widerst@nd mund: Mittwoch, 5. April 2006
MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
analle at no-racism.net
Mit Apr 5 05:53:03 CEST 2006
widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr
www.no-racism.net/mund
Mittwoch, 5. April 2006
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A) INHALT
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01 europas zukunft
Von: bernhard redl
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BAWAG - ÖGB
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02 AUFRUF ZUM PROTEST:
1,3 Millionen ÖGB-Mitglieder sollen entscheiden!
6.April: Protest gegen den Abbau der Demokratie im ÖGB
Von: Sozialistische LinksPartei <slp at slp.at>
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03 KI-Presseaussendung: Der Hundstorfer-Putsch
Von: Helmuth Fellner <helmut.fellner at chello.at>
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04 GLB/ÖGB/Bundeskongress/Demokratieverständnis
Von: Furtlehner Leo <leo.furtlehner at liwest.at>
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05 Werkstatt-Rundbrief 10-2006
Von: Werkstatt Frieden & Solidarität <office at werkstatt.or.at>
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06 Bawag-Verkauf: Nicht uebereilt, aber moeglichst schnell
Von: akin <akin.buero at gmx.at>
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07 GLB/Arbeitsmarkt/Arbeitszeitverkürzung
Von: Gewerkschaftlicher Linksblock <glb at aon.at>
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ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE
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07 EU/Dienstleistungsrichtlinie/Demonstration/Graz
Von: KPÖ Steiermark <kpoe_stmk at hotmail.com>
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08 8. April - Welttag der Roma
Von: Ljubomir Bratic <ljubomir at chello.at>
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09 8.4. protestumzug anläßlich des eu wirtschafts-
und finanzministerInnentreffens
Von: Renate Vodnek <Renate.Vodnek at reflex.at>
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10 Absage aller AUF-Termine!
Von: AUF Eine Frauenzeitschrift
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11 Integrationskonferenz gegen Fremdenrechtspaket
Von: office at asyl-in-not.org
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12 Ankündigung: Internationales Symposium "Frauen im KZ Mauthausen", 4. Mai 2006
Von: Kurt Krickler <Kurt.Krickler at hosiwien.at>
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MAYDAY
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13 Euromayday in Wien (+ andere Maidemos)
Von: akin <akin.buero at gmx.at>
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14 1. Mai 2006 - Gemeinsam Widerstand!
Von: akin <akin.buero at gmx.at>
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MELDUNGEN UND MEINUNGEN
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14 Neues von der Post
Von: akin <akin.buero at gmx.at>
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15 Tumulte am Flohmarkt
Von: akin <akin.buero at gmx.at>
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16 KPÖ/Bundesheer/Aufrüstung/Armut
Von: KPÖ-Kommunikation <kpoe at aon.at>
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17 Wir muessen sparen .....
Von: Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering
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18 Andere EU
Von: akin <akin.buero at gmx.at>
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19 Schickt sie zum Teufel!
Von: akin <akin.buero at gmx.at>
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20 Aktionen zur EU-Jugendministerkonferenz
in Bad Ischl (29.-30.3.)
Von: akin <akin.buero at gmx.at>
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INTERNATIONALE SOLIDARITÄT
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21 Todesstrafe fuer Sprayer?
Von: akin <akin.buero at gmx.at>
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22 [gipfelsoli] St. Petersburg
Von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org
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23 Enlazando Alternativas 2
Von: akin <akin.buero at gmx.at>
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24 Der Schmaeh mit der EZA-Statistik!
Von: akin <akin.buero at gmx.at>
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B) TEXTE
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01 europas zukunft
Von: bernhard redl <akin.buero at gmx.at>
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europas zukunft
ein wutausbruch in minuskeln
sie reden von demokratie und meinen die herrschaft der besseren leute. sie,
das sind die da oben. auch wenn es wie ein gemeinplatz klingt, man muss sie
sie so nennen. denn sie benehmen sich ja auch so. siehe nur die meldungen
der letzten woche: wenn der deutsche exkanzler und jetzige
Aufsichtsratsvorsitzender einer deutsch-russischen gas-gesellschaft gerhard
schroeder vladimir putin zum garanten fuer die demokratie in russland
erklaert oder wolfgang schuessel eine wahlempfehlung fuer den
rechtsstaatsdemontierer berlusconi abgibt, stellt sich gar nicht mehr die
frage, was diese leute unter demokratie verstehen.
demokratie aber, echte demokratie, eine gesellschaftsform, in der das volk
nicht nur einfach "buergerbeteiligt" wird, sondern tatsaechlich auf der
basis einer guten informationslage die geschicke der gesellschaft lenkt,
weil es das wissen und die mittel hat, seine delegierten in den hoeheren
etagen zu kontrollieren, ist die grundvoraussetzung fuer ein gutes leben
fuer alle. diese demokratie hatten wir noch nie, aber wir waren ihr schon
mal naeher. heute bewegen wir uns zurueck hin zu totalitaeren systemen in
laengst ueberwunden geglaubten ausmass. der "klassenvertrag", geschlossen
mittels "sozialer marktwirtschaft" und sozialpartnerschaft, der dem kapital
abgerungen worden ist, weil es sonst zu einer offenen auseinandersetzung mit
den sozialen bewegungen gekommen waere, die fuer das kapital schlecht haette
ausgehen koennen, wird gekuendigt.
dieses jugendarbeitsprekarisierungsgesetz in frankreich ist ein gutes
beispiel. es gibt ein jugendarbeitsproblem? na dann muessen wir schauen,
dass es den jugendlichen schlechter geht, damit sie sich leichter ausbeuten
lassen koennen. in deutschland macht die politik nichts anderes -- die
verschlechterungen von rot-gruen werden von schwarz-rot weiter verschaerft:
die problematik wird der familie umgehaengt -- wer unter 25 ist und
arbeitslosengeld II (also notstandsunterstuetzung) bezieht, muss weiterhin
bei den eltern wohnen. ziehen er oder sie aus, ist das geld weg. sinn und
zweck der aktion? druck durch das elternhaus zu erzeugen, um auch noch den
miesesten job anzunehmen? oder der versuch, menschen noch laenger im
kindesstadium zu halten; die rechtskommunitaristische wiedererschaffung des
familienverbandes? oder was?
die proteste von unten werden staerker -- bisweilen sind sie klar politisch
artikuliert, wie die jetzigen demos in paris. zum teil ist es aber auch ein
nicht erklaerter aufstand ghettoisierter jugendlicher, wie die unruhen in
den auslaendervierteln der franzoesischen hauptstadt oder auch die
gewalttaetigkeiten in einer hauptschule in berlin-neukoelln, wo voellig
perspektivenlose schueler ihre schule unfuehrbar machten. wenn man unsere
metropolen segregiert in reiche viertel und unterschichtsgegenden und dann
auch noch die kinder derjenigen, die als putzlappen der nation verwendung
finden, in schulen konzentriert, die als bildungspolitische sackgassen
konzipiert sind, darf man sich nicht wundern, wenn diese kids aggressiv
werden. was faellt der politik ein? "multi-kulti ist gescheitert" hoert man
dann -- ja, so betrachtet stimmt das, wenn man unter multikulti versteht,
den nord-sued-konflikt in verkleinertem massstab in unseren grossstaedten
nachzubauen.
es ist dabei voellig egal, wer an der regierung ist. in frankreich sitzt
eine buergerliche regierung, in deutschland loeste schwarz-rot rot-gruen ab,
in italien hat auch die letzte olivo-regierung den sozialstaat abzubauen
begonnen, damit berlusconi fortsetzen konnte, und in oesterreich hat
rot-schwarz nicht nur mit den verschaerfungen im sozialbereich angefangen,
sondern auch all diese privatisierungen auf die schienen gesetzt, die jetzt
exekutiert werden.
die politische klasse hat jedes interesse an den leuten verloren, die sie
mehrheitlich waehlen sollen. soziale konflikte interessieren sie nicht,
solange sie nicht ihre eigentliche klientel, das grossbuergertum und die
managerklasse veraergern -- schliesslich gehen sie tag fuer tag mit dieser
klasse um und wenn es mal mit der politik nicht mehr klappen sollte, winken
hochdotierte posten in diesem bereich.
das wird noch eine weile so weiter gehen. wir werden eine neue art des
faschismus erleben -- ein "pluralistischer" faschismus ohne SA und mit nur
wenig meinungsunterdrueckung, weil die ueberflutung mit propaganda so stark
sein wird, dass man die nebengeraeusche locker ueberdecken kann. und diese
propaganda sieht so aus, dass man total meinungsvielfaltsorientiert
oeffentlich darueber diskutiert, wie man den goettergleichen kapitalismus
moeglichst effektiv gestalten kann, damits "der wirtschaft gut geht".
fuer die paar, denen aber doch noch auffaellt, dass es ihnen nicht gut geht,
gibts die haiders, straches, le pens und blochers, die einen protest
formulieren, der aber leider halt auch systemgefaellig ist.
und selbst wenn das alles noch nicht reicht und sogar die gewerkschaften
nicht mehr in der lage sind, organisierte proteste zu kanalisieren, dann
muss man halt doch den polizeiknueppel einsetzen und im uebrigen das ganze
ignorieren -- denn ein paar demos tun ja niemandem wirklich weh. man
erinnere sich nur an finanzminister grasser, der vor laufenden kameras ueber
eine demo gegen die postprivatisierung amikal zu einem gewerkschafter
meinte: "na, und wann kommts ihr morgen vorbei?" -- ganz so als wollte er
ihn zu kaffee und kuchen einladen...
einstweilen bricht die gesellschaft auseinander und die angehoerigen der
verbitterten, weil marginalisierten mehrheit in ihrer voelligen
ideologischen desorientiertheit vereinzeln in den meisten faellen. und wenn
diese masse doch einmal wuetend wird, dann wuetet sie blind. wir brauchen
uns keine hoffnungen zu machen: die politischen proteste derzeit in paris
werden leider nicht die regel werden. nein, die brennenden autos in den
auslaendervororten dort, die gewalttaetigkeiten in der neukoellner schule
oder das auslaenderfeindliche mobbing von verkleinbuergerten proletarieren
und frustrierten polizisten hierzulande -- das ist europas zukunft.
*bernhard redl*
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BAWAG - ÖGB
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02 AUFRUF ZUM PROTEST: 1,3 Millionen ÖGB-Mitglieder sollen entscheiden!
6.April: Protest gegen den Abbau der Demokratie im ÖGB
Von: Sozialistische LinksPartei <slp at slp.at>
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Ein Aufruf der Sozialistischen LinksPartei (SLP)
Donnerstag, 6. April, um 9.15 Uhr
Kundgebung vor dem ÖGB-Bundesvorstand
"Die Mitgliedschaft muss entscheiden - nicht abgehobene Bürokraten"
Wien 4, Plößlgasse 15
(vor der Gewerkschaft Metall-Textil, Nähe Arbeiterkammer, erreichbar
über U1-Taubstummengasse bzw. Strassenbahnlinie D)
Die Ereignisse überschlagen sich:
Bawag-Skandal - Verzetnitsch-Rücktritt - Ankündigung des Bawag-Verkaufes
- Absage des für 19. Juni geplanten ÖGB-Kongresses
Der wirkliche Skandal:
Die Mitgliedschaft wird nicht gefragt, sondern einen Handvoll
ÖGB-Bürokraten entscheiden über unsere Köpfe hinweg.
Die Gewerkschaft ist in Gefahr:
Die ÖGB-Führung führt unsere Gewerkschaft in den Abgrund. Sie fällt
Entscheidungen auf Druck durch Regierung und Unternehmer. Die Interessen
der Gewerkschaftsbasis sind ihnen egal.
Regierung, Unternehmer und Gewerkschaftsfeinde (FPÖ!) wollen die
Gewerkschaft schwächen. Sie wollen die nächsten neoliberalen Angriffe
auf Arbeitsbedingungen, Löhne und Sozialleistungen gegen noch weniger
organisierten Widerstand durchsetzen.
Wir müssen gemeinsam die notwendige Verteidigung der Gewerkschaft auf
die Beine stellen: das bedeutet einen Bruch mit ihrer bisherigen Führung
und dem sozialpartnerschaftlichen Kuschelkurs.
Wir fordern:
* Abhaltung des für 19. Juni geplanten ÖGB-Kongresses. Dort müssen
BetriebsrätInnen und GewerkschaftsaktivistInnen über die künftige
Ausrichtung des ÖGB und die künftige Führung entscheiden.
* Gewerkschaften sind Kampforganisationen. Schluss mit dem
sozialpartnerschaftlichen Kuschelkurs.
* Einkommensdeckelung für alle Gewerkschaftsfunktionäre und
-funktionärinnen bei 2.400 Euro (österreichisches Durchschnittgehalt lt.
Arbeiterkammer).
* Jedes Gewerkschaftsmitglied soll für alle Funktionen wähl- und
abwählbar sein.
* Über die Zukunft der BAWAG müssen die Mitgliedschaft des ÖGB und die
BAWAG-Beschäftigten entscheiden - und nicht in alter Unsitte der Vorstand.
Da nicht zu erwarten ist, dass die jetzige ÖGB-Führung zu einem
grundlegenden Kurswechsel bereit ist, ist es notwendig, einen Kandidaten
bzw. eine Kandidatin der Gewerkschaftsbasis aufzustellen, der/die für
diese Punkte eintritt.
Informationen unter
0650-424 63 10
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03 KI-Presseaussendung: Der Hundstorfer-Putsch
Von: Helmuth Fellner <helmut.fellner at chello.at>
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Kommunistische Initiative - Presseaussendung
Der Hundstorfer-Putsch
Der als Interims-ÖGB-Präsident gehandelte Chef der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten Rudolf Hundstorfer hat mit einem Ochsenhandel sein Definitivum erreicht. Mögliche Nachfolge-Kämpfe zwischen Katzian (GPA), Haberzettel (GdE) und Hundstorfer sind vertag, auf die Zeit nach den Nationalratswahlen. Beschlossen wurde dies bei einer Sitzung der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG) mit den FCG-Granden Fritz Neugebauer und Karl Klein als Beiwagerl, die kleineren, kritischeren Fraktionen AUGE und GLB wurden ganz ausgeklammert. Die zahlreichen partei- und fraktionslosen ÖGB-Mitglieder und Betriebsräte hatten im ÖGB sowieso nicht einmal etwas mitzuhusten, obwohl sie wahrscheinlich schon die größte „Fraktion“ wären. So schaut das aus mit dem überfraktionellen ÖGB.
Gleichzeitig wurde der für Juni geplante Sonderkongress des ÖGB abgesagt. Damit die möglicherweise dort vorgebrachten Interessen der vielzitierten Basis an einem überparteilichen, ausschließlich den Interessen der ArbeitnehmererInnen und Gewerkschaftsmitglieder verpflichteten, ja vielleicht endlich kämpferischen ÖGB nur ja nicht die wahlkämpfenden ÖGB-Bonzen und ÖGB-Privilegienritter stört.
Einmal mehr zeigt sich an dieser Vorgangsweise, dass mit der derzeitigen ÖGB-Spitze (eigentlich müsste es ÖGB-Stumpf heißen) und mit den Spitzen der Teilgewerkschaften keine positiven, an den Interessen der Lohnabhängigen orientierten Reformen im ÖGB möglich sind. Nur durch mehr Druck von unten und vor allem von links kann sich etwas rühren. Und es muss sich etwas rühren, sonst sind wir ArbeitnehmerInnen weiter verraten und verkauft.
Es zeigt sich aber auch, dass die Fragen des Verkaufs der BAWAG und nicht zuletzt auch die Diskussionen um einen Verbleib der Bank beim ÖGB im Grunde von den wirklich notwendigen Diskussionen, ja Auseinandersetzungen im ÖGB nur ablenken:
Der ÖGB muss zu einer Kampf- und Widerstandsorganisation der Lohnabhängigen werden, zumindest in Fragen der Löhne und Gehälter, der Pensionen und der Arbeitsverträge. Das ist nur durch ein deutliches Abrücken vom bisherigen sozialpartnerschaftlichen Stillhalten, nur durch Arbeitskampf und Streiks möglich.
Hundstorfer ist ein klassischer Vertreter des alten Sozialpartnerfilzes, er ist ein klassischer Gewerkschaftsbonze und Privilegienritter. Hundstorfer ist in der Gemeinde Wien eher als Arbeitgeber- denn als Arbeitnehmervertreter bekannt.
Jetzt sind Initiativen notwendig, damit möglichst bald über eine Neuorientierung, ja eigentlich einen Neuanfang des ÖGB diskutiert wird, in allen Fachgewerkschaften, in Fach- und Ortsgruppen, in Betriebsratskörperschaften, in den Betrieben. Die österreichische Gewerkschafts- und Arbeiterbewegung darf nicht endgültig auf den Hundstorfer gekommen sein.
Die Gewerkschaften müssen sich wieder deutlich und - wenn nötig - mit allen Kampfmaßnahmen für höhere Löhne und Gehälter, für menschenwürdige Pensionen, für soziale Rechte und für Demokratie und Mitbestimmung in den Betrieben einsetzen.
Für einen ÖGB der ArbeitnehmerInnen, nicht der Bonzen !
Klassenkampf statt Sozialpartnerschaft !
Kontakt:
Kommunistische Initiative (KI)
Post : p.a. Salon Uhudla, Phorusgasse 7, 1040 Wien
Telefon: Helmuth Fellner 971 02 67
e-mail: helmut.fellner at chello.at
Homepages: www.kominform.at und www.kommunisten.at
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04 GLB/ÖGB/Bundeskongress/Demokratieverständnis
Von: Furtlehner Leo <leo.furtlehner at liwest.at>
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Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110 Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 -
Mail glb at aon.at – Web www.glb.at – Ausgabe vom 4. April 2006
Großkoalitionärer Deal auf Kosten der Überparteilichkeit
Warum fusionieren FSG und FCG nicht zur Einheitsfraktion?
Eine Verhöhnung jeglichen elementaren Demokratieverständnisses und Ignoranz gegenüber den kleinen Fraktionen sowie den einfachen
Gewerkschaftsmitgliedern ist die von der FSG-Mehrheit im ÖGB beschlossene Absage des außerordentlichen Bundeskongresses, kritisiert
die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB).
Der interimistische Präsident Rudolf Hundstorfer wird damit bis 2007 zum geschäftsführenden und darüber hinaus wahrscheinlich zum
Dauerpräsidenten. Ein dezidierter SPÖ-Parteipolitiker und Multifunktionär als verlängerter Arm des Wiener Bürgermeisters Häupl wird
an die Spitze des überparteilichen ÖGB gehievt, ein politischer Betonierer wird zementiert.
Damit demonstriert die FSG-Mehrheit im ÖGB nicht nur, dass sie mehr denn je nach den Parteiinteressen der SPÖ handelt, sondern macht
durch die demonstrative Einbeziehung der FCG auch deutlich, dass der ÖGB immer deutlicher Kurs auf eine große Koalition nach der
Nationalratswahl nimmt: „Warum fusionieren FSG und FCG nicht überhaupt zu einer sozialpartnerschaftlichen regierungstreuen
Einheitsfraktion“, fragt GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger.
Indizien für einen sozialpartnerschaftlichen großkoalitionären Deal sind etwa, dass Verzetnitsch-Nachfolger Hundstorfer schon
WKÖ-Präsident Christoph Leitl seine Aufwartung machte, bevor er überhaupt vom Bundesvorstand interimistisch gewählt wurde. Leitl
wiederum begrüßte die Bestellung Hundstorfers bis 2007 auf das Wärmste und sieht ihn als kongenialen Nachfolger Verzetnitschs und
verlässlichen Sozialpartner, mahnt aber präventiv „Mut zu notwendigen Veränderungen“ ein.
Hinter der von Hundstorfer als „Zeit für Neustrukturierung" argumentierten Absage des bereits beschlossenen außerordentlichen
Kongresses steckt vielmehr die Absicht, eine wirkliche Reform des ÖGB im Sande verlaufen zu lassen. Bis Herbst 2007 ist soviel
Wasser die Donau hinuntergeflossen, dass alle notwendigen Reformansätze weggeschwemmt werden.
Für eine wirkliche Reform des ÖGB wäre ganz im Gegensatz zur aktuellen Entwicklung eine Loslösung aus den parteipolitischen Fesseln
notwendig. Der GLB sieht sich daher auch in seiner Forderung nach einer Urabstimmung über den Verkauf der BAWAG bestätigt: „Nur wenn
die Gewerkschaften ihre Mitglieder ernst nehmen, haben sie Zukunft“, so Antlanger. Mit parteipolitischen Ho-Ruck-Entscheidungen und
Fortsetzung der Tradition der Multifunktionen mit entsprechend hohen Privilegien wird das Vertrauen in den ÖGB weiter geschwächt.
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05 Werkstatt-Rundbrief 10-2006
Von: Werkstatt Frieden & Solidarität <office at werkstatt.or.at>
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Werkstatt Frieden & Solidarität
Waltherstr. 15, 4020 Linz
Tel. 0732/771094
Fax 797391
Mail: office at werkstatt.or.at
Web: www.werkstatt.or.at
Wer diesen Rundbrief nicht mehr erhalten möchte, ersuchen wir um ein E-Mail unter folgendem Link:
mailto:mailfriwe-request at friwe.at?subject=unsubscribe
Werkstatt-Rundbrief 10-2006
(1) Nicht von BAWAG, sondern von Gusenbauer-SPÖ und Großkapitalvertretern trennen! Für eine Urabstimmung unter den ÖGB-Mitgliedern über den BAWAG-Verkauf!
(2) Post/Urabstimmung: Aufruf des Aktionskomitees gegen die Privatisierung der Post: Nein zur Privatisierung!
(3) Der (un)heimliche Anschluss geht weiter: Österreichisch-deutsches Großmanöver in den Tiroler Alpen
(4) Protestumzug gegen das EU-Wirtschafts- und FinanzministerInnen-Treffen, 8. April, Wien
(5) Termine
(1) Nicht von BAWAG, sondern von Gusenbauer SPÖ und Großkapitalvertretern trennen!
Für eine Urabstimmung unter den ÖGB-Mitgliedern über den BAWAG-Verkauf!
Die hochspekulativen Geschäfte der BAWAG, bei denen eine Milliarde Euro in der Karibik versenkt wurden, sind ein unerhörter Skandal, genauso wie die Tatsache, dass mit dem Streikfonds der Gewerkschaft dafür gehaftet wurde. Diese Liste an Ungeheuerlichkeiten rund um die BAWAG lässt sich fortsetzen: die BAWAG übernahm die Zwischenfinanzierung für den Eurofighter-Ankauf, im Aufsichtsrat der Gewerkschaftsbank sitzten Großkapitalvertreter wie der (mittlerweile ehemalige) Chef von Siemens Österreich Albert Hochleitner.
Der BAWAG-Skandal stellt die Spitze eines Eisbergs dar, denn seit sich die ÖGB-Führung Anfang der 90er Jahre vor den EU-Beitrittskarren spannen ließ, gerät die ÖGB-Politik in immer offenerem Widerspruch zu den Interessen der ArbeitnehmerInnen. Dazu gehört u.a. das vollkommene Versagen des ÖGB beim Widerstand gegen die Privatisierung der Verstaatlichten Industrie, der Bank-Austria und der Post. Dazu gehört, dass im Vorjahr alle ÖGB-Vertreter im Nationarat nach der Gusenbauer-Pfeife tanzten und für die EU-Verfassung gestimmt haben - gegen die eigenen Gewerkschaftsbeschlüsse, denn die EU-Verfassung ist nicht nur ein beispielloses Dokument der Militarisierung, sondern zementiert auch den Neoliberalismus in der EU ein. Ausdruck dafür ist auch, dass der ÖGB-Präsident Verzetnitsch 2004 ein EU-Strategiepapiers mitunterzeichnet hat, das sich für die Totalliberalisierung von Bahn- und Postdiensten, der Finanz- und Dienstleistungsmärkte sowie Lohnzurückhaltung und Schwächung von Kollektivverträgen in der EU ausspricht. Der BAWAG-Skandal muss nun Anlass für eine demokratische Erneuerung des ÖGB an Haupt und Gliedern sein. Die Nacht-und-Nebelentscheidung der ÖGB-Spitze, die BAWAG zu verkaufen, weist in die vollkommen falsche Richtung. Denn es spricht überhaupt nichts dagegen, dass der ÖGB eine Bank hat, die die wirtschaftlichen Interessen der ArbeitnehmerInnen vertritt. In diese Richtung müsste die BAWAG nun geführt werden. Der ÖGB soll sich daher nicht von der BAWAG trennen, sondern von den für die Spekulationsgeschäfte verantwortlichen Managern und Funktionären, von den Rüstungsgeschäften, von den Großkapitalvertretern im Aufsichtsrat und - last but not least - von der SPÖ-Führung um Gusenbauer, die für die völlige Unterordnung unter den EU-Kurs von Neoliberalismus und Militarisierung steht. Der Verkauf der BAWAG würde die gewerkschaftsfeindlichen Kräfte in der SPÖ weiter stärken. Die ÖGB-Mitglieder haben ein Recht auf volle Information und Mitbestimmung. Wir fordern daher vom ÖGB-Vorstand, die Entscheidung für den BAWAG-Verkauf sofort rückgängig zu machen und die Entscheidung darüber in einer Urabstimmung den Gewerkschaftsmitgliedern zu übertragen.
Mehr Informationen dazu auch in der nächsten guernica (Zeitung der Werkstatt Frieden & Solidarität). Ein Probeexemplar schicken wir gerne kostenlos zu. Mailto: office at werkstatt.or.at
(2) Urabstimmung/Post: Nein zur Privatisierung!
Aufruf des Aktionskomitee gegen die Privatisierung der Post
Beteiligt Euch alle an der Urabstimmung vom 4. bis 7. April!
Stimmt mit Nein!
Das Verhandlungsergebnis, über das abgestimmt werden soll, ist eine Farce:
51%-Staatsanteil wird bis November 2006 garantiert. Das heißt: Nach der Wahl im November wird der Rest privatisiert werden. Der Sozialplan wird bis 2008 verlängert. Das heißt: Weiterer Arbeitsplatzabbau steht bevor. ÖIAG-Zuschuss für MitarbeiterInnen-Aktien. Das heißt: Mit den Zuschüssen soll die Zustimmung erkauft werden. Sie sind ein Schweigegeld. Vorzugsaktien verhindern weder den Ausverkauf der Post, noch die Vernichtung weiterer Arbeitsplätze.
Als „Zuckerl“ hat man in das Angebot einige Punkte dazugepackt, die mit dem Börsegang nichts zu tun haben:
Mehraufwand für neue Hausbrieffachanlagen wird abgegoltenErnennung von Beamten bis 2008Verhandlungszusage für eine Pensionskassa
Stimmt daher mit Nein und für echte Kampfmaßnahmen gegen die Privatisierung der Post!
Denn die Privatisierung bedeutet:
- Verlust Eurer Arbeitsplätze
- Weitere Postamtsschließungen
- Weitere Verschlechterung in der Versorgung mit Postdiensten.
Für eine Gewerkschaftspolitik im Interesse der Lohnabhängigen!
(3) Der (un)heimliche Anschluss geht weiter:
Österreichisch-deutsches Großmanöver in den Tiroler Alpen
In der Zeit von 27. März bis 7. April findet in Tirol ein militärisches Großmanöver mit 5.600 SoldatInnen statt. Das als "Peace-Summit" verbrämte Manöver trainiert Kriegseinsätze im Rahmen einer EU-Intervention in einem "rohstoffreichen" Land. Von den 5.600 SoldatInnen kommen 1.400 von der deutscher Bundeswehr, trainiert wird der Gebirgskampf und der Kampf "in bebautem Gelände". Dieses österreichisch-deutsche Manöver dient offensichtlich zur Vorbereitung von Einsätzen jener EU-Schlachtgruppe, bei der in Zukunft österreichische SoldatInnen unter deutschem Kommando weltweit zum Einsatz kommen sollen. Der deutsche Botschafter hat über die Vereinbarkeit dieser Schlachtgruppen mit dem Status der österreichischen Neutralität süffisant bemerkt: "Solange ihr mit uns in den Krieg zieht, ist uns euer Status egal." Dieses Militärmanöver ist nicht nur neutralitätswidrig, es widerspricht auch dem Staatsvertrag, der auf Grund der Erfahrungen des Weltkrieges das militärische Kooperationsverbot mit Deutschland festschreibt. Es bestätigen sich zunehmend die seit vielen Jahren erhobenen Warnung der Werkstatt Frieden & Solidarität, dass die EU zur Hintertür für einen "(un)heimlichen" zweiten Anschluss Österreichs an die wiedererwachten deutsche Großmachtspolitik wird. Österreichische Truppen stehen unter deutschen Kommando am Balkan, bis vor kurzem in Afghanistan und demnächst wahrscheinlich im Kongo, Vertreter der deutschen Rüstungsindustrie sitzen in der ÖIAG und organisieren von dort den Verkauf der verstaatlichen Industrie an deutsche Großkonzerne mit (VA-Tech an Siemens); mittlerweile finden bereits jährlich gemeinsame militärische Großmanöver von Bundesheer und Bundeswehr statt. Am Beginn der österreichischen Ratspräsidentschaft erklärte Kanzer Schüssel devot, dass man den EU-Vorsitz "Hand in Hand mit Deutschland" ausüben werde. Außenministerin Plassnik setzt kaum mehr einen Schritt ohne Rücksprache mit Berlin.
Bezeichnend ist, dass in größter Einmütigkeit die Führungen von ÖVP, BZÖ, FPÖ, SPÖ und Grünen nicht einen Ton der Kritik am neutralitäts- und staatsvertragswidrigen Militärmanöver in den Tiroler Alpen finden. Der FPÖ-Rechtsaußen Mölzer freut sich schon seit längerem über die in der EU immer stärker werdende "Achse Berlin-Wien". Günter Reder, Vorsitzender der Werkstatt Frieden & Solidarität: "Neutralitätsgesetz und Staatsvertrag sind die Geburtsurkunden der 2. Republik, weil sie diametral gegen eine neuerliche Verstrickung Österreichs in deutsche Großmachtsambitionen gerichtet sind, für die Österreichs Machteliten immer wieder anfällig sind. Unter dem Dach der EU wird nun in diese unselige Vergangenheit zurückmarschiert. Dafür wird in diesen Tagen in den Tiroler Alpen trainiert. Der sofortige Ausstieg Österreichs aus den verschiedenen militärpolitischen Apparaten der EU - von den Schlachtgruppen bis zur Rüstungsagentur - gehört daher zu den wichtigsten Anliegen der Friedenskräfte in Österreich."
Folgende Bücher und Broschüren zu diesem Themen können in der Werkstatt bestellt werden: office at werkstatt.or.at
Werkstatt Frieden & Solidarität (Hg.)
Auf dem Weg zur EU-Militärprovinz
Die Militarisierung Österreichs
Die Broschüre zeigt in kompakter Form, wie das politische Establishment Österreich zu einer Militärprovinz einer werdenden militärischen Supermacht EU degradiert. Die Beteiligung Österreichs an der EU-Interventionstruppe und den EU-Schlachtgruppen, die (bisherigen) Auslandseinsätze des Bundesheeres mit Südosteuropa als österreichischem Interessengebiet, die militärische Aufrüstung in Österreich und vieles mehr werden beleuchtet.
Broschüre, 44 Seiten, EUR 2,- (exkl. Porto)
Gerald Oberansmayr
Auf dem Weg zur Supermacht
Die Militarisierung der Europäischen Union
In der 2. Auflage des Buches „Auf dem Weg zur Supermacht“ sind einige der neuesten Entwicklungen der EU-Militarisierung ergänzt worden: so z. B. das Headline-Goal 2010 als Fahrplan zur weltweiten Kriegsfähigkeit; das sog. „European Defence Paper“, in dem Klartext über die Ziele zukünftiger EU-Kriege gesprochen wird; das Konzept der EU-Schlachtgruppen; die aktuellen „Kerneuropa“-Pläne nach dem vorläufigen Scheitern der EU-Verfassung u. v. m.
144 Seiten, Promedia-Verlag, EUR 9,90 (exkl. Porto)
(4) Protestumzug gegen das EU-Wirtschafts- und FinanzministerInnentreffen, 8. April, Wien
Am 7. - 8. April 2006 treffen sich die EU Wirtschafts- und FinanzministerInnen in der Hofburg, um über Globalisierung, Finanzmarktstabilität und Finanzdienstleistungen zu diskutieren. Das Gefälle zwischen armen und reichen Regionen in der EU ist bereits stärker als in den USA. Finanz- und Sparprogramme der EU verstärken diese Kluft. Während im Bildungs- und Sozialbereich der Sparwahn der Regierungen und der EU zur Geltung kommt, findet eine massive Steigerung der Rüstungsausgaben für weltweite Militäreinsätze statt. Rekordarbeitslosigkeit, Lohndumping, Abbau von Arbeitsrecht und Sozialstandards auf der einen Seite und Rekordgewinne der Großkonzerne auf der anderen.
Dagegen wollen wir protestieren!
Samstag, 8.April 2006
Protestumzug mit Verkleidungen, Kostümen, Musikinstrumenten, Aktionen, ...
14.00 - 16.00 Uhr
Treffpunkt: Michaelerplatz, 1010 Wien
Werkstatt-Infozeitungen "Nein zum Europa der Konzerne und Generäle - Für ein neutrales, solidarisches und weltoffenes Österreich!" können bestellt werden unter office at werkstatt.or.at
(Kosten: 10 Cent pro Exemplar, ab 500 Exmpl. 5 Cent pro Exemplar)
(5) Termine
Freitag, 7. April 2006, 19.30 Uhr
Wie realistisch sind sozialpolitische Alternativen in der EU?
Referat mit Rudi Reiter
anschließend Diskussion und weitere Planungen der Salzburger Werkstatt Frieden & Solidarität
Ort: Salzburger Friedensbüro (Platzl 3)
Freitag, 7. April 2006, 19 Uhr
10 Jahre sind genug - Alternativen zum EU-Beitritt
Podiumsdiskussion mit Tibor Zenker (Kommunistische Initiative), Gernot Boder (Bruchlinien), Gerald Oberansmayr (Werkstatt Frieden & Solidarität)
Ort: Gusshausstraße 14/3
Samstag, 8. April 2006, 14 bis 16 Uhr
Protestumzug gegen das EU-Wirtschafts- und FinanzministerInnen-Treffen
14.00 - 16.00 Uhr
Treffpunkt: Michaelerplatz, 1010 Wien
Samstag, 22. April 2006
Demonstration gegen das EU-Wettbewerbstreffen unter dem Motto:
"Gegen neoliberalen Wettbewerb – für eine solidarische Gesellschaft"
Veranstalter: Aktionsbündnis Solidarität
Treffpunkt: 11.30 Uhr beim Grazer Hauptbahnhof; anschließend Demonstrationszug über Annenstraße und Hauptbrücke in die Nähe des Tagungsortes (Grazer Congress).
Mittwoch, 26. April 2006, 19 Uhr
WIST-Heim (EG), J. W. Kleinstr. 70-72, A-4040 Linz
Bildung im Europa der Konzerne
Vortrag und Diskussion mit Nele Hirsch (Bundestagsabgeordnete/BRD)
Co-Referat: Pädagogisierung als Strategie der Ungleichheit (Elke Renner)
Donnerstag, 27. April 2006, 19.30 Uhr
Universität Wien (HS 2/NIG), Universitätsstr. 8, A-1010 Wien
Bildung im Europa der Konzerne
Vortrag und Diskussion mit Nele Hirsch (Bundestagsabgeordnete/BRD)
Co-Referat: Pädagogisierung als Strategie der Ungleichheit (Erich Ribolits)
Donnerstag, 27. April 2006, 19 Uhr
Vor 70 Jahren begann der Spanische Bürgerkrieg
Geschichte des Spanischen Bürgerkriegs
Vortrag und Diskussion mit ao. Univ. Prof. Dr. Hans Hautmann
Büro der Werkstatt Frieden & Solidarität (Waltherstr. 15, 4020 Linz)
Donnerstag, 4. Mai 2006, ab 8 Uhr
Internationales Symposium "Frauen im KZ Mauthausen"
Ort: Johannes Kepler-Universität Linz (Repräsentationsraum G)
Anmeldung unter: info at mkoe.at
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Nein zum Europa der Konzerne und Generäle!
Für ein neutrales, solidarisches und weltoffenes Österreich!
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06 Bawag-Verkauf: Nicht uebereilt, aber moeglichst schnell
Von: akin <akin.buero at gmx.at>
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> Bawag-Verkauf: Nicht uebereilt, aber moeglichst schnell
Bei der OeGB-Vorstandsabstimmung ueber den BAWAG-Verkauf gab es durchaus
auch Dissenz. Der Stimme enthalten haben sich die Unabhaengigen
GewerkschaftenInnen, ein Vertreter der Gewerkschaftsjugend (FSG) und der
Vorsitzende der Gewerkschaft Kunst, Medien, Freie Berufe (fraktionslos),
dagegen gestimmt haben die Vertreterin des Gewerkschaftlichen Linksblock
(GLB) und ein weiterer Vertreter der Gewerkschaftsjugend (FSG).
"Wir haben uns im OeGB Bundesvorstand der Stimme enthalten. Weil fuer uns
der Beschluss zum Verkauf vor allem unter dem Vorzeichen des politischen
Drucks auf den OeGB stattgefunden hat und keine ausreichende Diskussion zu
einer moeglichen, neuen Positionierung einer Bank im OeGB-Eigentum
stattgefunden hat," erlaeutert Markus Koza, Mitglied der Unabhaengigen
GewerkschaftenInnen die Position seiner Fraktion. "Es gibt viele Argumente,
die durchaus fuer eine Trennung von Gewerkschaft und Bank sprechen. Die
Argumente dafuer liegen – angesichts des BAWAG-Debakels, der unmoralischen
Spekulationsgeschaefte und der Verstrickung der ehemaligen OeGB-Spitzen in
dieser Causa – auf dem Tisch. Es gaebe allerdings auch genuegend Gruende,
eine Neupositionierung der Bank zu versuchen. Und die Chance, diese
Neupositionierung als Bank im Sinne der ArbeitnehmerInnen, im Sinne der
Foerderung der ‘Realwirtschaft’ zu versuchen, wurde nicht ausreichend
verfolgt," so Koza weiter. "Das ist bedauerlich, weil eine
Gewerkschaftsbank, die in diesem Sinne agieren wuerde, durchaus ihre
Berechtigung haette. Jedenfalls haette dem gestrigen Beschluss eine
Diskussion vorangehen sollen -- und ein Beschluss am Ende der Diskussion
stehen muessen. Dieser haette dann durchaus auch den Verkauf beinhalten
koennen."
Notwendig sei nun eine offensive Informationspolitik seitens des OeGB
gegenueber seinen Mitgliedern: "Wo bleibt ein Schreiben an jedes Mitglied,
wo sich der OeGB fuer das Debakel und Verhalten der Gewerschaftsbank
entschuldigt und seine Mitschuld und -verantwortung eingesteht? Wo bleibt
ein offensives, transparentes Herangehen an das Thema? Es waere endlich an
der Zeit, entsprechende Schritte zu setzen, um wieder Vertrauen bei den
Mitgliedern zu gewinnen. Weil -- dass der OeGB mit dem allen nichts zu tun
hat und nur das BAWAG-Management boese war, glaubt ohnehin niemand mehr,"
schliesst Koza.
Der Gewerkschaftliche Linksblock (GLB) ist prinzipiell gegen den Verkauf.
Karin Antlanger, GLB-Bundesvorsitzende bezeichnete die Vorgangsweise als
Panikreaktion und kritisierte, dass der OeGB springt, wenn SPOe-Chef Alfred
Gusenbauer den Verkauf der BAWAG verlangt: "Damit wird einmal mehr trotz
gegenteiliger Behauptungen bestaetigt, wie sehr die OeGB-Fuehrung am
Gaengelband der Parteipolitik der SPOe haengt."
Antlanger erinnerte daran, dass bei der tags zuvor stattgefundenen Sitzung
des OeGB-Bundesvorstandes uebereinstimmend von allen fuehrenden
OeGB-FunktionaerInnen mit Verweis auf die gute wirtschaftliche Situation der
Bank festgestellt wurde, dass die BAWAG weiterhin im Eigentum des OeGB
bleiben muesse: "Es ist hoechst unglaubwuerdig, wenn ueber Nacht alles
anders ist. Den Verkauf einer Bank darf man nicht in einer Viertelstunde
entscheiden."
Wenn der interimistische OeGB-Praesident Rudolf Hundstorfer erklaert, dass
der OeGB weiterhin Partner der BAWAG bleiben werde, dann muss dazu gesagt
werden, dass er aber nach einem Verkauf nichts mehr mitzureden hat, wie die
Gelder des OeGB kuenftig veranlagt werden. Kritisch eingebracht wurde vom
GLB dazu auch, ob das Vermoegen des OeGB wie etwa der Streikfonds kuenftig
um den Preis hoher Renditen auch in Ruestungs-, Pharma-, Atom- oder
Gentechnikaktien veranlagt werden koennte. Von dem bei der Sitzung
anwesenden BAWAG-Chef Ewald Nowotny gab es dazu keine Stellungnahme.Der
Argumentation Nowotnys fuer den Verkauf, dass eine Bank immer wachsen muesse
und dies mit den Interessen des OeGB unvereinbar sei widersprach Antlanger
und wies mit dem Hinweis auf die Rationalisierung im Bankbereich auch
Nowotnys Argument zurueck, ein solches Wachstum sichere Arbeitsplaetze. Wie
bereits bei der Sitzung am Vortag erklaert, lehnt der GLB den Verkauf der
BAWAG ab. Antlanger meinte, eine gewerkschaftseigene Bank muesse nicht alle
Geschaefte des "normalen" Bankwesens mitmachen, sie plaedierte dafuer zum
Gedanken der seinerzeitigen Arbeiterbank zurueckzukehren.
Wie wenig der OeGB sich selbst in seiner eigenen Argumentationsweise
auskennt, zeigt ein halboffizielles Argumentationspapier im
Frage-Antwort-Stil. Dort heisst es: "Frage: Der OeGB hat immer gesagt, die
Ankuendigung eines Verkaufs senkt den Wert des zu verkaufenden Unternehmens.
Wird die BAWAG P.S.K. nach den Turbulenzen und Veroeffentlichungen der
vergangenen Tage nicht weit unter Wert verkauft werden muessen? - Antwort:
Der OeGB wird den Verkauf selbstverstaendlich nicht uebereilen, sondern zum
wirtschaftlich guenstigsten Zeitpunkt durchfuehren." Und gleich einen Absatz
darunter: "Frage: Warum wird die BAWAG P.S.K. so schnell (so ploetzlich)
verkauft? - Antwort: Angesichts der politischen Diskussionen im Vorfeld des
Wahlkampfes ist es Ziel des OeGB, die BAWAG P.S.K. schnell aus den
Schlagzeilen zu bringen. Der OeGB Bundesvorstand ist sich seiner politischen
Verantwortung fuer die Bank, die KundInnen, die Beschaeftigten und den
Finanzplatz bewusst und hat daher raschest im Sinne der Ertragskraft der
Bank entschieden." Der Widerspruch scheint niemandem aufzufallen... (UG,
GLB/akin)
*
WWWebtip zum Thema
Die KPOe sammelt Unterschriften fuer eine OeGB-Urabstimmung ueber den
BAWAG-Verkauf: http://www.kpoe.at/cgi-bin/petition.cgi?p=oegbbawag
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07 GLB/Arbeitsmarkt/Arbeitszeitverkürzung
Von: Gewerkschaftlicher Linksblock <glb at aon.at>
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Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110 Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 -
Mail glb at aon.at – Web www.glb.at – Ausgabe vom 4. April 2006
Arbeitszeitverkürzung für ÖGB und AK kein Thema mehr?
Zur „Entspannung“ Arbeitslose in der Statistik versteckt
Als pure Kosmetik bezeichnet die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) die Arbeitsmarktbilanz der Regierung: Ende März
2006 ist zwar die Zahl der offiziell ausgewiesenen Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Prozent auf 271.557 gesunken, bei
Einrechnung der in Schulungen befindlichen Personen aber um drei Prozent auf 333.987 Arbeitslose gestiegen.
„Wenn Wirtschaftsminister Martin Bartenstein eine Steigerung der SchulungsteilnehmerInnen um 21,5 Prozent auf 62.430 als Entspannung
bezeichnet, dann ist das eine vornehme Umschreibung wie man Arbeitslose in der Statistik versteckt“, meint GLB-Bundesvorsitzende
Karin Antlanger. Das großspurig als „Unternehmen Arbeitsplatz“ gepriesene und mit 285 Millionen Euro dotierte Qualifizierungspaket
hat demnach im Klartext bislang keine wirkliche Entlastung am Arbeitsmarkt gebracht.
Als unzureichend bewertet der GLB allerdings auch die Kritik von AK und ÖGB an dieser Entwicklung: Es genügt nicht wenn etwa die
AK-Präsidenten Herbert Tumpel (Wien) und Johann Kalliauer (OÖ) die Regierung anprangern und in allgemeinster Form mehr Beschäftigung
und Qualifizierung verlangen und die Lehrstellenförderung („Blum-Bonus“) oder sich bereits als Flop erwiesenen Kombi-Lohn
kritisieren.
Der GLB vermisst eine klare Ansage von ÖGB und Arbeiterkammer für eine Arbeitszeitverkürzung, wie sie seit 1987 von jedem
ÖGB-Kongress gefordert wurde: Laut Arbeiterkammer leisten 748.500 ÖsterreicherInnen 7,04 Millionen Überstunden wöchentlich, was
umgerechnet auf eine 40-Stundenwoche 175.900 zusätzlichen Arbeitsplätzen entspricht. Außerdem weist Österreich laut Eurostat mit
44,1 Wochenstunden nach Griechenland (44,3) die zweitlängste reale Wochenarbeitszeit auf.
„Es ist geradezu pervers, wenn auf der einen Seite ein Teil der Berufstätigen immer länger arbeiten muss, auf der anderen aber immer
mehr Menschen überhaupt keine Arbeit haben und dabei verschärften Restriktionen des AMS unterliegen“, meint Karin Antlanger. Gar
nicht zu reden vom massiven Trend zur Prekarisierung, der bereits rund ein Drittel der Berufstätigen betrifft: Rund 550.000
Teilzeitbeschäftigte, 230.000 geringfügig Beschäftigte, 136.000 befristet Beschäftigte, 50.000 als Freie Dienstnehmer oder per
Werkvertrag Beschäftigte und 25.000 Leiharbeitskräfte.
Der GLB sieht eine rasche Arbeitszeitverkürzung daher neben einer Stärkung der Kaufkraft zur Erhöhung der Inlandsnachfrage durch
eine aktive Lohnpolitik und steuerlicher Entlastung der Lohnabhängigen sowie ein wirksames öffentliches Beschäftigungsprogramm durch
gezielte Investitionen in beschäftigungsintensive Bereiche wie Wohnbau, Nahverkehr, erneuerbare Energie usw. als wesentlichste
Instrumente zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit an.
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ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE
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07 EU/Dienstleistungsrichtlinie/Demonstration/Graz
Von: KPÖ Steiermark <kpoe_stmk at hotmail.com>
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KPÖ Steiermark
Lagergasse 98a
8020 Graz
Tel. 03 16 / 71 24 36
Fax 03 16 / 71 62 91
email: kpoe_stmk at hotmail.com
Dienstag, 4. April 2006
Presseinformation der KPÖ Steiermark
Dienstleistungsrichtlinie: Wichtige Entscheidung fällt in Graz
Demonstration für 22 April angekündigt
Die EU-Kommission hat den schlechten Kompromiss bei der nach dem früheren Kommissar Bolkestein benannten Dienstleistungsrichtlinie heute nicht völlig unverändert übernommen. Selbst für Sozialministerin Haubner gibt es "im Verbraucherschutz und bei sensiblen Bereichen wie den sozialen Dienstleistungen" noch offene Fragen.
Dabei geht der Vorschlag des EU-Parlaments, der von einer großen Koalition aus SPE und EVP getragen wird, meilenweit an den Forderungen der betroffenen Bevölkerungskreise vorbei. Damals hatte die Industriellenvereinigung gejubelt, "dass Sozialpolitik und Verbraucherschutz nicht mehr als Rechtfertigungsgründe für die Einschränkung der Dienstleistungsfreiheit zugelassen werden".
So scheint beispielsweise der Begriff Herkunftslandprinzipzwar nicht mehr auf, in der Substanz wird aber am Herkunftslandprinzip festgehalten.
Weiters sind keine klaren Ausnahmen für die Daseinsvorsorge enthalten und es fehlt eine wirksame Rechtsdurchsetzung auf europäischer Ebene hinsichtlich der Kontroll- und Sanktionsmöglichkeiten gegen ausländische Dienstleistungsanbieter durch die jeweilige nationale Behörde.
Der steirische KPÖ-Vorsitzende Franz Stephan Parteder: "Die geplante EU-Dienstleistungsrichtlinie zielt auf die Liberalisierung nahezu aller Dienstleistungen. Damit geht der Generalangriff auf Sozialstandards, Tariflöhne, Arbeitsschutz, ökologische und Verbraucherstandards und die Daseinsvorsorge weiter."
Auf einem informellen EU-Gipfel der Wettbewerbsminister soll vom 20. bis 22. April in Graz eine Vorentscheidung über die Richtlinie fallen. Deshalb hat das Aktionsbündnis Solidarität eine Demonstration in der steirischen Landeshauptstadt angekündigt.
Parteder: "Es ist zu hoffen, dass der ÖGB trotz seiner aktuellen Turbulenzen die Kraft findet, an dieser wichtigen Manifestation für die Rechte der arbeitenden Menschen und gegen den neoliberalen Wettbewerb teilzunehmen. Die KPÖ ruft jedenfalls ihre Mitglieder und Freunde auf, am 22. April in Graz zu zeigen, dass viele Menschen die Dienstleistungsrichtlinie der EU nicht hinnehmen."
Nähere Hinweise unter: http://www.keine-konkurrenz.at/
Rückfragehinweis: 0316/ 2151
KPÖ-Steiermark
Lagergasse 98 a
8020 Graz
Tel.: 0316 71 24 36
Fax 0316 71 62 91
email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com
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08 8. April - Welttag der Roma
Von: Ljubomir Bratic <ljubomir at chello.at>
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Sehr geehrte Damen und Herren!
Am 8. April 2006 findet zum Welttag der Roma die Veranstaltung "Forum
der Roma" statt. Weil dieser Tag für uns von größter Bedeutung ist,
bitten wir Sie, diesen Veranstaltungshinweis in Ihrem Medium zu
veröffentlichen und somit uns, die in Österreich lebenden Roma, zu
unterstützen.
*8. April - Welttag der Roma *
*Einladung zum "Forum der ROMA" - Ein Fest mit Veranstaltungen
anlässlich des
Welttags der Roma am 8. April 2006.
Einlass: 17.00 Uhr Ort: Haus der Begegnung, Praterstern 1, 1020 Wien *
Mit freundlichen Grüßen
Stojkov Slavomir - Boban für das Organisationskomitee "Forum der Roma"
Rückfragen:
Stojkov Slavomir - Boban
romani_dori_wien at yahoo.de <mailto:romani_dori_wien at yahoo.de> Mobil:
0676/3969 287, Büro: 01/966 04 23
***
Veranstaltet von den Vereinen:
"Roma Kultur Zentrum Wien"
"Baro Ilo"
"Makedonija Roma"
"Romano Pralipe"
"Vida Pavlovic"
"Romalen"
"Romano Drom"
"Romani dori"
"Djipsi mjuzik" Haris Stojka
Auch dieses Jahr feiern wir den 8. April, den Welttag der Roma. Wir
laden Sie herzlich ein, dieses Fest mit uns zu feiern. Die Veranstaltung
mit ihrem umfassenden Programm ist durch unsere Lebensgewohnheiten und
die Tradition der Roma geprägt.
Wir Roma wollen es nicht mehr zulassen, bloß in der Tradition zu
erstarren. Wir wollen aber auch nicht zulassen, dass unsere spröde
kulturelle Identität durch aggressiven Kitsch und Kommerz aufgezehrt wird.
Die Aufgabe der Roma-Kulturschaffenden ist es, durch Folklore, Musik,
Kunst und Literatur die eigene Kultur zu bewahren. Sie besteht aber auch
darin, sich durch interkulturelle Interaktion mit umliegenden Kulturen
weiter zu entwickeln. Nur durch den Austausch zwischen den Kulturen kann
man/Frau kreativ und innovativ sein und konservative Ansätze verändern.
Aus diesem Grund laden acht Roma-Organisationen aus Wien Sie ganz
herzlich ein, das "Forum der Roma" am 8. April zu besuchen. Im Rahmen
dieser Veranstaltung hat jede dieser Organisationen einen Beitrag
vorbereitet.
Wir freuen uns auf Ihr zahlreiches Kommen!
*PROGRAMM*
Beginn: 18.00 - 18:20
von "Makedonija Roma"
Roma Volkslieder und Spiele aus Makedonien
18:20 -18:50
von "Romano drom"
Präsentation jugendlicher Bühnendarsteller: "Zigeuner Zeit", Regie:
Obrad Jovanovic
18:50 - 21.00
von "Romani dori"
Konzert: Menuett von W.A. Mozart, Holaspicato, Fris, Cardas, Lamert,
Violine und Klavier: Resad Jahja
Musical: "Durst der Liebe" Szenario: Sofija Jovanovic, Nino Bakic
Regie: Sofija Jovanovic
Theaterstück (Komödie): "Roma früher und jetzt" Szenario: Sasa Barbul
Regie: Ana Stefanovic
Theaterstück (Drama): "Futursroma"
Das Stück handelt von der Notwendigkeit Vorurteile gegenüber
Homosexuellen abzubauen und stereotype Handlungsmuster zu durchbrechen.
Folklore: traditioneller Tanz "Carlama"
21:20 - 21:30
"Vida Pavlovic"
Volkspoesie der Roma
21:30 - 22:00
"Roma Kultur Zentrum Wien"
Klassisches Konzert in D-Dur
22:00 - 22:40
"Djipsi Mjusikl" Haris Stojka
Promotion des Albums mit Roma Liedern: "Djipsi Swing"
Parallel zum Programm des "Forum der Roma" findet ein Roundtable statt.
Thema: "Die Bedeutung des Forums für die in Österreich lebenden Roma".
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09 8.4. protestumzug anläßlich des eu wirtschafts- und finanzministerInnentreffens
Von: Renate Vodnek <Renate.Vodnek at reflex.at>
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Hallo!
Am 7. - 8. April 06 treffen sich die EU Wirtschafts- und
FinanzministerInnen in der Hofburg, um über Globalisierung,
Finanzmarktstabilität und Finanzdienstleistungen zu diskutieren.
Das Gefälle zwischen armen und reichen Regionen in der EU ist bereits
stärker als in den USA. Finanz- und Sparprogramme der EU verstärken diese
Kluft. Während im Bildungs- und Sozialbereich der Sparwahn der Regierungen
und der EU zur Geltung kommt, findet eine massive Steigerung der
Rüstungsausgaben für weltweite Militäreinsätze statt.
Rekordarbeitslosigkeit, Lohndumping, Abbau von Arbeitsrecht und
Sozialstandards auf der einen Seite und Rekordgewinne der Großkonzerne auf
der anderen.
Dagegen wollen wir protestieren!
8.4.06 Protestumzug
mit Verkleidungen, Kostümen, Musikinstrumenten, Aktionen, ...
14.00 - 16.00 Uhr
Treffpunkt: Michaelerplatz, 1010 Wien
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10 Absage aller AUF-Termine!
Von: AUF Eine Frauenzeitschrift <auf at auf-einefrauenzeitschrift.at>
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Absage aller AUF-Termine!
Aufgrund der Rücktritte der Obfrauen Eva Geber (AUF-Eine Frauenzeitschrift) und Britta Cacioppo (AUFkultur) hätte ein neuer Vorstand gewählt werden müssen. Bei der hiezu einberufenen a.o. Generalversammlung hat keine der bis dahin tätigen Frauen des Redaktionskollektivs für eine Vorstandsfunktion kandidiert. Daher muss der alte Vorstand vorerst die Geschäfte weiterführen.
Es gibt derzeit keine AUF-Redaktion. Alle Termine werden abgesagt, so auch die offene Redaktionssitzung am 4. April und die Präsentation der AUF-Zeitschrift am 6. April 2006.
Rechnungsprüferinnen und geschäftsführende Obfrauen
--
AUF eine frauenzeitschrift
AUF info
AUF edition
AUF kultur
Kleeblattgasse 7, A-1010 WIEN
T. +43 (1) 533 91 64, F. +43 (720) 55 41 61auf at auf-einefrauenzeitschrift.at, www.auf-einefrauenzeitschrift.atSollten Sie keine weiteren Zusendungen wünschen, senden Sie uns bitte eine kurze Mitteilung an: auf at auf-einefrauenzeitschrift.atIf you do not want to receive our mailings please send an e-mail to: auf at auf-einefrauenzeitschrift.at
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11 Integrationskonferenz gegen Fremdenrechtspaket
Von: office at asyl-in-not.org <office at asyl-in-not.org>
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Integrationskonferenz fordert:
Fremdenrechtspaket muß weg !
Die sechste Wiener Integrationskonferenz (ein Gremium, in dem alle namhaften ImmigrantInnen-Vereine und im Asylbereich tätige NGOs vertretenn sind) hat am 2. April 2006 auf Antrag des Integrationshauses, unterstützt von Asyl in Not, einstimmig beschlossen:
„Die am 1. Jänner 2006 in Kraft getretenen Restriktionen und Verschärfungen haben schockierende Auswirkungen. Die Integrationskonferenz fordert, daß ein Gesetz, das schutzbedürftige Menschen wie Kriminelle behandelt, zurückgenommen werden muß.“
Die Integrationskonferenz forderte ihre Mitgliedsvereine auf, ihre Kräfte zu bündeln, um sich intensiv für den Schutz von Flüchtlingen einzusetzen.
Die Integrationskonferenz fordert weiters ein Antidiskriminierungsgesetz im Verfassungsrang, um künftige Gesetze wie dieses Fremdenrechtspaket von vornherein zu verhindern.
Die Integrationskonferenz war verbunden mit einer Anhörung von VertreterInnen der politischen Parteien. Alex Korun (Grüne) sagte zu, sich für die Forderungen der Konferenz einzusetzen.
Elisabeth Hlavac (Integrationssprecherin der SPÖ), die erst nach Beschlussfassung zur Aufhebung des Fremdenrechtspakets eintraf, wurde von mir eindringlich befragt, ob die SPÖ im Falle ihrer Regierungsbeteiligung dieses von ihr mitbeschlossene rassistische Machwerk aufheben wird.
Frau Hlavac antwortete, im Integrationsprogramm der SPÖ sei auch eine „Änderung“ des Fremdenrechtspakets vorgesehen. Wie diese „Änderung“ konkret aussehen soll (insbesondere, ob die Rückkehr zum Schutz Traumatisierter und Folteropfer und die Abschaffung der Schubhaft für AsylwerberInnen geplant ist), war ihren Ausführungen leider nicht zu entnehmen.
Wir werden die Abgeordneten der SPÖ also weiterhin mit den Folgen dieses Schandgesetzes konfrontieren.
Im übrigen sind wir der Meinung, daß Frau Prokop zurücktreten muß. Sie ist eine Schande für dieses Land.
Michael Genner
Asyl in Not
Währingerstraße 59
1090 Wien
Tel.: 408 42 10-15, 0676 – 63 64 371
www.asyl-in-not.org
Spendenkonto:
Asyl in Not,
P.S.K., Kontonummer 92.034.400
Mitteilung gemäß dem Telekommunikationsgesetz:
Dies ist kein anonymes Massen-Email, sondern eine Aussendung an Personen, die mit Asyl in Not in Kontakt stehen. Wenn Sie unsere Aussendungen nicht mehr erhalten wollen, können Sie sich jederzeit abmelden.
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Zum Abmelden besuchen Sie bitte folgenden Link: http://www.asyl-in-not.org/php/member.php?mode=signout
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12 Ankündigung: Internationales Symposium "Frauen im KZ Mauthausen", 4. Mai 2006
Von: Kurt Krickler <Kurt.Krickler at hosiwien.at>
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Siehe Anlage.
Kurt Krickler
Generalsekretär
Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien – 1. Lesben- und Schwulenverband Österreichs
Novaragasse 40, 1020 Wien
www.hosiwien.at
Tel. privat: (01) 545 13 10; 0664 57 67 466
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MAYDAY
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13 Euromayday in Wien (+ andere Maidemos)
Von: akin <akin.buero at gmx.at>
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> Aufruf zur Euromayday-Parade in Wien
Scheinbar unaufhaltsam schreitet die Prekarisierung der Arbeits- und
Lebensverhaeltnisse voran - doch auch die Kaempfe fuer das Recht auf soziale
Rechte gewinnen immer mehr an Bewegung. Deshalb wird es am 1. Mai wieder
eine EuroMayDay-Parade in Wien geben, um diesen Kaempfen als Verstaerkerin
zu dienen und ihre Vernetzung voranzutreiben.
Bis dahin gibt es aber noch eine Menge anderer Termine abzuklappern:
Jeden Dienstag Treffen der EuroMayDay Vorbereitungsgruppe 19:00 Uhr,
Amerlinghaus, 1070 Wien, Stiftg. 8
Freitag, 7. April 2006, 18:30 Uhr, IG Bildende Kunst, 1060 Wien,
Gumpendorfer Strasse 10-12
Kultur- und Sexarbeit
Luzenir Caixeta und Rubia Salgado von maiz, dem autonomen
Integrationszentrum von & fuer Migrantinnen in Linz (www.maiz.at),
referieren zum Thema "Kultur- und Sexarbeit".
Montag, 10. April 2006, 20:00 Uhr, KETE, 1060 Wien, Schmalzhofg. 6
KPD - Kleines Postfordistisches Drama
KLEINES POSTFORDISTISCHES DRAMA (kpD) untersucht die Transformation
kultureller Aktivitaeten und die damit verbundenen Karrieren.
Diskussionsabend mit kpD: Brigitta Kuster, Filmemacherin und Kuenstlerin;
Isabell Lorey; Politologin/ UdK; Marion von Osten, Kuenstlerin und
Kuratorin; Katja Reichard, Kuenstlerin, pro qm
Freitag, 14. April 2006, TUeWI, 1190 Wien, Peter-Jordanstrasse 76
Erste Reihe links, jeder nur ein Kreuz! Nein, wir veranstalten keine Wahl,
vielmehr moechten wir euch anlaesslich der grossen Ehre von San Precarias
ununterbrochener Wiederkehr zur Teilnahme am MayDay-ActionDay einladen. Die
(vorlaeufige) Liturgie:
ab 14.00: High sein, frei sein, Basteln muss dabei sein! Transparente,
Utensilien fuer das grosse Passionsspiel am 1.Mai, die Herstellung einer
Figur unserer Schutzheiligen San Precaria - alles ist moeglich. Bringt
einfach eure prekaere Kreativitaet mit, auch Materialen (Farbe, Stroffe,
Holz, etc.) sind durchaus erwuenscht!
ab 17.00 Uhr: Mayday-Infopoint. Information ueber Geschichte, Theorie &
Praxis des Euromayday, Stand der Vorbereitungen & Moeglichkeit, sich in
Arbeitsgruppen einzuklinken.
18.00 Uhr: Filme zu Prekarisierung von Arbeit und Leben, zu prekaeren
Kaempfen und von den letztjaehrigen Mayday-Prozessionen. Anschliessend
Diskussionsmoeglichkeit.
20.30 Jazzmesse (Rhytmusgruppe t.b.a.) anschliessend oekumenisches Tanzmusik
von Band, Scheibe und digitalem Speichermedium. Fuer Unterhaltung sorgen
Santa Prokaries, Ras Tafari Ahonnen, Falott Gung. Gelobt sei San Precaria!
Mittwoch, 19. April 2006, 19:00 Uhr, Amerlinghaus / Galerie, 1070 Wien,
Stiftg. 8:
Bittere Ernte. ErntehelferInnen/Arbeitsmigration in der intensiven
Landwirtschaft zwischen Marchfeld und Almeria. Filmscreening von "Schoene
Arbeit" und anschliessende Diskussion mit der Regisseurin Karin Macher und
Dieter Behr (Europaeisches BuergerInnenforum) zu den Lebens- und
Arbeitsbedingungen von migrantischen ErntehelferInnen im Marchfeld und im
spanischen Almeria sowie zu Versuchen gewerkschaftlicher (Selbst-)
Organisation.
Mittwoch, 26. April 2006, 19:00 Uhr, NIG / Neues Institutsgebaeude (Hoersaal
1 im Erdgeschoss), 1010 Wien, Universitaetsstr. 7
Wer Vertritt Deine Interessen? Mit den gegenwaertigen
Prekarisierungsprozessen einher geht die Notwendigkeit der Entwicklung neuer
Organisierungsformen. Doch welche Instrumente des Kampfes stehen zur
Verfuegung? Wo und unter welchen Vorraussetzungen sind Allianzen
verschiedener AkteurInnen fuer einen gemeinsamen Kampf um (soziale) Rechte
moeglich oder notwendig? Und wie koennte eine den heutigen Arbeits- und
Lebensverhaeltnissen adaequate Form der Interessenvertretung aussehen? Ein
Roundtable zur "(Selbst-) Organisierung der Unorganisierbaren" mit
VertreterInnen aus kulturellen und wissenschaftlichen
Interessengemeinschaften, Gewerkschaft, OeH, Erwerbsloseninitiativen, der
autonomen Frauenbewegung und migrantischen Selbstorganisationen.
Samstag, 29. April 2006, 20:00 Uhr, Autofreie Siedlung, 1210 Wien,
Nordmanngasse 25-27
Ehe ohne Grenzen
Sonntag, 30. April 2006, 20:00 Uhr, E.K.H. BG 2. Stock, 1100 Wien,
Wielandg. 2-4
MayDay-Videoabend
Montag, 1. Mai 2006, 14 Uhr,
Yppenplatz, 1160 Wien:
EUROMAYDAY WIEN
Demoaufruf und weitere Infos:
http://euromayday.at/
***
> Konkurrenzveranstaltungen:
Dieser akin liegt ein Flugblatt mit dem Aufruf "1.Mai 2006 - Gemeinsam
Widerstand!" bei. Die traditiotionelle Demo geht wie gehabt um 10 Uhr bei
der Albertina weg (KPOe und Freunde). Aufruf siehe weitere Meldungen im
heutigen akin-pd.
Die "Internationalistische 1. Mai-Demonstration" trifft sich um 9 Uhr vor
der Staatsoper (ArbeiterInnenstandpunkt und Freunde).
Aufruf demnächst wohl auf: http://www.arbeiterinnenstandpunkt.net/
Gruene und AUGE feiern schon am Tag vorher ein Fest im Prater am Tag der
Arbeitslosen 2006: Sonntag, 30. April 2006, 12:00 - 21:00 Uhr,
Jesuitenwiese.
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14 1. Mai 2006 - Gemeinsam Widerstand!
Von: akin <akin.buero at gmx.at>
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Termine/Maiaufruf:
> 1. Mai 2006 - Gemeinsam Widerstand!
Treffpunkt: 1.Mai, 10 Uhr, Albertina, Wien
"Wachstum und Beschaeftigung" lautet das Credo der oesterreichischen
EU-Ratspraesidentschaft. Arbeitsplaetze, gar "Vollbeschaeftigung"
versprechen die Projekte, die nicht nur Schuessel & Co fuer die Europaeische
Union voran-treiben sollten: Sowohl die so genannte Lissabon-Strategie als
auch der EU-Verfassungsvertrag – der bei Volksabstimmungen in Frankreich und
Holland durchgefallen ist - und sogar die ominoese
Dienstleistungs-Richtlinie sollen demnach Arbeitsplaetze schaffen, indem sie
die Union fuer den globalen Standortwettbewerb fit machen.
Welcher Art die dabei geschaffenen Arbeitsplaetze sein werden, darueber gibt
das "Kleingedruckte" in diversen – auch von der oesterreichischen
Bundesregierung unterstuetzten – EU-Dokumenten Auskunft: "Flexibel sei der
Mensch, ueber die Massen fleissig und ansonsten genuegsam und kusch!", so
das Motto, das ueber der "Arbeitspolitik" des europaeischen Neoliberalismus
schwebt.
Die vielfach angekuendigten Jobinitiativen auf europaeischer wie nationaler
Ebene entpuppen sich derart als pure "Prekarisierungsstrategien". Lohnarbeit
um jeden Preis – ungesichert, schlecht bezahlt, stressig flexibel –
Prekarisierung ist Klassenkampf von oben!
Dagegen setzen wir die Forderungen nach einer radikalen
Arbeitszeitverkuerzung bei vollem Lohnausgleich, nach Mindestlohn und
Grundeinkommen sowie gleiche politische und soziale Rechte fuer alle hier
lebenden Menschen, unabhaengig von ihrer Staatsbuergerschaft. Eine
emanzipatorische Arbeitspolitik verlangt aber auch die Demokratisierung von
Wirtschaft und Betrieben als Voraussetzung fuer eine Neubewertung
und -verteilung der gesellschaftlich notwendigen Arbeit, wie insgesamt nach
einem neuen Arbeitsbegriff, als Voraussetzung fuer die Abschaffung
geschlechtshierarchischer Unterdrueckung und Ausbeutung und einer
schoepferischen Entfaltung in Solidaritaet.
Lokal handeln, global kaempfen!
Die europaeische Linke vernetzt die verschiedenen politischen und sozialen
Kaempfe im Projekt einer "Alternativen Charta fuer ein anderes Europa", die
Anfang Mai auf dem Europaeischen Sozialforum und Mitte Juni im Rahmen des 3.
Austrian Social Forum vorgestellt wird. Ein anderes Europa bedeutet dabei:
-Offene Grenzen und ResidenzbuergerInnenschaft statt einer rassistisch
abgeschotteten Festung Europa!
-Ein soziales, demokratisches, solidarisches, geschwisterliches Europa statt
der neoliberalen Union der Konzerne!
-Ein Europa des Friedens und der globalen Solidaritaet statt einer
imperialen, militarisierten Supermacht!
Im Sinne dieser Forderungen bereiten oesterreichische und transnationale
Netzwerke fuer den 10. bis 13. Mai in Wien einen Alternativengipfel zum
offiziellen EU-Lateinamerika/Karibik-Gipfel vor. Auch zur Beteiligung daran
soll dieser gemeinsame 1.Mai-Aufruf mobilisieren.
Gemeinsam gegen Ausgrenzung!
Das Motto "Gemeinsam Widerstand", unter dem sich seit 1993 ein breites
Buendnis aus AktivistInnen und linken Organisationen zu einer gemeinsamen 1.
Mai-Manifestation versammelt, richtet sich vor allem auch gegen rassistische
und patriarchale Ausgrenzung und Marginalisierung. Ausgrenzung, wie wir sie
derzeit wieder verstaerkt im so genannten "Ortstafelstreit" gegenueber der
slowenischen Minderheit in Kaernten erleben. Der Kampf um die Rechte der
oesterreichischen Minderheiten ist ein Kampf um Demokratie in diesem Land!
Gemeinsam fuer eine bessere Welt!
-Gemeinsam Widerstand gegen Prekarisierung und Sozialabbau, fuer Arbeit, die
auch qualitative Ansprueche erfuellt, fuer das "gute Leben": Wir fordern
eine Neuaufteilung und Neubewertung der Erwerbs- und Reproduktionsarbeit,
radikale Arbeitszeitverkuerzung bei vollem Lohnausgleich,
wohlstandssichernden Mindestlohn und bedingungsloses Grundeinkommen.
-Gemeinsam Widerstand gegen Sexismus und geschlechtshierarchische
Ausbeutung. Frauenrechte sind Menschenrechte! Die Linke ist feministisch
oder sie ist nicht links!
-Gemeinsam Widerstand gegen Rassismus und Festung Europa! Am Todestag von
Marcus Omofuma verlangen wir die Ruecknahme des rassistischen Asyl- und
Fremdenrechts und die soziale und rechtliche Gleichstellung aller in
Oesterreich lebenden Menschen, unabhaengig von ihrer Staatsbuergerschaft.
-Gemeinsam Widerstand gegen Militarisierung und EU-Grossmachtpolitik! Fuer
Friedenspolitik und Neutralitaet statt Aufruestungsgebot, Battle-Groups und
militaerischer Beistandsverpflichtung!
Eine andere Welt ist moeglich und notwendig!
Das Personenkomitee "1. Mai 2006" ruft zur gemeinsamen Demonstration in Wien
auf: Atila Akkaya, Leo Gabriel, Fuad Jaber, Claudia Krieglsteiner, Peter
Ulrich Lehner, Melitta Nicponsky, Andreas Pecha, Bernhard Redl, Alois
Reisenbichler, Dieter Schrage und Lilian Stadler
Unterstuetzende Organisationen: ARGE fuer Wehrdienstverweigerung,
Gewaltfreiheit und Fluechtlingsbetreuung, Friedensinitiative Donaustadt,
Gewerkschaftlicher Linksblock (GLB), Hiroshimagruppe-Wien, Irakisches Haus,
Kommunistischer StudentInnen Verband (KSV), KPOe-Wien, OeDP - Plattform fuer
Freiheit und Solidaritaet, Verein Zusammen, Wiener Friedensbewegung
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MELDUNGEN UND MEINUNGEN
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14 Neues von der Post
Von: akin <akin.buero at gmx.at>
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Neues von der Post
Es sah sehr danach aus, als waere nach den grossartigen Aktionstagen der
Post jegliches Engagement der Gewerkschaft bezueglich Privatisierung
beendet -- bis letzte Woche war nicht einmal auf der GPF-Homepage mehr zu
lesen als eine Hochjubelung laengst vergangener Aktionen.
Jetzt ruft die Postgewerkschaft wie aus dem nichts von 4.-7.April zu einer
Urabstimmung ueber die erzielten Verhandlungsergebnisse auf. Diese sind eher
mau: Der Eigentuemervertreter Grasser garantiert 51% Staatsanteil bis zu den
naechsten Wahlen d.h. die Privatisierung wird mit etwas Verzoegerung
durchgezogen. Damit die Privatisierung ein bisserl leichter zu schlucken
ist, wird es den Postlern ermoeglicht, billig ihre eigenen Ausbeuter zu
werden -- fuer den Erwerb der "Volksaktie" sollen sie einen kraeftigen
Zuschuss von der OeIAG erhalten. Und zur Pensionskassa lautet das Ergebnis:
"Pensionskasse – Zusage fuer Verhandlungen fuer Beamte UND Angestellte". Mit
anderen Worten: "Darueber redŽ ma noch".
Ueber dieses Ergebnis sollen die Mitglieder jetzt abstimmen -- eine
Bekaempfung der Privatisierung wird bei diesem Angebot (aehnlich wie nach
den OeBB-Streiks) von der Gewerkschaft nicht mehr empfohlen.
Waehrenddessen geht das Unternehmen weiterhin auch mit sehr unfeinen
Methoden gegen Kritiker vor. Der Obmann der Personalvertretung beim Postamt
1230 Wien, Robert Hobek, hat gerade gegen die Post AG in erster Instanz eine
Klage wegen Geschaeftsschaedigung verloren und will jetzt in Berufung gehen.
Ausserdem laeuft gegen ihn ein Disziplinarverfahren. Leider findet man auch
darueber nichts auf der Homepage der Postgewerkschafter. Kein Wunder:
Erstens stoert das nur das gute Einvernehmen mit dem Unternehmen und
zweitens gehoert Hobek dem GLB an. -br-
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15 Tumulte am Flohmarkt
Von: akin <akin.buero at gmx.at>
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Tumulte am Flohmarkt
Vorverlegte Sperrstunde verursacht chaotische Zustaende
Samstag, 1.April, kurz nach 16 Uhr: Auf dem Wiener Flohmarkt beim Naschmarkt
spielen sich chaotische Szenen ab. Bagger fahren mit hohem Tempo mitten in
Menschenansammlungen, Standler stellen sich vor die Baggerschaufeln, um zu
verhindern, dass ihre Staende samt Waren niedergewalzt werden, immer wieder
kommt es zu Rangeleien zwischen Beamten des Marktamtes und Standlern. Was,
um Gottes Willen, ist hier passiert?
Nun, infolge einer Aenderung der Marktordnung (vgl. Amtsblatt 40/5000) wurde
die Sperrstunde des Flohmarktes von bisher 18 Uhr auf 16 Uhr festgesetzt -
es wird also zwei Stunden frueher geschlossen. Vorangegangen war dem eine
eher abgehobene Initiative der OeVP-Wirtschaftskammer, Fachgruppe
Antiquitaetenhandel, welche nur die kommerziellen HaendlerInnen vertritt.
Von diesen (und auch wieder nur von einzelnen darunter) kam die Forderung
nach vorzeitiger Schliessung, da sie ihr Hauptgeschaeft am Vormittag machen
und nun bereits ab 14 Uhr (!) Zufahrt mit Lastwaegen erhalten, um ihre
Staende abzutransportieren. Unterstuetzt wurde diese Vorgangsweise auch vom
Marktamt, das sich Ueberstunden fuer die Reinigung ersparen wollte und auch
gegen private HaendlerInnen vorgehen will, die ohne entsprechende
Berechtigung die frei werdenden Plaetze sofort besetzten.
Die SP-Bezirksvorsteherin des 6. Bezirks stimmte dieser neuen Verordnung
ohne Ruecksprache mit den betroffenen Haendlern, Kunden und Anrainern zu –
die Folgen sind katastrophal:
1. Es ist fuer die Kunden nicht nachvollziehbar, warum der Naschmarkt bis 17
Uhr, der Flohmarkt jedoch nur bis 16 Uhr geoeffnet ist.
2. TouristInnen, die den Flohmarkt in ihren Reisefuehrern auf dem Weg vom
Zentrum ueber den Naschmarkt zum Haus des Meeres finden, stehen bereits am
fruehen Nachmittag vor Muellbergen.
3. Die nicht gewerblichen HaendlerInnen, die in der WKOe keine Vertretung
haben, sind verzweifelt, weil sich die hohen Standgebuehren fuer die
verkuerzte Zeit nicht rechnen.
4. Vom Flohmarkt lebt nicht nur der gesamte Naschmarkt, welcher laut
Auskunft vieler HaendlerInnen nur am Samstag staerkere Gewinne erzielt,
sondern auch die zahlreichen Gastronomiebetriebe in der Umgebung.
Ein Antrag der Mariahilfer Gruenen, die Oeffnungszeiten zumindest in der
warmen Jahreszeit wieder zu verlaengern, wurde im Bezirksparlament aus
formalen Gruenden nicht zugelassen. Der gruene Klubobmann Dr. Erich Dimitz
hat aber nun eine Unterschriftenaktion fuer eine spaetere Sperrstunde
gestartet – in kuerzester Zeit unterschrieben ueber 300 Standler und Kunden.
Beim Marktamt ist man auf eine weitere Eskalation der Auseinandersetzungen
vorbereitet: Neuerdings patrouillieren die Beamten in Begleitung von
uniformierten Mitarbeitern eines privaten Sicherheitsdienstes, die grosse
Schaeferhunde und Rottweiler, zum Teil auch ohne Beisskorb, mit sich
fuehren. Auf Anfrage der Gruenen erklaerte ein Vertreter der MA 59, dies
diene der Sicherheit der Beamten, die bereits mehrmals taetlich angegriffen
wurden. Es sei aber nicht daran gedacht, die Hunde bei Raufhaendeln auf die
Kontrahenten zu hetzen...
*Richard Weihs/gek.*
Bezirksrat der Mariahilfer Gruenalternativen
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16 KPÖ/Bundesheer/Aufrüstung/Armut
Von: KPÖ-Kommunikation <kpoe at aon.at>
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KPÖ-Pressedienst – Drechslergasse 42, 1140 Wien – Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 – Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail
bundesvorstand at kpoe.at – Web www.kpoe.at - News www.kpoe.at/lpd - Ausgabe vom 4. April 2006
KPÖ begrüßt SJ-Forderung für Abschaffung des Bundesheeres
Klaus: Jeder Euro für Rüstung ist verantwortungslos
Begrüßt wird von der KPÖ-Bundessprecherin Melina Klaus die Forderung der Sozialistischen Jugend, das österreichische Bundesheer bei
gleichzeitiger Einrichtung eines Katastrophendienstes und der Anhebung der Mittel für Entwicklungszusammenarbeit abzuschaffen. Mit
Recht stellt nämlich SJÖ-Vorsitzender Ludwig Dworak die Frage „wer außer der europäischen Waffenindustrie ein Bundesheer brauche“.
Bekanntlich plädiert die KPÖ seit langem dafür, das Bundesheer aufzulösen und lehnt die von Regierung und parlamentarischer
„Opposition“ forcierte Einbindung in die EU-Militarisierung durch Beteiligung an einer Euroarmee, den „Battle Groups“ oder
Militäreinsätzen entschieden ab. In der vorläufig auf Eis gelegten EU-Verfassung ist sogar explizit ein Aufrüstungszwang verbunden
mit der Schaffung einer EU-Rüstungsagentur vorgesehen.
Statt dessen sollte Österreich die 1955 beschlossene immerwährende Neutralität ernst nehmen und durch eine aktive
Neutralitätspolitik als Alternative zum Supermachtsanspruch der EU entwickeln: „Nicht übersehen werden darf nämlich auch, dass als
Kehrseite der Aufrüstung zunehmend verstärkter Sozialabbau erfolgt“ so Klaus: „Die Umverteilung erfolgt auch auf diesem Gebiet,
indem zunehmend Steuern die von arbeitenden Menschen aufgebracht werden für Rüstung verpulvert werden um dann zynisch zu erklären,
dass Pensionen, Gesundheit und Soziales nicht mehr finanzierbar sind.“
Die Einbindung in die Militarisierung der EU bedeutet nämlich auch verstärkten Druck in Hinblick auf eine Anhebung der
Militärausgaben: Österreich konnte unter anderem auch dadurch zu einem der reichsten Länder der Welt, weil durch die jahrzehntelange
Neutralität die Rüstungsausgaben im internationalen Vergleich sehr niedrig waren.
Durch die neutralitätswidrige Beteiligung Österreichs an der EU-Aufrüstung soll allerdings eine drastische Anhebung der
Rüstungsausgaben erfolgen: „Angesichts von mittlerweile bereits 1,03 Millionen Menschen die offiziell als armutsgefährdet gelten und
mit weniger als 848 Euro im Monat auskommen müssen ist jeder Euro der für die Rüstung ausgegeben wird unverantwortbar“, so Klaus
abschließend.
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17 Wir muessen sparen .....
Von: Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering <verin.stadtteilz.simmering at chello.at>
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Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,
die Zeitschrift der Betriebsseelsorge Traisental (Herzogenburg, Lilienfeld, St. Pölten) ist mit dem Schwerpunktthema "Wer arbeitet soll auch essen? Geld arbeitet" erschienen. Ich wurde eingeladen, einen Artikel zum Thema Neoliberalismus zu verfassen.
Gratisexemplare der Zeitschrift gibt es heute abend beim Sozialstammtisch mit Hildegard Goss-Mayr zur Friedensdekade um 19.30 Uhr im Betriebsseelsorgezentrum St. Pölten, Schneckgasse oder bei MAG. SEPP GRUBER MAS, BETRIEBSSEELSORGE ST. PÖLTEN, 3100 St. Pölten, Schneckgasse 22, Telefon: 02742/72240 & 0650/2318824, Diensthandy (0676) 826 68 83 98, E - Mail: bszgruber at utanet.at, http://www.betriebsseelsorge.at.tf/
Ein Teil der Zeitschrift ist der Homepage der Betriebsseelsorge Herzogenburg veröffentlicht:
http://www.kirche.at/stpoelten/pa_bs/untr/neu/
Mit solidarischen Friedensgrüßen!
Alois Reisenbichler
Alois Reisenbichler:
Wir müssen sparen, damit wir uns den Reichtum weniger leisten können.
Wir da unten
Selbst in St. Pölten wird die Zahl jener Menschen, die mit Schwarzarbeit und zum Teil mit Stehlen von Gütern des täglichen Bedarfs ihr wirtschaftliches Überleben sichern (müssen), größer. Wenig Lohn heißt wenig Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe, offene Rechnungen nicht bezahlt und Mahnklagen mit enormen Spesen folgen, woher das Geld für die Miete zum 1. nehmen, je härter der Konkurrenzkampf um jeden Job, desto schwerer für jene, die sich ohnehin schon schwer tun. Oder Gespräche mit jenen ArbeiterInnen, deren Werk ins Ausland verlagert wurde und die verzweifelt sind: ihre hohe Qualifikation und ihre gute Arbeit ist auf einmal – marktwirtschaftlich gesehen – wertlos geworden. Nicht zu vergessen: der ganz normale Druck und Stress am Arbeitsplatz wird immer schärfer, Besonders benachteiligt sind die Frauen sowie ausländische Kolleginnen und Kollegen, die noch dazu in der Rechtsaußen-Propaganda als Sündenböcke missbraucht werden.
Die da oben
.
Schlagzeilen wie zum Beispiel „OMV Gewinn verdoppelt“ (1,5 Mrd. Euro 2005) sind bekannt, während die Lohnquote (der Anteil der Unselbständigen) seit den 80er Jahren zurückgeht.
In Österreich teilt sich das oberste Einkommenszehntel 26 Milliarden Euro im Jahr 2003, das sind knapp 30 % der gesamt ausbezahlten Löhne und Gehälter. Das unterste Einkommensfünftel, also doppelt so viele Menschen, erhält mit in Summe knapp 2,1 Milliarden Euro nur 2,3 % der gesamten Lohn- und Gehaltsumme.
Oder das oberste Prozent der Bevölkerung besitzt ein Drittel des Vermögens, die nächsten 9 Prozent das weitere Drittel – also 10 % der ÖsterreicherInnen haben zwei Drittel des Vermögens.
Und dann kommen die ExpertInnen der Wirtschaft und der ihnen hörigen Wirtschaftswissenschaft und Presse, die uns tagtäglich einreden: jeder ist seines Glückes Schmied (vielleicht auch jede ihres Glückes Schmiedin), privatisieren, sparen, deregulieren, Rechte und Sozialstaat abbauen, dafür vielleicht die Almosen von gütigen Wohlhabenden
Löhne, Arbeitsrecht und Sozialstaat sind in fast allen Ländern in einem Wettlauf nach unten – Skandinavien und Frankreich orientiert sich an Österreich, wir an Osteuropa, die wieder an den Schwellenländern wie Indien und diese wieder an China und die wieder an
Warum werden die Armen immer ärmer
Bei der Analyse der Ursachen gibt es unter sozial engagierten Christinnen und Christen unterschiedliche Meinungen:
Ein Teil, der wohl in der Gesellschaft größer und im christlichen Bereich kleiner wird, sieht die Schuld vor allem bei den Betroffenen. Viele denken, dass die Folgen der neoliberalen Globalisierung nur Fehler eines an sich guten, technologisch innovativen und effizienten Wirtschaftssystems sind, die halt mit wenigen Maßnahmen korrigiert werden könnten.
Ich persönlich halte mich an jene Analyse, die Weltversammlung der Evangelischen Kirche H.B. in Accra im August 2004 formuliert hat: „Die tieferen Wurzeln dieser massiven Bedrohung des Lebens liegen vor allem in einem ungerechten Wirtschaftssystem, das mit politischer und militärischer Macht verteidigt und geschützt wird.“ Das kapitalistische Wirtschaftssystem, in dem nicht der Mensch im Mittelpunkt steht, sondern der Gewinn einer immer kleiner werdenden Zahl von Menschen weltweit, ist zutiefst inhuman.
Wer hat Interesse?
Der wichtigste erste Schritt ist eine wirtschaftliche Alphabetisierung: Wer hat Interesse? Wer gewinnt? Wer verliert? Wem dient der Konkurrenzkampf? Und es kommt auf die Perspektive an – aus der Sicht der AktienbesitzerInnen sind steigende Aktienkurse dank der Meldung über die Kündigung vieler ArbeiterInnen eine sehr gute Nachricht, aber wie geht es jenen, die ihren Arbeitsplatz verlieren?
Wir müssen global denken – die Entscheidungen der Welthandelsorganisation WTO betreffen nicht nur die Armen im Süden, sie verändern das Leben der Menschen in Lilienfeld und Herzogenburg genauso wie in Maputo und Brasilia. Die Politik der EU, die von den nationalen Regierungen beschlossen wird, betrifft unseren Alltag.
Die Beratungen in WTO und EU müssen öffentlich sein, schließlich ist es ja nicht der Privatklub einiger Herren und noch weniger Damen. Die Politik der internationalen Institutionen und der nationalen Regierungen müssen aus der Perspektive der kleinen Leute beleuchtet werden – wie es schon das Sozialstaatsvolksbegehren mit der Sozialverträglichkeitsprüfung forderte.
Privatisierung der öffentlichen Unternehmungen hat Folgen: für ein privates Postunternehmen macht es keinen Sinn, im Waldviertel täglich Briefe zuzustellen oder billige Zeitungstarife anzubieten, damit jede Pfarre günstig das Pfarrblatt verschicken kann. Und wenn einmal Bildung, Wasser, Sozialversicherung und Gesundheitsversorgung privatisiert werden, werden nicht nur der sprichwörtliche Brief aufgegeben, sondern auch die Menschen und ihre Schicksale. Wenn man sich nur an Effizienz und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit orientiert, wozu braucht eine alte Oma noch eine teure Chemotherapie und Operation, wenn sie ohnehin bald stirbt. Nach der Logik des neoliberalen Kapitalismus!
Wenn immer mehr Arbeitsverhältnisse geschaffen werden, wo die schwer errungenen Arbeitsrechte mit flexiblen Verträgen gestrichen werden, wird auch der Druck auf jene im „Normalarbeitsverhältnis“ immer größer.
Beispiele für eine andere Richtung
Wir brauchen keinen Standortwettbewerb zu Lasten der Mehrheit in eigentlich allen Ländern. Wir müssen die Umverteilung von unten NACH oben weltweit und in den einzelnen Ländern, auch in Österreich stoppen.
Warum müssen die Gewinne steigen und steigen – die ArbeiterInnen mit ihren Lohnforderungen jedoch maßvoll sein?
Statt Wettlauf nach unten verbindliche Mindeststandards im Sozial- und Arbeitsrecht ebenso bei den Gewinnsteuern, die Einführung der Tobintax (die genauso selbstverständlich sein sollte wie die Umsatzsteuer auf einen Liter Milch).
Die gesetzliche Wochenarbeitszeit ist seit Mitte der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts bei 40 Stunden, die Produktivität jedoch jedes Jahr enorm gestiegen. Arbeitszeitverkürzung statt Verlängerung der Arbeitszeit ist die einzige Chance, damit wirklich alle Arbeitswilligen wieder einen Arbeitsplatz bekommen. Den Konflikt zwischen jenen, die auf eine Verteilung der Arbeit orientieren, und jenen, die mit einem Basislohn jedem und jeder eine Mindestgrundlage zum Überleben schaffen wollen, müssen wir in einer Forderung nach einer Neuverteilung von Arbeit und Einkommen auflösen.
Wir brauchen die Pflichtversicherung in der Sozialversicherung, die wirklich allen Menschen einen Zugang zu jener sozialen und medizinischen Versorgung gewährt, die er / sie braucht. Eine Wertschöpfungsabgabe bringt die dringend benötigten Finanzmittel.
Diese Vorschläge sind noch lange nicht vollständig und sollen nur die Richtung einer Politik angeben, in der das Wohlergehen der sozial Schwächsten nicht nur in Sonntagsreden beschworen wird, sondern im politischen Alltag gelebt wird. Als Kompass gegen die herrschende neoliberale Politik kann auch das Sozialwort des Ökumenischen Rates der Kirchen dienen (www.sozialwort.at), das wichtige Reformen aufzeigt.
Solidarität und alles geht
Aus der Geschichte der ArbeiterInnenbewegung wissen wir – nur gemeinsam können wir etwas verändern. Solidarität in einem Betrieb, in Österreich und weltweit ist der einzige Weg, um jene Gegenmacht zu organisieren, die den menschenverachtenden Entscheidungen von Weltfinanzinstitutionen, multinationalen Konzernen und mit ihnen „verhaberten“ PolitikerInnen entgegentritt und ein mehr an sozialer Gerechtigkeit durchsetzt. Die weltweite Bewegung der Sozialforen, Demonstrationen in vielen Ländern des Südens, Aktionen gegen Sozialabbau in EU-Staaten wie in Frankreich, GewerkschafterInnen und BetriebsrätInnen ebenso wie christliche Gruppen und Menschenrechtsorganisationen – eine andere, sozial gerechtere, friedlichere Welt ist möglich.
Alois Reisenbichler
1110 Wien, Schneidergasse 15/9, Telefon (043-664) 39 51 809
E-Mail: stadtteilzentrum at simmeringonline.at, Alois.Reisenbichler at reflex.at
Homepage in Arbeit: www.reisenbichler.at.tf
Lieblingshomepage: www.hiroshima.at
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18 Andere EU
Von: akin <akin.buero at gmx.at>
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http://www.anothereuropeispossible.net/
Ein Wiki (im Wikipedia-Style) fuer eine neue Verfasstheit (nicht nur
Verfassung) der EU - also eigentlich gewinnt man den Eindruck, hier gehe es
darum, eine Nicht-EU zu schaffen, soweit sind die Vorstellungen von denen
der Herren der EU entfernt.
Von der englische Version der Site gelangt man zu Portalen saemtlicher
Staatssprachen der EU -- wenn auch die meisten dieser Portale noch nicht
mehr als eine Headline aufzuweisen haben, so ist die deutschsprachige
Abteilung schon recht rege.
Aus der Selbstdarstellung: "Europa ist keine Ware! Ein anderes Europa ist
moeglich; eines, das im Gegensatz zum Neoliberalismus und zum
fremdenfeindlichen Populismus steht. ... Diese Webseite hat den Anspruch,
durch den Aufbau einer alternativen Europaeischen Kooperationsplattform auf
der Grundlage der wiki-Technologie hierzu beizutragen. Alle koennen sich
hier daran beteiligen, die Informationen und kritische Analysen zu
europaeischen Themen zu sammeln und bereit zu stellen, die offizielle sowie
unsere alternative Agenda zu verfolgen und eine transnationale Vernetzung
aufzubauen. Durch den Einsatz der wiki-Software kann jeder Besucher dieser
Webseite dazu beitragen."
*
http://www.fse-esf.org/
http://www.socialforum.at/
Das 3. ASF (Austrian Social Forum) findet vom 15. bis 18. Juni 2006 in Graz
statt, das
Europaeische Sozialforum am 4 bis 7 Mai 2006 in Athen. Dazu dienlich sind
die beiden URLS. Bei der europaeischen Forumssite lasst euch bitte nicht
schrecken -- sie ist in Franzoesisch verfasst, aber von dort gelangt man
auch schnell auf eine deutsche und eine englische Version. Wobei ich darum
bitte, mich endlich aufzuklaeren: Warum wird das oesterreichische Forum auf
der oesterreichischen Site immer mit englichem Titel, das europaeische aber
immer mit deutschem Titel angekuendigt? Ich schaetze bei den
Konferenzsprachen wird es ja wohl genau umgekehrt sein... -br-
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19 Schickt sie zum Teufel!
Von: akin <akin.buero at gmx.at>
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> Schickt sie zum Teufel!
Ueber Regierungen, Reichtum und Armut
Manchmal blitzschnell, dann wieder zaghaft und traege braut sich weltweit
was zusammen. Die Betroffenen beginnen sich – aus welchen Gruenden auch
immer - zu wehren. Sie weigern sich, die ihnen aufgeschwatzte ‚Politik der
Vernunft‘, die gleichzeitig die ‚Politik der Herrschenden‘ ist, weiterhin zu
akzeptieren. Sukzessive verlieren die ‚Blitzableiter‘ bisher
funktionierender Gemeinwesen – z.B Religion, Demokratie, Klassenethik – ihre
traditionell gewachsene Macht. Die jeweiligen politischen Fuersten haetten
aber noch Jahrzehnte, vielleicht sogar Jahrhunderte gemuetlich
weiterregieren und ihre Voelker mit Phrasen und Parolen in Schach halten
koennen – wenn, ja wenn sie es nicht zu bunt getrieben haetten. Sie, die
sich gern und staendig mit dem Nimbus des ‚nur fuer das eigene Volk dazusein‘
umhuellen, sind an die wahren Profis geraten, die bereits beim weltweiten
Kampf um Maerkte angelangt waren. Die blitzschnell die nationalen und ihre
Geschaefte behindernden Politiken auszuschalten oder zumindest fuer ihre
Zwecke umzugestalten wusste. Das Zusammenspiel zwischen rasant wachsenden
Finanzmaerkten und laengt supranational agierenden Konzernen war
zugegebenermassen ein hervorragendes Teamwork, das die politischen Analysten
ratlos verstummen liess.
Die Weltwirtschaft, die keine Grenzen ausser ‚arm und reich‘ benoetigt,
braucht Gesetze und Gesetzesvorhaben. die ihnen von den inzwischen kurz
geschlossenen National-Politiken – wie z.B. der EU – eifrigst zur Verfuegung
gestellt werden. So entwickelte sich schnell ein neues Teamspiel, das so
bezeichnet werden koennte: ‚Weltwirtschaft zugunsten der Reichen‘ und
‚Politik als beruhigendes Ablenkungsmanoever fuer die Armen‘. Schuessel und
Konsorten als perfekte Polit-Instrumente der EU-Anpassung brauchen hierbei
nicht erwaehnt werden, aber es ist sicher interessant, dass die
oesterreichischen Abgeordneten nie grundsaetzliche Bedenken gegen den
oekonomischen Moloch Bruessel aeussern. Die netten Gehaelter seien ja allen
vielleicht zu goennen, wenn es nicht gleichzeitig eine grauenhafte Armut
rundherum gaebe. In der noerdlichen Hemisphaere uebertrumpfen sich die
Anleger und Spekulanten mit Milliarden Dollars und Euros – auf der
suedlichen Haelfte des Globus wird gestorben.
Zufaelligerweise hoerte ich vor zwei Wochen ein kurzes Referat von Jean
Ziegler, der vom taeglichen Massaker des Hungers sprach. Mehr als die
Haelfte aller Kinder in den unter-entwicklten Staaten sind laut Ziegler vom
Hungertod bedroht. Und laut Mitteilungen der Weltbank "haetten im Jahr 2001
weltweit ca. 1,1 Mrd. Menschen (entspricht 21% der Weltbevoelkerung) weniger
als 1 US-Dollar in lokaler Kaufkraft pro Tag zur Verfuegung und galten damit
als extrem arm. (Zum Vergleich: 1981 waren es noch 1,5 Mrd. Menschen, damals
40% der Weltbevoelkerung; 1987 1,227 Mrd. Menschen entsprechend 30%; 1993
1,314 Mrd. Menschen entsprechend 29%)"(1). Nun gut, jetzt koennte z.B. das
EU-Land Oesterreich so argumentieren: "Es tut uns wahnsinnig leid, aber wir
haben selbst 1 Million Armutsgefaehrdete, und erst die vielen
Obdachlosen..." Also wir verstehen, Oesterreich ist ein armes Land. Doch
zufaellig faellt mir der Standard in die Hand, wo ich im Wirtschaftsteil
folgendes zu lesen bekomme: 2006 finden "die groessten Kapitalerhoehungen an
der Wiener Boerse" statt. Da steht weiter ausfuehrend etwas ueber eine
IMMOEAST, die allein mit ca. 3 Mrd. Euro ihr Kapital an der Boerse
aufstockt. Dann folgt gleich die ‚Erste Bank‘ mit 2,9 Mrd. und ‚Meinl‘ mit
0.92 Mrd. Euro(2). Wie gesagt, bei den Betraegen sind keine Firmen-Guthaben
gemeint, sondern ‚nur‘ Kapitalaufstockungen.
Also duerfte Oesterreich nicht so arm sein. Denn wenn die Konzerne so reich
sind, sind nur die Menschen arm – und die sind offenbar ersetzbar. Doch zum
Schluss noch eine kleine, abgerundete Gegenueberstellung:
2001 besassen 1,1 Mrd. Menschen bloss 1 DM pro Tag in lokaler Kaufkraft.
Laut der Internet-Zeitung RU v. 10.06.05 ist "die Zahl der
Dollar-Millionaere in der Welt im vergangenen Jahr um 600 000 auf 8,3
Millionen gewachsen. Das Gesamtkapital aller Millionaere der Welt
vergroesserte sich im vergangenen Jahr um 8,2 Prozent auf 30,8 Billionen
Dollar"(3)
Schickt eure Regierungen zum Teufel, die dergleichen nicht nur zulassen,
sondern auch foerdern!
*Fritz Pletzl*
1) Wikipedia (eingesehen am 3.04.06)
2) Standard v. 18./19. Feb. 06, S 33
3) Internetzeitung Russland RU v. 10.06.2005
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20 Aktionen zur EU-Jugendministerkonferenz in Bad Ischl (29.-30.3.)
Von: akin <akin.buero at gmx.at>
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Viele Gipfel derzeit
Dass Oesterreich ein gebirgiges Land ist, laesst sich in diesem Halbjahr
auch politisch nicht leugnen. Derzeit schiessen in diesem Land ueberall
Gipfel aus der Erde -- und die werden natuerlich auch gebuehrend gestuermt.
Aber Achtung: Verwechselt nicht die Gipfel!
> Bericht: Aktionen zur EU-Jugendministerkonferenz in Bad Ischl (29.-30.3.)
Sowohl das Ministertreffen als auch das parallele Treffen von
Jugendfunktionaeren brachte - mit wenigen Ausnahmen - nur Worthuelsen. (Die
"Deklaration von Bad Ischl" steht auf www.jugendvertretung.at). Nirgends
werden NGOs und soziale Bewegungen erwaehnt. Die "Salzburger Nachrichten"
kommentieren treffend, dass gestylte Jugendfunktionaere die Konferenz fuer
ihre Karriere hinein in EU-Institutionen nuetzen.
Trotz vieler p.r.-Artikel in den Lokal-/ Regionalmedien wuchs in der Ischler
Bevoelkerung die Aversion gegen das teure Spektakel. Kommentare am Rand der
OeGJ-Demo mit 4.800 "Pappkameraden" (symbolisch fuer 4,8 Mio
Jugendarbeitslose in der EU) waren u.a. "Wozu die Geldverschwendung?" und
"Demonstrierts lieber in Wien vor der BAWAG!"
Die Polizei war sehr praesent (300 Mann inkl. Cobra und Abhoertrupp) bei
unseren Protestaktionen (Der Infostand war eingekreist von Polizisten), die
Reden von mir und Hubsi Kramar wurden anschliessend ueber das "Freie Radio
Salzkammergut" uebertragen. Hubsi griff meine Feststellung auf, dass als
wichtiger Nebeneffekt der "Sicherheitsmassnahmen" die Ueberwachungsstrategen
dies fuer ein Manoever nuetzen, in dem sie unter realen Bedingungen ihre
neuesten Strategien und Techniken erproben und nebenbei die Bevoelkerung
einschuechtern koennen. Entsprechend wenige trauten sich, offen zu unseren
Infostand zu kommen, um mit uns zu diskutieren.
Ein passender Abschluss war am Abend die Dokumentar-Groteske "Schueler
Hitler" gespielt von Hubsi Kramar und Hermann J. Kogler, die beklemmend die
Rhetorikschulung Hitlers dokumentierte, exemplarisch fuer aehnliche
populistische Demagogen der Gegenwart.
*Matthias Reichl*
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INTERNATIONALE SOLIDARITÄT
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21 Todesstrafe fuer Sprayer?
Von: akin <akin.buero at gmx.at>
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> Todesstrafe fuer Writer?
Sonder-Polizei schiesst Sprayer in den Kopf - Opfer so gut wie tot
In der norditalienischen Stadt Como hat nach Angaben von Indymedia letzte
Woche eine Anti-Graffiti-Sondereinheit bei einer Kfz-Kontrolle einen
19-jaehrigen Menschen aus Sri Lanka erschossen. Die Kugel hat ihn aus einer
Entfernung von zwei Metern in den Hinterkopf getroffen.
Mehrere Beamte der Polizei haben in der Innenstadt von Como ein Auto
angehalten, in dem sie einen Writer aus der oertlichen Graffiti-Szene
erkannt haben wollten. Mit gezogenen Pistolen wurden die vier Insassen des
Autos zum Aussteigen aufgefordert, darunter auch der Fahrer, der 19-jaehrige
Raigama Achrige Rumesh Ku, Sohn von Migranten aus Sri Lanka. Die vier
Jugendlichen mussten sich dann mit erhobenen Haenden an eine Mauer stellen,
den Kopf zur Mauer gewandt.
Die ganze Szene wurde von mehreren Zeugen beobachtet, darunter auch einer
Zivilstreife der Carabinieri die sich zufaellig in der Naehe befand. Es ist
umstritten, ob Ganesh, wie seine Freunde ihn nennen, sich umdrehen wollte
oder einfach eine abrupte Bewegung gemacht hat. Auf jeden Fall hat der
Polizist, der hinter Raigama stand, einen Schuss aus seiner Dienstwaffe
abgegeben, der Ganesh hinter dem linken Ohr getroffen hat und seinen Kopf
durchschlagen hat.
Die drei Freunde von Ganesh haben sich auf den Polizisten gestuerzt und ihn
angeschrien: "Du Moerder! Du Schwein! Was hast du getan, du Bastard!" Die
anwesende Zivilstreife der Carabinieri hat sofort eingegriffen, eine
Ambulanz gerufen und die Waffen der drei Polizisten beschlagnahmt.
Erste Meldungen sprachen davon, Ganesh sei bei der Ankunft im Krankenhaus
fuer klinisch tot erklaert worden. Letzten Informationen zufolge laege er im
Koma mit minimalen Ueberlebenschancen. Gegen den Polizisten der geschossen
hat, wird ermittelt.
Zu dem genauen Ablauf der Ereignisse gibt es widerspruechliche Aussagen.
Ganeshs Freunde haben ausgesagt, der Polizist habe mit der Pistole auf
seinen Kopf gezielt und gesagt "Schau mal, was ich hier hab fuer dich"- als
sich Ganesh umdrehen wollte, sei der Schuss gefallen. Die Polizisten
hingegen haben ausgesagt Ganesh sei weggelaufen und die Kugel habe ihn bei
der Flucht getroffen.
Im norditalienischen Como sind seit geraumer Zeit besondere Einheiten der
Polizei zur Bekaempfung der Graffiti-Szene im Einsatz. Diese Einheiten sind
bekannt fuer ihre ruecksichtslosen und gewaltbereiten Vorgehensweisen, mit
denen sie versuchen jugendliche Writer einzuschuechtern.
http://at.indymedia.org/newswire/display/55367/index.php
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22 [gipfelsoli] St. Petersburg
Von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org <gipfelsoli-l at lists.nadir.org>
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Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität
und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung
------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org --
Legal Support Gruppe des Netzwerkes gegen G8
Selbstdarstellung:
Die Legal Support Gruppe des Netzwerkes gegen G8 (NAG8) wurde auf dem
internationalen Koordinationstreffen von NAG8 im Februar 2006 gegründet. Die
wesentlichen Aufgaben der Gruppe sehen wir in:
- Sammeln von Informationen über Repressionen gegen Menschen und Gruppen, die
verdächtigt werden, Proteste gegen den G8 in St. Petersburg vorzubereiten
- rechtliche Unterstützung von Leuten, die Ziel staatlicher Repressionen sind -
Verbreiten von Informationen über Übergriffe auf Protestierende und Protest
Vorbereitende
Wir teilen die Grundsätze des Netzwerkes gegen G8. (siehe
http://spb8.hardcore.lt/post10)
Wir brauchen Hilfe mit professionellen RechtsanwältInnen bzw. Sachkundigen und
Übersetzung.
Kontakt: piter.legal at yahoo.com (russisch, englisch und deutsch möglich)
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Am 15.Juli beginnt in St. Petersburg der erste G8 Gipfel in der Geschichte
Russlands. Bereits zum 300. Gründungstag der Stadt vor 3 Jahren war die Stadt
voll von Polizei, es gab Veranstaltungsverbote und einen Monat vor dem
Großereignis Visastopp, dass heißt visapflichtige AusländerInnen konnten
grundsätzlich kurzfristig nicht nach Russland einreisen. Ähnliches Vorgehen
kann auch zum G8 Gipfel von der russischen Regierung erwartet werden.
Auf einem internationalen Vorbereitungstreffen Anarchistischer und Libertärer
Zusammenhänge in Kiev wurde mitte Februar eine legal support Gruppe gegründet,
die sich die nächsten Monate mit konkreter Antirepressionsarbeit und
internationaler Öffentlichkeit beschäftigen will. Im Einzelnen soll es um Infos
zu rechtlichen Fragen in Russland gehen, um den Aufbau von legal observern, die
vor Ort gegen staatliche Übergriffe unterstützen sollen und gegen
Grenzprobleme.
Zusätzlich möchten wir schon jetzt einen Verteiler aufbauen, über den
internationale sympathisierende Gruppen und Medien über unsere Arbeit
informiert werden, sowie auch über konkrete staatliche Übergriffe wärend des
Gipfels und Solidaritätsaufrufe. Wir benötigen dringend Leute, die schnell
verschiedene Sprachen übersetzen können und gut per E-mail erreichbar sind.
Außerdem sammeln wir Medienkontakte, suchen potentielle legal observers und
Gruppen, die ihre Erfahrungen (z.B. auch Broschüren, Berichte) mit uns teilen.
In Russland gibt es keine vergleichbaren Strukturen wie z.B. während des Gipfels
in Schottland, ebenso brauchen wir Demosanis und bestenfalls professionelle
ÄrztInnen bzw. SanitäterInnen, die vor Ort Demosanis aufbauen können.
Unser Ziel ist, Meinungsfreiheit einzufordern und den zu erwartenden
Repressionen solidarisch und international entgegenzutreten. Dafür brauchen wir
viel Unterstützung, vor allem während des Gipfels in St. Petersburg, aber auch
während der geplanten "warm up" Woche davor in Moskau. Aber auch wenn mensch
nicht nach Russland kommen kann, gibt es Möglichkeiten der Unterstützung. Am
14.Juli soll ein Globaler Aktionstag stattfinden, zu dem dezentral weltweit
aufgerufen wird. Wir werden Eure Solidarität auch vor russischen Botschaften in
möglichst vielen Städten brauchen.
Kontakt: Piter.legal at yahoo.com
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gipfelsoli infogruppe
Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten.
Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen.
Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge
nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder.
Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org.
Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org
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23 Enlazando Alternativas 2
Von: akin <akin.buero at gmx.at>
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> Alternativengipfel EU–Lateinamerika/Karibik: Enlazando Alternativas 2
In Wien wird im Mai 2006 im Rahmen der EU-Praesidentschaft Oesterreichs ein
Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der Europaeischen Union und
der Staaten Lateinamerikas und der Karibik stattfinden.
Parallel zu diesem offiziellen Gipfel werden soziale Bewegungen, kirchliche
Gruppen, Nicht-Regierungsorganisationen, Gewerkschaften und andere
AkteurInnen aus Lateinamerika, der Karibik und Europa vom 10. bis 13. Mai
2006 in Wien einen Alternativengipfel abhalten: "Enlazando Alternativas 2"
("Alternativen verknuepfen").
Waehrend dieser vier Tage des Alternativengipfels werden die Vertraege
zwischen Lateinamerika/Karibik und der EU analysiert, deren
Entwicklungspolitik und die Militarisierung in beiden Kontinenten in Frage
gestellt und ein Tribunal der Voelker veranstaltet, im Rahmen dessen die
Machtmechanismen der europaeischen transnationalen Konzerne in Lateinamerika
und Europa untersucht werden sollen. "Bei diesem Tribunal sitzen
multinationale Konzerne auf der Anklagebank. Mittels Zeugenaussagen von
Betroffenen und Fachleuten aus verschiedenen Themenbereichen werden Beweise
fuer Vergehen gegen die Menschen- und Arbeitsrechte, gegen Umwelt und
Sozialstandards gesammelt", erlaeuterte Carlos Aguilar von der
lateinamerikanischen Bewegung "Alianza Social Continental"
Neoliberale "Kooperationen"
Pia Lichtblau von ATTAC verwies darauf, dass die EU in vielen
lateinamerikanischen Laendern die wichtigste Investorin ist – im Zuge der
neoliberalen Privatisierungspolitik haben zahlreiche europaeische Konzerne
lateinamerikanische Unternehmen aufgekauft, z.B. die spanische Telefónica
oder die Wasserkonzerne Vivendi und Suez. "Darueber hinaus ist die EU auch
eine der wichtigsten Handelspartnerinnen der suedamerikanischen bzw. der
Mercosur-Laender. Der Mercosur wickelt 25% seines Aussenhandels mit der EU
ab – und nur 19 Prozent mit den USA", so Lichtblau weiter.
Die Liste der negativen Auswirkungen solcher Freihandelsabkommen ist
besonders fuer Lateinamerika lang: Arbeitslosigkeit, prekaere
Arbeitsverhaeltnisse, Zerstoerung der Nahversorgung, Privatisierung der
oeffentlichen Dienstleistungen sind nur einige Beispiele. Der Grund fuer die
Misere liegt aber nicht allein an der EU, sondern auch an der Politik der
lateinamerikanischen Regierungen. Die brasilianische Agrarpolitik ist stark
exportorientiert und somit stark auf grosse Agrokonzerne ausgerichtet, die
kleinbaeuerlichen Betrieben wiederum die Existenzgrundlage rauben.
"Angesichts der Tatsache, dass weder ein Kleinbauer in Brasilien, noch eine
Biobaeuerin in Oesterreich von derartigen Vertraegen profitiert", betrachtet
es Lichtblau als absolut unerlaesslich, "den Widerstand gegen diese
neoliberale Form der "Kooperation" gemeinsam zu organisieren – gemeinsam mit
zivilgesellschaftlichen Gruppierungen aus Lateinamerika und indem jeder in
seiner Region dafuer sorgt, dass soziale und oekologische Anliegen wieder
vor Konzerninteressen gestellt werden."
Rechte von ArbeitnehmerInnen
Der Oesterreichische Gewerkschaftsbund, wiewohl kein Mitveranstalter von
"Enlazando Alternativas 2", beteiligt sich mit mehreren grossen
Veranstaltungen daran und begruesst eine verstaerkte Diskussion der
oesterreichischen und europaeischen Aussen- und Aussenwirtschaftspolitik in
der Oeffentlichkeit und der sogenannten Zivilgesellschaft. Walter Sauer vom
internationalen Referat des OeGB: "Lateinamerika steht offenbar am Beginn
des Endes der Herrschaft des oekonomischen Neoliberalismus, der den
Kontinent seit drei Jahrzehnten in seine Fesseln geschlagen hat. Fuer die
oesterreichische Gewerkschaftsbewegung, die in Oesterreich gegen die
neoliberale Verschlechterung der erkaempften Sozial- und Arbeitsstandards
kaempft, ist es im Sinne internationaler Solidaritaet eine
Selbstverstaendlichkeit, jene zu unterstuetzen und mit jenen
zusammenzuarbeiten, die in Lateinamerika fuer hoehere Sozialstandards
kaempfen. Der OeGB fordert die Europaeische Union deshalb zu einer
solidarischen Aussen- und Aussenwirtschaftspolitik gegenueber Lateinamerika
auf!"
Die Gewerkschaften richten einen Forderungskatalog aber auch an die
Regierungen Lateinamerikas: In vielen Laendern werden die
Gewerkschaftsrechte grob verletzt. Allein in Kolumbien werden jaehrlich etwa
100 gewerkschaftliche AktivistInnen wegen ihrer gewerkschaftlichen
Taetigkeit ermordet. Arbeitsbedingungen sowohl in Betrieben multinationaler
Konzerne als auch nationaler Unternehmer/innen sind oft katastrophal – etwa
in den Maquiladoras Zentralamerikas. Sauer weiter: "Wir fordern daher
gleichzeitig die umfassende Respektierung der Menschen- und
Gewerkschaftsrechte, insbesondere des Rechts auf Organisationsfreiheit, in
Lateinamerika."
Neben den vielen AktivistInnen aus Oesterreich, Europa und Lateinamerika
haben folgende Personen bereits ihr Kommen zugesagt:
Jose Bové, Bauerngewerkschaft "Confédération paysanne", Frankreich
Susan George, Vizepraesidentin von Attac France
Alvaro Ramazzini, Bischof, Guatemala
Gioconda Belli, Schriftstellerin, Nicaragua
Luis Bassegio, Koordinator "Grito continental" (Schrei der
Ausgeschlossenen), Brasilien
Ivo Lesbaupin, Theologe und Soziologe, Brasilien
Alle naeheren Informationen sowie Anmeldemoeglichkeiten unter
http://www.alternativas.at.
Kontakt: T+F: +43-1-479 05 56
office at alternativas.at
(linke/gek.)
Quelle: http://dielinke.at/Programm/index.php?area=1&p=news&newsid=59
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akin-Pressedienst.
Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 4. April 2006; 18:32
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EU/Praesidentenland (III):
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24 Der Schmaeh mit der EZA-Statistik!
Von: akin <akin.buero at gmx.at>
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Der Schmaeh mit der EZA-Statistik!
Nichtregierungsorganisationen geben Einblick in Zahlendickicht der
Entwicklungshilfezahlen der EU-Mitgliedstaaten anlaesslich des Treffens der
AussenministerInnen am 10./11.4.
In einer europaweiten Initiative geben Nichtregierungsorganisationen
Einblick in die verwirrenden Entwicklungshilfezahlen der einzelnen
Mitgliedstaaten fuer das Jahr 2005. Aufgedeckt wird dabei vor allem, dass
viele der Mitgliedstaaten, darunter auch Oesterreich, sich an eingegangene
Verpflichtungen nicht halten und anstelle von dringend benoetigten Geldern
fuer die Entwicklungslaender, ueberfaellige Entschuldungsmassnahmen, Gelder
fuer Fluechtlingsbetreuung und Kosten fuer auslaendische StudentInnen an
europaeischen Universitaeten einrechnen.
Zum wiederholten Mal haben europaeische Regierungen letztes Jahr zugesagt,
bis 2015 0,7% ihres BNE (Bruttonationaleinkommen) fuer die Bekaempfung der
groessten Armut in der Welt zur Verfuegung stellen zu wollen. Das erste Mal
wurde diese Zusage 1970 im Rahmen der Vereinten Nationen gemacht. 2005 wurde
dieses Versprechen von den EU-Staaten erneuert. "Wie die Staaten diese
Erhoehung jedoch erreichen wollen ist meist noch unklar", so Johannes
Trimmel, Vorsitzender der Oesterreichischen EU-Plattform
entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen. "Auch in Oesterreich
gibt es dafuer bis jetzt keinen konkreten Stufenplan."
2005 betrug die oeffentliche Entwicklungszusammenarbeit (EZA) Oesterreichs
nach offiziellen Berechnungen 0,45% des BNE. Rund 50% dieser Summe sind
jedoch keine Massnahmen, die den Entwicklungslaendern unmittelbar zugute
kommen, sondern Schuldenerlaesse - hauptsaechlich fuer den Irak. Laut
OECD-Richtlinien ist die Einrechung von Entschuldungsmassnahmen zwar
erlaubt - die EU Mitgliedstaaten haben jedoch im UN-Abkommen von Monterrey
aus dem Jahr 2002 zugesagt, Schuldenerlaesse zusaetzlich zu den eigentlichen
Geldern fuer Entwicklungszusammenarbeit aufzubringen. Bis auf wenige
Ausnahmen, wie Schweden und Luxemburg, treiben neben Oesterreich auch die
meisten anderen Mitgliedstaaten, allen voran Frankreich, Deutschland und
Grossbritannien ihre EZA-Statistik nach wie vor durch Zahlenkosmetik
kuenstlich in die Hoehe: 2005 wurden fuer Entschuldungsmassnahmen,
Fluechtlingsbetreuung im eigenen Land und auslaendische Studenten
an europaeischen Unis 3,5 Mrd Euro in Frankreich, 2,96 Mrd in Deutschland
und 2,26 Mrd in GB ausgegeben. Italien punktet in diesem Negativranking mit
einer anderen dramatischen Entwicklung. Nach Aussagen der NROs wird Italien
voraussichtlich die festgesetzten EZA-Ziele fuer 2005 nicht erreichen bzw.
koennte sogar hinter einigen, wirtschaftlich weitaus schlechter gestellten
"Neuen EU-Mitgliedstaaten" zurueckbleiben.
"Die Glaubwuerdigkeit der EU als Vorreiterin innerhalb der internationalen
Hilfe fuer die Aermsten der Armen steht auf dem Spiel," so Johannes Trimmel
weiter. "Wir fordern diese Regierungen ganz besonders aber unsere eigene
oesterreichische dazu auf, ihr EZA-Berichtswesen zu aendern und die Ziele
mit tatsaechlich neuem, frischen Geld zu erreichen. Was Entwicklungslaender
wirklich brauchen, ist mehr Geld, um vielfach das Ueberleben sicher zu
stellen, und nicht beschoenigende Zahlenkosmetik auf Papieren in den
Schubladen der Geberlaender."
(Aussendung Oesterreichische EU-Plattform entwicklungspolitischer NGOs)
Link http://www.reichearmewelt.at
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B) TERMINE
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Mittwoch
http://www.mund.at/butt/Termine/März/1503.htm
Donnerstag
http://www.mund.at/butt/Termine/ März/1603.htm
Freitag
http://www.mund.at/butt/Termine/März/1703.htm
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D) EDITORIAL
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Für den Inhalt verantwortlich: Ihr.
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* Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr *
* Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" *
* Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf *
* Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie.
Aber kurz und prägnant.*
Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine
Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und
rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch
stillschweigend Zensur zu üben.
Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge
hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die
Nichtaufnahme geliefert.
(Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind
z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten
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Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert.
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3 beiträge nicht genommen: doublette, nwr
Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 5.00 Uhr
III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III
ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä
III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III
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