widerst@nd mund: Mittwoch, 5. April 2006

MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst analle at no-racism.net
Mit Apr 5 05:53:03 CEST 2006


widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst

Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr
www.no-racism.net/mund


Mittwoch, 5. April 2006

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A) INHALT
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01 europas zukunft
Von:    bernhard redl
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BAWAG - ÖGB
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02 AUFRUF ZUM PROTEST: 
   1,3 Millionen ÖGB-Mitglieder sollen entscheiden! 
   6.April: Protest gegen den Abbau der Demokratie im ÖGB
Von:    Sozialistische LinksPartei <slp at slp.at>
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03 KI-Presseaussendung: Der Hundstorfer-Putsch
Von:    Helmuth Fellner <helmut.fellner at chello.at>
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04 GLB/ÖGB/Bundeskongress/Demokratieverständnis
Von:    Furtlehner Leo <leo.furtlehner at liwest.at>
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05 Werkstatt-Rundbrief 10-2006
Von:    Werkstatt Frieden & Solidarität <office at werkstatt.or.at>
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06 Bawag-Verkauf: Nicht uebereilt, aber moeglichst schnell
Von:    akin <akin.buero at gmx.at>
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07 GLB/Arbeitsmarkt/Arbeitszeitverkürzung
Von:    Gewerkschaftlicher Linksblock <glb at aon.at>
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ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE
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07  EU/Dienstleistungsrichtlinie/Demonstration/Graz
Von:    KPÖ Steiermark <kpoe_stmk at hotmail.com>
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08 8. April  - Welttag der Roma
Von:    Ljubomir Bratic <ljubomir at chello.at>
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09 8.4. protestumzug anläßlich  des eu wirtschafts- 
   und finanzministerInnentreffens
Von:    Renate Vodnek <Renate.Vodnek at reflex.at>
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10 Absage aller AUF-Termine!
Von:    AUF Eine Frauenzeitschrift
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11 Integrationskonferenz gegen Fremdenrechtspaket
Von:    office at asyl-in-not.org
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12 Ankündigung: Internationales Symposium "Frauen im KZ Mauthausen", 4. Mai 2006
Von:    Kurt Krickler <Kurt.Krickler at hosiwien.at>
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MAYDAY
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13 Euromayday in Wien (+ andere Maidemos)
Von:    akin <akin.buero at gmx.at>
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14 1. Mai 2006 - Gemeinsam Widerstand!
Von:    akin <akin.buero at gmx.at>
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MELDUNGEN UND MEINUNGEN
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14 Neues von der Post
Von:    akin <akin.buero at gmx.at>
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15 Tumulte am Flohmarkt
Von:    akin <akin.buero at gmx.at>
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16 KPÖ/Bundesheer/Aufrüstung/Armut
Von:    KPÖ-Kommunikation <kpoe at aon.at>
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17 Wir muessen sparen .....
Von:    Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering
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18 Andere EU
Von:    akin <akin.buero at gmx.at>
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19 Schickt sie zum Teufel!
Von:    akin <akin.buero at gmx.at>
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20 Aktionen zur EU-Jugendministerkonferenz 
   in Bad Ischl (29.-30.3.)
Von:    akin <akin.buero at gmx.at>
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INTERNATIONALE SOLIDARITÄT
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21 Todesstrafe fuer Sprayer?
Von:    akin <akin.buero at gmx.at>
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22 [gipfelsoli] St. Petersburg
Von:    gipfelsoli-l at lists.nadir.org
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23 Enlazando Alternativas 2
Von:    akin <akin.buero at gmx.at>
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24 Der Schmaeh mit der EZA-Statistik!
Von:    akin <akin.buero at gmx.at>
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B) TEXTE
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01 europas zukunft

Von:    bernhard redl <akin.buero at gmx.at>
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europas zukunft

ein wutausbruch in minuskeln

sie reden von demokratie und meinen die herrschaft der besseren leute. sie, 
das sind die da oben. auch wenn es wie ein gemeinplatz klingt, man muss sie 
sie so nennen. denn sie benehmen sich ja auch so. siehe nur die meldungen 
der letzten woche: wenn der deutsche exkanzler und jetzige 
Aufsichtsratsvorsitzender einer deutsch-russischen gas-gesellschaft gerhard 
schroeder vladimir putin zum garanten fuer die demokratie in russland 
erklaert oder wolfgang schuessel eine wahlempfehlung fuer den 
rechtsstaatsdemontierer berlusconi abgibt, stellt sich gar nicht mehr die 
frage, was diese leute unter demokratie verstehen.

demokratie aber, echte demokratie, eine gesellschaftsform, in der das volk 
nicht nur einfach "buergerbeteiligt" wird, sondern tatsaechlich auf der 
basis einer guten informationslage die geschicke der gesellschaft lenkt, 
weil es das wissen und die mittel hat, seine delegierten in den hoeheren 
etagen zu kontrollieren, ist die grundvoraussetzung fuer ein gutes leben 
fuer alle. diese demokratie hatten wir noch nie, aber wir waren ihr schon 
mal naeher. heute bewegen wir uns zurueck hin zu totalitaeren systemen in 
laengst ueberwunden geglaubten ausmass. der "klassenvertrag", geschlossen 
mittels "sozialer marktwirtschaft" und sozialpartnerschaft, der dem kapital 
abgerungen worden ist, weil es sonst zu einer offenen auseinandersetzung mit 
den sozialen bewegungen gekommen waere, die fuer das kapital schlecht haette 
ausgehen koennen, wird gekuendigt.

dieses jugendarbeitsprekarisierungsgesetz in frankreich ist ein gutes 
beispiel. es gibt ein jugendarbeitsproblem? na dann muessen wir schauen, 
dass es den jugendlichen schlechter geht, damit sie sich leichter ausbeuten 
lassen koennen. in deutschland macht die politik nichts anderes -- die 
verschlechterungen von rot-gruen werden von schwarz-rot weiter verschaerft: 
die problematik wird der familie umgehaengt -- wer unter 25 ist und 
arbeitslosengeld II (also notstandsunterstuetzung) bezieht, muss weiterhin 
bei den eltern wohnen. ziehen er oder sie aus, ist das geld weg. sinn und 
zweck der aktion? druck durch das elternhaus zu erzeugen, um auch noch den 
miesesten job anzunehmen? oder der versuch, menschen noch laenger im 
kindesstadium zu halten; die rechtskommunitaristische wiedererschaffung des 
familienverbandes? oder was?


die proteste von unten werden staerker -- bisweilen sind sie klar politisch 
artikuliert, wie die jetzigen demos in paris. zum teil ist es aber auch ein 
nicht erklaerter aufstand ghettoisierter jugendlicher, wie die unruhen in 
den auslaendervierteln der franzoesischen hauptstadt oder auch die 
gewalttaetigkeiten in einer hauptschule in berlin-neukoelln, wo voellig 
perspektivenlose schueler ihre schule unfuehrbar machten. wenn man unsere 
metropolen segregiert in reiche viertel und unterschichtsgegenden und dann 
auch noch die kinder derjenigen, die als putzlappen der nation verwendung 
finden, in schulen konzentriert, die als bildungspolitische sackgassen 
konzipiert sind, darf man sich nicht wundern, wenn diese kids aggressiv 
werden. was faellt der politik ein? "multi-kulti ist gescheitert" hoert man 
dann -- ja, so betrachtet stimmt das, wenn man unter multikulti versteht, 
den nord-sued-konflikt in verkleinertem massstab in unseren grossstaedten 
nachzubauen.

es ist dabei voellig egal, wer an der regierung ist. in frankreich sitzt 
eine buergerliche regierung, in deutschland loeste schwarz-rot rot-gruen ab, 
in italien hat auch die letzte olivo-regierung den sozialstaat abzubauen 
begonnen, damit berlusconi fortsetzen konnte, und in oesterreich hat 
rot-schwarz nicht nur mit den verschaerfungen im sozialbereich angefangen, 
sondern auch all diese privatisierungen auf die schienen gesetzt, die jetzt 
exekutiert werden.

die politische klasse hat jedes interesse an den leuten verloren, die sie 
mehrheitlich waehlen sollen. soziale konflikte interessieren sie nicht, 
solange sie nicht ihre eigentliche klientel, das grossbuergertum und die 
managerklasse veraergern -- schliesslich gehen sie tag fuer tag mit dieser 
klasse um und wenn es mal mit der politik nicht mehr klappen sollte, winken 
hochdotierte posten in diesem bereich.


das wird noch eine weile so weiter gehen. wir werden eine neue art des 
faschismus erleben -- ein "pluralistischer" faschismus ohne SA und mit nur 
wenig meinungsunterdrueckung, weil die ueberflutung mit propaganda so stark 
sein wird, dass man die nebengeraeusche locker ueberdecken kann. und diese 
propaganda sieht so aus, dass man total meinungsvielfaltsorientiert 
oeffentlich darueber diskutiert, wie man den goettergleichen kapitalismus 
moeglichst effektiv gestalten kann, damits "der wirtschaft gut geht".

fuer die paar, denen aber doch noch auffaellt, dass es ihnen nicht gut geht, 
gibts die haiders, straches, le pens und blochers, die einen protest 
formulieren, der aber leider halt auch systemgefaellig ist.

und selbst wenn das alles noch nicht reicht und sogar die gewerkschaften 
nicht mehr in der lage sind, organisierte proteste zu kanalisieren, dann 
muss man halt doch den polizeiknueppel einsetzen und im uebrigen das ganze 
ignorieren -- denn ein paar demos tun ja niemandem wirklich weh. man 
erinnere sich nur an finanzminister grasser, der vor laufenden kameras ueber 
eine demo gegen die postprivatisierung amikal zu einem gewerkschafter 
meinte: "na, und wann kommts ihr morgen vorbei?" -- ganz so als wollte er 
ihn zu kaffee und kuchen einladen...


einstweilen bricht die gesellschaft auseinander und die angehoerigen der 
verbitterten, weil marginalisierten mehrheit in ihrer voelligen 
ideologischen desorientiertheit vereinzeln in den meisten faellen. und wenn 
diese masse doch einmal wuetend wird, dann wuetet sie blind. wir brauchen 
uns keine hoffnungen zu machen: die politischen proteste derzeit in paris 
werden leider nicht die regel werden. nein, die brennenden autos in den 
auslaendervororten dort, die gewalttaetigkeiten in der neukoellner schule 
oder das auslaenderfeindliche mobbing von verkleinbuergerten proletarieren 
und frustrierten polizisten hierzulande -- das ist europas zukunft.
*bernhard redl*


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BAWAG - ÖGB
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02 AUFRUF ZUM PROTEST: 1,3 Millionen ÖGB-Mitglieder sollen entscheiden! 
   6.April: Protest gegen den Abbau der Demokratie im ÖGB

Von:    Sozialistische LinksPartei <slp at slp.at>
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Ein Aufruf der Sozialistischen LinksPartei (SLP)

Donnerstag, 6. April, um 9.15 Uhr
Kundgebung vor dem ÖGB-Bundesvorstand

"Die Mitgliedschaft muss entscheiden - nicht abgehobene Bürokraten"

Wien 4, Plößlgasse 15
(vor der Gewerkschaft Metall-Textil, Nähe Arbeiterkammer, erreichbar 
über U1-Taubstummengasse bzw. Strassenbahnlinie D)

Die Ereignisse überschlagen sich:
Bawag-Skandal - Verzetnitsch-Rücktritt - Ankündigung des Bawag-Verkaufes 
- Absage des für 19. Juni geplanten ÖGB-Kongresses

Der wirkliche Skandal:
Die Mitgliedschaft wird nicht gefragt, sondern einen Handvoll 
ÖGB-Bürokraten entscheiden über unsere Köpfe hinweg.

Die Gewerkschaft ist in Gefahr:
Die ÖGB-Führung führt unsere Gewerkschaft in den Abgrund. Sie fällt 
Entscheidungen auf Druck durch Regierung und Unternehmer. Die Interessen 
der Gewerkschaftsbasis sind ihnen egal.

Regierung, Unternehmer und Gewerkschaftsfeinde (FPÖ!) wollen die 
Gewerkschaft schwächen. Sie wollen die nächsten neoliberalen Angriffe 
auf Arbeitsbedingungen, Löhne und Sozialleistungen gegen noch weniger 
organisierten Widerstand durchsetzen.

Wir müssen gemeinsam die notwendige Verteidigung der Gewerkschaft auf 
die Beine stellen: das bedeutet einen Bruch mit ihrer bisherigen Führung 
und dem sozialpartnerschaftlichen Kuschelkurs.

Wir fordern:
* Abhaltung des für 19. Juni geplanten ÖGB-Kongresses. Dort müssen 
BetriebsrätInnen und GewerkschaftsaktivistInnen über die künftige 
Ausrichtung des ÖGB und die künftige Führung entscheiden.
* Gewerkschaften sind Kampforganisationen. Schluss mit dem 
sozialpartnerschaftlichen Kuschelkurs.
* Einkommensdeckelung für alle Gewerkschaftsfunktionäre und 
-funktionärinnen bei 2.400 Euro (österreichisches Durchschnittgehalt lt. 
Arbeiterkammer).
* Jedes Gewerkschaftsmitglied soll für alle Funktionen wähl- und 
abwählbar sein.
* Über die Zukunft der BAWAG müssen die Mitgliedschaft des ÖGB und die 
BAWAG-Beschäftigten entscheiden - und nicht in alter Unsitte der Vorstand.

Da nicht zu erwarten ist, dass die jetzige ÖGB-Führung zu einem 
grundlegenden Kurswechsel bereit ist, ist es notwendig, einen Kandidaten 
bzw. eine Kandidatin der Gewerkschaftsbasis aufzustellen, der/die für 
diese Punkte eintritt.

Informationen unter
0650-424 63 10



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03 KI-Presseaussendung: Der Hundstorfer-Putsch

Von:    Helmuth Fellner <helmut.fellner at chello.at>
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Kommunistische Initiative -  Presseaussendung

Der  Hundstorfer-Putsch
 
Der als  Interims-ÖGB-Präsident gehandelte Chef der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten Rudolf Hundstorfer hat mit  einem Ochsenhandel sein Definitivum erreicht.  Mögliche Nachfolge-Kämpfe zwischen  Katzian (GPA), Haberzettel (GdE) und Hundstorfer sind vertag, auf die Zeit nach  den Nationalratswahlen.  Beschlossen  wurde dies bei einer Sitzung der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter  (FSG) mit den FCG-Granden Fritz Neugebauer und Karl Klein als Beiwagerl, die  kleineren, kritischeren Fraktionen AUGE und GLB wurden ganz ausgeklammert. Die  zahlreichen partei- und fraktionslosen ÖGB-Mitglieder und Betriebsräte hatten im  ÖGB sowieso nicht einmal etwas mitzuhusten, obwohl sie wahrscheinlich schon die  größte „Fraktion“ wären.  So schaut  das aus mit dem überfraktionellen ÖGB. 
 
Gleichzeitig wurde der für Juni  geplante Sonderkongress des ÖGB abgesagt. Damit die möglicherweise dort  vorgebrachten Interessen der vielzitierten Basis an einem überparteilichen,  ausschließlich den Interessen der ArbeitnehmererInnen und  Gewerkschaftsmitglieder verpflichteten, ja vielleicht endlich kämpferischen ÖGB  nur ja nicht die wahlkämpfenden ÖGB-Bonzen und ÖGB-Privilegienritter  stört.
 
Einmal mehr zeigt sich an dieser  Vorgangsweise, dass mit der derzeitigen ÖGB-Spitze (eigentlich müsste es  ÖGB-Stumpf heißen) und mit den Spitzen der Teilgewerkschaften keine positiven,  an den Interessen der Lohnabhängigen orientierten Reformen im ÖGB möglich sind.  Nur durch mehr Druck von unten und vor allem von links kann sich etwas rühren.  Und es muss sich etwas rühren, sonst sind wir ArbeitnehmerInnen weiter verraten  und verkauft.
 
Es zeigt sich aber auch, dass die  Fragen des Verkaufs der BAWAG und nicht zuletzt auch die Diskussionen um einen  Verbleib der Bank beim ÖGB im Grunde von den wirklich notwendigen Diskussionen,  ja Auseinandersetzungen im ÖGB nur ablenken:
Der ÖGB muss zu einer Kampf- und  Widerstandsorganisation der Lohnabhängigen werden, zumindest in Fragen der Löhne  und Gehälter, der Pensionen und der Arbeitsverträge. Das ist nur durch ein  deutliches Abrücken vom bisherigen sozialpartnerschaftlichen Stillhalten, nur  durch Arbeitskampf und Streiks möglich.
 
Hundstorfer ist ein klassischer  Vertreter des alten Sozialpartnerfilzes, er ist ein klassischer  Gewerkschaftsbonze und Privilegienritter. Hundstorfer ist in der Gemeinde Wien  eher als Arbeitgeber- denn als Arbeitnehmervertreter bekannt.  
 
Jetzt sind Initiativen notwendig, damit  möglichst bald über eine Neuorientierung, ja eigentlich einen Neuanfang des ÖGB  diskutiert wird, in allen Fachgewerkschaften, in Fach- und Ortsgruppen, in  Betriebsratskörperschaften, in den Betrieben. Die österreichische Gewerkschafts-  und Arbeiterbewegung darf nicht endgültig auf den Hundstorfer gekommen  sein.
 
Die Gewerkschaften müssen sich wieder  deutlich und - wenn nötig - mit allen Kampfmaßnahmen für höhere Löhne und  Gehälter, für menschenwürdige Pensionen, für soziale Rechte und für  Demokratie und Mitbestimmung in den  Betrieben einsetzen. 
 
Für einen ÖGB der ArbeitnehmerInnen,  nicht der Bonzen !
Klassenkampf statt Sozialpartnerschaft  !
 
Kontakt:
 
Kommunistische  Initiative (KI) 
Post :  p.a. Salon Uhudla, Phorusgasse 7, 1040 Wien
Telefon: Helmuth Fellner 971 02  67
e-mail: helmut.fellner at chello.at
Homepages: www.kominform.at und www.kommunisten.at
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04 GLB/ÖGB/Bundeskongress/Demokratieverständnis

Von:    Furtlehner Leo <leo.furtlehner at liwest.at>
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Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110 Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 -
Mail glb at aon.at – Web www.glb.at – Ausgabe vom 4. April 2006

Großkoalitionärer Deal auf Kosten der Überparteilichkeit

Warum fusionieren FSG und FCG nicht zur Einheitsfraktion?

Eine Verhöhnung jeglichen elementaren Demokratieverständnisses und Ignoranz gegenüber den kleinen Fraktionen sowie den einfachen
Gewerkschaftsmitgliedern ist die von der FSG-Mehrheit im ÖGB beschlossene Absage des außerordentlichen Bundeskongresses, kritisiert
die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB).

Der interimistische Präsident Rudolf Hundstorfer wird damit bis 2007 zum geschäftsführenden und darüber hinaus wahrscheinlich zum
Dauerpräsidenten. Ein dezidierter SPÖ-Parteipolitiker und Multifunktionär als verlängerter Arm des Wiener Bürgermeisters Häupl wird
an die Spitze des überparteilichen ÖGB gehievt, ein politischer Betonierer wird zementiert.

Damit demonstriert die FSG-Mehrheit im ÖGB nicht nur, dass sie mehr denn je nach den Parteiinteressen der SPÖ handelt, sondern macht
durch die demonstrative Einbeziehung der FCG auch deutlich, dass der ÖGB immer deutlicher Kurs auf eine große Koalition nach der
Nationalratswahl nimmt: „Warum fusionieren FSG und FCG nicht überhaupt zu einer sozialpartnerschaftlichen regierungstreuen
Einheitsfraktion“, fragt GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger.

Indizien für einen sozialpartnerschaftlichen großkoalitionären Deal sind etwa, dass Verzetnitsch-Nachfolger Hundstorfer schon
WKÖ-Präsident Christoph Leitl seine Aufwartung machte, bevor er überhaupt vom Bundesvorstand interimistisch gewählt wurde. Leitl
wiederum begrüßte die Bestellung Hundstorfers bis 2007 auf das Wärmste und sieht ihn als kongenialen Nachfolger Verzetnitschs und
verlässlichen Sozialpartner, mahnt aber präventiv „Mut zu notwendigen Veränderungen“ ein.

Hinter der von Hundstorfer als „Zeit für Neustrukturierung" argumentierten Absage des bereits beschlossenen außerordentlichen
Kongresses steckt vielmehr die Absicht, eine wirkliche Reform des ÖGB im Sande verlaufen zu lassen. Bis Herbst 2007 ist soviel
Wasser die Donau hinuntergeflossen, dass alle notwendigen Reformansätze weggeschwemmt werden.

Für eine wirkliche Reform des ÖGB wäre ganz im Gegensatz zur aktuellen Entwicklung eine Loslösung aus den parteipolitischen Fesseln
notwendig. Der GLB sieht sich daher auch in seiner Forderung nach einer Urabstimmung über den Verkauf der BAWAG bestätigt: „Nur wenn
die Gewerkschaften ihre Mitglieder ernst nehmen, haben sie Zukunft“, so Antlanger. Mit parteipolitischen Ho-Ruck-Entscheidungen und
Fortsetzung der Tradition der Multifunktionen mit entsprechend hohen Privilegien wird das Vertrauen in den ÖGB weiter geschwächt.


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05 Werkstatt-Rundbrief 10-2006

Von:    Werkstatt Frieden & Solidarität <office at werkstatt.or.at>
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Werkstatt Frieden & Solidarität  
Waltherstr. 15, 4020 Linz
Tel. 0732/771094
Fax 797391
Mail: office at werkstatt.or.at
Web: www.werkstatt.or.at
 
Wer diesen Rundbrief nicht mehr erhalten möchte,  ersuchen wir um ein E-Mail unter folgendem Link: 
mailto:mailfriwe-request at friwe.at?subject=unsubscribe 


 
Werkstatt-Rundbrief  10-2006
 
(1) Nicht von BAWAG, sondern von Gusenbauer-SPÖ  und Großkapitalvertretern trennen! Für eine Urabstimmung unter  den ÖGB-Mitgliedern über den BAWAG-Verkauf!
(2)  Post/Urabstimmung: Aufruf des Aktionskomitees gegen die Privatisierung der Post:  Nein zur Privatisierung!
(3) Der (un)heimliche  Anschluss geht weiter: Österreichisch-deutsches Großmanöver in den Tiroler  Alpen
(4) Protestumzug gegen das EU-Wirtschafts- und  FinanzministerInnen-Treffen, 8. April, Wien
(5) Termine
 


 
(1) Nicht von BAWAG,  sondern von Gusenbauer SPÖ und Großkapitalvertretern trennen!
Für eine  Urabstimmung unter den ÖGB-Mitgliedern über den  BAWAG-Verkauf!

Die hochspekulativen Geschäfte der BAWAG,  bei denen eine Milliarde Euro in der Karibik versenkt wurden, sind ein  unerhörter Skandal, genauso wie die Tatsache, dass mit dem Streikfonds der  Gewerkschaft dafür gehaftet wurde. Diese Liste an Ungeheuerlichkeiten rund um  die BAWAG lässt sich fortsetzen: die BAWAG übernahm die Zwischenfinanzierung für  den Eurofighter-Ankauf, im Aufsichtsrat der Gewerkschaftsbank sitzten  Großkapitalvertreter wie der (mittlerweile ehemalige) Chef von Siemens  Österreich Albert Hochleitner. 


Der BAWAG-Skandal stellt die Spitze eines Eisbergs  dar, denn seit sich die ÖGB-Führung Anfang der 90er Jahre vor den  EU-Beitrittskarren spannen ließ, gerät die ÖGB-Politik in immer offenerem  Widerspruch zu den Interessen der ArbeitnehmerInnen. Dazu gehört u.a. das  vollkommene Versagen des ÖGB beim Widerstand gegen die Privatisierung der  Verstaatlichten Industrie, der Bank-Austria und der Post. Dazu gehört, dass im  Vorjahr alle ÖGB-Vertreter im Nationarat nach der Gusenbauer-Pfeife tanzten und  für die EU-Verfassung gestimmt haben - gegen die eigenen  Gewerkschaftsbeschlüsse, denn die EU-Verfassung ist nicht nur ein beispielloses  Dokument der Militarisierung, sondern zementiert auch den Neoliberalismus in der  EU ein. Ausdruck dafür ist auch, dass der ÖGB-Präsident Verzetnitsch 2004 ein  EU-Strategiepapiers mitunterzeichnet hat, das sich für die Totalliberalisierung  von Bahn- und Postdiensten, der Finanz- und Dienstleistungsmärkte sowie  Lohnzurückhaltung und Schwächung von Kollektivverträgen in der EU ausspricht.  Der BAWAG-Skandal muss nun Anlass für eine demokratische Erneuerung des ÖGB an  Haupt und Gliedern sein. Die Nacht-und-Nebelentscheidung der ÖGB-Spitze, die  BAWAG zu verkaufen, weist in die vollkommen falsche Richtung. Denn es spricht  überhaupt nichts dagegen, dass der ÖGB eine Bank hat, die die wirtschaftlichen  Interessen der ArbeitnehmerInnen vertritt. In diese Richtung müsste die BAWAG  nun geführt werden. Der ÖGB soll sich daher nicht von der BAWAG trennen, sondern  von den für die Spekulationsgeschäfte verantwortlichen Managern und  Funktionären, von den Rüstungsgeschäften, von den Großkapitalvertretern im  Aufsichtsrat und - last but not least - von der SPÖ-Führung um Gusenbauer, die  für die völlige Unterordnung unter den EU-Kurs von Neoliberalismus und  Militarisierung steht. Der Verkauf der BAWAG würde die gewerkschaftsfeindlichen  Kräfte in der SPÖ weiter stärken. Die ÖGB-Mitglieder haben ein Recht auf  volle Information und Mitbestimmung. Wir fordern daher vom ÖGB-Vorstand,  die Entscheidung für den BAWAG-Verkauf sofort rückgängig zu machen und die  Entscheidung darüber in einer Urabstimmung den Gewerkschaftsmitgliedern zu  übertragen. 
 
Mehr Informationen dazu auch in der nächsten guernica (Zeitung der Werkstatt Frieden &  Solidarität). Ein Probeexemplar schicken wir gerne kostenlos zu. Mailto: office at werkstatt.or.at

 
(2) Urabstimmung/Post: Nein zur  Privatisierung!
 
Aufruf des Aktionskomitee gegen die Privatisierung der  Post
 
Beteiligt Euch alle an der Urabstimmung vom  4. bis 7. April!
Stimmt  mit Nein!
Das Verhandlungsergebnis, über das abgestimmt  werden soll, ist eine Farce:
  51%-Staatsanteil wird bis November 2006    garantiert. Das heißt: Nach der Wahl im November wird der Rest    privatisiert werden.  Der Sozialplan wird bis    2008 verlängert. Das    heißt: Weiterer Arbeitsplatzabbau steht bevor.  ÖIAG-Zuschuss für MitarbeiterInnen-Aktien. Das heißt: Mit den Zuschüssen soll die Zustimmung    erkauft werden. Sie sind ein Schweigegeld. Vorzugsaktien verhindern weder den    Ausverkauf der Post, noch die Vernichtung weiterer    Arbeitsplätze.
Als „Zuckerl“ hat man in das Angebot  einige Punkte dazugepackt, die mit dem Börsegang nichts zu tun  haben:



Mehraufwand für neue Hausbrieffachanlagen  wird abgegoltenErnennung von Beamten bis  2008Verhandlungszusage für eine  Pensionskassa  
Stimmt daher mit Nein und für  echte Kampfmaßnahmen gegen die Privatisierung der Post!
Denn die  Privatisierung bedeutet:
- Verlust Eurer  Arbeitsplätze
- Weitere Postamtsschließungen
- Weitere Verschlechterung in  der Versorgung mit Postdiensten.
Für eine Gewerkschaftspolitik im  Interesse der Lohnabhängigen!    
                 

(3) Der (un)heimliche Anschluss geht weiter: 
Österreichisch-deutsches  Großmanöver in den Tiroler Alpen

In der Zeit von 27. März  bis 7. April findet in Tirol ein militärisches Großmanöver mit 5.600 SoldatInnen  statt. Das als "Peace-Summit" verbrämte Manöver trainiert Kriegseinsätze im  Rahmen einer EU-Intervention in einem "rohstoffreichen" Land. Von den 5.600  SoldatInnen kommen 1.400 von der deutscher Bundeswehr, trainiert wird der  Gebirgskampf und der Kampf "in bebautem Gelände". Dieses österreichisch-deutsche  Manöver dient offensichtlich zur Vorbereitung von Einsätzen jener  EU-Schlachtgruppe, bei der in Zukunft österreichische SoldatInnen unter  deutschem Kommando weltweit zum Einsatz kommen sollen. Der deutsche Botschafter  hat über die Vereinbarkeit dieser Schlachtgruppen mit dem Status der  österreichischen Neutralität süffisant bemerkt: "Solange ihr mit uns in  den Krieg zieht, ist uns euer Status egal." Dieses Militärmanöver ist nicht  nur neutralitätswidrig, es widerspricht auch dem Staatsvertrag, der auf Grund  der Erfahrungen des Weltkrieges das militärische Kooperationsverbot mit  Deutschland festschreibt. Es bestätigen sich zunehmend die seit vielen Jahren  erhobenen Warnung der Werkstatt Frieden & Solidarität, dass die EU zur  Hintertür für einen "(un)heimlichen" zweiten Anschluss Österreichs an die  wiedererwachten deutsche Großmachtspolitik wird. Österreichische Truppen stehen  unter deutschen Kommando am Balkan, bis vor kurzem in Afghanistan und demnächst  wahrscheinlich im Kongo, Vertreter der deutschen Rüstungsindustrie sitzen in der  ÖIAG und organisieren von dort den Verkauf der verstaatlichen Industrie an  deutsche Großkonzerne mit (VA-Tech an Siemens); mittlerweile finden bereits  jährlich gemeinsame militärische Großmanöver von Bundesheer und Bundeswehr  statt. Am Beginn der österreichischen Ratspräsidentschaft erklärte Kanzer  Schüssel devot, dass man den EU-Vorsitz "Hand in Hand mit Deutschland" ausüben  werde. Außenministerin Plassnik setzt kaum mehr einen Schritt ohne  Rücksprache mit Berlin.

Bezeichnend ist, dass in größter Einmütigkeit die  Führungen von ÖVP, BZÖ, FPÖ, SPÖ und Grünen nicht einen Ton der Kritik am  neutralitäts- und staatsvertragswidrigen Militärmanöver in den Tiroler Alpen  finden. Der FPÖ-Rechtsaußen Mölzer freut sich schon seit längerem über die  in der EU immer stärker werdende "Achse Berlin-Wien". Günter Reder, Vorsitzender  der Werkstatt Frieden & Solidarität: "Neutralitätsgesetz und Staatsvertrag sind die Geburtsurkunden  der 2. Republik, weil sie diametral gegen eine neuerliche Verstrickung  Österreichs in deutsche Großmachtsambitionen gerichtet sind, für die Österreichs  Machteliten immer wieder anfällig sind. Unter dem Dach der EU wird nun in diese  unselige Vergangenheit zurückmarschiert. Dafür wird in diesen Tagen in den  Tiroler Alpen trainiert. Der sofortige Ausstieg Österreichs aus den  verschiedenen militärpolitischen Apparaten der EU - von den Schlachtgruppen bis  zur Rüstungsagentur - gehört daher zu den wichtigsten Anliegen der  Friedenskräfte in Österreich."

Folgende Bücher und Broschüren zu diesem Themen können in der  Werkstatt bestellt werden: office at werkstatt.or.at

Werkstatt Frieden & Solidarität  (Hg.)
Auf dem Weg zur  EU-Militärprovinz
Die Militarisierung Österreichs
Die Broschüre zeigt in kompakter Form, wie das politische  Establishment Österreich zu einer Militärprovinz einer werdenden militärischen  Supermacht EU degradiert. Die Beteiligung Österreichs an der  EU-Interventionstruppe und den EU-Schlachtgruppen, die (bisherigen)  Auslandseinsätze des Bundesheeres mit Südosteuropa als österreichischem  Interessengebiet, die militärische Aufrüstung in Österreich und vieles mehr  werden beleuchtet. 
Broschüre, 44 Seiten, EUR 2,- (exkl.  Porto)

Gerald Oberansmayr
Auf  dem Weg zur Supermacht
Die Militarisierung der Europäischen  Union
In der 2. Auflage des Buches „Auf dem  Weg zur Supermacht“ sind einige der neuesten Entwicklungen der  EU-Militarisierung ergänzt worden: so z. B. das Headline-Goal 2010 als Fahrplan  zur weltweiten Kriegsfähigkeit; das sog. „European Defence Paper“, in dem  Klartext über die Ziele zukünftiger EU-Kriege gesprochen wird; das Konzept der  EU-Schlachtgruppen; die aktuellen „Kerneuropa“-Pläne nach dem vorläufigen  Scheitern der EU-Verfassung u. v. m. 
144 Seiten, Promedia-Verlag, EUR 9,90  (exkl. Porto)


(4) Protestumzug gegen das  EU-Wirtschafts- und FinanzministerInnentreffen, 8. April,  Wien

Am 7. - 8. April 2006 treffen sich die EU  Wirtschafts- und FinanzministerInnen in der Hofburg, um über Globalisierung,  Finanzmarktstabilität und Finanzdienstleistungen zu diskutieren. Das Gefälle  zwischen armen und reichen Regionen in der EU ist bereits stärker als in den  USA. Finanz- und Sparprogramme der EU verstärken diese Kluft. Während im  Bildungs- und Sozialbereich der Sparwahn der Regierungen und der EU zur Geltung  kommt, findet eine massive Steigerung der Rüstungsausgaben für weltweite  Militäreinsätze statt. Rekordarbeitslosigkeit, Lohndumping, Abbau von  Arbeitsrecht und Sozialstandards auf der einen Seite und Rekordgewinne der  Großkonzerne auf der anderen.

Dagegen wollen wir  protestieren!

Samstag, 8.April 2006 
Protestumzug mit Verkleidungen, Kostümen, Musikinstrumenten, Aktionen,  ...
14.00 - 16.00 Uhr
Treffpunkt: Michaelerplatz, 1010  Wien

Werkstatt-Infozeitungen "Nein zum Europa der  Konzerne und Generäle - Für ein neutrales, solidarisches und weltoffenes  Österreich!" können bestellt werden unter office at werkstatt.or.at
(Kosten: 10  Cent pro Exemplar, ab 500 Exmpl. 5 Cent pro Exemplar)


(5) Termine

Freitag, 7. April 2006, 19.30 Uhr
Wie  realistisch sind sozialpolitische Alternativen in der EU?
Referat  mit Rudi Reiter
anschließend Diskussion und weitere Planungen der Salzburger  Werkstatt Frieden & Solidarität
Ort: Salzburger Friedensbüro (Platzl  3)

Freitag, 7. April 2006, 19 Uhr
10 Jahre sind genug -  Alternativen zum EU-Beitritt
Podiumsdiskussion mit Tibor Zenker  (Kommunistische Initiative), Gernot Boder (Bruchlinien), Gerald Oberansmayr  (Werkstatt Frieden & Solidarität)
Ort: Gusshausstraße  14/3

Samstag, 8. April 2006, 14 bis 16  Uhr
Protestumzug gegen das EU-Wirtschafts- und  FinanzministerInnen-Treffen
14.00 - 16.00  Uhr
Treffpunkt: Michaelerplatz, 1010 Wien

Samstag, 22. April  2006
Demonstration gegen das EU-Wettbewerbstreffen unter dem Motto: 
"Gegen neoliberalen Wettbewerb – für eine solidarische  Gesellschaft"
Veranstalter: Aktionsbündnis  Solidarität
Treffpunkt: 11.30 Uhr beim  Grazer Hauptbahnhof; anschließend Demonstrationszug über Annenstraße und  Hauptbrücke in die Nähe des Tagungsortes (Grazer Congress). 

Mittwoch, 26. April 2006,  19 Uhr
WIST-Heim (EG), J. W. Kleinstr. 70-72,  A-4040 Linz
Bildung im Europa der  Konzerne
Vortrag und Diskussion mit Nele Hirsch  (Bundestagsabgeordnete/BRD)
Co-Referat: Pädagogisierung als Strategie der  Ungleichheit (Elke Renner)

Donnerstag,  27. April 2006, 19.30 Uhr
Universität Wien (HS  2/NIG), Universitätsstr. 8, A-1010 Wien
Bildung im  Europa der Konzerne
Vortrag und Diskussion mit Nele  Hirsch (Bundestagsabgeordnete/BRD)
Co-Referat: Pädagogisierung als  Strategie der Ungleichheit (Erich Ribolits)

Donnerstag, 27.  April 2006, 19 Uhr
Vor 70 Jahren begann der Spanische  Bürgerkrieg
Geschichte des Spanischen  Bürgerkriegs
Vortrag und Diskussion  mit ao. Univ. Prof. Dr.  Hans Hautmann 
Büro der Werkstatt Frieden & Solidarität (Waltherstr. 15,  4020 Linz)

Donnerstag, 4. Mai 2006, ab 8  Uhr
Internationales Symposium "Frauen im KZ  Mauthausen"
Ort: Johannes Kepler-Universität Linz  (Repräsentationsraum G)
Anmeldung unter: info at mkoe.at


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Nein  zum Europa der Konzerne und Generäle!
Für ein neutrales, solidarisches und  weltoffenes Österreich!
  
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06 Bawag-Verkauf: Nicht uebereilt, aber moeglichst schnell

Von:    akin <akin.buero at gmx.at>
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> Bawag-Verkauf: Nicht uebereilt, aber moeglichst schnell

Bei der OeGB-Vorstandsabstimmung ueber den BAWAG-Verkauf gab es durchaus 
auch Dissenz. Der Stimme enthalten haben sich die Unabhaengigen 
GewerkschaftenInnen, ein Vertreter der Gewerkschaftsjugend (FSG) und der 
Vorsitzende der Gewerkschaft Kunst, Medien, Freie Berufe (fraktionslos), 
dagegen gestimmt haben die Vertreterin des Gewerkschaftlichen Linksblock 
(GLB) und ein weiterer Vertreter der Gewerkschaftsjugend (FSG).

"Wir haben uns im OeGB Bundesvorstand der Stimme enthalten. Weil fuer uns 
der Beschluss zum Verkauf vor allem unter dem Vorzeichen des politischen 
Drucks auf den OeGB stattgefunden hat und keine ausreichende Diskussion zu 
einer moeglichen, neuen Positionierung einer Bank im OeGB-Eigentum 
stattgefunden hat," erlaeutert Markus Koza, Mitglied der Unabhaengigen 
GewerkschaftenInnen die Position seiner Fraktion. "Es gibt viele Argumente, 
die durchaus fuer eine Trennung von Gewerkschaft und Bank sprechen. Die 
Argumente dafuer liegen – angesichts des BAWAG-Debakels, der unmoralischen 
Spekulationsgeschaefte und der Verstrickung der ehemaligen OeGB-Spitzen in 
dieser Causa – auf dem Tisch. Es gaebe allerdings auch genuegend Gruende, 
eine Neupositionierung der Bank zu versuchen. Und die Chance, diese 
Neupositionierung als Bank im Sinne der ArbeitnehmerInnen, im Sinne der 
Foerderung der ‘Realwirtschaft’ zu versuchen, wurde nicht ausreichend 
verfolgt," so Koza weiter. "Das ist bedauerlich, weil eine 
Gewerkschaftsbank, die in diesem Sinne agieren wuerde, durchaus ihre 
Berechtigung haette. Jedenfalls haette dem gestrigen Beschluss eine 
Diskussion vorangehen sollen -- und ein Beschluss am Ende der Diskussion 
stehen muessen. Dieser haette dann durchaus auch den Verkauf beinhalten 
koennen."

Notwendig sei nun eine offensive Informationspolitik seitens des OeGB 
gegenueber seinen Mitgliedern: "Wo bleibt ein Schreiben an jedes Mitglied, 
wo sich der OeGB fuer das Debakel und Verhalten der Gewerschaftsbank 
entschuldigt und seine Mitschuld und -verantwortung eingesteht? Wo bleibt 
ein offensives, transparentes Herangehen an das Thema? Es waere endlich an 
der Zeit, entsprechende Schritte zu setzen, um wieder Vertrauen bei den 
Mitgliedern zu gewinnen. Weil -- dass der OeGB mit dem allen nichts zu tun 
hat und nur das BAWAG-Management boese war, glaubt ohnehin niemand mehr," 
schliesst Koza.

Der Gewerkschaftliche Linksblock (GLB) ist prinzipiell gegen den Verkauf. 
Karin Antlanger, GLB-Bundesvorsitzende bezeichnete die Vorgangsweise als 
Panikreaktion und kritisierte, dass der OeGB springt, wenn SPOe-Chef Alfred 
Gusenbauer den Verkauf der BAWAG verlangt: "Damit wird einmal mehr trotz 
gegenteiliger Behauptungen bestaetigt, wie sehr die OeGB-Fuehrung am 
Gaengelband der Parteipolitik der SPOe haengt."

Antlanger erinnerte daran, dass bei der tags zuvor stattgefundenen Sitzung 
des OeGB-Bundesvorstandes uebereinstimmend von allen fuehrenden 
OeGB-FunktionaerInnen mit Verweis auf die gute wirtschaftliche Situation der 
Bank festgestellt wurde, dass die BAWAG weiterhin im Eigentum des OeGB 
bleiben muesse: "Es ist hoechst unglaubwuerdig, wenn ueber Nacht alles 
anders ist. Den Verkauf einer Bank darf man nicht in einer Viertelstunde 
entscheiden."

Wenn der interimistische OeGB-Praesident Rudolf Hundstorfer erklaert, dass 
der OeGB weiterhin Partner der BAWAG bleiben werde, dann muss dazu gesagt 
werden, dass er aber nach einem Verkauf nichts mehr mitzureden hat, wie die 
Gelder des OeGB kuenftig veranlagt werden. Kritisch eingebracht wurde vom 
GLB dazu auch, ob das Vermoegen des OeGB wie etwa der Streikfonds kuenftig 
um den Preis hoher Renditen auch in Ruestungs-, Pharma-, Atom- oder 
Gentechnikaktien veranlagt werden koennte. Von dem bei der Sitzung 
anwesenden BAWAG-Chef Ewald Nowotny gab es dazu keine Stellungnahme.Der 
Argumentation Nowotnys fuer den Verkauf, dass eine Bank immer wachsen muesse 
und dies mit den Interessen des OeGB unvereinbar sei widersprach Antlanger 
und wies mit dem Hinweis auf die Rationalisierung im Bankbereich auch 
Nowotnys Argument zurueck, ein solches Wachstum sichere Arbeitsplaetze. Wie 
bereits bei der Sitzung am Vortag erklaert, lehnt der GLB den Verkauf der 
BAWAG ab. Antlanger meinte, eine gewerkschaftseigene Bank muesse nicht alle 
Geschaefte des "normalen" Bankwesens mitmachen, sie plaedierte dafuer zum 
Gedanken der seinerzeitigen Arbeiterbank zurueckzukehren.

Wie wenig der OeGB sich selbst in seiner eigenen Argumentationsweise 
auskennt, zeigt ein halboffizielles Argumentationspapier im 
Frage-Antwort-Stil. Dort heisst es: "Frage: Der OeGB hat immer gesagt, die 
Ankuendigung eines Verkaufs senkt den Wert des zu verkaufenden Unternehmens. 
Wird die BAWAG P.S.K. nach den Turbulenzen und Veroeffentlichungen der 
vergangenen Tage nicht weit unter Wert verkauft werden muessen? - Antwort: 
Der OeGB wird den Verkauf selbstverstaendlich nicht uebereilen, sondern zum 
wirtschaftlich guenstigsten Zeitpunkt durchfuehren." Und gleich einen Absatz 
darunter: "Frage: Warum wird die BAWAG P.S.K. so schnell (so ploetzlich) 
verkauft? - Antwort: Angesichts der politischen Diskussionen im Vorfeld des 
Wahlkampfes ist es Ziel des OeGB, die BAWAG P.S.K. schnell aus den 
Schlagzeilen zu bringen. Der OeGB Bundesvorstand ist sich seiner politischen 
Verantwortung fuer die Bank, die KundInnen, die Beschaeftigten und den 
Finanzplatz bewusst und hat daher raschest im Sinne der Ertragskraft der 
Bank entschieden." Der Widerspruch scheint niemandem aufzufallen... (UG, 
GLB/akin)

*

WWWebtip zum Thema

Die KPOe sammelt Unterschriften fuer eine OeGB-Urabstimmung ueber den 
BAWAG-Verkauf: http://www.kpoe.at/cgi-bin/petition.cgi?p=oegbbawag




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07 GLB/Arbeitsmarkt/Arbeitszeitverkürzung

Von:    Gewerkschaftlicher Linksblock <glb at aon.at>
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Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110 Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 -
Mail glb at aon.at – Web www.glb.at – Ausgabe vom 4. April 2006



Arbeitszeitverkürzung für ÖGB und AK kein Thema mehr?

Zur „Entspannung“ Arbeitslose in der Statistik versteckt

Als pure Kosmetik bezeichnet die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) die Arbeitsmarktbilanz der Regierung: Ende März
2006 ist zwar die Zahl der offiziell ausgewiesenen Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Prozent auf  271.557 gesunken, bei
Einrechnung der in Schulungen befindlichen Personen aber um drei Prozent auf 333.987 Arbeitslose gestiegen.

„Wenn Wirtschaftsminister Martin Bartenstein eine Steigerung der SchulungsteilnehmerInnen um 21,5 Prozent auf 62.430 als Entspannung
bezeichnet, dann ist das eine vornehme Umschreibung wie man Arbeitslose in der Statistik versteckt“, meint GLB-Bundesvorsitzende
Karin Antlanger. Das großspurig als „Unternehmen Arbeitsplatz“ gepriesene und mit 285 Millionen Euro dotierte Qualifizierungspaket
hat demnach im Klartext bislang keine wirkliche Entlastung am Arbeitsmarkt gebracht.

Als unzureichend bewertet der GLB allerdings auch die Kritik von AK und ÖGB an dieser Entwicklung: Es genügt nicht wenn etwa die
AK-Präsidenten Herbert Tumpel (Wien) und Johann Kalliauer (OÖ) die Regierung anprangern und in allgemeinster Form mehr Beschäftigung
und Qualifizierung verlangen und die Lehrstellenförderung („Blum-Bonus“) oder sich bereits als Flop erwiesenen Kombi-Lohn
kritisieren.

Der GLB vermisst eine klare Ansage von ÖGB und Arbeiterkammer für eine Arbeitszeitverkürzung, wie sie seit 1987 von jedem
ÖGB-Kongress gefordert wurde: Laut Arbeiterkammer leisten 748.500 ÖsterreicherInnen 7,04 Millionen Überstunden wöchentlich, was
umgerechnet auf eine 40-Stundenwoche 175.900 zusätzlichen Arbeitsplätzen entspricht. Außerdem weist Österreich laut Eurostat mit
44,1 Wochenstunden nach Griechenland (44,3) die zweitlängste reale Wochenarbeitszeit auf.

„Es ist geradezu pervers, wenn auf der einen Seite ein Teil der Berufstätigen immer länger arbeiten muss, auf der anderen aber immer
mehr Menschen überhaupt keine Arbeit haben und dabei verschärften Restriktionen des AMS unterliegen“, meint Karin Antlanger. Gar
nicht zu reden vom massiven Trend zur Prekarisierung, der bereits rund ein Drittel der Berufstätigen betrifft: Rund 550.000
Teilzeitbeschäftigte, 230.000 geringfügig Beschäftigte, 136.000 befristet Beschäftigte, 50.000 als Freie Dienstnehmer oder per
Werkvertrag Beschäftigte und 25.000 Leiharbeitskräfte.

Der GLB sieht eine rasche Arbeitszeitverkürzung daher neben einer Stärkung der Kaufkraft zur Erhöhung der Inlandsnachfrage durch
eine aktive Lohnpolitik und steuerlicher Entlastung der Lohnabhängigen sowie ein wirksames öffentliches Beschäftigungsprogramm durch
gezielte Investitionen in beschäftigungsintensive Bereiche wie Wohnbau, Nahverkehr, erneuerbare Energie usw. als wesentlichste
Instrumente zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit an.



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ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE
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07  EU/Dienstleistungsrichtlinie/Demonstration/Graz

Von:    KPÖ Steiermark <kpoe_stmk at hotmail.com>
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KPÖ Steiermark
Lagergasse 98a
8020 Graz
  


Tel. 03 16 / 71 24 36
Fax 03 16 / 71 62 91
email: kpoe_stmk at hotmail.com
 
Dienstag, 4. April 2006
Presseinformation der KPÖ Steiermark

 
Dienstleistungsrichtlinie: Wichtige Entscheidung fällt in Graz
Demonstration für 22 April angekündigt

Die EU-Kommission hat den schlechten Kompromiss bei der nach dem früheren Kommissar Bolkestein benannten Dienstleistungsrichtlinie heute nicht völlig unverändert übernommen. Selbst für Sozialministerin Haubner gibt es "im Verbraucherschutz und bei sensiblen Bereichen wie den sozialen Dienstleistungen" noch offene Fragen.
Dabei geht der Vorschlag des EU-Parlaments, der von einer großen Koalition aus SPE und EVP getragen wird, meilenweit an den Forderungen der betroffenen Bevölkerungskreise vorbei. Damals hatte die Industriellenvereinigung gejubelt, "dass Sozialpolitik und Verbraucherschutz nicht mehr als Rechtfertigungsgründe für die Einschränkung der Dienstleistungsfreiheit zugelassen werden".
So scheint beispielsweise der Begriff Herkunftslandprinzipzwar nicht mehr auf, in der Substanz wird aber am Herkunftslandprinzip festgehalten.
Weiters sind keine klaren Ausnahmen für die Daseinsvorsorge enthalten und es fehlt eine wirksame Rechtsdurchsetzung auf europäischer Ebene hinsichtlich der Kontroll- und Sanktionsmöglichkeiten gegen ausländische Dienstleistungsanbieter durch die jeweilige nationale Behörde.
Der steirische KPÖ-Vorsitzende Franz Stephan Parteder: "Die geplante EU-Dienstleistungsrichtlinie zielt auf die Liberalisierung nahezu aller Dienstleistungen. Damit geht der Generalangriff auf Sozialstandards, Tariflöhne, Arbeitsschutz, ökologische und Verbraucherstandards und die Daseinsvorsorge weiter."
Auf einem informellen EU-Gipfel der Wettbewerbsminister soll vom 20. bis 22. April in Graz eine Vorentscheidung über die Richtlinie fallen. Deshalb hat das Aktionsbündnis Solidarität eine Demonstration in der steirischen Landeshauptstadt angekündigt. 
Parteder: "Es ist zu hoffen, dass der ÖGB trotz seiner aktuellen Turbulenzen die Kraft findet, an dieser wichtigen Manifestation für die Rechte der arbeitenden Menschen und gegen den neoliberalen Wettbewerb teilzunehmen. Die KPÖ ruft jedenfalls ihre Mitglieder und Freunde auf, am 22. April in Graz zu zeigen, dass viele Menschen die Dienstleistungsrichtlinie der EU nicht hinnehmen."
Nähere Hinweise unter: http://www.keine-konkurrenz.at/

Rückfragehinweis: 0316/ 2151



KPÖ-Steiermark 
Lagergasse 98 a 
8020 Graz 


Tel.: 0316 71 24 36 
Fax 0316 71 62 91 
email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com 
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08 8. April  - Welttag der Roma

Von:    Ljubomir Bratic <ljubomir at chello.at>
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Sehr geehrte Damen und Herren!

Am 8. April 2006 findet zum Welttag  der Roma die Veranstaltung "Forum
der Roma" statt. Weil dieser Tag für uns  von größter Bedeutung ist,
bitten wir Sie, diesen Veranstaltungshinweis in  Ihrem Medium zu
veröffentlichen und somit uns, die in Österreich lebenden  Roma, zu
unterstützen.

*8. April  - Welttag der Roma  *

*Einladung zum "Forum der ROMA" - Ein Fest mit  Veranstaltungen
anlässlich des
Welttags der Roma am 8. April  2006.
Einlass: 17.00 Uhr Ort: Haus der Begegnung, Praterstern 1, 1020 Wien  *

Mit freundlichen Grüßen
Stojkov Slavomir - Boban für das  Organisationskomitee "Forum der Roma"

Rückfragen:
Stojkov Slavomir -  Boban
romani_dori_wien at yahoo.de <mailto:romani_dori_wien at yahoo.de>    Mobil:
0676/3969 287, Büro: 01/966 04 23

***
Veranstaltet von den  Vereinen:

"Roma Kultur Zentrum Wien"
"Baro Ilo"
"Makedonija  Roma"
"Romano Pralipe"
"Vida Pavlovic"
"Romalen"
"Romano  Drom"
"Romani dori"
"Djipsi mjuzik" Haris Stojka

Auch dieses Jahr  feiern wir den 8. April, den Welttag der Roma. Wir
laden Sie herzlich ein,  dieses Fest mit uns zu feiern. Die Veranstaltung
mit ihrem umfassenden  Programm ist durch unsere Lebensgewohnheiten und
die Tradition der Roma  geprägt.
Wir Roma wollen es nicht mehr zulassen, bloß in der Tradition  zu
erstarren. Wir wollen aber auch nicht zulassen, dass unsere  spröde
kulturelle Identität durch aggressiven Kitsch und Kommerz aufgezehrt  wird.

Die Aufgabe der Roma-Kulturschaffenden ist es, durch Folklore,  Musik,
Kunst und Literatur die eigene Kultur zu bewahren. Sie besteht aber  auch
darin, sich durch interkulturelle Interaktion mit umliegenden  Kulturen
weiter zu entwickeln. Nur durch den Austausch zwischen den Kulturen  kann
man/Frau kreativ und innovativ sein und konservative Ansätze  verändern.
Aus diesem Grund laden acht Roma-Organisationen aus Wien Sie  ganz
herzlich ein, das "Forum der Roma" am 8. April zu besuchen. Im  Rahmen
dieser Veranstaltung hat jede dieser Organisationen einen  Beitrag
vorbereitet.
Wir freuen uns auf Ihr zahlreiches  Kommen!

*PROGRAMM*
Beginn: 18.00  - 18:20
von "Makedonija  Roma"
Roma Volkslieder und Spiele aus Makedonien

18:20 -18:50
von  "Romano drom"
Präsentation jugendlicher Bühnendarsteller: "Zigeuner  Zeit",  Regie:
Obrad Jovanovic
18:50 - 21.00
von "Romani  dori"
Konzert: Menuett von W.A. Mozart, Holaspicato, Fris, Cardas,  Lamert,
Violine und Klavier: Resad Jahja
Musical: "Durst der Liebe"  Szenario: Sofija Jovanovic, Nino Bakic
Regie: Sofija  Jovanovic
Theaterstück (Komödie): "Roma früher und jetzt" Szenario: Sasa  Barbul
Regie: Ana Stefanovic
Theaterstück (Drama): "Futursroma"
Das  Stück handelt von der Notwendigkeit Vorurteile gegenüber
Homosexuellen  abzubauen und stereotype Handlungsmuster zu durchbrechen.
Folklore:  traditioneller Tanz "Carlama"

21:20 - 21:30
"Vida  Pavlovic"
Volkspoesie der Roma
21:30 - 22:00
"Roma Kultur Zentrum  Wien"
Klassisches Konzert in D-Dur
22:00 - 22:40
"Djipsi Mjusikl" Haris  Stojka
Promotion des Albums mit Roma Liedern: "Djipsi Swing"

Parallel  zum Programm des  "Forum der Roma"  findet ein Roundtable  statt.
Thema: "Die Bedeutung des Forums für die in Österreich lebenden  Roma".


  
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09 8.4. protestumzug anläßlich  des eu wirtschafts- und finanzministerInnentreffens

Von:    Renate Vodnek <Renate.Vodnek at reflex.at>
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Hallo!

Am 7. - 8. April 06 treffen sich die EU Wirtschafts- und
FinanzministerInnen in der Hofburg, um über Globalisierung,
Finanzmarktstabilität und Finanzdienstleistungen zu diskutieren. 

Das Gefälle zwischen armen und reichen Regionen in der EU ist bereits
stärker als in den USA. Finanz- und Sparprogramme der EU verstärken diese
Kluft. Während im Bildungs- und Sozialbereich der Sparwahn der Regierungen
und der EU zur Geltung kommt, findet eine massive Steigerung der
Rüstungsausgaben für weltweite Militäreinsätze statt.
Rekordarbeitslosigkeit, Lohndumping, Abbau von Arbeitsrecht und
Sozialstandards auf der einen Seite und Rekordgewinne der Großkonzerne auf
der anderen.

Dagegen wollen wir protestieren!

8.4.06 Protestumzug 
mit Verkleidungen, Kostümen, Musikinstrumenten, Aktionen, ...
14.00 - 16.00 Uhr
Treffpunkt: Michaelerplatz, 1010 Wien


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10 Absage aller AUF-Termine!

Von:    AUF Eine Frauenzeitschrift <auf at auf-einefrauenzeitschrift.at>
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Absage aller AUF-Termine!
Aufgrund der Rücktritte der Obfrauen Eva Geber (AUF-Eine Frauenzeitschrift) und Britta Cacioppo (AUFkultur) hätte ein neuer Vorstand gewählt werden müssen. Bei der hiezu einberufenen a.o. Generalversammlung hat keine der bis dahin tätigen Frauen des Redaktionskollektivs für eine Vorstandsfunktion kandidiert. Daher muss der alte Vorstand vorerst die Geschäfte weiterführen. 
Es gibt derzeit keine AUF-Redaktion. Alle Termine werden abgesagt, so auch die offene Redaktionssitzung am 4. April und die Präsentation der AUF-Zeitschrift am 6. April 2006.

Rechnungsprüferinnen und geschäftsführende Obfrauen
-- 
AUF eine frauenzeitschrift
AUF info
AUF edition
AUF kultur
Kleeblattgasse 7, A-1010 WIEN
T. +43 (1) 533 91 64, F. +43 (720) 55 41 61auf at auf-einefrauenzeitschrift.at,  www.auf-einefrauenzeitschrift.atSollten Sie keine weiteren Zusendungen wünschen, senden Sie uns bitte eine kurze Mitteilung an: auf at auf-einefrauenzeitschrift.atIf you do not want to receive our mailings please send an e-mail to: auf at auf-einefrauenzeitschrift.at

  
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11 Integrationskonferenz gegen Fremdenrechtspaket

Von:    office at asyl-in-not.org <office at asyl-in-not.org>
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Integrationskonferenz fordert:
Fremdenrechtspaket muß weg !

Die sechste Wiener Integrationskonferenz (ein Gremium, in dem alle namhaften ImmigrantInnen-Vereine und im Asylbereich tätige NGOs vertretenn sind) hat am 2. April 2006 auf Antrag des Integrationshauses, unterstützt von Asyl in Not, einstimmig beschlossen:

„Die am 1. Jänner 2006 in Kraft getretenen Restriktionen und Verschärfungen haben schockierende Auswirkungen. Die Integrationskonferenz fordert, daß ein Gesetz, das schutzbedürftige Menschen wie Kriminelle behandelt, zurückgenommen werden muß.“

Die Integrationskonferenz forderte ihre Mitgliedsvereine auf, ihre Kräfte zu bündeln, um sich intensiv für den Schutz von Flüchtlingen einzusetzen.

Die Integrationskonferenz fordert weiters ein Antidiskriminierungsgesetz im Verfassungsrang, um  künftige Gesetze wie dieses Fremdenrechtspaket von vornherein zu verhindern.

Die Integrationskonferenz war verbunden mit einer Anhörung von VertreterInnen der politischen Parteien. Alex Korun (Grüne) sagte zu, sich für die Forderungen der Konferenz einzusetzen. 

Elisabeth Hlavac (Integrationssprecherin der SPÖ), die erst nach Beschlussfassung zur Aufhebung des Fremdenrechtspakets eintraf, wurde von mir eindringlich befragt, ob die SPÖ im Falle ihrer Regierungsbeteiligung dieses von ihr mitbeschlossene rassistische Machwerk aufheben wird.

Frau Hlavac antwortete, im Integrationsprogramm der SPÖ sei auch eine „Änderung“ des Fremdenrechtspakets vorgesehen. Wie diese „Änderung“ konkret aussehen soll (insbesondere, ob die Rückkehr zum Schutz Traumatisierter und Folteropfer und die Abschaffung der Schubhaft für AsylwerberInnen geplant ist), war ihren Ausführungen leider nicht zu entnehmen.

Wir werden die Abgeordneten der SPÖ also weiterhin mit den Folgen dieses Schandgesetzes konfrontieren.

Im übrigen sind wir der Meinung, daß Frau Prokop zurücktreten muß. Sie ist eine Schande für dieses Land.

Michael Genner
Asyl in Not

Währingerstraße 59
1090 Wien
Tel.: 408 42 10-15, 0676 – 63 64 371
www.asyl-in-not.org

Spendenkonto:

Asyl in Not, 
P.S.K., Kontonummer 92.034.400


Mitteilung gemäß dem Telekommunikationsgesetz:
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12 Ankündigung: Internationales Symposium "Frauen im KZ Mauthausen", 4. Mai 2006

Von:    Kurt Krickler <Kurt.Krickler at hosiwien.at>
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Siehe Anlage.

 Kurt Krickler
 Generalsekretär
 Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien – 1. Lesben- und Schwulenverband Österreichs 
 Novaragasse 40, 1020 Wien
 www.hosiwien.at
 Tel. privat: (01) 545 13 10; 0664 57 67 466

  
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MAYDAY
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13 Euromayday in Wien (+ andere Maidemos)

Von:    akin <akin.buero at gmx.at>
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> Aufruf zur Euromayday-Parade in Wien

Scheinbar unaufhaltsam schreitet die Prekarisierung der Arbeits- und
Lebensverhaeltnisse voran - doch auch die Kaempfe fuer das Recht auf soziale
Rechte gewinnen immer mehr an Bewegung. Deshalb wird es am 1. Mai wieder
eine EuroMayDay-Parade in Wien geben, um diesen Kaempfen als Verstaerkerin
zu dienen und ihre Vernetzung voranzutreiben.

Bis dahin gibt es aber noch eine Menge anderer Termine abzuklappern:

Jeden Dienstag Treffen der EuroMayDay Vorbereitungsgruppe 19:00 Uhr,
Amerlinghaus, 1070 Wien, Stiftg. 8

Freitag, 7. April 2006, 18:30 Uhr, IG Bildende Kunst, 1060 Wien,
Gumpendorfer Strasse 10-12
Kultur- und Sexarbeit
Luzenir Caixeta und Rubia Salgado von maiz, dem autonomen
Integrationszentrum von & fuer Migrantinnen in Linz (www.maiz.at),
referieren zum Thema "Kultur- und Sexarbeit".

Montag, 10. April 2006, 20:00 Uhr, KETE, 1060 Wien, Schmalzhofg. 6
KPD - Kleines Postfordistisches Drama
KLEINES POSTFORDISTISCHES DRAMA (kpD) untersucht die Transformation
kultureller Aktivitaeten und die damit verbundenen Karrieren.
Diskussionsabend mit kpD: Brigitta Kuster, Filmemacherin und Kuenstlerin;
Isabell Lorey; Politologin/ UdK; Marion von Osten, Kuenstlerin und
Kuratorin; Katja Reichard, Kuenstlerin, pro qm

Freitag, 14. April 2006, TUeWI, 1190 Wien, Peter-Jordanstrasse 76
Erste Reihe links, jeder nur ein Kreuz! Nein, wir veranstalten keine Wahl,
vielmehr moechten wir euch anlaesslich der grossen Ehre von San Precarias
ununterbrochener Wiederkehr zur Teilnahme am MayDay-ActionDay einladen. Die
(vorlaeufige) Liturgie:
ab 14.00: High sein, frei sein, Basteln muss dabei sein! Transparente,
Utensilien fuer das grosse Passionsspiel am 1.Mai, die Herstellung einer
Figur unserer Schutzheiligen San Precaria - alles ist moeglich. Bringt
einfach eure prekaere Kreativitaet mit, auch Materialen (Farbe, Stroffe,
Holz, etc.) sind durchaus erwuenscht!
ab 17.00 Uhr: Mayday-Infopoint. Information ueber Geschichte, Theorie &
Praxis des Euromayday, Stand der Vorbereitungen & Moeglichkeit, sich in
Arbeitsgruppen einzuklinken.
18.00 Uhr: Filme zu Prekarisierung von Arbeit und Leben, zu prekaeren
Kaempfen und von den letztjaehrigen Mayday-Prozessionen. Anschliessend
Diskussionsmoeglichkeit.
20.30 Jazzmesse (Rhytmusgruppe t.b.a.) anschliessend oekumenisches Tanzmusik
von Band, Scheibe und digitalem Speichermedium. Fuer Unterhaltung sorgen
Santa Prokaries, Ras Tafari Ahonnen, Falott Gung. Gelobt sei San Precaria!

Mittwoch, 19. April 2006, 19:00 Uhr, Amerlinghaus / Galerie, 1070 Wien,
Stiftg. 8:
Bittere Ernte. ErntehelferInnen/Arbeitsmigration in der intensiven
Landwirtschaft zwischen Marchfeld und Almeria. Filmscreening von "Schoene
Arbeit" und anschliessende Diskussion mit der Regisseurin Karin Macher und
Dieter Behr (Europaeisches BuergerInnenforum) zu den Lebens- und
Arbeitsbedingungen von migrantischen ErntehelferInnen im Marchfeld und im
spanischen Almeria sowie zu Versuchen gewerkschaftlicher (Selbst-)
Organisation.

Mittwoch, 26. April 2006, 19:00 Uhr, NIG / Neues Institutsgebaeude (Hoersaal
1 im Erdgeschoss), 1010 Wien, Universitaetsstr. 7
Wer Vertritt Deine Interessen? Mit den gegenwaertigen
Prekarisierungsprozessen einher geht die Notwendigkeit der Entwicklung neuer
Organisierungsformen. Doch welche Instrumente des Kampfes stehen zur
Verfuegung? Wo und unter welchen Vorraussetzungen sind Allianzen
verschiedener AkteurInnen fuer einen gemeinsamen Kampf um (soziale) Rechte
moeglich oder notwendig? Und wie koennte eine den heutigen Arbeits- und
Lebensverhaeltnissen adaequate Form der Interessenvertretung aussehen? Ein
Roundtable zur "(Selbst-) Organisierung der Unorganisierbaren" mit
VertreterInnen aus kulturellen und wissenschaftlichen
Interessengemeinschaften, Gewerkschaft, OeH, Erwerbsloseninitiativen, der
autonomen Frauenbewegung und migrantischen Selbstorganisationen.

Samstag, 29. April 2006, 20:00 Uhr, Autofreie Siedlung, 1210 Wien,
Nordmanngasse 25-27
Ehe ohne Grenzen

Sonntag, 30. April 2006, 20:00 Uhr, E.K.H. BG 2. Stock, 1100 Wien,
Wielandg. 2-4
MayDay-Videoabend

Montag, 1. Mai 2006, 14 Uhr,
Yppenplatz, 1160 Wien:
EUROMAYDAY WIEN

Demoaufruf und weitere Infos:
http://euromayday.at/

***

> Konkurrenzveranstaltungen:

Dieser akin liegt ein Flugblatt mit dem Aufruf "1.Mai 2006 - Gemeinsam
Widerstand!" bei. Die traditiotionelle Demo geht wie gehabt um 10 Uhr bei
der Albertina weg (KPOe und Freunde). Aufruf siehe weitere Meldungen im
heutigen akin-pd.

Die "Internationalistische 1. Mai-Demonstration" trifft sich um 9 Uhr vor
der Staatsoper (ArbeiterInnenstandpunkt und Freunde).
Aufruf demnächst wohl auf: http://www.arbeiterinnenstandpunkt.net/

Gruene und AUGE feiern schon am Tag vorher ein Fest im Prater am Tag der
Arbeitslosen 2006: Sonntag, 30. April 2006, 12:00 - 21:00 Uhr,
Jesuitenwiese.


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14 1. Mai 2006 - Gemeinsam Widerstand!

Von:    akin <akin.buero at gmx.at>
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Termine/Maiaufruf:

> 1. Mai 2006 - Gemeinsam Widerstand!

Treffpunkt: 1.Mai, 10 Uhr, Albertina, Wien

"Wachstum und Beschaeftigung" lautet das Credo der oesterreichischen
EU-Ratspraesidentschaft. Arbeitsplaetze, gar "Vollbeschaeftigung"
versprechen die Projekte, die nicht nur Schuessel & Co fuer die Europaeische
Union voran-treiben sollten: Sowohl die so genannte Lissabon-Strategie als
auch der EU-Verfassungsvertrag – der bei Volksabstimmungen in Frankreich und
Holland durchgefallen ist - und sogar die ominoese
Dienstleistungs-Richtlinie sollen demnach Arbeitsplaetze schaffen, indem sie
die Union fuer den globalen Standortwettbewerb fit machen.

Welcher Art die dabei geschaffenen Arbeitsplaetze sein werden, darueber gibt
das "Kleingedruckte" in diversen – auch von der oesterreichischen
Bundesregierung unterstuetzten – EU-Dokumenten Auskunft: "Flexibel sei der
Mensch, ueber die Massen fleissig und ansonsten genuegsam und kusch!", so
das Motto, das ueber der "Arbeitspolitik" des europaeischen Neoliberalismus
schwebt.

Die vielfach angekuendigten Jobinitiativen auf europaeischer wie nationaler
Ebene entpuppen sich derart als pure "Prekarisierungsstrategien". Lohnarbeit
um jeden Preis – ungesichert, schlecht bezahlt, stressig flexibel –
Prekarisierung ist Klassenkampf von oben!

Dagegen setzen wir die Forderungen nach einer radikalen
Arbeitszeitverkuerzung bei vollem Lohnausgleich, nach Mindestlohn und
Grundeinkommen sowie gleiche politische und soziale Rechte fuer alle hier
lebenden Menschen, unabhaengig von ihrer Staatsbuergerschaft. Eine
emanzipatorische Arbeitspolitik verlangt aber auch die Demokratisierung von
Wirtschaft und Betrieben als Voraussetzung fuer eine Neubewertung
und -verteilung der gesellschaftlich notwendigen Arbeit, wie insgesamt nach
einem neuen Arbeitsbegriff, als Voraussetzung fuer die Abschaffung
geschlechtshierarchischer Unterdrueckung und Ausbeutung und einer
schoepferischen Entfaltung in Solidaritaet.

Lokal handeln, global kaempfen!

Die europaeische Linke vernetzt die verschiedenen politischen und sozialen
Kaempfe im Projekt einer "Alternativen Charta fuer ein anderes Europa", die
Anfang Mai auf dem Europaeischen Sozialforum und Mitte Juni im Rahmen des 3.
Austrian Social Forum vorgestellt wird. Ein anderes Europa bedeutet dabei:

-Offene Grenzen und ResidenzbuergerInnenschaft statt einer rassistisch
abgeschotteten Festung Europa!

-Ein soziales, demokratisches, solidarisches, geschwisterliches Europa statt
der neoliberalen Union der Konzerne!

-Ein Europa des Friedens und der globalen Solidaritaet statt einer
imperialen, militarisierten Supermacht!

Im Sinne dieser Forderungen bereiten oesterreichische und transnationale
Netzwerke fuer den 10. bis 13. Mai in Wien einen Alternativengipfel zum
offiziellen EU-Lateinamerika/Karibik-Gipfel vor. Auch zur Beteiligung daran
soll dieser gemeinsame 1.Mai-Aufruf mobilisieren.

Gemeinsam gegen Ausgrenzung!

Das Motto "Gemeinsam Widerstand", unter dem sich seit 1993 ein breites
Buendnis aus AktivistInnen und linken Organisationen zu einer gemeinsamen 1.
Mai-Manifestation versammelt, richtet sich vor allem auch gegen rassistische
und patriarchale Ausgrenzung und Marginalisierung. Ausgrenzung, wie wir sie
derzeit wieder verstaerkt im so genannten "Ortstafelstreit" gegenueber der
slowenischen Minderheit in Kaernten erleben. Der Kampf um die Rechte der
oesterreichischen Minderheiten ist ein Kampf um Demokratie in diesem Land!

Gemeinsam fuer eine bessere Welt!

-Gemeinsam Widerstand gegen Prekarisierung und Sozialabbau, fuer Arbeit, die
auch qualitative Ansprueche erfuellt, fuer das "gute Leben": Wir fordern
eine Neuaufteilung und Neubewertung der Erwerbs- und Reproduktionsarbeit,
radikale Arbeitszeitverkuerzung bei vollem Lohnausgleich,
wohlstandssichernden Mindestlohn und bedingungsloses Grundeinkommen.

-Gemeinsam Widerstand gegen Sexismus und geschlechtshierarchische
Ausbeutung. Frauenrechte sind Menschenrechte! Die Linke ist feministisch
oder sie ist nicht links!

-Gemeinsam Widerstand gegen Rassismus und Festung Europa! Am Todestag von
Marcus Omofuma verlangen wir die Ruecknahme des rassistischen Asyl- und
Fremdenrechts und die soziale und rechtliche Gleichstellung aller in
Oesterreich lebenden Menschen, unabhaengig von ihrer Staatsbuergerschaft.

-Gemeinsam Widerstand gegen Militarisierung und EU-Grossmachtpolitik! Fuer
Friedenspolitik und Neutralitaet statt Aufruestungsgebot, Battle-Groups und
militaerischer Beistandsverpflichtung!

Eine andere Welt ist moeglich und notwendig!

Das Personenkomitee "1. Mai 2006" ruft zur gemeinsamen Demonstration in Wien
auf: Atila Akkaya, Leo Gabriel, Fuad Jaber, Claudia Krieglsteiner, Peter
Ulrich Lehner, Melitta Nicponsky, Andreas Pecha, Bernhard Redl, Alois
Reisenbichler, Dieter Schrage und Lilian Stadler

Unterstuetzende Organisationen: ARGE fuer Wehrdienstverweigerung,
Gewaltfreiheit und Fluechtlingsbetreuung, Friedensinitiative Donaustadt,
Gewerkschaftlicher Linksblock (GLB), Hiroshimagruppe-Wien, Irakisches Haus,
Kommunistischer StudentInnen Verband (KSV), KPOe-Wien, OeDP - Plattform fuer
Freiheit und Solidaritaet, Verein Zusammen, Wiener Friedensbewegung



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MELDUNGEN UND MEINUNGEN
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14 Neues von der Post

Von:    akin <akin.buero at gmx.at>
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Neues von der Post

Es sah sehr danach aus, als waere nach den grossartigen Aktionstagen der 
Post jegliches Engagement der Gewerkschaft bezueglich Privatisierung 
beendet -- bis letzte Woche war nicht einmal auf der GPF-Homepage mehr zu 
lesen als eine Hochjubelung laengst vergangener Aktionen.

Jetzt ruft die Postgewerkschaft wie aus dem nichts von 4.-7.April zu einer 
Urabstimmung ueber die erzielten Verhandlungsergebnisse auf. Diese sind eher 
mau: Der Eigentuemervertreter Grasser garantiert 51% Staatsanteil bis zu den 
naechsten Wahlen d.h. die Privatisierung wird mit etwas Verzoegerung 
durchgezogen. Damit die Privatisierung ein bisserl leichter zu schlucken 
ist, wird es den Postlern ermoeglicht, billig ihre eigenen Ausbeuter zu 
werden -- fuer den Erwerb der "Volksaktie" sollen sie einen kraeftigen 
Zuschuss von der OeIAG erhalten. Und zur Pensionskassa lautet das Ergebnis: 
"Pensionskasse – Zusage fuer Verhandlungen fuer Beamte UND Angestellte". Mit 
anderen Worten: "Darueber redŽ ma noch".

Ueber dieses Ergebnis sollen die Mitglieder jetzt abstimmen -- eine 
Bekaempfung der Privatisierung wird bei diesem Angebot (aehnlich wie nach 
den OeBB-Streiks) von der Gewerkschaft nicht mehr empfohlen.

Waehrenddessen geht das Unternehmen weiterhin auch mit sehr unfeinen 
Methoden gegen Kritiker vor. Der Obmann der Personalvertretung beim Postamt 
1230 Wien, Robert Hobek, hat gerade gegen die Post AG in erster Instanz eine 
Klage wegen Geschaeftsschaedigung verloren und will jetzt in Berufung gehen. 
Ausserdem laeuft gegen ihn ein Disziplinarverfahren. Leider findet man auch 
darueber nichts auf der Homepage der Postgewerkschafter. Kein Wunder: 
Erstens stoert das nur das gute Einvernehmen mit dem Unternehmen und 
zweitens gehoert Hobek dem GLB an. -br-


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15 Tumulte am Flohmarkt

Von:    akin <akin.buero at gmx.at>
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Tumulte am Flohmarkt

Vorverlegte Sperrstunde verursacht chaotische Zustaende

Samstag, 1.April, kurz nach 16 Uhr: Auf dem Wiener Flohmarkt beim Naschmarkt 
spielen sich chaotische Szenen ab. Bagger fahren mit hohem Tempo mitten in 
Menschenansammlungen, Standler stellen sich vor die Baggerschaufeln, um zu 
verhindern, dass ihre Staende samt Waren niedergewalzt werden, immer wieder 
kommt es zu Rangeleien zwischen Beamten des Marktamtes und Standlern. Was, 
um Gottes Willen, ist hier passiert?

Nun, infolge einer Aenderung der Marktordnung (vgl. Amtsblatt 40/5000) wurde 
die Sperrstunde des Flohmarktes von bisher 18 Uhr auf 16 Uhr festgesetzt - 
es wird also zwei Stunden frueher geschlossen. Vorangegangen war dem eine 
eher abgehobene Initiative der OeVP-Wirtschaftskammer, Fachgruppe 
Antiquitaetenhandel, welche nur die kommerziellen HaendlerInnen vertritt.

Von diesen (und auch wieder nur von einzelnen darunter) kam die Forderung 
nach vorzeitiger Schliessung, da sie ihr Hauptgeschaeft am Vormittag machen 
und nun bereits ab 14 Uhr (!) Zufahrt mit Lastwaegen erhalten, um ihre 
Staende abzutransportieren. Unterstuetzt wurde diese Vorgangsweise auch vom 
Marktamt, das sich Ueberstunden fuer die Reinigung ersparen wollte und auch 
gegen private HaendlerInnen vorgehen will, die ohne entsprechende 
Berechtigung die frei werdenden Plaetze sofort besetzten.

Die SP-Bezirksvorsteherin des 6. Bezirks stimmte dieser neuen Verordnung 
ohne Ruecksprache mit den betroffenen Haendlern, Kunden und Anrainern zu – 
die Folgen sind katastrophal:

1. Es ist fuer die Kunden nicht nachvollziehbar, warum der Naschmarkt bis 17 
Uhr, der Flohmarkt jedoch nur bis 16 Uhr geoeffnet ist.

2. TouristInnen, die den Flohmarkt in ihren Reisefuehrern auf dem Weg vom 
Zentrum ueber den Naschmarkt zum Haus des Meeres finden, stehen bereits am 
fruehen Nachmittag vor Muellbergen.

3. Die nicht gewerblichen HaendlerInnen, die in der WKOe keine Vertretung 
haben, sind verzweifelt, weil sich die hohen Standgebuehren fuer die 
verkuerzte Zeit nicht rechnen.

4. Vom Flohmarkt lebt nicht nur der gesamte Naschmarkt, welcher laut 
Auskunft vieler HaendlerInnen nur am Samstag staerkere Gewinne erzielt, 
sondern auch die zahlreichen Gastronomiebetriebe in der Umgebung.

Ein Antrag der Mariahilfer Gruenen, die Oeffnungszeiten zumindest in der 
warmen Jahreszeit wieder zu verlaengern, wurde im Bezirksparlament aus 
formalen Gruenden nicht zugelassen. Der gruene Klubobmann Dr. Erich Dimitz 
hat aber nun eine Unterschriftenaktion fuer eine spaetere Sperrstunde 
gestartet – in kuerzester Zeit unterschrieben ueber 300 Standler und Kunden.

Beim Marktamt ist man auf eine weitere Eskalation der Auseinandersetzungen 
vorbereitet: Neuerdings patrouillieren die Beamten in Begleitung von 
uniformierten Mitarbeitern eines privaten Sicherheitsdienstes, die grosse 
Schaeferhunde und Rottweiler, zum Teil auch ohne Beisskorb, mit sich 
fuehren. Auf Anfrage der Gruenen erklaerte ein Vertreter der MA 59, dies 
diene der Sicherheit der Beamten, die bereits mehrmals taetlich angegriffen 
wurden. Es sei aber nicht daran gedacht, die Hunde bei Raufhaendeln auf die 
Kontrahenten zu hetzen...

*Richard Weihs/gek.*
Bezirksrat der Mariahilfer Gruenalternativen


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16 KPÖ/Bundesheer/Aufrüstung/Armut

Von:    KPÖ-Kommunikation <kpoe at aon.at>
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KPÖ-Pressedienst – Drechslergasse 42, 1140 Wien – Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 – Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail
bundesvorstand at kpoe.at – Web www.kpoe.at - News www.kpoe.at/lpd  - Ausgabe vom 4. April 2006


KPÖ begrüßt SJ-Forderung für Abschaffung des Bundesheeres

Klaus: Jeder Euro für Rüstung ist verantwortungslos

Begrüßt wird von der KPÖ-Bundessprecherin Melina Klaus die Forderung der Sozialistischen Jugend, das österreichische Bundesheer bei
gleichzeitiger Einrichtung eines Katastrophendienstes und der Anhebung der Mittel für Entwicklungszusammenarbeit abzuschaffen. Mit
Recht stellt nämlich SJÖ-Vorsitzender Ludwig Dworak die Frage „wer außer der europäischen Waffenindustrie ein Bundesheer brauche“.

Bekanntlich plädiert die KPÖ seit langem dafür, das Bundesheer aufzulösen und lehnt die von Regierung und parlamentarischer
„Opposition“ forcierte Einbindung in die EU-Militarisierung durch Beteiligung an einer Euroarmee, den „Battle Groups“ oder
Militäreinsätzen entschieden ab. In der vorläufig auf Eis gelegten EU-Verfassung ist sogar explizit ein Aufrüstungszwang verbunden
mit der Schaffung einer EU-Rüstungsagentur vorgesehen.

Statt dessen sollte Österreich die 1955 beschlossene immerwährende Neutralität ernst nehmen und durch eine aktive
Neutralitätspolitik als Alternative zum Supermachtsanspruch der EU entwickeln: „Nicht übersehen werden darf nämlich auch, dass als
Kehrseite der Aufrüstung zunehmend verstärkter Sozialabbau erfolgt“ so Klaus: „Die Umverteilung erfolgt auch auf diesem Gebiet,
indem zunehmend Steuern die von arbeitenden Menschen aufgebracht werden für Rüstung verpulvert werden um dann zynisch zu erklären,
dass Pensionen, Gesundheit und Soziales nicht mehr finanzierbar sind.“

Die Einbindung in die Militarisierung der EU bedeutet nämlich auch verstärkten Druck in Hinblick auf eine Anhebung der
Militärausgaben: Österreich konnte unter anderem auch dadurch zu einem der reichsten Länder der Welt, weil durch die jahrzehntelange
Neutralität die Rüstungsausgaben im internationalen Vergleich sehr niedrig waren.

Durch die neutralitätswidrige Beteiligung Österreichs an der EU-Aufrüstung soll allerdings eine drastische Anhebung der
Rüstungsausgaben erfolgen: „Angesichts von mittlerweile bereits 1,03 Millionen Menschen die offiziell als armutsgefährdet gelten und
mit weniger als 848 Euro im Monat auskommen müssen ist jeder Euro der für die Rüstung ausgegeben wird unverantwortbar“, so Klaus
abschließend.



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17 Wir muessen sparen .....

Von:    Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering <verin.stadtteilz.simmering at chello.at>
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Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,

die Zeitschrift der  Betriebsseelsorge Traisental (Herzogenburg, Lilienfeld, St. Pölten) ist mit dem  Schwerpunktthema "Wer arbeitet soll auch essen? Geld arbeitet" erschienen. Ich  wurde eingeladen, einen Artikel zum Thema Neoliberalismus zu  verfassen.

Gratisexemplare der Zeitschrift gibt es heute abend beim  Sozialstammtisch mit Hildegard Goss-Mayr zur Friedensdekade um 19.30 Uhr im  Betriebsseelsorgezentrum St. Pölten, Schneckgasse oder bei MAG. SEPP GRUBER MAS,  BETRIEBSSEELSORGE ST. PÖLTEN, 3100 St. Pölten, Schneckgasse 22, Telefon:  02742/72240 & 0650/2318824, Diensthandy (0676) 826 68 83 98, E - Mail:  bszgruber at utanet.at, http://www.betriebsseelsorge.at.tf/

Ein Teil der  Zeitschrift ist der Homepage der Betriebsseelsorge Herzogenburg  veröffentlicht:

http://www.kirche.at/stpoelten/pa_bs/untr/neu/

Mit  solidarischen Friedensgrüßen!

Alois Reisenbichler


Alois Reisenbichler:
Wir müssen sparen, damit wir uns den Reichtum weniger leisten können. 
 
Wir da unten 


 
Selbst in St. Pölten wird die Zahl  jener Menschen, die mit Schwarzarbeit und zum Teil mit Stehlen von Gütern des  täglichen Bedarfs ihr wirtschaftliches Überleben sichern (müssen), größer. Wenig  Lohn heißt wenig Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe, offene Rechnungen nicht  bezahlt und Mahnklagen mit enormen Spesen folgen, woher das Geld für die Miete  zum 1. nehmen, je härter der Konkurrenzkampf um jeden Job, desto schwerer für  jene, die sich ohnehin schon schwer tun. Oder Gespräche mit jenen ArbeiterInnen,  deren Werk ins Ausland verlagert wurde und die verzweifelt sind:  ihre hohe  Qualifikation und ihre gute Arbeit ist auf einmal – marktwirtschaftlich gesehen  – wertlos geworden. Nicht zu vergessen:  der ganz normale Druck und Stress  am Arbeitsplatz wird immer schärfer, Besonders benachteiligt sind die Frauen  sowie ausländische Kolleginnen und Kollegen, die noch dazu in der  Rechtsaußen-Propaganda als Sündenböcke missbraucht werden. 
 
Die da  oben 

.
 
Schlagzeilen wie zum Beispiel „OMV Gewinn verdoppelt“ (1,5  Mrd. Euro 2005) sind bekannt, während die Lohnquote (der Anteil der  Unselbständigen) seit den 80er Jahren zurückgeht. 
 
In Österreich  teilt sich das oberste Einkommenszehntel 26 Milliarden Euro im Jahr 2003, das  sind knapp 30 % der gesamt ausbezahlten Löhne und Gehälter. Das unterste  Einkommensfünftel, also doppelt so viele Menschen, erhält mit in Summe knapp 2,1  Milliarden Euro nur 2,3 % der gesamten Lohn- und Gehaltsumme. 
 
Oder  das oberste Prozent der Bevölkerung besitzt ein Drittel des Vermögens, die  nächsten 9 Prozent das weitere Drittel – also 10 % der ÖsterreicherInnen haben  zwei Drittel des Vermögens. 
 
Und dann kommen die ExpertInnen der  Wirtschaft und der ihnen hörigen Wirtschaftswissenschaft und Presse, die uns  tagtäglich einreden: jeder ist seines Glückes Schmied (vielleicht auch jede  ihres Glückes Schmiedin), privatisieren, sparen, deregulieren, Rechte und  Sozialstaat abbauen, dafür vielleicht die Almosen von gütigen Wohlhabenden  

 
Löhne, Arbeitsrecht und Sozialstaat sind in fast allen Ländern in  einem Wettlauf nach unten – Skandinavien und Frankreich orientiert sich an  Österreich, wir an Osteuropa, die wieder an den Schwellenländern wie Indien und  diese wieder an China und die wieder an 
 
 
Warum werden die Armen  immer ärmer
 
Bei der Analyse der Ursachen gibt es unter sozial  engagierten Christinnen und Christen unterschiedliche Meinungen: 
 
Ein Teil, der wohl in der Gesellschaft größer und im christlichen  Bereich kleiner wird, sieht die Schuld vor allem bei den Betroffenen. Viele  denken, dass die Folgen der neoliberalen Globalisierung nur Fehler eines an sich  guten, technologisch innovativen und effizienten Wirtschaftssystems sind, die  halt mit wenigen Maßnahmen korrigiert werden könnten.
 
Ich  persönlich halte mich an jene Analyse, die Weltversammlung der Evangelischen  Kirche H.B. in Accra im August 2004 formuliert hat: „Die tieferen Wurzeln dieser  massiven Bedrohung des Lebens liegen vor allem in einem ungerechten  Wirtschaftssystem, das mit politischer und militärischer Macht verteidigt und  geschützt wird.“ Das kapitalistische Wirtschaftssystem, in dem nicht der Mensch  im Mittelpunkt steht, sondern der Gewinn einer immer kleiner werdenden Zahl von  Menschen weltweit, ist zutiefst inhuman.
 
Wer hat  Interesse?
 
Der wichtigste erste Schritt ist eine wirtschaftliche  Alphabetisierung: Wer hat Interesse? Wer gewinnt? Wer verliert? Wem dient der  Konkurrenzkampf? Und es kommt auf die Perspektive an – aus der Sicht der  AktienbesitzerInnen sind steigende Aktienkurse dank der Meldung über die  Kündigung vieler ArbeiterInnen eine sehr gute Nachricht, aber wie geht es jenen,  die ihren Arbeitsplatz verlieren?
 
Wir müssen global denken – die  Entscheidungen der Welthandelsorganisation WTO betreffen nicht nur die Armen im  Süden, sie verändern das Leben der Menschen in Lilienfeld und Herzogenburg  genauso wie in Maputo und Brasilia. Die Politik der EU, die von den nationalen  Regierungen beschlossen wird, betrifft unseren Alltag.
 
Die  Beratungen in WTO und EU müssen öffentlich sein, schließlich ist es ja nicht der  Privatklub einiger Herren und noch weniger Damen. Die Politik der  internationalen Institutionen und der nationalen Regierungen müssen aus der  Perspektive der kleinen Leute beleuchtet werden – wie es schon das  Sozialstaatsvolksbegehren mit der Sozialverträglichkeitsprüfung  forderte.
 
Privatisierung der öffentlichen Unternehmungen hat  Folgen: für ein privates Postunternehmen macht es keinen Sinn, im Waldviertel  täglich Briefe zuzustellen oder billige Zeitungstarife anzubieten, damit jede  Pfarre günstig das Pfarrblatt verschicken kann. Und wenn einmal Bildung, Wasser,  Sozialversicherung und Gesundheitsversorgung privatisiert werden, werden nicht  nur der sprichwörtliche Brief aufgegeben, sondern auch die Menschen und ihre  Schicksale. Wenn man sich nur an Effizienz und wirtschaftlicher  Leistungsfähigkeit orientiert,  wozu braucht eine alte Oma noch eine teure  Chemotherapie und Operation, wenn sie ohnehin bald stirbt. Nach der Logik des  neoliberalen Kapitalismus!
 
Wenn immer mehr Arbeitsverhältnisse  geschaffen werden, wo die schwer errungenen Arbeitsrechte mit flexiblen  Verträgen gestrichen werden, wird auch der Druck auf jene im  „Normalarbeitsverhältnis“ immer größer. 
 
Beispiele für eine andere  Richtung
 
Wir brauchen keinen Standortwettbewerb zu Lasten der  Mehrheit in eigentlich allen Ländern. Wir müssen die Umverteilung von unten NACH  oben weltweit und in den einzelnen Ländern, auch in Österreich stoppen. 
 
Warum müssen die Gewinne steigen und steigen – die ArbeiterInnen  mit ihren Lohnforderungen jedoch maßvoll sein?
 
Statt Wettlauf nach  unten verbindliche Mindeststandards im Sozial- und Arbeitsrecht ebenso bei den  Gewinnsteuern, die Einführung der Tobintax (die genauso selbstverständlich sein  sollte wie die Umsatzsteuer auf einen Liter Milch).
 
Die gesetzliche  Wochenarbeitszeit ist seit Mitte der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts bei 40  Stunden, die Produktivität jedoch jedes Jahr enorm gestiegen.  Arbeitszeitverkürzung statt Verlängerung der Arbeitszeit ist die einzige Chance,  damit wirklich alle Arbeitswilligen wieder einen Arbeitsplatz bekommen. Den  Konflikt zwischen jenen, die auf eine Verteilung der Arbeit orientieren, und  jenen, die mit einem Basislohn jedem und jeder eine Mindestgrundlage zum  Überleben schaffen wollen, müssen wir in einer Forderung nach einer  Neuverteilung von Arbeit und Einkommen auflösen. 
 
Wir brauchen die  Pflichtversicherung in der Sozialversicherung, die wirklich allen Menschen einen  Zugang zu jener sozialen und medizinischen Versorgung gewährt, die er / sie  braucht. Eine Wertschöpfungsabgabe bringt die dringend benötigten  Finanzmittel.
 
Diese Vorschläge sind noch lange nicht vollständig  und sollen nur die Richtung einer Politik angeben, in der das Wohlergehen der  sozial Schwächsten nicht nur in Sonntagsreden beschworen wird, sondern im  politischen Alltag gelebt wird. Als Kompass gegen die herrschende neoliberale  Politik kann auch das Sozialwort des Ökumenischen Rates der Kirchen dienen  (www.sozialwort.at), das wichtige Reformen aufzeigt. 
 
Solidarität  und alles geht
 
Aus der Geschichte der ArbeiterInnenbewegung wissen  wir – nur gemeinsam können wir etwas verändern. Solidarität in einem Betrieb, in  Österreich und weltweit  ist der einzige Weg, um jene Gegenmacht zu  organisieren, die den menschenverachtenden Entscheidungen von  Weltfinanzinstitutionen, multinationalen Konzernen und mit ihnen „verhaberten“  PolitikerInnen entgegentritt und ein mehr an sozialer Gerechtigkeit durchsetzt.  Die weltweite Bewegung der Sozialforen, Demonstrationen in vielen Ländern des  Südens, Aktionen gegen Sozialabbau in EU-Staaten wie in Frankreich,  GewerkschafterInnen und BetriebsrätInnen ebenso wie christliche Gruppen und  Menschenrechtsorganisationen  – eine andere, sozial gerechtere,  friedlichere Welt ist möglich.
 
 

Alois  Reisenbichler
1110  Wien, Schneidergasse 15/9, Telefon (043-664) 39 51  809
E-Mail: stadtteilzentrum at simmeringonline.at,  Alois.Reisenbichler at reflex.at
Homepage in Arbeit: www.reisenbichler.at.tf 
Lieblingshomepage: www.hiroshima.at
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18 Andere EU

Von:    akin <akin.buero at gmx.at>
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http://www.anothereuropeispossible.net/

Ein Wiki (im Wikipedia-Style) fuer eine neue Verfasstheit (nicht nur 
Verfassung) der EU - also eigentlich gewinnt man den Eindruck, hier gehe es 
darum, eine Nicht-EU zu schaffen, soweit sind die Vorstellungen von denen 
der Herren der EU entfernt.

Von der englische Version der Site gelangt man zu Portalen saemtlicher 
Staatssprachen der EU -- wenn auch die meisten dieser Portale noch nicht 
mehr als eine Headline aufzuweisen haben, so ist die deutschsprachige 
Abteilung schon recht rege.

Aus der Selbstdarstellung: "Europa ist keine Ware! Ein anderes Europa ist 
moeglich; eines, das im Gegensatz zum Neoliberalismus und zum 
fremdenfeindlichen Populismus steht. ... Diese Webseite hat den Anspruch, 
durch den Aufbau einer alternativen Europaeischen Kooperationsplattform auf 
der Grundlage der wiki-Technologie hierzu beizutragen. Alle koennen sich 
hier daran beteiligen, die Informationen und kritische Analysen zu 
europaeischen Themen zu sammeln und bereit zu stellen, die offizielle sowie 
unsere alternative Agenda zu verfolgen und eine transnationale Vernetzung 
aufzubauen. Durch den Einsatz der wiki-Software kann jeder Besucher dieser 
Webseite dazu beitragen."

*

http://www.fse-esf.org/
http://www.socialforum.at/

Das 3. ASF (Austrian Social Forum) findet vom 15. bis 18. Juni 2006 in Graz 
statt, das

Europaeische Sozialforum am 4 bis 7 Mai 2006 in Athen. Dazu dienlich sind 
die beiden URLS. Bei der europaeischen Forumssite lasst euch bitte nicht 
schrecken -- sie ist in Franzoesisch verfasst, aber von dort gelangt man 
auch schnell auf eine deutsche und eine englische Version. Wobei ich darum 
bitte, mich endlich aufzuklaeren: Warum wird das oesterreichische Forum auf 
der oesterreichischen Site immer mit englichem Titel, das europaeische aber 
immer mit deutschem Titel angekuendigt? Ich schaetze bei den 
Konferenzsprachen wird es ja wohl genau umgekehrt sein... -br-

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19 Schickt sie zum Teufel!

Von:    akin <akin.buero at gmx.at>
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> Schickt sie zum Teufel!

Ueber Regierungen, Reichtum und Armut

Manchmal blitzschnell, dann wieder zaghaft und traege braut sich weltweit 
was zusammen. Die Betroffenen beginnen sich – aus welchen Gruenden auch 
immer - zu wehren. Sie weigern sich, die ihnen aufgeschwatzte ‚Politik der 
Vernunft‘, die gleichzeitig die ‚Politik der Herrschenden‘ ist, weiterhin zu 
akzeptieren. Sukzessive verlieren die ‚Blitzableiter‘ bisher 
funktionierender Gemeinwesen – z.B Religion, Demokratie, Klassenethik – ihre 
traditionell gewachsene Macht. Die jeweiligen politischen Fuersten haetten 
aber noch Jahrzehnte, vielleicht sogar Jahrhunderte gemuetlich 
weiterregieren und ihre Voelker mit Phrasen und Parolen in Schach halten 
koennen – wenn, ja wenn sie es nicht zu bunt getrieben haetten. Sie, die 
sich gern und staendig mit dem Nimbus des ‚nur fuer das eigene Volk dazusein‘ 
umhuellen, sind an die wahren Profis geraten, die bereits beim weltweiten 
Kampf um Maerkte angelangt waren. Die blitzschnell die nationalen und ihre 
Geschaefte behindernden Politiken auszuschalten oder zumindest fuer ihre 
Zwecke umzugestalten wusste. Das Zusammenspiel zwischen rasant wachsenden 
Finanzmaerkten und laengt supranational agierenden Konzernen war 
zugegebenermassen ein hervorragendes Teamwork, das die politischen Analysten 
ratlos verstummen liess.

Die Weltwirtschaft, die keine Grenzen ausser ‚arm und reich‘ benoetigt, 
braucht Gesetze und Gesetzesvorhaben. die ihnen von den inzwischen kurz 
geschlossenen National-Politiken – wie z.B. der EU – eifrigst zur Verfuegung 
gestellt werden. So entwickelte sich schnell ein neues Teamspiel, das so 
bezeichnet werden koennte: ‚Weltwirtschaft zugunsten der Reichen‘ und 
‚Politik als beruhigendes Ablenkungsmanoever fuer die Armen‘. Schuessel und 
Konsorten als perfekte Polit-Instrumente der EU-Anpassung brauchen hierbei 
nicht erwaehnt werden, aber es ist sicher interessant, dass die 
oesterreichischen Abgeordneten nie grundsaetzliche Bedenken gegen den 
oekonomischen Moloch Bruessel aeussern. Die netten Gehaelter seien ja allen 
vielleicht zu goennen, wenn es nicht gleichzeitig eine grauenhafte Armut 
rundherum gaebe. In der noerdlichen Hemisphaere uebertrumpfen sich die 
Anleger und Spekulanten mit Milliarden Dollars und Euros – auf der 
suedlichen Haelfte des Globus wird gestorben.

Zufaelligerweise hoerte ich vor zwei Wochen ein kurzes Referat von Jean 
Ziegler, der vom taeglichen Massaker des Hungers sprach. Mehr als die 
Haelfte aller Kinder in den unter-entwicklten Staaten sind laut Ziegler vom 
Hungertod bedroht. Und laut Mitteilungen der Weltbank "haetten im Jahr 2001 
weltweit ca. 1,1 Mrd. Menschen (entspricht 21% der Weltbevoelkerung) weniger 
als 1 US-Dollar in lokaler Kaufkraft pro Tag zur Verfuegung und galten damit 
als extrem arm. (Zum Vergleich: 1981 waren es noch 1,5 Mrd. Menschen, damals 
40% der Weltbevoelkerung; 1987 1,227 Mrd. Menschen entsprechend 30%; 1993 
1,314 Mrd. Menschen entsprechend 29%)"(1). Nun gut, jetzt koennte z.B. das 
EU-Land Oesterreich so argumentieren: "Es tut uns wahnsinnig leid, aber wir 
haben selbst 1 Million Armutsgefaehrdete, und erst die vielen 
Obdachlosen..." Also wir verstehen, Oesterreich ist ein armes Land. Doch 
zufaellig faellt mir der Standard in die Hand, wo ich im Wirtschaftsteil 
folgendes zu lesen bekomme: 2006 finden "die groessten Kapitalerhoehungen an 
der Wiener Boerse" statt. Da steht weiter ausfuehrend etwas ueber eine 
IMMOEAST, die allein mit ca. 3 Mrd. Euro ihr Kapital an der Boerse 
aufstockt. Dann folgt gleich die ‚Erste Bank‘ mit 2,9 Mrd. und ‚Meinl‘ mit 
0.92 Mrd. Euro(2). Wie gesagt, bei den Betraegen sind keine Firmen-Guthaben 
gemeint, sondern ‚nur‘ Kapitalaufstockungen.

Also duerfte Oesterreich nicht so arm sein. Denn wenn die Konzerne so reich 
sind, sind nur die Menschen arm – und die sind offenbar ersetzbar. Doch zum 
Schluss noch eine kleine, abgerundete Gegenueberstellung:

2001 besassen 1,1 Mrd. Menschen bloss 1 DM pro Tag in lokaler Kaufkraft.

Laut der Internet-Zeitung RU v. 10.06.05 ist "die Zahl der 
Dollar-Millionaere in der Welt im vergangenen Jahr um 600 000 auf 8,3 
Millionen gewachsen. Das Gesamtkapital aller Millionaere der Welt 
vergroesserte sich im vergangenen Jahr um 8,2 Prozent auf 30,8 Billionen 
Dollar"(3)

Schickt eure Regierungen zum Teufel, die dergleichen nicht nur zulassen, 
sondern auch foerdern!
*Fritz Pletzl*


1) Wikipedia (eingesehen am 3.04.06)
2) Standard v. 18./19. Feb. 06, S 33
3) Internetzeitung Russland RU v. 10.06.2005



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20 Aktionen zur EU-Jugendministerkonferenz in Bad Ischl (29.-30.3.)

Von:    akin <akin.buero at gmx.at>
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Viele Gipfel derzeit

Dass Oesterreich ein gebirgiges Land ist, laesst sich in diesem Halbjahr
auch politisch nicht leugnen. Derzeit schiessen in diesem Land ueberall
Gipfel aus der Erde -- und die werden natuerlich auch gebuehrend gestuermt.
Aber Achtung: Verwechselt nicht die Gipfel!


> Bericht: Aktionen zur EU-Jugendministerkonferenz in Bad Ischl (29.-30.3.)

Sowohl das Ministertreffen als auch das parallele Treffen von
Jugendfunktionaeren brachte - mit wenigen Ausnahmen - nur Worthuelsen. (Die
"Deklaration von Bad Ischl" steht auf www.jugendvertretung.at). Nirgends
werden NGOs und soziale Bewegungen erwaehnt. Die "Salzburger Nachrichten"
kommentieren treffend, dass gestylte Jugendfunktionaere die Konferenz fuer
ihre Karriere hinein in EU-Institutionen nuetzen.

Trotz vieler p.r.-Artikel in den Lokal-/ Regionalmedien wuchs in der Ischler
Bevoelkerung die Aversion gegen das teure Spektakel. Kommentare am Rand der
OeGJ-Demo mit 4.800 "Pappkameraden" (symbolisch fuer 4,8 Mio
Jugendarbeitslose in der EU) waren u.a. "Wozu die Geldverschwendung?" und
"Demonstrierts lieber in Wien vor der BAWAG!"

Die Polizei war sehr praesent (300 Mann inkl. Cobra und Abhoertrupp) bei
unseren Protestaktionen (Der Infostand war eingekreist von Polizisten), die
Reden von mir und Hubsi Kramar wurden anschliessend ueber das "Freie Radio
Salzkammergut" uebertragen. Hubsi griff meine Feststellung auf, dass als
wichtiger Nebeneffekt der "Sicherheitsmassnahmen" die Ueberwachungsstrategen
dies fuer ein Manoever nuetzen, in dem sie unter realen Bedingungen ihre
neuesten Strategien und Techniken erproben und nebenbei die Bevoelkerung
einschuechtern koennen. Entsprechend wenige trauten sich, offen zu unseren
Infostand zu kommen, um mit uns zu diskutieren.

Ein passender Abschluss war am Abend die Dokumentar-Groteske "Schueler
Hitler" gespielt von Hubsi Kramar und Hermann J. Kogler, die beklemmend die
Rhetorikschulung Hitlers dokumentierte, exemplarisch fuer aehnliche
populistische Demagogen der Gegenwart.
*Matthias Reichl*




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INTERNATIONALE SOLIDARITÄT
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21 Todesstrafe fuer Sprayer?

Von:    akin <akin.buero at gmx.at>
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> Todesstrafe fuer Writer?

Sonder-Polizei schiesst Sprayer in den Kopf - Opfer so gut wie tot

In der norditalienischen Stadt Como hat nach Angaben von Indymedia letzte 
Woche eine Anti-Graffiti-Sondereinheit bei einer Kfz-Kontrolle einen 
19-jaehrigen Menschen aus Sri Lanka erschossen. Die Kugel hat ihn aus einer 
Entfernung von zwei Metern in den Hinterkopf getroffen.

Mehrere Beamte der Polizei haben in der Innenstadt von Como ein Auto 
angehalten, in dem sie einen Writer aus der oertlichen Graffiti-Szene 
erkannt haben wollten. Mit gezogenen Pistolen wurden die vier Insassen des 
Autos zum Aussteigen aufgefordert, darunter auch der Fahrer, der 19-jaehrige 
Raigama Achrige Rumesh Ku, Sohn von Migranten aus Sri Lanka. Die vier 
Jugendlichen mussten sich dann mit erhobenen Haenden an eine Mauer stellen, 
den Kopf zur Mauer gewandt.

Die ganze Szene wurde von mehreren Zeugen beobachtet, darunter auch einer 
Zivilstreife der Carabinieri die sich zufaellig in der Naehe befand. Es ist 
umstritten, ob Ganesh, wie seine Freunde ihn nennen, sich umdrehen wollte 
oder einfach eine abrupte Bewegung gemacht hat. Auf jeden Fall hat der 
Polizist, der hinter Raigama stand, einen Schuss aus seiner Dienstwaffe 
abgegeben, der Ganesh hinter dem linken Ohr getroffen hat und seinen Kopf 
durchschlagen hat.

Die drei Freunde von Ganesh haben sich auf den Polizisten gestuerzt und ihn 
angeschrien: "Du Moerder! Du Schwein! Was hast du getan, du Bastard!" Die 
anwesende Zivilstreife der Carabinieri hat sofort eingegriffen, eine 
Ambulanz gerufen und die Waffen der drei Polizisten beschlagnahmt.

Erste Meldungen sprachen davon, Ganesh sei bei der Ankunft im Krankenhaus 
fuer klinisch tot erklaert worden. Letzten Informationen zufolge laege er im 
Koma mit minimalen Ueberlebenschancen. Gegen den Polizisten der geschossen 
hat, wird ermittelt.

Zu dem genauen Ablauf der Ereignisse gibt es widerspruechliche Aussagen. 
Ganeshs Freunde haben ausgesagt, der Polizist habe mit der Pistole auf 
seinen Kopf gezielt und gesagt "Schau mal, was ich hier hab fuer dich"- als 
sich Ganesh umdrehen wollte, sei der Schuss gefallen. Die Polizisten 
hingegen haben ausgesagt Ganesh sei weggelaufen und die Kugel habe ihn bei 
der Flucht getroffen.

Im norditalienischen Como sind seit geraumer Zeit besondere Einheiten der 
Polizei zur Bekaempfung der Graffiti-Szene im Einsatz. Diese Einheiten sind 
bekannt fuer ihre ruecksichtslosen und gewaltbereiten Vorgehensweisen, mit 
denen sie versuchen jugendliche Writer einzuschuechtern.

http://at.indymedia.org/newswire/display/55367/index.php



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22 [gipfelsoli] St. Petersburg

Von:    gipfelsoli-l at lists.nadir.org <gipfelsoli-l at lists.nadir.org>
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Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität
   und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung
------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org --

Legal Support Gruppe des Netzwerkes gegen G8

Selbstdarstellung:

Die Legal Support Gruppe des Netzwerkes gegen G8 (NAG8) wurde auf dem
internationalen Koordinationstreffen von NAG8 im Februar 2006 gegründet. Die
wesentlichen Aufgaben der Gruppe sehen wir in:
- Sammeln von Informationen über Repressionen gegen Menschen und Gruppen, die
verdächtigt werden, Proteste gegen den G8 in St. Petersburg vorzubereiten
- rechtliche Unterstützung von Leuten, die Ziel staatlicher Repressionen sind -
Verbreiten von Informationen über Übergriffe auf Protestierende und Protest
Vorbereitende

Wir teilen die Grundsätze des Netzwerkes gegen G8. (siehe
http://spb8.hardcore.lt/post10)

Wir brauchen Hilfe mit professionellen RechtsanwältInnen bzw. Sachkundigen und
Übersetzung.

Kontakt: piter.legal at yahoo.com (russisch, englisch und deutsch möglich)

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Am 15.Juli beginnt in St. Petersburg der erste G8 Gipfel in der Geschichte
Russlands. Bereits zum 300. Gründungstag der Stadt vor 3 Jahren war die Stadt
voll von Polizei, es gab Veranstaltungsverbote und einen Monat vor dem
Großereignis Visastopp, dass heißt visapflichtige AusländerInnen konnten
grundsätzlich kurzfristig nicht nach Russland einreisen. Ähnliches Vorgehen
kann auch zum G8 Gipfel von der russischen Regierung erwartet werden.

Auf einem internationalen Vorbereitungstreffen Anarchistischer und Libertärer
Zusammenhänge in Kiev wurde mitte Februar eine legal support Gruppe gegründet,
die sich die nächsten Monate mit konkreter Antirepressionsarbeit und
internationaler Öffentlichkeit beschäftigen will. Im Einzelnen soll es um Infos
zu rechtlichen Fragen in Russland gehen, um den Aufbau von legal observern, die
vor Ort gegen staatliche Übergriffe unterstützen sollen und gegen
Grenzprobleme.
Zusätzlich möchten wir schon jetzt einen Verteiler aufbauen, über den
internationale sympathisierende Gruppen und Medien über unsere Arbeit
informiert werden, sowie auch über konkrete staatliche Übergriffe wärend des
Gipfels und Solidaritätsaufrufe. Wir benötigen dringend Leute, die schnell
verschiedene Sprachen übersetzen können und gut per E-mail erreichbar sind.
Außerdem sammeln wir Medienkontakte, suchen potentielle legal observers und
Gruppen, die ihre Erfahrungen (z.B. auch Broschüren, Berichte) mit uns teilen.

In Russland gibt es keine vergleichbaren Strukturen wie z.B. während des Gipfels
in Schottland, ebenso brauchen wir Demosanis und bestenfalls professionelle
ÄrztInnen bzw. SanitäterInnen, die vor Ort Demosanis aufbauen können.

Unser Ziel ist, Meinungsfreiheit einzufordern und den zu erwartenden
Repressionen solidarisch und international entgegenzutreten. Dafür brauchen wir
viel Unterstützung, vor allem während des Gipfels in St. Petersburg, aber auch
während der geplanten "warm up" Woche davor in Moskau. Aber auch wenn mensch
nicht nach Russland kommen kann, gibt es Möglichkeiten der Unterstützung. Am
14.Juli soll ein Globaler Aktionstag stattfinden, zu dem dezentral weltweit
aufgerufen wird. Wir werden Eure Solidarität auch vor russischen Botschaften in
möglichst vielen Städten brauchen.

Kontakt: Piter.legal at yahoo.com


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gipfelsoli infogruppe

Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten.

Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. 
Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge
nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder.

Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org.


Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org
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23 Enlazando Alternativas 2

Von:    akin <akin.buero at gmx.at>
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> Alternativengipfel EU–Lateinamerika/Karibik: Enlazando Alternativas 2

In Wien wird im Mai 2006 im Rahmen der EU-Praesidentschaft Oesterreichs ein 
Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der Europaeischen Union und 
der Staaten Lateinamerikas und der Karibik stattfinden.

Parallel zu diesem offiziellen Gipfel werden soziale Bewegungen, kirchliche 
Gruppen, Nicht-Regierungsorganisationen, Gewerkschaften und andere 
AkteurInnen aus Lateinamerika, der Karibik und Europa vom 10. bis 13. Mai 
2006 in Wien einen Alternativengipfel abhalten: "Enlazando Alternativas 2" 
("Alternativen verknuepfen").

Waehrend dieser vier Tage des Alternativengipfels werden die Vertraege 
zwischen Lateinamerika/Karibik und der EU analysiert, deren 
Entwicklungspolitik und die Militarisierung in beiden Kontinenten in Frage 
gestellt und ein Tribunal der Voelker veranstaltet, im Rahmen dessen die 
Machtmechanismen der europaeischen transnationalen Konzerne in Lateinamerika 
und Europa untersucht werden sollen. "Bei diesem Tribunal sitzen 
multinationale Konzerne auf der Anklagebank. Mittels Zeugenaussagen von 
Betroffenen und Fachleuten aus verschiedenen Themenbereichen werden Beweise 
fuer Vergehen gegen die Menschen- und Arbeitsrechte, gegen Umwelt und 
Sozialstandards gesammelt", erlaeuterte Carlos Aguilar von der 
lateinamerikanischen Bewegung "Alianza Social Continental"

Neoliberale "Kooperationen"

Pia Lichtblau von ATTAC verwies darauf, dass die EU in vielen 
lateinamerikanischen Laendern die wichtigste Investorin ist – im Zuge der 
neoliberalen Privatisierungspolitik haben zahlreiche europaeische Konzerne 
lateinamerikanische Unternehmen aufgekauft, z.B. die spanische Telefónica 
oder die Wasserkonzerne Vivendi und Suez. "Darueber hinaus ist die EU auch 
eine der wichtigsten Handelspartnerinnen der suedamerikanischen bzw. der 
Mercosur-Laender. Der Mercosur wickelt 25% seines Aussenhandels mit der EU 
ab – und nur 19 Prozent mit den USA", so Lichtblau weiter.

Die Liste der negativen Auswirkungen solcher Freihandelsabkommen ist 
besonders fuer Lateinamerika lang: Arbeitslosigkeit, prekaere 
Arbeitsverhaeltnisse, Zerstoerung der Nahversorgung, Privatisierung der 
oeffentlichen Dienstleistungen sind nur einige Beispiele. Der Grund fuer die 
Misere liegt aber nicht allein an der EU, sondern auch an der Politik der 
lateinamerikanischen Regierungen. Die brasilianische Agrarpolitik ist stark 
exportorientiert und somit stark auf grosse Agrokonzerne ausgerichtet, die 
kleinbaeuerlichen Betrieben wiederum die Existenzgrundlage rauben. 
"Angesichts der Tatsache, dass weder ein Kleinbauer in Brasilien, noch eine 
Biobaeuerin in Oesterreich von derartigen Vertraegen profitiert", betrachtet 
es Lichtblau als absolut unerlaesslich, "den Widerstand gegen diese 
neoliberale Form der "Kooperation" gemeinsam zu organisieren – gemeinsam mit 
zivilgesellschaftlichen Gruppierungen aus Lateinamerika und indem jeder in 
seiner Region dafuer sorgt, dass soziale und oekologische Anliegen wieder 
vor Konzerninteressen gestellt werden."

Rechte von ArbeitnehmerInnen

Der Oesterreichische Gewerkschaftsbund, wiewohl kein Mitveranstalter von 
"Enlazando Alternativas 2", beteiligt sich mit mehreren grossen 
Veranstaltungen daran und begruesst eine verstaerkte Diskussion der 
oesterreichischen und europaeischen Aussen- und Aussenwirtschaftspolitik in 
der Oeffentlichkeit und der sogenannten Zivilgesellschaft. Walter Sauer vom 
internationalen Referat des OeGB: "Lateinamerika steht offenbar am Beginn 
des Endes der Herrschaft des oekonomischen Neoliberalismus, der den 
Kontinent seit drei Jahrzehnten in seine Fesseln geschlagen hat. Fuer die 
oesterreichische Gewerkschaftsbewegung, die in Oesterreich gegen die 
neoliberale Verschlechterung der erkaempften Sozial- und Arbeitsstandards 
kaempft, ist es im Sinne internationaler Solidaritaet eine 
Selbstverstaendlichkeit, jene zu unterstuetzen und mit jenen 
zusammenzuarbeiten, die in Lateinamerika fuer hoehere Sozialstandards 
kaempfen. Der OeGB fordert die Europaeische Union deshalb zu einer 
solidarischen Aussen- und Aussenwirtschaftspolitik gegenueber Lateinamerika 
auf!"

Die Gewerkschaften richten einen Forderungskatalog aber auch an die 
Regierungen Lateinamerikas: In vielen Laendern werden die 
Gewerkschaftsrechte grob verletzt. Allein in Kolumbien werden jaehrlich etwa 
100 gewerkschaftliche AktivistInnen wegen ihrer gewerkschaftlichen 
Taetigkeit ermordet. Arbeitsbedingungen sowohl in Betrieben multinationaler 
Konzerne als auch nationaler Unternehmer/innen sind oft katastrophal – etwa 
in den Maquiladoras Zentralamerikas. Sauer weiter: "Wir fordern daher 
gleichzeitig die umfassende Respektierung der Menschen- und 
Gewerkschaftsrechte, insbesondere des Rechts auf Organisationsfreiheit, in 
Lateinamerika."

Neben den vielen AktivistInnen aus Oesterreich, Europa und Lateinamerika 
haben folgende Personen bereits ihr Kommen zugesagt:
Jose Bové, Bauerngewerkschaft "Confédération paysanne", Frankreich
Susan George, Vizepraesidentin von Attac France
Alvaro Ramazzini, Bischof, Guatemala
Gioconda Belli, Schriftstellerin, Nicaragua
Luis Bassegio, Koordinator "Grito continental" (Schrei der 
Ausgeschlossenen), Brasilien
Ivo Lesbaupin, Theologe und Soziologe, Brasilien
Alle naeheren Informationen sowie Anmeldemoeglichkeiten unter 
http://www.alternativas.at.
Kontakt: T+F: +43-1-479 05 56
office at alternativas.at

(linke/gek.)
Quelle: http://dielinke.at/Programm/index.php?area=1&p=news&newsid=59


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akin-Pressedienst.
Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 4. April 2006; 18:32
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EU/Praesidentenland (III):


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24 Der Schmaeh mit der EZA-Statistik!

Von:    akin <akin.buero at gmx.at>
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Der Schmaeh mit der EZA-Statistik!

Nichtregierungsorganisationen geben Einblick in Zahlendickicht der 
Entwicklungshilfezahlen der EU-Mitgliedstaaten anlaesslich des Treffens der 
AussenministerInnen am 10./11.4.

In einer europaweiten Initiative geben Nichtregierungsorganisationen 
Einblick in die verwirrenden Entwicklungshilfezahlen der einzelnen 
Mitgliedstaaten fuer das Jahr 2005. Aufgedeckt wird dabei vor allem, dass 
viele der Mitgliedstaaten, darunter auch Oesterreich, sich an eingegangene 
Verpflichtungen nicht halten und anstelle von dringend benoetigten Geldern 
fuer die Entwicklungslaender, ueberfaellige Entschuldungsmassnahmen, Gelder 
fuer Fluechtlingsbetreuung und Kosten fuer auslaendische StudentInnen an 
europaeischen Universitaeten einrechnen.

Zum wiederholten Mal haben europaeische Regierungen letztes Jahr zugesagt, 
bis 2015 0,7% ihres BNE (Bruttonationaleinkommen) fuer die Bekaempfung der 
groessten Armut in der Welt zur Verfuegung stellen zu wollen. Das erste Mal 
wurde diese Zusage 1970 im Rahmen der Vereinten Nationen gemacht. 2005 wurde 
dieses Versprechen von den EU-Staaten erneuert. "Wie die Staaten diese 
Erhoehung jedoch erreichen wollen ist meist noch unklar", so Johannes 
Trimmel, Vorsitzender der Oesterreichischen EU-Plattform 
entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen. "Auch in Oesterreich 
gibt es dafuer bis jetzt keinen konkreten Stufenplan."

2005 betrug die oeffentliche Entwicklungszusammenarbeit (EZA) Oesterreichs 
nach offiziellen Berechnungen 0,45% des BNE. Rund 50% dieser Summe sind 
jedoch keine Massnahmen, die den Entwicklungslaendern unmittelbar zugute 
kommen, sondern Schuldenerlaesse - hauptsaechlich fuer den Irak. Laut 
OECD-Richtlinien ist die Einrechung von Entschuldungsmassnahmen zwar 
erlaubt - die EU Mitgliedstaaten haben jedoch im UN-Abkommen von Monterrey 
aus dem Jahr 2002 zugesagt, Schuldenerlaesse zusaetzlich zu den eigentlichen 
Geldern fuer Entwicklungszusammenarbeit aufzubringen. Bis auf wenige 
Ausnahmen, wie Schweden und Luxemburg, treiben neben Oesterreich auch die 
meisten anderen Mitgliedstaaten, allen voran Frankreich, Deutschland und 
Grossbritannien ihre EZA-Statistik nach wie vor durch Zahlenkosmetik 
kuenstlich in die Hoehe: 2005 wurden fuer Entschuldungsmassnahmen, 
Fluechtlingsbetreuung im eigenen Land und auslaendische Studenten
an europaeischen Unis 3,5 Mrd Euro in Frankreich, 2,96 Mrd in Deutschland 
und 2,26 Mrd in GB ausgegeben. Italien punktet in diesem Negativranking mit 
einer anderen dramatischen Entwicklung. Nach Aussagen der NROs wird Italien 
voraussichtlich die festgesetzten EZA-Ziele fuer 2005 nicht erreichen bzw. 
koennte sogar hinter einigen, wirtschaftlich weitaus schlechter gestellten 
"Neuen EU-Mitgliedstaaten" zurueckbleiben.

"Die Glaubwuerdigkeit der EU als Vorreiterin innerhalb der internationalen 
Hilfe fuer die Aermsten der Armen steht auf dem Spiel," so Johannes Trimmel 
weiter. "Wir fordern diese Regierungen ganz besonders aber unsere eigene 
oesterreichische dazu auf, ihr EZA-Berichtswesen zu aendern und die Ziele 
mit tatsaechlich neuem, frischen Geld zu erreichen. Was Entwicklungslaender 
wirklich brauchen, ist mehr Geld, um vielfach das Ueberleben sicher zu 
stellen, und nicht beschoenigende Zahlenkosmetik auf Papieren in den 
Schubladen der Geberlaender."
(Aussendung Oesterreichische EU-Plattform entwicklungspolitischer NGOs)

Link http://www.reichearmewelt.at



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B)  TERMINE
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Mittwoch
http://www.mund.at/butt/Termine/März/1503.htm

Donnerstag
http://www.mund.at/butt/Termine/ März/1603.htm

Freitag
http://www.mund.at/butt/Termine/März/1703.htm
========================

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D) EDITORIAL
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Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. 
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Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND
archiviert.

Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage:
* Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr *
* Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" *
* Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf *
* Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie.
Aber kurz und prägnant.*

Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine
Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und
rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch
stillschweigend Zensur zu üben.
Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge
hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die
Nichtaufnahme geliefert.
(Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind
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REDAKTIONELLES:

Diese Ausgabe hat Heinz Nessizius aus Einsendungen an 
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3 beiträge nicht genommen: doublette, nwr

Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 5.00 Uhr


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III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III

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