widerst at nd! MUND: Dienstag, 29.8.2006

MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst analle at no-racism.net
Die Aug 29 10:12:37 CEST 2006


widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
     www.no-racism.net/mund

MedieninhaberInnen seid Ihr!

Dienstag, 29.08.2006

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A) INHALT
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AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN
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01 ASt - Do. 31. August: Protestaktion gegen  Strache-Wahlkampfauftakt!
ASt-LFI <ast-lfi at gmx.net>
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02 Drexler-Sportturnier
"agm" <agm at agmarxismus.net>
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MELDUNGEN UND KOMMENTARE
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03 Grünalternative Jugend: Schwangerschaftsabbruch raus aus dem Strafgesetz
GAJ Wien <buero at gajwien.at>
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LINKS / VERWEISE / HINWEISE
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04 Limited Lounge, 'kriminelle Ausländer'
"SOS Mitmensch" <info at sosmitmensch.at>
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B) TEXTE
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AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN
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01 ASt - Do. 31. August: Protestaktion gegen  Strache-Wahlkampfauftakt!
ASt-LFI <ast-lfi at gmx.net>
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Donnerstag, 31. August: Protestaktion gegen Strache-
Wahlkampfauftakt!

(aus: Red Newsletter Nr. 224, Informationsdienst des
ArbeiterInnenstandpunkt, 28. August 2006,
www.arbeiterinnenstandpunkt.net)

Kommenden Donnertag, den 31. August, beginnt die rassistische
Strache-FPÖ mit ihrem Wahlkampf in Wien. Ort ihrer
Auftaktkundgebung ist der Meislmarkt im 15. Wiener Gemeindebezirk
(U3 Johnstraße). Die rassistische Hetzkampagne der FPÖ unter dem
Slogan "Sozialstaat statt Zuwanderung" ist reaktionär und
verlogen. Verlogen, weil die FPÖ seit 2000 in der Regierung sitzt
und dort gemeinsam mit der ÖVP einen Angriff nach dem anderen
gegen den Sozialstaat unternahm.

Solange die FPÖ in der Regierung und somit an den reichhaltigen
Futtertrögen der Macht saß, verlor sie keine Träne über den
Sozialabbau und die Kürzung der Pensionen, sondern gehörte zu
deren lautesten Befürwortern. Erst jetzt, nachdem sie wieder zu
einer Kleinpartei zurechtgestutzt wurde und den Gang in die
Opposition antreten muß, drischt sie wieder ein paar Phrasen über
soziale Gerechtigkeit.

Sie ist reaktionär, denn wer ist Schuld an der wachsenden Armut
und Ungleichheit?! Etwa die Großkonzerne, die Löhne kürzen,
ArbeiterInnen entlassen oder gar ihre Betriebe in Österreich
schließen und ins Ausland verlegen und so ihre Gewinne seit 2001
vervierfachen konnten? Etwa die Regierung von ÖVP/FPÖ/BZÖ, die
die Sozialleistungen kürzt?

Aber nein, die Reichen und ihre Parteien können doch nichts dafür
... erzählt uns der frisch geschiedene Ex-Ehemann der
wohlhabenden Unternehmertochter Daniela Plachutta. Schuld seien
nicht die, die sich an Lohnkürzungen und Entlassungen bereichern,
sondern jene, die noch ärmer, noch entrechteter sind: die
ImmigrantInnen! Was für eine durchsichtige und verlogene
Heuchelei, die die Ärmsten der Armen zu Sündenböcken für die
Ausbeuterpolitik der Reichen macht!

REVOLUTION und ArbeiterInnenstandpunkt kämpfen gegen die
rassistische Hetze der FPÖ, die von den wahren Schuldigen - den
Großkapitalisten und ihre Parteien - abzulenken versucht.
Deswegen begrüßen wir die Initiative der SLP zu einer
Gegenkundgebung und rufen zur Beteiligung an der Protestaktion
gegen den FPÖ-Rassismus auf!

Wann: Donnerstag, 31. August 16.30

Wo: Meislmarkt (U3 Johnstraße)


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02 Drexler-Sportturnier
"agm" <agm at agmarxismus.net>
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Einladung zum

2. Franz-Drexler-Sportturnier

Auch dieses Jahr wird wieder das Franz-Drexler-Sportturnier
stattfinden und zwar am Samstag, den 9. September 2006.
Teilnehmen werden Aktivist/inn/en von AL-Antifaschistische Linke,
von Arbeitsgruppe Marxismus (AGM), von Sozialistische Linkspartei
(SLP) sowie von Labournet Austria (in dessen Team auch
Genoss/inn/en von anderen Gruppen antreten werden).

Der Veranstaltungsort ist diesmal die Sportanlage Hoffmannplatz,
1120 Wien, Nähe U6- und S-Bahn-Station Philadelphiabrücke.

Der Name des Turniers geht auf den Arbeitersportler,
Schutzbündler und Trotzkisten Franz Drexler zurück, der letztes
Jahr im Alter von 93 Jahren verstorben ist (siehe
http://www.agmarxismus.net/stellungnahmen/Franz%20Drexler.htm).
Mit diesem Sportturnier greifen wir die Traditionen der
Arbeiter/innen/sportbewegung auf. Deshalb wollen wir hier einige
Prinzipien der Arbeiter/innen/sportbewegung ausführen, die den
Geist der Franz-Drexler-Sportturniere prägen sollen:

I. Anders als beim bürgerlichen Sportbetrieb soll nicht die
Konkurrenz im Vordergrund stehen, sondern die gemeinsame und
solidarische körperliche Betätigung.

II. Anders als beim bürgerlichen Sportbetrieb sollen nicht
Spitzenleistungen hervorgehoben werden, sondern die Teilnahme von
möglichst vielen gefördert werden.

III. Anders als beim bürgerlichen Sport- und Kulturbetrieb soll
die Trennung zwischen Sport- und Kunststars einerseits und den
Konsument/inn/en und Fans andererseits aufgehoben und durch die
gemeinsame Aktivität von möglichst vielen ersetzt werden.

IV. Anders als die Verdummungs- und Verhetzungsfunktion des
bürgerlichen Sportes soll die Arbeit/innen/sportbewegung
letztendlich eine körperliche, vor allem aber auch geistige Übung
für den kollektiven Kampf sein, also die Solidarität und den
Zusammenhalt der Aktivist/inn/en der proletarischen Bewegung
stärken.

Das Franz-Drexler-Sportturnier soll ein sportliches, soziales und
politisches Ereignis für die antikapitalistische Aktivist/inn/en
und Sympathisant/inn/en sein. Es wird ein kleines Buffet und
einen kleinen Ausschank geben, mit dem die Platzmiete weitgehend
hereingebracht werden soll; die Preise sind trotzdem sehr moderat
(es sollte deshalb möglichst wenig eigene Verpflegung mitgebracht
werden).

Die sportlichen Veranstaltungen werden pünktlich um 11 Uhr
beginnen, ab 10 Uhr ist die Vorbereitung des Platzes, der Aufbau
von Infoständen, Aufwärmen etc. angesagt. Die teilnehmenden Mann-
und Frauschaften sollten also um 10 Uhr dort sein,
Zuschauer/innen zwischen 10 Uhr 30 und 11 Uhr.

Die Bewerbe im Einzelnen:
1) 4000m-Lauf Frauen
2) 4000m-Lauf Männer
3) Staffel-Lauf Frauen (4x 200m)
4) Staffel-Lauf-Männer (4x 200m)
5) Fußball Frauen (5+1)
6) Fußball Männer (5+1)
7) Touch down mixed (8 Personen pro Team)
8) Werfen (4 Personen pro Team)
9) Seilziehen (5 Personen pro Team)
10) 15-Minuten-Schnellschach

Die Organisation bzw. die Sportallianz verschiedener Gruppen und
Personen, die insgesamt die meisten Punkte hat, erhält für ein
Jahr den Franz-Drexler-Wanderpokal (der nach dem knappen Sieg im
letzten Jahr zuletzt für ein Jahr im Besitz der AGM war). Das
Turnier wird gegen 17 Uhr enden und in einen sozialen Ausklang
übergehen.

Mit revolutionären und sportlichen Grüßen

Eric W. (AGM) und Peter F. (Labournet)





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MELDUNGEN UND KOMMENTARE
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03 Grünalternative Jugend: Schwangerschaftsabbruch raus aus dem Strafgesetz
GAJ Wien <buero at gajwien.at>
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*Grünalternative Jugend: Schwangerschaftsabbruch raus aus dem
Strafgesetz* /Stadlers Aussagen sind zutiefst frauenverachtend/

Wien (OTS) - Die gestrigen Aussagen von Volksanwalt Ewald Stadler
nimmt die Grünalternative Jugend (GAJ) zum Anlass erneut zu
fordern: "Der Schwangerschaftsabbruch muss raus aus dem
Strafgesetz. Abtreibung muss zum Recht werden, es darf kein
Verbrechen sein, das bis zur 12. Schwangerschaftswoche straffrei
geduldet wird."

"Es ist ein grundsätzliches Recht der Frau selbst zu bestimmen,
ob sie Kinder haben will oder nicht. Wenn sich eine Frau
entscheidet keine Kinder haben zu wollen ist dies weder Notlösung
noch Tötung. Es ist vielmehr ihr grundlegendes Recht", erklärt
die GAJ weiter.

"Das Verbot von Abtreibung ist keine Lösung, es treibt Frauen nur
in die Illegalität. Das Risiko an Folgewirkungen
unprofessioneller Abtreibungen zu leiden oder zu sterben würde
dadurch ungleich größer", erläutert die GAJ ihre Kritik

Stadlers Forderungen sind für die GAJ zutiefst frauenverachtend
und sexistisch: "Diese Aussagen sind inakzeptabel. Stadler
reduziert Frauen mit seinen Forderungen auf das Gebären von
Kindern und stempelt sie damit zum Objekt."

Rückfragehinweis:

Plattform grünalternativer Jugendorganisationen
gaj at gaj.at



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LINKS / VERWEISE / HINWEISE
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04 Limited Lounge, 'kriminelle Ausländer'
"SOS Mitmensch" <info at sosmitmensch.at>
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*** Limited Lounge
    *** "Ausländer sind kriminell"
    *** Verhaltenskodex für Medien

    *** LIMITED LOUNGE
    Bereits in die zweite Woche geht die Limited Lounge. Das ist ein
Kultur-Gastgarten für "Illegale" auf der Wiener Mariahilfer Straße. Der
Eingang, ein riesiges Eisentor ist verschlossen, wer hinein will, muss
sich durch die Grünpflanzen hineinschmuggeln. Illegal. Noch weitere vier
Wochen gibt es ansprechendes Kulturprogramm und interessante
Diskussionen. Täglich "geöffnet" ab 14.00 Uhr, Programm von 18.00 bis
22.00 Uhr, bei Regen geschlossen.
>>  http://limitedlounge.sosmitmensch.at/

    *** "AUSLÄNDER SIND KRIMINELL"
    Über Behauptungen, die aus Menschen Fremde machen, spricht der
Kriminalsoziologe Arno Pilgram in der Limited Lounge. Am Dienstag, den
29. August befasst er sich ab 19.00 Uhr mit der Kriminalität von
"AusländerInnen" und der Funktion solcher Zuschreibungen für die
Mehrheitsgesellschaft. Am 4. September gehts zur selben Uhrzeit mit
einer weiteren Diskussion zur Sache. Robert Misik spricht mit Corinna
Milborn über die gestürmte Festung Europa.
>>  http://limitedlounge.sosmitmensch.at/


    *** VERHALTENSKODEX FÜR MEDIEN
    Ein gutes Beispiel für die Gefahren der Ethnisierung von Verbrechen
gibt die Forderung eines Landeshauptmannes nach einem "tschetschenfreien
Kärnten" ab. SOS Mitmensch wiederholt deshalb die Forderung nach einem
Verhaltenskodex für Medien, der mit der Praxis aufräumt, bestimmte
Verbrechen auf diffuse Weise bestimmten Minderheitengruppen zuzuordnen.
>  http://www.sosmitmensch.at/stories/1154/

    *** Ende



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C) EDITORIAL
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Für den Inhalt verantwortlich: Ihr.

E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt.

widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web:
http://www.no-racism.net/MUND


Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die
unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts-
politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu
Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen.

sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn
enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit
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jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken.

Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt.
Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte
Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden.

Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht.

Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht
veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den
betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND
veröffentlichen.

Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND
archiviert.

Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage:
* Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr *
* Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" *
* Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf *
* Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie.
Aber kurz und prägnant.*

Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine
Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und
rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch
stillschweigend Zensur zu üben.
Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge
hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die
Nichtaufnahme geliefert.
(Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind
z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten
Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.)
Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert.

Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne
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REDAKTIONELLES:

Diese Ausgabe hat Albert Brandl <albert.brandl at chello.at> aus Einsendungen an
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Für diese Ausgabe nicht aufgenommen:

Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 20:00 Uhr

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