MUND_100406
MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
analle at no-racism.net
Mon Apr 10 11:22:11 CEST 2006
widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
Montag, 10. April 2006
www.no-racism.net/mund
MedieninhaberInnen seid Ihr!
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A) INHALT
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AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN
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01 Amerlinghausprogramm im Mai
von: amerlinghaus at inode.at
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02 Veranstaltung mit Stalin Perez Borges
von: agm at agmarxismus.net
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03 19.4.: Italien hat gewählt!
von: LM.Sender at spoe.at
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04 Veranstaltungshinweis "Kritik des Kapitals"
von: infoladen-wels at liwest.at
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05 Bildungspolitik und Friedensbewegung
von: verin.stadtteilz.simmering at chello.at
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MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE
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06 8. April: Internationaler Tag der Roma und Sinti
von: gfbv.austria at chello.at
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07 Bildpunkt :: Heft Fruehling 2006 zum Thema "Streik!"
von: office at igbildendekunst.at
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08 Homosexuelle: LG Eisenstadt gegen Stiefkind-Adoption
von: office at RKLambda.at
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09 Nein zum Ausverkauf der BAWAG
von: oesk at aon.at
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10 Notruf Asyl
von: office at asyl-in-not.org
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11 GLB/BAWAG/Tumpel/Verantwortung
von: leo.furtlehner at liwest.at
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12 GLB/Post/Urabstimmung/Börsegang
von: leo.furtlehner at liwest.at
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13 ACUS fuer klares Verbot ALLER Splitterbomben
von: verin.stadtteilz.simmering at chello.at
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14 Hildegard Goss-Mayr in St. Poelten: Information ueber Friedensdekade
von: verin.stadtteilz.simmering at chello.at
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15 AKS: Wie fair ist Gehrers Schule wirklich?
von: ingrid.gogl at aks.at
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WELTWEIT
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16 [womeninblack] Belgrade: Public announcement
von: womeninblack-bounces at listas.nodo50.org
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17 [gipfelsoli] St. Petersburg
von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org
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18 [gipfelsoli] Heiligendamm -- Genua
von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org
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19 News about Venezuela
von: office at venezuela-info.net
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20 News zu Venezuela
von: office at venezuela-info.net
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21 Bosnien: Mord in Srebrenica verängstigt Rückkehrer
von: hans.bogenreiter at gfbv.at
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22 Präsidentenwahlen in Peru
von: hans.bogenreiter at gfbv.at
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23 TURKEY WAGES WAR ON KURDISH CHILDREN AND YOUNG PEOPLE
von: wadi.wien at gmx.at
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24 Egypt and Darfur: Cruel Intentions
von: wadi.wien at gmx.at
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B) TEXTE
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AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN
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01 Amerlinghausprogramm im Mai
von: amerlinghaus at inode.at
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Amerlinghaus
Verein Kulturzentrum Spittelberg
Stiftg. 8
A-1070 Wien
01 523 64 75 werktags ab 14:00 bis 22:00
Fax 01 523 64 75 15
amerlinghaus at inode.at
www.amerlinghaus.at
Wenn nicht anders ausgezeichnet ist der Eintritt frei.
Danke & mit freundlichen Grüssen
Lisa Grösel
Freitag 5. Mai 19:30
Ausstellung & Filmvorführung
Radikalkunst
Chris Moser
Angewandte Revolutionstheorie für EsoterikerInnen oder: Wie die
reinigende
Kraft einer Präzisionsschusswaffe die 5 Elemente vor der
Vereinnahmung durch
den Kapitalismus schützt.
Der Künstler Chris Moser präsentiert fünf Objekte, die den Elementen
Feuer,
Erde, Wasser, Luft und Geist entsprechen. Wie auch alles andere im
Kapitalismus werden diese einst reinen Grundelemente einerseits zu
profitträchtigen Rohstoffen reduziert und andererseits durch die damit
einhergehende Ignoranz und Profitgier nach und nach zerstört. Alles was
Profit abwirft, wird verbraucht und alles andere vernichtet.
Filmvorführung
Darwin's Nightmare
2004, Dokumentation, France/Austria/Belgium, 107min
Regie: Hubert Sauper
Zusammenarbeit: Sandor Rieder, Nick Flynn
"Mit Darwin's Nightmare versuchte ich, die seltsame "success story"
eines
Fisches und den kurzfristigen Boom um dieses erfolgreiche Tier in eine
ironische und beängstigende Allegorie zu verwandeln, welche die Neue
Weltordnung reflektiert.
Es ist zum Beispiel unglaublich aber wahr, dass, wo immer in einer
relativ
armen Gegend ein wertvoller Rohstoff entdeckt wird, die Menschen im
Umfeld
des neuen Reichtums elendig zugrunde gehen. Ihre Söhne werden zu
Wächtern
und Soldaten, ihre Töchter zu Dienerinnen und Huren. Es macht mich
krank,
diese sich wiederholende Geschichte immer wieder zu hören und zu sehen.
Darwin's Nightmare könnte ich in Sierra Leone erzählen, nur wäre der
Fisch
ein Diamant, in Honduras eine Banane, und in Angola, Nigeria oder Irak,
schwarzes Öl."
Veganes Buffet
Spenden sind erwünscht und gehen zur Gänze an das
Flüchtlingsprojekt Ute
Bock
Dienstag 9. Mai 19:30
Dokumentarfilmreihe Palästina / Israel
A Caged Bird's Song
Ein Film von Sobhi Zobaidi
Palästina 2003, 30 Min.
Originalfassung mit englischen Untertiteln
Unter israelischer Besatzung ist Erziehung und Ausbildung ein ständiger
Kampf und kein Grundrecht.
Die Dokumentation wurde im Frühjahr und Sommer 2003 gefilmt und zeigt
Studenten und Professoren auf ihrem alltäglichen Weg in die Birzeit
Universität unter israelischer Besatzung. Die Birzeit Universität hat
5000
Studenten und 700 Universitätsangestellte. Die meisten
Universitätsangehörigen leben in Ramallah und Jerusalem und der
einzige Weg,
ihren Studien- und Arbeitsplatz zu erreichen, ist die Straße
Ramallah-Birzeit. Seit 2001 blockiert das israelische Militär den
Auto- und
Personenverkehr: Unpassierbare Checkpoints und Barrieren machen es
unmöglich, die Strecke mit dem Auto zu befahren, und
lebensgefährlich, es zu
Fuß zu versuchen. Grundlegende Aktivitäten, wie den Arbeits- und
Studienplatz zu erreichen, die das akademische Leben überhaupt
ermöglichen,
werden zu einer immensen Herausforderung.
Veranstaltet von den Frauen in Schwarz - Wien
Donnerstag 11. Mai 20:00
Eröffnung der Ausstellung
"Aquarelle"
von Camil Osmanovic
aus Bosnien-Herzegovina
Einführung:
Christine von Kohl - Kulturni Centar
Christa Stippinger -Verein Exil
Osmanovic' Malereien wurden in zahlreichen Ausstellungen in seiner
Heimat
sowie in England, Frankreich und in der Schweiz gezeigt. "Camil
Osmanovic
malt das, was er in sich selbst erkennt; in der Landschaft sucht er
nach den
Spuren der Zeit, die gerade durch die Landschaft selbst als Ausdruck der
menschlichen und malerischen Erscheinung lebt. In diesem Moment des
gegenseitigen Erkennens von Mensch und Landschaft erwächst dem Maler,
neben
der Herausforderung, eine solche kreative Kraft, die ihn mit Erfolg die
Schwierigkeiten malerischer Natur überwinden und glänzende Resultate
erzielen lässt..." schrieb Atif Kujundzic im Katalog der Ausstellung
1996.
Ausstellung ist bis 30. Mai n.V.
Veranstaltet vom Kulturni Centar und dem verein exil
Samstag 13. Mai 19:30
Lesung
Sohbet / Unterhaltung
Mit dem großen türkische Satiriker
Muzaffer Izgü
Dazu Musik:
Satirische Lieder von Mansur Bildik & Gruppe
Montag 15. Mai 19:00
Vortrag, Video, Diskussion und Zeitschriftenpräsentation
Wo ist die Front?
Frauenrechtsaktivismus und Frieden in Kolumbien
Mit drei kolumbianischen Vertreterinnen zivilgesellschaftlicher
Organisationen
*Betty Puerto Parrera, Organización Femenina Popular (OFP),
*Martha Elena Giraldo Mendoza, Ruta Pacífica de las Mujeres Colombianas;
*Leonora Castaño Cano, Asociación Nacional de Mujeres Campesinas e
Indígenas
de Colombia (ANMUCIC)
Moderation: Ulrike Lunacek
Übersetzung: Verena Rassmann (Women on Air)
Die Zivilbevölkerung Kolumbiens durchlebt in Bezug auf Menschen- und
Frauenrechte seit langem eine schwierige Zeit. Speziell Aktivistinnen
von
erfolgreichen Fraueninitiativen sind in ihrer Existenz akut bedroht,
da ihre
Arbeit Ursachen von Unterdrückung und Gewalt benennt und die Betroffenen
organisiert. Die Referentinnen berichten von der Situation der
kolumbianischen Frauen und von nationalen und internationalen
Strategien zur
Verbesserung der Menschenrechtssituation.
Die FRAUENSOLIDARITÄT steht seit Jahrzehnten mit kolumbianischen
Frauenbewegungen in Verbindung und informiert über die Situation von
kolumbianischen Blumenarbeiterinnen und Gewerkschaftsaktivistinnen. Sie
präsentiert die neue Ausgabe der Zeitschrift FRAUENSOLIDARITÄT Nr. 95
mit
dem Schwerpunkt "EU - Lateinamerika. Wirtschaft und Zivilgesellschaft".
Veranstalterin: FRAUENSOLIDARITÄT (www.frauensolidarität.org)
In Kooperation mit: ai-Arbeitsgruppe für verfolgte
GewerkschafterInnen, Der
Grüne Klub im Parlament, Grüne Bildungswerkstatt
Dienstag 16. Mai 19:30
Rotes Kino
Venezuela - ein anderer Weg ist möglich
Ein Film von Elisabetta Andreoli, Gabriele Muzio & Max Pugh
deutsch, 80 min
Der Film handelt von der aktuellen politischen Situation in Venezuela
und
beschreibt sie als Revolution. Was die Medien als Konflikt zwischen
Regierung und Opposition bezeichnen, ist für die Leute, die im Film
zu Wort
kommen, Klassenkampf. Venezuela - ein anderer Weg ist möglich -
erzählt also
nicht nur von Venezuela, sondern beschreibt auch den medialen
Verschleierungszusammenhang, dem wir permanent ausgesetzt sind. In 80
Minuten wird deutlich, wie der hierzulande oft etwas kraftlose Slogan
- eine
andere Welt ist möglich - in Venezuela konkrete Gestalt annimmt.
Veranstaltet von der AL - Antifaschistischen Linken
Mittwoch 17. Mai 19:30
Dokumentarfilmreihe Palästina / Israel
One Year of Peaceful Resistance Against the Wall in Bil'in
Film von Emad Bernat
Palästina, August 2005
Was die Medien nicht schreiben
"Statt über die Gewalt gegen die Palästinenser zu berichten , die unter
harten Bedingungen der Besatzung leben und tausendfach den gewaltlosen
Widerstand versuchten, konzentrieren sich die "westlichen" Medien auf
die
gewalttätigen Reaktionen von ein paar Leuten. In dem sich die meisten
Medien
auf die Gewalt der Palästinenser und auf die sog. "Antwort" durch Israel
konzentrieren, stellen sie den Konflikt in einer Weise dar, der das
eigentliche Wesen des Konfliktes falsch darstellt. Er wird als ein
Konflikt
dargestellt, in dem es entweder um Religion, eine Art "ur-ethnischen
Kampf"
geht, der den Nahen Osten beeinträchtigt, oder - noch schlimmer - als
einen
"Kampf der Kulturen" (Huntington). Diese scheinbar übereinstimmende und
einmütig falsche Darstellung ist indirekt an der Fortsetzung des
Konfliktes
mit schuld, weil man der wirklichen Ursache des Konfliktes nicht die
richtige Aufmerksamkeit schenkt, nämlich der Besatzung und dem
Besiedeln
der palästinensischen Gebiete ( durch jüd. Siedler). Die
Unsichtbarkeit der
gewaltfreien Aktionen und Bewegungen hilft Israel und denen im
Westen, die
die Idee des " Kampfes der Kulturen" verbreiten. Wenn der gewaltlose
Kampf
der Palästinenser sichtbar gemacht würde, würden dem westlichen Publikum
die Palästinenser menschlich erscheinen. (Genau das ist nicht
erwünscht.)"
John Petrovato
Donnerstag, 18. 20:00
Werkstattgespräche
Manfred Chobot (Gespräch), Werner Herbst (Lesung),
Christine Huber (Gespräch), Peter Waugh (Lesung)
Moderation und Redaktion: Petra Ganglbauer.
Eine Veranstaltung der GAV - Grazer AutoInnenversammlung in Koop. mit
dem
verein exil
Donnerstag, 18. Mai 19:00
Lesung
Zur Wiederkehr des 150. Geburtstags von Sigmund Freud (6.5.1856 -
23.9.1939):
"Entweder Sie gehen völlig in die Irre, oder Sie haben die ganze Last
der
Psychoanalyse zu tragen."
Widmung von Sigmund Freud an Wilhelm Reich
aus Auszügen des Originalinterviews des Direktors der Freud-Archive, Dr.
Kurt Eissler mit Wilhelm Reich vom 18.10.1952.
Es lesen Dr. Heiko Lassek und weitere Mitglieder des WRI; anschließend
Diskussion.
Ukb EUR 5.-
Veranstaltet vom Wilhelm Reich-Forum
Freitag, 19. Mai 20:00
Werkstattgespräche
Ilse Kilic (Gespräch), Fritz Widhalm (Lesung), Dieter
Sperl (Gespräch), Petra Ganglbauer (Lesung)
Moderation und Redaktion: Petra Ganglbauer.
Eine Veranstaltung der GAV - Grazer AutoInnenversammlung in Koop. mit
dem
verein exil
Freitag 19. Mai. 09:00 - 16:30
Informationstag
Der ganz normale Wahnsinn - Aufbruch in eine neue Zeit
Dieser Tag wird von Menschen mit HIV/AIDS geplant, organisiert und
durchgeführt. Er soll allen Betroffenen, PartnerInnen, Angehörige und
Interessierten Personen die Möglichkeit zum Gedanken - Erfahrungs- -
und
Informationsaustauschs sowie Raum für Gespräche und Diskussionen
bieten. Die
einzelnen Workshops werden von Betroffenen und Vertreter der
"professionellen" Seite gemeinsam abgehalten.
Folgende Themen sind geplant: Psyche und HIV, Partnerschaft und Älter
werden, "Soziales AIDS",...
Leider hat in den letzten Jahren das Interesse an der Thematik
abgenommen.
Doch die Zahlen der Neuinfektion zeigen uns, dass sich dies ändern muss.
Dank der medizinischen Fortschritte leben viele von uns Betroffenen
länger,
aber das "soziale AIDS" ist eine der schlimmsten Nebenwirkungen im
alltäglichen Leben. Die Mehrheit der Menschen mit HIV/AIDS lebt in
absoluter
Anonymität aus Angst vor der Diskriminierung seitens unserer
Mitmenschen.
Mit diesem Tag wollen wir ein Zeichen setzen und allen die
Möglichkeit eines
offenen Dialoges bieten.
Veranstaltet vom Verein H.I.V. (Hoffnung - Information - Vertrauen)
Dienstag 23. Mai 19:30
Forumtheater
Die Theatergruppe Der Würfel präsentiert:
Brettgeflüster
Frauen - Männer, Königinnen, Könige, wer macht welchen Schachzug? Wer
ist am
Zug oder wer ist der Bauer / die Bäuerin im Spiel? Der Turm, eine
Festung
oder soll er gestürmt werden? Und was macht die Springerin eigentlich
oder
welche LäuferIn macht das Rennen?
Wir würden uns freuen, diese und andere Fragen mit euch zu er-spielen.
Brauchbare Strategien sind herzlich willkommen und können auch gerne
wieder
in Frage gestellt werden.
Forumtheater nach Augusto Boal
Augusto Boal Ist weltweit der bedeutendste Theaterpädagoge unserer Zeit.
Geboren in Rio de Janeiro entwickelte er unter dem Eindruck der
Situation in
Brasilien und Südamerika in enger Zusammenarbeit mit Paolo Freire das
sog.
Theater der Unterdrückten (Statuen-, Forumtheater, Legislatives Theater,
Unsichtbares Theater) das zuerst in der Volkskultur und in
Bildungsinitiativen des Landes, später durch sein Leben im Exil in 70
Ländern der Welt Verbreitung fand.
Forumtheater:
Eine Konfliktszene wird auf der Bühne gezeigt. "Was würden Sie in dieser
Situation tun?" Das Publikum wird eingeladen, sich am Spielgeschehen zu
beteiligen. Sie können der Geschichte einen anderen Verlauf geben,
indem sie
mit STOP in eine der Rollen schlüpfen und ihre Ideen für eine mögliche
Lösung zeigen.
Dies ist eine Herausforderung und ein Geschenk zugleich. Eine
Herausforderung, da das Publikum den Ton angibt, und ein Geschenk, da
Einfallsreichtum und Enthusiasmus immer wieder faszinieren.
"Jeder kann Künstler sein, jeder Raum kann zum Theaterraum werden, jedes
Thema ist ein Thema fürs Theater."
Augusto Boal
Montag 29. Mai 20:00
Crossover
primzahl
- ein 3Mann Projekt - das versucht Gitarre, Elektronik und Text
zusammenzuführen, gegenseitig zu sabotieren, wechselseitig zu
untergraben.
Inhaltlich winden sich die Texte durch die banalen Dinge des Lebens
wie über
zwischenmenschliche Gefühle, verhinderten Gesprächen oder Selbstkrisen.
Thematisch nähert sich die Musik dem Text, fängt sich, entwickelt
sich vom
Geräusch zum Klang.
Die Texte werden deklamiert, rezitiert vorgetragen um Stimmungen
hochzuheben
oder mit traurig beschwingten Melodien hinunter zu tragen. Das
Ergebnis ist
ein Unterhaltungsprojekt, das darauf achtet eine Geschlossenheit von
Musik
und Text zu wahren.
text - heimo linder
electronic - matthias erian
gitarre - andy tschernkowitsch
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02 Veranstaltung mit Stalin Perez Borges
von: agm at agmarxismus.net
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Veranstaltung mit
S t a l i n P é r e z B o r g e s
Die Plattform für ein sozialistisches Venezuela (AGM, AL, GRA,
Labournet Austria und Einzelpersonen) lädt Mitte Mai einen Vertreter
des klassenkämpferischen Flügels ("Clasistas") des größten
venezolanischen Gewerkschaftsdachverbands (UNT) auf eine Tour durch
Österreich und Deutschland ein.
Stalin Pérez Borges ist Co-Vorsitzender der UNT und führendes
Mitglied der aus trotzkistischer Tradition kommenden PRS (Partido
Revolucion y Socialismo). Am Freitag, den 12. Mai 2006 wird er in
Wien sprechen.
Veranstaltung
S o z i a l i s t i s c h e R e v o l u t i o n i n V e n e z
u e l a ?
Findet in Venezuela eine Revolution statt? Welche Rolle spielt die
Chavez-Regierung? Was sind die Ziele der venezolanischen
ArbeiterInnenbewegung? Was kann die Linke in Europa tun?
Fr., 12. Mai, 19:00 Uhr, Haus der Begegnung 2, Praterstern 1 (U1, S-
Bahn, etc.)
AGM-Artikel zu Venezuela
http://www.agmarxismus.net/aktartikel/klassenkaempfe_venezuela.htm
Außerdem verweisen wir auf einen Artikel von Nick Brauns
(Marxistische Initiative), der sich mit dem türkisch-chauvinistischen
Film „Das Tal der Wölfe: Irak“ (und einer Rezension dieses Films von
Jürgen Elsässer in der JungenWelt) auseinandersetzt:
http://www.ak-marxismus.de/debatte/tuerkei/woelfe.html
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03 19.4.: Italien hat gewählt!
von: LM.Sender at spoe.at
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ITALIEN HAT GEWÄHLT!
In Italien finden am Freitag, den 7. April die
Abschlussveranstaltungen zum Wahlkampf statt. Am kommenden Sonntag
und Montag, den 9. und 10. April wird sich entscheiden, wer als
Sieger der Wahlen in unserem Nachbarland hervorgeht: abermals
Regierungschef, Multimillionär und Medienzar Silvio Berlusconi oder
sein Herausforderer Romano Prodi, selbst italienischer Regierungschef
1996-98, ehemaliger EU-Kommissionspräsident und Spitzenkandidat des
Mitte-Links-Wahlbündnisses. Berlusconis Name steht für unglaubliche
Verflechtungen von Politik, Wirtschaft und Medien. Als Besitzer von
drei TV-Stationen und mit erheblichem Einfluss auf den staatlichen
Rundfunk kennt der Medientycoon keine Grenzen in Sachen
Selbstinszenierung. Auch die Beschimpfung von kritischen Journalisten
bzw. des politischen Gegners und seiner Anhänger steht auf der
Tagesordnung des Forza Italia-Gründers. Romano Prodi hingegen hat das
Image des zwar äußerst seriösen, aber ein wenig langweiligen und
behäbigen Professors, obwohl er bereits in unterschiedlichen
Funktionen in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik für Italien tätig
war. Noch scheint es offen zu sein, wie der nächste italienische
Ministerpräsident heißen wird. Welchen Weg Italien nach den Wahlen
auch einschlägt, eine wichtige Frage stellt sich auf jeden Fall: Was
sagen Politkerfiguren wie Berlusconi und Co, die sich über
demokratische Traditionen und den liberalen Rechtstaat hinwegsetzen,
zu ihren persönlichen Gunsten in die Gesetzgebung eingreifen, Medien
instrumentalisieren sowie inhaltlich an die niederen Instinkte der
Menschen appellieren prinzipiell über den Zustand unserer
(europäischen) Demokratien aus?
* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *
Diskussion
Mittwoch, 19. April 2006, 19 Uhr
in der Zukunfts- und Kulturwerkstätte, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien
> TeilnehmerInnen:
>
>
Dr. Giovanni Del Re
Chef des Brüsseler Büros der italienischen Nachrichtenagentur ADNKRONOS
Dr. Luise Hahn
Italienkorrespondentin des Kurier
Dr. Franz Kössler
Chefredakteur des ORF-Wochenmagazins Weltjournal, Studium der
Philosophie in Frankfurt am Main und Florenz, italienisches
Staatsexamen für Journalismus
Mag. Karl Krammer, M.A.I.A.
Berater in Politik und Medien, Absolvent des Bologna Centers der
Johns Hopkins University
Moderation:
Mag. Patrizia D'Acerno
Mitarbeiterin im Internationalen Sekretariat der SPÖ
* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *
> Nähere Infos unter:
Zukunfts- und Kulturwerkstätte
Schönlaterngasse 9, 1010 Wien
Tel.: 01/513 86 82
www.diezuk.at
zuk at spoe.at > An- und Abmeldung des Veranstaltungsabos:
Gehen Sie bitte auf die Seite
www.diezuk.at/online/page.php?P=10180
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04 Veranstaltungshinweis "Kritik des Kapitals"
von: infoladen-wels at liwest.at
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Vortrag und Broschüren-Vorstellung mit Gerhard Hanloser:"Kritik des
Kapitals"
am 28.04.06, ab 19:30 Uhr im Infoladen Wels, Spitalhof 3, 4600 Wels.
"Warenkritik" und "Kritik der Arbeit" - damit will die theoretisch
ausgerichtete Linke den Verhältnissen ans Leder gehen. Klassenkampf und
Kampf gegen die Lohnarbeit kommt darin nicht mehr vor. Die in dieser
Broschüre versammelten Polemiken und Interventionen wollen eine
praktische Kritik am Kapital als soziales Verhältnis üben. Darüber
hinaus gilt es, das Erbe des Linksradikalismus aufzunehmen und zu
aktualisieren, die in der Vergangenheit Revolten und Revolutionsversuche
begleiteten.
Diese Broschüre bietet einen guten Einstieg in z.Z. angesagte
Theoriediskussionen. Der Autor setzt sich u.a. mit der "Krisis-Gruppe",
dem Rätekommunismus, mit Postone, Holloway, Anti-Deutschtum, der
russischen Revolution u.a. auseinander. Auch und gerade für Leute, die
sich in der Vielfalt der bundesdeutschen linken theoretischen Einfalt
orientieren wollen eine prima Lektüre. Im Anhang ein
"Fremdwortverzeichnis" (in guter alter rätekommunistischer Tradition)
und Kurzinfos zu diversen linken Theoriegruppen.
Gerhard Hanloser ist ein Soziologe aus Freiburg.
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Vielen Dank im voraus!
Grüsse,
Infoladen Wels
Kulturverein und Buchhandlung
Spitalhof 3
4600 Wels
http://www.infoladen-wels.at
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05 Bildungspolitik und Friedensbewegung
von: verin.stadtteilz.simmering at chello.at
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Friedensinitiative Donaustadt:
BILDUNG AUF DEN MARKT GEWORFEN
Die LehrerInnen für den Frieden engagieren
sich für Friedenserziehung und für das
Aufzeigen der Ursachen, die zu Konflikten
und Krieg führen. Die Auswirkungen der
neoliberalen Politik im Bildungsbereich
sind damit auch ein Thema von
FriedenslehrerInnen und der Friedens-
bewegung.
Die Friedensinitiative Donaustadt
hat daher Dra. Elke Renner zum Thema
"Bildung auf den Markt geworfen"
(die Auswirkungen der neoliberalen
Bildungspolitik) am Dienstag,
den 11. April 2006 eingeladen.
Dra. Elke Renner ist Vorsitzende der
LehrerInnen für den Frieden und des
Österreichischen Friedensrates sowie
Vorstandsmitglied der Werkstatt für
Frieden und Solidarität. Dra. Renner gibt
mit engagierten FriedenslehrerInnen die
pädagogische Buchreihe "Schulheft" heraus.
Das Referat von Dra. Elke Renenr beginnt
am Dienstag, 11. April 2006 um 19.00 Uhr in
Donaucitykirche, 1220 Wien,
Donaucitystraße (U1 Kaisermühlen).
FÜR DEN WIENER TERMINKALENDER:
Dienstag, 11. April 2006,
19.00 Uhr: Dra. Elke Renner,
Bildung auf den Markt geworfen (neoliberale
Bildungspolitik)
Donaucitykirche, 1220 Wien,
Donaucitystraße (U1 Kaisermühlen)
Eintritt frei.
Informationen:
Ernst Toman, Friedensinitiative Donaustadt,
Tel. 01 263 61 92
Andreas Pecha, Friedensbüro Wien, pax.vienna at chello.at
Alois Reisenbichler, Tel. 0664 39 51 809
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MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE
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06 8. April: Internationaler Tag der Roma und Sinti
von: gfbv.austria at chello.at
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8. April: Internationaler Tag der Roma und Sinti
Diskriminierung von Sinti und Roma in ganz Europa hört nicht auf
Bozen, 7. April 2006
Weltweit wird am 8. April der Romano Dives gefeiert, der
Internationale Tag
der Roma-Nation. Es wird der Jahrestag des ersten internationalen
Kongresses
der Roma in London (8. April 1971) gefeiert, bei dem die Romani Union
gegründet wurde, die erste weltweite Organisation der Roma, die 1979
von der
ONU anerkannt wurde. Die Diskriminierung der die Roma fing vor etwa 5
Jahrhunderten bei ihrer Ankunft in Europa an und erreichte ihren
Höhepunkt
im Porrajmos, dem Holocaust der Sinti und Roma, bei dem wenigstens
500.000
Sinti und Roma in den Konzentrationslagern des Dritten Reichs ums Leben
kamen. Trotzdem hat sich die Situation für Sinti und Roma in ganz Europa
nicht viel geändert und wir beobachten heute überall beunruhigende
Ausdrücke
einer wachsenden Intoleranz gegen diese ethnische Minderheit.
In Italien z.B. verstossen die "Camps", die Sinti und Roma "zur
Verfügung"
gestellt werden, gegen jegliche menschenrechtliche Mindeststandards: die
"Camps" befinden sich meist in der Nähe von Müllhalden oder in äusserst
nachteiligen und umwelt-unfreundlichen
Lagen. Die Situation der Sinti und Roma in Italien kommt einem
Apartheid-Regime gleich und wurde vom ERRC (European Roma Rights Center)
auch als solches definiert. In Österreich wurden die Roma zwar als
nationale
Sprachminderheit offiziell anerkannt, Intoleranz und
Diskriminierung hören aber trotzdem nicht auf. Am 4. Februar 1995
spielte
sich die wohl schlimmste und tragischste Episode von Intoleranz
ab, als vier burgenländische Bürger, Erwin Horvath, Karl Horvath, Peter
Sarközi und Josef Simon, auf Grund ihrer ethnischen Angehörigkeit
ermordet wurden. Alle vier waren sie Roma. Seitdem hat sich die
Situation
der österreichischen Roma etwas verbessert, der Rassismus
ihnen gegenüber wächst jedoch immer noch.
Die gleiche Intoleranz können wir auch in der Tschechischen Republik, in
Polen, Ungern, in der Slowakei oder in Rumänien beobachten. Besonders
schlimm ist die Situation der Roma im Kosovo, wo die Roma-Flüchtlinge
sogar
auch von den europäischen Institutionen im Stich gelassen werden und
so dem
Terror der albanischen Extremisten ausgesetzt sind. Im Juni 1999,
kurze Zeit
nach Ankunft der NATO-Truppen, wurde die Mehrheit der Roma- und
Ashkali-Minderheit von albanischen Extremisten vertrieben, sie
mussten ihre
Heimat verlassen und ihre Häuser wurden niedergebrannt. Mord,
Vergewaltigungen, Entführungen, Folter und rassistische Verfolgung haben
130.000 Roma und Aschkali von insgesamt 150.000 zur Flucht gezwungen.
Während tausende Häuser für die albanische Mehrheit wieder aufgebaut
wurden,
schauten die NATO- und KFOR-Truppen stillschweigend zu, als 14.000
Häuser
von insgesamt 19.000 und 75 Viertel und Dörfer der
Roma- und Aschkali-Minderheit zerstört wurden. Bisher hat die
Internationale
Staatengemeinschaft nur 200 dieser Häuser wieder aufgebaut.
Die Situation der Sinti und Roma in Europa ist beunruhigend und
trostlos.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hofft, dass dieser
Internationaler Tag dazu beiträgt, die Verbrechen der Vergangenheit
und der
Gegenwart endlich wahr zu nehmen und neue Denkanstösse zu einer wahren
Integration im Respekt der kulturellen Vielfalt gibt.
Siehe auch:
* www.gfbv.it: www.gfbv.it/2c-stampa/2006/060310bde.html |
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07 Bildpunkt :: Heft Fruehling 2006 zum Thema "Streik!"
von: office at igbildendekunst.at
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:::::::::: Bildpunkt
:::::::::: Zeitschrift der IG Bildende Kunst
Heft Frühling 2006: Streik!
:: JETZT ERSCHIENEN ::
Potenziale des Streiks in Zeiten seiner Verunmöglichung: Prekäre
Arbeitsverhältnisse werfen auch die Frage nach Möglichkeiten der
Durchsetzung von Interessen neu auf. Büßt in Zeiten, in denen
Subjekte sich
gemäß der neoliberalen Doktrin als "UnternehmerInnen ihrer selbst"
begreifen
sollen, der Streik als ein klassisches Mittel sozialer Kämpfe an
Effektivität ein? Droht Streik gar kontraproduktiv zu werden?
Doch Arbeitsniederlegung und Verweigerung waren immer schon auch
Taktiken
und Praktiken jener Gruppen, die keinen oder nur bedingt Zugang zu
Produktionsmitteln besaßen: Frauen, MigrantInnen oder auch
KünstlerInnen.
Das wird im neuen Bildpunkt nicht nur in dem Frauenstreikposter von Eva
Egermann und dem Text von Torsten Bewernitz zur Geschichte und
Zukunft des
Streiks deutlich. Marion von Osten und Martin Rapp setzen sich - u.a.
ausgehend von filmkünstlerischen und fotografischen Arbeiten aus den
1970er
Jahren - mit der aktiven Rolle von MigrantInnen in Arbeitskämpfen
auseinander. Migrationspolitik erweist sich dabei auch als ein bis heute
zentraler Regulationsmechanismus für den Arbeitsmarkt.
Ein Streik in der Kunst kann, so Anna Artaker in ihrem Text über den
Kunststreik von Gustav Metzger, immerhin die Frage nach den
Bedingungen der
Möglichkeit von Kunst aufwerfen. Fehlte es Metzger noch an
Mitstreikenden,
haben die Proteste der Kulturprekären in Frankreich 2003 große
Solidarisierungen ausgelöst (Text von Bernd Beier über die
Intermittents du
spectacle). Einen Weg "vom Streik zur Selbstverwaltung" beschreibt Marco
Fernandes am Beispiel von Fabrikbesetzungen in Argentinien.
Birge Krondorfer und Oliver Ressler diskutierten mit der Bildpunkt-
Redaktion
die beiden Pole, zwischen denen sich Streik abspielt und die ihn
ausmachen:
Verweigerung und Aktion - oder um es mit der künstlerischen Arbeit von
Elisabeth Steger zu sagen: njetworking. Die Glosse "Der streikende
Körper"
stammt von Vlatka Frketic, die Bildstrecke zum "Streik!" hat Linda Bilda
gestaltet.
Im Kulturpolitik-Teil des aktuellen Bildpunkt erläutert Doris
Einwallner wie
das neue Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz (NAG) das Recht auf
künstlerische Freiheit einschränkt. Franziska Maderthaner sprach mit den
TV-Macherinnen Renate Billeth und Amina Handke über Okto.
::::::: Bildpunkt erscheint vier Mal im Jahr.
Jede Ausgabe widmet sich einem Themenschwerpunkt. Zentral sind dabei
ästhetische, aktivistische und theoretische Strategien samt ihrer
gegenseitigen Verschränkungen und Überschneidungen.
::::::: Redaktion: Jens Kastner (Koordination), Nora Sternfeld, Daniela
Koweindl, Eva Dertschei, Carlos Toledo
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(Ausland) pro Jahr über die IG Bildende Kunst zu beziehen.
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08 Homosexuelle: LG Eisenstadt gegen Stiefkind-Adoption
von: office at RKLambda.at
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RKL-Klagsoffensive geht weiter
Landesgericht Eisenstadt gegen Stiefkind-Adoption
RKL: „Nun ist der Oberste Gerichtshof am Wort“
Nach den Erfolgen im Steuerrecht und bei der Mitversicherung in der
Krankenversicherung geht die RKL-Klagsoffensive zur Gleichstellung
gleichgeschlechtlicher Paare in die nächste Runde. Das Bezirksgericht
Neusiedl hat einer Frau die Genehmigung der Adoption des Kindes ihrer
Lebensgefährtin verweigert. Das Landesgericht Eisenstadt hat dies
bestätigt. Jetzt ist der Oberste Gerichtshof am Wort.
Theoretisch können auch gleichgeschlechtlich l(i)ebende Menschen als
Einzelpersonen Kinder adoptieren, auch die leiblichen Kinder ihrer
PartnerInnen (Stiefkindadoption). Faktisch ist dies aber nicht
(sinnvoll) möglich, weil die leibliche Mutter ihre elterlichen Rechte
verliert, wenn ihre Partnerin ihr Kind adoptiert bzw. der leibliche
Vater seine elterlichen Rechte wenn sein Partner sein Kind adoptiert.
Heterosexuelle (auch unverheiratete) Paare können nach Adoption des
Kindes des einen Partners durch den Stiefelternteil beide rechtlich
Eltern sein. Gleichgeschlechtlichen Paaren ist dies, und damit eine
sinnvolle Stiefkindadoption, verwehrt.
Das RKL unterstützt den Fall einer Frau, die die Adoption des Kindes
ihrer Partnerin bereits vertraglich besiegelt hat, den
Adoptionsvertrag aber nicht zur gerichtlichen Genehmigung einreichen
konnte, weil das nach der geltenden Gesetzeslage zwangsläufig den
Verlust der elterlichen Rechte durch die Mutter zur Folge hätte. Mit
einem Individualantrag an den Verfassungsgerichtshof wurde die
Aufhebung der entsprechenden Bestimmung des Allgemeinen Bürgerlichen
Gesetzbuches (§ 182 Abs. 2 Satz 2 ABGB) begehrt. Der
Verfassungsgerichtshof hat die Antragstellerin an das
Pflegschaftsgericht verwiesen. Nach Ablehnung ihres Antrags durch das
Bezirksgericht könne dann das Landesgericht bei ihm, dem
Verfassungsgerichtshof, die Aufhebung des Gesetzes beantragen (VfGH
14.06.2005, G 23/05).
Freibrief zur Diskriminierung?
Das Bezirksgericht Neusiedl am See hat die Genehmigung des
Adoptionsvertrages mit Beschluss vom 10.10.2005 (1 P 101/05g)
verweigert. Fragen sexueller Orientierung fallen in den Schutzbereich
des Rechtes auf Privat- und Familienleben (Art. 8 EMRK) und
Diskriminierungen auf Grund der sexuellen Orientierung sind
grundsätzlich nicht zu tolerieren, so der Richter. Dessen ungeachtet
vermeinte er unter Berufung auf das Urteil des Europäischen
Menschenrechtsgerichtshofs im Fall Fretté gg. Frankreich 2002, dass
im Bereich des Adoptionsrechts den Staaten ein weiter
Ermessensspielraum zustehe, der die Benachteiligung homosexueller
Paare bei der Stiefkindadoption decke.
Die Adoptionswerberin, ihre Partnerin und das Kind haben gegen diesen
Beschluss Rekurs erhoben und darauf hingewiesen, dass es in ihrem
Fall nicht wie im Fall Fretté um die Einzeladoption eines fremden
Kindes geht, zu dem noch keinerlei Beziehung besteht, sondern um die
Benachteiligung von unverheirateten homosexuellen Paaren gegenüber
unverheirateten heterosexuellen Paaren (die der Europäischen
Menschenrechtsgerichtshof ein Jahr nach Fretté prinzipiell für
unzulässig erklärt hat: Karner gg. Österreich 2003) bei der
Stiefkindadoption.
Das Landesgericht Eisenstadt hat die Ablehnung jedoch bestätigt
(21.02.2006, 20 R 177/05m). Nach seiner Ansicht sei die
Ungleichbehandlung gerechtfertigt, weil ein Kind stets
verschiedengeschlechtliche Elternteile brauche. Gegen diese
Entscheidung hat die Familie Revisionsrekurs an den Obersten
Gerichtshof erhoben und unter anderem geltend gemacht, dass Kindern
mannigfaltige Möglichkeiten des Erlebens weiblicher und männlicher
Lebensformen haben, sei es im Freundes- und Bekanntenkreis, sei es in
Kindergarten, Schule, Medien u.v.a.m.. Es ist schließlich auch nicht
die Frage, ob das Kind in einer gleichgeschlechtlichen Familie
aufwächst oder nicht, sondern ob Kinder in solchen Familien gegenüber
Kindern in heterosexuellen Familien dadurch benachteiligt werden
sollen, dass sie zu ihrem Stiefelternteil keine rechtlich gesicherte
Beziehung herstellen können.
„Der Ball liegt nun beim Obersten Gerichtshof“, sagt der Wiener
Rechtsanwalt Dr. Helmut Graupner, Präsident der Homosexuellen-
Bürgerrechtsorganisation Rechtskomitee LAMBDA und Anwalt der Familie,
„und wir dürfen gespannt darauf sein, ob er der Einladung des
Verfassungsgerichtshofs folgt und, so wie seinerzeit das
Oberlandesgericht Innsbruck hinsichtlich § 209, im Sinne der Grund-
und Menschenrechte die Aufhebung eines homosexuellendiskriminierenden
Gesetzes beantragt“.
Das 1991 gegründete Rechtskomitee LAMBDA (RKL) arbeitet
überparteilich und überkonfessionell für die umfassende
Verwirklichung der Menschen- und Bürgerrechte gleichgeschlechtlich l
(i)ebender Frauen und Männer. In seinem Kuratorium vereinigt es so
prominente Mitglieder wie den SPÖ-Vorsitzenden Dr. Alfred Gusenbauer,
Präs. NRAbg. Peter Schieder,, NRAbg. Mag. Terezija Stoisits, den
renommierten Kinder- und Jugendpsychiater Univ.-Prof. Dr. Max
Friedrich und die Kinder- und JugendanwältInnen von Wien DSA Monika
Pinterits und Dr. Anton Schmid, den Generalsekretär von Amnesty
International Österreich Mag. Heinz Patzelt und die bekannten
Menschenrechtsexperten Dr. Lilian Hofmeister und Univ.-Prof. Dr.
Manfred Nowak, die Sexualwissenchafter Univ.-Prof. Dr. Josef
Christian Aigner, Prof. Dr. Rotraud Perner und Mag. Johannes Wahala,
den Theologen Univ.-Prof. Dr. Kurt Lüthi, Günter Tolar u.v.a.m.
Rückfragehinweis: 0676/3094737; 01/8763061, office at RKLambda.at,
www.RKLambda.at
06.04.2006
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09 Nein zum Ausverkauf der BAWAG
von: oesk at aon.at
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ösk-info
Liebe Kolleginnen und Kollegen!
BAWAG
nachfolgendes Flugblatt haben wir die letzten Tage unter
Gewerkschaftsmitgliedern, Beriebsräten usw. verbreitet und sind damit
auf große Zustimmung gestoßen. Bitte weiter verbreiten.
Gegen den Ausverkauf der BAWAG
In einer "Panikreaktion", wie es der ÖGB-Vorsitzende von Vorarlberg,
Norbert Loacker, ausdrückte, wurde der Bawag-Verkauf beschlossen. Von
der ÖGB-Sptize in einersamer Entscheidung, ohne die Mitglieder oder
die Bawag-Beschäftigten zu fragen.
Die ÖGB-Spitze hat kein moralisches Recht dazu. Sie fällt damit den
arbeitenden Menschen in den Rücken. Der Bawag-Verkauf kommt einer
Selbstzerschlagung der Gewerkschaftsbewegung gleich. Wo bleibt die
Mitsprache der (noch) 1,3 Millionen Mitglieder? Beseitigung der
Spekulationsmachenschaften ja, Ausverkauf der Bawag Nein!
Rückführung der Bawag in das echte Eigentum der Mitglieder ist im
Interesse der ÖGB-Mitglieder und der Bawag-Beschäftigten.
Wirkliche und demokratische Kontrolle der Mittel und der
Entscheidungen des ÖGB und der Gewerkschaften von unten – Urabstimmung!
Wie sollen wir glaubhaft gegen den Ausverkauf von Voestalpine,
Telekom, Post usw. auftreten, wenn unsere Gewerskchaftsspitzen selbst
das aus den Beiträgen der Mitglieder und aus den Geldern von
ArbeitnehmerInnen-Sparern entstandene "Familiensilber" verscherbeln?
So eine Vorgangsweise sichert weder die Gewerkschaftsbewegung noch
die Wahlchancen von ArbeitnehmervertreterInnen.
Solidarität ist unsere Stärke - Widerstand unsere Chance!
Bitte kopieren und weitergeben!
Das ÖSK ist ein Forum von Kolleginnen und Kollegen, die wieder mehr
sozialistische Grundsätze und Denkweise in ihrer gewerkschaftlichen
Arbeit für die Rechte der arbeitenden Menschen als ihre Richtschnur
sehen. Das Österreichische Solidaritätskomitee erhält sich
ausschließlich von Mitgliedsbeiträgen und von den Spenden seiner
Aktivisten, Abonnen-ten und Unterstützer. Es hat sich 1981 anlässlich
des Kampfes der Judenbuger Stahlarbeiter österreichweit gegründet.
Ich bin an weiteren Informationen interessiert:
NAME
ADRESSE E-
Mail Telefon
Einsenden an: Österreichischen Solidaritätskomitee (ÖSK), 1160 Wien,
Wurlitzergasse 71/25, E-Mail: oesk at aon.at
Ausführlicher Artikel bereits erschienen in ÖSK-Nummer 86 - März 2006
BAWAG
Es ist keine 3 Monate her, da musste die zu 100 % im Besitz des ÖGB
befindliche BAWAG, die ehemalige Arbeiterbank, zugeben, dass sie 425
Millionen Euro bei der Refco-Affäre in den USA verloren hat. Damals
schwieg die poltische Konkurrenz noch, hat sie doch auch in "ihren"
Bankenimperien in der Vergangenheit genug Pleiten und
Fehlspekulationen zu beschönigen und vergessen zu machen (siehe dazu
Nr. 85). Nun aber wurde bekannt, dass schon in den lezten 15 Jahren
die BAWAG in höchst dubiose Spekulationsgeschäfte verwickelt war,
dass die Bank im Jahr 2000 vor dem Zusammenbruch stand – es ging um
1,3 Milliarden Euro. Um einen Crash zu verhindern, hat der Eigentümer
ÖGB die BAWAG mit dem ÖGB-Streikfonds besichert, sprich den
Streikfonds verpfändet.
Abgesehen davon, dass der ÖGB bis zum Antritt von Blau-Schwarz in den
letzen Jahrzehnten kaum streikte, ist vielleicht durch diesen
Hintergrund auch zu erklären, warum die Proteste seitens der
Gewerkschaftsspitze gegen die in der 2. Republik größten Angriffe auf
die arbeitenden Menschen gar nicht, nur widerwillig oder zögerlich
erfolgten. Oder dort, wo der Druck von unten enorm groß wurde, wie
bei der versuchten Zerschlagung der Sozialversicherung, bei der
kalten Absetzung von Hauptverbandspräsidenten Hans Sallmutter, bei
"Pensionsreform", Voestalpine-Ausverkauf, ÖBB-Zerschlagung, wurden
die Proteste ohne substanzielles Angebot der Regierung (siehe
Pensionsraub) abgebrochen. Die Menschen wurden bloß auf die nächste
Wahl vertröstet.
Auch bei der derzeit im Hintergrund betriebenen Post-Privatisierung
hielten ÖGB- und Postgewerkschaftsspitze verdächtig still, wurden
kaum beworbene Protestmärsche zum Alibi. Zudem wurde auch die BAWAG,
in die die PSK fusioniert ist, gemeinsam mit anderen Banken zur
Umsetzung Privatisierung der Post beauftragt. Statt als ÖGB der
arbeitenden Menschen gegen den Ausverkauf aktiv zu mobilisieren – was
zwar in Worten behauptet wird, betreibt der ÖGB in der Tat zur
Sicherung der eigenen Bankgeschäfte die Post-Privatiserung aktiv mit.
Nun wäre ja nichts dagegen einzuwenden, wenn eine Gewerkschaft
Konsumvereine, Konsumgenossenschaften, und auch eine Arbeiterbank,
wie sie ja die BAWAG in den Anfängen (1920er Jahren) war, betreibt,
deren Ziel es ja sein sollte, die arbeitenden Menschen vor der
Profitgier der Unternehmerseite zu schützen, eben nicht auf Gewinn
arbeitend durch gemeinsamen Einkauf, zinsenlose bzw. zinsgünstige
Kredite usw., zu helfen. Statt dessen hat sich aber die BAWAG, so
nennt sie sich seit den 1960er Jahren, als sie von Arbeiterbank in
Bank für Arbeit und Wirtschaft umbenannt wurde immer weniger auf den
Faktor Arbeit, als auf den Faktor Wirtschaft – wie ja seit damals
auch im Namen enthalten – gestützt. Man wollte auch ordentliche
Gewinne machen. Man hing der zutiefst sozialdemokratischen Auffassung
an, wenn man nur genügend "rote" Betriebe, Banken usw. hätte, man den
Kapitalisten ebenbürtiger würde, die Kapitalisten zurückdrängen könne
usw. usf. Faktum ist, dass die "roten Manager" letztlich nicht anders
handelten als die "schwarzen" und zunehmend auch in die
Vorstandsetagen hineingehievten "blau-braun-orangen" Manager. Faktum
ist, dass die klassischen Kapitalisten die "roten" Manager immer nur
duldeten und überall wo es geht sich (wieder) hineinsetzen.
Den arbeitenden Menschen wurde Jahre hindurch vorgegaukelt, dass
"rote" Manager besser für sie seien. Doch die Politik von Androsch,
Vranitzky oder Klima, von Randa, Ruttensdorfer oder Ederer zeigt nur
eines: Die Genannten - und die Liste ließe sich auch hier fotsetzen –
haben es sich gerichtet. Mit Stimmen der arbeitenden Menschen
hochgekommen, wollten sie uns weismachen, dass "ihr" Erfolg auch
unserer wäre.
Für uns arbeitende Menschen bedeutet aber, egal wer der Profitmacher
ist, ob er schwarz, blau, braun, organge rot oder grün ist, er bleibt
ein Profitmacher. Und das bedeutet, auf Kosten der arbeitenden
Menschen, denn die erwirtschaften alle Werte.
Natürlich werden jetzt die Erzkonservativen aller Couleurs in
Parteien und Wirtschaft über das "rote" Unvermögen, herziehen. Die
Betroffenen, ÖGB und SPÖ, werden in Rückzugsposition gehen, weil sie
ja tatsächlich längst Teil der Kapitalslogik geworden sind. Die
traditionellen Konservativen werden umgekehrt so tun, als seien die
BAWAG-Spekulationen etwas ganz anderes, das bei ihnen nicht vorkäme.
Doch was ist mit den größten Pleiten und dubiosesteten
Spekulationsgeschäften von klassischen "Unternehmern" und Managern
wie bei Enron/USA oder den Pensionsfonds in Japan usw. usf.?
Durch ihre Anbiederung an und Eingliederung in die Profitlogik des
klassischen Kapitals verlieren SPÖ und ÖGB bei der arbeitenden
Bevölkerung klarer Weise immer mehr jegliche Glaubwürdigkeit.
Sichtbar wird das bei Wahlen, wo immer mehr Menschen angewidert zu
Hause bleiben. Doch in Ermangelung einer Alternative, und weil die
Mehrzahl der Arbeitenden Unternehmerpolitik nicht will, funktioniert
das Spiel noch immer, kommt eine SPÖ vielleicht noch auf 30 – 40 %.
Das reicht aber allemal für die Unternehmerseite, dass wieder ihre
Parteien "gewinnen", oder dass sie eine große Koalition, wenn es in
ihr Geschäftsinteresse passt, unterstützen – zu Lasten der
arbeitenden Menschen.
Was bleibt? Man kann eine Gewerkschaft nicht wie eine Bank führen.
Man kann eine Partei nicht wie eine Firma führen. Die Gründer von
Sozialdemokratie und Gewerkschaftsbewegung würden sich im Grab
umdrehen. Man kann der Unternehmerseite im Interessse der arbeitenden
Menschen nicht dadurch entgegentreten, dass man selbst Unternehmer
wird. Dann ist man selbst Unternehmer und eben auf der anderen Seite
wie die Arbeitenden.
Das "Kapital" von ÖGB und SPÖ wären die arbeitenden Menschen und
nicht Aktien- und Geldspekulationen. Was nützt ein Streikfonds, der
nicht zum Streiken, sondern zur Besicherung von
Spekulationsgeschäften verwendet wird? Nichts! So eine Politik
schadet den arbeitenden Menschen extrem. Wer so eine Gewrkschafts-
und Parteipolitik macht, der stärkt die Kapitalseite und ihre
Parteien. Die "Stärke" der Rechten ist die Schwäche der sogenannten
Arbeitnehmervertreter ÖGB und SPÖ.
Die gesamte Ausgabe 86/2006 kann unter oesk at aon.at unter Angabe der
Postadresse bestellt werden.
Mit kollegialen Grüßen
ÖSK
Informationszusendung gemäß Telekommunikationsgesetz:
Sehr geehrte Empfängerin, sehr geehrter Empfänger der E-Mail-
Aussendungen des Österreichischen Solidaritätskomitees (ÖSK).
Wegen der geänderten Gesetzeslage im Rahmen des
Telekommunikationsgesetzes (TKG § 107) ab 1.3.2006 werden Sie um Ihre
ausdrückliche Zustimmung, weiterhin unsere Aussendungen erhalten zu
wollen, ersucht. Sie haben von uns bisher schon mehrmals Texte,
Einladungen zu Veranstaltungen usw. erhalten und diese nicht
abbestellt. Wir gehen daher davon aus, dass Sie auch weiterhin an
unseren Informationen interessiert sind.
Die kostenlosen Aussendungen dienen lediglich der Information und
sind keine Werbung. Wenn Sie weiterhin Mails erhalten wollen, müssen
Sie gar nichts tun. Wenn Sie kein weiteres Interesse an unseren
Informationen haben, so schicken Sie uns dieses Mail zurück mit dem
Hinweis "Abmeldung", und zwar an oesk at aon.at Sie werden dann aus der
E-Mail-Liste ausgetragen. Eine "Abmeldung" ist auch später jederzeit
möglich.
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10 Notruf Asyl
von: office at asyl-in-not.org
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Aktion Notruf Asyl
Solidarität mit Relly !
Achtzehnjährige von Abschiebung bedroht.
Asyl in Not unterstützt Solidaritätsaktion ihrer Mitschülerinnen
Die Mutter sitzt schon in Schubhaft; die Tochter ist auf der
Psychiatrie.
Appell der Klassengemeinschaft: „Nehmt uns unsere Freundin nicht weg
und erspart ihr noch mehr Leid !“
Die 18jährige Relly und ihre Mutter Maria sind aus Moldawien nach
Österreich geflüchtet. Ihre Gründe haben sie nicht sofort erzählt.
Ich kann sie auch jetzt nur bruchstückweise und mit Vorbehalt
rekonstruieren:
Rellys Vater ist Staatsanwalt, er war oft betrunken und in
Korruptionssachen verstrickt; die Familie litt unter ihm. Er neigte,
wie es scheint, auch zu häuslicher Gewalt; aber darüber habe ich noch
nicht viel erfahren.
Niemand spricht gern über so etwas; noch dazu unter diesen Umständen.
Er versuchte jedenfalls, seiner Frau einen Einbruch in die Schuhe zu
schieben, und ließ sie von der Polizei verfolgen. Dabei nützte er
seine Verbindungen im korrupten Milieu. Maria hatte als
Steuerinspektorin gearbeitet und sich dabei Feinde gemacht.
In Österreich wurde sie gleich nach ihrer Ankunft (2002) in Schubhaft
genommen und kam erst nach 19 Tagen Hungerstreik frei. Kein
vertrauensbildender Anfang, oder finden Sie schon? Maria hat den
Behörden daher nicht die Wahrheit gesagt. Sie behauptete, aus
Tschetschenien zu sein. Sie hoffte, dann hätte sie bessere Chancen.
Ein Fehler, keine Frage. Ein Fehler – nicht aus Gründen der „Moral“.
Sondern weil man ihr jetzt nicht glaubt.
Im Berufungsverfahren hat sie die Wahrheit gesagt. Zu spät. Für den
UBAS ist sie unglaubwürdig. Wer einmal lügt... Daß es im
Berufungsverfahren mit gutem Grund kein Neuerungsverbot mehr gibt,
daß der UBAS ohne Ansehen der Person den objektiven Sachverhalt zu
ermitteln hat, daß Gemütszustände des Senatsmitglieds dabei
unerheblich sind – alles einerlei. Das Senatsmitglied war beleidigt,
weil es angelogen worden war. Also – negativ!
Bald darauf wurde Maria verhaftet. Verfahrenshilfe hat die Caritas
beantragt. Aber bis der Verwaltungsgerichtshof die aufschiebende
Wirkung zuerkennen wird, kann sie längst abgeschoben sein. Wie wir
hören, bereitet die Caritas eine Schubhaftbeschwerde vor.
Ihre Tochter Relly geht in Wien in die Schule. Sie ist – wie sagt
man? - gut integriert. Was kann sie dafür, daß der UBAS ihre Mutter
„unglaubwürdig“ fand? Ihre Mutter sitzt im Gefängnis; Relly steht
unter schwerem Schock. Ihre SchulkameradInnen wenden sich nun mit
einer Petition an das Innenministerium und an die Öffentlichkeit:
„Hiermit bitten wir alle Verantwortlichen, uns unsere Freundin nicht
wegzunehmen. Relly hat in wenigen Monaten Deutsch gelernt und kann
sich sogar besser ausdrücken als viele ihrer österreichischen
Mitschüler. Sie hat in allen Unterrichtsgegenständen den Stoff unter
widrigen Umständen (Flüchtlingsheim) nachgeholt und ist eine
ausgezeichnete Schülerin. Sie ist Klassenbeste in Latein und
Französisch. Abgesehen von ihren schulischen Leistungen und Erfolgen
engagiert sie sich auch in vielen anderen Bereichen und ist sehr
kulturgewandt.
„Relly ist uns allen sehr ans Herz gewachsen und eine gute Freundin
geworden. Durch ihre negativen Erfahrungen in ihrem Heimatland leidet
sie unter schweren psychischen Belastungen und ist traumatisiert. Die
Ungewissheit, wie ihr Leben weitergehen wird, tut ihr Übriges.
Nachdem ihre Mutter, während Relly in der Schule war, plötzlich in
Schubhaft genommen wurde, befindet sie sich seit 5. April in
psychiatrischer Behandlung.
„Bitte nehmt uns unsere Freundin nicht weg und erspart ihr noch mehr
Leid! Sie zu verlieren, wäre ein schrecklicher und unersetzlicher
Verlust für uns alle!“
Die Klassengemeinschaft des GRG 21 (Ödenburgerstraße 74) verlangt,
daß Relly eine humanitäre Aufenthaltsbewilligung erhält. Die
gesetzliche Möglichkeit gibt es dazu; es nur eine Frage des guten
Willens der Beamtenschaft.
Asyl in Not unterstützt diese Forderung. Überdies werden wir alle
rechtlichen Schritte ergreifen, die uns zweckdienlich erscheinen.
Relly hat uns Vollmacht erteilt. Im Asylverfahren ihrer Mutter hatte
sie als Minderjährige keine eigenen Gründe vorgebracht. Jetzt ist sie
über achtzehn und kann selbst einen Asylantrag stellen; dabei werden
wir sie eingehend beraten.
Aber das Wichtigste ist jetzt, daß Relly und ihre Mutter nicht
abgeschoben werden.
Wir beginnen daher mit einer Aktion „Notruf Asyl“:
Liebe Leserinnen und Leser !
Schicken Sie Protestmails an Frau Prokop, ministerbuero at bmi.gv.at
(Kopien bitte an uns): Fordern Sie, daß Relly und ihre Mutter
humanitäre Aufenthaltsbewilligungen erhalten; fordern Sie, daß Rellys
Mutter aus der Haft entlassen wird.
Schreiben Sie Leserbriefe an Zeitungen; schreiben Sie an die
Abgeordneten Ihres Wahlkreises. Fordern Sie sie auf, die Petition der
Klassengemeinschaft zu unterstützen. Fordern Sie, daß die
Menschlichkeit siegt.
Michael Genner
Asyl in Not.
Währingerstraße 59
1090 Wien
Tel.: 408 42 10-15, 0676 – 63 64 371
www.asyl-in-not.org
Spendenkonto:
Asyl in Not,
P.S.K., Kontonummer 92.034.400
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11 GLB/BAWAG/Tumpel/Verantwortung
von: leo.furtlehner at liwest.at
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BAWAG-Skandal zeigt wie sich „geschlossene Gesellschaft“ gegenseitig
deckt
Präsident Tumpel soll seine Verantwortung offen legen
Eine Offenlegung der politischen Verantwortung von AK-Präsident
Herbert Tumpel beim BAWAG-Skandal verlangt die Fraktion
Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB): Tumpel war bis 1997
Aufsichtsrats-Vorsitzender der BAWAG und ÖGB-Finanzchef und hatte
die auf Betreiben des damaligen Generaldirektors Helmut Elsner
erfolgte Wiederaufnahme der Karibik-Geschäfte abgesegnet.
„Spätestens nach dem in der Ära von GD Walter Flöttl – der faktisch
Gelder der BAWAG und damit des ÖGB seinem Sohn Wolfgang Flöttl
für riskante Kapitalspekulationen in der Karibik zur Verfügung
gestellt hatte – erfolgten Desaster hätte eigentlich allen
Verantwortlichen klar sein müssen, dass es nie wieder zu derartigen
Geschäften kommen dürfte“, meint die Wiener
GLB-Arbeiterkammerrätin Beatrix Todter.
Trotzdem wurde Elsner ein Freibrief ausgestellt, der im Jahre 2000
mit dem bekannten Milliarden-Desaster endete, wobei die BAWAG im
Alleingang durch Präsident Fritz Verzetnitsch und Finanzreferent
Günter Weninger nur durch die Sicherstellung des gesamten
ÖGB-Vermögens gerettet werden konnte. Und im Herbst 2005 setzte GD
Johann Zwettler mit einem über Nacht gewährten Kredit für die
bereits insolvente Refco weitere 400 Millionen Euro in den Sand.
Wenn Tumpel meint, bei den unter seiner Verantwortung wieder
aufgenommenen Veranlagungen habe es sich um „übliche Bankgeschäfte“
betreibt er eine recht durchschaubare Entsorgung seiner
Verantwortung: „Dass derartige Geschäfte immer ein hohes Risiko
beinhalten
ist jedem Laien klar, umso mehr gilt das für einen hochrangigen
Gewerkschafter wie Tumpel“, so Todter.
Im Übrigen zeigt sich am Beispiel des BAWAG-Skandals eine
„geschlossene Gesellschaft“ von Verantwortlichen die sich gegenseitig
Persilscheine ausstellt und mit aller Kraft deckt: Dem ehemaligen
Finanzminister Ferdinand Lacina waren die Anfang der 90er Jahre
getätigten BAWAG-Spekulationen bekannt und er ordnete als
Bankenaufsicht deren Einstellung an.
Daher ist anzunehmen, dass Lacinas Nachfolger Klima, Edlinger und
Grasser ebenfalls über derartige Geschäfte Bescheid wussten.
Gleiches gilt für die Nationalbank, im Besonderen für den seit 1998
amtierenden Gouverneur Klaus Liebscher und die von 1998 bis 2003
amtierende Vizegouverneurin Gertrude Tumpel-Gugerell.
Angeblich übte das Finanzministerium Druck auf den ÖGB mit der
Androhung die Bilanzen seit Anfang der 90er Jahre zu prüfen aus, die
BAWAG zur Gänze zu verkaufen: Damit wird deutlich, dass kein
wirkliches Interesse an einer lückenlosen Aufklärung der Vorgänge und
der dafür Verantwortlichen besteht. Es gilt das Motto: „Pack schlägt
sich, Pack verträgt sich“.
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12 GLB/Post/Urabstimmung/Börsegang
von: leo.furtlehner at liwest.at
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Kein überzeugendes Votum für Börsegang der Post
GLB lehnt Privatisierung der Post weiterhin ab
Weder Regierung und Vorstand noch Gewerkschaftsführung und
Personalvertretung können aus dem Ergebnis der ein überzeugendes Votum
für die Privatisierung durch den beschlossenen Börsegang von 49
Prozent der Post ableiten, stellt die Fraktion Gewerkschaftlicher
Linksblock im ÖGB (GLB) zum Ergebnis der vom 4. bis 7. April 2006
stattgefundenen Urabstimmung der Beschäftigten fest.
Formaldemokratisch mag das Ergebnis mit 56 Prozent Zustimmung bei 59
Prozent Beteiligung der 25.800 Beschäftigten der Post AG
ausreichen, faktisch bedeutet es freilich, dass durchgerechnet nur
ein Drittel der PostlerInnen dem Ergebnis der Verhandlungen
zwischen Personalvertretung und Vorstand zugestimmt hat. 44 Prozent
Nein-Stimmen trotz einer deutlichen Empfehlung das „Paket“
anzunehmen sind ein deutliches Zeichen des Unmutes. Und die
Verweigerung von 41 Prozent an der Urabstimmung teilzunehmen sind
Ausdruck einer massiven Stimmung von Resignation und Frust in der
Belegschaft.
„Das Management mag sich – wie Post-Chef Anton Wais meint – durch
dieses Ergebnis gestärkt sehen, für die Gewerkschaftsführung ist
es freilich Ergebnis einer Politik der Kapitulation“, meint GLB-
Bundesvorsitzende Karin Antlanger: Der Streikbeschluss vom Vorjahr
hat sich als warme Luft erwiesen. Die Protestaktionen beim
Finanzministerium und der ÖIAG-Zentrale waren mehr als flau. Ein
Protestmarsch gegen die Privatisierung der Post in Linz wurde von der
Gewerkschaft boykottiert.
Der Hintergrund dafür war, dass die Führung der Postgewerkschaft –
ebenso wie SPÖ und Grüne – von Anfang an den Börsegang
mitgetragen hat und nur den Termin desselben für verfrüht hielt.
Damit wurde jedem effektiven Widerstand gegen die Regierungspläne
von vornherein das Wasser abgegraben und de facto Zuarbeit für
Regierung und Vorstand geleistet: „Der von BZÖ-Staatssekretär Eduard
Mainoni Imageschaden für die Post AG ist nicht durch eine
Streikdrohung entstanden, sondern durch die Politik der Zerstörung der
Infrastruktur, der Vernichtung von Arbeitsplätzen und letztlich der
Privatisierung dieses wichtigen Unternehmens der
Grundversorgung“, so Antlanger.
Als Farce bezeichnet der GLB die Kernpunkte der Urabstimmung: So
werden 51 Prozent Staatsanteil garantiert – freilich nur bis zur
Nationalratswahl im Herbst 2006. Die gepriesene
Mitarbeiterbeteiligung besteht in Prämien beim Kauf von
Vorzugsaktien, deren
Nutznießer besserverdienende Postbedienstete sind. Der bis 2008
verlängerte Sozialplan bringt keine Arbeitsplatzgarantie, sondern
nur ein erweitertes „Golden Handshake“ beim Ausscheiden aus dem
Unternehmen.
Der GLB lehnt weiterhin die Privatisierung der Post grundsätzlich ab
und erinnert an seine im November 2005 an den Nationalrat
gerichtete Petition. Darin heiße es: „Die Post ist eine elementare
Einrichtung einer funktionierenden Infrastruktur und darf daher
nicht privatisiert werden, egal ob durch einen Verkauf oder einen
Börsengang. Die Post muss im öffentlichen Eigentum erhalten
bleiben. Ein verfassungsmäßiger Schutz des öffentlichen Eigentums ist
notwendig.“
Von 2000 bis 2005 wurde der Gewinn von 17 auf 103 Millionen Euro
gesteigert. Gleichzeitig wurden rund 7.000 Post-Arbeitsplätze
vernichtet und rund tausend Postämter zugesperrt. Parallel wurde der
Druck auf die Postbediensteten durch einen Mix aus
Rationalisierung und Mobbing bis hin zu Klagen gegen
Personalvertreter wegen angeblicher Geschäftsschädigung – wie im
Falle von
GLB-Postsprecher Robert Hobek – und Vorladung von Bediensteten wegen
der Teilnahme an Protestaktionen massiv erhöht.
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13 ACUS fuer klares Verbot ALLER Splitterbomben
von: verin.stadtteilz.simmering at chello.at
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ACUS FORDERT KLARES VERBOT ALLER SPLITTERBOMBEN
Am 6. April wird im außenpolitischen Ausschuss des Nationalrates über
das
Verbot von Splitterbomben diskutiert: Splitterbomben sind Waffen, die
vor
oder beim Auftreffen in tausende bis hunderttausende kleine Sprengkörper
zerfallen und die über eine große Fläche verteilt explodieren. Schwer
geschädigt durch diese Waffen wurden in den Kriegen der letzten
Jahrzehnte
die Zivilbevölkerungen von Afghanistan, Vietnam, Kambodscha, Laos,
Äthiopien, Eritrea und Sudan. Aber auch in Albanien und Bosnien, im
Irak und
in Tschetschenien wurde diese Streumunition eingesetzt.
Die Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS)
fordert die
Verwirklichung der Resolution des Europäischen Parlaments vom Oktober
2004,
die für ein sofortiges Verbot der Verwendung, Lagerung, des
Transports und
Exports von Splitterbomben eintritt, bis ein internationales Abkommen
über
Regulierung, Restriktion oder Verbot ausgehandelt ist.
"Angeblich gibt es Pläne, für so genannte 'intelligente' Bomben
Ausnahmen zu
schaffen. Als religiöse SozialistInnen und SozialdemokratInnen
fordern wir
ein klares und eindeutiges Verbot ohne jede Ausnahme", betont der
Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christentum und
Sozialdemokratie
(ACUS) Richard Schadauer.
"Sollte es wirklich PolitikerInnen im österreichischen Parlament
geben, die
für den Weiterbestand dieser schrecklichen Waffen eintreten, dann
muss an
der Intelligenz dieser Damen und Herren im Nationalrat gezweifelt
werden",
sagt der ACUS Bundesvorsitzende Richard Schadauer. "Oder wollen diese
nur
die Profite jener Rüstungskonzerne in der EU, die mit diesem
Mordsgeschäft
Riesenprofite machen, schützen?", fragt der ACUS-Bundesvorsitzende
Richard
Schadauer. (In Österreich werden keine Splitterbomben erzeugt.)
"Das neutrale Österreich soll zuerst ein österreichisches Gesetz
beschließen
und dann auf internationaler Ebene ein weltweites Verbot durchsetzen.
Dieser
Weg wurde beim Verbot der Anti-Personen-Minen in den 90er Jahren schon
einmal erfolgreich beschritten", schloss der Bundesvorsitzende der
Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) Richard
Schadauer.
Informationen:
Richard Schadauer, Tel. 01 789 24 58
Alois Reisenbichler, Tel. 0664 39 51 809
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14 Hildegard Goss-Mayr in St. Poelten: Information ueber Friedensdekade
von: verin.stadtteilz.simmering at chello.at
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Hildegard Goss-Mayr in St. Pölten:
UN-Dekade für Frieden und Gewaltfreiheit
Die Pazifistin Dra. Hildegard Goss-Mayr informierte bei einem
Sozialstammtisch der Betriebsseelsorge und der Katholischen
ArbeitnehmerInnenbewegung (KAB) an 4. April 2006 über die "Dekade für
eine
Kultur des Friedens und Gewaltfreiheit für die Kinder dieser Welt",
die von
auf Initiative der FriedensnobelpreisträgerInnen von der
Generalversammlung
der Vereinten Nationen beschlossen wurde.
Konkret berichtete Goss-Mayr über die zahlreiche Aktivitäten zur
Einübung
von Methoden der gewaltfreien Konfliktlösung in österreichischen
Schulen.
"Gewaltfreiheit ist heute keine Utopie mehr, sondern eine Erfahrung von
vielen Menschen weltweit", sagte Goss-Mayr, die aktiv die gewaltfreien
Aufstände, mit denen die Diktaturen auf den Philippinnen und in
Madagaskar
überwunden wurden, unterstützte.
Friedensgruppen haben ein weltweites Verbot von Anti-Personen-Minen
durchgesetzt. Eine Schweizer Initiative hat 1.000 Friedensfrauen (u.
a. auch
Hildegard Goss-Mayr) 2005 für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen
und damit
gezeigt, wie vielfältig das Engagement in aller Frauen Länder ist. Der
Ökumenische Rat der Kirchen hat ebenso wie die UNO das erste Jahrzehnt
dieses Jahrtausends als "Dekade zur Überwindung der Welt" ausgerufen.
Die
Weltsozialforumsbewegung, die Forderung nach einer Devisenumsatzsteuer
(Tobin-Tax) und die zunehmende Kritik an der neoliberalen
Wirtschaftsordnung
nannte Goss-Mayr als weitere Beispiele für den weltweiten Einsatz für
eine
gerechtere und friedlichere Welt.
Abschließend erzählte sie in ergreifenden Worten von ihren langjährigen
Einsatz für Gerechtigkeit in Lateinamerika, in Afrika und auf den
Philippinen, wo sie mit ihrem Mann in der Vorbereitung des
gewaltlosen und
erfolgreichen Volksaufstandes gegen den damaligen Diktator Marcos
aktiv war.
Mit freundlichen Grüßen
MAG. SEPP GRUBER MAS
BETRIEBSSEELSORGE ST. PÖLTEN
3100 St. Pölten, Schneckgasse 22
Telefon: 02742/72240 & 0650/2318824
Diensthandy (0676) 826 68 83 98
E - Mail: bszgruber at utanet.at
http://www.betriebsseelsorge.at.tf/
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15 AKS: Wie fair ist Gehrers Schule wirklich?
von: ingrid.gogl at aks.at
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AKS: Wie fair ist Gehrers Schule wirklich?
Utl.: Ministerin verdient Award für „unfairste Politik“
Zur aktuellen Initiative des Bildungsministeriums äußert sich die Aktion
kritischer SchülerInnen (aks) skeptisch: „Ähnlich wie die ‚Neue Schule’
ist auch diese Initiative nicht mehr als heiße Luft. Besonders
verwunderlich ist, dass einerseits mehr Fairness in Schulen gepredigt
wird, andererseits die Ministerin Gesetze unterstützt, die MigrantInnen
zusätzlich unter Druck setzen. Von Fairness kann also nicht die Rede
sein“, so aks Bundesvorsitzende Ingrid Gogl.
„Fair ist unsere Schule erst, wenn gewährleistet wird, dass jede
Schülerin
und jeder Schüler unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder sozialem
Status
die Möglichkeit zu höchster Bildung bekommt. Das ist in unserem
momentanen, stark selektiven Bildungssystem absolut nicht der Fall“, so
Gogl weiter.
Für die SchülerInnenvertreterin ist ebenfalls klar, dass auch
Partizipation von SchülerInnen und das Recht auf objektive
Leistungsbeurteilung Teil eines fairen Miteinanders in der Schule sein
müssen. „Wenn Gehrer Wein predigt und in ihren politischen Taten aber
Wasser ausschenkt, fühlen sich die Schülerinnen und Schüler alles andere
als fair behandelt“, so die Bundesvorsitzende abschließend.
Rückfragehinweis: Ingrid Gogl (aks Bundesvorsitzende): 0699/ 11 40 81 42
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WELTWEIT
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16 [womeninblack] Belgrade: Public announcement
von: womeninblack-bounces at listas.nodo50.org
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WE WANT DEMOCRACY, NOT THEOCRACY!
Public announcement on the occasion of the introduction of the Law on
churches and religious communities into parliamentary procedure
Women in Black is protesting because the last version of the Law on
churches and religious communities was introduced into the
parliamentary procedure without public discussion.
This is the continuation of the process of clericalization in Serbia,
which is very destructive for democracy. The current government has
let the Serbian Orthodox Church become an important political
factor. If this law passes, it would become an important economic
force as well.
We will mention some of the most unacceptable provisions in the
proposed law:
- The right to freedom of religion does not include citizens’
right to not have religious beliefs, and to express those freely and
assemble to demonstrate that;
- This proposal establishes unequal treatment of different
religious organizations, by introducing the concept of ‘traditional’
and ‘non-traditional’ churches and religious communities;
- The law inconsistently exempts religious communities from paying
taxes, while enabling them carrying out economic activities;
- This law does not allow of the Ministry of Education to monitor
the books, curriculum, teaching, and practice of religious classes in
state schools;
- This law, in delineating the limits of religious freedom, does
not prohibit the violation of women’s human rights and does not
protect women from the misuse of their reproductive and sexual rights
by the religious organizations.
The entire law seriously questions the separation of church and
state, guaranteed by the Constitution, and seriously threatens the
state’s secular character.
We expect that the representatives in the Serbian parliament will
accept comments and suggestions, both of from organizations and
voters, and we hope that the public will understand the importance of
the suggested amendments, created by numerous non-governmental
organizations and experts.
To bring attention to these issues, the Women in Black Network from
all of Serbia will organize public protest on Friday, April 7, in 13h
at the Republic Square.
Women in Black, Belgrade
April 6, 2006
Zene u crnom Beograd
Jug Bogdanova 18/5
tel/fax +381 11 2623225
www.zeneucrnom.org
_______________________________________________
womeninblack mailing list
womeninblack at listas.nodo50.org
http://listas.nodo50.org/cgi-bin/mailman/listinfo/womeninblack
this is the international WiB mailing-out list, for the INTERACTIVE
WiB e-list, go to http://groups.yahoo.com/group/interactiveWiB
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17 [gipfelsoli] St. Petersburg
von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org
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Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität
und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung
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www.gipfelsoli.org --
The Group for Legal Support of the Network Against G8 (NAG8)
The Group for Legal Support of the Network Against G8 (NAG8) was
founded at the
international coordination meeting of NAG8 in february 2006. The main
tasks of
group are: - information gathering about repression against people
and groups
who are suspected of protests preparing for the summit G8 in
St.Petersburg -
legal and informational support of people who are aim of repression -
spreading
information about cases of persecution of participants of protests and
participants of protests preparation process. We completely share
foundations
of Network Against G8. We need help of professional lawyers and
translators.
Contact: piter.legal [at] yahoo.com (russian, english and / or german)
--------------
At 15th of July the first G8 summit in russian history is starting in
St.Petersburg. 3 years ago the city was allready crowded by police
because of
300. anniversary, happenings were not allowed and one month befor the
celebration visa were no longer available. This meant, visa-needing
foreigners
were not able to get shorttimed access to russia regulary. Similair
strategies
can be expected by russian gouverment for the G8 summit. On an
international
coordination meeting of anarchist and libertarian structures in Kiev
a legal
support group was founded, which wants to deal with concrete
antirepression
activism and international publicity the next months. In detail it is
about
questions about laws in russia, about the installation of legal
observers, who
should support against estatal violence and about border caused
problems.
Additionally we want to build up an distribution to inform
sympatising groups
and media about our work and about concrete repression of state while
the
summit takes place and for solidarity-appeals. we need utterly
people, who can
translate different languages quickly and who are easy reachable via
mail. We
collect media contacts, search for potentional legal observers and
groups, who
can share their experiences (f.e. written material) with us. In
russia there is
no comparable structure like f.e. at the summit in Scottland, we need
medical
first aid groups and best professional doctors or ambulance skilled
people, who
could help local people with skillsharing. Our aim is, to demand
freedom of
opinion and to work against repression with international solidarity.
Therefor
we need a lot of support, especially meanwhile the summit in
St.Petersburg, but
also while the planned "warm up" week befor in moscow takes place.
Even if you
are not able to come to russia at all, there are options to support.
At the
14th of July there will be a global action day, which is planned to
take place
decentral around the world. We will need your solidarity eventhough
in front of
russian embassies in as much cities as possible.
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--
gipfelsoli infogruppe
Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und
Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten.
Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind
mit eckigen Klammern versehen.
Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der
Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge
nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder.
Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches Archiv des Newsletters
unter www.gipfelsoli.org.
Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org
gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe
https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l
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18 [gipfelsoli] Heiligendamm -- Genua
von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org
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Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität
und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung
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www.gipfelsoli.org --
- Linke gegen Gipfeltreffen
- Treffen mit G8-Kritikern
- Seine Kleidung verrät ihn: ein Zeuge erkennt den elegant
gekleideten Mann
wieder.
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-------Linke
Linke gegen Gipfeltreffen
Bad Doberan Die Delegierten der Kreiskonferenz der Linkspartei.PDS
Bad Doberan
haben auf ihrer Kreisdelegiertenkonferenz eine Entschließung
verabschiedet, in
der sie sich gegen G 8-Treffen und gegen die Durchführung des Gipfels
im Sommer
2007 in Heiligendamm aussprechen.
"Die G 8-Staaten verfolgen das Ziel neoliberaler Globalisierung, das
heißt der
unbegrenzten Öffnung aller Märkte weltweit, für die wirtschaftlich
stärksten
Länder - nahezu frei von sozialen, demokratischen oder ökologischen
Regulierungsmaßnahmen", heißt es unter anderem in dem Papier.
Die für den Gipfel geplanten Steuermittel sollten besser für soziale
Zwecke,
Bildung, Kultur, Kinder- und Altenbetreuung zur Verfügung gestellt
werden, sind
die Linken der Meinung.
[Ostsee-Zeitung, Donnerstag, 09. März 2006]
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Treffen mit G8-Kritikern
Bad Doberan Im Vorfeld des Heiligendammer G8-Gipfels mehren sich
Fragen und
Unklarheiten dazu unter den Einwohnern. Antworten gibt es von
offizieller
Stelle eher nur spärlich. Deshalb lud die Landtagsabgeordnete Birgit
Schwebs
(Linkspartei.PDS) zu einer Gesprächsrunde mit
Globalisierungskritikern ein.
Fast 40 Interessenten trafen sich zu einer Diskussion mit zwei
Mitgliedern der
globalisierungskritischen Netzwerke attac und dissent. Im Mittelpunkt
standen
Fragen nach den Zielen und Inhalten der Protestbewegung, aber auch die
politische Dimension des Gipfeltreffens wurde diskutiert. Die
Linkspartei.PDS
begreife sich als ein Teil der weltweiten Proteste, führte Schwebs
aus, und
wird im Jahr 2007 einen "Alternativen Gegengipfel" in Mecklenburg-
Vorpommern
organisieren, auf dem bekannte Globalisierungskritiker aus der ganzen
Welt
alternative Gedanken zum gegenwärtigen Globalisierungsprozess öffentlich
diskutieren werden.
[Ostsee-Zeitung, Mittwoch, 22. Februar 2006]
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Seine Kleidung verrät ihn: ein Zeuge erkennt den elegant gekleideten
Mann
wieder.
Seit gestern sind internationale Beobachter in den genuesischen
Gerichtssälen.
GENOVA, 06.04.06
Im genuesischen Gerichtssaal wird ein Video auf drei Bildschirmen
gezeigt. Der
Zeuge, ein deutscher Medienaktivist, geboren 1975, benennt eine
Person genau:
ein grosser Mann mit dunklem Anzug und hellem Hemd, Krawatte, Bart
und Helm. Er
sticht aus der Menge, der in die Schule eindringenden Polizisten
heraus. Jener
Mann ist der Angeklagte Francesco Gratteri, damals oberster
Vorgesetzter der
Sco(zentrale operative Einheit, Bereitschaftspolizei), dann Leiter der
Antiterroreinheit und heute oberster Polizeichef in Bari. Der Zeuge
erkennt ihn
während seiner Aussage in Bezug auf den Überfall auf die Diazschule.
Die Polizei schlug damals mit willkürlicher, unvorhersehbarer Härte.
Obwohl der
Zeuge D. M. Schalgstockhiebe und Tritte von drei unterschiedlichen
Polizeibeamten erlitt, bespuckt und beschimpft wurde, konnte er die
Geschehnisse um sich herum beobachten. Er erinnert sich an die
Ankunft zweier
weiterer behelmter Personen in zivil noch während die Gewalttaten in
der Schule
im Gange waren. Einen hatte er im besonderen bemerkt, jenen mit dem
Bart, der
elegant gekleidet war. "Er gab Befehle, ging langsam, sagte wenig,
dafür aber
kalt und präzise, als ob er solche Situationen gewöhnt sei." Also
Gratteri, der
in seinen Aussagen vor der Staatsanwaltschaft immer ausgeschlossen
hat, eine
Rolle als Befehlshaber inne gehabt zu haben und überhaupt geleugnet
hat während
des Überfalls in der Schule gewesen zu sein, war stattdessen während der
Gewalttaten in der Sporthalle anwesend und nach den Aussagen des
selben Zeugen
ist es sogar er, der an einem bestimmten Punkt einen Polizeibeamten
am Arm
gepackt hat, der gerade auf jemanden einschlug. In diesem Moment nahm
die
Intensität der Gewalt ab und die Phase der Durchsuchung begann. Gratteri
erscheint in dem Video neben Giovanni Luperi. Dieser, der ehemalige
Befehlshaber und Vize der Ucigos (die Koordinationsstelle der
politischen
Polizei)ist ein weiterer Angeklagter in dem Prozess gegen die 29
Befehlshaber
und Polizeibeamten, die wegen Körperverletzung, Amtsmissbrauch,
Falschaussage
und Verleumdung angeklagt sind. Für Gratteri ist es die zweite
Wiedererkennung
im Gerichtssaal, genau in einem Moment des Prozesses, in dem sich
weitere
Details, besonders in Bezug auf die Phase der Durchsuchung
herauskristallisieren.
"Die Polizisten entleerten die Rucksäcke", hat eine spanische Zeugin
dem Richter
beschrieben, "und sammelten auf der einen Seite schwarze
Kleidungsstücke, auf
der anderen Seite das, was sie für Waffen hielten." Und sie fügte
hinzu: "Sie
entfernten das Gestänge eines Rucksacks und legten es zu dem
beschlagnahmten
Material."
Einige der Zeugen des heutigen Verhandlungstages, unter denen eine
ältere
spanische Frau, die wegen der Franco-Diktatur seit 1961 in
Deutschland lebt und
2001 in der Diazschule geschlagen wurde, nahmen an einer
Pressekonferenz teil.
Diese Pressekonferenz fand heute Morgen im Gerichtsgebäude statt und
leitete
die Arbeit der internationalen Prozessbeobachter offiziell ein. Das
Komittee
Verità e Giustizia per Genova hat zusammen mit dem Komittee Piazza Carlo
Giuliani dieses Projekt initiiert. Dieses Projekt sieht vor, dass
Personen des
italienischen wie europäischen öffentlichen Lebens, der Politik,
Kultur und
Universitäten zur Analyse und Kommunikation über die genuesischen
Prozesse
beitragen.
[ Il Manifesto, 06.04.06]
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gipfelsoli infogruppe
Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und
Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten.
Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind
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19 News about Venezuela
von: office at venezuela-info.net
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POLITICS
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Venezuelan tax authorities have proven highly successful ... +43% in
2005
Oil Wars Blogspot writes: Previously I pointed, tax collections have
increased dramatically under the Chavez administration.
http://www.vheadline.com/readnews.asp?id=52781
vheadline.com, 5.4.2006
-----------------------------------------------------------
Uniquely the Venezuelan elite now finds itself in a very unusual
position...
`Minorities create news because they do daring things and act together`
http://www.vheadline.com/readnews.asp?id=52782
vheadline.com, 5.4.2006
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Venezuela has taken control of two oil fields operated by French firm
Total and Italy`s Eni.
Venezuela takes back oil fields
http://news.bbc.co.uk/1/hi/business/4873202.stm
BBCNews, 4.4.2006
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Analysis: How the US `lost` Latin America
As the BBC begins a special series on Latin America, Newsnight
presenter Gavin Esler gives his view on the region`s leftward trend
and its changing relationship with the US.
There is trouble ahead for Uncle Sam in his own backyard. Big trouble.
http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/americas/4861320.stm
BBCNews, 3.4.2006
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ECONOMICS
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Chavez rules out return to cheap oil
The DoE report shows that at today`s prices Venezuela`s oil reserves
are bigger than those of the entire Middle East - including Saudi
Arabia, the Gulf states, Iran and Iraq.
http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/americas/4871938.stm
BBCNews, 3.4.2006
-----------------------------------------------------------
MEDIA
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AP’s One-Sided Venezuela Coverage
On Desk Reporters Who `Phone-in` the Spin
http://www.narconews.com/Issue26/article567.html
18.12.2002
no more newsletters:
http://www.venezuela-info.net/newsletter/english/permission/abmelden.php
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20 News zu Venezuela
von: office at venezuela-info.net
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Weitere Artikel finden Sie gesammelt auf http://www.venezuela-info.net
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Aktuelle Artikel
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Vorbereitung auf Guerilla-Krieg
Venezuelas Präsident Hugo Chavez fordert Militär auf, sich auf US-
Angriff vorzubereiten
http://www.rbi-aktuell.de/cms/front_content.php?
client=1&lang=1&idcat=17&idart=5890
rbi-aktuell.de, 1.3.2006
-----------------------------------------------------------
Venezuela: Die UNT ist in Gefahr!
Analyse zur Situation der UNT von Paul Mazurka
http://www.home.pages.at/zrap/untalert.html
GRA, 6.4.2006
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`Bildung zum Nutzen der Gesellschaft`
Maria Colmenares ist Professorin an der Bolivarischen Universität in
Ciudad Bolívar.
http://www.jungewelt.de/2006/03-31/049.php?sstr=venezuela
jW.de, 31.3.2006
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Bauernproteste in Venezuela
Gegen Auftragsmorde und Koruption
http://www.jungewelt.de/2006/03-29/025.php
jW.de, 29.3.2006
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Kulturveranstaltung
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Tres del Sur live!
Wien, 20.4. 2006 in der `Vorstadt`
http://venezuela-info.net/article.php?id=3746&rid=0
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Wirtschaft
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Venezuela will mehr Tonerde produzieren
Venezuela ist dabei, seine Tonerdeproduktion in diesem Jahr
auszubauen und erwägt Verkäufe am Spotmarkt für diesen
Aluminiumrohstoff.
http://www.finanztreff.de/ftreff/news.htm?
id=24765276&r=0&sektion=branchen&awert=&u=0&k=0
finanztreff.de, 28.3.2006
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Venezuela erhöht Steuern für Ölfirmen
In Venezuela ist das neue Statut für im Land operierende ausländische
Erdölunternehmen in Kraft getreten.
http://news.search.ch/ausland/2006-04-01/venezuela-erhoeht-steuern-
fuer-oelfirmen
news.search.ch, 1.4.2006
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Venezuela verschärft Gangart gegen ausländische Ölunternehmen
Die linksgerichtete Regierung Venezuelas erhöht ihren Druck auf
internationale Ölkonzerne.
http://www.faz.net/d/invest/meldung.aspx?id=23268702
faz.net, 4.4.2006
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Venezuela: Total und Eni geben auf
In Venezuela sind mit Eni (Nachrichten/Aktienkurs) und Total
(Nachrichten/Aktienkurs) erstmals zwei wichtige Ölkonzerne aus großen
Förderprojekten gedrängt worden.
http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2006-04/artikel-6232261.asp
finanznachrichten.de, 3.4.2006
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21 Bosnien: Mord in Srebrenica verängstigt Rückkehrer
von: hans.bogenreiter at gfbv.at
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> GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER
> PRESSEERKLÄRUNG Göttingen, den 07.04.2006
>
> Bosnien: Mord in Srebrenica
> Erneutes Gewaltverbrechen verängstigt Rückkehrer
>
> Erschüttert muss die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) zur
> Kenntnis nehmen, dass eine 61 Jahre alte bosniakische Rückkehrerin am
> Donnerstag in der Gemeinde Srebrenica ermordet worden ist. Sie wurde
> mit einem stumpfen Gegenstand erschlagen und beraubt. Die Tote ist
> eine Verwandte der in der ostbosnischen Gemeinde arbeitenden
> Koordinatorin der GfbV und war vor einiger Zeit nach Srebrenica
> zurückkehrt. Dort lebte sie allein in der Nähe des Gedenkzentrums für
> die im Juli 1995 von serbischen Truppen ermordeten Einwohner der
> damaligen UN-Schutzzone. Auch die heute 61-Jährige hatte damals alle
> ihre männlichen Angehörigen verloren und war vertrieben worden.
>
> "Dieser zweite Mord an einer Rückkehrerin verängstigt Tausende von
> anderen Rückkehrern und nimmt ihnen den Mut für einen Neuanfang in
> ihren Heimatorten", erklärte der GfbV-Generalsekretär Tilman Zülch am
> Freitag. Schon vor etwa einem Jahr war eine Rückkehrerin im Dorf
> Pecista ermordet worden. Sie wurde durch die Explosion einer
> versteckten Handgranate getötet. Trotz vielfacher Bitten von
> Überlebenden des Völkermordes haben die Polizei, Administration und
> Gerichte der Republika Srpska, die vielfach selbst in die Verbrechen
> der Vergangenheit verstrickt waren, nichts unternommen, um dieses
> Verbrechen aufzuklären.
>
> Rund 4 500 bosnische Vertriebene sind in die 59 Dörfer im Großraum
> Srebrenica und in die Stadt zurückgekehrt. "Während Srebrenica
> weltweit zu einem Synonym für Völkermord geworden ist, haben die
> internationalen Institutionen und großen Hilfswerke die Stadt an der
> Drina verlassen", sagte Zülch. Die zurückgekehrten Witwen und Waisen
> sind sich selbst überlassen, müssen durch einfachste Landwirtschaft
> mit schwerer Arbeit ihr Überleben sichern.
>
> Die GfbV hat mehrfach an die Bundesregierung, die EU sowie an die USA
> appelliert, die willkürliche Teilung Bosniens aufzuheben und der
> Großgemeinde Srebrenica im Rahmen der Republik Bosnien-Herzegowina
> Selbstverwaltung zu gewähren.
> ======================================================
> Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
> Inse Geismar, Pressereferentin
> Postfach 2024, D-37010 Goettingen
> Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028
> E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de
> ======================================================
>
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22 Präsidentenwahlen in Peru
von: hans.bogenreiter at gfbv.at
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Presseerklärung der Gesellschaft für bedrohte Völker-Österreich,
Wien, am 7. April 2006
Präsidentschaftswahlen in Peru:
Indígenas: nur Wahl zwischen „größerem und kleinerem Übel“?
Kommenden Sonntag, den 9. April 2006, finden in Peru
Präsidentschaftswahlen statt. Insgesamt stellen sich 23 Kandidaten
zur Wahl, wobei sich drei Favoriten herauskristallisiert haben: der
extrem autoritäre und nationalistische Ollanta Humala, der sich gerne
auf seine indianische Herkunft beruft, die konservative Lourdes
Flores und der Ex-Präsident Alan García. Flores gilt als Kandidatin
der reichen Peruaner und García richtete während seiner Amtszeit
(1985-90) das Land wirtschaftlich zugrunde. Laut der peruanischen NGO
Servindi (Communicación intercultural) gibt es für die Indigenen
Perus nicht wirklich eine Wahlmöglichkeit, die ihre Lebensumstände
verbessern würde.
Das wirtschaftliche Wachstum der letzten Jahre brachte dem Großteil
der Bevölkerung wenig bis gar nichts. Der Unmut und die
Unzufriedenheit im Volk steigen, die peruanischen Politiker werden
als korrupt und unverschämt gesehen. Viele Menschen in Peru sehen
leider auch in der Demokratie kein Versprechen auf eine bessere
Zukunft - durch die Erfahrungen der letzten Jahre unter dem
Präsidenten Alejandro Toledo setzen sie damit Armut und
Ungerechtigkeit gleich. Diese Opfer des Neoliberalismus hoffen daher
auf einen neuen Führer, der das herrschende Chaos in Ordnung bringt.
Die neuesten Umfragen zeigen ein besorgniserregendes Bild, welches
Ollanta Humala als Sieger prognostiziert. Er findet gerade in den
armen Bevölkerungsschichten – zum Großteil Indigene und Mestizen* -
seine Anhänger, die ihn als einen von ihnen betrachten. Geschickt
setzt sich Humala als Retter der Nation in Szene. Er gibt vor, die
Leute zu verstehen und einen Platz für ihre Anliegen in seiner
Politik zu haben. Der Ex-Militär ist Populist, sobald er auf konkrete
Pläne angesprochen wird, verstrickt er sich in Widersprüche. Äußerst
rassistisch und antisemitisch sind die Aussagen, die aus dem Umfeld
seiner mestizischen Familie kommen. Seine Mutter forderte z.B.
Homosexuelle öffentlich zu erschießen, um die Moral im Land
wiederherzustellen und sein Vater ist der Ansicht, dass in
Lateinamerika nur noch „Cobrizos“, Indigene mit kupferfarbener Haut,
leben sollen. Diese und ähnliche Aussagen – auch von Humala selber -
machen deutlich, welche Gefahren bei einer Wahl dieses Kandidaten zum
Präsidenten droht.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker-Österreich (GfbV) bedauert
zutiefst, dass Humala seine indianische Wurzeln bzw. den Frust über
die Jahrhunderte lange Unterdrückung der Indígenas dazu benützt, um
mit rassistischen und antisemitischen Parolen Stimmen zu gewinnen.
Damit erweist er auch der indigenen Bewegung – nicht nur in Peru -
einen Bärendienst. Die GfbV distanziert sich daher ausdrücklich von
den politischen und weltanschaulichen Ansichten von Ollanta Humala.
* Rund 45 % der Bevölkerung Perus sind Indianer, 37% Mestizen, 15 %
Weiße und 3 % Afroamerikaner, Japaner, Chinesen u.a.
Gesellschaft für bedrohte Völker - Österreich
Untere Viaduktgasse 53/7A
A-1030 Wien
Tel: +43/1/503 49 90
Fax: +43/1/503 13 36
Homepage: www.gfbv.at
E-mail: office at gfbv.at
Vereinskonto: 7.238.909 BLZ: 60000
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23 TURKEY WAGES WAR ON KURDISH CHILDREN AND YOUNG PEOPLE
von: wadi.wien at gmx.at
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NOT TO BE PUBLISHED YET - BUT TO SIGN & TO DISTRIBUTE FOR MORE
SIGNATURES
THE APPEAL (SIGNED UNTIL NOW BY ABOUT 300 NGO's, INSTITUTIONS AND
PROMINENT PEOPLE) WILL BE PUBLISHED FRIDAY THIS WEEK
The Mezopotamian Development Society (MESOP) and Medico International
and Peace in Kurdistan Campaign
INTERNATIONAL APPEAL
TURKEY WAGES WAR ON KURDISH CHILDREN AND YOUNG PEOPLE
Europe has a responsibility to help find a just and peaceful solution
4 April, 2006
Turkish tanks and water cannons are hunting down Kurdish
demonstrators. Shootings, teargas, broken windows, burning houses,
screaming, dead bodies: for days, there has been turmoil in the
Kurdish cities of south-eastern Turkey, in Diyarbakir, Batman,
Hakkari, Siirt, Mardin, Kiziltepe and Nusaybin. Diyarbakir, the
largest city in the region, is like a city at war. The death toll so
far is 15, including children and young people, while hundreds have
been injured.
The Turkish Prime Minister Recep Tayip Erdogan claims that the
demonstrations are “the work of terrorists”. He said, “For those who
keep their children in the streets or allow them to be used by them,
their tears tomorrow will be in vain.” He has insisted that “Our
security forces will do what is necessary against those who have
become the pawns of terrorists, whoever they are, even if they are
women or children”.
The Kurds had celebrated the New Year festival, Newroz (21 March),
peacefully. But their hopes for peace were dashed once more. The
government in Ankara had already launched large-scale and provocative
military operations in the east of the country, using lethal
chemicals banned under international law, in which 14 guerrillas were
killed. At the funerals in Diyarbakir of four of the dead, the fury
of the people erupted because of their disappointment at the
continuing repression, the lack of justice and any hope for the future.
The mayor of Diyarbakir, who was trying to mediate, was threatened
with violence and physically attacked by the military. Doctors and
nurses were forbidden to treat the injured, and the state hospital
was surrounded by soldiers. Thousands of people taking part in
funeral processions and seeking to bury their dead and mourn them
were prevented from doing so by repeated tear gas attacks and shooting.
Millions of Kurdish people had hoped that Turkey would implement
various reforms required by the EU as part of its accession process,
including improving its human rights record and treatment of the
Kurds. But the Kurdish people are now discovering the brutal reality
that they were just paper reforms.
In view of the ongoing military deployment against the civilian
Kurdish population, we are making the following appeal to the public
worldwide; the institutions of the EU including the Council of
Europe; the European Commissioner for Enlargement, Olli Rehn, who is
responsible for Turkey’s accession negotiations; and to Austria,
which currently holds the European presidency:
Immediate and effective pressure must be brought to bear on the
Turkish government to stop the current fierce wave of persecution of
Kurdish people;
European courts must investigate these terrible incidents and bring
those responsible to justice;
Europe and its national governments, media, and the public must work
to end the continuing abductions, arrests and murders of Kurdish
people in southeastern Turkey;
Europe must use the opportunities it has to achieve a lasting and
peaceful solution to the long-standing violence in the region, a
solution recognised by Kurdish people that will guarantee their
rights that have been constantly denied them.
We, the undersigned, support this appeal
Name/Organisation
Signatures
Address
For more information contact
e-mail: MESOP at online de
or knklondon at gn.apc.org
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24 Egypt and Darfur: Cruel Intentions
von: wadi.wien at gmx.at
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Egypt and Darfur: Cruel Intentions
by Eric Reeves
Last week, the Arab League held its annual summit in Khartoum. The
choice of venue alone was a symbolic victory for Sudan's genocidal
government. More to the point, while the Arab League may not be a
generally effective organization, its members have played an unfortunate
role in the Darfur genocide: Along with China, they have been among the
only governments consistently to defend Khartoum. That happened again
last week, when the Arab League announced it would support Sudan's
opposition to the deployment of U.N. troops to Darfur.
The most important--and most pernicious--role has been played by the
Arab League's most powerful country. Egypt, which governed Sudan along
with Great Britain under "condominium rule" from 1898 through 1956, has
long had an essentially colonial view of its neighbor to the south.
Today, Sudan continues to loom large in Egyptian foreign policy: partly
because the Nile's waters--Egypt's most essential natural asset--run
north from Sudan, but also because Egypt aspires to exert hegemonic
power in the Horn of Africa. By consistently defending Sudan's genocidal
leaders on the international stage, Egypt has earned considerable
goodwill from Khartoum, and therefore leverage over the regime. That is
exactly what Cairo wants.
At independence, Cairo sought (unsuccessfully) to convince Sudanese
leaders to form a union with their previous colonial rulers. In the late
1970s, Egypt was the primary backer of the Jonglei Canal in southern
Sudan. This project would have straightened the course of the White
Nile, with the goal of increasing water flow to Egypt. It would have
also produced an environmental disaster of the first order, destroying
the ecosystem that defines the lives and livelihoods of many indigenous
southern Sudanese populations, particularly the Nuer tribal group. Only
the outbreak of renewed civil war in 1983 halted the project, which was
never completed.
In July 2001, Egypt, along with Libya, tried to undermine the
north-south Sudanese peace talks being weakly promoted under the
auspices of the Intergovernmental Authority on Development (IGAD), a
group of seven East African nations. The IGAD negotiations were based on
a "declaration of principles" that included the critical right of
southern self-determination. But Egypt's leaders--fearful that an
independent southern Sudan would not be party to the riparian treaties
governing use of the Nile waters, and loath to see their allies in
Khartoum weakened--sought to undermine the process: The so-called "Joint
Libyan-Egyptian Initiative" proposed to remove the right of
self-determination and create an alternative negotiating venue. In
short, Egypt was willing to sabotage peace prospects for Sudan because
it objected to the possibility of southern self-determination, including
possible secession. Fortunately, Egypt's efforts failed, and the IGAD
talks eventually led to a peace agreement in January 2005.
Most recently, Cairo has backed the National Islamic Front in its
genocidal policies in Darfur. Few countries have provided more
diplomatic or political cover for the NIF regime, particularly in its
efforts to forestall humanitarian intervention. Cairo has offered an
unqualified defense of Sudan's claim to national sovereignty (Egyptian
Foreign Minister Ahmed Aboul Gheit insisted last month that Khartoum
would have to approve the dispatch of U.N. troops to Darfur). And so
long as Khartoum can count on Egyptian support, it can count on support
from the Arab League as a whole. The group has served mainly as an
extension of Egyptian foreign policy (it was no surprise last week when
former Egyptian Foreign Minister Amr Moussa was named to a second
five-year term as secretary general). To be sure, the Arab League is a
largely discredited group. Still, any conferral of legitimacy from an
international organization gives Khartoum's genocidaires backing they
don't deserve.
Cairo also shares Khartoum's intense distaste for meaningful human
rights monitoring. /The New York Times/ recently reported that a cabal
of the world's worst human rights abusers, including Egypt, was seeking
to block reform of the U.N. Human Rights Commission, an inept
international body that, all too predictably, includes among its members
the government of Sudan. Egypt's own appalling human rights record
includes the government's murderous assault on Sudanese refugees in
Cairo this past December. The victims were overwhelmingly non-Arab or
African, including refugees from Darfur. The racial contempt for these
populations is patent in the attitudes of Cairo's leaders.
In January 2005, a U.N. Commission of Inquiry referred 51 names to the
International Criminal Court for investigation for "crimes against
humanity," war crimes, and possible genocide in Darfur. The names of
senior officials in the NIF regime are certainly on this list, so it's
not hard to see why Khartoum would resist an ICC investigation. But
Egyptian support has likely encouraged recalcitrance. Last year,
Egyptian Foreign Minister Ahmed Aboul Gheit said that Sudan should be
allowed to investigate war crimes in Darfur on its own. He went on to
warn that "adopting tough measures"--in other words, proceeding with ICC
investigations and prosecution--would "produce contrary results, not
serve ongoing efforts to resolve the issue in the Sudanese region of
Darfur, and give a chance to the parties to deepen the crisis." In other
words, Egypt joined Khartoum in warning off ICC investigator Luis
Moreno-Ocampo, and the ICC has still not been given access to witnesses
in Darfur. How much did Egyptian backing encourage Khartoum to resist
the ICC? Hard to say. But Cairo's stance certainly has not helped the
situation.
Meanwhile, Egypt has strenuously warned against the imposition of
sanctions on Sudan. At the end of February, Qatar, the only Arab country
currently on the Security Council, sided with China and Russia in
obstructing moves towards sanctions against Khartoum. This stance almost
certainly reflected Arab League--and thus Egyptian--thinking on the
issue. The upshot is that though the Security Council voted over a year
ago to impose sanctions on those working against peace and security in
Darfur, not a single member of the National Islamic Front has been
sanctioned.
Egypt also played an unfortunate role in the African Union's decision
last month to reject an immediate transfer of its mission in Darfur to
the United Nations. Cairo had made clear that it opposed such a
transfer--despite the fact that the A.U. force has proven unable to
provide the security necessary for humanitarian operations to reach
hundreds of thousands of desperate civilians.
In the deadly realpolitik that is Egyptian foreign policy, Sudan plays
an essential role in regional strategy. Cairo wants the National Islamic
Front to retain full control of Sudan and thereby forestall a referendum
on southern self-determination. Cairo also wishes Khartoum to accept
Egyptian preeminence within the Horn of Africa. All this is made easier
if Khartoum feels indebted Cairo. Now it does. To Egypt, the cost of
buying this support has been cheap, since it is being paid mainly by the
people of Darfur.
Eric Reeves <http://www.tnr.com/showBio.mhtml?pid=777&sa=1> is a
professor of English Language and Literature at Smith College and has
written extensively on Sudan.
Quelle: The New Republic
http://www.tnr.com/doc.mhtml?i=w060403&s=reeves040406
--
WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische
Entwicklungszusammenarbeit
e-mail: wadi.wien at gmx.at
website: www.wadinet.at
Tel.: 0699-11365509
Postfach 105
A-1181 Wien
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B) TERMINE
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Montag
http://www.mund.at/butt/Termine/April/1004.htm
Dienstag
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Mittwoch
http://www.mund.at/butt/Termine/April/1204.htm
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D) EDITORIAL
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* Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" *
* Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf *
* Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie.
Aber kurz und prägnant.*
Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine
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