert wurde - mit Inspiration und Unterstützung der pulsierenden Rising Tide Direct Action Bewegung, die sich in Großbritannien für Klimaschutz und gegen den Klimawandel eintritt. Rising Tide North America mobilisiert in lokalen BioRegionen aktiv für Aktionen am 15.Juli und wendet sich darüber hinaus an Umwelt- und Klimaaktionsgruppen sowie Bewegungen für radikale Nachhaltigkeit in allen G8 Staaten und im Globalen Süden. Das "Kommunique für Energiesicherheit" fordert Milliarden Dollar an Neuinvestitionen in die weltweite Öl-, Gas- und Kohleförderung, sowie die großangelegte Expansion der Atomindustrie. Angesichts des sich abzeichnenden rasanten Klimawandels* stellt solch neolinerales Business-as-usual eine unmittelbare Bedrohung für die Fortdauer des Lebens auf der Erde dar. Rising Tide North America baut derzeit eine große Sammlung von Informations- und Agit-Prop-Materialien auf, die von Gruppen überall auf dem Kontinent (und weltweit) für die lokale Organisierung genutzt werden kann. Diese Materialien können dann von www.reclaimthecommons.net sowie von der Webseite von RTNA (die es bald geben wird) heruntergeladen werden. Schließt euch dem RTNA Netzwerk an! Unterstützt den Internationalen Aktionstag gegen Klimawandel und G8 am 15.Juli! Laßt uns von Aktionen wissen, die ihr am 15.Juli zum Schutz des Klimas in eurer Stadt oder BioRegion plant. Schreibt an efclimatecaucus at wildmail.com Mehr Informationen und Updates über den Internationalen Aktionstag gegen Klimawandel sowie Neuigkeiten und Links zu weiterem weltweitem Widerstand gegen den G8-Gipfel 2006 vom 14.-17.Juli findet ihr bei www.reclaimthecommons.net Informiert euch über die globale Rising Tide Bewegung. Besucht www.risingtide.org.uk und lest den Artikel "Rising Tide Takes the Helm: Mapping Strategies for Climate Justice" in der Mai/Juni Ausgabe des Earth First! Journals: http://reclaimthecommons.net/article.php?id/u003d316 Seit 1980 wurden 19 der 20 heissesten Sommer registriert. Bereits jetzt werden Inseln im Südpazifik aufgrund des erwarteten Ansteigens des Meeresspiegels evakuiert. Stürme und Hurricans nehmen an Zahl und Stärke zu. Eisbären ertrinken, da ihr eisiger Lebensraum auseinanderbricht und aufs Meer hinaustreibt. Grönland und die Antarktis schmelzen ab. Jeden Tag pusten wir mit der Verbrennung fossiler Rohstoffe mehr Treibhausgase in die Athmossphäre, jeden Tag nähern wir uns einen weiteren Schritt dem, was WissenschaftlerInnen den "Tipping Point" nennen - den Punkt, an dem es kippt - und nach dem die Kathastrophe die mit dem Klimachaos einhergeht nicht mehr aufzuhalten ist. [http://reclaimthecommons.net/article.php?id=318] ----------------------------------------------------------------- --------------- G8 Summit - Statement by St Petersburg Anarchists On 15-17 July in Strelna, which is the suburb of St.Petersburg (Piter), the next summit of G8 is to take place. Unfortunately the resource of protest movements of Russia does not enable us to prevent this meeting. Yet, some organizations plan to take their own actions during the summit. The main campaign of reformist organizations in Piter will be within the framework of the Second Russian Social Forum (RSF), which will be held from July,11 till July, 15. The RSF organizers - trade union, human rights and left movements - are now negotiating with president's administration and city authorities. The complex of buildings of the former Kirov Stadium on Krestovsky island has been allotted for the Forum. Also, during the RSE a left reformist demonstration is going to be held in the city center and a meeting near cruiser Aurora. Last autumn a number of activists of Anarchist and Autonomist movement united into the Network Against G8 (SPB8). One of its principles is refusal from cooperation with reformists in preparation of protest actions during G8. Moscow activists of SPB8 concentrated their efforts on organizing Alternative Libertarian Forum in Moscow. Yet, in February 2006 at the international autonomist-anarchist meeting in Kiev it was considered necessary to hold anarchist actions in Piter as well. In particular the participants of the Kiev meeting agreed to hold "big open Anarchist action" on July,15. It was decided to discuss its details at Alternative Forum in Athens in the beginning of May. Unfortunately, we could not do this as almost nobody from the foreign comrades who had taken part in Kiev meeting came to Athens. On May,28 some practical matters concerning actions in Piter were discussed at a meeting of Anarchist, Autonomist and radical protest movement of Piter and Moscow. Now definite decision on the May,15 action was taken; some of the comrades also supported the idea of using the RSF premises for Anarchist activity, which does not fully agree with the SPB8 policy. The main difficulties of holding actions in Piter during the summit are connected with the police regime, which has been strengthened by the authorities before the summit. The city is stuffed with police, who constantly check the documents. There are video cameras in the central streets. The police received special armored vehicles to disperse street demonstrations (equipped with gas, water-throwers, shooting with unwashable paint). The forces of Piter Anarchists are limited - there are several dozens of people in permanent groups and up to 200 can be mobilized for demonstrations. The usual police practice in Russia is considering all actions not sanctioned by the authorities as illegal, which, if you take into consideration the experience of "police anti-terrorist campaign" in the North Caucasus, makes them rather risky - but not impossible. An additional problem is the lack of material resources. Piter Anarchist League (many of its participants also belong to SPB8) has not yet received any money for preparation of anti-summit activity. This does not enable us to rent any rooms to accommodate people who could come from other cities and countries. May be our Moscow comrades will give us support in the nearest future. With our own resources we can put up a few dozens of people. Anarchists who consider it acceptable to use the resources of RSF can use their premises for accommodation, but this would increase the problem of police control. Anyway, each comrade who comes to Piter should better bring a sleeping bag and a polyplene rag and, if possible, a tent. The problem of practical actions during G8 will be decided depending on the number and the opinion of the comrades who come. As a minimal program we can suggest to form an Anarchist block at RSF demonstration - with our outspoken refusal to propose any reformist slogans and demands (as the problem for us is not the particular decisions taken by G8 but the very existence of all government institutions). Radical criticism of reformists does not mean that we encourage violent actions during RSF demonstration. Those comrades who believe that force must be used and understand the risk involved can do it at a different time or in other districts of the city. We believe that it is worthwhile to establish contacts with participants of different protest movements at the RSF as well; moreover, we are interested in cooperation with non-Anarchist (e.g. left radical and human rights organizations) whose approach to some problems, like fight against facism and colonialist policy, is close to ours. Besides, RSF premises can be used for meeting of activists of Anarchist and Autonomist movements - with this aim we suggest that some of our comrades who can help to solve any problems that may arise are always on duty at the forum. We hope to discuss with the comrades who will come to Piter a number of problems which Anarchist movement now faces. This will depend on the interests of those who will come and on the possibilities which will not be blocked by police and security. Every week on Sundays from 2 p.m. till 4 p.m. we hold a picket in the city center against colonial militarist policy of Russian authorities in the North Caucasus. It is not yet clear if this action will be held on the 16th - it will depend on the position of the city authorities as well as on our determination. One of the problems may be the language barrier - unfortunately not all of us know foreign languages enough. Though this problem can be solved, our foreign comrades should be aware of it. [http://www.iaf-ifa.org/News/G8/piter.htm] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l -------------------------------------------------------------------------- ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 38 Kurz: WWWebtips, Bush, Zitat "akin" ================================================== ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 13. Juni 2006; 19:36 ********************************************************** WWWebtips http://www.zeichensetzenundmitreden.at Nach "Zeichen setzen" kommt "und mitreden". Denn ein bisserl Diskussion von unten ist schon notwendig, damit man einen Meinungsbildungsprozess in Gang setzt, damit man wirklich mal weiss, was man vom OeGB eigentlich noch erwartet. Ein schoen aufgeraeumtes Diskussiosforum gibt es an dieser URL. Erfreulicherweise duerfen da auch Menschen mitreden, die der Gewerkschaft den Ruecken gekehrt haben, weil eben sie so ist, wie sie ist. www.graz.gruene.at/murauen Apropos SPOe: Die steirische Abteilung der Partei will durch die Murauen suedlich von Graz eine Strasse und spaeter eine Industrieansiedlung bauen - und damit eines der letzten Naherholungsgebiete in Graz und Umgebung zerstoeren. Sagen die Gruenen. Und sammeln unter dieser Adresse Unterschriften dagegen. http://www.graz.gruene.at/gvb/ Apropos steirische SPOe: Im Grazer Verkehrsverbund sollen die Tarife erhoeht werden. Zwar nur um durchschnittlich 4%. Aber es waere bereits die dritte Steigerung in 3 Jahren. Die Unabhaengigen GewerkschafterInnen Steiermark rechnen vor: "Waehrend die Einkommen in der Steiermark von 1994 bis 2005 um 25% gestiegen sind, steigert lt. Oesterreichischem Verbraucherindex der oeffentliche Verkehr seine Preise um 41%. In der Verbundzone Graz/Graz-Umgebung betraegt die Steigerung von 1994 bis zur Tariferhoehung am 1.Juli 2005 sogar 50%." Spannenderweise haben SPOe, Gruene und KPOe im steirischen Landtag gegen diese Erhoehung bereits eine Mehrheit gefunden. Nur die Landesregierung ignoriert das geflissentlich. Daher werden auf obiger URL auch in diesem Fall wieder Unterschriften gesammelt. -br- * Bush-Trommeln http://www.stopbush.at/index2.html http://bushgohome.at/ Nur stellvertretend fuer viele seien obige zwei Bush-Seiten genannt. Wer es derzeit leichtsinnigerweise mit der etwas indifferenten Anfrage "Bush Demo Wien" bei Google probiert, stoesst auf 120.000 Treffer. Auch gibt es, wie in Wien so ueblich, zwei verschiedene Aufrufe: Einer von Antiimps und Freunden, einen von KPOe, Gruenen und Freunden. Egal: Die naturgemaess etwas personenfixierte Demo gegen den Bush-Besuch am Mittwoch, den 21. Juni um 17 Uhr ab Wien Westbahnhof statt. Ab 12h gibt es ein Kulturprogramm im Votivpark. Und ArbeiterInnenstandpunkt und Freunde rufen zum Schulstreik auf. Die Jugend soll sich schon um 9 Uhr beim Westbahnhof versammeln. -br- * Zitat der Woche Man sollte es nicht glauben, aber man bastelt im Parlament immer noch an einer Neufassung der oesterreichischen Verfassung. Spiessen tut es sich derzeit bei der Frage der demokratischen Kontrollrechte (unter anderem einem Minderheitenrecht auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses). SPOe, Gruene und F-Fraktion sprachen sich fuer eine Verbesserung der Oppositionsrechte aus. Was die Dauerregierungspartei dazu sagte, liest sich in der Parlamentskorrespondenz wie folgt: Es sprachen sich "die Abgeordneten der OeVP fuer eine vorsichtige Vorgangsweise (aus), um das aus ihrer Sicht gut funktionierende Gleichgewicht nicht zu gefaehrden". Fuer diese Formulierung gebuehrt der "Armin Wolf-Preis fuer hinterhaeltige Korrektheit". -br- ************************************************* 'akin - aktuelle informationen' a-1170 wien, Lobenhauerngasse 35/2 vox: ++43/1/535-62-00 (anrufbeantworter, unberechenbare buerozeiten) http://akin.mediaweb.at akin.buero at gmx.at Bankverbindung lautend auf: föj/BfS, Bank Austria, BLZ 12000, 223-102-976/00, Zweck: akin ================================================== 39 United Aliens - TV News "pot" ================================================== Wie immer ... wenn es nervt email an pot at unitedaliens.at betreff "NO MORE" oder "STOPP" oder so .... ansonsten, viel spaß beim lesen! *********************************************************** UNITED ALIENS - TV News *********************************************************** Ein kleiner Schritt für Aliens, aber ein großer Schritt für bipede Humanoiden. Jetzt endlich ONLINE ------ www.unitedaliens.tv Außerdem: Ab sofort sind alle 7 Quasi-Ausgaben verfügbar. ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ und es sei schon mal angekündigt .... die aliens waren in vorarlberg bei einem jugendfestival auch da wir es einen bericht geben das jetzt schon legendäre UNITED ALIENS TRANSMITTER FRAGMENT *********************************************************** *pot* / United Aliens pot at unitedaliens.at www.unitedaliens.at ps.: Stop Bush! SchülerInnenstreik: 21.Juni, 9:00, Westbahnhof Votivpark, ab 11:00 Konzerte und Unterhaltung Großdemonstration: 21.Juni, 17:00, Westbahnhof Rock gegen Bush: 21.Juni, im Anschluss an die Demo in der Arena ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ D) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: Zwei Beiträge mit Bezug zum IL/Pal-Konflikt Nicht widerstandsrelevante und veraltete Beiträge Ein als Word-Dokument (Attachment) eingelangter Beitrag Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 20:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Wed Jun 21 03:36:02 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Wed, 21 Jun 2006 03:36:02 +0200 Subject: widerst@nd mund: Mittwoch, 21. Juni 2006 Message-ID: <1756514812.20060621033602@nessizius.com> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund Mittwoch, 21. Juni 2006 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 EU-USA-Treffen - Demonstration - FLUGLATT Von: Österr. Solidaritätskomitee ================================================ 02 21. und 22. Juni: SLP-Aktivitäten gegen Bush Von: Sozialistische LinksPartei ================================================ 04 #4 Weiterlesen Richtung FRITZ-MAN Ö VER / 21. (Demonstration) 22. 23. und 24. Juni 2006, 14 - 18 Uhr Von: Stadt Theater Wien_Mertin/Büchel ================================================ 05 Demo gegen EU-USA-Gipfel, 21. Juni, Wien Von: Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================ ================================================ ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE ================================================ ================================================ 06 reminder: 21. Juni, 19 Uhr Eröffnung der Konfiguration III Von: remapping Mozart ================================================ 07 que[e]r am 21.06.: TransGender NetWork: Erfahrungen und Perspektiven Von: Rosa Antifa Wien ================================================ 08 mttwoch im k ü nstler_Innenhaus Von: ursprung ================================================ 09 Essenz der Anarchie in Graz Von: Promedia ================================================ 10 hruennoise im mkl Von: ursprung ================================================ 11 Kulturrat Österreich startet kulturpolitisches Aktionsprogramm Von: Kulturrat Österreich ================================================ ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ 12 SoHo-Wien: Mehr Frauenpower im Wiener SoHo Vorstand Von: SoHo - Sozialdemokratie & Homosexualität ================================================ 13 Festakt/Ceremonial Act 15 Jahre/15 Years RKL Von: Rechtskomitee LAMBDA ================================================ 14 Regenbogen-Parade 2006: Prominente Gäste bei der Abschlusskundgebung auf dem Heldenplatz Von: Homosexuelle Initiative Wien ================================================ 15 Affront gegen den VfGH: Diskriminierung bei der Mitversicherung neuerlich beschlossen Von: Rechtskomitee LAMBDA ================================================ 16 Irak: Rattern der Nähmaschinen Von: WADI Austria ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 EU-USA-Treffen - Demonstration - FLUGLATT Von: Österr. Solidaritätskomitee ================================================ Liebe Kolleginnen und Kollegen! Nachfolgend bringen wir Ihnen ein Flugblatt von www.stopwar.at zum EU-USA-Treffen zur Kenntnis, das morgen auf der Demonstration gegen die US-Kriegspolitik, 21. Juni 2006 - Beginn 17.00 Uhr Wetbahnhof, verteilt wird. Wer beim Verteilen mithelfen will, trifft sich um 16.45 Uhr Ecke Mariahilfer-Straße/Kaiserstraße. Interessierte können sich unter 0650 830 7 830 dazu anmelden. www.stopwar.at G.W. Bush in Wien: Der US-Präsident will die Zustimmung der EU-Chefs für seinen geplanten Krieg gegen den Iran! Wieder planen die USA einen Krieg, diesmal gegen den Iran. Doch die Menschen in Österreich und überall auf der Welt wollen keinen Krieg, und sie glauben auch nicht mehr der Propaganda, dass das nunmehrige Angriffsziel der USA, der Iran, uns alle bedroht. In allen Ländern rund um den Iran haben die USA Stützpunkte. Weiters haben die USA allein 2.000 sofort gefechtsbereite Atomraketen, mit denen sie, wie sie selbst sagen, den Iran jederzeit in die Steinzeit zurückbomben können. Auch in Europa glauben die meisten Menschen der US-Propaganda schon seit dem Irak-Krieg nicht mehr. G. W. Bush erlebt sogar im eigenen Land und erst recht in Europa Widerstand gegen seine Herrschaftspläne. Deswegen ist er nun auf Propagandatour in Europa. Wir sollen seinen Krieg gutheißen, wir sollen ihn unterstützen, wir sollen ihn mitzahlen! Und die EU-Mächtigen wollen mit dabei sein. Machen wir nicht mit beim nächsten US-Krieg! Unsere Regierung, die EU-Präsidentschaft, muss NEIN zu Bushs Kriegen und zu seiner Kriegspolitik sagen! Die österreichische Bevölkerung, die große Mehrheit der Menschen aller Völker in Europa, ja in der Welt, sagen längst NEIN zu den US-Kriegen. Die Österreicher glauben längst nicht mehr, dass Bush mit seinen Kriegen den Terrorismus bekämpft. NEIN - er bringt mit seinem Militär Staatsterrorismus, Zerstörung, Hunger, Elend und Millionen Menschen den Tod! Bush bringt mit seinen Kriegen auch nicht Demokratie und Freiheit. NEIN - er bringt nur die Freiheit des Profits für die großen US-Militärkonzerne und Erdölkonzerne, eine für die Menschen tödliche "Freiheit"! Wir alle würden gerne daran glauben, dass es bei den Verhandlungen zwischen USA/EU und dem Iran um den Frieden geht. Während den Menschen so Hoffnungen gemacht werden soll, laufen die US-Kriegsvorbereitungen auf Hochtouren. Die USA brauchen den Krieg gegen den Iran! Die US-Kriegspläne für Erdöl, Erdgas und geopolitische Vorherrschaft bedrohen den Frieden im mittleren Osten. Bush neues Kriegsabenteuer kann die ganze Region in Flammen setzen, ja sogar die Welt. Es geht weder um die iranische Bombe noch um die sogenannte Gefahr des Islam. Es geht darum, dass die USA die Herrschaft über den Iran will: Denn dort liegen die zweitgrößten Erdölvorräten der Welt. Für die US-Weltherrschaftspläne ist erstens Erdöl, Erdgas und geopolitischer Einfluss entscheidend. Zweitens kann die US-Vorherrschaft nur durch die Bindung des Erdöls an den Dollar aufrechterhalten werden. Der Iran plant jedoch eine Ölbörse in Euro. Das wäre für Europa von Vorteil, für die US-Wirtschaft jedoch eine große Bedrohung. Wir fordern: Ein NEIN Österreichs und der EU zu Bushs Kriegsplänen. Keine Beteiligung an NATO-Vorbereitungen bzw. NATO-Aktionen zum US-Krieg gegen den Iran! Keine Beteiligung Österreichs an der Euro-Armee. Österreich ist und muss neutral bleiben! Beim US-Überfall auf den Irak 2003 war auch ganz Europa samt den meisten Regierungen und die UNO gegen den US-Krieg. Das möchte Bush diesmal, wenn möglich, vermeiden. Die EU-Chefs haben sich auch bis jetzt zu Handlangern für Bushs geplanten Iran-Krieg gemacht. Sie haben die US-Lügenpropaganda, dass der Islam und die iranischen Herrschenden eine Gefahr für uns alle, für den Weltfrieden seien, übernommen. Die Kriegsgefahr geht von den USA aus, die immer neue Kriege anzetteln und führen. Kaum drei Jahre ist es her, dass die USA, damals unter den Vorwand, Sadam Hussein besitze Massenvernichtungswaffen und fördere den islamischen Terror, den I r a k überfielen, mit einem Bombenkrieg verwüsteten und dann besetzten. Hatten schon davor die 10 Jahre US-Bombenkrieg und Sanktionen ca. 1 Million Irakern das Leben gekostet, so brachte der letzte US-Krieg gegen den Irak nochmals ca. 100.000 Menschen den Tod, dem Land Hunger, Elend und Zerstörung. Drei Jahre später planen die US-Herrscher wieder einen durch nichts zu rechtfertigenden Angriffskrieg, nun gegen den I r a n. Als Propagandalüge wollen uns deswegen u.a. fast alle Medien einreden, dass der iranische Ministerpräsident Israel auslöschen wolle und den Holocaust leugne. Nun hat die "New York Times" enthüllt, dass diese Reden des iranischen Präsidenten bewusst falsch wiedergegeben wurden und er diese Aussagen nie getätigt hat. (Dieser sprach nicht von der Auslöschung Israels, sondern davon, dass das israelische Besatzungsregime beseitigt werden solle. Den Holocaust hat er nicht geleugnet, jedoch könne es nicht angehen, dass die Palästinenser dafür büßen müssten.) Die USA rüsten auf, ihr Militärbudget 2005 betrug schon 450 Milliarden Dollar, sie führen Kriege, besetzen Länder, errichten Stützpunkte. All das kostet viel Geld, z.B. den Steuerzahler und braucht ein neues Feindbild zur Rechtfertigung gegenüber der Bevölkerung. Die Bedrohung, so wird uns eingeredet, sei nun der Islam. Die US-Politik bringt aber gleichzeitig einer Handvoll von Konzernen 100te Milliarden an Gewinnen. Und der Irak-Krieg wird noch viel mehr kosten. Kosten, die das irakische Volk über sein Öl, die US-Bevölkerung und - über den Ölpreis - wir alle bezahlen. USA – Wirtschaftlich in der Krise - militärisch aggressiv. Die USA sind in Bezug auf viele Wirtschaftsbereiche gegenüber der Konkurrenz zunehmend in die Defensive geraten. Nur durch den Einsatz ihrer riesigen militärischen Kräfte können sie noch ihre Vorherrschaft aufrecht erhalten und ihre Profite ausbauen. Sie müssen auf Krieg setzen, um sich im Konkurrenzkampf noch zu behaupten. Dass die Regierung Bush schon erklärt hat, sie würde keinem Land der Welt erlauben, ihre Vorherrschaft auch nur in Frage zu stellen, dass sie schon rund um Russland ihre Waffensysteme stationiert, dass sie Indien gerade mit Atomwaffen aufrüstet, um China (bevölkerungsmäßig 5-mal so groß wie die USA, nur 1/10 der Rüstungsausgaben der USA) zu bedrohen, dass s i e die größte Bedrohung für den Frieden auf der Welt bedeutet, das soll verborgen werden. Die USA müssen aus einem 2.Grund auf Krieg setzen. Die US-Dollarbindung des Erdöls ist in Gefahr! Die Opec-Länder haben sich seit 30 Jahren gegenüber den USA verpflichtet, Erdöl nur gegen Dollar zu verkaufen. Durch die Bedeutung des Erdöls als häufigster und wichtigster Rohstoff waren und sind sämtliche Volkswirtschaften somit gezwungen, Dollarreserven anzulegen. Der Dollar wurde Weltwährungsreserve. Die großen EU-Länder ebenso wie Japan und China haben enorme Dollarreserven, die sie in den USA in Staatsanleihen, Wertpapieren etc. angelegt haben. Würden diese Länder nur einen Teil ihres Geldes abziehen, würde das zu einem Wirtschaftskollaps in den USA führen. In den letzten Jahren ist das US-Handelsdefizit ungeheuer gestiegen, zuletzt 500 Milliarden Dollar, die gesamte Schuld der USA gegenüber ausländischen Gläubigern betrug 2005 schon 6 Billionen Dollar (6000 Milliarden Dollar)! Und die Dollarbindung des Erdöls ist durch den Plan des Irans, nun eine Ölbörse zu eröffnen, in der in Euro gehandelt wird, in Gefahr. Sollte also ein bedeutender Teil der restlichen Welt den Dollar als Leitwährung kippen, hätte das für die USA katastrophale Folgen. Das ist die "Bombe" die die USA fürchten und der Grund dafür, warum sie einen Krieg gegen den Iran vorbereiten. Die EU hat sich zum Handlanger für den nächsten US-Krieg gemacht. Das tut sie aber auch im Eigeninteresse. Denn die neue EU-Militärunion baut gerade die offensive Euro-Armee auf, vorerst in Form der EU-Schlachttruppen, einer schnellen Eingreiftruppe. Das ist die offensive Konkurrenz zu den militärisch aggressiven USA im Kampf um Absatzmärkte, Rohstoffquellen, geopolitischen Einfluss. Österreich soll, geht es nach unserer Regierung aber auch der Opposition, in der neuen Euro-Armee mitmarschieren. Das heißt weitere Erhöhung des Militärbudgets, noch mehr sparen auf Kosten der Menschen und das heißt, dass Österreichs Soldaten wieder auf fremde Schlachtfelder geschickt werden sollen. Österreichs Neutralität soll den Machtplänen der EU-Konzerne und Militärs geopfert werden. Bushs Kriege treiben die Energiepreise (Erdöl, Erdgas usw.) in die Höhe. Die EU-Staaten machen dabei mit und wir sollen das alles bezahlen. Die Preise, Steuern, Abgaben und Tarife steigen, Löhne und Pensionen bleiben gleich oder sinken. Fürs Bundesheer gibt es 2,4 Milliarden pro Jahr mehr, für die arbeitenden Menschen heißt es länger arbeiten für‘s gleiche oder für weniger Geld. Weder Bushs Kriege noch die EU-Konkurrenzpläne dazu, sind im Interesse der Österreicher und Österreicherinnen! Wir fordern Friedensgespräche statt Kriegspläne. Das neutrale Österreich darf, auch verfassungsmäßig, keine Kriegsvorbereitungen unterstützen. Nein zur Beteiligung an der Euro-Armee! Nein zur Beteiligung an Nato-Aktionen. Ja zur Neutralität! P.S. Wir ersuchen Mehrfachzusendungen zu entschuldigen. Wegen der geänderten Gesetzeslage im Rahmen des Telekommunikationsgesetzes (TKG § 107) ab 1.3.2006 werden Sie um Ihre ausdrückliche Zustimmung, weiterhin unsere Aussendungen erhalten zu wollen, ersucht. Sie haben von uns bisher schon mehrmals Texte - sei es im Informationsaustausch, sei es als Antwort auf Ihre Interessensbekundung wie z.B. U-Listen usw. sowie Einladungen zu Veranstaltungen erhalten und diese nicht abbestellt. Wir gehen daher davon aus, dass Sie auch weiterhin an unseren Informationen interessiert sind. Die kostenlosen Aussendungen dienen lediglich der Information und sind keine Werbung. Wenn Sie weiterhin Mails erhalten wollen, müssen Sie gar nichts tun. Wenn Sie kein weiteres Interesse an unseren Informationen haben, so schicken Sie uns dieses Mail zurück mit dem Hinweis "Abmeldung", und zwar an oesk at aon.atSie werden dann aus der E-Mail-lListe ausgetragen. Eine "Abmeldung" ist auch später jederzeit möglich. Vielen Dank! ÖSK-Team ZVR 188951949 ================================================ 02 21. und 22. Juni: SLP-Aktivitäten gegen Bush Von: Sozialistische LinksPartei ================================================ Eine Information der Sozialistischen LinksPartei (SLP) Am 21. Juni kommt Bush nach Wien. Er ist ein Symbol für Kriegstreiberei, für neoliberalen Sozialabbau und religiösen Fundamentalismus. Es geht aber auch um den Widerstand gegen seine österreichischen BündnispartnerInnen im Parlament. Die SLP lädt in diesem Zusammenhang zu folgenden Terminen ein: **************************************************************** Mittwoch, 21.06. Schulstreik gegen Bush - No to Bush&Co Treffpunkte vor diversen Wiener Schulen, Auftaktkundgebung ab 9.00 am Westbahnhof, anschließend Demonstration **************************************************************** Mittwoch, 21.06. Demonstration gegen Bush&Co Auftaktkundgebung ab 17.00 Wien- Westbahnhof/Mariahilferstraße **************************************************************** Donnerstag, 22.06. Veranstaltung: No to Bush&Co: Internationaler Widerstand gegen Kriegstreiber und Neoliberalismus! Eine gemeinsame Veranstaltung von SLP und Sozialistischer Widerstand International (SWI) 18.00 in Wien 7, !Amerlinghaus", Stiftgasse 8 Mehr Informationen unter www.slp.at ================================================ ================================================ 04 #4 Weiterlesen Richtung FRITZ-MAN Ö VER / 21. (Demonstration) 22. 23. und 24. Juni 2006, 14 - 18 Uhr Von: Stadt Theater Wien_Mertin/Büchel ================================================ Fritzpunkt http://www.fritzpunkt.at in der Expositur E4 Eitelbergergasse 4 A - 1130 Wien U4 Hietzing und zwei Stationen Strassenbahn 60 bis Gloriettegasse Das Büro für theatralische Sofortmaßnahmen lädt zum Weiterlesen Richtung Fritz-Manöver Juni / Juli 2006 Noch weiter: (Marianne Fritz: Naturgemäß I, S.507ff) Mittwoch, 21. Juni 2006 , ab 17 Uhr auf der Demonstration gegen (die Gastgeber des) Amerika-Agenten Donnerstag, Freitag und Samstag 22. 23. und 24. Juni 2006 , jeweils 14 ­ 18 Uhr wieder in der Expositur E4 Nähere Informationen unter: +43 (0)699 11 68 56 16 stadttheaterwien at nextra.at http://www.fritzpunkt.at Fritzpunkt Büro für theatralische Sofortmaßnahmen Ein Projekt des Stadt Theater Wien Fred Büchel Susanne Hahnl Anne Mertin Arne Vogelgesang und Gäste ___________________________________________________________ ================================================ 05 Demo gegen EU-USA-Gipfel, 21. Juni, Wien Von: Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================ Werkstatt Frieden & Solidarität Waltherstr. 15, 4020 Linz Tel. 0732/771094 Fax 797391 Mail: office at werkstatt.or.at Web: www.werkstatt.or.at Wer diesen Rundbrief nicht mehr erhalten möchte, ersuchen wir um ein E-Mail unter folgendem Link: mailto:mailfriwe-request at friwe.at?subject=unsubscribe DEMONSTRATION GEGEN DEN EU-USA-GIPFEL Mittwoch, 21. Juni 2006 Treffpunkt: 17 Uhr, Westbahnhof, Wien Aufruf der Werkstatt Frieden & Solidarität für die Demonstration am 21. Juni Keine Kumpanei mit EU- und US-Kriegstreiberei! Für ein neutrales, solidarisches und weltoffenes Österreich! Österreich führt derzeit die EU-Ratspräsidentschaft. In diesem Rahmen findet am 21. Juni 2006 das Gipfeltreffen EU-USA in Österreich statt. Dieses Gipfeltreffen ist von zwei Faktoren geprägt, die seit Jahren die globale politische Agenda dominieren: 1. Die US-amerikanischen und die EU-europäischen Eliten sind sich einig. Einig in der Absicht, über ein Regime des grenzenlosen Freihandels, der ungehemmten Kapitalmobilität, alles zu beseitigen, was ihrer globalen wirtschaftlichen und politischen Hegemonie im Wege steht. Sie sind sich einig in der Absicht, all jene Staaten, die sich diesem Kurs verweigern, militärisch zu bestrafen, diese ungerechten politischen und wirtschaftlichen Beziehungen mit militärischer Gewalt abzusichern. Der so genannte „Krieg gegen den Terror“ bildet das dünne Rechtfertigungsmäntelchen für diese Politik. 2. Die US-amerikanischen und die EU-europäischen Eliten sind erbitterte Gegner in der Frage, wer dabei die Nase vorne haben soll. Während die USA über ihre Kriegspolitik ihre hegemoniale Stellung zu verteidigen suchen, will die EU mit ihrer Währungspolitik und ihrer Gemeinsamen Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik diese Stellung erobern. Enorme Aufrüstungsprogramme diesseits und jenseits des Atlantiks sind zwingende Begleitmusik bei dieser Entwicklung. Die globalen wirtschaftlichen und politischen Beziehungen werden destabilisiert. Immer neue Kriege folgen in immer dichteren Abständen (Jugoslawien, Zentralafrika, Afghanistan, Irak). Bei der gemeinsamen Eskalation des Konflikts um das Atomprogramm des Iran hat man sich wieder zusammengefunden. Als besonders widerlich empfinden wir die Lage, in die uns die rückgratlose, verlogene, kurzsichtig eigennützige Politik der wirtschaftlichen und politischen Eliten Österreichs geführt hat. Anstelle einer eigenständigen auf Neutralität und internationaler Solidarität fußenden Politik wird eine Politik des Mitmarschierens und Mitkassierens betrieben. Wir rufen deshalb dazu auf, im Rahmen der Protestdemonstration am 21. Juni 2006 folgende Forderungen zu bekräftigen: Schluss mit dem Krieg gegen den Terror! Sofortiger Stopp der absurden Aufrüstungsprogramme! Rückzug aller Besatzungstruppen vom Balkan, aus dem Nahen und Mittleren Osten und Afrika! Stopp der Kriegsvorbereitung gegen den Iran! Wir fordern eine Verhandlungslösung unter Beachtung der legitimen Sicherheitsinteressen aller Staaten in der Region. Weg mit dem Freihandelsdiktat! Alle Menschen haben das Recht, den Weg ihrer sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung selbst zu bestimmen. Entschuldung der armen Staaten! Jene Gesellschaften, die jahrhundertelang von der Ausbeutung der armen Weltregionen profitiert haben, sind zu Hilfe und Verzicht verpflichtet. Wir fordern von der österreichischen Bundesregierung: Keine Beteiligung an der EU-Armee! Raus aus den EU-Schlachtgruppen! Raus aus der EU-Rüstungsagentur! Raus mit dem Kriegsermächtigungsartikel 23f aus der Bundesverfassung! Keine Annäherung an die Nato! Sofortiger Austritt aus der Nato-Partnerschaft für den Frieden! Sofortiger Rückzug aller österreichischen SoldatInnen von EU-Besatzungsmissionen! Schluss mit der Unterwerfung unter das EU-Binnenmarktregime und dem europäischen Finanzkapital! Keine Umsetzung der EU-Liberalisierungsrichtlinien! Stopp dem Privatisierungswahn! Schluss mit der Unterwerfung unter das Schengen-Regime! Weg mit der Bespitzelung über das Militärbefugnisgesetz! Eine aktive Neutralitätspolitik, die sich der Kumpanei mit Großmächten verweigert, sich offensiv für friedliche Konfliktlösungen engagiert und sich mit den um politische und wirtschaftliche Freiheit ringenden Gesellschaften solidarisiert! Günstige Anreisemöglichkeiten zur Demonstration von Oberösterreich nach Wien gibt es mit Bussen über die SJ OÖ (EUR 7,- hin und retour). Anmeldung über www.sj-ooe.at AKTIV WERDEN GEGEN DEN KRIEG, BEVOR ES ZU SPÄT IST! Neutralität und aktive Friedenspolitik statt Kumpanei bei der Kriegsvorbereitung gegen den Iran Jedem nüchternen Beobachter ist klar, dass ein Militärschlag gegen den Iran eine Katastrophe für die Menschen im Iran, im gesamten Nahen und Mittleren Osten einschließlich Israels, aber auch für uns in Europa heraufbeschwören kann. Unterstützt deshalb den Aufruf „Neutralität und aktive Friedenspolitik statt Kumpanei bei der Kriegsvorbereitung gegen den Iran“. Unterstützungsmöglichkeit und nähere Informationen auf www.werkstatt.or.at Eine neue Ausgabe der guernica (Zeitung der Werkstatt Frieden & Solidarität) ist soeben erschienen. Ein Probeexemplar schicken wir gerne gratis zu. Jahresabo (=10 Ausgaben) EUR 9,-; Schnupperabo (=5 Ausgaben) EUR 5,- Bestellung: office at werkstatt.or.at ----------------------------------------------------------------------------------------------- Verteilzeitung der Werkstatt Frieden & Solidarität "Nein zum Europa der Konzerne und Generäle! Für ein neutrales, solidarisches und weltoffenes Österreich!" jetzt bestellen! mailto: office at werkstatt.or.at Ansichtsexemplar gratis; größere Stückzahlen für EUR 0,10 pro Expl. (EUR 0,05 ab 500 Expl.) ================================================ ================================================ ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE ================================================ ================================================ 06 reminder: 21. Juni, 19 Uhr Eröffnung der Konfiguration III Von: remapping Mozart ================================================ Verborgene Geschichte/n - remapping Mozart Ein Projekt von WIENER MOZARTJAHR 2006 KONFIGURATION III: WAS ALLER WELT UNMÖGLICH SCHEINT (aus "Die Entführung aus dem Serail", 3. Aufzug, Nr.17 Arie, Belmonte) Installation zu emanzipatorischen Perspektiven auf die Vergangenheit und Gegenwart der afrikanischen Diaspora in Österreich ERÖFFNUNG: Mittwoch, 21. Juni 2006, 19 Uhr Ort: Kuffner Sternwarte, Johann-Staud-Straße 10, 1160 Wien mit anschließendem Buffet im Garten der Kuffner Sternwarte Dauer: 22. Juni – 30. Juli 2006 Öffnungszeiten: Mo - Fr 10 - 13 Uhr, Sa und So 15 – 18 Uhr www.remappingmozart.mur.at Anfahrt (öffentlich): U3 Station Ottakring, Bus 46 B bis Ottakringer Bad oder: Bus 51A, von Hietzing (Kennedy Brücke) bis Endstation Ottakringer Bad oder: Bus 46B von Thaliastraße/S45 bis Ottakringer Bad ___ verborgene geschichte/n - remapping mozart gumpendorferstr. 15/13, 1060 wien t: 01 - 58 61 249 - 15 f: 01 - 58 68 217 m: 0699 - 81 98 45 51 www.remapping.mozart.at ================================================ 07 que[e]r am 21.06.: TransGender NetWork: Erfahrungen und Perspektiven Von: Rosa Antifa Wien ================================================ ############### Achtung: Neue Location! Wipplingerstrasse 23 / 1010 Wien (die Stiegen hinunter) ############### Mittwoch 21. Juni: TransGender NetWork: Erfahrungen und Perspektiven Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "free gEndeR" von TransX wird ein Abend im Que[e]r bestritten. Dabei sollen Erfahrungen, Perspektiven und die Entwicklung einer gemeinsamen politischen Plattform ausgelotet werden, um Forderungen auf einer europaweiten Ebene harmonisieren und durchsetzen zu koennen. Dargestellt und diskutiert werden soll diesbezueglich auch die Vernetzung und die Bildung egalitaerer politischer Organisationsstrukturen und Entscheidungsprozesse, wie etwa dem "European TransGender NetWork". Hier kann auch ein Fokus auf die unterschiedlichen Situationen in den verschiedenen Laendern gelegt werden. Zudem wird ueber den brutalen Mord an der portugiesischen Transsexuellen Gisberta berichtet. Der mediale wie allgemein oeffentliche Umgang mit diesem Mord soll dabei einer genaueren Betrachtung unterzogen werden. Referat und Diskussion mit: Jo Schedlbauer von TransX Veranstaltungsbeginn: 20:00 geoeffnet von 18:30-24:00 ############### Naechste Woche: Rechts rockt Sachsen Weitere Infos siehe: http://raw.at/queer/ -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# ================================================ 08 mttwoch im k ü nstler_Innenhaus Von: ursprung ================================================ liebe freundInnen, damen und herren, die kirschblüte ist zu ende, der sommer beginnt und wird mit einem spektakulären sonnwendfeuer (-werk) gefeiert. der ltnc (lady.tigers.nigt.club) ladet zum abschluss unseres dreiwöchigen kirsch.blüten.festes im künstler_Innenhaus graz herzlich ein: mittwoch, 21.06.06 um 19.00, grenadiergasse 14 finissage mit mösendisko und aethernal fire wir verabschieden uns vom prototyp eines möglichen künstler_Innenhauses mit installationen von: andrea schlemmer/frau von noeten, anita hofer, aethernal fire (bettina fabian), DIVANOVA 06, eva ursprung, io (karin s. fassold), maki stolberg, reni hofmüller, ulla klopf, ursula kiesling, e_mu (elke murlasits), von 3 wochen mit performances und konzerten von kirsch, snm (peter mörth, sol haring...), ursprung, cym & bezzo, ursula kiesling, frau von noeten, aethernal fire... auf zahlreiches erscheinen freut sich der ltnc http://ltnc.mur.at tel: 0699.12370352 ================================================ ================================================ 09 Essenz der Anarchie in Graz Von: Promedia ================================================ Erinnerung! Einladung zur Buchpräsentation Gerhard Senft (Hg.) ESSENZ DER ANARCHIE Die Parlamentarismuskritik des libertären Sozialismus Mit Texten von Louise Michel, Pjotr A. Kropotkin, Elisée Reclus, Raphael Friedeberg, Pierre Ramus, Erich Mühsam, Robert Bodansky, Rudolf Rocker und Helmut Rüdiger ISBN 3-85371-253-3, br., 176 Seiten, Euro 12,90 Edition Linke Klassiker Wo? Universitätsbibliothek Graz, Universitätsplatz 3, 8010 Graz Wann? Donnerstag, 22. Juni 2006, 19 Uhr Wir freuen uns auf Ihr Kommen Mit freundlichen Grüßen Hannes Hofbauer, Promedia Verlag ================================================ ================================================ 10 hruennoise im mkl Von: ursprung ================================================ Hurennoise I'm the connection between electronicy and sexuality Performance / Installation / work in progress 19. – 26. Juni: Medienkunstlabor Graz Performances: Fr. 23. 6. 2006 ab 20:30 im Medienkunstlabor, Kunsthaus Graz So 25. 6. 2006 ab 20:30 Sonntags Abstrakt, postgarage Hurennoise beschäftigt sich mit Medienkunst – Theorie – Filmkunst – Bühnenbild – Performance Die Sets werden als work in progress im Laufe einer Woche im Medienkunstlabor entworfen: performative Settings werden in der Auslagensituation des Medienkunstlabors getestet, der theoretische Background wird weiterentwickelt und mit Zeichnungen, Skizzen und kleinen Video- und Soundfiles ins Netz gestellt. Hurennoise bricht kompromisslos Tabus und festgefahrene Konventionen und widersetzt sich der Entwertung der Kunst durch den Kunstmarkt und die affirmativen Medien Hurennoise ['sum ergo fellatio'] wurde begründet von Ingebert Freifrau von Luddorff. Hurennoise sind ursprung, maru, miCC und piKO. http://hurennoise.mur.at mit freundlicher Unterstützung des Medienkunstlabors Graz und des Landes Steiermark ================================================ ================================================ 11 Kulturrat Österreich startet kulturpolitisches Aktionsprogramm Von: Kulturrat Österreich ================================================ / PRESSEMITTEILUNG /____________________/ / Kulturrat Österreich /______________/ / Neue Inhalte für mehr Gestaltungsfähigkeit der Politik / Kulturrat Österreich startet kulturpolitisches Aktionsprogramm / http://kulturrat.at Die politische Auseinandersetzung im Vorfeld der österreichischen Nationalratswahlen im Herbst 2006 zeichnet sich einmal mehr durch einen Mangel an Inhalten und gesellschaftlichen Entwürfen aus. Das Vertrauen in die Zukunfts- und Gestaltungsfähigkeit der Politik hat nach der Krise von Bawag, Gewerkschaftsbund und Finanzmarktaufsicht sowie angesichts der ORF- und Bildungsmisere neue Tiefstwerte erreicht. Es steht zu befürchten, dass die Monate bis zur Regierungsneubildung von rassistischer Stimmungsmache und Schmutzkübel-Kampagnen in Parteien und Boulevardpresse geprägt sein werden. Diesem Trend will der Kulturrat Österreich, der Zusammenschluss der Interessenvertretungen von Kunst-, Kultur- und Medienschaffenden, entgegen treten, indem er die Kulturpolitik als wichtige Querschnittsmaterie ins Blickfeld rückt, die neue Inhalte in die politische Debatte einbringen kann. Die aktuellen kulturpolitischen Themen werden in einer Publikation im Zeitungsformat dargestellt und ab September in einer Reihe von Veranstaltungen in den Bundesländern öffentlich diskutiert. Im Mittelpunkt stehen unter anderem folgende Themen: Die allgemeine Budgetsituation und die Transparenz der Kulturförderungsverwaltung, die soziale Absicherung von Kunst- und Kulturschaffenden, ORF und Medienpolitik, Migration und Grundrechte sowie die zunehmende Pauperisierung der Informations- und Wissensgesellschaft durch die drohende Verengung des Zugangs zu Kultur und Bildung. Zahlreiche Expertinnen und Experten sind der Einladung gefolgt, sich an diesem Aktionsprogramm des Kulturrat Österreich zu beteiligen. Damit ist eine Vernetzung gelungen, die darauf hoffen lässt, dass aus der Kunst-, Kultur- und Medienarbeit neue Impulse für die politische Debatte in diesem Land kommen. Sechs Jahre Regierungsarbeit unter Kunst- und Bundeskanzler Wolfgang Schüssel haben die demokratischen Grundlagen Österreichs in Besorgnis erregendem Ausmaß ausgehöhlt. Es ist daher hoch an der Zeit, mit einer Repolitisierung der Politik zu einem Ende dieser Ära beizutragen! / Vorankündigung /______________/ Präsentation Zeitung Kulturrat Di., 12. September 2006, 19.00 Uhr Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien / Rückfragen /____________/ Martin Wassermair Mobil: +43 (676) 309 49 86 / Kontakt /____________/ Kulturrat Österreich Gumpendorfer Str. 63b A-1060 Wien contact at kulturrat.at http://kulturrat.at/ Liebe TransdanubierInnen und SymphatisantInnen! Einen Tag vor dem Bush-Besuch in Österreich wollen wir uns mit der Frage beschäftigen, welche Interessen Bush in Lateinamerika hat bzw. anders gefragt, was ihn Lateinamerika "angeht", Hand in Hand damit eine - durchaus auch kritische - Betrachtung des Lateinamerikanischen Alternativgipfel "Enlazando Alternativas 2", der im Mai 2006 in Wien stattgefunden hat, einhergehen. Als kompetenten Diskutanten haben wir dazu Mag. Federico Nier-Fischer, freien Journalist, Korrespondent für ips (Inter Press Service, http://www.ipsnoticias.net/) und Lehrbeauftragter für internationale Kommunikationsfragen an der Universität Salzburg (http://www.fnf-comunicaciones.at/) eingeladen. Dis Diskussion findet Wie immer im Asiarestaurant SUN, Donaufelderstraße 229 1220 Wien, 1. Stock ab 19:00 Uhr, Diskussionsbeginn Beginn 19:30 statt. Zusätzlich möchten wir Euch auf die am 21. Juni anlässlich des Bush - Besuch stattfindende Demo Aufmerksam machen: sie beginnt um 17 Uhr beim Westbahnhof, nähere Infos hier: http://www.stopbush.at/) Stefan Für Transdanubien gegen Schwarzblau ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ 12 SoHo-Wien: Mehr Frauenpower im Wiener SoHo Vorstand Von: SoHo - Sozialdemokratie & Homosexualität ================================================ SoHo-Wien: Mehr Frauenpower im Wiener SoHo Vorstand Utl. Martina Punz einstimmig kooptiert 20.06.06 - Wien - Einstimmig wurde Martina Punz in den Wiener SoHo Vorstand kooptiert. Martina Punz, 27 Jahre jung und internationale Sprecherin der SJ-Wien, wird hinkünftig ehrenamtlich für die AktivistenInnen und Mitgliederbetreuung zuständig sein. In dieser neuen Aufgabe wird sie nicht nur ihr Organisationstalent unter Beweis stellen können, sondern wird durch ihre jugendlich fröhliche Art viele Probleme meistern können. Der Wiener Vorstand freut sich über die weibliche Verstärkung und wünscht ihr für ihre neue Tätigkeit alles Gute. http://www.soho.or.at/soho/?p=1269 ================================================ 13 Festakt/Ceremonial Act 15 Jahre/15 Years RKL Von: Rechtskomitee LAMBDA ================================================ Jetzt anmelden! Register Now! (English Text Below) Wider die sexuelle Apartheid Festakt 15 Jahre für das Recht zu lieben – 15 Jahre Rechtskomitee LAMBDA 2. Oktober 2006, 16:00 – 19:00 Uhr Parlament, Wien Das Rechtskomitee LAMBDA (RKL) wird heuer 15 Jahre alt. Dieses Jubiläum wird mit einem einzigartigen Festakt im Parlament begangen. Es wird das erste Mal in der Geschichte weltweit sein, dass eine Homosexuellen-Organisation in einem nationalen Parlament geehrt wird. Ein historisches Ereignis von internationaler Dimension. Jetzt anmelden! www.RKLambda.at ------------------------------------- Against Sexual Apartheid A ceremonial act to celebrate 15 years for the Right to Love – 15 years Rechtskomitee LAMBDA October 2nd, 2006, 4:00pm – 7:00pm Federal Parliament, Vienna Rechtskomitee LAMBDA (RKL), Austria’s lesbian and gay rights organisation, this year turns 15 years. This anniversary will be celebrated with a unique ceremonial act in the Federal Parliament of the Republic of Austria. It will be the first time in history worldwide that an lgbt-organisation will be honoured in a national parliament. A historic event with an international dimension. Register now! www.RKLambda.at Linke Wienzeile 102, 1060 Wien Tel/Fax +43(0)1/876 3061 office at RKLambda.at www.RKLambda.at ================================================ ================================================ 14 Regenbogen-Parade 2006: Prominente Gäste bei der Abschlusskundgebung auf dem Heldenplatz Von: Homosexuelle Initiative Wien ================================================ Medienaussendung der Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien vom 19. Juni 2006 Regenbogen-Parade 2006: Prominente Gäste bei der Abschlusskundgebung auf dem Heldenplatz Auch dieses Jahr findet am Ende der Regenbogen-Parade die große Abschlusskundgebung (Celebration) auf dem Heldenplatz statt. Die TeilnehmerInnen erwartet ein abwechslungsreiches Showprogramm. Als Höhepunkt darf sicherlich der Auftritt von Jimmy Somerville gewertet werden, der schon mehr als 20 Jahre erfolgreich im Musik-Business tätig ist. In den achtziger Jahren gelang ihm der Durchbruch als Frontmann der "Bronski Beat". Für die drei Mitglieder der Synthie-Pop-Band kam es nie in Frage, ein Geheimnis aus ihrer sexuellen Orientierung zu machen, was im damals konservativen Großbritannien der Thatcher-Ära für reichlich Schlagzeilen sorgte. Der emotionale, in höchste Tonlagen aufsteigende Gesang von Somerville verlieh dem Trio ein unverwechselbares Image. Nach zwei Jahren allerdings verließ Somerville die Band und gründete mit seinem alten Freund Richard Coles "The Communards". 1989 begann Jimmy Somerville schließlich seine Solo-Karriere. Zuletzt erschien von ihm das Album "Home Again", unter anderem mit einer Coverversion des Marvin-Gaye-Klassikers "Ain't No Mountain High Enough". ABBAriginal aus Österreich haben seit ihrem Debüt 1998 mehr als 500 Auftritte im In- und Ausland absolviert und überzeugen mit der Darbietung der vielen Hits der schwedischen Kultband. Ihr Auftritt besticht durch authentische Kostüme, originalgetreue Halbplaybacks und ABBA-typische Choreographien. Die italienische Bühnendiva Franca Morgano, die als Sängerin der Dance-Formation "Magic Affair" bekannt wurde, bietet ein Potpourri aus Pop, Soul, Funk, Dance und Italopop. "Die Kleine mit der großen Stimme" begeistert mit kraftvollen Vocals und gilt als die weibliche Antwort auf Eros Ramazzotti. Abgerundet wird das Programm durch die Münchner "Schwuhplattler" und die DJ-Sessions von DJ Junior Sonic und DJ Sonic feat. Niddl. Erwartet werden auch hohe politische RepräsentantInnen von SPÖ und Grünen, die damit ein Zeichen gegen die Benachteiligung von Lesben, Schwulen und Transgender-Personen setzen. Die Regenbogen-Parade findet am Samstag, den 1. Juli 2006, statt und startet um 15 Uhr vom Stadtpark aus. Weitere Informationen auf www.regenbogenparade.at. Rückfragehinweis: Philipp Kainz Pressebetreuer Regenbogen-Parade 2006 0650/850 45 76 philipp.kainz at hosiwien.at Barbara Süss Pressebetreuerin Regenbogen-Parade 2006 0650/9091312 barbara.suess at hosiwien.at ================================================ ================================================ 15 Affront gegen den VfGH: Diskriminierung bei der Mitversicherung neuerlich beschlossen Von: Rechtskomitee LAMBDA ================================================ Affront gegen den VfGH Diskriminierung bei der Mitversicherung neuerlich beschlossen RKL ruft den Menschenrechtsgerichtshof an Im Zuge der RKL-Klagsoffensive hat der Verfassungsgerichtshof letzten Oktober die gesetzlichen Bestimmungen über die Mitversicherung von LebensgefährtInnen in der Krankenversicherung aufgehoben, weil sie homosexuelle Paare diskriminieren. ÖVP/BZÖ/FPÖ haben diese Diskriminierung nun neuerlich beschlossen. Die Sozialversicherungsgesetze bestimmen, daß LebensgefährtInnen in der Krankenversicherung seines Partners/ihrer Partnerin anspruchsberechtigt sind. Allerdings bestimmt das Gesetz auch ausdrücklich, daß diese LebensgefährtInnen verschiedengeschlechtlich sein müssen. Das RKL hat Anfang 2005 eine Klagsoffensive zur Gleichstellung homosexueller Paare gestartet. Im Zuge dieser Klagsoffensive wurde mit zwei Beschwerden an den Verfassungsgerichtshof auch die Aufhebung dieser diskriminierenden Bestimmungen sowohl im ASVG (§ 123 Abs. 8 lit. b) als auch im GSVG (§ 83 Abs. 8) begehrt. Mit Urteil vom 10. Oktober 2005 hat der Verfassungsgerichtshof diese Bestimmungen per 01.08.2006 aufgehoben. Anstatt dieses Urteil zu akzeptieren hat die Parlamentsmehrheit in der Plenarsitzung des Nationalrates vom 24. Mai 2006 beschlossen, die aufgehobene Diskriminierung für die Zeit nach dem 01.08.2006 - in anderen Paragrafen - einfach neu zu beschliessen (Beschluss NR 1408 Blg. XXII. GP). Zwar werden künftig homo- und heterosexuelle LebensgefährtInnen grundsätzlich gleichbehandelt und sind sie in der Krankenversicherung des/der PartnerIn anspruchsberechtigt, wenn sie entweder minderjährige Kinder betreuen oder eine/r der PartnerInnen schwer pflegebedürftig ist (§ 123 Abs. 7a ASVG; § 83 Abs. 8 GSVG; § 78 Abs. 6a BSVG; § 56 Abs. 6a B-KUVG). Das gilt aber nur für jene Lebensgemeinschaften, die nach dem 01.08.2006 neu eingegangen werden. Neuerlicher Gang zu VfGH und EGMR Für die übergrosse Mehrheit der (am 31.07.2006) bereits bestehenden Lebensgemeinschaften wird die Diskriminierung jedoch prolongiert. Verschiedengeschlechtliche LebensgefährtInnen bleiben anspruchsberechtigt, auch wenn sie weder Kinder erziehen, noch selbst schwer pflegebedürftig sind noch eine/n solchen PartnerIn pflegen. Sind sie am 31.07.2006 noch nicht 27, dann bis 31.12.2009, sind sie bereits 27 sogar für ihr Leben lang (§ 628 Abs. 3a, 3b ASVG; § 314 Abs. 3, 4 GSVG; § 304 Abs. 3, 4 BSVG; § 216 Abs. 2, 3 B-KUVG). Derartige gleichgeschlechtliche PartnerInnen in (am 31.07.2006) bereits bestehenden Lebensgemeinschaften sind hingegen weiterhin nicht mitversichert. Es war genau diese Diskriminierung (bestehender Lebensgemeinschaften) derentwegen der VfGH die alten Bestimmungen aufgehoben hat. „Dieser Affront gegenüber dem Verfassungsgerichtshof ist inakzeptabel“, sagt der Wiener Rechtsanwalt Dr. Helmut Graupner, Präsident der Homosexuellen-Bürgerrechtsorganisation Rechtskomitee LAMBDA (RKL) und Anwalt des Beschwerdeführers vor dem VfGH, des RKL-Generalsekretärs Walter Dietz , „Wir werden auch die neuen Bestimmungen wieder vor dem VfGH anfechten, und wir werden uns nun zusätzlich an den Europäischen Menschenrechtsgerichtshof (EGMR) wenden“. Das 1991 gegründete Rechtskomitee LAMBDA (RKL) arbeitet überparteilich und überkonfessionell für die umfassende Verwirklichung der Menschen- und Bürgerrechte gleichgeschlechtlich l(i)ebender Frauen und Männer. In seinem Kuratorium vereinigt es so prominente Mitglieder wie den SPÖ-Vorsitzenden Dr. Alfred Gusenbauer, Präs. NRAbg. Peter Schieder,, NRAbg. Mag. Terezija Stoisits, den renommierten Kinder- und Jugendpsychiater Univ.-Prof. Dr. Max Friedrich und die Kinder- und JugendanwältInnen von Wien DSA Monika Pinterits und Dr. Anton Schmid, den Generalsekretär von Amnesty International Österreich Mag. Heinz Patzelt und die bekannten Menschenrechtsexperten Dr. Lilian Hofmeister und Univ.-Prof. Dr. Manfred Nowak, die Sexualwissenchafter Univ.-Prof. Dr. Josef Christian Aigner, Prof. Dr. Rotraud Perner und Mag. Johannes Wahala, den Theologen Univ.-Prof. Dr. Kurt Lüthi, Günter Tolar u.v.a.m. Rückfragehinweis: 0676/3094737; 01/8763061, office at RKLambda.at, www.RKLambda.at 19.06.2006 ================================================ 16 Irak: Rattern der Nähmaschinen Von: WADI Austria ================================================ Artikel erschienen in: an.schläge 6/2006, www.anschlaege.at Rattern der Nähmaschinen Im Irak ist auch nach der Befreiung vom Baath-Regime die patriarchale Geschlechterordnung erhalten geblieben. Erst allmählich beginnen Frauen auf dem Lande neue Freiräume auszutesten. Von Jutta Sommerbauer Kifri muss einmal eine schöne Stadt gewesen sein. Mit einem prächtigen Bazar und alten Steinhäusern, umgeben von einem Hain aus Dattelpalmen, der in der kargen Halbwüste Schatten spendete. Doch diese Zeiten sind längst vorüber. Heute ist die Innenstadt halbleer, der Bazar besteht aus Schutthaufen. Viele BewohnerInnen haben der Stadt den Rücken gekehrt. Wo einst Geschäfte waren, sind Ladenfronten heute vernagelt. Viele Häuser sind zerstört oder verfallen langsam unter der gleißenden Sonne. Zerklüftete, felsige Hügel säumen die Kleinstadt, die an der äußersten Grenze des von der kurdischen Regionalregierung kontrollierten Gebiets liegt. Bagdad liegt nur noch eine Autostunde entfernt. Auf den nahen Hügeln hatte die irakische Armee Stellungen postiert. Genau hier verlief die „rote Linie“, die von Saddam Husseins Truppen seit der 1991 ausgehandelten halbautonomen Zone im Nordirak zwar nicht übertreten werden durfte, was diese allerdings nicht daran hinderte, die Stadt mit Artillerie zu beschießen. Erst 2003, als Saddam gestürzt wurde, war der Kugelhagel zu Ende. Seit drei Jahren ist nun Frieden eingekehrt. Anders als in den weiter südlich liegenden Gebieten ist die Sicherheitslage in Ordnung, kurdische Checkpoints kontrollieren an allen Stadteinfahrten den Personenverkehr. Und dennoch sind Frauen im Stadtbild selten zu sehen. Auch in Friedenszeiten ist die traditionelle geschlechtsspezifische Trennung des sozialen Raumes erhalten geblieben. Kurse im Frauenzentrum. Frauen benötigen hier schon einen triftigen Grund, um die eigenen vier Wände zu verlassen. Das Kifri Women Centre, das von der deutsch-österreichischen Hilfsorganisation Wadi aufgebaut wurde, ist einer der wenigen Orte, wo Frauen unter sich sein können. Hier können sie sich in Ruhe treffen, Zeitschriften lesen und sich weiterbilden. Finanziert wird das Zentrum mit Spendengeldern von Wadi sowie durch Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, der Stadt Wien und des Weltgebetstages der Frauen. “Ich zeige den Frauen, wie man den Stoff schneidet und selbständig Kleider näht“, erklärt Kabile Fate Huez. Sie misst den rot-weiß gemusterten Stoff von einer Rolle ab und schneidert daraus behände eine dishdasha, ein bodenlanges Hauskleid. Die anwesenden Frauen, die meisten zwischen zwanzig und dreißig, verfolgen die Handbewegungen aufmerksam. Am Ende des Kurses erhalten sie ein Zertifikat, das sie als Schneiderin ausweist. Sie wolle unbedingt nähen lernen, antwortet die zwanzigjährige Sana auf die Frage, warum sie hier sei. Auch Alphabetisierungs-, Computer- und Friseurkurse sind im Angebot. Und wer weiß, vielleicht wird auch Sana in Zukunft regelmäßig das Zentrum besuchen, wie viele der anderen Frauen. Kampf gegen FGM. Althergebrachter Traditionen kann man sich nichteinfach von einem Tag auf den anderen entledigen. „Als die Ärztinnen unserer Mobilen Teams im Nordirak die erste Umfrage über die Verbreitung von weiblicher Genitalverstümmelung in der Region Germian präsentierten, reagierten die kurdischen Behörden zunächst mit Abwehr“, erzählt Mary Kreutzer von Wadi Österreich. Doch die irakischen Mitarbeiterinnen der NGO ließen sich nicht einschüchtern und initiierten die Produktion eines Aufklärungsfilmes über die schädlichen Folgen dieser Tradition. „Es bedurfte einiger Monate Überzeugungsarbeit. Heute wird unser Programm akzeptiert und auch die Frauenorganisationen der regierenden Parteien unterstützen uns nun“, so Kreutzer. Denn ganz ohne die Zustimmung der lokalen Kräfte, und das sind vor allem die beiden in Irakisch-Kurdistan monopolistisch regierenden Parteien PUK und KDP, gehe nichts im Nordirak. Die erwähnte Studie der Nichtregierungsorganisation besagt, dass mindestens sechzig Prozent der Frauen und Mädchen in der Region Germian Opfer der leidvollen Praxis wurden. In einem germianischen Dorf nahe Kifri ist es ausgerechnet der Muezzin, der über den Lautsprecher der Moschee die Frauen in die Dorfschule zu einem Treffen ruft. Heute wird hier jener Film, der über die gesundheitlichen Gefahren der Genitalverstümmelung (FGM) informiert, gezeigt. Der Tenor der interviewten Imame und Experten ist klar: Genitalverstümmelung sei unislamisch und daher verwerflich. Nach dem Film entsteht eine lebhafte Diskussion. “ So ist nun mal unsere Tradition sagt eine Frau. Die anderen widersprechen. „Wenn es schlecht für unsere Kinder ist und schlecht für ihre Gesundheit, dann werden wir damit aufhören“, lenkt eine Teilnehmerin ein. „Die Mehrheit akzeptiert, was wir sagen. Aber gerade die Älteren tun sich oft schwerer“, erklärt Hero Nejib Samin nach der Filmvorführung. Die medizinische Assistentin ist überzeugt, dass ihre Arbeit einen positiven Einfluss hat. Alphabetisierungsfortschritte. Halabja ist eine Kleinstadt im äußersten Nordosten des Landes. Die schöne Landschaft – sanfte Hügel in saftigem Grün, schroffe Bergspitzen, hinter denen der Iran liegt – ist trügerisch . Die islamistische Terrorgruppe Ansar Al-Islam beherrschte Teile des Gebiets einen Gutteil der Neunziger Jahre, und von der Zeit davor zeugen Massengräber und Memorials. 1988 ließ Saddam Hussein die Stadt mit Giftgas bombardieren, bei den Angriffen kamen über 5.000 ZivilistInnen ums Leben. Aus der Stadt mit einem vielfältigen Kulturleben ist heute eine gesichtlose Ansammlung von einfachen Häusern und ungeteerten Straßen geworden. Halabja ist arm, sehr arm. Die soziale Unzufriedenheit entlud sich zuletzt bei Protesten Mitte März, just am Gedenktag der Giftgasangriffe. DemonstrantInnen setzten das Halabja-Memorial in Brand, nachdem sie zuvor von Sicherheitskräften an der Abhaltung einer Demonstration während der offiziellen Gedenkfeierlichkeiten gehindert worden waren. Eines der wichtigsten Themen in der Region ist die Alphabetisierung von Frauen. 34 Prozent der Bevölkerung Kurdistans sind AnalphabetInnen – unter Frauen ist die Zahl vergleichsweise höher. Aufgrund von oftmaligen Vertreibungen konnten viele der Stadtbewohnerinnen die Schulausbildung nicht fortsetzen. “Die Frauen sind mit dem Haushalt und den Kindern beschäftigt und haben wenig Chancen auf Bildung“, erklärt Jwan Husain, die Direktorin des hiesigen Frauenzentrums. Fari ist vierzig Jahre alt. “Ich profitiere von dem Zentrum. Ich habe Nähen gelernt hier und mache damit weiter“, erklärt sie. “Ich wollte ein Handwerk lernen und nicht nur zu Hause herumsitzen. “Fari spricht ein paar Wörter Englisch. “How are you“ und „happy“ gehören dazu, genauso wie der bedrückende Begriff „genocide“. Sie hat fünf Familienmitglieder bei den Angriffen verloren. Ihr selbst gelang die Flucht in den Iran, später kam sie wieder nach Halabja zurück. Fast jede Familie hier hat Opfer zu beklagen, die Vergangenheit ist allgegenwärtig. Psychologische Behandlung für Traumatisierte gibt es hier nicht und auch die wissenschaftliche Aufarbeitung steckt erst in den Kinderschuhen. Unter diesen schwierigen Bedingungen wolle man kleine Veränderungen in der hiesigen Mentalität bewirken, sagt Husain. “Das hier ist der einzige Platz, wo sich die Frauen treffen können. Es gibt keine anderen Plätze. „Das Frauenzentrum, das nicht nur von Kurdinnen, sondern auch von Araberinnen und Turkmeninnen besucht wird, hat einen guten Ruf und das sei wichtig. “Die meisten Männer bringen ihre Frauen sogar mit dem Auto her“, erzählt sie. Am besten, sagt Fari, seien die Parties hier: Da werde Musik gespielt und die Frauen könnten miteinander tanzen. Im Inneren der kurdischen Gesellschaft tut sich etwas. Nach den Jahren des Terrors ist ein Leben in Sicherheit zum ersten Mal greifbar. Es wird wohl noch etwas dauern, bis auch Frauen ihre kleinen Freiräume erweitern können. Aber die Nähmaschinen rattern schon. Mehr Informationen, Berichte und Fotos zur Lage von Frauen im Irak: WADI – Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit www.wadinet.de , www.wadinet.at -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.atwebsite: www.wadinet.atTel.: 0699-11365509 Im Juni erschien die erste Ausgabe von: WADI-News, Schwerpunkt: Frauen im Irak. Wird kostenlos per Post zugeschickt, schreiben oder mailen Sie uns Ihre Adresse! Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen:www.wadinet.at ================================================ ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) 4 stück nwr, unaktuell Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 3.05 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Thu Jun 22 02:32:37 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Thu, 22 Jun 2006 02:32:37 +0200 Subject: widerst@nd mund: Donnerstag, 22. Juni 2006 Message-ID: <16810339449.20060622023237@nessizius.com> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund Donnerstag, 22. Juni 2006 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 Polizeiübergriff 20.6.2006 Von: Gregor Dietrich ================================================ 02 Spektakuläre NGO-Aktion gegen George W. Bush Von: NGO Resistance for Peace ================================================ ================================================ MEINUNGEN ================================================ ================================================ 03 Meine erste Absage :-) Von: Martin Mair ================================================ 04 Männerfussball ist... Eine feministische Position zur Fussball-WM 2006 Von: angela mores ================================================ ================================================ ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE ================================================ ================================================ 05 literarische events + a bisserl fuasboi Von: el awadalla ================================================ 06 Sommerfest! Von: Kindercafe Lolligo ================================================ 07 Fußballspieler, männlich, schwul > Radio Stimme - 22.06 Von: Initiative Minderheiten Newsletter ================================================ 08 migration vibrations - solifest für die deserteursberatung 28.06. Von: Deserteurs und Fluechtlingsberatung ================================================ 09 Frauenhetz-Erinnerungsmail: 23.6 Demokratiequalität aus fem. Perspektive, 24.6. Die österr. Verfassung. Grundsätze Von: Verein Frauenhetz ================================================ 10 Programm 28.Juni Von: depot-news at mailman.sil.at ================================================ 11 29.6.: Wie viel Politik verträgt der ORF? Von: Zukunfts- und Kulturwerkstätte ================================================ ================================================ MELDUNGEN ================================================ ================================================ 12 Netzkulturfördermodell Mana rechtswidrig Von: IG Kultur Österreich ================================================ 13 GLB/ÖBB/Börsegang Von: Gewerkschaftlicher Linksblock ================================================ 14 Weitergabe von Passagierdaten: Neu installieren Von: "q/depesche" ================================================ ================================================ INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ================================================ ================================================ 15 Papuan refugees refuse to meet with RI's House members Von: westpapua at gmx.net ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 Polizeiübergriff 20.6.2006 Von: Gregor Dietrich ================================================ An BpolDion Wien Pressedienst Sehr geehrte Damen und Herren! Gestern (20. 6. 2006) Mittag (etwa 13 Uhr, +/- 1 Stunde) wurde beobachtet wie ein junger Mann, anscheinend Student, in der Kärntnerstraße vom Fahrrad gerissen, brutal zusammengeschlagen und in Handschellen abgeführt wurde, weil er einen Aufkleber "Bush go home" auf dem Fahrrad hatte. Zahlreiche Touristen (!) protestierten lautstark gegen diese Vorgangsweise. Bedeutet Verhältnismäßigkeit der Mittel bei Staatsbesuchen Prügel für Verwaltungsübertretungen wie Fahren in der Fußgängerzone oder ist das verfassungsmäßig garantierte Recht auf freie Meinungsäußerung außer Kraft gesetzt, oder sollte es sich um einen schwer bewaffneten Gewaltverbrecher gehandelt haben, was den Einsatz rechtfertigt? Bitte um Aufklärung! - Artikel in Vorbereitung, diese Anfrage und Ihre Antwort werden auch anderen Medien zur Verfügung gestellt. Eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft ist in Vorbereitung. mfG Mag. G. Dietrich ----- ================================================ ================================================ 02 Presseaussendung: Spektakuläre NGO-Aktion gegen George W. Bush Von: NGO Resistance for Peace ================================================ P R E S S E A U S S E N D U N G Wien, am 21.06.2006 Resistance for Peace Menschenrechts- Umweltschutz- Tierrechts-NGO http://www.resistanceforpeace.org Nobilegasse 26/22 A-1150 Wien Presserückfragen und Kontakt Peter Rosenauer, Obmann Mobile: (++43) 0664 505 18 61 E-Mail: office at resistanceforpeace.org Web: http://www.resistanceforpeace.org Ttl.: NGO "Resistance for Peace" protestiert gegen US-Präsidenten Bush. Uttl.: Ein 100m² grosses Banner wurde montiert, Kletterer hängen im Seil. Anlässlich des USA-EU Treffens in Wien zeigt „Resistance for Peace“ an der Fassade eines Hauses in der Vorderen Zollamtsstrasse im 3.Bezirk in Wien ein Banner mit der Aufschrift: „US president Bush is a danger to the planet. Stop the lying idiot!“ Dazu erklommen um 9:30 Uhr etwa ein Dutzend Aktivisten das Baugerüst. Der Sprecher von Resistance for Peace, Peter Rosenauer, empört sich: „Es kann nicht sein, dass dieser zutiefst zynische, verlogene Mensch, welcher ein Handlanger und eine Marionette der Waffen-, Atom-, Erdölindustrie usw. ist, mit allen Ehre in Österreich empfangen wird. Bush tritt die Menschenrechte mit Füssen und macht eine skrupellose Politik für die Konzerne und gegen die Menschen und die Natur.“ Resistance for Peace fordert den EU-Ratsvorsitzenden Schüssel dazu auf, von Bush vehement die Einhaltung der Menschen- und Umweltrechte zu verlangen. Abhörskandale, Folterungen, Entführungen, Pressezensur, Kriegsverbrechen, Umweltzerstörung usw. verletzen internationales Recht und können nicht unter den Tisch gekehrt werden. Resistance for Peace ruft die Menschen dazu auf, solche Politiker nicht zu akzeptieren, weil sie eine massive Bedrohung des sensiblen Regelwerkes Demokratie darstellen! Weitere Informationen vor Ort bei Peter Rosenauer unter 0664/ 505 18 61 Professionell gedrehtes Video- und Fotomaterial ist ebenfalls vorhanden ================================================ MEINUNGEN ================================================ ================================================ 03 Meine erste Absage :-) Von: Martin Mair ================================================ Absagen macht Spass, darum habe ich heute meine erste Absage geschrieben :-) (das Inserat war elendslang mit vielen, vielen Ansprüchen aber nichtein WOrt, was dieser Konzern den potentiellen Arbeitnehmern denn bieten will. Kein Wunder, dass die schon mehrmals die Stelle ausgeschrieben haben). Mehr zum Thema Absagen schreiben bei der 1. Wiener Absageagentur unter http://www.f13.at/abs lg Martin P.S.: Ihr Hausarzt empfiehlt: Eine Absage schreiben pro Tag erhöht Ihr wohlbefinden und verlängert Ihre Lebenserwartung Sehr geehrte Damen und Herren! Mit Langeweile habe ich Ihre wiederholte Bewerbung im Online-Standard um meine Mitarbeit gelesen, muss Ihnen aber leider mitteilen, dass Ihre Unternehmensprofil, das offenbar nur fordert und nichts zu bieten vermag, nicht zu meinen Ansprüchen passt. Ein unrealistisch agierendes Unternehmen, das keine Ahnung von Kommunikation hat, nicht zu motivieren vermag, das passt einfach nicht zum meinen umfangreichen Qualifikationen und Erfahrungen als Publizist und Informatiker. Da Sie weder einen Gehalt noch sonstige Leistungen/Vorteile von Borealis als Arbeitgeber angeben, nehme ich an, dass sie womöglich einen Roboter suchen. Als Mensch fühle ich mich bei Ihrem Inserat einfach nicht angesprochen. Ich kann Ihnen daher nur viel Ausdauer wünschen, vielleicht finden Sie doch die Eiermilchlegende Wolfsmilchsau in Ihren Forschungslabors. Bitte inofrmieren Sie mich dann über die Weltsensation! Einstweilen werde ich Sie gerne in meine Evidenz der hoffnungslosen Unternehmen aufnehmen und bei Glegenheit eine weiter Absage schicken. Ein Hoch auf den Neoliberalismus! Martin Mair P.S.: Alleine die unrofessionell gestaltete Website, die kaum Rücksicht auf die menschliche Wahrnehmung nimmt und die Standards der Usability missachtet - z.B. hellgraue Klappmenüs auf wiessem Hintergrund !!! -, lässt auf einen grossen Realitätsverlust Ihrer Firma vermuten, die sich in ihren künstlcihen Plastikwelten verfangen hat. Ich wünsche Ihnen daher gutes Gelingen bei Ihrem weiteren Lebensweg, vielleicht werden Sie doch noch einmal richtige Menschen! http://derstandard.at/?url=/Stellenmarkt/dyn/detail.asp%3FU%3Duser%26ID%3D77621%26fromSky%3D -- ========================================== Martin Mair - Publizist virtuell & traditionell Krottenbachstrasse 40/9/6, A-1190 Wien Tel. + Fax: +43 1 3677487, Mobil: + 43 676 3548310 Email: mm at mediaweb.at http://www.mediaaustria.at - Webhosting & Webdesign http://www.bannertausch.info http://www.arbeitslose.at AMS AKtive Arbeitslose ========================================== ================================================ 04 Männerfussball ist... Eine feministische Position zur Fussball-WM 2006 Von: angela mores ================================================ Männerfussball ist ... © Üri(20.06.06) Eine feministische Position zur Fußball-WM 2006 "Die Welt zu Gast bei Freunden" lautet der Slogan der 18. Fußballweltmeisterschaft der Männer, die derzeit in Deutschland stattfindet. Während für die einen Ball und Rubel rollen, überlegen andere, meist Frauen, wie sie dieser gewaltgeschwängerten Stimmung entkommen können. Die Welt zu Gast bei Freunden" lautet der Slogan der 18. Fußballweltmeisterschaft der Männer, die vom 9. Juni - 9. Juli 2006 in der BRD stattfindet. 32 Mannschaften treten in 64 Spielen gegeneinander an. In 12 Austragungsorten sind die Stadien hochsaniert worden. Der Umbau und die Überdachung des Olympia Stadions in Berlin kosteten 242 Millionen Euro. Eine Summe, die auf Jahre ausreichen würde, um eine feministische Infrastruktur zu unterstützen, die sich die Abschaffung von gewaltbestimmten Lebensbedingungen von Frauen zum Ziel gesetzt hat. Frauenrechte spielen bei dieser Fußballweltmeisterschaft offensichtlich keine Rolle, auch wenn die Diskussion um die Verhinderung von Zwangsprostitution das Gegenteil suggeriert. Für die BRD ist es aus verschiedenen Gründen von Bedeutung, Austragungsort für die Fußballweltmeisterschaft zu sein. Erhofft mann sich doch neben ökonomischen Vorteilen unter anderem einen Prestigegewinn für das Land, in dem es alltäglich rassistische Übergriffe auf Flüchtlinge und MigrantInnen gibt. Diese Übergriffe werden selten von einer größeren Medienöffentlichkeit beachtet und von den politischen und juristischen Behörden verfolgt. Das auffallend starke Medieninteresse an dem rassistischen Überfall auf Ermyas M. in Potsdam ist so in direktem Zusammenhang mit der anstehenden WM zu sehen und spiegelt das politische Interesse wider, die BRD als Land darzustellen, in dem rassistische Gewalt angemessen verfolgt wird. Während viele Frauen und MigrantInnen überlegen, wie sie der gewalttätigen Stimmung rund um das Fußballgeschehen und dem Gefahrenpotential, das von den Männerhorden ausgeht, entkommen können, richtet sich für einen großen Teil der männlichen und weiblichen Bevölkerung die Terminplanung in diesen Wochen nach den Zeiten der Spiele. Gab es sonst bei Großereignissen wie Expo 2000, Olympiade und anderen noch Widerstand und Proteste gegen die damit verbundene Verteuerung der Lebenshaltungskosten, die ‚Säuberung’ der Innenstädte und die massive Überwachung, so gibt es bis jetzt nur wenig grundsätzliche Kritik an diesem nationalistischen Großereignis mit all seinen rassistischen und sexistischen Implikationen. ... Sexismus und Zwangsprostitution Zum 8. März 2006 starteten breit getragene Kampagnen gegen Zwangsprostitution, die vor allem die Sensibilisierung der Öffentlichkeit, insbesondere von Männern beziehungsweise Freiern zum Ziel haben. Auch wenn diese Kampagnen unter anderem mehr Respekt für Frauen einfordern, die in der Prostitution arbeiten – fehlender Respekt für Frauen ist in dieser Gesellschaft alltäglich und in ihrer patriarchalen Struktur angelegt. Während in der Öffentlichkeit zum Teil voyeuristisch über Zwangsprostitution berichtet wird, ist es kein Thema, dass Männer Frauen kaufen. Wieso wird es als Selbstverständlichkeit betrachtet, dass bei einer Männer-dominierten Veranstaltung wie dieser Fußballweltmeisterschaft staatlicherseits für die Möglichkeit der Prostitution gesorgt wird? Da sollen sogenannte ,Verrichtungsboxen‘ direkt an die Stadien gebaut werden, damit Männer nach dem Spiel direkt vor Ort ihre ,sexuelle Notdurft‘ verrichten können. Die schwedischen Männer wurden öffentlich bemitleidet, als in Diskussion war, dass die schwedische Fußballmannschaft wegen der in der BRD erlaubten Prostitution nicht an der WM teilnehmen solle. In Schweden ist der Kauf von sexuellen Handlungen verboten. Diese männliche ‚Sexualität’ und der alte Mythos vom ‚männlichen Trieb’, die von der Frauenbewegung als patriarchale Konstruktion und Struktur zur Legitimierung von Männergewalt entlarvt worden sind, werden im Gewand des aufgeklärten Freiers wieder neu legitimiert. Es wird suggeriert, dass mit Prostitution Gewalt verhindert werden könnte, dabei wissen gerade Frauen, dass dem noch nie so war. Weder die Legalisierung von Prostitution noch die Einführung des Gewaltschutzgesetzes haben am Ausmaß der Gewalt gegen Frauen und den bestehenden Machtverhältnissen etwas Grundsätzliches verändert. Ausbeutungsverhältnisse werden zum Normalzustand umdefiniert, der nicht hinterfragt werden soll: Sexistische Werbung, frauenfeindliche Lehrbücher, Benachteiligung bei der Berufswahl und bei der Entlohnung, Vergewaltigung in der Ehe, Lesbophobie, psychische und physische Gewalt gegen Frauen und Mädchen bis hin zur Ermordung von Frauen und ihren Kindern sind Alltag in der BRD. In dieser Gesellschaft erleben viele Frauen sexualisierte Gewalt. Als Mädchen, als Schwester, als Freundin, als Ärztin, als Sekretärin, als Haushaltshilfe, als Prostituierte. Frauen sind betroffen und/oder bedroht von Männergewalt. Alle Frauen haben unterschiedliche Strategien damit umzugehen und unterschiedliche Grenzen. Eine Legitimation dieser Gewalt kommt nicht in Frage. Die aktuelle Diskussion um Zwangsprostitution verstärkt das Gegenbild der ‚freiwilligen’ Prostitution, bei der Machtverhältnisse ausgeblendet sind, ganz im Sinne einer neoliberalen ,Sexkultur’, in der angeblich alles möglich ist und auf gleichberechtigter Basis stattfinden kann. Wenn hier überhaupt von ‚Freiwilligkeit’ gesprochen werden kann, dann nur im Rahmen der eingeschränkten Erwerbsmöglichkeiten, die Frauen in der BRD und in anderen Ländern vorfinden. Es geht darum, weiter für Lebensbedingungen und gesellschaftliche Strukturen zu kämpfen, in denen es keine Machtverhältnisse mehr gibt, die eine ökonomische und/oder sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen ermöglichen. ... Sexismus und Rassismus Dient die Diskussion um ‚Zwangsprostitution‘ nicht eher migrationspolitischen Interessen, als dass es real um Bekämpfung von Frauenhandel und von Gewalt gegen Frauen ginge? In den letzten Wochen gab es vermehrt Razzien im Milieu. Dabei wurden vor allem Frauen festgenommen, die keine Arbeits- oder Aufenthaltserlaubnis haben. Diese Migrantinnen, die nur die Möglichkeit haben, ohne Papiere zu arbeiten, werden nun verstärkt abgeschoben. Auf der Grundlage des neuen Zuwanderungsgesetzes verweigert dieser Staat nach wie vor vielen Frauen, die in der BRD leben und arbeiten, einen legalen Aufenthalt. Im Zusammenhang mit der WM wurden als erstes Einreiseverschärfungen diskutiert. Offensichtlich ist nicht die ganze Welt willkommen. Die Festung Europa bleibt gerade auch während der WM bestehen. Frauenhandel ist jedoch international organisiert und geschieht häufig mit Wissen staatlicher Stellen. Er wird nicht dadurch bekämpft, dass die Migration von Frauen kontrolliert und verhindert wird. Solange die Ursachen für Migration weiter bestehen, werden Frauen ihr Recht auf Migration einfordern und umsetzen. Wir fordern Bleiberecht und offene Grenzen für alle. ... Globalisierte Ökonomie Eines ist schon jetzt sicher: Die Gewinner der WM sind die FIFA und die Sportartikelhersteller, die die Mannschaften ausrüsten. Adidas hat für den Titel ‚offizieller FIFA-Sponsor‘ 45 Millionen Euro bezahlt. Diese Summe wurde durch die Ausbeutung der ArbeiterInnen in den Zulieferbetrieben erwirtschaftet: "Beim Adidas-Zulieferbetrieb Hugger in Honduras werden die ArbeiterInnen vor der Einstellung diskriminierenden Untersuchungen unterzogen, zum Beispiel auf Schwangerschaft und auf Tätowierungen, jeweils Gründe für die Nichteinstellung. Zudem befürchten die ArbeiterInnen ihre Entlassung, wenn sie ihr Recht auf gewerkschaftliche Organisation ausüben wollen. Der angeblich verbindliche Adidas-Verhaltenskodex, nach dem diese Missstände nicht existieren dürfen, ist den meisten ArbeiterInnen nicht bekannt. Damit nicht genug: Im Adidas-Zulieferbetrieb Hugger erhalten die NäherInnen einen Lohn von 110 Euro (CIR/Kampagne für ‚saubere Kleidung‘, 9.6.2005). Das ist weniger als 1 Prozent des Verkaufspreises pro angefertigtem Sportartikel als Lohn. Gegen Coca Cola, einen anderen Hauptsponsor der WM, wurde bereits vor einigen Jahren eine weltweite Boykottkampagne gestartet, weil Coca Cola bei der Produktion in Kolumbien von den dort herrschenden ökonomischen Bedingungen und der Repression profitiert. Seit 1996 hat es 8 Morde an Gewerkschaftsvertretern von Sinaltrail gegeben, die in dem Coca-Cola-Werk gearbeitet haben. Mit der Kampagne, die während der WM in der BRD intensiviert werden soll, wird Coca Cola aufgefordert, sich öffentlich von den Aktionen der Paramilitärs zu distanzieren und Menschen- und Arbeitsrechte zu achten und einzuhalten. Die Exklusivrechte für den Bierausschank hat der amerikanische, zweitgrößte Bierbrauer der Welt, Anheuser-Busch. Er hat dafür 40 Millionen Euro bezahlt und hofft natürlich mehr als das wieder einzunehmen. Günter Jauch und der ehemalige Nationaltrainer Rudi Völler werben gemeinsam im Fernsehen für den kistenweisen Kauf von Krombacher Bier. Für einen guten Zweck wohlgemerkt, denn ein kleiner Prozentsatz wird an das Kinderhilfswerk gespendet. Es ist, als ob der Kampf gegen das Gewaltpotenzial nach Alkoholkonsum von den Käufern nach dem Verursacherprinzip gleich zum Teil mitbezahlt werden soll. Trotz der gravierenden Kürzungen in sozialen Bereichen und den gesellschaftlichen Umstrukturierungen wird das Projekt WM 2006 großzügig durch die öffentliche Hand mitfinanziert. Rund 1,38 Milliarden Euro wurden in neue Stadien investiert, 280 Millionen Euro alleine ins FIFA WM-Stadion München. 3,7 Milliarden Euro werden in den Straßenbau und 500 Millionen in den Kartenverkauf investiert, beziffert das Wirtschaftsministerium die finanzielle staatliche Unterstützung. Versprochen werden Arbeitsplätze und ‚touristische und wirtschaftliche Anreize‘. Wie eng Politik, Sport und Wirtschaft miteinander verflochten sind, zeigt neben der Organisationsstruktur auch die Kommerzialisierung des Fußballs selbst. Das Organisationskomitee für die Fußballweltmeisterschaft wird kontrolliert durch einen Aufsichtsrat und ein Kuratorium. Im Aufsichtsrat sitzen zum Beispiel Otto Schily und Wolfgang Schäuble. Außerdem berät der Sportausschuss des Deutschen Bundestages das Komitee. Fußball kann also als Staats-Sport bezeichnet werden. Ganz selbstverständlich wird auch in den Nachrichten als erstes über dieses Ereignis berichtet und öffentlicher Raum für den Fußballwahn zur Verfügung gestellt: Fußballtore leuchten auf Gebäuden, und Großbildleinwände werden auf zentralen Plätzen aufgebaut. ... Nationalismus und Kontrolle Der deutsche Nationalismus nach 1945 hat spätestens seit 1989 noch einmal großen Auftrieb erhalten und wird von breiten Teilen sowohl der männlichen wie der weiblichen Bevölkerung mitgetragen. Im Kontext der WM entsteht eine neue Dimension von deutschem Nationalismus: Überall in der BRD springt einer das Schwarz-Rot-Gold entgegen, und in einer Zeit, in der viele durch die Verschlechterung von Arbeitsbedingungen einerseits und Sozialleistungen andererseits verunsichert sind, soll die Deutschlandflagge und das Angebot der Identifikation mit der deutschen Nation von den aktuellen politischen und strukturellen Missständen ablenken. Misstrauisch macht, wie die Diskussion um Sicherheit bei der Fußballweltmeisterschaft und den Einsatz der Bundeswehr bei diesem Männer-Ereignis geführt wird. Angesichts eines zunehmend militarisierten Alltags und einer Gewöhnung an Krieg und Gewalt erfüllen die Spiele eine wichtige Funktion in bezug auf die Schaffung eines ‚Zusammengehörigkeitsgefühls‘ und die Legitimation weiterer repressiver ‚sicherheitspolitischer‘ Maßnahmen wie die Hochrüstung der Videoüberwachung. Wir fordern alle auf, die für eine Gesellschaft ohne Unterdrückung und Ausbeutung eintreten, gegen die strukturellen Gewaltverhältnisse Stellung zu beziehen, ihre eigene Haltung zu diesem Fußball- und Männlichkeitswahn kritisch zu überdenken und sich bewusst zu machen, was es für viele MigrantInnen und Frauen bedeutet, in diesen patriarchalen Verhältnissen zu leben. Wir fordern alle auf, einzugreifen und sich zu organisieren, statt sich zum Teil dieser sexistischen, rassistischen, nationalistischen Strukturen zu machen. Üri (Überregionales autonomes feministisches Treffen von FrauenLesben und Frauenlesbentransgender), Mai 2006 ================================================ ================================================ ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE ================================================ ================================================ 05 literarische events + a bisserl fuasboi Von: el awadalla ================================================ 23. 6. 2006, 19:30h Kellergasse Schiltern bei Langenlois literatur in der kellergasse zum 5. mal veranstaltet vom unabhängigen literaturhaus niederösterreich mit: El Awadalla und Daniel Glattauer, musikalisch kongenial ergänzt vom Duo Hojsa-Emersberger 7. 7. 2006, 19h Urania, Uraniastr. 1, 1010 Wien das uawaschl steht wieder und lädt ein zum lesen, schreiben und hören. eröffnung am 7. 7. um 19 uhr, begehbar bis 23. 7. rund um die uhr. eröffnung und lesung el awadalla 20. 7. 2006, 17h 350. widerstandslesung gegen schwarzblaurange wir lesen, bis sie gehen mit autorinnen und autoren, die schon zu hören waren, sekt, kuchen, blauen wuchteln etc. kommentar zur fußball-wm: a lawal a wuchtl a guaggn a banane a brezn a stangl und öf wiaschdln -- widerstandslesung jeden donnerstag 17 bis 19 uhr 1010 wien, ballhausplatz 1a. http://www.awadalla.at/ ================================================ 06 Sommerfest! Von: Kindercafe Lolligo ================================================ Endlich: Im und rund um's Lolligo gibt es ein großes Kinderfest: mit Spielen, Essen & Trinken, Musik, Jongleur, Clown und noch vielem mehr... Bitte weitersagen und alle kommen: Am 30. Juni 2006 ab 14 Uhr. Wie freuen uns!! ------------------------------------------ LOLLIGO Fischerstiege 4-8 - 1010 Wien Öffnungszeiten: FR & SA 15-18 Uhr - nur bei Schlechtwetter!! Infotelefon: 0699 1966 76 10 www.lolligo.net Spenden erbeten und notwendig: "lolligo" / blz 14000 / konto-nr. 10010-036-203 ================================================ ================================================ 07 Fußballspieler, männlich, schwul > Radio Stimme - 22.06 Von: Initiative Minderheiten Newsletter ================================================ RADIO STIMME - DIE SENDUNG DER INITIATIVE MINDERHEITEN Donnerstag, 22. Juni 2006 13.00 Uhr, Orange 94.0 / Wien Fußballspieler, männlich, schwul ... gesucht Beim Fußball kann man noch richtig Mann sein. Man kämpft für seine Mannschaft und trägt die Hoffnungen seiner Fans oder auch einer ganzen Nation auf seinen heldenhaften Schultern. Frauen haben hier nichts zu suchen und noch viel weniger homosexuelle Männer. Radio Stimme darüber, wie Fußball bestimmte Bilder von Männern und Männlichkeit prägt und warum dabei anscheinend kein Platz für Homosexuelle ist. Weitere Sendungsthemen: - Fernseher an, Feminismus aus? Mediale Repräsentationen am Beispiel der Serie "Desperate Houswives" - Gay Cops Austria, Schwule und Lesben in österreichs Polizei Diese Sendung wird weiters ausgestrahlt auf: FREIRAD (Innsbruck) Do, 29. Juni, 12.00 Uhr Radio AGORA (Kärnten) Do, 29. Juni, 19.00 Uhr Radio HELSINKI (Graz) Sa, 01. Juli, 19.00 Uhr Radio FRO (Linz) So, 09. Juli, 11.00 Uhr ****** -> Sendung verpaßt? Das Internet-Archiv. Diese und alle anderen Ausgaben von Radio Stimme sind in unserem digitalen Sendungsarchiv jederzeit als Download und Stream abrufbar: http://www.initiative.minderheiten.at/Radio ****** -> Sendung über's Internet hören. Die Sendungen sind über den Internet-Livestream der Radiosender zur jeweils angegebenen Sendezeit auch über das Internet zu hören. Orange 94.0: http://streamintern.orange.or.at/live3.m3u FREIRAD: http://www.freirad.at/live.m3u Radio AGORA: http://www.cartwall.at/agora_mp3.m3u Radio FRO: http://www.fro.at/livestream.php HELSINKI: http://www.helsinki.at/live-stream.php ****** -- Radio Stimme – Die Sendung der Initiative Minderheiten Das politische Magazin zu den Themen Minderheiten - Mehrheiten - Machtverhältnisse on air: Wien - Do, 13.00 Uhr - Orange 94.0 - http://www.orange.or.at Innsbruck - Do, 12.00 Uhr - FREIRAD - http://www.freirad.at Kaernten - Do, 19.00 Uhr - Radio AGORA - http://www.agora.at Linz - So, 11.00 Uhr - Radio FRO - http://www.fro.at Graz - Sa, 19.00 Uhr - Radio Helsinki - http://www.helsinki.at on line: weltweit - jederzeit - http://www.initiative.minderheiten.at -- This mail was sent through the strg.at network. http://strg.at ***** Newsletter der Initiative Minderheiten Gumpendorfer Straße 15/13 A-1060 Wien Tel. 586 12 49-18 Fax 586 82 17 http://www.initiative.minderheiten.at http://www.gastarbajteri.at ***** ================================================ 08 migration vibrations - solifest für die deserteursberatung 28.06. Von: Deserteurs und Fluechtlingsberatung ================================================ die deserteurs- und flüchtlingsberatung presents: migration vibrations - solifest am mittwoch, den 28.06.2006 im klub ost mit: b seiten sound, cheesevibes, dj-line außerdem: Wuzzelturnier (nette preise), Buffet, Fanzeux doors open: 20:30 beginn wuzzelturnier: 21:00 bands on stage: 22:30 wir freuen uns auf euer kommen!!!!!!!!!!! Klub Ost: Schwindgasse 1, Ecke Schwarzenbergplatz nähere infos sind unserer homepage zu entnehmen... bitte ankündigung weiter verbreiten!! -- Deserteurs- und Fluechtlingsberatung Schottengasse 3a/1/59 A-1010 Wien Tel.: +43/1/533 72 71 Fax.: +43/1/532 74 16 http://www.deserteursberatung.at ================================================ 09 Frauenhetz-Erinnerungsmail: 23.6 Demokratiequalität aus fem. Perspektive, 24.6. Die österr. Verfassung. Grundsätze Von: Verein Frauenhetz ================================================ Programm Mai - Juni Demokratie - und nu? 23. 6. Demokratiequalität aus feministischer Perspektive 17.00 - 20.00, Workshop Karin Liebhart Politologin, Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien Demokratie ohne gleichberechtigte politische Teilhabe der Frauen ist eine unvollständige Sache", hieß es bereits 1995 im "Bericht über die Situation der Frauen in Österreich". Dennoch produzieren und reproduzieren politische Institutionen und Strukturen weiterhin hierarchische Geschlechterverhältnisse. Geschlecht wirkt - oftmals "informell" und bereits im Vorfeld - als ein Ausschlusskriterium und beschränkt politische Teilhabechancen von Frauen. Die Demokratiequalität Österreichs ist daher aus einer genderpolitischen Perspektive kritisch zu hinterfragen. _______________________________ 24. 6. Die österreichische Verfassung. Grundsätze und Gender Aspekte 15.00 - 18.00, Workshop Brigitte Hornyik Verfassungsjuristin Das Bundes-Verfassungsgesetz, aus 1920 bzw. 1929, wurde von Männern für Menschen verfasst; es regelt Grundsätze der Staatsorganisation (zB Staatsgewalten, Wahlen, Kontrolle). Patriarchale und hierarchische Züge und Ausdrucksweisen sind trotz Bemühens um formale Gleichheit unübersehbar. Die Grundrechte sind in Österreich in zahlreichen Einzeldokumenten enthalten. Erst seit 1998 "bekennt" sich die Verfassung ausdrücklich zur de facto Gleichstellung von Frauen und Männern und zur Frauenförderung. Wie hält es die Verfassung sonst mit der Geschlechterdemokratie? Was bedeutet die Verfassung überhaupt für die Menschen im Allgemeinen in dieser Republik und im Besonderen für die Frauen? Und wie hätten wir's gern? _______________________________ Veranstaltungen für Frauen! Unkostenbeitrag/Spende: 5/3 EUR Wir bieten auf Anfrage - bitte jeweils eine Woche vor der Veranstaltung - Kinderbetreuung an! Die Räumlichkeiten der Frauenhetz sind rollstuhlgerecht. _________________ Frauenhetz-feministische Bildung, Kultur & Politik Untere Weißgerberstr. 41, 1030 Wien fon/fax: 01/7159888 office at frauenhetz.at www.frauenhetz.at ================================================ 10 Programm 28.Juni Von: depot-news at mailman.sil.at ================================================ Mittwoch, 28. Juni, 19.00 Die wahr/falsch Inc. Ausstellungsbesprechung Die heutige Wissenschaft wird häufig als Bedrohung empfunden oder uneingeschränkt bewundert. Die wahr/falsch Inc., eine Ausstellung im Stadtraum von Wien, versucht Wissenschaft und Forschung als Alltag zu thematisieren. Welche Szenarien gibt es, Wissenschaft in der Öffentlichkeit darzustellen, ohne ihre Resultate zu popularisieren oder politische Anklage zu führen? Anhand unterschiedlichster Themen, von Doping bis zur Migration von WissenschafterInnen wird zudem eine Zusammenführung und gegenseitige Aufhebung von Wissenschaft und Kunst angedacht. Elke Krasny, Kulturtheoretikerin Judith Kröll, wahr/falsch Inc. Alexander Martos, wahr/falsch Inc. Veronika Wöhrer, Wissenschaftssoziologin, Universität Wien x.06 – Die wahr/falsch Inc. Wissenschaftsausstellung in der Stadt, 2. Juni bis 15. Juli 2006. Depot Breitegasse 3 A-1070 Wien Tel: +43 1 522 76 13 www.depot.or.at _______________________________________________ Depot-news mailing list Depot-news at mailman.sil.at http://mailman.sil.at/mailman/listinfo/depot-news ================================================ 11 29.6.: Wie viel Politik verträgt der ORF? Von: Zukunfts- und Kulturwerkstätte ================================================ Wenn Sie diesen Newsletter nicht im HTML-Format sehen können, klicken Sie bitte hier Zukunfts und Kulturwerkstätte Newsletter 18/2006 ================================================= Wie viel Politik verträgt der ORF? * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Diskussion Donnerstag, 29. Juni 2006, 19 Uhr in der Zukunfts- und Kulturwerkstätte, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * > TeilnehmerInnen: Barbara Coudenhove-Kalergi Freie Journalistin RA Univ.-Doz. Dr. Alfred J. Noll Rechtsanwalt Prof. Alfred Payrleitner Publizist, ehem. Hauptabteilungsleiter des ORF Moderation: Max Koch Liga für Menschenrechte * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * > ZUK - Buchtipp Medien. Macht. Meinung. Journalist Lectures (7-10) Hg.: Zukunfts- und Kulturwerkstätte / Friedrich Austerlitz-Institut für JournalistInnenausbildung, Wien 2006, 79 Seiten, ISBN 3-901485-25-2, Euro 5.- * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * > Nähere Infos unter: Zukunfts- und Kulturwerkstätte Schönlaterngasse 9, 1010 Wien Tel.: 01/513 86 82 www.diezuk.at zuk at spoe.at > An- und Abmeldung des Veranstaltungsabos: Gehen Sie bitte auf die Seite www.diezuk.at/online/page.php?P=10180 Impressum/Offenlegung gem. §§ 24, 25 MedienG: www.diezuk.at/online/page.php?P=10942 ================================================ ================================================ MELDUNGEN ================================================ ================================================ 12 Netzkulturfördermodell Mana rechtswidrig Von: IG Kultur Österreich ================================================ ||| ||| ||| PRESSEMITTEILUNG ||| ||| IG Kultur Österreich ||| - --------------- ||| ||| Mana Community Game grundrechtswidrig! ||| Das von der Netzkultur Community entwickelte und vom Wiener Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny als besonders zukunftsträchtig angesehene Fördersystem für die Netzkultur in Wien steht in krassem Widerspruch zu den Grundrechten und kann Haftungsfolgen für die Stadt nach sich ziehen. Das sind die Ergebnisse einer von der IG Kultur Österreich in Auftrag gegebenen Untersuchung zu den Rechtsgrundlagen der Subventionsvergabe. - --------------- Nachdem die kulturpolitischen Kritikpunkte bereits ins Treffen geführt und ausführlich dokumentiert wurden (u.a. auf http:// www.malmoe.org/ und http://listen.esel.at/pipermail/liste), stellt die IG Kultur Österreich nun im Sinn einer umfassenden Erörterung auch die rechtlich relevanten Einwände zur Diskussion: - Das Auswahlverfahren ist an keine nachvollziehbaren inhaltlichen Kriterien geknüpft - Das Auswahlverfahren fördert die Bildung von Wahlkartellen (Band-Bus) - Das Auswahlverfahren trifft keine ausreichende Differenzierung zwischen Personen- und Projektförderung - Das Auswahlverfahren differenziert nicht ausreichend zwischen Netzkultur und Netzkunst Diese Kritikpunkte sind insofern juristisch relevant, als das Vergabemodell damit auf mehreren Ebenen offenkundig willkürliche Entscheidungen bewirkt, was im Widerspruch zum verfassungsrechtlich verankerten Gleichheitsgrundsatz steht. Dass der Staat (und mit ihm alle Gebietskörperschaften) auch dort, wo er nicht hoheitlich sondern privatrechtlich agiert, an die Grundrechte gebunden ist ("Fiskalgeltung der Grundrechte"), steht nach etlichen Entscheidungen des OGH außer Zweifel. Es besteht also auch für die Kulturabteilung der Stadt Wien die Verpflichtung zu "gleicher rechtlicher Beurteilung im Wesentlichen gleicher Sachverhalte". Das kann nur gelingen, wenn die "entscheidenden Organe" sich auf sachlich begründete Kriterien stützen, die auch transparent vermittelt wurden (Gebot der Determinierung und Transparenz). Der Fördergeber tritt mit Beginn des Verteilungsvorgangs nämlich mit allen potenziellen FörderempfängerInnen in ein gesetzliches Schuldverhältnis (vergleichbar einem bindenden Offert), und muss entsprechend der inhaltlichen Zielsetzung der Mittelvergabe im Gemeinschaftsinteresse alle FörderwerberInnen gleich behandeln. Tut er dies nicht, haben Benachteiligte einen direkten Leistungsanspruch (Anspruch auf Förderung) und können im Weg des ebenfalls daraus resultierenden Unterlassungsanspruchs die Regelung (hier das Mana Community Game) aushebeln (für Feinspitze ganz unten der entsprechende Rechtssatz des OGH). Lagert die Stadt Wien Förderentscheidungen daher auf ein spielerisches, durch die potenziellen FördernehmerInnen selbst bestimmtes Auswahlverfahren aus, müsste auch dieses den oben genannten strengen Regeln genügen. Das Mana Community Game vermag dies nicht zu leisten: - Es ist aufgrund des zwingend enthaltenen Interessenkonflikts (Vergabeentscheidung durch die FördernehmerInnen) unsachlich und damit gleichheitswidrig - Das Computerprogramm kann nicht im Wesentlichen gleiche Sachverhalte rechtlich gleich behandeln, auch weil durch den Spielaufbau Abstimmungsergebnisse verzerrt werden - Die Begründungspflicht, der ein öffentlicher Fördergeber unterliegt, wird verletzt. Die IG Kultur Österreich fordert den Kulturstadtrat daher auf, als Vertreter öffentlicher Interessen seine Arbeit zu erledigen statt die Verteilungskämpfe um knappe Ressourcen in die Communities auszulagern, die - so offenbar das Kalkül des Stadtrats - an den gestellten Anforderungen scheitern müssen. - --------------- OGH Geschäftszahl 1Ob272/02k; 9Ob71/03m; 10Ob23/03k; 5Ob98/05f Norm BBetrG §1 Abs1; BBetrG §1 Abs3; Rechtssatz: Für die Verneinung der Leistungspflicht eines staatlichen Rechtsträgers genügt der Hinweis auf die Regelung über den Mangel eines Rechtsanspruchs auf Leistung in einem Selbstbindungsgesetz nicht. Es besteht vielmehr ein klagbarer Anspruch gegen die auf Grundlage eines Selbstbindungsgesetzes leistungspflichtige Gebietskörperschaft, soweit ein solcher Anspruch nicht mangels Erfüllung der im Selbstbindungsgesetz normierten Leistungsvoraussetzungen oder in Ermangelung solcher Vorschriften deshalb ausscheidet, weil die Leistungsverweigerung in einem bestimmten Einzelfall dem Gleichbehandlungsgebot bzw dem Diskriminierungsverbot aus besonderen Gründen nicht widerspricht. Hat sich daher eine Gebietskörperschaft in einem Selbstbindungsgesetz zur Leistung unter bestimmten Voraussetzungen verpflichtet, so ist sie von Gesetzes wegen verpflichtet, diese Leistung jedermann, der diese Voraussetzungen erfüllt, zu erbringen, wenn sie eine solche Leistung in anderen Einzelfällen bereits erbrachte. Auf eine solche Leistung besteht daher insoweit ein klagbarer Anspruch. ||| ||| Rückfragen: ||| Juliane Alton (0664 395 13 23) ||| - --------------- ||| ||| IG Kultur Österreich ||| Gumpendorfer Straße 63b ||| A-1060 Wien ||| ||| Tel: +43 (1) 503 71 20 ||| Fax: +43 (1) 503 71 20 - 15 ||| http://www.igkultur.at/ ||| - --------------- ================================================ 13 GLB/ÖBB/Börsegang Von: Gewerkschaftlicher Linksblock ================================================ Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110 Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 - Mail glb at aon.at – Web www.glb.at – Ausgabe vom 21. Juni 2006 Zerstörung der Bahn durch Ausgliederung und EU-Liberalisierung GLB lehnt Börsegang der ÖBB entschieden ab Durch die Brille der Spekulanten betrachtet offensichtlich ÖBB-Chef Martin Huber das ihm anvertraute Unternehmen wenn er von der „Vision vom Kapitalmarkt“ schwärmt und die Bahn durch einen Börsegang privatisieren will. Freilich ist dieser zweifellos in Abstimmung mit der Regierung unternommene Vorstoß die logische Fortsetzung der Zerstörung der Bahn unter dem Diktat einer EU-konformen Liberalisierung. „Die Demontage der ÖBB hat mit der Ausgliederung aus dem Bundesbudget 1994 unter Regierungsverantwortung von SPÖ und ÖVP begonnen und erreichte mit der Zerstückelung in zahlreiche Teilgesellschaften unter dem Dach einer Holding durch die ÖVP/BZÖ-Regierung den bisherigen Höhepunkt“, stellt Ernst Wieser, Sekretär der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) in der Gewerkschaft der EisenbahnerInnen (GdE) fest. Der GLB lehnt einen Börsegang entschieden ab und tritt im Gegensatz dazu zum Rückbau der ÖBB zu einem einheitlichen staatlichen Unternehmen ein. Seit der Ausgliederung der ÖBB aus dem Budget wurden unter GD Helmut Draxler (SPÖ) von 1993 bis 2001 rund 15.000 Arbeitsplätze abgebaut, dessen Nachfolger Rüdiger vorm Walde (parteilos) vernichtete von 2001 bis 2004 weitere 1.600 Eisenbahnarbeitplätze und Martin Huber (ÖVP) baute seit seinem Amtsantritt 2004 weitere 2.668 Arbeitsplätze ab, womit der Personalstand mit Jahresende 2005 auf 46.059 Beschäftigte reduziert wurde. Mit einem Börsegang ist unter dem Druck der Erwartungen der Aktionäre ein weiterer verstärkter Personalabbau zu befürchten, als dessen Folge der Leistungsdruck auf das verbleibende Personal weiter steigt. Es ist auch kein Zufall, dass zeitgleich mit der Ankündigung des Börseganges die Stilllegung von fast einem Drittel des regionalen Schienennetzes erfolgt: Von 5.600 Kilometer Schienennetz der ÖBB entfallen derzeit 2.200 Kilometer auf den Regionalverkehr, davon sollen 600 Kilometer stillgelegt werden. Das bedeutet eine weitere Austrocknung des Regionalverkehrs und damit eine verstärkte Umschichtung zum Autoverkehr und ist somit verkehrspolitisch völlig kontraproduktiv. Die jetzt bekannt gewordene Gleichstellung von Schiene und Straße durch Revision des EU-Weißbuches zeigt, dass die Verkehrspolitik EU-weit auf die Reduzierung der Bahn auf eine kleine Zahl lukrativer Hauptstrecken bei gleichzeitiger Ausdünnung in der Fläche orientiert, wie sogar ÖVP-Staatssekretär Helmut Kukacka kritisch feststellt: „Nicht die umweltfreundlichen Verkehrsträger Schiene und Wasser, sondern die vom Diktat der Auto- und Ölkonzerne bestimmte Straße wird damit immer deutlicher zum alleinigen Maßstab der Verkehrspolitik“, kritisiert Wieser. Sichtbares Ergebnis der „Reform“ durch Zergliederung der einheitlichen Bahn ist neben laufenden Verteuerungen der Bahnfahrten bei gleichzeitig zunehmenden Zugverspätungen die Schaffung von Versorgungsposten für Günstlinge der ÖVP und des BZÖ: Kamen die ÖBB vorher mit sieben Vorständen, elf Prokuristen und 22 Aufsichtsräten aus, gibt es jetzt 17 Vorstände, 21 Prokuristen und 57 Aufsichtsräte. Zusätzlich wurden 90 Millionen Euro für externe Beraterkosten ausgegeben, wie auch vom Rechnungshof bemängelt wurde. ================================================ 14 Weitergabe von Passagierdaten: Neu installieren Von: "q/depesche" ================================================ Weitergabe von Passagierdaten: Neu installieren q/depesche 2006-06-20T16:54:34 Weitergabe von Passagierdaten: Neu installieren Was tut man als EU Kommission, wenn einem ein gerade erst installiertes Abkommen vom EU Gerichtshof deinstalliert wird: Mit neuer Versionsnummer wieder installieren. So hat man es zumindest mit dem "Vertrag", der die illegale Weitergabe von Passagierdaten an die USA regelt, vor. Wir empfehlen beim nexten Mal das ganze System neu aufzusetzen. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,422326,00.html EU gibt Passagierdaten auch künftig an USA weiter Nach dem vom Europäischen Gerichtshof gekippten Vertrag will die EU das Abkommen über Fluggastdaten mit den USA durch eine neue Regelung ersetzen. Am Vorgehen soll aber nichts geändert werden: Die Amerikaner erhalten die Passagierangaben im gleichen Umfang weiter. [ ... ] Das europäisch-amerikanische Abkommen sieht vor, dass Fluggesellschaften bis 15 Minuten vor Abflug insgesamt 34 Datensätze über alle in die USA reisenden Passagiere übermitteln müssen - darunter Namen, Adressen, Telefon- und Kreditkartennummern sowie besondere Essenswünsche. Die US-Regierung betrachtet dies als wichtiges Instrument im Kampf gegen den Terror und hat Fluggesellschaften, die die Angaben nicht übermitteln, mit Strafen und dem Entzug der Landerechte gedroht. Wenn der Ministerrat das Abkommen wie vorgeschlagen bis Ende des Monats kündigt, bleiben für Neufassung und Ratifizierung noch 90 Tage Zeit. Das dürften etliche Parlamente kaum schaffen. [ ... ] Es sei "nicht ungewöhnlich", dass gewisse Vorgaben provisorisch aber rechtlich bindend umgesetzt werden, während die Ratifizierung noch laufe, sagte ein Sprecher in Brüssel. - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- relayed by Chris - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Online Version: http://quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100003621 quintessenz is powered by http://www.onstage.at subscribe/unsubscribe/digest http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe comments to depesche at quintessenz.org ================================================ INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ================================================ ================================================ 15 Papuan refugees refuse to meet with RI's House members Von: westpapua at gmx.net ================================================ >From Joyo Indonesia News Papuan refugees refuse to meet with RI's House members MELBOURNE, Australia,(AP): A group of 42 refugees from Indonesia's restive Papua province have refused to meet with members of the Indonesia's House of Representatives visiting Australia, a refugee advocate said Thursday. Australia's decision to grant temporary asylum to the Papuans - who arrived on Australia's northern coast in April claiming they were fleeing genocide - infuriated Jakarta, which withdrew its ambassador in protest. Indonesia recently restored Ambassador Hamzah Thayeb to his post in Canberra after Prime Minister John Howard's conservative government moved to amend immigration laws so that all asylum seekers arriving by boat are sent to island detention camps. A legislative delegation traveling with Thayeb requested permission to meet with the refugees this week, according to David Manne, a lawyer with the Refugee Immigration Legal Center in the southern city of Melbourne. He said the refugees had refused the offer. The Papuans claimed Indonesian troops were committing genocide in their homeland which became part of Indonesia in a now discredited U.N. ballot in 1963. "They're shocked and scared by the suggestion of meeting with Indonesian officials," Manne said. "They've just been found recently by Australian immigration officials to have a well-founded fear of being persecuted by Indonesian authorities." He said the refugees wanted to be left alone "in safety and security without approaches from the Indonesian officials." Earlier, the leader of the delegation, Muhammad Hikam, told Australian Broadcasting Corp. radio that the Papuan refugees were rejecting "a good friendship" by refusing to meet with him and his fellow lawmakers. ------------------------------------------ Joyo Indonesia News Service ------------------------------------------ -- Westpapua Solidarität Wien Kontakt: westpapua at gmx.net Website: http://www.westpapua.tk ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) 3 stück nwr, unaktuell, ipal, 2 anhänge - bitte nur textmails schicken. html-anhänge usw. werden nicht geöffnet und daher auch nie veröffentlicht. Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 3.05 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Tue Jun 27 08:52:05 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Tue, 27 Jun 2006 08:52:05 +0200 Subject: widerst@nd! - MUND: Dienstag, 27.6.2006 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! Dienstag, 27.06.2006 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 27.6., Innsbruck: Genner kommt Asyl in Not ================================================== 02 [kinoki-mikrokino] Di 27.6., Amerlinghaus: Kämpfe um Freiräume. Videos der Medienwerkstatt Wien (1979/80) Peter Grabher

================================================== 03 29.6.: Regenbogen-Parade 2006: Einladung zur Pressekonferenz Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien ================================================== 04 30.6.2006 19/21 Uhr: Wir waren PräsidentInnen: Podiumsdiskussion und Fest Attac Österreich Presse ================================================== 05 Festakt/Ceremonial Act 15 Jahre/15 Years RKL "Rechtskomitee LAMBDA" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 06 Zweifacher Familienvater in Schubhaft! Deserteurs- und Flüchtlingsberatung ================================================== 07 KPÖ/'EU/Verfassung/Volksabstimmung KPÖ-Kommunikation ================================================== 08 Öffentliches Eigentum/Tagung/Leoben/KPÖ KPÖ Steiermark ================================================== 09 Es gibt latenten Antiamerikanismus "kohlerdi" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 10 Greece: Solidarity needed for the student uprising! Call to ACTION against the Summit of the Education Ministers in Athens (27/06/06) "A.K. [assembly of Salonica]" ================================================== 11 Voting Rights Act Nailed To Burning Cross Greg Palast ================================================== 12 Thueringen Press: Attikpasso Latevi Lawson - Letzte Mittel gegen eine Rückkehr in die Angst vom // Unterstützt den Protest!! ] "ResistDeportation" ================================================== 13 [gipfelsoli] St. Petersburg -- Heiligendamm gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== 14 [gipfelsoli] St. Petersburg gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== 15 letzter Prozeßtag gegen Akubuo Menschenrechtsaktivist aus Parchi m M-V] "The VOICE Refugee Forum" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 16 kanalB.at video: The Corruptibles webmaster at kanalB.org ================================================== 17 Ausnahmezustand am Heumarkt Renate Billeth ================================================== 18 Newsletter andersrum.gruene.at Andersrum Newsletter ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 27.6., Innsbruck: Genner kommt Asyl in Not ================================================== NOTWEHR und VERFOLGUNG Genner kommt wieder nach Innsbruck Dienstag, 27.6.2006, 19.30 Uhr im Madonnensaal der Theologie Michael Genner kommt zum zweiten Mal auf Einladung der Grünen nach Innsbruck, um über das neue Asyl- und Fremdenrecht zu sprechen. Er wird seinen Appell an die Öffentlichkeit wiederholen: Es gilt, Verfolgte zu schützen, Menschenleben zu retten, sich dem Unrecht in den Weg zu stellen. "Das neue Asyl- und Fremdenrechtspaket richtet sich gegen die am meisten Verfolgten: Traumatisierte und Folteropfer. Menschen verschwinden in der Schubhaft, noch bevor ein Bescheid erlassen ist. Das Gesetz richtet sich auch gegen NGOs: Beihilfe zum "illegalen Aufenthalt" wird mit sechs Monaten Gefängnis bedroht (§ 115 Fremdenpolizeigesetz)," erklärt Michael Genner. Bei einer Pressekonferenz in Innsbruck im Februar 2006 hat Genner gefordert, die Bevölkerung solle "Schutzräume" zur Verfügung stellen, um "Asylwerber vor der Abschiebung in den Tod" zu bewahren. Die "Tiroler Tageszeitung" hat darüber berichtet; das veranlasste die Oberstaatsanwaltschaft Innsbruck dazu, Vorerhebungen gegen Genner wegen Verstoßes gegen § 282 StGB (Aufforderung zur Begehung einer mit Strafe bedrohten Handlung) einzuleiten. Dieses Delikt wird mit bis zu zwei Jahren Gefängnis bedroht. Genner beruft sich auf sein Notwehrrecht (§ 3 StGB): "Nicht rechtswidrig handelt, wer sich nur der Verteidigung bedient, die notwendig ist, um einen gegenwärtigen oder unmittelbar drohenden rechtswidrigen Angriff auf Leben, Gesundheit, körperliche Unversehrtheit, Freiheit oder Vermögen von sich oder einem anderen abzuwehren." "Die Grünen stehen hinter Michael Genner und allen FlüchtlingshelferInnen, die wie er durch die Asylrechtsnovelle kriminalisiert sind. Erst seit dieser Novelle ist es überhaupt möglich, dass MenschenrechtsaktivistenInnen mit Verfolgung bedroht und ihre Arbeit so erschwert bis verunmöglicht wird," heißt es in der Einladung der VeranstalterInnen. "Die Grünen fordern deshalb eine breite öffentliche Diskussion über den strittigen Paragraf 115 FpG ." Genner ist seit vielen Jahren als Menschenrechtsverteidiger tätig. Er verbindet konkrete Hilfe für einzelne mit dem politischen Angriff auf ein ungerechtes System. So steht es im Leitbild von Asyl in Not, einer kleinen, aber erfolgreichen NGO, die durch konsequenten, präzisen Einsatz juristischer und politischer Mittel tausenden Menschen zu ihrem Recht verholfen hat. Dabei fürchtet Genner sich nicht vor dem Konflikt mit der Obrigkeit. Er sucht ihn sogar - als Gelegenheit, die Öffentlichkeit aufzurütteln. Wenn die Tiroler Staatsanwaltschaft es genau wissen will - bitte sehr. Auf diesen Prozeß freut Genner sich schon. Asyl in Not Währingerstraße 59 1090 Wien Tel.: 408 42 10-15, 0676 - 63 64 371 www.asyl-in-not.org Helfen Sie uns helfen! Spendenkonto: Asyl in Not, P.S.K., Kontonummer 92.034.400 Spendenshop: Ihr Online-Einkauf für Asyl in Not. http://asyl.spendenshop.at/ ================================================== 02 [kinoki-mikrokino] Di 27.6., Amerlinghaus: Kämpfe um Freiräume. Videos der Medienwerkstatt Wien (1979/80) Peter Grabher

================================================== Dienstag, 27. Juni, 20:00 Amerlinghaus (Stiftgasse 8, 1070 Wien) Eintritt frei Kämpfe um Freiräume. Videos der Medienwerkstatt Wien (1979/80) Nach der Arena-Besetzung 1976 kam es in Wien zu einer Reihe von alternativ- und subkulturellen Bewegungen, die um die Offenheit konkreter Stadträume kämpften: Die zum Abriss bestimmte Phorushalle wurde bestzt, Jugendliche forderten "Rasenfreiheit" im Burggarten, Aktivisten der HOSI intervenierten im hochkulturellen Raum der Wiener Festwochen und auch die Geschichte des Amerlinghauses begann in diesen Jahren. Der Filmabend präsentiert eine Reihe von frühen Filmen der damals gerade gegründeten Medienwerkstatt, deren AktivistInnen diese Ereignisse mit ihrer Videokamera dokumentierten. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Privatisierung und Kommerzialisierung des öffentlichen Raums ist die Geschichte dieser Kämpfe ganz aktuell. Publikumsgespräch mit Herbert Sburny (Amerlinghaus) und Ferdinand Stahl (Filmemacher, Ex-Medienwerkstatt-Mitglied). Burggarten, A 1980, 18 min HOSI Bude Reumannplatz, A 1980, 10 min Phorushalle, A 1979, 7 min Punks im 80er Haus, A 1980, 12 min Selbstverwaltung im Amerlinghaus, A 1979, 20 min In Kooperation mit kinoki Wien Links http://www.medienwerkstatt-wien.at http://www.amerlinghaus.at http://www.kinoki.at revolution will not be televised ************************************************* kinoki Gumpendorfer Str. 63B Buerogemeinschaft 1. Stock 1060 Wien Fax: ++43 (0)1 403 87 94-17 mikrokino at kinoki.at http://www.kinoki.at ================================================== 03 29.6.: Regenbogen-Parade 2006: Einladung zur Pressekonferenz Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien ================================================== Regenbogen-Parade 2006: Einladung zur Pressekonferenz Anlässlich der diesjährigen Regenbogen-Parade lädt die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien zur Pressekonferenz mit Mag. Sonja Wehsely, Stadträtin für Integration (SPÖ) Mag. Maria Vassilakou, Klubobfrau der Wiener Grünen Christian Högl, HOSI-Wien-Obmann ein. Datum: Donnerstag, 29. Juni 2006 Ort: Hotel Le Méridien, Saal "Eternal Black", Wien 1, Opernring 13-15 Beginn: 11.30 Uhr Die Regenbogen-Parade findet am Samstag, den 1. Juli 2006, statt - Informationen auf: www.regenbogenparade.at Rückfragehinweis: Philipp Kainz Pressebetreuer Regenbogen-Parade 2006 0650/850 45 76 philipp.kainz at hosiwien.at Barbara Süss Pressebetreuerin Regenbogen-Parade 2006 0650/909 13 12 barbara.suess at hosiwien.at ================================================== 04 30.6.2006 19/21 Uhr: Wir waren PräsidentInnen: Podiumsdiskussion und Fest Attac Österreich Presse ================================================== Attac zieht Bilanz - und das gleich doppelt. Wir waren PräsidentInnen Podiumsdiskussion zum Ende der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft 30.6.2006, 19 Uhr WUK, Initiativenraum, 1090 Wien, Währingerstraße 59 Mit: * Karin Küblböck, EU-Specherin Attac Österreich * Elisabeth Klatzer, feministAttac * Cornelia Staritz, WU Wien /zZ New School for Social Research * Erik Wesselius, Corporate Europe Observatory Zum österreichischen EU-Ratsvorsitzende gibt es das Attac Abschlussfest ganz im Sinne der Weitergabe der Präsidentschaft an Finnland. 30.6.2006, 21 Uhr WUK 1090 Wien, Währingerstraße 59 Mit * Band matatu * DJ Ohrgasmus, der uns auch so mach finnisches Tänzchen bescheren wird * EU-kritischem Kaspertheater * Essen und Trinken -- David Walch Pressesprecher Attac Österreich ----------------------------- Margaretenstraße 166/3/25, A-1050 Wien Tel: +43 (0) 1 544 00 10 Mobil: +43 (0) 650 544 00 10 Fax: +43 (0) 1 544 00 59 presse at attac.at, www.attac.at ----------------------------- ================================================== 05 Festakt/Ceremonial Act 15 Jahre/15 Years RKL "Rechtskomitee LAMBDA" ================================================== Jetzt anmelden! Register Now! (English Text Below) Wider die sexuelle Apartheid Festakt 15 Jahre für das Recht zu lieben - 15 Jahre Rechtskomitee LAMBDA 2. Oktober 2006, 16:00 - 19:00 Uhr Parlament, Wien Das Rechtskomitee LAMBDA (RKL) wird heuer 15 Jahre alt. Dieses Jubiläum wird mit einem einzigartigen Festakt im Parlament begangen. Es wird das erste Mal in der Geschichte weltweit sein, dass eine Homosexuellen-Organisation in einem nationalen Parlament geehrt wird. Ein historisches Ereignis von internationaler Dimension. Jetzt anmelden! ------------------------------------- Against Sexual Apartheid A ceremonial act to celebrate 15 years for the Right to Love - 15 years Rechtskomitee LAMBDA October 2nd, 2006, 4:00pm - 7:00pm Federal Parliament, Vienna Rechtskomitee LAMBDA (RKL), Austria's lesbian and gay rights organisation, this year turns 15 years. This anniversary will be celebrated with a unique ceremonial act in the Federal Parliament of the Republic of Austria. It will be the first time in history worldwide that an lgbt- organisation will be honoured in a national parliament. A historic event with an international dimension. Register now! _____ Linke Wienzeile 102, 1060 Wien Tel/Fax +43(0)1/876 3061 office at RKLambda.at www.RKLambda.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 06 Zweifacher Familienvater in Schubhaft! Deserteurs- und Flüchtlingsberatung ================================================== Zweifacher Familienvater in Schubhaft! Österreich setzt Wohl und Gesundheit einer ganzen Familie aufs Spiel Elena und ihrem Sohn Obinna wurde in Österreich Asyl gewährt, weil der Obinnas Vater aus Nigeria kommt und Familienangehörige von Afrikanern in Russland systematisch verfolgt werden. Der Vater Afamefuna hat vor kurzem einen Antrag auf Asylerstreckung gestellt, um bei seiner Familie bleiben zu können. Die Fremdenpolizei nahm ihn aber sofort in Schubhaft - weil das Bundesasylamt seinen Antrag als "entschiedene Sache" zurückweisen will. Afamefuna hat allerdings noch nie einen Asylerstreckungsantrag gestellt. Österreich verweigert Menschen erneut auf skandalöse Art und Weise ihr Menschenrecht auf Familienleben. Rückfragen an: Nina Jakober Petra Limberger Deserteurs- und Fluechtlingsberatung Schottengasse 3a/1/59 A-1010 Wien Tel.: +43/1/533 72 71 Fax.: +43/1/532 74 16 http://www.deserteursberatung.at Bildmaterial für Pressezwecke kann bei uns angefordert werden. Langtext: Elena kommt aus Russland, Afamefuna aus Nigeria. Elena und Afamefuna sind verheiratet. Im Rahmen einer Reise nach Österreich lernte Elena den Asylwerber Afamefuna kennen. Die beiden verliebten sich und als Elena Anfang 2003 nach Russland zurückreiste, war sie bereits schwanger. Dies war der Grund, warum Elena im Herbst 2003 nach Österreich flüchtete. Auch der Staat Österreich erkannte an, dass es für eine russische Frau nicht möglich sei, in Russland das Kind eines Afrikaners gefahrlos großzuziehen und gewährte ihr Asyl. Die traumatisierenden Erlebnisse und die rassistischen Attacken in Russland versetzen Elena bis zum heutigen Tage in ein psychisch äußerst labile Situation. Nach einer Risikoschwangerschaft brachte sie per Kaiserschnitt schließlich Obinna zur Welt. Die psychisch massiv belastenden Familienverhältnisse, wie die Schubhaft seines Vaters, blieben auch bei Obinna nicht ohne Folgen. So wurden beim zweieinhalbjährigen Jungen "expressive Sprachstörungen mit sprachlichem Entwicklungsrückstand" und eine "emotionale Störung mit Trennungsangst, die ein entwicklungsübliches Maß übersteigt". Nach der Asylgewährung für Mutter und Kind, der Heirat mit dem Vater Afamefuna und der ersten gemeinsamen Wohnung schien sich die Situation zu verbessern. Obinna entwickelte ein extrem nahes Bindungsverhältnis zu seinem Vater und Elena erwartet das zweite Kind von ihrem Ehemann. Das Fremdenrecht steigt diesem scheinbaren Familienglück allerdings auf die Füße. Da Afamefuma mittlerweile illegalisiert hier lebt und überdies ein Aufenthaltsverbot bekommen hat, droht der Familie angesichts seiner Abschiebung die Zerreißprobe. Afamefuma stellte in der Erstaufnahmestelle in Traiskirchen einen Asylerstreckungsantrag, der es ihm ermöglichen sollte, mit seiner Familie zusammen zu leben. Dies ist nach dem Asylgesetz sein gutes Recht - Österreichs Asylbehörden scheren sich allerdings nicht darum. Afamefuma wurde die Zurückweisung seines Antrages wegen "entschiedener Sache" angedroht, er selbst am 23. Juni in die Schubhaft nach Salzburg überstellt. Zurück im Lager blieb der kleine Obinna mit einer Vertrauensperson und der Rechtsvertreterin seines Vaters, nicht verstehend, warum er nun ohne seinen Vater heimfahren solle. Dieser Umstand stellt in vielfacher Hinsicht einen Skandal dar. Die Ansicht, dass Afamefumas Antrag schon entschieden sei, ist schlichtweg rechtswidrig, da er noch nie einen Antrag auf Erstreckung des Asyls gestellt hat. Die Rechtsvertreterin der Deserteurs- und Flüchtlingsberatung wurde von den Einvernehmenden ignoriert, ihre Einwände auch nicht ins Protokoll aufgenommen. Österreichs Behörden reißen damit nicht nur eine Familie auseinander, sie riskieren weiters gravierende gesundheitliche Auswirkungen sowohl auf Elena als auch Obinna und gefährden damit maßgeblich Elenas Schwangerschaft - sie erwartet ihren zweiten Sohn Anfang August. Der Umstand, dass Afamefuma nun in Salzburg (!) in Haft sitzt, verunmöglich einen Besuch seiner Famile. Die Asylbehörden brechen hiermit sowohl das Asylgesetz, das Verwaltungsverfahrensgesetz als auch die Europäische Menschenrechtskonvention. Dieser Vorfall stellt einen traurigen Höhepunkt furchtbarer Ereignisse dar. -- Deserteurs- und Fluechtlingsberatung Schottengasse 3a/1/59 A-1010 Wien Tel.: +43/1/533 72 71 Fax.: +43/1/532 74 16 http://www.deserteursberatung.at ================================================== 07 KPÖ/'EU/Verfassung/Volksabstimmung KPÖ-Kommunikation ================================================== KPÖ-Pressedienst - Drechslergasse 42, 1140 Wien - Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 - Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail bundesvorstand at kpoe.at - Web www.kpoe.at - News www.kpoe.at/lpd - Ausgabe vom 23. Juni 2006 Neoliberalismus und Militarisierung sind gegen die Interessen der Menschen KPÖ gegen Wiederbelebung des gescheiterten EU-Verfassungsentwurfs "Auf die Wiederbelebung einer politischen Leiche hoffen die Parlamentsparteien, wenn sie von SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer bis BZÖ-Klubchef Herbert Scheibner jetzt auf eine europaweite Volksabstimmung setzen", kritisiert KPÖ-Bundessprecher Mirko Messner. Bezeichnenderweise haben ÖVP, SPÖ, Grüne und BZÖ im Jahre 2005 sowohl im Nationalrat als auch im Bundesrat dem Verfassungsentwurf zugestimmt und eine Volksabstimmung darüber explizit abgelehnt. Mit dem Nein in Frankreich und den Niederlanden sind sie dabei aber trotzdem politisch auf die Nase gefallen. Auch wenn Gusenbauer von einer "doppelten Mehrheit" - nämlich sowohl der 25 EU-Mitgliedsländer als auch der Gesamtbevölkerung der EU - spricht, wird die Idee nicht besser: Abgesehen davon, dass es keine Rechtsgrundlage für eine solche EU-weite Abstimmung gibt, zielt das Manöver darauf, "unwillige" Länder damit zwangsweise einer Mehrheit unterzuordnen. Die Pläne der bestimmenden Kräfte der EU gehen indes ohnehin schon weiter: In Abstimmung mit Frankreich will Kanzlerin Angela Merken im Rahmen der deutschen EU-Präsidentschaft 2007 einen Neuanlauf für die Verfassung starten. Dabei ist ein massiver Etikettenschwindel geplant: Statt "Verfassung" soll dasselbe Ding einfach anders genannt werden. Nichts ändern soll sich freilich am Kern: Das bereits in anderen EU-Verträgen verankerte Dogma neoliberaler Politik soll ebenso zementiert werden wie die Militarisierung der EU mit dem Ziel einer zweiten Supermacht. Ebenso soll durch eine "Stärkung der Institutionen" der Einfluss der großen Länder - vor allem Deutschlands und Frankreichs - auf Kosten der kleineren gestärkt werden, wobei auch ein Rückgriff auf ein Europa "verschiedener Geschwindigkeiten" erfolgen soll. Auf der Strecke bleiben dabei zwangsläufig sowohl die vielzitierten BürgerInnenrechte als auch der Anspruch auf ein "soziales" Europa. Die KPÖ lehnt daher alle Versuche, den gescheiterten Verfassungsentwurf auch unter anderem Namen gegen die Interessen der Menschen durchzuboxen, grundsätzlich ab: "Die Menschen brauchen kein neoliberales Europa, das zu einer Supermacht hochrüstet und von Deutschland diktiert wird, sondern ein demokratisches, soziales und friedensorientiertes Europa. Dazu braucht es aber völlig andere Grundlagen als sie die gescheiterte Verfassung aufweist", so Messner abschließend. ================================================== 08 Öffentliches Eigentum/Tagung/Leoben/KPÖ KPÖ Steiermark ================================================== PRESSEMITTEILUNG DER STEIRISCHEN KPÖ Sonntag, 9. Juli 2006 Ein Zeichen für das öffentliche Eigentum Die steirische KPÖ setzte an diesem Wochenende gemeinsam mit der Alfred Klahr Gesellschaft ein Zeichen für das öffentliche Eigentum. Anlässlich des 60. Jahrestages des 1. Verstaatlichtengesetzes debattierten im Kongresszentrum Altes Rathaus in Leoben WissenschaftlerInnen und PolitikerInnen über die Notwendigkeit, der Privatisierungswelle in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens Alternativen im Interesse der Allgemeinheit entgegenzusetzen. Auf einer Podiumsdiskussion am Freitag sprachen sich Christian Felber (Attac), LABG. Werner Murgg (KPÖ) und Gottfried Zauner (Vorsitzender der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten Oberösterreich) für das öffentliche Eigentum aus. Selbst Ex-Minister und EX-ÖIAG-Chef Rudolf Streicher kritisierte die Entstaatlichungspolitik der jetzigen Bundesregierung scharf und trat dafür ein, zumindestens Sperrminoritäten an strategischen Unternehmen zu halten. Der steirische ÖVP-Landesgeschäftsführer Hannes Missethon hatte demgegenüber einen schweren Stand. Die vielfältigen und interessanten Beiträge des Symposiums am Samstag werden von der Klahr-Gesellschaft als publiziert werden und können all jenen, die Initiativen für öffentliches Eigentum entwickeln wollen, bald als Argumentationsgrundlage dienen. Beide Veranstaltungen fanden ein interessiertes und qualifiziertes Publikum. Damit hat der steirische KPÖ-Bildungsverein gemeinsam mit der Alfred Klahr Gesellschaft eine wichtige Initiative zur Schaffung einer Gegenöffentlichkeit angesichts der aktuellen Privatisierungsoffensive gesetzt Nähere Informationen unter: www.klahrgesellschaft.at KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kpoe_stmk at hotmail.com ================================================== 09 Es gibt latenten Antiamerikanismus "kohlerdi" ================================================== Der Beitrag "Es gibt latenten Antiamerikanismus" (DER STANDARD v. 22.6.06) zeigt in eindrücklicher Weise, wie wenig sich Strategieberater Helmut Meier mit Grundsatzfragen beschäftigt hat. Der Begriff "Leistung" ist nämlich nur im Bereich der Physik ausreichend definiert. Seine Anwendung in den Bereichen Soziologie und Wirtschaft führt unweigerlich zu gedanklichen Bocksprüngen ("Neiddebatten", Vergleich Treichl vs. Schuhmacher - ein Apfel-Birne-Vergleich, etc.). Sein Aussage "Was nicht funktioniert, ist, die Bevölkerung mitzunehmen (sic!)" bestätigt, dass "die Wirtschaft" nichts mehr fürchtet, als demokratische Umtriebe. Dietmar Köhler ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 10 Greece: Solidarity needed for the student uprising! Call to ACTION against the Summit of the Education Ministers in Athens (27/06/06) "A.K. [assembly of Salonica]" ================================================== As you have probably heard the student uprising in Greece is still going on. Right now there are 415 University Departments occupied (in total there are 456 university departments in Greece). The university community is fighting back both previous laws, like the one for assessment and rating of universities that makes them to be antagonistic between each other and finally turns the universities into private companies who will compete in order to gain more funds from the state and especially from the global capital, and the new law which is following the directives of the Bologna Treaty of 1999 and the ongoing Bologna Process for the complete assimilation of the education environment into the global capitalist system. The most important issues of the new law, which is not yet voted but the point is not even to be introduced for voting, are the following: * The students must complete their studies in the period of N+N/2 years, where N equals the years of the program of studies usually 4 or 5. This means that a student who works and doesn't have enough time to study will be thrown out of university at some point - or a student who stops for personal or health reasons his/her studies (eg pregnancy) for some year(s) will not be able to continue later. * The abolition of free booklets, books and generally education material. * Abolition of the University Asylum, which was gained through social struggles, imprisonments and blood during the period of the Junta when the army and the police invaded the Polytechnic Department of Athens and killed many students. The Asylum prevents any repression force either state or private one to enter the grounds of any university owned property in order to ensure the freedom of the education process and generally the freedom of thought. * The privatisation of the universities and the establishment of managers who control the economy and the pacts between departments and multinational companies. All the above are the next step after the one about the assessment and rating of the universities. All these laws are the outcome of the neoliberal assault on all the levels of the social life today and on the level of Higher Education they inpired by the directives of Bologna Treaty. In some countries (like U.K.) this neoliberal assault has won a lot of ground and has completely destroyed the education process making them a cog in the capitalist machine, in other countries (like Greece) the social struggles have delayed this assault. In Greece during May and June almost all of the university departments are squatted by tents of thousands of students. In some cities like Thessaloniki all the departments are occupied. There are protests and marches every week and some times even spontaneous marches take place. The general assemblies and the student marches are the bigger ones in the last decade. The big majorities of the students are autonomous and generally are not committed to any parties. During the first four weeks of the mobilisations the state was declaring that "the protests and the occupations are organised by a small manipulated minority who cause trouble in the educational process"! The arrogance and the lies of the Greek government, the only really manipulated one by the EU and global capitalist policies, caused even more anger among the student population and the marches became even bigger and more dynamic. Then the answer from the lips of the state representative was that "we continue the dialogue with the students" (!) - Indeed a "dialogue" between the state and the students started in the streets of most greek cities and especially in Athens around the Ministry of Education and the Parliament. The "dialogue" process included teargas, chemicals, baton charges, mass beatings and more such "democratic arguments". The state removed its democratic mask and revealed its true face of authoritarianism. Right now the government is making a final attempt to cool down the uprising by saying that they will not vote the law during the summer and that they will begin a true dialogue. Most of the students are not biting to such tricks and together with parts of the greek society who stand in solidarity to them, are continuing the mobilisations with the final objective to overthrow the new law. Our movements are similar to the one of the students as we are aiming towards the connection of the student uprising with the workers struggles and the elevation of the student demands for free and public university into a society demand, as everyone and not just the students will be affected if the university becomes a puppet in the hands of capitalism. The direct target is the creation of a big and militant protest on the 27th of June in Athens which will turn against the Summit of the Education Ministers of OECD. The so called dialogue of the state is just another trick to cool down the mobilisations as on the 27th and 28th of June 2006 the Greek Ministry of National Education and Religious Affairs is hosting in Athens the "Meeting of OECD Education Ministers 2006". They will focus on "the purposes, governance, and sustainable provision of higher education" and on "improving the quality, relevance and impact of higher education". In other words, they will make plans of how to make education fully compatible to the needs and demands of the global capitalist regime. And let's not forget that the organisation of this Summit is Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) that describes itself like this: "The OECD produces internationally agreed instruments, decisions and recommendations to promote rules of the game in areas where multilateral agreement is necessary for individual countries to make progress in a globalised economy." The freedom of access to knowledge and the right for free education has nothing to do with the goals of this multinational capitalist organisation. We make a call to action to all students, workers, and social fighters worldwide to either come here in Athens on the 27th of June, or to blockade or take over embassies, consulates or other buildings of importance for the Greek state! Finally, we would like to start a dialogue towards the direction of organising a coordinated campaign against the neoliberal assault of global capitalism on education, and if it is possible the simultaneous detonation of a wave of mobilisation in as many countries as possible with the target of abolishing completely all the Bologna Treaty and the laws which were inspired from it. We believe that if the mobilisations will happen only on national level (different places and different periods) then the Bolgna Process will not stop and our struggle will not have such a big impact. STOP THE EDUCATION MINISTERS SUMMIT OF THE 27TH OF JUNE SOLIDARITY IS OUR WEAPON Greece 21/06/2006 Antiauthoritarian Movement http://www.resistance2003.gr PS: The map of the occupied departments all over Greece can be found here http://www.edopolytexneio.org/mediawiki/index.php?title=%CE%9A%CE%B1%CF%84%CE%B1%CE%BB%CE%AE%CF%88%CE%B5%CE%B9%CF%82 and today reached the 429. PSS: for Spanish speaking people check out this document as well http://www.resistance2003.gr/es/news/story.php?id=99 Antiauthoritarian Movement - Assembly of Salonica ita_gr at yahoo.co.uk Antiauthoritarian Movement http://www.resistance2003.gr info at resistance2003.gr ================================================== 11 Voting Rights Act Nailed To Burning Cross Greg Palast ================================================== VOTING RIGHTS ACT NAILED TO BURNING CROSS Behind the "Delay" in Renewing Law is Scheme for Theft of 08 White Sheets Changed for Spreadsheets by Greg Palast For The Guardian June 23, 2006 [New York] Don't kid yourself. The Republican Party's decision yesterday to "delay" the renewal of the Voting Rights Act has not a darn thing to do with objections of the Republican's White Sheets Caucus. Complaints by a couple of Good Ol' Boys to legislation has never stopped the GOP leadership from rolling over dissenters. This is a strategic stall - meant to de-criminalize the Republican Party's new game of challenging voters of color by the hundreds of thousands. In the 2004 Presidential race, the GOP ran a massive multi-state, multi-million-dollar operation to challenge the legitimacy of Black, Hispanic and Native-American voters. The methods used broke the law -- the Voting Rights Act. And while the Bush Administration's Civil Rights Division grinned and looked the other way, civil rights lawyers are circling, preparing to sue to stop the violations of the Act before the 2008 race. Therefore, Republicans have promised to no longer break the law -- not by going legit - but by eliminating the law. The Act was passed in 1965 after the Ku Klux Klan and other upright citizens found they could use procedural tricks -- "literacy tests," poll taxes and more -- to block citizens of color from casting ballots. De-criminalizing the "caging" lists Here's what happened in '04 -- and what's in store for '08. In the 2004 election, over THREE MILLION voters were challenged at the polls. No one had seen anything like it since the era of Jim Crow and burning crosses. In 2004, voters were told their registrations had been purged or that their addresses were "suspect." Denied the right to the regular voting booths, these challenged voters were given "provisional" ballots. Over a million of these provisional ballots (1,090,729 of them) were tossed in the electoral dumpster uncounted. Funny thing about those ballots. About 88% were cast by minority voters. This isn't a number dropped on me from a black helicopter. They come from the raw data of the US Election Assistance Commission in Washington, DC. At the heart of the GOP's mass challenge of voters were what the party's top brass called, "caging lists" -- secret files of hundreds of thousands of voters, almost every one from a Black- majority voting precinct. When our investigations team, working for BBC TV, got our hands on these confidential files in October 2004, the Republicans told us the voters listed were their potential "donors." Really? The sheets included pages of men from homeless shelters in Florida. Donor lists, my ass. Every expert told us, these were "challenge lists," meant to stop these Black voters from casting ballots. When these "caged" voters arrived at the polls in November 2004, they found their registrations missing, their right to vote blocked or their absentee ballots rejected because their addresses were supposedly "fraudulent." Why didn't the GOP honchos 'fess up to challenging these allegedly illegal voters? Because targeting voters of color is AGAINST THE LAW. The law in question is the Voting Rights Act of 1965. The Act says you can't go after groups of voters if you choose your targets based on race. Given that almost all the voters on the GOP hit list are Black, the illegal racial profiling is beyond even Karl Rove's ability to come up with an alibi. The Republicans target Black folk not because they don't like the color of their skin. They don't like the color of their vote: Democrat. For that reason, the GOP included on its hit list Jewish retirement homes in Florida. Apparently, the GOP was also gunning for the Elderly of Zion. These so-called "fraudulent" voters, in fact, were not fraudulent at all. Page after page, as we've previously reported, are Black soldiers sent overseas. The Bush campaign used their absence from their US homes to accuse them of voting from false addresses. Now that the GOP has been caught breaking the Voting Rights law, they have found a way to keep using their expensively obtained "caging" lists: let the law expire next year. If the Voting Rights Act dies in 2007, the 2008 race will be open season on dark-skinned voters. Only the renewal of the Voting Rights Act can prevent the planned racial wrecking of democracy. "Pre-clearance" and the Great Blackout of 2000 Before the 2000 presidential balloting, then Jeb Bush's Secretary of State purged thousands of Black citizens' registrations on the grounds that they were "felons" not entitled to vote. Our review of the files determined that the crimes of most on the list was nothing more than VWB -- Voting While Black. That "felon scrub," as the state called it, had to be "pre- cleared" under the Voting Rights Act. That is, "scrubs" and other changes in procedures must first be approved by the US Justice Department. The Florida felon scrub slipped through this "pre-clearance" provision because Katherine Harris' assistant assured the government the scrub was just a clerical matter. Civil rights lawyers are now on the alert for such mendacity. The Burning Cross Caucus of the Republican Party is bitching that "pre-clearance" of voting changes applies only to Southern states. I have to agree that singling out the Old Confederacy is a bit unfair. But the solution is not to smother the Voting Rights law but to spread its safeguards to all fifty of these United States. White Sheets to Spread Sheets Republicans argue that the racial voting games and the threats of the white-hooded Klansmen that kept African-Americans from the ballot box before the 1965 passage of the Voting Rights Act no longer threaten Black voters. That's true. When I look over the "caging lists" and the "scrub sheets," it's clear to me that the GOP has traded in white sheets for spreadsheets. Greg Palast is the author of Armed Madhouse: Who's Afraid of Osama Wolf?, China Floats Bush Sinks, the Scheme to Steal '08, No Child's Behind Left and other Dispatches from the Front Lines of the Class War. Order it here. ================================================== 12 Thueringen Press: Attikpasso Latevi Lawson - Letzte Mittel gegen eine Rückkehr in die Angst vom // Unterstützt den Protest!! ] "ResistDeportation" ================================================== Thueringen Press: Attikpasso Latevi Lawson - Letzte Mittel gegen eine Rückkehr in die Angst vom // Unterstützt den Protest!! http://thevoiceforum.org (Dt/Eng/Fr.) Unterstützung Protest und Fax-kampagnen für Sofortige Entlassung von Attikpasso Latevi Lawsson http://thevoiceforum.org/node/386 -Updated PM: Hungerstreik im Abschiebehaft! UNHCR spricht sich im Falle des traumatisierten Togolesen Attikpasso Latevi Lawsson http://thevoiceforum.org/node/391 Press Freies Wort vom heutigen Tage: Attikpasso Latevi Lawson Freies Wort vom 23.06.2006 Attikpasso Lawson aus Togo leidet unter Nachwirkungen der Folter - und soll trotzdem abgeschoben werden Letzte Mittel gegen eine Rückkehr in die Angst http://thevoiceforum.org #### Please visit our website: http://thevoiceforum.org and subscribe to our newletter; Deutsch: http://thevoiceforum.org/news English: http://thevoiceforum.org/news_en French: http://thevoiceforum.org/news_fr + + + + + + The V0ICE Refugee Forum, Schillergässchen 5, 07745 Jena, Telefon: +49(0)3641-665214, Fax : +49 (0) 3641 - 420 270, e-mail: thevoiceforum at emdash.org Info: http://thevoiceforum.org Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen, http://thecaravan.org ================================================== 13 [gipfelsoli] St. Petersburg -- Heiligendamm gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - Alles rund um den G8-Gipfel in St. Petersburg: - Auf nach Stralsund! Gegen Krieg und Besatzung! - 14. Juli - Global Action Day gegen den G8 Gipfel und für das schöne Leben - International Call - Internationales Campen gegen G8 ------------------------------------------------------------------------------- Alles rund um den G8-Gipfel in St. Petersburg: - Info-Handy: 0162-3508948 - Mailingliste: g8-int at riseup.net - presse.gipfelsoli.org Du möchtest den Protest in St. Petersburg unterstützen? Du willst gegen die G8 im Rahmen des Bush-Besuchs in Stralsund demonstrieren und mehr wissen? Du willst was zum Global Action Day am 14. Juli organisieren oder wissen was sonst so läuft? Du möchtest einen Artikel über G8 2006 schreiben und brauchst mehr Infos? Dann melde dich bei uns, einer kleinen Berliner Presse- und Info- Gruppe zu Protest in St. Petersburg und schließe dich dem Protest und Solidaritätsaktionen an. [g8-int @ riseup.net] ------------------------------------------------------------------------------- Auf nach Stralsund! Gegen Krieg und Besatzung! Gegeninformationsbüro 8. Juni 2006 Am 14. Juli 2006 trifft sich Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem US-Präsidenten George Bush in Stralsund. Das ist für uns ein Anlass gegen die aggressive Innen- und Außenpolitik der EU und der USA auf die Straße zu gehen. George Bush ist ein Symbol für Krieg, Besatzung und Folter in Guantánamo, Abu Ghraib und in CIA-Geheimgefängnissen in Europa. Außerdem steht er für Sozialabbau, Umweltzerstörung und massive Repression gegen MigrantInnen. Während die Kriege in Afghanistan und Irak andauern, droht bereits ein neuer Krieg gegen den Iran. Die Bush-Regierung droht mit Sanktionen und einem militärischen Angriff auf den Iran, wobei sogar der Einsatz von "taktischen Nuklearwaffen" erwogen wird. Ein Krieg gegen den Iran hat die militärische und politische Kontrolle des Mittleren Ostens und den Zugriff auf dessen Ressourcen zum Ziel, so wie es auch schon beim Angriff auf Afghanistan und Irak der Fall war. Hinter der aggressiven US- amerikanischen Kriegspolitik stehen die Interessen der US- amerikanischen Konzerne, wie zum Beispiel Exxon Mobile, welcher nach dem Irakkrieg das Recht auf die Ausplünderung der irakischen Erdölvorkommen bekommen hat. Aber auch Angela Merkel geht für die Interessen des deutschen Kapitals über Leichen. Deutschland wird militärisch aufgerüstet und ist an mehreren Auslandseinsätzen wie zum Beispiel in Afghanistan beteiligt. Gleichzeitig finden hier und im ganzen EU-Raum verstärkte Angriffe auf Löhne und Arbeitszeiten, Kürzungen von Sozialleistungen, die Senkung von Unternehmenssteuern und Privatisierungen statt. So hat die Bundesregierung kürzlich eine Verschärfung der "Hartz IV"-Gesetze beschlossen. Arbeitslose dürfen ihre Wohnorte nicht mehr ohne Zustimmung der Jobcenter verlassen - eine Einschränkung der Menschenrechte, wie sie bisher lediglich MigrantInnen erleiden mussten. Arbeitslose werden außerdem gezwungen jeden Job anzunehmen. Das wirkt sich auch auf die Menschen aus, die noch beschäftigt sind, da den Arbeitgebern somit genügend billige Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Die Konzerne haben hiermit ein Mittel in der Hand, um die Beschäftigten zu erpressen und ihre Löhne immer mehr kürzen und die Arbeitszeit zu verlängern. Am 1. Juni 2006 stimmte der Bundestag für den Einsatz einer EU- Truppe unter deutscher Führung im Kongo. Offiziell findet der Militäreinsatz zur Sicherung der Wahlen statt. In Wirklichkeit geht es aber um die wirtschaftlichen und politischen Interessen der Europäischen Union. Die EU verfolgt den Aufbau eigenständiger EU-Militär-Kontingente, die nicht auf die Unterstützung der USA angewiesen sind und nicht der Nato unterstehen. Dazu zählt die 60.000 Personen starke EU-Eingreiftruppe, die durch mobile "Battle Groups" ergänzt wird. Der Einsatz im Kongo ist eine willkommene Möglichkeit diese militärischen Instrumente auszuprobieren und die Bevölkerungen der EU-Staaten an die Militarisierung der EU zu gewöhnen. Ein weiterer Grund für das Eingreifen der EU ist der Griff nach dem Rohstoffreichtum des Landes. Der jetzige Übergangspräsident Joseph Kabila ist bei den Wahlen der aussichtsreichste Kandidat und ein Garant für die Sicherung der Interessen der französischen, deutschen und US-amerikanischen Konzerne. Er hat in seiner bisherigen Amtszeit den Ausverkauf des Rohstoffreichtums des Landes an transnationale Konzerne rasant vorangetrieben. Nach dem Treffen in Stralsund wollen Bush und Merkel gemeinsam zum G8-Gipfel nach Sankt Petersburg weiterreisen. Dort treffen sich die Staatschefs der führenden sieben Industrienationen (Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien, Japan, Kanada, USA) und Russland um über eine militärische Intervention im Iran und über die Sicherung und Ausplünderung der weltweiten Energieressourcen für die multinationalen Konzerne zu diskutieren. Bei diesem jährlichen Treffen, welches nächstes Jahr in Deutschland, in Heiligendamm stattfindet, planen sie ihre Ausbeutungs- und Kriegsstrategien und stecken die Welt nach ihren Interessen ab. Diese Politik ist jedoch nicht an bestimmte Personen wie Bush oder Merkel gebunden, sie ist vielmehr die Grundlage eines weltweiten kapitalistischen Systems, das auf Profitmaximierung ausgerichtet ist. Krieg ist in diesem System eines der Mittel um neue Märkte, Rohstoffe und Billigarbeitskräfte zu erschließen und zu sichern. Kommt alle am 14. Juli 2006 zur Demonstration gegen den Bush- Besuch nach Stralsund! Keinen Krieg gegen den Iran! Besatzer raus aus Afghanistan und Irak! Abzug aller Bundeswehrtruppen aus dem Ausland! Nein zu Nato und Bundeswehr! Keine Europäische Armee! UnterstützerInnen Breites Bündnis für Kolumbien, Gruppe Arbeitermacht, Jugendgruppe Revolution Termine im Sommer 7. Juli 2006 | 21 Uhr | Berlin Heinrichplatz Filmvorführung umsonst & draußen "Der vierte Weltkrieg" 11. Juli 2006 | 19 Uhr | Mehringhof | Versammlungsraum Mobilisierungsveranstaltung zu Bush in Stralsund 14. Juli 2006 | 7.30 Uhr | Gleis 7 | Berlin-Hauptbahnhof Gemeinsam mit dem Zug nach Stralsund (www.bush-in-stralsund.de) 4. bis 13. August 2006 | Mecklenburg-Vorpommern Mobilisierungs-Camp gegen G8 (www.camp06.org) Aufruf als PDF und HTML: http://www.gegeninformationsbuero.de/krieg/bush_strulsund_2006.pdf http://www.gegeninformationsbuero.de/krieg/bush_strulsund_2006.htm [gegeninformationsbüro] ------------------------------------------------------------------------------- 14. Juli - Global Action Day gegen den G8 Gipfel und für das schöne Leben Reclaim the Streets of Hamburg show global solidarity Wenn in diesem Jahr die Staats- und Regierungschefs der acht mächtigsten Industrienationen vom 15. - 17. Juli 2006 in St. Petersburg zusammenkommen, werden die Themen Energie, Bildung und Infektionskrankheiten auf der Agenda stehen. Den G8-Staaten geht es in erster Linie um die Renaissance der weltweiten Atom(waffen)wirtschaft und die Privatisierung der Energieunternehmen, sofordern sie allen Ernstes 17.000 Milliarden Dollar Investitionen innerhalb der nächsten 25 Jahre, die vorwiegend in den Ausbau der fossilen und atomaren Energiesysteme fließen sollen. Die überholte und zerstörerische Energiepolitik des 20. Jahrhunderts soll also fortgesetzt werden. Sofortige Stilllegung aller Atomanlagen und der herrschenden Klasse - weltweit! Die G8 Staaten forcieren weltweit die Privatisierung von Bildungseinrichtungen nach der kapitalistischen Verwertbarkeitslogik und machen damit Bildung zu einer Ware, die zunehmend nur einem privilegierten Teil der Gesellschaft zugänglich sein wird. Freie Bildung für alle! Wenn sie sich über Gesundheit und Infektionskrankheiten unterhalten, heißt das nichts Anderes als Bevölkerungskontrolle und Patentschutz großer Pharmakonzerne. Im Mittelpunkt steht nicht die optimale Versorgung erkrankter Menschen mit Medikamenten sondern ihr eigenes wirtschaftliches Wohlergehen. Seit 2005 gilt auch für Schwellenländerein verschärftes Patentrecht. Sie müssen jetzt die Vorschriften desVertrages zum Schutz des geistigen Eigentums (TRIPS) der WTO erfüllen.Dies bedeutet für Millionen von Menschen, die bisher durch billigere Nachahmerprodukte versorgt wurden, nun ohne Medikamente auskommen zu müssen. Damit wird bewußt der Tod von Menschen in Kauf genommen. Freie Gesundheitsversorgung für alle! Weltweit und umsonst! Die Macht der Eliten überschreitet jede Grenze, aber auch unsere Solidarität und unser Widerstand kennt keine Grenzen. Der 14. Juli als Global Action Day ist eine gute Möglichkeit als Teil einer weltweiten Bewegung durch entschlossenes Handeln eine neue Perspektive zu eröffnen. Lasst uns unseren FreundInnen in Russland zeigen dass sie nicht alleine sind. together we are more powerful than they can possibly imagine! Lasst uns am 14. Juli in Hamburgs Straßen durch unseren bunten Protest unserer Vorstellung vom schönen Leben Ausdruck verleihen. Durch eine Reclaim the Streets Party durchbrechen wir die Normalität des öffentlichen Raumes. Formen wir Ihn uns nach unseren Bedürfnissen: schräg-laut-kreativ-phantasievoll-bunt- schrill-queer und einfach anders. Lasst uns gemeinsam an die vielen dagewesenen RTS-Partys anknüpfen, welche sich auch auf anderen Global Aktion Days als geeignetes Mittel zum Ausdruck von kreativem Widerstand und Rückeroberung öffentlicher Räume bewährt haben. It's time to party the streets ... FREAK OUT! Infos zu RTS etc. http://www.indymedia.org, http://www.gipfelsoli.org,http://www.all4all.org, http://www.agp.org [http://www.reclaimthestreets-hh.tk] ------------------------------------------------------------------------------- International Call - Internationales Campen gegen G8 Camp Inski 2006 - schon ein Jahr vorher am Start sein. Einmal im Jahr treffen sich die Regierungschefs der acht mächtigsten Staaten der Welt. Sie sprechen über die für sie wichtigsten Entwicklungen der Weltwirtschaft und Weltpolitik. Der große Einfluss dieser Staaten bringt es mit sich, das Entscheidungen die bei g8-meetings getroffen werden, für große Teile der Welt direkte, massive Folgen haben. Ihre Politik steht für Ausbeutung, Armut und Unterdrückung, der Globalisierung des Krieges, des sozialen Angriffs und der Migrationsbekämpfung. Unsere Welt sieht anders aus, wir wollen eine gerechte und gleichberechtigte Welt errichten, die sich an menschlichen Grundbedürfnissen orientiert und Ausbeutung, Ausgrenzung und Gewalt überwindet. 2007 treffen sich die Regierungschefs der G8 in Deutschland, im Kempinski Grand Hotel in Heiligendamm an der Ostseeküste. Die Proteste gegen die Gipfel sind seit Jahren symbolische Orte eines kollektiven und vielstimmigen "YA BASTA!"- "Es reicht" geworden. Die Gipfelproteste in Prag, Göteborg, Genua und anderswo bis hin zu den Protesten in Gleneagles und St. Petersburg, stehen für vielschichtige Bewegungserfahrungen im Themenfeld Internationalismus. In unserer Mobilisierung für 2007 wollen wir die Gipfelproteste 2006 in Russland und der vorherigen Gipfel analysieren und reflektieren; und dies als bewusste Zwischenetappe. Um eine inhaltliche und praktische Kontinuität der Proteste zu gewährleisten, haben wir die Idee des Camp Inski 2006 entwickelt, des internationale Anti-G8-Camps - schon ein Jahr vor dem Gipfel. Hier wollen wir uns sowohl mit der menschenverachtenden, neoliberale Umstrukturierung der Welt befassen, als uns auch über internationale ganz unterschiedliche Widerstandspraxen austauschen. Die Erfahrungen und Energien aus den vergangenen Jahren wollen wir bis zum Gipfel 2007 nutzen, um einen breiten, entschlossenen und wirkungsvollen internationalen Widerstand zu organisieren. Das Camp Inski verstehen wir als öffentlichen Raum für BasisaktivistInnen der gewerkschaftlichen Linken, aus antirassistischen Initiativen, der Graswurzel-Bewegung, aus Flüchtlingsselbstorganisierungen, Attac, der autonomen Linken, AnarchistInnen und anderen. So unterschiedlich die Menschen sein werden, uns alle eint der Wunsch nach einer anderen Welt. Uns eint der Kampf nach einer Globalisierung der Emanzipation und menschlicher Werte, die sich im völligen Gegensatz zu den Vorstellungen und Forderungen des globalen Kapitals befinden. Wir wollen uns an menschlichen Grundbedürfnissen orientieren und Ausbeutung, Ausgrenzung und Gewalt üverwinden. In diesem Sinne soll Camp Inski ein Ort der Begegnung, des Austausches und selbstverständlich auch des Streits unterschiedlicher Spektren werden. Wir wollen den verschiedenen internationalen Konzepten von Bewegung, Widerstand und Protest nachspüren, um Ähnlichkeiten zu erkennen und Unterschiede anzuerkennen. Neben gutem Leben an der schönen Ostsee soll Camp Inski, das Anti-G8-Camp, selbstverständlich mit Protesten und, wo es angebracht ist, auch mit sozialem Ungehorsam in Aktion treten und in der Region Präsenz zeigen. Es gibt vielfältige lokale Anknüpfungspunkte für unsere Aktionen. Migration, Antifaschismus und der Widerstand gegen Militarismus und Krieg sind nur einige Themen die beim Camp Inski eine Rolle spielen werden. Doch wir wollen mehr, denn die neoliberale Umstrukturierung der Welt ist vielfältig - unser Widerstand und unsere Widerstandsformen auch. Daher rufen wir dazu auf, sich aktiv mit Workshops, Aktionen und Diskussionen am Camp zu beteiligen. organisiert euch, bringt euch ein, für ein ganz anderes Ganzes. [http://camp06.org/IntCall] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l -------------------------------------------------------------------------- ================================================== 14 [gipfelsoli] St. Petersburg gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - Police raid collective farm Novy Put - Stand der Dinge zum G8-Gipfel in Petersburg - Demo anlässlich des G8 in St. Petersburg in Berlin - Update zur Antikap-Demo am 16. Juli in Berlin ----------------------------------------------------------------------------- Police raid collective farm Novy Put The collective farm "Novy Put'" ("New Way") is located in village Bochevo, 270 km far from Saint Petersburg in Boksitogorsk District of Leningrad region near the border of Novgorod region, 30 km away from the district center that is Boksitogorsk. The nearest store is situated 10 km far from the farm. The nearby road is not asphalted. The collective farm is an anarchist commune and an ecological settlement. On April 17th, 2006 at 17 PM approximately the collective farm was visited by three local policemen led by detective-in-chief Petrov. The policemen were looking for two anarchists who had come to the collective farm to take part in the agricultural works. However, there was only one anarchist in the collective farm at the time, because the other one had left two days before. The policemen informed the anarchist in a straight manner that their visit is connected with the future G8 summit in Saint Petersburg. They demanded from anarchist to take a black flag off the roof of the building, proclaiming that "Some locals may understand it wrong way and burn down the house". It's necessary to note, that communarians have good relationship with local citizens. Thus the anarchist understood that as a threat from the cops and agreed to take off the flag in order not to let down the farm's owners (note: the conversation between the anarchist and the cops passed without any witnesses). Then the cops demanded if anarchists had any of their literature or periodicals on the farm. After the anarchist refused to answer this question, cops, without any warrant or sanction from public prosecutor, broke into the house and confiscated the collection of anarchist periodicals dating from 1992 to 2006. After that, the periodicals were taken to the side of the road on the eyes of the communarians. Then the periodicals were burned along with the flag. The communarians tried to prevent this act of despotism, but the policemen demonstrated their guns and threatened to gun down the farm dogs. The cops also told that if anarchists would erect the black flag again, they will get imprisoned for 15 days. After an objection about illegality of their actions, one of policemen declared, that "no law is written for them". It is also important to note, that along with burned documents there was some part of private correspondence of one of the communarians with Dutch comrade Bas Morel. Part of the obliterated documentation had nothing to do with anarchism and politics in a whole. After making sure that the documents were fully obliterated, the cops left. Immediately one of communarians sent writs to local court, office of public prosecutor and to the head of local police. April 21, 2006 the farm was again visited by group of policemen, this time there were just two cops. They checked the documents of the communarians and demanded if on the farm there was any literature of anti-Semitic (sic!) content. After that, the anarchist that still was on the farm was taken into local department of internal affairs (about 30 km from the farm). An official ground for detention was lack of registration, that they claimed to be "essential" for living in Boksitogorsk district and checking if the anarchist is wanted by the police -- that, as they put it, couldn't be carried out on the spot. It's necessary to note, that the laws about registration are most often ignored everywhere but Moscow, St. Petersburg and other big cities in Russia. The anarchist spent about 2 hours in the department. There his fingerprints were filed and he was photographed. The anarchist had to write a document about why he was staying in the district and the events that took plate at 17th of April. Then he was questioned by the head of the Boksitogorsk police and an officer of FSB -- the only one in the area. Members of defence and law enforcement agencies were interested in the political views of the detained comrade, anarchist and anti-fascist movement of St. Petersburg, "Novy Put" farm, goals of anarchists there and occupations of the communarians. They also tried to accuse the detained in "calls for violent removal of the constitutional government" because of publications in anarchist newspaper "Novy Svet". Here it is necessary to note, that anarchists never spread their propaganda among the local citizens. All the publications they brought were kept in the communal library and have archival value. After all, the police couldn't accuse the anarchist due to lack of corpus delicti. They had to release the detained. Head of the police warned, that if anarchist would start any agitation among local citizens, their commune would be visited by the police every day. On his way back to farm the anarchist met his comrade from St. Petersburg, that brought a new flag. Thus, this evening a black flag was flying over the farm again. The communarians are interested in spreading this information among both anarchists and alterglobalists (the incident is straightly connected with G8 summit in St. Peterburg) and general public in the West. Police raid against a commune that focuses on peaceful labor is just one of examples of insubstantialness of Russian "democracy", which should discriminate both Russian government and G8 in a whole. One should take in account that Russian anarchists, due to their small numbers and lack of vital resources are not able to effectively fight police regime on their own. Addresses for letters of protest: Leningrad district Office of Public Prosecutor: 194044, Lesnoy ave. 20/12, St. Petersburg, Russia; tel. +7(812)5420245 General Office of Public Prosecutor of Russian Federation, North-West Department: 190000, Angliyskaya embankment, 16, St. Petersburg, Russia; tel. +7(812)3139358 fax. +7(812)3149736 General Office of Public Prosecutor of Russian Federation : 125993, B.Dmitrovka 15a, Moscow, Russia; tel. +7(812)2916066 [g8-2006 at lists.riseup.net] ----------------------------------------------------------------------------- Stand der Dinge zum G8-Gipfel in Petersburg das nächste G8-Gipfeltreffen wird vom 15.-17. Juli in Strelna stattfinden, einem Vorort von St. Petersburg (Piter). Leider lassen es die Ressourcen der Protestbewegungen in Russland nicht zu, dass wir dieses Treffen verhindern. Jedoch planen einige Organisationen eigene Aktionen während des Gipfels. Die Hauptkampagne der reformistischen Organisationen in Piter wird im Rahmen des Zweiten Russischen Sozialforums (RSF) stattfinden, das vom 11.-15. Juli läuft. Die OrganisatorInnen des RSF - Gewerkschaften, Menschenrechtsgruppen und linke Bewegungen - verhandeln jetzt mit der Regierung und der Stadtverwaltung. Der Gebäudekomplex des früheren Kirov-Stadions auf der Krestovsky- Insel wurde dem Forum überlassen. Außerdem werden während des RSF eine linke reformistische Demonstration in der Innenstadt sowie ein Treffen nahe des Panzerkreuzers 'Aurora' stattfinden. Im letzten Herbst vereinte sich eine Anzahl von AktivistInnen aus der anarchistischen und der autonomen Bewegung zum Netzwerk Gegen G8 (SPB8). Eines ihrer Prinzipien ist die Verweigerung der Kooperation mit den ReformistInnen bei der Vorbereitung von Protestaktionen während des G8-Gipfels. Die Moskauer AktivistInnen des SPB8 konzentrieren ihre Bemühungen auf die Organisation eines Alternativen Libertären Forums in Moskau. Auf einem internationalen autonom-anarchistischen Treffen in Kiev wurde es für notwendig erachtet, auch anarchistische Aktionen in Piter zu organisieren. Die TeilnehmerInnen des Kiever Treffens stimmten darin überein, dass die "große offene anarchistische Aktion" am 15. Juli laufen soll. Es wurde beschlossen, dass weitere Details Anfang Mai beim Alternativen Forum in Athen diskutiert werden sollten. Leider konnte das nicht laufen, weil fast keine der ausländischen GenossInnen, die in Kiev teilgenommen hatten, nach Athen kamen. Am 28. Mai wurden einige praktische Details bezüglich der Aktionen in Piter auf einem Treffen der anarchistischen, autonomen und radikalen Protestbewegungen von Piter und Moskau diskutiert. Nun wurden einige endgültige Beschlüsse zur Aktion am 15. Juli getroffen und einige GenossInnen waren auch der Ansicht, das RSF-Gelände könne für anarchistische Aktivitäten genutzt werden, was nicht völlig mit der Haltung der SPB8 übereinstimmt. Die hauptsächlichen Schwierigkeiten bei Aktionen in Piter während des Gipfels liegen im massiven Polizeiaufgebot, das von den Behörden vor dem Gipfel noch einmal verstärkt wurde. Die Stadt ist vollgestopft mit PolizistInnen, die andauernd Ausweise kontrollieren. Auf den Hauptstraßen gibt es Videokameras. Die Polizei hat besonders gepanzerte Fahrzeuge erhalten, um Straßendemonstrationen aufzulösen (ausgerüstet mit Gas, Wasserwerfern; sie können auch nicht abwaschbare Farbe verschießen). Die Kräfte der AnarchistInnen von Piter sind begrenzt - es gibt ein paar Dutzend Leute in festen Gruppen und für Demonstrationen können ca. 200 mobilisiert werden. Die übliche Polizeipraxis in Russland ist es, alle nicht angemeldeten Aktionen als illegal zu betrachten, was, wenn ihr die Erfahrungen der "polizeilichen Antiterror-Kampagne" im Nordkaukasus mit einbezieht, solche Aktionen zwar recht riskant macht - aber nicht unmöglich. Ein weiteres Problem sind die materiellen Ressourcen. Die Anarchistische Liga von Piter (viele der Mitglieder sind auch bei der SPB8 aktiv) hat noch kein Geld für die Vorbereitung der Aktionen gegen den Gipfel erhalten. Daher können wir noch keine Zimmer zur Unterbringung von Leuten anmieten, die aus anderen Städten oder Ländern kommen. Vielleicht werden uns unsere Moskauer GenossInnen bald Unterstützung leisten. Mit unseren eigenen Mitteln können wir ein paar Dutzend Leute unterbringen. AnarchistInnen, die meinen, es sei akzeptabel, die Ressourcen des RSF zu nutzen, können wg. Unterkunft deren Räumlichkeiten nutzen, aber da gibt es erhebliche Polizeikontrollen. Alle GenossInnen, die nach Piter kommen, sollten am besten einen Schlafsack, eine Isomatte und wenn möglich auch ein Zelt mitbringen. Das Problem praktischer Aktionen während des G8 wird nach der Anzahl der erscheinenden GenossInnen und deren Meinungen entschieden. Als Minimalprogramm schlagen wir vor, bei der RSF-Demonstration einen Anarchistischen Block zu bilden - mit der ausdrücklichen Verweigerung reformistischer Parolen und Forderungen (da wir das Problem nicht in bestimmten, vom G8 getroffenen Entscheidungen sehen, sondern in der bloßen Existenz aller Regierungsinstitutionen). Radikale Kritik an den Reformisten heißt nicht, dass wir gewalttätige Aktionen während der RSF- Demonstration befürworten. Die GenossInnen, die der Ansicht sind, dass Gewalt angewendet werden sollte und die sich über die damit verbundenen Risiken im Klaren sind, können entsprechende Aktionen zu einem anderen Zeitpunkt oder in anderen Stadtteilen durchführen. Wir meinen, dass es sich lohnt, Kontakte zu TeilnehmerInnen aus verschiedenen Protestbewegungen aufzubauen und wir sind außerdem vor allem an einer Zusammenarbeit mit Nicht-AnarchistInnen interessiert (z.B. radikale Linke und Menschenrechtsorganisationen), deren Haltung zu manchen Problemen, wie dem Kampf gegen Faschismus und Kolonialpolitik, der unseren ähnlich ist. Außerdem können die RSF-Räumlichkeiten für Treffen von AktivistInnen aus der anarchistischen und autonomen Bewegung genutzt werden; wir schlagen damit vor, dass einige unserer GenossInnen bei der Lösung entstehender Probleme helfen und immer vor Ort im Forum sind. Wir hoffen, mit den nach Piter kommenden GenossInnen eine Reihe von Problemen diskutieren zu können, denen die anarchistische Bewegung heute konfrontiert ist. Dies wird von der Interessenlage der Anreisenden abhängen sowie von den realen Möglichkeiten, die uns Polizei und Sicherheitskräfte lassen. Wir organisieren jeden Sonntag von 14-16 Uhr im Stadtzentrum einen Streikposten gegen die militaristische Kolonialpolitik der russischen Regierung im Nordkaukasus. Es ist noch nicht klar, ob dies auch am 16. Juli stattfinden wird - das hängt von der Haltung der Stadtverwaltung genauso ab wie von unserer Entschlossenheit. Eines der auftretenden Probleme kann die Sprachbarriere sein - leider sprechen nicht alle von uns ausreichend andere Sprachen. Obwohl sich dieses Problem lösen lässt, sollten sich unsere anreisenden GenossInnen aus dem Ausland dieses Problems bewusst sein. Für eine internationale anarchistische Gegenaktion beim G8 Rat der Anarchistischen Liga Pite (übersetzt durch Forum deutschsprachiger AnarchistInnen) [indymedia.de, von Rat der Anarchistischen Liga Pite - 21.06.2006 00:20] ----------------------------------------------------------------------------- Demo anlässlich des G8 in St. Petersburg in Berlin Update zur Antikap-Demo am 16. Juli in Berlin Die Demo war ursprünglich für den 15. Juli geplant. Die Love Parade macht uns allerdings einen Strich durch die Rechnung. Klar wird hier, das eine komerzielle Veranstaltung, denn nichts anderes ist die Love Parade, dem Senat wichtiger ist als eine klare Positionierung gegen Soziale Ausgrenzung. Trotzdem werden wir auf die Straße gehen. Für den 16. Juli rufen russische Anti-G8-Aktivist_Innen international dazu auf gegen die Repression im Rahmen des St. Petersburger G8 zu protestieren. Somit bietet der 16. Juli die Möglichkeit unsere Genoss_Innen in Russland in ihrem Anliegen zu unterstützen. 16.Juli 2006 / Berlin / 14 Uhr / U-Bhf. Eberswalder Str. www.kapitalismus-abschalten.de.vu (Seite befindet sich gard im Umbau) AUFRUF: Kapitalismus abschalten! Der Mord an dem globalisierungskritischen Aktivisten Carlo Guiliani während des G8-Gipfels im Jahr 2001 in Genua und die zahlreichen Repressionen gegen die antikapitalistische Bewegung machen deutlich, dass Protest gegen die Beschlüsse der G8-Staaten unerwünscht ist. So werden die Gipfel-Treffen in die Provinzen verlagert, um jeglichen Widerstand zu brechen. Doch wenn im nächsten Jahr im Ostseebad Heiligendamm PolitikerInnen und WirtschaftsvertreterInnen zusammentreffen, kommen wir trotzdem. Und wenn der diesjährige Gipfel im russischen St. Petersburg tagt, werden wir in Berlin Handlungsoptionen schaffen. Eine antikapitalistische Demonstration ist eine Möglichkeit, den Protest in die Metropolen zurückzutragen, wo er von herrschender Seite nicht gewollt ist. Der G8 ist nur ein Teil des Kapitalismus, dennoch gilt es diesen zu bekämpfen. Es handelt sich schließlich um einen der wichtigsten Verwaltungsapparate des Kapitals. Ohne diesen wäre der Kapitalismus allerdings auch nicht erträglicher. Daher muss sich eine radikale Kapitalismuskritik ebenso gegen Nationalismus, Arbeitszwang und alle weiteren Mechanismen der Ausbeutung richten. Und genau deswegen wollen wir am 15.Juli, während des G8 in St. Petersburg, unsere Kritik und Ablehnung gegenüber den bestehenden Verhältnissen auf die Straße tragen. Der G8 - Nur ein Teil des Problems Die staatlichen VertreterInnen der sieben wirtschaftlich stärksten Staaten und Russlands nennen ihre Treffen selbst Weltwirtschaftsgipfel (WWG). Das ist einerseits Ausdruck von Arroganz, so als wären diese Staaten schon 'die Welt'. Andererseits drücken sich hier die realen Machtverhältnisse aus, schließlich dominieren Kapital und Konzerne aus diesen Ländern innerhalb der kapitalistischen Weltwirtschaft und sichern sie politisch, medial und militärisch. Die seit 1975 stattfindenden Gipfeltreffen sind Momentaufnahmen in der Entwicklung des Kapitalismus. Dieser beruht auf mehr als 500 Jahre Ausbeutung und Naturzerstörung in Asien, Afrika und Lateinamerika, dem Trikont. Mit der Eroberung Lateinamerikas ab 1492 wurde die vorher in Afrika begonnene Ausplünderung auf die ganze Welt ausgedehnt. Viele Regionen außerhalb der kapitalistischen Zentren EU, USA und Japan wurden seitdem systematisch in die Rolle der Lieferanten von Rohstoffen, Lebensmitteln und Billigwaren gezwungen. Außerdem sind sie Absatzmärkte für Industrieprodukte aus der Ersten Welt und Reservoir für billige Arbeitskräfte. Doch auch innerhalb der Industrienationen wird die Ausbeutung gesteigert, werden Löhne gedrückt und soziale Errungenschaften zerstört. Die ungleiche Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums hat in der BRD wieder das Niveau der frühen sechziger Jahre erreicht(1). Ähnlich wie in den USA müssen auch immer mehr Menschen in Deutschland zwei bis drei Jobs annehmen, um ihre materielle Grundversorgung zu sichern. Gipfeltreffen wie der G8 haben somit zum einen die Funktion, die immer stärker werdenden Gegensätze zwischen den Zentren des Kapitalismus einzudämmen und die gegenseitige Konkurrenz nicht in offene militärische Handlungen umschlagen zu lassen und zum anderen die bestehenden kapitalistischen Ausbeutungsverhältnisse auszuweiten oder wenigstens zu zementieren, hier und überall. Kapitalismus ist überflüssig Wie kann es sein, dass obwohl in immer weniger Zeit immer mehr gesellschaftlicher Reichtum hergestellt wird, die überwältigende Mehrheit der Menschen auf der Welt aber immer mehr verelendet? Dass trotz ständig steigender Produktivität, die Wochen- und Lebensarbeitszeit der LohnarbeiterInnen hochgesetzt wird? Vernünftig ist das nicht, folgt aber einer Logik. Maschinen, Fabriken und immer mehr Land gehören nicht den Menschen die dort arbeiten, sondern einigen Wenigen, die über ausreichend Kapital verfügen. Die Eigentümer der Produktionsmittel, die Kapitalisten, haben nur ein Ziel: Möglichst viel Kapital zu erwirtschaften. Dabei ist es egal, ob sie das mit umweltzerstörenden Produkten, Massenvernichtungswaffen oder Babynahrung erreichen. Sie müssen ihren Profit ständig steigern und Teile davon immer wieder in neue Technologien investieren, sonst werden sie, wegen der Konkurrenz zu den anderen Kapitalisten, vom Markt verdrängt. Daher müssen sie ständig ihre Kosten senken, etwa durch Rationalisierung oder durch Produktionsverlagerung in "Billiglohnländer". Aber das tun sie nicht etwa aus Gier oder Bösartigkeit, sondern weil sie, wie der Rest der Gesellschaft, der kapitalistischen Logik unterworfen sind. Der gesellschaftliche Reichtum wird aber von FabrikarbeiterInnen, Ein-Euro-Jobbern und Büroangestellten erwirtschaftet und nicht von den Kapitalisten; die lediglich die Besitzer der Produktionsmittel sind. Lohnabhängige unterliegen in dieser Logik dem Zwang für Geld arbeiten zu müssen, wenn sie nicht verelenden oder wie in den meisten Teilen der Welt, sogar verhungern wollen. Doch obwohl die Lohnabhängigen zusammen den ganzen gesellschaftlichen Reichtum erwirtschaften, gehört er nicht ihnen, sondern den Kapitalisten. Der Profit entsteht dadurch, dass den LohnarbeiterInnen möglichst nur soviel bezahlt, dass sie ihre Arbeitskraft reproduzieren können. Also, dass sie genug haben für Lebensmittel, Wohnung, Kleidung, Erziehung und Versorgung ihrer Kinder - der zukünftigen Arbeitskräfte - und für ein paar kulturelle Bedürfnisse, wie z.B. einem Kinobesuch. Die Zeit, die dafür nötig ist um diese Mittel herzustellen und deren Gegenwert als Lohn bezahlt wird, ist aber nur ein Bruchteil der Zeit, die Lohnabhängige für die Kapitalisten arbeiten müssen. Aber diese Differenz, die sich die Kapitalisten unbezahlt aneignen, ist die Quelle des Mehrwerts und somit auch des Profits. Daher sind die Kämpfe um die Länge der Arbeitszeit und deren Intensität (z.B. Taktzeiten des Fließbands), sowie die Höhe des Lohns die Hauptkonfliktlinien zwischen Kapital und Lohnabhängigen, solange der Kampf nicht revolutionär wird. Rege unterstützt in ihrem Arbeitsfetisch werden die Kapitalisten durch die jeweiligen Staaten, die in der Gewährleistung von Lohnarbeit einen Teil ihrer eigenen Legitimation finden. Doch das vom Staat vorgetragene Argument; die Lohnarbeit sei unerlässlich und notwendig für ein schönes Leben bzw. Überleben, hat nur einen Haken: Schon seit Jahrzehnten sind durch fortschreitende Automatisierung und Technisierung immer weniger Menschen nötig um Arbeitsabläufe durchzuführen. Trotz sich eher verschlechternder Arbeitsbedingungen und sinkender Vergütung, sowie immer weniger vorhandener Arbeitsplätze ist die Identifikation mit Lohnarbeit in weiten Teilen der deutschen Bevölkerung dennoch ungebrochen. So wird sich auch nicht darüber gefreut, dass die Arbeitsproduktivität so hoch ist, dass die Arbeit endlich knapp wird und die Leute endlich mehr Freizeit haben. Doch diese Tatsache kommt nicht von ungefähr. Denn Lohnarbeit ist ein essentieller Bestandteil kapitalistischer Produktionsweise, weshalb wir auch von herrschender Seite immer zu hören kriegen, dass wir Lohnarbeit toll zu finden haben und uns gar mit ihr identifizieren müssen. Wer dem nicht nachkommt, wird meist als "Sozialschmarotzer" abgestraft. Solange es Kapitalismus gibt, befinden sich alle Menschen die nicht über Produktionsmittel verfügen weltweit in Konkurrenz zueinander, da sie gezwungen sind ihre Arbeitskraft zu verkaufen. Auf der anderen Seite ist auch das Kapital weltweit in Konkurrenz zueinander um Ressourcen, Absatzmärkte und Investitionsmöglichkeiten. Die G7-Staaten (Russland ist als achtes Mitglied wegen seiner Rohstoffe und seiner militärischen Stärke dabei) sind die kapitalistischen Zentren, deren Konzerne über soviel Kapital verfügen, dass sie damit weltweit Rohstoffe fördern, Produktionsstandorte aufbauen oder aufkaufen können. Um diese Investitionen abzusichern brauchen sie starke weltweit handlungsfähige Staaten, die notfalls auch imperialistische Kriege führen können. Die einzige Lösung dieses Konflikts kann nur in der Vergesellschaftung der Produktionsmittel liegen, damit alle Menschen ein Leben nach den eigenen Bedürfnissen und Fähigkeiten führen können. "Der Kapitalismus hat ausgedient, her mit dem guten Leben!"! Repression: Der Sozialstaat lädt nach Der Konflikt liegt jedoch nicht allein zwischen LohnarbeiterInnen und Kapitalisten. Denn für die freigesetzten Arbeitskräfte, für die es keine Verwendung gibt, wirkt der Sozialstaat als Auffangbecken. Das der Sozialstaat allerdings nicht allein für die Sicherung des Über/Lebens Berufstätiger und Erwerbsloser bestimmt ist, zeigt ein Blick in die Vergangenheit. Repression zieht sich wie ein roter Faden durch die geschichtliche Entwicklung des deutschen Sozialstaatsmodells, was jedoch allzu oft ausgeblendet wird. Beispielsweise von den Bismarckschen Sozialgesetzen einerseits und seinen Sozialistengesetzen andererseits, über die Sozialgesetzgebung der Sozialliberalen in den 70ern (2) bis heute erscheint das Attribut "sozial" im kapitalistischen Staat einerseits als Zuckerbrot um seine Ausbeutung zu verschleiern und andererseits als Peitsche für diejenigen die mehr fordern als ihnen "zusteht". Somit erscheint der Sozialstaat als effektives Werkzeug zur Wahrung des "sozialen Friedens", wenn er in einem ausgewogenen Verhältnis eingesetzt wird. Die sozialen Rechte der Erwerbslosen, die ihnen der Staat zugesteht, können ihnen allerdings auch wieder mit allen Mitteln staatlicher Repression entzogen werden, falls sie sich nicht loyal zum Sozialstaat verhalten. "Sozialer Frieden" bedeutet somit nicht die Schaffung gleicher sozialer Bedingungen für alle, sondern ist vielmehr ein Stillhalteabkommen mit dem der Staat durch soziale Grundsicherungen und medialen Entertainment die Mehrheitsbevölkerung ruhig stellt. Damit kann der Staat gewaltsamen Ausschreitungen und Krisen in diesem Land vorbeugen. Die Wahrnehmung des Sozialstaates als repressives Organ wendet sich somit auch gegen die reformistische Ansicht, dass die Schaffung von mehr Sozialstaat eine bessere Zukunft bedeuten würde. Mehr Sozialstaat bedeutet schließlich auch mehr Repression. Wer also bei den Forderungen nach Erhalt oder Ausbau des Sozialstaates stehen bleibt, bzw. wem dies genügt, macht sich damit einer gewissen Staatsverherrlichung schuldig. Trotzdem bleibt festzuhalten, dass soziale Rechte vom Staat nie aus freien Stücken zugestanden wurden, sondern immer erkämpft wurden. Es ist darum schon wegen des eigenen Überlebenswillens notwendig diese gegen den Staat zu verteidigen, aber dabei nicht zu vergessen, dass dabei stehen zu bleiben nicht genügen kann. Repression: Der Militärstaat rüstet auf Doch durch ein sich stetig vergrößerndes Heer von Erwerbslosen ergibt sich auch ein steigendes Konfliktpotenzial: Mehr Menschen die mit ihrer sozialen Ausgrenzung vom gesellschaftlichen Leben unzufrieden sind und mehr "Kleinkriminelle" etc. Klar ist, dass der Staat in irgendeiner Art und Weise darauf reagieren muss, was konkret bedeutet: Neben weiter sinkenden Sozialleistungen wird ein noch stärkeres Vorgehen des staatlichen Repressionsapparates, sprich Polizei, Bundespolizei( ehemals BGS) aber auch von privaten Security-Firmen vorangetrieben. Das trifft vor allem diejenigen, die direkt von der staatlichen Wohlfahrt abhängig sind und sich nicht dagegen wehren können. Zum einen also SozialhilfeempfängerInnen und Erwerbslose und zum anderen MigrantInnen, welche sich neben der Abhängigkeit von Sozialleistungen oft noch in physischer Gewalt des Polizeiapparates befinden. Letztlich trifft es auch diejenigen, die politischen Widerstand dagegen organisieren und bei welchen gezielt versucht wird sie mundtot zu machen. Beispiele für diese Seite staatlicher Repression gibt es allein in Berlin etliche. Genannt seien hier nur die staatlichen Angriffe des letzten Jahres auf lokale Antifa-Strukturen und linke Hausprojekte. Folglich ist niemand vor Repressalien gefeit und vermutlich ist in Zukunft eine steigende Aktivität von staatlicher Seite zu erwarten. Teilweise merkt mensch dass auch heute schon. Zum Beispiel wenn als Argument für verstärkte Überwachung von Menschen und Orten und für die Aufstockung des Polizeietats hauptsächlich der internationale Terrorismus, SprayerInnen, die organisierte Kriminalität und linksradikaler Widerstand genannt werden, aber in der Realität meistens andere Opfer des staatlichen Gewaltmonopols werden, eben jene oben Genannten. Allerdings ist z.B. das Argument, dass linksradikaler Widerstand Grund für zunehmende Überwachung sein soll, relativ unsinnig. Denn dieser ist derzeit gesellschaftlich viel zu marginal. Einer der tatsächlichen Gründe für diese innere Aufrüstung liegt vielmehr im steigenden Anwachsen Lohnarbeitsloser und damit verbundener "Kleinkriminalität". Denn diese verhalten sich für den Staat nicht wirklich kalkulierbar, während hingegen die Linke sich meist mit berechenbareren Aktionsformen, wie Demos und Kundgebungen zeigt. Nationalismus: Eine Stütze des Kapitalismus Neben der sozialstaatlichen Repression soll hier noch der Nationalismus als Stütze kapitalistischer Verwertungslogik benannt werden. Um die Antagonismen dieser Logik zu kaschieren und seine Funktionsfähigkeit aufrechtzuerhalten existieren verschiedene weltanschauliche Konstrukte wie der Nationalismus. Nationalistische Denkmuster funktionieren dabei nach dem Schema, all das was auch noch im Entferntesten mit der eigenen Nation zu tun hat zu verherrlichen, während all jenes was mit fremden Nationen zusammenhängt abzuwerten. So werden positiv definierte Eigenschaften wie Zusammenhalt, Sicherheit, etc. mit dem eigenen Volk verknüpft, welches als homogene Gruppe gedacht wird. Wohingegen unangenehme Erscheinungen des Kapitalismus Fremdeinwirkungen zugeschrieben werden, die von außen kommen und die völkische Gemeinschaft bedrohen. Konkret äußert sich das in der Zuschreibung von negativen Eigenschaften an als fremd angesehene "Völker". Vorurteile wie "faule Italiener", "klauende Polen" oder auch "Heuschrecken-Kapitalisten aus den USA" sind weit verbreitet. Dabei wird auch klar, dass nationalistische Denkweisen oft noch mit rassistischen Motiven verknüpft sind. Im Zusammenhang mit Aktionen, wie der apathischen Euphorie der "Du bist Deutschland"-Kampagne und den "deutschen Tugenden", wie Ordnung, Disziplin und Fleiß wird ein positiver Bezug zur eigenen Nation geschaffen, der dabei helfen soll die Widersprüche des Kapitalismus und insbesondere den Zwang zur Lohnarbeit zu überdecken. Hinzu kommen noch andere Spektakel, die der Staat nationalistisch instrumentalisieren kann. So wird im Rahmen der WM mit einem gigantischen Werbeeinsatz "unsere" Gastfreundschaft angepriesen. Seltsam nur, dass dabei der größte Polizeieinsatz seit Jahren dafür sorgen muss, dass die "Völkerverständigung durch Sport" nicht in Massenschlägereien in den Fußballstadien ausartet. Nicht nur im Sport führt die Einteilung und Hierarchisierung von Menschen nach nationalistischen Kriterien zu Konfliktpotenzial. Sie fungiert auch als Stütze einer Ökonomie, die manche Staaten nur als Quelle von Rohstoffen und billiger Arbeitskraft ansieht. Durch Abschottung der Grenzen wird dem daraus vielerorts resultierenden Bedürfnis begegnet, an den sozialen Errungenschaften der reichen Industrienationen teilhaben zu wollen. Nur wer sich innerhalb der, ökonomisch im Billiglohnsektor verwertbaren, Bahnen bewegt, ist erwünscht. Eigenständige und ungehorsame Migrationsbewegungen werden hingegen auf das Schärfste bekämpft. Die Toten und Verletzten an den Außengrenzen der Festung Europa belegen dies immer wieder aufs Neue. An der gemeinsamen Außenpolitik der EU zeigt sich auch das Bestreben Europa als eigenständige Nation herauszubilden. Grundlage dieses "nation building" ist die angebliche gemeinsame Verwurzelung in christlich-abendländischer Kultur und Wertvorstellungen. Dabei wird wohl bei den Baumeistern Europas ausgeblendet, dass die europäischen Staaten während der gesamten konstruierten Geschichte die meiste Zeit mit dem Versuch beschäftigt waren, sich gegenseitig auszurotten. Dass zur gemeinsamen Nation auch eine gemeinsame Verfassung der EuropäerInnen gehört liegt auf der Hand. Da sie im letzten Anlauf scheiterte ist sie zwar ein Zeichen dafür, dass die Konstruktion der europäischen Identität noch nicht so weit fortgeschritten ist wie es die Eliten aus Politik und Wirtschaft gerne hätten. Sie offenbart uns allerdings die Stoßrichtung der angestrebten Entwicklung der "Nation Europa". Denn eine gemeinsame Innen-, wie Außenpolitik, Aufrüstungsverpflichtung, eine EU-Eingreiftruppe und deren zunehmende Nutzung durch weltweite Militäreinsätze, dienen der Aufstellung des kapitalistischen Zentrums EU als ernstzunehmenden Konkurrenten zu den USA und Japan. Diese Entwicklung vollzieht sich gleichzeitig und einhergehend mit dem Abbau der sozialen Sicherungssysteme und dem Ausbau des Überwachungsstaats. Daher gilt es Nationalismus als Stütze dieses Prozesses zu begreifen und zu bekämpfen. Mit dem Ziel einer emanzipatorischen Entwicklung zu einer befreiten Gesellschaft ist er unvereinbar. Wenn wir am 16. Juli auf die Straße gehen und wir 2007 während des G8 auf den Straßen sind, dann wollen wir eins klarstellen: Es kann nur dann ein gutes Leben geben, wenn es keine kapitalistischen aber auch keine sonstigen Ausbeutungsverhältnisse mehr gibt! Es geht darum klar zu machen, dass was global an Ausbeutung stattfindet und im Rahmen der G8-Proteste thematisiert sein wird, konkret mit unserer eigenen Situation vor unserer eigenen Haustür zu tun hat. Wir wollen mehr als die Sicherung unserer Grundbedürfnisse. Wir fordern eine Gesellschaft, in der jede und jeder die Möglichkeit auf ein selbstbestimmtes Leben, frei von Zwängen jeglicher Art hat. Kommt darum am Sonntag, dem 16. Juli 2006 zur antikapitalistischen Demo nach Berlin. Kapitalismus abschaffen! +++ Für eine befreite Gesellschaft! Solidarität mit dem linksradikalen Anti-G8-Widerstand in Russland! 16.Juli 2006 / Berlin / 14 Uhr / U-Bhf. Eberswalder Str. FUSSNOTEN: (1)"Lebenslagen in Deutschland. Der 2. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung" 2004/2005; http://www.sozialpolitik-aktuell.de/berichte_einkommen.shtml (abgefragt am 14. Dezember 2005) (2) Als Bismarck die ersten Sozialgesetze schuf, da die aufkommende Arbeiterbewegung einen systemgefährdenden Charakter annahm, war das praktisch der Anfang unseres heutigen Sozialstaates. Denn die Einführung von Kranken-, Unfall- und Rentenversicherung diente zur Befriedigung reformistischer Überzeugungen, während auf der anderen Seite mit staatlicher Repression gegen den "revolutionären" Teil der Arbeiterbewegung vorgegangen wurde. Das sozialpartnerschaftliche Konzept der Sozialliberalen Koalition in den 1970ern hatte dagegen die Idee mit der Einbindung von Gewerkschaften und Wirtschaftsverbänden zu sozialen Themen solch einen systemgefährdenden Charakter vor seiner Entstehung zu verhindern. [anticapitalism at web.de] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org ================================================== 15 letzter Prozeßtag gegen Akubuo Menschenrechtsaktivist aus Parchi m M-V] "The VOICE Refugee Forum" ================================================== *Stoppt die Verfolgung von Akubuo! Jetzt!* *Wir fordern Gerechtigkeit* *Sammelprozesse vor dem Amtsgericht Parchim gegen Akubuo,* *Aktivist von The Voice Refugee-Forum, Anti-Lager-Netzwerk und der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen.* */28. Juni Amtsgericht Parchim, Moltkeplatz, 10°° Uhr/* Nach den ersten beiden Prozeßtagen am 20. und 21.06 laden wir Euch zum letzten Prozeßtag am Mittwoch, den 28.06 2006 um 10°°, Amtsgericht Parchim ein. / / Die ersten beiden Prozeßtage wurden über weite Strecken eine Anklage gegen die Diskriminierung und die rassistischen Praktiken gegenüber Flüchtlingen durch die Mecklenburger Behörden. Der angeklagte Menschenrechtsaktivist und politische Flüchtling aus Nigeria, Akubuo A. Chukwudi, stellte anhand seiner zwölfjährigen Geschichte im Landkreis Parchim die bittere Situation der Asylsuchenden in M-V dar. /Insbesondere die Erniedrigung der Flüchtlinge durch das Gutscheinsystem wurde in den ersten beiden Prozeßtagen deutlich. / /Jetzt, wo die Gutscheine nach dem langandauernden Widerstand Akubuos und seiner Mitstreiter abgeschafft wurden, gibt es an den Kassen der Supermärkte deswegen keine Konflikte mehr. / / / /Bereits zu Begine des Prozesses wurden auf Vorschlag der Verteidigung alle Fälle aus den Jahren 1999 und 2000 eingestellt. Darin beinhaltet waren auch die Konflikte mit der Ausländerbehörde und dem Sozialamt. / /Übrig bleiben eine Auseinandersetzung im Aldi Markt wegen des Gutscheinsystems und ein rassistisch motivierter Angriff auf Akubuo und einen Freund. Wegen seiner Selbstverteidigung ist Akubuo der Körperverletzung angeklagt./ /Beide verbleibenden Anklagen erweisen sich bereits jetzt schon als unhaltbar. Am Mittwoch wird es weitere Zeugenvernehmungen geben./ Unten folgt der Aufruf zur Prozeßbeobachtung: Es ist nicht das erste Mal, dass Akubuo dem Extremismus des Staates Mecklenburg-Vorpommerns (MV) und seiner Behörden ausgesetzt ist. *Wer ist schuldig-Akubuo oder der Staat?* 1993 suchte Akubuo politisches Asyl in Deutschland. Als Aktivist gegen das korrupte nigerianische Regime war er nach Schussverletzungen durch nigerianische Sicherheitskräfte zur Flucht gezwungen. Deutschland verweigerte ihm das Asyl und Akubuo nahm den Kampf aus seinem tiefen Glauben an Gerechtigkeit gegen staatlichen Rassismus in Deutschland auf. Er war 12 Jahre in verschiedenen Dschungelheimen im Landkreis Parchim interniert. Er war dreimal in Abschiebehaft - insgesamt sieben Monate. Mit einem 26tägigen Hungerstreik kämpfte er gegen die Freiheitsberaubung. Bis heute hat Akubuo keine Gerechtigkeit in MV erfahren. Im Gegenteil, die Angriffe auf seine Person verfolgen ihn bis heute. Er wurde von der Polizei misshandelt - seine Anzeige endete im Nichts. Er wurde im Gefängnis misshandelt, wo man versuchte ihn mit starken und überdosierten Psychopharmaka umzubringen - seine spätere Anzeige endete im Nichts. Ein Molotow-Cocktail wurde in sein Zimmer geworfen, seine persönlichen Gegenstände zerstört und manches später gestohlen. Er wurde mit anonymen Briefen, Telefonanrufen und SMS bedroht. Er wurde körperlich angegriffen. Mehrere Male wurde sein Sozialgeld gekürzt oder komplett gestrichen. Wiederholt wurde ihm eine ausreichende medizinische Versorgung verweigert. In all diesen Jahren hat Akubuo kompromisslos Widerstand geleistet und für seine Rechte sowie für die Rechte anderer Flüchtlinge gekämpft. Er kämpfte gegen Dschungelheime, Lager, die Verletzung der Bewegungsfreiheit (Residenzpflicht), gesellschaftliche Ausgrenzung und das Gutscheinsystem. Nach Jahren des Kampfes wurden verschiedene Dschungelheime in MV geschlossen, das Gutscheinsystem weitgehend abgeschafft und die Residenzpflicht "gelockert" (Was nicht ausreicht-die Residenzpflicht muss weg!). Statt Akubuo für sein Engagement für die Menschenrechte in MV zu danken wird er kriminalisiert. *Wer ist schuldig - Akubuo oder der Staat?* * Wir fordern Gerechtigkeit!* * Wir fordern ein Ende des staatlichen Extremismus gegen Akubuo und alle Flüchtlinge und MigrantInnen in MV!* * Wir fordern die Einstellung aller Verfahren gegen Akubuo und gegen alle FlüchtlingsaktivistInnen in MV!* * Wir fordern Akubuos Recht auf Asyl-ungeachtet seiner Heirat!* * Wir fordern den Respekt der Menschenrechte in MV!* * * *Fahrt von Hamburg* wird mit Autos organisiert. Wir fahren jeweils um 7°° Uhr morgens vom Hauptbahnhof (Treffpunkt vor dem Reisezentrum) los. Damit wir ausreichend Fahrgelegenheiten bereitstellen können, *bitten wir alle sich frühzeitig bei uns anzumelden (Kontakt s.u.)* * * Kontakt: *Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen - Hamburg* C/o Brigittenstr. 5, 20359 Hamburg Tel: 040-43 18 90 37; Mobil: 0174-150 84 57; Fax: 040-43 18 90 38; E-mail: free2move at nadir.org; *www.thecaravan.org *** * * Spenden: Förderverein The Voice e. V., Spk Göttingen, BLZ 260 500 01; Kto 14 00 61; Stichwort: Akubuo ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 16 kanalB.at video: The Corruptibles webmaster at kanalB.org ================================================== titel des videoclips: The Corruptibles --: - beschreibung: In einem Zeichentrickfilm der Electronic Frontier Foundation (EFF) wird vor den Vorhaben der Medienindustrie gewarnt. Angelegt an Disneys "The Incredibles" versuchen die SuperheldInnen den NutzerInnen digitaler Medien ihre Rechte zu stehlen. ---: - kategorie: animation ----: - clipinfo: http://austria.kanalb.org/clip.php?clipId=1426 --------------: - laenge: 2,09 min team: Electronic Frontier Foundation (EFF) team_homebase: http://www.eff.org/ erstellt: 2006-06-22 format: ogg datenmenge: 9 MB -------------: - weitere informationen: http://www.eff.org/corrupt/ -----------------: - kanalB ersetzt herkoemmliches fernsehen: http://austria.kanalb.org ================================================== 17 Ausnahmezustand am Heumarkt Renate Billeth ================================================== BILDER VOM LANDEANFLUG DES BELIEBTESTEN PRÄSIDENTEN DER WELT, ÜBERRASCHUNGSBESUCH VON HILFSBEREITEN COBRA BEAMTEN UND EINIGES MEHR.... Zu sehen auf www.okto.tv/roh -- OktoCommunity TV-GmbH Missindorfstraße 21 | Objekt 12 | 2. OG 1140 Wien, Österreich www.okto.tv Mag. Renate Billeth Öffentlichkeitsarbeit rb at okto.tv T +43 1 786 2442 -17 F +43 1 786 2442 -4 ================================================== 18 Newsletter andersrum.gruene.at Andersrum Newsletter ================================================== ******************************************** Newsletter andersrum.gruene.at mit den neuen Headlines seit 15. 6. 2006 13:00 ********************************************* ******* INHALT ******* - Filmtipp: TransAzioni + DragKinging - Regenbogenparade 2006 - Fotos von der Grüne Andersrum Klausur - Innsbruck: SPÖ gegen schwul/lesbische Aufklärung ***************************************** *** Filmtipp: TransAzioni + DragKinging *** 21. Juni 2006 Filmpremiere + Diskussion im Cinemagic, Mittwoch 28.6.2006. Komm hin! http://gruene-andersrum.at/andersrumgrueneat/kultur_medien/artikel/lesen/7385/ ***************************************** *** Regenbogenparade 2006 *** 21. Juni 2006 Am 1. Juli zieht die Regenbogenparade wieder durch die Stadt: Come together - Come out! http://gruene-andersrum.at/queer_life/artikel/lesen/7275/ ***************************************** *** Fotos von der Grüne Andersrum Klausur *** 19. Juni 2006 Die Grünen Andersrum aller Bundesländer trafen sich zu einer Klausur. Hier die Fotos. http://gruene-andersrum.at/oesterreich/artikel/lesen/7331/ ***************************************** *** Innsbruck: SPÖ gegen schwul/lesbische Aufklärung *** 16. Juni 2006 Die SPÖ in Innsbruck hält Aufklärung in Volks- und Hauptschulen für "nicht dringlich". http://gruene-andersrum.at/oesterreich/artikel/lesen/7278/ ============================ http://andersrum.gruene.at/ ============================ ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. 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