From analle at no-racism.net Mon Apr 3 20:51:38 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Mon, 3 Apr 2006 20:51:38 +0200 Subject: MUND_030406 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Montag, 3. April 2005 www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! ================================================ A) INHALT ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 [Depot-news] Termine 03.04. - 06.04. von: depot-news at mailman.sil.at ================================================ 02 Hildegard Goss-Mayr in St. Poelten von: verin.stadtteilz.simmering at chello.at ================================================ 03 LOLLIGO trotzt dem Frühling! von: lolligo at reflex.at ================================================ 04 MALMOE Rollschuhdisko 8. April von: eva at medien.akbild.ac.at ================================================ 05 Ankündigung Anarchie von: promedia at mediashop.at ================================================ 06 Derwisch erzählt von: newsletter-noreply at interkulttheater.at ================================================ 07 Rotes Kino: Sir! No Sir! von: al at sozialismus.net ================================================ 08 GEGENARGUMENTE IM SIEBENSTERN von: GegenStandpunkt at gmx.at ================================================ 09 7stern im april von: 7stern.kultur at kpoe.at ================================================ 10 Einladung! von: auf at auf-einefrauenzeitschrift.at ================================================ 11 das que[e]r ist wieder da! / neue location / das april programm von: raw at raw.at ================================================ 12 Demo gegen Räumungen und für Freiräume von: ekhaus at med-user.net ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 13 KPÖ fordert neuerlich ÖGB-Urabstimmung & KPÖ Online-Unterschriften- Aktion von: hilde.grammel at aon.at ================================================ 14 GLB/ÖGB/Bundesvorstand/Führungswechsel/Politik von: glb at aon.at ================================================ 15 GLB/BAWAG/Verkauf/ÖGB-Bundesvorstand von: glb at aon.at ================================================ 16 BAWAG - KPÖ fordert ÖGB-Urabstimmung & startet Online- Unterschriften-Aktion von: zach at kpoe.at ================================================ 17 ÖGB/Stmk/KPÖ/LV/Forderung von: kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ 18 Proteste gegen Künstlersozialversicherungsfonds von: contact at kulturrat.at ================================================ 19 Rassistische Beschmierungen, Internationale Ehen, Kunst von: philipp.sonderegger at sos-mitmensch.at ================================================ 20 GLB/Post/Urabstimmung/Privatisierung von: glb at aon.at ================================================ 21 Eng&Dt: Pls. Support the Petiton letter to stop the deportations to Togo von: thevoiceforum at emdash.org ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< WELTWEIT <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 22 Hamas-Effekt im Nordirak von: wadi.wien at gmx.at ================================================ 23 US-Basis Diego Garcia: Rückkehr vertriebener Ureinwohner nur für einen Tag erlaubt von: hans.bogenreiter at gfbv.at ================================================ 24 Time for an Amnesty for all 'irregular' migrants? von: ncadc at ncadc.org.uk ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS/HINWEISE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 25 Newsletter andersrum.gruene.at von: andersrum-newsletter at listen.gruene.at ================================================ 26 CROPfm - Newsletter: Vogelgrippe [31.03.2006] von: tarek at sime.com ================================================ 27 [kanalb.at] kanalB.at video: Arbeitsbedingungen bei Nestlé Kolumbien von: webmaster at kanalB.org ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 [Depot-news] Termine 03.04. - 06.04. von: depot-news at mailman.sil.at ================================================ Dienstag, 4. April, 19.00 Spektakel Mariahilferstrasse SurfingVIENNA Die Erfahrung des Konsums prägt das architektonische Gesicht der Stadt ebenso, wie sie das soziale Gefüge sichtbar macht und zugleich nachhaltig beeinflusst. Während auch in Wien ein Globalisierungsprozess zu beobachten ist, der zur Überformung der Konsum-Räume durch internationale Ketten und Franchiser führt, hält sich gleichzeitig die Vorstellung einer spezifischen Wiener “Geschäftskultur", was wiederum zu den nachhaltigen Images Wiens zählt. Friedrich Achleitner, Architekturkritiker Gerlinde Lang, FM4 Moderation: Siegfried Mattl, Zeithistoriker, Robert Buchschwenter, Dramaturg In Kooperation mit Drehbuchforum Wien und Filmfonds Wien. http://www.drehbuchforum.at/SurfingVienna.html Mittwoch, 5. April, 19.00 Uhr Brauchen wir ein “Verbotsgesetz"? Podiumsgespräch 2004 gab es in Österreich 724 Anzeigen im Sinne des Gesetzes gegen NS-Wiederbetätigung. Die Debatte um den Ex-Bundesrat John Gudenus und den britischen Holocaustleugner David Irving stellt erneut die Frage nach der Bedeutung einer solchen Gesetzgebung. Fördert diese einen kritischen Diskurs um die österreichische Vergangenheit oder wird hier ein gesellschaftliches Problem auf einen Straftatbestand reduziert? Theo Öhlinger, Universität Wien Heribert Schiedel,Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands In Kooperation mit Gedenkdienst Donnerstag, 6. April, 19.00 Exile Family Movie kinokis mikrokino #134 Eine iranische Familie, die im politischen Exil in Europa und Amerika lebt, organisiert ein geheimes Treffen mit jenen Familienmitgliedern, die sich immer noch im Iran aufhalten. Exile Family Movie von Arash dokumentiert dieses Treffen, für welches nur ein einziger Ort in Frage kommt: Saudi- Arabien. Trotz der Gefahren geben die im Exil lebenden Familienmitglieder vor, muslimische Pilger zu sein, um die heiligen Städte Medina und Mekka betreten können. Dort kommt es in einem kleinen Hotelzimmer zu dem lang erwarteten Wiedersehen nach zwanzig Jahren Trennung. Was folgt, ist das Aufeinanderprallen unterschiedlicher Kulturen, der muslimischen Welt und den westlichen Gesellschaften Europas und Amerikas. Exile Family Movie (Österreich/Iran 1994-2006), Regie: Arash, 55 Min. Arash, Filmemacher Azadeh, Mitwirkende Dominik Kamalzadeh, Filmkritiker, Der Standard Depot Breitegasse 3 A-1070 Wien Tel: +43 1 522 76 13 www.depot.or.at ================================================ 02 Hildegard Goss-Mayr in St. Poelten von: verin.stadtteilz.simmering at chello.at ================================================ Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde, Hildegard Goss-Mayr spricht am Dienstag, 4. April 2006 - dem Jahrestag der Ermordung von Martin L. King - um 19.30 Uhr in der Betriebsseelsorge St. Pölten zum Thema "SELIG DIE FRIEDENSSTIFER/ INNEN" und informiert über die UN-Dekade für Frieden und Gewaltfreiheit. Mit den besten Wünschen für ein schönes Wochenende und einen besinnlichen Sonntag sowie mit solidarischen Friedensgrüßen! Alois Reisenbichler Katholische ArbeitnehmerInnenbewegung (KAB) Betriebsseelsorge St. Pölten Einladung Sozialpolitischer Stammtisch Frau Hildegard Goss-Mayr Internationaler Versöhnungsbund referiert und diskutiert mit uns zum Thema: “Selig die FriedensstifterInnen" UNO-Dekade für Friede und Gewaltfreiheit. Dienstag, 4. April 2006 19.30 Uhr Betriebsseelsorgezentrum St. Pölten Schneckgasse 22, 3100 St. Pölten Dra. Hildegard Goss - Mayr Fr. Goss -Mayr ist das Friedensengagement schon in die Wiege gelegt worden. Ihr Vater, Kaspar Mayr hatte 1928 die Leitung des intern. Büros des IVB (=internationalen Versöhnungsbundes), der ersten ökumenischen Friedensbewegung des 20.Jh. übernommen. Die Familie überlebte die Nazizeit im Untergrund und unter ständiger Todesangst. Nach dem Krieg studiert Fr. Goss-Mayr Philosophie, Philologie und Geschichte in Wien und New Haven (USA); 1953 promoviert sie als 1. Frau an der Uni Wien ’sub auspiciis'. Sie begann sich sogleich im IVB zu engagieren, da sie überzeugt ist, dass es eine Kraft gibt, die stärker ist als Hass und Gewalt", die Liebe, die Zuversicht dazu schöpft sie aus dem Evangelium; Mahatma Gandhi und Martin Luther King werden ihre Vorbilder im gewaltfreien Kampf. Durch ihre Arbeit lernt sie den Franzosen Jean Goss kennen, in dem dieselbe Kraft brennt, die Welt und die Menschen aus der revolutionären Kraft der Liebe Gottes neu zu gestalten und sie heiraten. Das Ehepaar Goss-Mayr arbeitet seit 1960 in den Ländern des damaligen Ostblocks am Aufbau gewaltfreier Bewegungen und der Schulung von Friedensaktivisten. Ab 1962 sind die Länder Lateinamerikas ihre Einsatzgebiete und sie ist u. a. Beraterin von Dom Helder Camara in Brasilien, wegen ihrem Einsatz wird sie auch mehrmals inhaftiert. Beim 2. Vatikanischen Konzils finden ihre Vorschläge zur Gewaltfreiheit Eingang in der Pastoralkonstitution ’Gaudium et Spes'. Später sind ihre Einsatzgebiete Angola, Mosambique, Libanon, Israel, Südafrika und die Philippinen, wo sie einen großen Beitrag zum Erfolg der sog. ’Rosenkranzrevolution' gegen Diktator Marcos leistet. Nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes 1991 setzte sie ihr Engagement in Asien und auch in Österreich für den IVB fort. Trotz ihrer 75 Lebensjahre ist sie nach wie vor mit jugendlicher Begeisterung für die Sache der ’Friedensstifter' in der Welt engagiert. MAG. SEPP GRUBER MAS BETRIEBSSEELSORGE ST. PÖLTEN 3100 St. Pölten, Schneckgasse 22 Telefon: 02742/72240 & 0650/2318824 Diensthandy (0676) 826 68 83 98 E - Mail: bszgruber at utanet.at http://www.betriebsseelsorge.at.tf/ ================================================ 03 LOLLIGO trotzt dem Frühling! von: lolligo at reflex.at ================================================ Liebe Leutchen, der Ahnung von frühlingshaften Temperaturen zum Trotz versucht das LOLLIGO auch im April, Euch in seine bunten Räume zu locken. Wir haben weiterhin jeden Freitag und Samstag geöffnet, locken mit Spiel- und Leseecken, Speis und Trank (ohne Konsumzwang) und neuerdings auch mit eigenem (beheizten!) Knoze-Bereich und dem jetzt schon legendären Wickeltisch. Und am kommenden Sonntag gibt es endlich wieder: KINDERKINO!!! Wir zeigen die Kinofassung von "Der kleine Eisbär": "Seitdem der kleine Eisbär Lars auf der Welt ist, hat er nur Flausen im Kopf. Am liebsten spielt er die ganze Zeit mit seinen Freunden: dem Eisbärmädchen Greta, der Schneegans Pieps und dem Schneehasen Lena. Als Lars Robby die Robbe trifft, sind die Eltern nicht begeistert: Eisbären und Robben Freunde? Das gab's noch nie! Doch die beiden halten fest zusammen. Gemeinsam mit Caruso, dem singenden Pinguin, der sogar die traurigen Lemminge fröhlich macht, erleben Lars und seine Freunde viele spannende Abenteuer." Der Film dauert 74 Minuten und ist laut Lolligo-TestseherInnen für kleine wie auch größere Kinder geeignet. ALSO: Sonntag, 2. April 2006, Beginn 16 Uhr. *************************************** Außerdem gibt es am 9. April ein Antipädagogisches Kaffeekränzchen und am 16. April ein Vätercafé. Details sind wie immer unserer Homepage zu entnehmen. Wir sehen uns im LOLLIGO! ------------------------------------------ LOLLIGO Fischerstiege 4-8 - 1010 Wien Öffnungszeiten: FR & SA 15-18 Uhr www.lolligo.net - Immer aktuelles Programm! Spenden erbeten und notwendig: "lolligo" / blz 14000 / konto-nr. 10010-036-203 ================================================ 04 MALMOE Rollschuhdisko 8. April von: eva at medien.akbild.ac.at ================================================ ALMOE ROLLERDISCO am Samstag, 8. April 21h im Baumgartner Casino, Linzerstr. 297, 1140 Wien (Oeffis: U4 Ober St.Veit oder Linie 52, N49 Hochsatzengasse) * Funky DJs: Marflow, ni&Van Elst (Senf), Sissy Boy (Anville), Vina (quote) * Faszinierende Visuals: Roller boogie von Skatetown USA bis Xanadu * Fantastische Rollerskates http://www.malmoe.org/artikel/tanzen/1101 ================================================ 05 Ankündigung Anarchie von: promedia at mediashop.at ================================================ Was? Buchpräsentation und Podiumsdiskussion "Essenz der Anarchie", Hg. Gerhard Senft, Promedia Verlag, Wien, 2006 Wann? Mittwoch, 19. April 2006, 19.00 Wo? Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien Gerhard Botz, Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien Karl Öllinger, Sozialsprecher Die Grünen Gerhard Senft, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Wirtschaftsuniversität Wien Moderation: Eva Kaiserseder, Promedia Verlag Die libertäre Demokratie, wie sie der Anarchismus vorschlägt, begreift sich als Antithese zur parlamentarischen Demokratie. Jede im Rahmen gesellschaftlicher Prozesse wirkende etatistische oder technokratische Autorität soll ausgeschaltet werden. Muss sich der Anarchismus aber auf eine utopische Idee reduzieren lassen? Worin lägen Möglichkeiten realpolitischer Umsetzbarkeit der “libertären Demokratie"? Wie könnten die radikalen Ansätze des Anarchismus die gesellschaftspolitische Realität beeinflussen? Gerhard Senft (Hg.): Essenz der Anarchie. Die Parlamentarismuskritik des libertären Sozialismus. Wien: Promedia, Edition Linke Klassiker 2006. ================================================ 06 Derwisch erzählt von: newsletter-noreply at interkulttheater.at ================================================ "Derwisch erzählt" GESCHICHTEN AUS DEM ORIENT Es gibt in den arabischen Ländern Berufe, die eine sehr lange Tradition und große Bedeutung haben. Zu diesen Berufen zählt auch der des hakawati oder meddah des Geschichtenerzählers. Der Meddah setzte sich auf einen Stuhl und erzählte den ZuschauerInnen Geschichten. Das Thema dieser Erzählungen bildeten die Ereignisse des alltäglichen Lebens, Märchen, Heldenlieder, Geschichten und Legenden.Der Meddah war sowohl in den Palästen der großen Städte, als auch bei Ramadan- Vergnügungen, Beschneidungsfesten und in den Kaffeehäusern ein stets gern gesehener Gast. In seinem neuen Programm “DERWISCH ERZÄHLT" lässt Aret Güzel Aleksanyan den meddah wieder aufleben und erzählt Geschichten von Rafik Schami und andere Geschichten aus dem Orient. Mandana Alavi Kia ergänzt mit ihren zauberhaften Tänzen das Programm. Die ZuschauerInnen können im Foyer an der Wasserpfeife ziehen und gehen dann auf weichen, kuscheligen Teppichen in den Zuschauerraum. Dort können sie sich auf Pölster am Boden gemütlich hinsetzen und sich auf einen wundersamen Abend freuen, der alle Sinne anspricht. Bevor die Lichter ausgehen und wohltuende Musik aus dem Orient den Erzähl - Abend einleitet, wird eine Tasse echten türkischen Tee aus dem Samowar serviert. Dazu wird Rahat (Lokum) gereicht, damit auch der Mund versüßt wird. Und dann taucht man ein in die Welt der Geschichten und vergisst für einige Zeit die hiesige Welt. Do, 6. April bis So, 9. April, Do,20.April bis So, 23.April 19.30 Uhr Mit: Aret Güzel Aleksanyan und Mandana Alavi Kia (Gesang und Tanz) Beim Vorweisen der Eintrittskarte bekommt jede ZuschauerIn: *ein gratis Döner im Restaurant TÜRKIS 1060 Wien, Mariahilferstr. 31 oder *Eine Tasse Kaffee im Café KAFKA 1060 Wien, Capistrangasse 8 ¤ 15.- / 12.- ================================================ 07 Rotes Kino: Sir! No Sir! von: al at sozialismus.net ================================================ Rotes Kino # 21: Sir! No Sir! Der Widerstand innerhalb der US-Armee während des Vietnam-Kriegs Sir! No Sir! erzählt als erster Film die Geschichte des Widerstands gegen den Vietnamkrieg innerhalb des US-Militärs nach. David Zeiger legt dar, dass laut Angaben des Pentagons zwischen 1966 und 1971 über 500.000 Desertationen aufgetreten seien. Soldaten schlossen sich linken Untergrundgruppen an, illegalen Zeitungen und sogenannte G.I..-Cafés schossen aus dem Boden. Manche Soldaten konspirierten sogar offen mit dem Vietcong. Mit Hilfe von neu entdecktem Archivmaterial und ausführlichen Interviews mit Veteranen, die an der Friedensbewegung teilnahmen, dokumentiert der Film das Schicksal jener unzähligen Soldaten, die sich gegen Ende des Krieges weigerten, in die Schlacht zu ziehen. Sir! No Sir! beschreibt, wie die Ignoranz rund um die Bemühungen der Bewegung mit jener Neuschreibung der Geschichte, die von den Medien und Hollywood sowie der amerikanischen Regierung durchgeführt wurde, zu tun hat. Sir! No Sir! USA 2005, 83 Min. Regie/Kamera: David Zeiger Englisch mit deutschen Untertiteln Eintritt frei! (Die AL freut sich über Spenden) Großbildleinwand Montag, 03.04., 19.30 Uhr Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 Wien (U3 Neubaugasse, Ausgang Stiftgasse) Wir freuen uns auf euer Kommen! Eure AL-Antifaschistische Linke ================================================ 08 GEGENARGUMENTE IM SIEBENSTERN von: GegenStandpunkt at gmx.at ================================================ Die nächsten GEGENARGUMENTE IM SIEBENSTERN gelten der solidarischen Unterstützung der GO Dogma bei der Frage "Kann man heute noch links sein? Und wenn ja, wie?" Oder: - Ist der Kommunismus ein Götzendienst an der stürmischen Entwicklung der Produktivkräfte und deswegen in der Sowjetunion “gescheitert"? - Wer macht denn nun den Kommunismus - die Krise des Kapitalismus, die Produktivkraftentwicklung, die freie Software, das Proletariat, oder was? - Was ist eigentlich “objektive Notwendigkeit" und “falsches Bewußtsein"? - Gibt es “historische Gesetzmäßigkeiten" bzw. “historische Missionen"? - Wodurch unterscheiden sich Kommunisten von anderen Unzufriedenen und wie kindisch dürfen sie sein? Diese GEGENARGUMENTE IM SIEBENSTERN gibt's am Donnerstag den 6.4. 2006 um 19:00 im Café Siebenstern, in der Siebensterngasse 31, 1070 Wien ========================================================== Hart erkämpft hat sich die GO Dogma diese Solidarität mit einer konkreten Aktion, nämlich dem “Pröbstling des Monats", ein “Ehrentitel", der vergeben wird “an Leute in der KPÖ und deren Umfeld, sowie an Linke generell, die sich darum bemühen, reaktionäres Gedankengut als emanzipatorisches zu verdrehen." Die “Gegenargumente" haben sich den “Pröbstling des Monats März" durch folgende Aussage erworben: “Kein normaler Mensch braucht übrigens von sich aus ein Recht auf Meinungsäusserung!" Die Gruppe “Gegenargumente" im Einladungstext zu einer Veranstaltung, in welcher sie ihre MEINUNG zur Meinungsfreiheit äusserte. (http://god.kpoe.at/news) Pröbstling-VerleiherInnen halten es offenbar für einen Widerspruch, das Recht auf Meinungsäußerung für entbehrlich zu halten, und diese Meinung auch noch zu äußern. Da hat jemand einfach nicht kapiert, worum es geht, und das ist noch die wohlwollende Vermutung. Auf besagter Veranstaltung ist folgendes Gegenargument gefallen: Obige Behauptung, wonach niemand von sich aus ein Recht auf Meinungsäußerung braucht, muß mit einem Einwand rechnen, der etwa so geht: “Du willst doch hier und heute etwas sagen, also mußt Du froh sein, dass es dieses Recht gibt und Dir dies Anliegen gestattet ist. Ohne dieses Recht kannst Du doch gar nichts mitteilen." Nun, hier liegt, höflich formuliert, eine Verwechslung der Modalverben Können und Dürfen vor. Etwas vorbringen, etwas sagen und anderen mitteilen, das kann wirklich jeder ganz von allein. Beim Rundfunk-Machen braucht man die Technik und ev. ein Arrangement mit anderen Interessenten wegen der Frequenzen. Papier und Druckerpresse, eine Sendeanlage oder etwas Webspace, das sind die technischen Hilfsmittel des Kommunizierens - das Recht auf Meinung ist kein solches Hilfsmittel, und eine rechtliche Erlaubnis braucht man nur dann, wenn der Staat sich die Materie angeeignet hat, sich als zuständige Instanz in Stellung gebracht und die Angelegenheit in seinem Sinn reguliert hat. Falls man dieses Recht braucht, dann nur, weil die einem übergeordnete Obrigkeit ihre Generalkompetenz - das Erlauben und Verbieten - auch auf das Mitteilen und Meinen anwendet. Angebracht ist dann auch nicht ein sofortiger Ausbruch untertäniger Dankbarkeit dafür, sondern ein Aufmerken darauf, dass sogar so etwas Banales und Unvermeidliches überhaupt nicht selbstverständlich ist und gerade nicht den Leuten mit einem Mitteilungsbedürfnis überlassen bleibt, sondern vom Staat unter seine Obhut und Aufsicht genommen wurde. Die Frage ist, was hat die Obrigkeit denn überhaupt beschlossen? Im Fall der Europäischen Menschenrechtskonvention - deren Bestimmungen in Österreich Verfassungsrang haben - lautet der Beschluß so: Artikel 10 - Freiheit der Meinungsäußerung “1. Jedermann hat Anspruch auf freie Meinungsäußerung. Dieses Recht schließt die Freiheit der Meinung und die Freiheit zum Empfang und zur Mitteilung von Nachrichten oder Ideen ohne Eingriffe öffentlicher Behörden und ohne Rücksicht auf Landesgrenzen ein. Dieser Artikel schließt nicht aus, daß die Staaten Rundfunk-, Lichtspiel- oder Fernsehunternehmen einem Genehmigungsverfahren unterwerfen." Gesetzt ist also beides: Sowohl die “Freiheit der Meinung" von jedermann “ohne Eingriffe öffentlicher Behörden" - als auch die Freiheit der Behörden, per Eingriff “Rundfunk-, Lichtspiel- oder Fernsehunternehmen" zu genehmigen oder auch nicht. Bekanntlich gibt es ein Privatradio und Privatfernsehen in Österreich noch gar nicht so lang. Da hat der Staat einige Zeit von seinem Menschenrecht und seiner Freiheit Gebrauch gemacht, dergleichen einfach nicht zu genehmigen. Auch die Printmedien agieren natürlich nicht in einem rechtsfreien Raum. Die Konkretisierung dieses Menschenrechtsartikels legt weiter fest, dass die Ausübung “dieser Freiheiten" etwas mit sich bringt, das sich aus einem beliebigen Mitteilungsbedürfnis sicher nicht ergibt: Nämlich “Pflichten und Verantwortung", und zwar gegenüber dem Gewährer der Freiheit und dessen Anliegen. Indem jemand etwas meint und mitteilt, ist er, ob er es weiß oder nicht und ob es ihm paßt oder nicht, in ein moralisches und vor allem in ein rechtliches Verpflichtungsverhältnis eingebaut: Artikel 10, Absatz “2. Da die Ausübung dieser Freiheiten Pflichten und Verantwortung mit sich bringt, kann sie bestimmten, vom Gesetz vorgesehenen Formvorschriften, Bedingungen, Einschränkungen oder Strafdrohungen unterworfen werden, wie sie in einer demokratischen Gesellschaft im Interesse der nationalen Sicherheit, der territorialen Unversehrtheit oder der öffentlichen Sicherheit, der Aufrechterhaltung der Ordnung und der Verbrechensverhütung, des Schutzes der Gesundheit und der Moral, des Schutzes des guten Rufes oder der Rechte anderer notwendig sind, um die Verbreitung von vertraulichen Nachrichten zu verhindern oder das Ansehen und die Unparteilichkeit der Rechtsprechung zu gewährleisten." (Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten, Abgeschlossen in Rom am 4. November 1950) Das “Recht auf ..." hat mit der Selbstverständlichkeit, dass jeder frei von der Leber weg und ohne Befürchtungen seine Anliegen und Standpunkte äußern kann, nichts zu tun. Mit der Verrechtlichung des Meinens bemächtigt sich der Staat dieser Sphäre, er nimmt sie unter seine Fittiche - Verrechtlichung ist die Form der Verstaatlichung - und gestaltet sie in seinem Sinn. Die Vorstellung, sofern das Recht auf Meinungsäußerung einmal gegeben sei, könne es dann immerhin frei und unbeschwert losgehen, trifft die Sache gerade nicht. Meinungsfreiheit heißt, es gibt Rechte und Pflichten und Verantwortung beim Denken und Reden, der Staat setzt dem Meinen gewisse eindeutige Schranken: Es hat nützlich, funktional für ihn zu sein. Kein Bürger darf sich mit brachialen Übergriffen an Meinungen anderer vergreifen - niemand außer dem Staat. Wie immer impliziert der Gewaltverzicht der Gesellschaftsmitglieder das Gewaltmonopol der Obrigkeit: Nur die darf, was sie allen anderen verbietet, und nach ihrem Ermessen Meinungen gewaltsam unterbinden. Zwischenbemerkung: Auch in der früheren Sowjetunion war, das ergibt die Analyse, das Recht auf die freie Meinungsäußerung ständig intakt: Dafür sein, eine Meinung haben unter Bedachtnahme auf die “nationale Sicherheit", die “Aufrechterhaltung der Ordnung" etc. usw. - das durfte man dort auch! Mag sein, dass damals im Osten manche Meinung abgewürgt wurde - das Menschenrecht auf die freie Meinungsäußerung konnte dadurch jedenfalls nicht verletzt werden, denn das sichert dem Staat die Aufsicht und die Freiheit zur Kontrolle samt “Einschränkungen oder Strafdrohungen". Wenn, wie damals gegenüber der Sowjetunion, und heute bei anderen unbequemen Auslanden vom Westen Meinungsfreiheit auch für Staatsfeinde und Systemgegner verlangt wird, dann also für subversives und ordnungswidriges Zeug, das jeder demokratische Staat bei sich daheim völlig menschenrechtskonform verbietet. Dass woanders das Menschenrecht auf Meinungsfreiheit fehlt, das gehört in der Regel zum Feindbild und zur jeweiligen Kriegshetze; es hat mit dem tatsächlichen, substantiellen Menschenrecht nichts zu tun. Vollständiger Text auf: www.gegenargumente.at ================================================ 09 7stern im april von: 7stern.kultur at kpoe.at ================================================ Kulturzentrum 7stern Siebensterngasse 31 Tel. 0699/15236157 www.7stern.net 7stern at action.at Koordinierung des Kulturprogrammes und des Veranstaltungsraumes: 0676/5421638 VERANSTALTUNGEN APRIL Mittwoch, 5. April, 19.30 Uhr Kabaret: B(enjamin) Z(erstört) Ö(sterreich) : Benjamin Turecek Donnerstag, 6. April, 19 Uhr Gegenargumente im 7STERN: Fragen des Sozialismus Freitag, 7. April, 20.30 Uhr Konzert: Atacama Samstag, 8. April, 16 - 20 Uhr Internationale Videokonferenz zum GMO* Opposition Day 2006 Montag, 10. April, 20 Uhr Wilde Worte: ZIMMERFLUCHTEN. Gast: Gabriele Petricek Mittwoch, 12. April, 19.30 Uhr Dikussion: “Zur aktuellen Lage im Iran" Freitag, 14. April 19 Uhr Erstes Wiener Lesetheater: RECHT UND DIE BIBEL Mittwoch, 19. April, 20 Uhr Konzert: TANAKA Donnerstag, 20. April, 21 Uhr Herbie Smith Solo Freitag, 21. April, 19.30 Uhr Die KPÖ zeigt den Film: "Großvater, wer warst Du?" Samstag, 22. April, 20 Uhr Konzert: LEVONE Mittwoch, 26. April, 19.30 Uhr Konzert: Anela and friends Donnerstag, 27.4., 19.30 Uhr Lateinamerika im Aufbruch: Frauen als politische Akteurinnen Samstag, 29. April, 20 Uhr "Vergiftete Pfeile" geben wieder ein Konzert! ---------------------------------------------------- Mittwoch, 5. April, 19.30 Uhr Kabaret: Benjamin Turecek. B(enjamin) Z(erstört) Ö(sterreich) Dieses Programm enthält ein Höchstmaß an Heimatfeindlichkeit und ist daher absolut ungeeignet für: Freiheitliche, für BZÖler auch wenn dieses Programm so heißt, für leidenschaftliche Kronenzeitungsleser, für Chauvinisten und Patrioten, und für Gutmenschen, die eine Satire an der Heimat und ihren Einwohnern mit ihrem christlichen Gewissen nicht vereinbaren können. Das Programm ist höchstens geeignet für rote Nichten, die ihre braunen Onkel kreativ hamdrahn wollen, um dann das Erbe anzutreten. Dieses Programm soll ein kleiner Beitrag zur Zerstörung Österreichs sein und ich übernehme daher keine Garantie für gebrochene Patriotenherzen. Ich habe den Kampf gegen die Realsatire in Österreich aufgenommen, er ist hoffnungslos, aber ich gebe nicht auf. UKB: ¤ 7-. --------------------------------------------------------- Donnerstag, 6. April, 19 Uhr Gegenargumente im 7STERN Einige Argumente zu aktuellen Fragen des Sozialismus der GO Dogma wie - Ist der Kommunismus ein Götzendienst an der stürmischen Entwicklung der Produktivkräfte und deswegen in der Sowjetunion "gescheitert"? - Wer macht denn nun den Kommunismus - die Krise des Kapitalismus, die Produktivkraftentwicklung, die freie Software, das Proletariat, oder was? - Was ist eigentlich "objektive Notwendigkeit" und "falsches Bewusstsein"? - Gibt es "historische Gesetzmäßigkeiten" bzw. "historische Missionen"? - Wodurch unterscheiden sich KommunistInnen von anderen Unzufriedenen und wie kindisch dürfen sie sein? --------------------------------------------------- Freitag, 7. April, 20.30 Uhr Konzert Atacama Nicht zufällig wurde die chilenische Wüste Atacama als Bandname gewählt. Lateinamerikanische Folklore gehört zur Leidenschaft der jungen Musiker, mit einem starken persönlichen Bezug zu Chile. UKB: 7.- Euro ----------------------------------------------------- Samstag, 8. April, 16 - 20 Uhr Internationale Videokonferenz zum GMO* Opposition Day 2006 *GMO = Gentechnisch manipulierte Organismen Internationale ExpertInnen gegen Gentechnik Weltweit nimmt der Widerstand gegen Gentechnik in unserer Nahrung zu. Namhafte ExpertInnen der gentechnikkritischen Szenen aus aller Welt tauschen im Rahmen dieser Veranstaltung Erfahrungen aus, die sie in ihrem Umfeld mit dem Einsatz von Gentechnik gemacht haben. Am Podium: Arpad Pusztai, Biochemiker, international anerkannter Lektinforscher, ehemals Wissenschaftler im Rowett Research Institute, Aberdeen, Schottland; allgemeine Bekanntheit erlangte der gentechnikkritische Forscher nachdem er seine Erkenntnisse bei GVO-Fütterungsversuchen von Mäusen über die Medien bekannt gemacht hatte und daraufhin entlassen wurde. Susan Bardocz, Biochemikerin und Pharmakologin, ehemals Leiterin der Forschungsgruppe "'Food, Gut, Microbial Interaction Group," The Rowett Research Institute, Aberdeen, Schottland. Christian Velot, Molekularbiologe, Universitätsdozent Université Paris-Sud, Frankreich Werner Müller, Ökologe, Gentechnikexperte und Risikoforscher, Global 2000 Stefan Merkac, Biologe, Projektleiter der grenzüberschreitenden Gentechnik-freien Region BIO ALPE ADRIA, Kärnten Astrid Konrad, Betriebswirtin, Koordinatorin der Inhaltsgruppe GenAttac, Attac Österreich Im Rahmen dieser Konferenz bietet sich die einmalige Gelegenheit, die oben genannten gentechnikkritischen WissenschaftlerInnen und VerfechterInnen des Rechts auf Gentechnikfreiheit in Wien (physisch) zu treffen und sich über die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Gentechnik zu informieren. Zugleich kommunizieren wir über das Internet - mittels internationaler Videokonferenz - mit anderen namhaften ExpertInnen in aller Welt, darunter Vandana Shiva in Indien, Percy Schmeiser in Kanada, Ignacio Chapela in Kalifornien (USA) und Jose Bové in Frankreich. Die Veranstaltung bietet Raum für Information, Diskussion und Vernetzung. Eine Veranstaltung von Attac Österreich. Bitte beachten: Die Veranstaltung findet in englischer Sprache (ohne Übersetzung) statt. Um Anmeldung bis 5. April 2006 wird gebeten: akonrad2003 at yahoo.com P.S. Für all jene, die nicht vor Ort in Wien dabei sein können: Die internationale Videokonferenz kann auch über das Internet live verfolgt werden. Die Internet-Adresse unter der sie abrufbar sein wird, wird in Kürze auf www.attac.at/genattac.html veröffentlicht. ------------------------------- Montag, 10. April, 20 Uhr Wilde Worte ZIMMERFLUCHTEN Gast: Gabriele Petricek Gastgeber: Michaela Opferkuh, Franz Hütterer, Richard Weihs Wie viele Zimmer braucht es für eine Zimmerflucht? Und wer hat so viele? Die “Zimmerflucht" ist heute selten - es sei denn, einer sucht das Weite, weil ihm die Decke auf den Kopf zu fallen droht. So führen auch Gabriele Petricek's Erzählungen von den echten Zimmerfluchten einer Wohnung bis in die weite Welt und alsbald zurück, auch wenn es dann am Ende heißt: “Es ist nichts geschehen." Dazwischen liegen viele Räume. Sabine E. Dengscherz ------------------------------------- Mittwoch, 12. April, 19.30 Uhr Dikussion: “Zur aktuellen Lage im Iran" Mit: R. Ebrahimi von der Tudeh-Partei Iran Eine Veranstaltung der KPÖ-Wien ---------------------------------------------- Freitag, 14. April 19 Uhr Erstes Wiener Lesetheater BRECHT UND DIE BIBEL Bekannt ist, dass Brecht in den späten Zwanzigerjahren auf eine Zeitungsumfrage nach dem Buch, das ihn am meisten beeinflusst hätte, antwortete: “Sie werden lachen: Die Bibel". Weniger bekannt ist, dass in Brechts Gesamtwerk ein Einakter “Die Bibel" und eine ganze Reihe von Fragmenten (“Oratorium", “Sinflut", “David", “Judith") sich finden lassen, die (wie auch immer gebrochene) biblische Bezüge aufweisen. Eine Auswahl dieses soll zur Leseaufführung gebracht werden. Mit (bisherigen Zusagen): Peter Bettelheim, Ottwald John (angefragt), Erwin Leder, Rita Leder, Andrea Nitsche, Rolf Schwendter (VA), Klaus Uhlich. -------------------------------------------------- Mittwoch, 19. April, 20 Uhr Konzert: TANAKA Das Projekt TANAKA wird Ende 2003 von Helmuth Deutsch (Bass, Gesang, Gitarre) und Gecko Verner (Gesang, Gitarre, Bass) ins Leben gerufen. Kurz darauf wird Dieter Caj (Schlagzeug) in das kleine Kollektiv assimiliert. Analoge Gitarrenmusik mit deutschsprachigen Texten. Kann bei Bedarf irgendwo zwischen Punk und Pop schubladisiert werden. 3- Akkorde-Riffs mit Geschrei, dazwischen auch mal Moll-Akkorde, eine schöne Melodie und zweistimmiger Gesang. Die Band lebt und arbeitet in Wien, den Wiener Schmäh sucht man allerdings vergeblich. Tanaka macht Musik die sie selbst gut finden. Wenn's auch noch anderen Menschen gefällt ist das quasi der Jackpot. UKB: 5.- Euro www.tanaka.at --------------------------------------------------------- Donnerstag, 20. April, 21 Uhr Herbie Smith Solo Herbie Smith, the Power of Jazz Rock & Blues und legendärer Szenegitarrist, spielt ein Soloprogramm der Spitzenklasse. Der Event umfasst die Musikrichtungen von Flamenco, Blues, Klassik, Jazz, bis hin zu Rockmedley`s von Jimi Hendrix, Led Zeppelin und vielen mehr. Durch das gekonnte Einsetzen der Akustik Gitarre bzw. E-Gitarre hören Sie einen Rocksound der seinesgleichen sucht. Ein Abend mit einen der Bekanntesten Wiener Gitarristen - ein Abend den man nicht so schnell vergessen wird. UKB: ¤ 6,- www.herbiesmithdepartment.at -------------------------------------------------------- Freitag, 21. April, 19.30 Uhr Die KPÖ zeigt den Film: "Großvater, wer warst Du?" Ein Film im Gedenken an Alfons Peschke, hingerichtet wegen Vorbereitung zum Hochverrat am 16.6.1943. Regie: Katharina Szepannek. Kamera: Rikki Petersen. In Anwesenheit der Filmemacherin. Eine Spurensuche beginnt, die einerseits die ZuseherInnen auf eine Zeitreise entführt, andererseits eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlägt. Sie kämpften für Österreichs Freiheit unter Einsatz ihres Lebens und wurden aus dem kollektiven Gedächtnis der 2. Republik verdrängt. Spätestens nach dem Österreichs 1938 an das faschistische Deutschland haben sich viele dem organisierten Widerstand der kommunistischen Partei angeschlossen. Einer der Vergessenen ist Alfons Peschke, der Großvater der Regisseurin. Der Film wurde von Frauen gemacht. Inhaltlich wird er hauptsächlich durch Interviews mit Widerstandskämpferinnen getragen. Eine Veranstaltung der KPÖ Wien --------------------------------------------------- Samstag, 22. April, 20 Uhr Konzert LEVONE Im Zentrum des Programms stehen vor allem amerikanische “popular yiddish songs" aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Diese jiddischen Lieder stammen aus heute vergessenen Stücken und Musicals, die früher auf den Bühnen der jiddischen Theater New Yorks gespielt wurden. Sie zeigen die “alte und die neue Welt" und spiegeln die Immigranten-Szene mit ihrem täglichen Überlebenskampf wider, handeln aber dennoch meistens von der Suche nach Glück und Liebe. Die Band “Levone" distanziert sich mit ihrer Musik bewusst von jenen jiddischen Musikgruppen, die mit klezmatischer Nostalgie in Sentiment und Wehmut versinken. “Levone" spielt dagegen die zeitlosen Melodien mit neuen Arrangements, die verschiedenste Stilrichtungen, von Jazz, Funk und Bossa über Ethno- und New-Age-Musik, miteinander verbinden. Dadurch wirken die alten Lieder frisch und modern. Mit: Naama Davidowicz (Gesang), Florian Schäfer (Keys, Piano), Norbert Novak (Bass, Gitarre), Werner Kolic (Schlagzeug). UKB: 10.- Euro --------------------------------------------------------- Mittwoch, 26. April, 19.30 Uhr Konzert Anela and friends 2-teiliges Konzert: Auftakt: Jazz Solo und Duett mit Sylvain Deslandes, Gitarre, and guests Kurze Pause Anela and friends: Pop mit Inhalt, covers und eigene Songs. Akustik Trio, intime Atmosphäre. Anela Juric: Gesang. Martin Spitzer: Gitarre. Sylvain Deslandes: Gitarre UKB: 5 Euro ------------------------------------------------------- Donnerstag, 27.4., 19.30 Uhr Lateinamerika im Aufbruch: Frauen als politische Akteurinnen Mit: Nora Castañeda, Präsidentin der Frauenentwicklungsbank, Venezuela Norma Goicochea, Botschafterin der Republik Kuba in Österreich -------------------------------------------------- Samstag, 29. April, 20 Uhr "Vergiftete Pfeile" geben wieder ein Konzert! "Vergiftete Pfeile" spielen ihre Mischung aus Rock, Ska, Pop-Punk seit Mitte der Achtziger-Jahre rund um Singer/Songwriter Brian Spray aus Glasgow. Mit "Es geht mir gut", einer zynischen Anspielung auf das Leben in der Großstadt aus der Sicht eines Arbeitslosen, hatten "Vergiftete Pfeile" einen veritablen Insiderhit in den Achtzigern und sind über die Jahre in Clubs und Locations wie der Szene Wien, Arena, Andino, Sargfabrik, Rosa Lila Villa und U4 (um nur einige zu nennen) aufgetreten. Ein Jubiläums-Konzert ist also fällig! Brian Spray lädt alle, die sich einen unvergesslichen Rock-Abend gönnen wollen, herzlichst ein. UKB: 5 Euro. Kommet zuhauf! ================================================ 10 Einladung! von: auf at auf-einefrauenzeitschrift.at ================================================ Liebe Frauen! Wir laden euch sehr herzlich ein zur Präsentation der AUF-Nummer “Politik(en) der Angst" am Donnerstag, 6. April um 20.00 Uhr im FLMZ (Währingerstraße 59) und es gibt den ganzen Abend lang die Möglichkeit, drei Kurzvideos von Jasmila Zbanic zu sehen: Ihr Thema sind die Kriegsfolgen für Frauen im heutigen Bosnien- Herzegowina. In ihrem Blickfeld sind Einzelschicksale, die Zeugnis einer kollektiven Verletzung und nachfolgenden Trauerarbeit sind. Crvene gumene cizme (Rote Gummistiefel, 2000): ein Dokumentarvideo, in dem eine Mutter in Massengräbern nach Hinweisen auf ihre kleine Tochter sucht. Slike sa ugla (Bilder aus dem Winkel, 2003): eine bewegende persönliche Beschreibung einer jungen Frau, die während des Krieges schwer verletzt wurde und schmerzhaft wahrnimmt, wie ein ausländischer Fotograf Bilder von ihr macht. “After, After" (1997) beschreibt die Traumatisierung aus der Perspektive der Kinder. Im Mittelpunkt steht ein kleines Mädchen, das durch seine Erlebnisse beinahe ganz verstummte. In knappen Szenen gelingt es Jasmila Zbanic, ihm eine Stimme zu verleihen. Es gibt für alle ein gutes Essen und wir freuen uns auf euer Kommen! Die AUF-Redaktion AUF 131 “Politik(en) der Angst" Inhalt: Alice Pechriggl Politik der Angst zwischen Agieren und Handeln: philosophisch-psychoanalytische Betrachtungen Kornelia Hauser Angst und Öffentlichkeit Das Politische wurde persönlich und wird weiblich konsumiert Vlatka Frketic Festung Europa und die Rolle der Bilder Rubia Salgado/MAIZ Leck mich Ich komme Provokationen des Rassismus und die antirassistische Handlung von Migrantinnen Ellen Bareis Räume der Angst und Räume des Möglichen Politiken von Raum, Ware und Geschlecht Gertrud Schmutzer Unter Generalverdacht Frauen in binationalen Partnerschaften Anny Knapp Der Geist des Misstrauens als politischer Leitfaden Frigga Haug Der Kopftuchstreit Ein politisches Lehrstück Grbavica Ein Interview mit Jasmila Zbanic und Mirjana Karanovic -- AUF eine frauenzeitschrift AUF info AUF edition AUF kultur Kleeblattgasse 7, A-1010 WIEN T. +43 1 533 91 64, F. +43 (720) 55 41 61 auf at auf-einefrauenzeitschrift.at, www.auf-einefrauenzeitschrift.at ================================================ 11 das que[e]r ist wieder da! / neue location / das april programm von: raw at raw.at ================================================ Hallo liebe Leute! Das Que[e]r ist wieder da! Nicht nur mit neuen Klammern sondern auch mit einer neuen Location ausgestattet, beenden wir unser mobiles Dasein und bieten ab sofort wieder woechentliche Veranstaltungen an. Zu finden ist die neue Location - manche kennen sie vielleicht noch als "die Bruecke" - direkt im Herzen des garantiert walfreien Stenzel-Landes! Wipplingerstrasse 23 / 1010 Wien Geographisch-philosophisch gesehen stehen euch dabei zwei Moeglichkeiten zur "Anreise" zu Auswahl: Entweder von der Wipplingerstrasse die Stufen in den Halbstock runter oder vom "Tiefen Graben" bei der Bruecke die Stufen rauf. Den Start machen wir gleich mit einer reboot-party, aber mehr dazu in ein paar Zeilen, insofern bleibt endlich wieder mal zu sagen: Viel Spass mit dem neuen Programm eure Que[e]rlis +++ Gilt fuer alle Veranstaltungen: Ort: Que[e]r. Wipplingerstrasse 23, 1010 Wien Veranstaltungsbeginn: 20 Uhr, Raeumlichkeiten geoeffnet von 18:30-24:00 Uhr Der Eintritt ist immer kostenlos!!! +++ Mittwoch 5. April: Que[e]r-reboot in progress-party es ist soweit: das que[e]r hat eine neue location! natuerlich vertroedeln wir keine zeit und starten - trotz umbau in progress - ab april mit volldampf in eine neue veranstaltungssaison. das muss selbstverstaendlich gefeiert werden. deshalb laden wir euch ein, gemeinsam mit uns den neustart zu feiern! fuer goodies, gemuetlichkeit und unterhaltung wird gesorgt. schaut vorbei im neuen que[e]r! P.S.: Party-Beginn ist 19:00 +++ Mittwoch 12. April: "Recht und Gerechtigkeit"? Homophobie in Polen. Die Jahre 2004 und 2005 waren durch eine tiefe Krise innerhalb des polnischen demokratischen Systems gekennzeichnet. Demonstrationen einer LGBT (LesbianGayBisexualTransgender) Bewegung in Krakau und in Poznan wurden von RechtsextremistInnen angegriffen und aehnliche Paraden in Warschau durch den Buergermeister verboten. Die Parlaments- und Praesidentenwahlen im Herbst 2005 wurden von der rechts-konservativen Partei "Recht & Gerechtigkeit" gewonnen, was den extrem homophoben Buergermeister von Warschau die Praesidentschaft einbrachte. Die ausgerufene "moralische Revolution" hat sich eine Form der legalisierten Homophobie auf die Fahnen geschrieben. Stereotype ueber Homosexualitaet, die sich aus dem starken Einfluss des Katholizismus und aus tradierten Bildern des Staats-Sozialismus speisen wurden verstaerkt. Gleichzeitig hat dieser Druck die LGBT Bewegung auch gestaerkt und ein Beduerfnis nach Sichtbarkeit in der Gesellschaft - als die so genannte "violette Revolution" - forciert. Vortrag mit einer polnischen Aktivistin (auf Englisch). +++ Mittwoch 19. April: underdog filmfest / screening plus diskussion Das underdog filmfest fand vom 9. - 12.3. in 5 verschiedenen, sonst nicht als Kinos bespielten, Raeumen in Wien statt. Es war der erste Versuch, den Spagat zwischen Mainstream Cinema und subkulturellen Kontexten zu meistern. Die Vorgaben zur Filmeinreichung waren sehr gering: "Alle rechtzeitig eingesendeten Filme oder Kurzfilme werden gezeigt. Einzige Zugangsbeschraenkung obliegt auf Beitraege mit rassistischen, sexistischen oder homophoben Inhalten." trotzdem - oder deswegen? - ergab sich ein ein spannendes Filmprogramm, in einem weiten Rahmen zwischen politisch moivierten Filmen, Kunst- und Experimentalfilmen und Homemade Trash-Produktionen. Bei keinem eingereichten Film war Zensur noetig. Das ergab auf der anderen Seite ein extrem dichtes Programm, ueber 120 Filme mussten in vier Tagen gezeigt werden.Fuer Diskussionen war nicht viel Zeit. Diese koennen nun nachgeholt werden: Die OrganisatorInnen wollen oeffentlich die Frage Wie kann eine moeglichst offene Plattform fuer "autonomes" Filmemachen und gleichzeitig ein fuer das Publikum leicht zu konsumierendes Festival aussehen? diskutieren. Davor gibt es eine Auswahl vom underdog filmfest 2006 zu sehen. +++ Mittwoch 26. April: Heldenplatz: Die Burschenschaften und der 8. Mai Ausfuehrlicher Ankuendigungstext folgt -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# ================================================ 12 Demo gegen Räumungen und für Freiräume von: ekhaus at med-user.net ================================================ Demo gegen Räumungen und für Freiräume DO 06.04.06, 15:00 Schwarzenbergplatz in amsterdam gab es am 21.03.06 wieder eine räumungswelle und es sitzen ein haufen leute im häfn. aber nicht nur in amsterdam sind die bullen wieder aktiv, die ex-steffi in karlsruhe (d) hat ihren räumungstermin am 01.04.06, leider kein aprilscherz... weitere infos zu den themen auf: nl.indymedia.org, de.indymedia.org und exsteffi.de wenn mensch das so liest fragts sich wie lange es wohl noch alternatives wohnen und autonome zentren geben wird ... schreit eigentlich nach aktionen ... die "freunde und helfer" schlafen ja auch nicht, wie mensch sieht ... also aufwaaaachen und auf zur demo... am MI 05.04.06 gibts einen Marsch für Gentechnikfreies Europa und zwar: um 08:00 Wien Praterstern oder um 09:00 Congress Center (Ausstellungsstraße) falls da noch wer Interesse hat... ------------------------------------------------- This mail sent through IMP: https://mail.med-user.net/ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 13 KPÖ fordert neuerlich ÖGB-Urabstimmung & KPÖ Online-Unterschriften- Aktion von: hilde.grammel at aon.at ================================================ BAWAG/ÖGB/KPÖ - KPÖ Online-Unterschriften-Aktion jetzt unterschreiben!!! Mirko Messner, Bundessprecher der KPÖ, erneuert die Forderung nach einer ÖGB-Urabstimmung zum Thema BAWAG-Verkauf. Als "sehr seltsam" bezeichnet Messner die Behauptung des neuen ÖGB-Finanzchef Foglar, der Verkaufsbeschluss sei "wohl überlegt" gewesen. "Wenn Hundstorfer und andere ÖGB-Spitzenfunktionäre von einer neuen politischen Kultur sprechen, dann muss es eine Selbstverständlichkeit sein, dass alle ÖGB-Mitglieder bei der weitreichenden Entscheidung des Verkaufs der BAWAG P.S.K. Gruppe eine Mitspracherecht haben", so Messner. Das Interesse für die Online-Unterschriften-Aktion, welche die KPÖ gestartet hat, "ist groß". Viele weitere Reaktionen, so Messner, zeigen, "dass ein Großteil der ÖGB-Mitglieder, so wie diverse ÖGB-Landesvorsitzende auch, die überhastete Entscheidung des ÖGB-Bundesvorstands nicht nachvollziehen kann." Die Online-Unterschriften-Aktion (leitet die Info auch an Freunde und Bekannte weiter und unterschreibt) und eine Menge Infos und Kommentare bezüglich der Causa BAWAG - ÖGB finden sich unter www.kpoe.at TERMINE: WIEN: * 5. April: Aktionstag & Demo "für ein Gentechnikfreies Europa": Am Mittwoch, 5. April findet die grosse Aktion fuer gentechnikfreie Regionen statt(da zu dieser Zeit die große EU-Veranstaltung "The freedom of choice" zum Thema stattfindet). Es geht darum, den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen zu verhindern bzw. dass jede Region selbst entscheidet, ob sie dies will. "Gentechfrei-Marsch" (Marsch der gentechnikfreien Regionen) am Mittwoch, 5. April um 8 Uhr vom Praterstern zum Kongresszentrum bei der UNO-City. Dort gibt es anschliessend um ca. 9 Uhr eine grosse Kundgebung mit RednerInnen und Musik. Treffpunkt am Praterstern um 8 Uhr. Mehr Infos unter www.kpoe.at * 5. April - Kabarett im 7stern - B(enjamin) Z(erstört) Ö(sterreich) Eintritt: ¤ 7-, Beginn: 19:30 Siehe www.wien.kpoe.at * 12. April - Diskussion mit R. Ebrahimi von der Tudeh-Partei Iran im 7stern Titel: Zur aktuellen Lage im Iran Beginn: 19.30 Uhr Ort: 7stern, Siebensterng. 31, 1070 Wien * 21. April - Filmabend der KPÖ Wien Cafe 7* STERN, 1070 Wien. Siebensterngasse 31, Beginn: 19.30 Uhr KPÖ zeigt den Film: "Großvater, wer warst Du? - Ein Film im Gedenken an Alfons Peschke, hingerichtet wegen Vorbereitung zum Hochverrat am 16.6.1943. Regie: Katharina Szepannek Kamera: Rikki Petersen in Anwesenheit der Filmemacherin Eine Spurensuche beginnt, die einerseits die ZuseherInnen auf eine Zeitreise entführt, andererseits eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlägt. Sie kämpften für Österreichs Freiheit unter Einsatz ihres Lebens und wurden aus dem kollektiven Gedächtnis der 2. Republik verdrängt. Spätestens nach dem Österreichs 1938 an das faschistische Deutschland haben sich viele dem organisierten Widerstand der kommunistischen Partei angeschlossen. Einer der Vergessenen ist Alfons Peschke, der Großvater der Regisseurin. Der Film wurde von Frauen gemacht. Inhaltlich wird er hauptsächlich durch Interviews mit Widerstandskämpferinnen getragen. * 10.-13. Mai: Der Alternativengipfel EU - Lateinamerika/Karibik Infos unter www.kpoe.at bzw. unter http://www.alternativas.at ================================================ 14 GLB/ÖGB/Bundesvorstand/Führungswechsel/Politik von: glb at aon.at ================================================ ÖGB-Führung will ihren “bewährten" Kurs fortsetzen Gewerkschaft steht jetzt auf dem Prüfstand Mit dem bekannten Zitat “Was ist ein Dietrich gegen eine Aktie? Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?" aus Bertolt Brechts “Dreigroschenoper" argumentierte Karin Antlanger, Bundesvorsitzende der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) bei der Debatte um die BAWAG-Krise im ÖGB-Bundesvorstand am 29. März 2006: “Die Bawag wurde durch die Aktionen von Verzetnitsch und Weniger gerettet - aber um welchen Preis? So wie es scheint, nach dem Motto “Operation gelungen - Patient tot". Der tote Patient ist in diesem Fall die Ende 2005 gestartete Mitgliederwerbekampagne des ÖGB. Diese kann sich der ÖGB nun abschminken. Jetzt geht es nur noch darum, die Verluste durch Austritte in Grenzen zu halten." Wenn der “Salzbaron" Androsch im “Standard" meint, der ÖGB solle die BAWAG verkaufen, dann will er wohl selbst gerne wieder ins Bankgeschäft einsteigen. Der GLB spricht sich für die BAWAG im Eigentum des ÖGB aus: “Dies jedoch unter der Maßgabe, dass wieder zurückgekehrt wird zur ursprünglichen Gründungsidee einer Arbeiterbank: Das heißt keine riskanten Spekulationsgeschäfte, sondern solide Veranlagung. Dies wirft zwar keine hohen Dividenden ab, bietet aber den Mitgliedern und KundInnen ein gewisses Maß an Sicherheit." Auch wenn jetzt das große Köpferollen stattfindet und vom Präsidium herab beteuert wird, dass es nun um einen Neubeginn aus dieser Krise heraus gehe, so gibt es doch eine ganze Reihe von Indizien dafür, dass sich an der alten Linie der ÖGB-Führung nichts ändert: Der interimistische Präsident Hundstorfer meinte, dass in den nächsten Wochen personelle Entscheidungen diskutiert werden und diese dann beim außerordentlichen Bundeskongress im Juni “abgesegnet" werden sollen: “Alleine das Wort “abgesegnet" spricht Bände: Trifft es nicht genau das, was uns die Menschen draußen und in den Betrieben immer vorhalten, nämlich dass “die da oben" alles beschließen und die einfachen Mitglieder dann wie Stimmvieh auf einem Kongress alles “absegnen" sollen? Genau das ist es, was die demokratiepolitische Misere des ÖGB ausmacht", so Antlanger. Verzetnitsch folgte im Parlament GPA-Vorsitzender Katzian nach: “Ich meine, dass es eine Unvereinbarkeit zwischen Spitzenfunktion in der Gewerkschaft und Nationalrats- oder Landtagsmandaten gibt. Einzig Sallmutter hatte dies rechtzeitig erkannt und sich nie auf ein solches Mandat eingelassen", so Antlanger mit dem Hinweis, dass auch WKÖ-Chef Leitl nicht für die ÖVP im Parlament sitzt, weil auch er weiß, dass er dadurch mehr Handlungsspielraum hat. Wenn es schon um Erneuerung geht, dann müssen jetzt positive demokratiepolitische Signale gesetzt werden: Rückbesinnung auf die Überparteilichkeit des ÖGB, also Loslösung aus der Geiselhaft der Berufspolitiker und ihres Klubzwangs. Schluss mit dem Missbrauch von Mitgliedern als Stimmvieh: “Alleine die vorliegende Tagesordnung für den geplanten außerordentlichen Bundeskongress spricht diesbezüglich Bände". Antlanger kritisierte, dass darauf kein einziger inhaltlicher Tagesordnungspunkt und auch keine Diskussion vorgesehen waren. Erst nach einer heftigen Debatte wurde ein Punkt “Bericht und Diskussion" aufgenommen. Der ÖGB muss sich inhaltlich entscheiden: “Will er weiterhin sozialpartnerschaftlicher Teil des Machtsystems bleiben oder konsequent und kämpferisch für die Interessen der arbeitenden, arbeitslosen und prekarisierten Menschen eintreten? Schluss mit der Unterordnung unter neoliberale Dogmen! Diese sind es ja, die zum Tolerieren eines Casino-Kapitalismus in der BAWAG geführt haben." Bei der Bestellung von Rudolf Hundstorfer als interimistischer ÖGB- Präsident enthielten sich Karin Antlanger sowie AUGE-Sekretär Markus Koza der Stimme. Gerade Hundstorfer ist einer der mächtigsten Wiener Politiker und konnte daher die Zustimmung des GLB nicht erhalten, weil er ein Garant dieser Unvereinbarkeit ist. Die Bestellung von Erich Foglar als neuer leitender Sekretär für Finanzen erfolgte einstimmig. ================================================ 15 GLB/BAWAG/Verkauf/ÖGB-Bundesvorstand von: glb at aon.at ================================================ Kritik an Panikreaktion und Unterordnung unter SPÖ-Gusenbauer ÖGB-Bundesvorstand: GLB lehnt Verkauf der BAWAG ab Mit nur zwei Gegenstimmen und drei Enthaltungen fasste der ÖGB- Bundesvorstand am 30. März 2006 in einer kurzfristig einberufenen Nacht- und Nebelsitzung den Grundsatzbeschluss, die gewerkschaftseigene BAWAG zu verkaufen. Karin Antlanger, Bundesvorsitzende der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB), bezeichnete diese Vorgangsweise als Panikreaktion und kritisierte, dass der ÖGB springt, wenn SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer den Verkauf der BAWAG verlangt: “Damit wird einmal mehr trotz gegenteiliger Behauptungen bestätigt, wie sehr die ÖGB-Führung am Gängelband der Parteipolitik der SPÖ hängt." Antlanger erinnerte daran, dass bei der tags zuvor stattgefundenen Sitzung des ÖGB-Bundesvorstandes übereinstimmend von allen führenden ÖGB-FunktionärInnen mit Verweis auf die gute wirtschaftliche Situation der Bank festgestellt wurde, dass die BAWAG weiterhin im Eigentum des ÖGB bleiben müsse: “Es ist höchst unglaubwürdig, wenn über Nacht alles anders ist. Den Verkauf einer Bank darf man nicht in einer Viertelstunde entscheiden." Wenn der interimistische ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer erklärt, dass der ÖGB weiterhin Partner der BAWAG bleiben werde, dann muss dazu gesagt werden, dass er aber nach einem Verkauf nichts mehr mitzureden hat, wie die Gelder des ÖGB künftig veranlagt werden. Kritisch eingebracht wurde vom GLB dazu auch, ob das Vermögen des ÖGB wie etwa der Streikfonds künftig um den Preis hoher Renditen auch in Rüstungs-, Pharma-, Atom- oder Gentechnikaktien veranlagt werden könnte. Von dem bei der Sitzung anwesenden BAWAG-Chef Ewald Nowotny gab es dazu keine Stellungnahme. Der Argumentation Nowotnys für den Verkauf, dass eine Bank immer wachsen müsse und dies mit den Interessen des ÖGB unvereinbar sei widersprach Antlanger und wies mit dem Hinweis auf die Rationalisierung im Bankbereich auch Nowotnys Argument zurück, ein solches Wachstum sichere Arbeitsplätze. Wie bereits bei der Sitzung am Vortag erklärt, lehnt der GLB den Verkauf der BAWAG ab. Antlanger meinte, eine gewerkschaftseigene Bank müsse nicht alle Geschäfte des “normalen" Bankwesens mitmachen, sie plädierte dafür zum Gedanken der seinerzeitigen Arbeiterbank zurückzukehren. ================================================ 16 BAWAG - KPÖ fordert ÖGB-Urabstimmung & startet Online- Unterschriften-Aktion von: zach at kpoe.at ================================================ BAWAG - KPÖ fordert ÖGB-Urabstimmung & startet Online-Unterschriften- Aktion Der ÖGB-Bundesvorstand hat also in einer außerordentlichen Sitzung (gegen die Stimme des GLB) den Verkauf der BAWAG beschlossen. Dies obwohl die ÖGB-Spitzen noch vor wenigen Tagen beteuerten, dass ein solcher Schritt nicht in Frage käme. Die KPÖ reagierte prompt: KPÖ-Wirtschaftssprecher Graber erklärte: "Es ist völlig unverständlich und unakzeptabel, dass der Interimsvorsitzende Hundstorfer - wenige Tage nach seiner Designierung - auf Zuruf von SPÖ-Chef Gusenbauer - dem Bundesvorstand des ÖGB solch eine weitreichende Entscheidung aufdrängt." Auch Bundessprecher Mirko Messner protestierte gegen den "Panikverkauf". Zugleich fordert die KPÖ eine ÖGB-Urabstimmung zum Thema BAWAG-Verkauf, denn alle ÖGB-Mitglieder, so KPÖ-Bundessprecher Messner, "haben ein Recht auf Mitsprache" - mehr dazu auf www.kpoe.at Unabhängig davon wie Mann/Frau den Verkaufsbeschluss beurteilt, bleibt die Frage, wie es um die Mitbestimmung der ÖGB-Mitglieder bestellt ist, wenn die mehr als 1,3 Millionen bei dieser weitreichenden Entscheidung nicht mitreden dürfen. Daher hat die KPÖ eine Online-Unterschriften-Aktion gestartet, in der gefordert wird "Kein Verkauf der BAWAG ohne Mitbestimmung aller ÖGB-Mitglieder! Für eine ÖGB-Urabstimmung, damit alle Mitglieder mitentscheiden können!" Wer möchte ist aufgefordert diese Aktion mit seiner/ihrer Unterschrift zu unterstützen und diese Info weiter zu verbreiten. Mehr Infos zur ganzen Causa & das Online-Unterschriften-Aktions-Unterstützungsformular finden sich unter www.kpoe.at ================================================ 17 ÖGB/Stmk/KPÖ/LV/Forderung von: kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ PRESSEMITTEILUNG DER STEIRISCHEN KPÖ Graz, am 31 .3. 06 Steirische KPÖ zu Bawag-Notverkauf: Vorgangsweise ist nicht in Ordnung Der Landesvorstand der steirischen KPÖ fordert den ÖGB-Steiermark auf, eine außerordentliche Landeskonferenz des ÖGB einzuberufen. Dort sollte im Vorfeld des Bundeskongresses am 19. Juni eine kritische Bilanz des Bawag-Skandals vorgenommen und eine Generaldebatte über die künftige Gewerkschaftspolitik geführt werden. Auf seiner Sitzung am Freitag unterstützte der Landesvorstand auch die bisherigen Stellungnahmen von Landtagsklubobmann Ernest Kaltenegger und GLB-AK-Rat Peter Scherz zu dieser Frage. Die kleinen Gewerkschafter sind nicht schuld an den sich überstürzenden Ereignissen. Um die Rechte der arbeitenden Menschen zu verteidigen brauchen wir gute Vertrauensleute und keine Manager, die Milliarden in der Karibik verspielen. Der KPÖ-Landesvorstand appelliert an den steirischen ÖGB, gegen den “Notverkauf" der Bawag an das Privatkapital Stellung zu nehmen. Landesvorsitzender Parteder: “Zuerst wurde das Vermögen des ÖGB (und damit der Gewerkschaftsmitglieder) verpfändet, um die Bank zu retten. Jetzt stößt man die Bawag ab. Diese Vorgangsweise ist nicht in Ordnung". KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ 18 Proteste gegen Künstlersozialversicherungsfonds von: contact at kulturrat.at ================================================ / PRESSEMITTEILUNG /____________________/ / Kulturrat Österreich /______________/ / "Eine skandalöse Behinderung der freien Kunstausübung!" / Proteste gegen Künstlersozialversicherungsfonds In einem Pressegespräch bekräftigte der Kulturrat Österreich am Donnerstag, 30. März 2006, seine Kritik an den Rechtsgrundlagen und der Praxis des Künstlersozialversicherungsfonds (KSVF). Der Hintergrund: 600 Künstlerinnen und Künstler müssen ihre Zuschüsse zur Pensionsversicherung zurück zahlen, weil sie im Jahr 2001 die vorgeschriebene Mindesteinkommensgrenze von 3554,57 Euro nicht erreicht haben. "Eine soziale Falle", betonten Daniela Koweindl (IG Bildende Kunst) und Sabine Kock (IG Freie Theaterarbeit) für den Kulturrat Österreich, "denn Krankheit und Kinderbetreuungspflichten führen dabei schnell zur Existenzbedrohung!" Die aktuelle Regelung widerspricht dem eigentlichen Grundzweck des KSVF und missachtet die künstlerischen Lebensrealitäten. "Wir fordern einen sofortigen Stopp aller Rückzahlungsforderungen und eine Novellierung des Gesetzes!" Die Schauspielerin Sabine Muhar wies darauf hin, dass der Fonds in erster Linie aus den Verwertungserträgen aus künstlerischer Arbeit gespeist wird. Schließlich stammen die Reserven in der Höhe von 11 Millionen Euro hauptsächlich aus den Beiträgen von Kabelbetreibern und dem Verkauf von Sat-Receivern. "Wir sind ein Wirtschaftsfaktor, wollen mit einer Sozialversicherung an dem Fonds partizipieren und verhungern dabei am vollen Napf!" Politische Motive vermutete auch die Schriftstellerin Marlene Streeruwitz. "Dieses Kunstvernichtungsgesetz beabsichtigt eine Behinderung der freien und kritischen Kunstausübung!" Wer sich dazu entschließt, am Existenzminimum künstlerisch tätig zu sein, müsse die volle staatliche Unterstützung finden. "Nun aber sollen wir zum Objekt der Bürokratie und damit mundtot gemacht werden!" Auch für Gerhard Ruiss (IG Autorinnen Autoren) ist der Fonds "eine skandalöse Einrichtung". Besondere Kritik richtet sich gegen den Verwaltungsaufwand, der mit den Rückzahlungsforderungen verbunden ist. Der KSVF hat tausende Einkommen überprüft, hunderte Rückzahlungsforderungen zugestellt und damit eine Lawine individueller Korrespondenzen losgetreten. "Seit Jahrzehnten bekannte Kunstschaffende müssen nachweisen, dass sie künstlerisch etwas leisten, und auf unerträgliche Weise ihre Vermögensverhältnisse offen legen. Der Überwachungsstaat lässt grüßen!" Zum Abschluss der Protestversammlung überbrachte der Kulturrat Österreich dem Kunststaatssekretariat im Bundeskanzleramt einen gemeinsamen Aufruf, der bereits tausendfach unterzeichnet wurde: "Schluss mit Rückzahlungsforderungen! Weg mit der Mindesteinkommensgrenze! Gesetzesnovelle jetzt!" / Dokumentation /_____________/ http://kulturrat.at/agenda/sozialerechte/2006pk / Unterstützungsmöglichkeiten /____________/ http://kulturrat.at/agenda/sozialerechte/aufruf2006 / Rückfragen /____________/ Daniela Koweindl Tel: +43 (1) 524 09 09 Mobil: +43 (699) 117 867 10 / Kontakt /____________/ Kulturrat Österreich Gumpendorfer Str. 63b A-1060 Wien mailto:contact at kulturrat.at http://kulturrat.at/ / Erklärung gemäß § 107 TKG /____________/ Angesichts einer zunehmend erdrückenden Medienkonzentration leistet der nicht-kommerzielle Versand von kulturpolitischen Informationen einen wichtigen Beitrag zur Herstellung diskursiver Öffentlichkeiten. Die neuen Bestimmungen des Telekommunikationsgesetzes (TKG § 107) bedeuten eine diesbezügliche Einschränkung, denn seit 1. März 2006 dürfen e-Mail-Zusendungen ausschließlich mit dem Einverständnis der EmpfängerInnen zugesendet werden. Sollten Sie keine weiteren Informationen des Kulturrat Österreich beziehen wollen, so ersuchen wir Sie um eine kurze Verständigung. ================================================ 19 Rassistische Beschmierungen, Internationale Ehen, Kunst von: philipp.sonderegger at sos-mitmensch.at ================================================ *** Rassismus: Topf für Häupl Unsinn *** Antrag aus Shanghai *** Kunstauktion *** RASSISMUS: TOPF FÜR HÄUPL UNSINN Ein eigener Topf mit Finanzmitteln zur Entfernung von rassistischen Beschmierungen sei "Unsinn", erklärte Bürgermeister Häupl als Reaktion auf einen Vorschlag von SOS Mitmensch. Er kann sich maximal vorstellen, in der "Inneren Stadt" etwas mit Mitteln des Altstadt-Förderungsfonds zu machen. Für SOS Mitmensch reicht eine "Behübschungsaktion für Tourismus-Hot-Spots" aber nicht, notwendig ist eine Lösung, die auch die Bezirke außerhalb des Rings miteinschließt. >> http://www.sosmitmensch.at/stories/631 *** ANTRAG AUS SHANGHAI Dank Ihrer Spenden konnte Herr Adolf Brichta nach Shanghai reisen, um seine Frau Zou Youeying wieder zu sehen. Sie wurde abgeschoben, weil sie ihren Niederlassungsantrag in Folge einer Gesetzes-Panne erneut aus dem Ausland einbringen musste. Das Paar will nun in Shanghai abwarten, bis über den Antrag entschieden ist. Die Erteilung einer Bewilligung ist noch fraglich ... >> http://www.sosmitmensch.at/stories/633 *** KUNSTAUKTION Am 18. Mai findet ab 19.0 Uhr die diesjährige Kunstauktion zugunsten der Menschenrechtsarbeit von SOS Mitmensch statt. Diesmal im großen Kassensaal der Österreichischen Postsparkasse am Georg Coch-Platz im ersten Wiener Bezirk. Die Abwicklung der Auktion übernimmt wieder das Dorotheum Wien. Wir bitten den Termin vorzumerken. Vorbestellungen für den Katalog können unter der folgenden EMailadresse gemacht werden. >> mailto:petz at sosmitmensch.at ================================================ 20 GLB/Post/Urabstimmung/Privatisierung von: glb at aon.at ================================================ GLB zur Urabstimmung bei der Post AG Auch weiterhin ein klares Nein zur Privatisierung Für die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) gilt auch weiterhin ein klares Nein zur Privatisierung der Post AG, die nach dem Willen der Regierung schon heuer zu 49 Prozent an die Börse gebracht werden soll. Daher empfiehlt der GLB bei der vom 4. bis 7. April 2006 stattfindenden Urabstimmung der Postbediensteten über das vom Präsidium der Personalvertretung mit dem Finanzminister, der ÖIAG und dem Post- Vorstand ausgehandelten Ergebnis mit “Nein" zu stimmen und zusätzlich den Vermerk “Nein zur Privatisierung der Post" auf den Stimmzettel zu schreiben. “Schweigegeld für Zustimmung, Disziplinierung bei Kritik", so bezeichnet GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger zusammengefasst das Ergebnis dieser Verhandlungen. Dabei wird formal 51 Prozent Staatsanteil bis November 2006 garantiert: Nach der Wahl im November darf der Rest privatisiert werden. Der Sozialplan wird bis 2008 verlängert: Eine Arbeitsplatzgarantie gibt es natürlich nicht. Bereits von 2000 bis 2005 wurden rund 7.000 Post-Arbeitsplätze vernichtet und rund tausend Postämter geschlossen. Vereinbart wurde ein ÖIAG-Zuschuss für MitarbeiterInnen-Aktien: Mit diesen Zuschüssen soll die Zustimmung erkauft werden, sie sind ein Schweigegeld. Vorzugsaktien verhindern aber weder den Ausverkauf der Post noch die Vernichtung weiterer Arbeitsplätzen. Als “Zuckerl" hat man in das “Angebot" einige Punkte dazu gepackt, die mit dem Börsengang eigentlich gar nichts zu tun haben. So wird ein Mehraufwand für neue Hausbrieffach-Anlagen abgegolten: Keine Rede ist allerdings davon, dass die neuen Anlagen privaten Postdiensten als Konkurrenz der Post den Markt öffnen und von den Hausbesitzern unter Strafandrohung (30.000 Euro) schon 2006 installiert werden müssen. Vereinbart wurde auch die Ernennungen von Beamten bis 2008: Wie viele PostlerInnen pragmatisiert werden wird nicht gesagt, wahrscheinlich nur einige genehme Spitzenposten. Und bezüglich einer Pensionskasse wird eine bloße Verhandlungszusage schon als Erfolg bezeichnet. Bei Annahme des Angebotes würden die “gewerkschaftlichen Kampfmaßnahmen beendet": Wo bitte wurde gekämpft, fragt der GLB: “Der Streikbeschluss vom Vorjahr hat sich als warme Luft erwiesen. Die Protestaktionen beim Finanzministerium und der ÖIAG-Zentrale waren mehr als flau. Ein Protestmarsch gegen die Privatisierung der Post in Linz wurde von der Gewerkschaft boykottiert", meint dazu GLB-Postsprecher Robert Hobek (VPA-Vorsitzender 1230 Wien). Wie jetzt bekannt wurde, sind PostlerInnen wegen der Teilnahme an Protestaktionen “verhört" worden, Gewerkschaftschef Fritz wiegelte jedoch ab, öffentlich gegen diesen Druck zu protestieren. Das Präsidium empfiehlt indirekt dieses “Angebot" zu akzeptieren. Alle Aussagen gegen die Privatisierung sind damit hinfällig. KritikerInnen werden von Gewerkschaftsführung und Unternehmenszentrale als Verunsicherer beschimpft und sollen offenbar - wie im Fall von Robert Hobek - mit Willkür und Gerichten zum Schweigen gebracht werden. Der GLB erinnert abschließend an seine im November 2005 an den Nationalrat gerichtete Petition, in der es heißt: “Die Post ist eine elementare Einrichtung einer funktionierenden Infrastruktur und darf daher nicht privatisiert werden, egal ob durch einen Verkauf oder einen Börsengang. Die Post muss im öffentlichen Eigentum erhalten bleiben. Ein verfassungsmäßiger Schutz des öffentlichen Eigentums ist notwendig." ================================================ 21 Eng&Dt: Pls. Support the Petiton letter to stop the deportations to Togo von: thevoiceforum at emdash.org ================================================ Find the similar Petiton letter in English and Deutsch at http://thevoiceforum.org/node/369 The Petiton letter to the German Parliament (Petitionsauschuss) To: Deutscher Bundestag Petitionsauschuss http://thevoiceforum.org/node/369 ++++++++++ Dear friends, attached you will find a short letter of petition to the German Bundestag to stop Togo deportation and to protect the refugees fled from dictatorship. On Monday a long version in the name of one caravan member from the Hamburg group was send to the Petitionsausschuss. To support the Petition and to present the big interest everybody and every organisation is asked to send an aditional petition (for that you can use the attached short version) to the Bundestag. It would be also good if people can offer to translate the petition in other languages (expecially english and french) so that we have international support. The short petition is focusing on the human rights violating practice of the german state concerning the refugees fleeing from Togo dictatorship and the double standard of the authorities stating a critical political and human right situation in Togo and on the same hand stating there is no danger for togolese asylumseekers to return to Togo. This letter will also be published as pdf-document on the caravan website www.thecaravan.org best regards caravan hamburg Liebe Freundinnen und Freunde, im Anhang seht Ihr eine kurze Petition an den Petitionsausschuss des deutschen Bundestags zum Stop der Abschiebungen nach Togo und zum Schutz der Diktaturflüchtlinge. Bereits am Montag wurde von einem Aktivisten der Karawane-Hamburg eine ausführliche Petition eingereicht. Um diese zu unterstützen rufen wir alle Personen und Organisationen auf, eine zusätzliche Petition beim Aussschuss des Bundestags einzureichen (dazu kann der angehängte Brief benutzt werden). Es wäre gut, wenn es Leute gäb, die den Text in weitere Sprachen übersetzen können (besonders englisch und französisch), damit die Peittion internationale unterstützung erfährt. Der Brief (Petition) wird als pdf-Dokument auf der Karawane website veröffentlicht sein. www.thecaravan.org beste Grüße Karawane-Hamburg ----- +++++++++ Eng / Dt. Support the Petiton letter to stop the deportations to Togo Find the similar Petiton letter in English and Deutsch The Petiton letter to the German Parliament (Petitionsauschuss) To: Deutscher Bundestag Petitionsauschuss http://thevoiceforum.org/node/369 <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< WELTWEIT <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 22 Hamas-Effekt im Nordirak von: wadi.wien at gmx.at ================================================ Quelle: Die Furche Nr. 13/30. März 2006 Hamas-Effekt im Nordirak Seit 15 Jahren regieren kurdische Parteien den Nordirak: zivilgesellschaftliche Initiativen blühen - und dennoch: der Österreicher Karim Qadir wurde wegen "Entehrung der kurdischen Führung" verurteilt. VON MARY KREUTZER “Kurdische Tyrannen, verschwindet!" - so titelte jüngst die renomierte und unabhängige kurdische Wochenzeitschrift Hawlati. Der Journalist Hawez Hawezi forderte in seinem Artikel die beiden großen kurdischen Parteien PUK (Patriotische Union Kurdistans) und KDP (Kurdische Demokratische Partei) auf, sich aus der Regierung zurückzuziehen oder aber das Land zu verlassen. Die korrupten Machenschaften der kurdischen Funktionäre seien ein Schlag ins Gesicht der verarmten Bevölkerung, ihre politische Unfähigkeit nicht mehr tragbar. Kurz nach Veröffentlichung jener Zeilen wurde Hawez Hawezi prompt drei Tage inhaftiert, ein Prozess wegen “Diffamierung" erwartet ihn. Ann Cooper, Direktorin der New Yorker Journalistenvereinigung CPJ forderte indes die kurdischen Gerichte dazu auf, den Fall sofort ad acta zu legen. “Statt einen Journalisten zu verfolgen, der seinen Job macht, sollte lieber nach jenen Polizeikräften gefahndet werden, die Hawez Hawezi während seiner Verhaftung misshandelten." Die Kurdischen Behörden zeigten mit ihrem Vorgehen, dass ihr guter Ruf bezüglich Toleranz und freier Medien unverdient sei, so Cooper. Modern Times in Kurdistan Als 1991 Saddams Truppen den Ölstaat Kuwait überfielen und durch das Eingreifen der Alliierten der zweite Golfkrieg ausgelöst wurde, konnten sich die Kurden im Norden des Irak durch die Einrichtung einer Schutzzone vor den Klauen des Regimes retten. Während der Aufstand der schiitischen Bevölkerung im Südirak brutal niedergeschmettert und bis zur Befreiung im April 2003 in Saddams “Republik der Angst" verbleiben musste, wird der Nordirak seit nunmehr 15 Jahren von den Parteien Jalal Talabanis und Marzud Barzanis regiert. Unzählige ExilirakerInnen, darunter vor allem AkademikerInnen, Intellektuelle und Geschäftsleute, kehrten zurück in den Norden, um sich am Aufbau eines demokratischen und freien Iraks zu beteiligen. In dieser Zeit entwickelten sich eine reiche und bunte Mischung an zivilgesellschaftlichen Initiativen: Frauenhäuser und Frauenzentren, Schreibwerkstätten und Computerkurse für Häftlinge, Kampagnen gegen Weibliche Genitalverstümmelung in den ländlichen Regionen, Künsterateliers, NGOs, die für Kinderrechte kämpfen, unabhängige Zeitschriften und Radiosender, humanitäre nationale und internationale Hilfsorganisationen, u.v.m. Parallel zum wirtschaftlichen Aufschwung entstand durch diese Initiativen erstmals seit über 30 Jahren Diktatur die Möglichkeit, öffentlich Kritik an den herrschenden Verhältnissen zu üben. Doch einige kurdische Politiker tun sich schwer diese Entwicklungen mitzuvollziehen und fürchten um die Pfründe der Macht. Österreicher in Haft Karim Sayid Qadir ist österreichischer Staatsbürger und sitzt seit nunmehr fünf Monaten in einem Gefängnis der nordirakischen Stadt Erbil. Im Oktober 2005 hatte er in einem offenen Brief seine Rückkehr in die ehemalige Heimat angekündigt. In diesem Schreiben kritisiert er nicht nur die verbreitete Korruption, er sparte auch nicht mit Beleidigungen und absurden Vorwürfen - u.a. sei Marsoud Barzani ein KGB-Agent und sein Sohn ein Zuhälter. Kurz nach seiner Ankunft war Qadir verschollen, um Tage später hinter den Gittern des Gefängnisses in Arbil wieder aufzutauchen. Es kam zu einem Schnellverfahren samt Verurteilung: 30 Jahre Haft wegen “Entehrung der kurdischen Führung und ihres Kampfes". Nur durch internationalen Druck und dem Engagement seiner FreundInnen und Familienangehörigen kam es zu einer Neuverhandlung. Am 26. März 2006 wurde das Urteil gesprochen: 18 Monate Haft. Qadirs Gesundheit ist nach wiederholten Hungerstreiks angeschlagen, sein Anwalt will das Urteil anfechten. Doch der Unmut über die Missstände im Lande und über die korrupte Verwaltung und wächst nicht nur unter Intellektuellen, wie die jüngsten Ereignisse in Halabja zeigen. Proteste in Halabja “Schande über den Mob von Halabja!", schreibt der Blogger Vahal Abdulrahman in seinem erbosten Kommentar auf KurdMedia.com. Doch Hunderte von Mails und Artikeln namhafter und unbekannter Kurden und Kurdinnen widersprechen ihm und finden viel mehr, dass die Regierung sich schämen sollte. Welcher Mob? Was ist in Halabja passiert? Dort, wo bis zum 16. März 2006 das imposante Halabja Memorial Museum die Einfahrt in die irakisch-kurdische Stadt prägte, sind heute nur noch die ausgebrannten Grundmauern des Gebäudes zu sehen. Die Gedenkstätte, errichtet und finanziert von der Kurdischen Regionalregierung, wurde am 18. Jahrestag des Giftgasangriffes auf Halabja von einer Menge aufgebrachter Menschen gestürmt und in Brand gesetzt. Auch jenes Schild, das Tausende Male von ausländischen Journalisten oder irakischen Rückkehrern fotografiert wurde und zum Symbol für Halabja geworden war: “Baathisten ist der Eintritt verboten", wurde zertrampelt. Doch entgegen allen Beteuerungen seitens der kurdischen Behörden, dies sei das Werk “fremder Kräfte", “völlig Unbekannter", versichern Journalisten, die Augenzeugen jener Demonstration vom 16. März wurden: Es waren Überlebende und Angehörige der Opfer des Giftgasangriffes von 1988 auf Halabja, die den Protestzug von einigen Tausend Menschen anführten. “Seit Monaten verlangen die Leute hier von der Regierung, ihre Forderungen nach Entschädigung der Opfer, nach sozialen und wirtschaftlichen Projekten und den lange versprochenen Wiederaufbau endlich umzusetzen, andernfalls würde niemand sie davon abhalten, die offiziöse und ritualisierte Gedenkfeier im Halabja Memorial Museum zu stürmen. Warten auf Entschädigung Die Stadt versinkt in Armut, doch die Behörden stellten sich taub und blind", sagt Fallah Mordakhin, ein Jurist aus Halabja und Mitarbeiter einer deutsch-österreichischen Hilfsorganisation, die in Halabja ein Frauenzentrum und einen unabhängigen Radiosender unterstützt. Er selbst überlebte als Kind den Giftgasangriff in den Berghöhlen an der irakisch-iranischen Grenze. Der Saldo der Antiregierungs-Demonstration ist erschreckend: ein jugendlicher Teilnehmer wurde erschossen, Duzende teils schwer verletzt. Man spricht von über Hundert Inhaftierten, die genaue Zahl weiß niemand.Das Fotomaterial der Kameraleute, welche die Geschehnisse in Halabja dokumentiert hatten, wurde trotz zahlloser Proteste konfisziert. In einem offiziellen Statement ließ man drohend wissen, dass die Filme zu neuen Verhaftungen führen könnten. Profiteure des Aufruhrs Die verschwörungstheoretischen Vermutungen, dass die Ausschreitungen von “Iranern" und “Islamisten" geplant wurden, muten umso absurder an, wenn man erfährt, dass Mariwan Halabjaee einer der Organisatoren der Proteste war. Sein Buch “Sex, Sharia und Frauen in der Islamischen Geschichte", welches vor wenigen Monaten veröffentlicht wurde, sorgte für Aufregung unter den Islamisten. Seitdem wird Halabjaee mit Morddrohungen konfrontiert. Auch wenn islamistische Gruppierungen nichts mit den Unruhen zu tun hatten, so versuchen sie selbstredend vom Unmut der Bevölkerung gegen die Regierung zu profitieren. Daban Shadala ist Vetreter der PUK in Österreich und repräsentiert jenes moderne Segment, das für eine Öffnung und eine Demokratisierung der Parteistrukturen eintritt. “Ich befürchte einen HAMAS-Effekt im Nordirak, wenn das hier so weitergeht. Nicht nur entäuschte und verärgerte Wähler könnten zu den Islamisten überlaufen, auch verlieren wir eine junge, gebildete und aufstrebende Schicht, die in unserer Parteien keine Chance haben, weil sie nicht zur “richtigen" Familie gehören." Es ist nicht das erste Mal, dass sich Kurdinnen und Kurden für ihre wirtschaftlichen und sozialen Interessen gegen die Regionalregierung organisieren. Bereits im September 2005 war es im nordirakischen Kallar zu sozialen Unruhen gekommen, einige Forderungen der Protestierenden wurden anschließend erfüllt. “Auch das ist der neue Irak, trotz aller Rückschritte", meint der Jurist und Menschenrechtsaktivist Fallah Mordakhin. “Bis zur Befreiung im April 2003 herrschten in den Bergen hinter Halabja noch islamistische Terrorbanden. Wer damals demonstrierte, dem wurde der Kopf abgehackt." ------------------------- Die Autorin ist Vorstandsmitglied der im Irak tätigen Hilfsorganisation WADI. ================================================ 23 US-Basis Diego Garcia: Rückkehr vertriebener Ureinwohner nur für einen Tag erlaubt von: hans.bogenreiter at gfbv.at ================================================ GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEERKLÄRUNG, Göttingen, den 31.03.2006 Großbritannien und US-Militär contra Menschenrechte im Indischen Ozean US-Basis Diego Garcia: Vertriebene Ureinwohner dürfen für nur einen Tag zurückkehren Als "erschreckendes Beispiel dafür, wie Menschenrechte Militärinteressen untergeordnet werden", hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Freitag die Entscheidung britischer Behörden bezeichnet, vertriebenen Ureinwohnern für nur einen Tag die Rückkehr auf die Chagos-Inseln zu gestatten. Die britische Kolonialregierung hatte die Urbevölkerung 1966 vertrieben, um dort gemeinsam mit den USA den Luftwaffenstützpunkt Diego Garcia einzurichten. Der Chagos-Archipel umfasst sechs Atolle mit mehr als 600 kleinen Inseln. "Es ist skandalös, dass der EU-Staat Großbritannien die 2.000 Ureinwohner mit allen Mitteln an einer dauerhaften Rückkehr in ihre Heimat hindert, obwohl das Höchste Gericht in London im November 2000 die Vertreibung der Tschagosianer für illegal erklärt hat", kritisierte die GfbV am Freitag. Nach dem Willen der Behörden des British Indian Ocean Territory (BIOT) dürfen 100 Ureinwohner nach mehrjährigen Verhandlungen in der kommenden Woche aus humanitären Gründen je einen Tag auf drei der Inseln verbringen. Es werde wahrscheinlich ihr letzter Besuch auf den Inseln sein, auf denen sie geboren wurden und auf denen ihre Vorfahren seit dem 18.Jahrhundert lebten. Die Tschagosianer wehren sich seit mehr als zwanzig Jahren vor britischen Gerichten gegen ihre Vertreibung, obwohl sie und die Regierung des benachbarten Inselstaates Mauritius mit 14,5 Millionen Pfund von Großbritannien entschädigt wurden. Auf Mauritius leben inzwischen die meisten der Vertriebenen. Eine dauerhafte Rückkehr müsse nicht automatisch die Schließung der Militär-Basis Diego Garcia bedeuten, da der Luftwaffenstützpunkt mehr als einhundert Kilometer von den Chagos-Inseln entfernt sei und sie seine Sicherheit nicht gefährdeten, argumentieren die Ureinwohner. Doch London lehnt jede dauerhafte Rückkehr kategorisch ab. Heute sind in Diego Garcia vor allem US-Militärs stationiert. Der Stützpunkt hat nicht nur zentrale Bedeutung bei der Überwachung der Seewege im Indischen Ozean, sondern auch für den US-Militäreinsatz im Irak und in Afghanistan. Im August 2003 wurde bekannt, dass die USA auf Diego Garcia ein Gefangenenlager nach dem Vorbild von Guantanamo Bay unterhielten und dort mutmaßlich El-Kaida-Terroristen festhielten. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ================================================ 24 Time for an Amnesty for all 'irregular' migrants? von: ncadc at ncadc.org.uk ================================================ ------------------------------- NCADC News Service --------------------------------- Time for an Amnesty for all 'irregular' migrants? > "Deporting hundreds of thousands of irregular > migrants, particularly those who have been in > the UK for many years, is simply not feasible or desirable" > An independent think tank, the *'Institute for Public Policy Research' (IPPR), has issued a report called 'Irregular migration in the UK'. In it they say: 'deporting hundreds of thousands of irregular migrants, particularly those who have been in the UK for many years, is simply not feasible or desirable.' > "Nobody likes illegal immigration. And the > subject is a deeply difficult one for > politicians to tackle. But the bare truth is > that we are not going to deport hundreds of > thousands of people from the UK. Our economy > would shrink and we would notice it straightaway > in uncleaned offices, dirty streets and > unstaffed pubs and clubs. So we have a choice: > make people live in the shadows, exploited and > fearful for the future; or bring them into the > mainstream, to pay taxes and live an honest life." Nick Pearce, > Director IPPR. > Backed up with well-reasoned argument, the report should make compelling reading for Charles Clarke, Tony McNulty and especially the Chancellor of the Exchequer Gordon Brown. Simply put, IPPR argue that regularising those already here without papers would economically benefit us all. At present those working without permission may be working for "cash in hand" and only contribute tax revenues through VAT when they buy goods with the money they earn. Having status would allow them to work legally and pay income tax. IPPR estimate that this could put an extra £1 billion a year into the Treasury. Where as the cost of trying to deport those without status might cost around £4.7 billion. Spain, who have regularized their undocumented workers, estimate that their economy benefited to the tune of £750 million last year and expect that to rise to £1,350 million this year. 10.2% of taxes raised each year come from regularized economic migrants. Though they only represent 8.7% of the population, they pay an average of £7,203 compared with £6,861 of the resident population. Not taken into account by the statisticians are the vast numbers of irregular migrants who are on firm's payrolls and pay full income tax. We are more than sure the Inland Revenue are well aware of this and have been for decades but have never complained. IPPR research has been thorough and though not an argument for economic migration, it is a convincing argument that those irregular migrants already here should become _economic residents_. NCADC welcomed the family amnesty but felt it should have been an amnesty for all claiming/failed asylum seekers and irregular migrants in the UK. We hope Charles, Tony and Gordon read the IPPR report, take serious note of its contents and our message to the trio is: >> It is time for an Amnesty for all irregular migrants >> (John O for NCADC) > End of Bulletin: > *The Institute for Public Policy Research (IPPR) is the UK's leading progressive think tank and was established in 1988. Its role is to bridge the political divide between the social democratic and liberal traditions, the intellectual divide between academia and the policy making establishment and the cultural divide between government and civil society. It is first and foremost a research institute, aiming to provide innovative and credible policy solutions. Its work, the questions its research poses, and the methods it uses are driven by the belief that the journey to a good society is one that places social justice, democratic participation, economic and environmental sustainability at its core. http://www.ippr.org.uk/ ------------------------------------------------------------------------ ------------- National Coalition of Anti-Deportation Campaigns (NCADC) 1 Delaunays Road Manchester M8 4QS General enquiries 0121 554 6947 ncadc at ncadc.org.uk http://www.ncadc.org.uk/ ------------------------------------------------------------------------ ------------- <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS/HINWEISE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 25 Newsletter andersrum.gruene.at von: andersrum-newsletter at listen.gruene.at ================================================ ******************************************** Newsletter andersrum.gruene.at mit den neuen Headlines seit 27. 3. 2006 15:17 ********************************************* ******* INHALT ******* - Eine Regierungsschwalbe macht noch keinen Sommer - Demo für ein Gentechnikfreies Europa - "Get Real" bei Film um 6 ***************************************** *** Eine Regierungsschwalbe macht noch keinen Sommer *** 30. März 2006 Bereits im Jänner hat das Europaparlament die Mitgliedsstaaten aufgefordert, Diskriminierungen von Lesben und Schwulen zu beenden. Die österreichische Regierung tut wieder mal: nichts. http://www.gruene-andersrum.at/international/artikel/lesen/5978/ ***************************************** *** Demo für ein Gentechnikfreies Europa *** 30. März 2006 Am 5.4. geht's rund: Eine EU-Konferenz tagt in Wien zum Thema Gentechnik, Bauern und Bäuerinnen und KonsumentInnen aus ganz Österreich protestieren. Komm auch! http://www.gruene-andersrum.at/wien/artikel/lesen/5977/ ***************************************** *** "Get Real" bei Film um 6 *** 28. März 2006 Am 2. April findet im Cinemagic der traditionelle Kinonachmittag statt. Diesmal: die britische Coming-Out-Komödie "Get Real". http://www.gruene-andersrum.at/queer_life/artikel/lesen/5762/ ============================ http://andersrum.gruene.at/ ============================ Diese E-Mail wurde dir geschickt, weil du den Newsletter andersrum.gruene.at abonniert hast. Newsletter abbestellen? E-Mail an: newsletter-andersrum-unsubscribe at listen.gruene.at Fragen? E-Mail an: newsletter-andersrum-request at gruene.at ================================================ 26 CROPfm - Newsletter: Vogelgrippe [31.03.2006] von: tarek at sime.com ================================================ Guten Abend, Die nächste live Sendung ist am 31. März 2006 um 19.00 auf 92.6 Mhz - der Frequenz von Radio Helsinki - im Raum Graz/Steiermark als auch on- line (>> http://helsinki.at/live-stream.php) zu hören. Für Fragen und Kommentare während der Sendung steht Ihnen CROPcom zur Verfügung - der liveChat (>> http://pia.mur.at/croppage/ccd/ccd_fs.htm). Thema der Sendung: Vogelgrippe "Wenn sich das Vogelgrippe-Virus und das humane Infuenza-Virus bei einer Doppel-Infektion im Menschen begegnen und ihren genetischen Code austauschen, wird daraus unweigerlich eine weltweite Epidemie mit vielen Millionen Toten entstehen und nur neue, erst noch unter Milliardenaufwand zu entwickelnde Pharmaprodukte könnten uns retten. So erzählen uns zumindest die Politiker, Gesundheitsbehörden und Mikrobiologen. Doch für diese Hypothese gibt es keinerlei nachvollziehbare Beweise." (>> http://www.impfkritik.de/vogelgrippe/ index.php) In der kommenden Sendung werden Hans Tolzin und Dr. Johann Loibner über die teilweise bizarren Reaktionen auf das H5N1 Virus und andere Pandemien sprechen. Cui bono? Weiters werden wir auf die aktuelle Situation rund um das gegen Dr. Loibner laufende Verfahren eingehen (Hintergründe >> http://cropfm.mur.at/resources/loibner/Hintergrund- diszi.rtf). Siehe auch Sendung "Impfumgen" vom 01.10.2004 >> http:// cropfm.mur.at/past_shows.htm#impfungen Vogelgrippe: Was sind die Fakten? >> http://www.impfkritik.de/grippe/ Telefongäste zur Sendung: Dr. Johann Loibner (Arzt für Allgemeinmedizin, website >> http:// dr.loibner.net/) Hans U. P. Tolzin (Autor und Verleger, website >> http://www.tolzin.de/) Lieber Gruß, Tarek Al-Ubaidi _______________________________________________ CROPfm website >> http://cropfm.mur.at Past Shows Sektion >> http://cropfm.mur.at/past_shows.htm ================================================ 27 [kanalb.at] kanalB.at video: Arbeitsbedingungen bei Nestlé Kolumbien von: webmaster at kanalB.org ================================================ titel des videoclips: Arbeitsbedingungen bei Nestlé Kolumbien --: - beschreibung: 01.04.2006, Bogotá Die Präkarisierung der Arbeitsbedingungen bei Nestlé Columbien wird zur Anklage gebracht. Eine Vertreterin der Vereinigung der Arbeitsrechts-AnwältInnen beschreibt die drastischen Lohnsenkungen und Verschlechterung der Arbeitsbedingungen in den letzten 10 Jahren. ---: - kategorie: schnipsel ----: - clipinfo: http://austria.kanalb.org/clip.php?clipId=1358 --------------: - laenge: 3 min team: kanalB erstellt: 2006-04-02 format: rm datenmenge: 5 MB ---------: - weitere clips zum thema TPP Sektion Kolumbien: http:// austria.kanalb.org/topic.php?clipId=160 -----------------: - kanalB ersetzt herkoemmliches fernsehen: http://austria.kanalb.org _______________________________________________ clips_kanalb_at mailing list clips_kanalb_at at kanalB.org http://kanalB.org/cgi-bin/mailman/listinfo/clips_kanalb_at ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Montag http://www.mund.at/butt/Termine/April/0304.htm Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/April/0404.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/April/0504.htm .htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: So, 22.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Wed Apr 5 05:53:03 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Tue, 4 Apr 2006 23:53:03 -0400 Subject: widerst@nd mund: Mittwoch, 5. April 2006 Message-ID: <1146562207.20060404235303@nessizius.com> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund Mittwoch, 5. April 2006 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 europas zukunft Von: bernhard redl ================================================ ================================================ BAWAG - ÖGB ================================================ ================================================ 02 AUFRUF ZUM PROTEST: 1,3 Millionen ÖGB-Mitglieder sollen entscheiden! 6.April: Protest gegen den Abbau der Demokratie im ÖGB Von: Sozialistische LinksPartei ================================================ 03 KI-Presseaussendung: Der Hundstorfer-Putsch Von: Helmuth Fellner ================================================ 04 GLB/ÖGB/Bundeskongress/Demokratieverständnis Von: Furtlehner Leo ================================================ 05 Werkstatt-Rundbrief 10-2006 Von: Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================ 06 Bawag-Verkauf: Nicht uebereilt, aber moeglichst schnell Von: akin ================================================ 07 GLB/Arbeitsmarkt/Arbeitszeitverkürzung Von: Gewerkschaftlicher Linksblock ================================================ ================================================ ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE ================================================ ================================================ 07 EU/Dienstleistungsrichtlinie/Demonstration/Graz Von: KPÖ Steiermark ================================================ 08 8. April - Welttag der Roma Von: Ljubomir Bratic ================================================ 09 8.4. protestumzug anläßlich des eu wirtschafts- und finanzministerInnentreffens Von: Renate Vodnek ================================================ 10 Absage aller AUF-Termine! Von: AUF Eine Frauenzeitschrift ================================================ 11 Integrationskonferenz gegen Fremdenrechtspaket Von: office at asyl-in-not.org ================================================ 12 Ankündigung: Internationales Symposium "Frauen im KZ Mauthausen", 4. Mai 2006 Von: Kurt Krickler ================================================ ================================================ MAYDAY ================================================ ================================================ 13 Euromayday in Wien (+ andere Maidemos) Von: akin ================================================ 14 1. Mai 2006 - Gemeinsam Widerstand! Von: akin ================================================ ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ 14 Neues von der Post Von: akin ================================================ 15 Tumulte am Flohmarkt Von: akin ================================================ 16 KPÖ/Bundesheer/Aufrüstung/Armut Von: KPÖ-Kommunikation ================================================ 17 Wir muessen sparen ..... Von: Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering ================================================ 18 Andere EU Von: akin ================================================ 19 Schickt sie zum Teufel! Von: akin ================================================ 20 Aktionen zur EU-Jugendministerkonferenz in Bad Ischl (29.-30.3.) Von: akin ================================================ ================================================ INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ================================================ ================================================ 21 Todesstrafe fuer Sprayer? Von: akin ================================================ 22 [gipfelsoli] St. Petersburg Von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ 23 Enlazando Alternativas 2 Von: akin ================================================ 24 Der Schmaeh mit der EZA-Statistik! Von: akin ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 europas zukunft Von: bernhard redl ================================================ europas zukunft ein wutausbruch in minuskeln sie reden von demokratie und meinen die herrschaft der besseren leute. sie, das sind die da oben. auch wenn es wie ein gemeinplatz klingt, man muss sie sie so nennen. denn sie benehmen sich ja auch so. siehe nur die meldungen der letzten woche: wenn der deutsche exkanzler und jetzige Aufsichtsratsvorsitzender einer deutsch-russischen gas-gesellschaft gerhard schroeder vladimir putin zum garanten fuer die demokratie in russland erklaert oder wolfgang schuessel eine wahlempfehlung fuer den rechtsstaatsdemontierer berlusconi abgibt, stellt sich gar nicht mehr die frage, was diese leute unter demokratie verstehen. demokratie aber, echte demokratie, eine gesellschaftsform, in der das volk nicht nur einfach "buergerbeteiligt" wird, sondern tatsaechlich auf der basis einer guten informationslage die geschicke der gesellschaft lenkt, weil es das wissen und die mittel hat, seine delegierten in den hoeheren etagen zu kontrollieren, ist die grundvoraussetzung fuer ein gutes leben fuer alle. diese demokratie hatten wir noch nie, aber wir waren ihr schon mal naeher. heute bewegen wir uns zurueck hin zu totalitaeren systemen in laengst ueberwunden geglaubten ausmass. der "klassenvertrag", geschlossen mittels "sozialer marktwirtschaft" und sozialpartnerschaft, der dem kapital abgerungen worden ist, weil es sonst zu einer offenen auseinandersetzung mit den sozialen bewegungen gekommen waere, die fuer das kapital schlecht haette ausgehen koennen, wird gekuendigt. dieses jugendarbeitsprekarisierungsgesetz in frankreich ist ein gutes beispiel. es gibt ein jugendarbeitsproblem? na dann muessen wir schauen, dass es den jugendlichen schlechter geht, damit sie sich leichter ausbeuten lassen koennen. in deutschland macht die politik nichts anderes -- die verschlechterungen von rot-gruen werden von schwarz-rot weiter verschaerft: die problematik wird der familie umgehaengt -- wer unter 25 ist und arbeitslosengeld II (also notstandsunterstuetzung) bezieht, muss weiterhin bei den eltern wohnen. ziehen er oder sie aus, ist das geld weg. sinn und zweck der aktion? druck durch das elternhaus zu erzeugen, um auch noch den miesesten job anzunehmen? oder der versuch, menschen noch laenger im kindesstadium zu halten; die rechtskommunitaristische wiedererschaffung des familienverbandes? oder was? die proteste von unten werden staerker -- bisweilen sind sie klar politisch artikuliert, wie die jetzigen demos in paris. zum teil ist es aber auch ein nicht erklaerter aufstand ghettoisierter jugendlicher, wie die unruhen in den auslaendervierteln der franzoesischen hauptstadt oder auch die gewalttaetigkeiten in einer hauptschule in berlin-neukoelln, wo voellig perspektivenlose schueler ihre schule unfuehrbar machten. wenn man unsere metropolen segregiert in reiche viertel und unterschichtsgegenden und dann auch noch die kinder derjenigen, die als putzlappen der nation verwendung finden, in schulen konzentriert, die als bildungspolitische sackgassen konzipiert sind, darf man sich nicht wundern, wenn diese kids aggressiv werden. was faellt der politik ein? "multi-kulti ist gescheitert" hoert man dann -- ja, so betrachtet stimmt das, wenn man unter multikulti versteht, den nord-sued-konflikt in verkleinertem massstab in unseren grossstaedten nachzubauen. es ist dabei voellig egal, wer an der regierung ist. in frankreich sitzt eine buergerliche regierung, in deutschland loeste schwarz-rot rot-gruen ab, in italien hat auch die letzte olivo-regierung den sozialstaat abzubauen begonnen, damit berlusconi fortsetzen konnte, und in oesterreich hat rot-schwarz nicht nur mit den verschaerfungen im sozialbereich angefangen, sondern auch all diese privatisierungen auf die schienen gesetzt, die jetzt exekutiert werden. die politische klasse hat jedes interesse an den leuten verloren, die sie mehrheitlich waehlen sollen. soziale konflikte interessieren sie nicht, solange sie nicht ihre eigentliche klientel, das grossbuergertum und die managerklasse veraergern -- schliesslich gehen sie tag fuer tag mit dieser klasse um und wenn es mal mit der politik nicht mehr klappen sollte, winken hochdotierte posten in diesem bereich. das wird noch eine weile so weiter gehen. wir werden eine neue art des faschismus erleben -- ein "pluralistischer" faschismus ohne SA und mit nur wenig meinungsunterdrueckung, weil die ueberflutung mit propaganda so stark sein wird, dass man die nebengeraeusche locker ueberdecken kann. und diese propaganda sieht so aus, dass man total meinungsvielfaltsorientiert oeffentlich darueber diskutiert, wie man den goettergleichen kapitalismus moeglichst effektiv gestalten kann, damits "der wirtschaft gut geht". fuer die paar, denen aber doch noch auffaellt, dass es ihnen nicht gut geht, gibts die haiders, straches, le pens und blochers, die einen protest formulieren, der aber leider halt auch systemgefaellig ist. und selbst wenn das alles noch nicht reicht und sogar die gewerkschaften nicht mehr in der lage sind, organisierte proteste zu kanalisieren, dann muss man halt doch den polizeiknueppel einsetzen und im uebrigen das ganze ignorieren -- denn ein paar demos tun ja niemandem wirklich weh. man erinnere sich nur an finanzminister grasser, der vor laufenden kameras ueber eine demo gegen die postprivatisierung amikal zu einem gewerkschafter meinte: "na, und wann kommts ihr morgen vorbei?" -- ganz so als wollte er ihn zu kaffee und kuchen einladen... einstweilen bricht die gesellschaft auseinander und die angehoerigen der verbitterten, weil marginalisierten mehrheit in ihrer voelligen ideologischen desorientiertheit vereinzeln in den meisten faellen. und wenn diese masse doch einmal wuetend wird, dann wuetet sie blind. wir brauchen uns keine hoffnungen zu machen: die politischen proteste derzeit in paris werden leider nicht die regel werden. nein, die brennenden autos in den auslaendervororten dort, die gewalttaetigkeiten in der neukoellner schule oder das auslaenderfeindliche mobbing von verkleinbuergerten proletarieren und frustrierten polizisten hierzulande -- das ist europas zukunft. *bernhard redl* ================================================ BAWAG - ÖGB ================================================ ================================================ 02 AUFRUF ZUM PROTEST: 1,3 Millionen ÖGB-Mitglieder sollen entscheiden! 6.April: Protest gegen den Abbau der Demokratie im ÖGB Von: Sozialistische LinksPartei ================================================ Ein Aufruf der Sozialistischen LinksPartei (SLP) Donnerstag, 6. April, um 9.15 Uhr Kundgebung vor dem ÖGB-Bundesvorstand "Die Mitgliedschaft muss entscheiden - nicht abgehobene Bürokraten" Wien 4, Plößlgasse 15 (vor der Gewerkschaft Metall-Textil, Nähe Arbeiterkammer, erreichbar über U1-Taubstummengasse bzw. Strassenbahnlinie D) Die Ereignisse überschlagen sich: Bawag-Skandal - Verzetnitsch-Rücktritt - Ankündigung des Bawag-Verkaufes - Absage des für 19. Juni geplanten ÖGB-Kongresses Der wirkliche Skandal: Die Mitgliedschaft wird nicht gefragt, sondern einen Handvoll ÖGB-Bürokraten entscheiden über unsere Köpfe hinweg. Die Gewerkschaft ist in Gefahr: Die ÖGB-Führung führt unsere Gewerkschaft in den Abgrund. Sie fällt Entscheidungen auf Druck durch Regierung und Unternehmer. Die Interessen der Gewerkschaftsbasis sind ihnen egal. Regierung, Unternehmer und Gewerkschaftsfeinde (FPÖ!) wollen die Gewerkschaft schwächen. Sie wollen die nächsten neoliberalen Angriffe auf Arbeitsbedingungen, Löhne und Sozialleistungen gegen noch weniger organisierten Widerstand durchsetzen. Wir müssen gemeinsam die notwendige Verteidigung der Gewerkschaft auf die Beine stellen: das bedeutet einen Bruch mit ihrer bisherigen Führung und dem sozialpartnerschaftlichen Kuschelkurs. Wir fordern: * Abhaltung des für 19. Juni geplanten ÖGB-Kongresses. Dort müssen BetriebsrätInnen und GewerkschaftsaktivistInnen über die künftige Ausrichtung des ÖGB und die künftige Führung entscheiden. * Gewerkschaften sind Kampforganisationen. Schluss mit dem sozialpartnerschaftlichen Kuschelkurs. * Einkommensdeckelung für alle Gewerkschaftsfunktionäre und -funktionärinnen bei 2.400 Euro (österreichisches Durchschnittgehalt lt. Arbeiterkammer). * Jedes Gewerkschaftsmitglied soll für alle Funktionen wähl- und abwählbar sein. * Über die Zukunft der BAWAG müssen die Mitgliedschaft des ÖGB und die BAWAG-Beschäftigten entscheiden - und nicht in alter Unsitte der Vorstand. Da nicht zu erwarten ist, dass die jetzige ÖGB-Führung zu einem grundlegenden Kurswechsel bereit ist, ist es notwendig, einen Kandidaten bzw. eine Kandidatin der Gewerkschaftsbasis aufzustellen, der/die für diese Punkte eintritt. Informationen unter 0650-424 63 10 ================================================ 03 KI-Presseaussendung: Der Hundstorfer-Putsch Von: Helmuth Fellner ================================================ Kommunistische Initiative - Presseaussendung Der Hundstorfer-Putsch Der als Interims-ÖGB-Präsident gehandelte Chef der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten Rudolf Hundstorfer hat mit einem Ochsenhandel sein Definitivum erreicht. Mögliche Nachfolge-Kämpfe zwischen Katzian (GPA), Haberzettel (GdE) und Hundstorfer sind vertag, auf die Zeit nach den Nationalratswahlen. Beschlossen wurde dies bei einer Sitzung der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG) mit den FCG-Granden Fritz Neugebauer und Karl Klein als Beiwagerl, die kleineren, kritischeren Fraktionen AUGE und GLB wurden ganz ausgeklammert. Die zahlreichen partei- und fraktionslosen ÖGB-Mitglieder und Betriebsräte hatten im ÖGB sowieso nicht einmal etwas mitzuhusten, obwohl sie wahrscheinlich schon die größte „Fraktion“ wären. So schaut das aus mit dem überfraktionellen ÖGB. Gleichzeitig wurde der für Juni geplante Sonderkongress des ÖGB abgesagt. Damit die möglicherweise dort vorgebrachten Interessen der vielzitierten Basis an einem überparteilichen, ausschließlich den Interessen der ArbeitnehmererInnen und Gewerkschaftsmitglieder verpflichteten, ja vielleicht endlich kämpferischen ÖGB nur ja nicht die wahlkämpfenden ÖGB-Bonzen und ÖGB-Privilegienritter stört. Einmal mehr zeigt sich an dieser Vorgangsweise, dass mit der derzeitigen ÖGB-Spitze (eigentlich müsste es ÖGB-Stumpf heißen) und mit den Spitzen der Teilgewerkschaften keine positiven, an den Interessen der Lohnabhängigen orientierten Reformen im ÖGB möglich sind. Nur durch mehr Druck von unten und vor allem von links kann sich etwas rühren. Und es muss sich etwas rühren, sonst sind wir ArbeitnehmerInnen weiter verraten und verkauft. Es zeigt sich aber auch, dass die Fragen des Verkaufs der BAWAG und nicht zuletzt auch die Diskussionen um einen Verbleib der Bank beim ÖGB im Grunde von den wirklich notwendigen Diskussionen, ja Auseinandersetzungen im ÖGB nur ablenken: Der ÖGB muss zu einer Kampf- und Widerstandsorganisation der Lohnabhängigen werden, zumindest in Fragen der Löhne und Gehälter, der Pensionen und der Arbeitsverträge. Das ist nur durch ein deutliches Abrücken vom bisherigen sozialpartnerschaftlichen Stillhalten, nur durch Arbeitskampf und Streiks möglich. Hundstorfer ist ein klassischer Vertreter des alten Sozialpartnerfilzes, er ist ein klassischer Gewerkschaftsbonze und Privilegienritter. Hundstorfer ist in der Gemeinde Wien eher als Arbeitgeber- denn als Arbeitnehmervertreter bekannt. Jetzt sind Initiativen notwendig, damit möglichst bald über eine Neuorientierung, ja eigentlich einen Neuanfang des ÖGB diskutiert wird, in allen Fachgewerkschaften, in Fach- und Ortsgruppen, in Betriebsratskörperschaften, in den Betrieben. Die österreichische Gewerkschafts- und Arbeiterbewegung darf nicht endgültig auf den Hundstorfer gekommen sein. Die Gewerkschaften müssen sich wieder deutlich und - wenn nötig - mit allen Kampfmaßnahmen für höhere Löhne und Gehälter, für menschenwürdige Pensionen, für soziale Rechte und für Demokratie und Mitbestimmung in den Betrieben einsetzen. Für einen ÖGB der ArbeitnehmerInnen, nicht der Bonzen ! Klassenkampf statt Sozialpartnerschaft ! Kontakt: Kommunistische Initiative (KI) Post : p.a. Salon Uhudla, Phorusgasse 7, 1040 Wien Telefon: Helmuth Fellner 971 02 67 e-mail: helmut.fellner at chello.at Homepages: www.kominform.at und www.kommunisten.at ================================================ ================================================ 04 GLB/ÖGB/Bundeskongress/Demokratieverständnis Von: Furtlehner Leo ================================================ Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110 Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 - Mail glb at aon.at – Web www.glb.at – Ausgabe vom 4. April 2006 Großkoalitionärer Deal auf Kosten der Überparteilichkeit Warum fusionieren FSG und FCG nicht zur Einheitsfraktion? Eine Verhöhnung jeglichen elementaren Demokratieverständnisses und Ignoranz gegenüber den kleinen Fraktionen sowie den einfachen Gewerkschaftsmitgliedern ist die von der FSG-Mehrheit im ÖGB beschlossene Absage des außerordentlichen Bundeskongresses, kritisiert die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB). Der interimistische Präsident Rudolf Hundstorfer wird damit bis 2007 zum geschäftsführenden und darüber hinaus wahrscheinlich zum Dauerpräsidenten. Ein dezidierter SPÖ-Parteipolitiker und Multifunktionär als verlängerter Arm des Wiener Bürgermeisters Häupl wird an die Spitze des überparteilichen ÖGB gehievt, ein politischer Betonierer wird zementiert. Damit demonstriert die FSG-Mehrheit im ÖGB nicht nur, dass sie mehr denn je nach den Parteiinteressen der SPÖ handelt, sondern macht durch die demonstrative Einbeziehung der FCG auch deutlich, dass der ÖGB immer deutlicher Kurs auf eine große Koalition nach der Nationalratswahl nimmt: „Warum fusionieren FSG und FCG nicht überhaupt zu einer sozialpartnerschaftlichen regierungstreuen Einheitsfraktion“, fragt GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger. Indizien für einen sozialpartnerschaftlichen großkoalitionären Deal sind etwa, dass Verzetnitsch-Nachfolger Hundstorfer schon WKÖ-Präsident Christoph Leitl seine Aufwartung machte, bevor er überhaupt vom Bundesvorstand interimistisch gewählt wurde. Leitl wiederum begrüßte die Bestellung Hundstorfers bis 2007 auf das Wärmste und sieht ihn als kongenialen Nachfolger Verzetnitschs und verlässlichen Sozialpartner, mahnt aber präventiv „Mut zu notwendigen Veränderungen“ ein. Hinter der von Hundstorfer als „Zeit für Neustrukturierung" argumentierten Absage des bereits beschlossenen außerordentlichen Kongresses steckt vielmehr die Absicht, eine wirkliche Reform des ÖGB im Sande verlaufen zu lassen. Bis Herbst 2007 ist soviel Wasser die Donau hinuntergeflossen, dass alle notwendigen Reformansätze weggeschwemmt werden. Für eine wirkliche Reform des ÖGB wäre ganz im Gegensatz zur aktuellen Entwicklung eine Loslösung aus den parteipolitischen Fesseln notwendig. Der GLB sieht sich daher auch in seiner Forderung nach einer Urabstimmung über den Verkauf der BAWAG bestätigt: „Nur wenn die Gewerkschaften ihre Mitglieder ernst nehmen, haben sie Zukunft“, so Antlanger. Mit parteipolitischen Ho-Ruck-Entscheidungen und Fortsetzung der Tradition der Multifunktionen mit entsprechend hohen Privilegien wird das Vertrauen in den ÖGB weiter geschwächt. ================================================ 05 Werkstatt-Rundbrief 10-2006 Von: Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================ Werkstatt Frieden & Solidarität Waltherstr. 15, 4020 Linz Tel. 0732/771094 Fax 797391 Mail: office at werkstatt.or.at Web: www.werkstatt.or.at Wer diesen Rundbrief nicht mehr erhalten möchte, ersuchen wir um ein E-Mail unter folgendem Link: mailto:mailfriwe-request at friwe.at?subject=unsubscribe Werkstatt-Rundbrief 10-2006 (1) Nicht von BAWAG, sondern von Gusenbauer-SPÖ und Großkapitalvertretern trennen! Für eine Urabstimmung unter den ÖGB-Mitgliedern über den BAWAG-Verkauf! (2) Post/Urabstimmung: Aufruf des Aktionskomitees gegen die Privatisierung der Post: Nein zur Privatisierung! (3) Der (un)heimliche Anschluss geht weiter: Österreichisch-deutsches Großmanöver in den Tiroler Alpen (4) Protestumzug gegen das EU-Wirtschafts- und FinanzministerInnen-Treffen, 8. April, Wien (5) Termine (1) Nicht von BAWAG, sondern von Gusenbauer SPÖ und Großkapitalvertretern trennen! Für eine Urabstimmung unter den ÖGB-Mitgliedern über den BAWAG-Verkauf! Die hochspekulativen Geschäfte der BAWAG, bei denen eine Milliarde Euro in der Karibik versenkt wurden, sind ein unerhörter Skandal, genauso wie die Tatsache, dass mit dem Streikfonds der Gewerkschaft dafür gehaftet wurde. Diese Liste an Ungeheuerlichkeiten rund um die BAWAG lässt sich fortsetzen: die BAWAG übernahm die Zwischenfinanzierung für den Eurofighter-Ankauf, im Aufsichtsrat der Gewerkschaftsbank sitzten Großkapitalvertreter wie der (mittlerweile ehemalige) Chef von Siemens Österreich Albert Hochleitner. Der BAWAG-Skandal stellt die Spitze eines Eisbergs dar, denn seit sich die ÖGB-Führung Anfang der 90er Jahre vor den EU-Beitrittskarren spannen ließ, gerät die ÖGB-Politik in immer offenerem Widerspruch zu den Interessen der ArbeitnehmerInnen. Dazu gehört u.a. das vollkommene Versagen des ÖGB beim Widerstand gegen die Privatisierung der Verstaatlichten Industrie, der Bank-Austria und der Post. Dazu gehört, dass im Vorjahr alle ÖGB-Vertreter im Nationarat nach der Gusenbauer-Pfeife tanzten und für die EU-Verfassung gestimmt haben - gegen die eigenen Gewerkschaftsbeschlüsse, denn die EU-Verfassung ist nicht nur ein beispielloses Dokument der Militarisierung, sondern zementiert auch den Neoliberalismus in der EU ein. Ausdruck dafür ist auch, dass der ÖGB-Präsident Verzetnitsch 2004 ein EU-Strategiepapiers mitunterzeichnet hat, das sich für die Totalliberalisierung von Bahn- und Postdiensten, der Finanz- und Dienstleistungsmärkte sowie Lohnzurückhaltung und Schwächung von Kollektivverträgen in der EU ausspricht. Der BAWAG-Skandal muss nun Anlass für eine demokratische Erneuerung des ÖGB an Haupt und Gliedern sein. Die Nacht-und-Nebelentscheidung der ÖGB-Spitze, die BAWAG zu verkaufen, weist in die vollkommen falsche Richtung. Denn es spricht überhaupt nichts dagegen, dass der ÖGB eine Bank hat, die die wirtschaftlichen Interessen der ArbeitnehmerInnen vertritt. In diese Richtung müsste die BAWAG nun geführt werden. Der ÖGB soll sich daher nicht von der BAWAG trennen, sondern von den für die Spekulationsgeschäfte verantwortlichen Managern und Funktionären, von den Rüstungsgeschäften, von den Großkapitalvertretern im Aufsichtsrat und - last but not least - von der SPÖ-Führung um Gusenbauer, die für die völlige Unterordnung unter den EU-Kurs von Neoliberalismus und Militarisierung steht. Der Verkauf der BAWAG würde die gewerkschaftsfeindlichen Kräfte in der SPÖ weiter stärken. Die ÖGB-Mitglieder haben ein Recht auf volle Information und Mitbestimmung. Wir fordern daher vom ÖGB-Vorstand, die Entscheidung für den BAWAG-Verkauf sofort rückgängig zu machen und die Entscheidung darüber in einer Urabstimmung den Gewerkschaftsmitgliedern zu übertragen. Mehr Informationen dazu auch in der nächsten guernica (Zeitung der Werkstatt Frieden & Solidarität). Ein Probeexemplar schicken wir gerne kostenlos zu. Mailto: office at werkstatt.or.at (2) Urabstimmung/Post: Nein zur Privatisierung! Aufruf des Aktionskomitee gegen die Privatisierung der Post Beteiligt Euch alle an der Urabstimmung vom 4. bis 7. April! Stimmt mit Nein! Das Verhandlungsergebnis, über das abgestimmt werden soll, ist eine Farce: 51%-Staatsanteil wird bis November 2006 garantiert. Das heißt: Nach der Wahl im November wird der Rest privatisiert werden. Der Sozialplan wird bis 2008 verlängert. Das heißt: Weiterer Arbeitsplatzabbau steht bevor. ÖIAG-Zuschuss für MitarbeiterInnen-Aktien. Das heißt: Mit den Zuschüssen soll die Zustimmung erkauft werden. Sie sind ein Schweigegeld. Vorzugsaktien verhindern weder den Ausverkauf der Post, noch die Vernichtung weiterer Arbeitsplätze. Als „Zuckerl“ hat man in das Angebot einige Punkte dazugepackt, die mit dem Börsegang nichts zu tun haben: Mehraufwand für neue Hausbrieffachanlagen wird abgegoltenErnennung von Beamten bis 2008Verhandlungszusage für eine Pensionskassa Stimmt daher mit Nein und für echte Kampfmaßnahmen gegen die Privatisierung der Post! Denn die Privatisierung bedeutet: - Verlust Eurer Arbeitsplätze - Weitere Postamtsschließungen - Weitere Verschlechterung in der Versorgung mit Postdiensten. Für eine Gewerkschaftspolitik im Interesse der Lohnabhängigen! (3) Der (un)heimliche Anschluss geht weiter: Österreichisch-deutsches Großmanöver in den Tiroler Alpen In der Zeit von 27. März bis 7. April findet in Tirol ein militärisches Großmanöver mit 5.600 SoldatInnen statt. Das als "Peace-Summit" verbrämte Manöver trainiert Kriegseinsätze im Rahmen einer EU-Intervention in einem "rohstoffreichen" Land. Von den 5.600 SoldatInnen kommen 1.400 von der deutscher Bundeswehr, trainiert wird der Gebirgskampf und der Kampf "in bebautem Gelände". Dieses österreichisch-deutsche Manöver dient offensichtlich zur Vorbereitung von Einsätzen jener EU-Schlachtgruppe, bei der in Zukunft österreichische SoldatInnen unter deutschem Kommando weltweit zum Einsatz kommen sollen. Der deutsche Botschafter hat über die Vereinbarkeit dieser Schlachtgruppen mit dem Status der österreichischen Neutralität süffisant bemerkt: "Solange ihr mit uns in den Krieg zieht, ist uns euer Status egal." Dieses Militärmanöver ist nicht nur neutralitätswidrig, es widerspricht auch dem Staatsvertrag, der auf Grund der Erfahrungen des Weltkrieges das militärische Kooperationsverbot mit Deutschland festschreibt. Es bestätigen sich zunehmend die seit vielen Jahren erhobenen Warnung der Werkstatt Frieden & Solidarität, dass die EU zur Hintertür für einen "(un)heimlichen" zweiten Anschluss Österreichs an die wiedererwachten deutsche Großmachtspolitik wird. Österreichische Truppen stehen unter deutschen Kommando am Balkan, bis vor kurzem in Afghanistan und demnächst wahrscheinlich im Kongo, Vertreter der deutschen Rüstungsindustrie sitzen in der ÖIAG und organisieren von dort den Verkauf der verstaatlichen Industrie an deutsche Großkonzerne mit (VA-Tech an Siemens); mittlerweile finden bereits jährlich gemeinsame militärische Großmanöver von Bundesheer und Bundeswehr statt. Am Beginn der österreichischen Ratspräsidentschaft erklärte Kanzer Schüssel devot, dass man den EU-Vorsitz "Hand in Hand mit Deutschland" ausüben werde. Außenministerin Plassnik setzt kaum mehr einen Schritt ohne Rücksprache mit Berlin. Bezeichnend ist, dass in größter Einmütigkeit die Führungen von ÖVP, BZÖ, FPÖ, SPÖ und Grünen nicht einen Ton der Kritik am neutralitäts- und staatsvertragswidrigen Militärmanöver in den Tiroler Alpen finden. Der FPÖ-Rechtsaußen Mölzer freut sich schon seit längerem über die in der EU immer stärker werdende "Achse Berlin-Wien". Günter Reder, Vorsitzender der Werkstatt Frieden & Solidarität: "Neutralitätsgesetz und Staatsvertrag sind die Geburtsurkunden der 2. Republik, weil sie diametral gegen eine neuerliche Verstrickung Österreichs in deutsche Großmachtsambitionen gerichtet sind, für die Österreichs Machteliten immer wieder anfällig sind. Unter dem Dach der EU wird nun in diese unselige Vergangenheit zurückmarschiert. Dafür wird in diesen Tagen in den Tiroler Alpen trainiert. Der sofortige Ausstieg Österreichs aus den verschiedenen militärpolitischen Apparaten der EU - von den Schlachtgruppen bis zur Rüstungsagentur - gehört daher zu den wichtigsten Anliegen der Friedenskräfte in Österreich." Folgende Bücher und Broschüren zu diesem Themen können in der Werkstatt bestellt werden: office at werkstatt.or.at Werkstatt Frieden & Solidarität (Hg.) Auf dem Weg zur EU-Militärprovinz Die Militarisierung Österreichs Die Broschüre zeigt in kompakter Form, wie das politische Establishment Österreich zu einer Militärprovinz einer werdenden militärischen Supermacht EU degradiert. Die Beteiligung Österreichs an der EU-Interventionstruppe und den EU-Schlachtgruppen, die (bisherigen) Auslandseinsätze des Bundesheeres mit Südosteuropa als österreichischem Interessengebiet, die militärische Aufrüstung in Österreich und vieles mehr werden beleuchtet. Broschüre, 44 Seiten, EUR 2,- (exkl. Porto) Gerald Oberansmayr Auf dem Weg zur Supermacht Die Militarisierung der Europäischen Union In der 2. Auflage des Buches „Auf dem Weg zur Supermacht“ sind einige der neuesten Entwicklungen der EU-Militarisierung ergänzt worden: so z. B. das Headline-Goal 2010 als Fahrplan zur weltweiten Kriegsfähigkeit; das sog. „European Defence Paper“, in dem Klartext über die Ziele zukünftiger EU-Kriege gesprochen wird; das Konzept der EU-Schlachtgruppen; die aktuellen „Kerneuropa“-Pläne nach dem vorläufigen Scheitern der EU-Verfassung u. v. m. 144 Seiten, Promedia-Verlag, EUR 9,90 (exkl. Porto) (4) Protestumzug gegen das EU-Wirtschafts- und FinanzministerInnentreffen, 8. April, Wien Am 7. - 8. April 2006 treffen sich die EU Wirtschafts- und FinanzministerInnen in der Hofburg, um über Globalisierung, Finanzmarktstabilität und Finanzdienstleistungen zu diskutieren. Das Gefälle zwischen armen und reichen Regionen in der EU ist bereits stärker als in den USA. Finanz- und Sparprogramme der EU verstärken diese Kluft. Während im Bildungs- und Sozialbereich der Sparwahn der Regierungen und der EU zur Geltung kommt, findet eine massive Steigerung der Rüstungsausgaben für weltweite Militäreinsätze statt. Rekordarbeitslosigkeit, Lohndumping, Abbau von Arbeitsrecht und Sozialstandards auf der einen Seite und Rekordgewinne der Großkonzerne auf der anderen. Dagegen wollen wir protestieren! Samstag, 8.April 2006 Protestumzug mit Verkleidungen, Kostümen, Musikinstrumenten, Aktionen, ... 14.00 - 16.00 Uhr Treffpunkt: Michaelerplatz, 1010 Wien Werkstatt-Infozeitungen "Nein zum Europa der Konzerne und Generäle - Für ein neutrales, solidarisches und weltoffenes Österreich!" können bestellt werden unter office at werkstatt.or.at (Kosten: 10 Cent pro Exemplar, ab 500 Exmpl. 5 Cent pro Exemplar) (5) Termine Freitag, 7. April 2006, 19.30 Uhr Wie realistisch sind sozialpolitische Alternativen in der EU? Referat mit Rudi Reiter anschließend Diskussion und weitere Planungen der Salzburger Werkstatt Frieden & Solidarität Ort: Salzburger Friedensbüro (Platzl 3) Freitag, 7. April 2006, 19 Uhr 10 Jahre sind genug - Alternativen zum EU-Beitritt Podiumsdiskussion mit Tibor Zenker (Kommunistische Initiative), Gernot Boder (Bruchlinien), Gerald Oberansmayr (Werkstatt Frieden & Solidarität) Ort: Gusshausstraße 14/3 Samstag, 8. April 2006, 14 bis 16 Uhr Protestumzug gegen das EU-Wirtschafts- und FinanzministerInnen-Treffen 14.00 - 16.00 Uhr Treffpunkt: Michaelerplatz, 1010 Wien Samstag, 22. April 2006 Demonstration gegen das EU-Wettbewerbstreffen unter dem Motto: "Gegen neoliberalen Wettbewerb – für eine solidarische Gesellschaft" Veranstalter: Aktionsbündnis Solidarität Treffpunkt: 11.30 Uhr beim Grazer Hauptbahnhof; anschließend Demonstrationszug über Annenstraße und Hauptbrücke in die Nähe des Tagungsortes (Grazer Congress). Mittwoch, 26. April 2006, 19 Uhr WIST-Heim (EG), J. W. Kleinstr. 70-72, A-4040 Linz Bildung im Europa der Konzerne Vortrag und Diskussion mit Nele Hirsch (Bundestagsabgeordnete/BRD) Co-Referat: Pädagogisierung als Strategie der Ungleichheit (Elke Renner) Donnerstag, 27. April 2006, 19.30 Uhr Universität Wien (HS 2/NIG), Universitätsstr. 8, A-1010 Wien Bildung im Europa der Konzerne Vortrag und Diskussion mit Nele Hirsch (Bundestagsabgeordnete/BRD) Co-Referat: Pädagogisierung als Strategie der Ungleichheit (Erich Ribolits) Donnerstag, 27. April 2006, 19 Uhr Vor 70 Jahren begann der Spanische Bürgerkrieg Geschichte des Spanischen Bürgerkriegs Vortrag und Diskussion mit ao. Univ. Prof. Dr. Hans Hautmann Büro der Werkstatt Frieden & Solidarität (Waltherstr. 15, 4020 Linz) Donnerstag, 4. Mai 2006, ab 8 Uhr Internationales Symposium "Frauen im KZ Mauthausen" Ort: Johannes Kepler-Universität Linz (Repräsentationsraum G) Anmeldung unter: info at mkoe.at ----------------------------------------------------------------------------------------------- Nein zum Europa der Konzerne und Generäle! Für ein neutrales, solidarisches und weltoffenes Österreich! ================================================ ================================================ 06 Bawag-Verkauf: Nicht uebereilt, aber moeglichst schnell Von: akin ================================================ > Bawag-Verkauf: Nicht uebereilt, aber moeglichst schnell Bei der OeGB-Vorstandsabstimmung ueber den BAWAG-Verkauf gab es durchaus auch Dissenz. Der Stimme enthalten haben sich die Unabhaengigen GewerkschaftenInnen, ein Vertreter der Gewerkschaftsjugend (FSG) und der Vorsitzende der Gewerkschaft Kunst, Medien, Freie Berufe (fraktionslos), dagegen gestimmt haben die Vertreterin des Gewerkschaftlichen Linksblock (GLB) und ein weiterer Vertreter der Gewerkschaftsjugend (FSG). "Wir haben uns im OeGB Bundesvorstand der Stimme enthalten. Weil fuer uns der Beschluss zum Verkauf vor allem unter dem Vorzeichen des politischen Drucks auf den OeGB stattgefunden hat und keine ausreichende Diskussion zu einer moeglichen, neuen Positionierung einer Bank im OeGB-Eigentum stattgefunden hat," erlaeutert Markus Koza, Mitglied der Unabhaengigen GewerkschaftenInnen die Position seiner Fraktion. "Es gibt viele Argumente, die durchaus fuer eine Trennung von Gewerkschaft und Bank sprechen. Die Argumente dafuer liegen – angesichts des BAWAG-Debakels, der unmoralischen Spekulationsgeschaefte und der Verstrickung der ehemaligen OeGB-Spitzen in dieser Causa – auf dem Tisch. Es gaebe allerdings auch genuegend Gruende, eine Neupositionierung der Bank zu versuchen. Und die Chance, diese Neupositionierung als Bank im Sinne der ArbeitnehmerInnen, im Sinne der Foerderung der ‘Realwirtschaft’ zu versuchen, wurde nicht ausreichend verfolgt," so Koza weiter. "Das ist bedauerlich, weil eine Gewerkschaftsbank, die in diesem Sinne agieren wuerde, durchaus ihre Berechtigung haette. Jedenfalls haette dem gestrigen Beschluss eine Diskussion vorangehen sollen -- und ein Beschluss am Ende der Diskussion stehen muessen. Dieser haette dann durchaus auch den Verkauf beinhalten koennen." Notwendig sei nun eine offensive Informationspolitik seitens des OeGB gegenueber seinen Mitgliedern: "Wo bleibt ein Schreiben an jedes Mitglied, wo sich der OeGB fuer das Debakel und Verhalten der Gewerschaftsbank entschuldigt und seine Mitschuld und -verantwortung eingesteht? Wo bleibt ein offensives, transparentes Herangehen an das Thema? Es waere endlich an der Zeit, entsprechende Schritte zu setzen, um wieder Vertrauen bei den Mitgliedern zu gewinnen. Weil -- dass der OeGB mit dem allen nichts zu tun hat und nur das BAWAG-Management boese war, glaubt ohnehin niemand mehr," schliesst Koza. Der Gewerkschaftliche Linksblock (GLB) ist prinzipiell gegen den Verkauf. Karin Antlanger, GLB-Bundesvorsitzende bezeichnete die Vorgangsweise als Panikreaktion und kritisierte, dass der OeGB springt, wenn SPOe-Chef Alfred Gusenbauer den Verkauf der BAWAG verlangt: "Damit wird einmal mehr trotz gegenteiliger Behauptungen bestaetigt, wie sehr die OeGB-Fuehrung am Gaengelband der Parteipolitik der SPOe haengt." Antlanger erinnerte daran, dass bei der tags zuvor stattgefundenen Sitzung des OeGB-Bundesvorstandes uebereinstimmend von allen fuehrenden OeGB-FunktionaerInnen mit Verweis auf die gute wirtschaftliche Situation der Bank festgestellt wurde, dass die BAWAG weiterhin im Eigentum des OeGB bleiben muesse: "Es ist hoechst unglaubwuerdig, wenn ueber Nacht alles anders ist. Den Verkauf einer Bank darf man nicht in einer Viertelstunde entscheiden." Wenn der interimistische OeGB-Praesident Rudolf Hundstorfer erklaert, dass der OeGB weiterhin Partner der BAWAG bleiben werde, dann muss dazu gesagt werden, dass er aber nach einem Verkauf nichts mehr mitzureden hat, wie die Gelder des OeGB kuenftig veranlagt werden. Kritisch eingebracht wurde vom GLB dazu auch, ob das Vermoegen des OeGB wie etwa der Streikfonds kuenftig um den Preis hoher Renditen auch in Ruestungs-, Pharma-, Atom- oder Gentechnikaktien veranlagt werden koennte. Von dem bei der Sitzung anwesenden BAWAG-Chef Ewald Nowotny gab es dazu keine Stellungnahme.Der Argumentation Nowotnys fuer den Verkauf, dass eine Bank immer wachsen muesse und dies mit den Interessen des OeGB unvereinbar sei widersprach Antlanger und wies mit dem Hinweis auf die Rationalisierung im Bankbereich auch Nowotnys Argument zurueck, ein solches Wachstum sichere Arbeitsplaetze. Wie bereits bei der Sitzung am Vortag erklaert, lehnt der GLB den Verkauf der BAWAG ab. Antlanger meinte, eine gewerkschaftseigene Bank muesse nicht alle Geschaefte des "normalen" Bankwesens mitmachen, sie plaedierte dafuer zum Gedanken der seinerzeitigen Arbeiterbank zurueckzukehren. Wie wenig der OeGB sich selbst in seiner eigenen Argumentationsweise auskennt, zeigt ein halboffizielles Argumentationspapier im Frage-Antwort-Stil. Dort heisst es: "Frage: Der OeGB hat immer gesagt, die Ankuendigung eines Verkaufs senkt den Wert des zu verkaufenden Unternehmens. Wird die BAWAG P.S.K. nach den Turbulenzen und Veroeffentlichungen der vergangenen Tage nicht weit unter Wert verkauft werden muessen? - Antwort: Der OeGB wird den Verkauf selbstverstaendlich nicht uebereilen, sondern zum wirtschaftlich guenstigsten Zeitpunkt durchfuehren." Und gleich einen Absatz darunter: "Frage: Warum wird die BAWAG P.S.K. so schnell (so ploetzlich) verkauft? - Antwort: Angesichts der politischen Diskussionen im Vorfeld des Wahlkampfes ist es Ziel des OeGB, die BAWAG P.S.K. schnell aus den Schlagzeilen zu bringen. Der OeGB Bundesvorstand ist sich seiner politischen Verantwortung fuer die Bank, die KundInnen, die Beschaeftigten und den Finanzplatz bewusst und hat daher raschest im Sinne der Ertragskraft der Bank entschieden." Der Widerspruch scheint niemandem aufzufallen... (UG, GLB/akin) * WWWebtip zum Thema Die KPOe sammelt Unterschriften fuer eine OeGB-Urabstimmung ueber den BAWAG-Verkauf: http://www.kpoe.at/cgi-bin/petition.cgi?p=oegbbawag ================================================ 07 GLB/Arbeitsmarkt/Arbeitszeitverkürzung Von: Gewerkschaftlicher Linksblock ================================================ Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110 Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 - Mail glb at aon.at – Web www.glb.at – Ausgabe vom 4. April 2006 Arbeitszeitverkürzung für ÖGB und AK kein Thema mehr? Zur „Entspannung“ Arbeitslose in der Statistik versteckt Als pure Kosmetik bezeichnet die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) die Arbeitsmarktbilanz der Regierung: Ende März 2006 ist zwar die Zahl der offiziell ausgewiesenen Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Prozent auf 271.557 gesunken, bei Einrechnung der in Schulungen befindlichen Personen aber um drei Prozent auf 333.987 Arbeitslose gestiegen. „Wenn Wirtschaftsminister Martin Bartenstein eine Steigerung der SchulungsteilnehmerInnen um 21,5 Prozent auf 62.430 als Entspannung bezeichnet, dann ist das eine vornehme Umschreibung wie man Arbeitslose in der Statistik versteckt“, meint GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger. Das großspurig als „Unternehmen Arbeitsplatz“ gepriesene und mit 285 Millionen Euro dotierte Qualifizierungspaket hat demnach im Klartext bislang keine wirkliche Entlastung am Arbeitsmarkt gebracht. Als unzureichend bewertet der GLB allerdings auch die Kritik von AK und ÖGB an dieser Entwicklung: Es genügt nicht wenn etwa die AK-Präsidenten Herbert Tumpel (Wien) und Johann Kalliauer (OÖ) die Regierung anprangern und in allgemeinster Form mehr Beschäftigung und Qualifizierung verlangen und die Lehrstellenförderung („Blum-Bonus“) oder sich bereits als Flop erwiesenen Kombi-Lohn kritisieren. Der GLB vermisst eine klare Ansage von ÖGB und Arbeiterkammer für eine Arbeitszeitverkürzung, wie sie seit 1987 von jedem ÖGB-Kongress gefordert wurde: Laut Arbeiterkammer leisten 748.500 ÖsterreicherInnen 7,04 Millionen Überstunden wöchentlich, was umgerechnet auf eine 40-Stundenwoche 175.900 zusätzlichen Arbeitsplätzen entspricht. Außerdem weist Österreich laut Eurostat mit 44,1 Wochenstunden nach Griechenland (44,3) die zweitlängste reale Wochenarbeitszeit auf. „Es ist geradezu pervers, wenn auf der einen Seite ein Teil der Berufstätigen immer länger arbeiten muss, auf der anderen aber immer mehr Menschen überhaupt keine Arbeit haben und dabei verschärften Restriktionen des AMS unterliegen“, meint Karin Antlanger. Gar nicht zu reden vom massiven Trend zur Prekarisierung, der bereits rund ein Drittel der Berufstätigen betrifft: Rund 550.000 Teilzeitbeschäftigte, 230.000 geringfügig Beschäftigte, 136.000 befristet Beschäftigte, 50.000 als Freie Dienstnehmer oder per Werkvertrag Beschäftigte und 25.000 Leiharbeitskräfte. Der GLB sieht eine rasche Arbeitszeitverkürzung daher neben einer Stärkung der Kaufkraft zur Erhöhung der Inlandsnachfrage durch eine aktive Lohnpolitik und steuerlicher Entlastung der Lohnabhängigen sowie ein wirksames öffentliches Beschäftigungsprogramm durch gezielte Investitionen in beschäftigungsintensive Bereiche wie Wohnbau, Nahverkehr, erneuerbare Energie usw. als wesentlichste Instrumente zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit an. ================================================ ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE ================================================ ================================================ 07 EU/Dienstleistungsrichtlinie/Demonstration/Graz Von: KPÖ Steiermark ================================================ KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kpoe_stmk at hotmail.com Dienstag, 4. April 2006 Presseinformation der KPÖ Steiermark Dienstleistungsrichtlinie: Wichtige Entscheidung fällt in Graz Demonstration für 22 April angekündigt Die EU-Kommission hat den schlechten Kompromiss bei der nach dem früheren Kommissar Bolkestein benannten Dienstleistungsrichtlinie heute nicht völlig unverändert übernommen. Selbst für Sozialministerin Haubner gibt es "im Verbraucherschutz und bei sensiblen Bereichen wie den sozialen Dienstleistungen" noch offene Fragen. Dabei geht der Vorschlag des EU-Parlaments, der von einer großen Koalition aus SPE und EVP getragen wird, meilenweit an den Forderungen der betroffenen Bevölkerungskreise vorbei. Damals hatte die Industriellenvereinigung gejubelt, "dass Sozialpolitik und Verbraucherschutz nicht mehr als Rechtfertigungsgründe für die Einschränkung der Dienstleistungsfreiheit zugelassen werden". So scheint beispielsweise der Begriff Herkunftslandprinzipzwar nicht mehr auf, in der Substanz wird aber am Herkunftslandprinzip festgehalten. Weiters sind keine klaren Ausnahmen für die Daseinsvorsorge enthalten und es fehlt eine wirksame Rechtsdurchsetzung auf europäischer Ebene hinsichtlich der Kontroll- und Sanktionsmöglichkeiten gegen ausländische Dienstleistungsanbieter durch die jeweilige nationale Behörde. Der steirische KPÖ-Vorsitzende Franz Stephan Parteder: "Die geplante EU-Dienstleistungsrichtlinie zielt auf die Liberalisierung nahezu aller Dienstleistungen. Damit geht der Generalangriff auf Sozialstandards, Tariflöhne, Arbeitsschutz, ökologische und Verbraucherstandards und die Daseinsvorsorge weiter." Auf einem informellen EU-Gipfel der Wettbewerbsminister soll vom 20. bis 22. April in Graz eine Vorentscheidung über die Richtlinie fallen. Deshalb hat das Aktionsbündnis Solidarität eine Demonstration in der steirischen Landeshauptstadt angekündigt. Parteder: "Es ist zu hoffen, dass der ÖGB trotz seiner aktuellen Turbulenzen die Kraft findet, an dieser wichtigen Manifestation für die Rechte der arbeitenden Menschen und gegen den neoliberalen Wettbewerb teilzunehmen. Die KPÖ ruft jedenfalls ihre Mitglieder und Freunde auf, am 22. April in Graz zu zeigen, dass viele Menschen die Dienstleistungsrichtlinie der EU nicht hinnehmen." Nähere Hinweise unter: http://www.keine-konkurrenz.at/ Rückfragehinweis: 0316/ 2151 KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ ================================================ 08 8. April - Welttag der Roma Von: Ljubomir Bratic ================================================ Sehr geehrte Damen und Herren! Am 8. April 2006 findet zum Welttag der Roma die Veranstaltung "Forum der Roma" statt. Weil dieser Tag für uns von größter Bedeutung ist, bitten wir Sie, diesen Veranstaltungshinweis in Ihrem Medium zu veröffentlichen und somit uns, die in Österreich lebenden Roma, zu unterstützen. *8. April - Welttag der Roma * *Einladung zum "Forum der ROMA" - Ein Fest mit Veranstaltungen anlässlich des Welttags der Roma am 8. April 2006. Einlass: 17.00 Uhr Ort: Haus der Begegnung, Praterstern 1, 1020 Wien * Mit freundlichen Grüßen Stojkov Slavomir - Boban für das Organisationskomitee "Forum der Roma" Rückfragen: Stojkov Slavomir - Boban romani_dori_wien at yahoo.de Mobil: 0676/3969 287, Büro: 01/966 04 23 *** Veranstaltet von den Vereinen: "Roma Kultur Zentrum Wien" "Baro Ilo" "Makedonija Roma" "Romano Pralipe" "Vida Pavlovic" "Romalen" "Romano Drom" "Romani dori" "Djipsi mjuzik" Haris Stojka Auch dieses Jahr feiern wir den 8. April, den Welttag der Roma. Wir laden Sie herzlich ein, dieses Fest mit uns zu feiern. Die Veranstaltung mit ihrem umfassenden Programm ist durch unsere Lebensgewohnheiten und die Tradition der Roma geprägt. Wir Roma wollen es nicht mehr zulassen, bloß in der Tradition zu erstarren. Wir wollen aber auch nicht zulassen, dass unsere spröde kulturelle Identität durch aggressiven Kitsch und Kommerz aufgezehrt wird. Die Aufgabe der Roma-Kulturschaffenden ist es, durch Folklore, Musik, Kunst und Literatur die eigene Kultur zu bewahren. Sie besteht aber auch darin, sich durch interkulturelle Interaktion mit umliegenden Kulturen weiter zu entwickeln. Nur durch den Austausch zwischen den Kulturen kann man/Frau kreativ und innovativ sein und konservative Ansätze verändern. Aus diesem Grund laden acht Roma-Organisationen aus Wien Sie ganz herzlich ein, das "Forum der Roma" am 8. April zu besuchen. Im Rahmen dieser Veranstaltung hat jede dieser Organisationen einen Beitrag vorbereitet. Wir freuen uns auf Ihr zahlreiches Kommen! *PROGRAMM* Beginn: 18.00 - 18:20 von "Makedonija Roma" Roma Volkslieder und Spiele aus Makedonien 18:20 -18:50 von "Romano drom" Präsentation jugendlicher Bühnendarsteller: "Zigeuner Zeit", Regie: Obrad Jovanovic 18:50 - 21.00 von "Romani dori" Konzert: Menuett von W.A. Mozart, Holaspicato, Fris, Cardas, Lamert, Violine und Klavier: Resad Jahja Musical: "Durst der Liebe" Szenario: Sofija Jovanovic, Nino Bakic Regie: Sofija Jovanovic Theaterstück (Komödie): "Roma früher und jetzt" Szenario: Sasa Barbul Regie: Ana Stefanovic Theaterstück (Drama): "Futursroma" Das Stück handelt von der Notwendigkeit Vorurteile gegenüber Homosexuellen abzubauen und stereotype Handlungsmuster zu durchbrechen. Folklore: traditioneller Tanz "Carlama" 21:20 - 21:30 "Vida Pavlovic" Volkspoesie der Roma 21:30 - 22:00 "Roma Kultur Zentrum Wien" Klassisches Konzert in D-Dur 22:00 - 22:40 "Djipsi Mjusikl" Haris Stojka Promotion des Albums mit Roma Liedern: "Djipsi Swing" Parallel zum Programm des "Forum der Roma" findet ein Roundtable statt. Thema: "Die Bedeutung des Forums für die in Österreich lebenden Roma". ================================================ ================================================ 09 8.4. protestumzug anläßlich des eu wirtschafts- und finanzministerInnentreffens Von: Renate Vodnek ================================================ Hallo! Am 7. - 8. April 06 treffen sich die EU Wirtschafts- und FinanzministerInnen in der Hofburg, um über Globalisierung, Finanzmarktstabilität und Finanzdienstleistungen zu diskutieren. Das Gefälle zwischen armen und reichen Regionen in der EU ist bereits stärker als in den USA. Finanz- und Sparprogramme der EU verstärken diese Kluft. Während im Bildungs- und Sozialbereich der Sparwahn der Regierungen und der EU zur Geltung kommt, findet eine massive Steigerung der Rüstungsausgaben für weltweite Militäreinsätze statt. Rekordarbeitslosigkeit, Lohndumping, Abbau von Arbeitsrecht und Sozialstandards auf der einen Seite und Rekordgewinne der Großkonzerne auf der anderen. Dagegen wollen wir protestieren! 8.4.06 Protestumzug mit Verkleidungen, Kostümen, Musikinstrumenten, Aktionen, ... 14.00 - 16.00 Uhr Treffpunkt: Michaelerplatz, 1010 Wien ================================================ 10 Absage aller AUF-Termine! Von: AUF Eine Frauenzeitschrift ================================================ Absage aller AUF-Termine! Aufgrund der Rücktritte der Obfrauen Eva Geber (AUF-Eine Frauenzeitschrift) und Britta Cacioppo (AUFkultur) hätte ein neuer Vorstand gewählt werden müssen. Bei der hiezu einberufenen a.o. Generalversammlung hat keine der bis dahin tätigen Frauen des Redaktionskollektivs für eine Vorstandsfunktion kandidiert. Daher muss der alte Vorstand vorerst die Geschäfte weiterführen. Es gibt derzeit keine AUF-Redaktion. Alle Termine werden abgesagt, so auch die offene Redaktionssitzung am 4. April und die Präsentation der AUF-Zeitschrift am 6. April 2006. Rechnungsprüferinnen und geschäftsführende Obfrauen -- AUF eine frauenzeitschrift AUF info AUF edition AUF kultur Kleeblattgasse 7, A-1010 WIEN T. +43 (1) 533 91 64, F. +43 (720) 55 41 61auf at auf-einefrauenzeitschrift.at, www.auf-einefrauenzeitschrift.atSollten Sie keine weiteren Zusendungen wünschen, senden Sie uns bitte eine kurze Mitteilung an: auf at auf-einefrauenzeitschrift.atIf you do not want to receive our mailings please send an e-mail to: auf at auf-einefrauenzeitschrift.at ================================================ ================================================ 11 Integrationskonferenz gegen Fremdenrechtspaket Von: office at asyl-in-not.org ================================================ Integrationskonferenz fordert: Fremdenrechtspaket muß weg ! Die sechste Wiener Integrationskonferenz (ein Gremium, in dem alle namhaften ImmigrantInnen-Vereine und im Asylbereich tätige NGOs vertretenn sind) hat am 2. April 2006 auf Antrag des Integrationshauses, unterstützt von Asyl in Not, einstimmig beschlossen: „Die am 1. Jänner 2006 in Kraft getretenen Restriktionen und Verschärfungen haben schockierende Auswirkungen. Die Integrationskonferenz fordert, daß ein Gesetz, das schutzbedürftige Menschen wie Kriminelle behandelt, zurückgenommen werden muß.“ Die Integrationskonferenz forderte ihre Mitgliedsvereine auf, ihre Kräfte zu bündeln, um sich intensiv für den Schutz von Flüchtlingen einzusetzen. Die Integrationskonferenz fordert weiters ein Antidiskriminierungsgesetz im Verfassungsrang, um künftige Gesetze wie dieses Fremdenrechtspaket von vornherein zu verhindern. Die Integrationskonferenz war verbunden mit einer Anhörung von VertreterInnen der politischen Parteien. Alex Korun (Grüne) sagte zu, sich für die Forderungen der Konferenz einzusetzen. Elisabeth Hlavac (Integrationssprecherin der SPÖ), die erst nach Beschlussfassung zur Aufhebung des Fremdenrechtspakets eintraf, wurde von mir eindringlich befragt, ob die SPÖ im Falle ihrer Regierungsbeteiligung dieses von ihr mitbeschlossene rassistische Machwerk aufheben wird. Frau Hlavac antwortete, im Integrationsprogramm der SPÖ sei auch eine „Änderung“ des Fremdenrechtspakets vorgesehen. Wie diese „Änderung“ konkret aussehen soll (insbesondere, ob die Rückkehr zum Schutz Traumatisierter und Folteropfer und die Abschaffung der Schubhaft für AsylwerberInnen geplant ist), war ihren Ausführungen leider nicht zu entnehmen. Wir werden die Abgeordneten der SPÖ also weiterhin mit den Folgen dieses Schandgesetzes konfrontieren. Im übrigen sind wir der Meinung, daß Frau Prokop zurücktreten muß. Sie ist eine Schande für dieses Land. Michael Genner Asyl in Not Währingerstraße 59 1090 Wien Tel.: 408 42 10-15, 0676 – 63 64 371 www.asyl-in-not.org Spendenkonto: Asyl in Not, P.S.K., Kontonummer 92.034.400 Mitteilung gemäß dem Telekommunikationsgesetz: Dies ist kein anonymes Massen-Email, sondern eine Aussendung an Personen, die mit Asyl in Not in Kontakt stehen. Wenn Sie unsere Aussendungen nicht mehr erhalten wollen, können Sie sich jederzeit abmelden. Asylspendenshop: Ihr Einkauf hilft Asyl in Not ! Sie können bei bekannten Firmen wie Otto, Universal, Amazon, Palmers, Conrad Elektronik u.v.a. online einkaufen. Die Firmen zahlen uns für jeden Kauf eine Provision. Ihnen, liebe LeserInnen, entsteht dabei kein Preisnachteil: Sie kaufen zu den üblichen Ladenpreisen ein. Helfen Sie uns helfen ! Kaufen Sie online für uns ein: www.spendenshop.at Klick auf Asyl in Not Oder direkt: Klick auf http://asyl.spendenshop.at/ Zum Abmelden besuchen Sie bitte folgenden Link: http://www.asyl-in-not.org/php/member.php?mode=signout ================================================ ================================================ 12 Ankündigung: Internationales Symposium "Frauen im KZ Mauthausen", 4. Mai 2006 Von: Kurt Krickler ================================================ Siehe Anlage. Kurt Krickler Generalsekretär Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien – 1. Lesben- und Schwulenverband Österreichs Novaragasse 40, 1020 Wien www.hosiwien.at Tel. privat: (01) 545 13 10; 0664 57 67 466 ================================================ ================================================ MAYDAY ================================================ ================================================ 13 Euromayday in Wien (+ andere Maidemos) Von: akin ================================================ > Aufruf zur Euromayday-Parade in Wien Scheinbar unaufhaltsam schreitet die Prekarisierung der Arbeits- und Lebensverhaeltnisse voran - doch auch die Kaempfe fuer das Recht auf soziale Rechte gewinnen immer mehr an Bewegung. Deshalb wird es am 1. Mai wieder eine EuroMayDay-Parade in Wien geben, um diesen Kaempfen als Verstaerkerin zu dienen und ihre Vernetzung voranzutreiben. Bis dahin gibt es aber noch eine Menge anderer Termine abzuklappern: Jeden Dienstag Treffen der EuroMayDay Vorbereitungsgruppe 19:00 Uhr, Amerlinghaus, 1070 Wien, Stiftg. 8 Freitag, 7. April 2006, 18:30 Uhr, IG Bildende Kunst, 1060 Wien, Gumpendorfer Strasse 10-12 Kultur- und Sexarbeit Luzenir Caixeta und Rubia Salgado von maiz, dem autonomen Integrationszentrum von & fuer Migrantinnen in Linz (www.maiz.at), referieren zum Thema "Kultur- und Sexarbeit". Montag, 10. April 2006, 20:00 Uhr, KETE, 1060 Wien, Schmalzhofg. 6 KPD - Kleines Postfordistisches Drama KLEINES POSTFORDISTISCHES DRAMA (kpD) untersucht die Transformation kultureller Aktivitaeten und die damit verbundenen Karrieren. Diskussionsabend mit kpD: Brigitta Kuster, Filmemacherin und Kuenstlerin; Isabell Lorey; Politologin/ UdK; Marion von Osten, Kuenstlerin und Kuratorin; Katja Reichard, Kuenstlerin, pro qm Freitag, 14. April 2006, TUeWI, 1190 Wien, Peter-Jordanstrasse 76 Erste Reihe links, jeder nur ein Kreuz! Nein, wir veranstalten keine Wahl, vielmehr moechten wir euch anlaesslich der grossen Ehre von San Precarias ununterbrochener Wiederkehr zur Teilnahme am MayDay-ActionDay einladen. Die (vorlaeufige) Liturgie: ab 14.00: High sein, frei sein, Basteln muss dabei sein! Transparente, Utensilien fuer das grosse Passionsspiel am 1.Mai, die Herstellung einer Figur unserer Schutzheiligen San Precaria - alles ist moeglich. Bringt einfach eure prekaere Kreativitaet mit, auch Materialen (Farbe, Stroffe, Holz, etc.) sind durchaus erwuenscht! ab 17.00 Uhr: Mayday-Infopoint. Information ueber Geschichte, Theorie & Praxis des Euromayday, Stand der Vorbereitungen & Moeglichkeit, sich in Arbeitsgruppen einzuklinken. 18.00 Uhr: Filme zu Prekarisierung von Arbeit und Leben, zu prekaeren Kaempfen und von den letztjaehrigen Mayday-Prozessionen. Anschliessend Diskussionsmoeglichkeit. 20.30 Jazzmesse (Rhytmusgruppe t.b.a.) anschliessend oekumenisches Tanzmusik von Band, Scheibe und digitalem Speichermedium. Fuer Unterhaltung sorgen Santa Prokaries, Ras Tafari Ahonnen, Falott Gung. Gelobt sei San Precaria! Mittwoch, 19. April 2006, 19:00 Uhr, Amerlinghaus / Galerie, 1070 Wien, Stiftg. 8: Bittere Ernte. ErntehelferInnen/Arbeitsmigration in der intensiven Landwirtschaft zwischen Marchfeld und Almeria. Filmscreening von "Schoene Arbeit" und anschliessende Diskussion mit der Regisseurin Karin Macher und Dieter Behr (Europaeisches BuergerInnenforum) zu den Lebens- und Arbeitsbedingungen von migrantischen ErntehelferInnen im Marchfeld und im spanischen Almeria sowie zu Versuchen gewerkschaftlicher (Selbst-) Organisation. Mittwoch, 26. April 2006, 19:00 Uhr, NIG / Neues Institutsgebaeude (Hoersaal 1 im Erdgeschoss), 1010 Wien, Universitaetsstr. 7 Wer Vertritt Deine Interessen? Mit den gegenwaertigen Prekarisierungsprozessen einher geht die Notwendigkeit der Entwicklung neuer Organisierungsformen. Doch welche Instrumente des Kampfes stehen zur Verfuegung? Wo und unter welchen Vorraussetzungen sind Allianzen verschiedener AkteurInnen fuer einen gemeinsamen Kampf um (soziale) Rechte moeglich oder notwendig? Und wie koennte eine den heutigen Arbeits- und Lebensverhaeltnissen adaequate Form der Interessenvertretung aussehen? Ein Roundtable zur "(Selbst-) Organisierung der Unorganisierbaren" mit VertreterInnen aus kulturellen und wissenschaftlichen Interessengemeinschaften, Gewerkschaft, OeH, Erwerbsloseninitiativen, der autonomen Frauenbewegung und migrantischen Selbstorganisationen. Samstag, 29. April 2006, 20:00 Uhr, Autofreie Siedlung, 1210 Wien, Nordmanngasse 25-27 Ehe ohne Grenzen Sonntag, 30. April 2006, 20:00 Uhr, E.K.H. BG 2. Stock, 1100 Wien, Wielandg. 2-4 MayDay-Videoabend Montag, 1. Mai 2006, 14 Uhr, Yppenplatz, 1160 Wien: EUROMAYDAY WIEN Demoaufruf und weitere Infos: http://euromayday.at/ *** > Konkurrenzveranstaltungen: Dieser akin liegt ein Flugblatt mit dem Aufruf "1.Mai 2006 - Gemeinsam Widerstand!" bei. Die traditiotionelle Demo geht wie gehabt um 10 Uhr bei der Albertina weg (KPOe und Freunde). Aufruf siehe weitere Meldungen im heutigen akin-pd. Die "Internationalistische 1. Mai-Demonstration" trifft sich um 9 Uhr vor der Staatsoper (ArbeiterInnenstandpunkt und Freunde). Aufruf demnächst wohl auf: http://www.arbeiterinnenstandpunkt.net/ Gruene und AUGE feiern schon am Tag vorher ein Fest im Prater am Tag der Arbeitslosen 2006: Sonntag, 30. April 2006, 12:00 - 21:00 Uhr, Jesuitenwiese. ================================================ 14 1. Mai 2006 - Gemeinsam Widerstand! Von: akin ================================================ Termine/Maiaufruf: > 1. Mai 2006 - Gemeinsam Widerstand! Treffpunkt: 1.Mai, 10 Uhr, Albertina, Wien "Wachstum und Beschaeftigung" lautet das Credo der oesterreichischen EU-Ratspraesidentschaft. Arbeitsplaetze, gar "Vollbeschaeftigung" versprechen die Projekte, die nicht nur Schuessel & Co fuer die Europaeische Union voran-treiben sollten: Sowohl die so genannte Lissabon-Strategie als auch der EU-Verfassungsvertrag – der bei Volksabstimmungen in Frankreich und Holland durchgefallen ist - und sogar die ominoese Dienstleistungs-Richtlinie sollen demnach Arbeitsplaetze schaffen, indem sie die Union fuer den globalen Standortwettbewerb fit machen. Welcher Art die dabei geschaffenen Arbeitsplaetze sein werden, darueber gibt das "Kleingedruckte" in diversen – auch von der oesterreichischen Bundesregierung unterstuetzten – EU-Dokumenten Auskunft: "Flexibel sei der Mensch, ueber die Massen fleissig und ansonsten genuegsam und kusch!", so das Motto, das ueber der "Arbeitspolitik" des europaeischen Neoliberalismus schwebt. Die vielfach angekuendigten Jobinitiativen auf europaeischer wie nationaler Ebene entpuppen sich derart als pure "Prekarisierungsstrategien". Lohnarbeit um jeden Preis – ungesichert, schlecht bezahlt, stressig flexibel – Prekarisierung ist Klassenkampf von oben! Dagegen setzen wir die Forderungen nach einer radikalen Arbeitszeitverkuerzung bei vollem Lohnausgleich, nach Mindestlohn und Grundeinkommen sowie gleiche politische und soziale Rechte fuer alle hier lebenden Menschen, unabhaengig von ihrer Staatsbuergerschaft. Eine emanzipatorische Arbeitspolitik verlangt aber auch die Demokratisierung von Wirtschaft und Betrieben als Voraussetzung fuer eine Neubewertung und -verteilung der gesellschaftlich notwendigen Arbeit, wie insgesamt nach einem neuen Arbeitsbegriff, als Voraussetzung fuer die Abschaffung geschlechtshierarchischer Unterdrueckung und Ausbeutung und einer schoepferischen Entfaltung in Solidaritaet. Lokal handeln, global kaempfen! Die europaeische Linke vernetzt die verschiedenen politischen und sozialen Kaempfe im Projekt einer "Alternativen Charta fuer ein anderes Europa", die Anfang Mai auf dem Europaeischen Sozialforum und Mitte Juni im Rahmen des 3. Austrian Social Forum vorgestellt wird. Ein anderes Europa bedeutet dabei: -Offene Grenzen und ResidenzbuergerInnenschaft statt einer rassistisch abgeschotteten Festung Europa! -Ein soziales, demokratisches, solidarisches, geschwisterliches Europa statt der neoliberalen Union der Konzerne! -Ein Europa des Friedens und der globalen Solidaritaet statt einer imperialen, militarisierten Supermacht! Im Sinne dieser Forderungen bereiten oesterreichische und transnationale Netzwerke fuer den 10. bis 13. Mai in Wien einen Alternativengipfel zum offiziellen EU-Lateinamerika/Karibik-Gipfel vor. Auch zur Beteiligung daran soll dieser gemeinsame 1.Mai-Aufruf mobilisieren. Gemeinsam gegen Ausgrenzung! Das Motto "Gemeinsam Widerstand", unter dem sich seit 1993 ein breites Buendnis aus AktivistInnen und linken Organisationen zu einer gemeinsamen 1. Mai-Manifestation versammelt, richtet sich vor allem auch gegen rassistische und patriarchale Ausgrenzung und Marginalisierung. Ausgrenzung, wie wir sie derzeit wieder verstaerkt im so genannten "Ortstafelstreit" gegenueber der slowenischen Minderheit in Kaernten erleben. Der Kampf um die Rechte der oesterreichischen Minderheiten ist ein Kampf um Demokratie in diesem Land! Gemeinsam fuer eine bessere Welt! -Gemeinsam Widerstand gegen Prekarisierung und Sozialabbau, fuer Arbeit, die auch qualitative Ansprueche erfuellt, fuer das "gute Leben": Wir fordern eine Neuaufteilung und Neubewertung der Erwerbs- und Reproduktionsarbeit, radikale Arbeitszeitverkuerzung bei vollem Lohnausgleich, wohlstandssichernden Mindestlohn und bedingungsloses Grundeinkommen. -Gemeinsam Widerstand gegen Sexismus und geschlechtshierarchische Ausbeutung. Frauenrechte sind Menschenrechte! Die Linke ist feministisch oder sie ist nicht links! -Gemeinsam Widerstand gegen Rassismus und Festung Europa! Am Todestag von Marcus Omofuma verlangen wir die Ruecknahme des rassistischen Asyl- und Fremdenrechts und die soziale und rechtliche Gleichstellung aller in Oesterreich lebenden Menschen, unabhaengig von ihrer Staatsbuergerschaft. -Gemeinsam Widerstand gegen Militarisierung und EU-Grossmachtpolitik! Fuer Friedenspolitik und Neutralitaet statt Aufruestungsgebot, Battle-Groups und militaerischer Beistandsverpflichtung! Eine andere Welt ist moeglich und notwendig! Das Personenkomitee "1. Mai 2006" ruft zur gemeinsamen Demonstration in Wien auf: Atila Akkaya, Leo Gabriel, Fuad Jaber, Claudia Krieglsteiner, Peter Ulrich Lehner, Melitta Nicponsky, Andreas Pecha, Bernhard Redl, Alois Reisenbichler, Dieter Schrage und Lilian Stadler Unterstuetzende Organisationen: ARGE fuer Wehrdienstverweigerung, Gewaltfreiheit und Fluechtlingsbetreuung, Friedensinitiative Donaustadt, Gewerkschaftlicher Linksblock (GLB), Hiroshimagruppe-Wien, Irakisches Haus, Kommunistischer StudentInnen Verband (KSV), KPOe-Wien, OeDP - Plattform fuer Freiheit und Solidaritaet, Verein Zusammen, Wiener Friedensbewegung ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ 14 Neues von der Post Von: akin ================================================ Neues von der Post Es sah sehr danach aus, als waere nach den grossartigen Aktionstagen der Post jegliches Engagement der Gewerkschaft bezueglich Privatisierung beendet -- bis letzte Woche war nicht einmal auf der GPF-Homepage mehr zu lesen als eine Hochjubelung laengst vergangener Aktionen. Jetzt ruft die Postgewerkschaft wie aus dem nichts von 4.-7.April zu einer Urabstimmung ueber die erzielten Verhandlungsergebnisse auf. Diese sind eher mau: Der Eigentuemervertreter Grasser garantiert 51% Staatsanteil bis zu den naechsten Wahlen d.h. die Privatisierung wird mit etwas Verzoegerung durchgezogen. Damit die Privatisierung ein bisserl leichter zu schlucken ist, wird es den Postlern ermoeglicht, billig ihre eigenen Ausbeuter zu werden -- fuer den Erwerb der "Volksaktie" sollen sie einen kraeftigen Zuschuss von der OeIAG erhalten. Und zur Pensionskassa lautet das Ergebnis: "Pensionskasse – Zusage fuer Verhandlungen fuer Beamte UND Angestellte". Mit anderen Worten: "Darueber red? ma noch". Ueber dieses Ergebnis sollen die Mitglieder jetzt abstimmen -- eine Bekaempfung der Privatisierung wird bei diesem Angebot (aehnlich wie nach den OeBB-Streiks) von der Gewerkschaft nicht mehr empfohlen. Waehrenddessen geht das Unternehmen weiterhin auch mit sehr unfeinen Methoden gegen Kritiker vor. Der Obmann der Personalvertretung beim Postamt 1230 Wien, Robert Hobek, hat gerade gegen die Post AG in erster Instanz eine Klage wegen Geschaeftsschaedigung verloren und will jetzt in Berufung gehen. Ausserdem laeuft gegen ihn ein Disziplinarverfahren. Leider findet man auch darueber nichts auf der Homepage der Postgewerkschafter. Kein Wunder: Erstens stoert das nur das gute Einvernehmen mit dem Unternehmen und zweitens gehoert Hobek dem GLB an. -br- ================================================ 15 Tumulte am Flohmarkt Von: akin ================================================ Tumulte am Flohmarkt Vorverlegte Sperrstunde verursacht chaotische Zustaende Samstag, 1.April, kurz nach 16 Uhr: Auf dem Wiener Flohmarkt beim Naschmarkt spielen sich chaotische Szenen ab. Bagger fahren mit hohem Tempo mitten in Menschenansammlungen, Standler stellen sich vor die Baggerschaufeln, um zu verhindern, dass ihre Staende samt Waren niedergewalzt werden, immer wieder kommt es zu Rangeleien zwischen Beamten des Marktamtes und Standlern. Was, um Gottes Willen, ist hier passiert? Nun, infolge einer Aenderung der Marktordnung (vgl. Amtsblatt 40/5000) wurde die Sperrstunde des Flohmarktes von bisher 18 Uhr auf 16 Uhr festgesetzt - es wird also zwei Stunden frueher geschlossen. Vorangegangen war dem eine eher abgehobene Initiative der OeVP-Wirtschaftskammer, Fachgruppe Antiquitaetenhandel, welche nur die kommerziellen HaendlerInnen vertritt. Von diesen (und auch wieder nur von einzelnen darunter) kam die Forderung nach vorzeitiger Schliessung, da sie ihr Hauptgeschaeft am Vormittag machen und nun bereits ab 14 Uhr (!) Zufahrt mit Lastwaegen erhalten, um ihre Staende abzutransportieren. Unterstuetzt wurde diese Vorgangsweise auch vom Marktamt, das sich Ueberstunden fuer die Reinigung ersparen wollte und auch gegen private HaendlerInnen vorgehen will, die ohne entsprechende Berechtigung die frei werdenden Plaetze sofort besetzten. Die SP-Bezirksvorsteherin des 6. Bezirks stimmte dieser neuen Verordnung ohne Ruecksprache mit den betroffenen Haendlern, Kunden und Anrainern zu – die Folgen sind katastrophal: 1. Es ist fuer die Kunden nicht nachvollziehbar, warum der Naschmarkt bis 17 Uhr, der Flohmarkt jedoch nur bis 16 Uhr geoeffnet ist. 2. TouristInnen, die den Flohmarkt in ihren Reisefuehrern auf dem Weg vom Zentrum ueber den Naschmarkt zum Haus des Meeres finden, stehen bereits am fruehen Nachmittag vor Muellbergen. 3. Die nicht gewerblichen HaendlerInnen, die in der WKOe keine Vertretung haben, sind verzweifelt, weil sich die hohen Standgebuehren fuer die verkuerzte Zeit nicht rechnen. 4. Vom Flohmarkt lebt nicht nur der gesamte Naschmarkt, welcher laut Auskunft vieler HaendlerInnen nur am Samstag staerkere Gewinne erzielt, sondern auch die zahlreichen Gastronomiebetriebe in der Umgebung. Ein Antrag der Mariahilfer Gruenen, die Oeffnungszeiten zumindest in der warmen Jahreszeit wieder zu verlaengern, wurde im Bezirksparlament aus formalen Gruenden nicht zugelassen. Der gruene Klubobmann Dr. Erich Dimitz hat aber nun eine Unterschriftenaktion fuer eine spaetere Sperrstunde gestartet – in kuerzester Zeit unterschrieben ueber 300 Standler und Kunden. Beim Marktamt ist man auf eine weitere Eskalation der Auseinandersetzungen vorbereitet: Neuerdings patrouillieren die Beamten in Begleitung von uniformierten Mitarbeitern eines privaten Sicherheitsdienstes, die grosse Schaeferhunde und Rottweiler, zum Teil auch ohne Beisskorb, mit sich fuehren. Auf Anfrage der Gruenen erklaerte ein Vertreter der MA 59, dies diene der Sicherheit der Beamten, die bereits mehrmals taetlich angegriffen wurden. Es sei aber nicht daran gedacht, die Hunde bei Raufhaendeln auf die Kontrahenten zu hetzen... *Richard Weihs/gek.* Bezirksrat der Mariahilfer Gruenalternativen ================================================ 16 KPÖ/Bundesheer/Aufrüstung/Armut Von: KPÖ-Kommunikation ================================================ KPÖ-Pressedienst – Drechslergasse 42, 1140 Wien – Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 – Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail bundesvorstand at kpoe.at – Web www.kpoe.at - News www.kpoe.at/lpd - Ausgabe vom 4. April 2006 KPÖ begrüßt SJ-Forderung für Abschaffung des Bundesheeres Klaus: Jeder Euro für Rüstung ist verantwortungslos Begrüßt wird von der KPÖ-Bundessprecherin Melina Klaus die Forderung der Sozialistischen Jugend, das österreichische Bundesheer bei gleichzeitiger Einrichtung eines Katastrophendienstes und der Anhebung der Mittel für Entwicklungszusammenarbeit abzuschaffen. Mit Recht stellt nämlich SJÖ-Vorsitzender Ludwig Dworak die Frage „wer außer der europäischen Waffenindustrie ein Bundesheer brauche“. Bekanntlich plädiert die KPÖ seit langem dafür, das Bundesheer aufzulösen und lehnt die von Regierung und parlamentarischer „Opposition“ forcierte Einbindung in die EU-Militarisierung durch Beteiligung an einer Euroarmee, den „Battle Groups“ oder Militäreinsätzen entschieden ab. In der vorläufig auf Eis gelegten EU-Verfassung ist sogar explizit ein Aufrüstungszwang verbunden mit der Schaffung einer EU-Rüstungsagentur vorgesehen. Statt dessen sollte Österreich die 1955 beschlossene immerwährende Neutralität ernst nehmen und durch eine aktive Neutralitätspolitik als Alternative zum Supermachtsanspruch der EU entwickeln: „Nicht übersehen werden darf nämlich auch, dass als Kehrseite der Aufrüstung zunehmend verstärkter Sozialabbau erfolgt“ so Klaus: „Die Umverteilung erfolgt auch auf diesem Gebiet, indem zunehmend Steuern die von arbeitenden Menschen aufgebracht werden für Rüstung verpulvert werden um dann zynisch zu erklären, dass Pensionen, Gesundheit und Soziales nicht mehr finanzierbar sind.“ Die Einbindung in die Militarisierung der EU bedeutet nämlich auch verstärkten Druck in Hinblick auf eine Anhebung der Militärausgaben: Österreich konnte unter anderem auch dadurch zu einem der reichsten Länder der Welt, weil durch die jahrzehntelange Neutralität die Rüstungsausgaben im internationalen Vergleich sehr niedrig waren. Durch die neutralitätswidrige Beteiligung Österreichs an der EU-Aufrüstung soll allerdings eine drastische Anhebung der Rüstungsausgaben erfolgen: „Angesichts von mittlerweile bereits 1,03 Millionen Menschen die offiziell als armutsgefährdet gelten und mit weniger als 848 Euro im Monat auskommen müssen ist jeder Euro der für die Rüstung ausgegeben wird unverantwortbar“, so Klaus abschließend. ================================================ 17 Wir muessen sparen ..... Von: Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering ================================================ Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde, die Zeitschrift der Betriebsseelsorge Traisental (Herzogenburg, Lilienfeld, St. Pölten) ist mit dem Schwerpunktthema "Wer arbeitet soll auch essen? Geld arbeitet" erschienen. Ich wurde eingeladen, einen Artikel zum Thema Neoliberalismus zu verfassen. Gratisexemplare der Zeitschrift gibt es heute abend beim Sozialstammtisch mit Hildegard Goss-Mayr zur Friedensdekade um 19.30 Uhr im Betriebsseelsorgezentrum St. Pölten, Schneckgasse oder bei MAG. SEPP GRUBER MAS, BETRIEBSSEELSORGE ST. PÖLTEN, 3100 St. Pölten, Schneckgasse 22, Telefon: 02742/72240 & 0650/2318824, Diensthandy (0676) 826 68 83 98, E - Mail: bszgruber at utanet.at, http://www.betriebsseelsorge.at.tf/ Ein Teil der Zeitschrift ist der Homepage der Betriebsseelsorge Herzogenburg veröffentlicht: http://www.kirche.at/stpoelten/pa_bs/untr/neu/ Mit solidarischen Friedensgrüßen! Alois Reisenbichler Alois Reisenbichler: Wir müssen sparen, damit wir uns den Reichtum weniger leisten können. Wir da unten Selbst in St. Pölten wird die Zahl jener Menschen, die mit Schwarzarbeit und zum Teil mit Stehlen von Gütern des täglichen Bedarfs ihr wirtschaftliches Überleben sichern (müssen), größer. Wenig Lohn heißt wenig Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe, offene Rechnungen nicht bezahlt und Mahnklagen mit enormen Spesen folgen, woher das Geld für die Miete zum 1. nehmen, je härter der Konkurrenzkampf um jeden Job, desto schwerer für jene, die sich ohnehin schon schwer tun. Oder Gespräche mit jenen ArbeiterInnen, deren Werk ins Ausland verlagert wurde und die verzweifelt sind: ihre hohe Qualifikation und ihre gute Arbeit ist auf einmal – marktwirtschaftlich gesehen – wertlos geworden. Nicht zu vergessen: der ganz normale Druck und Stress am Arbeitsplatz wird immer schärfer, Besonders benachteiligt sind die Frauen sowie ausländische Kolleginnen und Kollegen, die noch dazu in der Rechtsaußen-Propaganda als Sündenböcke missbraucht werden. Die da oben . Schlagzeilen wie zum Beispiel „OMV Gewinn verdoppelt“ (1,5 Mrd. Euro 2005) sind bekannt, während die Lohnquote (der Anteil der Unselbständigen) seit den 80er Jahren zurückgeht. In Österreich teilt sich das oberste Einkommenszehntel 26 Milliarden Euro im Jahr 2003, das sind knapp 30 % der gesamt ausbezahlten Löhne und Gehälter. Das unterste Einkommensfünftel, also doppelt so viele Menschen, erhält mit in Summe knapp 2,1 Milliarden Euro nur 2,3 % der gesamten Lohn- und Gehaltsumme. Oder das oberste Prozent der Bevölkerung besitzt ein Drittel des Vermögens, die nächsten 9 Prozent das weitere Drittel – also 10 % der ÖsterreicherInnen haben zwei Drittel des Vermögens. Und dann kommen die ExpertInnen der Wirtschaft und der ihnen hörigen Wirtschaftswissenschaft und Presse, die uns tagtäglich einreden: jeder ist seines Glückes Schmied (vielleicht auch jede ihres Glückes Schmiedin), privatisieren, sparen, deregulieren, Rechte und Sozialstaat abbauen, dafür vielleicht die Almosen von gütigen Wohlhabenden Löhne, Arbeitsrecht und Sozialstaat sind in fast allen Ländern in einem Wettlauf nach unten – Skandinavien und Frankreich orientiert sich an Österreich, wir an Osteuropa, die wieder an den Schwellenländern wie Indien und diese wieder an China und die wieder an Warum werden die Armen immer ärmer Bei der Analyse der Ursachen gibt es unter sozial engagierten Christinnen und Christen unterschiedliche Meinungen: Ein Teil, der wohl in der Gesellschaft größer und im christlichen Bereich kleiner wird, sieht die Schuld vor allem bei den Betroffenen. Viele denken, dass die Folgen der neoliberalen Globalisierung nur Fehler eines an sich guten, technologisch innovativen und effizienten Wirtschaftssystems sind, die halt mit wenigen Maßnahmen korrigiert werden könnten. Ich persönlich halte mich an jene Analyse, die Weltversammlung der Evangelischen Kirche H.B. in Accra im August 2004 formuliert hat: „Die tieferen Wurzeln dieser massiven Bedrohung des Lebens liegen vor allem in einem ungerechten Wirtschaftssystem, das mit politischer und militärischer Macht verteidigt und geschützt wird.“ Das kapitalistische Wirtschaftssystem, in dem nicht der Mensch im Mittelpunkt steht, sondern der Gewinn einer immer kleiner werdenden Zahl von Menschen weltweit, ist zutiefst inhuman. Wer hat Interesse? Der wichtigste erste Schritt ist eine wirtschaftliche Alphabetisierung: Wer hat Interesse? Wer gewinnt? Wer verliert? Wem dient der Konkurrenzkampf? Und es kommt auf die Perspektive an – aus der Sicht der AktienbesitzerInnen sind steigende Aktienkurse dank der Meldung über die Kündigung vieler ArbeiterInnen eine sehr gute Nachricht, aber wie geht es jenen, die ihren Arbeitsplatz verlieren? Wir müssen global denken – die Entscheidungen der Welthandelsorganisation WTO betreffen nicht nur die Armen im Süden, sie verändern das Leben der Menschen in Lilienfeld und Herzogenburg genauso wie in Maputo und Brasilia. Die Politik der EU, die von den nationalen Regierungen beschlossen wird, betrifft unseren Alltag. Die Beratungen in WTO und EU müssen öffentlich sein, schließlich ist es ja nicht der Privatklub einiger Herren und noch weniger Damen. Die Politik der internationalen Institutionen und der nationalen Regierungen müssen aus der Perspektive der kleinen Leute beleuchtet werden – wie es schon das Sozialstaatsvolksbegehren mit der Sozialverträglichkeitsprüfung forderte. Privatisierung der öffentlichen Unternehmungen hat Folgen: für ein privates Postunternehmen macht es keinen Sinn, im Waldviertel täglich Briefe zuzustellen oder billige Zeitungstarife anzubieten, damit jede Pfarre günstig das Pfarrblatt verschicken kann. Und wenn einmal Bildung, Wasser, Sozialversicherung und Gesundheitsversorgung privatisiert werden, werden nicht nur der sprichwörtliche Brief aufgegeben, sondern auch die Menschen und ihre Schicksale. Wenn man sich nur an Effizienz und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit orientiert, wozu braucht eine alte Oma noch eine teure Chemotherapie und Operation, wenn sie ohnehin bald stirbt. Nach der Logik des neoliberalen Kapitalismus! Wenn immer mehr Arbeitsverhältnisse geschaffen werden, wo die schwer errungenen Arbeitsrechte mit flexiblen Verträgen gestrichen werden, wird auch der Druck auf jene im „Normalarbeitsverhältnis“ immer größer. Beispiele für eine andere Richtung Wir brauchen keinen Standortwettbewerb zu Lasten der Mehrheit in eigentlich allen Ländern. Wir müssen die Umverteilung von unten NACH oben weltweit und in den einzelnen Ländern, auch in Österreich stoppen. Warum müssen die Gewinne steigen und steigen – die ArbeiterInnen mit ihren Lohnforderungen jedoch maßvoll sein? Statt Wettlauf nach unten verbindliche Mindeststandards im Sozial- und Arbeitsrecht ebenso bei den Gewinnsteuern, die Einführung der Tobintax (die genauso selbstverständlich sein sollte wie die Umsatzsteuer auf einen Liter Milch). Die gesetzliche Wochenarbeitszeit ist seit Mitte der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts bei 40 Stunden, die Produktivität jedoch jedes Jahr enorm gestiegen. Arbeitszeitverkürzung statt Verlängerung der Arbeitszeit ist die einzige Chance, damit wirklich alle Arbeitswilligen wieder einen Arbeitsplatz bekommen. Den Konflikt zwischen jenen, die auf eine Verteilung der Arbeit orientieren, und jenen, die mit einem Basislohn jedem und jeder eine Mindestgrundlage zum Überleben schaffen wollen, müssen wir in einer Forderung nach einer Neuverteilung von Arbeit und Einkommen auflösen. Wir brauchen die Pflichtversicherung in der Sozialversicherung, die wirklich allen Menschen einen Zugang zu jener sozialen und medizinischen Versorgung gewährt, die er / sie braucht. Eine Wertschöpfungsabgabe bringt die dringend benötigten Finanzmittel. Diese Vorschläge sind noch lange nicht vollständig und sollen nur die Richtung einer Politik angeben, in der das Wohlergehen der sozial Schwächsten nicht nur in Sonntagsreden beschworen wird, sondern im politischen Alltag gelebt wird. Als Kompass gegen die herrschende neoliberale Politik kann auch das Sozialwort des Ökumenischen Rates der Kirchen dienen (www.sozialwort.at), das wichtige Reformen aufzeigt. Solidarität und alles geht Aus der Geschichte der ArbeiterInnenbewegung wissen wir – nur gemeinsam können wir etwas verändern. Solidarität in einem Betrieb, in Österreich und weltweit ist der einzige Weg, um jene Gegenmacht zu organisieren, die den menschenverachtenden Entscheidungen von Weltfinanzinstitutionen, multinationalen Konzernen und mit ihnen „verhaberten“ PolitikerInnen entgegentritt und ein mehr an sozialer Gerechtigkeit durchsetzt. Die weltweite Bewegung der Sozialforen, Demonstrationen in vielen Ländern des Südens, Aktionen gegen Sozialabbau in EU-Staaten wie in Frankreich, GewerkschafterInnen und BetriebsrätInnen ebenso wie christliche Gruppen und Menschenrechtsorganisationen – eine andere, sozial gerechtere, friedlichere Welt ist möglich. Alois Reisenbichler 1110 Wien, Schneidergasse 15/9, Telefon (043-664) 39 51 809 E-Mail: stadtteilzentrum at simmeringonline.at, Alois.Reisenbichler at reflex.at Homepage in Arbeit: www.reisenbichler.at.tf Lieblingshomepage: www.hiroshima.at ================================================ ================================================ 18 Andere EU Von: akin ================================================ http://www.anothereuropeispossible.net/ Ein Wiki (im Wikipedia-Style) fuer eine neue Verfasstheit (nicht nur Verfassung) der EU - also eigentlich gewinnt man den Eindruck, hier gehe es darum, eine Nicht-EU zu schaffen, soweit sind die Vorstellungen von denen der Herren der EU entfernt. Von der englische Version der Site gelangt man zu Portalen saemtlicher Staatssprachen der EU -- wenn auch die meisten dieser Portale noch nicht mehr als eine Headline aufzuweisen haben, so ist die deutschsprachige Abteilung schon recht rege. Aus der Selbstdarstellung: "Europa ist keine Ware! Ein anderes Europa ist moeglich; eines, das im Gegensatz zum Neoliberalismus und zum fremdenfeindlichen Populismus steht. ... Diese Webseite hat den Anspruch, durch den Aufbau einer alternativen Europaeischen Kooperationsplattform auf der Grundlage der wiki-Technologie hierzu beizutragen. Alle koennen sich hier daran beteiligen, die Informationen und kritische Analysen zu europaeischen Themen zu sammeln und bereit zu stellen, die offizielle sowie unsere alternative Agenda zu verfolgen und eine transnationale Vernetzung aufzubauen. Durch den Einsatz der wiki-Software kann jeder Besucher dieser Webseite dazu beitragen." * http://www.fse-esf.org/ http://www.socialforum.at/ Das 3. ASF (Austrian Social Forum) findet vom 15. bis 18. Juni 2006 in Graz statt, das Europaeische Sozialforum am 4 bis 7 Mai 2006 in Athen. Dazu dienlich sind die beiden URLS. Bei der europaeischen Forumssite lasst euch bitte nicht schrecken -- sie ist in Franzoesisch verfasst, aber von dort gelangt man auch schnell auf eine deutsche und eine englische Version. Wobei ich darum bitte, mich endlich aufzuklaeren: Warum wird das oesterreichische Forum auf der oesterreichischen Site immer mit englichem Titel, das europaeische aber immer mit deutschem Titel angekuendigt? Ich schaetze bei den Konferenzsprachen wird es ja wohl genau umgekehrt sein... -br- ================================================ 19 Schickt sie zum Teufel! Von: akin ================================================ > Schickt sie zum Teufel! Ueber Regierungen, Reichtum und Armut Manchmal blitzschnell, dann wieder zaghaft und traege braut sich weltweit was zusammen. Die Betroffenen beginnen sich – aus welchen Gruenden auch immer - zu wehren. Sie weigern sich, die ihnen aufgeschwatzte ‚Politik der Vernunft‘, die gleichzeitig die ‚Politik der Herrschenden‘ ist, weiterhin zu akzeptieren. Sukzessive verlieren die ‚Blitzableiter‘ bisher funktionierender Gemeinwesen – z.B Religion, Demokratie, Klassenethik – ihre traditionell gewachsene Macht. Die jeweiligen politischen Fuersten haetten aber noch Jahrzehnte, vielleicht sogar Jahrhunderte gemuetlich weiterregieren und ihre Voelker mit Phrasen und Parolen in Schach halten koennen – wenn, ja wenn sie es nicht zu bunt getrieben haetten. Sie, die sich gern und staendig mit dem Nimbus des ‚nur fuer das eigene Volk dazusein‘ umhuellen, sind an die wahren Profis geraten, die bereits beim weltweiten Kampf um Maerkte angelangt waren. Die blitzschnell die nationalen und ihre Geschaefte behindernden Politiken auszuschalten oder zumindest fuer ihre Zwecke umzugestalten wusste. Das Zusammenspiel zwischen rasant wachsenden Finanzmaerkten und laengt supranational agierenden Konzernen war zugegebenermassen ein hervorragendes Teamwork, das die politischen Analysten ratlos verstummen liess. Die Weltwirtschaft, die keine Grenzen ausser ‚arm und reich‘ benoetigt, braucht Gesetze und Gesetzesvorhaben. die ihnen von den inzwischen kurz geschlossenen National-Politiken – wie z.B. der EU – eifrigst zur Verfuegung gestellt werden. So entwickelte sich schnell ein neues Teamspiel, das so bezeichnet werden koennte: ‚Weltwirtschaft zugunsten der Reichen‘ und ‚Politik als beruhigendes Ablenkungsmanoever fuer die Armen‘. Schuessel und Konsorten als perfekte Polit-Instrumente der EU-Anpassung brauchen hierbei nicht erwaehnt werden, aber es ist sicher interessant, dass die oesterreichischen Abgeordneten nie grundsaetzliche Bedenken gegen den oekonomischen Moloch Bruessel aeussern. Die netten Gehaelter seien ja allen vielleicht zu goennen, wenn es nicht gleichzeitig eine grauenhafte Armut rundherum gaebe. In der noerdlichen Hemisphaere uebertrumpfen sich die Anleger und Spekulanten mit Milliarden Dollars und Euros – auf der suedlichen Haelfte des Globus wird gestorben. Zufaelligerweise hoerte ich vor zwei Wochen ein kurzes Referat von Jean Ziegler, der vom taeglichen Massaker des Hungers sprach. Mehr als die Haelfte aller Kinder in den unter-entwicklten Staaten sind laut Ziegler vom Hungertod bedroht. Und laut Mitteilungen der Weltbank "haetten im Jahr 2001 weltweit ca. 1,1 Mrd. Menschen (entspricht 21% der Weltbevoelkerung) weniger als 1 US-Dollar in lokaler Kaufkraft pro Tag zur Verfuegung und galten damit als extrem arm. (Zum Vergleich: 1981 waren es noch 1,5 Mrd. Menschen, damals 40% der Weltbevoelkerung; 1987 1,227 Mrd. Menschen entsprechend 30%; 1993 1,314 Mrd. Menschen entsprechend 29%)"(1). Nun gut, jetzt koennte z.B. das EU-Land Oesterreich so argumentieren: "Es tut uns wahnsinnig leid, aber wir haben selbst 1 Million Armutsgefaehrdete, und erst die vielen Obdachlosen..." Also wir verstehen, Oesterreich ist ein armes Land. Doch zufaellig faellt mir der Standard in die Hand, wo ich im Wirtschaftsteil folgendes zu lesen bekomme: 2006 finden "die groessten Kapitalerhoehungen an der Wiener Boerse" statt. Da steht weiter ausfuehrend etwas ueber eine IMMOEAST, die allein mit ca. 3 Mrd. Euro ihr Kapital an der Boerse aufstockt. Dann folgt gleich die ‚Erste Bank‘ mit 2,9 Mrd. und ‚Meinl‘ mit 0.92 Mrd. Euro(2). Wie gesagt, bei den Betraegen sind keine Firmen-Guthaben gemeint, sondern ‚nur‘ Kapitalaufstockungen. Also duerfte Oesterreich nicht so arm sein. Denn wenn die Konzerne so reich sind, sind nur die Menschen arm – und die sind offenbar ersetzbar. Doch zum Schluss noch eine kleine, abgerundete Gegenueberstellung: 2001 besassen 1,1 Mrd. Menschen bloss 1 DM pro Tag in lokaler Kaufkraft. Laut der Internet-Zeitung RU v. 10.06.05 ist "die Zahl der Dollar-Millionaere in der Welt im vergangenen Jahr um 600 000 auf 8,3 Millionen gewachsen. Das Gesamtkapital aller Millionaere der Welt vergroesserte sich im vergangenen Jahr um 8,2 Prozent auf 30,8 Billionen Dollar"(3) Schickt eure Regierungen zum Teufel, die dergleichen nicht nur zulassen, sondern auch foerdern! *Fritz Pletzl* 1) Wikipedia (eingesehen am 3.04.06) 2) Standard v. 18./19. Feb. 06, S 33 3) Internetzeitung Russland RU v. 10.06.2005 ================================================ 20 Aktionen zur EU-Jugendministerkonferenz in Bad Ischl (29.-30.3.) Von: akin ================================================ Viele Gipfel derzeit Dass Oesterreich ein gebirgiges Land ist, laesst sich in diesem Halbjahr auch politisch nicht leugnen. Derzeit schiessen in diesem Land ueberall Gipfel aus der Erde -- und die werden natuerlich auch gebuehrend gestuermt. Aber Achtung: Verwechselt nicht die Gipfel! > Bericht: Aktionen zur EU-Jugendministerkonferenz in Bad Ischl (29.-30.3.) Sowohl das Ministertreffen als auch das parallele Treffen von Jugendfunktionaeren brachte - mit wenigen Ausnahmen - nur Worthuelsen. (Die "Deklaration von Bad Ischl" steht auf www.jugendvertretung.at). Nirgends werden NGOs und soziale Bewegungen erwaehnt. Die "Salzburger Nachrichten" kommentieren treffend, dass gestylte Jugendfunktionaere die Konferenz fuer ihre Karriere hinein in EU-Institutionen nuetzen. Trotz vieler p.r.-Artikel in den Lokal-/ Regionalmedien wuchs in der Ischler Bevoelkerung die Aversion gegen das teure Spektakel. Kommentare am Rand der OeGJ-Demo mit 4.800 "Pappkameraden" (symbolisch fuer 4,8 Mio Jugendarbeitslose in der EU) waren u.a. "Wozu die Geldverschwendung?" und "Demonstrierts lieber in Wien vor der BAWAG!" Die Polizei war sehr praesent (300 Mann inkl. Cobra und Abhoertrupp) bei unseren Protestaktionen (Der Infostand war eingekreist von Polizisten), die Reden von mir und Hubsi Kramar wurden anschliessend ueber das "Freie Radio Salzkammergut" uebertragen. Hubsi griff meine Feststellung auf, dass als wichtiger Nebeneffekt der "Sicherheitsmassnahmen" die Ueberwachungsstrategen dies fuer ein Manoever nuetzen, in dem sie unter realen Bedingungen ihre neuesten Strategien und Techniken erproben und nebenbei die Bevoelkerung einschuechtern koennen. Entsprechend wenige trauten sich, offen zu unseren Infostand zu kommen, um mit uns zu diskutieren. Ein passender Abschluss war am Abend die Dokumentar-Groteske "Schueler Hitler" gespielt von Hubsi Kramar und Hermann J. Kogler, die beklemmend die Rhetorikschulung Hitlers dokumentierte, exemplarisch fuer aehnliche populistische Demagogen der Gegenwart. *Matthias Reichl* ================================================ INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ================================================ ================================================ 21 Todesstrafe fuer Sprayer? Von: akin ================================================ > Todesstrafe fuer Writer? Sonder-Polizei schiesst Sprayer in den Kopf - Opfer so gut wie tot In der norditalienischen Stadt Como hat nach Angaben von Indymedia letzte Woche eine Anti-Graffiti-Sondereinheit bei einer Kfz-Kontrolle einen 19-jaehrigen Menschen aus Sri Lanka erschossen. Die Kugel hat ihn aus einer Entfernung von zwei Metern in den Hinterkopf getroffen. Mehrere Beamte der Polizei haben in der Innenstadt von Como ein Auto angehalten, in dem sie einen Writer aus der oertlichen Graffiti-Szene erkannt haben wollten. Mit gezogenen Pistolen wurden die vier Insassen des Autos zum Aussteigen aufgefordert, darunter auch der Fahrer, der 19-jaehrige Raigama Achrige Rumesh Ku, Sohn von Migranten aus Sri Lanka. Die vier Jugendlichen mussten sich dann mit erhobenen Haenden an eine Mauer stellen, den Kopf zur Mauer gewandt. Die ganze Szene wurde von mehreren Zeugen beobachtet, darunter auch einer Zivilstreife der Carabinieri die sich zufaellig in der Naehe befand. Es ist umstritten, ob Ganesh, wie seine Freunde ihn nennen, sich umdrehen wollte oder einfach eine abrupte Bewegung gemacht hat. Auf jeden Fall hat der Polizist, der hinter Raigama stand, einen Schuss aus seiner Dienstwaffe abgegeben, der Ganesh hinter dem linken Ohr getroffen hat und seinen Kopf durchschlagen hat. Die drei Freunde von Ganesh haben sich auf den Polizisten gestuerzt und ihn angeschrien: "Du Moerder! Du Schwein! Was hast du getan, du Bastard!" Die anwesende Zivilstreife der Carabinieri hat sofort eingegriffen, eine Ambulanz gerufen und die Waffen der drei Polizisten beschlagnahmt. Erste Meldungen sprachen davon, Ganesh sei bei der Ankunft im Krankenhaus fuer klinisch tot erklaert worden. Letzten Informationen zufolge laege er im Koma mit minimalen Ueberlebenschancen. Gegen den Polizisten der geschossen hat, wird ermittelt. Zu dem genauen Ablauf der Ereignisse gibt es widerspruechliche Aussagen. Ganeshs Freunde haben ausgesagt, der Polizist habe mit der Pistole auf seinen Kopf gezielt und gesagt "Schau mal, was ich hier hab fuer dich"- als sich Ganesh umdrehen wollte, sei der Schuss gefallen. Die Polizisten hingegen haben ausgesagt Ganesh sei weggelaufen und die Kugel habe ihn bei der Flucht getroffen. Im norditalienischen Como sind seit geraumer Zeit besondere Einheiten der Polizei zur Bekaempfung der Graffiti-Szene im Einsatz. Diese Einheiten sind bekannt fuer ihre ruecksichtslosen und gewaltbereiten Vorgehensweisen, mit denen sie versuchen jugendliche Writer einzuschuechtern. http://at.indymedia.org/newswire/display/55367/index.php ================================================ 22 [gipfelsoli] St. Petersburg Von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- Legal Support Gruppe des Netzwerkes gegen G8 Selbstdarstellung: Die Legal Support Gruppe des Netzwerkes gegen G8 (NAG8) wurde auf dem internationalen Koordinationstreffen von NAG8 im Februar 2006 gegründet. Die wesentlichen Aufgaben der Gruppe sehen wir in: - Sammeln von Informationen über Repressionen gegen Menschen und Gruppen, die verdächtigt werden, Proteste gegen den G8 in St. Petersburg vorzubereiten - rechtliche Unterstützung von Leuten, die Ziel staatlicher Repressionen sind - Verbreiten von Informationen über Übergriffe auf Protestierende und Protest Vorbereitende Wir teilen die Grundsätze des Netzwerkes gegen G8. (siehe http://spb8.hardcore.lt/post10) Wir brauchen Hilfe mit professionellen RechtsanwältInnen bzw. Sachkundigen und Übersetzung. Kontakt: piter.legal at yahoo.com (russisch, englisch und deutsch möglich) ----------- Am 15.Juli beginnt in St. Petersburg der erste G8 Gipfel in der Geschichte Russlands. Bereits zum 300. Gründungstag der Stadt vor 3 Jahren war die Stadt voll von Polizei, es gab Veranstaltungsverbote und einen Monat vor dem Großereignis Visastopp, dass heißt visapflichtige AusländerInnen konnten grundsätzlich kurzfristig nicht nach Russland einreisen. Ähnliches Vorgehen kann auch zum G8 Gipfel von der russischen Regierung erwartet werden. Auf einem internationalen Vorbereitungstreffen Anarchistischer und Libertärer Zusammenhänge in Kiev wurde mitte Februar eine legal support Gruppe gegründet, die sich die nächsten Monate mit konkreter Antirepressionsarbeit und internationaler Öffentlichkeit beschäftigen will. Im Einzelnen soll es um Infos zu rechtlichen Fragen in Russland gehen, um den Aufbau von legal observern, die vor Ort gegen staatliche Übergriffe unterstützen sollen und gegen Grenzprobleme. Zusätzlich möchten wir schon jetzt einen Verteiler aufbauen, über den internationale sympathisierende Gruppen und Medien über unsere Arbeit informiert werden, sowie auch über konkrete staatliche Übergriffe wärend des Gipfels und Solidaritätsaufrufe. Wir benötigen dringend Leute, die schnell verschiedene Sprachen übersetzen können und gut per E-mail erreichbar sind. Außerdem sammeln wir Medienkontakte, suchen potentielle legal observers und Gruppen, die ihre Erfahrungen (z.B. auch Broschüren, Berichte) mit uns teilen. In Russland gibt es keine vergleichbaren Strukturen wie z.B. während des Gipfels in Schottland, ebenso brauchen wir Demosanis und bestenfalls professionelle ÄrztInnen bzw. SanitäterInnen, die vor Ort Demosanis aufbauen können. Unser Ziel ist, Meinungsfreiheit einzufordern und den zu erwartenden Repressionen solidarisch und international entgegenzutreten. Dafür brauchen wir viel Unterstützung, vor allem während des Gipfels in St. Petersburg, aber auch während der geplanten "warm up" Woche davor in Moskau. Aber auch wenn mensch nicht nach Russland kommen kann, gibt es Möglichkeiten der Unterstützung. Am 14.Juli soll ein Globaler Aktionstag stattfinden, zu dem dezentral weltweit aufgerufen wird. Wir werden Eure Solidarität auch vor russischen Botschaften in möglichst vielen Städten brauchen. Kontakt: Piter.legal at yahoo.com -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org -------------------------------------------------------------------------- ================================================ 23 Enlazando Alternativas 2 Von: akin ================================================ > Alternativengipfel EU–Lateinamerika/Karibik: Enlazando Alternativas 2 In Wien wird im Mai 2006 im Rahmen der EU-Praesidentschaft Oesterreichs ein Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der Europaeischen Union und der Staaten Lateinamerikas und der Karibik stattfinden. Parallel zu diesem offiziellen Gipfel werden soziale Bewegungen, kirchliche Gruppen, Nicht-Regierungsorganisationen, Gewerkschaften und andere AkteurInnen aus Lateinamerika, der Karibik und Europa vom 10. bis 13. Mai 2006 in Wien einen Alternativengipfel abhalten: "Enlazando Alternativas 2" ("Alternativen verknuepfen"). Waehrend dieser vier Tage des Alternativengipfels werden die Vertraege zwischen Lateinamerika/Karibik und der EU analysiert, deren Entwicklungspolitik und die Militarisierung in beiden Kontinenten in Frage gestellt und ein Tribunal der Voelker veranstaltet, im Rahmen dessen die Machtmechanismen der europaeischen transnationalen Konzerne in Lateinamerika und Europa untersucht werden sollen. "Bei diesem Tribunal sitzen multinationale Konzerne auf der Anklagebank. Mittels Zeugenaussagen von Betroffenen und Fachleuten aus verschiedenen Themenbereichen werden Beweise fuer Vergehen gegen die Menschen- und Arbeitsrechte, gegen Umwelt und Sozialstandards gesammelt", erlaeuterte Carlos Aguilar von der lateinamerikanischen Bewegung "Alianza Social Continental" Neoliberale "Kooperationen" Pia Lichtblau von ATTAC verwies darauf, dass die EU in vielen lateinamerikanischen Laendern die wichtigste Investorin ist – im Zuge der neoliberalen Privatisierungspolitik haben zahlreiche europaeische Konzerne lateinamerikanische Unternehmen aufgekauft, z.B. die spanische Telefónica oder die Wasserkonzerne Vivendi und Suez. "Darueber hinaus ist die EU auch eine der wichtigsten Handelspartnerinnen der suedamerikanischen bzw. der Mercosur-Laender. Der Mercosur wickelt 25% seines Aussenhandels mit der EU ab – und nur 19 Prozent mit den USA", so Lichtblau weiter. Die Liste der negativen Auswirkungen solcher Freihandelsabkommen ist besonders fuer Lateinamerika lang: Arbeitslosigkeit, prekaere Arbeitsverhaeltnisse, Zerstoerung der Nahversorgung, Privatisierung der oeffentlichen Dienstleistungen sind nur einige Beispiele. Der Grund fuer die Misere liegt aber nicht allein an der EU, sondern auch an der Politik der lateinamerikanischen Regierungen. Die brasilianische Agrarpolitik ist stark exportorientiert und somit stark auf grosse Agrokonzerne ausgerichtet, die kleinbaeuerlichen Betrieben wiederum die Existenzgrundlage rauben. "Angesichts der Tatsache, dass weder ein Kleinbauer in Brasilien, noch eine Biobaeuerin in Oesterreich von derartigen Vertraegen profitiert", betrachtet es Lichtblau als absolut unerlaesslich, "den Widerstand gegen diese neoliberale Form der "Kooperation" gemeinsam zu organisieren – gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Gruppierungen aus Lateinamerika und indem jeder in seiner Region dafuer sorgt, dass soziale und oekologische Anliegen wieder vor Konzerninteressen gestellt werden." Rechte von ArbeitnehmerInnen Der Oesterreichische Gewerkschaftsbund, wiewohl kein Mitveranstalter von "Enlazando Alternativas 2", beteiligt sich mit mehreren grossen Veranstaltungen daran und begruesst eine verstaerkte Diskussion der oesterreichischen und europaeischen Aussen- und Aussenwirtschaftspolitik in der Oeffentlichkeit und der sogenannten Zivilgesellschaft. Walter Sauer vom internationalen Referat des OeGB: "Lateinamerika steht offenbar am Beginn des Endes der Herrschaft des oekonomischen Neoliberalismus, der den Kontinent seit drei Jahrzehnten in seine Fesseln geschlagen hat. Fuer die oesterreichische Gewerkschaftsbewegung, die in Oesterreich gegen die neoliberale Verschlechterung der erkaempften Sozial- und Arbeitsstandards kaempft, ist es im Sinne internationaler Solidaritaet eine Selbstverstaendlichkeit, jene zu unterstuetzen und mit jenen zusammenzuarbeiten, die in Lateinamerika fuer hoehere Sozialstandards kaempfen. Der OeGB fordert die Europaeische Union deshalb zu einer solidarischen Aussen- und Aussenwirtschaftspolitik gegenueber Lateinamerika auf!" Die Gewerkschaften richten einen Forderungskatalog aber auch an die Regierungen Lateinamerikas: In vielen Laendern werden die Gewerkschaftsrechte grob verletzt. Allein in Kolumbien werden jaehrlich etwa 100 gewerkschaftliche AktivistInnen wegen ihrer gewerkschaftlichen Taetigkeit ermordet. Arbeitsbedingungen sowohl in Betrieben multinationaler Konzerne als auch nationaler Unternehmer/innen sind oft katastrophal – etwa in den Maquiladoras Zentralamerikas. Sauer weiter: "Wir fordern daher gleichzeitig die umfassende Respektierung der Menschen- und Gewerkschaftsrechte, insbesondere des Rechts auf Organisationsfreiheit, in Lateinamerika." Neben den vielen AktivistInnen aus Oesterreich, Europa und Lateinamerika haben folgende Personen bereits ihr Kommen zugesagt: Jose Bové, Bauerngewerkschaft "Confédération paysanne", Frankreich Susan George, Vizepraesidentin von Attac France Alvaro Ramazzini, Bischof, Guatemala Gioconda Belli, Schriftstellerin, Nicaragua Luis Bassegio, Koordinator "Grito continental" (Schrei der Ausgeschlossenen), Brasilien Ivo Lesbaupin, Theologe und Soziologe, Brasilien Alle naeheren Informationen sowie Anmeldemoeglichkeiten unter http://www.alternativas.at. Kontakt: T+F: +43-1-479 05 56 office at alternativas.at (linke/gek.) Quelle: http://dielinke.at/Programm/index.php?area=1&p=news&newsid=59 ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 4. April 2006; 18:32 ********************************************************** EU/Praesidentenland (III): ================================================ 24 Der Schmaeh mit der EZA-Statistik! Von: akin ================================================ Der Schmaeh mit der EZA-Statistik! Nichtregierungsorganisationen geben Einblick in Zahlendickicht der Entwicklungshilfezahlen der EU-Mitgliedstaaten anlaesslich des Treffens der AussenministerInnen am 10./11.4. In einer europaweiten Initiative geben Nichtregierungsorganisationen Einblick in die verwirrenden Entwicklungshilfezahlen der einzelnen Mitgliedstaaten fuer das Jahr 2005. Aufgedeckt wird dabei vor allem, dass viele der Mitgliedstaaten, darunter auch Oesterreich, sich an eingegangene Verpflichtungen nicht halten und anstelle von dringend benoetigten Geldern fuer die Entwicklungslaender, ueberfaellige Entschuldungsmassnahmen, Gelder fuer Fluechtlingsbetreuung und Kosten fuer auslaendische StudentInnen an europaeischen Universitaeten einrechnen. Zum wiederholten Mal haben europaeische Regierungen letztes Jahr zugesagt, bis 2015 0,7% ihres BNE (Bruttonationaleinkommen) fuer die Bekaempfung der groessten Armut in der Welt zur Verfuegung stellen zu wollen. Das erste Mal wurde diese Zusage 1970 im Rahmen der Vereinten Nationen gemacht. 2005 wurde dieses Versprechen von den EU-Staaten erneuert. "Wie die Staaten diese Erhoehung jedoch erreichen wollen ist meist noch unklar", so Johannes Trimmel, Vorsitzender der Oesterreichischen EU-Plattform entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen. "Auch in Oesterreich gibt es dafuer bis jetzt keinen konkreten Stufenplan." 2005 betrug die oeffentliche Entwicklungszusammenarbeit (EZA) Oesterreichs nach offiziellen Berechnungen 0,45% des BNE. Rund 50% dieser Summe sind jedoch keine Massnahmen, die den Entwicklungslaendern unmittelbar zugute kommen, sondern Schuldenerlaesse - hauptsaechlich fuer den Irak. Laut OECD-Richtlinien ist die Einrechung von Entschuldungsmassnahmen zwar erlaubt - die EU Mitgliedstaaten haben jedoch im UN-Abkommen von Monterrey aus dem Jahr 2002 zugesagt, Schuldenerlaesse zusaetzlich zu den eigentlichen Geldern fuer Entwicklungszusammenarbeit aufzubringen. Bis auf wenige Ausnahmen, wie Schweden und Luxemburg, treiben neben Oesterreich auch die meisten anderen Mitgliedstaaten, allen voran Frankreich, Deutschland und Grossbritannien ihre EZA-Statistik nach wie vor durch Zahlenkosmetik kuenstlich in die Hoehe: 2005 wurden fuer Entschuldungsmassnahmen, Fluechtlingsbetreuung im eigenen Land und auslaendische Studenten an europaeischen Unis 3,5 Mrd Euro in Frankreich, 2,96 Mrd in Deutschland und 2,26 Mrd in GB ausgegeben. Italien punktet in diesem Negativranking mit einer anderen dramatischen Entwicklung. Nach Aussagen der NROs wird Italien voraussichtlich die festgesetzten EZA-Ziele fuer 2005 nicht erreichen bzw. koennte sogar hinter einigen, wirtschaftlich weitaus schlechter gestellten "Neuen EU-Mitgliedstaaten" zurueckbleiben. "Die Glaubwuerdigkeit der EU als Vorreiterin innerhalb der internationalen Hilfe fuer die Aermsten der Armen steht auf dem Spiel," so Johannes Trimmel weiter. "Wir fordern diese Regierungen ganz besonders aber unsere eigene oesterreichische dazu auf, ihr EZA-Berichtswesen zu aendern und die Ziele mit tatsaechlich neuem, frischen Geld zu erreichen. Was Entwicklungslaender wirklich brauchen, ist mehr Geld, um vielfach das Ueberleben sicher zu stellen, und nicht beschoenigende Zahlenkosmetik auf Papieren in den Schubladen der Geberlaender." (Aussendung Oesterreichische EU-Plattform entwicklungspolitischer NGOs) Link http://www.reichearmewelt.at ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/März/1503.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/ März/1603.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/März/1703.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) 3 beiträge nicht genommen: doublette, nwr Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 5.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Thu Apr 6 06:59:55 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Thu, 6 Apr 2006 06:59:55 +0200 Subject: widerst@nd MUND: Donnerstag, 06.04.2006 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund Donnerstag, 06.04.2006 ================================================ A) INHALT ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 01 Internationalistische 1.Mai-Demonstration - Aufruf von ASt-LFI ================================================ 02 Roma Kultur Woche - Bitte weiterleiten! von usnija at gmx.at ================================================ 03 beitrag für mund / 8.4. protestumzug von "WFS Wien" ================================================ 04 ANKÜNDIGUNG von "ursula napravnik" ================================================ 05 1. Mai: Demonstration des Personenkomitees 1. Mai 2006 von claudia krieglsteiner ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 06 Irak / Prozess Saddam Hussein: Auch deutsche Firmen zur Verantwortung ziehen! von "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================ 07 Syrien: Kurdischer Rekrut getötet - 100 Kurden inhaftiert von ================================================ 08 Mosambik-Info 31, 04.04.2006 von "Peter Pils" ================================================ 09 venezuela: die autoritär-staatssozialistische hoffnung von heinz at no-racism.net ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 01 Internationalistische 1.Mai-Demonstration - Aufruf von ASt-LFI ================================================ Aufruf für die internationalistische Demonstration am 1. Mai 2006: Internationale Solidarität – Einheit im Kampf - Widerstand! Wir demonstrieren am 1. Mai gemeinsam, weil wir die Tradition dieses internationalen Kampftages der ArbeiterInnenklasse im besten Sinne hoch halten wollen. Weil wir genügend Gründe dafür sehen, gemeinsam zu sagen: WIDERSTAND tut Not! WIDERSTAND gegen imperialistische Kriegen und Besatzung! WIDERSTAND gegen das Europa der Konzerne und Generäle! WIDERSTAND gegen Folter, Isolationshaft, „Antiterrorkampf“, „Schwarze Listen“ und Entdemokratisierung! WIDERSTAND gegen die Verharmlosung des Faschismus und Kriminalisierung des Kommunismus! WIDERSTAND gegen die immer unverschämtere Anhäufung von Reichtum bei gleichzeitiger Verarmung immer breiterer Bevölkerungsschichten! WIDERSTAND gegen Sozialabbau, Privatisierung und Lohnraub! WIDERSTAND gegen die weiteren Verschlechterungen im Gesundheitssystem und „Zwei-Klassen-Medizin“! WIDERSTAND gegen Bildungsabbau und Elite-Unis! WIDERSTAND gegen den Besuch des „Oberterroristen“ Bush im Juni in Österreich! WIDERSTAND gegen Staatsrassismus und alle diskriminierenden AusländerInnengesetze! Wir sind der Überzeugung, dass global, europaweit und auch in Österreich eine internationalistische und solidarische Bewegung entstehen muss und wird, die dem Wahnsinn des kriegstreiberischen und menschenverachtenden kapitalistischen System massiven Widerstand entgegensetzt. Wir sind optimistisch, daß letzten Endes Milliarden von Menschen stärker sein werden, als eine Hand voll Milliardäre und deren Helfer und Helfershelfer. Wir sehen in den sozialen und politischen Kämpfen der jüngsten Zeit wertvolle Lernschritte und Anknüpfungspunkte. Der Kampf der europäischen HafenarbeiterInnen soll uns ein Vorbild sein. Sie haben es geschafft, eine unsoziale EU-Richtlinie durch einheitlichen und massiven Protest zu verhindern. Die ArbeiterInnen und Angestellten aller Branchen und Länder können aus solchen Kämpfen lernen, dass nicht die Gewerkschaftsbürokratien und reformistischen Abwiegler ihre Interessen vertreten, sondern es in ihren eigenen Händen liegt, dem Kapital erfolgreichen Widerstand entgegenzusetzen. Wir erklären an diesem 1. Mai unsere Solidarität mit allen vom imperialistischen System gefangenen, entrechteten und gefolterten Menschen, sei es im Irak, in Afghanistan, Palästina, der Türkei, in Guantanamo oder sonst wo auf der Welt. Wir erklären unsere Solidarität mit allen unter imperialistischer Besatzung, Unterstützung und Krieg leidenden Völker, im Besonderen den Völkern des Irak und Palästinas und ihrem Widerstand gegen den neuen Kolonialismus. Wir wenden uns gegen neue Kriegs- und Interventionspläne der Imperialisten und fordern: Hände weg von Iran, Korea, Syrien, Kuba und Venezuela! Wir erklären unsere Entschlossenheit, breite und kämpferische Proteste gegen den Besuch des größten Kriegsverbrecher auf diesem Planeten – US-Präsident George W. Bush – um den 21. Juni in Österreich zu organisieren. Verwandeln wir Wien in eine Anti-Bush-Stadt! Wir fordern: Schluss mit der Verschleuderung öffentlichen Eigentums. Keine Privatisierung der Post. Wir sagen: Gleiche Rechte für alle. Weg mit allen Gesetzen, die unsere Rechte und Freiheiten einschränken! Wir treten für eine Gesellschaft ein, in der es heißt: „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen“. Wir sind der tiefen Überzeugung, dass die arbeitenden Menschen und unterdrückten Völker das globale Räubersystem des Imperialismus früher oder später besiegen und durch solidarische, gerechte, sozialistische Gesellschaften ersetzen werden. Dafür kämpfen wir, auch am 1. Mai. Solidarität – Einheit im Kampf – Widerstand! Treffpunkt: ab 9.00 Oper Abschlusskundgebung: Vor dem Parlament Erstunterzeichnende Organisationen: Gewerkschaftlicher Linksblock in der GPA-Wien ATIGF – Föderation der Arbeiter aus der Türkei in Österreich KI - Kommunistische Initiative Anatolische Föderation ASt – ArbeiterInnenstandpunkt Atilim Antiimperialistische Koordination HÖC - Front für Rechte und Freiheiten KJÖ – Kommunistische Jugend Österreich AL-ANTIFASCHISTISCHE LINKE YDG – Neue demokratische Jugend Sozialistische Jugend/Stamokap-Strömung REVOLUTION ================================================ 02 Roma Kultur Woche - Bitte weiterleiten! von usnija at gmx.at ================================================ From: usnija at gmx.at Roma-Kulturwoche im 15. Bezirk >Sehr geehrte Damen und Herren, >folgende Information möchte ich gerne an Sie weiterleiten: > , >Zum internationalen Tag der Roma am 8. April organisiert der >Roma-Kulturverein "Romano Phralipe" eine Kulturwoche. Von 7.-11.4. April >gibt es im "Brick-5" ,in der Fünfhausgasse 5, Musik, Fotos und zahlreiche >aktuelle Diskussionen zu sehen und zu hören. > >Vom 7.-11. April 2006 veranstaltet der Verein in den Räumlichkeiten des >Brick-5 (15. Bezirk, Fünfhausgasse 5) ein abwechslungsreiches Programm. Mit >der Roma-Kultur-Woche möchte "RROMANO PHRALIPE" die kulturelle Identität der >Roma abseits vom Mainstream in einem gemütlichen Rahmen dem Wiener Publikum >näher bringen und damit einen Beitrag zum gegenseitigen Verstehen zwischen >Roma und Nicht-Roma leisten. > >Ich wäre über eine Berichterstattung/Ankündigung dankbar und stehe Ihnen >jederzeit für weitere Informationen zur Verfügung. > > >Herzliche Grüße >Usnija Buligovic > > >Buligovic Usnija >Roma Kulturverein "Rromano Phralipe" >Anschützgasse 34/5 >1150 Wien >tel:0676 900 96 49 >e-mail:usnija at gmx.at Programm: 7.4., 18.00 Uhr … Eröffnung mit Musik und Buffet 19 Uhr … Podiumsdiskussion "LAGE DER ROMA IM WIEN /15. BEZIRK" SprecherInnen: Dejan Kolmpar, Obrad Jovanovic (Roma-Kulturverein "Romano Drom) 9.4.,18.30-20 Uhr … Podiumsdiskussion "JUGENDLICHE ROMA UND MIGRATION" - wie gehen Jugendliche mit den Schwierigkeiten der Migration um? Welche Probleme gibt es? SprecherInnen: Boban Stojkov (Roma-Kulturverein "Romani Dori", 15. Bezirk), Mag. Ljubomir Bratic und Mag. Sanja Zlatkovic (angefragt) 10.4., 18.30-20 Uhr … Podiumsdiskussion "ROMA UND HOLOCAUST - SCHWERPUNKT WIEN / ÖSTERREICH" Sprecherin: Mag. Elizabet Jevtic 11.4., 18.30 -20 Uhr … Podiumsdiskussion "ROMA ZWISCHEN INTEGRATION UND ASSIMILATION" - Inwieweit ist Integration notwendig, um in der Gesellschaft akzeptiert zu werden? Wo liegen die Grenzen zwischen Integration und Assimilierung? SprecherInnen: Petja Dimitrova, Marika Schmiedt ab 20.30h … Buffet … Konzert mit “ADRIAN GASPAR ORCHESTRA" und “ROMANO ILO" TÄGLICH Fotoausstellung 16-18 Uhr … Aktuelle Aufnahmen der Roma im 15. Bezirk von Elisabeth Handl … Aktuelle Aufnahmen in Österreich,Tschechien und Mazedonien von Kveta Schubert (sie stammt aus Tschechien und ist Romni) … Herkunft und Einwanderung in Europa Mappen und Skizzen, die die Einwanderung deutlicher zeigen … Verfolgung und Vernichtung im Zweiten Weltkrieg … Leben und Gebräuche / FOTOSAMMLUNG VON VERSCHIEDENEN AUTOREN AUS SERBIEN Dokumentarfilmvorführung 16-18 Uhr … “Mein Vater"- Dokumentarfilm über alte traditionelle Erwerbe der Roma" (8.,9., 10., und 11.4.) Regie:Misa Keskenovic / Produktion: Kulturno- prosvetno udruzenje Roma Sombor, Serbien/ Länge: 30 min Der Film wurde in Serbien gedreht. … "Eine lästige Gesellschaft" (11.4.) Regie/Marika Schmiedt / Produktion: Artbrut/ Länge:75 min Der Film wurde in Österreich, Deutschland und Polen gedreht und beschäftigt sich mit dem Zigeunergenozid und dessen Auswirkungen auf nachfolgende Roma (Details siehe Anhang). ================================================ 03 beitrag für mund / 8.4. protestumzug von "WFS Wien" ================================================ Hallo Könnt ihr bitte unseren Protestumzug im MUND ankündigen? Danke! liebe grüße Martha Am 7. - 8. April 06 treffen sich die EU Wirtschafts- und FinanzministerInnen in der Hofburg, um über Globalisierung, Finanzmarktstabilität und Finanzdienstleistungen zu diskutieren. Das Gefälle zwischen armen und reichen Regionen in der EU ist bereits stärker als in den USA. Finanz- und Sparprogramme der EU verstärken diese Kluft. Während im Bildungs- und Sozialbereich der Sparwahn der Regierungen und der EU zur Geltung kommt, findet eine massive Steigerung der Rüstungsausgaben für weltweite Militäreinsätze statt. Rekordarbeitslosigkeit, Lohndumping, Abbau von Arbeitsrecht und Sozialstandards auf der einen Seite und Rekordgewinne der Großkonzerne auf der anderen. Dagegen wollen wir protestieren! 8.4.06 Protestumzug mit Verkleidungen, Kostümen, Musikinstrumenten, Aktionen, ... 14.00 - 16.00 Uhr Treffpunkt: Michaelerplatz, 1010 Wien ================================================ 04 ANKÜNDIGUNG von "ursula napravnik" ================================================ Liebe prekäre Redaktion, bitte um Ankündigung der Veranstaltung. es grüsst San Precaria Montag, 10. April 2006, 20:00 Uhr, KETE, 1060 Wien, Schmalzhofg. 6 KPD - Kleines Postfordistisches Drama KLEINES POSTFORDISTISCHES DRAMA (kpD) untersucht die Transformation kultureller Aktivitaeten und die damit verbundenen Karrieren. Diskussionsabend mit kpD: Brigitta Kuster, Filmemacherin und Kuenstlerin; Isabell Lorey; Politologin/ UdK; Marion von Osten, Kuenstlerin und Kuratorin; Katja Reichard, Kuenstlerin, pro qm ================================================ 05 1. Mai: Demonstration des Personenkomitees 1. Mai 2006 von claudia krieglsteiner ================================================ *1. Mai 2006 Gemeinsam Widerstand! Treffpunkt 10.00 Albertina Abschlusskundgebung ca. 11.30 Parlament * „Wachstum und Beschäftigung“ lautet das Credo der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft. Arbeitsplätze, gar “Vollbeschäftigung” versprechen die Projekte, die nicht nur Schüssel & Co für die Europäische Union voran-treiben sollten: Sowohl die so genannte Lissabon-Strategie als auch der EU-Verfassungsvertrag - der bei Volksabstimmungen in Frankreich und Holland durchgefallen ist - und sogar die ominöse Dienstleistungs-Richtlinie sollen demnach Arbeitsplätze schaffen, indem sie die Union für den globalen Standortwettbewerb fit machen. Welcher Art die dabei geschaffenen Arbeitsplätze sein werden, darüber gibt das „Kleingedruckte“ in diversen - auch von der österreichischen Bundesregierung unterstützten - EU-Dokumenten Auskunft: „Flexibel sei der Mensch, über die Maßen fleißig und ansonsten genügsam und kusch!“, so das Motto, das über der „Arbeitspolitik“ des europäischen Neoliberalismus schwebt. Die vielfach angekündigten Jobinitiativen auf europäischer wie nationaler Ebene entpuppen sich derart als pure „Prekarisierungsstrategien“. Lohnarbeit um jeden Preis - ungesichert, schlecht bezahlt, stressig flexibel - Prekarisierung ist Klassenkampf von oben! Dagegen setzen wir die Forderungen nach einer radikalen Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich, nach Mindestlohn und Grundeinkommen sowie gleiche politische und soziale Rechte für alle hier lebenden Menschen, unabhängig von ihrer Staatsbürgerschaft. Eine emanzipatorische Arbeitspolitik verlangt aber auch die Demokratisierung von Wirtschaft und Betrieben als Voraussetzung für eine Neubewertung und -verteilung der gesellschaftlich notwendigen Arbeit, wie insgesamt nach einem neuen Arbeitsbegriff, als Voraussetzung für die Abschaffung geschlechtshierarchischer Unterdrückung und Ausbeutung und einer schöpferischen Entfaltung in Solidarität. Lokal handeln, global kämpfen! Die europäische Linke vernetzt die verschiedenen politischen und sozialen Kämpfe im Projekt einer „Alternativen Charta für ein anderes Europa“, die Anfang Mai auf dem Europäischen Sozialforum und Mitte Juni im Rahmen des 3. Austrian Social Forum vorgestellt wird. Ein anderes Europa bedeutet dabei: -Offene Grenzen und ResidenzbürgerInnenschaft statt einer rassistisch abgeschotteten Festung Europa! -Ein soziales, demokratisches, solidarisches, geschwisterliches Europa statt der neoliberalen Union der Konzerne! -Ein Europa des Friedens und der globalen Solidarität statt einer imperialen, militarisierten Supermacht! Im Sinne dieser Forderungen bereiten österreichische und transnationale Netzwerke für den 10. bis 13. Mai in Wien einen Alternativengipfel zum offiziellen EU-Lateinamerika/Karibik-Gipfel vor. Auch zur Beteiligung daran soll dieser gemeinsame 1.Mai-Aufruf mobilisieren. Gemeinsam gegen Ausgrenzung! Das Motto „Gemeinsam Widerstand“, unter dem sich seit 1993 ein breites Bündnis aus AktivistInnen und linken Organisationen zu einer gemeinsamen 1. Mai-Manifestation versammelt, richtet sich vor allem auch gegen rassistische und patriarchale Ausgrenzung und Marginalisierung. Ausgrenzung, wie wir sie derzeit wieder verstärkt im so genannten „Ortstafelstreit“ gegenüber der slowenischen Minderheit in Kärnten erleben. Der Kampf um die Rechte der österreichischen Minderheiten ist ein Kampf um Demokratie in diesem Land! Gemeinsam für eine bessere Welt! -Gemeinsam Widerstand gegen Prekarisierung und Sozialabbau, für Arbeit, die auch qualitative Ansprüche erfüllt, für das „gute Leben“: Wir fordern eine Neuaufteilung und Neubewertung der Erwerbs- und Reproduktionsarbeit, radikale Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich, wohlstandssichernden Mindestlohn und bedingungsloses Grundeinkommen. -Gemeinsam Widerstand gegen Sexismus und geschlechtshierarchische Ausbeutung. Frauenrechte sind Menschenrechte! Die Linke ist feministisch oder sie ist nicht links! -Gemeinsam Widerstand gegen Rassismus und Festung Europa! Am Todestag von Marcus Omofuma verlangen wir die Rücknahme des rassistischen Asyl- und Fremdenrechts und die soziale und rechtliche Gleichstellung aller in Österreich lebenden Menschen, unabhängig von ihrer Staatsbürgerschaft. -Gemeinsam Widerstand gegen Militarisierung und EU-Großmachtpolitik! Für Friedenspolitik und Neutralität statt Aufrüstungsgebot, Battle-Groups und militärischer Beistandsverpflichtung! Eine andere Welt ist möglich und notwendig! Das Personenkomitee "1. Mai 2006" ruft zur gemeinsamen Demonstration in Wien auf: Atila Akkaya, Leo Gabriel, Fuad Jaber, Claudia Krieglsteiner, Peter Ulrich Lehner, Melitta Nicponsky, Andreas Pecha, Bernhard Redl, Alois Reisenbichler, Dieter Schrage und Lilian Stadler Unterstützende Organisationen: ARGE für Wehrdienstverweigerung, Gewaltfreiheit und Flüchtlingsbetreuung, Friedensinitiative Donaustadt, Gewerkschaftlicher Linksblock (GLB), Hiroshimagruppe-Wien, Irakisches Haus, Kommunistischer StudentInnen Verband (KSV), KPÖ-Wien, ÖDP - Plattform für Freiheit und Solidarität, Verein Zusammen, Wiener Friedensbewegung ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 06 Irak / Prozess Saddam Hussein: Auch deutsche Firmen zur Verantwortung ziehen! von "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================ > GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER > PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 05.04.2006 > > Irak: Prozess gegen Saddam Hussein > Auch deutsche Giftgas-Firmen müssen zur Verantwortung gezogen werden! > > Nach der Ankündigung eines zweiten Prozesses gegen den gestürzten > irakischen Staatschef Saddam Hussein wegen Völkermordes und > Verbrechen gegen die Menschlichkeit hat die Gesellschaft für bedrohte > Völker (GfbV) heute gefordert, auch in Deutschland diejenigen Firmen > zur Verantwortung zu ziehen, die an der Vorbereitung dieser > Verbrechen beteiligt waren. > > Saddam Hussein wird vorgeworfen, die von Giftgasangriffen begleitete > so genannte Anfal-Offensive auf kurdische und assyro-chaldäische > Dörfer im Nordirak initiiert zu haben. Dabei waren seit 1987 > verschiedenen Schätzungen zufolge zwischen 100.000 und 182.000 > Menschen vernichtet worden. > > Unter Führung der beiden hessischen Unternehmen Karl Kolb GmbH und > Pilot Plant hatten eine Reihe von deutschen Firmen den Aufbau der > Giftgas-Anlagen im irakischen Samarra vorangetrieben. Im Frühjahr > 1987 hatte die GfbV als erste über Giftgasangriffe gegen Dörfer der > kurdischen und assyro-chaldäischen Bevölkerung berichtet, im März > 1988 starben bei einem Giftgasangriff der irakischen Luftwaffe 5.000 > Einwohner der kurdischen Stadt Halabja. > > Die GfbV hatte diese Firmen bereits im April 1987 in > Presseerklärungen beschuldigt, für die Vernichtung von Tausenden > Zivilisten in den Kurdenregionen des Irak Verantwortung zu tragen. > Das Bonner Landgericht hatte unserer Menschenrechtsorganisation bei > einer Androhung von zwei Mal 500.000 DM Bußgeld am 4. August 1987 > untersagt, diese Beschuldigungen zu wiederholen. Das Kölner > Oberlandesgericht hatte dann diesen Richterspruch am 11. Januar 1988 > aufgehoben, nachdem die GfbV sich auf israelische Quellen berufen > hatte. > > Nach vorliegenden Dokumenten hatte Saddam Hussein seinem Cousin Ali > Hassan al-Majid den Befehl für die Anfal-Offensive gegeben. Die > Giftgasangriffe 1986-1988 seien so furchtbar gewesen, notierte ein > Report der Vereinten Nationen, "und von so gewaltigem Umfang, dass > nur wenige Präzedenzfälle seit dem Zweiten Weltkrieg zu finden sind". > Überlebende Opfer in den angegriffenen Siedlungen wurden von der > irakischen Armee liquidiert. Hunderttausende von kurdischen und > assyrischen Zivilisten wurden ins Innere des Irak getrieben, viele > Zehntausende von ihnen bei Massenerschießungen hingerichtet. > > Nach der Niederschlagung des kurdischen Aufstands nach dem ersten > Golfkrieg hatte Ali Hassan al-Majid den kurdischen Unterhändlern > eingestanden, bei dieser Offensive seien "nur" 100.000 Kurden > vernichtet worden. Mehr seien es nicht gewesen. > > Der GfbV-Generalsekretär Tilman Zülch steht für Nachfragen auch zur > Verfügung unter Tel. 0151 153 09 888. > ====================================================== > Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) > Inse Geismar, Pressereferentin > Postfach 2024, D-37010 Goettingen > Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 > E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ================================================ 07 Syrien: Kurdischer Rekrut getötet - 100 Kurden inhaftiert von ================================================ > GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER > PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 05.04.2006 > > Syrien: Kurdischer Rekrut zu Tode gequält > Mehr als 100 Kurden bei kurdischem Neujahrsfest verhaftet > > Der 19 Jahre alte kurdische Rekrut Mohammed Othman ist während seines > Militärdienstes in der vergangenen Woche zu Tode gequält worden. Wie > ein zuverlässiger Gewährsmann aus Syrien der Gesellschaft für > bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen am Mittwoch mitteilte, habe sich > der junge Mann kurz vor seinem Tod am 28. März noch bei seinem Vater > darüber beklagt, dass er und andere kurdische Rekruten regelmäßig von > Kameraden und Vorgesetzten geschlagen werden. Häufig sei er außerdem > mit kaltem Wasser übergossen und gezwungen worden, sich anschließend > bei großer Kälte nackt vor dem Haus aufzuhalten. Als er krank wurde, > habe ein Arzt ihn nicht behandeln wollen. > > Nach anfänglicher Weigerung des Militärs, den Angehörigen seine > Leiche zu übergeben, sei der Tote dann doch in der Nacht vom > 29.3.2006 von Militärfahrzeugen in das Heimatdorf gebracht worden. > Obwohl er laut Anweisung des Militärs sofort beerdigt werden sollte, > konnten seine Angehörigen noch Fotos von dem Leichnam machen. > Deutlich seien darauf die Spuren der Misshandlungen zu erkennen. > Mohammed Othmann war erst vor knapp einem Monat zum Wehrdienst > eingezogen worden. > > Beunruhigende Nachrichten erreichten die GfbV auch aus der > zweitgrößten syrischen Stadt Aleppo. Dort wurden während des > kurdischen Neujahrsfestes am 20. März nach Angaben von Augenzeugen > mehr als 100 Kurden festgenommen. Die Namen von 73 Inhaftierten > liegen der GfbV vor. Rund 5.000 Kurden waren an diesem Abend in > Aleppo dem Aufruf aller kurdischen Parteien und Organisationen des > Landes gefolgt und wollten zum Gedenken an inhaftierte und getötete > Kurden in Syrien Kerzen entzünden. Während ihrer friedlichen > Versammlung seien Lieder zum Neujahrsfest gesungen und kurdische > Fahnen geschwenkt worden. Schon zu diesem Zeitpunkt sei es zu ersten > Verhaftungen gekommen. Dann hätten Sicherheitskräfte die Versammlung > unter Einsatz von Tränengas aufgelöst. Als die Demonstranten > begannen, die Sicherheitskräfte mit Steinen zu bewerfen, hätten diese > in die Menge gefeuert. Angaben über Verletzte gibt es jedoch nicht. > > Landesweit leuchteten während des Neujahrsfestes kurdischen > Schätzungen zufolge bis zu eine Million Kerzen. Mit etwa zwei > Millionen Menschen stellen die Kurden rund zwölf Prozent der > Gesamtbevölkerung Syriens. Sprachliche und kulturelle Rechte werden > ihnen vorenthalten. Rund 200.000 Kurden wurde im Zuge der > Arabisierung die Staatsbürgerschaft entzogen und bis heute trotz > Versicherungen des syrischen Diktators Bashar al Assad nicht > zurückgegeben. > ====================================================== > Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) > Inse Geismar, Pressereferentin > Postfach 2024, D-37010 Goettingen > Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 > E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ================================================ 08 Mosambik-Info 31, 04.04.2006 von "Peter Pils" ================================================ Inhalt: 1. Bundespräsident Köhler in Mosambik 2. Streit unter ehemaligen Vertragsarbeitern 3. Vorauszahlungen für Wasser in Maputo 4. Geberkritik an den Aidsaktivitäten der Regierung 1. Bundespräsident Köhler in Mosambik Horst Köhler besucht vom 3.-6. April als erster deutscher Bundespräsident Mosambik. Mit seiner Reise nach Mosambik, Madagaskar und Botswana will Köhler sein Engagement für Afrika ausdrücken. Bereits zu Beginn seiner Amtszeit hatte Köhler angekündigt, Afrika zu einem Schwerpunkt seiner Arbeit machen zu wollen. Er rief auch die Initiative "Partnerschaft mit Afrika" ins Leben. Für sein Engagement führte Köhler in einem Interview mit der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" sowohl moralische als auch rationale Gründe an. "Es geht um so etwas wie ein Weltethos. Was für Menschen sind wir, wenn uns die Not im Süden unberührt lässt? Wenn wir uns davor drücken, unsere Ressourcen und unser Wissen auch für die einsetzen, die von Krankheit und Hunger, von Rechtlosigkeit und Willkür bedrängt werden, dann stimmt in meinen Augen etwas nicht mit unserem Menschenbild." Als Ökonom denke er aber auch pragmatisch, so Köhler. "Wir können es uns nicht leisten, einen ganzen Kontinent zu verlieren. Wir im Norden brauchen Afrika. So wie Afrika uns braucht. Wir erleben doch: Versäumnisse in Afrika holen uns irgendwann im Norden wieder ein. Ich will auch dabei helfen, dass auf beiden Seiten das Verständnis füreinander wächst. Und das Bewusstsein dafür, dass wir aufeinander angewiesen sind." In Mosambik will Köhler vor allem die Anstrengungen des Landes für mehr Demokratie und Bildung würdigen. Neben seinen politischen Gesprächen nimmt Köhler die Gelegenheit wahr, deutsche Projekte in der Provinz Sofala zu besuchen. 2. Streit unter ehemaligen Vertragsarbeitern Der angekündigte Verkauf der Regierungsanteile an der mosambikanischen Kreditgesellschaft SOCREMO hat zu heftigen Streitigkeiten unter den ehemaligen mosambikanischen Vertragsarbeitern (im Volksmund bekannt als "Majermanes") geführt. In einem Abkommen mit der Regierung hatte das Rückkehrerforum der ehemaligen Vertragsarbeiter vereinbart, dass die Regierungsanteile an der SOCREMO verkauft und dann der Erlös an die Rückkehrer ausgezahlt werden soll. Der Wert der SOCREMO-Anteile wird auf 680.000 USD geschätzt. Bei einer Auszahlung an die ca. 16.000 Majermanes, die beim Arbeitsministerium registriert sind, entspräche das ca. 40 USD pro Person. Innerhalb des Rückkehrerforums gibt es verschiedene Meinungen: Während ein Teil des Forums, darunter der Koordinator Alberto Mahuaie, sich für einen Verkauf der Anteile ausgesprochen hat, da das Forum nicht in der Lage sei, die Anteile selbst zu verwalten, spricht sich eine andere Gruppe unter Leitung von José Cossa, gegen einen Verkauf aus und fordert, dass die Regierung ihre Anteile dem Forum überschreibt. Cossa behauptet, eine Mehrzahl der Forumsmitglieder sei gegen einen Verkauf, während Alberto Mahuaie auf eine nationale Befragung der Vertragsarbeiter hinweist, die für einen Verkauf der Anteile spricht. Cossas Gruppe erklärte, Mahuaie sei als Koordinator des Forums abgesetzt worden; die Regierung erkennt Mahuaie allerdings weiter als Koordinator des Forums an, da die Absetzung nicht den Statuten des Vereins konform sei. Mahuaie hat sich nach Angriffen und Morddrohungen in den vergangenen Wochen inzwischen aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und sein derzeitiger Aufenthaltsort ist nicht bekannt. 3. Vorauszahlungen für Wasser in Maputo Águas de Mocambique (AdeM), das von den Portugiesen angeführte Konsortium, das die Wasserversorgung in Maputo und mehreren anderen mosambikanischen Städten managt, gab bekannt, ein System einführen zu wollen, nach dem Wasser im voraus bezahlt wird. Prepaid-Zähler sollen Ende 2006/ Anfang 2007 installiert werden, um so die Probleme mit Wasserrechnungen zu reduzieren. Weiterhin will die Gesellschaft in diesem Jahr weitere 100 öffentlichen Pumpen in Maputo und Matola installieren und so die Zahl der Menschen mit Zugang zur öffentlichen Wasserversorgung weiter erhöhen. Die Pumpen werden insgesamt 40.000 USD kosten und rund 5.000 Haushalte versorgen. Trotz dieser Bemühungen sind viele Stadtgebiete noch nicht an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen und ihre Bewohner sind darauf angewiesen, Wasser aus privaten Brunnen zu kaufen. Braz Duarte, der Direktor von AdeM, beschwerte sich über Klienten, die ihre Rechnungen nicht bezahlen und über illegale Übereinkünfte mit AdeM Mitarbeitern, um illegale Wasseranschlüsse zu legen. Die Verluste sind so hoch, dass nur 50% des zur Verfügung gestellten Wassers auch bezahlt wird. Ein großer Teil dieses Wassers geht über undichte Wasserleitungen verloren, die AdeM bislang nicht reparieren konnte oder wollte. Braz teilte mit, dass die Gesellschaft gemeinsam mit der Polizei an der Reduzierung der illegalen Anschlüsse arbeite: "Wir haben schon einige Leute festgenommen, darunter auch einige unserer Arbeiter", teilte Braz mit. Sollte der Wasserraub nicht abnehmen, könne AdeM die Stadt nicht mehr 24 stündig mit Wasser versorgen. 4. Geberkritik an den Aidsaktivitäten der Regierung Die Regierung sollte mehr gegen AIDS tun, verlangen die Geberländer. Marcia Colquhoun von der irischen Botschaft sprach im Namen aller Partner, als sie feststellte: "Nur 8% der Erwachsenen und 3% der Kinder, die antiretrovirale Behandlung benötigen, werden auch behandelt. Und das hauptsächlich in Maputo." Sie äußerte sich sehr kritisch zu dem Versagen beim Umgang mit der HIV-Übertragung von Müttern auf Kinder. Nur 5% der HIV-positiven Mütter erhielten eine antiretrovirale Behandlung, um die Übertragung des Virus auf ihre Babys zu verhindern. Gestern unterzeichneten sieben Geber ein Abkommen mit der Regierung und einigten sich auf einen gemeinsamen Fonds, der durch den Mosambikanischen Aidsrat CNCS verwaltet werden soll. Quellen: Expresso África, Allafrica.com, epo.de, Joe Hanlon ================================================ 09 venezuela: die autoritär-staatssozialistische hoffnung von heinz at no-racism.net ================================================ Venezuela verschärft Gangart gegen ausländische Ölunternehmen CARACAS (AP)--Die linksgerichtete Regierung Venezuelas erhöht ihren Druck auf internationale Ölkonzerne. Die staatliche Ölgesellschaft Petroleos de Venezuela (PDVSA) übernahm zwei Ölfelder, die bislang von dem französischen Unternehmen Total und der italienischen Eni erschlossen wurden. Ölminister Rafael Ramirez begründete dies in Caracas damit, dass sich beide Konzerne nicht an die neuen gesetzlichen Bestimmungen gehalten hätten. "Wir trampeln auf niemandem herum, wir lassen aber auch niemand auf uns herumtrampeln. Unternehmen, die sich nicht an unsere Gesetze halten, wollen wir nicht weiter im Land haben", sagte er. In den letzten Tagen hat die Regierung des linksnationalistischen Präsidenten und erklärten USA-Gegners Hugo Chavez den Druck auf die internationalen Ölkonzerne immer weiter erhöht, weil er erreichen will, dass mehr Einnahmen aus dem Geschäft mit dem Schwarzen Gold im Land bleiben. Venezuela könnte das Saudi-Arabien des 21. Jahrhunderts werden. Schätzungen zufolge schlummern unter dem Boden des südamerikanischen Landes möglicherweise die größten Rohölreserven der Welt. Total und Eni hatten Verträge zur Ölförderung in Jusepin und Dacion, zwei von insgesamt 32 Ölfeldern in Venezuela. Andere Ölkonzerne, darunter der US-Konzern Exxon Mobil und die norwegische Statoil, haben sich wegen der Verschärfung der Förderbedingungen bereits entschieden, ihre Anteile an der Ölförderung in Venezuela zumindest zum Teil zu verkaufen. Die Regierung in Caracas hat angeordnet, dass die PDVSA bei jedem Ölfeld über eine Kontrollmehrheit verfügen soll. Nach Angaben von Ramirez haben bislang 20 Gesellschaften die neuen Bedingungen akzeptiert, darunter Shell, die spanisch-argentinische Repsol YPF und China National Petroleum. Eine Total-Sprecherin erklärte, die PDVSA habe ein Alternativangebot zur Zusammenarbeit bei der Ölförderung in Jusepin abgelehnt. Die italienische Gesellschaft Eni protestierte gegen die Übernahme des Ölfelds Dacion durch die PDVSA und forderte Schadensersatz wegen Vertragsverletzung. Nach Einschätzung einiger Analysten treibt die Regierung Venezuelas ein riskantes Spiel. Die Verschärfung der Gangart gegenüber den Ölmultis sende ein "sehr negatives Signal" an ausländische Investoren, erklärte Juan Carlos Sosa Azpurua, Präsident des in Caracas ansässigen Energieberatungsunternehmens Grupo Petroleo YV. Venezuela benötige zur Hebung der vermuteten riesigen Rohölreserven im so genannten Teergürtel des Orinoko ausländische Investitionen. Durch ein plötzliches Ändern der Spielregeln werde es für das Land schwieriger, Investoren zu finden. Ähnliche Risiken sieht auch der Ölexperte Patrick Esteruelas von der Eurasia Group mit Sitz in Washington. Sollten die Weltmarktpreise für Rohöl sinken oder sich anderswo neue Möglichkeiten ergeben, könnten die Multis ihr Engagement in Venezuela überdenken. Doch noch fühlt sich Venezuela in einer Position der Stärke. Die weiterhin hohen Ölpreise, die politische Instabilität in so wichtigen Ölförderregionen wie Nahost und Nigeria und der ständig größer werdende Durst nach Öl durch den Aufstieg neuer Wirtschaftsmächte wie China geben Caracas eine Menge Trümpfe in die Hand. Quelle: http://www.faz.net/d/invest/meldung.aspx?id=23268702 ================================================ ================================================ C) TERMINE ================================================ Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/April/0604.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/April/0704.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/April/0804.htm ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) alles aufgenommen Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 22.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Mon Apr 10 11:22:11 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Mon, 10 Apr 2006 11:22:11 +0200 Subject: MUND_100406 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Montag, 10. April 2006 www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! ================================================ A) INHALT ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Amerlinghausprogramm im Mai von: amerlinghaus at inode.at ================================================ 02 Veranstaltung mit Stalin Perez Borges von: agm at agmarxismus.net ================================================ 03 19.4.: Italien hat gewählt! von: LM.Sender at spoe.at ================================================ 04 Veranstaltungshinweis "Kritik des Kapitals" von: infoladen-wels at liwest.at ================================================ 05 Bildungspolitik und Friedensbewegung von: verin.stadtteilz.simmering at chello.at ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 06 8. April: Internationaler Tag der Roma und Sinti von: gfbv.austria at chello.at ================================================ 07 Bildpunkt :: Heft Fruehling 2006 zum Thema "Streik!" von: office at igbildendekunst.at ================================================ 08 Homosexuelle: LG Eisenstadt gegen Stiefkind-Adoption von: office at RKLambda.at ================================================ 09 Nein zum Ausverkauf der BAWAG von: oesk at aon.at ================================================ 10 Notruf Asyl von: office at asyl-in-not.org ================================================ 11 GLB/BAWAG/Tumpel/Verantwortung von: leo.furtlehner at liwest.at ================================================ 12 GLB/Post/Urabstimmung/Börsegang von: leo.furtlehner at liwest.at ================================================ 13 ACUS fuer klares Verbot ALLER Splitterbomben von: verin.stadtteilz.simmering at chello.at ================================================ 14 Hildegard Goss-Mayr in St. Poelten: Information ueber Friedensdekade von: verin.stadtteilz.simmering at chello.at ================================================ 15 AKS: Wie fair ist Gehrers Schule wirklich? von: ingrid.gogl at aks.at ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< WELTWEIT <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 16 [womeninblack] Belgrade: Public announcement von: womeninblack-bounces at listas.nodo50.org ================================================ 17 [gipfelsoli] St. Petersburg von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ 18 [gipfelsoli] Heiligendamm -- Genua von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ 19 News about Venezuela von: office at venezuela-info.net ================================================ 20 News zu Venezuela von: office at venezuela-info.net ================================================ 21 Bosnien: Mord in Srebrenica verängstigt Rückkehrer von: hans.bogenreiter at gfbv.at ================================================ 22 Präsidentenwahlen in Peru von: hans.bogenreiter at gfbv.at ================================================ 23 TURKEY WAGES WAR ON KURDISH CHILDREN AND YOUNG PEOPLE von: wadi.wien at gmx.at ================================================ 24 Egypt and Darfur: Cruel Intentions von: wadi.wien at gmx.at ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Amerlinghausprogramm im Mai von: amerlinghaus at inode.at ================================================ Amerlinghaus Verein Kulturzentrum Spittelberg Stiftg. 8 A-1070 Wien 01 523 64 75 werktags ab 14:00 bis 22:00 Fax 01 523 64 75 15 amerlinghaus at inode.at www.amerlinghaus.at Wenn nicht anders ausgezeichnet ist der Eintritt frei. Danke & mit freundlichen Grüssen Lisa Grösel Freitag 5. Mai 19:30 Ausstellung & Filmvorführung Radikalkunst Chris Moser Angewandte Revolutionstheorie für EsoterikerInnen oder: Wie die reinigende Kraft einer Präzisionsschusswaffe die 5 Elemente vor der Vereinnahmung durch den Kapitalismus schützt. Der Künstler Chris Moser präsentiert fünf Objekte, die den Elementen Feuer, Erde, Wasser, Luft und Geist entsprechen. Wie auch alles andere im Kapitalismus werden diese einst reinen Grundelemente einerseits zu profitträchtigen Rohstoffen reduziert und andererseits durch die damit einhergehende Ignoranz und Profitgier nach und nach zerstört. Alles was Profit abwirft, wird verbraucht und alles andere vernichtet. Filmvorführung Darwin's Nightmare 2004, Dokumentation, France/Austria/Belgium, 107min Regie: Hubert Sauper Zusammenarbeit: Sandor Rieder, Nick Flynn "Mit Darwin's Nightmare versuchte ich, die seltsame "success story" eines Fisches und den kurzfristigen Boom um dieses erfolgreiche Tier in eine ironische und beängstigende Allegorie zu verwandeln, welche die Neue Weltordnung reflektiert. Es ist zum Beispiel unglaublich aber wahr, dass, wo immer in einer relativ armen Gegend ein wertvoller Rohstoff entdeckt wird, die Menschen im Umfeld des neuen Reichtums elendig zugrunde gehen. Ihre Söhne werden zu Wächtern und Soldaten, ihre Töchter zu Dienerinnen und Huren. Es macht mich krank, diese sich wiederholende Geschichte immer wieder zu hören und zu sehen. Darwin's Nightmare könnte ich in Sierra Leone erzählen, nur wäre der Fisch ein Diamant, in Honduras eine Banane, und in Angola, Nigeria oder Irak, schwarzes Öl." Veganes Buffet Spenden sind erwünscht und gehen zur Gänze an das Flüchtlingsprojekt Ute Bock Dienstag 9. Mai 19:30 Dokumentarfilmreihe Palästina / Israel A Caged Bird's Song Ein Film von Sobhi Zobaidi Palästina 2003, 30 Min. Originalfassung mit englischen Untertiteln Unter israelischer Besatzung ist Erziehung und Ausbildung ein ständiger Kampf und kein Grundrecht. Die Dokumentation wurde im Frühjahr und Sommer 2003 gefilmt und zeigt Studenten und Professoren auf ihrem alltäglichen Weg in die Birzeit Universität unter israelischer Besatzung. Die Birzeit Universität hat 5000 Studenten und 700 Universitätsangestellte. Die meisten Universitätsangehörigen leben in Ramallah und Jerusalem und der einzige Weg, ihren Studien- und Arbeitsplatz zu erreichen, ist die Straße Ramallah-Birzeit. Seit 2001 blockiert das israelische Militär den Auto- und Personenverkehr: Unpassierbare Checkpoints und Barrieren machen es unmöglich, die Strecke mit dem Auto zu befahren, und lebensgefährlich, es zu Fuß zu versuchen. Grundlegende Aktivitäten, wie den Arbeits- und Studienplatz zu erreichen, die das akademische Leben überhaupt ermöglichen, werden zu einer immensen Herausforderung. Veranstaltet von den Frauen in Schwarz - Wien Donnerstag 11. Mai 20:00 Eröffnung der Ausstellung "Aquarelle" von Camil Osmanovic aus Bosnien-Herzegovina Einführung: Christine von Kohl - Kulturni Centar Christa Stippinger -Verein Exil Osmanovic' Malereien wurden in zahlreichen Ausstellungen in seiner Heimat sowie in England, Frankreich und in der Schweiz gezeigt. "Camil Osmanovic malt das, was er in sich selbst erkennt; in der Landschaft sucht er nach den Spuren der Zeit, die gerade durch die Landschaft selbst als Ausdruck der menschlichen und malerischen Erscheinung lebt. In diesem Moment des gegenseitigen Erkennens von Mensch und Landschaft erwächst dem Maler, neben der Herausforderung, eine solche kreative Kraft, die ihn mit Erfolg die Schwierigkeiten malerischer Natur überwinden und glänzende Resultate erzielen lässt..." schrieb Atif Kujundzic im Katalog der Ausstellung 1996. Ausstellung ist bis 30. Mai n.V. Veranstaltet vom Kulturni Centar und dem verein exil Samstag 13. Mai 19:30 Lesung Sohbet / Unterhaltung Mit dem großen türkische Satiriker Muzaffer Izgü Dazu Musik: Satirische Lieder von Mansur Bildik & Gruppe Montag 15. Mai 19:00 Vortrag, Video, Diskussion und Zeitschriftenpräsentation Wo ist die Front? Frauenrechtsaktivismus und Frieden in Kolumbien Mit drei kolumbianischen Vertreterinnen zivilgesellschaftlicher Organisationen *Betty Puerto Parrera, Organización Femenina Popular (OFP), *Martha Elena Giraldo Mendoza, Ruta Pacífica de las Mujeres Colombianas; *Leonora Castaño Cano, Asociación Nacional de Mujeres Campesinas e Indígenas de Colombia (ANMUCIC) Moderation: Ulrike Lunacek Übersetzung: Verena Rassmann (Women on Air) Die Zivilbevölkerung Kolumbiens durchlebt in Bezug auf Menschen- und Frauenrechte seit langem eine schwierige Zeit. Speziell Aktivistinnen von erfolgreichen Fraueninitiativen sind in ihrer Existenz akut bedroht, da ihre Arbeit Ursachen von Unterdrückung und Gewalt benennt und die Betroffenen organisiert. Die Referentinnen berichten von der Situation der kolumbianischen Frauen und von nationalen und internationalen Strategien zur Verbesserung der Menschenrechtssituation. Die FRAUENSOLIDARITÄT steht seit Jahrzehnten mit kolumbianischen Frauenbewegungen in Verbindung und informiert über die Situation von kolumbianischen Blumenarbeiterinnen und Gewerkschaftsaktivistinnen. Sie präsentiert die neue Ausgabe der Zeitschrift FRAUENSOLIDARITÄT Nr. 95 mit dem Schwerpunkt "EU - Lateinamerika. Wirtschaft und Zivilgesellschaft". Veranstalterin: FRAUENSOLIDARITÄT (www.frauensolidarität.org) In Kooperation mit: ai-Arbeitsgruppe für verfolgte GewerkschafterInnen, Der Grüne Klub im Parlament, Grüne Bildungswerkstatt Dienstag 16. Mai 19:30 Rotes Kino Venezuela - ein anderer Weg ist möglich Ein Film von Elisabetta Andreoli, Gabriele Muzio & Max Pugh deutsch, 80 min Der Film handelt von der aktuellen politischen Situation in Venezuela und beschreibt sie als Revolution. Was die Medien als Konflikt zwischen Regierung und Opposition bezeichnen, ist für die Leute, die im Film zu Wort kommen, Klassenkampf. Venezuela - ein anderer Weg ist möglich - erzählt also nicht nur von Venezuela, sondern beschreibt auch den medialen Verschleierungszusammenhang, dem wir permanent ausgesetzt sind. In 80 Minuten wird deutlich, wie der hierzulande oft etwas kraftlose Slogan - eine andere Welt ist möglich - in Venezuela konkrete Gestalt annimmt. Veranstaltet von der AL - Antifaschistischen Linken Mittwoch 17. Mai 19:30 Dokumentarfilmreihe Palästina / Israel One Year of Peaceful Resistance Against the Wall in Bil'in Film von Emad Bernat Palästina, August 2005 Was die Medien nicht schreiben "Statt über die Gewalt gegen die Palästinenser zu berichten , die unter harten Bedingungen der Besatzung leben und tausendfach den gewaltlosen Widerstand versuchten, konzentrieren sich die "westlichen" Medien auf die gewalttätigen Reaktionen von ein paar Leuten. In dem sich die meisten Medien auf die Gewalt der Palästinenser und auf die sog. "Antwort" durch Israel konzentrieren, stellen sie den Konflikt in einer Weise dar, der das eigentliche Wesen des Konfliktes falsch darstellt. Er wird als ein Konflikt dargestellt, in dem es entweder um Religion, eine Art "ur-ethnischen Kampf" geht, der den Nahen Osten beeinträchtigt, oder - noch schlimmer - als einen "Kampf der Kulturen" (Huntington). Diese scheinbar übereinstimmende und einmütig falsche Darstellung ist indirekt an der Fortsetzung des Konfliktes mit schuld, weil man der wirklichen Ursache des Konfliktes nicht die richtige Aufmerksamkeit schenkt, nämlich der Besatzung und dem Besiedeln der palästinensischen Gebiete ( durch jüd. Siedler). Die Unsichtbarkeit der gewaltfreien Aktionen und Bewegungen hilft Israel und denen im Westen, die die Idee des " Kampfes der Kulturen" verbreiten. Wenn der gewaltlose Kampf der Palästinenser sichtbar gemacht würde, würden dem westlichen Publikum die Palästinenser menschlich erscheinen. (Genau das ist nicht erwünscht.)" John Petrovato Donnerstag, 18. 20:00 Werkstattgespräche Manfred Chobot (Gespräch), Werner Herbst (Lesung), Christine Huber (Gespräch), Peter Waugh (Lesung) Moderation und Redaktion: Petra Ganglbauer. Eine Veranstaltung der GAV - Grazer AutoInnenversammlung in Koop. mit dem verein exil Donnerstag, 18. Mai 19:00 Lesung Zur Wiederkehr des 150. Geburtstags von Sigmund Freud (6.5.1856 - 23.9.1939): "Entweder Sie gehen völlig in die Irre, oder Sie haben die ganze Last der Psychoanalyse zu tragen." Widmung von Sigmund Freud an Wilhelm Reich aus Auszügen des Originalinterviews des Direktors der Freud-Archive, Dr. Kurt Eissler mit Wilhelm Reich vom 18.10.1952. Es lesen Dr. Heiko Lassek und weitere Mitglieder des WRI; anschließend Diskussion. Ukb EUR 5.- Veranstaltet vom Wilhelm Reich-Forum Freitag, 19. Mai 20:00 Werkstattgespräche Ilse Kilic (Gespräch), Fritz Widhalm (Lesung), Dieter Sperl (Gespräch), Petra Ganglbauer (Lesung) Moderation und Redaktion: Petra Ganglbauer. Eine Veranstaltung der GAV - Grazer AutoInnenversammlung in Koop. mit dem verein exil Freitag 19. Mai. 09:00 - 16:30 Informationstag Der ganz normale Wahnsinn - Aufbruch in eine neue Zeit Dieser Tag wird von Menschen mit HIV/AIDS geplant, organisiert und durchgeführt. Er soll allen Betroffenen, PartnerInnen, Angehörige und Interessierten Personen die Möglichkeit zum Gedanken - Erfahrungs- - und Informationsaustauschs sowie Raum für Gespräche und Diskussionen bieten. Die einzelnen Workshops werden von Betroffenen und Vertreter der "professionellen" Seite gemeinsam abgehalten. Folgende Themen sind geplant: Psyche und HIV, Partnerschaft und Älter werden, "Soziales AIDS",... Leider hat in den letzten Jahren das Interesse an der Thematik abgenommen. Doch die Zahlen der Neuinfektion zeigen uns, dass sich dies ändern muss. Dank der medizinischen Fortschritte leben viele von uns Betroffenen länger, aber das "soziale AIDS" ist eine der schlimmsten Nebenwirkungen im alltäglichen Leben. Die Mehrheit der Menschen mit HIV/AIDS lebt in absoluter Anonymität aus Angst vor der Diskriminierung seitens unserer Mitmenschen. Mit diesem Tag wollen wir ein Zeichen setzen und allen die Möglichkeit eines offenen Dialoges bieten. Veranstaltet vom Verein H.I.V. (Hoffnung - Information - Vertrauen) Dienstag 23. Mai 19:30 Forumtheater Die Theatergruppe Der Würfel präsentiert: Brettgeflüster Frauen - Männer, Königinnen, Könige, wer macht welchen Schachzug? Wer ist am Zug oder wer ist der Bauer / die Bäuerin im Spiel? Der Turm, eine Festung oder soll er gestürmt werden? Und was macht die Springerin eigentlich oder welche LäuferIn macht das Rennen? Wir würden uns freuen, diese und andere Fragen mit euch zu er-spielen. Brauchbare Strategien sind herzlich willkommen und können auch gerne wieder in Frage gestellt werden. Forumtheater nach Augusto Boal Augusto Boal Ist weltweit der bedeutendste Theaterpädagoge unserer Zeit. Geboren in Rio de Janeiro entwickelte er unter dem Eindruck der Situation in Brasilien und Südamerika in enger Zusammenarbeit mit Paolo Freire das sog. Theater der Unterdrückten (Statuen-, Forumtheater, Legislatives Theater, Unsichtbares Theater) das zuerst in der Volkskultur und in Bildungsinitiativen des Landes, später durch sein Leben im Exil in 70 Ländern der Welt Verbreitung fand. Forumtheater: Eine Konfliktszene wird auf der Bühne gezeigt. "Was würden Sie in dieser Situation tun?" Das Publikum wird eingeladen, sich am Spielgeschehen zu beteiligen. Sie können der Geschichte einen anderen Verlauf geben, indem sie mit STOP in eine der Rollen schlüpfen und ihre Ideen für eine mögliche Lösung zeigen. Dies ist eine Herausforderung und ein Geschenk zugleich. Eine Herausforderung, da das Publikum den Ton angibt, und ein Geschenk, da Einfallsreichtum und Enthusiasmus immer wieder faszinieren. "Jeder kann Künstler sein, jeder Raum kann zum Theaterraum werden, jedes Thema ist ein Thema fürs Theater." Augusto Boal Montag 29. Mai 20:00 Crossover primzahl - ein 3Mann Projekt - das versucht Gitarre, Elektronik und Text zusammenzuführen, gegenseitig zu sabotieren, wechselseitig zu untergraben. Inhaltlich winden sich die Texte durch die banalen Dinge des Lebens wie über zwischenmenschliche Gefühle, verhinderten Gesprächen oder Selbstkrisen. Thematisch nähert sich die Musik dem Text, fängt sich, entwickelt sich vom Geräusch zum Klang. Die Texte werden deklamiert, rezitiert vorgetragen um Stimmungen hochzuheben oder mit traurig beschwingten Melodien hinunter zu tragen. Das Ergebnis ist ein Unterhaltungsprojekt, das darauf achtet eine Geschlossenheit von Musik und Text zu wahren. text - heimo linder electronic - matthias erian gitarre - andy tschernkowitsch ================================================ 02 Veranstaltung mit Stalin Perez Borges von: agm at agmarxismus.net ================================================ Veranstaltung mit S t a l i n P é r e z B o r g e s Die Plattform für ein sozialistisches Venezuela (AGM, AL, GRA, Labournet Austria und Einzelpersonen) lädt Mitte Mai einen Vertreter des klassenkämpferischen Flügels ("Clasistas") des größten venezolanischen Gewerkschaftsdachverbands (UNT) auf eine Tour durch Österreich und Deutschland ein. Stalin Pérez Borges ist Co-Vorsitzender der UNT und führendes Mitglied der aus trotzkistischer Tradition kommenden PRS (Partido Revolucion y Socialismo). Am Freitag, den 12. Mai 2006 wird er in Wien sprechen. Veranstaltung S o z i a l i s t i s c h e R e v o l u t i o n i n V e n e z u e l a ? Findet in Venezuela eine Revolution statt? Welche Rolle spielt die Chavez-Regierung? Was sind die Ziele der venezolanischen ArbeiterInnenbewegung? Was kann die Linke in Europa tun? Fr., 12. Mai, 19:00 Uhr, Haus der Begegnung 2, Praterstern 1 (U1, S- Bahn, etc.) AGM-Artikel zu Venezuela http://www.agmarxismus.net/aktartikel/klassenkaempfe_venezuela.htm Außerdem verweisen wir auf einen Artikel von Nick Brauns (Marxistische Initiative), der sich mit dem türkisch-chauvinistischen Film ?Das Tal der Wölfe: Irak? (und einer Rezension dieses Films von Jürgen Elsässer in der JungenWelt) auseinandersetzt: http://www.ak-marxismus.de/debatte/tuerkei/woelfe.html ================================================ 03 19.4.: Italien hat gewählt! von: LM.Sender at spoe.at ================================================ ITALIEN HAT GEWÄHLT! In Italien finden am Freitag, den 7. April die Abschlussveranstaltungen zum Wahlkampf statt. Am kommenden Sonntag und Montag, den 9. und 10. April wird sich entscheiden, wer als Sieger der Wahlen in unserem Nachbarland hervorgeht: abermals Regierungschef, Multimillionär und Medienzar Silvio Berlusconi oder sein Herausforderer Romano Prodi, selbst italienischer Regierungschef 1996-98, ehemaliger EU-Kommissionspräsident und Spitzenkandidat des Mitte-Links-Wahlbündnisses. Berlusconis Name steht für unglaubliche Verflechtungen von Politik, Wirtschaft und Medien. Als Besitzer von drei TV-Stationen und mit erheblichem Einfluss auf den staatlichen Rundfunk kennt der Medientycoon keine Grenzen in Sachen Selbstinszenierung. Auch die Beschimpfung von kritischen Journalisten bzw. des politischen Gegners und seiner Anhänger steht auf der Tagesordnung des Forza Italia-Gründers. Romano Prodi hingegen hat das Image des zwar äußerst seriösen, aber ein wenig langweiligen und behäbigen Professors, obwohl er bereits in unterschiedlichen Funktionen in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik für Italien tätig war. Noch scheint es offen zu sein, wie der nächste italienische Ministerpräsident heißen wird. Welchen Weg Italien nach den Wahlen auch einschlägt, eine wichtige Frage stellt sich auf jeden Fall: Was sagen Politkerfiguren wie Berlusconi und Co, die sich über demokratische Traditionen und den liberalen Rechtstaat hinwegsetzen, zu ihren persönlichen Gunsten in die Gesetzgebung eingreifen, Medien instrumentalisieren sowie inhaltlich an die niederen Instinkte der Menschen appellieren prinzipiell über den Zustand unserer (europäischen) Demokratien aus? * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Diskussion Mittwoch, 19. April 2006, 19 Uhr in der Zukunfts- und Kulturwerkstätte, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien > TeilnehmerInnen: > > Dr. Giovanni Del Re Chef des Brüsseler Büros der italienischen Nachrichtenagentur ADNKRONOS Dr. Luise Hahn Italienkorrespondentin des Kurier Dr. Franz Kössler Chefredakteur des ORF-Wochenmagazins Weltjournal, Studium der Philosophie in Frankfurt am Main und Florenz, italienisches Staatsexamen für Journalismus Mag. Karl Krammer, M.A.I.A. Berater in Politik und Medien, Absolvent des Bologna Centers der Johns Hopkins University Moderation: Mag. Patrizia D'Acerno Mitarbeiterin im Internationalen Sekretariat der SPÖ * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * > Nähere Infos unter: Zukunfts- und Kulturwerkstätte Schönlaterngasse 9, 1010 Wien Tel.: 01/513 86 82 www.diezuk.at zuk at spoe.at > An- und Abmeldung des Veranstaltungsabos: Gehen Sie bitte auf die Seite www.diezuk.at/online/page.php?P=10180 ================================================ 04 Veranstaltungshinweis "Kritik des Kapitals" von: infoladen-wels at liwest.at ================================================ Vortrag und Broschüren-Vorstellung mit Gerhard Hanloser:"Kritik des Kapitals" am 28.04.06, ab 19:30 Uhr im Infoladen Wels, Spitalhof 3, 4600 Wels. "Warenkritik" und "Kritik der Arbeit" - damit will die theoretisch ausgerichtete Linke den Verhältnissen ans Leder gehen. Klassenkampf und Kampf gegen die Lohnarbeit kommt darin nicht mehr vor. Die in dieser Broschüre versammelten Polemiken und Interventionen wollen eine praktische Kritik am Kapital als soziales Verhältnis üben. Darüber hinaus gilt es, das Erbe des Linksradikalismus aufzunehmen und zu aktualisieren, die in der Vergangenheit Revolten und Revolutionsversuche begleiteten. Diese Broschüre bietet einen guten Einstieg in z.Z. angesagte Theoriediskussionen. Der Autor setzt sich u.a. mit der "Krisis-Gruppe", dem Rätekommunismus, mit Postone, Holloway, Anti-Deutschtum, der russischen Revolution u.a. auseinander. Auch und gerade für Leute, die sich in der Vielfalt der bundesdeutschen linken theoretischen Einfalt orientieren wollen eine prima Lektüre. Im Anhang ein "Fremdwortverzeichnis" (in guter alter rätekommunistischer Tradition) und Kurzinfos zu diversen linken Theoriegruppen. Gerhard Hanloser ist ein Soziologe aus Freiburg. ----------- Vielen Dank im voraus! Grüsse, Infoladen Wels Kulturverein und Buchhandlung Spitalhof 3 4600 Wels http://www.infoladen-wels.at ================================================ 05 Bildungspolitik und Friedensbewegung von: verin.stadtteilz.simmering at chello.at ================================================ Friedensinitiative Donaustadt: BILDUNG AUF DEN MARKT GEWORFEN Die LehrerInnen für den Frieden engagieren sich für Friedenserziehung und für das Aufzeigen der Ursachen, die zu Konflikten und Krieg führen. Die Auswirkungen der neoliberalen Politik im Bildungsbereich sind damit auch ein Thema von FriedenslehrerInnen und der Friedens- bewegung. Die Friedensinitiative Donaustadt hat daher Dra. Elke Renner zum Thema "Bildung auf den Markt geworfen" (die Auswirkungen der neoliberalen Bildungspolitik) am Dienstag, den 11. April 2006 eingeladen. Dra. Elke Renner ist Vorsitzende der LehrerInnen für den Frieden und des Österreichischen Friedensrates sowie Vorstandsmitglied der Werkstatt für Frieden und Solidarität. Dra. Renner gibt mit engagierten FriedenslehrerInnen die pädagogische Buchreihe "Schulheft" heraus. Das Referat von Dra. Elke Renenr beginnt am Dienstag, 11. April 2006 um 19.00 Uhr in Donaucitykirche, 1220 Wien, Donaucitystraße (U1 Kaisermühlen). FÜR DEN WIENER TERMINKALENDER: Dienstag, 11. April 2006, 19.00 Uhr: Dra. Elke Renner, Bildung auf den Markt geworfen (neoliberale Bildungspolitik) Donaucitykirche, 1220 Wien, Donaucitystraße (U1 Kaisermühlen) Eintritt frei. Informationen: Ernst Toman, Friedensinitiative Donaustadt, Tel. 01 263 61 92 Andreas Pecha, Friedensbüro Wien, pax.vienna at chello.at Alois Reisenbichler, Tel. 0664 39 51 809 <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 06 8. April: Internationaler Tag der Roma und Sinti von: gfbv.austria at chello.at ================================================ 8. April: Internationaler Tag der Roma und Sinti Diskriminierung von Sinti und Roma in ganz Europa hört nicht auf Bozen, 7. April 2006 Weltweit wird am 8. April der Romano Dives gefeiert, der Internationale Tag der Roma-Nation. Es wird der Jahrestag des ersten internationalen Kongresses der Roma in London (8. April 1971) gefeiert, bei dem die Romani Union gegründet wurde, die erste weltweite Organisation der Roma, die 1979 von der ONU anerkannt wurde. Die Diskriminierung der die Roma fing vor etwa 5 Jahrhunderten bei ihrer Ankunft in Europa an und erreichte ihren Höhepunkt im Porrajmos, dem Holocaust der Sinti und Roma, bei dem wenigstens 500.000 Sinti und Roma in den Konzentrationslagern des Dritten Reichs ums Leben kamen. Trotzdem hat sich die Situation für Sinti und Roma in ganz Europa nicht viel geändert und wir beobachten heute überall beunruhigende Ausdrücke einer wachsenden Intoleranz gegen diese ethnische Minderheit. In Italien z.B. verstossen die "Camps", die Sinti und Roma "zur Verfügung" gestellt werden, gegen jegliche menschenrechtliche Mindeststandards: die "Camps" befinden sich meist in der Nähe von Müllhalden oder in äusserst nachteiligen und umwelt-unfreundlichen Lagen. Die Situation der Sinti und Roma in Italien kommt einem Apartheid-Regime gleich und wurde vom ERRC (European Roma Rights Center) auch als solches definiert. In Österreich wurden die Roma zwar als nationale Sprachminderheit offiziell anerkannt, Intoleranz und Diskriminierung hören aber trotzdem nicht auf. Am 4. Februar 1995 spielte sich die wohl schlimmste und tragischste Episode von Intoleranz ab, als vier burgenländische Bürger, Erwin Horvath, Karl Horvath, Peter Sarközi und Josef Simon, auf Grund ihrer ethnischen Angehörigkeit ermordet wurden. Alle vier waren sie Roma. Seitdem hat sich die Situation der österreichischen Roma etwas verbessert, der Rassismus ihnen gegenüber wächst jedoch immer noch. Die gleiche Intoleranz können wir auch in der Tschechischen Republik, in Polen, Ungern, in der Slowakei oder in Rumänien beobachten. Besonders schlimm ist die Situation der Roma im Kosovo, wo die Roma-Flüchtlinge sogar auch von den europäischen Institutionen im Stich gelassen werden und so dem Terror der albanischen Extremisten ausgesetzt sind. Im Juni 1999, kurze Zeit nach Ankunft der NATO-Truppen, wurde die Mehrheit der Roma- und Ashkali-Minderheit von albanischen Extremisten vertrieben, sie mussten ihre Heimat verlassen und ihre Häuser wurden niedergebrannt. Mord, Vergewaltigungen, Entführungen, Folter und rassistische Verfolgung haben 130.000 Roma und Aschkali von insgesamt 150.000 zur Flucht gezwungen. Während tausende Häuser für die albanische Mehrheit wieder aufgebaut wurden, schauten die NATO- und KFOR-Truppen stillschweigend zu, als 14.000 Häuser von insgesamt 19.000 und 75 Viertel und Dörfer der Roma- und Aschkali-Minderheit zerstört wurden. Bisher hat die Internationale Staatengemeinschaft nur 200 dieser Häuser wieder aufgebaut. Die Situation der Sinti und Roma in Europa ist beunruhigend und trostlos. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hofft, dass dieser Internationaler Tag dazu beiträgt, die Verbrechen der Vergangenheit und der Gegenwart endlich wahr zu nehmen und neue Denkanstösse zu einer wahren Integration im Respekt der kulturellen Vielfalt gibt. Siehe auch: * www.gfbv.it: www.gfbv.it/2c-stampa/2006/060310bde.html | ================================================ 07 Bildpunkt :: Heft Fruehling 2006 zum Thema "Streik!" von: office at igbildendekunst.at ================================================ :::::::::: Bildpunkt :::::::::: Zeitschrift der IG Bildende Kunst Heft Frühling 2006: Streik! :: JETZT ERSCHIENEN :: Potenziale des Streiks in Zeiten seiner Verunmöglichung: Prekäre Arbeitsverhältnisse werfen auch die Frage nach Möglichkeiten der Durchsetzung von Interessen neu auf. Büßt in Zeiten, in denen Subjekte sich gemäß der neoliberalen Doktrin als "UnternehmerInnen ihrer selbst" begreifen sollen, der Streik als ein klassisches Mittel sozialer Kämpfe an Effektivität ein? Droht Streik gar kontraproduktiv zu werden? Doch Arbeitsniederlegung und Verweigerung waren immer schon auch Taktiken und Praktiken jener Gruppen, die keinen oder nur bedingt Zugang zu Produktionsmitteln besaßen: Frauen, MigrantInnen oder auch KünstlerInnen. Das wird im neuen Bildpunkt nicht nur in dem Frauenstreikposter von Eva Egermann und dem Text von Torsten Bewernitz zur Geschichte und Zukunft des Streiks deutlich. Marion von Osten und Martin Rapp setzen sich - u.a. ausgehend von filmkünstlerischen und fotografischen Arbeiten aus den 1970er Jahren - mit der aktiven Rolle von MigrantInnen in Arbeitskämpfen auseinander. Migrationspolitik erweist sich dabei auch als ein bis heute zentraler Regulationsmechanismus für den Arbeitsmarkt. Ein Streik in der Kunst kann, so Anna Artaker in ihrem Text über den Kunststreik von Gustav Metzger, immerhin die Frage nach den Bedingungen der Möglichkeit von Kunst aufwerfen. Fehlte es Metzger noch an Mitstreikenden, haben die Proteste der Kulturprekären in Frankreich 2003 große Solidarisierungen ausgelöst (Text von Bernd Beier über die Intermittents du spectacle). Einen Weg "vom Streik zur Selbstverwaltung" beschreibt Marco Fernandes am Beispiel von Fabrikbesetzungen in Argentinien. Birge Krondorfer und Oliver Ressler diskutierten mit der Bildpunkt- Redaktion die beiden Pole, zwischen denen sich Streik abspielt und die ihn ausmachen: Verweigerung und Aktion - oder um es mit der künstlerischen Arbeit von Elisabeth Steger zu sagen: njetworking. Die Glosse "Der streikende Körper" stammt von Vlatka Frketic, die Bildstrecke zum "Streik!" hat Linda Bilda gestaltet. Im Kulturpolitik-Teil des aktuellen Bildpunkt erläutert Doris Einwallner wie das neue Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz (NAG) das Recht auf künstlerische Freiheit einschränkt. Franziska Maderthaner sprach mit den TV-Macherinnen Renate Billeth und Amina Handke über Okto. ::::::: Bildpunkt erscheint vier Mal im Jahr. Jede Ausgabe widmet sich einem Themenschwerpunkt. Zentral sind dabei ästhetische, aktivistische und theoretische Strategien samt ihrer gegenseitigen Verschränkungen und Überschneidungen. ::::::: Redaktion: Jens Kastner (Koordination), Nora Sternfeld, Daniela Koweindl, Eva Dertschei, Carlos Toledo ::::::: Versand-Abos sind zum Preis von EUR 12,- (Inland) bzw. EUR 16,- (Ausland) pro Jahr über die IG Bildende Kunst zu beziehen. ::::::: Bildpunkt bestellen: IG Bildende Kunst Gumpendorfer Straße 10-12 1060 Wien Email: office at igbildendekunst.at Tel.: +43 (0)1 524 09 09 ::::::: Bildpunkt ::::::: Zeitschrift der IG Bildende Kunst ::::::: http://www.igbildendekunst.at/bildpunkt ================================================ 08 Homosexuelle: LG Eisenstadt gegen Stiefkind-Adoption von: office at RKLambda.at ================================================ RKL-Klagsoffensive geht weiter Landesgericht Eisenstadt gegen Stiefkind-Adoption RKL: ?Nun ist der Oberste Gerichtshof am Wort? Nach den Erfolgen im Steuerrecht und bei der Mitversicherung in der Krankenversicherung geht die RKL-Klagsoffensive zur Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare in die nächste Runde. Das Bezirksgericht Neusiedl hat einer Frau die Genehmigung der Adoption des Kindes ihrer Lebensgefährtin verweigert. Das Landesgericht Eisenstadt hat dies bestätigt. Jetzt ist der Oberste Gerichtshof am Wort. Theoretisch können auch gleichgeschlechtlich l(i)ebende Menschen als Einzelpersonen Kinder adoptieren, auch die leiblichen Kinder ihrer PartnerInnen (Stiefkindadoption). Faktisch ist dies aber nicht (sinnvoll) möglich, weil die leibliche Mutter ihre elterlichen Rechte verliert, wenn ihre Partnerin ihr Kind adoptiert bzw. der leibliche Vater seine elterlichen Rechte wenn sein Partner sein Kind adoptiert. Heterosexuelle (auch unverheiratete) Paare können nach Adoption des Kindes des einen Partners durch den Stiefelternteil beide rechtlich Eltern sein. Gleichgeschlechtlichen Paaren ist dies, und damit eine sinnvolle Stiefkindadoption, verwehrt. Das RKL unterstützt den Fall einer Frau, die die Adoption des Kindes ihrer Partnerin bereits vertraglich besiegelt hat, den Adoptionsvertrag aber nicht zur gerichtlichen Genehmigung einreichen konnte, weil das nach der geltenden Gesetzeslage zwangsläufig den Verlust der elterlichen Rechte durch die Mutter zur Folge hätte. Mit einem Individualantrag an den Verfassungsgerichtshof wurde die Aufhebung der entsprechenden Bestimmung des Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches (§ 182 Abs. 2 Satz 2 ABGB) begehrt. Der Verfassungsgerichtshof hat die Antragstellerin an das Pflegschaftsgericht verwiesen. Nach Ablehnung ihres Antrags durch das Bezirksgericht könne dann das Landesgericht bei ihm, dem Verfassungsgerichtshof, die Aufhebung des Gesetzes beantragen (VfGH 14.06.2005, G 23/05). Freibrief zur Diskriminierung? Das Bezirksgericht Neusiedl am See hat die Genehmigung des Adoptionsvertrages mit Beschluss vom 10.10.2005 (1 P 101/05g) verweigert. Fragen sexueller Orientierung fallen in den Schutzbereich des Rechtes auf Privat- und Familienleben (Art. 8 EMRK) und Diskriminierungen auf Grund der sexuellen Orientierung sind grundsätzlich nicht zu tolerieren, so der Richter. Dessen ungeachtet vermeinte er unter Berufung auf das Urteil des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs im Fall Fretté gg. Frankreich 2002, dass im Bereich des Adoptionsrechts den Staaten ein weiter Ermessensspielraum zustehe, der die Benachteiligung homosexueller Paare bei der Stiefkindadoption decke. Die Adoptionswerberin, ihre Partnerin und das Kind haben gegen diesen Beschluss Rekurs erhoben und darauf hingewiesen, dass es in ihrem Fall nicht wie im Fall Fretté um die Einzeladoption eines fremden Kindes geht, zu dem noch keinerlei Beziehung besteht, sondern um die Benachteiligung von unverheirateten homosexuellen Paaren gegenüber unverheirateten heterosexuellen Paaren (die der Europäischen Menschenrechtsgerichtshof ein Jahr nach Fretté prinzipiell für unzulässig erklärt hat: Karner gg. Österreich 2003) bei der Stiefkindadoption. Das Landesgericht Eisenstadt hat die Ablehnung jedoch bestätigt (21.02.2006, 20 R 177/05m). Nach seiner Ansicht sei die Ungleichbehandlung gerechtfertigt, weil ein Kind stets verschiedengeschlechtliche Elternteile brauche. Gegen diese Entscheidung hat die Familie Revisionsrekurs an den Obersten Gerichtshof erhoben und unter anderem geltend gemacht, dass Kindern mannigfaltige Möglichkeiten des Erlebens weiblicher und männlicher Lebensformen haben, sei es im Freundes- und Bekanntenkreis, sei es in Kindergarten, Schule, Medien u.v.a.m.. Es ist schließlich auch nicht die Frage, ob das Kind in einer gleichgeschlechtlichen Familie aufwächst oder nicht, sondern ob Kinder in solchen Familien gegenüber Kindern in heterosexuellen Familien dadurch benachteiligt werden sollen, dass sie zu ihrem Stiefelternteil keine rechtlich gesicherte Beziehung herstellen können. ?Der Ball liegt nun beim Obersten Gerichtshof?, sagt der Wiener Rechtsanwalt Dr. Helmut Graupner, Präsident der Homosexuellen- Bürgerrechtsorganisation Rechtskomitee LAMBDA und Anwalt der Familie, ?und wir dürfen gespannt darauf sein, ob er der Einladung des Verfassungsgerichtshofs folgt und, so wie seinerzeit das Oberlandesgericht Innsbruck hinsichtlich § 209, im Sinne der Grund- und Menschenrechte die Aufhebung eines homosexuellendiskriminierenden Gesetzes beantragt?. Das 1991 gegründete Rechtskomitee LAMBDA (RKL) arbeitet überparteilich und überkonfessionell für die umfassende Verwirklichung der Menschen- und Bürgerrechte gleichgeschlechtlich l (i)ebender Frauen und Männer. In seinem Kuratorium vereinigt es so prominente Mitglieder wie den SPÖ-Vorsitzenden Dr. Alfred Gusenbauer, Präs. NRAbg. Peter Schieder,, NRAbg. Mag. Terezija Stoisits, den renommierten Kinder- und Jugendpsychiater Univ.-Prof. Dr. Max Friedrich und die Kinder- und JugendanwältInnen von Wien DSA Monika Pinterits und Dr. Anton Schmid, den Generalsekretär von Amnesty International Österreich Mag. Heinz Patzelt und die bekannten Menschenrechtsexperten Dr. Lilian Hofmeister und Univ.-Prof. Dr. Manfred Nowak, die Sexualwissenchafter Univ.-Prof. Dr. Josef Christian Aigner, Prof. Dr. Rotraud Perner und Mag. Johannes Wahala, den Theologen Univ.-Prof. Dr. Kurt Lüthi, Günter Tolar u.v.a.m. Rückfragehinweis: 0676/3094737; 01/8763061, office at RKLambda.at, www.RKLambda.at 06.04.2006 ================================================ 09 Nein zum Ausverkauf der BAWAG von: oesk at aon.at ================================================ ösk-info Liebe Kolleginnen und Kollegen! BAWAG nachfolgendes Flugblatt haben wir die letzten Tage unter Gewerkschaftsmitgliedern, Beriebsräten usw. verbreitet und sind damit auf große Zustimmung gestoßen. Bitte weiter verbreiten. Gegen den Ausverkauf der BAWAG In einer "Panikreaktion", wie es der ÖGB-Vorsitzende von Vorarlberg, Norbert Loacker, ausdrückte, wurde der Bawag-Verkauf beschlossen. Von der ÖGB-Sptize in einersamer Entscheidung, ohne die Mitglieder oder die Bawag-Beschäftigten zu fragen. Die ÖGB-Spitze hat kein moralisches Recht dazu. Sie fällt damit den arbeitenden Menschen in den Rücken. Der Bawag-Verkauf kommt einer Selbstzerschlagung der Gewerkschaftsbewegung gleich. Wo bleibt die Mitsprache der (noch) 1,3 Millionen Mitglieder? Beseitigung der Spekulationsmachenschaften ja, Ausverkauf der Bawag Nein! Rückführung der Bawag in das echte Eigentum der Mitglieder ist im Interesse der ÖGB-Mitglieder und der Bawag-Beschäftigten. Wirkliche und demokratische Kontrolle der Mittel und der Entscheidungen des ÖGB und der Gewerkschaften von unten ? Urabstimmung! Wie sollen wir glaubhaft gegen den Ausverkauf von Voestalpine, Telekom, Post usw. auftreten, wenn unsere Gewerskchaftsspitzen selbst das aus den Beiträgen der Mitglieder und aus den Geldern von ArbeitnehmerInnen-Sparern entstandene "Familiensilber" verscherbeln? So eine Vorgangsweise sichert weder die Gewerkschaftsbewegung noch die Wahlchancen von ArbeitnehmervertreterInnen. Solidarität ist unsere Stärke - Widerstand unsere Chance! Bitte kopieren und weitergeben! Das ÖSK ist ein Forum von Kolleginnen und Kollegen, die wieder mehr sozialistische Grundsätze und Denkweise in ihrer gewerkschaftlichen Arbeit für die Rechte der arbeitenden Menschen als ihre Richtschnur sehen. Das Österreichische Solidaritätskomitee erhält sich ausschließlich von Mitgliedsbeiträgen und von den Spenden seiner Aktivisten, Abonnen-ten und Unterstützer. Es hat sich 1981 anlässlich des Kampfes der Judenbuger Stahlarbeiter österreichweit gegründet. Ich bin an weiteren Informationen interessiert: NAME ADRESSE E- Mail Telefon Einsenden an: Österreichischen Solidaritätskomitee (ÖSK), 1160 Wien, Wurlitzergasse 71/25, E-Mail: oesk at aon.at Ausführlicher Artikel bereits erschienen in ÖSK-Nummer 86 - März 2006 BAWAG Es ist keine 3 Monate her, da musste die zu 100 % im Besitz des ÖGB befindliche BAWAG, die ehemalige Arbeiterbank, zugeben, dass sie 425 Millionen Euro bei der Refco-Affäre in den USA verloren hat. Damals schwieg die poltische Konkurrenz noch, hat sie doch auch in "ihren" Bankenimperien in der Vergangenheit genug Pleiten und Fehlspekulationen zu beschönigen und vergessen zu machen (siehe dazu Nr. 85). Nun aber wurde bekannt, dass schon in den lezten 15 Jahren die BAWAG in höchst dubiose Spekulationsgeschäfte verwickelt war, dass die Bank im Jahr 2000 vor dem Zusammenbruch stand ? es ging um 1,3 Milliarden Euro. Um einen Crash zu verhindern, hat der Eigentümer ÖGB die BAWAG mit dem ÖGB-Streikfonds besichert, sprich den Streikfonds verpfändet. Abgesehen davon, dass der ÖGB bis zum Antritt von Blau-Schwarz in den letzen Jahrzehnten kaum streikte, ist vielleicht durch diesen Hintergrund auch zu erklären, warum die Proteste seitens der Gewerkschaftsspitze gegen die in der 2. Republik größten Angriffe auf die arbeitenden Menschen gar nicht, nur widerwillig oder zögerlich erfolgten. Oder dort, wo der Druck von unten enorm groß wurde, wie bei der versuchten Zerschlagung der Sozialversicherung, bei der kalten Absetzung von Hauptverbandspräsidenten Hans Sallmutter, bei "Pensionsreform", Voestalpine-Ausverkauf, ÖBB-Zerschlagung, wurden die Proteste ohne substanzielles Angebot der Regierung (siehe Pensionsraub) abgebrochen. Die Menschen wurden bloß auf die nächste Wahl vertröstet. Auch bei der derzeit im Hintergrund betriebenen Post-Privatisierung hielten ÖGB- und Postgewerkschaftsspitze verdächtig still, wurden kaum beworbene Protestmärsche zum Alibi. Zudem wurde auch die BAWAG, in die die PSK fusioniert ist, gemeinsam mit anderen Banken zur Umsetzung Privatisierung der Post beauftragt. Statt als ÖGB der arbeitenden Menschen gegen den Ausverkauf aktiv zu mobilisieren ? was zwar in Worten behauptet wird, betreibt der ÖGB in der Tat zur Sicherung der eigenen Bankgeschäfte die Post-Privatiserung aktiv mit. Nun wäre ja nichts dagegen einzuwenden, wenn eine Gewerkschaft Konsumvereine, Konsumgenossenschaften, und auch eine Arbeiterbank, wie sie ja die BAWAG in den Anfängen (1920er Jahren) war, betreibt, deren Ziel es ja sein sollte, die arbeitenden Menschen vor der Profitgier der Unternehmerseite zu schützen, eben nicht auf Gewinn arbeitend durch gemeinsamen Einkauf, zinsenlose bzw. zinsgünstige Kredite usw., zu helfen. Statt dessen hat sich aber die BAWAG, so nennt sie sich seit den 1960er Jahren, als sie von Arbeiterbank in Bank für Arbeit und Wirtschaft umbenannt wurde immer weniger auf den Faktor Arbeit, als auf den Faktor Wirtschaft ? wie ja seit damals auch im Namen enthalten ? gestützt. Man wollte auch ordentliche Gewinne machen. Man hing der zutiefst sozialdemokratischen Auffassung an, wenn man nur genügend "rote" Betriebe, Banken usw. hätte, man den Kapitalisten ebenbürtiger würde, die Kapitalisten zurückdrängen könne usw. usf. Faktum ist, dass die "roten Manager" letztlich nicht anders handelten als die "schwarzen" und zunehmend auch in die Vorstandsetagen hineingehievten "blau-braun-orangen" Manager. Faktum ist, dass die klassischen Kapitalisten die "roten" Manager immer nur duldeten und überall wo es geht sich (wieder) hineinsetzen. Den arbeitenden Menschen wurde Jahre hindurch vorgegaukelt, dass "rote" Manager besser für sie seien. Doch die Politik von Androsch, Vranitzky oder Klima, von Randa, Ruttensdorfer oder Ederer zeigt nur eines: Die Genannten - und die Liste ließe sich auch hier fotsetzen ? haben es sich gerichtet. Mit Stimmen der arbeitenden Menschen hochgekommen, wollten sie uns weismachen, dass "ihr" Erfolg auch unserer wäre. Für uns arbeitende Menschen bedeutet aber, egal wer der Profitmacher ist, ob er schwarz, blau, braun, organge rot oder grün ist, er bleibt ein Profitmacher. Und das bedeutet, auf Kosten der arbeitenden Menschen, denn die erwirtschaften alle Werte. Natürlich werden jetzt die Erzkonservativen aller Couleurs in Parteien und Wirtschaft über das "rote" Unvermögen, herziehen. Die Betroffenen, ÖGB und SPÖ, werden in Rückzugsposition gehen, weil sie ja tatsächlich längst Teil der Kapitalslogik geworden sind. Die traditionellen Konservativen werden umgekehrt so tun, als seien die BAWAG-Spekulationen etwas ganz anderes, das bei ihnen nicht vorkäme. Doch was ist mit den größten Pleiten und dubiosesteten Spekulationsgeschäften von klassischen "Unternehmern" und Managern wie bei Enron/USA oder den Pensionsfonds in Japan usw. usf.? Durch ihre Anbiederung an und Eingliederung in die Profitlogik des klassischen Kapitals verlieren SPÖ und ÖGB bei der arbeitenden Bevölkerung klarer Weise immer mehr jegliche Glaubwürdigkeit. Sichtbar wird das bei Wahlen, wo immer mehr Menschen angewidert zu Hause bleiben. Doch in Ermangelung einer Alternative, und weil die Mehrzahl der Arbeitenden Unternehmerpolitik nicht will, funktioniert das Spiel noch immer, kommt eine SPÖ vielleicht noch auf 30 ? 40 %. Das reicht aber allemal für die Unternehmerseite, dass wieder ihre Parteien "gewinnen", oder dass sie eine große Koalition, wenn es in ihr Geschäftsinteresse passt, unterstützen ? zu Lasten der arbeitenden Menschen. Was bleibt? Man kann eine Gewerkschaft nicht wie eine Bank führen. Man kann eine Partei nicht wie eine Firma führen. Die Gründer von Sozialdemokratie und Gewerkschaftsbewegung würden sich im Grab umdrehen. Man kann der Unternehmerseite im Interessse der arbeitenden Menschen nicht dadurch entgegentreten, dass man selbst Unternehmer wird. Dann ist man selbst Unternehmer und eben auf der anderen Seite wie die Arbeitenden. Das "Kapital" von ÖGB und SPÖ wären die arbeitenden Menschen und nicht Aktien- und Geldspekulationen. Was nützt ein Streikfonds, der nicht zum Streiken, sondern zur Besicherung von Spekulationsgeschäften verwendet wird? Nichts! So eine Politik schadet den arbeitenden Menschen extrem. Wer so eine Gewrkschafts- und Parteipolitik macht, der stärkt die Kapitalseite und ihre Parteien. Die "Stärke" der Rechten ist die Schwäche der sogenannten Arbeitnehmervertreter ÖGB und SPÖ. Die gesamte Ausgabe 86/2006 kann unter oesk at aon.at unter Angabe der Postadresse bestellt werden. Mit kollegialen Grüßen ÖSK Informationszusendung gemäß Telekommunikationsgesetz: Sehr geehrte Empfängerin, sehr geehrter Empfänger der E-Mail- Aussendungen des Österreichischen Solidaritätskomitees (ÖSK). Wegen der geänderten Gesetzeslage im Rahmen des Telekommunikationsgesetzes (TKG § 107) ab 1.3.2006 werden Sie um Ihre ausdrückliche Zustimmung, weiterhin unsere Aussendungen erhalten zu wollen, ersucht. Sie haben von uns bisher schon mehrmals Texte, Einladungen zu Veranstaltungen usw. erhalten und diese nicht abbestellt. Wir gehen daher davon aus, dass Sie auch weiterhin an unseren Informationen interessiert sind. Die kostenlosen Aussendungen dienen lediglich der Information und sind keine Werbung. Wenn Sie weiterhin Mails erhalten wollen, müssen Sie gar nichts tun. Wenn Sie kein weiteres Interesse an unseren Informationen haben, so schicken Sie uns dieses Mail zurück mit dem Hinweis "Abmeldung", und zwar an oesk at aon.at Sie werden dann aus der E-Mail-Liste ausgetragen. Eine "Abmeldung" ist auch später jederzeit möglich. ================================================ 10 Notruf Asyl von: office at asyl-in-not.org ================================================ Aktion Notruf Asyl Solidarität mit Relly ! Achtzehnjährige von Abschiebung bedroht. Asyl in Not unterstützt Solidaritätsaktion ihrer Mitschülerinnen Die Mutter sitzt schon in Schubhaft; die Tochter ist auf der Psychiatrie. Appell der Klassengemeinschaft: ?Nehmt uns unsere Freundin nicht weg und erspart ihr noch mehr Leid !? Die 18jährige Relly und ihre Mutter Maria sind aus Moldawien nach Österreich geflüchtet. Ihre Gründe haben sie nicht sofort erzählt. Ich kann sie auch jetzt nur bruchstückweise und mit Vorbehalt rekonstruieren: Rellys Vater ist Staatsanwalt, er war oft betrunken und in Korruptionssachen verstrickt; die Familie litt unter ihm. Er neigte, wie es scheint, auch zu häuslicher Gewalt; aber darüber habe ich noch nicht viel erfahren. Niemand spricht gern über so etwas; noch dazu unter diesen Umständen. Er versuchte jedenfalls, seiner Frau einen Einbruch in die Schuhe zu schieben, und ließ sie von der Polizei verfolgen. Dabei nützte er seine Verbindungen im korrupten Milieu. Maria hatte als Steuerinspektorin gearbeitet und sich dabei Feinde gemacht. In Österreich wurde sie gleich nach ihrer Ankunft (2002) in Schubhaft genommen und kam erst nach 19 Tagen Hungerstreik frei. Kein vertrauensbildender Anfang, oder finden Sie schon? Maria hat den Behörden daher nicht die Wahrheit gesagt. Sie behauptete, aus Tschetschenien zu sein. Sie hoffte, dann hätte sie bessere Chancen. Ein Fehler, keine Frage. Ein Fehler ? nicht aus Gründen der ?Moral?. Sondern weil man ihr jetzt nicht glaubt. Im Berufungsverfahren hat sie die Wahrheit gesagt. Zu spät. Für den UBAS ist sie unglaubwürdig. Wer einmal lügt... Daß es im Berufungsverfahren mit gutem Grund kein Neuerungsverbot mehr gibt, daß der UBAS ohne Ansehen der Person den objektiven Sachverhalt zu ermitteln hat, daß Gemütszustände des Senatsmitglieds dabei unerheblich sind ? alles einerlei. Das Senatsmitglied war beleidigt, weil es angelogen worden war. Also ? negativ! Bald darauf wurde Maria verhaftet. Verfahrenshilfe hat die Caritas beantragt. Aber bis der Verwaltungsgerichtshof die aufschiebende Wirkung zuerkennen wird, kann sie längst abgeschoben sein. Wie wir hören, bereitet die Caritas eine Schubhaftbeschwerde vor. Ihre Tochter Relly geht in Wien in die Schule. Sie ist ? wie sagt man? - gut integriert. Was kann sie dafür, daß der UBAS ihre Mutter ?unglaubwürdig? fand? Ihre Mutter sitzt im Gefängnis; Relly steht unter schwerem Schock. Ihre SchulkameradInnen wenden sich nun mit einer Petition an das Innenministerium und an die Öffentlichkeit: ?Hiermit bitten wir alle Verantwortlichen, uns unsere Freundin nicht wegzunehmen. Relly hat in wenigen Monaten Deutsch gelernt und kann sich sogar besser ausdrücken als viele ihrer österreichischen Mitschüler. Sie hat in allen Unterrichtsgegenständen den Stoff unter widrigen Umständen (Flüchtlingsheim) nachgeholt und ist eine ausgezeichnete Schülerin. Sie ist Klassenbeste in Latein und Französisch. Abgesehen von ihren schulischen Leistungen und Erfolgen engagiert sie sich auch in vielen anderen Bereichen und ist sehr kulturgewandt. ?Relly ist uns allen sehr ans Herz gewachsen und eine gute Freundin geworden. Durch ihre negativen Erfahrungen in ihrem Heimatland leidet sie unter schweren psychischen Belastungen und ist traumatisiert. Die Ungewissheit, wie ihr Leben weitergehen wird, tut ihr Übriges. Nachdem ihre Mutter, während Relly in der Schule war, plötzlich in Schubhaft genommen wurde, befindet sie sich seit 5. April in psychiatrischer Behandlung. ?Bitte nehmt uns unsere Freundin nicht weg und erspart ihr noch mehr Leid! Sie zu verlieren, wäre ein schrecklicher und unersetzlicher Verlust für uns alle!? Die Klassengemeinschaft des GRG 21 (Ödenburgerstraße 74) verlangt, daß Relly eine humanitäre Aufenthaltsbewilligung erhält. Die gesetzliche Möglichkeit gibt es dazu; es nur eine Frage des guten Willens der Beamtenschaft. Asyl in Not unterstützt diese Forderung. Überdies werden wir alle rechtlichen Schritte ergreifen, die uns zweckdienlich erscheinen. Relly hat uns Vollmacht erteilt. Im Asylverfahren ihrer Mutter hatte sie als Minderjährige keine eigenen Gründe vorgebracht. Jetzt ist sie über achtzehn und kann selbst einen Asylantrag stellen; dabei werden wir sie eingehend beraten. Aber das Wichtigste ist jetzt, daß Relly und ihre Mutter nicht abgeschoben werden. Wir beginnen daher mit einer Aktion ?Notruf Asyl?: Liebe Leserinnen und Leser ! Schicken Sie Protestmails an Frau Prokop, ministerbuero at bmi.gv.at (Kopien bitte an uns): Fordern Sie, daß Relly und ihre Mutter humanitäre Aufenthaltsbewilligungen erhalten; fordern Sie, daß Rellys Mutter aus der Haft entlassen wird. Schreiben Sie Leserbriefe an Zeitungen; schreiben Sie an die Abgeordneten Ihres Wahlkreises. Fordern Sie sie auf, die Petition der Klassengemeinschaft zu unterstützen. Fordern Sie, daß die Menschlichkeit siegt. Michael Genner Asyl in Not. Währingerstraße 59 1090 Wien Tel.: 408 42 10-15, 0676 ? 63 64 371 www.asyl-in-not.org Spendenkonto: Asyl in Not, P.S.K., Kontonummer 92.034.400 ================================================ 11 GLB/BAWAG/Tumpel/Verantwortung von: leo.furtlehner at liwest.at ================================================ BAWAG-Skandal zeigt wie sich ?geschlossene Gesellschaft? gegenseitig deckt Präsident Tumpel soll seine Verantwortung offen legen Eine Offenlegung der politischen Verantwortung von AK-Präsident Herbert Tumpel beim BAWAG-Skandal verlangt die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB): Tumpel war bis 1997 Aufsichtsrats-Vorsitzender der BAWAG und ÖGB-Finanzchef und hatte die auf Betreiben des damaligen Generaldirektors Helmut Elsner erfolgte Wiederaufnahme der Karibik-Geschäfte abgesegnet. ?Spätestens nach dem in der Ära von GD Walter Flöttl ? der faktisch Gelder der BAWAG und damit des ÖGB seinem Sohn Wolfgang Flöttl für riskante Kapitalspekulationen in der Karibik zur Verfügung gestellt hatte ? erfolgten Desaster hätte eigentlich allen Verantwortlichen klar sein müssen, dass es nie wieder zu derartigen Geschäften kommen dürfte?, meint die Wiener GLB-Arbeiterkammerrätin Beatrix Todter. Trotzdem wurde Elsner ein Freibrief ausgestellt, der im Jahre 2000 mit dem bekannten Milliarden-Desaster endete, wobei die BAWAG im Alleingang durch Präsident Fritz Verzetnitsch und Finanzreferent Günter Weninger nur durch die Sicherstellung des gesamten ÖGB-Vermögens gerettet werden konnte. Und im Herbst 2005 setzte GD Johann Zwettler mit einem über Nacht gewährten Kredit für die bereits insolvente Refco weitere 400 Millionen Euro in den Sand. Wenn Tumpel meint, bei den unter seiner Verantwortung wieder aufgenommenen Veranlagungen habe es sich um ?übliche Bankgeschäfte? betreibt er eine recht durchschaubare Entsorgung seiner Verantwortung: ?Dass derartige Geschäfte immer ein hohes Risiko beinhalten ist jedem Laien klar, umso mehr gilt das für einen hochrangigen Gewerkschafter wie Tumpel?, so Todter. Im Übrigen zeigt sich am Beispiel des BAWAG-Skandals eine ?geschlossene Gesellschaft? von Verantwortlichen die sich gegenseitig Persilscheine ausstellt und mit aller Kraft deckt: Dem ehemaligen Finanzminister Ferdinand Lacina waren die Anfang der 90er Jahre getätigten BAWAG-Spekulationen bekannt und er ordnete als Bankenaufsicht deren Einstellung an. Daher ist anzunehmen, dass Lacinas Nachfolger Klima, Edlinger und Grasser ebenfalls über derartige Geschäfte Bescheid wussten. Gleiches gilt für die Nationalbank, im Besonderen für den seit 1998 amtierenden Gouverneur Klaus Liebscher und die von 1998 bis 2003 amtierende Vizegouverneurin Gertrude Tumpel-Gugerell. Angeblich übte das Finanzministerium Druck auf den ÖGB mit der Androhung die Bilanzen seit Anfang der 90er Jahre zu prüfen aus, die BAWAG zur Gänze zu verkaufen: Damit wird deutlich, dass kein wirkliches Interesse an einer lückenlosen Aufklärung der Vorgänge und der dafür Verantwortlichen besteht. Es gilt das Motto: ?Pack schlägt sich, Pack verträgt sich?. ================================================ 12 GLB/Post/Urabstimmung/Börsegang von: leo.furtlehner at liwest.at ================================================ Kein überzeugendes Votum für Börsegang der Post GLB lehnt Privatisierung der Post weiterhin ab Weder Regierung und Vorstand noch Gewerkschaftsführung und Personalvertretung können aus dem Ergebnis der ein überzeugendes Votum für die Privatisierung durch den beschlossenen Börsegang von 49 Prozent der Post ableiten, stellt die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) zum Ergebnis der vom 4. bis 7. April 2006 stattgefundenen Urabstimmung der Beschäftigten fest. Formaldemokratisch mag das Ergebnis mit 56 Prozent Zustimmung bei 59 Prozent Beteiligung der 25.800 Beschäftigten der Post AG ausreichen, faktisch bedeutet es freilich, dass durchgerechnet nur ein Drittel der PostlerInnen dem Ergebnis der Verhandlungen zwischen Personalvertretung und Vorstand zugestimmt hat. 44 Prozent Nein-Stimmen trotz einer deutlichen Empfehlung das ?Paket? anzunehmen sind ein deutliches Zeichen des Unmutes. Und die Verweigerung von 41 Prozent an der Urabstimmung teilzunehmen sind Ausdruck einer massiven Stimmung von Resignation und Frust in der Belegschaft. ?Das Management mag sich ? wie Post-Chef Anton Wais meint ? durch dieses Ergebnis gestärkt sehen, für die Gewerkschaftsführung ist es freilich Ergebnis einer Politik der Kapitulation?, meint GLB- Bundesvorsitzende Karin Antlanger: Der Streikbeschluss vom Vorjahr hat sich als warme Luft erwiesen. Die Protestaktionen beim Finanzministerium und der ÖIAG-Zentrale waren mehr als flau. Ein Protestmarsch gegen die Privatisierung der Post in Linz wurde von der Gewerkschaft boykottiert. Der Hintergrund dafür war, dass die Führung der Postgewerkschaft ? ebenso wie SPÖ und Grüne ? von Anfang an den Börsegang mitgetragen hat und nur den Termin desselben für verfrüht hielt. Damit wurde jedem effektiven Widerstand gegen die Regierungspläne von vornherein das Wasser abgegraben und de facto Zuarbeit für Regierung und Vorstand geleistet: ?Der von BZÖ-Staatssekretär Eduard Mainoni Imageschaden für die Post AG ist nicht durch eine Streikdrohung entstanden, sondern durch die Politik der Zerstörung der Infrastruktur, der Vernichtung von Arbeitsplätzen und letztlich der Privatisierung dieses wichtigen Unternehmens der Grundversorgung?, so Antlanger. Als Farce bezeichnet der GLB die Kernpunkte der Urabstimmung: So werden 51 Prozent Staatsanteil garantiert ? freilich nur bis zur Nationalratswahl im Herbst 2006. Die gepriesene Mitarbeiterbeteiligung besteht in Prämien beim Kauf von Vorzugsaktien, deren Nutznießer besserverdienende Postbedienstete sind. Der bis 2008 verlängerte Sozialplan bringt keine Arbeitsplatzgarantie, sondern nur ein erweitertes ?Golden Handshake? beim Ausscheiden aus dem Unternehmen. Der GLB lehnt weiterhin die Privatisierung der Post grundsätzlich ab und erinnert an seine im November 2005 an den Nationalrat gerichtete Petition. Darin heiße es: ?Die Post ist eine elementare Einrichtung einer funktionierenden Infrastruktur und darf daher nicht privatisiert werden, egal ob durch einen Verkauf oder einen Börsengang. Die Post muss im öffentlichen Eigentum erhalten bleiben. Ein verfassungsmäßiger Schutz des öffentlichen Eigentums ist notwendig.? Von 2000 bis 2005 wurde der Gewinn von 17 auf 103 Millionen Euro gesteigert. Gleichzeitig wurden rund 7.000 Post-Arbeitsplätze vernichtet und rund tausend Postämter zugesperrt. Parallel wurde der Druck auf die Postbediensteten durch einen Mix aus Rationalisierung und Mobbing bis hin zu Klagen gegen Personalvertreter wegen angeblicher Geschäftsschädigung ? wie im Falle von GLB-Postsprecher Robert Hobek ? und Vorladung von Bediensteten wegen der Teilnahme an Protestaktionen massiv erhöht. ================================================ 13 ACUS fuer klares Verbot ALLER Splitterbomben von: verin.stadtteilz.simmering at chello.at ================================================ ACUS FORDERT KLARES VERBOT ALLER SPLITTERBOMBEN Am 6. April wird im außenpolitischen Ausschuss des Nationalrates über das Verbot von Splitterbomben diskutiert: Splitterbomben sind Waffen, die vor oder beim Auftreffen in tausende bis hunderttausende kleine Sprengkörper zerfallen und die über eine große Fläche verteilt explodieren. Schwer geschädigt durch diese Waffen wurden in den Kriegen der letzten Jahrzehnte die Zivilbevölkerungen von Afghanistan, Vietnam, Kambodscha, Laos, Äthiopien, Eritrea und Sudan. Aber auch in Albanien und Bosnien, im Irak und in Tschetschenien wurde diese Streumunition eingesetzt. Die Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) fordert die Verwirklichung der Resolution des Europäischen Parlaments vom Oktober 2004, die für ein sofortiges Verbot der Verwendung, Lagerung, des Transports und Exports von Splitterbomben eintritt, bis ein internationales Abkommen über Regulierung, Restriktion oder Verbot ausgehandelt ist. "Angeblich gibt es Pläne, für so genannte 'intelligente' Bomben Ausnahmen zu schaffen. Als religiöse SozialistInnen und SozialdemokratInnen fordern wir ein klares und eindeutiges Verbot ohne jede Ausnahme", betont der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) Richard Schadauer. "Sollte es wirklich PolitikerInnen im österreichischen Parlament geben, die für den Weiterbestand dieser schrecklichen Waffen eintreten, dann muss an der Intelligenz dieser Damen und Herren im Nationalrat gezweifelt werden", sagt der ACUS Bundesvorsitzende Richard Schadauer. "Oder wollen diese nur die Profite jener Rüstungskonzerne in der EU, die mit diesem Mordsgeschäft Riesenprofite machen, schützen?", fragt der ACUS-Bundesvorsitzende Richard Schadauer. (In Österreich werden keine Splitterbomben erzeugt.) "Das neutrale Österreich soll zuerst ein österreichisches Gesetz beschließen und dann auf internationaler Ebene ein weltweites Verbot durchsetzen. Dieser Weg wurde beim Verbot der Anti-Personen-Minen in den 90er Jahren schon einmal erfolgreich beschritten", schloss der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) Richard Schadauer. Informationen: Richard Schadauer, Tel. 01 789 24 58 Alois Reisenbichler, Tel. 0664 39 51 809 ================================================ 14 Hildegard Goss-Mayr in St. Poelten: Information ueber Friedensdekade von: verin.stadtteilz.simmering at chello.at ================================================ Hildegard Goss-Mayr in St. Pölten: UN-Dekade für Frieden und Gewaltfreiheit Die Pazifistin Dra. Hildegard Goss-Mayr informierte bei einem Sozialstammtisch der Betriebsseelsorge und der Katholischen ArbeitnehmerInnenbewegung (KAB) an 4. April 2006 über die "Dekade für eine Kultur des Friedens und Gewaltfreiheit für die Kinder dieser Welt", die von auf Initiative der FriedensnobelpreisträgerInnen von der Generalversammlung der Vereinten Nationen beschlossen wurde. Konkret berichtete Goss-Mayr über die zahlreiche Aktivitäten zur Einübung von Methoden der gewaltfreien Konfliktlösung in österreichischen Schulen. "Gewaltfreiheit ist heute keine Utopie mehr, sondern eine Erfahrung von vielen Menschen weltweit", sagte Goss-Mayr, die aktiv die gewaltfreien Aufstände, mit denen die Diktaturen auf den Philippinnen und in Madagaskar überwunden wurden, unterstützte. Friedensgruppen haben ein weltweites Verbot von Anti-Personen-Minen durchgesetzt. Eine Schweizer Initiative hat 1.000 Friedensfrauen (u. a. auch Hildegard Goss-Mayr) 2005 für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen und damit gezeigt, wie vielfältig das Engagement in aller Frauen Länder ist. Der Ökumenische Rat der Kirchen hat ebenso wie die UNO das erste Jahrzehnt dieses Jahrtausends als "Dekade zur Überwindung der Welt" ausgerufen. Die Weltsozialforumsbewegung, die Forderung nach einer Devisenumsatzsteuer (Tobin-Tax) und die zunehmende Kritik an der neoliberalen Wirtschaftsordnung nannte Goss-Mayr als weitere Beispiele für den weltweiten Einsatz für eine gerechtere und friedlichere Welt. Abschließend erzählte sie in ergreifenden Worten von ihren langjährigen Einsatz für Gerechtigkeit in Lateinamerika, in Afrika und auf den Philippinen, wo sie mit ihrem Mann in der Vorbereitung des gewaltlosen und erfolgreichen Volksaufstandes gegen den damaligen Diktator Marcos aktiv war. Mit freundlichen Grüßen MAG. SEPP GRUBER MAS BETRIEBSSEELSORGE ST. PÖLTEN 3100 St. Pölten, Schneckgasse 22 Telefon: 02742/72240 & 0650/2318824 Diensthandy (0676) 826 68 83 98 E - Mail: bszgruber at utanet.at http://www.betriebsseelsorge.at.tf/ ================================================ 15 AKS: Wie fair ist Gehrers Schule wirklich? von: ingrid.gogl at aks.at ================================================ AKS: Wie fair ist Gehrers Schule wirklich? Utl.: Ministerin verdient Award für ?unfairste Politik? Zur aktuellen Initiative des Bildungsministeriums äußert sich die Aktion kritischer SchülerInnen (aks) skeptisch: ?Ähnlich wie die ?Neue Schule? ist auch diese Initiative nicht mehr als heiße Luft. Besonders verwunderlich ist, dass einerseits mehr Fairness in Schulen gepredigt wird, andererseits die Ministerin Gesetze unterstützt, die MigrantInnen zusätzlich unter Druck setzen. Von Fairness kann also nicht die Rede sein?, so aks Bundesvorsitzende Ingrid Gogl. ?Fair ist unsere Schule erst, wenn gewährleistet wird, dass jede Schülerin und jeder Schüler unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder sozialem Status die Möglichkeit zu höchster Bildung bekommt. Das ist in unserem momentanen, stark selektiven Bildungssystem absolut nicht der Fall?, so Gogl weiter. Für die SchülerInnenvertreterin ist ebenfalls klar, dass auch Partizipation von SchülerInnen und das Recht auf objektive Leistungsbeurteilung Teil eines fairen Miteinanders in der Schule sein müssen. ?Wenn Gehrer Wein predigt und in ihren politischen Taten aber Wasser ausschenkt, fühlen sich die Schülerinnen und Schüler alles andere als fair behandelt?, so die Bundesvorsitzende abschließend. Rückfragehinweis: Ingrid Gogl (aks Bundesvorsitzende): 0699/ 11 40 81 42 <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< WELTWEIT <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 16 [womeninblack] Belgrade: Public announcement von: womeninblack-bounces at listas.nodo50.org ================================================ WE WANT DEMOCRACY, NOT THEOCRACY! Public announcement on the occasion of the introduction of the Law on churches and religious communities into parliamentary procedure Women in Black is protesting because the last version of the Law on churches and religious communities was introduced into the parliamentary procedure without public discussion. This is the continuation of the process of clericalization in Serbia, which is very destructive for democracy. The current government has let the Serbian Orthodox Church become an important political factor. If this law passes, it would become an important economic force as well. We will mention some of the most unacceptable provisions in the proposed law: - The right to freedom of religion does not include citizens? right to not have religious beliefs, and to express those freely and assemble to demonstrate that; - This proposal establishes unequal treatment of different religious organizations, by introducing the concept of ?traditional? and ?non-traditional? churches and religious communities; - The law inconsistently exempts religious communities from paying taxes, while enabling them carrying out economic activities; - This law does not allow of the Ministry of Education to monitor the books, curriculum, teaching, and practice of religious classes in state schools; - This law, in delineating the limits of religious freedom, does not prohibit the violation of women?s human rights and does not protect women from the misuse of their reproductive and sexual rights by the religious organizations. The entire law seriously questions the separation of church and state, guaranteed by the Constitution, and seriously threatens the state?s secular character. We expect that the representatives in the Serbian parliament will accept comments and suggestions, both of from organizations and voters, and we hope that the public will understand the importance of the suggested amendments, created by numerous non-governmental organizations and experts. To bring attention to these issues, the Women in Black Network from all of Serbia will organize public protest on Friday, April 7, in 13h at the Republic Square. Women in Black, Belgrade April 6, 2006 Zene u crnom Beograd Jug Bogdanova 18/5 tel/fax +381 11 2623225 www.zeneucrnom.org _______________________________________________ womeninblack mailing list womeninblack at listas.nodo50.org http://listas.nodo50.org/cgi-bin/mailman/listinfo/womeninblack this is the international WiB mailing-out list, for the INTERACTIVE WiB e-list, go to http://groups.yahoo.com/group/interactiveWiB ================================================ 17 [gipfelsoli] St. Petersburg von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- The Group for Legal Support of the Network Against G8 (NAG8) The Group for Legal Support of the Network Against G8 (NAG8) was founded at the international coordination meeting of NAG8 in february 2006. The main tasks of group are: - information gathering about repression against people and groups who are suspected of protests preparing for the summit G8 in St.Petersburg - legal and informational support of people who are aim of repression - spreading information about cases of persecution of participants of protests and participants of protests preparation process. We completely share foundations of Network Against G8. We need help of professional lawyers and translators. Contact: piter.legal [at] yahoo.com (russian, english and / or german) -------------- At 15th of July the first G8 summit in russian history is starting in St.Petersburg. 3 years ago the city was allready crowded by police because of 300. anniversary, happenings were not allowed and one month befor the celebration visa were no longer available. This meant, visa-needing foreigners were not able to get shorttimed access to russia regulary. Similair strategies can be expected by russian gouverment for the G8 summit. On an international coordination meeting of anarchist and libertarian structures in Kiev a legal support group was founded, which wants to deal with concrete antirepression activism and international publicity the next months. In detail it is about questions about laws in russia, about the installation of legal observers, who should support against estatal violence and about border caused problems. Additionally we want to build up an distribution to inform sympatising groups and media about our work and about concrete repression of state while the summit takes place and for solidarity-appeals. we need utterly people, who can translate different languages quickly and who are easy reachable via mail. We collect media contacts, search for potentional legal observers and groups, who can share their experiences (f.e. written material) with us. In russia there is no comparable structure like f.e. at the summit in Scottland, we need medical first aid groups and best professional doctors or ambulance skilled people, who could help local people with skillsharing. Our aim is, to demand freedom of opinion and to work against repression with international solidarity. Therefor we need a lot of support, especially meanwhile the summit in St.Petersburg, but also while the planned "warm up" week befor in moscow takes place. Even if you are not able to come to russia at all, there are options to support. At the 14th of July there will be a global action day, which is planned to take place decentral around the world. We will need your solidarity eventhough in front of russian embassies in as much cities as possible. ------------------------------------------------------------------------ -- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l ================================================ 18 [gipfelsoli] Heiligendamm -- Genua von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - Linke gegen Gipfeltreffen - Treffen mit G8-Kritikern - Seine Kleidung verrät ihn: ein Zeuge erkennt den elegant gekleideten Mann wieder. ------------------------------------------------------------------------ -------Linke Linke gegen Gipfeltreffen Bad Doberan Die Delegierten der Kreiskonferenz der Linkspartei.PDS Bad Doberan haben auf ihrer Kreisdelegiertenkonferenz eine Entschließung verabschiedet, in der sie sich gegen G 8-Treffen und gegen die Durchführung des Gipfels im Sommer 2007 in Heiligendamm aussprechen. "Die G 8-Staaten verfolgen das Ziel neoliberaler Globalisierung, das heißt der unbegrenzten Öffnung aller Märkte weltweit, für die wirtschaftlich stärksten Länder - nahezu frei von sozialen, demokratischen oder ökologischen Regulierungsmaßnahmen", heißt es unter anderem in dem Papier. Die für den Gipfel geplanten Steuermittel sollten besser für soziale Zwecke, Bildung, Kultur, Kinder- und Altenbetreuung zur Verfügung gestellt werden, sind die Linken der Meinung. [Ostsee-Zeitung, Donnerstag, 09. März 2006] ------------------------------------------------------------------------ ------- Treffen mit G8-Kritikern Bad Doberan Im Vorfeld des Heiligendammer G8-Gipfels mehren sich Fragen und Unklarheiten dazu unter den Einwohnern. Antworten gibt es von offizieller Stelle eher nur spärlich. Deshalb lud die Landtagsabgeordnete Birgit Schwebs (Linkspartei.PDS) zu einer Gesprächsrunde mit Globalisierungskritikern ein. Fast 40 Interessenten trafen sich zu einer Diskussion mit zwei Mitgliedern der globalisierungskritischen Netzwerke attac und dissent. Im Mittelpunkt standen Fragen nach den Zielen und Inhalten der Protestbewegung, aber auch die politische Dimension des Gipfeltreffens wurde diskutiert. Die Linkspartei.PDS begreife sich als ein Teil der weltweiten Proteste, führte Schwebs aus, und wird im Jahr 2007 einen "Alternativen Gegengipfel" in Mecklenburg- Vorpommern organisieren, auf dem bekannte Globalisierungskritiker aus der ganzen Welt alternative Gedanken zum gegenwärtigen Globalisierungsprozess öffentlich diskutieren werden. [Ostsee-Zeitung, Mittwoch, 22. Februar 2006] ------------------------------------------------------------------------ ------- Seine Kleidung verrät ihn: ein Zeuge erkennt den elegant gekleideten Mann wieder. Seit gestern sind internationale Beobachter in den genuesischen Gerichtssälen. GENOVA, 06.04.06 Im genuesischen Gerichtssaal wird ein Video auf drei Bildschirmen gezeigt. Der Zeuge, ein deutscher Medienaktivist, geboren 1975, benennt eine Person genau: ein grosser Mann mit dunklem Anzug und hellem Hemd, Krawatte, Bart und Helm. Er sticht aus der Menge, der in die Schule eindringenden Polizisten heraus. Jener Mann ist der Angeklagte Francesco Gratteri, damals oberster Vorgesetzter der Sco(zentrale operative Einheit, Bereitschaftspolizei), dann Leiter der Antiterroreinheit und heute oberster Polizeichef in Bari. Der Zeuge erkennt ihn während seiner Aussage in Bezug auf den Überfall auf die Diazschule. Die Polizei schlug damals mit willkürlicher, unvorhersehbarer Härte. Obwohl der Zeuge D. M. Schalgstockhiebe und Tritte von drei unterschiedlichen Polizeibeamten erlitt, bespuckt und beschimpft wurde, konnte er die Geschehnisse um sich herum beobachten. Er erinnert sich an die Ankunft zweier weiterer behelmter Personen in zivil noch während die Gewalttaten in der Schule im Gange waren. Einen hatte er im besonderen bemerkt, jenen mit dem Bart, der elegant gekleidet war. "Er gab Befehle, ging langsam, sagte wenig, dafür aber kalt und präzise, als ob er solche Situationen gewöhnt sei." Also Gratteri, der in seinen Aussagen vor der Staatsanwaltschaft immer ausgeschlossen hat, eine Rolle als Befehlshaber inne gehabt zu haben und überhaupt geleugnet hat während des Überfalls in der Schule gewesen zu sein, war stattdessen während der Gewalttaten in der Sporthalle anwesend und nach den Aussagen des selben Zeugen ist es sogar er, der an einem bestimmten Punkt einen Polizeibeamten am Arm gepackt hat, der gerade auf jemanden einschlug. In diesem Moment nahm die Intensität der Gewalt ab und die Phase der Durchsuchung begann. Gratteri erscheint in dem Video neben Giovanni Luperi. Dieser, der ehemalige Befehlshaber und Vize der Ucigos (die Koordinationsstelle der politischen Polizei)ist ein weiterer Angeklagter in dem Prozess gegen die 29 Befehlshaber und Polizeibeamten, die wegen Körperverletzung, Amtsmissbrauch, Falschaussage und Verleumdung angeklagt sind. Für Gratteri ist es die zweite Wiedererkennung im Gerichtssaal, genau in einem Moment des Prozesses, in dem sich weitere Details, besonders in Bezug auf die Phase der Durchsuchung herauskristallisieren. "Die Polizisten entleerten die Rucksäcke", hat eine spanische Zeugin dem Richter beschrieben, "und sammelten auf der einen Seite schwarze Kleidungsstücke, auf der anderen Seite das, was sie für Waffen hielten." Und sie fügte hinzu: "Sie entfernten das Gestänge eines Rucksacks und legten es zu dem beschlagnahmten Material." Einige der Zeugen des heutigen Verhandlungstages, unter denen eine ältere spanische Frau, die wegen der Franco-Diktatur seit 1961 in Deutschland lebt und 2001 in der Diazschule geschlagen wurde, nahmen an einer Pressekonferenz teil. Diese Pressekonferenz fand heute Morgen im Gerichtsgebäude statt und leitete die Arbeit der internationalen Prozessbeobachter offiziell ein. Das Komittee Verità e Giustizia per Genova hat zusammen mit dem Komittee Piazza Carlo Giuliani dieses Projekt initiiert. Dieses Projekt sieht vor, dass Personen des italienischen wie europäischen öffentlichen Lebens, der Politik, Kultur und Universitäten zur Analyse und Kommunikation über die genuesischen Prozesse beitragen. [ Il Manifesto, 06.04.06] ------------------------------------------------------------------------ -- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l ================================================ 19 News about Venezuela von: office at venezuela-info.net ================================================ ----------------------------------------------------------- POLITICS ----------------------------------------------------------- Venezuelan tax authorities have proven highly successful ... +43% in 2005 Oil Wars Blogspot writes: Previously I pointed, tax collections have increased dramatically under the Chavez administration. http://www.vheadline.com/readnews.asp?id=52781 vheadline.com, 5.4.2006 ----------------------------------------------------------- Uniquely the Venezuelan elite now finds itself in a very unusual position... `Minorities create news because they do daring things and act together` http://www.vheadline.com/readnews.asp?id=52782 vheadline.com, 5.4.2006 ----------------------------------------------------------- Venezuela has taken control of two oil fields operated by French firm Total and Italy`s Eni. Venezuela takes back oil fields http://news.bbc.co.uk/1/hi/business/4873202.stm BBCNews, 4.4.2006 ----------------------------------------------------------- Analysis: How the US `lost` Latin America As the BBC begins a special series on Latin America, Newsnight presenter Gavin Esler gives his view on the region`s leftward trend and its changing relationship with the US. There is trouble ahead for Uncle Sam in his own backyard. Big trouble. http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/americas/4861320.stm BBCNews, 3.4.2006 ----------------------------------------------------------- ECONOMICS ----------------------------------------------------------- Chavez rules out return to cheap oil The DoE report shows that at today`s prices Venezuela`s oil reserves are bigger than those of the entire Middle East - including Saudi Arabia, the Gulf states, Iran and Iraq. http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/americas/4871938.stm BBCNews, 3.4.2006 ----------------------------------------------------------- MEDIA ----------------------------------------------------------- AP?s One-Sided Venezuela Coverage On Desk Reporters Who `Phone-in` the Spin http://www.narconews.com/Issue26/article567.html 18.12.2002 no more newsletters: http://www.venezuela-info.net/newsletter/english/permission/abmelden.php ================================================ 20 News zu Venezuela von: office at venezuela-info.net ================================================ Weitere Artikel finden Sie gesammelt auf http://www.venezuela-info.net ----------------------------------------------------------- Aktuelle Artikel ----------------------------------------------------------- Vorbereitung auf Guerilla-Krieg Venezuelas Präsident Hugo Chavez fordert Militär auf, sich auf US- Angriff vorzubereiten http://www.rbi-aktuell.de/cms/front_content.php? client=1&lang=1&idcat=17&idart=5890 rbi-aktuell.de, 1.3.2006 ----------------------------------------------------------- Venezuela: Die UNT ist in Gefahr! Analyse zur Situation der UNT von Paul Mazurka http://www.home.pages.at/zrap/untalert.html GRA, 6.4.2006 ----------------------------------------------------------- `Bildung zum Nutzen der Gesellschaft` Maria Colmenares ist Professorin an der Bolivarischen Universität in Ciudad Bolívar. http://www.jungewelt.de/2006/03-31/049.php?sstr=venezuela jW.de, 31.3.2006 ----------------------------------------------------------- Bauernproteste in Venezuela Gegen Auftragsmorde und Koruption http://www.jungewelt.de/2006/03-29/025.php jW.de, 29.3.2006 ----------------------------------------------------------- Kulturveranstaltung ----------------------------------------------------------- Tres del Sur live! Wien, 20.4. 2006 in der `Vorstadt` http://venezuela-info.net/article.php?id=3746&rid=0 ------------------------------------------------------------------ Wirtschaft ------------------------------------------------------------------ Venezuela will mehr Tonerde produzieren Venezuela ist dabei, seine Tonerdeproduktion in diesem Jahr auszubauen und erwägt Verkäufe am Spotmarkt für diesen Aluminiumrohstoff. http://www.finanztreff.de/ftreff/news.htm? id=24765276&r=0&sektion=branchen&awert=&u=0&k=0 finanztreff.de, 28.3.2006 ------------------------------------------------------------------ Venezuela erhöht Steuern für Ölfirmen In Venezuela ist das neue Statut für im Land operierende ausländische Erdölunternehmen in Kraft getreten. http://news.search.ch/ausland/2006-04-01/venezuela-erhoeht-steuern- fuer-oelfirmen news.search.ch, 1.4.2006 ------------------------------------------------------------------ Venezuela verschärft Gangart gegen ausländische Ölunternehmen Die linksgerichtete Regierung Venezuelas erhöht ihren Druck auf internationale Ölkonzerne. http://www.faz.net/d/invest/meldung.aspx?id=23268702 faz.net, 4.4.2006 ------------------------------------------------------------------ Venezuela: Total und Eni geben auf In Venezuela sind mit Eni (Nachrichten/Aktienkurs) und Total (Nachrichten/Aktienkurs) erstmals zwei wichtige Ölkonzerne aus großen Förderprojekten gedrängt worden. http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2006-04/artikel-6232261.asp finanznachrichten.de, 3.4.2006 ------------------------------------------------------------------ Sie wollen den Newsletter von venezuela-info.net abbestellen? In dem Fall klicken Sie bitte auf folgenden Link: http://www.venezuela-info.net/newsletter/deutsch/permission/abmelden.php ================================================ 21 Bosnien: Mord in Srebrenica verängstigt Rückkehrer von: hans.bogenreiter at gfbv.at ================================================ > GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER > PRESSEERKLÄRUNG Göttingen, den 07.04.2006 > > Bosnien: Mord in Srebrenica > Erneutes Gewaltverbrechen verängstigt Rückkehrer > > Erschüttert muss die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) zur > Kenntnis nehmen, dass eine 61 Jahre alte bosniakische Rückkehrerin am > Donnerstag in der Gemeinde Srebrenica ermordet worden ist. Sie wurde > mit einem stumpfen Gegenstand erschlagen und beraubt. Die Tote ist > eine Verwandte der in der ostbosnischen Gemeinde arbeitenden > Koordinatorin der GfbV und war vor einiger Zeit nach Srebrenica > zurückkehrt. Dort lebte sie allein in der Nähe des Gedenkzentrums für > die im Juli 1995 von serbischen Truppen ermordeten Einwohner der > damaligen UN-Schutzzone. Auch die heute 61-Jährige hatte damals alle > ihre männlichen Angehörigen verloren und war vertrieben worden. > > "Dieser zweite Mord an einer Rückkehrerin verängstigt Tausende von > anderen Rückkehrern und nimmt ihnen den Mut für einen Neuanfang in > ihren Heimatorten", erklärte der GfbV-Generalsekretär Tilman Zülch am > Freitag. Schon vor etwa einem Jahr war eine Rückkehrerin im Dorf > Pecista ermordet worden. Sie wurde durch die Explosion einer > versteckten Handgranate getötet. Trotz vielfacher Bitten von > Überlebenden des Völkermordes haben die Polizei, Administration und > Gerichte der Republika Srpska, die vielfach selbst in die Verbrechen > der Vergangenheit verstrickt waren, nichts unternommen, um dieses > Verbrechen aufzuklären. > > Rund 4 500 bosnische Vertriebene sind in die 59 Dörfer im Großraum > Srebrenica und in die Stadt zurückgekehrt. "Während Srebrenica > weltweit zu einem Synonym für Völkermord geworden ist, haben die > internationalen Institutionen und großen Hilfswerke die Stadt an der > Drina verlassen", sagte Zülch. Die zurückgekehrten Witwen und Waisen > sind sich selbst überlassen, müssen durch einfachste Landwirtschaft > mit schwerer Arbeit ihr Überleben sichern. > > Die GfbV hat mehrfach an die Bundesregierung, die EU sowie an die USA > appelliert, die willkürliche Teilung Bosniens aufzuheben und der > Großgemeinde Srebrenica im Rahmen der Republik Bosnien-Herzegowina > Selbstverwaltung zu gewähren. > ====================================================== > Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) > Inse Geismar, Pressereferentin > Postfach 2024, D-37010 Goettingen > Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 > E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de > ====================================================== > ================================================ 22 Präsidentenwahlen in Peru von: hans.bogenreiter at gfbv.at ================================================ Presseerklärung der Gesellschaft für bedrohte Völker-Österreich, Wien, am 7. April 2006 Präsidentschaftswahlen in Peru: Indígenas: nur Wahl zwischen ?größerem und kleinerem Übel?? Kommenden Sonntag, den 9. April 2006, finden in Peru Präsidentschaftswahlen statt. Insgesamt stellen sich 23 Kandidaten zur Wahl, wobei sich drei Favoriten herauskristallisiert haben: der extrem autoritäre und nationalistische Ollanta Humala, der sich gerne auf seine indianische Herkunft beruft, die konservative Lourdes Flores und der Ex-Präsident Alan García. Flores gilt als Kandidatin der reichen Peruaner und García richtete während seiner Amtszeit (1985-90) das Land wirtschaftlich zugrunde. Laut der peruanischen NGO Servindi (Communicación intercultural) gibt es für die Indigenen Perus nicht wirklich eine Wahlmöglichkeit, die ihre Lebensumstände verbessern würde. Das wirtschaftliche Wachstum der letzten Jahre brachte dem Großteil der Bevölkerung wenig bis gar nichts. Der Unmut und die Unzufriedenheit im Volk steigen, die peruanischen Politiker werden als korrupt und unverschämt gesehen. Viele Menschen in Peru sehen leider auch in der Demokratie kein Versprechen auf eine bessere Zukunft - durch die Erfahrungen der letzten Jahre unter dem Präsidenten Alejandro Toledo setzen sie damit Armut und Ungerechtigkeit gleich. Diese Opfer des Neoliberalismus hoffen daher auf einen neuen Führer, der das herrschende Chaos in Ordnung bringt. Die neuesten Umfragen zeigen ein besorgniserregendes Bild, welches Ollanta Humala als Sieger prognostiziert. Er findet gerade in den armen Bevölkerungsschichten ? zum Großteil Indigene und Mestizen* - seine Anhänger, die ihn als einen von ihnen betrachten. Geschickt setzt sich Humala als Retter der Nation in Szene. Er gibt vor, die Leute zu verstehen und einen Platz für ihre Anliegen in seiner Politik zu haben. Der Ex-Militär ist Populist, sobald er auf konkrete Pläne angesprochen wird, verstrickt er sich in Widersprüche. Äußerst rassistisch und antisemitisch sind die Aussagen, die aus dem Umfeld seiner mestizischen Familie kommen. Seine Mutter forderte z.B. Homosexuelle öffentlich zu erschießen, um die Moral im Land wiederherzustellen und sein Vater ist der Ansicht, dass in Lateinamerika nur noch ?Cobrizos?, Indigene mit kupferfarbener Haut, leben sollen. Diese und ähnliche Aussagen ? auch von Humala selber - machen deutlich, welche Gefahren bei einer Wahl dieses Kandidaten zum Präsidenten droht. Die Gesellschaft für bedrohte Völker-Österreich (GfbV) bedauert zutiefst, dass Humala seine indianische Wurzeln bzw. den Frust über die Jahrhunderte lange Unterdrückung der Indígenas dazu benützt, um mit rassistischen und antisemitischen Parolen Stimmen zu gewinnen. Damit erweist er auch der indigenen Bewegung ? nicht nur in Peru - einen Bärendienst. Die GfbV distanziert sich daher ausdrücklich von den politischen und weltanschaulichen Ansichten von Ollanta Humala. * Rund 45 % der Bevölkerung Perus sind Indianer, 37% Mestizen, 15 % Weiße und 3 % Afroamerikaner, Japaner, Chinesen u.a. Gesellschaft für bedrohte Völker - Österreich Untere Viaduktgasse 53/7A A-1030 Wien Tel: +43/1/503 49 90 Fax: +43/1/503 13 36 Homepage: www.gfbv.at E-mail: office at gfbv.at Vereinskonto: 7.238.909 BLZ: 60000 ================================================ 23 TURKEY WAGES WAR ON KURDISH CHILDREN AND YOUNG PEOPLE von: wadi.wien at gmx.at ================================================ NOT TO BE PUBLISHED YET - BUT TO SIGN & TO DISTRIBUTE FOR MORE SIGNATURES THE APPEAL (SIGNED UNTIL NOW BY ABOUT 300 NGO's, INSTITUTIONS AND PROMINENT PEOPLE) WILL BE PUBLISHED FRIDAY THIS WEEK The Mezopotamian Development Society (MESOP) and Medico International and Peace in Kurdistan Campaign INTERNATIONAL APPEAL TURKEY WAGES WAR ON KURDISH CHILDREN AND YOUNG PEOPLE Europe has a responsibility to help find a just and peaceful solution 4 April, 2006 Turkish tanks and water cannons are hunting down Kurdish demonstrators. Shootings, teargas, broken windows, burning houses, screaming, dead bodies: for days, there has been turmoil in the Kurdish cities of south-eastern Turkey, in Diyarbakir, Batman, Hakkari, Siirt, Mardin, Kiziltepe and Nusaybin. Diyarbakir, the largest city in the region, is like a city at war. The death toll so far is 15, including children and young people, while hundreds have been injured. The Turkish Prime Minister Recep Tayip Erdogan claims that the demonstrations are ?the work of terrorists?. He said, ?For those who keep their children in the streets or allow them to be used by them, their tears tomorrow will be in vain.? He has insisted that ?Our security forces will do what is necessary against those who have become the pawns of terrorists, whoever they are, even if they are women or children?. The Kurds had celebrated the New Year festival, Newroz (21 March), peacefully. But their hopes for peace were dashed once more. The government in Ankara had already launched large-scale and provocative military operations in the east of the country, using lethal chemicals banned under international law, in which 14 guerrillas were killed. At the funerals in Diyarbakir of four of the dead, the fury of the people erupted because of their disappointment at the continuing repression, the lack of justice and any hope for the future. The mayor of Diyarbakir, who was trying to mediate, was threatened with violence and physically attacked by the military. Doctors and nurses were forbidden to treat the injured, and the state hospital was surrounded by soldiers. Thousands of people taking part in funeral processions and seeking to bury their dead and mourn them were prevented from doing so by repeated tear gas attacks and shooting. Millions of Kurdish people had hoped that Turkey would implement various reforms required by the EU as part of its accession process, including improving its human rights record and treatment of the Kurds. But the Kurdish people are now discovering the brutal reality that they were just paper reforms. In view of the ongoing military deployment against the civilian Kurdish population, we are making the following appeal to the public worldwide; the institutions of the EU including the Council of Europe; the European Commissioner for Enlargement, Olli Rehn, who is responsible for Turkey?s accession negotiations; and to Austria, which currently holds the European presidency: Immediate and effective pressure must be brought to bear on the Turkish government to stop the current fierce wave of persecution of Kurdish people; European courts must investigate these terrible incidents and bring those responsible to justice; Europe and its national governments, media, and the public must work to end the continuing abductions, arrests and murders of Kurdish people in southeastern Turkey; Europe must use the opportunities it has to achieve a lasting and peaceful solution to the long-standing violence in the region, a solution recognised by Kurdish people that will guarantee their rights that have been constantly denied them. We, the undersigned, support this appeal Name/Organisation Signatures Address For more information contact e-mail: MESOP at online de or knklondon at gn.apc.org ================================================ 24 Egypt and Darfur: Cruel Intentions von: wadi.wien at gmx.at ================================================ Egypt and Darfur: Cruel Intentions by Eric Reeves Last week, the Arab League held its annual summit in Khartoum. The choice of venue alone was a symbolic victory for Sudan's genocidal government. More to the point, while the Arab League may not be a generally effective organization, its members have played an unfortunate role in the Darfur genocide: Along with China, they have been among the only governments consistently to defend Khartoum. That happened again last week, when the Arab League announced it would support Sudan's opposition to the deployment of U.N. troops to Darfur. The most important--and most pernicious--role has been played by the Arab League's most powerful country. Egypt, which governed Sudan along with Great Britain under "condominium rule" from 1898 through 1956, has long had an essentially colonial view of its neighbor to the south. Today, Sudan continues to loom large in Egyptian foreign policy: partly because the Nile's waters--Egypt's most essential natural asset--run north from Sudan, but also because Egypt aspires to exert hegemonic power in the Horn of Africa. By consistently defending Sudan's genocidal leaders on the international stage, Egypt has earned considerable goodwill from Khartoum, and therefore leverage over the regime. That is exactly what Cairo wants. At independence, Cairo sought (unsuccessfully) to convince Sudanese leaders to form a union with their previous colonial rulers. In the late 1970s, Egypt was the primary backer of the Jonglei Canal in southern Sudan. This project would have straightened the course of the White Nile, with the goal of increasing water flow to Egypt. It would have also produced an environmental disaster of the first order, destroying the ecosystem that defines the lives and livelihoods of many indigenous southern Sudanese populations, particularly the Nuer tribal group. Only the outbreak of renewed civil war in 1983 halted the project, which was never completed. In July 2001, Egypt, along with Libya, tried to undermine the north-south Sudanese peace talks being weakly promoted under the auspices of the Intergovernmental Authority on Development (IGAD), a group of seven East African nations. The IGAD negotiations were based on a "declaration of principles" that included the critical right of southern self-determination. But Egypt's leaders--fearful that an independent southern Sudan would not be party to the riparian treaties governing use of the Nile waters, and loath to see their allies in Khartoum weakened--sought to undermine the process: The so-called "Joint Libyan-Egyptian Initiative" proposed to remove the right of self-determination and create an alternative negotiating venue. In short, Egypt was willing to sabotage peace prospects for Sudan because it objected to the possibility of southern self-determination, including possible secession. Fortunately, Egypt's efforts failed, and the IGAD talks eventually led to a peace agreement in January 2005. Most recently, Cairo has backed the National Islamic Front in its genocidal policies in Darfur. Few countries have provided more diplomatic or political cover for the NIF regime, particularly in its efforts to forestall humanitarian intervention. Cairo has offered an unqualified defense of Sudan's claim to national sovereignty (Egyptian Foreign Minister Ahmed Aboul Gheit insisted last month that Khartoum would have to approve the dispatch of U.N. troops to Darfur). And so long as Khartoum can count on Egyptian support, it can count on support from the Arab League as a whole. The group has served mainly as an extension of Egyptian foreign policy (it was no surprise last week when former Egyptian Foreign Minister Amr Moussa was named to a second five-year term as secretary general). To be sure, the Arab League is a largely discredited group. Still, any conferral of legitimacy from an international organization gives Khartoum's genocidaires backing they don't deserve. Cairo also shares Khartoum's intense distaste for meaningful human rights monitoring. /The New York Times/ recently reported that a cabal of the world's worst human rights abusers, including Egypt, was seeking to block reform of the U.N. Human Rights Commission, an inept international body that, all too predictably, includes among its members the government of Sudan. Egypt's own appalling human rights record includes the government's murderous assault on Sudanese refugees in Cairo this past December. The victims were overwhelmingly non-Arab or African, including refugees from Darfur. The racial contempt for these populations is patent in the attitudes of Cairo's leaders. In January 2005, a U.N. Commission of Inquiry referred 51 names to the International Criminal Court for investigation for "crimes against humanity," war crimes, and possible genocide in Darfur. The names of senior officials in the NIF regime are certainly on this list, so it's not hard to see why Khartoum would resist an ICC investigation. But Egyptian support has likely encouraged recalcitrance. Last year, Egyptian Foreign Minister Ahmed Aboul Gheit said that Sudan should be allowed to investigate war crimes in Darfur on its own. He went on to warn that "adopting tough measures"--in other words, proceeding with ICC investigations and prosecution--would "produce contrary results, not serve ongoing efforts to resolve the issue in the Sudanese region of Darfur, and give a chance to the parties to deepen the crisis." In other words, Egypt joined Khartoum in warning off ICC investigator Luis Moreno-Ocampo, and the ICC has still not been given access to witnesses in Darfur. How much did Egyptian backing encourage Khartoum to resist the ICC? Hard to say. But Cairo's stance certainly has not helped the situation. Meanwhile, Egypt has strenuously warned against the imposition of sanctions on Sudan. At the end of February, Qatar, the only Arab country currently on the Security Council, sided with China and Russia in obstructing moves towards sanctions against Khartoum. This stance almost certainly reflected Arab League--and thus Egyptian--thinking on the issue. The upshot is that though the Security Council voted over a year ago to impose sanctions on those working against peace and security in Darfur, not a single member of the National Islamic Front has been sanctioned. Egypt also played an unfortunate role in the African Union's decision last month to reject an immediate transfer of its mission in Darfur to the United Nations. Cairo had made clear that it opposed such a transfer--despite the fact that the A.U. force has proven unable to provide the security necessary for humanitarian operations to reach hundreds of thousands of desperate civilians. In the deadly realpolitik that is Egyptian foreign policy, Sudan plays an essential role in regional strategy. Cairo wants the National Islamic Front to retain full control of Sudan and thereby forestall a referendum on southern self-determination. Cairo also wishes Khartoum to accept Egyptian preeminence within the Horn of Africa. All this is made easier if Khartoum feels indebted Cairo. Now it does. To Egypt, the cost of buying this support has been cheap, since it is being paid mainly by the people of Darfur. Eric Reeves is a professor of English Language and Literature at Smith College and has written extensively on Sudan. Quelle: The New Republic http://www.tnr.com/doc.mhtml?i=w060403&s=reeves040406 -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Montag http://www.mund.at/butt/Termine/April/1004.htm Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/April/1104.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/April/1204.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: So, 16.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Tue Apr 11 07:06:41 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Tue, 11 Apr 2006 07:06:41 +0200 Subject: widerst@nd! - MUND: Dienstag, 11.4.2006 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! Dienstag, 11.04.2006 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 que[e]r am 12.04.: "Recht und Gerechtigkeit"? Homophobie in Polen. Rosa Antifa Wien ================================================== 02 12.4.06, 19 uhr, CHRISTIAN KRAVAGNA: walking the colour line. schwarze kunst und weisse mythen Initiative Minderheiten Newsletter ================================================== 03 20.4./12.5.: Venezuela-Veranstaltungen / ÖGB "AL-Antifaschistische Linke" ================================================== 04 26.4.: Benefizkonzert gegen Rassismus zugunsten von ZARA ZARA - Stefan Kaltseis ================================================== 05 12.5.: Veranstaltung mit Stalin Perez Borges "agm" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 06 Wien: Schiiten boykottieren Imam-Konferenz WADI Austria ================================================== 07 KPÖ/EU-Verfassung/Neuanlauf/Alternativen KPÖ-Kommunikation ================================================== 08 KPÖ/Spitäler/Ausgliederung/Maastricht-Auflagen KPÖ-Kommunikation ================================================== 09 "Friedensmacht Europa" Café Critique ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 10 [gipfelsoli] Heiligendamm -- Genua gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== 11 [gipfelsoli] Genua gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== 12 Standing Firm: Iraqs emerging generation of leaders need U.S. support WADI Austria ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 13 News about Venezuela "venezuela-info.net" ================================================== 14 News zu Venezuela "venezuela-info.net" ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 que[e]r am 12.04.: "Recht und Gerechtigkeit"? Homophobie in Polen. Rosa Antifa Wien ================================================== ############### Achtung: Neue Location! Wipplingerstrasse 23 / 1010 Wien ############### Mittwoch 12. April: "Recht und Gerechtigkeit"? Homophobie in Polen. Die Jahre 2004 und 2005 waren durch eine tiefe Krise innerhalb des polnischen demokratischen Systems gekennzeichnet. Demonstrationen einer LGBT (LesbianGayBisexualTransgender) Bewegung in Krakau und in Poznan wurden von RechtsextremistInnen angegriffen und aehnliche Paraden in Warschau durch den Buergermeister verboten. Die Parlaments- und Praesidentenwahlen im Herbst 2005 wurden von der rechts-konservativen Partei "Recht & Gerechtigkeit" gewonnen, was den extrem homophoben Buergermeister von Warschau die Praesidentschaft einbrachte. Die ausgerufene "moralische Revolution" hat sich eine Form der legalisierten Homophobie auf die Fahnen geschrieben. Stereotype ueber Homosexualitaet, die sich aus dem starken Einfluss des Katholizismus und aus tradierten Bildern des Staats-Sozialismus speisen wurden verstaerkt. Gleichzeitig hat dieser Druck die LGBT Bewegung auch gestaerkt und ein Beduerfnis nach Sichtbarkeit in der Gesellschaft - als die so genannte "violette Revolution" - forciert. Vortrag mit einer polnischen Aktivistin (auf Englisch). Zeit: Mittwoch 12. April um 20:00 Ort: Que[e]r. (Wipplingerstrasse 23 / 1010 Wien) ++++++++++++ Naechste Woche: underdog filmfest / screening plus diskussion Weitere Infos siehe: http://www.raw.at/queer/queer_inhalt.htm -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# ================================================== 02 12.4.06, 19 uhr, CHRISTIAN KRAVAGNA: walking the colour line. schwarze kunst und weisse mythen Initiative Minderheiten Newsletter ================================================== VERBORGENE GESCHICHTE/N - REMAPPING MOZART Konfiguration I: Wer alles zu verlieren hat, muss alles wagen! Mi., 12. April 2006, 19 Uhr WALKING THE COLOUR LINE. SCHWARZE KUNST UND WEIßE MYTHEN Vortrag von Christian Kravagna (Wien) 1998/99 hat Kara Walker in Zusammenarbeit mit museum in progress die erste Version der temporären Neugestaltungen des Eisernen Vorhangs in der Wiener Staatsoper realisiert. Mit ihrer von der Technik des Scherenschnitts ausgehenden Arbeit brachte die afroamerikanische Künstlerin verdichtete Bildkürzel einer rassistischen Vorstellungswelt, die der Oper nur allzu vertraut ist, in drastischer Weise vor ein einschlägiges Publikum. Entlang Walkers Intervention in die Normalität rassifizierter Bildwelten, verfolgt der Vortrag Methoden Schwarzer Kunst, den kulturell tradierten Weißen Mythen rassifizierter Differenz entgegen zu treten. Ein Fokus liegt auf der Frage, welche kritischen Potenziale und möglichen Probleme mit Verfahren der Wiederaufführung von Stereotypen in Projekten der Kritik verbunden sind. Das künstlerische Abschreiten der Colour Line ist meist auch eine Gratwanderung. *Christian Kravagna Kunsthistoriker, Kritiker and Kurator. Gastprofessor am Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften an der Akademie der bildenden Künste Wien. Herausgeber der Bücher Privileg Blick. Kritik der visuellen Kultur, Berlin 1997; Agenda. Perspektiven kritischer Kunst, Wien/Bozen 2000; Das Museum als Arena. Institutionskritische Texte von KünstlerInnen, Köln 2001; Routes. Imaging travel and migration, Frankfurt 2006. Seit 2005 Kurator (mit Hedwig Saxenhuber) des Kunstraum Lakeside, Klagenfurt. VERBORGENE GESCHICHTE/N - REMAPPING MOZART Konfiguration I: Wer alles zu verlieren hat, muss alles wagen! Eine Ausstellung zu Repräsentation, Öffentlichkeit und Bühne kuratiert von Araba Evelyn Johnston-Arthur und Luisa Ziaja *Bösendorfer Klavierfabrik, Habig Foyer *Graf-Starhemberg-Gasse 14, 1040 Wien *(U1 Taubstummengasse) Dauer 10. März - 18. April 2006 Öffnungszeiten Di 11-17 Uhr, Mi-So 13-19 Uhr 15. bis 17. April geschlossen www.remappingmozart.mur.at VERBORGENE GESCHICHTE/N - REMAPPING MOZART Ein Ausstellungsprojekt in vier Konfigurationen KuratorInnenteam: Ljubomir Bratic, Araba Evelyn Johnston-Arthur, Lisl Ponger, Nora Sternfeld, Luisa Ziaja Ein Projekt von WIENER MOZARTJAHR 2006 -- Verborgene Geschichte/n - remapping Mozart Gumpendorfer Strasse 15/13 A 1060 Wien Austria ph> +43.1.586 12 49-15 fax> +43.1.586 82 17 www.remappingmozart.mur.at Ein Projekt von WIENER MOZARTJAHR 2006 ================================================== 03 20.4./12.5.: Venezuela-Veranstaltungen / ÖGB "AL-Antifaschistische Linke" ================================================== AL-Newsletter Nr. 166 --------------------------- 1. Veranstaltung: Plattform für ein sozialistisches Venezuela präsentiert neue Broschüre 2. Veranstaltung mit venezolanischem Gewerkschaftsführer Stalin Pérez Borges fixiert 3. Für einen Kurswechsel im ÖGB! ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 1. Veranstaltung: Plattform für ein sozialistisches Venezuela präsentiert neue Broschüre Im Rahmen der Plattform für ein sozialistisches Venezuela haben wir eine Reihe an Texten des klassenkämpferischen Gewerkschaftsflügels innerhalb der UNT (Clasistas) sowie der Partido Revolucion y Socialismo (PRS) ins Deutsche übersetzt. Nächsten Donnerstag wollen wir diese Texte gemeinsam mit den anderen Organisationen der Plattform in Form der 60-seitigen Broschüre "Venezuela: Hablan los Clasistas - Stimmen klassenkämpferischer GewerkschafterInnen" präsentieren. Wir freuen uns auf euer Kommen! Do., 20.4., 20:00 Uhr, Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 Wien Mehr zur Plattform für ein sozialistisches Venezuela und Texte zu Mittel- und Südamerika finden sich auf unserer Homepage www.sozialismus.at ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 2. Veranstaltung mit venezolanischem Gewerkschaftsführer Stalin Pérez Borges fixiert Nun ist es endgültig fix: Gemeinsam mit AGM, GRA und Labournet laden wir Mitte Mai im Rahmen der Plattform für ein sozialistisches Venezuela einen Vertreter des klassenkämpferischen Flügels ("Clasistas") des größten venezolanischen Gewerkschaftsdachverbands (UNT) auf eine Tour durch Deutschland und Österreich ein. Stalin Pérez Borges ist Co-Vorsitzender der UNT und führendes Mitglied der, aus trotzkistischer Tradition kommenden, PRS (Partido Revolucion y Socialismo). Am Freitag, den 12.Mai wird er in Wien sprechen. Veranstaltung: SOZIALISTISCHE REVOLUTION IN VENEZUELA? Findet in Venezuela eine Revolution statt? Welche Rolle spielt die Chavez-Regierung? Was sind die Ziele der venezolanischen ArbeiterInnenbewegung? Was kann die Linke in Europa tun? Fr., 12. Mai, 19:00 Uhr, Haus der Begegnung, Praterstern 1, 1020 Wien, (U1, S-Bahn, etc.) ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 3. ÖGB: Kurswechsel! Kämpferische Gewerkschaften statt Skandal um Skandal! Die SpitzenfunktionärInnen des ÖGB haben sich ja schon in den letzten Jahren nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Doch nach den Affären rund um die Finanznöte des ÖGB, die Milliardenverluste der BAWAG-PSK wegen obskurer Karibik-Geschäfte, die Verpfändung des Streikfonds und den Rücktritt von ÖGB-Chef Verzetnitsch ist die gesamte ÖGB-Führung nun endgültig reif für die Insel ... Alles neu macht der Frühling, scheint die Devise der aktuellen ÖGB- Führung zu sein. Bald schon werden führende GewerkschafterInnen auf die Frage nach Fritz Verzetnitsch bestenfalls ein erstauntes "Wer?" hören lassen. Doch die Probleme des ÖGB lassen sich nicht auf das Fehlverhalten einzelner SpitzengewerkschafterInnen zurückführen. Denn der Wurm sitzt tief im Gebälk. Es begann mit der Finanzsituation des ÖGB. Fakt ist, dass der ÖGB ein zunehmendes Finanzierungsproblem hat. Fakt ist aber auch, dass 2004 134 Mio. Euro in den Personalaufwand geflossen sind, das sind gut 50% des Gesamtaufwands. Ein Gutteil davon machen die astronomischen Bezüge der SpitzenfunktionärInnen aus. Zur Veranschaulichung: Ex-ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch verdiente 7.579 Euro pro Monat, zusammen mit seinem Verdienst als Nationalratsabgeordneter kam er auf sage und schreibe 15.079 Euro brutto! Auch nicht von schlechten Eltern: Die drei sozialdemokratischen VizepräsidentInnen Nürnberger (7162 Euro), Csörgits (5464 Euro), Driemer (6133 Euro) und VP-Vizepräsident Klein (6444 Euro). Auch der nunmehrige ÖGB-Chef Rudolf Hundstorfer langte bereits als Vizepräsident zu (5206 Euro). Alle beziehen "selbstverständlich" auch noch hohe Bezüge aus anderen Beschäftigungen, Hundstorfer etwa, der auch noch Chef der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten ist, kassierte als Vorsitzender des Wiener Gemeinderats. Daneben schmälern hunderte Alt- FunktionärInnen, die auch noch in der Pension gigantische Beträge kassieren, das ÖGB-Vermögen. Diese Wahnsinns-Gehälter werden aus den Beiträgen der einfachen Gewerkschaftsmitglieder finanziert. Es gibt eine gute Tradition der ArbeiterInnenbewegung: ArbeiterInnenlohn für ArbeiterInnenvertreterInnen, damit sie wissen, wen sie vertreten. Nur so können sie nachvollziehen, was der Sozialabbau der letzten Jahre für einfache Beschäftigte wirklich bedeutet. Dass die ÖGB-Spitzen zwar ordentlich zulangen, aber offenbar nicht wissen, wie mit Gewerkschaftsgeld umzugehen ist, bewiesen dann die Affären rund um das US-Spekulationsunternehmen Refco und die Karibik- Geschäfte der Bawag. Vor allem in hoch spekulativen Hedge-Fonds, die jedeR GewerkschafterIn eigentlich nur mit tiefster Verachtung betrachten kann, war die Bawag aktiv. Doch es kam noch dicker, als Ex-ÖGB-Chef Verzetnitsch und Ex.Finanzchef Günther Weninger im Jahr 2000 beschlossen, für die Verlustgeschäfte der BAWAG mit dem Gesamtvermögen des ÖGB (!) zu bürgen. Darunter der in der ÖGB-Privatstiftung liegende Streikfonds. Der ÖGB-Spitze ging also das Wohl ihrer Bank über die Sicherheit ihrer Mitglieder. Denn der Streikfonds ist das Herzstück der Kampfkraft einer Gewerkschaft, aus ihm werden im Fall von längeren Streiks die Streikgelder kämpfender ArbeiterInnen bezahlt. Mindestens genauso skandalös ist aber, dass im Zuge der Recherchen immer klarer wird, dass der Streikfonds des ÖGB im Kern offensichtlich aus den ÖGB-Anteilen an der BAWAG besteht. Ist die ÖGB-Spitze verrückt geworden? Was wollte sie denn im Fall einen Streiks tun? Schnell mal zum Schleuderpreis die PSK, den Stiefelkönig, Cosmos mit ÖGB-Service oder die ATV+-Anteile verkaufen? Oder stellt sich ÖGB-Chef Hundstorfer mit Hut und Klavier aus der gewerkschaftseigenen Bösendorfer-Manufaktur auf die Kärntner Straße in Wien und singt "Es tuat so weh, wenn ma verliert"? Allerdings ist das Verhalten der ÖGB-Führung nur folgerichtig. Denn wer ohnehin nicht vor hat, jemals wirkungsvolle Streiks anzuführen, der muss sich auch nicht um die Zukunft des Streikfonds kümmern. Nunmehr versucht die ÖGB-Spitze mit einigen Rücktritten und dem Verkauf der BAWAG den Anschein zu erwecken, reinen Tisch zu machen. Doch die meisten der politisch Verantwortlichen für die Zusammensetzung des Streikfonds und den Kuschelkurs der letzten Jahre bleiben im Amt. Rudolf Hundstorfer etwa ist in Wien bekannt als äußerst spannendes politisches Zwitterwesen. Zuerst beschließt er als führender SPÖ-Abgeordneter Sozialabbau und Ausgliederungen im öffentlichen Dienst, dann "kämpft" er als Gewerkschaftsvorsitzender gegen das, was er selbst beschlossen hat. Als taktischer Schachzug wurde jetzt der außerordentliche ÖGB- Kongress abgesagt. Die ÖGB-Spitze wird schon wissen, warum. Offensichtlich hatte sie Angst vor einer öffentlichen Diskussion in einem Gremium, wo auch KollegInnen aus den Betrieben zu Wort gekommen wären. Doch die Stimmung an der Basis ist klar: hier gehört kräftig ausgemistet. Wir brauchen den ÖGB nicht als Kaninchenzüchterverein, sondern als schlagkräftige Kampforganisation. Wenn wir den Angriffen von Regierung und Kapital tatsächlich etwas entgegensetzen wollen, dann brauchen wir keinen Privilegienstadl, sondern einen kämpferischen und demokratischen ÖGB! ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ AL-Antifaschistische Linke Gegen Rassismus, Sexismus, Sozialabbau! Für Solidarität und Sozialismus! mail: al at sozialismus.net web: www.sozialismus.at phon: ++43 (0) 699 817 15 915 post: AL c/o Amerlinghaus, Stiftgasse 8, A-1070 Wien ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ================================================== 04 26.4.: Benefizkonzert gegen Rassismus zugunsten von ZARA ZARA - Stefan Kaltseis ================================================== Liebe WiderständlerInnen, der Anti-Rassismus-Verein ZARA veranstaltet am 26. April 2006 das erste einer Reihe von Benefizkonzerten, dessen Erlös zur Gänze der Aufrechterhaltung der von ZARA geleiteten Beratungsstelle für Opfer und ZeugInnen von Rassismus zugute kommt. Das jiddische Ensemble Scholem Alejchem wird das erste Konzert im Theater Odeon in Wien mit jiddischen Evergreens und Klezmermusik von Folk bis Jazz absolvieren. Wir würden uns freuen, wenn Ihr diesen Termin auf Eurer Website bekanntgeben würdet, der Pressetext mit allen nötigen Infos befindet sich im Anhang an diese Mail. Ihr könnt ihn in dieser Form übernehmen. Herzlichen Dank im Voraus und liebe Grüße, Stefan Kaltseis, ZARA-Volunteer -- Mit freundlichen Grüßen, Stefan KALTSEIS Beratungsstelle für Opfer & ZeugInnen von Rassismus ______________________________________________________________________ ZARA - Verein für Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit Beratungsstelle für Opfer und ZeugInnen von Rassismus Luftbadgasse 14-16, 1060 Wien | Tel.: +43 (1) 929 13 99 http://www.zara.or.at/ Ihre Unterstützung macht uns arbeitsfähig: http://www.zara.or.at/kontakt/stopp-rassismus ================================================== 05 12.5.: Veranstaltung mit Stalin Perez Borges "agm" ================================================== Veranstaltung mit S t a l i n P é r e z B o r g e s Die Plattform für ein sozialistisches Venezuela (AGM, AL, GRA, Labournet Austria und Einzelpersonen) lädt Mitte Mai einen Vertreter des klassenkämpferischen Flügels ("Clasistas") des größten venezolanischen Gewerkschaftsdachverbands (UNT) auf eine Tour durch Österreich und Deutschland ein. Stalin Pérez Borges ist Co-Vorsitzender der UNT und führendes Mitglied der aus trotzkistischer Tradition kommenden PRS (Partido Revolucion y Socialismo). Am Freitag, den 12. Mai 2006 wird er in Wien sprechen. Veranstaltung S o z i a l i s t i s c h e R e v o l u t i o n i n V e n e z u e l a ? Findet in Venezuela eine Revolution statt? Welche Rolle spielt die Chavez-Regierung? Was sind die Ziele der venezolanischen ArbeiterInnenbewegung? Was kann die Linke in Europa tun? Fr., 12. Mai, 19:00 Uhr, Haus der Begegnung 2, Praterstern 1 (U1, S-Bahn, etc.) AGM-Artikel zu Venezuela http://www.agmarxismus.net/aktartikel/klassenkaempfe_venezuela.htm Außerdem verweisen wir auf einen Artikel von Nick Brauns (Marxistische Initiative), der sich mit dem türkisch-chauvinistischen Film "Das Tal der Wölfe: Irak" (und einer Rezension dieses Films von Jürgen Elsässer in der JungenWelt) auseinandersetzt: http://www.ak-marxismus.de/debatte/tuerkei/woelfe.html ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 06 Wien: Schiiten boykottieren Imam-Konferenz WADI Austria ================================================== Quelle: Die Presse http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=p&ressort=a&id=550639 Wien: Schiiten boykottieren Imam-Konferenz (diepresse.com) 07.04.2006 Führende islamische Geistliche kommen von 7. bis 9. April in Wien zu einer Imam-Konferenz zusammen. Die Konferenz wird allerdings von den schiitischen Imamen in Europa boykottiert, die "nicht einmal seriös dazu eingeladen wurden". Salem Hassan, Sprecher der schiitischen Zentren und Moscheen Europas, kritisiert, dass die schiitischen Imame und Seelsorger Europas nicht zu der Imam-Konferenz in Wien (7. bis 9. April) eingeladen wurden. Hassan: "Wir haben erst vor kurzem erfahren, dass in Wien eine Konferenz europäischer Imame stattfinden wird. Doch mit großer Verwunderung müssen wir feststellen, dass die schiitischen Imame und Seelsorger Europas nicht in die Diskussion über die Ziele und Aufgaben dieser Konferenz einbezogen, ja nicht einmal seriös dazu eingeladen wurden." Schiiten "meiste Opfer des Terrorismus" Gerade die schiitischen Muslime hätten sich von Anfang an entschieden gegen Terrorismus gewandt und jegliche Gewalttaten gegen unschuldige Zivilisten verurteilt, so Hassan. Laut Hassan "sind doch die Schiiten selbst und ihre Heiligtümer, wie sich vor kurzem besonders im Irak gezeigt hat, am häufigsten die Leidtragenden solcher Anschläge und die meisten Opfer des Terrorismus". Mit den Schiiten würde man rund 30 Prozent der Muslime in Europa aus dem Mitwirkungs- und Mitbestimmungsprozess ausschließen. "Deshalb fordern wir alle Beteiligten eindringlich auf, endlich eine ehrliche Diskussion zu eröffnen und eine fundierte Erklärung zustande zu bringen, welche die einheitlichen Bemühungen voranbringt, den in der letzten Zeit wachsenden Gegensatz zwischen Europa und dem Islam zu verringern, den clash of civilisations zu vermeiden", so Hassan. (Red.) -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================== 07 KPÖ/EU-Verfassung/Neuanlauf/Alternativen KPÖ-Kommunikation ================================================== KPÖ-Pressedienst - Drechslergasse 42, 1140 Wien - Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 - Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail bundesvorstand at kpoe.at - Web www.kpoe.at - News www.kpoe.at/lpd - Ausgabe vom 10. April 2006 Will Plassnik einen politischen Leichnam wiederbeleben? KPÖ gegen Neuauflage der gescheiterten EU-Verfassung Als Versuch, einen politischen Leichnam wiederzubeleben, bezeichnet KPÖ-Bundessprecher Mirko Messner die Ankündigung von Außenministerin Ursula Plassnik, Ende Mai bei einem Sondertreffen der EU-AußenministerInnen einen Neuanlauf für die Wiederbelebung des EU-Verfassungsvertrages zu starten. "Auch wenn sich die AußenministerInnen dabei in ein Kloster zurückziehen, ist nicht zu erwarten, dass sie vom Geist der Erkenntnis erfasst werden", so Messner. Vielmehr ist zu erwarten, dass ohne Rücksicht auf das deutliche Nein bei den Volksabstimmungen in Frankreich und den Niederlanden der gescheiterte Verfassungsvertrag - durch ein "Sozialprotokoll" (Merkel) oder als "Grundlagenvertrag für Europa" (Steinmeier) kosmetisch aufpoliert - durchgeboxt werden soll. Bezeichnend für die Betreiber einer Neuauflage der gescheiterten Verfassung ist, dass sie deren Kernpunkte - nämlich die Militarisierung der EU und die Festschreibung des neoliberalen Gesellschaftsmodells - bewusst nicht ansprechen. Genau das aber sind letztlich die Ursachen für das Misstrauen gegenüber der EU auch in Österreich. Im Unterschied zu anderen EU-Ländern haben die Parlamentsparteien in Österreich eine Volksabstimmung über die Verfassung systematisch abgeblockt und so eine breite öffentliche Debatte über die Verfassung verhindert. Die Verankerung der sogenannten vier "Grundfreiheiten" des Maastricht-Vertrages von 1991 (Warenverkehr, Güterverkehr, Personenverkehr, Dienstleistungsverkehr), des Binnenmarktes, sprich der umfassenden Mobilität für das Kapital und die Europäischen Zentralbank (EZB) als politisch unabhängige und damit nur auf Zurufe der Konzerne agierende Institution - alles das sind Wesenszüge der gescheiterten Verfassung. Während es für die EU-Budgetpolitik strenge Auflagen in Form der Maastricht-Kriterien gibt, beschränkt sich die Beschäftigungs- und Sozialpolitik auf unverbindliche Absichtserklärungen wie etwa die Lissabon-Strategie; über dreißig Millionen Arbeitslose und 70 Millionen armutsgefährdete Menschen stellen ein Randkapitel dar. Die Militarisierung der EU ist durch die "Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik" (GASP) - inklusive Euro-Armee, bewaffnete Einsätze zur Wahrung "europäischer Interessen" und Verpflichtung zur Aufrüstung per Rüstungsagentur - in der Verfassung verankert. Dass diese Orientierung mit der österreichischen Neutralität absolut unvereinbar ist, liegt auf der Hand. Die KPÖ lehnt die per Verfassung angestrebte Entwicklung der EU zu einer Supermacht ab. "Ein demokratisches, soziales, friedensorientiertes Europa kann widerspricht einem neoliberalen Verfassungsmodell ebenso grundsätzlich wie der Militarisierung der EU", so Messner abschließend. ================================================== 08 KPÖ/Spitäler/Ausgliederung/Maastricht-Auflagen KPÖ-Kommunikation ================================================== KPÖ-Pressedienst - Drechslergasse 42, 1140 Wien - Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 - Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail bundesvorstand at kpoe.at - Web www.kpoe.at - News www.kpoe.at/lpd - Ausgabe vom 10. April 2006 Maastricht-Auflagen als Druckmittel für Privatisierung Ausgliederung der Spitäler nicht EU-konform? Unter dem Druck der von Österreich mitbeschlossenen bzw. mit dem EU-Beitritt akzeptierten Auflagen für eine nachhaltige Budgetsanierung wurden und werden Einrichtungen der öffentlichen Hand aus dem Budget ausgegliedert um die Maastricht-Kriterien erfüllen zu können. Um den Euro-Stabilitätspakt einzuhalten, wurden von den die weiterhin anfallenden Zuschüsse für die Spitalsfinanzierung "Maastricht-freundlich" als Darlehen mit "Abschreibegarantie" deklariert, also nicht zurückbezahlt werden müssen. In Oberösterreich geht es dabei um 260 Millionen Euro für den Abgang der in die Gespag ausgegliederten Landeskrankenhäuser. Diese Praxis ist nun dem EU-Statistikamt Eurostat ein Dorn im Auge. Die Vorgangsweise wird als "Bilanztrick", die "Darlehen" werden als "unerlaubte Beihilfen" bewertet. Daran ändern auch die im Falle Oberösterreichs formal ausgehandelten Rückzahlungsbedingungen und Zinsen letztlich nichts. Mittlerweile wurden in den meisten Bundesländern die Spitäler in Betriebsgesellschaften ausgegliedert: Burgenland (KAB), Kärnten (Kabeg), Oberösterreich (Gespag), Steiermark (KAGES), Tirol (TILAK), Vorarlberg (LKHBG), Wien (KAV). Auch die Stadt Linz hat ihr Allgemeines Krankenhaus in eine Betriebsgesellschaft ausgegliedert. "Allen bisherigen Erfahrungen zufolge bedeuten diese Ausgliederungen als Teil der diversen EU-Richtlinien geschuldeten Liberalisierung aber letztlich immer die Vorstufe für eine Teil- oder Vollprivatisierung", kritisiert KPÖ-Kommunalsprecher Leo Furtlehner: "Nicht nur, dass mit der Ausgliederung die politische Verantwortung abgeschoben wird bzw. verloren geht, wird damit in weiterer Folge dem Einstieg privater Investoren Tür und Tor geöffnet." Wie sehr sich alle Parlamentsparteien dem neoliberalen Credo unterworfen haben wird gerade am Beispiel der Ausgliederung von Landeseigentum deutlich: Waren in Kärnten ÖVP und Grüne gegen die Ausgliederung der Landeskrankenhäuser, so will die schwarzgrüne Koalition in Oberösterreich die landeseigenen Unternehmen in einer Landesholding mit einem Freibrief für Privatisierungen zusammenfassen. Während die SPÖ in Oberösterreich vehement gegen die Privatisierungspolitik der ÖVP wettert, lagert die absolute SPÖ-Mehrheit in Wien wesentliche Teile des städtischen Besitzes in Betriebsgesellschaften aus. Die KPÖ sieht in der nicht unerwarteten EU-Kritik an der Ausgliederungspraxis ein massives Druckmittel, mit dem die Privatisierung der bislang öffentlichen Krankenhäuser vorangetrieben werden soll. Bekanntlich steht das Privatkapital Gewehr bei Fuß zum Einstieg in die lukrativen Sektoren des Spitalswesens. Im Gegensatz zu den etablierten Parteien lehnt die KPÖ die Verschleuderung öffentlichen Eigentums durch Ausgliederung und Privatisierung strikt ab, weil die damit verbundenen Leistungen der Grundversorgung nur durch die öffentliche Hand im Sinne sozialer Ansprüche effektiv geleistet werden können. ================================================== 09 "Friedensmacht Europa" Café Critique ================================================== Stephan Grigat "Friedensmacht Europa" Eine Nachbetrachtung zum europäischen Antiamerikanismus der letzten Jahre erschienen in www.malmoe.at, bzw. Malmoe, Nr. 31, 2006 Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 in New York und Washington und insbesondere seit dem Irak-Krieg findet in Kernländern der Europäischen Union verstärkt eine Abgrenzung gegenüber den USA statt. Wenn sowohl von staatspolitischen Akteuren als auch in den europäischen Sozialwissenschaften und in der Populärkultur ein zum Teil amerikakritischer, in der Regel aber offen antiamerikanischer Ton angeschlagen wird, versucht Europa sich die Identität einer Friedensmacht zu geben, entwirft ein Bild von den USA als Anti-Europa und kaschiert so in klassisch ideologischer Manier das eigene Bestreben nach Herrschaft, Ausbeutung und Einflußnahme. Dieses Bild von den USA hat mit dem Agieren US-amerikanischer Politik nur mehr sehr vermittelt etwas zu tun. So wie sich Antisemitismus, dessen Verwandtschaft mit dem Antiamerikanismus in letzter Zeit mehrfach herausgearbeitet wurde, nicht aus dem Verhalten von Juden und Jüdinnen oder des jüdischen Staates erklären läßt, so läßt sich auch der Antiamerikanismus nicht aus der realen Politik der Vereinigten Staaten erklären. So wie eine Kritik des Antisemitismus sich mit den Antisemiten auseinandersetzen muß, nicht den Juden, so muß sich eine Kritik des europäischen Antiamerikanismus über die Motive der Antiamerikaner klar werden, anstatt sich auf die Suche nach Gründen für einen Antiamerikanismus zu begeben, die im Handeln der Objekte dieser Ideologie liegen würden. Bei beiden Ideologien handelt es sich nicht einfach um eine etwas verzerrte Wahrnehmung der Realität, sondern um Wahn. In dem, was real passiert, findet dieser Wahn immer nur neues Material zu seiner eigenen Bebilderung. Der Grund für diesen Wahn liegt in den psychischen und politischen Bedürfnissen der Amerika-, Israel- oder Judenhasser. Mit einer Kritik an der Rolle der USA im Prozeß von ökonomischer Ausbeutung und politischer Herrschaft haben die antiamerikanischen Ressentiments nichts zu schaffen. Anhand von Beispielen aus der Populärkultur, der politischen Wahlwerbung und der europäischen Sozialwissenschaft soll im Folgenden versucht werden, die Artikulation des europäischen Antiamerikanismus zu illustrieren. Es soll auf den Kern dessen verwiesen werden, was sich hinter dem Konstrukt "Friedensmacht Europa" verbirgt. Schon an diesen Beispielen sollte deutlich werden, wie aktuell eine Äußerung Max Horkheimers aus dem Jahre 1967 ist, als er mit Blick auf die lange Geschichte eines deutsch-europäischen Antiamerikanismus notierte: "Schon früher [...] war Amerika ein [...] Thema, das, anstatt die Menschen gegeneinander aufzubringen, sie vereinigte. Amerika war fremd und doch verwandt genug, um darüber herzuziehen." I. Der Hamburger Sänger Mellow Mark, der inzwischen Wahlwerbung für die deutsche "Linkspartei" macht, war mit seinem Lied "Weltweit" im Frühjahr 2003 sowohl in Österreich als auch in Deutschland außerordentlich erfolgreich. Die Gesellschaftskritik dieses Liedes ist in der Textzeile zusammengefasst "Die Reichen werden reicher, die Armen werden ärmer." Es ist dies eine Feststellung, der, wie zahlreiche Studien zeigen, nicht zu widersprechen ist. Doch woran liegt das? Folgt man Mellow Mark, ist der Grund dafür darin zu suchen, daß es eine weltweite US- amerikanische Dominaz gibt, nämlich "weltweit US-amerikanisches fast food, weltweit US-amerikanisches Gedankengut, US- amerikanische Sprachflut", "US-amerikanisches Fernsehen, US- amerikanische Armee" und - besonders hervorzuheben - "US- amerikanische Dekadenz". Nicht das weltweit durchgesetzte Kapitalverhältnis samt seiner staatlichen Organisatoren ist demnach für die Zustände auf dem Planeten verantwortlich, sondern der offensichtlich als illegitim empfundene Konkurrenzvorsprung der führenden Industrienation. Es wird das Elend in der Welt zitiert und auf ökologische Probleme hingewiesen ("die Armen werden ärmer und die Welt wird wärmer"), aber der Texter kommt nicht einmal auf die Idee, daß diese kritisierten Mißstände von der eigenen, in Europa beheimateten Regierung mit verursacht sein könnten. Wenn aber die USA als alleiniger Verantwortlicher für globale gesellschaftliche Miß- und Zustände ausgemacht werden, so ist das keine Kritik, sondern die Artikulation eines antiamerikanischen Ressentiments, in dem sich ein nonkonformistisch auftretendes Einverständnis mit Herrschaft und Ausbeutung artikuliert. In seiner Grundstruktur ist dieses Ressentiment keineswegs neu, sondern existiert bereits seit der Gründung der USA. Auch wäre es falsch anzunehmen, daß erst durch das forsche Auftreten der gegenwärtigen Bush-Administration eine vorurteilsbehaftete Amerikakritik eingesetzt hätte, mit der ein idealisiertes Bild Europas transportiert wird. Lange vor der Präsidentschaft von George W. Bush haben europäische Spitzenpolitiker ein "nichtamerikanisches Europa" gegen die oft als "Hypermacht" wahrgenommenen USA in Anschlag gebracht. Der Sänger Mellow Mark steht exemplarisch für Entwicklungen in der deutschsprachigen Kulturszene. Vertreter der Hochkultur wie Peter Zadek oder Claus Peymann bekennen sich ebenso offenherzig zu ihrer Amerika-Feindschaft wie Vertreter der Populärkultur. Die Band die ärzte zeigen im Video zu ihrem Song "Die klügsten Männer der Welt" amerikanische Panzer, die das Brandenburger Tor in Berlin niederwalzen, einen dumpfen Cowboy und eine Bush- Regierung, welche die ganze Welt in Flammen setzt. Die Gruppe Rammstein weiß in ihrem Lied "America" davon zu berichten, wie die USA die kulturelle Vielfalt in der Welt zerstören. Und selbst Punks zollen in Deutschland "ihrem" Bundeskanzler mittlerweile Anerkennung, wenn es um die Auseinandersetzung mit den USA geht. Die pop- wie hochkulturelle Aversion gegen die ehemalige Siegermacht im Zweiten Weltkrieg wurde und wird in Deutschland durch politische Attacken komplettiert. Die PDS warb zur Europawahl 2003 mit dem Slogan "Europa an der Seite der UNO, nicht im Schatten der USA!" Die deutsche Sozialdemokratie enthielt sich jeglicher ideologischer Verklausulierungen, sprach Klartext und plakatierte "Europa - Friedensmacht im deutschen Interesse". Und die deutschen Grünen versprachen "Du entscheidest! Für ein friedliches Europa". Umrahmt war dieser Slogan von dem Bild einer der großen Anti-Irak-Kriegs- Demonstrationen, auf dem ein Meer von Schildern zu sehen war, auf denen unter anderem der Slogan "Victory to the Intifada" stand. Der Versuch, mit dieser Aufforderung zum Krieg gegen Israel Werbung für ein antimilitaristisches Europa zu machen verweist ebenso auf den ideologischen Gehalt der Konstruktion einer europäischen Friedensidentität wie die Tatsache, daß es jene sich heute als pazifistische Avantgarde gerierende rot-grüne Regierung in Berlin war, die in Jugoslawien den ersten deutschen Angriffskrieg nach 1945 geführt hat. Die positive Bezugnahme aller deutschen Linksparteien auf die Anti-Kriegsdemonstrationen wurde in dem Text "Nach dem Krieg: Die Wiedergeburt Europas", den Jacques Derrida und Jürgen Habermas am 31. Mai 2003 unter anderem in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung publiziert haben, aufgegriffen. Sie feiern die Massenaufmärsche vom 15. Februar 2003 als "Signal für die Geburt einer europäischen Öffentlichkeit." Um sich zu vergegenwärtigen, um was für eine Art von "Europa" es hier geht, muß man sich den Charakter der "Antikriegsdemonstrationen" vor Augen führen. In Österreich und Deutschland, wo die Bevölkerung erst durch das Eingreifen der Alliierten vom Judenmord und vom Vernichtungskrieg gegen die halbe Welt abgehalten werden konnte, verkündeten Kriegsgegner von links bis rechts, Krieg habe noch nie ein Problem gelöst oder eine Verbesserung der Lage gebracht. Was in allen europäischen Staaten ein Ausdruck von Geschichts- vergessenheit darstellte, war in den Nachfolgegesellschaften des Nationalsozialismus ein Ausdruck von Geschichtsrevisionismus. Es war dies, ob beabsichtigt oder nicht, die nachträgliche Delegitimation der Befreiung von Auschwitz. Gerade die Friedensbewegung, die sich für den Krieg der irakischen Baathisten gegen ihre eigene Bevölkerung und für Saddam Husseins Unterstützung für den Terror gegen Israel nicht interessiert hat, hat mit ihren Ressentiments gegen Amerika einen wesentlichen Beitrag zur Konstruktion Europas gegen die USA geleistet. Die von Derrida und Habermas begrüßte "europäische Öffentlichkeit" soll sich positiv auf Demonstrationen beziehen, die nicht unwesentlich von Islamisten von der Hamas und der Hisbollah sowie ihren Verbündeten in der europäischen Linken geprägt waren. Nicht nur globalisierungskritische Gruppierungen und ein Teil der radikalen Linken haben mittlerweile direkte Kontakte zu islamistischen Gruppierungen aufgenommen, sondern auch die deutsche Sozialdemokratie in Gestalt ihrer Friedrich- Ebert-Stiftung. Mal implizit, nicht selten aber auch ganz explizit wird so in der Konstruktion Europas die islamistische Propaganda von den USA und Israel als "großer und kleiner Satan" übernommen. Das spiegelt sich auch in der Bevölkerungsmeinung wieder, wenn 59 Prozent der Europäer Israel als die größte Bedrohung des Weltfriedens sehen. Hier sieht man deutlich, daß der Antiamerikanismus heute nicht mehr loszulösen ist vom Antisemitismus. Max Horkheimer fand es 1967 noch "überraschend, [...] daß überall dort, wo der Anti- Amerikanismus sich findet, auch der Antisemitismus sich breitmacht." Die Abgrenzung Europas gegenüber den USA findet heute so stark wie noch nie mit dem Hinweis auf die US- amerikanische Rolle als Schutzmacht des Staates der Shoahüberlebenden statt. Im manifesten Antisemitismus und Antiamerikanismus äußert sich das durch die Charakterisierung der Vereinigten Staaten als Land der Juden; in der Staatspolitik Kerneuropas durch eine mal die USA für ihre "Einseitigkeit" im Nahostkonflikt kritisierende, mal offen antiisraelische Außenpolitik. II. Wenn in den skizzierten Beispielen Mißstände angeprangert werden, wird mit den USA reflexartig ein externer Schuldiger für diese Mißstände ausgemacht. Für den Widerpart, das sich neu konstituierende alte Europa, wird durch Abgrenzung eine Identität als Friedensmacht konstruiert. Als ideologisch im klassischen Sinne kann diese Konstruktion deshalb bezeichnet werden, weil es sich um ein Paradebeispiel für eine Verschleierung handelt. Durch die Kritik an den USA wird verdeckt, daß Europa sich genau unter dem Titel "Friedensmacht" als ökonomischer und militärischer Konkurrent zu den USA positioniert. Besonders deutlich wird das am Beispiel Deutschlands. Vorreiter dieser Positionierung ist mittlerweile die deutsche Sozialdemokratie. Wie eine Vorwegnahme der Rhetorik der mittlerweile abgewählten rot-grünen Bundesregierung mutet im Rückblick die sozialdemokratische Forderung nach einer "Europäisierung Europas" an, die Ende der achtziger Jahre zu vernehmen war, und die nichts anderes meinte als ein Zurückdrängen des US-amerikanischen Einflusses. Dieses Projekt, dessen Verwirklichung vor 25 Jahren auf Grund der strukturierenden Wirkung der Blockkonfrontation nahezu unmöglich schien, wurde von der rot-grünen Regierung ganz offen betrieben. Im November 2001 verabschiedete der SPD- Parteitag einen europapolitischen Leitantrag, der das vom deutschen Kanzler eingeforderte "neue Selbstverständnis" erkennen ließ. Die EU müsse von den USA militärisch unabhängig werden, da in Zukunft eigenständige Militäraktionen "im euro-atlantischen Raum und darüber hinaus" anstünden. Inzwischen formulieren die deutschen Sozialdemokraten ihre Kampfansage an die USA im Jargon deutscher Friedfertigkeit. In einer von Wolfgang Thierse herausgegebenen Denkschrift wurde 2003 gefordert, "dass Europa zu seinen Nachbarn eine besonders intensive [...] Partnerschaft aufbaut, welche die Lösung der sicherheitspolitischen [...] Probleme der europäischen Nachbarschaft nicht - wie bisher - vorwiegend den Vereinigten Staaten überlässt." Um das Zurückdrängen des Einflusses der Vereinigten Staaten zu verwirklichen, soll die Kooperation mit den in der Vergangenheit vernachlässigten Dritte-Weltstaaten intensiviert werden. Um ein schlagkräftiges Bündnis gegen die USA zustande zu bringen, fordert Egon Bahr als europäisch-sozialdemokratischer Vordenker eine "Entspannungspolitik gegenüber den islamischen Staaten. [...] Europa sollte eine erkennbare Alternative in seinem Gesellschaftsmodell [...] entwickeln, damit die islamische Welt nicht nur die eine geschlossene westliche Welt wahrnimmt." In diesen Äußerungen Bahrs, die weniger eine Empfehlung als eine Beschreibung der realen Politik Kerneuropas gegenüber den arabischen und islamischen Staaten darstellen, wird eine kerneuropäische Bündnispolitik sichtbar, die sich den Anschein des Pazifismus gibt. Dieses Programm eines kriegslüsternen Pazifismus, der sich unter Zuhilfenahme der USA als Negativfolie als kerneuropäischer Mainstream zusehends durchsetzt, wird insbesondere von der europäischen Linken betrieben. Wie sehr diese Konzeption eines sich auch in sozialpolitischer Hinsicht gegenüber den USA abgrenzenden Europas von Erfahrungen geprägt ist, welche im Faschismus und Nationalsozialismus in Europa gemacht wurden, während diese speziellen Formen des Autoritarismus sich in den USA auch in Zeiten ökonomischer und politischer Krisen nie durchsetzen konnten, muß daher verschwiegen werden. Während die europäische Linke Faschismus und Nationalsozialismus als Geburtshelfer einer gegen die USA gerichteten europäischen Identität hinsichtlich der gesellschaftlichen Organisation des Klassenkonfliktes vergessen machen möchte, beziehen sich jene rechtsradikalen Kräfte, welche die Herausbildung einer eigenständigen europäischen Identität begrüßen, ganz offen auf die Europakonzeptionen des Nationalsozialismus. Wie eng verwandt Antisemitismus und der Antiamerikanismus sind, braucht bei diesen Vertretern europäischer Identität nicht mehr mittels Ideologiekritik herausgearbeitet zu werden. Der Wiener FPÖ-Politiker Heinz-Christian Strache meint etwa in der Zeitschrift Zur Zeit, daß "wir unsere Energie darauf konzentrieren sollten, eine gemeinsame Außenpolitik zu betreiben, welche nur die europäischen Interessen und nicht die der Wall Street vertritt." Der freiheitliche Abgeordnete im europäischen Parlament Andreas Mölzer lobt das "Friedensprojekt" Europa dafür, daß es frei sei vom "krassen Materialismus" und anders als in den USA, wo "mächtige Lobbys im Hintergrund die wahre Macht ausüben", nicht "nur zwei von undurchsichtigen Mächten kontrollierte Parteien" zur Auswahl stünden. III. Seit dem Angriff auf das World Trade Center probt die deutsch- europäische Außenpolitik den Aufstand gegen die USA vor dem Hintergrund einer globalen Mobilmachung gegen den 'Dollarimperialismus' und seinen 'zionistischen Schützling'. Das antisemitische Massaker von 9/11 wirkte offensichtlich wie ein Treibsatz für das deutsche und das kerneuropäische Selbstbewußtsein. Die Rede des deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder vom "deutschen Weg" im August 2002 war keineswegs nur Wahlkampfrhetorik. Schon Anfang Oktober 2003 teilte die Bundesregierung mit, daß Deutschland einen eigenen Aufklärungssatelliten starten werde, um die Abhängigkeit von den USA in Zukunft zu mindern. Auf europäischer Ebene werden diese Bemühungen durch den Aufbau des Satellitennavigationssystems Galileo ergänzt. In einer Studie, an der die eng mit dem Auswärtigen Amt in Berlin kooperierende Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) beteiligt war, wird ganz offen gesagt, daß dieses System für Militäreinsätze konzipiert wurde, die in Zukunft "gegen die Interessen der USA" durchgeführt werden könnten. Im November 2003 erklärte der damalige Direktor der SWP, Christoph Bertram: Zum einen sei eine eigenständige Aufrüstung Deutschlands und der europäischen Partner notwendig. Zum anderen müsse man aber in der Konfrontation mit den USA auf nichtmilitärische Bereiche setzen. Das "Problem amerikanischer Macht" sei auch in naher Zukunft nicht militärisch zu lösen. Daher müßten "andere Kanäle des Einflusses" geöffnet werden. Die SWP verfolgt diese Politik bis heute konsequent weiter. Allerdings ist sie seit dem Wahlsieg Angela Merkls mit einer zumindest rhetorisch gemäßigten Bundesregierung konfrontiert. Heute haben CDU und CSU ihre Rolle als außenpolitische Scharfmacher, die sie noch in der ersten Hälfte der neunziger Jahre gespielt hatten, weitgehend eingebüßt. Die Differenzen zur Sozialdemokratie sind aber bei weitem nicht so groß, wie es nach dem 11. September zeitweise den Anschein hatte. Schon auf ihrem Bundesparteitag im November 2001 verabschiedete die Union einen Leitantrag, in dem gefordert wird, daß die EU unabhängig von der NATO militärisch handlungsfähig werden muß. Auch Angela Merkel stört die amerikanische Dominanz in Wirtschaft und Kultur. Sie meint, die Konservativen müßten sich wieder deutlicher auf die "europäischen Werte" besinnen. Die CDU- Vorsitzende leidet ebenso wie die Sozialdemokraten an der "dramatischen Unterlegenheit der europäischen Staaten", will diese Unterlegenheit aber nach dem alten Rezept auch weiterhin in Kooperation mit statt in offener Konfrontation zu den USA kurieren. Wie weit diese Kooperation gehen soll, ist aber auch in der Union umstritten. Nicht nur an der CDU-Basis, sondern auch bei der Schwesterpartei CSU, deren heutiger Vorsitzender Edmund Stoiber schon 1989 einen Bruch mit der westlichen Tradition Konrad Adenauers gefordert hatte, regte sich Unmut über den taktischen Proamerikanismus von Merkel, woraufhin diese Verständnis für ihre Kritiker äußerte und eine außenpolitische Grundsatzdebatte in der CDU ankündigte. Wenn maßgebliche Unionspolitiker wie Wolfgang Schäuble heute gegen die ehemals forschen antiamerikanischen Töne ihres jetzigen Koalitionspartners auftreten, kommt darin keine prinzipielle inhaltliche Differenz zum Ausdruck. Politiker wie Schäuble und Merkl glauben, daß nach wie vor Rücksichtnahme auf die Interessen der USA oder auch Großbritanniens notwendig ist. Die Union favorisiert die alte Taktik Helmut Kohls des schrittweisen Auftrumpfens ohne großartige Inszenierung und markige Worte gegen die USA, womit man sich auch nicht vorschnell der Möglichkeit beraubt, die überlegene Macht der USA weiterhin für die Durchsetzung der eigenen Interessen in Anschlag zu bringen. Im Nahen Osten wird sich die Positionierung Europas als "Friedensmacht" auch unter der neuen deutschen Bundesregierung als außerordentlich hilfreich erweisen. Gerade das Auftreten als fremde Kulturen respektierender, ehrlicher Makler befördert die Einflußnahme des deutsch dominierten Europas im arabischen Raum und im Iran. Die Verteufelung der angeblichen US-amerikanischen Arroganz gegenüber den Arabern entpuppt sich vor diesem Hintergrund als ein Appeasement gegenüber dem Islamismus und der panarabisch-nationalistischen Mobilmachung, die sich ganz offen auf nationalsozialistische und faschistische Traditionen bezieht. Im Gefolge dieser Appeasementpolitik wird versucht, die ökonomische Zusammenarbeit in der Region auf Kosten der USA auszubauen und zugleich jenem Furor teutonicus zu frönen, der jenseits aller rationalen Interessen fortwest und die vergleichsweise zwecksrationale Form US- amerikanischer Kriegseinsätze schon aus Prinzip ablehnt. "Friedensmacht Europa" ist der moralische Titel, unter dem die Konkurrenz mit den USA betrieben wird. Die Konstruktion einer europäischen Identität als "Friedensmacht" entpuppt sich als ideologisches Konstrukt und materielle Realität in einem, die nichts Positives beinhalten. Eine Langfassung dieses Textes erscheint in dem Band Jeff Bernard et al. (eds.): Europe - Image & Concept in Cultural Change. Vienna 2006 Stephan Grigat ist Lehrbeauftragter am Wiener Institut für Politikwissenschaft, Forschungsstipendiat in Tel Aviv und Herausgeber des Bandes "Feindaufklärung und Reeducation. Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus", der im ça ira-Verlag erschienen ist. http://www.cafecritique.priv.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 10 [gipfelsoli] Heiligendamm -- Genua gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - Linke gegen Gipfeltreffen - Treffen mit G8-Kritikern - Seine Kleidung verrät ihn: ein Zeuge erkennt den elegant gekleideten Mann wieder. -----------------------------------------------------Linke Linke gegen Gipfeltreffen Bad Doberan Die Delegierten der Kreiskonferenz der Linkspartei.PDS Bad Doberan haben auf ihrer Kreisdelegiertenkonferenz eine Entschließung verabschiedet, in der sie sich gegen G 8-Treffen und gegen die Durchführung des Gipfels im Sommer 2007 in Heiligendamm aussprechen. "Die G 8-Staaten verfolgen das Ziel neoliberaler Globalisierung, das heißt der unbegrenzten Öffnung aller Märkte weltweit, für die wirtschaftlich stärksten Länder - nahezu frei von sozialen, demokratischen oder ökologischen Regulierungsmaßnahmen", heißt es unter anderem in dem Papier. Die für den Gipfel geplanten Steuermittel sollten besser für soziale Zwecke, Bildung, Kultur, Kinder- und Altenbetreuung zur Verfügung gestellt werden, sind die Linken der Meinung. [Ostsee-Zeitung, Donnerstag, 09. März 2006] ------------------------------------------------------------------------------- Treffen mit G8-Kritikern Bad Doberan Im Vorfeld des Heiligendammer G8-Gipfels mehren sich Fragen und Unklarheiten dazu unter den Einwohnern. Antworten gibt es von offizieller Stelle eher nur spärlich. Deshalb lud die Landtagsabgeordnete Birgit Schwebs (Linkspartei.PDS) zu einer Gesprächsrunde mit Globalisierungskritikern ein. Fast 40 Interessenten trafen sich zu einer Diskussion mit zwei Mitgliedern der globalisierungskritischen Netzwerke attac und dissent. Im Mittelpunkt standen Fragen nach den Zielen und Inhalten der Protestbewegung, aber auch die politische Dimension des Gipfeltreffens wurde diskutiert. Die Linkspartei.PDS begreife sich als ein Teil der weltweiten Proteste, führte Schwebs aus, und wird im Jahr 2007 einen "Alternativen Gegengipfel" in Mecklenburg-Vorpommern organisieren, auf dem bekannte Globalisierungskritiker aus der ganzen Welt alternative Gedanken zum gegenwärtigen Globalisierungsprozess öffentlich diskutieren werden. [Ostsee-Zeitung, Mittwoch, 22. Februar 2006] ------------------------------------------------------------------------------- Seine Kleidung verrät ihn: ein Zeuge erkennt den elegant gekleideten Mann wieder. Seit gestern sind internationale Beobachter in den genuesischen Gerichtssälen. GENOVA, 06.04.06 Im genuesischen Gerichtssaal wird ein Video auf drei Bildschirmen gezeigt. Der Zeuge, ein deutscher Medienaktivist, geboren 1975, benennt eine Person genau: ein grosser Mann mit dunklem Anzug und hellem Hemd, Krawatte, Bart und Helm. Er sticht aus der Menge, der in die Schule eindringenden Polizisten heraus. Jener Mann ist der Angeklagte Francesco Gratteri, damals oberster Vorgesetzter der Sco(zentrale operative Einheit, Bereitschaftspolizei), dann Leiter der Antiterroreinheit und heute oberster Polizeichef in Bari. Der Zeuge erkennt ihn während seiner Aussage in Bezug auf den Überfall auf die Diazschule. Die Polizei schlug damals mit willkürlicher, unvorhersehbarer Härte. Obwohl der Zeuge D. M. Schalgstockhiebe und Tritte von drei unterschiedlichen Polizeibeamten erlitt, bespuckt und beschimpft wurde, konnte er die Geschehnisse um sich herum beobachten. Er erinnert sich an die Ankunft zweier weiterer behelmter Personen in zivil noch während die Gewalttaten in der Schule im Gange waren. Einen hatte er im besonderen bemerkt, jenen mit dem Bart, der elegant gekleidet war. "Er gab Befehle, ging langsam, sagte wenig, dafür aber kalt und präzise, als ob er solche Situationen gewöhnt sei." Also Gratteri, der in seinen Aussagen vor der Staatsanwaltschaft immer ausgeschlossen hat, eine Rolle als Befehlshaber inne gehabt zu haben und überhaupt geleugnet hat während des Überfalls in der Schule gewesen zu sein, war stattdessen während der Gewalttaten in der Sporthalle anwesend und nach den Aussagen des selben Zeugen ist es sogar er, der an einem bestimmten Punkt einen Polizeibeamten am Arm gepackt hat, der gerade auf jemanden einschlug. In diesem Moment nahm die Intensität der Gewalt ab und die Phase der Durchsuchung begann. Gratteri erscheint in dem Video neben Giovanni Luperi. Dieser, der ehemalige Befehlshaber und Vize der Ucigos (die Koordinationsstelle der politischen Polizei)ist ein weiterer Angeklagter in dem Prozess gegen die 29 Befehlshaber und Polizeibeamten, die wegen Körperverletzung, Amtsmissbrauch, Falschaussage und Verleumdung angeklagt sind. Für Gratteri ist es die zweite Wiedererkennung im Gerichtssaal, genau in einem Moment des Prozesses, in dem sich weitere Details, besonders in Bezug auf die Phase der Durchsuchung herauskristallisieren. "Die Polizisten entleerten die Rucksäcke", hat eine spanische Zeugin dem Richter beschrieben, "und sammelten auf der einen Seite schwarze Kleidungsstücke, auf der anderen Seite das, was sie für Waffen hielten." Und sie fügte hinzu: "Sie entfernten das Gestänge eines Rucksacks und legten es zu dem beschlagnahmten Material." Einige der Zeugen des heutigen Verhandlungstages, unter denen eine ältere spanische Frau, die wegen der Franco-Diktatur seit 1961 in Deutschland lebt und 2001 in der Diazschule geschlagen wurde, nahmen an einer Pressekonferenz teil. Diese Pressekonferenz fand heute Morgen im Gerichtsgebäude statt und leitete die Arbeit der internationalen Prozessbeobachter offiziell ein. Das Komittee Verità e Giustizia per Genova hat zusammen mit dem Komittee Piazza Carlo Giuliani dieses Projekt initiiert. Dieses Projekt sieht vor, dass Personen des italienischen wie europäischen öffentlichen Lebens, der Politik, Kultur und Universitäten zur Analyse und Kommunikation über die genuesischen Prozesse beitragen. [ Il Manifesto, 06.04.06] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org ================================================== 11 [gipfelsoli] Genua gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- Wolf-Dieter Narr Berlin, den 28.3.2006 Beobachtung der Prozesse in Genua am 23.und 24. März 2006 in Sachen Polizeibrutalitäten im Umkreis der Demonstrationen gegen den G 8 - Gipfel im Juli 2001 1. Am Donnerstagmorgen, den 23.3. 2006 nahm ich von 10 Uhr bis ca.12.30 Uhr, dem Ende Gerichtstages an Anhörungen und Befragungen von zwei italienische Zeugen teil, die als Zeugen der Anklage von ihren Beobachtungen um und in der "Diaz-Schule" berichteten. In dieser hatten nicht zuletzt viele deutsche Teilnehmende am demonstrativen Geschehen Unterkunft gefunden. Am Freitagmorgen, den 24.3. 2006 war ich bei der Befragung zweier italienischer Zeugen zwischen 9.30 und 12 Uhr zugegen, abzüglich einer halbstündigen Pause von 11 - 11.30 Uhr, die sich in der zur polizeilichen Haftanstalt umfunktionierten Bozaneto-Kaserne aufhielten. Am 12 Uhr musste ich mit meiner terminlich anders gebundenen Übersetzerin meine Anhörung der Anhörung beenden. 2. Mein Bericht beschränkt sich aus drei Gründen auf wenige Aspekte. Zum einen bestätigten die Zeugen, soweit ich das spontan beurteilen konnte und ohne genaue Lektüre der Einlassungen auch Tage danach kann, die gesammelten Beobachtungen derjenigen, die polizeilich in der Diaz-Schule und im Bolzaneto verängstigt, in die Flucht getrieben, geschlagen, gestoßen, geknebelt und bis an die Foltergrenze misshandelt worden sind. Ohnehin nicht legitime Gründe dafür wurden von den Zeugen nicht vorgetragen. Zum zweiten konnte ich infolge der mir nur punktuell (brocken- oder brosamenhaft) zugänglichen Simultanübersetzung nur die hauptsächlichen Informationshappen der Zeugen mitbekommen, nicht jedoch dem genauen Duktus der Befragung, einschließlich der Fragen der RechtsanwältInnen beider Seiten insgesamt folgen. Zum dritten werden die Protokolle, wie ich annehme, den AnwältInnen der Anklage bald zur Verfügung stehen, sodass sie auch von denjenigen genutzt werden können, die die beiden Verfahren begleiten und zugunsten der Klagenden auswerten. Diese Auswertung wird sehr wichtig, wenn nicht ausschlaggebend dafür sein, ob es gelingt, das sich lang-weilig dahinziehende Verfahren immer erneut politisch zu stauen und politisierend auszubeuten - damit die pauschale Entschuldung misslinge, die in der Art des Verfahrens angelegt ist, selbst wenn die Klagenden schließlich und endlich irgendwann in der Zukunft "Recht" bekommen sollten. 3. Das gerichtliche Arrangement a) Der Einlass in den modernen Palazzo di Guistizia, vor dessen Türen andauernd ein reges Kommen und Gehen aller möglichen Leute und Interessenten quillt, ist wider mein eigenes ´bundesdeutsch´ geschultes Erwarten denkbar einfach. Das, was man dabei hat, legt man in das an Flughäfen, ander- und eben auch gerichtswärts übliche "Röntgengerät" mit durchlaufendem Band. Danach musste ich nur am Donnerstag, nicht jedoch am Freitag meinen Pass vorlegen. Und schon kann man weiter zum Gerichtsraum schreiten. Infolge meiner Erfahrungen vom Donnerstag nahm ich am Freitag meinen gesamten propenvollen Reiserucksack mit, in dem sich außerdem noch am Abend zuvor geschenkte Genueser Steine befanden. Nicht einmal eine Nachfrage hielt mich auf. Also kam ich mit immerhin 5 bis 10 steinigen Wurfgeschossen in den Gerichtssaal. In der BRD, jedenfalls in irgendwie entfernt politisch angehauchten Strafverfahren an denen ich selbst teilgenommen habe - von Stuttgart-Stammheim bis Berlin-Moabit -, wäre das schlechterdings ausgeschlossen gewesen. Anlässlich meiner letzten Prozessbeobachtung in Moabit durfte ich froh sein, wenigstens einen Bleistift, keinesfalls einen Kugelschreiber und ein weißes Blatt Papier in den Zuschauersaal mitnehmen zu können (mein Protest blieb unerwidert). b) Der sich links nach dem Durchgang ebenerdig befindliche rechtseckige Gerichtssaal mutet groß und betonern schmucklos an, an den Seiten unauffällig schwarze, an der Stirnseite graue und darunter rote Plattenverkleidungen. Von den mit beweglichen Eisengestellen abgetrennten Zuschauern aus gesehen, für die an beiden Tagen nur ca. zwanzig, ihrerseits kaum wahrgenommene Plätze nahe dem Eingang reserviert worden waren, fiel an der Stirnseite des Saals zur Rechten nur eine Christusfigur auf (in Italien gibt es also noch eine Justitia Crucis wie lange in der BRD, jedenfalls in ihren primär katholischen Ländern; dort z.T. mutmaßlich heute noch. Angeklagt und anwaltlich sollte man das m.E. nicht einfach hinnehmen auch und gerade, wenn man sich als überzeugter Christ(in) fühlt). Leicht erhöht hatte der jeweils vorsitzende Richter mit zwei Beisitzerinnen - habe ich das recht wahrgenommen - auf der Stirnseite Platz genommen. Zwischen ihm und den spärlich präsenten, weggestellten Zuschauenden erstreckten sich, in zwei kleinere Rechtecke aufgeteilt, die Plätze der AnwältInnen beider Seiten. Nach ihnen weiteten sich ca. 10 Sitzreihen unmittelbar bis zu den abgesperrten Zuschauersitzen. Auf ihnen saßen am Donnerstag Frau RA Cordula Proescher und ich (Frau Proescher hatte sich freundlicherweise erboten beim Übersetzen behilflich zu sein); am Freitag harrten sie leer ihrer Besetzung. Die beiden rechtsanwaltlich bald fülliger, bald spärlicher wahrgenommen Anwaltsrechtecke frontal zum Gericht, strikt parallelisiert, fielen dadurch auf, dass sich fragend allenfalls eine oder ein Rechtsanwalt engagierten. Alle sonst beteiligten Gerichtsakteure kamen und gingen, unterhielten sich, zogen ihre mit besonderen Kordeln ausgezeichneten Anwaltkutten an und aus - insgesamt von außen betrachtet ein reges Anwaltstreiben, das mit dem aktuellen Verfahren allenfalls im Sinne der Gesichtspflege zu tun zu haben schien (dieses eher ethnologische Verwundern meinerseits kann aufgrund genauerer Kenntnis der italienischen Gerichtsordnung und des Strafprozessrechts gewiss leicht aufgeklärt werden. Ich will mich also nicht im geringsten eines teutonischen Vorurteils schuldig machen). c) Die Zeugenaussagen am Donnerstag unterschieden sich von denen am Freitag nicht nur durch die unterschiedlichen Orte fragwürdiger polizeilicher Tätigkeit im Kontext des 2001er G 8-Gipfels und seiner antiglobalistischen Demonstrationen (Diaz- Schule hier, Bolzaneto-Kaserne dort). An der donnerstäglichen Zeugenbefragung nahmen, wenn auch nicht in stichomythischer Hektik, beide Anwaltseiten teil. Am Freitag schienen sich die die Polizei/den Staat verteidigenden AnwältInnen um die Beschreibungen der Zeugen, die massive Brutalitätsschuld der Polizei unerkenntlicher Verursachung belegten, nicht zu kümmern. Am Donnerstag schaltete sich der vorsitzende Richter ab und an, auf Kürzung oder Klärung pochend ein - soweit ich das mitbekommen habe -; am Freitag verkündete er vor allem die auf 10 Minuten begrenzte, dann die dreifache Länge erreichende Pause zwischen den Befragungen, nachdem der 1. Zeuge zu Ende gesprochen, mitnichten informationell ausgequetscht worden war. d) Selbstverständlich habe ich mir auch substantielle Aspekte der Ereignisschilderung durch die Zeugen notiert. Das gilt insbesondere für die ausgezeichneten, auch in seinem Nichtwissen genauen Aussagen eines Arztes - den Namen haben ich nicht genau gehört und vergaß zu fragen- , der in der Diazschule den Sanitätsdienst organisiert hat. Allein seine Aussagen, so sie zusätzlich bestätigbar oder umgekehrt nicht widerlegbar sein sollten, müssten für eine Verurteilung nota bene nicht einzelner PolizistInnen, sondern der Polizei- und - das gilt es u.a. anwaltlich herauszufinden - hinter ihr der Politik führen. Ich notierte jedoch meine gehörten Ereignisbrosamen- und Brocken für andere lesbar nur - siehe meine Bemerkungen oben -, wenn sie irgendeinen auch nur geringen Nutzen erbringen könnten. Meine Notizzettel bewahre ich selbstredend auf. 4. Ich schließe mir einer großen Bitte. Alle, die Zeugenaussagen machen, insbesondere bundesdeutsch an der Demo Beteiligte und alle, die den Prozess an dieser oder jener Stelle in den nächsten Wochen und Monaten beobachten, möchten umgehend ihre Aussagen und Beobachtungen in gebotener Kürze und Ausführlichkeit notieren (so die zuerst Genannten dies hoffentlich nicht schon längst unmittelbar nach der Demo im August 2001 getan haben). Dann könnte es zusammen mit anderen Dokumenten und Kontextkenntnissen gelingen, aus dem diesjährigen Abschnitt des Verfahrens für die Klagenden (und seinerzeit Geschlagenen) zuerst, aber auch politisch weitergehend bis zur Globalisierungskritik politische Funken menschenrechtlich demokratischer Qualität zu schlagen (die herrschende Form der Globalisierung, der Konferenzen der kapitalistisch und etatistisch im unterstützenden Wechselspiel Herrschenden und die sicherheitsstaatlichen Totalitarismen ergänzen sich). Berlin, den 28.3.2006 Wolf-Dieter Narr -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org ================================================== 12 Standing Firm: Iraqs emerging generation of leaders need U.S. support WADI Austria ================================================== Quelle: National Review, April 2006 http://www.nationalreview.com/comment/alzahid200604070518.asp April 07, 2006 Standing Firm Iraq's emerging generation of leaders need U.S. support. By Ali Al-Zahid Almost three years have passed since the liberation of Baghdad, three years full of work, full of struggle for a new Iraq. Like many others, I have seen my whole life change in these three years - plans cancelled, priorities reordered, friends lost. We have given up many things which once seemed important. When I watched the toppling of Saddam's statue in Firdos Square, the meaning of all the work against the dictatorship was made clear. The moment was made all the more joyful by the presence of my parents. Once more we were proud to be Iraqis, and once more we were proud of America, which, after letting us down in 1991, had finally kept its promise. Thinking back to the time before the liberation of Iraq, I remember a meeting where we dissidents were discussing the possibilities for a new Iraq. It was a vision of a democratic Iraq, respectful of human rights, which could be a new home for all Iraqis, including the millions who had been driven out of the country. We knew it would not be easy to rebuild our nation, but we could not have expected what we were actually to be confronted with. We knew from many who had been able to flee in the last few years that Iraq was in bad shape and its people were exhausted, but it was inconceivable that society was as defunct and dysfunctional as it turned out to be. Today the world is discussing why there was no plan for reconstruction. But such criticisms should be honest: Could anyone have imagined back then that the enemies of the new Iraq would blow themselves up in marketplaces, in front of schools, at funerals - almost anywhere - killing dozens, along with themselves, each time? Could anyone have expected that people transporting flour would have their heads cut off on live television? Could anyone have expected that Baghdad's water supply would be attacked on a daily basis? Or that the wives of policemen and military personnel would be raped and afterwards butchered? Many mistakes have been made in these three years. The political parties in Iraq and their representatives demonstrate on a regular basis that they are incapable of uniting the country and leading it. Neither have our American partners been able to keep from making major mistakes. To be sure, the new Iraq is awash in corruption and suicide bombings. Nonetheless would I immediately reaffirm the decision to liberate Iraq with the troops of the Coalition. There is a major difference between Iraq before April 9, 2003, and Iraq today - now there is hope, there is the determination to win this war. We continue to believe in this new Iraq because we know that, despite the problems, Iraq is developing, and that despite the madness, there is progress. The Iraqi people are beginning to understand that they have rights in the new Iraq, and they are starting to demand them as well. They understand that they are no longer slaves to political powers, but that politicians are supposed to serve them. World opinion says that this war was illegal because the Coalition found no weapons of mass destruction. What have been found, however, are heaps of bodies, buried in mass graves, which would not have been discovered otherwise. Five-hundred thousand people - men, women and children - had been executed or buried alive. Saddam Hussein and many of his henchmen were captured alive and, in contrast to the way they treated people, are being treated humanely. Saddam Hussein's 35-year war against the population of Iraq cost over two million people their lives, and this campaign is not over yet. Now, however, we are no longer alone in this war. We have the United States on our side. We know that we can win this struggle. Our greatest worry is that we will run out of partners in the middle of the final, pivotal push. It may be that world opinion is pessimistic about Iraq, but millions of Iraqis are optimistic. They support the new Iraq, because there is one thing our enemies - al Qaida and the former henchmen of the old regime - have yet to understand: This new Iraq no longer depends only on a few individuals. This new Iraq is a mass movement, and the seeds of democracy are slowly starting to sprout. It may be that the present Iraqi politicians are not the right ones, but a new generation is coming which loves and understands democracy. It is this generation which is becoming more and more active - and more confident about taking on responsibility, demanding that the torch be passed. For, although our present political leaders did a lot of work in their 35 years of opposition, it is time to make room for those who are guided by the vision of a new Iraq. This new generation is now able to mobilize itself. Because we believe in this project, none of us has left himself an easy way out. If the U.S. turns its back on us and drops the Iraq project, it is dropping us too. If we are dropped, it is the end of the concept of a democratic Middle East - and the end of the idea, anywhere in the world, that the U.S. will stand by its friends in bitter, hard times. The future of the Middle East will be decided in Iraq. The way America is perceived in the future will be determined in Iraq. The choice is between supporting this new generation a few years longer, and winning a grateful long-term ally, or betraying this generation of Iraqis which believes in, and risks its life every day for, the American dream of democracy. - /Ali Al-Zahid is a member of the new Iraquna think tank. Born in 1978, he was imprisoned in 1982 after his father made critical statements against the Baath regime. / /LINK: www.iraquna.at / -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 13 News about Venezuela "venezuela-info.net" ================================================== ----------------------------------------------------------- POLITICS ----------------------------------------------------------- Venezuelan tax authorities have proven highly successful ... +43% in 2005 Oil Wars Blogspot writes: Previously I pointed, tax collections have increased dramatically under the Chavez administration. http://www.vheadline.com/readnews.asp?idR781 vheadline.com, 5.4.2006 ----------------------------------------------------------- Uniquely the Venezuelan elite now finds itself in a very unusual position... `Minorities create news because they do daring things and act together` http://www.vheadline.com/readnews.asp?idR782 vheadline.com, 5.4.2006 ----------------------------------------------------------- Venezuela has taken control of two oil fields operated by French firm Total and Italy`s Eni. Venezuela takes back oil fields http://news.bbc.co.uk/1/hi/business/4873202.stm BBCNews, 4.4.2006 ----------------------------------------------------------- Analysis: How the US `lost` Latin America As the BBC begins a special series on Latin America, Newsnight presenter Gavin Esler gives his view on the region`s leftward trend and its changing relationship with the US. There is trouble ahead for Uncle Sam in his own backyard. Big trouble. http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/americas/4861320.stm BBCNews, 3.4.2006 ----------------------------------------------------------- ECONOMICS ----------------------------------------------------------- Chavez rules out return to cheap oil The DoE report shows that at today`s prices Venezuela`s oil reserves are bigger than those of the entire Middle East - including Saudi Arabia, the Gulf states, Iran and Iraq. http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/americas/4871938.stm BBCNews, 3.4.2006 ----------------------------------------------------------- MEDIA ----------------------------------------------------------- AP's One-Sided Venezuela Coverage On Desk Reporters Who `Phone-in` the Spin http://www.narconews.com/Issue26/article567.html 18.12.2002 ================================================== 14 News zu Venezuela "venezuela-info.net" ================================================== Weitere Artikel finden Sie gesammelt auf http://www.venezuela-info.net ----------------------------------------------------------- Aktuelle Artikel ----------------------------------------------------------- Vorbereitung auf Guerilla-Krieg Venezuelas Präsident Hugo Chavez fordert Militär auf, sich auf US-Angriff vorzubereiten http://www.rbi-aktuell.de/cms/front_content.php?client=1&lang=1&idcat&idartX90 rbi-aktuell.de, 1.3.2006 ----------------------------------------------------------- Venezuela: Die UNT ist in Gefahr! Analyse zur Situation der UNT von Paul Mazurka http://www.home.pages.at/zrap/untalert.html GRA, 6.4.2006 ----------------------------------------------------------- `Bildung zum Nutzen der Gesellschaft` Maria Colmenares ist Professorin an der Bolivarischen Universität in Ciudad Bolívar. http://www.jungewelt.de/2006/03-31/049.php?sstr=venezuela jW.de, 31.3.2006 ----------------------------------------------------------- Bauernproteste in Venezuela Gegen Auftragsmorde und Koruption http://www.jungewelt.de/2006/03-29/025.php jW.de, 29.3.2006 ----------------------------------------------------------- Kulturveranstaltung ----------------------------------------------------------- Tres del Sur live! Wien, 20.4. 2006 in der `Vorstadt` http://venezuela-info.net/article.php?id746&rid=0 ------------------------------------------------------------------ Wirtschaft ------------------------------------------------------------------ Venezuela will mehr Tonerde produzieren Venezuela ist dabei, seine Tonerdeproduktion in diesem Jahr auszubauen und erwägt Verkäufe am Spotmarkt für diesen Aluminiumrohstoff. http://www.finanztreff.de/ftreff/news.htm?id$765276&r=0&sektion=branchen&awert=&u=0&k=0 finanztreff.de, 28.3.2006 ------------------------------------------------------------------ Venezuela erhöht Steuern für Ölfirmen In Venezuela ist das neue Statut für im Land operierende ausländische Erdölunternehmen in Kraft getreten. http://news.search.ch/ausland/2006-04-01/venezuela-erhoeht-steuern-fuer-oelfirmen news.search.ch, 1.4.2006 ------------------------------------------------------------------ Venezuela verschärft Gangart gegen ausländische Ölunternehmen Die linksgerichtete Regierung Venezuelas erhöht ihren Druck auf internationale Ölkonzerne. http://www.faz.net/d/invest/meldung.aspx?id#268702 faz.net, 4.4.2006 ------------------------------------------------------------------ Venezuela: Total und Eni geben auf In Venezuela sind mit Eni (Nachrichten/Aktienkurs) und Total (Nachrichten/Aktienkurs) erstmals zwei wichtige Ölkonzerne aus großen Förderprojekten gedrängt worden. http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2006-04/artikel-6232261.asp finanznachrichten.de, 3.4.2006 ------------------------------------------------------------------ ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/April/1104.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/April/1204.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/April/1304.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: nix Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 21:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Wed Apr 12 07:15:07 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Wed, 12 Apr 2006 01:15:07 -0400 Subject: widerst@nd mund: Mittwoch, 12. April 2006 Message-ID: <1084361397.20060412011507@nessizius.com> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund Mittwoch, 12. April 2006 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 Speakerscorner13.4.:A.Magenheimer(Ehe ohne Grenzen): Abschiebungen&Schikanen gg.binationale Paare/Schülerin droht Abschiebung:Protest! Von: August Faschang ================================================ ================================================ ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE ================================================ ================================================ 02 Benefizkonzert gegen Rassismus zugunsten von ZARA Von: ZARA - Stefan Kaltseis ================================================ 03 que[e]r am 12.04.: "Recht und Gerechtigkeit"? Homophobie in Polen. Von: Rosa Antifa Wien ================================================ 04 monochrom präsentiert : Die ++TAUGSHOW #3++ am Karfreitag Von: rg at monochrom.at ================================================ 05 18.4.06 bilderbuchpräsentation Von: Lilly Axster ================================================ 06 reminder: mi, 12.4.06, 19 uhr, CHRISTIAN KRAVAGNA: walking the colour line. schwarze kunst und weisse mythen Von: Initiative Minderheiten Newsletter ================================================ 07 Venezuela-Veranstaltungen / ÖGB Von: AL-Antifaschistische Linke ================================================ ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ 08 KPÖ/Spitäler/Ausgliederung/Maastricht-Auflagen Von: KPÖ-Kommunikation ================================================ 09 Salzburger Kreuzzug - die "ER-Loesung" ist abgesagt! Von: IG Kultur Österreich ================================================ 10 GLB/ÖGB/Kurswechsel/Urabstimmung Von: Gewerkschaftlicher Linksblock ================================================ 11 GLB/Gesundheitswesen/Privatisierung/Finanzierung/Selbstbehalte Von: Gewerkschaftlicher Linksblock ================================================ ================================================ INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ================================================ ================================================ 12 Heiligendamm Von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ 13 Genua Von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 Speakerscorner13.4.:A.Magenheimer(Ehe ohne Grenzen):Abschiebungen&Schikanen gg.binationale Paare/Schülerin droht Abschiebung:Protest! Von: August Faschang ================================================ Liebe Leute! ++++++++1) 13.4.:SPEAKERSCORNER:A.MAGENHEIMER (EHE OHNE GRENZEN):ABSCHIEBUNGEN&SCHIKANEN GG.BINATIONALE PAARE ++++++++2) 18-JÄHRIGER DROHT ABSCHIEBUNG-PROTEST DER MITSCHÜLERINNEN UNTERSTÜTZEN! ++++++++1) 13.4.:SPEAKERSCORNER:A.MAGENHEIMER (EHE OHNE GRENZEN):ABSCHIEBUNGEN&SCHIKANEN GG.BINATIONALE PAARE Auch am DONNERSTAG (13.4.) gibt es zusätzlich zur wöchentlichen Mahnwache gegen Schwarzblauorange vor dem Kanzleramt wieder einen SPEAKERSCORNER, diesmal mit einem Referat von ANGELA MAGENHEIMER (INITIATIVE EHE OHNE GRENZEN) zum Thema SCHIKANEN GEGEN BINATIONALE PAARE durch das neue "Fremden"-"Recht". Viele Paare sind sogar mit der Trennung durch die ABSCHIEBUNG VON PARTNER/INNEN bedroht. Es gab schon eine Protestmailaktion an die Innenministerin von der angeblichen Familienpartei ÖVP. Der Speakerscorner soll eine Gelegenheit zur Information und Diskussion bieten. Gleichzeitig soll er aber auch ein weiterer Schritt des Protests gegen die skandalösen Zustände sein. Es wäre daher sehr fein, wenn von denen, die nicht auf Osterreisen sind, möglichst viele am Donnerstag kommen könnten! Falls wer passende Schilder o.ä. basteln mag, wäre es natürlich besonders toll! Termin bitte weiterverbreiten! Treffpunkt ist um 19Uhr45 Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz, Beginn 20Uhr. Und danach sind wieder alle Teilnehmerinnen im Stammlokal in der Neustiftgasse willkommen! Und wie jeden Donnerstag gibt es schon ab 17Uhr die WIDERSTANDSLESUNG (Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz). ++++++++2) 18-JÄHRIGER DROHT ABSCHIEBUNG-PROTEST DER MITSCHÜLERINNEN UNTERSTÜTZEN! AUFRUF VON ASYL IN NOT: Aktion Notruf Asyl Solidarität mit Relly ! Achtzehnjährige von Abschiebung bedroht. Asyl in Not unterstützt Solidaritätsaktion ihrer Mitschülerinnen Die Mutter sitzt schon in Schubhaft; die Tochter ist auf der Psychiatrie. Appell der Klassengemeinschaft: "Nehmt uns unsere Freundin nicht weg und erspart ihr noch mehr Leid !" Die 18jährige Relly und ihre Mutter Maria sind aus Moldawien nach Österreich geflüchtet. Ihre Gründe haben sie nicht sofort erzählt. Ich kann sie auch jetzt nur bruchstückweise und mit Vorbehalt rekonstruieren: Rellys Vater ist Staatsanwalt, er war oft betrunken und in Korruptionssachen verstrickt; die Familie litt unter ihm. Er neigte, wie es scheint, auch zu häuslicher Gewalt; aber darüber habe ich noch nicht viel erfahren. Niemand spricht gern über so etwas; noch dazu unter diesen Umständen. Er versuchte jedenfalls, seiner Frau einen Einbruch in die Schuhe zu schieben, und ließ sie von der Polizei verfolgen. Dabei nützte er seine Verbindungen im korrupten Milieu. Maria hatte als Steuerinspektorin gearbeitet und sich dabei Feinde gemacht. In Österreich wurde sie gleich nach ihrer Ankunft (2002) in Schubhaft genommen und kam erst nach 19 Tagen Hungerstreik frei. Kein vertrauensbildender Anfang, oder finden Sie schon? Maria hat den Behörden daher nicht die Wahrheit gesagt. Sie behauptete, aus Tschetschenien zu sein. Sie hoffte, dann hätte sie bessere Chancen. Ein Fehler, keine Frage. Ein Fehler - nicht aus Gründen der "Moral". Sondern weil man ihr jetzt nicht glaubt. Im Berufungsverfahren hat sie die Wahrheit gesagt. Zu spät. Für den UBAS ist sie unglaubwürdig. Wer einmal lügt... Daß es im Berufungsverfahren mit gutem Grund kein Neuerungsverbot mehr gibt, daß der UBAS ohne Ansehen der Person den objektiven Sachverhalt zu ermitteln hat, daß Gemütszustände des Senatsmitglieds dabei unerheblich sind - alles einerlei. Das Senatsmitglied war beleidigt, weil es angelogen worden war. Also - negativ! Bald darauf wurde Maria verhaftet. Verfahrenshilfe hat die Caritas beantragt. Aber bis der Verwaltungsgerichtshof die aufschiebende Wirkung zuerkennen wird, kann sie längst abgeschoben sein. Wie wir hören, bereitet die Caritas eine Schubhaftbeschwerde vor. Ihre Tochter Relly geht in Wien in die Schule. Sie ist - wie sagt man? - gut integriert. Was kann sie dafür, daß der UBAS ihre Mutter "unglaubwürdig" fand? Ihre Mutter sitzt im Gefängnis; Relly steht unter schwerem Schock. Ihre SchulkameradInnen wenden sich nun mit einer Petition an das Innenministerium und an die Öffentlichkeit: "Hiermit bitten wir alle Verantwortlichen, uns unsere Freundin nicht wegzunehmen. Relly hat in wenigen Monaten Deutsch gelernt und kann sich sogar besser ausdrücken als viele ihrer österreichischen Mitschüler. Sie hat in allen Unterrichtsgegenständen den Stoff unter widrigen Umständen (Flüchtlingsheim) nachgeholt und ist eine ausgezeichnete Schülerin. Sie ist Klassenbeste in Latein und Französisch. Abgesehen von ihren schulischen Leistungen und Erfolgen engagiert sie sich auch in vielen anderen Bereichen und ist sehr kulturgewandt. "Relly ist uns allen sehr ans Herz gewachsen und eine gute Freundin geworden. Durch ihre negativen Erfahrungen in ihrem Heimatland leidet sie unter schweren psychischen Belastungen und ist traumatisiert. Die Ungewissheit, wie ihr Leben weitergehen wird, tut ihr Übriges. Nachdem ihre Mutter, während Relly in der Schule war, plötzlich in Schubhaft genommen wurde, befindet sie sich seit 5. April in psychiatrischer Behandlung. "Bitte nehmt uns unsere Freundin nicht weg und erspart ihr noch mehr Leid! Sie zu verlieren, wäre ein schrecklicher und unersetzlicher Verlust für uns alle!" Die Klassengemeinschaft des GRG 21 (Ödenburgerstraße 74) verlangt, daß Relly eine humanitäre Aufenthaltsbewilligung erhält. Die gesetzliche Möglichkeit gibt es dazu; es nur eine Frage des guten Willens der Beamtenschaft. Asyl in Not unterstützt diese Forderung. Überdies werden wir alle rechtlichen Schritte ergreifen, die uns zweckdienlich erscheinen. Relly hat uns Vollmacht erteilt. Im Asylverfahren ihrer Mutter hatte sie als Minderjährige keine eigenen Gründe vorgebracht. Jetzt ist sie über achtzehn und kann selbst einen Asylantrag stellen; dabei werden wir sie eingehend beraten. Aber das Wichtigste ist jetzt, daß Relly und ihre Mutter nicht abgeschoben werden. Wir beginnen daher mit einer Aktion "Notruf Asyl": Liebe Leserinnen und Leser ! Schicken Sie Protestmails an Frau Prokop, ministerbuero at bmi.gv.at (Kopien bitte an uns: office at asyl-in-not.org): Fordern Sie, daß Relly und ihre Mutter humanitäre Aufenthaltsbewilligungen erhalten; fordern Sie, daß Rellys Mutter aus der Haft entlassen wird. Schreiben Sie Leserbriefe an Zeitungen; schreiben Sie an die Abgeordneten Ihres Wahlkreises. Fordern Sie sie auf, die Petition der Klassengemeinschaft zu unterstützen. Fordern Sie, daß die Menschlichkeit siegt. www.do-speakerscorner.org Weiterverbreitung erwünscht! ligrü Gustl ================================================ ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE ================================================ ================================================ 02 Benefizkonzert gegen Rassismus zugunsten von ZARA Von: ZARA - Stefan Kaltseis ================================================ Liebe WiderständlerInnen, der Anti-Rassismus-Verein ZARA veranstaltet am 26. April 2006 das erste einer Reihe von Benefizkonzerten, dessen Erlös zur Gänze der Aufrechterhaltung der von ZARA geleiteten Beratungsstelle für Opfer und ZeugInnen von Rassismus zugute kommt. Das jiddische Ensemble Scholem Alejchem wird das erste Konzert im Theater Odeon in Wien mit jiddischen Evergreens und Klezmermusik von Folk bis Jazz absolvieren. Wir würden uns freuen, wenn Ihr diesen Termin auf Eurer Website bekanntgeben würdet, der Pressetext mit allen nötigen Infos befindet sich im Anhang an diese Mail. Ihr könnt ihn in dieser Form übernehmen. Herzlichen Dank im Voraus und liebe Grüße, Stefan Kaltseis, ZARA-Volunteer -- Mit freundlichen Grüßen, Stefan KALTSEIS Beratungsstelle für Opfer & ZeugInnen von Rassismus ______________________________________________________________________ ZARA - Verein für Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit Beratungsstelle für Opfer und ZeugInnen von Rassismus Luftbadgasse 14-16, 1060 Wien | Tel.: +43 (1) 929 13 99 http://www.zara.or.at/ Ihre Unterstützung macht uns arbeitsfähig: http://www.zara.or.at/kontakt/stopp-rassismus ================================================ ================================================ 03 que[e]r am 12.04.: "Recht und Gerechtigkeit"? Homophobie in Polen. Von: Rosa Antifa Wien ================================================ ############### Achtung: Neue Location! Wipplingerstrasse 23 / 1010 Wien ############### Mittwoch 12. April: "Recht und Gerechtigkeit"? Homophobie in Polen. Die Jahre 2004 und 2005 waren durch eine tiefe Krise innerhalb des polnischen demokratischen Systems gekennzeichnet. Demonstrationen einer LGBT (LesbianGayBisexualTransgender) Bewegung in Krakau und in Poznan wurden von RechtsextremistInnen angegriffen und aehnliche Paraden in Warschau durch den Buergermeister verboten. Die Parlaments- und Praesidentenwahlen im Herbst 2005 wurden von der rechts-konservativen Partei "Recht & Gerechtigkeit" gewonnen, was den extrem homophoben Buergermeister von Warschau die Praesidentschaft einbrachte. Die ausgerufene "moralische Revolution" hat sich eine Form der legalisierten Homophobie auf die Fahnen geschrieben. Stereotype ueber Homosexualitaet, die sich aus dem starken Einfluss des Katholizismus und aus tradierten Bildern des Staats-Sozialismus speisen wurden verstaerkt. Gleichzeitig hat dieser Druck die LGBT Bewegung auch gestaerkt und ein Beduerfnis nach Sichtbarkeit in der Gesellschaft - als die so genannte "violette Revolution" - forciert. Vortrag mit einer polnischen Aktivistin (auf Englisch). Zeit: Mittwoch 12. April um 20:00 Ort: Que[e]r. (Wipplingerstrasse 23 / 1010 Wien) ++++++++++++ Naechste Woche: underdog filmfest / screening plus diskussion Weitere Infos siehe: http://www.raw.at/queer/queer_inhalt.htm -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ================================================ 04 monochrom präsentiert : Die ++TAUGSHOW #3++ am Karfreitag Von: rg at monochrom.at ================================================ monochrom präsentiert: Die ++TAUGSHOW #3++ am Karfreitag Am Freitag, dem 14. April um 20 Uhr gibt es die dritte Ausgabe der monochrom'schen Taugshow im dietheater/Konzerthaus. Die Show wird mit Lvepublikum aufgezeichnet und in den nächsten Wochen auf dem Wiener Kabelsender okto ( www.okto.tv ) ausgestrahlt. Als Gastgeschenk gibt es diesmal für alle BesucherInnen ein Gratis-Exemplar des neuen Buches aus der edition mono: "Sonne, Busen, Hammer – Das Zentralorgan der Lord Jim Loge" (monochrom # 24) ( www.monochrom.at/edition-mono/sonnebusenhammer16.htm ) ++++ Die Gäste: //// Erich M. und ein noch geheimes Mitglied des CCC: Gespräch über die neuesten Überwachungspläne der Europäischen Union //// Annette Isabella Holzmann, Sabine Osthoff Die beiden Mitglieder des Volkstheater-Ensembles sind die Darstellerinnen im neuen monochrom-Theaterstück "WARTEN AUF GOTO" ( www.monochrom.at/warten-auf-goto ). Premiere: 21 April 2006, Volkstheater/Hundsturm. ++++ Die Regulars //// eSel umd KaCe //// Magistra Evelyn Fürlinger ++++ Showband: //// audiospam Weitere Informationen: Roland Gratzer +43 650 999 6870 rg at monochrom.at ---------------------------------------------- Ausführliches: ++++ Europa unter Datenzwangsverhaltung Der Europäischen Union steht anstatt einer Entschlackungs- eine Verstopfungskur bevor: "Data Retention" nachgebildet einem wenig erfreulichen medizinischen Begriff. Es geht dabei um so genannte Verkehrsdaten aus Telefonienetzen und dem Internet, die erhoben werden müssen. Eine Zwei-Klassengesellschaft von Wenig-Überwachbaren [tcp/ip] und Voll-Überwachten [circuit switched] zeichnet sich für die nächste Dekade ab. Erich M. und ein noch geheimes Mitglied des CCC stehen Frage, Rede und Antwort. ++++ Über Bretter und Welt Mit: //// Annette Isabella Holzmann: Kunstuniversität Graz. Schauspielhaus Graz (Schnitt ins Fleisch), Steirischer Herbst (Projekt). Seit 2002 Ensemblemitglied am Stadttheater Hildesheim. Rollen u.a.: Ismene (Antigone), Eliante (Der Menschenfeind), Ottilie (Wahlverwandtschaften). //// Sabine Osthoff: Geboren in Bremerhaven. Ausbildung an der Ernst Busch Schule in Berlin. Engagements am Schauspielhaus Zürich und am Maxim Gorki Theater Berlin. Seit 2000 Ensemblemitglied am Schauspiel Essen. Auszeichnungen: Aalto-Bühnenpreis (2000), NRW Förderpreis für junge Künstlerinnen und Künstler. Rollen u.a.: Maria Stuart (Maria Stuart), Johanna (Die Jungfrau von Orleans), Nina (Die Möwe) und Luise Miller (Kabale und Liebe). ++++ Die Showband //// audiospam Entrückte Soundscapes. Überbordende Arrangements. Kompetitiv jammernde Synthesizer. Bässe direkt in die Magengrube. Das Produzentenkollektiv audiospam hat sich der Kreation schmerzhaft schöner Elektro-Operettchen verschrieben, denen keine menschliche Regung von brutaler Expressivität bis melancholischer Impression fremd ist: Der Abgrund lauert immer nur einen Schritt entfernt. audiospam als Antithese zur allgegenwärtigen musikalischen Zwangsbeglückung, dem Soundtrack der Belanglosigkeit. ---------------------------------------------- ++++ monochrom monochrom, gegründet 1993, ist eine international agierende Kunst-Technologie-Philosophie-Neigungsgruppe. monochrom ist eine uneigenartige Mischung aus proto-ästhetischer Randarbeit, Popattitüde, Subcultural Science und politischem Aktivismus. Die KernmitgliederInnen der Gruppe sind: Johannes Grenzfurthner, Evelyn Fürlinger, Harald List, Anika Kronberger, Franz Ablinger, Frank Apunkt Schneider, Daniel Fabry, Günther Friesinger und Roland Gratzer. Die Gruppe arbeitet mit den verschiedensten Medien und Kunstformaten und veröffentlicht die Buch- und Magazinreihe monochrom. monochrom ist für ihre linkslinkspolitische und extremzivilgesellschaftliche Arbeit bekannt. Wenn monochrom keine Kunst machen, machen sie >>Kunst<< oder "Kunst". Das ist aber ganz launeabhängig. Sie sind doch nicht die Otto Mühl-Kommune des längst fälligen Slacker-Revivals. Weitere Infos auf Wikipedia unter http://de.wikipedia.org/wiki/Monochrom_(Gruppe) monochrom deutsch: http://www.monochrom.at/ monochrom englisch: http://www.monochrom.at/english/ ================================================ ================================================ 05 18.4.06 bilderbuchpräsentation Von: Lilly Axster ================================================ > hallo, > wir (christine und ich) haben ein neues Bilderbuch gemacht: JENNY, > SIEBEN > und das wollen wir vorzeigen und vorlesen und feiern. Wir freuen > uns, wenn > viele mitfeiern. liebe grüße von lilly > > > > Jenny, sieben > > Bilderbuch von Christine Aebi (Bilder), Lilly Axster (Text), Aleka > Zichy > (Grafik), deA-Verlag > > Lesung mit projizierten Bildern (30 min), 5+, Eintritt frei > Dienstag, 18. April 2006, 17 Uhr im dschungel Wien, Theaterhaus für > junges > Publikum, Museumsquartier (Eingang Mariahilferstraße) > > > Jenny feiert ihren Geburtstag das erste Mal seit seinem Auszug bei > Max, > ihrem Vater. Unter aller Ausgelassenheit liegt die Angst von Beiden > vor > Veränderungen und Verlust. "Du bist gar kein echter Vater, dich > gibt es nur > auf dem Papier", wirft Jenny dem zerknitterten Max vor... > > > > Bring T-Shirt, Hose, Socken, Pullover, irgendetwas mit, worauf du > aufbügeln > willst, was Du in Jennys Welt (er)findest und was Dir gefällt. > Garantierte > Einzelstücke. ================================================ 06 reminder: mi, 12.4.06, 19 uhr, CHRISTIAN KRAVAGNA: walking the colour line. schwarze kunst und weisse mythen Von: Initiative Minderheiten Newsletter ================================================ VERBORGENE GESCHICHTE/N - REMAPPING MOZART Konfiguration I: Wer alles zu verlieren hat, muss alles wagen! Mi., 12. April 2006, 19 Uhr WALKING THE COLOUR LINE. SCHWARZE KUNST UND WEIßE MYTHEN Vortrag von Christian Kravagna (Wien) 1998/99 hat Kara Walker in Zusammenarbeit mit museum in progress die erste Version der temporären Neugestaltungen des Eisernen Vorhangs in der Wiener Staatsoper realisiert. Mit ihrer von der Technik des Scherenschnitts ausgehenden Arbeit brachte die afroamerikanische Künstlerin verdichtete Bildkürzel einer rassistischen Vorstellungswelt, die der Oper nur allzu vertraut ist, in drastischer Weise vor ein einschlägiges Publikum. Entlang Walkers Intervention in die Normalität rassifizierter Bildwelten, verfolgt der Vortrag Methoden Schwarzer Kunst, den kulturell tradierten Weißen Mythen rassifizierter Differenz entgegen zu treten. Ein Fokus liegt auf der Frage, welche kritischen Potenziale und möglichen Probleme mit Verfahren der Wiederaufführung von Stereotypen in Projekten der Kritik verbunden sind. Das künstlerische Abschreiten der Colour Line ist meist auch eine Gratwanderung. *Christian Kravagna Kunsthistoriker, Kritiker and Kurator. Gastprofessor am Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften an der Akademie der bildenden Künste Wien. Herausgeber der Bücher Privileg Blick. Kritik der visuellen Kultur, Berlin 1997; Agenda. Perspektiven kritischer Kunst, Wien/Bozen 2000; Das Museum als Arena. Institutionskritische Texte von KünstlerInnen, Köln 2001; Routes. Imaging travel and migration, Frankfurt 2006. Seit 2005 Kurator (mit Hedwig Saxenhuber) des Kunstraum Lakeside, Klagenfurt. VERBORGENE GESCHICHTE/N - REMAPPING MOZART Konfiguration I: Wer alles zu verlieren hat, muss alles wagen! Eine Ausstellung zu Repräsentation, Öffentlichkeit und Bühne kuratiert von Araba Evelyn Johnston-Arthur und Luisa Ziaja *Bösendorfer Klavierfabrik, Habig Foyer *Graf-Starhemberg-Gasse 14, 1040 Wien *(U1 Taubstummengasse) Dauer 10. März – 18. April 2006 Öffnungszeiten Di 11-17 Uhr, Mi-So 13-19 Uhr 15. bis 17. April geschlossen www.remappingmozart.mur.at VERBORGENE GESCHICHTE/N - REMAPPING MOZART Ein Ausstellungsprojekt in vier Konfigurationen KuratorInnenteam: Ljubomir Bratic, Araba Evelyn Johnston-Arthur, Lisl Ponger, Nora Sternfeld, Luisa Ziaja Ein Projekt von WIENER MOZARTJAHR 2006 -- Verborgene Geschichte/n - remapping Mozart Gumpendorfer Strasse 15/13 A 1060 Wien Austria ph> +43.1.586 12 49-15 fax> +43.1.586 82 17www.remappingmozart.mur.atEin Projekt von WIENER MOZARTJAHR 2006 ================================================ ================================================ 07 Venezuela-Veranstaltungen / ÖGB Von: AL-Antifaschistische Linke ================================================ AL-Newsletter Nr. 166 --------------------------- 1. Veranstaltung: Plattform für ein sozialistisches Venezuela präsentiert neue Broschüre 2. Veranstaltung mit venezolanischem Gewerkschaftsführer Stalin Pérez Borges fixiert 3. Für einen Kurswechsel im ÖGB! ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 1. Veranstaltung: Plattform für ein sozialistisches Venezuela präsentiert neue Broschüre Im Rahmen der Plattform für ein sozialistisches Venezuela haben wir eine Reihe an Texten des klassenkämpferischen Gewerkschaftsflügels innerhalb der UNT (Clasistas) sowie der Partido Revolucion y Socialismo (PRS) ins Deutsche übersetzt. Nächsten Donnerstag wollen wir diese Texte gemeinsam mit den anderen Organisationen der Plattform in Form der 60-seitigen Broschüre "Venezuela: Hablan los Clasistas - Stimmen klassenkämpferischer GewerkschafterInnen" präsentieren. Wir freuen uns auf euer Kommen! Do., 20.4., 20:00 Uhr, Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 Wien Mehr zur Plattform für ein sozialistisches Venezuela und Texte zu Mittel- und Südamerika finden sich auf unserer Homepage www.sozialismus.at ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 2. Veranstaltung mit venezolanischem Gewerkschaftsführer Stalin Pérez Borges fixiert Nun ist es endgültig fix: Gemeinsam mit AGM, GRA und Labournet laden wir Mitte Mai im Rahmen der Plattform für ein sozialistisches Venezuela einen Vertreter des klassenkämpferischen Flügels ("Clasistas") des größten venezolanischen Gewerkschaftsdachverbands (UNT) auf eine Tour durch Deutschland und Österreich ein. Stalin Pérez Borges ist Co-Vorsitzender der UNT und führendes Mitglied der, aus trotzkistischer Tradition kommenden, PRS (Partido Revolucion y Socialismo). Am Freitag, den 12.Mai wird er in Wien sprechen. Veranstaltung: SOZIALISTISCHE REVOLUTION IN VENEZUELA? Findet in Venezuela eine Revolution statt? Welche Rolle spielt die Chavez-Regierung? Was sind die Ziele der venezolanischen ArbeiterInnenbewegung? Was kann die Linke in Europa tun? Fr., 12. Mai, 19:00 Uhr, Haus der Begegnung, Praterstern 1, 1020 Wien, (U1, S-Bahn, etc.) ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 3. ÖGB: Kurswechsel! Kämpferische Gewerkschaften statt Skandal um Skandal! Die SpitzenfunktionärInnen des ÖGB haben sich ja schon in den letzten Jahren nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Doch nach den Affären rund um die Finanznöte des ÖGB, die Milliardenverluste der BAWAG-PSK wegen obskurer Karibik-Geschäfte, die Verpfändung des Streikfonds und den Rücktritt von ÖGB-Chef Verzetnitsch ist die gesamte ÖGB-Führung nun endgültig reif für die Insel ... Alles neu macht der Frühling, scheint die Devise der aktuellen ÖGB- Führung zu sein. Bald schon werden führende GewerkschafterInnen auf die Frage nach Fritz Verzetnitsch bestenfalls ein erstauntes "Wer?" hören lassen. Doch die Probleme des ÖGB lassen sich nicht auf das Fehlverhalten einzelner SpitzengewerkschafterInnen zurückführen. Denn der Wurm sitzt tief im Gebälk. Es begann mit der Finanzsituation des ÖGB. Fakt ist, dass der ÖGB ein zunehmendes Finanzierungsproblem hat. Fakt ist aber auch, dass 2004 134 Mio. Euro in den Personalaufwand geflossen sind, das sind gut 50% des Gesamtaufwands. Ein Gutteil davon machen die astronomischen Bezüge der SpitzenfunktionärInnen aus. Zur Veranschaulichung: Ex-ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch verdiente 7.579 Euro pro Monat, zusammen mit seinem Verdienst als Nationalratsabgeordneter kam er auf sage und schreibe 15.079 Euro brutto! Auch nicht von schlechten Eltern: Die drei sozialdemokratischen VizepräsidentInnen Nürnberger (7162 Euro), Csörgits (5464 Euro), Driemer (6133 Euro) und VP-Vizepräsident Klein (6444 Euro). Auch der nunmehrige ÖGB-Chef Rudolf Hundstorfer langte bereits als Vizepräsident zu (5206 Euro). Alle beziehen "selbstverständlich" auch noch hohe Bezüge aus anderen Beschäftigungen, Hundstorfer etwa, der auch noch Chef der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten ist, kassierte als Vorsitzender des Wiener Gemeinderats. Daneben schmälern hunderte Alt- FunktionärInnen, die auch noch in der Pension gigantische Beträge kassieren, das ÖGB-Vermögen. Diese Wahnsinns-Gehälter werden aus den Beiträgen der einfachen Gewerkschaftsmitglieder finanziert. Es gibt eine gute Tradition der ArbeiterInnenbewegung: ArbeiterInnenlohn für ArbeiterInnenvertreterInnen, damit sie wissen, wen sie vertreten. Nur so können sie nachvollziehen, was der Sozialabbau der letzten Jahre für einfache Beschäftigte wirklich bedeutet. Dass die ÖGB-Spitzen zwar ordentlich zulangen, aber offenbar nicht wissen, wie mit Gewerkschaftsgeld umzugehen ist, bewiesen dann die Affären rund um das US-Spekulationsunternehmen Refco und die Karibik- Geschäfte der Bawag. Vor allem in hoch spekulativen Hedge-Fonds, die jedeR GewerkschafterIn eigentlich nur mit tiefster Verachtung betrachten kann, war die Bawag aktiv. Doch es kam noch dicker, als Ex-ÖGB-Chef Verzetnitsch und Ex.Finanzchef Günther Weninger im Jahr 2000 beschlossen, für die Verlustgeschäfte der BAWAG mit dem Gesamtvermögen des ÖGB (!) zu bürgen. Darunter der in der ÖGB-Privatstiftung liegende Streikfonds. Der ÖGB-Spitze ging also das Wohl ihrer Bank über die Sicherheit ihrer Mitglieder. Denn der Streikfonds ist das Herzstück der Kampfkraft einer Gewerkschaft, aus ihm werden im Fall von längeren Streiks die Streikgelder kämpfender ArbeiterInnen bezahlt. Mindestens genauso skandalös ist aber, dass im Zuge der Recherchen immer klarer wird, dass der Streikfonds des ÖGB im Kern offensichtlich aus den ÖGB-Anteilen an der BAWAG besteht. Ist die ÖGB-Spitze verrückt geworden? Was wollte sie denn im Fall einen Streiks tun? Schnell mal zum Schleuderpreis die PSK, den Stiefelkönig, Cosmos mit ÖGB-Service oder die ATV+-Anteile verkaufen? Oder stellt sich ÖGB-Chef Hundstorfer mit Hut und Klavier aus der gewerkschaftseigenen Bösendorfer-Manufaktur auf die Kärntner Straße in Wien und singt "Es tuat so weh, wenn ma verliert"? Allerdings ist das Verhalten der ÖGB-Führung nur folgerichtig. Denn wer ohnehin nicht vor hat, jemals wirkungsvolle Streiks anzuführen, der muss sich auch nicht um die Zukunft des Streikfonds kümmern. Nunmehr versucht die ÖGB-Spitze mit einigen Rücktritten und dem Verkauf der BAWAG den Anschein zu erwecken, reinen Tisch zu machen. Doch die meisten der politisch Verantwortlichen für die Zusammensetzung des Streikfonds und den Kuschelkurs der letzten Jahre bleiben im Amt. Rudolf Hundstorfer etwa ist in Wien bekannt als äußerst spannendes politisches Zwitterwesen. Zuerst beschließt er als führender SPÖ-Abgeordneter Sozialabbau und Ausgliederungen im öffentlichen Dienst, dann "kämpft" er als Gewerkschaftsvorsitzender gegen das, was er selbst beschlossen hat. Als taktischer Schachzug wurde jetzt der außerordentliche ÖGB- Kongress abgesagt. Die ÖGB-Spitze wird schon wissen, warum. Offensichtlich hatte sie Angst vor einer öffentlichen Diskussion in einem Gremium, wo auch KollegInnen aus den Betrieben zu Wort gekommen wären. Doch die Stimmung an der Basis ist klar: hier gehört kräftig ausgemistet. Wir brauchen den ÖGB nicht als Kaninchenzüchterverein, sondern als schlagkräftige Kampforganisation. Wenn wir den Angriffen von Regierung und Kapital tatsächlich etwas entgegensetzen wollen, dann brauchen wir keinen Privilegienstadl, sondern einen kämpferischen und demokratischen ÖGB! ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ AL-Antifaschistische Linke Gegen Rassismus, Sexismus, Sozialabbau! Für Solidarität und Sozialismus! mail: al at sozialismus.net web: www.sozialismus.at phon: ++43 (0) 699 817 15 915 post: AL c/o Amerlinghaus, Stiftgasse 8, A-1070 Wien ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ 08 KPÖ/Spitäler/Ausgliederung/Maastricht-Auflagen Von: KPÖ-Kommunikation ================================================ KPÖ-Pressedienst – Drechslergasse 42, 1140 Wien – Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 – Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail bundesvorstand at kpoe.at – Web www.kpoe.at - News www.kpoe.at/lpd - Ausgabe vom 10. April 2006 Maastricht-Auflagen als Druckmittel für Privatisierung Ausgliederung der Spitäler nicht EU-konform? Unter dem Druck der von Österreich mitbeschlossenen bzw. mit dem EU-Beitritt akzeptierten Auflagen für eine nachhaltige Budgetsanierung wurden und werden Einrichtungen der öffentlichen Hand aus dem Budget ausgegliedert um die Maastricht-Kriterien erfüllen zu können. Um den Euro-Stabilitätspakt einzuhalten, wurden von den die weiterhin anfallenden Zuschüsse für die Spitalsfinanzierung „Maastricht-freundlich“ als Darlehen mit „Abschreibegarantie“ deklariert, also nicht zurückbezahlt werden müssen. In Oberösterreich geht es dabei um 260 Millionen Euro für den Abgang der in die Gespag ausgegliederten Landeskrankenhäuser. Diese Praxis ist nun dem EU-Statistikamt Eurostat ein Dorn im Auge. Die Vorgangsweise wird als „Bilanztrick“, die „Darlehen“ werden als „unerlaubte Beihilfen“ bewertet. Daran ändern auch die im Falle Oberösterreichs formal ausgehandelten Rückzahlungsbedingungen und Zinsen letztlich nichts. Mittlerweile wurden in den meisten Bundesländern die Spitäler in Betriebsgesellschaften ausgegliedert: Burgenland (KAB), Kärnten (Kabeg), Oberösterreich (Gespag), Steiermark (KAGES), Tirol (TILAK), Vorarlberg (LKHBG), Wien (KAV). Auch die Stadt Linz hat ihr Allgemeines Krankenhaus in eine Betriebsgesellschaft ausgegliedert. „Allen bisherigen Erfahrungen zufolge bedeuten diese Ausgliederungen als Teil der diversen EU-Richtlinien geschuldeten Liberalisierung aber letztlich immer die Vorstufe für eine Teil- oder Vollprivatisierung“, kritisiert KPÖ-Kommunalsprecher Leo Furtlehner: „Nicht nur, dass mit der Ausgliederung die politische Verantwortung abgeschoben wird bzw. verloren geht, wird damit in weiterer Folge dem Einstieg privater Investoren Tür und Tor geöffnet.“ Wie sehr sich alle Parlamentsparteien dem neoliberalen Credo unterworfen haben wird gerade am Beispiel der Ausgliederung von Landeseigentum deutlich: Waren in Kärnten ÖVP und Grüne gegen die Ausgliederung der Landeskrankenhäuser, so will die schwarzgrüne Koalition in Oberösterreich die landeseigenen Unternehmen in einer Landesholding mit einem Freibrief für Privatisierungen zusammenfassen. Während die SPÖ in Oberösterreich vehement gegen die Privatisierungspolitik der ÖVP wettert, lagert die absolute SPÖ-Mehrheit in Wien wesentliche Teile des städtischen Besitzes in Betriebsgesellschaften aus. Die KPÖ sieht in der nicht unerwarteten EU-Kritik an der Ausgliederungspraxis ein massives Druckmittel, mit dem die Privatisierung der bislang öffentlichen Krankenhäuser vorangetrieben werden soll. Bekanntlich steht das Privatkapital Gewehr bei Fuß zum Einstieg in die lukrativen Sektoren des Spitalswesens. Im Gegensatz zu den etablierten Parteien lehnt die KPÖ die Verschleuderung öffentlichen Eigentums durch Ausgliederung und Privatisierung strikt ab, weil die damit verbundenen Leistungen der Grundversorgung nur durch die öffentliche Hand im Sinne sozialer Ansprüche effektiv geleistet werden können. KPÖ-Pressedienst – Drechslergasse 42, 1140 Wien – Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 – Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail bundesvorstand at kpoe.at – Web www.kpoe.at - News www.kpoe.at/lpd - Ausgabe vom 10. April 2006 ================================================ 09 Salzburger Kreuzzug - die "ER-Loesung" ist abgesagt! Von: IG Kultur Österreich ================================================ ||| ||| ||| PRESSEMITTEILUNG ||| ||| IG Kultur Österreich ||| - --------------- ||| ||| Der Salzburger Kreuzzug! ||| ||| Katholische Kirche und Politik Hand in Hand gegen die Freiheit der Kunst ||| ||| Salzburg tut sich gerade mit einem Kunstskandal hervor: „ER-lösung – eine Glaubensprozession“ – ein Stationendrama der polnischen Künstlerin Dorota Nieznalska musste aufgrund von massiven Drohungen abgesagt werden. Die ARGEkultur Salzburg sieht sich außerstande die Performance um das Thema Opferbild, den Opferbegriff, deren Missbrauch/Gebrauch in einer (scheinbar) säkularisierten Welt am Karfreitag stattfinden zu lassen. Der ÖVP-Gemeinderatsklub, die Erzdiözese Salzburg und die Kronenzeitung machen seit Tagen Stimmung gegen das Projekt. Anstatt auf der Seite der Kulturinitiative Platz zu nehmen droht Bürgermeister Schaden (SPÖ) mit Entzug der Subvention. Wie auch schon Josef Cap mit der Skandalisierung der 25 peaces Bilder auf den Rolling Boards versucht jetzt die SPÖ Salzburg mit Kunstfeindlichkeit politisches Kleingeld zu machen. Die IG Kultur Österreich stellt mit Entsetzen fest, dass die Freiheit der Kunst heutzutage unter derartigen Beschuss gerät. Drohungen, die die Unversehrtheit der Künstlerin und des künstlerischen Leiters der ARGEkultur Marcus Hank in Frage stellen, bedürfen einer umfassenden Aufklärung der Polizei und dürfen nicht – wie passiert – in einer Vorladung wegen „Herabwürdigung religiöser Lehren“ eben dieser enden. Es steht einer Demokratie nicht gut an, die (kritische) Auseinandersetzung mit Religion von vorne herein auszuschließen. Wenn die katholische Kirche diese Differenzen nicht erträgt, ist das ihre Sache, aber die Politik muss auf solche Attacken anders reagieren. ||| ||| Rückfragen ||| - --------------- ||| ||| IG Kultur Österreich ||| Gumpendorfer Straße 63b ||| A-1060 Wien ||| ||| Tel: +43 (1) 503 71 20 ||| Fax: +43 (1) 503 71 20 - 15 ||| http://www.igkultur.at/ ||| ================================================ 10 GLB/ÖGB/Kurswechsel/Urabstimmung Von: Gewerkschaftlicher Linksblock ================================================ Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110 Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 - Mail glb at aon.at – Web www.glb.at – Ausgabe vom 11. April 2006 BAWAG-Urabstimmung ist demokratiepolitische Gretchenfrage für ÖGB Der ÖGB braucht einen erkennbaren Kurswechsel Die simple Meldung „Leitl unterstützt ÖGB“ im ÖGB-Nachrichtendienst sagt mehr als alle Ankündigungen von Präsident Rudolf Hundstorfer über eine geplante Umstrukturierung des Gewerkschaftsbundes als Argument für die Absage des außerordentlichen Bundeskongresses. „Wenn das Einvernehmen mit dem „Sozialpartner“ Kapital wichtiger ist als die Interessen der Mitglieder, wird das Image des ÖGB nicht verbessert und ein weiterer Vertrauensverlust ist vorgezeichnet“, meint Karin Antlanger, Bundesvorsitzende der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB). Sie kritisiert dabei auch, dass Hundstorfer schon Leitl seine Aufwartung gemacht hat, bevor er überhaupt vom Bundesvorstand gewählt wurde. Was der ÖGB jetzt braucht, sind klare Signale für eine Kursänderung: Profilierung als ausschließlich den Lohnabhängigen bzw. Erwerbslosen verpflichtete Organisation, die von Regierung und Kapital unabhängig handelt. Ausscheiden aller Spitzenfunktionäre aus gesetzgebenden Körperschaften um mehr Spielraum für eine von Fraktionsdisziplin unabhängige Gewerkschaftspolitik zu haben. Abbau der Privilegien, kein Gewerkschaftsfunktionär darf mehr als einen Bezug haben. Der Maßstab für die Politik des ÖGB müssen die Mitglieder sein. Eine Abkehr von der traditionellen Stellvertreterpolitik durch die gängige Selbstermächtigung der FunktionärInnen ist notwendig. Der ÖGB darf nicht als Ordnungs- und Disziplinierungsfaktor im politischen System agieren. Das bedeutet Wahl aller Gewerkschaftsgremien bzw. Delegierten für Konferenzen durch die Mitglieder an der Basis und die Mitentscheidung der Mitglieder in allen wesentlichen Fragen: „Daher ist eine Urabstimmung über den Verkauf der BAWAG die demokratiepolitische Gretchenfrage für die ÖGB-Führung“, so Antlanger. Mit parteipolitisch motivierten Ho-Ruck-Entscheidungen wie in den letzten Wochen und der Fortsetzung der Tradition der Multifunktionen mit entsprechend hohen Privilegien wird das Vertrauen in den ÖGB weiter geschwächt: „Dabei brauchen gerade jetzt angesichts sich ständig verschärfender Angriffe auf elementare soziale Errungenschaften und verstärktem Druck auf Löhne und Arbeitsplätze die Berufstätigen mehr denn je eine starke von Regierung, Parteien und Kapital unabhängige Vertretung“, meint Antlanger. Mit einem panikartigen Zick-Zack-Kurs – wie in den letzten Wochen vorexerziert – liefert hingegen die ÖGB-Führung Regierung und Kapital laufend Anlässe um die Gewerkschaften weiter vor sich herzutreiben und damit zu schwächen. Link: www.wadinet.at Kontakt zu WADI (Österreich): 0699-11365509 ------------------------------------------------------------------------ ================================================ 11 GLB/Gesundheitswesen/Privatisierung/Finanzierung/Selbstbehalte Von: Gewerkschaftlicher Linksblock ================================================ Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110 Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 - Mail glb at aon.at – Web www.glb.at – Ausgabe vom 11. April 2006 Alarmierender Trend zur Privatisierung im Gesundheitswesen GLB-Kampagne „Gesund ohne Selbstbehalt“ „Das österreichische Gesundheitswesen ist krank – zumindest wenn es um den wachsenden Druck zur privaten Finanzierung geht“, kritisiert Karin Antlanger, Bundesvorsitzende der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB). Bereits 29,3 Prozent der Gesundheitsausgaben werden privat finanziert. Allein die Selbstbehalte machen bereits eine Milliarde Euro pro Jahr aus. Die Zahl der WahlärztInnen hat sich von 1994 bis 2005 von 3.629 auf 7.312 verdoppelt, während die Zahl der Kassenärzte im selben Zeitraum nur von 8.557 auf 9.307 gestiegen ist. Der Rückersatz der Wahlarztkosten ist aber oft so gering, dass viele PatientInnen die Rechnung erst gar nicht einreichen. Laut einer OGM-Studie sind bereits drei von vier Befragten grundsätzlich bereit, für Gesundheitsleistungen aus eigener Tasche zu zahlen. Dies ist die Folge der von Politik, Medien und „Experten“ getrommelten angeblichen Unfinanzierbarkeit des Gesundheitswesens, verbunden mit der finanziellen Aushungerung unter dem Druck einer Maastricht-konformen Budgetpolitik. Ab einem Nettoeinkommen von mehr als 2.000 Euro haben bereits 36 Prozent eine private Zusatzversicherung. Die privaten Krankenversicherungen können sich demnach auch 2006 wieder über ein prognostiziertes Plus von 3,1 Prozent freuen. Das Extrembeispiel der Privatisierung im Gesundheitswesen sind die USA: Dort werden rund 15 Prozent des BIP für Gesundheit ausgegeben, davon 8,5 Prozent privat. Trotz der hohen Aufwendungen ist die Lebenserwartung niedriger als in den meisten anderen OECD-Ländern. Nur wer genug Geld hat, kann sich im „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ Gesundheit leisten. Das Gesundheitswesen der USA ist demnach eine extreme Klassenmedizin. Österreich liegt mit 7,5 Prozent Gesundheitsausgaben gemessen am BIP relativ niedrig, allerdings ist der Privatanteil mit 2,5 Prozent – also einem Drittel der Gesamtausgaben – vergleichsweise hoch. Außer den USA haben nur die Schweiz und die Niederlande einen höheren Privatanteil an den Gesamtausgaben. Gegen den Trend zur Privatisierung der Gesundheitsfinanzierung tritt der GLB mit seiner Kampagne „Gesund ohne Selbstbehalt“ an, bei welcher die Abschaffung aller Selbstbehalte verlangt wird, da diese vor allem chronisch Kranke und Menschen mit geringem Einkommen bestrafen. Als Alternativen fordert der GLB eine Wertschöpfungsabgabe, die Befreiung von Medikamenten von der Mehrwertsteuer, die volle Versicherungspflicht für alle Arbeitsverhältnisse sowie die Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage. ================================================ INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ================================================ ================================================ 12 Heiligendamm Von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - G8 2007: Infotour zieht weiter... - First call! "Camp Inski" Anti-G8-Camping direkt an der Ostsee: - Streng geheim! G8-Gipfel in Petersburg --------------------------------------------------------------------- First call! "Camp Inski" Anti-G8-Camping direkt an der Ostsee: Für globale soziale Rechte und ein ganz anderes Ganzes! 4. bis 13. August 2006 Im Sommer 2007 treffen sich im Kempinski Grand Hotel im Ostseebad Heiligendamm bei Rostock die VertreterInnen der wirtschaftlich und militärisch führenden Staaten des Nordens. Aus guten Gründen ist schon viel gegen die G8 geschrieben worden und auch dieser Aufruf kommt nicht umhin, sich für ihre Abschaffung auszusprechen. Schließlich sind sie in einer Welt der Ausbeutung, Armut und Unterdrückung, der Globalisierung des Krieges, des sozialen Angriffs und der Migrationsbekämpfung zentrale Knotenpunkte im institutionellen Apparat der herrschenden Weltordnung. In der politischen Geographie des Protestes und des Widerstandes sind Gipfel zugleich symbolische Orte eines kollektiven und vielstimmigen, die neoliberale Illusion vom Ende der Geschichte erschütternden - YA BASTA! - "Es reicht!" geworden. Was sich in den Protesten neu entwickelte war die gemeinsame Fähigkeit, sich das Ganze als etwas vorzustellen, das ganz anders sein könnte, und das global. words... Die Gipfelproteste in den 1990ern, im neuen Jahrtausend in Prag, Göteborg und Genua bis hin zu den Protesten in Gleneagles und St. Petersburg stehen für vielschichtige jüngere Bewegungserfahrungen im alten Themenfeld des Internationalismus. Wenn wir in unserer Mobilisierung an eine Analyse vorangegangener Kämpfe anknüpfen wollen, so lohnt es sich, in unserem sympathischen aktionsorientierten Milieu auch mal Denkpausen als bewusste Zwischenetappe einzulegen. Gefragt sind theoretische Überlegungen, die versuchen, die neoliberale Umstrukturierung der Welt zu erfassen, genauso wie der neugierige Austausch über Widerstandspraxen, die sich lokal und global entwickeln. Schon bei den Protesten in Gleneagles, beim BUKO in Hamburg, bei mehreren Treffen der linksradikalen Netzwerke ‚Dissent!' und ‚Interventionistische Linke' und zuletzt bei der breit besuchten Aktionskonferenz in Rostock ist deutlich geworden, dass BasisaktivistInnen aus so unterschiedlichen Milieus wie der gewerkschaftlichen Linken, antirassistischen Initiativen, der Graswurzel-Bewegung, Flüchtlingsselbstorganisierungen, Leute bei attac und aus der autonomen Linken schon aus den Startlöchern für eine Mobilisierung für das Jahr 2007 heraus sind. Und AktivistInnen aus unterschiedlichen Zusammenhängen aus ganz Europa fragen jetzt schon nach, wie es um die Gipfelmobilisierung in Deutschland steht, um eine inhaltliche und praktische Kontinuität der Proteste zu gewährleisten. In allen diesen Spektren möchten wir für die Idee eines Camps schon in diesem Jahr werben. Wir wollen kein ausschließendes Spektrumlabel für das Camp, denn der Kampf um globale Rechte ist nur als Kampf und Auseinandersetzung um unterschiedliche Gesellschafts- und Emanzipationsvorstellungen denkbar. Stattdessen halten wir es für entscheidend, politische Formen zu finden, in denen Positionen formuliert und Konflikte offen und öffentlich ausgetragen werden können. Das Camp 2006 soll ein solcher Ort der Begegnung, des Austausches und selbstverständlich auch des Streites unterschiedlicher Spektren der heterogenen Bewegungslinken werden. Wir wollen den verschiedenen europäischen und internationalen Konzepten von Bewegung, Protest und Widerstand nachspüren, um "Unterschiede zu erkennen und Ähnlichkeiten anzuerkennen." Natürlich mit dem Ziel, die Energie und die Erfahrungen aus dem Gipfel 2006 in St. Petersburg aufzugreifen und bis zum Sommer 2007 einen breiten, entschlossenen und wirkungsvollen internationalen Widerstand zu organisieren. ... and action Neben gutem Leben an der schönen Ostsee (in anstrengender Selbstorganisation) mit ausreichend Raum für Diskussionen und Veranstaltungen, Workshops und AG's wird Camp Inski, das Anti-G8-Camp an der Ostsee, selbstverständlich mit Protesten und - wo es angebracht ist - auch mit sozialem Ungehorsam in Aktion treten und in der Region Präsenz zeigen: * Unter dem Motto "Das globale Lagersystem lokal bekämpfen" wollen wir an die Erfahrungen der no-lager-kampagne in Mecklenburg-Vorpommern anknüpfen. Lager für Flüchtlinge und MigrantInnen, diese Orte, die auf keiner Landkarte eingezeichnet sind, lassen sich mittlerweile überall in Europa finden. Sie produzieren eine Hierarchisierung von Rechten und sind damit zentraler Bestandteil eines globalen Ausgrenzungssystems. Wir hingegen sagen: Die Möglichkeit, sich frei zu bewegen, ist ein Recht, welches es global zu teilen gilt! * "Hanse Sail Rostock 2006 - 10. bis 13. August - dieses Datum hat sich die Marine im Kalender besonders dick unterstrichen. Auf dieser maritimen Großveranstaltung feiert die Marine ihr 50-jähriges Jubiläum. Daher wird es in diesem Jahr ein Aufgebot der ganz besonderen Art geben." (www.hansesail.com) Erwartet wird auch die im Rahmen von "enduring freedom" im "Anti-Terroreinsatz" erfahrene Fregatte MECKLENBURG-VORPOMMERN sowie Marineeinheiten anderer Länder. Lasst uns gemeinsam antesten, wie viel antimilitaristischen Widerspruch die verspielte "volksnahe" Zurschaustellung globalisierter Kriegsbereitschaft der Industrienationen Rostock aushält! *Der Flughafen in Rostock/Laage wird sowohl von der zivilen Luftfahrt als auch militärisch von der Bundeswehr genutzt und spielt somit auch eine zentrale Rolle für die NATO. Von hier aus starten die Eurofighter, die ab Sommer 2006 auf dem sogenannten Bombodrom-Gelände nahe dem brandenburgischen Wittstock den kombinierten Einsatz von Luft- und Bodentruppen üben wollen. Rostock/Laage bietet als ein Ort der Modernisierung der weltweiten NATO-Kriegsführung reichlich theoretische und praktische Ansatzpunkte für das Camp Inski. * Im September finden in Mecklenburg-Vorpommern Landtagswahlen statt. Die NPD rechnet sich gute Chancen aus, in den neuen Landtag einzuziehen. Ein inhaltlicher Schwerpunkt ist der Kampf gegen die "Globalisierung". Das Angebot der extremen Rechten heißt Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus. Ein Grund von vielen, dass wir uns auch in den NPD-Wahlkampf einmischen. Migration, Antifaschismus und der Widerstand gegen Militarismus und Krieg sind nur einige Themen, die beim Camp Inski 2006 eine Rolle spielen werden. Doch wir wollen mehr, denn die neoliberale Umstrukturierung der Welt ist vielfältig - unser Widerstand und unsere Widerstandsformen auch. Daher rufen wir international auf, sich aktiv mit Workshops, Aktionen und Diskussionen am Camp Inski zu beteiligen. Organisiert Euch - Bringt Euch ein - Für ein ganz anderes Ganzes! Kontakt: www.camp06.org Mailingliste: camp2006 at lists.so36.net Campgruppe: info at camp06.org oder camp06 at riseup.net Kontakt für das Kulturprogramm: kultur at camp06.org Post: Camp Inski, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin v.i.S.d.P.: S. Kemper, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin --------------------------------------------------------------------- G8 2007: Infotour zieht weiter... Immer noch gibt es viele Anfragen für Mobilisierungsveranstaltungen zum G8 2007. Inzwischen hat es in über 30 Städten Veranstaltungen gegeben, darunter auch Schweiz, Holland, Polen. Nun plant die Infotour-AG von "dissent!" auch Touren in anderen Ländern. Im Mai gibt es Veranstaltungen auf dem ESF in Athen und den Autonomous Spaces. Außerdem sind wir in Prag, Tabor und Brno in Tschechien. Eine Tour durch Skandinavien ist in Planung, eine durch Italien noch vor der Sommerpause wahrscheinlich. Zudem wollen polnische Strukturen der Anarchistischen Föderation FA weitere Veranstaltungen in Polen organisieren. Im Juni gibt es 2 große Rundreisen durch ein Dutzend Städte in Bayern. Ebenfalls noch offen sind viele Städte im Westen und der Mitte Deutschlands; dort werden wir wohl Ende Mai/ Anfang Juni präsent sein. Quantität... Die Veranstaltungen sind in der Regel gut besucht. Natürlich hängt dies davon ab wieviel Werbung die veranstaltenden Gruppen vor Ort machen können. Trotzdem läßt sich festhalten, dass das Thema viele Menschen interessiert. Im Schnitt kommen über 30 Leute pro Veranstaltung (die kleinste mit 20, die größte mit 130). Somit haben wir bisher mindestens 1.000 mit Infos zum G8 2007 erreichen können. ... und Qualität Die Diskussionen drehen sich oft um ähnliche Punkte (siehe hierzu auch unsere letzten beiden Berichte). Viele interessieren sich für das Camp 2006. Andere wollen wissen wo blockiert werden kann. Kontrovers sind manchmal Fragen über die Sinnhaftigkeit von Mobilisierungen zur "Roten Zone"; ob es nicht besser sei dezentrale Aktionen zu machen. Unklar ist die von der Antifa Weißensee für den 1. Juli geplante bundesweite Demo in Berlin, hier werden mehr Infos gewünscht. In Lüneburg drehte sich das Gespräch kurz darum, welche Anknüpfungspunkte es zwischen Anti-Atom-Widerstand und G8-Mobilisierung geben kann: Politischer Art (Atomkraft wird auf dem G8 2006 gepusht werden), aber auch Organisation des Protests (ländliche Gegend, Transport der AktivistInnen, Blockaden etc.). Eine Anregung war, dass die lokale Bevölkerung rund um Heiligendamm unbedingt in die Vorbereitung einbezogen werden muß. Dazu müssen nachvollziehbare Verbindungen zwischen lokaler, nationaler und internationaler Politik hergestellt werden. Dieses "Herunterbrechen" und Vereinfachen ist allerdings oft problematisch, denn dies tun auch rechte und konservative Gruppen. Auch dies ist immer wieder Gegenstand von Nachfragen auf den Veranstaltungen. Soweit wir wissen gibt es in Mecklenburg-Vorpommern noch keine rechten Aktivitäten zum Thema Kapitalismus und Globalisierung (obwohl dies, spätestens nach dem etwaigen Einzug der NPD in den Landtag am 17. September, wahrscheinlich ist). Allerdings z.B. in Thüringen. Dort gab es eine "antikapitalistische Demonstration" gegen Globalisierung. Mehr dazu ist auf der rechten Webseite antikap.de zu lesen. Es ist geplant, weitere Demonstrationen im Ostharz zu machen. Wünschenswert wäre, wenn sich Antifa-Strukturen dieser Nazi-Mobilisierung annehmen würden - unbedingt auch inhaltlich! 3 Säulen - plus x Die Infotour besteht aus 3 Säulen. Zum einen machen wir "klassische" Mobilisierungsveranstaltungen, die über den G8 2007 informieren: Was ist der G8? Wie verliefen Gipfelproteste in den letzten Jahren? Wo werden die Delegiertentreffen stattfinden, wo übernachten die Teilnehmer? Wir thematisieren lokalpolitische Auseinandersetzungen in Heiligendamm, erklären die Politik der Fundus-Gruppe und des Kempinski-Hotels, zeigen die geografische Lage, einige Karten, blockaderelevante Orte, stellen Mutmaßungen über die "Rote Zone" an. Die Veranstaltung beenden wir mit einem fundierten Überblick über die Mobilisierungen und Vorbereitungen der unterschiedlichen Spektren. Auf Wunsch zeigen wir im Anschluß Filme vergangener Gipfelproteste: Genua, Prag und Gleneagles. Über die Infoveranstaltungen hinaus gibt es eine zweite Säule, das Quiz. Das Quiz zum G8 kann im Rahmen gemütlicher Kneipenabende, aber auch Camps etc. stattfinden. Durch das Quiz werden Fragen zur Geschichte und Politik der G8 vertieft. Hier gibt es, anders als bei den Infoveranstaltungen, viel mehr Zeit zur inhaltlichen Auseinandersetzung. Die dritte Säule sind Seminare und Workshops zu verschiedenen Themen rund um G8. Dieses Angebot richtet sich z.B. an linke Jugendzentren und Camps, aber auch an Schulen möchten wir damit präsent sein. In gewisser Weise könnten die Planungen für Touren durch andere Länder als vierte Säule interpretiert werden: Der Aufbau verbindlicher internationaler Kontakte zum G8 2007. St. Petersburg Verglichen mit der Mobilisierung zum G8 2007 ist die Bewegung zum Gipfel 2006 in St. Petersburg (noch) gering. Dies wird von einigen AktivistInnen auch problematisiert. Weil die Strukturen zu 2006 wenig Kapazitäten für eigene Infoveranstaltungen haben, werden wir diesen Punkt stärker in unsere Veranstaltungen integrieren. Ein Defizit ist hier allerdings dass die meisten von uns nicht in die unmittelbare Mobilisierung zu 2006 eingebunden sind und daher nur Infos aus "zweiter Hand" haben. "Copy me - I want to travel!" Die Infotour ist als Schneballsystem konzipiert. Alle Texte, Materialien, Filme sind auf unseren Webseiten zum Download vorhanden. Unser Ziel ist, Gruppen (und Einzelpersonen) vor Ort zu befähigen, eigene Veranstaltungen zu machen. Es gibt auch ein Skript der Veranstaltung als Vorschlag. Wenn Gruppen die Veranstaltung anders als von uns angeboten konzipieren wollen, helfen wir dabei gern. Die nächsten Veranstaltungstermine der Mobilisierungsveranstaltungen: 19. April: Berlin, K9 (zusammen mit Brandenburger Flüchtlingsini F.I.B.) 28. April: Wismar 4. - 7. Mai: Athen, ESF und Autonomous Spaces/ Autonomous Playgrounds 20. Mai: Prag, Utopia 25. Mai: Tabor, CZ; CESTA Theatre 27. Mai: Brno, CZ, ProtestFest 26. April: Halle, Melanchthonianum am Uniplatz Nächster Termin für das Quiz: 16. April: Berlin, Autoorg-Tage Kontakt für Infoveranstaltungen: infotour [at] gipfelsoli.org Infos und Material: www.gipfelsoli.org http://wiki.de.dissent.org.uk/index.php/Infotour Die AG ist mittwochs und donnerstags zwischen 14.00 und 17.00 Uhr telefonisch erreichbar unter 030/ 4098 5406 0176/ 6207 8158 --------------------------------------------------------------------- Streng geheim! G8-Gipfel in Petersburg St. Petersburg. Die Stadt putzt sich heraus, Obdachlose werden gezählt, die Jugend übt sich in der großen Politik - Petersburg bereitet sich auf den G8-Gipfel vor, der hier im Juli über die Bühne gehen wird. Es sind noch genau 100 Tage hin, bis sich die Regierungschefs aus Russland, Großbritannien, Deutschland, Italien, Kanada, den USA, Frankreich und Japan vom 15. bis 18. Juli in St. Petersburg versammeln werden. Die Stadt rüstet sich emsig für dieses internationale Großereignis. Der Winterschmutz muss weg! Im Frühjahr, wenn der Schnee schmilzt und der ganze Winterdreck zum Vorschein kommt, gibt es an der Newa traditionell einen "Monatseinsatz zur Stadtsäuberung und -verschönerung". Angesichts der anstehenden Flut von internationalen Gästen wurde bereits beschlossen, die Säuberungsfrist in diesem Jahr zu verdoppeln. Auch den Fassaden an Petersburgs Hauptstraßen geht es mit frischer Farbe an den Leib. Von den Reparaturen an den Straßen rund um den Konstantin-Palast ganz zu schweigen. Der Newski Prospekt bekommt 80 verdeckte Videokameras verpasst, mit denen die Sicherheit auf Petersburgs Glanzmeile gewährleistet werden soll. Vorbereitung in aller Stille Die Videoüberwachung auf dem Newski ist ein Pilotprojekt. Wenn es die Erwartungen erfüllt, bleibt es über den G8-Gipfel hinaus in Betrieb und wird auf weitere zentrale Straßen der Stadt ausgeweitet. Ansonsten sickert nicht allzu viel Information über die Vorbereitung auf den Gipfel durch. Nach Informationen der "Iswestija" hat Moskau die Petersburger Sicherheitsbehörden angewiesen, die Presse so wenig wie möglich zu informieren. Sicher ist sicher, denn die Antiglobalistenbewegung schläft nicht und heckt bereits jetzt Störaktionen aus. Obdachlose werden registriert Ganz sicher kein Zufall ist das gesteigerte Interesse der Miliz an den Petersburger Obdachlosen. Seit geraumer Zeit registrieren sie diese Bevölkerungskategorie, machen Fotos und nehmen Fingerabdrücke. Obwohl heftig dementiert, kann das nur eins heißen - die "Penner" sollen im Juli aus der Stadt geschafft werden. Ähnliche Maßnahmen waren während der 300-Jahrfeier im Mai 2003 ergriffen worden. Die Obdachlosen sollten mit ihrem unappetitlichen Äußeren die schöne Feier nicht trüben und wurden mehr oder weniger vehement dazu veranlasst, während der Feiern durch Abwesenheit zu glänzen. [http://www.aktuell.ru/russland/politik/streng_geheim_g8_gipfel_in_petersburg_3086.html] ================================================ 13 Genua Von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- Wolf-Dieter Narr Berlin, den 28.3.2006 Beobachtung der Prozesse in Genua am 23.und 24. März 2006 in Sachen Polizeibrutalitäten im Umkreis der Demonstrationen gegen den G 8 - Gipfel im Juli 2001 1. Am Donnerstagmorgen, den 23.3. 2006 nahm ich von 10 Uhr bis ca.12.30 Uhr, dem Ende Gerichtstages an Anhörungen und Befragungen von zwei italienische Zeugen teil, die als Zeugen der Anklage von ihren Beobachtungen um und in der "Diaz-Schule" berichteten. In dieser hatten nicht zuletzt viele deutsche Teilnehmende am demonstrativen Geschehen Unterkunft gefunden. Am Freitagmorgen, den 24.3. 2006 war ich bei der Befragung zweier italienischer Zeugen zwischen 9.30 und 12 Uhr zugegen, abzüglich einer halbstündigen Pause von 11 - 11.30 Uhr, die sich in der zur polizeilichen Haftanstalt umfunktionierten Bozaneto-Kaserne aufhielten. Am 12 Uhr musste ich mit meiner terminlich anders gebundenen Übersetzerin meine Anhörung der Anhörung beenden. 2. Mein Bericht beschränkt sich aus drei Gründen auf wenige Aspekte. Zum einen bestätigten die Zeugen, soweit ich das spontan beurteilen konnte und ohne genaue Lektüre der Einlassungen auch Tage danach kann, die gesammelten Beobachtungen derjenigen, die polizeilich in der Diaz-Schule und im Bolzaneto verängstigt, in die Flucht getrieben, geschlagen, gestoßen, geknebelt und bis an die Foltergrenze misshandelt worden sind. Ohnehin nicht legitime Gründe dafür wurden von den Zeugen nicht vorgetragen. Zum zweiten konnte ich infolge der mir nur punktuell (brocken- oder brosamenhaft) zugänglichen Simultanübersetzung nur die hauptsächlichen Informationshappen der Zeugen mitbekommen, nicht jedoch dem genauen Duktus der Befragung, einschließlich der Fragen der RechtsanwältInnen beider Seiten insgesamt folgen. Zum dritten werden die Protokolle, wie ich annehme, den AnwältInnen der Anklage bald zur Verfügung stehen, sodass sie auch von denjenigen genutzt werden können, die die beiden Verfahren begleiten und zugunsten der Klagenden auswerten. Diese Auswertung wird sehr wichtig, wenn nicht ausschlaggebend dafür sein, ob es gelingt, das sich lang-weilig dahinziehende Verfahren immer erneut politisch zu stauen und politisierend auszubeuten - damit die pauschale Entschuldung misslinge, die in der Art des Verfahrens angelegt ist, selbst wenn die Klagenden schließlich und endlich irgendwann in der Zukunft "Recht" bekommen sollten. 3. Das gerichtliche Arrangement a) Der Einlass in den modernen Palazzo di Guistizia, vor dessen Türen andauernd ein reges Kommen und Gehen aller möglichen Leute und Interessenten quillt, ist wider mein eigenes ?bundesdeutsch? geschultes Erwarten denkbar einfach. Das, was man dabei hat, legt man in das an Flughäfen, ander- und eben auch gerichtswärts übliche "Röntgengerät" mit durchlaufendem Band. Danach musste ich nur am Donnerstag, nicht jedoch am Freitag meinen Pass vorlegen. Und schon kann man weiter zum Gerichtsraum schreiten. Infolge meiner Erfahrungen vom Donnerstag nahm ich am Freitag meinen gesamten propenvollen Reiserucksack mit, in dem sich außerdem noch am Abend zuvor geschenkte Genueser Steine befanden. Nicht einmal eine Nachfrage hielt mich auf. Also kam ich mit immerhin 5 bis 10 steinigen Wurfgeschossen in den Gerichtssaal. In der BRD, jedenfalls in irgendwie entfernt politisch angehauchten Strafverfahren an denen ich selbst teilgenommen habe - von Stuttgart-Stammheim bis Berlin-Moabit -, wäre das schlechterdings ausgeschlossen gewesen. Anlässlich meiner letzten Prozessbeobachtung in Moabit durfte ich froh sein, wenigstens einen Bleistift, keinesfalls einen Kugelschreiber und ein weißes Blatt Papier in den Zuschauersaal mitnehmen zu können (mein Protest blieb unerwidert). b) Der sich links nach dem Durchgang ebenerdig befindliche rechtseckige Gerichtssaal mutet groß und betonern schmucklos an, an den Seiten unauffällig schwarze, an der Stirnseite graue und darunter rote Plattenverkleidungen. Von den mit beweglichen Eisengestellen abgetrennten Zuschauern aus gesehen, für die an beiden Tagen nur ca. zwanzig, ihrerseits kaum wahrgenommene Plätze nahe dem Eingang reserviert worden waren, fiel an der Stirnseite des Saals zur Rechten nur eine Christusfigur auf (in Italien gibt es also noch eine Justitia Crucis wie lange in der BRD, jedenfalls in ihren primär katholischen Ländern; dort z.T. mutmaßlich heute noch. Angeklagt und anwaltlich sollte man das m.E. nicht einfach hinnehmen auch und gerade, wenn man sich als überzeugter Christ(in) fühlt). Leicht erhöht hatte der jeweils vorsitzende Richter mit zwei Beisitzerinnen - habe ich das recht wahrgenommen - auf der Stirnseite Platz genommen. Zwischen ihm und den spärlich präsenten, weggestellten Zuschauenden erstreckten sich, in zwei kleinere Rechtecke aufgeteilt, die Plätze der AnwältInnen beider Seiten. Nach ihnen weiteten sich ca. 10 Sitzreihen unmittelbar bis zu den abgesperrten Zuschauersitzen. Auf ihnen saßen am Donnerstag Frau RA Cordula Proescher und ich (Frau Proescher hatte sich freundlicherweise erboten beim Übersetzen behilflich zu sein); am Freitag harrten sie leer ihrer Besetzung. Die beiden rechtsanwaltlich bald fülliger, bald spärlicher wahrgenommen Anwaltsrechtecke frontal zum Gericht, strikt parallelisiert, fielen dadurch auf, dass sich fragend allenfalls eine oder ein Rechtsanwalt engagierten. Alle sonst beteiligten Gerichtsakteure kamen und gingen, unterhielten sich, zogen ihre mit besonderen Kordeln ausgezeichneten Anwaltkutten an und aus - insgesamt von außen betrachtet ein reges Anwaltstreiben, das mit dem aktuellen Verfahren allenfalls im Sinne der Gesichtspflege zu tun zu haben schien (dieses eher ethnologische Verwundern meinerseits kann aufgrund genauerer Kenntnis der italienischen Gerichtsordnung und des Strafprozessrechts gewiss leicht aufgeklärt werden. Ich will mich also nicht im geringsten eines teutonischen Vorurteils schuldig machen). c) Die Zeugenaussagen am Donnerstag unterschieden sich von denen am Freitag nicht nur durch die unterschiedlichen Orte fragwürdiger polizeilicher Tätigkeit im Kontext des 2001er G 8-Gipfels und seiner antiglobalistischen Demonstrationen (Diaz-Schule hier, Bolzaneto-Kaserne dort). An der donnerstäglichen Zeugenbefragung nahmen, wenn auch nicht in stichomythischer Hektik, beide Anwaltseiten teil. Am Freitag schienen sich die die Polizei/den Staat verteidigenden AnwältInnen um die Beschreibungen der Zeugen, die massive Brutalitätsschuld der Polizei unerkenntlicher Verursachung belegten, nicht zu kümmern. Am Donnerstag schaltete sich der vorsitzende Richter ab und an, auf Kürzung oder Klärung pochend ein - soweit ich das mitbekommen habe -; am Freitag verkündete er vor allem die auf 10 Minuten begrenzte, dann die dreifache Länge erreichende Pause zwischen den Befragungen, nachdem der 1. Zeuge zu Ende gesprochen, mitnichten informationell ausgequetscht worden war. d) Selbstverständlich habe ich mir auch substantielle Aspekte der Ereignisschilderung durch die Zeugen notiert. Das gilt insbesondere für die ausgezeichneten, auch in seinem Nichtwissen genauen Aussagen eines Arztes - den Namen haben ich nicht genau gehört und vergaß zu fragen- , der in der Diazschule den Sanitätsdienst organisiert hat. Allein seine Aussagen, so sie zusätzlich bestätigbar oder umgekehrt nicht widerlegbar sein sollten, müssten für eine Verurteilung nota bene nicht einzelner PolizistInnen, sondern der Polizei- und - das gilt es u.a. anwaltlich herauszufinden - hinter ihr der Politik führen. Ich notierte jedoch meine gehörten Ereignisbrosamen- und Brocken für andere lesbar nur - siehe meine Bemerkungen oben -, wenn sie irgendeinen auch nur geringen Nutzen erbringen könnten. Meine Notizzettel bewahre ich selbstredend auf. 4. Ich schließe mir einer großen Bitte. Alle, die Zeugenaussagen machen, insbesondere bundesdeutsch an der Demo Beteiligte und alle, die den Prozess an dieser oder jener Stelle in den nächsten Wochen und Monaten beobachten, möchten umgehend ihre Aussagen und Beobachtungen in gebotener Kürze und Ausführlichkeit notieren (so die zuerst Genannten dies hoffentlich nicht schon längst unmittelbar nach der Demo im August 2001 getan haben). Dann könnte es zusammen mit anderen Dokumenten und Kontextkenntnissen gelingen, aus dem diesjährigen Abschnitt des Verfahrens für die Klagenden (und seinerzeit Geschlagenen) zuerst, aber auch politisch weitergehend bis zur Globalisierungskritik politische Funken menschenrechtlich demokratischer Qualität zu schlagen (die herrschende Form der Globalisierung, der Konferenzen der kapitalistisch und etatistisch im unterstützenden Wechselspiel Herrschenden und die sicherheitsstaatlichen Totalitarismen ergänzen sich). Berlin, den 28.3.2006 Wolf-Dieter Narr ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== die termine werden auf der website derzeit nicht aktualisiert ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) 3 beiträge nicht genommen: ipal, nwr Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 7.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Thu Apr 13 08:59:04 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Thu, 13 Apr 2006 08:59:04 +0200 Subject: widerst@nd MUND: Donnerstag, 13.04.2006 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund Donnerstag, 13.04.2006 ================================================ A) INHALT ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 01 22.04. Demo in Graz - KI-Aufruf von Otto Bruckner ================================================ 02 24.4. Premiere GUGGING GOES BALLHAUSPLATZ von GAMUEKL ================================================ 03 Benefizkonzert gegen Rassismus zugunsten von ZARA von ZARA - Stefan Kaltseis ================================================ 04 Veranstaltung mit Stalin Perez Borges von "agm" ================================================ 05 [gipfelsoli] St. Petersburg von gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 06 ASt - Wir leben in einer großen Demokratie von ASt-LFI ================================================ 07 Aktionseinheit „BUSH GO HOME!“ : Erste Beschlüsse wurden getroffen von ASt-LFI ================================================ 08 Schlussdsokument, Wiener Erklärung der europäischen Imame-Konferenz von "Liga Kultur Infoline" ================================================ 09 [Widerstand] Relly von Asyl in Not ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 01 22.04. Demo in Graz - KI-Aufruf von Otto Bruckner ================================================ VON DEN HAFENARBEITERN LERNEN - KÄMPFEN STATT PACKELN! Aufruf der Kommunistischen Initiative (KI) zur Demonstration am 22. April in Graz: 22.04.2006, Treffpunkt: 11:30 Grazer Hauptbahnhof Der EU-"Wettbewerbsgipfel" am 22. April in Graz soll der weiteren Packelei zwischen den Mächtigen Europas dienen, um die Arbeits- und Lebensbedingungen der arbeitenden Menschen zu verschlechtern und die Verwertungsbedingungen des Kapitals zu verbessern. In willfähriger Abwarteposition befindet sich dabei die europäische Gewerkschaftsbürokratie, so auch die ÖGB - Spitze. Immer noch und trotz vieler gegenteiliger Erfahrungen wollen sie den arbeitenden Menschen weismachen, man könnte Erfolge "erknien" statt erkämpfen. Dabei haben die europäischen Hafenarbeiter vor kurzem gezeigt, dass es genau andersrum ist. Sie haben gegen die geplante Hafenrichtlinie einen länderübergreifenden Kampf geführt und gewonnen. Wenn die Vertreter des Kapitals sich auf EU-Ebene zusammenfinden - zu "Gipfeln" wie jenem in Graz - dann sprechen sie gerne von großen Zielen, wie "Freiheit". Doch welche Freiheit meinen sie? Sie meinen die Freiheit, die Menschen grenzenlos ausbeuten, Rohstoffe grenzenlos ausplündern und Kapital spekulativ grenzenlos verschieben zu können. Die Freiheit des/der Einzelnen, die Freiheit in Menschenwürde leben zu können meinen sie nicht. Dieses Geklimper überlassen sie den "Ärzten am Krankenbett des Kapitals", den Sozialdemokraten, Gewerkschaftsbürokraten und Wendehals"kommunisten" wie der "Europäische Linkspartei", deren österreichische "Sektion" die KPÖ ist. Diese "Ärzte" wollen uns weismachen, aus dem Europa der Konzerne und Generäle, wie es die EU darstellt, wäre ein "soziales und friedliches" Europa zu machen. Das ist wie der Versuch, aus einem Tiger einen Vegetarier zu machen. Deshalb ruft die Kommunistische Initiative auf: · Protestiert gegen diesen Gipfel der Scheinheiligkeit und Heuchelei! · Weg mit der "Dienstleistungsrichtlinie"! · Hände weg von allen erkämpften sozialen Rechten! · 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich! · Wertschöpfungsabgabe statt Sozialabbau! · Lehrstellen und Arbeitsplätze für die Jugend! · Herabsetzung des Pensionsantrittsalters! · Solidarität gegen Rassismus - wir sind KollegInnen, nicht KonkurrentInnen! RAUS AUS DER EU! [Vorstand der Kommunistischen Initiative, im April 2006] ================================================ 02 24.4. Premiere GUGGING GOES BALLHAUSPLATZ von GAMUEKL ================================================ Hubsi Kramar eröffnet am 24. April 2006 sein neues 3RAUM-ANATOMIETHEATER im Anatomiegebäude des ehemaligen Veterinärmedizinischen Instituts. Er folgt damit seinem Kurs, architektonisch interessante Räume, die brach liegen, Künstlerinnen und einer interessierten Öffentlichkeit als Veranstaltungsräume zu öffnen, bevor sie der Spitzhacke zum Opfer fallen. · SONDERVORSTELLUNG SCHÜLER HITLER mit Hubsi Kramar und Hermann J. Kogler Do., 20. 4. 2006 (20.30h) Eintritt: * 15,-- / * 10,-- · 24. 4. (20.30 Uhr) ERÖFFNUNGSPREMIERE: „SCHLUSS MIT DEM THEATER! GUGGING GOES BALLHAUSPLATZ“ Ein gar schröckliches Theater über den politischen Notstand, eine Staats-Groteske mit Untertreibungen und Chor von und mit HUBSI KRAMAR Es spielen: Silvia Amort, Heidi Gross, Helmi Eichberger, ER-ICH, Nicola Filipelli, Werner Kaizar, Hubsi Kramar, Hannes Lengauer, Eva Schuster, Sascha Tscheik, Biggie Waite, Stefan Weber, Christian Viszterczill u.a. Premiere: Mo., 24. 4. 2006 (20.30 Uhr) Weitere Vorstellungen: 26., 27., 28., 29. 4. 2006 (20.30h) Eine Produktion von: TAT t.atr Theater SHOWinisten Eintritt: * 15,--/ * 10,-- 3raum-Anatomietheater A-1030 Wien; Beatrixgasse 11 Information und Karten : http://www.3raum.or.at Tel. 0650/32 33 377 ================================================ 03 Benefizkonzert gegen Rassismus zugunsten von ZARA von ZARA - Stefan Kaltseis ================================================ Liebe WiderständlerInnen, der Anti-Rassismus-Verein ZARA veranstaltet am 26. April 2006 das erste einer Reihe von Benefizkonzerten, dessen Erlös zur Gänze der Aufrechterhaltung der von ZARA geleiteten Beratungsstelle für Opfer und ZeugInnen von Rassismus zugute kommt. Das jiddische Ensemble Scholem Alejchem wird das erste Konzert im Theater Odeon in Wien mit jiddischen Evergreens und Klezmermusik von Folk bis Jazz absolvieren. Wir würden uns freuen, wenn Ihr diesen Termin auf Eurer Website bekanntgeben würdet, der Pressetext mit allen nötigen Infos befindet sich im Anhang an diese Mail. Ihr könnt ihn in dieser Form übernehmen. Herzlichen Dank im Voraus und liebe Grüße, Stefan Kaltseis, ZARA-Volunteer -- Mit freundlichen Grüßen, Stefan KALTSEIS Beratungsstelle für Opfer & ZeugInnen von Rassismus ______________________________________________________________________ ZARA - Verein für Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit Beratungsstelle für Opfer und ZeugInnen von Rassismus Luftbadgasse 14-16, 1060 Wien | Tel.: +43 (1) 929 13 99 http://www.zara.or.at/ Ihre Unterstützung macht uns arbeitsfähig: http://www.zara.or.at/kontakt/stopp-rassismus ================================================ 04 Veranstaltung mit Stalin Perez Borges von "agm" ================================================ Veranstaltung mit S t a l i n P é r e z B o r g e s Die Plattform für ein sozialistisches Venezuela (AGM, AL, GRA, Labournet Austria und Einzelpersonen) lädt Mitte Mai einen Vertreter des klassenkämpferischen Flügels ("Clasistas") des größten venezolanischen Gewerkschaftsdachverbands (UNT) auf eine Tour durch Österreich und Deutschland ein. Stalin Pérez Borges ist Co-Vorsitzender der UNT und führendes Mitglied der aus trotzkistischer Tradition kommenden PRS (Partido Revolucion y Socialismo). Am Freitag, den 12. Mai 2006 wird er in Wien sprechen. Veranstaltung S o z i a l i s t i s c h e R e v o l u t i o n i n V e n e z u e l a ? Findet in Venezuela eine Revolution statt? Welche Rolle spielt die Chavez-Regierung? Was sind die Ziele der venezolanischen ArbeiterInnenbewegung? Was kann die Linke in Europa tun? Fr., 12. Mai, 19:00 Uhr, Haus der Begegnung 2, Praterstern 1 (U1, S-Bahn, etc.) AGM-Artikel zu Venezuela http://www.agmarxismus.net/aktartikel/klassenkaempfe_venezuela.htm Außerdem verweisen wir auf einen Artikel von Nick Brauns (Marxistische Initiative), der sich mit dem türkisch-chauvinistischen Film „Das Tal der Wölfe: Irak“ (und einer Rezension dieses Films von Jürgen Elsässer in der JungenWelt) auseinandersetzt: http://www.ak-marxismus.de/debatte/tuerkei/woelfe.html ================================================ 05 [gipfelsoli] St. Petersburg von gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- G8 RUSSIA "International support means a huge amount to us" In 2006, the G8 will meet in Russia for the first time. While for the majority of apolitical Russians this is a totally uninteresting occurrence, the Russian government and all shades of opposition consider it to be a highly significant event. The Russian elite is eager to ensure it does not end up with egg on its face and that all these high-powered meetings run smoothly. To that end the corrupt, but nonetheless powerful, apparatus of the Russian special forces has been called into action. They have already started calling people in for "chats" with the FSB, and began filming all activists while in detention. Our "counterintelligence" has informed us of infiltration into anarchist activist groups by two FSB officers. Any mention of the G8 draws serious attention. When Food Not Bombs handed out pancakes and G8 leaflets on pancake day, the event ended in arrests. Another peculiarity of Russia is the high level of activity among a variety of rightwing, nationalist and patriotic-oriented Stalinists, who consider themselves to be the true anti-globalists. A variety of social demands from these groups are combined with a chauvinistic anti-American mood, a desire to re-establish the Russian empire, or the idea that all illegal immigrants should be sent to forced labour camps. In these conditions we consider international organisation against the G8 in Russia absolutely vital, as the success of the movement must not be taken over by the right-wing. One of the qualities of the antiglobalisation movement is its truly global nature, and that's why it's important year after year to repeat the phrase "We are everywhere". The opposition Amongst the opposition we can see two essential forces. The first is the "alternative globalists"- which includes socialist reformers, Trotskyites, trade unions, a whole range of civilian initiatives, the antiauthoritarian left, and various kinds of academics who "research the problems of globalisation". They are preparing the second social forum, to be held in St Petersburg, and have already put the call out for action under the banner "Citizens 8", created by the authorities to work with the NGOs (and be controlled by them). The first social forum took place in April 2005 and 1000 people gathered - which is quite a lot for Russia. The majority of these anti-gloablisationists are demonstrating for the protection of social guarantees for Russian citizens - against the long-term privatisation of the public sector, and neoliberal reform. The second force is the "near anarchist" scene. It comprises several hundred people and includes various different groups - anti-fascists, Food Not Bombs, the hardcore-punk scene, squatters, feminists, radical ecologists, and so no. By no means do all participants consider themselves anarchist, but the common basis of cooperation is an anti-government stance and ideas of equality and social justice. In November 2005 a network against the G8 was set up which formulated five key principles of its existence and resistance to the politics of the G8, you can find these principles on the website mentioned below. International solidarity In February 2006 there was an international meeting of activists held in Kiev, Ukraine, where strategy decisions were taken as to how the network should operate. Working groups were set up on street action in St Petersburg, media, opposing repression, organising the "One Day of Action" (solidarity actions around the world), and so on. It was decided that on 2 June - 12 days before the beginning of the summit - training sessions and discussion forums for activists would take place in Moscow. Why Moscow? One reason is that we suggest that Moscow will be less the target of government control than St Petersburg. Another is that there is a group of activists in Moscow who are ready to take on the responsibility of creating this space, and the training will be essential as there are so many new activists. We are hoping that this space will attract lots of foreigners too, who are keen to share their experience and who want to meet Russian activists and find opportunities for future cooperation. The three-day summit will happen in an environment of great stress and hurry, so we are inviting all who have the opportunity, to come to Moscow or St Petersburg earlier, so as to take part in the preparation for actions around the summit and not just participate in the street actions. Even if the actions in St Petersburg are blocked by the authorities, and one must never exclude this possibility, then your journey to Russia will not be completely in vain if you are able to take part in the Moscow training camp. We really hope that we will get support from people from other countries. We want to use this summit more than anything for the development of the movement in Russia, and international support means a huge amount to us. A couple of practical notes * Visa: Start thinking about getting your visa well in advance as it tends to take a very long time. Get a tourist visa through a tourist agency and name the main town you intend to visit as any town other than St Petersburg. * Safety: Foreigners from Western Europe or the USA in Russia can face greater danger than others. Of course they can refuse to let you pass the border, but if you're arrested the cops will try to get you out of their hair as quickly as possible, even if you have committed a minor crime. They panic lest foreign embassies get involved, which would mean media and an international scandal. Fascists never target European looking foreigners, and the crime level in Russia is no higher than in Italy. [http://www.peacenews.info/issues/2472/2472052.html] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 06 ASt - Wir leben in einer großen Demokratie von ASt-LFI ================================================ Wir leben in einer großen Demokratie Von Stefan Gröbner (aus: Red Newsletter Nr. 209, Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 12. April 2006, www.arbeiterinnenstandpunkt.net) Als Revolutionäre, die für eine sozialistische Rätedemokratie kämpfen, dürfen wir nie den Klassenkampf in all seinen Schattierungen übersehen. Unterdrückung und Klassenkampf tritt nicht nur in Betrieben, sondern beispielsweise auch in Form des Kampfes einer junger Frau namens Alex gegen das Sozialamt auf. Dabei sind Institutionen wie das Sozialamt, die sicherlich auch notwendige Aufgaben erfüllen, nicht abgetrennt und unabhängig vom bestehenden System, sondern mit dem herrschenden Kapitalismus verbunden. Wir leben in einer großen Demokratie. Alle Bürger können scheinbar gemeinsam bestimmen, was der Staat für eine Politik macht. Jeder Mensch hat scheinbar grundsätzlich die Möglichkeit selbstständig zu entscheiden, wie er sein Leben gestaltet. Diese Aussage ist richtig für Individuen, aber nicht wahr für unsere Gesellschaft. Dem Gesamten kommt mehr zu als der Summe der Einzelheiten. Denn jeder Einzelne hat die Möglichkeit sich zu verwirklichen – im Gegensatz zum Feudalismus, als die Klassenzugehörigkeit auf die Abstammung gebunden war, gibt es heute keine Beschränkung - aber wenn auch ein Kind aus der Vorstadt theoretisch Millionär werden kann, so niemals alle Kinder einer Vorstadt; es bleibt immer der Aufstieg einer Minderheit zu Lasten der Mehrheit. Die Vorzüge des Kapitalismus bleiben einer kleinen Gruppe vorbehalten. Weder hat die bürgerliche Politik die Demokratie als Grundlage noch der Kapitalismus die Gleichberechtigung. In Frankreich etwa wurden die demokratischen Bürgerrechte so lange nicht in Frage gestellt, so lange sie für das Kapital unbedrohlich waren. Als z.B. im vergangenen November bei der französischen Vorstadtjugend das Bedürfnis bestand, diese Rechte als Kampfmittel zu verwenden, wurde der Notstand ausgerufen. Den Bürgern wurde verboten, sich immer und überall frei zu bewegen und sich zu versammeln. Was aber ist die Grundlage im Kapitalismus, wenn nicht die Demokratie? Als Kommunisten beurteilen wir jemanden nicht nach dem, was er/sie sagt, sondern nach dem was er oder sie tut. Sind Chirac und Villepin vielleicht nur naiv, weil sie versucht haben die Jugendarbeitslosigkeit zu senken, und jetzt auf unerwarteten Widerstand stoßen und falsch darauf reagieren? Würden es ihre Nachfolger vielleicht besser machen? Wenn wir nicht darauf hören, was uns die Politiker der herrschenden Klasse sagen, sondern darauf blicken, was in Folge passiert, sehen wir, daß in Frankreich die Rechte der MigrantInnen drastisch reduziert wurden und die jungen ArbeiterInnen und Angestellte attackiert werden. Die Tatsachen zeigen, daß die Arbeiterklasse angegriffen wird. Von außen mit den losesten und unorganisiertesten Teilen beginnend, bis der geschwächte Kern direkt attackiert werden kann. Politik und Staat sind dem Kapital verpflichtet, und Demokratie, Wohlstand oder Recht auf Arbeit sind nur die aufgesetzten Masken. In allen wesentlichen Teilen unseres Staates bestimmt nicht die Demokratie, sondern bestimmen undemokratische Institutionen, die darauf ausgerichtet sind, die bestehende Ungerechtigkeiten einzuzementieren. Dort wo der Widerstand groß ist, und der Spielraum des Staates gering ist, werden diese Institutionen repressiv vorgehen (Staaten der sogenannten Dritten Welt sind im wesentlichen nicht undemokratischer eingestellt, sondern die Möglichkeiten Zugeständnisse zu machen sind dort bei Weitem geringer). Wo das Kapital die Möglichkeit besitzt, wird es im Kampf mit den ArbeiterInnen und Angestellten zurückweichen, indem es eine Idylle von Mitbestimmung und Gleichberechtigung für den Kern der Arbeiterklasse aufbaut. Dadurch kann das Kapital wesentliche Teile der ArbeiterInnen und Angestellte aus dem Klassenkampf herausreißen und ruhig stellen. Da aber der Kapitalismus auf wachsenden Klassengegensätzen beruht, wird das Erreichte immer nur zeitlich beschränkt sein, und im nächstbesten Moment werden die Zugeständnisse (wie Sozialleistungen, höhere Löhne, freier Bildungszugang usw.) zurückgenommen. Die Institutionen übernehmen dabei eine wichtige Funktion, und obwohl sie notwendige Arbeit leisten, darf das nicht über ihren wahren Charakter hinwegtäuschen. Die Polizei etwa mag in bestimmten Situationen Freund und Helfer alter Damen bei einer befahrenen Straße sein, sie sind es aber sicherlich nicht für MigrantInnen. Die Justiz bestraft Räuber, aber die Objektivität hört schnell auf, wenn Staat oder Kapital selbst als Räuber in Aktion treten. Das Jugendamt schützt unsere Kinder vor der Willkür von Eltern, aber der Schutz wird zum Angriff, wenn die Eltern nicht in das Weltbild passen. Weder Richter noch Jugendarbeiter werden demokratisch gewählt oder abgesetzt. In Beiden konzentriert sich in Einzelpersonen eine ungeheure Macht. Im Schnellverfahren bestimmen sie oft über das Schicksal von Menschen, und es gibt keine Lobby der Benachteiligten im Kapitalismus. Einen richtigen Ausweg gibt es innerhalb des Kapitalismus nicht, aber deswegen muß „jeder Kampf und sei er noch so klein, um die Lebensbedingungen hier und jetzt zu verbessern“ unterstützt werden und eine „Brücke vom Heute zur Befreiung der Arbeiterklasse“ (ArbeiterInnenstandpunkt - Wofür wir kämpfen) werden. Ein solcher Kampf ist der Streit einer jungen Frau mit dem Jugendamt, das sich bei einem Krankenhausaufenthalt einschaltete. Der Vorwurf, daß die Mutter die Kinder nicht gut genug versorgen würde, war bald unwesentlich, aber weil die Frau nicht in das Weltbild der Sozialarbeiterin passt, muß sie nun um das Sorgerecht bangen. Die antiautoritäre Erziehung und die Miteinbeziehung der Kinder in alle Entscheidungen wird schlichtweg als Partnerersatz abgestempelt. Die Versuche der Frau, sich gegen die Willkür zu wehren, werden als unkooperative Einstellung bezeichnet (was im Widerspruch zu den Berichten des Krankenhause steht). Da sich das Jugendamt nicht genügend Zeit nimmt, sich mit der Situation der Familie ausführlich zu beschäftigen, werden Entscheidungen schnell und ohne genau Analyse getroffen. Die junge Frau wird automatisch in die Defensive gedrängt und ihr wird klar gemacht, daß sie auf das Gutdünken des Jugendamtes angewiesen ist. Es findet eine Vorverurteilung und Unterdrückung statt, die nichts mehr mit dem Wohl der Kinder zu tun hat. Wir sind gegen das Recht von Eltern, ausschließlich über das Wohl ihrer Kinder entscheiden zu können. Kindern gebührt der besondere Schutz gegen jegliche psychische und physische Gewalt, aber wir sprechen dem Jugendamt die Berechtigung ab, über das Leben der jungen Frau zu urteilen und im Schnellverfahren Urteile über sie zu fällen, die auf Mutmaßungen basieren. Wir akzeptieren nicht, daß einzelne Personen Beurteiler und Richter sind und ihr Urteil die einzige Grundlage für das Sorgerecht ist. Wir sind vielmehr dafür, daß die Gemeinschaft für das Wohl der Kinder sorgen muß. Kinder müssen in Tagesheimen eine unentgeldliche, weltliche und allseitige - dem Alter entsprechende - Bildung erfahren, für die die Lehrer und Eltern gemeinsam verantwortlich sind, und die Kinder selbst in den Entscheidungsprozeß miteinbezogen werden, da wir glauben, daß Kinder sehr wohl in der Lage sind, mitzubestimmen. Lehrer als auch Sozialarbeiter müssen wählbar und abwählbar sein. Nur so kann die Willkür gestoppt werden, und den Kindern bestmöglichste Ausbildung und Kindheit garantiert werden. Daher Solidarität mit Alex und ihren Kindern! ================================================ 07 Aktionseinheit „BUSH GO HOME!“ : Erste Beschlüsse wurden getroffen von ASt-LFI ================================================ Aktionseinheit „BUSH GO HOME!“: Erste Beschlüsse wurden getroffen (aus: http://www.labournetaustria.at/) Die im Februar gebildete Aktionseinheit gegen den bevorstehenden Besuch des US-Präsidenten und Kriegsverbrechers George Bush im Juni traf bei ihrer jüngsten Sitzung erste Beschlüsse. Die Sitzung war von der TeilnehmerInnenzahl her fast doppelt so groß wie die vorhergehenden Treffen, was auch eine Verbreiterung der unterstützenden Organisationen widerspiegelt. So waren diesmal vertreten (in alphabetischer Reihenfolge): Anatolische Föderation, Antiimperialistische Koordination, ArbeiterInnenstandpunkt, Arabischer Palästina Club, Austrian Social Forum - Vorbereitungsgruppe, ATIGF - Föderation der Arbeiter und Studenten aus der Türkei in Österreich, HÖC - Front für Rechte und Freiheit, Funke, Gewerkschaft der Privatangestellten - Jugend, Irakische Gemeinde, Kommunistische Jugend Österreich - Ost, Kommunistische Initiative, Leo Gabriel, Linkswende, Netzwerk gegen eine EU der Konzerne und Militärs, ÖDP - Partei für Freiheit und Solidarität, Palästinensische Gemeinde, REVOLUTION, Sozialistische Alternative, Sozialistische Jugend Wien, Werkstatt für Frieden und Solidarität. Wir bereits berichtet, ist es das zentrale Ziel der Aktionseinheit BUSH GO HOME!, eine Großdemonstration während des Bush-Besuches zu organisieren. Ebenso wird es andere Protestaktionen geben wie z.B. einen Schulstreik. (Eine SchülerInnen-Aktionskonferenz zur Organisierung dieses Schulstreiks findet am 26. April statt.) In der Frage der RednerInnen bei der Großdemonstration einigten sich die TeilnehmerInnen darauf, daß jede am Bündnis teilnehmende und mobilisierende Organisation das prinzipielle Recht hat, eine/n RednerIn bei der Auftakt- oder Zwischenkundgebung zu stellen. Keiner Organisation steht das Recht zu, einer anderen das Rederecht abzuerkennen. Es wird angestrebt, die Zahl der RednerInnen zu einem späteren Zeitpunkt zu diskutieren, wobei angeregt wird - falls zu viele Organisationen eine/n RednerIn stellen möchten - daß sich jeweils mehrere Organisationen, bei denen dies möglich ist, auf eine/n gemeinsame/n RednerIn verständigen. Für die Abschlußkundgebung sollen möglichst prominente, repräsentative Gäste als RednerInnen eingeladen werden. Konsens besteht darüber, daß George Galloway (GB), Cindy Sheehan (USA) und Awni Al Kalemji (Irak) eingeladen werden. Zu Kalemji, der der Irakischen Patriotischen Allianz (IPA) – einer breiten politischen Widerstandsbewegung im Irak – angehört und im Exil in Dänemark lebt, wurde festgehalten, daß falls seine Teilnahme nicht möglich sein sollte (er wurde z.B. im März bei einer Solidaritätsveranstaltung in Deutschland kurzfristig verhaftet), ein anderer Vertreter der IPA sprechen soll. Eine Erweiterung dieser Liste ist noch möglich und wird angestrebt. Bezüglich des Aufruftextes wurde nach längerer Diskussion entschieden, mit der endgültigen Ausformulierung des Textes ein 5-köpfiges Redaktionsteam zu beauftragen. Der Aufruf soll endgültig bei der nächsten Sitzung der Aktionseinheit beschlossen werden. Explizit festgehalten wurde, daß eine Formulierung gefunden werden soll, die das Selbstbestimmungsrecht des palästinensischen Volkes zum Ausdruck bringt. Mit der endgültigen Version des Aufrufes und einer breiten UnterstützerInnenliste werden wir uns dann am 1. Mai an eine breitere Öffentlichkeit wenden. Auch wenn sicherlich noch weitere Fragen geklärt werden müssen, so stimmen uns die bisherigen Fortschritte beim Aufbau eines breiten, kämpferischen Bündnisses zuversichtlich, daß es uns gelingen wird, einen entschlossenen Widerstand gegen den Bush-Besuch zu organisieren. 6. April 2006 Otto Bruckner Michael Pröbsting ================================================ 08 Schlussdsokument, Wiener Erklärung der europäischen Imame-Konferenz von "Liga Kultur Infoline" ================================================ Sehr geehrte Damen und Herren! liebe FreundInnen und Geschwistern, nach dem erfolgreichen Ende der Konferenz von europäische Imamen und Seelsorgerinnen möchten wir Ihnen anbei das Schlussdsokument übermitteln. ----------------------------------------------------------------- Konferenz Europäischer Imame und Seelsorgerinnen Wien 2006 Veranstaltet von der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Außenministerium, der Stadt Wien und der Europäischen Islamischen Konferenz Schlusserklärung der Konferenz Den Islam in Europa theologisch als kompatibel mit den Prinzipien der Demokratie, der Rechtsstaatlichkeit, des Pluralismus und der Menschenrechte zu verorten, ist der Standortbestimmung der "Konferenz Leiter islamischer Zentren und Imame in Europa" im Jahre 2003 in der damaligen europäischen Kulturhauptstadt Graz gelungen. Gleichzeitig wurden jegliche Form von Fanatismus, Extremismus und Fatalismus klar verurteilt. Damit wurde nicht nur innermuslimisch ein wichtiges Zeichen der Orientierung gesetzt, sondern es sollte auch der Integrations- und Identifikationsprozess der Muslime, die in der Vielfalt ihrer ursprünglichen Herkunft ca. 50 Millionen Personen in Gesamteuropa umfassen, durch die Betonung des Partizipationsgedankens befördert werden. Als Zeugnis muslimischen Selbstverständnisses sollte aber auch nach außen ein wichtiges aufklärendes Signal getätigt werden, das Ängsten und Vorbehalten entgegenwirken könnte, um das friedliche und von gegenseitigem Verständnis und Respekt getragene Miteinander zu bestärken. 2006 muss von den Konferenzteilnehmern nüchtern festgestellt werden, dass es noch großer Anstrengungen auf allen Seiten bedürfen wird, um die Akzeptanz der Muslime in der Mehrheitsgesellschaft zu erreichen. In verschiedenen europäischen Ländern sind soziale und wirtschaftliche Spannungen gleichzeitig in Zusammenhang mit einer oft aggressiv und emotional geführten "Ausländerdebatte" zu bringen. Muslime werden pauschalierend benutzt, um ein Bild des "Fremden" entstehen zu lassen, das in Zeiten der Unsicherheit Halt in einer negativen Abgrenzung bietet. Es scheint, als solle damit ein "Wir"-Gefühl erzeugt werden, das Gesellschaften, die massiv unter einem Verlust des sozialen Zusammenhangs leiden, zunehmend abhanden kommt. Gleichzeitig sehen sich Muslime einem starken Rechtfertigungsdruck ausgesetzt, da nach dem Prinzip "bad news is good news" in der öffentlichen Wahrnehmung die Krisenberichterstattung Bilder von Aggression und Gewalt, oft an außereuropäischen Schauplätzen, in den Vordergrund rückt. In der Diskussion tauchen immer wieder Kritikpunkte auf, die anhand einzelner Missstände eine Unverträglichkeit "islamischer" mit "westlichen" Werten zu konstruieren suchen. Hier wird es von Seiten muslimischer Gelehrter nicht genügen, sich mit dem Verweis, dass solcherlei negative Erscheinungsformen im Gegensatz zur islamischen Lehre in überkommenen Traditionen wurzelten, als nicht weiter zuständig zu erklären. In der theologischen Argumentation liegen schließlich große und erprobte Möglichkeiten, nachhaltige Bewusstseinsveränderungen herbeizuführen. Diese sollen als Teil der Lösung aber auch erkannt, respektiert und im öffentlichen Diskurs gefördert werden. Die Moderne rückt die persönliche Verantwortung jedes einzelnen mündigen Bürgers stärker als je in den Mittelpunkt. Wir stehen vor gewaltigen Herausforderungen, was die Bewahrung von Frieden und Sicherheit, die Frage sozialer Gerechtigkeit und den Erhalt der Umwelt betrifft. Die Religionen leisten mit ihrem Appell zu verantwortlichem Handeln, das vom Gedanken an das Wohl anderer getragen sein soll, einen entscheidenden Beitrag. Sie können einen positiven Ausgleich zu auf Konsum ausgerichteten, an der individuellen Spaßoptimierung abgestellten Lebenseinstellungen schaffen. Der Islam trägt einen lösungsbezogenen Ansatz in sich, indem Vielfalt als gottgewollt nicht in Frage gestellt werden soll, sondern gelassen in mehr Kenntnis mündend nutzbar zu machen ist. "Gute Werke" bilden eine Maxime des Handelns. Wie eng Friede und Gerechtigkeit zusammen liegen, zeigt der Anspruch diskriminierungsfreien, gerechten Umgangs miteinander auf, unabhängig von Herkunft, Religion, gesellschaftlichem Ansehen oder Alter: "Diejenigen, die glauben und ihren Glauben nicht mit Unrecht vermischen, sie sind es die Sicherheit haben und sie sind es, die rechtgeleitet sind." (Sure 6, Vers 82) Die Konferenz beschäftigte sich in Arbeitsgruppen detailliert mit einzelnen Aspekten: Daraus gingen folgende Überlegungen hervor: Integrationssoziologie Der religiöse Anspruch persönliche Bereitschaft zu zeigen, Verantwortung für das Allgemeinwohl zu übernehmen, bildet die Grundlage eines integrativen Zugangs, der den jeweiligen Lebensmittelpunkt zum vordringlichen Radius macht. So ist es natürlich, dass Muslime das Gastarbeiterimage zu überwinden suchen. Sie betrachten sich nicht als "Fremdkörper", sondern als lebendigen Teil Europas. Große historisch gewachsene muslimische Populationen sind eine Tatsache. Der Islam ist auch aus der Leistung seines großen wissenschaftlichen und kulturellen Erbes direkter Bestandteil der europäischen Identität. Integration und Assimilation dürfen als Begrifflichkeiten nicht vermischt werden, wie dies bisher oft der Fall ist. Die Interaktion mit der Mehrheitsgesellschaft darf nicht zur Voraussetzung haben, bedingungslos Religion, Kultur und sprachliche Vielfalt aufgeben zu sollen. Die mit Assimilationsforderungen implizierte Annahme der Minderwertigkeit des "anderen" führt zu Abkapselung und Ghettoisierung. Integration ist keine Einbahnstraße, sondern als beidseitiger Prozess zu verstehen. Als aktiver und sichtbarer Teil suchen sich Muslime auf allen Gebieten bereichernd und ergänzend zu beteiligen: wirtschaftlich, kulturell, wissenschaftlich, politisch, sozial. Voraussetzung hierzu ist die Beherrschung der Landessprache als Instrument der Kommunikation. Von der Mehrheitsgesellschaft erwarten wir ein Bekenntnis zu Diversität, eine Haltung gegen Tendenzen von Rassismus und Diskriminierung. Anreize und Möglichkeiten der verbesserten Partizipation liegen in der erleichterten Einbürgerung bei gelungener Integration, bei der Familienzusammenführung, beim Zugang zum Arbeitsmarkt, diversitiy management, positiver Diskriminierung und Quoten, der Nostrifizierung ausländischer Bildungsgänge, der demokratischen Teilhabe (z.B. kommunales Wahlrecht). Bei der Definition und der Verwendung des Begriffs "Parallelgesellschaft" soll mehr Sorgfalt gehegt werden. Die berechtigte Pflege von Kultur und Religion innerhalb eines geschützten Raumes soll nicht bereits unter den Generalverdacht von bewusster Abkapselung gestellt werden. Die Querverbindungen, Vernetzungen und der Dialog nach draußen zeigen, dass es hier nicht um eigene Abschottung, sondern um "community"-Bildung geht, deren Ziele, etwa in der Aufgabe sozialer Aufgaben, der Gesellschaft zugute kommen können. In einer Zeit wachsenden Pluralismus wäre es von Vorteil, wenn sich eine Einstellung durchsetzen könnte, die es als selbstverständliche Gegebenheit betrachtet, dass die Bevölkerung verschiedenste Interessens- und Neigungsgruppen umfasst, die möglichst in Ergänzung und Bereicherung vielfältige Überlappungen und Schnittstellen bilden. Unter diesem Aspekt sind auch Anstrengungen von muslimischer Seite zu betrachten, die Institutionalisierung eigener Einrichtungen anzustreben. Kindergärten, Schulen oder auch die Moscheeaktivitäten dürfen nicht als "antiintegratives Gegenmodell" mit einer Vorverurteilung belegt werden. Denn erste Erfahrungen beweisen, dass kluge und pädagogisch ausgereifte Konzepte, die auch Elemente der Kooperation und Vernetzung mit anderen Einrichtungen aufweisen, das Empowerment der jungen Generation stärken können, aber auch Brückenbaufunktionen übernehmen können. Moscheen stellen einen wesentlichen Aspekt im muslimischen Gemeindeleben dar. Ihre Unabhängigkeit, auf geistig-moralischer Ebene wie finanziell, ist ein Schlüssel für die authentische Entwicklung der Identität eines "Islam in Europa". Imame und andere Funktionsträger, Männer und Frauen, innerhalb der muslimischen Community sind wichtige Multiplikatoren und haben Vorbildfunktion. Die Beteiligung von Frauen ist zu fördern. Um die Lebenswirklichkeit der Gemeinde in der Arbeit aufgreifen zu können, ist nicht nur sprachliche Kompetenz (Erwerb der Landessprache) eine Voraussetzung, sondern auch Wissen um gesellschaftliche Strukturen und Entwicklungen. Denn im Islam sind gesellschaftliche Rahmenbedingungen unbedingt bei der Beantwortung religiöser Fragen auf Basis der Quellen zu berücksichtigen. In der Aus- und Fortbildung der Imame steckt in Europa noch ein großes Entwicklungspotenzial. Sie sollen aus der Rolle der Respektperson heraustreten und zur Vertrauensperson werden, wozu es vermehrter sozialer Kompetenz bedürfen wird. Gebraucht werden eigene Bildungsinstitutionen, aber auch gezielte Weiterbildungsprogramme, die an den lokalen Bedürfnissen orientiert sind. Die Moschee soll auch in ihrer traditionellen Rolle als sozialer Knotenpunkt ins allgemeine Bewusstsein treten, indem entsprechende Aktivitäten von einer offenen Haltung nach draußen begleitet werden. Viel versprechend erscheinen hier die Ansätze von Bradford / England, wo eine Einbindung der lokalen Moschee-Gemeinden und Imame in Fortbildungsprojekte erfolgt. Presse- und Meinungsfreiheit sind ein unverzichtbares und allgemeines Gut. Es besteht kein Widerspruch zur Religionsfreiheit, da beide eng miteinander verknüpft sind. Meinungsfreiheit soll in Verantwortung ausgeübt werden und in Beachtung gegenseitigen Respekts. In Europa hat sich - von Land zu Land teilweise auch mit Unterschieden- doch ein gewisser gesellschaftlicher Konsens gebildet, wo Bereiche liegen, die eines besonderen Feingefühls bedürfen. Auch Gesetze kennen - wieder in unterschiedlicher Form - Paragraphen mit Schutzbestimmungen. Wir sehen, dass sich im Umgang mit dem Islam ein solcher Konsens erst noch bilden muss. Da wir uns zum Dialog als beste Lösung im Konfliktfall bekennen, sehen wir hier auch die beste Möglichkeit mehr gegenseitiges Verständnis zu erreichen. Bildung Bildung ist im Islam geradezu eine Lebenseinstellung, da lebenslängliches Lernen vorausgesetzt wird. Die Zugänglichkeit ist unabhängig von der sozialen Schicht zu gewährleisten. Viele Probleme ließen sich über Bildungsmaßnahmen konstruktiv angehen, indem damit eine Stärkung der Persönlichkeit, die Fähigkeit zu Selbstreflexion und Eigenkritik einhergeht. Horizonte zu erweitern wird aber auch gezielter Förderung der Mehrheitsgesellschaft bedürfen. Die soziale Durchlässigkeit des Bildungssystems ist in vielen europäischen Staaten problematisch, wovon Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund besonders betroffen sind. Die Problematik von "Ghettoschulen" oder die hohe Zahl von Migrantenkindern in Sonderschulen soll vor dem sozialen Hintergrund gesehen werden und nicht als kulturell oder religiös bedingtes Phänomen. Chancengleichheit muss aktiv gefördert werden. Dazu gehören Investitionen in frühzeitigen Spracherwerb, Lernbegleitung und Lernberatung und beidseitige interkulturelle Kompetenz. Moscheen und muslimische Vereine können hier aktiv eingebunden sein. Gleichzeitig geht es um den Abbau von Rassismus und Islamfeindlichkeit. Schulbildung prägt fürs Leben, weshalb Stereotypen, die über den Islam auf diesem Wege verbreitet wurden, besonders schwer zu überwinden sind, wie eine Schulbuchstudie von Frau Prof. Susanne Heine für Deutschland und Österreich nachwies. Heute bemüht man sich stärker und der Problematik bewusster um einen einfühlsamen und aufklärerischen Ansatz bei der Behandlung des Islam in Schulbüchern. Diese Tendenz ist noch zu verstärken und unterstützen. Unbestritten ist die positive Rolle des Kindergartens auf die Entwicklung des Kindes. Die Vorteile für sprachliche und soziale Entwicklung sind so groß, dass hier der Keim für ein späteres positives Fortkommen liegt. Die Empfehlung für den Kindergartenbesuch ist verbunden mit dem Hinweis, dass die Attraktivität für muslimische Eltern wesentlich zu steigern wäre, könnte auf ihre speziellen Bedürfnisse unter den Stichworten Interkulturalität und Beachtung religiöser Praxis (halal-Speiseangebot) besser eingegangen werden. Muslimische Kindergärten, die hier ein maßgeschneidertes Angebot haben, können oft gerade Kinder erreichen, deren Eltern sonst von einem Besuch Abstand genommen hätten. Als Programm zur späteren besseren Integration in die Regelschule sollen sie mehr Förderung erfahren. Religionsunterricht im Islam im Rahmen des Regelunterrichts an öffentlichen Schulen soll endlich als wirksames Instrument der Integration wahrgenommen werden. Die sichtbare Gleichstellung mit anderen Religionsgemeinschaften wirkt sich günstig auf das Zugehörigkeitsgefühl aus. Der in seiner Bedeutung unbestrittene Dialog der Religionen wird sich nur an die Basis tragen, wenn auch seine Mitglieder religiöse Wurzeln und Werte kennen. Darüber hinaus trägt Religionsunterricht zur Identitätsbildung aktiv bei, indem Unterschiede zwischen religiöser Lehre und kulturell bedingten Traditionen aufgezeigt werden und das Bewusstsein als Teil der europäischen Gemeinschaft gestärkt wird. Realitätsbezogener Unterricht in der jeweiligen Landessprache soll extremistische Meinungen als solche bloßstellen und einer Selbstethnisierung durch sprachliche oder vom Ursprungsland herrührende Ghettoisierung vorbeugen. Diese Qualität des Unterrichts soll sich auch auf die Entwicklung der Koranschulen in den Gemeinden mit ihrem zusätzlichen Angebot vor allem auf dem Gebiet der Koranrezitation und der Pflege der Muttersprache positiv niederschlagen. Dabei ist besonderes Augenmerk auf die Entwicklung didaktisch geeigneter Lehrmaterialien zu legen. Liedtexte, Kopiervorlagen und Bücher sollen im Einklang mit dem offiziellen approbierten Lehrplan und seiner Zielrichtung stehen. Die Lehrpläne und Lehrbücher werden ständig reformiert und an die neuen Gegebenheiten angepasst. Erwachsenenbildung ist mehr als einzig Sprachunterricht. Hier sollen gezielte Programme sinnvolle Freizeitgestaltung fördern. Politik Eine Wurzel von großen Missverständnissen liegt in dem Vorwurf an die Muslime, ein gespaltenes Verhältnis zum Staat zu haben, indem sie den Gedanken der Trennung von Macht- und Aufgabenbereichen zwischen politischer und geistlicher Führung nicht vollzogen hätten. Hier wäre ein historisch genaueres Bewusstsein sehr hilfreich, das auch die Entwicklung der islamischen Länder berücksichtigt, was in den schulischen Lehrplänen fast völlig vernachlässigt wird. Dieses Wissen könnte von Muslimen vielfach als überheblich empfundene eigenzentrierte Sichtweisen positiv erweitern und die prinzipielle Vergleichbarkeit historischer Abläufe hinterfragen, die jetzt unter dem Stichwort "mangelnde Aufklärung" im europäischen Diskurs zum Allgemeinplatz wurde. Die Aufgeschlossenheit gegenüber den Wissenschaften wurde ein wesentlicher Faktor für die Entwickeltheit islamischer Gesellschaften, von der auch Europa gerade als Impulse für die Aufklärung profitierte. De facto war die politische Führung über weiteste Strecken der islamischen Geschichte autonom und gestaltete sich nicht in Personalunion mit den religiösen Würdenträgern. Umgekehrt kann besseres historisches Verständnis der europäischen Geschichte Muslimen gewisse Befindlichkeiten erklären und das gegenseitige Verständnis vertiefen. Auch der Begriff "Scharia" wird immer wieder völlig falsch interpretiert (etwa als "Strafrecht") und angewendet, woraus große Ängste und Abwehrhaltungen resultieren. Auch hier appellieren wir an die gebotene Sachlichkeit und korrekte Definition, die in der Betonung des dynamischen Charakters bei der Auslegung der Quellen gerade geeignet ist, Vorurteile zu entkräften. Wie kontraproduktiv Scheinwissen ist, zeigt die wiederholt laut gewordene Forderung nach "Abschaffung der Scharia", die völlig absurd ist, da die Scharia die Glaubenspraxis auf Grundlage der Quellen regelt, also etwa Fragen nach der Gebetswaschung, der Höhe der sozial-religiösen Pflichtabgabe für Bedürftige usw. Solche unqualifizierten Äußerungen können dem nötigen vertrauensbildenden Prozess nur abträglich sein, da er von Muslimen als Ruf nach Abschaffung des Islam verstanden werden muss. Die Vereinbarkeit einer demokratischen Ordnung mit dem Islam wurde wiederholt durch offizielle muslimische Erklärungen unterstrichen. Die Identifikation mit dem Staat ist dann naturgemäß besonders hoch, wenn eine größtmögliche Deckungsgleichheit mit persönlichen Wertvorstellungen damit einhergeht. Somit ist das Modell des Anerkennungsstatus für den Islam, wie es in Österreich besteht, tatsächlich besonders geeignet, da es über die emotionale Ebene der Zugehörigkeit einen institutionalisierten Dialog mit sich bringt. Damit wird mit und nicht über Muslime geredet, können Sachfragen im Lande geklärt werden, ohne dass man auf ausländische Gutachten zurückgreifen müsste, die immer die Problematik in sich bergen, weder der konkreten Situation völlig angemessen zu sein, noch eigenständig aus der lokalen muslimischen Community erwachsen zu sein, die sich statt mit der geforderten Eigenständigkeit oft "von außen" bestimmt sehen würde. Die Teilhabe von Menschen mit muslimischem Hintergrund an demokratischen Entscheidungsfindungsprozessen soll gesteigert werden. Die Imame weisen nicht nur darauf hin, passiv persönlich vom Wahlrecht Gebrauch zu machen, sondern auch aktive Möglichkeiten der Partizipation z.B. in Elternvertretungen von Schulen oder bei ArbeitnehmerInnenvertretungen aktiv zu unterstützen, aber auch innerhalb der Parteienlandschaft. Die Politik ist gefordert ihren Part im beidseitigen Prozess der Integration ernst zu nehmen. Hand in Hand mit integrationspolitischen Maßnahmen sollten solche zum Abbau von Fremdenfeindlichkeiten in all ihren Erscheinungsformen, auch jener der Islamfeindlichkeit, greifen. Mit Besorgnis sind Tendenzen festzustellen, wo diskriminierende Haltungen gegen Muslime in die Politik Eingang finden. Hier soll es keine Sondergesetze geben, denn Muslime dürfen nicht mit einer Art Generalverdacht belegt werden. Die Beweislastumkehr ist ein Verstoß gegen die Rechtsstaatlichkeit. Rassismus ist Unrecht und jede Herrschaft, die darauf gründet, ist illegitim. Antisemitismus und Islamfeindlichkeit sind aufarbeitungsbedürftig. Auch Muslime sind nicht vor Rassismus gefeit. Die Imamekonferenz spricht sich gegen jede Form von Rassismus und von ethnischer Diskriminierung innerhalb der muslimischen Gemeinden Europas aus. Wirtschaft Wohlstand soll im Islam nicht auf Kosten anderer erworben werden, sondern mit Verantwortung verbunden sein - Gesellschaftlich unter dem Aspekt sozialer Gerechtigkeit und ökologisch unter dem Gesichtspunkt nachhaltigen Wirtschaftens, das sorgsam mit den Ressourcen umgeht und die Schöpfung zu pflegen und zu bewahren sucht. Menschenwürdiges Leben in Gegenwart und Zukunft zu sichern ist aus islamischer ökonomischer Sicht mit einer Reihe ethischer Richtlinien verbunden. Dazu gehören ein Zinsverbot, ein Monopolverbot, das Verbot von Spekulationen und die Pflicht zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Konsum und Rohstoffen. Islamische Wirtschaftsgebote setzen darauf, dass Geld im Fluss bleiben soll. Parallel dazu ist auch die dritte Säule des Islam zu sehen, die als sozial-religiöse Pflichtabgabe einen Anteil von 2,5% des stehenden Vermögens als zu leistende "Reinigung" an Bedürftige abzugeben befiehlt. Hier geht es um Umverteilung im Sinne der Sicherung der Grundbedürfnisse jedes einzelnen Mitglieds der Gemeinschaft. Zinsgeschäfte bringen durch den damit verbundenen Mechanismus des Kapitalhortens durch Banken mit sich, dass Geld im Umlauf fehlt. Die Reduzierung des Investitionsvolumens kann Arbeitslosigkeit verursachen, den Wettbewerb verfälschen, gesellschaftliche Spannungen verursachen. Staatverschuldung ist ein gewaltiges Problem nicht nur der dritten Welt. Ruin und Verelendung betreffen ganz Bevölkerungsgruppen. Alternativen zum Zinsgeschäft wären durch Muslime weiterzuentwickeln und zu fördern. Die Nachfrage zeitigte bereits jetzt, dass westliche Banken islamische Geschäftszweige anbieten und dabei muslimische Experten beschäftigen. Muslime in Europa werden als Konsumenten ein immer stärkerer Faktor. Der Markt reagiert zunehmend, etwa auf dem Lebensmittelsektor, wo Halalzertifizierung Bedürfnisse dieser Käuferschicht decken soll. Das islamische Reinheitsgütesiegel wäre europaweit in standardisierter Form zu verwenden und sollte nach einheitlichen Kriterien vergeben werden, um hier muslimischen Konsumenten Sicherheit zu gewähren. Frauen Mann und Frau sind im Islam gleichwertige Partner, die gegenseitige Verantwortung tragen und gleich an Menschenwürde sind. Das Recht auf Lernen und Lehre, das Recht auf Arbeit, finanzielle Unabhängigkeit, aktives und passives Wahlrecht, Teilhabe im gesellschaftlichen Diskurs sind Pfeiler, die den Status absichern sollen. Chancengleichheit und mündige und freie Orientierung soll Frauen ermöglicht werden. Diese grundsätzlichen Aussagen der vorausgegangenen Konferenzen sollen im Folgenden weiter vertieft werden. Denn Frauenanliegen sind von gesamtgesellschaftlichem Interesse. Daher soll jede Form von Verletzung von Frauenrechten kritisiert und bekämpft werden. Zwangsehe, FGM, Ehrenmorde und familiäre Gewalt haben keine Grundlage im Islam. In der Außensicht manifestiert sich am Bild der Frau im Islam häufig die Einstellung gegenüber der Religion an sich. Begründet wird damit oft eine Position der Überlegenheit seitens der Mehrheitsgesellschaft. Mangelndes Wissen erschwert eine sachliche Auseinandersetzung. Werden Musliminnen vor allem als "Opfer" wahrgenommen, so drängt sie dies in ein Rollenklischee. Sich daraus zu lösen gelingt paradoxerweise schwer, solange die Mehrheitsgesellschaft an der Vorstellung der "religiös gefesselten" passiven muslimischen Frau festhält und Barrieren bereithält, will sie als sichtbar den Glauben praktizierende aktive Muslimin das Klischee brechen. Hier sollen wir zu einer solidarischen Denkens- und Handlungsweise finden. Frauenfeindliche Strukturen haben verschiedene Ausformungen. Religions- und kulturübergreifendes Denken wendet sich gemeinsam gegen familiäre Gewalt und strukturelle Benachteiligungen von Frauen. Die Reflexion über traditionelle Rollenzuschreibungen und Stereotype kann diese überwinden und Vernetzung und Zusammenarbeit fördern. Eine stärkere Differenzierung zwischen Religion und Tradition, die häufig Frauen benachteiligt und dem Islam zuwiderläuft, ist unabdingbar. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Religion pauschal verantwortlich für Missstände gemacht wird und man übersieht, welche theologischen Argumentationsschienen gerade aufklärend und derartige Traditionen überwindend angezeigt sind. Gleichzeitig wäre eine Verengung auf eine einzig religiöse Perspektive unzulässig. Denn die Lebenswirklichkeit von muslimischen Frauen in Europa ist geprägt von diversen Faktoren, die als solche analysiert werden müssen. Der Ehrbegriff soll von Imamen analysiert und aus der Religion, im Gegensatz zu lokalen traditionellen und kulturbedingten Vorstellungen, begreiflich gemacht werden. Die verstärkte Partizipation muslimischer Frauen bedarf durchdachter politischer Konzepte, die Ausgrenzungstendenzen und Diskriminierungen entgegen treten. Maßnahmen zur Mädchen- und Frauenförderung, die eine religiöse Grundhaltung anerkennen, wären ein solcher Schritt. Staatlich geförderte kultur- und religionssensible Beratungs- und Hilfseinrichtungen von und für muslimische Frauen bieten ein besonders niederschwelliges Angebot und setzen Impulse der Selbstermächtigung. Frauen sollen frei von Abhängigkeitsverhältnissen sein. Der ungehinderte Zugang zum Arbeitsmarkt ist dabei vordringlich. Unabhängigkeit ist stark an finanzielle Ungebundenheit und damit Beschäftigung gebunden, wobei die Politik ausgleichende und gerechte Vorkehrungen treffen kann, damit Väter und Ehemänner nicht vordringlich als Versorger betrachtet werden müssen. Kopftuchverbote sind kontraproduktiv, da sie Frauen von wesentlichen Bereichen des Lebens ausschließen. Im Widerspruch zum Recht auf freie Religionsausübung grenzen sie islamisch gekleidete Frauen aus und bewirken damit in vielen Fällen genau jenen Rückzug, den sie zu bekämpfen vorgeben. Zusätzlich laden Verbote die Diskussion emotional weiter auf und festigen Klischees, indem sie ihre Begründung just aus der Argumentation beziehen, die Kopftuchträgerinnen mit ihrem sichtbaren Teilhaben an der Gesellschaft überwinden können: Das Kopftuch sei ein Symbol der Unterdrückung und des Zwangs, ein politisches Zeichen für eine extremistische Haltung und nicht konform mit europäischen Vorstellungen des Geschlechterverhältnisses. Die Bevormundung muslimischer Frauen, indem ein Teil der Glaubenspraxis von außen interpretiert und verurteilt wird, spricht ihnen ihre Mündigkeit ab und kann damit Polarisierungstendenzen verschärfen. Das Selbstbestimmungsrecht der Frau soll aber außer Frage stehen - nach innen wie nach außen. Auch innerhalb der muslimischen Gemeinschaft besteht vermehrter Handlungsbedarf. Bewusstseinsbildung gegen jeden Missbrauch von Religion soll gefördert werden. Gleichzeitig bekennt sich die Konferenz dazu, dass auch im Bereich Ehe und Familie auf Herausforderungen der Moderne auf dem Boden der Theologie neue islamische Antworten gefunden werden sollen. Diese können auch in einem Wiederentdecken und neu nutzbar gemachtem Element wie dem islamischen Ehevertrag liegen. Dieser bietet dem Brautpaar die Möglichkeit die Zukunft gemeinsam zu überdenken und Vereinbarungen festzuhalten. Jugend Jugendliche verkörpern als Zukunftsträger in besonderem Maße die Vision muslimischer Europäer - europäischer Muslime, die durch ihre als selbstverständlich wahrgenommene Identitätszugehörigkeit in beide Richtungen Brückenbauer und Bindeglieder zwischen den Kulturen sein können. Die muslimische Jugend soll sich ihrer speziellen Verantwortung in dieser Richtung bewusst sein. Dazu muss ein entsprechendes, ihre besonderen Kompetenzen schätzendes Klima vorhanden sein, das Mehrsprachigkeit, rasche Anpassungsfähigkeit im interkulturellen Bereich und eine aufgeschlossene Grundhaltung als persönliche Werte erkennt und fördert. Die Aufgabe eine solche Wertschätzung zu vermitteln und daran angeknüpft Programme zur gezielten Förderung dieser Talente zu schaffen, liegt sowohl bei den muslimischen Familien und Gemeinschaften, als bei der Mehrheitsgesellschaft. Das Potential der muslimischen Jugendlichen soll anerkannt werden. Ihr Selbstbewusstsein ist zu stärken. Vorurteile und latente Fremdenfeindlichkeit können zu Abschottung und Isolation führen, durch die wiederum eine ablehnende Einstellung gegenüber "den anderen" gezüchtet werden kann. Dadurch können sich Polarisierungen aufbauen, die gesellschaftspolitischen Sprengstoff bieten. Diese präventiv anzugehen, bedarf es der im Bereich "Bildung" angesprochenen Maßnahmen. Muslimische Jugendliche sollen gleiche Möglichkeiten nutzen können wie Jugendliche der Mehrheitsgesellschaft (Beispiel: Europäische Austauschprogramme in Schul- und Berufs/Studienbildung, unabhängig von Staatsbürgerschaft). Jugendliche brauchen eine Perspektive. Sie sollen die gleichen Chancen vorfinden, im Berufsleben Fuß zu fassen oder eine Wohnung zu finden. Jugendliche Selbstorganisation von Muslimen und ihre Vernetzung mit anderen Jugendorganisationen soll darüber hinaus gefördert werden. Vereine jugendlicher Muslime weisen jene Merkmale auf, die bei jenen der ersten Generation noch nicht zu finden sind: die Landessprache als Kommunikationssprache, keine Einengung der Mitglieder auf ein bestimmtes Herkunftsland, ein auf die Lebenswirklichkeit im Lande verstärkt zugeschnittenes Angebot von Aktivitäten. Hier eine sinnvolle Freizeitgestaltung, emotionale Zugehörigkeit und Verantwortungsgefühl für ein funktionierendes Miteinander zu erfahren, gibt Halt. Damit werden indirekt auch Jugendkriminalität, Drogenkonsum und die Verbreitung von Extremismus wirksam bekämpft. Die meinungsbildende Rolle der Medien ist besonders bei dem Bereich der Jugend anzusprechen. Die Wissenschaft soll sich verstärkt besonderen Phänomen, die die muslimische Jugend betreffen widmen und mit seriösen Ergebnissen helfen die Diskussion zu versachlichen. Ökologie Der Mensch trägt in seiner Funktion als Sachwalter der Schöpfung hohe Verantwortung für deren Pflege und Erhalt. Natürliche Ressourcen dürfen daher nur unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit sorgsam genutzt werden. Der Koran warnt den Mensch vor Überheblichkeit in Ausübung seiner Statthalterschaft: "Siehe, Wir boten die Verantwortung ("amana" - die Ausübung von freiem Willen und Verstand) den Himmeln und der Erde und den Bergen an, doch weigerten sie sich, sie zu tragen und schreckten davor zurück. Der Mensch lud sie sich jedoch auf; denn er überschätzt sich und ist eingebildet." (33.72) Das natürliche Gleichgewicht der Natur soll geschützt und bewahrt werden. Denn so wie sich Wasser, Luft, Erde, belebte und unbelebte Natur, Tier- und Pflanzenreich aufeinander beziehen, wird im Koran ein Kreislauf des Lebens wiedergegeben, bei dem Eingriffe negative Auswirkungen für das gesamte System zur Folge haben könnten. Respekt vor dem Wunder der Schöpfung Gottes ist geboten, aus dem Respekt im Umgang mit dieser resultieren soll. Zur Tierwelt heißt es etwa: "Es gibt kein Getier auf Erden und keinen Vogel, der auf seinen zwei Schwingen dahinfliegt, die nicht Gemeinschaften wären so wie ihr." (6:38) Die Balance zwischen Nutzbarmachung der Natur und ihrem Schutz schlägt sich häufig zu deren Ungunsten nieder. Umweltzerstörung als Konsequenz menschlicher Gier nach maximaler Ausbeutung wird in 20:41 angesprochen: "In Erscheinung getreten ist Unheil zu Land und Meer als Folge dessen, was die Menschen anrichteten, damit Er sie einiges von ihrem (Fehl)verhalten spüren ließe, auf dass sie umkehren." Muslime sind angehalten sich hier durch ihr persönliches Verhalten problembewusst zu zeigen und aktive Beiträge zum Umweltschutz zu leisten. Um das Wasser kreisen besonders zahlreiche Aussagen. Sparsamkeit im Umgang wird empfohlen. Etwa ist es verpönt bei der Gebetswaschung unnötig Wasser rinnen zu lassen. Es bestehen Regelungen zum Gewässerschutz. Wasser wird als ein so wichtiges Gut betrachtet, dass ein Grundrecht des Menschen darauf besteht. Trinkwasser soll darum allgemein zugänglich sein, kann nicht zu einem Privateigentum mutieren. Im Bereich der frommen Stiftungen, die testamentarisch von Gläubigen verfügt werden, ist besonders das Schlagen eines Brunnens empfohlen, um für die Nachwelt eine andauernde gute Tat zu setzen. Das Gebot des "Maßhaltens" konkretisiert sich rund um das Thema der Nahrung. Verwirklicht werden soll der im Islam empfohlene "Weg der Mitte", hier zwischen Genuss und Gesundheitsbewusstsein, zwischen Konsum und Bewusstheit für größere wirtschaftliche Zusammenhänge, die nicht zum Schaden der Umwelt, seien es Mitmenschen oder Natur gereichen dürfen. Diese Haltung lässt sich direkt beziehen auf die moderne Forderung nach mündigen Konsumenten, die mit ihren bewussten Kaufentscheidungen nach ethischen Standards ("fair trade") handeln. Muslime sollen sich verstärkt des Themas "Umweltschutz" annehmen und aktiv Vernetzungen mit Umweltexperten und zuständigen Abteilungen der Stadtverwaltung für spezifische Projekte eingehen. Zu beleben sind islamische Traditionen wie die Stiftung für Fütterung und Aufnahme für obdachlose Tiere und die Tradition des Bäume Pflanzens als nachhaltige gute Tat. Islamische Gebetsstätten sollen das ökologische Bewusstsein der Muslime widerspiegeln und mit ökologisch verträglichem Baumaterial gebaut zu Aushängeschildern dieser Einstellung werden. Dezidiert zu betonen ist, dass Muslime die negativen Auswirkungen der Kriege und eingesetzter chemischer Waffen auf die gesamte Natur besorgt verfolgen und eine Dokumentation verlangen. Die Kriegsbetreiber sind zur Wiedergutmachung auch dieser Zerstörungen und ihrer Wirkungen auf den Menschen zu fordern. Wien, am 8. April 2006 -- Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen e-mail:dieinitiative at gmx.at für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte: Omar Al Rawi +43-650-3831942 al-rawi at gmx.at Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449 baghajati at aon.at Mouddar Khouja +43-1-9685096 mouddar at gmx.net Andrea Saleh +43-1-7965652 salehand at gmx.at ================================================ 09 [Widerstand] Relly von Asyl in Not ================================================ Relly und Maria dürfen bleiben Ein Sieg der Solidarität Der Protest der Schülerinnen und Schüler des GRG Ödenburgerstraße war erfolgreich. Das Innenministerium hat eingelenkt. Prokops Pressesprecher Rauch (der vor einigen Tagen zum „Puls TV“ noch gemeint hatte, er sähe keine große Chance) hat nun öffentlich erklärt, Relly könne bei der MA 20 einen Antrag auf Aufenthaltsbewilligung als Schülerin stellen. Das ist ein Zugeständnis, da solche Anträge eigentlich vom Ausland aus zu stellen sind; aber das Gesetz sieht auch vor, daß das Innenministerium aus humanitären Gründen die Antragstellung im Inland zulassen kann. Das ist nun der Fall, wenn wir Herrn Rauch richtig verstehen. Wir gehen aus heutiger Sicht davon aus, daß das Ministerium zu seinem Wort steht und uns nicht irreführt. Rellys Mutter wurde aus der Schubhaft entlassen. Wie ihr Aufenthalt legalisiert werden kann, weiß der Innenministerium noch nicht; wir hoffen, daß es auch in ihrem Fall eine vernünftige Lösung geben wird. Offen bleibt die Frage, wer für den Unterhalt der beiden aufkommen wird. Wir appellieren an das Arbeitsmarktservice, Rellys Mutter eine Beschäftigungsbewilligung zu erteilen. Eine Firma, die den Antrag stellt, findet sich bestimmt. Das glückliche Ende ist ein großartiger Erfolg der Klassengemeinschaft, der es gelungen ist, in kürzester Zeit eine wirklich professionelle Kampagne durchzuziehen. Herzlichen Glückwunsch! Und ein Dankeschön an die Lehrschaft, die sich konsequent hinter Relly und hinter die Aktion der SchülerInnen gestellt hat. Es ist zugleich ein Erfolg aller derer, die sich durch Emails an das Innenministerium an unserer Aktion „Notruf Asyl“ beteiligt haben; ihnen allen danken wir sehr. Die Zivilgesellschaft ist durch diese Aktion stärker geworden. Wie schon die Bewegung „Ehe ohne Grenzen“ (ein Zusammenschluß von der Abschiebung eines Partners betroffener Paare), hat nun auch die Protestaktion der Schüler neue Schichten der Bevölkerung mobilisiert. Immer mehr Menschen erkennen, wie unmenschlich und ungerecht die herrschende Politik gegenüber den „Fremden“ ist. Das gibt uns Hoffnung und Kraft. Es wird anders werden in diesem Land. Licht ins Dunkel der Schubhaft ! Vergessen wir über diesem Erfolg in einem Einzelfall nicht die vielen tausenden Menschen, die in der Schubhaft verschwinden und keine Lobby haben. Ihnen zu helfen, wird in den kommenden Monaten unsere vornehmste Aufgabe sein. Michael Genner Asyl in Not Währingerstraße 59 1090 Wien Tel.: 408 42 10-15, 0676 - 63 64 371 www.asyl-in-not.org Spendenkonto: Asyl in Not, P.S.K., Kontonummer 92.034.400 Zum Abmelden besuchen Sie bitte folgenden Link: http://www.asyl-in-not.org/php/member.php?mode=signout ================================================ ================================================ C) TERMINE ================================================ können derzeit aufgrund Personalmangel leider nicht betreut werden. Freiwillige bitte melden. ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Beitrag mit Attachment 2 Beitraege nicht WR Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 22.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Fri Apr 14 12:58:16 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Fri, 14 Apr 2006 12:58:16 +0200 Subject: Fr_MUND140406 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Freitag, 14. April 2006 www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! ================================================ A) INHALT ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Antirassistischer Osterspaziergang - 17.April von: amerlinghaus at inode.at ================================================ 02 mayday-veranstaltungen von: grundrisse at gmx.net ================================================ 03 CROPfm - Newsletter: Nuklearer Massenmord: 20 Jahre nach Tschernobyl von: tarek at sime.com ================================================ 04 Sonntag: Post-Rollerdisco-Chillout-Night von: redaktion at malmoe.org ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 05 Inszenierung einer Erregung - gelitin in Bregenz von: office at igkultur.at ================================================ 06 Karfreitag / Weltwirtschaft / ACUS von: verin.stadtteilz.simmering at chello.at ================================================ 07 GLB/Kreditkarten/Gebühren/KonsumentInnen/Kostenwahrheit von: glb at aon.at ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< WELTWEIT <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 08 [gipfelsoli] St. Petersburg von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS/HINWEISE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 09 RKL-Website Relaunched von: office at RKLambda.at ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Antirassistischer Osterspaziergang - 17.April von: amerlinghaus at inode.at ================================================ Montag, 17. 4. 2006, Beginn 14:00 Uhr. Ostermontag Antirassistischer Osterspaziergang Stationenlesung an Originalschauplätzen zu Tode Gebrachter. Spontane Redebeiträge erwünscht zu den Themen: Polizeigewalt, institutioneller Rassismus, Migration, Friede; auch Wunschbriefe an den Osterhasen "Wie's denn wär', wenn die Polizei anders wäre". Rundgang, 6 Stationen 1. Station: 1030 Wien, Stadtparkeinfahrt an der Ampelkreuzung vis-à- vis von Heumarkt 3/Ecke Reisnerstraße 2. Station: 1010 Wien, Kreuzung Zedlitzgasse/Stubenbastei 3. Station: 1010 Wien, Josefsplatz 4. Station: 1070 Wien, Mariahilfer Straße 2/Omofuma-Gedenkstein 5. Station: 1070 Wien, Museumstraße 7/Neustiftgasse/Justizministerium 6. Station: 1080 Wien, Landesgerichtsstraße/Ecke Frankhplatz (Alserstraße)/ Graues Haus Abschluss: Restaurant Fanwanglou, ehemals Chinarestaurant Willkommen (Schauplatz des ersten angewandten Lauschangriffs in Österreich im Rahmen der Operation Spring), 1090 Wien, Währingerstraße 24 Konzept: Marius Gabriel Kontakt: rhetor at artmob.net ================================================ 02 mayday-veranstaltungen von: grundrisse at gmx.net ================================================ liebe leserInnen, liebe interessierte, wir möchten euch hiermit drei veranstaltungen rund um den diesjährigen euromayday in wien ans herz legen - und natürlich auch die parade. der treffpunkt ist am 1.5. um 14 uhr am yppenplatz im 16. wiener gemeindebezirk. seid dabei! im anschluss an die veranstaltungseinladungen dokumentieren wir den aufruf für die diesjährige parade. nähere und laufend aktualisierte infos gibtZs unter www.euromayday.at, dort können und sollen auch banner, texte, plakate, flugblätter u.v.a.m. heruntergeladen werden. dort finden sich auch noch weitere veranstaltungshinweise. das wöchentliche vorbereitungsplenum freut sich natürlich auch über besuch: amerlinghaus, stiftg. 8, 1070 wien, jeden dienstag um 19 uhr. selbstverständlich freuen wir uns über die weiterverbreitung dieser informationen! prekäre und kämpferische gruesse die grundrisse-redaktion ---------------- Freitag, 14.4.2006, ab 14 uhr TÜWI, 1190 wien, peter-jordan-str. 76 Erste Reihe links, jeder nur ein Kreuz! Nein, wir veranstalten keine Wahl, vielmehr möchten wir euch anlässlich der großen Ehre von San Precarias ununterbrochener Wiederkehr zur Teilnahme am MayDay-ActionDay einladen. Die (vorläufige) Liturgie: ab 14.00: High sein, frei sein, Basteln muss dabei sein! Transparente, Utensilien für das grosse Passionsspiel am 1.Mai, die Herstellung einer Figur unserer Schutzheiligen San Precaria - alles ist möglich. Bringt einfach eure prekäre Kreativität mit, auch Materialen (Farbe, Stroffe, Holz, etc.) sind durchaus erwünscht! ab 17.00 Uhr: Mayday-Infopoint. Information über Geschichte, Theorie & Praxis des Euromayday, Stand der Vorbereitungen & Möglichkeit, sich in Arbeitsgruppen einzuklinken. 18.00 Uhr: Filme zu Prekarisierung von Arbeit und Leben, zu prekären Kämpfen und von den letztjährigen Mayday-Prozessionen. Anschließend Diskussionsmöglichkeit. ca. 20.30 Jazzmesse (Rhytmusgruppe t.b.a.) mit Agenda Lobkov und Rainbow Lagoon anschliessend ökumenisches Tanzmusik von Band, Scheibe und digitalem Speichermedium. Für Unterhaltung sorgen Santa Prokaries, Ras Tafari Ahonnen, Falott Gung. Gelobt sei San Precaria! ----------------------- Mittwoch, 19. April 2006, 19 uhr Amerlinghaus, Galerie, 1070 Wien, Stiftg. 8 Bittere Ernte. ErntehelferInnen / Arbeitsmigration in der intensiven Landwirtschaft zwischen Marchfeld und Almeria. Filmscreening von "Schöne Arbeit" und anschließende Diskussion mit der Regisseurin Karin Macher und Dieter Behr (Europäisches BürgerInnenforum) zu den Lebens- und Arbeitsbedingungen von migrantischen ErntehelferInnen im Marchfeld und im spanischen Almeria sowie zu Versuchen gewerkschaftlicher (Selbst-)Organisation. ------------------------ Mittwoch, 26. April 2006, 19 uhr, Universität Wien, Neues Institutsgebäude, 1010 Wien, Universitätsstraße 7 Wer Vertritt Deine Interessen? Mit den gegenwärtigen Prekarisierungsprozessen einher geht die Notwendigkeit der Entwicklung neuer Organisierungsformen. Doch welche Instrumente des Kampfes stehen zur Verfügung? Wo und unter welchen Vorraussetzungen sind Allianzen verschiedener AkteurInnen für einen gemeinsamen Kampf um (soziale) Rechte möglich oder notwendig? Und wie könnte eine den heutigen Arbeits- und Lebensverhältnissen adäquate Form der Interessenvertretung aussehen? Ein Roundtable zur "(Selbst-)Organisierung der Unorganisierbaren" mit VertreterInnen aus kulturellen und wissenschaftlichen Interessengemeinschaften, Gewerkschaft, ÖH, Erwerbsloseninitiativen, der autonomen Frauenbewegung und migrantischen Selbstorganisationen. Eine Kooperationsveranstaltung von euromayday.at und der ÖH --------------------------- ---------------- ?? Prekär Arbeiten, Prekär Leben ?? AUFRUF ZUR EUROMAYDAY-PARADE 2006 IN WIEN Scheinbar unaufhaltsam schreitet die Prekarisierung der Arbeits- und Lebensverhältnisse voran − doch auch die Kämpfe für das Recht auf soziale Rechte gewinnen immer mehr an Bewegung. Deshalb wird es am 1. Mai wieder eine EuroMayDay-Parade in Wien geben, um diesen Kämpfen als Verstärkerin zu dienen und ihre Vernetzung voranzutreiben. Wir wollen uns durch lautstarke, bunte und kreative Formen des Kampfes und der Organisierung sowie durch vielfältige und hierarchiefreie Aktionsformen − jenseits der üblichen Repräsentationsspektakel − selbst zum Sprechen und Handeln ermächtigen. So sollen verschiedene Aspekte der gegenwärtigen Prekarisierungsprozesse sicht− und hörbar werden; nicht um die Unterschiede zu verwischen, sehr wohl jedoch um den vorherrschenden Zustand der Zersplitterung und Vereinzelung zu überwinden und eine Basis für gemeinsames politisches Agieren zu schaffen. Illegalisiert, saisonal und befristet Beschäftigte, Schein- und so genannte "Neue Selbstständige", NiedriglohnjobberInnen, Erwerbsarbeitslose und FreiberuflerInnen, Projekt-, Teilzeit- oder LeiharbeiterInnen sowie alle ihre Zwischen- und Mischformen haben eines gemeinsam − sie alle leben und arbeiten mehr oder weniger prekär. Während die Supermarktangestellte zu Niedrigstlöhnen schuftet und sich die Studentin durch geringfügige Jobs und unbezahlte Praktika wurstelt, werken Kulturarbeiter zumeist sozialversicherungslos. Der Erwerbsarbeitslosen wird durch ständige Disziplinarandrohungen der Handlungsrahmen eingeschränkt und der freiberuflich arbeitende Webdesigner ist auch von längerfristigen Perspektiven "befreit", während die papierlose und dadurch umfassend entrechtete Sexarbeiterin versucht, sich ihr Leben zu regeln. Wir aber wollen soziale Sicherheiten für ein Leben, das flexibel, aber ohne den fremdbestimmten Zwang zur Flexibilität gestaltet werden kann - und wir wollen noch vieles mehr! Darum und aus vielen anderen Gründen schreien wir "MayDay!" Das Alarmsignal von in Seenot geratenen Schiffen haben wir jedoch nicht bloß deshalb zum "Schlachtruf" erkoren, um diesen Zustand zunehmender Entsicherung zu betonen. "MayDay!" wird auch die Losung unseres Kampftags, des 1. Mai, sein. Wir sind drauf und dran, unsere prekären Kämpfe zu vernetzen! Seid dabei! !! Prekär Kämpfen, Prekär Tanzen !! -------------- !!wer unsere aussendungen künftig nicht mehr erhalten mag, der/die sende ein kurzes mail mit dem betreff "mag raus" an obige adresse!! ================================================ 03 CROPfm - Newsletter: Nuklearer Massenmord: 20 Jahre nach Tschernobyl von: tarek at sime.com ================================================ Die nächste live Sendung ist am 14. April 2006 um 19.00 auf 92.6 Mhz - der Frequenz von Radio Helsinki - im Raum Graz/Steiermark als auch on-line (>> http://helsinki.at/live-stream.php) zu hören. Für Fragen und Kommentare während der Sendung steht Ihnen CROPcom zur Verfügung - der liveChat (>> http://pia.mur.at/croppage/ccd/ccd_fs.htm). Titel der Sendung: Nuklearer Massenmord: 20 Jahre nach Tschernobyl Am 26. April 1986, um 1 Uhr 23 Morgens, wird als Folge eines fehlgeschlagenen Experiments die Notabschaltung von Reaktorblock 4 im ukrainischen Kernkraftwerk Tschernobyl eingeleitet. Sechs Sekunden später ist die Reaktion nicht mehr aufzuhalten: das Reaktorgebäude explodiert und legt den glühenden Kern frei. Graphit beginnt zu brennen. Radioaktive Trümmer werden eineinhalb Kilometer in die Atmosphäre geschleudert. Österreich gehört nach der Ukraine, Rußland, Weißrußland und Teilen Skandinaviens zu dem am stärksten vom radioaktiven Fallout betroffenen Ländern. Der auf eine Lebensdauer von 20 Jahren ausgelegte Beton-Mantel des explodierten Reaktors wird inzwischen immer undichter und ist bereits mit breiten Rissen durchsetzt, durch die Regenwasser in den Kern eindringen kann. Eine EU-Studie bescheinigte dem Gebäude bereits vor fünf Jahren akute Einsturzgefahr. Geschehen ist seitdem nichts - außer, dass die Atomenergie plötzlich wieder als saubere Energieform im Gespräch ist... Kernkraft ist potenzieller Massenmord - ein Thema, über das wir mit unserem Telefongast Prof. Peter Weish diskutieren werden.In einer Zuspielung wird uns auch Arno Maierbrugger, Redakteur beim WirtschaftsBlatt, einen Bericht vom russischen Katastrophentourismus geben, der sich um Tschernobyl entwickelt hat. Big Brother News >> http://crop.mur.at/g7/bigbrother Moderation: Chris Haderer ( >> http://crop.mur.at/g7 ) Tarek Al-Ubaidi Telefongast zur Sendung: Prof. Peter Weish (Professor of Human Ecology an der Uni Wien) Lieber Gruß, Tarek Al-Ubaidi ================================================ 04 Sonntag: Post-Rollerdisco-Chillout-Night von: redaktion at malmoe.org ================================================ Zu Gast bei FM4 Milieu Kess: MALMOE laedt zur Post-Rollerdisco-Chillout-Night am Sonntag, 16.4. 21h im Elektro Goenner, Wien 6, Mariahilferstr.101 im Hof hinten links mit Malmoe-DJs Annika und Tommi Settergren Wenn alles klappt, gibt es einmalige Filmaufnahmen von der Malmoe Rollerdisco letzten Samstag zu sehen. ************************************* Aktuell passende Begleitlektuere: MALMOE Heft 31 *Arbeit und Zwang: Fit gemacht für die Prekaritaet *diskursiv: Wie patriotisch ist Kritik an der EU? *Roll over Postfordismus: Rollschuh & Skaten - Dissidenz auf 4 Raedern *Lebenslang Spitzenforschung? Hoffnungslose Modernisierung der Bildungspolitik *Steine ins Rollen bringen: Wels zwischen braunen Flecken und Antifa *Ein Ja und seine Folgen: Der Verdacht der Aufenthaltsehe u.v.a. Abos: 10 Euro (fuer 5 Ausgaben) oder 35 Euro (fuer 20 Ausgaben): redaktion at malmoe.org ************************************* MALMOE Sensationsjournalismus fuer Fortgeschrittene http://www.malmoe.org redaktion at malmoe.org ************************************* <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 05 Inszenierung einer Erregung - gelitin in Bregenz von: office at igkultur.at ================================================ ||| ||| ||| PRESSEMITTEILUNG ||| ||| IG Kultur Österreich ||| - --------------- ||| ||| Inszenierung einer Erregung ||| ||| Die Vorarlberger Nachrichten im Streit mit der Freiheit der Kunst ||| ||| Die Gruppe gelitin (vormals Gelatin) stellt im Bregenzer Kunsthaus ihre Arbeit "Chinese / Synthese / Leberkäse" aus, und die Vorarlberger Nachrichten, vorherrschende Tageszeitung im 'Ländle' lässt ihre Leser und Leserinnen auf die Barrikaden steigen. Mit der Aufforderung zum SMS-Voting wird Stimmung gemacht gegen ein Kunstprojekt, das wohl nicht jedermanns Geschmack ist und auch nicht sein will. Mag es für manche zwar beruhigend sein, dass es "nur" um Kunst geht und nicht um eine Volksbefragung à la Haider in Kärnten gegen einen Beschluss des Verfassungsgerichtshofes, so häufen sich in letzter Zeit doch die Forderungen nach Zensur bei gleichzeitiger Betonung der "Volkskultur" und des "gesunden" - richtigen - ästhetischen Empfindens. Die Erfahrungen in Bregenz mit gelitin, in Salzburg mit der Absage der Performance "ER-Lösung" und der Skandalisierung der EU- Plakate, erwecken den Eindruck, dass niemand sich mit aktuellen Kunstformen auseinandersetzen will, aber alle wollen darüber bestimmen, was denn Kunst sei. Ein Schelm, der da - gleich den Landeskundetests für MigrantInnen - die Einführung von Österreich weiten Wissenstest über Kunst und Kultur der Gegenwart fordern möchte. In einer pluralistischen Gesellschaft kann und darf nicht sein, dass eine Mehrheit über eine Minderheit bestimmt. Es gibt die demokratische Arbeitsteilung mit gewählten und bestellten EntscheidungsträgerInnen, auf politischer, wie auch auf künstlerischer Ebene. Wenn es soweit kommt, dass die Freiheit der Kunst zwar in der Verfassung verankert, aber aus allen öffentlich geförderten Bereichen hinausgedrängt wird, dann muss wirklich auf die Barrikaden gegangen werden... ||| ||| Rückfragen ||| - --------------- ||| ||| IG Kultur Österreich ||| Gumpendorfer Straße 63b ||| A-1060 Wien ||| ||| Tel: +43 (1) 503 71 20 ||| Fax: +43 (1) 503 71 20 - 15 ||| http://www.igkultur.at/ ||| ================================================ 06 Karfreitag / Weltwirtschaft / ACUS von: verin.stadtteilz.simmering at chello.at ================================================ Neoliberaler Kapitalismus: Karfreitag ist für Millionen Menschen Alltag 62 Millionen Todesfälle pro Jahr - davon sterben 36 Millionen Menschen an Hunger oder an Krankheiten, die durch Unterernährung und den Mangel an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen verursacht sind. 841 Millionen Menschen sind aufgrund chronischer und schwerer Unterernährung invalid geworden. "Diese Zahlen aus Jean Zieglers neuem Buch 'Das Imperium der Schande' zeigen deutlich, dass der Karfreitag für Millionen Menschen Alltag ist", sagt der Bundes- vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) Richard Schadauer. "Dieser Hunger ist kein Schicksal, sondern Folge der Verschuldung und der ungerechten Verteilung zwischen Armen und Reichen auf Grund der Politik der Weltwirtschaftsorganisation WTO, der Weltbank, des Währungsfonds sowie der multinationalen Konzerne und ihrer Handlanger(innen) in Politik und Medien", betont der ACUS-Bundesvorsitzende Richard Schadauer. "Auch wenn Österreich international kein Machtfaktor ist, wird diese Politik von der österreichischen Bundesregierung ebenso unterstützt", stellt ACUS-Bundesvorsitzender Richard Schadauer fest. "Wenn die Reden über Humanität nicht ein leeres Geschwätz sein sollen, dann müssen Politikerinnen und Politikern im Norden radikal ihre Programme ändern - in Richtung aktiver Friedenspolitik und Abrüstung genauso wie in einer Änderung der derzeitigen mörderischen, an Kapitalinteressen orientierten Politik in eine, die dem Interesse der Mehrheit der Menschen auf dem Planeten dient", fordert der ACUS-Bundesvorsitzende Richard Schadauer. "Die Mechanismen der Weltwirtschaft müssen der Bekämpfung des Hungers und der Armut untergeordnet werden: Entschuldung des Südens, Stopp des Privatisierungs- wahnes und Kürzungswettlaufes bei den Ausgaben für Soziales, Gesundheit und Bildung, Kürzung der Rüstungsausgaben zu Gunsten der Entwicklungs- zusammenarbeit sind nur einige Beispiele", schloss der ACUS-Bundesvorsitzende Richard Schadauer. Informationen: Richard Schadauer, Tel. 01 789 24 58 Alois Reisenbichler, Tel. 0664 39 51 809 ================================================ 07 GLB/Kreditkarten/Gebühren/KonsumentInnen/Kostenwahrheit von: glb at aon.at ================================================ KonsumentInnen zahlen auf Umweg über Preise für Kreditkarten Hohe Gebühren durch Monopolisierung des Marktes “Die Kritik der EU-Kommission an den überhöhten Kreditkartengebühren verdrängt die Tatsache, dass jene KonsumentInnen, die mit Bargeld, per Bankomat oder auf Rechnung zahlen, auf dem Umweg über die Preise die Gebühren für die KreditkartenzahlerInnen mitzahlen müssen", kritisiert GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger. Die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) fordert daher im Sinne der Kostenwahrheit die offene Ausweisung aller Unkosten für Kreditkarten und Anrechnung an die jeweiligen Institute bzw. an die mit Kreditkarten zahlenden Kunden, um andere ZahlerInnen nicht zu benachteiligen. Laut einer Studie werden in den 25 EU-Ländern jährlich Waren und Dienstleistungen um 1.350 Milliarden Euro mit Plastikgeld bezahlt. Die durchschnittlichen Provisionen bewegen sich dabei zwischen 2,5 Prozent bei den großen Handelskonzernen und sechs Prozent bei Einzelhändlern. In manchen Ländern haben die Kreditkarteninstitute den Markt aufgeteilt und lassen keinen Wettbewerb zu. Österreich gehört neben Portugal und Finnland zu jenen Ländern wo die Marktführer Visa und MasterCard ohne Konkurrenz die Konditionen diktieren. Laut EU-Kommission würde schon eine Reduzierung der Provisionen um ein Prozent eine Entlastung der KonsumentInnen um 13,5 Milliarden Euro bedeuten. Laut Untersuchungen lukrieren Großbanken bereits bis zu 25 Prozent ihrer Gewinne aus den Kreditkartengeschäften. Kreditkarten werden - mit einer geringen Jahresgebühr oder einem Mindestumsatz - als günstiges oder gar kostenloses Zahlungsmittel massiv beworben. Verdrängt wird die Tatsache, dass die Gebühren, Transaktionskosten und Bereitstellung der Systeme von den Kreditkartenfirmen auf die Unternehmen überwälzt und von diesen wiederum zwangsläufig in die Preisgestaltung einkalkuliert werden. “Für das billige Zahlungsmittel müssen somit zu einem beträchtlichen Teil jene KonsumentInnen aufkommen, die gar nicht damit bezahlen", kritisiert Antlanger. Von der im Gegenzug seitens der Kreditkartenfirmen den Unternehmen gewährten Zahlungshaftung haben Kunden die bar oder in anderer Form keinen Vorteil. <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< WELTWEIT <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 08 [gipfelsoli] St. Petersburg von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- Anti G8 Aktion in Moskau zum "Mardi Gras" im März Im altertümlichen Russland wurde zum "Mardi Gras" am 5.März gefeiert. Eines der Rituale war, eine Puppe, die den Winter symbolisiert, zu verbrennen, und mit ihr alles Pech und alle Probleme des letzten Jahres. AktivistInnen in Moskau entschieden sich, der Tradition folgend, eine Puppe zu verbrennen, die die G8 symbolisiert. Die G8 sind eines der wesentlichen Instrumente der neoliberalen Politik, die Mehrheit der Menschen auf dieser Erde in Armut und Elend zu halten. Ziel der Aktion war es, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf globale Probleme zu lenken, welche auch die russische Realität betreffen. Sozialkürzungen, Erhöhungen der Kosten kommunaler Dienste, Privatisierung von Bildung und die Entwicklung des Landes in eine nukleare Müllhalde sind alles Aspekte der neoliberalen Politik der G8. Am 5.März sammelten sich nachmittags um die 40 Leute in Karnevalkostümen und mit Masken, Trommeln und eine Kontainerladung voll Blini (russische Pfannkuchen) auf dem Novopushkinskaya - Platz. In Tradition von Food Not Bombs, wurden die Blini kostenlos verteilt. Es wurden Flugblätter gegen die G8 verteilt, über Food not Bombs und gegen den Krieg in Tschetschenien. Neben Food Not Bombs waren Leute von Rainbow Keepers, Avtonom (autonome Aktion) und Anarchisten beteiligt, die keiner der Gruppen zugehören. Bereits eineinhalb Stunden vorher kamen drei Busladungen OMON (russische Polizei-Spezialeinheit) zu dem Ort gefahren, zu dem die AktivistInnen JournalistInnen eingeladen hatten. 20 Minuten, nachdem alle Blini verteilt waren, griff die OMON Einheit die Food Not Bombs Gruppe an, grapschte sich Leute und schlugen eine Frau zusammen. Insgesammt wurden 12 Menschen verhaftet und zu Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten verdonnert. Alle waren bis 8 Uhr abends am gleichen Tag wieder frei. In der Polizeistation trafen sie auf eine weitere Gruppe junger Leute, die geplant hatten zum Mardi Gras eine Puppe ihres Chefs zu verbrennen und aus Versehen ebenfalls von der OMON migenommen wurden. Einige Tage vorher gab es einen Aktionstag gegen die Reformen der Kosten kommunaler Dienste (die geplanten Reformen beinhalten massive Erhöhungen der Energie- und Wasserkosten) Nach Indymedia Russland blockierten 3000 bis 5000 Menschen den Verkehr im gesamten Stadtzentrum von Yaroslavl, in Voronezh gab es Kämpfe mit OMON und FSB (Polizei Spezialeinheiten), 15 Menschen wurden festgenommen. Ebenfalls gab es Konfrontationen in Ulyanovsk, Yekaterinburg und Krasnoyarsk. Einige Fotos aus Moskau sind zu finden unter: http://ru.indymedia.org/newswire/display/14448/index.php ------------------------------------------------------------------------ -- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS/HINWEISE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 09 RKL-Website Relaunched von: office at RKLambda.at ================================================ RKL-Website Relaunched Das Rechtskomitee LAMBDA (RKL) wird dieses Jahr 15 Jahre alt. Wir haben unsere Website daher einem Redesign unterzogen. Rechtskomitee LAMBDA (RKL) turns 15 this year. We therefore redesigned our website. Have a look at www.RKLambda.at designed by Michael Hierner www.hierner.info Linke Wienzeile 102, 1060 Wien Tel/Fax +43(0)1/876 3061 office at RKLambda.at www.RKLambda.at ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Sorry, wegen Personalmangel können die Termine derzeit nicht bearbeitet werden. ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Do, 23.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Tue Apr 18 07:41:50 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Tue, 18 Apr 2006 07:41:50 +0200 Subject: widerst@nd! - MUND: Dienstag, 18.4.2006 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! Dienstag, 18.04.2006 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 reminder: di. 18.4.0 letzter ausstellungstag mit führung und podiumsgespräch Initiative Minderheiten Newsletter ================================================== 02 que[e]r am 19.04.: underdog filmfest / screening plus diskussion Rosa Antifa Wien ================================================== 03 26.4: Benefizkonzert gegen Rassismus zugunsten von ZARA ZARA - Stefan Kaltseis ================================================== 04 Do 27.4.: Bildung im Europa der Konzerne "Renate Vodnek" ================================================== 05 Veranstaltung mit Stalin Perez Borges "agm" ================================================== 06 19.4.: KUNDGEBUNG INITIATIVE: EHE OHNE GRENZEN unseregeschichte at gmx.at ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 07 Schubhaft: "Waschbrettbauch" "Roland Hermann" ================================================== 08 20.4.:Speakerscorner:Frauenpolitik/19.4.:gg.Schikanen gg.binationale Paare/21.4.:ÖVP gg.Homosexuelle Initiative Wien/ Erfolg für Relly "August Faschang" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 09 U.S. Building Massive Embassy in Baghdad ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 reminder: di. 18.4.0 letzter ausstellungstag mit führung und podiumsgespräch Initiative Minderheiten Newsletter ================================================== VERBORGENE GESCHICHTE/N - REMAPPING MOZART Konfiguration I: Wer alles zu verlieren hat, muss alles wagen! Di., 18. April 2006, 14 Uhr Kuratorinnenführung von Araba Evelyn Johnston-Arthur und Luisa Ziaja mit einem Ausblick auf Konfiguration II: Frisch zum Kampfe! Frisch zum Streite! Di., 18. April 2006, 19 Uhr Die Bühne als Ort widerständiger politischer Praxis Podiumsgespräch mit Marty Huber (Wien) und Gini Müller (Wien) Theater als politisches Ausdrucksmittel des Aktivismus, Theater als politisierter, partizipatorischer Interventionsprozess, aktuelle Ansätze der interkulturellen Theaterarbeit und die gesellschaftliche Funktion der Bühne als Ort politischer Kritik sind Themen dieses Gesprächs. *Marty Huber Dramaturgin, Performancetheoretikerin, queere Aktivistin. Dramaturgin des Performance- und Netzprojektes Multiple Choice von Fabian Chyle in Stuttgart. Sprecherin der IG Kultur Österreich. *Gini Müller Theaterwissenschafterin, Dramaturgin, politische Aktivistin, VolxTheater(Karawane). VERBORGENE GESCHICHTE/N - REMAPPING MOZART Konfiguration I: Wer alles zu verlieren hat, muss alles wagen! Eine Ausstellung zu Repräsentation, Öffentlichkeit und Bühne kuratiert von Araba Evelyn Johnston-Arthur und Luisa Ziaja *Bösendorfer Klavierfabrik, Habig Foyer *Graf-Starhemberg-Gasse 14, 1040 Wien *(U1 Taubstummengasse) Dauer 10. März - 18. April 2006 Öffnungszeiten Di 11-17 Uhr, Mi-So 13-19 Uhr 15. bis 17. April geschlossen www.remappingmozart.mur.at VERBORGENE GESCHICHTE/N - REMAPPING MOZART Ein Ausstellungsprojekt in vier Konfigurationen KuratorInnenteam: Ljubomir Bratic, Araba Evelyn Johnston-Arthur, Lisl Ponger, Nora Sternfeld, Luisa Ziaja Ein Projekt von WIENER MOZARTJAHR 2006 ****************************************************** SAVE THE DATE! VERBORGENE GESCHICHTE/N - REMAPPING MOZART Konfiguration II: Frisch zum Kampfe! Frisch zum Streite! ERÖFFNUNG 3. Mai 2006, 19 Uhr Molkereistraße 2/Max-Winter-Platz 17 1020 Wien ****************************************************** -- Verborgene Geschichte/n - remapping Mozart Gumpendorfer Strasse 15/13 A 1060 Wien Austria ph> +43.1.586 12 49-15 fax> +43.1.586 82 17 www.remappingmozart.mur.at Ein Projekt von WIENER MOZARTJAHR 2006 ================================================== 02 que[e]r am 19.04.: underdog filmfest / screening plus diskussion Rosa Antifa Wien ================================================== ############### Achtung: Neue Location! Wipplingerstrasse 23 / 1010 Wien ############### Mittwoch 19. April: underdog filmfest / screening plus diskussion Das underdog filmfest fand vom 9. - 12.3. in 5 verschiedenen, sonst nicht als Kinos bespielten, Räumen in Wien statt. Es war der erste Versuch, den Spagat zwischen Mainstream Cinema und subkulturellen Kontexten zu meistern. Die Vorgaben zur Filmeinreichung waren sehr gering: "Alle rechtzeitig eingesendeten Filme oder Kurzfilme werden gezeigt. Einzige Zugangsbeschränkung obliegt auf Beiträge mit rassistischen, sexistischen oder homophoben Inhalten." trotzdem - oder deswegen? - ergab sich ein ein spannendes Filmprogramm, in einem weiten Rahmen zwischen politisch moivierten Filmen, Kunst- und Experimentalfilmen und Homemade Trash-Produktionen. Bei keinem eingereichten Film war Zensur nötig. Das ergab auf der anderen Seite ein extrem dichtes Programm, über 120 Filme mußten in vier Tagen gezeigt werden.Für Diskussionen war nicht viel Zeit. Diese können nun nachgeholt werden: Die OrganisatorInnen wollen öffentlich die Frage Wie kann eine möglichst offene Plattform für "autonomes" Filmemachen und gleichzeitig ein für das Publikum leicht zu konsumierendes Festival aussehen? diskutieren. Davor gibt es eine Auswahl vom underdog filmfest 2006 zu sehen. Filmemacherinnen und Darstellerinnen werden (vgl. weiter unten) anwesend sein. Screening: ***************************************************** |Salome in low land| Opernfilm 10:25 min Wien, 2005, Regie: Christian Zagler (Anwesend) ***************************************************** |Himmel & Hendl| Trash-Spielfilm, 13 min Österreich 2005, Regie:Otto Beckmann (Darstellerinnen anwesend) ***************************************************** |Sve sto je lepo, daju ljudima da vide - They show them everything that ´s beautiful| Doku 6 min, nonation 2005, Regie: Nils Olger, Veronika Brandt (Regisseurin anwesend) underdog filmfest / screening plus diskussion ***************************************************** |I went to work today, I don't think I'll go tomorrow| Kurzfilm mit dokumentarischen Elementen 9 Minuten Österreich 2005, Regie: Julia Kläring / Nils Olger (Angefragt) ***************************************************** |Wir bringen Sie raus| Doku/Spot, 3:00 min Österreich/Deutschland 2005, Regie: Volxtheater (Anwesend) ***************************************************** |TETESCHA US| ART Dokumentarfilm / Trickfilm, 10 Minuten Österreich 2005 , Regie: Wuschitz Stefanie (Anwesend) ++++++++++++ Zeit: Mittwoch 19. April um 20:00 Ort: Que[e]r. (Wipplingerstrasse 23 / 1010 Wien) ++++++++++++ Naechste Woche: Heldenplatz: Die Burschenschaften und der 8. Mai Weitere Infos siehe: http://www.raw.at/queer/queer_inhalt.htm -- ***************************************************** -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# ================================================== 03 26.4: Benefizkonzert gegen Rassismus zugunsten von ZARA ZARA - Stefan Kaltseis ================================================== Liebe WiderständlerInnen, der Anti-Rassismus-Verein ZARA veranstaltet am 26. April 2006 das erste einer Reihe von Benefizkonzerten, dessen Erlös zur Gänze der Aufrechterhaltung der von ZARA geleiteten Beratungsstelle für Opfer und ZeugInnen von Rassismus zugute kommt. Das jiddische Ensemble Scholem Alejchem wird das erste Konzert im Theater Odeon in Wien mit jiddischen Evergreens und Klezmermusik von Folk bis Jazz absolvieren. Wir würden uns freuen, wenn Ihr diesen Termin auf Eurer Website bekanntgeben würdet, der Pressetext mit allen nötigen Infos befindet sich im Anhang an diese Mail. Ihr könnt ihn in dieser Form übernehmen. Herzlichen Dank im Voraus und liebe Grüße, Stefan Kaltseis, ZARA-Volunteer -- Mit freundlichen Grüßen, Stefan KALTSEIS Beratungsstelle für Opfer & ZeugInnen von Rassismus __________________________________________________________ ZARA - Verein für Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit Beratungsstelle für Opfer und ZeugInnen von Rassismus Luftbadgasse 14-16, 1060 Wien | Tel.: +43 (1) 929 13 99 http://www.zara.or.at/ Ihre Unterstützung macht uns arbeitsfähig: http://www.zara.or.at/kontakt/stopp-rassismus ================================================== 04 Do 27.4.: Bildung im Europa der Konzerne "Renate Vodnek" ================================================== Bildung im Europa der Konzerne Termin: Donnerstag, 27. April 2006, 19.30 Uhr Ort: HS II/Neues Institutsgebäude (NIG), Universitätsstr. 8, 1010 Wien Immer mehr Arbeitslose, prekär Beschäftigte und sozial Ausgegrenzte stehen steuerlich begünstigten Reichen gegenüber. Zunehmende Ungleichheit auch auf dem Bildungssektor: öffentliche Bildungseinrichtungen werden krank gespart, aber Elitehochschulen, die am Gängelband der wirtschaftlich Mächtigen hängen, gesponsert. Was ist die politische Verantwortung von Studierenden angesichts dieser Entwicklungen? Was bedeutet "Lebenslanges Lernen" in diesem Zusammenhang wirklich? Welche Chancen haben junge Menschen am Bildungs- und Arbeitsmarkt? Vortrag von und Diskussion mit Nele Hirsch (bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, ehem. Vorstandsmitglied in der bundesweiten Studierendenvertretung, BRD) und Erich Ribolits (Erziehungswissenschafter, Mitherausgeber der pädagogischen Taschenbuchreihe schulheft) Eine Veranstaltung der Werkstatt Frieden & Solidarität in Kooperation mit Grünen Bildungswerkstatt Wien, ÖH Uni Wien, schulheft ================================================== 05 Veranstaltung mit Stalin Perez Borges "agm" ================================================== Veranstaltung mit S t a l i n P é r e z B o r g e s Die Plattform für ein sozialistisches Venezuela (AGM, AL, GRA, Labournet Austria und Einzelpersonen) lädt Mitte Mai einen Vertreter des klassenkämpferischen Flügels ("Clasistas") des größten venezolanischen Gewerkschaftsdachverbands (UNT) auf eine Tour durch Österreich und Deutschland ein. Stalin Pérez Borges ist Co-Vorsitzender der UNT und führendes Mitglied der aus trotzkistischer Tradition kommenden PRS (Partido Revolucion y Socialismo). Am Freitag, den 12. Mai 2006 wird er in Wien sprechen. Veranstaltung S o z i a l i s t i s c h e R e v o l u t i o n i n V e n e z u e l a ? Findet in Venezuela eine Revolution statt? Welche Rolle spielt die Chavez-Regierung? Was sind die Ziele der venezolanischen ArbeiterInnenbewegung? Was kann die Linke in Europa tun? Fr., 12. Mai, 19:00 Uhr, Haus der Begegnung 2, Praterstern 1 (U1, S-Bahn, etc.) AGM-Artikel zu Venezuela http://www.agmarxismus.net/aktartikel/klassenkaempfe_venezuela.htm Außerdem verweisen wir auf einen Artikel von Nick Brauns (Marxistische Initiative), der sich mit dem türkisch- chauvinistischen Film "Das Tal der Wölfe: Irak" (und einer Rezension dieses Films von Jürgen Elsässer in der JungenWelt) auseinandersetzt: http://www.ak-marxismus.de/debatte/tuerkei/woelfe.html ================================================== 06 19.4.: KUNDGEBUNG INITIATIVE: EHE OHNE GRENZEN unseregeschichte at gmx.at ================================================== KUNDGEBUNG INITIATIVE: EHE OHNE GRENZEN MI.19.4.2006 es ist so weit, nach über hundert tagen angst und schrecken durch das neue fremdengesetz - und einer nicht gesprächsbereiten innenministerin findet kommenden mittwoch die erste kundgebung vor dem innenministerium statt - ich bitte um ihre/eure unterstützug - und weiterleitung des e-mails! *MITTWOCH 19.4.2006 17UHR VOR DEM INNENMINISTERIUM - EINGANG HERRENGASSE* *KUNDGEBUNG DER INITIATIVE EHE OHNE GRENZEN* ** UM ZAHLREICHES - UNTERSTÜTZENDES - ERSCHEINEN WIRD GEBETEN! angela magenheimer koordinatorin initiative: ehe ohne grenzen ** *Das Recht auf Familienleben ist unteilbar! (Art 8 EMRK)* Wir sind eine Gruppe von internationalen Paaren in Österreich, die sich unter dem Namen *"Ehe ohne Grenzen"* zusammengeschlossen haben. Das neue Fremdenrechtspaket verhindert, dass wir hier gemeinsam in Ruhe mit unseren PartnerInnen und Kindern leben können. Viele von uns wurden aufgrund von Schlamperei und falschen Informationen der Fremdenbehörden illegalisert. *Wir alle leiden unter der Ungerechtigkeit der neuen Bestimmungen!* *Wir fordern* * * 1) Keine Schubhaft und Abschiebung dafür *Aufenthaltsrecht für unsere EhepartnerInnen.* 2) *Kein neuerliches Ansuchen der bereits eingebrachten Anträge* (Rückwirkende Übergangsbestimmungen). 3) *Sanierung des Fremdenrechts*: Recht auf Niederlassungantrag für EhepartnerInnen aus dem Inland. 4) *Keine Anwendung des Ausländerbeschäftigungsgesetzes* auf Eheleute. ¨ AsylwerberInnen, die ÖsterreicherInnen heiraten, müssen entweder in ihr Heimatland zurück um von dort um einen Aufenthaltstitel für Österreich anzusuchen oder sie men den Ausgang ihres Asylverfahrens abwarten. In dieser Zeit sind sie obwohl mit einer/einem ÖsterreicherIn verheiratet mit einem absoluten Arbeitsverbot belegt. Durch fehlende Übergangsregelungen, massive Desinformationen und Verschleppung der Verfahren wurden Hunderte in die Illealität gedrängt. ¨ Mit der neuen Gesetzeslage sind die Betroffenen ab 1.1.06 ohne legalen Aufenthalt und von der Abschiebung bedroht. ¨ Für die Erteilung einer Niederlassungsbewilligung muss ein Familieneinkommen von mindestens 1056 Euro nachgewiesen werden. ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 07 Schubhaft: "Waschbrettbauch" "Roland Hermann" ================================================== Frühling ist. Der Bärlauch sprießt. Die Vöglein zwitschern. Der Kater geht wieder mausen. Die Tage werden länger und wärmer. Zeit, einmal vorsorglich die Badehosen mitzuwaschen, und an die leidigen Schwimmreifen zu denken ... Erinnern Sie sich noch an Yankuba C. ? Wie das PROFIL in seiner Ausgabe vom 6. Februar 2006 berichtete, fiel auch dem Amtsarzt am 26. September 2005 nur der "Waschbrettbauch" des im Linzer Polizeianhaltezentrum einsitzenden Schubhäftlings auf. Sonst nichts. Zehn Tage später, am 4. Oktober 2005, lag Yankuba C. dann tot in der Sonderzelle anstatt im Atlantik-Strandbad von Bathurst/Banjul. Sichelzellenanämie wird als eine Todesursache kolportiert, Vernachlässigung als eine andere. Ja woher hätte man denn wissen sollen ... und wenn er sich nicht deklariert, daß er in Hungerstreik getreten ist ... Szenenwechsel - vor gut neun Jahren, Polizeigefangenenhaus Wien- Ost : Alex R. soll nach Rumänien abgeschoben werden. Hier seine Krankenblatteinträge (ungekürzt) : 10. Nov. 1996 Hungerstreik 1. Tag 11. Nov. 1996 2. Tag - FRB (= Fremdenpolizeiliches Büro, daher wohl keine Untersuchung; Red.) gez. Amtsarzt 1 12. Nov. 1996 3. Tag 75 kg gez. Amtsarzt 2 13. Nov. 1996 4. Tag 70 kg AZ + (= guter Allgemeinzustand) gez. Amtsarzt 1 14. Nov. 1996 5. Tag 69 kg (AZ) + gez. Amtsarzt 2 15. Nov. 1996 6. Tag 70 kg 18. Nov. 1996 9. Tag 63,5 kg AZ + gez. Amtsarzt 1 19. Nov. 1996 10. Tag 63,5 kg + gez. Amtsarzt 2 20. Nov. 1996 11. Tag 64 kg AZ + gez. Amtsarzt 1 21.Nov. 1996 12. Tag FRB 22. Nov. 1996 13. Tag 64 kg 25. Nov. 1996 16. Tag 64,5 kg AZ + gez. Amtsarzt 2 26. Nov. 1996 17. Tag 63 kg 27. Nov. 1996 18. Tag 62,5 kg AZ - haftunfähig 28. Nov. 1996 wieder in Haft 29. Nov. 1996 (Hungerstreik) 1. Tag 72 kg 02. Dez. 1996 4. Tag nicht erschienen gez. Amtsarzt 1 03. Dez 1996 5. Tag 63 kg gez. Amtsarzt 2 04. Dez. 1996 6. Tag 62,5 kg gez. Amtsarzt 1 05. Dez. 1996 7. Tag 62 kg gez. Amtsarzt 2 06. Dez. 1996 8. Tag 65 kg 09. Dez. 1996 11. Tag Ref (= FRB) gez. Amtsarzt 1 10. Dez. 1996 12. Tag 62 kg gez. Amtsarzt 2 11. Dez. 1996 13. Tag 60,5 kg AZ + gez. Amtsarzt 1 12. Dez. 1996 14. Tag 60,5 kg RR125/85/f80 + gez. Amtsarzt 2 13. Dez. 1996 15. Tag 60 kg 16. Dez. 1996 18. Tag 60 kg AZ - haftunfähig gez. Amtsarzt 1 27. Jan. 1997 Hungerstreik 1. Tag 78 kg +++ (heißt wohl tiptop ...) 28. Jan. 1997 FRB gez. Amtsarzt 3 29. Jan. 1997 3. Tag 74,5 kg + gez. Amtsarzt 3 30. Jan. 1997 4. Tag 71 kg 31. Jan. 1997 5. Tag 70 kg + gez. Amtsarzt 3 03. Feb. 1997 8. Tag Ref 04. Feb. 1997 9. Tag 67 kg 05. Feb. 1997 10. Tag 67 kg + gez. Amtsarzt 3 06. Feb. 1997 11. Tag 07. Feb. 1997 12. Tag 10. Feb. 1997 15. Tag 67,5 kg AZ + gez. Amtsarzt 1 11. Feb. 1997 16. Tag 66 kg + gez. Amtsarzt 3 12. Feb. 1997 17. Tag 65 kg AZ - gez. Amtsazt 1 13. Feb. 1997 siehe Haftbericht - haftfähig gez. Amtsarzt 4 14. Feb. 1997 Hungerstreik 1. Tag 69 kg 17. Feb. 1997 4. Tag nicht erschienen gez. Amtsarzt 1 18. Feb. 1997 5. Tag 68 kg + gez. Amtsarzt 3 19. Feb. 1997 6. Tag 66 kg AZ + gez. Amtsarzt 1 20. Feb. 1997 7. Tag 65 kg 21. Feb. 1997 8. Tag 64 kg + RR 130/80 gez. Amtsarzt 3 24. Feb. 1997 11. Tag nicht erschienen gez. Amtsarzt 3 25. Feb. 1997 12. Tag 64,5 kg + gez. Amtsarzt 3 26. Feb. 1997 13. Tag 64 kg AZ + gez. Amtsarzt 1 27. Feb. 1997 14. Tag 63 kg 28. Feb. 1997 15. Tag 62,5 kg RR 118/85 P 93 haftunfähig gez. Amtsarzt 3 Wie Sie richtig gezählt und gerechnet haben, hat Alex R. - zwischen dem 10. November und dem 16. Dezember 1996 rund 13 kg verloren; er wurde in diesen 37 Tagen nur 17 Mal einem Amtsarzt vorgeführt und darüber hinaus noch sechsmal gewogen, es fand nur eine einzige Blutdruckmessung statt; am 27. November 1996 wurde er um 12 Uhr als haftunfähig entlassen und um 17 Uhr neuerlich verhaftet; - zwischen dem 27. Jänner und dem 28. Februar 1997 rund 16 kg verloren; er wurde in diesen 33 Tagen nur 15 Mal einem Amtsarzt vorgeführt und darüber hinaus noch sechsmal gewogen, es fanden nur zwei Blutdruckmessungen statt; am 12. Februar 1997 wurde er als haftunfähig entlassen und am Folgetag neuerlich verhaftet. Zu diesen Krankenblatteintragungen fiel den Gerichten folgendes ein : Der Unabhängige Verwaltungssenat Wien (UVS) wies die Schubhaftbeschwerden zunächst als unzulässig zurück, weil die Frage der Haftfähigkeit nichts mit der Frage der Rechtmäßigkeit der Schubhaft zu tun habe und letztere gegeben gewesen sei. Der Verfassungsgerichtshof hob die UVS-Bescheide wegen Gesetzwidrigkeit der Geschäftsverteilung des UVS (!!!) auf (also nicht, weil die UVS-Richter falsch entschieden hätten, sondern weil die falschen UVS-Richter entschieden haben ...) Im Hinblick auf die zwischenzeitige Klarstellung durch den Verfassungsgerichtshof (in anderen Verfahren), daß auch die Frage der Haftfähigkeit etwas mit der Rechtmäßigkeit der Schubhaft zu tun habe, wies der UVS die Schubhaftbeschwerden nunmehr als unbegründet ab, weil die Vernehmung der Amtsärzte glaubwürdig ergeben habe, daß diese sich zwar nicht mehr an den Kläger erinnern könnten, aber seine Haftunfähigkeit in den gegenständlichen Anhaltungszeiträumen vorgelegen habe. Der Verfassungsgerichtshof lehnte die Behandlung der gegen die UVS-Bescheide erhobenen Beschwerden ab, weil die Angelegenheit nicht von der Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtshofes ausgeschlossen sei und keinerlei grundsätzlichen verfassungsrechtlichen Rechtsfragen aufwerfe, sondern nur Fragen der (allenfalls grob) unrichtigen Anwendung des einfachen Rechts. Der Verwaltungsgerichtshof lehnte die Behandlung der an ihn zur Entscheidung abgetretenen Beschwerden ebenfalls ab, weil der UVS nicht von seiner bisherigen Rechtsprechung abgewichen sei und auch keine Rechtsfrage vorliege, der grundsätzliche Bedeutung zukommt. (Hintergrund : Im Gegensatz zum Verfassungsgerichtshof vertrat und vertritt der Verwaltungsgerichtshof in ständiger Rechtsprechung zu §§ 41 f. des Fremdengesetzes 1992 die Auffassung, daß Haftprüfungsentscheidungen des UVS, die erst nach erfolgter Haftentlassung ergehen, den Betroffenen in keinem Recht mehr verletzen können, mögen sie auch noch so unrichtig sein ...) Das Landesgericht für Zivilrechtssachen Wien folgte der Einschätzung des UVS und wies die Amtshaftungsklage ab. Das Oberlandesgericht Wien verwies die Angelegenheit an des Landesgericht zurück mit der Begründung, daß dem Kläger EUR 50,00 an Entschädigung pro Tag zustünden; dies aber nur, wenn die Ergänzung des mangelhaft gebliebenen Verfahrens vor dem Landesgericht überhaupt ergeben sollte, daß der Kläger haftunfähig war. Das Ganze in Leitsätzen ausgedrückt : 'Die dreijährige Frist für die Verjährung von Schadenersatz- ansprüchen wegen erlittener Schubhaft beginnt zwar grundsätzlich bereits mit Kenntnis des Schadens, im Regelfall also bereits mit der Haftanordnung, zu laufen; sie ist aber gemäß § 6 Abs.1 AHG noch bis zu ein Jahr nach Unabänderlichkeit einer Haftprüfungsentscheidung in ihrem Ablauf gehemmt, selbst wenn der zur Haftprüfung ergriffene Rechtsbehelf den Schaden nicht mehr abwenden konnte.' (red. Leitsatz) 'Ein Verstoß gegen § 7 Abs.1 der Polizeigefangenenhaus- Hausordnung, wonach haftunfähige Personen im Polizeigefangenen- haus nicht angehalten werden durften, bewirkt, daß die Anhaltung nicht 'auf die gesetzlich vorgeschriebene Weise' im Sinn des Art. 5 Abs.1 EMRK in Schubhaft erfolgt ist und daher gemäß Art. 5 Abs.5 EMRK ein Ersatzanspruch besteht, ohne daß darüber hinaus noch zu prüfen wäre, ob die Anhaltung auch einer unmenschlichen oder erniedrigenden Behandlung im Sinne des Art. 3 EMRK entsprach.' (red. Leitsatz) 'Auffällige Gewichtszunahmen jeweils binnen zwei Tagen nach Eintritt der Haftunfähigkeit sind im Lichte der allgemeinen Lebenserfahrung zumindest erstaunlich und bedürfen einer fachkundigen Erklärung, um glaubhaft zu erscheinen; darüber hinaus stellt sich die - ebenfalls nur von einem medizinischen Sachverständigen zu beantwortende - Frage, ob eine solche Gewichtszunahme für sich allein schon zur Wiederherstellung der verloren gegangenen Haftfähigkeit ausreichen kann.' (Leitsatz) 'Die Kosten erfolgloser Rechtsmittel wie Haftbeschwerden an den UVS oder Beschwerden an den VfGH bzw. VwGH sind nicht ersatzfähig.' (red. Leitsatz) (Oberlandesgericht Wien, 21.03.2005, 14 R 213/04b) Der Oberste Gerichtshof gab der - nachträglich zugelassenen - Revision keine Folge und hielt fest, daß dem Kläger gar keine Entschädigung zusteht : 'Lehnt der Verwaltungsgerichtshof die Behandlung der Beschwerde unter Hinweis auf § 33a VwGG mit der Begründung ab, daß die Entscheidung nicht von der Lösung einer Rechtsfrage abhänge, der grundsätzliche Bedeutung zukommt, trifft er damit eine - wenn auch im Sinn des § 33a VwGG eingeschränkte - meritorische Entscheidung, sodaß die selbstständige Beurteilung des Organverschuldens dem Amtshaftungsgericht verwehrt ist.' (Oberster Gerichtshof, 31.01.2006, 1 Ob 204/05i) Wenn es nach den österreichischen Instanzen ginge, wäre der Kläger also gratis fast verhungert. Was der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte zu diesem Fall sagen wird, wissen wir noch nicht; sie können sich davon aber unter http://www.deranwalt.at/show.asp?id=641&kapitel=Zerronnenes schon einmal selbst ein Bild machen und dem Kläger die Daumen drücken, daß die EMRK wenigstens in Strasbourg noch gilt ... Für die Aktualität und inhaltliche Richtigkeit kann keine Haftung übernommen werden. Unser Impressum sowie die gemäß § 5 E-Commerce-Gesetz vorgeschriebenen Offenlegungen finden Sie unter www.deranwalt.at/info_frameset.htm . Neue Anwaltswitze sind immer willkommen unter www.deranwalt.at/mail_frameset.htm ! Mit freundlichen Grüßen. Roland HERMANN c/o RA Dr. Wolfgang RAINER Schwedenplatz 2/74 A-1010 Wien Tel. +43/1/533 05 90 Fax. +43/1/533 05 90-11 Mobil.+43/676/416 64 98 Mail. hermann at deranwalt.at Home www.deranwalt.at « Les rats se promènent à l'aise, là où il n'y a point de chats. » ================================================== 08 20.4.:Speakerscorner:Frauenpolitik/19.4.:gg.Schikanen gg.binationale Paare/21.4.:ÖVP gg.Homosexuelle Initiative Wien/Erfolg für Relly "August Faschang" ================================================== Liebe Leute! ++++++++1) 20.4.:SPEAKERSCORNER "6 JAHRE SCHWARZBLAUORANGE POLITIK GEGEN FRAUEN" ++++++++2) 19.4.:KUNDGEBUNG GG.SCHIKANEN GG.BINATIONALE PAARE ++++++++3) 21.4.:PROZESS ÖVP-TANCSITS GG. HOMOSEXUELLE INITIATIVE WIEN ++++++++4) PROTEST FÜR RELLY ERFOLGREICH ++++++++1) 20.4.:SPEAKERSCORNER "6 JAHRE SCHWARZBLAUORANGE POLITIK GEGEN FRAUEN" Auch am DONNERSTAG (20.4.) gibt es zusätzlich zur wöchentlichen Mahnwache gegen Schwarzblauorange vor dem Kanzleramt wieder einen SPEAKERSCORNER, diesmal mit einem Referat zum Thema "6 JAHRE SCHWARZBLAUORANGE POLITIK GEGEN FRAUEN" - Aus frauenpolitischer Sicht ist die Ära Schüssel eine der Versäumnisse und Rückschritte. Worin diese bestehen, wird beim Speakerscorner erläutert - Wie immer mit der Möglichkeit zu Fragen und zur Diskussion! Treffpunkt ist um 19Uhr45 Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz, Beginn 20Uhr. Und danach sind wieder alle Teilnehmerinnen im Stammlokal in der Neustiftgasse willkommen! Und wie jeden Donnerstag gibt es schon ab 17Uhr die WIDERSTANDSLESUNG (Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz). ++++++++2) 19.4.:KUNDGEBUNG GG.SCHIKANEN GG.BINATIONALE PAARE es ist so weit, nach über hundert tagen angst und schrecken durch das neue fremdengesetz - und einer nicht gesprächsbereiten innenministerin findet kommenden mittwoch die erste kundgebung vor dem innenministerium statt. MITTWOCH 19.4.2006 17UHR VOR DEM INNENMINISTERIUM - EINGANG HERRENGASSE KUNDGEBUNG DER INITIATIVE EHE OHNE GRENZEN UM ZAHLREICHES - UNTERSTÜTZENDES - ERSCHEINEN WIRD GEBETEN! Das Recht auf Familienleben ist unteilbar! (Art 8 EMRK) Wir sind eine Gruppe von internationalen Paaren in Österreich, die sich unter dem Namen "Ehe ohne Grenzen" zusammengeschlossen haben. Das neue Fremdenrechtspaket verhindert, dass wir hier gemeinsam in Ruhe mit unseren PartnerInnen und Kindern leben können. Viele von uns wurden aufgrund von Schlamperei und falschen Informationen der Fremdenbehörden illegalisert. Wir alle leiden unter der Ungerechtigkeit der neuen Bestimmungen! Wir fordern 1) Keine Schubhaft und Abschiebung dafür Aufenthaltsrecht für unsere EhepartnerInnen. 2) Kein neuerliches Ansuchen der bereits eingebrachten Anträge (Rückwirkende Übergangsbestimmungen). 3) Sanierung des Fremdenrechts: Recht auf Niederlassungantrag für EhepartnerInnen aus dem Inland. 4) Keine Anwendung des Ausländerbeschäftigungsgesetzes auf Eheleute. ¨ AsylwerberInnen, die ÖsterreicherInnen heiraten müssen entweder in ihr Heimatland zurück um von dort um eine Niederlassungsbewilligung in Österreich anzusuchen - oder sie müssen den Ausgang ihres Asylverfahrens abwarten. In dieser Zeit sind sie - obwohl mit einer/einem ÖsterreicherIn verheiratet - mit einem absoluten Arbeitsverbot belegt. ¨ Durch fehlende Übergangsregelungen, massive Desinformationen und Verschleppung der Verfahren wurden Hunderte in die Illegalität gedrängt. ¨ Mit Österreichischen StaatsbürgerInnen verheiratete AsylwerberInnen, die 2005 einen Antrag auf Niederlassungsbewilligung stellten, mussten ihren Asylantrag zurückziehen. Die Verfahren blieben dann (bis zu einem halben Jahr) liegen. ¨ Mit der neuen Gesetzeslage sind die Betroffenen ab 1.1.06 ohne legalen Aufenthalt und von der Abschiebung bedroht. ¨ Für die Erteilung einer Niederlassungsbewilligung muss ein Familieneinkommen von mindestens 1056 Euro nachgewiesen werden. ++++++++3) 21.4.:PROZESS ÖVP-TANCSITS GG. HOMOSEXUELLE INITIATIVE WIEN Landesgericht für Strafsachen Wien, am Freitag, 21.4.2006, 10Uhr30-11Uhr30 (Saal 308, Wickenburggasse 22) - Die Anwesenheit einer kritischen Öffentlichkeit kann sicher nicht schaden angesichts des Drucks, dem die Justiz möglicherweise (nicht zum erstenmal) von Seiten der schwarzblauorangen Regierung ausgesetzt ist! Also, falls wer am Freitag am Vormittag Zeit hat...! Der vom ÖVP-Nationalratsabgeordneten Walter Tancsits gegen die HOSI-Wien-Aktivisten Christian Högl und Kurt Krickler angestrengte Ehrenbeleidigungsprozess wurde in der Verhandlung vor dem Landesgericht für Strafsachen Wien am 14.3. auf 21. April 2006 vertagt. Die neuerliche Behandlung in erster Instanz wurde notwendig, da das Oberlandesgericht Wien den ursprünglichen Freispruch aufgehoben hat. Skandalöses OLG-Urteil "Wir halten das Urteil des OLG Wien für ziemlich skandalös und hegen den starken Verdacht, dass es sich bei den drei RichterInnen des Senats um ParteigängerInnen oder SympathisantInnen der ÖVP handelt, die Tancsits einseitig helfen wollten", erklärt Kurt Krickler. "Anders ist das Urteil nicht zu erklären. Das OLG ist z. B. mit keinem Wort auf unsere detaillierten Gegenausführungen zu Tancsits' Berufung eingegangen, sondern hat diese überhaupt nicht zur Kenntnis genommen. Dem OLG sind auch inhaltlich schwerwiegende Fehler unterlaufen. So sind die OLG-RichterInnen der irrigen Auffassung, es habe für homosexuelle NS-Opfer Anspruchsgrundlagen gegeben. Das war aber nachweislich nicht der Fall!" ÖVP in FPÖ-Fußstapfen "Im Sinne vollständiger Transparenz und damit sich Interessierte selbst ein Bild machen können, haben wir alle relevanten Dokumente, insbesondere den Freispruch, die Gegenausführung und das Urteil des OLG auf unserem Website zum Download bereitgestellt", ergänzt Christian Högl. "Wir sind höchst besorgt, wie jetzt die ÖVP in die Fußstapfen der FPÖ tritt und versucht, mit gerichtlichen Einschüchterungsverfahren unliebsame KritikerInnen mundtot zu machen. Eine Vorgangsweise, welche die drei von den EU-14 eingesetzten Weisen in ihrem Bericht im September 2000 betreffend 'die politische Natur der FPÖ' scharf kritisiert haben." (Siehe insbesondere Randnummern 93-103 des Weisenberichts) ÖVP will offenbar ÖVP-kritische HOSI Wien finanziell ruinieren "Es drängt sich der Verdacht auf, dass es die ÖVP darauf angelegt hat, die HOSI Wien mit diesem Verfahren finanziell zu ruinieren", so Högl weiter. "Mittlerweile sind ja rund 10.000 Euro an Verfahrenskosten angefallen. Mit den allfälligen Geldstrafen und noch immer drei Instanzen vor uns könnte sich dieser Betrag noch leicht verdoppeln. Die mögliche Absicht der ÖVP, eine ihrer entschiedensten KritikerInnen finanziell zu ruinieren und dafür Österreichs Justiz zu instrumentalisieren, wird trotzdem nicht aufgehen. Wir werden international um Solidarität und Spenden aufrufen und auch in Österreich Benefizveranstaltungen durchführen, um die Verfahrenskosten aufzubringen. Die HOSI Wien wird diese demokratiepolitisch bedenklichen Einschüchterungsversuche von ÖVP-Politikern auch im Nationalratswahlkampf zur Sprache bringen." Zum ersten Gerichtsverfahren, das mit einem Freispruch für die HOSI-Aktivisten endete, wogegen ÖVP-Tancsits jetzt beruft: Mit einem Freispruch in allen Punkten und Abweisung aller Anträge des Privatanklägers endete der Strafprozess gegen die HOSI Wien, ihren Obmann Christian Högl und ihren Generalsekretär Kurt Krickler. ÖVP-Abgeordneter Walter Tancsits hatte die beiden HOSI- Wien-Aktivisten wegen Ehrenbeleidigung und übler Nachrede geklagt, weil sie in einer Presseaussendung der ÖVP das "Vertreten nationalsozialistischen Gedankenguts" vorgeworfen hatten und Krickler darin Tancsits als "geistigen Nachfahren der braunen Nazi-Schergen" bezeichnet hatte. Tancsits hatte anlässlich einer Debatte im Nationalrat am 2. März 2005 die Position der ÖVP verteidigt und gerechtfertigt, die homosexuellen NS-Opfer weiterhin nicht ins Opferfürsorgegesetz (OFG) aufzunehmen und ihnen damit einen Rechtsanspruch auf Entschädigung vorzuenthalten. ++++++++4) PROTEST FÜR RELLY ERFOLGREICH Danke auch allen LeserInnen der Speakerscorneraussendung, die mit Protestmails u.a. aktiv geworden sind! Hier die Erfolgsmeldung und der Dank von Asyl in Not: Relly und Maria dürfen bleiben Ein Sieg der Solidarität Der Protest der Schülerinnen und Schüler des GRG Ödenburgerstraße war erfolgreich. Das Innenministerium hat eingelenkt. Prokops Pressesprecher Rauch (der vor einigen Tagen zum "Puls TV" noch gemeint hatte, er sähe keine große Chance) hat nun öffentlich erklärt, Relly könne bei der MA 20 einen Antrag auf Aufenthaltsbewilligung als Schülerin stellen. Das ist ein Zugeständnis, da solche Anträge eigentlich vom Ausland aus zu stellen sind; aber das Gesetz sieht auch vor, daß das Innenministerium aus humanitären Gründen die Antragstellung im Inland zulassen kann. Das ist nun der Fall, wenn wir Herrn Rauch richtig verstehen. Wir gehen aus heutiger Sicht davon aus, daß das Ministerium zu seinem Wort steht und uns nicht irreführt. Rellys Mutter wurde aus der Schubhaft entlassen. Wie ihr Aufenthalt legalisiert werden kann, weiß der Innenministerium noch nicht; wir hoffen, daß es auch in ihrem Fall eine vernünftige Lösung geben wird. Offen bleibt die Frage, wer für den Unterhalt der beiden aufkommen wird. Wir appellieren an das Arbeitsmarktservice, Rellys Mutter eine Beschäftigungsbewilligung zu erteilen. Eine Firma, die den Antrag stellt, findet sich bestimmt. Das glückliche Ende ist ein großartiger Erfolg der Klassengemeinschaft, der es gelungen ist, in kürzester Zeit eine wirklich professionelle Kampagne durchzuziehen. Herzlichen Glückwunsch! Und ein Dankeschön an die Lehrschaft, die sich konsequent hinter Relly und hinter die Aktion der SchülerInnen gestellt hat. Es ist zugleich ein Erfolg aller derer, die sich durch Emails an das Innenministerium an unserer Aktion "Notruf Asyl" beteiligt haben; ihnen allen danken wir sehr. www.do-speakerscorner.org Weiterverbreitung erwünscht! ligrü Gustl ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 09 U.S. Building Massive Embassy in Baghdad ================================================== http://news.yahoo.com/s/ap/20060414/ap_on_re_mi_ea/iraq_new_embassy_2 ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Die Termine können derzeit aufgrund von Personalmangel nicht bearbeitet werden, sorry ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: Zwei veraltete Beiträge Zwei Beiträge mit Bezug auf den IL/Pal-Konflikt Ein nicht widerstandsrelevanter Beitrag zurückgesteltl Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 20:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Thu Apr 20 09:07:59 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Thu, 20 Apr 2006 09:07:59 +0200 Subject: widerst@nd MUND: Donnerstag, 20.04.2006 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund Donnerstag, 20.04.2006 ================================================ A) INHALT ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 01 Tatorte von Zukunfts- und Kulturwerkstätte ================================================ 02 [Depot-news] Programm 19.-21.April von depot-news at mailman.sil.at ================================================ 03 Vortrag: Beethoven, Strauss, Schönberg von Café Critique ================================================ 04 Befreiungsfeier in Mauthausen von LesbenFrauenNachrichten at gmx.at ================================================ 05 Clasistas-Broschüre von "agm" ================================================ 06 Alternativengipfel EU –Lateinamerika/Karibik im Mai 2006 von Eveline Rocha ================================================ 07 SOS Meinungsfreiheit: HOSI Wien sammelt für ÖVP-Tancsits von ================================================ 08 Benefizkonzert gegen Rassismus zugunsten von ZARA von ZARA - Stefan Kaltseis ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 09 GLB/Demokratisierung/Urabstimmung von "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================ 10 Richtigstellung Budgetkürzung von KosmosTheater ================================================ 11 KPÖ/Subsidiarität/Konferenz/Gemeinden von KPÖ-Kommunikation ================================================ 12 KPÖ/Hausbriefkästen/Kosten/Werbekampagne von KPÖ-Kommunikation ================================================ 13 kanalB.at video: QUASI Trailer von webmaster at kanalB.org ================================================ 14 GLB/ÖGB/Spitzenfunktionen/Mandat/Trennung von "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================ 15 www.bushgohome.at online! von ASt-LFI ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> INTERNATIONALE SOLIDARITÄT <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 16 Guantanamo-Häftlingen aus China in Deutschland Zuflucht gewähren von "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================ 17 Pulitzer-Preis für "Imperial Reckoning" ist Meilenstein von ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 01 Tatorte von Zukunfts- und Kulturwerkstätte ================================================ Wenn Sie diesen Newsletter nicht im HTML-Format sehen können, klicken Sie bitte hier Zukunfts und Kulturwerkstätte Newsletter 10/2006 ================================================= TATORTE Strategien zur Gewaltprävention und Konfliktlösung * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Gewalt macht sich an vielen Orten breit. Die Folgen für die Betroffenen sind oft unaussprechlich. Eine Reihe von Initiativen befasst sich daher weltweit mit Prävention und Ursachenbekämpfung sowie mit Konfliktlösungen im politischen, gesellschaftlichen und privaten Kontext. Das europäische Parlament etwa hat mit Daphne II ein sehr konkretes Projekt gegen Gewalt an Kindern, Jugendlichen und Frauen entwickelt und auch in der internationalen Friedensforschung werden laufend neue Methoden zur Entschärfung von Gewaltsituationen erprobt. Doch leider bleibt Gewalt noch immer sehr oft unerkannt, das gesellschaftliche Bewusstsein diesbezüglich scheint nachwievor nicht ausreichend geschärft. Der kritische Blick auf Sprache und Kommunikation soll daher auch bei dieser Fragestellung nicht zu kurz kommen. * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Diskussion Donnerstag, 27. April 2006, 19 Uhr in der Zukunfts- und Kulturwerkstätte, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien > TeilnehmerInnen: Dr. Gerald Mader Präsident des Österreichischen Studienzentrums für Frieden und Konfliktlösung Schlaining (ÖSFK) Dr. Ingrid Nikolay-Leitner Anwältin für Gleichbehandlungsfragen Christa Prets Mitglied des Europäischen Parlaments; stv. Leiterin der SPÖ Delegation Mag. Maria Rösslhumer Verein Autonome Österr. Frauenhäuser Moderation: Dr. Tessa Prager NEWS * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * > Nähere Infos unter: Zukunfts- und Kulturwerkstätte Schönlaterngasse 9, 1010 Wien Tel.: 01/513 86 82 www.diezuk.at zuk at spoe.at An- und Abmeldung des Veranstaltungsabos: Gehen Sie bitte auf die Seite www.diezuk.at/online/page.php?P=10180 Impressum/Offenlegung gem. §§ 24, 25 MedienG: www.diezuk.at/online/page.php?P=10942 * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * In Kooperation mit: SPÖ-Klub ================================================ 02 [Depot-news] Programm 19.-21.April von depot-news at mailman.sil.at ================================================ Mittwoch, 19. April, 19.00 Essenz der Anarchie Buchpräsentation und Diskussion Die libertäre Demokratie, wie sie der Anarchismus vorschlägt, begreift sich als Antithese zur parlamentarischen Demokratie. Jede im Rahmen gesellschaftlicher Prozesse wirkende etatistische oder technokratische Autorität soll ausgeschaltet werden. Muss sich der Anarchismus aber auf eine utopische Idee reduzieren lassen? Worin lägen Möglichkeiten realpolitischer Umsetzbarkeit der „libertären Demokratie“? Wie könnten die radikalen Ansätze des Anarchismus die gesellschaftspolitische Realität beeinflussen? Gerhard Botz, Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien Karl Öllinger, Sozialsprecher Die Grünen Gerhard Senft, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Wirtschaftsuniversität Wien Moderation: Hannes Hofbauer, Promedia Verlag Gerhard Senft (Hg.): Essenz der Anarchie. Die Parlamentarismuskritik des libertären Sozialismus. Wien: Promedia, Edition Linke Klassiker 2006. Freitag, 21. April, 15.00 Der öffentliche Raum Symposium Der Begriff des „öffentlichen Raumes“ manifestiert sich in vielen Bereichen von Kunst und Politik. Mit der zunehmenden Konkurrenz zwischen den Städten wächst die Abhängigkeit von privatem Kapital. Für Investments werden Marketingstrategien zur Aufwertung eingesetzt, die auch die urbane Kultur und Lebensqualität betreffen. Zugleich ist der öffentliche Raum ein Topos, der immer wieder zur Formulierung demokratischer Ansprüche dient. Aufgrund dieser komplexen Zusammenhänge unterliegt aber der Begriff des öffentlichen Raumes einer zunehmenden Unschärfe. Vorträge 15.00 Manfred Russo, Kultursoziologe 16.00 Nicole Grothe, Kunsthistorikerin 17.00 Jeanne van Heeswijk, Künstlerin 18.00 Andreas Findeisen, Philosoph 19.00 Podiumsdiskussion Jeanne van Heeswijk, Künstlerin Barbara Holub, Künstlerin Elisabeth Mayerhofer, Kulturwissenschafterin Christof Reinprecht, Soziologe Roland Schöny, Projektleiter Kunst im öffentlichen Raum Wien Eine Veranstaltung von dérive - Zeitschrift für Stadtforschung und Österreichische Gesellschaft für Soziologie /Sektion Stadtforschung. Depot Breitegasse 3 A-1070 Wien Tel: +43 1 522 76 13 www.depot.or.at ================================================ 03 Vortrag: Beethoven, Strauss, Schönberg von Café Critique ================================================ 25. April 2006 Wien, 19:00 Uhr Beethoven, Strauss, Schönberg: Dialektik der Aufklärung in der Musik Vortrag von Clemens Nachtmann Moderation: Gerhard Scheit Arnold Schönberg Center - Palais Fanto Schwarzenbergplatz 6 (Eingang: Zaunergasse 1) Ludwig van Beethoven, Richard Strauss und Arnold Schönberg – die "Sinfonia eroica", "Ein Heldenleben" und "Ode to Napoleon": welche Rückschlüsse das Schicksal ästhetischer Subjektivität auf die Geschichte der realen zuläßt wird Thema dieses Vortrags sein, der dabei demonstrieren möchte, daß die Dialektik der Aufklärung sich nicht nur begrifflich erschließen, sondern hörend erkunden läßt. Eine Veranstaltung von Café Critique und der Studienvertretung Politikwissenschaft/Wien in Kooperation mit dem Arnold Schönberg Center Clemens Nachtmann, Studium der Politikwissenschaft in München und Berlin, Studium der Komposition, Klarinette und Klavier in München und Berlin, Meisterklasse für Komposition Prof. Goldmann, Meisterklasse Komposition Beat Furrer in Graz Aufführung von "Tafelmusik" beim Berliner Festival für neue Musik "ultraschall" 2000; Uraufführung des Klaviertrios "Mondstrahlen bei Tage" im Rahmen der Reihe "Unerhörte Musik" Berlin 2000; Uraufführung von "moto non perpetuo" beim Hanns-Eisler-Wettbewerb 2003; Kompositionsauftrag des Berliner Senats für das Ensemblestück "battery park/NY" 2003; Zweiter Preis für das Ensemblestück "O mei" beim Kompositionswettbewerb der "Weimarer Frühjahrstage für zeitgenössische Musik" 2004; Preisträger beim Boris-Blacher-Preis der Karl-Hofer-Gesellschaft 2004 für "Mondstrahlen bei Tage"; Portraitkonzert beim Berliner Festival für Neue Musik "ultraschall" 2005 ; "moto non perpetuo" – Konzert im Rahmen "The Music of 21st Century Europe" Februar 2006 – Klangforum Wien/ Musikverein Lehrender an der Kunstuni Graz (Institut für Komposition, Musiktheorie, Musikgeschichte und Dirigieren), Redakteur der Berliner Zeitschrift "Bahamas", Koautor von "Feindaufklärung und Reeducation. Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus" (Freiburg: ça ira-Verlag 2006) Gerhard Scheit ist Autor zahlreicher Bücher u. a. Orpheus im Exil. Die Vertreibung der österreichischen Musik 1938-1945 (gem. m. W. Pass, W. Svoboda; 1995); Hanswurst und der Staat. Kleine Geschichte der Komik von Mozart bis Thomas Bernhard (1995); Verborgener Staat, lebendiges Geld. Zur Dramaturgie des Antisemitismus (1999); Feindbild Gustav Mahler. Zur antisemitischen Abwehr der Moderne in Österreich (gem. m. W. Svoboda; 2002); Koautor von "Feindaufklärung und Reeducation. Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus" (Freiburg: ça ira-Verlag 2006) http://www.cafecritique.priv.at _______________________ Vorankündigungen: 27. 4. 2006 Wien, 20:00 Religion als universelle Zwangsneurose Über Vergeistigung im Judentum und Regression im Christentum Vortrag von Gerhard Scheit NIG, Universitätsstr. 7, HS III 2. 5. 2006 Wien, 18:00 Im Schatten des Dritten Reiches Verfolgung und Vernichtung im Ustascha-Kroatien Vortrag und Diskussion mit Zeev Milo Kleiner Festsaal der Universität Wien Dr.-Karl-Lueger-Ring 1 8. 5. 2006 Wien, 18:00 Ein Fest der Befreiung beim Denkmal der Roten Armee am Schwarzenbergplatz 18. 5. 2006 Wien, 20:00 "Die Knechtschaft aus Überzeugung" Über die protestantische Modernisierung des Katholizismus Vortrag von Florian Ruttner NIG, Universitätsstr. 7, HS III 8. 6. 2006 Wien, 20:00 Der Islam als politische Religion - Unterwerfung als Programm? Vortrag von Florian Markl NIG, Universitätsstr. 7, HS III 19. 6. 2006 Wien Der Iran – Antisemitismus, Aufrüstung & Tugendterror Vortrag von Wahied Wahdat-Hagh ________________ Unsubscribe Email an: cafe.critique at gmx.net ________________ Impressum: Café Critique Verein für Gesellschafts- und Kulturkritik Wickenburggasse 16/5 A-1080 Wien Email: cafe.critique at gmx.net Web: http://www.cafecritique.priv.at ###################### Zur Finanzierung unserer Aktivitäten sind wir auf Spendengelder angewiesen. Bank Austria - Creditanstalt Inhaber: Stephan Grigat Nr. 00740 381 330 BLZ 12000 Verwendungszweck: Café Critique IBAN: AT30 1200 0007 4038 1330 BIC: BKAUATWW ###################### ================================================ 04 Befreiungsfeier in Mauthausen von LesbenFrauenNachrichten at gmx.at ================================================ Befreiungsfeier in Mauthausen Die Befreiungsfeier in der Gedenkstätte des ehemaligen KZ Mauthausen findet heuer am So. 7. Mai 2006, ab ca. 10 h - 13 h statt. Erstmalig wird bei der Befreiungsfeier der Frauen gedacht. Das Mauthausen Komitee Österreich, das Comité International de Mauthausen und die Österreichische Lagergemeinschaft Mauthausen haben alle Gedenk- und Befreiungsfeiern des gesamten Jahres 2006 den weiblichen Häftlingen des KZ-Mauthausen (und seinen Nebenlagern in ganz Österreich) gewidmet. Am Tag der Befreiungsfeier wird eine Gedenktafel für die Frauen im KZ Mauthausen enthüllt. Das ehemalige Lagerbordell (Baracke 1) ist erstmalig während der Befreiungsfeier öffentlich zugänglich. Die Ausstellung "Sexzwangsarbeit in Konzentrationslagern" ist derzeit in der Gedenkstätte Mauthausen und auch am Tag der Befreiungsfeier geöffnet. Zum ersten Mal wird ein Frauenorchester statt der Militärmusik bei der Befreiungsfeier spielen. Ruth Klüger war als Hauptrednerin vorgesehen. Sie ist leider schwer erkrankt und hat alle Termine in Europa abgesagt. Bei der Befreiungsfeier wird daher Hannah Lessing , vom Österreichischen Nationalfond sprechen. Neben den Gedenk- und Befreiungsfeiern organisieren und veranstalten das Mauthausen Komitee Österreich, das Comité International de Mauthausen und das Institut für Frauen- und Geschlechterforschung der Universität Linz am Do 4. Mai 2006, 8 h - 18 h, an der Johannes Keppler Universität in Linz erstmals ein internationales Symposium zu "Frauen im KZ Mauthausen". Die inhaltlichen Schwerpunkte sind: • Frauen im Nationalsozialismus, • Frauen im Widerstand, • Frauen im KZ Mauthausen, • Sexuelle Ausbeutung und sexuelle Gewalt •, Täterinnen, • Lokalbevölkerung, • Leben nach der Befreiung. Die Tagungssprache ist deutsch, die Teilnahme ist kostenlos, aber nur für ca. 120 TeilnehmerInnen möglich. Anmeldung unter: info at mkoe.at Wir freuen uns, dass dieses Jahr bei den Befreiungsfeiern (erstmal) offiziell der Frauen gedacht wird. Den verfolgten und widerständigen Frauen und Mädchen "Euer Leid, euer Überlebenskampf und vielfältiger Widerstand ist nicht vergessen und mahnt und ermutigt uns auch heute gegen Krieg, Faschismus, Ausbeutung, Diskriminierung und für Frauenachtung zu kämpfen." Seit 2002 organisierten wir jährlich das "Frauengedenken" im Rahmen der Befreiungsfeier, um die Frauen und Mädchen im KZ Mauthausen sichtbarer zu machen und um unsere Auseinandersetzung mit "Erinnern und Gedenken führt zum heute, der Kampf um Befreiung ist nicht aus" einzubringen. mehrsprachiges Faltblatt zur Befreiungsfeier: Zur Erinnerung an die Verfolgung, Ermordung und den Widerstand von Frauen, Lesben und Mädchen im Faschismus. In Gedenken an alle, die im und aufgrund des NS-Faschismus verfolgt und ermordet wurden. In Gedenken an die Frauen und Mädchen, die in Mauthausen inhaftiert waren und im Gedenken an die Frauen, die von Frauenkonzentrationslager Ravensbrück in das KZ Mauthausen gebracht wurden, um im Lagerbordell Sexzwangsarbeit zu verrichten. Mit dem Wissen um den Überlebenskampf und dem Widerstand der Verfolgten. Mit dem Wissen von Täterschaft und Mittäterschaft in Österreich. Mit dem Erkennen von faschistischen Kontinuitäten und von Verfolgung, Unterdrückung und imperialistischen Kriegen heute, kämpfen wir weiter, gegen Sexismus, Rassismus, Kapitalismus, für eine gerechte Welt. Autonome Feministinnen, Wien Wir werden heuer kein eigenes "Frauengedenken" organisieren, aber wir hoffen, dass sich viele Feministinnen bei der Befreiungsfeier beteiligen. Wir werden uns als Autonome Feministinnen am "Einzug" mit Transparenten und 2 Kränzen beteiligen. Der Kranz "den Frauen und Mädchen von Mauthausen - feministischer Widerstand" möchten wir zur neuen Gedenktafel legen. Den Kranz "Zur Erinnerung an die Frauen, die vergewaltigt und zur Prostitution gezwungen wurden und allen anderen Opfern. Ihr seid nicht vergessen" legen wir beim Einzug vor das ehemalige Lagerbordell. Wir organisieren um 10 h und 13 h Frauenführungen (von und für Frauen) im ehemaligen Lagerbordell, mit Informationen und kurzem Gedenken. Mitfahrmöglichkeiten zum Symposium und zur Befreiungsfeier Wenn du Mitfahrgelegenheiten anbieten kannst oder suchst, ruf im FZ - Tel.: 01-408 50 57 an und hinterlass einen Namen und Telefonnummer. Treffpunkt für Informationen, Überlegungen zu Befreiungsfeier, gemeinsamen Hinfahren u.a.: Fr. 5.Mai 2006, 21 h, FZ-Bar, Eingang Prechtlgasse, schwarz-rote Tür, läuten, Treffpunkt bei der Befreiungsfeier 10 h vor dem Eingang des ehemaligen Lagerbordells (Baracke 1) ab 10.30 h am Weg/auf der Straße zum Eingangstor, linke Seite, gegenüber der Toiletten und der Anmeldung. Autonome Feministinnen, c/o FZ, Währingerstr. 59/6, 1090 Wien ================================================ 05 Clasistas-Broschüre von "agm" ================================================ Veranstaltung Venezuela: Hablan los Clasistas Stimmen klassenkämpferischer GewerkschafterInnen Die Plattform für ein sozialistisches Venezuela präsentiert die neue (60-seitige) Broschüre mit Texten der UNT-Clasistas und der Partido Revolucion y Socialismo (PRS). Do., 20.April, 20:00 Uhr, Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 Wien Erinnerung an die Veranstaltung mit Stalin Pérez Borges Sozialistische Revolution in Venezuela? Findet in Venezuela eine Revolution statt? Welche Rolle spielt die Chavez-Regierung? Was sind die Ziele der venezolanischen ArbeiterInnenbewegung? Was kann die Linke in Europa tun? Die Plattform für ein sozialistisches Venezuela (AGM, AL, GRA, Labournet Austria und Einzelpersonen) lädt Mitte Mai einen Vertreter des klassenkämpferischen Flügels ("Clasistas") des größten venezolanischen Gewerkschaftsdachverbands (UNT) auf eine Tour durch Österreich und Deutschland ein. Stalin Pérez Borges ist Co-Vorsitzender der UNT und führendes Mitglied der aus trotzkistischer Tradition kommenden PRS (Partido Revolucion y Socialismo). Am Freitag, den 12. Mai 2006 wird er in Wien sprechen. Fr., 12. Mai, 19:00 Uhr, Haus der Begegnung 2, Praterstern 1 (U1, S-Bahn, etc.) Außerdem: Die neue Ausgabe von M o r g e n r o t (Zeitung der AL-Antifaschistische Linke) ist erschienen! Mit 32 Seiten und einer 8-seitigen Sondernummer zu den politischen Entwicklungen in Venezuela – siehe www.sozialismus. ================================================ 06 Alternativengipfel EU –Lateinamerika/Karibik im Mai 2006 von Eveline Rocha ================================================ vom 10. bis 13. Mai 2006 in Wien Am 23. März 2006 wurde im Rahmen einer Pressekonferenz der Alternativengipfel vorgestellt. In Wien wird im Mai 2006 im Rahmen der EU-Präsidentschaft Österreichs ein Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union und der Staaten Lateinamerikas und der Karibik stattfinden. Parallel zu diesem offiziellen Gipfel werden soziale Bewegungen, kirchliche Gruppen, Nicht-Regierungsorganisationen, Gewerkschaften und andere AkteurInnen aus Lateinamerika, der Karibik und Europa vom 10. bis 13. Mai 2006 in Wien einen Alternativengipfel abhalten: „Enlazando Alternativas 2“ („Alternativen verknüpfen“). Leo Gabriel, ein Vertreter der veranstaltenden Organisationen und selbst Mitglied der internationalen Sozialforenbewegung, betonte, dass „dieser Alternativengipfel die Auswirkungen neoliberaler Politik sowohl in Lateinamerika und der Karibik als auch in Europa aufzeigen möchte als auch das Netzwerk zwischen zivilgesellschaftlichen Bewegungen in Nord und Süd stärken soll.“ Zu der Verbindung zwischen offiziellem Gipfel und dem Alternativengipfel berichtete Gabriel, dass die Organisatoren in Kontakt mit dem Außenministerium stehen und Präsidenten aus Lateinamerika (u.a. Venezuelas Präsident Hugo Chavez und der Präsident von Bolivien, Evo Morales), Interesse an einem Kontakt bekundet haben. Tribunal der Völker Während dieser vier Tage des Alternativengipfels werden die Verträge zwischen Lateinamerika/Karibik und der EU analysiert, deren Entwicklungspolitik und die Militarisierung in beiden Kontinenten in Frage gestellt und ein Tribunal der Völker veranstaltet, im Rahmen dessen die Machtmechanismen der europäischen transnationalen Konzerne in Lateinamerika und Europa untersucht werden sollen. „Bei diesem Tribunal sitzen multinationale Konzerne auf der Anklagebank. Mittels Zeugenaussagen von Betroffenen und Fachleuten aus verschiedenen Themenbereichen werden Beweise für Vergehen gegen die Menschen- und Arbeitsrechte, gegen Umwelt und Sozialstandards gesammelt“, erläuterte Carlos Aguilar von der lateinamerikanischen Bewegung „Alianza Social Continental“ Neoliberale „Kooperationen“ Pia Lichtblau von ATTAC verwies darauf, dass Die EU ist in vielen lateinamerikanischen Ländern die wichtigste Investorin ist – im Zuge der neoliberalen Privatisierungspolitik haben zahlreiche europäische Konzerne lateinamerikanische Unternehmen aufgekauft, z.B. die spanische Telefónica oder die Wasserkonzerne Vivendi und Suez. „Darüber hinaus ist die EU auch eine der wichtigsten Handelspartnerinnen der südamerikanischen bzw. der Mercosur-Länder. Der Mercosur wickelt 25 Prozent seines Außenhandels mit der EU ab – und nur 19 Prozent mit den USA“, so Lichtblau weiter. Die Liste der negativen Auswirkungen solcher Freihandelsabkommen ist besonders für Lateinamerika lang: Arbeitslosigkeit, prekäre Arbeitsverhältnisse, Zerstörung der Nahversorgung, Privatisierung der öffentlichen Dienstleistungen sind nur einige Beispiele. Der Grund für die Misere liegt aber nicht allein an der EU, sondern auch an der Politik der lateinamerikanischen Regierungen. Die brasilianische Agrarpolitik ist stark exportorientiert und somit stark auf große Agrokonzerne ausgerichtet, die kleinbäuerlichen Betrieben wiederum die Existenzgrundlage rauben. „Angesichts der Tatsache, dass weder ein Kleinbauer in Brasilien, noch eine Biobäuerin in Österreich von derartigen Verträgen profitiert“, betrachtet es Lichtblau als absolut unerlässlich, „den Widerstand gegen diese neoliberale Form der „Kooperation“ gemeinsam zu organisieren – gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Gruppierungen aus Lateinamerika und indem jeder in seiner Region dafür sorgt, dass soziale und ökologische Anliegen wieder vor Konzerninteressen gestellt werden.“ Katholische Soziallehre Heinz Hödl, Geschäftsführer der der Koordinierungsstelle der österreichischen Bischofskonferenz für Entwicklung und Mission, unterstrich die engen Beziehungen mit vielen ProjektpartnerInnen in Lateinamerika. Insgesamt wurden etwa 2004 in Lateinamerika 804 Projekte mit 14 Millionen Euro unterstützt. „Die KOO hilft mit, Alternativen zum gegenwärtigen Wirtschaftsmodell aus der Perspektive der katholischen Soziallehre aufzuzeigen, gemeinsam mit anderen zu organisieren und zu planen“, erkläret Hödl und hob hervor, dass auch viele namhafte katholische Hilfswerke aus anderen europäischen Ländern - etwa Misereor (D), Cordaid (NL) oder CAFOD (GB) - und Partnerorganisationen aus Lateinamerika am Alternativengipfel beteiligt sind. Der Koordinierungsstelle und ihren Mitgliedsorganisationen ist es besonders wichtig, die Auswirkungen auf den ländlichen Raum in Lateinamerika und in Europa aufzuzeigen. Hödl weiter: „Auch aus Sicht der österreichischen Bauern ist es ein sehr wertvolles Argument zu sagen: Wir fordern, eine Neuorientierung der weltweiten Agrarpolitik für die bäuerliche Bevölkerung in der Entwicklungsländern und nicht nur für die Bauern in Europa! Die österreichischen Bauern und Bäuerinnen erklären sich solidarisch mit den Bauern und Bäuerinnen in den Entwicklungsländern. Aber sie wehren sich gemeinsam mit den Vertretern der Entwicklungsländer gegen Reformen, die eine ökosoziale Landwirtschaft in Europa zerstören und gleichzeitig in den Entwicklungsländern verhindern“. Rechte von ArbeitnehmerInnen Der Österreichische Gewerkschaftsbund, wiewohl kein Mitveranstalter von „Enlazando Alternativas 2“, beteiligt sich mit mehreren großen Veranstaltungen daran und begrüßt eine verstärkte Diskussion der österreichischen und europäischen Außen- und Außenwirtschaftspolitik in Öffentlichkeit und der sogenannten Zivilgesellschaft. Walter Sauer vom internationalen Referat des ÖGB: „Lateinamerika steht offenbar am Beginn des Endes der Herrschaft des ökonomischen Neoliberalismus, der den Kontinent seit drei Jahrzehnten in seine Fesseln geschlagen hat. Für die österreichische Gewerkschaftsbewegung, die in Österreich gegen neoliberale Verschlechterung der erkämpften Sozial- und Arbeitsstandards kämpft, ist es im Sinne internationaler Solidarität eine Selbstverständlichkeit, jene zu unterstützen und mit jenen zusammenzuarbeiten, die in Lateinamerika für höhere Sozialstandards kämpfen. Der ÖGB fordert die Europäische Union deshalb zu einer solidarischen Außen- und Außenwirtschaftspolitik gegenüber Lateinamerika auf!“ Die Gewerkschaften richten einen Forderungskatalog aber auch an die Regierungen Lateinamerikas: In vielen Länder werden die Gewerkschaftsrechte grob verletzt. Allein in Kolumbien werden jährlich etwa 100 gewerkschaftliche AktivistInnen wegen ihrer gewerkschaftlichen Tätigkeit ermordet. Arbeitsbedingungen sowohl in Betrieben multinationaler Konzerne als auch nationaler Unternehmer/innen sind oft katastrophal - etwa in den Maquiladores Zentralamerikas. Sauer weiter: „Wir fordern daher gleichzeitig die umfassende Respektierung der Menschen- und Gewerkschaftsrechte, insbesondere des Rechts auf Organisationsfreiheit, in Lateinamerika.“ Das Programm In einer Vielzahl von Veranstaltungen (Podiumsdiskussionen, Seminare und Workshops etc.) soll während der vier Tage dokumentiert werden, in welchem Ausmaß die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen von den internationalen Konzernen bestimmt werden. Unabhängige ExpertInnen, VertreterInnen von Umwelt- und entwicklungspolitischen Organisationen, der Kirche und AktivistInnen von sozialen Bewegungen möchten aufzeigen, wie sehr die gegenwärtige Wirtschaftspolitik nicht nur in Lateinamerika, sondern auch in Europa für eine Entwicklung verantwortlich ist, welche zu immer größeren Machtkonzentrationen führt, auf Kosten der Mehrheit der Bevölkerung und der Umwelt. Dabei geht es vor allem auch darum, mögliche Alternativen aufzuzeigen und zu diskutieren. Die Schwerpunktthemen dabei sind: * Neoliberale Ordnung. Wirtschaft und Gesellschaft der neoliberalen Globalisierung – Auswirkungen in Lateinamerika, in der Karibik und in Europa * Politischer Dialog zwischen Europa und Lateinamerika im Zeitalter der Globalisierung * Kooperation für Entwicklung EU-LA 2006 * Regionale Integration – Alternative Strategien für eine regionale Entwicklung * Militarisierung und Menschenrechte Mehr Infos: www.alternativas.at ================================================ 07 SOS Meinungsfreiheit: HOSI Wien sammelt für ÖVP-Tancsits von ================================================ Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 19. April 2006 ÖVP-Tancsits gegen HOSI Wien: Geldsammelaktion vor der ÖVP-Zentrale Im Ehrenbeleidigungsprozess, den der ÖVP-Nationalratsabgeordnete Walter Tancsits gegen die HOSI-Wien-Aktivisten Christian Högl und Kurt Krickler angestrengt hat, findet kommenden Freitag, 21. April 2006, vor dem Landesgericht für Strafsachen Wien (Wickenburggasse 22, Wien 8, 10.30 Uhr, Saal 308, 3. Stock) die nächste Verhandlung statt. Die neuerliche Behandlung in erster Instanz wurde notwendig, da das Oberlandesgericht Wien den ursprünglichen Freispruch vom April 2005 aufgehoben hat. Offener Brief an OLG-RichterInnen „Wir halten diese Entscheidung des OLG Wien vom Jänner 2006 für höchst skandalös”, ist Krickler immer noch empört. „Die OLG-RichterInnen machen sich nämlich Sorgen, dass ein ihrer Ansicht nach unbegründetes Schwingen der Nazi-Keule politisch Andersdenkende aus Angst davor abhalten könnte, ihre offenbar ‚nazioiden’ bzw. faschistoiden Ansichten öffentlich zu äußern. Wir halten es hingegen mit der antifaschistischen Parole ‚Wehret den Anfängen!’ und finden, man kann die Nazi-Keule nicht früh und oft genug schwingen angesichts der neonazistischen und rechtsextremen Tendenzen, die ja seit dem FPÖVP-Regierungsantritt immer salonfähiger geworden sind. Wir werden jedenfalls in der Gerichtsverhandlung den Nachweis antreten, dass die ÖVP sehr wohl punktuell nationalsozialistisches Gedankengut vertreten hat. Wir haben genug Material gesammelt. Wenn Tancsits die politische Auseinandersetzung in die Gerichte tragen will, soll uns das nur recht sein. MedienvertreterInnen sind herzlich eingeladen, der Verhandlung am Freitag beizuwohnen.” Die HOSI Wien hat in einem Offenen Brief die drei OLG-RichterInnen, die sich um die Meinungsfreiheit der Rechtsextremen sorgen, übrigens um dringende Aufklärung ersucht, wie ihre Begründung zu verstehen ist. Die Entscheidung des OLG und der Offene Brief stehen auf dem Website der HOSI Wien zum Download bereit (diese Meldung anklicken und bis ans Ende scrollen.) Geldsammeln für Tancsits’ unverschämte Geldforderungen Tancsits fordert als Privatankläger nicht nur die Bestrafung der beiden HOSI-Wien-Aktivisten (Höchststrafe bis zu einem Jahr Gefängnis), sondern auch die Zahlung einer angemessenen Entschädigung an ihn seitens der HOSI Wien als Medieninhaberin. „Die HOSI Wien denkt jedoch nicht daran, ihre Vereinsmittel, die ja im Wesentlichen aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen bestehen, Tancsits nachzuwerfen und damit unsere wichtige Arbeit zu gefährden”, erklärt Obmann Högl. „Wir müssen ja u. a. die katastrophalen Auswirkungen der ÖVP-Politik im schwul-lesbischen Bereich abfangen. Die ÖVP meint ja, sich zur willigen Vollstreckerin des vermeintlichen gesunden Volksempfindens in Sachen Diskriminierung und Unterdrückung von Lesben und Schwulen machen zu müssen. Sie trägt daher u. a. die Hauptschuld an jenem gesellschaftlichen Klima in Österreich, das etwa dazu führt, dass 40 % aller Selbstmordversuche von homosexuellen Menschen gemacht werden, obwohl sie nur rund 10 % der Bevölkerung ausmachen. Während also durch die Politik der ÖVP auch viele junge Menschen in den Selbstmord getrieben werden, versucht die HOSI Wien, Leben zu retten. Wir haben in unserer mehr als 25-jährigen Tätigkeit sicherlich schon viele Dutzende junge Lesben und Schwule vor dem Freitod bewahrt. Diese wichtige Arbeit lassen wir uns durch Tancsits’ unverschämte Forderung nach einer Entschädigungszahlung für seine vermeintlich beleidigte Ehre nicht gefährden. Wir werden daher morgen Donnerstag von 8.30 bis 10.30 und von 14 bis 17.30 Uhr vor der ÖVP-Zentrale in der Lichtenfelsgasse in Wien um Geld betteln, damit wir im Falle einer Verurteilung nicht auf Vereinsmittel zurückgreifen müssen, um Tancsits’ Privatschatulle zu füllen.” Spendenaufruf Die HOSI Wien hat auch zu einer internationalen Solidaritäts- und Spendenaktion aufgerufen, um die hohen Verfahrenskosten aufzubringen. „Für das straf- und zivilrechtliche Verfahren durch alle Instanzen rechnen wir mit Kosten von insgesamt rund * 25.000,–, die wir vorfinanzieren müssen”, erklärt Krickler. „Wir sind aber überzeugt, in Straßburg beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Recht zu bekommen, denn dessen umfassende einschlägige Judikatur ist eindeutig und wurde auch seitenweise von der Richterin, die uns im Vorjahr freigesprochen hat, zitiert. Aber offenbar hat Tancsits’ Kritik am Freispruch Ende Mai 2005 (siehe unsere Aussendung vom 1.6.05: www.hosiwien.at/?p=25) gewirkt und die OLG-RichterInnen zu dieser eher willkürlichen Entscheidung veranlasst. Gewinnen wir in Straßburg, muss uns dann die Republik, also der österreichische Steuerzahler, alle Kosten ersetzen. Tancsits wäre dann finanziell aus dem Schneider, obwohl er diesen Rechtsstreit mutwillig vom Zaun gebrochen hat. Wer keine Kritik verträgt, sollte nicht Politiker werden, sondern besser Hausmeister im Kindergarten.” Die HOSI Wien ersucht daher auch um Spenden auf ihr Konto Nr. 0023-57978/00 bei der BA-CA, BLZ 12.000, Kennwort „Tancsits”. Zum bisherigen Geschehen hat die HOSI Wien eine eigene Web-Abteilung erstellt: www.hosiwien.at/sos Rückfragehinweis: Christian Högl, Obmann: Tel. 0699-11811038 Kurt Krickler, Generalsekretär: Tel.: (01) 5451310 oder 0664-5767466 office at hosiwien.at, www.hosiwien.at ZVR-Nr.: 5245 34 408 ================================================ 08 Benefizkonzert gegen Rassismus zugunsten von ZARA von ZARA - Stefan Kaltseis ================================================ Liebe WiderständlerInnen, der Anti-Rassismus-Verein ZARA veranstaltet am 26. April 2006 das erste einer Reihe von Benefizkonzerten, dessen Erlös zur Gänze der Aufrechterhaltung der von ZARA geleiteten Beratungsstelle für Opfer und ZeugInnen von Rassismus zugute kommt. Das jiddische Ensemble Scholem Alejchem wird das erste Konzert im Theater Odeon in Wien mit jiddischen Evergreens und Klezmermusik von Folk bis Jazz absolvieren. Wir würden uns freuen, wenn Ihr diesen Termin auf Eurer Website bekanntgeben würdet, der Pressetext mit allen nötigen Infos befindet sich im Anhang an diese Mail. Ihr könnt ihn in dieser Form übernehmen. Herzlichen Dank im Voraus und liebe Grüße, Stefan Kaltseis, ZARA-Volunteer -- Mit freundlichen Grüßen, Stefan KALTSEIS Beratungsstelle für Opfer & ZeugInnen von Rassismus ______________________________________________________________________ ZARA - Verein für Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit Beratungsstelle für Opfer und ZeugInnen von Rassismus Luftbadgasse 14-16, 1060 Wien | Tel.: +43 (1) 929 13 99 http://www.zara.or.at/ Ihre Unterstützung macht uns arbeitsfähig: http://www.zara.or.at/kontakt/stopp-rassismus ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 09 GLB/Demokratisierung/Urabstimmung von "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================ Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110 Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 - Mail glb at aon.at - Web www.glb.at - Ausgabe vom 18. April 2006 ÖGB braucht Abkehr von traditioneller Stellvertreterpolitik Urabstimmung über BAWAG-Verkauf ist ein demokratiepolitisches Muss Beim Wort nehmen will die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) die Vorsitzenden der Gewerkschaft der Privatangestellten und der EisenbahnerInnen: „Wenn Wolfgang Katzian und Wilhelm Haberzettl für eine Direktwahl oder Urabstimmung über den künftigen ÖGB-Präsidenten plädieren, sollten sie konsequenterweise damit in der eigenen Gewerkschaft den Anfang machen“, meint GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger. Wenn ÖGB-Vizepräsidentin Renate Csörgits eine Urabstimmung „eher für problematisch“ hält, bringt dies hingegen nur die Haltung der ÖGB-Spitze zum Ausdruck eine breitere Debatte sowohl um Personen als auch um Grundsätze um jeden Preis zu vermeiden. Gerade die mangelnde Mitsprache der Mitglieder ist aber ein maßgeblicher Aspekt der mit dem BAWAG-Skandal zum Ausdruck gekommenen Krise des ÖGB. Nicht nur, dass Ex-Präsident Fritz Verzetnitsch und Ex-Finanzreferent Günter Weninger völlig eigenmächtig das Vermögen des ÖGB als Sicherstellung zur Rettung der BAWAG eingesetzt haben, wurde auch überfallsartig auf Zuruf von SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer Ende März 2006 der Verkauf der Gewerkschaftsbank beschlossen. Wenn jetzt verschiedene SpitzengewerkschafterInnen - wie Haberzettl oder GÖD-Chef Fritz Neugebauer - für eine Minderheitsbeteiligung des ÖGB an seiner eigenen Bank plädieren, beweist das den vorhandenen Unmut über diese Vorgangsweise der ÖGB-Führung. Der GLB hat bekanntlich den Verkauf der BAWAG abgelehnt und fordert eine Urabstimmung der Gewerkschaftsmitglieder zu dieser Frage. „Der Maßstab für die Politik des ÖGB müssen die Mitglieder sein. Eine Abkehr von der traditionellen Stellvertreterpolitik durch die gängige Selbstermächtigung der FunktionärInnen ist notwendig“, meint Antlanger. Der ÖGB darf nicht als Ordnungs- und Disziplinierungsfaktor im politischen System agieren. Die Wahl aller Gremien durch die Mitglieder und Urabstimmungen über alle wichtigen Fragen sind daher notwendig . ================================================ 10 Richtigstellung Budgetkürzung von KosmosTheater ================================================ Betreff: Richtigstellung Budgetkürzung Sehr geehrte Redaktion, in jüngster Zeit mehrten sich Medienberichte (Profil, Wien heute, ORF u.a.), denen zufolge die Jahressubventionen seit Bestehen des KosmosTheaters von Seiten des Bundes deutlich gekürzt worden seien. Wir möchten hiermit klarstellen, dass dies nicht den Tatsachen entspricht. Vielmehr erhielt das KosmosTheater vom Bund in den Jahren 2000-2003 Euro 62.000 pro Jahr und ab 2004 eine um 30 Prozent erhöhte Förderung. Angemerkt sei bei dieser Gelegenheit allerdings auch, dass das KosmosTheater von Beginn an chronisch unterdotiert war und nach wie vor ist. Die Jahressubventionen betragen mit 445.000 Euro (Stadt und Bund kumuliert) nur 25 bis 50 Prozent vergleichbarer Mittelbühnen. Mit freundlichen Grüßen Mag.a Barbara Klein Intendantin KosmosTheater tel 01-5231226 fax 01-5231226-16 barbara.klein at kosmostheater.at [] KosmosTheater / A-1070 Wien Siebensterngasse 42 / Tel. 01 5231226 / http://www.kosmostheater.at / email: office at kosmostheater.at / an Veranstaltungstagen geöffnet ab 19:00 / Büro Mo-Fr 11:00 bis 15:00 Ab 01.03.2006 gelten in Österreich neue Bedingungen für die Zusendung elektronischer Informationen. Wir möchten Sie auch zukünftig über unsere Veranstaltungen informieren, Sie in unserem Informationsverteiler behalten und freuen uns, Sie auch weiterhin über diesen Weg informieren zu können. Wenn Sie jedoch keine Informationen mehr von uns erhalten möchten, können Sie sich jederzeit hier von unserem Mailservice abmelden. ================================================ 11 KPÖ/Subsidiarität/Konferenz/Gemeinden von KPÖ-Kommunikation ================================================ KPÖ-Pressedienst - Drechslergasse 42, 1140 Wien - Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 - Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail bundesvorstand at kpoe.at - Web www.kpoe.at - News www.kpoe.at/lpd - Ausgabe vom 19. April 2006 Gemeinden werden durch EU-Vorgaben finanziell ausgehungert KPÖ kritisiert Subsidiarität als politische Spielwiese Als Vehikel für das Abschieben unpopulärer Maßnahmen und zusätzlicher Belastungen auf die Gemeinden zeigt sich immer deutlicher der vielfach strapazierte und im Maastricht-Vertrag von 1993 verankerte Begriff der Subsidiarität, kritisiert die KPÖ. Gemeint ist damit, dass alle Aufgaben die nicht ausdrücklich auf EU-Ebene erfolgen von den lokalen oder regionalen Gebietskörperschaften übernommen werden sollen. Im Rahmen der EU-Präsidentschaft Österreichs wird dies sogar mit einer eigenen Konferenz in Sankt Pölten „gewürdigt“. „Unter dem Motto „Europa fängt zu Hause an“ soll damit offensichtlich verdrängt werden, dass gerade der Spielraum der untersten Gebietskörperschaften durch die auf höchster Ebene getroffenen Entscheidungen und Richtlinien immer enger geworden ist“, kritisiert KPÖ-Kommunalsprecher Leo Furtlehner. Das klassische Beispiel dafür ist die Budgetpolitik, wo durch das Zwangskorsett der Maastricht-Auflagen die Gemeinden verpflichtet werden ausgeglichen oder mit einem Überschuss zu budgetieren. Konkret bedeutet dies, dass die Kommunen finanziell immer mehr ausgehungert werden und als „Ausweg“ zu massiven Tarif- und Gebührenerhöhungen, Ausgliederungen kommunaler Leistungen und Privatisierung gemeindeeigener Unternehmen gedrängt werden. Die Gemeinden werden zudem immer stärker als Unternehmen betrachtet, was auch durch die vom Gemeindebund forcierte Projekt des Umstieges der kommunalen Buchhaltung von der bisher praktizierten Kameralistik zu der in Unternehmen üblichen Doppik deutlich wird. Die im Zusammenhang mit der politischen Spielwiese des „Europa der Regionen“ und einem zahnlosen „Ausschuss der Regionen“ zu sehende Subsidiarität als „zentrale politische Geisteshaltung“ (Gemeindebund-Vizepräsident Walter Zimper) einer EU-konformen Kommunalpolitik dient auch dazu, eine kritische Hinterfragung der zentralen Dogmen des Projekts EU - wie der vier Grundfreiheiten, dem Stabilitätspakt, dem Binnenmarkt und der Liberalisierung öffentlicher Dienste - zu verhindern. Tatsächliche Bürgernähe wird allein schon durch den für eine breitere Öffentlichkeit völlig unverständlichen Begriff der Subsidiarität verhindert. Wenn jetzt Bundeskanzler Wolfgang Schüssel vor einer „schleichenden Zentralisierung“ der EU warnt, muss er daran erinnert werden, dass alle von der österreichischen Politik der EU angelasteten unpopulären Maßnahmen von Regierung und Parlament mitbeschlossen wurden Eine reale Aufwertung der Gemeinden als die am meisten bürgernahe Gebietskörperschaft würde voraussetzen, deren finanziellen Spielraum wesentlich zu erweitern. Das bedingt nach Meinung der KPÖ die Aufhebung des Stabilitätspaktes und eine Erhöhung der Mittel aus dem Finanzausgleich verbunden mit einer Vergrößerung dieses Topfes durch höhere Steuern auf Kapital und Vermögen. ================================================ 12 KPÖ/Hausbriefkästen/Kosten/Werbekampagne von KPÖ-Kommunikation ================================================ KPÖ-Pressedienst - Drechslergasse 42, 1140 Wien - Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 - Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail bundesvorstand at kpoe.at - Web www.kpoe.at - News www.kpoe.at/lpd - Ausgabe vom 19. April 2006 Finanzielle Belastung für HauseigentümerInnen und MieterInnen KPÖ kritisiert Werbekampagne für neue Hausbriefkästen Allen brisanten Fragen unterschlagen werden in einer mit hohem Aufwand vom Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) in den Medien geführten Werbekampagne für die EU-konformen Hausbriefkästen, kritisiert die KPÖ. Die wesentlichste Frage dabei ist, warum nicht die privaten Postdienste als Nutznießer für die Kosten der Umstellung aufkommen, sondern die HauseigentümerInnen und auf dem Umweg über die Instandhaltungsreserve letztlich die MieterInnen finanziell damit belastet werden. Auch die vom VÖZ propagierte Sicherheit der neuen Hausbrieffachanlagen ist nicht gegeben: Die Schlitze zum Einwurf der Post sind laut ÖNORM mit 230 bis 400 mm Länge und 30 bis 35 mm Breite so groß bemessen, dass es relativ leicht ist den Inhalt der darin befindlichen Post festzustellen oder sogar Post aus dem Fach zu entnehmen. Laut den VÖZ-Inseraten soll künftig Schluss sein mit „Verteilern, die durchs Haus huschen“: Unterschlagen wird dabei, dass künftig außer der Post und Zeitungszustellern zusätzliche auch private Post- und Kurierdienste sowie Werbemittelzusteller Hauseingangsschlüssel erhalten um Zugang zu den Hausbriefkästen zu haben. „Die von Infrastrukturminister Hubert Gorbach (BZÖ) verordnete Umrüstung auf EU-konforme Hausbriefkästen ist bis 30. Juni 2006 durchzuführen, laut der EU-Richtlinie zur Liberalisierung der Postdienste wäre sie freilich erst 2009 fällig. Säumigen Hauseigentümern wird mit Strafen bis zu 30.000 Euro gedroht“, kritisiert KPÖ-Kommunalsprecher Leo Furtlehner. Die geschätzten Kosten für die Umrüstung der Hausbriefkästen werden zwischen 50 und 100 Millionen Euro für bundesweit rund 1,7 Millionen Haushalte in Mehrparteienhäusern geschätzt, was für jeden Haushalt eine durchschnittliche Belastung zwischen 30 und 60 Euro bedeutet. Dazu kommen weitere Kosten für zusätzliche Haustorschlüssel für private Zusteller. In einem von über 700 Personen, darunter zahlreichen gewählten MandatarInnen, unterstützten Aufruf wird die Umstellung auf diese EU-konformen Hausbriefkästen sowohl wegen der damit verbundenen finanziellen Belastung als auch wegen der Gefährdung des Briefgeheimnisses entschieden abgelehnt. Eine Klage beim Obersten Gerichtshof ist anhängig. ================================================ 13 kanalB.at video: QUASI Trailer von webmaster at kanalB.org ================================================ titel des videoclips: QUASI Trailer --: - beschreibung: QUASI, ein Magazin von kanalB.at und tv.unitedaliens.at, konzipiert für den offenen Kanal in Wien (Okto), ist 30 min. lang und läuft monatlich auf Okto. Die Themen reichen von gesellschaftspolitischen Aktionen und Berichten, über Konzertmitschnitte bis hin zu Kunst der anderen Art. Die bisherigen Sendungen sind auch als download unter "weitere Infos" verfügbar. ---: - kategorie: schnipsel ----: - clipinfo: http://austria.kanalb.org/clip.php?clipId=1377 --------------: - laenge: 0,90 min team: QUASI team_homebase: http://quasi.tv erstellt: 2006-04-19 format: rm datenmenge: 3 MB -------------: - weitere informationen: http://quasi.tv -----------------: - kanalB ersetzt herkoemmliches fernsehen: http://austria.kanalb.org _______________________________________________ clips_kanalb_at mailing list clips_kanalb_at at kanalB.org http://kanalB.org/cgi-bin/mailman/listinfo/clips_kanalb_at ================================================ 14 GLB/ÖGB/Spitzenfunktionen/Mandat/Trennung von "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================ Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110 Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 - Mail glb at aon.at - Web www.glb.at - Ausgabe vom 19. April 2006 SpitzengewerkschafterInnen sollen Mandat zurücklegen Überparteilicher ÖGB muss sich aus Fraktionsvorgaben befreien Für eine strikte Trennung von Spitzenfunktionen im ÖGB bzw. den Fachgewerkschaften einerseits und Mandaten in gesetzgebenden Körperschaften andererseits tritt die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) ein: „Damit würde ein sichtbarer Schritt der Reformbereitschaft des ÖGB gesetzt und demonstriert, dass die Gewerkschaften unabhängig von der Parteipolitik agieren“, meint GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger. Derzeit sind im Nationalrat Renate Csörgits (ÖGB-Vizepräsidentin), Richard Leutner (Leitender Sekretär des ÖGB), Wolfgang Katzian (GPA-Vorsitzender), Fritz Neugebauer (GÖD-Vorsitzender), Rainer Wimmer (ANG-Vorsitzender) und Franz Riepl (GMT-Zentralsekretär) vertreten. Im Bundesrat ist Roswitha Bachler (Leitende Sekretärin des ÖGB), im Wiener Landtag sind Rudolf Hundstorfer (ÖGB-Präsident und GdG-Vorsitzender), Johann Driemer (ÖGB-Vizepräsident und GBH-Vorsitzender) und Angela Lueger (Leitende Referentin der GdG) vertreten. Solche Doppelfunktionen sind mit einer enormen Privilegierung durch hohe Mehrfachbezüge verbunden, welche die Entfremdung führender GewerkschafterInnen von den Interessen der Mitglieder und Lohnabhängigen enorm verstärken. Dazu kommt die permanente Unterordnung unter die Fraktionsdisziplin der jeweiligen Partei, die erfahrungsgemäß Vorrang vor den Interessen der überparteilichen Gewerkschaften bedeutet. Beispiele wie von Ex-GPA-Chef Hans Sallmutter oder dem ehemaligen oö AK-Präsidenten Fritz Freyschlag - die sich bewusst nicht um ein politisches Mandat beworben haben oder ein solches mit Übernahme einer führenden Gewerkschaftsfunktion zurückgelegt haben - zeigen, dass damit ein deutlich unabhängigeres Agieren trotz weiterhin vorhandener Parteizugehörigkeit möglich war. Auf der Unternehmerseite demonstriert WKÖ- und Wirtschaftsbund-Chef Christoph Leitl anschaulich, dass er auch ohne Parlamentsmandat für sein Klientel erfolgreich agiert. Die Führung des ÖGB und der Gewerkschaften muss endlich realisieren, dass die Zeiten der institutionalisierten Sozialpartnerschaft Marke Benya & Sallinger unwiderruflich vorbei ist und die Konfrontation zwischen Lohnabhängigen und Kapital sich seit Anfang der 90er Jahre massiv verschärft hat: „SpitzengewerkschafterInnen die sich via Mandat ständig parteipolitischen Interessen unterordnen sind für die Lohnabhängigen soviel oder besser gesagt sowenig wert wie ein Streikfonds der statt für Arbeitskämpfe als Sicherstellung zur Rettung einer Bank verwendet wird“, so Antlanger abschließend. ================================================ 15 www.bushgohome.at online! von ASt-LFI ================================================ www.bushgohome.at online! (aus: Red Newsletter Nr. 210, Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 19. April 2006, www.arbeiterinnenstandpunkt.net) Am 21. Juni kommt George W. Bush, der Kriegsverbrecher Nr. 1 nach Wien. Mit ihm kommt der Mann, der für tausende tote Irakerinnen und Iraker, der für die täglichen Folterungen in Abu Ghraib und der für die neuerlichen Kriegsdrohungen gegen den Iran verantwortlich ist. Wir wollen ihm den Empfang bereiten den er verdient! Ab jetzt ist die Homepage www.bushgohome.at online, auf der Artikel über die Hintergründe der Politik der USA, Informationen über den Stand der Proteste veröffentlicht und aktuelle Termine angekündigt werden. Artikel und Stellungnahmen sind sowohl auf deutscher, englischer als auch auf türkischer Sprache verfügbar. Hilf auch du uns, Wien in eine Anti-Bush Stadt zu machen! Zeigen wir George W. Bush, dass er hier nicht willkommen ist! Bush Go Home! (Diese Erklärung haben wir einer Aussendung von REVOLUTION entnommen.) ================================================ <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> INTERNATIONALE SOLIDARITÄT <>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><><> ================================================ 16 Guantanamo-Häftlingen aus China in Deutschland Zuflucht gewähren von "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================ > GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER > PRESSEERKLÄRUNG Göttingen, den 18. April 2006 > > Antiterror-Krieg machte Uiguren zu Staatenlosen > Appell: Guantanamo-Häftlingen aus China in Deutschland Zuflucht > gewähren > > Deutschland soll aus humanitären Gründen 15 unschuldige uigurische > Guantanamo-Häftlinge aus China aufnehmen. Mit diesem Appell hat sich > die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Dienstag an > Außenminister Frank-Walter Steinmeier gewandt. "Es ist tragisch, dass > diese Dissidenten noch immer in Guantanamo leben müssen, obwohl die > US-Behörden seit drei Jahren davon überzeugt sind, dass sie zu > Unrecht der Unterstützung des Terrorismus verdächtigt wurden", heißt > es in dem Schreiben der GfbV. Für die westliche Welt sei es blamabel, > dass es aus Angst vor Protesten der chinesischen Regierung kein > demokratischer Staat wage, die uigurischen Flüchtlinge aufzunehmen. > So würden die Oppositionellen de facto zu "Staatenlosen" gemacht. > Dabei hätten sie in Guantanamo Schlimmstes erleben müssen. So seien > sie im Jahr 2002 mit Einverständnis der US-Behörden von chinesischen > Sicherheitskräften verhört und misshandelt worden. > > China hatte mehrfach die Auslieferung der Uiguren gefordert. Dies > hatten die US-Behörden jedoch verweigert, da ihnen in der > Volksrepublik die Todesstrafe droht. Uigurische Dissidenten, die sich > im Ausland für mehr Autonomie der Region Xinjiang und demokratische > Rechte für Uiguren einsetzen, werden von den chinesischen Behörden > pauschal des "Terrorismus" verdächtigt. Wenn chinesische > Sicherheitskräfte ihrer habhaft werden, werden sie in > Schnellverfahren zum Tode verurteilt und hingerichtet. Bereits > mehrere aus Pakistan nach China abgeschobene Uiguren wurden in der > Volksrepublik in Unrechtsverfahren abgeurteilt und exekutiert. > > Seit dem Winter 2003 bemüht sich die US-Regierung vergeblich um eine > Aufnahme der uigurischen Guantanamo-Häftlinge in einem Drittland. > Mehrfach hatte sich die GfbV in den vergangenen zwei Jahren für die > Aufnahme der Uiguren in Europa eingesetzt. Bereits im Jahr 2004 > weigerte sich die Bundesregierung, den Flüchtlingen Zuflucht zu > gewähren. Nach Medienberichten bemüht sich die US-Regierung nun > erneut in Berlin um eine Aufnahme der Uiguren in Deutschland. Denn im > Großraum München leben bereits mehrere hundert uigurische Flüchtlinge > aus China. > > Für Nachfragen und Interviews ist der GfbV-Asienreferent Ulrich > Delius erreichbar unter Tel. 0160 95 67 14 03. > ====================================================== > Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) > Inse Geismar, Pressereferentin > Postfach 2024, D-37010 Goettingen > Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 > E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ================================================ 17 Pulitzer-Preis für "Imperial Reckoning" ist Meilenstein von ================================================ GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER > PRESSEERKLÄRUNG Göttingen, den 19.04.2006 > > Pulitzer-Preis für "Imperial Reckoning": > "Meilenstein bei der Aufarbeitung britischer Kolonialverbrechen in Kenia": > > Als Meilenstein bei der Aufarbeitung britischer Kolonialverbrechen in > Kenia > hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Auszeichnung des > Buches "Imperial Reckoning" mit dem diesjährigen Pulitzer-Preis für > Sachbücher bezeichnet. "Nach Jahrzehnten der Tabuisierung des > schmutzigsten Kolonialkrieges Großbritanniens in Afrika gegen den so > genannten Mau-Mau-Aufstand 1952-1960 kann diese Auszeichnung dazu > beitragen, dass die Überlebenden endlich Gerechtigkeit erfahren", erklärte > der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Mittwoch. Das Pulitzer-Komitee in > New York hatte seine Entscheidung in der Nacht zum Dienstag bekannt > gegeben. Der seit 1917 alljährlich vergebene Preis gilt als die höchste > Auszeichnung für Journalisten und Schriftsteller in den USA. > > Nach der Veröffentlichung des Buches der an der Harvard Universität in > den USA lehrenden Historikerin Caroline Elkins im Frühjahr 2005 hatte in > Großbritannien eine Debatte über die lange tabuisierte brutale > Niederschlagung der Mau-Mau-Revolte begonnen. Damals hatte die > Kolonialregierung das ganze Volk der Kikuyu hinter Gitter gebracht, um das > Auseinanderbrechen des britischen Kolonialreiches in Ostafrika zu > verhindern. Elkins hatte in "Imperial Reckoning" in hunderten Interviews > mit > Überlebenden britischer Internierungslager die grausame Wirklichkeit > dieser Gulags nachgezeichnet. > > Als sich die Kikuyu und andere kenianische Völker 1952 gegen die britische > Kolonialherrschaft auflehnten, wurden mehr als 10.000 Dörfer von > britischen Soldaten zerstört und die Gebiete der Kikuyu ethnisch > gesäubert. > Rund 1,5 Millionen Menschen wurden zwangsweise in vom Militär > überwachte und mit Stacheldraht gesicherte Siedlungen umgesiedelt. Mehr > als 70.000 Kikuyu wurden in Gefangenenlagern eingesperrt, in denen > katastrophale Lebensbedingungen herrschten: Unternährung, Brutalität und > systematische Folter führten zum gewaltsamen Tod von Tausenden. Um > vermeintliche Unterstützer der Freiheitsbewegung zu zermürben, folterten > britische Soldaten regelmäßig in den Camps und ermordeten willkürlich > Internierte. > > Insgesamt kamen verschiedenen Schätzungen zufolge bei der blutigen > Niederschlagung des Mau-Mau-Aufstandes mehr als 20.000 Afrikaner zu > Tode. Offiziell wird bislang nur der Tod von 12.500 Kikuyu eingeräumt. > ====================================================== > Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) > Inse Geismar, Pressereferentin > Postfach 2024, D-37010 Goettingen > Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 > E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ================================================ ================================================ C) TERMINE ================================================ können derzeit aufgrund Personalmangel leider nicht betreut werden. Freiwillige bitte melden. ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Beitrag mit Attachment 5 Beitraege nicht WR Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 22.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Mon Apr 24 16:30:37 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Mon, 24 Apr 2006 16:30:37 +0200 Subject: MO_MUND_240406 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Montag, 26. September 2005 www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! ================================================ A) INHALT ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Hochzeitsmarsch aufs Innenministerium von: amerlinghaus at inode.at ================================================ 02 Presseaussendung: Pressekonferenz zu Großdemonstration gegen Bush-Besuch in Österreich von: helmut.fellner at chello.at ================================================ 03 7STERN noch im April von: 7stern.kultur at kpoe.at ================================================ 04 Neuer Text auf unserer Homepage von: cafe.critique at gmx.net ================================================ 05 Zwei Veranstaltungstipps der Grünen Andersrum von: hansi.eitler at gruene.at ================================================ 06 [Depot-news] Programm 25.04. von: depot-news at mailman.sil.at ================================================ 07 Der Westen und die Islamische Welt von: verin.stadtteilz.simmering at chello.at ================================================ 08 KuratorenCasting f ür das Fritz-Manö Donnerstag, 27. April 2006, 19 Uhr von: stadttheaterwien at nextra.at ================================================ 09 Forum Sexualität am 25.04.06: Neue Lüste - Neue Lustlosigkeit von: hg at graupner.at ================================================ 10 Denkarium spezial: VIE-SOF 18:42 von: karin.schneider at ritesinstitute.org ================================================ 11 Radiotipp: Zweisprachiger Unterricht in einer Klagenfurter Volksschule von: news at initiative.minderheiten.at ================================================ 12 4.5.: Vernissage Karoline Mayer, grenzRaum von: LM.Sender at spoe.at ================================================ 13 3.5. Theateruraufführung / Leisch inszeniert im Gefägnis von: office at gamuekl.org ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 14 PA-SoHo Tolar: "Belgien legalisiert, während EU-Vorsitzland Österreich diskriminiert" von: office at soho.or.at ================================================ 15 Ö VP-Tancsits gegen HOSI Wien: “ Wir gehen bis Stra ß burg!" von: Kurt.Krickler at hosiwien.at ================================================ 16 Wiener SPÖ-Parteitag beschließt Stief- und Fremdkindadoption und Öffnung der Zivilehe für Homosexuelle Paare von: office at soho.or.at ================================================ 17 DE: Funk-Chips in Fahrkarten von: depesche at quintessenz.org ================================================ 18 KPÖ/Wettbewerbsgipfel/EU von: kpoe at aon.at ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< WELTWEIT <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 19 codepink: Iraqi Women Under Siege: Read Report! von: codepink at mail.democracyinaction.org ================================================ 20 [gipfelsoli] Heiligendamm von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ 21 [gipfelsoli] Genua von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ 22 Syrien: Willkürliche Festnahmen bei Kurdendemonstrationen befürchtet von: hans.bogenreiter at gfbv.at ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS/HINWEISE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 23 Newsletter andersrum.gruene.at von: andersrum-newsletter at listen.gruene.at ================================================ 24 Broschuere: Wie staatstreu sind die Kirchen in der Friedensfrage? von: verin.stadtteilz.simmering at chello.at ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Hochzeitsmarsch aufs Innenministerium von: amerlinghaus at inode.at ================================================ Mittwoch 26. April 17:00 Herrengasse 7 A-1014 Wien Hochzeitsmarsch aufs Innenministerium Aufruf zur Kundgebung Wir brauchen Eure Solidarität und Unterstützung! Wir sind eine Gruppe von binationalen Paaren in Österreich, die sich unter dem Namen "Ehe ohne Grenzen" zusammengeschlossen haben. Die österreichische Fremdenpolitik und das neue Fremdenrechtspaket verhindern, dass wir in diesem Land in Ruhe und ohne Angst gemeinsam mit unseren PartnerInnen und Kindern leben können. Wir binationalen Familien sind durch diese Politik diskriminiert und in unserer Existenz bedroht: die Tatsache, mit einem/r ÖsterreicherIn verheiratet zu sein, berechtigt nicht automatisch zum legalen Aufenthalt in Österreich. Für uns gibt es keine Sicherheit, jetzt und in Zukunft ein selbstbestimmtes Familienleben führen zu können - weder hier noch in den Herkunftsländern der PartnerInnen noch anderswo. Der Gesetzgeber verlangt seit 1.1.2006 eine Antragstellung um Aufenthaltstitel im Herkunftsland. Das bedeutet eine Trennung auf unbestimmte Zeit mit ungewissem Ausgang - ohne jede Garantie, in Österreich zusammenleben zu können. Die nicht-österreichischen PartnerInnen ohne Aufenthaltstitel können jederzeit des Landes verwiesen werden. Jedes Klingeln an der Tür kann die Polizei sein, um den/die PartnerIn bis zu zehn Monate ins Gefängnis zu bringen und anschließend abzuschieben in ein Land, aus dem er/sie geflüchtet ist. Ohne Aufenthaltstitel gibt es keine Arbeitserlaubnis. Das seit 2006 geforderte Mindesteinkommen von mehr als EUR 1.000,- muss von der/dem österreichischen PartnerIn alleine aufgebracht werden, was für viele nicht erfüllbar ist. Für sogenannte Drittstaatsangehörige ist es nahezu unmöglich, legal ein- bzw. auszureisen oder zu überleben, daher kommt es sehr schnell zu einer Verhängung von Aufenthaltsverboten und Ausweisungen, was ein gemeinsames Familienleben verhindert. ÖsterreicherInnen, die eine Ehe mit einer/m sogenannter/n Drittstaatsangehörigen schließen, sind grundsätzlich verdächtig und werden kriminalisiert. Wir fordern unsere Menschenrechte zurück: Bedingungsloses Arbeits- und Aufenthaltsrecht für unsere Ehe- partnerInnen! · Sofortige Erteilung von Aufenthaltstiteln für ehemalige und derzeitige in Österreich verheiratete AsylwerberInnen, unabhängig vom Zeitpunkt der Eheschließung · Anerkennung von im Ausland geschlossenen gleichgeschlechtlichen Ehen und PartnerInnenschaften · Gleiche Chancen zur Reintegration und Resozialisierung von sogenannten "Drittstaatsangehörigen" mit Aufenthaltsverbot und/oder ohne Papiere · Entkriminalisierung von binationalen Ehen Ehe ohne Grenzen www.ehe-ohne-grenzen.at ================================================ 02 Presseaussendung: Pressekonferenz zu Großdemonstration gegen Bush-Besuch in Österreich von: helmut.fellner at chello.at ================================================ Großdemonstration gegen Bush-Besuch in Österreich am 21. Juni Pressekonferenz zur Initiative des Bündnisses BUSH GO HOME! Presseaussendung, 21. April 2006 Aktionseinheit BUSH GO HOME! gegründet Großdemonstration und andere Aktionen um den 21. Juni in Planung Pressekonferenz am Mittwoch, 26. April Das Bündnis BUSH GO HOME! wird anläßlich des Besuchs des US- Präsidenten George Bush eine Großdemonstration am 21. Juni durchführen. Die OrganisatorInnen erwarten tausende TeilnehmerInnen. Zu diesem Zweck wird es in den nächsten beiden Monaten eine breit angelegte Kampagne entfalten. Weiters sind für die Tage um den Bush- Besuch auch weitere Protestaktionen geplant. So wird es unter anderem einen Schulstreik geben, der bereits die Zustimmung der offiziellen SchülerInnenvertretung in Wien, dem SchülerInnenparlament, fand und zu dessen Vorbereitung eine erste Aktionskonferenz am 26. April abgehalten wird. Zu diesem Schulstreik werden tausende SchülerInnen erwartet. Als Gründe für ihre Protestkampagne nennt die Aktionseinheit in ihrem Aufruf die Ablehnung der US-amerikanischen Kriegs- und Besatzungspolitik im Nahen Osten sowie den Abbau demokratischer Rechte und des Sozialstaates seitens der Bush-Administration. An ihrer Entschlossenheit zur Organisierung massiver Widerstandsaktionen gegen den Bush-Besuch läßt das Bündnis keinen Zweifel: “Wir werden dem Kriegstreiber Nr. 1 und Einpeitscher neoliberaler Politik den Empfang bereiten, den er verdient." VertreterInnen des Bündnis BUSH GO HOME! werden auf einer Pressekonferenz am Mittwoch, 26. April, die Motive und Pläne für die Proteste darlegen und Fragen der MedienvertreterInnen beantworten. Pressekonferenz zu den Protesten gegen den Bush-Besuch Mittwoch, 26. April, 10.00 Cafe Votiv, Reichsratsstraße 17, 1010 Wien Weitere Informationen unter: Otto Bruckner - 0676/69 68 852 Hermann Dworczak - 0676/972 31 10 Leo Gabriel - 0699/12 62 22 75 Michael Pröbsting - 0650/406 83 14 http://bushgohome.at bushgohome at gmx.at ================================================ 03 7STERN noch im April von: 7stern.kultur at kpoe.at ================================================ Mittwoch, 26. April, 19.30 Uhr Konzert: Anela and friends 2-teiliges Konzert: Auftakt: Jazz Solo und Duett mit Sylvain Deslandes, Gitarre, and guests Anela and friends: Pop mit Inhalt, covers und eigene Songs. Akustik Trio, intime Atmosphäre. Anela Juric: Gesang. Martin Spitzer: Gitarre. Sylvain Deslandes: Gitarre UKB: 5 Euro Donnerstag, 27.4., 19.30 Uhr Lateinamerika im Aufbruch: Frauen als politische Akteurinnen Mit: Nora Castañeda, Präsidentin der Frauenentwicklungsbank, Venezuela Norma Goicochea, Botschafterin der Republik Kuba in Österreich Samstag, 29. April, 20 Uhr "Vergiftete Pfeile" geben wieder ein Konzert! "Vergiftete Pfeile" spielen ihre Mischung aus Rock, Ska, Pop-Punk seit Mitte der Achtziger-Jahre rund um Singer/Songwriter Brian Spray aus Glasgow. Mit "Es geht mir gut", einer zynischen Anspielung auf das Leben in der Großstadt aus der Sicht eines Arbeitslosen, hatten "Vergiftete Pfeile" einen veritablen Insiderhit in den Achtzigern und sind über die Jahre in Clubs und Locations wie der Szene Wien, Arena, Andino, Sargfabrik, Rosa Lila Villa und U4 (um nur einige zu nennen) aufgetreten. Ein Jubiläums-Konzert ist also fällig! Brian Spray lädt alle, die sich einen unvergesslichen Rock-Abend gönnen wollen, herzlichst ein. UKB: 5 Euro. Kommet zuhauf! ================================================ 04 Neuer Text auf unserer Homepage von: cafe.critique at gmx.net ================================================ Neuer Text auf unserer Homepage: Stephan Grigat: Befreite Gesellschaft und Israel - Zum Verhältnis von Kritischer Theorie und Zionismus (erschienen in: Stephan Grigat (Hg.): Feindaufklärung und Reeducation. Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus. Freiburg: ça ira-Verlag 2006, 316 Seiten, 14,- Euro, S. 115 - 129) http://www.cafecritique.priv.at _______________________ Veranstaltungen: 25. 4. 2006 Wien, 19:00 Beethoven, Strauss, Schönberg: Dialektik der Aufklärung in der Musik Vortrag von Clemens Nachtmann Arnold Schönberg Center - Palais Fanto Schwarzenbergplatz 6 (Eingang: Zaunergasse 1) 27. 4. 2006 Wien, 20:00 Religion als universelle Zwangsneurose Über Vergeistigung im Judentum und Regression im Christentum Vortrag von Gerhard Scheit NIG, Universitätsstr. 7, HS III 2. 5. 2006 Wien, 18:00 Im Schatten des Dritten Reiches Verfolgung und Vernichtung im Ustascha-Kroatien Vortrag von Zeev Milo Kleiner Festsaal der Universität Wien Dr.-Karl-Lueger-Ring 1 8. 5. 2006 Wien, 18:00 Ein Fest der Befreiung beim Denkmal der Roten Armee am Schwarzenbergplatz 18. 5. 2006 Wien, 20:00 "Die Knechtschaft aus Überzeugung" Über die protestantische Modernisierung des Katholizismus Vortrag von Florian Ruttner NIG, Universitätsstr. 7, HS III 8. 6. 2006 Wien, 20:00 Der Islam als politische Religion - Unterwerfung als Programm? Vortrag von Florian Markl NIG, Universitätsstr. 7, HS III 19. 6. 2006 Wien Der Iran - Antisemitismus & Aufrüstung Vortrag von Wahied Wahdat-Hagh ================================================ 05 Zwei Veranstaltungstipps der Grünen Andersrum von: hansi.eitler at gruene.at ================================================ Der Standard präsentiert die Debatte: Wie weiblich ist das runde Leder? PodiumsteilnehmerInnen: Ulli Komzak, Studentin und Hobbyfußballerin Ulrike Lunacek, Nationalratsabgeordnete der Grünen, Mitglied im Sportausschuss, Grüne Andersrum Eva Kreisky, Professorin der Politikwissenschaft Heidi Thaler, Genderbeauftragte von Fair Play Alfred Tatar, Trainer Moderation: Irene Brickner Datum: 27.4.2006 Zeit: 20h Ort: Palais Trauttmansdorff, Herrengasse 21, 1010 Wien Um Anmeldung wird gebeten (begrenzte TeilnehmerInnenanzahl): podiumsdiskussion at derStandard.at ÖSTERREICHISCHE ERSTAUFFÜHRUNG Do 20. April (20.30 h) Fr 21. April (20.30 h) Sa 22. April (20.30 h) Tanzquartier Wien / Halle G Raimund Hoghe (D/F) Swan Lake, 4 Acts Konzept und Choreografie: Raimund Hoghe Künstlerische Mitarbeit: Luca Giacomo Schulte Tanz: Ornella Balestra, Brynjar Bandlien, Lorenzo De Brabandere, Raimund Hoghe, Nabil Yahia-Aissa Lichtdesign: Amaury Seval, Raimund Hoghe Sounddesign: Frank Strätker Musik: Schwanensee (Piotr Ilitch Tschaikowsky) In seiner neuen Produktion beschäftigt sich Raimund Hoghe, der große Poet des zeitgenössischen Tanzes, mit dem wohl berühmtesten aller klassischen Ballette: Schwanensee. Für drei klassisch ausgebildete TänzerInnen - die Béjart-Ballerina Ornella Ballestra, Brynjar Bandlien vom Nederlands Dans Theater und Nabil Yahia-Aissa aus Algerien - sowie für sich selbst im Duett mit dem jungen Performer Lorenzo De Brabandere hat Hoghe je eigene Versionen von Schwanensee entworfen. Unter der musikalischen Leitung von vier verschiedenen Dirigenten entfaltet Tschaikowskys Musik ihre Kraft. Swan Lake, 4 Acts basiert auf den Interpretationen legendärer Tänzer ebenso wie dem Wunsch, zu lieben und geliebt zu werden. Und wieder gelingt es Raimund Hoghe, dem Performer, Choreografen und Regisseur, auf unnachahmliche Weise, aus individuellen Sehnsüchten Bilder von universaler Schönheit zu schaffen und den eigenen Vorstellungen Flügel wachsen zu lassen ... "Zärtlichkeit ist derzeit die größte Provokation. Nicht Gewalt, Sex oder Ketchup-Blut auf der Bühne provozieren. Es schockiert die Leute, wenn ich das Hemd ausziehe." (Raimund Hoghe in: Die Zeit, September 2005) Karten unter: +43 1 581 35 91 oder www.tqw.at -- Hansi Eitler, Sekretariat Grüner Klub im Rathaus; A-1082 Wien T: 4000-81813; F: 4000-99-81800 Die Home-Pages: http://wien.gruene.at http://gruene-andersrum.at ================================================ 06 [Depot-news] Programm 25.04. von: depot-news at mailman.sil.at ================================================ Dienstag, 25. April, 19.00 Biobanken Reihe Bioethik Biobanken sind Einrichtungen zur Speicherung von Materialien, die dem menschlichen Körper entnommen wurden. Für die biomedizinische Forschung bieten Biobanken die Voraussetzung für Erkenntnisfortschritte, die die gezielte Entwicklung therapeutischer und diagnostischer Methoden und Anwendungen ermöglichen. Die ethische und juristische Relevanz im Umgang mit Biobanken zeigt sich unter anderem bei der möglichen Weiterverwendung von gesammelten Körpermaterialien zu anderen Zwecken. Vor diesem Hintergrund muss das Persönlichkeitsrecht der PatientInnen und SpenderInnen und deren Recht auf Information oder auf Verweigerung von Information berücksichtigt werden. Christine Mannhalter, Arbeitsgruppe Biobanken für medizinische Forschung der Bioethikkommission Kurt Zatloukal, Molekulare Pathologie, Universität Graz Hans G. Zeger, ARGE Daten, Wien Moderation: Matthias Beck, Institut für Ethik und Recht in der Medizin, Universität Wien -------------------- Depot Breitegasse 3 A-1070 Wien Tel: +43 1 522 76 13 www.depot.or.at ================================================ 07 Der Westen und die Islamische Welt von: verin.stadtteilz.simmering at chello.at ================================================ Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde, gerne leite ich die Einladung des KREISKY-FORUMs zu einem Symposium DER WESTEN UND DIE ISLAMISCHE WELT FAKTEN UND VORURTEILE am 4. und 5. Mai 2006 weiter. Laut VeranstalterInnen ist Anmeldung unbedingt bis 25. April unbedingt erforderlich: kreiskyforum at kreisky.org Mit den besten Wünschen für ein schönes Wochenende und mit solidarischen Friedensgrüßen Alois Reisenbichler Das Sir Peter Ustinov Institut zur Erforschung und Bekämpfung von Vorurteilen lädt zum Symposium Der Westen und die Islamische Welt - Fakten und Vorurteile Zeit: 4. und 5. Mai 2006 Ort: Bruno Kreisky Forum für internationalen Dialog, 1190 Wien, Armbrustergasse 15 Eine Teilnahme ist nur mittels schriftlicher, namentlicher Anmeldung (bis 25. April 2006) möglich! Bitte geben Sie uns bekannt, an welchen Tagen Sie teilnehmen werden: per e-mail: einladung.kreiskyforum at kreisky.org oder per Fax: 3188260/10 Donnerstag 4. Mai 2006 14.00 Uhr: Begrüßung durch den Vorstand des Ustinov Instituts, Friedrich GEHART 14.10 Uhr: Einleitung: "Moslem sein in Wien - zwischen Akzeptanz, Vorurteil und Ablehnung", Omar AL RAWI, Gemeinderat der Stadt Wien, Integrationsbeauftragter der Islamischen Glaubensgemeinschaft 14.25 Uhr: "Islam und Europa - Stereotypen, Vorurteile und Feindbilder über Jahrhunderte", Bert FRAGNER, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Iranistik der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 15.10 Uhr: "Islamophobie in Europa - ein Überblick", Thomas SCHWARZ, Europäische Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit/EUMC 16.00 Uhr: "Das aktuelle Bild des Westens in der Islamischen Welt", Katajun AMIRPUR, freie Autorin und Publizistin, Köln 16.45 Uhr: "Fundamentalismus und Radikalismus als Auslöser und Verstärker von Stereotypen, Vorurteilen und Feindbildern", Sibylle WENTKER, Arabistin und Historikerin, Österreichische Akademie der Wissenschaften 18.00 Uhr: "Islam und Demokratie: Ein Widerspruch?" ExpertInnenrunde mit Carla Amina BAGHAJATI, Sprecherin der Islamischen Glaubensgemeinschaft Wien, Rudolph CHIMELLI, Bert FRAGNER, Peter HEINE, Udo STEINBACH, Sibylle WENTKER, Moderator: Anton PELINKA, Institut für Politikwissenschaft/Universität Innsbruck, Institut für Konfliktforschung, Wien Freitag, 5. Mai 2006 14.00 Uhr: "Das aktuelle Bild der Islamischen Welt im Westen", Rudolph CHIMELLI, Korrespondent der Süddeutschen Zeitung, Paris 15.30 Uhr: "Was hält die Vorurteile am Leben?", Peter HEINE, Professor für Islamwissenschaft des nicht-arabischen Raumes an der Humboldt- Universität zu Berlin 16.15 Uhr: "Stehen der Welt weitere religiös und kulturell motivierte Konflikte bevor?", Udo STEINBACH, Direktor des Deutschen Orient Instituts/DOI 17.30 Uhr: "Was kann zum Abbau von Stereotypen. Vorurteilen und Feindbildern zwischen dem Westen und der Welt des Islam getan werden?" Podiumsdiskussion mit Mina AHADI, Internationales Netzwerk gegen Steinigung, Omar AL RAWI, Thomas SCHWARZ, Udo STEINBACH, Moderator: Franz KÖSSLER, ORF Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Institut für Konfliktforschung, dem Bruno Kreisky Forum für internationalen Dialog und dem Institut für Iranistik der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und mit freundlicher Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien MA7/Wissenschafts- und Forschungsförderung, den Wiener Vorlesungen und der Deutschen Sir Peter Ustinov Stiftung statt. Alois Reisenbichler 1110 Wien, Schneidergasse 15/9, Telefon (043-664) 39 51 809 E-Mail: stadtteilzentrum at simmeringonline.at, Alois.Reisenbichler at reflex.at Homepage in Arbeit: www.reisenbichler.at.tf Lieblingshomepage: www.hiroshima.at ================================================ 08 KuratorenCasting f ür das Fritz-Manö Donnerstag, 27. April 2006, 19 Uhr von: stadttheaterwien at nextra.at ================================================ Fritzpunkt http://www.fritzpunkt.at im Zentrum für Kunst- und Wissenstransfer Universität für angewandte Kunst Wien Seminarraum 1. Stock Postgasse 6 A - 1010 Wien (zwischen Café Engländer und Hauptpost) Das Post - Kuratorium Büro für theatralische Sofortmaßnahmen lädt zum KuratorenCasting für das Fritz-Manöver Donnerstag, 27. April 2006, 19 Uhr Nähere Informationen für Interessenten ausschließlich vor Ort. Kontakt: +43 (0)699 11 68 56 16 stadttheaterwien at nextra.at http://www.fritzpunkt.at Das Post Kuratorium Büro für theatralische Sofortmaßnahmen Ein Projekt von Stadt Theater Wien / Fritzpunkt In Kooperation mit dem Zentrum für Kunst- und Wissenstransfer / Universität für angewandte Kunst Wien / Univ. Prof. Dr. Christian Reder ================================================ 09 Forum Sexualität am 25.04.06: Neue Lüste - Neue Lustlosigkeit von: hg at graupner.at ================================================ Neue Lüste - Neue Lustlosigkeit oder Die neosexuelle Revolution Di., 25. April 2006, um 20.00 Uhr Nach der sexuellen Revolution der 1960-er Jahre erleben wir derzeit eine zweite Sexwelle der medialen Öffentlichkeit, die so genannte neosexuelle Revolution. Im Unterschied zur damaligen sexuellen Revolution, die das Thema Sexualität erst gesellschaftsfähig machte, rückt heute das Sexuelle unter anderen Vorzeichen in das Licht der Öffentlichkeit. Heute gibt es eine Fülle an sexuellen Praktiken und Lebensweisen. In Talk-Shows und anderen Medien wird offen über Fetischismus, Sadomasochismus, Genitalschmuck, Telefon- und Cybersex etc. diskutiert. Die Angst-grenze zwischen “normaler" Sexualität und “ungewöhnlicher" Sexualität hat sich deutlich verschoben. Sexuelle Reize sind in einem gesättigten Maß vorhanden! Das führt einerseits zu neuen Lüsten, andererseits klagen nicht wenige Menschen über Lustlosigkeit. “Von den vielen Gesichtspunkten des sexuellen Erlebens fällt mir der Wandel des Bedeutungs-Aspektes am stärksten auf. Früher war das Ziel der Sexualität Spannungsreduktion, heute ist es die Suche nach Erregung. Es geht nicht mehr vordergründig um den Genuss des Orgasmus, sondern darum, das Verlangen zu genießen. Nicht die Erfüllung sexueller Wünsche ist schwierig, zunehmend problematisch ist es, überhaupt sexuelle Wünsche zu spüren." Prof. Dr. Gerti Senger, Co-Präsidentin der ÖGS ExpertInnen gehen diesem Thema nach und stellen sich der Diskussion. Podium - Prof. Dr. Gerti SENGER, Psychologin, Psycho- und Sexualtherapeutin, Co-Präsidentin der ÖGS - Univ.-Lekt. Mag. Johannes WAHALA, Psycho- und Sexualtherapeut, Präsident der ÖGS Ort Festsaal der Bezirksvorstehung Mariahilf; 1060 Wien, Amerlingstraße 11 Rückfragen DSA Elisabeth Cinatl, Generalsekretärin der ÖGS Tel.: 585 69 60; Email: office at oegs.or.at ================================================ 10 Denkarium spezial: VIE-SOF 18:42 von: karin.schneider at ritesinstitute.org ================================================ Tailoring Thinking / Denkarium spezial: VIE-SOF 18:42 http://m.ash.to/@/@/Projects/VIE-SOF-18-42 29. April 2006 10.00 a.m. - 30. April 2006 04.42 a.m. spiel:platz! - dietheater Konzerthaus, Lothringer Straße 20, 1030 Wien Bitte Einsteigen! Bitte Mitfahren nach Bulgarien. Mit dem Auto. In einem Tag/einer Nacht. Solange es eben braucht. Blick aus dem Fenster. Real-time virtuell. Reisebegleitung: Michael Aschauer. Reisen als Denken. Geografie als Politik. 18:42 Stunden lang! screening: location aware road-movie VIE-SOF von Michael Aschauer / eine Fahrt von Wien über Novi Sad nach Sofia in 18:42 Stunden + lectures, exhibition, bazar, music, project-presentations, food, sleep, party / mehrsprachig Mit: Branka åurãiç / kuda new media center Novi Sad http://kuda.org Plamen Dejanoff http://www.mumok.at/index.php?cid=480 Vedran DÏihic / Forschungsgruppe "mythos europa" http://www.node- research.at/lp.php?id=556 Galia Dimitrova / Interspace media art center Sofia http://www.i- space.org/ Institut für Kulturresisdente Güter / Institute for cultur-resistant goods Ákos Maróy / Nextlab http://nextlab.hu/ Branislav Nikolic / http://www.gipsyradio.com www.permanentbreakfast.org Felix Stalder http://felix.openflows.org/ MS Supamira - Venture shipping along European Waterways http:// supamira.com/ Evgeni Vasilev http://www.llip.org/ Violeta Vojvodiç & Eduard BalaÏ / Urtica - art and media research group http://www.urtica.org/ Friedemann Derschmidt http://www.derschmidt.com/ Maia Gusberti http://www.re-p.org/ Chris Janka & Daniel Pabst http://www.danielpabst.at/ DJ Hans Kulisch Wir freuen uns schon sehr auf das Kommen! VIE:SOF ist ein ortsabhängiger road-movie, eine vollständige 18,42 stündige Reiseaufzeichnung der Fahrt von Wien nach Sofia mit Webcam und einem GPS-Receiver. Diese Raumdurchquerung fand zwischen 29.04. und 02.05. 2004 zum Zeitpunkt der offiziellen EU-Erweiterung statt und durchlief "EUropas" alte und neugezogenen Grenzen und Randgebiete. Die Fahrt ist so im Netz immer mitverfolgbar. Als Videoprojekt wird sie am 29.04. 2006 erstmals am Spiel:Platz in voller Länge gezeigt. Zwei Jahre nach Antritt der Reise (und nach der EU - Erweiterung) zeigen wir im Rahmen des "Denkarium spezial" diesen Film erstmals in voller Länge, 18:42 Stunden. Diese 18:42 Stunden dienen als Rahmen für Vorträge, Diskussionsrunden, gemeinsames Essen, Musikhören- und Machen, Präsentationen anderer Kunstprojekte entlang der Reiseroute, Schlafpausen, legaler Drogenkonsum, Dinge einkaufen und Anschauen - das was man auf einer so langen Autofahrt eben tun kann. Die hier angezettelten Reflexionen drehen sich immer um die Fragen der Konstruktion des "westlich-zivilisierten" Europa (politisch als erweiterte EU zu sehen) und der des Gegenstücks - der "wilde Balkan"; es geht um Grenzen innerhalb Europas und die Erfahrung mit unterschiedlichen Pässen diese Grenzen zu überschreiten - auch hinsichtlich der Produktions- und Kommunikationsbedingungen von Kunst bzw. für KünstlerInnen. an event by Michael Aschauer, Karin Schneider and the Institute for Research and Creation of Rites and Ceremonies supported by Kulturabteilung der Stadt Wien MA7 - Wissenschafts- und Forschungsförderung Kontakt. The Arts and Civil Society Program of Erste Bank Group in Central Europe institute for research and creation of rites and Ceremonies http://www.ritesinstitute.org Produktion von Wirklichkeiten / Änderungsschneiderei ________________________ Institut zur Erforschung und Erschaffung von Ritualen und Zeremonien __________________________________ A-1180 Wien; Gentzgasse 122/18 © 2003 friedemann derschmidt & karin schneider Friedemann Derschmidt tel.: +43 699 2012 60 35 fax.: +43 699 4012 60 35 friedemann.derschmidt at ritesinstitute.org Karin Schneider tel.: +43 699 1924 5850 fax.: +43 699 4012 60 35 karin.schneider at ritesinstitute.org http://www.ritesinstitute.org http://www.derschmidt.com http://www.permanentbreakfast.org http://rudyn.magnet.at Per 01.03.2006 trat eine Novelle zum Mediengesetz in Kraft, die uns alle vor ungeliebten Spam-Mails schützen soll. Somit dürfen e-Mail- Zusendungen und Newsletter ausschließlich mit dem Einverständnis der EmpfängerInnen zugesendet werden. Wir möchten hiermit all jenen, die unsere Aussendungen künftig nicht mehr erhalten möchten, die Gelegenheit geben, den Empfang abzumelden. Sollten Sie künftig keine Zusendungen wünschen, geben Sie bitte in einem Antwort-eMail das Wort NEIN im Betreff ein. Sollten Sie nicht antworten, dürfen wir dies als Bestätigung Ihres Interesses auch an unseren zukünftigen Aussendungen werten. -- institute for research and creation of rites and Ceremonies www.ritesinstitute.org Produktion von Wirklichkeiten / Änderungsschneiderei ________________________ Institut zur Erforschung und Erschaffung von Ritualen und Zeremonien __________________________________ A-1180 Wien; Gentzgasse 122/18 © 2003 friedemann derschmidt & karin schneider Friedemann Derschmidt tel.: +43 699 2012 60 35 fax.: +43 699 4012 60 35 friedemann.derschmidt at ritesinstitute.org Karin Schneider tel.: +43 699 1924 5850 fax.: +43 699 4012 60 35 karin.schneider at ritesinstitute.org http://www.ritesinstitute.org http://www.derschmidt.com http://www.permanentbreakfast.org http://rudyn.magnet.at ================================================ 11 Radiotipp: Zweisprachiger Unterricht in einer Klagenfurter Volksschule von: news at initiative.minderheiten.at ================================================ Montag, 24. April Dimensionen. Die Welt der Wissenschaft, Ö1, ORF, 19.05 Uhr Im Rahmen der Aktionstage politische Bildung 1 + 1 = 2 Zweisprachiger Unterricht in einer Klagenfurter Volksschule. Dvojezicni pouk na Javni dvojezicni soli v Celovcu. Ein Bericht von Peter Pirker Die Kinder der öffentlichen Volksschule 24 in Klagenfurt lernen zweisprachig: Slowenisch und Deutsch. Die Schule wurde vor fünfzehn Jahren nach einem Spruch des Verfassungsgerichtshofes eröffnet und wird von Kindern aus ein-, zwei- und mehrsprachigen Familien besucht. Seit fast drei Jahren erhalten einige Klassen Unterricht nach einem neuen Prinzip: 1 + 1 = 2. Die beiden Unterrichtssprachen kommen nicht parallel zum Einsatz, sondern wechseln einander ab. Auf eine Woche deutsch folgt eine Woche slowenisch und die jeweilige Unterrichtssprache ist an eine Lehrperson gebunden. Damit ergeben sich besonders für die gesellschaftlich "schwächere" Sprache längere Arbeitsphasen, die das Erlernen erleichtern sollen. Der Schulversuch wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Die ersten Ergebnisse sind äußerst positiv. ================================================ 12 4.5.: Vernissage Karoline Mayer, grenzRaum von: LM.Sender at spoe.at ================================================ Karoline Mayer grenzRaum Ausgangspunkt sind Landkarten der Grenzregion zwischen Österreich und Tschechien (Seefeld-Grosskadolz - Jaroslavice) aus den Jahren 1950 bis 1980. Hier beobachte ich, wie die Ziehung des Eisernen Vorhangs von Jahr zu Jahr einen größeren Keil in die Landschaft und zwischen die zwei Länder treibt. Ausgehend von diesen Beobachtungen habe ich die Grenzregion besucht: In dieser Fotoserie dokumentiere ich einerseits, wie weit die alten Narben noch sichtbar sind und andererseits, wie weit der Heilungsprozess inzwischen fortgeschritten ist. Was ist die Grenze? Was bedeutet sie von "meiner" Seite und wie wirkt sie von der "anderen" Seite auf mich? Wie hat uns die Grenze geprägt? Karoline Mayer 1975 geboren in Wien 1996-2001 Architekturstudium in London und Kopenhagen 2001-2004 Assistenz und Lehre bei Helene Binet, Architekturfotografin in London seit 2002 eigenständige Arbeit als Architekturfotografin seit 2005 wohnhaft in Wien Ausstellungsbeteiligungen: 1999, 2001 University of East London 2000 Königliche Kunstakademie Kopenhagen Juni 2004 RIBA Awards, GLA London Juni 2004 Material Matters Konferenz, University of East London * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Vernissage am Donnerstag, 4. Mai 2006, 19 Uhr in der Zukunfts- und Kulturwerkstätte, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien > Begrüßung: > Gertraud Knoll Abg.z.BR, Leiterin der Zukunfts- und Kulturwerkstätte Eröffnung: Christine de Grancy Fotografin. Zeitreisende. Geschichtenerzählerin. Teilhaberin an den großen menschlichen Alltagsmeisterschaften Dauer der Ausstellung: bis 29. Juni 2006 Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 13 bis 16 Uhr (ausgen. Feiertage) sowie während der laufenden Vorträge und Diskussionsveranstaltungen * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * > Nähere Infos unter: Zukunfts- und Kulturwerkstätte Schönlaterngasse 9, 1010 Wien Tel.: 01/513 86 82 www.diezuk.at zuk at spoe.at ================================================ 13 3.5. Theateruraufführung / Leisch inszeniert im Gefägnis von: office at gamuekl.org ================================================ Liebe MedienpartnerInnen, Seit November 2004 leitet Tina Leisch (Nestroypreisträgerin 2003 für “Mein Kampf" im Männerwohnheim Meldemannstraße/Wien) einen Theaterworkshop in der Justizanstalt für männliche Jugendliche in Gerasdorf am Steinfeld. Alma Hadzibeganovic schrieb gemeinsam mit Insassen einen Stücktext, der nicht nur die Erfahrungswelt der jugendlichen Straftäter, (die meisten Migranten der 2. Generation) darstellt, sondern sie auch literarisch hinterfragt, und damit die Insassen subtil in eine intellektuelle Reflexion ihrer Situation und ihrer Lebensentwürfe, wie auch gesellschaftlicher Zusammenhänge hineinlockt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Das Stück “DATE YOUR DESTINY" gespielt von jugendlichen Insassen der Justizanstalt Gerasdorf erlebt seine URAUFFÜHRUNG für Presse und geladene Gäste am 3. Mai 2006 (Einlass 17h, Beginn: 17.30h; !!! Lichtbildausweis nicht vergessen!!!) in der JUSTIZANSTALT GERASDORF AM STEINFELD / NÖ u.A.w.g. unter Tel. 0699-1-913 14 11, e-mail: office at gamuekl.org oder per hier beiliegendem Antwortfax. ANREISEMÖGLICHKEITEN aus Wien: · Ein Journalisten-Shuttle von und nach Wien kann auf Wunsch organisiert werden (Anmeldung bis spätestens 2.5.06) · Mit der Bahn: 15.57 Uhr ab Südbahnhof / 16.04 Uhr ab Meidling den Zug nach Zagreb nehmen, in Wiener Neustadt umsteigen in den Zug 16.36 Uhr nach Puchberg am Schneeberg, in Willendorf am Steinfeld aussteigen. Vom Bahnhof Willendorf werden Sie auf Wunsch (bitte voranmelden!) abgeholt. · Mit dem Auto: Südautobahn bis Ausfahrt Wiener Neustadt West. Dann links Richtung Puchberg am Schneeberg, immer geradeaus, bis man in St.Egyden/Gerasdorf auf ein Barocktor stößt. Dahinter ist die Justizanstalt. In weiterer Folge wird es dann Aufführungen des Stückes DATE YOUR DESTINY in den Justizanstalten Schwarzau, Wien-Josefstadt, Wien-Simmering, Wien-Favoriten, Sonnberg, Hirtenberg, Stein (angefragt) und St.Pölten geben, die dann teilweise auch für ein interessiertes Publikum zugänglich sein werden. <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 14 PA-SoHo Tolar: "Belgien legalisiert, während EU-Vorsitzland Österreich diskriminiert" von: office at soho.or.at ================================================ Tolar: "Belgien legalisiert, während EU-Vorsitzland Österreich diskriminiert" Wien (SK) - "Wir freuen uns sehr über die Entscheidung des belgischen Senats, der gestern das Adoptionsrecht für homosexuelle Paare beschlossen hat", freut sich Günter Tolar, Bundesvorsitzender der sozialdemokratischen Homosexuellenorganisation SoHo Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "In Belgien dürfen homosexuelle Paare nun Kinder adoptieren, in Österreich dürfen gleichgeschlechtliche Paare ihr einfaches Zusammenleben als PartnerInnenschaft noch nicht einmal legalisieren. Die Schüssel-Regierung hält eisern an ihrer Diskriminierungspolitik fest und ist nicht bereit, gleichgeschlechtlichen Paaren Mindestrechte einzuräumen", kritisiert Tolar scharf. **** "Für Österreichs Homosexuelle stellt sich die Frage, ob wir wirklich in der EU leben? Der derzeitige Ratspräsident Schüssel mit seiner ganzen Partei und Regierung im Hintergrund legt jedenfalls höchst persönlich auf solche Unterschiede großen Wert. In unserer so hoch gelobten Wertegesellschaft, als die Schüssel die EU so gerne bezeichnet ist offensichtlich für vieles Platz: Gleichberechtigung in den meisten Ländern, und Diskriminierung in Österreich", so Tolar abschließend. (Schluss) up/mm Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ Tel.: 01/53427-275 www.spoe.at Falls Sie keine weiteren Zusendungen wünschen, bitten wir Sie uns einen Email mit dem Betreff "Zusendung-Abbestellung" an office at soho.or.at zu senden. Wir werden Sie dann sofort aus dem Emailverteiler enfernen. Natürlich kann auch zu einem späteren Zeitpunkt die Zustimmung jederzeit widerrufen werden. - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Impressum/Offenlegung gem. §§ 24, 25 MedienG: http://www.soho.or.at/Impressum/impressum.htm SoHo - ArGe Sozialdemokratie & Homosexualität Arbeitsgemeinschaft für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender-Personen in der Sozialdemokratie Löwelstraße 18, 1014 Wien Tel.: 0810 810 211 (aus ganz Österreich zum Ortstarif) Email: office at soho.or.at http://www.soho.or.at Web: www.soho.or.at ZRN 795244200 - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - ================================================ 15 Ö VP-Tancsits gegen HOSI Wien: “ Wir gehen bis Stra ß burg!" von: Kurt.Krickler at hosiwien.at ================================================ Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 21. April 2006 HOSI Wien legt gegen Verurteilung in Ehrenbeleidigungsprozess Berufung ein “Nachdem das Oberlandesgericht im Jänner 2006 den ursprünglichen Freispruch der beiden HOSI-Wien-Aktivisten aufgehoben hatte, war klar, dass es heute zu einer Verurteilung in dem vom ÖVP-Abgeordneten Walter Tancsits angestrengten Ehrenbeleidungsverfahren kommen würde. Denn die Richterin musste der Rechtsansicht des OLG folgen", kommentiert HOSI-Wien-Generalsekretär Kurt Krickler das heutige Urteil des Landesgerichts: Während Obmann Christian Högl abermals freigesprochen wurde, wurde Krickler zu einer bedingten Geldstrafe von ¤ 240,- und die HOSI Wien zu einer direkten Entschädigungszahlung an Tancsits in der Höhe von ¤ 1.500,- verurteilt. “Wir haben jedoch volle Berufung eingelegt", erklärt Krickler weiter. “Jetzt geht die Sache wieder ans OLG. Da nicht damit zu rechnen ist, dass das OLG seine rechtliche Beurteilung ändern wird, wird uns wohl nichts anderes übrigbleiben, als bis nach Straßburg zu gehen. Angesichts der einschlägigen Judikatur sind wir aber zuversichtlich, vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) schließlich Recht zu bekommen. Dass man die Sache nämlich rechtlich auch anders betrachten kann, hat ja schon unser Freispruch im Vorjahr gezeigt. Das Problem ist halt, dass die Oberlandesgerichte die Rechtsprechung des EGMR nicht in ausreichender Weise berücksichtigen, was ja bereits die drei von den EU-14 eingesetzten Weisen im Jahre 2000 in ihrem Bericht kritisiert haben (Punkt 99 des Berichts). Österreich zählt ja auch zu den in Straßburg am meisten verurteilten Ländern unter den 46 Mitgliedsstaaten des Europarats, weil die Höchstgerichte große Probleme haben, die Europäische Menschenrechtskonvention korrekt auszulegen." Bleierne Zeit dank ÖVP “Jetzt ist auch genau das eingetreten, was die drei Weisen in ihrem Bericht 2000 hinsichtlich der FPÖ kritisiert haben: Die ÖVP bekommt gerichtliche Unterstützung bei ihrem Versuch, KritikerInnen zum Schweigen bringen zu wollen", weist Krickler speziell auch auf die Punkte 93, 96, 97, 98 sowie 100-103 des Weisenberichts hin. “Es ist schon beängstigend, wie die Meinungsfreiheit in Österreich geknebelt wird. Mittlerweile beklagen ja auch schon viele andere Kommentatoren den Machtrausch der ÖVP. Bleibt nur zu hoffen, dass die bleierne Zeit, die sich seit dem Antritt der ÖVP/FPÖ/BZÖ-Regierung über das Land gelegt hat, bald vorbei ist. Wie schon bei der Haltung der ÖVP zur Frage der Entschädigung der homosexuellen NS-Opfer im Opferfürsorgegesetz drängen sich auch hier in der Verfolgung alle jener, die anderer Meinung, Andersdenkende oder KritikerInnen sind, Parallelen zum Nationalsozialismus auf. Als die Nazis 1933 an die Macht kamen, wurde die Lesben- und Schwulenbewegung sofort brutal zerschlagen." HOSI Wien ruft dringend um Spenden und Unterstützung auf Damit eine Zerschlagung, wenn auch mit subtileren Methoden, heute durch das Vorgehen der ÖVP und mancher ihrer VertreterInnen nicht wieder passiert, ruft die HOSI Wien zu Spenden auf. “Nicht die Strafen sind existenzbedrohend, sondern die Anwalts- und Gerichtskosten. Wir rechnen, dass wir Kosten von rund ¤ 25.000,- vorfinanzieren müssen, bis wir in Straßburg Recht bekommen. Diese Mittel haben wir derzeit nicht, deshalb benötigen wir dringend Spenden, aber auch ideelle Unterstützung von Prominenten, PolitikerInnen und KünstlerInnen, die diesem Machtrausch der ÖVP ein Ende setzen wollen. Das Ehrenbeleidigungsverfahren ist ja nur eine von vielen Facetten dieses Machtrausches. Oder glaubt wirklich jemand, es geht dabei bloß um die Ehre oder die Kränkung des Herrn Tancsits? Wir haben ja eine Ehrenerklärung angeboten, aber Tancsits wollte ja unbedingt auch, dass wir die bisherigen Kosten tragen - für ein Verfahren, das er mutwillig vom Zaun gebrochen hat! Offenbar geht es der ÖVP viel eher darum, ein Exempel zu statuieren, um auch andere kritische NGOs einzuschüchtern." Werden die Sache durchkämpfen “Wir werden die Sache aber bis zum Ende durchkämpfen und uns nicht einschüchtern lassen", gibt sich Krickler kämpferisch. Auf Wunsch betrachten wir Spenden auch als Darlehen, die wir, falls wir das Verfahren schließlich gewinnen, wieder zurückzahlen." Spenden werden erbeten auf das Konto der HOSI Wien: Konto Nr. 0023-57978/00 bei der BA-CA, BLZ 12.000, Kennwort “Tancsits". Rückfragehinweis: Christian Högl, Obmann: Tel. 0699-11811038 Kurt Krickler, Generalsekretär: Tel.: (01) 5451310 oder 0664-5767466 office at hosiwien.at, www.hosiwien.at ZVR-Nr.: 5245 34 408 ================================================ 16 Wiener SPÖ-Parteitag beschließt Stief- und Fremdkindadoption und Öffnung der Zivilehe für Homosexuelle Paare von: office at soho.or.at ================================================ SoHo-Pressaussendungen vom 22.04.06: 1) Wiener SPÖ-Parteitag beschließt Stief- und Fremdkindadoption und Öffnung der Zivilehe für Homosexuelle Paare 2) SoHo: "Transgender-Antrag" bei SPÖ-Bundesparteivorstand eingebracht 3) SoHo mit neuem Webauftritt! Die Aussendungen sind auch unter www.soho.or.at abrufbar ------------------------------------------------------------------------ --------- Wiener SPÖ-Parteitag beschließt Stief- und Fremdkindadoption und Öffnung der Zivilehe für Homosexuelle Paare Utl.: Auch Antrag für Schaffung eines Kompetenzzentrums angenommen! 22.04.06 Wien - "Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, uns immer wieder an reale Lebensbedingungen anzupassen und notwendige Nachjustierungen unserer eigenen Forderungen durchzuführen. Daher hat der heutige Parteitag der Wiener SPÖ die Adaptierung der Fremdkindadoption für die Eingetragene Partnerschaft, sowie im Hinblick auf die europäische Rechtsentwicklung die völlige Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare gefordert", informierte Peter Traschkowitsch, stv. Landesvorsitzender der Wiener sozialdemokratischen Homosexuellenorganisation SoHo am Samstag. "Dieser Schritt zeigt, dass die SPÖ entschieden gegen bestehende Diskriminierungen von gleichgeschlechtlichen PartnerInnenschaften ankämpft und auftritt. Und das ist auch gut so!", unterstrich Traschkowitsch die gesellschaftspolitische Fortschrittlichkeit der Sozialdemokratie.**** "Die SPÖ hat bereits im April 2005 auf Bundesebene einen fixfertig beschlussfähigen Gesetzesentwurf zur 'Eingetragenen Partnerschaft (EP)' im Parlament eingebracht. Die Schüssel-Regierung hat uns allerdings klar und deutlich demonstriert, dass sie ihren Diskriminierungskurs fortsetzen wird und schon gar nicht an die Schaffung von Rahmenbedingungen für gleichgeschlechtliche Paare denkt. Unseren Gesetzesentwurf lässt die Regierung im Parlament verschimmeln. Herr Schüssel zeigt uns mit Ignoranz, dass wir aus seiner Sicht eine vernachlässigbare Bevölkerungsgruppe sind", übte der Bundessekretär der SoHo, Dominik Mungenast scharfe Kritik an der derzeitigen Bundesregierung. "Wir von der SPÖ hingegen setzen uns sehr intensiv, mit Nachdruck und vor allem auf ehrliche Art und Weise mit den Anliegen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender- Personen auseinander - denn für uns gilt ganz klar: Gleich viel Recht für Gleich viel Liebe!", so Mungenast. Mit Freude nahm die Finanzreferentin und Trangender-Beauftrage der SoHo-Wien, Angelika Frasl die Annahme eines weiteren Antrages, welcher eine stärkere Vernetzung einschlägiger Institutionen und Organisationen durch Schaffung eines übergeordneten Kompetenzzentrums für die Anliegen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender- Personen fordert. "Dort sollen Betroffene bei juristischen, sozialen und medizinischen Angelegenheiten noch rascher die richtige Ansprechpartnerin bzw. den richtigen Ansprechpartner und Hilfe erhalten", ging Frasl auf den Hintergrund der Forderung ein. "Mit der Annahme der beiden Anträge hat die Wiener SPÖ heute bewiesen, dass sie eindeutig auf der Seite der Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Personen steht. Einmal mehr hat sie sich damit als DIE Partei des Miteinanders präsentiert", betonten Traschkowitsch, Mungenast und Frasl abschließend. ------------------------------------------------------------------------ --------- SoHo: "Transgender-Antrag" bei SPÖ-Bundesparteivorstand eingebracht Utl.: Frasl: Alltag muss für Transgender-Personen dringendst erleichtert werden! 22.04.06 Wien - Über die Einbringung eines Antrages zur Verbesserung juristischer Thematiken im Transgenderbereich im Bundesvorstand der SPÖ informierte am Samstag Angelika Frasl, Finanzreferentin und Trangender-Beauftragte der SoHo-Wien. Dieser Antrag geht etwa auf die Problematik des Geschlechtseintrages in Personaldokumenten ein und fordert eine Änderung des Personenstandes auch bei aufrechter Ehe. Weiterer Inhalt: Ein Rechtsanspruch auf Neuausstellung von Zeugnissen nach Vornamensänderung wie auch die Unterstützung bzw. Kostenübernahme für alle Behandlungen und Gutachten. Frasl: "Es geht hier um essenzielle Themen für die Bewältigung des Alltags von Transgender. Gerade die Kostenfragen wie auch die enormen Hürden und Probleme auf juristischer Ebene stellen für die meisten Transgender eine enorme Belastung dar! Hier bedarf es einer dringlichen Änderung in den österreichischen Gesetzen!"**** Der SoHo-Antrag soll in der Folge vom SPÖ-Bundesvorstand zur Ausarbeitung in den SPÖ-Parlamentsklub gebracht werden. "Wir von der SoHo haben hierbei großes Vertrauen und sind zuversichtlich, dass der Antrag mit allen seinen Inhalten auf offene Ohren treffen wird. Denn schließlich zeigt der SPÖ-Parlamentsklub ja laufend, dass ihm die Anliegen der Transgender-Personen wichtig sind, die Sozialdemokratie sich für optimale Lösungen und Verbesserungen auf diesem Gebiet einsetzt!", so Frasl abschließend. ------------------------------------------------------------------------ --------- SoHo mit neuem Webauftritt! Utl.: Umfassendes Service unter www.soho.or.at 22.04.06 - Wien - "Um zukünftig noch schneller und effizienter unsere Arbeit, Ergebnisse und Erfolge auch nach außen hin präsentieren zu können, haben wir uns entschlossen unsere Website www.soho.or.at , auf ein modernes Redaktionssystem umzustellen", freut sich Günter Tolar, Bundesvorsitzender der sozialdemokratischen Homosexuellenorganisation SoHo am Samstag über den gelungenen Relaunch von www.soho.or.at **** Den Startknopf drückten am Samstag Angelika Frasl, Peter Traschkowitsch und Dominik Mungenast und freuten sich, dass der neue Internetauftritt pünktlich zum Wiener Landesparteitag online gehen konnte. Die neue Site bietet große Übersichtlichkeit und kann mit einem umfassenden Archiv mit vielen Informationen über vergangene Aktionen der SoHo und vielem mehr aufwarten. Zusätzlich bietet www.soho.or.at eine Vielzahl an Downloads, die kontinuierlich aktualisiert werden. UserInnen können sich zudem in einem GästInnenbuch eintragen und selbstverständlich gibt es immer wieder top aktuelle, userInnenfreundlich aufbereitete News. Zudem führt eine umfangreiche Linkssammlung zu unzähligen weiterführenden Websites, u.v.m. "Wir würden uns auf zahlreiche Userinnen und User freuen und hoffen nunmehr mittels www.soho.or.at noch mehr an Informationen über unsere Arbeit, Erfolge, aber auch Hilfestellungen weitergeben zu können", schloss Tolar. ------------------------------------------------------------------------ --------- Falls Sie keine weiteren Zusendungen wünschen, bitten wir Sie uns einen Email mit dem Betreff "Zusendung-Abbestellung" an office at soho.or.at zu senden. Wir werden Sie dann sofort aus dem Emailverteiler enfernen. Natürlich kann auch zu einem späteren Zeitpunkt die Zustimmung jederzeit widerrufen werden. - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Impressum/Offenlegung gem. §§ 24, 25 MedienG: http://www.soho.or.at/soho/?page_id=322 SoHo - ArGe Sozialdemokratie & Homosexualität Arbeitsgemeinschaft für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender-Personen in der Sozialdemokratie Löwelstraße 18, 1014 Wien Tel.: 0810 810 211 (aus ganz Österreich zum Ortstarif) Email: office at soho.or.at http://www.soho.or.at Web: www.soho.or.at ZRN 795244200 - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - ================================================ 17 DE: Funk-Chips in Fahrkarten von: depesche at quintessenz.org ================================================ From: "q/depesche" Subject: DE: Funk-Chips in Fahrkarten q/depesche 2006-04-22T05:31:41 DE: Funk-Chips in Fahrkarten Wer sein Bewegungsprofil durch Verbindungsdaten und co noch verbessern möchte, dem sei eine Fahrkarte mit Funk-Chip ans Herz gelegt - Und als weiteren Vorteil kann man Bonusmeilen nebst anderen Vergünstigungen nun auch mit dem Autobus sammeln. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Tickets mit Funk-Chips bestückt http://www.fr-aktuell.de/ressorts/frankfurt_und_hessen/ frankfurt_und_hessen/?cnt=852243 Datenschützer: Verkehrsverbund soll besser informieren / Kunden wollen Bus und Bahn auch anonym nutzen können Kunden des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) wissen meist nicht, dass der RMV persönliche Jahrestickets mit einem RFID-Chip ausstattet. Datenschützer verlangen deshalb vom Verbund, die Karteninhaber besser zu informieren. [ ... ] Grundsätzlich fordern die hessischen Datenschützer, dass es stets Alternativen geben müsse für Menschen, die der neuen Technik misstrauen. "Es soll weiterhin Nicht-Chipkarten geben", sagt Rüdiger Wehrmann, der in der Behörde das Referat Informatik leitet. Die anonyme Nutzung von Verkehrsmitteln müsse stets möglich sein. Damit spielt er auf das elektronische Ticketing "Get-In" an, das der RMV seit vier Jahren in Hanau testet. [ ... ] Die Kunden halten die Karte beim Ein-und Aussteigen an die Lesegeräte in den Bussen. Jeden Monat erhalten sie eine detaillierte Abrechung, die dem jeweils günstigsten Tarif den Vorrang einräumt. Inhaber der Chipkarte können Bonus-Kilometer sammeln, bargeldlos Museen und Bäder der Stadt besuchen, erhalten Rabatt auf Mietwagen. Auch die persönliche Jahreskarte des RMV bietet Sonderkonditionen. Inhaber erhalten Rabatt beim Carsharing, bekommen bei längeren Verspätungen eine Taxifahrt bezahlt. RFIDs: Autos als ID/Broadcaster: http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100003322 Biometrie/paesse: Und die Randomness die fehlt: http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100003491 - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- relayed by Chris - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Online Version: http://quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100003585 quintessenz is powered by http://www.onstage.at subscribe/unsubscribe/digest http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe comments to depesche at quintessenz.org ================================================ 18 KPÖ/Wettbewerbsgipfel/EU von: kpoe at aon.at ================================================ Supermachtsanspruch durch Lissabon-Strategie Kritik am Wettbewerb als Dogma der EU “Wenn Wettbewerb und Konkurrenz zum Dogma erhoben werden, müssen soziale Ansprüche und Lebensqualität zwangsläufig unter die Räder kommen", meint Melina Klaus, Bundessprecherin der KPÖ zum Wettbewerbsgipfel der EU-Arbeits- und Forschungsministerinnen in Graz und ruft zur Unterstützung der Demonstration des überparteilichen “Aktionsbündnisses Solidarität" am 22. April in Graz auf. Von den Konzernen zur Profitmaximierung forciert und von Politik, Medien und diversen ExpertInnen gestützt wird der Wettbewerb zum Maßstab in allen Lebensbereichen gepredigt. Die 2000 beschlossene Lissabon-Strategie soll die EU bis 2010 zum wettbewerbsfähigsten Wirtschaftsraum der Welt machen: “Das erinnert an das Parteiprogramm der KPdSU von 1961, das plante die USA bis 1970 zu überholen", meint Klaus. Wie eng dieser ökonomische Supermachtsanspruch mit der Militarisierung der EU zur Durchsetzung der Interessen der Konzerne verbunden ist, wurde mit der vorläufig gescheiterten Verfassung deutlich. Die Kehrseite von Profitmaximierung und Aufrüstung sind bekanntlich Sozialabbau und wachsender Druck auf die Lohnabhängigen, Einsparungen bei Gesundheit und Bildung sowie Privatisierung öffentlicher Dienste. Daher ist die Berufung von Sozialdemokratie und Gewerkschaften auf die Lissabon-Strategie mit Ansprüchen die EU als “soziales Europa" zu gestalten ein gezieltes Täuschungsmanöver: “Die gepriesene Triade von Wirtschafts-, Beschäftigungs- und Sozialpolitik kann es mit den Grundlagen der EU nicht geben", so Klaus. Stabilitätspakt und Liberalisierungszwang verhindern das notwendige Wirtschaftswachstum. Die “Modernisierung der Sozialsysteme" läuft auf private Eigenvorsorge hinaus. Und die Beschäftigungspolitik ist eine schiefe Ebene für immer mehr Prekarisierung durch Flexibilisierung der Arbeitszeit und Lohndumping. Die KPÖ bekräftigt im Zusammenhang mit dem Wettbewerbsgipfel in Graz neuerlich ihr Nein zur Dienstleistungsrichtlinie: Das Herkunftslandsprinzip wurde als Begriff zwar gestrichen, Dumping bei Löhnen, Sozialleistungen, Umweltstandards und KonsumentInnenschutz als Prinzip ist aber weiterhin vorgesehen. Zuwenig beachtet wird, dass in Graz auch über die weitere Entwicklung des Satellitenprogramms Galileo verhandelt wird: Dieses ist Bestandteil der Hochrüstung der EU ist und daher mit der österreichischen Neutralität unvereinbar. <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< WELTWEIT <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 19 codepink: Iraqi Women Under Siege: Read Report! von: codepink at mail.democracyinaction.org ================================================ April 20, 2006 The Iraqi women who toured the United States last month told us that they were amazed by how misinformed many Americans were about the lives of Iraqi women. Most Americans thought that before the overthrow of Saddam Hussein, Iraqi women were sitting at home oppressed, heavily veiled and secluded, and that thanks to the US invasion, they are now liberated. This is what the Bush administration would like us to believe, but after listening to our Iraqi friends many people now know better. To further shed light on the true status of Iraqi women, CODEPINK has released an in-depth report Iraqi Women Under Siege. We encourage you to download this report, read it and pass it on to others. The report shows that from 1958 to the 1990s, Iraq provided more rights and freedoms for women and girls than most of its neighbors. Though Saddam Hussein's dictatorial government and 12 years of severe sanctions reduced these opportunities, Iraqi women were active in all aspects of their society. After the occupation, with the exception of women in Iraqi Kurdistan, women's daily lives have been reduced to a mere struggle for survival. Women walking on the streets face random violence, assault, kidnapping or death at the hands of suicide bombers, occupying forces, Iraqi police, radical religious groups, and local thugs. Women trying to raise families in the midst of this chaos find themselves beset by a lack of electricity and clean water, and a dearth of social services like decent schools and health care. Unemployment among women has skyrocketed. Of the 260,000 reconstruction contracts in Iraq, less than 1,000 have gone to female contractors. Before the occupation 70% of the public workforce, by far the largest employer in Iraq, were women. The constant violence has trapped women and their children -- particularly their daughters -- inside the homes. Fewer girls go to school and illiteracy among girls is on the rise. Though 25% of the seats in the National Assembly are reserved for women, the real power in Iraq is increasingly in the hands of Islamists determined to move Iraq from a secular society towards a theocracy. They are forcing women to wear veils and are trying to curtail women's rights in areas such as marriage, divorce, and inheritance. But as we learned from our amazing delegation, Iraqi women are not mere victims, passively watching the destruction of their lives and the fabric of their communities. As delegate Nadje Al-Ali writes in our report, "Despite the chaos and violence that restricts their activities and mobility, the women struggle on, meeting in each other's houses, establishing refuges where women can learn skills to make a living, providing free health care, legal advice and literacy and computer classes. Iraqi women also organize conferences, sit-ins and demonstrations to get their voices heard and to influence the political process." CODEPINK will continue to support the efforts of Iraqi women, and to push for the withdrawal of foreign troops so that the Iraqi people can determine their own future. Our next major CODEPINK action to end the occupation and support Iraqi women will be a 24-hour Mother's Day vigil in front of the White House in Washington DC from May 13-14. Click here for details. Join actress Susan Sarandon, peace mom Cindy Sheehan, Nobel Prize winner Jody Williams, doctor/clown Patch Adams, as well as Iraqi and Iranian women, for an inspiring weekend that will include a performance of the historic antiwar play Lysistrata, an evening concert, antiwar films, activist trainings, an interfaith service, writing letters to Laura Bush, and a pink pajama party. Whether or not you can join us, please consider making a donation to help us bring Iraqi and Iranian women, as well as US military families against the war, to speak at the DC vigil and to travel to communities throughout the US. For the sake of our Iraqi sisters, let's educate ourselves, spread the truth and redouble our efforts to build a more peaceful world. Sisters in solidarity, Allison, Dana, Farida, Gael, Jodie, Medea, Nancy, Rae and Tiffany P.S. Don't forget to forward this email to your friends and help spread the word! ================================================ 20 [gipfelsoli] Heiligendamm von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - Camp Inski - Anti-G8-Camping at the Baltic Sea - Anti G8-Vernetzung in Thüringen ------------------------------------------------------------------------ -- Camp Inski - Anti-G8-Camping at the Baltic Sea For global social rights and an entirely different entirety! 4 - 13 August 2006 Summer 2007. Representatives of the leading economic and military nations will meet at the Kempinski Hotel in the seaside resort of Heliligendamm near Rostock, Germany. Much has been written against the G8, for good reasons; just as this call-out can also be nothing but a demand for its abolishment. In a world of exploitation, poverty, repression; in a world of globalised wars, where social rights are attacked and migration is combated, the G8 summits are central to the institutional machine of the dominant world order. Summits have become symbolic locations in the political geography of protest and resistance. They are where a collective and diverse YA BASTA! shakes the neoliberal illusion of the end of history. These protests have developed a shared ability to envision everything as potentially different, differing around the world, together. words... Protests at summits through the 1990s into the new millennium, in Prague, Gothemburg, Geneva to the Gleneagles and St. Petersburg, represent multi-layered experiences of a new movement with the older Internationalism. To bring prior disagreement together into the network it is worth constructing within our action orientated settings room to think. Needed are ideas to help understand the neo-liberal restructuring of the world. Needed too is the curiosity to exchange the praxis of resistance developed locally and globally. Mobilisations already started for 2007 during the protests in Gleneagles, and at the BUKO in Hamburg, at meetings of 'Dissent!' and the 'Interventionist Left' and the widely attended action conference in Rostock. Grassroots activists from diverse backgrounds in the Labour Union left, refugees' organisations, people from attac and from the autonomous left are already off the starting blocks. To guarantee continuity of content and practicalities for the protests, activists, from different networks around Europe, are asking about the mobilisation in Germany. We want to promote the idea of a camp in 2006 through these networks, organisations and forums. We don't want an exclusive label for the Camp as the fight for global rights can only be understood as a fight and a dialogue with different visions of society and emancipation. We think, instead, it is more important to find political forms for positions to be formulated and arguments to be carried out openly. The Camp 2006 should be a space for sharing encounters and exchanges. It should of course make room for arguments within the spectrum of heterogeneous lefts within the movements. We want to trace the different European and international concepts of movement, protest and resistance - to "recognise the differences and to accept the similarities". This with the idea of using the energy and experiences of the summit 2006 in St. Petersberg to organise wide, determined and effective international resistances up to Summer 2007. ... and action Camp Inski, the anti-G8 camp, offers not only the good life on the beautiful coast of the Baltic Sea (with exhausting self-organisation) and enough space for discussions, events, workshops and working groups. It will, of course, come into action with protests and civil disobedience, where appropriate, to show a presence in the region: * Under the topic "Fighting the global system of immigration camps locally" we want to connect with the experiences of the local no-lager campaign in Mecklenburgn-Western Pomerania. Camps for refugees and migrants, not drawn up on any maps, can be found all over Europe. Producing a hierarchy of rights they are a key element of a global system of exclusion. We reply: The ability to move freely is a right that needs to be shared globally. * "Hanse Sail Rostock 2006 - 10-13 August - The Navy had heavily underlined these dates in their calendar. At this big maritime event, the Navy will celebrate their 50th anniversary and will be present as a special contingent" (www.hansesail.com). Also expect is the frigate Mecklenburg- Vorpommern that gained experience in the 'anti-terror assignment' within 'enduring freedom' along with navy units from other countries. Let's have a try and see how much opposition, from anti-militarists, the globalised readyness for war, that sham popular presentation from the industrial nations', Rostock can bear! * Rostock/Laage airport is not only used for civil flights but also by the German Airforce. It is, therefore, of key importance for NATO. Starting summer 2006, Eurofighters will fly from there to take part in combined air and ground force training, in the so-called Bombodrom. As a location for NATOs modernisation of worldwide warfare, Rostock/Laage offers theoretical and practical starting points for Camp Inski. * In September, local elections take place in Mecklenburg-Western Pomerania. An extreme rightwing party, the NPD (National Party of Germany), expects to gain enough votes to take seats in the next parliament. Their main focus is the fight against "globalisation". What they offer, like others on the right, is nationalism, racism and anti-semitism. This is just one reason to interfere with their election campaign. Migration, anti-fascism and the resistance of militarism and war are only a few topics of relevance at Camp Inski 2006. We want more. The neo-liberal restructuring of the world is diverse - so is our resistance and the forms of resistance. This is why we make an international call out, to actively take part in Camp Inski with workshops, actions and discussions. Get organized - Contribute! For an entirely different entirety! [https://camp06.org/AufrufEn] ------------------------------------------------------------------------ -- Anti G8-Vernetzung in Thüringen Die Anti G8-Gruppe in Thüringen hat inzwischen eine eigene Webseite und ist erreichbar unter http://www.bergsteigen.net.tc. ------------------------------------------------------------------------ -- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l ================================================ 21 [gipfelsoli] Genua von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- Ein unglaubliches Puzzlespiel Prozesse gegen Polizeiverantwortliche beim G8-Gipfel in Genua "Bestimmte Bilder bleiben im Kopf. Vermutlich ein Leben lang." Mit diesen Worten umschreibt der 29 Jahre alte Mirco Sch. aus Oberhausen die traumatischen Erinnerungen an den Polizeiüberfall auf die Diaz-Schule in Genua. Nach den spektakulären Protesten gegen den Weltwirtschaftsgipfel stürmte die italienische Polizei in der Nacht zum 22. Juli 2001 die Schule, in der G8-GegnerInnen aus verschiedenen Ländern ihr Quartier bezogen hatten. In einer kaum vorstellbaren Gewaltorgie wurden dabei fast hundert Personen z.T. schwer verletzt. Einige trugen bleibende Schäden davon. Der britische Journalist Marc O. lag tagelang im Koma. Dass es nach der Tötung von Carlo Giuliani auf der Demonstration am Vortag keine weiteren Opfer gab, ist nicht mehr als ein glücklicher Zufall. Auch Mirco Sch. gehört zu den zahlreichen Verletzten aus der Diaz-Schule. "Ein Polizist trat mit seinem Stiefel gegen meinen Kopf, so dass ich zeitweilig das Bewusstsein verlor." Als er wieder wach wurde, lag er bereits mit blutendem Kopf auf einer Bahre und wurde mit einem Krankenwagen abtransportiert. Die Bilder von dem Polizeistiefel und der blauen, am Knie gepolsterten Uniformhose haben sich Mirco ins Gedächtnis gebrannt. Mit Hilfe solcher Details zu Kleidung und Ausrüstung versucht die Staatsanwaltschaft in Genua die an dem Überfall beteiligten Polizeieinheiten zu identifizieren. Seit April 2005 wird 29 für den Überfall verantwortlichen leitenden Polizeifunktionären in Genua der Prozess gemacht. "Das Ganze ist ein unglaubliches Puzzlespiel", fasst Andreas F. von der lokalen Genua-Solidaritätsgruppe in Oberhausen die Erkenntnisse aus der bisherigen Prozessbeobachtung zusammen. Durch die als Nebenkläger auftretenden Anwälte des Genova Legal Forums wurden im Vorfeld des Prozesses in mühseliger Kleinarbeit über 250 Stunden Videomaterial, tausende Beweisfotos und hunderte Zeugenaussagen ausgewertet und archiviert. Folter durch Polizei und Gefängniswärter Prominentester Angeklagter ist Franscesco Gratteri, der damalige Chef der italienischen Bereitschaftspolizei und heutige Leiter der nationalen Anti-Terror-Einheiten. Er war bei der Prügelorgie in der Turnhalle des Schulgebäudes anwesend und konnte von mehreren Zeugen identifiziert werden. Die Vorwürfe gegen die angeklagten Polizisten lauten auf schwere Körperverletzung, Falschaussage und Verleumdung, Diebstahl und Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch und Gewaltanwendung im Amt. Von Seiten der Nebenklage wurden über 120 TatzeugInnen benannt. Neben den Opfern der polizeilichen Gewalt gehören hierzu auch Journalisten, Ärzte und Rechtsanwälte, die das Geschehen aus der gegenüberliegenden Pascoli- Schule, dem Medienzentrum der Gipfelgegner, beobachteten. Doch trotz der akribischen Recherche durch die Staatsanwaltschaft und das Genova Legal Forum, dürfte die Ermittlung der meisten direkt beteiligten polizeilichen Schläger unmöglich sein. "Die beteiligten Polizisten waren vermummt und wir haben deshalb große Probleme bei der Identifizierung. Die Polizei hat zudem im Laufe der Ermittlungen alles Mögliche gemacht, um ihre Identität nicht preiszugeben", beschreibt die Oberhausener Anwältin Dagmar Vogel die Schwierigkeiten bei der Rekonstruktion der Ereignisse. Bisher konnte lediglich die 7. Einsatzgruppe der römischen Bereitschaftspolizei als die für die Gewalttaten verantwortliche Einheit festgestellt werden. Da eine individuelle Identifizierung nicht möglich ist, können die 62 Männer der Abteilung trotzdem mit Straffreiheit rechnen. Bereits im Jahr 2002 wurde Mirco gemeinsam mit anderen Oberhausener Polizeiopfern im Zuge eines Amtshilfeverfahrens von der Duisburger Staatsanwaltschaft vernommen. Damals war er nicht nur Kläger, sondern selber auch Beklagter. Die Polizei hatte alle 93 in der Diaz-Schule festgenommenen Personen pauschal mit dem Vorwurf der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung zum Zwecke der Verwüstung und Plünderung überzogen. Ein aus der Mussolini-Zeit stammender Straftatbestand, bei dem den Beschuldigten acht bis 15 Jahre Haft drohen. Die Polizei behauptete, sie sei in der Schule auf massiven Widerstand gestoßen. Zudem wurden den Festgenommenen weitere Beweismittel untergeschoben. Nachdem ein Polizeizeuge bestätigte, dass angeblich in der Diaz-Schule deponierte Molotowcocktails bereits am Vortag am Rande einer Demonstration durch die Polizei beschlagnahmt wurden, wurden die Verfahren eingestellt. Im Oktober 2005 wurde ein weiteres Verfahren gegen 45 Carabinieri, Gefängniswärter, Ärzte und Sanitäter eröffnet. Dort geht es um die Übergriffe in der Polizeikaserne von Bolzaneto, die beim G8-Gipfel in Genua als Gefangenensammelstelle diente. Die ZeugInnen der Anklage berichten in diesem Verfahren von regelrechter Folter durch vernehmende Polizeibeamte und sadistische Gefängniswärter. Auch Mirco Sch. wurde nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt durch Zivilbeamte verhaftet und nach Bolzaneto verbracht. "In den 24 Stunden meines Aufenthaltes wurde ich durch Beamte getreten und musste stundenlang mit erhobenen Händen an der Wand stehen." Andere Festgenommene mussten ihren Peinigern die Stiefel lecken. In unbeheizten Zellen wurden sie mit kaltem Wasser bespritzt und durch den Einsatz von CS-Gas drangsaliert. Obwohl Italien das internationale Abkommen gegen Folter unterschrieben hat, gibt es im italienischen Recht keinen Paragrafen, der Folter unter Strafe stellt. Neuer Prozess gegen den Todesschützen von Giuliani Eine Verurteilung der verantwortlichen Polizisten dürfte auch für die 25 italienischen Demonstranten von Belang sein, die wegen "Verwüstung und Plünderung" bereits seit anderthalb Jahren vor Gericht stehen. Ihnen wird eine Beteiligung an den Auseinandersetzungen um die Demonstration der sog. Tute Bianche (Weiße Overalls) vorgeworfen. Der große genehmigte Demonstrationszug wurde am 20. Juli 2001 von Carabinieri-Einheiten ohne Vorwarnung angegriffen. Neueres Video- und Fotomaterial beweist, dass die Carabinieri dabei auch Eisenstangen anstatt der üblichen Schlagstöcke einsetzten. Aus dem mitgeschnittenen Polizeifunk ergibt sich, dass die den Angriff durchführende Einheit einen gänzlich anderen Einsatzauftrag hatte und die Aktion eigenmächtig startete. Im Falle einer Verurteilung der 25 droht weiteren Menschen, darunter auch einigen Bundesdeutschen, allein wegen ihrer Beteiligung an der fraglichen Demonstration eine Anklage wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation. Im Zuge der schweren Auseinandersetzungen um die Demonstration der Tute Bianche wurde auch der Demonstrant Carlo Giuliani getötet. Nachdem die italienische Justiz die Ermittlungen gegen den polizeilichen Todesschützen Mario Placanica eingestellt hat, hat der Europäische Gerichtshof in Straßburg einer Beschwerde der Familie Giuliani stattgegeben und eine Wiederaufnahme der Ermittlungen auf europäischer Ebene angekündigt. Auch in diesem Fall ist das letzte juristische Wort also noch nicht gesprochen. [ak - analyse & kritik - Zeitung für linke Debatte und Praxis / Nr. 505 / 21.4.2006] ------------------------------------------------------------------------ -- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l ================================================ 22 Syrien: Willkürliche Festnahmen bei Kurdendemonstrationen befürchtet von: hans.bogenreiter at gfbv.at ================================================ > GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKEr > PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 21.04.2006 > > Syrien: Willkürliche Festnahmen bei Kurdendemonstrationen befürchtet > > Anlässlich der für den morgigen Freitag angekündigten > Kurdendemonstrationen in Syrien hat die Gesellschaft für bedrohte > Völker > (GfbV) alle EU-Botschaften in Damaskus um erhöhte Aufmerksamkeit > gebeten. Die Menschenrechtsorganisation befürchtet, dass syrische > Sicherheitskräfte auch dieses Mal systematisch gegen friedliche > Demonstrationsteilnehmer vorgehen werden. > > Die großen kurdischen Parteien in Syrien - Yekiti, Azadi und die so > genannte Bewegung für eine Zukunft der Kurden - haben zu den > Demonstrationen in der Stadt Qamishli aufgerufen, weil sich dort am > Freitagmorgen 47 Kurden vor dem Militärgericht verantworten sollen. > > Die Angeklagten waren am 06. Juni 2005 festgenommen worden, weil sie > damals gegen den Mord an ihrem geistlichen Oberhaupt Scheich Maschuk > Al Khaznawi demonstriert hatten. Scheich Khaznawi war am 10. Mai 2005 > in Damaskus aus einem Restaurant entführt worden und nach Angaben > von Familienangehörigen zwei Wochen später fast bewusstlos in ein > Krankenhaus eingeliefert worden, wo er wenige Tage später verstarb. > Für > seinen Tod wird der syrische Geheimdienst verantwortlich gemacht. Der > Geistliche galt als liberaler Verfechter der Rechte der Kurden. > > Die syrischen Kurden, die im Norden Syriens in Region von Afrin - nahe > der türkischen Stadt Iskenderun/Alexandrette - bis Quamishli an der > irakischen Grenze angesiedelt sind, zählen heute etwa zwei Millionen > Menschen. Das sind rund zwölf Prozent der Gesamtbevölkerung. Etwa > 200.000 von ihnen wird bis heute die syrische Staatsbürgerschaft > vorenthalten. > > Die folgenden 47 Kurden werden morgen vor Gericht erscheinen: > 1. Farhan Sabri Abdullah, 2. Ibrahim Suleiman Abdullah, 3. Hikmet > Abdulhamid Suleiman, 4. Abdulsalam Muhamed Saadun, 5. Ismet > Muhamed Daoud, 6. Adnan Muhamed Salim Abdullah, 7. Rustem Darwish > Darwish, 8. Muhamed Abbas Alali, 9. Juan Muhamed Khan, 10. Kamil > Ahmad MiZo, 11. Ferhad Haj Yunes, 12. Abdulrahman Muhamed Abdo, 13. > Rodi Taha Hami, 14. Kanan Muhamed Ibrahim, 15. Bassim Muhamed > Othman, 16. Walat Muhamed Amin Odje, 17. Piling Abdulfatah Odje, 18. > Rebuar Jafar Boske, 19. Ahmad Mahmoud Amo, 20. Hasem Farzand Haj, > 21. Ahmad Saleh Ibrahim, 22. Mizgin Hussein Muhamed, 23. Barzan > Hussein Haji Abdulhamed, 24. Abdulsalam Schakir Muhamed, 25. Suwar > Nori Hibo, 26. Rizgar Hussein Salih, 27. Hussein Khalil Khalifa 28. > Farhan > Ahmad Haji, 29. Ziuar Muhamed Salih Schekho, 30. Khaled Muhamed > Najib, 31. Massud Ahmad Hussein, 32. Faysal Abdullah Ose, 33. Suleiman > Othman Zahraldin, 34. Ramadan Hassan Hassan, 35. Abdulmuhsin > Muhamed Sueiman, 36. Nazir Muhamed Ali Abde, 37. Fahad Muhamed > Salih Daruish, 38. Ali Abdulbaqi Omar, 39. Kaniuar Khalil Abdullah, > 40. > Farhan Muhamed Massum Yusif Alhaji, 41. Anas Abduljalil Rassul, 42. > Ahmad Khalil Ahmad, 43. Alaa Muhamed Siraj Issa, 44. Khaled Salih > Othman, 45. Schiyar Ahmad Scharo, 46. Sipan Suleiman Hisso, 47. Firaz > Mirza Abdullah. > ====================================================== > Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) > Inse Geismar, Pressereferentin > Postfach 2024, D-37010 Goettingen > Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 > E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de > ====================================================== <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS/HINWEISE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 23 Newsletter andersrum.gruene.at von: andersrum-newsletter at listen.gruene.at ================================================ ******************************************** Newsletter andersrum.gruene.at mit den neuen Headlines seit 30. 3. 2006 17:00 ********************************************* ******* INHALT ******* - Gestern - Heute - Morgen: Lesben und Schwulenbewegung in Österreich - Homophobie-Export - Queer im Bild: "as long as. queer stories" - Zum Tod von Gerard Reve - Die Königin von Gumpendorf - "Tintenfischalarm" - Fotos vom Andersrum Kino ***************************************** *** Gestern - Heute - Morgen: Lesben und Schwulenbewegung in Österreich *** 19. April 2006 Milena Verlag, Buchhandlung Löwenherz und der Grüne Club im Rathaus proudly present: Buchpräsentation und Fest zum Buch. http://www.gruene-andersrum.at/queer_life/artikel/lesen/6414/ ***************************************** *** Homophobie-Export *** 13. April 2006 Was wir aus Wien kennen, bestätigt sich nun auch in Innsbruck: die ÖVP macht Wahlkampf mit homophoben Websites. http://www.gruene-andersrum.at/oesterreich/artikel/lesen/6204/ ***************************************** *** Queer im Bild: "as long as. queer stories" *** 13. April 2006 Am 2. März präsentierten wir gemeinsam mit dem milena verlag das Buch "as long as. queer stories". Hier die Bilder. http://www.gruene-andersrum.at/andersrumgrueneat/kultur_medien/ artikel/lesen/6196/ ***************************************** *** Zum Tod von Gerard Reve *** 12. April 2006 Mit seinen Büchern hat er wesentlich zum Sichtbarmachen schwuler Lebensrealitäten beigetragen. http://www.gruene-andersrum.at/andersrumgrueneat/kultur_medien/ artikel/lesen/6180/ ***************************************** *** Die Königin von Gumpendorf *** 09. April 2006 Zur Erinnerung an Gerli vom Nightshift. Ein Porträt von Marco Schreuder. http://www.gruene-andersrum.at/wien/artikel/lesen/6164/ ***************************************** *** "Tintenfischalarm" *** 05. April 2006 Alex ist intersexuell. Ein Zwitter. Ein Mensch, der die penible Einteilung der Welt in männlich und weiblich durcheinander wirft. Seine Geschichte erzählt Elisabeth Scharang jetzt im Kino. http://www.gruene-andersrum.at/queer_life/artikel/lesen/6054/ ***************************************** *** Fotos vom Andersrum Kino *** 04. April 2006 Wir zeigen dir, was im Cinemagic los war. http://www.gruene-andersrum.at/queer_life/artikel/lesen/6044/ ============================ http://andersrum.gruene.at/ ============================ Diese E-Mail wurde dir geschickt, weil du den Newsletter andersrum.gruene.at abonniert hast. Newsletter abbestellen? E-Mail an: newsletter-andersrum-unsubscribe at listen.gruene.at Fragen? E-Mail an: newsletter-andersrum-request at gruene.at ================================================ 24 Broschuere: Wie staatstreu sind die Kirchen in der Friedensfrage? von: verin.stadtteilz.simmering at chello.at ================================================ iebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde, Peter Bürger, christlicher Friedensaktivist, Mitglied bei Pax Christi und Versöhnungsbund in Deutschland, hat mir heute seine Broschüre "Wie staatstreu sind die Kirchen in der Friedensfrage" als PDF File gemailt. Da diese Datei 1.400 KB umfasst, maile ich sie nicht weiter. Man / frau kann sie bei mir oder direkt bei Peter bestellen. Ich maile sie dann selbstverständlich gerne zu. Mit solidarischen Friedensgrüßen! Alois Reisenbichler ----- Original Message ----- From: "Peter Bürger" > To: "...... Sent: Wednesday, April 19, 2006 3:42 PM Subject: Wie staatstreu sind die Kirchen in der Friedensfrage? > Lieber Reinhard, Stefan, Clemens, Holger, Ulrich, Jan, Martin und > Alois, > > anbei als Diskussionsbeitrag (PDF) das Dossier "Wie staatstreu sind > die > Kirchen in der Friedensfrage" (Hrsg.: IKvU, Solidarische Kirche, > Ökumenisches Netz Mittelrhein, ÖFCD). Über Kenntnisnahme und > Verbreitung > würde ich mich sehr freuen (zumal bei Pax Christi und Versöhnungsbund, > wo ich Mitglied bin). > > Ein guter Gruß - und Wünsche für eine frühlingshafte Osteroktav > shalom - salaam pace > > Peter Bürger > Kiefernstr. 33 > 40233 Düsseldorf > > DAS INHALTSVERZEICHNIS: I. Was ist aus der Ökumene für den Frieden und aus der ökumenischen Ächtung des Krieges geworden? S. 3 II. Aggressive Weltwirtschaftsordnung, Überlebensfragen der Zivilisation und "Gerechter Friede" S. 4 III. Geschichtserinnerung und Gegenwart S. 5 1. Drei frühkirchliche Jahrhunderte der Gewaltfreiheit S. 5 2. Deutsche Kriegstheologie in zwei Weltkriegen S. 6 3. Folgen des kirchlichen Gedächtnisverlustes in der Gegenwart S. 7 IV. Was tut sich in Deutschland und Europa - Was sagen die Kirchen? S. 8 1. Zurückhaltung beim kriegsfreundlichen Programmwechsel der Volksparteien S. 8 2. Die neuen Zielvorgaben in westlichen Militärdoktrinen S. 9 3. Schweigen zur Aushebelung unseres Grundgesetzes? S. 10 4. Ausbleibende Kritik an Kriegen mit deutscher Beteiligung S. 11 5. Nachbeten der offiziellen Propaganda zur Europa-Architektur S. 13 V. Krokodilstränen für Afrika - Die Aufrüstung der reichen Weltzentren im Dienste "guter Taten" S. 14 1. Das Verhältnis militärischer und ziviler Anstrengungen S. 14 2. Das Schicksal der kirchlichen Rüstungsexportberichte S. 15 3. Das Zauberwort der "humanitären Intervention" S. 16 VI. Die Kirchen, der so genannte Antiterror-Krieg und der antiislamische Kulturkampf S. 17 VII. Ausbleibende Klärungen: Theologie und "christliches Menschenbild" S. 19 VIII. Kriegsförderliche Massenkultur, militaristische Utopien und Atomwaffen S. 21 1. Massenmedien und Massenkultur als Grundlage der militärischen Aufrüstung S. 21 2. Die gefährliche Utopie der militärtechnologischen Revolution S. 21 3. Wie die deutschen Kirchen sich bislang mit dem atomaren Schreckenssystem arrangieren S. 23 4. Nachtrag: Die so genannte Irankrise S. 25 IX. Die Friedenspraxis der Kirchen als Zeugnis der Glaubwürdigkeit S. 26 Zwölf Prüfsteine für amtskirchliche Friedensverlautbarungen S. 28 Literatur (Auswahl) S. 30 Buchhinweis zu diesem Beitrag S. 30 Impressum S. 31 Alois Reisenbichler 1110 Wien, Schneidergasse 15/9, Telefon (043-664) 39 51 809 E-Mail: stadtteilzentrum at simmeringonline.at, Alois.Reisenbichler at reflex.at Homepage in Arbeit: www.reisenbichler.at.tf Lieblingshomepage: www.hiroshima.at ================================================ B) TERMINE ================================================ Die termine können derzeit aus Personalmangel leider nicht bearbeitet werden. ======================== ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: So, 22.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Tue Apr 25 10:29:02 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Tue, 25 Apr 2006 10:29:02 +0200 Subject: widerst@nd! - MUND: Dienstag, 25.4.2006 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! Dienstag, 25.04.2006 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 25.4.: Vortrag und Filmpräsentation Initiative Minderheiten Newsletter ================================================== 02 que[e]r am 26.04.: Heldenplatz: Die Burschenschaften und der 8. Mai Rosa Antifa Wien ================================================== 03 26./27.4.: Veranstaltungen Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================== 04 Mi 26.4. 19h: Wer vertritt deine Interessen? ./ Roundtable zu Prekarisierung, Organisierung, Soziale Rechte "euromayday.at" ================================================== 05 7.7.: verboten - verfolgt 2006 Norbert Trawöger ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 06 ÖCV Mann Johann Josef Dengler: Ich verachte die Demokratie "FrauenLesben fuer das Selbstbestimmungsrecht der Frau" ================================================== 07 Werkstatt-Rundbrief 11-2006 Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================== 08 Neuer Vorstand der IG Kultur Österreich IG Kultur Österreich ================================================== 09 KPÖ/Tschernobyl/Atomkraft/Ausstieg/Euratom KPÖ-Kommunikation ================================================== 10 Homosexuelle: RKL begrüsst Forderung der SPÖ-Wien nach Öffnung der Zivilehe "Rechtskomitee LAMBDA" ================================================== 11 GLB/Rürup/Pensionsfinanzierung/Wertschöpfungsabgabe "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================== 12 [CUADPUpdate] National Crime Victims Week "Abraham J. Bonowitz" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 13 IWF/ Weltbank gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 14 kanalB.at video: Mayday 2006 Trailer webmaster at kanalB.org ================================================== 15 Iraqi-Kurdistan; a Model for Iraq? "wadi wien" ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 25.4.: Vortrag und Filmpräsentation Initiative Minderheiten Newsletter ================================================== Die Initiative Minderheiten leitet folgende Einladung weiter: *Vortrag und Filmpräsentation* Dienstag, 25. April, 11 Uhr Akademie der bildenden Künste Schillerplatz, Raum M13a *Sun-ju Choi *(Berlin) *Recolonize Cologne*, 2005, 43 min. Präsentation und Diskussion des Kanak-TV-Films "Was macht der Kaiser von Kamerun in Köln? Und warum verteilt er globale Pässe? Der neue Film von KANAK TV verlinkt die deutsche Kolonialgeschichte in Kamerun mit dem Kampf um globale Bewegungsfreiheit." Sun-ju Choi, Regisseurin*,* arbeitet als Journalistin und Drehbuchlektorin. Sie ist Mitglied von Kanak Attak und Kanak TV und war als Rechercheurin zum Thema Migration aus Korea nach Deutschland an der Ausstellung "Projekt Migration" in Köln beteiligt. Gastvortrag im Rahmen der Vorlesung von Christian Kravagna Postcolonial Studies II: Weiße Moderne und Schwarze Präsenz ================================================== 02 que[e]r am 26.04.: Heldenplatz: Die Burschenschaften und der 8. Mai Rosa Antifa Wien ================================================== ############### Achtung: Neue Location! Wipplingerstrasse 23 / 1010 Wien ############### Mittwoch 26. April: Heldenplatz: Die Burschenschaften und der 8. Mai Auch heuer wollen deutschnationale Korporierte, darunter maßgebliche FPÖ-Kader, am Wiener Heldenplatz die "totale Niederlage" (B! Olympia) von 1945 betrauern und ihrer toten "Helden" gedenken. Der dafür noch notwendige Polizeischutz sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass es den Rechtsextremisten im Sog der FPÖ-Regierungsbeteiligung gelungen ist, ihre Sicht auf den Nationalsozialismus und sein Ende im gesellschaftlichen Mainstream zu verankern. Heute stößt sich fast niemand mehr an dieser öffentlichen Sympathiebekundung für die nationalsozialistischen Angriffs- und Vernichtungskrieger. Und so können diese ungehindert zu "Vorkämpfer für das vereinte Europa" (Jörg Haider) umgelogen werden. Auch auf europäischer Ebene ist diese "revisionistische" Sichtweise durch die neuen EU-Staaten, allen voran den baltischen, ein Stück weiter durchgesetzt worden. Vortrag und Diskussion über Geschichte und Relevanz der "deutschen" Burschenschaften in Österreich, die Bedeutung des 8. Mai für den organisierten Rechtsextremismus und die Hegemonie des "Revisionismus light" ############### Naechste Woche: Rechtshilfe-Workshop der Solidaritätsgruppe Wien Weitere Infos siehe: http://www.raw.at/queer/queer_inhalt.htm -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# ================================================== 03 26./27.4.: Veranstaltungen Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================== Werkstatt Frieden & Solidarität Waltherstr. 15, 4020 Linz Tel. 0732/771094, Fax 0732/797391 e-mail: office at werkstatt.or.at www.werkstatt.or.at Linz, 24.04.2006 Medieninformation Sehr geehrte Damen und Herren, wir ersuchen um Ankündigung von zwei Veranstaltungen der Werkstatt Frieden & Solidarität, die in dieser Woche stattfinden und laden Sie sehr herzlich dazu ein. mit freundlichen Grüßen Gerald Oberansmayr Bildung im Europa der Konzerne "Für eine kritische, friedenspolitische Wissenschaft" Vortrag und Diskussion mit Nele Hirsch (Bundestagsabgeordnete/BRD) Co-Referat: "Pädagogisierung als Strategie der Ungleichheit" (Elke Renner, Werkstatt Frieden & Solidarität) Mittwoch, 26. April 2006 19 Uhr, WIST-Heim (EG), J. W. Kleinstr. 70-72 Eine Veranstaltung der Werkstatt Frieden & Solidarität In Kooperation mit: ÖH Uni Wien, schulheft, Grüne Bildungswerkstatt Wien Auch im Bildungsbereich nutzen die Machteliten die EU-Ebene, um Konkurrenzdruck, Entsolidarisierung und Hierarchisierung der Studienabschlüsse voranzutreiben. "Ziel der Hochschulpolitik ist es nicht, dass Studierende bestehende Zusammenhänge kritisch analysieren und hinterfagen und wissenschaftliche Qualifikationen somit auch als Instrument gesellschaftlicher Veränderung betrachten. Statt dessen sollen sie sich möglichst stromlinienförmig in den aktuellen Arbeitsmarkt einpassen lassen." Nele Hirsch, von 2003 bis 2005 Vorstandmitglied der bundesweiten studentischen Interessenvertretung in der BRD und seit 2005 bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, analysiert die aktuelle EU-Hochschulpolitik und zeigt Alternativen auf. ----------------------------------------------------------------- Vor 70 Jahren begann der Spanische Bürgerkrieg. Aus diesem Anlass veranstaltet die Werkstatt Frieden & Solidarität den Vortragsabend Geschichte des Spanischen Bürgerkriegs Vortrag und Diskussion mit ao. Univ. Prof. Dr. Hans Hautmann (Historiker, Universität Linz) Donnerstag, 27. April 2006 19 Uhr Büro der Werkstatt Frieden & Solidarität (Waltherstr. 15, 4020 Linz) Nähere Informationen: Werkstatt Frieden & Solidarität Waltherstr. 15, 4020 Linz Tel. 0732/771094 oder 0676-6552695 ================================================== 04 Mi 26.4. 19h: Wer vertritt deine Interessen? ./ Roundtable zu Prekarisierung, Organisierung, Soziale Rechte "euromayday.at" ================================================== ./. ././. Wer vertritt deine Interessen? ./././. Prekarisierung, Organisierung, Soziale Rechte ./. Roundtable ././. Mittwoch, 26. April 2006 ./././. 19 Uhr c.t. ./. NIG (Neues Institutsgebäude), Hs. 1 ././. Universitätsstraße 7 ./././. 1010 Wien Mit den gegenwärtigen Prekarisierungsprozessen einher geht die Notwendigkeit der Entwicklung neuer Organisierungsformen. Doch welche Instrumente des Kampfes stehen zur Verfügung? Wo und unter welchen Vorraussetzungen sind Allianzen verschiedener AkteurInnen für einem gemeinsam Kampf um (soziale) Rechte möglich oder notwendig? Und wie könnte eine den heutigen Arbeits- und Lebensverhältnissen adäquate Form der Interessenvertretung aussehen? Ein Roundtable zur "(Selbst-)Organisierung der Unorganisierbaren" mit: ./. Eva Blimlinger (IG externe LektorInnen und freie WissenschafterInnen), ./. Ljubomir Bratic (BUM), ./. Zora Doppelaxt (Autonomes Frauenzentrum Wien), ./. Andi Novak (ÖH), ./. Rubia Salgado (MAIZ), ./. Eva Scherz (GPA), ./. N.N. (Erwerbsloseninitiative AMSand) ./. und Dir! Eine Kooperationsveranstaltung von euromayday.at und ÖH ./. EuroMayDay 006 ././. http://www.euromayday.at ./. Parade in Wien am 1. Mai ././. 14 Uhr Yppenplatz, 1160 Wien ./././ AUFRUF ZUR EUROMAYDAY-PARADE 2006 IN WIEN ?? Prekär Arbeiten, Prekär Leben ?? Scheinbar unaufhaltsam schreitet die Prekarisierung der Arbeits- und Lebensverhältnisse voran - doch auch die Kämpfe für das Recht auf soziale Rechte gewinnen immer mehr an Bewegung. Deshalb wird es am 1. Mai wieder eine EuroMayDay-Parade in Wien geben, um diesen Kämpfen als Verstärkerin zu dienen und ihre Vernetzung voranzutreiben. Wir wollen uns durch lautstarke, bunte und kreative Formen des Kampfes und der Organisierung sowie durch vielfältige und hierarchiefreie Aktionsformen - jenseits der üblichen Repräsentationsspektakel - selbst zum Sprechen und Handeln ermächtigen. So sollen verschiedene Aspekte der gegenwärtigen Prekarisierungsprozesse sicht- und hörbar werden; nicht um die Unterschiede zu verwischen, sehr wohl jedoch um den vorherrschenden Zustand der Zersplitterung und Vereinzelung zu überwinden und eine Basis für gemeinsames politisches Agieren zu schaffen. Illegalisiert, saisonal und befristet Beschäftigte, Schein- und so genannte "Neue Selbstständige", NiedriglohnjobberInnen, Erwerbsarbeitslose und FreiberuflerInnen, Projekt-, Teilzeit- oder LeiharbeiterInnen sowie alle ihre Zwischen- und Mischformen haben eines gemeinsam - sie alle leben und arbeiten mehr oder weniger prekär. Während die Supermarktangestellte zu Niedrigstlöhnen schuftet und sich die Studentin durch geringfügige Jobs und unbezahlte Praktika wurstelt, werken Kulturarbeiter zumeist sozialversicherungslos. Der Erwerbsarbeitslosen wird durch ständige Disziplinarandrohungen der Handlungsrahmen eingeschränkt und der freiberuflich arbeitende Webdesigner ist auch von längerfristigen Perspektiven "befreit", während die papierlose und dadurch umfassend entrechtete Sexarbeiterin versucht, sich ihr Leben zu regeln. Wir aber wollen soziale Sicherheiten für ein Leben, das flexibel, aber ohne den fremdbestimmten Zwang zur Flexibilität gestaltet werden kann - und wir wollen noch vieles mehr! Darum und aus vielen anderen Gründen schreien wir "MayDay!" Das Alarmsignal von in Seenot geratenen Schiffen haben wir jedoch nicht bloß deshalb zum "Schlachtruf" erkoren, um diesen Zustand zunehmender Entsicherung zu betonen. "MayDay!" wird auch die Losung unseres Kampftags, des 1. Mai, sein. Wir sind drauf und dran, unsere prekären Kämpfe zu vernetzen! Seid dabei! !! Prekär Kämpfen, Prekär Tanzen !! ./. EuroMayDay 006 ././. http://www.euromayday.at ./. Parade in Wien am 1. Mai ././. 14 Uhr Yppenplatz, 1160 Wien ================================================== 05 7.7.: verboten - verfolgt 2006 Norbert Trawöger ================================================== Sehr geehrte Damen und Herren! ich darf sie auf unser heuriges verboten verfolgt konzert hinweisen, zu dem uns mehrere sensationen gelungen sind. zum einen präsentiert dr. karin wagner ihr buch über eric zeisl (momentan große ausstellung im wiener jüdischen museum - auch von ihr kuratiert) "fremd bin ich ausgezogen" (czernin verlag) dies im gespräch mit der zeisl tochter dr. barbara zeisl schoenberg die aus den USA kommt! dr. zeisl schoenberg ist auch schwiegertochter von arnold schoenberg und mutter von randolf schoenberg, dem altmann-klimt anwalt. weiters kommt der weltberühmte österreichische sänger wolfgang holzmair, der eben zeisl lieder aufgenommen hat und das quartett diagonal, die zeisls zweites streichquartett spielen werden. würde mich sehr freuen, wenn sie kommen könnten und auch ihr umfeld darüber informieren könnten! mit herzlichem dank und lieben grüßen! norbert trawöger VERBOTEN - VERFOLGT 2006 der Landesmusikschule Wels Sonntag, 7. Mai 2006, 11.30 Uhr Pfarrzentrum der Stadtpfarrkirche Wels "FREMD BIN ICH AUSGEZOGEN" - BUCHPRÄSENTATIONSKONZERT ERIC ZEISL - SEIN SCHICKSAL, SEINE MUSIK Dr. Karin Wagner (Autorin der in Buchform erschienenen Zeisl Biografie "Fremd bin ich ausgezogen") spricht mit der Tochter von Eric Zeisl, Dr. Barbara Zeisl Schoenberg (USA), über das Leben und die Musik ihres Vaters. musik von eric zeisl Quartett Diagonal Wolfhart Schuster - Violine Sabine Reiter - Posch - Violine Peter Aigner - Viola Norbert Prammer - Violoncello Wolfgang Holzmair - Bariton Thérèse Lindquist - Klavier ----- norbert trawöger, mag. art. +43 699 1797 1828 ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 06 ÖCV Mann Johann Josef Dengler: Ich verachte die Demokratie "FrauenLesben fuer das Selbstbestimmungsrecht der Frau" ================================================== Das Demokratieverständnis eines der sauberen Herren aus dem CV möchten wir der Öffentlichkeit breiter zur Kenntnis bringen. Die demokratiefeindlichen Ergüsse dieses alten Herren stehen nicht im Geschichtsbuch, sondern auf einer Internetseite des Catellverbandes, einer "Kaderschmiede" der ÖVP, unter http://www.couleurstudent.at/index.php?id=88 Auch ihm sind die Rechte von "Ungeborenen" ein herzlicheres Anliegen als die der Geborenen, die ja noch niemals frei waren. "Emanzen" sind ihm ein Schmerz in den vertrockneten Hoden, deshalb zählt er sie, soweit sie ihm bekannt sind, auch namentlich alle auf. Der CV hat also Mit-GLIEDER, die die Demokratie verachten! Was aber ist die Alternative zur Demokratie? Ein Diktat der honorigen Fetzenschädel im Namen Gottes?! Frauen, seid wachsam! Der Schoss ist fruchtbar noch, aus dem das kroch... Zitat: © Schneeweiß-Arnoldstein, 9. März 2006 S. E. Dr. Johann Josef Dengler (Norica im ÖCV) Ich verachte die Demokratie Die amerikanische Demokratie ist die herrschende Staatsform unserer Gegenwart. Seit dem erfolgreichen Abfall von der englischen monarchischen Ordnung mit und nach der französischen Revolution hat sie sich seit dem großen Sieg 1945 zu einer Organisation umgeformt, welche Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit als Lebensform des Menschen verwirklichen will. Letztlich hat es Churchill mit hanebüchener Dummheit geschafft, daß der Spruch von der Demokratie als der besten von allen schlechten Gesellschaftsformen zu einem Dogma mit dem Anspruch auf Weltgeltung geworden ist. Niemand denkt mehr daran, daß der Mann aus dem englischen Hochadel mit seinen überragenden Talenten und der brutalen Energie eines Leichengängers seine eigene, geordnete, große Weltmacht zerstört hat. Was die amerikanische Demokratiereklame der Welt aufzwingen, beziehungsweise als Demokratie - Volksherrschaft der Gleichberechtigten - verkaufen will, ist für den überwiegenden Teil der denkenden Bevölkerung in der Welt schlicht unsinnig. Auch der einfachste Geist merkt, daß der Mensch gemeinhin nirgends und niemals wirklich frei, gleich und brüderlich leben kann. Die Sekretäre der Mächtigen in den Staaten und Weltvereinen können noch so viele Konventionen für Menschenrecht erfinden, sie scheitern schon grundsätzlich am Anfang, weil sie nicht von Menschenpflichten reden dürfen. So hat in der Parteiendemokratie bereits jede werdende Mutter und mit ihr der verantwortliche Vater das groteske Menschenrecht, über Leben oder Tod ihres Kindes wie Totenrichter oder Henker selbstherrlich zu entscheiden. Die Achtung vor dem Lebensrecht des Kindes als Menschenpflicht? Empörte hiesige Politemanzen wie die Dohnals, Rauch-Kallats, Brineks, Lunaceks, Burgstallers und mächtig gewordene Sekretärinnen in der Schüsselregierung und in den Oppositionsparteien machen mit Hilfe gekaufter Journalisten klar, was so ein "ewiggestriger Rechtsextremist" wie ich über die Menschenrechte der toten -Babyopfer zu sagen notwendig findet. Nichts als andauernde Hetze gegen den endlich zur Selbstverwirklichung befreiten weiblichen Menschen. Eigentlich gehörte so einer ja sofort eingesperrt. Ein Nachteil der Demokratie, daß ihre Verächter noch frei herumlaufen dürfen. Dabei haben wir bei Schüssel eh schon eine Justizministerin, welche sich weiterhin für eine demokratische Ordnung beim Menschenrecht der Babyeltern zum Kindestöten verbürgt hat. Vielleicht versteht man meine Verachtung für diese Demokratie besser, wenn man jetzt die Verkündigungen der Wahlkonferenzen aller Parteien gehört hat. Alle versichern sich gegenseitig, daß Abtreibung absolut kein Thema sein wird. Dabei geht es ja gar nicht um das Tötungsrecht, sondern um die großzügige aktive Hilfe und Unterstützung, daß Frauen mit den Vätern ihren Kindern das Leben schenken können, ohne ins gesellschaftliche Aus oder gar in Not zu kommen. Über die Verlogenheit des Systems "Parteiendemokratie der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit" reden wir bald noch, soweit es die Nächstenliebe und die Macht der Mächtigen in der Welt über die Milliarden Ohnmächtiger betrifft. Sicher ist, daß die letzten Entscheidungen zur Menschlichkeit von Gott, also von der Katholischen Kirche kommen werden. Aber auf dem Weg dahin werden bei uns wohl noch Millionen ungeborener Menschenkinder sterben müssen. Jungeltern! Straft die PolitikerInnen. Geht zur Wahl und streicht sie aus! -- Aktionskomitee für das Selbstbestimmungsrecht der Frau Selbstbestimmungsrechtderfrau at gmx.net <+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++> detailierte Infos zum Schwangerschaftsabbruch in Österreich auch auf: --- www.die-abtreibung.at.tf --- ================================================== 07 Werkstatt-Rundbrief 11-2006 Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================== Werkstatt Frieden & Solidarität Waltherstr. 15, 4020 Linz Tel. 0732/771094 Fax 797391 Mail: office at werkstatt.or.at Web: www.werkstatt.or.at Werkstatt-Rundbrief 11-2006 (1) Für eine Urabstimmung unter den ÖGB-Mitgliedern über den BAWAG-Verkauf - Jetzt unterschreiben! (2) EU-Truppen im Kongo - Der Bock als Gärtner (3) Veranstaltungen in Linz und Wien: Bildung im Europa der Konzerne, 26./27. April (4) Die neue guernica ist da! (5) Termine (6) Bücher/Broschüren (1) Für eine Urabstimmung unter den ÖGB-Mitgliedern über den BAWAG-Verkauf - Jetzt unterschreiben! Die hochspekulativen Geschäfte der BAWAG, bei denen eine Milliarde Euro in der Karibik versenkt wurden, sind ein unerhörter Skandal, genauso wie die Tatsache, dass mit dem Streikfonds der Gewerkschaft dafür gehaftet wurde. Diese Liste an Ungeheuerlichkeiten rund um die BAWAG lässt sich fortsetzen: die BAWAG übernahm die Zwischenfinanzierung für den Eurofighter- Ankauf, im Aufsichtsrat der Gewerkschaftsbank sitzten Großkapitalvertreter wie der (mittlerweile ehemalige) Chef von Siemens Österreich Albert Hochleitner. Der BAWAG-Skandal stellt die Spitze eines Eisbergs dar, denn seit sich die ÖGB-Führung Anfang der 90er Jahre vor den EU- Beitrittskarren spannen ließ, gerät die ÖGB-Politik in immer offenerem Widerspruch zu den Interessen der ArbeitnehmerInnen. Dazu gehört u.a. das vollkommene Versagen des ÖGB beim Widerstand gegen die Privatisierung der Verstaatlichten Industrie, der Bank- Austria und der Post. Dazu gehört, dass im Vorjahr alle ÖGB- Vertreter im Nationarat nach der Gusenbauer-Pfeife tanzten und für die EU-Verfassung gestimmt haben - gegen die eigenen Gewerkschaftsbeschlüsse, denn die EU-Verfassung ist nicht nur ein beispielloses Dokument der Militarisierung, sondern zementiert auch den Neoliberalismus in der EU ein. Ausdruck dafür ist auch, dass der ÖGB-Präsident Verzetnitsch 2004 ein EU-Strategiepapiers mitunterzeichnet hat, das sich für die Totalliberalisierung von Bahn- und Postdiensten, der Finanz- und Dienstleistungsmärkte sowie Lohnzurückhaltung und Schwächung von Kollektivverträgen in der EU ausspricht. Der BAWAG-Skandal muss nun Anlass für eine demokratische Erneuerung des ÖGB an Haupt und Gliedern sein. Die Nacht-und- Nebelentscheidung der ÖGB-Spitze, die BAWAG zu verkaufen, weist in die vollkommen falsche Richtung. Denn es spricht überhaupt nichts dagegen, dass der ÖGB eine Bank hat, die die wirtschaftlichen Interessen der ArbeitnehmerInnen vertritt. In diese Richtung müsste die BAWAG nun geführt werden. Der ÖGB soll sich daher nicht von der BAWAG trennen, sondern von den für die Spekulationsgeschäfte verantwortlichen Managern und Funktionären, von den Rüstungsgeschäften, von den Großkapitalvertretern im Aufsichtsrat und - last but not least - von der SPÖ-Führung um Gusenbauer, die für die völlige Unterordnung unter den EU-Kurs von Neoliberalismus und Militarisierung steht. Der Verkauf der BAWAG würde die gewerkschaftsfeindlichen Kräfte in der SPÖ weiter stärken. Die ÖGB-Mitglieder haben ein Recht auf volle Information und Mitbestimmung. Wir fordern daher vom ÖGB- Vorstand, die Entscheidung für den BAWAG-Verkauf sofort rückgängig zu machen und die Entscheidung darüber in einer Urabstimmung den Gewerkschaftsmitgliedern zu übertragen. Wer diese Forderung mit seiner Unterschrift unterstützen möchte, kann das auf der Web-Page der Werkstatt Frieden & Solidarität tun: www.werkstatt.or.at Ein Beitrag in der neuen guernica beschäftigt sich ausführlich mit der Politik der ÖGB-Führung seit dem EU-Beitritt. Im Vorfeld des EU/EG-Beitritts forderte die EU-Kommission Österreich in Avis auf, den "hohen Staatsanteil" zu senken. Die Regierungen haben sich daran gehalten. Seit dem EU-Beitritt wurde öffentliches Eigentum im Wert von über 13 Milliarden Euro privatisiert. Die ÖGB-Führung, die noch im Jahr 1994 die Erhaltung der Verstaatlichten und der Gemeinwirtschaft zur Voraussetzung der Unterstützung des EU-Beitritt gemacht hat, hat das mitgetragen bzw. weitgehend stillgehalten. Das hat sich auch unter der schwarz-blauen Regierung kaum geändert, siehe den Unwillen der Gewerkschaftsführung, Widerstand gegen die Privatisierung der VA-Tech und der Post zu entwickeln. Parallel zu dieser fatalen Politik der ÖGB-Spitze rasseln die Mitgliedszahlen seit Mitte der 90er Jahren rasant in den Keller. Ein Probeexemplar der guernica schicken wir auf Wunsch gerne zu: mailto: office at werkstatt.or.at (2) EU-Truppen im Kongo - Der Bock als Gärtner Die Werkstatt Frieden & Solidarität bekräftigt, dass EU-Truppen im Kongo nichts verloren haben und sich Österreich sofort aus den EU-Schlachtgruppen zurückziehen muss. Die EU will erneut eine Militärmission in den Kongo entsenden. Mit 1.500 Mann, der Großteil davon deutsche und französische Truppen, sollen, so die offizielle Begründung, die Wahlen im Juni überwacht werden. Blickt man in die Geschichte und Gegenwart des Kongos, so drängt sich freilich die Frage auf, ob nicht der Bock zum Gärtner gemacht wird, wenn ausgerechnet Europäer als "Helfer" in den zentralafrikanischen Staat entsendet werden. Die belgische Kolonialherrschaft schaffte es, zwischen 1885 und 1911 rund die Hälfte der Bewohner des Kongos auszurotten, Schätzungen sprechen von bis zu 10 Millionen Toten. 1961 assistierten belgische Truppen gemeinsam mit dem CIA bei der blutigen Niederschlagung der nationale Befreiungsbewegung unter Patrice Lumumba. Anschließend stieg Frankreich zur treuesten Stütze des westfreundlichen Diktators Mobutu auf. Als im Jahr 1994 das von Frankreich unterstützte Hutu-Regime in Ruanda die Ermordung hundertausender Tutsis duldete, ja mitorganisierte, halfen französische Truppen den Schlächtermilizen, sich in Mobutus Zaire (der damalige Name des Kongo) abzusetzen, wodurch freilich der Bürgerkrieg überschwappte und schließlich Mobutu selbst zum Fall brachte. Der neue Staatschef Laurent Kabila schlug einen antikolonialen Kurs ein, kündigte die Schürfrechte für West-Konzerne auf, verbot die Zirkulation von Westdevisen und betrieb eine protektionistische Wirtschaftspolitik, die dem Internationalen Währungsfonds und den Westmächten grob missfiel. Es folgte ein grausamer fünfjähriger Bürgerkrieg, in dem Europäer und US-Amerikaner verschiedenste Rebellengruppen gegen Kabila logistisch, finanziell und mit Waffen unterstützten. Im "ersten afrikanischen Bürgerkrieg" (Albright), in dem Truppen fast aller zentralafrikanischen Staaten involviert waren, starben rund drei Millionen Menschen. Nach der Ermordung Kabilas im Jahr 2001 schwenkte sein Nachfolger, Kabila junior, auf einen westfreundlicheren Kurs um. Der Krieg ging weiter, nicht zuletzt, weil USA und Frankreich miteinander rivalisierende ethnischen Gruppen unterstützten, um sich Einfluss auf das Land zu sichern. Hintergrund für diese westliche Einflussnahme ist der enorme Rohstoffreichtum des Landes: Die DR Kongo ist reich an Edelhölzern, Diamanten und Gold, Kupfer, Kobalt, Zink, Zinn, Kadmium, Wolfram , Germanium und dem hochbegehrte Coltan, ein extrem hitze- und säureresistentes Metall, das sich in allen Handys befindet. Auch einige Milliarden Barral Öl werden im Ostkongo vermutet. Konzerne finanzieren Bürgerkrieg. Auch Deutschland ist tief in den Bürgerkrieg verstrickt. Die Nachrichtenagentur german- foreign-policy berichtet von UNO-Dokumenten, die die deutsche Außenpolitik belasten, über mehrere Jahre die Finanzierung von Rebellenmilizen gedeckt zu haben, die einen Teil des rohstoffreichen Ostkongo abspalten und an das angrenzende Ruanda anschließen wollten. Deutschland verfügt seit 1994 über Einfluss auf ein Minenunternehmen (Somikivu) im Ostkongo, das zur Förderung seltener Rohstoffe für die Herstellung von Düsenmotoren und Raketenteilen gegründet worden war. Die von Somikivu betriebene Mine Lueshe gilt als eine der zwei wichtigsten Lagerstätten ihrer Art weltweit. Die Bayer AG unterhielt jahrelang Geschäfts- beziehungen im Dickicht des Krieges. Mit der Rohstoffausbeute wurde nicht nur prächtig verdient, sondern auch der Bürgerkrieg am Laufen gehalten, indem gegen Kabila agierenden Rebellengruppen finanziert wurden. Seit fast fünf Jahren fordern die Vereinten Nationen von der deutschen Regierung, Maßnahmen gegen diese kriegsfördernden Umtriebe zu ergreifen. Aber statt dessen will nun die deutsche Regierung das Kommando über eine EU- Truppe in den Kongo übernehmen. Das wird auch die Firma Siemens freuen, die sich derzeit um einen Milliardenauftrag zum Ausbau von Wasserkraftwerken am Kongo bemüht. Der deutsche Verteidigungsminister Franz-Josef Jung benennt den Hintergrund des Militäreinsatzes ungeschminkt: "Stabiltät in der rohstoffreichen Region nützt auch der deutschen Wirtschaft." Ähnlich auch die Interessenslage Frankreichs, das neben Deutschland die zweite Führungsmacht bei dieser Mission sein soll. Die französische Consultingfirma Sofreco ist im letzten Jahres als Übergangsverwalterin der kongolesischen staatlichen Minengesellschaft Gécamines eingesetzt worden, um diese weiter zu privatisieren. "Das ist ein Kriegseinsatz" Formal berufen sich Deutschland und Frankreich auf ein Ersuchen der UNO an die EU, mit einer eigenen Truppe die Wahlen zu sichern. Aus dem Kongo selbst allerdings, ist die Anregung dazu nicht gekommen. Weder die dortige UNO-Mission MONUC, die schon 16 700 Soldaten im Einsatz hat, noch Kongos Regierung haben um weitere Truppen nachgesucht. Javier Solana hat im Namen der EU massiv im Kongo und bei der UNO Druck gemacht, um entsprechende "Einladungen" zu erreichen. Für Deutschland und Frankreich stellt diese Militärmission einen Probegalopp für die EU-Schlachtgruppen ("battle-groups") dar, um sich als Großmächte am afrikanischen Kontinent zu etablieren. Es gibt auch warnende Stimmen. Der Präsident des Bundeswehr- Reservistenverbandes, der CDU- Abgeordnete Ernst-Reinhard Beck: "Das ist ein Kriegseinsatz. Man darf die Dinge nicht verniedlichen oder klein reden." EU hat im Kongo nichts verloren! Der EU-Ministerrat hat den Einsatz im Kongo bereits beschlossen. Auch das Europäische Parlament hat den Einsatz mit einer großen Koalition gebilligt, die von Sozialdemokraten, Liberalen und Konservativen bis zu Postfaschisten reicht. Die österreichische Regierung hat im Rahmen ihrer EU-Präsidentschaft die Weichen für diesen Kriegseinsatz im EU-Ministerrat gelegt und möchte mit einigen Stabsoffizieren auch etwas Pulverdampf schnuppern. Die Werkstatt Frieden & Solidarität bekräftigt in einer Stellungnahme, dass EU- Truppen im Kongo nichts verloren haben und sich Österreich sofort aus den EU-Schlachtgruppen zurückziehen muss. Werkstatt- Vorsitzender Günter Reder: "Der geplante Kongo-Einsatz zeigt einmal mehr, dass es sich bei diesen Einheiten um ein Instrument des Neokolonialismus handelt." (3) Veranstaltungen in Linz und Wien: Bildung im Europa der Konzerne Vortrag und Diskussion mit Nele Hirsch (Bundestagsabgeordnete/BRD) Co-Referat: Pädagogisierung als Strategie der Ungleichheit (Elke Renner/Erich Ribolits) Linz: Mi, 26.04.2006, 19 Uhr, WIST-Heim (EG), J. W. Kleinstr. 70-72 Wien: Do, 27.04.2006, 19.30 Uhr, Universität Wien (HS 2/NIG), Universitätsstr. 8 Auch im Bildungsbereich nutzen die Machteliten die EU-Ebene, um Konkurrenzdruck, Entsolidarisierung und Hierarchisierung der Studienabschlüsse voranzutreiben. "Ziel der Hochschulpolitik ist es nicht, dass Studierende bestehende Zusammenhänge kritisch analysieren und hinterfagen und wissenschaftliche Qualifikationen somit auch als Instrument gesellschaftlicher Veränderung betrachten. Statt dessen sollen sie sich möglichst stromlinienförmig in den aktuellen Arbeitsmarkt einpassen lassen." Nele Hirsch, von 2003 bis 2005 Vorstandmitglied der bundesweiten studentischen Interessenvertretung in der BRD und seit 2005 bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, analysiert die aktuelle EU-Hochschulpolitik und zeigt Alternativen auf. (4) Die neue guernica ist! Aus dem Inhalt: Euro-Militarismus/Militarisierung Österreichs/EU-Opposition Österreich: 600 Millionen Euro Aufrüstung für EU-Kriegseinsätze im Ausland EU-Militäreinsatz im Kongo: Der Bock als Gärtner NATO und EU im Kampf "für das größere Gute" EU-Rüstungsindustrie boomt Tagebuch EU-Militarisierung "Verteidigungs"ministerium: "Europäisierung der Atomwaffen" - Erich Reiter: Gefeuert und wieder angeheuert Internationales Gebirgskampfzentrum in Saalfelden (Salzburg): "Die Winterkompetenz haben wir" Unsere Strategie gegen das Europa der Konzerne und Generäle: Für ein neutrales, solidarisches und weltoffenes Österreich "Krieg gegen den Terror" Private Militärfirmen: Die Privatisierung der Gewalt und ihre Folgen Das Säbelrasseln gegen den Iran geht weiter Aufruf: Neutrallität und aktive Friedenspolitik statt Kumpanei bei der Kiregsvorbereitung gegen den Iran Soziales/Liberalisierung/Privatisierung Post-Urabstimmung - ein Misstrauensvotum gegenüber der Gewerkschaftsführung Post-Privatisierung: Ein gewerkschaftliches Trauerspiel in sieben Akten Zur Politik der ÖGB-Führung: Unter der BAWAG, da liegt der Sumpf NACHGEFRAGT: "Eine riesige Sauerei!" (Interview mit Christian Buchinger, Betriebsratsvorsitzender bei E+E Elektronik) Bildungspolitik: Für eine kritische und friedensorientierte Gestaltung der Wissenschaft Sonstiges Geschichte erwandern: Auf den Spuren der Mühlviertler Hasenjagd Neue EU-Reisepässe: Sind biometrische EU-Reisepässe eine gute Idee? Ausbreitung der Wüsten: Einer Milliarde Menschen droht der Verlust ihrer Lebensgrundlage Nigeria: Politisches Durcheinander Zivildiener: Verpflegungsgeld jetzt einfordern! und anderes mehr Ein Jahresabonnement der guernica kostet EUR 9,- (=10 Ausgaben), ein Schnupperabo EUR 5,- (=5 Ausgaben). Ein Probeexemplar schicken wir gerne kostenlos zu. Mailto: office at werkstatt.or.at (5) Termine Mittwoch, 26. April 2006, 19 Uhr WIST-Heim (EG), J. W. Kleinstr. 70-72, A-4040 Linz Bildung im Europa der Konzerne Vortrag und Diskussion mit Nele Hirsch (Bundestagsabgeordnete/BRD) Co-Referat: Pädagogisierung als Strategie der Ungleichheit (Elke Renner) Mittwoch, 26. April 2006 Protestkundgebung 20 Jahr Tschernobyl 10 Uhr Französische Botschaft ( Schwarzenbergplatz, Technikerstraße 2 ) 15 bis 18 Uhr Kundgebung am Stephansplatz Donnerstag, 27. April 2006, 19.30 Uhr Universität Wien (HS 2/NIG), Universitätsstr. 8, A-1010 Wien Bildung im Europa der Konzerne Vortrag und Diskussion mit Nele Hirsch (Bundestagsabgeordnete/BRD) Co-Referat: Pädagogisierung als Strategie der Ungleichheit (Erich Ribolits) Donnerstag, 27. April 2006, 19 Uhr Vor 70 Jahren begann der Spanische Bürgerkrieg Geschichte des Spanischen Bürgerkriegs Vortrag und Diskussion mit ao. Univ. Prof. Dr. Hans Hautmann (Historiker, Universität Linz) Büro der Werkstatt Frieden & Solidarität (Waltherstr. 15, 4020 Linz) Donnerstag, 4. Mai 2006, ab 8 Uhr Internationales Symposium "Frauen im KZ Mauthausen" Ort: Johannes Kepler-Universität Linz (Repräsentationsraum G) Anmeldung unter: info at mkoe.at Samstag, 6. Mai 2006 Aktionstag der Werkstatt Frieden & Solidarität "Nein zum Europa der Konzerne und Generäle - Für ein neutrales, solidarisches und weltoffenes Österreich!" Wien: 10 bis 14 Uhr Karmelitermarkt 1020 Wien Linz: 10 bis 14 Uhr Taubenmarkt Sonntag, 7. Mai 2006, 13 Uhr Im Rahmen der Gedenk- und Befreiungsfeier Mauthausen 2006 "Frauen und Mädchen im KZ-Mauthausen" zeigt FIFTITU% - Vernetzungstelle für Frauen in Kunst und Kultur - den Film "Vom Leben und Überleben" Ein Film (110 Min. deutsch mit englischen Untertiteln) über 6 Frauen, die das KZ Ravensbrück überlebten. Kinosaal des neuen Besucherzentrums der Gedenkstätte Mauthausen // im Anschluss an das Programm der Befreiungsfeier! Montag, 8. Mai 2006, 19 Uhr Hände weg von Venezuela & Kuba! Diskussionsveranstaltung mit Ruben Linares (Nationaler Koordinator der venezulanischen Gewerkschaft UNT) und Aleida Guevara (Tochter von Che Guevara, PCC) Kongresssaal der Arbeiterkammer Linz, Volksgartenstr. 40, 4020 Linz Donnerstag, 11. Mai 2006, 19 Uhr Buchpräsentation "Mitten in Europa" mit dem Autor Hannes Hofbauer (Promedia-Verlag) Ort: Büro der Werkstatt Frieden & Solidarität (Waltherstr. 15, 4020 Linz) Mittwoch, 24. Mai 2006 Internationaler Frauentag für Abrüstung 16:30 bis 19:00 Stock im Eisen ( Stephansplatz ) Aktionen + Infomaterial Samstag/Sonntag, 15./16. Juli 2006 Geschichte erwandern - auf den Spuren des antifaschistischen Widerstandes im Salzkammergut Wanderung von der Ischlerhütte weiter zur Hochkogelhütte und dann Abstieg nach Ebensee. Führung: Wolfgang Quatember Treffpunkt Samstag 15. Juli, Rettenbach Alm, 10 Uhr. Aufstieg zur Ischlerhütte (Übernachtung). Bitte unbedingt bei Interesse anmelden bei Werkstatt Frieden & Solidarität, Tel. 0732/771094 oder 0676/6552695, e-mail: office at werkstatt.or.at ------------------------------------------------------------- Nein zum Europa der Konzerne und Generäle! Für ein neutrales, solidarisches und weltoffenes Österreich! ================================================== 08 Neuer Vorstand der IG Kultur Österreich IG Kultur Österreich ================================================== ||| ||| ||| PRESSEMITTEILUNG ||| ||| IG Kultur Österreich ||| - --------------- ||| ||| Neuer Vorstand der IG Kultur Österreich ||| Die IG Kultur Österreich hat gewählt und den neuen Vorstand mit den kulturpolitischen Agenden betraut. Schwerpunkte der Arbeit in nächster Zeit werden die Organisation der Kulturförderung und der politische Antirassismus sein. Die Forderung nach Basisfinanzierung der Kulturarbeit und nach Mehrjahresverträgen, sowie Verfahrensstandards stehen im Mittelpunkt der kulturpolitischen Auseinandersetzungen. Während die öffentliche Verwaltung Standards der Transparenz nach wie vor nur mangelhaft erfüllt, greift immer mehr das Phänomen des "Killtrollings" um sich: Autonome Organisationen werden auf Herz und Nieren geprüft und kontrolliert (30% des Fördervolumens einer IG Kultur-Projektpartnerschaft im Rahmen von Equal gehen in die interne Kontrolle. Noch nicht eingerechnet ist da der Kontrollaufwand beim Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft und bei der EU-Kommission). Der politische Antirassismus beinhaltet die genaue Analyse von Zugängen und Möglichkeiten der Partizipation von MigrantInnen in der Kulturarbeit. Dies ist einer der Inhalte des Equal-Moduls "fields of transfer", in dessen Rahmen Workshops, Vernetzung und eine Konferenz organisiert werden. Vorstandsmitglieder der IG Kultur Österreich sind jetzt: Christine Schörkhuber (NÖ), Ländervertreterin Anita Hofer (Stmk), Ländervertreterin Rubia Salgado (OÖ), Schriftführerin Veronika Leiner (W), Obfraustellvertreterin Stefan Haslinger (OÖ), Kassier Juliane Alton (V), Obfrau Die neue (und erste) Obfrau der IG Kultur Österreich Juliane Alton hat sich vor allem mit ihrem Engagement in Sachen Künstlersozialversicherung und als Gründungsmitglied des Österreichischen Kulturrats einen Namen gemacht. Kompetente Ansprechpartner/innen für Kulturschaffende vermisst sie derzeit auf Bundesebene: "Es ist höchste Zeit, dass wieder eine Kunstministerin den Stellenwert der Kultur in einer künftigen Regierung repräsentiert. Zensurgelüsten, Drohungen gegen Künstler/innen und Veranstalter sowie Leitkultur-Platzhirschen muss mit Entschiedenheit entgegengetreten werden." Gefeiert wurde nach der Generalversammlung in Wels gemeinsam mit der KUPF OÖ, die 20 Jahre alt wurde. ||| ||| Rückfragen ||| - --------------- ||| ||| IG Kultur Österreich ||| Gumpendorfer Straße 63b ||| A-1060 Wien ||| ||| Tel: +43 (1) 503 71 20 ||| Fax: +43 (1) 503 71 20 - 15 ||| http://www.igkultur.at/ ||| ================================================== 09 KPÖ/Tschernobyl/Atomkraft/Ausstieg/Euratom KPÖ-Kommunikation ================================================== KPÖ-Pressedienst - Drechslergasse 42, 1140 Wien - Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 - Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail bundesvorstand at kpoe.at - Web www.kpoe.at - News www.kpoe.at/lpd - Ausgabe vom 24. April 2006 Tschernobyl-Jahrestag: Anlass zum Ausstieg aus der riskanten Atomkraft KPÖ kritisiert unglaubwürdige Anti-Atompolitik Österreichs Ein Anlass für den weltweiten Ausstieg aus der riskanten Atomkraft ist für die KPÖ der 20. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, als deren Folge rund 40 Prozent der Fläche Europas verstrahlt wurden. Diese Katastrophe war nicht nur Ausdruck eines höchst fahrlässigen Umganges mit technischen Möglichkeiten und der Umwelt, sondern auch ein Vorbote für den wenige Jahre später erfolgten Zusammenbruch des realen Sozialismus. Statt einem Ausstieg wird jedoch - ausgelöst durch den Iran- Konflikt, den "Gas-Streit" zwischen Russland und der Ukraine und die Auflagen des Kyoto-Protokolls - insbesondere auch in der EU verstärkt auf die Atomenergie gesetzt. Neue Atomkraftwerke sind in zahlreichen Ländern geplant. Der britische Premierminister Tony Blair bezeichnet den Bau neuer Kernkraftwerke als "notwendig". In Schweden (bis 2010) und Deutschland (bis 2021) wird der beschlossene Ausstieg immer stärker in Frage gestellt. Weltweit sind derzeit 443 Atomkraftwerke in Betrieb und mehr als hundert weitere in Planung. Nicht vergessen werden darf auch, dass die zivile Atomindustrie von der militärischen Nutzung nicht zu trennen ist, wie gerade der Konflikt um das Atomprogramm des Iran wieder zeigt. Der Ausbau der Atomkraft in der EU ist daher auch als Bestandteil der atomaren Rüstung und damit der Militarisierung der EU zu sehen. "Der Euratom-Vertrag besitzt als einer der Eckpfeiler der EU weiterhin absolute Priorität und ist auch Bestandteil der geplanten Verfassung", erinnert KPÖ-Bundessprecherin Melina Klaus. Damit finanziert aber auch Österreich - das als Konsequenz aus der Zwentendorf-Volksabstimmung von 1978 kein Atomkraftwerk betreibt - das Atomprogramm der EU mit. Die Mittel für das Euratom-Programm sollen nun von 1,2 auf 4,1 Milliarden Euro mehr als verdreifacht werden. Die österreichische Kritik an grenznahen Atomkraftwerken wie Temelin oder Mohovce geht durch die Euratom- Mitgliedschaft ins Leere, da sich die Nachbarländer auf den von Österreich mitgetragenen Freibrief für die Atomenergie stützen können. Eine ernsthafte Politik für den Ausstieg aus der Atomkraft muss sich aber gleichermaßen an alle AKW-betreibenden Länder richten und mit dem Ausstieg aus dem EURATOM-Vertrag mit einem politischen Druck verbunden sein. Ebenso ist die Internationale Atomenergieorganisation (IAEO), die sogar ihren Sitz in Österreich hat, als Interessensvertretung der Atomkraftlobby in Frage zu stellen. Unglaubwürdig ist Österreich auch, wenn verbal lautstark gegen die Atomkraft gewettert wird, gleichzeitig aber die Verfilzung der österreichischen Stromwirtschaft mit den EU-Atomkonzernen immer größer wird. So ist EdF bereits mit 25 Prozent an der Energie Steiermark, RWE mit 49 Prozent an der Kärntner Energieholding, die EdF-Tochter EnBW mit 30 Prozent an der EVN beteiligt. "Als Alternative zu Öl, Gas und Atomenergie ist die verstärkte Nutzung und der Ausbau der erneuerbaren Energie aus Wasserkraft, Solarenergie, Windkraft, Biomasse usw. erforderlich. Vor allem aber wird an einem gezielten Energiesparen in allen Bereichen längerfristig kein Weg vorbeiführen", so Klaus abschließend. ================================================== 10 Homosexuelle: RKL begrüsst Forderung der SPÖ-Wien nach Öffnung der Zivilehe "Rechtskomitee LAMBDA" ================================================== Homosexuelle RKL begrüsst Forderung der SPÖ-Wien nach Öffnung der Zivilehe Rechtskomitee LAMBDA: Keine Rechtsghettos sondern Gleiches Recht für Alle! Das Rechtskomitee LAMBDA (RKL), Österreichs Bürgerrechtsorganisation für homo- und bisexuelle Frauen und Männer, begrüsst mit grosser Freude die am Wochenende vom Landesparteitag der Wiener SPÖ erhobene Forderung nach Öffnung der Zivilehe und vollem Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare. Das RKL fordert die Regierungsparteien auf, ihren Widerstand gegen gleiche Rechte endlich aufzugeben. Immer mehr Staaten heben eines der letzten Eheverbote, jenes der Gleichgeschlechtlichkeit, auf. Nach den Niederlanden, Belgien, Spanien, Kanada und Teilen der USA hat auch die Republik Südafrika diesen Schritt gesetzt. Der Oberste Gerichtshof des Landes hat die Beschränkung der Ehe auf verschieden- geschlechtliche Paare für menschenrechtswidrig erklärt. In Schweden steht die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare bevor, und der Oberste Gerichtshof Luxemburgs wiederum hat die Pläne der Regierung für eine eingetragene Partnerschaft kritisiert; Gleichbehandlung sei nur durch die Möglichkeit der Eheschliessung zu erreichen. Das Rechtskomitee LAMBDA (RKL) spricht sich seit langem gegen Sonderinstitute für homosexuelle Paare aus und drängt auf die umfassende Gleichbehandlung durch Öffnung der Zivilehe. Die SPÖ hat auf ihrem Bundesparteitag im Dezember 2004 als erste der österreichischen Parteien diese Forderung aufgegriffen und die Prüfung der völligen Öffnung des Eherechts eingemahnt. Diese Prüfung hat für die stärkste ihrer Landesparteien nun ergeben, dass das Eheverbot für gleichgeschlechtliche Paare mittelfristig fallen muss. Auch die Beschränkung der Adoptionsrechte auf die Stiefkindadoption hat die Wiener SPÖ aufgegeben und fordert nun volle Adoptionsrechte für homosexuelle Paare, wie dies in vielen Ländern bereits Realität ist. Die Wiener SPÖ folgt damit den Grünen, die bereits im Vorjahr entsprechende Anträge im Parlament eingebracht haben. Das Rechtskomitee LAMBDA (RKL) freut sich darauf, dass auch der nächste SPÖ-Bundesparteitag der Wiener Forderung folgt und die SPÖ-Abgeordneten im Parlament den Grünen Antrag auf Öffnung der Ehe unterstützen werden. Die Regierungsparteien ruft das RKL dazu auf, den Antrag auf Aufhebung des Eheverbots nicht niederzustimmen sondern homo- und bisexuellen Frauen und Männern volle und wirkliche Gleichberechtigung angedeihen zu lassen. "Eingetragene Partnerschaften sind das Modell des vorigen Jahrhunderts", sagt der Wiener Rechtsanwalt Dr. Helmut Graupner, Präsident des Rechtskomitees LAMBDA, "Was heute not tut sind nicht rechtliche Ghettos für Homosexuelle (eingetragene Partnerschaft) und Heterosexuelle (Ehe) sondern schlicht und einfach: Gleiches Recht für Alle". Das 1991 gegründete Rechtskomitee LAMBDA (RKL) arbeitet überparteilich und überkonfessionell für die umfassende Verwirklichung der Menschen- und Bürgerrechte gleichgeschlechtlich l(i)ebender Frauen und Männer. In seinem Kuratorium vereinigt es so prominente Mitglieder wie den SPÖ-Vorsitzenden Dr. Alfred Gusenbauer, Präs. NRAbg. Peter Schieder,, NRAbg. Mag. Terezija Stoisits, den renommierten Kinder- und Jugendpsychiater Univ.-Prof. Dr. Max Friedrich und die Kinder- und JugendanwältInnen von Wien DSA Monika Pinterits und Dr. Anton Schmid, den Generalsekretär von Amnesty International Österreich Mag. Heinz Patzelt und die bekannten Menschenrechtsexperten Dr. Lilian Hofmeister und Univ.-Prof. Dr. Manfred Nowak, die Sexualwissenchafter ao.Univ.-Prof. Dr. Josef Christian Aigner, Prof. Dr. Rotraud Perner und Mag. Johannes Wahala, den Theologen Univ.-Prof. Dr. Kurt Lüthi, Günter Tolar u.v.a.m. Der angenommene Antrag im Wortlaut: http://www.soho.or.at/soho/bilder/2006/04/Antrag411gleichvielrecht.pdf Rückfragehinweis: 0676/3094737; 01/8766112, office at RKLambda.at, www.RKLambda.at 24.04.2006 _____ Linke Wienzeile 102, 1060 Wien Tel/Fax +43(0)1/876 3061 office at RKLambda.at www.RKLambda.at ================================================== 11 GLB/Rürup/Pensionsfinanzierung/Wertschöpfungsabgabe "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================== Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110 Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 - Mail glb at aon.at - Web www.glb.at - Ausgabe vom 24. April 2006 "Pensionsexperte" Rürup als Agent des Versicherungskapitals entlarvt Umlagenfinanzierung durch Wertschöpfungsabgabe sichern Bestätigt sieht sich die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) in ihrem Misstrauen gegenüber den Aussagen diverser "Experten" zur Pensionsreform durch den Fall Rürup: Wie jetzt bekannt geworden ist, ist der auch von der österreichischen Regierung, der Wirtschaft und den Medien bis hin zum ÖGB immer wieder als Kronzeuge für die Verschlechterung der Pensionsregelungen ins Treffen geführte deutsche "Experte" Bernd Rürup abgrundtief in die Geschäfte der Versicherungswirtschaft verstrickt. Rürup sitzt im Aufsichtsrat des Versicherungskonzerns Ergo, berät die Victoria-Versicherung und berät den Finanzdienstleister MLP, der auch in Österreich gute Geschäfte mit Finanzplänen und Altersvorsorge macht. Weiters ist Rürup Vorstandsvorsitzender des universitären Mannheimer Forschungsinstituts Ökonomie und Demographischer Wandel (MEA), das wiederum zu 60 Prozent von der deutschen Versicherungswirtschaft gefördert wird. Damit wird aber deutlich, da Rürup mit seinen "Ratschlägen" zur vermehrten privaten Pensionsvorsorge nicht nur im Interesse der Versicherungswirtschaft, sondern auch im eigenen Interesse handelt: "Rürup ist damit absolut unglaubwürdig und mit ihm auch jene Rezepte, die er und seinesgleichen mit dem Argument der angeblichen Unfinanzierbarkeit der Pensionen wie ein Trommelfeuer auf die Lohnabhängigen loslassen", meint GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger. Der als "Vorsitzender der deutschen Wirtschaftsweisen" für den früheren deutschen Kanzler Gerd Schröder tätige Rürup hatte die 2003 beschlossene Pensionsreform in Österreich als ein "sehr großer und mutiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit" bezeichnet. Als "Draufgabe" verlangte er eine "generelle Anhebung des gesetzlichen Pensionsalters" ab 2011 jährlich um einen Monat auf 67 Jahre bis 2035. Rürup kritisiert, dass die Altersvorsorge in Österreich "recht umlagelastig" ist und verlangt zur Pensionsfinanzierung "eine durchgängige kapitalgedeckte Schicht zu etablieren". Die Entlarvung Rürups als Agenten des Versicherungskapitals macht auch deutlich, dass der Zwang zur Selbstfinanzierung der Universitäten durch so genannte Drittmittel in Form von Geldern der Banken und Konzerne zur Entwertung der Wissenschaft schlechthin führt, da diese für den Eigennutz der "Sponsoren" missbraucht wird. Überhaupt ist die verlogene Argumentation die Pensionsfinanzierung durch das jahrzehntelang bewährte Umlagensystem sei wegen der demographischen Entwicklung nicht mehr gesichert völlig absurd: "Würde die Sicherheit der Pensionen von der Geburtenrate abhängen, müssten in Bangladesh oder Nigeria die Pensionen am sichersten sein. Da dies bekanntlich nicht der Fall ist wird auch deutlich, dass die Produktivität das entscheidende Kriterium für die Finanzierbarkeit des Sozialsystems ist", so Antlanger. Daher hat eine Umstellung der Bemessung der Unternehmerbeiträge von der reinen Lohnsumme auf die gesamte Wertschöpfung - wie sie in den 80er Jahren bereits der damalige Sozialminister Alfred Dallinger mit seiner "Maschinensteuer" angedacht hat - höchste Dringlichkeit. Gleichzeitig erinnert der GLB an die Einhaltung der Drittelfinanzierung der Pensionen durch Staatszuschüsse. ================================================== 12 [CUADPUpdate] National Crime Victims Week "Abraham J. Bonowitz" ================================================== Sent *only* to the recipients of CUADPUpdate Feel Free to Forward Greetings All! First, thanks to the many of you who sent personal notes after my last message. I will respond, but they have been running me ragged here so it may be a few days. Second, I need to make two corrections to my last message. First, in my late night typing I failed to proofread before sending, and I failed to finish a thought. Sr. Karen was murdered by a parolee living in her halfway house. Of course, if you followed one of the links I gave you got the full story. Second, I saw Bud Welch yesterday at the NCADP board of directors meeting (we both serve), and he corrected me further. It was Sister Roz who was the crazy driver who delivered Bud to Bill McVeigh's house. It was Sister Karen upon whose shoulder and couch Bud cried his eyes out after that meeting with Tim McVeigh's sister and father. If you ever get a chance to hear Bud tell his whole story, don't miss it! But you can read it if you click on "Board of Directors" and scroll down to Bud Welch, here: http://www.murdervictimsfamilies.org/ This week, April 23-29, is National Crime Victims' Rights Week. When public attention is focused on this week, we want to make sure that the views of all murder victims' family members are recognized - including those people who have lost loved ones to murder yet oppose the death penalty. The following document is a joint statement from three organizations: Journey of Hope... From Violence to Healing, Murder Victims' Families for Human Rights and Murder Victims' Families for Reconciliation. Please forward widely. And thanks to the National Coalition to Abolish the Death Penalty for coordinating this effort. This would be a good week in particular to make a donation to one or all of the abolition movement's victims rights organizations. Here are the web links: http://www.journeyofhope.org/pages/support.htm http://www.mvfr.org/Donate.htm http://www.murdervictimsfamilies.org/ Yours in the Struggle, --abe **************** Justice and Reconciliation: Respecting the Views of All Crime Victims Statement on National Crime Victims' Rights Week from the Journey of Hope-From Violence to Healing, Murder Victims' Families for Human Rights and Murder Victims' Families for Reconciliation April 19, 2006 Contact: Bill Pelke, Journey of Hope-From Violence to Healing (305) 775-5823 Renny Cushing, Murder Victims' Families for Human Rights (617) 491-9600 Robert Hoelscher, Murder Victims' Families for Reconciliation (513) 273-4792 ---------- April 23-29 is National Crime Victims' Rights Week - an appropriate time for those of us who have lost loved ones to murder to think about the twin concepts of justice and law. Justice is a concept involving the fair, moral and impartial treatment of all persons, regardless of who they are or where they come from. The law is how societies put justice into practice; the fit is not ideal, and the best societies always work to bring the reality of a legal system closer to the ideal of that which is Just. It is because of these two concepts that many of us who have lost loved ones to violent crime have come to oppose the death penalty. We support absolute and certain punishment for those who took our loved ones away. But for us, justice is not gained through capital punishment. Unfortunately, crime victims are often unfairly stereotyped in the media and in the public eye as all demanding vengeance. Not all who have lost loved ones to murder share this view. We all want justice, but not everyone agrees it is achieved through an imperfect legal system and by taking the life of another person and by creating more families who lose a loved one to killing. When President Reagan proclaimed the first National Crime Victims' Rights Week in 1981, he said, "It is time all of us paid greater heed to the plight of victims." That means respecting the opinions of all victims - not just those who favor vengeance and executions. As we reflect during this week, we remember those who have lost loved ones to murder. We think of the loss of life of the murder victim and the loss to that victim's family and community. All who have signed this letter have experienced that loss directly. The question, "How would you feel if someone in your family were murdered?" is not a hypothetical question for us, we live with the answer every day. For us the answer does not include another killing. More deaths do not bring back our family members and more deaths do not make us safer. We would like to live in a society that demonstrates its concern for victims by devoting resources to preventing violence and to addressing the real needs of victims. We think, too, of the families left behind when an execution occurs. Family members of the executed are the death penalty's invisible victims. After an execution, surviving family members often feel isolated, and keep silent about their experiences because of the shame they feel and the pain they have experienced throughout the capital punishment process. As we mark another National Crime Victims' Rights Week, we join with survivors of homicide everywhere in seeking not only justice, but also that which is Just. Bill Pelke Journey of Hope-From Violence to Healing Renny Cushing Murder Victims' Families for Human Rights Pat Clark Murder Victims' Families for Reconciliation ***************** SENT BY: --abe Abraham J. Bonowitz 800-973-6548 561-371-5204 ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 13 IWF/ Weltbank gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org -- - Weltbanktreffen am 1.-2. Juni in Hamburg - Weltbank/IWF Frühjahrstreffen Washington DC ------------------------------------------------------------------------------- Weltbanktreffen am 1.-2. Juni in Hamburg Am 1.-2. Juni trifft sich das 8. deutsche Weltbankforum in Hamburg. Gastgeber sind der Hamburger Senat und die Hamburger Handelskammer. Das deutsche Weltbankforum trifft sich alle zwei Jahre in unterschiedlichen deutschen Städten. Bisher fand es in Nordreinwestfalen, in Petersberg (bei Bonn), in Berlin, München, Stuttgart, Berlin, und München statt. Das diesjährige Treffen steht unter dem Motto "Möglichkeiten und Herausforderungen der Zusammenarbeit mit Staaten des nahen und mittleren Ostens". Die Hamburger Polizei hat sich schon gegenüber der "Welt" mit folgenden statements geäußert: "Die Weltbank gehört klar zum Feindbild der linken Szene", "Wir müssen davon ausgehen, daß die Szene die Tagung zu einem Thema machen wird, für das weit über die Stadtgrenze Hamburgs hinaus mobilisiert wird", "Dementsprechend müssen wir uns auf Demonstrationen einstellen, auch unter Beteiligung militanter Teilnehmer." Quellen: http://web.worldbank.org/WBSITE/EXTERNAL/NEWS/0,,contentMDK:20853012~menuPK:34482~pagePK:34370~piPK:34425~theSitePK:4607,00.html http://www.hk24.de/HK24/HK24/produktmarken/index.jsp?url=http%3A//www.hk24.de/HK24/HK24/produktmarken/international/kooperationen_geschaeftsvermittlung/veranstaltungshinweise/8th_German_World_Bank_Forum/index.jsp http://www.welt.de/data/2006/04/15/874381.html ------------------------------------------------------------------------------- Weltbank/IWF Frühjahrstreffen Washington DC Wie jedes Jahr Ende April fand auch diesmal wieder das Früjahrs- Treffen (spring-meeting) von Weltbank und Internationalem Weltwährungsfond in Washington statt. Die Weltbankgipfel sind spätestens seit Seattle regelmäßig von Protesten begleitet. Unmittelbar nach Seattle waren die Proteste beim Frühjahrstreffen im April 2000 - begleitet von einem globalen Aktionstag "A16" - besonders groß. Doch bereits da wurde offensichtlich, daß das ganz breite Bündnis, welches in Seattle noch die Welthandelskonferenz gänzlich zum Scheitern brachte, nicht mehr möglich war. Neben den 'spring-meetings' gibt es die großen Jahres-Treffen jeweils im September, die in der Regel auch in Washington stattfinden, darüberhinaus aber alle drei Jahre auch außerhalb der USA. In guter Erinnerung dürfte vielen der Weltbank/IWF Gipfel in Prag im September 2000 sein. Damals wurde, fast ähnlich wie in Seattle, aufgrund erfolgreicher Proteste und Blockaden das Treffen vorzeitig abgebrochen. Auch werden sich manche vielleicht noch an das IWF/Weltbanktreffen in Berlin 1988 erinnern. Zu diesem Zeitpunkt war die Mobilisierung nicht in diesem Maße international gewesen, eine nachträgliche Analyse mag, wie auch die der "Köln99" Mobilisierung hilfreich sein, nicht zuletzt im Hinblick auf "unseren" nächsten G8 Gipfel in Heiligendamm 2007. Die Weltbank ist ein Zusammenschluß von mehreren Banken Gruppen (zusammen mit dem IWF in Bretton Woods gegründet). Dazu gehören mehrere Kontinentale und Inter-kontinentale Bankengruppen wie z.b. für Europa die EBRD (Stichwort "Tschernobyl") oder für Nord- und Südamerika die IADB oder IDB (Inter-Amerikanische Entwicklungsbank) Letztere hat jüngst ihr Jahrestreffen in Belo Horozonte abgehalten, begleitet von Protesten und Polizeirepression [siehe http://brasil.indymedia.org/] Diesmal waren die Proteste in Washington offenbar nicht so breit - es gab unmittelbar zuvor bereits sehr große Demonstrationen gegen den Krieg und außerdem gegen das neue Antimigrationsgesetz - dafür gab es einige gelungene direkte Aktionen, wie z.b. die Störung der Pressekonferenz von Wolfowitz. unten , in englisch, ein Bericht von der Aktion, nebst einigen Berichten, was Konzerne mit Weltbank-Geldern so alles anstellen... weitere infos: http://www.nadir.org/nadir/initiativ/agp/free/imf/washington2006/index.html http://breakthebank.wordpress.com/ -------------- World Bank Finances Corruption - Activists Disrupt World Bank President Paul Wolfowitz's Press Conference Morrigan | 21 Apr 2006 - dc.indymedia.org On Thursday April 20th World Bank president Paul Wolfowitz headlined an opening press conference of the Annual Spring meetings of the World Bank and International Monetary Fund here in Washington DC. A short while into his speech two Washington DC based activists, one with the Mobilization for Global Justice and the other with a local non-profit, leapt onto their seats and unfurled a banner that read "World Bank Finances Corporate Corruption!" while chanting "corporate corruption! Who can we thank? The IMF and the World Bank!" The protestors never turned their backs on Wolfowitz while they were removed by IMF security. All the while they also continued to yell and chant. Other civil society participants began to join the chanting too. The press immediately began to follow the protestors out of the room. They snapped pictures and frantically recorded what the activists were saying. What followed the protestor's removal was described by one attendee as "mayhem". Support people for the protestors began to hand out a statement explaining the action and holding mini impromptu press conference with the dozens of press that had followed the protestors out of the room. Other press who were not in the room at the time of the action came sprinting down the hall way in the hopes of catching the action. IMF and World Bank civil society liaisons frantically tried to curtail the activities of the activists. One IMF staff person looked at those seated in the civil society chairs that were not a part of the action and shouted quiet shrilly "you civil society people are so screwed!" Another IMF staff person, while looking rather frantic shouted "this is not supposed to be happening! There is no security in here!" The two protestors who had dropped the banner meanwhile had been escorted to another room, had there credentials taken and were lead out the main door of the IMF building. Shortly after they left other activists began to emerge. All had also had their credentials revoked and been told to leave. One person who did not have here credentials taken at the same time managed to make it back in, use the IMF copy machine (free of charge) to make more copies of the statement to leave on the table. She was then told to leave and had to release her credentials. High five's were given all around for a great action which garnered a lot of support and attention. Several other representatives from non governmental organizations came out to congratulate those who had dropped the banner. Protestors chose today because Wolfowitz was speaking on his new initiative to fight corruption. Their banner was a reminder of who really finances the corruption that Wolfowitz is talking about combating. Below is the protestor's statement. Statement to be released April 20, 2006 World Bank Finances Corporate Corruption World Bank President Paul Wolfowitz seeks public acclaim for his campaign to crack down on corruption. Unfortunately, his analysis ignores the cycle of corruption involving the governments of the U.S. and other wealthy countries on the World Bank Board of Governors and transnational corporations (TNCs) that make substantial financial contributions to these governments and receive in return lucrative investment opportunities, finance and legal protection from the World Bank Group. The result is a long history of the World Bank using its significant financing to support and promote the corporate activities of wealthy countries, many of which have had harmful social and environmental impacts, while providing lucrative contract opportunities related to Bank financed projects. Corporate entities in the member countries of the World Bank Board of Governors make political campaign contributions and various other gifts available to government officials in their home countries, often for the purpose of accessing investment opportunities overseas. The revolving door among corporate leaders, government officials and lobbyists further ensures pro- business public policies and lucrative contracts to insider business interests. At the international level, the most powerful Board members over the years have directed the Bank to impose structural adjustment policies that demand of borrowing countries the privatization and/or deregulation of public utilities and other public infrastructure and support for lucrative oil, gas, mining and dam projects that create a highly skewed investment climate favoring TNCs. At the same time, the World Bank's International Finance Corporation (IFC) loans directly to, and otherwise supports transnational corporations that have been known to make payments to government officials in order to win contracts to take over privatized enterprises, to gain support for projects or to diminish tax payments, royalties and government regulation of ongoing operations. In turn, the Multilateral Investment Guarantee Agency (MIGA) of the World Bank protects transnational corporations from national legal actions that might reduce expected profits. Furthermore, a transnational corporation facing a dispute related to its practices may appeal to The World Bank's International Centre for Settlement of Investor Disputes (ICSID) that operates outside the jurisdiction of domestic legal processes. Corporations use their excessive profits in part to re-grease the skids of the corruption cycle by continuing to pay Northern politicians that direct World Bank policy. Sadly, the entire cycle makes a mockery of the World Bank's mission of "a world free of poverty" and operates at the expense of local populations in the South, particularly the poor and working class, and taxpayers in the North, who are led to believe that their contributions help reduce poverty. Below are listed some recent examples of World Bank-financed corporate corruption and abuse around the world: WORLD-BANK FINANCED CORPORATE CORRUPTION & ABUSE 1990-2005 LAHMEYER AND ACRES, INTERNATIONAL - Corruption on the multi-dam Lesotho Highlands Water Project (Southern Africa) has been rampant, with an estimated $2 million in bribes being passed from up to a dozen international firms working on the project to top project officials. The World Bank granted $8 million to help finance project design, set up the financial package, and lent $110 million for the first dam. The Lesotho government has been diligent in prosecuting both the bribed officials and the bribing companies, and two foreign companies have so far been convicted in the Lesotho high court, with a third now in the dock. But foot-dragging on the part of the World Bank to debar the convicted companies has softened the impact of this high-profile case. Lahmeyer International was indicted in March 2001, and convicted of corruption in June 2003. After close to three years, including nine months under Paul Wolfowitz' watch, the World Bank has still not taken any action against Lahmeyer. The Bank only debarred the first company convicted on the project, Canadian firm Acres, International, in 2004 - nearly two years after a guilty sentence was handed down in Lesotho. After its conviction in Lesotho, Acres received three contracts worth $400,000 from the World Bank, according to Susan Hawley, a research consultant for the UK group The Corner House. Acres received one contract just days before the debarment was handed down. The dams project led to forcible displacement for some 20,000 rural people and affected the livelihoods of many more. Those studying the project see a link between the poor record of programs to restore livelihoods and compensate directly-affected people and the project's widespread corruption. NEWMONT MINING - In February 2006, ignoring the opposition of Ghanaian citizen groups and international NGOs, the World Bank's IFC approved a US$75 million loan to a subsidiary of Newmont Mining, the largest gold mining corporation in the world. More than 9,000 people, many of them subsistence farmers, will be displaced by the project. "The living conditions of the communities affected by the Ahafo mine are already worsening even at the construction phase of the project," said Daniel Owusu-Koranteng, executive director of the Wassa Association of Communities affected by Mining, in Ghana. Communities are concerned that the mine, which will use cyanide to extract gold, may pose a serious risk to human health and the environment. An independent technical review revealed that Newmont did not provide sufficient information to assess risks of serious water contamination. More information: www.minesandcommunities.org/Action/press906.htm The World Bank's IFC is also a shareholder in Newmont Mining's notorious Peruvian operations, the second largest gold mine in the world and the largest in Latin America. In 1998, Newmont allegedly paid Vladimar Montesinos to bribe a judge to rule in its favor in an ownership dispute concerning the Yanacocha mine, the indigenous name for the mountain where Newmont's Peruvian gold mining operation is located. Montesinos, head of Peru's National Intelligence Service, is on tape urging a Supreme Court Justice to vote in favor of Newmont or face reprisals from the United States. The Yanacocha mine, which uses the cyanide heap leaching method, has generated toxic waste that has polluted the local water supply with heavy metals such as aluminum, zinc, copper, iron and manganese at levels that significantly exceed the World Health Organization (WHO) guidelines. In June 2000, almost 300 pounds of mercury accidentally spilled from a company truck and Newmont failed to inform local residents. Within 3 weeks between 200 and 300 people were hospitalized with mercury poisoning. More information: www.foei.org/publications/link/mining/22.html AES CORPORATION - In December 2001 the World Bank's IFC provided US$ 115 million to AES corporation, the largest independent power producer in the world, for the construction of the Bujagali dam in Uganda. However, in August 2003, AES pulled out of the project after corruption associated with one of its sub-contractors was found. The deal was investigated by the Ugandan Government and the US Justice Department. An independent review of the project, conducted by the Prayas Energy Group determined that the deal would have made the Ugandan people pay $20-$40 million extra per year compared to similar hydroelectric projects in other parts of the world. The Ugandan population is among the poorest in the world and World Bank internal reports noted that no more than 7% of Uganda's population could afford unsubsidized electricity. AES Corporation has been one of the biggest recipients of funding from the World Bank's IFC, totaling US$800 million since 1995. More information: www.corpwatch.org SHELL - Ignoring the objections of over 30 Nigerian organizations, in June 2001 the World Bank's IFC provided a US$15 million loan to finance a project supporting companies that work for Shell's oil operations in Nigeria's Niger Delta. Shell has been widely condemned for human rights abuses, including its collusion with the Nigerian authorities for the mass murder of community people impoverished as a result of the devastation of their natural environment and the destruction of community sources of livelihood by Shell. Oil spills continue regularly as a result of breakdown of old, ill-maintained pipelines, oil wells, and other facilities resulting in devastating damage to forests, wetlands, farmlands and other areas. This loan created the Niger Delta Contractor Revolving Credit Facility which facilitates subcontracting to local contractors. The pattern of award of contracts to local contractors by Shell suggests a strategy of bribery of influential individuals within communities who then become agents of destabilization within their communities. More information: www.bicusa.org/bicusa/issues/NDCRCF Factsheet Formatted& EXXON MOBIL - In 2000, the IBRD and IFC provided $3.7 billion to finance the Chad-Cameroon Oil Pipeline, jumpstarting the country's entry into the oil industry. Civil society in Chad fought the project, warning that expanding the oil industry in an unstable country without democratic institutions that would enable the people of Chad to hold their government accountable, would funnel cash to a government with a history of human rights abuses. Their warnings have come true. An Exxon-Mobil-led consortium of oil companies paid the government a $25 million "signing bonus" to seal the deal. Those funds went directly to purchase arms and office refurbishment for government ministers. President Deby has continued to use profits from the oil industry to build the military, prioritizing spending on security over education, health, or other programs that might lift the people of Chad, where average income is barely over $1,000 per year, out of poverty. Last year, the Chadian parliament circumvented rules written to ensure civil-society participation in how oil revenues are spent to prioritize security spending to fund an expanding conflict with Sudan. Of the $3.7 billion invested in the pipeline, only a one-time cash payment of $6.3 million has gone to the people and villages in Chad affected by the pipeline. The World Bank suspended loans and accounts linked to Chad in January of this year, yet the profits are still flowing to Exxon-Mobil and consortium oil companies - they are still pumping 200,000 barrels a day out of Chad. More information: www.transafricaforum.org/reports/globalmonitor22003.pdf BRITISH PETROLEUM (BP) - BP is the largest of 11 partners forming the Baku-Tbilisi-Ceyhan Pipeline Company (BTC Company) that is constructing a billion dollar pipeline project to transport oil from the Caspian Sea to the Turkish port city of Ceyhan. The World Bank's IFC approved US$125 million for the BTC Company in November 2003 despite legal challenges to the project, corruption claims, and opposition from numerous local community groups and NGOs. There are concerns regarding potential pollution of water sources (the pipeline crosses more than 30 rivers and traverses major seismic fault lines), disputes regarding the land compensation process for the people that will be dislocated, and allegations of corruption. The Committee of Oil Industry Workers' Rights Protection in Azerbaijan says: "We are afraid of this loan because this huge amount of money flowing into a completely corrupted environment could only support the corruption practices, worsen the human rights situation and cause violations of the law". More information: www.bicusa.org/bicusa/issues/bakut bilisiceyhan_btc_pipeline_project_azerbaijangeorgiaturkey/index.php ENRON - The World Bank's IFC provided a US$71 million loan to ENRON for construction and privatization of a power plant in Puerto Quetzal, Guatemala in 1993. ENRON paid "commissions" to a shadowy company called Sun King, closely connected to Guatemalan President Serrano, in order to win the contract. Later that year President Serrano proposed an increase in electricity rates that totaled as much as 100% for some customers. This was one of the many grievances which drove Guatamalan citizens to the streets in the spring of 1993. When President Serrano responded by declaring martial law and dissolving the Congress, the military wouldn't go along. Serrano fled the country and the rate increases were eventually suspended much to the relief of the 40% of the population that lives on less than US$2 a day in that country. More information: www.corpwatch.org/article.php CORRUPTION AND DEBT - If President Wolfowitz is truly concerned about corruption in Indonesia or other impoverished countries, the World Bank must acknowledge its role in fostering corruption by lending to kleptocratic and repressive regimes such as Suharto's. The Bank's lending to Suharto enabled the Indonesian military to continue its involvement in businesses, illegal and legal, receive protection payoffs from foreign corporations, and remain largely unaccountable to its civilian leadership. The US Senate has found that $100 billion of World Bank loans have been lost to corruption in the Bank's sixty-year history. In US Senate testimony, Northwestern University professor Jeffrey Winters found that at least one-third of World Bank loans to Suharto were stolen by his regime. Thus a comprehensive approach to corruption would include not only a framework to cancel odious debts but the development and implementation of clear standards for responsible lending, assuring transparency/accountability, human rights, and environmental sustainability to avoid the creation of new odious debts in the future. More information: www.jubileeusa.org/take_action/Indonesiaodious.pdf lugar.senate.gov/pressapp/record.cfm www.senate.gov/~foreign/testimony/2004/ WintersTestimony040513.pdf The cases listed above are just the tip of the iceburg. They should not be seen as a representative or comprehensive documentation of corporate corruption financed by the World Bank nor should they be viewed as a comprehensive list of projects with detrimental social and environmental impacts. Large water privatization projects benefiting major TNCs such as Suez and Vivendi/Veolia undermine the human right to water, agribusiness operations of Cargill or Monsanto promote palm oil, soy plantations, shrimp farming or other forms of export monoculture that destroy forests, wetlands and local economies, and policy "reforms" that promote trade liberalization, privatization and de-regulation have wreaked social, economic and environmental havoc across the world. The problem of World Bank financed corporate corruption has deep systemic roots - much larger than the institution itself - and it cannot be resolved by a mere tweaking of policy. However, at bare minimum, an end to the financing of projects with negative social and environmental impacts and rapid action to disbar companies found guilty of malpractice, fraud or bribery would be essential. [indymedia.de, von anro - 23.04.2006 23:22] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Mehr Infos und Texte sowie ein öffentliches Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 14 kanalB.at video: Mayday 2006 Trailer webmaster at kanalB.org ================================================== titel des videoclips: Mayday 2006 Trailer --: - beschreibung: Scheinbar unaufhaltsam schreitet die Prekarisierung der Arbeits- und Lebensverhältnisse voran - doch auch die Kämpfe für das Recht auf soziale Rechte gewinnen immer mehr an Bewegung. Deshalb wird es am 1. Mai wieder eine EuroMayDay-Parade in Wien geben, um diesen Kämpfen als Verstärkerin zu dienen und ihre Vernetzung voranzutreiben. ---: - kategorie: kurzfilm ----: - clipinfo: http://austria.kanalb.org/clip.php?clipId=1379 --------------: - laenge: 0,90 min team: crahsfilms erstellt: 2006-04-23 format: rm datenmenge: 3 MB -------------: - weitere informationen: http://euromayday.at ---------: - weitere clips zum thema arbeitsmarktreform: http://austria.kanalb.org/topic.php?clipId=130 -----------------: - kanalB ersetzt herkoemmliches fernsehen: http://austria.kanalb.org ================================================== 15 Iraqi-Kurdistan; a Model for Iraq? "wadi wien" ================================================== Working Paper: Iraqi-Kurdistan; a Model for Iraq? Presented to the Aspen Conference: Greater Middle East in Doha, Qatar March 23rd - March 25th 2006, by Thomas von der Osten-Sacken and Thomas Uwer, Wadi e. V. 1. Introduction Almost three years after the toppling of Saddam's Regime, Iraq seems closer to a full-fledged civil war than to becoming the federal democracy that many Iraqis have longed for since the liberation of their country (International Crisis Group, 2006). Outside Iraq, and even in countries that did not initially oppose the war, the widespread notion is that Iraq is a lost cause, and that the idea of transforming a totalitarian dictatorship into a democracy by military force has failed. This paper discusses the transition process in Iraqi-Kurdistan - a part of Iraq with a certain economical development, where an embryonic civil society takes root and where the overwhelming majority of people supported the forceful removal of Saddam's Regime. The question here is, whether the Kurdish example is likely to be a model for successful transformation that can be transferred to other regions of Iraq. It will be argued that - although the developments in Iraqi-Kurdistan seem hopeful - democratization in that very region is far from being achieved. Although the situation in the Kurdish North is far better than in any other part of Iraq, democratic processes are still just beginning there. The dynamics and direction of this process largely depend on the international approach towards the region. Since international aid is a key instrument here, it will be argued, well-calculated support for specific actors and societal groups inside Kurdish society can back-up this process. The whole Document: http://www.wadinet.de/documents/Aspen_Conference_Paper.pdf -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ D) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: nix. Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 20:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Wed Apr 26 05:53:56 2006 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Tue, 25 Apr 2006 23:53:56 -0400 Subject: widerst@nd mund: Mittwoch, 26. April 2006 Message-ID: <386333484.20060425235356@nessizius.com> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund Mittwoch, 26. April 2006 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ INTERNATIONALE SOLIDARITÄT ================================================ ================================================ 01 Initiativen: Nichts gelernt aus Tschernobyl?, Termin 26.April, Von: akin ================================================ ================================================ MAYDAY ================================================ ================================================ 02 Demo-Aufruf 1. Mai/FrauenLesbenBlock Von: regtseichauf at gmx.net ================================================ 03 Der Tag der Arbeit und die Praxis: WEG MIT DEN ARMEN! Von: regtseichauf at gmx.net ================================================ ================================================ ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE ================================================ ================================================ 04 Notizen/Termine: Fest, Hochzeitsmarsch!, Gratiskleininserat Von: akin ================================================ 05 Programm Mai/Juni 2006 + Ankündigung Demokratiekongress Von: Frauenhetz - feministische Bildung, Kultur & Politik ================================================ 06 Radikalkunst von Chris Moser & Film Darwin' Nightmare Von: amerlinghaus ================================================ 07 Buchpräsentation Grundeinkommen 11.5. Von: office ================================================ 08 Südafrikanischer Film im Votivkino Von: Eva Brantner ================================================ 09 Herz des Orients Von: newsletter-noreply at interkulttheater.at ================================================ 10 28. bis 30. 4. 2006: 2. Kurdische Buchmesse in Wien Von: wadi wien ================================================ ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ 11 Frische Gedankensplitter zum Gedankenjahr > Radio Stimme > 27. April 2006 Von: Radio Stimme ================================================ 12 Rassismus toetet! Von: akin ================================================ 13 WWWebtips: OeGB, Bush, Strache, Israel/Palaestina Von: akin ================================================ 14 Letzte Worte: Randbemerkungen zum Fall Bakary J. Von: akin ================================================ 15 Moderne Zeiten: Ersatzdroge Videoueberwachung Von: akin ================================================ 16 Deutsch-russische Projekte bedrohen Rentierzüchter - offener Brief an Merkel Von: GFBV Hans Bogenreiter ================================================ 17 Wiener SPÖ-Parteitag beschließt Stief- und Fremdkindadoption und Öffnung der Zivilehe für Homosexuelle Paare Von: SoHo - Sozialdemokratie & Homosexualität ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 Initiativen: Nichts gelernt aus Tschernobyl?, Termin 26.April, Von: akin ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 25. April 2006; 17:19 ********************************************************** Initiativen/Termin: > Nichts gelernt aus Tschernobyl? Die Mehrheit der OesterreicherInnen hat sich 1978 gegen Zwentendorf und die Nutzung der Atomenergie entschieden. Heute, 20 Jahre nach der Tschernobyl-Katastrophe, droht weltweit die Rueckkehr zur Atomenergie. Auch Oesterreich importiert immer mehr Atomstrom. Dennoch betreiben die Bundesregierung und die SPOe (2/3 Mehrheit) den weitgehenden Stopp der umweltreundlichen Oekostromproduktion. Das obwohl sich die Bevoelkerung in Umfragen gegen Atomstrom-Importe und fuer erneuerbare Energien ausspricht. Vor diesem Hintergrund und aus Anlass des 20. Jahrestages von Tschernobyl ruft die oesterreichische Umweltbewegung eine Energiewende-Aktionswoche aus, in der in ganz Oesterreich Aktionen und Informationsveranstaltungen stattfinden. Heute sind wir wieder gefordert unser ganzes Gewicht fuer eine sichere oekonomische und oekologische Energiezukunft unseres Landes einzusetzen. Oesterreich hat in der Vergangenheit bewiesen, dass BuergerInnen der Politik immer wieder auf die Spruenge geholfen haben, wenn es um wichtige zukunftspolitische Weichenstellungen fuer unser Land ging. Der weitere Umstieg auf Oekostromproduktion aus Wind, Biomasse, Sonne und naturvertraeglicher Kleinwasserkraft ist ernsthaft in Gefahr. Ein Anti-Oekostromgesetz steht kurz vor dem Beschluss im Nationalrat, nachdem Regierung und SPOe sich bereits im Wirtschaftsausschuss geeinigt haben. Von Regierung und SPOe drohen: * Starke Zunahme von Atomstromimporten. Oesterreich importiert heute schon doppelt so viel Atomstrom, wie Zwentendorf je produziert haette. * Oekonomisches und oekologisches Klimaschutz-Desaster. Anstatt kalorische Kohle- und Gaskraftwerke zu ersetzen, wird durch die Foerderung von neuen Kraftwerken der Gasbedarf um rund 1/3 steigen. Oesterreich liegt 29% hinter dem Kyoto-Ziel und hat enorme Strafzahlungen in Milliardenhoehe zu erwarten. * Oekostrom ist einer der weltweiten Zukunftsmaerkte. Oesterreich droht die wirtschaftlichen Chancen nicht nutzen zu koennen - ein Potential von zigtausenden Arbeitsplaetzen steht auf dem Spiel. * Wachsende Abhaengigkeit von fossilen Energieimporten mit rapid steigenden Preisen fuer KonsumentInnen und Wirtschaft wegen weltweit steigender Nachfrage. Der Anteil erneuerbarer Energie am oesterreichischen Stromverbrauch sinkt von 70% auf 62% bis zum Jahr 2010. Das EU-Ziel von 78,1 % kann umoeglich erreicht werden. (Aussendung Zwentendorf2006.at/gek.) * 26.April, 18.30 Tschernobyl Gedenk-Kundgebung, Wien 1, Stock-im-Eisen-Platz Infomaterialien und Unterschriftenlisten fuer die Petition "1 Million EuropaeerInnen gegen Atomkraft" koennen kostenlos bei GLOBAL 2000 bzw. bei http://www.zwentendorf2006.at bestellt werden. Ebenfalls auf der Site koennen diesbezueglich Apelle an den Nationalrat per eMail verschickt werden. ================================================ MAYDAY ================================================ ================================================ 02 Demo-Aufruf 1. Mai/FrauenLesbenBlock Von: regtseichauf at gmx.net ================================================ FRAUENLESBENBLOCK BEI DER EUROMAYDAYPARADE TREFFPUNKT, 1. MAI, 14 UHR, 16., YPPENPLATZ Ankündigen, weitersagen, weitermailen, Putzkittel und Kopftuch, Lärminstrumente... mitnehmen und hinkommen: HEUTE SCHON GEDIENT? *** Haben Sie schon für 1.000 ? brutto Vollzeit gearbeitet? *** Haben Sie schon als „Überbrückungshilfe“ ein Jahr für die Volkshilfe geputzt? *** Wurde Ihre ArbeitgeberIn auch mit Ihrem „Kombilohn“ belohnt? *** Haben Sie Ihre ArbeitgeberIn über die Subventionen zur Ausbeutung Ihrer Arbeitskraft informiert? *** Wurden Sie schon auf Arbeitswilligkeit und -fähigkeit gescreent? Wie fielen die Anamnesen aus? An wen wurden Ihre Daten übermittelt? *** Haben Sie sich schon ganz und gar der Überlassungsfirma überlassen? Überwachung und Kontrolle ist heute das Um und Auf! Für all das: Wenden Sie sich vertrauensvoll an den Geiselberg, die letzte Hinrichtungsstätte Wiens. Stürzt die SklavInnentreiberInnenzentralen! Nieder mit der Arbeitsmoral! Schluss mit der Subventionierung des Kapitalismus! Wir haben die Schnauze voll! Frauenqualifikationen sind in dieser Männergesellschaft gleich viel wert – nämlich nichts! Akademikerin, Handwerkerin und Putzfrau sitzen im selben Boot. Dequalifizierung und Lohndrückerei gehen Hand in Hand. Die Kapitalisten und der Staat schmarotzen immer frecher auf Kosten unseres prekären Lebens. Wir lehnen die von Männern verordnete Arbeitsmoral ab. Wir stellen als Feministinnen die Arbeitsverhältnisse und Arbeitsteilung grundsätzlich in Frage. Wir funktionieren nicht für die Ausbeutung und Unterdrückung. Das Geschäft mit den Arbeitslosen blüht. Zwangseinrichtungen wachsen wie die Schwammerl. Ziel ist nicht Bildung, sondern ein fremdbestimmtes in Bewegung halten (Konditionierung, Zurichtung, ...) der Erwerbslosen. Koste es was es wolle. Das schafft keine Jobs, dafür beschönigt es die Arbeitslosenstatistik und führt zu einem brutalen Anstieg der Repression und der Bezugssperren (Armut wird gemacht). Die "Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen" ist in diesem System eine propagandistische Dauerverarschung. Die Vereinbarkeit von Erwerbslosigkeit und Kinderbetreuung ebenso. *** Wir fordern einen Arbeitstag von 12 Stunden für ALLE: 4 Stunden Erwerbsarbeit, 4 Stunden Reproduktionsarbeit und 4 Stunden politische Arbeit - und Zeit für FreundInnen, Kultur und Vergnügungen. *** bedingungsloses Grundeinkommen von 1.200 Euro netto, monatlich für Jede! *** Geld für Bildung und Kreativität statt für die ArbeitsMarktSklavInnentreiberInnenzentrale! *** Abschaffung des AMS –ein Stempelautomat pro Amt genügt! *** Selbstbestimmung sofort! *** gegen Kapitalismus mit all seinen verschiedenen Formen ökonomischer Ausbeutung! *** für die Vergesellschaftung der Produktionsmittel und der natürlichen Ressourcen, denn sie gehören uns allen! *** für radikale Umverteilung und Aufteilung von Besitz und Vermögen auf alle! *** für ArbeiterInnenselbstverwaltung! *** für die Aufteilung der notwendigen Arbeiten auf alle und die Anerkennung und gleiche Bezahlung unterschiedlicher Fähigkeiten, Arbeiten und Berufe! *** gegen jede Art von Arbeitszwang! *** für eine garantierte Existenzsicherung, unabhängig von Versicherung, Lohnarbeit, Geschlecht, Ehe, PartnerIn und StaatsbürgerInnenschaft! WER SICH DUCKT, HAT SCHON VERLOREN! Frauen, organisieren wir gemeinsam unsre Freiheit! weitere Infos: regtseichauf at gmx.net Feministische Initiative Steppenbrand AMSalzamt, Treustraße 35-43 2412 Wien ================================================ 03 Der Tag der Arbeit und die Praxis: WEG MIT DEN ARMEN! Von: regtseichauf at gmx.net ================================================ Liebe Redaktion, liebe Leute! Unser Beitrag: "Weg mit den Armen" wurde zwar schon einmal veröffentlicht. Er ist aber aktueller denn je. Die Berichte von Betroffenen, die als Reaktionen auf die erste Aussendung vor einiger Zeit bei uns eintrudelte, schildern den blanken Wahnsinn! Willkür und Amtsmissbrauch, Datenschacher und Missachtung von Gesetzen, Hinbiegen und Abwiegeln, daher im Rahmen von MayDay zum 1. Mai hier nochmals das Szenario der Arbeits- und Sozialämter derzeit in Österreich - Widerstand, Solidarität und Vernetzung sind dringender denn je! WEG MIT DEN ARMEN! Selektion a la „Fonds soziales Wien“ in Kooperation mit dem „Arbeitsmarktservice“ SELEKTION 2500 wiener SozialhilfeempfängerInnen werden zurzeit still und leise vom AMS einer Selektion unterzogen. Rückfragen bei der Arbeiterkammer Wien ergaben, dass es sich bei dieser „Aktion scharf“ um eine von der EU empfohlene Maßnahme, die zwischen dem Sozialamt (seit neuestem: Fonds Soziales Wien) - MA 15, dem AMS –Arbeitsmarktservice und Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern vereinbart wurde. Das „Berufliche Diagnose Zentrum“, der AMS eigene „Psychologische Dienst“ (Berufliches Diagnosezentrum, 1050 Wien, Redergasse 1/5. Stock) und das „BBRZ“ des BFI sind mit der „Diagnose für SozialhilfeempfängerInnen“ beauftragt. Überprüft wird eine individuelle Arbeitsfähigkeit und Arbeitswilligkeit. Nicht behinderte SozialhilfeempfängerInnen im arbeitsfähigen Alter bekommen üblicherweise nur dann eine finanzielle Aushilfe, wenn sie beim AMS als „arbeitsuchend“ (EDV-Code: AS) vorgemerkt sind. Der Nachweis dafür war bisher der „Stempel“, den sich die Betroffenen in der Infozone des AMS abholen und dem Sozialamt vorlegen müssen. MACHTMISSBRAUCH Derzeit werden SozialhilfeempfängerInnen in einem eigenen Raum von mindestens 2 Mit-Arbeitern des AMS empfangen. Diese personelle Verstärkung kennen NotstandshilfeempfängerInnen schon seit längerer Zeit - vor allem dann, wenn eine Zwangsmaßnahme vorgeschrieben oder eine Bezugssperre vorbereitet ist und durchgesetzt werden soll. Ein bereits vorbereiteter „Betreuungsplan“ wird den Betroffenen serviert. Klarerweise sind Gegenargumente oder gar Wünsche nach Aus- oder Weiterbildung oder konkreter Vermittlung nicht möglich. Es besteht eine Verpflichtung, an der als Kurs bezeichneten Maßnahme (mit der Kursnummer 900110024) teilzunehmen und „alle Folgeaufträge seitens des Beruflichen Diagnosezentrums einzuhalten.“ (Zitate aus der Zuweisung: „Die Vormerkung beim AMS muss in Zusammenhang mit einer Arbeitsplatzsuche stehen. Um Sie erfolgreich in den Arbeitsmarkt integrieren zu können, ist ihre Mitwirkung erforderlich, verweigern Sie ihre Mitwirkung, wird ihre Vormerkung beim AMS beendet....“ , „...Sollten sie die erforderliche Teilnahme und Mitwirkung verweigern, wird ihre Vormerkung beim AMS beendet“... „Es sind auch „alle vorhandenen ärztlichen Befunde wie z.B. Facharztbefunde, Röntgenbilder, Operationsberichte, Computertomographien oder auch Medikamente, die gerade eingenommen werden sowie den/die Namen der behandelnden ÄrztInnen mitzubringen.“ !) Begründet wird dieses Vorgehen damit, dass eine Vermittlung nur dann möglich ist, wenn „die Arbeitsfähigkeit“ bzw. „Kursfähigkeit“ durch das „Berufliche Diagnose Zentrum abgeklärt“ worden ist. Nur diejenigen, die diese Selektion derartig erpresst über sich ergehen lassen und von Psychologen (!) als arbeitsfähig erklärt werden, sind weiterhin „Kunden“ des AMS. Andere werden aus der Vormerkung gestrichen und dem Sozialamt im Amtshilfeverfahren gemeldet. ENTRECHTUNG Dies hat zur Folge, dass ohne notwendigen „Stempel“ vom Sozialamt das zum Überleben notwendige Existenzminimum gekürzt bzw. überhaupt nicht mehr ausbezahlt wird!!! (Wird von einer auf diese Art und Weise gesperrten Person nicht ein neuerlicher Antrag sowohl beim Arbeitsmarkt-„Service“ wie auch bei „Wien Sozial“ gestellt, ist sie einfach futsch!) Falls sich Betroffene nach dem ersten Schock über ihre rechtlichen Möglichkeiten zu erkundigen wagen, erfahren sie bei den „Ombudsstellen“ oder den „Frauenbeauftragten“ des AMS (diese haben schon längstens die Qualität eines Salzamtes!), dass es sich bei dieser Aktion Selektion „nur“ um eine “Standardmaßnahme“ handelt. Jede und jeder müsse sich dieser Diagnose unterziehen, sich deshalb Sorgen zu machen, sei überflüssig. Zitat: „Sie sind ja offensichtlich arbeitsfähig, der Test wird positiv ausfallen, das hat auf Sie keine Auswirkungen, es läuft alles wie bisher...“ Eine Anfrage bei der AK Wien ergab ebenfalls, dass es keinerlei rechtliche Möglichkeiten gibt!!! Zitat: „...das einzige, was ich Ihnen raten kann: Gehen Sie hin“ !!! Das AMS kann angeblich zur Überprüfung der Arbeitsfähigkeit alles tun. Es gibt da keine freie Arztwahl mehr und die Damen und Herren Psychologen dürfen alle Krankheiten bewerten und nach Lust und Laune das Problem der Arbeitslosigkeit individualisieren. Zitat AK: „Falls das Sozialamt dann eine Sperre der Geldleistung vornimmt, können Sie eine Berufung bei der MA 15 einbringen, das ist ihre einzige rechtliche Möglichkeit“. Wohin diese Berufung geschickt werden kann, ist aber selbst für Leute, die beruflich mit dieser Materie arbeiten, verwirrend und nicht leicht durchschaubar! „... Dieses Recht haben Sie“, meint trocken der AKler der „Abteilung Arbeitsmarkt“, ohne irgendeine Unterstützung oder gar Rechtsvertretung anzubieten. FREIHEITSBERAUBUNG Und wenn es um Freiheit geht, meint dieser Herr weiter, sei dies doch eh relativ. Wo der Grad der Freiheit liegt, das wisse man als Berufstätige/r. Hier stehen sich Wunschvorstellungen und die Realitäten gegenüber – „wie stellen wir uns die Welt vor und in welcher Welt leben wir“, meint er philosophisch. Obdachlose und die Drogenabhängigen am Karlsplatz hätten ohnehin keine Freiheit und deshalb keine Wahlmöglichkeit! Bereits 400 Personen wurden von diesem „psychologischen Diagnosezentrum“ erfasst: 95 von 100 SozialhilfeempfängerInnen fügen sich dieser Zuweisung (Zitat: AK). Dies ist absolut unüblich, denn z.B. nur 50 von 100 Arbeitslosen bzw. NotstandshilfeempfängerInnen lassen sich in Zwangsmaßnahmen des AMS einweisen. Die Zahl der Sperren wegen Verweigerung (§10 AlVG) hat sich seit 1999 von 3000 auf 15 000 im Jahr verfünffacht! Die Leute seien ja froh, dass sich endlich wer um sie kümmert. „Da können sie erstmals mit jemandem reden“, begründet der AK Sprecher jubilierend die hohe Erfolgsquote. Auf die Idee, den Betroffenen schon längst auf freiwilliger Basis Beratungs- oder Betreuungsmöglichkeiten anzubieten, ist weder er noch die Zuständigen der AK vor dieser Selektion gekommen. Dass diese unter Druck zustande gekommene Einweisung Machtmissbrauch sein könnte, ist auch für die AK in dieser Sklavenhaltergesellschaft kein Thema mehr. Und die Gewerkschaft schweigt ebenfalls. Unterdrückt und verängstigt, leistet von den Betroffenen niemand mehr Widerstand. HINAUSGETRETEN Bei 20 Prozent der bisher ca. 400 in das Diagnosezentrum zwangszugewiesenen Menschen wurde „Arbeitsunfähigkeit“ bescheinigt. Diese werden von der „Betreuung und Vermittlung“ des AMS ausgeschlossen und ausschließlich vom Sozialamt weiterbehandelt. Schlimm ist dies deshalb, weil schon bisher vom Sozialamt zwischen „Arbeitsfähigen“ und „Arbeitsunfähigen“ unterschieden wurde. Die zusätzliche Selektion durch das AMS führt dazu, dass noch mehr Betroffene dauernd in der Sozialhilfe bleiben. Trotzdem: Das „soziale Wien“ wiederum bedient sich seiner zahlreichen Möglichkeiten, die Betroffenen in Beschäftigungs-Maßnahmen zu bringen bzw. zu zwingen - oder widrigenfalls vom Sozialhilfebezug auszusteuern. Ping-Pong statt Arbeitsplätze! Die 80 % diagnostizierten „Arbeitsfähigen“ „sollen wie andere Langzeitarbeitslose als arbeitsuchend beim AMS geführt und vermittelt werden“ (AK). Für die meisten überdurchschnittlich jungen neuen „Kunden“ soll die Einweisung in Intensivbehandlung (Psychoterror, Zwang, Gehirnwäsche, Kontrollmeldetermine, Überwachung, etc.) und anschließende Verfrachtung in „gemeinnützige Beschäftigungsüberlassungs-Gesellschaften“ oder ähnliche Zwangsarbeit in diversen Sklavenzentralen ein Einstieg bzw. Ersatz für den Arbeitsmarkt sein. Die Dropoutrate jener, die sich diesem Terror „Intensivbebetreuung“ nicht unterziehen können oder wollen, führt zu einer weiteren Steigerung: Zu den 20 Prozent als „arbeitsunfähig“ ermittelten und den 5 Prozent, die sich dieser Diagnoseselektion gar nicht unterziehen, fallen vermutlich nochmals 25 Prozent der erwähnten Intensivbehandlung zum Opfer. Für diese Leute ist das AMS dann auch nicht mehr zuständig. Das ist angewandte EU-Richtlinie, verfeinert im Österreichischen Vollzug! Mangels Vermittlungsmöglichkeiten zu arbeits- und menschrechtlich abgesicherten Kursen und Arbeitsplätzen werden die Sperren auch in der Sozialhilfe rasant ansteigen. ÜBERWACHUNG, ROTATION UND AUFSTANDSBEKÄMPFUNG Die Mit-ArbeiterInnen des AMS arbeiten systemimmanent: Falls einzelne „Kunden“ nicht ständig mit der heimtückischen Methode „Mobilität“, d.h. Bewegungszwang, auf Trab gehalten oder gesperrt wurden, haben sich die AMS-Angestellten persönlich zu rechtfertigen und müssen selbst mit Sanktionen rechnen. Andererseits existiert aber auch ein Punktesystem-Bonus für besonders fleißige AMSler. So ist auch von dieser Seite nur „Pflicht“erfüllung zu erwarten. Eine Bereinigung der Statistik ist diese Selektion angeblich nicht. Laut AK/Arbeitsmarkt sollen früher SozialhilfeempfängerInnen mit dem Code VM (Vermittlungsvormerkung) und nicht als AS (arbeitsuchend) in der EDV vermerkt worden sein. Für die Erstellung der Statistik wurden die VM immer am Monatsende herausgenommen. Jetzt sollen sie als AS darin ausgewiesen werden. Bloß sind sie ohnehin bereits sehr dezimiert. Die Ergebnisse der „Diagnose“ des „Beruflichen Diagnosezentrums“ werden in der AMS-EDV zu den Personen lebenslänglich gespeichert und nicht nur innerhalb des AMS verwendet, sondern auch im „Amtshilfeverfahren“ übermittelt. Der geschichtsunbewusste AK-Vertreter findet daran keine datenschutzrechtlichen Bedenken. Das sei ja geheim, meint er! REGTS EICH AUF!!! Eine Jugendliche, die nach der Matura mangels regulärer Arbeitsstellen nur von McJobs und Sozialhilfe leben muss, weil sie nicht genug Einkommen hat und nicht arbeitslosenversichert ist, misstraut dieser Geheimhaltung zu recht. Es ist nicht einzusehen, warum sie vom AMS lebenslänglich dermaßen abgestempelt wird und vielleicht noch in späteren Jahren wegen der Diagnose „Arbeitsunfähigkeit“ oder „Arbeitsunwilligkeit“ Schaden erleidet. Möglichkeiten, dies zu verhindern, hat sie aber praktisch in dieser konstruierten Recht- und Machtlosigkeit nicht! Wie auch die anderen 899.999 Personen, die jährlich, samt Daten über ihre Angehörigen, individuellen Merkmalen, Einkommens- und Vermögensverhältnissen, usw. in den österreichischen AMS-Computern landen. Außer es melden sich im Monat April diese 900.000 Personen schriftlich beim AMS, um dort eine rechtlich verbriefte, kostenlose Beauskunftung über die über sie gespeicherten Daten zu verlangen. Dann kann das System mal eine Weile einpacken. Regts eich auf – so darf es nicht bleiben! Wir sammeln Fakten, Infos und Erfahrungsberichte zu diesen menschenverachtenden, faschistischen Tendenzen und Strategien: Zuschriften an: regtseichauf at gmx.net Eine Website ist in Vorbereitung – es soll über dieser Wahnsinn endlich Informationen und Öffentlichkeit geben! INFO! Zynisch ist die für Freitag, den 8.4.05 in der Arbeiterkammer Wien, Großer Sitzungssaal, 1040 Wien, Theresianumgasse 16-18, von 15 Uhr bis 20 Uhr unter dem Titel „(K)eine Lobby für Arbeitslose?“ angekündigte Veranstaltung. Schon die Dauer zeigt, dass sicher wieder mal Machertscheks und „Experten“ ÜBER uns unterhalten wollen. Eine Anmeldung zur Teilnahme ist erwünscht, aber nicht zwingend. Wir wär’s, wenn dort viele der wie oben Traktierten antanzen und mal richtig sagen, was sie von diesem ganzen Scheiß halten!? -- ================================================ ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE ================================================ ================================================ 04 Notizen/Termine: Fest, Hochzeitsmarsch!, Gratiskleininserat Von: akin ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 25. April 2006; 17:37 ********************************************************** Notizen/Termine: > Fest Es gibt zwar nichts zu feiern, wir tuns aber trotzdem: Die akin laedt zum Fest -- alle, die uns moegen, sind herzlich eingeladen zu Musik, Essen, Trinken und Tratschen. 28.04.06., ab 18h im Buero der AUGE 1040Wien, Belvederegasse 10/1 * > Hochzeitsmarsch! Eine Gruppe von binationalen Paaren in Oesterreich, die sich unter dem Namen "Ehe ohne Grenzen" zusammengeschlossen haben, will einen Termin bei Innenministerin Prokop. Dieses unbescheidene Verlangen fand aber bislang bei der Ministerin kein Gehoer. Hintergrund sind die oesterreichische Fremdenpolitik und das neue Fremdenrechtspaket, die verhindern, dass sie in Ruhe und ohne Angst gemeinsam mit ihren PartnerInnen und Kindern leben koennen. (s.a. akin 10/06 "Rechtsluecke als Abschiebungsgrund"). Deswegen wollen die Paare (wenn geht, entsprechend adjustiert) jeden Mittwoch um 17 Uhr einen Hochzeitsmarsch aufs Innenministerium blasen, bis sich an ihrer Situation etwas aendert. Treffpunkt: Herrengasse 7, 1010 Wien. * > Gratiskleininserat Ich verschenke: Friedenforum. Hefte zur Friedensarbeit, hg. Oesterr. Institut fuer Friedensforschung u. Friedenserziehung, Schlaining, Jg. 1990 - 2005 sowie Ost-West Gegeninformationen, hg. Alternativ-sozialistisches Osteuropakommtee Graz, Jg. 1991 - 2005. Liesl Fritsch, Tel. 712-52-42 ================================================ 05 Programm Mai/Juni 2006 + Ankündigung Demokratiekongress Von: Frauenhetz - feministische Bildung, Kultur & Politik ================================================ Feministische Demokratiekritiken Eine Vorankündigung Die Frauenhetz plant eine große Tagung: Von Beginn an war Demokratie als politische Organisationsform und ethische Wertvorstellung für Frauen eine doppelbödige Angelegenheit. Die Verknüpfung der ehrenwerten Maximen 'Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit' ist kein Zufall. Davon zeugt nicht nur der Kampf um das Frauenwahlrecht. Heute scheint Demokratie 'in Gefahr', sich von Innen wie von Aussen her aufzulösen. Was bedeutet dies für unser Denken und Handeln? Anhand der Felder Globalisierung/Nation, Staat/Zivilgesellschaft und Themen bzw. Problemlagen wie Partizipation, Gerechtigkeit, Migration, Öffentlichkeit, 'Parallelgesellschaften', Ökonomie, Religion, Subjektstatus, Massendemokratie, Gewalt, Mainstreaming und vielen anderen mehr, soll wild und gründlich gemeinsam nachgedacht, gesprochen und Neues entworfen werden. Geplant sind Vorträge, Workshops, Podium, Plena, Kabarett, Lesung und ein Fest. Platz für spontane Workshops; Kooperationen mit und Beiträge von anderen politischen Frauenprojekten. Zugesagt haben bereits: Chantal Mouffe (Eröffnungsvortrag); Les Reines Prochaines (Festkonzert) Wann: 26. - 29. Oktober 2006 Veranstaltungsort: Jugend am Werk, 1030 Wien (rollstuhlgerecht) In diesem Zusammenhang werden in der Vorbereitungszeit Mai - Juni verschiedene problemzentrierte Workshops angeboten. Sie dienen der Einführung in die jeweiligen Politikfelder, dem Überblick und der Vertiefung. Programm Mai - Juni Demokratie - und nu? (Übersicht) 16. 5. Wenn wir die Grenzen überschreiten, bringen wir den Stein ins Rollen Fünf Aktivistinnen des japanischen Frauennetzwerks Working Women's International Network (WWIN) sprechen über ihre Arbeit und den Nutzen der UN-Konvention zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW) 19.00, Vortrag und Filmvorführung Organisation: Maria Sachiko Baier 27. 5. Fragen - wie: Demokratie denken? 16.00 - 19.00, Workshop Birge Krondorfer Philosophin, Lektorin, wip 11. 6. Von "klassenbewussten Proletarierinnen und kleinbürgerlichen Arbeiterfrauen" 16.00 - 19.00, Workshop Karin Schneider Zeithistorikerin 18. 6. Widerständige Öffentlichkeiten 16.00-19.00, Workshop Therese Kaufmann eipcp Vina Yun MALMOE, nylon, wip 23. 6. Demokratiequalität aus feministischer Perspektive 17.00 - 20.00, Workshop Karin Liebhart Politologin, Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien 24. 6. Die österreichische Verfassung. Grundsätze und Gender Aspekte 15.00 - 18.00, Workshop Brigitte Hornyik Verfassungsjuristin 30. 6. Leben in Österreich? Das neue Fremdenrecht 14.00 - 17.00, Workshop Doris Einwallner Rechtsanwältin, Schwerpunktmäßig seit mehreren Jahren im Bereich Fremdenrecht tätig _______________________________ Veranstaltungen NUR für Frauen! Unkostenbeitrag/Spende: 5/3 EUR Wir bieten auf Anfrage - bitte jeweils eine Woche vor der Veranstaltung - Kinderbetreuung an! Die Räumlichkeiten der Frauenhetz sind rollstuhlgerecht. _______________________________ zum Programm: 16. 5. Wenn wir die Grenzen überschreiten, bringen wir den Stein ins Rollen Fünf Aktivistinnen des japanischen Frauennetzwerks Working Women's International Network (WWIN) sprechen über ihre Arbeit und den Nutzen der UN-Konvention zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW) 19.00, Vortrag und Filmvorführung Shizuko Koedo (WWIN-Mitglied, Gründerin der Gruppe der berufstätigen Frauen in Handelsfirmen) Katsumi Nishimura (WWIN-Mitglied, Klägerin Sumitomo Elektrik) Eiko Shirafuji (WWIN-Mitglied, Klägerin Sumitomo Elektrik) Kinuko Ishida (WWIN, Klägerin Sumitomo Chemie) Yuriko Konishi (WWIN-Mitglied) Organisation: Maria Sachiko Baier Diskutiert werden Möglichkeiten aber auch Grenzen transnationalen feministischen Handelns, konkret am Beispiel der WWIN-Frauen aus Osaka, die auf einen Erfahrungsschatz von mehr als 20 Jahren zurück blicken können. Die Aktivistinnen möchten nicht nur über die gegenwärtige Situation berufstätiger Frauen in Japan und über ihre Prozess- und anderen Aktivitäten erzählen. Sie hätten auch sehr großes Interesse daran, sich mit in Österreich lebenden Aktivistinnen auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Der Vortrag findet in englischer Sprache statt. Übersetzung: Marike Korn Vgl. www.ne.jp/asahi/wwn/wwin/ _______________________________ 27. 5. Fragen - wie: Demokratie denken? 16.00 - 19.00, Workshop Birge Krondorfer Philosophin, Lektorin, wip zwischen (Real)Politik als Organisationsform und der Essenz des Politischen zwischen politischer Positionierung und der Position des Politischen zwischen Universalismus und Totalitarismus zwischen den Instanzen des Politischen und des Sozioökonomischen zwischen Herrschaftstechnologie und tiefenpsychischen Motiven zwischen (symbolischen) Subjekten und monströsem Objekt zwischen Funktionalismus und Idealität zwischen Partizipation und Repräsentation zwischen Konsensualität und Abhängigkeit zwischen Leerstelle und Gestaltungsquelle Das alles ist natürlich zuviel für einen Nachmittag. Dennoch: Annäherungen an manche dieser Widersprüche durch kleine Textlektüren und gemeinsame Denkprozesse. _______________________________ 11. 6. Von "klassenbewussten Proletarierinnen und kleinbürgerlichen Arbeiterfrauen" 16.00 - 19.00, Workshop Karin Schneider Zeithistorikerin Von den klassischen Parteien der ArbeiterInnenbewegung wurde die Idee von der Unterordnung der sog. Frauenfrage unter ein allgemeines Klasseninteresse immer wieder reproduziert. Insbesondere die Geschichte des Kampfes um das Frauenwahlrecht kann hier gut als Lehrstückchen von Selbst/Unterordnung und Aufbegehren der Frauen wieder gelesen werden. Ausgehend von einer kurzen historischen Einführung sollen in diesem Workshop Statements von AktivistInnen quer gelesen und nach verborgenen Brüchen in allzu einheitlichen Klassenkonstruktionen befragt werden. _______________________________ 18. 6. Widerständige Öffentlichkeiten 16.00-19.00, Workshop Therese Kaufmann eipcp Vina Yun MALMOE, nylon, wip Offener Zugang und Partizipation sind zu Schlüsselkonzepten demokratiepolitischer Forderungen an Medien- und Kulturpolitik geworden. Doch was bedeutet ein Verständnis von "Publikum" nicht als passive Konsumentinnen, sondern aktiv Beteiligte und wie sehen konkrete Umsetzungsformen in den Zonen der Überschneidung von Kunst, politischem Aktivismus und so genannten"freien Medien" aus? Konkrete Fragestellungen des Workshops sind u.a. die Problematik feministischer und queerer (Selbst-)repräsentation bzw. deren Kritik sowie der Potenziale kollektiven Arbeitens, von Allianzenbildung und grenzüberschreitender Vernetzung. _______________________________ 23. 6. Demokratiequalität aus feministischer Perspektive 17.00 - 20.00, Workshop Karin Liebhart Politologin, Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien Demokratie ohne gleichberechtigte politische Teilhabe der Frauen ist eine unvollständige Sache", hieß es bereits 1995 im "Bericht über die Situation der Frauen in Österreich". Dennoch produzieren und reproduzieren politische Institutionen und Strukturen weiterhin hierarchische Geschlechterverhältnisse. Geschlecht wirkt - oftmals "informell" und bereits im Vorfeld - als ein Ausschlusskriterium und beschränkt politische Teilhabechancen von Frauen. Die Demokratiequalität Österreichs ist daher aus einer genderpolitischen Perspektive kritisch zu hinterfragen. _______________________________ 24. 6. Die österreichische Verfassung. Grundsätze und Gender Aspekte 15.00 - 18.00, Workshop Brigitte Hornyik Verfassungsjuristin Das Bundes-Verfassungsgesetz, aus 1920 bzw. 1929, wurde von Männern für Menschen verfasst; es regelt Grundsätze der Staatsorganisation (zB Staatsgewalten, Wahlen, Kontrolle). Patriarchale und hierarchische Züge und Ausdrucksweisen sind trotz Bemühens um formale Gleichheit unübersehbar. Die Grundrechte sind in Österreich in zahlreichen Einzeldokumenten enthalten. Erst seit 1998 "bekennt" sich die Verfassung ausdrücklich zur de facto Gleichstellung von Frauen und Männern und zur Frauenförderung. Wie hält es die Verfassung sonst mit der Geschlechterdemokratie? Was bedeutet die Verfassung überhaupt für die Menschen im Allgemeinen in dieser Republik und im Besonderen für die Frauen? Und wie hätten wir's gern? Moderation: Nina Hechenberger _______________________________ 30. 6. Leben in Österreich? Das neue Fremdenrecht 14.00 - 17.00, Workshop Doris Einwallner Rechtsanwältin, Schwerpunktmäßig seit mehreren Jahren im Bereich Fremdenrecht tätig Der Workshop wird sich mit den rechtlichen Änderungen im Fremdenrecht (Fremdenpolizeigesetz, Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz samt Durchführungsverordnung) sowie in Grundzügen auch mit den Änderungen im Asylrecht beschäftigen. Herausgearbeitet werden sollen dabei insbesondere die Auswirkungen der neuen Rechtslage auf einzelne Personengruppen. ________________________________________________ Frauenhetz-feministische Bildung, Kultur & Politik Untere Weißgerberstr. 41, 1030 Wien fon/fax: 01/7159888 office at frauenhetz.at www.frauenhetz.at ================================================ 06 Radikalkunst von Chris Moser & Film Darwin' Nightmare Von: amerlinghaus ================================================ Freitag 5. Mai 19:30 Ausstellung & Filmvorführung & Buffet Radikalkunst von Chris Moser Ausstellung der Raum-Installation "Der scharfe Blick durchs Zielfernrohr. Angewandte Revolutionstheorie für EsoterikerInnen." Filmvorführung: Darwin's Nightmare Eine Reise in das Herz Afrikas und das Innere des globalen Wirtschaftssystems 2004, Dokumentation, France/Austria/Belgium, 107min Regie: Hubert Sauper Zusammenarbeit: Sandor Rieder, Nick Flynn Radikalkunst von Chris Moser: In Anlehnung an den treffenden Spruch von Utah Philips "Die Erde stirbt nicht, sie wird umgebracht und jene, die sie umbringen, haben Namen und Adressen.", wird die Anonymität und die Unantastbarkeit der Konzerne über eine Personifizierung derselben aufgehoben. Anhand von vier bekannten Beispielen wird die menschen- und tierverachtende Praxis der kapitalistischen Verwertungslogik angesprochen, um abschließend das vieldiskutierte Thema des Tyrannenmordes aufzugreifen. Der Radikalkünstler Chris Moser begann mit illegalen Graffitis kritischem politischen Inhalts. Es folgten Anzeigen, Gerichtsverhandlungen, Bewährungsauflagen und erste Ausstellungen. Er arbeitet vorwiegend bildhauerisch und im plastischen Bereich. Thematisiert werden Ungerechtigkeiten, deren Bekämpfung, sowie tier- und menschenrechtsspezifische, antiautoritäre, nichthierarchische Ideale und Utopien. Darwin's Nightmare: Darwin's Nightmare ist eine Geschichte über Menschen zwischen dem Norden und dem Süden, über Globalisierung und über Fische. An den Ufern des größten tropischen Sees der Welt landen jeden Abend riesige Frachtflugzeuge, um am nächsten Morgen wieder in die Industrieländer des Nordens zu starten, beladen mit hunderten Tonnen frischer Fischfilets. In Richtung Süden jedoch ist eine andere Ladung an Bord: Waffen. Für die unzählbaren Kriege im dunklen Herzen des Kontinents. Director's Statement: "Mit Darwin's Nightmare versuchte ich, die seltsame "success story" eines Fisches und den kurzfristigen Boom um dieses erfolgreiche Tier in eine ironische und beängstigende Allegorie zu verwandeln, welche die Neue Weltordnung reflektiert. Es ist zum Beispiel unglaublich aber wahr, dass, wo immer in einer relativ armen Gegend ein wertvoller Rohstoff entdeckt wird, die Menschen im Umfeld des neuen Reichtums elendig zugrunde gehen. Ihre Söhne werden zu Wächtern und Soldaten, ihre Töchter zu Dienerinnen und Huren. Es macht mich krank, diese sich wiederholende Geschichte immer wieder zu hören und zu sehen. Darwin's Nightmare könnte ich in Sierra Leone erzählen, nur wäre der Fisch ein Diamant, in Honduras eine Banane, und in Angola, Nigeria oder Irak, schwarzes Öl." Veganes Buffet Die BaT - Basisgruppe Tierrechte (www.basisgruppe-tierrechte.at.tt) bereitet ein veganes Buffet zu. Spenden für Eintritt und Buffet sind erwünscht und gehen zur Gänze an das Flüchtlingsprojekt Ute Bock, das Menschen unterstützt, die als Folge des Elends in ihren Herkunftsländern, von dem die Global Players profitieren, auch nach Österreich kommen, und auch hier ein weiteres Mal unterdrückt und ausgegrenzt werden. Amerlinghaus Verein Kulturzentrum Spittelberg Stiftg. 8 A-1070 Wien 01 523 64 75 werktags ab 14:00 bis 22:00 Fax 01 523 64 75 15 amerlinghaus at inode.at www.amerlinghaus.at ================================================ ================================================ 07 Buchpräsentation Grundeinkommen 11.5. Von: office ================================================ EINLADUNG Globale soziale Sicherheit. Grundeinkommen - weltweit? Buchpräsentation und Diskussion 11. Mai 2006, 19.00 Uhr Ort: Hauptbücherei der Stadt Wien Urban-Loritz-Platz 2a, 1070 Wien freier Eintritt, keine Anmeldung erforderlich mit • Manfred Füllsack (Herausgeber) • Ralf Leonhard (FIAN-Food First Action Network) • Margit Scherb (Austrian Development Agency - ADA/Außenministerium) • Andreas Novy (Mattersburger Kreis, Paolo Freire Zentrum) Moderation: Johann Kneihs (Ö1) angefragt Buchpräsentation veranstaltet vom Netzwerk Grundeinkommen und sozialer Zusammenhalt (Austrian Member of Basic Income Earth Network) in Kooperation mit der Hauptbücherei der Stadt Wien; im Rahmen des Alternativengipfels 10.-13.Mai 2006 in Wien "Globale soziale Sicherheit. Grundeinkommen - weltweit?", Berlin 2006 (Avinus) 200 Seiten Angesichts der Ohnmacht von Nationalstaaten, die verfügbaren Arbeitsplätze im Land zu halten, die eigenen Arbeitskräfte vor ausländischer Konkurrenz zu bewahren und die bestehenden Sozialstandards und ihre Finanzierung gegenüber dem Rest der Welt zu behaupten, wird zur Zeit eine Forderung immer lauter: Existenzmöglichkeiten, und das heißt heute in der Regel Einkommen, sollen unabhängig von Arbeit zur Verfügung gestellt werden. Der vorliegende Band versucht diese Forderung nach einem Garantierten Grundeinkommen, sowie die dazu vorgebrachten Argumente, die bereits gesetzten Schritte und die Probleme, die der Umsetzung dieser Idee noch im Wege stehen, aus möglichst unterschiedlichen globalen Perspektiven zu beleuchten. Mit Beiträgen von Philippe van Parijs (Belgien) Myron J. Frankman (Canada) Gianluca Busilacchi (Italien) Michael Howard (USA) Eduardo Suplicy (Brasilien) Simon Clarke (UK) John Tomlinson (Australien) Dirk Jacobi (Deutschland) Nicoli Nattrass (Südafrika) Toru Yamamori und Soichiro Tanaka (Japan) sowie Manfred Füllsack (Österreich) Netzwerk Grundeinkommen und sozialer Zusammenhalt Austrian Member of Basic Income Earth Network c/o ksoe, Schottenring 35/DG, A-1010 Wien Tel: 01-310 51 59 www.grundeinkommen.at Sehr geehrte InteressentIn am Grundeinkommens-Netzwerk! Bei dieser Gelegenheit möchten wir Sie darauf aufmerksam machen, dass ab 1. März 2006 durch die 2. Novelle des Telekommunikationsgesetzes (TKG § 107) bestimmt wird, dass E-mail-Aussendungen nur dann legitim sind, wenn diese vom Empfänger so erwünscht sind. Falls Sie keine weiteren Zusendungen erhalten möchten, ersuchen wir Sie, ein E-mail mit dem Betreff „Abbestellen GRUNDEINKOMMEN“ an office at ksoe.at zu senden. Nach Erhalt des E-mails werden wir Ihre Adresse umgehend aus unserem Verteiler streichen. Mit freundlichen Grüßen, das Team der ksoe ================================================ ================================================ 08 Südafrikanischer Film im Votivkino Von: Eva Brantner ================================================ Sehr geehrte Damen und Herren, ab Freitag, 5. Mai, bringt das Votivkino den Film TSOTSI von Gavin Hood (Südafrika/GB 2005) in xhosa/zulu/afrikaans mit deutschen Untertiteln. Der Film erhielt 2006 den Auslandsoscar. Bitte könnten Sie den Film auf Ihrer Homepage bzw. in einem newsletter ankündigen? Bei Bedarf kann ich Ihnen selbstverständlich auch Plakate und Flyers zur Verfügung stellen. Infos zum Film: http://www.votivkino.at/textkurz/k8088tso.htm Besten Dank und viele Grüsse, Eva Brantner Eva Brantner VOTIVKINO Marketing Mariahilferstrasse 58/7, 1070 Wien T: (01)523 43 62-28 e.brantner at votivkino.at www.votivkino.at ================================================ ================================================ 09 Herz des Orients Von: newsletter-noreply at interkulttheater.at ================================================ Herz des Orients Saltiel/Eghbal Di, 2.Mai, Mi, 3.Mai, Do, 4.Mai jeweils 19.30 Uhr Das Herz des Orients schlägt auf befruchtende Weise für alle und nährt die Vielfalt der Kulturen jenseits von ethnischen oder religiösen Unterschieden in wechselseitiger Inspiration. Die Einzigartigkeit von orientalischer Musik wird als Lebensgefühl hörbar und greifbar, wenn sich drei kongeniale Musiker auf der Bühne treffen, um die Zuhörer in türkisch/persische Klanglandschaften zu entführen. Im Austausch von Melodien, Gedichten und Geschichten entsteht der exstatische Puls immer neu aus den Gedichten der großen Mystiker wie Rumi, Hafis und Yunus Emre. Mit: Mohammad Eghbal (Gesang, Ney, Oud), Christa Eghbal (Harfe,Perk.,Gesang,Übersetzung), Aron Saltiel (Gesang, Perkussion) ? 16.- / 12.- ================================================ ================================================ 10 28. bis 30. 4. 2006: 2. Kurdische Buchmesse in Wien Von: wadi wien ================================================ 2. KURDISCHE BUCHMESSE IN WIEN PÊSENGEHA PIRTÛKEN KURDI YA 2. LI VIENNA Ini/Freitag 28.04.2006 Vekirin/Eröffnung: 19.00h Begrüßung/Silavkirin, Programmvorstellung: Metin Can Ansprache durch Ehrengäste: GR Ernst Woller (SPÖ), Vorsitzender des Gemeinderatsausschusses für Kultur und Wissensachaft. Mag. Maria Vassilakou, Klubobfrau der Wiener Grünen Alternativen Hannes Gmeiner, i.V. Volkshochschule Favoriten Mag. Alexis Neuberg, WIK-VB Obmann BR Peter Florianschütz, i.V. Bezirksvorsteherin Favoriten Dr. Haydar Sari, MA 7 (Kulturamt Wien) Kadir Sel, i.V. MA 17 (Integration und Diversitätsangelegenheiten) Musik Buffet Semi/Samstag 29.04.2006 Geöffnet: 11.00 - 21.00h 13:30 - 15:00 Konferenz: Die kurdische Literatur in Armenien - Prof. Celile Celil (In kurdische Sprache und mit Diashow) 16:00 - 17:00 Buchpräsentaiton: Die Kurden- Ferdinand Hennerbichler (In deutsche Sprache) 18:00 - 19:00 Konferenz: Die kurdische Dialekten: Kurmanci und Kurmançki - Munzur Çem (In kurdische Sprache) 20:00 - 21:00 Lesung: "Gilidax bêxwedi nin e'' - Yilmaz Çamlibel (In kurdische Sprache) Yeksem/Sontag 30.04.2006 Geöffnet: 11.00 - 21.00h 12:30 - 14:30 Konferenz: Das Schaffen in der klassisch- kurdischen Literatur und Volkskunst - Mehmet Emin Bozarslan (In kurdische Sprache) 15:30 - 17:30 Podiumsdiskussion: Die mehrsprachige Migranteliteratur - Hüseyin Simsek & Erhan Altan (In turkische Sprache) 18:00 - 18:30 Gedichtlesung: "In welche Sprache soll ich weinen?" - Kiymet Aslan & Hüseyin Simsek (In kurdische Sprache) 19:00 - 20:30 Lesung: Nezar Agerî & Abdalbast Sîda (In kurdische Sprache) FOTOAUSSTELLUNG: NATURPARK MUNZUR von 28. bis 30. April 2006 (Von: Natur- und Kulturschutz Verein Dersim-Tunceli) ORGANIZIERT VON KOMKAR (Verein für ImmigrantInnen aus Kurdistan) -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at website: www.wadinet.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ 11 Frische Gedankensplitter zum Gedankenjahr > Radio Stimme > 27. April 2006 Von: Radio Stimme ================================================ RADIO STIMME - DIE SENDUNG DER INITIATIVE MINDERHEITEN Donnerstag, 27. April 2006 13.00 Uhr, Orange 94.0 / Wien Frische Gedankensplitter zum Gedankenjahr Während das Jubiläumsjahr 2005 mit einigen Abstand vorüber ist, hält dessen kritische künstlerische und wissenschaftliche Aufarbeitung an. Wer gedenkt wessen und warum? Wer ist "wir" und wer sind die "anderen"? Welche nationalen Identitätsentwürfe werden gezeichnet und welche Aspekte und Ereignisse werden dabei ausgeklammert? Radio Stimme bringt einen Beitrag, der im Rahmen einer Lehrveranstaltung am Wiener Institut für Politikwissenschaft von StudentInnen gestaltet wurde und sich gleichzeitig auf wissenschaftlicher und künstlerischer Ebene mit diesen Fragen befasst. Weitere Beiträge: - Wozu noch Minderheiten? - Eine Absagenrevue Diese Sendung wird weiters ausgestrahlt auf: FREIRAD (Innsbruck) Do, 4. Mai, 12.00 Uhr Radio AGORA (Kärnten) Do, 4. Mai, 19.00 Uhr Radio HELSINKI (Graz) Sa, 6. Mai, 19.00 Uhr Radio FRO (Linz) So, 7. Mai, 11.00 Uhr ****** -> Neu: Radio Stimme jetzt auch in Kärnten. Seit Jahresbeginn wird Radio Stimme nun auch in Kärnten auf Radio AGORA ausgestrahlt. Sendezeit ist Donnerstag, 19.00 Uhr - http://www.agora.at ****** -> Sendung verpaßt? Das Internet-Archiv. Diese und alle anderen Ausgaben von Radio Stimme sind in unserem digitalen Sendungsarchiv jederzeit als Download und Stream abrufbar: http://www.initiative.minderheiten.at/Radio ****** -> Sendung über's Internet hören. Die Sendungen sind über den Internet-Livestream der Radiosender zur jeweils angegebenen Sendezeit auch über das Internet zu hören. Orange 94.0: http://streamintern.orange.or.at/live3.m3u FREIRAD: http://www.freirad.at/live.m3u Radio FRO: http://www.fro.at/livestream.php HELSINKI: http://www.helsinki.at/live-stream.php ****** -> aus der Mailinglist austragen? leeres Mail bitte an radio.stimme_news-unsubscribe at initiative.minderheiten.at ****** -- Radio Stimme – Die Sendung der Initiative Minderheiten Das politische Magazin zu den Themen Minderheiten - Mehrheiten - Machtverhältnisse on air: Wien - Do, 13.00 Uhr - Orange 94.0 - http://www.orange.or.at Innsbruck - Do, 12.00 Uhr - FREIRAD - http://www.freirad.at Kaernten - Do, 19.00 Uhr - Radio AGORA - http://www.agora.at Linz - So, 11.00 Uhr - Radio FRO - http://www.fro.at Graz - Mo, 08.00 Uhr - Radio Helsinki - http://www.helsinki.at on line: weltweit - jederzeit - http://www.initiative.minderheiten.at ================================================ 12 Rassismus toetet! Von: akin ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 25. April 2006; 17:30 ********************************************************** Initiativen: > Rassismus toetet! Das ist ein Aufruf zu einem Buendnis. Das ist ein Aufruf an alle Gruppen denen es wieder einmal reicht. Das ist ein Aufruf zu einer Zusammenarbeit damit dem Unmut ueber bestehende Verhaeltnisse wieder staerker Ausdruck verliehen wird. Das ist ein Aufruf zu einer gemeinsamen Demonstration gegen die sich fortwaehrend verschlechternden Lebensbedingungen im Zuge der restriktiven Fremdengesetze, gegen die sich wiederholenden Uebergriffe mit Toetungsabsichten seitens der Polizei an Menschen nicht-oesterreichischer Nationalitaet oder Menschen nicht-weisser Hautfarbe. Weil es echt wieder einmal an der Zeit ist, sich gemeinsam zusammenzuschliessen, die Sichtbarkeit unseres aller Unmuts verstaerkt zu Tage zu bringen, und uns auf unseren gemeinsamen Nenner anstatt auf unsere Gegensaetze zu konzentrieren: Der Ausgang des Prozesses gegen die Moerder von Seibane Wague. - Die Fremdenrechtsnovelle, die dieses Jahr in Kraft getreten ist. - Die Folterungen mit Toetungsabsicht an J. Bakary und die Glorifizierung des Nationalsozialismus durch Wega-Beamte. - Und alle Faelle die nie publik wurden und werden! Alle Wuetenden sind eingeladen sich zu beteiligen, alle Gruppen dazu aufgefordert VertreterInnen zu schicken: Buendnisplenum und Demovorbereitungstreffen am Fr. dem 28.04.06 um 19Uhr im EKH 2ter Stock, deconstructionsite, Wielandgasse 2-4, 1100 Wien, U1 Keplerplatz. Unser Vorschlag fuer den Demonstrationstermin ist der Freitag der 19. Mai. Quelle und Kontakt: nofin at gmx.net ================================================ 13 WWWebtips: OeGB, Bush, Strache, Israel/Palaestina Von: akin ================================================ > WWWebtips http://www.gewerkschaftsdemokratie.at.tt http://www.kpoe.at/cgi-bin/petition.cgi?p=oegbbawag UG und GLB wollen das gleiche: Mehr Demokratie im OeGB allgemein und wegen des BAWAG-Verkaufs auf SPOe-Zuruf sowieso. Jetzt waere es halt sehr sinnvoll, wenn wenigstens diese beiden kleineren Fraktionen innerhalb des OeGB in dieser Frage gemeinsam auftreten wuerden -- es waere ein kleines, aber deutliches Zeichen, dass der Fraktionismus in inhaltlichen Fragen ueberwunden werden kann und dass die politischen Parteien nicht so wichtig sind, wenn es um gewerkschaftliche Fragen geht. Es waere so wichtig, zu zeigen, dass OeGB-Fraktionen keine Vorfeldorganisationen der Parteien seien muessen. Aber nein: Es gibt eine UG-Seite, auf der Unterschriften fuer mehr Demokratie gesammelt werden, und eine GLB-Seite (auf dem KP-Server), auf der gegen die undemokratischen Vorgehensweise beim BAWAG-Verkauf unterschrieben werden kann -- und das obwohl man sich inhaltlich wohl kaum unterscheidet. D.h.: Wer gruen waehlt, unterschreibt bei URL Nr.1, wer KP waehlt, unterschreibt bei URL Nr.2. Und alles ist in schoenster Ordnung. http://www.bushgohome.at Es soll Menschen geben, die moegen Dabbelju nicht. Auch hierzulande! Und weil Dabbelju am 21.Juni nach Oesterreich kommt, moechte diese Menschen das auch entsprechend wuerdigen. Auf dieser Site werden Informationen ueber die Feierlichkeiten und die Vorbereitungen dafuer gesammelt. http://raketa.at/index.php?id=4953&rid=260 Das Transkript eines ZiB-Interviews: Armin Wolf blattelt H.C.Strache auf. Denn auch Strache hat eine Homepage -- da ist zwar nicht die Frage, wer sie bezahlt hat, immerhin aber, wer die Texte darauf verfasst hat. Eine Seite fuer Menschen, die wieder mal etwas zu lachen haben moechten. http://www.combatantsforpeace.org/ Eine erstaunliche Site -- was die israelisch-palaestinensische Friedensbewegung zustandebringt, laesst einen immer wieder Mut schoepfen, dass in Israel-Palaestina doch noch nicht alles verloren ist. Es handelt sich dabei um eine Gruppe von Menschen, die ehemalige Kombatanten in diesem Konflikt zusammenbringt. Da treffen sich Leute, die nicht stolz sind, auf das, was sie da geleistet haben. Es treffen Menschen aufeinander und versuchen ohne Schoenfaerberei zu erzaehlen, was sie getan haben -- dass sie Menschen erschossen haben oder sie mit Molotow-Cocktails beworfen. Solche Initiativen gab es zwar immer wieder nach diversen Kriegen -- schwer genug, ehemaligen Feinden das zu erzaehlen -- aber eben zumeist NACH den Kriegen. Die hier tun es, waehrend rund um sie die Auseinandersetzung noch tobt und selbst ihre eigenen Angehoerigen das Reden mit den Feinden oftmals wohl nicht werden verstehen koennen. Dem ist Respekt zu zollen. Die Site ist auf Englisch gehalten, sodass wir auch etwas davon haben. Hoffnung vielleicht. -br- ================================================ 14 Letzte Worte: Randbemerkungen zum Fall Bakary J. Von: akin ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 25. April 2006; 18:14 ********************************************************** Letzte Worte > Randbemerkungen Der Fall Bakary J. ist wohl dem p.t. Publikum bekannt. Es handelt sich dabei um jenen Nigerianer, dem nach einer missglueckten Abschiebung von der Polizei eine Sonderbehandlung widerfahren sein soll -- das pruefen gerade die Gerichte und die Geschichte ist auch aeusserst medienevident. Im Zuge der Debatte um den Fall kommen aber auch sehr denkwuerdige Dinge an die Oeffentlichkeit. Denn die Frage stellt sich doch, warum sich das Innenministerium immer wieder antut, "Schueblinge" mit oeffentlichen Linien zu transportieren, wenn man das doch in aller Stille und ohne einen unwilligen Flugkapitaen auch erledigen koennte. Immerhin wurden im Vorjahr 30 Personen mit acht Charterfluegen zwangsweise in ihre Heimat verfrachtet, was in der Regel nur bei sehr problematischen Faellen passiert -- etwa, wenn jemand sich bereits erfolgreich seiner Abschiebung widersetzt hat. Das immer so zu machen waere doch ganz im Sinne einer reibungslosen "Repatriierung". Nun, so stellte sich heraus, waere das viel zu teuer: Ein einziger solcher Fall kostet 40.000 Euro (wie wir den Salzburger Nachrichten, 21.4., entnehmen duerfen). Doch immerhin war die Durchsetzung eines Abschubbescheids letztes Jahr das 30mal wert. Fuer manche Dinge muss halt eben doch noch Geld da sein. Eine andere Sache stimmt auch bedenklich. Die ist sogar Guenter Ecker vom ansonsten nicht sonderlich kritischen Verein Menschenrechte so sauer aufgestossen, dass er extra deswegen eine Aussendung produzierte: Der Anwalt von Bakary J. ist Nicolaus Rast, der Anwalt der Polizei der einschlaegig bekannte Farid Rifaat. Und wenn sie wegen dieses Falls zu Gericht gehen, koennen sie sich ein Taxi teilen -- denn sie betreiben in der Wiener Innenstadt eine gemeinsame Kanzlei am Schmerlingplatz 3/Tuer 6. Also zumindest die Optik ist schief... -br- ================================================ 15 Moderne Zeiten: Ersatzdroge Videoueberwachung Von: akin ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 25. April 2006; 17:57 ********************************************************** Moderne Zeiten: > Ersatzdroge Videoueberwachung Vor einigen Wochen wurden anlaesslich des Ein-Jahres-Jubilaeums der polizeilichen Videoueberwachung in der SCS und auf dem Schwedenplatz Jubelmeldungen des Innenministeriums verbreitet. Ein Zweckoptimismus, der den tatsaechlichen Fakten nicht Stand haelt. Der "Arge Daten" gelang es nunmehr, die konkreten Deliktzahlen fuer SCS und Schwedenplatz fuer das Jahr vor der Videoueberwachung und waehrend der Videoueberwachung zu erhalten. Insgesamt sind die festgestellten Deliktzahlen zwar zurueckgegangen, aber einige Aspekte sollten nachdenklich stimmen. Im Jahr vor der Installation der Videoueberwachung (03/2004 - 02/2005) wurden insgesamt 115 Delikte registriert, im Vergleichszeitraum mit Videoueberwachung "nur" mehr 60 Delikte. Dies entspricht zwar einem Rueckgang um 56%, einige Detailzahlen machen es jedoch fraglich, ob dieser Rueckgang der Videoueberwachung zuzurechnen ist. So stiegen die Sachbeschaedigungen waehrend der Videoueberwachung gegenueber der Zeit vor der Ueberwachung immerhin um 60% (!), von 10 Faellen auf 16 Faelle. Besonders interessant sind jedoch die Halbjahresvergleiche. Waren in der ersten Jahreshaelfte ohne Videoueberwachung 68 Diebstahlsdelikte zu verzeichnen (03-08/04), sank diese im ersten Jahreshaelfte mit Videoueberwachung auf 14 Delikte, also ein Minus von 80%. Offenbar zeigte die praeventive Wirkung von Videoueberwachung Ergebnisse. Die Wirkung war jedoch nur von kurzer Dauer. Im darauffolgenden Halbjahr mit Videoueberwachung stiegen die Delikte wieder um 35% (auf 19 Delikte) an. Interessant aber auch der Halbjahresvergleich im Jahr vor der Videoueberwachung. Hier gingen die Delikte von 68 Diebstaehlen (1.HJ) auf 34 (2.HJ) zurueck, also satte 50% ohne jede Videoueberwachung. Sinnvoll waere es die in dieser Zeit gesetzten Massnahmen in Hinblick auf Effizienz und Wirtschaftlichkeit genauer zu analysieren. Der Einsatz von technischen Ueberwachungsmassnahmen wie Videoueberwachung zeigt ganz aehnliche Zuege, wie Suchtkranke sie haben. Die eingesetzten Mittel wirken nur kurze Zeit, danach muss die Dosis (Ueberwachungsintensitaet) wieder erhoeht werden. Alle anderen Delikte, wie Koerperverletzung, Raub, Suchtmittelmissbrauch oder Urkundenfaelschung hatten mit oder ohne Videoueberwachung in der SCS praktische keine Bedeutung. Auch die SCS-Presseabteilung reagierte nicht beglueckt ueber die Tatsache, dass die Sachbeschaedigungsdelikte - trotz oder wegen der Videoueberwachung - gegenueber dem Vergleichszeitraum zunahmen. Immerhin liefert die Videoueberwachung ja erst den "Kick" zum Vandalismus, hat man doch dadurch ein Publikum und kann trotzdem mit hoher Wahrscheinlichkeit rechnen nicht erkannt zu werden. Diese Daten seien nicht nachvollziehbar bzw. falsch, so die variierenden Stellungnahmen der Presseabteilung. Eine simple Anfrage bei der Polizei haette wohl genuegt, um die Daten zu verifizieren. Keine Auskunft konnte die Arge Daten, trotz intensiver Bemuehungen, ueber die Aufklaerungsquoten erhalten. Berauschend duerften sie nicht sein, geht man auch nach den laufend veroeffentlichten Zeitungsberichten ueber Straftaten vor dem Videoauge und der darauf folgenden erfolglosen Fahndung. "Wozu sollen wir euch die Daten geben, ihr macht ja sowieso nur die Polizeiarbeit herunter", lautete der frustrierte Kommentar eines verantwortlichen Polizeibeamten. Kein Gift am Schwedenplatz Ein anderes Szenario bietet der Schwedenplatz. Als klassischer Freizeit- und Touristentreff, an dem sich die unterschiedlichsten Bevoelkerungsschichten treffen und auch relativ lang aufhalten, ist die Bandbreite der Delikte wesentlich groesser. Neben Diebstahl sind Koerperverletzung und Drogenkriminalitaet die Top-Delikte, Sachbeschaedigungen eher von geringerer Bedeutung. Die Rueckgangsraten ueber alle Deliktgruppen zusammen (ohne Drogenkriminalitaet) betrugen ueber das Jahr hinweg bescheidene 17%, ein Wert der wohl eher durch die verbesserte Polizeipraesenz, als durch die Videoueberwachung zu begruenden ist. Auffaellig und daher aus propagandistischen Gruenden besonders hervorgekehrt ist der "Rueckgang" der Drogendelikte. Etwa drei Monate nach Installation der Videoueberwachung wurde am Schwedenplatz kein Drogenfall mehr registriert. Leider kann das nicht als Erfolg gewertet werden, wenn gleichzeitig der Drogenbericht des BMI fuer das letzte Jahr einen bundesweiten Anstieg der Drogendelikte um 2% gegenueber dem Vorjahr feststellt. Am Schwedenplatz wurde offenbar die Prognose der Videoskeptiker zu hundert Prozent erfuellt: Mobile Kriminalitaet weicht nach kuerzester Zeit auf nicht ueberwachte Orte aus, ohne dass es zu einer Verhaltensaenderung kommt. Im Gegensatz zu "normaler" Kriminalitaet gibt es bei Drogendelikten nicht die klassischen Taeter-Opfer-Rollen. Der Dieb ist der Taeter, der Bestohlene das Opfer, nicht so in der Drogenszene. "Taeter" (Dealer) und "Opfer" (Kaeufer) agieren in einer Interessensgemeinschaft, bei der beide mit dem - freilich illegalen - Tun einverstanden sind. Es ist daher fuer diese Gruppen ein Leichtes ihr Aktionsfeld, im gegenseiten Einverstaendnis zu verlagern. Plakative Ueberwachungsmassnahmen draengen diese Gruppen bloss in unuebersichtlichere Bereiche ab und machen Aufklaerung und Verhinderung eher aufwaendiger und schwieriger. (Arge Daten/gek.) Volltext: http://www2.argedaten.at/php/cms_monitor.php?q=PUB-TEXT-ARGEDATEN&s=39982svs ================================================ 16 Deutsch-russische Projekte bedrohen Rentierzüchter - offener Brief an Merkel Von: GFBV Hans Bogenreiter ================================================ > GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER > Offener Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel > > Göttingen/Berlin, den 25. April 2006 > > Betr.: Deutsch-russische Konsultationen in Tomsk ( 26.-27.04.2006) - > Rentierzüchter durch deutsch-russische Gasförderprojekte bedroht > > Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, > > am Rande der deutsch-russischen Regierungskonsultationen im sibirischen > Tomsk am 26. und 27. April 2006 werden das deutsche > Chemieunternehmen BASF und der russischen Energiekonzern Gazprom > einen Kooperationsvertrag unterzeichnen. Die BASF-Tochter Wintershall in > Kassel soll mit 35% und der Energiekonzern E.ON mit 15 % am > wirtschaftlichen Erfolg der Ausbeutung des Gas- und Erdöl-Feldes Juschno > Russkoje beteiligt werden. Beide sind auch Partner der Gazprom bei der > geplanten Ostsee-Pipeline. > > In diesem Zusammenhang möchte ich Sie auf das Schicksal von > Menschen aufmerksam machen, die der Gesellschaft für bedrohte Völker > (GfbV) als Menschenrechtsorganisation für verfolgte Minderheiten und > Ureinwohnergemeinschaften besonders am Herzen liegen: auf die traurige > Lage der indigenen Völker Russlands. > > Durch die rücksichtslose Erdöl- und Erdgasförderung schon zu Zeiten der > Sowjetunion sind große Teile des Landes, auf dem die sibirischen > Ureinwohner seit Jahrhunderten leben, verseucht und weitgehend zerstört. > So sind die Chanten und Mansen, aus deren Autonomen Bezirk das von > Deutschland importierte Öl und Gas kommen, stark davon betroffen. Die > Grundlage für ein traditionelles Leben dieser Ureinwohner ist zerstört, > weil > dort hunderte Flüsse vergiftet und weite Landstriche nicht mehr nutzbar > sind. > > Neue Projekte in Juschno Russkoje und Nowy Urengoi, an der die BASF > und E.ON beteiligt sind, bedrohen nun die rund 4.700 Nenzen auf der > Jamal-Halbinsel. Diese soll erschlossen werden, denn dort lagern 61% des > russischen Erdgases. Doch die geplante Eisenbahnstrecke und die parallel > dazu geplanten acht Pipelines zu den Gasfeldern werden die Weidegründe > der Rentierherden der Nenzen zerschneiden. Wenn jedoch die Winter- von > den Sommerweiden der Tiere abgeschnitten werden, bedeutet dies für die > Nomaden das Ende ihrer traditionellen Lebensweise auf Jamal. > > Im Namen der GfbV bitte ich Sie, das Schicksal dieser indigenen Gruppen > bei den Gesprächen mit Ihren russischen Partnern, aber auch mit den > Verantwortlichen der deutschen Firmen zu thematisieren und darauf zu > dringen, dass Vertreter der Ureinwohner an allen Phasen der Planung und > Durchführung der Gasförderprojekte beteiligt werden. Es muss nicht nur > größtmögliche Transparenz zum Wohle dieser Menschen und der > einzigartigen Natur in Sibirien garantiert sein. Die Betroffenen müssen > auch > angemessene finanzielle Entschädigung erhalten. > > Mit freundlichen Grüßen > gez. Tilman Zülch, Generalsekretär > > > > Hintergrundpapier zur Gasförderung im Autonomen Bezirk der Jamal > Nenzen > > Am 26. und 27. April 2006 findet in Tomsk ein deutsch-russisches > Gipfeltreffen statt, auf dem der russischen Gasmonopolist GAZPROM mit > dem deutschen Chemiekonzern BASF einen Vertrag abschließen wird, > wonach dessen Tochterfirma Wintershall (Kassel) mit 35% am > wirtschaftlichen Erfolg des Gas-Feldes Juschno Russkoje beteiligt wird. > Auch der deutsche Energiekonzern E.ON ist an dem Riesengeschäft mit 15 > % beteiligt. Wintershall und E.ON sind beim geplanten Bau der Ostsee- > Pipeline GAZPROM-Partner. > > Allen Beteiligten ist seit Monaten bewusst, dass die geplanten > Großprojekte > auf der westsibirischen Halbinsel Jamal katastrophale Folgen für die dort > lebende indigene Gruppe der Jamal-Nenzen haben werden. > Altbundeskanzler Gerhard Schröder stattete dem "Autonomen Bezirk der > Jamal-Nenzen" Ende März 2006 in seiner neuen Funktion als > Aufsichtsratsvorsitzender des Ostseepipelinekonsortiums einen Besuch ab, > ließ sich erklären, wie dort Gas gefördert wird und besuchte eine Schule > in > Nowy Urengoi und ein Nomadenzelt. > > Doch solche Freundschaftsbesuche können nicht darüber hinwegtäuschen, > dass die mit deutscher Beteiligung geplanten Projekte Juschno Russkoje > und Nowy Urengoj die Existenz der Nenzen nachhaltig bedroht. > > Die meisten Nenzen leben im Autonomen Kreis der Nenzen, im > Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen und im Autonomen Kreis Taimyr; > insgesamt zählt diese Nationalität 41.302 Angehörige. Bis heute bewahren > sie eine einzigartige, auf der Haltung großer Rentierherden beruhende > Lebens- und Wirtschaftsweise. > > Auf der Halbinsel Jamal, wo 61% der russischen Gas- und 15% der > Ölreserven lagern, leben ca. 4.700 Nenzen als Nomaden. Hier gibt es für > die Rentiere intakte Winterweiden und eine hohe Artenvielfalt. Im Winter > treiben die Nenzen ihre Herden in Richtung Süden, um in den Wäldern > Schutz vor den kalten Winden der Tundra zu suchen. Im Frühling ziehen > sie zurück in die Mitte der Halbinsel, wo die jungen Rentierkälber geboren > werden. Im Sommer halten sie sich an der Küste auf, da hier der Wind die > Mückenschwärme vertreibt. Die Rentierherde gibt den Jamal-Nenzen > Nahrung und Kleidung. Sie ist ihre Existenzgrundlage. > > Doch heute gleicht die Situation der Nomaden einem Wettlauf mit der Zeit. > Täglich müssen sie ihre Herden auf neue immer kleiner werdende > Weidegründe führen. Seit Jahren kommt es bedingt durch den > Klimawandel vermehrt zu Niederschlägen, die gefrieren und das > Rentiermoos - die Hauptnahrungsquelle der Rentiere - unter Eisschichten > verschwinden lassen. Die Errichtung von Naturparks und Schutzgebieten > führte zur weiteren Reduzierung des verfügbaren Weidegrunds, ebenso > Änderungen der Rechtsgrundlage, die die Landfrage und den Zugang zu > Ressourcen regelt. > > Die nun geplante Ausbeutung der Erdgasfelder würde zur weiteren > Reduzierung der Weideplätze führen. Bereits die Erkundungsarbeiten > richteten ungeheure ökologische Schäden an - dabei wurden riesige > Flächen von Rentiermoos beschädigt. Da es sich dabei um eine > ausgesprochen empfindliche Pflanze handelt, die nur ca. 1 mm im Jahr > wächst, ist die Regeneration der beschädigten Flächen ein langwieriger > Prozess mit vagen Erfolgsaussichten. > > Eine weitere große Gefahr für das Überleben der Rentierherden und somit > der Jamal-Nenzen stellt der geplante Bau einer Eisenbahnstrecke auf der > Jamal-Halbinsel dar. Sie soll die wichtigsten Gasfelder mit den teils > schon > bestehenden, teils geplanten Pipelines verbinden. Entlang der > Eisenbahnstrecke sollen künftig acht Pipelines verlaufen, die Anschluss an > bereits bestehende Erdgasleitungen weiter im Süden bzw. in der > Barentsregion gewährleisten, damit das Erdgas von der Jamal-Halbinsel > bis nach Westeuropa geliefert werden kann. Auch in die deutsch-russische > Ostseepipeline soll dann Gas aus Jamal eingespeist werden. > > Die geplante Eisenbahnstrecke wird die Winterweiden der Rentiere wie > eine breite Schneise von den Sommerweiden trennen. Der Bau der > Eisenbahnstrecke und der Pipelines wird Weidegrund beschädigen und den > Zug der Rentiere über die Halbinsel für mindestens zehn Jahre > unterbinden. Ein zusätzliches Problem ist die Bodenerosion. Die > Vegetationsschicht ist in Taiga und > > Waldtundra - ähnlich wie in den Regenwäldern - hauchdünn. Ein durch > den Wald fahrender Geländewagen hinterlässt Zerstörungen, deren > Regeneration vermutlich an die hundert Jahre dauern würde. Allein durch > die Raupenfahrzeuge einer einzigen Probebohrung wurden auf der Jamal- > Halbinsel 40 000 ha Rentierweide unwiederbringlich zur Wüste. > > In der aktuellen Situation entscheidend ist die Einbindung der indigenen > Völker in alle Vorbereitungs- und Durchführungsprozesse der Öl- und > Gasförderprojekte, so dass sie eigene Entscheidungen treffen und auf die > Aktivitäten Einfluss nehmen können. > > Schon heute liegt eine Schwierigkeit darin, dass die nun auch mit > deutscher Beteiligung abgeschlossenen Projekte, in Nowy Urengoj etwa, > strategisch in die Erschließung der gesamten Halbinsel eingebunden sind. > Pläne dafür wie die Zukunft aus Sicht der Konzerne aussehen soll, sind > jedoch nicht öffentlich zugänglich. Daher wissen die Indigenen nicht, was > auf sie zukommt und können darauf auch nicht entsprechend reagieren. > Klar ist zum Beispiel, dass noch keine Umweltverträglichkeitsgutachten > durchgeführt wurden und es auch noch keine konkreten Verhandlungen mit > den Führern der Indigenen gegeben hat. > > Forderungen: > > - Die an den Projekten beteiligten deutschen Unternehmen Wintershall und > E.ON müssen größte Transparenz walten lassen und die Vertreter der > indigenen Völker in jede Phase der Projekt-Planung und Durchführung > einbeziehen. > > - Es muss so bald als möglich eine unabhängige > Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt werden unter Mitarbeit von > Nenzen und Umweltschützern. > > - Die an den Projekten beteiligten deutschen Unternehmen müssen die > Ureinwohner, die durch die Erschließung ihres Gebietes ihre > Lebensgrundlage, nämlich die Rentierzucht, verlieren werden, als > Arbeitskräfte beteiligen und Gewinne müssen etwa in Form von > Projektgeldern in die Region zurückfließen. > ====================================================== > Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) > Inse Geismar, Pressereferentin > Postfach 2024, D-37010 Goettingen > Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 > E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de > ====================================================== ================================================ 17 Wiener SPÖ-Parteitag beschließt Stief- und Fremdkindadoption und Öffnung der Zivilehe für Homosexuelle Paare Von: SoHo - Sozialdemokratie & Homosexualität ================================================ SoHo-Pressaussendungen vom 22.04.06: 1) Wiener SPÖ-Parteitag beschließt Stief- und Fremdkindadoption und Öffnung der Zivilehe für Homosexuelle Paare 2) SoHo: "Transgender-Antrag" bei SPÖ-Bundesparteivorstand eingebracht 3) SoHo mit neuem Webauftritt! Die Aussendungen sind auch unter www.soho.or.at abrufbar --------------------------------------------------------------------------------- Wiener SPÖ-Parteitag beschließt Stief- und Fremdkindadoption und Öffnung der Zivilehe für Homosexuelle Paare Utl.: Auch Antrag für Schaffung eines Kompetenzzentrums angenommen! 22.04.06 Wien - "Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, uns immer wieder an reale Lebensbedingungen anzupassen und notwendige Nachjustierungen unserer eigenen Forderungen durchzuführen. Daher hat der heutige Parteitag der Wiener SPÖ die Adaptierung der Fremdkindadoption für die Eingetragene Partnerschaft, sowie im Hinblick auf die europäische Rechtsentwicklung die völlige Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare gefordert", informierte Peter Traschkowitsch, stv. Landesvorsitzender der Wiener sozialdemokratischen Homosexuellenorganisation SoHo am Samstag. "Dieser Schritt zeigt, dass die SPÖ entschieden gegen bestehende Diskriminierungen von gleichgeschlechtlichen PartnerInnenschaften ankämpft und auftritt. Und das ist auch gut so!", unterstrich Traschkowitsch die gesellschaftspolitische Fortschrittlichkeit der Sozialdemokratie.**** "Die SPÖ hat bereits im April 2005 auf Bundesebene einen fixfertig beschlussfähigen Gesetzesentwurf zur 'Eingetragenen Partnerschaft (EP)' im Parlament eingebracht. Die Schüssel-Regierung hat uns allerdings klar und deutlich demonstriert, dass sie ihren Diskriminierungskurs fortsetzen wird und schon gar nicht an die Schaffung von Rahmenbedingungen für gleichgeschlechtliche Paare denkt. Unseren Gesetzesentwurf lässt die Regierung im Parlament verschimmeln. Herr Schüssel zeigt uns mit Ignoranz, dass wir aus seiner Sicht eine vernachlässigbare Bevölkerungsgruppe sind", übte der Bundessekretär der SoHo, Dominik Mungenast scharfe Kritik an der derzeitigen Bundesregierung. "Wir von der SPÖ hingegen setzen uns sehr intensiv, mit Nachdruck und vor allem auf ehrliche Art und Weise mit den Anliegen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Personen auseinander - denn für uns gilt ganz klar: Gleich viel Recht für Gleich viel Liebe!", so Mungenast. Mit Freude nahm die Finanzreferentin und Trangender-Beauftrage der SoHo-Wien, Angelika Frasl die Annahme eines weiteren Antrages, welcher eine stärkere Vernetzung einschlägiger Institutionen und Organisationen durch Schaffung eines übergeordneten Kompetenzzentrums für die Anliegen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Personen fordert. "Dort sollen Betroffene bei juristischen, sozialen und medizinischen Angelegenheiten noch rascher die richtige Ansprechpartnerin bzw. den richtigen Ansprechpartner und Hilfe erhalten", ging Frasl auf den Hintergrund der Forderung ein. "Mit der Annahme der beiden Anträge hat die Wiener SPÖ heute bewiesen, dass sie eindeutig auf der Seite der Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Personen steht. Einmal mehr hat sie sich damit als DIE Partei des Miteinanders präsentiert", betonten Traschkowitsch, Mungenast und Frasl abschließend. --------------------------------------------------------------------------------- SoHo: "Transgender-Antrag" bei SPÖ-Bundesparteivorstand eingebracht Utl.: Frasl: Alltag muss für Transgender-Personen dringendst erleichtert werden! 22.04.06 Wien - Über die Einbringung eines Antrages zur Verbesserung juristischer Thematiken im Transgenderbereich im Bundesvorstand der SPÖ informierte am Samstag Angelika Frasl, Finanzreferentin und Trangender-Beauftragte der SoHo-Wien. Dieser Antrag geht etwa auf die Problematik des Geschlechtseintrages in Personaldokumenten ein und fordert eine Änderung des Personenstandes auch bei aufrechter Ehe. Weiterer Inhalt: Ein Rechtsanspruch auf Neuausstellung von Zeugnissen nach Vornamensänderung wie auch die Unterstützung bzw. Kostenübernahme für alle Behandlungen und Gutachten. Frasl: "Es geht hier um essenzielle Themen für die Bewältigung des Alltags von Transgender. Gerade die Kostenfragen wie auch die enormen Hürden und Probleme auf juristischer Ebene stellen für die meisten Transgender eine enorme Belastung dar! Hier bedarf es einer dringlichen Änderung in den österreichischen Gesetzen!"**** Der SoHo-Antrag soll in der Folge vom SPÖ-Bundesvorstand zur Ausarbeitung in den SPÖ-Parlamentsklub gebracht werden. "Wir von der SoHo haben hierbei großes Vertrauen und sind zuversichtlich, dass der Antrag mit allen seinen Inhalten auf offene Ohren treffen wird. Denn schließlich zeigt der SPÖ-Parlamentsklub ja laufend, dass ihm die Anliegen der Transgender-Personen wichtig sind, die Sozialdemokratie sich für optimale Lösungen und Verbesserungen auf diesem Gebiet einsetzt!", so Frasl abschließend. --------------------------------------------------------------------------------- SoHo mit neuem Webauftritt! Utl.: Umfassendes Service unter www.soho.or.at 22.04.06 - Wien - "Um zukünftig noch schneller und effizienter unsere Arbeit, Ergebnisse und Erfolge auch nach außen hin präsentieren zu können, haben wir uns entschlossen unsere Website www.soho.or.at, auf ein modernes Redaktionssystem umzustellen", freut sich Günter Tolar, Bundesvorsitzender der sozialdemokratischen Homosexuellenorganisation SoHo am Samstag über den gelungenen Relaunch von www.soho.or.at **** Den Startknopf drückten am Samstag Angelika Frasl, Peter Traschkowitsch und Dominik Mungenast und freuten sich, dass der neue Internetauftritt pünktlich zum Wiener Landesparteitag online gehen konnte. Die neue Site bietet große Übersichtlichkeit und kann mit einem umfassenden Archiv mit vielen Informationen über vergangene Aktionen der SoHo und vielem mehr aufwarten. Zusätzlich bietet www.soho.or.at eine Vielzahl an Downloads, die kontinuierlich aktualisiert werden. UserInnen können sich zudem in einem GästInnenbuch eintragen und selbstverständlich gibt es immer wieder top aktuelle, userInnenfreundlich aufbereitete News. Zudem führt eine umfangreiche Linkssammlung zu unzähligen weiterführenden Websites, u.v.m. "Wir würden uns auf zahlreiche Userinnen und User freuen und hoffen nunmehr mittels www.soho.or.at noch mehr an Informationen über unsere Arbeit, Erfolge, aber auch Hilfestellungen weitergeben zu können", schloss Tolar. ================================================ C) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. 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(werden nicht angenommen) 2 beiträge nicht genommen: nwr Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 5.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================