widerst at nd! - MUND: Donnerstag, 24.8.2006

MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst analle at no-racism.net
Don Aug 24 13:04:39 CEST 2006


widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
       www.no-racism.net/mund

MedieninhaberInnen seid Ihr!

Donnerstag, 24.08.2006


*** SUMMERTIME AND THE LIVING IS EASY! ***

---  ABER NICHT FÜR ALLE: DIE MUNDREDAKTION BRAUCHT UNBEDINGT VERSTÄRKUNG! ---

+++ (BEZAHLT WIRD NICHT -  WIDERSTAND IST UNBEZAHLBAR) +++





================================================
A) INHALT
================================================




><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><
AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN
><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><

==================================================
01   Kunst und Kultur
   von "Verein Notruf" <notruf at frauenberatung.at>
==================================================
02  im StimmUmbruch - das Radio Stimme Fest 2006, Fr. 22.09
   von Radio Stimme <radio.stimme_news at initiative.minderheiten.at>
==================================================




><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><
MITTEILUNGEN, MELDUNGEN UND KOMMENTARE
><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><

==================================================
03   GLB/Post/Vorstand/Ausschreibung
   von "Gewerkschaftlicher Linksblock" <office at glb.at>
==================================================
04  Vom "Pflege"notstand und der Behandlung der ewigen Reservearmee
   von regtseichauf at gmx.net
==================================================



><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><
SOLIDARITÄT WELTWEIT/GIPFELSOLI
><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><

==================================================
05   Weltwasserwoche / Sudan: Durch Merowe-Damm vertrieben -
       Deutsche Firma mitverantwortlich
   von "GFBV Hans Bogenreiter" <hans.bogenreiter at gfbv.at>   
==================================================






================================================
B) TEXTE
================================================

><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><
AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN
><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><

==================================================
01   Kunst und Kultur
   von "Verein Notruf" <notruf at frauenberatung.at>
==================================================

Liebe Frauen!
Liebe Männer!

Ich möchte auf das Theaterprojekt Fritzpunkt aufmerksam machen.
Daher schicke ich die Einladung zur Teilnahme am Fritzmanöver.

Im Anhang finden Sie, findest Du ein Foto.
In einem zweiten Mail gibts eine kürzere Version des nachfolgenden Textes.
Danke für die Aufmerksamkeit


Das FRITZ - MANÖVER

11. September 2006, 19 Uhr

Stadtwildnis Gaudenzdorfergürtel
direkt beim Ausgang U4 Margaretengürtel


1357 Personen lesen am 103. Geburtstag von Theodor Wiesengrund Adorno
gleichzeitig 1357 Blätter des Romans Naturgemäß II der österreichischen
Autorin Marianne Fritz. Nur am 11. September, nur einmal.

Das Fritz-Manöver: Ein Leseflashmob als totalitär-aufklärende
Geburtstagsfeier. Ein Bildungsablaß. Eine Alphabetisierungskampagne
für Zeichenleser. Eine statistische Sofortmaßnahme. Ein ultimatives
Volkstheater. Oder einfach die einzig mögliche Umsetzung des Romans
Naturgemäß II?

Im folgenden ein paar zielgruppenspezifische Manöver-Deutungsversuche,  die
Ihnen Munition für die Überzeugungsarbeit in Ihrem beruflichen Umfeld
liefern können. Schließlich sind 1357 Personen nicht so einfach auf einem
Wiesengrund zu versammeln. Unpassende Zielgruppen einfach überspringen und
dem Fritz - Manöver Aufmerksamkeit schenken.


Literatur:

Weil die komplexe Gesamtstruktur des Romans Naturgemäß II von Marianne Fritz
so angelegt ist, daß diese Komplexität sich in jedem Ausschnitt zu spiegeln
scheint, liegt die adäquate Auseinandersetzung mit diesem Textmaterial in
einer scheinbar beliebigen Form, dem Fritz - Manöver: Im radikalen
1356-fachen Zurückgeworfensein auf ein Blatt des Originaltextes erfährt sich
der Einzelne als Teil eines literarischen Universums. "Auch wenn uns das
Undurchdringliche, das sperrig Dichtgefügte, das geordnet Ungeordnete an
Marianne Fritz' Riesenprojekt Naturgemäß (das wiederum Teil ihres
Lebenswerks Die Festung ist) immer wieder absichtsvoll auszuschließen
scheint: zumindest eine Annäherung ist immer möglich, und vielleicht kommen
wir unverhofft doch hinein in die Festung, wenn wir sie nicht frontal zu
stürmen versuchen, sondern die weiße Fahne schwenken und uns ihr
ergeben."(Friedhelm Rathjen, Durch dick und dünn, 2006)


Theater / Performance / Tanz:

Das Fritz - Manöver als performativer Befreiungsakt versteht sich als
post-dramatisches Statement gegen den Terror des Verstehenmüssens, als
temporäre Okkupation der Stadtwildnis am Gaudenzdorfergürtel, die mit ihrem
akustischen Vergehen im Verkehrslärm rechnet. Der zutiefst fragmentarische
Charakter des Fritz - Manövers realisiert in seiner übergroßen
Vielstimmigkeit paradigmatisch einen zeitgenössischen Theater-Chor, der sich
von der üblichen Trennung in Akteure/Publikum verabschiedet: "Will man die
Transformation im Konzept der Inszenierung reflektieren, so stößt man
vielmehr nach dem Theater ohne Zuschauer auf die darin implizite, aber noch
nicht wirklich gedachte Formel eines "Theaters ohne Schauspieler". Es geht
tatsächlich um die Eröffnung eines möglichen Theaters ohne - bloße -
Schauspieler, also eine Weise der Inszenierung, die nur noch marginal - oder
überhaupt nicht mehr oder nur als Katalysator - ein Schau-Spiel schafft ..."
(Hans-Thies Lehmann, Das Politische Schreiben, 2002)


Bildende Kunst:

Das Fritz - Manöver kann einerseits als temporäre Textintervention im
öffentlichen Raum als auch als partizipatorisches Modell gelesen werden, das
Diskurse der Instrumentalisierung thematisiert, indem es sie kritisch
betreibt; zudem feiert das Fritz - Manöver am 11. September 2006 neben
Theodor Wiesengrund Adornos' auch den 40. Geburtstag des Schweizer
Installationskünstlers Christoph Büchel, der mit seinen Arbeiten ebenfalls
grundlegende Parameter des demokratischen Kunstverständnisses thematisiert:
"Das Projekt adressiert Themen der Zensur und Selbstzensur, nimmt Bezug auf
aktuelle und historische Beispiele kultureller Äußerungen im öffentlichen
Raum der Stadt und thematisiert damit verbundene politische Widerstände,
Polemiken und Machthierarchien im Spannungsfeld der Begriffe Kunst und
Demokratie." (Christoph Büchel, ARS (Aktion Reales Salzburg), 2006)


Wirtschaft (zB. Fleischer und Selcher):

Unsere Kultur ruht auf den Säulen der Verfeinerungskünste des
Existenzerhalts. Was liegt also näher,  als diesen den lesenden Geist
hinzuzugesellen, dh. die sinnliche Kompetenz im Fritz-Manöver zu steigern
und die Stadtwildnis am Gaudenzdorfergürtel versöhnt an Körper und Geist in
der Herbst-Dämmerung wieder zu verlassen.


Wir hoffen, Ihnen für die Verbreitung der Nachricht vom Fritz-Manöver
genügend Material in die Hand gegeben zu haben, danken für Ihre Mitarbeit
und freuen uns auf ein (Wieder)Sehen am 11. September 2006 um 19 Uhr!


Fritzpunkt
Büro für theatralische Sofortmassnahmen
Ein Konzept des Stadt Theater Wien
Anne Mertin  Fred Büchel
Eitelbergergasse 4
A  - 1130 Wien
Tel / Fax +43  1  876 68 45
mobil +43 (0)699 11685616
buero at fritzpunkt.at
http://www.fritzpunkt.at
http://www.fritzmanoever.at


==================================================
02  im StimmUmbruch - das Radio Stimme Fest 2006, Fr. 22.09
   von Radio Stimme <radio.stimme_news at initiative.minderheiten.at>
==================================================

RADIO STIMME - DIE SENDUNG DER INITIATIVE MINDERHEITEN

Festvorankündigung - gestern in einem Monat:

im StimmUmbruch
das Radio Stimme Fest 2006

live: Bonanza Jellybean

Fr., 22. September 2006
Club U (1040 Wien, Karlsplatz - U4 Ausgang Resselpark)



--
Radio Stimme – Die Sendung der Initiative Minderheiten
Das politische Magazin zu den Themen Minderheiten 
- Mehrheiten - Machtverhältnisse

on air:
Wien - Do, 13.00 Uhr - Orange 94.0 - http://www.orange.or.at
Innsbruck - Do, 12.00 Uhr - FREIRAD - http://www.freirad.at
Kaernten - Do, 19.00 Uhr - Radio AGORA - http://www.agora.at
Graz - Sa, 19.00 Uhr - Radio Helsinki - http://www.helsinki.at
Linz - So, 11.00 Uhr - Radio FRO - http://www.fro.at

on line:
weltweit - jederzeit - http://www.initiative.minderheiten.at

==================================================




><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><
MITTEILUNGEN, MELDUNGEN UND KOMMENTARE
><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><

==================================================
03   GLB/Post/Vorstand/Ausschreibung
   von "Gewerkschaftlicher Linksblock" <office at glb.at>
==================================================

Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110
Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 -
Mail glb at aon.at - Web www.glb.at - Ausgabe vom 23. August 2006



Vorstands-Ausschreibung ist reine Alibihandlung

Post wurde großkoalitionär für private Eigentümer zugerichtet

Als reine Alibihandlung bezeichnet die Fraktion Gewerkschaftlicher
Linksblock im ÖGB (GLB) die Ausschreibung von vier
Vorstandsposten der bereits teilprivatisierten Post AG in der „Wiener
Zeitung“. Wie die Spatzen von den Dächern pfeifen, sollen
nämlich die bisher amtierenden Vorstandsdirektoren wiederbestellt werden -
als Anerkennung für ihre „Leistungen“ beim Börsengang des
früheren Staatsunternehmens.

Robert Hobek, Postsprecher des GLB und Personalvertreter am Postamt 1230
Wien bewertet dies zudem als Indiz für eine große
Koalition, weil einträchtig „rote“ und „schwarze“ Chefs in ihrem Amt
bestätigt werden sollen. Der wachsende Leistungsdruck für die
Postbediensteten - der sich in zunehmenden Frust garniert mit Mobbing gegen
nicht entsprechend konforme Beschäftigte Ausdruck findet
- ist letztlich auch Ergebnis einer großkoalitionären Politik.

Hobek erinnert daran, dass die Ausgliederung der Post aus dem Budget im
Jahre 1996 gemeinsam von SPÖ und ÖVP durchgeführt wurde. Von
dort führt eine nahtlose Entwicklung bis zum Börsengang im Frühjahr 2006. Um
die Post fit für die Börse zu machen, wurden seit 1996
rund 10.000 Post-Arbeitsplätze abgebaut, damit die Profite für die und
privaten Eigentümer stimmen.

Den AktionärInnen der Post AG verspricht Generaldirektor Anton Wais für 2006
eine Dividende von 70 Millionen Euro, was einer Rendite
von vier Prozent oder einem Euro pro Aktie entspricht. Im Gegenzug ist die
Vernichtung von 850 weiteren Arbeitsplätzen vorgesehen.
Im ersten Halbjahr wurde der Umsatz um drei Prozent auf 861,4 Millionen Euro
gesteigert, während das Betriebsergebnis um satte 23,2
Prozent auf 67,3 Millionen Euro stieg.

Von 2000 bis 2006 wurde die Zahl der Postämter von 2.300 auf 1.338 fast
halbiert. Die Verlängerung der Schonfrist für 47 derzeit
noch bundesweit unter Beobachtung gestellte Postämter wurde bis Jahresende
2006 verlängert. Damit ist laut Postvorstand Herbert Götz
das Thema Postamtsschließungen laut Mittelfristplanung bis 2009 erledigt.
Eine weitere Zusperrwelle - und damit eine weitere
Ausdünnung der regionalen Infrastruktur - in Folge ist allerdings nicht
auszuschließen.


==================================================
04  Vom "Pflege"notstand und der Behandlung der ewigen Reservearmee
   von regtseichauf at gmx.net
==================================================

Vom "Pflege"notstand und der Behandlung der ewigen Reservearmee

Das Geimpfte könnte einer aufgehen, angesichts der Scheinheiligkeit, die die
Medien derzeit zum "Pflegenotstand" bestimmt. Die Wahrheit wird nicht
gesagt, schon gar nicht, wenn diverse Bonzen geoutet werden: dass sie
nämlich Frauen aus den NachbarInnenländern zu Sklavenlöhnen für die
Versorgung ihrer kranken und hilfsbedürftigen Alten heranziehen.

2 Euro sei der "Lohn" jener, die hier illegal beschäftigt die Geschäfte der
SuperverdienerInnen erledigen. Wurscht, wenn in deren Familie vielleicht
auch eine alte, kranke Mama die Hilfe ebenfalls benötigte (wer wird
eigentlich dort herangezogen?!)

Ich erlebe viel in meinem Beruf im Krankenhaus. Zum Beispiel, dass sich alte
Frauen nur dann zu einer dringend erforderlichen Operation aufnehmen lassen,
wenn gleichzeitig der Ehemann, den sie pflegen, ebenfalls im Spital
aufgenommen ist. Sie ist über 80! Hätte wohl auch schon Pflege und Betreuung
nötig und verrichtet für den Staat noch immer jene Arbeit, die der Staat
nicht übernimmt und auch nicht bezahlt. Tapfere 80jährige Frau. Sie muss
aber vor ihm wieder aufm Damm sein - wenn er entlassen wird, muss sie wieder
funktionieren!
Oder: Anruf wegen Terminverschiebung der Operation: "Da sind Ferien,  meine
Enkel sind nicht im Kindergarten (in der Schule), was soll meine
berufstätige Tochter da machen, sie hat keine Betreuung für die Kinder".
Also OP und Rekonvaleszenz dann, wenn die Enkel versorgt sind.

Die Lügerei beginnt ja schließlich schon mit der Höhe des sogenannten
Pflegegeldes (sollte Reinwaschungsprämie heissen):
Pflegestufe 1 im österreichischen System sind heiße 148 Euro für 50 Stunden
Bedarf. Darunter geht sowieso nichts. 148 dividiert durch 50 sind 2,96 Euro.
Eine Putzfrau bekommt normalerweise mehr.

So aber zieht sich dieser Stundensatz durch die diversen Pflegestufen. Und
eine Versorgung rund um die Uhr ist damit ohnehin schlicht unmöglich.
Das ist der Punkt: Wer seine Alten in Städtische oder Landes-Betreuung geben
muss, ist eine Eigentumswohnung, seinen Anteil am Haus oder eine allfällige 
Erbschaft los: Die Behörden sind sofort im Grundbuch! Besonders schnell
dann, wenn es sich um eine weibliche Angehörige handelt, die ohne fremde
Hilfe überhaupt nicht mehr kann. Denn Frauen bekommen die niedrigsten
Pensionen, die abkassiert werden können. Und auch das Pflegegeld reicht
addiert zur Pension für ein Pflegeheim nicht aus. Also: Erbschaft, Haus,
Wohnung: ade.
Denn im Unterschied zu jenen, die sich hier "illegal" oder "subsidiär" rund
um die Uhr ausbeuten lassen, machen das die Gemeinden nicht so. Sie
regressieren, soll heissen, sie kassieren ab.

Den Notstand haben zur Zeit alle, die das ohnehin wissen, dieses
Pflegegeldgesetz beschlossen haben und wohl wußten, was da passiert.
Illegale, nicht versicherungspflichtige Arbeit durch Angehörige. Und zwar in
erster Linie Frauen. Wenn die nicht können oder wollen: dann ist es die
ausländische Schwarzarbeiterinnendienstbotin.

Die Rechnung sollen aktuell die Dienstbotinnen aus dem Ausland bezahlen. Da
wird noch herumgerungen: Ausweisen, Legalisieren? Was ist legal an
Ausbeutung, bitte?
Aber schon regressiert auch das braune Lager, mal sehen, wer noch so aller
nachziehen wird:

Arbeitslose sind das Objekt der Begierde jedes Sozialschmarotzer-Hetzers.
Wiederum ist dieses "Berufsfeld" maßgeschneidert für Frauen. Am
Arbeitslosenamt registrierte Frauen, denen es bislang gelungen ist, sich
zumindest beruflich aus dieser ausbeuterischen Aus-Liebe-Pflegerei
herauszuhalten, sollen flugs dazu gezwungen werden, Alte, Kranke,
Behinderte, Schwierige zu betreuen. Eine Plus-Minus-Rechnung nach
Milchburschenart ist sofort am Plan.
Statt endlich eine Politik zu etablieren, die Frauen den Platz gibt, ihr
Leben zu planen und so zu leben, wie sie es sich vorstellen: frei von
Ausbeutung und Hinterherputzen für irgendwelche Verwandten. Egal ob es um
demographische Entwicklung oder Altenbetreuung geht: Auch Frauen kaufen sich
frei, wo es geht, zulasten von anderen Frauen. Akademikerinnen,
Politikerinnen, Geschäftsfrauen, sie alle bedienen sich der schwarz
arbeitenden Putzfrau, der schwarz arbeitenden Kinderbetreuerin, der schwarz
arbeitenden Altenbetreuerin  oder -pflegerin.
Das nennt frau Klassengesellschaft und gegenläufige Interessen.
Wie sich die Unterschichtsfrau mit ihrem, womöglich noch vom AMS
aufgezwungenen - 20 Stunden-Job beim Billa zum Notstandshilferichtsatz in
einer ähnlichen Situation wie die Politikerin, die Akademikerin, die
Geschäftsfrau, die Journalistin, etc. da arrangiert, wer scheisst sich drum?
Eben.
Aber die Zustände werden immer schlechter. Das spüren auch schon die
Upperclasserinnen. Denn auch sie gehören zur Reservearmee, ob sie wollen
oder nicht.
Der "Pflegenotstand" hat viel mit dem Dasein als weiblicher Mensch zu tun.
Frauenpolitik versteht das, aber die gibt es nicht, solange Frauen dienen
und schweigen.

--
mailto: regtseichauf at gmx.net


eine  feministische Homepage gegen die ausbeutende Politik der
Versicherungsmathematiker und Arbeitslosenbekämpfer ist in Vorbereitung.
Frauen gemeinsam gegen Ausbeutung und strukturelle Gewalt


==================================================



><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><
SOLIDARITÄT WELTWEIT/GIPFELSOLI
><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><

==================================================
05   Weltwasserwoche / Sudan: Durch Merowe-Damm vertrieben -
       Deutsche Firma mitverantwortlich
   von "GFBV Hans Bogenreiter" <hans.bogenreiter at gfbv.at>   
==================================================

>  GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER
>  PRESSEERKLÄRUNG   Göttingen, den 22.08.2006
>
>  Weltwasserwoche
>  Deutsches Unternehmen ist mitverantwortlich für Vertreibung von Bauern
>  durch Staudamm im Sudan
>
>  Anlässlich der Weltwasserwoche hat die Gesellschaft für bedrohte Völker
>  (GfbV) am Dienstag auf die negativen Folgen des Merowe-Staudammes im
>  Nordsudan hingewiesen. Dort droht rund 50.000 Angehörigen der
>  arabischen Volksgruppen der Manasir, Amri und Hamadab an den Ufern
>  des Nils die Zwangsumsiedlung. Der im hessischen Bad Vilbel ansässigen
>  Firma Lahmeyer International, die den Bau des Großstaudammes als
>  Generalunternehmer geplant und koordiniert hat, warf die
>  Menschenrechtsorganisation Mitverantwortung für die Vertreibungen vor.
>
>  "Lahmeyer International muss die Betroffenen jetzt zumindest bei der
>  Durchsetzung der Schadensersatzansprüche gegen die sudanesischen
>  Behörden unterstützen", forderte die GfbV das Unternehmen in einem
>  Schreiben auf. 850 Familien der Volksgruppe der Amri haben am 7. August
>  2006 ihre Häuser verloren, als ohne Vorwarnung damit begonnen wurde,
>  das Staubecken des neuen Großstaudammes zu fluten. Dabei wurden
>  bereits 15 Dörfer zerstört. Weitere zehn Dörfer mit insgesamt 1350
>  Familien sind unmittelbar von der Flutung des Staubeckens bedroht.
>
>  Die Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen für Menschenrechte im
>  Sudan, Sima Samar, äußerte in Khartum Besorgnis über die Vertreibung..
>  Ein Entschädigungsangebot der sudanesischen Regierung, die die
>  Betroffenen niemals in die Planung des Großprojekts einbezogen hat,
>  hatten die Vertriebenen am Montag als unzureichend zurückgewiesen. Sie
>  wehren sich auch gegen eine Umsiedlung in unfruchtbare Wüstengebiete.
>  Nachdrücklich appellierten die Betroffenen an das Ausland, Hilfsgüter zu
>  senden, da mit der Flutung der Felder und Weiden die Lebensgrundlage
>  sowohl der Bauern als auch der Viehzüchter zerstört wurden. Der Stausee
>  soll insgesamt rund 174 Kilometer lang und vier Kilometer breit Stausee
>  werden und die Energieversorgung des Sudan verbessern.
>
>  In einem Ende Juni 2006 veröffentlichten 14-seitigen Memorandum hatte
>  die GfbV willkürliche Verhaftungen, Massaker und weitere
>  Menschenrechtsverletzungen beim Bau des Merowe-Dammes
>  dokumentiert. So waren bei Protesten gegen die gewaltsame Umsiedlung
>  am 22. April 2006 drei Staudammgegner von Sicherheitskräften
>  erschossen und 50 Personen verletzt worden. Als am 30. September 2003
>  Sicherheitskräfte mit scharfer Munition, Plastikgeschossen und Tränengas
>  gegen Frauen, Kinder und Männer bei einem Protest gegen
>  Zwangsumsiedlungen vorgegangen waren, waren die
>  Auseinandersetzungen eskaliert. Mehrfach wurden Staudammgegner
>  verhaftet und gefoltert.
>
>  Für Nachfragen und Interviews ist der GfbV-Afrikaexperte auch erreichbar
>  unter Tel. 0160 95 67 14 03.
>  ======================================================
>  Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
>  Inse Geismar, Pressereferentin
>  Postfach 2024, D-37010 Goettingen
>  Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028
>  E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de

==================================================



================================================
C) EDITORIAL
================================================

Für den Inhalt verantwortlich: Ihr.

E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt.

widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web:
http://www.no-racism.net/MUND


Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die
unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts-
politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu
Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen.

sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn
enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit
Hinweis,  wo weitere Informationen eingeholt werden können.
Bitte keine Attachments!

Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem
jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken.

Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt.
Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte
Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden.

Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht.

Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht
veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den
betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND
veröffentlichen.

Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND
archiviert.

Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage:
* Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr *
* Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" *
* Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf *
* Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie.
Aber kurz und prägnant.*

Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine
Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und
rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch
stillschweigend Zensur zu üben.
Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge
hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die
Nichtaufnahme geliefert.
(Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind
z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten
Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.)
Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert.

Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne
extra schicken lassen:
Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt.

================================================
D) VERTEILERLISTE
================================================
Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter
http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle

oder von der einzutragenden Adresse
aus ein mail schicken an:
admin at no-racism.net
mit folgendem Text:
subscribe no-racism
Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden!

Zur Austragung aus dieser Liste bitte an <admin at no-racism.net
ein mail mit dem Text
unsubscribe no-racism
Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden!

REDAKTIONELLES:

Diese Ausgabe hat Angela Mores aus Einsendungen an
<widerstand at no-racism.net> zusammengestellt.
Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen)

Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: doubletten



Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mittwoch, 22:00 Uhr

III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III
widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/