widerst@nd MUND: Donnerstag, 23.2.2006
MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
analle at no-racism.net
Don Feb 23 08:45:29 CET 2006
widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr
www.no-racism.net/mund
Donnerstag, 23.2.2006
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A) INHALT
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AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN
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01 Do 23.2.:6-Jahre Widerstandslesung, Mahnwache/Berichte&
Fotos:Donnerstagsdemo 9.2./Diskussion/Prozess
von "August Faschang" <august.faschang at oeticket.com>
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02 Supercamp :: Kick Off Konferenz :: 23-24 Feb 2006 Wien
von "global at no-racism.net" <global at no-racism.net>
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03 Studienfahrt Gedenkstätte Auschwitz 2006
von Initiative Minderheiten Newsletter <news at initiative.minderheiten.at>
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04 Homepage des Komitees gegen den EU-Kriegsgipfel in Innsbruck
am 6./7. März ist online! von "Wilfried Hanser-Mantl" <w.hanser at gmx.at>
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05 Zwei Prozesse wegen antirassistischer Aktivitaeten
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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06 Initiativen/Recht: Rechtsberatung!
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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07 Arbeit/Recht/Kommentar der Anderen: Rechtsstaat oder Machtrefugium?
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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08 Proteste EU-AussenministerInnentreffen
von SSF office <office at salzburgsocialforum.org>
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09 "Wir werden auf die Barrikaden gehen!" - Hitzige
Diskussion ...
von Kulturrat Österreich <contact at kulturrat.at>
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10 reminder: freitag, 24.02.2006 | von der bewegung zur erfahrung
von eipcp <contact at eipcp.net>
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MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE
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11 GLB/Pensionskassen/Wertschöpfungsabgabe
von "Gewerkschaftlicher Linksblock" <glb at aon.at>
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12 roter stern 5
von "agm" <agm at agmarxismus.net>
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13 Arbeit/Minderheiten/Recht: Spaete Erkenntnis
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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14 Aktueller Kommentar: Vorbilder von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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15 Das Letzte: Caspar Einem oder Wie ich lernte, die Bombe zu lieben
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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16 Erklärung zum Mord an Kani Yilmaz von
"GFBV Hans Bogenreiter" <hans.bogenreiter at gfbv.at>
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17 GLB/Kaufkraft/Lohnpolitik/Felderer
von "Gewerkschaftlicher Linksblock" <glb at aon.at>
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18 Auf schmalem Grat von "kohlerdi" <ibd.koehler at utanet.at>
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19 Lagergemeinschaft Ravensbrück und FreundInnen-Stellungnahme
gg. Rassismus undSexismus von LesbenFrauenNachrichten at gmx.at
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GLOBAL
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20 Anti-FGM-Konferenz im Nordirak, Erbil/Hawler
von WADI Austria <wadi.wien at gmx.at>
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21 Fwd: help Hong Kong WTO prisoners
von "global at no-racism.net" <global at no-racism.net>
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22 Mosambik-Info, 22.02.2006 von "Peter Pils" <peter-pils at chello.at>
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B) TEXTE
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AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN
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01 Do 23.2.:6-Jahre Widerstandslesung, Mahnwache/Berichte&
Fotos:Donnerstagsdemo 9.2./Diskussion/Prozess
von "August Faschang" <august.faschang at oeticket.com>
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Liebe Leute!
++++++++1) DONNERSTAG 23.2.: 6 JAHRE WIDERSTANDSLESUNG, MAHNWACHE
++++++++2) WEITERE BERICHTE&FOTOS: DONNERSTAGSDEMO GEGEN 6 JAHRE
SCHÜSSELHAIDEREI AM 9.2.
++++++++3) 21.2.: DISKUSSION ZUM ORTSTAFELVERFASSUNGSBRUCH
++++++++4) 22.2.:ANTI-FPÖ-AKTIVISTIN VOR GERICHT - HILFERUF
++++++++1) DONNERSTAG 23.2.: 6 JAHRE WIDERSTANDSLESUNG, MAHNWACHE
Am DONNERSTAG (23.2.) findet am Ballhausplatz (Ecke Heldenplatz) ab 17Uhr
eine ganz besondere WIDERSTANDSLESUNG statt. Zu feiern sind 6 JAHRE
Durchhalten bei jedem Wetter... Sicherlich werden einige vom
Speakerscorner-TeilnehmerInnenstamm an dieser
Widerstandslesung-Spezialausgabe teilnehmen. Damit das Frieren am Donnerstag
nicht zu viel wird, wird es diesen Donnerstag daher keinen Speakerscorner
geben. Sehr wohl wird aber von 20Uhr-20Uhr15 eine MAHNWACHE gegen
SCHWARZORANGE in Österreich und ORANGEROT in Kärnten vor dem Kanzleramt
(Ballhausplatz) stattfinden. Da nach der Lesung im Depot gefeiert wird,
werden vermutlich nach der 20Uhr-Mahnwache auch die Speakerscornermenschen
ausnahmsweise vermutlich eher nicht im Käuzchen, sondern im Depot
(Breitegasse 3, 1070 Wien) anzutreffen sein.
EINLADUNGSTEXT zu 6 Jahre Widerstandswesung:
Sechs Jahre Widerstandslesungen gegen die schwarzblaurange Regierung. Ein
Grund zum Feiern? ja, weil in dieser Zeit weit über 400 Widerständige
gelesen, gesungen haben oder sonst irgendwie lautstark gegen Schwarzblau
aufgetreten sind - und weil wir immer noch da sind, bis sie gehen. Zum 329.
Mal gibt es kluge Texte gegen dummes Regieren, öffentliches Lesen gegen
Privatisierungspolitik, blaue Wuchteln etc. Und immer noch geht es gegen die
Regierungsbeteiligung der Haider-FPÖ, unter welchem Namen auch immer sie
gerade auftritt.
DONNERSTAGSPROGRAMM FÜR 23.2.:
17Uhr: Widerstandslesung (Ballhausplatz)
20Uhr: Mahnwache (Ballhausplatz, vor dem Kanzleramt)
...und dann Feiern im Depot (Breitegasse 3)
++++++++2) WEITERE BERICHTE&FOTOS: DONNERSTAGSDEMO GEGEN 6 JAHRE
SCHÜSSELHAIDEREI AM 9.2.
Trotz am Abend vor Beginn der Demo einsetzenden Schneefalls (von heftigem
Wind begleitet) kamen zur Donnerstagsdemo gegen 6 Jahre Schüsselhaiderei ca.
700 Leute.
Zusätzlich zu den in der letzten Aussendung angegebenen Berichten noch
einige Hinweise:
Printbericht in der "Wr. Zeitung" vom Sa. 11.Februar 2006 - Chronik, Seite
22 in "News of Austria"
Bei den diversen Kurzmeldungen, findet sich links oben, wesentlich größer
als andere Kurzberichte . . .
Titel : "Black blue orange night"
mit aktuellem apa-Foto
<http://at.indymedia.org/newswire/display/55092/index.php> ein kurzer
bericht über die donnerstagsdemo (6 jahre danach), mit Bildern
<http://cba.fro.at/show.php?lang=de&eintrag_id=5070> -- > mit Originalton -
ca. 15Minuten, mit Interviews
<http://cba.fro.at/show.php?lang=de&eintrag_id=5065> -- > mit Originalton -
was dem grünen öllinger zur dodemo einfällt
<http://at.indymedia.org/newswire/display/55074/index.php> unsere
Pressekonferenz "6 Jahre gegen Schwarzblaurange" - mit Bildern
<http://cba.fro.at/show.php?lang=de&eintrag_id=5052> unsere Pressekonferenz
"6 Jahre gegen Schwarzblaurange" im Originalton: 96 Minuten
<http://cba.fro.at/show.php?lang=de&eintrag_id=5072> -- > Die Sendung "trotz
allem" von Radio Orange im Originalton - beginnt mit einem
15-Minuten-Bericht von der Donnerstagsdemo.
Weitere (und bald auch die obigen) links und weitere Fotos und Berichte auf
www.do-speakerscorner.org!
++++++++3) 21.2.: DISKUSSION ZUM ORTSTAFELVERFASSUNGSBRUCH
KÄRNTEN - EIN WAHLSINN: ODER WAS?
Cafe 7 Stern, Siebensterngasse 31, 1070 Wien, am 21.2., 19Uhr
Beschreibung: Haiders Taferlrücken hat seine kabarettistischen Seiten.
Darüber zu lachen, ist durchaus angesagt. Ebenso, wie hinter die Kulissen
des Kärntner Dauerbrenners zu blicken; und dort trifft man nicht nur auf
Haider, sondern wie bei aufwändigen Theatervorstellungen üblich, auf ein
eingespieltes Team von AkteurInnen, deren wichtigstes Ziel zu sein scheint,
den in der österreichischen Verfassung festgeschriebenen Minderheitenschutz
zu unterlaufen. Wie ist das möglich? Warum wird ein rechtsbrechender
Landeshauptmann nicht seines Amtes enthoben? Warum wird über bestehende
Gesetze und Urteile verhandelt, als wären es Gesetzesentwürfe und nicht
umzusetzendes Recht?
Melina Klaus im Gespräch mit Mirko Messner (Minderheitensprecher der KPÖ)
und Rudi Vouk ("schnellfahrender" Rechtsanwalt und Beschwerdeführer beim
Verfassungsgerichtshof).
++++++++) 22.2.: ANTI-FPÖ-AKTIVISTIN VOR GERICHT - HILFERUF
Prozess wegen der Entfernung von STRACHE-PLAKATEN
kommenden mittwoch, den 22.2.06 beginnt der Prozess gegen mich wegen der
Entfernung von Strache-Wahlplakaten ( Wiener Wahlkampf ). die summe des
Sach"schadens" beträgt 1000-1300 euro!! angeblich soll ich 6 Wahlpakate
entfernt haben, demnach müsste ein Plakat über 150 euro kosten!!
was ist genau passiert?
nach dem letzten hetzerischem Auftritt von Strache am Viktor adler markt,
soweit ich mich erinnern kann 2 tage vor den Wiener Wahlen, machte ich mich
mit einem bekannten auf den nachhauseweg. am ring/ecke mariahilferstrasse
wurde ich bei der antirassistischen aktion, dem entfernen der strache
plakate, durch 2 fpö-plakatierer gestört. einer davon ist der Ankläger und
wird u.a. von Hr. HÜBNER! vor Gericht vertreten. ich werde durch Anwalt
Lennart Binder (operation spring) vertreten.
Bei JOHANNES HÜBNER handelt es sich laut dem Dokumentationsarchiv des
österreichischen Widerstandes um einen in rechtsextremen Kreisen nicht
Unbekannten. Unter anderem fungierte er als Sprecher für das "Unabhängigen
Personenkomitee - Andreas Mölzer, ein österreichischer Patriot nach Europa"
bei den Europawahlen im Mai dieses Jahres. Weitere Mitglieder dieses
Komitees: Mag. Ewald Stadler (FPÖ-Volksanwalt, akademische Sängerschaft
Skalden), Dr. Otto Scrinzi (ehemaliger FPÖ-Nationalrat, bis Ende 2003
Aula-"Schriftleiter"), Mag. Johann Gudenus (Bundesobmann des Ringes
Freiheitlicher Jugend), Dkfm. Rudolf Nowotny (ehemaliger Vorsitzender des
1999 behördlich aufgelösten Vereines Dichterstein Offenhausen) und viele
weitere. Hübner beschäftigt ausserdem laut profil (22/2004) in seiner
Lebensraum Datenverwertungs- und Immobilienvermittlungs GmbH als
Geschäftsführer Clemens Otten, einen der Hauptverantwortlichen für die
Neonazi-Demonstration gegen die "Wehrmachtsausstellung" im April 2002 in
Wien. Weiters ist er Gesellschafter von "Zur Zeit" und vertrat diese und
Andreas Mölzer des öfteren vor Gericht, u.a. in dem Prozess gegen den
Journalisten Karl Pfeifer.
es kann nicht sein, das menschen, die gegen Rassismus kämpfen kriminalisiert
werden und Strache &co mit ihrer hetzerischen politk ungeschoren davonkommen!!!
um solche Fälle zu dokumentieren wurde eine Mailadresse erstellt:
f17soli at hotmail.com. schickt bitte eure berichte unter diese adresse, falls
euch etwas ähnliches widerfahren ist. wenn mich jemand finanziell
unterstützen kann, bitte ebenfalls über die oben angegebene Mailadresse
melden! danke.
SORGEN WIR FÜR EINEN POLITISCHEN PROZESS UND FÜR VIEL ÖFFENTLICHKEIT!
mittwoch, 22.2.06 um 14 Uhr im BG innere Stadt.
Marxergasse 1a im Saal 224 ( 2.Obergeschoss)
direkt bei U-Bahnstation Landstrasse
Weiterverbreitung erwünscht!
ligrü Gustl
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02 Supercamp :: Kick Off Konferenz :: 23-24 Feb 2006 Wien
von "global at no-racism.net" <global at no-racism.net>
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....english below....
Supercamp - Kick Off Konferenz
Reflexionen zum "Lager-Komplex"
Do, 23. und Fr, 24. Februar 2006.
LABfactory (Büro für Weltausstellung)
Praterstrasse 42/1/3, 1020 Wien
(U1 Station: Nestroyplatz)
Eintritt frei
"Supercamp" versteht den "Lager-Komplex" als ein mentales und soziales Symptom,
das nicht nur politische und architektonische "Lager" im engeren Sinn
ausbildet, sondern im gesellschaftlichen Zusammenleben verankert ist.
"Supercamp" ist ein Netzwerk von internationalen ProjektpartnerInnen, das in
Form eines transdisziplinären Arbeitslabors den aktuellen öffentlichen
Lagerdiskurs aufgreift und den "Lager-Komplex" wissenschaftlich,
architektonisch, künstlerisch, performativ untersucht.
Programm und weitere Informationen: http://no-racism.net/article/1566
http://www.supercamp-project.org - online ab 23. Februar 2006
....english version....
Supercamp - Kick Off Conference
Reflection on the "morphology of camps"
23rd and 24th February 2006
LABfactory (Büro für Weltausstellung)
Praterstrasse 42/1/3, A-1020 Vienna
(U1 Station: Nestroyplatz)
Free entrance
"Supercamp" conceives the "Camp Complex" as a mental and social symptom that
does not only effectuate political and architectural "camps" in the narrow
sense but is tightly woven into the fabric of social life.
"Supercamp" is an international and interdisciplinary network project that
addresses the contemporary discourse on various types of "camps" in public to
enhance a multidimensional investigation on the "morphology of the camp" that
shall combine scientific, architectural, artistic, performative and social
aspects.
Agenda and further information: http://no-racism.net/article/1569
http://www.supercamp-project.org - online from 23rd of February 2006
--
http://no-racism.net
http://at.indymedia.org
--
This mail was sent through the strg.at network.
http://strg.at
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03 Studienfahrt Gedenkstätte Auschwitz 2006
von Initiative Minderheiten Newsletter <news at initiative.minderheiten.at>
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Die Initiative Minderheiten macht auf folgende Studienfahrt aufmerksam:
Die Gesellschaft für politische Aufklärung lädt ein :
Studienfahrt zur Gedenkstätte
Auschwitz-Birkenau
8. bis 14. April 2006 (Karwoche)
Diese Studienfahrt eröffnet die Möglichkeit einer intensiven Beschäftigung
mit einem der einschneidendsten Kapitel unserer jüngsten Vergangenheit. Ziel
ist die Auseinandersetzung mit Auschwitz als Synonym der NS-Verbrechen und
die Diskussion von Bezügen zur Gegenwart.
Gerade angesichts europaweit steigender Aggression und Gewalt gegen
Minderheiten ist der Blick auf unsere unmittelbare Vergangenheit notwendig.
Er zeigt, wohin in letzter Konsequenz die Diskriminierung von Menschen,
wohin Antisemitismus und Minderheitenfeindlichkeit führen konnten.
Bei der Studienfahrt wird besonderes Augenmerk darauf gelegt, die Vielfalt
der verfolgten und ermordeten Menschen aufzuzeigen: Roma, Sinti, Juden,
Jüdinnen, homosexuelle Frauen und Männer, Bibelforscher, Asoziale, politisch
Verfolgte, SlowenInnen, Angehörige vieler anderer Nationen, Menschen aus dem
religiösen oder politischem Widerstand.
Das Angebot, an dieser Studienfahrt teilzunehmen, richtet sich bewusst an
Personen jeden Alters, unabhängig von politischer Einstellung, sozialem bzw.
beruflichem Hintergrund und Religionszugehörigkeit.
8. April: (ca. 13-18 Uhr): Vorbereitungsseminar am Institut für
Politikwissenschaft, Univ. Wien
- Gespräche mit ZeitzeugInnen,
Filme, Vorträge
9. April: Vorbereitungsseminar im Bildungshaus
Großrußbach - Vorträge, Filme, Diskussionen
10. April: Abreise nach Oswiecim/ Auschwitz
11. April: Besichtigung der Gedenkstätte Auschwitz;
Besichtigung der Gedenkstätte Birkenau
12. April: Besuch des Archivs der Gedenkstätte, der
Kunstsammlungen und der nationalen Ausstellungen
13. April: Stadtbesichtigung Krakau/ Besuch des
jüdischen Viertels
14. April (Karfreitag): Rückfahrt (Ankunft in Wien ca. 16 Uhr)
Kosten: * 440,- (darin sind Reise-, Aufenthalts-, Verpflegungs- und
Eintrittskosten enthalten); Einzelzimmerzuschlag * 40,--
Informationen und Anmeldung:
Karin Liebhart, Gesellschaft für politische Aufklärung, c/o Institut für
Politikwissenschaft der Universität Wien, 1010 Wien, Universitätsstraße 7/2,
E-mail: karin.liebhart at univie.ac.at , Tel.: 01/4277-47739
Waltraud Riegler, Tel.: 0650/ 7 44 77 11. E-Mail: waltraud.riegler at utanet.at
Anmeldeformular unter:
http://www2.uibk.ac.at/gfpa/ablage/dokumente/Anmeldeformular_Studienfahrt_20
06.doc
Veranstalterin: Gesellschaft für politische Aufklärung,
http://www2.uibk.ac.at/gfpa
Organisatorische Leitung: Waltraud Riegler, Karin Liebhart (Gesellschaft für
politische Aufklärung)
Anmeldung bis 8. März 2006 erbeten - begrenzte TeilnehmerInnenzahl!
*****
Newsletter der Initiative Minderheiten
Gumpendorfer Straße 15/13
A-1060 Wien
Tel. 586 12 49-18
Fax 586 82 17
http://www.initiative.minderheiten.at
http://www.gastarbajteri.at
*****
-> aus der Mailinglist austragen?
leeres Mail bitte an news-unsubscribe at initiative.minderheiten.at
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04 Homepage des Komitees gegen den EU-Kriegsgipfel in Innsbruck
am 6./7. März ist online! von "Wilfried Hanser-Mantl" <w.hanser at gmx.at>
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Gegen den EU-Militärgipfel in Innsbruck (6./7. März) haben wir ein Komitee
gegründet, das inzwischen von 34 Organisationen unterstützt wird. Wir
organisieren vom 4. - 6. März einige Gegenveranstaltungen:
Samstag, 4. März 11-20 Uhr "Gegengipfel",
21 Uhr Konzert
Sonntag, 5. März 10 Uhr Demoworkshop
14 Uhr DEMO (ab Landhausplatz)
Montag, 6. März 11 - 15 Uhr: Kundgebung Franziskanerplatz
Die Homepage unseres Komitees ist ab sofort online unter:
www.kriegsgipfel.oeh.cc
Bitte arbeitet mit uns mit und unterstützt unsere Arbeit auch finanziell!
Hier unsere Kontonummer:
Kleine Korrektur: Der "Gegengipfel" am Samstag, 4. März, beginnt um 11 Uhr
kto.-nr.: 52420 576 301
blz: 12.000 (bank austria)
titel: Anti-KriegsministerInnen-Gipfel
Liebe Grüße, Wilfried.
Hier der Aufruftext:
Sie bereiten Kriege vor – protestiert mit uns!
(Aufruf des Innsbrucker Komitees zum EU-Kriegsgipfel 6./7. März)
Am 6./7. März 2006 treffen sich die EU-Militärminister (beschönigend
„Verteidigungsminister“ genannt) im Rahmen der EU-Präsidentschaft
Österreichs in Innsbruck. Die Öffentlichkeit wurde bisher nicht darüber
informiert, was auf der Tagesordnung steht. Offiziell wird nur vom
„Friedensprojekt EU“ gesprochen.
Wisst ihr, dass
• die Rüstungsausgaben der EU massiv steigen (2001: 169.3 Mrd., 2003: 221,1
Mrd. Dollar)?
• sich die EU im „Headlinegoal für 2010“ das Ziel gesetzt hat, Kriege wie
gegen den Irak auf eigene Faust führen zu können? 2010 ist bereits in 4 Jahren!
• die bisherigen Zwischenetappen zu diesem Ziel bereits umgesetzt wurden
(2004: Einrichtung einer eigenen militärischen Planungszelle im Rahmen des
EU-Militärstabes und Einrichtung einer Rüstungsagentur; 2005: Einrichtung
einer strategischen EU-Militärtransport-Kooordination und Einrichtung eines
Europäischen Lufttransportkommandos (EAC)?
• die EU nächstes Jahr die vollständige globale Einsatzbereitschaft der
(dzt. 12 geplanten) superschnellen EU-„Schlachtgruppen“ („battle groups“)
erreichen will?
• sich auch Österreich - unter Bruch der Neutralität - an der Bildung einer
solchen Schlachtgruppe beteiligt (gemeinsam mit Tschechien und Deutschland)?
• Österreich allein für Anschaffung und Betrieb der neuen Kampfbomber
(Eurofighter) in den kommenden Jahren so viel ausgibt wie 65.000
Kindergartenplätze innerhalb von 20 Jahre kosten würden?
• die EU-Verfassung eine Verpflichtung zur Aufrüstung enthält?
• nur ein kleiner Teil der Rüstungsausgaben nötig wäre, um Hunger,
Analphabetismus, schlechtes Trinkwasser, Sterben an leicht heilbaren
Krankheiten etc. endgültig zur Geschichte zu machen?
Demonstriert und überlegt mit uns, was wir dagegen unternehmen können!
• Nein zur Militarisierung der EU
• Nein zu Abschottung, Rassismus und Krieg
• Nein zur "Festung Europa"
• Nein zum Europa der Konzerne und Generäle
Gegengipfel: Samstag, 4. März, 11 – 20 Uhr Mensa, Herzog-Siegmund-Ufer 15
Demo: Sonntag, 5. März, 14 Uhr Landhausplatz
Kundgebung: Montag, 5. März, 11 – 15 Uhr Franziskanerplatz
Wilfried Hanser-Mantl
Salvatorg. 2a
6060 Hall
Tel. 0676/ 630 5500
e-mail: <mailto:w.hanser at gmx.at>w.hanser at gmx.at
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05 Zwei Prozesse wegen antirassistischer Aktivitaeten
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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akin-Pressedienst.
Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 21. Februar 2006; 21:44
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> Zwei Prozesse wegen antirassistischer Aktivitaeten
Derzeit finden in Wien zwei Prozesse gegen insgesamt drei junge Menschen
statt, die nicht hinnehmen wollen, dass immer noch in der Oeffentlichkeit
unwidersprochen rassistische Hetze geaeussert wird.
Am 17. Februar fand im Bezirksgericht Josefstadt eine Verhandlung gegen ein
junges Paerchen statt, welches am 22. September des vergangenen Jahres in
der Burggasse eine rassistische Schmiererei uebermalt hatte. Dabei wurde aus
einem "Neger raus!" ein "Nazis raus!" (siehe auch akin 5/06).
Der Frau wird Sachbeschaedigung vorgeworfen, ihr Freund ist wegen
Koerperverletzung angeklagt. Faktum ist, dass sie von einem rabiaten
Anwohner verfolgt, und Passanten, die ihnen helfen wollten, taetlich
angegriffen wurden. Der Prozess wurde auf unbestimmte Zeit vertagt.
FPOe-Plakatentsorgung
Ein weiterer Prozess findet am Mittwoch dieser Woche gegen eine Schuelerin
statt, die waehrend des Wiener Wahlkampfes im vergangenen Herbst
rassistische und islamfeindliche Plakate der FPOe entfernt hatte. Die FPOe
verlangt nun 1300 Euro Schadenersatz.
Gegen diese Schuelerin wird ein schweres Kaliber aufgeboten. Anwalt der
Gegenseite ist naemlich der FPOe-Rechtsanwalt Johannes Huebner. Huebner war
laut DOeW unter anderem Sprecher fuer das "Unabhaengige Personenkomitee --
Andreas Moelzer" bei den Europawahlen im Mai des vergangenen Jahres.
Die Beschuldigte bittet um zahlreiches Erscheinen bei ihrer Verhandlung.
Termin: Mittwoch 22. 2. 06 um 14.00 Uhr, BG Innere Stadt, Marxergasse 1a,
Saal 224, 2.OG
(Zivilcourage gegen Rassismus/gek.)
Kontakt: f17soli at hotmail.com
***************************************************
Der akin-pd ist die elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen
Wiener Wochenzeitung 'akin'. Texte im akin-pd muessen aber nicht
wortidentisch mit den in der Papierausgabe veroeffentlichten sein. Nachdruck
von Eigenbeitraegen mit Quellenangabe erbeten. Namentlich gezeichnete
Beitraege stehen in der Verantwortung der VerfasserInnen. Ein Nachdruck von
Texten mit anderem Copyright als dem unseren sagt nichts ueber eine
anderweitige Verfuegungsberechtigung aus. Der akin-pd wird nur als
Abonnement verschickt. Wer versehentlich in den Verteiler geraten ist, kann
den akin-pd per formlosen Mail an akin.buero at gmx.at abbestellen.
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a-1170 wien, Lobenhauerngasse 35/2
vox: ++43/1/535-62-00
(anrufbeantworter, unberechenbare buerozeiten)
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Bankverbindung lautend auf: föj/BfS,
Bank Austria, BLZ 12000,
223-102-976/00, Zweck: akin
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06 Initiativen/Recht: Rechtsberatung!
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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Initiativen/Recht:
> Rechtsberatung!
Mit Polizei und Justiz hat frau oder auch man schnell einmal zu tun. Und
dann? Meistens Ratlosigkeit. Das Recht funktioniert ganz anders als das
alltaegliche Leben. Leute werden mit ihren Problemen und Schwierigkeiten,
die sich aus der Rechtspflege des Staates ergeben, alleine gelassen. Oft
haben sie sogar die minimalen Widerspruchsmoeglichkeiten, die ihnen auf
legalen Weg offenstuenden, in Wirklichkeit nicht. Mangels Wissen, mangels
Geld, aber auch weil der oder die einzelne mit den verschlungenen Irrwegen
der Justiz schlicht ueberfordert ist. Hier fehlt Zusammenwirken,
kontinuierliches Engagement.
Deshalb: Die Solidaritaetsgruppe. Eine Gruppe nur und ausschliesslich zu dem
Zweck, ein bisschen dagegenzuhalten: Wenn die Staatsmacht an die Tuer
klopft. Beraten, Informationen geben, moegliche Auswege aufzeigen. Das ist,
was wir vorhaben. Miteinander ist besser als alleine. "Chancengleichheit"
zwischen Behoerden und dem oder der einzelnen wird sich nie herstellen
lassen, das ist von Anfang an nicht vorgesehen. Aber vielleicht laesst sich
die himmelweite Ungleichheit ein wenig verringern.
Wir machen keine Trennung zwischen "politischen" und "unpolitischen"
Delikten. "Rechtshilfe" muss wesentlich mehr sein, als die Aufarbeitung von
rechtlichen Verwicklungen nach Demonstrationen. Ein Verfahren wegen
Diebstahl oder auch Drogenbesitz hat mit den Verhaeltnissen in dieser
Gesellschaft zu tun. Eine Strafe wegen Schwarzfahrens oder -sehens ebenso.
Arbeitslose haben mit Arbeits- und Sozialamt Schwierigkeiten, StudentInnen
wegen der Familienbeihilfe Probleme, eine ueberhoehte Rechnung von
irgendeiner dubiosen Firma hat beinahe schon jedeR bekommen.
Auf wessen Seite wir jeweils stehen? Bei den von vornherein Schwaecheren.
So wichtig uns Parteilichkeit mit den Betroffenen ist, so wichtig ist uns
die Distanz zu den "Taten". Es ist nicht unsere Sache, ob ihr "schuldig"
oder "unschuldig" seid -- wir sind nicht eure RichterInnen. Wir beurteilen
nicht, wir verurteilen nicht, wir klatschen auch nicht Beifall -- wir sind
im Rahmen unserer begrenzten Moeglichkeiten behilflich. Eine Bitte: Keine
Illusionen. Es wird nicht oft moeglich sein, irgendwen "herauszuhauen". Auch
bei sorgfaeltigster Arbeit nicht. Dazu ist das Recht grundsaetzlich zu sehr
gegen "uns". Aber unter Umstaenden hilft schon Information darueber, was
einem und einer bevorsteht, viel. Und manchmal lassen sich auch verschiedene
Moeglichkeiten aufzeigen, die den Schaden begrenzen. Wichtig ist uns
weiters: Der oder die Betroffene bestimmt zu jedem Zeitpunkt, und zwar
voellig, den Gang des Verfahrens. Auch wenn wir es hundertmal besser wissen,
es ist nicht UNSER Verfahren.
Was wir nun tatsaechlich tun koennen:
o Die Rechtslage mit euch durchbesprechen
o Euch bei einfachen Verwaltungsstrafverfahren helfen
o Sich gemeinsam auf Polizei- und Gerichtstermine vorbereiten
o Kontakt zu anderen Einrichtungen, die Beratung anbieten, herstellen
o Rechtsanwaelte empfehlen
o Kontakt zu anderen Leuten, die ein aehnliches Verfahren am Hals haben,
vermitteln
o Oeffentlichkeit schaffen
o Bei Rechtshilfeworkshops von euch teilnehmen
Was wir auch tun wollen: Einen Zusammenhang herstellen.
Zwischen Einzel"schicksalen" und der Politik, gerade im Polizei- und
Justizbereich. Gesetze und Gesetzesnovellen kritisch hinterfragen. Grund-
und BuergerInnenrechte einfordern. Polizei"ueber"griffe anprangern. Weil das
mittlerweile viel zu wenig passiert und dringend noetig scheint.
Oeffentlicher Beratungstermin:
Jeden ersten Donnerstag im Monat, ab 18 Uhr, in der Buerogemeinschaft
Schottengasse; Wien I, Schottengasse 3A/Stiege 1/4. Stock/Tuer 59
Auf Wunsch werden Frauen ausschliesslich von Frauen beraten. In dringenden
Faellen sind wir telefonisch oder per E-Mail erreichbar (siehe unten).
Die naechsten Beratungstermine: 2. Maerz, 6. April, 4. Mai, 1. Juni
Unsere Arbeit passiert ausschliesslich kostenlos und ehrenamtlich. Trotzdem
benoetigen wir jedoch einiges an Geld, u. a. fuer Fachliteratur oder fuer
Kopier- und Telefonkosten. Wir ersuchen daher um Spenden:
Spendensparbuch 10410-010177, EmpfaengerIn: Sparbuch "Jugend in Not",
Sparkasse Oberoesterreich, BLZ 20320
(Regelmaessige Spenden machen die Deckung unserer Kosten planbarer und
ermoeglichen uns kontinuierliche Arbeit. Ueberlegt euch bitte die
Einrichtung eines Dauerauftrags, jeder noch so kleine Betrag ist herzlich
willkommen.)
*Solidaritaetsgruppe*
Kontaktmoeglichkeiten:
Solidaritaetsgruppe
Schottengasse 3A/1/4/59, 1010 Wien
Tel.: (0699) 112 25 867
Fax: (01) 532 74 16
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wortidentisch mit den in der Papierausgabe veroeffentlichten sein. Nachdruck
von Eigenbeitraegen mit Quellenangabe erbeten. Namentlich gezeichnete
Beitraege stehen in der Verantwortung der VerfasserInnen. Ein Nachdruck von
Texten mit anderem Copyright als dem unseren sagt nichts ueber eine
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07 Arbeit/Recht/Kommentar der Anderen: Rechtsstaat oder Machtrefugium?
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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Arbeit/Recht/Kommentar der Anderen:
> Rechtsstaat oder Machtrefugium?
Nein! Es geht nicht (schon wieder) um zweisprachige Ortstafeln und die
Frage, welchen Stellenwert Erkenntnisse des Verfassungsgerichtshofes haben.
Es geht darum, dass in einem voellig anderen Bereich - der in der
Oeffentlichkeit wenig Aufmerksamkeit findet - Entscheidungen eines
Hoechstgerichtes nicht ausreichend umgesetzt werden.
Es geht um - einige BetreuerInnen des AMS. In der Frage, ob
Schulungsmassnahmen von den Betroffenen unter allen Umstaenden akzeptiert
werden muessen hat der Verwaltungsgerichtshof entschieden:
"Eine ungerechtfertigte Weigerung eines Arbeitslosen, an einer Massnahme zur
Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt teilzunehmen, liegt nur dann vor,
wenn es sich ueberhaupt um eine solche Massnahme handelt, wenn feststeht,
dass die Kenntnisse und Faehigkeiten des Arbeitslosen fuer die Vermittlung
einer zumutbaren Beschaeftigung nach Lage des in Betracht kommenden
Arbeitsmarktes nicht ausreichend sind und es deshalb solcher Massnahmen der
Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt bedarf …"
"Die Zuweisung zu einer Massnahme zur Wiedereingliederung in den
Arbeitsmarkt bedarf des Nachweises, dass der Arbeitslose ohne diese
Wiedereingliederungsmassnahme nicht in der Lage ist, einen Arbeitsplatz auf
dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu erlangen …"
"Es steht nicht im freien Belieben des Arbeitsamtes, einem Arbeitslosen
(auch einem Langzeitarbeitslosen) entweder eine Arbeitsstelle zu vermitteln
oder ihn zu einer Nachschulung oder Umschulung zuzuweisen. Eine solche
Zuweisung vermag sich insbesondere auch nicht auf die vom Arbeitslosen (auch
wiederholt) an den Tag gelegte Arbeitsunwilligkeit, eine ihm durch das
Arbeitsamt zugewiesene zumutbare Beschaeftigung anzunehmen, zu stuetzen.
Fuer eine solche Massnahme ist vielmehr Voraussetzung, dass die Kenntnisse
des Arbeitslosen fuer die Vermittlung einer zumutbaren Beschaeftigung nach
Lage des in Betracht kommenden Arbeitsmarktes nicht ausreichend sind …"
"Die Zuweisung zu einer Massnahme zur Wiedereingliederung in den
Arbeitsmarkt bedarf des Nachweises, dass der Arbeitslose ohne diese
Wiedereingliederungsmassnahme nicht in der Lage ist, einen Arbeitsplatz auf
dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu erlangen. Dabei ist allerdings nicht nur
darauf abzustellen, in welcher Weise sich der Arbeitslose selbst um eine
Stelle auf dem Arbeitsmarkt bemueht hat; die mit der Anwendung einer
derartigen Wiedereingliederungsmassnahme verbundenen Kosten sind nur dann
gerechtfertigt, wenn dem Betroffenen jene darin vermittelten Faehigkeiten
auch tatsaechlich fehlen …"
"Die Zuweisung zu einer Massnahme zur Wiedereingliederung in den
Arbeitsmarkt setzt voraus, dass die Gruende, nach denen das Arbeitsamt eine
solche Massnahme fuer erforderlich erachtet, dem Arbeitslosen eroeffnet und
ihm Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben wird…"
Und jetzt zur Realitaet: In Salzburg wird einer 2-fachen Mutter eine
Wiedereingliederungsmassnahme auf´s Auge gedrueckt. Der Kursveranstalter
schickt sie mit dem Hinweis auf Ueberqualifikation nach Hause. Darauf
beglueckt sie das AMS mit einem gleichartigen Kurs. Der Kursveranstalter
spricht wieder von Ueberqualifikation und empfiehlt, beim AMS mit geeigneten
Vorschlaegen betreff Kursmassnahmen vorstellig zu werden. Das tut die
Betroffene unter betraechtlichem Zeitaufwand - die Betreuung von
Kleinkindern ist ja sowieso nur ein Klacks. Das AMS zeigt sich interessiert
und einsichtig, aber nur kurz, denn die Kurszuweisung ist ja noch in Kraft
und man will ja sein Gesicht nicht verlieren. Also zurueck zum Start und als
Zuckerl wird auf die Kinderbetreuung parallel zum Kurs hingewiesen. Doch von
einer Kinderbetreuung weiss der Kursveranstalter nichts! Chaos bricht aus -
natuerlich auf dem Ruecken der Betroffenen. Und als letztes Mittel der
Disziplinierung wird die uebliche Drohung ausgesprochen: Sperre des
Arbeitslosengeldes.
(Initiativgruppe Arbeitslosigkeit, newsletter 2006/2 / gek.)
*
Anmerkung der Redaktion: Zu diesem Thema entschied der VwGH seit Anfang der
90er Jahre bereits mehrere Dutzend mal im Sinne des Beschwerdefuehrer und
die Urteile lauten immer aehnlich. Was aber nichts am Verhalten des AMS
aendert.
Siehe auch:
VwGH Erkenntnis 7.September 2005 2002/08/0229
VwGH Erkenntnis 26.Jaenner 2000 98/08/0306
VwGH Erkenntnis 21.Dezember 1993 93/08/0215 u.v.a
Zu finden unter: http://www.ris.bka.gv.at/vwgh/
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08 Proteste EU-AussenministerInnentreffen
von SSF office <office at salzburgsocialforum.org>
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Presse-Vorinformation
22.02.2006
Salzburger EU-AussenministerInnentreffen provoziert Protest
In Reaktion auf eine unannehmbare Aussenpolitik der Europäischen Union haben
sich in Salzburg rund 20 Organisationen und zahlreiche Einzelpersonen
kurzfristig zu einem "Netzwerk gegen ein EUropa der Konzerne und Militärs"
zusammengeschlossen. In den nächsten Tagen finden zahlreiche Veranstaltungen
und Aktionen statt, in denen schärfste kritische Positionen wie auch
konkrete Alternativen vorgestellt werden sollen. Gemeinsam mit dem Linken
Koordinationsbündnis wird darüber hinaus für Samstag, 11. März zu einer
Demonstration aufgerufen.
Informationen:
Andreas Rennert (0676/33 19 405)
Rosi Krenn (0699/12 11 59 85)
Vorschau über die geplanten Veranstaltungen des Netzwerks:
2. März
15.00 bis 21.30 Tschetschenienseminar
Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen
19.00 Coca - die Taube aus Tschetschenien
in DAS KINO
(Co-Veranstalter: Friedensbüro)
3. März
19.00 Vortrag Gerald Oberansmayr, Linz
EUropäische Aussenpolitik
ARGE-Kulturgelände
veranstaltet von Mono Poly
6. März
20.00 Podiumsdiskussion
"Warum wir ein anderes Europa brauchen"
mit Robert Menasse, Christian Felber (Attac), Corinna Wilborn
(Journalistin), Marc Fähndrich, (stv. Leiter Europäische Kommission) sowie
ein Vertreter der Wirtschaftskammer. - Moderation: Martin Stricker
(Salzburger Nachrichten)
Großer Hörsaal 230 der
Universität Salzburg,
Kapitelgasse 4
(Co-Veranstalter: SN)
7. März
19.30 Manfred Nowak
"Folter von China bis Guantanamo"
SN-Saal
(Co-Veranstalter: AI, Friedensbüro, KAB, Renner-Institut, etc.)
8. März
Internationaler Frauentag,
17.00 Aktion "Pizzapanzer" am Platzl/Linzergasse
10. März
Flugblattinformationen im Stadtgebiet
Infostand am Platzl
19.30 Diskussion
Die Illusion einer gerechten und friedlichen EU.
Lässt sich die EU der Konzerne und Generäle in ein Europa des Friedens und
der Solidarität umwandeln?
Filmpräsentation "Europa in schlechter Verfassung" v. Elke Zwinge-Makamizilie,
Texte für den Frieden (Literaturgruppe Lachmeer)
Moderation: Elke Renner
Ort: noch offen
(VeranstalterInnen: Salzburg Social Forum, ARGE Wehrdienstverweigerung &
Gewaltfreiheit, frauen.stimmen.gegen.krieg, KPÖ)
20.00 Filmabend
im INFOLADEN, Lasserstrasse
11. März
Flugblattinformationen im Stadtgebiet
Infostand am Platzl
15.00 Demonstration gegen AussenministerInnentreffen
19.00 Veranstaltung zum Internationalen Frauentag:
Film "Bread and Roses" von Ken Loach und Diskussion - Migrantinnen kämpfen
um faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen, Ausstellung: "Den Schrecken
besiegen"
(Veranstalterin: TALK TOGETHER - Zeitung für MigrantInnen und
Nicht-MigrantInnen)
13.März
20.00 Ernesto Cardenal,
Gedichte von Liebe, Mystik und Revolution
(Musik: Grupo Sal)
ARGE Kulturgelände
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09 "Wir werden auf die Barrikaden gehen!" - Hitzige
Diskussion ...
von Kulturrat Österreich <contact at kulturrat.at>
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/ PRESSEMITTEILUNG /____________
/ "Wir werden auf die Barrikaden gehen!"
/ Hitzige Diskussion zu Rückzahlungsforderungen des
/ Künstlersozialversicherungsfonds
Kaum jemand gratuliert dem Künstlersozialversicherungsfonds zu seinem
fünfjährigen Bestehen, das zeigte sich in einer Diskussionsveranstaltung des
Wiener Depot am Dienstag, 21. Februar 2006. Denn 600 KünstlerInnen sollen
das Geld zurückzahlen, das sie 2001 als Zuschuss zum
Pensionsversicherungsbeitrag erhalten haben. Der Grund: Sie haben nicht das
vorgeschriebene Mindesteinkommen erreicht. Etwa ein Drittel der Betroffenen
befindet sich laut Fonds-Geschäftsführer Othmar Stoss auch heute in einer
wirtschaftlich prekären Lage. Ob der Fonds deshalb in einigen Fällen auf die
Rückzahlung verzichten kann, ist unentschieden.
Der Verwaltungsaufwand jedenfalls ist groß. Schon seit dem Sommer letzten
Jahres ist der Fonds mit der Überprüfung von KünstlerInnen-Einkommen
beschäftigt. So will es das Gesetz, das nun einer dringenden Korrektur
bedarf. "Von KünstlerInnen mit ohnehin geringem Einkommen Rückzahlungen zu
fordern ist unangemessen gegenüber den Betroffenen, juristisch unbillig und
dem Grundzweck des Fonds widersprechend.", betonte Sabine Kock (IG Freie
Theaterarbeit) die dringende Notwendigkeit einer Gesetzesänderung.
"Die Abschaffung der Mindesteinkommensgrenze als Zuschussvoraussetzung ist
zweifelsohne das dringlichste Anliegen überhaupt. Ein von den
Interessenvertretungen ausgearbeiteter Forderungskatalog mit Sofortmaßnahmen
liegt seit langem vor und ist auch Kunststaatssekretär Morak längst bekannt.
Was fehlt, ist einzig der politische Wille!", so Daniela Koweindl (IG
Bildende Kunst). Den KünstlerInnen geht es nicht um Almosen, sondern um die
Verankerung von Rechten, denn eine umfassende und für alle leistbare
Sozialversicherung gibt es bis heute nicht. "Wir haben ein Fürsorgegesetz
bekommen, das Gnade vor Recht ergehen lässt", brachte Gerhard Ruiss (IG
Autorinnen Autoren) die Situation der KünstlerInnen auf den Punkt. Er sprich
t von einem "Überwachungsstaat zur Verhinderung von Kunst" und erntete damit
regen Beifall.
"Das lassen wir uns nicht gefallen, wir werden auf die Barrikaden gehen!",
rief eine anwesende Künstlerin. Auch sie hatte im Herbst 2005 eine
Rückzahlungsforderung erhalten. Ihr Einkommensteuerbescheid lag unter der
erforderlichen Mindesteinkommensgrenze für den Zuschuss, weil sie von einer
einkommensteuerbefreiten Auszeichnung lebte.
Als das Künstlersozialversicherungsfonds-Gesetz vor mehr als fünf Jahren
beschlossen wurde, war stets von einem ersten Schritt die Rede. Der nächste
ist überfällig. Ziel muss die Schaffung von sozialen Rechten für alle sein -
gleichgültig ob KünstlerIn oder nicht. "Ich wünsche den politischen
Forderungen der Interessenvertretungen viel Erfolg, weil die soziale
Situation von KünstlerInnen wirklich sehr schwierig ist", hielt
Fonds-Geschäftsführer Othmar Stoss - verantwortlich für die Ausführung des
Gesetzes - abschließend fest.
Nicht auf dem Podium vertreten war der regierungsverantwortliche
Staatssekretär für Kunst. Franz Morak hatte der Einladung des Depot eine
Absage erteilt.
/ Forderungskatalog mit Sofortmaßnahmen
/ http://kulturrat.at/agenda/sozialerechte/forderungen/ksvfg
/ Kontakt /____________
Kulturrat Österreich
Gumpendorfer Str. 63b
A-1060 Wien
mailto:contact at kulturrat.at
http://www.kulturrat.at
/ Rückfragen /____________
Daniela Koweindl
Tel. 01/524 09 09
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10 reminder: freitag, 24.02.2006 | von der bewegung zur erfahrung
von eipcp <contact at eipcp.net>
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Discursive lines of institutional critique
Von der Bewegung zur Erfahrung
Depot, Breitegasse 3, 1070 Wien
24. Februar 2006, 19.00
Wir machen sie, tauschen sie aus, bearbeiten sie
über Reflexion und Erzählung. Selten steht sie
aber im Mittelpunkt von Überlegungen zur
Organisation sozialer, erzieherischer,
politischer Praxis. Ein Grund dafür liegt
vielleicht in dem Umstand, dass „Erfahrung“ im
Unterschied etwa zur „Bewegung“ nicht zum Objekt
der Identifizierung oder des Sich-Abgrenzens
taugt. Wie aber verketten sich Erfahrungen
jenseits von Institution und Kritik, sodass es
möglich wird, vom Protest, vom Widerstand zur
Schaffung von sozialen Zusammenhängen überzugehen?
Klaus Neundlinger, Philosoph, Universität Neapel
Stefan Nowotny, Philosoph, eipcp
Alice Pechriggl, Philosophin, Universität Klagenfurt
Klaus Neundlinger: Einübung ins Aufbegehren. Ein
Beitrag zur Materialgeschichte des Glases. Wien:
Turia+Kant 2005
http://www.turia.at/titel/v0_01.html
http://transform.eipcp.net
http://depot.or.at
---
eipcp - european institute for progressive cultural policies
a-1060 vienna, gumpendorfer strasse 63b
a-4040 linz, harruckerstrasse 7
contact at eipcp.net
http://www.eipcp.net
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<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><>
MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE
<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><>
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11 GLB/Pensionskassen/Wertschöpfungsabgabe
von "Gewerkschaftlicher Linksblock" <glb at aon.at>
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Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110
Wien - Telefon +43 1 718 26 23-0 - Fax +43 1 718 26 23-30
- Mail glb at aon.at - Web www.glb.at - Ausgabe vom 21. Februar 2006
Pensionskassen verdienen kräftig, Versicherte schauen durch die Finger
GLB kritisiert staatlich organisierte Umleitung zugunsten des Finanzkapitals
Als krasse Differenz bezeichnet die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock
im ÖGB (GLB), dass die Pensionskassen 2005 ihre
Veranlagungserträge zwischen sieben und 15 Prozent (Schnitt 1,4 Prozent)
erhöht haben, den Versicherten aber nur Erhöhungen ihrer
Pension zwischen 1,5 und zwei Prozent zugestanden wurde.
Das Argumente von Fachverbandschef Christian Böhm, die Pensionskassen
müssten Schwankungsrückstellungen für ertragsärmere Jahre
vornehmen, steht aber auf sehr schwachen Füssen: „Denn in den letzten Jahren
mussten tausende Versicherte Kürzungen ihrer via
Pensionskassen finanzierten Zusatzpensionen hinnehmen“, stellt
GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger fest.
2005 wurden insgesamt 320 Millionen Euro von den Pensionskassen ausbezahlt.
Die Branche veranlagt derzeit 11,5 Milliarden Euro.
439.000 Personen hatten mit Jahresende 2005 einen Anspruch auf eine über
Pensionskassen finanzierte Firmenpension von
durchschnittlich 500 Euro.
Mit dem Argument der „Eigenvorsorge“ zocken die Banken und Versicherungen
als Eigentümer der Pensionskassen die Versicherten ab.
Durch die als „Reform“ getarnte systematische Kürzung der ASVG-Pensionen
werden immer mehr Menschen zu Veranlagungen in eine
betriebliche Altersvorsorge über Pensionskassen gedrängt. Diese Veranlagung
ist faktisch eine staatlich organisierte Umleitung von
Versicherungsgeldern zugunsten des Finanzkapitals. Der ehemalige
CDU-Generalsekretär Heiner Geissler meinte dazu treffend: „Die
Diskussion über die Rente ist nichts anderes als der gigantische Versuch der
Lebensversicherungen an das Geld der Leute
heranzukommen.“
Das neoliberale Drei-Säulen-Modell der Pensionsfinanzierung orientiert
darauf, eine sinkende staatliche Pension durch zunehmende
betriebliche und private Vorsorge zu ergänzen. Durch systematisches Trommeln
von Politik, Wirtschaft, Medien und „Experten“ wird der
Bevölkerung das verlogene Argument einer angeblichen Unfinanzierbarkeit der
Pensionen eingetrichtert.
Das Pensionskassengesetz wurde schon das 1990 durch die rotschwarze
Regierung geschaffen. Die ursprüngliche Mindestverzinsung von
1,5 Prozent durchgerechnet über fünf Jahre wurde 2003 abgeschafft um den
Banken als Eigentümern der Pensionskassen ein Nachschießen
von Mitteln zu ersparen.
Der GLB sieht hingegen nach wie vor in dem jahrzehntelang bewährten
Umlageverfahren die Basis, um gerechte Pensionen für alle zu
sichern. Angesichts stagnierender Lohneinkommen wird freilich die
Finanzierungsbasis immer stärker ausgehöhlt. Daher muss die
Bemessung der Unternehmerbeiträge nach der gesamten Wertschöpfung anstatt
der reinen Lohnsumme erfolgen, um der Rationalisierung
Rechnung zu tragen: „Auch muss der Staat seiner Verpflichtung zur
Drittelfinanzierung nachkommen, da der Bundeszuschuss im
ASVG-Bereich heute nur mehr bei einem Sechstel liegt. Die notwendigen Mittel
müssen durch eine stärkere Besteuerung von Kapital und
Vermögen aufgebracht werden“, so Antlanger abschließend.
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12 roter stern 5
von "agm" <agm at agmarxismus.net>
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Neue Nummer der Flugschriftzeitung der AGM:
r o t e r s t e r n 5
Hauptartikel und Links zu den pdf-Seiten
„Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut“
D i e g r o ß e L ü g e
v o n C h e f s u n d R e g i e r u n g
– und die möglichen Antworten
Angeblich können nur Firmen, die große Gewinne machen, Arbeitsplätze
schaffen und ordentlich Steuern zahlen. Das wird von der Wirtschaftkammer
ebenso behauptet wie etwa vom Siemens-Finanzchef. Dass es sich dabei um eine
Primitivpropaganda zur Verarschung der Arbeiter/innen handelt, beweist seine
eigene Firma.
Siemens hat beispielsweise zwischen 2001 und 2003 in Deutschland fast 10
Millionen Euro Gewinn gemacht, aber gleichzeitig 60.000 Arbeitsplätze
abgebaut – und der Abbau geht jetzt munter weiter. Im gleichen Zeitraum hat
der Konzern keine Ertragssteuern bezahlt, sondern im Gegenteil vom Staat,
also von den Steuerzahler/inne/n, auch noch 119 Millionen Euro
Unterstützungsgelder erhalten.
Die Machenschaften der Großkonzerne
Bei den anderen Großkapitalist/inn/en sieht es nicht anders aus.
DaimlerChrysler zahlte in Deutschland schon seit den 1990er Jahren keine
Steuern mehr, weil ein Großteil seines Vermögens nach Belgien verschoben
wurde (wo Firmen kaum Steuern zahlen). Gleichzeitig zahlte dieser Konzerne
zum Beispiel im Jahr 2001 an seine Aktionär/inn/en über eine Milliarde Euro
aus.
Firmenzusammenschlüsse, Firmenverkäufe und Tochterfirmen in verschiedenen
Ländern sind ideale Möglichkeiten, Gewinne und Verluste zu manipulieren.
Unilever Österreich beispielsweise wechselte an einem einzigen Tag viermal
den Besitzer – bis in Österreich keine Gewinne mehr zum Versteuern
angefallen sind. Der Magna-Konzern von Frank Stronach verschiebt seine
Gelder über eine schweizer Scheinfirma in „Steuerparadiese“.
Die Folge von diesen Entwicklungen ist, dass die Großkonzerne die Länder
gegeneinander ausspielen und dass das Großkapital in allen Ländern immer
weniger Steuern zahlt. Und dann erzählen uns die Kapitalist/inn/en und ihre
politischen Handlanger, dass etwa für das Gesundheitswesen oder für
Arbeitslosenunterstützung kein Geld da sei – und dass gespart und gekürzt
werden müsse. Im EU-Finanzministerrat war es übrigens der österreichische
Finanzminister Grasser, der – im Interesse seiner reichen Freund/inn/en –
eine Vereinheitlichung der Kapitalbesteuerung verhindert hat.
Die österreichischen Kapitalist/inn/en: Maden im Speck
Österreich ist das 6-reichste Land der Welt. Aber dieser Reichtum ist sehr
ungleich verteilt. Die reichsten 10% der Bevölkerung besitzen fast 70% des
gesamten Vermögens, das reichste 1% verfügt über mehr Besitz als 90% der
Bevölkerung. In Österreich sind über eine Million Menschen arm (laut
Statistik alle mit weniger als 785 Euro pro Monat); darunter sind
überdurchschnittlich viele Frauen.
Gleichzeitig sind die Unternehmens- und Aktiengewinne in den letzten Jahren
stark angestiegen. Die Profite der 33 wichtigsten Firmen sind nach Abzug der
Steuern – von 1,51 Milliarden Euro im Jahr 2001 auf 3,93 Milliarden im Jahr
2004 angewachsen, also um 161%. Die Zahl der Beschäftigten stieg in diesen
Firmen nur um 12%. Am meisten profitierten die Aktionäre bei BA-CA, OMV,
Telekom, Verbund und ERSTE.
Trotzdem zahlen die Arbeiter/innen und Angestellten in Österreich mehr
Steuern als die Kapitalist/inn/en: Zum Beispiel 2003 mussten die
Arbeitnehmer/innen 13,3% ihrer Löhne und Gehälter als Lohnsteuern abgeben.
Die Unternehmer/innen zahlten im selben Jahr nur 7,7% ihrer Gewinne an den
Staat. 64% der Firmen zahlten überhaupt keine Steuern. Die gesamten
Vermögensbesteuerungen (auf Kapital, Erbschaft und Grundbesitz) sind in
Österreich die niedrigsten der gesamten EU. Sie machten 2002 gar nur 3,3
Milliarden Euro aus. Von dem vorhandenen Gesamtvermögen in Österreich, das
mehr als 2.100 Milliarden Euro ausmacht, sind das läppische 0,2%. Die
Steuern auf Arbeit machen 42% aller Steuereinnahmen aus, die Besteuerung des
Konsums (was auch vor allem die breite Masse der Bevölkerung betrifft) 50%,
die des Vermögens aber nur 6%.
Ein besonderes Zuckerl für die Superreichen sind die Privatstiftungen, wo
diese Leute ihr Vermögen geparkt haben und die überhaupt steuerfrei sind.
Neben der katholischen Kirche und alten Adeligen (Auersperg, Czernin,
Schwarzenberg) haben vor allem viele Großunternehmerfamilien solche
Stiftungen: Essl, Flick, Fürnkranz, Hartlauer, Hrachowina, Kapsch, Lugner,
Michelfeit, Palmers, Quester, Radatz, Wiesbauer, Wlaschek, Zgonc etc. Da
auch die großen Zeitungsbetreiber (Dichand, Falk, Fellner) und konservative
Politikerfamilien (Bartenstein, Haselsteiner, Mitterbauer, Prinzhorn)
Privatstiftungen betreiben, ist es kein Wunder, dass Regierung und Medien
von einer Abschaffung dieser Steuerprivilegien nichts wissen wollen (die 15
reichsten Österreicher/innen: siehe Rückseite).
Die Rechtsregierung im Dienste des Großkapitals
Die österreichische Regierung aus ÖVP und FPÖ/BZÖ hat sich in den letzten
Jahren mit ganzer Kraft für die Großunternehmer/innen eingesetzt. Staatliche
Firmen wie die VOEST, die VA-Tech oder Böhler-Uddeholm, die für das Budget
Gewinne abgeworfen hatten, wurden billig verscherbelt – an Konzerne mit
besten Regierungsverbindungen wie etwa Raiffeisen oder Siemens. Auch ÖBB,
Postbus und Post werden dem Privatkapital zum Fraß vorgeworfen.
Die sogenannte Pensionsreform bedeutet für die Lohnabhängigen
Pensionskürzungen und – weil man erst später in Pension gehen kann, die
Arbeitsplätze in Österreich aber nicht mehr werden – steigende
Arbeitslosigkeit. Für die Banken und Versicherungen bedeutet die
Pensionsreform ein zusätzliches Geschäft mit den – aus Steuergeldern
subventionierten – Privatpensionen.
Die sogenannte Steuerreform des Jahres 2005 bringt eine weitere
Steuersenkung für das Großkapital: von 34% auf 25%. Dass davon noch weniger
als bisher bezahlt werden wird, wurde ebenfalls sichergestellt: Verluste von
Tochterfirmen im Ausland und Kreditzinsen beim Kauf von Firmenanteilen
können nun in Österreich von der Steuer abgezogen werden. Die Arbeiterkammer
Wien hat errechnet, dass durch die schwarz-blaue Steuerpolitik die
Lohnabhängigen und Pensionist/inn/en seit dem Jahr 2000 mit 2,8 Milliarden
Euro belastet wurden; gleichzeitig wurden den Firmen 1,8 Milliarden Euro
erspart.
Weitere Schweinereien geplant
Mit den bisherigen Diensten von Schüssel und Grasser sind die
Kapitalist/inn/en ausgesprochen zufrieden. Sie wollen aber noch mehr. Die
Budgetprobleme, nicht zuletzt verschuldet durch die geringen Steuern der
Reichen, sollen nach den nächsten Wahlen auf Kosten der Lohnabhängigen
gelöst werden. Die sogenannten Experten der Regierung diskutieren bereits
weitere Verschlechterungen im Bereich der Pensionen. Das Großkapital
verlangt eine weitgehende Flexibilisierung der Arbeitszeiten (also eine
Verlängerung). Und aufgrund der angeblichen Unfinanzierbarkeit der
Sozialleistungen stehen weitere Kürzungen bei der Gesundheitsversorgung am
Plan der herrschenden Klasse.
Die EU-Kommission betreibt ebenso wie die österreichische Regierung eine
Politik im Interesse des Großkapitals. Die geplante
EU-Dienstleistungsrichtlinie etwa würde bedeuten, dass Dienstleistungen in
Zukunft EU-weit nach den Lohn- und Sozialstandards des Herkunftslandes
erbracht werden können. Da an ein einheitliches Arbeitsrecht nicht gedacht
ist, würde das ein massives Sozialdumping bringen. Diese asozialen EU-Pläne
werden von der österreichischen Regierung unterstützt.
Was können die Arbeiter/innen tun?
Zu glauben, dass in einem unabhängigen Österreich außerhalb der EU alles
besser wäre, ist naiv. Der Kapitalismus und die großen Konzerne
funktionieren so oder so international. Die Angriffe des Großkapitals können
die Arbeiter/innen nur durch entschlossenen Widerstand abwehren. In Italien
und Frankreich haben die Lohn-abhängigen in den 1990er Jahren durch riesige
Streiks die Regierungen gestürzt, als diese Pensionskürzungen durchsetzen
wollten. Und zuletzt haben die europäischen Hafenarbeiter durch einen
gemeinsamen Streik die von der EU-Kommission geplanten Verschlechterungen
abgewehrt (siehe Rückseite).
Das Hoffen, dass durch die Wahl von anderen Parteien Grundsätzliches
geändert werden kann oder dass die Gewerkschaftsführung endlich etwas tut,
ist eine Illusion. In Deutschland hat die rot-grüne Regierung bewiesen, dass
sie ähnlichen Sozialabbau betreibt wie die schwarz-blaue in Österreich. Und
die ÖGB-Führung hat schon gegen all die Angriffe in den letzten Jahren
nichts Ernsthaftes unternommen.
Die Lohnabhängigen müssen sich selbst organisieren, in den Betrieben und
Ausbildungsplätzen. Und wir müssen eine Arbeiter/innen/partei schaffen, die
vom Großkapital und seinem politischen System unabhängig und nur den
Interessen der Ausgebeuteten verpflichtet ist. Es gilt die alte Richtlinie
von Karl Marx: Die Befreiung der Arbeiter/innen kann nur das Werk der
Arbeiter/innen selbst sein.
Grabke / Wegner (AGM-Betrieb)
roter stern 5
pdf Vorderseite:
http://www.agmarxismus.net/flugschriften/RS5/RS5vorderseite_homepage.pdf
pdf Rückseite:
http://www.agmarxismus.net/flugschriften/RS5/RS5rueckseite_homepage.pdf
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13 Arbeit/Minderheiten/Recht: Spaete Erkenntnis
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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Aktueller Kommentar:
> Vorbilder
Ja, die europaeischen Werte, die muessen wir den barfuessigen Moslems noch
beibringen -- aber wie? Nun, wie waere es mal durch Vorbildwirkung --
beispielsweise zum Thema Rechtsstaat. Und da gibt es wirklich Vorbilder --
jetzt mal ganz ohne Ironie: Zum Beispiel jenen Mailaender Richter, der gegen
22 mutmassliche CIA-Agenten u.a. wegen Entfuehrung Haftbefehl erliess. Eine
tatsaechlich erstaunliche Leistung in einem europaeischen Rechtsstaat! Das
kam so: Im Februar 2003 war der gebuertige Agypter Abu Omar in Mailand
unterwegs, wo ihm laut einer Augenzeugin drei Maenner mit einem Lieferwagen
den Weg versperrten und ihn entfuehrten. Abu Omar soll anschliessend zur
US-Militaerbasis in Aviano gebracht worden sein, wo er zunaechst verhoert
und unter Drogen gesetzt wurde, bevor man ihn ueber die US-Militaerbasis in
Ramstein/Deutschland nach Kairo ausflog. Die Berichte darueber duerften so
glaubwuerdig gewesen sein, dass sich die italienische Justiz irgendwann zum
Handeln gezwungen sah -- allerdings erst im Herbst 2005, zweieinhalb Jahre
nach den Geschehnissen. Nur leider: Konsequenzen hatte das ganze bislang
keine. (1)
Was bleibt, ist die CIA als Organisation, die in Europa straflos
Entfuehrungen ausfuehren duerfte. Es ist dieselbe CIA, die in Europa
illegale Gefangenenlager betreiben duerfte -- darueber sind auch alle
betroffen, aber Konsequenzen hat es genausowenig. Und es ist dieselbe CIA,
die bei der oesterreichischen Polizei anruft, weil es hierzulande Leute mit
muslimischen Hintergrund gibt, die deswegen terrorverdaechtig seien, weil
sie mit Leuten telefoniert haben, die die CIA verdaechtigt. Das hat dann
aber sofort Konsequenzen. Gleich sind alle moeglichen Sondereinheiten auf
den Beinen, um auf Grund dieser Hinweise die Wohnungen der Verdaechtigen auf
den Kopf zu stellen -- und finden genau gar nix. Und kein Mensch regt sich
darueber auf, dass da Menschen drangsaliert werden, nur weil ein Verein, der
sich um rechtsstaatliche Prinzipien keinen Deut schert, diese Menschen im
Visier hatte.
Nein, wir regen uns ganz fuechterlich darueber auf, wenn Carabinieri eine
Razzia wegen Dopingverdachts bei den oesterreichischen Langlaeufern
machen -- bei weitaus klareren Verdachtsmomenten.
Europaeer und US-Amerikaner wollen so dem Rest der Welt erklaeren, was
Demokratie und Rechtsstaat bedeuten. Wenn das die Werte sind, die wir den
Menschen auf anderen Kontinenten beibringen wollen, duerfen wir uns nicht
wundern.
*Bernhard Redl*
(1) Quelle: amnesty international; der Fall Abu Omar,
http://www.amnesty.at/eu-sanktionen/ aktion_d_monats.htm
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14 Aktueller Kommentar: Vorbilder von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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Aktueller Kommentar:
> Vorbilder
Ja, die europaeischen Werte, die muessen wir den barfuessigen Moslems noch
beibringen -- aber wie? Nun, wie waere es mal durch Vorbildwirkung --
beispielsweise zum Thema Rechtsstaat. Und da gibt es wirklich Vorbilder --
jetzt mal ganz ohne Ironie: Zum Beispiel jenen Mailaender Richter, der gegen
22 mutmassliche CIA-Agenten u.a. wegen Entfuehrung Haftbefehl erliess. Eine
tatsaechlich erstaunliche Leistung in einem europaeischen Rechtsstaat! Das
kam so: Im Februar 2003 war der gebuertige Agypter Abu Omar in Mailand
unterwegs, wo ihm laut einer Augenzeugin drei Maenner mit einem Lieferwagen
den Weg versperrten und ihn entfuehrten. Abu Omar soll anschliessend zur
US-Militaerbasis in Aviano gebracht worden sein, wo er zunaechst verhoert
und unter Drogen gesetzt wurde, bevor man ihn ueber die US-Militaerbasis in
Ramstein/Deutschland nach Kairo ausflog. Die Berichte darueber duerften so
glaubwuerdig gewesen sein, dass sich die italienische Justiz irgendwann zum
Handeln gezwungen sah -- allerdings erst im Herbst 2005, zweieinhalb Jahre
nach den Geschehnissen. Nur leider: Konsequenzen hatte das ganze bislang
keine. (1)
Was bleibt, ist die CIA als Organisation, die in Europa straflos
Entfuehrungen ausfuehren duerfte. Es ist dieselbe CIA, die in Europa
illegale Gefangenenlager betreiben duerfte -- darueber sind auch alle
betroffen, aber Konsequenzen hat es genausowenig. Und es ist dieselbe CIA,
die bei der oesterreichischen Polizei anruft, weil es hierzulande Leute mit
muslimischen Hintergrund gibt, die deswegen terrorverdaechtig seien, weil
sie mit Leuten telefoniert haben, die die CIA verdaechtigt. Das hat dann
aber sofort Konsequenzen. Gleich sind alle moeglichen Sondereinheiten auf
den Beinen, um auf Grund dieser Hinweise die Wohnungen der Verdaechtigen auf
den Kopf zu stellen -- und finden genau gar nix. Und kein Mensch regt sich
darueber auf, dass da Menschen drangsaliert werden, nur weil ein Verein, der
sich um rechtsstaatliche Prinzipien keinen Deut schert, diese Menschen im
Visier hatte.
Nein, wir regen uns ganz fuechterlich darueber auf, wenn Carabinieri eine
Razzia wegen Dopingverdachts bei den oesterreichischen Langlaeufern
machen -- bei weitaus klareren Verdachtsmomenten.
Europaeer und US-Amerikaner wollen so dem Rest der Welt erklaeren, was
Demokratie und Rechtsstaat bedeuten. Wenn das die Werte sind, die wir den
Menschen auf anderen Kontinenten beibringen wollen, duerfen wir uns nicht
wundern.
*Bernhard Redl*
(1) Quelle: amnesty international; der Fall Abu Omar,
http://www.amnesty.at/eu-sanktionen/ aktion_d_monats.htm
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15 Das Letzte: Caspar Einem oder Wie ich lernte, die Bombe zu lieben
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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Das Letzte:
Caspar Einem oder
Wie ich lernte, die Bombe zu lieben
Verteidigungsminister Platter hat zwei Wochen zu den Ausritten seines
Sektionschefs Erich Reiter geschwiegen. Dieser hatte die Forderung nach
einer EU-Atombombe ("Europaeisierung des Atomwaffenpotentials") erhoben, die
EU-Staatschefs aufgefordert "ernsthaft ueber den Einsatz von Atomwaffen
nachzudenken" (Volksblatt, 21.1.2006) und den "Atomkrieg fuer realistisch"
bewertet. Der Druck der Friedensbewegung war schliesslich gross genug, dass
Platter zu Erich Reiter auf Distanz gehen musste und ihn seiner Funktion als
Beauftragter fuer Strategische Studien entheben musste.
Doch SPOe-Europasprecher Caspar Einem spricht sich in einem
Standard-Kommentar nicht nur fuer eine EUropa-Armee aus, sondern mahnt
auch - in eine rethorische Frage verpackt - an, die britischen und
franzoesischen Atomwaffen in diese ueberzufuehren: "Wer gemeinsame
europaeische Verteidigung denkt, muss auch die Frage beantworten, wer dann
ueber den Einsatz der europaeischen, bisher britischen und franzoesischen
Atomwaffen entscheiden soll" (Standard, 13.02.2006). Einem bekennt sich
dazu, Atomwaffen als Druckmittel der Aussenpolitik zu verwenden: "Atomwaffen
haben ihren groessten militaerischen Nutzen als Abschreckungsmittel - wenn
man sie nicht einsetzt, sondern besitzt und einsetzen koennte. Und sie haben
darin auch ihren groessten politischen Nutzen, indem sie sicherstellen, dass
deren Besitzer politisch ernst genommen werden." Zwar kritisiert der glatte
Politiker Einem den ungestuemen Militaer Reiter, dass dieser die Sache etwas
patschert kommuniziert hat, lobt ihn aber schliesslich ueberdeutlich: "In
dieser Funktion (als strategischer Vordenker seines Ministeriums) ist es
nicht nur sinnvoll, sondern geradezu notwendig, derartige Fragen zu bedenken
und fuer den Fall der Verfolgung des Zieles ´gemeinsame europaeische
Verteidigung´ auch rechtzeitig zu beantworten." Der SPOe-Europasprecher
fragt Platter nicht, warum er zwei Wochen gebraucht hat, den
Atomkriegsvordenker Reiter zu entlassen, sondern fordert von ihm eine
"inhaltliche Erlaeuterung", warum er das getan hat.
Ganz unerwartet kommt die Liebe Einems zur EU-Militaermacht freilich nicht.
Caspar Einem war einer der gluehendsten Verfechter der EU-Verfassung, die
sogar eine Aufruestungsverpflichtung fuer alle EU-Staaten vorsieht (Art.
I-41). Er hat sich fuer den Ankauf der superteuren Militaertransporters
A400M des deutsch-franzoesischen Ruestungskonzerns EADS stark gemacht und
sich im Vorjahr um den Geschaeftsfuehrerposten beim
Satellitennavigationsprojekt Galileo* beworben. Galileo spielt eine
wesentliche Rolle fuer das "Streitkraefteziel 2010" der EU, das die
Erreichung der globalen militaerischen Interventionsfaehigkeit bis zum Jahr
2010 zum Ziel hat. Mehrheitseigentuemer bei Galileo ist wiederum der
Ruestungskonzern EADS. Wes Brot ich essen will, des Lied ich singe. Mit
seiner Unterstuetzung fuer den Atomfan Reiter laesst Einem nun voellig die
Hosen runter. EADS produziert schliesslich auch die Raketen fuer das
franzoesische Atomarsenal.
Etliche Nationalratsabgeordnete der SPOe haben sich den Forderungen der
Friedensbewegung nach Ruecktritt von Reiter angeschlossen. Man darf gespannt
sein, ob ein Europaspecher, der im Vorhof der Ruestungsindustrie
antichambriert, offen gegen die Neutralitaet auftritt und mit der
Atombombenmacht EU liebaeugelt, fuer die SPOe weiter tragbar ist.
(Aussendung Werkstatt Frieden & Solidaritaet/gek.)
* Anm. akin. siehe: http://science.orf.at/science/news/135140
*************************************************
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16 Erklärung zum Mord an Kani Yilmaz von
"GFBV Hans Bogenreiter" <hans.bogenreiter at gfbv.at>
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Gesellschaft für bedrohte Völker
> PRESSEMITTEILUNG
>
> Erklärung zum Mord an Kani Yilmaz
>
> Göttingen, 21. 2. 2006
>
> Die Gesellschaft für bedrohte Völker bedauert die Ermordung des
> langjährigen Europasprechers der PKK, Kani Yilmaz, durch seine
> ehemaligen Parteigenossen. Mit ihm liquidiert wurde Sabri Tori, der
> wie Yilmaz die PKK verlassen und die so genannte Patriotische
> Demokratische Partei Kurdistans (PWD) mitgegründet hatte. Der Führer
> der PKK, Abdullah Öcalan, heute in einem türkischen Gefängnis
> inhaftiert, ließ zahlreiche Mitglieder seines ehemaligen Politbüros
> und viele seiner Mitglieder auch in Deutschland ermorden. Die PKK
> gilt als terroristische Organisation und ist in Deutschland verboten.
> Yilmaz, der an verschiedenen Verbrechen der PKK beteiligt war, hatte
> einen klaren Trennungsstrich zur PKK gezogen und plädierte seither
> für eine friedliche, demokratische Strategie.
>
>
> Tilman Zülch
> ======================================================
> Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
> Inse Geismar, Pressereferentin
> Postfach 2024, D-37010 Goettingen
> Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028
> E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de
================================================
17 GLB/Kaufkraft/Lohnpolitik/Felderer
von "Gewerkschaftlicher Linksblock" <glb at aon.at>
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Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110
Wien - Telefon +43 1 718 26 23-0 - Fax +43 1 718 26 23-30
- Mail glb at aon.at - Web www.glb.at - Ausgabe vom 22. Februar 2006
IHS-Chef Felderer redet weiteren Lohnverlusten das Wort
Stärkung der Kaufkraft ist eine Schlüsselfrage für Wirtschaftsbelebung
In einer anderen Welt lebt offensichtlich Bernhard Felderer, Chef des
Instituts für Höhere Studien (IHS), kritisiert die Fraktion
Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) dessen Absage an eine Erhöhung
der Kaufkraft. Felderer zeigt sich laut „Die Presse“
entsetzt über die Argumentation, wonach nicht mangelnde
Wettbewerbsfähigkeit, sondern die schwache Binnennachfrage ein Hauptproblem
der gegenwärtigen Wirtschaft.
Der deutsche Ökonomen Gustav Horn (Institut für Makroökonomie und
Konjunkturforschung) sieht ebenso wie die Arbeiterkammer die
Gefahr eines Kaufkraft-Dumping durch ständige Lohnzurückhaltung und
angesichts hoher Exporte keine Gefahr für die
Wettbewerbsfähigkeit durch eine aktive Lohnpolitik.
Hingegen meint IHS-Chef Felderer demonstrativ „Die Löhne müssen unter der
Produktivität bleiben“ und für ihn ist auch eine „sinkende
Lohnquote derzeit unumgänglich“. Dass die Profite der großen Konzerne in den
Himmel wachsen - wie zuletzt die Profiterwartungen der
Ölkonzerne oder die Kursgewinne und Ausschüttungen der an der Wiener Börse
notierten ATX-Unternehmen beweisen - und damit die
Verteilungsfrage ist diesem „Experten“ offensichtlich unbekannt.
Laut Statistik Austria und Wifo ist die Lohnquote als Indikator für den
Anteil der Löhne und Gehälter am Volkseinkommen von 1978 bis
2005 von 79,3 auf 70,0 Prozent gesunken. Das heißt im Klartext, dass
umgekehrt der Anteil von Gewinnen und Selbständigeneinkommen
entsprechend gewachsen ist: „In Relation zum prozentuellen Anteil von
Lohnabhängigen einerseits und Selbständigen andererseits ist
klar ersichtlich, dass eine massive Umverteilung stattfindet“, meint
GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger. Kein Zufall ist, dass
parallel dazu gerade in den letzten Jahren die Zahl der Arbeitslosen auf
immer neue Rekordwerte wächst.
EU-weit ist von 1961 bis 2000 laut EU-Kommission das Wachstum des Reallohns
pro Kopf von 5,1 auf 0,8 Prozent, das Wachstum der
Produktivität von 4,5 auf 1,7 Prozent gesunken. War zwischen 1961 und 1980
das Reallohnwachstum noch größer als jenes der
Produktivität, so hat sich dieses Verhältnis seit 1981 umgekehrt. Im
Sinkflug befindet sich auch die betriebliche Überzahlung über
den Kollektivvertrag. Durch die unverhältnismäßige steuerliche Entlastung
von Kapital und Vermögen müssen die Lohnabhängigen über
Lohnsteuer und Mehrwertsteuer einen immer größeren Anteil am Steueraufkommen
leisten.
Die einem falschen Standortdenken geschuldete Zurückhaltung der
Gewerkschaften bei den Lohnverhandlungen der letzten Jahre hat
keineswegs zu einer Sicherheit von Arbeitsplätzen geführt wie mittlerweile
fast 400.000 Arbeitslosen beweisen, sondern nur die
Profite der Konzerne erhöht: „An einer Erhöhung der Kaufkraft durch eine
aktive Lohnpolitik, aber auch durch steuerliche Entlastung
der Lohnabhängigen bei gleichzeitiger stärkerer Besteuerung von Kapital und
Vermögen führt daher kein Weg vorbei“, so Antlanger
abschließend.
================================================
18 Auf schmalem Grat von "kohlerdi" <ibd.koehler at utanet.at>
================================================
In ihrem Beitrag "Auf schmalem Grat" (DER STANDARD v. 22.2.06) schreibt
Birgit Baumann zu den deutschen Streiks im öffentlichen Dienst: " Dieser
Aufstand ist ein Arbeitskampf von gestern."
Es ist zu hoffen, dass dieser "Kampf von gestern" eine wirksame Antwort auf
"Dienstgebermassnahmen von vorgestern" ist. Dienstgebermassnahmen, die an
Zustände in einem Feudalsystem erinnern.
Kein Wort verliert Birgit Baumann darüber, dass der Rechtsstaat durch
einseitige Vertragsänderungen (pacta sunt servanda - Verträge sind
einzuhalten!) einfach ignoriert wird. Die Überlegung (sind ja "nur" 18
Minuten pro Tag) führt - als Salami-Taktik umgesetzt - tendenziell zur
60-Stunden-Woche mit anschliessender Wiedereinführung der Kinderarbeit.
Und: "Die Kassen von Ländern und Kommunen sind leer." Warum eigentlich? Sind
Steuerhinterziehung und Korruption kein Thema mehr? Steuergeschenke an die
Wirtschaft zwecks Profitmaximierung zur Normalität geworden?
Die fünf (eher sechs) Millionen Arbeitslosen verstehen sehr wohl, dass jede
Arbeitszeitverlängerung ihre Chancen auf einen Job drastisch reduziert. Jene
"Bürger", deren "Verständnis begrenzt ist", wären Kandidaten für einen
Auffrischungskurs in Basismathematik.
Es steht Birgit Baumann frei, die Bezeichnung "nervige Gewerkschaft" zu
verwenden.
Was mich nervt, sind derart tendenziöse Beiträge ohne Hintergrundinformation.
Dietmar Köhler
================================================
19 Lagergemeinschaft Ravensbrück und FreundInnen-Stellungnahme
gg. Rassismus undSexismus von LesbenFrauenNachrichten at gmx.at
================================================
sent by: LesbenFrauenNachrichten at gmx.at
ravensbrueck mailing list
ravensbrueck at frauenweb.at
Stellungnahme der Österreichischen Lagergemeinschaft Ravensbrück und
FreundInnen
gegen Rassismus und Sexismus
Überlebende des Konzentrationslagers Ravensbrück haben all die Jahre
unermüdlich gegen Rassismus, Religionshass, Faschismus, Antisemitismus und
Krieg gemahnt und gekämpft. "Nie wieder Faschismus, Nie wieder Krieg!" war
ihre Botschaft als ZeitzeugInnen der Verbrechen und der Vernichtungspolitik
des Nationalsozialismus. Als engagierte Frauen der nachfolgenden
Generationen fühlen wir uns dieser Politik mit dem Blick auf unsere heutige
Gesellschaft verbunden. Grundsätzlich verurteilen wir daher jede Form
rassistischer und sexistischer Äußerungen, Aktivitäten und Strukturen.
Die Wahlen zum Wiener Landtag im Oktober 2005 waren nur einer unter vielen
Anlässen, die uns zu dieser Stellungnahme gedraengt haben. Mit Entsetzen
haben wir den Wahlkampf der FPÖ verfolgt, die in ihrer Wahlwerbung einen
offen aggressiven Rassismus zum Programm gemacht hat. Darin werden
MitbewohnerInnen, die sich der islamischen Religionsgemeinschaft zugehörig
fühlen, die islamische Religionsgemeinschaft selbst und MigrantInnen im
Allgemeinen diffamiert und zum Feindbild und politischen "Problem" gemacht.
Einige rassistische Parolen greifen speziell Frauen an und erklären sie zum
Gegenbild von "Emanzipation" und Integration.Diesen aggressiven Rassismus
als Programm sehen wir als Volksverhetzung. Genauso betroffen macht uns die
Tatsache, dass etwa 15 Prozent der Wiener Wahlberechtigten, die zur Wahl
gegangen sind, diesen Rassismus unterstützen und gewählt haben.
Wir finden es daher notwendig, gegen Rassismus und Sexismus offen Stellung
zu beziehen und zu handeln und fordern auch alle engagierten Personen,
Vereine, Institutionen und Parteien auf, ebenso gegen jede Form von
Rassismus und Sexismus aufzutreten. Gegen Rassismus aufzutreten, bedeutet:
Rassismus nicht zu entschuldigen, ihn nicht für verständlich zu erklären,
nicht mit Wahlstimmen von RassistInnen zu kalkulieren, die Verantwortung für
Rassismus nicht den rassistisch Verfolgten selbst zu übertragen, etc.
Deswegen fordern wir:
·Umsetzung gleicher sozialer, ökonomischer und politischer Rechte für
MigrantInnen unabhängig von der Staatsbürgerschaft
·Keine Kriminalisierung und Illegalisierung von MigrantInnen
·Wiederaufnahme aller Verfahren der Operation Spring und darauffolgender
Polizeiaktionen mit vollen staatsbürgerlichen Rechten für die Angeklagten
und einer Infragestellung des staatlichen Rassismus, der den Hintergrund
dieser Verfahren bildete
·Aktives Auftreten gegen Deutschnationalismus und deutschen Chauvinismus
auch in seiner österreichischen Variante
·Anerkennung von Mehrsprachigkeit, Umsetzung des Art. 7 des Staatsvertrages
für die slowenischsprachige Bevölkerung in Kärnten
·Anerkennung frauenspezifischer Fluchtgründe, wie sexueller Gewalt,
Vergewaltigung, Frauenhandel, Zwangsprostitution, Zwangsverheiratung,
„Ehrenmorde“, Beschränkungen der Bewegungsfreiheit und Genitalbeschneidungen
·Eigenständiges Aufenthaltsrecht für Frauen bei Asylverfahren und Familienzuzug
·Anerkennung der Verfolgung von Lesben und Schwulen als Asylgrund
·Abschaffung der Schubhaft
·Abschaffung von "Ausländer-Gesetzen“ und Legalisierung von Migration
·Rücknahme des neuen Asylgesetzes und volle Asylrechte für unterschiedliche
Verfolgungsgründe
·Anerkennung von Flucht und Migration aufgrund von Armut, Hunger und Kriegen
·Abschaffung von Zwang und strafenden Sanktionen bei den Deutschkursen
·Öffnung der Gemeindebauten für alle MigrantInnen
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GLOBAL
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20 Anti-FGM-Konferenz im Nordirak, Erbil/Hawler
von WADI Austria <wadi.wien at gmx.at>
================================================
*_Conference_*
Practice of Female Genital Mutilation as Violence against Women and Human
Rights Abuse in Iraqi-Kurdistan
/Organized by Wadi-Arbil with support from the Iraq Civil Society Program/
*Location: Arbil City *
* Hall of Arbil Park ( Sami Abdulrahman Park ) *
*Time: Saturday , 25^th of February 2006*
* From 10:30 a.m. until 3:30 p.m.*
*_Agenda:_*
*10:30 */Cheman Rashid Abdulazez/ , WADI-Arbil Representant: Opening the
Conference
*10:40* Speech by a Representative of Iraqi Civil Society Program
*10:50* /Sawsan Mohamad/ , Social worker Female Genital Mutilation in Arbil
Region
*11:05* /Sheren Amedi/, Kurdistan Women Union: Women Organizations and FGM
*11:15* Presentation of the Anti-FGM Educational Film by the Filmmakers
*12:00* /Cheman Abdullah/, Social Worker: 5 months of experience in the
fields: Combating Female Genital Mutilation in Germian Region
*12:15* /Lana Chalak & Falah Moradkhin/ (Lawyers): Female Genital
Mutilation as grave Violenc against Women Human Rights abuse in
International Conventions)
*12:30* Rest and Lunch
*14:00* Discussion of further strategies to combat FGM effectively
throughout the region. Preparing Recommendations to Local and International
NGOs and the Kurdish Regional Parliament.
*For further Questions please contact Wadi-Arbil: wadiarbil at yahoo.com*
--
WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische
Entwicklungszusammenarbeit
e-mail: wadi.wien at gmx.at
website: www.wadinet.at
Tel.: 0699-11365509
Postfach 105
A-1181 Wien
Spendenkonto in Österreich:
Kontonummer 07.405.301
Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800
IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301
BIC: EVKRATW1
Website mit weiteren Informationen zu Projekten von
Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at
================================================
21 Fwd: help Hong Kong WTO prisoners
von "global at no-racism.net" <global at no-racism.net>
================================================
----- Forwarded message from Todd Eaton <redscares at mindspring.com> -----
pls fwd
The POOR DON'T BELONG in PRISONS! Fight the WTO!
A CALL for INTERNATIONAL SOLIDARITY for anti-WTO political Prisoners
and PRESSURE to CONTINUE DERAILING WTO: International Action Week,
Feb 27th - March 5th 2006 in solidarity with 2 anti-WTO political
prisoners who stand trial in Hong Kong, thousands of political
prisoners behind bars worldwide, and millions of prisoners of
WTO-related policies.
Women, Poor people, Farmers, Migrants, Workers don't belong in WTO
prisons! Join Targetwto Commonfront in this International Action Solidarity
***************************************
Hong Kong, FEB 15 (TargetWTO) In Early March, two anti-WTO political
prisoners will stand trial for charges of unlawful assembly during
the Dec 17th occupation of Gloucester Road outside the 6th
Ministerial Conference of the WTO. If convicted, they face a fine of
HK$5,000 and imprisonment for 5 years.
Over 1,200 anti-WTO protesters were arrested on Dec 18th in Hong
Kong. Forteen were detained in Hong Kong for almost a month, not
allowed to go to their home country to continue their livelihoods. On
January 11th, charges against 11 were dropped. Charges against M.
Yang Kyoung Kyu were dropped on Feb 14th. Conviction against the 2
standing trial would further face isolation from their home, family,
and livelihood. The three are M. PARK IN HWAN and M. YOON IL KWON
from the Korean Peasants League (member of La Via Campesina).
The anti-WTO support group in HK has set Feb 27th to March 5th as the
international action week to support anti-WTO political prisoners and
continue derailing the WTO. While two face charges in Hong Kong,
millions of farmers, women, workers and the poor are prisoners of WTO policies.
Target WTO Network is calling on people, groups and allies around the
world affected by WTO policies to stage a protest during the
International Action Week in order to derail the current Doha Round,
to protect the lives of poor people and to stand in solidarity with
all those who are prisoners of WTO and US imperial policies. Doha
Round began in 2001 in Quatar as WTO's so-called development agenda.
The Doha Round is aiming to strengthen the growth of corporations,
profit and privatization before people and indigenous livelihoods.
Small rallies to mass mobilizations all make a difference.
Possible actions can include protest at Chinese Embassy/Consulate,
action at your government's trading council, demonstration outside
local prisons and detention camps, reclaimation of public space
against privatization, direct action against exploitative
multinational corporations or a rally of your group's interest to
support the millions of sufferers of WTO-related policies. Please
relate the action to the two who stand trial and to derail the Doha
Round. Promote the event with your media for international visibility.
TargetWTO is a loose network of grassroots people and groups
struggling against the WTO. It was created in December during MC6
Resistance when it made international impact in collobarating for
direct action, exchanging grassroots news, and calling for
solidarity. We believe in the hallmarks of People's Global Action
(PGA) and want to grow targetwto to build an international
common-front of action-oriented groups struggling against WTO. We
believe in a non-reformist and non-hierarchical agenda. From farmers,
to migrant workers, to fisherfolks, to women, to workers, to
students, to low-income families and allies, targetwto front will
hold an action stance to fight against WTO-related policies. The
commonfront will be equally hosted by all groups who are part of it.
It will be a key for international solidarity campaigns along with
emphasizing decentralized, localized and autonomous actions.
See http://targetwto.revolt.org/about for more information and for
the hallmarks of the People's Global Action.
Send details of your planned actions for the Int'l Action Week so we
can compile all the events. Also send reports of the actions. If you
would like to be part of this targetwto network, please give your
groups details and we will link your group through our website and
put you on a mailing list where all action groups can exchange
resources and appeals.
IN SOLIDARITY, targetwto c/o Hong Kong Social Movement Resource
Centre, Flat 8A, 739-741 Nathan Road, Kowloon, Hong Kong.
Website: http://targetwto.revolt.org
Email: targetwto at riseup.net
People's Global Action (PGA):
http://www.nadir.org/nadir/initiativ/agp
--
This mail was sent through the strg.at network.
http://strg.at
================================================
22 Mosambik-Info, 22.02.2006 von "Peter Pils" <peter-pils at chello.at>
================================================
Mosambik-Info
KoordinierungsKreis Mosambik
Inhalt: 1. Schwieriges Klima für Unternehmensgründer
2. Proteste gegen Abdruck von Mohammed-Karikaturen
3. Bau der Zambezi-Brücke
1. Schwieriges Klima für Unternehmensgründer
Mosambik zählt laut einer Weltbankstudie zu den 50 schwierigsten Ländern für
Unternehmensgründer. Ein Investor muss vierzehn verschiedene bürokratische
Abläufe absolvieren und benötigt im Durchschnitt 116 Tage, bevor er seine
eigentliche Aktivität in Angriff nehmen kann. Auf einer Pressekonferenz
anlässlich eines Seminars zum Geschäftsklima in Mosambik stellte der
Direktor der Weltbank in Mosambik fest, dass er das Geschäftsklima in
Mosambik, trotz der Anstrengungen der Regierung, als kritisch einschätze.
Die Bürokratie bremse das ökonomische Wachstum des Landes. Besonders
betroffen von den komplizierten Regelungen sind kleine und mittlere
Betriebe, die auch schon stark unter anderen strukturellen Schwierigkeiten
wie der verbreiteten Korruption und dem eingeschränkten Zugang zu Krediten
leiden. Trotz der schlechten Performance glaubt Baxter, dass das Land auf
dem richtigen Weg sei, um die Situation zu verbessern. Der erste PARPA
(Aktionsplan zur Reduzierung der absoluten Armut) habe die Hauptprobleme
benannt und Empfehlungen ausgesprochen. Auch sei die Regierung dabei, Büros
einzurichten bei denen die erforderlichen Genehmigungen für Unternehmen von
einer einzigen Stelle ausgestellt werden können. So soll in Zukunft die
Bürokratie reduziert werden.
2. Proteste gegen Abdruck von Mohammed-Karikaturen
Der Streit über die Mohammed-Karikaturen hat auch Mosambik erreicht, nachdem
die Zeitung "Savana" die Karikaturen in der vergangenen Woche nachdruckte.
Die muslimischen Gemeinden in Mosambik protestierten gegen den Abdruck in
der Zeitung, ca. 650 Menschen demonstrierten in der letzten Woche vor dem
Savana-Büro in Maputo. Am Freitag versuchten mehr als 50 Protestierende in
das Büro von Mediacoop, dem Besitzer von Savana, einzudringen.
Der Direktor von Savana hatte sich bei den Muslimen für den Abdruck
entschuldigt, gleichzeitig aber auch betont, dass die Zeitung die
Karikaturen abgedruckt habe, um die Leser über ein Thema zu informieren,
dass die Welt bewegt.
Medienanalyst Tomas Viera Mario äußerte sich kritisch zum Abdruck der Bilder
und wies darauf hin, dass die Muslime sich erst kürzlich darüber beschwert
hätten, dass sie nicht im Staatsrat vertreten sind, der das Staatsoberhaupt
bei wichtigen nationalen Angelegenheiten berät: "Es breitet sich bei den
Muslimen das Gefühl aus, dass sie ausgeschlossen werden. Die Karikaturen
könnten extreme Positionen unter den Muslimen bestärken."
Muslime sind einflussreiche Mitglieder der mosambikanischen Gesellschaft;
ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung beträgt mindestens 18%.
3. Bau der Zambezi-Brücke
In der letzten Woche wurde der Vertrag für den Bau der Zambezi-Brücke
unterzeichnet. Das Projekt soll 80 Millionen USD kosten, die zwei Kilometer
lange Brücke soll bis zum Jahr 2009 fertig gestellt werden.
Mosambik verspricht sich von der Brücke ökonomische und politische
Entwicklungen. Der Norden und der Süden des Landes sollen sich stärker als
bislang annähern. Das Wachstum im Land war bislang regional sehr ungleich
verteilt, der größte Teil der Entwicklungen fand in Maputo oder entlang des
Maputo-Korridors statt, der Mosambik mit seinem reicheren Nachbarn Südafrika
verbindet.
Die Zentralprovinz Zambezia blieb relativ unentwickelt, obwohl sie über die
höchste Bevölkerungsdichte und über die fruchtbarsten Böden verfügt. Die
Brücke soll es Zambezia ermöglichen, landwirtschaftliche Überschüsse in den
dürreanfälligen Süden zu verkaufen. Bislang ist der einzige Weg zur
Überquerung des Zambezi in der Provinz Zambezia eine ineffiziente Fähre, die
auf ihrem 20-Minuten Trip immer nur eine handvoll LKWs transportieren kann.
Auch politisch ist die Brücke von Bedeutung. Sie soll die "Nord-Süd-Teilung"
beenden. RENAMO-Vertreter hatten wiederholt bemängelt, die
FRELIMO-Regierung, die ihre Wurzeln stärker im Süden des Landes hat, würde
den Norden marginalisieren.
Ein Transportunternehmer betont die Wichtigkeit der Brücke für
Transporte:"Zur Zeit brauchen unsere Fahrer vier bis fünf Tage, um die 1.500
Kilometer von Maputo bis Quelimane zu fahren. Es ist trotz der
Grenzformalitäten leichter in Nachbarländer zu liefern als nach Zambezia.
Nach Blantyre in Malawi sind es 1.800 Kilometer und wir brauchen nur 3 Tage.
Besonders schwierig wird die Situation vor Feiertagen, wo der Verkehr sich
an der Fähre so staut, dass LKWs mehr als einen Tag auf die Überfahrt warten
müssen."
Quellen: IRIN News, Expresso África, Allafrica.com
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* Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" *
* Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf *
* Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie.
Aber kurz und prägnant.*
Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine
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Diese Ausgabe hat Angela Mores aus Einsendungen an
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einige Beitraege nicht WR, bzw. nicht mehr aktuell, Doubletten,
Virenattachments
Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 21.30 Uhr
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