widerst@nd MUND, Donnerstag, 12.1.2006

MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst analle at no-racism.net
Don Jan 12 07:59:10 CET 2006


widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst

Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr
www.no-racism.net/mund


Donnerstag, 12.1.2006



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A) INHALT
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AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN
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01  CALL FOR SUBMISSIONS: underdog filmfest 9.-12.3.06, wien
   von lisbeth at klingt.org 
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02   vier empfohlene termine von "redaktion grundrisse" <grundrisse at gmx.net>   
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03   Veranstaltung Fuer Frieden und Neutralitaet - gegen Militarismus
   von "Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering"
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04   Dance the Deviance (8. März) von frketic <frketic at gmx.at>
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05   Einladung zur Preisverleihung Di, 17.01 - RadioKulturhaus
   von <news at initiative.minderheiten.at>
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06   Wege nach Ravensbrück. Eine Ausstellung weiter denken
   von "Ökologische Linke" <OEKOLI_Wien at gmx.net>
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07   Irakische Jugendliche zu Besuch in Wien bei Frauen ohne Grenzen
   von "wadi wien" <wadi.wien at gmx.at>
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08   Kosovo: Steinmeier trifft UNMIK-Chef - Aktion in Berlin
   von "GFBV" <gfbv.austria at chello.at>
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09   Offener Brief an Wulff: Abschiebung nach Grosny verhindern!
   von "GFBV" <gfbv.austria at chello.at>
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10   Die Grenzen politischer Inszenierung
   von Zukunfts- und Kulturwerkstätte <LM.Sender at spoe.at>
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MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE
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11   Aktuelle Presseinformation zu Kamal Said Qadir
   von "wadi wien" <wadi.wien at gmx.at>
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12  GLB/Post/Börsengang/Privatisierung/ Gewerkschaft
   von "Gewerkschaftlicher Linksblock" <glb at aon.at>
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13   DIE ZEIT: Moslems unter Generalverdacht
   von "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" <dieinitiative at gmx.at>
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14  YC-PD: YC lehnt Börsengang der Post ab!
   von sozial punkt <sozial.punkt at kpoe.at>
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15   EU-Verfassung/Schüssel/Abfuhr/Stellungnahme/KPÖ
   von KPÖ Steiermark <kpoe_stmk at hotmail.com>
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16   Mosambik-Info 15, 11.01.2006
   von "Peter Pils" <peter-pils at chello.at>
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17   OPERATION SPRING - Ministerien antworten - Nachlese -
       Diskussionstermin - Festivalupdate - Kinoeinsatz
   von "Tristan Sindelgruber" <tristan.sindelgruber at chello.at>
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18   Klassenkämpfe Venezuela von "agm" <agm at agmarxismus.net>
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19   Zuwanderer oft überqualifiziert
   von "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" <dieinitiative at gmx.at>
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B) TEXTE
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AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN
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01  CALL FOR SUBMISSIONS: underdog filmfest 9.-12.3.06, wien
   von lisbeth at klingt.org 
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http://underdogfilmfest.org

Das underdog filmfest 2006 versteht sich als 
Schnittstelle von Mainstream Cinema
und subkulturellen Kontexten. Alle rechtzeitig eingesendeten Filme oder
Kurzfilme werden gezeigt. Einzige Zugangsbeschränkung obliegt auf Beiträge mit
rassistischen, sexistischen oder homophoben Inhalten, diese sind automatisch
von der Teilnahme exkludiert.
Im underdog filmfest 2006 gibt es keinen Preis zu gewinnen, Ziel dieses
Filmfestes ist es Ideen und Anregungen zu holen, sich auszutauschen und
Kontakte zu knüpfen.
In einem breit angelegten Rahmenprogramm, das sich aus Vorträgen, Workshops und
Diskussionsrunden mit Thematiken wie Überwachung, Copyright etc. zusammensetzt,
soll Wissenswertes vermittelt werden.

Das underdog filmfest 2006 beginnt am Donnerstag dem 9. März und findet bis
Sonntag dem 12. März an Orten verschiedenster Kultur und Kunstinitiativen
statt.

Einreichschluss für Filme ist der 31.1.06!
Einreichformular zum download auf http://underdogfilmfest.org

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      sent through klingt.org webmail       
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02   vier empfohlene termine von "redaktion grundrisse" <grundrisse at gmx.net>   
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liebe leserInnen, liebe interessierte,

eine wahre terminflut haben wir euch im jänner (13.,14.,20.,24.) anzubieten.
gleich vier beschäftigungen möchten wir euch für die nächsten tage und
wochen vorschlagen und bitten hiermit nachdrücklich um beachtung, nein,
vielmehr um aktivität!

Die Kurzfassung:
1. Freitag der 13.
2. revolution macht glücklich. jetzt organisieren!
3. Solidaritätsschmaus
4. Euromayday 2006 - und überhaupt!

mit besten gruessen
die grundrisse-redaktion

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F13:
Der kommende Freitag der Dreizehnte ist der 13. Jänner 2006, er fällt also
tatsächlich in den Fasching. Da der Karneval historisch betrachtet alles vom
Untersten ins Oberste kehrt, nehmen wir uns die Freiheit, an seine
rebellische Tradition anzuknüpfen und den öffentlichen Raum für unser
Treiben zu reklamieren. Alle interessierten Menschen, KünstlerInnen, Gruppen
und Projekte aus dem kulturellen und/oder sozialen Bereich und alle
Eigeninitiativen diskriminierter Gruppen bündeln an diesem Tag ihre Energien
um einen kurzen Moment des hetrogenen Aufstand zu spüren.
F 13 gehört niemanden, alle Gruppen bestimmen Ort, Tageszeit und Typus der
Aktivitäten am Freitag dem Dreizehnten selbst. Der Augustin als Teil des
sich bildenden F 13-Netzwerks denkt über einen subversiven Faschingsumzug
nach, an dem sich auch andere Gruppen; als soziale Figuren, als
Performanceprojekt, als Spaßguerilla oder als wandelnde Livemusik beteiligen
können.

Wir würden uns freuen, den alternativen Volksbrauch F 13 gemeinsam mit euch
von einem ungedrehten „Unglückstag“ zum anderen zunehmend unüberhörbar zu
machen.

Wann: Freitag, 13.Jänner.06 um 15:30
Wo: Margaretenplatz

Der F13 gehört niemanden. So ist auch der Karneval ein offener Raum der von
allen mit Ton und Farbe; Kampfgeist und Aktivismus; Widerspruch und Utopie
gefüllt werden soll. Es ist ein Tag der Selbstermächtigung und der
Solidarität.
Eine leckere VolxKüche, literweise Punsch, ein Kost-Nix-Laden auf Rädern,
laute Marchingbands und andere Straßenmusik vom Samba bis zum Tekkno, ein
?OpenMic, unzählige Performances und noch vieles mehr sind schon fix dabei.

Kommt als Clown oder in anderen Verkleidungen
Verlachen wir die Macht und
Holen wir uns das Leben, das uns allen zusteht!!!
reichtum für alle / bleiberecht überall / stoppt die überwachung /
freiräume verteidigen und erkämpfen / gegen arbeit(szwang) / ...!

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Revolution macht glücklich.
Jetzt organisieren!

Dies ist eine Einladung, gemeinsam über politische Organisierung jenseits
von Parteistrukturen zu diskutieren und diese auch in Angriff zu nehmen:

am Samstag, 14.1.2006
um 14 Uhr
im Amerlinghaus, Stiftg. 8, 1070 Wien

Netzwerke und autonome Knotenpunkte sind Bestandteil der gegenwärtigen
kapitalistischen Gesellschaft. Es ist an der Zeit gemeinsam darüber
nachzudenken, wie wir diese relative Autonomie im Sinne emanzipatorischer
Veränderungsprozesse ausnützen können. Orientieren wollen wir uns an den
emanzipatorischen Momenten der gegenwärtigen gesellschaftlichen
Entwicklung, die weder repräsentierbar noch delegierbar sind. Wir wenden uns
damit auch gegen identitäre Zuschreibungen sowie gegen alles, was Menschen
ausbeutet, unterdrückt und erniedrigt. Lustbetontes Handeln und die Frage
nach den Emanzipationspotenzialen darin sollen dabei als Maßstab
jeglicherverbindlicher Organisierung dienen.

Wie? Vielleicht in Form eines solidarischen Netzwerks mit plenarer
Koordination, autonomen Arbeitsgruppen und gemeinsamen politischen
Aktivitäten. Aber ohne „Glaubensbekenntnis“: Denn das Propagieren
bestimmter Wundermittel - von „demokratischem Zentralismus“ bis zu „eherner“
Programmatik - führt nicht zufällig zu internen Grabenkämpfen und
autoritären Mustern. Im Gegensatz dazu sollte eine Organisierung von den
alltäglichen Erfahrungen und der relativen Zeit- und Handlungsautonomie
aller an ihr Beteiligten ausgehen. Zum Austausch der jeweiligen Erfahrungen
und Vorstellungen sehen wir einem behutsamen Umgang miteinander,
Selbstkritik, Humor und Solidarität als probate Mittel.

Im Anschluss an eine einleitende allgemeine Diskussion wird es im Rahmen
von Workshops die Möglichkeit geben, Vorstellungen von Form und Inhalt
politischer Organisierung anhand konkreter Aspekte (wie z.B. „militante
Untersuchung“ oder „konkrete Protestformen“) zu bearbeiten. Der Debatte um
inhaltliche Eckpunkte politischer Organisierung soll ebenfalls Raum und
Zeit eingeräumt werden. Jede neue Idee sehen wir jedenfalls als
Bereicherung!

Dies ist also ein Angebot an alle InteressentInnen, gemeinsame Strukturen
und politische Aktivitäten zu entwickeln - und vergessen wir nicht das
Motto der klugen Pinguine: Niemals alleine Losschwimmen!

Wien, im Dezember 2005

...................

Eckpunkte zur Diskussion um Organisierung:

Revolution macht glücklich. Und wie?

die folgenden eckpunkte sind kein programm, sondern sollen vielmehr als
diskussionsgrundlage angesehen werden, von der aus ein laufender und
unabschliessbarer diskussionsprozess der selbstverständigung geführt werden
soll. dies ist ein aufruf dazu.

Wir streben die Überwindung der Herrschaft des Menschen über den Menschen
an. Kapitalismus und Patriarchat, imperialistische Kriege, Rassismus und
religiöse Fundamentalismen sehen wir als Haupthindernisse für die
Verwirklichung einer herrschaftsfreien gesellschaftlichen Ordnung auf
globaler Ebene, in der Differenzen in Freiheit gelebt werden können.

Die Prekarisierung sämtlicher Arbeits- und Lebenszusammenhänge stellt uns
vor besondere Herausforderungen. Wie können wir die Vereinzelung und
Kapitalisierung unserer Leben durchbrechen ohne auf vereinheitlichende und
disziplinierende Organisationsstrukturen zurückzugreifen? Wie können wir
vor dem geschichtlichen Hintergrund gescheiterter Emanzipationsprojekte auf
formale Hierarchien verzichten und informelle Hierarchien vermeiden?
Kollektives „fragendes Voranschreiten“, verbindliche Absprachen,
gegenseitiges Vertrauen, offene Diskussionen und Kritikfähigkeit eröffnen
eine andere Perspektive.

Im Gegensatz zur Orientierung an staatlichen und semi-staatlichen
Organisationen ebenso wie zur Form der repräsentativen Demokratie und den
Versuchen, mittels Lobbyarbeit Reformen durchzusetzen, zielen unsere
Aktivitäten auf autonome Selbstorganisierung, direkte Aktion und die
Anerkennung unterschiedlicher Widerstandsformen ab. Theoretische Reflexion
steht dazu nicht im Widerspruch, sie ist vielmehr „begleitende
Notwendigkeit“, nicht zuletzt hinsichtlich der Unabgeschlossenheit und
Unabschließbarkeit emanzipatorischer Prozesse.

Wir verstehen uns als Teil der sozialen Bewegungen. In einer Koordination
vielfältiger Aktionsformen sehen wir die Möglichkeit verstärkter
Sichtbarmachung linksradikaler Politik. Gegen Parteiunwesen und Disziplin
setzen wir auf lustbetonte Radikalität. Die Verbindung der eigenen Lebens-
und Arbeitszusammenhänge mit politischen Aktionsformen soll dabei im
Zentrum stehen.

Revolution macht glücklich. Und wie.

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Mhh, Solidarität, lecker!

die redaktion der grundrisse.zeitschrift für linke theorie, debatte &
maßlosen revolutionären hedonismus - vulgo „wohlfühltruppe“ - lädt nach
längerer verdauungspause wieder einmal zum nicht einmal vorletzten
abendmahle:

multituden von delikatessen gegen das empire der abstinenz!

freitag, 20. jänner 2005, ab 18.30 uhr,  martinstrasse 46, 1180 wien
(u6-akh), und nicht vergessen:
wer zu spät kommt, die bestraft der leere tisch!

der reinerlös kommt mehr oder weniger dem österreichischen staat zu gute -
und zwar in form von zu bezahlenden - nein nicht spenden, steuern, sondern:
strafen, mit denen genossInnen des revolutionären aufbegehrens seitens der
verrotteten klassenjustiz belegt wurden. also: auf auf - und mindestens 30
eurilein einpacken! dafür gibt´s dann:

* Tomatengelee mit Pernod & Garnelen, dazu Apfel-Stangenselleriesalat mit
frittierten Datteln (veg/nonveg)
* Apfelsuppe mit geräucherter Gänsebrust  (veg/nonveg)
* geschmorter Radicchio mit Apfel-Chutney  veg
* Umbrisches Schweinefilet (mit Leber, Schinken, Kapern pipapo) (hardcore
nonveg)
* Salat mit Wildreis & rotem Reis, Blutorangen usw.  (veg)
* Gewürzpudding mit Birnenspalten in Rotwein & Kürbiskernparfait mit
Himbeersause (eh kloa)

Kleinere vorspeisen sind im übrigen nicht ausgeschlossen, wie z.b.:

Serrano-Marillen mit Feta in Zitronenöl und Oliven-Shortbread
Birnen - Roquefort - Törtchen
Lachs im Teigmäntelchen, gem. mit Ingwer, kandiertem Ingwer, Sumach,
Ribiselgelee
Feigenrollen in Reispapier mit Pecorino

dazu werden sich auch erlesene getränke nicht vermeiden lassen.

um anmeldung per mail (unter dieser adresse) wird dringend gebeten!

es freut sich schon
die superwohlfühlredaktion


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Euro-MayDay-Parade 2006 Wien!

Die Prekarisierung der Arbeits- und Lebensverhältnisse schreitet munter
voran. Aber nicht nur diese: Auch 2006 wird es am 1. Mai wieder eine
MayDay-Parade in Wien geben. Da diese allerdings nur so toll wird, wie die
Mitwirkenden und -werkenden eben sind, ist dies bereits jetzt ein lauter
Auf- und Ausruf, auch MayDay zu sein!

- Bildet Banden oder was auch immer!
- Seid dabei!
- Mayday ist nicht nur am 1. Mai!
- Es geht um unser Leben!
- Wir wollen alles!
- U.v.a.m.

Wir laden alle Interessierten deshalb zur Vorbereitungsgala Vol. 1 inkl.
Film, thematischen Inputs, Diskussion und Musik

Wann: Dienstag, 24. Jänner 2006, 19.00 Uhr
Wo: Netbase, Neustiftgasse 17, 1070 Wien


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imperator: "ich verspüre eine erschütterung der macht!"
darth vader: "auch ich fühle so."

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03   Veranstaltung Fuer Frieden und Neutralitaet - gegen Militarismus
   von "Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering"
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Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,

gerne leite ich die Einladung der Initiative für eine sozialistische Politik
der SPÖ zur

Gedenkfeier für Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht,
die heuer unter dem Motto
FÜR FRIEDEN UND NEUTRALITÄT - GEGEN DEN MILITARISMUS
steht,

weiter.

Mit solidarischen Friedensgrüßen!

Alois Reisenbichler



ISP-INFO
<http://www.initsoz.org>www.initsoz.org

EINLADUNG
zur Gedenkveranstaltung aus Anlass des Jahrestages der Ermordung von ROSA
LUXEMBURG und KARL LIEBKNECHT durch die Reaktion.

Es laden ein zur
ROSA LUXEMBURG - KARL LIEBKNECHT - GEDENKVERANSTALTUNG

SPö-Wiener Bildung, SPö Bildung Rudolfsheim-Fünfhaus, Ottakring und Hernals,
Sozialdemokratische Freiheitskämpfer Ottakring und Hernals, Initiative für
eine sozialistische Politik in der SPÖ.
Junge Generation in der SPÖ Wien, Junge Generation Neubau, Ottakring und
Hernals, Sozialistische Jugend Leopoldstadt, Alsergrund und Ottakring

16. JÄNNER 2006, 19.OO UHR
16., Liebknechtgasse 34, Saal der SPÖ Sandleiten

Podiumsdiskussion zum Thema:
FÜR FRIEDEN UND NEUTRALITAT - GEGEN MILITARISMUS
Historische und zeitgenössische Kritik des europäischen Militarismus
Historische Kritik: Prof. Hugo PEPPER
Es diskutieren: Gerald OBERANSMAYER
Werkstatt Frieden und Solidarität, Linz
Josef BROUKAL - Abg. z. NR der SPÖ
Moderation: Wolfgang MARKYTAN
Sozialdemokratische Freiheitskämpfer Hernals



Fritz Keller / Stefan Kraft,
(Herausgeber des Buchesl ROSA LUXEMBURG, Denken
und Leben einer internationalen Revolutionärin, ISBN 3-
8s371-232-O)
zitieren in ihrem Vorwort einen Bericht der Polizeidirektion München aus dem
Jahr 1913:
"Die Rosa LUXEMBURG spielt in der sozialdemokratischen Bewegung eine große
Rolle und gehört zur radikalen Richtung.
Im Besitz einer ungewöhnlichen Bildung entfaltet sie für ihre politische
Anschauung auf schriftstellerischem Gebiet sowie als
Versammlungsrednerin eine äußerst rege Tätigkeit und hetzt dabei in
fanatischer Weise zur Propaganda der Tat auf, das heißt
zum Umsturz der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung auf revolutionärem Weg
unter Anwendung der schlimmsten
Mittel. "
Rosa Luxemburg galt der herrschenden Klasse Deutschlands als so gefährlich,
dass sie im Jänner 1919 auf Befehl des SPD-Ministers Gustav Noske gemeinsam
mit ihrem Kampfgefährten Karl LIEBKNECHT in Berlin ermordet wurde.

Alois Reisenbichler
1110  Wien, Schneidergasse 15/9, Telefon (043-664) 39 51 809
E-Mail: 
<mailto:stadtteilzentrum at simmeringonline.at>stadtteilzentrum at simmeringonline.at, 
<mailto:Alois.Reisenbichler at reflex.at>Alois.Reisenbichler at reflex.at
Homepage in Arbeit: <http://www.reisenbichler.at.tf>www.reisenbichler.at.tf
Lieblingshomepage: <http://www.hiroshima.at>www.hiroshima.at


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04   Dance the Deviance (8. März) von frketic <frketic at gmx.at>
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Dance the Deviance!

Am 8. März 2006 soll ein SPECIAL EVENT Devianter IdentitätsWarriors die
Herzen für Kommunikation öffnen. B a Part of It!

Different histories, genders, cultural signs, ages, classes, desires,
sexualities

Celebrate your own business!

Hast du Lust, dann!

Join in first meeting

18. Januar 2006 /19 Uhr/ Rüdigerhof

persson / josh  / vlatka
Feiertagskommitee


Dance the Deviance!

We want to celebrate a spezial event for DEVIANCE IDENTITY WARRIORS 
on March
08, 2006!
We want to open up our hearts for communication!

Be a part of it!

Different histories, genders, cultural signs, ages, classes, desires,
sexualities...

Celebrate your own business!

Feel free to check it out and join in first meeting:

January 18, 2006 / at 7 pm / Rüdigerhof

Persson / josh / vlatka

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05   Einladung zur Preisverleihung Di, 17.01 - RadioKulturhaus
   von <news at initiative.minderheiten.at>
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Liebe FreundInnen von Radio Stimme!

So eine schwierige Situation hatten wir noch nie 
zu bewältigen. Was gibt es für ein kritisches 
Medium schlimmeres, als hochoffiziell einen Preis 
verliehen zu bekommen? Wir werden den Radiopreis 
der Erwachsenenbildung natürlich ablehnen - nein, 
nicht diesen, sondern den nächsten, vielleicht.

Dieses Mal haben wir uns korrumpieren lassen und 
möchten Euch herzlich dazu einladen, uns am 17. 
Jänner um 18.30 im RadioKulturhaus mit Tomaten zu 
bewerfen (oder uns auch einfach nur zu 
gratulieren).

Das RadioKulturhaus (eine ORF-Bastion!) befindet 
sich in der Argentinierstraße 30a, 1040 Wien. Die 
preisvergebenden Veranstalter bitten um 
Voranmeldung unter der Wiener Nummer 2164226 
(http://oe1app1.orf.at/index.php/show,31748,filter,6.html).

Eurer Radio Stimme Team

******

-> Neu: Radio Stimme jetzt auch in Kärnten.
Seit Jahresbeginn wird Radio Stimme nun auch in 
Kärnten auf Radio AGORA ausgestrahlt. Sendezeit 
ist Donnerstag, 19.00 Uhr - http://www.agora.at

******

-> aus der Mailinglist austragen?
leeres Mail bitte an radio.stimme_news-unsubscribe at initiative.minderheiten.at

*****

--
Radio Stimme – Die Sendung der Initiative Minderheiten
Das politische Magazin zu den Themen Minderheiten 
- Mehrheiten - Machtverhältnisse

on air:
Wien - Do, 13.00 Uhr - Orange 94.0 - http://www.orange.or.at
Innsbruck - Do, 12.00 Uhr - FREIRAD - http://www.freirad.at
Kaernten - Do, 19.00 Uhr - Radio AGORA - http://www.agora.at
Graz - Sa, 19.00 Uhr - Radio Helsinki - http://www.helsinki.at
Linz - So, 11.00 Uhr - Radio FRO - http://www.fro.at

on line:
weltweit - jederzeit - http://www.initiative.minderheiten.at





*****
Newsletter der Initiative Minderheiten
Gumpendorfer Straße 15/13
A-1060 Wien
Tel. 586 12 49-18
Fax 586 82 17
http://www.initiative.minderheiten.at
http://www.gastarbajteri.at


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06   Wege nach Ravensbrück. Eine Ausstellung weiter denken
   von "Ökologische Linke" <OEKOLI_Wien at gmx.net>
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Wege nach Ravensbrück. Eine Ausstellung weiter denken

Neubearbeitung im aktuellen Kontext des „Vermächtnisses“

18.1. bis 17.2.2006 in der Galerie der IG Bildende Kunst in Wien
Projektgruppe: Katrin Auer, Daniela Gahleitner, Sylvia Köchl und Christa
Putz

Im November 1999 wurde die Ausstellung “Wege nach Ravensbrück. Erinnerungen
von österreichischen Überlebenden des Frauenkonzentrationslagers” in Wien
eröffnet. Die Ausstellung wanderte bis März 2003 durch Österreich und wurde
danach demontiert und verstaut. Für Jänner 2006 ergab sich nun die
Möglichkeit, die Ausstellung in der Galerie der IG Bildende Kunst in Wien
noch einmal in einer Neubearbeitung zu zeigen. Im Mittelpunkt stehen dabei
Lebensgeschichten von Überlebenden und im KZ Ermordeten, ergänzt um die
Geschichte der Ausstellung selbst und offenen Fragen nach dem Umgang mit
einem Vermächtnis, das die Lagergemeinschaft Ravensbrück aktuell an Frauen
der nächsten Generationen übergeben hat.

Die “alte” Ausstellung beschäftigte sich mit den Biografien von neun Frauen,
die in das nationalsozialistische Frauen-KZ deportiert wurden, überlebten
und von denen acht Ende der 1990er Jahre im Rahmen eines Forschungsprojekts
interviewt und gefilmt worden waren. Aus unterschiedlichsten Gründen, als
Jüdin, Kommunistin, Lesbe, Kärntner Slowenin, Romni, Sintezza, Zeugin
Jehovas, Partisanin oder Geliebte eines polnischen Zwangsarbeitern, wurde
Ravensbrück, die “Hölle der Frauen”, zur einzigen Gemeinsamkeit in ihrem
Leben. Nach der Befreiung sahen sie sich durchgängig mit Ignoranz
konfrontiert, mit einem lähmenden und verletzenden Schweigegebot, viele
sogar mit fortgesetzter Diskriminierung, Ausgrenzung und Kriminalisierung.
Manche wurden nie, andere erst viel zu spät als Opfer der Nazi-Verfolgung
anerkannt. Einige wiederum setzten den antifaschistischen Kampf zum Teil bis
heute fort.

Eine solche, auf Interviews und Zusammenarbeit mit Überlebenden beruhende
Arbeit wäre heute, nur 6 Jahre nach ihrer Entstehung, kaum mehr möglich. Die
Hälfte der portraitierten Frauen ist - wie viele andere der interviewten
Frauen - inzwischen verstorben. Mittlerweile hat auch die Organisation der
Überlebenden, die österreichische Lagergemeinschaft Ravensbrück, die Leitung
des Vereins an jüngere Frauen übergeben. So ist vielfach diese kurze
Zusammenarbeit auch für uns jüngere Frauen schon Geschichte, die wir
trauernd zur Kenntnis nehmen müssen. Das Sterben der Überlebenden
konfrontiert uns mit dem drohenden Ende der erzählten Geschichte von Frauen
über Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus. Gleichzeitig haben
uns die Überlebenden aber auch ein Vermächtnis übergeben, das uns beauftragt
und ermächtigt, weiter zu erinnern und auch politisch zu handeln. Diese
schwierige Situation greifen wir in der Neubearbeitung der Ausstellung auf
und stellen sie in den Kontext offener und unbeantworteter Fragen.

Wege nach Ravensbrück. Eine Ausstellung weiter denken
Ausstellungseröffnung: Mi 18.1.2006, 19h
Dauer: 19.1.-17.2.2006, Di - Fr 13.00 - 18.00
Galerie der IG Bildende Kunst
Wien, Gumpendorfer Straße 10-12
www.igbildendekunst.at




Für Rückfragen:
Sylvia Köchl
koechl at malmoe.org


Begleitprogramm
Beginn jeweils um 19 Uhr

Do, 26.1.2006, 19h, Lesung
Gabriela Schmoll: Ah, was wir da erlebt haben an verdrehten Gehirnen!
Erzählungen von Überlebenden des Konzentrationslagers Ravensbrück über das
Zurückkehren nach Österreich

Nach der Befreiung der Konzentrationslager oder der Entlassung aus dem Lager
versuchten alle Überlebenden möglichst schnell in ihr Herkunftsland, ihre
Heimatstadt oder ihr Heimatdorf zu gelangen. Die Freude über das
Zurückkehren wich bald anderen Gefühlen. Viele erfuhren erst jetzt von der
Ermordung oder dem Tod von Familienangehörigen oder FreundInnen, wurden wie
Fremde teilnahmslos oder feindselig empfangen und waren mit der Zerstörung
sozialer Zusammenhänge und materieller Güter konfrontiert. So teilten viele
Überlebende nachhaltig Erfahrungen von Isolation und Schuldgefühlen,
gesundheitlichen und materiellen Schwierigkeiten und erlebten in ähnlicher
Weise die Unmöglichkeit, am ganz „normalen“ Leben im Österreich der
Nachkriegszeit teilzunehmen. Die Lesung bringt aus den Lebenserzählungen
weiblicher Überlebender des Konzentrationslagers Ravensbrück diese geteilten
Erfahrungen, aber auch unterschiedliche Möglichkeiten damit umzugehen zur
Sprache.

Gabriela Schmoll lebt und arbeitet als Schauspielerin in Wien und ist seit
1994 aktives Mitglied der Lagergemeinschaft Ravensbrück und FreundInnen.


Do, 2.2.2006, 19 h, Werkstattbericht und Diskussion
Bernadette Dewald/Gerda Klingenböck VideoArchiv Ravensbrück: Konfrontation
Erzählung

Das Oral History-Projekt „VideoArchiv Ravensbrück“ hat sich zur Aufgabe
gesetzt, die Lebenserzählungen möglichst vieler Österreicherinnen, die das
Konzentrationslager Ravensbrück überlebt haben, auf Video aufzuzeichnen.
2003 ist aus diesem Projekt der Dokumentarfilm „Vom Leben und Überleben“ (A
2003, 110 min) hervorgegangen, der seither in einigen österreichischen
Städten und Orten und in der Gedenkstätte Ravensbrück gezeigt worden ist.
Wie wurde der Film, der sich in der Konzeption ausschließlich auf die
Erzählerinnen konzentriert und dazu ein auch im Jahr 2003 noch verdrängtes
Stück Zeitgeschichte behandelt, vom Publikum aufgenommen? Welche Probleme
gab es bei der Planung und Durchführung des Projekts? Die beiden
Filmemacherinnen berichten über die Produktionsbedingungen, die Rezeption
der Erinnerung der „Ravensbrückerinnen“ auf „der Leinwand“ und über
Reaktionen auf die Konfrontation mit ihrer Erzählung. An Hand von
Videoausschnitten und Erfahrungen mit einem visuell ebenfalls von den beiden
konzipierten Projekt - der Videoausstellung „Mauthausen erzählen“ - sollen
außerdem Themen und Probleme des filmischen Umgangs mit Oral History
behandelt und gemeinsam mit dem Publikum diskutiert werden.
Infos: www.videoarchiv.ravensbrück.at

Bernadette Dewald, Mag.a Absolventin der Hochschule für Angewandte Kunst in
Wien, Videokünstlerin und Filmemacherin, Mitglied der Lagergemeinschaft
Ravensbrück und FreundInnen.

Gerda Klingenböck, Mag.a Historikerin, Filmemacherin, derzeit am Institut
für Zeitgeschichte der Universität Wien im Schwerpunkt Visuelle Zeit- und
Kulturgeschichte, im Vorstand der Lagergemeinschaft Ravensbrück und
FreundInnen.


Do, 9.2.2006, 19h, Werkstattbericht und Diskussion
Helga Amesberger/Brigitte Halbmayr: Forschungsprojekt Namentliche Erfassung
der ehemaligen Inhaftierten im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück

Auch 60 Jahre nach der Befreiung des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück
steht noch immer nicht fest, wie viele Österreicherinnen und Österreicher
dort inhaftiert waren. In der Literatur wird meist von 800 bis 1.000
ÖsterreicherInnen in Ravensbrück ausgegangen. Bereits nach einer
sechsmonatigen Recherche wissen wir, dass die Anzahl der ÖsterreicherInnen
mindestens doppelt so hoch war. In unserem Werkstattbericht werden wir von
den bisherigen Recherchen, von den Erfolgen und Schwierigkeiten (z.B.
Finanzierung, Datenlage) erzählen und den Gründen für die niedrige
offizielle Verfolgtenzahl nachgehen. Zudem wollen wir einen Überblick zu den
verschiedenen Verfolgungsgründen sowie über die Sozialstruktur der
verfolgten Frauen und Männer geben.

Helga Amesberger, Mag.a Dr.in Studium der Ethnologie, Soziologie und
Politikwissenschaft, derzeit als Sozialwissenschafterin am Institut für
Konfliktforschung (Wien), Schwerpunkte: Rassismus, Rechtsextremismus,
Nationalsozialismus und Holocaust, feministische Forschung.

Brigitte Halbmayr, Mag.a Dr.in Studium der Soziologie und
Politikwissenschaft, derzeit am Institut für Konfliktforschung (Wien),
Schwerpunkte: Frauenforschung, Rechtsextremismus; Nationalsozialismus und
Holocaust, Vorurteils- und Rassismusforschung.


Fr, 17.2.2006, 19h, Werkstattbericht und Diskussion
Ausstellungsarbeit mit Lebensgeschichten

Katrin Auer, Daniela Gahleitner, Sylvia Köchl und Christa Putz

Die Ausstellung „Wege nach Ravensbrück“ aus dem Jahr 1999 basierte
wesentlich auf der Kooperation mit Frauen, die das Konzentrationslager
überlebt hatten und ihren Erzählungen, die parallel im Rahmen eines
Forschungsprojekts aufgezeichnet worden waren. Grundlage der
Ausstellungsarbeit wurden daher einerseits lebensgeschichtliche Interviews,
private Dokumente und Fotos, andererseits Recherchen zu den jeweils
wichtigen gesellschaftlichen Umständen der Verfolgung während der NS-Zeit,
aber auch des Lebensverlaufs nach 1945. Die Ausstellungsmacherinnen
empfanden die Arbeit als einen Kompromiss zwischen wissenschaftlicher
Recherche, der geeigneten Umsetzung für eine Ausstellung und dem Wunsch,
auch der Selbstsicht der Überlebenden gerecht zu werden. Was wurde wie und
warum ausgewählt, was weggelassen? Wie lässt sich aber auch das
Nicht-Gesagte in einer Ausstellung zeigen? Wie kann man die Leere ansprechen
oder repräsentieren, die durch die Ermordung im Lager, durch die
nationalsozialistische Vernichtungspolitik oder auch den frühen Tod von
Verfolgten nach 1945 entstanden ist? Welche Erinnerungen und Erzählungen
wurden in besonderer Weise auch nach 1945 zensuriert, verdrängt und
verweigert? Vier der ursprünglich sechs Ausstellungsmacherinnen geben anhand
ihrer Erfahrungen, von Protokollen und Vorarbeiten Einblick in ihre
Arbeitsweisen, stellen sich selbst noch einmal diese Fragen und setzen sich
mit den realisierten und unrealisierten Möglichkeiten der Ausstellung
auseinander.

Katrin Auer, Mag.a Politikwissenschafterin, langjährige Mitarbeiterin am
Institut für Konfliktforschung
Daniela Gahleitner, Mag.a Soziologin und Historikerin, Forschungsschwerpunkt
Gewalt gegen Frauen
Sylvia Köchl, Mag.a Politikwissenschafterin, Journalistin, Schwerpunkt
Umgang mit NS-Geschichte
Christa Putz, Mag.a Historikerin, als freiberufliche Historikerin u.a. in
der Historiker-Kommission tätig

--
Ökologische Linke (ÖKOLI)
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07   Irakische Jugendliche zu Besuch in Wien bei Frauen ohne Grenzen
   von "wadi wien" <wadi.wien at gmx.at>
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Im folgenden leiten wir eine Information und Einladung von "Frauen ohne
Grenzen" weiter, die gemeinsam mit Women for Women International einen
einzigartigen Workshop mit irakischen Jugendlichen in Wien organisieren
sowie zu einer Pressekonferenz am 30. Jänner, um 10 Uhr im Presseclub
Concordia, laden. (siehe auch attachment)

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PRESSE-INFORMATION vom 11.1.2006


„Irak - Jugendliche zwischen Horror und Hoffnung“

Konkrete Schritte in die Zukunft.
Ein Frauen ohne Grenzen Train-the-Trainer Workshop.

„Virtually, Iraqis had been in prison and then, all at once, they were set
free to face a new life that is totally different from their previous life
in prison. Iraqi youth is confused and possessed by a sense of l
oss...“(Khaldoun J. Ali, Gründer und Präsident der Hilfsorganisation Mercy
Hands)


Das Frauen ohne Grenzen Projekt „Irak - Jugendliche zwischen Horror und
Hoffnung“, gefördert vom Bundesministerium für Soziales, Generationen und
Konsumentenschutz, wurde im Frühjahr 2005 mit der Durchführung einer Umfrage
unter Jugendlichen, Eltern und LehrerInnen in Bagdad gestartet.

Angst, Unsicherheit, Orientierungslosigkeit, allgemeiner Stillstand,
Misstrauen. Mit diesen Schlagworten lässt sich das Leben der irakischen
Jugendlichen im Moment beschreiben. Trotz der schwierigen Situation, in der
die Jugendlichen leben, sind sie aber positiv und zukunftsorientiert. Sie
wollen aktiv am Wiederaufbau, an der Neu- bzw. Umgestaltung des Irak
teilnehmen.

Gemeinsam mit Women for Women International (www.womenforwomen.org) und dem
Rogner Bad Blumau organisieren Frauen ohne Grenzen die Entstehung eines
einzigartigen Workshop-Programms für Jugendliche im Irak, um ihnen im Rahmen
von After-School-Clubs Perspektiven und Vertrauen zu geben, ihre Identität
zu stärken und ihnen Mut und Instrumente zu geben, um sich aktiv an einem
demokratischen Irak zu beteiligen.

9 irakische MultiplikatorInnen, 6 Frauen und 3 Männer, werden vom 23. bis
29. Jänner im steirischen Bad Blumau am Train-the-Trainer Workshop „Step by
Step into the Future“
teilnehmen.


Geleitet wird der Workshop von Mag.a Eva Maria Gauss, dipl.
Sprechwissenschafterin mit den Forschungsschwerpunkten Genderthematik und
Debattentrainings und Mag. Armin Staffler, Theaterpädagoge für spectACT -
ARGE für politisches und soziales Theater und Fachbereichsleiter im
Theaterverband Tirol.

Am 30. Jänner findet um 10 Uhr im Presseclub Concordia (Bankgasse 8, 1010
Wien) eine Pressekonferenz mit allen TeilnehmerInnen statt.
Anmeldung und Info: Martina Handler und Elisabeth Kasbauer,
office at frauen-ohne-grenzen.org, Tel 01 533 45 51.

Diese AktivistInnen aus dem Irak stehen Ihnen beim Pressegespräch zur
Verfügung:

Khaldoun J. Ali, Mercy Hands, Bagdad
Ban M. Farid, Al-Mustaqbal Organisation for Women, Bagdad
Rana H. Getan, Frauen ohne Grenzen, Irak/ Jordanien
Ahmed H. Gutan, Women for Women International, Bagdad/Amman
Nagham K. Hamodi, Iraqi Women Network, Al-Najaf
Khanim Rahim Latif, Asuda Organisation, Suleimanya
Amanj A. Muhammed, Asuda Organisation, SPEDA Organisation for youth
development, Suleimanya
Manal Omar, Women for Women International, Frauen ohne Grenzen, Bagdad/
Amman
Asmaa Y. Pauls, United Women’s League, Bagdad

Falls Sie Interesse an einem Exklusivinterview mit einem/r der
TeilnehmerInnen haben, können Sie unter office at frauen-ohne-grenzen.org eine
Liste mit Kurz-Biographien anfordern sowie einen Termin vereinbaren.
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08   Kosovo: Steinmeier trifft UNMIK-Chef - Aktion in Berlin
   von "GFBV" <gfbv.austria at chello.at>
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GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER
EINLADUNG zur MENSCHENRECHTSAKTION

Berlin/Göttingen, den 11.01.2006

Außenminister Steinmeier trifft UNMIK-Chef Jessen-Petersen
Nicht mit deutschem Geld! Menschenrechtsaktion gegen Zwangsumsiedlung
von Roma-Flüchtlingen auf Blei verseuchtes Gelände im Kosovo - 218
Kinder betroffen

Mit einer stillen Mahnwache wird die Gesellschaft für bedrohte Völker
(GfbV) am kommenden Donnerstag (12.Januar) während des Treffens von
Außenminister Frank-Walter Steinmeier mit dem UN-Sondergesandten für
Kosovo, Sören Jessen-Petersen, gegen die geplante Zwangsumsiedlung
von 560 Roma-Flüchtlingen protestieren. Die Flüchtlinge - unter ihnen
218 Kinder unter zehn Jahren - sollen nach dem Willen der
Übergangsverwaltung der Vereinten Nationen im Kosovo UNMIK aus drei
hochgradig mit Schwermetallen belasteten Lagern in unmittelbarer Nähe
einer Minenabraumhalde in eine nur 20 Meter entfernte Kaserne
umziehen. Das deutsche Außenministerium will den Umzug mit 500.000
Euro finanzieren, obwohl auch dieses Gelände verseucht ist.
Angehörige der französischen KFOR-Truppen, die dort nur wenige Monate
stationiert waren, hatten GfbV-Mitarbeitern vertraulich mitgeteilt,
dass sie wegen der Bleibelastung dringend gewarnt worden seien, in
den ersten Monaten nach ihrer Rückkehr Kinder zu zeugen. Die
Flüchtlinge jedoch mussten seit 1999 in den drei UN-Lagern ausharren.
120.000 der ehemals 150.000 Roma und Aschkali wurden seit 1999 von
albanischen Extremisten gewaltsam aus dem Kosovo vertrieben.

Die GfbV wirft der UNMIK vor, die Flüchtlinge - unter ihnen 218
Kinder unter zehn Jahren - seit 1999 wissentlich der extrem hohen
Belastung mit den tödlich giftigen Schwermetallen ausgesetzt zu
haben. Die Menschenrechtsorganisation hat immer wieder die
Evakuierung der Lager Cesmin Lug, Kablare und Zitkovac gefordert und
im vergangenen Oktober eine Untersuchungsdelegation mit dem
renommierten Umweltmediziner Klaus-Dietrich Runow zu den Flüchtlingen
gesandt. Die Ergebnisse seiner Untersuchungen waren erschreckend: Er
fand nicht nur die "höchste jemals in menschlichen Haarproben
nachgewiesene Bleibelastung". Er sagte auch voraus, dass vor allem
die im Lager geborenen Kinder der Roma irreversible Schädigungen des
Nerven- und Immunsystems sowie Störungen des Knochenwachstums und der
Blutbildung davontragen. Das ständige Team der GfbV im Kosovo
registriert seit langem ungewöhnlich viele Todesfälle und
Fehlgeburten.

Zu unserer spontan organisierten Menschenrechtsaktion

am Donnertag, den 12. Januar 2006, von 09.30 Uhr an
vor dem Auswärtigen Amt, Werderscher Markt, in Berlin

laden wir Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen von den
Bildredaktionen herzlich ein.

ACHTUNG BILDREDAKTIONEN: Wir werden neben Transparenten auch
großformatige farbige Bilder von Kindern aus den Lagern tragen, die
bereits unter schwerer Bleivergiftung leiden.
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Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
Inse Geismar, Pressereferentin
Postfach 2024, D-37010 Goettingen
Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028
E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de

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09   Offener Brief an Wulff: Abschiebung nach Grosny verhindern!
   von "GFBV" <gfbv.austria at chello.at>
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GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER
Offener Brief an den niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian
Wulff

Göttingen, 11.01.2006

DRINGEND: Abschiebung nach Grosny verhindern!

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,
Ihre Regierung will morgen erneut einen tschetschenischen Flüchtling
abschieben, der nach seiner Ablehnung 2001 keine andere Möglichkeit
sah, als in die Heimat zurückzukehren, dort verhaftet und misshandelt
wurde und dann noch einmal flüchtete.

In Tschetschenien sind 180 000 Menschen durch die Hand der russischen
Armee und Luftwaffe sowie von Spezialeinheiten ums Leben gekommen.
Menschenrechtsexperten bezeichnen das gemäß der Konvention der
Vereinten Nationen zur Verhütung und Bestrafung des Völkermords als
Genozid.

Die Politik der Regierung Schröder/Fischer zeichnete sich dadurch
aus, dass sie nicht den geringsten Anlauf nahm, um diese
kontinuierliche Menschenjagd zu kritisieren. Vielmehr entsandte die
vergangene Bundesregierung sogar eine Delegation des
Bundesnachrichtendienstes in die völlig zerstörte tschetschenische
Hauptstadt Grosny, als in deren Kellern nach dem Bombardement
unzählige Tote lagen. So wurde die bekannte "Achse Moskau-Berlin-
Paris" etabliert, die sich heute für den früheren Bundeskanzler
bezahlt macht.

Ihre Flüchtlingspolitik in Sachen Tschetschenien, sehr geehrter Herr
Ministerpräsident, hat aus diesem deutschen Fehlverhalten keinerlei
Konsequenzen gezogen. Der empfindsamere Teil Ihrer Wählerschaft, der
auch in unserer Menschenrechtsorganisation präsent ist, ist sehr
traurig darüber, auch über die Härte und Umbarmherzigkeit Ihres
Innenministers, die immer wieder ganze Menschengruppen im Lande
Niedersachsen empören - nicht zuletzt in Einzelfällen.

Es wäre doch nach den deutschen Erfahrungen, Verbrechen und Leiden
zwischen 1933 und 1950 selbstverständlich, mit Opfern von
Völkermordverbrechen anders umzugehen. Sie und Ihr Innenminister
werden morgen wieder riskieren, was dem am 16. November 2005 nach
Moskau aus Sachsen abgeschobenen 21-jährigen Herrn Jusuf Aliev, geb.
18.02.1983, widerfuhr: Wochenlang erhielten weder Eltern noch
Flüchtlingshelfer ein Lebenszeichen von ihm. Jetzt ist klar: direkt
am Moskauer Flughafen wurde er in der Kontrolle verhaftet. Er sitzt
nun in Grosny, im Bezirk Staropromyslowski im Gefängnis. In den
tschetschenischen Haftanstalten wird systematisch gefoltert, was
Herrn Schünemann bekannt sein müsste. Die Männer, die die Haft
überleben, kommen in der Regel als Invaliden, für immer geschädigt,
wenn sie Glück haben, irgendwann frei - häufig gegen Lösegeld.
Zumeist verschwinden sie für Jahre, die Täter werden nicht bestraft.

Die russische Menschenrechtlerin Svetlana Gannuschkina, Mitarbeiterin
der berühmten Organisation "Memorial", versucht bei seiner Befreiung
mitzuhelfen. Die Familie muss ihn freikaufen, weil in vielen Fällen
die verhafteten oder entführten tschetschenischen Knaben und Männer
die Haft nicht überleben.

Wir bitten Sie deshalb dringend, die Abschiebung in letzter Minute zu
stoppen und Herrn Murat Nakajew (zuständige Ausländerbehörde
Salzgitter, der im Moment in der Abschiebehaft in Hamburg-Fuhlsbüttel
festgehalten wird) eine Duldung zu erteilen.

Mit freundlichem Gruß, Ihr
Tilman Zülch

PS: Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich diesen Appell als
offenen Brief aussende.


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10   Die Grenzen politischer Inszenierung
   von Zukunfts- und Kulturwerkstätte <LM.Sender at spoe.at>
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  Zukunfts und Kulturwerkstätte	 
  Newsletter 1/2006
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FORM OHNE INHALT?

	Die Grenzen politischer Inszenierung



	Das politische Jahr 2006 ist einerseits 
bestimmt durch die EU-Ratspräsidentschaft 
Österreichs in der ersten Halbzeit und 
andererseits durch die Nationalratswahlen im 
Herbst. Beides sind Ereignisse, bei denen es auch 
darum geht, der Bevölkerung die unterschiedlichen 
Ziele von Politik verständlich zu machen. Die 
Darstellung von Inhalten beruht in einer 
Demokratie auf der Bringschuld der politischen 
Eliten. Kritisch wird es jedoch dort, wo nur mehr 
die Form ohne Inhalt zählt bzw. die Inszenierung 
statt aufklären vielmehr verschleiern, täuschen 
und verschweigen soll.
Gerade in Wahlkampfzeiten wird das Instrument der 
politischen Inszenierung verstärkt eingesetzt. 
Das anstehende Wahljahr kann insofern mit 
Spannung erwartet werden, denn sowohl die 
unterschiedlichen Inhalte und Formen der Politik 
der Oppositions- bzw. Regierungsparteien als auch 
die Trennlinien zwischen SPÖ und Grünen werden 
auf der politischen Agenda stehen.



	* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *


Diskussion

	Dienstag, 24. Jänner 2006, 19 Uhr
in der Zukunfts- und Kulturwerkstätte, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien

>	TeilnehmerInnen:

Dr. Josef Cap
Abg. z. NR, gf. Klubobmann der SPÖ

Dr. Eva Glawischnig-Piesczek
Abg. z. NR, stv. Klubobfrau der Grünen

Moderation:
Nikolaus Pelinka
JG Josefstadt



	* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *


>	Buchtipp
	Josef Cap, Kamele können nicht fliegen. 
Von den Grenzen politischer Inszenierung. Molden 
Verlag , Wien, 2005, EUR 19,80

erhältlich am Büchertisch bei der Veranstaltung



	* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *


  	>	Nähere Infos unter:

Zukunfts- und Kulturwerkstätte
Schönlaterngasse 9, 1010 Wien
Tel.: 01/513 86 82
www.diezuk.at
zuk at spoe.at

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MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE
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11   Aktuelle Presseinformation zu Kamal Said Qadir
   von "wadi wien" <wadi.wien at gmx.at>
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Aktuelle Presseinformation zu Kamal Said Qadir, dem in Arbil/Hawler
verhafteten österreichischen Staatsbürger:

Kamal Said Qadir hat laut Informationen seiner Familie nach dem Besuch von
Ärzten des Roten Kreuzes seinen Hungerstreik im Gefängnis beendet.
Wir hoffen, dass es bald zu einer humanen und rechtsstaatlichen Lösung des
Falles kommen wird.

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12  GLB/Post/Börsengang/Privatisierung/ Gewerkschaft
   von "Gewerkschaftlicher Linksblock" <glb at aon.at>
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Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks 
(GLB), Hugogasse 8, A-1110 Wien - Telefon +43 1 
718 26 23-0 - Fax +43 1 718 26 23-30
- Mail glb at aon.at - Web www.glb.at - Ausgabe vom 11. Januar 2006









GLB lehnt Börsengang der Post entschieden ab

Jetzt Streikbeschluss der Gewerkschaft umsetzen

Entschieden abgelehnt wird von der Fraktion 
Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) ein 
bereits für Frühjahr 2006 geplanter
Börsengang der staatlichen Post AG, den die 
Regierung offenbar noch vor der Wahl im Oktober 
mit der Privatisierung von 49 Prozent
der Post AG und einer Erlöserwartung von 400 
Millionen Euro mit aller Gewalt durchdrücken 
will. GLB-Bundesvorsitzende Karin
Antlanger bezeichnet dieses Vorhaben als Verschleuderung von Volksvermögen.

Von der Postgewerkschaft erwartet der GLB die 
Umsetzung ihres Ende 2005 einstimmig gefassten 
Streikbeschlusses für den Fall des
Börsenganges und vom ÖGB die volle Rückendeckung 
und Unterstützung dafür: „Es wäre fatal, wenn 
sich die Gewerkschaft durch faule
Manöver wie etwa eine „Volksaktie für jedermann“ 
oder eine Beteiligung der gewerkschaftseigenen 
BAWAG an der Privatisierung der Post
einkochen und vom Kampf für die legitimen 
Interessen der Postbediensteten abhalten lassen 
würde“, meint Antlanger. Im Unterschied
zur Postgewerkschaft - die sich für 2007 einen 
Börsengang sehr wohl vorstellen kann - lehnt der 
GLB eine solche Privatisierung
grundsätzlich ab und vertritt die Auffassung, 
dass die Post eine Aufgabe der öffentlichen Hand 
bleiben muss.

Der GLB erinnert in diesem Zusammenhang an seine 
im Jahre 2005 durchgeführte BürgerInneninitiative 
an den Nationalrat „Für die
Erhaltung der Post im öffentlichen Eigentum“ die 
am 9. November an Nationalratspräsident Andreas 
Khol übergeben wurde. Darin heißt
es wörtlich: „Die Post ist eine elementare 
Einrichtung einer funktionierenden Infrastruktur 
und darf daher nicht privatisiert
werden, egal ob durch einen Verkauf oder einen 
Börsengang. Die Post muss im öffentlichen 
Eigentum erhalten bleiben. Ein
verfassungsmäßiger Schutz des öffentlichen 
Eigentums ist notwendig“ heißt es in der von der 
GLB-Bundesleitung am 9. Juli 2005
beschlossenen Petition.

Erinnert wird vom Linksblock aber auch daran, 
dass der Weg zu einer Privatisierung der Post - 
sei es im Wege eines Börsenganges oder
durch direkte Beteiligungen - schon 1996 mit der 
Ausgliederung der Post aus dem Bundesbudget unter 
Berufung auf die EU-Richtlinie
zur Liberalisierung der Postdienstleistungen und 
den Auflagen für eine nachhaltige Budgetsanierung 
begonnen hat. Dem hatten damals
nicht nur die SPÖ als Regierungspartei, sondern 
auch die FSG-Mehrheit in Personalvertretung und 
Gewerkschaft zugestimmt.

In der Folge wurde die ehemals einheitliche Post 
geteilt, die Telekom teilprivatisiert, die PSK 
verkauft, der Postbus an die ÖBB
übertragen und die verbleibende „Gelbe Post“ seit 
Jahren einer Einsparungswelle nach der anderen 
unterworfen. Es wurden tausende
Arbeitsplätze vernichtet und hunderte Postämter 
zugesperrt. Mit einer Reform des Postgesetzes 
wurde 2005 „grünes Licht“ für die
endgültige Zerschlagung und Privatisierung 
gegeben. Damit ist der Versorgungsauftrag der 
Post grundlegend gefährdet, weil für
private EigentümerInnen ein möglichst großer 
Profit stets Vorrang vor Anliegen der 
Allgemeinheit hat.

Die Post wurde in den letzten Jahren einem 
brutalen Sanierungskurs unterworfen und liefert 
dem Staat als Eigentümer Dividende ab,
die Eigenkapitalausstattung ist mit 50 Prozent 
hervorragend: „Was die Arbeiterkammer verschämt 
als „ständigen Reformprozess“
bezeichnet hat, ist für die Beschäftigten mit der 
Vernichtung tausender Arbeitsplätze und gezieltem 
Mobbing und für die
Allgemeinheit mit dem Zusperren hunderter 
Postämter vor allem im ländlichen Raum 
verbunden“, stellt dazu Robert Hobek,
GLB-Postsprecher und VPA-Vorsitzender am Postamt 1230 Wien fest.

Die Vorbereitung auf die EU-Liberalisierung der 
Postmärkte lässt sich an der Geschäftspolitik der 
Post ablesen: Während von 2000 bis
2004 die Gewinne um fast 400 Prozent stiegen, 
sank die Zahl der Beschäftigten um 20 Prozent. Im 
ersten Quartal 2005 setzt sich
dieser Trend fort: Der Gewinn stieg um 19 
Prozent, gleichzeitig wurden weitere 963 
Postbeschäftigte „abgebaut". Allein 2005 wurden
wieder 310 Postämter geschlossen, 50 weitere stehen unter „Beobachtung“.

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13   DIE ZEIT: Moslems unter Generalverdacht
   von "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" <dieinitiative at gmx.at>
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DIE ZEIT
http://www.zeit.de/online/2006/02/gesinnungstest_kommentar2

Moslems unter Generalverdacht

Der baden-württembergische Fragebogen zur Einbürgerung ist diskriminierend
und widerspricht der Verfassung, die er sichern will, meint Christine Jähn

Wer deutscher Bürger werden möchte, muss sich schriftlich zum Grundgesetz
bekennen. Welche innere Haltung dahinter steckt, sollen
baden-württembergische Beamte seit Jahresbeginn an Hand von 30 Fragen
herausfinden. Doch wie lässt sich mit einem Fragenkatalog eine innere
Haltung feststellen? Denn der Einzubürgernde wird sich einem solchen
Gespräch wohl kaum völlig unvorbereitet ausliefern. Immerhin geht es um eine
seine Zukunft.

Wie wenig solcherart Fragen geeignet sind, die Einstellung eines Menschen
festzustellen, haben die Befragungen von Kriegsdienstverweigerern längst
bewiesen. Broschüren, ältere Brüder, Freunde und Klassenkameraden wussten,
wie man die scheinbar so entlarvenden Fragen richtig beantwortete. „Ich
falle auf die Knie und bete“, soll eine gute Antwort gewesen sein, wenn man
gefragt wurde, wie man bei Gefahr reagieren würde. Wer einen deutschen Pass
will, muss sich in Baden-Württemberg nun auch Standardantworten überlegen.

Da gibt es zum Beispiel die Frage Nummer 30: „Was halten Sie davon, dass in
Deutschland Homosexuelle öffentliche Ämter bekleiden?“ Einige Katholiken und
Konservative würden sich ordentlich winden, bekämen sie diese Frage
gestellt. Ob die Täter der Anschläge vom 11. September 2001 und vom 11. März
2004 als „Terroristen oder Freiheitskämpfer“ bezeichnet werden sollen, will
Frage 23 wissen. Wenn die Terroristen, vor denen solche Fragen uns schützen
sollen, auch nur annähernd so verschlagen und gefährlich sind, wie man uns
glauben macht, dann dürfte ihnen die richtige Antwort auch in diesem Fall
wohl keine Schwierigkeiten bereiten.

Das eigentliche Problem des Fragebogens besteht jedoch in der Definition der
Zielgruppe, an die er sich richtet. Der Schweizer, der Deutscher werden
will, kann seine Ansichten zur Homosexualität auch weiterhin für sich
behalten, es sei denn, er hat sich anderweitig verdächtig gemacht. Menschen
jedoch, die aus einem der 57 Staaten kommen, die der islamischen Konferenz
angehören, müssen generell Rede und Antwort stehen. Ihnen wird ein
grundsätzliches Misstrauen entgegengebracht. Diese Stigmatisierung qua
Religion und Nationalität verletzt das Gleichheitsgebot. Und das ist in eben
jenem Grundgesetz festgeschrieben, zu dem sich der Antragsteller bekennen
soll.

Ob schon mal jemand in Baden-Württemberg auf die Idee gekommen ist, einen
gebürtigen US-Amerikaner zu fragen, was er davon hält, dass die CIA
Gefangene über Grenzen verschleppt und in Verhören foltert? Der Leitfaden
diskriminiert nicht nur die Antragsteller, sondern auch alle anderen
Menschen muslimischen Glaubens. Ihnen wird unterstellt, potenzielle
Terroristen und Verfassungsfeinde zu sein.

Verständlicherweise laufen die Muslime in Deutschland Sturm gegen diese
Maßnahme. Der Fragebogen werde das Vertrauen der muslimischen Gemeinde in
den Staat beschädigen, warnte Nadeem Elyas, Vorsitzender des Zentralrats der
Muslime. Er erwägt nun eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht. Der
Einbürgerungs-Fragebogen sei "eindeutig eine gesetzeswidrige Diskriminierung
aller Muslime“. Der baden-württembergische Justizminister Ulrich Goll sieht
das anders. Er verteidigt das Vorgehen als Schutz gegen Islamisierung.

Doch das Einzige, wovor diese Verordnung schützen kann, sind Dialog und
Integration. Denn wenn das Vertrauen der großen Zahl der Muslime in den
deutschen Staat schwindet, werden sie sich weiter in ihre Gemeinschaften
zurückziehen, die sie dann sicherlich als schützender erleben werden.

Und durch die Hintertür ermöglicht der Leitfaden den Baden-Württembergern
auch noch, Eingebürgerten ihren Pass wieder abzunehmen. Zwar heißt es im
Grundgesetz: „Die deutsche Staatsbürgerschaft darf nicht entzogen werden.“
Auf dem baden-württembergischen Frageformular wird aber schon mal gewarnt:
„Unwahre Angaben“ können auch nach Jahren noch zur Aberkennung der
Staatsbürgerschaft führen.

Ob es grundsätzlich möglich ist, einem Menschen die Staatsbürgerschaft
wieder zu entziehen, prüft derzeit das Bundesverfassungsgericht. Es geht um
den Fall eines Nigerianers, der bei der Einbürgerung die
Verdienstbescheinigung eines Namensvetters vorgelegt hat. Das Urteil wird
wohl als Präzedenzfall für den Gesinnungstest gesehen werden. Falls es ihn
dann noch gibt.

(c) ZEIT online, 6.12.2005

02/2006

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--
    Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen

            e-mail:dieinitiative at gmx.at
für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte:
Omar Al Rawi                 +43-650-3831942 al-rawi at gmx.at
Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449    baghajati at aon.at
Mouddar Khouja             +43-1-9685096    mouddar at gmx.net
Andrea Saleh                +43-1-7965652     salehand at gmx.at

Liebe Brüder und Schwestern, liebe Interessierte!
Wir hoffen, dass die so an Euch zugehenden Informationen auf
Euer Interesse stoßen.
Wir versenden über den Verteiler nicht nur Neuigkeiten, die die
eigenen Aktivitäten betreffen, sondern auch Zeitungsartikel, die
im weitesten Sinn mit dem Islam und Integration zu tun haben
oder ähnliches.
Diese spiegeln natürlich nicht unbedingt unsere eigene Meinung
wieder, sind aber gut, um das Meinungsspektrum zu sichten. Wir
freuen uns über jede Rückmeldung.
Selbstverständlich kann auch alles an Freunde,Bekannte
usw.weitergemailt werden.
Für die Publikation in eigenen Homepages bitten wir jedoch um
vorherige Rücksprache.
Bitte achten Sie bei Zeitungsartikeln auf das Copyright.
Alle Inhalte dienen der persoenlichen Information.
Eine Weiterverwendung und Reproduktion ueber den
persoenlichen Gebrauch hinaus ist nicht gestattet.

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14  YC-PD: YC lehnt Börsengang der Post ab!
   von sozial punkt <sozial.punkt at kpoe.at>
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Als eine politische und ökonomische Sauerei bezeichnet Martin Just,
Bundessprecher der YC, die geplante Verscherbelung von 49% der
österreichischen Post an der Börse. "Die Schwarz-Bunte Regierung
versucht damit vor Ende der Legislaturperiode wirtschaftspolitische
Tatsachen zu schaffen, welche der gesamten österreichischen Bevölkerung
zum Schaden sind. Ein derartiges Vorgehen muss mit allen möglichen
Maßnahmen des gewerkschaftlichen Kampfes verhindert werden.", so Just.

Weiters warnt Just davor, dass sich niemand der Illusion hingeben soll,
in der SPÖ eine Alternative zum derzeit grassierenden neoliberalen
Wahnsinn zu sehen. "Wenn die SPÖ sagt, der Börsengang sei verfrüht, so
streicht sie damit nur das heraus, was der Unterschied zwischen der
derzeitigen Regierung und der "Oppositions" - SP ist. Turbokapitalismus
"versus" Neoliberalismus light. Ein Unterschied der auf Dauer keinen
Unterschied macht." so Just weiter.

Die YC solidarisiert sich mit dem bereits im Dezember gefassten
Grundsatzbeschluss der Gewerkschaft im Falle eines Börsengangs zu
Kampfmaßnahmen bis hin zum Streik. Die YC erwartet und fordert einen
Streik, der der Bundesregierung klar aufzeigt, wer die Arbeit im Bereich
der Grundversorgung und der allgemeinen Interessen tätigt und wer nur
ein Beiwagerl im Interesse des Kapitals ist. Anders gesagt: Einen
unbefristeten Streik bis zur Rücknahme des Börsenganges.

Rückfragehinweis:
Martin Just
just at yc.or.at
0699/117 82 472

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15   EU-Verfassung/Schüssel/Abfuhr/Stellungnahme/KPÖ
   von KPÖ Steiermark <kpoe_stmk at hotmail.com>
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KPÖ Steiermark

Lagergasse 98a

8020 Graz



Tel. 03 16 / 71 24 36

Fax 03 16 / 71 62 91

email: kpoe_stmk at hotmail.com



Mittwoch, 11. Januar 2006

Presseinformation der KPÖ Steiermark



EU-Verfassung: Abfuhr für Schüssel ist positives Zeichen

Steirische KPÖ tritt für Alternativen zur EU ein



Die Mehrheit der Menschen in unserem Land hat die 
EU satt. Statt über eine Wiederbelebung des in 
zwei Volksabstimmungen abgelehnten 
Verfassungsentwurfes nachzudenken, sollten auch 
die herrschenden Politiker in Österreich endlich 
anfangen, Alternativen zur EU ins Auge zu fassen. 
Das stellte der steirische KPÖ-Vorsitzende Franz 
Stephan Parteder am Mittwoch fest, nachdem die 
finnische Präsidentin Tarja Halonen und der 
niederländische Außenminister Bernard Bot den 
Plänen Schüssels eine Absage erteilt hatten, als 
Retter der EU-Verfassung in die Geschichte 
einzugehen.

Parteder: "Die EU kommt den arbeitenden Menschen 
viel zu teuer, sie dient vor allem den 
transnationalen Konzernen, sie treibt den 
Sozialabbau voran und sieht sich auf dem Weg zu 
einer militärisch hochgerüsteten Supermacht, in 
der kein Platz für ein neutrales Österreich ist.

Die steirische KPÖ hat sich vorgenommen, die 
österreichische EU-Präsidentschaft mit scharfer 
Kritik und mit Aktionen zu begleiten und 
aufzuzeigen, dass die EU-Hörigkeit der 
herrschenden Parteien den arbeitenden Menschen 
schadet. Selbst die SPÖ hat schon erkannt, dass 
es einem nicht gut bekommt, wenn man die EU allzu 
sehr lobt.

Was die kommende Nationalratswahl betrifft, so 
wird die steirische KPÖ sich ihr Nein zur EU 
weder von den Meinungsmachern in den Medien noch 
von pseudolinken EU-Befürwortern abkaufen lassen. 
Wir stehen zu unseren Prinzipien."




Rückfragehinweis: 872/2151



KPÖ-Steiermark
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16   Mosambik-Info 15, 11.01.2006
   von "Peter Pils" <peter-pils at chello.at>
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Mosambik-Info 15, 11.01.2006

Unwetter und anschwellende Flüsse

Die schweren Unwetter und Regenfälle, die in den letzten zwei Wochen im
Zentrum und Norden Mosambiks heimsuchten, haben wieder einmal die
Anfälligkeit des Landes und die Schwierigkeiten bei der Katastrophenwarnung
verdeutlicht.

Die am meisten betroffenen Gebiete waren Buzi und Dondo in der
Zentralprovinz Sofala und Teile der Nordprovinz Nampula. Tausende von
Familien in Nampula, den Zentralprovinzen Manica und Tete und im südlichen
Gaza verloren ihre Häuser, als Stürme vom Meer auf das Festland trafen. In
Beira wurden Teile der tieferliegenden Stadtgebiete überflutet und zwangen
die Bewohner, in Schulen, Kirchen und die Häuser von Verwandten zu flüchten.

In den letzten Tagen schwellen die Flüsse im Süden des Landes an und Stürme
bedrohen die Provinzen Inhambane und Gaza.  Ein Tiefdruckgebiet  führt zu
starken Regenfällen und Winden und hat zeitweise die Provinzhauptstadt
Inhambane vom Festland abgeschnitten. Das nationale Institut für
Meteorologie hat die Notfallpläne in Kraft gesetzt, die Provinzregierungen
weisen die Bewohner an, sich aus den flussnahen Gebieten zurückzuziehen und
in den betroffenen Gebieten werden vorbeugend Hilfsgüter für den
Katastrophenfall bereitgestellt. Das Sturmtief bewegt sich in Richtung
Süden, in der Hauptstadt Maputo sind bislang keine großen Schäden gemeldet
worden.

Die starken Regenfälle führen auch zu einem Anschwellen der Flüsse.
Insgesamt ist der Wasserstand der Mehrzahl der Flüsse jedoch noch deutlich
unter der Flutalarmmarke. In den nächsten Tagen wird mit weiteren
Regenfällen gerechnet. Das Institut für Katastrophenmanagement (INGC) teilt
mit, dass die Regierung Mittel für ein Nothilfeprogramm bereitgestellt habe,
das INGC befinde sich in erhöhter Alarmbereitschaft. Mit der Überflutung der
Wasserlöcher in den ländlichen Gebieten steigt auch die Choleragefahr.
Bislang wurden zweihundert Cholerafälle aus dem ganzen Land gemeldet.


Quellen: AIM, allAfrica.com, Expresso África, IRIN News

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17   OPERATION SPRING - Ministerien antworten - Nachlese -
       Diskussionstermin - Festivalupdate - Kinoeinsatz
   von "Tristan Sindelgruber" <tristan.sindelgruber at chello.at>
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11.1.2006 - Neuigkeiten rund um OPERATION SPRING

1.) Justiz- und Innenministerium antworten

Vor rund 2 Monaten stellte die Justizsprecherin 
der Grünen, Terezija Stoisits eine Anfrage an das 
Justiz- und an das Innenministerium.
Vor kurzem langten die entsprechenden Antworten 
ein, die wir im folgenden zur Nachlese zur 
Verfügung stellen.
Doch vorab:

Die  Antwort seitens des Justizministeriums 
spiegelt unserer Meinung nach die ministerielle 
Wahrnehmungswelt wieder.

Die Antworten scheinen sich eher an einer 
Theorie, als an der tatsächlichen Praxis der 
Operation Spring zu orientieren.

Das Innenministerium antwortet in "old school" 
Manier. Kurz bis gar nicht wird hier auf die 
Fragen der Abgeordneten Terezija Stoisits 
eingegangen.

Das ist vor allem deswegen interessant, da 
seitens der Ministerien immer wieder beklagt 
wird, dass die andere Seite in unserem Film nicht 
repräsentiert wird. Welche Seite auch immer das 
sein mag – in Operation Spring kommen nicht nur 
ein Richter, eine ehemalige Schöffin, ein 
Sektionschef aus dem Justizministerium und 
Polizeibeamte via eingespieltem ORF- und 
ATV+-Material zu Wort. Lediglich die 
Sondereinheit Observation konnte oder wollte 
nicht im Film präsent sein.

Die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage 
wäre für das Innenministerium eine Möglichkeiten 
gewesen, nunmehr Stellung zu beziehen. Dieses 
Interesse besteht aber seitens des 
Innenministeriums offensichtlich nicht.

Nachlese:
Anfrage an das Justizministerium
Antwort seitens des Ministeriums

Anfrage an das Innenministerium
Antwort seitens des Ministeriums  

2.) Nachlese

Rund um den letzten Prozess wollen wir noch 
folgendes zur Nachlese zur Verfügung stellen:
Was Worm wurmt: Ein Skandalurteil - eine Justizschande (aus: News 1/06) 
Kommentar: Sprunghafte Justiz (aus: Der Standard)
Nachspiel für Operation Spring (aus: Wiener Zeitung)
Lotterie statt Rechtsstaat (aus: Die Presse)

3.) Operation Spring - Diskussionstermin:

Kulturverein Kanafani lädt ein:
OPERATION SPRING -  Lesung, Kurzreferate und Publikumsdiskussion
Lesung aus dem von der GEMMI herausgegebenen Buch 
"1000 Jahre Haft" und Kurzreferat über die 
Verfahren der Operation Spring mit Schwerpunkt 
auf den erst kürzlich stattgefundenen Prozess 
gegen Emanuel Chukwujekwu.
Gibt es einen institutionellen Rassismus in 
Österreich? Welche antirassistischen Strategien 
sind denkbar? Was tun gegen die Ethnisierung von 
Kriminalität bzw. Kriminalisierung von 
Minderheiten?
Darüber und über vieles mehr kann und soll diskutiert werden.

Mit:
AktivistInnen der GEMMI (Gesellschaft für 
Menschenrechte von Marginalisierten und 
MigrantInnen)
Emanuel Chukwujekwu, zuletzt Hauptangeklagter im 
Rahmen der Operation Spring - Verfahren 
(angefragt)
RA Dr. Lennart Binder, Anwalt von Emanuel 
Chukwujekwu und in mehreren anderen Verfahren der 
"Operation Spring"
Moderation: Karim Duarte (Journalist, wmi – World Media Insights)
Samstag 28. Januar 2006
Einlass: ab 18:00
Beginn: 19:00
Die Sense. Das Lokal zum Verein.
Sensengasse 5/3, 1090 Wien.
Eintritt frei. Getränke und Imbisse zum Selbstkostenpreis.

4.) Festivalupdate - Nominierung für Amnesty Award:

Kaum hat das neue Jahr begonnen und schon begibt 
sich OPERATION SPRING auf Festivalreise.
Saarbrücken, Rotterdam, Prag und Thessaloniki 
lauten die ersten Stationen in diesem Jahr.
Aus Rotterdam erreichte uns gerade eine 
erfreuliche Nachricht. Bereits zum vierten mal 
wird innerhalb dieses Festivals der Amnesty 
International - DOEN Award verliehen und 
OPERATION SPRING zählt zu den 10 Filmen die dafür 
nominiert wurden. Wir bitten um zahlreiches und 
kräftiges Daumendrücken, vielleicht hilft es ja 
...

5.) Kinoeinsatz:

In Wien läuft OPERATION SPRING ununterbrochen 
seit dem 23. September 2005 - nunmehr, wie 
mittlerweile schon gewohnt, im Filmhauskino am 
Spittelberg und zwar täglich um 17:30 Uhr.
Daneben wird der Film immer wieder für diverse 
Sondervorstellungen gebucht, worüber wir uns 
besonders freuen.
Das kann durchaus Schule machen - wir bitten 
einfach, sich mit unserem Verleih, dem 
Stadtkino-Filmverleih, diesbezüglich in 
Verbindung zu setzen.
Wenn immer erwünscht und möglich, sind wir auch 
gerne im Rahmen derartiger Sondervorstellungen 
vor Ort anwesend.

In Wien wird eine Kopie des Films wohl noch den 
ganzen Jänner und Februar im Filmhauskino zu 
Verfügung stehen - Sondervorstellungen sind 
jederzeit buchbar.

Kontakt:
Stadtkino Filmverleih und
Kinobetriebsgesellschaft m.b.H.
Spittelberggasse 3/3
A - 1070 Wien
Tel: 43-1-522 48 14
Fax: 43-1-522 48 15
www.stadtkinowien.at
office at stadtkinowien.at

Die demnächst anstehenden und bereits fixierten Bundesländertermine sind:
9.-15. Jänner - Volkskino, Klagenfurt (Kärnten)
15. - 20. Jänner - Kino Ebensee, (Oberösterreich)
20. Jänner - Jazzatelier Ulrichsberg, (Oberösterreich)
9. Februar - Kino Monoplexx, St.Johann/Pongau (Salzburg)


Alle Informationen rund um den Film, samt 
aktueller Vorführtermine, finden sich unter: 
www.operation-spring.com


Wir verbleiben mit der Bitte um Veröffentlichung / Weiterleitung.
Etwaige Mehrfachzusendungen bitten wir zu entschuldigen.

Sindelgruber Tristan, Schuster Angelika





Schnittpunkt -
Sindelgruber Tristan, Film- & Multimediaproduktion
Große Sperlgasse 19/3
1020 Wien
Austria
UID-Nr.: ATU 46990608
e-mail: schnittpunkt at gmx.at
web: www.schnittpunkt-film.com
www.operation-spring.com

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18   Klassenkämpfe Venezuela von "agm" <agm at agmarxismus.net>
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K l a s s e n k ä m p f e   i m   S c h a t t  e n

v o n   P a r l a m e n t s w a h l e n



Venezuela war zuletzt vor allem auf Grund der 
Wahlen zur Nationalversammlung Anlass für 
Debatten und Polemiken. Bedeutende 
Betriebskonflikte und gewerkschaftliche 
Auseinandersetzungen der vergangenen Wochen 
fanden in der europäischen 
Venezuela-Solidaritätsbewegung so gut wie keinen 
Widerhall.

Der folgende Artikel versucht einen (kleinen und 
beschränkten) Einblick in einen wichtigen 
Teilaspekt der Realität der venezolanischen 
Arbeiter/innen/klasse zu liefern.



In den Bundesstaaten Carabobo und Bolívar, den 
industriellen Herzen Venezuelas, wurden in 
zahlreichen Betrieben gewerkschaftliche 
Abwahlreferenden bzw. Gewerkschaftswahlen 
abgehalten und in verschiedenen Betrieben gelang 
es alteingesessene Gewerkschaftsfunktionäre durch 
kämpferische Gewerkschafter/innen zu ersetzen und 
neue Gewerkschaften zu gründen.

Auf Betriebsebene spielten die clasistas (die 
klassenkämpferische Gewerkschaftsströmung im 
Gewerkschaftsdachverband der UNT) in den 
vergangenen Wochen bei SIDOR in Ciudad Guayana, 
Bundesstaat Bolívar, und bei 
Bridgestone/Firestone in Valencia, Bundesstaat 
Carabobo, in bedeutenden Konflikten eine tragende 
Rolle.



Gewerkschaftswahlen bei SIDOR



Anfang der 1960er-Jahre entwickelte sich im 
Gebiet der Mündung des Caroní in den Orinoco im 
Bundesstaat Bolívar eines der wichtigsten 
Schwerindustriezentren Südamerikas: Stahl- und 
Aluminiumwerke (z.B. SIDOR und VENALUM), 
verarbeitende Metallbetriebe (u.a. ALCASA), 
Industriehäfen. Riesige Wasserkraftwerke am 
Unterlauf des Caroní lieferten den 
Industriebetrieben die notwendige Energie.

Mit der Industrieansiedelung entstand aus den 
Kleinstädten Puerto Ordaz und San Felix eine neue 
Stadt mit 700.000 Einwohnern: Ciudad Guayana. 
Neben dem Bundesstaat Carabobo und den 
Niederlassungen von PDVSA (dem staatlichen Erdöl- 
und Erdgasunternehmen) zählt Ciudad Guayana zu 
den Zentren des venezolanischen 
Industrieproletariats.

Die Privatisierung des Stahlwerkes SIDOR im Jahr 
1997 hatte verheerende Auswirkungen auf die 
Arbeitsbedingungen. Massiver Abbau von 
Arbeitsplätzen ging einher mit der Aushöhlung 
arbeitsrechtlicher und kollektivvertraglicher 
Rechte.

Zunehmend wurde die alte Stammbelegschaft durch 
neue Leiharbeiter/innen, mit niedrigeren Löhnen, 
keinem Sozialversicherungsanspruch und keinen 
kollektivvertraglichen Rechten, ersetzt. Die 
Rationalisierungswelle bei SIDOR führte zu einem 
dramatischen Anstieg tödlicher Arbeitsunfälle.

In den vergangenen Jahren wurden Stimmen 
(einhergehend mit Arbeitsniederlegungen und 
Demonstrationen) für die Wiederverstaatlichung 
des Stahlwerks immer lauter. Zunehmend regte sich 
auch Widerstand gegen die Führung der 
Betriebsgewerkschaft SUTISS rund um Ramón 
Machuca, der für die Privatisierung von SIDOR 
mitverantwortlich gemacht wird.

Im November hielt SUTISS (mit rund 4.000 
Mitgliedern die größte Betriebsgewerkschaft in 
der venezolanischen Privatwirtschaft) 
Gewerkschaftswahlen ab. 

Im Vorfeld der Wahlen konnten sich verschiedene 
kämpferische Gewerkschafter/innen nicht auf einen 
gemeinsame Wahlliste gegen die von der 
Unternehmensleitung unterstützten Kandidaten 
einigen. Der Wahlkampf war von heftigen 
Diskussionen zwischen kämpferischen 
Gewerkschafter/innen und eingesessenen 
Funktionären geprägt. Im Zentrum der Debatten 
stand die von der Gewerkschaftsführung abgelehnte 
Position der Wiederverstaatlichung von SIDOR. 
Eine zentrale Rolle im politischen Kampf für die 
Unabhängigkeit von SUTISS von Unternehmensleitung 
und Gewerkschaftsbürokratie spielte José Meléndez 
(Vertreter des Arbeiterkollektivs Verdad Obrera 
Sindical, das sich im Sommer 2005 auch an der 
Gründung der PRS – Partido Revolución y 
Socialismo beteiligte), der mit einer eigenen 
Wahlliste kandidierte.

Mit einer Wahlbeteiligung von 87% übertrafen die 
Gewerkschaftswahlen die Erwartungen vieler 
Gewerkschafter/innen. Schlussendlich konnten zwar 
die Wahllisten der kämpferischen 
Gewerkschafter/innen keine Mehrheit in den 
Gewerkschaftsgremien erzielen, jedoch konnte der 
jahrzehntelange eiserne Griff von Ramón Machuca 
und Co. auf SUTISS gebrochen werden. Die 
Gewerkschaftsgremien von SUTISS werden nun von 
verschiedenen Gewerkschaftsströmungen besetzt und 
drei dieser Arbeiter/innen/kollektive, darunter 
auch Verdad Obrera Sindical, streben danach sich 
zu einem „klassenkämpferischen und revolutionären 
Gewerkschaftsblock“ zusammenzuschließen.



Einschüchterungsversuche bei Bridgestone/Firestone



Seit Jahren herrscht innerhalb der Gewerkschaften 
von Bridgestone/Firestone in Valencia, 
Bundesstaat Carabobo, ein Konflikt rund um die 
Ergebnisse verschiedener Gewerkschaftswahlen und 
den daraus hervorgehenden Vertretungsansprüchen.

Ende November hat dieser Konflikt einen dramatischen Höhepunkt erreicht.

In verschiedenen Gewerkschaftswahlen und 
Abwahlreferenden wurden Gewerkschafter, die zwei 
Parlamentsabgeordneten des chavistischen Lagers 
nahe stehen, wiederholt abgewählt.

Ende November besetzten drei dieser 
Gewerkschafter mit Hilfe bewaffneter Schläger das 
Werksgelände von Bridgestone/Firestone, brachten 
die Produktion zum Erliegen und begannen 
Arbeiter/innen einzuschüchtern.

Als Antwort auf diesen Einschüchterungsversuch 
rief eine Betriebsgewerkschaft von 
Bridgestone/Firestone gemeinsam mit anderen 
Gewerkschafter/innen der UNT und Arbeiter/innen 
von Bridgestone/Firestone zu einer Versammlung 
auf, die beschloss, das Werksgelände 
zurückzuerobern. Als eine Demonstration von mehr 
als 500 Arbeiter/innen von Bridgestone/Firestone 
und zahlreichen Gewerkschafter/innen der UNT das 
Werksgelände erreichte, begannen die Besetzer und 
ihre Schläger mit Steinen, Flaschen und 
Schusswaffen die Demonstration anzugreifen. Ein 
Arbeiter erlitt eine Schusswunde und drei weitere 
Arbeiter wurden am Kopf verletzt.

Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. 
Nach einem kurzen Kampf konnten die 
Schlägertrupps in die Flucht geschlagen werden 
und das Werksgelände von den demonstrierenden 
Arbeiter/innen besetzt werden.

Erst nachdem die Arbeiter/innen die Besetzung des 
Werksgeländes beendeten und den Betrieb unter 
ihre Kontrolle stellten, erschien die Polizei 
(die von Beginn an von der 2tägigen! Besetzung 
des Betriebes informiert war und nicht 
intervenierte). Einige der für die Gewalttaten 
verantwortlichen Schläger wurden von der Polizei 
Minuten nach ihrer Festnahme wieder auf freien 
Fuß gesetzt.

In den darauf folgenden Tagen kam es zu 
wiederholten Provokationen und 
Einschüchterungsversuchen gegen die 
Arbeiter/innen von Bridgestone/Firestone und 
Gewerkschafter/innen der UNT. Mitunter kursierten 
Gerüchte bewaffnete Schlägerbanden würden während 
einer großen Gewerkschaftsversammlung – die auf 
Grund der Vorfälle bei Bridgestone/Firestone über 
einen Generalstreik im Bundesstaat Carabobo 
diskutierte – den Sitz der UNT Carabobo in 
Valencia stürmen. Es wurden Maßnahmen zur 
Verteidigung der Gewerkschaftszentrale getroffen.

Schlussendlich kam es jedoch weder zu dem 
befürchteten Überfall der Gewerkschaftszentrale 
noch zur Ausrufung des Generalstreiks, doch der 
Konflikt rund um Bridgestone/Firestone und die 
aus diesem Kampf gezogenen Lehren über die Rolle 
der Polizei in Carabobo haben tiefe Spuren im 
Bewusstsein vieler Arbeiter/innen und 
Gewerkschafter/innen hinterlassen.



Bevorstehender Kongress der UNT



Auf einer außenordentlichen Vollversammlung der 
UNT in Caracas wurde Mitte Dezember des Vorjahres 
(vor allem auf Betreiben der clasistas) ein 
bedeutender Erfolg auf Gewerkschaftsebene 
verbucht:

Vom 16. – 17. Februar 2006 wird die UNT ihre 
nationale Konferenz abhalten und sich mit den 
dringlichsten Fragen der venezolanischen 
Gewerkschaftsbewegung beschäftigen. Außerdem wird 
diese Konferenz der UNT ein Statut geben und den 
endgültigen Termin für die längst überfälligen 
Wahlen innerhalb des Gewerkschaftsdachverbandes 
festlegen. (Seit der formalen Gründung der UNT im 
Frühjahr 2003 besteht die Führung der UNT aus 
einem ernannten Nationalen Koordinationskomitee.)

Dieser Kongress wird auch von entscheidender 
Bedeutung für die politischen 
Auseinandersetzungen innerhalb der 
venezolanischen Arbeiter/innen/bewegung sein.

Die Regierung Chávez versucht – allen voran durch 
die Arbeitsministerin María Cristina Iglesias – 
seit dem Bestehen der UNT, den 
Gewerkschaftsdachverband ideologisch und 
politisch an den venezolanischen Staats- und 
Regierungsapparat zu binden.

Im Kampf gegen diesen Prozess der Verstaatlichung 
der Gewerkschaftsbewegung kommt den clasistas 
eine zentrale Rolle zu.

In dieser politischen Auseinandersetzung, im 
Streben der venezolanischen Arbeiter/innen/klasse 
und ihrer Organisationen nach Unabhängigkeit vom 
bürgerlichen Staat, sollten wir den clasistas 
nicht nur unsere Aufmerksamkeit, sondern auch 
unsere Unterstützung zukommen lassen.



Lukas Neißl



Unser Text zur Formierung der PRS liegt nun auch 
in türkischer Sprache vor: 
http://www.agmarxismus.net/tuerkce/tuerkce_Venezuela.htm

================================================
19   Zuwanderer oft überqualifiziert
   von "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" <dieinitiative at gmx.at>
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"Aufstieg nicht wirklich gewollt"

http://oe1.orf.at/inforadio/60078.html
http://www.zsi.at/
http://www.orf.at/060111-95341/index.html

Besonders Zuwanderer aus "Drittstaaten" betroffen.

Das berufliche Potenzial von Zuwanderern bleibt in Österreich offenbar
weitgehend ungenützt.

Unter Migranten findet sich, wie eine aktuelle Studie des Wiener Zentrums
für soziale Innovation (ZSI) zeigt, der höchste Anteil an Berufstätigen, die
unter ihrer tatsächlichen Qualifikation arbeiten.

Während gemessen am Gesamtanteil in Österreich 19 Prozent aller
Berufstätigen Tätigkeiten unter ihrem Ausbildungsniveau ausüben, ist der
Prozentsatz unter Zuwanderern eklatant höher.

Jobhürde Staatsbürgerschaft

Unter Arbeitnehmern, die im Ausland geboren sind und nicht über die
österreichische Staatsbürgerschaft verfügen, erreicht der Anteil mit mehr
als 45 Prozent immerhin mehr als das Doppelte.

Unter Personen, die zwar hier zu Lande geboren wurden, aber keine
österreichischen Staatsbürger sind, beläuft sich der Prozentsatz auf über 30
Prozent der Berufstätigen mit Lehre oder höherem Abschluss.

Schlusslicht "Drittstaaten"

Am deutlichsten zeigt sich die Diskrepanz zwischen Qualifikation und
beruflichen Anforderungen bei Zuwanderern aus "Drittstaaten" wie Türkei und
Ex-Jugoslawien: 47 Prozent von ihnen verfügen über mehr Fähigkeiten, als sie
in ihrem derzeitigen Berufsalltag einbringen müssen.

Bessere Karten für EU-Bürger

Bessere Karten im Berufsleben haben dagegen Migranten aus EU-Staaten.
Basierend auf Daten der letzten Volkszählung von 2001 beläuft sich ihr
Anteil in Jobs unter ihrer Qualifikation auf 26 Prozent.

Zum Vergleich: Österreichische Staatsbürger, die auch hier zu Lande geboren
wurden, stellen mit nur rund 17 Prozent die kleinste Gruppe der eher
schlecht qualifizierten Berufstätigen.

"Aufstieg nicht gewollt"

Migranten bekommen offenbar nicht nur die schlechteren Jobs angeboten. Für
sie ist es auch schwerer, ihre berufliche Situation zu verbessern - mehr
dazu in oe1.ORF.at.

Obwohl seitens der Öffentlichkeit die Forderung nach integrierten Migranten
- also solchen mit entsprechendem Einkommen und Bildungsabschlüssen -
bestehe, sei ihr Aufstieg in höher qualifizierte Tätigkeiten nicht wirklich
gewollt, analysiert der Autor der Studie, August Gächter.

Gerade beruflicher Aufstieg sei jedoch ein entscheidendes Merkmal von
Integration, so der Sozialwissenschaftler.

"Unglaubliche Geringschätzung"

Dahinter verberge sich auch eine "unglaubliche Geringschätzung" gegenüber
diesen Personen. "Das ist eigentlich der springende Punkt. Warum spielt der
Vorarlberger Akzent keine Rolle, der türkische allerdings sehr wohl", so der
Wiener
Sozialwissenschaftler.

Ein Problem sei weiters, dass etwa das Arbeitsmarktservice (AMS) oftmals zu
wenige Informationen über die tatsächliche Ausbildung von Migranten sammle,
kritisiert Gächter.

"Diskriminierung nicht ernst genommen"

Beruflicher Aufstieg würde folglich bestenfalls im Generationenwechsel,
selten im Lebenslauf eines Migranten gelingen.

Die Gründe dafür, so Gächter, sind vielfältig. Diskriminierung nicht nur am
Arbeitsplatz, sondern auf dem gesamten Arbeitsmarkt werde auch von
staatlicher Seite nicht genügend ernst genommen.

"Festsitzen" in bestimmten Berufen

Um als Zuwanderer in der gesellschaftlichen und beruflichen Hierarchie eine
Chance zu haben, seien deshalb mehr Rechte und deren Durchsetzbarkeit im
Alltag nötig - und: weitere Zuwanderung, so ein Schluss aus der Studie.
Andernfalls würden bereits in Österreich lebende Zuwanderer weiterhin in
minderqualifizierten Jobs "festgehalten".

**************************

--
    Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen

            e-mail:dieinitiative at gmx.at
für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte:
Omar Al Rawi                 +43-650-3831942 al-rawi at gmx.at
Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449    baghajati at aon.at
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Liebe Brüder und Schwestern, liebe Interessierte!
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Euer Interesse stoßen.
Wir versenden über den Verteiler nicht nur Neuigkeiten, die die
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Bitte achten Sie bei Zeitungsartikeln auf das Copyright.
Alle Inhalte dienen der persoenlichen Information.
Eine Weiterverwendung und Reproduktion ueber den
persoenlichen Gebrauch hinaus ist nicht gestattet.

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C)  TERMINE
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Donnerstag
http://www.mund.at/butt/Termine/Jänner/1201.htm

Freitag
http://www.mund.at/butt/Termine/Jänner/1301.htm

Samstag
http://www.mund.at/butt/Termine/Jänner/1401.htm




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D) EDITORIAL
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Für den Inhalt verantwortlich: Ihr.
Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr


E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt.

widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web:
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unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts-
politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu
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enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit
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Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt.
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Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden.

Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht.

Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht
veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den
betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND
veröffentlichen.

Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND
archiviert.

Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage:
* Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr *
* Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" *
* Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf *
* Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie.
Aber kurz und prägnant.*

Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine
Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und
rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch
stillschweigend Zensur zu üben.
Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge
hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die
Nichtaufnahme geliefert.
(Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind
z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten
Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.)
Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert.

Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne
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Diese Ausgabe hat Angela Mores aus Einsendungen an
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Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen)

1 Beitrag nicht WR, 1 Doublette
Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 22.30 Uhr


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