Mo_MUND_230106
MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
analle at no-racism.net
Mon Jan 23 11:05:23 CET 2006
widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
Montag, 23. Januar 2006
www.no-racism.net/mund
MedieninhaberInnen seid Ihr!
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A) INHALT
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AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN
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01 8. März - Demo - Vorbereitung
von: LesbenFrauenNachrichten at gmx.at
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02 Mi, 25.1.: Diskussion zur Asyl- und Fremdenrechtsnovelle in Wien
von: global at no-racism.net
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03 Euro-MayDay-Parade 2006 Wien
von: aon.912510997 at aon.at
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04 [Depot-news] Ankündigung 24.01.
von: depot-news at mailman.sil.at
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05 Weitere Veranstaltungen im Jänner/7STERN
von: 7stern.kultur at kpoe.at
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06 28.1. Vorausscheidung PROTESTSONGCONTEST / 12.2. Finale
von: rabenhof_presse at gamuekl.org
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07 Unterschreiben und weiterverbreiten ! ! !
von: helmut.fellner at chello.at
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MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE
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08 Verwirrung um Rehabilitierung homosexueller NS-Opfer
von: Kurt.Krickler at hosiwien.at
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09 Wartberg/Vogl&Noot/Personalabbau/KPÖ
von: kpoe_stmk at hotmail.com
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10 Medizinwunder: SVNR wiederbelebt - als Personenkennzeichen
von: depesche at quintessenz.org
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11 ACUS: Drohnung mit Atomwaffen ist ein Verbrechen
von: verin.stadtteilz.simmering at chello.at
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12 Jahrestag/Italienische KP/Kommentar/KPÖ
von: kpoe_stmk at hotmail.com
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WELTWEIT
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13 [gipfelsoli] Moderation -- Gleneagles
von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org
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14 [gipfelsoli] Genua -- Gleneagles
von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org
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15 [gipfelsoli] Genua
von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org
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16 Lesenswerte Artikel zu Venezuela
von: office at venezuela-info.net
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17 Venezuela News
von: office at venezuela-info.net
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18 "In der syrischen Baath-Partei wächst die Angst"
von: wadi.wien at gmx.at
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19 What I heard about Iraq
von: hx65 at dial.pipex.com
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20 Osttimor braucht Gerechtigkeit! Internationales Tribunal gefordert
von: hans.bogenreiter at gfbv.at
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B) TEXTE
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AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN
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01 8. März - Demo - Vorbereitung
von: LesbenFrauenNachrichten at gmx.at
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zum Weitersagen, weiterschicken, aushängen....
Liebe Frauen
- Lesben,Migrantinnen,Arbeiterinnen (von unbezahlt, oder
illegalisiert, bis
prekär, über Honorar, bis angestellt....), Frauen mit und ohne
Behinderungen/mit unterschiedlichen Fähigkeiten, Studentinnen,
Lehrlinge,
Schülerinnen, Erwerbslose, Sozialhilfeempfängerinnen,.... -
Kommt zur Vorbereitung für die 8. März - Frauendemo !!!
Die weiteren Vorbereitungstreffen finden wöchentlich jeden Dienstag,
im FZ,
Währingerstr. 59/Stiege 6, 2. Stock statt.
Am Di. 24.1.06 um 20 h (!!!)
die folgenden Dienstage jeweils 19 h (!!!)
Wenn ihr was (mit)machen wollt, aber nicht kommen könnt hinterläßt eine
Nachricht am Telefon (01-408 50 57; Anrufbeantworterin)
Inhaltliche Schwerpunkte für die 8.3.Frauendemo 06
Rassismus
Verknüpfung von Rassismus und Sexismus
EU-Politik
(Alltags) Sexismus
Kriegspläne gegen den Iran
Präkarisierung
Solidarität mit dem autonomen Frauenhaus Zagreb
u.a.
Routenvorschläge
15/16. Bezirk mit 8. Bezirk (jeweils Gürtelnähe)
2. Bezirk
10. Bezirk
Plakat
Aufruf
Aktionen vor und zur Demo
Inhalte und Routenüberlegungen -siehe genauer Plenumsprotokoll- gibts
zum
nächsten Treffen.(nicht über Mail)
Kommt zur Demovorbereitung, sagt es weiter !!!
für einen kraftvollen, vielfältigen und radikalen feministischen
Widerstand
am 8. März und mit internationaler Solidarität!
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02 Mi, 25.1.: Diskussion zur Asyl- und Fremdenrechtsnovelle in Wien
von: global at no-racism.net
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Informations und Diskussionsveranstaltung
am Mittwoch, 25. Jänner 2006 ab ca. 20:00 Uhr
im Politdiskubeisl im EKH, Wielandgasse 2-4, 1100 Wien
Die mit 1. Jänner 2006 in Österreich in Kraft getretene Novelle
rassistischer
Gesetze bringt einerseits eine Festlegung der gängigen Praxis und
andererseits
eine massive Verschärfung nicht nur für künftige EinwanderInnen, sondern
betrifft auch schon lange in Österreich lebende Menschen. Leute, die
sich über
die Jahre hinweg eine Besserstellung "erarbeitet" haben, werden auf
einen
Schlag mühsam erlangte Rechte entzogen.
Eine Antragstellung auf einen Aufenthaltstitel (Aufenthalts- bzw.
Niederlassungbewilligung) ist nur mehr bei legaler Einreise möglich -
oder über
eine Ausreise und Antragstellung aus dem Ausland.
Schubhaft wird zukünftig länger dauern - statt wie bisher sechs, nun
bis zu zehn
Monaten - und während eines laufenden Asylverfahrens jederzeit
anwendbar. Dies
eröffnet den Beamten sehr viel Möglichkeiten zur Willkür. Allein der
Verdacht,
eine Person sei über einen sicheren Drittstaat bzw. Dublinstaat
eingereist,
reicht zur Verhängung von Schubhaft. Es werden in Zukunft wohl mehr
Menschen in
Schubhaft genommen werden, und auch die Bedingungen werden
verschärft, was sich
vor allem an der geplanten Anwendung von Zwangsernährung für
Hungerstreikende
zeigt.
Insgesamt bedeutet die Gesetzesnovelle eine verstärkte
Illegalisierung. So wird
es bei der Ablehnung eines Asylantrages keine Möglichkeit zur
Legalisierung
mehr geben. Denn auch das Recht auf Familienleben von EU-
StaatsbürgerInnen mit
Nicht-EU-BürgerInnen wird massiv eingeschränkt.
Im Zuge der Diskussion soll auf die einzelnen Punkte dieser Gesetzes
eingegangen
und die Auswirkungen diskutiert werden. Welche Möglichkeiten bleiben
angesichts
dieser repressiven Maßnahmen für ein alltägliches widerständiges
Handeln?
Weitere Informationen zu Asyl- und Fremdenrecht:
http://no-racism.net/thema/97
http://deserteursberatung.at
http://asyl.at
Politdiskubeisl zur Asyl- und Fremdenrechtsnovelle 2005
im EKH, Wielandgasse 2-4, 1100 Wien
Mittwoch, 25. Jänner 2006, Beginn ca. 20:00 Uhr
Das Politdiskubeisl findet abwechselnd mit der subversiven Kantine jeden
Mittwoch im EKH statt. Das Programm wird auf offenen Treffen
gestaltet. Diese
finden jeden 1. Mittwoch im Monat für den darauf folgenden Monat
statt. (Am 1.
Mittwoch im Februar wird das Programm für März geplant).
Das Beisl ist immer ab 19:00 Uhr geöffnet, es gibt VoKü, Informationen,
Wärmendes und auch eine Heizung. Außerdem Raum für zahlreiche
Diskussionen.
Veranstaltungsbeginn meist ab ca. 20:00 Uhr (oder etwas später).
Infos und Programm: http://med-user.net/ekh
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03 Euro-MayDay-Parade 2006 Wien
von: aon.912510997 at aon.at
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Euro-MayDay-Parade 2006 Wien
Vorbereitungsgala Vol. 1: "Wer vertritt deine Interessen?"
Die Prekarisierung der Arbeits- und Lebensverhältnisse schreitet munter
voran. Aber nicht nur diese: Auch 2006 wird es am 1. Mai wieder eine
MayDay-Parade in Wien geben. Da diese allerdings nur so toll wird,
wie die
Mitwirkenden und -werkenden eben sind, ist dies bereits jetzt ein lauter
Auf- und Ausruf, auch MayDay zu sein!
- Bildet Banden oder was auch immer!
- Seid dabei!
- Everyday is Mayday!
- Es geht um unsere Leben!
- Wir wollen alles!
- U.v.a.m.
Wir laden alle Interessierten zur Vorbereitungsgala inkl. Film,
thematischen
Inputs, Diskussion und Party afterwards
Wann: Dienstag, 24. Jänner 2006, 19.00 Uhr
Wo: Netbase, Neustiftgasse 17, 1070 Wien
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04 [Depot-news] Ankündigung 24.01.
von: depot-news at mailman.sil.at
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Dienstag, 24. Jänner, 19.00
Kino wie noch nie
Ausstellungsbesprechung
„Was und wie wird im Kino gesehen? Wie funktioniert das Medium Film?
Welchen
Regeln folgt es?“ Um diesen Fragen nachzuspüren, hat die Generali
Foundation
Antje Ehmann und Harun Farocki eingeladen, eine Ausstellung zu
kuratieren.
Diese holen das Kino in den Kunstraum, denken es weiter und spüren
ihm mit den
dort gängigen Kunstpraktiken nach. Die Filmsprache wird über Fotoserien,
Dia-Folgen und Sequenz-Montagen aufgeschlossen.
Patric Blaser, Filmwissenschafter, Universität Wien
Gabriele Jutz, Filmwissenschafterin, Universität für angewandte
Kunst, Wien
Nina Schedlmayer, Kunstkritikerin
Kino wie noch nie. Ausstellung in der Generali Foundation, 20. Jänner
bis
24. April 2006.
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05 Weitere Veranstaltungen im Jänner/7STERN
von: 7stern.kultur at kpoe.at
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Kulturzentrum 7stern
Siebensterngasse 31
Tel. 0699/15236157
www.7stern.net
Koordinierung des Kulturprogrammes und des Veranstaltungsraumes:
0676/5421638
Veranstaltungen im Jänner
Freitag, 20. Jänner, 19.30 Uhr
Diskussion
Was heißt AktivistInnenpartei?
Wie organisieren sich NGOs oder Parteien die im Wesentlichen auf das
Engagement ehrenamtlicher AktivistInnen aufbauen? Welche Beispiele
gibt es dafür in anderen NGOs?
Wie wird dieses Engagement ermöglicht? Was motiviert potentielle
AktivistInnen sich einzubringen?
Es diskutieren:
Judith Sauer (Attac)
Ulli Gschwandtner (Salzburg Social Forum)
Bettina Urbanek (Feminist-Attac, Networkcampaignerin bei Greenpeace)
Franz Schaefer (KPÖ, Aktiv in Sozialforen und im Kampf gegen Software
Patente).
Moderation: Markus Zingerle (GO-Dogma).
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Dienstag 24. Jänner, 19 Uhr
Filmabend zur "Geschichte der CIA", Teil 1
1947 gegründet entwickelte der CIA schnell ein umfassendes
Eigenleben. In den 70ern fand sich der CIA sogar in innenpolitische
Ungereimtheiten (die Watergate-Afeimen Manöver und Operationen und
die Blutspur, die der CIA dabei über Jahrzehnfaire) verstrickt.
Eine Doku über die gehte hinterlassen hat.
Eine Veranstaltung der KPÖ-Wien.
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Freitag, 27. Jänner, 20 Uhr
Veranstaltung der GO Dogma anlässlich der Befreiung von Auschwitz
Film: "Sobibor, 14. Oktober 1943, 16 Uhr"
von Claude Lanzmann, F 2001.
Der Film entstand aus Lanzmanns Arbeit zur neuneinhalb-stündigen
Dokumentation über die Vernichtung der europäischen Juden und
Jüdinnen "Shoa".
"Sobibor" rekonstruiert den Aufstand und die Massenflucht der
Insassen des Vernichtungslagers Sobibor am 14. Oktober 1943 anhand
der Erinnerungen eines Aktivisten des Aufstandes des damals 16-
jährigen Yehuda Lerner und stellt einen der spektakulärsten Erfolge
des jüdischen Widerstandes gegen
die Vernichtungsbarbarei der Nazis dar: 600 Menschen konnten aus dem
Lager fliehen, 300 von ihnen dürften auch weiter gekommen sein und
weiter überlebt haben.
Der Film stellt die Mechanismen der Lagerstrukturen dar und
schildert die Ereignisse des Aufstandes und der Flucht.
Ab 18.00 Kundgebung zur Befreiung von Auschwitz beim
Antifaschistischen Mahnmal von Alfred Hrdlicka
am Albertinaplatz; mit GastrednerInnen.
Ein kleines Memento ist die Tatsache, dass die Vereinten Nationen den
Tag der Befreiung von Auschwitz, den 27. Jänner zum Internationalen
Gedenktag des Holocaust gemacht haben. Auschwitz ist sowohl der
konkrete Ort eines Konzentrations- und Vernichtungslagers als auch
eine Metapher für den Schrecken der gesamten Judenvernichtung.
Am 27. Jänner 1945 fand dieser Schrecken ein erstes Ende durch die
Rote Armee.
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Donnerstag, 2. Februar, 19 Uhr
Filmabend zur "Geschichte der CIA", Teil 2
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06 28.1. Vorausscheidung PROTESTSONGCONTEST / 12.2. Finale
von: rabenhof_presse at gamuekl.org
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Protestsongcontest 06 – Zum dritten Mal in Folge ein voller Erfolg!
Bereits zum dritten Mal findet heuer der bereits zum Kult gewordene
PROTESTSONGCONTEST im Rabenhof Theater statt. Nach den sensationellen
Erfolgen in den letzten beiden Jahren, bei denen Georg Freizeit und die
Rosaroten (2004) und Rainer von Vielen (2005) als Sieger hervorgingen,
erreichten uns auch heuer wieder eine Flut von Einsendungen aus dem In-
und Ausland. Erstaunlich waren wieder die hohe Qualität und die breite
Vielfalt der eingesandten Protestsongs.
In tage- und nächtelangen Sitzungen hat sich das Protestsongcontest-Team
(Mario Rossori, Roman Freigaßner, Mathias Zsutty, Gerald C. Stocker
u. a.)
alle Einsendungen angehört, um jene 25 TeilnehmerInnen herauszufiltern,
die ihre Songs bei der Vorausscheidung präsentieren werden.
· VORAUSSCHEIDUNG: 28. Jänner 2006
Beginn: 19.00 Uhr
im Rahmen einer öffentlichen Präsentation der besten 25 Songs im
WIENER KONGRESSHAUS (1050 Wien; Margaretengürtel 138-140)
Eintritt frei!!!!
Eine Fachjury aus VertreterInnen unserer Kooperationspartner FM4,
MTV-Austria, thegap, derStandard.at, ÖGB, UTV, City Stadtzeitung für
Wien
wird jene zehn Protestsongs auswählen, die live beim großen Finale im
Rabenhof Theater performt werden.
Hier die Liste der Vorausscheidungs-Teilnehmer:
aurelie maronif Subversiv
Binnenland I want my Blue Danube Radio back
Börn Bleib du mit dir
Cafe Amigo Mensch & Maschine
Christoph & Die Kirchturmspitzen Weihnachtsmannverbot
d´vision Nackert auf´m Schwedenplatz
dixxi Ich will dich nicht
Ecoluddit Ethik und Gewalt
F.U.C.K. Traut doch Traude
fii feat. Thaistylee Noch eins
Gandharvika Darum esse ich sie nicht
Ganshaut Seemann
Hoerspielcrew feat. Garish Vermögn
Jörg Zemmler Wir sind die Kleinen
kpunkt Was zuviel ist, ist zuviel
Margret Galler Economy
Mike & A Massive Illusion The Ballad of Don Quichote
Noem Nova Error War
Peter Kastner Klo aufm Gang
Phoneten Amerika
Remasuri the Austrian way (of singin´ the blues)
Rollkragen Von Motten zerfressen
Seelenwärmer Globalisierungskinder
Stimmgewitter & The Bassena Boyz Zeitgeist
Tschoda´s Massenvernichtungswaffen
· FINALE: 12. Februar 2006
Beginn: 20.00 Uhr
RABENHOF THEATER
A-1030 Wien; Rabengasse 3
Kartenreservierungs-Hotline: Tel. 01/712 82 82
Infos + Online-Reservierung unter: http://www.rabenhof.at
Eintritt: € 15,--
Dirk Stermann führt durch den Abend, an dem der „Protestsong-Superstar
2006“ gekürt wird. In der Finaljury sitzen u.a. Barbara Rett, Electric
Indigo, Peter Paul Skrepek und Martin Blumenau.
--
Rabenhof Presse
Gabriele Müller-Klomfar
Tel: +43-699-1-913 14 11
Fax: +43-1-913 14 11
rabenhof_presse at gamuekl.org
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07 Unterschreiben und weiterverbreiten ! ! !
von: helmut.fellner at chello.at
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Wir, die Unterzeichner, appellieren, unabhängig von unseren Ansichten
über die ehemaligen sozialistischen Länder, an die Mitglieder der
Parlamentarischen Versammlung des Europarats den Resolutionsentwurf
"Notwendigkeit einer internationalen Verurteilung von Verbrechen der
totalitären kommunistischen Regimes" entschieden abzulehnen.
Unterstützt die internationale Protesterklärung gegen den Versuch,
die KommunistInnen zu kriminalisieren:
Gegen den antikommunistischen Resolutionsentwurf der Politischen
Versammlung des Europarats !
Die internationale Protesterklärung mit den Unterschriften der
Unterstützer soll dem Präsidenten der Beratenden Versammlung des
Europarats, Herrn René van der Linden, Ende Januar durch eine
Delegation übergeben werde. Ziel ist, die Verabschiedung der
Resolution zu verhindern. Ferner soll in Strasbourg eine
Protestdemonstration stattfinden, deren genauer Termin noch nicht
festgelegt ist (wahrscheinlich 24. Januar 2006).
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MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE
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08 Verwirrung um Rehabilitierung homosexueller NS-Opfer
von: Kurt.Krickler at hosiwien.at
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Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 20.
Jänner 2006
HOSI Wien fordert: Nicht nur NS-Urteile aufheben!
Gestern haben diverse Medienaussendungen aufgrund unrichtiger
Interpretationen der parlamentarischen Anfragebeantwortungen
betreffend Anerkennung homosexueller NS-Opfer durch Sozialministerin
Ursula Haubner und Justizministerin Karin Gastinger Verwirrung
gestiftet. Die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien erlaubt sich
daher, Folgendes richtig- bzw. klarzustellen:
„Die beiden Ministerinnen haben mit ihrer Feststellung, beim
Totalverbot der weiblichen und männlichen Homosexualität habe es sich
um kein typisch nationalsozialistisches Unrecht gehandelt, natürlich
völlig Recht. Denn der betreffende Paragraph 129 I b StGB hat ja
sowohl vor 1938 in der Monarchie und der Ersten Republik als auch
nach 1945 in der Zweiten Republik bis 1971 in derselben Fassung
gegolten”, erklärt HOSI-Wien-Obfrau Bettina Nemeth. „Eine
gerichtliche Verurteilung nach § 129 während der Zeit des Anschlusses
allein stellt daher noch kein typisches NS-Unrecht dar.”
„Erst darüber hinausgehende Verfolgungsmaßnahmen, wie Deportation in
ein Konzentrationslager oder Zwangskastration oder
Zwangssterilisation stellen typisch nationalsozialistisches Unrecht
dar”, ergänzt HOSI-Wien-Obmann Christian Högl. Und das bestätigt ja
auch Justizministerin Gastinger in ihrer Anfragebeantwortung, in der
es heißt: „Folgen dieser Art sind vielmehr generell als
nationalsozialistisches Unrecht (...) zu werten.”
„Und die wegen ihrer sexuellen Orientierung verfolgten Frauen und
Männer sind durch das Anerkennungsgesetz 2005 jetzt auch ausdrücklich
als Opfer dieser typischen NS-Verfolgungsmaßnahmen anerkannt worden
und haben Anspruch auf Entschädigung nach dem Opferfürsorgegesetz
(OFG)”, erklärt Högl weiter.
KZ-Zeit als Ersatzzeit bereits angerechnet
„Es stimmt auch nicht, wie gestern ebenfalls in verschiedenen
Aussendungen behauptet wurde, dass vom NS-Regime wegen ihrer
Homosexualität Verfolgten ihre KZ-Haftzeit nicht als Ersatzzeit auf
die Pension angerechnet werden kann”, betont Nemeth ferner. „Bereits
1992 wurde einem Rosa-Winkel-Häftling aus Wien die sechs Jahre, die
er nach Verbüßung der von einem Gericht verhängten Gefängnisstrafe in
KZ-Lagern inhaftiert war, dank der Unterstützung der
Volksanwaltschaft und nicht zuletzt des politischen Drucks der HOSI
Wien als Ersatzzeit auf die Pension angerechnet. Nach der expliziten
Aufnahme von ‚sexueller Orientierung’ als Verfolgungsgrund ins OFG im
Vorjahr wäre es unvorstellbar, dass einem bzw. einer Betroffenen dies
heute verwehrt würde.”
„Das Problem ist heute vielmehr”, so Högl weiter, „dass wohl kaum
jemand mehr lebt, der einen Antrag stellen könnte. Leider war das
gesellschaftliche Klima nach dem Krieg – nicht zuletzt durch den
Fortbestand des § 129 – weiterhin so lesben- und schwulenfeindlich,
dass die Betroffenen alles andere als ermuntert wurden, entsprechende
Anträge zu stellen. Und bis in die 1990er Jahre wurden solche Anträge
ja tatsächlich auch abgelehnt, weil die Politik damals noch eine sehr
restriktive Haltung einnahm. Die typisch nationalsozialistischen
Folgen einer Verurteilung nach § 129 hätten letztlich auf einem
Tatbestand beruht, der auch in der Zweiten Republik noch bis 1971
strafrechtlich verfolgt wurde, und deshalb nicht wiedergutgemacht
werden müssen! Der zynische Plan der Regierenden, die Sache möglichst
so lange zu verzögern, bis alle Opfer verstorben sind, ist hier
leider aufgegangen. Das ist aber auch der Grund, warum die HOSI Wien
bereits 2002 gefordert hat, einen entsprechenden Anteil an
Entschädigungszahlungen an die österreichische Lesben- und
Schwulenbewegung zu entrichten, damit diese die Geschichte der
Verfolgung und Unterdrückung erforschen bzw. Maßnahmen zur
Bewusstseinsbildung in der breiten Bevölkerung setzen kann.“
Generelle Aufhebung aller Urteile
„Wir hielten es für keine gute Idee”, so Nemeth weiter, „nur die
während des NS-Regimes nach § 129 Verurteilten für ihre Gefängnishaft
entschädigen und nur diese Urteile aufheben zu wollen. Wir fordern
vielmehr eine Entschuldigung der Republik Österreich für die
staatliche und gesetzliche Verfolgung von Homosexuellen im gesamten
20. Jahrhundert und in der Folge eine völlige Rehabilitierung und
auch eine finanzielle Entschädigung aller Opfer dieser staatlichen
Verfolgung, also auch derjenigen, die bis 1971 aufgrund des
Totalverbots oder nach dem bis 2002 geltenden Paragraph 209
verurteilt worden sind, sofern es sich um keine sexuellen Handlungen
mit Unter-14-Jährigen gehandelt hat.” (Siehe dazu auch unsere
Medienaussendung vom 21. September 2005 unter: www.hosiwien.at/?p=105
sowie die von der HOSI Wien auf ihrer Generalversammlung 2002
verabschiedete Resolution mit detaillierten Forderungen zu einer
solchen umfassenden Rehabilitierung: www.hosiwien.at/?p=35.)
„Wir halten überhaupt nichts davon”, so Högl abschließend, „die
typisch nationalsozialistische Verfolgung, wie KZ-Haft und andere
nicht rechtsstaatliche Verfolgungsmaßnahmen in einen Topf zu werfen
mit ‚gewöhnlichen‘ Verurteilungen gemäß § 129. Zwischen KZ-Haft und
Gefängnisstrafe ist unbedingt zu differenzieren. Homosexuelle KZ-
Opfer müssen daher für ihre KZ-Haft gesondert anerkannt und
entschädigt werden, nämlich nach dem Opferfürsorgegesetz.”
Rückfragehinweis:
Christian Högl, Obmann: Tel. 0699-11811038
Bettina Nemeth, Obfrau: Tel. 0699-11965265
Kurt Krickler, Generalsekretär: Tel.: 5451310 oder 0664-5767466
office at hosiwien.at; www.hosiwien.at
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09 Wartberg/Vogl&Noot/Personalabbau/KPÖ
von: kpoe_stmk at hotmail.com
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KPÖ Steiermark
Lagergasse 98a
8020 Graz
Tel. 03 16 / 71 24 36
Fax 03 16 / 71 62 91
email: kpoe_stmk at hotmail.com
Freitag, 20. Januar 2006
Presseinformation der KPÖ Steiermark
Wartberg: Vogl&Noot ist auch ein Fall für das Land
In Wartberg gehen 170 Arbeitsplätze verloren. Die Verlagerung der
Produktion von Flachheizkörpern der Traditionsfirma Vogl&Noot nach
Ungarn und Polen ist aber kein unabwendbares Schicksal, sondern die
Frucht ganz konkreter wirtschaftlicher und politischer
Entscheidungen. Festzuhalten ist auch, dass hier kein verstaatlichter
Betrieb in Schwierigkeiten ist, sondern eine Firma, die seit jeher in
Privatbesitz war.
Das stellte der steirische KPÖ-Vorsitzende Franz Stephan Parteder am
Freitag fest. Der KPÖ-Politiker: "Landeshauptmann Voves und die
steiermärkische Landesregierung müssen jetzt zeigen, dass sie sich in
einer dramatischen Situation für die traditionsreiche
Arbeitergemeinde Wartberg anders verhalten als ihre Vorgängerinnen.
Wer die Erneuerung im Lande schaffen will, sollte konkrete Zeichen
gegen die Politik der transnationalen Konzerne setzen."
PS. Zur Erinnerung: Bei der Landtagswahl am 2. Oktober 2005 hatte die
SPÖ in Wartberg 60,91 % der gültigen Stimmen (921) erreicht und ihren
Stimmenanteil um 7 % gesteigert.
KPÖ-Steiermark
Lagergasse 98 a
8020 Graz
Tel.: 0316 71 24 36
Fax 0316 71 62 91
email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com
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10 Medizinwunder: SVNR wiederbelebt - als Personenkennzeichen
von: depesche at quintessenz.org
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From: "q/depesche" <depesche at quintessenz.org>
Subject: Medizinwunder: SVNR wiederbelebt - als Personenkennzeichen
q/depesche 2006-01-20T23:17:39
Medizinwunder: SVNR wiederbelebt - als Personenkennzeichen
Werden Klassenbucheinträge der Kleinsten nun Rezeptpflichtig?
Versprechen Gewinnspiele Heilung [1] - oder - Wird das Online-Konto der
Wüstenrot [2] Teil meiner Krankengeschichte?
Von immer mehr Firmen und Behörden wird die Sozialversicherungsnummer
(SVNR) verlangt - und das nicht zwingend zur
Wohlbefindlichkeitssteigerung des Kunden.
-.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.-
Derweil breitet sich eine ganz und gar nicht auf Krankenschein
behandelbare Krankheit in der Bevölkerung aus: die Legasthenie. Ein
kleines Tool der quintessenz möchte ganz besonders dort helfen, wo
nachlässige Schreibweisen und Zahlendreher durch Zufall korrekte
Prüfziffern ergeben könnten.
https://www.quintessenz.at/svnr-doktor/
Die österreichische Sozialversicherungsnummer wird zwar von einer
Prüfziffer geschützt, aber schlampige Schrift (1~7, 3~8,5~9, usw...)
oder verknotete GehWINDirnUNGEN können durch Zufall wieder korrekte
Prüfziffern ergeben. Damit kann, ohne Datenabgleich mit den
Sozialversicherungsträgern, der Fehler nicht mehr erkannt werden. Vor
diesen hinterhältigen SVNR-Gendefekten möchte der quintessenzielle
SVNR-Doktor warnen.
Auch wenn die Sozialversicherungsnummer nicht mehr dem Wohl des
Betroffenen gilt, will man natürlich besonders gründlich sein.
Unvorstellbar, was passiert, wenn das Datawarehouse der
Marketingabteilung keine neuen Geheimnisse verrät, oder wenn der/die
Kleine in Zukunft unbeschwert zu einem Vorstellungsgespräch gehen kann,
weil die Datenverknüpfung der Schulnoten und Klassenbucheintragungen
nicht klappt.
PS: Vergessliche können auch die Prüfziffer Ihrer SVNR ergänzen lassen.
[1] Camel-Gewinnspiel verlangt SVNR - Nominierung für BBA 2004
http://www.bigbrotherawards.at/2004/nominees/list_2004.php#komm
siehe auch
http://www2.argedaten.at/php/cms_monitor.php?q=PUB-TEXT-
ARGEDATEN&s=96756oiz
[2] Online Konto der Wüstenrot verlangt SVNR
https://eservices.wuestenrot.at/eService/media/pdf/
Antrag_auf_Teilnahme_an_Wuestenrot_eServices_12.pdf
Hintergrund:
Warum ist die allgmeine Verwendung von Personenkennzeichen (z.B.
Sozialversicherungsnummer, ZMR-Nummer) datenschutzrechtlich bedenklich?
http://www2.argedaten.at/php/cms_monitor.php?q=PUB-TEXT-
ARGEDATEN&s=50350pcj
"Bildungsevidenz - Die Rechte der Schüler und Eltern"
http://www2.argedaten.at/php/cms_monitor.php?q=PUB-TEXT-
ARGEDATEN&s=48888act
- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.-
relayed by Mac Gyver
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11 ACUS: Drohnung mit Atomwaffen ist ein Verbrechen
von: verin.stadtteilz.simmering at chello.at
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ACUS fordert klare Verurteilung durch die
österreichischeBundesregierung:
DROHUNG MIT ATOMWAFFEN IST EIN VERBRECHEN
Die Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS)
protestiert
gegen die Androhung des französischen Staatspräsidenten Chirac,
Atomwaffen
einzusetzen.
"Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hat vor 10 Jahren, am 8.
Juli
1996, in einer Stellungnahme auf Anfrage der Generalversammlung der
Vereinten Nationen eindeutig erklärt, dass die Androhung des
Einsatzes von
Atomwaffen generell gegen das internationale Kriegsvölkerrecht und
gegen die
Prinzipien und Regeln der Menschenrechte verstößt", erinnert der
Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christentum und
Sozialdemokratie
(ACUS) Richard Schadauer.
"Die Atomwaffendrohungen des französischen Präsidenten sind damit
gegen das
Völkerrecht", betont der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft
Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) Richard Schadauer. "Zahlreiche
Erklärungen von Kirchen und Institutionen aller Weltreligionen sowie von
Persönlichkeiten aus allen Ländern der Erde fordern eine atomwaffenfreie
Welt. Es gibt keine politische Rechtfertigung für Atomwaffen, seien
sie in
den EU-Ländern Frankreich und Großbritannien, in den USA, in Russland
und
China oder in einem der neuen Atomwaffenstaaten."
"Wer mit Atomwaffen droht, heizt nur einen neuen Rüstungswettlauf an,
der
das Überleben der Menschheit gefährdet. Wie kann ich glaubwürdig von
anderen
den Verzicht auf Atomwaffen fordern, wenn ich selber damit drohe? Nur
durch
Verhandlungen und atomare Abrüstung in allen Atomwaffenstaaten kann eine
atomwaffenfreie Welt erreicht werden", stellt der ACUS-
Bundesvorsitzende
Richard Schadauer fest.
"Diese Aussagen eines Präsidenten eines EU-Mitgliedsstaates sind eine
Schande für die gesamte Europäische Union. Wir fordern daher eine klare
Verurteilung durch die Bundesregierung des neutralen und per Verfassung
atomwaffenfreien und atomkraftfreien Österreich, die derzeit auch die
EU-Präsidentschaft inne hat", schloss der Bundesvorsitzende der
Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) Richard
Schadauer.
Informationen:
Richard Schadauer, Tel. 01 789 24 58
Alois Reisenbichler, Tel. 0664 39 51 809
Alois Reisenbichler
1110 Wien, Schneidergasse 15/9, Telefon (043-664) 39 51 809
E-Mail: stadtteilzentrum at simmeringonline.at,
Alois.Reisenbichler at reflex.at
Homepage in Arbeit: www.reisenbichler.at.tf
Lieblingshomepage: www.hiroshima.at
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12 Jahrestag/Italienische KP/Kommentar/KPÖ
von: kpoe_stmk at hotmail.com
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PRESSEMITTEILUNG DER STEIRISCHEN KPÕ
Graz,am 21. 1. 2006
Gedanken zum 85. Gründungstag der Italienischen KP
Heute vor 85 Jahren, am 21. Januar 1921, wurde in Livorno die
Kommunistische Partei Italiens gegründet. Das ist auch für die
steirischen KommunistInnen ein wichtiger Gedenktag. In ihrer
Geschichte war diese Partei immer beispielhaft, wenn es darum ging,
eine soziale und saubere Verwaltung von Gemeinden und Regionen des
Landes mit dem Festhalten an den Zielen und Grundsätzen unserer
Weltanschauung zu verbinden.
Ihre hervorragendsten Vertreter wie Antonio Gramsci, Palmiro
Togliatti oder Enrico Berlinguer haben dazu beigetragen, den
Marxismus mit neuen Erkenntnisse zu bereichern.
Die Geschichte der PCI war eine Geschichte des Kampfes für den
Fortschritt und die soziale Gerechtigkeit, gegen die Diktatur
Mussolinis und gegen den Hitlerfaschismus. Sie war eine Geschichte
des Kampfes um Demokratie und Sozialismus. In ihren besten Tagen ist
sie konsequent für eine starke Stellung der Arbeiter und aller
Werktätigen in der Gesellschaft eingetreten.
Eine kommunistische Partei, die versucht, den Anforderungen des 21.
Jahrhunderts gerecht zu werden und vom Standpunkt und im Interesse
der arbeitenden Menschen aktiv in die gesellschaftlichen
Entwicklungen einzugreifen, muss sich stets die Erfahrungen dieser
kommunistischen Massenpartei vor Augen halten.
Dabei darf man nicht unkritisch sein. Was sind die Ursachen dafür,
dass die PCI in den Achtziger- und Neunzigerjahren des 20.
Jahrhunderts die Orientierung verlor, dass die Mehrheit ihrer
Führungskräfte zur Sozialdemokratie wechselte und dass aus jener
Minderheit, die am Kommunismus festhalten wollte, zwei konkurrierende
Parteien hervorgegangen sind?
Auch auf diese Fragen müssen wir Antworten finden, die uns in die
Lage versetzen, unsere Arbeit in der Steiermark noch besser
durchzuführen.
Franz Stephan Parteder
Steirischer KPÖ-Vorsitzender
KPÖ-Steiermark
Lagergasse 98 a
8020 Graz
Tel.: 0316 71 24 36
Fax 0316 71 62 91
email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com
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WELTWEIT
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13 [gipfelsoli] Moderation -- Gleneagles
von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org
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Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität
und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung
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www.gipfelsoli.org --
- Selbstorganisiertes Moderationsseminar vom 10.-12. März 2006
- G8 2005 Publikation
- G8 2005 Book Launch
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Selbstorganisiertes Moderationsseminar vom 10.-12. März 2006
Wir haben in Nordost-Brandenburg (bei Letschin, im Landheim
Wilhelmsaue) ein
Seminarhaus gebucht, in dem bis zu 40 Personen teilnehmen können. Eine
"professionelle" Moderatorin ist als Begleitperson mit dabei, es
sollen aber
vor allem gemeinsam Wege gefunden werden, damit Moderation so wenig
manipulierend wie möglich und so effizient wie nötig einen
emanzipatorischen
Prozess in Gang setzt. Wir sind immer wieder damit konfrontiert, bei
regionalen/bundesweiten/internationalen Treffen oder camps oder
Kongresse usw.
mit Vielen zu kommunizieren und manchmal sogar zu Entscheidungen
kommen zu
wollen oder gar zu müssen (Beispiel: wir sind auf einem camp mit einigen
Hundert oder Tausend Menschen und die Bullen haben dies umstellt, real
vorgekommen im Grenzcamp in Köln und letztes Jahr in Schottland).
Bei dem selbstorganiserten Seminar soll es darum gehen, einerseits
Moderationstechniken kennenzulernen, auszuprobieren (z.B. in
Rollenspielen,
also ganz praktisch) und andererseits genau hinzuschauen und zu
analysieren,
was für Gefahren und welche Art von Manipulation jeweils darin
steckt. Das Ziel
des Seminars ist also, für uns heraus zu finden, in welcher Art wir
in Zukunft
Gruppen/Zusammenkünfte moderieren, strukturieren wollen und wenn
gewünscht, zu
Entscheidungsfindungen kommen. Und das in einer Art, die den
Gruppen/Zusammenkünften gerecht wird, das heißt, mit der alle
"möglichst" (da
fängt es schon an möglichst oder auf jeden Fall!!) zufrieden sind,
wo mit dem
zeitlichen Limit, das immer gegeben ist, "möglichst" so effizient
umgegangen
werden kann, wie Entscheidungen notwendig sind. Bei der
Entscheidungsfindung
geht es auch darum, herauszufinden, wann und ob Entscheidungen
überhaupt sein
müssen oder ob es nicht eher darum geht, zu schauen, was die Ziele der
jeweiligen Gruppierungen sind, und welche Organisierungsform gewollt
ist (z.B.
horizontal oder vertikal).
Um euch einen kleinen Überblick zu geben, folgt hier eine kleine
Auflistung der
verschiedenen Arten der "Moderation":
- "einfache" Redeleitung"
- die Diskussionsstränge zusammenfassend, auf jeweils ein
Diskussionsstrang
fokussierend, damit am Ende die Teilnehmenden zu einem "Ergebnis" kommen
(=struktuierendes Verfahren)
- talkshowmäßig
- alles fließen lassen und sozusagen nur der "Transmissionsriemen"
zwischen den
verschiednen Menschen zu sein, versuchen das für alle zu visualisieren,
transparent zu machen und nach dem Konsensprinzip dann zu überlegen, was
überhaupt diskutiert wird
- die Moderation strukturiert die Debatte mit quotierten
RednerInnenlisten,
Beispiel: sowie jemand sich meldet, der oder die noch nichts gesagt
hat, kommt
nach vorne auf der Liste oder wenn mehr Männer als Frauen oder mehr
Menschen
mit deutschem Pass als MigrantInnen bzw. Flüchtlinge anwesend sind, wird
jeweils quotiert
- Moderation mit viel mehr technischem Einsatz wie Kärtchen
schreiben, metaplan,
mindmap und andere visualisierungsmethoden, Kleingruppen bilden etc.
also
insgesamt mehr interaktiv anregend
- Moderation mit powerpoint-Präsentation, Kurzprotokoll sofort
visualisierend
- Kleingruppen vs. Großgruppenverfahren
- Entscheidungsfindungen nach Mehrheitsprinzip oder mit den Füssen
- Entscheidungsfindung nach dem Konsensprinzip
- Diskussionen nach dem fish-bowl- oder open space Prinzip anleiten
- Moderation, bei der die anderen angehalten werden, sich aktiv zu
beteiligen
(Bsp. bei pga entwickelte Methode also mit den vielen Handzeichen
(mit den
Händen wedeln), Vorgehen nach dem Konsensprinzip,) - Umgang mit
Übersetzung
(Übersetzungsecken, in einer übersetzen Sprache für alle,...)
Und und und ich könnte noch lange die diversen Möglichkeiten
aufschreiben.
Gemeinsam ist allen Techniken, dass sie mehr oder weniger manipulativ
sind,
eine Machtposition beinhalten. Ich kann mich an viele
Vollversammlungen (mit
mehreren hundert Menschen!) aus den den 80igern erinnern, wo es keine
Moderation gab und wo diejenigen das Sagen hatten, die sich am stärksten
fühlten, die die größte Klappe oder Autorität hatten, die in den
informellen
Machthierarchien ganz oben waren. Ich denke, da wollen wir nicht hin
zurück.
Das jemand Diskussionen strukturiert bzw. moderiert, ist auch daraus
entstanden, dass die "Macht" soz. auf jemand "Neutrales" übergeben
wurde, der
oder die auch Schüchternen oder sog. Schwächeren durch eine Struktur
wie eine
RednerInnenliste mehr Möglichkeiten der Teilhabe bietet. Aber so
einfach ist
das nicht. Es ist damit eine neue Macht entstanden, die mehr
hinterfragt werden
muss. Der Hintergrund des Seminars ist also: Wir wollen einen
emanzipatorischen
politischen Weg gehen. Dazu gehört eben auch, politisch bewußt und
transparent
mit Strukturvorgabe, Moderation und Entscheidungsfindung analytisch
wie auch
praktisch umzugehen. Und darüber wollen wir diskutieren, uns
analysierend
austauschen und vielleicht zu neuen Umgehensweisen kommen.
Es wäre schön, wenn ihr mir bei der Anmeldung ein wenig über eure
gemachten
Erfahrungen was kurz schreiben könntet.
Anmeldung z.B. unter: gipfelsoli at nadir.org
bis dann!!!!
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G8 2005 Publikation
Shut Them Down!: The G8, Gleneagles 2005 and the Movement of Movements
Herausgegeben von Dissent! und Autonomedia
Die Ernennung Bob Geldofs zum Ratgeber der Britischen Conservative
Party hat in
Grossbrittanien fuer eine Wiederaufarbeitung der ausschlagegebenden
Woche
letzten Sommer, als die G8 in Gleneagles tagte, gesorgt. Kritische
Gedanken
dazu werden vor allem von einem neuen und zeitlich erschienem Buch
angetrieben,
das voll mit eigens erlebten Erfahrungen und politischen Reflektionen
derer, die
viel mehr daran interessier waren den Gipfel zu stoppen, als die dort
tagenden
Politiker darum zu bitten, etwas gegen globale Armut Klimawandel zu tun,
gepackt ist.
David Watts, eines der Herausgeber des Buchs, kommentierte, 'es
scheint, als
gaebe es mehrfach Desillusionierung mit den Live8 Konzerten und der Make
Poverty History Kampagne. Man sollte wirklich daran zurueckdenken,
dass in
Genoa in 2001, Menschen gegen die G8 demonstrierten, und die G8 nicht
als
globalen Retter in Anbetracht globaler Probleme sah, sondern als den
Ausloeser.
Zum ersten Mal in der Geschichte gab es in 2005 eine Demo, die das
Gipfeltreffen
willkommen hiess. Es ist in diesem Zusammenhang, dass wir verstehen
koennen, wie
die Live8 Konzerte und die Make Poverty History Kampagne als riesige
PR Maschine
fuer Tony Blair und seine Regierung funktionierten.'
'Was oft vergessen wird, ist dass nich jede zur Melodie Geldofs oder
Blairs
tanzte und dass diejenigen die sich in den Kopf gesetzt hatten, den
Gipfel zu
stoppen, dies um ein Haar erreicht haetten. Am 6.Juli, dem
Eroeffnungstag des
Gipfels, brachten Strassenblockaden zentrale Bereiche Schottlands zum
stehen,
wobei mehrere Delegationen des Giplfels daran gehindert wurden in
Gleneagles
rechtzeitig einzutreffen. Am Nachmittag des gleichen Tages versuchten
Demonstranten noch dazu den riesigen Zaun, der das Hotel wo getagt
werden
sollte umgab, runterzureissen. Es waren letzlich die Bombenanschlaege in
London, die den Demonstranten den Wind aus den Segeln nahmen.'
Herausgegeben von einer Gruppe von Personen des Dissent! Netzwerkes,
welches den
antikapitalistischen Widerstand gegen den Gipfel koordinierte,
beinhaltet das
Buch 'Shut Them Down!' 35 Kapitel, mit unter anderem einem amuesanten
Comic,
einem Vorwort der Herausgeber und vielen ausdrucksvollen Fotos in
ueber 368
Seiten. Das Buch erscheint am 20. Januar 2006.
'Shut Them Down!' beinhaltet Erfahrungen der Demonstranten aus erster
Hand,
sowie detailierte Berichte ueber die Organisierung der verschiedenen
Aspekte
der Mobilisierung und Analysen der sich ergebenden Probleme zusammen mit
Denkanstossen dafuer wie man's in Zukunft besser machen koennte. Die
Relevanz
dieses Buchs reicht aber weit ueber die Mobilisierung an sich hinaus:
das Buch
spricht fundamentale Angelenheiten an, die fuer jeden, der sich fuer
soziale
Bewegungen und sozialen Wandel interessiert, von Bedeutung sind. Dazu
gehoeren
'Horizontalitaet' mit offenen direkt demokratischen
Entscheidungsprozesse und
die Grenzen der 'Aktivistenidentitaet'. Am allerwichtigsten versucht
'Shut Them
Down!' die Frage zu stellen, wie wir die 'anderen Welten', die sich
uns in den
Momenten wo wir aktiv sind zeigen, auf unser restliches Leben ausweiten
koennen?
Beitraege sind unter anderem von Werner Bonefeld, George Caffentzis,
Counter-Spin Collective, The Free Association, The Ginger, John
Holloway,
Colonel Klepto und Major Up Evil, Starhawk und Simon Tormey.
Details:
David Harvie, Keir Milburn, Ben Trott und David Watts (Hrsg.): Shut
Them Down!:
The G8, Gleneagles 2005 and the Movement of Movements (Leeds:
Dissent! und New
York: Autonomedia, 2005) (ISBN: 0-9552065-0-2)
Erhaeltlich nur auf Englisch bei www.shutthemdown.org fuer €7.50
inkl. Versand
Kopien fuer Buchkritiken auch direkt von den Herausgebern erhaeltlich:
editors at shutthemdown.org
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-
G8 2005 Book Launch
Shut Them Down!: The G8, Gleneagles 2005 and the Movement of Movements
Published by Dissent! and Autonomedia
Bob Geldof's appointment as an advisor to the Conservative party has
provoked a
reassessment of the momentous week last summer when the G8 met in
Gleneagles.
This reassessment is aided by the timely publication of a new book
full of
first hand accounts by those more interested in shutting the G8 down
than
lobbying it.
David Watts, one of the books editors, commented: "There seems to be
a growing
sense of disillusionment with the legacy of the Live8 concerts and
the Make
Poverty History campaign. You have to remember that the protestors of
Seattle
and Genoa didn't see the G8 as the solution to global poverty but
rather as the
cause of it. In 2005, for the first time in the G8's history, there
was a major
campaign to welcome the summit. Perhaps now we can see how MPH and
Live8 ended
up simply as PR cover for the Blair government."
"What tends to be forgotten is that not everyone played along with
the Geldof
and Blair show and those who'd set out to shut down the G8 in fact
came very
close to achieving this aim. On the 6th of July, the opening day of
the summit,
road blockades brought central Scotland to a halt with many delegates
unable to
reach Gleneagles. Later that day, protestors attempted to rip down
the fence
surrounding the summit. It was only the London bombings that diverted
attention
and took the wind out of the protestors sails."
Edited by a group within Dissent!, the network which coordinated anti-
capitalist
resistance to the Summit, Shut Them Down! contains 35 chapters,
including a
hilarious cartoon, an editors' introduction and dozens of powerful
photographs
over 368 pages. The book will be launched on 20th January 2006.
As well as first hand accounts from protestors, there are detailed
accounts of
how the various aspects of the mobilisation were organised, and
analysis of the
lessons to be learned. Shut Them Down!'s relevance, however, extends
far beyond
the Gleneagles experience; it addresses issues fundamental to anyone
involved
or interested in social movements, such as the nature of openness and
'horizontality' and the limits of the 'activist' identity. Most
important of
all, Shut Them Down! attempts to pose the question: how do we take
those new
worlds we glimpse in these moments and apply them to the rest of our
lives?
Contributors include: Werner Bonefeld, George Caffentzis, Counter-Spin
Collective, The Free Association, The Ginger, John Holloway, Colonel
Klepto and
Major Up Evil, Starhawk and Simon Tormey.
The book's full details are as follows:
David Harvie, Keir Milburn, Ben Trott and David Watts (Eds.) Shut
Them Down!:
The G8, Gleneagles 2005 and the Movement of Movements (Leeds:
Dissent! and New
York: Autonomedia, 2005) (ISBN: 0-9552065-0-2)
Available from Shutthemdown.org for £4.95, €7.50 and US$9.95 plus p&p.
Review copies are available from the editors: editors at shutthemdown.org
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gipfelsoli infogruppe
Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und
Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten.
Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind
mit eckigen Klammern versehen.
Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der
Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge
nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder.
Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches Archiv des Newsletters
unter www.gipfelsoli.org.
Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org
gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe
https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l
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14 [gipfelsoli] Genua -- Gleneagles
von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org
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Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität
und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung
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www.gipfelsoli.org --
- G8 Schottland - neue Gerichtstermine
- Update Untersuchungskommission G8 in Genua
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Update Untersuchungskommission G8 in Genua
Wie kürzlich berichtet, hatte die Basis der linken Parteien in der
Wahlkoalition
gegen Berlusconi um Romano Prodi vor kurzem fest gestellt, dass aus
dem ersten
Programmentwurf zig Essentials rausgeflogen waren. Darunter befand
sich auch
die Einrichtung einer unabhängigen Untersuchungskommission zum G8
2001. Die
Programmmacher haben - mit einer Vorsichtsmaßnahme - kehrt gemacht
Die ?Programmmacher? um den Prodi-Getreuen Papini haben nach den
Protesten, die
dies nach sich zog und auf die auch ein von 90 Senatsmitgliedern
unterzeichneten Brief mit der Forderung folgte, den Programmpunkt
nicht fallen
zu lassen, kehrt gemacht. Papini höchstselbst teilte mit, das
Wahlprogramm von
Romano Prodi enthalte ?den Vorschlag, eine parlamentarische
Untersuchungskommission über die Ereignisse während des G8 in Genua
einzurichten?.
Eine ?parlamentarische? Untersuchungskommission ist aber nicht das
Gleiche wie
eine ?unabhängige?, wie in all' den Jahren von Links gefordert worden
war und
eine solche, also eine ?parlamentarische? Kommission, hatte bereits
nach dem G8
in Genua völlig erfolglos versucht, Klarheit über politische
Verantwortlichkeiten und Hintergründe von zahlreichen aberwitzigen
Schreckensgeschichten, die sich damals zugetragen haben zu schaffen.
Es bleibt nur noch abzuwarten, welche Befugnisse nun diese Kommission
erhält,
wenn Mittelinks tatsächlich an die Macht kommen sollte. An den
Befugnissen wird
sich zeigen, ob sie imstande sein wird, etwas zu verrichten, oder ob
es nur ein
Spielchen sein wird, um das Gesicht zu wahren, wie es schon dereinst
der Fall
war. Die einstige Kommission war nämlich genau an fehlenden Befugnissen
gescheitert. Entscheidende Unterlagen und Namen konnten deswegen nicht
gesichtet bzw. aufgedeckt werden.
Siehe auch: http://germany.indymedia.org/2006/01/136441.shtml
[indymedia.de, von nichtsowichtig - 20.01.2006 19:49]
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G8 Schottland - neue Gerichtstermine
25.01.2006 als neuer Gerichtstermin in Schottland
Der G8 ist vorbei, aber die Verfolgung der Ex-Gefangenen nicht. Es
gibt wieder
einen neuen Termin, zu dem mehrere Menschen aus verschiedenen
europäischen
Ländern vorgeladen wurden. Am 25.01.2006 sollen diese Menschen in
Schottland
vor Gericht erscheinen. Was ihnen da droht ist unklar, auch aber, was
ihnen
droht wenn sie dort nicht erscheinen.
Das kuriose ist, dass Menschen von den während des Gipfles,
erstellten Listen,
die gemeinsam im Gefängnis saßen und die selben Anklagepunkte haben,
zum Teil
vor kurzem die Ansage erhalten haben, dass sie für unschuldig erklärt
wurden,
ein anderer Teil nun aber wieder in Schottland erscheinen soll.
Also an alle: diese Leute brauchen Unterstützung und zwar in Form von
"Rote
Hilfen" oder EA´s, die international arbeiten,sowie in personeller oder
geldlicher Unterstützung.
[indymedia.de, von ex-presa - 20.01.2006 14:42]
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gipfelsoli infogruppe
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15 [gipfelsoli] Genua
von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org
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und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung
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Genua: Verjährungsnebel lichtet sich
Die Verfahren gegen Polizeiangehörige wegen dem G8 2001 in Genua
haben nun doch
Aussicht, wenigstens durch die erste Instanz zu kommen. Das war durch
den
langen Eiertanz um ein Gesetz, das auch die Verjährungsfristen im
Strafrecht
halbiert, bis vor Kurzem keineswegs eine Selbstverständlichkeit. Nur
in den
Köpfen herrscht noch viel Durcheinander... Im Folgenden ein Versuch,
etwas
Klarheit zu schaffen.
Wie in einigen unabhängigen Medien schon berichtet wurde, riskieren die
Polizisten, die wegen dem G8 in Genua unter Prozess stehen, wenigstens
theoretisch nun doch eine Verurteilung. Zumindest dürfen die
Verfahren erstmal
stattfinden. Über Jahre hinweg hatte eine Reform des Strafrechts bisher
gedroht, die Verjährungsfristen zu halbieren. Das ist nun auch
geschehen, aber
so, dass die Verfahren in Genua davon unberührt bleiben, weil sie
bereits
eröffnet sind. Für die Polizisten, die sich in den mittlerweile in
die erste
Instanz gelangten Verfahren vor Gericht verantworten müssen bedeutet
das, dass
sie nicht mehr unbedingt darauf hoffen können, einfach so davon zu
kommen, wie
vorher zu befürchten war. Neben einigen kleineren Verfahren zu einzelnen
Episoden, laufen gegen Polizeibeamte wie bekannt zwei Größere. Darin
soll über
Teile dessen geurteilt werden, was im Juli 2001 in einer Schule und
in einer
Kaserne in Genua geschah. Es geht nun also doch zur Sache, es sei
denn, die
Klausel in dem Gesetz, durch die die Verfahren, die bereits in der
Verhandlungsphase sind von den durch selbiges herbeigeführten Änderungen
ausgenommen sind, wird als verfassungswidrig angefochten, was aber
nicht sehr
wahrscheinlich zu sein scheint.
Umständehalber spielen Verjährungsfristen aber weiterhin eine nicht
unwesentliche Rolle. So sind die Chancen im Verfahren zum Sturm auf
die Schule
deutlich besser als im Verfahren zum Horror in einer Kaserne am Rande
von
Genua. Dabei spielt eine Rolle, dass die Verjährungsfristen im Fall
Bolzaneto
nur halb so lang wie die Verjährungsfristen im Fall Diaz sind. Im
Fall Diaz
stehen zahlreiche höchstrangige Beamte nebst einigen Zugführern und
einem
einfachen Polizisten wegen Vergehen vor Gericht, für die generell
aufgrund der
Schwere der Straftat eine Verjährungsfrist von 15 Jahren gilt. Im Fall
Bolzaneto stehen einige Polizisten, zwei Carabinieri und Angehörige der
Gefängnispolizei sowie der Sanitätsdienste im Justizvollzug wegen
Vergehen
unter Prozess, die zumindest nach dem Strafgesetzbuch weniger schwer
wiegen und
daher mit geringeren Verjährungsfristen versehen sind.
Auf diese Weise steht es 15 zu 7 ½ - das heißt, im Fall Diaz läuft
die Frist 15
Jahre nach Begehung der Straftat ab, während der Fristablauf im Fall
Bolzaneto
mit einer einzigen Ausnahme schon nach 7 ½ Jahren eintritt. Zieht
Mensch die
zum Januar 2006 bereits abgelaufenen 4 ½ Jahre ab, bleiben für
Bolzaneto nur
noch knapp drei Jahre ? wahrscheinlich viel zu kurz, um den
Mindestdurchlauf
zur Fortsetzung der Verfahren bis in die höchste Instanz zu schaffen.
Dennoch
wird der Weg nicht umsonst sein. Wenn alles gut geht, kommt es im Fall
Bolzaneto noch gerade so zu einem Richterspruch in der jetzt
laufenden ersten
Instanz. Das würde wenigstens die Fortführung der Zivilklagen
ermöglichen, die
neben dem von der italienischen Staatsanwaltschaft geführten
Strafverfahren
laufen und derzeit in diesem integriert sind.
Die Fortführung der Zivilklagen bedeutet immerhin, dass Entschädigungen
erstritten werden können. Das ist nicht unwichtig, weil einige der
damaligen
Opfer ein Leben lang bleibende Schäden mit sich herum tragen müssen. Ob
Zahnersatz, Behandlungen von chronischen Problemen in Folge der damals
erlittenen Verletzungen oder Hilfe für eine nicht mehr wie früher
mögliche
Existenzsicherung: sollte die Strafverfolgung im Fall Bolzaneto
strafrechtlich
tatsächlich folgenlos bzw. mit einem Urteil zu einem Ende kommen, das
für die
Täter wegen Ablauf der Verjährungsfristen jenseits der Verurteilung
selbst ohne
konkrete Folgen bliebe, wäre immerhin - auf Grundlage der
Erkenntnisse aus dem
Strafverfahren - eine Fortsetzung der Zivilverfahren möglich, bei der
eine
Verurteilung der Täter bzw. der Ministerien, in deren Diensten diese
standen
zum Schadenserstaz möglich wäre. Zwei Anwältinnen, die in den Tagen
von Genua
auf der Straße Polizeigewalt augesetzt waren und ein Zivilverfahren
eingeleitet
hatten, waren in diesem Sinne beispielsweise bereits erfolgreich.
Im Fall Diaz könnte hingegen binnen 15 Jahren - also innerhalb der
doppelten
Zeit - durchaus die dritte Instanz erreicht werden, wodurch die so
genannten
strafrechtlichen Konsequenzen eine schon viel realistischere Chance
haben.
Jenseits von etwaigen Haft- und Geldstrafen geht es dabei nicht
zuletzt darum,
dass die Täter im Fall Diaz bei Verurteilung auch unwiderruflich aus dem
Polizeidienst scheiden müssten. Unter denen, die es potenziell
treffen könnte,
befinden sich etliche Beamte, die in höchsten Ämtern sind, wie etwa
Gianni
Luperi und Francesco Gratteri. Der eine ist Vizechef der
Antiterrorpolizei, der
andere bedeckt ein ähnlich hohes Amt in der Abteilung "special ops".
Hintergrund
der kürzeren Verjährungsfristen im Fall Bolzaneto ist, wie gesagt, eine
unterschiedliche ?Schwere? der Straftaten, obwohl die Untaten der
Polizei in
Bolzaneto denen, die in der Diaz-Schule von Polizisten verübt wurden
in Nichts
nachstehen. Sie kommt deshalb zustande, weil Italien keinen Folter-
Paragraphen
kennt, der Misshandlungen und Terror, wie sie in Bolzaneto
stattgefunden haben,
angemessen ahndet, obwohl Italien auf der betreffenden Ebene sämtliche
entsprechende internationalen Konventionen unterschrieben hat. In
Sachen Terror
und Gewalt geht es in Bolzaneto rechtlich also ?nur? um gefährliche
Körperverletzung und so etwas wie Nötigung, die eben so eingestuft
sind, dass
die Verjährungsfrist nur kurz ist.
Soviel zur jetzigen Situation, mit der kaum ein Mensch noch zu
rechnen wagte.
Während im Fall Bolzaneto inzwischen schon seit Wochen die
Zeugenvernehmungen
stattfinden, gehen diese im Fall Bolzaneto erst in diesen Tagen an
den Start.
Mit Hilfe der Zeugenaussagen werden sich die Richter in den nächsten
Monaten
bzw. Jahren - zumindest teilweise - ein Bild dessen machen, was sich
damals in
Genua abgespielt hat. Sofern sich schon eine erste Einschätzung
abgeben lässt,
könnte es sein, dass sich etwas wiederholt, das den seinerzeit über
Jahre
ermittelnden Staatsanwälten widerfahren ist. Diese mussten eines Tages
feststellen, dass die Aussagen der beschuldigten Polizisten oder von
solchen,
die als Zeugen gehört wurden, nur so vor Widersprüchen strotzten,
während die
Aussagen der Opfer der Untaten in Schule und Kaserne, die aus allen
Erdteilen
kamen, in verschiedenen Staaten und Städten lebten und sich
weitestgehend nicht
untereinander kannten, aufs eindrucksvollste immer wieder genau
gleiche Abläufe
schilderten. Mit Sicherheit wird sich zutragen, dass die Verteidigung
der
Ordnungshüter, die vor Gericht stehen versuchen, die Aussagen der
Zeugen in
Frage zu stellen. Die Kraft dessen, was die Zeugen wissen, weil der
Horror von
dem die Rede sein wird vielmehr ganz wahrhaftig jedem einzelnen von
ihnen
wirklich passiert ist, dürfte aber weit stärker sein, egal wie sehr
diese
Verteidigung versucht, noch irgendetwas zu retten. Das ist auch gut
so, weil
nicht viel für ein besseres Klima rund um Genua in der italienischen
Landschaft
spricht.
Gerüchte, dass Genua nach Jahren des Schweigens, während denen
bestenfalls
wiederholte Versuche erfolgten, die damaligen Protestierenden zu
kriminalisieren, wieder Thema werden könnte, weil Wahlkampf ist und die
Linksdemokraten bei einer etwaigen Machtübernahme sogar eine
Untersuchungskommission einrichten wollen, dürfen getrost nicht allzu
ernst
genommen werden, weil sie eher unrealistisch sind. Eine erhoffte
Wende in der
Art und Weise, wie Genua in der gesellschaftlichen Debatte, in
Politik und
Medien dargestellt wird, ist eigentlich wirklich nicht zu erwarten.
Das, was
eher zutrifft ist, dass es Menschen (wie die Eltern von Carlo
Giuliani) und
Kreise gibt, welche seit Längerem die Einrichtung von einer unabhängigen
Untersuchungskommission fordern, die nicht zuletzt der Ermittlung der
politisch
Verantwortlichen in Regierung und Polizei dienen soll. Im Besonderen
haben auch
Angehörige des ?zivilgesellschaftlichen? Flügels dessen, was bleibt an
Zusammenhängen, die sich noch für Genua engagieren, seit ewig quasi
an den
eigenen Pappenheimern in der linksliberalen Landschaft gearbeitet, um
ihnen
Versprechen abzutrotzen, dass sie, wenn Mittelinks an die Macht
kommt, so etwas
in die Richtung unterstützen werden. Das aus ihrer Sicht sicher gut
gemeinte und
auch schlüssige Vorhaben dürfte, bei allen errungenen Versprechen,
allerdings
weit davon entfernt sein, Realität zu werden.
Es ist, wie es ist: Ein Paar Leute, die bei Regierungswechsel als
Persönlichkeiten im Parteienbündnis, das am 9. April gegen Berlusconi
antritt
eine gewisse Rolle spielen, haben im Laufe der Zeit etwas
versprochen, das sie
bei den eigenen Leuten aber, wenn die Zeit gekommen sein wird,
eigentlich nur
mit Mühe durchsetzen können werden. Möglicherweise müssen jene, die
so sehr
darauf gesetzt hatten, nicht einmahl den Wahlausgang abwarten, um zu
sehen, ob
auf Worte Taten folgen. Wie bekannt, hatte es geheißen, sie hätten es
immerhin
geschafft, die Einrichtung einer unabhängigen Untersuchungskommission
in die
Wahlprogramme von Prodi und Bertinotti zu hieven. Das hat sich
offenbar für 's
erste zerschlagen. Als am 10. Januar der aktuelle Entwurf des
Wahlprogramms des
Bündnisses um Prodi und Bertinotti bekannt wurde, gab es sofort
lautstarken
Protest. Eine parteiübergreifende Kommission sollte auf der Grundlage
eines im
vergangenen Herbst von Udeur bis Rifondazione Comunista einheitlich
abgesegneten Einheitsdokuments ein vollendetes Bündnisprogramm für
die Wahlen
schmieden, in welches die in jenem Einheitsdokument enthaltenen
Programmpunkte,
die zuvor in 14 thematisch sortierten runden Tischen parteiübergreifend
erarbeitet worden waren, integriert werden sollten.
Hierzu konstatierte die Zeitung ?Liberazione? am 11. Januar: ?Das
Dokument, bzw.
der ?Entwurf?, ist durch die Bank so: Hier lässt es aus, dort
streicht es, dort
verdreht es?. Das gilt auch für Genua. Von Genua ist im besagten Entwurf
offenbar nichts mehr zu finden. Rifondazione Comunista und die Grünen
haben
sofort sehr scharf protestiert ? natürlich grundsätzlich, d.h. nicht
speziell
wegen dem verschwundenen Programmpunkt zur Untersuchungskommission in
Sachen
Genua, weil es bei dem, was nicht mehr im Programmentwurf auftaucht,
um weit
mehr als nur darum geht. Der Protest dürfte aber nicht viel helfen:
als im
vergangenen Herbst Vorwahlen zum Bündnis gegen Berlusconi
stattfanden, stellten
sich wieder Erwarten gut vier Millionen Menschen an, um kund zu tun,
dass sie
beabsichtigen, ein Linksbündnis zu wählen, damit Berlusconi endlich
verschwindet. Es waren so viele, dass es nicht einmal genug
Stimmzettel gab.
Bertinotti blieb damals allerdings mit 14,7 gegen 74,1% weit hinter
Prodi
zurück. Der wohnte zwar selbst der Tagung bei, auf der vereinbart
wurde, dass
eine Kommission die Ergebnisse der runden Tische in das Bündnisprogramm
integrieren sollte. De facto hat aber sein enger Gefolgsmann Papini
dann für
eine extreme inhaltliche Verschiebung zur Mitte gesorgt, durch die
nun aus dem
Programm allerhand verschwunden ist oder "angepasst" wurde. Das werden
Bertinotti und Grüne vermutlich kaum noch gerade biegen können.
?Liberazione? betont, bei aller Kritik des Entwurfs, es handle sich
dabei
ersteinmal bloß um einen solchen und dass sich also noch etwas ändern
könnte.
In Sachen Genua und nicht nur dürfte es aber nicht einmal dann besser
aussehen,
wenn das eine oder andere im endgültigen Wahlprogramm doch noch eine
fairere
Berücksichtigung finden würde. Die Frage ist ja immer, wieviel eine
Partei sich
an ihr Wahlprogramm hält, wenn 's einmal geschafft ist: Niemand, der
politisch
aufgeweckt und sonst halbwegs bei Trost ist, rechnet in Italien bei
einer
etwaigen Machtübernahme des Bündnisses um Prodi nach den Wahlen am 9.
April
wirklich mit einer merklich milderen, gar kritischeren Politik. Dazu
sind die
Erfahrungen aus der Vergangenheit einfach zu schlecht... und auch der
Umgang
der Politiker von Prodi-Trupp bis DS in Bezug auf den brandaktuellen,
wirklich
megastarken, landesweit superbejahten Widerstand gegen eine
Hochgeschwindigkeitsbahn in einem Alpental bei Turin (Val di Susa),
kann keine
anders lautende Hoffnung erwecken.
Wie die Mittelinks-Vorsteher von Prodi bis Fassino (Ein DS, also ein
Linksdemokrat, der sogar aus besagtem Tal stammt) mit der zuletzt im
Susatal
wiederholt aufgetretenen Polizeigewalt und der drastischen
militärischen und
polizeilichen Besetzung des Territoriums in Zusammenhang mit jenem
Aufsehen
erregenden Widerstand im Turiner Hinterland umgehen, zeigt zum Beispiel
unmissverständlich, dass die Linksliberalen und erst recht die
Bündnispartner
vom linken Flügel der Mitte weiterhin für nen reichlich strammen
innenpolitischen Kurs stehen. Das ist aber, genauer gesehen, nichts
Besonderes.
Auch Rot-Grün hat innenpolitisch ja nicht gerade liberaler als Schwarz
gehandelt. Nichts spricht dafür, dass es in Italien anders laufen
sollte.
Dagegen, dass Genua als Wahlkampf-Thema dafür sorgen könnte, dass die
laufenden
Verfahren wieder ? und möglichst ?anders? als bisher - Gegenstand
einer echten
gesellschaftlichen Auseinandersetzung werden, spricht aber auch noch
etwas
anderes, das unter kritischen und erst recht linken Beobachtern der
aktuellen
Entwicklungen eigentlich nicht ohne Berücksichtigung bleiben sollte: Die
damaligen G8 Sicherheitsstrukturen von internationalem Lagezentrum
bis Rote
Zone samt Vorarbeiten von Schwarze Listen Transfers bis Black Bloc
Propaganda
kamen nämlich UNTER DEN LINKSDEMOKRATEN zustande - und das klein-Genua
einschließlich eines klein-Bolzaneto in Neapel am 11. März 2001 fand
sogar
komplett, also nicht nur als Konzept, sondern auch unmittelbar als
Einsatz,
unter einer linksdemokratischen Regierung statt.
Berlusconi kam seinerzeit erst kurz vor dem G8 auf seinen Sessel.
Dies ganz
objektiv, auch wenn er und seine Partner deshalb nicht bessere
Menschen sind
und in den wenigen Wochen unter Berlusconi vor Genua durchaus noch
manches
passierte. Gerade jenes klein-Genua in Neapel und Genua selbst könnten
jedenfalls für einige Komponenten des jetzigen Wahlbündnisses gegen
den Chef
von Forza Italia durchaus einen möglichen Grund darstellen, um -
Wahlkampf und
Druck von Rifondazione Comunista, zivilgesellschaftlichen Gruppen und
Bewegungen hin oder her - nicht wirklich auf Genua setzen zu wollen,
weil wohl
oder übel zuviele der eigenen Leute angesichts dieser Tatsachen ja
irgendwie
darin verstrickt sein müssen.
[indymedia.de, von nichtsowichtig - 14.01.2006 00:42]
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16 Lesenswerte Artikel zu Venezuela
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Veranstaltungshinweis
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Luis Parra live!
Luis Parra & Freunde spielen am 28.01.06. in Centro 11 ab 19:30 Uhr.
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http://venezuela-info.net/article.php?id=3737&rid=0
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Aktuelle Artikel
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Argentinien, Brasilien und Venezuela als Achse des Terrors
Rechte Verleumdung und Rassismus am Beispiel von vcrises.com
http://venezuela-info.net/article.php?id=3738&rid=217
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Koka für alle!
Boliviens neuer Präsident Evo Morales gilt in den Anden als Held und
in den USA als Terrorist
DIE ZEIT, 21.12.2005
http://www.zeit.de/2005/52/Morales
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USA verhindern spanische Flugzeuglieferung an Venezuela
Washington befürchtet Missbrauch
Die USA haben eine Lieferung von spanischen Militärflugzeugen im Wert
von 500 Millionen Euro an Venezuela verhindert, weil die Maschinen
für Kriegszwecke missbraucht werden könnten. Die Regierungen in
Caracas und Madrid haben die Befürchtungen Washingtons zurückgewiesen.
NZZ Online, 13.01.2006
http://www.nzz.ch/2006/01/13/al/newzzEIEMPFO0-12.html
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Chávez, der Held der Podien
Beim Sozialforum in Caracas ist Venezuelas Präsident allgegenwärtig -
als Vorbild und auch als Teilnehmer. Nur einigen kleinen Gruppen ist
die ungewohnte Nähe zur Staatsmacht suspekt
taz.de, 21.01.2006
http://www.taz.de/pt/2006/01/21/a0156.1/text
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Plattform für ein sozialistisches Venezuela gegründet
AGM (Arbeitsgruppe Marxismus), die AL-Antifaschistische Linke und die
GRA rufen Solidaritätsinitiative ins Leben
venezuela-info.net, 21.01.2006
http://venezuela-info.net/article.php?id=3736&rid=223
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Vorwand für Washington
Antisemitismus-Anschuldigung gegen Hugo Chávez folgen schwere
Vorwürfe gegen Wiesenthal-Zentrum. Kampagne wird in neokonservativen
US-Medien fortgeführt
jungewelt.de, 20.01.2006
http://www.jungewelt.de/2006/01-20/004.php
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`Wir` und `sie`
In Caracas hat das neue Parlament seine Arbeit aufgenommen. Angriffe
der Opposition und Differenzen innerhalb der Nationalversammlung
deuten sich an
jungewelt.de, 06.01.206
http://www.jungewelt.de/2006/01-06/007.php
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WIRTSCHAFT
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Venezuela als Financier in Lateinamerika
Aufkauf von Staatsbonds Argentiniens und Ecuadors
Venezuela hat in den letzten Monaten Staatsanleihen von Argentinien
und Ecuador aufgekauft. Damit hat das vom linkspopulistischen
Präsidenten Hugo Chávez regierte Land den Finanzmarkt als weiteren
Propaganda-Kanal in Lateinamerika entdeckt. Vorerst allerdings bleibt
Venezuelas Einfluss auf den Bondmarkt der Region gering.
Neue Zürcher Zeitung, 29.12.2005
http://www.nzz.ch/2005/12/29/bm/articleDG5R5.html
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Venalum will mehr Aluminium in Venezuela verkaufen
Die venezolanische Aluminiumhütte Venalum hat 27 Verträge mit
inländischen Verarbeiterfirmen geschlossen, denen sie insgesamt
126.000 t Primäraluminium liefern will.
finanztreff.de, 12.01.2006
http://www.finanztreff.de/ftreff/popup_news_druck.htm?
id=24192599&sektion=branchen&awert=&u=0&k=0
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Brasilien, Venezuela und Argentinien einig
Südamerika bekommt gemeinsame Gas-Pipeline
Die linksgerichteten Präsidenten von Brasilien, Argentinien und
Venezuela haben bei ihrem so genannten `Dreier- Gipfel` den Bau eines
Gasversorgungssystems für ganz Südamerika beschlossen.
tagesschau.de, 21.01.2006
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/
0,1185,OID5157726_REF4,00.html
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Venezuela will Ölfelder verstaatlichen
Venezuela wird offenbar weitere 32 Ölfelder verstaatlichen, wie am
Freitag der Präsident des lateinamerikanischen Staates Hugo Chavez in
einer Rundfunkansprache erklärte.
FinanzNachrichten.de, 20.01.2006
http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2006-01/artikel-5885285.asp
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Neue Allianzen
Dank Erdölboom baut Venezuela Partnerschaften aus. Vorzugspreise für
Südamerika und Karibik-Staaten. Liefervereinbarung auch mit China
jungewelt.de, 05.01.2006
http://www.jungewelt.de/2006/01-05/008.php
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ANALYSE
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Südamerikas sozialistische Wirtschaftskultur
Wenig Meinungsunterschiede zwischen Armen und Reichen
Neue Zürcher Zeitung, 14.01.2006
http://www.nzz.ch/2006/01/14/wi/articleDHAQM.html
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Universelle Basisdemokratie
Das Neue Historische Projekt: Wirtschaft, Gesellschaft und Demokratie
nach dem globalen Kapitalismus
jungewelt.de, 12.01.2006
http://www.jungewelt.de/2006/01-12/004.php
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INTERVIEW
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`Unsere Länder vereint ein tief verankerter Humanismus`
Kuba und Venezuela trennen unterschiedliche politische Systeme.
Trotzdem setzt man auf die Gemeinsamkeiten. Ein Gespräch mit Eugenio
Suaréz Pérez
jungewelt.de, 13.01.2006
http://www.jungewelt.de/2006/01-13/021.php
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17 Venezuela News
von: office at venezuela-info.net
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POLITICS
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Chavez Welcomes Morales` Victory in Bolivia
Wednesday, Dec 21, 2005
The election of Evo Morales as President of Bolivia last Sunday marks
the beginning of a new era, said Venezuela`s President Hugo Chavez in
a letter to Morales. According to Chavez, Bolivians had to wait 500
years until they were finally able to have an Aymara Indian as
President and this represents, `a real and true historical
vindication,` said Chavez.
http://www.venezuelanalysis.com/news.php?newsno=1852
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Foreign Policy Fantasies About Venezuela
Monday, Jan 02, 2006
Foreign Policy cover story: `Hugo Boss: `How Chavez is refashioning
dictatorship for a democratic age.` The article is much worse than
Eidelson describes it, as will be seen below. The idea that Venezuela
is a dictatorship is absurd, as anyone who has been there in the last
six years can attest to.
http://www.venezuelanalysis.com/articles.php?artno=1642
-----------------------------------------------------------
Venezuela to Aid Bolivia`s New President Morales
Wednesday, Jan 04, 2006
`I feel like I have my first cabinet here in Venezuela,` said
Bolivia`s president-elect Evo Morales half-jokingly during his visit
with Venezuela`s President Hugo Chavez today. `You will also have a
cabinet in Bolivia,` said Morales to Chavez.
http://www.venezuelanalysis.com/news.php?newsno=1859
-----------------------------------------------------------
Venezuelan Government Workers to Receive Raises
Wednesday, Jan 18, 2006
Venezuela—Ongoing negotiations between the National Workers Union
(UNT) and the government have resulted in the agreement on a multi-
tiered raise system for government salary increases this year,
announced Chavez this past Sunday, during his weekly television
program, Aló Presidente.
http://www.venezuelanalysis.com/news.php?newsno=1872
-----------------------------------------------------------
Chavez Summarizes Accomplishments of 2005 and Accuses U.S. of
Interference in Venezuela
Monday, Jan 16, 2006
In his annual speech to the nation and to the National Assembly, last
Friday, Venezuela`s President Hugo Chavez summarized his government`s
accomplishments of 2005, outlined plans for the near future, and
lambasted the U.S. government for its imperial ambitions and its
efforts to interfere in Venezuelan affairs.
http://www.venezuelanalysis.com/news.php?newsno=1870
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Venezuela Launches Social Mission Aimed at Helping the Most Vulnerable
Monday, Jan 16, 2006
Saturday, the Venezuelan government made good on its Christmas eve
promise to launch a new social mission dedicated to empowering
traditionally excluded groups, reports the Venezuelan government`s
Agencia Bolivariana de Noticias.
http://www.venezuelanalysis.com/news.php?newsno=1869
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Venezuela to Buy Argentine Bonds, Backs IMF Payoff
Wednesday, Dec 21, 2005
Caracas, Venezuela, December 21, 2005—Latin America takes another
step away from the IMF and toward regional integration, with
Argentine President Nestor Kirchner`s statement to Argentine daily
El Clarín that Venezuela was to buy $2.4 billion of Argentine debt in
the next few months.
http://www.venezuelanalysis.com/news.php?newsno=1853
-----------------------------------------------------------
Exxon gibt Anteil an Ölfeld in Venezuela ab
ftd.de, Jan 04, 2006
Im Streit um die Kontrolle von Erdölfeldern in Venezula hat sich der
weltgrößte Energiekonzern Exxon Mobil dem Druck der Chávez-Regierung
gebeugt. ExxonMobil trennt sich von seinem 25-Prozent-Anteil des
Erdölfeldes Qiamare La Ceiba und verkauft es an den spanischen
Anbieter Repsol YPF.
http://www.boerse-online.de/tools/ftd/828330.html
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Venezuela: As the River Flows
Thursday, Jan 05, 2006
If you navigate far enough down the Orinoco river in Venezuela to no-
man`s-land, between cotton fields, wide river banks, dancing
dolphins, piranhas and the vast unknown, you`ll find Capuchino.
Founded some time ago, named after some guy, last-name `Capuchino`,
(not the frothy coffee), this little pueblo is truly the land of the
forgotten.
http://www.venezuelanalysis.com/articles.php?artno=1646
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Venezuela`s Bolivarian Movement: Its Promise and Perils
Wednesday, Jan 04, 2006
Venezuela today, under its democratically elected President, Hugo
Chavez Frias, is imbued with the spirit of Bolivarianism.
http://www.venezuelanalysis.com/articles.php?artno=1645
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18 "In der syrischen Baath-Partei wächst die Angst"
von: wadi.wien at gmx.at
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Heute, um 16:00, wird der Generalsekretär der linken kurdisch-syrischen
Azadi-Partei, Kheyreddin Murad, in der Lindengasse 40, 1070 Wien,
über die
Situation der Kurden und der antiba'thistischen Bewegung in Syrien
berichten.
http://www.wadinet.at/Termine/index.php
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In der heutigen Presse erschien folgendes Interview mit ihm:
http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=p&ressort=a&id=533557
"In der syrischen Baath-Partei wächst die Angst"
VON WIELAND SCHNEIDER (Die Presse) 21.01.2006
Syriens Kurden-Führer Kheyreddin Murad über den Kampf für mehr Rechte
und
das Vorbild Irak.
WIEN. Aus den Worten von Kheyreddin Murad klingt Bitterkeit: "Wenn
sich ein
Kurde und ein Araber um einen Arbeitsplatz bewerben, erhält der
Araber den
Vorzug. Wenn ein Kurde eine höhere Schule besuchen will, braucht er eine
Genehmigung des Geheimdienstes." Seit 35 Jahren kämpft Kheyreddin
Murad für
die Rechte der Kurden in Syrien. Und trotz jüngster Versprechen des
Regimes
scheint sich nichts zu verbessern - im Gegenteil: "Die Lage der
Kurden in
Syrien verschlechtert sich immer mehr", berichtet Murad,
Generalsekretär der
linken "Kurdischen Azadi Partei", der "Presse".
1962 hatte Damaskus rund 200.000 Kurden die Staatsbürgerschaft
entzogen. Im
Juni vergangenen Jahres sagte die regierende Baath-Partei zu, diesen
Schritt
endlich rückgängig zu machen. "Das ist bis heute nicht geschehen", klagt
Murad.
Das syrische Regime stehe unter wachsendem ausländischen Druck, so der
Azadi-Generalsekretär. Und den gebe es nach innen weiter. Eine
UN-Untersuchungskommission wirft Damaskus vor, in den Mord an Libanons
Ex-Premier Rafik Hariri verwickelt zu sein. Die Ermittler wollen sogar
Präsident Bashar al-Assad höchstpersönlich in der Causa befragen.
Einen schweren Schlag haben Assad auch die Enthüllungen seines einstigen
Kronprinzen Abdel Halim Khaddam versetzt. Der Ex-Vizepräsident, der
jetzt im
Exil lebt, hatte Assad Ende Dezember vorgeworfen, den Mord an Hariri
befohlen zu haben. Zudem kündigte er an, auf ein Ende des derzeitigen
Regimes hinzuarbeiten.
"Khaddams Aussage hat großen Eindruck auf die syrische Bevölkerung
gemacht",
meint Murad. "Das Volk will derzeit aber keine neue Regierung,
sondern mehr
Demokratie, Menschenrechte und Meinungsfreiheit. Ob die Baath-Partei
langfristig an der Macht bleibt, hängt deshalb davon ab, ob sie auf
das Volk
hört." Besonders beunruhigt sei Damaskus über eine "irakische
Vorbildwirkung". In Irak gebe es jetzt freie Wahlen und eine freie
Presse.
Die Kurden im Norden des Landes hätten bewiesen, dass sie fähig sind,
Verantwortung zu übernehmen. "Die Baath-Partei hat deshalb Angst."
Auch "Azadi" verlangt Autonomie der Kurden innerhalb Syriens - als
langfristiges Projekt. Zunächst will man erreichen, dass die Kurden, die
zwischen zehn und fünfzehn Prozent der Bevölkerung ausmachen, als zweite
Nation neben den Arabern anerkannt werden. "Wir führen unseren Kampf
ohne
militärische Mittel - mit Protesten", sagt Murad. So auch Anfang
Juni, als
hunderte Kurden in der Stadt Kameshli auf die Straße gingen. Dutzende
wurden
damals verhaftet, viele sitzen noch immer im Gefängnis.
Vortrag von Kheyreddin Murad am 21.01. um 16 Uhr im Grünen Haus,
Lindengasse
40, 1070 Wien.
Die Presse, 21.1.2006
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--
WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische
Entwicklungszusammenarbeit
e-mail: wadi.wien at gmx.at
website: www.wadinet.at
Tel.: 0699-11365509
Postfach 105
A-1181 Wien
Spendenkonto in Österreich:
Kontonummer 07.405.301
Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800
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19 What I heard about Iraq
von: hx65 at dial.pipex.com
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What I Heard about Iraq
Eliot Weinberger
In 1992, a year after the first Gulf War, I heard Dick Cheney, then
secretary of defense, say that the US had been wise not to invade
Baghdad and get ‘bogged down in the problems of trying to take over
and govern Iraq’. I heard him say: ‘The question in my mind is how
many additional American casualties is Saddam worth? And the answer
is: not that damned many.’
In February 2001, I heard Colin Powell say that Saddam Hussein ‘has
not developed any significant capability with respect to weapons of
mass destruction. He is unable to project conventional power against
his neighbours.’
That same month, I heard that a CIA report stated: ‘We do not have
any direct evidence that Iraq has used the period since Desert Fox to
reconstitute its weapons of mass destruction programmes.’
In July 2001, I heard Condoleezza Rice say: ‘We are able to keep his
arms from him. His military forces have not been rebuilt.’
On 11 September 2001, six hours after the attacks, I heard that
Donald Rumsfeld said that it might be an opportunity to ‘hit’ Iraq. I
heard that he said: ‘Go massive. Sweep it all up. Things related and
not.’
I heard that Condoleezza Rice asked: ‘How do you capitalise on these
opportunities?’
I heard that on 17 September the president signed a document marked
top secret that directed the Pentagon to begin planning for the
invasion and that, some months later, he secretly and illegally
diverted $700 million approved by Congress for operations in
Afghanistan into preparing for the new battle front.
In February 2002, I heard that an unnamed ‘senior military commander’
said: ‘We are moving military and intelligence personnel and
resources out of Afghanistan to get ready for a future war in Iraq.’
I heard the president say that Iraq is ‘a threat of unique urgency’,
and that there is ‘no doubt the Iraqi regime continues to possess and
conceal some of the most lethal weapons ever devised’.
I heard the vice president say: ‘Simply stated, there is no doubt
that Saddam Hussein now has weapons of mass destruction.’
I heard the president tell Congress: ‘The danger to our country is
grave. The danger to our country is growing. The regime is seeking a
nuclear bomb, and with fissile material could build one within a year.’
I heard him say: ‘The dangers we face will only worsen from month to
month and from year to year. To ignore these threats is to encourage
them. Each passing day could be the one on which the Iraqi regime
gives anthrax or VX nerve gas or, some day, a nuclear weapon to a
terrorist ally.’
I heard the president, in the State of the Union address, say that
Iraq was hiding materials sufficient to produce 25,000 litres of
anthrax, 38,000 litres of botulinum toxin, and 500 tons of sarin,
mustard and nerve gas.
I heard the president say that Iraq had attempted to purchase uranium
– later specified as ‘yellowcake’ uranium oxide from Niger – and
thousands of aluminium tubes ‘suitable for nuclear weapons production’.
I heard the vice president say: ‘We know that he’s been absolutely
devoted to trying to acquire nuclear weapons, and we believe he has,
in fact, reconstituted nuclear weapons.’
I heard the president say: ‘Imagine those 19 hijackers with other
weapons and other plans, this time armed by Saddam Hussein. It would
take one vial, one canister, one crate slipped into this country to
bring a day of horror like none we have ever known.’
I heard Donald Rumsfeld say: ‘Some have argued that the nuclear
threat from Iraq is not imminent. I would not be so certain.’
I heard the president say: ‘America must not ignore the threat
gathering against us. Facing clear evidence of peril, we cannot wait
for the final proof – the smoking gun – that could come in the form
of a mushroom cloud.’
I heard Condoleezza Rice say: ‘We don’t want the “smoking gun” to be
a mushroom cloud.’
I heard the American ambassador to the European Union tell the
Europeans: ‘You had Hitler in Europe and no one really did anything
about him. The same type of person is in Baghdad.’
I heard Colin Powell at the United Nations say: ‘They can produce
enough dry biological agent in a single month to kill thousands upon
thousands of people. Saddam Hussein has never accounted for vast
amounts of chemical weaponry: 550 artillery shells with mustard gas,
30,000 empty munitions, and enough precursors to increase his
stockpile to as much as 500 tons of chemical agents. Our conservative
estimate is that Iraq today has a stockpile of between 100 and 500
tons of chemical-weapons agent. Even the low end of 100 tons of agent
would enable Saddam Hussein to cause mass casualties across more than
100 square miles of territory, an area nearly five times the size of
Manhattan.’
I heard him say: ‘Every statement I make today is backed up by
sources, solid sources. These are not assertions. What we’re giving
you are facts and conclusions based on solid intelligence.’
I heard the president say: ‘Iraq has a growing fleet of manned and
unmanned aerial vehicles that could be used to disperse chemical or
biological weapons across broad areas.’ I heard him say that Iraq
‘could launch a biological or chemical attack in as little as 45
minutes after the order is given’.
I heard Tony Blair say: ‘We are asked to accept Saddam decided to
destroy those weapons. I say that such a claim is palpably absurd.’
I heard the president say: ‘We know that Iraq and al-Qaida have had
high-level contacts that go back a decade. We’ve learned that Iraq
has trained al-Qaida members in bomb-making and poisons and deadly
gases. Alliance with terrorists could allow the Iraq regime to attack
America without leaving any fingerprints.’
I heard the vice president say: ‘There’s overwhelming evidence there
was a connection between al-Qaida and the Iraqi government. I am very
confident there was an established relationship there.’
I heard Colin Powell say: ‘Iraqi officials deny accusations of ties
with al-Qaida. These denials are simply not credible.’
I heard Condoleezza Rice say: ‘There clearly are contacts between al-
Qaida and Saddam Hussein that can be documented.’
I heard the president say: ‘You can’t distinguish between al-Qaida
and Saddam.’
I heard Donald Rumsfeld say: ‘Imagine a September 11th with weapons
of mass destruction. It’s not three thousand – it’s tens of thousands
of innocent men, women and children.’
I heard Colin Powell tell the Senate that ‘a moment of truth is
coming’: ‘This is not just an academic exercise or the United States
being in a fit of pique. We’re talking about real weapons. We’re
talking about anthrax. We’re talking about botulinum toxin. We’re
talking about nuclear weapons programmes.’
I heard Donald Rumsfeld say: ‘No terrorist state poses a greater or
more immediate threat to the security of our people.’
I heard the president, ‘bristling with irritation’, say: ‘This
business about more time, how much time do we need to see clearly
that he’s not disarming? He is delaying. He is deceiving. He is
asking for time. He’s playing hide-and-seek with inspectors. One
thing is for certain: he’s not disarming. Surely our friends have
learned lessons from the past. This looks like a rerun of a bad movie
and I’m not interested in watching it.’
I heard that, a few days before authorising the invasion of Iraq, the
Senate was told in a classified briefing by the Pentagon that Iraq
could launch anthrax and other biological and chemical weapons
against the eastern seaboard of the United States using unmanned
aerial ‘drones’.
I heard Donald Rumsfeld say he would present no specific evidence of
Iraqi weapons of mass destruction because it might jeopardise the
military mission by revealing to Baghdad what the United States knows.
*
I heard the Pentagon spokesman call the military plan ‘A-Day’, or
‘Shock and Awe’. Three or four hundred cruise missiles launched every
day, until ‘there will not be a safe place in Baghdad,’ until ‘you
have this simultaneous effect, rather like the nuclear weapons at
Hiroshima, not taking days or weeks but in minutes.’ I heard the
spokesman say: ‘You’re sitting in Baghdad and all of a sudden you’re
the general and thirty of your division headquarters have been wiped
out. You also take the city down. By that I mean you get rid of their
power, water. In two, three, four, five days they are physically,
emotionally and psychologically exhausted.’ I heard him say: ‘The
sheer size of this has never been seen before, never contemplated.’
I heard Major-General Charles Swannack promise that his troops were
going to ‘use a sledgehammer to smash a walnut’.
I heard the Pentagon spokesman say: ‘This is not going to be your
father’s Persian Gulf War.’
I heard that Saddam’s strategy against the American invasion would be
to blow up dams, bridges and oilfields, and to cut off food supplies
to the south so that the Americans would suddenly have to feed
millions of desperate civilians. I heard that Baghdad would be
encircled by two rings of the elite Republican Guard, in fighting
positions already stocked with weapons and supplies, and equipped
with chemical protective gear against the poison gas or germ weapons
they would be using against the American troops.
I heard Vice Admiral Lowell Jacoby tell Congress that Saddam would
‘employ a “scorched earth” strategy, destroying food, transportation,
energy and other infrastructure, attempting to create a humanitarian
disaster’, and that he would blame it all on the Americans.
I heard that Iraq would fire its long-range Scud missiles – equipped
with chemical or biological warheads – at Israel, to ‘portray the war
as a battle with an American-Israeli coalition and build support in
the Arab world’.
I heard that Saddam had elaborate and labyrinthine underground
bunkers for his protection, and that it might be necessary to employ
B61 Mod 11 nuclear ‘bunker-buster’ bombs to destroy them.
I heard the vice president say that the war would be over in ‘weeks
rather than months’.
I heard Donald Rumsfeld say: ‘It could last six days, six weeks. I
doubt six months.’
I heard Donald Rumsfeld say there was ‘no question’ that American
troops would be ‘welcomed’: ‘Go back to Afghanistan, the people were
in the streets playing music, cheering, flying kites, and doing all
the things that the Taliban and al-Qaida would not let them do.’
I heard the vice president say: ‘The Middle East expert Professor
Fouad Ajami predicts that after liberation the streets in Basra and
Baghdad are “sure to erupt in joy”. Extremists in the region would
have to rethink their strategy of jihad. Moderates throughout the
region would take heart. And our ability to advance the Israeli-
Palestinian peace process would be enhanced.’
I heard the vice president say: ‘I really do believe we will be
greeted as liberators.’
I heard Tariq Aziz, the Iraqi foreign minister, say: ‘American
soldiers will not be received by flowers. They will be received by
bullets.’
I heard that the president said to the television evangelist Pat
Robertson: ‘Oh, no, we’re not going to have any casualties.’
I heard the president say that he had not consulted his father about
the coming war: ‘You know he is the wrong father to appeal to in
terms of strength. There is a higher father that I appeal to.’
I heard the prime minister of the Solomon Islands express surprise
that his was one of the nations enlisted in the ‘coalition of the
willing’: ‘I was completely unaware of it.’
I heard the president tell the Iraqi people, on the night before the
invasion began: ‘If we must begin a military campaign, it will be
directed against the lawless men who rule your country and not
against you. As our coalition takes away their power we will deliver
the food and medicine you need. We will tear down the apparatus of
terror. And we will help you build a new Iraq that is prosperous and
free. In a free Iraq there will be no more wars of aggression against
your neighbours, no more poison factories, no more executions of
dissidents, no more torture chambers and rape rooms. The tyrant will
soon be gone. The day of your liberation is near.’
I heard him tell the Iraqi people: ‘We will not relent until your
country is free.’
*
I heard the vice president say: ‘By any standard of even the most
dazzling charges in military history, the Germans in the Ardennes in
the spring of 1940 or Patton’s romp in July of 1944, the present race
to Baghdad is unprecedented in its speed and daring and in the
lightness of casualties.’
I heard Colonel David Hackworth say: ‘Hey diddle diddle, it’s
straight up the middle!’
I heard the Pentagon spokesman say that 95 per cent of the Iraqi
casualties were ‘military-age males’.
I heard an official from the Red Crescent say: ‘On one stretch of
highway alone, there were more than fifty civilian cars, each with
four or five people incinerated inside, that sat in the sun for ten
or fifteen days before they were buried nearby by volunteers. That is
what there will be for their relatives to come and find. War is bad,
but its remnants are worse.’
I heard the director of a hospital in Baghdad say: ‘The whole
hospital is an emergency room. The nature of the injuries is so
severe – one body without a head, someone else with their abdomen
ripped open.’
I heard an American soldier say: ‘There’s a picture of the World
Trade Center hanging up by my bed and I keep one in my Kevlar. Every
time I feel sorry for these people I look at that. I think: “They hit
us at home and now it’s our turn.”’
I heard about Hashim, a fat, ‘painfully shy’ 15-year-old, who liked
to sit for hours by the river with his birdcage, and who was shot by
the 4th Infantry Division in a raid on his village. Asked about the
details of the boy’s death, the division commander said: ‘That person
was probably in the wrong place at the wrong time.’
I heard an American soldier say: ‘We get rocks thrown at us by kids.
You wanna turn around and shoot one of the little fuckers, but you
know you can’t do that.’
I heard the Pentagon spokesman say that the US did not count civilian
casualties: ‘Our efforts focus on destroying the enemy’s
capabilities, so we never target civilians and have no reason to try
to count such unintended deaths.’ I heard him say that, in any event,
it would be impossible, because the Iraqi paramilitaries were
fighting in civilian clothes, the military was using civilian human
shields, and many of the civilian deaths were the result of Iraqi
‘unaimed anti-aircraft fire falling back to earth’.
I heard an American soldier say: ‘The worst thing is to shoot one of
them, then go help him,’ as regulations require. ‘Shit, I didn’t help
any of them. I wouldn’t help the fuckers. There were some you let
die. And there were some you double-tapped. Once you’d reached the
objective, and once you’d shot them and you’re moving through,
anything there, you shoot again. You didn’t want any prisoners of war.’
I heard Anmar Uday, the doctor who had cared for Private Jessica
Lynch, say: ‘We heard the helicopters. We were surprised. Why do
this? There was no military. There were no soldiers in the hospital.
It was like a Hollywood film. They cried “Go, go, go,” with guns and
flares and the sound of explosions. They made a show: an action movie
like Sylvester Stallone or Jackie Chan, with jumping and shouting,
breaking down doors. All the time with cameras rolling.’
I heard Private Jessica Lynch say: ‘They used me as a way to
symbolise all this stuff. It hurt in a way that people would make up
stories that they had no truth about.’ Of the stories that she had
bravely fought off her captors, and suffered bullet and stab wounds,
I heard her say: ‘I’m not about to take credit for something I didn’t
do.’ Of her dramatic ‘rescue’, I heard her say: ‘I don’t think it
happened quite like that.’
I heard the Red Cross say that casualties in Baghdad were so high
that the hospitals had stopped counting.
I heard an old man say, after 11 members of his family – children and
grandchildren – were killed when a tank blew up their minivan: ‘Our
home is an empty place. We who are left are like wild animals. All we
can do is cry out.’
As the riots and looting broke out, I heard a man in the Baghdad
market say: ‘Saddam Hussein’s greatest crime is that he brought the
American army to Iraq.’
As the riots and looting broke out, I heard Donald Rumsfeld say:
‘It’s untidy, and freedom’s untidy.’
And when the National Museum was emptied and the National Library
burned down, I heard him say: ‘The images you are seeing on
television you are seeing over, and over, and over, and it’s the same
picture of some person walking out of some building with a vase, and
you see it twenty times, and you think: “My goodness, were there that
many vases? Is it possible that there were that many vases in the
whole country?”’
I heard that 10,000 Iraqi civilians were dead.
*
I heard Colin Powell say: ‘I’m absolutely sure that there are weapons
of mass destruction there and the evidence will be forthcoming. We’re
just getting it now.’
I heard the president say: ‘We’ll find them. It’ll be a matter of
time to do so.’
I heard Donald Rumsfeld say: ‘We know where they are. They’re in the
area around Tikrit and Baghdad, and east, west, south and north,
somewhat.’
I heard the US was building 14 ‘enduring bases’, capable of housing
110,000 soldiers, and I heard Brigadier-General Mark Kimmitt call
them ‘a blueprint for how we could operate in the Middle East’. I
heard that the US was building what would be its largest embassy
anywhere in the world.
I heard that it would only be a matter of months before Starbucks and
McDonald’s opened branches in Baghdad. I heard that HSBC would have
cash machines all over the country.
I heard about the trade fairs run by New Bridges Strategies, a
consulting firm that promised access to the Iraqi market. I heard one
of its partners say: ‘Getting the rights to distribute Procter &
Gamble would be a gold mine. One well-stocked 7-Eleven could knock
out 30 Iraqi stores. A Wal-Mart could take over the country.’
On 1 May 2003, I heard the president, dressed up as a pilot, under a
banner that read ‘Mission Accomplished’, declare that combat
operations were over: ‘The battle of Iraq is one victory in a war on
terror that began on 11 September 2001.’ I heard him say: ‘The
liberation of Iraq is a crucial advance in the campaign against
terror. We’ve removed an ally of al-Qaida, and cut off a source of
terrorist funding. And this much is certain: no terrorist network
will gain weapons of mass destruction from the Iraqi regime, because
the regime is no more. In these 19 months that changed the world, our
actions have been focused and deliberate and proportionate to the
offence. We have not forgotten the victims of 11 September: the last
phone calls, the cold murder of children, the searches in the rubble.
With those attacks, the terrorists and their supporters declared war
on the United States. And war is what they got.’
On 1 May 2003, I heard that 140 American soldiers had died in combat
in Iraq.
I heard Richard Perle tell Americans to ‘relax and celebrate
victory’. I heard him say: ‘The predictions of those who opposed this
war can be discarded like spent cartridges.’
I heard Lieutenant-General Jay Garner say: ‘We ought to look in a
mirror and get proud and stick out our chests and suck in our bellies
and say: “Damn, we’re Americans.”’
And later I heard that I could buy a 12-inch ‘Elite Force Aviator:
George W. Bush’ action figure: ‘Exacting in detail and fully equipped
with authentic gear, this limited-edition action figure is a
meticulous 1:6 scale re-creation of the commander-in-chief’s
appearance during his historic aircraft carrier landing. This fully
poseable figure features a realistic head sculpt, fully detailed
cloth flight suit, helmet with oxygen mask, survival vest, G-pants,
parachute harness and much more.’
I heard that Pentagon planners had predicted that US troop levels
would fall to 30,000 by the end of the summer.
*
I heard that Paul Bremer’s first act as director of the Coalition
Provisional Authority was to fire all senior members of the Baath
Party, including 30,000 civil servants, policemen, teachers and
doctors, and to dismiss all 400,000 soldiers of the Iraqi army
without pay or pensions. Two million people were dependent on that
income. Since America supports private gun ownership, the soldiers
were allowed to keep their weapons.
I heard that hundreds were being kidnapped and raped in Baghdad
alone; that schools, hospitals, shops and factories were being
looted; that it was impossible to restore the electricity because all
the copper wire was being stolen from the power plants.
I heard Paul Bremer say, ‘Most of the country is, in fact, orderly,’
and that all the problems were coming from ‘several hundred hard-core
terrorists’ from al-Qaida and affiliated groups.
As attacks on American troops increased, I heard the generals
disagree about who was fighting: Islamic fundamentalists or remnants
of the Baath Party or Iraqi mercenaries or foreign mercenaries or
ordinary citizens taking revenge for the loss of loved ones. I heard
the president and the vice president and the politicians and the
television reporters simply call them ‘terrorists’.
I heard the president say: ‘There are some who feel that conditions
are such that they can attack us there. My answer is: bring them on!
We have the force necessary to deal with the situation.’
I heard that 25,000 Iraqi civilians were dead.
I heard Arnold Schwarzenegger, then campaigning for governor, in
Baghdad for a special showing to the troops of Terminator 3, say: ‘It
is really wild driving round here, I mean the poverty, and you see
there is no money, it is disastrous financially and there is the
leadership vacuum, pretty much like California.’
I heard that the army was wrapping entire villages in barbed wire,
with signs that read: ‘This fence is here for your protection. Do not
approach or try to cross, or you will be shot.’ In one of those
villages, I heard a man named Tariq say: ‘I see no difference between
us and the Palestinians.’
I heard Captain Todd Brown say: ‘You have to understand the Arab
mind. The only thing they understand is force – force, pride and
saving face.’
I heard that the US, as a gift from the American people to the Iraqi
people, had committed $18.4 billion to the reconstruction of basic
infrastructure, but that future Iraqi governments would have no say
in how the money was spent. I heard that the economy had been opened
to foreign ownership, and that this could not be changed. I heard
that the Iraqi army would be under the command of the US, and that
this could not be changed. I heard, however, that ‘full authority’
for health and hospitals had been turned over to the Iraqis, and that
senior American health advisers had been withdrawn. I heard Tommy
Thompson, secretary of health and human services, say that Iraq’s
hospitals would be fine if the Iraqis ‘just washed their hands and
cleaned the crap off the walls’.
I heard Colonel Nathan Sassaman say: ‘With a heavy dose of fear and
violence, and a lot of money for projects, I think we can convince
these people that we are here to help them.’
I heard Richard Perle say: ‘Next year at about this time, I expect
there will be a really thriving trade in the region, and we will see
rapid economic development. And a year from now, I’ll be very
surprised if there is not some grand square in Baghdad named after
President Bush.’
*
I heard about Operation Ivy Cyclone. I heard about Operation Vigilant
Resolve. I heard about Operation Plymouth Rock. I heard about
Operation Iron Hammer, its name taken from Eisenhammer, the Nazi plan
to destroy Soviet generating plants.
I heard that air force regulations require that any airstrike likely
to result in the deaths of more than 30 civilians be personally
approved by the secretary of defense, and I heard that Donald
Rumsfeld approved every proposal.
I heard the marine colonel say: ‘We napalmed those bridges.
Unfortunately, there were people there. It’s no great way to die.’ I
heard the Pentagon deny they were using napalm, saying their
incendiary bombs were made of something called Mark 77, and I heard
the experts say that Mark 77 was another name for napalm.
I heard a marine describe ‘dead-checking’: ‘They teach us to do dead-
checking when we’re clearing rooms. You put two bullets into the
guy’s chest and one in the brain. But when you enter a room where
guys are wounded, you might not know if they’re alive or dead. So
they teach us to dead-check them by pressing them in the eye with
your boot, because generally a person, even if he’s faking being
dead, will flinch if you poke him there. If he moves, you put a
bullet in the brain. You do this to keep the momentum going when
you’re flowing through a building. You don’t want a guy popping up
behind you and shooting you.’
I heard the president say: ‘We’re rolling back the terrorist threat,
not on the fringes of its influence but at the heart of its power.’
When the death toll of American soldiers reached 500, I heard
Brigadier-General Kimmitt say: ‘I don’t think the soldiers are
looking at arbitrary figures such as casualty counts as the barometer
of their morale. They know they have a nation that stands behind them.’
I heard an American soldier, standing next to his Humvee, say: ‘We
liberated Iraq. Now the people here don’t want us here, and guess
what? We don’t want to be here either. So why are we still here? Why
don’t they bring us home?’
I heard Colin Powell say: ‘We did not expect it would be quite this
intense this long.’
I heard Donald Rumsfeld say: ‘We’re facing a test of will.’
I heard the president say: ‘We found biological laboratories. They’re
illegal. They’re against the United Nations resolutions, and we’ve so
far discovered two. And we’ll find more weapons as time goes on. But
for those who say we haven’t found the banned manufacturing devices
or banned weapons, they’re wrong, we found them.’
I heard Tony Blair say: ‘The remains of 400,000 human beings have
been found in mass graves.’ And I saw his words repeated in a US
government pamphlet, Iraq’s Legacy of Terror: Mass Graves, and on a
US government website which said this represented ‘a crime against
humanity surpassed only by the Rwandan genocide of 1994, Pol Pot’s
Cambodian killing fields in the 1970s and the Nazi Holocaust of World
War Two’.
*
I heard the president say: ‘Today, on bended knee, I thank the Good
Lord for protecting those of our troops overseas, and our Coalition
troops and innocent Iraqis who suffer at the hands of some of these
senseless killings by people who are trying to shake our will.’
I heard that this was the first American president in wartime who had
never attended a funeral for a dead soldier. I heard that photographs
of the flag-draped coffins returning home were banned. I heard that
the Pentagon had renamed body bags ‘transfer tubes’.
I heard a tearful George Bush Sr, speaking at the annual convention
of the National Petrochemical and Refiners Association, say that it
was ‘deeply offensive and contemptible’ the way ‘elites and
intellectuals’ were dismissing ‘the sowing of the seeds of basic
human freedom in that troubled part of the world’. I heard him say:
‘It hurts an awful lot more when it’s your son that is being
criticised.’
I heard the president’s mother say: ‘Why should we hear about body
bags and deaths? Why should I waste my beautiful mind on something
like that?’
I heard that 7 per cent of all American military deaths in Iraq were
suicides, that 10 per cent of the soldiers evacuated to the army
hospital in Landstuhl, Germany had been sent for ‘psychiatric or
behavioural health issues’, and that 20 per cent of the military was
expected to suffer from post-traumatic stress disorder.
I heard Brigadier-General Kimmitt deny that civilians were being
killed: ‘We run extremely precise operations focused on people we
have intelligence on for crimes of violence against the Coalition and
against the Iraqi people.’ And later I heard him say that marines
were being fired on from crowds containing women and children, and
that the marines had fired back only in self-defence.
I heard Donald Rumsfeld say that the fighting was the work of ‘thugs,
gangs and terrorists’. I heard General Richard Myers, chairman of the
Joint Chiefs of Staff, say: ‘It’s not a Shiite uprising. Muqtada al-
Sadr has a very small following.’ I heard that an unnamed
‘intelligence official’ had said: ‘Hatred of the American occupation
has spread rapidly among Shia, and is now so large that Mr Sadr and
his forces represent just one element. Destroying his Mehdi Army
might be possible only by destroying Sadr City.’ Sadr City is the
most populated part of Baghdad. I heard that, among the Sunnis,
former Baath Party leaders and Saddam loyalists had been joined by
Sunni tribal chiefs.
I heard that there were now thirty separate militias in the country.
I heard the television news reporters routinely refer to them as
‘anti-Iraqi forces’.
I heard that Paul Bremer had closed down a popular newspaper, Al
Hawza, because of ‘inaccurate reporting’.
As Shias in Sadr City lined up to donate blood for Sunnis in
Fallujah, I heard a man say: ‘We should thank Paul Bremer. He has
finally united Iraq – against him.’
I heard the president say: ‘I wouldn’t be happy if I were occupied
either.’
*
I heard Tony Blair say: ‘Before people crow about the absence of
weapons of mass destruction, I suggest they wait a bit.’
I heard General Myers say: ‘Given time, given the number of prisoners
now that we’re interrogating, I’m confident that we’re going to find
weapons of mass destruction.’
I heard the president say: ‘Prisoners are being taken, and
intelligence is being gathered. Our decisive actions will continue
until these enemies of democracy are dealt with.’
I heard a soldier describe what they called ‘bitch in a box’: ‘That
was the normal procedure for them when they wanted to soften up a
prisoner: stuff them in the trunk for a while and drive them around.
The hoods I can understand, and to have them cuffed with the plastic
things – that I could see. But the trunk episode – I thought it was
kind of unusual. It was like a sweatbox, let’s face it. In Iraq, in
August, it’s hitting 120 degrees, and you can imagine what it was
like in the trunk of a black Mercedes.’
I heard a National Guardsman from Florida say: ‘We had a sledgehammer
that we would bang against the wall, and that would create an echo
that sounds like an explosion that scared the hell out of them. If
that didn’t work we would load a 9mm pistol, and pretend to be
charging it near their head and make them think we were going to
shoot them. Once you did that they did whatever you wanted them to do
basically. The way we treated these men was hard even for the
soldiers, especially after realising that many of these “combatants”
were no more than shepherds.’
I heard a marine at Camp Whitehorse say: ‘The 50/10 technique was
used to break down EPWs and make it easier for the HET member to get
information from them.’ The 50/10 technique was to make prisoners
stand for 50 minutes of the hour for ten hours with a hood over their
heads in the heat. EPWs were ‘enemy prisoners of war’. HETs were
‘human exploitation teams’.
I heard Captain Donald Reese, a prison warden, say: ‘It was not
uncommon to see people without clothing. I was told the “whole nudity
thing” was an interrogation procedure used by military intelligence,
and never thought much about it.’
I heard Donald Rumsfeld say: ‘I have not seen anything thus far that
says that the people abused were abused in the process of
interrogating them or for interrogation purposes.’
I heard Private Lynndie England, who was photographed in Abu Ghraib
holding a prisoner on a leash, say: ‘I was instructed by persons in
higher rank to stand there, hold this leash, look at the camera, and
they took pictures for PsyOps. I didn’t really, I mean, want to be in
any pictures. I thought it was kind of weird.’
Detainees 27, 30 and 31 were stripped of their clothing, handcuffed
together nude, placed on the ground, and forced to lie on each other
and simulate sex while photographs were taken. Detainee 8 had his
food thrown in the toilet and was then ordered to eat it. Detainee 7
was ordered to bark like a dog while MPs spat and urinated on him; he
was sodomised with a police stick while two female MPs watched.
Detainee 3 was sodomised with a broom by a female soldier. Detainee
15 was photographed standing on a box with a hood on his head and
simulated electrical wires were attached to his hands and penis.
Detainees 1, 16, 17, 18, 23, 24 and 26 were placed in a pile and
forced to masturbate while photographs were taken. An unidentified
detainee was photographed covered in faeces with a banana inserted in
his anus. Detainee 5 watched Civilian 1 rape an unidentified 15-year-
old male detainee while a female soldier took photographs. Detainees
5 and 7 were stripped of their clothing and forced to wear women’s
underwear on their heads. Detainee 28, handcuffed with his hands
behind his back in a shower stall, was declared dead when an MP
removed the sandbag from his head and checked his pulse.
I heard Donald Rumsfeld say: ‘If you are in Washington DC, you can’t
know what’s going on in the midnight shift in one of those many
prisons around the world.’
*
I heard that the Red Cross had to close its offices because it was
too dangerous. I heard that General Electric and the Siemens
Corporation had to close their offices. I heard that Médecins sans
Frontières had to withdraw, and that journalists rarely left their
hotels. I heard that, after their headquarters were bombed, most of
the United Nations staff had gone. I heard that the cost of life
insurance policies for the few remaining Western businessmen was
$10,000 a week.
I heard Tom Foley, director of Iraq Private Sector Development, say:
‘The security risks are not as bad as they appear on TV. Western
civilians are not the targets themselves. These are acceptable risks.’
I heard the spokesman for Paul Bremer say: ‘We have isolated pockets
where we are encountering problems.’
I heard that, no longer able to rely on the military for help,
private security firms had banded together to form the largest
private army in the world, with its own rescue teams and
intelligence. I heard that there were 20,000 mercenary soldiers, now
called ‘private contractors’, in Iraq, earning as much as $2000 a
day, and not subject to Ira