widerst@nd MUND, Donnerstag, 26.1.2006
MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
analle at no-racism.net
Don Jan 26 11:15:23 CET 2006
widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr
www.no-racism.net/mund
Donnerstag, 26.1.2006
================================================
A) INHALT
================================================
<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><>
AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN
<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><>
================================================
01 GEDICHTE WIDERSTANDSLIEDER RAVENSBRÜCK 3.2.
von "Frauenhetz - feministische Bildung, Kultur & Politik"
<office at frauenhetz.at>
================================================
02 Do. 26.1. um 18.30: Kundgebung gegen rechtsextremes Treffen in Wien!
von Sozialistische LinksPartei <slp at slp.at>
================================================
03 Quasi02 screening von "Flo (kanalB)" <Flo at kanalB.org>
================================================
04 Eng. ,Dt.,: Request Call for translators /
Anfrage an alle zurTextübersetzung
von "The VOICE Refugee Forum" <thevoiceforum at emdash.org>
================================================
<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><>
MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE
<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><>
================================================
05 ASt - Repression im Baskenland von ASt-LFI <ast-lfi at utanet.at>
================================================
06 ASt - Den Rassismus bekämpfen! von ASt-LFI <ast-lfi at utanet.at>
================================================
07 § 209-Polizeidaten: Auch VfGH ordnet Vernichtung manueller Dateien an
von "PF209" <office at paragraph209.at>
================================================
<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><>
INTERNATIONALES/SOLIDARITÄT
<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><>
================================================
08 China: Scharfe Kritik an Google - Schmusekurs mit totalitärem Regime
von "GFBV Hans Bogenreiter" <hans.bogenreiter at gfbv.at>
================================================
09 [gipfelsoli] Heiligendamm von gipfelsoli-l at lists.nadir.org
================================================
10 [gipfelsoli] Genua von gipfelsoli-l at lists.nadir.org
================================================
11 Urteil aufgehoben - Österreicher im Irak nach wie vor in Haft
von "wadi wien" <wadi.wien at gmx.at>
================================================
================================================
B) TEXTE
================================================
================================================
01 GEDICHTE WIDERSTANDSLIEDER RAVENSBRÜCK 3.2.
von "Frauenhetz - feministische Bildung, Kultur & Politik"
<office at frauenhetz.at>
================================================
Werte InteressentInnen, KollegInnen und FreundInnen!
Wir möchten Euch auf eine ganz besondere Veranstaltung hinweisen (die
wir organisieren) und freuen uns über die Weiterleitung an Euch bekannte
Kontexte.
"Unter dem Stacheldraht saß ein Vogel"
Gedichte & Widerstandslieder von Frauen aus dem KZ Ravensbrück
Eine Szenische Lesung zur Flamenco-Gitarre von Constanze Jaiser und
Jacob David Pampuch (Berlin).
Freitag, 3.02.2006 18.00 Uhr in der Volkshochschule Ottakring
Ludo-Hartmann-Platz 7A - 1160 Wien
(Erbetener Spendenbeitrag: 8 Euro/ermäßigt 5 Euro)
Hintergrund:
Im Frühjahr 2005 wurde die Publikation 'Europa im Kampf 1939 -1944.
Internationale Poesie aus dem Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück'
von Constanze Jaiser veröffentlicht. Es ist eine Sammlung von Gedichten
und Widerstandsliedern in elf Sprachen die im KZ heimlich gesammelt und
erst Jahrzehnte später in einer Prager Wohnung wieder entdeckt wurden.
Die Autorin, die Historikerin Constanze Jaiser und der Musiker David
Pampuch haben daraus nicht nur eine lesenswerte Lektüre und eine HörCD,
sondern auch eine originäre Szenische Lesung gemacht, die im Jänner
letzten Jahres vor nur einem kleinem Publikum in Wien (Kooperation
Kosmostheater/Frauenhetz) seine österreichische Erstaufführung hatte.
Deshalb versuchen wir nun in Eigeninitiative diese politisch und
erinnerungskulturell unglaublich beeindruckende Darstellung einem
größeren Publikum zugänglich zu machen.
Mehr Infos zum Inhalt der Gedichte, der Musik und den KünstlerInnen sind
unter http://www.ravensbrueck-gedichte.de
und dem beigefügten Folder zu finden!
Roland Engel & Birge Krondorfer
Unterstützt wird diese Veranstaltung bislang von:
VHS-Ottakring
Grünalternative Jugend
Frauenhetz
sorry for crossposting
--
================================================02
Do. 26.1. um 18.30: Kundgebung gegen
rechtsextremes Treffen in Wien!
von Sozialistische LinksPartei <slp at slp.at>
================================================
Die gefährlichen rechtsextremen Organisationen AfP und BFJ kündigen für
Donnerstag, 26. Jänner eine Veranstaltung in ihrem Vereinslokal, dem
sog. „Fritz-Stüber-Heim“ (Koppstrasse 72, 1160 Wien), an. Dieses Treffen
soll der Vernetzung der rechtsextremen gewaltbereiten Szene dienen.
In diesem Heim der „Aktionsgemeinschaft für demokratische Politik“ (AfP)
wurden 1992 Waffen der Neonazi-“Wehrsportgruppe Trenck“ sichergestellt.
2000 flog ein weiteres Treffen unter Führung des gerade aus der Haft
entlassen Nazis Gottfried Küssel auf.
Treffen wie das am 26.1. finden oft auch unter Beteiligung ausländischer
Rechtsextremisten sowie FPÖ-Politiker statt.
Zum „Bund freier Jugend“ (BFJ): Dieser ist quasi die Jugendorganisation
der AfP.
In einem Gutachten des Verfassungsexperten DDr. Heinz Mayer über diesen
heißt es: „Die Publikationen verstoßen massiv gegen die Bestimmungen des
NS-Verbotsgesetzes.“
Organisationen wie BFJ und AfP stellen eine ernsthafte Bedrohung dar.
Nicht nur, dass immer stärker Menschen ausländischer Herkunft und Linke
attackiert werden, richtet sich der BFJ auch gegen jegliche
demokratische und gewerkschaftliche Errungenschaften von ArbeitnehmerInnen.
Da Armut und Arbeitslosigkeit eine Grundlage für rassistische Hetze
bieten, stehen wir für gemeinsame Aktionen von In- und AusländerInnen
gegen Sozial- und Bildungsabbau sowie die Privatisierungspolitik der
Regierung.
Nur gemeinsam können wir die rechtsextreme Gefahr zurückdrängen!
Kommen auch Sie deshalb zu unserer lautstarken Kundgebung am Donnerstag,
26. Jänner, ab 18:30,
Koppstrasse Nr. 72 (Ecke Kreitnergasse), 1160 Wien.
Öffentlich zu erreichen: Linie 48A bzw. Linie 9
Mehr Informationen unter www.slp.at
================================================
03 Quasi02 screening von "Flo (kanalB)" <Flo at kanalB.org>
================================================
Bald ist es wieder soweit.
Die näxte Quasi-Ausgabe wird präsentiert.
Diesmal im neuen Weltcafe in der Schwarzspanierstr.
Ich hoffe, ihr könnt es einrichten.
Quasi 02
Am 1. Februar 2006, 21.00 Uhr
Weltcafe
Schwarzspanierstr.15
1090 Wien
Themen der Sendung: http://blogs.okto.tv/quasi/?p=11
================================================
04 Eng. ,Dt.,: Request Call for translators /
Anfrage an alle zurTextübersetzung
von "The VOICE Refugee Forum" <thevoiceforum at emdash.org>
================================================
Request / Call for translators,
Dear supporters and activists,
We would like to inform you that we are constantly in need of voluntary
translators to help and support us in the translation of our texts, some
of which are often times of an urgent nature. As our work with refugees
deals with communication into and from many different languages, we are
calling for people to support us in the following languages: English,
German, French, Russian, Arabic, Persian, Spanish, Turkish, Kurdish,
amongst others. Many of the texts are first written in English or German
and then need to be translated to other languages.
Because of the many urgent issues (deportations, criminalization, police
brutality) we are no longer to keep up with the need for more coordinated
translation work. Consequentially, we are planning to open a pool of
translators and would very much appreciate any support we can get.
Help us fight racism!
If yourself or somebody you know is able to translate into or from any
foreign language please let us know: simply send us an e-mail
(thevoiceforum at emdash.org) or a postal letter (preferably email) including
the following information: your language capabilities, how to reach you
for urgent actions (when possible a telephone number), and when you are
generally available. Also, please help to spread this request widely.
We are grateful for any support you can offer. No matter how small or
insignificant we may think our individual Contributions are to the
struggle, we should never forget that a few drops of falling rain can
multiply and turn into a storm.
In solidarity we remain!
Osaren Igbinoba
The VOICE Refugee Forum
Schillergässchen 5
07745 Jena
Tel: +49 (0) 3641 - 6652 14
Fax: ++49 (0) 3641 - 420 270
E-Mail : thevoiceforum at emdash.org
http://thevoiceforum.org
http://thecaravan.org
-----------
Deutsch.
Anfrage an alle zur Textübersetzung
Liebe Unterstützer, Gleichgesinnte und AktivistInnen,
die Übersetzung von Nachrichten aus dem internationalen Flüchtlings- und
MigrantInnenNetzWerk mit oftmals dringlichem Inhalt braucht breite
Unterstützung und persönliche Initiative um wirklich zeitnah effektiv sein
zu können. Deshalb suchen wir dringend ÜbersetzerInnen. Nachrichten in
verschiedensten Sprachen sollten vorwiegend in oder aus Englisch oder
Deutsch übersetzt werden können. Häufige Sprachen im Netzwerk sind außer
Französisch und anderen europäischen Kolonialsprachen (z.B.: Portugiesisch
und Spanisch...) vorwiegend Russisch, Arabisch und Persisch, Türkisch und
Kurdisch ohne alle anderen Sprachen ausschließen zu wollen.
Da wir bei den vielen dringlichen Netzwerkinformationen über
Abschiebungen, Kriminalisierung, polizeiliche Übergriffe und politischen
Hintergrundinformationen die gebotene Reaktionszeit so kurz wie möglich
halten wollen, benötigen wir einen offenen ÜbersetzungsPool um bestehende
Sprachbarrieren zu minimieren. Jede Hilfe ist wärmstens willkommen!
Helft uns im Kampf gegen Rassismus und Mißachtung der Menschenwürde!
Wenn Sie oder Bekannte bereit sind, sich an unserem Übersetzungspool zu
beteiligen würden wir uns sehr über eine entsprechende mail an
thevoiceforum at emdash.org mit Informationen daüber welche Sprachen
übersetzt werden, wie Sie gegebenenfalls informiert werden möchten
(Telefon/e-mail/Fax) und wann Sie vorwiegend erreichbar sind.
Darüber hinaus ist eine Weiterverbreitung dieser Nachfrage ausdrücklich
erwünscht!
Wir danken im Voraus für jede verfügbare Unterstützung!
Viele Tropfen höhlen den Stein!
Solidarität verbindet Menschen!
The VOICE Refugee Forum
Schillergässchen 5
07745 Jena
Tel: +49 (0) 3641 - 6652 14
Fax: ++49 (0) 3641 - 420 270
E-Mail : thevoiceforum at emdash.org
http://thevoiceforum.org
http://thecaravan.org
_______________________________________________
Refugee-Info mailing list
Refugee-Info at lists.idash.org
http://idash.org/mailman/listinfo/refugee-info
================================================
<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><>
MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE
<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><>
================================================
05 ASt - Repression im Baskenland von ASt-LFI <ast-lfi at utanet.at>
================================================
Repression im Baskenland
"Es ist eine Straftat, sich bei SEGI zu organisieren"
(aus Red Newsletter Nr. 194, 25.Jänner 2005, www.arbeiterInnenstandpunkt.net)
Im folgenden veröffentlichen wir ein Interview mit Mikel Martinez über die
Repression gegen die baskische Unabhängigkeitsbewegung durch den spanischen
Staat. Mikel Martinez wohnt in Donostia/San Sebastian und ist Mitglied der
linken baskischen Jugendorganisation SEGI. Er war in mehreren Städten in der
BRD, um über den Massenprozess gegen die Pro-Unabhängigkeits-Linke im
Baskenland zu sprechen. Das Interview haben wir von der Zeitung der
deutschen Jugendorganisation REVOLUTION entnommen.
Wie ist die Situation der baskischen Jugend?
Der Kapitalismus hat eine sehr beunruhigende Situation geschaffen. Die
Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen zwischen 18 und 30 Jahren liegt bei 23%.
Unter denen, die Arbeit haben, haben 95% Zeitverträge und damit keine
Jobsicherheit.
Es gibt 300.000 leer stehende Wohnungen im Baskenland, aber nur 21% der
Jugendlichen wohnen außerhalb des Elternhauses. Denn das
Durchschnittseinkommen für Jugendliche beträgt 720 Euro, aber die
Durchschnittsmiete ist 711 Euro. Und der Besetzung von Häusern wird mit
staatlicher Repression begegnet.
Was macht SEGI, um das zu ändern?
Im Moment ist SEGI eine illegale Organisation. Aber die praktischen
Auswirkungen davon sind im Endeffekt null, denn wir arbeiten offen in allen
Dörfern, Stadtteilen und Universitäten im Baskenland. Wir haben etwa 1.500
Mitglieder und viel mehr Sympathisanten - in einem Land mit weniger
EinwohnerInnen als Berlin.
Wir brauchen Jugendliche mit einem kollektiven Bewusstsein, mit dem
Bewusstsein, dass sie zu einer unterdrückten Klasse gehören. Um das zu
erreichen, organisieren wir Kampagnen, Veranstaltungen und Kämpfe auf der
Straße, zum Beispiel gegen Zeitarbeitsfirmen, die Jugendliche ausbeuten,
oder zur Verteidigung besetzter Häuser.
Welche Art von Repression gibt es gegen SEGI?
Dieses Jahr gab es einen Prozess gegen 42 Mitgliedern von SEGI. Der
spanische Staat warf ihnen vor, Mitglieder einer terroristischen Vereinigung
zu sein. Das Gericht hat den Vorwurf des Terrorismus abgelehnt, dennoch
wurde SEGI für gesetzwidrig erklärt.
Heutzutage ist es eine Straftat, sich bei SEGI zu organisieren. Plakate zu
kleben oder T-Shirts mit dem SEGI-Logo zu tragen, sind ebenfalls Straftaten
– in Spanien, in Frankreich ist das legal. Wenn du ein Jugendlicher aus dem
Baskenland bist und dich für deine Ideen einsetzt, kannst du sicher sein,
dass du Probleme mit der spanischen Justiz bekommst.
Was sind eure aktuellen Projekte?
Jede Ortsgruppe versucht, die Realität in ihrem Dorf oder Stadtteil zu
ändern. Es gibt Dörfer mit mehr Arbeitslosigkeit oder weniger
selbstverwalteten Räumen oder mehr Kämpfen in den Schulen usw.
Aber wir haben auch nationale Events. Dieses Jahr wird das "Gazte Topagunea"
(Jugendtreffen) etwa 20.000 Jugendliche für drei Tage mit Konzerten und
Seminaren zusammenbringen. Wir wollen die Kraft und die organisatorische
Kapazität von SEGI innerhalb der baskischen Jugend zeigen. Um ein Beispiel
zu geben: 3.000 Freiwillige werden mitarbeiten, um Essen und Getränke zu
servieren oder Bühnen und Zelte aufzubauen.
Die Topagunea soll verschiedene Kämpfe aus dem ganzen Baskenland, aber auch
aus anderen Teilen der Welt widerspiegeln. Deshalb laden wir alle
Jugendlichen, welche die Welt verändern wollen, ein, im April 2006 zu uns zu
kommen.
================================================
06 ASt - Den Rassismus bekämpfen! von ASt-LFI <ast-lfi at utanet.at>
================================================
Den Rassismus bekämpfen!
Für eine Kampagne gegen das FPÖ-Volksbegehren „Österreich bleibt frei“!
Stellungnahme des ArbeiterInnenstandpunkt, 18. 1. 2006
Am 30. November 2005 hat FPÖ-Chef H.C. Strache einen Antrag für ein
Volksbegehren eingebracht, das sich gegen den EU-Beitritt der Türkei, für
die Erhaltung der Neutralität Österreichs sowie gegen die EU-Verfassung
richtet. Der FPÖ geht es in erster Linie nicht darum, ob sich das Parlament
ihrem Volksbegehren anschließt oder wie viele Stimmen sie genau für ihr
Volksbegehren verbucht. Schon gar nicht geht es ihnen um die Neutralität
Österreichs oder die EU-Verfassung. Jahrelang hat die FPÖ selber den
Beitritt Österreichs zur NATO oder anderen Militärbündnissen gefordert. Alle
FPÖ-Abgeordnete (außer Barbara Rosenkranz) haben im Parlament im Mai 2005 –
also vor noch weniger als einem Jahr! – für die EU-Verfassung gestimmt. 5
Jahre lang war die FPÖ in der Regierung und hat diese Politik, die sie jetzt
anprangert, selbst betrieben!
Sinn und Zweck des FPÖ-Volksbegehrens ist vielmehr, eine rassistische
Stimmung aufzupeitschen und Unterstützung für den kommenden Wahlkampf im
Herbst zu sammeln. Entlang der Linie des Wiener Wahlkampfes im letzten
Herbst wird die FPÖ auch das Volksbegehren mit rassistischen Phrasen
vollstopfen.
Dieses Vorhaben der FPÖ ist eine weitere Bestätigung der allgemeinen
politischen Ausrichtung der FPÖ. Sie wollen – im Gegensatz zur BZÖ – wieder
zurück zur Oppositionspolitik für den „kleinen Mann“, gepaart mit
rassistischer und populistischer Propaganda, die schon Haider seit 1986
geprägt hat. „Wien darf nicht Istanbul werden“, „Deutsch statt nix
verstehen“ – Plakate mit diesen rassistischen Losungen werden auch zur Zeit
des Volksbegehrens die Straßen verunstalten.
Gegen dieses rassistische Vorhaben der FPÖ muss es Widerstand geben. Im
Gegensatz zur Zivilgesellschaft und sonstigen Tagträumern, die von der
multikulturellen Gesellschaft philosophieren ohne zu sagen wie diese
erreicht werden kann, glauben wir, dass der Kampf gegen die Ausländerhetze
von den Opfern des Rassismus und der kapitalistischen Sparpolitik geführt
werden kann und muss: den Migrantinnen und Migranten, den Arbeiterinnen und
Arbeitern und den Jugendlichen.
Integration bedeutet für uns nicht Anpassung der ImmigrantInnen an die
vorherrschende deutsch-österreichische Kultur und Sprache. Integration
bedeutet für uns als revolutionäre InternationalistInnen ein Zusammenwachsen
und wechselseitiges Befruchten der verschiedenen Kulturen und Traditionen,
wobei wir das Fortschrittliche und Rebellische aus allen Kulturen stärken
und das Unterdrückerische und Patriachale aus allen Kulturen überwinden wollen.
Wir setzen nicht auf irgendwelche Politiker des Establishments oder auf
Institutionen des bürgerlichen Systems (Medien, Kulturbetriebe, Schule
o.ä.). Integration wird nicht durch gutes Zureden wohlmeinender Politiker
oder Aufklärung durch Akademiker erreicht, sondern nur durch den gemeinsamen
Kampf der in- und ausländischen ArbeiterInnen und Jugendlichen gegen den
Rassismus und gegen die kapitalistische Sparpolitik. Es gibt nur
revolutionäre Integration – also Integration im und durch den gemeinsamen,
gleichberechtigten Kampf der Unterdrückten – oder überhaupt keine.
Dieser Widerstand muss sich daher gegen das kapitalistische System richten,
durch das der Rassismus seinen Nährboden bekommt. Der Kapitalismus hat ein
grundsätzliches Interesse daran, den Rassismus in der Gesellschaft weiter zu
schüren, die ArbeiterInnenklasse zu spalten um ihre Widerstandskraft zu
schwächen. Die FPÖ ist eine Partei des Bürgertums, die diese Interessen
verkörpert und in die Praxis umsetzt. Dabei macht sie sich die dem
Kapitalismus innewohnende Widersprüche zunutze. Hohe Arbeitslosigkeit, immer
weiter steigende Armut und seit Jahren andauernder Sozialabbau hilft der FPÖ
ihre rassistischen Pseudo-Thesen glaubwürdig wirken zu lassen.
Wir können wahrscheinlich nicht verhindern, dass die FPÖ mehr als 100.000
Unterschriften für ihr Volksbegehren sammelt und dieses damit im Parlament
behandelt wird. Aber es gibt etwas weitaus wichtigeres: Wir können dem
FPÖ-Rassismus eine anti-rassistische Kampagne entgegenstellen. Wir können
die Ideen der Solidarität, des Antirassismus und des gemeinsame Widerstandes
über nationale Grenzen hinweg verbreiten. Wir können das gesellschaftliche
Klima in anti-rassistische Bahnen lenken und gemeinsam gegen die FPÖ und
ihre Losungen kämpfen. Wir können ImmigrantInnen, ArbeiterInnen und
Jugendliche gemeinsam im Kampf organisieren.
Wir rufen daher zu möglichst breiten und vielfältigen Aktionen gegen das
FPÖ-Volksbegehren auf. Es gilt in Schulen, Lehrwerksstätten und Betrieben
Aktionskomitees gegen den Rassismus zu bilden. Wir wollen Aktionen auf der
Straße setzen – auch gerade dort, wo die FPÖ auftritt und ihren
rassistischen Schmutz verbreitet. Wir schlagen die Organisierung einer
breiten antirassistischen Demonstration kurz vor Beginn des Volksbegehrens vor.
Die FPÖ organisiert ein Volksbegehren mit dem Namen „Österreich bleibt frei“
– wir halten dem entgegen: Österreich wird frei...vom Rassismus!
MigrantInnen, ArbeiterInnen und Jugendlichen – leisten wir Widerstand gegen
den Rassismus! Wehren und organisieren wir uns gemeinsam – für eine Zukunft
der Solidarität und Gleichheit!
================================================
07 § 209-Polizeidaten: Auch VfGH ordnet Vernichtung manueller Dateien an
von "PF209" <office at paragraph209.at>
================================================
§ 209-Polizeidaten
Auch VfGH ordnet Vernichtung manueller Dateien an
Plattform gegen § 209: Rehabilitierungsgesetz endlich behandeln!
Die Plattform gegen § 209 zeigt sich hocherfreut
über das soeben bekannt gewordene Erkenntnis des
Verfassungsgerichtshofs zu den §
209-Polizeidaten. Demnach sind diese Daten, wie
bereits der Verwaltungsgerichtshof entschieden
hat (VwGH 19.12.2005, 2005/06/0140), nicht nur
aus den Computer-Datenbanken zu löschen sondern
auch aus den manuellen, auf Papier geführten
Dateien (VfGH 15.12.2005, B 1590/03).
Nachdem das anti-homosexuelle Sonderstrafgesetz
im August 2002 aufgehoben worden war, hatten sich
die Sicherheitsbehörden anfangs generell
geweigert, die Vormerkungen der § 209-Opfer in
den polizeilichen Datenbanken löschen zu lassen.
Sie bestanden darauf, diese Daten zur Vollziehung
der § 209-Ersatzbestimmung, § 207b StGB, zu
benötigen. Innenminister Strasser hat daher im
Februar 2003 per Erlaß nur die Löschung jener
Daten von § 209-Opfern angeordnet (Erlaß
05.02.2003, 3200/225-II/BK/2.3/03), die
freigesprochen oder deren Verfahren eingestellt
wurden, was – auf Grund einer
Verfassungsgerichtshofentscheidung - ohnehin bei
jedem Delikt der Fall ist.
Die anschliessenden ein ganzes Jahr dauernden
intensiven Bemühungen der Plattform gegen § 209
und von Amnesty International, und die ersten
Beschwerdefälle, insb. vor der
Datenschutzkommission, haben dann Erfolg
gezeitigt. Innenminister Dr. Ernst Strasser hat
zum einen per Erlaß die Löschung sämtlicher
Vormerkungen nach § 209 im österreichweiten
Polizeicomputer EKIS angeordnet (Erlaß der
Generaldirektion für die öffentliche Sicherheit
vom 10.04.2003, 8181/421-II/BK/1/03) und zum
anderen mit Verordnung sämtliche
erkennungsdienstlichen Daten (Fingerabdrücke,
Fotos, Gendaten etc.) der § 209-Opfer vernichten
lassen (VO vom 12.08.2003, BGBl II 361/2003).
Gewissensgefangener und Jugendlicher erhielten
gegen Datenschutzkommission recht
Weiterhin verweigert wurde aber die Löschung
aller auf Papier vorhandenen Daten. Diese
Rechtsansicht der Polizeibehörden hat auch die
Datenschutzkommmission geteilt und alle
diesbezüglichen Beschwerden von § 209-Opfern
abgewiesen. Die Frage der Papierdaten musste
daher an den Verfassungsgerichtshof und den
Verwaltungsgerichtshof herangetragen werden.
Vor zwei Wochen wurde die Entscheidung des
Verwaltungsgerichtshof bekannt, mit dem er in
einem ersten Fall einem Beschwerdeführer Recht
gegeben hat. Es handelt sich dabei um jenen Mann,
der 2001 auf Grund des § 209 inhaftiert wurde und
von Amnesty International als erster
Gewissengefangener Österreichs seit Jahrzehnten
adoptiert worden ist. Im Februar 2005 hat der
Europäische Menschenrechtsgerichtshof Österreich
in diesem Fall verurteilt (F.L. gg. Österreich
2005). Der Verwaltungsgerichtshof hat nun
erkannt, dass – auf Grund des
Verhältnismässigkeitsgrundsatzes - nicht nur die
Daten in den Computerdatenbanken sondern auch in
den manuellen (auf Papier geführten) Dateien, wie
den Protokollbüchern, zu löschen sind.
Der Verfassungsgerichtshof hat dies mit seinem
heute bekannt gegebenen Erkenntnis bestätigt. Im
Fall jenes jungen Mannes, der 2000 verurteilt
worden war, weil er als 19jähriger mit einem
16jährigen Sex hatte (Österreich wurde deshalb im
Oktober 2004 verurteilt: Wolfgang Wilfling &
Michael Woditschka gg. Österreich), haben die
Verfassungsrichter den Bescheid der
Datenschutzkommission aufgehoben. Es sei nicht
klar, warum eine Anonymisierung nicht möglich sei.
Übrig bleibt nun nur noch die Frage der
Vernichtung (auch) der bei den Polizeibehörden
verbliebenen Kopien der Ermittlungsakten selbst.
Die § 209-Opfer haben geltend gemacht, dass ihnen
aus der Europäischen Menschenrechtskonvention ein
Anspruch auch auf Vernichtung dieser Akten
zukommt. Sowohl der Verfassungsgerichtshof als
auch der Verwaltungsgerichtshof haben die
Vernichtung abgelehnt, weil Akten keine Dateien
im Sinne des Datenschutzgesetzes seien. Mit dem
Argument der Beschwerdeführer auf Grund der
Europäischen Menschenrechtskonvention haben sie
sich nicht auseinander gesetzt. Diese Frage wird
nun der Europäische Gerichtshof für
Menschenrechte zu klären haben.
„Die Erkenntnisse des Verfassungs- und des
Verwaltungsgerichtshofs sind Meilenstein in der
Rehabilitierung der § 209-Opfer“, sagt der Wiener
Rechtsanwalt Dr. Helmut Graupner, Sprecher der
Plattform gegen § 209 und Vertreter der
Beschwerdeführer, „Umso schändlicher ist die
Untätigkeit des Parlaments, wo ein Gesetzentwurf
zur umfassenden Rehabilitierung seit Monaten
unbehandelt liegt“.
In der überkonfessionellen und überparteilichen
Plattform gegen § 209 haben sich über 30
Organisationen zusammengeschlossen, um gegen das
in § 209 StGB verankerte diskriminierende
zusätzliche Sondermindestalter von 18 Jahren
ausschließlich für homosexuelle Beziehungen
zwischen Männern (zusätzlich zur allgemeinen, für
Heterosexuelle, Lesben und Schwule gleichermaßen
gültigen Mindestaltersgrenze von 14 Jahren)
anzukämpfen. Der Plattform gehören neben nahezu
allen Vereinigungen der Homosexuellenbewegung
auch allgemeine Organisationen an, wie
Aids-Hilfen, die Kinder- und Jugendanwaltschaften
Tirol und Wien, die Österreichische
Hochschülerschaft, die Bewährungshilfe, die
Österreichische Gesellschaft für Sexualforschung
u.v.a.m.. Nach der Aufhebung des § 209 StGB
dringt die Plattform auf die Entlassung aller
Gefangenen und die Rehabilitierung und
Entschädigung aller § 209-Opfer und beobachtet
die Vollziehung der § 209-Ersatzbestimmung, §
207b StGB.
Das Erkenntnis des VfGH im Wortlaut:
http://www.vfgh.gv.at/cms/vfgh-site/attachments/6/5/4/CH0003/CMS1138113809350/datenloeschung__209_b1590-03.pdf
Rückfragehinweis: Plattform gegen § 209: 01/876 30 61, 0676/3094737,
office at paragraph209.at, www.paragraph209.at
25.01.2006
================================================
<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><>
INTERNATIONALES/SOLIDARITÄT
<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><>
================================================
08 China: Scharfe Kritik an Google - Schmusekurs mit totalitärem Regime
von "GFBV Hans Bogenreiter" <hans.bogenreiter at gfbv.at>
================================================
GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER
PRESSEERKLÄRUNG Göttingen, den 25.01.2006
China: Google unterwirft sich Selbstzensur
Google auf Schmusekurs mit dem totalitären Regime Chinas
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat dem Internet-Suchdienst
Google am Mittwoch vorgeworfen, das totalitäre Regime in China durch
"opportunistische Selbstzensur" zu fördern. "Wenn sich Google jetzt an der
Errichtung einer digitalen chinesischen Mauer beteiligt, dann wird der
Suchdienst zum Gehilfen eines Unrechtregimes, das das Internet systematisch
zur Sicherung der eigenen Schreckensherrschaft missbraucht", kritisierte der
GfbV-Asienreferent Ulrich Delius den "Schmusekurs" von Google mit Peking.
Mit seinem umstrittenen China-Engagement missachte der Suchdienst seine
eigene Unternehmensphilosophie, da es nicht zur freien Verbreitung von
Nachrichten, sondern zu ihrer Unterdrückung beitrage.
Google hatte sich gestern verpflichtet, sich den strengen chinesischen
Zensurbestimmungen zu unterwerfen, um in der Volksrepublik einen
Internet-Suchdienst anbieten zu können. So würden 110 Millionen
Internetnutzer für unmündig erklärt, sagte Delius. "Vergeblich werden sie
über die neue chinesische Suchmaschine von Google Informationen über die
Verfolgung der Meditationsgruppe Falun Gong, die Unterdrückung in Tibet und
Xinjiang (Ostturkestan) und über die Repression gegen Christen suchen."
Mit immer neuen Gesetzen und Verordnungen schränken die chinesischen
Behörden die freie Nutzung des Internets ein. Am 25. September 2005 wurde
eine neue Verordnung veröffentlicht, der zufolge nur noch "gesunde und
zivilisierte Nachrichten verbreitet werden dürfen, die der Verbesserung der
Qualität der Nation dienen". Ausdrücklich verboten ist die Verbreitung von
"Gerüchten" sowie von "Informationen, die der Staatssicherheit und dem
öffentlichen Interesse zuwiderlaufen oder die ethnische Gewalt schüren".
Seit dem Jahr 2003 haben die chinesischen Behörden eine Internet-Polizei
aufgebaut, der schätzungsweise 30.000 Beamte angehören. Sie kontrollieren
nicht nur Internet-Cafés, sondern sollen auch die Regierungspropaganda
weiterverbreiten. Mehrere tausend Beamte wurden beauftragt, sich regelmäßig
in Chat-Räumen einzuschalten und ohne Preisgabe ihrer Identität bei
Regierungskritik das Verhalten der Behörden zu rechtfertigen.
Für Nachfragen und Interviews ist der GfbV-Asienreferent Ulrich
Delius erreichbar unter Tel. 0160 95 67 14 03.
======================================================
Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
Inse Geismar, Pressereferentin
Postfach 2024, D-37010 Goettingen
Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028
E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de
================================================
09 [gipfelsoli] Heiligendamm von gipfelsoli-l at lists.nadir.org
================================================
Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität
und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung
------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org --
Antikapitalistische Demonstration in Berlin
- Einladung zum Vorbereitungstreffen
Am 1. Juli 2006 soll in Berlin im Rahmen der Proteste gegen den G8 eine
antikapitalistische Demonstration stattfinden.
Ziel der Demonstration ist es, die Wahrnehmung der Öffentlichkeit bezüglich des
G8 in Russland, aber vor allem des noch anstehenden G8 2007 in Deutschland zu
schärfen.
Gerade im Jahr 2006 sollte es die Aufgabe der radikalen Linken sein, die
antikapitalistischen Teile der Linken und die gesellschaftliche Öffentlichkeit
auf das G8 Treffen in Heiligendamm 2007 einzuschießen.
Außerdem soll die Demonstration mobilisierend für das geplante Anti-G8-Camp in
Mecklenburg wirken und russischen Genossen die Möglichkeit bieten, über die
Situation in Russland zu Berichten. So ist z.B. im Vorfeld der Demo, im Rahmen
einer kleinen Veranstaltungsreihe, angedacht auch AntikapitalistInnen aus
Russland einzuladen.
Da ein Großteil der Linken in Deutschland nicht
nach Russland fahren wird, wofür
es die unterschiedlichsten Gründe gibt, müssen Handlungsoptionen hier vor Ort
gefunden werden.
Die Demonstration am 1. Juli 2006 sehen wir als eine Möglichkeiten an.
Als Datum wurde bewusst der 1. Juli gewählt, da zur Zeit noch unklar ist, wann
genau der G8 in Russland stattfindet. Außerdem wird sich in Deutschland genau
zu diesem Zeitpunktvollkommen im Fußball-nationalistischen Rausch befinden. So
wollen wir die Demo auch dafür nutzen, eine offensive Kritik an der Fußball WM
und dem damit verbundenem nationalistischen deutschen Selbstwertgefühl zu üben.
Sie bietet außerdem die Möglichkeit, die lokalen
sozialen Probleme auch in einen
Globalen Maßstab zu rücken. Schließlich versuchen sich die G8-Staaten, die sich
für einen Schuldenerlass der 3. Welt aussprechen, damit in ein besseres Licht
zu rücken. Hierbei werden die Probleme des "eigenen Landes" meist gut kaschiert
und stellen die jeweilige Nation in einem besseren Licht dar. So auch in
Deutschland.
So soll die Demo zentrale Punkte mit ablaufen, die symbolhaft für die "Berliner
Republik" sowie für deutsch/russische Macht und Herrlichkeit stehen. Weiterhin
wird die Demo auch durch die Bezirke Mitte und Prenzlauer Berg führen, welche
in den letzten Jahren massiv von Umstrukturierungen betroffen waren.
Wir laden hiermit alle interessierten Menschen zum ersten Vorbereitungstreffen
ein.
Vorraussetzung: keine Parteien und Staats-Gewerkschaften aber auch keine
Personen/Gruppen mit einem positiven Bezug auf Lohnarbeit und Nationalismus (in
jeder Form). Dasselbe gilt für Personen/Gruppen, die aktiv mit solchen
Strukturen zusammen arbeiten. Ansonsten... Everybody is welcome!
16.Februar 2006 / 18.Uhr / Kadterschmiede / Rigaerstr. 94 / Berlin
Friedrichshain
Antifa Weißensee - Berlin (Januar 2006)
Kontakt:
weissensee.antifa at web.de
Antifa Weißensee [AW] Berlin
c/o Buchladen Schwarze Risse
Kastanienallee 85
10435 Berlin
--------------------------------------------------------------------------
gipfelsoli infogruppe
Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen,
Debatten und Repression im Zusammenhang mit
Gipfelprotesten.
Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns
verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen.
Wir können leider keine Verantwortung für die
Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben
die Beiträge
nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder.
Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches
Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org.
Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org
gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe
https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l
================================================
10 [gipfelsoli] Genua von gipfelsoli-l at lists.nadir.org
================================================
Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität
und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung
------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org --
- Erste deutsche Zeugen in Genua
- Zweiter Auftritt in Genua
- Ich entschuldige mich für den Toten von Genua
- "Ich bin nur ein Mensch - wie Jesus ein Mensch war"
------------------------------------------------------------------------------
Erste deutsche Zeugen in Genua
Prozess gegen 28 Polizeibeamte wegen Misshandlung von Gipfelgegnern geht weiter
ROM taz Mit der Anhörung eines britischen Journalisten und voraussichtlich
zweier deutscher Zeugen geht heute der Prozess gegen 28 Polizisten in Genua
weiter. Die Beamten sind angeklagt, am Rande des G-8-Gipfels von Genua am 21.
Juli 2001 beim Sturm auf die von Gipfelgegnern als Schlafstätte genutzte
Diaz-Schule zahlreiche Demonstranten misshandelt und einige schwer verletzt zu
haben. Zudem haben die Einsatzleiter Beweise gefälscht: Sie brachten zwei
Molotowcocktails mit, die sie dann in der Schule gefunden haben wollten, waren
aber von einem Fernsehteam gefilmt worden.
Der mitternächtliche Einsatz war von großer Brutalität geprägt. Mehrere hundert
Polizisten waren in die Schule eingedrungen, hatten die schon Schlafenden
zusammengeknüppelt und in den Treppenhäusern eine wahre Menschenjagd
veranstaltet. Am Ende mussten mehr als 60 Personen in Krankenhäuser
eingeliefert werden. Einige waren - mit Lungenrissen, Schädelprellungen,
ausgeschlagenen Zähnen, Rippen- und Armbrüchen - schwer verletzt.
Gegen 93 Personen wollte die Polizei Haftbefehl erwirken: Der Fund der Mollis
wurde zum "Beweis", dass in der Schule eine "kriminelle Vereinigung" genächtigt
habe. Schnell aber stellte sich heraus, wer die wirklichen Täter waren bei
diesem Schlusspunkt unter die polizeiliche Gewaltorgie von Genua, der auch der
von einem Beamten erschossene Carlo Giuliani zum Opfer gefallen war.
Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage gegen 28
Polizisten. Seit Wochen nun laufen
die Zeugenvernehmungen. Am letzten Mittwoch sagte eine Britin aus, wie sie und
ihr Freund am Boden liegend zusammengeschlagen wurden. Das Mädchen trug einen
Armbruch davon und ist wegen Angstzuständen noch heute in psychologischer
Behandlung.
Heute nun soll zunächst der britische Journalist Mark Covell zu Wort kommen. Er
war der Polizei noch vor dem Sturm auf die Schule auf offener Straße in die
Hände gefallen. Obwohl er keine Gegenwehr leistete, wurde er zusammengeknüppelt
und -getreten. Covell schwebte im Krankenhaus mehrere Tage zwischen Leben und
Tod. Nach ihm sollen dann auch die ersten der 46 deutschen Zeugen vernommen
werden, um über ihre Erlebnisse in der Schule zu berichten.
Angesichts der mehr als eindeutigen Beweislage dürfen die Angeklagten kaum auf
Freisprüche hoffen. Eine letztinstanzliche Verurteilung müssen sie aber nicht
befürchten: Die von Berlusconi durchgesetzte Verkürzung der Verjährungsfristen
dürfte dem Verfahren spätestens nach der ersten Instanz den Garaus machen.
taz vom 25.1.2006
------------------------------------------------------------------------------
Zweiter Auftritt in Genua
Im Prozess um die Übergriffe von Polizisten beim G-8-Gipfel in Genua vor mehr
als vier Jahren sagen ab heute Berliner Demonstranten aus. Einige von ihnen
wurden damals brutal verprügelt
Im Prozess um die blutigen Ausschreitungen am
Rande des G-8-Gipfels in Genua vor
viereinhalb Jahren sagen ab heute 20 Berliner Globalisierungskritiker aus.
Angeklagt sind 28 italienische zum Teil hochrangige Polizisten wegen schwerer
Körperverletzung, widerrechtlicher Durchsuchung und Nötigung. Die Beamten
müssen sich verantworten für einen Prügel-Überfall auf globalisierungskritische
Gruppen in der Genueser Diaz-Schule in der Nacht des 21. Juli 2001. Damals
stürmten vermummte Polizeieinheiten das Gebäude, in dem die Demonstranten
übernachteten, verprügelten sie und verletzten 61 schwer. Bis zum 13. März
werden in Genua insgesamt 49 deutsche Zeugen vernommen.
Im Februar wird die Berlinerin Kirsten Wagenstein vor dem Gericht aussagen.
"Nach all der Vertuschung und des Hinhaltens wollen wir zeigen, dass wir nicht
locker lassen", sagt die 37-jährige Journalistin. Sie hielt sich während des
Polizeieinsatzes in der Schule auf, blieb aber unverletzt, weil sie in eine
Besenkammer flüchten konnte. Von dort habe sie Schläge und die Schreie der
Verletzten gehört: "Nach einer halben Stunde haben sie mich aus meinem Versteck
gezerrt." Ihr bot sich ein schreckliches Bild: "Sanitäter waren gekommen,
überall war Blut, auf dem Boden lagen Verletzte."
Einer von ihnen war Daniel Albrecht. Mit Knüppeln habe ihn die Polizei blutig
geprügelt, erzählt der 26-jährige Berliner. Eine schwere Hirnblutung, Operation
und zehn Tage Krankenhaus waren die Folgen. Weil
er so stark verletzt wurde, hat
ihn das Gericht bereits im November vernommen. "Auch wenn die Verteidigung
unsere Glaubwürdigkeit anzweifelt, glaube ich, dass der Prozess aufdecken wird,
was damals wirklich passiert ist", sagt Albrecht. "Wir sind einfach zu viele
gute Zeugen."
Miriam Braermann ist sich da nicht so sicher. Sie
hat durch die Ereignisse ihren
Glauben an rechtsstaatliche Strukturen verloren, sagt die 26-Jährige. Sie blieb
damals unverletzt. "Ich habe mich so ohnmächtig und gleichzeitig schuldig
gefühlt, dass mir nichts passiert ist." Braermann wird im März nach Genua
fahren, um auszusagen.
Die Zeugenaussagen zwingen die Betroffenen dazu,
sich genau zu erinnern - an die
Bilder, die sie am liebsten aus ihrem Kopf verbannen würden. "Ich habe drei
Monate lang mit anderen aus der Diaz-Schule ein Anti-Trauma-Training gemacht",
erzählt Wagenstein. Auch Albrecht leidet noch unter Albträumen. Mit einer
Entschädigung rechne er nicht. Trotzdem lohne sich der Weg nach Genua. "Wenn
die Polizisten verurteilt werden sollten, ist das eine echte Genugtuung."
Auch Mitglieder des Bundestages zeigen Interesse am Prozess. Einige wollen nach
Genua fahren, unter ihnen Anna Lührmann (Grüne) und Paul Schäfer (Linkspartei).
Den Prozess vor Ort beobachten wird auch der Politologe Wolf-Dieter Narr vom
Komitee für Grundrechte und Demokratie. Er hält die Vorfälle in der Schule
"menschenrechtlich für einen Skandal".
taz Berlin lokal vom 25.1.2006, S. 24, 101 Z. (TAZ-Bericht), SANDRA COURANT
------------------------------------------------------------------------------
Ich entschuldige mich für den Toten von Genua
Falscher Berlusconi nimmt in Davos Preis für
seinen Ministerpräsidenten entgegen
Silvio Berlusconi erhält heute am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos den
Pinocchio-Preis für unverantwortliches unternehmerisches Handeln. Sein
Doppelgänger Maurizio Antonini, 63, spricht die Dankesrede.
25.1.2006 taz
------------------------------------------------------------------------------
"Ich bin nur ein Mensch - wie Jesus ein Mensch war"
Silvio Berlusconi erhält heute auf einer Gegenveranstaltung zum
Weltwirtschaftsforum in Davos den Public Eyes Award. Erstmals wird ein
führender Politiker in Europa als unverantwortlichster Unternehmer des Jahres
ausgezeichnet. Stellvertretend für den italienischen Ministerpräsidenten nimmt
Maurizio Antonini den Preis entgegen. Die taz dokumentiert vorab seine
Dankesrede
Verehrte Gäste des Weltwirtschaftsforums in Davos, sehr geehrte Damen und
Herren.
Ich bin sehr froh, hier in Davos zu sein. In den nächsten Tagen werden wir - im
engen Austausch zwischen Politik und Wirtschaft - die aktuellen
Herausforderungen unseres Planeten diskutieren und wichtige und
richtungweisende Entscheidungen für die Zukunft treffen.
Das Weltwirtschaftsforum versucht als eine der wenigen internationalen
Veranstaltungen nicht die künstliche und verlogene Trennung zwischen Wirtschaft
und Politik. Sondern sie bringt die politischen und wirtschaftlichen Führer an
einen Tisch und lässt sie ohne bürokratische Kontrollgremien in Ruhe über die
Themen unserer Zeit reden und wichtige internationale Geschäfte abschließen.
Das entspricht einem zeitgemäßen und richtigen Bild von Politik und Wirtschaft.
Denn Politik und Wirtschaft sind keinesfalls konkurrierende Konzepte, sondern
sich gegenseitige wunderbar befruchtende Disziplinen. Die erfolgreiche Zukunft
der westlichen Welt, aber auch der internationalen Staatengemeinschaft liegt
deshalb maßgeblich in der erfolgreichen Kooperation. Politik und Wirtschaft
sollten Komplizen sein.
Und um diese zeitgemäße unternehmerische Verantwortung der Politik bzw. die
zeitgemäße politische Verantwortung der Wirtschaft geht es nicht nur auf dem
Weltwirtschaftsforum, sondern auch auf dieser kritischen Gegenveranstaltung -
dem Public Eye Awards 2006. Hier werden heute besonders unverantwortliche
Unternehmen hervorgehoben. Diese Awards und Ihr aller Engagement dafür sind
eine sehr wichtige und gute Sache. Die Welt soll von den Ungerechtigkeiten
einiger schwarzen Schafe der internationalen Wirtschaft erfahren. Diese
schwarzen Schafe darf man allerdings nicht mit der allgemeinen Realität
verwechseln. Schwarze Schafe gibt es überall. In unserer internationalen
Wirtschaftswelt sind sie allerdings, Gott sei Dank, die Ausnahme. Und sie sind
keinerlei Beweis dafür, dass die zunehmende Verquickung von Politik und
Wirtschaft etwas Schlechtes ist. So wie es viele Linke und
Globalisierungskritiker heute behaupten. Im Gegenteil führt der wirtschaftliche
Eigennutz eines jeden bekanntermaßen in der Summe zu einem politischen
Gleichgewicht. Und eine klare politische Linie ermöglicht es jedem einzelnen,
seinen Eigennutz ohne Schaden für Dritte zu optimieren.
In den letzten Jahren musste ich immer wieder die gleichen Vorwürfe aus dem
Lager der Linken hören: "Berlusconi ist nur an der Macht, um seine eigenen
Interessen durchzusetzen und sein Imperium zu vergrößern." Oder "Berlusconi hat
in seiner Regierungszeit ein Vermögen von 29 Milliarden Euro angehäuft und ist
damit unter den sieben reichsten Männern der Welt!" Aber was soll das heißen?
Dass ein Politiker vom wirtschaftlichen Erfolg ausgeschlossen bleiben muss?
Dass es eine Sünde ist, wenn die eigenen Firmen um jährlich 30 Prozent wachsen
und die Wirtschaft des Landes nur um 0,1 Prozent? Hier zeigen sich der Neid der
Linken und ihr fehlendes Verständnis für
wirtschaftliche Zusammenhänge. Denn wie
können solche Zahlen stimmen? Wie kann Italiens Wirtschaft auf der Stelle
treten, während der mit Abstand reichste Mann des Landes sein wirtschaftliches
Ergebnis mehr als verdoppelt? Diese ideologisch gefärbte Rechnung stimmt hinten
und vorne nicht.
Aber ich bin nicht hierher gekommen, um italienischen Wahlkampf zu betreiben.
Das habe ich nicht nötig. Ich bin hierher gekommen, um Ihnen als Zeichen des
Dankes für den Public Eyes Award 2006 zu beweisen, dass ich sehr wohl die
Verantwortung für mein Handeln übernehme. Denn als verantwortungsvolle
Führungsperson nehme ich meine Verantwortung sehr ernst und lerne aus meinen
Fehlern.
Ich gebe Ihnen ein ehrliches Beispiel: Mit dem
Abstand von über vier Jahren muss
ich heute sagen, dass die Polizeistrategie der repressiven Deeskalation während
des G-8-Gipfels in Genua falsch war. Damals war ich davon überzeugt, dass eine
einschüchternde Polizeimacht die beste Möglichkeit war, um die Proteste im Keim
zu ersticken und eine Gewaltspirale zu verhindern. Das sehe ich heute anders.
Die Gewalt der Polizei in Genua war falsch. Ich entschuldige mich für den Toten
von Genua. Ja, ich bitte Sie dafür um Verzeihung,
die ganze Welt und Gott - weil
ich ein Mensch bin, so wie Jesus ein Mensch war,
und weil jeder Mensch das Recht
hat, zu fehlen.
Als verantwortungsvolle Führungsperson übernehme ich Verantwortung und ziehe
meine Konsequenzen. Diese verantwortungsvolle Führerschaft verlange ich aber
auch von allen anderen politischen und wirtschaftlichen Führern, ob links oder
rechts, ob erfolgreich oder nicht. Denn wenn alle die Verantwortung für ihr
Handeln übernehmen, dann werden wir die Herausforderungen der Zukunft gemeinsam
meistern. Meine Damen und Herren, ich danke Ihnen für Ihr Vertrauen.
25.1.2006 taz tazzwei
--------------------------------------------------------------------------
gipfelsoli infogruppe
Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen,
Debatten und Repression im Zusammenhang mit
Gipfelprotesten.
Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns
verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen.
Wir können leider keine Verantwortung für die
Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben
die Beiträge
nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder.
Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches
Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org.
Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org
gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe
https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l
================================================
11 Urteil aufgehoben - Österreicher im Irak nach wie vor in Haft
von "wadi wien" <wadi.wien at gmx.at>
================================================
Urteil aufgehoben - Österreicher im Irak nach wie vor in Haft
Erfreuliche Nachrichten überbrachte das Österreichische Außenministerium
heute Nachmittag: das Urteil gegen den seit Oktober 2005 wegen "Entehrung
der kurdischen Führung und ihres Kampfes" in Erbil/Hawler von den kurdischen
Behörden inhaftierten österreichischen Staatsbürger Kamal Said Qadir wurde
vom Obersten Gerichtshof (Erbil/Hawler) aufgehoben. Entgegen der APA-Meldung
vom heutigen Nachmittag befindet sich Kamal Qadir jedoch nach wie vor in
Haft, wie seine Tante Wadi-Mitarbeitern aus dem Irak berichtete. Wann genau
seine Enthaftung erfolgen würde und auf welcher juristischer Basis diese
beruhe, sei nach wie vor unklar. Man freue sich jedoch und sei
zuversichtlich, dass Kamal Qadir noch diese Woche das Gefängnis verlassen
könne. Ob und zu welchem Zeitpunkt er nach Österreich zurückkommen wolle
habe er noch nicht entschieden.
--
WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische
Entwicklungszusammenarbeit
e-mail: wadi.wien at gmx.at
website: www.wadinet.at
Tel.: 0699-11365509
Postfach 105
A-1181 Wien
Spendenkonto in Österreich:
Kontonummer 07.405.301
Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800
IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301
BIC: EVKRATW1
Website mit weiteren Informationen zu Projekten von
Wadi und Veranstaltungshinweisen:
www.wadinet.at
================================================
================================================
C) TERMINE
================================================
Donnerstag
http://www.mund.at/butt/Termine/Januar/2601.htm
Freitag
http://www.mund.at/butt/Termine/Januar/2701.htm
Samstag
http://www.mund.at/butt/Termine/Januar/2801.htm
================================================
D) EDITORIAL
================================================
Für den Inhalt verantwortlich: Ihr.
Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr
E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt.
widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web:
http://www.no-racism.net/MUND
Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die
unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts-
politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu
Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen.
sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn
enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit
Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können.
Bitte keine Attachments!
Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem
jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken.
Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt.
Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte
Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden.
Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht.
Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht
veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den
betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND
veröffentlichen.
Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND
archiviert.
Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage:
* Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr *
* Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" *
* Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf *
* Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie.
Aber kurz und prägnant.*
Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine
Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und
rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch
stillschweigend Zensur zu üben.
Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge
hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die
Nichtaufnahme geliefert.
(Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind
z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten
Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.)
Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert.
Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne
extra schicken lassen:
Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt.
================================================
E) VERTEILERLISTE
================================================
Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter
http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle
oder von der einzutragenden Adresse
aus ein mail schicken an:
admin at no-racism.net
mit folgendem Text:
subscribe no-racism
Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden!
Zur Austragung aus dieser Liste bitte an <admin at no-racism.net
ein mail mit dem Text
unsubscribe no-racism
Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden!
REDAKTIONELLES:
Diese Ausgabe hat Angela Mores aus Einsendungen an
<widerstand at no-racism.net> zusammengestellt.
Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen)
nicht aufgenommen: Doubletten
Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi, 21.30 Uhr
III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III
ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä
III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III
widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/
================================================