MUND_160106

MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst analle at no-racism.net
Mon Jan 16 10:55:51 CET 2006


widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst

Montag, 16. Januar 2006

www.no-racism.net/mund



MedieninhaberInnen seid Ihr!


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A) INHALT
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AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN

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01 8. März - Demo - Vorbereitung
von: LesbenFrauenNachrichten at gmx.at
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02 Ausstellung Wege nach Ravensbrück
von: LesbenFrauenNachrichten at gmx.at
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03 Kubafilmtag 21.01.2006
von: m.rak at gmx.at
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04 Termine des ArbeiterInnenstandpunkt
von: ast-lfi at utanet.at
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MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE

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05 Bacherpark-Besetzung - Offener Brief/Homepage
von: martin.mair at mediaaustria.at
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06 § 209-Polizeidaten: VwGH ordnet Vernichtung (auch) manueller
Dateien an
von: office at paragraph209.at
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07 Widerstand gegen Postprivatisierung
von: Renate.Vodnek at reflex.at
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08 Exiliraker debattierten über Verhältnis zwischen Religion und Staat
von: wadi.wien at gmx.at
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09 Langer Arm der Haager Politjustiz reicht bis nach Österreich
von: camp at antiimperialista.org
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10 Strache/Neujahrstreffen/Kritik/KPÖ-Steiermark
von: kpoe_stmk at hotmail.com
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11 KPÖ/Europarat/Antikommunismus/Erklärung
von: leo.furtlehner at liwest.at
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12 Zur antizionistischen Attacke Pröbstings auf K. Pfeifer
von: cafe.critique at gmx.net
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13 KPÖ/EU/Verfassung/Regierung
von: info at kpoe.at
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WELTWEIT

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14 Anfrage
von: desiree_wueschner at web.de
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15 ASt - Hamburger Hafenarbeiter im Streik
von: ast-lfi at utanet.at
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16 [gipfelsoli] Genua
von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org
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17 [gipfelsoli] Heiligendamm
von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org
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18 Tödliche Liebe im Nordirak
von: wadi.wien at gmx.at
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19 Tschetschenien: Merkel in Moskau - Deutschland soll zum
Frieden beitragen
von: hans.bogenreiter at gfbv.at
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LINKS/HINWEISE

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20 Gefangennahme von AktivistInnen in USA
von: tate1728 at hotmail.com
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B) TEXTE
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AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN

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01 8. März - Demo - Vorbereitung
von: LesbenFrauenNachrichten at gmx.at
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zum Weitersagen, weiterschicken, aushängen....

Liebe Frauen
- Lesben,Migrantinnen,Arbeiterinnen (von unbezahlt, bis prekär, über
Honorar, bis angestellt....), Frauen mit und ohne Behinderungen/mit
unterschiedlichen Fähigkeiten, Studentinnen, Schülerinnen,  
Erwerbslose,
Sozialhilfeempfängerinnen,....  -

Kommt zur Vorbereitung für die 8. März - Frauendemo !!!

1. Vorbereitungstreffen:

Mi. 18.1.06, um 20 h
im FZ, Währingerstraße 59/Stiege 6, im 2. Stock, 1090

Zur und mit der Demo wird es heuer eine Aufführung des LesbenFrauen- 
Circus
geben, die sich heuer vom 29.2.-9.3.06 in Wien treffen, um ein  
Programm für
den 8. März zu erarbeiten.
Außerdem suchen die Ramba Sambas neue Mittrommlerinnen und proben  
gemeinsam
für die 8. März-Demo

Ein erster inhaltlichen Vorschlag für die Frauendemo ist Feministischer
Widerstand gegen Rassismus (u.a. aufgrund der rassitischen Hetze beim  
Wiener
Wahlkampf). Weitere Inhalte und Routenüberlegung werden bei den
Vorbereitungstreffen besprochen.

Kommt zur Demovorbereitung, sagt es weiter !!!

für einen kraftvollen, vielfältigen und radikalen feministischen  
Widerstand
am 8. März und mit internationaler Solidarität!


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02 Ausstellung Wege nach Ravensbrück
von: LesbenFrauenNachrichten at gmx.at
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Wir möchten euch alle ganz herzlich zur Neubearbeitung unserer  
Ausstellung
"Wege nach Ravensbrück. Eine Ausstellung weiter denken" einladen, die  
ab
18.1.
in der Galerie der IG Bildende Kunst in Wien zu sehen sein wird.
Näheres auf www.igbildendekunst.at unter "gallery" bzw. im Attachment.

Wenn ihr die Ausstellung bewerben würdet, z.B. durch Weiterleiten  
dieser
Einladung, wäre uns sehr geholfen.

Wir würden uns sehr freuen, euch in der Ausstellung und auch beim
Begleitprogramm zu sehen.

Feministische Grüße,
Sylvia Köchl, Projektgruppe "Wege nach Ravensbrück"


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03 Kubafilmtag 21.01.2006
von: m.rak at gmx.at
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Samstag,21.01.2006 ab 16h
Filmland Kuba 5 Kubanische Filme
Audi-max der TU-WIEN 1060,Getreidemarkt 9
www.cinestudio.at

16:00   Oggun - An Eternal Presence
18:00   Filmland 'Kuba' Comandante
19:45   Nada Regie -Juan Carlos Cremata Malberti
         In Anwesenheut des Regisseurs
21:45   La Muerte de un Buròcrata (Der Tod eines Bürokraten)
23:45   Überraschungsfilm Juan Carlos Cremata Malberti

-- 
Manfred RAKOUSKY
Kultur/filmreferat der HTU-WIEN

Wiednerhauptstr.8-10
1040 WIEN
Tel.:58801/49513
Kontakt:m.rak at gmx.at
Homepage:http://www.cinestudio.at
Kino:Audi-Max der TU-Wien
1060,Getreidemarkt 9


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04 Termine des ArbeiterInnenstandpunkt
von: ast-lfi at utanet.at
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Termine des ArbeiterInnenstandpunkt



Sonntag, 5. Februar 2006, 19.00

Veranstaltung von Antiimperialistischer Koordination und  
ArbeiterInnenstandpunkt

Die antinationale Gefahr? Kritik an Geschichte und Ideologie  
antideutscher Politik

Podiumsdiskussion mit Dieter Reinisch (ArbeiterInnenstandpunkt) und  
Gunnar Bernhard (Antiimperialistische Koordination)



Ort: OKAZ, Gusshausstr. 14/3, 1040 Wien


Freitag, 17. Februar, 19.00

Veranstaltung des ArbeiterInnenstandpunkt

Immigration und Rassismus in Österreich – Analyse und Perspektive  
der revolutionären MarxistInnen

Ort: Amerlinghaus, Stiftg. 8, 1070 Wien (U3 Neubaugasse)


Freitag, 24. Februar, 19.00

Veranstaltung des ArbeiterInnenstandpunkt

Rassismus und Antirassismus in Österreich. Das FPÖ-Volksbegehren und  
unser Widerstand

Podiumsdiskussion mit Leo Gabriel, Sandra Bakutz (Anatolischer  
Kulturverein) sowie einem/einer VertreterIn des ArbeiterInnenstandpunkt

Ort: Amerlinghaus, Stiftg. 8, 1070 Wien (U3 Neubaugasse)


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MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE

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05 Bacherpark-Besetzung - Offener Brief/Homepage
von: martin.mair at mediaaustria.at
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Seit einigen Tagen ist der Bacherpark im 5.
Wiener Gemeindebezirk besetzt, um den Bau einer
Tiefgarage zu verhindern.

Eine Homepage gibt es auch bereits:
http://www.baeume-statt-garage.psido.at/

Von dieser der als Erstinformation der offene
Brief an Bürgermeister Michael Häupl.

lg

Martin

Wien, 3. Jänner 2006
Offener Brief
an den Bürgermeister der Stadt Wien
Dr. Michael Häupl

Betrifft: Keine Volksgarage unter dem Bacherpark !

Sehr geehrter Herr Bürgermeister!

Wenige Tage vor Weihnachten wurden am Margaretner
Bacherplatz eindrucksvoll  “Umweltkompetenz und
Bürgerbeteiligungsbereitschaft " demonstriert.
Noch bevor den anrainenden Parteien ein
Baubescheid zugestellt worden ist, wurden
Arbeiter geschickt, um die größten Bäume zu
fällen. Seitdem ist der Platz deutlich weniger
Park und die Anrainer haben einen Vorgeschmack
auf das, was mit dem geplanten Bau der Tiefgarage
auf sie zukommt.

Das Schlägern der großen Pappeln sollte wohl ein
Zeichen sein: “Wir, die Mächtigen, zeigen euch,
den Ohnmächtigen, dass euer Engagement, eure
Aufregung, euer Widerstand keinen Sinn hat. Die
Bäume sind nun nicht mehr zu retten, bald werden
die Bauarbeiten beginnen." Doch Provokation kann
Widerstand noch verstärken und mündige Bürger
werden umso lauter ihre Rechte einfordern: Keine
Bauarbeiten während eines laufenden Verfahrens,
kein Bau ohne Anrainerbefragung, wie in anderen
Bezirken auch!

Volksgaragenplätze um 72,- Euro, während die
Vignette, die im gesamten 4. und 5. Bezirk gilt,
weniger als 10,- Euro im Monat kostet: das ist
das Angebot für Autofahrer!
Großzügiger agiert die Kommunalpolitik da schon
den Bauherren gegenüber: Laut Bericht des Wiener
Kontrollamtes wird ein Stellplatz mit bis zu
21.800,- Euro, das sind mehr als 300.000,-
Schilling, gefördert. Für Garagen, die dann
entweder so gut wie leer stehen oder  die
zusätzlichen Verkehr anziehen. Sie wissen, dass
Sie damit die Bevölkerung für dumm verkaufen.
Das Geld aus der Parkraumbewirtschaftung muss sinnvoll eingesetzt  
werden!

Der Widerstand wird weitergehen, dafür sprechen
2300 Unterschriften gegen den Garagenbau, dafür
sprechen aber auch viele Argumente, die sogar von
Politikern in Wien ständig ins Treffen geführt
werden: Individualverkehr, Lärm und
Schadstoffbelastung müssen eingedämmt,
öffentlicher Verkehr muss gefördert werden.
Der 5. Bezirk ist bereits jetzt durch Verkehr
extrem belastet, nun soll  in ein Gebiet mit
mehreren Schulen und Kindergärten zusätzlichen
Verkehr hineingeleitet werden.
Setzen Sie endlich Ihre eigenen Ankündigungen in der Verkehrspolitik  
um!

Nie wurde von Seiten der Verantwortlichen auf
Ängste und Wünsche der Bevölkerung eingegangen,
Argumente und Bedenken wurden ignoriert und durch
eine “Initiative unabhängiger,
sozialdemokratischer Bezirksräte/innen für den
Bau......." konterkariert.
Nun soll den Wunschvorstellungen des Bauherrn
gemäß  “konfliktfrei" gebaut werden. Was sich
Betonierer unter konfliktfrei vorstellen,  wurde
bereits demonstriert: Die Bäume wurden mit
Polizeieskorte geschlägert, obwohl sie auf dem
von außen ohnehin nicht zugänglichen Spielplatz
der Schule standen.
Parkplatz statt Spielplatz - unter Polizeischutz - ein symbolhaftes  
Bild!

Werden Sie, Herr Bürgermeister  Häupl, gemeinsam
mit Frau Umweltstadträtin Sima, Herrn Stadtrat
Schicker, Herrn Stadtrat Rieder, Herrn
Garagenkoordinator Theuermann und Herrn
Bezirksvorsteher Wimmer die Verantwortung dafür
übernehmen, wenn das Verkehrsaufkommen und damit
die Schadstoffbelastung weiter steigt, wenn noch
mehr Unfälle passieren und sich schon wieder
herausstellen wird, dass Steuergeld in den Sand
gesetzt wurde? Wir werden jedenfalls bei jeder
nur möglichen Gelegenheit an diese Verantwortung
erinnern.

Mit freundlichen Grüßen

Bürgerinitiative Bacherpark
bi-Bacherpark at chello.at
545 77 30
0767 30 39 799

Zur Kenntnisnahme an
Stadtrat Schicker
Stadträtin Sima
Garagenkoordinator Theuermann
Bezirksvorsteher Wimmer
Presse




-- 
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Martin Mair - Publizist virtuell & traditionell
Krottenbachstrasse 40/9/6, A-1190 Wien
Tel. + Fax: +43 1 3677487,
Mobil: + 43 676 3548310
Email: martin.mair at mediaaustria.at

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http://www.mediaweb.at - Medienplattform



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06 § 209-Polizeidaten: VwGH ordnet Vernichtung (auch) manueller
Dateien an
von: office at paragraph209.at
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(English Text Below)

§ 209-Polizeidaten
Verwaltungsgerichtshof ordnet
Vernichtung (auch) manueller Dateien an
Plattform gegen § 209: Ein Meilenstein für die Rehabilitierung der  
§ 209-Opfer

Die Plattform gegen § 209 begrüsst mit grosser Freude das soeben  
bekannt gewordene Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofs zu den § 209- 
Polizeidaten. Demnach sind diese Daten nicht nur aus den Computer- 
Datenbanken zu löschen sondern auch aus den manuellen, auf Papier  
geführten Dateien (VwGH 19.12.2005, 2005/06/0140).

Nachdem das anti-homosexuelle Sonderstrafgesetz im August 2002  
aufgehoben worden war, hatten sich die Sicherheitsbehörden anfangs  
generell geweigert, die Vormerkungen der § 209-Opfer in den  
polizeilichen Datenbanken löschen zu lassen. Sie bestanden darauf,  
diese Daten zur Vollziehung der § 209-Ersatzbestimmung, § 207b StGB,  
zu benötigen. Innenminister Strasser hat daher im Februar 2003 per  
Erlaß nur die Löschung jener Daten von § 209-Opfern angeordnet  
(Erlaß 05.02.2003, 3200/225-II/BK/2.3/03), die freigesprochen oder  
deren Verfahren eingestellt wurden, was – auf Grund einer  
Verfassungsgerichtshofentscheidung - ohnehin bei jedem Delikt der  
Fall ist.

Die anschliessenden ein ganzes Jahr dauernden intensiven Bemühungen  
der Plattform gegen § 209 und von Amnesty International, und die  
ersten Beschwerdefälle, insb. vor der Datenschutzkommission, haben  
dann Erfolg gezeitigt. Innenminister Dr. Ernst Strasser hat zum einen  
per Erlaß die Löschung sämtlicher Vormerkungen nach § 209 im  
österreichweiten Polizeicomputer EKIS angeordnet (Erlaß der  
Generaldirektion für die öffentliche Sicherheit vom 10.04.2003,  
8181/421-II/BK/1/03) und zum anderen mit Verordnung sämtliche  
erkennungsdienstlichen Daten (Fingerabdrücke, Fotos, Gendaten etc.)  
der § 209-Opfer vernichten lassen (VO vom 12.08.2003, BGBl II  
361/2003).


Gewissensgefangener erhielt gegen Datenschutzkommission recht

Weiterhin verweigert wurde aber die Löschung aller auf Papier  
vorhandenen Daten. Diese Rechtsansicht der Polizeibehörden hat auch  
die Datenschutzkommmission geteilt und alle diesbezüglichen  
Beschwerden von § 209-Opfern abgewiesen. Die Frage der Papierdaten  
musste daher an den Verfassungsgerichtshof und den  
Verwaltungsgerichtshof herangetragen werden.

Der Verwaltungsgerichtshof hat nun in einem ersten Fall einem  
Beschwerdeführer recht gegeben. Es handelt sich dabei um jenen Mann,  
der 2001 auf Grund des § 209 inhaftiert wurde und von Amnesty  
International als erster Gewissengefangener Österreichs seit  
Jahrzehnten adoptiert worden ist. Im Februar 2005 hat der Europäische  
Menschenrechtsgerichtshof Österreich in diesem Fall verurteilt (F.L.  
gg. Österreich 2005). Der Verwaltungsgerichtshof hat nun erkannt,  
dass nicht nur die Daten in den Computerdatenbanken sondern auch in  
den manuellen (auf Papier geführten) Dateien, wie den  
Protokollbüchern, zu löschen sind.

Übrig bleibt nun nur noch die Frage der Vernichtung (auch) der bei  
den Polizeibehörden verbliebenen Kopien der Ermittlungsakten selbst.  
Die § 209-Opfer haben geltend gemacht, dass ihnen aus der  
Europäischen Menschenrechtskonvention ein Anspruch auch auf  
Vernichtung dieser Akten zukommt. Darüber hat nun der  
Verfassungsgerichtshof zu entscheiden.

  „Das Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofs ist ein Meilenstein in  
der Rehabilitierung der § 209-Opfer“, sagt der Wiener Rechtsanwalt  
Dr. Helmut Graupner, Sprecher der Plattform gegen § 209, „Umso  
schändlicher ist die Untätigkeit des Parlaments, wo ein  
Gesetzentwurf zur umfassenden Rehabilitierung seit Monaten  
unbehandelt liegt“.

In der überkonfessionellen und überparteilichen Plattform gegen §  
209 haben sich über 30 Organisationen zusammengeschlossen, um gegen  
das in § 209 StGB verankerte diskriminierende zusätzliche  
Sondermindestalter von 18 Jahren ausschließlich für homosexuelle  
Beziehungen zwischen Männern (zusätzlich zur allgemeinen, für  
Heterosexuelle, Lesben und Schwule gleichermaßen gültigen  
Mindestaltersgrenze von 14 Jahren) anzukämpfen. Der Plattform  
gehören neben nahezu allen Vereinigungen der Homosexuellenbewegung  
auch allgemeine Organisationen an, wie Aids-Hilfen, die Kinder- und  
Jugendanwaltschaften Tirol und Wien, die Österreichische  
Hochschülerschaft, die Bewährungshilfe, die Österreichische  
Gesellschaft für Sexualforschung u.v.a.m.. Nach der Aufhebung des §  
209 StGB dringt die Plattform auf die Entlassung aller Gefangenen und  
die Rehabilitierung und Entschädigung aller § 209-Opfer und  
beobachtet die Vollziehung der § 209-Ersatzbestimmung, § 207b StGB.

Rückfragehinweis: Plattform gegen § 209: 01/876 30 61, 0676/3094737,
office at paragraph209.at, www.paragraph209.at

13.01.2006





Art. 209 – Police Data
Administrative High Court Orders Deletion (also) of Manual Data
Platform Against Art. 209: Milestone for rehabilitation of Art. 209- 
victims

Platform Against Art. 209 welcomes with pleasure the Administrative  
High Court’s judgment on Art. 209- police data. According to the  
Court those data have not only to be deleted from computer data banks  
but also from manual records on paper (VwGH 19.12.2005, 2005/06/0140).

After repeal of the anti-homosexual criminal statute August 2002  
police authorities initially in general refused to delete the data on  
Art. 209-victims. They insisted that they needed those data for the  
enforcement of the Art. 209-subsitute-provision Art. 207b CC.  
Minister of Interior, Dr. Ernst Strasser, therefore as late as  
February 2003 by decree ordered the deletion of the data of just  
those victims of Art. 209 who had been acquitted or whose proceedings  
have been dropped (Executive Order 05.02.2003, 3200/225-II/BK/ 
2.3/03). In such cases the deletion is however, according to a  
verdict by the Constitutional Court, obligatory for suspects of all  
kinds of offences anyway.

Intensive lobbying by Platform Against Art. 209, joined by Amnesty  
International, and the first human rights cases, i.e. before the Data  
Protection Board, were then crowned by success. The Minister of  
Interior ordered the deletion of all data concerning Art. 209 from  
the national police databank “EKIS” on the one hand (Executive  
Order 10.04.2003, 8181/421-II/BK/1/03) and the destruction of all  
criminal identification data (fingerprints, pictures, genetic data  
etc.) of Art. 209-victims on the other (Decree 12.08.2003, BGBl II  
361/2003).


Prisoner of Conscience succeeds over Data Protection Commission

Police authorities however still refused deletion of all data  
contained on paper. The Data Protection Commission shared their view  
and rejected all those complaints by Art. 209-victims. The question  
of paper data therefore had to be raised before the Constitutional  
Court and the Administrative High Court.

The Administrative High Court now in a first decision gave way to  
such an application. The applicant is the man who in 2001 had been  
adopted as Austria’s first prisoner of conscience for decades. In  
February 2005 the European Court of Human Rights convicted Austria in  
his case (F.L. vs. Austria 2005). The Administrative High Court now  
decided that entries have not only to be deleted from police computer  
data banks but also from manual records on paper since the  
proceedings violated the man’s human rights.

Still unsolved is the issue of destruction of the files themselves.  
The victims of Art. 209 alleged such a right under the European  
Convention of Human Rights. This question will now have to be decided  
by the Constitutional Court.

“The judgment of the Administrative High Court is a milestone in the  
rehabilitation of victims of Art. 209”, says Dr. Helmut Graupner,  
spokesperson for Platform Against Art. 209, “The more shameful seems  
inaction of parliament which for months now had time to deal with a  
comprehensive rehabilitation bill ”.

The interdenominational and supra-partisan Platform Against Article  
209 comprises more than 30 organisations that joined in the fight  
against the discriminatory supplemental minimum age of 18 years for  
homosexual relationships between men only (in addition to the general  
age of consent of 14 for heterosexuals, lesbians and gays alike), as  
set forth in article Art. 209 of the Criminal  Code. Nearly all  
associations of the homosexual movement, but also general  
organizations are members of the Platform, like AIDS-help- 
organisations, the Ombudspersons for Children and Adolescents of the  
States of Vienna and Tyrol, the Austrian National Student Union, the  
National Association of Probation, the Austrian Society for Sexual  
Research, and many others more. After the repeal of Art. 209 the  
Platform works for the release of all prisoners, for the deletion of  
all verdicts from criminal records and for just satisfaction of all  
victims of Art. 209. In addition it monitors the enforcement of the  
new Art. 209-substitute-provision, Art. 207b Criminal Code.


More information:
Platform Against Art. 209: +43/1/876 30 61, 0676/3094737,  
office at paragraph209.at, www.paragraph209.at

13.01.2006


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07 Widerstand gegen Postprivatisierung
von: Renate.Vodnek at reflex.at
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Schüssel und Fischer wollen EU-Verfassung durchboxen

KPÖ für Alternativen zum „Europa der Konzerne“

Der von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel angekündigte „Neuanlauf“  
für die EU-Verfassung und das Plädoyer von Bundespräsident Heinz
Fischer für eine „Teillösung“ zeigen, dass das politische  
Establishment die Tiefe der Vertrauenskrise gegenüber der EU nicht
begriffen haben, meint Waltraud Fritz-Klackl, Europapolitische  
Sprecherin der KPÖ.

„Die bei den Volksabstimmungen in Frankreich und den Niederlanden im  
Mai 2005 gescheiterte Verfassung unverändert oder bloß
kosmetisch aufpoliert wieder auf den Tisch zu legen, zeugt zudem von  
einem fragwürdigen Demokratieverständnis“, so die
KPÖ-Vertreterin im Vorstand der Europäischen Linkspartei und weist  
dabei auch auf die Abfuhr für Außenministerin Ursula Plassnik bei
ihrem Besuch in den Niederlanden hin.

Bezeichnend für die Betreiber einer Neuauflage der gescheiterten  
Verfassung ist, dass sie deren Kernpunkte – nämlich die
Militarisierung der EU und die Festschreibung des neoliberalen  
Modells – bewusst nicht ansprechen. Genau das aber sind die Ursachen,
warum das Misstrauen in die EU vor allem auch in Österreich so groß  
ist. Im Unterschied zu anderen EU-Ländern haben die
Parlamentsparteien in Österreich eine Volksabstimmung über die  
Verfassung systematisch abgeblockt um eine breite öffentliche Debatte
über die Verfassung zu verhindern.

Die Verankerung der vier Grundfreiheiten des Maastricht-Vertrages von  
1991 (Warenverkehr, Güterverkehr, Personenverkehr,
Dienstleistungsverkehr), des Binnenmarktes und damit der umfassenden  
Mobilität für das Kapital und der Europäischen Zentralbank
(EZB) als politisch unabhängiger und damit nur auf Zurufe der  
Konzerne agierender Institution ist ein Wesenszug der Verfassung.
Während es für die EU-Budgetpolitik strenge Auflagen in Form der  
Maastricht-Kriterien gibt, bleiben für die Beschäftigungs- und
Sozialpolitik nur unverbindliche Absichtserklärungen wie etwa die  
Lissabon-Strategie – mit über dreißig Millionen Arbeitslosen als
Ergebnis.

Die Militarisierung der EU ist durch die Gemeinsame Außen- und  
Sicherheitspolitik (GASP) inklusive Euro-Armee, Kampfeinsätzen zur
Wahrung „europäischer Interessen“ und Verpflichtung zur  
Aufrüstung per Rüstungsagentur in der Verfassung verankert. Dass diese
Orientierung mit der österreichischen Neutralität absolut  
unvereinbar ist, liegt auf der Hand.

Die KPÖ lehnt die Orientierung „Europas Gewicht zu vergrößern und  
wirtschaftlich konkurrenzfähiger zu machen“ (Fischer) – also im
Klartext eine Supermacht EU – ab. Die KPÖ stellt dem als Konsequenz  
des Scheiterns der Verfassung eine offene Debatte über
Alternativen zur EU als „Europa der Konzerne“ gegenüber: „Ein  
solches demokratisches, soziales, friedensorientiertes Europa bedingt
aber eine eindeutige Absage an das neoliberale Modell ebenso wie an  
die Militarisierung der EU“, so Fritz-Klackl abschließend.


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08 Exiliraker debattierten über Verhältnis zwischen Religion und Staat
von: wadi.wien at gmx.at
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Exiliraker debattierten über Verhältnis zwischen Religion und Staat

Gestern fand auf der Universiät Wien eine vom Institut für
Politikwissenschaften, dem Verein Österreichisch-Irakische Freundschaft
IRAQUNA (www.iraquna.at) und WADI veranstaltete Podiumsdiskussion statt.

Nach den Begrüßungsworten von Prof. Eva Kreisky debattierten  
Vertreter der
Kurdistan Allianz, der Irakischen Kommunistischen Partei (ICP), von  
SCIRI,
und von der Assyrischen Demokratischen Bewegung ZOWAA über aktuelle  
Fragen
wie die vergangenen Wahlen, Terrorismus, Zukunftsperspektiven und
über das Verhältnis zwischen Religion und Staat.

Ali Al-Zahid (IRAQUNA) moderierte die Diskussion und berichtete in  
seinem
Eingangsstatement von Einschüchertungsversuchen gegenüber den
VeranstalterInnen, welche als “proamerikanische Marionetten” u.v.m.
denunziert wurden.

Wenig Dialogbereitschaft signalisierte die kurzfristige Absage des
Vertreters der Sunnitischen Allianz al-Tawafuk, Mujahid al-Janabi,  
der erst
wenige Tage zuvor eine Teilnahme am Podium zugesichert hatte.

Die APA berichtete heute folgendes über die Veranstaltung:
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Auslandsiraker: SCIRI will keine islamische Regierung im Irak

Utl.: Anerkennung der Verfassung und des Föderalismus gefordert -
      Podiumsdiskussion unter Auslandsirakern in Wien =

    Wien (APA) - Das Ziel des "Obersten Rates für die Islamische
Revolution im Irak" (SCIRI) ist nicht eine islamische Regierung,
sondern die Bildung einer Regierung der Nationalen Einheit mit
Beteiligung aller Gruppierungen, sofern diese Föderalismus, die
gewählte Verfassung sowie den Ausschluss aller ehemaligen führenden
Baathisten aus leitenden Positionen akzeptieren würden. Das betonte
Salem Hassan, Vertreter der SCIRI in Österreich, am Donnerstagabend
auf einer Podiumsdiskussion in Wien. Den Vorwurf der Wahlfälschung
wollte er nicht gelten lassen. Die Schiiten würden einfach die
Mehrheit im Land bilden, was sich im Ergebnis widerspiegle.

    Bezüglich der Verfassung sagte Mustafa Ramazan von der Kurdischen
Allianz, SCIRI habe sehr wohl eine islamische Verfassung gefordert,
die kurdische Allianz jedoch habe sich als einzige Kraft dagegen
gewährt und die Verankerung von Menschen-, Minderheiten- und
Frauenrechten gefordert. "Die Verfassung hat uns viel Kraft gekostet,
sie stellt jedoch das Maximum dar, was man in einem Kompromiss
rausholen konnte." Laut Verfassung dürfte kein Gesetz dem Koran aber
auch nicht den Menschenrechten widersprechen.

    SCIRI habe Druck von den Nachbarstaaten verspürt, sich als
arabischer und islamischer Staat zu definieren, entgegnete Hassan.
Nun würden Länder wie Saudiarabien, Syrien, oder Libyen Attentäter in
den Irak schicken. Teheran habe zwar eine halbe Million schiitischer
Iraker in Krisenzeiten aufgenommen, doch heute distanziere sich SCIRI
von der Politik des heutigen Iran, betonte Hassan.

    Die Wahlen seien trotz Schwierigkeiten legitim gewesen, sagte Fuad
Jabbar von der Irakischen Kommunistischen Partei. 35 Jahre lang habe
er nicht stolz auf den Irak sein können, es sei ein Land von
Terroristen gewesen. Nun habe er die Hoffnung, dass der Irak in die
richtige Richtung gehe. Kritisch merkte er an, dass die Menschen nach
Ethnie oder Religionszugehörigkeit wählen würden. Angesichts deren
jahrelangen Unterdrückung sei dies zwar verständlich, er hoffe
allerdings dass die Menschen künftig Wahlprogramme nach deren Inhalt
wie Menschenrechten wählen würden.

    Der Terrorismus sei keine Form von Widerstand, wie manche
behaupten würden, sagte Ramazan. Die Terroristen bestünden aus drei
Gruppen, den ausländischen Selbstmordattentätern, den ehemaligen
Nutznießern von Saddam Hussein sowie kriminellen Banden, die der
Ex-Diktator entlassen habe. Er glaube, dass mit der Verbesserung der
Lebensgrundlagen der irakischen Bevölkerung durch eine neue Regierung
der Terrorismus allmählich besiegt werde.
  (Schluss) csc/an/ar

APA0141 2006-01-13/10:11

131011 Jän 06

-- 
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09 Langer Arm der Haager Politjustiz reicht bis nach Österreich
von: camp at antiimperialista.org
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Bank Austria untersagt JÖSB Spendensammlung für Milosevic-Verteidigung

In einem Schreiben vom 4.1.06 wird die "Jugoslawisch-Österreichische
Solidaritätsbewegung" (JÖSB) darauf hingewiesen, "dass gemäß  
Verordnung (EG)
Nr. 2488/2000 des Rates vom 10.11.00 über die Aufrechterhaltung des
Einfrierens von Geldern betreffend Hrn Milosevic und Personen seines  
Umfelds
die Bereitstellung von Geldern, die den genannten Personen direkt oder
indirekt zugute kommen, untersagt ist." Wir werden aufgefordert die  
Sammlung
von Spenden über das BA-CA-Konto einzustellen, andernfalls hätten wir
"weitere Maßnahmen" zu erwarten.

Wie diese Maßnahmen aussehen können, hat man in Deutschland bereits
vorexerziert. Im Jahr 2003 wurde von der Zollfahndung die Wohnung Peter
Betschers, des Kontoinhabers für den Fond zur Unterstützung der  
Verteidigung
Slobodan Milosevics, durchsucht sowie die Gelder auf dem Konto,  
Computer und
diverse Dokumente beschlagnahmt. Dabei wurde dieselbe EU-Verordnung ins
Treffen geführt.

Zur EU-Verordnung selbst sei bemerkt, dass auch diese die  
Spendensammlung
keineswegs untersagt, denn die gesammelten Gelder kommen Milosevic weder
persönlich zu gute noch werden sie ihm bereitgestellt, sondern dienen
ausschließlich seinem Rechtsbeistand. Insofern handelt es sich um eine
behördliche Aufdopplung einer antidemokratischen EU-Verordnung.

Selbst das Amtsgericht Darmstadt hat im Verfahren gegen die Darmstädter
Volksbank festgestellt:

"Auch der Verweis der Beklagten auf die europäische Verordnung  
1205/2001 ist
für das Gericht nicht ausreichend. [...] Darin ist nämlich geregelt,  
daß
solche Gelder und finanziellen Mittel einzufrieren sind, die Herrn  
Milošević
oder Personen seines Umfelds gehören. Darunter fällt nach Auffassung  
des
Gerichts nicht die Sammlung von Geldern für eine Verteidigung, da es  
sich
dabei um einen Rechtshilfefonds handeln soll, nicht aber um eine  
Übereignung
der Gelder an Slobodan Milošević. Nach rechtsstaatlichen  
Grundsätzen hat
jeder Mensch Anspruch auf Verteidigung vor einem Strafgericht, so daß
prinzipiell die Sammlung von Spenden für eine bis zur Verurteilung als
unschuldig geltende Person nicht zu beanstanden ist."

Der Kern der Sache ist jedoch, dass der Haager Politprozess jeder
rechtsstaatlicher Norm spottet. Das Tribunal hat täglich rund eine  
Million
Dollar zur Verfügung. Dass das Geld von der NATO kommt, hat deren  
Sprecher
Jamie Shea am 16.5.1999 über AFP der Welt mitteilen lassen. Der  
Verteidigung
sollen hingegen selbst die verschwindenden Spendengelder entzogen  
werden.

Abgesehen von der notorischen Parteilichkeit der Richter, für die das  
Urteil
schon von Anfang an fest stand und es nur um dessen bestmögliche
Präsentation geht, kann von einer Gleichheit der Mittel nicht nur
hinsichtlich der Finanzen nicht die Rede sein. Während die Anklage eine
Unzahl an Zeugen vorführte, wird der Verteidigung nur ein Bruchteil
zugestanden und diese noch nach politischen Kriterien gesiebt. Selbst  
die
Nationalsozialisten hatten Georgi Dimitrov im Reichstagsbrand-Prozess  
das
Recht auf Selbstverteidigung zugestanden, doch die Haager Politjustiz
versucht das beständig zu unterbinden.

Dass das Tribunal zu einem Fiasko für die NATO-Krieger geworden ist,  
gesteht
selbst ein Ideologe der US-Republikaner, Jeffrey Kuhner, am  
24.10.2004 in
der Washington Times ein: "Die Bush-Administration fordert jetzt,  
dass die
Hauptanklägerin des Internationalen Straftribunals für das ehemalige
Jugoslawien, Carla del Ponte, ihre Fälle vor dem Gericht zu Ende  
bringt...
Washington hat jetzt in der Tat verstanden, dass es ein Frankenstein- 
Monster
geschaffen hat... Das Tribunal wurde zu einem Instrument, mit dem  
Frau del
Ponte die Geschichte der Balkankriege neu schreiben wollte. Sie  
missbrauchte
ihre Position, indem sie außerordentlich konstruierte und schwach
untermauerte Anklagen erhob...Jetzt ist es völlig klar: Das Tribunal  
hat
einen Misserfolg erlitten... Das Verfahren gegen Slobodan Milosevic wird
ohne Aussicht auf ein baldiges Ende fortgesetzt... Frau del Ponte ist
gelungen, was vorher niemandem gelang: zeitweilig die besorgten  
Menschen des
ehemaligen Jugoslawiens zu einen und gegen sich aufzubringen."

Wir bleiben dabei: Der NATO-Krieg gegen Jugoslawien hatte keinerlei
humanitäres oder demokratisches Motiv, sondern diente einzig und  
allein dazu
eine nicht genehme Regierung zu entfernen. Es war der erste Akt des  
von den
USA ausgerufenen Krieges "gegen den Terror", der sich in Afghanistan  
und dem
Irak fortsetzt und nichts anderem dient als die globale amerikanische
Vorherrschaft zu stabilisieren.

Die nationalen Konflikte in Jugoslawien haben komplexe historische  
Ursachen,
die sich nicht monokausal einer Volksgruppe zuordnen lassen. Die  
westliche
Intervention hat diese Konflikte systematisch geschürt und ihre  
Eskalation
zur Durchsetzung ihrer geostrategischen Interessen genutzt. Insofern  
trägt
der Westen wesentliche Mitschuld. Insbesondere im Kosovo wurde die
"humanitäre Katastrophe", zu deren Verhinderung angeblich Krieg  
geführt
wurde, erst durch diese ausgelöst.

Nicht nur die angesprochene Verfahrensweise des Haager Tribunals  
verletzt
aus politischen Motiven jedes demokratische Rechtsverständnis,  
sondern es
ist als ganzes illegitim. Es sind die Führer der NATO-Staates, die  
zuerst
auf die Anklagebank müssten. Im Prozess gegen Milosevic sitzen diese  
jedoch
auf dem Richterstuhl. Ihnen ging es darum, ihre Aggression  
nachträglich zu
legitimieren. Doch das will nicht und nicht gelingen, auch dank der
couragierten Verteidigung Milosevics.

Wir lassen uns das Recht nicht nehmen der Verteidigung unsere  
Unterstützung
(auch finanzieller Art) zukommen zu lassen. Wir betrachten diese  
Aufgabe als
demokratische Pflicht und als Mahnung vor weiteren westlichen
Aggressionskriegen.

Willi Langthaler, Obmann
Jugoslawisch-Österreichische Solidaritätsbewegung
Wien, am 14. Januar 2006

Näherer Informationen: 0699 17233113

Protestschreiben an:
BA-CA
Rechtsabteilung
Rene.prohaska at ba-ca.com
Fax: 050505 53682


www.antiimperialista.org

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10 Strache/Neujahrstreffen/Kritik/KPÖ-Steiermark
von: kpoe_stmk at hotmail.com
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PRESSEMITTEILUNG DER STEIRISCHEN KPÖ


Strache: „Schauspielerei im Kampf um Wählerstimmen“

„Eigentlich sind mir die Marketing-Aktivitäten der Strache-FP  
ziemlich egal, es ärgert mich aber immer wieder, wenn ich hören  
muss, wie sich der Vorsitzende der einzigen Parlamentspartei, die  
gegen das Gesetz über die immerwährende Neutralität Österreichs  
gestimmt hat, vor den Mikrofonen als Verteidiger der Neutralität und  
als Kämpfer gegen die EU  darstellt.
Das ist Schauspielerei im Kampf um Wählerstimmen, aber keine  
ernsthaftes Eintreten für die Interessen der Bevölkerung“.

Das sagte der steirische KPÖ-Vorsitzende Franz Stephan Parteder am  
Sonntag nach dem Neujahrstreffen der FP.

Parteder betonte, dass ich bei der Landtagswahl in der Steiermark  
gezeigt habe, dass die FP keine Chance hat, wenn auch eine soziale  
und konsequent EU-kritische Alternative wie die Kaltenegger KPÖ  
antritt.

Daran sollten alle fortschrittlichen Kräfte denken. Statt einer  
Dämonisierung von Strache und seinen Leuten sei jetzt angesagt,  
konsequent und unspektakulär für jene Menschen einzutreten, denen es  
nicht so gut geht.





KPÖ-Steiermark

Lagergasse 98 a

8020 Graz


Tel.: 0316 71 24 36

Fax 0316 71 62 91

email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com


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11 KPÖ/Europarat/Antikommunismus/Erklärung
von: leo.furtlehner at liwest.at
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Aufforderung an österreichische Abgeordnete in der parlamentarischen  
Versammlung

KPÖ gegen Antikommunismus-Beschluss des Europarates

In einer Erklärung hat der KPÖ-Bundesvorstand bei seiner Sitzung am  
14. Jänner 2006 gegen den geplanten Antikommunismus-Beschluss
des Europarates Stellung genommen und diesen Versuch zur  
Kriminalisierung gesellschaftskritischer Parteien, Organisationen und
Bewegungen zurückgewiesen. Wörtlich heißt es in dieser Erklärung:

„Politische Kommission der Parlamentarischen Versammlung des  
Europarates – dem 46 europäische Länder angehören – hat am 14.  
Dezember
2005 in Paris den Entwurf für einen Beschluss mit dem Titel „Über  
die Notwendigkeit der internationalen Verurteilung der Verbrechen
totalitärer kommunistischer Regimes“ verabschiedet. Dieses  
„Dokument“ soll bei der Parlamentarischen Versammlung vom 23. bis  
29.
Januar 2006 zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Der Entwurf fordert dazu auf, beim Europarat und in allen  
Mitgliedsländern des Europarates „Kommissionen zur Untersuchung der
Verbrechen des Kommunismus“ einzusetzen. Sie sollen die Aufgabe  
haben, „Fakten zusammenzutragen und konkrete Maßnahmen
vorzuschlagen“.

Dieser Vorstoß des Europarates ist ein weiterer Versuch zur  
Kriminalisierung kommunistischer, linker und überhaupt
gesellschaftskritischer Aktivitäten sowie eine Gleichsetzung von  
Faschismus und Kommunismus nach der so genannten
Totalitarismusdoktrin vorzunehmen. Er ist im Zusammenhang mit  
verschiedenen Bestrebungen ähnlicher Art zu sehen, die wiederholt
insbesondere in verschiedenen osteuropäischen Ländern unternommen  
wurden.

So wurde Ende 2005 der Kommunistische Jugendverband Tschechiens (KSM)  
unter dem Vorwand in sich in einem für die politischen
Parteien reservierten Bereich zu betätigen von der Regierung mit  
einer Verbotsdrohung belegt und damit das Grundrecht auf
Vereinigungsfreiheit offen in Frage gestellt. Weiters wurde vom KSM  
verlangt auf den Marxismus als seine programmatische Identität
zu verzichten.

Schon vorher hatten in Tschechien zwei Senatoren versucht ein Gesetz  
durchzusetzen, mit dem kommunistische Ideen, die Bewegung als
Ganzes und das Wort „kommunistisch" kriminalisiert und den  
Kommunismus auf die gleiche Stufe mit dem Faschismus gestellt werden
sollte.

In Polen, Ungarn und Tschechien sind Symbole wie Hammer und Sichel –  
in Österreich Bestandteil des Staatswappens – per Gesetz
verboten. In den EU-Mitgliedsländern Lettland und Litauen sind sogar  
kommunistische Parteien dezidiert verboten.

Gegen die Bestrebungen des Europarates gibt es zahlreiche Proteste.  
So hat etwa der griechische Widerstandskämpfer und Komponist
Mikis Theodorakis, der auch Ehrenmitglied der Europäischen  
Linkspartei ist, diesen Vorstoß des Europarates schlichtweg als Schande
bezeichnet und die Gleichsetzung des Kommunismus mit dem Faschismus  
empört zurückgewiesen.

Die KPÖ weist den geplanten Beschluss des Europarates zurück und  
fordert die sechs österreichischen VertreterInnen in der
parlamentarischen Versammlung des Europarates auf, sich strikt gegen  
dieses Vorhaben auszusprechen. Die KPÖ wird im Rahmen ihrer
Mitgliedschaft in der Europäischen Linkspartei Initiativen gegen die  
Bestrebungen des Europarates ergreifen.

Gleichzeitig verurteilt die KPÖ auch alle anderen Maßnahmen, die auf  
eine Kriminalisierung kommunistischer, linker oder
gesellschaftskritischer Betätigung zielen. Die Auseinandersetzung mit  
der eigenen Geschichte, mit Fehlentwicklungen bis hin zu
Verbrechen, die im Namen der kommunistischen Bewegung verübt wurden,  
hat die KPÖ von sich aus geleistet. Für die KPÖ gehört diese
Auseinandersetzung zu ihrem Selbstverständnis und sie braucht dazu  
keine Belehrungen.“


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12 Zur antizionistischen Attacke Pröbstings auf K. Pfeifer
von: cafe.critique at gmx.net
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Über alles in der Welt
Stellungnahme zur antizionistischen Attacke Michael Pröbstings auf  
Karl Pfeifer
von Café Critique

Wenn Café Critique sich mit Karl Pfeifer solidarisch erklärt  
angesichts der unbeschreiblichen Infamien, die gegen ihn vom  
„ArbeiterInnenstandpunkt“ (http://www.arbeiterinnenstandpunkt.net/ 
antwort_pfeifer.html) publiziert wurden, dann nicht nur deshalb, weil  
wir uns ganz allgemein mit dem Zionismus als politischer  
Emanzipationsbewegung von Juden und Jüdinnen solidarisch wissen. Der  
konkrete Fall zeigt vielmehr, daß es keineswegs Zufall ist, wenn hier  
Karl Pfeifer ausgewählt wurde, eine phantasierte Verschwörung von  
„Antinationalen“ zu personifizieren, die im Wahn des  
„ArbeiterInnenstandpunkts“ von US-amerikanischen Neokonservativen  
bis zu linksradikalen Antideutschen reicht und einem „US- 
imperialistischen Griff nach der Weltherrschaft“ dient.
Eines geht nämlich den Linken, die zur deutsch-österreichischen  
Volkgemeinschaft stehen, über alles in der Welt: die Zionisten zu  
verfolgen, und zwar jeden einzelnen, wo immer sich ein Jude zum  
Zionismus bekennt. Konsequent betitelt Michael Pröbsting seine  
Attacke auf Karl Pfeifer mit einem Zitat von Hoffmann von  
Fallersleben: „Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt  
der Denunziant“. Denunziant ist, wer das Land verrät, mit dessen  
Volksgemeinschaft man gemeinsame Sache macht – gegen die  
„Siegermächte“ des Zweiten Weltkriegs und deren  
„Kollektivschuld-These“; Denunziant ist, wem das deutsch- 
österreichische Vaterland nicht über alles geht – wer aus ihm  
beizeiten flüchten muß, um nicht ermordet zu werden. Wie im Schlaf  
findet der vom Haß getriebene Pröbsting die richtigen  
Gewährsmänner für seine pathischen Projektionen. Hoffmann von  
Fallersleben ist bekanntlich der Dichter der Deutschen Hymne:  
„Deutschland, Deutschland über alles, / über alles in der Welt, /  
wenn es stets zu Schutz und Trutze / brüderlich zusammenhält.“ Es  
hält aber unter bestimmten Umständen allein in der Verfolgung und  
Vernichtung eines gemeinsamen Feindes brüderlich zusammen – das hat  
derselbe Dichter in anderen Hymnen kundgetan, die im Diktum über  
den „Denunzianten“ immer mitschwingen: „Du raubtest unter unsern  
Füßen / Uns unser deutsches Vaterland (...) O Israel, von Gott  
gekehret, / Hast du dich selbst zum Gott gemacht, / Und bist, durch  
diesen Gott belehret, / Auf Wucher, Lug und Trug bedacht.“ Ja,  
Hoffmann von Fallersleben war ein Antizionist der allerersten  
Stunde: „...ewig soll dein Beten dauern / und um Israel dein  
Trauern / denn es hebt nie wieder an...“. Daß es aber doch anhob,  
das können die Antizionisten den Juden nicht verzeihen. Und darum  
zitieren sie nicht nur Fallersleben, sondern auch Eichmann – ein  
weiterer Gewährsmann von Pröbsting –, der zwar als ein „Nazi- 
Schlächter“ und „Organisator der Deportationen der ungarischen  
Juden“ bezeichnet wird, aber für Pröbsting zitierbar ist, um die  
eigenen „Überlegungen“ auf „zynische Weise“ zu bestätigen.  
Der Haß auf die Zionisten ist so groß, daß offenbar auf die  
wortwörtliche Wiedergabe der Eichmann-Äußerung über Rezsö  
Kasztner nicht verzichtet werden kann: „Dieser Dr. Kastner war ein  
junger Mann etwa in meinem Alter, ein eiskalter Rechtsanwalt und  
fanatischer Zionist. Er war damit einverstanden, die Juden von einem  
Widerstand gegen die Deportationen abzuhalten – und sogar für  
Ordnung in den Sammellagern zu sorgen – wenn ich dafür mein Auge  
zudrücken würde und ein paar hundert oder ein paar tausend junge  
Juden illegal nach Palästina auswandern ließe. Es war ein guter  
Tausch. Um die Ordnung in den Lagern zu gewährleisten, war der Preis  
von 15.000 oder 20.000 Juden – letztlich waren es vielleicht sogar  
mehr – für mich nicht zu hoch.“
Zu Schutz und Trutz halten sie zusammen: Bringen die Rechtsextremen  
die Essenz dieser Gesellschaft und dieses Staats vor allem  
innenpolitisch zum Ausdruck, so die Linksextremen vorzugsweise  
außenpolitisch. Es ist also kein Zufall, daß sie in Österreich ein  
gemeinsames Feindbild haben: Karl Pfeifer, der 1943 vor der  
Vernichtung nach Palästina flüchtete, 1946 bis 1950 in der  
Elitetruppe Palmach und in der israelischen Armee kämpfte und nach  
seiner Rückkehr nach Österreich 1982 bis 1995 Die Gemeinde, das  
offizielle Organ der jüdischen Gemeinde in Wien, redigierte. Er hat  
dabei in seinen Stellungnahmen und Entscheidungen eine in Österreich  
ganz ungewöhnliche Autonomie innerhalb der politischen  
Konstellationen behauptet, und darum auch sieht er die „verfolgende  
Unschuld“ der postnazistischen Volksgemeinschaft, die sich hier auf  
der rechten wie auf der linken Seite formiert, besonders deutlich.  
(In deren Denunziation trifft er sich mit wesentlichen Positionen,  
wie sie im Umkreis des Café Critique vertreten werden, dessen Kritik  
der politischen Ökonomie und radikale Staatskritik ihm vermutlich  
eher fern liegen.) Seine Antwort auf Pröbstings Anwürfe, die  
sachlich bleibt, wenn es um die Geschichte des Zionismus und Israels  
geht, und doch den Wahn aufdeckt, der hinter den „sachlichen“  
Argumenten Pröbstings steckt, ist dafür ein weiteres Beispiel  
(„Die dünne und durchsichtige Maske des Mag. Michael Pröbsting“  
http://www.juedische.at/TCgi/_v2/TCgi.cgi? 
target=home&Param_Kat=33&Param_RB=45&Param_Red=4754). Für ihn selbst  
ergibt sich demnach nichts Neues über seine Position in  
Österreich: „Rechtsextremisten dürfen mich als moralischen Mörder  
hinstellen und Linksradikale mich als Mörder denunzieren und sie tun  
das auch, ohne befürchten zu müssen, dass die öffentliche Meinung  
sich darüber empört.“
Café Critique kann und will für diese öffentliche Meinung nicht  
einspringen, aber die sich hier zusammengefunden haben, wissen sich  
einig in ihrer unbedingten Solidarität mit Karl Pfeifer gegen seine  
rechten und linken Verfolger.

http://www.cafecritique.priv.at

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Termine Österreich:
13. März 2006
Wien
Beethoven und die französische Revolution
Vortrag von Clemens Nachtmann (Berlin/Graz)
Österreichische Gesellschaft für Musik
Hanuschgasse 3, 3. Stock

Termine BRD:
31. 1. 2006
Duisburg, 20:00
Suicide Attack. Zur Kritik der politischen Gewalt
Buchvorstellung und Diskussion mit Gerhard Scheit
HundertMeister
Veranstalter: Antifa 3D Duisburg

1. 2. 2006
Bonn, 19:30
Der neue Behemoth und die alten Grenzen des Liberalismus
Vortrag und Diskussion mit Gerhard Scheit
Veranstalter: Bonner Bündnis/ Berliner Verhältnisse (BB/BV), Georg- 
Weerth-Gesellschaft Köln, Gruppe Casablanca, unterstützt vom Referat  
für politische Bildung des AStA der Uni Bonn

2. 2. 2006
Frankfurt, 19:30
Hass auf die Juden als Bereitschaft zum Opfer - Über den Antisemitismus
Vortrag von Gerhard Scheit
Stadtbibliothek

7. 2. 2006
Freiburg
Die friedfertige Antisemitin?
Kritische Theorie über Geschlechterverhältnis und Antisemitismus
Vortrag und Diskussion mit Ljiljana Radonic
Jour fixe bei der ISF

12. 3. 2006
Sulzbach-Rosenberg, 19.30
Israelsolidarität und Kritik der politischen Ökonomie
Vortrag von Stephan Grigat
Jugendclubbureau
Hafnersgraben 9
www.jugendclub-bureau.de
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13 KPÖ/EU/Verfassung/Regierung
von: info at kpoe.at
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Schüssel und Fischer wollen EU-Verfassung durchboxen

KPÖ für Alternativen zum „Europa der Konzerne“

Der von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel angekündigte „Neuanlauf“  
für die EU-Verfassung und das Plädoyer von Bundespräsident Heinz
Fischer für eine „Teillösung“ zeigen, dass das politische  
Establishment die Tiefe der Vertrauenskrise gegenüber der EU nicht
begriffen haben, meint Waltraud Fritz-Klackl, Europapolitische  
Sprecherin der KPÖ.

„Die bei den Volksabstimmungen in Frankreich und den Niederlanden im  
Mai 2005 gescheiterte Verfassung unverändert oder bloß
kosmetisch aufpoliert wieder auf den Tisch zu legen, zeugt zudem von  
einem fragwürdigen Demokratieverständnis“, so die
KPÖ-Vertreterin im Vorstand der Europäischen Linkspartei und weist  
dabei auch auf die Abfuhr für Außenministerin Ursula Plassnik bei
ihrem Besuch in den Niederlanden hin.

Bezeichnend für die Betreiber einer Neuauflage der gescheiterten  
Verfassung ist, dass sie deren Kernpunkte – nämlich die
Militarisierung der EU und die Festschreibung des neoliberalen  
Modells – bewusst nicht ansprechen. Genau das aber sind die Ursachen,
warum das Misstrauen in die EU vor allem auch in Österreich so groß  
ist. Im Unterschied zu anderen EU-Ländern haben die
Parlamentsparteien in Österreich eine Volksabstimmung über die  
Verfassung systematisch abgeblockt um eine breite öffentliche Debatte
über die Verfassung zu verhindern.

Die Verankerung der vier Grundfreiheiten des Maastricht-Vertrages von  
1991 (Warenverkehr, Güterverkehr, Personenverkehr,
Dienstleistungsverkehr), des Binnenmarktes und damit der umfassenden  
Mobilität für das Kapital und der Europäischen Zentralbank
(EZB) als politisch unabhängiger und damit nur auf Zurufe der  
Konzerne agierender Institution ist ein Wesenszug der Verfassung.
Während es für die EU-Budgetpolitik strenge Auflagen in Form der  
Maastricht-Kriterien gibt, bleiben für die Beschäftigungs- und
Sozialpolitik nur unverbindliche Absichtserklärungen wie etwa die  
Lissabon-Strategie – mit über dreißig Millionen Arbeitslosen als
Ergebnis.

Die Militarisierung der EU ist durch die Gemeinsame Außen- und  
Sicherheitspolitik (GASP) inklusive Euro-Armee, Kampfeinsätzen zur
Wahrung „europäischer Interessen“ und Verpflichtung zur  
Aufrüstung per Rüstungsagentur in der Verfassung verankert. Dass diese
Orientierung mit der österreichischen Neutralität absolut  
unvereinbar ist, liegt auf der Hand.

Die KPÖ lehnt die Orientierung „Europas Gewicht zu vergrößern und  
wirtschaftlich konkurrenzfähiger zu machen“ (Fischer) – also im
Klartext eine Supermacht EU – ab. Die KPÖ stellt dem als Konsequenz  
des Scheiterns der Verfassung eine offene Debatte über
Alternativen zur EU als „Europa der Konzerne“ gegenüber: „Ein  
solches demokratisches, soziales, friedensorientiertes Europa bedingt
aber eine eindeutige Absage an das neoliberale Modell ebenso wie an  
die Militarisierung der EU“, so Fritz-Klackl abschließend.




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WELTWEIT

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14 Anfrage
von: desiree_wueschner at web.de
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Sehr geehrte Redaktion,

ich habe folgende Anfrage:
Immer mehr deutsche Privatpersonen stehen in unterstützendem  
Briefkontakt mit Insassen der Todestrakte in den USA - und immer mehr  
Bestürzung wird laut angesichts der krassen Benachteiligung vieler  
wahrscheinlich unschuldig Verurteilter, die zum Zeitpunkt ihrer  
Verfahren nicht die Mittel besaßen oder schlichtweg DIE FALSCHE  
HAUTFARBE haben, sich entsprechenden Rechtsbeistand leisten zu  
können. Die letzten Jahre haben bewiesen, dass sehr viele  
Nachlässigkeiten oder ähnliches zu Fehlurteilen geführt haben, die  
durch einen kompetenten Rechtsbeistand korrigiert werden konnten:   
über 100 unschuldig zur Hinrichtung Verurteilte wurden in die  
Freiheit entlassen (mit 100 dollar + 1 Hemd und 1 Hose). Gibt es eine  
Möglichkeit oder könnten Sie mir Ansprechpartner nennen, die sich  
eventuell pro bono besonders krassen Unrechtsfällen annehmen würden?  
Ich denke da z. B. an Diplomarbeiten von Jurastudenten oder  
wissenschaftliche Studien, etc.

Es geht mir nicht darum, das amerikanische Rechtssystem anzuprangern,  
sondern Möglichkeiten zu schaffen, völlig verzweifelten Menschen,  
die in einem Albtraum aus Machtwillkür darum kämpfen, wenigstens  
angehört bzw. eine Chance auf eine entsprechende Wiederaufnahme ihres  
Falles zu erhalten - kurz, die um ihr Leben kämpfen, einen Strohhalm  
von Menschlichkeit/Menschenrecht zu ermöglichen.

Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie in diesem Sinne etwas für mich  
tun/arrangieren/weiterleiten/etc. könnten!

Désirée Wüschner M.A.


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15 ASt - Hamburger Hafenarbeiter im Streik
von: ast-lfi at utanet.at
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Wahre und falsche Freunde – Hamburger Hafenarbeiter im Streik

(aus Red Newsletter Nr. 192, 14.Jänner 2005,  
www.arbeiterInnenstandpunkt.net)

Ab dem 11. Januar Mitternacht bis 6 Uhr des folgenden Tages bewegte  
sich keine Ladung im Hamburger Hafen. Die 2000 ArbeiterInnen  
streikten und schlossen sich somit den Aktionen in vielen  
europäischen Häfen an.

Die gewerkschaftliche Maßnahme richtet sich gegen die Bestimmungen  
des „Port package“, die im Brüsseler EU-Parlament erneut zur  
Abstimmung steht, nachdem der erste Anlauf 2003 bereits durch  
Arbeiteraktionen gestoppt wurde.

Mit dieser Richtlinie soll der Warenumschlag für die Kapitalisten  
noch kostengünstiger gestaltet werden. Port package ist nach dem  
Bolkestein-Vorschlag ein weiterer Versuch der EU-Bürokratie, die  
Liberalisierung und Deregulierung des Dienstleistungsbereichs  
voranzutreiben.

Die ArbeiterInnen fürchten, in die Zange genommen zu werden. Ihre  
Arbeitsplätze sind in Gefahr, weil die Schiffe nun das Be- und  
Entladen mit eigener Besatzung besorgen könnten. Sich neu einkaufende  
Investoren müssten sich nicht an bestehende Verträge halten, sondern  
könnten den Personaleinsatz diktieren. Aber auch die ansässigen  
Logistikfirmen könnten Port package unter dem Vorwand von  
Wettbewerbsnachteilen zu Lohndrückerei und weiter gesteigerter  
Arbeitshetze nutzen.

Die Hamburger Hafenarbeiter führen einen Kampf an zwei Fronten. Sie  
sind nicht nur durch Port package, sondern auch durch den möglichen  
Verkauf von Teilen des Hafengeländes an die Deutsche Bahn AG bedroht,  
die der Post AG nacheifern und ins internationale Logistik-Geschäft  
einsteigen will. Auch dies würde Arbeitsplätze kosten.

Der Verband deutscher Seehäfenbetreiber hat natürlich nur aus  
Eigeninteresse die Proteste begrüßt, weil sie vorerst lästige  
Konkurrenz fern hält und von der eigenen verschärften Ausbeutung  
ablenkt. SPD-Verkehrsminister Tiefensee heuchelt Verständnis, weil es  
natürlich zu seinen Obliegenheiten gehört, speziell deutsche  
Ausbeutungsinteressen zu schützen.

Die Gewerkschaftschefs Sommer (DGB) und Bsirske (ver.di) faseln etwas  
von der bewiesenen Leistungsbereitschaft und Wettbewerbsfähigkeit  
deutscher Arbeiter und Häfen. Deswegen sei die Einführung der  
Richtlinie nicht nötig.

Solche „Argumente“ steigern keine Kampfbereitschaft, sondern  
spalten. Sie leisten sozialchauvinistischer Standortlogik Vorschub –  
statt den Kampf gegen den Kapitalangriff international zu  
koordinieren. Vorsicht vor diesen falschen Freunden!

Die ArbeiterInnen müssen mit dieser Politik brechen, wollen sie nicht  
verraten werden. Den Weg weist das Liverpooler Docker-T-Shirt, das  
auf der Streikkundgebung getragen wurde: ‚Solidarity forever!’

Die ArbeiterInnen müssen ihre unabhängigen Streikorgane aufbauen,  
den bewussten Schulterschluss nicht nur mit den KollegInnen in  
anderen europäischen Häfen suchen, sondern sich auch dafür  
einsetzen, dass Schiffsbesatzungen und die Belegschaften aus anderen  
Bereichen von Transport und Verkehr mit ihnen kooperieren. Sie  
brauchen eine klassenkämpferische Basisbewegung, die international  
agiert und dafür kämpft, die Gewerkschaften der Bürokratie zu  
entreißen.

Eine Anpassung an das höchste Lohnniveau, Verringerung der  
Arbeitshetze und die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen in sinnvoller  
Verzahnung von Energie, Transport, Verkehr und Umweltschutz und unter  
Kontrolle der Beschäftigten müssen gefordert werden. Dabei dürfen  
die Kampfmethoden nicht bei befristeten Warnstreiks halt machen,  
sondern müssen notfalls durch Unterstützung anderer Arbeitersektoren  
in Blockade von allen übrigen Verkehrswegen münden!

Nur so kann verhindert werden, dass am Ende die europäische  
Gewerkschaftsbürokratie wieder alles unter Kontrolle, in Isolation  
von anderen Teilen der Arbeiterklasse hält und dann einen  
‚Verhandlungserfolg’ feiert. Selbst wenn es gelingen sollte, Port  
package erneut zu verhindern -  in modifizierter Form werden ähnliche  
Erpressungsversuche bald wieder gestartet. Der Erfolg kann nur  
gesichert werden, wenn die Arbeiterklasse sich auf höherer Stufe  
organisiert, von reinen Notwehraktionen selbst zum Angriff übergeht.


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16 [gipfelsoli] Genua
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Genua: Verjährungsnebel lichtet sich

Die Verfahren gegen Polizeiangehörige wegen dem G8 2001 in Genua  
haben nun doch
Aussicht, wenigstens durch die erste Instanz zu kommen. Das war durch  
den
langen Eiertanz um ein Gesetz, das auch die Verjährungsfristen im  
Strafrecht
halbiert, bis vor Kurzem keineswegs eine Selbstverständlichkeit. Nur  
in den
Köpfen herrscht noch viel Durcheinander... Im Folgenden ein Versuch,  
etwas
Klarheit zu schaffen.
Wie in einigen unabhängigen Medien schon berichtet wurde, riskieren die
Polizisten, die wegen dem G8 in Genua unter Prozess stehen, wenigstens
theoretisch nun doch eine Verurteilung. Zumindest dürfen die  
Verfahren erstmal
stattfinden. Über Jahre hinweg hatte eine Reform des Strafrechts bisher
gedroht, die Verjährungsfristen zu halbieren. Das ist nun auch  
geschehen, aber
so, dass die Verfahren in Genua davon unberührt bleiben, weil sie  
bereits
eröffnet sind. Für die Polizisten, die sich in den mittlerweile in  
die erste
Instanz gelangten Verfahren vor Gericht verantworten müssen bedeutet  
das, dass
sie nicht mehr unbedingt darauf hoffen können, einfach so davon zu  
kommen, wie
vorher zu befürchten war. Neben einigen kleineren Verfahren zu  
einzelnen
Episoden, laufen gegen Polizeibeamte wie bekannt zwei Größere. Darin  
soll über
Teile dessen geurteilt werden, was im Juli 2001 in einer Schule und  
in einer
Kaserne in Genua geschah. Es geht nun also doch zur Sache, es sei  
denn, die
Klausel in dem Gesetz, durch die die Verfahren, die bereits in der
Verhandlungsphase sind von den durch selbiges herbeigeführten  
Änderungen
ausgenommen sind, wird als verfassungswidrig angefochten, was aber  
nicht sehr
wahrscheinlich zu sein scheint.

Umständehalber spielen Verjährungsfristen aber weiterhin eine nicht
unwesentliche Rolle. So sind die Chancen im Verfahren zum Sturm auf  
die Schule
deutlich besser als im Verfahren zum Horror in einer Kaserne am Rande  
von
Genua. Dabei spielt eine Rolle, dass die Verjährungsfristen im Fall  
Bolzaneto
nur halb so lang wie die Verjährungsfristen im Fall Diaz sind. Im  
Fall Diaz
stehen zahlreiche höchstrangige Beamte nebst einigen Zugführern und  
einem
einfachen Polizisten wegen Vergehen vor Gericht, für die generell  
aufgrund der
Schwere der Straftat eine Verjährungsfrist von 15 Jahren gilt. Im Fall
Bolzaneto stehen einige Polizisten, zwei Carabinieri und Angehörige der
Gefängnispolizei sowie der Sanitätsdienste im Justizvollzug wegen  
Vergehen
unter Prozess, die zumindest nach dem Strafgesetzbuch weniger schwer  
wiegen und
daher mit geringeren Verjährungsfristen versehen sind.

Auf diese Weise steht es 15 zu 7 1/2 - das heißt, im Fall Diaz läuft  
die Frist
15 Jahre nach Begehung der Straftat ab, während der Fristablauf im Fall
Bolzaneto mit einer einzigen Ausnahme schon nach 7 1/2 Jahren  
eintritt. Zieht
Mensch die zum Januar 2006 bereits abgelaufenen 4 1/2 Jahre ab,  
bleiben für
Bolzaneto nur noch knapp drei Jahre ? wahrscheinlich viel zu kurz, um  
den
Mindestdurchlauf zur Fortsetzung der Verfahren bis in die höchste  
Instanz zu
schaffen. Dennoch wird der Weg nicht umsonst sein. Wenn alles gut  
geht, kommt
es im Fall Bolzaneto noch gerade so zu einem Richterspruch in der jetzt
laufenden ersten Instanz. Das würde wenigstens die Fortführung der  
Zivilklagen
ermöglichen, die neben dem von der italienischen Staatsanwaltschaft  
geführten
Strafverfahren laufen und derzeit in diesem integriert sind.

Die Fortführung der Zivilklagen bedeutet immerhin, dass  
Entschädigungen
erstritten werden können. Das ist nicht unwichtig, weil einige der  
damaligen
Opfer ein Leben lang bleibende Schäden mit sich herum tragen müssen.  
Ob
Zahnersatz, Behandlungen von chronischen Problemen in Folge der damals
erlittenen Verletzungen oder Hilfe für eine nicht mehr wie früher  
mögliche
Existenzsicherung: sollte die Strafverfolgung im Fall Bolzaneto  
strafrechtlich
tatsächlich folgenlos bzw. mit einem Urteil zu einem Ende kommen, das  
für die
Täter wegen Ablauf der Verjährungsfristen jenseits der Verurteilung  
selbst ohne
konkrete Folgen bliebe, wäre immerhin - auf Grundlage der  
Erkenntnisse aus dem
Strafverfahren - eine Fortsetzung der Zivilverfahren möglich, bei der  
eine
Verurteilung der Täter bzw. der Ministerien, in deren Diensten diese  
standen
zum Schadenserstaz möglich wäre. Zwei Anwältinnen, die in den Tagen  
von Genua
auf der Straße Polizeigewalt augesetzt waren und ein Zivilverfahren  
eingeleitet
hatten, waren in diesem Sinne beispielsweise bereits erfolgreich.

Im Fall Diaz könnte hingegen binnen 15 Jahren - also innerhalb der  
doppelten
Zeit - durchaus die dritte Instanz erreicht werden, wodurch die so  
genannten
strafrechtlichen Konsequenzen eine schon viel realistischere Chance  
haben.
Jenseits von etwaigen Haft- und Geldstrafen geht es dabei nicht  
zuletzt darum,
dass die Täter im Fall Diaz bei Verurteilung auch unwiderruflich aus  
dem
Polizeidienst scheiden müssten. Unter denen, die es potenziell  
treffen könnte,
befinden sich etliche Beamte, die in höchsten Ämtern sind, wie etwa  
Gianni
Luperi und Francesco Gratteri. Der eine ist Vizechef der  
Antiterrorpolizei, der
andere bedeckt ein ähnlich hohes Amt in der Abteilung "special ops".  
Hintergrund
der kürzeren Verjährungsfristen im Fall Bolzaneto ist, wie gesagt,  
eine
unterschiedliche ?Schwere? der Straftaten, obwohl die Untaten der  
Polizei in
Bolzaneto denen, die in der Diaz-Schule von Polizisten verübt wurden  
in Nichts
nachstehen. Sie kommt deshalb zustande, weil Italien keinen Folter- 
Paragraphen
kennt, der Misshandlungen und Terror, wie sie in Bolzaneto  
stattgefunden haben,
angemessen ahndet, obwohl Italien auf der betreffenden Ebene sämtliche
entsprechende internationalen Konventionen unterschrieben hat. In  
Sachen Terror
und Gewalt geht es in Bolzaneto rechtlich also ?nur? um gefährliche
Körperverletzung und so etwas wie Nötigung, die eben so eingestuft  
sind, dass
die Verjährungsfrist nur kurz ist.

Soviel zur jetzigen Situation, mit der kaum ein Mensch noch zu  
rechnen wagte.
Während im Fall Bolzaneto inzwischen schon seit Wochen die  
Zeugenvernehmungen
stattfinden, gehen diese im Fall Bolzaneto erst in diesen Tagen an  
den Start.
Mit Hilfe der Zeugenaussagen werden sich die Richter in den nächsten  
Monaten
bzw. Jahren - zumindest teilweise - ein Bild dessen machen, was sich  
damals in
Genua abgespielt hat. Sofern sich schon eine erste Einschätzung  
abgeben lässt,
könnte es sein, dass sich etwas wiederholt, das den seinerzeit über  
Jahre
ermittelnden Staatsanwälten widerfahren ist. Diese mussten eines Tages
feststellen, dass die Aussagen der beschuldigten Polizisten oder von  
solchen,
die als Zeugen gehört wurden, nur so vor Widersprüchen strotzten,  
während die
Aussagen der Opfer der Untaten in Schule und Kaserne, die aus allen  
Erdteilen
kamen, in verschiedenen Staaten und Städten lebten und sich  
weitestgehend nicht
untereinander kannten, aufs eindrucksvollste immer wieder genau  
gleiche Abläufe
schilderten. Mit Sicherheit wird sich zutragen, dass die Verteidigung  
der
Ordnungshüter, die vor Gericht stehen versuchen, die Aussagen der  
Zeugen in
Frage zu stellen. Die Kraft dessen, was die Zeugen wissen, weil der  
Horror von
dem die Rede sein wird vielmehr ganz wahrhaftig jedem einzelnen von  
ihnen
wirklich passiert ist, dürfte aber weit stärker sein, egal wie sehr  
diese
Verteidigung versucht, noch irgendetwas zu retten. Das ist auch gut  
so, weil
nicht viel für ein besseres Klima rund um Genua in der italienischen  
Landschaft
spricht.

Gerüchte, dass Genua nach Jahren des Schweigens, während denen  
bestenfalls
wiederholte Versuche erfolgten, die damaligen Protestierenden zu
kriminalisieren, wieder Thema werden könnte, weil Wahlkampf ist und die
Linksdemokraten bei einer etwaigen Machtübernahme sogar eine
Untersuchungskommission einrichten wollen, dürfen getrost nicht allzu  
ernst
genommen werden, weil sie eher unrealistisch sind. Eine erhoffte  
Wende in der
Art und Weise, wie Genua in der gesellschaftlichen Debatte, in  
Politik und
Medien dargestellt wird, ist eigentlich wirklich nicht zu erwarten.  
Das, was
eher zutrifft ist, dass es Menschen (wie die Eltern von Carlo  
Giuliani) und
Kreise gibt, welche seit Längerem die Einrichtung von einer  
unabhängigen
Untersuchungskommission fordern, die nicht zuletzt der Ermittlung der  
politisch
Verantwortlichen in Regierung und Polizei dienen soll. Im Besonderen  
haben auch
Angehörige des ?zivilgesellschaftlichen? Flügels dessen, was bleibt an
Zusammenhängen, die sich noch für Genua engagieren, seit ewig quasi  
an den
eigenen Pappenheimern in der linksliberalen Landschaft gearbeitet, um  
ihnen
Versprechen abzutrotzen, dass sie, wenn Mittelinks an die Macht  
kommt, so etwas
in die Richtung unterstützen werden. Das aus ihrer Sicht sicher gut  
gemeinte und
auch schlüssige Vorhaben dürfte, bei allen errungenen Versprechen,  
allerdings
weit davon entfernt sein, Realität zu werden.

Es ist, wie es ist: Ein Paar Leute, die bei Regierungswechsel als
Persönlichkeiten im Parteienbündnis, das am 9. April gegen  
Berlusconi antritt
eine gewisse Rolle spielen, haben im Laufe der Zeit etwas  
versprochen, das sie
bei den eigenen Leuten aber, wenn die Zeit gekommen sein wird,  
eigentlich nur
mit Mühe durchsetzen können werden. Möglicherweise müssen jene,  
die so sehr
darauf gesetzt hatten, nicht einmahl den Wahlausgang abwarten, um zu  
sehen, ob
auf Worte Taten folgen. Wie bekannt, hatte es geheißen, sie hätten  
es immerhin
geschafft, die Einrichtung einer unabhängigen Untersuchungskommission  
in die
Wahlprogramme von Prodi und Bertinotti zu hieven. Das hat sich  
offenbar für 's
erste zerschlagen. Als am 10. Januar der aktuelle Entwurf des  
Wahlprogramms des
Bündnisses um Prodi und Bertinotti bekannt wurde, gab es sofort  
lautstarken
Protest. Eine parteiübergreifende Kommission sollte auf der Grundlage  
eines im
vergangenen Herbst von Udeur bis Rifondazione Comunista einheitlich
abgesegneten Einheitsdokuments ein vollendetes Bündnisprogramm für  
die Wahlen
schmieden, in welches die in jenem Einheitsdokument enthaltenen  
Programmpunkte,
die zuvor in 14 thematisch sortierten runden Tischen parteiübergreifend
erarbeitet worden waren, integriert werden sollten.

Hierzu konstatierte die Zeitung ?Liberazione? am 11. Januar: ?Das  
Dokument, bzw.
der ?Entwurf?, ist durch die Bank so: Hier lässt es aus, dort  
streicht es, dort
verdreht es?. Das gilt auch für Genua. Von Genua ist im besagten  
Entwurf
offenbar nichts mehr zu finden. Rifondazione Comunista und die Grünen  
haben
sofort sehr scharf protestiert ? natürlich grundsätzlich, d.h. nicht  
speziell
wegen dem verschwundenen Programmpunkt zur Untersuchungskommission in  
Sachen
Genua, weil es bei dem, was nicht mehr im Programmentwurf auftaucht,  
um weit
mehr als nur darum geht. Der Protest dürfte aber nicht viel helfen:  
als im
vergangenen Herbst Vorwahlen zum Bündnis gegen Berlusconi  
stattfanden, stellten
sich wieder Erwarten gut vier Millionen Menschen an, um kund zu tun,  
dass sie
beabsichtigen, ein Linksbündnis zu wählen, damit Berlusconi endlich
verschwindet. Es waren so viele, dass es nicht einmal genug  
Stimmzettel gab.
Bertinotti blieb damals allerdings mit 14,7 gegen 74,1% weit hinter  
Prodi
zurück. Der wohnte zwar selbst der Tagung bei, auf der vereinbart  
wurde, dass
eine Kommission die Ergebnisse der runden Tische in das Bündnisprogramm
integrieren sollte. De facto hat aber sein enger Gefolgsmann Papini  
dann für
eine extreme inhaltliche Verschiebung zur Mitte gesorgt, durch die  
nun aus dem
Programm allerhand verschwunden ist oder "angepasst" wurde. Das werden
Bertinotti und Grüne vermutlich kaum noch gerade biegen können.

?Liberazione? betont, bei aller Kritik des Entwurfs, es handle sich  
dabei
ersteinmal bloß um einen solchen und dass sich also noch etwas  
ändern könnte.
In Sachen Genua und nicht nur dürfte es aber nicht einmal dann besser  
aussehen,
wenn das eine oder andere im endgültigen Wahlprogramm doch noch eine  
fairere
Berücksichtigung finden würde. Die Frage ist ja immer, wieviel eine  
Partei sich
an ihr Wahlprogramm hält, wenn 's einmal geschafft ist: Niemand, der  
politisch
aufgeweckt und sonst halbwegs bei Trost ist, rechnet in Italien bei  
einer
etwaigen Machtübernahme des Bündnisses um Prodi nach den Wahlen am  
9. April
wirklich mit einer merklich milderen, gar kritischeren Politik. Dazu  
sind die
Erfahrungen aus der Vergangenheit einfach zu schlecht... und auch der  
Umgang
der Politiker von Prodi-Trupp bis DS in Bezug auf den brandaktuellen,  
wirklich
megastarken, landesweit superbejahten Widerstand gegen eine
Hochgeschwindigkeitsbahn in einem Alpental bei Turin (Val di Susa),  
kann keine
anders lautende Hoffnung erwecken.

Wie die Mittelinks-Vorsteher von Prodi bis Fassino (Ein DS, also ein
Linksdemokrat, der sogar aus besagtem Tal stammt) mit der zuletzt im  
Susatal
wiederholt aufgetretenen Polizeigewalt und der drastischen  
militärischen und
polizeilichen Besetzung des Territoriums in Zusammenhang mit jenem  
Aufsehen
erregenden Widerstand im Turiner Hinterland umgehen, zeigt zum Beispiel
unmissverständlich, dass die Linksliberalen und erst recht die  
Bündnispartner
vom linken Flügel der Mitte weiterhin für nen reichlich strammen
innenpolitischen Kurs stehen. Das ist aber, genauer gesehen, nichts  
Besonderes.
Auch Rot-Grün hat innenpolitisch ja nicht gerade liberaler als Schwarz
gehandelt. Nichts spricht dafür, dass es in Italien anders laufen  
sollte.

Dagegen, dass Genua als Wahlkampf-Thema dafür sorgen könnte, dass  
die laufenden
Verfahren wieder ? und möglichst ?anders? als bisher - Gegenstand  
einer echten
gesellschaftlichen Auseinandersetzung werden, spricht aber auch noch  
etwas
anderes, das unter kritischen und erst recht linken Beobachtern der  
aktuellen
Entwicklungen eigentlich nicht ohne Berücksichtigung bleiben sollte:  
Die
damaligen G8 Sicherheitsstrukturen von internationalem Lagezentrum  
bis Rote
Zone samt Vorarbeiten von Schwarze Listen Transfers bis Black Bloc  
Propaganda
kamen nämlich UNTER DEN LINKSDEMOKRATEN zustande - und das klein-Genua
einschließlich eines klein-Bolzaneto in Neapel am 11. März 2001 fand  
sogar
komplett, also nicht nur als Konzept, sondern auch unmittelbar als  
Einsatz,
unter einer linksdemokratischen Regierung statt.

Berlusconi kam seinerzeit erst kurz vor dem G8 auf seinen Sessel.  
Dies ganz
objektiv, auch wenn er und seine Partner deshalb nicht bessere  
Menschen sind
und in den wenigen Wochen unter Berlusconi vor Genua durchaus noch  
manches
passierte. Gerade jenes klein-Genua in Neapel und Genua selbst könnten
jedenfalls für einige Komponenten des jetzigen Wahlbündnisses gegen  
den Chef
von Forza Italia durchaus einen möglichen Grund darstellen, um -  
Wahlkampf und
Druck von Rifondazione Comunista, zivilgesellschaftlichen Gruppen und
Bewegungen hin oder her - nicht wirklich auf Genua setzen zu wollen,  
weil wohl
oder übel zuviele der eigenen Leute angesichts dieser Tatsachen ja  
irgendwie
darin verstrickt sein müssen.

[indymedia.de, von nichtsowichtig - 14.01.2006 00:42]

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17 [gipfelsoli] Heiligendamm
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- PDS über G8-Gipfel uneinig
- Rostocks Polizei-Chef leitet G8-Absicherung
- Sorgen wegen des G8-Gipfels
- Zigtausende G 8-Gegner erwartet
- Heiligendamm bleibt für alle offen
- Handzettel gegen gesperrte Stadt
- Tourismusverein gegen Abgrenzung in weißer Stadt
- Wellen in weißer Stadt schlagen höher

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PDS über G8-Gipfel uneinig

06.01.2006

Banzkow (dpa) Die PDS-Landtagsabgeordneten haben zum Thema G8-Gipfel  
2007 in
Heiligendamm keine einheitliche Haltung. "Die Einschätzung über Sinn  
und Zweck
des Gipfels gehen weit auseinander und reichen von Imagegewinn für  
das Land bis
hin zum Aufruf zum zivilem Ungehorsam", sagte der innenpolitische
Fraktionssprecher, Peter Ritter, gestern auf der Klausurtagung der  
Fraktion in
Banzkow (Kreis Parchim). Es gehe beim G8-Gipfel um mehr, als  
Gastgeber zu sein
für die "selbst ernannte Weltregierung". Organisationen wie der  
Internationale
Währungsfonds und die Weltbank seien umfassend zu demokratisieren.

Ostseezeitung


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Rostocks Polizei-Chef leitet G8-Absicherung

Der Leitende Polizeidirektor Knut Abramowski genießt das Vertrauen des
Innenministers. Er bereitet sich bereits jetzt auf den G8-Gipfel im  
Jahr 2007
vor, wenn die höchste Sicherheitsstufe ausgerufen wird.

05.01.2006

Steintor-Vorstadt Höchste Geheimhaltungsstufe in der Polizeidirektion  
Rostock.
Dort ist deren oberster Chef, der Leitende Polizeidirektor Knut  
Abramowski, per
1. Januar 2006 von Innenminister Gottfried Timm (SPD) mit der Führung  
aller
Aufgaben, die im Zusammenhang mit der Planung, Vorbereitung,  
Durchführung sowie
Nachbereitung des polizeilichen Einsatzes anlässlich des  
Weltwirtschaftsgipfels
G8 in Heiligendamm im Jahr 2007 stehen, betraut worden. Abramowskis  
Diensträume
befinden sich jetzt in einer Sicherheitszone. Unter Leitung des 52- 
jährigen
Abramowski konnte die Kriminalität weiter gesenkt werden.

Unterdessen werden die Karten für die Führungskräfte in der Polizei  
kräftig neu
gemischt. Die bisherigen Aufgaben von Abramowski übernimmt während  
dieser Zeit
sein Vertreter in der Direktion, Kriminaldirektor Ernst-Helmut  
Qualmann. Der
59-Jährige Rostocker gilt als erfahrener Fachmann in der Behörde.

Die Polizisten indes haben den Vorgeschmack auf den  
Weltwirtschaftsgipfel
bereits seit längerer Zeit zu spüren bekommen. Besonders zu  
nächtlicher Stunde
fahren sie in Heiligendamm, wo das Ereignis stattfinden wird,  
regelmäßig und
mit Argusaugen Streife. Und auch im IGA-Park drehen sie bereits ihre  
Runden. In
der Hansemesse wird die Weltpresse beim G8-Treffen ja bekanntlich  
ihren Sitz
nehmen.

Ostseezeitung-Rostock


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Sorgen wegen des G8-Gipfels

14.12.2005

Bad Doberan - 2007 wird Heiligendamm Schauplatz des G8-Gipfels sein, des
Treffens der Repräsentanten der sieben wichtigsten Industrienationen  
und
Russlands. Mit allen Begleiterscheinungen wie außergewöhnlichen
Sicherheitsvorkehrungen und Protesten von Globalisierungsgegnern, die
eskalieren könnten. Was bei vielen Menschen in der Region bereits jetzt
Besorgnis hervorruft. Diese Sorgen packte der Doberaner  
Stadtvertreter Jochen
Arenz jetzt in sechs Fragen, die er Bürgermeister Hartmut Polzin in der
Stadtvertretersitzung vorgestern Abend überreichte. Der  
Bürgermeister sagte zu,
nach Konsultation der entsprechenden Stellen die Fragen zu  
beantworten. In dem
kleinen Fragen-Katalog geht es unter anderem darum, wer für Personen-  
oder
Sachschäden im Rahmen des G8-Gipfels haftet, wie mit den Bewohnern
Heiligendamms durch die Sicherheitskräfte umgegangen wird und wie die  
Situation
der Berufspendler in Doberan und Heiligendamm sein wird.

Ostseezeitung-Bad Doberan


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Zigtausende G 8-Gegner erwartet

08.12.2005

Kühlungsborn - Zum Weltwirtschaftsgipfel der so genannten G 8-Staaten  
2007 in
Heiligendamm werden rund um die Hansestadt Rostock zigtausende  
Demonstranten
erwartet. Dies wurde gestern bei einer Diskussionsrunde der  
Linkspartei.PDS im
Kühlungsborner Morada-Hotel verdeutlicht, an der auch Monty Schädel  
von der
globalisierungsfeindlichen Organisation attac und Kommunalpolitiker  
aus Bad
Doberan und Rerik teilnahmen.

Laut der Bundestagsabgeordneten Heidrun Bluhm müsse es darum gehen,  
die Proteste
zu koordinieren, "damit sie nicht eskalieren." Die Linkspartei sehe  
genau darin
eine ihrer Aufgabe und habe bereits Kontakte mit G 8-Gegner- 
Gruppierungen
aufgenommen. In Bundes- und Landtag werde die Partei zudem Anfragen  
einreichen,
um die Kosten "im Auge zu behalten." Bislang ist die Rede von 50  
Millionen Euro.

Die Linkspartei ist gegen den G 8-Gipfel - laut Bluhm, weil dabei  
"Staats- und
Regierungschefs ohne Legitimation durch ihre Parlamente" entscheiden.

Ostseezeitung-Bad Doberan


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Heiligendamm bleibt für alle offen

07.12.2005

Heiligendamm (dpa) Deutschlands ältestes Seebad Heiligendamm sollen  
weiterhin
alle Gäste ohne Einschränkungen besuchen können. Die  
Vertreterversammlung Bad
Doberans, zu der das Ostseebad gehört, stimmte gegen eine von der  
Kommune
angestrebte Schließung eines Weges vom Bahnhof zum Kempinski Grand  
Hotel. Die
Verwaltung hatte das Gebiet um die Luxushotel-Anlage, das Kurhaus und  
die
angrenzende Klinik zu einem Kurgebiet erklären wollen, das nur von  
Kur- und
Hotelgästen betreten werden darf. Damit wäre praktisch der  
historische Kern des
Ortes nicht mehr frei zugänglich gewesen.

In der Vergangenheit hatte es Klagen gegeben, weil sich Gäste des  
Hotels von
"aufdringlichen Tagesgästen" bedrängt fühlten. "Zu bestimmten  
Zeiten haben wir
Nutzungskonflikte", sagte Bad Doberans Bürgermeister Hartmut Polzin  
(SPD)
gestern. Es fügte hinzu: "Auch über Tagestouristen freuen wir uns in
Heiligendamm."

Ostseezeitung


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Handzettel gegen gesperrte Stadt

02.12.2005

Bad Doberan - Die Bürgerinitiative "Öffentlichkeit für  
Heiligendamm" hat
begonnen, Aufkleber und Handzettel gegen eine "gesperrte Stadt am  
Meer" zu
verteilen. Sie will damit auf die Möglichkeit hinweisen, dass weite  
Teile der
weißen Stadt am Meer zu einem Kurgebiet erklärt und damit für die  
Allgemeinheit
unzugänglich werden. Am Montag werden die Doberaner Stadtvertreter  
entscheiden,
ob ein solches Kurgebiet entstehen soll. Die Bürgerinitiative und die  
Fraktion
des Bürgerbunds hoffen, dass viele Doberaner den Stadtvertretern mit  
ihrer
Anwesenheit ein Signal geben, in welche Richtung die Entwicklung in
Heiligendamm gehen soll. Die Sitzung am Montag beginnt 18.15 Uhr.

Ostseezeitung-Bad Doberan


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Tourismusverein gegen Abgrenzung in weißer Stadt

28.11.2005

Bad Doberan - Der Doberaner Tourismusförderverein hat sich in einer
Stellungnahme gegen die geplante Abgrenzung eines Kurgebiets in der  
weißen
Stadt am Meer ausgesprochen. "Damit unsere Gäste jetzt vor einer  
verschlossenen
Stadt stehen, dafür haben wir der Entwicklung von Heiligendamm -  
sprich der
Hotelanlage - nicht über Jahre zugestimmt", heißt es in dem  
Schreiben. Die
Entwicklung Heiligendamms könne und dürfe nicht in die Richtung  
eines für die
Öffentlichkeit abgeschlossenen Ortsteils führen. Die Stadt habe  
bereits
genügend Zugeständnisse an die Entwicklungs-Compagnie Heiligendamm  
gemacht. Der
Tourismusförderverein wird seinen Widerspruch jetzt in einem offenen  
Brief an
den Bürgermeister und die Stadtvertreter bekunden.

Ostseezeitung-Bad Doberan


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Wellen in weißer Stadt schlagen höher

Der neu entbrannte Streit um die Öffentlichkeit in Heiligendamm hat  
die nächste
Ebene erreicht. Während die Investoren um Verständnis für  
Sperrungen werben,
plant eine Initiative Protest-Aktionen.

26.11.2005

Bad Doberan - Hans Schlag steht in einem Spielzimmer der Doberaner  
Awo-Kita "Uns
Windroos´" und tut, was er seit sieben Jahren tut: Wogen glätten. Im  
Raum sitzen
25 Leute; die Linkspartei lud zur öffentlichen Fraktionssitzung.

Das Thema ist brisant: Es geht um das "Konzept Seeheilbad  
Heiligendamm." Soeben
hat Landtagsabgeordnete Birgit Schwebs drei Minuten lang mit vielen  
Worten
gesagt, was sie von den neuesten Plänen der Entwicklungs-Compagnie  
Heiligendamm
hält: gar nichts.

Hans Schlag erwidert, er fühle sich "langsam als Delinquent." Seit  
mehr als
einer Stunde erklärt er, was die kurz ECH genannte Entwicklungs- 
Compagnie im
Auftrag der Investoren in Deutschlands erstem Seebad vorhat. Ein  
Kurgebiet soll
eingerichtet werden. Weite Teile der weißen Stadt wären dann für die
Allgemeinheit gesperrt. Nur Kur- und Hotelgäste hätten noch freien  
Zutritt.
weiterlesen

Ostseezeitung-Bad Doberan

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18 Tödliche Liebe im Nordirak
von: wadi.wien at gmx.at
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QUELLE: Neue Züricher Zeitung, NZZ am Sonntag, 15. Januar 2006

       Tödliche Liebe im Nordirak

       Wenn junge Kurden voreheliche Beziehungen eingehen, droht der
Ehrenmord

          In der Kleinstadt Kalak wurde im November ein junges,
unverheiratetes Paar ermordet, weil es mit seiner Liebe gegen  
Stammesrecht
verstossen hatte. Aber niemand verurteilt die Morde.

         Inga Rogg, Kalak

       Kein Stein. Keine Inschrift. Kein Bild. Nichts erinnert in  
Kalak an
das Schicksal von Nahlan Hassan Mohammed und Arselan Ismail Selim. Am  
17.
November wurden die beiden Jugendlichen, sie 15 und er 18 Jahre alt, von
einem Onkel Nahlans erschossen. Auf das Mädchen feuerte der Täter so  
oft,
dass ihr Gesicht völlig zerfetzt war. Als Nahlan starb, war sie im  
fünften
Monat schwanger - von Arselan. «Hätte er sie bloss geheiratet»,  
sagt der
örtliche Polizeichef Azwar Dizaei. «Dann hätte er der Familie die  
Schande
erspart.»


       Doch Arselan blieb stur. Wie Hohn und Spott muss es für Nahlan
geklungen haben, dass er ihr dabei auch noch vorwarf, sie sei ja  
jetzt keine
Jungfrau mehr. In der kleinen Welt von Kalak, wo jeder jeden kennt  
und die
Strassen selbst an Werktagen säuberlich gekehrt sind, war Nahlan nach
Bekanntwerden der Schwangerschaft eine Aussätzige. Sie hatte nicht  
nur ihren
Ruf, sondern auch den der Familie und des Stammes ruiniert. Darum  
musste sie
sterben.


       Obwohl der Mord an den Jugendlichen fast schon einer Hinrichtung
glich, würde Ahmed Mohammed Arab den Täter nie einen Mörder  
nennen. «Er war
im Recht», sagt Arab. «Hier ging es um die Ehre, das ist kein
Kavaliersdelikt.» Wie der Todesschütze ist auch der 51-jährige  
ehemalige
Peschmerga, wie die Unabhängigkeitskämpfer genannt werden, ein Onkel  
von
Nahlan. Die Häuser der beiden Familien liegen nur einen Steinwurf
voneinander entfernt. Doch obwohl Arab selbst Vater von vier Töchtern  
ist,
hat er für seine getötete Nichte wenig Mitgefühl. «Sie war ein  
dummes Ding»,
pflichtet ihm seine Frau bei. Viel mehr wird sie an diesem Tag nicht  
sagen.
Die meiste Zeit sitzen sie, Arabs Zweitfrau und die Töchter, nur  
schweigend
da.


       Ein Telefon bringt den Tod

       So wie Arab nimmt in Kalak kaum jemand Anstoss an dem Doppelmord.
Dabei kam es anschliessend zu einer Schiesserei zwischen den  
Familien, bei
der mehrere Personen verletzt wurden. Die Polizei brachte die Lage erst
unter Kontrolle, als sie mit amerikanischen Luftangriffen drohte.


       Das Schicksal von Nahlan ist kein Einzelfall. Oft reicht schon  
ein
falscher Blick oder ein verdächtiges Telefongespräch, um die Mörder  
auf den
Plan zu rufen. Seit Jahren machen sich kurdische Frauenrechtlerinnen  
gegen
die sogenannten Ehrenmorde stark. Dabei konnten sie erste Erfolge  
erzielen:
Das ehemalige Saddam-Recht, das Tätern bei sogenannten Ehrenmorden
weitgehende Straffreiheit gewährte, wurde reformiert. In Suleimaniya  
und
Erbil entstanden die ersten Frauenhäuser im Irak, die sich nicht  
zuletzt
dank der Unterstützung ausländischer Hilfsorganisationen wie des  
Frankfurter
Vereins WADI oder Norwegian People's Aid bis heute halten können. Die  
Zahl
der Ehrenmorde sank von mehreren Hundert in den neunziger Jahren auf  
einige
Dutzend in den letzten Jahren.


       Immer wieder entdecken Sozialarbeiterinnen Frauen, die halb  
verhungert
von ihren Familien in Ketten gelegt wurden. Gross ist weiterhin die  
Anzahl
der Frauen, die sich in ihrer Verzweiflung selbst verbrennen. «Wir  
stehen
erst ganz am Anfang», sagt Chilura Hardi. Vor fünf Jahren kehrte sie  
aus
England, wo sie 13 Jahre als Sekundarlehrerin arbeitete, nach Kurdistan
zurück. In Erbil leitet sie heute das Frauenzentrum Khatuzin. Mit einer
fahrenden Bibliothek, einer eigenen Zeitschrift und neuerdings einem  
eigenen
Radiosender will Khatuzin die Gleichberechtigung in Kurdistan  
vorantreiben.
Sie setze auf den langsamen Umbau von unten, sagt die 49-Jährige.  
Deshalb
lägen ihr die Diskussionsrunden mit Schülern, die sie kürzlich  
gestartet
hat, auch besonders am Herzen.

       Obwohl Kurdistan für Frauen im heutigen Irak, wo die  
Fundamentalisten
den Ton angeben, geradezu als Oase der Liberalität erscheint, müsse  
mehr für
die Verankerung von Frauenrechten getan werden, sagt Hardi. Ihr schwebt
dabei die Aufnahme eines Frauen-Grundrechte-Katalogs in die künftige
Landesverfassung vor. «So weit wird es wohl nicht kommen», sagt sie  
mit
einem Schmunzeln.


       In Kalak, keine 20 Kilometer westlich der Hauptstadt Erbil,  
klingen
Hardis Reden beinahe wie aus einer fremden Welt. Sie wäre froh, wenn  
es in
Kalak eine Einrichtung wie Khatuzin gäbe, sagt Chinar Said Sabri. Die
Offizierin ist die erste und bisher einzige Polizistin am Ort.  
«Vielleicht
hätten Nahlan und Arselan dann nicht sterben müssen», erklärt sie.  
Gegen das
ungeschriebene Gesetz der Stämme haben es die Ordnungshüter freilich  
schwer.


       Zahlen oder heiraten

       Deshalb bleibt der Mord an den beiden Jugendlichen trotz der
kurdischen Strafrechtsreform voraussichtlich ungesühnt. Gemäss einem
Beschluss der Stammesältesten haben die Familien von Arselan, Nahlan  
und
ihrem Onkel bis zum Frühjahr Zeit, den Konflikt gütlich beizulegen.  
Neben
Geldzahlungen kann dies für Mädchen aus der Familie des Mörders  
bedeuten,
dass sie mit einem Mann aus dem Clan seiner Gegner verheiratet werden.


       Ahmed Mohammed Arab kann daran nichts Verwerfliches finden.  
Wenn in
seiner Familie so etwas vorkäme, würde er nicht anders handeln.  
Dabei nimmt
er einen kräftigen Schluck von dem süssen Schwarztee, den seine Frau
serviert hat. Verschämt richten seine halbwüchsigen Töchter ihren  
Blick auf
den Boden. Keine wagt es, dem Vater zu widersprechen.



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19 Tschetschenien: Merkel in Moskau - Deutschland soll zum
Frieden beitragen
von: hans.bogenreiter at gfbv.at
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GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER
PRESSEMITTEILUNG Göttingen/Berlin, den 13.01.2005

Bundeskanzlerin Merkel in Moskau erwartet (16. 01.)
Die Menschenjagd in Tschetschenien geht weiter - Deutschland soll zum
Frieden beitragen

Anlässlich des Antrittsbesuches von Bundeskanzlerin Angela Merkel beim
russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau am kommenden Montag  
weist
die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf die fortdauernden
Kriegsverbrechen in Tschetschenien hin. Dort sind seit 1994 bis zu  
180 000
Menschen durch die Hand der russischen Armee und so genannter
Spezialeinheiten sowie durch Bombardements der Luftwaffe ums Leben  
gekommen.
Das ist nach Auffassung der GfbV und anderer internationaler
Menschenrechtsexperten gemäß der Konvention der Vereinten Nationen zur
Verhütung und Bestrafung des Völkermords Genozid.

"Die von Kanzlerin Angela Merkel geführte Bundesregierung hat die  
deutsche
Russlandpolitik erfreulicherweise modifiziert und begonnen, auch
Bürgerrechts- und Menschenrechtsprobleme anzusprechen", sagt der
GfbV-Generalsekretär Tilman Zülch. Die Menschenrechtsorganisation  
appelliert
an die Kanzlerin und an Außenminister Frank-Walter Steinmeier dazu
beizutragen, Frieden in Tschetschenien herzustellen. Die Politik der
Regierung Schröder/Fischer habe sich dadurch ausgezeichnet, dass sie  
keinen
ernsthaften Anlauf nahm, die kontinuierliche Menschenjagd in  
Tschetschenien
zu kritisieren. Die GfbV hatte seit 2000 immer wieder darauf  
hingewiesen,
dass diese vergangene Bundesregierung in jenem Jahr sogar eine  
Delegation
des BND in die völlig zerstörte tschetschenische Hauptstadt Grosny  
unter
Führung von August Hanning entsandte, als in deren Kellern nach dem
Bombardement durch die russische Luftwaffe noch unzählige Tote lagen.

Die GfbV-Tschetschenien-Expertin Sarah Reinke berichtet, dass das  
Grauen in
der kleinen Republik im Nordkaukasus noch immer andauert. "Es vergeht  
keine
Nacht, in der nicht Menschen von Spezialeinheiten aus ihren Häusern
verschleppt, in Folterkeller gesperrt, dort misshandelt und ermordet  
werden.
Auch Frauen und Kinder sind vor Entführungen nicht sicher." Der GfbV  
sind
zahlreiche Fälle von Verschleppung von Angehörigen mutmaßlicher
tschetschenischer Kämpfer bekannt. So sollen diese dazu bewegt  
werden, sich
zu stellen. Gerade in der Bergregion beschießt die russische Luftwaffe
Dörfer und Waldgebiete.

Menschenrechtsverteidiger, Journalisten und Angehörige von
Hilfsorganisationen werden an ihrer Arbeit gehindert, bedroht,  
verhaftet.
Mindestens 13 Menschenrechtler wurden seit 2000 ermordet. Auch  
Personen, die
sich wegen der anhaltenden Straffreiheit von  
Menschenrechtsverletzungen in
Tschetschenien an den Europäischen Menschenrechtsgerichtshof in  
Straßburg
wandten, werden verfolgt und bedroht. Die humanitäre Lage ist  
katastrophal.
Die Hälfte der Neugeborenen kommt schon krank auf die Welt. Minen,
verseuchtes Trinkwasser, erhöhte Radioaktivität und fehlende sanitäre
Anlagen tragen weiter zu Erkrankungen bei. Wie folgende Beispiele  
zeigen,
waren auch die ersten Tage 2006 von schweren  
Menschenrechtsverletzungen und
dem Terror gegen die tschetschenische Zivilbevölkerung geprägt:

12.1.2006: In einem Land voller Minen wird ein 14-jähriger Junge in  
Grosny
durch die Explosion einer Mine schwer verletzt.

11.1.2006: Am frühen Morgen wird in einer Behelfsunterkunft für  
Flüchtlinge
in  Grosny von russischen Sicherheitskräften eine so genannte  
Säuberung
durchgeführt.

10.1.2006: Einwohner finden in ihrem Stadtteil von Grosny den  
Leichnam einer
Frau. Es soll sich um Raisa Dschudaeva handeln, die wenige Tage zuvor  
von
Sicherheitskräften aus dem Dorf Katajama verschleppt worden sein  
soll. Der
Leichnam ist von Kugeln durchsiebt.

6.1.2006:  Im Wald in der Nähe des Dorfes Kotar-Jurt finden Einwohner  
den
Leichnam des 50-jährigen Sultan Ustarchanov. Er war am 3.1. von einer  
Gruppe
Unbekannter in Tarnanzügen verschleppt worden. Sein Leichnam weist
zahlreiche Messerstiche auf, an denen er gestorben ist.

3.1./4.1.2006 In der Nacht dringen maskierte Angehörige der russischen
Sicherheitskräfte gewaltsam in das Haus der Familie Tschakajew im Dorf
Starye Atagi ein. Die fünf bis sechs Täter schlugen den alten  
Familienvater
und die Mutter vor den Augen ihrer Kinder zusammen. Sie verlangten  
von der
Familie, ihnen Waffen zu geben, durchwühlten den Haushalt und  
plünderten
Wertsachen und Geld.

31.12.2005: In der Nähe der Stadt Gudermes verschwinden die beiden  
Mädchen
Marcha Saburaeva und Ajschat.

31.12.2005: Drei Angehörige verschiedener Sicherheitskräfte und zwei
Zivilisten sterben am Silvesterabend durch einen Schusswechsel  
zwischen den
streitenden Sicherheitskräften, acht Passanten werden verletzt.

30.12.2005: Der 20-jährige Aslambek Supzuew stirbt durch einen  
Kopfschuss in
Grosny. Er war in ein Kreuzfeuer geraten, welches durch einen Streit
unterschiedlicher Einheiten der Sicherheitskräfte ausgelöst worden  
war.

30.12.2005: Der 16-jährige Aslambek Dschambulatov verliert durch einen
Minenunfall im Dorf Prigorodnoe ein Bein. Zwei weitere Personen, ein
20-Jähriger und ein fünfjähriges Kind, werden bei einem Minenunfall  
in der
Region Sunscha einige Tage später schwer verletzt.

Die Gfbv-Referentin für die GUS-Staaten, Sarah Reinke, ist am Freitag  
bis 14
Uhr und ab 17 Uhr, am Samstag von 8 Uhr bis 10 Uhr und ab 18 Uhr  
sowie am
Sonntag unter Tel. 0173 261 21 82 für Nachfragen erreichbar. Sonst  
können
Sie Kontakt aufnehmen mit dem GfbV-Generalsekretär Tilman Zülch  
unter Tel.
0151 153 09 888.
======================================================
Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
Inse Geismar, Pressereferentin
Postfach 2024, D-37010 Goettingen
Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028
E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de
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LINKS/HINWEISE

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20 Gefangennahme von AktivistInnen in USA
von: tate1728 at hotmail.com
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From: "tate gartensinger" <tate1728 at hotmail.com>
Subject: Gefangennahme von AktivistInnen in USA

Das ist der Link zu der Homepage die momentan erstellt wird und  
abgedated wird:

http://www.auburn3.org/.

Die 3 sind gestern vom F B I unter falschen
Anschuldigungen festgenommen worden.

Vielleicht könntet ihr das auf eurer hompage posten.
thanks a bunch - peace and smiles





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B)  TERMINE
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Montag
http://www.mund.at/butt/Termine/Januar/1601.htm

Dienstag
http://www.mund.at/butt/Termine/Januar/1701.htm

Mittwoch
http://www.mund.at/butt/Termine/Januar/1801.htm
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D) EDITORIAL
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* Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr *
* Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" *
* Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf *
* Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie.
Aber kurz und prägnant.*

Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine
Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und
rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch
stillschweigend Zensur zu üben.
Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge
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REDAKTIONELLES:

Diese Ausgabe hat Vlatka Frketic aus Einsendungen an
<widerstand at no-racism.net> zusammengestellt.
Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen)



Redaktionsschluss für diese Ausgabe: So, 24.00 Uhr


III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III
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III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III

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