widerst at nd! - MUND: Montag, 28.8.2006

MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst analle at no-racism.net
Mon Aug 28 21:05:49 CEST 2006


widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
        www.no-racism.net/mund

MedieninhaberInnen seid Ihr!

Montag, 28.08.2006


*** SUMMERTIME AND THE LIVING IS EASY! ***

---  ABER NICHT FÜR ALLE: DIE MUNDREDAKTION BRAUCHT UNBEDINGT VERSTÄRKUNG! ---

+++ (BEZAHLT WIRD NICHT -  WIDERSTAND IST UNBEZAHLBAR) +++



================================================
A) INHALT
================================================




><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><
AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN
><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><

==================================================
01   Plakataktion gegen Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz
   von "IG Bildende Kunst" <office at igbildendekunst.at>     
==================================================
02    KONZERTANKÜNDIGUNG
   von "ursula napravnik" <aon.912510997 at aon.at>
==================================================
03   Leitl-Vorschlag vernichtet Arbeitsplätze - 
SLP fordert Arbeitszeitverkürzung
   von Sozialistische LinksPartei <slp at slp.at> 
==================================================
04   31.8. Aktion gegen Strache-Wahlkampfauftakt
       * 30-Stunden-Woche * SLP-Stand am Volksstimmefest
   von Sozialistische LinksPartei <slp at slp.at>
==================================================
05   [SLP-Pressemeldung] 31.8.: SLP mobilisiert gegen Rassismus der FPÖ
   von Sozialistische LinksPartei <slp at slp.at>
==================================================
06   kanalB.at video: Wovon lebt der Mensch
    von webmaster at kanalB.org
==================================================
07   Ulrichsberg? Weg damit! - que[e]r-Sommerextra
   von Rosa Antifa Wien <raw at raw.at>  
==================================================
08   2. Aufruf zum Fritz-Manöver am 
Margaretengürtel, 11. September 2006, 19 Uhr
   von Fritzpunkt <buero at fritzpunkt.at>   
==================================================




><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><
MITTEILUNGEN, MELDUNGEN UND KOMMENTARE
><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><

==================================================
09   Halbe-halbe bei Steuerreform; DER STANDARD v. 24.8.06
   von Dietmar Köhler <ibd.koehler at utanet.at>
==================================================
10   Der Raumpflegenotstand; Wiener Zeitung v. 24.8.06
   von Dietmar Köhler <ibd.koehler at utanet.at>
==================================================
11   Presseerklärung zu Haider
   von "GFBV" <gfbv.austria at chello.at>
==================================================
12   OPERATION SPRING - Einladung zum Wettbewerb des Prix Europe 2006!
   von "Tristan Sindelgruber" <tristan.sindelgruber at chello.at>
==================================================
13   Stadler fordert Abtreibungsverbot
   von <selbstbestimmungsrechtderfrau at gmx.net>
==================================================
14   Babys im 3/4 Takt - Tini Kainrath unterstützt "Geborene für Ungeborene"
   von <selbstbestimmungsrechtderfrau at gmx.net>
==================================================
15 Jahre Kurdologie in Berlin
   von WADI Austria <wadi.wien at gmx.at>
==================================================


><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><
SOLIDARITÄT WELTWEIT/GIPFELSOLI
><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><

==================================================
16   [gipfelsoli] Heiligendamm
   gipfelsoli-l at lists.nadir.org  
==================================================
17   Darfur: Weltsicherheitsrat muss Blauhelmeinsatz beschließen!
   von "GFBV Hans Bogenreiter" <hans.bogenreiter at gfbv.at>
==================================================
18   Russland: Verpachtung sibirischer Wälder an China gefährdet Ureinwohner
   von "GFBV Hans Bogenreiter" <hans.bogenreiter at gfbv.at> 
==================================================
19   "No Fortress Europe"- European Campaign for the
  shutting down of Detention Centres for Migrants- European Parliament -
  www.no-fortress-europe.eu von BOGGIO MARZET Edoardo
<edoardo.boggio at europarl.europa.eu>
==================================================
20   [gipfelsoli] Heiligendamm
   von gipfelsoli-l at lists.nadir.org
==================================================





================================================
B) TEXTE
================================================


><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><
AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN
><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><

==================================================
01   Plakataktion gegen Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz
   von "IG Bildende Kunst" <office at igbildendekunst.at>     
==================================================
==
== Plakataktion der IG BILDENDE KUNST
== gegen das Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz
==
== Von 24.8. bis 3.9.2006
== An der Fassade der IG BILDENDE KUNST
== 1060 Wien, Gumpendorfer Straße 10-12
==

Seit 1.1.2006 sind die Aufenthaltsmöglichkeiten von Personen ohne
EU/EWR-Pass in Österreich erneut massiv eingeschränkt. Die
Niederlassungsbewilligung für KünstlerInnen wurde ersatzlos abgeschafft.

Die IG BILDENDE KUNST thematisiert diese Situation mit einer Plakataktion.
Auf zehn Plakaten an der Fassade der IG BILDENDE KUNST ist einerseits die
neue Rechtslage für KünstlerInnen erläutert. Zentral sind Forderungen gegen
jegliche Aufenthaltsregulierung formuliert: Das Recht auf unbeschränkten
Aufenthalt muss verwirklicht werden - unabhängig von Beruf, Einkommen und
StaatsbürgerInnenschaft. Gleiche Rechte für alle!

Doch KünstlerInnen aus sogenannten Drittstaaten ist seit 1.1.2006 die
Möglichkeit verwehrt, sich in Österreich niederzulassen, also dauerhaft zu
bleiben. Nur mehr eine Aufenthaltsbewilligung für den vorübergehenden
Aufenthalt ist möglich. Diese gilt jedoch maximal für den Zeitraum eines
Jahres, danach muss erneut angesucht werden. Die Tage bis zum Verlust auch
dieses Aufenthaltstitels sind jedoch gezählt, denn nach mehrmaligem Ansuchen
kann auch der Antrag auf Aufenthaltsbewilligung wegen "Verdachts auf
Niederlassung" einfach abgelehnt werden. Das hat fatale Folgen: Die
bisherige Gesetzeslage ermöglichte es (wenn auch mit massiven
Einschränkungen und Hürden) allen KünstlerInnen ihren Lebensmittelpunkt in
Österreich zu suchen und zu finden. Jetzt sind nur mehr jene willkommen, die
den "richtigen" Pass haben.

Die neue Rechtslage hat aber auch Auswirkungen auf KünstlerInnen, die
bereits viele Jahre hier leben und sich in Österreich niedergelassen haben.
Seit dem 1.1.2006 gelten ihre Niederlassungsbewilligungen nur mehr als
Aufenthaltsbewilligungen, die lediglich einen vorübergehenden Aufenthalt
erlauben. Gleichsam als hätten diese KünstlerInnen nie in Österreich gelebt.
Das ist ein massiver Eingriff in die aufenthaltsrechtliche Position von
KünstlerInnen und ein Angriff auf die Freiheit des künstlerischen Schaffens!



= Plakataktion bis 3.9.2006

= Forderungen:
= http://www.igbildendekunst.at

===================
= IG BILDENDE KUNST
= Gumpendorfer Straße 10-12
= A-1060 Wien
=
= Tel +43 (0)1 524 09 09
=
= office at igbildendekunst.at
= http://www.igbildendekunst.at

==================================================
02    KONZERTANKÜNDIGUNG
   von "ursula napravnik" <aon.912510997 at aon.at>
==================================================

Liebe MUNDREDAKTION,


bitte um Veröffentlichung des kommenden Konzertes von MONOMANIA.


THX und Widerstand


ursula


liebes puuuublikum!
es ist bitte folgendes:

MONOMANIA + UNION ORANGE
live im café carina
(U6 josefstädter strasse)
dienstag 29.8.2006
21:00
eintritt: nix

inklusive grooooossem "schau aus wie schüssel" - schönheitswettbewerb!!!
das schönste mascherl und die schirchste krankenkassabrille
kurz gesagt:

die perfekteste BUNDESKANZLER - IMITATION
werden prämiiiiiiert
mit super preisen - jawoll!

==================================================
03   Leitl-Vorschlag vernichtet Arbeitsplätze - 
SLP fordert Arbeitszeitverkürzung
   von Sozialistische LinksPartei <slp at slp.at> 
==================================================

Eine Presseinformation der Sozialistischen LinksPartei - Liste gegen
Rassismus und Kapitalismus

Die Vorstöße von Bundeswirtschaftskammerpräsident weisen in Richtung
Hartz IV: Angriffe auf Arbeitslose, schärfere Zumutbarkeitsbestimmungen,
längere Arbeitswege, Annehmen von unterbezahlten Jobs. Zwangsarbeit für
Arbeitslose im Pflege- und Umweltbereich sind nicht zuletzt für
Pflegebedürftige eine Zumutung.
Die Wirtschaft bereitet auch für Österreich die Ein-Euro-Jobs vor, die
in Deutschland die Armut verschärft haben.

"Mit all diesen Maßnahmen werden keine Jobs geschaffen. Aber
kollektivvertraglich bezahlte Jobs werden so vernichtet. Regierung und
Unternehmervertretungen kämpfen nicht gegen Arbeitslosigkeit, sondern
gegen Arbeitslose" sagt Sonja Grusch, Spitzenkandidatin der SLP.

Die SLP fordert
- eine Arbeitszeitverkürzung auf 30 Stunden pro Woche bei vollem Lohn.
- einen Mindestlohnes von 1100.- netto.
Nur so können Jobs geschaffen und ein Einkommen gesichert werden, von
dem man auch leben kann.


Die SLP wird am Freitag den 1.September ab 7.45 vor dem AMS-Redergasse
eine Aktion zum Thema "Arbeitszeitverkürzung und Mindestlohn" abhalten.


Die SLP tritt bei den Nationalratswahlen als SLP - Liste gegen
Kapitalismus und Rassismus an.

Für Informationen und Interview-Termine:
0650-424 63 10

presse at slp.at mailliste

==================================================
04   31.8. Aktion gegen Strache-Wahlkampfauftakt
       * 30-Stunden-Woche * SLP-Stand am Volksstimmefest
   von Sozialistische LinksPartei <slp at slp.at>
==================================================

* 31.8. Aktion gegen Strache-Wahlkampfauftakt
* 30-Stunden-Woche
* SLP-Stand am Volksstimmefest

JETZT AKTIV WERDEN MIT DER SLP!
Schreib an slp at slp.at oder ruf an unter 01-524 63 10

********************************************************************
* 31.8. Aktion gegen Strache-Wahlkampfauftakt

FPÃ- - Nein Danke! Gemeinsam gegen Rassismus und Straches Hetze!
Die FPÃ- plant für 31.8. ihren Wahlkampfauftakt in Wien 15 - Meislmarkt.
Wir werden Rassismus nicht einfach akzeptieren.
Wir lassen uns Rassismus nicht länger gefallen! Und wollen eine starke
Kampagne gegen diese Hetze aufbauen!

Am 31.08. ist am Meiselmarkt (Wien 15) der Wahlkampfauftakt der FPÃ-.
Wir werden ab 16.30h dort sein und ein Gegenzeichen setzen!

mehr unter:
http://slp.at/index.php/artikel+M54631a6db0c/

********************************************************************
* 30-Stunden-Woche
Arbeitslosigkeit ist kein Schicksal und nicht selbstverschuldet. Die
Unternehmen blasen bereits zum Angriff auf Arbeitslose - nach den
kommenden Wahlen sollen Maßnahmen wie Hartz IV auch bei uns umgesetzt
werden. Es werden keine Jobs geschaffen, aber der Druck auf Arbeitslose
wird erhöht und die Einkommen gesenkt. Die SLP fordert
Arbeitszeitverkürzung auf 30 Stunden/Woche und einen Mindestlohn von
1100.- netto.

mehr unter:
http://slp.at/index.php/termine+M51b5f78fd27/

********************************************************************
* SLP-Stand am Volksstimmefest
Auch am diesjährigen Volksstimmfest wird die SLP einen Stand mit der
neuen Zeitung, diversen Broschüren und Diskussionen haben. Komm vorbei
(Stand Nr. 129)
_______________________________________________
slp-info at slp.at - Info-Mailliste der SLP
Mails abbestellen/Einstellungen ändern:
http://slp.at/mailman/listinfo/slp-info
Für weitere Infos: http://www.slp.at

==================================================
05   [SLP-Pressemeldung] 31.8.: SLP mobilisiert gegen Rassismus der FPÖ
   von Sozialistische LinksPartei <slp at slp.at>
==================================================

Eine Presseinformation der Sozialistischen LinksPartei - Liste gegen
Kapitalismus und Rassismus

Die FPÃ- plant für 31.8. ihren Wahlkampfauftakt in Wien 15 - Meislmarkt.
Schon 2005 ist die SLP als einzige Partei dem Rassismus der FPÃ-
entschieden auch auf der Strasse entgegengetreten. Aus dem Umfeld der
FPÃ- gab es deswegen Drohungen ("Du gehörst ja ins KZ") und auch
körperliche Angriffe (im Anschluss an die FPÃ--Abschlusskundgebung 2005
in Wien-Favoriten).

"Die FPÃ- steht für Sozialabbau und Privatisierung. Aber damit lassen
sich keine Stimmen machen. Daher wird die Verantwortung für eine
Politik, die auch die FPÃ- betreibt, MigrantInnen in die Schuhe
geschoben." sagt Sonja Grusch, Spitzenkandidatin der SLP.


Die SLP lädt zu einer antirassistischen Kundgebung am 31.08. gegen den
Wahlkampfauftakt der FPÃ- am Meislmarkt.
Wir werden ab 16.30h dort sein und ein deutliches Zeichen setzen.

Informationen und Interviewtermine unter
0650-424 63 10
_______________________________________________
presse at slp.at mailliste
http://slp.at/mailman/listinfo/presse_

==================================================
06   kanalB.at video: Wovon lebt der Mensch
    von webmaster at kanalB.org
==================================================
titel des videoclips: Wovon lebt der Mensch
--: -
beschreibung: Punkinterpretation von Berthold Brechts
---: -
kategorie: musikvideo
----: -
clipinfo: http://austria.kanalb.org/clip.php?clipId=1466
--------------: -
laenge: 3:26 min
team: volXtheater
team_homebase: http://www.volxtheater.at/
erstellt: 2006-08-25
format: rm
datenmenge: 6 MB
-------------: -
weitere informationen: http://www.volxtheater.at/_html/vktfset.htm
---------: -
weitere clips zum thema EKH bleibt!: 
http://austria.kanalb.org/topic.php?clipId=110
-----------------: -
kanalB ersetzt herkoemmliches fernsehen: http://austria.kanalb.org
_______________________________________________
clips_kanalb_at mailing list
clips_kanalb_at at kanalB.org
http://kanalB.org/cgi-bin/mailman/listinfo/clips_kanalb_at

==================================================
07   Ulrichsberg? Weg damit! - que[e]r-Sommerextra
   von Rosa Antifa Wien <raw at raw.at>  
==================================================
Hallo liebe Leute!

In Form eine Mini-Veranstaltungsreihe gibt es heuer eine kleine
Unterbrechung der que[e]r-Sommerpause: Gemeinsam mit dem ak gegen den
kaerntner konsens laden wir euch zu zwei Veranstaltungen rund um das
alljaehrliche rechtsextreme Ulrichsbergtreffen ein. Nicht versaeumen,
informieren und dagegen aktiv werden!

Mehr Infos dazu gibts unter:

http://www.u-berg.at/

bis dann
euer que[e]rlis

+++

Gilt fuer alle Veranstaltungen:

Ort: que[e]r. Wipplingerstrasse 23, 1010 Wien (vor dem Haus die Treppe
hinunter)
Veranstaltungsbeginn: 20 Uhr, geoeffnet von 18:30-24:00 Uhr

Der Eintritt ist immer kostenlos!!!

+++

Mittwoch 30. August:

Zeitzeugengespraech mit Richard Wadani

Richard Wadani, seit seiner Jugend in Prag sozialistisch und
kommunistisch aktiv, desertierte 1944 in Frankreich aus der Wehrmacht
und trat in die tschechische Armee ein. Er kaempft in Österreich seit
Jahrzehnten um Anerkennung fuer diese Form von Widerstand gegen den
Nationalsozialismus; u.a. als Sprecher des Personenkomitees fuer
Gerechtigkeit. Auch noch im sogenannten "Anerkennungsgesetz" von 2005
wird Desertion nur implizit als Widerstand anerkannt.

Richard Wadani wird von seinen Erfahrungen im Krieg an der "Ostfront"
und bei der Desertion erzaehlen und vom antifaschistischen Engagement in
der Zweiten Republik, in der Deserteure als "Kameradenmoerder" und
"Verraeter" galten und gelten, waehrend jene, die gehorsam und
begeistert an Angriffskrieg und Massenmord mitwirkten zu Opfern
stilisiert wurden.

+++

Mittwoch 6. September:

Ulrichsberg? Weg damit!
Infoveranstaltung zum Ulrichsberg, der rechten Ehrung und den geplanten
Protesten 2006

Alljaehrlich treffen sich im September Veteranen der Wehrmacht und
(Waffen-)SS, rechtsextreme Burschenschaften sowie offizielle
LandesvertreterInnen fast aller politischen Parteien zum groessten
"Heimkehrertreffen" Europas am Ulrichsberg in Kaernten/Koroska.
Unterstuetzt vom oesterreichischen Bundesheer und unter grosser
Anteilnahme der Bevoelkerung, reisen zu den Feierlichkeiten Delegationen
und Kameradschaften aus ganz Europa, um eine Traditionspflege zu
betreiben, die das Verhaeltnis von Opfern und Taetern vertauscht und
faschistische, antislowenische und geschichtsrevisionistische
Brauchtuemer kultiviert. Im Herbst 2005 kam es erstmals seit laengerem
wieder zu Protesten gegen das Soldatentreffen und auch heuer wollen wir
lautstark kundtun, dass deutsche und oesterreichsiche Taeter keine Opfer
sein koennen.

Infoveranstaltung mit Film, Vortrag und Diskussion ueber den
Ulrichsberg, seine Gedenkstaette und BesucherInnen sowie ueber die
geplanten Aktionstage.
--
############ RAW #############

    Rosa Antifa Wien
    c/o Rosa Lila Tip
    Linke Wienzeile 102
    A-1060 Wien
    AUSTRIA
    -------------------------
    E-Mail: raw at raw.at
    Web: http://www.raw.at
    Board: http://www.n3tw0rk.org
    -------------------------
    PGP-Key available here:
    http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc

############ RAW #############


==================================================
08   2. Aufruf zum Fritz-Manöver am 
Margaretengürtel, 11. September 2006, 19 Uhr
   von Fritzpunkt <buero at fritzpunkt.at>   
==================================================

Das große Fritz-Manöver ruft Euch!

Auf der Stadtwildnis bei der U4-Station Margaretengürtel treffen Sie am 11.
September 2006, dem 103. Geburtstag von Theodor Wiesengrund Adorno,
(hoffentlich) auf 1356 Personen.

Ein laminiertes Faksimile-Blatt aus dem Roman Naturgemäß II der
österreichischen Autorin Marianne Fritz erhalten Sie (spätestens pünktlich)
um 19 Uhr beim Transparent <Fritz-Manöver>. Dort bittet Frau/Mann Sie auf
einen nur für Sie vorgesehenen Platz, auf dem Sie anschließend gleichzeitig
mit (hoffentlich) 1356 Personen Ihren Text laut lesen.

Das in Ihren Besitz übergegangene Blatt nehmen Sie mit (nach Hause, ins
Büro, in die Datscha etc.) und melden bitte dem Fritzpunkt, wo sich Ihre
Seite befindet. Schicken Sie Seitenzahl und Adresse an buero at fritzpunkt.at
oder telefonisch an 0699 11685616. Jede rückgemeldete Seite wird
eingescannt. So entsteht eine Landkarte der auf Reise gegangenen
Fritz-Seiten und damit eine für alle Lesenden zugängliche
Fritz-Manöver-Fassung des Romans Naturgemäß II von Marianne Fritz unter
http://www.fritzmanoever.at.

Die Fritz-Manöver-Leitung bittet, diesen 2. Aufruf weiterzuleiten. Danke.

Fritzpunkt
Büro für theatralische Sofortmaßnahmen
http://www.fritzpunkt.at
________________________________________
PS. Wenn keine Zusendung mehr gewünscht wird,
bitten wir um Nein-Antwort im Betreff. Danke.
==================================================


><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><
MITTEILUNGEN, MELDUNGEN UND KOMMENTARE
><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><

==================================================
09   Halbe-halbe bei Steuerreform; DER STANDARD v. 24.8.06
   von Dietmar Köhler <ibd.koehler at utanet.at>
==================================================

Dass der WKÖ-Boss Christoph Leitl die Hälfte des Volumens einer geforderten
Steuerreform den Wirtschaftstreibenden zukommen lassen will, ist vielleicht
sein Job als Lobbyist.
Mit gerechter Aufteilung hat das aber nichts zu tun, sollen doch ca. 300.000
Wirtschaftstreibende den gleichen Betrag erhalten, wie 3,000.000
unselbständig Beschäftigte.
Dass der ÖGB-Boss Rudolf Hundstorfer dem zustimmt zeigt, dass die
Arbeitnehmer derzeit KEINE ausreichende Vertretung haben.
Verständlich, dass Christoph Leitl einem derart schwachen "Sozialpartner"
höchstes Lob ausspricht.

Dietmar Köhler

==================================================
10   Der Raumpflegenotstand; Wiener Zeitung v. 24.8.06
   von Dietmar Köhler <ibd.koehler at utanet.at>
==================================================

Andreas Unterberger schreibt betreff Arbeitslose: ".. solange wir so
freigebig wie derzeit viele Menschen fürs Nichtstun bezahlen, werden wir
gleichzeitig auch viele andere dafür bezahlen müssen, dass die sehr wohl
vorhandene Arbeit auch geleistet wird."
Das ist falsch! Richtig ist, dass Arbeitslosengeld und Notstandshilfe eine
Versicherungsleistung darstellen (VfGH).
Das wirkliche Problem ist, dass Journalisten wie Andreas Unterberger für
Falschinformationen bezahlt werden.
Und: Wenn sich Andreas Unterberger in der Tradition von Bürgermeister Lueger
(1897: „...es muß gesorgt werden, dass dem unverschämten, arbeitsfähigen
Bettler die Speculation auf den Wohltätigkeitssinn verhindert wird.“) sieht,
dann hat er was verschlafen.

Dietmar KÖHLER


Initiativgruppe

ARBEITSLOSIGKEIT

Gründungsmitglied des "Netzwerk Grundeinkommen" (www.grundeinkommen.at)
Mitglied der Menschenrechtsgruppe bei FIAN (www.fian.at)
Österreich-Koordinator für die EU-Konferenz "People Experiencing Poverty"
(www.armutskonferenz.at)


==================================================
11   Presseerklärung zu Haider
   von "GFBV" <gfbv.austria at chello.at>
==================================================

Scharfe Kritik an Haider: Kärntner Landeshauptmann stigmatisiert pauschal
alle Tschetschenen



Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat die Forderung des Kärntner
Landeshauptmanns Jörg Haider nach einem „tschetschenenfreien Kärnten“ am
Freitag scharf kritisiert. „Wenn Haider diese Forderung damit begründet,
dass er in seinem Bundesland kein „Bandenunwesen“ will, stigmatisiert er
damit pauschal alle Flüchtlinge aus Tschetschenien“, erklärte die
Menschenrechtsorganisation. „Seine Äußerungen erinnern an die russische
Propagandapolitik. Von russischen Medien und Politikern werden „die
Tschetschenen“ seit Jahren als Banditen, Terroristen und Kriminelle
bezeichnet. Diese pauschale Vorverurteilung geht so weit, dass sie von
Wissenschaftlern mit der der Juden im Dritten Reich verglichen wurde. Wenn
Jörg Haider sich auf ein solches Niveau begibt, ist das eine internationale
Blamage für Österreich.“

Haider hatte nach Auseinandersetzungen zwischen tschetschenischen
Flüchtlingen und Österreichern in einem Stadtteil von Klagenfurt
angekündigt, er werde dafür sorgen, dass die tschetschenischen Flüchtlinge
in Kärnten auf die anderen österreichischen Bundesländer verteilt werden
sollten.

  "Die Mehrzahl der Flüchtlinge sind Frauen, Kinder und alte Menschen, die
häufig nur ihr nacktes Leben aus der Hölle des Krieges im Nordkaukasus
retten konnten. Das blendet Haider bewusst aus und schürt so
ausländerfeindliche Tendenzen“, kritisierte die GfbV. Viele der Flüchtlinge
seien jedoch durch Krieg, Folter, Vergewaltigung und Jahre voller Gewalt und
Willkür in ihrer Heimat schwer traumatisiert und bräuchten dringend eine
gute Begleitung, um sich in die österreichische Gesellschaft eingliedern zu
können.




==========================================

Gesellschaft fuer bedrohte Voelker

Europa-Referat

Postfach 2024, D-37010 Goettingen

Tel.: +49/551/49906-0, Fax: +49/551/58028

E-Mail: europa at gfbv.de, Homepage: www.gfbv.de

==================================================
12   OPERATION SPRING - Einladung zum Wettbewerb des Prix Europe 2006!
   von "Tristan Sindelgruber" <tristan.sindelgruber at chello.at>
==================================================

Wir freuen uns mitteilen zu können, dass OPERATION SPRING zum Wettbewerb des
Prix Europe 2006 nach Berlin und Potsdam, eingeladen wurde.

Aus dem Einladungstext:
"Zur 20. Austragung des Prix Europa haben 148 Fernsehstationen und
Produktionsfirmen aus ganz Europa ihre Beiträge für die Wettbewerbskategorie
TV Documentary nominiert. Dieses starke Interesse freut uns, und wir danken
allen Einreichern für ihr Engagement. Leider reicht die Vorführ- und
Diskussionszeit nicht für mehr als 38 Programme an den sechs öffentlichen
Jurytagen der Kategorie TV Documentary aus. Wir haben uns die Auswahl dieser
38 Programme aus insgesamt 200 Einreichungen nicht leicht gemacht, mußten
aber dennoch und leider auch auf sehr interessante Beiträge verzichten.
Um so mehr freuen wir uns, daß Ihr Beitrag Operation Spring im Wettbewerb
des Prix Europa 2006 gezeigt werden wird."

Über den PRIX EUROPE:
Der PRIX EUROPA lädt vom 14 - 21 Oktober 2006 die besten europäischen
Fernseh-, Radio- und Internet-Produktionen in Berlin und Potsdam ein. Ziel
ist es, unter dem Markenzeichen "Made in Europe" das breite Spektrum
europäischer Produktionen wider zu spiegeln, grenzüberschreitende
Programmtrends erkennbar zu machen und Qualitätsprogrammen ein Forum zu
geben. Das Festival wurde 1987 ins Leben gerufen und hat sich seither zum
wichtigsten europäischen Wettbewerb für Fernsehen, Radio und Internet
entwickelt.
Der Wettbewerb steht 2006 unter der Schirmherrschaft der European
Broadcasting Union - EBU / UER. Außerdem sind Josep Borrell Fontelles,
Präsident des Europäischen Parlaments, und Terry Davis, dem Generalsekretär
des Europarates, Schirmherren des Prix Europa 2006.
Die Präsidentschaft des Festivals liegt bei Arne Wessberg, Präsident der
Europäischen Rundfunkunion, die Durchführung beim Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.prix-europa.de

Durch die Unterstützung der Herstellung von OPERATION SPRING seitens des
österreichischen Rundfunks - ORF, im Rahmen des Film-/Fernsehabkommens, war
und ist uns die Einreichung zu diesem Wettbewerb ermöglicht worden.

OPERATION SPRING wurde unterstützt durch:
Sundance Institute Documentary Fund (USA)
The Documentary Channel (Canada)
Media Plus
Filmfonds Wien
ORF (Film-Fernsehabkommen)
Bundeskanzleramt - Kunstsektion
Österreichisches Filminstitut
Entwickelt im Rahmen des Media Programms Eurodoc-Script.




OPERATION SPRING erscheint am 10. Oktober 2006 auf DVD. Vorbestellungen sind
bereits möglich bei:

Wir verbleiben mit der Bitte um Veröffentlichung / Weiterleitung.
Etwaige Mehrfachzusendungen bitten wir zu entschuldigen.
Sindelgruber Tristan, Schuster Angelika



Schnittpunkt -
Sindelgruber Tristan, Film- & Multimediaproduktion
Große Sperlgasse 19/3
1020 Wien
Austria
e-mail: schnittpunkt at gmx.at
web: www.schnittpunkt-film.com
www.operation-spring.com



Erklärung gemäß § 107 TKG:
Angesichts einer zunehmend erdrückenden Medienkonzentration leistet der
nicht-kommerzielle Versand von kulturpolitischen Informationen einen
wichtigen Beitrag zur Herstellung diskursiver Öffentlichkeiten. Die neuen
Bestimmungen des Telekommunikationsgesetzes (TKG § 107) bedeuten eine
diesbezügliche Einschränkung, denn seit 1. März 2006 dürfen
e-Mail-Zusendungen ausschließlich mit dem Einverständnis der EmpfängerInnen
zugesendet werden.
Sollten Sie keine weiteren Informationen von uns beziehen wollen, so
ersuchen wir Sie um eine kurze Verständigung.


==================================================
13   Stadler fordert Abtreibungsverbot
   von <selbstbestimmungsrechtderfrau at gmx.net>
==================================================

Das musste ja kommen:
Der saubere Recke Stadler unterstützt schon die längste Zeit Aktivitäten von
Human Life International und Konsorten. So lud er die Chefin des
HLI-"Lebenszentrums" Postgasse zu einem Expertengespräch in die
Volksanwaltschaft. Als "Volksanwalt" ließ er verkünden: Es gibt kein Recht
auf Abtreibung!

Nun ist Wahlkampf, der Newsticker des ORF Online schreibt:



Stadler fordert Abtreibungsverbot

<http://www.orf.at/ticker/editorial.html>zurück
Der Präsident der Freiheitlichen Akademie und FPÖ-Kandidat für die
Nationalratswahl, Ewald Stadler, möchte Abtreibungen verbieten. "Wenn ich
die Mehrheit dafür hätte, würde ich Abtreibungen abschaffen. Es ist nur
bedauerlich, dass es dafür keine Mehrheit gibt", sagte Stadler im
APA-Sommergespräch.

Abtreibung sei "eine Tötungshandlung" und daher "grundsätzlich strafbar",
sie "wird nur unter bestimmten Voraussetzungen nicht verfolgt", erklärte
der Jurist, der im Wahlkampf seinen Titel als Volksanwalt nicht verwenden
will.

Eben diese Veraussetzungen möchte Stadler "selbstverständlich abschaffen",
denn Abtreibung sei "ein Verbrechen" und "die klaffende Wunde unserer
gesamten moralischen Doppelbödigkeit", so der Wahl-Niederösterreicher, der
in diesem Sinne den Vorschlag der Kärntner FPÖ, werdenden Müttern eine
"Kostenpauschale" von 15.000 Euro zu zahlen, wenn sie ihr Kind nicht
abtreiben, sondern zur Adoption freigeben, "begeistert" unterstützt.
-----
Abtreibung sei ein Verbrechen, sagt Stadler. Aha, das heisst im Klartext,
dass jede 2 Frau in Österreich eine Verbrecherin ist, denn jede 2. Frau in
Österreich bricht 1 x in ihrem Leben eine ungewollte Schwangerschaft ab.

Und daher ist die feministische Forderung, den Schwangerschaftsabbruch aus
dem Strafgesetz heraus zu nehmen und im Ärzte- bzw. Medizinrecht zu
etablieren, dringender denn je.
Stadler kann nämlich Abtreibung nicht verbieten, er kann sie nur
kriminalisieren! Und was dies für jede einzelne Frau bedeutet, erzählen uns
die Frauenschicksale vor Einführung des straffreien Schwangerschaftsabbruches.
Nie wieder Pfuschabtreibung, nie wieder illegale Abtreibung, nie wieder
Frauen, die an illegalisierten Abbrüchen verrecken!


--
FrauenLesben für das Selbstbestimmungsrecht der Frau
mailto: Selbstbestimmungsrechtderfrau at gmx.net
----
detaillierte Informationen zur Abtreibung und den Methoden der radikalen
Abtreibungsgegnerschaft auf

http://www.die-abtreibung.at.tf

==================================================
14   Babys im 3/4 Takt - Tini Kainrath unterstützt "Geborene für Ungeborene"
   von <selbstbestimmungsrechtderfrau at gmx.net>
==================================================

BABYS IM 3/4 TAKT:

So einfach geht das, wenn Frauenanliegen für antifeministische Pro-Life
Politik verbraten werden sollen! 
Alleinerzieherinnen und Schwangere werden 
vorgeschoben, um
promotend Antiabtreibungspolitik zu verbreitern.

Dass TINI KAINRATH sich für die reaktionäre, frauenfeindliche Organisation
"Geborene für Ungeborene hergibt" (firmiert nun als Österreichische
Lebensbewegung und spricht sich definitiv für die Abschaffung der
Fristenlösung aus!), ist schon sehr verwunderlich. Geld  stinkt nicht, oder
was?  Weiss Kainrath nicht, WEN sie damit unterstützt?

Geld für alleinerziehende Frauen zu sammeln, dazu braucht es keine
"Geborenen für Ungeborene", das kann frau auch selbst organisieren! Wäre
doch wieder mal eine Idee, oder?
Die Arbeit von Leuten zu unterstützen, die über ihr Netzwerk mit den
Maskulisten-Schweinen von Human Life International und Jugend für das Leben
zusammenarbeiten, ist eine Bruchlandung im Patriarchat. Da kann Tini noch so
oft eine Frauenversion der Bundeshymne singen.
Tini K. ist nach der Filmerin Hausner schon die zweite Frau, die sich von
diesen Antiabtreibungsfrauenfeinden anheuern lässt! Gibt es für
Künstlerinnen in Österreich wirklich so wenig Geld, dass ihr euch an
AntifeministInnen verkaufen müsst, die die wenigen bisher erreichten
Frauenrechte nach und nach absägen?


Ankündigungstext von http://www.lebensbewegung.at 
dann zum Link "Benefizkonzert":


Karten jetzt online bestellen!
Ehrenschutz
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel
Bundesministerin für Gesundheit und Frauen Maria Rauch-Kallat
Professor Brigitte Neumeister


Die Österreichische Lebensbewegung veranstaltet ein Klassik-Benefizkonzert!
Der Reinerlös wird schwangeren Frauen in Notsituationen zu Gute kommen. Uns
ist es ein Anliegen vor allem auch jene Schwangere zu unterstützen, die ihre
Kinder in Hinkunft alleine aufziehen müssen, weil ihnen kein Partner mehr
zur Seite steht. Mit diesem Projekt wollen wir den Wert der Frau und des
ungeborenen Kindes hervorheben.

Klassik-Benefizkonzert der
Österreichischen Lebensbewegung
im Metropol
Sonntag, 5. November 2006
20.00 Uhr
„Babys im ¾-Takt“
Alleinstehende Schwangere brauchen unsere Hilfe
Mitwirkende:
Tini Kainrath & String Fizz
Ensemble Suono Vero


Tini Kainrath als Rounder Girl bekannt, war Mitglied der Halluncination
Company und ist seit 2001 Gründungsmitglied der 1. Wiener Pawlatschen AG.
Sie ist auch international bekannt und sehr beliebt.

String Fizz steht für mitreißendes, erfrischendes Musizieren auf höchstem
Niveau. Das Repertoire von String Fizz (Damen-Streichquartett) umfasst Werke
der Familie Strauß, Mozart und Schubert bis hin zu Gershwin und sogar Astor
Piazolla. (www.stringfizz.at, www.roundergirls.at).

Ensemble Suono Vero besteht aus neun professionellen jungen Musikern, die in
Wien und anderen Musikmetropolen studiert haben. Spielfreude, Vitalität und
Teamgeist geben dem Ensemble Suono Vero einen unverwechselbaren Charakter.
Das umfangreiche Repertoire erstreckt sich von J.S.Bach über Edgar Varese
bis hin zu zeitgenössischen Komponisten und Werken von Ensemblemitgliedern.
(www.suonovero.at).

Theaterverein Wiener Metropol

Kartenvorverkauf: www.wiener-metropol.at

Hernalser Hauptstrasse 55, 1170 Wien

Tel.: 01/407 77 40

Anfahrt mit Öffentlichen Verkehrsmitteln:
U6 bis Station „Alserstrasse“, Straßenbahn 43 (Richtung Neuwaldegg) bis
„Elterleinplatz“




--
FrauenLesben für das Selbstbestimmungsrecht der Frau
mailto:mailto: 
<http://service.gmx.net/de/cgi/g.fcgi/mail/new?CUSTOMERNO=9794414&t=de629237929.1156788862.c858723b&to=Selbstbestimmungsrechtderfrau%40gmx.net>Selbstbestimmungsrechtderfrau at gmx.net
----
detaillierte Informationen zur Abtreibung und den Methoden der radikalen
Abtreibungsgegnerschaft auf

<http://service.gmx.net/de/cgi/derefer?DEST=http%3A%2F%2Fwww.die-abtreibung.at.tf>http://www.die-abtreibung.at.tf


==================================================
15 Jahre Kurdologie in Berlin
   von WADI Austria <wadi.wien at gmx.at>
==================================================

15 Jahre Kurdologie in Berlin

Seit 15 Jahren bemüht sich das Europäische Zentrum für Kurdischen
Studien in Berlin / Berliner Gesellschaft zur Förderung der Kurdologie
um eine wissenschaftliche Beschäftigung mit Kurdistan, kurdischer
Kultur, Sprache und Geschichte und der kurdischen Diaspora in Europa.
Die gegenwärtigen Schwerpunkte liegen in den Bereichen
Migrationsforschung sowie Frauen- und Geschlechterstudien: 1998 erhielt
die Berliner Gesellschaft zur Förderung der Kurdologie (BGFK) den
Margherita-von-Brentano-Preis der Freien Universität Berlin für die
Förderung von gender studies in kurdologischer Forschung und Lehre.

Die BGFK ist Träger des Europäischen Zentrums für Kurdische Studien, das
die Forschungsprojekte der BGFK leitet und koordiniert. Es unterhält
nicht nur die größte europäische Bibliothek zum Thema Kurdologie,
sondern gibt mit den „Kurdischen Studien“ auch das einzige
wissenschaftliche Journal zum Thema in deutscher Sprache, sowie eine
Buchreihe im Unrast-Verlag heraus. Trotz wichtiger wissenschaftlicher
Arbeiten ist eine universitäre Institutionalisierung der Kurdologie noch
nicht gelungen. Immerhin leistet jedoch die ausseruniversitäre
wissenschaftliche Arbeit der Kurdologie Berlin wichtige Beiträge von
denen wir in Österreich nur träumen könnten.

Am 16. September feiert es in Berlin das 15-jährige Bestehen mit einem
Konzert mit Ciwan Haco und Band. Nähere Infos dazu unter:
http://www.kurdologie.de/

--
WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische
Entwicklungszusammenarbeit

e-mail: wadi.wien at gmx.at
website: www.wadinet.at
Tel.: 0699-11365509

Im Juni erschien die erste Ausgabe von: WADI-News,Schwerpunkt: Frauen im
Irak. Wird kostenlos per Post zugeschickt, schreiben oder mailen Sie uns
Ihre Adresse!


Postfach 105
A-1181 Wien

Spendenkonto in Österreich:
Kontonummer 07.405.301
Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800

IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301
BIC: EVKRATW1

Website mit weiteren Informationen zu Projekten von
Wadi und Veranstaltungshinweisen:
www.wadinet.at

==================================================


><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><
SOLIDARITÄT WELTWEIT/GIPFELSOLI
><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><

==================================================
16   [gipfelsoli] Heiligendamm
   gipfelsoli-l at lists.nadir.org  
==================================================


Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität
    und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung
------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org --

- 1. Aufruf zur Auseinandersetzung mit dem Thema 
"G8 und Bildung" (Vorbereitung)
- Kurzbericht meiner Festnahme
- Drougs from all galaxies,
- Rechte Volksfront auf dem Vormarsch

-----------------------------------------------------------------------------
1. Aufruf zur Auseinandersetzung mit dem Thema "G8 und Bildung" (Vorbereitung)

Im Juni 2007 findet in Heiligendamm der G8-Gipfel statt. Den G8 gibt es seit
1975, jedes Jahr Treffen sich die Staatschefs der 7 führenden
Wirtschaftsnationen und Rußlands. Das nächste mal im Frühsommer 2007 in
Mecklenburg-Vorpommern. Der G8 ist seit Jahren Ziel verschiedener Proteste. Die
Proteste greifen Themen wie Umweltpolitik, Herrschaftsverhältnisse, Rassismus,
Wirtschaftssystem, Bildungs- und Gesundheitspolitik, Kriege auf.

Die G8 steht symbolisch für Neoliberale Politik verschiedener Institutionen wie
Internationaler Währungsfonds(IWF), Weltbank, Welthandelsorganisation(WTO). Zu
dieser Politik gehört auch das Dogma einer immer weitergehenderen
Privatisierung aller Lebensbereiche. Einige Menschen möchten einen Prozess in
Gang setzen der die Auswirkungen der G8 auf das Thema Bildung aufzeigt. Diese
globale Problematik hat verschiedene lokale Konsequenzen, welche
grenzüberschreitend betrachtet werden sollen. Dieser Prozess soll dazu führen
das die Proteste gegen den G8-Gipfel genutzt werden um die entstandenen
Kritiken einzubringen.

Für die Auseinandersetzung wird angeregt in bestehenden Zusammenhängen sich mit
dem Thema "Bildung und G8" zu beschäftigen, bzw. neue Strukturen/Gruppen oder
ähnliches zu initiieren. Für den intergalaktischen Austausch und dem
deutschsprachigen Austausch stehen folgende Internetseiten zur Verfügung:

* http://www.g8ucation.de.vu - Portal zum Thema auf
wiki.bildung-schadet-nicht.de
* http://nologik.free.fr/ - mehrsprachiges Forum (in Entwicklung)

Für Personen die noch in keinen Zusammenhängen aktiv sind wird unter
http://www.g8vermittlung.de.vu eine "Kontaktbörse" eingerichtet, hier findest
du auch Kontakte zu bestehenden Zusammenhängen.

Auf einem Treffen einiger AktivistInnen, wurde sich über erste Schritte
ausgetauscht. Es soll zum Herbst 2006 eine Broschüre erstellt werden, welche
die Zusammenhänge und Auswirkungen darstellen soll. Es sollen
Informationsmaterialien und Plakate entworfen werden. In Rücksprache mit der G8
Infotour (http://dissentnetwork.org/wiki/index.php?title=Infotour) sollen an
diversen Bildungsinstitutionen Veranstaltungen stattfinden, hierfür und für die
Verschickung von Materialien werden Kontakte zu interessierten Leuten gesucht
(http://www.g8vermittlung.de.vu).

Für weitere Fragen nehmt Kontakt zu den bisher bestehenden Zusammenhängen auf
(http://www.g8vermittlung.de.vu).

Mit freundlichen Grüßen

AktivistInnen

[http://wiki.bildung-schadet-nicht.de/index.php/G8_und_Bildung/1.Aufruf]


-----------------------------------------------------------------------------
Kurzbericht meiner Festnahme

Am 11.8. ("Badetag") wurde vor dem Gebäude der Nebenstelle der
Bundesbeauftragten für das Stasiwesen (oder ähnlicher Titel) nahe der II.
Bereitschaftspolizeikaserne von Bereitschaftspolizisten an die Wand gestellt,
da diese meine Personalien haben wollten. Als sie diese gefunden hatten, ließen
sie nicht los, sondern neben den beiden, die Arme und Beine fixierten, begann
eine dritte Person meinen Kopf gegen die Scheibe der Bullenwanne zu schlagen.
Als ich protestierte, wurde ich mit erheblicher Gewalt auf den Boden geworfen
und in Bauchlage gefesselt. Dabei ging die Brille kaputt.

Dann wurde ich in eine Wanne getragen (mit Bauch/Gesicht nach unten) und
zwischen die Sitze geworfen. Ein Polizist beugte sich von außen über mich, nahm
meinen Kopf in die Hand und schlug diesen auf den Wagenboden. Dann wurde ich
aufgerichtet und mein Kopf mehrfach gegen die Seitenwand des Wagen gestoßen.
Danach war Ruhe: Abtransport in die Gewahrsamstelle in Rostock. Dort
ED-Behandlung.

Bis dahin wurde mir nie ein Grund vorgetragen. Mit dem Entnehmen meines
Personalausweises hätte die Maßnahme eigentlich auch abgeschlossen sein müssen.
Meines Erachtens ist spätestens ab da alles rechtswidrig. Die Gewalteskalation
war sehr hoch. Während der Phase vor der Abfahrt und dabei konnte ich über
Bullenfunk die Vorbereitungen für die Kesselung der "Molli" an der Trabrennbahn
vor Heiligendamm verfolgen. Die mich bewachenden Bullen kommentierten das
Geschehen mit Sprüchen wie: Einfach drüberfahren (sie hatten interpretiert,
dass DemonstratInnen wohl die Schienen besetzt hatten) und ähnliches.

Vom Gewahrsam wurde ich zum Staatsschutz in die Polizeidirektion (Blücherstr.)
geschafft und dort lange vernommen. Ich hatte im Gewahrsam eine kurze Erklärung
vorbereitet und die dort als Aussage vorgetragen. Dabei habe ich ausschließlich
ausgesagt, dass ich PolizeibeamtInnen heftig körperlich angegriffen wurde,
welche Strafparagraphen dass meines Erachtens erfüllt und dass vorliegende
Anzeigen gegen mich allein der Legitimierung und Vertuschung dienen würden.
Außerdem habe ich die Sicherstellung aller Videoaufzeichnungen für den Bereich
(Stasi-Stelle und Polizeikaserne sind mit vielen Kameras gesichert) beantragt.

Mir wurde mitgeteilt, dass eine Anzeige der 
beteiligten PolizistInnen gegen mich
wegen Widerstand, Beleidigung und Körperverletzung (ich hätte getreten und
geboxt) vorliegt. Der Text ähnelt anderen Anzeigen gegen mich in der
Vergangenheit - ich bin wegen einem ganz ähnlichen Vorgang in Gießen
rechtskräftig vorbestraft. Ich gehe daher davon aus, dass die Bullen sehr
simpel einfach auf den Effekt hoffen, dass vorbestrafte Personen von Gerichten
sowie wegen gleicher Sachen wieder verurteilt würden und ihnen nicht geglaubt
würden, während die Bullen dann selbst nichts zu befürchten hätten.

Soweit der kurze Bericht. Nach geltender Rechtslage müsste meine Aussage
reichen, dass die Staatsanwaltschaft gegen die PolizeibeamtInnen ermittelt,
denn sie muss ermitteln, wenn ihr eine Straftat bekannt wird. Sicher dürfte aus
politischen Interessen sein, dass die Ermittlungen zur Einstellung führen.
Interessant dürfte sein, ob sie nie aufgenommen werden.

Hinweis: Die Polizei ist eine Einrichtung der Landesregierung, in diesem Fall
SPD-PDS.

Weitere Informationen:
  - Seminar zum offen-kreativen Umgang mit 
Polizei, Gerichten ...: 1.-4.9. in der
Projektwerkstatt
  - Grundlehrgang für Leute, die sich vor Gericht selbst verteidigen wollen:
4.-12.9. in der Projektwerkstatt
  - Mehr zu den Terminen über www.apo-calypse.de.vu
  - Antirepression im Netz: www.projektwerkstatt.de/antirepression
  - Rechttipps: www.recht-extremismus.de.vu

[saasen [at] projektwerkstatt.de]


-----------------------------------------------------------------------------
Drougs from all galaxies,

A few weeks ago, during an international activist 
meeting in Strasburg (France),
we decided to create an on-line unofficial and intergalactic activist
newspaper/forum. Then, here it is (located on a french server, sorry...) :
http://nologik.free.fr

Presently are opened forums in french, english, german, spanish, greek and
italian (more will come, if needed). You can post articles in your own language
(after what others will translate them as they could. Then if you speak more
than one language and find an article you like, don't hesit to post a
translation. D.I.Y.!) or simply chat on all the subjects you'd like (does
somebody has something to say about G8?).

Résistance!
Resistance!
Widerstand!
Teikô!
...!

[g8-int]


-----------------------------------------------------------------------------
Rechte Volksfront auf dem Vormarsch

Mecklenburg-Vorpommern ist seit Jahren wegen 
Aktivitäten von Neonazis bundesweit
immer wieder in den Schlagzeilen: das brennende Sonnenblumenhaus in
Rostock-Lichtenhagen, eine Mordserie an Obdachlosen, begangen von
rechtsextremen Jugendlichen, Überfälle rechter Schläger auf Zeltplätze und
zuletzt zweistellige Wahlergebnisse für die NPD in vielen Kommunen
Ostvorpommerns.
Die Kameradschaftsszene ist gut organisiert, in vielen Orten ist der Mainstream
rechts, vor allem für Jugendliche ist es schwierig, als „Nicht-Rechte“ zu
bestehen. Die öffentliche Gegenmobilisierung a la „bunt-statt-braun“ steht vor
massiven Problemen, da die staatliche Förderung nach dem kurzfristigen Aufstand
der Anständigen schnell wieder zusammengestrichen wurde. Ein weiterer brisanter
Höhepunkt in diesem Trauerspiel: durch den Schulterschluss zwischen freien
Kameradschaften und NPD ist der Einzug der Neonazis in den Landtag diesen
Herbst mehr als wahrscheinlich.

Die organisierte Szene in Mecklenburg-Vorpommern besteht aus NPD,
rechtsextremistischen Vereinen und freien Kameradschaften. Die wichtigste Rolle
spielen mit ca. 1000 aktiven Mitgliedern die neonazistischen Kameradschaften.
Neben den „Klassikern“ wie der Nationalgermanischen Bruderschaft (NGB) oder den
Aryan Warriors Ueckermünde ist die extreme Rechte zunehmend auch in sogenannten
Jugend- und Kulturvereinen wie z.B. dem Heimatbund Pommern e.V. (HbP), dem
Kulturkreis Mecklenburg-Strelitz e.V. sowie Bürgerinitiativen mit so
klangvollen Namen wie „Schöner wohnen in Wolgast/Ueckermünde/Anklam“
organisiert. Neben lokalen Gruppen sind auch zahlreiche überregionale
Zusammenschlüsse aktiv: Soziales Nationales Bündnis Pommern (SNBP),
Mecklenburgische Aktionsfront (MAF), Pommersche Aktionsfront (PAF), NSAM
(Nationales und Soziales Aktionsbündnis Mitteldeutschland), Heimattreue
deutsche Jugend (HdJ), und der bundesweit agierende Kampfbund deutscher
Sozialisten (KDS).

Regionale Hochburgen, in denen oft auch die 
Zusammenarbeit zwischen „freien“ und
parteigebundenen Nazis reibungslos läuft, sind Ostvorpommern,
Mecklenburg-Strelitz, Uecker-Randow und der Raum Ludwigslust.

Das bundesweit bekannte rechte Internet-Portal 
„Stoertebeker-Netz“ wird von Axel
Möller aus Stralsund betrieben. Daneben gibt es zahlreiche rechte Publikationen
wie die „Schülerzeitung“ AVANTI (Robert Rupprecht) in Grimmen und Umgebung, das
„Theorieorgan“ Fahnenträger (Michael Kuschke) auf Usedom sowie das Fanzine
„Weisser Wolf“ (David Petereit). Das kostenlose Infoblatt "Inselbote" (Enrico
Hamisch) mit Regionalausgaben für Stralsund, Greifswald, Anklam, Ueckermünde
erreicht mittlerweile eine Gesamtauflage von 56.000. Fast alle Publikationen
können dem „Nationalen Medienverbund“ NMV mit Sitz in Wolgast zugerechnet
werden.

Freie Hand im Hinterland?
Das Land wurde schon vor langem von der 
norddeutschen Neonazi-Szene als Standort
für Konzerte entdeckt: Fast schon legendär ist die Gaststätte „Zur Linde“ in
Klein-Bünzow bei Anklam, wo zwischen 1996 und 1998 die grössten
Neo-Nazi-Konzerte Deutschlands stattfanden. Auch wenn die „subkulturelle“
rechtsextreme Skinheadszene in den letzten Jahren gegenüber der
Kameradschaftsszene an Bedeutung verloren hat, finden immer noch häufig
illegale Konzerte statt. In letzter Minute verboten wurde ein zu Pfingsten
geplantes mehrtägiges Neonazicamp in der 500-Seelen Gemeinde
Gammelin-Bakendorf. Dort wohnt der aus Lüdenscheit stammende bekannte Neonazi
Jürgen Witt, ehemals „sauerländische Aktionsfront“ und Gründer des Vereins
„Freie Deutsche“ mit Sitz in Hagenow. Mitveranstalter des Events, bei dem neben
verschiedenen „nationalen Rednern“ bekannte Szene-Grössen wie die Nazi-Skinband
Spreegeschwader aus Berlin auftreten sollten, war der NPD-Kreistagsabgeordnete
Klaus Bärthel aus Ludwigslust.

Siedlungsgebiet Ost...
Zugezogene Neonazi-Kader spielen überall in der Szene eine grosse Rolle, am
massivsten ist ihr Einfluss aber in West-Mecklenburg. Im Landkreis Ludwigslust
leben in der Kleinstadt Lübtheen neben NPD-Spitzenkandidat Udo Pastörs auch der
NPD-Landesvorsitzende Stefan Köster und der 
NPD-Kreisvorsitzende Andreas Theißen
- alle aus dem Westen. Auch der ehemalige Vorsitzende der neonazistischen
Hamburger Regionalpartei „Nationale Liste“ und Neu-NPD-ler Thomas Wullf hat
sich im Landkreis Ludwigslust (Amholz) niedergelassen, sein ehemaliger
Stellvertreter Christian Worch agiert vornehmlich in Rostock. Auch der Jurist
Michael Andrejewski, NPD - Kreistagsabgeordneter Ostvorpommern und
Stadtverordneter in Anklam, kam 2003 aus Westdeutschland - von der Hamburger
Liste Ausländerstopp.
Auf die „Extremisten aus dem Westen“ wird dann auch gerne verwiesen, wenn es um
Rechtsextremismus geht - die Jugendlichen des rechten Mainstream sowie die
„einheimischen“ Kader sind dagegen für viele „anständige Jungs von hier“. Und
solange alles seine Ordnung hat, regt sich auch kaum jemand auf, wenn in
Ribbnitz-Dammgarten am Strand Hitlerbüsten und Reichskriegsadler verkauft
werden, und Vietnamesen heissen selbstverständlich weiterhin Fidschis und
Türken Kanaken oder Schwarzfüsse.

Auf 30% beläuft sich nach neuesten Umfragen das rechtsradikale
Einstellungspotential in Mecklenburg-Vorpommern. Trotzdem dümpelten bis zur
Kommunalwahl im Sommer 2004 die rechtsextremen Parteien in der
Bedeutungslosigkeit vor sich hin. Die NPD zählte 2004 weniger als hundert
Mitglieder, von denen nur einige wenige in Ludwigslust, Stralsund, Rostock und
Ostvorpommern nennenswerte Aktivitäten entfalteten. Dass die Partei in den
bevorstehenden Landtagswahlen am 17. September ins Schweriner Schloss einziehen
könnte, liegt hauptsächlich an der Unterstützung 
der Partei durch neonazistische
Kameradschaften.

Relativ isoliert von der Kameradschaftsszene trat die NPD zu den Kommunalwahlen
im Juni 2004 in sechs Kreisen und einer kreisfreien Stadt an.
Überraschenderweise gelang ihr überall der Einzug in die Parlamente, obwohl von
seiten der Kameradschaften teilweise zum 
Wahlboykott aufgerufen wurde. Auffällig
war, daß z.B. in Ostvorpommern gerade dort überdurchschnittliche Ergebnisse
eingefahren wurden, wo es eine gute Verankerung der Kameradschaften gab.
Daraufhin wurde im November 2004 ein Volksfront-Bündnis gegründet zwischen der
ehemals ungeliebten Systempartei NPD und den freien Kameradschaften.

Schon bei der Bundestagswahl im September 2005 zeigte das neue Bündnis Wirkung:
In fast allen Orten, in denen die NPD auf mehr als zehn Prozent kam, können
Kameradschaftsstrukturen vorausgesetzt werden. In einigen Orten konnte die NPD
die Anzahl ihrer Wähler vervierfachen.

Einige „Kameraden“ traten selbst zur Wahl an, wie Tino Müller aus Ueckermünde,
der in seinem Wahllokal in der Oststadt 21,8 Prozent der Stimmen gewinnen
konnte. Er agiert hier seit Jahren mit seiner Kameradschaft NGB und der
Bürgerinitiative Schöner Wohnen in Ueckermünde. Mit dieser Initiative sammelte
er im Jahr 2003 etwa 2000 Unterschriften gegen die Einrichtung eines
Asylbewerberheims. Diese Anzahl entspricht ziemlich genau seinem Wahlergebnis.
Seither sind fast alle relevanten Führer der Kameradschaftsszene in die NPD
eingetreten, z.B. im Oktober 2005 David Petereit mit 13 Kameraden aus Rostock,
Anfang Dezember 20 Kader um Michael Gielnik aus Ostvorpommern, Mitte Dezember
etwa zehn Kameraden um Robert Rupprecht aus dem Raum Nordvorpommern. Die Partei
konnte damit ihre Mitgliederzahl im vergangenen Jahr fast verdoppeln.
Den gestiegenen Einfluss der „Freien“ innerhalb der NPD spiegelt auch die
Kandidatenliste für die Landtagswahl wieder, die sich liest wie ein „who is
who“ der Kameradschaftsszene: Neben Tino Müller auf Platz 2 der Landesliste
kandidieren u.a. Birger Lüssow (Aktionsgruppe Rostock), David Petereit (MAF),
Ricardo Kaster (HbP), Michael Gielnik (SNBP) und Enrico Harnisch (Initiative
Volksaufklärung, ehemals Kameradschaftsbund Usedom).

Zu dem Erfolg der NPD bei der letzten Wahl trug auch bei, daß sie im Gegensatz
zu den demokratischen Parteien einen sehr offensiven Wahlkampf führte. Es
wurden Demonstrationen und Kundgebungen durchgeführt, es gab unzählige
Informationsstände, die Kandidaten zogen von Haus zu Haus, suchten das direkte
Gespräch mit den Wählern, griffen regionale Themen auf und problematisierten
Hartz IV und Arbeitslosigkeit. Diese Strategie kann nun aufgrund der
„Verstärkung“ aus der Kameradschaftsszene und der Unterstützung der
Bundespartei mehr oder weniger flächendeckend angewandt werden. Zudem
präsentieren sich die Rechten als einzige Protestpartei gegen rosa-rot und
grosse Koalition. Für AntifaschistInnen gibt es in diesem Sommer in
Mecklenburg-Vorpommern daher einiges zu tun.
Gegenstrategien

Beim Naziaufmarsch am 1.Mai in Rostock zeigte sich bereits ein Problem, vor dem
Engagement gegen Rechts in Mecklenburg-Vorpommern steht: Von Seiten der Polizei
war „Null Toleranz“ angesagt, die Stadt hermetisch abgeriegelt,
GegendemonstrantInnen wurden stundenlang eingekesselt, und selbst etablierte
Personen des öffentlichen Lebens daran gehindert, irgendetwas offensiveres
gegen die Nazis zu tun als weit entfernt ein Multikulti-Fest mit Hüpfburg und
Trommelmusik zu feiern oder betend Kerzen zu halten. Die Drohung, das
Gewerkschaftshaus zu stürmen, sollte von dort aus die Kundgebung der Nazis mit
Musik gestört werden, schien durchaus ernst gemeint - insbesondere vor dem
Hintergrund des G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm darf man davon ausgehen, dass
solche Einsätze als willkommene „Übung“ für die Spezialeinheiten gesehen
werden.
Um den Einzug der NPD in den Landtag zu verhindern, läuft seit Mitte Mai die
Kampagne „Keine Stimme den Nazis“, welche von einem breiten Spektrum
nicht-rechter Gruppen, Bands, Clubs und Projekten aus MV getragen wird. Aber
auch lokal regt sich Protest: Bei ihrem schwach besuchten Wahlkampfauftakt in
Lübtheen zeigten etwa 400 GegendemonstrantInnen der NPD mit lautem und bunten
Protest die rote Karte.

Infos: www.links-lang.de, www.keine-stimme-den-nazis.info, www.lobbi-mv.de,
www.mbt-mv.de

[g8-2007]

--------------------------------------------------------------------------
gipfelsoli infogruppe

Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im
Zusammenhang mit Gipfelprotesten.

Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit
eckigen Klammern versehen.
Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge
übernehmen. Auch geben die Beiträge
nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder.

Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches Archiv des Newsletters unter
www.gipfelsoli.org.



Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org

gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe
https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l

==================================================
17   Darfur: Weltsicherheitsrat muss Blauhelmeinsatz beschließen!
   von "GFBV Hans Bogenreiter" <hans.bogenreiter at gfbv.at>
==================================================


>  GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER
>  PRESSEERKLÄRUNG   Göttingen, den 24.08.2006
>
>  Weltsicherheitsrat berät am Montag über UN-Friedenstruppen für Darfur
>  Friedensvertrag hat Darfur nicht geholfen: 500.000 Notleidende von
>  Außenwelt abgeschnitten und 50.000 neue Flüchtlinge - Blauhelme müssen
>  Zivilbevölkerung schützen!
>
>  Der Weltsicherheitsrat muss die schnelle Stationierung von UN-
>  Friedenstruppen in Darfur notfalls auch gegen den Widerstand der
>  sudanesischen Regierung beschließen, um die Zivilbevölkerung endlich
>  wirksam zu schützen. Diese Forderung hat die Gesellschaft für bedrohte
>  Völker (GfbV) am Donnerstag in dringenden Schreiben an die Mitglieder
>  des Weltsicherheitsrates erhoben, der am kommenden Montag über den
>  Einsatz von UN-Friedenstruppen im Westsudan berät. "Seit der
>  Unterzeichnung des Friedensabkommens für Darfur am 5. Mai 2006 hat
>  sich die Lage der Zivilbevölkerung in der Krisenregion dramatisch
>  verschlechtert", begründete der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius die
>  Forderung, "statt Frieden zu bringen, hat das Abkommen nur Gewalt
>  gesät." So hätten seit Mai 50.000 Menschen flüchten müssen, und 500.000
>  Notleidende könnten aufgrund der Gewalt nicht mehr versorgt werden.
>  Auch die Zahl der Vergewaltigungen durch Janjaweed-Milizionäre habe
>  erneut deutlich zugenommen.
>
>  "Wenn der Weltsicherheitsrat nicht zum Totengräber Darfurs werden will,
>  ist es endlich Zeit zum Handeln", erklärte Delius. "Nur Resolutionen zu
>  verabschieden, hilft den Zivilisten nicht: Seit 2004 wurden zehn Darfur-
>  Resolutionen verabschiedet, doch der Völkermord und die Vertreibungen
>  gingen weiter. Jetzt muss die internationale Staatengemeinschaft endlich
>  die in dem Friedensabkommen zugesagte Entwaffnung der Milizionäre
>  durchsetzen." Die USA und Großbritannien dringen auf eine schnelle
>  Stationierung von UN-Friedenstruppen vom 1. Oktober 2006 an. Der
>  Sudan lehnt den Einsatz von UN-Blauhelmsoldaten jedoch weiterhin
>  kategorisch ab.
>
>  Stattdessen hat Khartum vorgeschlagen, 10.500 sudanesische Soldaten
>  zur Verstärkung der bislang mit der Überwachung des Waffenstillstands
>  beauftragten Afrikanischen Union nach Darfur zu entsenden. "Ein absurder
>  Vorschlag, da sudanesische Soldaten auch in den letzten Wochen
>  gemeinsam mit Janjaweed-Milizionären die Zivilbevölkerung terrorisiert
>  haben", sagte Delius. Allein in der Umgebung des Flüchtlingslagers Kalma
>  seien in den vergangenen fünf Wochen mehr als 200 Frauen im Alter
>  zwischen 13 und 50 Jahren vergewaltigt worden. Mindestens ebenso viele
>  hätten angegeben, bedrängt oder geschlagen worden zu sein. Mehr als 300
>  Frauen hatten sich daraufhin im Lager versammelt, um einen besseren
>  Schutz zu fordern.
>
>  Der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius ist auch erreichbar unter Tel. 0160
>  95
>  67 14 03.
>  ======================================================
>  Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
>  Inse Geismar, Pressereferentin
>  Postfach 2024, D-37010 Goettingen
>  Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028
>  E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de

==================================================
18   Russland: Verpachtung sibirischer Wälder an China gefährdet Ureinwohner
   von "GFBV Hans Bogenreiter" <hans.bogenreiter at gfbv.at> 
==================================================
GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER
>  PRESSEMITTEILUNG   Göttingen, den 24.08.2006
>
>  Sibirischen Ureinwohnern droht neue Gefahr: Moskau will Wälder an China
>  verpachten
>
>  Als Anwältin der Ureinwohnergemeinschaften Sibiriens warnt die
>  Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) dringend vor einer Verpachtung
>  russischer Wälder an China. Über entsprechende Pläne des Kreml
>  berichtete die Zeitung "The Moscow Times" am vergangenen Mittwoch.
>  Demnach will Russland in den Gebieten Tjumen und Sverdlovsk in
>  Westsibirien eine Million Hektar Wald für 49 Jahre an staatliche
>  chinesische Holzfirmen verpachten. Dies entspricht einem Gebiet, das vier
>  Mal so groß ist wie das Saarland.
>
>  "Für die dort lebenden Chanten, Mansen, Selkupen und Evenken bedeutet
>  die offizielle Nutzung ihrer Wälder durch ausländische Firmen eine
>  zusätzliche Bedrohung. Denn sie müssen befürchten, dass diese nicht
>  nachhaltig wirtschaften, sondern rücksichtslos Holz einschlagen und so die
>  Lebensgrundlage der traditionell wirtschaftenden Rentierzüchter zerstören,
>  die in den Wäldern ihre Herden weiden lassen", sagte die GfbV-Referentin
>  für die GUS-Staaten, Sarah Reinke, am Donnerstag in Göttingen.
>  Außerdem wäre dies ein kaum wieder gut zu machender Eingriff in die
>  spirituelle und kulturelle Heimat der Ureinwohner.
>
>  Durch die rücksichtlose Ausbeutung der Bodenschätze wie Erdöl und
>  Erdgas, Gold, Diamanten und Uran in ihren angestammten
>  Siedlungsgebieten seien die Ureinwohner Sibiriens bereits weit
>  zurückgedrängt worden, und viele hätten ihre traditionelle Lebensweise
>  unfreiwillig aufgeben müssen. Krankheiten, Arbeitslosigkeit, Kriminalität
>  und Entwurzelung führten dazu, dass die Lebenserwartung der Indigenen
>  mehr als zehn Jahre unter dem russischen Durchschnitt liegt.
>
>  Zusätzlich wäre eine großflächige Abholzung eine Katastrophe für die
>  ökologisch sensible Region. Denn die sibirischen Wälder sind neben den
>  Regenwäldern des Amazonas die "grüne Lunge" der Welt. Russland
>  verfügt über 22 Prozent der bewaldeten Fläche der Erde, Brasilien über 16
>  Prozent. Durch massiven, auch illegalen Holzeinschlag sind diese Wälder
>  schon jetzt in großer Gefahr. Gerade an der Grenze zu China sind weite
>  Teile des Waldes bereits abgeholzt. Russland exportiert offiziell 15
>  Millionen Kubikmeter Hartholz nach China. Das sind 37 Prozent aller
>  russischen Hartholzexporte. Beim Nadelholz gehen 45 Prozent der
>  russischen Exporte in die Volksrepublik.
>
>  Für Nachfragen ist die GfbV-Referentin für die GUS-Staaten, Sarah
>  Reinke, erreichbar unter Tel. 0551 499 06-28.
>  ======================================================
>  Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
>  Inse Geismar, Pressereferentin
>  Postfach 2024, D-37010 Goettingen
>  Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028
>  E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de


==================================================
19   "No Fortress Europe"- European Campaign for the
  shutting down of Detention Centres for Migrants- European Parliament -
  www.no-fortress-europe.eu
   von BOGGIO MARZET Edoardo <edoardo.boggio at europarl.europa.eu>
==================================================

Von: BOGGIO MARZET Edoardo <edoardo.boggio at europarl.europa.eu>

Betreff: "No Fortress Europe"- European Campaign for the shutting down of
Detention Centres for Migrants- European Parliament - www.no-fortress-europe.eu

EUROPEAN CAMPAIGN FOR THE SHUTTING DOWN OF

ALL DETENTION CENTRES FOR MIGRANTS IN EUROPE

"NO FORTRESS EUROPE"

www.no-fortress-europe.eu <http://www.no-fortress-europe.eu>

Click here <BLOCKED::blocked::http://www.no-fortress-europe.eu/> to
Sign the Petition !

With a view to the parliamentary discussion on the directive
establishing "Common standards for returning illegal migrants", we would
like to lead a European campaign for the shutting down of all migrant
holding centres located in Europe.


With this legislation, such detention would become extendible to a
maximum of six months, therefore legalising administrative detention for
migrants all over Europe.



The site contains, among many, sections on: the holding centres across
Europe- see the Interactive Map
<BLOCKED::blocked::http://www.no-fortress-europe.eu/showPage.jsp?ID=3> ,
European Legislation database
<BLOCKED::blocked::http://www.no-fortress-europe.eu/showPage.jsp?ID=2505
  >  and Deaths in Europe
<BLOCKED::blocked::http://www.no-fortress-europe.eu/showPage.jsp?ID=2507
  > .

Join the campaign and get others to join by signing the online petition
in any one of the following languages: English, French, German, Italian,
Spanish or Greek.

The campaign seeks the closure of some 174 temporary holding centres for
migrants in the European Union and neighbouring countries.


How can you help us ?

1) Send to your friends the site: www.keine-festung-europa.eu
<BLOCKED::http://www.keine-festung-europa.eu>  or forward this email.
2) Print out the
<BLOCKED::blocked::http://www.no-fortress-europe.eu/showPage.jsp?ID=2556
  > Paper Petition
<BLOCKED::blocked::http://www.no-fortress-europe.eu/showPage.jsp?ID=2556
  >  and help us to collect more signtures.
3) You can post on your Internet Page/Site the " No Fortress europe"
banner, advertising the Campaign (see attachment) -to be linked to
www.keine-festung-europa.eu
<BLOCKED::http://www.keine-festung-europa.eu>
4) Join the "No Fortress Europe" Newsletter.Contact
petition at www.guengl.org
<BLOCKED::blocked::mailto:petition at www.guengl.org>


"Europe in Cage"- Link to the Photo exhibition on the Holding Centres in
Europe
<BLOCKED::blocked::http://www.no-fortress-europe.eu/showPage.jsp?ID=2568
  >


GUE/NGL Political Group at the European Parliament


Edoardo Boggio Marzet
GUE/NGL Staff
contact: eboggiomarzet at europarl.eu.int


----- Ende der weitergeleiteten Nachricht -----




--
This mail was sent through the strg.at network.
http://strg.at





_______________________________________________
Seibane mailing list
Seibane at no-racism.net

==================================================
20   [gipfelsoli] Heiligendamm
   von gipfelsoli-l at lists.nadir.org
==================================================
Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität
    und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung
------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org --

- .... and now for something more and completely different. a global call
written at campinski, August 2006
- "Gespräche von Passanten können belauscht werden"
- "Ein generelles Nein hilft nicht immer weiter"
- Einladung BUKO30 Vorbereitungstreffen
- Erwerbslose in Bewegung

-----------------------------------------------------------------------------
.... and now for something more and completely different.

a global call written at campinski, August 2006

Many calls like this have been made before - for people to voice their protests
against an unjust, unfair, unequal international system.
The G8 summit represents just one part of this. Many have called for
mobilisations and hoped networks would grow on their own. Although unsure
wether or not we have the right recipe, we will try to avoid making the same
mistake. We, the international working group on resistance against the next G8,
are just a group of people sitting in a field, wanting to change the world.

We call for people all over the world to join us in expanding the basis for a
strong and effective resistance here and now against the G8 summit in
Heiligendamm in 2007 - and in the future - against the entire bloody capitalist
circus.

Looking beyond this mobilisation, we will make this the next building blocks of
a strong, continuous global resistance, drawing strength from our diversities.
We call for the creation of lasting networks sharing and expanding discussions
and ideas across borders, which in the future will make it unnecessary for us
to even consider them.

To make resistance against the G8 as effective as 
possible we wish to facilitate
the participation of people across the world - in the preparations, sharing
their experience and in the actions themselves - both abroad and in Germany.

Practically this means several things:
We will publish a two-way newsletter - firstly to provide relevant news and
information about the preparations and discussions in Germany and abroad. In
addition to this, there will be an English language website and mailinglist as
a forum for communication between the working group and activists, creating a
strong international network in advance. To achieve these goals we call for you
to contribute with information, experiences, issues, forms of action, views and
ideas for practical resistance. Also we call for help with translation and
distribution of information - the creation of a pool of translators to help
make information accessible to everybody and volunteers to help by printing and
distributing the newsletter to their local communities.

We invite everyone interested to get involved in the working group itself.
Especially we invite you to participate in the international meeting in the
first or second weekend of February.
The location for the meeting has not yet been 
selected but it will be outside of
Germany. The meeting will provide a space for everyone to get up to speed so we
can all participate on an equal footing. To enable people to be present both at
the upcoming international planning meeting and at the protests in Germany we
will provide real, up to date, practical information about aquiring visas and
travelling, and if possible to help financing visas.

This and many other projects of the working group will require funding,
therefore we also call for all who are able to help raise the funds needed.

We will help make the process as well as the 
actions open as widely as possible,
by coordinating and providing clear and relevant information as well as easily
accessible ways of communicating.

We want change - not just for our children, but for ourselves.

We call for you to join us in making this mobilisation yet another stepping
stone, another nail in the coffin of international capitalism.

contact for the international working group: g8-int at riseup.net
international mobilisation mailinglist: g8-int at lists.riseup.net
german language mobilisation list: g8-2007 at lists.riseup.net

websites with info on g8 mobilisation:
http://gipfelsoli.org
http://dissentnetwork.org
http://dissent.org.uk (dissent! uk)

[International Workinggroup]


-----------------------------------------------------------------------------
"Gespräche von Passanten können belauscht werden"

Neues Sicherheitsgesetz von Mecklenburg-Vorpommern nicht im Einklang mit der
Verfassung. Ein Gespräch mit Fredrik Roggan
Fredrik Roggan ist Rechtsanwalt in Berlin und hatte bereits im Vorfeld das neue
Sicherheits- und Ordnungsgesetz kritisiert, das der Landtag von
Mecklenburg-Vorpommern vor der Sommerpause verabschiedet hat

In Mecklenburg-Vorpommern hat eine große Koalition von CDU, SPD und
Linkspartei.PDS ein neues Sicherheits- und Ordnungsgesetz beschlossen. Sie
haben Zweifel, daß das Gesetz mit der Verfassung vereinbar ist. Weshalb?

Es fängt schon damit an, daß die neuen Regelungen 
teilweise unverständlich sind.
Insofern genügt das neue Gesetz nicht dem Gebot der Normenklarheit. Aber
insbesondere werden verschiedene Befugnisse eingeführt, zum Beispiel die
Telefonüberwachung oder auch ein großer Lauschangriff, die ganz offensichtlich
nicht den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts genügen.

Was kritisieren Sie im einzelnen?

Ganz neu ist die präventive Telefonüberwachung, die auf richterliche Anweisung
für einzelne Anschlüsse möglich wird. Das Bundesverfassungsgericht sagt, daß
der Kernbereich privater Lebensgestaltung, das heißt, Gespräche mit vertrauten
Personen, in besonderer Weise geschützt ist. Diese Vorgabe aus Karlsruhe ist in
dem Gesetz unzureichend umgesetzt. In Mecklenburg-Vorpommern besteht nun ein
erhebliches Risiko, daß auch solche Kontakte erfaßt werden, die einem absoluten
Erhebungsverbot unterliegen.

Wie bewerten Sie die Tatsache, daß in 
Mecklenburg-Vorpommern nun KfZ-Kennzeichen
automatisch erfaßt und mit anderen Dateien abgeglichen werden dürfen?

Da bestehen zunächst Zweifel, ob der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern das
überhaupt beschließen konnte. Denn es scheint bei den Maßnahmen eher um
Strafverfolgung zu gehen, womit der Bund zuständig wäre, als daß Straftaten
verhindert werden sollen. Besonders bedenklich ist, daß nun auch der verdeckte
Einsatz zulässig ist. Autofahrer können also künftig in Mecklenburg-Vorpommern
jederzeit automatisch registriert und überprüft werden, ohne daß sie es
überhaupt mitbekommen.

War es nicht bisher so, daß ein Anfangsverdacht vorliegen muß, wenn ein Bürger
überprüft wird?

Nein, nicht ganz. Der Anfangsverdacht ist der Beginn von Strafverfolgung, aber
die Polizei hat schon bisher durchaus Möglichkeiten, im Vorfeld Maßnahmen zu
ergreifen. Bei den neuen Regeln in Mecklenburg-Vorpommern geht es um eine
erhebliche Vorverlagerung dieser Möglichkeiten in einen Bereich, in dem es noch
nicht einmal um Gefahrenabwehr geht.

Mit den neuen Gesetzen kann Personen ohne richterliche Anordnung gegen ihren
Willen Blut abgenommen werden. Ist das nicht ein massiver Eingriff in das Recht
auf körperliche Unversehrtheit?

Schon vorher gab es ähnliche Regelungen im Strafprozeßrecht. Die einfache
Blutabnahme muß nicht unbedingt von einem Richter angeordnet werden. Insofern
ist das keine gravierende Verschärfung. Die Frage ist eher, zu welchem Zweck
die Blutabnahme angeordnet werden darf und was mit der DNA-Analyse geschieht,
die nun möglich ist. Im Gesetz ist der Verwendungszweck allerdings so eng
begrenzt, daß das sicherlich nicht der Grund sein wird, weshalb es vor dem
Landesverfassungsgericht scheitern könnte.

Die Rote Hilfe befürchtet, daß die Daten, die durch eine Blutentnahme gewonnen
werden, in eine DNA-Datei gelangen.

Das wäre Mißbrauch und ist in den neuen Regelungen nicht angelegt. Aber
natürlich kann man nicht sagen, daß sich die Polizei immer an die Gesetzestexte
hält. Es wäre nicht das erste Mal, daß sie Daten auswertet, über die sie gar
nicht verfügen dürfte.

Was ist das Besondere an den Videoüberwachungen, die nun in
Mecklenburg-Vorpommern möglich sind?

Zum Beispiel dürfen auch Tonaufzeichnungen gemacht werden. Man kann also an
bestimmten Plätzen künftig per Richtmikrofon auch Gespräche von Passanten
belauschen und aufzeichnen. Das ist vollkommen unverhältnismäßig, und ich habe
große Zweifel, daß derlei vorm Verfassungsgericht Bestand haben würde.

Besteht Aussicht, daß jemand das Gesetz vor das 
Landesverfassungsgericht bringen
wird?

Bisher gibt es keinen Kläger. Aber wenn es einen Landesbürger gibt, der das
Gesetz überprüfen lassen will, werde ich ihn gerne vertreten.

[http://www.jungewelt.de/2006/08-23/055.php]


-----------------------------------------------------------------------------
"Ein generelles Nein hilft nicht immer weiter"

Linkspartei.PDS Mecklenburg-Vorpommerns hält Zustimmung zum Sicherheits- und
Ordnungsgesetz für vertretbaren Kompromiß. Ein Gespräch mit Peter Ritter

Peter Ritter ist Vorsitzender der Linkspartei.PDS in Mecklenburg-Vorpommern
SPD und Linkspartei.PDS haben im Juni gemeinsam mit der CDU ein neues
Sicherheits- und Ordnungsgesetz (SOG) beschlossen. Nun können in
Mecklenburg-Vorpommern die Gespräche von Passanten auf der Straße ganz legal
per Richtmikrofon belauscht werden. Entspricht das Ihren Vorstellungen von
Demokratischem Sozialismus?

Die Debatte über die Änderung des SOG hat nahezu vier Jahre gedauert. Wir haben
als Linkspartei die einschlägige Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts
und der Landesverfassungsgerichte berücksichtigt und haben auch immer wieder
darüber hinausgehenden Vorstellungen des Innenministers eingedampft und
zurückgewiesen. Deshalb hat die Debatte so lange gedauert. Wir haben außerdem
versucht, weitgehende Vorbehaltsregelungen einzuführen. Hinlänglich bekannt
ist, daß das SOG in unserer Partei nicht unumstritten ist. Wir hatten aber eine
Vereinbarung mit der SPD, daß es das SOG nur im Paket mit dem
Informationsfreiheitsgesetz geben würde. Das ist natürlich ein Kompromiß, der
nicht allen schmeckt, aber wir haben dafür gesorgt, daß das SOG möglichst
spartanisch ausgefallen ist.

Noch einmal: Wie passen großer Lauschangriff und automatische
KfZ-Kennzeichenerfassung mit der Programmatik der Linkspartei.PDS zusammen?

Ich habe in der Debatte immer wieder deutlich gemacht, daß Verschärfungen des
Polizeigesetzes für die Bekämpfung des Terrorismus, mit der sie begründet
werden, nicht das Allheilmittel sind. Wir haben aber die Novellierung des SOG
im Herbst 2002 im Koalitionsvertrag vereinbart und seitdem den Gesetzestext mit
der SPD erarbeitet. Das Ergebnis entspricht nicht an allen Stellen unseren
Vorstellungen, sondern es handelt sich um einen Kompromiß mit den
Sozialdemokraten. Zum Ausgleich haben wir mit dem Informationsfreiheitsgesetz
Bürgerrechte im Lande gestärkt. Insofern ist der Deal am Ende für niemanden
überraschend gewesen.

Das heißt, das SOG widerspricht dem Programm der Linkspartei.PDS?
Es entspricht an manchen Stellen nicht unseren Vorstellungen von Ausgestaltung
der inneren Sicherheit. Ich denke aber auch, daß man in solchen Debatten das
Bedürfnis der Bürgerinnen und Bürger nach persönlicher Sicherheit
berücksichtigen muß. Insbesondere nach den jüngst gescheiterten
Kofferbombenattentaten. Ein generelles Nein hilft uns nicht immer weiter. Viele
Maßnahmen wurden außerdem mit einer zeitlichen Befristung beschlossen, so daß
man nach einigen Jahren schauen kann, was sich bewährt hat und was nicht.

Sie meinen also, es kommt dem 
Sicherheitsbedürfnis der Bürger entgegen, wenn man
sie per Richtmikrofon belauscht oder wenn man automatisch und verdeckt ihre
KfZ-Kennzeichen registriert und mit anderen Daten abgleicht?

Es ist doch nicht so, daß mit diesem neuen Gesetz nun überall in
Mecklenburg-Vorpommern Mikrofone aufgehängt und jeden Tag KfZ-Kennzeichen
erfaßt werden. Es muß schließlich eine richterliche Genehmigung eingeholt
werden; außerdem ist im SOG festgelegt, inwieweit Datenschutzbestimmungen
angewendet werden müssen. Wir haben großen Wert darauf gelegt, daß der
Datenschutzbeauftragte des Landes in die Erarbeitung der Novelle mit einbezogen
wird. Insofern gibt es da diverse Einschränkungen.
Andererseits muß man dann auch einmal Debatten von Bürgerinnen und Bürgern
aufgreifen. Im letzten Jahr hatten wir zum Beispiel in Waren an der Müritz den
Fall, daß eine Überwachungskamera in einem Fußgängertunnel wieder abgebaut
wurde. Bei vielen Bürgerinnen und Bürgern gab es dafür nur Unverständnis, denn
die hatten gesehen, daß eine solche Kamera auch das eine oder andere verhindern
kann.

F: Die Linkspartei.PDS unterstützt die Proteste gegen den G-8-Gipfel, der im
Juni 2007 in Heiligendamm bei Rostock tagen wird. Gleichzeitig ging aber die
Polizei, die Ihrer Regierung untersteht, Mitte August ziemlich brachial gegen
ein Protestcamp vor, das die Aktionen vorbereiten sollte. Wie erklären Sie
diesen Widerspruch?

Das stimmt ja nun überhaupt nicht. Von brachialer Gewalt gegen das Camp ist mir
nichts bekannt. Ich weiß nur, daß sich Teilnehmer des Camps bei uns für die
Zusammenarbeit bedankt haben.

[http://www.jungewelt.de/2006/08-24/055.php]


-----------------------------------------------------------------------------
Einladung BUKO30 Vorbereitungstreffen
Fr., 15.09. - So. 17.09, Leipzig

++ Gerne auch zum Weiterleiten ++

Ostern 2007: Zwei Monate vor dem G8-Gipfel in 
Heiligendamm findet in Leipzig der
BUKO statt. In der heißen Phase der Vorbereitungen von Gegenaktivitäten und
Mobilisierungen gegen diesen Gipfel wollen wir die Chance nutzen, mit dem
Kongress der BUKO eine inhaltliche Plattform eigener Themen und Diskussionen
anzubieten. Ein zweites Gleneagles brauchen wir nicht. G8, Migration,
Feminismus Prekarisierung, Energie, - das sind die Themen, die sich im
Anschluss an den letzten BUKO in Berlin bislang herauskristallisiert haben.

Wir möchten Euch besonders herzlich einladen, an der Gestaltung dieser
Diskussionen und Themensetzungen innerhalb der Kongressvorbereitung
teilzunehmen.

Die genaue inhaltliche Ausrichtung und thematische Zuspitzung bzw. Breite
obliegt - wie immer - der sich jedes Jahr neu findenden Vorbereitungsgruppe -
wir hoffen, ihr werdet Teil davon!
Der BUKO 30 wird von Freitag, 6.04.2007 bis Montag 9.4.2007 in Leipzig
stattfinden.

Wer Interesse hat, an der Vorbereitung des BUKO 30 mitzuwirken, ist herzlich
eingeladen beim ersten bundesweiten Vorbereitungstreffen teilzunehmen!!

Für Übernachtungsmöglichkeiten wird gesorgt sein, Verpflegung wird organisier.
Fahrtkosten können bei Bedarf erstattet werden.

Bitte meldet Euch zu dem Wochenende in der 
BUKO-Geschäftsstelle (mail at buko.info)
an, damit wir wegen Essen und Übernachtungen planen können und wissen, mit
wieviel Leuten wir rechnen müssen.

Genauere Infos zum Ort und Ablauf des Wochenendes verschicken wir demnächst.

Geschäftsstelle der BUKO (Bundeskoordination Internationalismus)
Nernstweg 32-34 .. 22765 Hamburg .. fon 040/393 156 .. fax 280 55 122
www.buko.info ... mail at buko.info

[Geschäftsstelle der BUKO]


-----------------------------------------------------------------------------
Erwerbslose in Bewegung
Arme aller Länder - vereinigt Euch!

Unter dem Leitmotiv "Erwerbslose in Bewegung" berieten sich auf Einladung der
Gruppe "Internationale KommunstInnen" am 10. August 2006 verschiedene
Erwerbsloseninitiativen mit 19 TeilnehmerInnen von Camp Insky bei Steinhagen/
Hagebök bei Wismar.

Trotz völlig verschiedener Inhalte ihres politischen Engagements suchten sie
gemeinsam nach Möglichkeiten des Zusammengehens gegen den G8-Gipfel in
Mecklenburg-Vorpommern im Juni 2007. Denn das Thema des kommenden Gipfels soll
die Bekämpfung der Armut weltweit sein. "Wir wollen mit unseren Aktivitäten
daraufhinweisen, dass Frau Merkel erst mal vor ihrer eigenen Haustür kehren
soll" - sagte ein Teilnehmer. Einmütigkeit gab es darin, dass man sich nicht
entzweien lasse, wenn reaktionäre Stimmen immer wieder tönten, dass in anderen
Ländern Menschen noch viel ärmer seinen als hier.

Einen möglichen Rahmen des Zusammenwirkens bieten 
die Planungen der Europäischen
Märsche gegen Erwerbslosigkeit, ungeschützte Beschäftigung und Ausgrenzung
(Euromärsche) . Neben Protestdemonstrationen um den G 8-Gipfel ist auch ein
noch nicht lokal festgelegter Gegengipfel im Gespräch, auf dem die Armut in der
Bundesrepublik Deutschland ebenso thematisiert wird wie auch die Auflagen der
wirtschaftsmächtigsten Länder der Welt bei Maßnahmen zur Armutsbekämpfung
gegenüber hochverschuldeten Ländern in der sogenannten dritten Welt.

Die Europäischen Märsche gegen Erwerbslosigkeit, ungeschützte Beschäftigung und
Ausgrenzung (Euromärsche) arbeiten am Runden Tisch der Erwerbslosen- und
Sozialhilfeorganisationen mit wie ebenso der Arbeitslosenverband Deutschland
e.V. Diese bundesweite Erwerbslosenkoordination hatte sich jüngst mit seinem
Aufruf "Für alle individuelle soziale Rechte zum selbstbestimmten Leben" gegen
das Fortentwicklungsgesetz zu Worte gemeldet und ein Ende der Bescheidenheit
angemahnt.

Der Runde Tisch der Erwerbslosen- und 
Sozialhilfeorganisationen hatte mit Teilen
der Interventionistischen Linken bereits in der Aktion Agenturschluss bei
Protesten 2004/ 2005 und beim Schwarzbuch Hartz IV zusammengewirkt. Doch zum
ersten Mal kam es nun zu Verabredungen zwischen von vier bundesweiten
Koordinationen, denn bei den nächsten Aktivitäten würden auch das Dissent
Netzwerk und das Anti-G8 Bündnis für eine revolutionäre Perspektive mit von der
Partie sein.

Darüberhinaus haben die Euromärsche auch erste Kontakte zu anderen europäischen
Protestbündnissen geknüpft.

In Vorbereitung auf den G8 Gipfel sind dezentrale Aktionen gegen
Verfolgungsbetreuung, Wohnungsraub, Prüfdienste angedacht. Weitere
Verabredungen sollen bei einer Aktionskonferenz vom 10.-12. November 2006
getroffen werden.

Was Erwerbslose in Mecklenburg-Vorpommern bewegen

Die Palette der Erwerbslosenaktivitäten reicht bei den anwesenden Initiativen
von der Arbeit eines Erwerbslosenparlamentes mit dem Arbeitsminister der
Linkspartei.PDS in Mecklenburg-Vorpommern, über aktive Beratungsmaßnahmen und
die Arbeitsbeschaffungspolitik des Arbeitslosenverbandes Mecklenburg-Vorpommern
bis hin zum Betrieb eines Notruftelefons und zur Protestpolitik der Kampagne
gegen Zwangsumzüge in Berlin gegen die relative Tatenlosigkeit der
Sozialsenatorin Knake-Werner von der Linkspartei.PDS.

Gerd-Erich Neumann vom Erwerbslosenparlament in Mecklenburg-Vorpommern
berichtet, dass 1991 die wettbewerbsfähigen Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern
liquidiert wurden, in der Folge dann viele andere Unternehmen Konkurs gingen
bzw. privatisiert wurden. Bis 1993 führte dies zu 152.000 Arbeitslosen bei
einer Entlastung durch die BA von 173.000 Menschen.

Der Widerstand gegen die Abwicklung war damals außer bei den Werften gering.
Dass konstruktive Zusammenarbeit von Westlern und Ostlern bzw. hartnäckiger
Widerstand von Belegschaften und Stadt auch zum Erhalt von Unternehmen
beitragen kann, beweisen der Transformationsprozesses des KKW Lubmin und die
Volkswerft Stralsund. Mit dem Abbau der arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen bis
1997 stieg die Arbeitslosenrate dauerhaft auf 20 Prozent. Durch eine
Arbeitsplatzförderung in innovativen Branchen und zukunftsfähigen Branchen
erholen sich das verarbeitende Gewerbe, die Tourismuswirtschaft und das
Dienstleistungsgewerbe langsam, so dass 2005/ 2006 die Anzahl der
sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse langsam ansteigt.

Im Juli 2006 gibt es in Mecklenburg-Vorpommern nun wieder 500.000
sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze bei 160.000 Arbeitslosen und
157.000 Arbeitslosengeld II-EmpfängerInnen.

Gleich nach dem BeiTritt haben sich Engagierte wegen der plötzlichen
Massenarbeitslosigkeit auf die Suche gemacht nach einer Organisationsform, dass
den Anspruch verwirklichen konnte, die Arbeitslosigkeit offensiv zu bekämpfen.
Da wir die vorfindbaren Modelle für unsere Situation nicht hilfreich fanden,
entstand am 31.03.1990 der Arbeitslosenverband in Mecklenburg-Vorpommern (ALV
MV), berichtet ihr jetziger Vorsitzender Christian Köpke. 1992 entstand in
diesem Bundesland auch noch die gewerkschaftliche Arbeitsloseninitiative "Dau
wat!". 1998 entstanden in
vielen Orten in Mecklenburg-Vorpommern Sozialbündnisse, die seither an 10
Aktionstagen mehr als 12.000 Menschen auf die Strasse brachten. Dabei entstand
der Wunsch, diese Einheit auf der Straße auch in anderer Form nutzbar zu
machen.

Als der ALV MV hat mit "Dau wat" am 30. Oktober 1998 - dem Weltspartag "Tag der
Erwerbslosen" - zu einem Erwerbslosenparlament einluden, kamen 250
Interessierte aus 40 Verbänden und Vereinen. Sie bekundeten gegenüber die
SPD-PDS-Koalition ihren Willen zu einer anderen Arbeitsmarktpolitik unter
Einbeziehung der Erwerbslosenorganisiationen. Letztere messen die rot-rote
Koalition an ihren Wahlversprechen, am Umfang der Schaffung existenzsichernder,
tariflich und sozial abgesicherter Arbeitsplätze. Auf dem ersten
Erwerbslosenparlament setzten sich die TeilnehmerInnen zum Ziel, alle
Erwerbslosen- und Beschäftigungsinitiativen zu einem Dialog mit der Politik
zusammenzubringen und die Interessen der Erwerbslosen zu bündeln. Jährlich am
"Tag der Erwerbslosen" beauftragt das Erwerbslosenparlament einen gewählten
Beirat von 25 Mitgliedern mit der Umsetzung seiner Zielstellungen. In
konzeptioneller Arbeit wurden Gedanken zu einem öffentlich geförderten
Beschäftigungssektor (ÖBS) verabschiedet. Im Dokument "Was die Erwerbslosen
Wollen" von 2002 sind erste Positionen zur Gründung von Genossenschaften,
insbesondere Sozialgenossenschaften zu finden. Zur Durchsetzung ihrer Ziele
vertreten die Erwerbslosen ihre Positionen öffentlich vor der Staatskanzlei,
vor Rathäusern, Arbeitsämtern und anderen Institutionen und arbeiten auch mit
den Gewerkschaften zusammen. Dies alles ist auch einem Papier der Mitglieder
des Sprecherrates des Erwerbslosenparlamentes, zu erreichen unter
ALVMV at freenet.de, zu entnehmen.

Die Vorstellungen des Erwerbslosenparlamentes zu einem ÖBS, einer
Regionalisierung der Beschäftigungspolitik entsprechend den konkreten
Bedingungen vor Ort und einer Beteiligung der Betroffenenorganisationen an der
Ausarbeitung und Umsetzung der Arbeitsmarkt- und Strukturpolitik im Bundesland
wurden in guter Zusammenarbeit mit dem Arbeitsminister umgesetzt. Der
Erwerbslosenbeirat wurde an der Erarbeitung der Arbeits- und
Strukturentwicklungsprogramme vom Entwurf bis zur Abstimmung der Richtlinien in
der Regierung beteiligt. In Beiräten zur 
Umsetzung und in Planungsregionen haben
die ErwerbslosenvertreterInnen Sitz und Stimme und nehmen sogar einen aktiven
Einfluss auf die Verwendung der mit der Regionalisierung übergebenen
Budgetmittel und die Projekte, die gefördert werden.

Besonders wichtig ist es, dass die MitarbeiterInnen der Arbeitsmarktprojekte
auch vernünftiges Entgelt erhalten. Deshalb hat der Arbeitslosenverband
Mecklenburg-Vorpommern e.V. Haustarifverträge abgeschlossen. Und natürlich
bietet der ALV MV ebenso und hauptsächlich den von Erwerbslosigkeit Betroffenen
eine reichaltige Beratung in Fragen der 
Sozialgesetzbücher II (Hartz IV) und III
(Arbeitsförderung) an.

Wie Erwerbslose die Politik in Berlin und anderswo in Aktion bringen Anne Allex
stellte die Kampagne gegen Zwangsumzüge als bundesweiten Zusammenhang vor. Der
hatte sich erforderlich gemacht wegen der Erscheinung, dass die SGB II-Träger
bundesweit sichtbar seit Sommer 2005 begannen, Tausende Arbeitslosengeld
II-EmpfängerInnen zur Senkung der Kosten der Unterkunft und Heizung
aufzufordern. Deshalb gab es erste lokale Zusammenschlüsse und Protestbündnisse
aus Betroffenen, Erwerbsloseninis und MieterInneninis und -verbänden seit
September 2005 in Oberhausen, Bochum, Leipzig, Freiburg und Bremen. Auch in
weiteren Städten hatten sich ähnliche Proteste entwickelt. Sie mündeten erst im
März 2006 in einer gemeinsamen Protestform, weil in Berlin erst ab Jahresbeginn
2006 zur Wohnkostensenkung bei Hartz IV-Betroffenen aufgefordert wurde.

Die Kampagne gegen Zwangsumzüge www.gegen-zwangsumzuge.de versteht sich als
bundesweit lockere Verbindung, die die rechtswidrigen Vertreibungen von
Erwerbslosen aus ihrer Wohnung thematisieren und skandalisieren will. Sie hat
daher mit Sympathie und Solidarität auch die Besetzung des BARMER-Viertels in
Köln-Deutz durch Betroffene und autonome Gruppen popularisiert; sie unterstützt
die Proteste gegen die Prüfdienste der Jobcenter, 
die sich als Beziehungs-TÜV zu
Lasten der Betroffenen aufspielen.

Generell haben es die Sozialprotestgruppierungen damit zu tun, dass es die
kommunalen Mietobergrenzen zu gering sind, zu wenig Wohnungen in billigen
Mietsegmenten zur Verfügung stehen, die Jobcenter ihren Informations-,
Auskunfts- und Beratungspflichten nicht nachkommen oder rechtswidrige
Aufforderungen zur Kostensenkung an Härtefälle bzw. Kranke, Behinderte,
Alleinerziehenden mit 2 und mehr Kindern bzw. über Sechzigjährige mit
Mietverträgen mit langer Dauer - also Personen, denen die Kostensenkung
unzumutbar ist - zusenden. Während Ende 2005 aus 32 Städten zirka 50.000
Menschen aufgefordert waren, kann bundesweit getrost mit der zehnfachen Anzahl
gerechnet werden. Allein in Berlin sind zum Ende Juni 2006 bereits 5.400
Bedarfsgemeinschaften zur Kostensenkung bei den Unterkunfts- und Heizkosten
aufgefordert. Umgekehrt gewähren die SGB II-Träger bundesweit überwiegend kaum
Wohnungsbeschaffungs- und Umzugskosten - überwiegend sowieso nicht bei
"notwendigen" Umzügen wegen Scheidung, Trennung, zu kleBedürftige und
Jugendliche unter dem 25. Lebensjahr gewährleisten und die komplette
Kostenübernahme bei notwendigen Umzügen garantieren. Die Wohnkosten soll der
Bund zur Sicherung gleicher Lebensverhältnisse übernehmen.

Die Kommunen werden im Rahmen des SGB II aufgefordert, eine Erhöhung der
Mietobergrenzen vorzunehmen, notwendige Umzüge zuzulassen, voll die
Wohnungsbeschaffungs- und Umzugskosten bei notwendigen und veranlassten Umzügen
zu erstatten, ihren Pflichten zur Information, 
Auskunft und Beratung nach den §§
13,14,15 SGB I nachzukommen und die Transparenz zu Aufforderungen zur Senkung
der Unterkunfts- und Heizkosten sowie der verschiedenen Zwangs-Umzüge monatlich
den SGB II-Trägern abzufordern.

Eva Willig berichtete im Anschluss an konkrete Auswüchse der Arbeit der
Jobcenter in Berlin. Deutlich wurde, dass nicht nur oft Alleinerziehende mit
zwei und mehr Kindern aufgefordert und schikaniert werden, sondern auch von den
Grundsicherungsämtern von Frauen und Männern mit mehr als 72 Jahren die
Kostensenkung der Unterkunfts- und Heizkosten verlangt wird. Ebenso wird es in
Berlin zunehmend zum Problem, dass die Jobcenter offensichtlich keineswegs so
kulant wie die ehemaligen Sozialämter Mietschuldendarlehn gewähren.

Hinzukommt die Verschärfung der Bedingungen beim 
Berliner Umzug, wo bislang nach
nicht gezahlten 2 Monatsmieten der Vermieter fristlos kündigen konnte, die
Räumung kostenpflichtig zu Lasten des Vermieters ging, aber das Hab und Gut der
Leute zumindest staatlich untergebracht wurde. Nunmehr wurden in Berlin
Vermietern Entlastungen bei den Kosten für Wohnungsräumungen eingeräumt und
weitere, für die Betroffenen belastende Maßnahmen eingeführt.

Aus diesem Grunde hat sich die Kampagne gegen Zwangsumzüge zumindest in Berlin
vorgenommen, wenn nötig - auch Räumungen durch personelle Präsenz zu
verhindern. Die Berliner Erwerbslosen haben bei ihren Aktivitäten keineswegs
die Rückendeckung der Linkspartei.PDS, sondern bestenfalls reagieren
ParteivertreterInnen auf ihre Ã"ußerungen. Nicht zur Unterstützung der
Erwerbslosengruppen, sondern zur Schwächung selbiger soll schon mal im
Großbezirk Berlin-Neukölln im März/April diesen Jahres die Linkspartei.PDS
dafür gesorgt haben, dass die seit acht Jahren bestehende unabhängige
Erwerbsloseninitiative Neukölln (ERWIN) als Arbeitskreis der Linkspartei.PDS in
Neukölln eingemeindet wurde.

Weshalb Kämpfe anders und Ziele nur ähnlich sind

Gleichwohl war im Workshop deutlich geworden, dass sich die Bedingungen, die
Strukturen, die Arbeitsformen und sogar die Ziele der Erwerbsloseninitiativen
lokal deutlich unterscheiden. Denn Erwerbsloseninitiativen sind eben nicht per
sÃ(c) linke Zusammenhänge, sondern bilden sich aus Engagierten mit
verschiedenen Affinitäten zur Politik von Parteien bzw. parteiähnlichen
Gebilden und unterschiedlichen Ideologien.

So legen der ALV MV und die Euromärsche stärker den Schwerpunkt auf
arbeitszentrierte Vorstellungen und Beschäftigungsinitiativen ebenso wie
gewerkschaftlich orientierte Arbeitsloseninitiativen. Nicht im Gegensatz dazu
verfolgen die Erwerbslosen in Berlin stärker einen beratungs- und
informationsorientierten Ansatz, der durch Proteste in die Öffentlichkeit
getragen werden. Während in Mecklenburg-Vorpommern eine breite Organisation der
Erwerbslosen selbstverständlich erscheint, handelt es sich bei der Berliner
Kampagne gegen Zwangsumzüge um einen Zusammenschluss von Menschen, die
überwiegend aus verschiedenen politischen Gruppen und Parteien in der Stadt und
wenigen ErwerbslosenaktivistInnen besteht.

Handeln die Erwerbslosen als eigenständiges Parlament in ihrem Bundesland
zusammen mit der Linkspartei.PDS so unvorstellbar erscheint in Berlin eine
derartige Zusammenarbeit mit der SPD und der Linkspartei.PDS im Senat und im
Abgeordnetenhaus zu Berlin.

Die Differenzen der jeweiligen Arbeitsschwerpunkte spiegeln sich auch graduell
in den Forderungen der Gruppierungen wider. Beide meinen, dass die jetzige
Regelleistung beim Arbeitslosengeld II sofort auf mindestens 500 Euro angehoben
werden muss, der BerlinerInnen setzen hinzu, dass sich die Regelleistung in
schnellen Schritten verdoppeln muss. Dennoch nehmen die Gruppen zur politischen
Forderung des bedingungslosen Grundeinkommens für alle einen unterschiedlichen
Standpunkt ein. Während sich die zwei KollegInnen aus Berlin ein
bedingungsloses Grundeinkommen für alle von 850 Euro plus volle Wohnkosten und
Krankenversicherung vorstellen können wie es auch der Runde Tisch der
Erwerbslosen- und Sozialhilfeinitiativen öffentlich vertritt, sieht der ALV MV
darin eher eine antikapitalistische Forderung, die wegen der
"Bedingungslosigkeit" erst in einer Gesellschaft auf der Grundlage anderer
Eigentums- und Produktionsverhältnisse verwirklicht werden kann. Der ALV MV
stellt sich deshalb ebenso wie die Euromärsche auf den Standpunkt des
Frankfurter Appells vom 18. Januar 2004. Dort hatten sich mehr als 500
AktivistInnen aus gewerkschaftskritischen und sozialpolitischen Gruppen sowie
linken Parteien nach heftigem Streit unter anderem auf die Forderung nach einem
ausreichenden, garantierten Mindesteinkommen ohne Bedürftigkeitsprüfung einigen
können. [Solches Mindesteinkommen ist freilich nur für Erwerbsunfähige und
Erwerbslose gedacht.] Sibyllinisch formuliert deshalb auch Gerd-Erich Neumann
vom Erwerbslosenbeirat in Mecklenburg-Vorpommern: "Von Arbeit muss man leben
können - ohne Arbeit auch." Denn bei der Forderung von 10 Euro Brutto Lohn als
gesetzlichen Mindestlohn und einer Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und
Personalausgleich waren sich immerhin in Frankfurt alle einig. Aber das alte
Bibelzitat "Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen", geistert eben auch
in vielen Köpfen sich als "Links" betrachtender AktivistInnen herum.

Beispielweise können die Euromärsche nur verwässerte, freilich nicht ganz
unrichtige Forderungen wie "Schluss mit der Unsicherheit von Arbeit und
Leben!", "Gleiche Rechte für alle überall!", "Alle gemeinsam!" für einen
europäischen Mindestlohn deutlich oberhalb der Armutsgrenze, für eine
europäische Höchstarbeitszeit von 40 Stunden in der Woche, für eine
Mindestsicherung gegen Erwerbslosigkeit, Berufsunfähigkeit und Alter, die die
EU-Armutsgrenze nicht unterschreitet!", "Arbeit ist genug da !" ihre
Finanzierung eine öffentliche Aufgabe. Reichtum umverteilen" und "Schluss mit
der Privatisierung von Bildung, Gesundheit, öffentlichem Verkehr und
Alterssicherung! Kostenloser Zugang zu öffentlichen Gütern für alle!" als
Konglomerat von attac-, Gewerkschafts-, PDS-, DKP- und
Antiprivatisierungsforderungen artikulieren.

Im Interesse der Erwerbslosen bleibt nur zu 
hoffen, dass sie bundesweit bald auf
gemeinsame Positionen einigen und gemeinsam 
voranschreiten. Denn die Mitstreiter
vom ALV machen darauf aufmerksam, dass mit den Demonstrationen am 2.10. und
3.10.2004 gegen Sozialkahlschlag die Spaltung der Erwerbslosenbewegung
-maßgeblich durch die MLPD vollzogen wurde.
Allerdings darf nicht unerwähnt bleibten, dass sich inzwischen mit dem
Aktionsbündnis Sozialproteste http://www.die-soziale-bewegung.de neben den
alteingesessenen, überwiegend beratungsorientierten Organisationen und
Initiativen am Runden Tisch der Erwerbslosen- und Sozialhilfeorganisationen
www.pariser-kommune.de ein sich dem Selbstverständnis nach aktionsorientiertes
bundesweites Bündnis begründet hat.

Was wichtig wird

In der nächsten Zeit stehen für Erwerbslose und die sie unterstützenden
Protestgruppierungen und -Netzwerk neue Überlegungen an, wie und mit welchen
Formen sie die neuen Verschlechterungen der sozialen Lage von Erwerbslosen,
aber auch anderen Gruppen der Bevölkerung aufgrund der Leistungsabstriche in
Sozialgesetzen begegnen wollen. Hierbei gilt es, Profilneurosen und
Vereinnahmungsdrang in der Erwerbslosenbewegung zu überwinden und den häufig
zerlegenden Einfluss von Parteien innerhalb der Erwerbsloseninitiativen
wirkungsvoll zu begegnen. Interessant ist, dass sich zunehmend aus ganz
verschiedenen Gründen Protestgruppierungen wie z.B. die Bürgerbündnisse gegen
die Privatisierung von öffentlichen Wohnungen und zum Bleiben der Wagenburgen
wie in Freiburg, Notgemeinschaften aus Sozialberatung und Mieterbund in Bochum,
Erwerbslosenräte wie in Köln, Nottelefone gegen 
Zwangsumzüge wie in Bonn, Berlin
u.a. Städten bilden oder sich auch die Telefonseelsorge neue
Interessengemeinschaften zur Abhilfe neuer sozialpolitischer Notlagen
unterstützt: Alle diese Gruppierungen und die Situation der erwerbslosen
MitbürgerInnen entwickelt, weil sie auf sich selbst und ihre Freunde und
Angehörigen kontinuierlich solche Situationen wie Hartz IV oder
Wohnungslosigkeit zukommen sehen. Ebenso wie neue Gruppierungen entwickeln sich
auch bundesweite und lokale Vernetzungen quer zu den länger bestehenden
Koordinationen. Es bleibt zu hoffen, dass bald genügend Kraft entwickelt werden
kann, um gemeinsam der Bundespolitik erfolgreichen politischen Widerstand
entgegenzusetzen sowohl gegen die Ausspielung der Interessen von Erwerbstätigen
und Erwerbslosen als auch gegen Leistungsabbau im Gesundheitssystem oder die
Vertreibungen von Hilfebedürftigen aus ihren Wohnungen.

Über Heiligendamm hinaus

Wie sich in der anschließenden Diskussion in dem Workshop gezeigt hat, planen
verschiedene Initiativen auch zum G8-Gipfel Aktionen gegen prekäre
Arbeitsverhältnisse, Zwangsdienste etc. Dazu wird es in den nächsten Wochen
konkretere Informationen geben. Der Workshop auf dem Camp hat vielleicht einen
kleinen Anteil dazu geleistet, dass in einer Region, in der Erwerbslosigkeit
für ganz viele Menschen das zentrale Thema ist, regionale Initiativen und
bundesweite Gruppen ins Gespräch gekommen sind. Es ist zu hoffen, dass sich
daraus die Grundlage für eine Zusammenarbeit gibt, in der Mobilisierung zum G8
und darüber hinaus.

[von Anne Allex (Kampagne gegen Zwangsumzüge) 7/8-06]


--------------------------------------------------------------------------
gipfelsoli infogruppe

Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im
Zusammenhang mit Gipfelprotesten.

Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit
eckigen Klammern versehen.
Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge
übernehmen. Auch geben die Beiträge
nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder.

Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches Archiv des Newsletters unter
www.gipfelsoli.org.



Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org

gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe
https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l

==================================================


================================================
C) EDITORIAL
================================================

Für den Inhalt verantwortlich: Ihr.

E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt.

widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web:
http://www.no-racism.net/MUND


Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die
unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts-
politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu
Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen.

sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn
enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit
Hinweis,  wo weitere Informationen eingeholt werden können.
Bitte keine Attachments!

Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem
jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken.

Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt.
Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte
Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden.

Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht.

Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht
veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den
betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND
veröffentlichen.

Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND
archiviert.

Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage:
* Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr *
* Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" *
* Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf *
* Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie.
Aber kurz und prägnant.*

Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine
Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und
rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch
stillschweigend Zensur zu üben.
Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge
hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die
Nichtaufnahme geliefert.
(Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind
z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten
Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.)
Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert.

Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne
extra schicken lassen:
Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt.

================================================
D) VERTEILERLISTE
================================================

Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter
http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle

oder von der einzutragenden Adresse
aus ein mail schicken an:
admin at no-racism.net
mit folgendem Text:
subscribe no-racism
Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden!

Zur Austragung aus dieser Liste bitte an <admin at no-racism.net
ein mail mit dem Text
unsubscribe no-racism
Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden!

REDAKTIONELLES:

Diese Ausgabe hat Angela Mores aus Einsendungen an
<widerstand at no-racism.net> zusammengestellt.
Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen)

Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: 1 Beitrag I/PAL




Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Montag, 19:00 Uhr

III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III
widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/